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Sachbericht für das Jahr 2025 zur Umsetzung des Kommunalen Programms für Arbeit und Beschäftigungsfähigkeit (KomProArBeit)

Mitteilung Ausschuss 1455/2026 vom 09.06.2026

Stand: Am 15.09.2026 im Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration beraten. Das Ergebnis ist noch nicht veröffentlicht.

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    Dezernat, Dienststelle V/50/505 Vorlagen-Nummer 09.06.2026 1455/2026 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Soziales, Gesundheit, Seniorinnen und Senioren 11.06.2026 Ausschuss für Wirtschaft und Digitalisierung 18.06.2026 Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 29.06.2026 Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration 15.09.2026 Sachbericht für das Jahr 2025 zur Umsetzung des Kommunalen Programms für Arbeit und Beschäftigungsfähigkeit (KomProArBeit) Die Verwaltung legt in der Anlage einen umfänglichen Sachbericht zum Kommunalen Pro- gramm für Arbeit und Beschäftigungsfähigkeit (KomProArBeit) für das Jahr 2025 vor. Der Bericht knüpft an die bereits vorliegenden Berichte für die Jahre 2018 (0917/2019), 2019 (3613/2020), 2020 (3720/2021), 2021/22 (2102/2023), 2023 (1170/2024) und 2024 (2433/2025) an. 1. Beschäftigungs- und Projektförderung im Jahr 2025 Das Kommunale Programm für Arbeit und Beschäftigungsfähigkeit KomProArBeit ergänzt be- stehende Arbeitsmarktförderungen insbesondere auf Bundes- und Landesebene, um eine rechtskreisübergreifende Unterstützung langzeitarbeitsloser Kölner*innen zu ermöglichen. Das übergeordnete Ziel vom KomProArBeit ist es, langzeitarbeitslosen Kölner*innen soziale Teilhabe zu ermöglichen. Die beruflichen Perspektiven der Zielgruppe sollen verbessert wer- den, damit diese Menschen eine nachhaltige sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt erhalten können. Das Förderprogramm stellt somit einen ganzheitli- chen Ansatz dar, um Langzeitarbeitslosigkeit in Köln effektiv zu bekämpfen. Wie in den vorherigen Jahren hat sich der Fokus weiter von der Beschäftigungs- zur Projekt- förderung entwickelt. Durch die Möglichkeit der Förderung von versicherungspflichtigen Be- schäftigungsverhältnissen durch das gesetzliche Regelinstrument des § 16 i SGB II verrin- gerte sich in den vergangenen Jahren der Bedarf für diese Art der Beschäftigungsförderung über KomProArBeit. Durch den stärkeren Fokus auf Projektförderungen konnte eine Vielzahl von Kölner*innen von einer Förderung über KomProArBeit profitieren. Im Jahr 2025 lag der Fokus somit auf ganzheitlichen übergreifenden Projekten, wovon lang- zeitarbeitslose Kölner*innen mit unterschiedlichen Hintergründen und mit verschiedenen Le- benslagen profitieren konnten. Häufig bestehen diverse und komplexe Gründe, warum Men- schen langzeitarbeitslos sind. Oft mangelt es an ausreichenden Qualifikationen, sowohl in den Fach- als auch in den Sozialkompetenzen, um erfolgreich und langfristig in den Arbeitsmarkt integriert zu werden. 2 Die berufliche Orientierungslosigkeit und das fehlende Selbstwertgefühl dieser Personen- gruppe sind durch Rückschläge und eine fehlende Alltagsstruktur geprägt und bedürfen daher eines gezielten Vorgehens, welches diese Probleme in ihrem Kern behandelt. Auch gesund- heitliche Schwierigkeiten, welche oft mit der Langzeitarbeitslosigkeit einhergehen, stellen ein großes Problem der Zielgruppe dar und wurden mittels geeigneter Angebote in den Fokus ge- nommen. Des Weiteren haben Projekte im Bereich Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie der beruflichen Orientierung eine zentrale Rolle eingenommen. Insgesamt wurden im Jahr 2025 über KomProArBeit 643 Menschen in den verschiedenen Schwerpunktbereichen gefördert. 2. Übersicht Förderungen Schwerpunkte Anzahl der geför- derten Personen 2025 Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung 4 Coaching/Beratung 0 Individuelle Qualifizierung 154 Gesundheitsförderung 74 Individuelle berufliche Orientierung 86 Schwerpunktübergreifende Projektförderung 325 Insgesamt 643 Das Gesamtbudget für KomProArBeit im Jahr 2025 betrug 834.277 €, hiervon wurden insge- samt 531.270,55 € für die verschiedenen Förderungen aufgewendet. Im Sachbericht ist als Anlage eine Übersicht zu den jeweiligen Förderungen enthalten. Als freiwillige flankierende Förderung der Stadt Köln war das Förderprogramm im Jahr 2025 jedoch mehrfachen Restriktionen aufgrund der herausfordernden Haushaltslage unterworfen. Bis zur Genehmigung der Haushaltsatzung 2025/2026 stand die Bewirtschaftung des Budgets unter vorläufiger Haushaltsführung nach § 82 GO NRW. Hierdurch konnten neue Förderungen erst ab dem 01.04.2025 bewilligt werden. Aufgrund der daran anschließenden Bewirtschaftungsverfügung vom 23.04.2025 waren alle freiwilligen Leistungen zu prüfen, ob diese Leistungen kurz oder mittelfristig aufgegeben wer- den können. Diese Prüfung hat hinsichtlich des Förderprogramms KomProArBeit ergeben, dass bei Aufgabe der Förderung in mehrfacher Hinsicht für die Zukunft negative Auswirkun- gen zu erwarten sind, so dass eine weitere Reduzierung der Fördersumme nicht angezeigt ist. Die Bewirtschaftungsverfügung verursachte jedoch im Bewilligungsverfahren weitere Doku- mentationspflichten, so dass neue Projekte erst zu einem späteren Zeitpunkt realisiert wer- den. Am 04.11.2025 wiederum erging eine Haushaltssperre, die ab diesem Zeitpunkt eine Bewilli- gung von mit den Antragstellern beplanten Projekten erneut verhinderte. Diese Hürden führten dazu, dass von dem Gesamtbudget für KomProArBeit in Höhe von 3 834.277 € insgesamt lediglich 531.270,55 € im Jahr 2025 für die verschiedenen Förderungen aufgewendet werden konnten. 3. Ausgewählte schwerpunktübergreifende Projektförderung Im Jahr 2025 wurden insgesamt 4 Beschäftigungsverhältnisse und 12 Projekte gefördert. Von diesen genannten Projekten tangierten fünf gleichzeitig mehrere Schwerpunkte von Kom- ProArBeit. Im Bericht finden sich Detaildarstellungen von 6 beispielhaft ausgewählten Projekten. Neben den bereits im letzten Jahresbericht dargestellten und in 2026 fortgesetzten schwerpunktüber- greifenden Angeboten „Kölner Geschichtenhaus“, „Sonne, Mond und Sterne“ und „Start&Go“ handelt es sich hier um „BiSKids“, „Start & Go“ und „KoBAM“. 4. Ausblick Vor dem Hintergrund des Arbeit- und Fachkräftemangels als eines der beherrschenden Ar- beitsmarktthemen ist das Förderprogramm KomProArBeit ein wichtiges, ergänzendes kommu- nales Arbeitsmarktinstrument, um auf lokale Entwicklungen reagieren zu können und innova- tive Ansätze zu erproben. Somit kann KomProArBeit auch im Jahr 2026 auf die Entwicklungen des Arbeitsmarktes in Köln reagieren, um ganzheitliche rechtskreisübergreifende Angebote für die Zielgruppen an- bieten zu können. Verstärkter Schwerpunkt ist dabei eine weitergehende Eingliederung der Teilnehmenden der Angebote von KomProArBeit in den ersten Arbeitsmarkt. Gez. Dr. Rau 4
  • Anlage 1 - Sachbericht_KomProArBeit_2025

