0178/2020
Jugendbefragung und dann… - Erste Bilanzierung
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Anlage 1 - Niederschriften Gremien
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Anlage 1 Herr Dr. Florian Sevenig Jugendbefragung Köln 2018 R 21909 Sammlung der Niederschriften aus den Gremien Stand 04.11.2019 Ausschuss Termin Offene Fragen Direkte Antwort im Ausschuss Sonstiges/Infos Jugendhilfeausschuss 19.03.2019 Frau Kessing merkt an, dass es grundsätzlich – trotz kleiner Schönheitsfehler – gut gewesen sei, die Befragung durchzuführen. Sie sei froh, dass es beim Thema Sauberkeit Gemeinsamkeiten zwischen Jung und Alt gebe. Sie regt zudem eine stadtteilbezogene Auswertung der Befragung an. Außerdem fordert sie, die wichtigen Themen nach einem Dreivierteljahr erneut aufzurufen und den aktuellen Sachstand zu über-prüfen. Herr Dr. Sevenig erklärt, dass Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen die Teilnahme an der Befragung ermöglicht worden sei. Es spreche nie etwas gegen eine höhere Beteiligung. 500 bis 600 Rückmeldungen seien jedoch für ein repräsentatives Ergebnis ausreichend. Er befürwortet die Idee, die genannten Themen nochmals in einem Dreivierteljahr auf die Agenda zu setzen. Herr Bürgermeister Dr. Heinen regt an, die Befragung auch in anderen Ausschüssen zu präsentieren, um den Jugendlichen zu vermitteln, dass die Ergebnisse Veränderungen bewirken. Herr Clemens kritisiert die überproportionale Beteiligung von bildungsprivilegierten Jugendlichen an der Befragung. Erforderlich seien weitere partizipatorische Möglichkeiten, etwa durch Jugendräte, in den einzelnen Bezirken. Für soziale Brennpunkte seien diese von besonderer Wichtigkeit. Herr Lorenz fordert, die Ergebnisse der Befragung an die Bezirksvertretungen weiterzugeben. Frau Casser dankt im Namen der FDP-Fraktion für die Präsentation. Die Kritik der Jugendlichen solle in konkrete Konzepte umgesetzt werden. Sie findet die Teilnahmequote an der Befragung im Vergleich zur Beteiligung an den derzeitigen „Fridays for future“- Demonstrationen gering. Herr Gümüs bemerkt positiv, dass es ein multi-kulturelles Leben in Köln gebe, andererseits sei die Integration von Migrantinnen und Migranten noch verbesserungsfähig. Frau Passavanti fragt, ob es im Rahmen der Befragung genügend Möglichkeiten der Beteiligung von behinderten Kindern und Jugendlichen gegeben habe. Stadtentwicklungsausschuss 28.03.2019 zur Kenntnis Integrationsrat 30.04.2019zur Kenntnis (Telefoninfo Herr Vetter) Verkehrsausschuss 02.05.2019 SE Lorenz merkt an, dass der Ergebnisbericht auch auf verkehrliche Themen eingehe und bittet um Mitteilung, wie die Verwaltung mit der Umsetzung umgehe und wie sie Kinder und Jugendliche in die Planungen einbinde. Ausschuss Soziales und Senioren 02.05.2019 zur Kenntnis Herr Dr. Sevenig erläutert, dass das Thema Sauberkeit auch bei den Jugendlichen einen sehr hohen Stellenwert einnimmt. Zur Thematik des Migrationshintergrundes führt Herr Dr. Sevenig aus, dass dies auch im Beirat besprochen wurde, wo die Zielrichtung dieser Jugendbefragung sein soll. Es handelt sich hierbei um die erste Jugendbefragung, die in dieser Dimension Köln weit durchgeführt wurde und es musste eine Fokussierung vorgenommen werden. Hierbei war Zielsetzung zu erfragen, was die Kölner Jugendlichen bewegt, was wollen die Jugendlichen besser machen, was sind wichtige Freizeitpunkte. Darüber hinaus auch Fragen zu Ehrenamt und Politik. Eine Abfrage des Migrationshintergrundes muss, um ein verwertbares Umfrageergebnis zu erhalten, sehr gewissenhaft vor-genommen werden. Dies wäre ein zusätzlicher Block von vier bis sechs Fragen in einem bereits sehr umfangreichen Fragebogen, welcher die Jugendlichen noch mehr verdrossen hätte. Daher wurde beschlossen, den Fokus dieser Umfrage nicht auf den Migrationshintergrund der befragten Jugendlichen auszudehnen. Dies könnte in weiteren Folgebefragungen, bei neuer Justierung des Fokus, neu aufgenommen werden. Zahlen zu Förder- und Hauptschulen wurden, wie alle Zahlen in diesem Bericht, in relativer Form aufgeführt. Zumindest bei den Förderschulen wurde die Grundgesamtheit ziemlich genau widergespiegelt. Bei den Hauptschulen ist eine leichte Unterrepräsentation gegenüber einer leichten Überpräsentation des Gymnasiums zu verzeichnen. Es sei in der Sozialforschung leider zu bemerken, dass ein höherer Bildungsabschluss auch zu einer höheren Beteiligung/einem höheren Rücklauf bei Befragungen führt. Ebenso ist die Quote der Beantwortung bei weiblichen Befragten höher als bei männlichen. Bei der Befragung wurde größte Mühe darauf gelegt, nicht nur über die Jugendzentren, sondern auch über Streetwork, Vereine und andere Wege, wie z.B. soziale Medien, an die Jugendlichen heranzutreten. Zum Thema Politik- und Wirtschaftsunterricht ist festzuhalten, dass hier nicht ein „mehr an Unterricht“ sondern eine andere Qualität des Unterrichts gefordert wurde. Das Thema Wirtschaft wurde hier mehr als Weiterbildung angesehen. Dieser Bereich ist, ebenso wie Finanzen, Steuern und Recht ein Anliegen, das den Jugendlichen sehr wichtig ist und wo sie sich nicht gut informiert fühlen. Herr Dr. Rau beleuchtet die Frage zum Migrationshintergrund aus sozialer Sicht und hält fest, dass man in Köln in einer Stadt der Inklusion lebt. Gerade hier ist bei eher mehr als weniger Kindern und Jugendlichen ein Migrationshintergrund gegeben. Wenn also bestimmte Fragen nach Subgruppen aufkommen, so wäre es sinnvoller Gruppen zu befragen, welche ohne das Kennenlernen einer Migrationsgesellschaft aufgewachsen sind und einen eingeschränkten Globalhintergrund haben. Wir leben in einer Zeit, in welcher die inklusive Gesellschaft als „normal“ und „hilfreich“ erlebt wird, so dass nicht immer die Untergruppen betrachtet werden sollten. Insofern, so Herr Dr. Rau weiter, empfindet er es als positiv, dass die Umfrage auf solche Fragen verzichtet hat. Dies ist als Ausweis dafür zu verstehen, in der inklusiven Gesellschaft angekommen zu sein. Herr SE Lieffertz findet es erstaunlich, dass nur 16 % der männlichen und 11 Prozent der weiblichen Jugendlichen das Stadtbild von Köln als gepflegt und sauber empfinden. Wenn dies bereits den jüngeren Kölner Einwohnern auffällt, so hebt dies nochmals die Problematik der Sauberkeit im Kölner Stadtbild hervor. Frau SE Reisinger fragt an, warum Jugendliche mit Migrationshintergrund nicht extra benannt wurden und wie viele Jugendliche, die an der Befragung teilgenommen haben, eine Förder- oder Hauptschule besucht haben und ob die Ergebnisse dann neu zu werten sind. Herr RM Dr. Schulz bedankt sich für den Bericht. Er empfindet, dass die gesamte Umfrage sehr gymnasial oder sehr von Jugendlichen, welche in Jugendzentren erfasst sind, geprägt wird. Hingegen erscheint ein anderer bestimmter Teil der Jugendlichen unterrepräsentiert. Er gibt, so führt Herr RM Dr. Schulz weiter aus, interessante Erkenntnisse, wie z.B. das große Interesse der Jugendlichen an Mitwirkung und an kultureller Partizipation und der Wunsch der Jugendlichen an mehr Politikunterricht. Dies ist sehr beeindruckend und sollte in der Stadt aufgenommen