V/0356/2019
Fortschreibung 3. Nahverkehrsplan Stadt Münster unter Berücksichtigung der Reaktivierung der Westfälischen Landes-Eisenbahn für den Personenverkehr
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Anlage 2
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MANAGEMENT SUMMARY Karlsruhe, 11. März 2019 MANAGEMENT SUMMARY DER STANDARDISIERTEN BEWERTUNG MÜNSTER – SENDENHORST (WLE) Anlage 2 zur Vorlage V/0356/2019 MANAGEMENT SUMMARY Auftraggeber: Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe Jahnplatz 5 33602 Bielefeld Auftragnehmer: PTV Transport Consult GmbH Stumpfstr. 1 76131 Karlsruhe Karlsruhe, 11. März 2019 MANAGEMENT SUMMARY DER STANDARDISIERTEN BEWERTUNG MÜNSTER – SENDENHORST (WLE) Schienenstreckenreaktivierung Münster – Sendenhorst (WLE) 2019 PTV Transport Consult GmbH Seite 3/22 Inhalt Tabellenverzeichnis ......................................................................................................................... 4 Abbildungsverzeichnis .................................................................................................................... 4 1 Ausgangssituation und Ziel der Maßnahme ....................................................................... 5 2 Beschreibung des Investitionsvorhabens .......................................................................... 5 2.1 Strecke und Bahnstationen ...................................................................................... 5 2.2 Elektrifizierung / alternative Antriebstechnologien ................................................... 7 2.3 Investitionen in die Infrastruktur ............................................................................... 7 3 Strukturdaten ......................................................................................................................... 8 4 Verkehrsangebot und Verkehrsnachfrage ........................................................................ 10 4.1 Verkehrsangebot im Analysezustand und Ohnefall ............................................... 10 4.2 Verkehrsangebot im Mitfall ..................................................................................... 12 4.3 Verkehrsnachfrage ................................................................................................. 15 4.3.1 Verkehrsnachfrage im Ist-Zustand und Ohnefall 15 4.3.2 Verkehrsnachfrage im Mitfall 16 5 Ermittlung der Teilindikatoren ............................................................................................ 17 5.1 Reisezeit und Beförderungskomfort ....................................................................... 18 5.2 Nutzen aus vermiedenem Pkw-Verkehr ................................................................. 18 5.3 Nutzen aus der Schaffung zusätzlicher Mobilitätsmöglichkeiten ........................... 18 5.4 Verkehrsangebot .................................................................................................... 19 5.5 ÖV-Betriebskosten ................................................................................................. 19 5.6 Kapitaldienst und Unterhaltungskosten ÖV-Fahrweg ............................................ 19 5.7 Saldo der Unfallfolgen ............................................................................................ 19 5.8 Saldo der Umweltfolgen ......................................................................................... 20 6 Bewertungsergebnis ........................................................................................................... 20 6.1 Basisergebnis ......................................................................................................... 20 6.2 Sensitivitätsbetrachtung: Durchgehender 20-Minuten-Takt der Linie 8 im Mitfall ...................................................................................................................... 21 7 Zusammenfassung .............................................................................................................. 22 Schienenstreckenreaktivierung Münster – Sendenhorst (WLE) 2019 PTV Transport Consult GmbH Seite 4/22 Tabellenverzeichnis Tabelle 1: Einwohnerzahl Analyse (2017) und Prognose (2030) 8 Tabelle 2: Wohnneubau Münster 9 Tabelle 3: Gewerbeneubau Münster 9 Tabelle 4: Saldo der Umweltfolgen 19 Tabelle 5: Nutzen-Kosten-Indikator 20 Tabelle 6: Veränderung des NKQ bei 20-Minuten-Takt auf der Linie 8 bis Wolbeck 21 Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Verkehrsangebot Ohnefall, Stadtgebiet Münster (Hintergrundkarte: © OpenStreetMap-Mitwirkende) 11 Abbildung 2: Linienwege der relevanten Linien im Analysezustand und Ohnefall im Umland Münsters 12 Abbildung 3: Relevante Buslinien im Mitfall im Stadtgebiet Münster 13 Abbildung 4: relevante Buslinien im Mitfall im Umland Münsters 13 Abbildung 5: Linienweg und Haltestellen der WLE 14 Abbildung 6: Fahrplan WLE 15 Abbildung 7: Verkehrsumlegung im Mitfall – Belastung der WLE 17 Abbildung 8: monetäre Bewertung der Nutzen (in Tausend Euro pro Jahr) 18 Schienenstreckenreaktivierung Münster – Sendenhorst (WLE) 2019 PTV Transport Consult GmbH Seite 5/22 Auf der von der Westfälischen Landes-Eisenbahn GmbH (WLE) betriebenen Schienenstrecke Münster – Sendenhorst – Neubeckum ist der regelmäßige Personenverkehr 1975 eingestellt worden. Durch den Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), den Zweckverband SPNV Münsterland (ZVM), die Stadt Münster und den Kreis Ware ndorf wird seit vielen Jahren die Reaktivierung des etwa 21,1 km langen Teilabschnittes zwischen Münster Hauptbahnhof und Sendenhorst für den Personenverkehr verfolgt. Dieses Ziel findet sich auch im aktuellen Nahverkehrsplan des NWL wieder, in dem