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    Sachbericht 2025 Kommunales Programm für Arbeit und Beschäfti- gungsfähigkeit (KomProArBeit) Seite 2 Inhalt 1. Einleitung ................................ ................................ ................................ ........................ 3 2. Überblick über die Förderungen im Jahr 2025 ................................ ............................. 4 2.1 Förderung sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung ................................ ......... 5 2.2 Förderprogrammmanagement ................................ ................................ ................. 6 2.3 Coaching und Beratung ................................ ................................ ........................... 6 2.4 Qualifizierung ................................ ................................ ................................ .......... 6 2.4.1 Offene Lerntreffs ................................ ................................ ................................ ..... 7 2.4.2 Grundbildung im Kölner Süden ................................ ................................ ............... 7 2.5 Gesundheitsförderung ................................ ................................ ............................. 8 2.5.1 Plan 27 ................................ ................................ ................................ .................... 8 2.5.2 Plan 27 XL ................................ ................................ ................................ .............. 9 2.6 Berufliche Orientierung ................................ ................................ ............................ 9 2.6.1 Zukunft Gestalten ................................ ................................ ................................ .... 9 2.6.2 Girls for Innovation ................................ ................................ ................................ .10 2.7 Schwerpunktübergreifende Projektförderung................................ ..........................10 2.7.1 Kölner Geschichtenhaus ................................ ................................ ........................10 2.7.2 Sonne, Mond und Sterne................................ ................................ ........................11 2.7.4 Start & Go ................................ ................................ ................................ ..............12 2.8. Ausblick ................................ ................................ ................................ ..................13 Anhang: Übersicht Förderungen ................................ ................................ .......................14 Redaktion: Dirk Schumacher, Karl Jonas Göller, Claudia Prenner Kontakt: Amt für Soziales, Arbeit und Senioren – Arbeitsmarktförderung komproarbeit@stadt-koeln.de Stand: 18.05.2026 Seite 3 1. Einleitung Der Sachbericht des Kommunalen Programms für Arbeit und Beschäftigungsfähigkeit (Kom- ProArBeit) gibt einen Überblick über die Förderungen im Jahr 2025. Das Gesamtbudget für KomProArBeit belief sich im Jahr 2025 auf 834.277 €. Als freiwillige flankierende Förderung der Stadt Köln war das Förderprogramm im Jahr 2025 jedoch mehr- fachen Restriktionen aufgrund der herausfordernden Haushaltslage unterworfen. Bis zur Ge- nehmigung der Haushaltsatzung 2025/2026 durch die Bezirksregierung Köln mit Schreiben vom 31.03.2025 stand die Bewirtschaftung des Budgets unter vorläufiger Haushaltsführung nach § 82 GO NRW. Hierdurch konnten neue Förderungen erst ab dem 01.04.2025 bewilligt werden. Aufgrund der daran anschließenden Bewirtschaftungsverfügung vom 23.04.2025 waren alle freiwilligen Leistungen zu prüfen, ob diese Leistungen kurz oder mittelfristig aufgegeben wer- den können. Diese Prüfung hat hinsichtlich des Förderprogramms KomProArBeit ergeben, dass bei Aufgabe der Förderung in mehrfacher Hinsicht für die Zukunft negative Auswirkun- gen zu erwarten sind, so dass eine weitere Reduzierung der Fördersumme nicht angezeigt ist. Die Bewirtschaftungsverfügung verursachte jedoch im Bewilligungsverfahren weitere Do- kumentationspflichten, so dass neue Projekte erst zu einem späteren Zeitpunkt realisiert werden. Am 04.11.2025 wiederum erging eine Haushaltssperre, die ab diesem Zeitpunkt eine Bewilli- gung von mit den Antragstellern beplanten Projekten erneut verhinderte. Diese Hürden führten dazu, dass von dem Gesamtbudget für KomProArBeit in Höhe von 834.277 € insgesamt lediglich 531.270,55 € im Jahr 2025 für die