werden. Herr RM Erkelenz macht als Mitglied des Integrationsrates darauf aufmerksam, dass es mit der sinus-milieu-Studie eine Untersuchung gibt, welche sich gerade diesem Thema widmet. Diese Studie wird am 27.05.2019 in einer Sitzung des Integrationsrates vorgestellt werden. Ausschuss Schule und Weiterbildung 06.05.2019 Herr Dr. Zimmermann, CDU-Fraktion, dankt für den Bericht und fragt, wann mit einer Mitteilung zu Schlussfolgerungen beziehungsweise konkreten Maßnahmen, die aus dem Bericht abgeleitet werden können, gerechnet werden kann. Frau Nesseler-Komp, CDU-Fraktion, weist darauf hin, dass sich Jugendliche von den Schulen eine Vorbereitung auf das Leben wünschen. Sie gaben an, über lebenspraktische Themen, wie zum Beispiel das Erstellen einer Steuererklärung, aufgeklärt werden zu wollen. Frau Nesseler- Komp fragt, ob diese Erkenntnis angemessen an die entsprechenden Stellen weitergegeben werde. Herr Dr. Gutzeit, CDU-Fraktion, merkt an, dass die Schülerinnen und Schüler angeben, an der Gestaltung der Schulen mitwirken zu wollen. Er fragt, ob es bereits ein entsprechendes Gremium gebe, das die Beteiligung ermögliche oder ob geplant sei, ein solches einzurichten. Herr Pfeuffer berichtet, dass die Jugendbefragung online und in Papierform durchgeführt worden sei. Die Kosten beliefen sich inklusive Werbekosten sowie dem Druck des Ergebnisberichts auf circa 30.000 Euro. Die Verwaltung sei entschlossen, die gewonnenen Erkenntnisse zu nutzen und in Maßnahmen umzusetzen. Diskussionsergebnisse zur Jugendbefragung aus politischen Gremien und Arbeitskreisen werden im Kontext der Kinder- und Jugendförderplanung sowie im Rahmen der Kölner Stadtstrategie 2030 Berücksichtigung finden. 5000 Teilnehmende seien ein sehr gutes Ergebnis, das belastbare Rückschlüsse zulasse. Der Wunsch der Jugendlichen auf lebenspraktische Themen vorbereitet zu werden, solle berücksichtigt werden. Die Verwaltung werde hierzu das Gespräch mit der unteren Schulaufsicht, der Bezirksregierung sowie weiteren relevanten Akteuren suchen. Zur Partizipation der Schülerinnen und Schüler an der Gestaltung der Kölner Schulen führt Herr Gräbener aus, dass das Kollegium sowie die Schülerschaft bei der Planung von Neu- und Erweiterungsbauten beteiligt werden. Um die Umsetzung der Bauvorhaben nicht unnötig zu verzögern, finde ein komprimiertes Beteiligungsverfahren in Form von Workshops statt. Im Rahmen des Projektes Gute Schule seien zahlreiche Vorschläge der Schülerschaft, insbesondere zur Gestaltung der Schulhöfe, über die Schülervertretung und die Schulleitungen an die Verwaltung herangetragen worden. Herr Greitemann sieht das Ergebnis ebenfalls positiv und es sei ein gutes Zeichen, dass die Jugendlichen gerne in Köln leben. Er teilt mit, dass der Fokus der Verwaltung auf dem Schul- und Wohnungsbau sowie dem Kitabau liege. Im vergangenen Jahr seien Strukturen geschaffen worden, die bestehende Schwachstellen beheben sollen. Hier seien besonders das Aktionsbündnis Schulbau sowie die Arbeitsgruppe G9 hervorzuheben. Die Verwaltung sei sehr bemüht, geplante Baumaßnahmen umzusetzen, treffe aber auf einen sehr dichten Markt, der dies erschwere. Frau Ruffen, FDP-Fraktion, dankt der Verwaltung für den vorgelegten Bericht. Sie wundere sich über die, aus ihrer Sicht, relativ geringe Beteiligung. Frau Ruffen möchte wissen, wie die Jugendlichen kontaktiert worden sind und fordert dazu auf, weitere Kontaktmöglichkeiten zu prüfen, um bei der nächsten Befragung eine höhere Beteiligung zu erzielen. Herr Philippi, SPD-Fraktion, zeigt sich über die hohen Zustimmungswerte der Jugendlichen zur Stadt Köln und ihren Institutionen erfreut. Dieses positive Ergebnis solle vom Schulausschuss gewürdigt und kommuniziert werden. Nach seinem Verständnis ist die Umfrage als repräsentativ zu werten. Herr Thelen, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, weist darauf hin, dass das große Interesse der Jugendlichen an politischen Themen im Widerspruch zu deren tatsächlicher Partizipation stehe. Die Schülerinnen und Schüler müssten mehr darin unterstützt werden, ihre Beteiligungsmöglichkeiten zu nutzen. Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 06.05.2019zur Kenntnis Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 06.05.2019zur Kenntnis Sportausschuss 09.05.2019 zur Kenntnis In Rahmen einer ausführlichen Diskussion mit Wortbeiträgen von RM Kron, Herrn Göbel, Herrn Pfeifer, RM van Benthem, RM Philippi und Herrn Maedge wird der Verwal-tung ein großes Lob für den sehr guten und aufschlussreichen Bericht ausgesprochen, der sicherlich auch Auswirkungen auf die derzeit in der Umsetzung befindlichen Sportentwicklungsplanung haben wird. Positiv werden auch die hohe Beteiligung der Jugendlichen, die hohe repräsentative Zufriedenheit mit dem Sport sowie das vorgesehene weitere Procedere gesehen. Einvernehmen besteht darin, dass für den organisierten Sport eine Aufgabe und Herausforderung darin besteht, das sportliche Interesse der Jugendlichen auch mit Beginn der Pubertät durch geeignete Konzepte und Maßnahmen aufrechtzuerhalten, auch mit Blick darauf, dass das Interesse am Sport aufgrund Facebook etc. ab 16 Jahren nachlässt. Der organisierte Sport sollte dabei auch von den übrigen Netzwerkpartnern des Sports unterstützt werden. Hierbei sollte auch überlegt werden, wie, bezogen auf das Thema Ganztag, der Übergang von Schule zum Verein erfolgreich gelöst werden kann. Der Spitzensport (NRW-Sportschulen/Großvereine) muss dabei auch mitgenommen bzw. eingebunden werden. Ausschuss für Umwelt und Grün 09.05.2019 SE Frau Lange bemerkt zu den ungebundenen Antworten, dass dort häufig Wünsche nach autofreier Stadt, weniger stinkenden Autos oder auch höher subventionierten KVB-Tickets geäußert werden. Sie fragt nach, ob diese Wünsche auch beachtet werden. SB Herr Becker kritisiert, dass das Thema „Umwelt und Grün“ zu wenig berücksich-tigt worden sei. Gerade Jugendliche seien am Klimaschutz stark interessiert. RM Frau Welcker bemerkt, unter Punkt 6 sei aufgeführt, dass Jugendliche sich gerne verstärkt draußen aufhielten. Sie möchte wissen ob dies so zu verstehen sei, dass sie die Angebote der klassischen Sportvereine wahrnehmen oder ob es eher um sportliche Aufenthalte und freie Treffen im öffentlichen Raum gehe, zum Beispiel an verschiedenen Stellen im Grüngürtel oder am Brüsseler Platz. Sie weist in dem Zusammenhang auf das Problem der Verunreinigung öffentlicher Plätze durch das geänderte Freizeitverhalten vieler Menschen, auch - aber nicht nur - der Jugendlichen hin. Wenn die Jugendlichen offensichtlich selbst ein Bedürfnis nach mehr Sauberkeit haben, könne man vielleicht eine Kampagne starten, die an ihre Eigenverantwortlichkeit appelliere. Herr Dr. Rau bestätigt, dass dies sinnvoll sei und informiert, dass die Verwaltung zusammen mit den Abfallwirtschaftsbetrieben neue Projekte plane, wie man die Verantwortung der Menschen, nicht nur der Jugendlichen, sondern auch der Erwachsenen, für Sauberkeit in ihrem Quartier steigern könne. Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 09.05.2019zur Kenntnis Bezirksvertretung 8 (Kalk)09.05.2019zur Kenntnis Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 13.05.2019 MdR Görzel bezieht sich auf Seite 2 des Berichtes. In der dortigen Übersicht sei deutlich erkennbar, dass sich sehr viele Jugendliche in der Stadt Köln flächendeckendes und kostenfreies WLAN wünschten. Er wolle dies als Auftrag verstanden wissen, das Thema „SmartCity“ weiter zu forcieren, da es auch bei den jungen Menschen ein wichtiges Thema zu sein scheine. Herr Stadtdirektor Dr. Keller erläutert, der vorliegende Bericht sei auch bereits im Sportausschuss diskutiert worden. Dort sei großer Wert darauf gelegt worden, die Mitteilung als sachlichen Bericht zu betrachten, welcher in sehr vielen Bereichen positive Ergebnisse für die Stadt Köln aufweise. Nichtsdestotrotz werfe dieser Bericht Fragen auf und zeige entsprechenden Handlungsbedarf auf. Über diesen Handlungsbedarf müsse sich nun im Nachgang zu dem Bericht Gedanken gemacht werden. Die von MdR Schneider aufgeworfene Frage sei eine davon, die geklärt werden müsse. Insofern treffe es sich sehr gut, dass im Anschluss an die Sitzung des AVR der Kriminalpräventive Rat seine konstituierende Sitzung habe. Dies sei ein Thema, welches in diesem Gremium gut platziert sei und dort diskutiert werden solle. Herr Stadtdirektor Dr. Keller erläutert, dass mit dem Kriminalpräventiven Rat die richtige organisatorische Antwort auf derartige Themen gefunden worden sei. Herr Stadtdirektor Dr. Keller teilt mit, er gehe davon aus, es handele sich hier eher um eine Frage des Rücklaufes als um eine des Erreichens. Es seien nicht überproportional viele Gymnasiastinnen und Gymnasiasten befragt worden, es seien allerdings aus diesem Bereich überproportional viele Rückläufer eingegangen. Dies könne jedoch nur zu einem geringen Anteil, beispielsweise durch Motivation der Zielgruppen, beeinflusst werden. Methodisch bleibe nur die Möglichkeit, möglichst repräsentativ zu befragen. MdR Schneider bezieht sich auf die vierte Zeile der Tabelle in Anlage 2. Hier gehe es um das subjektive Sicherheitsgefühl der Jugendlichen in der Stadt Köln. Er halte es für besorgniserregend, wenn sich 48 Prozent der männlichen Jugendlichen in der Stadt Köln nicht sicher fühlen. Gerade junge Menschen lebten seiner Meinung nach eher unbekümmerter als erwachsene und insbesondere ältere Menschen. In der Vergangenheit sei häufig über die Sicherheit am Rheinboulevard diskutiert worden und wenn man bedenke, dass sich viele der Jugendlichen dort aufhielten, könne hier gegebenenfalls ein Zusammenhang gesehen werden. MdR Hegenbarth bezieht sich auf Seite 9 der Zusammenfassung. Dort sei aufgeführt, es gebe ein erhebliches Übergewicht an Rückmeldungen der Befragung durch Gymnasiastinnen und Gymnasiasten im Vergleich zu denen von Schülerinnen und Schülern anderer Schulformen. Er erkundigt sich nach Möglichkeiten, zukünftig auch beispielsweise Hauptschülerinnen und Hauptschüler durch eine solche Befragung besser erreichen zu können. Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 13.05.2019zur Kenntnis Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 13.05.2019zur Kenntnis Gesundheitsausschuss 14.05.2019 Anyway bittet bei zukünftigen Umfragen die Ansprache weniger heteronormativ zu designen Stadtdirektor Herr Dr. Keller antwortet, die Antwort wäre dem Bericht zu entnehmen, wenn sie gestellt worden wäre. Diese Frage sei eine Frage für den Umgang mit der Folge der Befragung. Man müsse sich die Frage stellen, woran das liege und was zu tun sei. Die Frage nach den Motiven sei in der Befragung selbst nicht angelegt gewesen. SE Frau Sänger trägt bei, dass die Integration von Menschen die sich weder männlich noch weiblich fühlen ein neues Potential für den angespannten Arbeitsmarkt darstelle. Das Jugendzentrum anyway sei ein Ort an dem sich viele Jugendliche, die entsprechend dem Bericht empfänden, hinkämen. Die Jugendlichen hätten sich rege an der Umfrage beteiligt. Die Jugendlichen hätten sich durch die heteronormative Ansprache nicht angesprochen gefühlt. Sie habe die Bitte für künftige Umfragen, die Ersteller der Umfragen mögen sich mit anyway in Verbindung setzen, um deren Bedürfnisse für das Design einfließen zu lassen. Die stellvertretende Ausschussvorsitzende RM Frau Gärtner entnimmt dem Nicken von Herrn Dr. Rau und Herrn Dr. Keller, dass diese die Anregungen mitnehmen wollen. SB Frau Röhrig fragt, ob man die Jugendlichen aus benachteiligten Stadtteilen denn auch gefragt hätte, warum sie manche Angebote ablehnen würden. Liege dies an unzureichenden finanziellen Mitteln? SB Frau Houben würde sich freuen, wenn die von den Jugendlichen entwickelten Ideen Berücksichtigung in der Planung und in der weiteren Konzepte fänden. Die stellvertretende Ausschussvorsitzende RM Frau Gärtner war bei einigen Punkte positiv erstaunt. Es sei beruhigend, dass nicht alles so aussehe, wie es manchmal schwarz gemalt werde. SE Frau Heuser wendet ein, vieles könne man in Umfragen hervorheben, man könne ihnen aber nicht vollständig trauen. Bei der Jugendbefragung sei auch wichtig zu sehen, dass sich Jugendliche aus benachteiligten Stadtteilen nicht so beteiligt hätten wie solche mit hohem Bildungsgrad. Es stelle sich insofern die Frage nach der Aussagekräftigkeit einer solchenBezirksvertretung 5 (Nippes)16.05.2019zur Kenntnis Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 16.05.2019 Bezirksbürgermeister Zöllner schlägt eine bessere Beschilderung der Stadtteilbibliothek vor Bezirksvertreter Herr Kleinjans bedauert es, dass die Stadtteilbibliothek in Chorweiler offensichtlich bei der Chorweiler Jugend nicht sehr bekannt ist. Bezirksbürgermeister Herr Zöllner schlägt vor, dass die Stadtteilbibliothek in Chor-weiler besser ausgeschildert wird. Bezirksvertretung 7 (Porz)16.05.2019zur Kenntnis
Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/IV/2 Vorlagen-Nummer 02.03.2020 0178/2020 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Jugendhilfeausschuss 10.03.2020 Ausschuss für Umwelt und Grün 12.03.2020 Verkehrsausschuss 12.03.2020 Bezirksvertretung 7 (Porz) 12.03.2020 Bezirksvertretung 8 (Kalk) 12.03.2020 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 16.03.2020 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 16.03.2020 Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 16.03.2020 Sportausschuss 19.03.2020 Bezirksvertretung 5 (Nippes) 19.03.2020 Stadtentwicklungsausschuss 19.03.2020 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 23.03.2020 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 23.03.2020 Integrationsrat 21.04.2020 Ausschuss Soziales und Senioren 23.04.2020 Ausschuss Schule und Weiterbildung 27.04.2020 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 27.04.2020 Gesundheitsausschuss 05.05.2020 Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik 06.05.2020 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 07.05.2020 Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender 16.06.2020 2 Jugendbefragung und dann… - Erste Bilanzierung Zusammenfassung in einfacher Sprache: Die Stadt Köln ist eine kinderfreundliche Kommune und wurde mit einem Siegel dafür ausgezeichnet. Um dieses