dieses Projekt als vordringliche Reaktivierungsmaßnahme enthalten ist. Zudem wurde das Reaktivierungsprojekt Münster – Sendenhorst durch den NWL im Rahmen der Neuaufstellung des ÖPNV-Bedarfsplans NRW gemeldet. Auf Basis einer Studie aus dem Jahr 2010 mit einer Nutzen-Kosten-Untersuchung in Anlehnung an die standardisierte Bewertung (NKI 1,15) – bei noch anderen Eingangsgrößen – wurden die Leistungsphasen 1 bis 4 von der WLE beauftragt und abgeschlossen, so dass Planunterlagen für ein Planfeststellungsverfahren einschließlich einer Kostenberechnung vorliegen. Voraussetzung zur Anmeldung ist – neben der vorliegenden Planungstiefe – der Nachweis eines positiven Nutzen-Kosten-Verhältnisses. Daher wurde im Frühjahr 2018 vom NWL die hiermit vorliegende Standardisierte Bewertung (Version 2016) gutachterlich beauftragt. Die Erstellung erfolgte nach der vorgegebenen Verfahrensanleitung und wurde inhaltlich kontinuierlich durch eine Arbeitsgruppe (AG) begleitet. Teilnehmer dieser AG waren Vertreter des NWL, des Infrastruktureigentümers, des Verkehrsministeriums NRW sowie der beauftragte Gutachter. Eine Einbindung der betreffenden Kreise und Kommunen erfolgte durch Abfragen von Struktur- und weiteren Eingangsdaten sowie durch einen Informationstermin. 2.1 Strecke und Bahnstationen Die Erneuerung der eingleisigen und nicht elektrifizierte WLE-Strecke beginnt im Stadtgebiet von Sendenhorst bei Bahn-km 14,440 und verläuft bis Bahn-km 35,531, wo die Strecke im Hauptbahnhof Münster in das Streckennetz der Deutschen Bahn einbindet. Die Eingleisigkeit sowie die Linienführung der Strecke bleiben weitgehend erhalten. Westlich von Sendenhorst wird die Strecke aufgrund des zukünftigen Betriebskonzeptes auf einem Abschnitt von etwa 2 km zweigleisig ausgebaut, so dass die Begegnung von zwei Zügen ohne Halt möglich ist. In den Bahnhöfen Wolbeck und Loddenheide wird die Strecke aufgrund des zukünftigen 1 Ausgangssituation und Ziel der Maßnahme 2 Beschreibung des Investitionsvorhabens Schienenstreckenreaktivierung Münster – Sendenhorst (WLE) 2019 PTV Transport Consult GmbH Seite 6/22 Betriebskonzeptes zweigleisig ausgebaut. Weiterhin werden die zweigleisigen Bereiche an den Bahnhöfen so ausgebildet, dass eine gleichzeitige Ein- und Ausfahrt aus beiden Richtungen in den Bahnhof möglich ist. Die Streckengeschwindigkeit wird im Abschnitt Sendenhorst – Wolbeck auf 100 km/h, im Abschnitt Wolbeck – Münster Hbf auf 80 km/h erhöht. Aufgrund der bestehenden Bahnübergänge, Eisenbahnüberführungen und Straßenüberführungen sowie der angrenzenden Bebauung wird die Höhenlage der Strecke nur minimal verändert. Hierdurch müssen die vorhandene Straßeninfrastruktur und die vorhandenen Bauwerke nicht verändert werden. Im Rahmen der Reaktivierung werden sieben Verkehrsstationen neu gebaut. Die geplanten Bahnsteige haben eine Baulänge von 120 m. Dadurch wird eine Doppeltraktion mit allen derzeit in NRW eingesetzten modernen Dieseltriebwagen bis zu einer Länge von jeweils ca. 55 m ermöglicht. Die Bahnsteigkante wird 76 cm über Schienenoberkante angeordnet. Die Bahnsteige werden mit mindestens einem barrierefrei gestalteten Zugang über eine Rampe für mobilitätseingeschränkte Personen an das öffentliche Wegenetz angeschlossen. Die Bahnstationen im Einzelnen: Bahnhof Sendenhorst (km 14,561 - km 14,681) Haltepunkt Albersloh (km 21,648 - km 21,768) Bahnhof Wolbeck (km 27,278 - km 27,398) Haltepunkt Angelmodde (km 29,034 - km 29,154) Haltepunkt Gremmendorf (km 31,300 - km 31,420) Bahnhof Loddenheide (km 32,636 - km 32,756) Haltepunkt Halle Münsterland (km 35,151- km 35,271) Hauptbahnhof Münster Die WLE-Strecke wird über den Übergabepunkt in km 35,531 in den Hauptbahnhof Münster (Westfalen) der DB AG eingebunden, nach aktuellen Planungen mit an einer im Rahmen der Kapazitätsausweitung in Münster Hauptbahnhof einzurichtenden Halteposition an Gleis 20. Die Züge der WLE sollen an einer südlichen Halteposition an dem Gleis halten, so dass die nördliche Halteposition für Züge der RB 67 und RB 66 zur Entlastung und Kapazitätsausweitung anderer Bahnsteige genutzt werden kann. Die Anteiligen Kosten für die Halteposition der WLE und die technischen Voraussetzungen für einen Übergabepunkt wurden in der Gesamtinvestitionssumme der vorliegenden Standardisierten Bewertung berücksichtigt. Schienenstreckenreaktivierung Münster – Sendenhorst (WLE) 2019 PTV Transport Consult GmbH Seite 7/22 2.2 Elektrifizierung / alternative Antriebstechnologien Der NWL hat sich zum Ziel gesetzt, anstelle von Dieselbetrieb künftig grundsätzlich alternative Antriebstechnologien einzusetzen. Die Wahl des jeweiligen Antriebs wird dabei abhängig sein vom jeweiligen Streckencharakter, Angebotskonzept und der Wirtschaftlichkeit. Daher wird auch bei den Reaktivierungsvorhaben dieses Ziel angewandt werden. Gleichwohl soll im Rahmen der aktuellen Standardisierten Bewertungen kein alternativer Antrieb/keine Elektrifizierung hinterlegt werden. Dies hat folgenden Hintergrund: Es liegen derzeit keine belastbaren Planungen und Kostenschätzungen für eine Elektrifizierung vor. Würde die Elektrifizierung der Strecke unterstellt, wären in der Nutzen-Kosten- Untersuchung vordringlich zusätzliche Investitionskosten zu berücksichtigen, der zusätzliche Nutzen würde beim Verfahren der Standardisierten Bewertung, Version 2016, im Gegenzug vergleichsweise gering ausfallen. Zu alternativen Antriebstechnologien (z.B. Akku- oder Wasserstoffbetrieb) liegen bislang bundesweit nur Daten aus Prototypen vor, so dass notwendige betriebliche und wirtschaftliche Daten nur unzureichend einfließen könnten. Dies umfasst auch den Bereich der erforderlichen Infrastruktur (u.a. Oberleitungs - inselanlagen oder Betankungsanlagen). Zudem wird der volkswirtschaftliche Mehrwert wird in der aktuellen Version der Standardisierten Bewertung nicht vollumfänglich berücksichtigt. Unabhängig von der vorliegenden Untersuchung wird der NWL die Reaktivierungsstrecke im Rahmen der aktuellen landesweiten Planungen aller nicht elektrifizierten Strecken einbeziehen. 