verschiedenen Förderungen aufgewendet werden konnten. KomProArBeit ergänzt bestehende Arbeitsmarktförderungen auf Bundes- und Landesebene, um eine rechtskreisübergreifende Unterstützung arbeitsmarktferner, insbesondere langzeit- arbeitsloser Kölner*innen zu ermöglichen. Das Förderprogramm KomProArBeit bietet einen ganzheitlichen Ansatz, um den betreffen- den Menschen soziale Teilhabe sowie eine berufliche Perspektive zu ermöglichen, wodurch auf lokaler Ebene ein substanzieller Beitrag zur Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit ge- leistet wird. Unter Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse und häufig auftretenden Problemlagen arbeitsmarktferner Personen, verfolgt KomProArBeit drei Zieldimensionen, die mit sechs Schwerpunkten erreicht werden sollen. Die Zieldimensionen von KomProArBeit lauten: 1. Die Förderung von sozialversicherungspflichtiger Arbeit, besonders in stadtgesell- schaftlich relevanten Feldern, Seite 4 2. Wiederherstellung, Verbesserung oder Stabilisierung der individuellen Beschäfti- gungsfähigkeit, um dauerhaft sozialversicherungspflichtig tätig sein zu können und 3. die Verbesserung von Rahmenbedingungen für Familien, um dauerhaft sozialver- sicherungspflichtig tätig zu sein. Die sechs Schwerpunkte sind: 1. Förderung sozialversicherungspflichtiger Tätigkeiten insbesondere in stadtgesell- schaftlich relevanten Feldern, auch über öffentliche Vergaben und den Aufbau neuer, einfacher Arbeit in Betrieben am Standort Köln, 2. Unterstützung der Integration langzeitarbeitsloser Menschen in den Arbeitsmarkt mit Hilfe von Förderprogrammen der Europäischen Union (EU), des Bundes und des Landes in Kombination mit kommunalen Eigenmitteln, 3. Stabilisierung von Beschäftigung langzeitarbeitsloser Menschen mit Hilfe von Coaching und Beratung, 4. Verbesserung der Einstiegsmöglichkeiten in den allgemeinen Arbeitsmarkt durch individuelle arbeitsplatzbezogene Qualifizierungen und Qualifizierungen im Be- reich der Gesundheitsförderung, 5. Stabilisierung, Erhalt und Steigerung der individuellen Beschäftigungsfähigkeit durch Maßnahmen im Bereich der Gesundheitsförderung sowie 6. Maßnahmen zur beruflichen Orientierung, um langzeitarbeitslosen Menschen die Perspektive eines Bildungsabschlusses zu ermöglichen. 2. Überblick über die Förderungen im Jahr 2025 Die konjunkturelle Schwäche der letzten Jahre zeigte sich auch am Kölner Arbeitsmarkt, wo die Arbeitslosenquote bei einem konstant hohen Niveau um 9 % lag. Zugleich werden weiter- hin Fachkräfte benötigt, insbesondere im Hinblick auf den demographischen Wandel. Die Gründe für Arbeitslosigkeit sind vielfältig, fehlende schulische und berufliche Bildung zählen ebenso dazu wie gesundheitliche Beeinträchtigungen oder fehlende Kinderbetreuung. Orientierungslosigkeit und ein durch erlittene Rückschläge geringes Selbstwertgefühl können dazu führen, dass Menschen den Weg aus der Langzeitarbeitslosigkeit nicht schaffen. Hier setzt KomProArBeit an. Die oben genannten Schwerpunkte ermöglichen es der Ziel- gruppe passgenaue und innovative Angebote zu offerieren, die durch andere Leistungsträger nicht oder nicht im ausreichenden Maße erbracht werden können. Im Jahr 2025 haben insgesamt 643 Menschen durch eine Förderung von KomProArBeit pro- fitiert. Alle Beschäftigungs- und Projektförderungen haben das kurz- bis mittelfristige Ziel, die Teilnehmenden beim (Wieder-) Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt zu unterstützen. Um mehr Menschen zielgerichteter und effektiver fördern zu können, wurden in 2025 ver- stärkt Projekte anstelle von Einzelförderungen unterstützt. Seite 5 Die Förderschwerpunkte verteilen sich wie folgt: Schwerpunkte Anzahl der geför- derten Personen 2025 Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung 4 Coaching/Beratung 0 Individuelle Qualifizierung 154 Gesundheitsförderung 74 Individuelle berufliche Orientierung 86 Schwerpunktübergreifende Projektförderung 325 Insgesamt 643 Tabelle 1: Förderarten und Anzahl geförderter Personen 2.1 Förderung sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung Im Jahr 2025 wurden vier Personen in diesem Schwerpunkt gefördert. In der Mehrzahl han- delt es sich um eine Spitzenfinanzierung, die als Ergänzung zu bestehenden Förderungen des Jobcenters getätigt wurden. Durch die Einführung des Teilhabechancengesetzes im Jahr 2019 hat sich der Schwerpunkt von KomProArbeit geändert, wodurch weniger Einzelfallförderungen und mehr Projektförde- rungen möglich wurden. In den vergangenen Jahren hat die Anzahl der geförderten Beschäf- tigungsverhältnisse kontinuierlich abgenommen. Seite 6 Tabelle 2: Anzahl geförderter Beschäftigungsverhältnisse 2.2 Förderprogrammmanagement In diesem Programmschwerpunkt kann die Integration langzeitarbeitsloser Menschen in die Arbeitsgesellschaft, mit Hilfe von Förderprogrammen (der EU, des Bundes und Landes NRW), durch den Einsatz kommunaler Eigenmittel, die koordinierte Antragssteuerung sowie ein Förderprogrammmanagement verbessert und ausgebaut werden. 