Siegel zu bestätigen, sollen Kinder und Jugendliche stärker eingebunden werden. Deswe- gen wurde 2018 eine Jugendbefragung durchgeführt. Alle Kölner Jugendlichen, die 14 Jahre bis unter 21 Jahre alt waren, konnten mitmachen und ihre Meinung sagen. In der Befragung ging es um The- men wie was ist gut und was ist schlecht in Köln?, Freizeit, freiwilliges Helfen, politisches Mitmachen und Zufriedenheit. Im Jahr 2019 wurden die Ergebnisse der Jugendbefragung in 19 politischen Ausschüssen vorgestellt. Außerdem wurden viele Menschen in der Stadtverwaltung und in wichtigen Berufen in Köln über die Meinungen der Jugendlichen informiert. Die Menschen wurden gefragt, ob sie die Fragen, Anregun- gen und Wünsche der Jugendlichen in ihren verschiedenen Arbeitsbereichen und Einrichtungen be- achten können. Außerdem sollten sie berichten, ob Ideen der Jugendlichen schon umgesetzt werden konnten. In diesem Text wird berichtet, welche Antworten die befragten politischen Ausschüsse und angeschriebenen Menschen gegeben haben. Es gab zum Beispiel folgende Antworten: Es soll mehr Fahrradparkplätze geben. Jugendliche werden nach ihrer Meinung zu Radwegen befragt. Es sollen bessere und sicherere Radwege gebaut werden. Es sollen mehr Bahnen der Kölner Verkehrsbetriebe in die Randgebiete Kölns fahren. Abends und nachts sollen mehr Bahnen fahren. Die Ideen und Wünsche von Jugendlichen sollen in der Stadtplanung besonders berücksichtigt werden. Die Jugendlichen sollen in der Stadtplanung auch besonders beteiligt werden. An unsicheren Plätzen in der Stadt wurden Videoüberwachungen eingerichtet und die Bürgerin- nen und Bürger sollen zum Thema Sicherheit befragt werden. Gemeinsam mit den Abfallwirtschaftsbetrieben will die Stadt Köln verhindern, dass Menschen Müll auf Straßen, Plätzen oder in Parks wegwerfen. Die Kölner Stadtbibliothek will noch mehr Kurse für Jugendliche anbieten, vor allem digitale An- gebote und Information zur Berufswahl. Das Jobcenter Köln will Jugendlichen bei dem Übergang von Schule in Studium und Beruf besser helfen. Es soll noch bessere und jugendgerechtere Angebote zur Weiterbildung geben. Die Sportangebote in der Stadt sollen noch jugendgerechter werden. Jugendliche werden gefragt, welche Sportart sie wo machen wollen. Wenn Jugendliche Problemen oder Fragen haben, können sie zum Jugendbüro am Alter Markt kommen. Jugendlichen die freiwillig und ohne Bezahlung anderen helfen wollen, sollen einfacher Informati- onen finden können, wo das geht. Die Schulhöfe sollen schöner gestaltet werden. Und es soll es mehr digitale Angebote an Schulen geben. WLAN soll es in Schulen und an mehr Stellen in der Stadt geben. Es gibt schon viele Angebote für Jugendliche in der Stadt, die sich die Jugendlichen gewünscht ha- ben. Die Jugendlichen müssen aber besser über die Angebote informiert werden. Außerdem werden noch weitere Gespräche geführt, damit noch mehr Wünsche und Ideen der Ju- gendlichen umgesetzt werden können. Die Stadt Köln ist 2018 mit dem Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ ausgezeichnet worden. Dieser Auszeichnung liegt ein umfangreicher Aktionsplan mit 58 Einzelmaßnahmen zugrunde. Unter dem Leitziel „Partizipation langfristig etablieren und stärken“ wurde im Frühjahr 2018 erstmals eine stadt- weite Jugendbefragung durchgeführt, bei der sich Jugendliche zwischen 14 und unter 21 Jahren be- teiligen konnten. Es wurden Themen wie Stadtentwicklung, Freizeit, Ehrenamt, politisches Engage- 3 ment und Zufriedenheit abgefragt. Im März 2019 wurden die Ergebnisse im Jugendhilfeausschuss vorgestellt und in der Folge an alle relevanten Ausschüsse weitergeleitet. Zusätzlich wurden die abgeleiteten Prüfempfehlungen an ver- schiedenste Akteure der Stadtgesellschaft übermittelt, um die Ansichten der Jugendlichen publik zu machen sowie Fragen, Anregungen und Wünsche weiterzutragen. Ein Jahr später soll nun zum Jugendhilfeausschuss im März 2020 ein Überblick über den aktuellen Stand der Reaktionen und Antworten der verschiedenen Stellen dargelegt werden. Zunächst werden unter 1. die Wortbeiträge aus den Ausschüssen aufgegriffen. In der Folge werden dann unter 2. die Rückläufe auf Basis der Informationsschreiben an die Stadtgesellschaft dargestellt. 1. Reaktionen aus den Ausschüssen Die Jugendbefragung ist in zahlreichen Ausschüssen beraten worden. Insgesamt sind 19 Ausschüsse inklusive der 9 Bezirksvertretungen beteiligt worden. In einem großen Teil der Gremien – vor allem in den Bezirksvertretungen – wurde die Befragung zur Kenntnis genommen, ohne dass es ausweislich der Niederschriften zu vertiefen Diskussionen kam. Es gab aber auch dokumentierte konstruktiv- kritische Würdigungen. In der folgenden Tabelle sind die Beiträge aus Reaktionen, Anregungen, Fra- gen und direkten Antworten beziehungsweise dem aktuellen Bearbeitungsstand zusammengefasst dargestellt. Anlage 1 gibt zusätzlich einen umfassenden Überblick über alle Wortbeiträge in voller Länge. Tabelle 1: Zusammengefasste Reaktionen aus den Ausschüssen Ausschuss Termin Reaktionen / Anregungen / Fragen Antworten Jugendhilfe - ausschuss 19.03.2019 Mitteilung an weitere Ausschüsse und Bezirksvertretungen Die Gremienfolge wurde erweitert Sachstand in dreiviertel Jahr erneut auf Tagesordnung Eine erste Bilanzierung wird mit dieser Mitteilung in den Jugendhi l- feausschuss eingebracht Stadtteilbezogene Auswertungen Eine stadtteilbezogene Auswertung wird in einer gesonderten Mitteilung in den nächsten Jugendhilfeau s- schuss gebracht Stadtentwick- lungsausschuss 28.03.2019 Kenntnisnahme Integrationsrat 30.04.2019 Kenntnisnahme Verkehrs- ausschuss 02.05.2019 Wie geht die Verwaltung mit der Umse t- zung der Verkehrsthemen um? Siehe Tabelle 2 Wie werden Kinder und Jugendliche in die Planung eingebunden? Siehe Tabelle 2 Ausschuss S o- ziales und Senio- ren 02.05.2019 Kenntnisnahme Ausschuss Sch u- le und Weiterbil- dung 06.05.2019 Schüler*innen an Gestaltung der Schule beteiligen / mehr Partizipation von Schü- ler*innen mündlich: Herr Gräbener verweist auf das Projekt Gute Schule (Details siehe Tabelle 2) Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 06.05.2019 Kenntnisnahme Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 06.05.2019 Kenntnisnahme Sportausschuss 09.05.2019 Kenntnisnahme Ausschuss für Umwelt und Grün 09.05.2019 Werden Mobilitätswünsche der Jugendl i- chen berücksichtigt? Siehe Tabelle 2 Kampagne für Umweltbewusstsein und weniger Verunreinigung mündlich: Herr Dr. Rau berichtet von geplanten Projekten der Ver- waltung mit der AWB GmbH Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 09.05.2019 Kenntnisnahme 4 Bezirksvertretung 8 (Kalk) 09.05.2019 Kenntnisnahme Ausschuss All- gemeine Verwa l- tung und Rechts- fragen/Vergabe/ Internationales 13.05.2019 Auftrag flächendeckendes W -LAN, SmartCity Siehe Tabelle 2 Sicherheitsfrag en im Kriminalpräventiven Rat Siehe Tabelle 2 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 13.05.2019 Kenntnisnahme Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 13.05.2019 Kenntnisnahme Gesundheitsau s- schuss 14.05.2019 Kenntnisnahme Bezirksvertretung 5 (Nippes) 16.05.2019 