2.3 Investitionen in die Infrastruktur Die Investitionen sind mit Preisstand 2017 kalkuliert und wurden nach Vorgabe der Verfahrensanleitung anhand der entsprechenden Baupreisindizes auf das Jahr 2016 zurückgerechnet. In der Kalkulation der Reaktivierungsstrecke WLE sind Sicherheitszuschläge von 10% enthalten Dieser Sicherheitszuschlag geht über die Vorgabe von 5% gemäß HOAI Leistungsphase 4 hinaus. Die Kosten für die Reaktivierung des Gleises 20 und Bahnsteig am Hauptbahnhof Münster wurden mit entsprechenden Risikoaufschlägen von 10% und 30%, wie in der Verfahrensanleitung der Standardisierten Bewertung vorgeschlagen, berücksichtigt. Die Maßnahmen, die den ausgewiesenen Baukosten zugrunde liegen, ertüchtigen die Strecken in einen Zustand, mit dem in den nächsten 20 – 25 Jahren keine zusätzlichen Investitionen auf dem reaktivierten Streckenabschnitt notwendig sind. Schienenstreckenreaktivierung Münster – Sendenhorst (WLE) 2019 PTV Transport Consult GmbH Seite 8/22 Die Investitionssumme für die Reaktivierungsstrecke, die im Besitz der Westfälische Landes-Eisenbahn GmbH ist, liegt bei insgesamt 40,4 Mio. Euro (Preisstand 2017). Unter Anwendung der Drittel-Regelung für Maßnahmen an Bahnübergängen (siehe Kapitel B.5.2.6 der Verfahrensanleitung der Standardisierten Bewertung 2016) müssen für die Bewertung jedoch nur 35,15 Mio. Euro (Preisstand 2017) berücksichtigt werden. Darüber hinaus fallen noch anteilige Kosten für den Ausbau der Infrastruktur bei DB Netz von der WLE-Strecke zum Gleis 20 und die anteiligen Kosten für den Bahnsteig an der südlichen Halteposition für die WLE an. Die Investitionssumme hier liegt bei insgesamt 2,4 Mio. Euro (Preisstand 2017 inklusive Risikozuschläge). Einwohner Die Einwohnereckwerte der einzelnen Gemeinden für Analyse (2016) und Prognose (2030) wurden aus der Statistischen Datenbank des Lands NRW entnommen (IT.NRW). Damit wird die landeseinheitlich verwendete, überregional abgestimmte Datengrundlage genutzt. Die Verteilung der Einwohner in der Analyse wurde aus den Strukturdaten der Stadt Münster übernommen, die auf Ebene der Verkehrszellen vorlag. Im Umland wurde die Einwohnerverteilung aus den Hektarpixeln des BBSR ergänzt. Für das Jahr 2030 wurden in der Stadt Münster und im Bereich Sendenhorst Neubaugebiete berücksichtigt, deren Einfluss auf die Einwohnerentwicklung im Rahmen der Eckwerte von IT.NRW berücksichtigt wurde. Tabelle 1: Einwohnerzahl Analyse (2017) und Prognose (2030) Arbeitsplätze Für die Stadt Münster und das Umland liegen keine Prognosen der Arbeitsplatzzahlen vor. Deshalb wird im Stadtgebiet und im Umland für das Jahr 2030 grundsätzlich vom Status Quo ausgegangen. Ausnahme sind die Gewerbeneubaugebiete in Münster, für die die geplanten Arbeitsplätze zusätzlich berücksichtigt werden. Stadt 2017 2030 % Münster 310.428 338.958 9,2% Sendenhorst 13.005 13.512 3,9% 3 Strukturdaten Schienenstreckenreaktivierung Münster – Sendenhorst (WLE) 2019 PTV Transport Consult GmbH Seite 9/22 Wohnungsneubau Münster Alle aufgeführten Neubaugebiete sind bis 2025 abgeschlossen und in der feinräumigen Bevölkerungsprognose der Stadt Münster berücksichtigt. Im 2-km-Radius der Trasse befinden sich ca. 9.400 Einwohner aus Neubau- entwicklungen. Tabelle 2: Wohnneubau Münster Gewerbeneubau Münster Die Entwicklungen im Bereich Loddenheide sind bereits größtenteils abgeschlossen und im Verkehrsmodell Münster berücksichtigt. Im 2-km-Radius der Trasse befinden sich ca. 40 ha Gewerbeflächenneubau, dies entspricht rund 5.000 Arbeitsplätzen. Tabelle 3: Gewerbeneubau Münster Wohnneubau Sendenhorst Im Baugebiet "Hagenholt-Nord" im Süden des Ortsteils Sendenhorst werden rund 63 Baugrundstücke mit ca. 180 Einwohnern angesiedelt. Weitere Flächen mit rund 5,4 ha befinden sich im Norden mit ca. 540 Einwohner. Das Baugebiet "Kohkamp" östlich der Ortslage Alberslohs beinhaltet zwei Bauabschnitte mit rund 170 Baugrundstücke und ca. 510 Einwohnern. Wohneinheiten Einwohner Baureife (WE) (geschätzt) (voraussichtlich) Mitte Bernsmeyerstiege 88 200 2017 Mitte Neuhafen / Hafenkante 550 1.300 ab 2020 Mitte Südlich Roddestraße 284 700 ab 2019 Gremmendorf Gremmendorfer Weg 39 150 2017 Gremmendorf York-Kaserne 1.750 5.000 ab 2019 Angelmodde Schlesienstraße / Albersloher Weg 83 200 ab 2017 Angelmodde Südlich Hiltruper Straße 250 800 ab 2021 Wolbeck Am Steintor / Petersheide 200 700 ab 2019 Wolbeck Nördlich Am Borggarten - letzter BA 82 350 2017 Summe 3.326 9.400 BaugebietStadtteil Stadtteil Gewerbegebiet Brutto-Gewer- befläche (ha) Nutzungstyp Beschäftigte Mitte Stadthäfen (Nördlich Stadthafen 1) 5 Dienstleistungsgewerbe / Büro / Wohnen (MU) 750 Mitte Stadthäfen (Stadthafen 1 - Albersloher Weg) 10 Dienstleistungsgewerbe / Büro 1.500 Mitte Stadthäfen (Albersloher Weg - Stadthafen 2) 5 Dienstleistungsgewerbe / Büro 750 Gremmendorf Südlich Heumannsweg 4,5 Klassisches Gewerbegebiet (GE) 450 Wolbeck Östlich Münsterstraße 14 Klassisches Gewerbegebiet (GE) 1.400 38,5 4.850 Schienenstreckenreaktivierung Münster – Sendenhorst (WLE) 2019 PTV Transport Consult GmbH Seite 10/22 4.1 Verkehrsangebot im Analysezustand und Ohnefall Für den Aufbau des Verkehrsmodells im Analysezustand wurden die digitalen Fahrplandaten mit dem gesamtem ÖPNV- (und SPNV-) Angebot Westfalens 2016 verwendet. Darüber hinaus wurden wichtige Fernverkehrsverbindungen im Verkehrsmodell vereinfacht berücksichtigt. SPNV-Angebot Das Verkehrsmodell des Ohnefalls (Zieljahr ohne Reaktivierung) wurde im ersten Schritt anhand der geplanten Angebotsanpassungen mit dem vollständigen Ausbau des RRX entwickelt. Städtisches und regionales Busangebot Das Regionalbusangebot im Ohnefall für die Standardisierte Bewertung wurde aus dem heutigen Angebot übernommen. Das städtische Busangebot wird aufgrund von Neubauentwicklungen bis 2030 gegenüber dem heutigen Angebot angepasst . Die Anpassungen sind dem Nahverkehrsplan der Stadt Münster entnommen. In den Abbildungen dargestellt sind nur die direkt relevanten Linien für die WLE. Im Verkehrsmodell ist das gesamte ÖPNV-Angebot Westfalens enthalten. Eine Zusammenfassung aller relevanten Angebote im Ohnefall sind in den nachfolgenden Abbildungen dargestellt. 