Mandari Insight

V/1043/2020

Trägervergabe für die Kindertageseinrichtung am Sonja-Kutner-Weg (Oxford-Quartier) im Stadtteil Gievenbeck, Bezirk West

Vorlagen 16.12.2020

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Anlage_4.3_Fröbel_Rahmenkonzept_Sonja Kutner Weg

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Ansehen

Anlage_8.2_Villa Luna_Konzept_Sonja Kutner Weg

· application/pdf

Ansehen

Anlage_7.2_StepKids_Konzept_Sonja Kutner Weg

· application/pdf

Ansehen

Anlage_6.2_Kleine Riesen_Konzept_Sonja-Kuttner-Weg

· application/pdf

Ansehen

Anlage_4.1_Fröbel_Bewerbung_Sonja Kutner Weg

· application/pdf

Ansehen

Anlage A

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Ansehen

Anlage_3.2_educcare_Konzept_Sonja Kutner Weg

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Ansehen

Anlage_6.1_Kleine Riesen_Bewerbung_Sonja Kutner Weg

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Anlage_5.1_KinderHut_Bewerbung_Sonja Kutner Weg

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Anlage_5.2_KinderHut_Konzept_Sonja-Kutner-Weg

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Anlage_7.1_StepKids_Bewerbung_Sonja Kutner Weg

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Ansehen

Anlage_8.1_Villa Luna_Bewerbung_Sonja Kutner Weg

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Ansehen

Anlage 2 Auswertungsformulare

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage_4.2_Fröbel_Konzept_Sonja Kutner Weg

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Ansehen

Anlage_3.1_educcare_Bewerbung_Sonja Kutner Weg

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Ansehen

Anlage_8.4_Villa Luna_Ernährungskonzept_Sonja Kutner Weg

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Anlage_8.3_Villa Luna_Kinderschutzkonzept_Sonja Kutner Weg

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Anlage_4.3_Fröbel_Rahmenkonzept_Sonja Kutner Weg

71261 Zeichen

FRÖBEL-Rahmenkonzeption
2., überarbeitete Auflage

Impressum
Herausgeber: FRÖBEL e.V., Stefan Spieker (Vorstandsvorsitzender),  
Alexanderstraße 9, 10178 Berlin 
Redaktion: Jule Marx, Elisa Steinfeldt 
Autorinnen: Annegret Kieschnick, Jule Marx, Elisa Steinfeldt
Beteiligte: Henrike Früchtenicht, Dr. Gudrun Rannacher, Pia Schnadt, Christine Ulbrich
Satz und Grafik: loveto GmbH, www.loveto.de
Druck: Buch- und Offsetdruckerei H. Heenemann GmbH & Co. KG 
Alle verwendeten Fotos sind in FRÖBEL-Krippen, -Kindergärten und -Horten entstanden.
Copyright FRÖBEL e. V. August 2018, 2., überarbeitete Auflage
Keine unerlaubte Vervielfältigung oder Verbreitung.
Wir wünschen  …
… allen Kolleginnen und Kollegen viel Freude beim Lesen der zweiten Auflage der FRÖBEL- 
Rahmenkonzeption und Impulse, die die pädagogische Arbeit in den Kindertagesein -
richtungen bei FRÖBEL bereichern.

www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand August 2018
Seite 3
Inhalt
FRÖBEL  ...................................................................................................................................................................................................................  05
 Kompetenz für Kinder  ........................................................................................................................................................................ 05
 Wie wir organisiert sind  ...................................................................................................................................................................... 05
 Unser Namensgeber: Friedrich Fröbel  .................................................................................................................................. 07
Gemeinsame Orientierung und Vielfalt  ..................................................................................................................................... 08
 Leitbild und Werte  ................................................................................................................................................................................. 09
 Die Beteiligten: Kinder, Familien und pädagogische Fachkräfte  .................................................................. 09
 Was Bildung für uns ist  ........................................................................................................................................................................ 11
  Beziehung als Prinzip  ....................................................................................................................................................................  12
  Individualisierung als Prinzip  ...................................................................................................................................................  13
  Partizipation als Prinzip  ...............................................................................................................................................................  13
 Inklusion – Individualität, Vielfalt und Gemeinsamkeit  ............................................................................................ 14
Das pädagogische Profil von FRÖBEL  ..........................................................................................................................................  16
 Fachlicher Orientierungsrahmen  ..............................................................................................................................................  16
 FRÖBEL-Standards  ................................................................................................................................................................................. 17
 FRÖBEL-Schwerpunkt Bilinguale Erziehung  ....................................................................................................................... 17
 Einrichtungsschwerpunkte  .............................................................................................................................................................  18
 Umsetzung des pädagogischen Profils  ............................................................................................................................... 19
Gestaltung des pädagogischen Alltags  .................................................................................................................................... 20
 Übergänge  ................................................................................................................................................................................................. 21
 Beobachtung und Dokumentation im Dialog  ............................................................................................................... 23
 Alltagsintegrierte Sprachförderung  ........................................................................................................................................  24
 Zusammenarbeit mit der Grundschule  ................................................................................................................................ 24
 Zusammenarbeit mit Familien  .....................................................................................................................................................  25
 Leitung und Team  ................................................................................................................................................................................. 26
 Kinderschutz  ............................................................................................................................................................................................... 27
 Ehrenamtliche im Alltag ...................................................................................................................................................................  29
 Vereinbarkeit von Familie und Beruf  ......................................................................................................................................  30
Qualität und Qualitätsentwicklung  ................................................................................................................................................  31
Fortbildung und Wissenstransfer  .......................................................................................................................................................  33
Unterstützung vor Ort: FRÖBEL-Fachberatung  ........................................................................................................................ 34

Seite 5
Notizen
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FRÖBEL
Kompetenz für Kinder
„Kompetenz für Kinder“ bedeutet zum einen, Kindern kompetente Er -
wachsene als Bildungsbegleiterinnen und Bildungsbegleiter zur Seite 
zu stellen. Des Weiteren wird das Ziel von FRÖBEL deutlich, Kindern zu 
ermöglichen, sich in einem offenen Miteinander zu selbständigen, selbst-
bewussten, vorurteilsbewussten und verantwortungsvollen Mitgliedern 
einer demokratischen Gesellschaft zu entwickeln. Wir nehmen damit den 
Auftrag wahr, Orte für Kinder und ihre Familien zu gestalten, in denen sie 
willkommen sind und im Mittelpunkt stehen.
Chancengleichheit
Gelebte Chancengleichheit heißt für uns, dass jedes Kind die Möglich -
keiten erhält, die eigenen Kompetenzen zu entdecken und zu stärken 
und dadurch individuelle Potenziale ausbauen kann. Wir sind davon 
überzeugt, dass es der richtige Weg ist, hohe Qualität in der frühpä-  
dagogischen Bildung, Erziehung und Betreuung allen Kindern und ihren 
Familien zu ermöglichen.
Wir leben ein inklusives Verständnis von Pädagogik, das auf einer Kultur 
des wertschätzenden, gleichberechtigten Miteinanders und der Teil-  
habe aller Kinder und Familien in der Einrichtung basiert und von Teams 
und Fachkräften im täglichen Handeln umgesetzt und weiterent-  
wickelt wird. Dazu gehört es, Gemeinsamkeiten ebenso wie Unter-  
schiede zu erkennen und individuelle Voraussetzungen wahrzunehmen, 
um das pädagogische Handeln vorurteilsbewusst daran auszurichten.  
à mehr unter „Inklusion – Individualität, Vielfalt und Gemeinsamkeit“ S. 14
 
Wie wir organisiert sind
Die FRÖBEL Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbH mit Sitz in Berlin 
ist eine Tochtergesellschaft des FRÖBEL e. V., anerkannter freier Träger der 
Jugendhilfe und Mitglied im PARITÄTISCHEN Gesamtverband. FRÖBEL 
betreibt Krippen, Kindergärten, Horte und weitere Einrichtungen aus 
dem Bereich Hilfen zur Erziehung in mehreren Bundesländern Deutsch -
lands sowie in Australien und in Polen. Gegenwärtig werden circa 15.600 
Kinder von mehr als 3.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in über  
170 Einrichtungen betreut.
Alle FRÖBEL-Krippen, -Kindergärten und -Horte sind regionalen Ge -
schäftsstellen zugeordnet, die von regionalen Geschäftsleitungen

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Notizen
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geführt werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden dort direkte An -
sprechpartnerinnen und Ansprechpartner in fachlichen und organisatori-
schen Fragen der Region. Die fachliche Begleitung der Einrichtung findet 
durch eine regionale Fachberatung statt. Regionalübergreifende Themen 
werden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Hauptgeschäftsstelle 
in Berlin bearbeitet. Hierzu gehören neben den Verwaltungs- und Organi-
sationsbereichen wie Personal, Controlling und Elternbeitragsverwaltung 
sowie Bau, Softwareentwicklung/IT und Unternehmenskommunikation/
Marketing auch die Fachabteilungen für Pädagogik und Qualitätsent -
wicklung, Personalentwicklung und Fortbildung sowie Qualitätssicherung, 
Ehrenamt und Beschwerdemanagement. 
In regelmäßig stattfindenden Geschäftsleitungs- sowie Fachberatungs -
konferenzen werden aktuelle Themen und Entwicklungen diskutiert und 
Entscheidungen für FRÖBEL getroffen. Die regionale Information und 
Bearbeitung von Themen erfolgt in monatlichen Leitungskonferenzen 
zwischen regionaler Geschäftsleitung, Fachberatung und Einrichtungs -
leitung.
Weitere Informationen zu FRÖBEL, Ansprechpartnerinnen und Ansprech-
partnern sowie die einzelnen Standorte finden Sie unter: 
www.froebel-gruppe.de

Seite 7
Notizen
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Unser Namensgeber: Friedrich Fröbel
Friedrich Wilhelm August Fröbel (1782–1852) gilt als Vater des Kinder-  
gartens und Pionier der Reformpädagogik. Als internationaler Ideen -
geber war er Verfechter einer kindgerechten Bildung und Entwicklung.
Sein Erziehungsziel war der „freie, denkende, selbsttätige Mensch“.  
Er forderte daher für Kinder eine Umgebung, die ihnen Handlungs-, Ge -
staltungs- und Entscheidungsspielraum lässt. In dieser Umgebung hielt 
Friedrich Fröbel eine Erziehung von Körper, Geist und Seele, die alle Stärken 
des Menschen anregt, weckt und fördert, für das Beste.
Friedrich Fröbel gründete Kindergärten, in denen seine Ideen von Erzie -
hung umgesetzt wurden. Im Unterschied zu dem Personal der damals 
bestehenden Bewahranstalten für Kinder beschäftigte Friedrich Fröbel 
Kindergärtnerinnen, die er nach seinen pädagogischen Vorstellungen 
ausbildete. Hiermit legte er einen wichtigen Grundstein für die Qualifikati-
on pädagogischer Fachkräfte. Das ausgebildete Personal war bereits zu 
dieser Zeit nicht allein für die Bildung und Erziehung der Kinder verantwort-
lich. Vielmehr ging Friedrich Fröbel davon aus, dass die Kindererziehung 
von Familien und Bildungsinstitutionen gemeinsam gestaltet wird.
Die pädagogischen Fachkräfte von FRÖBEL schaffen täglich eine an -
regende Umgebung für die Kinder, um den pädagogischen Grundge -
danken von Friedrich Fröbel, „freie, denkende, selbsttätige Menschen“ 
zu erziehen, umzusetzen und eine lebensweltorientierte Arbeit im Bereich 
der Kinder- und Jugendhilfe wirksam zu unterstützen. Familien werden 
aktiv in diese Ausgestaltung eingebunden und haben die Gelegenheit, 
diese pädagogische Grundorientierung kennenzulernen. So können 
Familie und Kindertageseinrichtung als zentrale Lebensmittelpunkte von 
Kindern eine gemeinsame Werteorientierung ausbilden.

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Notizen
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Gemeinsame Orientierung und Vielfalt
Unsere Krippen, Kindergärten und Horte erstrecken sich über weite Teile 
der Bundesrepublik, nach Australien, Polen und in die Türkei. Den Rah -
men bildet unsere gemeinsame pädagogische Orientierung, die alle 
Einrichtungen miteinander verbindet und zusammenhält.
Diese Gemeinsamkeit ist im FRÖBEL-Leitbild beschrieben und wird in dieser 
FRÖBEL-Rahmenkonzeption konkretisiert. Hier sind neben Prinzipien des 
Umgangs und der pädagogischen Arbeit mit Kindern und deren Familien 
gemeinsame fachliche Themen beschrieben, die für alle FRÖBEL-Einrich -
tungen eine hohe Verbindlichkeit besitzen und dabei unterstützen, den 
pädagogischen Alltag mit dem Anspruch bester Fachpraxis zu gestalten. 
Alle FRÖBEL-Einrichtungen sind individuell: schon allein deswegen, weil 
sie in jeweils unterschiedlich geprägten Umgebungen liegen und weil die 
Menschen, die sich in den Häusern aufhalten und miteinander agieren, 
verschieden sind. Jede Krippe, jeder Kindergarten und jeder Hort ver -
fügt über eine eigene Einrichtungskonzeption. Die dort beschriebenen 
Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit werden von den pädagogi -
schen Fachkräften zusammen mit der Leitung entwickelt. Dabei finden 
die Bedürfnisse aller Kinder und ihrer Familien Berücksichtigung. Die 
Einrichtungskonzeptionen sind darüber hinaus konkret an standortge -
bundenen Voraussetzungen und Bedingungen ausgerichtet und werden 
kontinuierlich geprüft und entsprechend weiterentwickelt.
LEITBILD
EINRICHTUNGS-
KONZEPTION
RAHMEN-
KONZEPTION

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Notizen
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Leitbild und Werte
Das Leitbild von FRÖBEL setzt sich aus drei Elementen zusammen: dem 
Unternehmensleitbild, dem Führungsleitbild und dem pädagogischen 
Leitbild. Das pädagogische Leitbild ist das Herzstück der Pädagogik. Es 
betont die Rechte von Kindern im pädagogischen Alltag in allen FRÖ -
BEL-Krippen, -Kindergärten und -Horten. So unterstützen wir Kinder darin, 
sich zu Menschen zu entwickeln, die in gemeinsamen Aushandlungspro -
zessen ihren Alltag und ihre Umgebung mitgestalten. 
 
Die Beteiligten: Kinder, Familien und pädagogische Fachkräfte
In FRÖBEL-Einrichtungen ist immer viel los, denn bei uns gestalten alle 
Akteurinnen und Akteure das Leben in Krippe, Kindergarten und Hort 
gemeinsam. 
Kinder
Kinder sind die Hauptpersonen in unseren Krippen, Kindergärten und Hor-
ten. Sie sind von Natur aus neugierig und haben Lust, sich ihre Umwelt mit 
all ihren Facetten selbst anzueignen und diese zu gestalten. Sie wollen aktiv 
sein und sich bewegen und erobern sich Stück für Stück mit allen Sinnen 
die Welt. Kinder lernen durch eigenes Tätigsein, insbesondere auch im 
Spiel, indem sie ausprobieren, Erfahrungen sammeln und sich als soziale 
Wesen im Kontakt mit anderen Kindern und Erwachsenen erleben. Kinder 
wollen Spaß haben, Freunde finden, spielen und so ihre Bildungsprozesse 
selbst gestalten. 
Kinder bringen viele Fähigkeiten mit, brauchen aber andere Kinder und 
kompetente Erwachsene, die ihnen Anreize bieten, sie bei ihren Entde -
ckungen ernst nehmen und ihre Entwicklung begleiten. 
FRÖBEL-Einrichtungen werden von Kindern unterschiedlichen Alters be -
sucht. Die Spannbreite ist dabei sehr groß und kann von acht Wochen bis 
zu zwölf Jahren reichen. Der individuelle Entwicklungsstand eines jeden 
Kindes ist handlungsleitend für die pädagogischen Fachkräfte in unseren 
Einrichtungen. So wird jedes Kind in seinem persönlichen Bildungsprozess 
angeregt und in seiner Entwicklung dort abgeholt, wo es gerade steht.
LEITBILD DER FRÖBEL-GRUPPE
Unternehmensleitbild Pädagogisches Leitbild Führungsleitbild

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Notizen
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Eltern und Familien 
Zuhause sind es in der Regel die Eltern und Familien der Kinder, die den 
Kindern Orientierung in ihrer Entwicklung bieten, ihnen Schutz und Ge -
borgenheit geben und Bildungssituationen für sie schaffen. Zu ihnen wird 
das Kind immer eine besondere Beziehung haben. Aufgabe der päda -
gogischen Fachkräfte ist es, diese Beziehung zu stützen und Eltern und 
Familien an der institutionellen Bildung, Erziehung und Betreuung ihrer 
Kinder zu beteiligen. à mehr unter „Zusammenarbeit mit Familien“,  S. 25
Pädagogische Fachkräfte
Bei der Teamzusammensetzung achten wir darauf, dass Menschen ver -
schiedener Generationen, Kulturen und Ausbildungen sowie unterschied-
lichen Geschlechts zusammenarbeiten. Eine respektvolle, empathische 
und ressourcenorientierte Grundhaltung unserer pädagogischen Fach -
kräfte ist selbstverständlicher Bestandteil ihres professionellen Habitus. 
Das Handeln unserer pädagogischen Fachkräfte orientiert sich dabei 
an den Bedürfnissen der Kinder und deren Familien. Wo die Rechte von 
Kindern im Vordergrund stehen, fängt die Verantwortung und Herausfor-
derung für die pädagogischen Fachkräfte an. In ihrem pädagogischen 
Selbstverständnis verstehen sie sich als Begleiterinnen, Gesprächspartner, 
Beobachterinnen, Lernende, Sicherheitsgeberinnen, Fragensteller und 
Unterstützerinnen. In unseren Krippen, Kindergärten und Horten arbeiten 
liebevolle und zugewandte Erwachsene, die sich ideenreich und fach -
kompetent mit Kindern beschäftigen. Sie sind mit aktuellen Bildungs-, 
Erziehungs- und Betreuungsthemen vertraut, bilden sich stetig fort und 
suchen den Erfahrungsaustausch mit ihren Kolleginnen und Kollegen. 
à mehr unter „Fortbildung und Wissenstransfer“, S. 33

Seite 11
Notizen
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Was Bildung für uns ist
Kinder haben ein natürliches Bedürfnis nach Bildung und Entwicklung 
und ein Recht darauf, dass sie auf diesem Weg begleitet und unterstützt 
werden. Sie gestalten ihre Bildungsprozesse aktiv, indem sie mit ihrer Um-
gebung und den Menschen um sich herum in Kontakt treten und die Welt 
mit allen Sinnen entdecken und erforschen. Auf diesem Weg eignen sie 
sich die Welt selbsttätig an und entwickeln so ihre eigene Persönlichkeit. 
Wir verstehen kindliche Bildung als einen Prozess, der sowohl das Entwi -
ckeln sozialer und emotionaler Kompetenzen als auch das Ausbilden 
motorischer, sprachlicher und kognitiver Fähigkeiten umfasst. Bildungs -
prozesse von Kindern sind komplexe und ganzheitliche Prozesse, an de -
nen Sinnesorgane, Körper, Sprache, Gefühle, Denken und Erinnerung 
beteiligt sind.
Diese Bildungsprozesse vollziehen sich bei Kindern vor allem im Spiel. 
Wenn Kinder spielen, dann ist das nicht nur Spielerei, sondern vielmehr 
die Gelegenheit, sich auszuprobieren, eigene Grenzen zu erfahren, mit 
anderen – Kindern und Erwachsenen – in Kontakt zu treten.
Die Verantwortung der pädagogischen Fachkräfte liegt darin, die räum-
liche Umgebung und vor allem die Interaktionen so zu gestalten, dass 
die Kinder vielfältige Erfahrungen machen können. 
Das Selbst- und Weltverständnis von Kindern entwickelt sich immer auch 
in einem sozialen Kontext. Indem Kinder ihre Handlungen auf andere 
Menschen beziehen und ihre eigenen Handlungen bei anderen Reso -
nanzen erzeugen, entdecken Kinder Selbstwirksamkeit.
Wenn Kinder das Gefühl haben, dass ihnen vertraut und ihnen etwas 
zugetraut wird, dann gewinnen sie Sicherheit, sich Unbekanntem zuzu -
wenden und sich in neuen Situationen und immer wieder anderen Kons-
tellationen zurechtzufinden. Sie erleben so ihre Stärken und Möglichkeiten 
und gestalten mithilfe anderer Kinder und erwachsener Bezugspersonen 
ihre eigenen Bildungsprozesse.
Aus diesem Grund sehen unsere pädagogischen Fachkräfte ihre Aufgabe 
darin, auf die Kinder abgestimmte Bildungsanlässe und Lernsituationen 
zu schaffen und so jedes Kind in seiner individuellen Entwicklung zu unter- 
stützen.

Seite 12
Notizen
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In unseren Krippen, Kindergärten und Horten schaffen wir auf der Basis 
von drei Prinzipien die notwendigen Voraussetzungen, damit diese kom-
plexen Bildungsprozesse angeregt und begleitet werden. 
 ▲ Beziehung als Prinzip
 ▲ Individualisierung als Prinzip
 ▲ Partizipation als Prinzip
Die Art und Weise, wie mit Kindern umgegangen wird, wie sie entspre -
chend ihrer individuellen Persönlichkeit ihre Erfahrungen mitgestalten 
können, wie ernst sie genommen werden und mitbestimmen können, 
das alles sind dabei bedeutsame Faktoren.
 ▲ Beziehung als Prinzip
Stabile emotionale und soziale Beziehungen geben dem Kind Sicherheit. 
Von dieser sicheren Basis aus können Kinder aktiv mit ihrer Umwelt in Kon-
takt treten und diese mit all ihren Sinnen erforschen und auch verändern. 
Deswegen haben Kinder ein Recht auf verlässliche Beziehungen, denn 
diese bilden die Voraussetzung für gelingende Bildungs- und Entwick -
lungsprozesse. Durch die Feinfühligkeit und emotionale Verfügbarkeit 
unserer pädagogischen Fachkräfte unterstützen wir diesen so bedeu -
tenden Beziehungsaufbau. 
In den ersten Lebensjahren baut das Kind zunächst primäre Bindungen 
zu den Personen auf, die auf seine körperlichen und psychischen Be -
dürfnisse regelmäßig eingehen. Es handelt sich dabei zumeist um die 
Eltern-Kind-Bindung. Zugleich entwickelt das Kind individuelle Beziehun -
gen zu anderen Erwachsenen, die sich in ihrer Intensität von der Bindung 
zu seinen Hauptbezugspersonen unterscheiden, aber nicht weniger 
wichtig sind. 
Der Besuch einer Kindertageseinrichtung ermöglicht es einem Kind, sich 
in einer sozialen Gemeinschaft zu erleben, die sich vom Zusammenleben 
in der Familie unterscheidet. Es trifft dort auf Kinder verschiedenen Alters 
und verschiedener Kulturen und Herkunftsfamilien, die zum Teil gleiche, 
aber auch teils andere Vorstellungen und Interessen haben. Gemein -
sam mit ihnen Spielideen zu besprechen, Freundschaften zu knüpfen, 
über die Welt zu philosophieren, aber auch Konflikte zu lösen, fördert 
die Persönlichkeit eines Kindes und die Entwicklung sozial-emotionaler 
Kompetenzen. 
Unsere pädagogische Aufgabe besteht darin, Kindern das Erleben trag -
fähiger Beziehungen zu ermöglichen. Wir gestalten den Alltag in unseren 
Krippen, Kindergärten und Horten so, dass Kinder vielfältige Erfahrungen

Seite 13
Notizen
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machen und sich in unterschiedlichen Beziehungen, Rollen und Formen 
des sozialen Miteinanders erleben können. 
 ▲ Individualisierung als Prinzip
Kinder haben ein Recht darauf, dass ihre Persönlichkeit und ihre Bildungs- 
und Lernprozesse berücksichtigt werden. Die pädagogische Arbeit orien-
tiert sich deshalb an den Themen und Interessen der Kinder. Jedes Kind ist 
in der Krippe, dem Kindergarten und dem Hort Teil einer Gemeinschaft. 
Daraus ergeben sich Möglichkeiten, aber auch Grenzen im Hinblick auf 
individuelle Vorlieben und Interessen. Nicht immer können die pädagogi-
schen Fachkräfte alle Bedürfnisse jedes Kindes erfüllen – entscheidend ist, 
dass die pädagogischen Fachkräfte diese wahrnehmen und den Kindern 
signalisieren, dass sie diese grundsätzlich anerkennen. Wenn sie auf die 
Bedürfnisse zu diesem Zeitpunkt nicht eingehen können, erklären sie die 
Gründe dafür. 
Im Sinne einer Individualisierung der pädagogischen Arbeit haben Kinder 
die Gelegenheit, Angebote wahrzunehmen, Materialien selbständig zu 
nutzen und sich für oder gegen eine Gruppenaktivität im Tagesverlauf zu 
entscheiden. Indem alle pädagogischen Fachkräfte die spezifischen Be-
dürfnisse sowie Bildungs- und Entwicklungsthemen der Kinder erkennen, 
gestalten sie eine Umgebung, die die Individualität und die Bildungspro -
zesse eines jeden Kindes in den Mittelpunkt stellt.
 ▲ Partizipation als Prinzip
Kinder haben ein Recht auf Selbstbestimmung und Mitbestimmung. Sie 
sind zu Entscheidungen und Urteilen fähig und werden bei uns ermutigt, 
dies in die Gemeinschaft einzubringen und gemeinsam Lösungen für 
Probleme zu finden. So entwickeln sie Vertrauen in ihre eigenen Kräfte 
und lernen sich selbst, aber auch das Wohl und die Wünsche anderer zu 
achten. Demokratie wird so schon früh erlebbar, indem Kinder die Gele-
genheit haben, sich in einer von demokratischen Strukturen geprägten 
Umwelt auszuprobieren und diese mitzugestalten. 
Jedes Kind soll die Chance haben, seine Bereitschaft, seine Fähigkeiten 
und seine Möglichkeiten in die Entwicklung der Gemeinschaft einzubrin -
gen. Dies setzt eine partizipative Grundhaltung voraus. In unseren Kinder-
tageseinrichtungen schaffen wir deshalb verschiedene Situationen der 
Teilhabe von Kindern. Kinder werden so als Expertinnen und Experten ihrer 
eigenen Lebenswelt ernst genommen. Hierbei ist es wichtig, Kinder nicht 
einfach sich selbst zu überlassen, sondern sie entwicklungsangemessen 
in ihren Entscheidungsprozessen zu begleiten.

Seite 14
Notizen
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Durch Öffnungsprozesse in unseren Krippen, Kindergärten und Horten er-
weitern wir die Erfahrungs- und Entscheidungsmöglichkeiten von Kindern, 
in denen sie sich erproben und zunehmend ihre Handlungsspielräume 
erweitern können. So unterstützen wir ihr Streben nach Unabhängigkeit 
und Eigenverantwortung und schaffen einen Erfahrungsraum, in dem 
ein selbstbestimmtes Leben innerhalb einer Gemeinschaft möglich ist.
 
Inklusion – Individualität, Vielfalt und Gemeinsamkeit
Die Heterogenität von Menschen – Kindern und Erwachsenen – ist unsere 
Normalität und Fundgrube für das Gestalten einer inklusiven Pädago -
gik. Dort, wo Menschen zusammenkommen, treffen immer Personen 
unterschiedlicher Kulturen, Sprachen, Nationalitäten, Temperamenten, 
sozioökonomischen Hintergründen und Lebenswelten, Fähigkeiten und 
(biologischen und sozialen) Geschlechtern aufeinander. Wir sehen diese 
Heterogenität als Chance, die vielfältige Lernerfahrungen ermöglicht 
und neue Horizonte eröffnet. In einem offenen, wertschätzenden und 
gleichberechtigten Miteinander wirken wir so Benachteiligung und Dis -
kriminierung aufgrund von Verschiedenheit aktiv entgegen. Wir sehen 
es als unseren Auftrag, die gleichberechtigte Teilhabe und ganzheitliche 
Förderung aller Kinder in unseren Einrichtungen zu sichern. 
Im pädagogischen Alltag wird die Vielfalt von Menschen in Gesprächen, 
Projekten, der Raum- und Materialgestaltung sowie im Spiel aufgegriffen. 
Mit Neugierde, Anerkennung und Wertschätzung wird Gemeinsamkeiten 
und Unterschieden begegnet. Kinder und ihre Familien sowie die päd -
agogischen Fachkräfte sind mit ihren unterschiedlichen Kompetenzen, 
Stärken, Interessen und Sichtweisen in unseren Einrichtungen willkommen. 
Haben Kinder einen besonderen Förderbedarf, ermöglichen wir bei ent -
sprechend vorhandenen Rahmenbedingungen eine bedürfnisgerechte 
Betreuung.
Sozioökonomische Vielfalt
Kinder wachsen in Familien mit vielfältigen bildungs- und sozioökono -
mischen Hintergründen und Lebensformen auf. Dies bedeutet, dass die 
Lebenslagen der Kinder von unterschiedlichen finanziellen Ressourcen, 
Wohn- und Lebensumständen und Alltagserfahrungen geprägt sind. 
Mögliche sozioökonomische Risikolagen von Kindern und ihren Familien 
werden von unseren pädagogischen Fachkräften berücksichtigt, indem 
der pädagogische Alltag entsprechend gestaltet wird. So können pä -
dagogische Angebote von allen Kindern wahrgenommen werden. Es 
gibt keine zusätzlichen kostenpflichtigen Angebote Dritter, es sei denn, 
die Teilhabe aller Kinder ist z. B. durch Spenden/Fördermitgliedschafts -
beiträge oder Bildungs- und Teilhabepakete gesichert.

Seite 15
Notizen
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Kulturelle und religiöse Vielfalt
FRÖBEL ist ein weltoffener Träger. In unseren Kindertageseinrichtungen 
kommen Kinder und Erwachsene unterschiedlicher Nationalitäten, Kul -
turen, Ethnien und Religionen zusammen. Für uns ist es selbstverständlich, 
dass wir mit den Kindern über verschiedene Kulturen und Religionen 
sprechen, sodass sie diese kennenlernen können.
Wir möchten für verschiedene Weltanschauungen sensibilisieren und in -
terkulturelle und religiöse Kompetenzen der Kinder und Erwachsenen för-
dern. Ermöglicht wird dies über Gespräche, das Erleben unterschiedlicher 
Traditionen, durch das Feiern von Festen wie Ostern, Weihnachten oder 
dem Zuckerfest sowie durch die Präsenz der in der Einrichtung vertretenen 
Familiensprachen an Wänden, als Beschriftungen von Gegenständen 
oder in mehrsprachigen Büchern. 
Kinder mit besonderem Förderbedarf
Alle Kinder sind in ihrer Entwicklung individuell und einzigartig. Kogniti -
ve, motorische, sprachliche sowie soziale und emotionale Fertig- und 
Fähigkeiten werden unterschiedlich schnell entwickelt, variieren im Ent -
wicklungsverlauf und sind stets verschieden stark ausgeprägt. Diese Un -
terschiedlichkeit ist nicht nur zwischen Kindern, sondern auch zwischen 
den Entwicklungsbereichen eines jeden Kindes zu beobachten.
In FRÖBEL-Einrichtungen werden alle Kinder so gefördert, dass sie ihr 
Entwicklungspotenzial ausschöpfen können. Sie werden dort abgeholt, 
wo sie in ihrer Entwicklung gerade stehen. Fördereinheiten für Kinder mit 
einem besonderen Förderbedarf werden, wenn möglich, in den nor -
malen Alltag integriert, sodass diese nicht als separate Angebote erlebt 
werden, sondern als Bereicherung für alle Kinder.
Geschlechtssensible Pädagogik
Ein sensibler, gleichberechtigter Umgang mit Mädchen und Jungen im 
pädagogischen Alltag ist für uns selbstverständlich. Es geht uns darum, 
Mädchen und Jungen gleichermaßen alle Aktivitäten zu ermöglichen, 
sie dabei zu unterstützen, sich zu behaupten, sich in ihrer Geschlechts -
entwicklung zurechtzufinden und eine positive Geschlechtsidentität her -
auszubilden. Dabei werden ganz bewusst weder Mädchen noch Jungen 
von Aktivitäten ausgeschlossen, sondern explizit aufgefordert, sich zu 
beteiligen, sich auszuprobieren und Dinge zu wagen. Sie werden darin 
begleitet, eine eigenständige, selbstbestimmte Sexualität zu entwickeln 
und sich Freiräume zu schaffen, in denen sie Eigenständigkeit entwickeln 
und neue Erfahrungen erleben können.

Seite 16
Notizen
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Das pädagogische Profil von FRÖBEL
Unser pädagogisches Profil ist durch einen verbindlichen Rahmen ge -
kennzeichnet, der für alle FRÖBEL-Einrichtungen gilt. So ergibt sich eine 
gemeinsame Orientierung, durch die Qualität gesichert und Zusammen -
gehörigkeit ausgedrückt wird. Darüber hinaus gibt es individuelle Aus -
prägungen, die jede FRÖBEL-Einrichtung zu etwas Besonderem machen. 
 
Fachlicher Orientierungsrahmen
Grundlage der pädagogischen Arbeit in unseren Krippen, Kindergärten 
und Horten sind die jeweiligen Landesgesetze und Verordnungen sowie 
die Bildungsprogramme der Bundesländer. Die Regelungen des SGB VIII 
weisen dabei Kindertageseinrichtungen bundesweit einen Bildungs-, 
Erziehungs- und Betreuungsauftrag zu.
Da FRÖBEL in verschiedenen Bundesländern Krippen, Kindergärten und 
Horte betreibt, dient der „Gemeinsame Rahmen der Länder für die frühe 
Bildung in Kindertageseinrichtungen“ der Jugendministerkonferenz und 
der Kultusministerkonferenz aus dem Jahr 2004 mit folgenden Bildungs -
bereichen für uns als überregionale Orientierung:
 ▲ Sprache, Schrift, Kommunikation
 ▲ Personale und soziale Entwicklung, Werteerziehung
 ▲ Mathematik, Naturwissenschaft, (Informations-)Technik
 ▲ Musische Bildung/Umgang mit Medien
 ▲ Körper, Bewegung, Gesundheit
 ▲ Natur und kulturelle Umwelten
Diese Bildungsbereiche werden von all unseren Einrichtungen je nach 
Ausprägung innerhalb des jeweils gültigen Bildungsprogramms umge -
setzt. Unsere Aufgabe als Träger ist es, die fachlichen Kompetenzen 
unserer pädagogischen Fachkräfte zur professionellen Arbeit mit den 
Bildungsprogrammen zu stärken.
Neben den Bildungsprogrammen bilden die vorliegende Rahmenkon -
zeption sowie das pädagogische Leitbild einen verbindenden Rahmen 
für die tägliche Arbeit aller pädagogischen Fachkräfte von FRÖBEL.

Seite 17
Notizen
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Eine zusätzliche Orientierung gibt der Nationale Kriterienkatalog „Päda -
gogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder“ (NKK; Tietze & Vierni-
ckel, 20151). In ihm wird beste Fachpraxis in Kindertageseinrichtungen in 
sogenannten Qualitätsbereichen beschrieben. Dabei wird die konkrete 
Handlungspraxis von pädagogischen Fachkräften angesprochen, wobei 
vielfältige Themen der frühkindlichen Bildung, Erziehung und Betreuung 
fokussiert werden. Wiederkehrende und strukturierende Leitgesichtspunk-
te gliedern die Themenkomplexe und lenken den Blick auf bedeutsame 
Faktoren pädagogischer Praxis, wie Erzieherin-Kind-Interaktion, Partizi -
pation und Individualisierung.
 
FRÖBEL-Standards
Pädagogische Qualitätskriterien, die als sogenannte FRÖBEL-Standards 
einen verbindenden Charakter für alle Einrichtungen haben, konkreti -
sieren das pädagogische Profil bei FRÖBEL. Unabhängig von den bun -
desslandspezifischen Bildungsprogrammen finden sich so Querschnitts-
themen, die in der pädagogischen Praxis in jeder Krippe, in jedem 
Kindergarten und in jedem Hort verankert sind. 
Zu den FRÖBEL-Standards gehören: 
 ▲ Zusammenarbeit mit Familien
 ▲ Gesunde Ernährung
 ▲ Übergänge
 ▲ Ausstattung
 ▲ Beobachtung und Dokumentation 
 ▲ Beziehung
 ▲ Individualisierung
 ▲ Partizipation
 ▲ Qualitätsentwicklung 
 
FRÖBEL-Schwerpunkt Bilinguale Erziehung
FRÖBEL ist bestrebt, Kindern die Möglichkeit zu geben, frühzeitig eine 
Fremdsprache kennenzulernen. Deshalb ist bereits in einem Teil unserer 
Einrichtungen der FRÖBEL-Schwerpunkt Bilinguale Erziehung durch fremd-
sprachige pädagogische Fachkräfte fest verankert. Zumeist können die 
Kinder beim Besuch einer solchen Einrichtung mit der englischen Sprache 
in Kontakt treten, aber auch Polnisch, Italienisch und Spanisch werden 
vereinzelt angeboten. Perspektivisch wird dieser Schwerpunkt in allen 
1 Tietze, W. & Viernickel, S. (Hrsg.) (2015). Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder. Ein 
nationaler Kriterienkatalog (5., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage). Weimar, Berlin: 
verlag das netz.

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Notizen
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FRÖBEL-Einrichtungen aufgebaut. Das frühe Heranführen an eine weitere 
Sprache fördert kommunikative und sprachliche Kompetenzen der Kinder 
sowie die Offenheit und Fähigkeit für das Erlernen von Sprachen im Allge-
meinen. Bilinguale Erziehung bietet darüber hinaus die Chance, andere 
Kulturen kennenzulernen und interkulturelle Kompetenzen zu erwerben.
Uns kommt es darauf an, dass die Kinder in unseren Krippen, Kinder -
gärten und Horten spielerisch und nach dem Prinzip „Eine Person, eine 
Sprache" in ihrem Alltag mit der Fremdsprache in Kontakt kommen. Auf 
diese Weise können sie diese Sprache beiläufig und nach den Prinzipien 
des Muttersprachenerwerbs kennenlernen. 
In Einrichtungen mit dem FRÖBEL-Schwerpunkt Bilinguale Erziehung wer -
den die Kinder daher sowohl von deutschsprachigen als auch einem 
Anteil fremdsprachiger pädagogischer Fachkräfte begleitet. Damit sind 
zwei Sprachen selbstverständlicher Teil des pädagogischen Alltags und 
die Kinder können in Form eines „Sprachbads“ in eine Fremdsprache ein-
tauchen. In der Sprachwissenschaft und Pädagogik wird dieses Konzept 
Immersion (lat. „Eintauchen/Einbetten“) genannt. Durch die Integration 
der weiteren Sprache in den Alltag ermöglichen wir allen Kindern den 
Zugang zu diesem Angebot – unabhängig von der finanziellen und sozi -
alen Situation der Familie. 
 
Einrichtungsschwerpunkte
Jede FRÖBEL-Einrichtung hat ein individuelles Profil, das sich durch Ein -
richtungsschwerpunkte ausdrückt. Diese Schwerpunkte liegen z. B. im 
Bereich Musik, Bewegung, Medien oder stellen andere Bildungsthemen 
in den Mittelpunkt. Das Profil orientiert sich an den Interessen der Kinder 
und ihrer Familien, dem standortspezifischen Bedarf und den individu -
ellen Fähigkeiten der pädagogischen Fachkräfte. Es wird fortlaufend 
weiterentwickelt, angepasst und in der eigenen Einrichtungskonzeption 
festgehalten. So unterscheiden sich FRÖBEL-Einrichtungen trotz des ge -
meinsamen Orientierungsrahmens über ihr individuell ausgestaltetes und 
gelebtes Einrichtungsprofil.

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Notizen
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Umsetzung des pädagogischen Profils
Verantwortlichkeit der pädagogischen Fachkräfte
Die Gestaltung des pädagogischen Alltags nach den Bildungsprogram -
men, der FRÖBEL-Rahmenkonzeption, den sogenannten FRÖBEL-Stan -
dards, dem Leitbild von FRÖBEL und dem Nationalen Kriterienkatalog 
(NKK; Tietze & Viernickel, 20152) liegt in der Verantwortung der pädago -
gischen Fachkräfte in den Kindertageseinrichtungen. Durch eine qua -
lifizierte Ausbildung sowie gezielte Fort- und Weiterbildungen besitzen 
sie die fachliche Kompetenz, um die Inhalte in den Alltag zu integrieren.
Kooperationen zur Ergänzung des pädagogischen Angebots
In bestimmten Bildungsbereichen arbeiten wir darüber hinaus mit ver -
schiedenen Kooperationspartnern zusammen. Diese stellen fachlich 
fundierte Materialien zu speziellen Themenbereichen für unsere päda -
gogischen Fachkräfte zur Verfügung.
In Bezug auf Sprach- und Leseförderung kooperiert FRÖBEL mit der Stif -
tung Lesen und entwickelt gemeinsam ergänzende Materialien für den 
Einsatz in der Praxis.
Um den Bereich Naturwissenschaften, Mathematik und Technik zu stär -
ken, kooperieren wir mit der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. Unsere 
pädagogischen Fachkräfte erhalten umfangreiche Anregungen, wie sie 
diesen Bildungsbereich noch stärker in den Alltag verankern können. Über 
die Möglichkeiten des naturwissenschaftlichen Experimentierens greifen 
sie das Bedürfnis der Kinder auf, sich die (Um-)Welt aktiv zu erschließen.
Nicht zuletzt hat jede Einrichtung ein eigenes Netzwerk mit verschiede -
nen Kooperationspartnern, um die Einrichtungskonzeption und eigene 
pädagogische Schwerpunkte zu leben.
2 Tietze, W. & Viernickel, S. (Hrsg.) (2015). Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder. Ein 
nationaler Kriterienkatalog (5., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage). Weimar, Berlin: 
verlag das netz.

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Notizen
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Gestaltung des pädagogischen Alltags
In FRÖBEL-Einrichtungen richtet sich die Gestaltung des pädagogischen 
Alltags nach den Bedürfnissen und Interessen der Kinder. Er ist geprägt 
durch eine Offenheit, die den Kindern die Entfaltung ihrer Persönlichkeit 
ermöglicht, Zeit für individuelle Bildungs- und Entwicklungsprozesse gibt 
und den Kontakt zu anderen Kindern und Erwachsenen fördert. Den 
Rahmen dafür bilden Tagesstrukturen, die durch Beständigkeit und Fle -
xibilität gekennzeichnet sind, sowie anregend gestaltete Räumlichkeiten. 
Offen sein
In unseren Kindertageseinrichtungen wird eine offene Pädagogik gelebt. 
Die pädagogische Arbeit ist gekennzeichnet durch eine gute Balance 
von Kontinuität und Veränderung, die sich am jeweiligen Bedarf der 
Beteiligten entwickelt. Pädagogische Fachkräfte ermöglichen aktives, 
selbstgesteuertes Lernen, indem sie die Bedürfnisse und Interessen der 
Kinder wahrnehmen und auf diese reagieren. Das bedeutet, dass sie 
aufbauend auf individuellen Beobachtungen Impulse setzen und dem 
Kind zutrauen, geleitet von seiner Neugier, selbst Interessen nachzuge -
hen und sich auf diesem Weg eigene Bildungskontexte und -inhalte zu 
schaffen. Sie sind offen für die Ideen der Kinder und stehen ihnen über 
den gesamten Tag als Bezugspersonen zur Verfügung. 
Tagesstruktur
Bei der gemeinsamen Planung von Tagesabläufen, dem Ausloten von 
unterschiedlichen Interessen und im Aushandeln von Konflikten erleben 
Kinder Wertschätzung, fühlen sich ernst genommen und lernen, Verant -
wortung zu übernehmen. Wir schaffen vielfältige Möglichkeiten für die 
Kinder, eigenständig und spielerisch zu handeln und zu experimentieren. 
Zudem gibt es feste Elemente im Tagesverlauf, die den Kindern Orientie-
rung und Struktur bieten. 
Zeit für Entwicklung
Die pädagogischen Fachkräfte richten die Angebote und die Ausstat -
tung an dem individuellen Entwicklungsstand der Kinder aus. Jedes Kind 
hat ausreichend Zeit, sich in seinem Tempo mit Inhalten und Themen zu 
beschäftigen, die es interessieren.

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Notizen
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Gruppen von Kindern
Dort, wo Menschen aufeinandertreffen, entstehen automatisch und spon-
tan Gruppen. So finden sich auch in Kindertageseinrichtungen im Laufe 
des Tages immer wieder Gruppen von Kindern zusammen, die – zum Teil 
begleitet von Erwachsenen – mit einer Sache beschäftigt sind. In unseren 
Krippen, Kindergärten und Horten entstehen diese Gruppen nach den 
Interessen der Kinder und variieren im Tagesablauf in ihrer Größe und 
Zusammensetzung. Spielpartnerinnen und Spielpartner sind selbst ge -
wählt. Über die Anregung der pädagogischen Fachkräfte können gezielt 
Angebote für Gruppen von Kindern unter Beachtung der individuellen 
Bildungsthemen gestaltet werden.
Sich in einer Gruppe zu erleben, bedeutet, am sozialen Leben teilzuneh -
men. In diesen vielfältigen sozialen Kontexten können Kinder wiederum 
neue Erfahrungen machen, verschiedene Rollen einnehmen und eigene 
Möglichkeiten und Grenzen erproben. 
Offene Räume
Unsere Kindertageseinrichtungen sind auch daran zu erkennen, dass sich 
die Gestaltung der Räume durch eine möglichst flexible Struktur und ei -
nen hohen Anregungsgehalt auszeichnet. Sie lassen zu, dass die Kinder im 
Laufe des Tages unterschiedlichen Interessen nachgehen können. Durch 
Räume mit verschiedenen Themen- und Möglichkeitsbereichen können 
Kinder vielfältigen Tätigkeiten nachgehen. Die Räumlichkeiten werden 
immer wieder den aktuellen Bedürfnissen und Interessen der Kinder, die 
aktiv an der Umgestaltung beteiligt sind, angepasst.
 
Übergänge
Das Leben eines Kindes ist von vielfältigen Übergängen geprägt – so 
auch von den klassischen Übergängen, wie zum Beispiel von der Familie 
in eine Kindertageseinrichtung oder von der Kindertageseinrichtung in 
die Schule. Auch im Tagesverlauf gibt es für ein Kind viele kleinere Über -
gänge, die aus pädagogischer Sicht ebenfalls von Bedeutung sind. All 
diese Übergänge werden von unseren pädagogischen Fachkräften ernst 
genommen und professionell begleitet. 
Eingewöhnung
Ein bedeutender Übergang im Leben eines Kindes und dessen Familie 
ist der von der Familie in die Krippe bzw. in den Kindergarten. Er stellt für 
alle Beteiligten eine große Herausforderung dar. Bei uns wird diese Zeit 
kompetent in Form einer individuellen Eingewöhnung begleitet.

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Notizen
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Während der Eingewöhnungszeit hat das Kind ausreichend Gelegenheit, 
sich mit der neuen Umgebung, den dazugehörigen Personen in der Kin -
dertageseinrichtung und ihren Abläufen vertraut zu machen. Auch die 
Familien bekommen während dieser Zeit die Möglichkeit, die Kindertages-
einrichtung, die Strukturen und ihre Ansprechpersonen kennenzulernen. 
Eine Eingewöhnung ist dann gelungen, wenn das Kind Sicherheit und 
Vertrauen in seine neue Umgebung und zu seinen neuen Bezugspersonen 
entwickeln konnte. Auch für die Familien ist diese Zeit besonders wichtig, 
damit sie ihr Kind in verlässlichen Händen wissen und die pädagogischen 
Fachkräfte als kompetente und aussagefähige Ansprechpartnerinnen 
und Ansprechpartner für ihr Kind wahrnehmen.
Ein konzeptionell begründetes Eingewöhnungskonzept, das sich beispiels-
weise am Berliner Eingewöhnungsmodell orientiert, erleichtert in unseren 
Einrichtungen diesen Übergang für alle Beteiligten.
Alltägliche Übergänge
Neben zeitlich begrenzten Übergängen gibt es zudem solche, die ein 
Kind jeden Tag durchlebt. Die morgendliche Trennung beim Bringen des 
Kindes muss genauso wie das Abholen professionell begleitet werden. 
Eine angenehme Atmosphäre, individuelle Rituale und die Gelegenheit 
zum Austausch erleichtern diese Übergangssituation für Kinder und Fa -
milien gleichermaßen. 
Übergänge im Haus
Um Kindern auch bei Übergängen innerhalb eines Hauses Orientierung 
und Sicherheit zu geben, erhalten sie die Möglichkeit, sich allmählich 
an die bevorstehende Veränderung zu gewöhnen. Gemeinsam mit der 
aktuellen pädagogischen Bezugsperson können sie die neue Umgebung 
erschließen, Beziehungen zu den neuen pädagogischen Fachkräften 
aufbauen und erste Kontakte zu neuen Spielkameraden knüpfen.
Übergang in die Grundschule 
Ein weiterer bedeutsamer Schritt ist für jedes Kind der Übergang in die 
Grundschule. Daher hat die Vorbereitung auf die Schule im letzten Kin -
dergartenjahr einen wichtigen Stellenwert. Wenngleich im letzten Jahr 
im Kindergarten Themen, die mit der Schule verbunden sind, an Bedeu -
tung gewinnen, so gilt für uns immer, dass Kinder während der gesamten 
Krippen- und Kindergartenzeit Kompetenzen erwerben, die sie auf die 
Schule und auf das Leben vorbereiten.

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Notizen
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Auch für die Familien ist das letzte Jahr im Kindergarten häufig mit Aufre-
gung verbunden und Eltern fragen sich, ob ihr Kind ausreichend auf die 
Schule vorbereitet ist. Durch Entwicklungsgespräche und Veranstaltun -
gen werden den Familien in dieser Zeit bedarfsgerechte Informationen 
zu dem Thema Übergang in die Grundschule angeboten, um dieser 
Sorge kompetent zu begegnen. à mehr unter „Zusammenarbeit mit der 
Grundschule“, S. 24
Obgleich die Neugier auf die Schule bei den meisten Kindern überwiegt, 
stellt der Austritt aus dem Kindergarten auch eine Trennung von Gewohn-
tem und Liebgewonnenem dar. Kindern diesen Abschied von Freundin -
nen und Freunden und von vertrauten erwachsenen Bezugspersonen zu 
erleichtern, ist Aufgabe im letzten Kindergartenjahr.
 
Beobachtung und Dokumentation im Dialog
Beobachtung und Dokumentation bildet die Grundlage für das profes -
sionelle Handeln von pädagogischen Fachkräften. Wenn Kinder regel -
mäßig und systematisch beobachtet werden, können ihre Bildungs- und 
Entwicklungsprozesse, Interessen, Stärken, Themen und Zugangswege 
zur Welt erkannt und von pädagogischen Fachkräften für die Gestaltung 
und Anregung von Projekten, Räumen, Angeboten etc. genutzt werden.
Zur systematischen Beobachtung werden in FRÖBEL-Einrichtungen aner -
kannte Verfahren genutzt, die individuelle Bildungs- und Entwicklungspro-
zesse von Kindern abbilden können. Je nachdem, welches Ziel bei einer 
Beobachtung verfolgt wird, setzen unsere pädagogischen Fachkräfte ein 
dafür geeignetes Verfahren ein. Die Beobachtungsergebnisse werden 
festgehalten und bilden die Grundlage für das Ableiten pädagogischer 
Schritte. Auf diesem Weg können pädagogische Fachkräfte individuelle 
Angebote und Projekte an den Themen der Kinder ausrichten. Wichtig 
ist dabei, dass die Beobachtungen in erster Linie den Stärken, Interessen 
und Bedürfnissen der Kinder folgen. 
Beobachtungen werden von pädagogischen Fachkräften auch genutzt, 
um mit den Kindern in einen Dialog zu treten. Dadurch entsteht oft ein 
intensiver Austausch mit dem Kind, der zusätzliche Einblicke in seine 
aktuellen Interessen und Wünsche gibt. In regelmäßigen Teamsitzungen 
besprechen die pädagogischen Fachkräfte ihre Beobachtungen und 
tauschen sich zu unterschiedlichen Erfahrungen und Einschätzungen 
aus. Der Blickwinkel auf das Kind wird zudem durch Gespräche mit den 
Familien erweitert. Gleichzeitig sind die Beobachtungen Grundlage für 
die jährlich stattfindenden Entwicklungsgespräche.

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Notizen
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Teile der Beobachtungen werden für die Kinder und Familien in einer 
individuellen Dokumentation der Bildungs- und Entwicklungsprozesse zu -
sammengefasst. Dabei liegt das Augenmerk darauf, das Kind und dessen 
Familie aktiv in den Prozess einzubinden und gemeinsam zu entscheiden, 
welche Inhalte präsentiert und dokumentiert werden sollen.
 
Alltagsintegrierte Sprachförderung 
Sprachliche Kompetenzen sind eine Schlüsselqualifikation in der Bildung 
von Kindern. Sie sind entscheidend, um mit anderen in Kontakt zu treten, 
sich mitzuteilen und um andere zu verstehen. Sprachförderung ist somit 
eine grundlegende Aufgabe aller Kindertageseinrichtungen. Den ge -
samten Alltag für Sprachförderung zu nutzen, trägt zu einer erfolgreichen 
Entwicklung sprachlicher und kommunikativer Kompetenzen von Kindern 
bei. Dazu gehört, dass pädagogische Fachkräfte als sprachliches Vor -
bild Alltagssituationen begleiten, Gespräche initiieren, weiterführende 
Fragen stellen, mit den Kindern zusammen denken, ihnen zuhören und 
ihre Themen und Interessen sprachlich aufgreifen. Auch die Gestaltung 
von Räumen durch Schriftzüge, Bezeichnung von Gegenständen und 
Darbietung von Büchern sind ein wichtiges Element der alltagsintegrier -
ten Sprachförderung.
 
Zusammenarbeit mit der Grundschule
Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule ist für Kinder, deren 
Familien und die pädagogischen Fachkräfte ein bedeutender Schritt. Ihn 
gemeinsam zu bewältigen, sehen wir als spezielle Entwicklungsaufgabe 
im letzten Kindergartenjahr. In diesem Zeitraum unterstützen wir die an -
gehenden Schulkinder mit Projekten und Ausflügen zum Themengebiet 
Einschulung. Dabei kooperieren die Kindergärten mit den Grundschulen 
der Umgebung. 
Besonders durch Besuche der Grundschule lernen die Kinder die neue 
Bildungseinrichtung kennen und können sich ein Bild davon machen, 
was es heißt, ein Schulkind zu sein. Begleitet und unterstützt wird dies von 
den pädagogischen Fachkräften aus der Einrichtung des Kindes. Parallel 
dazu wird angestrebt, dass Lehrerinnen und Lehrer den Kindergarten 
besuchen und so ein Austausch mit Kindern und den pädagogischen 
Fachkräften stattfindet.
Familien im letzten Jahr vor der Schule intensiv zu begleiten, gelingt 
zum Beispiel über Elternabende und Entwicklungsgespräche, die den 
Schuleintritt der Kinder thematisieren. Hier haben Familien Gelegenheit, 
Fragen zu stellen, Ängste zu besprechen und eine kompetente Beratung 
durch die pädagogischen Fachkräfte in Anspruch zu nehmen.

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Notizen
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Zusammenarbeit mit Familien 
Kinder sind immer Teil eines Familiensystems. Sie wachsen mit Mutter und 
Vater, bei einem alleinerziehenden Elternteil, bei einem Elternteil in neuer 
Partnerschaft, mit zwei Müttern oder zwei Vätern, mit Geschwistern, mit 
den Großeltern oder in anderen Familienkonstellationen auf. Vor dem 
Hintergrund vieler verschiedener Familienformen beziehen wir mehr 
Menschen ein, als der Begriff Eltern fasst. Die wichtigsten Bezugspersonen 
und Expertinnen und Experten für das Kind sind jene, die von zu Hause 
bekannt sind. Bildungs- und Erziehungsprozesse in Krippe, Kindergarten 
und Hort gelingen daher am besten, wenn sie in enger und vertrauens -
voller Zusammenarbeit mit diesen Menschen erfolgen. 
Bildungs- und Erziehungspartnerschaft
Zusammenarbeit mit Familien bedeutet für uns immer eine Bildungs- und 
Erziehungspartnerschaft, die zwischen pädagogischen Fachkräften, 
Leitung und den Familien im Sinne der Kinder besteht. Sie basiert auf 
einer wertschätzenden Grundhaltung, die die individuellen Erziehungs-
kompetenzen der Eltern anerkennt und die Unterschiedlichkeit der fami -
lialen Lebensbedingungen und Lebensentwürfe respektiert. Eine stabile 
Zusammenarbeit wächst in vielen kleinen Schritten des Miteinanders und 
der gemeinsamen Freude und braucht eine gute Gesprächskultur. FRÖ -
BEL-Krippen, -Kindergärten und -Horte sind Lebens- und Erfahrungswelten 
von und für Kinder – und Orte, an denen Familien selbstverständlicher 
Teil des Geschehens sind. 
Dialog als Basis gelingender Zusammenarbeit
Wesentlich für diese Zusammenarbeit ist zum einen der regelmäßige 
Dialog über die Entwicklung und die Bildungsinteressen des Kindes. Zum 
anderen ist es aber auch eine Verständigung über gegenseitige Erwar -
tungen, familiale und kindliche Bedürfnisse sowie mögliche Probleme. 
Diese Gespräche finden regelmäßig und geplant statt, orientieren sich 
an den Themen der Kinder und nehmen den Bedarf der Familien und 
der Einrichtung auf. Den grundlegenden Rahmen bilden ein ausführli -
ches Aufnahmegespräch zur Vorbereitung der Eingewöhnung sowie das 
mindestens einmal jährlich stattfindende Entwicklungsgespräch, in dem 
aktuelle Themen, Stärken und Entwicklungspotenziale des Kindes bespro-
chen werden. Der Erziehungsdialog lebt von gegenseitigem Vertrauen, 
guten Kommunikationsstrukturen und dem Anspruch, dass die Bezugs -
personen des Kindes kontinuierlich über die pädagogische Arbeit und 
das Alltagsgeschehen in der Kindertageseinrichtung informiert werden. 
Die transparente Gestaltung der pädagogischen Arbeit gehört ebenso 
zu den Eckpfeilern einer gelingenden Zusammenarbeit. Anhand von 
Dokumentationen in Form von Fotostrecken oder -reihen, Projektmappen

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Notizen
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oder kurzen Alltagsanekdoten werden Erlebnisse, Projekte und Momente 
des Alltags sichtbar gemacht.
Beteiligung von Familien
Familien sind willkommen, sich in die Gestaltung des pädagogischen All-
tags einzubringen und eingeladen, an Bildungsangeboten mitzuwirken. 
à mehr unter „Ehrenamtliche im Alltag“, S. 29
Unsere Krippen, Kindergärten und Horte sind als Bildungseinrichtungen 
auch immer Begegnungsräume für Eltern und Familien. Sie ermöglichen 
den Aufbau von Kontakten und Netzwerken. Dazu tragen auch ge -
meinsame Veranstaltungen wie Feste, Elternabende und gemeinsame 
Projekte bei. Die Beteiligung der Eltern erfolgt darüber hinaus in Mitwir -
kungsgremien, die durch die jährliche Wahl der Elternvertretungen und 
Gesamtelternvertretungen (Elternbeirat) besetzt werden. 
Elternbeschwerden werden im Rahmen des FRÖBEL-Beschwerdema -
nagements auf allen Ebenen zeitnah, verantwortungsbewusst und aufklä-
rend bearbeitet und als Impuls zur Veränderung unserer Arbeit gewertet. 
 
Leitung und Team
Eine funktionierende Zusammenarbeit aller Mitarbeiterinnen und Mit -
arbeiter einer Einrichtung ist Grundlage für die Qualität des Alltags. Die 
Verantwortung hierfür liegt bei der Leitung und bei jeder einzelnen pä -
dagogischen Fachkraft, die sich engagiert und eigenverantwortlich in 
den gesamten Prozess einbringt. Die Herausbildung einer gemeinsamen 
Teamkultur sowie einer ressourcenorientierten Zusammenarbeit, die die 
gesamte Einrichtung in den Blick nimmt, ist dabei ein anspruchsvoller 
Prozess, zu dem Leitung, pädagogische Fachkräfte, Küchenpersonal wie 
auch technische Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen einen Beitrag leisten.
Alle sind durch ihre Haltung und ihre Handlungen Vorbilder für Kinder und 
deren Familien. Sie sorgen für eine offene und beteiligungsfreundliche 
Atmosphäre, in der die Bedürfnisse der Kinder wahrgenommen werden 
und in der eine Partizipationskultur im Team, mit den Kindern und ihren 
Familien entsteht. Kinder erhalten außerdem die Möglichkeit, ihre Rech -
te, wie sie im Leitbild formuliert sind,  kennenzulernen und zu leben. Bei 
Veränderungen im Haus wird die Perspektive der Kinder stets mitgedacht.
Die pädagogischen Aufgaben und Ziele werden durch eine interne 
Organisationsstruktur unterstützt, die den Informationsfluss zwischen den 
Teammitgliedern sicherstellt und einen regelmäßigen fachlichen Aus -
tausch sowie gemeinsame Reflexionen ermöglicht.

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Notizen
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Die Einrichtungsleitung nimmt in der Planung und Gestaltung aller Prozesse 
eine besondere Rolle ein. Ihre Aufgabe ist es, durch transparentes und 
klares Führungshandeln alle Beteiligten einzubinden und Impulse für die 
(Weiter-)Entwicklung der pädagogischen Arbeit zu geben. Sie trägt die 
Verantwortung dafür, die Bedingungen für eine fachlich hochwertige 
Pädagogik bei FRÖBEL bereitzustellen, die die gesamte Einrichtung und 
die Kinder mit ihren Familien in den Blick nimmt und so optimale Bildungs- 
und Entwicklungschancen der Kinder ermöglicht. 
 
Kinderschutz 
Das Wohl und der Schutz der uns anvertrauten Kinder ist für uns oberstes 
Gebot. In allen Krippen, Kindergärten und Horten gilt das FRÖBEL-Kin -
derschutzkonzept: „Kinder schützen – Eltern unterstützen – Erzieherinnen 
und Erzieher stärken“. 
Handeln bei Anzeichen von Kindeswohlgefährdung
Ein FRÖBEL-Kinderschutzordner dient als Nachschlagewerk und Orien -
tierungshilfe. Dort sind die Verantwortlichkeiten auf Einrichtungsebene 
und im FRÖBEL-Kinderschutznetzwerk, die Verfahrensabläufe und die 
Dokumentation sowie ggf. die Meldung an das zuständige Jugendamt 
verbindlich geregelt. Bei Anzeichen einer möglichen Kindeswohlge -
fährdung bei von uns betreuten Kindern und Familien erfolgt eine Risiko- 
abschätzung unter Hinzuziehung der internen regionalen FRÖBEL-Kin -
derschutzfachkräfte und ggf. der zentralen Kinderschutzkoordinatorin 
sowie externer Fachstellen vor Ort. Ziel ist es, durch die vertrauensvolle 
Einbeziehung der Familien die Gefährdung abzuwenden. Sollte dies nicht 
gelingen, werden weitere Wege aufgezeigt. Im Kontakt mit dem zustän-
digen Jugendamt streben die FRÖBEL-Fachkräfte eine Lotsenfunktion an.
Gewaltfreie Erziehung bei FRÖBEL
Kinderschutz heißt für uns auch, dass alle in den FRÖBEL-Einrichtungen 
Tätigen selbstverständlich gewaltfrei mit den ihnen anvertrauten Kindern 
umgehen. In einem gemeinsamen Fachaustausch und dem kontinuierlich 
geführten Reflexionsprozess im Team überprüfen sie ihre Haltung sowie 
die Wirkung ihrer Worte und ihres Handelns. Dieser in allen FRÖBEL-Einrich-
tungen installierte Teamprozess stellt sicher, dass unsere Mitarbeiterinnen 
und Mitarbeiter sich der Thematik sowie ihrer Verantwortung bewusst sind 
und sich nicht nur aus akutem Anlass damit auseinandersetzen.
Zusätzlich zu diesem Teamprozess geht FRÖBEL über die gesetzliche For -
derung nach der Vorlage des erweiterten Führungszeugnisses hinaus. So 
verpflichten sich die pädagogischen Fachkräfte sowie die längerfristig

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Notizen
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tätigen Praktikantinnen oder Praktikanten bei FRÖBEL mit einer „Persön- 
lichen Erklärung zum Kinderschutz“, das Recht der Kinder auf gewaltfreie 
Erziehung und ihren Schutz vor Missbrauch in jeglicher Form anzuerken -
nen und umzusetzen.
Kindliche Sexualität und körperliche Selbstbestimmung
Das FRÖBEL-Kinderschutzkonzept und das FRÖBEL-Leitbild bieten auch 
den Rahmen für die ganzheitliche Bearbeitung von Themen der ge -
schlechtersensiblen Pädagogik und Sexualpädagogik sowie zum fairen 
Miteinander der Kinder und zur Problematik sexueller Übergriffe von Kin -
dern untereinander. Es geht darum, dass die pädagogischen Fachkräfte 
im Team zunächst eine gemeinsame Haltung entwickeln, altersangemes-
sene sexuelle Aktivitäten von Übergriffen unterscheiden sowie zeitnah und 
angemessen darauf reagieren können. Sexuelle Übergriffe werden als 
Gewaltthema mit besonderer Spezifik betrachtet. Konfliktpräventions- und 
Konfliktlösungsstrategien werden ebenso gemeinsam mit den Kindern 
erarbeitet wie die Regeln zu den sogenannten Doktorspielen. Kinder und 
auch deren Familien sollen die Erwachsenen zu diesen Problematiken 
als offen und ansprechbar wahrnehmen, die ihr Anliegen ernst nehmen 
und ihnen Sicherheit bieten. 
Präventiver Kinderschutz
Pädagogische Arbeit bewegt sich oft im Spannungsfeld zwischen Nähe 
und Distanz. Die Sicherheit für Kinder und das Handeln der Fachkräfte 
werden gestärkt, wenn es im Team ein Bewusstsein für risikobelastete  
Alltagssituationen gibt und regelmäßige Reflexionsprozesse stattfinden. 
Darüber hinaus gibt es in allen Einrichtungen verbindliche Regeln im 
täglichen Umgang, z. B. dass Kinder nicht mit Koseworten angesprochen 
werden oder unbekleidet umherlaufen. 
Grenzsetzungen sind pädagogisch begründet und werden im Team 
und im Dialog mit den Eltern abgestimmt. Unbeabsichtigte grenzwerti -
ge Situationen werden gegenüber den Kindern und ihren Eltern zeitnah 
und proaktiv kommuniziert. Das schafft Vertrauen und beugt Missver -
ständnissen vor. Wenn Grenzverletzungen gegenseitig niedrigschwellig 
angesprochen werden, erfahren Kinder dadurch ihr Recht auf körperliche 
Selbstbestimmung. Eltern erleben, dass die Fachkräfte mit den ihnen 
anvertrauten Kindern verantwortlich umgehen.

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Notizen
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Umgang mit Beschwerden
Beschwerden im Rahmen des Kinderschutzes werden vertrauensvoll, 
verantwortlich und immer mit der nötigen Ernsthaftigkeit behandelt. Ziel 
ist es, jederzeit den Schutz der Kinder in den Krippen, Kindergärten und 
Horten zu gewährleisten, Missstände schnellstmöglich abzubauen und 
in der Konsequenz präventiv zu wirken. Gemeinsam mit den Kindern 
werden entwicklungsangemessene Formen der Beteiligung und offenen 
Kommunikation gefunden und etabliert. So bekommen sie die Möglich -
keit, sich zu äußern, wenn ihnen etwas unangenehm ist und sie in ihren 
Gefühlen verletzt sind. Auch für die Familienangehörigen der Kinder sind 
innerhalb der FRÖBEL-Gruppe klare Strukturen vorhanden, die es ihnen 
ermöglichen, auf direktem Wege Bedenken und Beschwerden zu äußern.
 
Ehrenamtliche im Alltag
Die pädagogische Arbeit in unseren Krippen, Kindergärten und Horten 
kann und soll durch ehrenamtliche Tätigkeiten von Familien und anderen 
Freiwilligen unterstützt und bereichert werden. Auf diese Weise werden 
zusätzliche Bildungsmöglichkeiten und Erfahrungen für Kinder geschaf -
fen. Die Förderung ehrenamtlichen Engagements gehört daher zum 
Selbstverständnis jeder FRÖBEL-Einrichtung – sie soll die hauptamtliche 
pädagogische Tätigkeit ergänzen, nicht ersetzen.
Eltern und Familien erhalten durch eigenes ehrenamtliches Engagement 
die Möglichkeit, den Alltag des eigenen Kindes mitzuerleben und aktiv zu 
bereichern. Darüber hinaus begrüßen wir in unseren Kindertageseinrich -
tungen Menschen aller Altersgruppen, aus verschiedenen Kulturen und 
Berufen, die Interesse an einer ehrenamtlichen Tätigkeit haben.
Im pädagogischen Alltag unterstützen ehrenamtlich Tätige bei besonde-
ren Projekten. Sie bringen ihre Kompetenzen und Fähigkeiten beispielswei-
se im Sport oder durch musikalische Aktivitäten ein oder lesen Kindern vor.
Ehrenamtliche werden in FRÖBEL-Einrichtungen in die bestehenden Struk-
turen eingebunden, fachlich vorbereitet und begleitet. Auf diese Weise 
erhalten sie wichtige Informationen und werden in die Teams der Krippen, 
Kindergärten und Horte integriert.

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Notizen
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Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Viele Familien stehen vor der besonderen Herausforderung, Berufsleben 
und Familienleben miteinander in Einklang zu bringen. Um diese Ansprü -
che verwirklichen zu können, brauchen sie Unterstützung vonseiten der 
Kindertageseinrichtung. Als familienunterstützender Dienstleister nehmen 
wir die damit verbundene Verantwortung wahr und reagieren engagiert 
auf die Wünsche und Bedürfnisse berufstätiger Eltern. 
Wir passen unsere Angebote und Öffnungszeiten an die Familien an. 
Schließtage aufgrund von Teamfortbildungen oder Brückentagen wer -
den langfristig angekündigt, damit Familien sich darauf einstellen können. 
Kooperationen mit Unternehmen 
Unser Ziel ist es auch, Wünsche und Belange von Unternehmen sowie 
berufstätiger Eltern in eine optimale Betreuungslösung zu integrieren. Vor 
diesem Hintergrund haben viele unserer Einrichtungen Partnerschaften 
zu Unternehmen aufgebaut. Arbeitgeber und Kindertageseinrichtung 
arbeiten gemeinsam daran, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu 
ermöglichen.

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Notizen
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Qualität und Qualitätsentwicklung
Kinder, die eine Krippe, einen Kindergarten oder einen Hort der  
FRÖBEL-Gruppe besuchen, erhalten ein hochwertiges pädagogisches 
Angebot. Die Qualität der pädagogischen Arbeit ist durch einen gemein-
samen Orientierungsrahmen definiert und wird durch die FRÖBEL-Stan -
dards betont. Durch den Einsatz verschiedener Verfahren zur internen 
und externen Evaluation wird die pädagogische Qualität stetig weiter -
entwickelt und gesichert. Damit sind Qualitätsentwicklungsmaßnahmen 
verankert, die zwei unterschiedliche Perspektiven auf das System einer 
Kindertageseinrichtung ermöglichen und sich sinnvoll ergänzen. 
Interne und externe Evaluation
Einen fachlichen Rahmen für die Qualitätsentwicklung und -sicherung 
bildet der NKK (Tietze & Viernickel, 2015 3). In seinen Qualitätsbereichen 
wird beste Fachpraxis durch konkrete Handlungsempfehlungen für pä- 
dagogische Fachkräfte beschrieben. Mittels der Checklisten des dazuge-
hörigen Handbuchs „Pädagogische Qualität entwickeln“ (Tietze, 2013 4) 
schätzen die Teams ihre pädagogische Arbeit selbst ein. Durch diese 
regelmäßig durchgeführten internen Evaluationen werden verstärkt die 
Verantwortung und die fachliche Kompetenz des pädagogischen Per -
sonals unseren Kindertageseinrichtungen für die Sicherung der Qualität 
ihrer Arbeit betont. Mithilfe verschiedener Methodenbausteine des Hand-
buchs werden auf Basis der Ergebnisse Qualitätsentwicklungsprozesse 
angestoßen, die in Zielvereinbarungen festgelegt und durch geplante 
Umsetzungsschritte ausgeführt werden. 
Auf der anderen Seite wird die externe Evaluation als fester Bestandteil 
der Qualitätsentwicklung und -sicherung genutzt. Durch eine objektive 
und unabhängige Expertensicht von außen erhalten die Teams weitere 
wertvolle Impulse als Ausgangspunkt zur Weiterentwicklung der päda -
gogischen Arbeit.
3 Tietze, W. & Viernickel, S. (Hrsg.) (2015). Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder. Ein 
nationaler Kriterienkatalog (5., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage). Weimar, Berlin: 
verlag das netz.
4 Tietze, W. (Hrsg.) (2013). Pädagogische Qualität entwickeln. Praktische Anleitung und Methoden -
bausteine für die Bildung, Betreuung und Erziehung in Tageseinrichtungen für Kinder von 0-6 Jahren 
(3., Auflage). Berlin: Cornelsen.

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Notizen
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Eltern- und Mitarbeiter*innenbefragung
Des Weiteren ist die regelmäßig stattfindende Eltern- und Mitarbeiter*in -
nenbefragung fester Bestandteil des Systems der Qualitätsentwicklung 
und -sicherung. Die Ergebnisse der Befragungen geben wertvolle Rück -
meldungen, aus denen sich durch kritische Auseinandersetzungen Verän-
derungen entwickeln lassen, die wiederum als verbesserte Bedingungen 
nicht nur Kindern und deren Familien, sondern auch Mitarbeiterinnen und 
Mitarbeitern zugutekommen.

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Notizen
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Fortbildung und Wissenstransfer
Um Kindern die Möglichkeit zu geben, sich ihren Bedürfnissen und Inter -
essen entsprechend entwickeln zu können, arbeiten wir in einem stetigen 
Prozess an der Weiterentwicklung und Verbesserung unserer Qualität. 
Dazu gehören insbesondere auch Angebote zur Fort- und Weiterbildung 
sowie eine gemeinsame Reflexion des pädagogischen Handelns und 
fachliche Profilierung in den Teams der FRÖBEL-Einrichtungen. 
Mit dem 2014 eingeführten FRÖBEL-Curriculum haben alle Mitarbeiterin -
nen und Mitarbeitern die Möglichkeit, die Grundlagen der pädagogi -
schen Arbeit bei FRÖBEL sowie spezifische Themengemeinsam in ihren 
Teams oder auch in überregionalen und damit teamübergreifenden 
Seminaren zu diskutieren und zu reflektieren. 
Darüber hinaus stehen in unserem jährlichen Fortbildungsprogramm 
Seminarangebote für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von FRÖBEL, 
auch denjenigen aus Verwaltung, Küche und Hauswirtschaft sowie Tech-
nik, zur Verfügung. Sie erhalten über diesen Seminarkatalog die Chance, 
ihre Kompetenzen individuell in ausgewählten Themenschwerpunkten 
zu vertiefen und so eine Fachkarriere anzustreben. Ebenso besteht die 
Möglichkeit, eine Führungskarriere einzuschlagen, um sich langfristig auf 
eine Leitungstätigkeit vorzubereiten. 
Durch dieses umfangreiche Bildungsangebot für alle Mitarbeiterinnen 
und Mitarbeiter können diese ihre Kompetenzen auf Basis aktueller wis -
senschaftlicher Erkenntnisse mit dem Ziel stetiger Qualitätsverbesserung 
der pädagogischen Arbeit systematisch weiterentwickeln.

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Notizen
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Unterstützung vor Ort: FRÖBEL-Fachberatung
Seit Juli 2010 gibt es in allen regionalen Geschäftsstellen bei FRÖBEL 
Fachberaterinnen und Fachberater, die die pädagogische Arbeit der 
Krippen, Kindergärten und Horte unterstützen. Übergeordnetes Ziel der 
Fachberaterinnen und Fachberater ist es, durch den direkten Kontakt zu 
den Leitungen und Teams die Entwicklung der Kindertageseinrichtungen 
im Sinne bestmöglicher Bildung, Erziehung und Betreuung vertrauensvoll 
zu begleiten. Ebenso werden in Gesprächen zwischen Fachberatung und 
regionaler Geschäftsleitung aktuelle Themen aus der Praxis aufgegriffen, 
diskutiert und gemeinsam Entwicklungen angestoßen.
Die Fachberaterinnen und Fachberater sind Begleitende der pädago -
gischen Fachkräfte und bieten durch professionelle Beratungsange -
bote Hilfe zur Selbsthilfe. Vornehmliche Aufgabe ist es, die Fachkräfte 
in den Einrichtungen so zu stärken, dass sie befähigt sind, nicht nur die 
pädagogische Qualität voranzutreiben und zu sichern, sondern auch 
die einrichtungsbezogenen Abläufe zu optimieren. Fachberatung bei 
FRÖBEL ist dabei gekennzeichnet von einer hohen frühpädagogischen 
Fachkompetenz. Mit Zusatzqualifikationen aus den Bereichen Beratung 
und Coaching bringen sie in verschiedenen Settings ihre Expertise ein. 
In dem engen Kontakt zu den Teams der Krippen, Kindergärten und Horte 
liegt die Chance, konkrete und auf die Bedürfnisse der Kindertagesein -
richtung abgestimmte Unterstützungsleistungen zu erbringen. So werden 
Qualitätsentwicklungsprozesse systematisch begleitet und methodisch 
unterstützt. Die Fachberaterinnen und Fachberater beraten bei der pä -
dagogischen Profilbildung der Einrichtungen, bei der Erarbeitung von 
Einrichtungskonzeptionen und bei der Umsetzung unternehmensspezi -
fischer Anforderungen. Zur fachlichen Unterstützung der Teams bieten 
sie Fortbildungen zu verschiedenen pädagogischen Themen an oder 
initiieren und moderieren regionale Arbeitskreise, die dem kollegialen 
Austausch dienen sowie die Fachkompetenz der pädagogischen Fach -
kräfte erweitern.
Um den überregionalen Austausch unter den regional angesiedelten 
Fachberaterinnen und Fachberatern sicherzustellen, finden in regelmä -
ßigen Abständen Fachberatungskonferenzen statt. Diese werden von 
dem Team Pädagogik und Qualitätsentwicklung ausgestaltet und dienen 
darüber hinaus als Rückmeldeinstanz, um eine Optimierung der von dort 
aus gesteuerten Unterstützungsleistungen für FRÖBEL zu erreichen.

FRÖBEL e.V.   Alexanderstr. 9   10178 Berlin  info@froebel-gruppe.de  www.froebel-gruppe.de

Anlage_8.2_Villa Luna_Konzept_Sonja Kutner Weg

73626 Zeichen

Pädagogische  
Rahmenkonzeption 
zur Bewerbung um eine  
Trägerschaft einer Kindertageseinrichtung 
am Sonja-Kutner-Weg (Oxford-Quartier)  
im Stadtteil Gievenbeck 
Ausschreibungsnummer 02/2020 
 
Die vorliegende pädagogische Rahmenkonzeption gilt als länderübergreifende 
Handlungsrichtlinie für die Villa Luna Kindertagesstätten und wird regelmäßig den 
Bedingungen der Länder sowie dem Bedarf angepasst. 
PQ/Stand: 23. September 2020

- 1 - 
 
Inhalt 
1. Der Träger ................................ ................................ ................................ .................. - 1 - 
1.1 Ethische Haltung & Werte ................................ ................................ ................... - 1 - 
1.2 Bild vom Kind ................................ ................................ ................................ ...... - 2 - 
1.3 Inklusion und Vielfalt ................................ ................................ ........................... - 3 - 
2. Pädagogische Qualität ................................ ................................ ...............................  - 3 - 
2.1 Bildungsbereich Gesundheit ................................ ................................ ................ - 4 - 
a) Ernährung ................................ ................................ ................................ ........... - 4 - 
b) Physisches und psychosoziales Wohlbefinden ................................ .................... - 4 - 
c) Motorik ................................ ................................ ................................ ................ - 5 - 
2.2    Bildungsbereich Kommunikation ................................ ................................ ............... - 5 - 
               Sprachförderung ................................ ................................ ................................ . - 5 - 
2.3 Bildungsbereich ‚Personale & interpersonale Kompetenz‘ ................................ ... - 6 - 
2.4 Bildungsbereich ‚Schulfähigkeit‘ ................................ ................................ .......... - 6 - 
2.5 Bildungsbereich ‚Kreativität und Musik‘ ................................ ...............................  - 7 - 
2.6 Bildungsbereich ‚Naturwissenschaften‘ ................................ ...............................  - 7 - 
2.7 Bildungsbereich ‚Medienkompetenz‘ ................................ ................................ ... - 7 - 
2.8 Methoden in der Praxis ................................ ................................ ....................... - 8 - 
a) Partizipation & teiloffene Arbeit................................ ................................ ............ - 8 - 
b)          Das Freispiel ................................ ................................ ................................ ....... - 9 - 
2.9 Gender und geschlechterspezifische Pädagogik ................................ ............... - 10 - 
3. Bildungspartnerschaften ................................ ................................ ........................... - 10 - 
3.1. Bildungspartnerschaft mit Eltern ................................ ................................ ............... - 10 - 
3.2. Eingewöhnung der Familien in die Kindertagesstätte ................................ ............... - 11 - 
3.3. Interner Übergang von der Krippe in die Elementargruppe ................................ ....... - 11 - 
3.4. Übergang vom Kindergarten zur Grundschule ................................ .......................... - 11 - 
3.5. Kommunikationsmanagement ................................ ................................ .................. - 12 - 
4. Sozialraumorientierung, Kooperation und Vernetzung ................................ .............. - 13 - 
5. Qualitätsmanagement ................................ ................................ ..............................  - 14 - 
5.1. Kinderschutzkonzept ................................ ................................ ................................  - 14 - 
5.2. Bildungsdokumentation ................................ ................................ ............................ - 15 - 
a) Die Karteikarten ................................ ................................ ................................  - 15 - 
b) Das Portfolio................................ ................................ ................................ ...... - 15 - 
c) Der Entwicklungsbaum ................................ ................................ ...................... - 15 - 
d) Die Entwicklungsgespräche ................................ ................................ .............. - 16 - 
e) Die Portfoliowoche ................................ ................................ ............................ - 16 - 
5.3. Personalmanagement Träger ................................ ................................ ................... - 17 - 
a) Fachberatung Qualitätsleitung ................................ ................................ ........... - 17 -

- 2 - 
 
b) Human Resources................................ ................................ ............................. - 17 - 
5.4. Personalmanagement Kita-Leitungen ................................ ................................ ....... - 17 - 
a) Jour Fixe ................................ ................................ ................................ ........... - 17 - 
b) General Meeting ................................ ................................ ................................  - 17 - 
c) Leitungstagung ................................ ................................ ................................ .. - 17 - 
d) Klausurtagung ................................ ................................ ................................ ... - 18 - 
5.5. Personalmanagement pädagogischer Mitarbeiter ................................ ..................... - 18 - 
a) Team-/Konzeptionstage ................................ ................................ .................... - 18 - 
b) Große Dienstbesprechungen ................................ ................................ ............ - 18 - 
c) Kleinteamsitzung (Vorbereitungszeit) ................................ ................................  - 18 - 
d) Fortbildungen ................................ ................................ ................................ .... - 18 - 
e) Ausbildung von Fachkräften ................................ ................................ .............. - 18 - 
f) Auditierung/Evaluation ................................ ................................ ...................... - 18 - 
g) Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz ................................ ..............................  - 19 - 
6. Rahmenbedingungen ................................ ................................ ...............................  - 19 - 
6.1. Raumgestaltung ................................ ................................ ................................ ....... - 19 - 
6.2. Leistungsübersicht ................................ ................................ ................................ ... - 20 - 
6.3. Öffnungs- und Schließzeiten ................................ ................................ .................... - 20 - 
7. Kontakt ................................ ................................ ................................ ..................... - 21 - 
Literaturverzeichnis ................................ ................................ ................................ ......... - 22 - 
 
 
 
 
 
Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird in der vorliegenden Rahmenkonzeption die männliche 
Sprachform bei personenbezogenen Substantiven und Pronomen verwendet. Dies soll keinesfalls 
eine Benachteiligung des weiblichen Geschlechts implizieren, sondern ist im Sinne der sprachlichen 
Vereinfachung als geschlechtsneutrale Formulierung zu verstehen.

- 1 - 
 
1. Der Träger 
Inspiriert durch ausländische Kindertagesstätten setzte sich Dr. Jürgen Reul das Ziel, Kindern 
und Eltern auch in Deutschland eine qualitativ hochwertige und zugleich zeitlich flexible 
Kinderbetreuung zu bieten. Die ersten zwei Villa Luna Kindertagesstätten öffneten 2005 ihre 
Türen und seitdem verschaffen unsere bilingualen Einrichtungen Kindern im Alter von 4 Mo-
naten bis zum Schuleintritt vielfältige Erfahrungs- und Entwicklungsspielräume.  
Die Bedürfnisse von Kindern und Eltern stehen bei uns jederzeit gleichermaßen im Vor-
dergrund: Getreu dem Motto „Ein guter Start währt ein Leben lang!“ erkennen unsere kompe-
tenten und einfühlsamen Fachkräfte die Talente und Stärken der Kinder frühzeitig und können 
diese – u.a. bedingt durch kleine Gruppen und den erhöhten Fachkraftschlüssel – gezielt för-
dern. Neben den Aspekten der Pädagogik und der bilingualen Betreuung auf Deutsch und 
Englisch liegen uns die flexiblen Betreuungszeiten am Herzen, die unseren modernen gesell-
schaftlichen Gegebenheiten gerecht werden und so Beruf und Familie vereinbar machen. In 
diesem Zusammenhang stellt Villa Luna auch maßgeschneiderte Firmenkontingente für Mit-
arbeiter von kooperierenden Unternehmen bereit, was unsere Kindertagestätten für Eltern und 
Unternehmen gleichermaßen interessant macht. 
Entwicklung des Unternehmens: 
2005 Eröffnung in Aachen und Düsseldorf-Flehe 
2008 Eröffnung in Düsseldorf-Grafenberg 
2009 Partnerschaft und Joint Venture mit der Klett-Gruppe 
2010 Eröffnung in Frankfurt-Sachsenhausen – 2017 Übergabe an einen regionalen Träger 
2011 Eröffnung in Prag (Tschechien) – 2018 Übergabe an einen regionalen Träger 
2012 Eröffnung in Düsseldorf-Südring und in Hamburg-Winterhude 
2013 Eröffnung in Köln und Hannover 
2014 Eröffnung in Berlin-Charlottenburg 
Heute betreibt die Villa Luna acht Kindertagesstätten in vier Bundesländern. Weitere Standorte 
sind in Planung. 
 
Qualität und Fachkompetenz haben für uns einen hohen Stellenwert. Daher auditieren wir 
unsere Einrichtungen in einem 2-Jahres-Rhythmus. In Berlin findet dies zusätzlich zur exter-
nen Evaluation des Senats statt. 
Gleichzeitig evaluiert die Klett Gruppe als renommiertes Bildungsunternehmen und Mutterun-
ternehmen der Villa Luna Kindertagesstätten regelmäßig die Qualität unserer Abteilungen und 
pädagogischen Arbeit an den Standorten.  
1.1 Ethische Haltung & Werte 
Grundsätzlich sind die Wertvorstellungen in jeder Gesellschaft unterschiedlich. Bei Villa Luna 
legen wir Wert auf eine offene Haltung zur Interkulturalität. Diese wird vor allem durch Fa-
milien verschiedener Herkunft geprägt, die sich aufgrund des bilingualen Sprachangebots bei 
uns besonders wohlfühlen. Sowohl Eltern und Kinder mit unterschiedlichen kulturellen Wurzeln 
als auch unsere englischsprachigen Mitarbeiter bereichern das Zusammenleben bei Villa Luna 
z.B. durch das Einbringen von internationalen Festen, landestypischen Speisen oder anderen 
Kulturgütern. So erleben Kinder bei Villa Luna schon früh Toleranz und Weltoffenheit.

- 2 - 
 
Die individuellen Bedürfnisse der Kinder und Familien stehen  in den Villa Luna Kindertages-
stätten im Mittelpunkt. Gemeinsam mit den Eltern sorgen wir für eine gesunde Entwicklung, 
Ernährung und Anerkennung der Kinder.  
 
Eine ausgeprägt positive Fehlerkultur ist zudem Teil des Villa Luna Alltags. Ohne Fehler gibt 
es keine Weiterentwicklung, weshalb wir offen und konstruktiv miteinander und mit den even-
tuell geschehenen Fehlern umgehen. Wir sind ein lernendes Unternehmen, das sich ständig 
weiterentwickelt. Dementsprechend werden die Normen und Regeln in den Einrichtungen re-
gelmäßig überarbeitet und den jeweiligen Bedürfnissen der M enschen im Haus angepasst . 
Dabei werden so viele Ebenen wie möglich partizipativ eingebunden. 
 
Umwelt- und Nachhaltigkeit leben wir in unseren Kindertagesstätten durch aktive Beteiligung 
an Recyclingprozessen sowie durch die Bewusstseinsentwicklung für die Umwelt und deren 
Pflege. Die Anzucht von Blühpflanzen für den Insektenerhalt sowie von Nutzpflanzen (z.B. 
Erdbeeren) ist integriert. Zusätzlich zu Ausflügen aller Art gehen die Gruppen regelmäßig in 
die Natur (z.B. in den Wald), um die Umwelt für unsere Kinder erfahrbar zu machen. In den 
Häusern achten wir auf ressourcenorientierten Umgang mit Materialien und ve rwenden Re-
cyclingprodukte. 
 
Höflichkeit und Freundlichkeit sowie das klare und direkte Ansprechen von Unstimmigkeiten 
sind für uns selbstverständlich und sorgen für Authentizität und Sicherheit. Ehrlichkeit ist ein 
Wert, der bei Villa Luna großgeschrieben wird. Wir können verschiedene Ansichten haben und 
gleichzeitig wertschätzend miteinander umgehen und Kompromisse finden.  
Durch Rituale im Alltag, wie dem gemeinsamen Morgenkreis oder bestimmten Melodien zum 
Aufräumen, wird den Kindern Sicherheit vermittelt. Es ist uns wichtig, dass bei allen Beteilig-
ten Klarheit über die Abläufe besteht. Regeln, auf die sich mit Kindern oder Mitarbeitern geei-
nigt wurde, werden bis zum offiziellen Dementieren eingehalten. Gleichheit und Fairness im 
Umgang miteinander haben ebenso einen hohen Stellenwert, wie Mitgefühl und Respekt vor 
individuellen Unterschieden. Als moderne Einrichtung spielt die geschlechterbewusste Pä-
dagogik eine entscheidende Rolle in der kindlichen Bildung für uns. 
 
Für die körperliche und seelische Unversehrtheit haben wir in unserem Schutzkonzept 
klare Richtlinien entwickelt (vgl.5.1.). Zusätzlich tauschen sich die Pädagogen in k ollegialen 
Beratungen regelmäßig zu Themen des Kinderschutzes aus. 
  
1.2 Bild vom Kind 
„Kinder werden nicht erst zu Menschen, sie sind bereits welche." (Korczak, 1985) 
Jedes Kind ist einzigartig und wächst in einem individuellen Familiensystem auf. Wir betrach-
ten das Kind stets ganzheitlich. Wir begegnen ihm auf Augenhöhe und nehmen seine Bedürf-
nisse ernst. Wertschätzend blicken wir auf die Stärken und das Potential des Kindes und holen 
es dort ab, wo es steht. Wir geben ihm Raum für seine Entwicklung, ohne es einzuengen. 
Dabei folgen wir der Begeisterung des Kindes und fördern seinen natürlichen Wissensdrang 
gezielt. Wir lernen mit und von den Kindern. Unsere Kinder sind die Zukunft und wir behan-
deln sie respektvoll.

- 3 - 
 
1.3 Inklusion und Vielfalt 
 
Bei Villa Luna legen wir sehr viel Wert auf Vielfältigkeit und den heterogenen Blick auf das 
Kind. Die Kinder wachsen so mit dem Wissen auf, dass jeder Mensch ein willkommener Teil 
der Gesellschaft sein sollte und erleben, dass Unterschiede den Alltag bereichern. Dies ist 
für uns ein selbstverständlicher Teil unseres Bildungsauftrags, und nicht zuletzt möchten wir 
auf diese Weise auch dem Anspruch der UN-Kinderrechtskonvention von 2009 gerecht wer-
den. 
Das Villa Luna Vielfalt lebt, wird unter anderem in unserer interkulturellen Arbeitsweise durch 
den Einsatz von englischsprachigen Mitarbeitern -, aber auch durch unseren Grundgedanken, 
jedes Kind in seiner Individualität anzunehmen, deutlich. Wir begleiten Kinder situationsorien-
tiert und gehen auf die individuellen Bedürfnisse ein. Wir bieten Raum, um das Zusammenle-
ben in einer vielfältigen Gesellschaft zu lernen. Dabei ermöglichen wir Zugehörigkeit und Ge-
meinschaft.  
Die gute Personalausstattung und Kompetenzvielfalt in unseren Einrichtungen ist eine Grund-
voraussetzung im Umgang mit den Unterschiedlichkeiten der Kinder und bildet eine Säule der 
inklusiven Arbeit bei Villa Luna. 
Jedes Kind hat ein Recht auf Teilhabe an der Gesellschaft, unabhängig d avon, welcher Her-
kunft es ist und welche Herausforderungen in seinem Leben bewältigt werden müssen.  Wir 
arbeiten stetig daran, alle Barrieren auf ein Minimum zu reduzieren. 
Die Grundvoraussetzung für eine gelungene inklusive Arbeit ist die positive und se nsibilisie-
rende Kommunikation zwischen Träger und Leitung, Mitarbeitern und Eltern. Sie erfordert eine 
vorurteilsbewusste und geschlechtersensible Haltung, die jedes Kind in seiner Einzigartigkeit 
fördert und nicht zuletzt die unterschiedlichen Kulturen einschließt.  
Das Thema Inklusion wird bei Villa Luna prozessorientiert betrachtet. Wir hinterfragen regel-
mäßig unser pädagogisches Angebot (Fachexpertise, Raum -Material Angebot, Betreuungs-
zeiten) und passen unser Konzept den individuellen Bedürfnissen der Kinder und Familien an. 
Villa Luna möchte sich zum Thema Inklusion beteiligen und sich bei einer übergeordneten 
Konzeptionsentwicklung zur Inklusion einbringen. Unser Konzept sieht vor, dass wir je nach 
Ländervorgaben, Frühförderkräfte ode r Inklusionshelfer in unsere Arbeit einbeziehen. Eine 
vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen Beteiligten ist die Grundvoraussetzung für eine ge-
lungene Inklusion der Kinder und Familien.  
Um Kindern mit (drohender) Behinderung eine soziale Teilhabe in unseren Kindertagesstätten 
zu ermöglichen und um diese frühzeitig zu fördern, nutzen wir bei Bedarf in Kooperation mit 
den Eltern heilpädagogische Leistungen aus dem Bundesteilhabegesetz ( BTHG ).  
2. Pädagogische Qualität  
Die Bildungsbereiche der Villa Luna Kindertagesstätten im Überblick: 
✓ Gesundheit: Ernährung & Motorik 
✓ Kommunikation: Sprachförderung  
✓ Personale & interpersonale Kompetenz  
✓ Kreativität & Musik  
✓ Natur & Technik 
✓ Digitale Pädagogik 
✓ Schulvorbereitung

- 4 - 
 
2.1 Bildungsbereich Gesundheit 
a) Ernährung 
Durch unser umfangreiches Ernährungskonzept unterstützen wir eine gesundheitsfördernde, 
vollwertige Verpflegung und die Ernährungsbildung. Villa Luna bietet den Kindern, täglich ein 
frisch zubereitetes Mittagessen. Dies wird möglichst in  der hauseigenen Küche zubereitet. 
Nicht in allen Einrichtungen ist es nicht möglich, eine eigene Küche zu betreiben. Hier legen 
wir einen besonderen Wert auf d ie sorgfältige Auswahl von externen Lieferanten , damit wir 
unseren Kindern weiterhin gesunde und vollwertige Mahlzeiten anbieten können. Wir verwen-
den hauptsächlich regionale und saisonale Produkte sowie weitestgehend Lebensmittel aus 
biologischem Anbau. Villa Luna verzichtet in der Regel auf die Verwendung von Industriezu-
cker; Ausnahmen werden bei Feiern und Festen gemacht.  Eine individuelle Anpassung der 
Speisepläne und Rücksichtnahme bei Kindern mit Allergien ist selbstverständlich.  
 
Villa Luna hat ein umfangreiches Ernährungskonzept entwickelt. Die Zusammensetzung der 
Mahlzeiten orientiert sich an den laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) in verschie-
denen Entwicklungsstufen empfohlenen Richtlinien für die verschiedenen kindlichen Altersstu-
fen. Gleichzeitig wird diesbezüglich eine pädagogische Handlungsempfehlung verschriftlicht. 
Inhalt ist u.a., dass Kinder an Themen rund um die Ernährung beteiligt werden, indem sie z.B. 
die Speisepläne mitgestalten dürfen und anschließend per Votum mitteilen können , wie es 
ihnen geschmeckt hat. Unsere Kindertagesstätten werden derzeit von der DGE mit dem Zer-
tifikat „Fit Kid“ geprüft und ausgezeichnet. 
 
Bei Villa Luna gibt es kindgerechtes Geschirr und Besteck, mit dem sich die Kinder selb-
ständig auftun und essen können. Da die Kost in getrennten Schalen angeboten wird, stellen 
sich Kinder ihre Mahlzeit individuell zusammen. In Projekten probieren wir außerdem leckere 
Rezepte aus und lernen in Zusammenarbeit mit unseren Köchen den Umgang mit und die 
Zubereitung von Lebensmitteln kennen. Ernährungserziehung wird so zum aktiv ge - und er-
lebten Bildungsthema. 
b) Physisches und psychosoziales Wohlbefinden 
Ausschlaggebend für das Wohlbefinden jedes Kindes sind eine gesunde Physis und die geis-
tige Gesundheit. Um die Bedürfnisse der Kinder bestmöglich zu bedienen, sind wir im ständi-
gen Austausch mit Eltern und Kindern und gehen empathisch auf die Bedürfnisse der Familien 
ein. Neben einer regelmäßigen Prophylaxe durch ansässige (Zahn-)Ärzte und Gesundheits-
ämter vermitteln wir bei Bedarf auch den Kontakt zu regionalen Beratungsstellen und Thera-
peuten.  
Das Wohl der Kinder steht jederzeit im Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit. Durch pädagogi-
sche Themen und Projekte ermutigen wir die Kinder, Mut zur Individualität zu haben und be-
stärken sie in ihrer Meinungsbildung und -äußerung. In Gesprächen mit den Kindern werden 
gemeinsam Regeln für ein faires Miteinander abgestimmt. So findet schon früh eine empathi-
sche Bewusstseinsbildung und Gewaltprävention statt.  
Die Abteilung für Arbeitssicherheit ist bei Villa Luna für das Controlling der Bereiche Unfallprä-
vention, Betriebssicherheit und Hygiene zuständig. Neben regelmäßigen TÜV-Prüfungen or-
ganisiert sie Schulungen in den Bereichen Erste Hilfe, Brandschutz und Sicherheit. 
Unser Hygienekonzept schließt die jährliche Schulung aller pädagogisch en und hauswirt-
schaftlichen Mitarbeiter ein. Zusätzlich zum detaillierten Reinigungsplan ist die Einhaltung der

- 5 - 
 
HACCP Regelungen ein Standard in unseren Kindertagesstätten. Den Kindern und Eltern wird 
im täglichen Ablauf die Wirksamkeit verschiedener Regelungen im Hygienebereich verdeut-
licht.  
Auf Themenelternabenden informieren wir die Eltern außerdem zu den jeweils anstehenden 
Präventionsprogrammen in unseren Kindertagesstätten. 
 
c) Motorik 
„Die Bewegung in den ersten Lebensjahren besitzt einen großen Anteil an der kognitiven, 
emotionalen und sozialen Entwicklung des Kindes und damit auch auf die sprachlichen Aneig-
nungsprozesse. Bei einem Säugling, der über seine Sinnesorgane die Außenwelt wahrnimmt, 
das Erlebte dann kognitiv verarbeitet und sich im Anschluss durch eine Bewegungshandlung 
‚äußert‘, werden die neuronalen Zentren im Gehirn stimuliert und damit Nervenverbindungen 
aufgebaut bzw. verstärkt. Diese Nervenverbindungen bilden die Grundla ge für abstrakte und 
symbolische Denkprozesse und damit auch für die Entwicklung der Sprache.“ (Buchner, 1997) 
 
In unseren Einrichtungen stellen wir den Kindern genügend Raum und Zeit zur Verfügung, 
sich selbst und ihre Umwelt wahrzunehmen. Wir gestalten unsere Räume ansprechend  
und zu Bewegung motivierend. Um die rasante Entwicklung in den ersten drei Lebensjahren 
adäquat zu unterstützen, legen wir ein besonderes Augenmerk auf die Krippenräume. So sor-
gen wir für verschiedene Untergründe, Stufen (Podeste), Verstecke, Sprossenleitern, Schau-
keln, Höhlen, Materialien mit verschiedenen Oberflächen und unterschiedliche Lichtverhält-
nisse. Zudem werden für die jeweilige Altersstufe explizite Bewegungsangebote in unseren 
Turnhallen oder im Freien angeboten. Im Elementarbereich erhalten die Kinder zusätzlich 
flexible Materialangebote, die ihre Kreativität und Feinmotorik weiter ausbilden.  
Ein besonders beliebter Bewegungsimpuls für Mitarbeiter, Eltern und Kinder sind gemeinsame 
Sportfeste oder die Teilnahme an Firmenläufen.   
Das Bewegen im Freien ist uns sehr wichtig.  Nach Möglichkeit bieten uns ere Einrichtungen 
den Kindern täglich das Spiel auf dem Außengelände mit vielen abwechslungsreichen Bewe-
gungsmöglichkeiten an.  In regelmäßigen Abständen besuchen die Kinder angrenzende Wäl-
der und erleben die Natur mit allen Sinnen. Weiterhin nutzten wir angrenzende Spielplätze, 
um die vielfältigen variablen Bewegungsmöglichkeiten zu erkunden. 
 
2.2 Bildungsbereich Kommunikation 
Sprachförderung 
„Die Sprache ist der Schlüssel zur Welt.“ (Humbolt, 1767-1835) 
Der Spracherwerb ist ein umfassender Prozess in der Entwicklung der Kinder. Grundlage ist 
die sozial-emotionale Bindung zur Bezugsperson, denn Kinder haben ein natürliches Bedürfnis 
zu kommunizieren. Bei Villa Luna nutzen wir jede Bildungs- und Lernsituation sowie die vielen 
alltäglichen Situationen, um die Sprachfreude bei den Kindern anzuregen . Wir legen viel 
Wert auf sprachliche Vielfalt. Diese wird im Alltag sichtbar gemacht und wertgeschätzt.  All-
tagsintegrierte sprachliche Bildung bedeutet für Villa Luna, dass die pädagogischen Mitarbeiter 
jede Gelegenheit dazu nutzen , um mit den Kindern in den Dialog zu gehen, ihr Handeln 
sprachlich zu begleiten und Sprachanregungen zu geben. Sie verstehen sich als Sprachvorbild 
und passen ihr Sprachniveau der jeweiligen Entwicklungsstufe des Kindes an.  
Den Sprachentwicklungsprozess sehen wir nicht als isolierten Vorgang, sondern verstehen ihn 
als ein Teil der Gesamtentwicklung des Kindes.

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Zur Einschätzung des Sprachstands, bedienen wir uns der sogenannten BaSik-Bögen (Zim-
mer, BaSik 2019) und unterstützend für Kinder mit anderer Muttersprache den Beobachtungs-
bogen sismik (Ulich, sismik,2003) 
Die pädagogischen Mitarbeiter sorgen , im Alltag eingebettet , für gezielte Angebote , um die 
Sprachentwicklung zu unterstützen. Die pädagogischen Fachkräfte werden in ihrer Dokumen-
tation und in der Förderung der Kinder durch benannte Sprachförderkräfte an ihrem Standort 
unterstützt. Diese treffen sich regelmäßig im Arbeitskreis des Trägers ‚Alltagsintegrierte 
Sprachförderung‘, um die Qualität der Angebote zu reflektieren und weiterzuentwickeln. 
       