2.3 Coaching und Beratung Der Fokus des individuellen beschäftigungsbegleitenden Coachings liegt auf der Steigerung und Stabilisierung des Leistungsvermögens und des Beschäftigungsverhältnisses. Die In- halte des Coachings sind dabei variabel. Sie sind nicht abschließend definiert, da sie davon abhängig gemacht werden, in welchen Bereichen die langzeitarbeitslosen Personen Unter- stützung benötigen. Da die geförderten Beschäftigten bei den Trägern, die sie beschäftigen, sehr gut angebun- den waren, war das Coaching nicht notwendig. 2.4 Qualifizierung Durch Qualifizierungen sollen die Teilnehmenden befähigt werden, kurz- bis mittelfristig in den 1. Arbeitsmarkt einzumünden. Hierzu werden berufliche Qualifizierungen gefördert, die nicht durch Dritte finanziert werden können. Außerdem liegt ein Fokus auf der Verbesserung der persönlichen Grundkompetenzen. Im Jahr 2025 lag insbesondere in der Grundbildung die Priorität. Hier wurden bei verschiede- nen Trägern Angebote gefördert, die sich unter anderem mit dem Vermitteln von digitalen Jahr Beschäftigungsverhältnisse 2021 71 2022 24 2023 11 2024 5 2025 4 Seite 7 Grundkompetenzen sowie der Qualifizierung von Anleiter*innen und Trainer*innen befass- ten. Nachfolgend werden die Projekte „Offene Lerntreffs“ von der Lernende Region Netzwerk Köln e.V. sowie die „Grundbildung im Kölner Süden“ vom Caritasverband vorgestellt. Insge- samt konnten in dem Themenbereich Grundbildung 154 Menschen unterstützt werden, wo- von 111 weiblich und 43 männlich waren. 2.4.1 Offene Lerntreffs Das Projekt „Offene Lerntreffs“ richtet sich an Erwachsene mit Grundbildungsbedarf ab dem 25. Lebensjahr bis zum Rentenantritt. Als offenes arbeitsmarktaktivierendes Lernangebot konzipiert, soll die Stärkung der Beschäftigungs- und Qualifizierungsfähigkeit sowie der Be- arbeitung arbeitsmarkthemmender Faktoren gefördert werden. Die Themen der Grundbil- dung leiten sich aus den „echten“ Herausforderungen in der Arbeitswelt ab und beinhalten unter anderem schulische Grundkenntnisse, digitale Anforderungen, Kommunikation und Selbstmanagement. Im Rahmen des Projektvorhabens 2025/2026 wurde der Ansatz der arbeitsorientierten Grundbildung (AoG) um den sozialräumlichen Ansatz der lebensweltorientierten Grundbil- dung (LoG) erweitert. Dieser Ansatz war vor allem für die Ansprache der Zielgruppe, für mögliche Lernorte und die Zusammenarbeit mit sozialräumlichen Akteuren wie Bildungs- und Beratungseinrichtungen, Arbeitslosenzentren, offene Treffs, Familiencafés, Familienzentren und so weiter von großer Bedeutung. Der Bedarf war im letzten Jahr weiterhin sehr hoch. Insgesamt gab es an vier Standorten das Angebot der „Offenen Lerntreffs“. In Summe haben 78 Personen in vier Sozialraumge- bieten das Angebot angenommen. 2.4.2 Grundbildung im Kölner Süden Das Projekt „Grundbildung im Kölner Süden“ wird im Wohnpark „Kölnberg“ durchgeführt und erreicht insbesondere die dort lebenden arbeitslosen und von Arbeitslosigkeit bedrohten Menschen. Durch Betreuung, Unterstützung und Qualifizierung soll die Zielgruppe ein lebensweltorien- tiertes Grundbildungsangebot sowie ein weiterführendes Beratungsangebot des Projektes „Willkommen und Ankommen in Köln“ in Anspruch nehmen können. Das Ziel dieses Ange- bots ist eine bestehende Beschäftigung zu erhalten, einen Minijob aufzustocken oder eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit auf dem 1. Arbeitsmarkt aufzunehmen. Hierfür werden mehrmals wöchentlich verschiedene konversationsorientierte Gruppenangebote mit Arbeits- marktbezug angeboten. Außerdem fanden auch individuelle Beratungen sowie Unterstüt- zung beim Bewerbungsverfahren statt. Für vier Personen wurden Weiterbildungen als Ga- belstaplerfahrer organisiert und finanziert. Im letzten Jahr haben insgesamt 76 Menschen das Angebot wahrgenommen. Seite 8 2.5 Gesundheitsförderung Gesundheitliche Beeinträchtigungen sind ein nicht zu unterschätzender Grund für Arbeitslo- sigkeit. Sowohl körperliche als auch seelische