4 Verkehrsangebot und Verkehrsnachfrage Schienenstreckenreaktivierung Münster – Sendenhorst (WLE) 2019 PTV Transport Consult GmbH Seite 11/22 Abbildung 1: Verkehrsangebot Ohnefall, Stadtgebiet Münster (Hintergrundkarte: © OpenStreetMap- Mitwirkende) Schienenstreckenreaktivierung Münster – Sendenhorst (WLE) 2019 PTV Transport Consult GmbH Seite 12/22 Abbildung 2: Linienwege der relevanten Linien im Analysezustand und Ohnefall im Umland Münsters 4.2 Verkehrsangebot im Mitfall Folgende Anpassungen des Verkehrsangebots werden im Mitfall vorgenommen: Linie 8 neu: im 20-Minuten-Takt bis zur Haltestelle Altehof auf dem Linienweg der heutigen Linie 17; danach Feinerschließung bis Wolbeck im Basisfall im 60 - Minuten-Takt (sensitiv wurde ein durchgehender 20-Minuten-Takt im Kapitel 6.2 betrachtet) R32 zwischen Wolbeck und Sendenhorst entfällt (verkehrt nur noch als Stadtbus 22 mit Anschluss an Wolbeck Bahnhof) R33 wird nicht mehr auf die R 32 durchgebunden und erhält in Sendenhorst Anschluss an die WLE S30 entfällt im Abschnitt Münster – Sendenhorst und verkehrt im 60-Minuten-Takt zwischen Sendenhorst und Beckum mit Anschluss an die WLE in Sendenhorst Taxibusse zwischen Münster und Sendenhorst Das Verkehrsangebot des Mitfalls ist in den folgenden Netzgrafiken abgebildet. Schienenstreckenreaktivierung Münster – Sendenhorst (WLE) 2019 PTV Transport Consult GmbH Seite 13/22 Abbildung 3: Relevante Buslinien im Mitfall im Stadtgebiet Münster Abbildung 4: relevante Buslinien im Mitfall im Umland Münsters Schienenstreckenreaktivierung Münster – Sendenhorst (WLE) 2019 PTV Transport Consult GmbH Seite 14/22 Die WLE pendelt zwischen Münster Hauptbahnhof und Sendenhorst bzw. Wolbeck. Sie fährt im 20-/40-Minuten-Takt nach Sendenhorst und die dritte Fahrt in der Stunde nur bis Wolbeck. Dadurch wird Wolbeck mit einem durchgängigen 20- Minuten-Takt bedient. Die folgende Abbildung zeigt den Linienweg und die Haltepunkte der WLE. Abbildung 5: Linienweg und Haltestellen der WLE Im Folgenden eine Darstellung des aktuell vorgesehenen Werktagesfahrplans der WLE: Schienenstreckenreaktivierung Münster – Sendenhorst (WLE) 2019 PTV Transport Consult GmbH Seite 15/22 Abbildung 6: Fahrplan WLE Für die Reaktivierung der WLE sind attraktive Abstellmöglichkeiten für Fahrräder (B+R) und PKWs (P+R) geplant, um einen guten Umstieg auf die Bahn zu ermöglichen und damit das Einzugsgebiet der Haltepunkte zu erweitern. Dies wurde entsprechend den Vorgaben der Verfahrensanleitung im Verkehrsmodell bei der Prognoserechnung berücksichtigt. 4.3 Verkehrsnachfrage 4.3.1 Verkehrsnachfrage im Ist-Zustand und Ohnefall Die Nachfragedaten des Analysezustandes basieren auf folgenden Datenquellen: Schienenstreckenreaktivierung Münster – Sendenhorst (WLE) 2019 PTV Transport Consult GmbH Seite 16/22 ÖV-Nachfragedaten aus Erhebung: Quelle-Ziel-Matrizen (Schüler, Erwachsene) aus Verkehrsmodell der Stadt Münster (Stand 2013) Die Kalibrierung der ÖV-Nachfrage wurde anhand von aktuellen Ein-/ Aussteigerzahlen der Stadtwerke Münster sowie der relevanten Regionalbuslinien der RVM vorgenommen MIV-Nachfragedaten Quelle-Ziel-Matrizen aus Verkehrsmodell der Stadt Münster (Stand 2013) Abgleich überörtlicher Verkehre aus deutschlandweiter Datenplattform PTV- Validate Die Nachfrageprognose vom Ist- zum Ohnefall erfolgte auf Basis der Strukturdaten- und ÖPNV-Angebotsänderungen anhand des vorgegebenen Prognoseverfahrens. 4.3.2 Verkehrsnachfrage im Mitfall Ergebnisse der Nachfrageprognose Die Reaktivierung der WLE bringt für die Fahrgäste gegenüber dem Ohnefall auf vielen Relationen große Vorteile. Wesentliche Verbesserungen sind beispielsweise: verkürzte Reisezeiten zwischen Sendenhorst und Münster kürzere Umsteigewege und -zeiten auf SPNV-Regionalverkehre am Hauptbahnhof Münster Komfortvorteile durch spurgeführten Schienenverkehr Durch die geplante Maßnahme werden im Saldo 2.350 neue Fahrgäste/Tag für den ÖV prognostiziert. Die Fahrgäste werden überwiegend vom Pkw verlagert (1.690 Fahrgäste/Tag). Aufgrund des attraktiven Angebotes werden aber auch in größerem Umfang neue Fahrten induziert (660 Fahrgäste/Tag). Die Fahrgastgewinne verteilen sich auf die betroffenen Bereiche wie folgt: Den ÖV-Fahrgastgewinnen stehen insgesamt 1.690 vermiedene Personen- Wege/Tag mit dem Pkw gegenüber. Bei einem mittleren Pkw-Besetzungsgrad von 1,3 Personen/Pkw. entspricht dies einem Rückgang von 1.300 Pkw-Fahrten/Tag. ÖV-Umlegung und Angebotsdimensionierung im Mitfall Schienenstreckenreaktivierung Münster – Sendenhorst (WLE) 2019 PTV Transport Consult GmbH Seite 17/22 Abbildung 7: Verkehrsumlegung im Mitfall – Belastung der WLE Die Auslastung und Dimensionierungsprüfung zeigt, dass das Angebot im Mitfal l angemessen dimensioniert ist. Insgesamt liegt die Zahl der sogenannten Linienbeförderungsfälle auf der WLE bei täglich rund 10.000 Fahrgästen im eingeschwungenen Zustand (d.h. im Prognosejahr 2030). Mit Linienbeförderungsfällen ist die