2.3 Bildungsbereich ‚Personale & interpersonale Kompetenz‘ 
Grundvoraussetzung für die gesunde Entwicklung eines Kindes ist die Qualität der es umge-
benden sozialen Beziehungen. Zudem gehören gut ausgebildete emotional -soziale Fähig-
keiten zu den Voraussetzungen für die Schulfähigkeit (vgl. 2.4). Durch die menschliche Inter-
aktion in der Kindertagesstätte lernen die Kinder sich selbst und andere mit ihren Möglichkei-
ten und Grenzen in der Gemeinschaft kennen , und lernen auch, diese zu akzeptieren. Ein 
wichtiger Fokus liegt bei unserer pädagogischen Arbeit deshalb auf der Vermittlung von sozi-
alen Fähigkeiten. Zudem möchten wir den Kindern nahebringen, wie sie ihren Gefühlen Aus-
druck verleihen können. Indem unsere pädagogischen Mitarbeiter die Gefühlszustände be-
nennen, übernimmt das Kind mit der Zeit immer mehr Verantwortung  für sich selbst und das 
soziale Miteinander. Dabei entscheiden die Fachkräfte auf empathischer Ebene, ob es für das 
Kind wichtig ist, sich durchzusetzen oder Kompromisse einzugehen. Unsere Arbeit ist  durch 
den Leitsatz „Hilf mir, es selbst zu tun.“ (Montessori, 2005) geprägt. Wir zeigen den Kindern, 
wie sie die Dinge selbst in die Hand  nehmen können, und arbeiten lösungsorientiert an The-
men, die sie beschäftigen.  
Das Entwickeln von sinnvollen Regeln in der Gemeinschaft geschieht in partizipativer Abstim-
mung zwischen den Erwachsenen und den Kindern. Dies gibt allen Beteiligten einen sozialen 
Rahmen und stärkt die Sicherheit und das Selbstwertgefühl.  
2.4 Bildungsbereich ‚Schulfähigkeit‘ 
Um als schulfähig erachtet zu werden , muss ein Kind körperlich-gesundheitliche, kognitive, 
motivationale, soziale und emotionale Voraussetzungen erfüllen. Da wir im Alltag der Villa 
Luna Kindertagesstätten vom ersten Tag an damit beginnen, diese Bereiche zu stärken, fängt 
die Schulvorbereitung im weiteren Sinne bei uns schon in der Krippe an. Zusätzlich gibt es im 
letzten Jahr vor der Einschulung e in Vorbereitungsjahr mit einem expliziten Vorschulpro-
gramm.  Hier werden die Kinder im Alter zwischen 4 und 6 Jahren (je nach Einschulungszeit-
punkt) in Kleingruppen intensiv auf das schulische Lernen vorbereitet. Die Vorschulpädagogen 
legen ihren Schwerpunkt je nach Förderbedarf der Gruppe/des Kindes individuell fest. Abge-
sehen davon arbeiten wir in Projekten, und die Kinder werden an der Auswahl der Themen 
partizipativ beteiligt. So lernen sie Selbstwirksamkeit, ihre Neugier wird gestärkt, und die Kom-
munikationsfähigkeit wird ausgebaut. Durch verschiedene Angebote, in denen Kooperationen 
gebildet werden, lernen die Kinder außerdem, Rücksicht aufeinander zu nehmen. Wichtig ist 
uns darüber hinaus, die Frustrationstoleranz der Kinder zu unterstützen. Nicht zuletzt soll 
das Villa Luna-Vorschulprogramm ein Verständnis von Formen, Mengen und Zeichen vermit-
teln, ohne, dass wir schulischen Lernstoff vorwegnehmen. Vielmehr gehen wir – wann immer 
es möglich ist – Kooperationen mit Grundschulen bzw. i nternationalen Schulen ein, und 
bauen so wertvolle Brücken, die den Übergang von der Kindertagesstätte in d ie Schule er-
leichtern (vgl. 4.).

- 7 - 
 
2.5 Bildungsbereich ‚Kreativität und Musik‘ 
Die Villa Luna Kindertagesstätten bieten Kindern vielfältige Möglichkeiten , ihrer Kreativität 
freien Lauf zu lassen. Zusätzlich zu den Kreativangeboten in den Gruppenräumen bieten ei-
nige Häuser ein Atelier/einen Projektraum, in dem weitere unterschiedliche Angebote statt-
finden. Der Fokus liegt hier auf der freien Gestaltung: Es wird prozessorientiert gearbeitet; 
die Ergebnisse sind zweitrangig.  
Einige Standorte verfügen zudem über einen sogenannten  Malort (Stern, 1998), der durch 
eine zertifizierte Fachkraft angeboten wird. Ein wichtiges Kriterium im Malort ist, dass das Mal-
spiel in einer altersgemischten Kleingruppe stattfindet. Der pädagogische Mitarbeiter steht den 
Kindern in dienender Haltung zur Verfügung und stellt eine bewertungsfreie At mosphäre si-
cher. Die Bilder werden diskret behandelt.  
Die Entwicklung des musischen Gehörs findet bei Villa Luna durch in den Alltag eingebun-
dene Lieder, Reime und die Nutzung von Orff-Instrumenten statt. In täglichen Morgen-/Sing-
kreisen bekommen die Kinder die Möglichkeit , ihren Gefühlen über musikalische Wege Aus-
druck zu verleihen. Je nach  Möglichkeit werden auch Gitarre und Klavier zum Einsatz ge-
bracht. An einigen Standorten kooperieren wir hierzu mit ortsansässigen Musikschulen.  
2.6 Bildungsbereich ‚Naturwissenschaften‘ 
Kinder sind von Natur aus Forscher und erkunden ihre Umwelt mit allen Sinnen. Bei Villa Luna 
stellen wir die Bedürfnisse der Kinder in den Vordergrund und fokussieren Themen, für die sie 
sich begeistern. So finden sich in allen Häusern „Aktionstabletts“ (Org & Eggert, 2016), „For-
scherkisten“, oder „Forscherecken“: Durch das dortige Angebot können  unsere Kinder früh 
naturwissenschaftliche Zusammenhänge begreifen lernen. Um professionelle MINT-Ange-
bote (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) durchführen zu können, neh-
men unsere Fachkräfte regelmäßig an Fortbildungen vom „Haus der kleinen Forscher“  
(www.haus-der-kleinen-forscher.de) teil. An einigen Standorten sind zudem externe Experten 
(wie z.B. eine Diplom-Chemikerin) angestellt, die gezielt naturwissenschaftliche Angebote für 
Kinder anbieten.  
2.7 Bildungsbereich ‚Medienkompetenz‘ 
Bei Villa Luna wollen wir die Kinder intellektuell, emotional und sozial auf die vielfältigen 
Anforderungen des 21. Jahrhunderts  vorbereiten. In unserem  Zeitalter sind die unter-
schiedlichsten Medien täglicher Bestandteil der menschlichen Lebenswelt, weshalb wir uns 
am Motto: „Die Welt braucht digital starke Kinder und keine digitalen Analphabeten.“ (Wocken-
fuß, 2018) orientieren.  
In unseren Kindertagesstätten nutzen Kinder Medien als Lerninstrument und werden dazu 
angehalten, diese gleichzeitig kritisch  zu hinterfragen . Zur Suchtprävention wird der be-
wusste Einsatz von Präsenz und Abstinenz der Medien begleitet. Unsere Fachkräfte inspirie-
ren die Kinder, z.B. mit digitalen Medien kreativ umzugehen, sie zu verstehen und weiterzu-
entwickeln (z.B. mit Materialien von „Robo Wunderkind“ oder der „Haba Digitalwerkstatt“).  In-
dem wir unsere Kinder an den aktiven, kreativen Umgang mit modernen Medien heranführen, 
möchten wir vermeiden, dass sie zu nicht reflektierenden Konsumenten werden. Zeitgemäße 
Medienpädagogik bedeutet deshalb für uns, dass wir z.B. digitale Tools nutzen, um pädago-
gische Ziele besser umsetzen zu können, z.B. in den Bereichen Sprachförderung, Naturwis-
senschaften, Kunst - und Bewegungsförderung  sowie zum allgemeinen Kompetenzerwerb.  
Folgende Situationen zeigen Praxisbeispiele aus unseren Einrichtungen: 
• Kinder nehmen mithilfe einer Digitalkamera/eines Tablets eine Fotogeschichte auf, aus 
der sie anschließend ein Bilderbuch, oder über einen Beamer ein Bilderbuchkino ge-
stalten.

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• Über Mini-Aufnahmegeräte sammelt eine Gruppe von Kindern Geräusche und eine 
andere Gruppe darf raten, was zu hören ist. 
• Kinder erforschen ihre Umwelt mit einer Mikro-/Endoskop-Kamera und begreifen so die 
sonst wenig greifbare Vielschichtigkeit der Welt. 
Durch unsere digitalen Angebote möchten wir die analoge Welt nicht ersetzen, sondern unter-
stützen sie und schaffen zusätzliche Erlebnisräume.  
 
2.8 Methoden in der Praxis 
a) Partizipation & teiloffene Arbeit 
 „Partizipation heißt, Entscheidungen, die das eigene Leben und das Leben der Gemeinschaft 
betreffen, zu teilen und gemeinsam Lösungen zu finden.“ (Prengel, 2010)  
Die Villa Luna Kindertagesstätten sind Orte der Demokratie. Die Kinder werden als Exper-
ten für ihre eigenen Belange und die  Bedürfnisse der Gruppe gesehen. Die pädagogischen 
Mitarbeiter geben den Kindern die Unterstützung, die sie benötigen, um eigene Lösungen für 
ihre Probleme zu finden und Entscheidungskompetenz und Selbstwirksamkeit zu erfahren. Die 
Kinder lernen so, Verantwortung für sich und ihre Belange zu übernehmen. Gleichzeitig unter-
stützen wir durch diese partizipative Haltung den Kinderschutz. 
Bereits in der Kr ippe werden Kinder bei uns  im Alltag partizipativ beteiligt. Sie könne n bei-
spielsweise über Piktogramme Abstimmungen über Lieder und Fingerspiele vornehmen, ent-
scheiden, wer sie bei pflegerischen Tätigkeiten begleiten soll , und ihre Speisen selbst aus-
wählen. Wenn Krippenkinder noch nicht sprechen können, erfolgt die  Beteiligung über die 
Wahrnehmung ihrer Körpersprache (Gestik und Mimik). So verziehen z.B. Kinder, die etwas 
nicht mögen, in der Regel das Gesicht. Dies wird sehr aufmerksam beobachtet und entspre-
chend gehandelt.  
Im Elementarbereich wählen die Kinder in den Morgenkreisen ebenfalls Inhalte durch Pikto-
gramme aus und der Ablauf des Morgenkreises wird bildlich, d.h. für alle Ki nder verständlich 
auf einem Tagesplan zusammengefasst. Auf diese Weise können die Kinder den Morgen-
kreis selbständig anleiten und sind nur in geringem Maße auf die Beteiligung von Erwach-
senen angewiesen. So wird beispielsweise die Anwesenheit der Kinder aufgenommen und die 
Tischdienst-Kinder zählen, wer anwesend ist, um dies an den Koch zu melden. Zudem werden 
anstehende Pläne für den Tag besprochen und aktuelle Projekte vorgestellt.  
Die Belange der Kinder haben bei Villa Luna Priorität. Unsere pädagogischen Mitarbeiter 
sind angehalten, die Themen der Kinder wahrzunehmen und auf sie einzugehen (s.u.). Bei der 
Lösung von Problemen werden die Kinder mit einbezogen und ihre Ideen zu Gruppenregeln, 
Ausflügen, Projektthemen, Raumgestaltung etc.  werden angehört und ernstgenommen. Die 
Fachkräfte gehen dazu mit den Kindern in einen konstruktiven Dialog. Zu umfassenden The-
men werden Ausschüsse mit denjenigen Kindern gebildet, die Interesse haben, das jeweilige 
Thema zu vertiefen. Abstimmungen finden je nach Thema entweder offen oder geheim, z.B. 
durch Abgabe von Glasnuggets (sogenannten Muggelsteinen), statt. Im Kinderparlament fin-
den sich schließlich Vertreter aus verschiedenen Gruppen zusammen , um gruppenübergrei-
fende Themen anzugehen.  
Bei Villa Luna wird nach dem teiloffenen Konzept gearbeitet. Die Gruppenzugehörigkeit  mit 
festen Bezugspersonen gibt den Kindern Sicherheit und Verlässlichkeit. Gleichzeitig bildet die 
Arbeit in Klein- und Projektgruppen einen Schwerpunkt bei Villa Luna; einige Angebote bieten

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wir auch gruppenübergreifend an. So sichern wir eine hohe pädagogische Qualität  und 
individuelle Präsenz am einzelnen Kind. Die Auswahl der Projekte wird durch Beobachtun-
gen und Dokumentationen der Fachkräfte aufgenommen und mit den Kindern abgestimmt. 
Gemeinsame Veränderungen, Planungen und Abstimmungsprozesse werden durch Bildpro-
tokolle für Kinder und Eltern festgehalten und transparent gemacht. 
Für den Kinderschutz ist es wichtig, dass die Kinder lernen , ihre Befindlichkeiten zu äußern. 
Deshalb haben wir ein System zum Beschwerdemanagement eingerichtet. Hierzu gehört 
u.a., dass die Elementarkinder jeden Freitag zur Reflexion der Woche sensibilisiert werden: 
Verschiedene Gegenstände symbolisieren hierbei, was ein Kind in der Woche als schwer oder 
schön empfunden hat, und was es sich wünscht. Die Ergebnisse werden von den Pädagogen 
dokumentiert. 
Um das Wohl der Kinder zu unterstützen, legen wir bei Villa Luna großen Wert auf eine part-
nerschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern.  Um eine fundierte 
Grundlage hierfür zu schaffen, werden in unserer Kita-Verfassung die Mitbestimmungsrechte 
der Kinder schriftlich festgehalten. Nachdem alle Mitarbeiter der jeweiligen Kindertagesstätte 
das Schriftstück unterzeichnet haben, wird es im Anmeldeprozess an alle Eltern ausgehändigt. 
Eltern erhalten zudem Beratung, Informationen und ebenfalls ein Mitspracherecht. Indem wir 
ihre Rückmeldungen, Erwartungen und Wünsche in unserer täglichen pädagogischen Arbeit 
berücksichtigen, vermitteln wir ihnen, dass auch sie das Geschehen in der Kindertagesstätte 
beeinflussen können, und ermutigen sie, aktiver Teil des Kita -Alltags zu werden. Zum einen 
sind sie eingeladen, sich z.B. an Festplanungen oder Veränderungen des Außengeländes zu 
beteiligen. Zum anderen bieten wir ihnen die Möglichkeit, schriftlich (auch anonym) ihr Feed-
back zu Veranstaltungen, Elternabenden, oder zum Kita-Alltag in einem Postkasten vor dem 
Büro zu hinterlassen. Gesprächswünsche, die über die Entwicklungsdokumentation und den 
Elternrat hinausgehen, werden zeitnah möglich gemacht.   Zusätzlich finden im Rahmen der 
Auditierung zur Qualitätssicherung jährliche Elternbefragungen durch den Träger statt. 
Auch die pädagogischen Mitarbeiter werden bei Villa Luna partizipativ an Themen beteiligt. 
Wir arbeiten stärkenorientiert und wertschätzend miteinander und beziehen die Kollegen 
aktiv in Entscheidungsprozesse ein. Da an jedem Standort unterschiedliche Menschen aufei-
nandertreffen, entscheidet bei Villa Luna jedes Team individuell, welche Regeln und Verein-
barungen in der jeweiligen Kindertagesstätte gelten. Partizipation ist ein Wachstumsprozess, 
der stets aktiv bleibt, weil sich die Bedürfnisse der Beteiligten regelmäßig ändern. Im Fokus 
steht für uns dabei, die Kinder vom ersten Tag an dazu zu animieren, mündige Teile der Ge-
sellschaft zu sein. Durch Transparenz unsererseits und das aktive Mitwirken an Prozessen 
ihrerseits werden für alle Beteiligten Selbstwirksamkeit und Selbstwertgefühl erfahrbar und die 
Kinder erwerben Resilienz.  
b) Das Freispiel 
Das freie Spiel hat für uns einen hohen Stellenwert i n der pädagogischen Arbeit. Die Kinder 
setzen sich dabei aktiv mit ihrer Umwelt auseinander und erforschen  diese selbständig. 
Dadurch wird die Phantasie gefördert, sie verarbeiten Eindrücke, entwickeln Fähigkeiten wie 
Fein- und Grobmotorik, zeigen Eigeninitiative, Konzentration, Ausdauer, und lernen, Koopera-
tionen mit anderen Kindern einzugehen. Sie entscheiden frei über ihren Spielort, Materialien, 
den Inhalt des Spiels, Spielpartner und Spieldauer , was die Selbstwirksamkeit fördert und 
Selbstbildungspotentiale ermöglicht.

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Zusammengefasst trägt das Freispiel einen wesentlichen Teil zur Persönlichkeitsentwicklung 
bei, weshalb die Kinder bei Villa Luna im Alltag viele Gelegenheiten geboten bekommen, um 
in ihrem eigenen Tempo ihre Möglichkeiten und Grenzen zu erfahren. 
Den pädagogischen Mitarbeitern ermöglicht das freie Spiel , die Kinder in  Interaktion zu be-
obachten und zu erkennen, welche Interessen für sie gerade von Belang sind. Dies ist sowohl 
für die Bildungsdokumentation (vgl.5.2.) als auch für die Projektplanung nützlich. 
2.9 Gender und geschlechterspezifische Pädagogik 
Ziel der geschlechterbewussten Pädagogik in den Villa Luna Kindertagesstätten ist es, stere-
otype Rollenbilder zu vermeiden. So sind alle Angebote unabhängig des Geschlechts für jedes 
Kind zugänglich. Die Kinder können in den für sie passenden Bereichen jene Kompetenzen 
entwickeln, die ihren individuellen Neigungen entsprechen.  
 
Die pädagogischen Mitarbeiter stellen sich diesbezüglich in ihrer Arbeit regelmäßig folgende 
Fragen:  
 
• Sind die Angebote für alle Geschlechter ansprechend gestaltet? 
• Haben alle Kinder den gleichen Zugang zu unseren Materialien? 
• Bieten wir alle Bildungsbereiche genderkonform an? 
• Werden Unterschiede wahrgenommen und akzeptiert? 
• Beschäftigen wir Männer in den Kindertagesstätten? 
 
Für die Entwicklung der Kinder spielt die Bindung zu ihren Bezugspersonen eine entschei-
dende Rolle. Um sowohl Jungen als auch Mädchen gerecht zu werden, achten wir nach Mög-
lichkeit auf einen vergleichsweise hohen Männeranteil in unseren Kindertagesstätten. Diese 
bringen Vielfalt in den Alltag und bereichern den sonst weiblich geprägten Berufsstand. Unter 
anderem aus dem Grund, dass heutzutage immer mehr Väter von ihrem Recht auf Elternzeit 
Gebrauch machen, beobachten wir zunehmend eine positive Grundhaltung der Eltern in Be-
zug auf Männer in Kindertagesstätten und Krippen.  Männliche Pädagogen werden demnach 
von Eltern in der Regel positiv aufgenommen. Dies gilt besonders für den Elementarbereich. 
Selten werden wir diesbezüglich mit Bedenken seitens der Elternschaft konfrontiert. In diesen 
Fällen gelingt es uns meist, durch  einen professionellen Umgang mit dem Thema sowie ein-
fühlsame aufklärende Gespräche, die Bedenken zu zerstreuen.   
 
Um uns zum Thema genderspezifische Pädagogik weiter zu entwickeln, besuchen unsere Mit-
arbeiter genderthematische Fortbildungen. Zusätzlich wird das Thema in Teamsitzunge n re-
gelmäßig reflektiert und in der Elternarbeit aufgegriffen. 
 
3. Bildungspartnerschaften 
3.1. Bildungspartnerschaft mit Eltern 
Bei Villa Luna leben wir eine familienergänzende und familienfreundliche Zusammenarbeit mit 
den Eltern und weiteren Bezugspersonen. Ein gegenseitiges vertrauensvolles Verhältnis 
von Träger, Eltern und Mitarbeitern bildet die Basis unseres Dienstleistungsgedankens. 
Um dieses schon vor Vertragsabschluss zu unterstützen, findet der persönliche Erstkontakt zu 
den Eltern über unsere Ansprechpartner aus dem Elternservice statt (vgl. 3.5.).

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Im Kita-Alltag arbeiten wir täglich am Ausbau der Bildungspartnerschaften: Wir begrüßen El-
tern und Kinder jeden Morgen persönlich, schaffen Raum zum Austausch, haben ein offenes 
Ohr für Wünsche und Bedürfnisse und suchen nach individuellen Lösungen. Wir wissen: Eltern 
sind Experten für ihre Kinder und unsere Fachkräfte stehen ihnen beratend zur Seite.  
3.2. Eingewöhnung der Familien in die Kindertagesstätte 
Getreu unserem Motto „Ein guter Start währt ein Leben lang“ legen wir bei Villa Luna ein be-
sonderes Augenmerk auf die Eingewöhnung der Familien. Während des ersten persönli-
chen Gesprächs mit den Leitungskräften, dem sogenannten Erst- bzw. Anamnesegespräch, 
werden daher nicht nur das Konzept, der Ablauf der Eingewöhnung und die Entwicklung des 
Kindes thematisiert. Auch die Bedeutung der Eltern als Hauptbezugsperson des Kindes wäh-
rend des Eingewöhnungsprozesses wird erläutert sowie der Vorgang des Beziehungsaufbaus 
zwischen dem Kind und der pädagogischen Fachkraft.  
Ergänzend dazu werden die neuen Familien auch dann bereits zu allen Kita-Veranstaltungen 
und -Festen eingeladen, wenn der Betreuungsstart noch in der Zukunft liegt.  
Drei Monate vor Vertragsbeginn beginnt schließlich die Schnupperzeit. Jedem Kind wird da-
bei ermöglicht, die Einrichtung wöchentlich mit einem Elternteil – einzeln oder in einer Klein-
gruppe – zu besuchen, um frühzeitig eine vertrauensvolle und sichere Bindung zum Bezugspä-
dagogen aufzubauen. Zusätzlich bieten wir neuen Eltern jährlich einen Eingewöhnungsel-
ternabend an, um offene Fragen zu beantworten.  
Die Eingewöhnung bei Villa Luna ist angelehnt an das Berliner Modell und wird individuell auf 
das Kind und die Familie abgestimmt. Der Verlauf  wird anhand eines Eingewöhnungsproto-
kolls durch den Bezugspädagogen dokumentiert.  
3.3. Interner Übergang von der Krippe in die Elementargruppe 
Auf den Übergang in den Elementarbereich werden die Kinder der Krippengruppen vorbereitet, 
indem wir verstärkt auf Bildungsbereiche eingehen, die ihnen den Gruppenwechsel erleich-
tern. Zum Beispiel wird besonderer Wert auf die Selbständigkeit in Alltagskompetenzen der 
Kinder gelegt, damit sie sich in der größeren Gruppe leichter selbst helfen können. 
Bei den Gesprächen, die Eltern und pädagogische Mitarbeiter mit dem Kind über den Wechsel 
führen, sollte besonders die Freude der Kinder geweckt werden. Gleichzeitig gilt es, Unsicher-
heiten wahrzunehmen und gemeinsam Lösungen für den gelungenen Übergang zu finden. 
Im Frühsommer findet außerdem ein Elternabend zum Thema Umgewöhnung statt, der den 
Beteiligten die Möglichkeit gibt, sich persönlich kennenzulernen, und Informationen oder Fra-
gen zum anstehenden Wechsel auszutauschen.  
Die tatsächliche Umgewöhnung wird schließlich intern von den pädagogischen Mitarbeitern 
vorgenommen und ist angelehnt an das Berliner Modell.  
Zum Abschluss gibt es einen Festtag, an dem die Abschiedsfeier in der Krippe und die Will-
kommensfeier in den Elementargruppen stattfinden.  
3.4. Übergang vom Kindergarten zur Grundschule 
Der Wachstumsprozess der Kinder auf dem Weg zur Grundschule ist von Begeisterung, Vor-
freude und manchmal auch von Unsicherheiten geprägt. Bei Villa Luna gehen wir proaktiv auf 
die Themen der Eltern und Kinder ein. Vor dem Start des letzten Kitajahres wird zu einem 
Elternabend mit dem Thema „Schulvorbereitung“ eingeladen. Dort erläutern wir den Ablauf

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des Übergangs und bringen in Erfahrung, welche Schule die Kinder im nächsten Jahr besu-
chen werden. Anschließend nimmt die Leitungskraft der jeweiligen Kindertagesstätte Kontakt 
zu den relevanten Schulen auf und organisiert (sofern möglich) einen Besuch dieser. Es be-
ginnt das sogenannte Brückenjahr (vgl. 2.4). 
3.5. Kommunikationsmanagement 
Der Elternservice ist bei Villa Luna eine Abteilung, die für die Belegungsplanung, das Ver-
tragswesen und die Abrechnung der Elternbeiträge zuständig ist. Interessier te Eltern werden 
gebeten, uns eine Platzanfrage über die Website zukommen zu lassen. Daraufhin erhalten sie 
eine automatisierte Anmeldebestätigung mit dem Hinweis, dass sich der Elternservice kurz-
fristig bei ihnen melden wird. Im ersten Telefongespräch erläutert ein Elternservice-Mitarbeiter 
dem interessierten Elternteil die Preisstruktur und informiert über allgemeine Eckdaten zum 
jeweiligen Standort. Bei bestehenbleibendem Interesse folgt eine Einladung zum Informati-
onsabend in der jeweiligen Kindertagesstätte. Dort stellt die Leitung (oder Vertretung) ge-
meinsam mit einem englischsprachigen Kollegen aus dem Team den Standort und dessen 
Besonderheiten vor. 
Sobald die Eltern einen Vertrag abgeschlossen haben, werden sie zu allen Veranstaltungen 
in der Einrichtung und zum Eingewöhnungselternabend eingeladen (vgl.3.2). 
Ab Betreuungsbeginn erhalten sie schließlich  alle relevanten Informationen (Elternbriefe, 
Informationen zu ansteckenden Krankheiten, Wochenplan, Tagesrückblick, Wochenrückblick, 
usw.) per E-Mail. Zusätzlich werden die genannten Dokumente als Aushänge in den Kinder-
tagesstätten transparent gemacht.  
Ein besonderes Highlight bietet Villa Luna den Eltern durch den Wochenrückblick. Dieser 
wird gruppenintern erstellt und setzt sich aus Fotos und Beschreibungen der wöchentlichen 
Gruppen-Aktivitäten zusammen. So erfahren Eltern Details zum Tagesgeschehen in der 
Gruppe ihres Kindes, die ggf. über die Erzählungen ihres Kindes hinausgehen, und können 
sich auch einen bildlichen Eindruck der Aktivitäten machen.  
Über wichtige persönliche Belange, die das jeweilige Kind individuell betreffen, tauschen Eltern 
und Fachkräfte sich in den Übergabesituationen (Tür - und Angelgesprächen) aus. Je jünger 
die Kinder sind, desto detaillierter sind die täglichen Informationen. In den jeweiligen Gruppen 
werden zu diesem Zweck einrichtungsinterne Übergabebücher oder Tageslisten geführt. So 
können auch Teilzeitkräfte oder der Spätdienst j ederzeit Auskunft über den Tag des Kindes 
geben. Aus Datenschutzgründen hängen wir keine Listen mit Informationen über die Kinder 
aus.  
Im Rahmen der Bildungsdokumentation fi nden zudem regelmäßige Entwicklungsgespräche 
statt (vgl. 5.2). 
Villa Luna ist ein lernendes Unternehmen und entwickelt sich u.a. durch ein bereits erfolgreich 
implementiertes Beschwerdemanagement weiter. Wir ermutigen die Eltern im Alltag und auf 
den Elternveranstaltungen dazu, positive sowie negative Kritik zu äußern. Eine gängige Maß-
nahme ist z. B. die  schriftliche Feedback-Abfrage (auch anonym) nach Veranstaltungen. Wir 
machen transparent, welche Ansprechpartner für einzelne Belange zur Verfügung stehen und 
bieten hierdurch die Möglichkeit, unser Team direkt anzusprechen, wenn Gesprächsbedarf 
besteht. Darüber hinaus liegt es uns am Herzen, proaktiv auf unzufriedene Eltern zuzugehen. 
Sollte ein Gespräch aus organisatorischen Gründen nicht sofort möglich sein, bieten wir kurz-

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fristig einen Gesprächstermin an. Beschwerden der Eltern, die an einzelne Mitarbeiter gerich-
tet werden, sollen von den Betroffenen unbedingt an die Kita-Leitung kommuniziert werden, 
damit sich diese ggf. unterstützend einschalten kann. Je nach Tragweite der Beschwerde wird 
zusätzlich die Qualitätsleitung als Trägervertretung hi nzugezogen. Schlussendlich verschrift-
licht die Leitungskraft die Beschwerde als Hinweis für alle Verwaltungsabteilungen im internen 
Wochenbericht.  
Inhalte und Angebote im Bereich Elternarbeit werden im jeweiligen pädagogischen Team ab-
gestimmt und in einer Jahresplanung festgehalten, die den Eltern im Oktober des Vorjahres 
ausgehändigt wird. Hierin finden sich die Termine für die Elternabende, Eltern-Kind-Aktionen 
und für alle Feste. 
Interne Hausregeln werden bei Villa Luna in Absprache mit den Mitarbeitern durch die jeweilige 
Leitungskraft festgelegt. Das Regelwerk wird zudem mit den Elternvertretern abgestimmt und 
schließlich in einem sogenannten „Eltern-ABC“ verschriftlicht, welches neuen Eltern bei der 
Eingewöhnung ausgehändigt wird.  
Die Elternvertreter (2 pro Gruppe) werden bei  jährlichen Wahlen durch die Eltern bestimmt.  
Sie treffen sich drei bis vier Mal jährlich mit der Kita-Leitung um eine konstruktive Kommuni-
kation zwischen Eltern und Träger zu fördern und die Entwicklu ng der Einrichtung zu unter-
stützen. Auf Wunsch besteht für die Elternvertreter auch die Möglichkeit, einen Beirat zu wäh-
len, der sich auf kommunaler Ebene an Sitzungen der Jugendhilfe beteiligt. 
4. Sozialraumorientierung, Kooperation und Vernetzung 
Villa Luna verfolgt die Annahme, dass Bildungsprozesse immer kontextbezogen und unter Zu-
sammenwirkung verschiedener Akteure stattfinden. Diese müssen individuell und an den Be-
dürfnissen der Kinder und Familien orientiert sein. Um die ganzheitliche und bedürfnisorien-
tierte Förderung der uns anvertrauten Kinder zu garantieren, vernetzen wir uns mit individuel-
len Fachbereichen und Institutionen vor Ort. Diese teilen wir in zwei Säulen ein:   
Körperliche & seelische Gesundheit Bildung 
 Altenheime  
Beratungen bei sexueller Gewalt, Suchtbe-
ratungen etc. 
Feuerwehr (Brandschutz-/Erste Hilfe Maß-
nahmen) 
Ergotherapeuten Grundschulen (Schulvorbereitung) 
Erziehungsberatungsstellen Museen (Museumspädagogische Angebote 
zu aktuellen Projekten) 
Gesundheitsämter Musikschulen 
Kommunale Dienste/Jugendämter Naturschutzverband (Nabu e.V.) 
Landesschulbehörde PEKiP-Kurse (auch für externe Eltern) 
Logopäden  Polizei (Verkehrserziehung) 
Psychologen / Therapeuten Stadtbibliotheken 
Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ)  Schwimmschulen 
etc. etc. 
 
Einer Zertifizierung zum Familienzentrum stehen wir jederzeit offen gegenüber.

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Villa Luna strebt Vernetzung an, indem wir eine große Bereitschaft haben, uns an Gremien 
und stadtteilbezogene Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen, wie z.B. Übergang von 
Kindergarten zur Schule (ElPri) zu beteiligen. Kooperationen mit verschiedenen Akteuren 
und Projekten ist selbstverständlich und bereits seit vielen Jahren gängige Praxis.  
 
5. Qualitätsmanagement  
5.1. Kinderschutzkonzept 
„Ein am Wohl des Kindes ausgerichtetes Handeln ist dasjenige, welches die an den Grundbe-
dürfnissen und Grundrechten orientierte, für das Kind jeweils günstigste Handlungsalternative 
wählt.“ (Maywald, 2009) 
Das Kinderschutzkonzept von Villa Luna thematisiert Inhalte rund um das Kindeswohl und 
eine mögliche Kindeswohlgefährdung (§8a SGB VIII). Eine besonders verantwortungsvolle 
Position hat in diesem Fall die Kita -Leitung inne. Sie ist in der Pflicht , den Träger über Vor-
kommnisse in der Einrichtung zu informieren . Zudem ist sie durch ihre Weisungsbefugnis im 
Wesentlichen für die Qualität der Arbeit ihres Teams am Kind verantwortlich.  Hierzu gehört 
unter anderem die unbedingte Einhaltung der kindlichen Grundbedürfnisse. In ihrer Vorbild-
funktion implementiert die Kita-Leitung das Schutzkonzept und wirkt vorbeugend gegen Über-
forderung der Mitarbeiter.  
Die Qualitätsleitung (Fachberatung) ist trägerseitig u.a. zum Schutz der Kinder vor Übergriffen 
und Gewalt aktiv. Sie hat  durch wöchentliche Telefonate und regelmäßige Besuche vor Ort 
Kenntnis über das Wohl der Kinder. Gemeinsam mit der Kita-Leitung trägt sie Sorge für prä-
ventive Maßnahmen, wie z.B. die Einhaltung der Kinderrechte und Beteiligungsverfahren. Die 
schriftliche Dokumentation von Hinweisen und Beobachtungen erfolgt im Rahmen unserer Bil-
dungsdokumentation (vgl. 5.2). 
Das Team wird von der Kita-Leitung und dem Träger angehalten, sich kollegial und gleichzeitig 
professionell, distanziert und kritisch mit der pädagogischen Arbeit auseinanderzusetzen. 
Durch regelmäßige Schulungen, Unterweisungen und Fachgespräche stellt Villa Luna eine 
Handlungssicherheit bei allen Beteilig ten her. Im Kinderschutzkonzept finden die pädagogi-
schen Mitarbeiter zudem klare Handlungsanweisungen und einen Verhaltenskodex, den 
sie durch ihre Unterschrift bestätigen. 
Das Controlling des Kindeswohls findet durch monatliche kollegiale Beratungen in den Teams 
statt. Die kollegiale Beratung  ist ein offiz ielles Verfahren zur Überprüfung des Kindeswohls 
nach §8 SGB. Die pädagogischen Mitarbeiter stellen ein Kind mit allen Informationen, die ihnen 
bekannt sind, vor, und legen ihre Beobachtungen im Gesamtteam dar. Anschließend werden 
die Bezugspädagogen von allen Kollegen zu ihren Fragen gezielt beraten und es werden wei-
tere Maßnahmen eingeleitet. Diese können sowohl die Vorbereitung auf ein Elterngespräch 
als auch ein Hinzuziehen der Qualitätsleitung, oder einer insoweit erfahrenen Fachkraft sein. 
Letztgenannte beurteilt ob eine Kindeswohlgefährdung vorliegen könnte und ob eine Meldung 
an die örtliche Jugendhilfestation erfolgen muss.  
Bei Gefahren durch das  Elternhaus entwickelt die Kita -Leitung in Zusammenarbeit mit dem 
pädagogischen Team und der Qualitätsleitung einen Maßnahmenplan.  Für die Meldepflicht 
bei den Aufsichtsbehörden (§47 SGB VIII) und den Kontakt zu einer insoweit erfahrenen

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Fachkraft (§8b SGB VIII) und/oder zur zuständigen Jugendhilfestation ist die Qualitätsleitung 
verantwortlich.  
Bei Hinweisen auf Kindeswohlgefährdungen durch pädagogische Mitarbeiter wird der betref-
fende Mitarbeiter zunächst im Gespräch mit den Vorwürfen konfrontiert. Abhängig vom kon-
kreten Tatbestand sind Freistellung  vom Dienst, fristlose Kündigung sowie eine Meldung an 
die Aufsichtsbehörde und eine Strafanzeige mögliche Folgen für den Mitarbeiter.  
5.2. Bildungsdokumentation 
Die Bildungsdokumentation erfolgt bei Villa Luna nach einem System, das in einem Arbeits-
kreis der Abteilung Pädagogik & Qualität gemeinsam mit den Kita-Leitungen entwickelt wurde. 
Als wissenschaftliches Fundament dienten renommierte Veröffentlichungen von J. Bensel, G. 
Haug-Schnabel, F.S. Suffrian sowie A. Hüskes und D. Leenen.  
Unsere Bildungsdokumentation setzt sich aus fünf Teilen zusammen.   
 
a) Die Karteikarten 
Jeder Gruppe steht ein Karteikasten mit einem Registerblatt für jedes Kind zur Verfügung. 
Die im Alltag beobachteten Entwicklungsschritte der Kinder (ihre Themen, Sozialisierung, Ge-
fühlslage etc.) werden auf Karteikarten stichpunktartig festge halten. Hierzu terminieren sich 
die Pädagogen an zwei Wochentagen feste Zeitfenster von ca. 20 Minuten . Die Karteikarten 
gelten als ergänzender Baustein der Entwicklungsgespräche mit den Eltern und als Werk-
zeug, um in Anlehnung an die Themen der Kinder Ideen für zukünftige Projekte zu entwickeln. 
 
b) Das Portfolio 
Jedes Kind hat einen eigenen Portfolio -Ordner, der ihm in seiner Bezugsgruppe auf 
Kinderhöhe zugänglich ist. Das Layout ist einheitlich mit einem Foto und dem Namen des 
Kindes versehen. Für jedes Alter gibt es Portfolio-Vorlagen, deren farbliche Kennzeichnung 
auf die einzelnen Bildungsbereiche hinweist.  Die jeweiligen zum Alter gehörenden Farben 
finden sich im Entwicklungsbaum wieder . Die Inhalte des Portfolios werden gemeinsam mit 
den Kindern erstellt: sie entscheiden, welche Bilder und Fotos eingeheftet werden. Zusätzlich 
werden die Eltern gebeten, an einigen Seiten des Portfolio mitzuarbeiten (z.B. auf den Seiten 
“Das bin ICH“, oder „Das ist meine Familie“).  
 
 
c) Der Entwicklungsbaum 
Bei Villa Luna haben wir sieben verschiedene Entwicklungsbäume entworfen und erfolg-
reich implementiert, die bei Bedarf auch auf Englisch zur Verfügung stehen. Jeder Baum ist 
für ein Lebensjahr des Kindes gültig und bildet in seinen Blättern jene Kompetenzen ab, die 
Kinder in der Regel im jeweiligen Lebensjahr entwickeln können. Beherrscht das Portfolio-Kind 
eine Kompetenz, wird das jeweilige Blatt von den pädagogischen Mitarbeitern ausgemalt. Die 
Intensität der farblichen Füllung zeigt dabei das Kompetenzlevel an:  
➢ schraffiert = Das Kind beherrscht diese Kompetenz manchmal. 
➢ stark ausgemalt = Das Kind beherrscht diese Kompetenz jederzeit. 
Der Baum wird das ganze Jahr über von den Pädagogen der Gruppe bearbeitet. Je nach 
Alter gibt es eine vorgegebene Farbe für die Blätter, die dem Portfolio angeglichen ist. Da sich 
die Entwicklung jedes Kindes individuell gestaltet, werden ggf. Bäume aus anderen Alters-
stufen hinzugezogen. Jeder Baum liegt im DIN  A3 Format vor und wird von den Pädagogen

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gesondert im Schrank verwahrt. Er dient als Grundlage für unsere Entwicklungsgespräche mit 
den Eltern. Nach dem Entwicklungsgespräch erhalten die Eltern zum Geburtstag ihres Kindes 
das Original des abgeschlossenen Entwicklungsbaums; die pädagogischen Mitarbeiter behal-
ten eine Kopie. Bei den Halbjahresgesprächen in der Krippe wird den Eltern kein Baum aus-
gehändigt.  
 
Villa Luna Entwicklungsbaum (Beispiel 6-7 Jahre) 
d) Die Entwicklungsgespräche 
In der Krippe findet halbjährlich und im Elementarbereich jährlich  ein Entwicklungsge-
spräch statt. Als Zeitpunkt setzen wir bei Villa Luna hierzu jeweils den Geburtsmonat des Kin-
des (bzw. zusätzlich ½ Jahr später) an. Wir bieten den Villa Luna Kindern die Möglichkeit, für 
ca. 15 Minuten an dem Gespräch teilzunehmen und den Eltern ihren Portfolio-Ordner zu prä-
sentieren. Die pädagogischen Mitarbeiter nehmen die o.g. Karteikarten sowie den o.g. Ent-
wicklungsbaum als Grundlage mit ins Gespräch . Thematisiert werden alle entwicklungsrele-
vanten Themen sowie, nach Bedarf, Fördermöglichkeiten durch Externe.  
Weitere Termine für Entwicklungsgespräche werden bei Villa Luna drei Monate nach der Ein-
gewöhnung, zum Austritt, oder nach Bedarf geführt.   
e) Die Portfoliowoche 
Im Elementarbereich findet jährlich eine Portfoliowoche statt. Hier stellen unsere Pädagogen 
Eltern und Kindern in einem geschützten Rahmen ein Zeitfenster zur Verfügung, in dem sie 
das Portfolio gemeinsam ansehen und besprechen können. In der Regel teilen die Kinder ihre 
Begeisterung über Erlebtes mit den Eltern, wodurch diese Einblicke in den Kindergartenall-
tag erhalten. Auf diese Weise wird zum einen die Kommunikationsfähigkeit der Kinder geför-
dert, zum anderen wird die Verbindung zwischen den Familien und der Kindertagesstätte ge-
stärkt.

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5.3. Personalmanagement Träger 
a) Fachberatung Qualitätsleitung 
Im Jahr 2015 hat Villa Luna eine eigene Abteilung für Pädagogik & Qualität (PQ) imple-
mentiert. Derzeit sind drei Qualitätsleitungen (QL) für die ihnen zugewiesenen Einrichtungen 
verantwortlich. Zu ihren Aufgaben gehört vornehmlich die pädagogische und fachliche Wei-
terentwicklung ihrer Standorte sowie des Personals. Hierzu arbeiten sie eng mit dem Villa 
Luna Human-Resources-Team zusammen. Sie agieren zudem als Vorgesetzte der Kita-Lei-
tungen und sind für die Einrichtungen eine wichtige Schnittstelle zum Träger. 
Wöchentlich hält jede QL einen telefonischen Jour-Fixe mit den jeweiligen Kita-Leitungen 
ab, um sich über aktuelle Themen in den Einrichtungen auszutauschen. Alle sechs Wochen 
gibt es zusätzlich einen Jour Fixe vor Ort, an dem die QL ‚ihre‘ Kindertagesstätten besucht 
und für alle Fragen rund um die Themen Pädagogik & Qualität zur Verfügung steht , oder 
Prozesse zur Verbesseru ng der Qualität anregt. Jährlich nimmt die QL außerdem an einer 
Elternvertretersitzung und einer Dienstbesprechung mit dem pädagogischen Team teil, denn 
sie fungiert auch als zusätzlicher Ansprechpartner für die pädagogischen Mitarbeiter.  
b) Human Resources 
Die Abteilung Human Resources (HR) ist bei Villa Luna für alle Belange rund um das Personal 
zuständig. Zusätzlich zu den klassischen Aufgaben wie  Recruiting, Bewerbermanagement, 
Personalfinanzen etc. bildet HR gemeinsam mit PQ ein Tandem zur Betreuung fest zugeteilter 
Einrichtungen. Alle drei Monate nimmt HR an einem Jour Fixe vor Ort mit PQ in der Kinderta-
gesstätte teil. So wird dem Träger  ein zusätzliches Gesicht und dem Kita-Team ein weiterer 
persönlicher Ansprechpartner gegeben. 
5.4. Personalmanagement Kita-Leitungen 
a) Jour Fixe  
Im Zuge der Jour-Fixe-Termine finden die Kita-Leitungen gemeinsam mit der Qualitätsleitung 
Lösungen für einrichtungsrelevante Themen. Durch die Regelmäßigkeit wird die Wichtigkeit 
dieser Belange unterstrichen und eine transparente Kommunikation aller Beteiligten gefördert. 
b) General Meeting 
Alle drei Monate  treffen sich die Kita -Leitungen mit den zuständigen HR -Kollegen und den 
Qualitätsleitungen zu einem General Meeting. Je nach Anlass  sind auch andere Abteilungen 
zugegen. Hier werden einrichtungsübergreifende Themen besprochen und Schulungen ab-
gehalten (z.B. zum Thema Da tenschutz, Kitasoftware, Gesetzessänderungen  etc.). Zudem 
möchten wir den Kita-Leitungen auf diese Weise Raum für Austausch bieten. 
c) Leitungstagung 
Zwei Mal jährlich findet an zwei aufeinanderfolgenden Tagen die Leitungstagung statt. An die-
sen Tagen geht es um die pädagogische und fachliche Weiterentwicklung der Kita-Leitun-
gen. Inhalte sind sowohl strategische Planungen zur Umsetzung von gemeinsamen pädago-
gischen Themen in den Einrichtungen als auch Fortbildungen von externen Anbietern. Diese 
gemeinsamen Fortbildungstage sind zusätzlich zu persönlichen Fortbildungen der Kita-Leitun-
gen zu verstehen.

- 18 - 
 
d) Klausurtagung 
Alle zwei Jahre lädt die Geschäftsleitung alle Mitarbeiter der Verwaltung und die Kita -Leitun-
gen zu einer zweitägigen Klausurtagung ein. An diesen Tagen geht es um die strategische 
Ausrichtung des Unternehmens (inkl. Reflexion des vergangenen Jahres und A usblick in 
zukünftig angedachte Entwicklungsschritte), organisatorische und pädagogische Themen.  
5.5. Personalmanagement pädagogischer Mitarbeiter 
a) Team-/Konzeptionstage 
Die pädagogischen Mitarbeiter finden sich jährlich an 3-4 Tagen mit der Kita-Leitung zu den 
sogenannten Konzeptionstagen zusammen. Gemeinsam entwickeln alle Beteiligten  hier die 
Konzeption des Standortes weiter und nehmen ggf. an einer Fortbildung durch die zustän-
dige Qualitätsleitung oder einen externen Anbieter teil.  
b) Große Dienstbesprechungen 
Die große Dienstbesprechung (DB) ist die zentrale Kommunikationsplattform für die pädago-
gischen Teams aller Einrichtungen und findet je nach Standort alle 2-4 Wochen statt. Sie ist 
die Basis für eine vertrauensvolle und transparente Zusammenarbeit zwischen dem pä-
dagogischen Team und der Kita -Leitung. In der großen DB werden vorrangig pädagogische 
Inhalte, aber auch wichtige organisatorische Themen besprochen. 
c) Kleinteamsitzung (Vorbereitungszeit) 
Zusätzlich zu den persönlichen Vorbereitungszeiten der pädagogischen Mitarbeiter, treffen 
sich die Kollegen auf Gruppenebene zur Kleinteamsitzung. Themen können unter anderem 
die Reflexion der Arbeit , die Fallberatung zu einem Kind, die Planung der nächsten Grup-
penaktivitäten, oder Elternabende sein. Die Kita-Leitung nimmt monatlich und nach Bedarf an 
den Kleinteamsitzungen teil. 
d) Fortbildungen 
Villa Luna unterstützt die persönliche und fachliche Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter durch 
ein großzügiges Fortbildungsbudget. In den jährlichen Personalentwicklungsgesprächen 
legen die Pädagogen gemeinsam mit den Kita-Leitungen fest, zu welchen Themen im nächs-
ten Jahr eine Fortbildung angestrebt wird. Die kontinuierliche Teilnahme an Weiterbildungs-
maßnahmen sichert die qualitative Entwicklung der Arbeit am Kind. 
e) Ausbildung von Fachkräften 
Villa Luna versteht sich als Ausbildungsbetrieb, der sich aktiv an der Verringerung des Fach-
kräftemangels beteiligt. In Kooperationen mit den Fachschulen vor Ort stellen wir praktische 
Ausbildungsstätten zur Verfügung und legen großen Wert darauf, dass unsere pädagogischen 
Mitarbeiter sich Zeit für eine detaillierte Praxisanleitung nehmen. Auch die praxisintegrierte 
Erzieherausbidung (PIA) ermöglichen wir gerne in unseren Einrichtungen. Zudem unterstützen 
wir Umschulungs-/und Qualifizierungsmaßnahmen. Die Villa Luna Kindertagesstätten nehmen 
seit 2019 amBundesprogramm „Fachkräfteoffensive – Nachwuchs gewinnen und Profis bin-
den“ teil. 
f) Auditierung/Evaluation 
Ein wichtiges Instrument der Qualitätssi cherung bei Villa Luna ist die Auditierung. Alle zwei 
Jahre findet in diesem Rahmen eine Qualitätsprüfung der Arbeit jeder Einrichtung statt, die

- 19 - 
 
durch die Geschäftsführung, die Qualitätsleitung, den zuständigen HR-Mitarbeiter sowie durch 
die Kita-Leitung eines anderen Standortes vorgenommen wird. Das finale Ergebnis setzt sich 
zusätzlich zu den hier gemachten Vor-Ort-Beobachtungen aus einer Elternbefragung und 
einer Mitarbeiterbefragung zusammen.  
In einer anschließenden Teamsitzung werden den pädagogischen Mitarbeitern die Ergebnisse 
präsentiert und gemeinsam Ziele für den Standort festgelegt.  
 
g) Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz  
Unser Ziel ist es, die Gesundheit, Zufriedenheit und Motivation unserer Mitarbeiter zu fördern. 
Dies ist eine Grundvoraussetzung für eine gute pädagogische Arbeit in den Einrichtungen und 
daher eines der Kernaufgaben bei Villa Luna. Dazu bieten wir den Mitarbeitern unter anderem 
flexible Arbeitszeitmodelle an und unterstützen somit die individuelle Work -Life-Balance. Zu-
dem erhalten Villa Luna Mitarbeiter 33 - 35 Tage (abhängig von den Jahren der Betriebszuge-
hörigkeit) Erholungsurlaub.   
Einmal im Jahr werden Personalentwicklungsgespräche durchgeführt, um die Eigenreflexion 
der Mitarbeiter zu stärken, Entwicklungspotentiale herauszufinden und individuelle Zielsetzun-
gen zu eruieren. Darüber hinaus fördern wir eine gute und transparente Kommunikationspoli-
tik, mit festen Ansprechpartnern im Unternehmen.  
Villa Luna unterstützt Fortbildungswünsche, die die Gesundheit und Präventionsarbeit fördern.  
Arbeitshilfen, der Ergonomie betreffend, stellt Villa Luna bereit . Dies können z.B.  Erzieher-
stühle oder angepasste Wickeltisch e, die eine ges undheitsfördernde Arbeitshöhe ermögli-
chen, sein. 
Die Abteilung für Arbeitssicherheit ist bei Villa Luna für das Controlling der Bereiche Unfallprä-
vention, Betriebssicherheit und Hygiene zuständig. Neben regelmäßigen TÜV -Prüfungen or-
ganisiert sie Schulungen in den Bereichen Erste Hilfe, Brandschutz und Sicherheit. 
Unser Hygienekonzept schließt die jährliche Schulung aller pädagogisch en und hauswirt-
schaftlichen Mitarbeiter ein. Zusätzlich zum detaillierten Reinigungsplan ist die Einhaltung der 
HACCP Regelungen ein Standard in unseren Kindertagesstätten. Den Kindern und Eltern wird 
im täglichen Ablauf die Wirksamkeit verschiedener Regelungen im Hygienebereich verdeut-
licht. 
 
6. Rahmenbedingungen 
6.1. Raumgestaltung 
Schon im Eingangsbereich unserer Villa Luna K indertagesstätten achten wir auf eine einla-
dende Atmosphäre. Hier stellen wir z.B. die Mitarbeiter und Kinder mit Fotos vo r, und eine 
gemütliche Café-Lounge lädt Eltern zum Verweilen ein. Letztgenannte ist besonders während 
der Eingewöhnungszeit und an Nachmittagen hoch frequentiert.  
Die Raumstruktur setzt sich bei Villa Luna aus Gruppenräumen und Funktions- bzw. Differen-
zierungsräumen zusammen. Durch großzügige Ausblicke in die natürliche Umgebung und ver-
schiedene Lichtverhältnisse entsteht ein angenehmes Raumklima. Viele Rückzugsmöglich-
keiten bieten den Kindern Ruhepole, die sie im Alltag einzeln nutzen können, oder die ihnen

- 20 - 
 
in Kleingruppen ermöglichen, ihre Sozialkontakte intensiv zu pflegen. Unterschiedliche Ma-
terialien wie Decken, Kissen und Matratzen, Tücher, oder Spielständer laden die Kinder zum 
Verweilen und kreativen Gestalten ihrer Umgebung ein. An anderen Stellen regen die Räume 
durch verschiedene Ebenen zur Exploration und Aktivität an. Den Kindern werden Materialien 
zum Forschen und zur Konstruktion angeboten.  
Unsere Mitarbeiter integrieren die Kinder in die Raumgestaltung und lassen sie über die Nut-
zung der meisten Räume und die dort geltenden Regeln abstimmen. So werden einige 
Räume immer wieder  dem Bedarf der Kinder folgend umgestaltet. Andere Räume, wie 
das Atelier oder der Malort, haben eine feste Funktion. Hier stehen den Kindern Materialien 
zur freien kreativen Gestaltung zur Verfügung. Die Materialauswahl ist vielfältig und bietet ne-
ben klassischen Elementen auch Naturmaterialien, Wolle und Baumarktartikel.  
Wichtig ist uns, dass die Raumstruktur für die Kinder leicht verständlich und übersichtlich 
ist. Fotos an den Regalen oder Boxen erleichter n das Aufräumen und verschieden farbige 
Punkte kennzeichnen, welche Materialien zur freien Verfügung stehen , und welche nur mit 
Unterstützung von Erwachsenen genutzt werden dürfen.  
 
6.2. Leistungsübersicht 
✓ Betreuung von Kindern ab 4 Monaten bis zum Schuleintritt 
✓ Vielfältige Bildungsangebote im Bereich Musik, Kunst, Bewegung und  
Naturwissenschaften 
✓ Täglich frisches und ausgewogenes Frühstück, Mittagessen und Snacks  
aus der eigenen Küche 
✓ Flexible und damit familienfreundliche Öffnungszeiten 
✓ Ausgewähltes und hochmotiviertes Personal mit Zusatzqualifikationen  
✓ Freigestellte Einrichtungsleitung 
 
6.3. Öffnungs- und Schließzeiten 
Mit unserem flexiblen Betreuungssystem machen die Villa Luna Kindertagesstätten arbeiten-
den Eltern ein attraktives Angebot zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dabei stehen die 
Bedürfnisse von Kindern und Eltern gleichermaßen im Fokus. In der Regel bieten wir wochen-
tags folgende Öffnungszeiten an: 
 
Frühdienst (bei Bedarf): 07:00 bis 08:00 Uhr  
Kernzeit:   08:00 bis 16:00 Uhr 
Late Care (bei Bedarf): 16:00 bis 18:00 Uhr  
 
Unsere Schließzeiten sind regulär wie folgt: 
• 2 Wochen Schließzeit in den Sommerferien 
• 3 Konzeptionstage werktags 
• Bis zu 3 Brückentage 
• Schließung zwischen Weihnachten und Neujahr

- 21 - 
 
Da wir bedarfsorientiert a rbeiten, können die Öffnungs - und Schließzeiten je nach Standort 
variieren. 
 
 
 
 
7. Kontakt 
 
 
 
Dr. Jürgen Reul 
Gründer und Geschäftsführer 
Tel: 02402/12446-0 
Mail:  reul@villaluna.de 
 
 
Annette Holtmann 
Leitung Pädagogik & Qualitätssicherung 
Mail: holtmann@villaluna.de 
 
 
Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

- 22 - 
 
Literaturverzeichnis 
 
Bensel, J., & Haug -Schnabel, G. (2013):  Kindergarten heute Wissen kompakt: Kinder 
beobachten und ihre Entwicklung dokumentieren. Herder Verlag. 
Booth, P. D., Prof. Ain scow, M., & Kingston, D. (n.d.):  Index für Inklusion. Centre for Studies 
on Inclusive Education (CSIE) / Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). 
Buchner, C. (1997): Kluge Kinder fallen nicht vom Himmel. Freiburg: Herder Verlag. 
Friedrich, G., de Galgoczy, V., Schindelhauer, B., & Spanjardt, E. ( 2013): Komm mit ins 
Zahlenland. Herder Verlag. 
Humbolt, W. v. (1767-1835). 
Hüskes, A., & Leenen, D. (2012):  Portfolioarbeit mit Kindern von 1 -6 Jahren. Kempen: BvK 
Buchverlag. 
Korczak, J. (1985):  Von Kindern und anderen Vorbildern.  (I. R. Wompel, Trans.) Gütersloh: 
ISBN 357 901 0840. 
Maywald, J . (2009):  UN-Kinderrechtskonvention - Impulse für den Kinderschutz.  IzKK-
Nachrichten. 
Montessori, M. (2005): Grundlagen meiner Pädagogik. Quelle & Meyer. 
Org, C., & Eggert, M. (2016): Pfiffige Ideen mit Montessori Tablets. Ökotopia. 
Prengel, A. (2010):  Inklusion in der Frühpädagogik, Bildungstheoretische, empirische und 
pädagogische Grundlagen. München: WIFF Expertisen, Bd. 5. 
Stern, A. (1998): Der Malort. Einsiedeln Schweiz: Daimon Verlag. 
Suffrian, F. S. (2011):  Kindergarten Heute Praxis Kompakt: Portfolioarbeit mit Kindern: 
Methoden und Ideen. Herder Verlag. 
Ulich, M., & Mayr, T. (2003): sismik. München: Herder Verlag. 
Wockenfuß, Benjamin (2018): Kinder brauchen Digitale Balance - ihre Eltern aber auch. 
 Einsehbar auf: https://www.benjamin -wockenfuss.de/2018/07/30/kinder-brauchen-dig
 itale-balance-ihre-eltern-aber-auch/  
Zimmer, R. (2009):  Handbuch Sprachförderung durch Bewegung. Freiburg im Breisgau: 
Herder Verlag. 
Zimmer, R. (2019): BaSik. Herder Verlag.

Anlage_7.2_StepKids_Konzept_Sonja Kutner Weg

246006 Zeichen

Step Kids KiTas gGmbH 
Am Friedrichshain 22 
10407 Berlin 
Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin  
Sitz der Gesellschaft: Berlin 
Registergericht: Amtsgericht 
Charlottenburg, HRB 149735 B 
Finanzamt für Körperschaften III, Berlin 
Steuernummer: 29/026/63024 
 
 
Adresse: 
 
Stadt Münster 
Amt für Kinder, Jugendliche 
 
Hafenstraße 30 
48127 Münster 
 
 
 
 
Interessenbekundung für die Trägerschaft einer 5-gruppigen Kindertageseinrichtung am 
Sonja-Kutner-Weg/ Oxford Quartier - Gievenbeck 
 
(Ausschreibungsnummer 02/2020) 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
 
 
Absender:  
Step Kids KiTas gGmbH 
 
Am Friedrichshain 22 
10407 Berlin 
 
Tel.: 030 209 271 71 
Fax: 030 420 259 35 
www.stepke-kitas.de 
 
Ansprechpartnerin: Denise Landmann

Step Kids KiTas gGmbH 
Am Friedrichshain 22 
10407 Berlin 
Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin 
Sitz der Gesellschaft: Berlin 
Finanzamt für Körperschaften III, Berlin 
Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg 
HRB 149735 B 
Steuernummer: 
29/026/630247/69729 
 
 
Konzeptionelle Vorstellung zum Betrieb der Einrichtung im Oxford Quartier  
Wir sind die Step Kids KiTas gGmbH, kurz „Stepke“ und als gemeinnütziger Träger von 
Kindertagesstätten und Krippen derzeit in 19 Einrichtungen in NRW, Berlin und Brandenburg tätig. Wir 
arbeiten nach einem situationsorientierten Ansatz ( siehe Basis-Konzeption), welchen wir auch gerne 
unter Berücksichtigung sowie Herausstellung der Gegebenheiten des Stadtteils Kinderhaus 
implementieren möchten. 
Wir sind der geeignete Träger für die Einrichtung im Oxford Quartier, da wir unsere Erfah rung, 
Fähigkeiten und Kenntnisse erfolgreich und gewinnbringend einbringen könne n und bereits in der 
Vergangenheit gezeigt haben, unseren Beitrag hinsichtlich des großen Bedarfs an Kindertagesplätzen 
zu leisten. Wir verbinden klare und zielorientierte Strukturen mit flexiblen, situations- und  
standortbezogenen Bedingungen. 
Rahmenkonzept & Besondere Merkmale 
• 6-Stepke-Säulen 
Eine Besonderheit der Stepke-KiTas sind die sechs Säulen, die „Richtig gute KiTas“  ausmachen und 
flexible, abwechslungsreiche Betreuungsangebote ermöglichen. 
Räume  
• Entdecken 
• Bewegen 
• Experimentieren 
• Wohlfühlen 
Ernährung 
• Frische und gesunde Ernährung 
• Einladende und ästhetische Tischkultur 
• Landwirtschaftliche Betriebe in der Nachbarschaft 
 
Englisch 
• Englischsprachige Angebote 
• In „Englisch Clubs“ spielerisch lernen 
• Englische Literatur 
 
Natur 
• Waldtage und Projektwochen 
• „Grüner Trichter“ im Oxford Quartier 
o Wiesen- und Waldlandschaft 
o Spieldünen 
 
Schwimmen 
• Spielerische Wassergewöhnung 
• Ziel: kleines Seepferdchen vor Grundschuleintritt

Step Kids KiTas gGmbH 
Am Friedrichshain 22 
10407 Berlin 
Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin 
Sitz der Gesellschaft: Berlin 
Finanzamt für Körperschaften III, Berlin 
Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg 
HRB 149735 B 
Steuernummer: 
29/026/630247/69729 
 
 
Qualität 
• Regelmäßige Evaluationen 
• Stepke Akademie 
• hoher Fachberatungsschlüssel 
• schnelle, flexible Verwaltung. 
 
Wir von Stepke kochen unsere Mahlzeiten für unsere Kinder selbst. Die meisten unserer KiTas sind mit 
Küchen ausgerüstet und sollte eine KiTa keine eigene Küche haben, so wird das Essen aus  einer 
benachbarten Stepke KiTa zugeliefert. 
• Öffnungszeiten 
In unseren unterschiedlichen Häusern und Gruppen können verschiedene Zeitfenster innerhalb der 
Öffnungszeit gebucht werden. Dies variiert nach Standorten und kann je nach Bedürfnis der Eltern und 
Kinder angepasst werden. 
Grundsätzlich öffnen wir unsere Einrichtungen von Montag bis Freitag bis zu maximal 9 Stunden 
täglich. Ergänzende Angebote und Notfallbetreuung kann nach Bedarf angeboten werden. 
• Stepke Akademie 
Das Akademie-Programm von Stepke umfasst mehr als 60 Veranstaltungen zu rund 5 0 aktuellen 
Themen aus den Fachbereichen „Leitung & KiTa -Management“, „Frühpädagogik & KiTa -Alltag“, 
„Elterngespräche & Elternpartnerschaft“ und „Persönlichkeit & Sicherheit“. Das Akademie -Angebot 
richtet sich sowohl an Angestellte von Stepke, für die alle Angebote kostenlos sind, als auch an externe 
Fach- und Führungskräfte. Das konkrete Veranstaltungsprogramm und weitere Informatio nen 
entnehmen Sie bitte der beigefügten Akademie-Broschüre. 
Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik 
Die Individualität und die Bedürfnisse der Kinder, ihrer Familien und der  in der Einrichtung tätigen 
Menschen stehen im Mittelpunkt des täglichen Handelns. Der Inklusionsgedanke ist als eine Frage des 
würdevollen und respektvollen Umgangs miteinander zu verstehen. 
In unseren Einrichtungen ist jedes Kind willkommen, unabhängig seiner Herkunft, Religion, körperlichen 
oder geistigen Beeinträchtigungen oder Hautfarbe. Die Anerkennung von Vielfalt und Verschiedenheit 
der Kinder, ihrer Familienkulturen und -situationen wird als Bereicherung im KiTa- Alltag verstanden. 
Ziel ist es, allen Kindern die gleichen Möglichkeiten zu geben, sich optimal zu entwickeln, die Umwelt 
zu erkunden und seinen Interessen nachzugehen. Die Wertschätzung jedes Menschen, und damit auch 
jedes Kindes als individuelle Persönlichkeit, ist in unserem Leitbild verankert. 
Unser pädagogisches Konzept beruht auf einer Haltung, die auf der Anerkennung vielfälti ger 
Lebensweisen basiert und Chancengerechtigkeit und Inklusion betont. In unseren Einrichtun gen 
werden humanistische Grundsätze vermittelt und wir haben es uns zum Ziel gemach t in unseren 
Stepke KiTas unterschiedlichste Entwicklungspotenziale von Kindern frühzeitig zu erkennen und 
dementsprechend individuell zu fördern. Dies geschieht in gemeinsamer Bildungs- , Erziehungs- und 
Betreuungsverantwortung gegenüber Kindern mit und ohne Handicaps  oder einem speziellen 
Förderbedarf.

Step Kids KiTas gGmbH 
Am Friedrichshain 22 
10407 Berlin 
Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin 
Sitz der Gesellschaft: Berlin 
Finanzamt für Körperschaften III, Berlin 
Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg 
HRB 149735 B 
Steuernummer: 
29/026/630247/69729 
 
Wir wenden dabei das Prinzip integrierter Hilfen aus einer Hand  und alltagsintegrierter 
Förderstrategien an und sorgen für angemessene Rahmenbedingungen. Dies geschieht durch 
reduzierte Platzzahlen von Kindern, einem zusätzlichen und bedarfsgerechten Therapieraum in 
Kombination mit qualifiziertem, interdisziplinärem Fachpersonal sowie barrierefreier Raumgestaltung. 
Kinder mit Entwicklungsbesonderheiten werden gemeinsam mit anderen Kindern im Haus betreut. 
Der gemeinsame KiTa-Alltag ermöglicht es, dass alle Kinder voneinander profitieren. Das Ziel der Arbeit 
nach dem Inklusionsgedanken besteht in der Befähigung aller Kinder, mit den eigenen Besonderheiten 
und denen anderer vorurteilsbewusst umzugehen und selb stständig, selbstbestimmt und aktiv am 
Leben teilzunehmen. Zusätzlich ist es uns wichtig, Kinder von klein auf für körperliche u nd/oder 
geistige Beeinträchtigungen zu sensibilisieren. Mit Projekten im Rahmen von 
Eingliederungsmaßnahmen erleben die Kinder ein vorurteilsfreies Miteinander. So wird vermeintliche 
Andersartigkeit „normal“ und zum festen Bestandteil der kindlichen Lebenswelt.  
Auch ist es uns ein wichtiges Anliegen, Kinder – jenseits von Geschlechterklischees – in ihren 
individuellen Interessen und Fähigkeiten zu fördern. Teil dessen ist auch, sie bei der Au sgestaltung 
ihrer individuellen Geschlechtsidentitäten zu unterstützen, unabhängig von den jeweils herrschenden 
Vorstellungen vom „richtigen Mädchen“ und „richtigen Jungen“. Ein geschlechtsbewuss ter 
pädagogischer Zugang beinhaltet, dass Mädchen und Jungen Gelegenheit haben, sich jenseits vo n 
Rollenklischees entwickeln zu können. 
Kinder aus anderen Kulturkreisen werden in die neue Einrichtung aufgenommen und unter Beachtung 
ihrer eigenen und der Familienbiografie, ihrer Heimatkultur sowie unter Einbeziehung ihrer Eltern in 
die Kindergemeinschaft integriert. Besonders Kinder mit z.T. traumatischen Erlebnissen und 
Fluchterfahrungen benötigen Geborgenheit, Anerkennung, Zuwendung und vor allem Sicherheit. 
Besonders wichtig ist uns dabei, dass die Kinder und ihre Familien erfahren, dass sie bei uns 
willkommen und anerkannt sind, dass sie am Leben der Einrichtung teilhaben und sich wohlfühlen 
können. 
Bei unserer Personalakquise achten wir auf Diversität. Fachkräfte mit Migrationshintergrund mindern 
Hemmschwellen und Sprachbarrieren v.a. zwischen Eltern und Pädagogen, Fortbildungen ergän zen 
das Profil unserer Pädagogen. Durch unsere eigene Stepke-Akademie  bilden wir unsere 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fort und reagieren damit auf individuelle Bedarfe. In unserem 
aktuellen Akademieprogramm finden sich u.a. „Interkulture lle Zusammenarbeit mit geflüchteten 
Eltern“, „Das Trauma bei Kindern mit Kriegs - und Fluchterfahrung“ oder „Inklusive Ki Ta – Wie bringe 
ich alle unter ein Dach?“ 
Gesundheitsförderung 
Zur Gesundheitsförderung der Kinder unserer KiTas bieten wir verschiedene Ansätze an, die einen 
ganzheitlichen Grundlage zum Thema Gesundheit herstellen. Konkret hat die Ge sundheitsförderung 
bei Stepke folgende Schwerpunkte: 
• Ernährung 
• Bewegung 
• Wassergewöhnung und Schwimmen    
• Schuhfreie Zone 
• Gesunde Zähne 
• Wald- und Wiesentage

Step Kids KiTas gGmbH 
Am Friedrichshain 22 
10407 Berlin 
Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin 
Sitz der Gesellschaft: Berlin 
Finanzamt für Körperschaften III, Berlin 
Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg 
HRB 149735 B 
Steuernummer: 
29/026/630247/69729 
 
Wie die Gesundheitsförderung in der Praxis aussieht, entnehmen Sie bitte dem Kapitel 13  „Gesunde 
Kinder“ der Basis-Konzeption. 
Sozialraumorientierung und Kooperationspartner 
In unseren Einrichtungen ist eine Kooperation mit umliegenden Institutionen und Vereinen 
selbstverständlich. Unsere KiTas sind ein aktiver Teil der sozialen Infrastruktur des jeweili gen 
Stadtteils/Gemeinde. Durch die Kooperation mit den Fachdiensten der Stadt Münster , mit anderen 
Institutionen und Initiativen bringen wir die Vernetzung in den Stadtteilen voran. 
Bei der Sozialraumarbeit der KiTa spielt das Mitwirken des sozialen Umfelds der Kinder eine wichtige 
Rolle. Die Nutzung von standortbezogenen Chancen sowie die Einbindung der Eltern in den KiTa-Alltag 
ist uns ein besonderes Anliegen. Nicht nur der Einzelfall steht im Fokus, sondern die gesamte 
Lebenswelt des Kindes, inklusive der räumlichen Gegebenheiten. Um dies zu gewährleisten, wird eine 
niederschwellige Öffnung der KiTa durch Kooperationen mit umliegenden Familien- und 
Jugendzentren, der örtlichen Feuerwehr sowie Kultur- und Sporteinrichtungen angestrebt, um diese 
konstruktiv in die Arbeit mit den Kindern einzubinden. Dadurch sollen die K inder dazu motiviert 
werden, ihren Blick auf den umliegenden Sozialraum zu erweitern wodurch sich wertvo lle 
Synergieeffekte für Kinder und Familien ergeben können. 
Regelmäßig pflegen wir Kontakt zu: 
• Anderen Kindertageseinrichtungen (z.B. KiTa Wolkenburg) 
• Sport- und Schwimmhallen  
• Bezirksamt und Jugendhilfe: Teilnahme an Arbeitskreisen z.B.  
o Amt für Kinder, Jugendliche und Familien - „Was Kinder heute brauchen!?“ 
• Kultur-, Familien- und Beratungszentren (z.B. DRK Familienzentrum Hand in Hand, Kund & Kultur 
Gievenbeck e.V. etc.) 
• Sport und Freizeitangeboten (z.B. TSC Münster-Gievenbeck e.V.) 
• Polizei, Krankenhäuser und Feuerwehr (z.B. Freiwillige Feuerwehr Münster Löschzug) 
• sowie mit (Sprach-)Heilpädagogen, Frühförderstellen, Kinderpsychologen, Kinderärzten, usw. 
Den Kindern können damit außerinstitutionelle Bildungsangebote in Bereichen Bewegung, Natur und 
Gesellschaft angeboten werden, welche die Bildungsarbeit innerhalb der Einrichtung ergänz t. 
Umliegende Freizeitangebote wie Spi el- und Sportplätze bieten sich für die KiTa-übergreifende 
Aktivitäten besonders an. Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um Vorschläge unsererseits handelt 
– Kooperationen müssten im Detail mit der anderen Partei besprochen werden. 
Auch mit den umliegenden Pfarrgemeinden und der umliegenden Trägerlandschaft, wie der Caritas 
e.V. und dem Deutschen Roten Kreuz e.V., sowie Kulturvereinen ergeben sich, sofern Interesse der 
anderen Partei besteht, mögliche Kooperationsmöglichkeiten und Synergieeffekte. Getreu dem Motto 
„Gemeinsam sind wir stark“ erkennen wir in den Besonderheiten des Gebiets fruchtbare 
Gestaltungsmöglichkeiten, um Best Practice Lösungen zu entwickeln, Erfahrungswerte nutzen oder 
einrichtungsübergreifende Fortbildungen zu vor Ort benötigten Aspekten interkultureller Arbeit 
wahrzunehmen. 
Uns ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Stadt Münster und den dort wirkenden Akteuren 
sehr wichtig. Den Anforderungen wollen wir flexibel und zuverlässig entsprechen. Die

Step Kids KiTas gGmbH 
Am Friedrichshain 22 
10407 Berlin 
Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin 
Sitz der Gesellschaft: Berlin 
Finanzamt für Körperschaften III, Berlin 
Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg 
HRB 149735 B 
Steuernummer: 
29/026/630247/69729 
 
Kommunen/Stadtteile in denen Stepke bereits vertreten ist, können das bestätigen. Ebenso pflegen 
wir enge Kontakte zu den Eltern und legen Wert auf ein vertrauensvolles, offenes Miteinander. 
• Kooperation KiTa & Schule 
Wir möchten mit benachbarten Grundschulen kooperieren und einen guten Kontakt aufbauen. 
Lehrkräfte möchten wir in unsere KiTa einladen, um unsere Arbeit in den Vorschulgruppen 
kennenzulernen sowie sich bei den Eltern mit dem Konzept Ihrer Schule vorzustellen. Wi r wünschen 
uns ein nachbarschaftliches Netzwerk, damit der Übergang in die Schule bekannter wird . 
Wünschenswert wäre es zudem, wenn unsere Fachkräfte die Möglichkeit haben, an vereinzelt en 
Unterrichtsstunden zu hospitieren, um inhaltliche Einblicke zu erhalten und einen aktuellen Bezug zur 
heutigen Grundschulpädagogik zu bekommen. Mögliche Vernetzungen zur Nutzung v on Sporthallen 
oder Werkräumen werden angestrebt. 
Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
In unserer pädagogischen Praxis wird ein Umfeld geschaffen, in dem Beteiligung von Kindern aller 
Altersklassen ausdrücklich erwünscht und von den Fachkräften pädagogisch unterstützt und angeregt 
wird. Bei der Planung gemeinsamer Projekte, in Gesprächskreisen und fest installierten 
Kinderkonferenzen bieten wir den Kindern das Recht auf freie Meinungsäußerung . Ziel ist die aktive 
Beteiligung an den Entscheidungen und Entwicklungen in ihrer KiTa und die frühzei tige Übernahme 
von Verantwortung. Kinder sind aktive und kreative Gestalter ihrer Entwicklung  in deren Prozess 
unsere pädagogischen Fachkräfte sie begleiten und unterstützen. Wir verwirklichen Partizipation, weil 
es wichtig ist, Kinder bei Entscheidungsprozessen frühzeitig mit zu beteiligen. Wir schaffen 
familienbegleitend gemeinsam Bedingungen und Möglichkeiten, um individuelle Fähigkeiten und 
Begabungen zu entdecken , zu entwickeln und die Kinder auf ein gleichberechtigtes Leben in der 
Gesellschaft vorzubereiten. 
Bewusst verstehen wir uns als familienergänzende Einrichtung, indem wir die Familie als das wichtigste 
Erziehungsfeld ansehen. Daher ist auch Elternarbeit ein wichtiger Bestandteil unseres pädagogischen 
Grundverständnisses und wird aktiv gefördert. Elternstammtische und viele gemeinsame Ausflüge, 
Aktionen und Feste  werden in unseren KiTas regelmäßig angeboten. Elternabende, interkulturelle 
Elterncafés, Trödelmärkte und interkulturelle Feste können Barrieren abbauen. 
Auch das Mitwirken der Eltern im KiTa-Alltag ist uns ein wichtiges Anliegen. Eltern werden dazu  
angeregt sich in den KiTa-Alltag ihrer Kinder einzubringen und es werden Ansatzpun kte gegeben das 
Leben in unseren Häusern aktiv mitzugestalten. So wird die pädagogische Arbeit transparent. 
Elternaktivitäten werden anhand eines Elternpasses festgehalten. 
Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen 
Stepke hat flache Hierarchien und kurze Kommunikationsstrukturen. Im Zentrum der 
Unternehmensstruktur steht die Geschäftsführung, in direkter Verbindung mit den Abteilung sleitern 
für z.B. Finanzen, Recht, Personal, Qualitätsmanagement, Marketing, IT, Gebäudemanagem ent und 
den KiTa-Regionalleitungen. Letztere führen verbunden mit der fachlichen Weisungsbefugnis der 
genannten Fachabteilungen die KiTa-Leitungen bis hin zu den pädagogischen Fachkräften. Die 
Regionalleitungen sind verantwortlich für den Aufbau und laufenden Betrieb von Einrichtun gen der 
entsprechenden Region. Sie berichten an die Geschäftsführung und sind die direkten Vorgesetzten der 
KiTa-Leitungen. Die KiTa-Leitungen hingegen sind verantwortlich für einzelne  KiTas, berichten an die

Step Kids KiTas gGmbH 
Am Friedrichshain 22 
10407 Berlin 
Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin 
Sitz der Gesellschaft: Berlin 
Finanzamt für Körperschaften III, Berlin 
Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg 
HRB 149735 B 
Steuernummer: 
29/026/630247/69729 
 
Regionalleitungen und sind wiederum die direkten Vorgesetzten der pädagogischen Fachkräfte un d 
der Reinigungskräfte in ihrer Einrichtung. Küchenmitarbeiter berichten an den überregionalen Küchen 
– Koordinator und Hausmeister an den nationalen Facilitymanager. 
Die unternehmerische Grundhaltung bei Stepke entspricht einer „Prozessorientierung“ und unser 
betriebliches Handeln ist eine Kombination von Prozessen. Ständiger Focus des l eitenden 
Managements ist es, diese Prozesse ständig zu verbessern, an unserem Wachstum auszurichten u nd 
stets der aktuellen und auch zukünftigen Unternehmensgröße und den daraus resultierenden 
Anforderungen (wie z.B. interne Kommunikation, Recruiting, Business Development) g erecht zu 
werden. Dabei rücken vor allem Abteilungen in den Mittelpunkt, die den KiT a-Mitarbeiterinnen und 
KiTa-Mitarbeitern zuarbeiten und den Betrieb der KiTas ermöglichen und unterstützen. Beispiele dafür 
sind Personal-, Managementprozesse und effektives Schnittstellenmanagement. 
Personaleinsatz 
Die Auswahl und der Einsatz des pädagogischen Fachpersonals erfolgt auf der Grundlage der aktuellen 
Gesetzlichkeiten (SGB VIII) sowie dazugehöriger Verordnungen und Vereinbarungen für 
Kindertagesstätten des Landes Nordrhein-Westfalen (KiBiz) . Der Einsatz von Leitungspersonal und 
Erzieherinnen und Erzieher wird entsprechend der vertraglich belegten Plätze nach Alter, 
betreuungsumfang, Integrationsstatus der Kinder errechnet und vorgehalten. Die Hausleitung wird  
aufgrund der 4 Gruppen freigestellt und ist in Vollzeit für ihren Aufgabe nbereich tätig. Der 
Personaleinsatz ist abhängig von den gewünschten Gruppentypen der Einrichtung und kann daher bei 
Gruppentypänderung abweichen. 
• Personalentwicklung 
Zur Gewinnung qualifizierten Personals sind wir selbstverständlich auf unterschiedlich en Online-
Jobplattformen vertreten. Zusätzlich pflegen wir engen Kontakt mit der Bundesagentur für Arbeit, 
wodurch wir viele qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vermittelt bekommen. Wir legen bei 
der Personalwahl Wert auf Diversität und altersgemischte Teams. Damit werden unte rschiedliche 
Kompetenzen gebündelt, wodurch zusammen mit einer Vielfalt an Perspektiven Synergieeffekte 
entstehen können.  
In der Personalgewinnung unterscheidet sich Stepke hauptsächlich durch unser zentralisiertes, eigens 
für Stepke entwickeltes Bewerbersystem. Durch diese bewerberorientierte Software wird der 
Bewerbungsprozess zum einem für die Bewerberin und den Bewerber erleichtert zum anderen s o 
optimiert, dass der gesamte Bewerbungsprozess maximal einen Monat andauert. Unser engagiertes 
Recruiting-Team sichtet täglich eingehende Bewerbungen, antworten auf diese innerhal b von drei 
Tagen und leiten sie zeitgleich direkt an die entsprechenden Häuser weiter.  
Zusätzlich bietet Stepke neben Gehaltsoptimierungsoptionen (
siehe Stepke-Zusatzleistungen), auch 
unbefristete Verträge, da uns eine langfristige Bindung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr 
am Herzen liegt. Nur so kann die hohe Qualität in unseren Einrichtungen gewährleistet werden.

Stepke-KiTas
Wohlfühlorte
erleben
1

Das sind wir: Stepke
Die Step Kids KiTas gGmbH (Stepke) ist ein gemeinnütziger Träger von Kindertagesstätten und Krippen
Wir arbeiten nach einem einheitlichen Konzept, das jeweils den lokalen Gegebenheiten angepasst wird
Wir verstehen uns als Dienstleistungsunternehmen für Familien und ihre Kinder
Wir nehmen einen Bildungsauftrag für Kinder im Alter von 6 Wochen bis zum Schuleintritt wahr
Daten & Fakten:
ca.465 MitarbeiterInnen
20 feste Standorte in NRW , Berlin und Brandenburg und 7 mobile Einrichtungen
Weitere KiTa-Einrichtungen befinden sich bereits im Bau oder in konkreten Planungen
2

Stepke und
Seit dem 1. April 2017 gehört Stepke zur AcadeMedia-Gruppe.
+ AcadeMedia Deutschland ist Teil der führenden nordeuropäischen Bildungsgruppe AcadeMedia. Mit 
44 Kitas sind wir deutschlandweit vertreten.
+ Wir wachsen weiter: Ende 2019 werden wir deutlich über 50 K itas betreiben.
+ Die Gruppe betreibt in Schweden und Norwegen über 6 50 Kitas, Schulen und Einrichtungen für 
Erwachsenenbildung und ist in beiden Ländern Mitglied i n einer Vielzahl von staatlichen und 
kommunalen Gremien, die sich mit der Weiterentwicklu ng von Bildungskonzepten beschäftigen. 
Über 78.000 Kleinkinder und Schüler sowie 100.000 er wachsene Fachschüler und Studenten 
besuchen jährlich die AcadeMedia-Einrichtungen und wer den dort von 17.000 Mitarbeitern betreut 
und ausgebildet.
+  Die Bildungsziele in Skandinavien und Deutschland sind sehr ähnli ch. Nach dem Motto „Best of both
worlds“ können wir von den Erfahrungen des vielfach preisgekrönten skandinavischen 
Bildungsmodells profitieren.
3

4
In Deutschland gehören neben Stepke die Marken „Joki Kinderbetreuung", „espira Kinderbetreuung"
sowie „Kita Luna & Zwergerlhaus" zur AcadeMedia-Gruppe.

Die Stepke-Wohlfühlorte
in NRW
Köln-Merheim  
Köln-Niehl  
Köln-Nippes  
Köln-Ostheim
Köln-Rodenkirchen
Köln-Roggendorf
Köln-Westhoven
Köln-Zollstock
– KiTa Walnussweg(8-gruppig)
– KiTa Niehler Pänz(6-gruppig)
– KiTa Wichtelstadt(8-gruppig)
– KiTa Löwenherz(6-gruppig)
– KiTa Zitronenfalter(3-gruppig)
– KiTa Matschpiraten(6-gruppig)
– KiTa Kleine Entchen(4-gruppig)
– KiTa Zollstöckchen(4-gruppig)
Wuppertal-Barmen  
Wuppertal-Langerfeld
Wuppertal-Oberbarmen
Wuppertal-Vohwinkel
Arnsberg – Moosfelde
Arnsberg - Hüsten
– KiTa Tal-Strolche (3-gruppig)
– KiTa Samoastraße(8-gruppig) 
– KiTa Quellstein(2-gruppig)
– KiTa Zaunkönige (6-gruppig)
– Moosfelder Kids (3-gruppig)
– Hüstenzwerge (3-grupppig)
Wir planen stetig neue Wohlfühlorte. 5
Dortmund-Jungferntal – KiTa Zaubertanz(5-gruppig)

Die Stepke-Wohlfühlorte
in Berlin/Brandenburg
Berlin-Lichtenberg
Berlin-Mitte
Berlin-Wilhelmsruh
Werder an der Havel
Zeesen
Schöneberg
Lichtenberg
– KiTa Weltentdecker (7-gruppig
– KiTa Am Mauerpark(5-gruppig)
– KiTa Pankebären (5-gruppig)
– KiTa HannaLegoranTo (6-gruppig)
– KiTa Tannenzapfen  (5-gruppig)
– Kita Friedenauer Höhe (8-gruppig)
– Kita Charlottenstraße (2-gruppig)
Wir planen stetig neue Wohlfühlorte.
6

Die Stepke-Wohlfühlorte
in Bremen
Bremen-Hemelingen
Bremen-Huchting
– KiTa Schlengstraße(6-gruppig)
– KiTa Zwischen Dorpen(8-
gruppig)
Wir planen stetig neue Wohlfühlorte.
7
Bremen

Stepke  „Richtig gute KiTa.“
8

Unser speziell konzipiertes und liebevoll 
durchdachtes Raumkonzept regt Kinder zum 
Entdecken, Bewegen und Experimentieren an 
und lädt zum Wohlfühlen ein.
9

10

11

Wir kochen in allen Einrichtungen nach den  
Empfehlungen der  Deutschen Gesellschaft für 
Ernährung e. V . (DGE) – FIT KID-Programm.
Dabei ist uns eine einladende und ästhetische 
Tischkultur besonders wichtig.
12

Übergeordnete Koordinatoren begleiten und  
überprüfen regelmäßig die Umsetzung des eng-
lischen Angebotes in den KiTas, geben Impulse  
und leiten Qualitätszirkel zur kontinuierlichen  
Qualitätssicherung an.
Wir fördern den Umgang mit der englischen 
Sprache durch gezielte Angebote. Kinder können 
so spielerisch in diese eintauchen und sich 
ausprobieren.
13

Bei festen Waldtagen und Projektwochen 
erleben die Kinder Natur pur. Durch viel 
Bewegung erweitern sie ihren Erfahrungsschatz
bei Sonne, Wind und Wetter.
14

+ Übergeordnete Schwimmlehrer schulen  
regelmäßig unsere Schwimmbegleiter
und laden zu Qualitätszirkeln ein
+ Eigene Shuttlebusse bringen die
Kinder in die Schwimmbäder
+ Kinder ab 4 Jahren erfahren regelmäßig
eine abwechslungsreiche Wasser-
gewöhnung bis hin zum Seepferdchen
+ Eltern werden in die Prozesse mit ein-
bezogen (Elternabende)
15

+ Bedarfsgerechte Öffnungszeiten sowie  
Randzeit- und Ferienbetreuung
+ Einbeziehung und gute Zusammenarbeit  
der Eltern und Elternräte
+ Sehr guter Fachkraftschlüssel
+  Inklusion: Wir arbeiten interdisziplinär
und vernetzt mit allen Kooperationspartnern   
zum Wohl unserer Kinder zusammen
Zu unseren Qualitätsstandards gehören 
regelmäßige Evaluationen, die Stepke Akademie, 
ein hoher Fachberatungsschlüssel und eine 
schnelle, flexible Verwaltung.
16

Zufriedene MitarbeiterInnen
Unsere Extras!
+ Bewerberorientiertes     
Recruiting
+ Karrieremöglichkeiten
+ Betriebsausflüge
+ Supervisionen
+  Fortbildungen
+ Bildungsurlaube
Das Fundament für gute Arbeit
Kinder-
garten-
zuschuss
Cadooz  
Card
44 €/Monat
17

Die Stepke Akademie
Workshops  
Lehrgänge
Seminare  
Trainings
Workshops für die KiTa-Praxis!
Unsere pädagogischen Fach- und Führungskräfte sind das „Herz“ unserer Einrichtungen. 
Deshalb fördern wir sie in ihrer pädagogischen Aufgab e mit unseren praxisorientierten Workshops 
und Trainings. Unsere TeilnehmerInnen erhalten fruchtbare Impulse für ihre Kreativität sowie mehr 
Sicherheit und Struktur für den KiTa-Alltag. 
Unsere Experten vermitteln umfangreiches Praxiswisse n und beantworten gern individuelle Fragen. 
So integrieren wir das Gelernte unmittelbar in die pä dagogische Praxis!
Die Stepke Akademie bietet
+  Impulse und nützliche Übungen für die pädagogische  Praxis
+  kreativen Austausch unter FachkollegInnen
+  exklusive hausinterne Teamschulungen
+  Führungskräftetraining und individuelles Coaching
+  Traineeprogramm zur Entwicklung des Führungsnachwuc hses
Weitere Informationen unter www.stepke-
akademie.de
18

Unser Fachberatungsteam
Bei Stepke betreut eine Fachberatung 5 KiTas!
19

Mobile KiTas
So gelingt soziale und sprachliche Integration direkt vor Ort
Damit nicht nur Kinder in unseren Einrichtungen eine gute Betreuung erfahren, haben wir
ein besonderes Projekt gestartet: Wir schicken unsere KiTas „on Tour“ zu Flüchtlingsunter-
künften – innovativ und unkompliziert vor Ort, wo wir gebraucht werden.
Unsere qualifizierten MitarbeiterInnen sind in Flüchtlings unterkünften im Einsatz und bieten  
den Kindern ein Programm mit Herz: In amerikanischen Schulbussen finden sie an fünf Tagen  
in der Woche Spiel- und Lernmaterialien sowie abwechslungsreiche Aktivitäten, die von un-
serem pädagogischen Personal geleitet werden. Die Kinder tauchen in die deutsche Sprache  
ein und haben die Möglichkeit, sich mit vielfältigen Angeboten zu beschäftigen. Im nahen  
Lernraum erfahren sie Begleitung und Unterstützung und k önnen die oftmals schrecklichen  
Erfahrungen des Krieges und der Flucht hinter sich lasse n. Das Projekt ist in Unterkünften in  
Düsseldorf und Köln gestartet. Als niederschwelliges Ang ebot eingerichtet, unterstützt die  
Mobile KiTa das Ziel, das Vertrauen der Kinder in die Menschen wieder aufzubauen.
20

Step Kids KiTas gGmbH (Stepke)
Hauptsitz Berlin
Am Friedrichshain 22  I  10407 Berlin
Tel.: +49 30 420 259 29
Fax: +49 30 420 259 35
info@stepke-kitas.de
www.stepke-kitas.de
Johannes Nagel
Geschäftsführung
j.nagel@stepke-kitas.de
Dr. Kurt Berlin 
Geschäftsführung
k.berlin@stepke-kitas.de
Wir freuen uns auf Ihre Fragen
21

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
www.stepke-kitas.de
22

1 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bildung, Betreuung und Förderung für Kinder von 0 bis 
6 Jahren  
Basis – Konzeption der Step Kids KiTas gGmbH

2 
 
  
 
 
Step Kids KiTas gGmbH 
Am Friedrichshain 22 
10407 Berlin 
 
 
Stand: 
September 2018 
 
Herausgeber: 
Step Kids KiTas gGmbH 
Am Friedrichshain 22 
10407 Berlin

3 
 
Inhalt 
1. Vorwort .........................................................................................................................  4 
2. Rahmenbedingungen .....................................................................................................  4 
2.1. Der Träger ........................................................................................................................................ 4 
2.2. Rechtliche Grundlagen ..................................................................................................................... 4 
3. Unser Bild vom Kind .......................................................................................................  5 
4. Pädagogische Ziele und Inhalte .......................................................................................  5 
4.1. Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit .......................................................................................... 5 
4.2. Die Bedeutung von Gleichaltrigen ................................................................................................... 6 
4.3. Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung ................................................................... 7 
5. Englischsprachige Angebote ...........................................................................................  7 
6. Religion ..........................................................................................................................  8 
7. Eingewöhnung und Übergänge .......................................................................................  8 
7.1. Eingewöhnung .................................................................................................................................. 8 
7.2. Übergang im Haus ............................................................................................................................ 9 
7.3. Übergang von Kita in Schule ............................................................................................................ 9 
8. Das Freispiel .................................................................................................................  10 
9. Beteiligungsrechte für Kinder – Partizipation ................................................................  10 
10. Die Besonderheit des letzten Kitajahres ........................................................................  11 
11. Sexualerziehung ...........................................................................................................  11 
12. Ein Tag in unserer Kita ..................................................................................................  12 
12.1. Zeit ......................................................................................................................................... 12 
12.2. Ankommen ............................................................................................................................ 12 
12.3. Morgenkreis .......................................................................................................................... 12 
12.4. Angebote, Aktivitäten und Projekte ...................................................................................... 13 
12.5. Gemeinsame Mahlzeiten ....................................................................................................... 13 
12.6. Ruhen und Schlafen ............................................................................................................... 14 
12.7. Nach Hause Gehen ................................................................................................................ 14 
13. Gesunde Kinder ............................................................................................................  15 
13.1. Ernährung .............................................................................................................................. 15 
13.2. Bewegung .............................................................................................................................. 15 
13.3. Wassergewöhnung und Schwimmen .................................................................................... 16 
13.4. Schuhfreie Zone ..................................................................................................................... 16 
13.5. Gesunde Zähne ...................................................................................................................... 16 
13.6. Wald- und Wiesentage .......................................................................................................... 16 
14. Alltagsintegrierte Sprachbildung und Kommunikation ..................................................  17 
14.1. Musik und Gesang ................................................................................................................. 18 
14.2. Bilderbücher – Lesen und Sprache ........................................................................................ 18 
15. Inklusion - Vielfalt als Bereicherung verstehen ..............................................................  18 
16. Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern .........................................................  19 
17. Beobachtung und Dokumentation ................................................................................  20 
18. Nachwort .....................................................................................................................  20

4 
 
1. Vorwort 
 
Kindertageseinrichtungen stellen einen wesentlichen Grundbaustein im Leben eines 
Kindes dar und tragen gemeinsam mit den Familien die Verantwortung für eine positive 
Entwicklung jedes einzelnen Kindes. Familien erleben wir als kompetente Partner in der 
Kindererziehung und beziehen sie beim Aufbau einer gemeinsamen Erziehungs- und 
Bildungspartnerschaft mit ein. 
 
Unser pädagogisches Konzept berücksichtigt neue pädagogische Ansätze und wird den 
daraus resultierenden Herausforderungen gerecht.  
 
Diese Basis-Konzeption ist die Arbeitsgrundlage für unser Fachpersonal und dient 
interessierten Personen und Fachkreisen zur Information über Einrichtungen der Step Kids 
Kitas gGmbH. Sie ist kein starres Konstrukt, sondern unterliegt der stetigen 
Weiterentwicklung. 
 
2. Rahmenbedingungen 
 
2.1. Der Träger 
 
“Step Kids Kitas gGm bH" ist Träger von Kindertagesstätten bundesweit. Unsere 
Einrichtungen stellen einen Teil der Lebenswelt von Kindern dar. Im Mittelpunkt unserer 
Arbeit sehen wir jedes Kind in seiner Lebenssituation als Mitglied unserer Gesellschaft mit 
eigenen Rechten. Für diese Rechte setzen wir uns ein. Frühe Lernerfahrungen in der 
Familie sind neben denen in der Kindertageseinrichtung die Grundlagen, auf denen Kinder 
individuelle Lernstrategien, Erfahrungen, Wissensbestände und gesellschaftliches 
Bewusstsein aufbauen. 
 
Kinder aller Nationalitäten und Konfessionen sollen in unseren Kindertageseinrichtungen 
die Chance erhalten, sich unabhängig von ihrer sozialen Herkunft zu entfalten, solidarisch 
und tolerant miteinander zu leben und (somit) Gleichheit und Gerechtigkeit zu erfahren 
und zu lernen. Wir bieten in unseren Einrichtungen verlässliche Strukturen und 
Rahmenbedingungen. Sie sind Begegnungsorte für Kinder, ihren Familien, 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. 
 
 
 
2.2. Rechtliche Grundlagen 
 
Die UN –Kinderrechte bieten die Grundlage unserer Arbeit. Die Kinderrechtskonvention 
ist ein Zeichen von Achtung und Verantwortlichkeit der internationalen 
Staatengemeinschaft gegenüber Kindern in aller Welt. 
 
(www.national-coalition.de/pdf/un-kinderechtskonvention.pdf)  
 
Wir richten unsere Arbeit entsprechend der gesetzlichen Rahmenbedingungen des jeweiligen 
Bundeslandes verbindlich aus. Insbesondere werden dabei die gesetzlichen Richtlinien des SGB 
VIII (Dritter Abschnitt: Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege 
§ 22, 22a, 23 Abs. 1-4, 24 Abs. 1-4) eingehalten und entsprechend umgesetzt.

5 
 
 
3. Unser Bild vom Kind 
 
Kinder sind aktive und kreative Gestalter ihrer Entwicklung, deren 
Selbstgestaltungsprozess von unseren pädagogischen Fachkräfte begleitet und 
unterstützt wird. 
 
Wir stärken Kinder und unterstützen ihr Selbstbewusstsein, sodass sie sich in ihrer 
Individualität erleben können und lernen, Akzeptanz, Rücksichtnahme und 
Hilfsbereitschaft für andere Menschen zu entwickeln. 
 
Die Partizipation ist Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit, weil es wichtig ist, Kinder  
an Entscheidungsprozessen frühzeitig zu beteiligen. Sie erleben ihr Beteiligungsrecht, 
die Mitbestimmung und Teilhabe jedes Einzelnen in einer Gemeinschaft. 
Demokratisches Mitbestimmen ist eine Grundvoraussetzung, Kinder an der Planung und 
Gestaltung von Angelegenheiten, die sie betreffen, teilhaben und mitwirken zu lassen. 
 
 
4. Pädagogische Ziele und Inhalte 
 
Step Kids Kitas gGmbH hat einen, dem jeweiligen Bundesland entsprechend eigenen 
Erziehungs- und Bildungsauftrag.  
Er ergänzt und unterstützt die Bildung und Erziehung des Kindes in der Familie und soll 
die Gesamtentwicklung durch allgemeine und gezielte erzieherische Hilfen und 
Bildungsangebote fördern. Seine Aufgabe ist es insbesondere, durch differenzierte 
Erziehungsarbeit die geistige und körperliche Entwicklung des Kindes anzuregen, seine 
Gemeinschaftsfähigkeit zu fördern und allen Kindern gleiche Entwicklungschancen zu 
bieten. 
 
Das Kind erhält die Möglichkeit, sich in einer wertschätzenden und respektvollen 
Atmosphäre, soziales Verhalten zu erproben, sich als Mensch im Zusammenhang mit 
Anderen zu begreifen, sich auseinanderzusetzen, Konflikte zu lösen, sich Wissen 
anzueignen, etwas gemeinsam zu tun. 
 
 
 
4.1. Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit 
 
Unsere situations- und stärkenorientierte pädagogische Arbeit stellt das Kind und seine 
Entwicklung in den Mittelpunkt. In ihr fließen wesentliche Elemente der Reggio Pädagogik 
mit ein.  
 
Kindern begegnen wir auf Augenhöhe und sehen sie als Konstrukteure ihrer eigenen 
individuellen Entwicklung. Wir sehen es als unsere Aufgabe, die natürliche Freude der 
Kinder am Entdecken und Erkunden zu fördern.  
Anregunsgreich gestaltete Räume bieten den Kindern die Möglichkeit, sich mit Neugier 
die Welt und das Wissen zu erschließen. Sie laden zum Forschen, sich ausprobieren und 
Gestalten ein. Dabei achten wir auf eine Balance zwischen Reizvi elfalt und 
Strukturiertheit. Das regelmäßige Austauschen von Spielmaterial bietet den Kindern

6 
 
immer wieder neue Impulse.  
 
Ein wesentlicher Bestandteil unserer Pädagogik ist die Projektarbeit. Ausgehend von den 
Interessen des Kindes gestalten die pädagogischen Mitarbeiter Angebote und 
Lernumgebungen, und organisieren gruppenübergreifende Aktivitäten. Der Lebensraum 
der Kinder fließt in unsere pädagogische Arbeit mit ein. Familienmitglieder mit 
besonderen Kenntnissen und Fähigkeiten binden wir gern als willkommene 
Bereicherung in unsere Projektarbeit mit ein. 
 
Der Grundgedanke und die Elemente der Pädagogik nach Emmi Pikler finden sich in 
unserer pädagogischen Arbeit mit den Jüngsten wieder. 
 
Insbesondere für die jungen Kinder ist die achtsame und beziehungsvolle Pflege von 
großer Bedeutung. Signale der Kinder, verbal und nonverbal, werden sensib el 
wahrgenommen, geachtet und respektiert. 
Die Räume für die Kleinsten bieten durch ihre großzügige Gestaltung die Möglichkeit der 
freien Bewegungsentwicklung, des sich ausprobierens und ausloten der eigenen Grenzen. 
 
In unseren ganzheitlichen Bildungsangeboten finden sich die Bildungsbereiche 
  
▪ Bewegung, Körper, Gesundheit & Ernährung,  
▪ Sprache & Kommunikation,  
▪ Soziale und (inter)-kulturelle Bildung,  
▪ Musisch-ästhetische Bildung,  
▪ Religion und Ethik,  
▪ Mathematische Bildung, Naturwissenschaftlich und technische Bildung,  
▪ Ökologische Bildung  
▪ (und der) Umgang mit Medien  
         wieder.  
 
Dabei setzen wir unsere pädagogischen Fachkräfte stärken- und interessenorientiert ein. 
 
4.2. Die Bedeutung von Gleichaltrigen 
 
In unseren Einrichtungen gibt es vielfältige Varianten der Altersmischung, denn Kinder 
brauchen sowohl Beziehungen zu Gleichaltrigen wie auch zu Kindern anderer 
Altersgruppen. Der Grundgedanke dabei ist, Kindern gute Entwicklungschancen zu bieten, 
indem sie voneinander und miteinander lernen. Im Sinne eines ganzheitlichen Lernens 
ermöglichen unterschiedliche Beziehungsstrukturen den Kindern vielfältige Erfahrungen 
und Erprobungsfelder. 
 
Insbesondere lernen Kinder dann besonders intensiv und nachhaltig, wenn sie ähnliche 
Themen und Interessen bearbeiten. Entwicklungspsychologisch trifft dies häufig auf 
Gleichaltrige zu. 
 
In der Interaktion mit Gleichaltrigen entwickeln Kinder ihr Spiel ko-konstruktiv zu 
komplexeren Formen. Sie lernen, Diskussionen auf einem ähnlichen Sprachniveau zu 
führen und zu argumentieren, Handlungsstrategien zu übernehmen und auszuhandeln. 
Dabei messen sie sich untereinander im Sinne einer positiven Herausforderung. Junge

7 
 
Kinder erleben im Miteinander mit Gleichaltrigen ein Gelingen und eine positive 
Selbstwirksamkeit. Nicht nur das Nachahmen oder Vormachen, sondern auch durch 
gleichberechtigtes Planen und Gestalten profitieren Kinder voneinander. 
 
In unseren Einrichtungen können sich Gleichaltrige finden und ihre Interessen und 
Neigungen durch eine vorbereitete Umgebung mit altersspezifischem Material ausleben.  
 
4.3. Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung 
 
Eine Vielzahl von Erfahrungen, Eindrücken und Erlebnissen werden von den Kindern täglich 
verarbeitet. Ein Wechsel von Spannung und Entspannung ist daher für sie ebenso 
bedeutsam wie für uns Erwachsene auch. 
 
Daher haben die Kinder in unseren Einrichtungen stets die Gelegenheit, einerseits ihren 
natürlichen Bewegungsdrang zu befriedigen und andererseits durch Stille und Entspannung 
ihre Wahrnehmung zu sensibilisieren und zur Ruhe zu kommen. Bewegung und 
Entspannung gehören bei uns zum Alltag. Wichtig hierbei ist es sich Zeit zu nehmen, mit 
den Kindern Ruhe und Stille als positiven Erlebnisraum zu vermitteln.  
 
Angenehme, entspannte Atmosphäre, ruhige Musik, hochwertiges pädagogisches Material 
laden die Kinder zu vielfältigen, alle Sinne schulenden Aktivitäten ein , zum Geschichten 
hören, zum sich fallen lassen. All dies schafft den Kindern die Möglichkeit ihre Sinne zu 
erfahren und zu entwickeln, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen, zu träumen. 
 