Erkrankungen haben mit unter massivem Ein- fluss auf das Erwerbsleben. Hier setzt der Schwerpunkt Gesundheitsförderung an, um Köl- ner*innen zu unterstützen, wieder in den Arbeitsmarkt einzumünden oder die Beschäfti- gungsfähigkeit zu erhalten. Im Jahr 2025 wurde das Projekt „Plan 27“ sowie das darauf aufbauende Projekt „Plan 27 XL“ gefördert. Die Angebote richteten sich an junge Menschen zwischen 17 und 27 Jahren mit psychischen Problemen, die aufgrund dessen Schwierigkeiten haben schulisch, beruflich so- wie sozial Anschluss zu finden. Antragsteller für diese Projekte war die Alexianer Köln GmbH, in Kooperation mit der Som- merberg AWO Betriebsgesellschaft mbH und dem Diakonischen Werk in den Stadtteilen Nip- pes und Chorweiler. Hierdurch war es möglich mehrere Anlaufstationen für die betreffenden Personen zu schaffen. 2.5.1 Plan 27 „Plan 27“ agierte als wichtiges Bindeglied zum Regelsystem und schuf somit einen Zugang zu gesundheitlichen und sozialen Akteuren und integrierte soziale und berufliche Teilhabe. Der niedrigschwellige Zugang ermöglichte eine frühzeitige Hilfe, so dass psychische Erkran- kungen möglichst frühzeitig erkannt und behandelt werden konnten. Hierdurch wurden die Chancen erhöht, dass diese jungen Menschen unabhängiger von Transferleistungen wur- den, beziehungsweise gar nicht in den Leistungsbezug einmündeten. Im Projektzeitraum vom 01.05.2024 bis 30.04.2025 konnten insgesamt 102 Personen unter- stützt werden, hiervon waren 52 weiblich, 46 männlich und 4 Personen divers. Vom Januar bis Ende April 2025 erhielten 60 Menschen Unterstützung durch „Plan 27“. Im gesamten Projektzeitraum haben 21 Personen einen Mini-Job oder eine Tätigkeit auf dem 1. Arbeitsmarkt aufgenommen. 10 Personen haben eine Ausbildung begonnen oder ihre an- gefangene Ausbildung fortsetzen können, 17 Personen haben (wieder) die Schule besucht bzw. ein Hochschulstudium gestartet. Weitere 11 Personen haben eine berufliche Orientie- rungs-/Qualifizierungsmaßnahme begonnen oder konnten sie fortsetzen. Vier Kölner*innen haben erfolgreich eine berufliche Reha begonnen. 29 Personen konnten an das Jobcenter oder die Agentur für Arbeit angebunden werden. Lediglich 5 junge Menschen haben die Maßnahme vorzeitig beendet. Ab Mai 2025 wurde das Projekt durch das Jobcenter Köln, das Gesundheitsamt das Amt für Kinder, Jugend und Familie fortgeführt. Seite 9 2.5.2 Plan 27 XL Das Folgeprojekt „Plan 27 XL“ setzte da an, wo „Plan 27“ aufhörte, indem die Teilnehmer weiterhin betreut werden, um den Verbleib und Erfolg des bereits Erreichten fortzuführen und bei Bedarf zu intervenieren. Von den 14 Teilnehmer*innen von September bis Dezember 2025 waren 7 Menschen weib- lich, 6 männlich und 1 Person mit diversem Geschlecht. 12 Teilnehmer wurden aus dem vor- herigen Projekt übernommen. Den jungen Erwachsenen konnte in unterschiedlichen Bereichen und bei verschiedenen ge- sundheitlichen Problemen geholfen werden. Beispielsweise erhielt ein Teilnehmer Unterstützung, um seine Ausbildung im 3. Ausbil- dungsjahr zum Chemielaborant abzuschließen und eine Anschlussperspektive zu erarbeiten. Eine Teilnehmerin konnte beim Start einer Ausbildung zur Kinderpflegerin unterstützt wer- den. Ein Teilnehmer fand eine Anstellung auf dem 1. Arbeitsmarkt. Eine weitere Person wurde beim Umzug nach Bayern unterstützt, wo er eine Tätigkeit aufgenommen hat. Bei ei- ner Teilnehmerin konnte bei der Wiederaufnahme des Studiums Hilfe geleistet werden. 2.6 Berufliche Orientierung Mangelnde berufliche Orientierung stellt häufig einen Grund für fehlenden beruflichen Erfolg dar. Sei es, dass junge Menschen Schwierigkeiten haben, den beruflichen Einstieg zu finden oder auch Menschen im fortgeschrittenen Alter die berufliche Neuorientierung schwerfällt. Hier setzt der Schwerpunkt berufliche Orientierung an, um mit innovativen Angeboten Men- schen zu empowern, damit der erfolgreiche (Wieder-) Einstieg gelingen kann. 2.6.1 Zukunft Gestalten Der DJK Sportverband Köln e.V. hat mit dem Projekt „Zukunft Gestalten“ das Ziel, von Ar- beitslosigkeit bedrohte sowie arbeitslose Jugendliche und junge Erwachsene schrittweise an Ausbildungs- und Arbeitsfähigkeit heranzuführen und langfristige berufliche Perspektiven zu entwickeln. Im Jahr 2025 wurden vier Qualifizierungen (Übungsleiter-Assistenz inklusive Talentkompass NRW) mit niederschwelligem Zugang durchgeführt. Durch kleinschrittige Maßnahmen wie Nebenjobs, Weiterqualifizierungen oder die Einbindung in Sportvereine konnten Selbstver- trauen, Motivation