Gesamtzahl der Fahrgäste auf der WLE gemeint. Die höhere Zahl an Fahrgästen gegenüber früheren Untersuchungen hat verschiedene Gründe. Die wesentlichen Gründe sind der Aufbau eines weitreichenderen Verkehrsmodells und damit die Berücksichtigung weiterer Nachfragepotenziale, die stärkere Berücksichtigung der Busverspätungen (dies führt zu einer stärkeren Tendenz des Umstiegs auf die WLE vom Bus) sowie die modellseitige Berücksichtigung von P+R und B+R. 5 Ermittlung der Teilindikatoren Schienenstreckenreaktivierung Münster – Sendenhorst (WLE) 2019 PTV Transport Consult GmbH Seite 18/22 5.1 Reisezeit und Beförderungskomfort Die Reisezeit sinkt bei den Erwachsenen in der Summe um 682 Stunden pro Werktag. Im Schülerverkehr sinkt sie um insgesamt 170 Stunden pro Werktag. Unter Berücksichtigung der verfahrensseitig vorgegebenen Abminderungsfaktoren resultiert daraus eine Einsparung von 228.025 Stunden/Jahr. Dies führt zu einem Nutzen aus Reisezeitdifferenzen von 1.619 T€/a. 5.2 Nutzen aus vermiedenem Pkw-Verkehr Im Rahmen der Nachfrageprognose wurden Verlagerungen vom MIV zum ÖV ermittelt. Die vermiedene MIV-Verkehrsleistung beträgt 28.385 Personen- km/Werktag. Unter Berücksichtigung eines Pkw-Besetzungsgrades von 1,3 Personen/Fahrzeug und eines Hochrechnungsfaktors von 300 auf das Jahr (Vorgaben aus Verfahrensanleitung der Standardisierten Bewertung 2016) erfolgt daraus eine Einsparung von 6,5 Mio. Pkw-km/a. 5.3 Nutzen aus der Schaffung zusätzlicher Mobilitätsmöglichkeiten Durch zusätzliche oder verbesserte Mobilitätsmöglichkeiten werden zusätzliche Fahrten gegenüber dem Ohnefall unternommen, dies wird als induzierter Verkehr beschrieben. Im Rahmen der Nachfrageprognose wurde der induzierte Verkehr nach den methodisch vorgegebenen Berechnungsvorgaben ermittelt. Im Mitfall werden im Jahr 198.320 zusätzliche Personenfahrten unternommen (660 Fahrten pro Werktag). Sie erreichen eine Beförderungsleistung von 3,4 Mio. Personenkilometer/Jahr. Abbildung 8: monetäre Bewertung der Nutzen aus 5.1 – 5.3 (in Tausend Euro pro Jahr) Schienenstreckenreaktivierung Münster – Sendenhorst (WLE) 2019 PTV Transport Consult GmbH Seite 19/22 5.4 Verkehrsangebot Die Regionalbahnlinie erbringt eine Betriebsleistung 519.300 Fahrzeug-km/Jahr. Durch die Regionalbahnbedienung kann das Angebot im Busbereich um 518.100 Fahrzeug-km/Jahr reduziert werden. Insgesamt steigt die Betriebsleistung um 1.200 Fahrzeug-km/Jahr. Das Platzangebot steigt um 84,8 Mio. Platz-km/a, im Wesentlichen aufgrund der höheren Platzkapazitäten des Schienenverkehrs. 5.5 ÖV-Betriebskosten Im Mitfall steigen die ÖV-Betriebskosten (ohne Unterhaltungskosten Fahrweg) um 1.581 T€/Jahr. Die Steigerung setzt sich zusammen aus einer Erhöhung der Kosten durch die Betriebsausgaben für den Zug, der auf der WLE-Strecke verkehrt, von ca. 3,1 Mio. €/Jahr sowie Einsparungen im Busbetrieb von ca. 1,3 Mio. €/Jahr. 5.6 Kapitaldienst und Unterhaltungskosten ÖV-Fahrweg Die in der volkswirtschaftlichen Bewertung relevanten Fahrweginvestitionen belaufen sich mit Preisstand 2017 auf insgesamt 41,3 Mio. €. Davon entfallen 37,5 Mio. € auf die Infrastrukturmaßnahme und 3,8 Mio. € auf die Planungskosten (nach Vorgabe aus Verfahren 10% der Investitionssumme). In der Kalkulation sind Sicherheitszuschläge von 10 % bis 30 % enthalten. Auf Basis der verfahrensseitigen Berechnungsvorgaben resultieren daraus folgende jährliche Fahrwegkosten: Kapitaldienst Fahrweg 1.472,6 T€/a Unterhaltung Fahrweg 464,3 T€/a. Bei der Ermittlung des Kapitaldienstes ist eine Bauzeit von zwei Jahren angesetzt. 5.7 Saldo der Unfallfolgen Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht zur Änderung der Schadensfälle im MIV und im ÖV und den daraus resultierenden Nutzen: Tabelle 4: Saldo der Umweltfolgen Im Saldo beläuft sich der Nutzen aus vermiedenen Unfallschänden auf 478,2 T€/a. Saldo Betriebsleistung Unfallkostenrate Saldo Unfallkosten [1.000 Fahrzeug-km/Jahr] bzw. [1.000 Fahrplan-km/Jahr] [ct/Pkw-km] bzw. [ct/Fahrplan-km] [T€/Jahr] MIV -6.550,4 8,5 -556,8 Regionalbahn 519,3 36,4 189 Bus -518,1 21,3 -110,4 Summe -478,2 Schienenstreckenreaktivierung Münster – Sendenhorst (WLE) 2019 PTV Transport Consult GmbH Seite 20/22 5.8 Saldo der Umweltfolgen Die Emissionsraten für CO2 sowie die Bewertungsansätze weiterer Schadstoffe wurden mit Einsatz von Dieseltriebwagen im SPNV kalkuliert – der NWL prüft jedoch alternative Antriebstechnologien. Bei Einsatz anderer Antriebstechnologien würden sich die Ergebnisse der Umweltfolgen unterscheiden. Durch die reduzierte MIV-Fahrleistung werden jährlich 832 t CO2 vermieden. Der zusätzliche CO2-Ausstoß aus der ÖV-Angebotsausweitung ist mit 885 t etwas höher. Im Saldo steigt der CO2-Ausstoß um 53 t/Jahr. Im Saldo ergibt sich aus vermiedenen Schadstoffen ein volkswirtschaftlicher Nutzen von 5 T€ pro Jahr. 6.1 Basisergebnis Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Teilindikatoren und die Bewertungsergebnisse (Nutzen-Kosten-Indikatoren). Tabelle 5: Nutzen-Kosten-Indikator Die Bewertung zeigt, dass die geplante Maßnahme mit einem Nutzen-Kosten- Verhältnis von 1,30 volkswirtschaftlich sinnvoll ist. Basis Volkswirtschaftlicher Nutzen 4.268 T€/a - betriebsbedingte Mehrkosten 1.813 T€/a - Betriebskosten AST 70 T€/a - Unterhaltungskosten Fahrweg Mitfall 464 T€/a Saldo Nutzen 1.921 T€/a Kosten (Kapitaldienst Fahrweg Mitfall) 1.473 T€/a Nutzen-Kosten-Verhältnis 1,30 [-] Nutzen - Kosten 448 T€/a 6 Bewertungsergebnis Schienenstreckenreaktivierung Münster – Sendenhorst (WLE) 2019 PTV Transport Consult GmbH Seite 21/22 6.2 Sensitivitätsbetrachtung: Durchgehender 20-Minuten-Takt der Linie 8 im Mitfall Aus Sicht der Stadt Münster wäre eine Variante mit einem durchgehenden 20- Minuten-Takt