Dazu gehört, auch im Miteinander die Bedürfnisse anderer Kinder wahrzunehmen und zu 
achten. Die Entwicklung sozialer Kompetenzen wie Aufmerksamkeit, Empathie und 
Rücksichtnahme stehen hierbei im Vordergrund. 
 
5. Englischsprachige Angebote 
 
Frühes Fremdsprachenlernen hat zum einen das Ziel, Kinder in dem spielerisch leichten 
Erwerb einer Sprache zu fördern und zum anderen, ihre Toleranz gegenüber fremden 
Sprachen und Kulturen zu entwickeln.  
 
Durch wissenschaftliche Untersuchungen ist nachgewiesen worden, dass gerade der frühe 
Kontakt zu Sprachen den Kindern langfristig den Zugang zu Fremdsprachen erleichtert und 
ein differenziertes Bewusstsein von Sprache fördert. Flexibleres Denken und Handeln sind 
positive Folgen der bilingualen Erziehung. 
 
Kinder nutzen eine Fremdsprache selbstverständlich und haben in der Regel keine Angst, 
Fehler zu machen. Außerdem sind sie Liedern, Reimen und Spielen sehr aufgeschlossen 
gegenüber, sodass wir die Mehrsprachigkeit (Deutsch- Englisch) in unseren Einrichtungen 
selbstverständlich einsetzen können. 
 
Wo es es uns personell möglich ist, setzen wir dies mit Hilfe des Prinzips der 
„Immersion“um. Durch das Eintauchen in eine fremde Sprache besteht ein kontinuierlicher 
und intensiver Kontakt zur Fremdsprache, die in verschiedenen für die Kinder relevanten 
Kontexten selbstverständlich genutzt wird.

8 
 
 
Es ist unser Ziel, dass die Kinder entdecken, dass man sich die Welt in mehreren Sprachen 
erfolgreich erobern kann. 
 
6. Religion  
 
Die Step Kids Kitas gGmbH ist ein überkonfessioneller Träger und in der Einstellung zur 
religiösen Erziehung neutral.  
 
Bei uns werden jahreszeitlich bedingte christliche Feste in Abhängigkeit vom jeweiligen 
vertieften Interesse der Kinder, gefeiert.   
 
In unseren Einrichtungen kommen Familien unterschiedlicher Nationalitäten und Kulturen 
zusammen. Grundkenntnisse über die eigene Herkunft tragen zu einem besseren 
interkulturellen Verständnis bei . Die Auseinandersetzung mit dem „Fremden“ führt zu 
gegenseitiger Akzeptanz, einem respektvollen Zusammenleben und sind eine Bereicherung 
für die Entwicklung eines offenen Weltbildes. Die Bedürfnisse, Gewohnheiten, Traditionen 
und Rituale sowie Normen und Werte einheimischer und zugewanderter Familien werden 
durchgängig in der alltäglichen Arbeit berücksichtigt. 
 
In unseren Einrichtungen stehen die Lebenswelten aller Kinder und Familien im 
Mittelpunkt. Jedes Kind soll die Chance haben, sich in den Räumen und in den Angeboten 
wiederfinden zu können. Es muss die Wertschätzung seiner Sprache und seiner Kultur in 
der Einrichtung erfahren können, um so in der Lage zu sein, eine positive Identität 
aufzubauen. Allen Kindern wird das Gefühl vermittelt: Du bist angenommen, so wie du bist, 
du hast ein Recht auf unseren Respekt vor deiner Kultur. 
 
7. Eingewöhnung und Übergänge 
 
Die Eingewöhnung in die KiTa als besonderern Lebensabschnitt für die Kinder und Familien 
erfordert eine intensive Begleitung durch die Bezugspersonen und unsere pädagogischen 
Fachkräfte. 
 
Diese neue Situation braucht Zeit, Geduld, Verständnis und feste Tagesabläufe, sowie die 
Unterstützung durch die begleitende Bezugsperson, um einen gelungenen Bindungsaufbau 
zwischen dem Kind und der pädagogischen Fachkraft entstehen zu lassen. 
Das Vertrauen der Kinder in ihre eigenen Stärken wird durch gelungene Übergänge gefördert. 
 
7.1. Eingewöhnung  
 
Der Übergang aus der Familie in eine Kindertageseinrichtung bedeutet eine 
Herausforderung für die Fähigkeit des Kindes, sich an eine neue Umgebung anzupassen und 
Beziehungen zu anderen Erwachsenen und Kindern aufzubauen. Auch Eltern erleben den 
Start mit dem Beginn einer neuen Lebensphase. 
 
Unter Eingewöhnung verstehen wir die Phase der ersten Wochen, die das Kind in unseren 
Kindertageseinrichtungen verbringt. Während dieser Phase kommunizieren wir stark mit 
den Eltern und gleichen immer wieder die Einschätzung des kindlichen Verhaltens ab.

9 
 
Das Kind bestimmt das Tempo der Eingewöhnungsphase und deren Abschluss. 
 
Vor Beginn der Eingewöhnung nimmt die pädagogische Fachkraft Kontakt zu den Familien 
auf und vereinbart ein persönliches Gespräch, in welchem ein Austausch über die Inhalte 
des Elternfragebogens stattfindet, um Kenntnisse über die Familie und das Kind zu 
erlangen. 
 
Unsere Einrichtungen gestalten die Eingewöhnung in Anlehnung an das Berliner Modell 
nach Laewen, Andres und Hédervári.  
 
Die Kinder haben die Möglichkeit, die jeweilige Einrichtung gemeinsam mit ihren Eltern zu 
"beschnuppern". Sie können die Räumlichkeiten bei diesem ersten Besuchen erkunden und 
werden feststellen, dass dies eine neue, aber durchaus interessante Welt ist. 
 
Die Eingewöhnung wird mittels unseren Eingewöhnungstagebuchs dokumentiert. 
Besonderheiten, das Verhalten des Kindes während der Trennung, sowie die Entwicklung 
der Eingewöhnung werden hier festgehalten. 
 
 
7.2. Übergang im Haus  
 
Der Wechsel der Kinder aus dem U3 Bereich in den Ü3 Bereich ist für die Kinder e in 
besonderer Schritt. 
 
Die Übergänge innerhalb unserer Einrichtungen werden so gestaltet, dass die wechselnden 
jüngeren Kinder im Frühjahr beginnen, die Kinder im Ü3 Bereich regelmäßig zu besuchen. Sie 
lernen dadurch die Räume, die Kinder und die pädagogischen Fachkräfte kennen. 
 
Gemeinsame Morgenkreise und die Gestaltung gemeinsamer Angebote verstärkt den Aufbau 
einer Bindung der Kinder zu den ihnen neuen pädagogischen Fachkräften. 
 
Für die Eltern der wechselnden Kinder findet ebenfalls im Frühjahr ein gesonderter 
Elternabend statt, an welchem sie über alles Wichtige und Wissenswerte informiert werden. 
 
7.3. Übergang von Kita in Schule 
 
Ein weiterer besonderer Lebensabschnitt für die Kinder und Familien ist der Übergang von 
der Kita in die Grundschule. 
 
Das letzte Jahr in der Kita ist für die Kinder und uns ein ganz besonderes. Durch regelmäßige 
Gespräche nehmen die pädagogischen Fachkräfte die Fragen und Sorgen in Bezug auf den 
Wechsel in die Schule wahr und gehen sensibel darauf ein. 
 
Unser Ziel ist es, den Kindern mögliche Ängste zu nehmen und die Vorfreude auf den neuen 
und aufregenden neuenLebensabschnitt zu stärken.  
 
In speziellen Projekten werden die Themen, die die Kinder beschäftigen aufgegriffen. Das 
Erkunden des Schulweges, Verkehrserziehung und die Frage wie wird es in der Schule sein, 
gehören dazu.

10 
 
 
8. Das Freispiel 
 
Das Freispiel ist ein wesentlicher Bestandteil im Tagesablauf. Die Kinder haben die 
Möglichkeit, Erlebtes im Zusammenspiel mit anderen Kindern zu verarbeiten. Es wird eine 
Umgebung geschaffen, in der sich die Kinder auf künftige Lebenssituationen vorbereiten 
und gegenwärtige Lebenssituationen aufarbeiten und "begreifen" können. 
 
In einer für sie vorbereiteten Umgebung finden die Kinder vielfältige Möglichkeiten vor, sich 
ihren Bedürfnissen, Neigungen, Fähigkeiten und Interessen entsprechend frei zu 
entscheiden, was sie mit wem, wo und wie lange tun möchten.  
 
Das Spiel ist die wichtigste Erfahrungs-, Ausdrucks-, und Lernform für Kinder. Spielen 
bedeutet: Auseinandersetzen mit Menschen und Dingen; Phantasie, Bestätigung, 
gemeinsames Handeln, Umgang mit Materialien und Bedürfnissen; Entdecken, 
Experimentieren, verkleiden, Theater spielen, Erkennen und Erfahren; es ist schöpferisch 
und bedeutet Verständigung und vieles mehr. 
 
Die pädagogischen Fachkräfte haben die Aufgabe, die Kinder während des Spiels gezielt 
und aufmerksam zu beobachten. Sie sollen sich bewusst zurücknehmen, Impulse nur in 
bestimmten Situationen einbringen, in denen die Kinder Unterstützung und Hilfe brauchen. 
 
 
9. Beteiligungsrechte für Kinder – Partizipation 
 
Seit 1. Januar 2012 regelt das Bundeskinderschutzgesetz (BKischG) in der pädagogischen 
Arbeit die verbindliche Beteiligung von Kindern bei allen Belangen und Entscheidungen, die 
sie konkret betreffen. 
 
In unserer pädagogischen Praxis wird ein Umfeld geschaffen, indem Beteiligung von 
Kindern aller Altersklassen ausdrücklich erwünscht und von den Fachkräften pädagogisch 
unterstützt und angeregt wird. Bei der Planung gemeinsamer Projekte und in 
Gesprächskreisen bieten wir den Kindern das Recht auf freie Meinungsäußerung, damit sie 
sich aktiv an Entscheidungen und Entwicklungen in ihrer Kita mitbeteiligen und frühzeitig 
lernen Verantwortung zu übernehmen. 
 
 
Wir nehmen unsere besondere Verantwortung wahr, Kinder ganzheitlich zu fördern und 
ihnen die volle Teilhabe an allen Bildungsmöglichkeiten aufzuschließen. 
Dabei ermutigen wir Kinder – unabhängig ihres Alters – sich an Abläufen nach ihren 
Entwicklungspotenzialen aktiv mitzubeteiligen. 
 
Durch Teilhabe, Mitwirkung, Mitbestimmung und Selbstbestimmung erleben Kinder in 
unseren Einrichtungen tagtäglich Partizipation. Dazu gehört selbstverständlich auch, dass 
die Kinder eigenständig Einfluss auf die Tages- oder Projektgestaltung haben, 
selbstbestimmt entscheiden können, wo sie sich in der Gruppe einbringen oder an welchen 
konkreten Angeboten sie teilnehmen möchten. 
 
In unseren regelmäßigen Morgenkreisen wird für Kinder ein Rahmen geschaffen auch über 
Angelegenheiten, die ihnen missfallen in der Gruppe zu sprechen und Kritik zu äußern. Hier

11 
 
können basisdemokratische Entscheidungen in den Angelegenheiten getroffen werden. 
Ebenso werden Projekthemen erörtert und ausgewählt, Räume und Mobiliar an den 
jeweiligen Bedürfnissen von Kindern angepasst. Regeln werden immer wieder überprüft 
und ggf. modifiziert, um nur einige Beispiele unserer Praxis zu veranschaulichen. 
 
Die respektvolle Kommunikation auf Augenhöhe zwischen Kind und Erzieher bildet die 
tägliche Grundlage für die Einbindung und Mitbestimmung der Kinder bei allen 
Entscheidungen. Dabei erleben die Kinder, wie sie Meinungen frei äußern können, fühlen 
sich gesehen und erkennen Konsequenzen ihres Handelns. Damit unterstützen wir die 
Wichtigkeit, die Kinder auf ein selbstbewusstes, eigenverantwortliches Leben in der 
Gemeinschaft vorzubereiten und auf ihre eigenen Potenziale zu vertrauen. 
 
10.  Die Besonderheit des letzten Kitajahres 
 
Die Vorschulzeit ist für uns die gesamte Kindheit VOR DER SCHULE. Nach den Grundlagen 
der Konzeption kann sich die "Vorschulförderung" nicht nur auf das letzte Jahr vor der 
Schule beschränken. Wir haben familienbegleitend gemeinsam Bedingungen und 
Möglichkeiten geschaffen, um individuelle Fähigkeiten und Begabungen zu entdecken, zu 
erproben, zu entwickeln und sich auf ein gleichberechtigtes Leben in der Gesellschaft 
vorzubereiten. 
 
Im Jahr vor dem Schuleintritt liegt der Fokus verstärkt auf dem Übergang vom Kindergarten 
zur Schule. Die Kinder finden sich verstärkt und gezielt zu altershomogenen 
Vorschulprojektgruppen zusammen. Durch wöchentliche Aktivitäten, Ausflüge z.B. 
innerhalb unserer intensiven Waldwoche und durch gezielte Beobachtungen der Kinder in 
diesen speziell altershomogenen Gruppen, ist es uns möglich, kompetente 
Ansprechpartner im Hinblick auf die Schulfähigkeit der Kinder zu sein. 
 
Wir setzen uns engagiert in allen unseren Einrichtungen dafür ein, dass Kinder für den Start 
in der Schule beste Voraussetzungen haben.  
 
 
 
11. Sexualerziehung 
 
Die kindliche Sexualität ist ein wesentlicher Bestandteil der Persönlichkeitsentwicklung, die 
bereits mit der Geburt beginnt. Dabei geht es vorrangig um die ganzheitliche 
Sinneswahrnehmung durch den eigenen Körper. 
 
Die positive Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung ist im Bewusstsein unserer 
Mitarbeiter. Sie begleiten und fördern diese pädagogisch, indem sie das positive Selbstbild 
der Kinder stärken. Körpererfahrungen erhalten ihren Raum und werden nicht tabuisiert, 
verboten oder bestraft.  
Dabei achten die Mitarbeiter darauf, dass sich die kindliche Sexualität ohne Gewalt und 
Grenzverletzungen entwickeln kann. Die Selbstbestimmung des Kindes ist hierbei ein 
wesentliches Element. 
 
Eine reflektierte Haltung bezüglich Geschlechterrollen als Vorbild für die geschlechtliche

12 
 
Identitätsfindung ist für uns ebenso ein Selbstverständnis wie der professionelle Umgang mit 
Nähe und Distanz. 
 
Den Kindern ermöglichen wir durch Rollenspielecken und unterschiedlichen Medien zum 
Thema Körper, Geschlecht und Sexualität vielfältige Erfahrungs- und Lernmöglichkeiten. 
 
Innerhalb unserer pädagogischen Teams wird sich wiederholt zu diesem Thema ausgetauscht 
und das Fachwissens stetig erweitert. 
Durch regelmäßig stattfindende Elternabende zur sexuellen Entwicklung in unseren 
Einrichtungen, auch mit Begleitung externer Referenten, beteiligen wir die Eltern als 
wichtisgte Bezugspersonen an diesem sensiblen Thema und setzen uns offen damit 
auseinander. 
 
 
12.  Ein Tag in unserer Kita 
 
12.1. Zeit 
 
In unseren Einrichtungen widmen wir uns besonders dem Thema Zeit, weil unsere 
Kleinstkinder sich zeit-los fühlen. Sie möchten nicht durch Zeitdruck ausgebremst oder in 
ihren Aktivitäten unterbrochen werden. 
 
Im Tagesablauf kombinieren und berücksichtigen wir die Arbeitszeitbedürfnisse von 
unseren Fachkräften, die individuellen Zuwendungs- und Zeitbedürfnisse der Kinder und 
den Zeitraum, den Mahlzeiten und Pflegezeiten zum ruhigen, kindzentrierten Ablauf 
beanspruchen beständig miteinander. 
 
Der Tag ist für unsere Kinder durch Fixpunkte und Stationen gekennzeichnet, die allen 
Beteiligten – vor allem den Kindern – Orientierung und Sicherheit durch immer 
wiederkehrende Abläufe gibt. 
 
Im Folgenden gehen wir auf die Tagesgestaltung in unseren Einrichtungen ein mit dem 
besonderen Augenmerk darauf, dass sich Unterschiede aufgrund des Alters der Kinder 
ergeben. 
 
12.2. Ankommen 
 
In unseren Kindertagesstätten erleben Kinder ein zweites Zuhause, in das sie jeden Morgen 
kommen. Insbesondere die jüngsten Kinder unter 3 Jahren begrüßen wir mit viel Ruhe und 
Zuwendung, denn sie brauchen Zeit sich zu verabschieden und sich auf den Tag in der Kita 
einzulassen. In der Phase des Ankommens orientieren sich die Kinder, suchen sich ihren 
Platz und stellen Kontakt zu allen her, die dazu gehören. 
Wir erfahren in dieser Zeit Vieles über ihr Wohlbefinden, eine Grundvoraussetzung um gut 
in den Tag zu starten. 
 
12.3. Morgenkreis  
 
Jeden Morgen finden wir uns zu einem festen Zeitpunkt in der Gruppe zu einem 
Morgenkreis zusammen.  Der Morgenkreis bietet die Möglichkeit, gemeinsam den

13 
 
Vormittag zu beginnen und sich über Erlebtes auszutauschen. In allen Räumen werden die 
Kinder dazu eingeladen. Es wird erzählt, gesungen, gespielt, Wichtiges und Aktuelles 
besprochen und vieles mehr. 
 
Dieser Tageseinstieg dient der Orientierung für den Tag, die Woche und die Jahreszeit. 
 
12.4. Angebote, Aktivitäten und Projekte 
 
Unsere Angebote für die Jüngsten werden ausschließlich in Klein- und Interessengruppen mit 
unterschiedlichen Tätigkeitsformen angeboten. Diese kurzfristigen, meist an 
unterschiedlichen Orten stattfindenden Tätigkeiten haben zum Ziel, dass Kinder die 
Eigenschaften von Materialien erkunden und kennenlernen. 
 
Wir beschäftigen Kinder nicht in unseren Einrichtungen, sondern bieten nach dezidierter 
Beobachtung über einen längeren Zeitraum Themen und Materialien an, die Kinder in den 
Gruppen beschäftigen. Daran knüpfen wir unsere Angebote für die Kinder an. Ziel ist es, die 
Interessen von Kindern aufzugreifen und weiterführend zu begleiten. Lerninteressen der 
Kinder führen uns dazu, dass auch wir unser eigenes Wissen erweitern.  
 
Besonderen Wert legen wir auf eine entsprechend gestaltete Raum- und 
Materialvorbereitung. Eine Materialvielfalt ermöglicht Kindern ganz eigene Experimente – oft 
auf Nebenwegen - dazu anzustellen. 
 
Projekte entwickeln sich in unseren Einrichtungen durch gezielte Beobachtungen der Kinder 
und werden durch Impulse und Angebote umgesetzt. Damit entwickeln wir mit den Kindern 
gemeinsam Projektthemen – ausgehend von ihren Interessen – und ermutigen sie zu neuen 
Fragestellungen. Mitbestimmung, Mitsprache und Mitmachen sind unsere Grundsätze zum 
gemeinsamen Dialog mit Kindern. Für Projektplanungen schaffen wir einen Rahmen, der im 
Verlauf des Projektes verändert, ergänzt oder auch unterbrochen werden kann, wenn neue 
Fragen oder Bedürfnisse von Kindern entstehen. Diese vielfältigen Spiel- und Lernaktionen 
werden von Kindern erlebnisreich und interessant durch die Dauer der Zeit in den 
Einrichtungen führen. Wichtig ist uns dabei, dass nicht alle Kinder zur gleichen Zeit die gleiche 
Aktivität mit den gleichen Mitteln oder Materialien ausführen. Durch Klein- oder Teilgruppen 
ermöglichen wir den Kindern erhöhte Zuwendung und stärken ihre sozialen Kompetenzen. 
 
Die Projekte werden in Form von Projektwänden dokumentiert, welche im Verlauf des 
Projektes mit den Fragen und Antworten der Kinder, den kreativen Produkten und allem, was 
während der Projektphase entsteht, wachsen.  
 
 
12.5. Gemeinsame Mahlzeiten 
 
Die Gestaltung einer angenehmen Essensatmosphäre ist unseren Einrichtungen sehr 
wichtig. Wir gestalten mit den Kindern die Mahlzeiten gemeinsam, indem wir den Tisch 
decken. Selbstständig entscheiden die älteren Kinder über die Zusammensetzung von 
Tischgemeinschaften. In den U3 Gruppen haben die jüngeren Kinder meist feste Plätze, die 
ihnen Sicherheit geben. Die pädagogichen Fachkräfte verteilen sich an die Tische und essen 
gemeinsam mit den Kindern, fördern Tischgespräche und eine harmonische Atmosphäre.

14 
 
Kinder sind in der Lage ihre benötigte Nahrungsmenge und Nahrungszusammensetzung 
zu regulieren. Sie essen in der Regel so viel und das, was sie brauchen und füllen sich 
selbst auf, so viel von dem was sie essen möchten.  
Nachtisch gehört mit zum kalkulierten Nährstoff- und Kalorienbedarf und wird auch dann 
dem Kind zugestanden, wenn es die Hauptmahlzeit nicht essen möchte. 
Speisen probieren geschieht in unseren Einrichtungen ausschließlich nach dem Prinzip der 
Freiwilligkeit. Genau diese Regeln beugen der Entstehung von Mangelernährung und 
Übergewicht vor.  
 
Allen Kindern steht täglich eine Obst- und Gemüseauswahl im Alltag zur Verfügung. 
 
12.6. Ruhen und Schlafen 
 
Der kindliche Lebensrhythmus spiegelt sich in unseren Einrichtungen in den 
unterschiedlichen Stationen unseres Tagesgeschehens. Der Wechsel zwischen Wachen und 
Schlafen, Aktionen und Zu-Ruhe-Kommen ergänzen sich gegenseitig. Bewusst sorgen wir in 
unseren Häusern für ein entsprechend ausgewogenes Verhältnis. 
 
Kinder, die neu in unsere Einrichtungen kommen, bringen ihren eigenen Schlafrhythmus mit. 
Bereits während der Eingewöhnungsphase erfahren wir von Eltern, welche 
Schlafgewohnheiten ihre Kinder haben und auf welche Art und Weise sie sich wohl und 
geborgen fühlen. Im Laufe der Zeit übernehmen die Kinder den Kita-Rhythmus, in dem wir 
ihnen Ruhe und Schlaf im Rahmen eines bestimmten Zeitraumes anbieten. 
Wie viel Schlaf Kinder benötigen zeigen uns die Kinder selbst. Dieses Bedürfnis zu befriedigen 
ist uns ein besonderes Anliegen im Tagesverlauf. 
 
 
 
12.7. Nach Hause Gehen 
 
Der Abholprozess bedeutet für die Kinder ein „Umschalten und Loslassen“ und muss erst 
gelernt werden. Sich von anderen Kindern, den Bezugspersonen oder dem Spielmaterial zu 
trennen, gelingt oft leichter durch feste Rituale, sowie klare Bring- und Abholzeiten. Im 
späteren Verlauf lernen die Kinder zwischen beiden Lebenswelten, deren Bezugspersonen 
und den Verhaltensweisen im Tagesverlauf mit eigenen Regeln und Gewohnheiten zu 
differenzieren.

15 
 
 
13.  Gesunde Kinder 
 
13.1. Ernährung 
 
Die Kinder werden in unseren Häusern rundum vollwertig verpflegt. 
(Frühstück, Mittagessen, Nachmittagssnack, Obst-Gemüserunden) 
 
Bei der Step Kids KiTas gGmbH wird das Mittagessen täglich frisch gekocht. 
Die Ernährung ist abwechslungsreich und kindgerecht. Der kindliche Bedarf an Eiweiß, leicht 
verdaulichen hochwertigen Fetten, Ballaststoffen, sowie die Deckung vom Vitamin- und 
Mineralstoffbedarf wird bei der Zubereitung und Zusammenstellung der Nahrung 
berücksichtigt. Zuckerfreie Getränke stehen ausreichend zur Verfügung. In jedem 
Gruppenraum befindet sich eine Trinkbar, die jederzeit für die Kinder zugänglich ist. 
Gegebenenfalls werden Ernährungsgewohnheiten von Kindern aus anderen Kulturkreisen 
berücksichtigt. 
Auf vegetarische Ernährung und Nahrungsmittelallergien wird grundsätzlich Rücksicht 
genommen.  
 
Regelmäßiges Backen und Zubereiten einfacher Speisen findet gemeinsam mit den Kindern 
in unseren speziell dafür eingerichteten Kinderküchen statt.  
Dabei erlernen die Kinder einen achtsamen Umgang mit Lebensmitteln, ihre Bedeutung für 
eine gesunde Ernährung und wie man Lebensmittel behandelt. Das gemeinsame Kochen 
sehen wir als ein wichtiges Detail in der kindlichen Förderung. Zum einen wird hier das 
Prinzip der Partizipation verfolgt, da die Kinder an alltäglichen Prozessen beteiligt werden 
und sich selbstbestimmend einbringen können. Zum anderen lernen sie bei der 
Vorbereitung der Speisen über das Schneiden, Rühren etc. handwerklich zu agieren. Das 
gemeinsame Kochen bringt dem Kind nahe, etwas mit eigenen Händen geschaffen zu haben 
– vom Vorbereiten bis letztlich das Essen auf dem Tisch steht.  
 
 
13.2. Bewegung 
 
Von Anfang an nehmen Kinder die Welt über ihren Körper und ihre Sinne wahr. Indem sie 
sich bewegen, entdecken sie räumliche Zusammenhänge, lernen Eindrücke zuzuordnen und 
machen Erfahrungen über sich selbst. 
 
Die Fähigkeit zur differenzierten Wahrnehmung entwickelt sich im Laufe der ersten 
Lebensjahre. Ein Kind muss sehen, hören, riechen, tasten, schmecken, seinen Körper vielfältig 
erfahren um sich im Gleichgewicht zu entwicklen. 
 
Kinder sind in ihrer Bewegungsentwicklung prinzipiell kompetent und autonom. Sie sind 
fähig, ihre Bewegungsmöglichkeiten selbst zu entdecken, sie auszuprobieren und sie 
weiterzuentwickeln. 
 
Die Kinder bei Step Kids Kitas gGmbH gehen regelmäßig in den eigenen Bewegungsraum, der 
nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen altersadäquat ausgestattet ist. Diese 
Räumlichkeiten bieten den Kindern verschiedene Möglichkeiten, sich altersentsprechend an 
Großgeräten oder kleineren Bewegungslandschaften mit Treppen, Auf- und Abgängen zu

16 
 
erproben. Die gesamte Körpermotorik, Körperkoordination und viele Sinneswahrnehmungen 
werden hier z.B. an der Kletterwand und eigenständigen Seilsystemen an Decken und 
Wänden angesprochen und gefördert.  
 
Unser tägliches Bewegungsangebot setzt sich aus "flexiblen Bausteinen" zusammen, die über 
die Woche verteilt regelmäßig angeboten werden. Dazu gehören offene, 
gruppenübergreifende Bewegungsangebote, geplante Bewegungsangebote, spielerische 
Wassergewöhnung, Bewegungslandschaften mit Groß- und Kleingeräten, situative 
Bewegungsspiele drinnen und draußen, sowie der Waldtag. 
 
13.3. Wassergewöhnung und Schwimmen 
 
Mit dem Ziel der Wassergewöhnung gehen wir mit den Kindern, die einen gewissen Grad an 
Selbständigkeit und Regelverständnis vorweisen regelmäßig in Gruppen in öffentliche 
Schwimmbäder. Je nach Standort variiert dieses Angebot in Abhängigkeit der Kapazitäten 
der jeweiligen Schwimmbäder. 
 
Die Wassergwöhnung ermöglicht es den Kindern spielerisch das Element Wasser 
kennenzulernen, Angst abzubauen und erste Bewegungserfahrungen im Wasser zu 
sammeln. 
 
Je nach Entwicklungsstan und Motivation der Kinder, sowie der Unterstützung der Eltern 
können diese im Rahmen der Wassergewöhnung angstfrei das Schwimmen erlernen. 
 
13.4. Schuhfreie Zone 
 
Im ganzen Haus herrscht "Schuhfreie - Zone". Dies bedeutet, dass in allen Räumen entweder 
Stoppersocken oder Hausschuhe getragen werden. Straßenschuhe werden vor Beginn der 
„Schuhfreien Zone“ ausgezogen. Dadurch hat die „Schuhfreie Zone“ den Effekt, dass d er 
Boden sehr sauber ist und bleibt. Zum einen für unsere Krabbelkinder, zum anderen lädt 
der saubere Boden viel mehr zum Spielen auf den Spielfluren ein. 
 
13.5. Gesunde Zähne  
 
Die Kinder ab 3 Jahren putzen bei uns täglich ihre Zähne nach dem Mittagessen.  
Wir arbeiten eng mit dem Gesundheitsamt zusammen, das regelmäßig mit den Kindern, 
pädagogischen Fachkräften und Eltern Infoveranstaltungen anbietet. Auch in diesem Bereich 
ist die "gesunde Ernährung" ein wichtiger Bestandteil. 
 
Den jüngeren Kindern wird die Wichtigkeit des Zähneputzens in Form von Projekten 
nähergebracht. Dies dient im Besonderen der Unterstützung des täglichen Rituals zu Hause. 
 
 
13.6. Wald- und Wiesentage 
 
Innerer Bezug zur Natur kann nur entwickelt werden, wenn Natur nicht als Lernort, sondern 
als Ort kindlichen Lebens gestaltet wird. In der offenen und natürlichen Umgebung des 
Waldes geschieht Lernen ganzheitlich und phantasiereich. Alle Sinne werden angesprochen. 
Der Aufenthalt im Wald bietet somit einen wichtigen Gegenpol zum alltäglichen Leben.

17 
 
 
An wöchentlich, regelmäßig stattfindenden Waldtagen ziehen die Kinder für einen 
bestimmten Zeitraum mitten in den Wald. Die Dauer der Waldtage hängt vom Alter, der 
Gruppenzusammensetzung und der daraus sich ergebenden Kondition der Kinder ab. Die 
Kinder erleben den Wald als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, gehen auf Spurensuche und 
spielen und essen unter freiem Himmel bei fast jedem Wetter. Im Kindergarten werden die 
Erlebnisse reflektiert, mit den gesammelten Materialien wird gestaltet und gebastelt. Die 
Kinder lernen so ökologische Zusammenhänge im Lauf der Jahreszeiten kennen und den 
Wald als Schutzraum für Tiere und Pflanzen zu respektieren. 
 
Jedes Jahr findet eine Waldwoche statt, in der die Kinder sich ausschließlich im Wald 
befinden. 
 
14.  Alltagsintegrierte Sprachbildung und Kommunikation 
 
Die Sprache und das Sprechen helfen dem Kind seine Umwelt zu begreifen und durch Sprache 
verfügbar zu machen. Gute Sprachkenntnisse sind der Grundstein für weiterführende 
Lernprozesse. Sie ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe und sind eine wichtige 
Voraussetzung zur Chancengleichheit.  
 
Sprechen lernen braucht das Miteinander. Die Kinder werden in unseren Stepke-
Einrichtungen angeregt, ihre Erfahrungen und Gefühle zu interpretieren. Sie machen 
vielfältige kommunikative Erfahrungen. Diese befähigen sie, Kontakte zu anderen 
aufzubauen, sich in der Gruppe zu behaupten und in einen sozial-kommunikativen Austausch 
mit anderen zu treten. Ganzheitliche Sprachförderung ist in unseren Alltag integriert, indem 
wir Anlässe schaffen, sich altersgemäß ausdrücken zu können. 
 
Unsere Fachkräfte begreifen Sprache als Schlüsselsituation in Bezug zum Situationsansatz. 
Den Alltag gestalten sie bewusst sprachfreundlich und sprachanregend für Kinder jeden 
Alters. In besonderen Angeboten, Projekten und Förderkreisen widmen wir unsere 
Aufmerksamkeit Vorlesesituationen und Bilderbuchbetrachtungen. Sie gestalten 
Sprachförderung durch Musik, Spiel und Bewegung, setzen Medien und Methoden der 
Sprachförderung ein.  
 
Unsere Fachkräfte suchen gezielt Spiele und Reime aus und regen Stehgreifspiele, Rollen- 
und Theaterspiele an. Hierbei fördern sie Mundmotorik, Erschließung von Atem- und 
Resonanzräumen, verbale und nonverbale Ausdrucksweisen, Singstimme, Rhythmusgefühl 
und den spontanen, experimentellen Umgang mit der eigenen Stimme. 
 
Allen Fachkräften und engen Bezugspersonen der Kinder muss ihr eigenes Sprachvorbild 
gegenwärtig sein. Die Reflexion des eigenen Sprachverhaltens, insbesondere in Bezug auf 
Grammatik, vollständige Sätze, Wortschatz, eigene Kommunikationskultur, 
Artikulationsfähigkeit und Sprechfreude sind selbstverständlich. Auch die Einstellung zu 
Fremdsprachen ist von zentraler Wichtigkeit. 
 
Sprachförderung braucht eine differenzierte Vorgehensweise, d.h. die individuellen 
Bedürfnisse des einzelnen Kindes müssen berücksichtigt werden.

18 
 
Bei der Sprachlichen Bildung verfolgen wir folgende Ziele: 
 
Die Förderung durch alltagsintegrierte Sprachbildung  
Die Erweiterung der Kommunikationsfähigkeit 
Die ständige verbale Verständigung im alltäglichen Leben, d.h. Umgangssprache als 
wichtige Schlüsselkompetenz erleben 
Das Mitteilen der eigenen Befindlichkeit fördern 
Das Zurechtfinden in der außerfamiliären Welt zu erleichtern durch Verstehen und 
Benennen 
Die Wortschatzerweiterung 
Das Bewusstsein und die Freude an der Sprache zu wecken und zu fördern 
Intensives Heranführen an Bilderbücher und Geschichten 
 
14.1. Musik und Gesang 
 
Die täglichen Spiellieder und Fingerspiele lassen Kinder Sprache positiv erleben. Durch viel 
Musik, den Rhythmus, die Melodie, wird Sprache noch einmal aus einer anderen Perspektive 
gesehen. Das gemeinsame Erleben von Sprache in musikalischer Form ist für Kinder jeden 
Alters ein schönes Erlebnis und kann auch dazu beitragen evtl. Hemmungen abzubauen. 
Für die Kindergartenkinder ist es dazu noch einmal eine besondere Herausforderung, kleine 
Gedichte zu lernen, oder beispielsweise eine Rolle in einem kleinen Theaterstück zu 
übernehmen, deren Höhepunkt dann eine Vorführung vor Publikum ist. 
Dies stellt an die Kinder nicht nur eine hohe sprachliche Herausforderung, sondern sie 
müssen sich auch in hohem Maße konzentrieren, zuhören und als „Team“  zusammen 
arbeiten. 
 
14.2. Bilderbücher – Lesen und Sprache 
 
Bilderbücher und Geschichten haben eine bedeutende Rolle in unserer täglichen Arbeit. Si e 
enthalten eine Vielzahl von Dingen und Ereignissen, die die Kinder in Bild und Gespräch 
kennen lernen können. 
Das Tempo von sprachlicher Anregung und Kommunikation wird dabei flexibel und sensibel 
auf das Kind, je nach Sprachniveau und Interesse abgestimmt. 
Erklären, Rückfragen, Wiederholen und Verweilen wird natürlich in die Aktivität der 
Bilderbuchbetrachtung integriert. 
Dabei ist es uns besonders wichtig, dass das Kind selbst zum Erzähler der Geschichte wird 
und seine Freude daran entdeckt. 
 
 
15. Inklusion - Vielfalt als Bereicherung verstehen 
 
In unseren Stepke-KiTas leben wir eine Kultur des Miteinanders und der Inklusion, die geprägt 
ist von Anerkennung und Wertschätzung der Verschiedenheit und Vielfalt. Wir sind der festen 
Überzeugung, dass Kinder und Erwachsene gleichermaßen im Zusammenleben von dieser 
Vielfalt nur profitieren lernen. 
 
Wir haben es uns zum Ziel gemacht in unseren Stepke-Kitas unterschiedlichste 
Entwicklungspotenziale von Kindern frühzeitig zu erkennen und dementsprechend individuell 
zu fördern.

19 
 
 
Dies geschieht in gemeinsamer Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsverantwortung 
gegenüber Kindern mit und ohne Handicaps oder einem speziellem Förderbedarf. 
Wir wenden dabei das Prinzip integrierter Hilfen aus einer Hand und alltagsintegrierter 
Förderstrategien an und sorgen für angemessene Rahmenbedingungen. Dies geschieht durch 
reduzierte Platzzahlen von Kindern, einem zusätzlichen und bedarfsgerechten Therapieraum 
in Kombination mit qualifiziertem und interdisziplinärem Fachpersonal. 
 
Wir stellen uns tagtäglich gerne diesen Herausforderungen gemeinsam mit unseren 
pädagogischen Fachkräften, damit Inklusion eine Selbstverständlichkeit wird und nicht nur 
eine Vision bleibt. 
 
16. Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern 
 
Die Eltern oder andere Sorgeberechtigte sind die wichtigsten Bezugspersonen für die Kinder. 
Aus diesem Grund liegt un s eine gute partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Familien 
sehr am Herzen.  
 
Bewusst verstehen wir uns als familienergänzende Einrichtung, indem wir die Familie als das 
wichtigste Erziehungsfeld ansehen. Wir unterstützen die Erziehungsarbeit der Eltern und 
ergänzen diese. Daher gestalten wir unsere pädagogische Arbeit für die Eltern in Form von 
Aushängen, Wochenplänen und Projektwänden transparent. 
 
Mindestens einmal im Jahr laden wir die Eltern zu einem individuellen Entwicklungsgespräch 
ein, in dem ein Austausch über die Entwicklung und Förderung des Kindes stattfindet. 
Grundlage für dieses Gespräch sind die Entwicklungsdokumentationen, die über das Kitajahr 
hinweg erstellt wurden. 
 
Es finden regelmäßige Elternabende statt, die entweder vom Träger oder vom Team 
ausgehen können. Diese Elternabende können die pädagogische Arbeit der Einrichtung 
betreffen, bestimmte Themen auch gruppenübergreifend behandeln sowie einer gesellig-
kreativen Form entsprechen. 
 
Besondere Aktivitäten, welche in eine längerfristige Projektplanung des gesamten Hauses 
eingebunden sind, werden für die Eltern durch Plakate und Elternbriefe rechtzeitig bekannt 
gegeben.  
 
Willkommen sind in unseren Einrichtungen besondere Fähigkeiten der Eltern, Großeltern 
oder anderer Familienmitglieder zur Ergänzung unserer Projekte. Gerne binden wir diese in 
unsere Bildungsarbeit mit ein. 
 
Wir gestalten regelmäßig Feste und Veranstaltungen, in denen Eltern, Kinder sowie 
Großeltern zusammenfinden können. Zudem finden gemeinsame kreative Nachmittage, 
Ausflüge, Spiel- und Singkreise statt. 
 
Offene Gespräche, das Äußern von Kritik, Sorgen und Wünschen ist uns sehr wichtig. Wir 
nutzen diese zur stetigen Verbesserung unserer täglichen Arbeit. 
Bei inhaltlich umfassenden Anmerkungen, sowie sehr persönlichen Themen wird zeitnah ein

20 
 
Termin vereinbart, wobei dem Gespräch ein geschützter Raum geboten wird. 
 
Alle Eltern der Stepke Kitas haben die Möglichkeit, sich über das in jeder KiTa ausliegende 
Beschwerdeformular, direkt an die pädagogischen Fachkräfte ihrer Gruppe zu wenden. Diese 
leiten das Formular umgehend an die Kita-Leitung weiter. Innerhalb von 2 Tagen hält die Kita-
Leitung Rücksprache mit den Eltern, ggf. wird ein Gesprächstermin vereinbart.   
 
Die Kita-Leitung hat die Möglichkeit sich mit der zuständigen Geschäftsbereichsleitung 
auszutauschen, um kundenorientiert und zielgerichtet zu handeln.  
 
 
17. Beobachtung und Dokumentation 
 
Beobachtung ist das wichtigste Instrument einer pädagogischen Fachkraft, um ihre pädagogische 
Arbeit fundiert zu gestalten. Deshalb führen alle pädagogischen Fachkräfte täglich in der Arbeit 
mit den Kindern Beobachtungen durch und dokumentieren diese. Die Planung der sich aus der 
Beobachtung ergebenen Bildungsangebote erfolgt unter stärken- und ressourcenorientierten 
Gesichtspunkten. 
 
Beobachtungen finden sowohl im Alltag, als auch unter gezielten Fragestellungen, wie 
beispielsweise die Beobachtung in Vorbereitung auf die jährlichen Entwicklungsgespräche, 
statt. Im Zusammenhang mit den Beobachtungen tauschen sich die pädagogischen Fachkräfte 
über ihre Einschätzungen aus.  
 
Jedes Kind bekommt bei uns einen eigenen Portfolioordner, in welchem die individuelle 
Entwicklung transparent dokumentiert wird. Ergänzt wird dieses durch Fotodokumentationen 
aus dem Alltag, von Projekten oder bei Festen und Ausflügen. Die Ordner befinden sich an 
einem für die Kinder zugänglichen Ort, um ihnen die Möglichkeit zu geben, sich ihr 
persönliches Portfolio jederzeit anzuschauen. 
 
Sämtiche Dokumentationen unterliegen den aktuellen Datenschutzbestimmungen. 
 
 
18.  Nachwort 
 
Diese Konzeption unterliegt der ständigen Überprüfung durch die Praxis. 
Wenn sich aus der täglichen Arbeit die Notwendigkeit einer Änderung ergibt, so wird sie 
dahingehend gemeinsam mit den Stepke-Teams in unseren Einrichtungen weiterentwickelt. 
Wir stehen neuen Erkenntnissen der Pädagogik immer offen gegenüber, betrachten sie aber 
kritisch und messen sie zunächst an der Praxis. 
Das gesamte Team wird aufmerksam beobachten, was sich für die Kinder verändert, wenn 
die pädagogischen Konzepte und die Gestaltung des Alltagslebens verändert werden. Wir 
sind immer darauf bedacht für Eltern und Kinder die besten Voraussetzungen zu schaffen 
und innovativ und zeitgemäß unsere Einrichtungen lebendig zu halten.

Stepke Schutzkonzept 
Zur Umsetzung des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdung

2  
 
 
 
 
1 
 
Inhalt 
 
Präambel ......................................................................................................................... 3 
Der Gesetzeswortlaut - § 8a SGB VII Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung ........... 4 
 
1. Kinderschutzauftrag .................................................................................................... 5 
1.1 Vorgehensweisen im Überblick ......................................................................................... 5 
1.2 Ausführungen .................................................................................................................... 5 
 
2. Datenschutz …………….. ................................................................................................ 7 
3. Persönliche Eignung gemäß § 72a SGB VIII ................................................................. 7 
 
Anlagenverzeichnis zum Prozess Kinderschutz in Einrichtungen ................................... 8 
Dokumentation nach SGB VIII, § 8 a ‐Ablaufdiagramm .................................................. 9 
Anlage 1: Beobachtungsbogen .......................................................................................................... 11 
Anlage 2: Interner Beratungsplan ..................................................................................................... 12 
Anlage 3: Gemeinsamer Beratungs‐ und Hilfeplan ........................................................................... 13 
Anlage 4: Überprüfung der Zielvereinbarungen im Hilfeplanverfahren ........................................... 12 
Anlage 5: Inanspruchnahme der externen Fachkraft vorbereiten .................................................... 13 
Anlage 6: Handlungsleitfaden bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdungen durch eigene 
Mitarbeiter/-innen (inkl. Praktikant/-innen, Ehrenamtliche, Bundesfreiwillige etc.) ....................... 14 
Anlage 7: Verfahrensablauf bei vermuteten Machtmissbrauch durch Fachkräfte  in Institutionen 
vom Paritätischen .............................................................................................................................. 16

3 
 
Präambel 
 
Jedes Kind hat gemäß der UN‐Kinderrechtskonvention ein Recht auf: 
 
eine gewaltfreie Erziehung 
die Entfaltung seiner Persönlichkeit 
staatliche Unterstützung bei Erziehungsproblemen 
Beteiligung bei Entscheidungen, die sie betreffen 
Fürsorge 
Ernährung 
Partizipation 
Meinungsäußerung 
Schutz vor körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt. 
 
Der Schutz dieser Rechte und des Wohls der Kinder ist Bestandteil des gesetzlichen Erziehungs‐, 
Bildungs‐ und Betreuungsauftrages der Kindertageseinrichtung (§ 22 Abs. 3 SGB VIII). 
Die nachfolgenden Verfahrensweisen stellen entsprechend der Vereinbarung  
gemäß § 8a Abs.2 SGB VIII zur Wahrnehmung des Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung sicher, dass 
der gesetzliche Auftrag zum Schutz des Kindeswohls von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der 
Stepke‐Kitas‐Einrichtungen umgesetzt wird. 
 
Der Träger ist verantwortlich für die Umsetzung dieses Schutzkonzeptes und regelt die in ternen 
Zuständig‐ und Verantwortlichkeiten. Er sorgt dafür, dass alle Beschäftigten der 
Kindertageseinrichtungen mit dem Schutzkonzept vertraut gemacht und im Umgang mit Frag en zum 
Kinderschutz kontinuierlich fortgebildet werden. 
 
Die Handhabung des Schutzkonzeptes und die Fallbearbeitung erfordern in jedem Fall eine schriftliche 
Dokumentation der vorgegebenen Verfahrensabläufe. 
Die Überprüfung der persönlichen Eignung gemäß § 72a, SGB VIII betrifft alle Mitarb eiterinnen und 
Mitarbeiter der Stepke‐Kitas‐Einrichtungen, die direkt mit Kindern arbeiten bzw. mit diesen in Kontakt 
kommen.

4  
 
Der Gesetzeswortlaut - § 8a SGB VII Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung 
 
(1) Werden dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls ein es Kindes oder 
Jugendlichen bekannt, so hat es das Gefährdungsrisiko im Zusammenwirken mehrerer Fachkräft e 
abzuschätzen. Dabei sind die Personensorgeberechtigten sowie das Kind oder der Jugendl iche 
einzubeziehen, soweit hierdurch der wirksame Schutz des Kindes oder des Jugendlichen nicht in Frage 
gestellt wird. Hält das Jugendamt zur Abwendung der Gefährdung die Gewährung von Hilfen für 
geeignet und notwendig, so hat es diese den Personensorgeberechtigten oder den 
Erziehungsberechtigten anzubieten. 
 
(2) In Vereinbarungen mit den Trägern von Einrichtungen und Diensten, die Leistungen nach diesem Buch 
erbringen, ist sicherzustellen, dass deren Fachkräfte den Schutzauftrag nach Absatz 1 in 
entsprechender Weise wahrnehmen und bei der Abschätzung des Gefährdungsrisikos eine insoweit 
erfahrene Fachkraft hinzuziehen. Insbesondere ist die Verpflichtung aufzunehmen, dass die Fachkräfte 
bei den Personensorgeberechtigten oder den Erziehungsberechtigten auf die Inanspruchnahme vo n 
Hilfen hinwirken, wenn sie diese für erforderlich halten, und das Jugendamt informi eren, falls die 
angenommenen Hilfen nicht ausreichend erscheinen, um die Gefährdung abzuwenden.

5 
 
1. Kinderschutzauftrag 
 
1.1 Vorgehensweisen im Überblick 
 
1. Schritt:  Gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung wahrnehmen und 
überprüfen 
2. Schritt: Gemeinsame    Gefährdungseinschätzung    mit    der    insoweit erfahrenen   
Fachkraft (Kinderschutzfachkraft) vornehmen. 
3. Schritt: Bei den Personensorgeberechtigten auf die Annahme geeigneter Hilfen hinwirken 
und Hilfen überprüfen. 
4. Schritt: Das Jugendamt/den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) informieren, falls Hilfen 
nicht in Anspruch genommen werden oder wirkungslos bleiben. 
 
1.2 Ausführungen 
 
1. Schritt: Gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung wahrnehmen und 
überprüfen. 
 
Sobald eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter Hinweise auf Kindeswohlgefährdung wahrnim mt, beruft 
sie/er unverzüglich (ggf. auch außerhalb der Teamsitzungen) eine kollegiale Beratung ein. Di e 
Einschätzung der Kindeswohlgefährdung soll unbedingt im Zusammenwirken mehrerer pädagogischer 
Fachkräfte vorgenommen werden. Die Hausleitungen und die fallverantwortliche Fachkraft 
übernehmen die Verantwortung für die Einhaltung des Verfahrens und klären zu Beginn der kollegialen 
Beratung die Zuständigkeiten für Moderation und Dokumentation. Das Ergebnis der kol legialen 
Beratung wird in Form des „internen Beratungsplans" (Anlage) dokumentiert und zur Kind erakte 
genommen. 
Die kollegiale Beratung ist verbindlich durchzuführen. Während der Beratung werden gewichtig e 
Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Kindeswohlgefährdung im Hinblick auf 
 
 Vernachlässigung 
 körperliche und seelische Misshandlung 
 sexuellen Missbrauch 
 Partnerschaftsgewalt 
 Entzug von Chancen 
überprüft. 
Kommen die pädagogischen Fachkräfte am Ende der kollegialen Beratung oder zu einem späte ren 
Zeitpunkt zu der Einschätzung, dass eine akute Gefahr des Kindes vorliegt und somit ein sofortiges 
Tätigwerden erforderlich ist, muss unverzüglich das zuständige Jugendamt/der ASD informiert werden. 
Mit der Benachrichtigung des Jugendamtes geht die Fallverantwortung auf das Jugendamt über. Über 
die Information des Jugendamtes/ASD sind die Personensorgeberechtigten in Kenntni s zu setzen, 
außer wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. Der Träger wird über das 
Vorgehen zeitnah informiert. 
Die Mitwirkung und Beteiligung der Sorgeberechtigten und des Kindes (entsprechend seines Alters) ist 
für die Einschätzung des Gefährdungsrisikos gesetzlich verpflichtet und im Rahmen einer 
Erziehungspartnerschaft wichtig. Es muss daher so früh wie möglich ein Gespräch mit den 
Sorgeberechtigten geführt werden, um die Eindrücke besser einordnen zu können. Von diesem 
Gespräch kann nur dann abgesehen werden, wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage 
gestellt wäre. Sind aufgrund der kollegialen Beratung Anhaltspunkte für eine drohend e Gefährdung 
festgestellt worden, muss eine insoweit erfahrene Fachkraft zeitnah hinzugezogen werden (siehe Liste 
Anhang). Die Hausleitungen bzw. die fallverantwortliche Fachkraft organisiert die Hinz uziehung und 
setzt den Träger darüber umgehend in Kenntnis.

6  
2. Schritt: Gemeinsame Gefährdungseinschätzung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft 
(Kinderschutzfachkraft) vornehmen. 
 
Die hinzugezogene Kinderschutzfachkraft nimmt aufgrund der vorliegenden Dokumentation(en) u nd 
Schilderungen des pädagogischen Teams eine gemeinsame Problemdefinition und Risikoeinschätzung 
vor. 
Dabei wird geprüft, ob und wie die Gefährdung im Rahmen der einrichtungseigenen Ressourcen 
wirksam begegnet werden kann, oder ob eine Inanspruchnahme anderer geeigneter Hi lfen (z.B. 
Erziehungsberatung) notwendig erscheint. Auf der Grundlage der gemeinsamen Einschätzung mit der 
insoweit erfahrenen Fachkraft (anhand der Checkliste) treffen die Beteiligten eine Entscheidung über 
das weitere Vorgehen und entwickeln Vorschläge, wie das Gefährdungsrisiko abzuwenden ist. 
Die Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung in sachlicher und zeitlicher Hinsicht werden 
gemeinsam bewertet und die nächsten Schritte in Form des „internen Beratungsplans" vereinbart, 
dokumentiert und zur Kinderakte genommen. 
 
3. Schritt Bei den Personensorgeberechtigten auf die Annahme geeigneter Hil fen hinwirken 
und
 Hilfen überprüfen. 
 
Zwei pädagogische Fachkräfte führen auf der Grundlage des erarbeiteten internen Beratungsplans 
zeitnah ein Gespräch mit den Sorgeberechtigten. Das betroffene Kind wird in altersgerechter Weise 
und nach entsprechender fachlicher Einschätzung einbezogen. Dieses Gespräch kann auch zusammen 
mit der Kinderschutzfachkraft erfolgen. 
In diesem Gespräch wird über die Gefährdungseinschätzung durch die Kindertageseinrichtung 
informiert und bei den Personensorgeberechtigten auf die Inanspruchnahme der im S chutzplan 
entwickelten Hilfen hingewirkt. Von diesem Schritt kann nur abgewichen werden, wenn hierdurch der 
wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt sein sollte. 
Mit den Sorgeberechtigten werden verbindliche und konkrete Absprachen über das weitere Vorgehen 
vereinbart und im individuellen Schutzplan dokumentiert, von allen Gesprächsteiln ehmern 
unterschrieben und zur Kinderakte genommen. Handelt es sich dabei um Hilfen, die nu r über das 
Jugendamt/den ASD gewährt werden können, müssen die Eltern über ihren Anspruch auf Hilfen zur 
Erziehung informiert werden. Fehlen den Personensorgeberechtigten die sprachlichen 
Voraussetzungen für ein umfassendes Verständnis des Besprochenen, muss die Einrichtung eine 
zuverlässige und professionelle Übersetzung (auf keinen Fall minderjährige Angehörige) sicherstellen. 
Das pädagogische Team begleitet über einen vorher zu definierenden Zeitraum die Umsetzu ng des 
Schutzplans, schätzt die Wirkungen der durchgeführten Hilfsmaßnahmen ein, nimmt ggf. Änderungen 
im Schutzplan vor und definiert Erfolgs‐ wie Abbruchkriterien. Dies wird in d er Überprüfung der 
Zielvereinbarung im Hilfeplanverfahren" dokumentiert. 
 
4. Schritt Das Jugendamt/den Allgemeinen sozialen Dienst (ASD) infor mieren, falls Hilfen 
nicht
 in Anspruch genommen werden oder wirkungslos bleiben. 
 
Wenn eine angebotene Hilfe nicht angenommen wurde oder nicht geeignet war, um eine nachhaltige 
Verbesserung der Situation durch die Hilfe zu erreichen, wird eine erneute Risikoabschätzung unter 
Hinzuziehung der Kinderschutzfachkraft durchgeführt oder direkt das Jugendamt/der ASD informiert. 
Anhaltspunkte für mangelnde Mitwirkungsbereitschaft und ‐fähigkeit sind vor allem: 
 
 die Kindeswohlgefährdung ist durch Erziehungs‐ oder andere Personensorgeberechtigte 
nicht abwendbar. 
 Es besteht auf Elternseite eine fehlende Problemsicht, eine unzureichende 
Kooperationsbereitschaft oder eine eingeschränkte Fähigkeit, Hilfe(n) anzunehmen. 
 Bisherige Unterstützungsversuche waren bislang unzureichend und es können 
einrichtungsintern keine weiteren Hilfen angeboten oder vermittelt  werden.

7 
 
Wenn die Ziele des Schutzplans nicht erreicht werden konnten und die Personensorgeberec htigten 
den für erforderlich erachteten Kontakt zum Jugendamt von sich aus ablehnen, infor miert die 
Einrichtungsleitung bzw. die pädagogische Fachkraft das Jugendamt/den ASD auch gegen den Willen 
der Personensorgeberechtigten. Mit der Benachrichtigung des Jugendamtes geht die 
Fallverantwortung auf das Jugendamt über. 
Über die Information des Jugendamtes/ ASD sind die Personensorgeberechtigten i n Kenntnis zu 
setzen, außer wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. 
Zur Vorbereitung und Dokumentation dieser Entscheidung wird der Bogen „Inanspruchnahme des ASD 
vorbereiten" genutzt. Über dieses Vorgehen werden die Personensorgeberechtigten in Kenntnis 
gesetzt. Der Träger wird von den Hausleitungen bzw. einer pädagogischen Fachkraft unverzü glich 
informiert. 
Dem Jugendamt/ ASD werden folgende Informationen übermittelt: 
 
 Angaben zu den gewichtigen Anhaltspunkten für die Kindeswohlgefährdung 
 Angaben zu der mit der insoweit erfahrenen Fachkraft vorgenommenen Risikoeinschätzung 
 Angaben zu den gegenüber den Personensorgeberechtigten benannten Hilfen und darüber, 
inwieweit die erforderlichen Hilfen nicht bzw. nicht ausreichend angenommen wurden. 
 
 
 
2. Datenschutz 
 
Der Träger ist zur Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen, die sich nach den §§ 61 bis 
65 SGB VIII ergeben, verpflichtet. Die im Rahmen dieses Verfahrens erstellten Dokumentationsbögen 
sind vor dem unbefugten Zugriff in besonderer Weise zu schützen. Die Weitergabe von Informationen 
an das Jugendamt/den ASD unterliegt stets dem besonderen Vertrauensschutz und ist i.d.R. n ur mit 
ausdrücklicher Einwilligung der Betroffenen möglich. Aufbewahrungsbefugnisse, ‐verpflichtungen und 
‐ fristen werden noch datenschutzrechtlich überprüft. 
 
3. Persönliche Eignung gemäß § 72a SGB VIII 
 
Der Träger  stellt  durch  ein  geregeltes  Einstellungsverfahren  sicher,  dass  bei  neuem   Personal 
neben der fachlichen Qualifikation auch die persönliche Eignung vorliegt. Dazu wird ei n erweitertes 
Führungszeugnis gern. § 30a BZRG angefordert, das erneut in Abstand von längstens fünf Jahren 
vorgelegt werden muss. Vorlage und Wiedervorlage des erweiterten Führungszeugnisses m uss auch 
durch das bereits beschäftigte Personal erfolgen. Alle Mitarbeiter unterschreiben ei ne Belehrung zu 
ihren Pflichten gemäß § 72a SGB VIII (Anlage zum Arbeitsvertrag}.

8  
Anlagenverzeichnis zum Prozess Kinderschutz in Einrichtungen 
 
• Dokumentation nach SGB VII, §8 a – Ablaufdiagramm 
• Anlage 1: Beobachtungsbogen 
• Anlage 2: Interner Beratungsplan (Hausleitungen in Zusammenarbeit mit Team) 
• Anlage 3: Gemeinsamer Beratungs‐ und Hilfeplan 
• Anlage 4: Überprüfung der Zielvereinbarungen im Hilfeplanverfahren (Hausleitungen und 
Kinderschutzfachkraft in Zusammenarbeit Team) 
• Anlage 5: Inanspruchnahme des ASD vorbereiten (Hausleitungen und Kinderschutzfachkraft) 
• Anlage 6: Handlungsleitfaden bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdungen durch eigene  
Mitarbeiter/-innen (inkl. Praktikant/-innen, Ehrenamtliche, Bundesfreiwillige etc.) 
• Anlage 7: Verfahrensablauf bei vermuteten Machtmissbrauch durch Fachkräfte  
in Institutionen

9  
Dokumentation nach SGB VIII, § 8 a ‐Ablaufdiagramm 
 
Verantwort- 
lichkeiten 
Eingabe  
(Input) 
Ablaufdiagramm Ausgabe  
(Output) 
MA L FK  
 
Arbeitshilfe des 
Paritätischen 
 
 
 
 
Anlage 1: 
Beobachtungsbogen 
 
 
 
 
Anlage 2: 
Interner Beratungsplan 
 
 
 
 
Regionale Datei 
Der Fachbehörde 
 
 
 
Anlage 3: 
Gemeinsamer Beratungs- 
Und Hilfeplan 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Anlage 3: 
Gemeinsamer 
Beratungs- und 
Hilfeplan 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Anlage 1 
Ausgefüllt 
 
 
 
 
Anlage 2 
Ausgefüllt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Anlage 3 
ausgefüllt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Verdacht auf 
Kindswohlgefährdung 
Schritt 1 
Erkennen und Dokumentieren  
Von Anhaltspunkten 
Schritt 2 
Information an Leitung 
Und Team 
Schritt 3 
Einschaltung der insoweit 
erfahrenen Fachkraft 
Schritt 4 
Gemeinsame 
Risikoabschätzung 
Gesprächsvorbereitung 
Schritt 5 
Gespräch mit Eltern / anderen 
Sorgeberechtigten

10  
Verantwort- 
lichkeiten 
Eingabe  
(Input) 
Ablaufdiagramm Ausgabe  
(Output) 
MA L FK  
 
Anlage 4: 
Überprüfung der  
Zielvereinbarungen 
Im Hilfe-planverfahren 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Alle Dokumente 
 
 
 
 
 
 
Anlage 5: 
Inanspruchnahme  
der Fachbehörde  
vorbereiten 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Anlage 3 
ausgefüllt  
und unter- 
zeichnet 
 
 
 
 
 
Anlage 4 
Ausgefüllt / 
Gesprächs- 
protokoll 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Protokoll 
und  
Beschluss 
 
 
 
 
 
Anlage 5 
Ausgefüllt  
und 
unterzeichnet 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Schritt 6 
Aufstellen eines Beratungs-/ 
Hilfeplans = 
Zielvereinbarungen 
Schritt 7 
Maßnahmen der 
Zielvereinbarungen erreicht 
Gespräch mit Eltern / 
Sorgeberechtigten zur 
weiteren 
Stabilisierung der 
Situation und weitere 
Beobachtung 
Schritt 8 
Gemeinsame 
Risikoabschätzung und 
Absprachen über das weitere 
Vorgehen 
Schritt 10 
Weiterleitung an Fachbehörde 
mit zeitgleicher 
Benachrichtigung der Eltern

1
1 
 
Anlage 1: Beobachtungsbogen 
 
Datum: Name:  
 
1. Beobachtung: 
 
□ eigene Beobachtung 
 
Name: 
 
   
□ Kollege 
□ Kollegin 
 
Adresse: 
 
   
□ andere Eltern   
 
 
□ sonstige:    
Telefon: 
 
 
 
 
2. Angaben zum Kind: 
Name:  Alter: 
Adresse:  
3. Angaben zur Familie: 
Name:  
Adresse:  
Telefon:  
Sonstiges:  
 
4. Inhalt der Beobachtung: 
5. Nächste Schritte: 
 
□ Überprüfung im Team 
 
□ Einschaltung der insoweit erfahrenen Fachkraft…. geplant am:    
 
□ Gespräch mit Eltern / Sorgeberechtigten……………..geplant am:    
 
☐ sonstiges …………………………………………………………………………………………………………………………..

12  
Anlage 2: Interner Beratungsplan 
Datum: Name:  
 
1. Beteiligte: 
 
□ Pädagogin 
□ Kollege/in 
□ Leitung 
□ externe Fachkraft 
 
□ sonstige:   
 
 
2. Angaben zum Kind: 
Name:  Alter: 
 
3. Einschätzung: 
5. Maßnahmen: 
 
Weitere Beobachtung durch: 
 
□ Hinzuziehung externe Fachkraft…………………………...geplant am:    
 
□ Gespräch mit Eltern / Sorgeberechtigten……………..geplant am:    
 
□ Kontaktaufnahme z.B. Beratungsstelle:    
(Datenschutz beachten) 
 
□ sonstiges:

1
3 
 
Anlage 3: Gemeinsamer Beratungs‐ und Hilfeplan 
Datum: Name:  
 
1. Beteiligte: 
 
□ Eltern / Sorgeberechtigte 
□ Pädagogin 
□ Kollege/in 
□ Leitung 
□ externe Fachkraft 
 
□ sonstige:   
 
 
2. Angaben zum Kind: 
Name:  Alter: 
 
 
 
 
………………………………………………………………..                                     …………………………….…………………………………….  
Unterschrift der Eltern / Sorgeberechtigte                                                         Vertreter/in der Einrichtung 
3. Absprachen: 
 4. Zeitstruktur:

12  
Anlage 4: Überprüfung der Zielvereinbarungen im Hilfeplanverfahren 
 
 
Datum: Wer: Wann: Ergebnis: Nächster Schritt: Verantwortlicher: 
Datum: 
 Name
: 
Name des Kindes

13 
 
Anlage 5: Inanspruchnahme der externen Fachkraft vorbereiten 
 
Datum: Name: 
 
1. Angaben zum Kind: 
Name:  Alter: 
 
 
2. Wann wurde entschieden: 
3. Wer hat entschieden: 
 
□ Eltern / Sorgeberechtigte 
□ Leitung 
□ Externe Fachkraft 
 
□ sonstige:   
 
4. Informationsfluss: 
 
Informationen an Eltern / Sorgeberechtigte 
 
☐ per Post am: ………………………………………………….................................................................. 
 
☐ per Telefonat am: …………………………………………………………………………………………….. 
 
☐ per persönlichem Gespräch am: ………………………………………………………………………. 
 
☐ sonstiges: …………………………………………………………………………………………………………. 
Durch: 
□ Pädagogin 
□ hinzugezogene Fachkraft 
□ Leitung 
□ sonstige: 
……………………………………………………………………………………………………………………………….. 
Information der externen Fachkraft durch: 
□ hinzugezogene Fachkraft 
□ Leitung 
□ sonstige:

14  
Anlage 6: Handlungsleitfaden bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdungen durch 
eigene Mitarbeiter/-innen (inkl. Praktikant/-innen, Ehrenamtliche, 
Bundesfreiwillige etc.)  
 
Unser Schutzauftrag gegenüber den Kindern geht über die Intervention bei Kindswohlgefährdung i m 
familiären Bereich hinaus. Mit diesem Handlungsleitfaden möchten wir die Vorgehensweise bei 
übergriffigen Verhalten unserer Mitarbeiter darstellen. 
 
1. Unser Leitbild 
 
Durch die grundlegenden Organisationsbedürfnisse der Stepke Kitas wird mit allen Mitarbeitern der 
wertschätzende Umgang untereinander und vor allem den Kindern gegenüber vereinbart. 
 
Die Integrität der Organisation der Stepke-Kitas wird als kollektives Ganzes entwickelt, was bedeutet, 
dass jeder Mitarbeiter mit den Zielen und Werten unseres Unternehmens im Einklang ist. Diese  
Übereinstimmung gilt es immer wieder zu überprüfen. 
Es ist uns ein großes Bedürfnis, allen kleinen und großen Menschen in den Stepke Kitas mit ei nem 
hohen Maß an Wertschätzung, Respekt und Toleranz zu begegnen.  
Unser im pädagogischen Konzept verankertes Bild vom Kind als eigenständige un d individuelle 
Persönlichkeit als Mitglied der Gesellschaft mit eigenen Rechten, setzt einen wertschätzenden Umgang 
mit den Kindern voraus. 
 
2. Präventive Maßnahmen 
 
Um Mitarbeiter für das Thema zu sensibilisieren und eine fachliche Expertise zu schaffen, ermögl icht 
Stepke Kitas die Teilnahme an Fort- und Weiterbildungen zu den Themen Sexual pädagogik und 
Kinderschutz. Dafür nutzen wir unter anderem die Angebote der SFFB. 
In den internen Teamsitzungen wird der Kinderschutz in regelmäßigen Abständen thematisiert. 
Weiterhin bietet Stepke Kitas im Rahmen der Familienbildung Seminare für Eltern zu den oben 
genannten Themen in Zusammenarbeit mit weiterbildenden Institutionen an. 
 
3. Grenzverletzendes Verhalten 
 
Stepke Kitas und seine Einrichtungen verpflichten sich zum sofortigen Einschreiten bei ü bergriffigen 
Verhaltensweisen von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Als übergriffige Verhaltensweisen werden 
Machtmissbrauch, respektloses Verhalten gegenüber Kindern, Übergriffe und Gewalt in den eigenen 
Einrichtungen angesehen. Dazu zählen unter anderem Zwang, unangemessene Sprache, alle Form en 
körperlicher Gewalt (Festhalten, Ohrfeigen), sexualisierte Gewalt, seelische Grausamkeiten sowie 
Stigmatisierungen. 
Stepke Kitas zieht bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung unverzüglich Konsequenzen, um das Wohl 
des Kindes sicher zu stellen.

15 
 
 
4. Handlungsleitfaden (siehe auch „Verfahrensablauf bei vermuteten Machtmissbrauch durch 
Fachkräfte in Institutionen„ vom Paritätischen in der Anlage)  
 
1. Besteht der Verdacht von übergriffigen Verhaltensweisen, bzw. werden diese durch andere 
Mitarbeiter wahrgenommen, so ist sofort die Leitung (betrifft der Verdacht die Leitung, der Träger) zu 
informieren. Die Leitung informiert entsprechend den Träger. 
2. Die Gefährdung wird durch die Leitung und Vertretern des Trägers zunächst intern eingeschätzt und 
auf Plausibilität geprüft. 
3. Bei Bestätigung beziehungsweise Verhärtung des Verdachts wird eine externe fachliche Einschätzung 
durch kooperierende Beratungsdienste, wie beispielsweise „Der Paritätische“ eingeholt. 
4. In einem Gespräch wird der Sachverhalt von den betroffenen Mitarbeitern geschildert. 
5. Die Eltern des betroffenen Kindes werden über den Sachverhalt informiert. Die Elternvertreter werden 
zeitnah über die Vorfälle, unter Gewährung der Persönlichkeitsrechte und des Opferschutzes, in 
Kenntnis gesetzt. 
6. Der Mitarbeiter wird während des Klärungsprozesses durch Stepke Kitas vom Dienst freigestellt. 
7. Bestätigt sich der Verdacht führt dies zu einer unverzüglichen Kündigung und ggf. einer Anzeige bei 
der Strafverfolgungsbehörde 
8. Bestätigt sich der Verdacht nicht, sorgt Stepke Kitas für entsprechende Rehabilitationsmaßnahmen zur 
Wiederherstellung der Reputation und der Arbeitsfähigkeit des Mitarbeiters. 
9. Der Vorfall wird im Nachgang mit dem Team reflektiert.

16  
Anlage 7: Verfahrensablauf bei vermuteten Machtmissbrauch durch Fachkräfte  
in Institutionen vom Paritätischen

17

18  
 
Notizen:

19 
15 
Stand: 01.03.2017 
Dieses Schutzkonzept dient dem Wohle des Kindes in unseren Einrichtungen 
stepke‐kitas.de 
Step Kids KiTas gGmbH  
Am Friedrichshain 22
10407 Berlin
Stepke-KiTas
Zweigstelle NRW
Wittener Straße 324
42279 Wuppertal
Tel.: +49 202 281 943 0
Fax: + 49 202 281 943 19
f.schittek@stepke-kitas.de

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Hausinterne Schulungen  ............................................................................................................................................................................................................................................................. .......................................................................................................................................................................... 5
Leitung & KiTa-Management
Stepke-Führungsnachwuchstraining  ............................................................................................................................................................................................................................. Leichlingen  .................................................................................................................. 6
Arbeitsrecht  ................................................................................................................................................................................................................................................................................................................... Köln  ....................................................................................................................................... 10
Arbeitsschutz  .............................................................................................................................................................................................................................................................................................................. Köln  ....................................................................................................................................... 11
Gesunde und abwechslungsreiche KiTa-Verpflegung  ................................................................................................................................................................... Berlin, Köln, Wuppertal  ................................................................ 12
Meine Rolle als Gruppenleitung  ............................................................................................................................................................................................................................................. Köln  ...................................................................................................................................... 13
KiTaPlus-Praxisworkshop  ..................................................................................................................................................................................................................................................................... Wuppertal ................................................................................................................ 14
Fit für die Praxisanleitung  ................................................................................................................................................................................................................................................................... Wuppertal ............................................................................................................... 15
Büro-Anwendungen für die KiTa-Praxis  ................................................................................................................................................................................................................... Wuppertal ................................................................................................................ 16
Mensch ärgere dich nicht!  ................................................................................................................................................................................................................................................................. Köln  ....................................................................................................................................... 17
Frühpädagogik & KiTa-Alltag
Kindesschutz in der KiTa  ............................................................................................................................................................................................................................................................. ........... Köln  ...................................................................................................................................... 18
Smartboard-Workshop  .............................................................................................................................................................................................................................................................. .............. Köln  ...................................................................................................................................... 19
Digitale Frühbildung  ............................................................................................................................................................................................................................................................. ......................... Berlin, Köln  ............................................................................................................ 20
Wassergewöhnung  ........................................................................................................................................................................................................................................................................................... Berlin, Köln, Wuppertal  ................................................................. 21
Basisseminar: Frühkindliche Sexualerziehung  ............................................................................................................................................................................................ Wuppertal ............................................................................................................... 22
Aufbauseminar: Frühkindliche Sexualität im Elterngespräch  ........................................................................................................................................ Köln  ...................................................................................................................................... 23
Grundlagen des pädagogischen Alltags in Kindertageseinrichtungen  ......................................................................................................... Wuppertal ............................................................................................................... 25
Partizipation und Projekte in der KiTa  ......................................................................................................................................................................................................................... Wuppertal ................................................................................................................ 26
Englisch in der KiTa umsetzen  ..................................................................................................................................................................................................................................................... Köln  ....................................................................................................................................... 27
Verhaltensoriginelle Kinder erkennen und fördern  .......................................................................................................................................................................... Köln  ...................................................................................................................................... 28
Alltagsintegrierte Sprachbildung durch Musik- und Bewegungsang ebote  ......................................................................................... Berlin, Köln  ............................................................................................................ 29
Anfänger-Workshop: Gitarre leicht lernen  ........................................................................................................................................................................................................ Köln  ...................................................................................................................................... 30
Aufbau-Workshop: Musizieren mit der C-Gitarre  ................................................................................................................................................................................ Köln  ....................................................................................................................................... 31
Spielen und Lernen  .......................................................................................................................................................................................................................................................................................... Köln  ....................................................................................................................................... 32
Tagesablauf, der Spaß macht  ........................................................................................................................................................................................................................................................ Köln  ...................................................................................................................................... 33
Herausfordernde Kinder erkennen und fördern  ..................................................................................................................................................................................... Berlin ................................................................................................................................. 34
Stärkung des Selbstwertgefühls von Kindern  ............................................................................................................................................................................................... Köln  ...................................................................................................................................... 35
Die Eingewöhnungsphase: Anfang gut, alles gut!  ................................................................................................................................................................................. Wuppertal ...............................................................................................................  36
Das letzte KiTa-Jahr  ............................................................................................................................................................................................................................................................. ............................ Wuppertal ................................................................................................................ 37
Traumaprävention  ............................................................................................................................................................................................................................................................................................. Köln  ...................................................................................................................................... 38
Wald & Wiese bei jedem Wetter  ........................................................................................................................................................................................................................................... Wuppertal ...............................................................................................................  39
Mehrsprachigkeit in der KiTa  ........................................................................................................................................................................................................................................................ Berlin, Köln  ............................................................................................................ 40
Unter drei, ich bin dabei  ........................................................................................................................................................................................................................................................................ Wuppertal ................................................................................................................ 41
Kinder in Bewegung - drinnen und draußen  ................................................................................................................................................................................................... Köln  ....................................................................................................................................... 42
Elterngespräche & Elternpartnerschaft
Herausfordernde Elterngespräche meistern  ................................................................................................................................................................................................. Berlin .................................................................................................................................  43
Meine Rolle und Haltung im Elterngespräch  .................................................................................................................................................................................................. Köln  ...................................................................................................................................... 44
Mit Eltern über sensible Themen reden  ................................................................................................................................................................................................................. Köln  ...................................................................................................................................... 45
Systemische Gesprächsführung in der Elternkommunikation  ..................................................................................................................................... Wuppertal ............................................................................................................... 46
Zusammenarbeit mit belasteten Eltern  ................................................................................................................................................................................................................... Wuppertal ................................................................................................................ 47
Persönlichkeit & Sicherheit
Selbst-Bewusst-Authentisch!  ....................................................................................................................................................................................................................................................... Köln  ...................................................................................................................................... 48
Selbstverteidigung für Erzieherinnen und Erzieher  .......................................................................................................................................................................... Köln  ...................................................................................................................................... 49
Stressbewältigung und Burnout-Prophylaxe  .................................................................................................................................................................................................. Berlin ................................................................................................................................. 50
Gesundes Arbeiten in der KiTa  .................................................................................................................................................................................................................................................. Berlin, Köln, Wuppertal  ................................................................. 51
Zeitmanagement  .................................................................................................................................................................................................................................................................................................. Wuppertal ................................................................................................................ 52
Männer in der KiTa  ........................................................................................................................................................................................................................................................................................... Köln  ...................................................................................................................................... 53
Erste Hilfe in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinde r  ........................................................................................................................ Berlin, Köln, Wuppertal  ................................................................ 54
Rettungsfähigkeit  ................................................................................................................................................................................................................................................................................................ Berlin, Köln, Wuppertal  ................................................................ 55
Veranstaltungsorte  ..................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................... 56
Bedingungen für die Anmeldung und Teilnahme an Veranstaltungen vo n Stepke  ......................................................................................................................................................................................................................... 58
Stepke Akademie-Kalender 2019/2020  .............................................................................................................................................................................................................................................................. ................................................................................................................. 60
Inhalt

4
TextÜber die Stepke Akademie
5
Hausinterne Schulungen
Holen Sie sich das Thema direkt in Ihre Einrichtung!Workshops für die KiTa-Praxis!
Alle Veranstaltungen aus unserem Akademie-Programm führen wir 
auch direkt in Ihrer Einrichtung als teaminterne Schulung durch. 
Sie haben spezielle, hausinterne Fragen? Dann unterbreiten  wir Ihnen 
ein individuelles, auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Angebot für eine 
maßgeschneiderte Schulung. Sie bestimmen Ihre Wunschinhalte.
5 Schritte zur hausinternen Fortbildung
1. Gemeinsam ermitteln wir den Bedarf und legen 
 die Ziele Ihrer Team-Fortbildung fest.
2. Gemeinsam sprechen wir Datum, Umfang, 
 Ort und Inhalte der Fortbildung ab.
3. Wir konzipieren und organisieren Ihre Fortbildung 
 auf Basis Ihrer Ziele.
4. Wir führen die Fortbildung entweder bei Ihnen oder 
 an einem Ort Ihrer Wahl durch.
5. Sie erhalten eine Auswertung auf Basis der 
 Teilnehmerfeedbacks.
Gern erstellen wir Ihnen ein maßgeschneidertes Angebot. 
Sprechen Sie uns an: 
Monique Richter, 
Leitung Stepke Akademie
+49 (0) 176 43 55 66 24
m.richter@stepke-kitas.de
Das Personal ist das Herz jeder Kindertagesstätte. Deshalb kümmern 
wir uns um die Weiterentwicklung und -qualifizierung aller pädagogi -
schen Fach- und Führungskräfte. Zugleich unterstützen wir mit unseren 
Seminaren und Workshops die hohe fachliche Qualität in der pädagogi-
schen Arbeit. Der Austausch untereinander gibt Sicherheit und Struktur 
für den KiTa-Alltag. Neue Impulse beleben die eigene Kreativität in der 
Zusammenarbeit mit den Kindern in den Bildungseinrichtungen.
Alle Seminare, Workshops und Trainings führen selbstverständlich er-
fahrene Experten durch. Sie vermitteln ihr umfangreiches Wissen pra -
xisnah und auf die Wirklichkeit im KiTa-Alltag zugeschnitten. Neue Er -
kenntnisse, Ideen und Konzepte regen dazu an, das Gelernte mit viel 
Freude und Esprit unmittelbar in die pädagogische Praxis zu integrieren 
– getreu dem Motto: Richtig gute KiTa.
Das Akademie-Angebot richtet sich sowohl an Angestellte von Stepke 
als auch an externe Fach- und Führungskräfte, die einen trägerüber -
greifenden Austausch unter Kollegen suchen.
Die Stepke Akademie sieht sich als Forum zur Vernetzung aller Fach- 
und Führungskräfte im Arbeitsfeld Frühpädagogik. Voneinander lernen, 
Kräfte bündeln und gemeinsam nutzen — zum Wohle unserer Kinder.
Nach der Veranstaltung erhält jeder Anwesende ein persönliches Teil -
nahmezertifikat mit Veranstaltungsdatum, Thema sowie kurzer Inhalts-
beschreibung.
     
• Ihr gesamtes Team erlangt den gleichen Wissensstand.
• Sie sind unabhängig von Ort und Zeit.
• Sie haben mehr Zeit für Kinder, die Stepke Akademie 
 kümmert sich um die komplette Organisation.
• Ihre hausinternen Anliegen werden vertraulich besproch en.
• Der Austausch unter Kollegen stärkt den Teamgeist.
Ihre Vorteile     
• Sie bekommen direkt umsetzbares Praxiswissen.
• Sie gewinnen neue Erkenntnisse für Ihre pädagogische  
 Arbeit.
• Sie bleiben fachlich auf dem Laufenden.
• Sie erhalten Feedback für Ihre Ideen und Konzepte.
• Sie vernetzen sich mit Kollegen aus anderen
 Bildungseinrichtungen.
Ihr Nutzen

6 7
Grundlagen der Personalführung Kommunikation für Führungskräfte
Das Modul 1 Grundlagen der Personalführung  gibt Ihnen einen Ein -
blick in Ihre vielfältigen Aufgaben als Führungskraft. Sie le rnen, Ihre 
Verantwortung zwischen Pädagogik, Personalführung, Beratung un d 
Verwaltung zu verstehen und setzen sich mit Ihrer Führungspersön-
lichkeit auseinander. Im Austausch mit den Kollegen reflekti eren Sie 
Ihr bisheriges Leitungsverhalten und definieren Ihre eigene Führung s-
rolle. Zudem erörtern Sie, wie Sie Ihr Team auch in anspruchsvollen 
Situationen motivieren und Ihrer Vorbildfunktion gerecht werden.
Inhalte
• Rolle und Selbstverständnis als Führungskraft bei Stepke
• Abgrenzung Führungskraft – Team, strategische 
 und operative Aufgaben
• Führungsmodelle, Teams führen
• Reflexion des eigenen Leitungshandelns
• Grundlagen der Teambildung
• Grundlagen der Führungskommunikation
Teilnehmerstimme
„Gute Mischung aus Theorie und Praxis mit viel Austausch im Team; das 
war sehr positiv. Meine Erwartungen wurden voll erfüllt! Ich habe viel 
dazugelernt und kann es in der Praxis anwenden.“
Lisa Kristin Dreibholz, Hausleitung, Stepke-KiTa Samoastraße, Wuppertal
„Man kann nicht nicht kommunizieren“, wusste schon Paul Watzla-
wick. Dieser Grundsatz gilt besonders für Sie als Führungsk raft. For -
mulieren Sie Ihre Erwartungen und Ziele klar an Ihre Teammitglieder, 
hören Sie aktiv und interessiert zu, geben Sie fair und deutli ch Feed -
back. So vermeiden Sie mögliche Missverständnisse und Konfl ikte. 
Denn Ihr Team hat sensible Antennen für Nichtgesagtes, Stimm ungen 
und Botschaften zwischen den Zeilen. Wie Sie mögliche Lös ungen an-
gehen, besprechen Sie im Modul 2 Kommunikation für Führungskräfte. 
Übungen mit Videofeedback runden das Modul ab.
Inhalte
• Grundlagen der Führungskommunikation
• Üben verschiedener Kommunikationsmodelle: Feedback,
 aktives und einfühlendes Zuhören, Ich-Botschaften, Gre nzen setzen 
• Fachliche Beratung und Begleitung von Mitarbeitern
• Rahmenbedingungen für Gespräche
• Konfliktmanagement
• Anwendung im KiTa-Alltag: Erproben in der Simulation mit Video
Inhalte der Reflexion (optional)
• Reflexion und Fragen zum zweiten Modul 
• Das „Innere Team“ von Schulz von Thun
 Termin: Donnerstag und Freitag, 28. und 29. Mai 2020 
  jeweils von 9:30 Uhr bis 17:00 Uhr
 Ort: Leichlingen, Hasensprungmühle
 Preis:  290,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
 Termin: Freitag und Samstag, 10. und 11. Juli 2020 
  jeweils von 9:30 Uhr bis 17:00 Uhr
 Ort: Leichlingen, Hasensprungmühle
 Preis:  290,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
Modul 1 des Führungsnachwuchstrainings Modul 2 des Führungsnachwuchstrainings
Stepke-Führungsnachwuchstraining
Fit in der Führungsrolle
Stepke expandiert. Um dem kontinuierlichen Wachstum gerecht zu 
werden, entwickeln wir in unserem Stepke-Traineeprogramm beson-
ders geeignete und motivierte Fachkräfte weiter und bereiten sie so 
auf eine mögliche Führungsaufgabe vor. Das Traineeprogramm setzt 
sich aus mehreren Bausteinen wie Entwicklungsgesprächen zum  per-
sönlichen Führungspotenzial, Trainings und Schulungen sow ie einem 
umfangreichen praktischen Teil zusammen. Die Elemente des Trainee-
programms werden nach den individuellen Bedürfnissen der Nach -
wuchskraft zusammengestellt.
Stepke-Führungsnachwuchstraining
Das Stepke-Führungsnachwuchstraining  ist Teil des Traineepro-
gramms und setzt sich aus vier Modulen zusammen: 
• Modul 1: Grundlagen der Personalführung
• Modul 2: Kommunikation für Führungskräfte
• Modul 3: Mitarbeiter finden und binden
• Modul 4: Zeit- und Selbstmanagement für Führungskräfte
Zusätzlich zu den zweitägigen Trainingsmodulen werden in Ab sprache 
mit der Teilnehmerrunde Reflexionstermine zur Vertiefung der be-
sprochenen Inhalte angeboten.
Das Stepke-Führungsnachwuchstraining richtet sich an
Neue Hausleitungen, die einen Einblick in ihre Führungsaufgabe  su -
chen und einzelne Führungsthemen im weiteren Verlauf des Train ings 
vertiefen wollen, sowie an angehende Hausleitungen und Stell vertre-
tungen, die sich auf eine Leitungsaufgabe innerhalb von St epke vor-
bereiten möchten.
Das Stepke-Traineeprogramm
Entwicklungsgespräch
Theorie (Auswahl)
 
• Grundlagenseminar 
• Führungsnachwuchstraining Modul 1  
• Führungsnachwuchstraining Modul 2  
• Führungsnachwuchstraining Modul 3  
• Führungsnachwuchstraining Modul 4  
• Arbeitsrecht  
• Arbeitsschutz 
• KiTaPlus-Praxisworkshop 
Praxis (Auswahl)
 
• Dienstpläne erstellen 
• Mitarbeitergespräch begleiten 
• Bewerbungsgespräch begleiten 
• Teamsitzung organisieren und führen 
• Elternabend vorbereiten und durchführen 
• Highlight-Fest organisieren 
• Sozialpädagogische Konferenz leiten 
• Vertretung in einer anderen Einrichtung  
Information Information

8 9
Mitarbeiter finden und binden
Modul 3 des Führungsnachwuchstrainings
Ihr Experte der Module 1 bis 3 
Torsten Poppek,  Dipl.-Sozialpädagoge und 
Dipl.-Sozialwissenschaftler, arbeitet seit 2002 
selbstständig als Trainer und Coach mit den 
Schwerpunkten werteorientierte, agile und 
gesunde Führung, Konfliktmanagement, Kar -
riere sowie Stressbewältigung. Seine Auf -
traggeber sind Unternehmen, Behörden und 
Bildungseinrichtungen aus unterschiedlichen 
Branchen. Zuvor leitete er in einem Verein für 
eine sozio-kulturelle Gemeinwesenarbeit die Abteilung Jugendarbei t, 
später den gesamten Verein. Mit hoher Sensibilität findet er Lösungen 
in konfliktbehafteten Situationen und begleitet Menschen in Verände-
rungsprozessen.
Als Hausleitung sind Sie zugleich Personalchef und wissen, dass Ihr Per-
sonal „das Herz“ Ihrer Einrichtung ist. Im Modul 3 Mitarbeiter finden 
und binden lernen Sie, wie Sie das beste Personal für Ihre KiT a finden 
und wie Sie mit einer überlegten Einarbeitung neue Mitarb eiter will-
kommen heißen, sodass sie sich von Beginn an wohlfühlen. Zudem er -
örtern Sie, wie Sie die unterschiedlichen Lebensläufe und multidiszipli-
nären Kompetenzen Ihrer Teammitglieder bestmöglich arrangieren.
Inhalte
• Personalauswahl: optimale Team-Zusammensetzung
• Anforderungsprofil(e) für Planstellen – Kriterien für die Auswahl
• Bewerberauswahl: Sichten von Bewerbungsunterlagen
• Aufbau und Ablauf eines Jobinterviews einschl. Videofeedback
• Einarbeiten von neuen Mitarbeitern
• Gruppendynamik in Teams
• Führen von multidisziplinären Teams
Inhalte der Reflexion (optional)
• Reflexion und Fragen zum dritten Modul 
• Bearbeitung von mitgebrachten Situationen aus dem Führungs-        
 alltag anhand der Methode „Reflecting Team“
Zeit- und Selbstmanagement für Führungskräfte
Modul 4 des Führungsnachwuchstrainings
Ihre Expertin 
Brigitta Cziesla ist Erzieherin und Dipl.-Pä-
dagogin mit Studienschwerpunkt Erwach-
senenbildung, Ausbildung in Kinder- und 
Jugendlichenpsychotherapie und Introvisi -
onsberaterin. Seit 15 Jahren ist sie beratend 
und als Trainerin in der Gesundheitsprä-
vention tätig. Sie arbeitet freiberuflich für 
Krankenkassen, Berufsgenossenschaften, die 
Akademie Mont-Cenis und in Unternehmen. 
Ihre Themen sind Selbst- und Zeitmanagement, mentales Training, Re-
silienz, Konfliktmoderation und gesunder Schlaf.
Teilnehmerstimme
„Ich bin dankbar, so viel über mich selbst gelernt zu haben!“
Sina Marietta Martin, Hausleitung, Stepke-Kita Löwenherz, Köln
Hinterfragen Sie den Umgang mit Ihrer Zeit und analysieren Sie Ihre per-
sönlichen „Zeitdiebe“! In einer individuellen Stärken- und Schwächena-
nalyse erkennen Sie persönliche Fähigkeiten bezogen auf I hre berufli-
chen Aufgabenbereiche. Anhand der SMART-Formel konkretisieren Sie 
Ihre persönlichen und beruflichen Ziele und bringen sie i n eine durch-
gehende, zeitliche Struktur. Sie erfassen systematisch die auftretenden 
Störungen Ihres beruflichen Alltags. Tipps zum Umgang mit Stör ungen 
helfen Ihnen dabei, Störungseinflüsse zu minimieren.
 
Zudem erhalten Sie mit der Methode des Mentaltrainings aus dem 
Sport eine hilfreiche Strategie zur Durchsetzung der gesetzten Ziele.
Inhalte
• Umgang mit Zeit
• Klären von Zielen
• Konzentration und Wahrnehmung
• Störungen erkennen und verringern
• Kennenlernen von Methoden aus dem Mentaltraining
Inhalte der Reflexion (optional)
• Reflexion und Fragen zum vierten Modul
• Bearbeiten von (inneren) Stolpersteinen mit der Methode
 der Introvision
 Termin: Freitag und Samstag, 25. und 26. Oktober 2019
  jeweils von 9:30 Uhr bis 17:00 Uhr
 Ort: Leichlingen, Hasensprungmühle
 Preis:  290,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
 Termine: Freitag und Samstag, 30. und 31. August 2019 
  Mittwoch und Donnerstag, 28. und 29. Oktober 2020
  jeweils von 9:30 Uhr bis 17:00 Uhr
 Ort: Leichlingen, Hasensprungmühle
 Preis:  290,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
Information
Information

10 11
Mitarbeiter rechtssicher führen und verwalten Gefahr erkannt und gebannt: sicher und gesund durch den KiTa-Alltag
Ihr Experte
David Vollrath ist seit 2016 Personalleiter und 
Human Resources Manager bei Stepke-KiTas. 
Seit mehr als 28 Jahren ist er im operativen 
Management und der Personalführung tätig. 
Ihre Expertin
Heidrun Schudak, Dipl.-Ing., Umweltingenieu-
rin und Fachkraft für Arbeitssicherheit, be -
treut als Kooperationspartnerin der Berufs -
genossenschaft für Gesundheitsdienst und 
Wohlfahrtspflege zahlreiche Kindertagesein -
richtungen im Bereich Arbeits- und Gesund -
heitsschutz. Durch die Spezialisierung auf die -
se Branche unterstützt sie die Einrichtungen 
auch in Fragen der Hygiene und des Brand-
schutzes. Für sie ist es wichtig, Träger, Leitungen und Beschäftigte vom 
Nutzen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes zu überzeugen. 
Das Seminar gibt Ihnen einen Einblick in sämtliche arbeitsrechtliche Fra-
gen in Bezug auf Ihr Personal, vom Bewerbungsverfahren bis hin zum 
Austritt des Mitarbeiters. Sie erfahren, worauf aus rechtl icher Sicht im 
Bewerbungsgespräch zu achten ist, welche Datenschutzrege ln Sie ein-
halten müssen und was es mit dem Gleichstellungsgesetz auf sich hat. 
Darüber hinaus lernen Sie, welche Rechte und Pflichten sich a us dem 
Arbeitsvertrag sowohl für Sie als Vorgesetzte als auch für Ihre Mitarbei-
ter ergeben und was Sie bei Mutterschutz, Elternzeit oder Kü ndigung 
beachten sollten. 
Inhalte
• Rechtliche Fragen im Bewerbungsverfahren
• Arten der Anstellung: Vollzeit, Teilzeit, Praktikum
• Aufsichts-, Dokumentations- und Beweispflichten
• Personalakte: Personalverwaltung bei Stepke
• Ende eines Arbeitsverhältnisses: vom Kündigungsschreiben 
 zum Arbeitszeugnis
• Mutterschutz und Elternzeit
• Datenschutz von Anfang an
Das Seminar richtet sich an
Hausleitungen sowie stellvertretende und angehende Hausleitun gen, 
die bereits oder künftig Personalverantwortung tragen und sich über 
arbeitsrechtliche Fragen in der Personalführung informieren woll en. 
Alle Leitungen bei Stepke mit direkter Verantwortung für ei ne Einrich-
tung werden in diesem Seminar zum Arbeitsschutzbeauftragten unter-
wiesen. Sie lernen, welchen besonderen Gefahren sowohl die Mitarbei-
ter als auch die Kinder ausgesetzt sind und wie sie diese verhindern 
oder reduzieren können. Sie bekommen Tipps zur fachkundigen Ge -
fährdungsbeurteilung und KiTa-spezifische Lösungen zur Gefährdungs-
vermeidung. Zudem gehören zur Unterweisung auch Grundlage n des 
Brandschutzes, die Erläuterung der Funktions- und Wirkungsweise von 
Feuerlöschgeräten sowie Tipps zum richtigen Verhalten im Brandfall. 
Inhalte
• Aufgaben und Verantwortung des Arbeitsschutzbeauftragten
• Grundlagen des Arbeitsschutzes 
• Gefährdungen für KiTa-Mitarbeiter vermeiden
• Unfall- und Gesundheitsgefahren bei Kindern reduzieren
• Einblicke in das Infektionsschutzgesetz
• Vorschriften der Unfallkasse richtig umsetzen
• Grundlagen des Brandschutzes
Das Seminar richtet sich an
Hausleitungen, stellvertretende und angehende Hausleitungen, d ie 
bereits oder künftig eine Einrichtung leiten und deshalb zum Arbeits -
schutzbeauftragten unterwiesen werden müssen. 
 Termin: Dienstag, 10. September 2019 
  von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 Ort: Köln, KiTa Löwenherz
  Keine Anmeldung möglich. 
  Der Teilnehmerkreis wird von David Vollrath 
  eingeladen.  
 Termin: Dienstag, 8. Oktober 2019
  von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 Ort: Köln, KiTa Löwenherz
  Keine Anmeldung möglich. 
  Der Teilnehmerkreis wird von David Vollrath 
  eingeladen.  
Information Information
Arbeitsrecht Arbeitsschutz

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Gesunde und abwechslungsreiche KiTa-Verpflegung
Einfach – frisch – kindgerecht
Ihre Expertin 
Iris Lindemann, Diätassistentin, Diätküchen -
leiterin und Ernährungsmedizinische Berate -
rin DGE, Mediatorin, hat langjährige Erfah -
rung in der Beratung im Präventionsbereich in 
Schulen und Kindergärten sowie in Klinik- und 
Heimgastronomie. Sie veröffentlicht regel -
mäßig zu den Themen Ernährung und Diätetik 
und gibt als Referentin der CHEFS CULINAR 
Akademie ihr umfangreiches Wissen in Work-
shops weiter. Zudem kennt sie sich bestens in Sachen Allergien und 
Intoleranzen sowie Allergenmanagement aus.  
Gesunde Ernährung von klein an wird bei Stepke-KiTas großgeschrieben. 
So prägen wir gerade in den jungen Jahren den Geschmack der Kinder, 
der ihnen bis zum Erwachsenenalter bleibt. Deshalb kochen wir täglich 
ausgewogen und frisch für unsere Kleinen.
Im Seminar festigen Sie Ihre Kompetenz hinsichtlich einer gesunden und 
abwechslungsreichen Verpflegung von Kindern. Sie bekomm en neue 
Impulse für Ihre kindgerechte und gesunde Speisenplanung. Sie lernen, 
wie Sie einfache und frische Küche auch unter dem Aspekt der Wirt -
schaftlichkeit realisieren. 
Inhalte
• Ernährungsgrundlagen für Kinder in KiTas
• Kindgerecht und gleichzeitig gesund? 
• Der Umgang mit „Grünzeug-Verweigerern“
• Speisenplanung 2.0: Ernährungsphysiologie und Wirtschaftlich keit  
 in Einklang bringen
• Einsatz von regionalen und frischen Produkten
• Herrichten und Präsentation von Speisen
Das Seminar richtet sich an
Köche und Küchenkräfte in KiTas, die frische Ideen für eine ki ndge-
rechte Speisenplanung suchen und wissen möchten, wie sie Gemüs e 
auch den ganz Kleinen schmackhaft zubereiten. 
Meine Rolle als Gruppenleitung
Wie Sie den Spagat zwischen Kindern, Team und Hausleitung erfolgreich meistern
Ihre Expertin 
Anita Grupp ist Erzieherin und studierte Di-
plom-Sozialarbeit mit den Schwerpunkten 
Familie, Jugend, soziale Gruppenarbeit und 
Kommunikation. Sie bringt umfangreiche Er -
fahrung im Aufbau und in der Leitung von Ki -
Tas mit. Die Mutter zweier Söhne absolvierte 
die Zusatzausbildungen „Sozio-integrative 
Beraterin“ beim IBS in Aachen sowie „Aufstel-
lungsarbeit und Lösungsorientierung in Fami -
lien und Organisationen“ und ist Kursleiterin im Programm „S tarke El-
tern – Starke Kinder®“ des Kinderschutzbundes. Derzeit verant wortet 
sie die Ausbildung von Tagespflegepersonen.
Teilnehmerstimme
„Mir wurde einmal mehr bewusst, was meine Aufgaben als Gruppen -
leitung sind und wie ich mit bestimmten Situationen umgehen kann. Ich 
habe sehr viel für mich mitgenommen und werde einiges in den nächs -
ten Monaten umsetzen.“
Stephanie Ruhm, Gruppenleitung Stepke-KiTa Walnussweg, Köln
Im zweitägigen Seminar erfahren Sie, wie Sie die vielseitigen Aufgaben 
als pädagogische Fachkraft und als Gruppenleitung gleichbere chtigt 
unter einen Hut bringen. Sie machen sich Ihre Rolle als Gruppenleitung 
bewusst und erhalten Basiswissen über Teamleitung und -kommuni -
kation. Ein Fokus liegt auf der Vorbereitung und Leitung von T eambe-
sprechungen. Im kollegialen Austausch erörtern Sie, wie Sie mit ei nem 
realistischen Zeitmanagement Struktur in Ihren KiTa-Alltag bringen, um 
auch die administrativen Tätigkeiten zu bewältigen.
Nach dem ersten Seminartag gehen Sie in die Praxis und probieren neu 
Erfahrenes aus. Am zweiten Tag reflektieren wir Ihre Erlebnisse und be-
antworten Ihre Fragen.
Inhalte
• Vorbild & Verantwortung: Klärung der Aufgaben und damit 
 verbundener Anforderungen
• Basiswissen Teamleitung und -entwicklung
• Besprechungen vorbereiten und leiten
• Klare Struktur und eigenes Zeitmanagement
• Koordination von Aufgaben
Das Seminar richtet sich an
Gruppenleitungen, die mehr Selbstsicherheit in ihrer Fu nktion als 
Gruppenleitung wünschen sowie an Fachkräfte, die sich zur  Gruppen-
leitung weiterentwickeln möchten.
 Termin: Dienstag, 12. November 2019 und
  Dienstag, 10. Dezember 2019
  jeweils von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 Ort: Köln, KiTa Wichtelstadt
 Preis:  209,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
 Termine/  Samstag, 9. November 2019 
 Orte: Köln, KiTa Wichtelstadt 
    Samstag, 18. Januar 2020 
  Wuppertal, KiTa Zaunkönige
    Samstag, 16. Mai 2020
  Berlin, KiTa Weltentdecker
  jeweils von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 Preis:  119,- €  inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
    0,- €  für Angestellte von Stepke
Information
Information

1514
KiTaPlus-Praxisworkshop
Verwaltung im Griff – mehr Zeit für Team und Kinder
Ihr Experte 
Michele Brucato ist staatlich anerkannter Er -
zieher und seit vielen Jahren für Stepke-KiTas 
tätig, seit August 2018 als Regionalleitung 
Köln. Zuvor leitete er die Stepke-KiTa Wal-
nussweg. Er verfügt über umfangreiche Er-
fahrung im Management und in der Verwal-
tung von Kindertageseinrichtungen und ist 
mit der Anwendung der Verwaltungssoftware 
KiTaPlus bestens vertraut. 
Hausleitung zu sein bedeutet neben Personalführung auch KiTa-Ma -
nagement & Verwaltung. Stepke-KiTas arbeiten in NRW mit der Verwal-
tungssoftware KiTaPlus, um anfallende Verwaltungsaufgaben besser zu 
bewältigen.
Lernen Sie an einem Nachmittag, wie Sie die erforderlichen D aten ver-
walten, filtern, sortieren oder exportieren. Unser Experte beantwortet 
zudem Ihre mitgebrachten Fragen.
Bitte bringen Sie Ihren Laptop sowie Ihre Zugangsdaten zu KiTaPlus mit. 
Sie trainieren direkt in der Software anhand einer Test-KiTa.
Inhalte
• Einführung in KiTaPlus: Benutzeroberfläche und einzelne Module
• Kontaktdaten ändern und verwalten
• Wartelisten sortieren und filtern
• Gruppen-, Adress- und Notfalllisten erstellen 
• Mailverteiler erstellen und anwenden
• Team- und Urlaubspläne anlegen und überwachen
• Belegungsübersicht und Planung nach KiBiZ 
Der Workshop richtet sich an 
Neue Hausleitungen und Stellvertretungen, die ihre Verwaltungs auf-
gaben mit KiTaPlus noch besser organisieren und transparenter dar-
stellen wollen.
 Termin: Donnerstag, 14. November 2019 
  von 13:30 Uhr bis 17:00 Uhr
 Ort: Wuppertal, Regionalbüro NRW
 Preis:  119,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
Fit für die Praxisanleitung
Praktikanten mit Motivation und Begeisterung den Spaß an der Arbeit vermitteln
Ihre Expertin 
Maike Goedert-Büttner, staatl. anerkannte 
Erzieherin, staatl. geprüfte Wirtschaftsassis -
tentin, ist selbstständige Dozentin und Berate-
rin für soziale Einrichtungen. Sie arbeitete vie-
le Jahre als KiTa-Leitung, OGS-Gruppenleitung 
und Familienzentrumsleitung. Dabei standen 
vor allem die QM-Entwicklung, das Personal -
management sowie die Organisations- und 
Verwaltungsstruktur im Vordergrund. Heu -
te gibt sie ihr Wissen zu diesen Themen in der Erwachsenenbildung, 
KiTa-Beratung, Konzeptentwicklung sowie als Autorin weiter.
Auszubildende und Praktikanten sind unsere Kollegen von morgen. Sie 
bringen wertvolle Impulse aus ihrer Ausbildung und ihrem Studium in 
unsere KiTas. Uns liegt sehr am Herzen, sie bestmöglich in den KiTa-All-
tag zu integrieren und sie damit auf ihre pädagogische Arbeit vorzube-
reiten. 
Im zweitägigen Seminar lernen Sie, wie Ihnen gemeinsam mit Ihren 
Praktikanten der Transfer von der Theorie in die Praxis gelingt . Sie be-
sprechen u. a., wie Sie verständlich anleiten, Erwartungen werts chät-
zend formulieren und die Bildungsarbeit Ihrer Praktikanten  qualitativ 
beurteilen. Zudem finden Sie Lösungen, wie Sie trotz eigener Aufgaben 
den Kontakt zu Ausbildungsträgern pflegen. 
Inhalte
• Rolle, Aufgaben und Vorbildfunktion der Praxisanleiter
• Ziele, Aufgaben, Rechte und Pflichten der Praktikanten
• Arbeitsorganisation und -aufteilung sowie Erstellen eines 
 Ausbildungsplans
• Richtig anleiten, beurteilen und Feedback geben
• Umgang mit Emotionen und möglichen Konflikten
• Zusammenarbeit mit Ausbildungsträgern
Das Seminar richtet sich an 
Haus- und Gruppenleitungen sowie beauftragte Fachkräfte, di e Prak-
tikanten und Auszubildende begleiten und mehr Rollenklarhe it und 
Selbstsicherheit für ihre integrative und anleitende Arbei t gewinnen 
möchten.
 Termin: Dienstag und Mittwoch, 28. und 29. Januar 2020
  jeweils von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 Ort: Wuppertal, KiTa Samoastraße
 Preis:  119,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
Information
Information

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Mensch ärgere dich nicht!
Wie Sie Konflikte frühzeitig erkennen und gestärkt aus der Situation herauskommen
Ihre Expertin 
Brigitta Cziesla ist Erzieherin und Dipl.-Pä-
dagogin mit Studienschwerpunkt Erwach-
senenbildung, Ausbildung in Kinder- und 
Jugendlichenpsychotherapie und Introvisi -
onsberaterin. Seit 15 Jahren ist sie beratend 
und als Trainerin in der Gesundheitsprä-
vention tätig. Sie arbeitet freiberuflich für 
Krankenkassen, Berufsgenossenschaften, die 
Akademie Mont-Cenis und in Unternehmen. 
Ihre Themen sind Selbst- und Zeitmanagement, mentales Training, Re-
silienz, Konfliktmoderation und gesunder Schlaf.
Konflikte kosten Nerven, Zeit und können krank machen. Missstimmung 
im Team wirkt sich ungünstig auf die pädagogische Arbeit mit Kindern 
aus. 
Im Workshop beschäftigen Sie sich mit Anzeichen von Konflikt en, der 
Konfliktdynamik und unterschiedlichen Konfliktarten und -ursachen. Sie 
analysieren Teamkonflikte aus Ihrem Arbeitsalltag und bereiten sich mit 
dem Konfliktquadrat auf Konfliktgespräche vor. Zudem überl egen Sie 
anhand einer Konfliktskala, ab welchem Zeitpunkt Sie extern e Unter-
stützung hinzuziehen sollten. 
Bitte bringen Sie Beispiele aus Ihrem beruflichen Alltag mit!
Inhalte
• Konfliktdynamik und -ursachen
• Werkzeug zur Konfliktanalyse und -lösung
• Konflikte als Chance für Entwicklung und Veränderung
• Reflexion der eigenen Rolle im Umgang mit Konflikten
• Stärkung der Handlungsfähigkeit bei Konflikten zwischen Mitarbeitern
Der Workshop richtet sich an 
Hausleitungen, Stellvertretungen und Fachberatungen, die  Konflikte 
im Team frühzeitig erkennen und bearbeiten möchten und so ein en 
entwicklungsstärkenden Effekt für Mitarbeiter und Kinder  erreichen 
wollen. 
 Termin: Samstag, 29. Februar 2020
  von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 Ort: Wuppertal, KiTa Zaunkönige 
 Preis:  119,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
Büro-Anwendungen für die KiTa-Praxis 
Excel, Word, Outlook und Dropbox leicht erklärt
Ihr Experte 
Björn Pauli  ist Inhaber der IT-Beratung bp-
edv in Datteln. Er betreut seit fast 18 Jahren 
kleine und mittelständische Unternehmen in 
den Bereichen Netzwerke, Internet, Multime -
dia, Telekommunikation und Print-Medien. 
Zudem gibt der IT-Administrator sein Wissen 
in Seminaren und Workshops zu PC-Grundla -
gen und Software-Anwendungen weiter. 
Im Praxis-Workshop beschäftigen wir uns mit der Nutzung von Wo rd, 
Excel und Outlook für das KiTa-Management. In zahlreichen Übungen  
lernen Sie neben der Theorie auch den KiTa-spezifischen Einsatz. Unser 
Experte erklärt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie mit Hilfe  der Anwen -
dungen in Ihrer täglichen KiTa-Verwaltung Zeit sparen! Zudem führt er 
Sie in die Nutzung der Dropbox als Datenspeicher- und Datenaustausch-
system ein.
 