und Eigeninitiative gestärkt werden. Insbesondere Teilnehmende mit Flucht- oder Migrationserfahrung profitierten von verbesserter sozialer Teilhabe, Sprachpra- xis und stabileren Lebensverhältnissen. Ein innovativer Ansatz war die Durchführung eines sportlichen Events im September. Dieses fand mit einer integrierten Jobbörse statt, um hier- durch Hürden zum Arbeitsmarkt zu senken und den direkten Kontakt zu Arbeitgeber*innen zu ermöglichen. Die Qualifizierungen wurden in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern, darunter das Erich-Gutenberg-Berufskolleg, die Caritas Stadt Köln, der Tages- und Abendschule, Gren- zenlos in Bewegung e.V., das Berufskolleg Humboldtstraße, das SKM-Jugendzentrum „Lucky’s Haus“ sowie weiteren Bildungs- und Sozialträgern, umgesetzt. Seite 10 Insgesamt haben 71 Jugendliche, wovon 44 männlich und 27 Personen weiblich waren, an den Angeboten teilgenommen. 40 Jugendliche wurden weiterhin begleitend unterstützt, wodurch das übergeordnete Projektziel zur Förderung von Arbeits- und Ausbildungsfähigkeit erfüllt wurde. 14 Jugendliche wurden mit Unterstützung des Angebots des DJK in Ausbildung, Arbeit oder Praktikum vermittelt. Acht Jugendliche streben eine Weiterqualifizierung für die Übungsleiter- C-Lizenz an. Weitere drei Jugendliche bildeten sich in Schule oder Studium weiter fort. Mit 15 Jugendlichen wurde eine berufliche Orientierung erarbeitet. 2.6.2 Girls for Innovation Die Zielgruppe für das Projekt „Girls for Innovation“ sind Schülerinnen der Sekundarstufe 1 der Jahrgangsstufen 8 und 9 mit einem angestrebten Abschluss, der zur Aufnahme einer du- alen Berufsausbildung befähigt. Es ist ein individuelles Förderprogramm für maximal 15 aus- gewählte Mädchen von Kölner Schulen mit Interesse an naturwissenschaftlich-technischen Berufen. Das Stipendienprogramm ist im September 2025 gestartet und wird durch das zdi- Zentrum Köln begleitet. Die Stipendiatinnen werden bis zum Ende des Schuljahres 2025/26 begleitet. Das Ziel des Kölner MINT-Stipendium ist, nicht nur die teilnehmenden Mädchen für Natur- wissenschaft und Technik sowie entsprechende Ausbildungsberufe zu begeistern, sondern sie in der Berufsorientierung nachhaltig zu unterstützen und zu stärken. Im Laufe des Projektes werden die Teilnehmerinnen durch praktische Erfahrungen gefördert und mit erfolgreichen Frauen zusammengebracht, die sich bereits in den meist männlich ori- entierten Berufen behaupten konnten. Das Projekt ist mit 15 Mädchen der Gesamt- und Realschule, 4 der 9. Schulklasse und 11 der 8. Schulklasse, voll belegt. 2.7 Schwerpunktübergreifende Projektförderung Viele Projektförderungen von KomProArBeit tangieren mehrere Schwerpunkte. Insgesamt wurden 5 schwerpunktübergreifende Projekte im Jahr 2025 finanziert, wodurch 311 Men- schen erreicht wurden. 2.7.1 Kölner Geschichtenhaus Das Projekt „Kölner Geschichtenhaus“ vereint ein niederschwelliges kulturelles Angebot mit Arbeitsmarktintegration und bietet vielfältige Erfahrungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten in verschiedenen Bereichen, wie Schauspielerei, Bühnenbau und Verwaltung. Langzeitarbeits- lose Menschen werden durch dieses innovative Konzept motiviert, erlangen Selbstwertgefühl und sollen durch Empowerment bestärkt werden, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und ihr Leben aktiv zu gestalten. Begleitet wird das Angebot von Einheiten zur beruflichen Orien- tierung, um den Übergang in Beschäftigung bestmöglich zu unterstützen. Die Teilnehmenden des „Kölner Geschichtenhaus“ weisen zu vergleichbaren Angeboten ein hohes Bildungsniveau auf. Seite 11 Besonders hervorzuheben sind die Theaterstücke, welche von den Teilnehmenden entwi- ckelt und an verschiedenen Orten aufgeführt wurden. 2025 haben insgesamt 31 arbeitslose Menschen im Kölner Geschichtenhaus mitgewirkt. Hiervon sind drei Personen in eine Beschäftigung gekommen und drei weitere Personen strebten eine Qualifizierung/Umschulung an. Es handelt sich hierbei um ein gemeinsames Angebot von Jobcenter Köln und KomProAr- Beit. 2.7.2 Sonne, Mond und Sterne Das erfolgreiche Projekt „Sonne, Mond und Sterne“ vom Träger Zug um Zug e.V, konnte auch im Jahr 2025 durch KomProArBeit gefördert werden. Die Randzeitenbetreuung richtet sich an Erziehende, deren Kinder das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, damit diese einer Aus- oder Weiterbildung beziehungsweise einer be- ruflichen Tätigkeit nachgehen können. Die zusätzliche Kinderbetreuung findet außerhalb der