der Linie 8 von und nach Wolbeck wünschenswert. Dabei soll die über das zu entwickelnde ehemalige Kasernengelände bis Gremmendorf verlängerte Linie 17 (neu als Linie 8) auch über Gremmendorf (Haltestelle Altehof) hinaus einen 20-Minuten Takt zur Feinerschließung bis Wolbeck mit Anbindung an die WLE fahren. Aus diesem Grund hatte die Stadt das Anliegen, eine Aussage darüber zu erhalten, inwiefern ein 20-Minuten-Takt zwischen Gremmendorf und Wolbeck Rahmen der Standardisierten Bewertung wirtschaftlich ist. Dies wurde im Rahmen dieser Sensitivitätsbetrachtung untersucht, wobei sensitiv die zusätzlichen Betriebskosten abgeschätzt wurden. Tabelle 6: Veränderung des NKQ bei 20-Minuten-Takt auf der Linie 8 bis Wolbeck Das Ergebnis zeigt, dass ein 20-Minuten-Takt der neuen Linie 8 im Mitfall weiterhin einen NKQ von über 1 zur Folge hat. D.h. unter den aktuellen Voraussetzungen ist die Maßnahme auch mit einem 20-Minuten-Takt dieser Linie aus Sicht der Standardisierten Bewertung förderfähig. Sensitiv - 8 neu im T20 Volkswirtschaftlicher Nutzen 4.268 T€/a - betriebsbedingte Mehrkosten 2.153 T€/a - Betriebskosten AST 70 T€/a - Unterhaltungskosten Fahrweg Mitfall 464 T€/a Saldo Nutzen 1.581 T€/a Kosten (Kapitaldienst Fahrweg Mitfall) 1.473 T€/a Nutzen-Kosten-Verhältnis 1,07 [-] Nutzen - Kosten 108 T€/a Schienenstreckenreaktivierung Münster – Sendenhorst (WLE) 2019 PTV Transport Consult GmbH Seite 22/22 Der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) plant zur Anbindung der Stadt Sendenhorst mit den Ortsteilen Albersloh und Sendenhorst sowie zur Schaffung einer schnellen Verbindung innerhalb der Stadt Münster zwischen wichtigen Ortsteilen die Maßnahme “Reaktivierung der WLE”. Die zu reaktivierende Strecke hat eine Länge von 21,5 km. Zusätzlich werden im Bestandsnetz mehrere Haltestellen wieder auf- oder umgebaut. Mit diesen Maßnahmen verbessert sich für die Fahrgäste die Nutzungsqualität des ÖPNVs. Die Investitionen werden mit 42,4 Mio. € veranschlagt (ohne Planung, Preisstand 2017 inklusive anteiligen Kosten für Ausbau Gleis 20 am Hauptbahnhof Münster ). Die Strecke soll mit einer Regionalbahn im 20-Minuten-Takt zwischen Wolbeck und Münster Hauptbahnhof befahren werden. Von den drei Fahrten pro Stunde sollen zwei bis Sendenhorst weitergeführt werden (20-/40-Minuten-Takt). Die Fahrzeiten sind deutlich attraktiver als das bisherige Busangebot sowie die Fahrzeit mit dem PKW. Die Linie ist für den Fahrgast günstig, da so wichtige Ziele (z.B. Innenstadt und große Arbeitgeber) umsteigefrei erreicht werden. Außerdem werden die Umstiege auf das kreisübergreifende SPNV-Angebot deutlich attraktiver. Insgesamt werden über 2.300 zusätzliche Fahrgäste für den ÖV prognostiziert. Die vorliegende Standardisierte Bewertung belegt, dass die geplante Reaktivierung der Westfälischen Landes-Eisenbahn volkswirtschaftlich sinnvoll ist. Der Nutzen- Kosten-Indikator liegt bei 1,30. In der Bewertung sind bei den Fahrweginvestitionen im Mitfall Sicherheitszuschläge von durchschnittlich 10% für die Reaktivierungsstrecke im Besitz der Westfälischen Landeseisenbahn GmbH enthalten. Die Kosten für das Gleis 20 am Hauptbahnhof Münster enthalten Risikozuschläge von 10 bis 30%. Ohne Sicherheitszuschläge bei den Investitionen wird ein Bewertungsergebnis von 1,48 erreicht. Die Sensitivitätsbetrachtungen zeigen, dass die Maßnahme auch bei einer Weiterführung des 20-min-Taktes der Linie 8 bis Wolbeck wirtschaftlich sinnvoll ist. 7 Zusammenfassung
Anlage A
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Anlage A zur V/0356/2019 Kurzüberblick Mit dem Beschluss des Regionalrates Münster vom 01.04.2019, der Aufnahme des Projektes „Reaktivierung der Strecke der Westfälischen Landes-Eisenbahn (WLE) zwischen Münster und Sendenhorst in den ÖPNV-Bedarfsplan des Landes Nordrhein-Westfalen“ zuzustimmen, ist eine wichtige Entscheidung zur Realisierung der Streckenreaktivierung erfolgt. Damit konkretisieren sich die langjährigen Bestrebungen der Stadt Münster zur Reaktivierung der WLE-Strecke für den Schienenpersonenverkehr von Münster nach Sendenhorst. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Die Reaktivierung der WLE für den Schienenpersonenverkehr ist ein wesentlicher Beitrag zur Verkehrswende in der Stadt Münster unter Einbeziehung der Stadtregion und bildet den Einstieg in eine völlig neue Qualität des SPNV, der sogenannten Münsterland-S-Bahn. Die vom Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe beauftragte „Standardisierte Bewertung Münster – Sendenhorst“ hat den Nachweis erbracht, dass die geplante Reaktivierung für beide untersuchten Varianten des Bus-Schiene-Konzeptes volkswirtschaftlich sinnvoll ist. Da die Stadt Münster im Zuge der WLE-Reaktivierung das bestmögliche integrierte ÖPNV- Angebot für den südöstlichen Korridor als Zielvorgabe (u. a. in der Bürgerveranstaltung am 15.05.2018) gesetzt hat, wird konsequenterweise der durchgehende 20-Minuten-Takt der Linie 8 bis zur Endhaltestelle Nogatstraße in Wolbeck (Variante 2) bei Inbetriebnahme der WLE zur Um- setzung empfohlen. Finanzierung Produktgruppe: Nr. der PG Bezeichnung der PG Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja X Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja X Nein Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja X Nein teilw. Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja X Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? X Ja Nein Bereits veranschlagt? Ja X Nein Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist X vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig vollständig frei- willig Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Alle vorgenannten Querschnittsthemen sind positiv betroffen.