Bitte bringen Sie Ihren Laptop sowie Ihre Zugangsdaten mit. 
Inhalte
• Einführung in das MS Betriebssystem: Ordner, Verknüpfungen,
 Desktop, Systemsteuerung
• Dropbox richtig nutzen: Ordner anlegen, freigeben und 
 synchronisieren, Zugriffe verwalten und Links generieren
• Word: Briefe schreiben und formatieren, Vorlagen bearbeiten, 
 Bilder einfügen, Tabellen zeichnen
• Excel: Tabellen, Zellen, Zeilen, Spalten und Blätter verstehen, 
 Daten sortieren und filtern, mit Formeln arbeiten
• Outlook: E-Mails, Kalender und Kontakte im Griff haben
• Datenschutz und -sicherheit
Vor dem Termin erfolgt eine Abfrage Ihrer Wunschthemen.
Der Workshop richtet sich an 
Hausleitungen, Stellvertretungen und Gruppenleitungen, die ih re ad-
ministrativen Aufgaben mit MS Office und der Dropbox leichter b e-
wältigen und damit Zeit sparen wollen. 
 Termin: Donnerstag, 6. Februar 2020
  von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 Ort: Wuppertal, KiTa Zaunkönige
 Preis:  119,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
Information Information

18 19
Wie Sie Gewalt an Kindern vorbeugen und mit Verdachtsfällen umgehen 
Ihre Expertin 
Lena Klein, Sozialpädagogin und Erziehungs -
wissenschaftlerin (MA), ist seit 2017 neben 
ihrer hauptamtlichen Tätigkeit als Sozialpä -
dagogische Familienhilfe und Erziehungsbei -
stand freiberufliche Referentin für Soziale 
Dienste. Als Sozialpädagogische Familienhilfe 
unterstützt sie Familien bei ihren Erziehungs -
aufgaben, bei der Bewältigung von Alltagspro-
blemen, der Lösung von Konflikten und Krisen 
sowie im Kontakt mit Ämtern und Institutionen. Das Thema Kinde s-
schutz ist hier, wie auch bei ihrer früheren Tätigkeit als Vor mund, eine 
zentrale Kernkompetenz. In Workshops gibt sie ihr Wissen im Zusam -
menhang mit Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung als Refere ntin 
weiter, um so die Handlungssicherheit in der Praxis zu stärken.
Der Schutz von Kindern in Ihrer KiTa hat für Sie höchste Priorität. Doch 
wie lässt sich das im stressigen Arbeitsalltag gewährleiste n? Wie kann 
Gewalt vorgebeugt werden? Was ist zu tun bei Verdachtsfällen? Wer ist 
wann genau zu informieren? Wie gehen Sie mit eigenen Ängsten und Un-
sicherheiten um?
Dieser Tagesworkshop beantwortet alle Fragen rund um Kindesschutz, 
klärt auf und stärkt Ihre Kompetenzen im Umgang mit von Gewalt be -
troffenen Kindern.
Inhalte
• Risiken, Anzeichen und Folgen von Gewalt
• Präventivmaßnahmen
• Umgang und Kommunikation mit Kindern
• Akteure im Kindesschutzsystem
• Fallmanagement
• Verhaltensleitlinien im Krisenfall
Der Workshop richtet sich an  
Pädagogische Fachkräfte und Ergänzungskräfte, die mehr Siche rheit 
für den Umgang mit (Verdachts-)Fällen von Kindeswohlgefährdung  er-
langen möchten.
 Termin: Donnerstag, 26. September 2019 
  von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 Ort: Köln, KiTa Löwenherz 
 Preis:  119,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
Kindesschutz in der KiTa
 Smartboard-Workshop
Spielen und Lernen mit dem digitalen Smartboard
Ihre Expertin 
Regina Funk ist seit mehr als zehn Jahren als 
zertifizierte Trainerin für die SMART Note -
book Software bei der Minhoff GmbH aktiv 
und leitet dort die Schulungsabteilung. Sie 
gibt ihr Wissen in unterschiedlichen Bildungs -
einrichtungen von KiTa bis Oberschule weiter. 
Zuvor arbeitete sie in verschiedenen Berei-
chen des Coachings und Trainings sowie als 
Lehrerin. 
In diesem Tagesworkshop lernen Sie die Möglichkeiten der SMART Note-
book Software für Ihre pädagogische Arbeit kennen. Sie erarbeiten sich 
Anwendungsbeispiele und entwickeln eigene Spiele für den Einsatz in 
Ihrer KiTa. Darüber hinaus besprechen Sie, wie Sie Ideen der Kinder auf-
greifen und mittels Smartboard umsetzen. 
Sie üben direkt mit der Software und dem Smartboard in der KiTa Wal-
nussweg. Bitte bringen Sie Ihren Laptop sowie Ihre Zugangsdaten mit. 
Inhalte
• Das Smartboard richtig bedienen
• Mit den Stiften schreiben und malen
• Werkzeugleiste sinnvoll benutzen
• Spiele für Kinder entwickeln 
• Materialien erstellen und teilen
• Smart-Lab: interaktive Karten erzeugen
Vor dem Termin erfolgt eine Abfrage Ihrer Wunschthemen.
Der Workshop richtet sich an  
Pädagogische Fachkräfte und Ergänzungskräfte, die das Smartb oard in 
ihre pädagogische Arbeit einbinden und sinnvolle Spiele gemeinsam 
mit Kindern entwickeln wollen.
 Termin: Samstag, 28. September 2019
  von 9:30 Uhr bis 16:00 Uhr
 Ort: Köln, KiTa Walnussweg
 Preis:  119,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
Information Information

20 21
Kompetent und sicher durchs Internet von Anfang an
Ihre Expertin 
Anamarija Thomae ist zertifizierte Daten -
schutzbeauftragte und Gründerin von Smart 
Kid Security, einem sicheren Ökosystem für 
Kinder, in dem der verantwortungsvolle Um -
gang mit dem Internet und der Wert privater 
Daten erlernt werden kann. Mit über acht 
Jahren Erfahrung als Unternehmerin im Digi -
talbereich und einem Herz für Digital Natives 
entwickelte sie mit ihrem Team ein alters-
übergreifendes Internetsicherheits-Curriculum für Kinder,  Pädagogen 
und Eltern.
Kooperation
Der Workshop wird in Kooperation mit Smart Kid Security angeboten. 
Es besteht die Möglichkeit der Qualifizierung zum Zertifizierten Internet-
sicherheitsbeauftragten. KiTa-Einrichtungen können sich zudem als Aka-
demie für Internetsicherheit zertifizieren lassen. Weitere Infos erhalten 
Sie unter www. smartkidsecurity.com
Lernen Sie, Kinder dabei zu unterstützen, sich mit dem Internet kritisch 
auseinanderzusetzen und sich ihrer Rolle in der digitalen Welt bewusst 
zu werden. Sie erfahren, wie sich Kinder unter Berücksich tigung von 
Respekt, Privatsphäre und Sicherheit selbstbewusst im digitalen R aum 
bewegen und kommunizieren können. Gemeinsam besprechen Sie den 
Einsatz digitaler Geräte in Ihrer pädagogischen Arbeit mit Kindern. Z u-
dem bekommen Sie wertvolle Tipps, wie Sie Eltern hinsichtlich Medien-
nutzung beraten können. 
Inhalte
• Werkzeuge für die kritische Auseinandersetzung der Kinder 
 mit digitalen Inhalten
• Einsatz digitaler Geräte in der pädagogischen Arbeit
• Datenschutz und Kinderrechte im digitalen Kontext
• Vermittlung der Balance zwischen On- und Offline 
• Beratung von Eltern bezüglich Mediennutzung sowie 
 Privatsphäre und dem Wert von Daten
Das Seminar richtet sich an 
Pädagogische Fachkräfte, Ergänzungskräfte, Haus- und Grupp enlei -
tungen sowie Fachberatungen, die bei Kindern die für einen siche -
ren Umgang im digitalen Raum notwendige Kompetenz erweitern 
möchten. 
 Termine/  Mittwoch, 9. Oktober 2019  
 Orte: Köln, KiTa Wichtelstadt
  Freitag, 12. Juni 2020 
  Berlin, KiTa Pankebären
    jeweils von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 Preis:  209,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
    0,- €  für Angestellte von Stepke
Digitale Frühbildung
 Wassergewöhnung 
Bewegung und Spaß im Wasser spielerisch vermitteln
Ihre Trainer 
Dr. Manuel Kopitz ist Geschäftsführer des Berliner Schwimm-Verban -
des und leitet seit vielen Jahren Aus- und Fortbildungsmaßnahmen. 
Als Trainer gehört seine Leidenschaft der Anfängerausbildu ng, der 
Wassergewöhnung sowie der Wasserbewältigung und somit der Au s-
bildung der Grundfertigkeiten des Schwimmens. Er leitet das Seminar 
in Berlin.
Der Schwimmverband Nordrhein-Westfalen  (SV NRW) legt großen 
Wert auf die Aus- und Fortbildung von Übungsleitern und Trainern. 
Vor allem im Bereich Anfängerschwimmen zeichnen sich die Referen -
ten des SV NRW über langjährige Erfahrung aus. Der SV NRW leitet die 
Seminare in Köln und Wuppertal.
Das Seminar zeigt Ihnen, wie Sie Kinder spielerisch an das Element Was-
ser heranführen und zum Schwimmenlernen animieren. Sie lernen ein-
fache Bewegungen wie Hüpfen, Springen und Tauchen kennen, mit de-
nen Kinder die Eigenschaften des Wassers wie Kälte, Nässe und Auftrieb 
mit all ihren Sinnen erfahren. Sie bekommen Tipps für leicht ums etz-
bare Aktionen im Wasser wie Luftanhalten, Blubbern oder übe rs-Was-
ser-Gleiten. Darüber hinaus tauschen Sie sich über den Abbau von Ängs-
ten vor dem Wasser aus.
Inhalte
• Erste Begegnung mit dem Bewegungsraum Wasser
• Materialien zur Wassergewöhnung
• Erste Schwimmübungen im Flachwasser 
• Spielerisches Vermitteln von Verhaltensregeln im Wasser und 
 am Beckenrand
• Angstbewältigung
Das Seminar richtet sich an 
Pädagogische Fachkräfte und Ergänzungskräfte, die Kinder an d as 
Element Wasser spielerisch heranführen und erste Bewegung s- und 
Schwimmübungen anleiten möchten. 
 Termine/  Samstag, 19. Oktober 2019 
 Orte: Köln, Agrippabad
    Mittwoch, 23. Oktober 2019 
  Berlin, Schwimm-Verband
    Mittwoch, 23. Oktober 2019 
  Wuppertal, Schwimmoper
  jeweils von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 Preis:  0,- €  für Angestellte von Stepke
Information
Information

22 23
Sicher im Umgang mit Doktorspielen und Co.
Ihre Expertin 
Bettina Langner  ist seit 2009 als psychologi-
sche Beraterin für Stressbewältigung, Mob -
bing, Burnout und Entspannung im eigenen 
Unternehmen „Das Stress Studio“ in Witten 
tätig. Zudem ist sie ausgebildete Sexualpäda -
gogin. Bettina Langner blickt auf über 16 Jahre 
Erfahrung als Erzieherin „aus Überzeugung“ 
zurück. Als psychologische Beraterin und Au-
torin unterstützt sie nun Menschen in ihren 
persönlichen Stress- und Krisenzeiten und gibt ihr umfangreic hes Pra-
xiswissen in Vorträgen, Workshops und Coachings weiter.
Teilnehmerstimme
„Ich wurde in meinen Ansichten bestätigt und habe viele Impulse und 
Anregungen bekommen. Es gab auch die Gelegenheit, zu reflektieren. 
Sehr sympathische und zugängliche Kursleiterin mit viel Humor, ich 
habe viel gelacht.“
Svea Hentschel, Erzieherin, MyDagis Kitas, Köln
In diesem Basisseminar erlangen Sie mehr Sicherheit im Umgang mit 
Kindern und Eltern zum Thema kindliche Sexualität. Sie erarbeite n 
sich eine klare Haltung und legen die Basis für ein Handlungskonzept. 
In unserem offenen Austausch zu sexualpädagogischen T hemen legen 
Sie den Grundstein für eine wertschätzende Sexualerziehung der Kin -
der. Lassen Sie uns gemeinsam über Wege, Möglichkeiten und Grenzen 
nachdenken und diskutieren!
Inhalte
• Psychosexuelle Entwicklung von Kindern bis sechs Jahre
• Umgang mit Fragen der Kinder, Doktorspielen und Masturbation
• Regeln und Grenzen, die dabei beachtet werden sollen
• Eigene Handlungs- und Reaktionsmöglichkeiten und deren 
 Auswirkungen u. a. auf die Präventionsarbeit reflektieren
• Anregungen für Projekte und Aktivitäten
Das Seminar richtet sich an 
Pädagogische Fachkräfte, Ergänzungskräfte, Haus und Grupp enleitun-
gen, die mehr Sicherheit im Umgang mit kindlicher Sexualität su chen 
und dieses sensible Thema für Eltern transparenter darstel len wollen. 
Interessierte Eltern sind ebenfalls angesprochen.
 Termin: Dienstag, 5. November 2019 
  von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 Ort: Wuppertal, KiTa Samoastraße
 Preis:  119,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
Basisseminar: Frühkindliche Sexualerziehung
Mit Eltern über kindliche Sexualität sprechen
Ihre Expertin 
Bettina Langner  ist seit 2009 als psychologi-
sche Beraterin für Stressbewältigung, Mob -
bing, Burnout und Entspannung im eigenen 
Unternehmen „Das Stress Studio“ in Witten 
tätig. Zudem ist sie ausgebildete Sexualpäda -
gogin. Bettina Langner blickt auf über 16 Jahre 
Erfahrung als Erzieherin „aus Überzeugung“ 
zurück. Als psychologische Beraterin und Au-
torin unterstützt sie nun Menschen in ihren 
persönlichen Stress- und Krisenzeiten und gibt ihr umfangreic hes Pra-
xiswissen in Vorträgen, Workshops und Coachings weiter.
Teilnehmerstimme
„Meine Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt. Ich nehme sehr viele 
hilfreiche Infos mit in den KiTa-Alltag.“
Cristina del Grande, Gruppenleitung, Stepke-KiTa Wichtelstadt, Köln
Im Aufbauseminar stellen Sie die Weichen für eine gesunde Sexualent-
wicklung der Kinder. Sie lernen, wie Sie sexualpädagogische Konze pte 
im KiTa-Alltag umsetzen und dieses sensible Thema auch für Kollegen 
und Eltern zugänglich machen. Ein besonderer Fokus liegt in der Füh -
rung von Elterngesprächen zur Sexualentwicklung des Kindes.
 
Anhand konkreter Fallbeispiele professionalisieren Sie die sexual päda-
gogische Begleitung von Kindern und erlangen mehr Handlungssicher -
heit gegenüber Eltern. 
Kenntnisse über Grundlagen der frühkindlichen Sexualität sin d erfor-
derlich. Wir empfehlen die Teilnahme am Basisseminar am 5. November 
2019.
Inhalte
• Sexualpädagogische Themen mit Eltern besprechen
• Geeignete Antworten auf Elternfragen geben
• Sicher und souverän den pädagogischen Hintergrund 
 nach außen vertreten
• Leitgedanken für sexualpädagogische Konzepte und Impulse 
 für themenbezogene Projekte, Aktivitäten und Materialien
Das Seminar richtet sich an 
Pädagogische Fachkräfte, Ergänzungskräfte, Haus- und Grup penlei-
tungen, die ihre Grundkenntnisse über kindliche Sexu alität vertiefen 
und professionell wie sensibel mit Eltern darüber sprechen m öchten. 
 Termin: Mittwoch, 27. November 2019
  von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 Ort: Köln, KiTa Löwenherz 
 Preis:  119,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
Aufbauseminar: Frühkindliche Sexualität im Elterngespräch 
Information Information
Auch für 
Berufsanfänger 
und Quereinsteiger
 
geeignet!

24 25
Grundlagen des pädagogischen Alltags in Kindertageseinrichtungen
Umsetzung von theoretischem Wissen in praktisches Handeln
Ihre Expertin 
Birgitt Jacobs  ist ausgebildete Erzieherin und 
studierte Dipl.-Sozialpädagogin. Sie verfügt 
über umfangreiche Erfahrung in der Leitung 
von Kindertagesstätten und in der Mitarbei -
terführung. Seit mehreren Jahren ist sie als 
Bildungsreferentin in der Aus- und Weiterbil -
dung von Kindertagespflegepersonen und Er -
zieherinnen im U3-Bereich tätig. Sie arbeitet 
aktuell als Train-the-Trainer nach dem neuen, 
kompetenzorientierten Qualitätshandbuch Kindertagespflege ( QHB).
Teilnehmerstimme
„Birgitt Jacobs verfügt über ein sehr großes Fachwissen, vermittelt die 
Seminarinhalte verständlich, bezieht alle Anwesenden super ein und be-
antwortet alle Fragen. Außerdem moderiert sie sehr gut einen qualita -
tiv hochwertigen Austausch unter Kollegen.“
Birgit Hesselbarth, Fachberatung, Wuppertal
Tauchen Sie ein in einen lebendigen Arbeitsalltag mit Kindern bis sechs 
Jahre. Wecken Sie Ihre eigene Neugierde, sich mit Lust und Freude den 
vielen Fragen des Alltags in der Kindertagesstätte zu stellen. Im Seminar 
entwickeln Sie durch den gemeinsamen Austausch praktisch an wend-
bare Inhalte für die alltägliche Erziehungs- und Bildungsbegleitung von 
Kindern.
Inhalte
• Das Bild vom Kind, kindliche Bildungsprozesse
• Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung
• Umgang mit altersgemischten Gruppen
• Regeln und Rituale im Alltag
• Situationsansatz und Partizipation
• Singen, spielen, tanzen: Lieder und Fingerspiele für verschieden e 
 Gelegenheiten
Das Seminar richtet sich an 
Sozialpädagogen, Erziehungswissenschaftler, Kinderkran kenpfleger 
sowie Hausleitungen, die als Quereinsteiger in der KiTa arbeit en und 
sich praktische Ideen für den KiTa-Alltag wünschen.
 Termin: Dienstag, 26. November 2019 
  von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 Ort: Wuppertal, KiTa Zaunkönige
 Preis:  119,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
Information
Auch für 
Berufsanfänger 
und Quereinsteiger
 
geeignet!

26
Text
27
So bringen Sie Projektarbeit und Situationsansatz unter einen Hut!
Ihre Expertin 
Jutta Thomas ist staatlich anerkannte Erzie -
herin und Kindheitspädagogin (BA) mit den 
Schwerpunkten Frühpädagogik sowie Leitung 
und Management von Kindertageseinrichtun -
gen. Zudem absolvierte sie zahlreiche Fortbil -
dungen zur Partizipation und zum Situations -
ansatz. Gerade hat sie ihr nebenberufliches 
Studium der Tierpsychologie mit Schwerpunkt 
Hund abgeschlossen. Sie beschäftigt sich in -
tensiv mit dem Situationsansatz und der Projektarbeit und set zt diese 
Elemente als Erzieherin, Gruppenleiterin und KiTa-L eiterin seit vielen 
Jahren um. Aktuell leitet sie die Stepke-KiTa Zaunkönige in Wupper tal.
Zu Ihren Aufgaben als pädagogische Fachkraft gehört u.a. die f rüh-
zeitige Aufstellung einer Jahresplanung mit Projekten und wi chtigen 
Terminen. Gleichzeitig verfolgt Ihre KiTa den Situationsans atz unter 
dem Aspekt der Partizipation. Wie Sie beide Elemente unter der An-
forderung einer strategischen KiTa-Planung pädagogisch sinnvol l ver-
binden, lernen Sie im Seminar.
Sie besprechen, wie sich Kinderrechte und Partizipation auf di e Pro -
jektarbeit auswirken. Sie überlegen gemeinsam, wie Sie Ihr e Kinder 
motivieren, durch Kinderkonferenz und Kinderparlamen t den KiTa-All-
tag mitzugestalten. Zudem tauschen Sie sich über aktuelle Pr ojekt-
ideen und deren praktische Umsetzung aus.
Inhalte
• Projektarbeit in der KiTa umsetzen und leben
• Situationsansatz: Theorie und Praxis
• Partizipation und Projektarbeit verbinden
• Langfristige Planung von Projekten nach dem Situationsansatz
• Praktisches Handwerkszeug für die pädagogische Arbeit
Das Seminar richtet sich an 
Pädagogische Fachkräfte und Ergänzungskräfte, die wissen möc hten, 
wie sie Projekte unter dem Situationsansatz initiieren und Par tizipa-
tion in ihrer KiTa realisieren wollen.
 Termin: Mittwoch, 11. Dezember 2019
  von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 Ort: Wuppertal, KiTa Zaunkönige 
 Preis:  119,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
Partizipation und Projekte in der KiTa Englisch in der KiTa umsetzen
So implementieren Sie Englisch sinnvoll in den KiTa-Alltag
Ihre Expertin 
Marion Kyrion ist zweisprachig aufgewach -
sen mit Englisch und Deutsch als Erstspra-
chen. Sie ist staatlich anerkannte Erzieherin 
und hat berufsbegleitend ein Fernstudium 
in „Early Years Practice“ an der Open Uni -
versity in Milton Keynes/England absolviert. 
Sie hat viele Jahre erfolgreich bilingual nach 
dem Prinzip der Immersion gearbeitet sowie 
mit Kindern, deren Erstsprache nicht Deutsch 
ist. Aktuell ist sie die stellvertretende Leitung der Stepke -KiTa Niehler 
Pänz in Köln und Koordinatorin für die englische Sprache.
„Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“ 
Ludwig Wittgenstein 
Durch die Integration von Englisch in den Alltag der Kinder ermöglichen 
wir ihnen, sich behutsam und spielerisch mit der Sprache vertraut zu ma-
chen. Der Workshop gibt Ihnen zahlreiche praktische Anregungen, wie 
Sie den Alltag der Kinder durch Einsatz der englischen Sprache mit wenig 
Aufwand bereichern können. Sie nehmen konkrete und einfach umsetz-
bare Beispiele für englischsprachige Elemente des KiTa-Alltags aus dem 
Workshop mit. 
Inhalte
• Wie Kinder im Kindergartenalter eine Zweitsprache lernen 
 und warum gerade Englisch Sinn gibt
• Gemeinsames Erarbeiten von praktischen Lösungen für 
 Nicht-Muttersprachler 
• Worauf Fachkräfte bei Englischangeboten besonders achten sollten
• Beispiele für den spielerischen Einbau von Englisch in den 
 KiTa-Alltag
• Impulse für die Gestaltung des KiTa-Alltags 
Der Workshop richtet sich an  
Pädagogische Fachkräfte, Ergänzungskräfte, Gruppen- und Ha uslei-
tungen, die in ihrer Einrichtung das Angebot der englischen Spra che 
für Kinder implementieren und unterstützen möchten.
 Termin: Donnerstag, 12. Dezember 2019
  von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 Ort: Köln, KiTa Walnussweg
 Preis:  119,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
Information Information
Auch für 
Berufsanfänger 
und Quereinsteiger
 
geeignet!

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So verstärken Sie Positives
Ihre Expertin 
Anita Grupp ist Erzieherin und studierte Di-
plom-Sozialarbeit mit den Schwerpunkten 
Familie, Jugend, soziale Gruppenarbeit und 
Kommunikation. Sie bringt umfangreiche Er -
fahrung im Aufbau und in der Leitung von Ki -
Tas mit. Die Mutter zweier Söhne absolvierte 
die Zusatzausbildungen „Sozio-integrative 
Beraterin“ beim IBS in Aachen sowie „Aufstel-
lungsarbeit und Lösungsorientierung in Fami -
lien und Organisationen“ und ist Kursleiterin im Programm „S tarke El-
tern – Starke Kinder®“ des Kinderschutzbundes. Derzeit verantw ortet 
sie die Ausbildung von Tagespflegepersonen.
Teilnehmerstimme
Anita Grupp vermittelt die Inhalte sehr praxisnah und anhand von Bil -
dern und Videos. Ihr umfangreiches Handout enthält zahlreiche prakti -
sche Tipps. Davon profitieren mein Team und ich auch Jahre nach der 
Fortbildung.“
Martina Henneböhle, Leitung Stepke-KiTa Quellstein, Wuppertal
Sind immer mehr Kinder auffallend und anstrengender als andere Kinder? 
Oder haben sich unsere Wahrnehmung und unsere Toleranzgrenze ver-
ändert? Im KiTa-Alltag beobachten wir mehr Schimpfwörter un d öfter 
Aufmerksamkeitsdefizite. Wie begegnen Sie einer solchen Situation? Wie 
können Kinder lernen, sich in der Situation angemessen zu verhalten?
Im zweitägigen Seminar bekommen Sie pädagogische Handwerkzeuge 
für Ihre Arbeit mit Kindern mit besonderem Förderbedarf. Nach dem 
ersten Seminartag gehen Sie in die Praxis und probieren neu Erfahrenes 
aus. Am zweiten Tag reflektieren wir Ihre Erlebnisse und beant worten 
Ihre Fragen.
Bringen Sie Beobachtungen aus Ihrer Praxis mit!
Inhalte
• Was bedeutet „Verhaltensauffälligkeit“?
• Altersentsprechende Entwicklung: Was kann ein Kind in 
 welchem Alter?
• Entwicklung möglicher Lösungen an konkreten Beispielen 
 aus der Praxis
• Rahmen neu setzen und positives Verhalten verstärken
Das Seminar richtet sich an 
Pädagogische Fachkräfte, Ergänzungskräfte und interessiert e Eltern, 
die verhaltensauffällige Kinder richtig deuten und entspre chenden 
Förderbedarf ermitteln wollen.
 Termin: Donnerstag, 16. Januar 2020 und
  Donnerstag, 13. Februar 2020
  jeweils von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 Ort: Köln, KiTa Wichtelstadt 
 Preis:  209,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
Verhaltensoriginelle Kinder erkennen und fördern Alltagsintegrierte Sprachbildung durch Musik- und Bewegungsangebote 
Wie Kinder unter drei Jahren zu(m) Wort kommen
Ihre Expertin 
Carolin Volk ist staatlich geprüfte Sozialassis -
tentin, Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin B.A. 
und studiert berufsbegleitend den weiterbil -
denden Master „Kindheits- und Sozialwissen -
schaften“ mit dem Vertiefungsschwerpunkt 
„Management und Beratung“ an der HS Ko -
blenz. Sie arbeitet seit 2015 in Kindertages-
einrichtungen, schwerpunktmäßig im U3-Bereich, mit dem Foku s auf 
der Pädagogik nach Emmi Pikler. Seit 2018 leitet sie die Stepke-KiTa 
Niehler Pänz in Köln. 
„Sprache ist der Schlüssel zur Welt.“ 
Wilhelm von Humboldt
Im Workshop erhalten Sie praktische Impulse zur Unterstützung der 
Sprachentwicklung und des -erwerbs in den ersten drei Lebensjahren. 
Gemeinsam mit unserer Expertin entwickeln Sie Ihren persönlichen 
„Handwerkskoffer“ mit Sprachimpulsen, Liedern und Bewegungsideen 
für die Sprachbildung in Kindertageseinrichtungen. Sie erfahren zudem, 
wie Sie kindorientiert und mit wenigen Hilfsmitteln den Sprachlernpro-
zess von Kindern unter drei Jahren in Alltagssituationen begleiten.
Inhalte
• Alltagsintegrierte Sprachbildung für U3-Kinder
• Theoretischer Input zur Sprachentwicklung
• Praktische Ideen für den KiTa-Alltag
• Impulse für Bewegungs- und Musikangebote
• Einblick in die Pikler-Grundsätze
• Die pädagogische Fachkraft als Sprachvorbild
Der Workshop richtet sich an  
Pädagogische Fachkräfte und Ergänzungskräfte, die auf der Suc he 
nach konkreten Ideen für die alltagsintegrierte Sprachbildun g von Kin-
dern unter drei Jahren sind.
 Termine/ Donnerstag, 23. Januar 2020 
 Orte: Köln, KiTa Niehler Pänz
  Freitag, 20. März 2020 
  Berlin, KiTa Pankebären
  jeweils von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 Preis:  119,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
Fokus
U3!
Information Information

30 31
Kinderlieder einfach auf der Gitarre begleiten 
Der Workshop bietet einen spielerischen Einstieg in die Lied beglei-
tung für den pädagogischen Alltag. Sie lernen, wie Sie Kinderlieder wie 
„Pitsch, Patsch, Pinguin“, „Bruder Jakob“, „Aram sam sam“ ohne jegliche 
Vorkenntnisse nach nur wenigen Stunden mit lediglich einem einzigen 
Quergriff auf der Gitarre begleiten. Das gelingt Ihnen, weil wir die Gitar-
rensaiten gemeinsam so stimmen, dass Sie direkt loslegen kö nnen. So 
können Sie die Gitarre auch als „Orff-Instrument“ einsetze n. Sie üben 
zudem das Zusammenspiel mit weiteren Instrumenten wie Klang stä-
ben, Cajon und Xylophon.
Bitte bringen Sie zum Workshop eine Gitarre mit!
Inhalte
• Der erste Kontakt mit der C-Gitarre
• Spielen und Begleiten von einfachen Kinderliedern
• Anschlagtechniken auf der Gitarre
• Stimmgerät und Kapodaster nutzen und einsetzen
Der Workshop richtet sich an 
Pädagogische Fachkräfte und Ergänzungskräfte ohne Gitarrenkennt -
nisse, die mit einer einfachen Methode Kinderlieder auf der Gitarre 
begleiten wollen.
 Termin: Donnerstag, 30. Januar 2020
  von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 Ort: Köln, KiTa Walnussweg 
 Preis:  119,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
Anfänger-Workshop: Gitarre leicht lernen Aufbau-Workshop: Musizieren mit der C-Gitarre
So treffen Sie den richtigen Ton
Sie haben den Anfänger-Workshop besucht oder können bereits mit der 
Gitarre Kinderlieder begleiten? In diesem Aufbau-Worksho p vertiefen 
Sie Ihre Grundkenntnisse mit der C-Gitarre und lernen neue Rhythmen 
und Anschlagtechniken für die rechte Hand kennen. Sie erfahren, wie Sie 
Kinderlieder in die richtige Tonart bringen und erweitern Ihr Lieder-Re-
pertoire für Ihre pädagogische Arbeit. Ob Morgenkreise, Geburts- oder 
Feiertage, Ausflüge, Begrüßungen oder Verabschiedungen, es gibt Lie -
der für jeden Anlass. Lassen Sie sich von den Möglichkeiten d er musi-
kalischen Früherziehung im Zusammenspiel mit der Gitarre inspirieren. 
Bitte bringen Sie zum Workshop eine Gitarre mit!
Inhalte
• Neue Rhythmusfiguren für die rechte Hand
• Mollakkorde für die C-Gitarre
• Kinderlieder für jeden Anlass
• Sprachförderung durch Musik
Der Workshop richtet sich an 
Pädagogische Fachkräfte und Ergänzungskräfte mit ersten Gita rren-
kenntnissen, die ihr Lieder-Repertoire erweitern und die Gitarre siche-
rer im KiTa-Alltag einsetzen wollen. 
 Termin: Donnerstag, 30. April 2020
  von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 Ort: Köln, KiTa Löwenherz
 Preis:  119,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
Ihr Experte 
Daniel Sommer, Dipl.-Sozialpädagoge, Grün -
der und Leiter von gitarrissimo®, hat die Me -
thode der C-Gitarre entwickelt. Er ist Fach -
buchautor mehrerer Veröffentlichungen, u.a. 
zusammen mit Detlev Jöcker „Der Tisch ist 
heute meine Trommel” und entwickelte die 
gitarrissimo® Onlineakademie. Seit 15 Jahren 
gibt er bundesweit Fortbildungen in KiTas und 
Schulen mit dem Schwerpunkt Kinderliedbe-
gleitung auf der Gitarre.
Ihr Experte 
Daniel Sommer, Dipl.-Sozialpädagoge, Grün -
der und Leiter von gitarrissimo®, hat die Me -
thode der C-Gitarre entwickelt. Er ist Fach -
buchautor mehrerer Veröffentlichungen, u.a. 
zusammen mit Detlev Jöcker „Der Tisch ist 
heute meine Trommel” und entwickelte die 
gitarrissimo® Onlineakademie. Seit 15 Jahren 
gibt er bundesweit Fortbildungen in KiTas und 
Schulen mit dem Schwerpunkt Kinderliedbe-
  gleitung auf der Gitarre.
Bonus 
Jede am Workshop teilnehmende Fach- und Ergänzungskraft erh ält 
nach dem Workshop einen dreimonatigen Zugang zur gitarrissimo® 
Onlineakademie mit zahlreichen Lernvideos und Kinderliedern!
Im Aufbau-Workshop am 30. April 2020 können Sie Ihre erworben en 
Kenntnisse erweitern und vertiefen. 
Information Information
Mit anschießendemOnline-Kurs!

32 33
Tagesablauf, der Spaß macht!
Morgenkreis & Co: Schlüsselelemente für die Gestaltung des KiTa-Alltags
Ihre Expertin 
Birgitt Jacobs  ist ausgebildete Erzieherin und 
studierte Dipl.-Sozialpädagogin. Sie verfügt 
über umfangreiche Erfahrung in der Leitung 
von Kindertagesstätten und in der Mitarbei -
terführung. Seit mehreren Jahren ist sie als 
Bildungsreferentin in der Aus- und Weiterbil -
dung von Kindertagespflegepersonen und Er -
zieherinnen im U3-Bereich tätig. Sie arbeitet 
aktuell als Train-the-Trainer nach dem neuen, 
kompetenzorientierten Qualitätshandbuch Kindertagespflege ( QHB).
Teilnehmerstimme
„Ich habe sehr viel für mich und mein Team mitgenommen. Frau Jacobs 
hat uns auch jederzeit die Möglichkeit gegeben, uns untereinander aus-
zutauschen. Das war super!“
Bianca Reinartz, Gruppenleitung, Stepke-KiTa Löwenherz, Köln
Sie sind in Ihrem Beruf jeden Tag gefordert, vielen Bedürfnissen gerecht 
zu werden. Kinder brauchen Struktur, aber auch Flexibilität, sie brauchen 
Aktivität, aber auch Ruhe. Sie müssen die gesamte Gruppe im Auge be-
halten, aber auch das einzelne Kind – ein herausfordernder Balanceakt.
Im Seminar lernen Sie u. a., wie Sie mit Bring- und Abholzeiten, Morgen-
kreis, Essens- und Schlafenszeit Struktur in den KiTa-Alltag be kommen 
und sinnvolle Lernangebote schaffen.
Inhalte  
• Tagesgestaltung: Struktur und Flexibilität sowie Aktivität und Ruhe
• Regeln und Rituale für Struktur und Orientierung
• Bring- und Abholzeiten, Morgenkreis sowie Essens- und 
 Schlafenszeit nutzen
• Übergänge als Lernmomente gestalten
• Praxisbeispiele
Das Seminar richtet sich an 
Pädagogische Fachkräfte und Ergänzungskräfte, die neue Ideen für 
die Gestaltung der täglich wiederkehrenden Elemente suchen , um auf 
diese Weise einerseits Struktur, andererseits Abwechslung in den  Ta-
gesablauf zu bringen.
 Termin: Mittwoch, 19. Februar 2020
  von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 Ort: Köln, KiTa Walnussweg
 Preis:  119,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
So begleiten Sie die Persönlichkeitsentfaltung von Kindern unter drei
Spielen und Lernen hängen eng miteinander zusammen. Die selbst -
ständige Aktivität fördert die Entfaltung der Persönlichkei t sowie die 
kognitiven und sozialen Lernprozesse. In den ersten dreieinhalb Jahren 
findet die gesamte Spielentwicklung statt, danach wird das Kö nnen 
nur noch verfeinert. Was bedeutet das für die Betreuung unter drei ?
Im Workshop überlegen wir gemeinsam, was die „Kleinen“ schon alles 
können, welche Bildungsmöglichkeiten sich daraus ergeben und wa s 
die Aufgabe des Erwachsenen beim Begleiten vom Spiel ist.
Bitte bringen Sie Spielmaterial mit, mit dem sich Kinder unter drei ger-
ne beschäftigen! 
Inhalte
• Spielentwicklung in den ersten dreieinhalb Jahren 
• Voraussetzungen, die Interesse, Ausdauer und Ruhe der Kinder
 für die Entfaltung ihrer selbstständigen Aktivität unterstützen
• Lernen mit allen Sinnen – der Ursprung intelligenter Handlungen
• Alltagsgegenstände zum Spielen
Der Workshop richtet sich an 
Pädagogische Fachkräfte und Ergänzungskräfte, die U3-Kinder n eine 
altersgerechte und lernfördernde Umgebung mit Spiel und Spaß 
schaffen möchten.
 Termin: Freitag, 7. Februar 2020
  von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 Ort: Köln, KiTa Löwenherz 
 Preis:  119,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
Spielen und Lernen
Information Information
FokusU3!
Ihre Expertin 
Gabriele Martens  ist staatlich anerkannte Er -
zieherin, Dipl.-Sozialpädagogin und Pikler-Pä -
dagogin. Sie verfügt über umfangreiche Er-
fahrung in der Begleitung von Krippen und 
in der Mitarbeiterführung. Seit vielen Jahren 
ist sie als Bildungsreferentin in der Aus- und 
Weiterbildung von Tagespflegepersonen und Erziehern im U3-B ereich 
tätig. Aktuell baut sie in Bonn eine Pikler-Krippe auf.
Auch für 
Berufsanfänger 
und Quereinsteiger
 
geeignet!

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„Du schaffst das!“
Ihre Expertin 
Bettina Langner  ist seit 2009 als psychologi-
sche Beraterin für Stressbewältigung, Mob -
bing, Burnout und Entspannung im eigenen 
Unternehmen „Das Stress Studio“ in Witten 
tätig. Zudem ist sie ausgebildete Sexualpäda -
gogin. Bettina Langner blickt auf über 16 Jahre 
Erfahrung als Erzieherin „aus Überzeugung“ 
zurück. Als psychologische Beraterin und Au-
torin unterstützt sie nun Menschen in ihren 
persönlichen Stress- und Krisenzeiten und gibt ihr umfangreic hes Pra-
xiswissen in Vorträgen, Workshops und Coachings weiter.
Teilnehmerstimme
„Bettina Langner setzte die Schwerpunkte kompetent nach dem Bedarf 
der Anwesenden und ermöglichte so einen interessanten, motivieren -
den und fachlich sehr guten Austausch aller Teilnehmenden.“
Anja Schmidt-Bales, Projektleitung Mobile KiTa, Düsseldorf und Köln
Herausforderungen, Enttäuschungen und Verletzungen gehör en zum 
Leben wie die Luft zum Atmen. Statten Sie die Kinder mit den ents pre-
chenden Fähigkeiten aus, damit sie mit diesen Erlebnissen umgehen und 
sogar daran wachsen können. Das Seminar bietet einfach umzusetzen-
de Angebote wie Konfliktlösungsstrategien, Förderung des Selbstwert-
gefühls, Umgang mit Wut und Frustration, Toleranz und Zusammenhalt.
Unterstützen Sie die Kinder dabei, die alltäglichen Herausforder ungen 
und Hindernisse – heute und später – zu meistern!
Inhalte
• Definition und Bedeutung von Resilienz und Selbstwert 
• Faktoren für ein gesundes Selbstwertgefühl und eine gesunde 
 Widerstandskraft
• Praxismethoden zur Stärkung des Selbstbewusstseins von Kindern
• Problemlösungsfähigkeiten, soziale Kompetenzen, Toleranz und 
 Zusammenhalt
• Umgang mit Gefühlen (Wut, Aggression, Frustration, u.a.)
Das Seminar richtet sich an 
Pädagogische Fachkräfte, Ergänzungskräfte, Gruppen- und Ha uslei-
tungen, die Methoden lernen wollen, um in ihrer täglichen Arbeit die 
Resilienzfähigkeit und das Selbstwertgefühl der Kinder zu stärke n.
 Termin: Dienstag, 3. März 2020 
  von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 Ort: Köln, KiTa Niehler Pänz
 Preis:  119,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
Stärkung des Selbstwertgefühls von Kindern
So verstärken Sie Positives
Ihre Expertin 
Doreen Goszczynsky, Dipl.-Pädagogin, Syste -
misch-integrative Therapeutin und Psycho -
dramatherapeutin, verfügt über langjährige 
Berufserfahrung als Erzieherin und Einrich-
tungsleiterin für KiTas und Wohnstätten für 
Kinder und Jugendliche. Seit 2004 ist sie in 
der Aus- und Fortbildung von pädagogischen 
Fachkräften tätig. Zu ihren zahlreichen thema-
tischen Schwerpunkten gehören Bindungs -
theorie, Eingewöhnung und Übergänge, gewaltbewusste Pädagogik , 
Umgang mit aggressivem Verhalten, Sexualpädagogik sowie Kommu -
nikation und Gesprächsführung.
Was steckt dahinter, wenn Kinder hauen, beißen, stören, treten, 
schreien, schweigen, sich zurückziehen oder weinen? Wie könne n wir 
verhaltensauffällige Kinder „aufwecken“ und mit ihnen fruc htbar zu-
sammenarbeiten?
 
Im zweitägigen Seminar  erörtern Sie mögliche Ursachen für auffälli -
ges Verhalten. Sie hinterfragen Ihre eigene pädagogische Haltung und 
finden Lösungen für den Umgang mit „komplizierten“ Entwic klungs-
phänomenen. Anhand von Fallbeispielen und Erfahrungen aus Ihrer 
Praxis üben Sie dialogisch, wertschätzend und respektvoll Ihr kon kre-
tes Handeln. 
Bringen Sie Beobachtungen aus Ihrer Praxis mit!
Inhalte
• Mögliche Ursachen, Hintergründe und Hypothesen für 
 auffälliges Verhalten 
• Autonomie und Selbstwirksamkeit bei Kindern
• Emotionale Kompetenz und Stressregulation im Kindesalter 
• Die Macht des Erziehers: gewaltbewusste Pädagogik und 
 gewaltfreie Kommunikation
• Reflexion und Umgang mit eigenen Gefühlen
Das Seminar richtet sich an 
Pädagogische Fachkräfte, Ergänzungskräfte, Gruppen- und Ha uslei-
tungen, die herausfordernde Kinder besser verstehen  und Lösungen 
für den Umgang mit ihnen suchen. 
 Termin: Freitag, 28. Februar 2020 und Freitag, 27. März 2020
  jeweils von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 Ort: Berlin, KiTa Am Mauerpark
 Preis:  119,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
Herausfordernde Kinder erkennen und fördern
Information Information

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Die Eingewöhnungsphase: Anfang gut, alles gut!
Was eine gute Eingewöhnung ausmacht
Ihre Expertin 
Birgitt Jacobs  ist ausgebildete Erzieherin und 
studierte Dipl.-Sozialpädagogin. Sie verfügt 
über umfangreiche Erfahrung in der Leitung 
von Kindertagesstätten und in der Mitarbei -
terführung. Seit mehreren Jahren ist sie als 
Bildungsreferentin in der Aus- und Weiterbil -
dung von Kindertagespflegepersonen und Er -
zieherinnen im U3-Bereich tätig. Sie arbeitet 
aktuell als Train-the-Trainer nach dem neuen, 
kompetenzorientierten Qualitätshandbuch Kindertagespflege ( QHB).
Teilnehmerstimme
„Frau Jacobs hat alles ansprechend und deutlich erklärt. Die Beispiele 
haben sehr geholfen.“
Sofia Dardamani, Ergänzungskraft, Stepke-KiTa Zaunkönige, Wuppertal 
Mit dem Start in die KiTa beginnt für Kind und Eltern eine neue, auf -
regende Lebensphase. In Begleitung ihrer Eltern wird den K indern der 
Übergang in die KiTa erleichtert. Kinder bauen hier eine vertrauensvol-
le Beziehung zu einer weiteren Bezugsperson auf. Die Eingewöhnung 
prägt den Verlauf der KiTa-Zeit.
Im Seminar setzen wir uns mit den drei Eckpunkten für einen erfolg -
reichen Start in der KiTa auseinander: elternbegleitet, abschiedsbetont 
und bezugsorientiert.
Anfang gut, alles gut!
Inhalte
• Grundlagen für Beziehungen
• Eingewöhnungsmodelle
• Es geht nur mit den Eltern
• Übergänge gestalten
Das Seminar richtet sich an 
Pädagogische Fachkräfte und Ergänzungskräfte, die mit einer e ltern-
begleiteten Eingewöhnung den Übergang des Kindes in die KiTa kind-
gerecht gestalten und den Grundstein für eine gute Beziehung mit 
Kind und Eltern von Anfang an legen möchten.
 Termin: Mittwoch, 4. März 2020
  von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 Ort: Wuppertal, KiTa Samoastraße 
 Preis:  119,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
 Termin: Mittwoch und Donnerstag, 11. und 12. März 2020 
  jeweils von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr
 Ort: Wuppertal, KiTa Samoastraße
 Preis:  209,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
Das letzte KiTa-Jahr 
Wie Sie Kinder und Eltern im Übergang zur Grundschule begleiten
Ihre Expertin 
Angela Stauten-Eberhardt ist Grundschul -
lehrerin, STEP-Elterntrainerin und Medien -
referentin. Sie arbeitete viele Jahre in der 
Grundschule, bevor Sie sich vor über 15 Jah-
ren mit STEP-Elternkursen, Vorträgen zu Er-
ziehungsthemen und Weiterbildungen für 
Erzieherinnen, pädagogische Fachkräfte und 
Lehrerinnen selbstständig machte. Des Wei -
teren ist sie systemische Beraterin in sozialen 
Kontexten (FH Münster) und bietet Beratungen und Supervisionen f ür 
Einzelpersonen, Ehepartner, Familien oder KiTa-Teams an. 
Teilnehmerstimme
„Das Seminar bei Frau Stauten-Eberhardt war inhaltlich und praktisch 
sehr gut geplant und gab viele neue Impulse. Es blieb genügend Zeit für 
Rückfragen. Frau Stauten-Eberhardt fand eine sehr gute Balance zwi -
schen Theorie und praktischen Anwendungen.“
Inge Malcherek-Mordelt, Hausleitung, Stepke-KiTa Zollstöckchen, Köln
Das letzte KiTa-Jahr ist geprägt von Aufregung und Veränderung. „Die  
Kleinen“ sind jetzt „die Großen“. Die Übergangsphase stellt Fachkräfte, 
Kinder und Eltern vor so manche Herausforderung.
Im zweitägigen Seminar tauschen Sie sich über Ihre Erfahrungen in der 
Übergangsphase in den einzelnen Einrichtungen aus. Durch Inp uts in 
Form einer kollegialen Beratung erhalten Sie neue Impulse für päda -
gogische Angebote für Vorschulkinder. Sie bekommen Tipps für die Zu-
sammenarbeit mit Eltern und externen Einrichtungen. Gemeinsam ent-
wickeln Sie Projektideen, mit denen Sie bei Kindern und Eltern punkten. 
Bitte bringen Sie Beispiele eigener praxiserprobter Projekte mit.
Inhalte
• Die Übergangsphase: Kinder beim Übergang unterstützen
• Praxisbeispiele zu Vorschul-Projekten: eigene Erfahrungen 
 und neue Impulse
• Projektbezogene Partizipation von Kindern und Eltern 
• Elternabende und Erziehungspartnerschaft im Übergang
• Kooperation zwischen KiTa, Grundschule und Netzwerken
Vor dem Termin erfolgt eine Abfrage Ihrer Wunschschwerpunkte.
Das Seminar richtet sich an
Pädagogische Fachkräfte und Ergänzungskräfte, die neue Ideen für Pro-
jekte mit Vorschulkindern erhalten und mit Kindern, Eltern und Grund-
schulen gemeinsam einen positiven Übergang gestalten möchten.
Information Information
Auch für 
Berufsanfänger 
und Quereinsteiger
 
geeignet!

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Traumaprävention
Wie wir Kinder trotz belastender Erfahrungen stärken können
Ihre Expertin 
Noomi Frommann studierte Erziehungswis -
senschaften und Afrikanistik (BA) sowie Mi -
grationsforschung (MA) und absolvierte die 
Zusatzausbildung zur Traumapädagogin und 
traumazentrierten Fachberaterin. Während 
ihrer Studien arbeitete sie mit geflüchteten 
Kindern und ihren Familien. Aktuell arbeitet 
sie als Sozialpädagogin in der ambulanten 
Familienhilfe. In dieser Funktion betreut sie 
Familien mit psychisch kranken Eltern und unterstützt sie bei E rzie-
hungsfragen sowie bei der Gestaltung und Entlastung des Alltags.  Zu-
vor war sie in einer KiTa tätig. 
Teilnehmerstimme
„Das Seminar war gut strukturiert und gab mir neue Einblicke in die Ent-
stehung von Traumata. Mir war beispielsweise nicht bewusst, dass ganz 
kleine Trigger eine so große Reaktion auslösen können.“
Hafssa, Pädagogische Fachkraft, Mobile KiTa, Düsseldorf
Sie haben Kinder in Ihrer Gruppe, die schlimme Erfahrungen gemach t 
haben und Sie wollen wissen, wie Sie damit umgehen sollen? Als kons-
tante Bezugsperson von Kindern können Sie sie dabei unterstützen, das 
Erlebte zu verarbeiten.
Im Seminar erhalten Sie Basiswissen über die Entstehung eines Traumas 
sowie über Verarbeitungsmechanismen bei traumatisierten Kin dern. 
Schärfen Sie Ihr Bewusstsein für Reaktionen belasteter Kind er und ler-
nen Sie alltagspraktische Methoden kennen, die zur Stab ilisierung und 
Stärkung der Kinder beitragen.
Bitte bringen Sie Beobachtungen aus Ihrer Praxis mit.
Im Seminar erfahren Sie
• Wie ein Trauma entsteht
• Wie Kinder auf belastende Ereignisse reagieren und diese verarbeiten
• Welche Handlungsmöglichkeiten Sie im Umgang mit belasteten 
 Kindern haben
• Mit welchen praktischen Methoden Sie zur Stabilisierung und 
 Stärkung von Kindern beitragen können
• Zahlreiche Fallbeispiele für die Umsetzung in die Praxis
Das Seminar richtet sich an 
Pädagogische Fachkräfte, Ergänzungskräfte, Gruppenleitungen , Haus-
leitungen und Fachberatungen, die in ihrem Berufsalltag mit Kind ern 
arbeiten, die belastende bis traumatische Erfahrungen gemacht haben.
 Termin: Mittwoch, 25. März 2020
  von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 Ort: Köln, KiTa Niehler Pänz
 Preis:  119,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
Machen Sie die Waldwoche zum Erlebnis für die Kinder!
Ihre Expertin 
Andrea Hirsch  studierte Biologie und Textiles 
Gestalten und ist seit 1990 in der Waldpäda-
gogik tätig. Seit 2011 betreut sie das Waldmo-
bil der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald 
und ist mit einem umgebauten Transporter 
europaweit unterwegs. Sie besucht Kinder-
gärten und Schulen oder betreut Gruppen 
bei Erlebnistagen im Wald. 2015 erlangte sie 
zusätzlich das Zertifikat für „Bildung für Nach -
haltige Entwicklung“. 
Teilnehmerstimme
„Ich habe viele neue Informationen, Impulse und Ideen erhalten, die ich 
in meine Arbeit einfließen lassen werde. Die Themen waren alle praxis-
orientiert und wurden anschaulich umgesetzt. Ich hatte keine Ahnung, 
dass man mit Löwenzahn kleben kann. Vielen Dank für das Schließen 
dieser Bildungslücke.“
Jörg Koischwitz, Pädagogische Fachkraft, Stepke KiTa-Zollstöckchen, Köln
Wie gestalten Sie einen ganzen Tag im Wald, einschließlich Essen, Wi-
ckeln und Schlafen? Was machen Sie, wenn es regnet? Und wie kom-
munizieren Sie mit den Eltern? Die zertifizierte Waldpädagogin Andrea 
Hirsch beantwortet Ihre Fragen zur Organisation und Durchfü hrung 
der Waldwoche. Sie erarbeiten gemeinsam Spiele und Experimente 
für die ökologische Bildung der Kleinsten. Sie besprechen die planeri-
schen und organisatorischen Schritte zur Vorbereitung, Durchf ührung 
und Nachbereitung – und wie Sie dabei den Spaß behalten.
Bitte wetterfeste Kleidung mitbringen!
Inhalte
• Planung einer Waldwoche einschließlich Hygiene, 
 Kleidung, Zeitmanagement
• Rechtliche Grundlagen
• Naturerfahrungsspiele und Experimente 
• Alternativen bei Schnee und Regen
• Elternbrief
• Erstellung eines individuellen Waldbuches
Die Veranstaltung richtet sich an 
Pädagogische Fachkräfte und Ergänzungskräfte, die konkrete und realisti-
sche Ideen für die Durchführung der Waldwoche suchen. Auch für Berufs-
anfänger und Quereinsteiger geeignet!
 Termin: Mittwoch, 1. April 2020
  von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 Ort: Wuppertal, WPZ Burgholz 
 Preis:  119,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
Wald & Wiese bei jedem Wetter
Information Information
Auch für 
Berufsanfänger 
und Quereinsteiger
 
geeignet!

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So begleiten Sie das Selbstbildungspotenzial von U3-Kindern
Kinder sind vom ersten Tag an mit Neugierde, Forscherdrang, Entde -
ckerfreude und Wissensdurst ausgestattet. Dies zu begleite n und zu 
unterstützen, ist Ihre Aufgabe als pädagogische Fachkraft.
Werden Sie kreativ! Nutzen Sie Ihre eigene Neugierde un d Entdecker-
freude sowie einfache Gegenstände, die in jeder KiTa zu r Verfügung 
stehen, um Kindern unter drei Jahren einen abwechslungsreichen u nd 
sinnesfreudigen Alltag zu gestalten!
Inhalte
• Was Kinder unter drei brauchen
• Lernen mit allen Sinnen
• Angebote zum Erforschen, Entdecken, Experimentieren
• Der Raum als „dritter Erzieher“
• Spiel und Spaß mit Alltagsgegenständen
Das Seminar richtet sich an 
Pädagogische Fachkräfte und Ergänzungskräfte, die Kindern un ter drei 
Jahren Spiel- und Lernangebote altersgerecht sowie un ter Verwen -
dung von alltäglichen Dingen und Materialien unterbreiten möchten .
 Termin: Mittwoch, 17. Juni 2020
  von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 Ort: Wuppertal, KiTa Zaunkönige
 Preis:  119,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
Unter drei, ich bin dabei!Mehrsprachigkeit in der KiTa
Nutzen Sie das Potenzial von Familiensprachen für Ihre pädagogische Praxis!
Ihre Expertin 
Marion Kyrion ist zweisprachig aufgewach -
sen mit Englisch und Deutsch als Erstspra-
chen. Sie ist staatlich anerkannte Erzieherin 
und hat berufsbegleitend ein Fernstudium in 
„Early Years Practice“ an der Open University 
in Milton Keynes/England absolviert. Sie hat 
viele Jahre erfolgreich bilingual nach dem 
Prinzip der Immersion gearbeitet sowie mit 
Kindern, deren Erstsprache nicht Deutsch ist. 
Aktuell ist sie stellvertretende Leitung der Stepke-KiTa Ni ehler Pänz in 
Köln und Koordinatorin für die englische Sprache.
Im Workshop erarbeiten Sie ein praxisorientiertes Konzept zum erfolg-
reichen Umgang mit Mehrsprachigkeit. Durch nachvollziehbare un d 
inklusive Grundlagen begreifen Sie den Wert und Nutzen von Erst -
sprachen für den Aufbau starker Beziehungen zu Kindern und El tern. 
Gezielte Beispiele sowie der kollegiale Austausch geben Ihnen themen- 
und praxisbezogene Inspiration für die Gestaltung des gelebten KiTa-All-
tags mit mehrsprachigen Kindern und ihren Eltern. 
Inhalte
• Einbindung der Familiensprachen in den KiTa-Alltag 
• Erleichterung des Übergangs in die KiTa für Kinder und Eltern
• Ideen für die Partizipation von Eltern und Kindern, 
 deren Erstsprache nicht Deutsch ist
• Gestaltung einer positiven Elternpartnerschaft
• Gemeinsamer Austausch und Beispiele zur Umsetzung
Der Workshop richtet sich an  
Pädagogische Fachkräfte, Ergänzungskräfte, Gruppen- und Ha uslei-
tungen, die in ihrem Berufsalltag mit Kindern arbeiten, deren E rst-
sprache nicht Deutsch ist und die deren Übergang und Eingewöhnung 
in die KiTa von Beginn an inklusiv gestalten möchten.
 Termine/ Freitag, 24. April 2020 
 Orte: Köln, KiTa Niehler Pänz
  Donnerstag, 7. Mai 2020 
  Berlin, KiTa Pankebären
  jeweils von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 Preis:  119,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
Information
Information
Auch für 
Berufsanfänger 
und Quereinsteiger
 
geeignet!
Fokus
U3!
Ihre Expertin 
Birgitt Jacobs  ist ausgebildete Erzieherin und 
studierte Dipl.-Sozialpädagogin. Sie verfügt 
über umfangreiche Erfahrung in der Leitung 
von Kindertagesstätten und in der Mitarbei -
terführung. Seit mehreren Jahren ist sie als 
Bildungsreferentin in der Aus- und Weiter -
bildung von Kindertagespflegepersonen und Erzieherin nen im U3-Be -
reich tätig. Sie arbeitet aktuell als Train-the-Trainer nac h dem neuen, 
kompetenzorientierten Qualitätshandbuch Kindertagespflege ( QHB).
Teilnehmerstimme
„Meine Erwartungen wurden mehr als erfüllt. Ich bin Frau Jacobs sehr 
dankbar für alles.“
Petra Siebertz, Pädagogische Fachkraft, Stepke-KiTa Wichtelstadt, Köln

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Herausfordernde Elterngespräche meistern
Von „Nein danke.“ zu „Ja gern!“ 
Ihre Expertin 
Daniela Sauermann, Dipl.-Pädagogin, zerti -
fizierter systemischer Coach, arbeitet seit 15 
Jahren in KiTas und anderen Einrichtungen 
mit Leitungen und Teams zusammen. Die Be -
schäftigung mit der Kommunikation ist ein 
wichtiger Baustein, um mit den Eltern zum 
Wohle der Kinder in Kontakt zu sein. Aus der 
täglichen Praxis mit Kindertagesstätten ist ihr 
Buch „Schwierige Elterngespräche in der Kita 
– und wie sie gelingen“ entstanden. Darüber hinaus ist sie Seminar-
leiterin für Stressbewältigung und als Burnout-Beraterin im Sinne der 
Prophylaxe tätig, damit die Teilnehmenden sich bestmöglich mi t ihren 
Stress-Situationen auseinandersetzen können und gesund bleiben.
Manche Elterngespräche stellen sogar gestandene Fachkr äfte vor be -
sondere Herausforderungen. Und manchmal laufen Gespräche ande rs 
als geplant. Vielleicht fragen Sie sich auch: „Warum verstehen mich die 
Eltern nicht?“ 
Im Seminar machen Sie sich mit Gesprächsstrategien und Kommunika-
tionsformen vertraut und lernen, miteinander zu reden – mit Respekt 
und auf Augenhöhe. Ziel ist, dass Sie Gespräche, die Sie als schwierig 
empfinden, souverän und kompetent führen und als Bereicherung emp-
finden – zum Wohle des Kindes. 
Inhalte
• Innere Einstellung zu den Eltern: wie Haltung mich handeln lässt
• Grundlagen der Gesprächsführung
• Phasen des Gesprächs
• Konfliktgespräche
• Elternbeschwerden 
• Was tun, wenn es beleidigend wird?
Das Seminar richtet sich an
Pädagogische Fachkräfte, Ergänzungskräfte, Gruppen- und Ha uslei-
tungen, die herausfordernde Gespräche mit Eltern selbstbewu sst und 
auf Augenhöhe führen möchten. 
 Termin: Freitag, 24. Januar 2020
  von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 Ort: Berlin, KiTa Am Mauerpark
 Preis:  119,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
So unterstützen Sie die Bewegungsentwicklung im Außengelände
Im Workshop erfahren Sie, welche räumlichen Voraussetzungen K in-
der unter drei Jahren brauchen, um ihre selbstständige, selbstinitiierte 
Bewegungsentwicklung entfalten zu können. Sie lernen d ie einzelnen 
Phasen in der Bewegungsentwicklung kennen und können einschät-
zen, ob diese schon abgeschlossen sind, wenn Kinder mit einem Jahr 
in die KiTa kommen. 
Im zweiten Teil des Workshops besprechen Sie, welche entwicklungs -
gerechte, vorbereitete Umgebung Kinder im Außengelände be nötigen 
und welche einfachen Alltagsmaterialien Sie draußen zur Verfüg ung 
stellen können, damit kleine Kinder ihrer Bewegungslust folgen.
Bringen Sie bitte Bilder von Ihrem Außengelände mit und ziehen Sie 
sich bequem an.
Inhalte
• Bewegungsentwicklung in den ersten drei Jahren 
• Aspekte, die Interesse, Ausdauer und Ruhe der Kinder für die 
 Entfaltung ihrer selbstständigen Bewegungsaktivität unter stützen 
• Wetter schafft Bewegungsanlässe
• Alltagsgegenstände zum Bewegen
Der Workshop richtet sich an 
Pädagogische Fachkräfte und Ergänzungskräfte, die U3-Kinder n alters-
gerechte und lernfördernde Bewegungsangebote machen möcht en.
 Termin: Freitag, 26. Juni 2020
  von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 Ort: Köln, KiTa Niehler Pänz
 Preis:  119,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
Kinder in Bewegung – drinnen und draußen
Information Information
FokusU3!
Ihre Expertin 
Gabriele Martens  ist staatlich anerkannte Er -
zieherin, Dipl.-Sozialpädagogin und Pikler-Pä -
dagogin. Sie verfügt über umfangreiche Er-
fahrung in der Begleitung von Krippen und 
in der Mitarbeiterführung. Seit vielen Jahren 
ist sie als Bildungsreferentin in der Aus- und 
Weiterbildung von Tagespflegepersonen und Erziehern im U3-B ereich 
tätig. Aktuell baut sie in Bonn eine Pikler-Krippe auf.

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Meine Rolle und Haltung im Elterngespräch Mit Eltern über sensible The men reden
So meistern Sie herausfordernde Elterngespräche Entwicklungsverzögerungen und Verhaltensauffälligkeiten richtig ansprechen
Ihre Expertin 
Ursula d’Almeida-Deupmann, Dipl.-Heilpäd-
agogin, Supervisorin DGSv, Fachbuchautorin, 
ist seit vielen Jahren in der Erziehungs- und 
Familienberatung tätig, sowohl in der Beglei -
tung von Familien als auch für Betreuungsein-
richtungen von Kindern. Als Referentin führt 
sie regelmäßig Fortbildungen zum Thema El-
terngespräche durch. Seit einigen Jahren ist 
sie Dozentin für die vom Bundesfamilienmi -
nisterium und dem ESF-geförderte Weiterbildung zur Elternbe gleite-
rin/zum Elternbegleiter. Ihr Schwerpunkt liegt stets darin, durc h eine 
klare und sichere Haltung Eltern ein vertrauensförderndes Gegenü ber 
zu sein.
Ihre Expertin 
Ute Müller, Kindheitspädagogin, Gestalt -
therapeutin, Kindergestalttherapeutin sowie 
Heilpraktikerin (Psychotherapie), arbeitete 
viele Jahre in unterschiedlichen pädagogi -
schen Einrichtungen, bevor sie 2006 ihre ei-
gene Praxis für Gestalttherapie eröffnete. Ne -
ben der therapeutischen Arbeit ist sie Mutter 
einer erwachsenen Tochter und als Dozentin 
in der Erzieheraus- und -fortbildung tätig.
Wie wir auf Eltern zugehen und welchen Eindruck Eltern von uns bekom-
men, beeinflusst wesentlich unsere Kommunikation mit ihnen. 
Im zweitägigen Semina r erfahren Sie, durch welche Faktoren unsere 
Rolle geprägt ist und wie wir unsere Haltung überprüfen können. Mittels 
Techniken und kleinen Alltagsmethoden üben Sie, eine sichere Haltung 
bei Elterngesprächen einzunehmen. Sie lernen, Ihre individuellen Stär-
ken und die der Eltern ressourcenorientiert zu nutzen.
Inhalte
• Ansprüche und Erwartungen gegenüber Eltern
• Das eigene Auftreten und Handeln bewusst machen
• Stolpersteine in der Kommunikation erkennen 
• Eigene Fähigkeiten stärken
• Primäraufgabe (Kinder) und Sekundäraufgabe (Eltern) 
 aufeinander abstimmen
• Eigene Rolle festigen
• Gespräche üben und reflektieren
Das Seminar richtet sich an
Pädagogische Fachkräfte, Ergänzungskräfte, Gruppen- und Ha uslei-
tungen, die professionell und einfühlsam Eltern auf Augenhöhe be -
gegnen und eine lösungsorientierte Elternbeziehung fü hren möchten.
Entwicklungsverzögerungen, Verhaltensauffälligkeiten oder andere als 
schwierig empfundene Themen erfordern von Ihnen als pädag ogische 
Fachkraft ein besonders einfühlsames und behutsames V orgehen. Sie 
sind dafür verantwortlich, jedes Kind individuell in seiner Entwicklung 
zu fördern. Wenn Sie Beobachtungen machen, die Sie beunruhigen, 
suchen Sie das Gespräch mit den Eltern. Wie Sie sich auf ein solches 
Gespräch gut vorbereiten und was Sie im Gespräch beachten müss en, 
lernen Sie im Seminar. 
Bitte bringen Sie konkrete Fälle aus Ihrer Praxis mit, die Sie bespre-
chen wollen.
Inhalte
• Eltern auf Beobachtungen ansprechen, ohne sie zu verletzen
• Das Gespräch bestmöglich vorbereiten
• Mit Gefühlen der Eltern umgehen
• Eltern in der Situation unterstützen
• Auf Abwehr und Kritik richtig reagieren
• Fälle aus der Praxis besprechen 
Das Seminar richtet sich an
Pädagogische Fachkräfte, Ergänzungskräfte, Gruppen- und Ha uslei-
tungen, die mehr Sicherheit im Gespräch mit Eltern über schwieri ge 
Themen erlangen möchten. 
 Termin: Dienstag, 17. März 2020 und Mittwoch, 29. April 2020
  jeweils von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 Ort: Köln, KiTa Wichtelstadt
 Preis:  209,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
 Termin: Mittwoch, 8. April 2020
  von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 Ort: Köln, KiTa Löwenherz
 Preis:  119,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
Information Information

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Zusammenarbeit mit belasteten Eltern
Wie Sie Eltern mit unterschiedlichen Belastungen und Bedürfnissen ins Boot holen
Ihre Expertin 
Angela Stauten-Eberhardt ist Grundschul -
lehrerin, STEP-Elterntrainerin und Medien -
referentin. Sie arbeitete viele Jahre in der 
Grundschule, bevor Sie sich vor über 15 Jah-
ren mit STEP-Elternkursen, Vorträgen zu Er-
ziehungsthemen und Weiterbildungen für 
Erzieherinnen, pädagogische Fachkräfte und 
Lehrerinnen selbstständig machte. Des Wei -
teren ist sie systemische Beraterin in sozialen 
Kontexten (FH Münster) und bietet Beratungen und Supervisionen f ür 
Einzelpersonen, Ehepartner, Familien oder KiTa-Teams an. 
Teilnehmerstimme
„Angela Stauten-Eberhardt ist sympathisch, vorbereitet, organisiert 
und stets praxisbezogen.“
Iris Gauchel, Gruppenleitung, Stepke-KiTa Kleine Entchen, Köln
Vielleicht haben Sie sich auch schon einmal gefragt, warum nur wenige 
Eltern bei einem Elternabend erscheinen, zu einer Feier kom men oder 
bei Projekten mitarbeiten. Kennen Sie die Hintergründe? 
Im Seminar machen Sie sich mit Milieus, Belastungen, Bedürfnissen und 
Wünschen der Eltern vertraut. Sie lernen eine adressatengerechte Form 
von Elternpartnerschaft. Zudem bekommen Sie wertvolle Ans ätze zur 
Stärkung der familiären Ressourcen für eine wertschätzende Zusam -
menarbeit zum Wohle des Kindes. 
Inhalte
• Bereiche von Belastungen/Mehrfachbelastungen und 
 Auswirkungen auf die Familie
• Mit welchen Angeboten erreiche ich belastete Familien?
• Sozialraum- und lebensweltorientierte Vernetzung 
 und Kooperation/Anlaufstellen
• Kollegiale Fallberatung: Bitte bringen Sie eigene Fälle mit!
Das Seminar richtet sich an
Haus- und Gruppenleitungen, pädagogische Fachkräfte und Ergän-
zungskräfte, die mehr über die Hintergründe unterschied licher Belas-
tungen erfahren und eine wertschätzende Zusammenarbeit mit be -
lasteten Eltern gestalten wollen. 
 Termin: Dienstag, 9. Juni 2020
  von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr 
 Ort: Wuppertal, KiTa Samoastraße 
 Preis:  119,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
Systemische Gesprächsführung in der Elternkommunikation
Familien verstehen und lösungsorientierte Kommunikation umsetzen
Ihre Expertin 
Angela Stauten-Eberhardt ist Grundschulleh-
rerin, STEP-Elterntrainerin und Medienrefe -
rentin. Sie arbeitete viele Jahre in der Grund -
schule, bevor Sie sich vor über 15 Jahren mit 
STEP-Elternkursen, Vorträgen zu Erziehungs -
themen und Weiterbildungen für Erzieherin -
nen, pädagogische Fachkräfte und Lehrerinnen selbstständig machte. 
Des Weiteren ist sie systemische Beraterin in sozialen Kontexten (F H 
Münster) und bietet Beratungen und Supervisionen für Einzelper so-
nen, Ehepartner, Familien oder KiTa-Teams an. 
Teilnehmerstimme
„Ich habe viele praktische Umsetzungsvorschläge für zukünftige Eltern-
gespräche bekommen und allgemein für das systemische Denken und 
die systemische Arbeit.“
Mirjam Steube, Gruppenleitung, Stepke-KiTa Wichtelstadt, Köln
Immer häufiger wenden sich Eltern an pädagogische Fachkräfte,  wenn 
sie Beratung zu ihren Kindern wünschen. Andersherum ist es manch -
mal schwierig, Eltern überhaupt zu erreichen, um sie für die Anliege n 
ihres Kindes zu sensibilisieren. Mit der systemischen Gesprächsführung 
betrachten Sie weniger das isolierte Anliegen, sondern neh men die 
gesamte Familie mit ihren Möglichkeiten in den Blick. Die systemisch e 
Beratungsarbeit hilft Ihnen, Ihre Perspektive zu erweitern und eine ge-
meinsame Lösung zu finden.
Kenntnisse über Grundlagen der Elternkommunikation s ind erforder-
lich. Wir empfehlen die Teilnahme am Seminar „Meine Rolle und Hal -
tung im Elterngespräch“ am 17. März und 29. April 2020.
Inhalte
• Einführung in systemisches Denken
• Reflexion der eigenen Haltung bei Elterngesprächen
• Die Anliegen von Eltern einfühlend verstehen
• Schwierige Themen ansprechen
• Systemische Methoden für pädagogische Beratungs- und Kon-
 fliktgespräche, u. a. Hypothesenbildung, Reframing, systemisch e 
 Fragestellungen, Lösungs- und Ressourcenorientierung
• Formen und Ablauf von Elterngesprächen
Das Seminar richtet sich an
Haus- und Gruppenleitungen, pädagogische Fachkräfte, Erg änzungs-
kräfte, Fachberatungen sowie Verwaltungskräfte, die regelmäßig Eltern-
kontakt haben und gemeinsam mit Eltern passende Lösungen fin den 
wollen. Grundlagenwissen zu Elternkommunikation wird vorausgesetzt.
 Termin: Donnerstag und Freitag, 14. und 15. Mai 2020
  jeweils von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr 
 Ort: Wuppertal, KiTa Samoastraße
 Preis:  209,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
Information Information
Aufbau-
seminar!

Ihr Experte 
Frank Dresen ist Polizeibeamter im Polizei -
präsidium Köln. Nach verschiedenen Verwen -
dungen im Polizeidienst versieht er seit 2013 
seinen Dienst als Trainer bei der Fortbildungs-
stelle in Köln und trainiert seine Kollegen in 
den Bereichen Taktik, Kommunikation und Ein-
griffstechnik. Der Vater von fünf Kindern leitet 
nebenberuflich u. a. Konflikt- und Selbstbe -
hauptungstrainings für Kinder und Jugendliche.
Teilnehmerstimme
„Der Trainer hat uns als Gruppe wahrgenommen und unsere Wünsche 
sowie Berichte ernst genommen und besprochen.“
Eine Teilnehmerin des Deeskalationstrainings 2018 in Köln
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Selbst-Bewusst-Authentisch!
Persönlichkeit stärken, Haltung gegenüber Kindern und Eltern professionalisieren So schützen Sie sich vor gewalttätigen Übergriffen
Ihre Expertin 
Doris Amoon  ist systemische Beraterin, Do -
zentin und Trägerin der HAPPY NEW KIDS. 
Ihr Herz schlägt für die neue Art der Bildung. 
Neben ihrer Begeisterung für Persönlich -
keitsentwicklung und Einzigartigkeit ist es ein 
Quell an umfassenden Qualifikationen und 
Erfahrungen aus einem Vierteljahrhundert 
Bildung und Personalführung, aus dem sie 
schöpft. Es gelingt ihr auf einzigartige Weise, 
einen Raum von Wertschätzung, Freiheit und klarer Orientier ung zu 
schaffen, in dem sich Pädagogen und Pädagoginnen entdecken, en t-
falten und zu gefragten Fachkräften entwickeln können.
Ihr Selbstbewusstsein und Ihre Identität als pädagogische Fachkraft  
entscheiden darüber, wie Sie verschiedene Wirkungsbereiche Ihres 
Arbeitsplatzes erleben und darin agieren. 
In diesem zweitägigen Workshop  erfahren Sie, wie Sie Ihr eigenes Po-
tenzial entdecken. Sie ergründen, wie Sie noch fokussierter und stand-
fester in der Interaktion mit Kollegen, Kindern und Eltern ih re Frau 
oder ihren Mann stehen und nach Ihrer inneren Überzeugung handeln 
– professionell, klar  und auf einem Boden von Wertschätzung. 
Inhalte
• Die respektierte Persönlichkeit: eigen-sinnig und Teamplayer 
 zugleich
• Die neue Art der Autorität: ist klar, attraktiv und bringt jedes Kind
 individuell zu seiner persönlichen Entfaltung
• Austausch mit Eltern: partnerschaftlich und klar beratend in der 
 pädagogischen Rolle  
Der Praxisworkshop richtet sich an
Pädagogische Fachkräfte und Ergänzungskräfte, die in ihrem pe rsönli-
chen Standing und ihrer professionellen Rollenklarheit gegenüb er den 
Kollegen, Kindern und Eltern wachsen möchten.
 Termin: Mittwoch und Donnerstag, 16. und 17. Oktober 2019
  jeweils von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 Ort: Köln, KiTa Löwenherz
 Preis:  209,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
 Termin: Samstag, 26. Oktober 2019
  von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 Ort: Köln, KiTa Walnussweg
 Preis:  119,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
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In der sozialen Arbeit kann es manchmal zu Situationen kommen , in 
denen Sie sich selbst schützen oder sogar verteidigen müssen. Im Trai-
ning lernen Sie, wie Sie in Konfliktsituationen zunächst Ruhe b ewah-
ren, selbstsicher und – trotz innerer Anspannung – gelassen au ftreten 
und so deeskalierend wirken. Sie erfahren, ab welchem Zeitpunkt Sie 
von der Deeskalation zur körperlichen Selbstverteidi gung übergehen. 
Anhand realitätsnaher Ereignisse trainieren Sie Selbstverteidig ungs-
techniken, die Ihnen im Notfall helfen können – auch wenn der Gegner 
stärker ist als Sie.
Bitte bringen Sie Situationen mit, die Sie im Training üben wollen.
Inhalte
• Deeskalation durch frühzeitiges Erkennen von Konfliktsituationen 
• Gewaltprävention durch Einsatz von Körperhaltung und 
 Kommunikation
• Bei Übergriffen angemessen reagieren
• Partnerübungen zur Selbstverteidigung
Das Training richtet sich an
Pädagogische Fachkräfte, Ergänzungskräfte, Gruppen- und Ha uslei-
tungen, Fachberatungen sowie Verwaltungskräfte, die in Konfl iktsitu-
ationen mehr Selbstsicherheit erlangen wollen und sich notfa lls selbst 
verteidigen müssen.  
Selbstverteidigung für Erzieherinnen und Erzieher
Information Information

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Stressbewältigung und Burnout-Prophylaxe Gesundes Arbeiten in de r KiTa 
Wie Sie Ihren Stress abbauen und gelassener mit Achtsamkeit den KiTa-Alltag bewältigen So bewahren Sie Ihre Gesundheit und Leitungsfähigkeit 
Ihre Expertin 
Daniela Sauermann, Dipl.-Pädagogin, zerti -
fizierter systemischer Coach, arbeitet seit 15 
Jahren in KiTas und anderen Einrichtungen 
mit Leitungen und Teams zusammen. Die Be -
schäftigung mit der Kommunikation ist ein 
wichtiger Baustein, um mit den Eltern zum 
Wohle der Kinder in Kontakt zu sein. Aus der 
täglichen Praxis mit Kindertagesstätten ist ihr 
Buch „Schwierige Elterngespräche in der Kita 
– und wie sie gelingen“ entstanden. Darüber hinaus ist sie Seminar-
leiterin für Stressbewältigung und als Burnout-Beraterin im Sinne der 
Prophylaxe tätig, damit sich die Teilnehmenden bestmöglich mi t ihren 
Stress-Situationen auseinandersetzen können und gesund bleiben.
Der KiTa-Alltag stellt hohe Anforderungen an das pädagogische Fach -
personal. Kein Wunder, dass schnell das Gefühl von Stress au fkommt. 
In diesem Workshop identifizieren Sie die persönliche n Stressfaktoren 
und entwickeln Strategien, um die alltäglichen Belastungen erfolgreich 
zu bewältigen und abzubauen. Im Fokus steht dabei die Ach tsamkeit, 
die Ihnen hilft, mehr im Hier und Jetzt zu leben und dem Moment mehr 
Aufmerksamkeit zu schenken, um besser abschalten zu können und das 
Gedankenkarussell zu stoppen.
Inhalte
• Was ist Stress, welche Stressfaktoren gibt es und wie gehe ich 
 damit um?
• Erarbeiten von Strategien, um Stress zu bewältigen
• Burnout und seine Phasen
• Achtsamkeit – was ist das? Wie kann ich Achtsamkeit in den 
 KiTa-Alltag integrieren?
• Kennenlernen von Entspannungsverfahren
Das Seminar richtet sich an
Pädagogische Fachkräfte, Ergänzungskräfte, Gruppen- und Ha uslei-
tungen, die sich ihre Stressfaktoren bewusst machen und bewä ltigen 
wollen, um gesund zu bleiben.
In den zwei halbtägigen Workshops besprechen Sie gesundheitsförder-
liche Maßnahmen für Ihre pädagogische Arbeit.
Am Vormittag beschäftigen Sie sich mit rückengerechtem Arbeiten und 
betrachten typische Bewegungen wie Heben, Tragen, Spielen,  Zähne -
putzen, Wickeln oder Schlafen. Zudem überlegen Sie, wie Sie die Belas-
tung durch Lärm reduzieren können.
Am Nachmittag liegt der Fokus auf der Prävention von stressverursa -
chenden Gefährdungsabläufen. Sie erfahren, wie Sie In fektionen vor-
beugen und welche Rolle Hygiene dabei spielt.
 
Sie können beide Workshops getrennt oder zusammen als Tagesveran-
staltung buchen. 
Workshop am Vormittag
• Rückengerechtes Arbeiten in der KiTa
• Lärm als Belastungsfaktor reduzieren
Workshop am Nachmittag 
• Infektionsgefährdung in der Kinderbetreuung
• Welche Impfungen sind sinnvoll?
• Hygiene in der KiTa
Die Workshops richten sich an 
Pädagogische Fachkräfte, Ergänzungskräfte, Gruppen- und Ha uslei-
tungen, die rücken- und lärmentlastend arbeiten sowie Infe ktionser-
krankungen vermeiden wollen, um gesund zu bleiben.
 Termin: Freitag, 8. November 2019
  von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 Ort: Berlin, KiTa Am Mauerpark
 Preis:  119,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
 Termine/ Dienstag, 3. Dezember 2019, in Wuppertal, KiTa Samoastraße 
 Orte: Mittwoch, 4. Dezember 2019, in Berlin, KiTa Pankebären
  Donnerstag, 5. Dezember 2019, in Köln, KiTa Niehler Pänz
  Donnerstag, 16. April 2020, in Köln, KiTa Walnussweg
  Freitag, 17. April 2020, in Wuppertal, KiTa Zaunkönige
  Freitag, 17. April 2020, in Berlin, KiTa Am Mauerpark
  jeweils von 9:00 Uhr bis 12:15 Uhr 
  (Workshop am Vormittag) und
  von 13:00 Uhr bis 16:15 Uhr 
  (Workshop am Nachmittag)
 Preis:  0,- €  für Angestellte von Stepke
Information Information
Ihre Expertinnen
Heidrun Schudak, Dipl.-Ing., Umweltingenieu-
rin und Fachkraft für Arbeitssicherheit, be -
treut als Kooperationspartnerin der Berufs -
genossenschaft für Gesundheitsdienst und 
Wohlfahrtspflege zahlreiche Kindertagesein -
richtungen im Bereich Arbeits- und Gesund -
heitsschutz. Durch die Spezialisierung auf die -
se Branche unterstützt sie die Einrichtungen 
auch in Fragen der Hygiene und des Brand-
schutzes. Sie leitet die Workshops in Berlin.
Bille Jacobs richtet als staatlich geprüfte Gym-
nastiklehrerin mit Schwerpunkt Prävention 
und Rehabilitation ergonomische Arbeitsplät -
ze in Firmen und Kindergärten ein. Sie arbeitet 
mit Kindern und Jugendlichen im Sport und 
Bewegungsbereich zusammen, leitet Rücken -
schulkurse für jede Altersklasse und bietet be-
wegte Pausen in Firmen an, um den Körper von 
Spannungen und Stress zu befreien. Sie leitet 
die Workshops in Köln und Wuppertal.

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Männer in der KiTa
Die Rolle als männliche Fachkraft im Team und gegenüber Eltern
Ihr Experte 
Dietmar Fleischer ist Sozialarbeiter und 
hauptamtlich pädagogischer Mitarbeiter im 
Zentrum für Männerarbeit der Evangelischen 
Kirche im Rheinland. Er ist staatlich anerkann-
ter Erzieher und hat zwei Jahrzehnte lang 
unterschiedliche Familienzentren und das 
Projekt WohnQuartier4 in Essen-Altenessen 
mitgeleitet. Seine aktuellen Schwerpunkt -
themen sind Gender in der pädagogischen 
Arbeit, Väter- und Elternarbeit und Männerarbeitskreise. Dietmar 
Fleischer organisiert eine jährliche Fachtagung für männl iche Erzieher.
Dieser „Männerworkshop“ bietet Ihnen die Gelegenheit, sich mit de r 
Rolle und den täglichen Herausforderungen einer männlichen Fachkraft 
im frauendominierenden KiTa-Betrieb auseinanderzusetzen. Im Work-
shop richten Sie den Blick auf die positiven Effekte von Män nern in Ki-
Tas. Gemeinsam überlegen Sie sich konkrete „Werkzeuge“ für mehr An-
erkennung und Akzeptanz sowohl im eigenen Team als auch gegenüber 
Eltern. Mittels Kommunikationstraining und konkreter Fallberatung ver-
tiefen Sie die Erkenntnisse aus diesem Tagesworkshop.
Inhalte
• Die eigene Rolle und Haltung reflektieren
• Wie Team und Eltern von männlichen Fachkräften profitieren 
• Die richtigen Worte finden 
• Eltern ins Boot holen oder Eltern begegnen 
• Eigene Erfahrungen und konkrete Fälle in der kollegialen Fallberatung
Der Workshop richtet sich an
Pädagogische Fachkräfte und Ergänzungskräfte, die in ihrem pe rsönli-
chen Standing und ihrer professionellen Rollenklarheit gegenüb er den 
Kollegen, Kindern und Eltern wachsen möchten.
 Termin: Mittwoch, 22. April 2020
  von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 Ort: Köln, KiTa Wichtelstadt
 Preis:  119,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
Umgang mit Stress und Belastungen im KiTa-Alltag
Ihre Expertin 
Bettina Langner  ist seit 2009 als psychologi-
sche Beraterin für Stressbewältigung, Mob -
bing, Burnout und Entspannung im eigenen 
Unternehmen „Das Stress Studio“ in Witten 
tätig. Zudem ist sie ausgebildete Sexualpäda -
gogin. Bettina Langner blickt auf über 16 Jahre 
Erfahrung als Erzieherin „aus Überzeugung“ 
zurück. Als psychologische Beraterin und Au-
torin unterstützt sie nun Menschen in ihren 
persönlichen Stress- und Krisenzeiten und gibt ihr umfangreic hes Pra-
xiswissen in Vorträgen, Workshops und Coachings weiter.
Teilnehmerstimme
„Aufbau und Struktur des Seminars waren spitze – eine gute Mischung 
aus Theorie und sehr viel Praxis. Bettina Langner war sehr gut vorberei-
tet und gab uns viel Zusatzmaterial mit.“
Jutta Thomas, Hausleitung, Stepke-KiTa Zaunkönige, Wuppertal
Im zweitägigen Workshop lernen Sie effektives Zeitmanagement. Iden-
tifizieren Sie Ihre persönlichen Stressfaktoren und entwicke ln Sie Stra-
tegien, um die alltäglichen Belastungen erfolgreich zu bewäl tigen und 
abzubauen. Sie lernen einen bewussten Umgang mit der eigenen Zeit. 
Tipps zur Umsetzung helfen Ihnen, sich Freiräume zu schaffen und Ihre 
persönliche Arbeits- und Lebenszufriedenheit zu steigern.
Inhalte
• Effektive und klare Planung eines strukturierten Tagesablaufs 
• Wichtiges und Dringendes voneinander unterscheiden,
 mögliche Planungsfehler vermeiden und Zeitfresser reduzieren
• Gelassen mit äußeren Einflüssen und „Aufschieberitis“ umgehen 
• Wie Monotasking, Loslassen und Abgrenzen gelingen kann
• Sagen Sie auch mal „Nein“ – ohne schlechtes Gewissen!
• Wie Sie auch die kürzeste Pause genießen können 
• Erstellen einer individuellen Zielsetzung für die Zeit nach dem 
 Workshop
Der Workshop richtet sich an
Pädagogische Fachkräfte, Ergänzungskräfte, Hausmeister, Kü chen- 
und Verwaltungskräfte, die ihre Zeit bewusst und sinnvoll nu tzen wol-
len, um leistungsfähig und zufrieden zu bleiben. 
 Termin: Dienstag, 21. April 2020 und Dienstag, 5. Mai 2020
  jeweils von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 Ort: Wuppertal, KiTa Samoastraße  
 Preis:  209,- € inkl. Verpflegung und Teilnahmezertifikat
   0,- €  für Angestellte von Stepke
Zeitmanagement
Information Information

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Sicher und schnell im Notfall reagieren
Ihre Ausbilder
Pulsschlag ist von der Qualitätssicherungsstelle Erste Hilfe ermäch -
tigt, betriebliche Ersthelfer aus- und fortzubilden. Die Tr ainer sind er-
fahrene Rettungsassistenten mit Zusatzqualifikation in Erst er Hilfe am 
Kind und vermitteln ihr Wissen aus der Praxis für die Praxis. Pulsschlag 
führt unsere Schulungen in Köln und Wuppertal durch.
Arbeiter-Samariter-Bund  (ASB) Regionalverband Berlin-Nordwest e. 
V. hilft Menschen ein größtmögliches Maß ihrer Selbstständig keit zu 
entfalten und zu wahren. Neben Rettungsdienst, Altenhilfe, Ki nder- 
und Jugendhilfe oder Auslandshilfe leistet der ASB Ersten Hilfe und 
bietet Aus- und Weiterbildung für Erwachsene an. Der ASB Regional-
verband Berlin-Nordwest führt die Schulung in Berlin durch.
Hinweis
Die Landesunfallkassen vergeben Ausbildungsgutscheine f ür die in 
den Einrichtungen geforderte Anzahl von Ersthelfern. Bitt e fordern Sie 
die Gutscheine über Ihre Einrichtung im Vorfeld der Schulungen se lbst 
an und bringen Sie diese zur Schulung mit. Nachträglich eingereic hte 
Gutscheine werden von den Ausbildern nicht berücksichtigt. 
Wenn Kinder die Welt neugierig erforschen, sind kleine Unfälle kaum zu 
vermeiden. Doch nicht immer bleibt es beim Kratzer oder blauen Fleck. 
In der Schulung lernen Sie unter fachkundiger Anleitung, wie Sie schnell 
und „kinderleicht“ Erste Hilfe am Kind leisten. Zudem erfahren Sie, wie 
Sie mögliche Gefahren frühzeitig erkennen und Unfällen vorbeugen.
Inhalte
• Stabile Seitenlage bei Kindern und Säuglingen
• Herz-Lungen-Wiederbelebung bei Kindern und Säuglingen
• Akute Kinderkrankheiten wie Pseudokrupp, Asthma und Allergien
• Kopf-, Haut- und Knochenverletzungen 
• Verbrennungen und Vergiftungen 
• Wundversorgungen und Verbände 
• Unfallprävention
Die Erste Hilfe-Schulung richtet sich an
Pädagogische Fachkräfte, Ergänzungskräfte, Gruppenleitungen , Haus-
leitungen sowie Küchenkräfte in KiTas, die im Notfall sofort u nd fach-
kundig Erste Hilfe leisten wollen. 
Erste Hilfe in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder
 Termine/  Samstag, 14. September 2019 
 Orte: Köln, KiTa Niehler Pänz
    Samstag, 7. März 2020 
  Wuppertal, KiTa Zaunkönige   
   Samstag, 28. März 2020 
  Köln, KiTa Walnussweg
    Samstag, 20. Juni 2020  
  Berlin, KiTa Pankebären
  jeweils von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr
 Preis:  0,- €  für Angestellte von Stepke
Information
Rettungsfähigkeit
Für mehr Sicherheit im Schwimmbad
Die Schulung zur Rettungsfähigkeit besteht aus einem theoreti schen 
und einem praktischen Teil. Zunächst lernen Sie, welche leb ensretten-
den Sofortmaßnahmen Sie im Notfall im Schwimmbad einleiten. Für 
die Praxis gehen Sie ins Wasser. Dort üben Sie u. a., sich aus einer Um-
klammerung durch eine in Gefahr geratene Person zu lösen oder besser, 
wie Sie diese vermeiden. Sie lernen, einen Menschen mittels Kopf- oder 
Achselschleppgriff etwa 15 m weit zu schleppen und an Land zu bringen. 
Zudem trainieren Sie die Handhabung von Hilfsmitteln.
Sie haben darüber hinaus die Möglichkeit, das deutsche Schwimmabzei-
chen in Bronze abzulegen. 
Inhalte
• Theorie (Auszug)
 -  Verhalten bei Rettungen 
 -  Rettung durch Schwimmen 
 -  Abwehr von Umklammerung
 -  Maßnahmen bei Bewusstlosigkeit und Reanimation
• Praxis
 - 10 m weit tauchen sowie einen 5 kg schweren Gegenstand 
  heraufholen 
 - Umklammerung vermeiden oder sich daraus lösen 
 - Mittels Kopf- oder Achselschleppgriff einen Menschen 
  15 m weit schleppen 
 - Hilfsmittel handhaben
Die Rettungsfähigkeitsschulung richtet sich an
Pädagogische Fachkräfte, Ergänzungskräfte, Gruppen- und Ha uslei-
tungen, die Kinder im Schwimmbad sicher begleiten und im Notf all 
unverzüglich lebensrettende Maßnahmen einleiten können möchten .
 Termine: werden gesondert angekündigt
 Orte: Berlin, Köln und Wuppertal 
 Preis:  0,- € für Angestellte von Stepke
Information

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Berliner Schwimm-Verband e. V.
Holiday Inn Berlin City-East
Landsberger Allee 201
13055 Berlin
www.berliner-schwimm-verband.de
Stepke-KiTa  Am Mauerpark 
Lichtburgring 11
13355 Berlin-Mitte
www.stepke-kitas.de
Stepke-KiTa Pankebären
Niederstraße 1c-k
13158 Berlin-Wilhelmsruh
www.stepke-kitas.de
Stepke-KiTa Weltentdecker
Rathausstraße 11-12
10367 Berlin-Lichtenberg
Evangelisches Tagungszentrum
Hasensprungmühle
Hasensprung 7
42799 Leichlingen
www.zentrum-hasensprungmuehle.de
Berlin Leichlingen
Agrippabad Köln
Kämmergasse 1
50676 Köln
www.koelnbaeder.de/bad/agrippabad/
Stepke-KiTa  Löwenherz
Wilhelm-Griesinger-Straße 6
51109 Köln-Ostheim
www.stepke-kitas.de
Stepke-KiTa  Niehler Pänz
Pastor-Wolff-Str. 2
50735 Köln-Niehl
www.stepke-kitas.de
Stepke-KiTa  Walnussweg
Walnussweg 1a
51109 Köln-Merheim
www.stepke-kitas.de
Stepke-KiTa  Wichtelstadt
Niehler Kirchweg 75
50733 Köln-Nippes
www.stepke-kitas.de
Schwimmoper Wuppertal
Südstraße 29
42103 Wuppertal
www.wuppertal.de/tourismus-freizeit/baeder/schwimmoper. php
Stepke-KiTa Samoastraße
Samoastraße 21
42277 Wuppertal
www.stepke-kitas.de
Stepke-KiTa  Zaunkönige
Gräfrather Straße 141
42329 Wuppertal-Vohwinkel
www.stepke-kitas.de
Stepke-KiTas Regionalbüro NRW
Wittener Straße 324
42279 Wuppertal
www.stepke-kitas.de
Waldpädagogisches Zentrum & Arboretum Burgholz e. V.
Friedensstraße 69
42349 Wuppertal-Cronenberg
www.wpz-burgholz.de
Köln Wuppertal
Veranstaltungsorte

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Anmeldung 
(1) Ihre Anmeldung können Sie ausschließlich in digitaler Form entweder über 
das Internetformular unter www.stepke-akademie.de oder per E-Mail an 
anmeldung@stepke-akademie.de vornehmen und ist verbindlich. 
(2) Für die ordnungsgemäße Abwicklung Ihrer Anmeldung werden benötigt:
• Ihr voller Name für die Rechnungsanschrift und das Teilnahmezertifikat
• Ihre Anschrift für die Rechnung
• Ihre E-Mail-Adresse für die Anmeldebestätigung 
• Ihre Telefonnummer, um kurzfristig mögliche Änderungen mitteilen zu 
 können
• die genaue Bezeichnung der Veranstaltung
• das Datum der Veranstaltung
(3) Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine Anmeldebestätigung per E-Mail.
(4) Jede Anmeldung wird nach der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. 
Anmeldung auf Warteliste
Bei ausgebuchten Veranstaltungen können Sie sich für einen Platz auf der War-
teliste anmelden. Diese Anmeldung ist ebenfalls verbindlich. Rücken Sie von der 
Warteliste in die Veranstaltung auf, erhalten Sie eine Nachricht per E-Mail an die 
bei der Anmeldung angegebene E-Mail-Adresse. 
Rechnung und Bezahlung
(1) Etwa vier Wochen vor dem Veranstaltungstermin erhalten Sie eine Rech-
nung. Innerhalb 14 Tage nach Zugang ist die Rechnung zur Zahlung fällig. 
(2) Ihre Teilnahme an der Veranstaltung ist nur nach Bezahlung der Rechnung 
möglich. Im Fall ausstehender Zahlungen behält sich die Stepke Akademie vor, 
die Teilnahme an der Veranstaltung zu verweigern. 
(3) Rechnungen werden erst nach Erreichen der Mindestteilnehmerzahl ver -
schickt.
Rücktritt, Stornierung und Vertretung
(1) Ihre Anmeldung können Sie bis vier Wochen vor dem Veranstaltungstermin 
kostenfrei stornieren. Danach bzw. nach Versand der Rechnung und bis 14 Tage 
vor Veranstaltungsbeginn werden 50 % des ausgewiesenen Preises als Storno-
gebühr berechnet. Bei späteren Stornierungen oder bei Nichterscheinen ist der 
gesamte Veranstaltungspreis als Stornierungsgebühr fällig.
(2) Ihre Stornierung muss schriftlich per Post an die Stepke Akademie, Wittener 
Straße 324, 42279 Wuppertal oder per E-Mail an 
anmeldung@stepke-akademie.de gerichtet und fristgerecht eingegangen sein.
(3) Bei bereits erfolgter Zahlung besteht kein Anspruch auf Erstattung. Dies gilt 
auch bei Krankheit.
(4) Selbstverständlich können Sie kostenlos eine Vertretung der angemeldeten 
Person jederzeit schriftlich benennen
Wenn Sie keine Informationen erhalten möchten, schreiben Sie eine kurze 
E-Mail an anmeldung@stepke-akademie.de. 
Wir weisen darauf hin, dass die Datenübertragung im Internet (z.B. bei der Kom-
munikation per E-Mail) Sicherheitslückenaufweisen kann. Ein lückenloser Schutz 
der Daten vor dem Zugriff durch Dritte ist nicht möglich.
Unseren Datenschutzbeauftragten erreichen Sie unter: 
datenschutz@academedia.de.
Besondere Bedingungen für Angestellte von Stepke
Pro Jahr steht jeder Mitarbeiterin bzw. jedem Mitarbeiter von Stepke mit 
einer wöchentlichen Arbeitszeit von mind. 20 Stunden ein bezahlter Aka-
demie-Tag zu. Weitere Tage können im Einzelfall von den Hausleitungen 
bzw. dem jeweiligen Vorgesetzten genehmigt werden. Die Tage können 
nicht über mehrere Jahre akkumuliert werden.
Anmeldung 
(1) Ihre Anmeldung können Sie ausschließlich schriftlich vornehmen und ist ver-
bindlich. 
(2) Für die ordnungsgemäße Abwicklung Ihrer Anmeldung werden benötigt:
• Ihr voller Name für das Teilnahmezertifikat
• Ihre KiTa, in der Sie arbeiten
• die genaue Bezeichnung der Veranstaltung
• das Datum der Veranstaltung
(3) Jede Anmeldung wird nach der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. 
Anmeldung auf Warteliste
Bei ausgebuchten Veranstaltungen können Sie sich für einen Platz auf der 
Warteliste anmelden. Diese Anmeldung ist ebenfalls verbindlich. Rücken Sie 
von der Warteliste in die Veranstaltung auf, erhalten Sie eine Nachricht per 
E-Mail. 
Absage oder Änderung von Veranstaltungen
(1) Sollte eine Veranstaltung wegen nicht Erreichens der Mindestteilnehmerzahl 
nicht stattfinden können, werden Sie bis spätestens vier Wochen vor dem Ver -
anstaltungstermin darüber informiert. 
(2) Bei sonstigen wichtigen, von der Stepke Akademie nicht zu vertretenden 
Gründen, z. B. wegen Erkrankung des Referenten oder höherer Gewalt, behält 
sich die Stepke Akademie vor, den Veranstaltungstermin auch kurzfristig abzusa-
gen oder einen neuen Termin festzulegen. Ein Anspruch auf einen Ersatztermin 
besteht jedoch nicht.
Absage oder Änderung von Veranstaltungen
(1) Sollte eine Veranstaltung wegen nicht Erreichens der Mindestteilnehmerzahl 
nicht stattfinden können, werden Sie bis spätestens vier Wochen vor dem Ver -
anstaltungstermin darüber informiert. 
(2) Bei sonstigen wichtigen, von der Stepke Akademie nicht zu vertretenden 
Gründen, z. B. wegen Erkrankung des Referenten oder höherer Gewalt, behält 
sich die Stepke Akademie vor, den Veranstaltungstermin auch kurzfristig abzu -
sagen oder einen neuen Termin festzulegen. Sollte Ihnen der neue Termin nicht 
zusagen, wird der bereits gezahlte Betrag erstattet. Ein Anspruch auf einen Er -
satztermin besteht jedoch nicht.
(3) Für vergebliche Aufwendungen oder sonstige Nachteile, die Ihnen durch die 
Absage entstehen, kommt die Stepke Akademie nicht auf. Ausgenommen sind 
Fälle von Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. 
(4) Es besteht kein Anspruch darauf, dass eine Veranstaltung durch eine be-
stimmte Person durchgeführt wird. 
Sonstiges
(1) Der ausgewiesene Veranstaltungspreis versteht sich pro Person und Veran-
staltungstermin und beinhaltet die gesetzliche Mehrwertsteuer, die Verpflegung 
während der Veranstaltungszeit sowie ein auf den angemeldeten Namen ausge-
stelltes Teilnahmezertifikat. Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise Ihres 
Namens bei der Anmeldung. 
(2) Das schriftliche Begleitmaterial, welches bei Veranstaltungen ausgeteilt wird, 
ist urheberrechtlich geschützt und darf auch auszugsweise nicht ohne schrift -
liche Einwilligung der Referenten vervielfältigt oder weitergegeben werden. 
(3) Während der Veranstaltung können Ton- und Bildaufnahmen vorgenommen 
werden, die für spätere Veröffentlichungen zu Zwecken der Veranstaltungsdoku-
mentation und Werbung im Internet und Social Media oder in Printmedien ver-
wendet werden. Der Verwendung von Aufnahmen, auf denen Sie zweifelsfrei er-
kennbar sind, können Sie direkt vor Ort während der Veranstaltung widersprechen. 
Datenschutzhinweis
Ihre Daten werden zur Bearbeitung Ihrer Anmeldung sowie zu Zwecken der 
Kundenbetreuung und Werbung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vor-
schriften zum Datenschutz bei uns gespeichert und verarbeitet, solange Sie Ihre 
Einwilligung nicht widerrufen. Im Falle Ihres Widerrufs löschen wir Ihre Daten. 
Die Rechtmäßigkeit der Verarbeitung Ihrer Daten bleibt bis zum Widerruf un-
berührt. Ihnen stehen grundsätzlich die Rechte auf Auskunft, Berichtigung, Lö -
schung, Einschränkung, Widerspruch sowie Datenübertragbarkeit zu.
Mit Ihrer Anmeldung erklären Sie sich einverstanden, per E-Mail Informationen 
über Veranstaltungen von Stepke zu erhalten. Eine Weitergabe an Dritte ist aus-
geschlossen.
(3) Für vergebliche Aufwendungen oder sonstige Nachteile, die Ihnen durch die 
Absage entstehen, kommt die Stepke Akademie nicht auf. Ausgenommen sind 
Fälle von Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. 
(4) Es besteht kein Anspruch darauf, dass eine Veranstaltung durch eine be-
stimmte Person durchgeführt wird. 
Sonstiges
(1) Das schriftliche Begleitmaterial, welches bei Veranstaltungen ausgeteilt wird, 
ist urheberrechtlich geschützt und darf auch auszugsweise nicht ohne schrift -
liche Einwilligung der Referenten vervielfältigt oder weitergegeben werden. 
(2) Während der Veranstaltung können Ton- und Bildaufnahmen vorgenommen 
werden, die für spätere Veröffentlichungen zu Zwecken der Veranstaltungsdoku-
mentation und Werbung im Internet und Social Media oder in Printmedien ver-
wendet werden. Der Verwendung von Aufnahmen, auf denen Sie zweifelsfrei er-
kennbar sind, können Sie direkt vor Ort während der Veranstaltung widersprechen. 
Stand: Juni 2019
Kontakt
Step Kids KiTas gGmbH
Am Friedrichshain 22
10407 Berlin
Stepke Akademie 
Regionalbüro NRW
Wittener Straße 324 
42279 Wuppertal
Mob.: +49 (0) 176 435 566 24
Fax: +49 (0) 202 281 943 19
Mail: m.richter@stepke-kitas.de
Web: www.stepke-akademie.de 
facebook.com/stepkeakademie
Bedingungen für die Anmeldung und Teilnahme an Veranstaltungen von Stepke