eigentlichen Regelbetreuung von Kin- dergarten, offene Ganztagsschule et cetera statt. Die meisten Teilnehmenden sind alleiner- ziehende Frauen, von diesen wiederum die Mehrzahl zugewandert ist. Somit leistet dieses Angebot einen wichtigen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf und zum Empower- ment dieser Bevölkerungsgruppen. Neben der individuellen Ebene stellt das Angebot aber auch einen großen gesamtgesell- schaftlichen Nutzen dar, indem die betreffenden Personen durch Erlangen einer Qualifizie- rung bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben und somit weniger auf Sozialleistungen angewiesen sind. Ferner trägt „Sonne, Mond und Sterne“ zur Bekämpfung des Fachkräfte- mangels bei, da viele Ausbildungen in stadtgesellschaftlich relevanten Bereichen erfolgen. Dies wird dadurch verdeutlicht, dass 15 von 32 Personen im Jahr 2025 eine Ausbildung oder Qualifizierung im Bereich Pflege absolviert haben. Im Projektjahr wurden die verfügbaren Projektplätze von 15 auf 23 erhöht. Insgesamt wurden 32 Familien in der Randzeitbetreuung 2025 unterstützt. 3 Familien fanden unmittelbar nach der Projektaufnahme eine andere Betreuungsmöglichkeit. Bei 3 Familien erfolgte eine Be- treuung zur Überbrückung beim Übergang in die Erwerbstätigkeit. 2.7.3 BiSKids Das Projekt BiSKids ist ein bedarfsorientiertes und flexibles Kinderbetreuungsangebot für Kinder vom 1. bis zum 6. Lebensjahr im Stadtbezirk Köln-Mülheim. Das Angebot richtet sich an geringverdienende oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Eltern und Alleinerziehende, insbesondere an Familien mit Migrations- oder Fluchterfahrung sowie mit weiteren sozialen Belastungslagen. Seite 12 Ziel des Projekts ist es, durch verlässliche und flexible Kinderbetreuung – insbesondere zu Randzeiten und in den Ferien – die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern und den Zugang zum Arbeitsmarkt, zu Qualifizierungen und Sprachkursen zu ermöglichen. Gleichzeitig fördert BiSKids die soziale Teilhabe, Bildung und Entwicklung der zu betreuen- den Kinder. Die Betreuung der Kinder erfolgte durch Kinderpfleger*innen und sozialpädagogische Fach- kräfte mit Unterstützung von Teilnehmenden einer Arbeitsgelegenheit (AGH). Das Projekt bot den AGH-Teilnehmenden mit multiplen Vermittlungshemmnissen eine strukturierte Ta- gesgestaltung, fachliche Anleitung und sozialpädagogische Begleitung. Im Projektzeitraum nahmen 19 Kinder an dem Projekt teil, wodurch 14 Familien nachhaltig unterstützt wurden. 5 Kinder wurden in der regulären Betreuung versorgt, 9 Kinder nahmen Angebote der Randzeitenbetreuung sowie der Wegebegleitungen in Anspruch. Zusätzlich wurden 5 Kinder im Rahmen des Ferienprogramms erreicht. 2.7.4 Start & Go Seit der zweiten Jahreshälfte 2024 wird das Projekt „Start & Go“ des Begegnungs- und Fort- bildungszentrums muslimischer Frauen e. V. durch KomProArBeit gefördert. Neuzugewanderte Menschen erhalten, begleitend zum Sprachkurs, Unterstützung in der An- erkennung von in ihrem Heimatland erworbenen Bildungsabschlüssen. Durch den frühzeiti- gen Start des Anerkennungsprozesses kann die Zeit, die der Sprachkurs in Anspruch nimmt, effektiv genutzt werden, so dass im besten Fall die Anerkennung des beruflichen oder schuli- schen Abschlusses vor Beendigung des Sprachkurses bereits vorliegt. Den Teilnehmenden werden zusätzlich weitere Schulungen zu den Themen beruflicher (Wie- der-) Einstieg in Deutschland, berufliche Umorientierung, Qualifizierungs- und Weiterbil- dungsmöglichkeiten oder dem Bewerbungsverfahren in Deutschland angeboten. Im Jahr 2025 fanden 284 Beratungstermine statt. Insgesamt 122 Personen, hiervon 76 Frauen und 46 Männer, haben das Angebot wahrgenommen. 2.7.5. KoBAM KoBAM beruht auf einer Initiative des Kommunalen Bündnisses für Arbeit und war bis ein- schließlich 2024 immer mit einem eigenen Haushaltsbudget ausgestattet. Dieses Budget entfiel mit dem Doppelhaushalt 2025/26. Da aber die Zielsetzung von KoBAM unter die För- derziele von KomProArBeit fällt, konnte dieses wertvolle Angebot im Jahr 2025 zunächst fort- gesetzt werden. Ziel der Initiative ist es, Migrant*innen bei der Integration in den Ausbildungs- und Arbeits- markt zu unterstützen. Seite 13 Dabei versteht sich die Servicestelle „KoBAM“ als Anlaufstelle für Kölner*innen mit Zuwande- rungsgeschichte. Sie bietet eine Orientierung zu allen Fragen rund um die Themen Ausbil- dung, Arbeit und Weiterbildung. Daneben schafft das Kompetenzzentrum eine Unter-stüt- zungsstruktur für die Kölner Beratungslandschaft sowie für Betriebe als Arbeitgeber. Angesiedelt ist das Kompetenzzentrum beim „Lernende Region - Netzwerk Köln e.V.