Kenntnisnahme Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 16.05.2019 Bezirksbürgermeister Zöllner schlägt eine bessere Beschilderung der Stadtteilbibli o- thek vor in Bearbeitung Bezirksvertretung 7 (Porz) 16.05.2019 Kenntnisnahme 2. Reaktionen von Stadtgesellschaft und Akteur*innen der Stadtgesellschaft Nach der Veröffentlichung der Ergebnisse und Prüfempfehlungen wurden verschiedene Ämter und Dienststellen der Stadtverwaltung sowie Akteure der Stadtgesellschaft mit Informationsschreiben über die Wünsche und Anregungen der Jugendlichen in Kenntnis gesetzt. Verbunden wurde dies mit den Fragen, inwieweit der jeweilige Sachverhalt bekannt ist, und ob etwas im Sinne der Jugendlichen ver- ändert werden kann. Die ausgewählten Adressaten decken ein breites Spektrum ab, passend zu den Themen der Befragung. Sie reichen von verwaltungsinternen Dienststellen bis hin zu externen Part- nern, welche – wie sich in der Ansprache zeigte – oft miteinander verbunden sind. Aufgrund dieser Verbindungen ist die folgende Darstellung der Rückläufe auch nicht nach Akteuren sondern themen- bezogen sortiert. Tabelle 2: Antworten der Akteure Themen Antworten Verkehr Der Aktionsplan „Kinderfreundliche Kommune“ sieht die „Überprüfung, Eina r- beitung und Umsetzung der Kinderrechte im Verkehrskon zept Köln mobil 2025“ als ein Schwerpunktthema unter Federführung des Amtes für Kinder, Jugend und Familie sowie des Amtes für Straßen - und Verkehrsentwicklung vor. Dieses Thema soll in der Zeitschiene des Aktionsplans 2020 unter dem Oberthema „Vorrang des Kindeswohls“ mit dem Leitziel „Gestaltung kinde r- freundlicher Lebensräume“ angegangen werden. Im Herbst 2019 haben die ersten Kontakte zwischen der Steuerungsgruppe zum Aktionsplan „Kinderfreundliche Kommune“ und dem Amt für Straßen - und Verkehrsentwicklung ergeben, sich bezüglich der Berücksichtigung von Kinderrechten mittelfristig an dem Ratsauftrag zur Erstellung eines „Sustainable Urban Mobility Plans“ zur Fortschreibung des Gesamtverkehr s- konzepts und der Operationalisierung und Konkretisierung der Zie le aus „Köln mobil 2025“ zu orientieren. Unter Berücksichtigung der vorhandenen personellen Ressourcen konnte zudem die Beteiligung von Kindern und J u- gendlichen an der konkreten Projektplanung verkehrlicher Maßnahmen ei n- zelfallbezogen unter Anwendung versc hiedener Beteiligungsformen „erprobt“ werden. Die Themen „Sichere Schulwege“, „Verbesserung der Radwege“, „Verbesserter ÖPNV aus Kinder - und Jugendsicht“ sind hier vorrangig aus der Kinderbefragung im Vorfeld der Erstellung des Aktionsplans „Kinde r- freundliche Kommune“ sowie aus der Jugendbefragung 2018 hervorgega n- gen und könnten priorisiert beziehungsweise ergänzt werden. Eine zentrale Aufgabe liegt hier in der gemeinsamen Entwicklung eines fo r- mellen Verfahrens gemäß Artikel 3 Absatz 1 der UN -Kinderrechtskonvention zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen im Verwaltungshandeln. 5 Radfahren Der Ausbau von Radwegen und die Erhöhung der Sicherheit für Radfahre n- de ist unter der Überschrift „Mobilitätswende vorantreiben“ ein wichtiges Thema der Stadtverwaltung, das im Jahr 2019 an vielen Stellen vorang e- schritten ist. Hier sind vor allem neue, breitere, sicherere Radwege in der Innenstadt, die Verabschiedung eines Radfahrkonzeptes Ehrenfeld, die En t- wicklung eines Konzeptes für ein stadtweites Hauptroutennetz un d Rad- Pendler-Routen zu nennen. Im Rahmen des Radverkehrskonzeptes für den Stadtbezirk Ehrenfeld wu r- den zum Beispiel Schüler*innen an vier Schulen zu Ihrem Schulweg befragt, um bei der Konzepterstellung insbesondere auch die Bedürfnisse für den Schülerverkehr zu berücksichtigen. Als Ergebnis wurden in Köln - Neuehrenfeld bereits auf für den Schülerverkehr wichtigen Hauptachsen mit der Ottostraße und der Nußbaumer Straße zwei Fahrradstraßen eingerichtet. Im Nachgang der Schülerratssitzung soll im Frühjahr 2020 die Straße Weye r- tal in Köln-Sülz als Fahrradstraße ausgewiesen werden. Neben dem Ausbau der Radinfrastruktur nimmt die Förderung des Fah r- radparkens bei der Radverkehrsförderung eine Schlüsselrolle ein. An Halt e- stellen des öffentlichen Nahverkehrs und in d en Wohnquartieren werden daher stetig neue Möglichkeiten zum Fahrradparken eingerichtet. An Schulen werden die bestehenden Fahrradabstellanlagen durch neue bedarfsgerechte Anlagen ersetzt und aufgrund der gestiegenen Nachfrage ergänzt. Durch Beteiligungsverfahren mit Jugendlichen wurde dies beispielsweise beim Schillergymnasium in Köln -Sülz oder dem Albertus -Magnus-Gymnasium in Köln-Neuehrenfeld erfolgreich durchgeführt. Darüber hinaus konnte ein Akt i- onstag zum Thema „Fahrrad“ vom Kooperativen Kinder - und Jugendbüro, dem Kölner Jugendring, den Verkehrskadetten Köln und mit Radfahrinitiat i- ven organisiert werden. Auch die Kommunikation zum Thema Radfahren in einer Großstadt ist ein wichtiges Element der Radverkehrsförderung. Das Team des Fahrradbeau f- tragten hat eine Emailanschrift über die sich Jugendliche direkt an das Team des Fahrradbeauftragten wenden können: fahrradbeauftragter@stadt - koeln.de Zusätzlich tritt das Team des Fahrradbeauftragten mit dem „Eventbike“ auf öffentlichen Veranstaltungen oder auf Woc henmärkten in den direkten Di a- log. Es werden Schulen wie beispielsweise die neue Schule am Wassera m- selweg besucht, um im direkten Austausch mit Jugendlichen bezüglich Ihrer Fragen zum Radfahren auf dem Schulweg zu stehen. Dieser enge Kontakt soll in Zukunft weiter ausgebaut werden. Öffentlicher Nahverkehr Hinsichtlich des Ausbaus des Öffentlichen Nahverkehrs lässt sich mit dem Fahrplanwechsel 2019 eine Verbesserungen in der Peripherie Kölns festha l- ten, zu nennen sind hier beispielsweise die Bezirk Rodenkir chen, Chorweiler und Porz mit neuen Erschließungen und linienscharfer Ausweitung des Abend- und Nachtverkehrs. Bei dem Fahrplanwechsel 2020 sollen weitere Maßnahmen folgen. Darüber hinaus gibt es mittelfristig anvisierte Maßna h- men, die das gesamte Stadtgeb iet betreffen. Hierzu gehören umfangreiche Taktverdichtungen am Wochenende, die Einrichtung eines zusätzlichen On - Demand-Services und die Untersuchung zur Realisierbarkeit eines stadtwe i- ten Express-Bus-Netzes. Um Verspätungen oder Ausfälle auf den Linien s o gering wie möglich zu halten und die in den Fahrplänen ausgewiesenen Zeiten einzuhalten, ergreift die KVB eine Vielzahl von Maßnahmen. Umfangreiche Betreuung der Fahrer*innen mit Angeboten zur Soz i- alberatung, zur Gesundheitsförderung, zur Stressbewältigu ng sowie einem betrieblichen Eingliederungsmanagement nach längerer E r- krankung Ausbildungskapazität der Fahrschule wurde verdoppelt, um bis Mitte 2020 rund 200 Stadtbahnfahrer*innen auszubilden Mitarbeitende, die einen Bahnführerschein haben, aber aktuell nicht im Fahrdienst beschäftigt sind, wurde angefragt, ob sie im Bedarfsfall 6 als Fahrer/-in einspringen (etwa Außendienstmitarbeitende, Ve r- kehrsmeister oder Verwaltungsmitarbeitende). Erweiterung und Modernisierung des Fuhrparks Technische Modernisierung ( ITCS-System) zur verbesserten B e- triebssteuerung und