60 61
Stepke Akademie-Kalender 2019/2020
2019
August September Oktober November Dezember Januar
1 Do 1 So 1 Di 1 Fr Allerheiligen (NRW) 1 So 1 Mi Neujahr       
2 Fr 2 Mo 2 Mi 2 Sa 2 Mo 2 Do
3 Sa 3 Di 3 Do Tag der Dt. Einheit 3 So 3 Di Gesundes Arbeiten 3 Fr
4 So 4 Mi 4 Fr 4 Mo 4 Mi Gesundes Arbeiten 4 Sa
5 Mo 5 Do 5 Sa 5 Di Sexualerziehung 5 Do Gesundes Arbeiten 5 So
6 Di 6 Fr 6 So 6 Mi 6 Fr 6 Mo
7 Mi 7 Sa 7 Mo 7 Do 7 Sa 7 Di
8 Do 8 So 8 Di Arbeitsschutz 8 Fr Stressbewältigung 8 So 8 Mi
9 Fr 9 Mo 9 Mi DigitaleFrühbildung 9 Sa KiTa-Verpflegung 9 Mo 9 Do
10 Sa 10 Di Arbeitsrecht 10 Do 10 So 10 Di Gruppenleitung (2) 10 Fr
11 So 11 Mi 11 Fr 11 Mo 11 Mi Partizipationund Projekte 11 Sa
12 Mo 12 Do 12 Sa 12 Di Gruppenleitung (1) 12 Do Englisch 12 So
13 Di 13 Fr 13 So 13 Mi 13 Fr 13 Mo
14 Mi 14 Sa Erste Hilfe 14 Mo 14 Do KiTa-Plus 14 Sa 14 Di
15 Do 15 So 15 Di 15 Fr 15 So 15 Mi
16 Fr 16 Mo 16 Mi
Selbst-Bewusst-Authentisch!
16 Sa 16 Mo 16 Do VerhaltensoriginelleKinder (1)
17 Sa 17 Di 17 Do 17 So 17 Di 17 Fr
18 So 18 Mi 18 Fr 18 Mo 18 Mi 18 Sa KiTa-Verpflegung
19 Mo 19 Do 19 Sa Wassergewöhnung 19 Di 19 Do 19 So
20 Di 20 Fr 20 So 20 Mi 20 Fr 20 Mo
21 Mi 21 Sa 21 Mo 21 Do 21 Sa 21 Di
22 Do 22 So 22 Di 22 Fr 22 So 22 Mi
23 Fr 23 Mo 23 Mi Wassergewöhnung 23 Sa 23 Mo 23 Do Sprachbildung (U3)
24 Sa 24 Di 24 Do 24 So 24 Di Heiligabend   24 Fr Herausvordernde
Elterngespräche
25 So 25 Mi 25 Fr  Führungsnachwuchs-
training Modul 4 25 Mo 25 Mi 1. Weihnachtstag 25 Sa
26 Mo 26 Do Kindesschutz 26 Sa Selbstverteidigung 26 Di KiTa-Grundlagen 26 Do 2. Weihnachtstag 26 So
27 Di 27 Fr 27 So 27 Mi Sexualität
im Elterngespräch 27 Fr 27 Mo
28 Mi 28 Sa Smartboard 28 Mo 28 Do 28 Sa 28 Di
Praxisanleitung 
29 Do 29 So 29 Di 29 Fr 29 So 29 Mi
30 Fr  Führungsnachwuchs-training Modul 3
30 Mo 30 Mi  30 Sa 30 Mo 30 Do Gitarre (Anfänger)
31 Sa 31 Do Reformationstag
(B, BB) 31 Di Silvester 31 Fr  
2020
Februar März April Mai Juni Juli
1 Sa 1 So 1 Mi Wald & Wiese 1 Fr Tag der Arbeit 1 Mo Pfingstmontag 1 Mi
2 So 2 Mo 2 Do 2 Sa 2 Di 2 Do
3 Mo 3 Di Selbstwertgefühl 3 Fr 3 So 3 Mi 3 Fr
4 Di 4 Mi Eingewöhnung 4 Sa 4 Mo 4 Do 4 Sa
5 Mi 5 Do 5 So 5 Di Zeitmanagement (2) 5 Fr 5 So
6 Do Büro-Anwendungen 6 Fr 6 Mo 6 Mi 6 Sa 6 Mo
7 Fr Spielenund Lernen (U3) 7 Sa Erste Hilfe 7 Di 7 Do Mehrsprachigkeit 7 So 7 Di
8 Sa 8 So 8 Mi Sensible Themen 8 Fr 8 Mo 8 Mi
9 So 9 Mo 9 Do 9 Sa 9 Di Belastete Eltern 9 Do
10 Mo 10 Di 10 Fr Karfreitag 10 So 10 Mi 10 Fr Führungsnach -
wuchstraining 
Modul 211 Di 11 Mi
Das letzte KiTa-Jahr
11 Sa 11 Mo 11 Do Fronleichnam
(NRW) 11 Sa
12 Mi 12 Do 12 So Ostern  12 Di 12 Fr Digitale Frühbildung 12 So
13 Do VerhaltensoriginelleKinder (2) 13 Fr 13 Mo Ostermontag 13 Mi 13 Sa 13 Mo
14 Fr 14 Sa 14 Di 14 Do Systemische  
Gesprächsführung
14 So 14 Di
15 Sa 15 So 15 Mi 15 Fr 15 Mo 15 Mi
16 So 16 Mo 16 Do Gesundes Arbeiten 16 Sa KiTa-Verpflegung 16 Di 16 Do
17 Mo 17 Di Haltung im 
Elterngespräch (1) 17 Fr Gesundes Arbeiten 17 So 17 Mi Unter drei,ich bin dabei 17 Fr
18 Di 18 Mi 18 Sa 18 Mo 18 Do 18 Sa
19 Mi Tagesablauf,der Spaß macht 19 Do 19 So 19 Di 19 Fr 19 So
20 Do 20 Fr Sprachbildung (U3) 20 Mo 20 Mi 20 Sa Erste Hilfe 20 Mo
21 Fr 21 Sa 21 Di Zeitmanagement (1) 21 Do Christi Himmelfahrt  21 So 21 Di
22 Sa 22 So 22 Mi Männer in der KiTa 22 Fr 22 Mo 22 Mi
23 So 23 Mo 23 Do 23 Sa 23 Di 23 Do
24 Mo Rosenmontag
(NRW) 24 Di 24 Fr Mehrsprachigkeit 24 So 24 Mi 24 Fr
25 Di 25 Mi Traumaprävention 25 Sa 25 Mo 25 Do 25 Sa
26 Mi 26 Do 26 So 26 Di 26 Mi Kinderin Bewegung (U3) 26 So
27 Do 27 Fr HerausvorderndeKinder (2) 27 Mo 27 Mi 27 Sa 27 Mo
28 Fr HerausvorderndeKinder (1) 28 Sa Erste Hilfe 28 Di 28 Do Führungsnach -
wuchstraining 
Modul 1
28 So 28 Di
29 Sa Mensch
ärgere dich nicht! 29 So 29 Mi Haltung im 
Elterngespräch (2) 29 Fr 29 Mo 29 Mi
30 Mo 30 Do Gitarre (Aufbau) 30 Sa 30 Di 30 Do
31 Di 31 So Pfingsten    31 Fr
Leitung & KiTa-Management Frühpädagogik & KiTa-Alltag Elterngespräch Persönlichkeit & Sicherheit

Ministerium für Familie, Kinder,
Jugend, Kultur und Sport
des Landes Nordrhein-Westfalen
Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport
des Landes Nordrhein-Westfalen, 40190 Düsseldorf
Step Kids Kitas gGmbH
vertreten durch Herrn
Rechtsanwalt Björn Wengenmeier
Am Friedrichshain 22
10407 Berlin
15 . Dezember 2016
Seite 1 von 2
Aktenzeichen
313-3.6102.5/B
bei Antwort bitte angeben
Gabriele Aabaslama
Telefon 0211 837-2555
Telefax 0211 837-662555
gabriele.aabaslama@mfkjks.nrw.de
Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe gemäß 75 SGB VIII
Ihr Antrag vom 08.02.2016 auf unbefristete Anerkennung
Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Wengenmeier,
nach Prüfung Ihrer Unterlagen wird gemäß § 75 Achtes Buch Sozialge¬
setzbuch - Kinder und Jugendhilfe - in der Fassung der Bekanntma¬
chung vom 14. Dezember 2006 (BGBl. I S. 3134), zuletzt geändert
durch Artikel 1 des Gesetzes vom 28. Oktober 2015 (BGBl. I S. 1802),
in Verbindung mit § 25 Abs. 1 des Ersten Gesetzes zur Ausführung des
Kinder- und Jugendhilfegesetzes - AG - KJHG - vom 12. Dezember
1990 (GV. NRW. S. 664), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes
vom 17. Juni 2014 (GV. NRW. S. 336), der Träger
Step Kids Kitas gemeinnützige GmbH
Sitz: Berlin
(am 15. Dezember 2016)
unbefristet als Träger der freien Jugendhilfe gemäß §75 SGB VIII in
Nordrhein-Westfalen anerkannt.
Die vorgelegten Antragsunterlagen sind Gegenstand dieses Beschei¬
des. Es wird darauf hingewiesen, dass die Anerkennung nach § 25 Abs.
4 AG-KJHG widerrufen oder zurückgenommen werden kann, wenn die
Voraussetzungen nicht Vorgelegen haben oder nicht mehr vorliegen. Ich
bitte, mir jedes Jahr zum Stichtag 31. Dezember bis zum 31. März des
darauf folgenden Jahres einen ausführlichen Bericht über die Angebote
und Arbeit des Trägers vorzulegen.
Dienstgebäude und
Lieferanschrift:
Haroldstraße 4
40213 Düsseldorf
Telefon 0211 837-02
Telefax 0211 837-2200
poststelle@mf jks.nrw.de
www.mfkjks.nrw.de
Öffentliche Verkehrsmittel:
Rheinbahn Linien
704, 709, 719
Haltestelle Poststraße

Seite 2 von 2
Künftige Änderungen Ihrer Satzung, den beabsichtigten Wechsel des
Vereinssitzes oder einen Wechsel im Vorstand bitte ich, mir umgehend
mitzuteilen.
Im Auftrag

Anlage_6.2_Kleine Riesen_Konzept_Sonja-Kuttner-Weg

125023 Zeichen

Kapitel: Allgemeine Angaben zum Träger 
1 
 
 
 
  
PÄDAGOGISCHES KONZEPT
  
Stand 2020

Kapitel: Allgemeine Angaben zum Träger 
2 
 
 
Pädagogische s Konzept 
Kindertagestätte Kleine Riesen  
 
Sonja-Kuttner-Weg 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
TRÄGER : 
Kleine Riesen Nord gemeinnützige GmbH 
Esslinger Straße 69 
73732 Esslingen am Neckar 
Tel:  (0711) 35 116 4 - 0 
Fax:   (0711) 35 116 4 - 17 
E-Mail:  info@littlegiants.de 
Internet: www.littlegiants.de

Kapitel: Allgemeine Angaben zum Träger 
3 
 
INHALTSVERZEICHNIS  
1. Allgemeine Angaben zum Träger .................................................................................................... 5 
1.1. Kontaktinformationen / Rechtsform ....................................................................................... 5 
1.2. Unternehmensgegenstand / Geschäftsfeld ............................................................................ 5 
2. Organisation und Verwaltung ......................................................................................................... 5 
3. Angaben zur Trägerkonzeption ....................................................................................................... 6 
3.1. Leitbild .......................................................................................................................................... 6 
3.2. Werte ............................................................................................................................................ 6 
4. Pädagogisches Konzept ....................................................................................................................... 7 
4.1. Zielsetzung .................................................................................................................................... 7 
4.2. Betreuungs-, Bildungs- und Erziehungsauftrag ............................................................................ 7 
4.3. Grundsätze ................................................................................................................................... 8 
4.4. Philosophie ................................................................................................................................... 9 
4.5. Eingewöhnung ............................................................................................................................ 11 
4.6 Schlaf- und Ruhemöglichkeiten ............................................................................................. 13 
4.7 Partizipation der Kinder ......................................................................................................... 13 
4.8.   Pädagogik nach Altersgruppen ................................................................................................. 14 
2-24 Monate .................................................................................................................................. 14 
24-36 Monate ................................................................................................................................ 15 
Kindergarten & Vorschule ............................................................................................................. 16 
Pädagogische Angebote ................................................................................................................ 17 
5.Inklusion, Integration und interkulturelle Orientierung .................................................................... 18 
5.1. Grundsätzliches .......................................................................................................................... 18 
5. 2. INKLUSION  .............................................................................................................................. 18 
5.3. Integration .................................................................................................................................. 19 
5.4. Interkulturelle Orientierung der Personalpolitik ........................................................................ 20 
5.5. Integration von Kindern von Geflüchteten ................................................................................ 20 
5.6 Genderthematik .......................................................................................................................... 20 
6. Familienorientierung und Elternbeteiligung ..................................................................................... 21 
6.1. ELTERNGESPRÄCHE  ................................................................................................................. 21 
6.2. ELTERNBEFRAGUNG  ............................................................................................................... 21 
6.3. ELTERNB EIRAT  ......................................................................................................................... 22 
6.4. GEWALTPRÄVENTION UND UMGANG MIT GEWALT  ......................................................... 22 
7. Sozialraumorientierung (Kooperation und Vernetzung) ................................................................... 23 
8. Qualitätsmanagement ....................................................................................................................... 24

Kapitel: Allgemeine Angaben zum Träger 
4 
 
8.1. Dokumentation........................................................................................................................... 24 
8.2. Elternbefragung .......................................................................................................................... 24 
8.3. PersonalAusstattung .................................................................................................................. 24 
8.4. Hygieneplan ................................................................................................................................ 24 
8.5. Qualitätsmanagementhandbuch................................................................................................ 24 
8.6. Qualitätssicherungsmethoden (6-Sigma – DMAIC) .................................................................... 25 
8.7. Qualitätszirkel ............................................................................................................................. 25 
8.8. Insoweit Erfahrene Fachkraft SGB VIII, 8a .................................................................................. 26 
8.9. Fachberatung .............................................................................................................................. 26 
8.10. Pädagogische Tage ................................................................................................................... 26 
8.11. Kennenlernen von anderen Einrichtungen .............................................................................. 26 
8.12. Leitungskonferenzen ................................................................................................................ 26 
8.13. Beschwerdemanagement i. S. d. § 45 Abs. 2 Nr. 3 SGB VIII ..................................................... 26 
8.14. Beschwerdemanagement......................................................................................................... 27 
9. Ernährung .......................................................................................................................................... 28 
10. Personalmanagement ..................................................................................................................... 28 
10.1. Personalgewinnung .................................................................................................................. 28 
10.2. Mitarbeiterentwicklung ............................................................................................................ 28 
11. Finanzmanagement ......................................................................................................................... 29 
12. Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung i. S. d. § 8a SGB VIII ....................................................... 30 
Anlage 1: Ernährungskreis ..................................................................................................................... 31 
Anlage 2: Hygiene Plan .......................................................................................................................... 31 
Hygiene im Sanitärbereich ................................................................................................................ 31 
Trinkwasserhygiene ........................................................................................................................... 32 
Erste Hilfe .......................................................................................................................................... 32 
Küche ................................................................................................................................................. 33 
Handhygiene...................................................................................................................................... 33 
Flächenreinigung und Desinfektion ................................................................................................... 34 
Außenanlagen.................................................................................................................................... 34 
Anlage 3: Verfahrensanweisung bei Hohen Temperaturen .................................................................. 34 
Anlage 4: Verfahrensanweisung bei Tiefen Temperaturen .................................................................. 35 
Anlage 5: sexualpädagogische Konzeption ........................................................................................... 36 
Anlage 6: Personalmangel ..................................................................................................................... 42 
Anlage 7: Aufnahmekriterien ................................................................................................................ 43

Kapitel: Allgemeine Angaben zum Träger 
5 
 
1. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM TRÄGER  
1.1.  KONTAKTINFORMATIONEN / RECHTSFORM   
Kontaktdaten: Kleine Riesen Nord gemeinnützige GmbH 
Esslinger Straße 69 
73732 Esslingen 
Geschäftsführer:    Jelena Wahler, Peter Wahler 
1.2.  UNTERNEHMENSGEGENSTAND / GESCHÄFTSFELD  
Kleine Riesen Nord betreibt Kinderkrippen und Kindertagesstätten.  
2. ORGANISATION UND VERWALTUNG  
  
Träger 
 
Einrichtung 
Pädagogik Pädagogische Richtlinien 
Wissensaustausch zwischen Ein-
richtungen 
Kinderschutz 
 
Frühkindliche Bildung (Pla-
nung und Durchführung 
von Angeboten) 
Dokumentation 
Weiterschreibung Konzep-
tion 
Kinderkonferenzen 
Finanzen Buchhaltung 
Jahresabschluss 
Controlling 
Budgetierung 
Kassenbuch 
Einkäufe 
Personalmanagement Bewerbermanagement 
Lohnbuchhaltung 
Fortbildung 
360°-Feedback 
Bewerbungsgespräche 
Beteiligung an Personalent-
scheidungen 
Reflexionsgespräche 
Beteiligung an Fortbil-
dungsentscheidungen 
Beschaffung Abschluss von Rahmenverträgen 
Kreditorenbuchhaltung Debito-
renbuchhaltung 
Bedarfsmeldung 
Beschaffung und Bestel-
lung 
Elternarbeit Vertragsgestaltung 
Elternbefragungen 
Richtlinien zur Elternarbeit 
Richtlinien zur Eingewölhnung 
Elterngespräche 
Beteiligung an Elternbefra-
gungen 
Elternabende und Feste 
Erziehungs- und Bildungs-
partnerschaft 
Individuelle Eingewöhnung 
Investitionen Budgetierung 
Beschaffung von großen Investiti-
onsgütern 
Bedarfserhebung und –
meldung 
Qualitätsmanagement Qualitätshandbuch 
Audits 
Beschwerdemanagment 
Qualitätszirkel 
Pädagogische Tage 
Beschwerden bearbeiten 
und Arbeitskreise bilden

Kapitel: Angaben zur Trägerkonzeption 
6 
 
3. ANGABEN ZUR TRÄGERKONZEPTION  
3.1. LEITBILD  
Kleine Riesen Nord bietet qualitativ hochwertige Ganztageskinderbetreuung an.  
Wir wollen Kinder beim Erwerb von Basiskompetenzen altersgerecht und individuell unterstützen.  
Wir sehen jedes Kind als einzigartiges Individuum. Unser pädagogisches Konzept sieht vor, individuell auf die 
Bedürfnisse und Interessen eines jeden Kindes einzugehen. Dadurch wollen wir die Entwicklung eines gesunden 
Selbstbildes und Selbstvertrauens fördern.  
Wir verstehen uns als Dienstleister, der es berufstätigen Müttern und Vätern ermöglicht sorgenfrei Beruf und 
Familie zu vereinbaren, der in engem Austausch mit dem Jugendamt und der Politik steht, um mit jeder neuen 
Kita einen Mehrwert für die Gemeinde zu schaffen. 
3.2. WERTE  
INDIVIDUALITÄT : Jedes Kind ist ein einzigartiges Individuum, das eigene 
Interessen, Bedürfnisse und Fähigkeiten hat. Wir respektieren die Beson-
derheiten eines jeden Kindes und sehen diese als Geschenk an. Kleine Rie-
sen fördert Kinder individuell beim Entfalten ihrer Fähigkeiten und Ihrer 
Persönlichkeit. 
INTELLEKTUELLE STIMULATION : Kinder haben einen angeborenen Lern- 
und Entdeckerdrang. Um die wertvolle Zeit der Kindheit mit sinnvollen 
Lernerfahrungen zu erfüllen, sowohl selbst entdecken, aber auch spielerisch 
in der Gruppe, gehen die Kleinen Riesen individuell auf die Bedürfnisse je-
der Altersstufe und jedes einzelnen Kindes ein. Unser Raumkonzept und unsere pädagogischen Angebote sind 
so ausgelegt, dass Kinder ganz individuell von den Betreuer*innen lernen können. 
GESUNDHEIT UND SICHERHEIT : Kinder sollen in einer sowohl physisch als auch psychisch gesunden und si-
cheren Umgebung aufwachsen, die ihnen Freiraum zum Entdecken, Spielen und Lernen bietet. Durch gesunde 
und ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung, frühzeitiges Erlernen von Zahn - und Handwaschhygiene, 
sowie durch ein durchdachtes und sicheres Raumkonzept werden wir diesen Ansprüchen gerecht.  Darüber hin-
aus werden Verfahren zur Unfallprävention und dem frühzeitigen Erkennen von Gewalt entwickelt und Maß-
nahmen für den Notfall vorgestellt. 
PARTNER SCHAFT MIT DEN ELTERN : Wir glauben daran, dass qualitativ hochwertige Kinderbetreuung eines 
intensiven Austauschs zwischen Pädagog*innen und Eltern bedarf. Bei uns werden die Eltern täglich mündlich 
über den Tag der Kinder informiert. Die Entwicklung der Kinder wird während der gesamten Zeit bei den Klei-
nen Riesen ausführlich dokumentiert. Regelmäßige Eltern-Betreuer-Gespräche halten die Eltern über die Ent-
wicklung des Kindes auf dem Laufenden. 
WÄRME UND ZUWENDUNG : Alle Kinder, insbesondere sehr junge Kinder, brauchen die Wärme und Zuwen-
dung einer Bezugsperson. Kleine Riesen ist bestrebt im Rahmen der operativen  Möglichkeiten  jedes Kind einer 
Pädagog*in zuzuordnen. Diese begleitet das Kind und dessen Eltern  ganz individuell während seiner Zeit bei 
den Keinen Riesen, spendet Zuwendung und ermutigt das Kind bei seinen Entdeckungsreisen.  
MOTIVIERENDES ARBEITSUMFELD : Wir sind der festen Überzeugung, dass nur zufriedene Mitarbeiter*in-
nen gute Kinderbetreuung gewährleisten können. Kleine Riesen bietet einen sicheren und motivierenden Ar-
beitsplatz, an den sie jeden Tag gerne wieder zurückkehren. Regelmäßige Schulungen verbessern nicht nur die

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
7 
 
Qualität der Betreuung, sondern auch die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter*innen. Flexibel reagieren wir auf 
die sich wandelnden Bedürfnisse unseres Teams. Dieses wiederum kommt auch unseren Kleinen zugute. 
 
4. PÄDAGOGISCHES KONZEPT  
4.1. ZIELSETZUNG  
Wir verstehen unsere Aufgabe darin, Erziehung, Betreuung und Bildungsauftrag in Einklang miteinander zu 
bringen, dabei stehen die individuellen altersgerechten Bedürfnisse des Kindes stets im Mittelpunkt.  
Im Sinne der UN-Kinderechtskonvention sind wir der festen Überzeugung, dass Kinder ein Recht auf Erziehung 
und Bildung, die die Persönlichkeit, die Begabung und die geistigen, körperlichen und sozialen Fähigkeiten zur 
Entfaltung bringt, haben. Ebenso erachten wir es als selbstverständlich, dass Kinder ein Recht auf Teilhabe und 
Beteiligung, auf Gesundheit, auf Schutz vor Gewalt und Diskriminierung haben. 
4.2 . BETREUUNGS -, BILDUNGS - UND ERZIEHUNGSAUFTRAG  
Wir sehen unseren Betreuungs-, Bildungs- und Erzie-
hungsauftrag in der Sicherstellung der folgenden Ziele 
begründet: 
• Unter Bildung verstehen wir den lebenslangen 
Prozess zur Aneignung der Welt von Geburt an. Es 
handelt sich um einen aktiven Aufnahme- und 
Verarbeitungsprozess von Informationen, welcher 
in der Kindertagesstätte durch Interaktion mit an-
deren Kindern und pädagogischem Personal in ei-
ner anregenden Umgebung abläuft. Dabei spielen 
Erzieherinnen und Erzieher eine vitale Rolle. 
• Erziehung bedeutet für uns Unterstützen der Bil-
dungsprozesse sowohl durch Vormachen als auch durch Anhalten eigene Erfahrungen zu machen.  
• Bildung ist der Zusammenhang von Lernen,  Wissen, Wertebewusstsein, Haltungen und Handelsfähigkeit 
im Zusammenhang mit einem sinnerfüllten Leben. 
• Wir bieten Kindern eine sichere Lernumgebung und Betreuung, in der das körperliche und seelische Wohl 
der Kinder sichergestellt ist. 
• Wir unterstützen Kinder bei der Entwicklung einer eigenständigen Persönlichkeit, größtmöglicher Selbst-
ständigkeit und Eigeninitiative. 
• Wir wollen die natürliche Lernfreude von Kindern anregen und gleichzeitig die Kreativität der Kinder unter 
Berücksichtigung ihrer individuellen Interessen und Begabungen stärken. 
• Wir wollen Kindern elementare Kenntnisse der Umwelt durch ein breites Angebot an Erfahrungsmöglich-
keiten vermitteln. 
• Wir betrachten die Kindertagesstätte als Begegnungsraum für soziales Lernen. Kinder sollen soziale Verhal-
tensweisen, Situationen und Probleme bewusst erleben. 
• Das Lernen findet durch soziale Interaktion zwischen pädagogischen Bezugspersonen und Kind statt. Die 
pädagogischen Bezugspersonen  fungieren  als Mentoren und unterstützen das Kind beim Erwerb von Wis-
sen und Fähigkeiten. Sie geben dem Kind Hilfestellungen und unterstützen es dabei Problemlösungsstrate-
gien zu entwickeln. 
• Die Kindertagesstätte arbeitet in enger Kooperation mit der jeweiligen Stadt, insbesondere mit allen im 
Stadtteil verfügbaren Ressourcen.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
8 
 
• Kinder werden unabhängig von Bekenntnis, Nationalität und Herkunft aufgenommen.  
Bei der Umsetzung unseres Betreungs-, Erziehungs- und Bildungsauftrages orientieren wir uns an den Zielset-
zungen des KiBiz und der Stadt. 
4.3. GRUNDSÄTZE  
Qualitativ hochwertige Kinderbetreuung muss gewisse 
Voraussetzung erfüllen, um die optimale Entwicklung 
der Kinder sicherzustellen. Unserer Pädagogik liegen 
folgende vier Prinzipien zugrunde: 
BETREUUNG DURCH BEZUGSTEAMS : Bei den Klei-
nen Riesen ist jedes Kind einer Gruppe  zugeordnet. 
Das pädagogische Personal in dieser ist für das Kind 
und damit für seine Pflege verantwortlich. Unsere Be-
treuer*innen arbeiten eng zusammen, da Bezugsbe-
treuung am besten in gut organisierten Teams funktio-
niert. Darüber hinaus versuchen wir, sofern organisa-
torisch möglich, eine hauptverantwortliche Betreu-
ungsperson jedem Kind und seiner Familie zuzuord-
nen. 
 
Bezugsbetreuung heißt nicht, dass ein Kind nur Kon-
takt zu einer Pädagog*in hat. Vielmehr ist stets klar, wer die Hauptverantwortung für ein Kind trägt und dessen 
Entwicklung dokumentiert. 
KLEINE GRUPPEN : Forschungsergebnisse zeigen, dass eine kleine Gruppe und ein guter Betreuungsschlüssel 
die wichtigsten Kriterien für qualitativ hochwertige Kleinkindbetreuung sind. Unser e Richtlinie lautet: je jünger 
das Kind, desto kleiner die Gruppe.  
 
Kleine Gruppen unterstützen individuelle Betreuung, welche Babys und Kleinkinder brauchen, Freiheit und Si-
cherheit beim Bewegen und Entdecken sowie die Entwicklung einer festen Bindung zwischen Kind und Betreu-
ern. 
KONTINUITÄT IN DER BETREUUNG : Kontinuität in der Betreuung unterstützt das Bedürfnis des Kleinkindes 
nach innigen Beziehungen und Bindung an  Bezugspersonen. Aus diesem Grund wird bei den Kleinen Riesen 
größter Wert sowohl auf eine behutsame Eingewöhnung als auch auf einen langsamen Übergang in die nächste 
Altersgruppe unter Begleitung einer Bezugsperson gelegt. 
INDIVIDUELLE BETREUUNG : Wir gehen auf den individuellen Biorhythmus jedes betreuten Kindes ein. 
Dadurch werden das Wohlgefühl und das positive Selbstwertgefühl des Kindes unterstützt. Es ist wichtig, dass 
ein Kind sich nicht schlecht oder ausgegrenzt fühlt, weil sein Biorhythmus und seine Bedürfnisse v on denen an-
derer Kinder abweichen.  
 
Die umgehende Reaktion auf die individuellen Bedürfnisse unterstützt das Kind beim Erlernen des selbstständi-
gen Handelns.  
 
Das Kleine Riesen Konzept passt sich auf das Kind an und nicht das Kind auf das Konzept. Dadurch spürt das 
Kind, dass es wichtig ist, dass seine Bedürfnisse gestillt und seine Auswahl, Vorlieben und Impulse respektiert 
werden.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
9 
 
 
4.4. PHILOSOPHIE  
Für die Kleinen Riesen bedeutet Erziehung Kindern die Möglichkeit zu ge-
ben sich zu selbstbewussten Menschen zu entwickeln. Die Welt begreifen 
unsere Kinder als eine Einladung zum Lernen und Wachsen. Bei den Klei-
nen Riesen werden Kinder mit den Fähigkeiten und dem Selbstvertrauen 
ausgestattet, die im späteren Leben wichtig sind. 
EIN PLATZ FÜR KINDER : Jedes Kind hat ein Anrecht auf eine erfüllte 
Kindheit. Kinder in einer Kindertageseinrichtung verdienen eine sichere 
Umgebung, in der Sie die Wunder unserer Welt entdecken können. Dabei 
ist es wichtig, dass die Einrichtung so gestaltet ist, dass sie die richtige Mi-
schung aus Freiheit und Beschränkungen, aus Ausgelassenheit und Ruhe 
und Wärme und Lachen im Überfluss gibt. Unsere Einrichtungen haben 
den Anspruch, dass sie warm und freundlich gestaltet sind. Wir wollen unseren Kindern eine Atmosphäre bie-
ten, die ein zweites Zuhause ist und nicht ein schulähnlicher Betrieb.  
AKTIVE S LERNE N: Kinder lernen aktiv. Sie erwerben Basiskompetenzen am besten durch  Aktivitäten, die sie 
selbst planen und ausführen lernen. Sie sind alle kleine Wissenschaftler, Baumeister, Akrobaten und Künstler, 
die "begreifbare" Erfahrungen mit ihrer Umwelt, Menschen und Dingen benötigen. Kinder brauchen die Mög-
lichkeit sich Ziele zu setzen, zu planen, nachzudenken und Verantwortung zu übernehmen. Dabei kommunizie-
ren sie von Geburt an und benötigen eine Umgebung, die gefüllt ist mit Büchern, Spracherlebnissen und Kon-
versation.  
BETREUER SIND MENTOREN:  Die pädagogischen Fachkräfte sind Teile eines Teams, das Kindern eine Ler-
numgebung zum Sammeln von Erfahrungen zur Verfügung stellt. Sie bieten altersgerechte Erlebnisse für jedes 
individuelle Kind, stellen Fragen, schaffen Herausforderungen und helfen Kindern beim Finden von Antworten. 
Die Betreuungseinrichtung unterstützt diese bei der Entwicklung eines gesunden Selbstvertrauens. Dadurch 
entwickeln die Kinder zunehmend intellektuelle Fähigkeiten und Wissen, das sie auf die Schule spielerisch vor-
bereitet. 
ANGEMESSENE U MGEBUNG : Unser Konzept schafft eine altersgerechte und individuelle Umgebung, in der 
jedes Kind entdecken kann, wie die Welt beschaffen ist und wie sie funktioniert. Es kann seine Fähigkeiten tes-
ten und seine Grenzen kennenlernen. Die tägliche Routine und die Gruppenräume sind so geplant, dass die Kin-
der individuell entdecken, lernen und Erfahrungen sammeln können: Beschriftete Regale benutzen Farben, 
Symbole und Worte, die den Sinn der geschriebenen Sprache zu verstehen helfen. Spielorte beinhalten einfa-
che wissenschaftliche Experimente aus den Bereichen Biologie, Physik und Chemie. Sprechen und Zählen sind 
Bestandteil der täglichen Routinetätigkeiten, wie Mittagessen oder Aufräumen.  
 
Die pädagogischen Fachkräfte planen und wechseln Lernbereiche aus. Darüber hinaus bieten sie Gruppenakti-
vitäten an, bei denen die Kinder lernen, Projekte ihren Interessen entsprechend zu wählen und diese dann in 
einer Gruppe zu bearbeiten. Sich in ein Team einzugliedern, zu führen aber auch unterzuordnen sind Fähigkei-
ten, die in der frühesten Kindheit gelernt werden sollten. 
DOKUMENTATION : Die Dokumentation des Erwerbs der Basiskompetenzen und der Entwicklung eines jeden 
Kindes ist ein wichtiges Element des pädagogischen Konzeptes von den Kleinen Riesen.  
 
Pädagog*innen dokumentieren Erfahrungen zusammen mit den Kindern  in Portfolios. Jährlich werden Ent-
wicklungsprofile mit Hilfe des Gabip Programms für jedes Kind erstellt. Diese werden mit den Eltern bespro-
chen.  Das Fachpersonal bietet insgesamt zweimal jählich ein Entwicklungsgespräch an.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
10 
 
 
Unsere Dokumentation stellt die Basis für die Bewertung der Entwicklung des Kindes dar. Diese wiederum hilft 
den Pädagog*innen, den Eltern und dem Kind Entwicklungsdefizite aufzudecken und besondere Begabungen 
frühzeitig zu erkennen. So können gezielt Akzente im pädagogischen Angebot gesetzt werden.  
ELTERN SIND PARTNER : Bei den Kleinen Riesen sind Eltern gleichberechtigte Partner in jeder Hinsicht. Sie 
helfen Ziele und Prioritäten zu setzen und unterstützen die Entwicklung ihres Kindes durch gezielte Erfahrun-
gen zuhause. Tägliche mündliche Berichterstattung seitens der Pädagog*in, die nicht nur den Ernährungsplan 
des Kindes, sondern auch die emotionalen Höhe- sowie Tiefpunkte wiedergibt, helfen den Eltern zu beurteilen , 
wie sich ihr Kind entwickelt.  
GRUNDLAGEN : Das pädagogische Konzept von den kleinen Riesen basiert auf Theorien der frühkindlichen 
Entwicklung.  Die entwicklungspsychologischen Erkenntnisse von Jean Piaget, Lev Vygotsk y, Eric Erickson und 
Howard Gardner sind Bestandteil unseres Konzepts. Wir beziehen die Arbeiten von Daniel Goleman zur emotio-
nalen Intelligenz in unsere Pädagogik mit ein.  
Die Schlüsselfaktoren der Kleine Riesen Pädagogik sind: 
• Kinder lernen aktiv.  
• Durch Erfahrungen werden Synapsen gebildet. 
• Kinder bilden beim Lernen selbst Regeln und Strukturen. 
• Kinder sind im Stande mit hoher Geschwindigkeit und Intensität zu lernen.  
• Kinder lernen mit allen Sinnen. 
• Kinder lernen mit anderen. 
• Spielen bedeutet Lernen. 
• Unsere Pädagog*innen unterstützen die intrinsische Lernmotivation und fördern  jedes Kind individuell. 
• Intelligenz hat viele Formen.  
• Sprache spielt eine kritische Rolle während der Entwicklung, da sie unser primäres Kommunikationsmittel 
ist.  
• Basierend auf der Gehirnentwicklung, gibt es optimale Entwicklungszeitfenster, insbesondere was die Ent-
wicklung von sprachlichen Fähigkeiten betrifft. Daher ist ein sprachlich stimulierendes Umfeld während der 
ersten fünf Lebensjahre besonders wichtig.  
• Kinder lernen hauptsächlich durch Entdecken und Untersuchen, durch Interaktionen mit anderen Kindern 
und Erwachsenen sowie durch Reflektieren von Erfahrungen.  
• Die Aufgabe unserer Pädagog*innen ist es, eine Umgebung zu schaffen, die die Entwicklung der Kinder 
bestmöglich unterstützt. 
DAS PÄDAGOGISCHE UMFELD : Das pädagogische Umfeld gestaltet sich wie folgt:  
• Unser Pädagogisches Personal arbeitet in stetigem Austausch mit Eltern einen Plan zur individuellen Förde-
rung des Kindes aus. Die Entwicklung des Kindes wird regelmäßig gemeinsam besprochen und evaluiert.  
• Wir bieten eine gut geplante und erprobte Raumstruktur an, die den Kindern Wahlmöglichkeiten lässt. Die 
Räume müssen den Entdeckungs- und Untersuchungsdrang der Kinder unterstützen und altersgerechte 
Herausforderungen bieten. 
• Aktivitäten und Projekte müssen die Interessen und Fähigkeiten der Kinder widerspiegeln.  Kinder nehmen 
aktiv an der Raumgestaltung und Veränderung teil. 
• Wir nutzen bewusst die Infrastruktur der Umgebung, seien es Naherholungsgebiete, Sportstätten oder Bib-
liotheken. 
• Unser pädagogisches Personal unterstützt Kinder beim Entdecken. Sie erkennen Momente, in denen das 
Kind lernt, und bieten Unterstützung, Ermutigung und die notwendige Herausforderung.  
• Aktivitäten werden in Teams gemeinsam mit Kindern oder, sofern die Kinder noch zu klein sind, unter Be-
rücksichtigung derer Intereeressen erarbeitet.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
11 
 
• Die Erfahrungen der Kinder und der Gruppe werden dokumentiert und mit den Eltern besprochen.  
• Unser pädagogisches Konzept bezieht sowohl gezielte Interaktionen als auch ein einfühlsam geplantes 
Raumkonzept in die Entwicklung der Kinder mit ein. Wir integrieren Elemente der Spracherziehung (so-
wohl der Mutter- als auch der Fremdsprachen), des mathematischen und naturwissenschaftlichen Den-
kens, der Projektarbeit, der Sachkunde und der Kunst- sowie Musikerziehung in alle Aspekte unserer Ein-
richtungen, anstatt diese künstlich zu trennen. Wir wollen, dass Kinder „begreifen“ anstatt im klassischen 
Sinne mit Lernstoff „berieselt“ werden. 
PÄDAGOGISCHES SELBSTVERSTÄNDNIS  
 
• Wir und unsere Mitarbeiter*innen sind uns bewusst, dass unser Handeln, unsere Werte, Ansprüche und 
Erfahrungen direkten Einfluss auf unsere pädagogische Arbeit hat. 
• Wir und unsere Mitarbeiter*innen sehen unser Handeln fest verankert in den demokratischen Grundwer-
ten unserer Gesellschaft. 
• Unsere Mitarbeiter*innen sind angehalten stets den Mittelpunkt Ihres Handels ausgehend von der Sicht-
weise des Kindes zu setzen. 
• Unsere pädagogischen Fachkräfte stimmen im Team ihr pädagogischen Planen und Handeln ab und tau-
schen regelmäßig Erkenntnisse über den Bildungs- und Entwicklungsprozess einzelner Kinder aus. 
• Unsere Fachkräfte geben den Kindern Orientierung und Sicherheit durch liebevolle Zuwendung und durch 
den Aufbau einer kontinuierlichen, stabilen Bindung. 
• Unsere Fachkräfte verstehen sich als Partner der Eltern, die diesen auf Augenhöhe begegnen. 
4.5. EINGEWÖHNUNG  
GRUNDSÄTZLICHES  
Jedes Kind ist anders. Unsere Erfahrung zeigt, dass die Eingewöhnungsphase bei jedem Kind unterschiedlich ist. 
Während manche Kinder sich schon in den ersten Tagen ganz leicht an den Kitaalltag und die Trennung von den 
Eltern gewöhnen, brauchen andere bis zu vier Wochen um sich mit der neuen Situation zurechtzufinden.  
Daher glauben wir auch, dass es kein Patentrezept zur Eingewöhnung mit f est vorgeschriebenen Zeitpunkten, 
zu denen gewisse Dinge geschehen müssen, gibt. Die Eingewöhnung verlangt von allen Beteiligten, d. h. Eltern, 
pädagogischem Personal und Kind, hohe Flexibilität, bei der die Bedürfnisse des Kindes im Vordergrund stehen 
müssen. 
Die Zeit, die die Eingewöhnungsphase einnimmt wird allein vom Kind vorgegeben. Die Eingewöhnung kann und 
darf dabei nicht von außen beschleunigt werden. Es können lediglich Vorkehrungen getroffen werden, die es 
dem Kind leichter machen sich einzuleben. Hierfür muss sich mindestens ein Elternteil die Zeit nehmen. 
AUFKLÄRUNG DER ELTERN  
Vor Beginn der Eingewöhnungsphase wird mit den Eltern ein Gespräch geführt. Die Eltern werden insbeson-
dere über folgende Themen informiert: 
• Ablauf und Dauer der Eingewöhnung 
• Notwendigkeit von zeitlicher Flexibilität 
• Trennungsstress beim Kind 
• Kriterien für einen erfolgreichen Abschluss bzw. Abbruch der Eingewöhnung 
DER ERSTE TAG  
Der erste Tag bei den Kleinen Riesen ist generell nie der erste Betreuungstag. Vielmehr dient dieser dazu, dass 
das Kind die neue Umgebung, die Kinder und seine Bezugsbetreuerin im Beisein von einem oder zwei Elterntei-
len kennenlernt.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
12 
 
Der anwesende Elternteil verhält sich während der gesamten Zeit passiv und lässt das Kind so selbstständig w ie 
möglich Entdeckungen machen und seine Bezugsbetreuer*in kennenlernen. 
Die Anwesenheitsdauer in der Kita sollte am ersten Tag zwei, höchstens jedoch drei Stunden nicht überschrei-
ten. Am Ende des ersten Tages entscheiden die Eltern und die Bezugsperson, o b ein weiterer Kennenlerntag 
notwendig ist, oder ob das Kind am nächsten Tag bereits für eine sehr kurze Zeit alleine in seinem Gruppen-
raum bleiben soll. 
DIE ERSTEN ZWEI WOCHEN  
Wie zuvor erwähnt, verlangen die ersten Wochen der Eingewöhnung von allen Seiten hohe Flexibilität: Das 
Kind muss sich auf eine neue und nicht vertraute Umgebung einstellen, die Bezugsbetreuer*innen müssen sich 
intensiv mit dem Kind beschäftigen und auf seine Bedürfnisse eingehen. Der an der Eingewöhnung beteiligte 
Elternteil muss sich stets in der Einrichtung oder in deren Nähe aufhalten, sodass das Kind bei Bedarf kurzfristig 
abgeholt werden kann. 
Am ersten Tag, an dem das Kind alleine in der Kindertagesstätte bleiben soll, verabschiedet sich der Elternteil, 
der das Kind bringt, und verlässt den Gruppenraum. Eine für die Eingewöhnung zuständige Bezugsbetreuer*in 
kümmert sich intensiv um das Kind und versucht es abzulenken, zu beschäftigen und bei Bedarf zu trösten. Der 
Elternteil hält sich während dessen entweder im Aufenthaltsraum der Einrichtung oder in der näheren Umge-
bung auf. Sollte der Trennungsstress des Kindes zu groß werden , dies kann bereits nach 15-30 Minuten der Fall 
sein,  wird der eingewöhnende Elternteil benachrichtigt. Dieser kommt dann und nimmt das Kind mit. Wichtig 
ist, dass das Kind begreift, dass es ohne seine Eltern in der Krippe ist und dass es dort nur dann bleiben und 
spielen kann, wenn keine Eltern dabei sind. 
In den folgenden 14 Tagen wird der Zeitraum, in dem das Kind die Krippe besucht, sukzessive verlängert.  
DIE DRITTE UND VIERTE WOCHE  
Unsere Erfahrung zeigt uns, dass die meisten Kinder nach zwei Wochen, Kindergarten oftmals auch schon frü-
her, so weit sind, einen ganzen Tag in der Kita zu verbringen. Dennoch ist es wichtig, dass die Eltern auch wäh-
rend Woche 3 und 4 der Eingewöhnungsphase jederzeit erreichbar und bereit das Kind abzuholen sind, um auf 
eventuell aufkommenden Trennungsstress zeitnah reagieren zu könn en. 
Nach vier Wochen führen eine Bezugsbetreuer*in und Eltern ein Gespräch. Der Verlauf der Eingewöhnung wird 
besprochen. Gemeinsam wird entschieden, ob  
• das Kind vollständig eingewöhnt ist,  
• die Eingewöhnungsphase verlängert werden sollte, 
• oder ob der Trennungsstress für das Kind zu groß ist und von einer weiteren Betreuung in einer Krippe 
besser abgesehen werden sollte. 
ÜBERGANG VON DER KRIPPE IN DEN KINDERGARTEN  
Auch der Übergang von der Krippe in den Kindergarten im eigenen Haus erfordert eine Eingewöhnung. Das 
Kind verlässt seine Freunde in der alten Gruppe, trifft auf neue Räume und ältere Kinder – es wechselt aus der 
Position „des Ältesten“ zur „Jüngsten“. Da in unseren Häusern alle Kinder gemeinsam auf dem Spielplatz sind, 
immer wieder gemeinsame Ausflüge machen und auch mal morgens zusammen frühstücken, ist der Wechsel 
von der Krippe in den Kindergarten in der Regel sehr sanft. Schon mehrere Monate vor dem geplanten Über-
gang, geht immer eine Erziehr*in mit dem/den Kindern, die in den Kindergarten wechseln sollen, in die Gruppe 
zu den Älteren und nimmt dort an selektierten Aktivitäten teil. So schaffen wir nicht nur Vorfreude auf den 
Wechseln, sondern geben den Kindern die Möglichkeit in einer entspannten Atmosphäre, ohne Verlustängste, 
die neue Umgebung kennen zu lernen und Freunde zu gewinnen. Üblicherweise funktioniert dann der Start im

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
13 
 
Kindergarten ohne weiteres Zutun der Eltern – schließlich sind Besuche der Kinder in ihrer alten Gruppe im-
mernoch stets willkomen, was aber mit der Zeit immer weniger wird. 
 
4.6  SCHLAF - UND RUHEMÖGLICHKEITEN  
Das Schlafbedürfnis eines jeden Kindes und sein aktuelles Befinden sind ausschlaggebend für die Gestaltung 
der Mittagssituationen. Jedes Kind hat ein anderes Schlafbedürfnis, so benötigt ein Kind nach dem Essen noch 
einen einstündigen Mittagsschlaf, ein anderes Kind dagegen gar keinen Schlaf mehr. Manche Kinder strengt der 
Kita-Tag sehr an, andere sind mittags noch fit. Das Bedürfnis nach Schlaf kann in einer Kindergruppe sehr unter-
schiedlich sein. Da gilt es, für Kinder, die sehr müde sind, Schlafmöglichkeiten zu schaffen, aber auch die Kinder 
zu berücksichtigen, die keinen Schlaf benötigen. 
Wir geben hier eine Trennung anhand des Alters bzw. des Entwicklungsstandes des Kindes vor. Kinder von 0-2 
Jahren und Kinder von 2-3 Jahren haben jeweils die Möglichkeit nach dem Mittagessen, in nahegelegenen Räu-
men zum Gruppenraum hin, zu schlafen. Die Mittagsruhe wird durch, auf die Kinder abgestimmte Ritu ale, 
eingeleitet und von den Pädagog*innen begleitet. Verschiedene angenehme Lichtquellen, Sterne an der Decke, 
gemütliche Kissen und kuschelige Decken oder Geschichten hören, das Mitbestimmen der Geschichten oder 
Hörspiele, ein schöner „Einschlafspruch“ ist möglich. Bei Kindern unter 2 Jahren findet eine Schlafwache durch 
eine Pädagog*in statt. 
Für Kinder ab 3 Jahre können unterschiedliche Entspannungsmöglichkeiten geschaffen werden. So kann viel-
leicht eine Kolleg*in mit Kindern in den Garten gehen, eine Kolleg*in in der kuscheligen Leseecke eine entspan-
nende Geschichte vorlesen und eine dritte Kolleg*in übernimmt den Schlafraum. Die „wachen“ Kinder können 
nach dem Geschichte hören vielleicht selbst entscheiden, ob sie im Raum ihren Spielinteressen nachgehen. 
Kinder brauchen somit in den Räumen Rückzugsmöglichkeiten, Höhlen oder Matratzen zum Ausruhen. Sie 
müssen die Möglichkeit des Rückzuges, ruhigen Spiels oder auch zum Schlafen erhalten. Das kindliche Gehirn 
muss all diese Eindrücke verarbeiten können, um dieses vor Überreizung und Überforderung zu schützen. 
Auch beim Thema Schlafen/Ausruhen ist eine enge Zusammenarbeit mit Eltern wichtig. Die Erfahrungen der 
Eltern und die Beobachtungen der Erzieher*innen sollten gut miteinander ausgetauscht werden, immer zum 
Wohle des Kindes. Das Bedürfnis des Kindes steht im Vordergrund und das bedeutet: Kinder, die Schlaf benöti-
gen, dürfen schlafen und Kinder, die nicht schlafen können, werden auf keinen Fall von den Pädagog*innen 
dazu gezwungen.  
 
4.7  PARTIZIPATION DER KINDER  
Wir betrachten die Partizipation der Kinder nicht nur als ein wichtiges Element unseres Konzepts, sondern auch 
von zentraler Bedeutung für die demokratische Grundordnung unserer Gesellschaft. 
Kinder, die Kleine Riesen Kindertagesstätten besuchen, können, soweit dies mit dem Wohl des Kindes als auch 
mit dem Wohl der anderen Kinder vereinbart ist, selbstbestimmt handeln und das pädagogische Umfeld im 
Rahmen ihrer Möglichkeiten mitbestimmen. 
Wir unterstützen eine Beteiligung der Kinder bereits im jüngsten Alter. Die Art der Beteiligung ist dabei selbst-
verständlich vom Alter abhängig. Wir sind der Auffassung, dass Kinder sowohl verbal als auch nonverbal ihre 
Bedürfnisse und Wünsche mitteilen können. Auf diese wird im Rahmen der Möglichkeiten, die eine Kinderta-
geseinrichtung bietet, individuell eingegangen.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
14 
 
Alle Angebote und Aktivitäten bei den Kleinen Riesen sind so ausgelegt, das Kinder stets entscheiden können, 
welche Aktivitäten Sie interessieren. Uns ist wichtig die Entscheidungsfähigkeit der Kinder zu stärken und Ihnen 
zu ermöglichen, sich Ihren Interessen zu widmen. 
Weiterhin betrachten wir die Partizipation als essenziell für die Entwicklung einer gesunden Sozialkompetenz. 
Die Kinder lernen, dass Ihre Wünsche und Bedürfnisse nicht allein in der Welt stehen, sondern oftmals mit den 
Wünschen und Bedürfnissen anderer Kinder in Einklang gebracht wer den müssen. 
Um den Interessen der Kinder gerecht zu werden und bereits im jungen Alter an demokratische Entscheidungs-
prozesse heranzuführen, werden regelmäßig Kinderkonferenzen abgehalten.  
4. 8.   PÄDAGOGIK NACH  ALTERSGRUPPEN  
 2-24 MONATE  
Die ersten Lebensjahre sind eine besondere Zeit, die auf das restliche Leben vorbereitet. Jedes Kind entwickelt 
ein Gefühl der Autonomie, das Gefühl ein Individuum zu sein.  
Es ist wichtig, jedes Kind als eine eigenständige Persönlichkeit zu behandeln und ihm Möglichkeiten zu geben, 
frei zu agieren. Nur wenn Kinder erkennen, dass sie aus eigenen Kräften Dinge beeinflussen können, sind sie 
bereit den nächsten wichtigen Schritt in Ihrer Entwicklung zu gehen: Sie werden sich ihrer Fähigkeiten bewusst 
und merken, dass sie Dinge erreichen können. Dadurch werden Kleinkinder zu aktiven Lernern und Problemlö-
sern und können ihre Umwelt besser kennenlernen. 
Die ersten drei Jahre im Leben eines Menschen sind die Wichtigsten für die Entwicklung von Gehirn und Spra-
che. Während dieser Zeit spielen die Erfahrungen des Kindes eine fundamentale Rolle beim Schaffen von Ver-
knüpfungen im Gehirn und somit beim Legen des Fundaments für die nachfolgende intellektuelle und emotio-
nale Entwicklung.  
Von Geburt an sind Babys hervorragende Lerner. Sie untersuchen optische Eindrücke, Geräusche und fühlen 
ihre Umwelt. Babys und junge Kleinkinder erhalten bei den Kleinen Riesen liebevolle Bezugspersonen,  die sie 
brauchen, und eine sichere Umgebung mit vielen Gelegenheiten zum aktiven Entdecken und Spaß habe n. Die 
Kinder können sehen, hören, fühlen, anfassen und Dinge bewegen.  
Sehr junge Kinder brauchen Bezugspersonen die mit ihnen interagieren, ihnen Sicherheit geben und vor allem 
viel mit Ihnen sprechen. Es ist wichtig, sie in Konversationen einzubeziehen und selbst junge Babys mit Büchern 
vertraut zu machen. Lieder singen, zuhören und auf die Laute und Worte des Kindes reagieren runden das Bild 
ab. Bei den Kleinen Riesen erhalten Babys und Kleinkinder die Aufmerksamkeit und die Entfaltungsmöglichkei-
ten, die sie brauchen, um sich optimal zu entwickeln: 
INDIVIDUELLE BETREUUNG: Betreuer*innen stellen in Kooperation mit den Eltern  einen individuellen Be-
treuungsplan auf. Dieser wird ständig, den Bedürfnissen des Kindes angepasst, sodass sicher ist, dass die Be-
treuung bei den Kleinen Riesen zum Kind und zu seiner Familie passt. 
LIEBEVOLLE BETREUUNG: Babys brauchen viel Körperkontakt zu ihren Bezugspersonen, um sich gesund zu 
entwickeln. Unsere Betreuer*innen verbringen, deshalb viel Zeit damit den Kindern die liebevolle Aufmerksam-
keit zu geben, die sie brauchen. Auf jeden Laut und jede Bewegung erhält das Baby eine freundliche Antwort : 
Ein Wort, ein Lächeln oder eine vorsichtige Berührung lassen das Kind spüren, dass es etwas Besonderes ist.  
VORLESEN: Lange bevor Babys Worte oder Bilder begreifen, können sie vom Vorlesen eines Buches profitie-
ren. Schon im frühsten Alter kann so die Grundlage für die Liebe zum Lesen gelegt werden. Ob auf dem Schoß, 
auf dem Boden oder beim Einschlafen, Babys und Kleinkinder lernen frühzeitig , die Magie von Büchern und Ge-
schichten zu schätzen.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
15 
 
EIN PLATZ ZUM WACHSEN: Babys und Kleinkinder entdecken die Welt mit allen Sinnen und mit ihren moto-
rischen Fähigkeiten. Lange bevor ein Kind begreift, was "unter" oder "entfernt" bedeutet, lernen sie sich fortzu-
bewegen: hinauf und hinab, unter Tischen hindurch und über Gegenstände hinweg. Unsere Gruppenräume bie-
ten den Kindern eine reichhaltige Lernumgebung mit altersgerechten Lerncentern, die darauf ausgerichtet sind , 
Lernerfahrungen zu ermöglichen: 
• Grob- und feinmotorische Erfahrungen: Babys können greifen, treten, halten, ziehen, stehen, kriechen und 
krabbeln. Kleinkinder können begreifen, werfen, Gegenstände manipulieren, laufen, klettern, schieben, 
ziehen, usw. 
• Sinneseindrücke: Bei den Kleinen Riesen entdecken Kinder Oberflächenbeschaffenheit, Farben, Muster, 
Formen, Geruch, Geschmack und Gewicht. 
• Kognitive Erfahrungen: Kinder entdecken die Objektpermanenz und räumliche Zusammenhänge. Sie lernen 
Dinge zu sammeln, klassifizieren und von einem Behälter in den anderen zu schütten. In einfachen Experi-
menten vermitteln wir das Prinzip von Ursache und Wirkung und fördern jene Fähigkeiten, die benötigt 
werden, um Probleme zu lösen. 
• Sprache und Musik: Unsere Pädagog*innen sprechen viel mit den Kindern, sowohl individuell als auch in 
der Gruppe. Wir machen Lese- und Sprachspiele und entdecken Musik, Reime und Geräusch e. 
• Persönliches Ausdrucksvermögen: Kunst, Bewegung, Nachahmung, erste Rollenspiele und das Spiel mit 
Puppen und Kuscheltieren. 
ELTERN ALS HAUPTBEZUG: Unsere Erzieher*innen wissen, dass die Beziehung zwischen Eltern und Kind 
durch nichts zu ersetzen ist. Wir freuen uns auch über jede Idee, jede Frage und jeden Verbesserungsvorschlag.  
 
24 -36  MONATE  
Die Welt eines Zweijährigen spiegelt den Übergangscharakter des dritten Lebensjahres wider. Unser Programm 
ist darauf ausgelegt, dem Kind den Übergang von der motorisch-sensorischen Welt eines Einjährigen in eine 
zunehmend soziale Welt zu erleichtern. 
Die Kommunikationsfähigkeit, die Zielstrebigkeit, das Bestehen auf Individualität und Unabhängigkeit und die 
Kontrolle über Körperfunktionen explodieren bei Zweijährigen geradezu. Diese Zeit kann für das Kind frustrie-
rend sein. Charakteristisch sind das wechselhafte Gemüt und die Unsicherheit darüber, was das Kind eigentlich 
tun will. Oftmals übersteigen Wunsch und Vorstellungskraft die eigenen Fähigkeiten. Zweijährige  brauchen des-
halb Herausforderungen, die sie meistern können, und Erfahrungen, die ihre Fähigkeiten festigen. Eine ent-
spannte Atmosphäre macht es leichter mit häufigen Stimmungswechseln und Interessen umzugehen. Beson-
ders Zweijährige brauchen Pädagog*innen, die ihnen beim Erfahren und Entdecken zur Seite stehen, ihre In-
konsistenz akzeptieren und wenn nötig ruhig aber bestimmt Grenzen setzen. 
Das pädagogische Umfeld für zweijährige Kinder besteht sowohl aus Lern bereichen als auch aus einem kreati-
ven Konzept. Gut geplante Lerncenter unterstützen die pädagogischen Aktivitäten und erlauben den Kindern 
selbstbestimmt in kleinen Gruppen zu spielen. Sprachentwicklung, mathematisches und wissenschaftliches 
Denken wird in allen Einrichtungen betont. Wir passen die Räume regelmäßig an, um aufkommenden Interes-
sen und individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden, Neugier zu wecken und um Abwechslung zu schaffen. 
Unsere Lernbereiche bieten betreute Aktivitäten an, die Entwicklung von Basiskompetenzen fördern.  
Typische Lernbereiche sind: 
Bücher Bewegung Bauklötze 
Entdecken / Wissenschaft Haushalt / Rollenspiel Lernen im Freien 
Kunst/Musik Sensorik: Wasser und Sand Tischspielzeug: Puzzles, 
etc.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
16 
 
Diese werden ergänzt durch Aktivitäten, die jeweils nur ein oder zwei Kinder gleichzeitig ausüben können.  
Im Ablauf eines Tages, entscheiden die Kinder entweder selbst, was sie machen wollen, oder erhalten Hilfe um 
eine Entscheidung treffen zu können. Sie nehmen an Gruppenaktivitäten und Projekten teil und versammeln 
sich im Gruppenkreis, um über ihr Erfahrungen zu reflektieren. Die Kinder werden angeleitet kritische Erfahrun-
gen, die die Bausteine einer gesunden Entwicklung sind, zu machen. Mit unserem Lehrplan und der Kenntnis 
der Kinder und deren Familien entwickeln unsere Betreuer*innen ständig neue Lernbereiche, die den Kindern 
in ihrem Raum gerecht werden. 
Das Kleine Riesen Konzept vermittelt Sprachkenntnisse, mathematisches und wissenschaftliches Denken, Pro-
jektarbeit, Sachkenntnisse und Kreativität. Dabei sorgen wir für ausreichend Bewegung und ausgewogene Er-
nährung, damit sich die Kinder auch körperlich optimal entwickeln können. Dies alles ist Bestandteil des Alltags 
der Kinder. 
KINDERGARTEN & VORSCHULE  
 
Um die Vorschulkinder gut auf die Anforderungen in der Schule vorzubereiten n ehmen die Kleinen Riesen 
insbesondere folgende Entwicklungsbereiche nochmals näher in den Fokus:  
Die  
• sozial – emotionale Entwicklung 
• Grob- und Feinmotorik (z.B. Schwungübungen, um die Schreibfähigkeit vorzubereiten)  
• Sprachförderung 
• kognitive Entwicklung 
• Förderung der Selbständigkeit (selber an- und ausziehen, Schleife binden etc.) 
• Mengen/ Zahlenverständnis  
 
Da für die Vorschulkinder das letzte Kindertagesstätten Jahr von besonderer Bedeutung ist, ist es uns ein An-
liegen nach zumeist 4 Jahren Kita Erfahrung die Kinder partizipativ und je nach kognitiver Entwicklung in die 
Inhalte des letzten Kita Jahres einzubinden. 
Unter Berücksichtigung der Interessen der Kinder und den oben genannten Zielen zum Erlangen der 
Schulfähigkeit erarbeitet das pädagogische Fachpersonal entsprechende A ngebote und Projekte. 
 
In regelmäßigen Abständen treffen sich die Kinder in den Vorschulgruppen und erfahren hier gleichzeitig 
Selbstbewusstsein und gemeinsame Stärke für einen guten Übergang von Kindergarten zur Grundschule.  
 
Auch Ausflüge zur Erkundung der näheren und weiteren Umgebung werden durchgeführt, z.B. Besuch bei der 
Polizei, Feuerwehr und/ oder ähnliches. 
 
Unser pädagogisches Personal beobachtet und dokumentiert die Entwicklungsfortschritte der Kinder zum 
förderlichen und wertschätzenden Austausch zwischen Schule, Eltern und Kindertagesstätte. 
 
Ein wichtiger Punkt unserer Vorschularbeit ist die Kooperation mit den umliegenden Grundschulen. Ge-
meinsam mit den Lehrkräften der Schulen wollen wir den Kindern einen sanften Einstieg in die Schulzeit er-
möglichen. Auch im Arbeitskreis Kita - Grundschule sind wir zur Netzwerkarbeit vertreten. 
Eine Kooperation kann beispielsweise folgendes beinhalten: 
 
• Hospitation mit den Vorschulkindern im Unterricht der Grundschule  
• Patenschaften zwischen Grundschülern und Vorschulkindern 
• Gemeinsames Turnen in der Turnhalle der Schule 
• Lesepatenschaften zwischen den Grundschülern und den Vorschulkindern  
• Teilnahme am Sommerfest o.ä.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
17 
 
Zum Abschluss der gemeinsamen Kindergartenzeit ist der Abschied zwischen den Kindern, Eltern und Kita-Per-
sonal von besonderer Bedeutung. 
Er kann Ausdruck finden in: 
 
• einem gemeinsamen Abschiedsfest 
• einem Abschiedsritual 
• einem abschließenden Ausflug o.ä. 
 
PÄDAGOGISCHE ANGEBOTE  
SPRACHERZIEHUNG : Lange bevor Kinder lesen lernen, können sie Aktivitäten ausgesetzt werden, die lebens-
lange Bewunderung und Respekt vor der Kraft und Schönheit unserer Sprache schaffen. Phonemisches Be-
wusstsein ist integraler Bestandteil unseres Konzepts. Sprache ist Teil jeder Interaktion und jedes Aspektes un-
seres Konzepts. 
Wir bieten Kindern Aktivitäten, die auch für ihre sprachlichen Fähigkeiten eine Herausforderung darstellen und 
somit ihr Wissen steigern. Unsere Betreuerinnen bieten den Kindern die Chance , ihre Interessen in Bezug auf 
Lesen, Schreiben, Sprechen und Zuhören auszubauen. Worte werden in Laute zerlegt und Gedichte aufgesagt. 
Fingerspiele und Vorlesen ergänzen den Lernprozess. Kinder erfahren die Magie der Sprache durch Reime, Pup-
penspiele und Rollenspiele. 
MATHEMATISCHES DENKEN: Unser Konzept ermutigt alle Erwachsenen im Leben des Kindes Möglichkeiten 
zu schaffen, die dem Kind zeigen, das Mathematik Bestandteil des täglichen Lebens ist. Bereits Kleinkinder ha-
ben Freude am sortieren, ordnen und zählen. Größere Kinder lernen, dass b eim Kuchenbacken bestimmte 
Mengen an Zutaten notwendig sind. Bei den Kleinen Riesen machen Kinder spielerisch Erfahrungen mit Ziffern, 
Zuordnungen und Reihen. 
NATURWISSENSCHAFTLICHES DENKEN:  Wir lassen naturwissenschaftliche Phänomene lebendig werden, 
indem wir alltägliche Erfahrungen der Kinder ausnutzen: fallende Gegenstände, gemischte Farben, beschlagene 
Fenster oder das Wachstum von Pflanzen. Unsere Lernbereiche nutzen die Neugier der Kinder und fördern ihre 
Fähigkeiten Probleme zu lösen heraus. Die Kinder werden ermutigt zu beobachten, zu hinterfragen, auszupro-
bieren und nachzudenken. Jeder Tag ist voller wissenschaftlicher Phänomene, man muss sie nur erkennen und 
zu vermitteln wissen. 
Im Krippenbereich bedeutet Naturwissenschaft das Erfahren von Naturg esetzen. Dies geschieht durch einfache 
und dem Alter angepasste Aktivitäten wie z. B. das Fallenlassen von Gegenständen (Ball, Feder, etc.), Seifenbla-
sen, Pflanzaktivitäten, sensorische Spiele mit Wasser und Sand, etc.  
Im Kindergartenalter können Kinder schon näher mit Naturwissenschaften vertraut werden. Wir messen z. B. 
das Wachstum von Pflanzen, Untersuchen Aggregatzustände von Wasser, erfassen Zeit, etc. 
KUNST - UND MUSIKERZIEHUNG:  Wir wissen, dass bereits kleine Kinder Kunst, Musik, Theater und Tanz lie-
ben. Schon im jungen Alter können die ersten Schritte getätigt werden, um künstlerische Fähigkeiten zu för-
dern. Wir unterstützen Kinder bei der Entwicklung Ihrer künstlerischen und musischen Fähigkeiten. Im Krippen-
alter malen, modellieren und singen wir mit den Kindern und führen Tanzspiele durch. Bei Festen führen alle 
Altersgruppen gemeinsam kleine Theaterstücke, Lieder und Tänze  auf. 
KOCHEN UND ERNÄHRUNG:  Bereits im jungen Alter werden die Ernährungsgewohnheiten für das ganze Le-
ben angelegt. Deshalb stellen das gemeinsame Zubereiten und Essen von Mahlzeiten im Rahmen pädagogi-
scher Angebote ab dem Kindergartenalter wichtige Elemente des Kleine Riesen Konzepts dar. Regelmäßig ge-
hen die Kinder der Einrichtungen gemeinsam mit den pädagogischen Mitarbeiter*innen einkaufen. Sei es auf

Kapitel: 5.Inklusion, Integration und interkulturelle Orientierung 
18 
 
dem Wochenmarkt oder im Supermarkt, es werden frische Zutaten eingekauft. Aus d iesen werden gemeinsam 
leckere Zwischenmahlzeiten gekocht. 
 
5. INKLUSION,  INTEGRATION  UND INTERKULTURELLE  ORIENTIERUNG  
Die Kleinen Riesen begrüßen Diversität. Wir sind bestrebt, dass unsere Einrichtungen mit Kindern und Mitarbei-
ter*innen unterschiedlicher Herkunft belegt sind. 
5.1.  GRUNDSÄTZLICHES  
Inklusion, Integration und interkulturelle Orientierung basiert auf folgenden Prämissen: 
• Anerkennung der Grundwerte des Grundgesetzes und eines freiheitlich demokratischen Weltbildes 
• Anerkennung von Grund und Menschenrechten 
• Das Begreifen von Diversität und kulturellen Unterschiedlichkeiten als Chance 
• Verständnis und Toleranz für kulturelle Unterschiede 
5.2. INKLUSION  
 
Inklusion bezeichnet nicht eine Tätigkeit, sondern eine Haltung. Dies beinhaltet:  
• Barrieren abbauen 
• Offene und anregende Lernumgebung schaffen 
• Vielfalt wertschätzen 
• Fragen der Kinder zulassen  
Der Grundgedanke der Kleinen Riesen besteht darin, das natürliche und vorurteilsfreie Zusammenleben von 
allen Kindern zu fördern. Jedes Kind in unserer Einrichtung hat ein Anrecht auf Bildung nach dem Kinderbil-
dungsgesetz. „Inklusion im Bildungsbereich bedeutet, dass allen Menschen die gleichen Möglichkeiten offen-
stehen, an qualitativ hochwertiger Bildung teilzuhaben und ihre Potenziale zu entwickeln, unabhängig von be-
sonderen Lernbedürfnissen, Geschlecht, sozialen und ökonomischen Voraussetzungen.“ 
Unser inklusiver Leitgedanke spiegelt sich im täglichen Leben, in unserem Herzen und in unserer Gruppenstruk-
tur wider. Bei uns sind ALLE herzlich willkommen, unabhängig von Förderbedarf, Herkunft, Religion, Alter, Se-
xualität, Erstsprache oder Entwicklungsstand. Neben unserem Konzept ist auch unser Alltag auf die bunte Viel-
falt unserer Kinder ausgelegt. Dies bedeutet für uns, in der Gemeinschaft miteinander und voneinander zu ler-
nen, Spaß zu haben, zu spielen und Neues kennen zu lernen. Inklusion ist für die Kleinen Riesen und das päda-
gogische Team selbstverständlich und wird aktiv gelebt. 
Bei der Aufnahme achten wir darauf, dass sich im Rahmen einer späteren Betreuung alle Kinder bei uns wohl 
fühlen und von uns bestmöglich während ihrer Kindergartenzeit begleitet werden können. Hierfür müssen für 
alle, natürlich insbesondere bei Kindern mit besonderem Förderbedarf, die personellen und räumlichen Vo-
raussetzungen stimmen. Wir schaffen gerechte Rahmenbedingungen für Kinder, der en Teilhabe aufgrund ihrer 
physischen, psychischen oder sozialen Situation eingeschränkt ist. Wir bieten den Kindern und deren Eltern ih-
rer Situation entsprechend angemessene Unterstützung an.

Kapitel: 5.Inklusion, Integration und interkulturelle Orientierung 
19 
 
Um die pädagogische Betreuung beeinträchtigter Kinder zu gewährleisten, werden ausreichend Mitarbeitende 
beschäftigt, die für die Arbeit mit Kindern aus unterschiedlichen Lebensbedingungen fachspezifisch qualifiziert 
sind oder durch Fortbildungen nachgeschult werden. 
Wir arbeiten mit allen Kindern nach dem situationsorientierten Ansatz. Pädagogische Angebote, Veranstaltun-
gen und Projekte sind so gestaltet, dass sie die unterschiedlichen körperlichen, emotionalen, sozialen und geis-
tigen Möglichkeiten aller Mädchen und Jungen berücksichtigen. Der Leitgedanke jeglicher Ar t von Förderung ist 
das Bestreben nach größtmöglicher Autonomie des einzelnen Kindes. Uns ist es dabei ein Anliegen eine ge-
meinsame Lern- und Entwicklungschance zu bieten. Um dies zu erreichen, gehen wir auf die individuellen Un-
terschiede der Kinder ein und bieten ein differenziertes Bildungsangebot sowie eine individuelle Lernbegleitung 
auch bei gemeinsamen Lernaktivitäten an. Obgleich die gemeinsame Betreuung von Kindern mit und ohne Be-
hinderung viele Herausforderungen birgt, so eröffnet sich dadurch eine  neue Möglichkeit, Kindern schon im 
jungen Alter zu zeigen, dass es normal ist, dass jeder Mensch anders ist. Daher ist es ein Schwerpunkt der Klei-
nen Riesen, den Kindern im Rahmen der inklusiven Erziehung zu vermitteln, sich gegenseitig mit allen Stärken 
und Schwächen zu akzeptieren. Dadurch erlernen die Kinder einen rücksichts - und respektvollen und natürli-
chen Umgang untereinander.  
Besondere Bedeutung in unserer inklusiven Arbeit findet eine interdisziplinäre Vernetzung zwischen Tagesein-
richtung, Eltern und externen Fördermaßnahmen.  Alle Angebote der Tageseinrichtung für Kinder berücksichti-
gen die unterschiedlichen und wechselnden Bedarfslagen der Kinder und Eltern. Durch Kontakte zu externen 
Stellen und Therapeuten versuchen wir, eine Hand-in-Hand-Arbeit zu gewährleisten, um die bestmöglichen 
Fördermaßnahmen für die Kinder zu erzielen. Die Eltern werden in allen Fragen zur individuellen Entwicklung 
ihres Kindes in regelmäßigen Gesprächen beraten und unterstützt. Da jedes Kind ind ividuelle Bedürfnisse und 
Stärken hat, kann es bei der Umsetzung von Inklusion keine Patentrezepte geben. Deshalb ist es besonders 
wichtig, eng im Team und mit den Eltern der Kinder zusammenzuarbeiten.  
 
5.3. INTEGRATION  
DIVERSITÄT UND KULTURELLE VIELFALT  
Wir verstehen Diversität und kulturelle Vielfalt als Chance und Bereicherung für unsere Kindertagesstätten.   
Da viele unserer Einrichtungen bilingual betrieben werden und diese generell zu einem großen Prozentsatz mit 
Kindern mit Migrationshintergrund belegt sind, betrachten wir interkulturelle Orientierung als unabdingbar.  
EINGEHEN AUF BEDÜRFNISSE  
Wir sind uns bewusst, dass Wertvorstellungen und Traditionen kulturspezifisch sind. Wir begrüßen dies und 
begegnen diesem „Anderssein“ mit Respekt und Toleranz. Bedürfnisse, die sich aus kulturellen Unterschieden 
ergeben, versuchen wir, soweit dies in unseren Möglichkeiten steht zu erfüllen. 
SPRACHE  
Die Kenntnis der deutschen Sprache betrachten wir als einen der Schlüsselfaktoren bei einer erfolgreichen I n-
tegration. Deshalb versuchen wir alle Kinder, ungeachtet der Herkunft, bis zur Einschulung auf deutsches Mut-
tersprachlerniveau zu bringen. 
WIDERSPIEGELUNG IN DER TÄGLICHEN PÄDAGOGISCHEN ARBEIT  
Es ist uns wichtig, dass unsere pädagogische Arbeit interkulturelles Zusammenleben und die Wertschätzung 
von Diversität bereits von frühster Kindheit an gefördert werden. Wir führen regelmäßig Angebot durch, die die

Kapitel: 5.Inklusion, Integration und interkulturelle Orientierung 
20 
 
kulturellen Besonderheiten der betreuten Kinder mit einbeziehen. Auch werden bei den Kleinen Riesen alle 
Feste (Weihnachten, Hanukkah, islamisches Opferfest, Zuckerfest, etc.) gefeiert. 
 
5.4. INTERKULTURELLE ORIENTIERUNG DER PERSONALPOLITIK  
Bei unserer Personalwahl sind wir bestrebt Mitarbeiter*innen zu gewinnen, die interkulturell kompetent sind. 
Weiterhin verfolgen wir das Ziel, die Diversität in unserer Belegschaft hochzuhalten.  
5. 5. INTEGRATION VON KINDERN VON GEFLÜCHTE TEN  
Wir sind der Auffassung, dass eine gelungene Integration bereits im frühsten Kindesalter beginnt. Der KiTa 
kommt dabei eine besondere Aufgabe zu.  
Wir sehen unsere Aufgabe dabei nicht nur in der kultursensitiven Vermittlung von Toleranz und  demokrati-
schen Werten an Kinder, sondern auch darin, deren Eltern dabei zu begleiten und zu unterstützen in Deutsch-
land anzukommen.  
Auch wenn wir das Erlernen der deutschen Sprache als einen der wichtigsten Grundpfeiler erfolgreicher Inter-
gration ansehen, ist es im Alltag genauso wichtig, die Eltern der Kinder in deren Landessprache oder zumindest 
auf Englisch unterstützen zu können. Deshalb ist eine internationale Belegschaft, die tolerant und kultursensitiv 
ist, für solche KiTas besonders wichtig. Die Umsetzung unseres Konzepts beginnt daher bereits mit der Perso-
nalauswahl. Um Mitarbeiter*innen die besonderen Herausforderungen bei der Unterstützung und Betreuung 
von Kindern von Geflüchteten vorzubereiten, bieten wir fachlichen Austausch in Arbeitskreisen und Fortbildun-
gen an. 
Stets gehen unsere Mitarbeiter*innen individuell auf das Kind ein, um ihm zu helfen, eventuelle Fluchtraumata 
zu überwinden. 
5. 6 GENDER THEMATIK  
Auch hier gehen wir auf die individuellen Bedürfnisse jedes betreuten Kindes ein. Dadurch unterstützen wir 
sein positives Selbstwertgefühl. Es ist wichtig, dass ein Kind sich nicht schlecht oder ausgegrenzt fühlt, weil 
seine Bedürfnisse von denen anderer Kinder abweichen. Indem wir diese unterstützen, fördern wir die Entwick-
lung eines positiven Selbstbildes und selbstständiges Handeln. 
Es ist uns eine Herzensangelegenheit, dass Gender Mainstreaming in unseren Häusern mehr und mehr gelebt 
und vor allem regelmäßig in den verschiedenen Groß- und Kleinteamsitzungen reflektiert wird. So wie Sprach-
förderung nicht ausschließlich gezielt, sondern vor allem alltagsintegriert statt findet, ist auch unser Gender 
Mainstreaming Ansatz übergreifend und zieht sich durch alle Aspekte des Kitaalltags. 
Das fängt schon bei den Teams an. Das Ziel ist bei der Zusammensetzung folgende Kriterien zu erfüllen:  
1. Multiprofessionell (Praktikanten, Ergänzungskräfte, Heilpädagogische Fachkräfte, Erzieher, BA und 
Master und Diplom – Absolventen) 
2. Multikulturell (wir setzten uns aktiv für die Anerkennung ausländischen Fachkräftepersonals ein und 
übernehmen Sprachkurse vor und nach der Anerkennung) 
3. hoher Männeranteil an pädagogischen Fachpersonal  
4. Wir unterstützen und fördern bei gleicher Eignung eine der Demographie -Entwicklung entsprechende 
Altersmischung innerhalb des Teams 
5. Menschen mit und ohne Behinderung

Kapitel: 6. Familienorientierung und Elternbeteiligung 
21 
 
Zu 3. Es ist wichtig, dass in der frühkindlichen Erziehung Frauen und Männer gemeinsam arbeiten, und 
zwar für Jungen ebenso wie Mädchen, denn im frühkindlichen Bereich fehlen moderne männliche Rollen-
vorbilder und Bezugspersonen für Mädchen und Jungen: Gesellschaftliche und wirtschaftli che Veränderun-
gen führen häufig zu abwesenden familiären Vorbildern und die vorhandenen familiären Vorbilder müssen 
nicht unbedingt den Erwartungen an moderne männliche Rollenbilder entsprechen. (BMFSVJ, 04/08/2015)  
Mit diesem Ansatz bzw. Anspruch der Diversität ans Team, schaffen wir unserer Meinung nach, die Basis und 
den Nährboden auf dem Gender Mainstreaming stattfinden und gelebt werden kann.  
Durch diese hohe Diversität auf allen Ebenen, kombiniert mit der Förderungen und Partizipation der Kinder, 
wird erreicht, dass Jungen und Mädchen in den Kleine Riesen Kitas mit variablen und vielseitigen Fähigkeiten in 
ihre Zukunft zu starten, um jetzt und später, die für sich richtigen Entscheidungen zu treffen. Mädchen wie Jun-
gen lernen schon jetzt, im Kita-Alter und Alltag, für ihre Interessen und Bedürfnisse einzustehen. Auch deswe-
gen ist Partizipation und Gender Mainstreaming konzeptionell bei den Kleinen Riesen eng miteinander ver-
knüpft.  
Wir beobachten mit Hilfe des systemischen Ansatzes die individuellen Ressourcen jedes Kindes (und deren Fa-
milien), versuchen diese herauszukristallisieren und unterstützen die Kleinen bei deren Weiterentwicklung. Die-
ses setzten wir mit der Überzeugung um, dass ihnen damit jetzt und später möglichst viele (Ents cheidungs-) 
Möglichkeiten offen stehen. Wir zielen mit unseren pädagogischen Angeboten darauf ab, das Selbstwertgefühl 
eines jeden Kindes zu stärken, sowie die Wahrnehmung der Umwelt und damit des eigenen Lebens zu erwei-
tern, um darauf im eigenen Sinne reagieren zu können. 
 
6. FAMILIENORIENTIERUNG UND ELTERNBETEILIGUNG  
Sollte es bezüglich der Erziehung des Kindes oder in der Familie des Kindes Probleme geben, so bietet unser 
Personal zunächst vor Ort Hilfe an um dann, bei tiefer greifenden Problemen eine geeignete Beratungsstelle 
einzubeziehen.  
6.1 . ELTERNGESPRÄCHE  
Elterngespräche sind ein wichtiger Bestandteil des Kleine Riesen Konzepts. Eine Bezugsbetreuer*in jedes Kin-
des sucht mindestens zweimal im Jahr  ein Gespräch mit dessen Eltern, um seine Entwicklung und Fördermaß-
nahmen durchzusprechen. 
Sollte es bezüglich der Erziehung des Kindes oder in der Familie des Kindes Probleme geben, so bietet unser 
Personal zunächst vor Ort Hilfe an, um dann, bei tiefer greifenden Problemen, eine geeignete Beratungsstelle 
zu vermitteln. 
6.2 . ELTERNBEFRAGUNG  
Um die Zufriedenheit der Eltern mit unserer Dienstleistung sicherzustellen , führen die Kleinen Riesen jährlich 
eine Elternbefragung durch. Es werden die nachstehenden Themengebiete abgefragt: 
• Öffnungszeiten 
• Zufriedenheit des Kindes 
• Pädagogische Aktivitäten 
• Ernährung 
• Kundenfreundlichkeit 
• Ausstattung

Kapitel: 6. Familienorientierung und Elternbeteiligung 
22 
 
6.3 . ELTERNBEIRAT  
Wir unterstützen und motivieren Eltern einen Elternbeirat zu gründen. Dieser wird im jährlichen Turnus demo-
kratisch gewählt. 
Die Aufgaben des Elternbeirates sind: 
• Vertreten der Elterninteressen 
• Vorschlags- und Beschwerdemanagement 
• Motivation von Eltern sich aktiv am Kita-Leben zu beteiligen. 
• Organisation von Festen 
• Spendenaktionen 
 
6.4 . GEWALTPRÄVENTION UND UMGANG MIT GEWALT  
Gewaltprävention funktioniert nur in Zusammenarbeit mit den Familien, deshalb gehört sie bei uns in den Be-
reich Elternarbeit. 
 Kinder imitieren Erwachsene, was sie daheim oder im Fernsehen sehen, halten sie für richti g und probieren es 
dann in der Kita aus. Wenn Sie in einem Umfeld aufwachsen, in dem Gewalt zum Alltag gehört, kennen sie 
nichts anderes. Aber es muss nicht immer das Elternhaus oder der Freundeskreis sein. Manchmal kommen Kin-
der durch Zufall, ganz von selbst, zu dem Schluss, dass negatives Verhalten, wenn auch negative, aber dennoch 
Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Meistens fehlt dem Kind aber einfach die Fähigkeit seine Gefühle zu kontrollie-
ren, seine Empathiefähigkeit ist noch nicht voll entwickelt, es wendet einfach Gewalt an, weil es keine andere 
Lösung weiß.  Das Kind macht es immer wieder, bis ihm seine Umwelt/andere Kinder schon mit Angst begeg-
nen oder als Abwehr selbst zuschlagen. Das führt zu einem Teufelskreis, aus dem das Kind nicht alleine heraus-
findet – es benimmt sich, wie man es von ihm erwartet.  
Hier sind dann die Erzieher*innen gefragt, deren Aufgabe der Schutz aller Kinder ist, also gleichermaßen auch 
des gewaltausübenden Kindes. Kleine Kinder gilt es aus den Situationen, in denen sie zum Beispiel typischer 
Weise zubeißen würden, herauszunehmen und sie so abzulenken, dass es gar nicht zu dem Akt des Verletzens 
einer anderen Person kommen kann. Mit Kindergartenkindern muss man sprechen, versuchen ihnen die Konse-
quenzen ihres Handelns zu erklären. Als Kita kann man in vielerlei Hinsicht einem Gewaltausbruch entgegen-
wirken – man kann die Kinder beschäftigen, man kann sie toben lassen, bis sie müde sind, man kann ihnen Pro-
jekte zuweisen oder Gewalt in Form von Programmen aufarbeiten und gemeinsam dagegen vorgehen. Generell 
werden unsere Mitarbeiter*innen im Umgang mit Gewalt geschult. Auch Eltern bieten wir, falls notwendig, 
Schulungen und Hilfen an. In jedem Fall gilt aber, dass Eltern aktiv an der Behebung des Problems teilhaben 
müssen. Gemeinsam versuchen die Erzieher mit den Eltern und Kindern die Ursachen für das Verhalten heraus-
zufinden, danach legen sie einen schriftlichen Maßnahmenplan fest, den beide Seiten unterschreiben. Prinzipi-
ell wird die Fachkraft nach SGB 8a eingeschaltet und um Rat gefragt, manchmal auch zum Gespräch mit den 
Eltern hinzugezogen . Gegebenenfalls bedeuten die Maßnahmen, dass auch Hilfe von außen in Form von 
Psychologen geholt werden muss. In jedem Fall gilt aber, dass zu einer erfolgreichen Prävention geschultes Pe-
sonal und der konsequente Umgang mit Gewalt gehört.

Kapitel: 7. Sozialraumorientierung (Kooperation und Vernetzung) 
23 
 
7. SOZIALRAUMORIENTIERUNG (KOOPERATION UND VERNETZUNG)  
 Wir sind bestrebt unsere Einrichtungen mit Fachdiensten, Schulen, Unternehmen und kulturellen Organisa-
tionen sowie Sportstätten im Umfeld zu vernetzen. Wir pflegen Kontakte zu Wissenschaft, Politik, Wirtschaft 
und Kultur. Auch passen wir unser Konzept den Bedürfnissen des jeweiligen Standortes, an die F amilien an.  
Gerne streben wir eine sehr enge Kooperation mit den umliegenden Grundschulen , wie der Mosaik Grund-
schule oder der Michael Grundschule, an. Daher kann der Übergang vom Kindergarten in die Schule durch viele 
Besuche und allmähliches Kennenlernen der Umgebung sehr sanft erfolgen.  Im letzten Kindergartenjahr wer-
den unsere Kinder die Räumlichkeiten der Kooperationsschulen besuchen, gegebenenfalls am Schulsommerfest 
oder anderen Aktionen teilnehmen und parallel durch engste Zusammenarbeit den Anfor derungsspiegel für die 
erste Klasse erreichen. 
Auch nutzen wir gerne die Sportmöglichkeiten und Spielplätze des Stadtteils. Hier ist eine Kooperation mit dem 
TSC Münster geplant. Ein Besuch der Bücherei kann gut in das Vorschulprogramm mit integriert werden. Hier 
können Bücher ausgeliehen oder vor Ort angeschaut werden. Nach Bedarf wird ein fester Lesetage in den Kita -
Alltag eingebaut. Ebenfalls nutzen wir gerne die in der Umgebung vorhandenen Lebensmittelgeschäfte oder 
Bäckereien für einen kleinen Ausflug. Hier können die Zutaten für einen Nachmittagsimbiss gekauft und später 
in der Kita zubereitet werden. Zusätzlich nutzen wir die guten Verkehrsanbindungen für Ausflüge außerhalb.  
Wir werden uns den Stadtteilarbeitskreisen anschließen, um eine Kooperation mit den umliegenden sozialen 
Einrichtungen, Trägern und Ehrenämter zu gewährleisten. Somit können im Bedarfsfall Familien die Netzwerke 
nutzen und passgenaue Hilfe oder Ansprechpartner in Anspruch nehmen. Eine enge Zusammenarbeit mit den 
umliegenden Kindertagesstätten, wie der Kita Lichtblick oder der Kita St. Michael, ist selbstverständlich. Die 
Lukas Kirchengemeinde oder die kath. Kirchengemeinde St. Michael würden wir im Rahmen von Ausflügen im-
mer wieder einen Besuch abstatten. Sofern Kinder die Einrichtung kennen, dürfen sie dann ihren Freunden von 
den Erfahrungen erzählen.  
Da die Kleinen Riesen Familienfreundlichkeit auszeichnen, bieten wir gerne flexible, den Bedürfnissen der  El-
tern angepasste, Öffnungszeiten (im Rahmen der 45 Wochenstunden) an. Eine Übermittagbetreuung ist uns 
wichtig, insbesondere aber dass die Qualität nicht darunter leidet. Durch ein pädagogisches Angebot, dass sich 
auf den ganzen Tag erstreckt, haben wir es in allen unseren Kindertagesstätten geschafft, mit der Ganztagesbe-
treuung, anstatt eines „Babysitterservices“ in den Nachmittgasstunden, einen echten Mehrwert für unsere Kin-
der und Familien zu schaffen. Unsere Pädagog*innen genießen die Möglichkeit, die  Kinder durch den ganzen 
Tag zu begleiten und sie zu unterstützen, die Welt mit den Kindern zu entdecken.  
Da sich jede unserer Kitas dem jeweiligen Sozialraum in den Angeboten anpasst, erstellen wir gerne ein indivi-
duelles Angebot für unsere Kunden- hier orientieren wir uns stark an den Bedürfnissen der Kinder und den Res-
sourcen im Team.  
Angebote von Außen, wie zum Beispiel Frühförderung der Integrativen Kunst- und Musikschule sind frei von 
zusätzlichen Kosten, um eine Teilnahme aller Kinder zu ermöglichen. Entsprechenden Angebote werden in den 
Kita-Alltag integriert, von Fachkräften vor Ort begleitet und über Spenden, einem Förderverein oder Einnah-
men aus Aktivitäten finanziert.

Kapitel: 8. Qualitätsmanagement 
24 
 
8. QUALITÄTSMANAGEMENT  
8.1.  DOKUMENTATION  
TAGESBERICHTE  
Die Eltern eines jeden Krippenkindes erhalten täglich mündlich einen kurzen Bericht, in dem Sie über folgende 
Punkte informiert werden: 
• Laune des Kindes 
• Mahlzeiten 
• Windelwechsel und Stuhlgang 
• Dauer des Mittagsschlafs/der Mittagsruhe 
• Besondere Ereignisse und Erfahrungen, die das Kind am Tag gemacht hat.  
ENTWICKLUNGSPROFILE  
Die Kleinen Riesen erstellen unter Zuhilfenahme von „ Gabip“ für jedes Kind ein standardisiertes Entwicklungs-
profil. Dabei wird altersspezifisch die Entwicklung von Basiskompetenzen abgefragt.  
8.2. ELTERNBEFRAGUNG  
Um die Zufriedenheit der Eltern mit unserer Dienstleistung sicherzustellen , führen die Kleinen Riesen jährlich 
eine Elternbefragung durch. Es werden die nachstehenden Themengebiete abgefragt: 
• Öffnungszeiten 
• Pädagogische Aktivitäten 
• Ernährung 
• Kundenfreundlichkeit 
8.3. PERSONAL AUSSTATTUNG  
Qualität kommt durch mehr und vor allem besser geschultes Personal. Auch wenn die Mindestpersonalanfor-
derungen durch das KiBiz vorgegeben sind, versuchen wir immer darüber hinaus zu gehen. Nicht nur werden  
unsere Erzieher*innen durch Praktikant*innen, Hauswirtschaftskräfte und Bundesfreiwilligendienstler entlas-
tet, sondern es wird auch Wert darauf gelegt, jedes Team durch die Diversität aus verschiedenen anerkannten 
Abschlüssen, Alters- und Lebenssituationen, Geschlechtern und Kulturen einzigartig zu machen. Die Teams 
merken sehr schnell, dass sie durch die vielfältigen Erfahrungen, in denen sich die einzelnen Mitglieder ergän-
zen, gemeinsam viel stärker als die Summe der Individuen sind. 
8.4 . HYGIENEPLAN  
Die Hygienesicherung ist im Qualitätsmanagementhandbuch ausführlich dokumentiert. Eine Zusammenfassu ng 
des Hygieneplans findet sich in Anlage 3. 
 
8.5 . QUALITÄTSMANAGEMENTHANDBUCH  
Alle qualitätssichernden Verfahren und unser pädagogisches Konzept sind ausführlich im Kleine Riesen Quali-
tätsmanagementhandbuch dokumentiert.

Kapitel: 8. Qualitätsmanagement 
25 
 
8.6 . QUALITÄTSSICHERUNGSMETHODEN (6 -SIGMA – DMAIC)  
Alle im Qualitätshandbuch abgebildeten Prozesse werden nach dem 6-Sigma-Konzept überwacht, um unseren 
kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu unterstützen (Erklärung s.u.). 
 
Definieren Definiert wird, für wen der Prozess wichtig ist 
und welche Bedürfnisse durch den Prozess er-
füllt werden sollen. Darauf aufbauend wer-
den die Merkmale des Prozesses definiert, die 
kritisch für die Erfüllung der Kundenerwartun-
gen sind. 
 
Datenerhebung Sammlung von Daten über die derzeitige Aus-
prägung der Merkmale des Prozesses.  
 
Analysieren Ursachen für Abweichung von den definierten 
Leistungszielen identifizieren. 
 
Verbesserungsphase In der Verbesserungsphase sollen Lösungs-
möglichkeiten für die in der Analyse-Phase 
identifizierten und ausgewählten Probleme 
gefunden werden. 
 
Überwachen Verankerung der gefundenen Verbesserun-
gen im Alltag. 
 
8.7 . QUALITÄTSZIRKEL  
Um Verbesserungspotenziale im eigenen Arbeitsbereich aufzudecken und Lösungen zu entwickeln arbeiten un-
sere Mitarbeiter*innen in Kleingruppen/ Arbeitskreisen in regelmäßigen Abständen Lösungen aus. Die Zirkel 
setzen die gefunden Lösungen meist selbstständig um und nehmen auch eine Ergebniskontrolle vor.  
Qualitätszirkel werden sowohl in einrichtungsinternen Teamsitzungen gebildet als auch einrichtungsübergrei-
fend auf Leitungsebene. 
Zur Moderation und methodischen Unterstützung steht der Qualitätsbeauftragte den Qualitätszirkeln jederzeit 
mit Rat und Tat zur Verfügung. 
Definieren 
[Define]
Datenerhebung 
[Measure]
Analysieren 
[Analyze]
Verbesserungs-
phase 
[Implement]
Überwachen 
[Control]

Kapitel: 8. Qualitätsmanagement 
26 
 
8.8 . INSOWEIT ERFAHRENE FACHKRAFT SGB VIII, 8A  
Das Unternehmen beschäftigt mehrere insoweit erfahrene Fachkräfte, die von den Leitungen im Falle eines 
Verdachts auf Kindeswohlgefährdung umgehend eingeschlatet werden. Es erfolgt zunächst eine telefonische 
Beratung. Sollte die Fachkraft der Meinung sein, dass eine Kindeswohgefährdung vorliegt, werden weitere 
Schritte, zu denen neben Gesprächen mit Erzieher*innen, Eltern und Kindern auch die Einschaltung von ande-
ren Beratungsstellen gehören können. Näheres in Kapitel 12. 
8.9. FACHBERATUNG  
Für die Fachberatung werden im gleichen Maße interne und externe Stellen hinzugezogen. In unserem Unter-
nehmen haben wir Mitarbeiter*innen, die die Erfahrung und Qualifikation haben eine Fachberatung durchzu-
führen. Oftmals übernimmt die regionale Leitung auch die Fachberatung der Einrichtungen, für die sie zustän-
dig ist. Sollte dies einmal nicht ausreichen oder man in besonders schwierigen Fällen eine vollkommen neutrale 
Meinung, die aus der Distanz das Problem analysiert, benötigen, so wird eine externe Fachberatung  eingeschal-
tet. 
8.10 . PÄD AGOGISCHE TAGE  
Alle unsere Kindertagesstätten halten 5 pädagogische Tage im Jahr ab. Diese werden genutzt für 
- Fortschreibung der Konzeption; 
- Jahresplanung; 
- Präsentation und Diskussion der Arbeit der Q-Zirkel; 
- Teambuildingmaßnahmen 
- Gruppenschulungen 
- Umstrukturierung der pädagogischen Räume 
8.11 . KENNENLERNEN VON ANDEREN EINRICHTUNGEN  
Um das organisationsinterne Lernen zu unterstützen hat jede Mitarbeiter*in immer wieder die Möglichkeit 
eine andere Kindertagesstätte des eigenen Trägers kennenzulernen und vor Ort zu hospitieren. 
8.12 . LEITUNGSKONFERENZEN  
Vier Mal im Jahr treffen sich alle Kleine Riesen Leitungen einer Region  zu einer Leitungskonferenz, um einrich-
tungsübergreigend Qualitätsverbesserungsmöglichkeiten auszuarbeiten und Erfahrungen auszutauschen. 
8.13 . BESCHWERDEMANAGEMENT  I. S. D. § 45 ABS. 2 NR. 3 SGB VIII  
Zur Sicherung der Rechte der Kinder in der Kindertagesstätte, werden 4 bis 6-mal im Jahr  Kinderkonferenzen 
abgehalten. Unsere Mitarbeiter*innen sind angehalten Sorgen, Anliegen und Beschwerden der Kinder schrift-
lich festzuhalten, sodass diese in dem Zusammenhang  von und mit den Kindern ausdiskutiert werden können. 
Kleinere Anliegen besprechen die Kinder im täglichen Morgenkreis. 
Sollten Kinder ein Problem haben, dass sie nicht mit dem Personal im Gruppendienst besprechen wollen, kön-
nen sie sich an die Einrichtungsleitung wenden. Den Kindern wir die Einrichtungsleitung als Vertrauensperson 
regelmäßig ans Herz gelegt. 
Bei Kleinkindern, die noch nicht sprechen können, achtet unser Personal auf Feinzeichen in Form von Gesten, 
Mimik und Lauten, um auf ein eventuelles Unwohlsein der Kinder einzugehen.

Kapitel: 8. Qualitätsmanagement 
27 
 
8.1 4. BESCHWERDEMANAGEMENT  
Wir betrachten Beschwerden von Eltern als einen Ansporn, unsere Konzeption kontinuierlich zu verbessern.  
Offizieller Beschwerdeweg für Eltern 
 
Erziehungsberechtigte 
 
Hilfestellung durch den Elternbeirat möglich 
 
                                                                           Gruppenfachkräfte 
 
 
 
Kita- Leitung 
 
 
 
Regionalleitung 
 
 
 
Geschäftsleitung 
 
Der Prozess zum Umgang mit eingehenden Beschwerden unterliegt folgenden Prinzipien:  
Eingang der Beschwerde Beschwerden können sowohl schriftlich als auch 
mündlich eingehen. Empfänger der Beschwerde 
können pädagogische Mitarbeiter*innen auf Grup-
pen- bzw. Leitungsebene oder der Träger sein. 
 
Deeskalation von Konflikten Wir sind uns bewusst, dass Beschwerden bezüglich 
der Betreuung der eigenen Kinder teilweise auf ei-
ner sehr emotionalen Ebene eingereicht werden. 
Daher hat die Reaktion der Mitarbeiter*in stets 
sachlich, emotional zurückhaltend und lösungsori-
entiert zu sein. 
 
Dokumentation / Analyse Jede Beschwerde wird in einer Aktennotiz festge-
halten. Sollte eine Lösung ad hoc nicht möglich 
sein, so wird im Team das Problem analysiert und 
nach  Lösungsmöglichkeiten gesucht. Die Lösung ist 
zu dokumentieren. 
 
Antwortzeit Alle Beschwerden sind von Beschwerdeeingang bis 
zur Rückmeldung an die Eltern innerhalb einer Zeit 
von zwei Wochen abzuarbeiten. Die Rückmeldung 
an die Eltern kann sowohl schriftlich als auch 
mündlich erfolgen. 
 
Einbindung des Trägers / von externen Bera-
tungsstellen 
Sollte das der Beschwerde zugrunde liegende Prob-
lem nicht kindertagesstättenintern gelöst werden 
können, so hat die Leitung den Träger einzuschal-
ten. Im Dialog entscheiden Leitung und Träger eine

Kapitel: 9. Ernährung 
28 
 
adäquate Problemlösung. Sollte Einbindung einer 
externen Beratungsstelle notwendig sein, so wird 
diese Maßnahme ebenfalls von Träger und Leitung 
gemeinsam beschlossen und eingeleitet. 
 