Beschlussvorlage
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V/0356/2019 V/0356/2019 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Fortschreibung 3. Nahverkehrsplan Stadt Münster unter Berücksichtigung der Reaktivierung der Wesfälischen Landes-Eisenbahn für den Personenverkehr Beratungsfolge 07.05.2019 Bezirksvertretung Münster-Südost Anhörung 07.05.2019 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 16.05.2019 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wo h- nen Vorberatung 22.05.2019 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 22.05.2019 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Die Stadt Münster begrüßt den Beschluss des Regionalrates Münster vom 01.04.2019, der Aufnahme des Projektes „Reaktivierung der Strecke der Westfälischen Landes-Eisenbahn (WLE) zwischen Münster und Sendenhorst in den ÖPNV-Bedarfsplan des Landes Nord- rhein-Westfalen“ zuzustimmen. 2. Die Stadt Münster begrüßt die positiven Ergebnisse der vom Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe beauftragten „Standardisierten Bewertung“ zur WLE-Reaktivierung, dem- nach für beide untersuchten Varianten des integrierten Bus-Schiene-Konzeptes die Wirt- schaftlichkeit nachgewiesen ist. 3. Die Stadt Münster beschließt, dass unter Berücksichtigung der WLE-Reaktivierung die Vari- ante des integrierten Bus-Schiene-Konzeptes mit dem veränderten Linienweg der Linie 8 im durchgehenden 20-Minuten-Takt bis zur heutigen Endhaltestelle Nogatstraße in Wolbeck umgesetzt wird. 4. Die Verwaltung wird beauftragt, den aktuellen „3. Nahverkehrsplan Stadt Münster“ anzupas- sen. II. Finanzielle Auswirkungen: Zum gegenwärtigen Zeitpunkt entstehen keine Kosten. Begründung: Amt für Mobilität und Tiefbau 24.04.2019 Ihr/e Ansprechpartner/in: Herr Milde Telefon: 492-6150 Milde@stadt-muenster.de - 2 - V/0356/2019 Zu 1 und 2: Beschluss des Regionalrates und Ergebnisse der „Standardisierten Bewertung“ Mit dem Beschluss des Regionalrates Münster vom 01.04.2019 (s. Anlage 1), der Aufnahme des Pro- jektes „Reaktivierung der Strecke der Westfälischen Landes-Eisenbahn (WLE) zwischen Münster und Sendenhorst in den ÖPNV-Bedarfsplan des Landes Nordrhein-Westfalen“ zuzustimmen, ist eine wichtige Entscheidung zur Realisierung der Streckenreaktivierung erfolgt. Damit konkretisieren sich die langjährigen Bestrebungen des Zweckverbandes Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), der Stadt Münster, des Kreises Warendorf und des Infrastruktureigentümers Westfälische Landes-Eisenbahn GmbH (WLE) zur Reaktivierung der WLE-Strecke für den Schienenpersonenverkehr von Münster nach Sendenhorst. Dem voraus ging ein Gutachten im Auftrag des NWL zur Überprüfung der Wirt- schaftlichkeit des Projektes. Die positiven Ergebnisse dieser Untersuchung sind dem beigefügten „Management Summary der Standardisierten Bewertung Münster – Sendenhorst ((WLE)“ zu entnehmen (s. Anlage 2). Diese be- legt, dass die geplante Reaktivierung der Westfälischen Landes-Eisenbahn einen Nutzen-Kosten- Faktor größer 1 erzielt und damit volkswirtschaftlich sinnvoll ist. Der Gutachter hat die Ergebnisse der Untersuchung dem Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwick- lung, Verkehr und Wohnen in gemeinsamer Sitzung mit der Bezirksvertretung Mitte und der Bezirks- vertretung Südost am 28.03.2019 vorgetellt. Zu 3 und 4: Festlegung der Vorzugsvariante und Anpassung des 3. Nahverkehrsplanes In der „Standardisierten Bewertung“ wurden 2 Varianten des integrierten Bus-Schiene-Konzeptes für das südöstliche Stadtgebiet untersucht. Variante 1 sieht die veränderte Buslinienführung der Linie 8 durch das Gewerbegebiet Loddenheide (heutige Führung der Stadtbuslinie 17) mit Anbindung der York-Kaserne und einem durchgehenden 20-Minuten-Takt zwischen Münster-Hauptbahnhof bis Hal- testelle Altehof (Gremmendorf) sowie anschließend im Stundentakt bis zur heutigen Endhaltestelle Nogatstraße (Wolbeck) vor. Für diese ergibt sich ein Kosten-Nutzen-Faktor von 1,30. Ebenfalls wurde die Variante 2 mit einem durchgehenden 20-Minuten-Takt der Linie 8 von und nach Wolbeck bis zur Endhaltestelle Nogatstraße sensitiv vereinfacht betrachtet. Das Ergebnis der verein- fachten Untersuchung (Berücksichtigung nur der Kosten, ohne Berechnung des zusätzlichen Nutzen im Gesamtsystem SPNV/ÖPNV) zeigt, dass ein durchgehender 20-Minuten-Takt der Linie 8 ebenfalls einen Nutzen-Kosten-Faktor von über 1 (1,07) erzielt. Somit ist für beide Varianten der Nachweis des volkswirtschaftlichen Nutzens erbracht. Da die Stadt Münster im Zuge der WLE-Reaktivierung das bestmögliche integrierte ÖPNV-Angebot für den südöstlichen Korridor als Zielvorgabe (u. a. in der Bürgerveranstaltung am 15.05.2018) ge- setzt hat, wird konsequenterweise der durchgehende 20-Minuten-Takt der Linie 8 bis zur Endhalte- stelle Nogatstraße (Variante 2) bei Inbetriebnahme der WLE zur Umsetzung empfohlen. Dies sieht gegenüber heute die veränderte Buslinienführung der Linie 8 durch das Gewerbegebiet Loddenheide (heutige Führung der Stadtbuslinie 17) mit Anbindung der York-Kaserne und einem durchgehenden 20-Minuten-Takt zwischen Münster-Hauptbahnhof bis zur heutigen Endhaltestelle Nogatstraße in Wolbeck vor (s. Anlage 3). Die Verwaltung wird dementsprechend den aktuellen 3. Nahverkehrsplan Stadt Münster unter Berücksichtigung der WLE-Reaktivierung Münster fortschreiben. Ausblick Der Regionalrat Münster hat zwischenzeitlich seinen positiven Beschluss zur Aufnahme des Projek- tes der WLE-Reaktivierung vom 01.04.2019 (s. o.) an das Ministerium für Verkehr des Landes Nord- rhein-Westfalen (VM NRW) weiter geleitet. Ebenso auf Grundlage des Regionalratsbeschlusses hat der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe die Aufnahme