Fahrgastinformation. Stadtplanung/ Stadtentwicklung Im Bereich der Stadtentwicklung stellt die Beachtung der Belange von J u- gendlichen einen wichtigen Faktor dar. Die Stadtstrategie „Kölner Perspekt i- ven 2030“ bildet einen Kompass für die Kölner Stadtentwicklung in den kommenden 10 Jahren. Das entwickelte Zielgerüst, setzt sich aus 5 Leitsä t- zen und 27 Zielen zusammen. Die formulierten Bedarfe und Forderungen der Jugendlichen finden sich hier in weiten Teil en wieder. Die Ergebnisse der Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030“ decken sich daher in vielen Bere i- chen mit den Ergebnissen der Jugendbefragung. Insbesondere die folgenden Leitsätze und Ziele gehen auf Themen der Jugendbefragung ein: Leitsatz 1: „Köl n sorgt für kompakte und lebenswerte Quartiere“ mit den Zi e- len 1.1 „Köln steuert seine Entwicklung aktiv im Einklang mit leistungsfähigen Mobilitätsangeboten und starken Zentren“, Ziel 1.3 „Köln sichert und entw i- ckelt seine Veedel zu Zentren des gemeinscha ftlichen Lebens“ und Ziel 1.4 „Köln sorgt für attraktive Parks, Plätze und Straßen und sichere öffentliche Räume“. Leitsatz 3: „Köln sorgt für Bildung, Chancengerechtigkeit und Teilhabe“ b e- schäftigt sich in Ziel 3.4 „Köln fördert die kinder -, jugend- und familienfreund- liche Stadt“ explizit mit den Themen „#jugendliches Engagement fördern und Freiräume bereitstellen“ sowie „# Spiel -, Bewegungs- und Aktionsangebote für Kinder und Jugendliche bedarfsgerecht ausbauen“. Und Leitsatz 4: „Köln stärkt seine Rolle als vielfältig vernetzte Metropole“ geht auf das Thema Mobilität und hier insbesondere auf das Thema Radve r- kehr in Ziel 4.2 „Köln schafft mehr Raum für Rad - und Fußverkehr“ ein. Die Stadtstrategie ist ein strategisches Fachkonzept, welches bei der Era r- beitung die Stadtgesellschaft in Form von 2 Zukunftsforen mit eingebunden hat. Ein 3. Zukunftsforum ist bereits für den 09. Mai 2020 terminiert. Die B e- teiligungsformate haben gezeigt, dass Jugendliche mit den über einen bre i- ten Emailverteiler ausgesprochenen E inladungen zu den Zukunftsforen kaum bis gar nicht erreicht wurden (obwohl die Geschäftsführung des Kölner J u- gendringes dort mit verankert ist). Dieses Manko wurde durch die Lenkung s- gruppe des Kölner Netzwerkes für Bürgerengagement, in dem auch Vertr e- tende des Kölner Jugendringes sitzen, dargestellt. Diese wird daher für das 3. Zukunftsforum noch intensiver versuchen, über geeignete Multiplikatoren Jugendliche mit einzubinden. Sicherheit Aufgrund der Äußerungen und Ansichten der Jugendlichen zum Thema S i- cherheit hat der Polizeipräsident den Vorstand des Kölner Jugendringes als Vertretung zu einem Austauschtreffen eingeladen. Aktuell läuft die Planung zur Durchführung dieses Treffens. Der Kriminalpräventive Rat wurde 2019 gegründet. Eine Befragung zum Thema Sicherheit und Kriminalprävention ist in Arbeit. Die von den Jugendlichen gewünschten Videoüberwachungen an ausg e- wählten Orten wurden in 2019 eingerichtet oder finden an vielen Orten schon statt. Hier sind vor allem die Ringe, der Dom, der Neumarkt, der B reslauer-, der Wiener- sowie der Ebertplatz zu nennen. In Kooperation mit dem Kinder - und Jugendbüro wird im Jahr 2020 eine Au s- stellung des jfc -Medienzentrums zum Thema „Angsträume“ stattfinden, mit dem Ziel, die Sichtweisen von Kölner Kindern und Jugendli chen noch stärker in den Blick zu nehmen. Sauberkeit Das Kooperative Kinder - und Jugendbüro führte 2019 unter Federführung des Kölner Jugendrings in Kooperation mit den Abfallwirtschaftsbetrieben Köln und Zero-Waste-Köln unter anderem einen Aktionstag „U mwelt & Nac h- haltigkeit“ durch. Hierzu fanden beispielsweise eine Podiumsdiskussion im Kinder und Jugendbüro, ein Abfall -Quiz und eine Müllsammel -Aktion in der Altstadt und am Rhein statt. Aufräumaktionen wie „Kölle putzmunter“, initiiert von der Stadtverwa ltung und 7 der AWB GmbH, sollen mehr Sensibilität schaffen. 2019 war ein Rekordjahr, bezogen auf die Zahl der Veranstaltungen und die Zahl der Beteiligten. Mit ihrem tendenziell durchaus stärker ausgeprägten Umweltbewusstsein sind Jugendliche hier wichtige Multiplikatoren. Angesichts der zunehmenden Gefährdung der Stadtsauberkeit durch wilde Müllablagerungen (sogenanntes Littering), wurde das Thema 2019 im Ra h- men einer aktuellen empirischen Studie der AWB GmbH näher beleuchtet und Maßnahmen für das Jahr 2020 eingeleitet wie beispielsweise eine Fla g- genaktion zur Sensibilisierung für das Thema wilder Müll, eine faktenbasierte Schockkampagne „Littering in Zahlen“, eine Vernetzungsplattform für ehre n- amtliche Müllentsorgung („Kölle Putzmunter“), zusätzliche Papier körbe und Hundekottütenspender und so weiter. Um die Stadtsauberkeit zu verbessern, wird der Fokus der Beratungsleistu n- gen der AWB GmbH zum Beispiel bei den „Grill -Scouts“ und den pädagog i- schen Beratungsangeboten in Kindergärten und Schulen sowie bei Infor mati- onsveranstaltungen stärker auf die weitreichenden Folgen der Umweltve r- schmutzung und deren Belastung für das Ökosystem ausgerichtet, welche durch achtlos weggeworfenen Müll entstehen. Angebote für Jugendliche Jugendprojekte im Jugendbüro Am 19.12.2017 beschloss der Rat den Aktionsplan „Kinderfreundliche Ko m- mune“. Der Kinderfreundliche Kommune e.V. zeichnete die Stadt hierfür mit dem Siegel der Kinderfreundlichkeit am 20.02.2018 aus. So setzte das Ki n- der- und Jugendbüro diesen Beschluss bis zu Halbzeit um, siehe auch unter Session 3580/2019 „Halbzeitbilanz Kinderfreundliche Kommune“, September 2019. Das Jugendbüro legte dabei einen ersten Schwerpunkt auf die Umsetzung konkreter Maßnahmen, die die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen und deren Interessenvertretung fördern. In zahlreichen Veranstaltungen zur Beteiligung, so wie am „Tag der Jugend im Rathaus“, wurden Kinder und Jugendliche eingeladen, ihre Meinungen und Wünsche zur Stadtgestaltung zu diskutieren und Weichen für deren U m- setzung zu stell en. Bei diesem partizipativen Ansatz müssen sich Jugendl i- che allerdings gegebenenfalls auf einen längerfristigen Umsetzungsprozess einstellen oder auch darauf, dass eine Umsetzung nicht möglich ist. Über das Format „Junge Visionen“ sollen Kinder und Jugend liche ermutigt werden, kurzfristig eigene Ideen zu entwickeln und auch selber umzusetzen. „Junge Visionen“ geht auf die Initiative des Beigeordneten, Herrn Voigtsbe r- ger zurück. Über die Ergebnisse wird zukünftig im Jugendhilfeausschuss berichtet. Stadtgespräch Jugend – Deine Stadt. Deine Themen. Auf Einladung von Oberbürgermeisterin Henriette Reker fand am 13. Februar 2020 von 18.30 bis 21 Uhr das „Stadtgespräch Jugend“ in der Piazzetta des Historischen Rathauses statt. Im Zentrum der Veranstaltung stand d ie Frage: Was bewegt Kölner Jugendl i- che? Frau Oberbürgermeisterin Reker nahm dieses besondere Stadtg e- spräch zum Anlass, sich mit Jugendlichen über deren aktuelle Erfahrungen, Ideen und Vorschläge für die Stadt Köln auszutauschen. Unter dem Motto #DeineStad tDeineThemen diskutierten rund 250 Kinder und Jugendliche mit der Oberbürgermeisterin und Vertreter*innen verschiedener Ämter