9. ERNÄHRUNG  
Die Kleinen Riesen legen großen Wert auf ausgewogene und gesunde Ernährung. Wir sind der Überzeugung, 
dass die Weichenstellung für richtiges Ernährungsverhalten bereits im Kindesalter erfolgt.  
Unser Ernährungskonzept basiert auf den nachstehenden Grundsätzen:  
• Wir verwenden bevorzugt ökologische Lebensmittel, wenn gewünscht in Bio-Qualität,sofern möglich 
aus der Region. 
• Die Zusammensetzung der Lebensmittel orientiert sich am Ernährungskreis der DGE (siehe Anlage 2).  
• Die Mittagsmahlzeit wird von einem Caterer (cook and chill, warm oder cook and freeze) geliefert.  
• Alle Mahlzeiten werden gemeinsam am Tisch eingenommen. 
10. PERSONALMANAGEMENT  
Kinderbetreuung lebt von der Qualität und vom Engagement des Personals. Wir sehen daher unsere Mitarbei-
ter als unsere wichtigste Ressource an. 
10.1.  PERSONALGEWINNUNG  
Bei Neubesetzung einer Stelle wird diese vom Träger ausgeschrieben. Die eingehenden Bewerbungen werden 
an die jeweilige Kita weitergeleitet.  
Die Entscheidung über die Einstellung wird vom Träger und der Kindertagesstättenleitung gemeinsam getrof-
fen. 
 
10.2.  MITARBEITERENTWICKLUNG  
In der heutigen Zeit ist es einfacher Personal zu gewinnen als zu halten. Aus diesem Grund legen wir großen 
Wert auf eine gute Personalentwicklung und -bindung.  
WEITERBILDUNG  
Wir unterstützen die Weiterbildung unserer Mitarbeiter*innen. Weiterbildungsmaßnahmen müssen jeweils an 
die Bedürfnisse der Mitarbeiter*innen und der Einrichtung angepasst sein. Gemeinsam bespricht die Leitung 
welche Entwicklungswünsche die Mitarbeiter*in hat und welche Notwendigkeit das Unternehmen sieht. Da-
nach legen sie gemeinsam fest, welche Schulung/-en fürs Folgejahr belegt werden. 
REFLEXIONSGESPRÄCHE  
Regelmäßige Reflexionsgespräche sind ein wichtiger Bestandteil unserer Personalstrategie. Wir verstehen Re-
flexionsgespräche stets nur als konstruktive Kritik, die als Impuls zur kontinuierlichen Verbesserung dienen soll. 
Daher wird einmal im Jahr ein 360 Grad Feedback durchgeführt.  
DIVERSITÄT

Kapitel: 11. Finanzmanagement 
29 
 
Die Kleinen Riesen fördern Diversität unter der Belegschaft. Wir sind der festen Überzeugung, dass dies sowohl 
die Teamarbeit, das gegenseitige Lernen als auch die Betreuungsqualität selbst verbessert.  
UNTERSTÜTZUNG DER MITARBEITER IN ALLEN LEBENSLAGEN  
Auch unterstützt die Kleine Riesen Nord seine Mitarbeiter*innen in individuellen Lebenslagen. So reagieren wir 
flexibel auf Pflegeanfragen, Elternzeitmodelle oder nehmen auch gerne Mitarbeiterkinder in unseren Kitas auf.  
VERWALTUNGSTÄTIGKEITEN  
Alle Verwaltungstätigkeiten, die im Zusammenhang mit Mitarbeiter*innen stehen (Lohnbuchhaltung, etc.), 
werden für alle Standorte zentralisiert ausgeübt. 
 
11. FINANZMANAGEMENT  
Das Finanzmanagement erfolgt nach kaufmännischen Grundsätzen.  
Die Finanzplanung umfasst folgende Elemente: 
• Rollierende Umsatzplanung und Liquiditätsplanung 
• Kostenstellen / Kostenträger-Rechnung mit Budgetierung 
• Controlling-System 
Schon allein aus der Gesellschaftsform ergibt sich die Verpflichtung zur doppelten Buchführung und der Veröf-
fentlichung des Jahresabschlusses im elektronischen Unternehmensregister.

Kapitel: 12. Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung i. S. d. §  8a SGB VIII  
30 
 
12. SCHUTZAUFTRAG BEI KINDESWOHLGEFÄHRDUNG I.  S.  D. § 8A SGB VIII  
SCHULUNG  
• Die Leitung der Einrichtung ist   
bezüglich der Thematik zu schulen. 
• Das Wissen ist durch jährliche  
 Schulungen an die anderen  
 Mitarbeiter weiterzugeben. 
ANZEICHEN FÜR GEFÄHRDUNG DES   
KINDESWOHLS (GEFÄHRDUNGSRISIKEN)  
• Körperliche und seelische Gewalt 
• Emotionale und körperlich- 
gesundheitliche Vernachlässigung 
• Sexueller Missbrauch 
• Versagung entscheidender existenzi-
eller Entwicklungschancen 
INSOWEIT ERFAHRENE FACHKRAFT  
 
Der Träger beschäftigt mehrere insoweit erfahrene  
Fachkräfte, die den Einrichtungen bei der Erkennung 
und Einschätzung einer Kindeswohlgefähr-
dung helfen. Es findet bis zum Abschluss des 
Falles eine Prozessbegleitung statt, falls not-
wendig auch im Gespräch mit den Eltern.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ende
Erkennen 
Gefährdungsrisiko
Information 
erfahrene 
Fachkraft 
(Leitung)
Dokumentation 
Gefährdungsrisiko
Gespräch mit 
Erziehungs-
berechtigten
Risiko 
ausgräumt
Hinwirken auf 
Inanspruchnahme 
von Hilfen
Hilfe- und 
Beratungsplan
Dokumentation 
Gespräch
Beratungsplan 
eingehalten?
Beratungsplan 
erfolgreich
Dokumentation 
der Schritte
Jugendamt 
informieren
Dokumentation
Nein
Ja
Nein
Nein
JaDokumentation
Ja
Risiko 
ausgräumt
Ja
Nein

Kapitel: Anlage 1: Ernährungskreis 
31 
 
ANLAGE 1: ERNÄHRUNGSKREIS  
 
 
Während die Versorgung mit regionalen Produkten bei uns eine Selbstverständlichkeit ist, bieten wir auf 
Wunsch der Eltern, auch BioKost an. Unsere Konzepte der Essensversorgung sind weitreichend und passen sich 
an die Bedürfnisse der Familien an, lediglich eines haben sie alle gemeinsam – sie sind gesund. 
ANLAGE 2: HYGIENE PLAN  
HYGIENE IM SANITÄRBEREICH  
SANITÄRAUSSTATTUNG  
Die Sanitärbereiche sind mit Einmalhandtüchern und Spendervorrichtungen für Flüssigseife ausgestattet. Die 
Sanitärbereiche für Mitarbeiter*innen sind zusätzlich mit Spendervorrichtungen für alkoholische Handdesinfek-
tionslösung zu versehen. 
WARTUNG UND PFLEGE  
Die Toilettenanlagen und die Ausstattung werden regelmäßig kontrolliert, gepflegt und gewartet. Die Kontrolle 
und Pflege wird dokumentiert.  
WICKELBEREICHE  
Die Wickelbereiche werden nach jeder Verwendung desinfiziert. Verunreinigungen mit Fäkalien werden mit 
einem mit Desinfektionsmittel getränkten Tuch gereinigt und danach nochmals desinfiziert. Mitarbeiter *innen 
haben nach dem Wickeln die Hände zu waschen und zu desinfizieren. Im Wickelbereich h ängt gut sichtbar eine 
Verfahrensanweisung zur Wickelhygiene aus.  
BE- UND ENTLÜFTEN  
Die Entlüftungsanlagen der Sanitäranlagen werden regelmäßig von einer Fachfirma gewartet. Defekte werden 
Zeitnah in Stand gesetzt. 
Lebensmittel, die 
viel Stärke 
enthalten, wie 
Getreideprodukte  
und Kartoffeln
Gemüse und 
HülsenfrüchteObst
Getränke (Wasser)
Milch und 
Milchprodukte
Fleisch, Wurst und 
Fisch
Streich- und 
Kochfette

Kapitel: Anlage 2: Hygiene Plan 
32 
 
TRINKWASSERHYGIENE  
LEGIONELLENPROPHYLAXE  
Bei Duschen, die nicht täglich genutzt werden, muss das Wasser, sofern es aus Großanlagen bezogen wird, bei 
Höchsttemperatur mehrere Minuten ablaufen. Spritzen und Zerstäuben des Wassers sind dabei zu vermeiden. 
Kalkablagerungen werden regelmäßig entfernt. 
PRÄVENTION VON STAGNATIONSPROBLEMEN  
Am Wochenanfang und nach längerer Schließung der Krippe wird das Wasser aus Leitungen, aus denen Trink-
wasser entnommen wird, fünf Minuten ablaufen gelassen. Jeder Wasserauslass muss mindestens jeden dritten 
Tag benutzt oder alternativ gespült werden. 
PRÄVENTION VON STAGNATIONSPROBLEMEN  
Wasseruntersuchungen auf chemische und mikrobilogische Reinheit werden gemäß Trinkwasserver ordnung 
jährlich durchgeführt. 
ERSTE HILFE  
ERSTE -HILFE -INVENTAR  
Die Einrichtung hält folgendes Erste-Hilfe-Material vor: 
• Verbandskasten nach DIN 13157 „Verbandskasten C“ 
• Alkoholisches Desinfektionsmittel zur Handdesinfektion 
Verbrauchsmaterialien, wie Pflaster und Einmalhandschuhe, werden nach Verbrauch ersetzt. 
VERSORGUNG VON BAGATELLWUNDEN  
Es werden grundsätzlich Einmalhandschuhe getragen. Die Wunde wird mit einem Pflaster oder Verband so ver-
sehen, dass der Kontakt Dritter mit Blut ausgeschlossen ist. Nach der Wundversorg ung werden die Hände 
gründlich gewaschen und desinfiziert. 
REINIGUNG KONTAMINIERTER FLÄCHEN  
Flächen, die mit Körperflüssigkeiten (Blut, Exkremente, Erbrochenes) kontaminiert werden unter Verwendung 
von Einweghandschuhen mit einem mit Desinfektionslösung getränkten Tuch gereinigt. Anschließend wird die 
Fläche nochmals desinfizieren. 
NOTFALLKONTAKTE  
Neben allen Telefonen und in allen Gruppenräumen wird  ein Aushang mit folgenden Notfallkontakten aufge-
hängt: 
• Polizei 
• Feuerwehr 
• Ärztlicher Bereitschaftsdienst 
• Giftinformationszentrum 
• Kinderarzt

Kapitel: Anlage 2: Hygiene Plan 
33 
 
KÜCHE  
ALLGEMEINE ANFORDERUNGEN  
Personen, die an Erkrankungen im Sinne des § 42 IfSG oder an Hauterkrankungen leiden oder Wunden haben 
dürfen nicht in unserer Verteilerküche tätig sein 
Das in der Küche tätige Personal wird von uns einmal jährlich im Sinne des § 43 IfSG über Tätigkeitsverbote so-
wie über Lebensmittelhygiene geschult. 
QUALITÄTSSICHERNDE MAßNAHMEN UND LEBENSMITTELHYGIENE  
Es werden qualitätssichernde Maßnahmen im Sinne von HACCP getroffen. Alle Maßnahmen werden do kumen-
tiert: 
• Messung der Kühlschranktemperatur 
• Wareneingangskontrolle (Temperatur, Sensorik, Geruch) 
• Reinigung und Desinfektion nach Reinigungsplan 
• Kontrolle auf Schädlinge 
Beim Handhaben von Lebensmitteln werden Handschuhe getragen.  
HANDHYGIENE  
Hände sind wie folgt zu waschen: 
A. Bei Ankunft in der Einrichtung und beim Wechsel von einer Gruppe in eine andere.  
B. Vor und Nach: 
• Essen, Handhabung von Lebensmitteln, Füttern eines Kindes 
• Verabreichen von Medizin 
• Wasserspielen, falls das Wasser von mehr als einer Person benutzt wird. 
C. Nach: 
• Windelwechsel 
• Toilettengang, Assistieren eines Kindes beim Toilettengang. 
• Handhabung von Körperflüssigkeiten (Speichel, Blut, Erbrochenem), Niesen, Naseputzen, Abwi-
schen des Mundes oder von Wunden. 
• Handhabung von rohem Lebensmitteln, insbesondere Fleisch und Geflügel. 
• Berühren von Tieren. 
• Spiel im Sandkasten 
• Reinigung und Handhabung von Müll 
• Berühren von Geld 
• Handhabung von verschmutztem Geschirr  
Diese Regelungen gelten für alle Mitarbeiter, insbesondere aber für in der Küche tätiges Personal. 
Die Handreinigung erfolgt mit Flüssigseife und Desinfektionsmittel aus Wandspendern. Es werden nur Einmal-
handtücher verwendet. 
An allen Waschbecken werden Verfahrensanweisungen und Hautschutzpläne ausgehängt.

Kapitel: Anlage 3: Verfahrensanweisung bei Hohen Temperaturen 
34 
 
FLÄCHENREINIGUNG UND DESINFEKTION  
Alle Fußböden der Krippe werden täglich feucht gereinigt. Arbeitsflächen in der Verteilerküche werden täglich 
desinfiziert. Da nicht mit kritischen Rohwaren gearbeitet wird , ist eine einmal tägliche Desinfektion im Normal-
fall ausreichend. 
AUßENANLAGEN  
Unser Außenanlage wird bei jedem Besuch auf Tierkot und Verunreinigungen untersucht. Tauben werden 
durch geeignete Maßnahmen ferngehalten. 
Der Sand im Sandkasten wird alle zwei Jahre ausgetauscht. 
 
ANLAGE 3: VERFAHRENSANWEISUNG BEI HOHEN TEMPERATUREN  
Zunehmend steigen im Sommer auch in Deutschland, dieses Jahr bereits im Mai, die Temperaturen auf deutlich 
über 30 °C. Auch wenn es ein Stück weit normal ist, dass sich Gebäude in der heißen Jahreszeit stark aufhe izen 
und wir Menschen uns mit der Zeit daran gewöhnen, versuchen wir in der Kita den Alltag auch an Tagen, an 
denen laut Wettervorhersage die Außentemperatur über 28 ° steigen soll, so angenehm und sicher wie möglich 
zu gestalten. Folgende Maßnahmen werden eingeleitet: 
• Morgens, mindestens 30 Minuten vor Öffnung der Kita, werden die Fenster und Türen in allen Räu-
men geöffnet, diese arretiert, sodass ein Zug und damit Luftaustausch entsteht.  
• Nach dem Lüften werden die Beschattungen in Gruppen- und Nebenräumen, in den Schlafräumen 
Rollläden, heruntergelassen. Im Anschluss sind die Türen zu den Schlafräumen zu verschließen und 
erst zur Schlafenszeit wieder zu öffnen, um das Hineinströmen der heißen Luft von den Fluren zu 
verhindern. 
• Im Allgemeinen sind im Obergeschoss die Türen zu allen verschatteten Räumen während des Tages 
geschlossen zu halten, um ein Aufheizen zu verhindern. 
• Wenn die Temperatur über 30 °C im OG steigt, sind die Kinder ins Erdgeschoss zu bringen. Hier sind 
dann alle Gruppenraumtüren zum Gang und in den Außenbereich zu öffnen, um damit ein 
Luftaustausch zu schaffen.  
• Wenn die Schlafräume im Obergeschoss vor Beginn der Schlafenszeit über 28 °C haben, sind Schlafal-
ternativen im EG mit guter Durchlüftung zu schaffen. Während der Sommermonate ist du rchgehend 
Schlafwache auch für über Dreijährige zu halten.  
• Die Kinder werden in der Zeit nach einem teiloffenen Konzept betreut.  
• Während immer gilt, dass stets ausreichend Flüssigkeit anzubieten ist und die Kinder ans Trinken erin-
nert werden sollen,  gilt insbesondere an heißen Tagen, dass feste – z.B. halbstündliche - „Trinkrun-
den“ zu machen sind. 
• Wenn es Kindern zu heiß wird, sollen bei Bedarf Maßnahmen wie Duschen oder Bespritzen mit Wasser 
eingeleitet werden. 
• Wasserspiele im Außenbereich sind in schattigen Bereichen eine gute Möglichkeit sich abzukühlen. 
Dabei ist darauf zu achten, dass kein Wasser in großen Gefäßen steht, da Kinder bereits in 3 cm tiefem 
Wasser in einem Eimer ertrinken können. 
• Generell gilt, dass Kinder nie in der prallen oder Mittagssonne spielen sollen, selbst wenn Sie Mützen 
tragen und gut eingecremt sind. Vielmehr sollte an heißen Tagen hauptsächlich am frühen Morgen, 
ggf. auch am späten Nachmittag, der Außenbereich genutzt werden. Aber auch hier gilt: nur im 
Schatten spielen! 
• Anstrengende Aktivitäten, wie langes Gehen, Toben, Fußballspielen, etc. sollten an den heißen Tagen 
gemieden oder zu Randzeiten durchgeführt werden.

Kapitel: Anlage 4: Verfahrensanweisung bei Tiefen Temperaturen 
35 
 
• Es ist immer darauf zu achten, dass die Kinder entsprechend leicht und luftig angezogen sind. Geg-
ebenenfalls sind Eltern darauf hinzuweisen, angemessene Schlaf- und Tageskleidung mitzubringen. Für 
den Aufenthalt im Freien sind dünne, helle Baumwoll- oder Leinenhemden gut, da sie einen zusätzli-
chen Schutz vor Sonnenbrand bieten. Enge, dicke Kleidung ist (z.B. Jeans),  selbst wenn sie kurz sein 
sollte, ungeeignet. 
• Auch bedeckte Körperstellen sollen eingecremt werden. 
• Schließlich ist jedes Kind individuell und reagiert - so wie Erwachsene - unterschiedlich auf heiße Tem-
peraturen. In jedem Fall sind Erzieher angehalten, Maßnahmen individuell anzupassen und bei dem 
geringsten Verdacht, dass es einem Kind nicht gut geht, die Eltern zu informieren und eine Abholung  
durch abholberechtigte Personen einzuleiten.  
• Sollten die Temperaturen in den Innenräumen für mehr als zwei Stunden auf über 35 ° C steigen, wird 
empfohlen sich mit den Kindern auf schattigen Freiflächen aufzuhalten. Hierzu sind das Außengelände 
der Kita, Spielplätze im Park, Wasserspielplätze oder auch Spaziergänge im Wald besonders zu 
empfehlen. Sollte aufgrund einer besonderen Gegebenheit der Aufenthalt im Freien nicht möglich 
sein, so müssen die Kinder nach Hause geschickt werden. Generell ist im Sommer der Wetterbericht 
zu verfolgen und schon im Voraus Aktivitäten zu planen, die für Abkühlung sorgen.   
Im Allgemeinen gewöhnen sich Kinder relativ gut an unterschiedliche Temperaturen und wenn stets 
ausreichend Getränke, schattige Plätze (dazu zählt auch das Innere von Gebäuden) vorhanden sind und Sorge 
getragen wird, dass es nicht zu Hitzestaus kommt, können sie den Sommer auch unbeschwert genießen. 
 
ANLAGE 4: VERFAHRENSANWEISUNG BEI TIEFEN TEMPERATUREN  
Jeden Winter fallen die Temperaturen so stark, dass besondere Maßnahmen erforderlich sind:  
• Es ist darauf zu achten, dass jedes Kind ausreichend warme und wetterfeste Kleidung, incl. Handschuhen 
und Mützen und eine Fettcreme in der Kita hat. 
• Empfehlenswert ist der Zwiebellook: Mehrere dünne Schichten wärmen besser als eine dicke, denn zwi-
schen jeder Schicht bildet sich eine Luftschicht, die als Wärmeisolator dient.   
Die erste Schicht sorgt für den Feuchtigkeitstransport, die Unterwäsche sollte eng am Körper anliegen. Die 
zweite Schicht sorgt für Isolierung, sie speichert die Körperwärme und sollte atmungsaktiv sein. Die dritte 
Schicht schützt vor Wind und Wetter, sollte wind- und wasserabweisend sein. Hier eigenen sich Schneean-
züge sehr gut. 
• Mütze, Schal und Handschuhe sind bei tiefen Temperaturen ein „Muss“.  Der Körper gibt die meiste Wärme 
an die Körperpartien ab, die weit vom Rumpf entfernt liegen. Kopf und Finger  sind daher schneller kalt.  
• Das richtige Schuhwerk sorgt stets für warme Füße: Jedes Kind sollte  Wollsocken und wasserfeste Schuhe, 
am besten wäre es, wenn die Schuhe mit Membranen versehen wären, dabeihaben. Ein Ersatzpaar Schuhe 
ist wichtig, da auch Schuhe mit Membran nass werden können. 
• Da die Kinderhaut besonders zart ist, empfiehlt es sich mit einer reichhaltigen Creme das Gesicht der Kin-
der vor dem Austrocknen zu schützen. Die Creme sollte fetthaltig sein und kein Wasser enthalten, damit 
sie nicht auf der Haut gefriert.  
• Die Raumtemperatur sollte zwischen 20 und 22 °C betragen. Im Schlafraum sollen 17°C nicht unterschrit-
ten werden warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen, was zu Problemen führt, wenn sie auf kalte 
Oberflächen, wie zum Beispiel Außenwände trifft. Es ist daher wichtig, regelmäßig zu lüften, um die 
feuchte Luft abzuführen. Die Fenster müssen mehrmals täglich komplett für fünf Minuten geöffnet wer-
den, um die Luft auszutauschen (wenn sich keine Kinder in dem Raum befinden).  
• Damit das Trinken in der kalten Jahreszeit nicht vergessen wird, sollten Getränke in der Einrichtung sicht-
bar hingestellt werden, um sich an das regelmäßige Trinken zu erinnern. Pro Tag empfiehlt es sich etwa 1,5 
bis 2 Liter zu trinken.  
• Die Verweildauer im Freien bei Temperaturen unter -5 °C sollte nicht eine halbe Stunde je Aufenthalt über-
schreiten. Dieser kann auch gestückelt werden, z.B. in der Bringphase wenn alle Kinder schon eingemum-
melt in die Kita kommen oder auch kurz zur Mittagszeit oder zur Abholphase. Je doch ist immer auf das 
Wohlbefinden der Kinder zu achten und bei tiefen Temperaturen die maximale Verweildauer nicht zu 
überschreiten

Kapitel: Anlage 5: sexualpädagogische Konzeption 
36 
 
 
Im Allgemeinen gewöhnen sich Kinder relativ gut an unterschiedliche Temperaturen und wenn stets ausrei-
chend Getränke, Möglichkeiten, sich aufzuwärmen (dazu zählt auch das Innere von Gebäuden) sowie sensible 
Betreuer, die auf die Bedürfnisse der Kinder umgehend reagieren vorhanden sind, steht dem Spaß im Schnee 
auch bei tiefen Temperaturen nichts im Weg. 
ANLAGE 5: SEXUALPÄDAG OGISCHE KONZEPTION  
Vorwort: 
Alle Mädchen und Jungen sollen auf eine sensible und individuelle Weise in ihrer altersgemäßen körperlichen, 
seelischen und geistigen Entwicklung begleitet werden. Hierzu gehört selbstverständlich auch die kindliche Sex-
ualentwicklung. Wir wollen uns dem Thema ganz natürlich und offen anhand von respektvollem Umgang mit 
dem eigenen Körper und Nähe empfinden sowie auch dem Gegenüber widmen. Auch zu den Themen Liebe, 
Sexualität, Zeugung und Geburt sollen sie altersangemessen anhand ihres Entwicklungsstandes informiert 
werden. Damit wollen wir dem Recht auf Schutz und Entwicklung jedes Kindes Rechnung tragen.  
Wir sehen jedes Kind als Individuum, das sich in allen Entwicklungsbereichen in seinem eigenen Tempo 
entwickelt. Diesem Recht Raum zu verschaffen, ist Aufgabe der Mitarbeiter*innen. Ziel des Konzeptes ist es 
Kinder handlungsleitend und durch Wissen über ihren eigenen Körper Selbstbestimmung und eine körper -be-
jahende Haltung zu vermitteln und sie so möglichst vor Missbrauch zu schützen. So lernen die Kinder schon 
früh, sich mit einer distanzierenden Handbewegung und dem Wort „Stopp“ oder „Lass das -ich will das nicht- 
hör auf.“ abzugrenzen. 
 
1. Zusammenarbeit mit Eltern  
Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den Kindertagesst ätten Kleine Riesen Nord ist es wichtig, 
dass die Familie über die pädagogische Arbeit informiert wird. Dazu zählen auch Informationen über 
die kindliche Entwicklung, einschließlich der kindlichen Sexualität.  
Diese Informationen ermöglichen einen intensiven und offenen Austausch über das Kind und seine 
Entwicklung mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus der Einrichtung, in der dieses täglich be-
treut wird. Zudem werden mögliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Thema der „kind-
lichen Sexualität“ abgebaut und das Kind in seiner individuellen Entwicklung gestärkt.  
Um die Fragen, die Mütter und Väter stellen, richtig beantworten zu können, erhalten alle Mi-
tarbeiterinnen und Mitarbeiter aus unseren KiTas eine Schulung zum Thema „Kindliche Entwicklung“  
und „Sexualpädagogik“. Bei Bedarf gibt es die Möglichkeit, Experten für gemeinsame Infor-
mationsabende in die Einrichtung einzuladen, entsprechende Beratungsangebote vorzustellen oder 
nach den individuellen Bedarfen zu entwickeln.  
Zudem stellt der Träger speziell geschulte Mitarbeiter*innen als Ansprechpartner für „Kindes-
wohlgefährdung“.  
 
2. Teilhabe und Selbstbestimmung  
Teilhabe im Zusammenhang mit der Arbeit mit Mädchen und Jungen bedeutet, dass Kinder aktiv in sie 
betreffenden Entscheidungen einbezogen werden und so ihren Alltag mitgestalten können. Dadurch 
werden Kinder in ihrer Selbständigkeit und in ihrem Selbstwertgefühl gestärkt und können lernen, sich 
für oder gegen etwas zu entscheiden und die Entscheidungen anderer zu respektieren.  
Dies beginnt schon bei dem ganz jungen Kind, das sich aussuchen kann, mit wem es spielen möchte 
oder welche Mitarbeiter*in es wickeln soll. So erfahren Mädchen und Jungen, dass sie mit ihren 
Wünschen gehört und ernst genommen werden. Es liegt in der Verantwortung der Mi tarbeiterinnen 
und Mitarbeiter, die Bereiche festzulegen, in denen die Kinder mitentscheiden. Es gibt Bereiche, in

Kapitel: Anlage 5: sexualpädagogische Konzeption 
37 
 
denen Mädchen und Jungen keine eigenen Entscheidungen treffen können, wenn ihre Gesundheit 
oder ihre Sicherheit gefährdet ist 
(z.B. nicht umziehen wollen bei nasser Kleidung, im Winter barfuß laufen o.ä.)  
  
Partizipation betrifft grundsätzlich alle Bereiche des Alltags mit Kindern. Wir beziehen uns hier vor al-
lem auf das Erziehungsziel der Selbstbestimmung in Bezug auf den eigenen Körper und di e eigenen 
Gefühle der Kinder: Mädchen und Jungen werden darin bestärkt, ihre eigenen Gefühle und die Ge-
fühle anderer wahrzunehmen und sie zu beachten. So haben sie das Recht „Nein“ zu sagen und ihr 
„Nein“ wird akzeptiert. Dies bezieht sich auch darauf, wenn sie zum Beispiel nicht auf den Schoß ge-
nommen werden, nach mehrfacher Motivation und Unterstützung/Begleitung nicht fotografiert oder 
berührt werden möchten. 
Bei allen Handlungen achtet der Mitarbeiter/die MitarbeiterInnen darauf, eigene Vorstellungen un d 
Einstellungen dem Kind gegenüber neutral zu halten und/oder gegebenenfalls an andere Mi-
tarbeiter*innen abzugeben. 
 
3. Nähe und Distanz 
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter respektieren die Wünsche des Kindes in Bezug auf Nähe und 
Distanz, wie zum Beispiel beim Wickeln oder Kuscheln.  
Mädchen und Jungen suchen sich dabei die eigene Bindungsperson unter den Mitarbeiterinnen und 
Mitarbeitern aus, der sie sich anvertrauen und bei der sie Nähe suchen.  
Grundsätzlich soll das Bedürfnis nach körperlicher Nähe nur vom Kind und nicht vom Erwachsenen 
ausgehen- Sonderfall: Trösten, Pflege, Sicherheit. 
Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist wichtig, dass jedes Kind das Maß an Nähe bekommt, dass 
es benötigt, um sich sicher und beschützt zu fühlen. Dafür achten sie auf die Signale des Kindes und 
orientieren sich an seinen Bedürfnissen. Sie achten auf individuelle Äußerungen des Kindes, z. B. in 
Bezug auf Berührungen, und reagieren angemessen. Dabei gilt es dem Kind auch ein angemessenes 
Nähe- Distanz Verhalten gegenüber Fremden, Erwachsenen usw. erfahrbar zu machen, um ein  Ver-
trauen gezielt und vorsichtig im Sinne von Selbstschutz und Prophylaxe zu entwickeln.  
 
Das Maß an körperlicher Nähe ist abhängig von dem Alter der Kinder. Die Jüngsten benötigen noch 
viel Schutz und Zuwendung. Die älteren Kinder sind häufig nicht mehr so anhänglich wie die jüngeren 
und erkunden neugierig ihr Umfeld, so dass auch das Nähe-suchende Verhalten gegenüber den Mi-
tarbeiterinnen und Mitarbeitern allmählich abnimmt. In Situationen, in denen das Kind Unterstützung 
oder Nähe wünscht, weil es zum Beispiel traurig ist, reagieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 
entsprechend feinfühlig auf die Bedürfnisse des Kindes, bis es sich wieder wohlfühlt. Dann wird es zu 
neuen Aktivitäten bzw. zum Spiel angeregt.  
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter achten auf ihre eigenen Grenzen. Mitarbeiterinnen bzw. ein Mi-
tarbeiter werden sich nicht von Kindern auf den Mund küssen oder im Intimbereich anfassen (Brust, 
Scheidenbereich) lassen.  
So lernen die Kinder nach und nach, dass sie selbst, wie auch ihre authentisc hen und selbstverant-
wortlichen Erzieherinnen und Erzieher, für sich entscheiden können, wie viel körperliche Nähe sie 
darüber hinaus, zulassen möchten. Zudem lernen sie durch die Vorbildfunktion der Erzieherin bzw. des 
Erziehers, sich selbstbestimmt zu verhalten und „Nein“ zu unerwünschtem Verhalten, wie ungewollte 
Berührungen, zu sagen. Die Kinder lernen über Grenzen setzen, sich selbst auch abgrenzen zu können 
und/oder sich zu trauen

Kapitel: Anlage 5: sexualpädagogische Konzeption 
38 
 
4. Typisch Mädchen - typisch Junge  
Für die Entwicklung eines Kindes ist es wichtig, sich in vielen verschiedenen Bereichen auszuprobieren 
- unabhängig davon, ob es ein Mädchen oder ein Junge ist.  
Diese gesellschaftliche Entwicklung findet sich in vielen Aspekten des alltäglichen Angebotes in der 
KiTa wieder. So erhalten Kinder Anregungen und Impulse, die von den Interessen der Kinder aus-
gehen, egal welchem Geschlecht sie angehören. Jungen und Mädchen erhalten kreative Angebote, wie 
zum Beispiel Musik und Tanz, Bewegungsangebote wie Fußball und Klettern, Angebote im haus-
wirtschaftlichen Bereich, wie zum Beispiel Kochen und Backen oder handwerkliche Tätigkeiten.  
Es ist die Aufgabe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darauf zu achten, dass sich alle Kinder glei-
chermaßen daran beteiligen können. Die Gruppenräume sind so ausgestattet, dass Mädchen und 
Jungen Spiel- und Beschäftigungsmaterial vorfinden, das vielfältig und für alle Kinder zugänglich ist. So 
bieten die Fachkräfte Kindern gezielt Material und Spielmöglichkeiten an, die ihre Kompete nzen er-
weitern und ihre Interessen fördern. So sollen die Kinder angeregt werden, Tätigkeiten und 
Verhaltensweisen zu erproben und entwickeln, die nicht den typischen Rollenzuschreibungen 
entsprechen. 
 Alle Gefühlsäußerungen sind willkommen und wertgeschätzt, unabhängig von gesellschaftlichen 
Erwartungen an das Verhalten von Mädchen und Jungen.  
Gleichzeitig ist den Mitarbeiter*innen bewusst, dass sie auch mit ihrem Handeln wichtige Rollenmod-
elle für die Kinder sind.  
 
In regelmäßigen Abständen gibt es Entwicklungsgespräche, in denen auch die Identitätsfindung des 
Kindes ein Thema sein kann, damit sowohl die Eltern als auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 
das Kind darin unterstützen, seine eigene Persönlichkeit zu entwickeln. 
 
 
5. Wickeln  
Es gehört zu den Aufgaben aller beschäftigten Erzieherinnen und Erziehern, Kinderpflegerinnen und 
Kinderpflegern sowie Berufspraktikantinnen und Berufspraktikanten, das Wickeln der Kinder zu 
übernehmen- geschlechterunabhängig. 
Voraussetzung ist ein vorliegendes einwandfreies Führungszeugnis. Ebenso bedarfs es gerade bei 
neuen Mitarbeitern*innen einen Beziehungsaufbau zu den Kindern. 
Praktikantinnen und Praktikanten, die nur wenige Wochen oder kürzer in der KiTa sind, wickeln nicht.  
Während der Eingewöhnungszeit begleiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Eltern beim 
Wickeln Ihres Kindes. Es ist das Ziel, in dieser Zeit das Vertrauen des Kindes zu gewinnen, so dass es 
sich bald auch gerne von den Pädagogen*innen der Gruppe wickeln lässt. Außerdem können Sie auf 
Besonderheiten und Rituale beim Wickeln hinweisen.  
Die Wickelsituation ist nicht nur eine reine Pflege- sondern auch eine soziale Situation, die die Mäd-
chen und Jungen oft genießen. Damit sich das zu versorgende Kind nicht mit seinem Körper aus-
geliefert fühlt, wird das Kind nach seinen Möglichkeiten in den Prozess des Wickelns und Umziehen, 
sowie Versorgung nach Toilettengang aktiv einbezogen- so entwickelt das Kind zudem ein Gefühl und 
eine Verantwortung für den eigenen Körper. Andere Kinder dürfen die Wickels ituation begleiten, 
wenn das Kind sowie die begleitenden Kinder dies wünschen und die Situation für sie damit gelöster 
wird. 
Zudem bildet die Gestaltung des Wickelns (Rituale, kleine Körperspiele, Lieder usw.…) sowie die hy-
gienische Umsetzung eine wichtige Grundlage für den intimen Wickelprozess des Kindes. 
Als Schutz für den Intimbereich, stehen die Mitarbeiter*innen schützend vor dem Kind und lehnen die 
Türe zum Waschraum während eines erhöhten Publikumsverkehrs (Bring -und Holzeiten) sichtges-
chützt an.  Eltern, die ihre Kinder noch in der KiTa wickeln möchten, werden gebeten zu warten, bis 
die Mitarbeiter*in ihre Wickelsituation beendet hat. 
 
Die Kinder bei den Kleinen Riesen werden nach Bedarf und nicht nach Zeitplan gewickelt.

Kapitel: Anlage 5: sexualpädagogische Konzeption 
39 
 
Die Entwöhnung von der Windel ist eine große Aufgabe für die Familie und das Kind, die individuell 
unterschiedlich bewältigt wird. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möchten durch z. B. Gespräche, 
Informationsveranstaltungen und Literaturtipps unterstützen.  
Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begleiten die Entwöhnung Ihres Kindes von der 
Windel gelassen und beugen Leistungsdruck vor.  
Zum Umkleiden wird den Kindern natürlich ein sichtgeschützter Bereich ermöglicht.  
Natürlich werden Kinder, die sich von der Windel entwöhnen, darin unterstützt und erinnert, die Toi-
lette aufzusuchen. So werden die Kinder vor und nach längeren Beschäftigungen, Essenssituationen 
und außer Haus Aktivitäten angehalten die Toilette nochmal aufzusuchen.  Da Kinder in erster Linie 
bedürfnisorientiert entscheiden, soll der Erwachsene dem Kind eine Erinnerungshilfe sein.  
 
Grundsätzlich werden Kinder, die eine Toilette aufsuchen darin unterstützt, diese intime Situation ges-
chützt und alleine wahrzunehmen und bei Bedarf nach Hilfe durch eine Mitar beiter*in zu rufen. 
 
 
6. Kindliche Sexualentwicklung  
Mütter und Väter sind oft irritiert, wenn im Zusammenhang mit ihren jungen Kindern von Sexualität 
gesprochen wird. Die kindliche Sexualität unterscheidet sich jedoch grundlegend von der Sexualität 
Erwachsener. 
Mädchen und Jungen nehmen angenehme Gefühle mit allen Sinnen wahr und reagieren spontan, neu-
gierig und unbefangen auf alles, was sie im Zusammenhang mit Körperlichkeit erleben.  
Die Regeln, nach denen Erwachsene Handlungen bewerten - also entscheiden, was „erlaubt“ ist und 
was nicht -, erlernen die Kinder in den ersten Lebensjahren dadurch, dass Erwachsene ihnen diese 
vorleben oder dadurch, dass ihnen bestimmte Handlungen erlaubt oder verboten werden.  
 
 
Was bedeutet das konkret für das Alltagshandeln in der KiTa? 
 
o Über den eigenen Körper sprechen  
Genauso selbstverständlich wie Kleinkinder ihre Hände und Füße betrachten und begreifen, erkunden 
sie auch ihre Geschlechtsteile und so selbstverständlich wie Eltern z. B. beim Wickeln und Waschen 
des Kindes Arme, Beine, oder Bauch benennen, sollten sie auch die Geschlechtsteile benennen. So ler-
nen die Mädchen und Jungen mit der Sprachentwicklung die Benennung aller Körperteile, was für den 
Aufbau eines positiven Körpergefühls ein wichtiger Schritt ist. Die Fachkräfte setzen dies bei ihrer Ar-
beit in der KiTa fort und achten darauf angemessene Bezeichnungen bei der Benennung der Ges-
chlechtsteile zu verwenden. Verniedlichungen in den Begriffen seitens der Erwachsenen ist eine „Kon-
traindikation“ hinsichtlich eines natürlichen Umgangs mit Sexualität. 
Die Nutzung von Vulgärbegriffen wird hinterfragt und so korrigiert, dass ein wertschätzender respektv-
oller Umgang beibehalten wird. Den Mitarbeiter*innen ist bewusst, dass sowohl im Krippen -als auch 
im Kindergartenalter Vulgär- und Fäkalbegriffe Ausdruck von Scham sein kann und somit eine Atmos-
phäre von Natürlichkeit umso wichtiger ist.  
Dazu gehört auch, dass Fragen von Kindern ernsthaft beantwortet werden. Mit der Sprachentwicklung 
geht das sogenannte „Fragealter“ der Kinder einher. Sie möchten alles ergründen und stellen zu jedem 
Thema Fragen. Die Kinder erhalten auf ihre Fragen Antworten in kindgerechter Sprache, die 
entsprechend ihrem Entwicklungsstand formuliert und erklärt werden und in Absprache  mit den 
Eltern erfolgen.  
 
o Kennenlernen des eigenen Körpers  
Bemerken Erwachsene, dass ein Kind sich an seinen Geschlechtsteilen berührt, ist ihnen dies 
manchmal unangenehm und sie neigen dazu, dies zu verbieten. Für eine positive Einstellung zum 
eigenen Körper ist es förderlich, seine Erkundungen zuzulassen. In jedem Fall achten die Erzieherinnen

Kapitel: Anlage 5: sexualpädagogische Konzeption 
40 
 
und Erzieher darauf, dass dies in einem geschützten Rahmen (WC Bereich) und nicht öffentlich ges-
chieht.  
Zur kindlichen Sexualentwicklung gehört die Neugier auf alles, was mit dem eigenen Körper und des-
sen Funktionen zusammenhängt. Deutlich tritt dieses Interesse bei dem Thema Selbstberührungen 
und bei „Doktorspielen“ zu Tage. Es gehört zur kindlichen Sexualentwicklung, dass manche Kinder ih-
rer Neugier durch Berührungen im Genitalbereich Ausdruck verleihen. Manche Kinder tun dies, andere 
nicht. Diesem Interesse des Kindes begegnen die Fachkräfte mit einer offenen und wertschätzenden 
Haltung auf der Basis von fachlichem Wissen.  
 
Genauso wichtig wie das Thema Selbsterkundung ist die Auseinandersetzung mit den so genannten 
„Doktorspielen“. Bei „Doktorspielen“ stillen Kinder ihre Neugierde und ihr Interesse in Bezug auf ihren 
eigenen Körper und den anderen Kindern. Sie schauen sich gegenseitig unbekleidet an und vergle ichen 
ihren Körper mit den anderen Kindern.  
Aus Rücksicht zu verschiedenen Kulturen und familiären Hintergründen lassen wir dies in unseren Ein-
richtungen nicht zu.  Die Mitarbeiter*innen reagieren sachlich, neutral und verweisen die Kinder 
darauf dies im Kindergarten zu unterlassen. 
So darf niemand einem anderen Kind oder sich selbst einen Gegenstand in den Mund, die Nase, das 
Ohr, den Po, die Scheide oder den Penis stecken oder die Grenzen des Spielpartners missachten.  
 
Jedes Mädchen und jeder Junge bestimmt selbst, ob und mit wem sie oder er spielen möchte. Die 
Fachkräfte kennen die Grenzen und vermitteln diese den Kindern und achten immer auf deren Einhal-
tung.  
Mütter und Väter sind und bleiben die Experten für Ihr Kind. Für eine vertrauensvolle Zusammen arbeit 
sind die Entwicklungsgespräche, in denen sich die Eltern mit den Fachkräften auch über die sexuelle 
Entwicklung ihres Kindes austauschen können, sehr wichtig.  
Unser Ziel, die Kinder zu gesunden, selbstbewussten und selbstbestimmten Mädchen und Jung en zu 
erziehen, können wir nur gemeinsam erreichen, indem wir dazu beitragen, den Kindern eine Stärkung 
des Körpergefühls zu vermitteln, sie gut zu informieren und somit möglicher Kindeswohlgefährdung 
vorzubeugen. 
 
 
7. Sexualpädagogik in der KiTa  
Das Thema Sexualpädagogik ist ein wichtiges Thema im Bildungsbereich „Körper und Sinne“ mit Ange-
boten für Familien, Mitarbeitende und Kinder.  
Ziel ist es, dass alle Mädchen und Jungen einen positiven Zugang zu ihrem Körper und  zu ihrer Sexuali-
tät finden. So lernen sie, respektvoll mit sich und anderen umzugehen und ihre eigenen Grenzen zu 
wahren. Auch Angebote zur Prävention von sexueller Gewalt gegen Kinder sowie entsprechende 
Auflagen zum Schutz der Kinder im Alltag gehören dazu. 
Die Kinder tragen immer eine Badehose, Schwimmwindel und/oder einen Badeanzug. Die Umkleideak-
tion wird immer in den Räumlichkeiten der Kita vorgenommen. 
  
Das Themenfeld Sexualpädagogik wird, wie alle Bildungsbereiche in unserer KiTa, sowohl zu Hause als 
auch in der KiTa umgesetzt. Über die pädagogische Umsetzung in der KiTa des Kindes werden Eltern z. 
B. durch Informationsabende, zum Teil mit externen Referentinnen und Referenten, durch Aushänge, 
in den Entwicklungsgesprächen und natürlich in der vorliegenden Konzeption informiert.  
Das Thema Sexualpädagogik findet sich in den Gruppenräumen der KiTa durch vielfältiges Material, 
wie z. B. Bilderbücher wieder.  
Unser Ziel ist es dabei, dass die Kinder ihren Körper ohne Schamgefühl wahrnehmen und als Ich -
Erfahrung schätzen, schützen und akzeptieren zu lernen.

Kapitel: Anlage 5: sexualpädagogische Konzeption 
41 
 
In ihrer Kindergartenzeit sollen alle Mädchen und Jungen die Bezeichnungen und die Funktionen der 
Körperteile des menschlichen Körpers kennenlernen. Dazu gehört auch, dass Kinder die Bezeich-
nungen für die Geschlechtsorgane kennen und benutzen können und Antworten auf ihre Fragen 
bezüglich Liebe, Sexualität, Zeugung und Geburt erhalten. Themen, die durch die Kinder aufkommen, 
werden erzieherisch begleitet, damit die Kinder mit diesem Thema und damit au fkommenden Gefüh-
len nicht allein gelassen werden.  
 
Die Kinder erleben, dass alle Lebens- und Familienformen in der KiTa gleichermaßen wertgeschätzt 
werden. Ziel unserer Gesellschaft und unserer Kita ist eine vorurteilsfreie Erziehung - in der der 
Mensch mit seinem Charakter und Wesen im Vordergrund steht und niemals aufgrund seiner Gesin-
nung.  
 
Um die Kinder und Eltern kompetent begleiten zu können, besuchen die Mitarbeiterinnen und Mi-
tarbeiter unserer KiTas u.a. Fortbildungen zum Thema Sexualpädagogik und Prävention.  
Einzelfallbesprechungen und kollegialer offener Austausch verbunden mit selbstreflektierendem 
Verhalten bilden die Grundlage für einen sensible und möglichst  
vorurteilsfreie Begleitung in der Sexualpädagogik Ihres Kindes.  
 
Regeln kurzgefasst für den Kita-Alltag bei den Kleinen Riesen: 
▪ Der Wunsch nach körperlicher Nähe geht nur vom Kind aus, nicht vom Pädagogen *innen 
▪ Gefühle, Meinungen sowie Grenzen werden von allen respektiert und akzeptiert („Nein heißt Nein“)  
▪ Körperteile werden immer klar benannt (Penis, Vagina, Brust, Gesäß, Brustwarzen) 
▪ Vulgäre Ausdrucksformen werden nicht geduldet 
▪ Das Kind agiert Selbstbestimmt mit Rücksicht auf andere Spielpartner (Grenzen wahren)  
▪ Erkundungsspiele finden nur in voller Bekleidung mit Kindern des gleichen Entwicklungsstand statt 
▪ Körperöffnung sind Tabu 
▪ Das Entkleiden des Körpers beim Spielen ist verboten 
▪ Die Selbsterkundung findet immer ohne jegliche Beobachter (Kinder, Eltern, Pädagogen) und in der Toi-
lettenkabine statt 
▪ Die Kinder werden sowohl von weiblichen, männlichen und diversen Pädagogen*innen, gewickelt sowie 
beim Toilettengang begleitet (Voraussetzungen sind eine aufgebaute Bindung zum Kind sowie ein Füh-
rungszeugnis ohne Einträge) 
▪ Das Mitteilen bzw. Hilfe holen ist kein Petzen, sondern wird positiv bewertet 
▪ Eltern werden noch am gleichen Tag über Vorkommnisse informiert  
▪ Pädagogen*innen und Kinder küssen sich nicht auf den Mund 
Zum Schluss ist noch hinzuzufügen, dass jede Kita diese Konzeption auf den entsprechenden Sozialraum 
anpasst. Dies wird in der hauseigenen Konzeption ausgeführt.

Kapitel: Anlage 6: Personalmangel 
42 
 
ANLAGE 6: PERSONALMANGEL  
Definition:  
Es kann jederzeit vorkommen, dass Personal durch Kra nkheit, Urlaub oder Fortbildung ausfällt und es dadurch 
zu personellen Engpässen kommt. Um die sichere Betreuung der uns anvertrauten Kinder zu gewährleisten, ist 
immer eine gewisse Anzahl an Personal notwendig.  Wenn eine voll belegte Gruppe an Kindern vo n weniger als 
zwei Kräften mit Aufsichtspflicht besetzt ist, gilt dies als Personalmangel.  
Infobox 
➢ Die Gruppenstärke darf folgende Kinderanzahl nicht überschreiten:  
o Gruppenform 1: 22 Kinder 
o Gruppenform 2: 11 Kinder 
o Gruppenform 3: 27 Kinder 
➢ Jede Gruppe ist mit 2 Kräften mit Aufsichtspflicht besetzt. 
➢ Die Einrichtungsleitung oder in Abwesenheit die Stell - / Abwesenheitsvertretung ist berechtigt fol-
gendes zu streichen bzw. anzuordnen: 
- Überstunden (Auf- oder Abbau von Überstunden) anzuordnen 
- Fortbildungen der MA abzusagen bzw. abzubrechen (wenn Personalnotstand vorhersehbar oder 
akut ist) 
- Je nach Situation Arzttermine (auch Facharzttermine) sowie Urlaube von MA streichen  
- Bei Streichung von Fortbildungen, kostenpflichtigen Arztterminen bzw. Urlauben wird die regionale 
Leitung / der Träger informiert & Absprachen bezüglich der Kostenerstattung bzw. Kostenentste-
hung getroffen. 
 
Maßnahmen: 
1. Internes Aufteilen der Kräfte auf die einzelnen Gruppen. Bei geringer Gruppenstärke Zusammenlegen 
der Gruppen. 
Beispiel:  
Gruppe A hat eine Kraft und Gruppe C hat drei Kräfte auf jeweils volle Gruppenstärken. Es wechselt eine 
Kraft aus Gruppe C in Gruppe A, um in beiden Gruppen den Personalschlüssel zu gewährleisten.  
Wenn nicht möglich, da in allen and eren Gruppen auch nur zwei Kräfte sind übernimmt dies die Stel-
lvertretung bzw. Leitung und geht in den Gruppendienst (ggf. Ganztägig).  
2. Dienstzeiten der MA überprüfen und anpassen, damit wenn möglich die Schichten abgedeckt sind.  
3. Individuelles Abwägen der Teilzeitkräfte / Springer 
Bei der Regionalleitung Springerkraft anfragen oder bei den Teilzeitkräften die Dienstzeit entsprechend 
dem Bedarf schieben bzw. den Überstundenaufbau anordnen zum Abdecken der Kernzeitbetreuung.  
4. Wenn möglich Personal „zurückrufen“ 
- Von Fortbildungen 
- Bei Arztterminen / Terminen 
- Vom Überstundenabbau 
 
5. Notbetreuung: 
 
5.1. Gruppenbelegung (Gruppenstärke) überprüfen . Je nach Kinderzahl können Gruppen zusam-
mengelegt werden. -siehe Infobox-  
5.2. Öffnungszeiten verkürzen . Die Einrichtung wird eine halbe Stunde früher geschlossen, je nach 
Möglichkeit auch eine Stunde.  
5.3.  Gruppenstärke verringern, dabei werden Kinder nach Hause geschickt.  
Beachte folgende „Platzierung“:

Kapitel: Anlage 7: Aufnahmekriterien 
43 
 
1. Berufstätige Familien (wo beide Eltern arbeiten) haben Vorrang 
2. Familien deren Eltern zur Schule, Ausbildung, Uni gehen (mit Nachweis)  
3. Eltern die wirklich wichtigen Termine haben (nur mit Nachweis, sonst werden  diese ebenfalls 
nach Hause geschickt) 
5.4.  Gruppen schließen  
Hier muss abgewogen werden, ob eine einzelne Gruppe, ein Bereich oder alle Gruppen betroffen sind. 
Es sollte darauf geachtet werden, dass nicht immer die gleiche Gruppe betroffen ist. In kleinen Ei nrich-
tungen, evtl. direkt Gruppenübergreifend arbeiten (orientiert an 5.2.).  
Die regionale Leitung/ Träger wird über folgende Maßnahmen informiert, so dass der Ablauf an das Landesju-
gendamt weitergegeben werden kann.  
 
ANLAGE 7: AUFNAHMEKRITERIEN  
 
o Kinder, die in der Gemeinde/Stadt wohnen und gemeldet sind, vorzugsweise Kinder aus dem Einzugs-
bereich. 
o Aufnahme der Kinder im Rahmen der festgelegten Betreuungsstruktur.  
o Kinder, deren Geschwister die Einrichtung zeitgleich besuchen haben Vorrang zum Besuch derselben 
Kindertageseinrichtung 
o Kinder, deren Eltern einer Berufstätigkeit nachgehen, eine Ausbildung absolvieren bzw. dem Arbeits-
markt zu Verfügung stehen müssen. (Die Bescheinigung einer Erwerbstätigkeit oder eine Bescheini-
gung der Ausbildungsstelle kann eingefordert werden) 
o Beachtung der Gruppenaltersstruktur 
o Kinder, deren Eltern Mitarbeiter*innen der Kitas der Kleinen Riesen Nord gGmbH sind, haben Vorrang 
zum Besuch einer der Kindertageseinrichtungen. 
o Kinder, die aufgrund einer persönlichen Notlage einen Kitaplatz benötigen. Als persönliche Notlagen 
gelten der nachgewiesene Ausfall der wesentlichen Betreuungsperson/en durch Tod oder durch Er-
krankung, die eine Betreuung des Kindes unmöglich macht und die wirtschaftliche Absicherung der 
Familie gefährdet sowie eine Betreuungsnotwendigkeit zum Schutz des Kindes erforderlich ist. Die 
Prüfung und Entscheidung hierzu obliegt der Kita-Leitung in Abstimmung mit dem Träger. 
o Geschlechterverhältnis 
o Verhältnis von Kindern mit und ohne Migrationshintergrund 
o Verhältnis von Kindern mit und ohne Behinderung 
o Ältere Kinder werden vorrangig aufgenommen 
o  Zusammenarbeit mit Eltern (Gesprächsbereitschaft, Einhaltung von Kita -Regeln und Absprachen, Ver-
ständnis von Erziehungspartnerschaft) 
 
 
Platzvergabe 
Die Platzvergabe erfolgt durch die Leitung, ohne dass eine Begründung der Entscheidung erfolgt.

Anlage_4.1_Fröbel_Bewerbung_Sonja Kutner Weg

1642 Zeichen

FRÖBEL

Kompetenz für Kinder

& FRÖBEL Bildung und Erziehung - Komödiensir. 18-24 - 50667 Köln

Stadt Münster

Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Frau Anja Gerick

Hafenstraße 30

48127 Münster

Ausschreibung der Trägerschaft für die neue Kindertageseinrichtung KR November 2020
on iver Jus

am Sonja-Kuthner-Weg im Stadtteil Gievenbeck Tel 0221 |2999 42-71
(Ausschreibungsnummer: 02/2020), Zeichen: 51 10 0114 just@froebel-gruppe.de
Angebot zur Übernahme der Trägerschaft

FRÖBEL Bildung und Erziehung ge-
“ meinnülzige GmbH
Komödienstr. 18-24

hiermit geben wir form- und fristgerecht unser verbindliches schriftliches Ange- 50667 Köln

bot zur Übernahme der Trägerschaft der neuen Kindertageseinrichtung am Tel 0221|29 99.42 60
Sonja-Kuthner-Weg im Stadtteil Münster-Gievenbeck ab. Wie in unseren aus- HENEILIRENEAREN
führlichen Bewerbungsunterlagen aufgeführt, ist es uns möglich, einen Träger-

anteil in Höhe von 7,8 % zu leisten.

Sehr geehrte Frau Gerick,

www.froebel-gruppe.de

Geschäftsführung:
" . " " j " Dr. Gudrun Rannacher
Für weiterführende Gespräche stehen wir sehr gerne zur Verfügung. Stefan Spieker (Sprecher)
Aufsichtsratsvorsitzender
Mit freundlichen Grüßen Rainer Borgmann-Quade
FRÖBEL Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbH Bank für Sozialwirischaft

IBAN DE72 1002 0500 0003 3635 00
BIC BFSWDES3IBER

L /
en ) % vg Amtsgericht Charlottenburg
/ \ \ j HRB 102668 B
i.V/ Oliver Just / Sitz der Gesellschaft: Berlin
£i, Me “ n .
Leiter Projoklentweurg 8ertieb Nordrhein-Westfalen Steuernummer
Y 27/603/52722

7 2 /

v
Steuernummer des Organträgers
27/635/52999

Gläubiger-Identifikationsnummer
DE1122200000342860

Anlage A

4626 Zeichen

Anlage A zur V/1043/2020 
Kurzüberblick 
Die Verwaltung schlägt vor, dem Träger educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH die Trä-
gerschaft für die Kindertageseinrichtung am Sonja-Kutner-Weg im Stadtteil Gievenbeck, Bezirk 
West zu übertragen. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Der Bundesgesetzgeber hat für den Ausbau von bedarfsgerechten Betreuungsangeboten in 
Deutschland einen gesetzlichen Rechtsanspruch geschaffen. Dieser Rechtsanspruch auf einen 
Betreuungsplatz gilt seit dem 1. August 2013 für alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebens-
jahr.  
 
Die Stadt Münster greift die Pflichtaufgabe zum bedarfsgerechten Ausbau der Kindertagesbe-
treuung in der Produktgruppe 0601 „Förderung von Kindern in Tagesbetreuung“ in zwei Zielen 
auf.  
Zum einen ist der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für Kinder im Alter von 3 - 6 Jah-
ren sicherzustellen und weiterhin sollen Tagesbetreuungsangebote für unter 3-jährige Kinder mit 
einer Versorgungsquote von bis zu 50 % ausgebaut werden.  
 
Mit dem Erreichen dieser Werte werden die ISM Leitziele „Wir werden einer der führenden  
Bildungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungsstandorte in Europa“ und  
„Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität mit hohem Wohn-
wert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft weiterentwickeln“ for-
ciert.   
 
Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung der Kindertageseinrichtung am 
Sonja-Kutner-Weg und die anschließende Trägervergabe mit den Vorlagen V/1187/2019 und 
V/1187/2019/1 beschlossen. 
 
Die Verwaltung schlägt vor, dem Träger educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH die Trä-
gerschaft für die Kindertageseinrichtung am Sonja-Kutner-Weg im Stadtteil Gievenbeck zu über-
tragen. 
 
Mit dem Beschluss über die Trägerschaft der Kindertageseinrichtung am Sonja-Kutner-Weg wird 
rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtung ein Träger bestimmt, so dass weitere Detailpla-
nungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden können. 
 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 0601 Förderung von Kindern in Tagesbetreuung 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja  Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja X Nein   
Im Haushaltsplanentwurf 2021 enthalten? X Ja  Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? X Ja  Nein   
Bereits veranschlagt? X Ja  Nein   
Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung am Langebusch betragen auf der Grundlage der 
unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen von August bis Dezember 2023 
828.600 € und 2024 ff. 2.001.200 €. Der städtische Betriebskostenanteil liegt für August bis Dezem-
ber 2023 bei 432.530 € und für 2024 ff. bei 1.044.626 €. Die Betriebskostenzuschüsse wurden be-
reits mit dem Errichtungsbeschluss V/0623/2020 dargestellt.

Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist x vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
 vollständig frei-
willig 
Gesetzliche Grundlagen:  SGB VIII §§ 22 – 26, insbesondere § 24 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Münster gehört zu den am stärksten wachsenden Städten in Nordrhein-Westfalen. Nach aktuellen 
städtischen Vorausberechnungen könnte die Bevölkerung bis 2030 ohne starke Flüchtlingszuzüge 
im Basisszenario "Dynamischer Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort" auf 326.000 Einwohner 
steigen. Unter Berücksichtigung zusätzlicher Flüchtlingszuwanderungen könnte das Wachstum 
noch deutlich stärker ausfallen und Münster in 2030 bis zu 347.000 Einwohner zählen. Die wach-
sende Stadt, die alle Bereiche des Lebens betrifft, ist eine zentrale Herausforderung, der sich 
Münster stellen muss.  
Die demographische Entwicklung der Stadt Münster ist ein grundlegender Bestandteil der Kitaaus-
bauplanung.  
Alle Maßnahmen zum Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder orientieren sich an der kleinräumigen 
Bevölkerungsprognose der Stadt Münster und sind darauf ausgerichtet, eine familienfreundliche 
Stadtentwicklung zu fördern. Dazu tragen insbesondere die bedarfsgerechte Schaffung von Plätzen 
zur Erfüllung des Rechtsanspruchs für ü3-Kinder und der Ausbau von u3-Plätzen bei.  
Im Rahmen der unterschiedlichen Arbeitsfelder der Kindertagesbetreuung werden wichtige Aspekte 
wie Barrierefreiheit, Inklusion, Sprachförderung und Qualifizierung differenziert berücksichtigt und 
unterstützen eine familienfreundliche Entwicklung in Münster. Weiterhin steht der Ausbau von Kin-
dertagesbetreuungsangeboten im Einklang mit der Ausrichtung Münsters als führender Wirt-
schaftsstandort.

Anlage_3.2_educcare_Konzept_Sonja Kutner Weg

171527 Zeichen

Angebot   
für die Übernahme der Trägerschaft der Kindertageseinrichtung 
im Sonja-Kutner-Weg in Münster-Gievenbeck (Oxford Quartier) 
(Ausschreibungsnummer 02/2020) 
 
Köln, 30. November 2020

1 
Inhaltsverzeichnis 
Prolog ........................................................................................................ 3 
1 Trägerprofil educcare:  Frühkindliche Bildung und Unterstützung von 
 Familien „neu denken“ ........................................................................... 4 
1.1 Grundsätzliches zu educcare ............................................................................ 4 
1.2 educcare fokussiert auf frühkindliche Betreuung und stabile Unterstützung 
 von Familien ...................................................................................................... 5 
1.3 educcare - Begleiter und Netzwerk ................................................................... 6 
1.4 Referenzen ........................................................................................................ 7 
2 Pädagogisches Konzept ........................................................................ 8 
2.1 Pädagogische Grundlagen und Ziele der Entwicklungsbegleitung .................. 8 
2.1.1 educcare Bildungs- und Erziehungskonzeption als pädagogische 
 Basis ..................................................................................................... 8 
2.1.2 Grundsätzliche Arbeitsweise von educcare ....................................... 12 
2.1.3 Schwerpunkte und Umsetzung der Bildungs- und 
 Erziehungskonzeption ........................................................................ 12 
2.1.4 Eingewöhnungskonzept ..................................................................... 13 
2.1.5 Zusammenarbeit mit den Eltern ......................................................... 14 
2.1.6 Integration, Inklusion und Genderthematik ........................................ 15 
2.2 Förderung der Kompetenzbereiche und  Umsetzung der 
 Bildungsgrundsätze ........................................................................................ 20 
2.2.1 Kompetenzbereiche ........................................................................... 20 
2.2.2 Schulbereitschaft: Zusammenarbeit mit Grundschulen oder 
 „lebenslanges Lernen fördern“ ........................................................... 25 
2.2.3 Bilingualer Kita-Alltag ......................................................................... 26 
2.2.4 Schlaf- und Ruhephasen .................................................................... 27 
2.2.5 Tagesablauf........................................................................................ 29 
2.2.6 Dokumentation der pädagogischen Arbeit und Entwicklung der 
 Kinder ................................................................................................. 31 
2.2.7 Digitalisierung − Medien und Technik ................................................ 36 
2.3 Ernährungskonzeption .................................................................................... 38 
2.4 Kinderschutzkonzept ....................................................................................... 44 
2.5 Raumkonzept .................................................................................................. 49 
2.6 Qualitätssicherung .......................................................................................... 50 
2.6.1 educcare Strukturen und Prozesse zur systemischen Verankerung . 50 
3 educcare als Sozialraum engagierter Träger ....................................... 55 
3.1 Zusammenarbeit mit dem Jugendamt ............................................................ 57

2  
3.2 educcare als Partner der Stadt Münster oder  „Transparenz herstellen und 
 Kooperation leben“ .......................................................................................... 57 
3.3 Kooperation mit anderen Institutionen ............................................................ 58 
3.4 Personalmanagement ..................................................................................... 58 
3.4.1 Grundsätzliches zur educcare Personalentwicklung ......................... 59 
3.4.2 Fach- und Dienstaufsicht mittels Coaching ........................................ 61 
3.4.3 Personalausstattung, Arbeits- und Vertragsbedingungen, 
 Tarifbindung ....................................................................................... 62 
4 Beweggründe für die Bewerbung ......................................................... 62 
5 Konditionen .......................................................................................... 64 
5.1 Salvatorische Klausel ...................................................................................... 64 
5.2 Allgemeine Konditionen .................................................................................. 64

3 
Prolog  
Münster ist eine lebendige Großstadt – Wissenschaftsstadt, Skulpturenstadt, Stadt des 
Westfälischen Friedens, Fahrradstadt, Hansestadt – die viel Wert auf Kultur, Bildung und 
Familienfreundlichkeit legt. 
Die Stadt ist sich der Bedeutung von hervorragender früher Bildung und einer dem 
Bedarf entsprechenden qualitativ hochwertigen Kinderbetreuung als Standortfaktor für 
Eltern und Unternehmen bewusst. Die Bildung und Erziehung von Kindern hat einen 
hohen Stellenwert, alle Kinder haben ein Recht auf gleiche Entwicklungs- und Bildungs-
bedingungen, unabhängig ihres familiären und sozialen Hintergrundes. Münster möchte 
im Stadtteil Gievenbeck auf dem Gelände der ehemaligen Oxford-Kaserne (sogn. Oxford 
Quartier) im Rahmen einer Neubebauung mit rund 1.200 Wohneinheiten eine 5-gruppige 
Kindertagesstätte errichten und so das Angebot um einen vorbildlichen Baustein als 
familienfreundliche Stadt erweitern. Im Vordergrund stehen dabei:  
 Bildungsqualität 
 stabile Vereinbarkeit von Beruf und Familie 
 Chancengleichheit für alle Kinder unabhängig von der sozialen Herkunft 
 Unterstützung der Eltern 
Mit der Umsetzung eines anspruchsvollen Gesamtkonzeptes möchte educcare den 
Ausbau der lokalen Bildungsinfrastruktur unterstützen. educcare verfügt über langjährige 
Erfahrungen im Aufbau und Betrieb von Kindertagesstätten sowie in der Zusammen-
arbeit mit Kitas, Trägern und Grundschulen. In Münster betreibt educcare mit den „Lacki 
Kids“ (betriebsnahe Einrichtung von BASF Coatings) und der Kita „Waldbach“ bereits 
zwei Einrichtungen, eine dritte geht im November 2020 in Mecklenbeck an den Start. 
Synergieeffekte durch den Betrieb weiterer Kitas in Münster sind für bestehende und 
etwaige neue Einrichtungen wertvoll und für die weiterhin gute Zusammenarbeit mit der 
Stadt und den Institutionen vorteilhaft.  
educcare möchte in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, insbesondere mit dem 
Jugendamt, eine Kindertageseinrichtung realisieren, die folgenden Ansprüchen genügt: 
Bildungs- und Unterstützungsauftrag vorbildlich erfüllen 
 individuelle und umfassende Begleitung/Förderung jedes uns anvertrauten Kindes 
 verlässliche Unterstützung der Eltern in der Verwirklichung ihrer Lebensmodelle, 
u.a. der verlässlichen Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
 vorbildliche Zusammenarbeit mit anderen Institutionen in Münster, wie z.B. den 
anderen Kitas sowie den Grundschulen und damit gleitender Übergang  
 hochwertige Pädagogik durch Umsetzung der educcare Bildungs- und 
Erziehungskonzeption 
 Integrationsförderung in Münster 
Die Kita als Spiegelbild des sozialen Umfeldes 
 die Kita als Ort der Begegnung und neuer Kontakte 
 auf die Integration verschiedener Kulturen und Sprachen zugeschnittenes 
pädagogisches Angebot sowie stadtteiloffene Angebote 
 Zusammenarbeit mit anderen Bildungsinstitutionen/-projekten

4  
 hochwertige Bildung allen Kindern in gleichem Maße ermöglichen, um ihr 
Potenzial zu entfalten. Der Anspruch auf inklusive Bildung ist universal und gilt 
unabhängig von Geschlecht, sozialen und ökonomischen Voraussetzungen oder 
besonderen Lebensbedürfnissen 
Bereicherung des lokalen Bildungs- und Erziehungsangebotes 
 Initiierung offener Bildungsangebote in Absprache mit anderen engagierten 
Institutionen (z.B. Förderung „Deutsch als Fremdsprache“) 
 Zusammenarbeit mit anderen Bildungsinstitutionen, wie Kindertagesstätten sowie 
Schulen und anderen (z.B. Öffnung der educcare Schulungen) 
Entwicklung und Erprobung familienzentrumähnlicher Strukturen in der Kita: 
 Umfeld adäquate Angebote für die Familien (z.B. Eltern-Kind-Spielgruppen, Kurse 
zur Erziehungspartnerschaft, Elterncafé, Themenabende für Eltern, gemeinsame 
Ausflüge in die Umgebung, …) 
 Ort der Information, d.h. Übersicht und Austausch zu bestehenden lokalen 
Angeboten 
 Vernetzungsaktivitäten, Kontakte und Kooperationen mit Institutionen vor Ort, z.B. 
Kitas, Grundschulen, Vereinen, gebietsübergreifenden Veranstaltungen etc.  
Mit dieser Bewerbung bekundet educcare die Bereitschaft zur Übernahme der Träger-
schaft für die neue Kindertageseinrichtung im Sonja-Kutner-Weg in Gievenbeck.  
Das im Weiteren ausgeführte Konzept steht für die Erfüllung der definierten Anforde-
rungen. Wir würden uns freuen, wenn Sie dem Konzept folgen und freuen uns auf eine 
etwaige konstruktive Partnerschaft.  
1 Trägerprofil educcare:  
Frühkindliche Bildung und Unterstützung 
von Familien „neu denken“ 
1.1 Grundsätzliches zu educcare 
educcare wurde von Marcus Bracht und Axel Thelen im Jahr 2002 mit dem Anspruch des 
„neu Denkens“ in Köln gegründet. Antriebsfeder waren persönliche Erfahrungen mit 
Kindertagesstätten sowie gemeinsame Forderungen von Eltern, Erzieher*innen, 
Unternehmen und der Politik nach neuen umsetzbaren Ansätzen im frühkindlichen 
Bereich. In den darauffolgenden Jahren konnten Personen aus Praxis, Wissenschaft und 
Verwaltung gewonnen werden, mit dem gemeinsamen Ziel, frühkindliche Bildung und 
Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern.  
Seit 2003 ist educcare bundesweit anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. educcare 
plant, realisiert und betreibt im Auftrag von innovativen Städten und Unternehmen 
educcare Kindertagesstätten in ganz Deutschland. Es besteht eine Mitgliedschaft im 
Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege bei den Johannitern. educcare-Einrichtungen 
stellen konsequent die Anforderungen von Kindern und Familien in den Mittelpunkt ihres

5 
professionellen Handelns. Seit Mitte 2008 ist educcare der erste Träger einer von der 
UNESCO ausgezeichneten und in das UNESCO Projektschulen Netzwerk 
aufgenommenen Kindertagesstätte. In 2014 folgte eine zweite educcare Einrichtung.  
educcare Kindertagesstätten definieren sich als: 
 zweites Zuhause für Kinder und Eltern  
 exzellenter Entwicklungs- und Bildungsort 
 Ort vorbildlicher Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
 Ort, der integriert und nicht ausgrenzt 
Die Basis bilden die educcare Bildungs- und Erziehungskonzeption sowie Praxis 
unterstützende Strukturen und Prozesse, die eine verlässliche Umsetzung ermöglichen 
und sicherstellen.  
educcare versteht sich als verantwortlicher Teil der Gesellschaft und leistet durch 
verschiedene Aktivitäten einen Beitrag zur erforderlichen Weiterentwicklung der 
frühkindlichen Bildung in Deutschland. educcare ist Gründungsmitglied des 2018 
gegründeten Deutschen Kitaverbandes, der die Interessen freier, unabhängiger Träger 
vertritt. Marcus Bracht engagiert sich in diesem Rahmen als stellvertretender 
Geschäftsführer im Landesverband NRW. 
Träger der Kindertagesstätten ist die educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH in 
Köln. 
Aktuell betreibt educcare 40 Kindertagesstätten mit zwei bis 26 Gruppen in fünf 
Bundesländern (NRW, BW, RLP, HE, BAY), 18 davon in NRW. Das educcare Team 
zählt über 1.000 engagierte und qualifizierte Mitarbeitende.  
Diesen umfassenden und vielschichtigen Erfahrungsschatz bringt educcare konsequent 
und systematisch in neue Projektkonstellationen ein.  
Unternehmensgröße, Struktur und Selbstverständnis von educcare garantieren absolute 
Auftraggebernähe, Verlässlichkeit und Flexibilität, die gerade bei Aufbau und Betrieb 
einer Kindertagesstätte eklatant wichtig sind.  
1.2 educcare fokussiert auf frühkindliche Betreuung 
und stabile Unterstützung von Familien 
educcare ist ausschließlich im Bereich frühkindlicher Bildung und zeitgemäßer 
Unterstützung der Familien tätig, d.h. educcare kann alle Kräfte und die volle 
Aufmerksamkeit in diesem komplexen Themenbereich bündeln.  
Auftraggeber sind innovative Kommunen, Behörden sowie Unternehmen. Diese legen 
Wert auf vorbildliche und anforderungsgerechte Kindertagesstätten und wollen es nicht 
bei Konzepten belassen, sondern deren tagtägliche Umsetzung sichergestellt wissen.  
Zudem berät educcare auf Anfrage auch andere Träger, Institutionen, Unternehmen und 
Politik. im Hinblick auf pädagogische Themen wie individualisierter frühkindlicher Bildung 
und in organisatorischen Themen wie der systemischen und effizienten Verankerung 
pädagogischer Arbeit. 
Ein Beispiel für Politikberatung ist die Einladung von educcare zum Bildungsgipfel ins 
Kanzleramt. Hier hat sich die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel über den aktuellen 
"Vielen Dank für die Fort-
bildung. Sie hat meine 
Schule auf mehreren 
Ebenen unterstützt; 
inhaltlich bezüglich des 
Seminarthemas Übergang, 
KiTa und Grundschule und 
strukturell beim Denken in 
Evaluationszirkeln und 
Zielsetzungen." 
Wolfgang Kollecker, 
Schulleiter der Deutschen 
Europäischen Schule 
Manila

6  
Stand und die Herausforderungen des deutschen Bildungssystems informieren lassen. 
Gemäß der Unternehmensphilosophie aktiv Verantwortung für frühe Bildung zu 
übernehmen, hat educcare Anfang 2013 die Wertschätzungskampagne „Erzieherinnen 
und Erzieher sind Helden!“ aus der Taufe gehoben. Zielsetzung ist es, einen Beitrag zur 
Verbesserung der gesellschaftlichen Wertschätzung des Berufsstandes als auch der 
Rahmenbedingungen zu leisten. Die Kampagne genießt eine beeindruckende Resonanz 
und Aufmerksamkeit u.a. bei den zuständigen Bundes- und Landesministern.  
Ein Beispiel für die Beratung anderer Träger ist das Projekt „Offensive Bildung“. Hier 
verantwortete educcare in Kooperation mit allen Ludwigshafener Trägern und mit 
Finanzierung der BASF, das komplette Projektdesign und –management. Die „Offensive 
Bildung“ hatte in der ersten Phase zum Ziel, stadtweit (Ludwigshafen) und 
trägerübergreifend frühkindliche Bildung in ca. 90 Kindertagesstätten signifikant, 
nachhaltig und übertragbar (auf andere Städte) zu verbessern. In der zweiten Phase 
wurde das Projekt in die Metropolregion Rhein-Neckar übertragen. “Offensive Bildung“ 
lief von 2005 bis 2009 und hatte ein Projektvolumen von ca. 20 Mio. EUR. Aufgrund des 
Erfolges wurde educcare mit Konzeption Projektmanagement des bundesweiten 
Nachfolgeprojektes „Offensive Bildung Plus“ betraut, an dem inzwischen über 300 
Kindertagesstätten teilgenommen haben. Diese vielfältigen Projekterfahrungen bringen 
wir gerne im Falle der Beauftragung in die neue Kindertagesstätte in Münster ein.   
Zudem bieten qualifizierte Dozenten der educcare Akademie maßgeschneiderte 
Weiterbildungen (z.B. Seminare oder Workshops) für pädagogische Fachkräfte und 
Träger in Deutschland (u.a. didacta) sowie im Ausland (u.a. in Asien) an.  
educcare Mitarbeitende nehmen ferner im Rahmen der Verpflichtung zur Weiterentwick-
lung der frühkindlichen Bildung Lehraufträge, u.a. an der PH Schwäbisch Gmünd wahr.  
Erfolgsfaktor Familie 
Eine familienbewusste Arbeitswelt ist entscheidend für eine gelungene Vereinbarkeit von 
Familie und Beruf. Mit dem Unternehmensprogramm „Erfolgsfaktor Familie“ setzt sich 
das Bundesfamilienministerium zusammen mit den Spitzenverbänden der deutschen 
Wirtschaft (BDI, BDA, DIHK, ZDH) und dem DGB dafür ein, Familienfreundlichkeit zu 
einem Markenzeichen der deutschen Wirtschaft zu machen. Die strategischen Koope- 
rationen sind Ausdruck der gemeinsamen Verantwortung von Politik und Wirtschaft für 
eine familienbewusste Arbeitswelt. Das Netzwerk ist eine zentrale Plattform für alle, die 
sich für das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie interessieren. educcare enga-
giert sich in diesem Unternehmensprogramm, um die Unterstützung und Flexibilität im 
Bereich Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Unternehmen in die Praxis umzusetzen. 
1.3 educcare - Begleiter und Netzwerk 
Viele Experten und Bürger engagieren sich ebenfalls für die Verbesserung der 
frühkindlichen Bildung und die Unterstützung von Familien. Einige davon begleiten uns 
mit Rat und Tat als Mitglieder des educcare Beirates (Auszug): 
 Dr. Roland Bernecker, Bonn, ehem. Generalsekretär der Deutschen UNESCO-
Kommission  
 Prof. Dr. Henning Wode, Kiel, Sprachwissenschaftler am Englischen Seminar 
der Christian-Albrechts-Universität Kiel 
 Dr. Patrick Adenauer, Köln, Unternehmer und engagierter Bürger

7 
educcare ist Mitglied in einem internationalen Netzwerk und kooperiert u.a. mit: 
 Bright Horizons, USA 
 Everton Family Centre, Liverpool 
 Weltverband der Deutschen Auslandsschulen (WDA) 
1.4 Referenzen 
educcare bietet Kindertagesstätten als betriebliche Einrichtung eines Unternehmens, im 
Verbund von Unternehmen und Kommune, im Verbund mehrerer Unternehmen oder im 
Auftrag einer Kommune an. Einrichtungsformen sind dabei Krippen, Kindertagesstätten 
und Notfallbetreuungen. Die Anzahl an betreuten Kindern variiert in den jeweiligen Kitas 
von 30 Kindern bis hin zu über 250 Kindern. Von den 40 betriebenen Einrichtungen 
liegen rund die Hälfte in NRW, so dass educcare über besonders große Erfahrungswerte 
im Hinblick auf landesspezifische Anforderungen Gegebenheiten verfügt. 
Folgende Einrichtungen betreibt educcare in NRW: 
Stadt Kita Auftraggeber Betriebsform 
Münster Lacki Kids BASF Betriebskita 
Monheim Die Sprösslinge Bayer Science Corp Betriebskita 
Monheim Mäuseturm UCB u.a. Betriebskita 
Köln KlinikPänz Kliniken der Stadt Köln Betriebskita 
Köln KlinikPänz 
Amsterdamer Str. Kliniken der Stadt Köln Betriebskita 
Aachen Karlinis 
Verbundkita Grünenthal 
FEV 
Blitzschutz RheinMain 
Barbor 
Mäurer & Wirtz 
Betriebskita 
Bergisch Gladbach MiniMäx Miltenyi Biotec Komm. Kita 
Marl Bunte Moleküle Evonik Industries Komm. Kita 
Overath Der bunte Luftballon Stadt Overath Komm. Kita 
Overath Kita am Kielsberg Stadt Overath Komm. Kita 
Hennef Kaiserkinder Stadt Hennef Komm. Kita 
Hennef Siegbogen Stadt Hennef Komm. Kita 
Niederkassel Niederkassel Stadt Niederkassel Komm. Kita 
Monheim Die Weltenbummler Stadt Monheim Komm. Kita 
Münster Kita Waldbach Stadt Münster Komm. Kita 
Aachen Campus Wohnen Stadt Aachen Komm. Kita 
 
 
educcare-Kitas im Aufbau (NRW):

8  
Stadt Kita Auftraggeber Betriebsform 
Münster Mecklenbeck Stadt Münster Komm. Kita 
Rheine Wohnpark Dutum Stadt Rheine Komm. Kita 
Hürth Efferen-West Stadt Hürth Komm. Kita 
Sankt Augustin Richthofenstraße Stadt St. Augustin Komm. Kita 
2 Pädagogisches Konzept 
2.1 Pädagogische Grundlagen und Ziele der 
Entwicklungsbegleitung 
2.1.1 educcare Bildungs- und Erziehungskonzeption als 
pädagogische Basis 
 
„Ein Kind ist, was in ihm steckt!“ 
Pädagogische Grundlage unserer Arbeit ist die educcare Bildungs- und Erziehungs-
konzeption. Diese basiert auf situationsorientierten Ansatz sowie der Reggio- und 
Montessori-Pädagogik und baut auf fortschrittlichen nationalen und internationalen 
Bildungsplänen sowie wegweisenden Methoden zur Umsetzung auf.  
Die educcare Bildungs- und Erziehungskonzeption, unterteilt in verschiedene Bildungs-
bereiche, beschreibt die Ziele und Kompetenzen je Bereich und formuliert Praxisbei-
spiele für verschiedene Alters- und Entwicklungsstufen. Die Differenzierungen 
fokussieren Themen und Aufgaben; sie bieten damit Orientierung. 
Bild vom Kind und Haltung zum Kind 
Kinder sind Forscher, Erfinder, Entdecker, Dichter, Musiker und Maler, Wortakrobaten 
und Philosophen, Physiker und Mathematiker. Sie stellen eine Menge an, um ihren 
Wissensdurst zu stillen und stürzen sich mit Wagemut in das tägliche Abenteuer der 
Entdeckung ihrer Welt. In ihren Köpfen führen Versuch und Irrtum zu immer neuen 
Herausforderungen. Spielend sammeln sie tagtäglich neue Erkenntnisse. Kinder lieben 
es, Dinge in ihre Bestandteile zu zerlegen, sie zu untersuchen und aus ihren 
Forschungsergebnissen überraschende und überzeugende Schlussfolgerungen zu 
ziehen. Sie demonstrieren uns täglich: „Hier bin ich und so ist die Welt!“  
All dies tun sie ab ihrem ersten Schrei unablässig auf ihre ganz individuelle Art und 
Weise – so vielfältig und unterschiedlich wie Kinder nun mal sind. Einfach nicht 
vergleichbar.  
Dieses Bild vom Kind ist eine Herausforderung für uns Erwachsene. Es verlangt von uns, 
die Individualität eines jeden Kindes bedingungslos anzuerkennen und ihr gerecht zu 
werden. Wir müssen mit ihm ab der Geburt auf rasante Entdeckungsreise gehen und ihm

9 
gleichzeitig Liebe und Schutz gewähren, damit es sich von den „Strapazen“ des 
Weltentdeckens immer wieder in unseren Armen erholen kann. 
Dies ist eine großartige und verantwortungsvolle Aufgabe für alle Beteiligten – für Eltern, 
für educcare und für die educcare Mitarbeiter*innen vor Ort. 
Wir verstehen die Zeit vor der Schule ausdrücklich als prägende Bildungszeit. In ihrer 
Bedeutung schätzen wir sie für das spätere Leben und Lebensglück mindestens ebenso 
hoch ein wie die darauffolgende Bildungszeit in der Schule. 
Haltung zur Familie 
Eltern sind die Experten ihrer Kinder. Sie sind herzlich willkommen und werden in das 
Leben der Kindertagesstätte und die Arbeit der Erzieher*innen einbezogen. 
Um das einzelne Kind verstehen und fördern zu können und ihm in der Einrichtung das 
Gefühl einer zweiten Familie zu vermitteln, ist die enge und vertrauensvolle 
Zusammenarbeit mit den Eltern eine entscheidende Voraussetzung. Die hierfür 
erforderliche Basis bilden gegenseitige Akzeptanz und Vertrauen. Der unkomplizierte 
und ehrliche Umgang, das authentische Interesse an dem einzelnen Kind, eine offene 
Atmosphäre und Zeit schaffen diese Grundlage.  
Der Austausch beginnt bei der Eingewöhnung und setzt sich sowohl beim spontanen 
Kaffee als auch bei den institutionalisierten Elterngesprächen und -abenden fort. Die 
Elterngespräche zur Entwicklung des Kindes erfolgen regelmäßig (bei den U3 Kindern 
alle drei, bei den Ü3 Kindern alle sechs Monate). 
Verbindlichkeit und absolute Vertraulichkeit gegenüber gemeinsam getroffenen 
Vereinbarungen sind selbstverständlich.  
Eltern sollen sich – wie ihre Kinder – in der Tagesstätte wohlfühlen. Bring- und 
Abholzeiten verlaufen deshalb ohne Stress. Auch Eltern haben ein Recht, in educcare 
Tagesstätten ein zweites Zuhause und Zeiten zu finden, sich zu entspannen. 
Beispielsweise mit vielfältigen Themen zum Elternabend, durch die Beteiligung an 
Arbeitsgruppen oder mit der Öffnung der Tagesstätten für den Besuch der Großeltern 
soll dem zweiten Zuhause für Eltern Rechnung getragen werden. 
Außer den Mitarbeiter*innen vor Ort ist auch educcare als Träger für Eltern immer 
ansprechbar. Gemeinsam mit dem Team stehen wir für das Schaffen von Möglichkeiten. 
Nicht alle Anregungen und Wünsche können umgesetzt werden, jedoch sind wir jederzeit 
bereit, uns für Lösungen zu engagieren. 
Die halbjährliche Befragung der Eltern zur Qualität der Arbeit, zu ihren Wünschen und 
Anregungen ist u.a. Grundlage für die weitere Entwicklung der Einrichtung. Die aktive 
Einbindung von Eltern mit ihren eigenen „Leidenschaften“, Fähigkeiten und Erfahrungen 
ist für alle Beteiligten – Kinder, Eltern, Team und Träger – Ausdruck gemeinsamer 
Verantwortung zum Wohle der uns anvertrauten Kinder.

10  
Pädagogische Ziele  
Im Mittelpunkt steht das Kind mit seinen individuellen Bedürfnissen und seinem Streben 
nach Entwicklung. Die frühkindliche Entwicklung möchten wir bestmöglich fördern. 
Anspruch von educcare ist es,  
 Kindern, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, ein zweites Zuhause und 
elementarer Bildungsort zu sein, 
 Eltern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen, 
 Kommunen im Spannungsfeld hoher Qualitätsstandards und engen Budgets zu 
unterstützen, 
 Unternehmen effektive und effiziente betriebsnahe Kinderbetreuung zu 
ermöglichen, 
 eigenen Mitarbeiter*innen Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. 
Mit diesem Engagement möchte educcare etwas in Bewegung setzen, dass unser Land 
dringend benötigt:  
„Eine Bildung, die früh beginnt, die individuellen Potenziale der Kinder zu entwickeln.“ 
educcare beschreibt Richtungsziele als Muss in der pädagogischen Arbeit, 
prozessbetonend und mit dem konsequenten Blick vom Kind aus Bildungsprozesse von 
Kindern sind subjektiv und eigensinnig. Insbesondere deswegen hat Pädagogik die 
Aufgabe, herauszufinden, welche Kompetenzen gerade jetzt und in besonderer 
Ausprägung für das Kind von Bedeutung sind. Ziele, Analyse und Bewertung sind 
Voraussetzungen, damit Bildungsarbeit – also die Entwicklung von Kindern hin zu 
weltoffenen, fröhlichen und selbstbewussten Menschen- gelingt.  
Die Haltung „Ein Kind ist, was in ihm steckt“ ist Grundlage aller Zielformulierungen.  
Mit dem Blickwinkel sowohl auf das einzelne Kind als auch auf die Gruppe sind 
einflussnehmende Faktoren wie Gruppenstruktur, Raumgestaltung, Materialangebot, 
Spiel- und Angebotsformen in der Bildungskonzeption näher erläutert.  
Qualitäten die für ein zweites Zuhause gefordert und notwendig sind: 
 eine Atmosphäre der Geborgenheit,  
 Beachtung, Zuwendung und Anerkennung,  
 Bindungen und Beziehungen, 
 die Erfüllung grundlegender Bedürfnisse. 
Wir sind davon überzeugt, dass das einzelne Kind nur dann das Vertrauen und die 
Sicherheit gewinnt, sich mit der weiteren Welt positiv auseinanderzusetzen, wenn es sich 
rundherum wohlfühlt und die Kindertagesstätte als zweites Zuhause empfindet. 
Im Tagesstättenablauf bedeutet diese besondere Aufgabe für die Erzieher*innen 
 liebevolle, individuelle und sorgfältige Eingewöhnung in die neue Umgebung 
„Kindertagesstätte“ für jedes einzelne Kind (angelehnt an das „Berliner Modell“) 
 das einzelne Kind so anzunehmen, wie es ist, und es in seinen Handlungen 
bedingungslos wertzuschätzen 
 durch die Teilhabe des Kindes am Geschehen seine Mitwirkung und die 
Übernahme von Verantwortung zu ermöglichen 
 dem Kind eine sichere Ausgangsbasis für die Erkundung der Welt zu bieten.

11 
Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung, und zwar von Geburt an. Verstehen wir Bildung als 
Begriff, der eine bestimmte Qualität von Lernprozessen beschreibt, heißt Bildung in 
educcare Tagesstätten: 
 „eigensinnige Selbstbildung“, die auch soziales Miteinander, aktive Anregung und 
Unterstützung benötigt 
 im Lebenskontext lernen und dem Lernen einen persönlichen Sinn geben 
 eigene Wege finden und gehen (Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit) 
 Denken, Handeln, Fühlen und Werte mit sich und anderen in Einklang bringen 
 Selbstbilder und Weltbilder entwickeln und verknüpfen. 
Kinder sind in hohem Maße lernbegierig und eignen sich mit dem Einsatz ihrer ganzen 
Person neues Wissen über die Welt an. Sie folgen ihrer Neugier und bringen in 
individuellen Bildungsprozessen Handeln, Empfinden, Fühlen, Denken und Werte in für 
sie sinnvolle Zusammenhänge. Sie sind offen für und in Teilen angewiesen auf 
Lernimpulse von Erwachsenen sowie von anderen Kindern. 
Im Zentrum der Planung steht die „Schatzkiste angestrebter Kompetenzen“. Die 
Aneignung von Fähigkeiten, Wissen, Strukturen, Einstellungen und Umsetzungsformen 
bilden die Grundelemente, an denen sich die Angebote orientieren.  
Die Planung erfordert eine enge Zusammenarbeit der Erzieher*innen untereinander. 
Verbindliche Schlüsselfragen bringen Klarheit über das Ziel und die Wege zum Ziel. 
Die educcare Bildungs- und Erziehungskonzeption ist ein verbindlicher Orientierungs-
rahmen für die pädagogische Arbeit in der educcare Kindertagesstätte. Damit ist 
Sicherheit für alle Beteiligten gewährleistet – für Kinder und Eltern, für Erzieher*innen, für 
den Träger und für den Auftraggeber.  
Beispiele für die Verbindlichkeit sind die laufende Beobachtung und Dokumentation der 
Entwicklung jedes Kindes, der kontinuierliche Austausch mit den Eltern über seine 
individuelle Entwicklung und die pädagogischen Angebote sowie auf Seiten der 
Mitarbeiter*innen regelmäßige Entwicklungsgespräche und intensive Fort- und 
Weiterbildung. Die Investitionen in die Motivation und Weiterentwicklung der Mitarbeiter*-
innen werden vor allem durch Regionalmanager*innen sichergestellt. Diese verfügen 
über eine pädagogische Ausbildung, Beratungskompetenz und langjährige 
Praxiserfahrung in der Leitung von Kindertagesstätten. Sie Beraten und unterstützen bei 
der verantwortlichen Umsetzung der educcare Bildungs- und Erziehungskonzeption 
sowie bei der Entwicklung der Rollen und Kompetenzen der einzelnen Mitarbeiter (s. 
hierzu auch „Fach- und Dienstaufsicht mittels Coaching“). 
Für jedes einzelne engagierte Team der educcare Kindertagesstätten wird damit eine 
solide Basis für eine professionelle pädagogische Arbeit geschaffen. Die Umsetzung und 
Ausgestaltung der Arbeit, das heißt die Anpassung an die spezifischen Gegebenheiten 
vor Ort, liegt bei der lokalen Kita-Leitung und ihrem Team.  
Damit ermöglicht die Konzeption den notwendigen Freiraum, der für Individualität, 
Flexibilität und Kreativität genutzt werden kann.

12  
2.1.2 Grundsätzliche Arbeitsweise von educcare 
Die pädagogische Arbeit bei educcare ist auf eine „glückliche Kindheit und die 
Ausschöpfung der individuellen Potentiale und Talente“ ausgerichtet. 
Damit definiert sich die Kindertagesstätte als zweites Zuhause und exzellente elementare 
Bildungseinrichtung.  
Gesetzliche Regelungen des Landes und Bundes bilden die Grundlage. Zur Erreichung 
der Ziele wird die unbedingte Berücksichtigung und Wertschätzung der Individualität 
jedes einzelnen Kindes und seiner konkreten Familiensituation angesehen. Damit 
erstrecken sich das zweite Zuhause und der exzellente Bildungsort auch auf die Eltern. 
educcare Kitas arbeiten grundsätzlich im teiloffenen Konzept. Es gibt also feste 
Bezugsgruppen, Funktionsräume und Bildungsbereiche werden jedoch gemeinsam und 
gruppenübergreifend genutzt. 
Pädagogische Merkmale der Kindertagesstätte 
 behutsame, konzeptbasierte Eingewöhnung und Begleitung von Kindern und 
Eltern 
 individuelle und umfassende Begleitung der Entwicklung und Bildung des 
einzelnen Kindes in unterschiedlichen Bereichen, wie Bewegung, Wahrnehmung, 
musischen und kreativen Bereichen, Sprachförderung  
 vielfältige Materialien in kindgerecht gestalteten Räumen mit hohem 
Aufforderungscharakter (Raum als dritter Erzieher) 
 vollwertige, gesunde Ernährung nach den Richtlinien der „Deutschen Gesellschaft 
für Ernährung“ 
 Erziehungspartnerschaft mit den Eltern 
 drei bis vier einstündige Elterngespräche pro Jahr 
 Bildungsangebote für die Eltern 
 gemeinsames Kochen und Feiern 
Die laufende Abstimmung und gemeinsame Profilentwicklung der Kita ist verlässliche 
Realität, wie bestehende educcare Kindertagesstätten täglich unter Beweis stellen. Auf 
Wunsch werden Ihnen Ansprechpartner bei Auftraggebern, dies gerne bestätigen.  
2.1.3 Schwerpunkte und Umsetzung der Bildungs- und 
Erziehungskonzeption 
Die im Folgenden dargestellten Schwerpunkte können nur exemplarische Ausschnitte 
aus der educcare Bildungs- und Erziehungskonzeption darstellen. Es handelt sich hierbei 
eher um die Grundlagen des pädagogischen Handelns in den Kindertagesstätten als um 
spezifische Förderangebote, die educcare ebenfalls bei Bedarf bereithält. educcare legt 
Wert auf eine ganzheitliche Förderung der Lebenskompetenzen sowie der Kompetenzen 
in den verschiedenen Bildungsbereichen.  
 Individuelle Förderung  
Der educcare Bildungsansatz betont spielerisch und ganzheitlich die Individualität des 
Kindes, geht von seinen Stärken aus setzt die Partizipation von Kindern als unabdingbar 
voraus. Die Grundhaltung der Erzieher*innen gegenüber Kindern und ihrer partizipa-
torischen Möglichkeiten lässt diesen viel Freiraum zum Experimentieren und Entdecken

13 
der Welt mit allen Sinnen. Sie stärkt die Selbstbildungskompetenzen des Kindes sowie 
dessen Selbstbewusstsein, was grundlegend in der heutigen Gesellschaft ist. 
Um das einzelne Kind individuell begleiten zu können, bilden systematische und 
wertschätzende Beobachtung und Dokumentation sowie laufender Austausch mit Eltern 
wichtige Bausteine in der educcare Konzeption. Die gemeinsame Einschätzung bildet die 
Grundlage der pädagogischen Förderung, Impulse und Angebote in unterschiedlichen 
Themen, u.a. Bewegung und Wahrnehmung, Kommunikation und Sprache, Kunst und 
Musik, Natur und deren Phänomene, Lernkompetenzen, soziale und personale 
Kompetenz sowie Technologie und Medien. Die Förderung erfolgt themen-übergreifend.  
 Partizipation der Kinder 
Kinder haben ein Recht, an allen sie betreffenden Entscheidungen entsprechend ihrem 
Entwicklungsstand beteiligt zu werden (vgl. Art. 12 UN-Kinderrechtskonvention). 
Beteiligung heißt, Kinder als Betroffene einzubeziehen und ihnen ernsthaft 
Einflussnahme zuzugestehen. Die geschützte Atmosphäre der Kindertagesstätte ist ein 
ideales Lern- und Übungsfeld für gemeinschaftliches Handeln und das Einüben 
demokratischer Prozesse. Beteiligung ist bereits für junge Kinder möglich. Das 
Kindesalter spielt für die Beteiligungsform eine Rolle, nicht jedoch für die Beteiligung als 
solche. Die Erfahrungen zeigen, dass Kinder durchaus fähig sind, ihren Lebensalltag 
bewusst und gezielt mit zu gestalten. Sie entscheiden z.B. ob und womit sie spielen 
möchten. Aufgabe der Erziehers*innen ist es hier, die individuellen Wünsche des Kindes 
zu erfragen, zu respektieren und zu berücksichtigen. Auch einen Teller wegräumen 
bedeutet Beteiligung im Sinne von Verantwortung für sich und andere.  
Sich auf den Weg machen heißt bei educcare, individuelle Ausgangssituationen mit den 
pädagogischen Zielen des Konzeptes und den aktuellen Notwendigkeiten zu verbinden. 
Sie setzt die Partizipation von Kindern als unabdingbar voraus. 
Institutionalisierte Instrumente der Partizipation der Kinder sind: 
 Redekreis / Morgenkreis 
 Kinderkonferenz 
 gemeinsame Planung und Reflexion n von Angeboten mit Kindern 
Die Kinder erfahren durch aktive Beteiligung, dass sie kompetent sind, Einfluss nehmen, 
Dinge in Bewegung bringen und Richtungen steuern können. Es ist die Bestätigung, mit 
jeder Ansicht und jeder Idee wichtig zu sein und kleine, sowie große Welten gestalten zu 
können.  
2.1.4 Eingewöhnungskonzept 
Der sanfte Übergang des Kindes aus dem familiären Umfeld in die Kindertagesstätte ist 
von großer Bedeutung – für Kinder und Eltern. educcare gewöhnt Kinder angelehnt an 
das Berliner Modell, in einem Zeitraum von zwei bis vier Wochen individuell ein.  
Dauer der Eingewöhnung: 
Die Dauer richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen des Kindes. Für den Aufbau 
einer Krippengruppe von zehn Kindern muss ein Zeitraum von drei bis vier Monaten 
eingeplant werden. Die Eingewöhnungszeit eines Kita-Kindes liegt zwischen 1,5 und 3 
Wochen, entsprechend ist der Aufbau einer Kitagruppe schneller umzusetzen.

14  
 
 
 
 
 
 
 
 
In der Regel dauert eine erfolgreiche Krippen-Eingewöhnung ca. zwei bis vier Wochen. 
Der erste Trennungsversuch findet nach ca. vier Tagen für kurze Zeit statt. Ab der 
zweiten Woche verabschieden sich die Eltern zunächst für kurze, allmählich länger 
werdende Zeiten. Die Trennungszeiten werden täglich mit der Erzieherin reflektiert und 
abgesprochen. 
Wichtig ist die Kontinuität: 
 das Kind sollte täglich die Einrichtung besuchen 
 es sollte nach Möglichkeit jeden Morgen auf eine ähnliche Situation treffen, das 
gibt ihm mehr Sicherheit 
 die Trennungszeiten sollten sich allmählich steigern 
2.1.5 Zusammenarbeit mit den Eltern  
Partnerschaft leben und gemeinsam profitieren. 
Erziehungspartnerschaft von Eltern und Erziehern – ohne Eltern geht es nicht! 
educcare sieht in der Bildung und Erziehung der Kinder eine gemeinsame Verantwortung 
mit den Eltern. Die Familie und die educcare Kindertageseinrichtung verstehen wir als 
soziale Kontexte, die sich ergänzen, überlagern und dialogisch zueinanderstehen. Eltern 
und Erziehungsberechtigte sind nicht Zaungäste eines außerhalb des Familienlebens 
stattfindenden Erziehungsprozesses, sondern kompetente Partner in dem gemeinsamen 
Bemühen um ein gutes Aufwachsen des Kindes. 
Das Gelingen gründet auf Respekt und Vertrauen. Voraussetzungen sind authentisches 
Interesse, individuelles Eingehen, Augenhöhe sowie Professionalität in der 
Kommunikation bei den educcare Mitarbeiter*innen. Erzieher*innen in educcare 
Einrichtungen respektieren Eltern in ihrer besonderen Bedeutung für ihr Kind. Sie 
(be)achten individuelle Lebenssituationen, Wertvorstellungen, kulturelle 
Zusammenhänge und vielfältige Erwartungen, die Eltern in ihrer persönlichen 
Lebenssituation formulieren. Voneinander erfahren, sich austauschen und gemeinsam 
Lösungen entwickeln sind unverzichtbare Schritte, damit eine vertrauensvolle 
Partnerschaft entstehen und familienergänzend und -entlastend wirken kann.  
Je größer die Akzeptanz aller am Erziehungsprozess Beteiligten (Eltern, Erzieher*innen, 
Träger) für das Denken und Handeln aus unterschiedlichen Rollen und Zuständigkeiten 
ist, umso gewinnbringender lässt sich das Zusammenwirken zum Wohle der Kinder 
gestalten:

15 
Auf Kindesebene: 
 kindorientierte Gestaltung des Übergangs von der Familie in die Kindertagesstätte 
 Beobachtung, Dokumentation und regelmäßige Elterngespräche über Lebens-
themen, Interessen und Entwicklung des Kindes 
 Vernetzung und Zusammenarbeit mit anderen Fachstellen (z.B. Frühförderstellen, 
Beratungsstellen, Kinderärzte, Jugendamt). 
Auf Elternebene: 
 regelmäßige Information und Austausch über Themen der Gruppe, Belange der 
Einrichtung (Aushänge, Tür-und-Angel-Gespräche, Elternbriefe); 
 themenbezogene Elternabende (intern oder mit externen Fortbildnern); Einbinden 
von Elternkompetenzen und Ressourcen in Bildungsarbeit und/oder den Alltag der 
Tagesstätte; 
 Einbinden von Eltern bezüglich Entscheidungen um Gruppe und Kind unter 
Beachtung der uneingeschränkten Befugnisse und Kompetenzen der 
Erzieher*innen; 
 Mitsprache und Mitwirkung im Rahmen des Elternrates und/oder Beteiligung bei 
Aktionen, Festen, Ausflügen usw.; 
 Schaffen von situationsorientierten Angeboten für Eltern (Bibliothek, Gesprächs-
kreise, Bildungsangebote, Internetzugang).  
 halbjährliche Elternbefragung 
 laufende Berichterstattung im Jahr über den Stand der Entwicklung des Kindes 
Beteiligung, Verständigung und manchmal auch Auseinandersetzung verlangen von 
Erzieher*innen besondere Kompetenzen. educcare trägt diesem Aspekt u.a. durch eine 
sehr sorgfältige Personalauswahl Rechnung. Alle Mitarbeiter*innen in den educcare 
Einrichtungen werden in Kommunikation und Erwartungsmanagement geschult.  
Wesentliche Grundeinstellungskriterien sind u.a. Begeisterung für die Arbeit mit Kindern 
und Eltern, ausgeprägte Hobbies, Spaß am strukturierten Arbeiten, nachgewiesener 
Wille zur persönlichen Weiterentwicklung und eine freundliche Ausstrahlung. Ergänzt 
wird dies um spezifische Kriterien wie kultureller Hintergrund oder spezielle Kenntnisse.  
2.1.6 Integration, Inklusion und Genderthematik 
Inklusion ist der folgerichtige Schritt auf die Bemühungen der Integration. Sie eröffnet 
allen Kindern die Möglichkeit, ihr Recht auf die Erreichung ihres individuell 
höchstmöglichen Bildungszieles wahr zu nehmen. 
In den UNESCO „Leitlinien für die Bildungspolitik“, die von der Bundesrepublik 
Deutschland unterschrieben wurden, geht es um die Inklusion von Kindern mit 
Entwicklungsschwierigkeiten. „Inklusive Bildung bedeutet, es allen Menschen in gleichem 
Maße zu ermöglichen, an hochwertiger Bildung teilzuhaben und ihr Potential zu 
entwickeln. Dieser Anspruch ist universal und gilt unabhängig von Geschlecht, sozialen 
und ökonomischen Voraussetzungen oder besonderen Lebensbedürfnissen.“ 
educcare Kindertagesstätten stehen allen Kindern offen. Jedes Kind ist willkommen, kein 
Kind wird ausgegrenzt! Unser Leitsatz „Ein Kind ist, was in ihm steckt“ verdeutlicht die 
Offenheit und Achtung gegenüber der Verschiedenheit und des Andersseins eines jeden 
Kindes mit all seinen Potenzialen und Herausforderungen. Wir sind überzeugt davon, 
dass jedes Kind seine „Eigenarten“ hat und seine Potenziale umfassen entfalten kann, 
"Die reichlichen 
Informationen über die 
Aktivitäten der Kinder und 
die Aushänge mit Lied-
texten etc. geben mir einen 
guten Anknüpfungspunkt für 
Gespräche mit meiner 
Tochter." 
Frau Commentz, Mutter 
eines Kindes der educcare 
Kindertagesstätte Stuttgart 
Wolfbusch

16  
wenn wir es bedingungslos annehmen und ihm die Erfahrungsräume ermöglichen, die es 
braucht, unabhängig von  
 seinem Erscheinungsbild, 
 seinen Fähigkeiten, 
 seiner Sozialisation, seiner ethnischen, kulturellen oder sozialen Herkunft. 
Das ist ein hoher Anspruch, bedeutet es doch, die Vielfalt an sich willkommen zu heißen 
und Verschiedenheit und Anderssein als bereichernd und gleichwertig zu verstehen. 
Dies findet besonders auch Ausdruck in der Zusammenarbeit mit den Eltern. Für die 
kultursensitive Haltung ist es bedeutsam, sich mit den kulturellen Hintergründen einer 
Familie auseinanderzusetzen. Ihre Sozialisationen sind von den Bedingungen ihres 
Lebensumfeldes geprägt und zeigen andere Deutungs- und Verhaltensmuster. Zählen 
wir z.B. Autonomie und Verbundenheit zu den Grundbedürfnissen von Kindern, so 
werden wir in den unterschiedlichen Kulturen eine unterschiedliche Betonung dieser 
Werte feststellen. 
Erfahrungen von Flucht, Verfolgung, Diskriminierung, Not und Armut werden mit der 
Aufnahme von Flüchtlingsfamilien und der Arbeit mit Flüchtlingskindern präsent. Ein 
Dialog im Sinne der Inklusion und das individuelle Aufwachsen des Kindes in der 
Gemeinschaft können nur mit einer Haltung des uneingeschränkten Respektes gelingen. 
Der Inklusionsgedanke der Gleichwertigkeit ermöglicht jedem Kind gleichberechtigte 
Teilhabe und Mitgestaltung seines unmittelbaren Lebensumfeldes. Jedes Kind ist mit 
seiner Besonderheit und seinen individuellen Bedürfnissen anerkannt und „mittendrin“. 
Kein Kind wird „ausgesondert“, weil es den Anforderungen nicht entsprechen kann, keine 
Familie benachteiligt, weil ihre Wertvorstellungen und Verhaltensweisen von unserer 
westlichen Kultur abweichen. 
In der letztendlichen Konsequenz bedeutet es, sich von Kategorien und Bewertungen wie 
„normal“, „gestört“ oder „unnormal“ zu verabschieden. Diese Begriffe trennen statt zu 
verbinden. educcare ermutigt ausdrücklich zum Paradigmenwechsel: „Anders ist normal.“ 
Und diese scheinbare Selbstverständlichkeit leben uns Kinder tagtäglich mit 
unverfälschter Offenheit, Neugier und Akzeptanz vor, wenn sie z.B. Menschen mit einem 
anderen, ihnen „fremden“ Aussehen begegnen. Nehmen wir sie uns zum Vorbild und 
lernen wir miteinander! 
Im Sinne und im Anspruch ermöglicht educcare allen Kindern, insbesondere auch den 
Kindern mit Benachteiligungen und besonderen Bedürfnissen: 
 Respektierung der eigenen Persönlichkeit 
 Würde und Selbständigkeit 
 Selbstvertrauen und Begeisterung beim Lernen 
 ein ausgeglichenes Lern- und Betreuungsumfeld 
 Geselligkeit, Freundschaft und Zusammenarbeit mit anderen 
 kulturelle Unterschiede und Vielfalt 
 Wohlfühlen im familiären Umfeld. 
educcare ist der festen Überzeugung, dass es notwendig und sinnvoll ist, behinderte und 
nichtbehinderte Kinder so früh wie möglich zusammenzuführen, da sich Einstellungen 
und Vorurteile bereits im Kindergartenalter bilden und von der Umwelt Bewertungen von 
Behinderung übernommen werden können.