des WLE-Reaktivierungsprojektes Münster – Sendenhorst sowie des 2. Projektes, Harsewinkel – Gütersloh – Verl (Beschluss Regional- rat Detmold am 19.03.2019), in den aktuellen ÖPNV-Bedarfsplan beim VM NRW beantragt und da- rum gebeten, hierzu das Einvernehmen mit dem Verkehrsausschuss des Landetages herzustellen. Damit die weiteren Schritte zur Umsetzung beider Projekte zeitnah eingeleitet werden können, hat er - 3 - V/0356/2019 zudem darum gebeten, möglichst in gleicher Sitzung dem Verkehrsausschuss die Aufnahme beider Projekte in den ÖPNV Infrastrukturfinanzierungsplan vorzuschlagen. Je nach erforderlicher Vorlauf- zeit und Sitzungstermin des Verkehrsausschusses könnten die Entscheidungen hierzu frühestens vor der „Sommerpause“ dieses Jahres erfolgen. Die WLE GmbH als sogenannte Vorhabenträgerin wird den Antrag auf Planfeststellung bei der zu- ständigen Plangenehmigungsbehörde Bezirksregierung Münster stellen, sobald die Beschlüsse des Verkehrsausschusses des Landtages vorliegen. i. V. gez. Peck Stadtrat Anlagen: (1) Bezirksregierung Münster, Sitzungsvorlage 23/2019 „Aufnahme von Maßnahmen in den ÖPNV- Bedarfsplan – Reaktivierung der Strecke der Westfälischen Eisenbahn (WLE) zwischen Münster und Sendenhorst“ (2) Management Summary der Standardisierten Bewertung Münster – Sendenhorst (WLE) (3) Integriertes Bus-Schiene-Konzept
Anlage 3
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18.04.2019 Anlage 3 zur Vorlage V/0356/2019 Integriertes Bus-Schiene- Konzept
Anlage 1
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Anlage 1 zur Vorlage V/0356/2019 Bezirksregierung Münster Regionalplanungsbehörde Geschäftsstelle des Regionalrates Tel.: 0251/411-1755 Fax: 0251/411-81755 E-Mail: geschaeftsstelle.regionalrat@brms.nrw.de Sitzungsvorlage: 23/2019 Beratungsfolge: Termin: TOP: | Beratungsaktion: Verkehrskommission 18.03.2019 2 zustimmend Regionalrat Münster 01.04.2019 4 zustimmend Berichterstatter Abteilungsdirektor Bernd König Bearbeiter: . Leitender Regierungsdirektor Peter Beidenhauser 0251-411-1430 Regierungsbauamtsrat Frank Langenhorst 0251-411-2352 Aufnahme von Maßnahmen in den ÖPNV-Bedarfsplan Reaktivierung der Strecke der Westfälischen Eisenbahn (WLE) zwischen Münster und Sen- denhorst Beschlussvorschlag: Zustimmung _ Vorlage 23/2019 Seite 1 von 3 Sachdarstellung: Mit dem Beschluss zur „Aufstellung des ÖPNV-Bedarfsplan NRW 2017“ (Sitzungsvorlage 64/2015) hat der Regionalrat das Projekt „Reaktivierung der Strecke der Westfälischen Eisenbahn (WLE) zwischen Münster und Sendenhorst“ zur fachlichen Bewertung ange- meldet. Mit der Sitzungsvorlage 55/2017 wurde dem Regionalrat berichtet, dass das Ministerium für Verkehr des Landes NRW (VM) mitgeteilt hat, dass der Vertrag zur multimodalen Lan- desverkehrsuntersuchung 2030 inklusive Erstellung eines ÖPNV-Bedarfsplans aufgrund unüberbrückbarer Differenzen mit dem Gutachter zum methodischen Vorgehen gekündigt worden ist und mit der Fertigstellung des neuen ÖPNV-Bedarfsplans nicht vor dem Jahr 2020 zu rechnen ist. Hierdurch sollten aber dringende, wirtschaftlich sinnvolle und erforderliche Maßnahmen keine Verzögerung erfahren. Aus diesem Grund hat das Ministerium für Verkehr mit den Zweckverbänden folgende Übergangslösung gefunden: Die Aufgabenträger planen die Maßnahmen weiter, die sie für dringlich erachten. Nach Vorliegen einer plausiblen Kostenschätzung und eines abgestimmten Nachweises der Wirtschaftlichkeit meldet der Aufgabenträger die Maßnahme gemäß Landesplanungsge- setz über die Regionalräte für den aktuellen ÖPNV-Bedarfsplan an. Das Verkehrsminis- terium legt sodann dem Ausschuss für Verkehr die Maßnahme mit der Bitte um Einver- nehmensherstellung zur Aufnahme in den aktuellen ÖPNV-Bedarfsplan und ggf. den Inf- rastrukturfinanzierungsplan vor. Der NWL hat.daraufhin nach Abschluss der entsprechenden Ingenieurplanungen für das WLE-Vorhaben als zuständiger Aufgabenträger für den SPNV im März 2018 den Gutach- ter PTV Transport Consult GmbH mit der Durchführung einer standardisierten Bewertung beauftragt. Das positive Ergebnis wurde dem NWL am 6.12.2018 durch den Gutachter in der Verbandsversammlung vorgestellt. Anschließend hat die NWL-Verbandsversamm- lung beschlossen, dem Regionalrat Münster zu empfehlen, die WLE-Reaktivierung zur Aufnahme in den aktuellen ÖPNV-Bedarfsplan des Landes vorzuschlagen. Das Ergebnis wurde Anfang des Jahres mit dem VM erörtert. Der Ergebnisbericht inklusive der Formblätter wurde vom NWL als Bewilligungsbehörde sodann geprüft. Nach einzelnen Anmerkungen erstellte der Gutachter zum 11.03.2019 die finale Fassung des Ergebnisberichts der als Anlage „MANAGEMENT SUMMARY DER STANDARISIERTEN BEWERTUNG“ beigefügt ist. Die vorliegende standardisierte Bewertung belegt, dass die geplante Reaktivierung der Westfälischen Landes-Eisenbahn volkswirtschaftlich sinnvoll ist. Der Nutzen-Kosten-Indikator liegt bei 1,30. Beschlussvorschlag: Der Regionalrat Münster stimmt einer Aufnahme des Projektes „Reaktivierung der Strecke der Westfälischen Eisenbahn (WLE) zwischen Münster und Sendenhorst“ in den OPNV-Bedarfsplan zu. Anlage(n): Vorlage 23/2019 Seite 2 von 3 1. PTV GROUP Bericht Vorlage 23/2019 Seite‘ 3 von 3
Beratungsverlauf (5)
Beschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungOrte (14)
- Nogatstraße
- Albersloher Weg 83
- Am Steintor
- Am Borggarten
- Gremmendorfer Weg 39
- Hiltruper Straße 250
- Bernsmeyerstiege 88
- Schlesienstraße
- Münsterstraße 14
- Loddenheide
- Roddestraße 284
- Heumannsweg 4
- Petersheide 200
- Altehof
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Details
- Aktenzeichen
- V/0356/2019
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 18.04.2019
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37