der Stadt Köln, von Fachstellen und der Polizei ihre Anliegen, die tei l- weise im Vorfeld partizipativ mit Mitgliedern der Kölner Ki nder- und Jugendfo- ren, den Kölner Jugendeinrichtungen, Schülerinnen und Schülern der B e- zirksschülervertretung sowie dem kooperativen Kinder - und Jugendbüro g e- sammelt wurden. Moderiert von Ralph Caspers (WDR) und Miriam Scheuß von der Bezir k- schüler*innenvertretung Köln sprachen die Jugendlichen mit der OB im er s- ten Teil des Abends über die vorab gesammelten Schwerpunktthemen, wie die Ausstattung von Schulen und Jugendzentren, die besondere Verkehr s- problematik für Kinder und Jugendliche, die Radwegsituation, die Sicherheit im öffentlichen Raum, den Einsatz von Pferden in Karnevalszügen und die Ausweitung des Angebots an außerschulischen Gedenkstättenfahrten in 8 Zeiten zunehmender rechtsextremer Gewalttaten. Viele Jugendliche gaben positive Rückmeldungen zum Ve ranstaltungsformat. In ihren Beiträgen wurde der Wunsch nach mehr Austausch in dieser Form deutlich. Sie nutzten zahlreiche Teilnehmer*innen die Möglichkeit, am Stand des Bürgerbüros Anliegenkarten auszufüllen, die von der entsprechenden Fachverwaltung bea rbeitet werden. Auch die Gelegenheit, an den Infostä n- den des Fahrradbeauftragten, dem Kinder und Jugendbüro und der Ko - ordinierungsstelle Klimaschutz, Wünsche zu hinterlassen und ins Gespräch zu kommen, wurde rege genutzt. Insbesondere Fragen zum Klima - und Um- weltschutz, zum ÖPNV und zur Radwegsicherheit standen hier im Vorde r- grund. Jugendprojekte der Stadtbibliothek Zahlreiche neue und schon bestehende Maßnahmen und Projekte der Stad t- bibliothek zeichnen sich durch eine hohe Attraktivität für Jugendliche a us. Diese Zielgruppe ist traditionell eine der wichtigsten und wurde noch stärker in den Fokus genommen und zwar mit folgenden Angeboten: Umgestaltung Die Stadtteilbibliothek Kalk wurde nach einem neuen Konzept vol l- kommen umgestaltet und richtet ihre Ange bote besonders auf Kinder und Jugendliche aus, sowohl mit einer umfangreichen Programma r- beit als auch als Treffpunkt zum gemeinsamen Arbeiten und „Chi l- len“. Die Stadtteilbibliothek Neubrück wird nach einem ähnlichen Konzept als nächstes umgestaltet. Alle Einrichtungen werden nach und nach durch entsprechende Maßnahmen (Gruppenarbeits- und Ruhezonen, Kaffeebereich, Sofas und so weiter) zu attraktiven Aufenthaltsorten („3. Ort“) umgestaltet. Makeraktivitäten: Einrichtung von Makerspaces mit 3D -Druckern und vieles andere. Ein stark an Jugendlichen orientierter Bestandsaufbau, zum Beispiel mit einem eigenen Jugendbereich in der Belletristik (mit separater Sektion 16+) Kurse/Angebote Workshops im Makerspace, zum Beispiel Rubik’s Cube, Gitarrespi e- len mit der JelGi-Methode, Coding und 3D -Druck, außerdem Wor k- shops zum Thema Medienkompetenz Umfangreiche Angebote zur MINT -Förderung mit Bibliothek der Di n- ge, MINT-Space, Robotik, Virtual Reality und so weiter (insbesond e- re ist hier das jeweils in den Herbstferien stat tfindende MINT-Festival mit über 100 Veranstaltungen zu nennen) geeks@cologne: Eine Veranstaltungsreihe für ältere Jugendliche und junge Erwachsene zu den Themen Technologien, Wissenschaft, D i- gitales, Gaming und Webkultur Gaming-Angebote Digitale Angebote – Stadtbibliothek 24/7: hier insbesondere für J u- gendliche interessant das Schüler -Basiswissen Duden, aber auch Presserecherche, Filmstreaming, Sprachenlernen, E -Books Schülerzentrum und intensive bibliothekspädagogische Arbeit durch den Schulservice, nebe n App -gestützten Bibliotheksrallyes insb e- sondere Methodentrainings für die Facharbeitsrecherche Lernteams – hybrides Lernformat mit Online - und Präsenzteilen, zum Beispiel bisher zu Bullet Journals, Zeitmanagement, Fotografie, Kl i- mawandel Werkstatt Demokratie – neuer Schwerpunkt zum Thema Fake News und Partizipation: öffentliche Workshops und Diskussionsveransta l- tungen, Werkstattgespräche mit Journalisten, ab 2020 „Fake Hu n- ter“-Planspiel Partizipative, interkulturelle und medienpädagogische Angebote für Jugendliche Berufsorientierung 9 Schwerpunkt Berufsinformation (Studien - und Berufswahl, Bewe r- bungsratgeber und so weiter) Berufsberatungsschwerpunkt für Migrant*innen im Sprachraum ist in Vorbereitung Hilfe bei Bewerbungen (montags in der Minibib Chorweiler) Hausaufgabenhilfe durch Ehrenamtliche in einigen Stadtteilbiblioth e- ken Jugendprojekte im Jobcenter Köln Dem großen Beratungsbedarf zu den Themen Ausbildung, Studium und B e- ruf wird durch organisatorische und inhaltliche Verbesserung des Beratung s- angebotes begegnet. Durch die Einführung sogenannter Schülerteams wird der Übergang von der Schule in den Beruf noch früher und gezielter begleitet und unterstützt. Hier werden Schüler*innen der Sekundarstufe I ab 15 Jahren sowie Schüler*innen weiterführender Schul en mit dem Ziel eines allgemeinbildenden Abschlusses betreut. Über die engen Kontakte zur Berufsberatung der Agentur für Arbeit Köln können auch deren Beratungsangebote eingebunden werden. In Kooperation mit relevanten Arbeitsmarktpartnern und lokalen U nterneh- men werden Jugendliche in Veranstaltungen wie „Zukunft sichtbar machen“ über unterschiedliche Berufe informiert. Dem großen Bedürfnis nach Informationen zum Thema Recht und Verträge begegnen die Bildungs - und Maßnahmenträger bereits regelmäßig mit al- tersspezifischen Inhalten. Der Sport bietet gute Möglichkeiten, um Jugendliche jeglichen Hintergrundes zu erreichen. Im Rahmen des § 16 h Sozialgesetzbuch II (Förderung schwer zu erreichender junger Menschen) werden neue niederschwellige Angebote geschaffen, zum Beispiel in Kooperation mit dem Jugendamt. In diesem Rahmen gibt es seit 2019 entsprechende Ansätze in sozial benachteiligten Stadtteilen zum Beispiel durch Fußball - oder Boxangebote. Die Mobilität der Jugendlichen muss durch geeignete Maßnahme n weiter gefördert werden. Nur so können die jungen Menschen größere Distanzen im Stadtgebiet besser überwinden. Hieraus können sich neue Möglichkeiten der passgenauen beruflichen Eingliederung in Ausbildung, Arbeit und Schule ergeben. Der Geschäftsbereich U25 (zuständiger Geschäftsbereich für Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren) sucht immer wieder nach neuen Wegen, um die Jugendlichen bei ihrem Übergang von Schule in den Beruf zu erreichen. Die Beratung durch sogenannte „Tutorials“ (YouTube) ist in allen befragten Altersgruppen wirkungsvoll und wird auch von vielen jungen Leuten genutzt. Das Jobcenter Köln möchte dieses Medium zukünftig stärker nutzen. Jugendprojekte in der Weiterbildung Bereits im derzeitigen VHS -Programm bieten sich viele i nteressante Semin a- re für Jugendliche und junge Erwachsene, beispielsweise zu den Themen Bewerbung, Assessmentcenter, Karriere -Planung, Work -Life-Balance oder zum Umgang mit Geld und der Altersvorsorge. Die aufgerufenen Weiterbildungsbedarfe der Jugendliche n werden im Ra h- men der weiteren Programmplanung in den einzelnen Fachbereichen b e- rücksichtig werden. Dies ist beispielsweise beim „Bewerbungstraining für junge Menschen/Berufseinsteiger – mit vorgeschalteter