17 
Aktuell gibt es in zwei educcare Einrichtungen in NRW Inklusionsplätze: „Der bunte 
Luftballon“ in Overath sowie bei den „Karlinis“ in Münster verfügen über Plätze für Kinder 
mit Förderbedarf. Bei den Kindern, die in den Einrichtungen betreut werden, handelt es 
sich um Beeinträchtigungen im psychischen Bereich (z.B. Wahrnehmungsstörungen). In 
diesen Fällen arbeiten wir an „runden Tischen“ mit Eltern, Jugendamt, Förderstellen usw. 
zusammen. Teilweise kommen die Förderungsexperten (Motopäden, Logopäden) auch 
in die Kitas für die Förderangebote.  
Eine der wichtigsten Ressourcen für eine inklusive Pädagogik wird in der persönlichen 
und professionellen Haltung der pädagogischen Fachkräfte zur Inklusion gesehen. Der 
Inklusionsgedanke der Gleichwertigkeit ermöglicht jedem Kind gleichberechtigte Teilhabe 
und Mitgestaltung seines unmittelbaren Lebensumfeldes. Jedes Kind ist mit seiner 
Besonderheit und seinen individuellen Bedürfnissen anerkannt und „mittendrin“. Kein 
Kind wird „ausgesondert“, weil es den Anforderungen nicht entsprechen kann, keine 
Familie benachteiligt, weil ihre Wertvorstellungen und Verhaltensweisen von unserer 
westlichen Kultur abweichen. In der Konsequenz bedeutet es, sich von Kategorien und 
Bewertungen wie „normal“, „gestört“ oder „unnormal“ zu verabschieden. Diese Begriffen 
trennen statt zu verbinden. 
educcare sieht folgende Vorteile gemeinsamen Spielens und Lernens: 
 das Lernen der Akzeptanz von "Anderssein", das für die Identitätsbildung von 
Kindern besonders wichtig ist 
 das Verarbeiten von neuen Erfahrungen, die sich für nichtbehinderte Kinder im 
Kontakt mit behinderten Kindern ergeben 
 die Vermeidung von Vorurteilen 
 das unbefangene Aufeinander zugehen 
 die Chance, verstärkte soziale Kompetenzen zu entwickeln, die sich für Kinder aus 
der Vielfalt an anderen Kontaktmöglichkeiten ergeben 
 der Anreiz der gegenseitigen Vorbildfunktion bei der Ausbildung sozialer, 
sprachlicher, kognitiver und sensomotorischer Fähigkeiten. 
educcare Kindertageseinrichtungen beschränken sich nicht auf das Zusammensein von 
behinderten und nichtbehinderten Kindern an gemeinsamen Spiel- und Lernorten, 
sondern schließen ein gemeinschaftliches Betreuungsangebot ein. Wir gehen auf die 
individuellen Bedürfnisse aller Kinder ein, insbesondere derjenigen Kinder, die ohne 
einen speziellen Aufwand an Betreuung und Pflege nicht zurechtkommen. 
Voraussetzung ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen Beteiligten des 
Netzwerks: mit den Eltern des Kindes, den behandelnden Ärzten und Therapeuten, den 
sonderpädagogischen Einrichtungen, dem Sozial- und Jugendamt, ggf. auch den 
Integrationshelfern. educcare Kindertageseinrichtungen erfüllen nicht nur integrative 
Aufgaben im sozialen Umfeld des Kindes und seiner Familie, sondern sie sind auch 
eingebunden in eine umfassende Förderung und gemeinsame Erziehung und Bildung. 
Wir vereinbaren und verfolgen gemeinsame Ziele. Die Erwartungen an das Spielen und 
das Lernen berücksichtigt den jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes.  
educcare Erzieher*innen und Mitarbeiter*innen zeichnen sich durch hohe Empathie und 
Engagement in ihrer Arbeit aus. Sie sehen sich als Ansprechpartner*innen für die 
Herausforderungen, Unsicherheiten bis zu Ängsten der Eltern, beraten und geben, wenn 
möglich Hilfestellung. Sie verfügen über Kooperationsmöglichkeiten mit verschiedenen 
Partnern und Institutionen.

18  
Eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Inklusionsarbeit ist neben der 
interdisziplinären Kooperation die Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter*innen und ihre 
pädagogische Begleitung. 
 Interkulturelle Arbeit der Kindertageseinrichtungen 
Die educcare Kindertagesstätten orientieren sich in besonderer Weise an den Ideen der 
internationalen Verständigung, der interkulturellen Bildung und des Lernens gemäß den 
Leitlinien der UNESCO-Projektschulen/-Bildungseinrichtungen. Die Einrichtungen 
unterstützen aktiv das Ziel der UNESCO – die Erziehung zu internationaler 
Verständigung und Zusammenarbeit – in allen Bereichen. Die Themen Toleranz, 
Demokratie, Nachhaltigkeit und globale Entwicklung werden in den educcare 
Kindertagesstätten bereits intensiv und verlässlich gelebt. 
So wurden die educcare Kindertagesstätten in der Stuttgarter Hasenbergstraße und die 
Karlsruher Mühlwichtel von der Deutschen UNESCO-Kommission zur „anerkannten 
UNESCO Projektschulen“ ernannt. 
Zielsetzung es ist, Kindern die Fähigkeit, das Wissen und die Verhaltensweisen zu ver-
mitteln, die sie für eine glückliche und erfolgreiche Zukunft benötigen. Dies schließt die 
Erziehung zu internationaler Verständigung und Zusammenarbeit ausdrücklich mit ein. 
Soziale Beziehungen sind die Grundvoraussetzung aller Bildungsprozesse. Die Welt, in 
der Kinder aufwachsen, ist von kultureller und sprachlicher Vielfalt geprägt. Interkulturelle 
Kompetenz hat in den educcare Kindertagesstäten eine hohe Bedeutung. Dabei gilt es, 
kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu entdecken. Mehrsprachigkeit und 
Multikulturalität werden in den Einrichtungen als Bereicherung und Chance gelebt. Die 
Tagesstätten spiegeln die Vielfalt unserer Gesellschaft wider. Verschiedene Familien-
kulturen mit unterschiedlichen Vorstellungen werden durch die Familien und Mitarbeiter*-
innen repräsentiert. 
 Integration und interkulturelle Orientierung 
Weder einzelnen Kindern noch der Gesellschaft gegenüber ist es zu verantworten, dass 
anforderungsgerechte Betreuung und Bildung nur wenigen zugänglich ist. educcare 
vertritt entschieden die Auffassung, dass hochwertige Bildung allen Kindern und Familien 
zugänglich sein muss. Durch konsequentes Kostenmanagement gelingt es uns in der 
Regel, mit der regulären öffentlichen Förderung für freie Träger die ortsüblichen 
Elternbeiträge beizubehalten. Neben den Elternbeiträgen sind hier die richtige Ansprache 
der Familien sowie bedarfsgerechte Angebote entscheidend. Weiterhin ist es für 
educcare selbstverständlich, Kinder und Familien aufzunehmen, bei denen die 
verantwortlichen Stellen besonderen Handlungsbedarf sehen. educcare Tagesstätten 
sind zweites Zuhause für alle Kinder und ihre Familien, unabhängig von Abstammung, 
Sprache, Herkunft, Weltanschauung oder Konfession. Die Tür steht für sie offen, egal ob 
es sich um Betreuungs-, Beratungs-, Gesprächs-, Vermittlungsbedürfnisse handelt oder 
um öffentliche Veranstaltungen oder private Feiern. 
Die educcare Einrichtungen sind exzellente Bildungseinrichtungen, in denen jedes Kind 
in einer Erziehungspartnerschaft mit den Eltern individuell begleitet und umfassend 
gefördert wird. Anspruch von educcare ist es, dass die Elternschaft in der 
Zusammensetzung das soziale Umfeld widerspiegelt. Im Verbund mit lokalen 
Einrichtungen beteiligt sich die Kita aktiv am kommunalen Leben und erweitert so das 
Angebot für Familien. Die interkulturelle Orientierung der educcare Kindertagesstätten

19 
zeigt sich schon durch die bilinguale Ausrichtung jeder educcare Kita (bisher 
deutsch/englisch), die bei Bedarf z.B. auch deutsch/türkisch sein kann. Zudem arbeiten 
die Einrichtungen nach den UNESCO Leitlinien, deren Grundsätze u.a. die Förderung 
von Demokratie, gegenseitige Achtung und Toleranz sind. In den Einrichtungen werden 
sowohl die unterschiedlichen Kulturen gelebt und somit kennengelernt, als auch das 
gegenseitige Verständnis füreinander gefördert. Unterschiede werden als Chance und 
Ressource betrachtet, den Alltag in der Kindertagesstätte zu bereichern und für die 
Kinder weitere Lernmöglichkeiten zu schaffen. 
 Integration von Kindern mit besonderem Förderbedarf 
educcare Kindertagesstätten stehen konzeptionell allen Kindern offen, unabhängig von 
Religion, sozialem Status, kulturellem Hintergrund und/oder körperlichen/seelischen 
Beeinträchtigungen. Leitsätze wie „Jedes Kind ist anders“ und „Ein Kind ist, was in ihm 
steckt“ verdeutlichen die Offenheit gegenüber der Verschiedenheit und die Achtung des 
Andersseins mit all den Potenzialen und Herausforderungen, die eine solche Haltung 
birgt. Ferner streben die educcare Kindertagesstätten in ihrer Zusammensetzung ein 
Spiegelbild des gesellschaftlichen Umfeldes an. Dies bedeutet: Jedes Kind ist 
willkommen und kein Kind soll ausgegrenzt werden!  
Jedes Kind wird entsprechend seiner individuellen Entwicklung und seiner individuellen 
Interessen und Stärken anerkannt und gefördert. Bei Kindern mit besonderem 
Förderbedarf ist eine besonders intensive Zusammenarbeit mit den Eltern und ggf. 
weiteren Experten unerlässlich. Eine zusätzliche Förderkraft wird, wenn es die Situation 
erfordert, angestellt, entweder stundenweise oder alltagsbegleitend. 
Kinder mit Behinderung werden als willkommene Bereicherung gesehen. Deren 
Integration wird als eine besondere Chance verstanden, alle Kinder für einen 
respektvollen Umgang miteinander und für eine Achtsamkeit auf individuelle 
Unterschiede zu sensibilisieren. Ihnen wird im besonderen Maße die Möglichkeit 
gegeben, den vorurteilslosen Umgang mit Gleichaltrigen zu lernen. Die Integration von 
Kindern mit besonderem Förderbedarf bietet für alle Kinder wichtige 
Entwicklungserfahrungen.  
Das Verständnis für das Anderssein ist bei Kindern grundsätzlich sehr groß und natürlich 
vorhanden, die Hilfe der Kinder untereinander ist enorm und selbstverständlich. Die 
ressourcenorientierte Sichtweise führt dazu, dass jeder von jedem lernen und 
Bestätigung erhalten kann. 
Eltern sehen gemeinsame Gruppen für ihre Kinder als leichten Zugang sich mit diesen 
Themen auseinander zu setzen. Elternabende in educcare Kitas zu dem Thema werden 
rege angenommen. Die Behinderung und der Umgang damit werden allen Eltern, mit 
Einverständnis der betroffenen Eltern, erklärt.  
Wichtig ist eine sehr enge Zusammenarbeit mit den Eltern des Integrationskindes, 
regelmäßiger Austausch untereinander, Fortbildungen der Mitarbeiter*innen, Anregungen 
durch Frühförderstellen sowie regelmäßiger Austausch und eine enge Zusammenarbeit 
mit den entsprechenden Unterstützungsstellen wie Praxen für Ergotherapie, 
Frühförderung, Logopädie, etc.  
Die Räumlichkeiten werden, soweit möglich und mit der Stadt abgesprochen, auf die 
Nutzbarkeit entsprechend den Anforderungen ausgelegt.

20  
 Genderthematik 
Kinder werden als Mädchen oder Junge geboren. Die Bedeutung, was es heißt, weiblich 
oder männlich zu sein, wird jedoch weitgehend durch die erwachsenen Vorbilder und die 
Kultur, in der das Kind aufwächst, beeinflusst. Eine der zentralen Entwicklungsaufgaben 
von Kindern ist es, die eigene Geschlechtsidentität aufzubauen. Wer bin ich? Wer bin ich 
als Mädchen, wer bin ich als Junge? Das Kind orientiert sich auf seiner Suche nach der 
eigenen Position am Verhalten anderer Mädchen und Frauen, anderer Jungen und 
Männer. Dieser Prozess läuft jedoch nicht bewusst ab, sondern geschieht, ohne dass er 
vom einzelnen reflektiert wird. Umso mehr müssen die begleitenden Erwachsenen ihr 
Denken und Handeln überprüfen und sich der eigenen Rollenzuschreibungen bewusst 
sein. Akzeptanz und Wertschätzung von Unterschieden zwischen Mädchen und Jungen 
sowie das Wissen um den Prozess der Geschlechtsidentität bilden die Basis für eine 
geschlechtsangemessene und geschlechtsbewusste Erziehung. Mädchen und Jungen 
erproben im Rollenspiel die eigene Geschlechtsidentität durch das „Frau-Sein“ (Mutter, 
Prinzessin, Schwester, Hexe) und „Mann-Sein“ (Vater, Bruder, Cowboy, Polizist). Erst 
wenn sie sich ihrer Geschlechterrolle sicher sind, das heißt unwiderruflich wissen “Ich bin 
ein Mädchen/ein Junge und das bleibe ich.“ können sie flexibler mit ihrer 
Geschlechterrolle und den dazugehörigen Zuschreibungen umgehen. Auch wenn die 
Kinder das kognitive Verständnis dafür erst im Grundschulalter entwickeln, kommt dem 
Kindergarten als erster außerfamiliärer Institution mit einer bewussten 
geschlechtsspezifischen Arbeit eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zu. 
Aufgaben der Erzieher*innen: 
 Sie sind sich ihrer Vorbildrolle bewusst und reflektieren ihre Erwartungshaltung wie 
auch ihr eigenes Verhalten gegenüber Mädchen und Jungen. 
 Sie richten ihr Augenmerk auf geschlechtsspezifische Angebote in der Gruppe. 
 Sie erkennen, welche Gemeinsamkeiten und geschlechtsspezifische Unterschiede 
bei unterschiedlichen Tätigkeiten auftreten, erkennen sie an und reagieren darauf. 
 Sie ermutigen zu Rollenwechseln und Perspektivübernahme, um Akzeptanz und 
Freude an Gemeinsamkeiten und Unterschieden zu fördern. 
 Sie lenken ihren Blick auf sich selbst bildende geschlechtsspezifische 
Spielgruppen und unterstützen deren Bedürfnisse und Interessen. 
 Sie nehmen geschlechtssensibel und differenziert wahr, um die unterschiedlichen 
Bedürfnisse von Mädchen und Jungen geschlechtsbewusst aufzugreifen und 
umzusetzen. 
 Sie vermeiden einen geschlechtlich einseitig dominierten Wortschatz und nennen 
gleichberechtigt weibliche und männliche Bezeichnungen (Arzt – Ärztin, Kaufmann 
– Kauffrau, Krankenschwester – Krankenpfleger, Erzieherin – Erzieher). 
 Sie bieten Müttern und Vätern gleichberechtigte Mitwirkungsmöglichkeiten und 
reflektieren ihre Erwartungshaltung gegenüber der jeweiligen Elternrolle. 
2.2 Förderung der Kompetenzbereiche und  
Umsetzung der Bildungsgrundsätze 
2.2.1 Kompetenzbereiche 
Kompetenzerwerb ist eingebunden in die unmittelbare Lebenssituation des Kindes und 
findet in den einzelnen Bildungsbereichen eine besondere Ausprägung. Sie sind jedoch

21 
nicht isoliert zu betrachten. Vielmehr sieht educcare, dass eine Verknüpfung der 
Bereiche notwendig ist, um Kinder vielerlei Zugänge mit wechselnden Erfahrungen und 
Erkenntnissen zu ermöglichen. Dies setzt die Überzeugung voraus, dass alle Bereiche 
im Alltag allgegenwärtig sind und zur Umsetzung eine gleichwertige Fragestellung 
impliziert: 
 Wo finde ich im Alltag Anlässe und Möglichkeiten für die Initiierung/ Einbindung/ 
Fokussierung von Bildungsbereichen? 
 Wie verbinde ich Bildungsbereiche und bringe sie in den Alltag? 
 Kreativität als Bildungsansatz 
Die educcare Bildungs- und Betreuungskonzeption formuliert durchgängig ein Bild vom 
Kind, das dessen Selbstbildungspotenziale, Selbstbestimmung und -bewusstsein, sowie 
die Freiheit des Denkens und Handelns betont. Auf dem Weg der Persönlichkeits-
entwicklung des einzelnen Kindes nimmt die Erfahrung mit bzw. die Übernahme von 
Verantwortung einen besonderen Stellenwert als methodisches Instrument im 
pädagogischen Alltag ein. 
Daraus leitet sich die Forderung ab, dass educcare Kindertagesstätten kreative, d.h. 
ergebnisoffene, prozessorientierte und experimentelle Lernorte sein müssen.  
So wird „Kreativität“ nicht nur auf das schöpferische Tun innerhalb künstlerischer 
Prozesse reduziert, sondern als „kreative Lernkultur“ im ganz „normalen“ Alltag gesehen 
und gefördert.  
Dies hat zur Folge, dass die Berücksichtigung kindlicher Autonomie und Verantwortung 
vorrangig betrachtet wird und Angebote primär unter dem Fokus der Entwicklung 
kreativen, individuellen Lernens geplant bzw. ausgewertet werden. 
Gleichzeitig stuft sich die überwiegende Anzahl von Erzieher*innen als „kreativ“ ein. 
Damit stehen den Kindern „bewusst“ kreative Vorbilder zur Verfügung, die eine 
Verbindung zur Problemlösungskompetenz und zur grundsätzlichen Haltung von 
Neugier, Offenheit und Experimentierfreude herstellen.  
Hauptziele, die im Projektauftrag Kreativität beschrieben sind und bezüglich der Kinder 
erreicht werden sollen: 
 Die Kinder in den educcare Einrichtungen vertrauen auf ihre Fähigkeit, 
schöpferisch zu denken und zu handeln.  
 Sie haben ihre individuellen Einstellungen und Gestaltungskompetenzen maximal 
entwickelt und nutzen ihr kreatives Potenzial vielfältig und umfassend. 
Durch die Hintergründe der Mitarbeiter*innen des Auftraggebers könnte sich zusätzlicher 
Bedarf an die pädagogische Arbeit ergeben: 
 bildungsnahe Familien mit entsprechenden Anforderungen an die Qualität der 
Einrichtung 
 ausgeprägte Angebote in den Bereichen Musik, Ernährung, Wahrnehmung, Natur/ 
Naturwissenschaft, mathematische Grunderfahrungen, Medien/Technik, … 
 intensiver und qualifizierter Austausch über Entwicklung des Kindes. 
 Gestaltung und Einbeziehung des Außengeländes (Natur) in den pädagogischen 
Alltag 
 die Gestaltung des Außengeländes soll zur Bewegungsfreude, Neugier auf neue 
Bewegungsabläufe und motorischen Herausforderungen anregen

22  
 zu einem späteren Zeitpunkt werden partnerschaftliche Kooperationsmodelle (z.B. 
mit Kitas im Bereich „Übergänge gestalten“, Frühförderstellen oder 
Familienberatungen) angestrebt. 
 Sprachbildung und Sprachförderung 
Sprache ist – im Unterschied zu Krabbeln, Laufen, Klettern usw. – die einzige Fähigkeit, 
die nur im beständigen, unmittelbaren Kontakt zu einem Menschen gelernt und verfestigt 
werden kann. Kinder nehmen wahr, wie Menschen miteinander kommunizieren, wie sie 
einander zuhören und gehört werden.  
Sprachliche Bildung beginnt in den ersten Lebenswochen. Sie ist ein kontinuierlicher 
Prozess, der über Kindheit, Schule und Ausbildung hinaus andauert. Kommunikation 
umfasst die verbale und auch die nonverbale Verständigung wie Gestik, Mimik, 
Körpersprache, Tonfall, Rhythmus. Sprechfreude, Entwicklung der Körpersprache, 
Lautbildung, Neugierde und Interesse an Reimen, an Geschichten, Büchern und fremden 
Sprachen, die Erweiterung von Wortbildung und Satzbau, die Fähigkeit zum Ausdruck 
von Gefühlen und Bedürfnissen und aktives Zuhören stellen die ersten Bildungsziele in 
der Sprachentwicklung dar.  
Im frühen Kindesalter besitzt die nonverbale Kommunikation hohe Bedeutung als 
Ausdrucksform und Kontaktmittel. Dies stellt entsprechende Anforderungen an den 
Erwachsenen, sich einzufühlen, zu verstehen und in den Dialog zu treten. 
Kinder wollen sich ausdrücken, sich verständlich machen können. Sie brauchen 
verantwortliche Vorbilder, Anerkennung und Ermutigung für die Nutzung all ihrer 
sprachlichen Möglichkeiten. Kinder ohne die Erfahrung positiver Resonanz verstummen.  
Spracherwerb hat als „Produktion von Lauten“ etwas Spielerisches, Experimentelles und 
in gleichem Maße Sinnstiftendes. Sprachentwicklung basiert auf dieser Lust an Tönen, 
Sprachmelodien und Wortspielen. Sie bilden im ständigen Dialog die Basis für die 
Förderung im Alltag.  
In der Gemeinschaft erleben Kinder, welches Gewicht ihre Stimme hat. Je mehr Kinder in 
einen Dialog einbezogen sind, umso mehr Anreiz und Motivation erhalten sie, sich 
sprachlich weiterzuentwickeln.  
Schriftzeichen stehen für die Laute der gesprochenen Sprache. Kinder lernen, dass 
diese Zeichen Inhalte vermitteln. Die Entdeckung von Zeichen, Zahlen, Buchstaben sind 
ein Meilenstein auf dem Weg zum abstrakten Denken. Die Möglichkeit, sich mitzuteilen, 
ohne selbst anwesend zu sein, ja sogar die ganze Welt zu erreichen, ist für Kinder ein 
faszinierender Gedanke. Selbst erfundene Zeichen, der Wunsch, den eigenen Namen 
sichtbar zu machen, oder auch die Entdeckung von Zahlen auf dem Weg zum 
Kindergarten sind Ausdruck dieses Entwicklungsschrittes. 
Ziele der Sprachbildung und Sprachförderung: 
 Sprache als persönliches Ausdrucksmittel genießen, sprachliche Vielfalt mit Spaß 
erleben 
 Stärken des einzelnen Kindes in seiner Beziehung zur Welt: Erfahrungen und 
Gedanken verbal ausdrücken und andere verstehen können 
 Kommunikationsoffene, anregende Gestaltung der Atmosphäre und des Raumes 
 sich der Familiensprache als Teil der eigenen Identität bewusst sein 
 korrekter und bewusster Umgang mit der deutschen Sprache und – in den meisten 
educcare Tagesstätten – mit einer zweiten Sprache (Vorbildfunktion)

23 
 Vergrößerung des Wortschatzes, nach Bedeutungen von Worten fragen, Lernen in 
Sinn-Zusammenhängen 
 altersgemäße grammatikalische Kompetenz 
 phonologisches Bewusstsein (Reime, Silben, einzelne Laute) 
 Schönheit von Sprache(n) und Schrift(en) entdecken, Wahrnehmen und Aufgreifen 
des Interesses der Kinder an Schriftsprache (eigener Name, Hausnummern, 
chinesische Zeichen) 
 Zeichen, Ziffern, Symbole, Piktogramme erkennen, eigene Zeichen erfinden. 
Zur Beobachtung der Sprachentwicklung nutzt educcare das BaSiK (Begleitende 
alltagsintegrierte Sprachentwicklungsbeobachtung in Kindertageseinrichtungen) –
Verfahren, welches eines der verbindlich einzusetzenden Verfahren in NRW darstellt. 
 Musische Erziehung 
Der Aufbau von musischen Fähigkeiten ist ästhetische Bildung. Sie schafft Vertrauen zu 
sich selbst und durch das musische Zusammenspiel auch zu anderen Kindern.  
Vor diesem Hintergrund räumen educcare Tagesstätten den Kindern den größtmöglichen 
Spielraum für die eigene Fantasie ein. Sie stellen den Kindern Materialien bereit, mit 
denen sie wirklich gut arbeiten können und schaffen ihnen den Platz, der ihrem 
kindlichen Bedürfnis nach persönlichem Ausdruck und raumgreifender Aktivität 
Rechnung trägt. Kunst und Musik als „Sprache der Emotion“ ist ein schöpferischer 
Prozess, in dem die Kinder Empfindungen, Gefühlen, Beziehungen, Problemen, 
vorübergehenden Theorien, Ideen von etwas Möglichem wie offensichtlich Unmöglichem 
Gestalt geben. 
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen: 
 aktives gestalterisches Lernen 
 Erweiterung der Lebenskompetenzen 
Die integrative Musikförderung betrifft den Gehörsinn z.B. Fähigkeit Laute differenziert zu 
hören, Entwicklung von Sprachrhythmus und -melodie. 
 Bewegungs- und Gesundheitsförderung  
Bewegungsförderung findet in den educcare Kindertagesstätten täglich auf 
unterschiedliche Art statt: Auf dem Außengelände, bei (Wald-) Ausflügen, auf 
Spielplätzen oder in Turnräumen. Unterstützt wird die natürliche Bewegungsfreude von 
Kindern zudem durch eine Raumgestaltung, die Körpererfahrung von klein an ermöglicht 
(z.B. durch Podeste, zweite Ebenen, Hängeschaukeln). Die Lust an Bewegung zu 
erhalten und zu fördern ist ein wesentlicher Bestandteil der educcare Bildungs- und 
Erziehungskonzeption und wird entsprechend von den Erzieher*innen „selbst-
verständlich“ in den Tagesablauf eingebunden.  
Kinder entdecken und erforschen ihre Umwelt, indem sie sich bewegen. Sie erhalten 
zahlreiche Informationen über die Sinnessysteme und den Körper und machen dadurch 
Erfahrungen über sich und ihre Umgebung. Sie erleben durch ihre Aktivität, dass sie 
imstande sind, etwas zu leisten und zu bewirken. Sie erfahren, dass sie durch 
körperliche Handlungen Selbstständigkeit und damit Unabhängigkeit erreichen können.  
Bewegung und Wahrnehmung sind die ersten Instrumente zur Bildung des Selbst-
konzeptes und mithin auch die prägenden Erfahrungen für die Identitätsentwicklung.

24  
Damit ist Bewegung nicht nur Grundvoraussetzung für eine körperliche Entwicklung, 
sondern auch für die geistige und emotionale Entfaltung. Werden Sinneserfahrungen 
geringgeschätzt oder vernachlässigt, gehen diese Informationen für die innere 
Verarbeitung verloren.  
Gesundheitserziehung bedeutet, ein Kind zu befähigen, für sein eigenes Wohlergehen zu 
sorgen. Körperpflege, vielfältige Bewegungsangebote, Ruhe und Entspannung, gesunde 
Ernährung und ein unbefangenes Verhältnis zu Körper und Sexualität gehören dazu.  
Ziele der Bewegungs- und Gesundheitsförderung: 
 Entwicklung des Körperschemas: Den eigenen Körper wahrnehmen, innere 
Empfindungen spüren, sich wohlfühlen, seiner Möglichkeiten und Grenzen 
bewusst sein  
 Einsatz und Steuerung des Körpers in unterschiedlichen Situationen: Koordination, 
Anspannung – Entspannung, zielgerichteter Einsatz der Muskulatur 
 Grundverständnis über die Körperfunktionen entwickeln: Wissen darüber erlangen, 
was dem Körper guttut und was ihm schadet 
 Bewusstsein der eigenen Entwicklungsmöglichkeiten aufbauen: Zusammenhänge 
erkennen zwischen Bewegung und Wohlbefinden Fingerfertigkeit/Handgeschick-
lichkeit: Gezieltes Bewegen, greifen und loslassen unterschiedlicher Gegenstände/ 
Materialien, Auge-Hand-Koordination: Einen Faden in die Nadel fädeln, Flüssigkeit 
in unterschiedliche Gefäße schütten, einen Ball aus der Luft fangen, ... 
 Erfahrungen sammeln: Bewegung an der frischen Luft bei jedem Wetter und zu 
unterschiedlichen Jahreszeiten als spannend erleben 
 Vorfreude entwickeln: Auf alle Fertigkeiten, die ein Mensch lebenslang handhaben 
kann. 
 Natur und Naturwissenschaften 
Kinder wollen die Zusammenhänge ihres lebensweltlichen Umfeldes ergründen und 
brauchen dafür Raum. Erfahrungen in und mit der Natur betreffen die belebte Welt – den 
Umgang mit Pflanzen und Tieren – wie die unbelebte Natur. Die belebte Natur ist 
traditioneller Bestandteil der pädagogischen Arbeit. Kinder nehmen ihre Welt durch 
Beobachten, Beschreiben, Vergleichen und Bewerten wahr. Dabei berühren sie ihrem 
Interesse und ihrer eigenen Logik folgend Themen aus der Biologie, der Chemie, Physik 
und Technik: 
 Warum fallen die Blätter von den Bäumen? 
 Was schwimmt da oben auf der Suppe und warum? 
 Woraus besteht ein Regenbogen? 
 Warum kann ich mich nicht von meinem Schatten trennen? 
Staunen – als Ausgangspunkt – regt die Neugier an, weckt den Forschergeist und 
unterstützt die Kinder, ihr intuitives Wissen oder die diffuse Kenntnis von etwas zu 
überprüfen. 
Waldtage, Natur und naturwissenschaftliche Projekte sind mit kindorientierten Themen 
Teil des pädagogischen Alltags – passend zum Entwicklungsstand des Kindes und mit 
unmittelbarem Lebensbezug. So lernen die Kinder in kleinsten bis hin zu übergeordneten 
Zusammenhängen. Sie erweitern Wissen und Fähigkeiten, übernehmen Verantwortung 
und entwickeln Bewusstsein für den Umweltschutz.

25 
2.2.2 Schulbereitschaft: Zusammenarbeit mit Grundschulen 
oder „lebenslanges Lernen fördern“ 
Einen besonderen Schwerpunkt setzt educcare für Kindergartengruppen auf die 
Vorbereitung auf die Grundschulzeit. educcare entwickelt idealerweise zusammen mit 
den benachbarten Grundschulen Prozessbeschreibungen für den Übergang in die 
Schule. Dem Übergang vom Kindergarten in das Schulsystem kommt ein besonderer 
Stellenwert zu, denn was bei den Kindern in der Elementar- und Primarbildung 
grundgelegt – oder aber versäumt – wird, prägt den weiteren Bildungsverlauf und somit 
auch den Bildungserfolg oder -misserfolg von Kindern und Jugendlichen entscheidend 
mit. Nicht nur im Hinblick auf individuelle Lebenschancen, sondern auch mit Blick auf die 
gesamtgesellschaftliche Entwicklung muss somit dem Übergang vom Kindergarten in die 
Grundschule eine besondere Verantwortung beigemessen werden. Kinder, die in die 
Schule kommen, stehen in der Kontinuität längst begonnener Bildungsprozesse. 
Kindertagesstätten und Schule haben die gemeinsame Verantwortung und Verpflichtung, 
durch ihre Zusammenarbeit eine weitgehende Kontinuität der Entwicklungs- und 
Lernprozesse für die Kinder zu gewährleisten und gemeinsam mit den Eltern 
Verantwortung für eine beständige, ganzheitliche Bildungs- und Erziehungsentwicklung 
zu übernehmen. Die enge Verzahnung von Elementar- und Primarbereich dient der 
frühzeitigen und bestmöglichen Förderung für jedes einzelne Kind.  
Kindertagesstätte und Schule tragen gemeinsam und gleichberechtigt die Verantwortung 
dafür, 
 dass ein guter Schulanfang kein punktuelles Ereignis, sondern eine zu gestaltende 
Übergangsphase ist, 
 dass die persönliche Eigenart des einzelnen Kindes und seine Lerngeschichte 
berücksichtigt wird und in der Schule zur Geltung kommt, 
 dass wechselseitig und kontinuierlich Informationen ausgetauscht, Fragen 
aufgenommen und Ideen entwickelt werden. 
educcare sieht sich deswegen in der Verantwortung, mit Grundschulen in der Umgebung 
zusammenzuarbeiten und Kindergartenkindern eine gute Vorbereitung auf die Schule zu 
bieten. educcare sieht sich in der Verpflichtung die umliegenden Grundschulen 
anzusprechen und sich zusammen mit ihnen diesen Aufgaben zu stellen (z.B. durch 
Kooperationsvereinbarungen, Kooperationskalender, gemeinsame Informationsabende, 
übergreifende Portfolios, Projekte zwischen Kita- und Schulkindern, Evaluierung des 
Übergangsprozesses). 
Beispiele möglicher gezielter „Vorschulprogramme“: 
 regelmäßige Treffen der „Schulkinder“ in einem besonderen Raum zu einem 
festen Termin, wo Kinder mit „Schulmaterialien“ vertraut gemacht werden 
 ein erster Schulbesuch, „Schnuppertag“ 
 Hospitation der Grundschullehrer in der Kindertagesstätte 
 Literacyförderung 
 Verkehrserziehung für eine sichere Nutzung des Schulweges 
 Basteln einer Schultüte

26  
 Beispiel für Sozialraumorientierung:  
Zusammenarbeit der educcare Kita Stuttgart Hasenbergstraße mit 
den Grundschulen Schwabschule und Falkertschule 
Konkret ist es beispielsweise gelungen, an zwei öffentlichen Schulen im Stuttgarter 
Westen (Schwabschule und Falkertschule) ein bilinguales Unterrichtsmodell einzuführen. 
Initiator waren Eltern der educcare Kindertagesstätte Hasenbergstraße in Verbindung mit 
dem Schulamt. Damit ist in unmittelbarer Nachbarschaft der bilingualen Kita die 
Weiterführung der Bilingualität in der Schule gewährleistet. Der Erfolg der Eltern und des 
Trägers ist auch ein gelungenes Beispiel dafür, wie Kindertagesstätten Bewegung in 
einen Stadtteil bringen und Schul-entwicklung mitgestalten können. 
2.2.3 Bilingualer Kita-Alltag  
Bilingualität ist ein Teil der educcare Bildungs- und Erziehungskonzeption. 
Wir betreuen in der Regel Kinder aus verschiedenen Nationen. Mit Mehrsprachigkeit  
wird die Grundlage für eine förderliche Entwicklung der Kinder in den Kindertagesstätten 
gelegt. educcare strebt eine Besetzung von einer deutschsprachigen und einer 
englischsprachigen Erzieherin je Gruppe an.  
In ihrer praktischen Bedeutung ist Mehrsprachigkeit ein Kernaspekt von interkultureller 
Erziehung. Unsere englischsprachigen Fachkräfte sind im pädagogischen Alltag ein 
Vorbild für gelebte Bikulturalität und Zweisprachigkeit. Eine zweite Sprache schafft 
Zugang zu anderen Menschen und anderen Kulturen. Sie ist der Anfang von 
Internationalität. Im Krippen- und Kindergartenalter erfassen und verarbeiten die Kinder 
neue Laute, Worte, Sätze und Redewendungen. In diesem Alter ist das Fenster für 
Sprachen weit geöffnet und das Leben in der Kindertagesstätte stellt mit seiner Fülle an 
Angeboten eine ideale Voraussetzung für den Spracherwerb dar.  
Die Zweitsprache wird – im Grunde wie die Erstsprache – mit der Immersionsmethode 
erlernt, im sogenannten „Sprachbad“: Eine der in der Gruppe tätigen Fachkräfte, im 
Idealfall eine der beiden Gruppenerzieher*innen, spricht konsequent mit den Kindern in 
der Fremdsprache, hier Englisch. Diese klaren Sprachtrennungsregeln nach dem Prinzip 
„eine Person – eine Sprache“ erleichtern den Kindern den (Zweit)Spracherwerb und 
gewährleisten eine Konstanz der Bindung und Beziehung. Die Kommunikation wird – wie 
in der Muttersprache – unterstützt durch Mimik, Gestik und begleitende Aktivitäten, die 
den Kindern weitere sinnstiftende Informationen liefern.  
Außerdem stehen verschiedene englischsprachige Bilderbücher zur Verfügung, die 
regelmäßig zum Einsatz kommen. Musik, Fingerspiele, kleine Spiele und Bewegung 
ergänzen das Angebot.  
Bilingualität mittels der Immersionsmethode gilt durch ihren natürlichen und spielerischen 
Ansatz nachweislich als die erfolgreichste Methode des Zweitspracherwerbs. Die 
fremdsprachigen Erzieher*innen sind ausgebildete pädagogische Fachkräfte und 
Muttersprachler*innen mit "Native Speaker Niveau" und haben einen längeren Zeitraum 
im englischsprachigen Ausland gelebt. Vor ihrem Einsatz in educcare Einrichtungen wird 
die sprachliche Qualität dieser Erzieher*innen durch eine Muttersprachler*in geprüft. 
Bilingualität wird von allen Fachkräften in den educcare Kindertagesstätten miteinander 
gelebt und gestaltet.

27 
Alle artikulierten Sprachen erfahren in den educcare Kindertagesstätten eine 
gleichberechtigte Wertschätzung. 
 Wertschätzung und Neugier für fremde Laute und Sprachmelodien 
 Unterstützung des Selbstbildungspotenzials von Kindern: kreative Strategien der 
Kinder, die es ihnen erleichtern, sich im Dschungel fremder Laute und Worte 
zurechtzufinden, werden aufgegriffen 
 Verstehen und – in Teilen – Gebrauchen der zweiten Sprache 
Der Einsatz von entsprechenden englischsprachigen Fachkräften hängt von der lokalen 
Verfügbarkeit dieses Profils ab.  
2.2.4 Schlaf- und Ruhephasen 
Kinderschlaf und Erwachsenenschlaf unterscheiden sich vor allem dadurch, dass Kinder 
einen erheblich höheren Schlafbedarf haben. Der Schlafzyklus umfasst verschiedene 
Schlafphasen. 
Neurowissenschaftler weisen besonders auf die Wichtigkeit der Tiefschlafphase hin. Ein 
Kind soll ungestört genügend Schlafzyklen mit Tiefschlafphasen durchlaufen können. Nur 
so ist garantiert, dass die Reifungs- und Wachstumsprozesse die Entwicklung kindlichen 
Gehirns stattfinden können, weil die meisten Wachstumshormone in dieser Zeit 
ausgeschüttet werden. 
Relevante Informationen werden dann synaptisch verknüpft und unwichtige 
Informationen gelöscht. Es ist anzunehmen, dass die Bewältigung dieser enormen 
Lernleistungs- und Anpassungsvorgänge im frühen Kindesalter einen erhöhten 
Schlafbedarf einfordern. 
Die Ergebnisse klinischer Studien warnen vor den möglichen Folgen von Schlafentzug 
und Schlafstörungen. Entwicklungsverzögerungen, ADHS-ähnliche Symptome, frühe 
Formen und Adipositas und nachhaltige Beeinträchtigung der Sprachentwicklung werden 
u.a. damit in Zusammenhang gebracht. 
Ob ein Kind ein „früher Vogel“ oder eine „Nachteule“ ist, wie hoch sein Gesamtschlaf-
bedürfnis ist und die Taktung der o.g. Schlafzyklen, da alles ist genetisch vorgegeben 
und bleibt während des gesamten Lebens bestehen. Darauf sollten Eltern und Institution 
Kita eingehen, um eine gesunde Entwicklung des Kindes zu fördern. 
Kinderschlaf in der Kita 
Wird ein Kind in die Institution Kita eingewöhnt, ist die Qualität der Einrichtung an der 
erforderlichen sorgfältigen Planung und Vorbereitung von Schlafumgebung, Schlaf-
ritualen und Übergangsgestaltungen zu erkennen.  
In der educcare Bildungs- und Erziehungskonzeption ist festgeschrieben, dass die 
Bedürfnisse des individuellen Kindes im Vordergrund stehen.  
educcare strebt eine Erziehungspartnerschaft zwischen Kita und Elternhaus an, mit dem 
Ziel, die Schlaf- und Ruhebedürfnisse des Kindes im Blick zu behalten und sich darüber 
auszutauschen. Fachkräfte und Eltern sind gefragt, diese Bedürfnisse immer besser 
kennenzulernen, zu verstehen und die Bedürfnisbefriedigung zu ermöglichen. 
Die Kinder lernen in einer neuen Umgebung zu schlafen, gemeinsam mit anderen 
Kindern, mit neuen Ritualen und anderem Tagesrhythmus. Das kann auch Auswirkungen 
auf das Schlafverhalten und die Schlafenszeiten zu Hause haben. Deshalb wird

28  
empfohlen, dass die Eltern gelassen mit der neuen Situation umgehen und ihrem Kind 
daheim besonders viel Ruhe, Nähe und Zeit geben, bis sich alles eingespielt hat. 
Kinder lernen in der Kita sich selbst zu regulieren und ihre Bedürfnis nach Schlaf/ 
Entspannung zu spüren und zu zeigen.  
Fachkräfte verzichten darauf, Kinder durch Spielangebote vom Schlafbedürfnis 
abzulenken und vom Schlaf abzuhalten. Zu einem guten Kinderleben gehört die 
Möglichkeit zu toben und zu spielen genauso wie die Möglichkeit zu entspannen und 
Eindrücke zu verarbeiten. 
Umgang mit den verschiedenen kindlichen Bedürfnissen 
Im Aufnahmegespräch und durch den „Infobogen zum Kind und Familie“ erhalten die 
Erzieher*innen wertvolle Informationen über die Schlafgewohnheiten der einzelnen 
Kinder.  
Die Erzieher*innen beobachten die Kinder und lernen ihre individuellen Ausdrucksformen 
kennen, mit denen sie ihr Bedürfnis nach Rückzug, Ruhe, Schlaf zeigen. 
Es wird darauf geachtet, dass die Kinder an einem Ort ruhen/schlafen können, an dem 
sie sich sicher fühlen. Eine vertraute Person begleitet die Kinder in diesem Prozess. 
Während das eine Kind mit Schnuller, Kuscheltuch/-tier auf den Schoß möchte, sitzt ein 
anderes Kind gemütlich im Buggy. Wieder andere Kinder kuscheln auf dem Sofa oder 
sitzen einfach auf dem Teppich. Bei großer Müdigkeit liegt ein Kind vielleicht auch schon 
um 9 Uhr im Bett.  
In den educcare Einrichtungen wird Wert auf eine allgemeine Mittagsruhe/ Schlafzeit 
gelegt. 
Praktische Beispiele: 
Krippengruppe (0-3 Jahre): 
Das Mittagessen startet gegen 11:00 Uhr. Danach ziehen die Kinder sich aus. Schnuller, 
Kuschelsachen etc. sind dabei, wenn die Kinder in den Schlafraum gehen. Manche 
Kinder ruhen sich aus und verlassen danach den Schlafraum. Der/die Erzieher*in hört 
über das Babyfon, wer sich rührt und aufstehen möchte. Das geschieht sehr leise. 
Selbstständigere Kinder verlassen den Schlafraum alleine und werden in der Gruppe von 
dem/der Erzieher*in in Empfang genommen. Hier gibt es dann die Möglichkeit zu 
kuscheln, zu lesen oder zu spielen. 
In der Regel entwickeln die Kinder nach einer Weile einen Schlafrhythmus, der sich an 
den der anderen Kinder angleicht. Das passiert, weil Kinder „Herdenschläfer“ sind. Sie 
genießen oft das Gefühl der Sicherheit und der Gemeinschaft.  
Jede Gruppe entwickelt eigene Rituale, die den Kindern helfen zur Ruhe zu finden. 
Der/die Erzieher*in ist dann gefragt, um auf Anzeichen von Unwohlsein einzugehen 
(Zahnen, sich anbahnende Krankheiten etc. können das Schlafen zu den gewohnten 
Zeiten verhindern). Der Schlaf der Kinder soll so ungestört wie möglich verlaufen. 
In der Regel wird abgewartet, bis jedes Kind alleine wach wird. 
Die Erzieher entscheiden bei „Langschläfern“, ob und wann sie eine Aufwachzeit 
einleiten. Das geschieht, in dem die Tür zum Schlafraum geöffnet wird und die 
Gruppengeräusche oder das einfallende Licht hineingelangen. Das sind „sanfte“

29 
Weckmethoden. Weder die Fachkräfte noch die Eltern sollten das Kind durch andere 
Methoden (Rütteln, Anfassen, Schnuller rausziehen, …) wecken.  
Zwischen 14:00 Uhr und 14:30 Uhr ist in der Regel die Wickel- und Snackzeit. 
Schlafende Kinder schlafen weiter. Vor allem jüngere Kinder oder Kinder im 
Entwicklungsschub brauchen am Nachmittag erneut Schlaf.  
Altersgemischte Gruppe oder Kita-Gruppe (2/3-6 Jahre): 
Auch in den Gruppen der älteren Kinder ist der Tagesablauf an die Bedürfnisse der 
Kinder angepasst. 
Das Essen findet gegen 11:45 Uhr statt und danach gehen die Kinder 
 in den Schlafraum mit Betten, wo die Kinder im abgedunkelten Raum schlafen 
können. Wer nicht einschläft kann den Raum wieder verlassen 
 in einem Raum, in dem die „Traumzeit“ stattfindet. Hier liegen die Kinder im hellen 
Raum auf ihrer Matratze. Sie kuscheln, träumen oder hören einer Geschichte zu. 
Wer sich ausgeruht fühlt, verlässt den Raum. Wer einschläft, kann sich 
ausschlafen. 
2.2.5 Tagesablauf 
Durch Rituale Orientierung und Halt geben. 
Strukturierung des Tagesablaufs 
Ein strukturierter Tagesablauf ist für Kinder im Kindergarten − und besonders im 
Krippenalter − wichtiger Bestandteil für eine gesunde Entwicklung. Den Kindern wird ein 
Tagesablauf geboten, der Orientierung und damit auch Sicherheit bietet. Hierbei wird 
stets vom Wohlbefinden des einzelnen Kindes ausgegangen. So ist unser Tagesablauf 
eine Stütze für das Kind, aber keinesfalls ein Muss (s. „Ein exemplarischer Tag bei den 
Wasserflöhen“).  
Feste Rituale und Strukturierungsmerkmale sind dabei täglich der Morgenkreis/Morning 
Circle mit allen Kindern, das gemeinsame Obstfrühstück, das Mittagsessen sowie die 
Mittagsruhe und der nachmittägliche Snack. In den Zwischenzeiten kann der Tag immer 
wieder neu erfunden werden, ausprobiert und variiert werden. 
Der Alltag wird für alle Kinder durchgehend in englischer und deutscher Sprache 
gestaltet.  
Der Tagesablauf wird natürlich an lange Öffnungszeiten in der Kita oder sonstige 
Besonderheiten entsprechend verändert und angepasst. Basis des Tagesablaufes bleibt 
aber immer eine Grundstruktur, in der feste Rituale und Abläufe den Kindern 
Orientierung und Sicherheit bieten.

30  
Exemplarischer Tag bei den „Wasserflöhen“ 
(Betriebskindertagesstätte der Bundesanstalt für Wasserbau): 
07:30 - 08:00 Uhr 
Gruppenübergreifende Frühbetreuung mit dem Ziel entspannt in 
den Tag zu starten; liebevolle Begrüßung, kurzer Informations-
austausch mit den Eltern  
08:00 Uhr Bringzeit in die Bezugsgruppen - erste Freispielphase 
08:00 - 11:15 Uhr individuelle Schlafens- und Ruhezeiten der Kleinsten 
09:00 Uhr 
Morning Circle - in der Gruppe ankommen, Begrüßung, gemein-
same Tagesplanung; Sing- und Tanzspiele, anschließend 
gemeinsames Obstfrühstück 
09:00 - 11 Uhr 
Treffpunkt Piazza, offene Angebote 1. Entdeckerphase: Kinder 
wählen altersentsprechend zwischen gezieltem Angebot 
(Piazza, Atelier, Bad) und eigenen Wünschen (z.B. Spiel im 
Garten, ausruhen, kuscheln). Erzieher*innen unterstützen bei 
der Realisierung der Ideen, schaffen Anreize, fördern die 
individuellen Interessen, beobachten, dokumentieren und 
tauschen sich später mit den Eltern darüber aus. 
11:30 Uhr Mittagessen Krippenkinder 
12:30 Uhr Mittagessen Kita-Kinder 
13:15 - 15 Uhr 
Mittagsruhe - ältere Kinder beschäftigen sich leise, ruhen sich 
aus und/oder bekommen vorgelesen; jüngere Kinder machen 
sich bettfertig, klettern in ihre Kisten oder auf ihre Matratzen. 
Wer nicht schlafen kann, ruht; bedürfnisorientierte Schlafdauer - 
wer wach wird, ruft oder kommt aus dem Schlafraum und wird 
von einer Gruppenerzieherin begrüßt. 
15:00 Uhr Treffpunkt Piazza, 2. Freispielphase 
15:15 Uhr Täglich wechselnder Nachmittagssnack, abgestimmt auf den 
Mittagstisch. Je Gruppenbelegung gemeinsam mit Kindern 
anderer Gruppen 
15:45 Uhr 2. Entdeckerphase: Kinder entscheiden sich zwischen diversen 
Angeboten, Garten und Freispiel entscheiden 
17:00 Uhr Ende

31 
2.2.6 Dokumentation der pädagogischen Arbeit und 
Entwicklung der Kinder 
Die systematische Beobachtung und Dokumentation ist ein wichtiges Kernelement einer 
qualitativ hochwertigen Pädagogik. Sie zeichnet verantwortlich handelnde pädagogische 
Fachkräfte aus und ist Bestandteil ihrer professionellen Haltung. Sie hat zum Ziel, das 
Kind in seinen Handlungen, seinen Fähigkeiten und seinem Verhalten zu beobachten, 
die Beobachtungen zu dokumentieren, sie mit Kolleg*innen zu reflektieren und die Eltern 
in regelmäßigen Abständen über die Entwicklungsschritte ihres Kindes zu informieren. 
Beobachtung und Dokumentation bei educcare heißt: 
 Be(ob)achten mit aller Wertschätzung für die Individualität des Kindes 
 Beobachten, um Kinder besser zu verstehen 
 Beobachten, um ihre Entwicklung optimal zu begleiten und zu unterstützen 
 Beobachten, um Transparenz für Eltern zu schaffen 
Beobachtung und Dokumentation ist eine verpflichtende Aufgabe für alle pädagogischen 
Fachkräfte. 
educcare hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesem Qualitätsanspruch gerecht zu 
werden und entwickelt sein Beobachtungs- und Dokumentationssystem kontinuierlich 
weiter und greift dabei sowohl auf aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse der 
Entwicklungspsychologie als auch auf Erfahrungen aus der Praxis zurück. Eingebettet in 
ein Gesamthandlungskonzept werden verschiedene Formen der Beobachtung und 
Dokumentation umgesetzt: 
 Beobachtung und Begleitung von Kindern (Arbeitsbuch zur Leuvener 
Engagiertheits-Skala) (Vandenbussche & Laevers, 2009), 
 Learning Stories (Carr, 2001), 
 Entwicklungsbeobachtung und -Dokumentation (EBD 3-48 Monate und EBD 48-72 
Monate - Petermann, Petermann & Koglin, 2012; 2015).

32  
Übersicht über das educcare Beobachtungs- und Dokumentationssystem 
  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Infobogen zu Kind und Familie:  
Eltern sind die Experten ihrer Kinder. Sie sind willkommen und werden in das 
Leben der Kindertagesstätte und die Arbeit der Pädagogen einbezogen. Um das 
einzelne Kind verstehen und fördern zu können und ihm in der Einrichtung das 
Gefühl einer zweiten Familie zu vermitteln, ist die enge und vertrauensvolle 
Zusammenarbeit mit den Eltern eine entscheidende Voraussetzung. Die hierfür 
erforderliche Basis bilden gegenseitige Akzeptanz und Vertrauen. Die 
Zusammenarbeit zwischen Eltern und Pädagogen beginnt mit der Aufnahme des 
Kindes in die Kindertagesstätte. Mit der Begrüßung erhalten die Eltern ein 
Willkommenspaket, welches u.a. den mehrseitigen Infobogen zu Kind und 
Familie enthält. Eltern sollen diesen Infobogen zu Hause ausfüllen und im 
Aufnahmegespräch mit der pädagogischen Fachkraft besprechen. Neben der 
Aufnahme von Allgemeindaten geht es – besonders bei Kleinstkindern – darum, 
das Kind in seiner Persönlichkeit, seiner bisherigen Entwicklung, seinen 
Vorlieben und Abneigungen, seinen Ritualen usw. kennenzulernen.  
 Gesamteinschätzung der Gruppe zu Wohlbefinden und Engagiertheit: 
Nach dem Leuvener Ansatz (Arbeitsbuch zur Leuvener Engagiertheits-Skala) 
sind zwei Bereiche für eine optimale Entwicklung von Kindern entscheidend: 
Das körperliche und seelische Wohlbefinden und die Engagiertheit, mit der 
sie die Welt entdecken. Ein wesentlicher Vorteil für unsere pädagogische 
Arbeit besteht in den praktischen Konsequenzen, die aus diesen 
Beobachtungen gezogen werden können. Wir finden in dieser Skala unseren 
Ansatz wieder, Kindern ein zweites Zuhause (Beobachtungskriterium 
„Wohlbefinden“) und ein vielfältiger Bildungsort (Beobachtungskriterium 
„Engagiertheit“) zu sein. 
Der erste Schritt der Beobachtung beginnt mit einem suchenden Überblick

33 
über die Gesamtgruppe. Jede pädagogische Fachkraft füllt den Bogen nach 
ihren Beobachtungen aus. Ziel ist es, die Kinder zu finden, die eine 
besondere Aufmerksamkeit bzw. Unterstützung benötigen. Ein Austausch mit 
Kollegen*innen bzw. im Team hilft, Anregungen für das pädagogische 
Handeln zu entwickeln. Die Gesamteinschätzung der Gruppe wird regelmäßig 
wiederholt. 
 Beobachtung: 
Die Beobachtung bildet die Basis für die pädagogische Planung, für 
Entscheidungen und für die Entwicklung individueller Lernangebote. Sie dient 
dazu, Ereignisse und Fähigkeiten bewusst zu erkennen und zu 
dokumentieren. Es lassen sich zwei Formen der Beobachtung unterscheiden: 
die freie, unstrukturierte und die systematisch, strukturierte Beobachtung. 
Beide Formen müssen in der pädagogischen Arbeit Anwendung finden. Die 
Anzahl der Beobachtungen ist nicht maßgeblich. Maßgeblich ist vielmehr die 
Qualität der Beobachtungen. 
In der freien, unstrukturierten Beobachtung werden Handlungen des Kindes 
beschrieben, ohne dass die pädagogischen Fachkräfte ein besonderes Ziel 
damit verfolgen. Die Lern- und Entwicklungsprozesse des Kindes werden 
dokumentiert. Mehrere Beobachtungen können Grundlage für eine 
wertschätzende Lerngeschichte bilden, und sie sind in Verbindung mit dem 
ICH-Buch ein Teil der Bildungsbiografie des Kindes. 
Bei der systematischen, strukturierten Beobachtung konzentrieren sich die 
pädagogischen Fachkräfte für bestimmte Zeit auf ein bestimmtes Kind. 
Folgende Regeln sind bei dieser Form zu beachten: 
Die Beobachtung hat einen Anlass oder basiert auf einer Fragestellung. 
 Die Beobachtung hat ein Ziel. 
 Die Beobachtung sollte mehrmals bei einem Kind erfolgen. 
 Die Beobachtung wird effektiver, wenn mehrere pädagogische Fachkräfte 
das Kind beobachten. 
Die strukturierte Beobachtung wird also immer dann wichtig sein, wenn es um 
ein umschriebenes Beobachtungsziel geht, z.B. eine Einschätzung von 
Fortschritten in der sprachlichen oder sozialen Entwicklung. 
 Auswerten, Planen: 
Das Nachdenken über die Beobachtungssituation unterstützt nicht nur die 
Planung für das weitere Vorgehen, sondern hilft auch dabei, die eigene 
pädagogische Haltung zu überprüfen. Im Reflexionsprozess wird über den 
nächsten pädagogischen Handlungsschritt nachgedacht. Das Vorgehen 
(Beobachten – Reflektieren – Planen – Handeln) trägt dazu bei, dass die 
Bedürfnisse des Kindes ernst genommen werden und es in seinem 
Lernprozess altersentsprechend unterstützt und gefördert wird. 
 Kollegialer Austausch/ Fallbesprechung: 
Die Auswertung aller Beobachtungen, Aktionen, Geschichten und Schritte 
des Kindes wird je nach Bedarf im Klein- oder Gesamtteam besprochen und 
schriftlich festgehalten. Dieser Austausch vervollständigt das „Bild vom Kind“ 
und dient dazu, verschiedene Sichtweisen zusammenzutragen und die 
Beobachtungen in die Gesamtentwicklung des Kindes einzuordnen. 
Gemeinsam wird entschieden, wie auf die Entwicklungen des Kindes reagiert

34  
werden kann, z.B. wie das Kind ermuntert werden kann, sich an bestimmten 
Tätigkeiten zu beteiligen, was es braucht, um Herausforderungen 
anzunehmen oder welche Unterstützung es benötigt, um sich aktiv am 
Gruppengeschehen zu beteiligen. 
 Lerngeschichten: 
Eine Lerngeschichte ist eine Erzählung vom Lernen eines Kindes. Grundlage 
sind die Beobachtungen über die Handlungen des Kindes und deren Analyse 
anhand der Lerndispositionen. Nicht jede einzelne aufgezeichnete 
Beobachtung ist eine Lerngeschichte. Lerngeschichten setzen sich aus einer 
Folge von Handlungsabschnitten zusammen. Erst eine Abfolge solcher 
Handlungsabschnitte, die miteinander im Zusammenhang stehen, dient als 
Grundlage für eine Lerngeschichte. Mit Hilfe von Beobachtungen und 
Einschätzungen haben die Fachkräfte die Möglichkeit, Ansatzpunkte für die 
Weiterentwicklung und Unterstützung der kindlichen Fähigkeiten zu finden. In 
den Lerngeschichten werden sowohl die kindlichen Handlungen als auch die 
Beziehung zwischen Kindern und Erwachsenden betrachtet. Auch wird 
festgehalten, welche Situationen und Bedingungen Lernprozesse gefördert 
haben und in welche Richtung das zukünftige Lernen gehen könnte. 
 Das ICH-Buch: 
Ein besonderes Instrument der Dokumentation ist das ICH-Buch. In ihm 
werden Bilder und Zeichnungen eines Kindes, Fotos, Kommentare, eigene 
Worte, Einladungen, Zeitungsausschnitte, Erlebnisse und wichtige Schritte 
gesammelt und kommentiert, die für das Kind und seine Entwicklung von 
Bedeutung sind. Das ICH-Buch gehört dem Kind und ist ihm jederzeit 
zugänglich. Im ICH-Buch drückt sich das Kind vor allem selbst aus. Mit 
seinem Zuwachs an Kompetenzen wird es zunehmend auch selbst Autor des 
ICH-Buchs. Die meisten Kinder lieben es, in ihrem ICH-Buch zu blättern. Sie 
tauchen in die Vergangenheit ein und erinnern sich, erzählen und staunen. 
Diese Erinnerungsarbeit sollte gefördert werden. Das ICH-Buch ist Bildungs-
arbeit zwischen pädagogischer Fachkraft und Kind und darauf angelegt, 
Beziehungen zu knüpfen: Beziehungen zwischen dem Kind und seiner 
Lebensgeschichte, zwischen dem Kind und seinen Eltern, zwischen dem 
Kind und anderen Kindern oder zwischen dem Kind und der pädagogischen 
Fachkraft. Erwachsene (auch Eltern) können in Absprache mit dem Kind 
Bedeutsames ins ICH-Buch einfügen. 
 Individuelle Entwicklungsbeobachtung: 
EBD 3-48 Monate, EBD 48-72 Monate 
(Petermann, Petermann & Koglin, 2012; 2015) 
Der zielgerichtete Blick auf die Entwicklung eines jeden Kindes in 
bestimmten Entwicklungsbereichen komplettiert das Gesamtsystem der 
Beobachtung und Dokumentation. educcare hat sich entschieden, den EBD 
3-48 Monate und den EBD 48-72 Monate verpflichtend und regelmäßig für 
alle Kinder einzusetzen und als wichtige Informationsquelle zu nutzen.

35 
Die Entwicklungs- und Beobachtungsdokumentation beinhaltet jeweils vier 
spezifische Aufgaben zu sechs Entwicklungsbereichen: 
 Haltungs- und Bewegungssteuerung 
 Fein- und Visuomotorik 
 Sprachentwicklung 
 kognitive Entwicklung 
 soziale Entwicklung 
 emotionale Entwicklung 
Ziel ist es, die Kinder zu entdecken, die im Vergleich zu Gleichaltrigen den 
geringsten Entwicklungsschritt aufweisen. Die in der Beobachtung auffälligen 
Kinder sollten einer weiterführenden, abklärenden Diagnostik (z.B. durch den 
Kinderarzt) und ggf. gezielte Fördermaßnahmen zugeführt werden. Das 
weitere Vorgehen sollte im Team und mit den Eltern abgesprochen werden. 
 Das Entwicklungsgespräch: 
Das Gespräch nach Abschluss der Eingewöhnung und die weiteren 
Entwicklungsgespräche mit den Eltern sind fester Bestandteil des educcare 
Beobachtungs- und Dokumentationssystems. 
Gespräch nach Abschluss der Eingewöhnung: Das Abschlussgespräch mit 
den Eltern findet frühestens 4 Wochen spätestens 8 Wochen nach Aufnahme 
des Kindes statt. In diesem Gespräch wird der Stand der Stabilität des 
Kindes notiert. Die Fachkraft bleibt im engen Austausch mit den Eltern, was 
sie gemeinsam tun können, das Kind in der weiteren Entwicklung von 
Wohlbefinden zu unterstützen. Drei bzw. sechs Monate nach dem 
Abschlussgespräch zur Eingewöhnung folgt das erste Entwicklungs-
gespräch.  
Das Entwicklungsgespräch: Grundlage dieses Gespräches sind die 
systematische Beobachtung und deren exakte Dokumentation. Das 
Gespräch dient dem Austausch der jeweiligen Sichtweisen, dem Austausch 
von Entwicklungsschritten des Kindes, seinen Stärken und Interessen. 
Wünsche, Erwartungen und Besonderheiten des Kindes sollen ebenso zur 
Sprache kommen wie ein möglicherweise notwendiger Unterstützungsbedarf. 
Das Bild vom Kind erweitert sich, wenn Eltern von ihren Beobachtungen, 
Erlebnissen und Sichtweisen aus ihrem Alltag berichten. So entwickeln sich 
ein enger Bezug zur persönlichen Geschichte eines jeden Kindes und eine 
Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten auf beiden Seiten. 
Die Häufigkeit der Gespräche ist abhängig vom Alter und der Entwicklung 
des Kindes. Grundsätzlich gilt folgende Regelung: 
 alle Kinder: Gespräch nach Abschluss der Eingewöhnung 
 Kinder unter 3 Jahren: Entwicklungsgespräche im Abstand von ca.  
3 Monaten 
 Kinder bis sechs Jahre: Entwicklungsgespräch im Abstand von ca.  
6  Monaten.

36  
Alle Kinder: Abschlussgespräch zum Übergang in den Kindergarten/Schule 
Die Vorbereitung eines Entwicklungsgesprächs beginnt mit der Festlegung 
des Ziels. In Abhängigkeit des Ziels können Lerngeschichten, Fotos, Video-
sequenzen, Werke des Kindes, das ICH-Buch oder andere Ausdrucksformen 
des Kindes genutzt werden. Außerdem fließen die freien und strukturierten 
Beobachtungen, die Entwicklungs- und Beobachtungsdokumentation (EBD) 
und die Ergebnisse des kollegialen Austauschs mit ein. Ein 
Entwicklungsgespräch dauert ca. 60 Minuten. 
2.2.7 Digitalisierung − Medien und Technik 
Das Thema Medien und Technik zählt ebenfalls zu den Kompetenzbereichen, die 
educcare fördert. 
Kinder wachsen von Geburt an mit Medien und Technik auf. Sie zeigen Interesse an 
deren Funktionen und Verwendungsweisen. Bereits von Anfang an begeistern sie sich 
für das Telefon, den Lichtschalter oder den Kühlschrank. Ihre ersten Kontrollerfahrungen 
machen sie, indem sie Geräte ein- und ausschalten, Knöpfe drücken und sehen, was 
passiert. Sie haben unterschiedlichen Zugang zu Smartphones, Tablets, Fernsehern, 
Computern und Konsolenspielen und nichts verschließt sich ihrer Neugier. Entsprechend 
verantwortungsbewusst müssen Erwachsene planen, agieren und reagieren. 
Lichtschalter, Waschmaschine, Mixer, Bohrmaschine, Auto und andere Beispiele lassen 
Kinder erkennen, dass Technik dem Menschen die Arbeit erleichtert. Sie als nützliches 
Werkzeug im Alltag selbst zu erfahren, hilft Kindern, ihre Bedeutung zu verstehen. 
In der Auseinandersetzung (und Anwendung) von technischen Geräten aus dem 
unmittelbaren Lebensbezug der Kinder entstehen Erkenntnisse der Anwendung, dass 
Dinge zuweilen gewartet werden müssen oder auch mitunter nicht funktionieren. Neben 
technischen Fragen, „was funktioniert wie“ und lebenspraktischen „was mache ich, 
wenn…“ eröffnet Technik auch den Raum für philosophische Fragen, z.B. 
 Welche Energie braucht der Mensch, um zu „funktionieren“? 
 Kann der Mensch auch einmal nicht funktionieren? Wer repariert ihn dann? 
Frühe Medienkompetenz – der Umgang mit digitalen und virtuellen Welten 
Smartphone, Tablet, Radio, Kamera, PC, Spielkonsole sind nur einige Beispiele aus der 
Informations- und Kommunikationstechnik, mit denen Kinder heute selbstverständlich 
aufwachsen. Die Zielgruppe „Kinder“ ist längst erkannt und zunehmend entwickeln die 
Elektronik- und Unterhaltungsindustrie Geräte, denen auch patschige kleine Kinderhände 
„Reaktionen“ und – zumindest kurzfristig – ein erstauntes Juchzen entlocken können. 
Der Blick ist gerichtet auf die Wirtschaftlichkeit. Nicht gestellt wird die Frage nach der 
Sinnhaftigkeit. 
Brauchen Kinder in Krippe und Kita elektronische Medien, um sich gesund entwickeln 
und ihr späteres Leben glücklich und selbstbestimmt gestalten zu können? 
Kinder lernen ihre (innere und äußere) Sprache nur über Beziehungen, die auf ihre 
persönliche (Eigen)welt und ihre Möglichkeiten abgestimmt sind und die sie selbst 
mitgestalten. 
Sie müssen Spiele nach ihrem eigenen Skript gestalten können, probehandeln und im 
Erleben von Versuch und Irrtum, ihre Potenziale entfalten und ihre Ängste zähmen.

37 
 Sie wollen nicht mit Phantasiebildern versorgt werden, sondern ihre eigenen Bilder 
und Ideen entwickeln. 
 Sie wollen selbst aktiv sein, etwas herausfinden, entdecken, erforschen und 
darüber rote Backen bekommen. 
 Sie wollen ihrem eigenen Tempo folgen, um sicher anzukommen. 
 Sie wollen Figuren und Geschichten mit Lösungen (wie in Märchen) statt immer 
weiterkämpfende Machtfiguren, die in unendlichen Spielschleifen fortdauernd 
Abendteuer bestehen müssen, weil sich „das Böse“ niemals auflöst. 
 Sie wollen sein, was in ihnen steckt und keine Unterhaltungsindustrie, die ihnen 
primär Helden mit eingravierten Qualitäten anbietet und auf Macht und 
Bewunderung setzt. 
 Sie wollen in Beziehung sein und Resonanz erfahren. Sie wollen mehr als dass 
Erwachsene dem Hinweis folgen, kleine Kinder beim Mediengebrauch zu 
begleiten. 
Wir werden in der Wissenschaft, unter Hirnforschern, Medienpädagogen und 
Erziehungswissenschaftlern, Verteuflern und Befürworter des Zugangs von Kinder zur 
Medienwelt finden. Wir werden Verteufler und Befürworter unter den Eltern finden und es 
werden kontroverse Diskussionen im Kita Team geführt.  
educcare zieht aus dem Verständnis der kindlichen Entwicklung den Schluss, dass 
Kinder in erster Linie freie Spielwelten in unstrukturierten Umwelten brauchen, um mit 
ihrem – analogen – Leben umzugehen und wir sind in der Verantwortung, ihnen diese 
Erfahrungs-, Beziehungs- und Lernräume offen zu halten. 
Damit sind nicht die Medientechnologien an sich verteufelt, sondern zweifelhaft bleibt die 
Frage nach der Sinnhaftigkeit, elektronische Medien zum Programm zu machen. Es gibt 
keinen Hinweis, dass Kinder besser sprechen lernen, ihre Persönlichkeit besser 
entwickeln, Emotionen besser regeln, psychische Widerstandkraft besser aufbauen oder 
mehr Medienkompetenz entwickeln, wenn sie eine frühe Einführung elektronischer 
Medien erfahren. So wie es auch keinen Beweis gibt, dass die Vorenthaltung von 
Medienaneignung in frühester Kindheit die Entwicklung von Fähigkeiten behindert, die 
eine souveräne Lebensführung in der mediatisierten Gesellschaft ermöglichen. 
Das Angebot von elektronischen Medien in der Kita ist daher immer auf Ziel, Zweck und 
Nutzen zu hinterfragen und abhängig von den Bedarfen und Lebenswelten der Kinder 
einzusetzen. Die Fragen liefern die Kinder entwicklungsentsprechend von ganz alleine.  
Nicht zu unterschätzen ist zudem der kritische Blick auf das eigene Medienverhalten. 
Untersuchungen bei Jugendlichen zeigen suchtähnliche Symptome, wenn ihnen die 
Informationsmedien entzogen werden. Ohne permanente Vernetzung und 
Informationsfluss fühlen sich Vielnutzer oft isoliert – in vielen Fällen einhergehend mit 
dem Verlust an Selbstvertrauen. Selbstverständlich im Sinne eines Automatismus ist für 
viele Erwachsene der Griff zur Suchmaschine geworden, um Antwort auf Fragen zu 
erhalten. Bei aller Fortschrittlichkeit muss die kritische Frage erlaubt bleiben, ob die 
ständige Verfügbarkeit von (sinnigen wie unsinnigen) Informationen, das eigene Denken, 
Nachdenken und Tüfteln be- oder gar verhindert. Kreativität in der Aneignung von Welt 
beinhaltet aber genau jene Lösungsprozesse, die aus dem eigenen Erleben, Verknüpfen 
von Erfahrungen, möglichen Schlussfolgerungen und experimentellem Handeln 
entstehen.

38  
Im Sinne dieser nicht bewertenden, sondern kritisch und lustvoll hinterfragenden 
Auseinandersetzung – mit Kindern als auch im Team - sind Medien und Technik ein nicht 
wegzudenkender Teil der pädagogischen Arbeit. 
Richtungsziele, die das pädagogische Handeln der Erzieher*innen leiten: 
 Freude daran haben, Fragen zu stellen und Antworten zu finden und Dinge zu 
untersuchen: zum Beispiel Kind mit Recorder und Mikro, Kleinkind mit Telefon, 
zerlegtes Radio, Kinder und Bücher; 
 einen spielerisch-forschenden Zugang zu Medien und Technik haben; 
 den sachgerechten, selbstbestimmten und verantwortlichen Umgang mit 
technischen Geräten und Medien kennen; 
 Förderung der Kommunikation und Kooperation durch die gemeinsame 
Auseinandersetzung mit Technik und deren Nutzung; altersentsprechend 
 Medienkompetenz in den Bereichen: 
 Druckmedien (Bücher, Zeitungen, Briefe) 
 Hörmedien (Radio, CD/MP3-Player) 
 visuelle Medien (Dias, Overhead Projektionen) 
 audiovisuelle Medien (Fernsehen, Film, Computer). 
2.3 Ernährungskonzeption 
educcare hat ein umfassendes Verpflegungskonzept entwickelt, das den Leitungen, 
Teams, Eltern und Auftraggebern zur Verfügung steht. In dem Konzept wird der  
Umgang mit Speisen, Hygienevorschriften und praktisches Vorgehen im Detail erläutert. 
Alle Mitarbeiter*innen werden in der Umsetzung des Verpflegungskonzeptes geschult. Im 
Folgenden ist eine Zusammenfassung des Konzeptes aufgeführt.  
Ernährung bedeutet mehr als nur ausreichende Nahrungsaufnahme. Der Genuss ist 
wichtig, genauso wie die Versorgung mit wertvollen Nährstoffen. Eine vielfältige und 
ausgewogene Ernährung fördert die Entwicklung der kognitiven und motorischen 
Fähigkeiten der Kinder.  
Bei educcare werden täglich rund 2.300 Kinder verpflegt – vom Frühstück über das 
Mittagessen bis hin zum Nachmittagssnack, je nach Angebots-umfang der Kita. 
Kinder lernen nicht mehr nur in der Familie den Umgang mit Lebensmitteln und Eltern 
sind nicht alleine für die gesundheitsförderliche Ernährung der Kinder verantwortlich. Die 
Kita vermittelt ebenso Wissen und Fertigkeiten rund um Nahrungsmittel und eine 
gesundheitsförderliche Ernährung. Bereits 1989 hat die UN-Kinderrechtskonvention (seit 
1992 in Kraft) festgelegt, dass der Träger einer Kindertagesstätte verpflichtet ist, Kinder 
nicht nur ausreichend, sondern auch gesundheitsförderlich zu ernähren und zu 
versorgen. Diese Forderung beinhaltet auch die Ernährungsbildung. Die 
Ernährungsbildung umfasst laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) die 
Förderung eines gesunden Essverhaltens, das Wissen um den eigenen Körper sowie 
den Kompetenzerwerb für einen gesunden Lebensstil. 
Kinder entwickeln früh Vorlieben für bestimmte Lebensmittel und Ernährungsgewohn-
heiten. Das Zusammenleben mit anderen Kindern und Erwachsenen hat dabei einen 
entscheidenden Einfluss. Um die Kleinsten beim Essenlernen zu begleiten und zu 
versorgen, braucht man professionelle Fachkräfte sowie die Zeit und den Raum dafür.

39 
educcare bietet die Struktur und eine Bildungs- und Erziehungskonzeption, um diesen 
Anforderungen gerecht zu werden. educcare orientiert sich in der Umsetzung der 
Ernährungsbildung an den aktuellen Kenntnissen der Entwicklungspsychologie und 
Ernährungswissenschaften. educcare gestaltet den Kita-Alltag gesundheits- und 
entwicklungsförderlich – nicht nur beim Essen – und achtet darauf, dass die Kinder sich 
viel bewegen. Das educcare Verpflegungskonzept greift die drei Grundsäulen der 
educcare Bildungs- und Erziehungskonzeption auf: Die Kita ist zweites Zuhause sowie 
exzellente Bildungseinrichtung und unterstützt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. 
In der Praxis bedeutet das, 
 dass die Individualität des Kindes im Mittelpunkt steht („Ein Kind ist, was in ihm 
steckt“). 
 dass das Verpflegungskonzept einen separaten Anhang für die pädagogischen 
Fachkräfte erhält. Der Anhang umfasst Handlungsanregungen, Anleitungen und 
einen Einschätzungsbogen für die pädagogischen Fachkräfte, mit dem sie die 
erreichte Qualität überprüfen können. 
 dass educcare die Familie zuverlässig in ihrer Erziehungsaufgabe unterstützt und 
eine Teilverantwortung durch gesundheitsförderliche Bedingungen für eine 
optimale Entwicklung übernimmt. 
Das Verpflegungskonzept soll die Ernährungsversorgung der Kinder in educcare 
Kindertagesstätten sichern. Es dient übergreifend der Qualitätssicherung in allen 
educcare Einrichtungen. educcare Mitarbeitern bietet es einen fachlichen Leitfaden und 
Eltern eine Informationsgrundlage für die Ernährung ihrer Kinder.  
Hygiene 
Ein umfassendes Hygienemanagement ist Pflicht. Es gibt wesentliche Grundsätze, die 
Lebensmittelsicherheit gewähren: 
 die Verantwortung für die Sicherheit eines Lebensmittels 
 die Anwendung eines HACCP (Hazard Analysis and Critical Points)-Konzeptes 
 die Anwendung einer guten Hygienepraxis 
 die Aufrechterhaltung der Kühlkette bei Lebensmitteln, die nicht ohne Bedenken 
bei Raumtemperatur gelagert werden können 
 Die regelmäßige Mitarbeiterschulung. 
Das HACCP-Konzept bedeutet, die kritischen Punkte im Umgang mit Lebensmitteln 
anhand einer Gefahrenanalyse zu erfassen. 
Das Infektionsschutzgesetzt schreibt vor, dass nur Mitarbeiter, die über eine 
Bescheinigung des Gesundheitsamtes verfügen, mit Lebensmitteln arbeiten dürfen. Die 
Einhaltung der lebensmittelrechtlichen Vorschriften wird durch die jeweiligen 
Lebensmittelüberwachungsbehörden kontrolliert. 
Jede educcare Kita verfügt über einen auf die Einrichtung zugeschnittenen und 
überwachten Rahmenhygieneplan, ein gelebtes HACCP-Konzept, führt die notwendigen 
Schulungen durch und achtet auf deren Aktualisierung.

40  
Lebensmittelauswahl und Nachhaltigkeit 
Bei der Lebensmittelauswahl achtet educcare auf Nachhaltigkeit. Nachhaltigkeit bei 
educcare umfasst gemäß der Brundtland-Kommission die wirtschaftliche 
Leistungsfähigkeit im Zusammenspiel mit ökologischer Verantwortung und sozial 
gerechtem Ausgleich.  
Den Kindern werden Mahlzeiten angeboten, die ihre Gesundheit, Lern- und 
Leistungsfähigkeit fördern und erhalten. Dazu gehört auch, dass die Kinder sich jederzeit 
frisches Trinkwasser nehmen können. 
Die educcare Speisepläne sind vielfältig und nährstoffoptimiert und orientieren sich an 
den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung DGE. Bei der 
Lebensmittel-auswahl wird darauf geachtet, möglichst häufig regionale und saisonale 
Produkte zu verwenden. Lieferanten werden sorgfältig ausgesucht und auf die Qualität 
der Produkte geachtet. 
Mit klaren Prozessen wird eine einwandfreie Hygiene sichergestellt. educcare setzt 
Elektrogeräte mit hohem Energie- und Wassersparpotenzial ein, vermeidet Speisereste 
und achtet neben einem optimalen Verhältnis von Kosten und Nutzen auch auf den 
optimalen Einsatz der Ressourcen. 
Getränke 
Wasser ist einer der wichtigsten Bestandteile der Ernährung und wird für zahlreiche 
Funktionen im Körper benötigt. Zum Beispiel reguliert Wasser die Körpertemperatur und 
den Transport der Nährstoffe im Körper. Ein Flüssigkeitsmangel beeinträchtigt schnell die 
körperliche und geistige Leistungsfähigkeit von Kindern. Zudem brauchen Kinder 
bezogen auf ihr Körpergewicht mehr Wasser als Erwachsene. Deshalb wird allen 
Kindern den ganzen Tag Wasser aus einem Glas oder Becher frei zugänglich und auch 
immer wieder aktiv durch die Erzieher angeboten. 
Leitungswasser gilt als das am stärksten kontrollierte Lebensmittel und ist somit erste 
Wahl bei der Getränkeversorgung in educcare Einrichtungen. 
Frühstück und Zwischenverpflegung 
Zu einer ausgewogenen Ernährung, die die tägliche Nährstoffzufuhr sichert, gehören 
neben dem Mittagessen auch das Frühstück und der Nachmittagssnack in der Kita. Der 
Nachmittagssnack besteht hauptsächlich aus Obst oder Gemüse der Saison und wird 
teilweise mit Getreide- oder Milchprodukten ergänzt. 
Mittagsmahlzeit 
Das Mittagessen versorgt die Kinder wesentlich mit Energie und Nährstoffen. Es sollte 
täglich Rohkost, Salat oder gegartes Gemüse, eine sättigende Beilage (Reis, Nudeln, 
Kartoffeln) und ein Getränk enthalten, um die Flüssigkeitszufuhr sicherzustellen.  
Für die richtige Gewichtung über alle Lebensmittelgruppen (Getreide, Gemüse und Salat, 
Obst, Milchprodukte, Fleisch/Fisch, Fette und Öle und Getränke) empfiehlt die DGE 
einen Speiseplanrhythmus von mindestens 20 Verpflegungstagen. Innerhalb dieser vier 
Wochen sollen sich die Speisen nicht wiederholen, um eine vielfältige Auswahl von 
Lebensmitteln und eine optimale Nährstoffzufuhr sicher zu stellen.

41 
Speisezubereitung 
Kinder lernen den Eigengeschmack von Lebensmitteln nur kennen, wenn die Speisen 
wenig gewürzt und gesalzen werden. Um ihre Sinne zu prägen brauchen Kinder 
unterschiedliche Lebensmittel, die ihr Geruchs- und Geschmackserlebnis sowie das 
sensorische Gedächtnis prägen. Die Sensorik umfasst das Aussehen, den Geschmack 
und die Konsistenz der Speisen und trägt wesentlich zur Akzeptanz des Essens bei. 
Da sich das Immunsystem von Kindern noch in der Entwicklung befindet, sind sie 
besonders anfällig für Lebensmittelinfektionen und -vergiftungen. Aus diesem Grund 
verzichten educcare Einrichtungen auf bestimmte tierische Lebensmittel wie Rohwurst, 
rohes oder nicht durchgebratenes Fleisch, Rohmilchkäse oder Speisen mit rohen Eiern 
sowie daraus hergestellte, nicht ausreichend erhitzte Lebensmittel. Hygiene ist bei der 
Zubereitung der Speisen besonders wichtig. Die in der Kindertageseinrichtung 
angebotenen Lebensmittel müssen hygienisch einwandfrei sein. Um dies sicher zu 
stellen, hat jede educcare Einrichtung ein eigenes Hygienekonzept, welches die HACCP 
Richtlinien berücksichtigt. 
Neben der Lebensmittelauswahl beeinflussen die Zubereitung und anschließenden 
Warmhaltezeiten die ernährungsphysiologische und sensorische Qualität der Speisen. 
Die Warmhaltezeiten zu erfüllen und die Temperatur der angebotenen Speisen sind 
demnach wichtige Aspekte. 
Je länger Speisen warmgehalten werden, desto mehr Vitamine gehen verloren. Vitamine 
sind hitzeempfindlich. Auch die Sensorik leidet. Daher ist die Warmhaltezeit so kurz wie 
möglich zu halten. Sie beginnt mit Beendigung des Garprozesses und endet mit der 
Abgabe der Speise an den letzten Tischgast. 
Säuglinge 
Säuglinge benötigen noch eine besondere Kostform. Der Übergang von der speziellen 
Säuglingsernährung aus Milch und Brei zur Familienernährung findet gegen Ende des 
ersten Lebensjahres statt.  
Zum Ende des ersten Lebensjahres führen Eltern und Erzieher, je nach Entwicklungs-
stand, schrittweise die Ernährung der ein- bis sechsjährigen Kinder ein. Erst in dieser 
Zeit lernen Kinder Fertigkeiten wie Kauen und Schlucken von fester Nahrung. Eltern und 
Erzieher fördern die Selbständigkeit der Kinder indem sie den Kindern Hilfestellungen 
beim Füttern nur geben, wo diese benötigt werden. Sie übernehmen nicht mehr 
automatisch das Füttern. 
Kleinkinder 
Der Übergang von der Säuglingsernährung auf normale Kost ist abgeschlossen. Jetzt 
unterscheiden sich die Lebensmittelempfehlungen für 1-3-jährige und 4-6-jährige Kindern 
nur gering voneinander. Der Hauptunterschied liegt darin, dass Kleinkinder pro 
Kilogramm Körpergewicht mehr Energie benötigen. Kleinkinder haben ein erhöhtes 
Erstickungsrisiko – sie nehmen Gegenstände in den Mund, reden und kauen gleichzeitig 
und können durch die fehlenden Backenzähne noch nicht gut kauen. Deshalb sollten sie 
keine scharfkantigen, sehr kleinen und harten Lebensmittel essen: Nüsse und Samen, 
Weintrauben mit Kernen und rohes Wurzelgemüse zum Beispiel können leicht 
verschluckt werden und in die Atemwege gelangen.

42  
Stark gebratene und gebräunte Speisen wie Überbackenes, Gegrilltes, Paniertes und 
Frittiertes sowie blähende Lebensmittel wie Zwiebel und Hülsenfrüchte sind eher 
schlecht verträglich. Sie sollten schrittweise eingeführt werden. Große Fleischstücke oder 
Blattsalate sind schlecht zu kauen und daher zu vermeiden. Um die Kaumuskulatur zu 
stärken, sollten Kinder u. a. in kleine Stücke geschnittenes Vollkornbrot mit Rinde essen. 
Bei educcare werden die Speisepläne entsprechend dieser Einschränkungen und 
Empfehlungen geplant. 
Während des Essens brauchen Kinder unter drei Jahren eine intensive Betreuung. Die 
Zeit und Intensität richten sich dabei nach dem jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes, 
zum Beispiel dem Zahnstatus und dem Interesse an Lebensmitteln. Während einige 
Kinder noch gefüttert werden müssen, möchten andere Kinder bereits selbstständig mit 
Messer, Löffel und Gabel essen und lernen zu kauen. educcare achtet darauf, dass für 
die Mahlzeiten genügend Erzieher mit ausreichend Zeit die Kinder begleiten. 
Lebensmittelunverträglichkeiten 
Unter dem Begriff „Lebensmittelunverträglichkeiten“ werden alle nachteiligen Reaktionen 
zusammengefasst, die nach dem Verzehr eines Lebensmittels auftreten. Für die 
Gemeinschaftsverpflegung in Tageseinrichtungen für Kinder sind aufgrund der Häufigkeit 
insbesondere bestimmte Lebensmittelallergien und die Zöliakie (Unverträglichkeit von 
Gluten) von Bedeutung. 
Liegt bei einem Kind eine Lebensmittelunverträglichkeit vor, so ist diese über eine 
ärztliche Bescheinigung nachzuweisen. In der Einrichtung wird ein entsprechendes 
Informationsblatt zur Lebensmittelunverträglichkeit angelegt. Im Rahmen des Aufnahme-
gespräches werden Handlungsweisen und Möglichkeiten der Umsetzung mit den Eltern 
abgestimmt. 
Kultur, Religion und vegetarische Ernährungsformen 
Religiöse und ethische Vorschriften zur Ernährung werden von educcare respektiert und 
so möglich bei der Verpflegung der Kinder berücksichtigt. Im Aufnahmegespräch 
stimmen sich die pädagogischen Fachkräfte mit den Eltern ab und dokumentieren diese 
Absprachen. Bestimmte Vorschriften sind jedoch in einer Gemeinschaftsverpflegung 
schwierig bis gar nicht umzusetzen. Manche entsprechen auch nicht den Normen und 
Werten von educcare oder den ernährungsphysiologischen Aspekten einer 
gesundheitsfördernden Ernährung. 
educcare bietet in den Einrichtungen ovo-lakto-vegetarische Gerichte an. Bei dieser 
vegetarischen Ernährung wird auf Fisch und Fleisch verzichtet. Eier, Milch und 
Milchprodukte werden hingegen im Speiseplan berücksichtigt. Die ovo-lakto-vegetarische 
Ernährung ohne Fleisch und Fisch kann laut DGE, wenn sie ausgewogen gestaltet wird, 
dauerhaft empfohlen werden. Ausgewogen heißt hier, dass die Kinder hinreichend mit 
den benötigten Nährstoffen versorgt werden. So sollten die Speisepläne zum Beispiel 
gute pflanzliche Eisenquellen enthalten. Da eine rein pflanzliche (vegane) Ernährung laut 
DGE keine adäquate Versorgung mit Nährstoffen darstellt sieht educcare von einer 
veganen Ernährung der Kinder ab.

43 
Kochen mit Kindern, Feierlichkeiten/mitgebrachte Speisen, Süßigkeiten 
Neben der alltäglichen Verpflegung gibt es zahlreiche besondere Anlässe und 
Situationen in Kindertagesstätten, die mit dem Thema Speisen im Zusammenhang 
stehen. Neben dem pädagogischen Angebot Mahlzeiten mit Kindern zuzubereiten, gibt 
es verschiedene Rahmenbedingungen für Feierlichkeiten in der Kita sowie die 
Grundhaltung zum Thema Süßigkeiten. 
 Unter welchen Voraussetzungen dürfen Kinder in der Küche mithelfen? 
Aufsichtspersonen mit Hygienekenntnissen sind anwesend und die Anzahl der 
beteiligten Personen wird begrenzt. Es wird darauf geachtet, dass alle die 
Hygieneauflagen einhalten, z.B. Schürze tragen, Hände waschen usw. 
 Wie ist mit mitgebrachten Speisen bei Festen und Feierlichkeiten umzugehen? 
Mitgebrachte Speisen werden im privaten Bereich hergestellt und fallen somit nicht 
unter die Verordnung für Lebensmittelhygiene. Allerdings muss gewährleistet 
werden, dass die mitgebrachten Speisen gut durchgebacken sind, kein rohes Ei 
oder Hackfleisch sowie Roh- oder Vorzugsmilch enthalten. Ebenfalls muss bei 
gekühlten Speisen die Kühlkette während des Transportes berücksichtigt werden. 
Diese Informationen befinden sich auch im educcare Willkommenspaket für Eltern. 
 Umgang mit Süßigkeiten und Süßspeisen: 
Gegen eine geringe Menge von Süßigkeiten ist nichts einzuwenden, solange sie 
10% der täglichen Gesamtenergie nicht überschreiten. Gemäß aid-
Ernährungspyramide gehören Süßigkeiten nicht zu den notwendigen 
Lebensmitteln, die wir für unsere Ernährung benötigen. Deshalb stehen in 
educcare Einrichtungen Süßspeisen und Süßigkeiten nicht auf dem 
Standardspeiseplan. Sie werden nur zu besonderen Anlässen wie beispielsweise 
Geburtstagen, Weihnachtsbäckerei o.ä. angeboten. Die Eltern werden über 
entsprechende Aushänge oder Tür- und Angelgespräche informiert, wenn es 
Süßigkeiten (Kuchen etc.) gegeben hat. Die Kita leistet damit einen wichtigen 
Beitrag Kindern einen sinnvollen Umgang mit Süßigkeiten zu vermitteln und stellt 
somit den Genuss und die Besonderheit des Naschens (zum Beispiel bei einem 
anlassbezogenen Geburtstagskuchen) wieder in den Vordergrund. 
Das Verpflegungskonzept geht zudem auf den Einfluss von Emotionen und Kultur bei der 
Nahrungsaufnahme ein, sowie auf deren Bedeutung für den Kitaalltag. Schon der erste 
Kontakt eines Kindes mit Nahrung ist geprägt von „in Bezug sein“: Gestillt zu werden 
oder eine Milchflache zu erhalten, ist mit sorgenden Personen verbunden. Damit ist nicht 
nur der Start für die Verknüpfung von Essen und Emotionen gegeben, sondern auch der 
Start zur sozialen Integration. Mit zunehmendem Alter gelten die Ess- und Ernährungs-
regeln der sozialen Gemeinschaft, in der das Kind Mitglied ist, als bestimmend für seine 
Integration. 
Kinder müssen Essen erst lernen. Beim Essen und in Gesellschaft lernen sie, was ihnen 
schmeckt. Sie folgen am gemeinsamen Esstisch Vorbildern und sammeln Gefühle und 
Eindrücke. Das Erlernte festigen sie durch wiederholtes Anbieten und behutsame 
Begleitung. Die educcare Fachkräfte verzichten auf jegliche Bewertung von 
Lebensmitteln. Die Wörter gesund und ungesund sind für Kinder nicht hilfreich. Es wird 
auch nicht in „gute“ und „schlechte“ Esser unterteilt und es werden keine Kommentare 
zur Menge gemacht. Kinder sind unterschiedlich und das Essverhalten von Kindern 
verändert sich entwicklungsbedingt. Es hängt von der Persönlichkeit, der Tagesform und

44  
den unterschiedlichen Essgewohnheiten und Erfahrungen ab, mit denen sie in die Kita 
kommen. 
Mit der gemeinsamen Mahlzeit in der Kita ist eine Sozialisations-, Erziehungs- und 
Bildungsaufgabe verbunden. Das wichtigste pädagogische Ziel ist es, den Kindern 
Freude am Essen zu vermitteln. Mahlzeiten diesen dazu, Zugehörigkeit und 
Gemeinschaft zu schaffen und zu bewahren. Bei der gemeinsamen Mahlzeit in der Kita 
erleben Kinder den regelmäßig wiederkehrenden Alltag. Rituale in der Mahlzeiten-
vorbereitung wie das Tischdecken, Signale vom Übergang Spiel zum Essen, immer 
wiederkehrende Abläufe und bekannte Tischsprüche geben ihnen Halt und Orientierung. 
 Bei der Begleitung von Mahlzeiten unterschützt die Fachkraft bewusst und aktiv 
die Selbstwahrnehmung des Kindes – habe ich noch Hunger? Bin ich schon satt? 
Das gilt besonders für Kinder unter drei Jahren. Es dauert mehrere Jahre, Essen 
und Trinken sowie ein angemessenes Verhalten bei Mahlzeiten in verschiedenen 
Kontexten zu lernen.  
 Bei jeder Mahlzeit steht die Freude am Essen im Mittelpunkt. Sie ist zugleich ein 
breites Feld für zahlreiche Bildungsinhalte, um Fertigkeiten und Fähigkeiten zu 
erwerben. Beispielsweise: 
 mundmotorische Fertigkeiten (Zungenbewegung, Verbesserung der 
Lippenaktivität, Kiefer-/Mund-/Gesichtsmuskulatur trainieren) 
 feinmotorische und sensorische Fertigkeiten und Fähigkeiten (Augen-Hand-
Mund-Koordination, Werkzeuge benutzen lernen, Griffe üben) 
 Wahrnehmungsdifferenzierungen (schmecken, riechen, fühlen, sehen, hören; 
den Geschmackssinn weiterentwickeln; Selbstregulation bei Körpersignalen 
wie Hunger, Durst, Sättigung entwickeln; Lust und Genuss erfahren und 
kennenlernen, was dazu beiträgt) 
 kognitive Fähigkeiten („Fremdes“ ausprobieren und Vertrautes finden können, 
Speisekarte „lesen lernen“ und Rückmeldekultur nutzen; sich verändernde 
Mengen erfassen) 
 sprachliche Fähigkeiten und kommunikative Kompetenzen (Bezeichnungen 
für Lebensmittel und Tätigkeiten beim Essen/am Tisch erlernen, nonverbale 
und verbale Kommunikation über Nahrung und Trinken mit einem 
Erwachsenen und unter Kindern, selbstbewusste Vorschläge für die 
Speisenplanung einbringen, begründen können) 
 sozial-kognitive Fähigkeiten und Sozialverhalten (an einer Gemeinschaft 
teilhaben, Verantwortung übernehmen – für andere den Tisch decken, teilen 
und abwarten lernen, Lob- und Kritikkultur erlernen und mitgestalten) 
2.4 Kinderschutzkonzept 
educcare versteht sich als ein Träger, der sich für das Wohlergehen und den Schutz der 
ihm anvertrauten Kinder verantwortlich fühlt. In der engen Zusammenarbeit zwischen 
Kindern, Eltern, Pädagogen und dem Träger sorgen wir dafür, dass sich die Kinder 
sicher, wohl und geborgen fühlen, unserem Anspruch folgend, Kindern, unabhängig von 
ihrer sozialen Herkunft, ein zweites zu Hause und ein exzellenter Bildungsort zu sein.  
educcare hat ein Kinderschutzkonzept entwickelt, dass alle Grundsätze zum 
Kinderschutz, sowie den praktischen Umgang darstellt. Alle Mitarbeiter*innen werden in 
diesem Kinderschutzkonzept verpflichtend geschult. Im Folgenden ist eine 
Zusammenfassung des Konzeptes aufgeführt.

45 
Die educcare Konzeption bildet die Grundlage der pädagogischen Arbeit. Somit ist 
Sicherheit für alle Beteiligten gewährleistet: 
 für Kinder, sich in anregender und beschützender Umgebung individuell entfalten 
zu können 
 für Eltern, die sich als Erziehungspartner an- und ernstgenommen fühlen 
 für Pädagogen, die die individuelle Ausprägung vor Ort gestalten und sich 
weiterentwickeln wollen und für den Träger in seiner Gesamtverantwortung.  
Das Kinderschutzkonzept versteht sich als wichtiger Bestandteil der educcare 
Konzeption. Wir haben ein gemeinsames Verständnis von Kinderschutz geschaffen, 
welches für alle educcare Einrichtungen verbindlich ist. Ziel des educcare 
Schutzkonzeptes ist es, den pädagogischen Fachkräften Orientierung und 
Handlungssicherheit im Krisenfall zu geben. Neben der Fürsorge für das Wohl des 
Kindes, haben wir gleichzeitig die Fürsorge der Mitarbeitenden im Blick. 
Das Schutzkonzept soll weiterhin Denkanstöße geben und zu fruchtbaren Diskussionen 
in den Teams führen. Somit entfaltet sich seine Wirkung über die ursprüngliche Idee 
hinaus. Aus diesem Grunde sind uns Anregungen, Gedanken und Rückmeldungen 
wichtig und willkommen. Sie helfen uns dabei, dieses Schutzkonzept weiter zu 
Kindeswohl bei educcare 
Das Kindeswohl ist gegeben, wenn dem Kind von Anfang an ein Lebensraum zur 
Verfügung gestellt wird, indem es seine körperlichen, geistigen, personellen, sozialen 
und praktischen Eigenschaften, Fähigkeiten und Beziehungen entwickeln kann, die es 
befähigen, für das eigene Wohlergehen zu sorgen.  Der Schutz und die Förderung 
müssen im Einklang miteinander sein. 
Wir sind als educcare davon überzeugt, dass das einzelne Kind nur dann Vertrauen und 
Sicherheit gewinnt, um sich mit der weiteren Welt positiv auseinander zu setzen, wenn 
es sich rundum wohl fühlt und die Kindertagesstätte als ein zweites Zuhause empfindet. 
Im Tagesstättenablauf bedeutet diese besondere Aufgabe für die Mitarbeitenden 
 eine liebevolle, individuelle und sorgfältige Eingewöhnung in die Umgebung 
„Kindertagesstätte“ für jedes einzelne Kind (angelehnt an das Berliner 
Eingewöhnungsmodell“) 
 das einzelne Kind so anzunehmen, wie es ist, und es in seinen Handlungen 
bedingungslos wertzuschätzen 
 durch die Teilhabe des Kindes am Geschehen, seine Mitwirkung und die 
Übernahme von Verantwortung zu ermöglichen 
 dem Kind eine sichere Ausgangsbasis für die Erkundung der Welt zu bieten. 
Kindeswohlgefährdung 
Eine Kindeswohlgefährdung im Sinne des § 1666 Abs. 1 BGB liegt vor, wenn eine 
gegenwärtige, in einem solchen Maß vorhandene Gefahr festgestellt wird, dass bei der 
weiteren Entwicklung der Dinge eine erhebliche Schädigung des geistigen oder leiblichen 
Wohls des Kindes mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist.