“, unter- stützt durch Ressourcen der Kooperationspartner*innen. Derzeitig sind dies neben Jobcenter und Agentur für Arbeit die Industrie- und Handelskammer sowie auch wieder die Handwerks- kammer zu Köln. Gegenstand des von KomProArBeit im Jahr 2025 erstmalig geförderten Projektvorhabens sind zwei Arbeitsschwerpunkte des Trägers Lernende Region Netzwerk Köln. Im Rahmen des ersten Arbeitsschwerpunktes werden halbtägige Fortbildungsveranstaltun- gen für Fachkräfte im Themenfeld Arbeitsmarktintegration und Zuwanderung konzipiert und durchgeführt. Die Veranstaltungen richten sich gezielt an Berater*innen, die in unterschiedli- chen institutionellen Kontexten tätig sind (z. B. Kommune, Arbeitsverwaltung, Träger, Bera- tungsstellen). Der zweite Arbeitsschwerpunkt richtet sich an Ratsuchende, die durch niederschwellige Zu- gänge in interkulturellen Zentren, Migrantenorganisationen sowie in Sprach- und Integrati- onskursen Informationen erhalten können. Agentur für Arbeit, Jobcenter, Industrie- und Handelskammer führen gemeinsam Informati- onsveranstaltungen durch. Die Veranstaltungen werden in Tandems umgesetzt, in denen je- weils zwei Institutionen ihre fachlichen Kompetenzen bündeln. Die Informationen beinhalten sämtliche Themen rund um Ausbildung, Weiterbildung, Qualifizierung, berufliche Orientie- rung, Zugang zu sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung und Anerkennung von im Aus- land erworbenen Abschlüssen. Ziel der Informationsveranstaltungen ist es, Informationsdefizite abzubauen und erste Orien- tierung im komplexen System des Ausbildungs- und Arbeitsmarkts sowie im Bereich Qualifi- zierung zu ermöglichen. Insgesamt haben 126 Personen, aus 34 Einrichtungen an 13 „KoBAM-Multiplikatoren-Veran- staltungen“ teilgenommen. 2.8. Ausblick Vor dem Hintergrund des Arbeits- und Fachkräftemangels als eines der beherrschenden Ar- beitsmarktthemen ist das Förderprogramm KomProArBeit ein wichtiges ergänzendes kom- munales Arbeitsmarktinstrument, um auf lokale Entwicklungen reagieren zu können und in- novative Ansätze zu erproben. Somit kann KomProArBeit auch im Jahr 2026 auf die Entwicklungen des Arbeitsmarktes in Köln reagieren, um ganzheitliche rechtskreisübergreifende Angebote für die Zielgruppen an- bieten zu können. Seite 14 Verstärkter Schwerpunkt ist dabei eine weitergehende Eingliederung der Teilnehmenden der Angebote von KomProArBeit in den ersten Arbeitsmarkt. Anhang: Übersicht Förderungen Schwerpunkt Projekt Träger Teil- neh- men de Kosten Beschäftigungs- förderung Beschäftigungsverhältnis eva gGmbH 1 11.789,50 € Beschäftigungsverhältnis Jack in the Box e. V. 1 13.453,01 € Beschäftigungsverhältnis Zug um Zug e, V. 1 11.476,86 € Beschäftigungsverhältnis Frauen gegen Erwerbslosig- keit 1 11.688,97 € Arbeitsplatzbezo- gene Qualifika- tion/ Qualifikation der Grundkompe- tenzen Offene Lerntreffs Lernende Re- gion Netzwerk Köln 78 31.822,23 € Grundbildung im Kölner Sü- den Caritasver- band 72 46.619,04 € Weiterbildung Gabelstapler- führerschein Caritasver- band 4 1.000 € Berufliche Orien- tierung Sportassistent*innen Quali und Begleitung DJK Sportver- band Köln e.V. 71 52.604,19 € Girls for Innovation Lernende Re- gion Netzwerk Köln 15 10.170,54 € Gesundheitsför- derung Plan 27 Alexianer Köln 60 17.435,04 € Plan 27 XL Alexianer Köln 14 26.968,80 € Schwerpunkt- übergreifende Projektförderung Kölner Geschichtenhaus Zug um Zug e. V. 31 17.845,83 € Sonne, Mond und Sterne Zug um Zug e. V. 32 160.400,06 € Seite 15 Start & Go Berufs- und Fortbildungs- zentrum musli- mischer Frauen e.V. 122 64.638,00 € KoBAM Lernende Re- gion Netzwerk Köln 126 30.024,39 € BisKids CSH e.V. 14 23.334,09 € Summe 643 531.270,55 € Tabelle 3 Übersicht Förderungen Komproarbeit

Beratungsverlauf

  1. 11.06.2026

    Ausschuss Soziales, Gesundheit, Seniorinnen und Senioren

    TOP 6.1.2, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  2. 18.06.2026

    Ausschuss für Wirtschaft und Digitalisierung

    TOP 4.6, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  3. 29.06.2026

    Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern

    TOP 4.6, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  4. 15.09.2026 zuletzt

    Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration

    TOP 5.19, Kenntnisnahme (Mitteilung).

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