Online -Phase“ schon geschehen. Ein zusätzlicher Fokus soll auf spaßbetontere und kostenfreie Angebote im Rahmen des Talentcampus in der Reihe „Young Active – Poli- tische Jugendbildung erleben“ oder zum Beispiel auch in altersgemischten Outdoor-Fitness und Tanzkursen gelegt werden. Sport In der Schnitt stelle der Sportentwicklungsplanung und der Jugendbefragung haben sich eine Reihe von Projekten ergeben, welche in Planung sind bezi e- 10 hungsweise schon laufen: Sportkiosk Ebertplatz Von Juli bis Ende September 2019 wurde das Pilotprojekt Sportkiosk am Ebertplatz getestet Spiel- und Sportgeräte konnten kostenlos ausgeliehen werden Ziel war die Attraktivierung und die Bereitstellung des öffentlichen Raumes, um in erster Linie Kindern und Jugendlichen Möglichkeiten für Sport und Bewegung zu bieten Eine Fortsetzung des Projektes für 2020 wird, ggfs. unter Einbindung der Vereine und/oder Initiativen aus dem Veedel, angestrebt Unter dem Motto „Kölle aktiv“ laufen seit Januar 2019 diverse Projekte Kölle aktiv am Sundaach: in jeweils drei Sporthallen rechts - und linksrheinisch werden in den Wintermonaten sonntagnachmittags Bewegungsangebote für Kinder und Senioren angeboten Kölle aktiv – Sport im Park: Von Mitte Juli bis Mitte August 2019 gab es von montags bis freitags täglich in der Zeit von 17 -20 Uhr Spor t- kurse (Volleyball, Pilates, Rückenfit, High Intense Intervall Training, Zumba und so weiter) im Grüngürtel sowie am Rheinboulevard Mü l- heim, dieses Projekt soll in 2020 weiter ausgebaut und über einen längeren Zeitraum laufen Kölle aktiv – Out of the Box: von Anfan g September bis Mitte Oktober wurde an den Jahnwiesen in Junkersdorf ein Fitnesscontainer täglich geöffnet, an dem entweder frei oder unter Anleitung eines Trainers trainiert werden konnte. Dieses Projekt soll um weitere drei Fitnes s- container ausgebaut wer den Ab diesem Frühjahr soll auf freizugänglichen Flächen im Sportpark Müngersdorf eine Outdoorfitnessanlage errichtet werden, sowie ein mobiler Pumptrack, welcher mit Laufrädern, Scootern, Skateboards, Fahrrad/BMX befahren werden kann Rendsburger Platz Durchführung einer Öffentlichkeitsbeteiligung mit Kindern und J u- gendlichen am 04. Februar 2020 Ziel: Attraktivierung der vorhandenen Spiel - und Bolzflächen und E r- schließung von neuen Nutzungsmöglichkeiten gemäß der Vorste l- lungen der Kinder und Jugendlichen „Crowdfunding“ Erschließung einer neuen Fördermöglichkeit Insbesondere die Bewegungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum sollen damit aufgewertet werden Bürgerinnen und Bürger entscheiden selbst, mittels Abstimmung, welche Projekte gefördert werden sollen Räumliche Verortung im Stadtgebiet unter Einbezug der formulierten Bedarfe aus der Jugendbefragung Politik Bezüglich der Bereiche „Schule, Politik und Engagement“ kann festgehalten werden, dass die Bezirksschülerinnen - und Bezirksschülervertretung als Int e- ressenvertretung der Kölner Schülerinnen und Schüler sich durch die Nähe zum Rathaus durch die Politik stärker wahrgenommen fühlt. Durch die zen t- rale Anbindung an das Kinder - und Jugendbüro fällt es leichter, Themen der Kölner Schülerschaft in Politik und Verwaltung zu transportieren. Darüber hinaus wurde die Jugendbefragung auf dem ersten „Child -Friendly- Cities-Summit“ präsentiert. Die Befragung stieß international als auch nati o- nal auf großes Interesse. Eine englischsprachige Ausgabe der Broschüre zur Jugendbefragung wurde von etlichen internationalen Besuchern angeregt. Ehrenamt Die Ergebnisse der Jugendbefragung wurden im Kölner Netzwerk Bürgere n- gagement mit dem Fokus auf das Ehrenamt vorgestellt. Hieraus resultierte ein kontroverser Diskurs, wie Jugen dlichen der Zugang zum Ehrenamt e r- leichtert werden soll. Ein erstes Ergebnis dieser Erörterung lautet, den Au s- 11 tausch mit dem Kooperativen Jugendbüro zu suchen, um Jugendliche stärker einzubinden und zu informieren. Schule/ Beteiligung Im Rahmen des Förd erprogramms „Gute Schule 2020“ werden neben zah l- reichen „Digitalisierungsmaßnahmen“ auch Maßnahmen zur Verbesserung, Aufwertung und Verschönerung von Schulhöfen ermöglicht. Neben dem Le h- rerkollegium werden häufig auch Schüler*innen an der Planung beteiligt . So konnten verschiedene Schulhöfe und Spielflächen im Sinne der und in K o- operation mit Schüler*innen umgestaltet werden. Darüber hinaus werden in circa 80 Kölner Schulen „Digitale Schwarze Bretter“ montiert sowie die „KIKS App“ zur Verfügung gestellt, wo rüber die Schüler*innen Informationen zu Unterrichtausfällen, Vertretungsplänen und so weiter erhalten und Informat i- onen untereinander und mit einer angebundenen Lehrkraft sicher austa u- schen können. Zu dem Programm gehört auch der stetige Ausbau des WLAN an den Schulen. WLAN 2019 wurde der Ausbau des freien WLAN vorangetrieben. 140 neue Ante n- nen von hotspot.koeln, dem kostenfrei nutzbaren, öffentlichen WLAN -Netz der Stadt, wurden aufgestellt. Insgesamt stehen den Bürger*innen nun 1.015 Hotspots zur Verfügung. Die Antennen verteilen sich über die verschiedenen Stadtgebiete. Betrachtet man die vorliegenden Reaktionen, wird deutlich, dass in Hinblick auf die in der Jugendbe- fragung geäußerten Wünsche und Bedarfe von Jugendlichen bereits eine Fülle an zielgruppen- und bedarfsgerechten Angeboten innerhalb des Stadtgebietes vorgehalten wird. An vielen Stellen muss wohl weniger über zusätzliche, als vielmehr über eine passgenauere Kommunikation oder Bewer- bung der bereits vorhandenen Angebote nachgedacht werden. Dies wiederum würde auch mit dem in der Jugendbefragung geäußerten Wunsch der Jugendlichen nach einer transparenteren Darstel- lung und Veröffentlichung von Freizeit- oder auch Partizipationsangeboten im Stadtgebiet korres- pondieren. Des Weiteren ist die vorhergehende Darstellung sicher nicht als erschöpfend anzusehen, da noch weitere Gespräche laufen beziehungsweise weitere Rückläufe aus Anfragen auf Grundlage der Ju- gendbefragung erwartet werden. Mit dieser Mitteilung sollte vielmehr der aktuelle Sachstand der Rezeption der Jugendbefragungsergebnisse dargestellt werden. Nach Einschätzung der Verwaltung wird dabei deutlich, dass die Stimmen der Jugendlichen etwas bewegt haben. Sie sind wahrge- nommen worden. Sie werden auf schon bestehende Aktivitäten bezogen. Sie werden zum Anlass genommen, weitere bedarfsgerechte Aktivitäten auf den Weg zu bringen. Die Verwaltung sieht vor, die Ergebnisse der Jugendbefragung und ihre Wirkungen im kommenden Kinder- und Jugendförderplan erneut aufzugreifen. gez. Voigtsberger
Beratungsverlauf (21)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zurückgestellt
Zur SitzungBeschluss: zurückgestellt
Zur SitzungBeschluss: zurückgestellt
Zur SitzungBeschluss: zurückgestellt
Zur SitzungBeschluss: zurückgestellt
Zur SitzungBeschluss: zurückgestellt
Zur SitzungBeschluss: zurückgestellt
Zur SitzungBeschluss: zurückgestellt
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zurückgestellt
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0178/2020
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 02.03.2020
- Erstellt
- 17.01.2020 17:48