46  
An die Wahrscheinlichkeit des Schadenseintritts sind dabei umso geringere 
Anforderungen zu stellen, je schwerer der drohende Schaden wiegt. Dazu gehören u.a.: 
 Vernachlässigung, nicht ausreichende Nahrung, fehlende emotionaler Zuwendung 
oder mangelhafte medizinische Versorgung 
 Vernachlässigung der Aufsichtspflicht, Fehlen einer altersgerechten Betreuung, 
mangelhafter Schutz vor Gefahren 
 Gewalt und psychische Misshandlung, u.a. auch Schütteln von Kleinkindern  
 sexueller Missbrauch und sexuelle Gewalt 
 seelische Misshandlung, z.B. durch Androhung von Gewalt oder auch eine verbale 
Entwertung, Überbehütung  
 Erleben oder Erleiden von häusliche Gewalt oder gewalttätigen 
Auseinandersetzungen 
Kinderschutz-Prävention bei educcare 
educcare stellt sicher, dass allen Beteiligten die Regeln, Strukturen und Prozesse der 
Organisation transparent und bekannt sind. Art und Umfang der Mitgestaltungsmöglich-
keiten werden reflektiert. Haltung und Umgang mit den anvertrauten Kindern sind 
konzeptionell verankert und allen Beteiligten bewusst. Alle Mitarbeiter*innen nehmen 
verpflichtend an den Basisschulungen zur educcare Konzeption, wie auch zur Schulung 
des standardisiertes Beobachtungs- und Dokumentationssystem teil. 
Die Begleitung der Kinder in den wichtigsten Bildungsjahren erfordert absolute 
Professionalität von den Mitarbeitenden. Die Organisation stellt sicher, dass diese 
Professionalität entstehen kann und im permanenten Austausch weiterentwickelt wird.  
Alle Akteure, die sich im unmittelbaren Umfeld des Kindes befinden, müssen befähigt 
sein, den Bedürfnissen und Unterstützungswünschen der ihnen anvertrauten Kinder zu 
entsprechen und ein positives Aufwachsen des Kindes zu sichern.  
Risikofaktoren erkennen 
 psychosoziale Risiken: finanzielle und materielle Notlagen, Arbeitslosigkeit, 
berufliche oder familiäre Probleme, soziale Isolation, beengte Wohnverhältnisse 
 elterliche Faktoren: Krankheit oder Sucht, Gewalt in der eigenen Kindheit, Partner-
Konflikte, inkonsistenter oder rigider Erziehungsstil, zu hohe Erwartungen an das 
Kind/Überforderung 
 auf das Kind bezogene Risiken: (vor der Geburt): unklare Vaterschaft, Risiko- oder 
frühe Schwangerschaft; (nach der Geburt): Frühgeburt oder Missbildung des 
Kindes, Trennung nach Kaiserschnitt, Behinderung des Kindes, Gedeih- und 
Regulationsstörungen des Kindes, Bindungsunterbrechung, chronische 
Erkrankung, allgemeine Entwicklungsverzögerung) 
Oft kumulieren mehrere Faktoren und führen zu einem Teufelskreis, der durch fehlende 
Unterstützungssysteme oder unzureichende Hilfeleistungen verstärkt wird. 
Das Wohl der Kinder 
Im Kitaalltag beinhaltet das auch die individuelle Zuwendung und damit anlassbezo-
genen körperlichen Kontakte (Körperhygiene, Pflege, Trost, Hilfestellung bei neu 
erlernten Verrichtungen…) der pädagogischen Fachkräfte zu den anvertrauten Kindern. 
Die Bewusstheit von angemessener Distanz und Nähe ist ausschlaggebend, um für 
einen gesunden Umgang mit den anvertrauten Kindern zu sorgen. Anlässe zur Reflexion

47 
des pädagogischen Fachpersonals bieten Teamsitzungen, Teamtage, regelmäßige 
Mitarbeitergespräche, Fallbesprechungen, Schulungen, die von Kitaleitung und/oder 
Regionalmanager gestaltet werden.  
educcare legt bei Fort- und Weiterbildung außer auf die fachlichen Inhalte Wert auf 
Bewusstheit. educcare erreicht so einen hohen Grad an Aufmerksamkeit, 
Sensibilisierung und offener Kommunikation in Bezug auf Indikationen für 
Kindswohlgefährdungen von innen wie von außen. Ziel ist nicht nur, solche 
Gefährdungslagen frühzeitig zu erkennen, sondern auch, sie möglichst zeitnah zu 
beenden, gegebenenfalls auch durch später beschriebene, teils rechtlich vorgegebene 
oder vorgesehene Reaktionsprozesse. 
Vorgehen bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung 
Ungewöhnliche Abwehrreaktionen bei alltagsbedingten körperlichen Berührung der 
anvertrauten Kinder durch die pädagogischen Fachkräfte in der Kita können erste 
Hinweise auf Gewalterfahrungen liefern. Die Mitarbeitenden sind verpflichtet, solche 
Eindrücke oder Feststellungen unverzüglich mit der Kita-Leitung und dem 
pädagogischen Regionalmanager zu erörtern und dies zu dokumentieren. 
Abgeleitete Maßnahmen sind etwa das Hinzuziehen weiterer Mitarbeiter in den 
Betreuungsprozess oder/und vorübergehender Bezugspersonenwechsel. Ziel ist es, 
herauszufinden: 
 Werden die ersten Beobachtungen/Eindrücke geteilt? 
 Sind sie entwicklungsbedingt verstehbar? 
 Sind sie etwa (nur) Bezugspersonen abhängig? -> Hinweis auf Kita interne 
Ursachen? 
 Sind sie nicht Bezugspersonen abhängig? -> Hinweis auf Ursachen im 
persönlichen Umfeld?  
In Abhängigkeit von dem Ergebnis wird entschieden, in welcher Stufenfolge die weitere 
Kommunikation erfolgt, ob und wann beispielsweise die Eltern behutsam einbezogen 
werden oder sich die Vermutung einer Urheberschaft im persönlichen Umfeld oder in 
dem der Kita ergibt. 
Ungewöhnliche körperliche Veränderungen sowie Veränderungen im sozial emotionalen 
Bereich mit den anvertrauten Kindern können Hinweise auf Gewalterfahrungen liefern: 
Die Mitarbeitenden sind angehalten, solche Eindrücke oder Feststellungen mit der Kita-
Leitung und dem Regionalmanager zu erörtern und die Ergebnisse behutsam mit den 
Erziehungsberechtigten zu kommunizieren, dies zu dokumentieren und im Ordner des 
Kindes abzuheften. 
Auch in diesem Fall wird erkenntnisabhängig von den Mitarbeitenden des Trägers 
entschieden, wie weiter zu verfahren ist, gegebenenfalls externe Bewertungshilfe 
(sogenannte erfahrene Fachkraft) beigezogen. 
Besondere, ungewöhnliche und auf einzelne Kinder gerichtete Zuwendungsaktivitäten 
seitens der pädagogischen Fachkräfte können erste Hinweise auf über das pädagogisch 
gebotene Maß hinausgehende Interessen- und möglicherweise Gefährdungslagen 
geben. 
Gleiches gilt für den umgekehrten Fall eines ungewöhnlich konsequenten und/oder 
zurechtweisenden/sanktionierenden Umgangs mit einzelnen Kindern.

48  
In beiden Fällen ist die Leitung angehalten, die ohnehin regelmäßige Hospitation zu 
intensivieren und Erkenntnisse daraus mit dem Regionalmanager zu erörtern, zu 
bewerten und gegebenenfalls angemessene Mitarbeitergespräche zu führen und/oder 
(arbeits-) rechtliche Maßnahmen einzuleiten oder anzudrohen. Auch in solchen Fällen 
werden alle Sachverhalte, Entscheidungen und Maßnahmen dokumentiert. 
Beteiligung der Kinder 
Ein weiterer Präventionsaspekt bei educcare ist Partizipation, die frühe Beteiligung und 
Mitbestimmung der Kinder im Tagesgeschehen (altersentsprechend). Anlässe der 
Mitgestaltung können Kinderkonferenzen, Gesprächskreise, frei gewählte 
Spielsituationen oder auch der Einzeldialog mit Pädagogen und Kind sein. Die 
Mitarbeitenden sichern die Beteiligung, die freie Meinungsäußerung jedes Kindes und 
lassen das gemeinsame Aushandeln der Kinder untereinander zu und unterstützen oder 
moderieren Gesprächsanlässe, Diskussionen oder auch Konfliktsituation. Sie achten 
ebenso auf nonverbale Äußerungen der Kinder und gehen einfühlsam darauf ein. Sie 
sind sensibilisiert für Veränderungen und nehmen ungewöhnliche Äußerungen, 
Verhaltensweisen der Kinder war. Auch hierbei werden wiederum alle Sachverhalte 
dokumentiert und Maßnahmen mit der Kitaleitung entwickelt.  
Mit Eltern gemeinsam Verantwortung tragen  
Ebenso wie die Kinder sollen sich die Eltern in der Kindertagesstätte wohlfühlen. 
Voraussetzung dafür ist die enge Zusammenarbeit und der offene Dialog mit den Eltern. 
Die Basis bilden gegenseitige Akzeptanz, Vertrauen und hohe Transparenz.  
Beispiele zur Beteiligung von Eltern sind die Begleitung der Eingewöhnungszeit des 
Kindes, erfolgen im täglichen Austausch, in regelmäßig geführten Entwicklungs-
gesprächen (alle 3 Mon. Krippe, alle 6 Mon. Kindergarten), an Elternabenden und/oder in 
Elternbeiratssitzungen. Sollten Eltern besondere, nur im Ansatz ungewöhnliche 
Verhaltensweisen ihres Kindes auffallen, sind sie aufgefordert, die Mitarbeiter*innen und 
Leitung sofort zu informieren. Die Leitung ist angehalten, die Beobachtungen im 
Gespräch mit allen Beteiligten zu erörtern und Maßnahmen abzuleiten. 
Kritik und Beschwerdemanagement 
All das setzt einen bewussten Umgang aller pädagogischen Fachkräfte und der 
gesamten Organisation mit Beschwerden, Kritik und Verbesserungsvorschlägen voraus 
und gehört zu einer professionellen Betreuung von Kindern in Kindertagesstätten. Er ist 
unverzichtbarer Teil einer Einrichtungskultur, die auf Beteiligung ausgerichtet ist und so 
den Schutz der Kinder vor Gefahren für ihr Wohl sichert.  
Eine Maßnahme zur Prüfung und Sicherstellung der Zufriedenheit und zur ständigen 
Verbesserung ist die Evaluation bei educcare. Eltern, Mitarbeiter*innen und 
Unternehmen werden im halbjährlichen Rhythmus zur pädagogischen Arbeit in den 
Kindertagesstätten nach einem standardisierten Befragungssystem anonym befragt.  
Maßnahmen zur Verbesserung werden aus den Ergebnissen abgeleitet und als 
Steuerungsinstrument der Kitas und Organisation genutzt. 
Mit Blick auf einen wirksamen Kinderschutz geht es vorrangig um Beschwerden, mit der 
der/die Beschwerdeführende einen Missstand benennt, der sein/ihr körperliches bzw. 
seelisches Befinden erheblich beeinträchtigt und dem deshalb abgeholfen werden sollte. 
educcare pflegt eine Kultur der Offenheit und sorgt dafür, dass alle beteiligten Akteure

49 
professionell, das heißt in bewusster, geregelter und transparenter Weise darauf 
reagieren.  
Rechtliche Grundlagen 
Jedes Kind hat ein Recht auf Schutz des körperlichen, seelischen und geistigen Wohls.  
Nach internationalem Recht ist dies in der UN-Kinderrechtskonvention und der EU-
Grundgesetzcharta verankert. In Deutschland ist dieser Schutz im Grundgesetz, im 
Bürgerlichen Gesetzbuch, im Bundeskinderschutzgesetz und im Kinder- und 
Jugendhilfegesetz festgeschrieben. 
2.5 Raumkonzept  
Die Räume in den Kindertagesstätten und in den Außenbereichen sind als 
Erfahrungswelten konzipiert und stellen so die Betätigungsmöglichkeiten sicher, die 
Kinder für ihre Bildungsprozesse brauchen. Sie unterstützen die Eigenaktivität von 
Kindern, Selbstbestimmung und Verantwortung. Entsprechend ausgestattet sind die 
konkreten „Spielräume“ in der Praxis: funktionsbereite Materialien, einladend gestaltete 
Nischen, wechselnde, attraktive Herausforderungen. Räume haben Ordnung und bieten 
damit Orientierung und Verlässlichkeit für Kinder. Ihre Gestaltung fördert Kommunikation, 
soziales Miteinander, Körpererfahrung und ästhetische Bildung. Bei der Gestaltung der 
„Spielräume“ sind Abwechslungsreichtum und Reizüberflutung sorgsam abzuwägen.  
Die pädagogische Arbeit in den educcare Kindertagesstätten basiert unter anderem auf 
der Reggio-Pädagogik, bei der der Raum und seine Gestaltung eine bedeutende Rolle 
spielt: „der Raum als dritter Erzieher“. Räume wirken als reichhaltige, vorbereitete 
Umgebung, die den Kindern sowohl Anregung und Herausforderung bieten, als auch 
Geborgenheit und Rückzugsmöglichkeiten. Sie können als Gruppenräume strukturiert 
sein, wie auch als Funktionsräume (z.B. Räume für Atelier, Bewegung, Entspannung 
etc.). Einrichtung und Material haben durch die Präsentation Aufforderungscharakter, 
bieten ordnende Orientierung, ermöglichen unterschiedliche Perspektiven, fordern 
verschiedene Wahrnehmung heraus und laden zum forschenden Lernen ein. Der 
Raumgestaltung kommt in den educcare Kindertagesstätten eine wichtige Bedeutung zu, 
denn diese wirkt sich wesentlich auf die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder aus. 
Neben den verschiedenen Räumen für Bewegung, Ruhe, Entspannung usw. haben auch 
die räumlichen Bedingungen wie Licht, Farben und Akustik eine wesentliche Bedeutung. 
Der Lärmpegel ist in Kindertagesstätten mit ca. 80 Dezibel enorm hoch. Damit sich 
Kinder in der Einrichtung beim Spielen und der kreativen Entfaltung nicht gestört fühlen 
sind Schallschutzdecken oder geräuschdämmende Fußbodenbeläge ein Muss. In den 
Gruppenräumen wird auf große Fensterfronten geachtet, denn bei Tageslicht ist nicht nur 
die Sinneswahrnehmung anders geschärft als bei Kunstlicht, sondern das Tageslicht 
steuert die körperlichen Vorgänge wie Körpertemperatur, Stoffwechsel, Herzschlag, 
Gehirntätigkeit und Hormonproduktion. In den Schlafräumen werden gerne sogenannte 
Hochebenen eingebaut, diese dienen zum einen als platzsparende Schlafmöglichkeit, 
zum anderen als Spiel- und Kletterobjekt zu Nicht-Schlafenszeiten.

50  
Das Außengelände sollte direkt an die Einrichtung angrenzen. Die Gesamtfläche sollte in 
verschiedene Funktionsbereiche unterteilt werden: Sand, Wiese, fester Boden, 
Rückzugsmöglichkeiten, Wasser-/Bachlauf mit Auffang-/Spielbecken und mit 
Trinkwasser, unterschiedliche Höhen und Tiefen, naturnah (Einbindung vorhandenen 
Baumbestandes), Wege für Kinderfahrzeuge, Klettergerüste (möglichst aus Holz), 
Spielbereich für Kleinstkinder. 
2.6 Qualitätssicherung 
educcare verfügt über ein umfassendes Qualitätsmanagement. Zum einen beruht die 
Sicherstellung einer nachhaltigen Qualität auf wissenschaftlich fundierten, praxis-
erprobten Methoden, die ständig überprüft und weiterentwickelt werden, zum anderen 
auf systemisch verankerten Strukturen und Prozessen.  
Ein fundiertes pädagogisches Konzept benötigt Strukturen und Prozesse, um eine 
nachhaltige Umsetzung sicherzustellen. Sie geben der täglichen Arbeit Orientierung, 
Verbindlichkeit und erzeugen eine transparente Qualität.  
educcare unterscheidet dabei auf der einen Seite pädagogische und auf der anderen 
Seite betriebswirtschaftliche Strukturen und Prozesse. Der betriebswirtschaftliche Teil 
stellt u.a. sicher, dass die Mittelverwendung hoch effizient ist, um einen breiten 
demokratischen Zugang zu ermöglichen.  
2.6.1 educcare Strukturen und Prozesse zur systemischen 
Verankerung 
Die Strukturen und Prozesse sind aus den pädagogischen Zielen abgeleitet und sichern 
die verlässliche Erfüllung der Qualitätsversprechen an Kinder, Eltern und Auftraggeber 
(z.B. BASF SE, BMW Group, Bayer AG).  
Beispiele für definierte Prozesse sind: 
 Prozess der systematischen Beobachtung und Dokumentation  
 Prozess des Austausches mit Eltern über institutionalisierte und fundierte 
Entwicklungsgespräche  
 Prozess der Auswahl und laufenden Fortbildung der Fachkräfte 
Die Schwerpunkte der Förderung sind: 
 Förderung der Basiskompetenzen, wie lernmethodische Kompetenz und 
Lebenskompetenzen 
 Förderung in den klassischen Bereichen, wie Bewegung/Ernährung/Wahrneh-
mung, Sprache und Zweitsprache, Kunst und Musik, Naturwissenschaft sowie 
Technik und Medien

51 
Praktische Beispiele für wissenschaftlich fundierte Methoden in den Schwerpunkten sind:  
 Immersion bei der Zweitsprachenförderung  
(siehe auch educcare-Beiratsmitglied Herr Prof. Wode) 
 naturwissenschaftlicher Vorschul-Ansatz  
(siehe auch educcare-Beiratsmitglied Frau Prof. Lück) 
 Frühförderkonzept in Sprache (nach dem Ansatz von Prof. Tracy,  
Universität Mannheim) 
 Übergangsmodell Kita-Grundschule nach dem Ansatz von  
Prof. Schumacher, PH Schwäbisch Gmünd 
 
Darstellung der pädagogischen Basis, der Methoden und Förderung: 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Beispiele von zahlreichen pädagogischen Prozessen der Qualitätssicherung: 
 Prozess der Eingewöhnung (nach Berliner Modell) 
 der Beobachtungs- und Dokumentationsprozess erzeugt z.B. die Transparenz in 
der Entwicklung des Kindes 
 laufende „Reviews“ für die Umsetzung durch den Träger als Fundament für 
Qualität und Wirtschaftlichkeit

52  
Übersicht über pädagogische und betriebswirtschaftliche Prozesse: 
 
 
Im Folgenden wird exemplarisch auf den Prozess „Review“ eingegangen. An ihm soll die 
Philosophie und Konsequenz der Umsetzung und damit die hochwertige und verlässliche 
Erfüllung der Versprechen aufgezeigt werden. 
Gerne stellen wir die anderen Prozesse im Detail dar, dies sowohl vom Konzept als auch 
in der Praxis in einer educcare Kindertagesstätte vor Ort. Das educcare Team wird sich 
über das Interesse freuen.

53 
Beispielprozess Review-Management – Qualität steuern und transparent machen: 
 
 
 
 
  
 
 
 
 
 
 
 
 
Kern des educcare Qualitätsmanagements ist das Review-Verfahren. Es geht in dem 
Review darum zu prüfen, ob die richtigen Dinge getan werden (Effektivität) und ob diese 
richtig getan werden (Effizienz). Dies sichert die kontinuierliche Analyse auf Basis der 
educcare Bildungskonzeption.  
In den Review fließen folgende Informationen ein: 
 halbjährliche Elternbefragung 
 halbjährliche Mitarbeiterbefragung 
 jährliche Auftraggeberbefragung 
An die externe Evaluation schließt sich die Auswertung und gemeinsame Vereinbarung 
von Zielen und Vorgehen in einem gemeinsamen Kickoff Workshop mit Eltern, 
Mitarbeitern, Träger und Auftraggeber an.  
Die vereinbarten Ziele und Vorgehen für die nächste Zeitperiode (meistens das 
kommende Jahr) werden dokumentiert und über das Jahr verfolgt.  
Über regelmäßige Statusreporte werden die Entwicklungen dokumentiert und 
Informationen an die Beteiligten verteilt.  
 Beispiele und Stimmen zu educcare  
Elternzufriedenheit 
In der jährlich stattfindenden Befragung haben über 95 % der Eltern in den letzten drei 
Jahren die Qualität der educcare Kitas in der zusammenfassenden Beurteilung mit 
mindestens „gut“, im überwiegenden Teil mit „sehr gut“ bewertet. Diese Beurteilung ist in 
den letzten drei Jahren stabil geblieben. 
Insgesamt wurden den Eltern über 20 Fragen zzgl. Unterfragen zu verschiedenen 
Bereichen gestellt. Hier wurde unter anderem bewertet:

54  
 „Mein Kind fühlt sich in der Kita wohl.“ 
  „Die Einrichtung bietet meinem Kind ein zweites Zuhause.“ 
  „Mein Kind wird in der Einrichtung in seiner Entwicklung optimal gefördert.“ 
Mitarbeiter*innenzufriedenheit 
educcare hat seit 2012 fünfmal an dem jährlich stattfindenden Wettbewerb „Beste 
Arbeitgeber DeutschlandsTM“ von Great Place to Work © teilgenommen. 
Great Place to Work © schreibt diesen Wettbewerb aus, der Unternehmen und 
Organisationen die Möglichkeit gibt, sich als einer der 100 besten Arbeitgeber 
Deutschlands zu bewähren.   
Dem Wettbewerb zugrunde liegt eine Benchmarkstudie, deren Eckpfeiler eine 
umfassende Mitarbeiter*innenbefragung sowie ein Kultur-Audit bei Personal-
verantwortlichen sind. Die für alle Teilnehmer gleiche Methode ermittelt u. a. das 
Vertrauen und die Qualität der Beziehungen zwischen den Mitarbeiter*innen und dem 
Management.  
Bereits 2012 schaffte educcare es auf Anhieb unter die 100 „Beste Arbeitgeber 
DeutschlandsTM“ und seit 2014 ist educcare wiederholt auch ein ausgezeichneter 
Arbeitgeber im Bereich „Soziales“.  
educcare ist es wichtig, immer besser zu werden! Deshalb nimmt educcare im Turnus 
von zwei Jahren an der Befragung teil und nutzt die wertvollen Rückmeldungen und 
Anregungen aus der Auswertung der Daten dazu, verschiedene Bereich weiter zu 
optimieren. 
Einige der Aussagen und Bewertungen der Mitarbeiter*innen aus der Befragung bei 
Great Place to Work © sind: 
 94% aller Mitarbeiter*innen glauben, dass sie bei educcare einen bedeutsamen 
Beitrag leisten. 
 92% der educcare-Mitarbeiter*innen sind stolz auf das, was sie gemeinsam 
leisten. 
 Für 91% der Mitarbeiter*innen hat ihre Arbeit bei educcare eine besondere 
Bedeutung und ist nicht einfach nur ein „Job“.  
 91% der Mitarbeiter*innen finden, dass sie bei educcare sie selbst sein können. 
Die Attraktivität als Arbeitgeber ist für educcare entscheidend für Personalgewinnung und 
Personalbindung. Bereits heute gibt es einen spürbaren Mangel an qualifizierten 
Erzieher*innen und diese Situation wird sich in den kommenden Jahren zuspitzen.  
Die educcare Mitarbeiter*innen haben mit ihren Antworten bei der Befragung „Beste 
Arbeitgeber DeutschlandsTM “ 2012 von Great Place to Work © ihre hohe Zufriedenheit mit 
educcare und seiner ideenreichen Arbeitsplatzkultur erstmals bestätigt. Bei weiteren 
Teilnahmen in 2014, 2016, 2018 und 2020 konnte dieser Erfolg wiederholt werden.  
Im Jahr 2018 erhielt educcare zusätzlich den Sonderpreis „Humor am Arbeitsplatz“. Der 
Preis steht für eine besonders gestaltete, wie auch seitens der Führungskräfte 
mitgetragene Arbeitsplatzkultur. Dies macht es den Mitarbeitenden möglich, auf Basis 
von Humor, Empathie, gegenseitiger Wertschätzung und Spaß zusammenzuarbeiten 
und dabei in hohem Maße Nutzen aus der stärkenden Wirkung von Humor für ein 
positives Miteinander und für die eigene Gesundheit zu ziehen.

55 
educcare hat damit die besten Chancen auch in Zukunft die zeitgerechte Eröffnung und 
den zuverlässigen Betrieb seiner Kindertagesstätten auf hohem pädagogischem Niveau 
für seine Auftraggeber zu ermöglichen.  
Stimmen von Auftraggebern: 
„Mit einem überzeugenden Konzept zu Kindertagesstätten hat uns educcare unterstützt, 
auf diesem Weg nicht nur die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für unsere Mitarbeiter 
zu verbessern, sondern zusätzlich einen positiven Beitrag zur Entwicklung der Kinder zu 
leisten. „Never change a winning team' – wir haben uns auch bei der zweiten 
Kindertagesstätte LuKids für educcare als Betreiber entschieden"   
(Hans-Carsten Hansen, Personalchef, BASF SE) 
„Wir haben nach einem Partner für dieses Projekt gesucht, der die gleiche Haltung zu 
seiner Mission hat wie die BAW. Die Menschen sind entscheidend für das Gelingen. Nur 
wenn sich Professionalität und Exzellenz mit innerer Verbundenheit und Überzeugung für 
die Aufgabe verbinden, kann etwas Besonderes entstehen. Das alles haben wir bei 
educcare wiedergefunden.“ (Peter Weinmann, Leiter Zentraler Service, 
Bundesanstalt für Wasserbau) 
„Der Träger zeichnet sich aus durch das gute, wissenschaftlich fundierte 
Bildungskonzept und dessen konsequente Umsetzung. Bemerkenswert ist die stetige 
Personalentwicklung, die vielfältige Einbeziehung der Eltern und die Kooperation mit 
Einrichtungen / Institutionen vor Ort.“ (Bruno Pfeifle, ehem. Jugendamtsleiter Stuttgart) 
Die guten Ergebnisse erklären sich durch die, aus den Zielen abgeleiteten Strukturen 
und Prozessen sowie den laufenden und partnerschaftlichen Austausch mit einer 
gemeinsamen Zielsetzung: „Anforderungen erfüllen, damit Kinder, Eltern und 
Unternehmen ihre Möglichkeiten ausschöpfen können.“ 
 
3 educcare als Sozialraum engagierter 
Träger 
educcare Kindertagesstätten verstehen sich als Teil einer Stadtteilgemeinschaft – mit 
den damit verbundenen Rechten und Pflichten. Die Aufgabe der Gemeinschaft ist es, 
den Familien die notwendigen Angebote „auf Augenhöhe und mit passender Ansprache“ 
zur Verfügung zu stellen, die sie bei der Erfüllung ihres Erziehungsauftrags benötigen. 
Hierzu möchte educcare einen verlässlichen Beitrag leisten. Die educcare Bildungs- und 
Erziehungskonzeption bildet die fundierte und verbindliche Basis für die pädagogische 
Arbeit. Der Sozialraum und seine Familien bestimmen die konkrete Ausprägung des 
Profils der jeweiligen Kindertagesstätte und der täglichen pädagogischen Arbeit. 
Der Auftrag der educcare Kindertagesstätten in Münster soll zum einen in der Deckung 
des Bedarfs der Bildung und Betreuung von neu zugezogenen Kindern unter sechs 
Jahren liegen, zum anderen in der anforderungsgerechten Unterstützung der Familien 
und der Stadt. Kindertagesstätten bieten sich hier idealerweise als Treffpunkte für 
Familien an und können integrierend wirken.

56  
Grundsätzliches zu Münster 
Die kreisfreie Stadt Münster steht für Familienfreundlichkeit, ist Fahrradparadies und 
Studentenstadt. Das Stadtgebiet von Münster umfasst ca. 303 km² und hat ca. 312.000 
Einwohner. Die Stadt gliedert sich in sechs Stadtbezirke Mitte, Nord, Ost, West, Süd-Ost 
und Hiltrup.  
Münster hat rund 193 Kindertageseinrichtungen, 48 Einrichtungen halten als Familien-
zentren familienbezogene Beratungs- und Unterstützungsangebote vor. Die Stadt selbst 
ist Träger von 29 eigenen Kindertageseinrichtungen. 
Mit Stand Schuljahr 2019/2020 hat Münster hat insgesamt 100 Schulen, davon 46 
Grundschulen und 24 weiterführende Schulen. 
Stadtteil Münster-Gievenbeck 
Münster-Gievenbeck gehört zum Bezirk West und ist mit aktuell über 20.000 Einwohnern 
der zweitgrößte Stadtteil Münsters. Gievenbeck gilt mit einem überdurchschnittlichen 
Anteil an 20 bis 45-jährigen als jüngster Stadtteil, auch die Jugendquote von rund 33% ist 
überproportional. Mit der Ausdehnung der Universität nach Westen entwickelte es sich 
zu einem Stadtteil vor allem für Universitätsangehörige und Studierende. 
In Gievenbeck gibt es zurzeit fünf Kindertageseinrichtungen, auf dem Gelände der 
Oxford-Kaserne sind neben dem hier vorliegenden Projekt aufgrund des hohen Bedarfs 
noch zwei weitere Kitas in Planung. Des Weiteren befinden sich in unmittelbarer Nähe 
der neuen Kita vier Grundschulen und ein Gymnasium. Drei Sportvereine bieten eine 
breite Palette an familien- und kinderaffinen Sportangeboten. Die nahegelegene 
Feuerwache bietet interessante Ansätze für eine Kooperation. Grünflächen im Umkreis 
eignen sich für pädagogische Natur- und Umweltprojekte.  
Ein „zweites Zuhause“ und exzellenter Bildungsort für Kinder und Eltern in 
Münster 
Kindern und Eltern ein „zweites Zuhause“ und exzellenten Ort der individuellen 
Entfaltung in den Kindertagesstätten Münster zu bieten, heißt für uns ergänzend zu den 
grundsätzlichen Aussagen in der educcare Bildungs- und Erziehungskonzeption z.B.: 
 Aktive Unterstützung der Vernetzung in Stadtteilen und Bezirken u.a. zu 
umliegenden Kindergärten und Grundschulen 
 Teilnahme an Sozialraumkonferenzen, Unterstützung des Quartiermanagements 
und sonstiger Institutionen zur Sozialraumentwicklung 
 kulturelle Verständigung fördern, auch über die Kindertagesstätte hinaus 
 den hinzuziehenden Familien das Ankommen in der neuen Umgebung erleichtern, 
z.B. durch gemeinsame Ankommensfeiern, gemeinsames Kochen, Elterncafé, 
sportliche Aktivitäten wie Yogakurse, Eltern-Kind-Zelten, … 
 Familien die Möglichkeit bieten, Teil der Gemeinschaft zu werden und 
Verantwortung für sie zu übernehmen 
Konkret könnten folgende Elemente die Realisierung des Stadtteilbezugs herstellen: 
 Umfeld adäquate Angebote für die Familien zur Kontaktknüpfung (z.B. Eltern-Kind-
Spielgruppen, Kurse zur Erziehungspartnerschaft, Elterncafé; gemeinsame 
Ausflüge in die Umgebung  
 interkulturelle Angebote, Veranstaltungen und Feiern (z.B. als Haus der Kulturen)

57 
 Ort familiärer Unterstützung z.B. Sprachförderung für die ganze Familie; 
Bildungsveranstaltungen (Vorträge, Seminare), mehrsprachige Informationen, 
Hilfen zur Erziehung, Unterstützung solidarischer Netzwerkbildung z.B. für 
Alleinerziehende, Studenten, ...  
educcare möchte aktiv einen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung in Münster 
leisten und in enger Zusammenarbeit mit den bereits vertretenen Trägern, Angebote für 
die Familien in Münster realisieren. In Abstimmung mit den anderen Akteuren können in 
der Kita familienzentrumähnliche Strukturen geschaffen werden, um den Eltern 
trägerübergreifende Fortbildungs- und Beratungsangebote anzubieten. 
Im Falle der Auftragserteilung soll educcare in Münster den Bedarf der Bildung und 
Betreuung von Kindern decken sowie Familien anforderungsgerecht unterstützen. 
3.1 Zusammenarbeit mit dem Jugendamt 
Das Ziel einer vorbildlichen und zugleich effizienten Bildung und Betreuung ist nur in 
Zusammenarbeit mit dem Jugendamt erreichbar. educcare sieht das Jugendamt als 
Handlungspartner, welcher die gleichen Ziele mit derselben Beharrlichkeit und gleichem 
„neuen Denken“ verfolgt. Eine gute Partnerschaft hat educcare in der Vergangenheit 
schon in anderen Kommunen unter Beweis gestellt.  
Aufbauend auf diesen Erfahrungen würden wir gerne in den folgenden Themen mit dem 
Jugendamt konkret zusammenarbeiten:  
 gemeinsame Definition und Erprobung von neuen Angeboten und Abläufen 
 gemeinsame Durchführung von Schulungen 
 Erfahrungstransfer aus anderen Kommunen  
3.2 educcare als Partner der Stadt Münster oder  
„Transparenz herstellen und Kooperation leben“ 
Die bisherige Zusammenarbeit mit der Stadt Münster betrachten wir als äußerst positiv. 
Während der Planungsphase, Aufbau und Betrieb der educcare Kindertagesstätten in 
Münster war die Kooperation sehr zielorientiert und erfolgreich. Entsprechend freuen wir 
uns, auszubauen und einen weiteren Beitrag für die Stadt leisten zu dürfen.  
Aufgrund der hohen Familienaffinität des Stadtteils soll die neue Kita den Eltern 
anforderungsgerechte Kinderbildung und -betreuung anbieten.  
Durch die flexiblen, auf die Bedürfnisse abgestimmten Angebote und Betreuungszeiten 
ist den Eltern die größtmögliche Planungssicherheit in der Umsetzung ihres Lebens-
modells garantiert. Die Stadt Münster will nicht ausschließlich den Bedarf abdecken, 
sondern auch eine qualitativ hochwertige, gut kommunizierbare Betreuung und Bildung 
der jüngsten Bewohner in Gievenbeck zur Verfügung stellen. Die Wohn- und 
Lebensqualität sowie Identifikation der Bewohner mit dem Stadtteil werden mit den 
Kindertagesstätten als Orte der Begegnung, des Kennenlernens und des Dialogs 
zusätzlich gestärkt.  
educcare wird verantwortlich und effizient mit der Stadt Münster zusammenarbeiten und 
Prozesse und Strukturen stets transparent halten und dynamisch weiterentwickeln.

58  
Familienfreundlichkeit ist für Unternehmen wie für Kommunen ein wichtiger Standort-
faktor. Dies kann zu erfolgreichen Kooperationen zwischen Unternehmen und 
Stadtverwaltung führen.  
3.3 Kooperation mit anderen Institutionen 
Grundgedanke von educcare Kindertagesstätten ist es, Familien – Kinder wie Eltern – als 
Partner zu sehen. Diese haben unterschiedliche Bedarfe, die sich je nach Lebens-
situation und Umfeld ändern können. Wir sehen es als unsere Aufgabe, Familien 
adäquate Angebote anzubieten: von der hochwertigen Umsetzung unserer Bildungs- und 
Erziehungskonzeption über die Beratung von jungen Eltern oder die Vereinbarkeit von 
Familie und Beruf bis hin zu offenen, generationenübergreifenden Angeboten.  
educcare richtet seine Angebote an den lokalen Anforderungen aus. Dies wird mit Hilfe 
der Sozialraumanalyse und Elternumfragen sichergestellt und regelmäßig überprüft. 
Folgende Kooperationen werden angestrebt: 
 Kooperationsmodelle mit Vereinen, Verbänden; Institutionen 
(z.B. mit Grund- Schulen, Sportvereinen, Museen, Bibliotheken etc.) 
 Zusammenarbeit mit anderen freien Trägern der Jugendhilfe:  
Kindertagesstätten  
 Jugend- und Familienhäusern 
 Hilfen zur Erziehung 
 Sprachförderprojekten  
 Vereinen 
 Vernetzung mit anderen Trägern  
 Austausch über pädagogische Konzepte  
 ggf. gemeinsame Schulungen 
 Bereitstellung der Räumlichkeiten 
3.4 Personalmanagement 
Professionelles, engagiertes Personal durch umfangreiche Unterstützungs-
leistungen und Entwicklungsmöglichkeiten  
Aufgabe des/der Erzieher/in ist es, das Konzept durch situations- und entwicklungs-
bezogenes pädagogisches Handeln umzusetzen, das heißt ausgerichtet am einzelnen 
Kind bzw. den Erfordernissen der Gruppe. 
Das Wissen um die grundlegenden Entwicklungsschritte des Kindes von der 
Wahrnehmung zum Denken, Gestalten, Sprechen und forschendem Lernen ist 
unerlässlich, um für das einzelne Kind als auch für entwicklungshomogene Gruppen 
passende Impulse setzen und Angebote formulieren zu können.  
Die Begleitung der Kinder in den wichtigsten Bildungsjahren erfordert nicht nur 
Begeisterung und Intuition, sie erfordert absolute Professionalität bei den Erzieher*innen. 
Dies ist eine Grundvoraussetzung, um den Kindern und Eltern gerecht zu werden. Der 
Träger hat – unserer Meinung nach – durch entsprechende Rahmenbedingungen

59 
sicherzustellen, dass diese Professionalität entstehen und sich permanent 
weiterentwickeln kann.  
Zu den professionellen Rahmenbedingungen gehören unter anderem: 
 eine genaue, kompromisslose Auswahl der Mitarbeiter*innen anhand eines klaren 
Qualifikationsprofils: authentische Begeisterung für die Arbeit mit Kindern, 
erkennbarer und nachgewiesener Wille zur Weiterentwicklung, Bereitschaft und 
Fähigkeit zur Selbstverantwortung sowie Ergänzung des Teams hinsichtlich 
Persönlichkeit und pädagogischer Schwerpunkte 
 eine Kultur des Vertrauens, der Fehlertoleranz und des Zutrauens sowie der 
Selbstverantwortung, ständig aktiv zu initiieren, zu pflegen und zu fordern – 
Entscheidungen werden vor Ort und in gemeinsamer Verantwortung getroffen, in 
Abstimmung zwischen den unterstützenden Kräften, den Fachkräften, den 
Gruppenleitungen und der Kita-Leitung  
 Als Träger ist es eine unserer vornehmsten Aufgaben, mit dieser Kultur des 
Vertrauens die Basis für eine Entfaltung unserer Kolleg*innen zu schaffen. So 
kann die Einzelne/der Einzelne aktiv ihren/seinen Weg suchen und gestalten. Aktiv 
heißt in diesem Zusammenhang, selbst die Initiative zu übernehmen und die 
educcare Kultur zu nutzen, selbst nach Ansätzen und Lösungen zu suchen, den 
Austausch hierüber anzustoßen und Verantwortung für die Realisierung zu 
übernehmen – auch mit dem Bewusstsein Fehler machen zu können, was immer 
bedeutet, lernen zu können.  
 educcare sieht Kultur als einen Prozess, der sich ständig weiterentwickelt und nur 
durch die Beteiligung aller entsteht. Daher sind alle – insbesondere Erzieher*-
innen, Eltern, Träger – dazu eingeladen, an dieser Kultur mitzuwirken. 
Die Arbeit in der Einrichtung ist von flexibler, gruppenübergreifender Arbeit geprägt. 
Unabdingbar hierfür ist es, dass sich die Mitarbeiter*innen als Team begreifen und die 
Vorteile eines Teams zu schätzen wissen. 
Die Leitung ist u.a. dafür verantwortlich, dass sich die Mitarbeiter*innen zu Teams 
entwickeln können und dies zum Wohle der Kinder und der Einrichtung bemerkbar wird. 
Die Zusammenarbeit im Team wird erleichtert durch eine Teamordnung, die Erwartungen 
und Regeln transparent macht und von allen Teammitgliedern getragen wird.  
3.4.1 Grundsätzliches zur educcare Personalentwicklung 
Die educcare Personalentwicklung entwickelt und stärkt Kompetenzen, die Fachkräfte 
vor Ort für die verlässliche Leistungserfüllung gegenüber Kindern, Eltern und 
Auftraggebern benötigen.  
 Sie basiert auf der richtigen Auswahl der Mitarbeiter*innen u.a. hinsichtlich: 
 Persönlichkeit (selbstständig und -tätig, problemlösungsfähig, lebenstüchtig),  
 Einstellung zum Kind und zu den Eltern,  
 Leidenschaft zu bestimmten Themen,  
 Qualifikation im Bereich frühkindlicher Bildung. 
 
Die Personalentwicklung entwickelt und sichert für den jeweiligen Verantwor-
tungsbereich folgende Kompetenzen: 
 Sachkompetenz 
 Handlungskompetenz

60  
 Selbstkompetenz 
 Reflexionskompetenz 
Die Personalentwicklung startet mit dem Tag der Einstellung (in Abgrenzung zu dem 
ersten Arbeitstag).  
Präferierte Instrumente der Personalentwicklung bei educcare sind insbesondere:  
 intensive Schulungen,  
 kontinuierliches Coaching,  
 laufendes Feedback, 
 Reflexion, 
 Projektarbeit 
Personalentwicklung wird nicht nur als Aufgabe der Führungskraft verstanden, sondern 
als gemeinschaftliche Aufgabe mit unterschiedlichen Rollen.  
 
Grafik zu Rollen in der Personalentwicklung am Beispiel einer einzelnen Fachkraft:

61 
 Qualifizierung und Unterstützung der stellverstretenden Leitungen 
 überregionale Austauschrunden für die stellvertretenden Leitungen aller educcare 
Einrichtungen 
 regelmäßiger Austausch mit der Kita-Leitung 
 Übernahme der Leitung von Teamsitzungen 
 Supervision (sofern benötigt) 
Exkurs educcare Commitment Schulungen 
Je Verantwortungsprofil (z.B. Kita-Leitung oder Gruppenleitung) sind bestimmte 
Schulungen als Pflichtschulungen definiert. Die Schulungen finden in Form von 
„Commitment Schulungen“ statt. Dies im Sinne von Verpflichtungen, die jeder an der 
Schulung Beteiligte (d.h. teilnehmende Fachkraft, Kita-Leitung, Träger und Dozent) im 
Vorfeld, während und nach der Schulung eingeht. Beispiel hierfür sind die durch die 
teilnehmende Fachkraft vorbereiteten Transfergespräche, die nach der Schulung mit der 
Kita-Leitung stattfinden. In diesen Transfergesprächen werden die Umsetzung und die 
Verankerung der Schulungsinhalte in den pädagogischen Alltag besprochen und 
festgelegt. Das beschlossene Vorgehen wird protokolliert und u.a. im Rahmen des 
Reviews auf seine Umsetzung überprüft.  
Konkret bedeutet dies:  
 erstes Statusgespräch in der Mitte der Probezeit (wird im Arbeitsvertrag bereits 
terminlich vereinbart), 
 im weiteren Verlauf einmal pro Jahr ein Entwicklungsgespräch mit klaren Zielen 
und Meilensteinen; nach fünf bis sechs Monaten ein Statusgespräch bezüglich 
Zielerreichungsgrad, 
 obligatorische Schulungen sind u.a.: educcare Konzeption, Grundlagen Bildung 
und frühkindliche Bildung, Beobachtung, Dokumentation, Elterngespräche, 
Kinderschutzkonzept, Verpflegungskonzept.  
3.4.2 Fach- und Dienstaufsicht mittels Coaching 
Die Regionalmanager der educcare Einrichtungen sind ein weiteres Instrument, um die 
educcare Erziehungs- und Bildungskonzeption und die hohe Qualität in den 
Einrichtungen umzusetzen und sicherzustellen. Sie sind ständiger Ansprechpartner für 
die Einrichtungen, und bilden die Erzieher*innen und das Team stetig fort. Je ein 
Regionalmanager steht für ca. fünf educcare Einrichtungen, die sich im Aufbau befinden, 
unterstützend bereit bzw. für ca. acht Einrichtungen, die bereits mindestens ein Jahr in 
Betrieb sind. 
Coaching bedeutet, dass ein Regionalmanager die Mitarbeiter*innen sowie die Leitung 
darin unterstützt, ihren Verantwortungsbereich/ ihre Ziele zu erfüllen, ohne selbst 
Handlungen zu übernehmen oder direkte Lösungsvorschläge zu geben. Der 
Regionalmanager stärkt Selbstreflexion und –wahrnehmung, Bewusstsein und 
Verantwortung, um so Hilfe zur Selbsthilfe zu geben und sich selbst überflüssig zu 
machen.  
Verantwortung des Regionalmanagers 
 Die educcare Einrichtungen, die durch den Regionalmanager betreut werden, sind 
in der Wahrnehmung der Eltern und Kinder ein zweites Zuhause, exzellenter 
Bildungsort und Raum für verlässlichen Rückhalt.

62  
 Die benötigten Kompetenzen und Fachwissen sind durch die Mitarbeiter*innen in 
den betreuten Kitas abgedeckt. 
 Jeder/jede Mitarbeiter*in kennt und arbeitet nach dem educcare Konzept. 
 Es existieren Rahmenbedingungen in den Kitas, die es den Mitarbeiter*innen 
ermöglichen, die an sie gestellten Anforderungen selbstständig, auf hohem Niveau 
und mit hoher Arbeitszufriedenheit umzusetzen. 
 Mitarbeiter*innen der betreuten Einrichtungen sehen educcare als attraktiven 
Arbeitgeber und Arbeitsplatz. 
 Der Regionalmanager substituiert sich zunehmend selbst in der Zusammenarbeit 
mit der Kita-Leitung. 
 Das Bildungs- und Erbringungskonzept (Prozesse und Strukturen) gelten als Best-
Practice und werden als Benchmark genutzt.  
 Der Regionalmanager selbst leistet einen Beitrag zur Weiterentwicklung der 
frühkindlichen Bildung in Deutschland. 
3.4.3 Personalausstattung, Arbeits- und Vertragsbedingungen, 
Tarifbindung 
 Qualität dank Professionalität 
 Für die Betreibung der geplanten Kindertagesstätte ergibt sich folgendes 
mögliches Zielprofil in Bezug auf Alter und Betreuungszeiten: 
 Ganztagsöffnung nach Bedarf der Stadt, Betreuungszeiten max. 9 Stunden/Tag 
 Schließung je nach Bedarf der Stadt 
 flexible Betreuungsangebote 
 bilinguale Betreuung, falls gewünscht und dies durch qualifiziertes Personal 
sichergestellt werden kann 
 educcare Bildungs- und Erziehungskonzeption 
 Notfallbetreuung (optional) 
 Personal: 
 Leitung mit viel Erfahrung sowie mit einem besonderen Blick für Familien und 
das Gemeinwesen / den Sozialraum 
 fünf bis acht Tage Fortbildung je Mitarbeiter und Jahr 
 kontinuierliches Coaching der Leitung und des Teams  
 Entgelt angelehnt an TVöD 
 In der Regel unbefristete Arbeitsverhältnisse 
 ggf. können bei Personalengpässen (z.B. wegen Krankheit / Urlaub) Fachkräfte 
aus anderen educcare Einrichtungen einspringen 
4 Beweggründe für die Bewerbung 
Aus dem laufenden Betrieb der beiden educcare Kindertagesstätten „LackiKids“ und Kita 
Waldbach sowie der im Aufbau befindlichen neuen Einrichtung im Stadtteil Mecklenbeck 
wissen wir, dass Verwaltung und Politik ein Umfeld geschaffen haben, welches durch 
folgende Eigenschaften gekennzeichnet ist: 
 hohe Transparenz und gute Strukturen im Jugendamt 
 qualitätsorientierte Ausrichtung 
 Offenheit gegenüber neuen und etablierten Trägern

63 
 Interesse an einer breiten Angebotsvielfalt 
 Verbindlichkeit und sehr starke Leistungsorientierung 
 Vernetzung der Träger  
Diese Faktoren ermöglichen es uns entsprechend unserem Verständnis von Qualität und 
konstruktiver, wertschätzender Zusammenarbeit zu agieren. Daher würden wir uns 
freuen, uns durch eine neue kommunale Einrichtung in Münster weiter zu etablieren. 
Die Nähe zu unseren anderen Einrichtungen schafft zudem Synergieeffekte, die sich 
insbesondere hinsichtlich Personal und Wirtschaftlich positiv auswirken. Viele 
übergeordnete Strukturen (z.B. Fachberatung, Schulungen) bestehen bei educcare am 
Standort Münster bereits und sind etabliert. 
Weiterhin lassen sich vielfältige Praxiserfahrungen aus anderen educcare 
Kindertagesstätten zum Nutzen der Familien und der Stadt Münster einbringen:  
 educcare arbeitet seit Jahren mit anderen Kitas und Trägern zusammen. So bildet 
die educcare Kindertagesstätte „Der bunte Luftballon“ in Overath seit vielen 
Jahren im Verbund mit der integrativen Kindertagesstätte „Zauberkiste e.V.“ das 
Familienzentrum Overath-Mitte, welches Familien einen Anlaufpunkt zu Beratung 
in Erziehungsfragen, Entwicklungsauffälligkeiten, Förderbedarf, Sprach- und 
Bewegungsförderung, Therapieangeboten oder Fragen rund ums Baby und 
Kleinkind bietet. Zudem vermittelt das Zentrum Kontakte zu Beratungsstellen und 
Therapeuten, Sprachkursen und Angeboten zu Kindertagespflege und Babysittern. 
Neben Beratung und Kontaktvermittlung wurden kreative und sportliche Angebote 
für Kinder und Eltern geschaffen (z.B. Kinderchor, musikalische Frühförderung, 
Lauftreff, Yoga, Zumba etc.) . 
 Wir betrachten es als Teil unserer Philosophie und unserer täglichen Arbeit das 
Ankommen und Zusammenwachsen von Menschen, insbesondere im Rahmen 
von Stadtentwicklungsmaßnahmen, durch Angebote und Maßnahmen in der Kita 
zu unterstützen. 
 educcare zeichnet sich in vielen Einrichtungen durch das Angebot flexibler und 
bedarfsorientierter Öffnungs- und Schließzeiten aus und empfiehlt sich so für eine 
Teilnahme am Projekt „Extrazeit“ 
 
In Gievenbeck bietet sich für educcare also eine interessante Perspektive erfolgreich 
Erprobtes und gemeinsam zu Entwickelndes zu kombinieren und so ein individuelles, 
anforderungs- und bedarfsorientiertes Projekt in Münster-West entwickeln.  
 
Gerne stehen wir mit Engagement und Leidenschaft bereit, unsere vorbildliche und 
erfolgreiche Partnerschaft mit Ihnen auszubauen.

64  
5 Konditionen 
Wir erklären uns, basierend auf der Finanzierungssystematik des KiBiz NRW bereit, 
einen Trägeranteil nach KiBiz in Höhe von 5,3% der Betriebskosten zu übernehmen.   
5.1 Salvatorische Klausel 
Sollten Bestimmungen dieser Leistungsbeschreibung unwirksam sein oder werden, oder 
sich in der Leistungsbeschreibung eine Lücke herausstellen, so soll hierdurch die 
Gültigkeit der übrigen nicht berührt werden. Anstelle der unwirksamen Bestimmungen 
oder zur Ausfüllung der Lücke soll eine angemessene Regel gelten, die – soweit rechtlich 
möglich – dem am nächsten kommt, was die Vertragsschließenden gewollt haben oder 
nach Sinn und Zweck der Leistungsbeschreibung gewollt haben würden, sofern sie den 
Punkt bedacht hätten.  
5.2 Allgemeine Konditionen  
Die Bindungsfrist für dieses Angebot gilt bis zum 31.03.2021 
 
Köln, 30. November 2020 
 
 
    
Marcus Bracht    Kerstin Seitz  
Geschäftsführender            Projektentwickler

65 
 
educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH 
Alter Markt 36-42 
50667 Köln 
Kerstin Seitz 
Projektentwicklung 
Fon 0221 466 194 73 
Fax 0221 466 194 99 
Mobil 0151 157 711 59 
kerstin.seitz@educcare.de

Anlage_6.1_Kleine Riesen_Bewerbung_Sonja Kutner Weg

1312 Zeichen

Kleine Riesen Nord gGmbH | Fabrikstr. 1/1 | 73728 Esslingen

Einwurf-Einschreiben

Stadt Münster

Amt für Kinder Jugendliche und Familie
48127 Münster

Ihr Zeichen, ihre Nachricht vom Unsere Zeichen, unsere Nachricht vom Telefon, Name Datum

(9711) 2511649, 3. Wahler 19.11.2020

Aufrechterhaltung der Bewerbung als Träger für Kindertageseinrichtungen

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

hiermit zeigen wir an, dass wir unser. Interesse an der Übernahme der Trägerschaft für die
Kindertagesstätten:

® _Grevener Str. im Bezirk Mitte

e  Sonja-Kuttner-Weg im Stadtteil Gievenbeck

e Südlich Langebusch in Kinderhaus

® York Kaserne Stadtteil Gremmendorf

®  Ander Hiltruper Baumschule in Hiltrup
aufrechterhalten.

Den Eigenanteil des Trägers in Höhe von 7,8% können wir sicherstellen.

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

In j

Jelena Wahler
Geschäftsführerin

Kleine Riesen Nord gemeinnützige GmbH | Fabrikstr. 1/1 73728 Esslingen] Telefon: +49 {711} 3511640[ www.ittlegiants.de | Info@littiegiants.de
Geschäftsführer | Dipl.-Ing. Jelena Wahler, MBA (Duke) } Dipl.-Ing. Peter Wahler, MBA (Duke)

Sitz der Gesellschaft | Esslingen arn Neckar | Amtsgericht Stuttgart HRB 7393

Bankverbindung | Volksbank Esslingen eG } IBAN DE17 6119 0110 0244 028001 | BICGENODESIESS

Anlage_5.1_KinderHut_Bewerbung_Sonja Kutner Weg

1302 Zeichen

KinderHut <+4920195996369> 25.11.2020 14:38:51 Seite: 3/3

Kinderiiut

Gute Zeiten für Familien

% Gesellschaft für gemeinnützige sozialpädagogische ProjeklembH +

KinderHut gGmbH - Veronikastraße 92 - 45191 Essen }

Stadt Münster |
-Amt für Kinder, Jugendliche u. Familien-
Frau Gerick; Frau Fritzen

48127 Münster

Essen, 25.11:2020

Angebot zur Übernahme der Trägerschaft einer neuen Kindertageseinrichtung” \
am Sonja-Kutner-Weg (Oxford-Quartier) im Stadtteil Gievenbeck
Ausschreibungsnummer 02/2020

Sehr geehrte Frau Gerick,
sehr geehrte Frau Fritzen,

hiermit übersenden wir Ihnen unser verbindliches Angebot zur Übernahme der Trägerschaft
der im Betreff genannten Kindertageseinrichtung.

Für den Fall der Trägerschaft übernehmen wir den Trägeranteil in Höhe von 3,8 %.
Dies setzt einen zusätzlichen kommunalen Zuschuss zur KiBiz-Förderung in Höhe von 4%
voraus. . .

Unsere konzeptionellen Unterlagen für den Betrieb dieser Einrichtung liegt Ihnen bereits in -
digitaler Form vor, .

Mit freungllichen Grüßen . .

Klaus Bremen
Geschäftsführung

1

Veronikastr. 32 H 45131 Essen li T 02 01/77 21 1011 F 02. 01/8 77 56 65 I www.kinderhut.de
KinderHut gGmbH I Geschäftsführung: Klaus Bremen
HRB 20575 || USt-IdNr: DE278861859
Commerzbank II IBAN:-DE65 3604 0039 0100 3649 03 If BIC: COBADEFFXXX }

Anlage_5.2_KinderHut_Konzept_Sonja-Kutner-Weg

109318 Zeichen

Umfeldanalyse 
Unsere Haltung und unser pädago-
gisches Konzept  
Bildungsbereiche 
Inklusion 
Beobachtung und Dokumentation 
Erziehungs- und Bildungspartner-
schaften  
Angaben zur Einrichtung 
Sozialräumliche Vernetzung 
Qualitätssicherung 
Organisationskultur 
 
Konzeption 
für die 
Kindertageseinrichtungen 
1. Grevener Straße (01/2020) 
2. Sonja-Kutner-Weg (Oxford-Quartier) (02/2020) 
3. Gelände der ehemaligen York Kaserne  
(York-Quartier) (04/2020)

2

1 
Inhalt 
1. Einleitung ................................ ................................ ................................ ....................... 1 
2. Umfeldanalyse ................................ ................................ ................................ ............... 3 
3. Unsere Haltung und unser pädagogisches Konzept ................................ ....................... 7 
3.1. Unser Bild vom Kind ................................ ................................ ................................  7 
3.2. Unsere Haltung ................................ ................................ ................................ ....... 7 
3.3. Unser pädagogisches Konzept (inkl. Partizipation) ................................ .................. 8 
3.3.1. Situationsorientierter Ansatz (Freispiel) nach Krenz ................................ ............. 9 
3.3.2. Montessori ................................ ................................ ................................ ..........10 
3.3.3. Emmi Pikler ................................ ................................ ................................ ........11 
3.3.4. Marte Meo ................................ ................................ ................................ ..........12 
3.4. Unser Rollenverständnis ................................ ................................ ........................13 
4. Bildungsbereiche ................................ ................................ ................................ ...........15 
4.1. Bewegung ................................ ................................ ................................ ..............16 
4.2. Körper, Gesundheit, Ernährung ................................ ................................ ..............16 
4.3. Sprache und Kommunikation ................................ ................................ .................17 
4.4. Soziale und (inter-)kulturelle Bildung ................................ ................................ ......19 
4.5. Musisch-ästhetische Bildung ................................ ................................ ..................20 
4.6. Religion und Ethik ................................ ................................ ................................ ..20 
4.7. Mathematische Bildung ................................ ................................ ..........................21 
4.8. Naturwissenschaftlich-technische Bildung ................................ ..............................21 
4.9. Ökologische Bildung................................ ................................ ............................... 22 
4.10. Medien ................................ ................................ ................................ ................22 
5. Inklusion ................................ ................................ ................................ ........................22 
6. Beobachtung und Dokumentation ................................ ................................ .................23 
6.1. Portfolio ................................ ................................ ................................ ..................23 
6.2. Beobachtungsmethoden ................................ ................................ ........................24 
7. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften mit den Eltern ................................ ..............24 
7.2. Entwicklungsgespräche ................................ ................................ ..........................26 
7.3. Weitere Alltagskommunikation mit Eltern ................................ ............................... 27 
7.4. Eltern-Zeit ................................ ................................ ................................ ..............27 
7.5. Rat der Kita und Elternbeirat ................................ ................................ ..................28 
8. Angaben zur Einrichtung ................................ ................................ ............................... 28 
8.1. Ernährungskonzept ................................ ................................ ................................ 28

2 
8.2. Raumkonzept ................................ ................................ ................................ .........30 
8.3. Tagesstruktur ................................ ................................ ................................ .........31 
8.4. Lange Öffnungszeiten/wenig Schließtage ................................ ..............................33 
8.5. Anmeldeverfahren ................................ ................................ ................................ ..33 
8.6. Die sichere Kita ................................ ................................ ................................ ......33 
8.6.1. Sicherheit der Kinder ................................ ................................ ..........................34 
8.6.2. Arbeitsschutz der Mitarbeiter*innen ................................ ................................ ....36 
8.6.3. Brandschutz ................................ ................................ ................................ ........36 
9. Sozialräumliche Vernetzung ................................ ................................ ..........................36 
10. Qualitätssicherung ................................ ................................ ................................ .........39 
11. Organisationskultur ................................ ................................ ................................ .......40 
11.1. Unternehmensgliederung ................................ ................................ ....................40 
11.2. Personalausstattung ................................ ................................ ...........................40 
11.3. Fortbildung und Team-Entwicklung ................................ ................................ .....40 
12. Der Kita-Träger: KinderHut gGmbH ................................ ................................ ...............41 
Quellenverzeichnis ................................ ................................ ................................ ...............42 
Impressum ................................ ................................ ................................ ...........................45

1 
 
1. Einleitung 
Im Verständnis von KinderHut sind Kindertages-
einrichtungen aktive Lebensorte und Bildungswel-
ten, in denen sich die Kinder umfassend, altersge-
recht und mit allen Sinnen auf ihr Leben vorberei-
ten.  
Als Einrichtung der frühen Bildung und Entwick-
lungsförderung berücksichtigt jede einzelne unse-
rer KinderHut -Kitas nicht nur die örtlich immer 
auch besonderen Bedarfe von Kindern und Fami-
lien, sondern zugleich auch die sozialräumlichen 
Besonderheiten des Standorts der jeweiligen Kita. 
Als überregional tätiger Träger  greifen wir mit 25 Jahren Erfahrung in der frühkindlichen Be-
treuung und Bildung und mit mittlerweile 16 Kindertageseinrichtungen auf ein übergreifendes 
fachliches Konzept zurück, das KinderHut in langjähriger fachlicher Erfahrung entwickelt hat – 
und stetig weiterentwickelt.  
Dieses Konzept enthält einige unserer „Fixpunkte“, die sich in der Arbeit a ller unserer Kitas 
wiederfinden. 
Unsere pädagogischen Kita-Teams verstehen ihre tägliche Aufgabe darin, die uns anvertrau-
ten Kinder in ihrer Entwicklung und ihrem Drang nach Erkundung ihres Umfeldes zu begleiten 
und zu unterstützen. Dafür gilt es, eine entsprechende Umgebung für die Kinder zu schaffen, 
Sinneserfahrungen zu ermöglichen und somit den Kindern die Chance für das Lernen mit allen 
Sinnen zu geben.  
Voraussetzung dafür ist, dass sich die Kinder in dem Umfeld unserer Kita sicher und geborgen 
fühlen können. Dies erfordert vor allem einen respektvollen, wertschätzenden Umgang mit den 
Kindern und die Achtung ihrer Persönlichkeit. Unser Leitsatz: Kinder, die sich nicht wohlfühlen, 
lernen nicht. 
Als Familienunternehmen engagiert sich KinderHut für Familien: Wir verstehen die Arbeit un-
serer Kita-Teams auch als professionelle Dienstleistung, die Eltern hilft, ihre eigenen Vorstel-
lungen von Familienleben umzusetzen. 
Wenn Kinder die Kita vor allem als einen anderen Teil ihrer Lebenswelt erleben und wenn sie 
so ein Teil ihrer Erfahrungen und  Bildung wird, dann ist es gut, dass der Gesetzgeber in 
Deutschland eine Vielfalt fachlicher Ansätze und Ideen vorgesehen hat. Den gesetzlichen Re-
gelungen in diesem Bereich liegt die Anerkennung und Förderung der Vielfalt von Kita-Trägern 
zugrunde und die Vorstellung, dass Kitas und Kita-Träger eigene Gestaltungsräume brauchen.

2 
 
 
 
 
 
Die vorliegende Konzeption führt den Blick auf die sozialräumlichen Besonderheiten mit den 
übergreifenden fachlichen Vorstellungen von KinderHut als konzeptionelle Grundlage  für die 
Arbeit in den Kitas an der Grevener Straße, am Sonja-Kutner-Weg (Oxford-Quartier) und auf 
der ehemaligen York Kaserne (York-Quartier) zusammen. Sie greift das fachliche und betrieb-
liche Rahmenkonzept von KinderHut auf und gestaltet es gemäß den sozialräumlichen Bedin-
gungen in den genannten Münsteraner Stadtteilen. 
Uns ist es wichtig, dass Eltern, fachlichen Gesprächspartner*innen und schließlich allen „Au-
ßenstehenden“ die Ideen und das Konzept der Gestaltung der Kita an diesen Standorten trans-
parent werden.  
Das bedeutet zugleich, dass wir in einer sich ständig verändernden Welt den fachlichen Aus-
tausch und die Rückmeldung zu unseren Ideen und Überlegungen suchen. 
  
 
 
Rena Fischer-Bremen   Klaus Bremen    Till Bremen 
 
und das KinderHut-Team 
 
 
Kinder-Individualität  
   braucht Träger-Individualität 
„  
“

3 
2. Umfeldanalyse  
Die kreisfreie Stadt Münster bietet derzeit rund 193 Kitas und ca. 290 Tagespflegepersonen 
zur Kinderbetreuung bei rund 312.169 Einwohnern (Stand 2019)  an. Die Stadt ist vor allem 
bekannt für ihre fahrradfreundliche Infrastruktur und die histor ische Altstadt. Zudem gehört 
Münster zu den zehn größten Universitätsstädten Deutschlands.  
Bis 2028 wird in Münster für eine optimale Betreuungsquote eine Erweiterung um weitere 
3.000 Kita-Plätze gesehen. Die U3-Betreuungsquote liegt in Münster derzeit bei 46,6%, davon 
werden 31,7% durch Kindertageseinrichtungen abgedeckt. Die Ü3-Betreuungsquote liegt bei 
104,3%. Laut statistischem Bundesamt haben in Münster 19,2 % der Kinder in der U3-Betreu-
ung und 30,8% in der Ü3-Betreuung einen Migrationshintergrund.  
Bei der U3 -Betreuungsquote sticht Münster im NRW -Vergleich bereits überdurchschnittlich 
heraus. Dies verdeutlicht, dass die Stadt die Dringlichkeit neuer Einrichtungen bereits erkannt 
hat und der Thematik vermehrt Aufmerksamkeit schenkt. Um die erwähnte opt imale Betreu-
ungsquote zu erreichen sollen fünf neue Kitas im Rahmen der weiteren Stadtentwicklung ent-
stehen. KinderHut bewirbt sich als Träger auf drei der Betreuungseinrichtungen in den Stadt-
teilen Uppenberg, Gremmendorf und Gievenbeck, die gemäß der Dringlichkeitsentscheidung 
D/0023/2020 (Uppenberg) und der Errichtungsbeschlüsse V/0741/2019, V/0741/2019/1 
(Gremmendorf) und V/1187/2019 (Gievenbeck) eröffnet werden. Die Stadt reagiert damit auf 
die steigenden Kinderzahlen und den erhöhten, immer früher eins etzenden, Betreuungsbe-
darf.  
 
Die Grevener Straße in Uppenberg – Leben im Grünen  
KinderHut bewirbt sich als Träger für die neu geplante Kita-Einrichtung an der Grevener Straße 
im Stadtteil Uppenberg.  
Uppenberg ist geprägt von einer dichten Besiedlung en tlang 
der Grevener Straße und dem Gewerbegebiet Nienkamp/Meß-
kamp. Ein großer Teil der Fläche im Stadtteil dient der landwirt-
schaftlichen Nutzung. Die offene Landschaft bietet zudem eine 
Vielzahl neuer Adressen für Wohnen, Arbeiten und Freizeit. Im 
Jahr 2018 waren knapp 56% der 9.135 Einwohner Uppenbergs 
zwischen 0-39 Jahre alt. Der Anteil der Bevölkerung mit Migra-
tionsvorgeschichte lag bei ca. 23%. Dazu zählen sowohl Ein-
wohner mit einer nichtdeutschen Staatsangehörigkeit als auch 
Deutsche mit persönlicher u nd vererbter Migrationsvorge-
schichte. Der Anteil in Münster gesamt lag 2018 bei 23,14%. 
Der Anteil erwerbsloser Einwohner im Stadtteil lag bei ca. 3,1%. 
Die Grevener Straße stellt den zentralen Knotenpunkt des Stadtteils dar. Dort soll als Ergän-
zung der neun vorhandenen eine neue Kindertageseinrichtung eröffnet werden, um eine Ver-
besserung der aktuellen Lage zu erreichen.

4 
Der Kita-Standort an der Grevener Straße 123 liegt direkt an einer Grüngartenanlage und dem 
DJK Sportzentrum. Die fußläufig erreichbare Wildnis-Werkstatt bietet eine Ausflugmöglichkeit 
für Entdecker und Bastler. Diverse Logopädie- und Kinderarzt Praxen befinden sich im nahe-
liegenden Stadtzentrum und bieten sich für gemeinsame Kooperationen an. Im näheren Um-
feld befinden sich die KiTa Puste blume und die Dreifaltigkeitsgrundschule für den fachlichen 
Austausch, insbesondere auch zum Übergang Kita-Schule. 
In der geplanten Kita -Einrichtung an d er Grevener Straße 123 kommen Kinder aller Alters-
gruppen zusammen und erleben bereits im frühkindlichen  Alter sozialräumliche Vernetzung 
und Inklusion. Die Einrichtung umfasst sechs Gruppen mit insgesamt 100  – 110 Plätzen, da-
von 32 U3- und 68 – 78 Ü3- Plätze. 
 2 Gruppen für je 20 Kinder im Alter von 2 – 6 Jahren (Gruppenform I) 
 2 Gruppen für je 10 Kinder im Alter von 0 – 3 Jahren (Gruppenform II) 
 2 Gruppen für je 20 – 25 Kinder im Alter von 3 – 6 Jahren (Gruppenform III) 
 
Das Oxford-Quartier in Gievenbeck – „Wohnen in Gemeinschaft“ 
KinderHut bewirbt sich als Träger der geplanten Kita-Einrich-
tung im Oxford-Quartier im Stadtteil Gievenbeck.  
Gievenbeck gilt als „jüngster“ Stadtteil Münsters. Aufgrund der 
Universitätsnähe sind viele Universitätsangehörige und Stu-
dierende ansässig, sodass hier überdurchschnittlich viele 
Menschen zwischen 20 und 45 Jahren leben. C a. 60% der 
21.187 Einwohner waren im Jahr 2018 zwischen 0 -39 Jahre 
alt. Der Anteil der Bevölkerung mit Migrationsvorgeschichte 
lag bei ca. 31%. Dazu zählen sowohl Einwohner mit einer 
nichtdeutschen Staatsangehörigkeit als auch Deutsche mit persönlicher und vererbter Migra-
tionsvorgeschichte. Der Anteil in Münster gesamt lag 2018 bei 23,14%. Der Anteil nicht er-
werbtätiger Einwohner im Stadtteil lag bei ca. 2,2%. 
Der Stadtteil Gievenbeck bietet derzeit ca. 14 Kinderbetreuungseinrichtungen. Die Betreu-
ungsquote lag im Jahr 2018 bei 114,7 % für Ü3-Kinder, bei den U3-Kindern hingegen nur bei 
45,7%.  
Das Neubaukonzept des Oxford-Quartiers steht unter dem Motto „Wohnen in Gemeinschaft“. 
Die zentralen Treiber des Konzeptes sind der Wohnungs- und Klimanotstand. Die darauf auf-
bauende Hofbebauung sorgt für grüne Freiflächen und -räume. Das Nachhaltigkeitskonzept 
spiegelt sich auch in dem infrastrukturellen Ausbau wider: So werden PKW-Stellplätze zuguns-
ten optimaler Bedingungen für die Fahrradnutzung reduziert. Vielfältige und bezahlbare Wohn-
konzepte sollen für eine gemischte und vielfältige Anwohnerstruktur sowie eine hohe soziale 
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5 
Integrationskraft sorgen. Rund 3.000 Menschen finden hier ne-
ben dem Raum zum Wohnen und Arbeiten auch Platz für Be-
wegung, Natur, Erholung, sozi alen Austausch sowie urbane 
Kultur.  
Der Bau einer neuen Kita in den Wohnhöfen im Teilquartier D 
ergänzt das familienfreundliche Konzept. Durch den geplanten 
Erhalt denkmalgeschützter Gebäude, Materialien und Baum-
bestände lassen sich diese Elemente optimal in Kita-Projekte 
integrieren und bieten Raum zum Entdecken und Erforschen. 
Die geplante Grundschule, Vereine im Bürgerhaus, Sportanla-
gen und Möglichkeiten zum Breitensport , diverse Logopädie- 
und Kinderarzt-Praxen im näheren Umkreis sowie das Universitäts klinikum Münster bieten 
vielseitige Möglichkeiten für Kooperationen. Auch die bereits bestehende DRK -Kita Hand in 
Hand und die Mosaik Grundschule bieten Perspektiven für eine pädagogische Zusammenar-
beit.  
Das geplante Oxford -Quartier bietet somit beste Vor aussetzungen für eine sozialräumliche 
Vernetzung. Dies spiegelt sich auch in der geplanten Kindertageseinrichtung wider. Dort kom-
men Kinder aller Altersgruppen zusammen und erleben bereits im frühkindlichen Alter sozial-
räumliche Vernetzung und Inklusion.  
Die geplante Kita umfasst fünf Gruppen mit insgesamt 80  – 85 Plätzen, davon 32 U3 -Plätze 
und 48 – 53 Ü3-Plätze, aufgeteilt in:  
 2 Gruppen für je 20 Kinder von 2 – 6 Jahre (Gruppenform I) 
 2 Gruppen für je 10 Kinder von 0 – 3 Jahre (Gruppenform II) 
 1 Gruppe für 20 – 25 Kinder von 3 – 6 Jahre (Gruppenform III) 
 
Das York-Quartier in Gremmendorf – „Ein Ort für Alle!“ 
KinderHut bewirbt sich als Träger für die neu ge plante Kita-
Einrichtung im York-Quartier im Stadtteil Gremmendorf.  
Gremmendorf ist mit seinen kna pp 200 Jahren einer der jün-
geren Stadtteile Münsters und hat sich nach dem zweiten Welt-
krieg zu einem wichtigen Siedlungsgebiet in Münster entwi-
ckelt. Knapp 45% der 12.010 Einwohner waren 2018 zwischen 
0 und 39 Jahren alt. Der Anteil der Bevölkerung mit Migrations-
vorgeschichte lag bei ca. 23,2%. Dazu zählen sowohl Einwohner mit einer nichtdeutschen 
Staatsangehörigkeit als auch Deutsche mit persönlicher und vererbter Migrationsvorge-
schichte. Der Anteil in Münster gesamt lag 2018 bei 23,14%. Ca. 2,4% der Einw ohner im 
Stadtteil waren nicht erwerbstätig.  
Derzeit sind in Gremmendorf sechs Kinderbetreuungseinrichtungen vorhanden, eine Auswei-
tung der Plätze wird jedoch dringend benötigt. Schon 2016 sank die Betreuungsquote im U3-
Bereich von 53,1% auf 42%, im Ü3-Bereich reduzierte sie sich von 106,6% auf 92,9%.  
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Das geplante York-Quartier Konzept umfasst Wohnraum für rund 6.000 Bewohner, Gewerbe- 
und Büroflächen sowie soziale Infrastruktur. Öffentliche Plätze für gemeinschaftliche Nutzung 
und Ansammlungen stehen dort zur Verfügung. Es sollen Plätze entstehen, die Gemeinschaft 
fördern und Menschen zusammenbringen: „Ein Ort für Alle!“. Die geplanten Plätze, Parks und 
Sportstätten stellen optimale Rahmenbedingungen dar und steigern die Attraktivität für Fami-
lien. Die Kinder- und Familienfreundlichkeit sowie die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, 
stellen wesentliche Merkmale des neuen Konzeptes dar.  
Der Casinopark York, in dem die ausgeschriebene Kita ihren Platz findet, ist geprägt von ho-
hen Laubbäumen und bietet eine ruhige natürliche Atmosphäre. Diese Umgebung bietet opti-
male Möglichkeiten zur Integration in den Kita -Alltag. Die geplante Grundschule mit Schul-
sporthalle und die Jugendeinrichtung sowie die bereits bestehende DRK-Kita Schatzkiste bie-
ten ideale Voraussetzungen für pädagogische Zusammenarbeit. Die naheliegenden Logopä-
die- und Kinderarzt-Praxen bieten die Möglichkeit, Kooperationen im Gesundheitswesen ein-
zugehen. 
Das neue Stadtquartier an der ehemaligen York Kaserne bie-
tet somit beste Voraussetzungen für eine sozialräumliche Ver-
netzung. In der geplanten Kindertageseinrichtung kommen 
Kinder aller Altersgruppen zusammen und erleben bereits im 
frühkindlichen Alter sozialräumliche Vernetzung und Inklusion.  
Die geplante Einrichtung umfasst drei Gruppen mit 5 0 – 55 
Plätzen, davon 16 U3-Plätze und 34 – 39 Ü3-Plätze, aufgeteilt 
in: 
 1 Gruppe für 20 Kinder von 2 – 6 Jahre (Gruppenform I) 
 1 Gruppe für 10 Kinder von 0 – 3 Jahre (Gruppenform II) 
 1 Gruppe für 20 – 25 Kinder von 3 – 6 Jahre (Gruppen-
form III) 
Nachfolgend erhalten Sie detaillierte Informationen über KinderHut, unser Pädagogik- und Ein-
richtungs-Konzept für die Errichtung von Kindertageseinrichtungen an der Grevener Straße 
123 sowie in dem Oxford- und York-Quartier. 
  
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7 
3. Unsere Haltung und unser pädagogisches Konzept 
3.1. Unser Bild vom Kind 
Bei KinderHut sehen wir jedes Kind von Anfang an als 
eine Person mit eigener Persönlichkeit und mit individu-
ellen Bedürfnissen. Gerade in ihren ersten Lebensmona-
ten zeigen Kinder bereits eine enorme Lernbereitschaft, 
sie stellen si ch Herausforderungen und entdecken die 
Welt. Wir sorgen für eine optimale Unterstützung und die 
richtigen Rahmenbedingungen. Bei uns ist jedes Kind 
„Baumeister seines Selbst“.  
Kinder sind bereits von Geburt an empfindsame soziale 
Wesen, die mit ihren Mitm enschen kommunizieren, ko-
operieren und ihre Bedürfnisse mitteilen. Wir hören ihnen zu und sorgen für eine selbst-
bestimmte Entwicklung und Selbstentfaltung. Bei uns hat jedes Kind die gleichen Chan-
cen und ein Recht auf Emanzipation sowie Partizipation.  
Es liegt in der Kompetenz und in der pädagogischen Kreativität unserer Kita-Teams, den 
Kindern in ihrer frühkindlichen Entwicklungsphase immer wieder neue Wahrnehmungs-
erfahrungen zu bieten, damit sie ihre Welt begreifen und sich selbst entfalten können. 
3.2. Unsere Haltung 
Jedes Kind ist ein einzigartiges Individuum mit Stärken 
und Schwächen. Eine individuelle Förderung, angepasst 
an die Bedürfnisse und Fähigkeiten jedes Kindes, steht 
bei uns daher im Fokus. Jedes Kind entwickelt sich auf 
eigene Art und Weise sowie in eigenem Tempo. Unsere 
Mitarbeiter*innen bei KinderHut orientieren sich in ihrer 
täglichen Arbeit an diesem Bild und daran, jedes Kind in 
seiner Einzigartigkeit zu akzeptieren und zu respektieren. 
Bei KinderHut begegnen 
wir unserem Gegenüber 
stets mit Wertschätzung, Offenheit und Neugierde. Wir 
sorgen dafür, dass jedes Kind seine individuellen Stärken 
in einer vertrauensvollen Umgebung entfalten und wei-
terentwickeln kann. Dabei ist es uns wichtig, dies auf eine 
ganzheitliche und spielerische Art zu unterstützen. Jedes 
Kind erhält die Möglichkeit frei zu experimentieren, zu 
entdecken und wird dabei von unseren Mitarbeiter*innen 
bei Bedarf unterstützt und bestärkt. Eine wertschätzende 
und gewaltfreie Kommunikation ist für uns essenziell. Unser Handeln orientiert sich stets 
an der KinderHut-Botschaft: „Du bist gut, so wie du bist!“.

8 
Nicht nur im Umgang mit den Kindern verfolgen wir diesen Ansatz, auch mit den Familien 
ist uns eine wertschätzende und offene Kommunikation wichtig. KinderHut sieht seine 
Kita-Teams als Vorbilder für diese Interaktionen. Es ist uns wichtig, dass Eltern und Kin-
der das Handeln unserer Teams und des Trägers als authentisch und übereinstimmend 
wahrnehmen. Dies fördert die Beziehungen und die Beziehungsarbeit von KinderHut.  
Da ein gewaltfreier und wertschätzender Umgang für uns Grundstein für ein gelungenes 
Miteinander ist, identifizieren wir uns u.a. mit den pädagogischen Grundprinzipien von 
Maria Montessori und Emmi Pikler.  
3.3. Unser pädagogisches Konzept (inkl. Partizipation) 
Partizipation ist für uns eine der Grundlagen für die Arbeit mit Kindern. Kinder haben das 
Recht ihrem Alter entsprechend Entscheidungen, die das gemeinsame Zusammenleben 
in der Kita betreffen, mitzugestalten. Indem sie aktiv in Entscheidungsprozesse und Er-
eignisse involviert werden, lernen Kinder ihre eigenen Vorstellungen, Wünsche und Be-
dürfnisse wahrzunehmen und mitzuteilen. 
Wir betrachten und stärken Kinder von Anfang an als ei-
genständige Persönlichkeiten. Unsere Mitarbeiter*innen 
sprechen z.B. im Morgenkreis über Entscheidungen, die 
die Kinder treffen. Darüber hinaus werden die Kinder an-
geregt für Angebote und Projekte eigene Visionen, Ideen 
und Phantasien zu entwickeln. Das Kita-Team bespricht 
gemeinsam mit den Kindern Umsetzungsmöglichkeiten 
ihrer Ideen und klärt die weiteren Schritte, wie z.B. „Wir 
kaufen morgen gemeinsam für das Backrezept ein, über-
morgen backen wir.“  
Darüber hinaus werden die Kinder in alltägliche Prozesse, wie z.B. beim Auftragen des 
Mittagessens, eingebunden und nach ihren Wünschen befr agt. Die Mitarbeiter*innen 
nehmen eine zulassende und den Willen der Kinder fördernde Position ein, die sich 
durch alle beschriebenen Bildungsbereiche hindurchzieht. 
Unsere Kita-Teams stehen vor der Herausforderung, Kinder in einem entscheidenden 
Zeitraum in ihrer Entwicklung zu begleiten und unterstützen. Wir sehen Kinder als selbst-
tätig agierende Individuen, die all ihre schöpferischen Potenziale bereits in sich tragen. 
Auf Grundlage unserer Erfahrungen in der Arbeit, insbesondere im U3- und Elementar-
bereich, hat KinderHut das eigene fachliche Konzept um die in den folgenden Unterka-
piteln weiteren fachlichen Ansätze erweitert.

9 
3.3.1. Situationsorientierter Ansatz (Freispiel) nach Krenz 
Im Zentrum der aktiven Tätigkeiten eines Kindes steht das Spiel. Das (freie) Spiel 
hat eine hohe Bedeutung in der Entwicklung eines jeden Kindes, denn Kinder sam-
meln wichtige Erfahrungen und Erkenntnisse in ih-
rem eigenen Handeln. Indem sie sich ausprobieren 
und Strategien entwickeln, lernen sie fürs Leben. 
Die Eigeninitiative ist für den Lernerfolg von großer 
Bedeutung. „Spiel“-Räume sollen daher frei wähl-
bar sein und die Spielmaterialien erhalten von den 
Kindern während der Spielphase Funktionen und 
Sinn. In Lernprozessen werden Kompetenzen in 
den Bereichen Emotionalität, Körpererfahrung, so-
ziale Beziehungen und geistige Erfahrungen in un-
terschiedlichem Tempo gebildet. Neue Lernsituationen können diese Kompeten-
zen verändern und vertiefen. Deshalb ist im Alltag das Freispiel eine wichtige Zeit 
für die kindliche Entwicklung.  
Unsere Kita-Teams sehen sich als Begleiter der Kinder . Die Räumlichkeiten und 
Materialien werden auf die Kinder und deren jeweils aktuelles Interesse hin abge-
stimmt und angepasst. 
Folgende Zielsetzungen sind für die Gestaltung des Freispiels in der Kita  
wichtig: 
 Eigenständigkeit: Das Kind wählt das Spielmaterial, die Spielpartner, die 
Spieldauer und den Spielort. 
 Soziales Verhalten : Im Freispiel bedeutet dies aufeinander z uzugehen, 
Kontakt aufzunehmen, sich durchzusetzen und auch nachzugeben. 
 Gruppen- und Spielregeln beachten: Dies b einhaltet Rücksicht zu neh-
men, im Rollenspiel alltägliche Situationen durch zuspielen und zu verarbei-
ten, sich an Neues heran zuwagen und eventuelle Misserfolge auszuhalten, 
anderen zu helfen, zu teilen, Freundschaften zu schließen. 
Die Aufgabe der Mitarbeiter*innen während der Freispielphase ist es, zu beobach-
ten, mitzuspielen, anzuregen und zu fördern sowie die:  
 Dokumentation der im Spiel sichtbar werdenden Fähigkeiten und eventuellen 
Förderbereiche.  
 Beobachtung des Sprechverhaltens, des Verhaltens in der Spielgruppe, Un-
terstützung durch Mitspielen, um neue Spiele einzuführen, um Spielgruppen 
zu formen bzw. zusammenzuhalten, um kontaktschwachen Kindern im Frei-
spiel zu helfen. 
 Anregung geben, die zu neuen Spielideen führen, Konflikte se lbst zu lösen 
und Unterstützung zuzusichern.

10 
 Förderung einzelner Kinder durch gezielte Angebote z.B. Farben lernen, För-
derung unsicherer Kinder in ihrem Selbstbewusstsein, sie ermutigen, ihnen 
Erfolgserlebnisse verschaffen, ihnen Sicherheit geben. 
3.3.2. Montessori 
Ein Kind wird mit dem Drang geboren zu lernen und 
zu wachsen. Das spontane Bedürfnis, sich aktiv mit 
der Umwelt auseinanderzusetzen, führt zu Erkennt-
nisprozessen, die die Persönlichkeit bilden. Die Er-
ziehungsaufgabe sieht Montessori im Wesentlichen 
als einen Prozess der Selbsterziehung. Daher ist 
das Zitat „Hilf mir, es selbst zu tun“ zu dem Leitsatz 
in der Montessori-Pädagogik geworden. 
Dieser Leitsatz enthält die beiden wichtigsten Kom-
ponenten der Montessori-Pädagogik:  
 Die Erwachsenen schaffen durch die vorbereitete Umgebung die Bedingun-
gen, die das Kind braucht.  
 Das Kind treibt durch eigene Kraft seinen Wachstums- und Bildungsprozess 
voran. 
Montessori beobachtete, dass schon kleine Kinder in der Lage sind, sich hochkon-
zentriert mit einer Sache zu be schäftigen und dadurch wesentliche  Erfahrungen 
zu sammeln. Durch diese „Polarisation der Aufmerksamkeit“ setzt sich das Kind 
mit Dingen und Erscheinungen seiner Umwelt auseinander und lernt sie zu verste-
hen und in sein Denken einzuordnen. Dadurch gewinnt das Kind nicht nur Wissen 
über die Umwelt, sondern entwickelt auch Selbsterkenntnis und Selbstvertrauen.  
Jedes Kind durchläuft verschiedene Entwicklungsphasen. Diese enthalten nach 
Montessoris Beobachtungen durch sogenannte „sensible Perioden“. In diesen 
Phasen sind die Kinder besonders empfänglich und bereit spezifische Fähigkeiten 
zu erlernen. Für die Mitarbeiter*innen bedeutet dies, die sensiblen Perioden der 
Kinder genau zu beobachten. Gerade im alltäglichen Leben fordern die Kinder viel 
selbstständiges Handeln ein. Diesem Wunsch können wir durch die Übungen des 
täglichen Lebens (Hände waschen, An- und Ausziehen, Tisch decken, Blumen gie-
ßen) erfüllen. Dadurch erlangen die Kinder erste Selbstständigkeit.  
KinderHut setzt zudem Montessori-Materialien im Spiel- und Handlungsumfeld der 
Kinder ein. Der Respekt im Umgang mit Montessoris Grundgedanken zeigt sich in 
der methodischen Art die Lernprozesse eines Kindes zu fördern . Ziel ist es , die 
Kinder zu motivieren und ihnen die Freude am Lernen zu erhalten.

11 
3.3.3. Emmi Pikler 
Die Arbeit von Emmi Pikler ist unter anderem geprägt von dem Kernsatz „Lasst mir 
Zeit“. Sie ist der Überzeugung, dass ein Säugling kompetent zur Welt kommt und 
alles in sich trägt. Er besitzt schon eine eigene Persönlichkeit und wird eigenstän-
dige Schritte in der Bewegungsentwicklung gehen. 
Anhand ihrer Beobachtungen entwickelte sie drei Säulen ihrer Pädagogik: 
1. Die freie Bewegungsentwicklung 
2. Das freie Spiel 
3. Die beziehungsvolle Pflege 
Die freie Bewegungsentwicklung 
Die Kinder sollen sich in ihrem e igenen Tempo entwickeln und ausreichend Zeit 
haben, neue Positionen und Körperhaltungen ein-
zuüben. Die Mitarbeiter*innen bereiten Räume so 
vor, dass die Kinder ausreichend Platz und Mög-
lichkeiten haben , um z.B.  an geeigneten Möbeln 
das Stehen und spätere L aufen zu üben. Ein wei-
teres Eingreifen ist bei gesunden Kindern nicht er-
forderlich. Das Kita -Team verwendet keine unter-
stützenden Maßnahmen, um die Kinder in eine 
Sitzposition zu bringen oder das Laufen „zu üben“. 
Kinder, die noch nicht laufen können, werd en von 
uns getragen oder krabbeln.  
Auch bei den Mahlzeiten achten unsere Mitarbeiter*innen darauf, dass sie die Kin-
der nicht in eine Position bringen, die sie noch nicht alleine einnehmen können. 
Dies bedeutet, dass Säuglinge bei der Mahlzeit auf dem Schoß der Fachkräfte ihre 
Mahlzeiten bekommen, bis sie selber sicher sitzen können. 
KinderHut ist ebenfalls wichtig, dass die Kinder sich gut bewegen können, hierfür 
ist bequeme Kleidung erforderlich. Die Kinder dürfen und sollen sich viel barfuß 
bewegen. 
Das freie Spiel 
KinderHut ist wichtig, dass die Räume so vorbereitet werden, dass ein freies Spiel 
möglich wird. Ausreichendes Spielzeug, viel von dem Gleichen, soll für eine Aus-
geglichenheit in der Gruppe sorgen (siehe 3.3.1. Situationsorientierter Ansatz 
(Freispiel) nach Krenz).

12 
Die beziehungsvolle Pflege 
Kleinkinder machen während der Pflege die meisten ihrer sozialen Erfahrungen. 
Eine große Bedeutung misst Pikler in diesem Zusammenhang den Händen der 
Mitarbeiter*innen bei.  
Nach dem Leitsatz „Da ist nie Eile oder Hast“ haben unsere Mitarbeiter*innen eine 
geduldige und abwartende Haltung und beobach-
ten, wieviel das Kind schon von alleine kann. Dabei 
wird es aber nicht überfordert oder alleine gelas-
sen, sondern stets vom Kita-Team begleitet. Beim 
Anziehen reicht es zum Beispiel oft schon aus, die 
Hose anzureichen oder mit Worten zu unterstüt-
zen. Die Eigenleistung wird von unseren Mitarbei-
ter*innen anerkannt und in notwendigen Situatio-
nen unterstützt. KinderHut sieht es als Qualitäts-
merkmal, die Kinder als Partner in der Pflege wahr-
zunehmen und mit ihnen zu kooperieren. Es wird 
achtsam auf die Signale des Kindes eingegangen und zu jeder Zeit der Blickkon-
takt gesucht.  
Die Pflege fördert ein positives Selbstbild und das 
Kind „kann in seinem Körper wohnen“. Unsere Mit-
arbeiter*innen vermitteln durch achtsame Bewe-
gungen und das sprachliche Ankündigen der 
Handlungen („Möchtest du schon deinen Socken 
ausziehen oder soll ich das machen?“), dass das 
Kind Partner in der Pflege ist und eigene Entschei-
dungen treffen darf . Das Kind ist kein Objekt an 
dem gearbeitet wird, sondern gestaltet seine Ent-
wicklung mit. 
Auch beim Essen ist das Kind altersgemäß beteiligt und wird von unseren Mitar-
beiter*innen als Bezugspersonen begleitet und unterstützt. Sie reichen den Kin-
dern schon früh Besteck und Gläser, sodass sie sich motorisch erproben können 
und selbstständiges Essen erlernen. Der Situation angepasst halten Mitarbeiter*in-
nen das Glas mit fest oder füttern mit einem zweiten Löffel Essen zu. 
Insgesamt bilden der alltägliche, gewohnheitsmäßige Ablauf und die Pflege das 
Besondere. Die dialogische Grundhaltung von KinderHut sorgt für Entwicklung, für 
ein positives Körpergefühl und für den Aufbau von Resilienz und Selbstsicherheit. 
3.3.4. Marte Meo  
Marte Meo ist ein Handlungsansatz für pädagogische Fachkräfte in der frühkindli-
chen Bildung und Förderung und unterstützt diese damit, Kinder besser zu verste-
hen und gezielter zu fördern. Der Name umschreibt, welche Zielsetzung Marte

13 
Meo verfolgt. Er stammt aus dem Lateinischen  und bedeutet sinngemäß „aus ei-
gener Kraft“. 
Maria Aarts, die Begründerin von Marte Meo, geht davon aus, dass jedes Kind mit 
Initiative, einer sogenannten „inneren Goldmine“, 
geboren wird. Ein Kind trägt demnach Alles, was 
es zum Leben braucht, bereits in sich. Diese 
„Goldmine“ wird sichtbar, wenn die Initiative der 
Kinder wahrgenommen wird. Für die Mitarbei-
ter*innen bedeutet dies: „warten, folgen, benen-
nen“. Wenn das Kind Initiative zeigt, unterstützt 
und begleitet das Kita -Team das Kind, indem es 
sprachlich in der Handlun g begleitet  wird. So 
nimmt es sich selbst wahr und entwickelt sein 
Selbstbild.  
Marte Meo nutzt als unterstützendes Beobachtungsinstrument eine  Video-Ka-
mera. Damit werden Alltagssituationen in der Kita-Arbeit und dem Kita-Leben auf-
gezeichnet. Diese Video-Aufzeichnungen werden anhand des Marte Meo Ansat-
zes vom Kita-Team ausgewertet. Dabei wird das Kind unter verschiedenen Aspek-
ten betrachtet. Was tut es aus eigener Initiative? Wofür interessiert sich das Kind? 
In welchen Bildungsbereichen macht es gerade Ent wicklungsschritte? Ebenso 
spielt das Handeln der Fachkräfte im Umgang mit den Kindern eine besondere 
Rolle, auch sie werden nach dem Marte Meo Ansatz analysiert. Dabei geht es um 
Fragestellungen, wie beispielsweise: Habe ich dem Kind genug Entwicklungsfrei-
raum gegeben? Bin ich der Initiative des Kindes gefolgt? Habe ich die Handlung 
des Kindes sprachlich begleitet? Der Ansatz nutzt ebenso unterschiedliche wis-
senschaftliche Grundlagen unter anderem der Psychologie, der Interaktions - und 
Kommunikationsforschung und der Neurobiologie. 
Über 52% unseres pädagogischen Fachpersonals hat die Ausbildung zum Marte 
Meo Practioner, Supervisor oder Colleague Trainer bereits erfolgreich absolviert 
bzw. ist gerade dabei diese zu absolvieren. 
3.4. Unser Rollenverständnis  
Ein afrikanischer Spruch sagt: „Das Gras wächst nicht 
schneller, wenn man daran zieht.“ 
Im Laufe der Jahre hat sich bei uns ein eigenes Rollen-
verständnis für den  
Erzieher*innen-Beruf entwickelt, das auf folgenden 
Grundhaltungen fußt:

14 
Die passive Erzieherin/der passive Erzieher 
Maria Montessori beschreibt die Erzieherin bzw. den Erzieher als passiven Erzieher/in: 
Sie/er nimmt im Alltag eine geduldige und abwartende  
wahrnehmend beobachtende Grundhaltung dem Kind gegenüber ein. Dadurch  
unterstützen die Mitarbeiter*innen die vom Kind ausgehenden inneren Entwicklungspro-
zesse und geben ihm zunächst die Möglichkeit, eigene Erfahrungen zu sammeln. Dies 
beobachtet die Erzieherin bzw. der Erzieher und greift situationsgerecht lenkend und 
unterstützend ein. 
Durch diese beobachtende und nicht sofort einschreitende Haltung ist es möglich, ge-
naue Einblicke in die Entwicklungsphasen und -weisen der Kinder zu bekommen , um 
daran anknüpfend auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder eingehen zu können und 
sie in ihrer Selbsttätigkeit zu fördern. 
Die Erzieherin/der Erzieher als Bezugsperson 
Die Mitarbeiter*innen sind neben den primären Bezugspersonen (Mutter, Vater, Ge-
schwister usw.) wichtige Begleitpersonen, die mit den Kindern in Ihrer Kita-Zeit die ers-
ten außerfamiliären Beziehungen eingehen. KinderHut weiß, dass ein positives und för-
derliches Umfeld nur entstehen kann, wenn sich Kinder sicher und geborgen fühlen.  
Lernen findet auch über Beziehungsgestaltung statt. Deshalb ist es KinderHut wichtig, 
dass unser pädagogische s Fachpersonal zu allen Kindern eine tragfähige Beziehung 
aufbaut, damit sie in Ruhe und in ihrem eigenen Tempo wachsen können. 
Die Erzieherin/der Erzieher als Vorbild 
Für KinderHut ist die Vorbildfunktion unseres Fachperso-
nals ein wichtiges Merkmal in der pädagogischen Arbeit 
mit Kindern. Diese Vorbildfunktion nimmt KinderHut ernst 
und unsere Mitarbeiter*innen versuchen, sich dieser in 
jedem Moment der täglichen Arbeit bewusst zu sein. Un-
ser Ziel ist es, dass sich die Kinder an unseren Mitarbei-
ter*innen orientieren können und eigene Werte ableiten 
und entwickeln können. 
Die Erzieherin/der Erzieher als leitende Person 
Feste Regeln, klare Grenzen , deren Einhaltung und Umsetzung bieten Kindern einen 
sicheren Raum, den sie für ihre Entwicklung benötigen. Unsere Teams bieten ihnen in 
der Kita durch feste Abläufe, Rituale und die KinderHut-Regeln im Miteinander diesen 
sicheren Rahmen. Neben der Beobachtung als wichtiges Instrument, leiten die Mitarbei-
ter*innen die Kinder auch an.  
Für Kinder gibt es auch schwierige Situationen, wenn es zum Beispiel Konflikte gibt und 
der eigene Wille zurückgestellt werden muss oder Wut und Überforderung in manchen

15 
Situationen Überhand gewinnen. In solchen Momenten bieten unsere Mitarbeiter*innen 
durch ihre sichere Haltung dem Kind die Hilfestellung an, auch aus unangenehmen Si-
tuationen gestärkt heraus kommen zu können und diese selbst zu bewältigen.  
Die Erzieherin/der Erzieher als Anwalt der Kinder 
Kinder haben Rechte. KinderHut steht dafür ein, dass diese Rechte gewahrt werden. 
Unser Ziel ist es, Kinder dabei zu unterstützen, sich zu Menschen zu entwickeln, die ihre 
eigenen Rechte kennen und sich für diese einsetzen können.  
Unsere Mitarbeiter*innen und unsere Kita -Teams können allerdings nur bis zu einem 
bestimmten Grad für die k örperliche und psychische Unversehrtheit der anvertrauten 
Kinder Verantwortung tragen. Wir legen besonderen Wert darauf, Kindern das Wissen 
und Selbst bewusstsein zu vermitteln, dass sie wertvolle Individuen sind, die eigene 
Grenzen formulieren und von anderen einfordern können (siehe u.a. Gewalt- und Sucht-
prävention in 8.6.1. Sicherheit der Kinder). Gleichzeitig geht es uns darum, dass Kinder 
in der Lage sind, die Grenzen ihrer Mitmenschen zu akzeptieren und zu wahren.  
Die Erzieherin/der Erzieher als selbst Lernende/r 
Es ist unsere Überzeugung, dass wir im pädagogischen Feld und in der Arbeit mit Men-
schen nie auslernen. Unsere Arbeit in der Kita ist vor allem eine „ face-to-face“-Arbeit 
(Susan Pinker). Dies erfordert, neugierig zu bleiben und uns stetig durc h Reflexionen 
und Gespräche weiterzuentwickeln.  
Den Raum für diese Gespräche und Reflexionen bietet das KinderHut Schulungsformat 
des KinderHut Campus mit seinen Angeboten vor allem des Präsenzlernens – den 
Marte Meo Ausbildungsangeboten, den Angeboten ko llegialer Beratung oder zu fachli-
chen Schwerpunkt-Themen, z.B. Portfolio. Eine kontinuierliche Überprüfung und Weiter-
entwicklung der beruflichen Haltung unserer Mitarbeiter*innen in ihrem beruflichen Han-
deln und eine gemeinsame Reflexion sehen wir als Grun dvoraussetzung für eine pro-
fessionelle Dienstleistung und zur Sicherung unseres Qualitätsstandards an.  
4. Bildungsbereiche 
Basis der KinderHut Bildungsbereiche sind die jeweils auf der Ebene der Bundesländer entwi-
ckelten Bildungsgrundsätze, an dem sich die Mitarbeiter*innen 
und das Kita-Team orientieren – in diesem Fall die Bildungs-
grundsätze für Nordrhein -Westfalen. Sie sind eine Art Bil-
dungsraster, das von der Zeit in der Kita bis zur Grundschule  
nutzbar ist, und Grundlage der Planung in der Kita, der Ent-
wicklungsbeobachtung und der Portfolio-Arbeit ist. 
Daran orientieren sich Mitarbeiter*innen und das Kita-Team in 
ihrer täglichen und praktischen Arbeit  – nicht im Sinne eines 
„Lehrplans“ und Bildungskanons, sondern als „Landkarte“ der

16 
alltäglichen Arbeit un d Erfahrung mit den Kindern . Die Bildungsgrundsätze unterstützen un-
sere Kita-Teams dabei, ihre fachlichen Impulse und Arbeitsansätze zu verorten und dort wei-
tere Anregungen einzubringen, wo die Kinder in ihrer Entwicklung noch keine weitergehenden 
Erfahrungen gemacht haben. 
Was kann das konkret bedeuten? Im Folgenden stellen wir die zehn Bildungs bereiche mit 
Beispielen aus der alltäglichen Umsetzung vor. 
4.1. Bewegung 
Die Kita-Planung sieht in der täglichen Arbeit einen fes-
ten Rahmen und viele verschiedene Möglichkeiten vor, 
damit Kinder ihren Bewegungsdrang ausleben könn en. 
Dies sind neben den anregend gestalteten Gruppenräu-
men auch die Bewegungsangebote im Bewegungsraum, 
Bewegungsspiele in den Gruppen, das freie Spiel auf 
dem Außengelände und Spaziergänge.  
Für das freie Spiel und entsprechende Angebote sowie 
Projekte bietet das Kita-Team unterschiedliche Materia-
lien zur Bewegungsförderung an, wie z.B. Bälle, Sprung-
kästen, Matten, Schaukel, verschiedene Fahrzeuge.  
4.2. Körper, Gesundheit, Ernährung 
Körper und Gesundheit (inkl. Sexualpädagogik/Genderthematik) 
Körperliches und seelisches Wohlbefinden sind eine grundlegende Voraussetzung für 
die Entwicklung und Bildung sowie ein Grundrecht von Kindern.  
Die Entdeckung und Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper sind dabei entschei-
dende Erfahrungen, die wir gemäß unserer pädagogi-
schen Haltung situationsgerecht  unterstützen und för-
dern. In dem an Emmi Pikler angelehnten Vorgehen von 
KinderHut in der Pflege bietet das Kita-Team beispiels-
weise den Kindern in Wickelsituat ionen die Möglichkeit, 
sich in einer vertrauten und respekt vollen Umgebung 
neugierig mit i hrem Körper aus einander zu setz en. Die 
Mitarbeiter*innen begleiten diese Impulse in altersge-
rechter sprachlicher Form.  Ein anderes Beispiel stellen 
das tägliche Zähne putzen und Händewaschen dar, bei 
denen die Achtsamkeit für den eigenen Körper und die Hygiene gefördert wird. 
Gleiches gilt für die Wahrnehmung des eigenen Geschlechts und der Geschlechtsunter-
schiede, was gerade bei älteren Kindern ein ebenso wichtiger Bestandteil unserer Arbeit 
ist. Sexualpädagogik hilft den Kindern dabei, unbefangen mit Fragen umzugehen und 
sie als Schritt in der Entwicklung der Persönlichkeit und Selbstfindung anzunehmen. Das

17 
bewahrt davor, die Welt zu sexualisieren und diesen Themen ein e ihnen nicht gemäße 
Bedeutung zu geben. Unser Ziel ist es, seelischem Unwohlsein während der Auseinan-
dersetzung mit dem eigenen Körper und Sexualität durch die Stärkung des Selbstbe-
wusstseins so aktiv entgegenzugehen. Bei Fragen, Zweifeln oder Neugier hinsichtlich 
der eigenen Sexualität begegnen wir den Kindern respektvoll und altersgerecht. 
Ernährung 
Auch in der Ernährung fördern unsere Mitarbeiter*innen die Kinder dabei, zu entdecken, 
was sie mögen – und zu ihnen gehört – und was sie nicht mögen. Während der Essen-
zeiten entscheiden die Kinder selbstständig, was  und 
wieviel sie vom Speise-Angebot essen (siehe 8.1. Ernäh-
rungskonzept).  
Mit frisch zubereiteten Speisen bietet das Kita-Team den 
Kindern eine abwechslungsreiche Ernährung, die sie 
dazu anregen soll, unterschiedliche Lebensmittel ken-
nenzulernen und deren Geschmack zu erleben.  
Zudem bieten unsere Mitarbeiter*innen den Kindern im-
mer wieder Möglichkeiten, sich mit „Essen“ und „Ernäh-
rung“ zu beschäftigen, zum Beispiel, wenn die Mitarbeiter*innen sie einladen, einen 
Obstsalat frisch zuzubereiten.  
4.3. Sprache und Kommunikation 
Alltagsintegrierte Sprachförderung, Sprache erlernen – das findet in der Kita bei Kinder-
Hut in jedem Moment des Tages statt. Durch Singspiele, Reime und Li eder in den ge-
meinsamen Spiel- und Singkreisen bringen unsere Mitarbeiter*innen den Kindern spie-
lerisch die Sprache näher. Das Kita-Team fördert „Literacy“ – die Freude an Büchern, 
Geschichten und Erzählungen, durch viele Bücher, die in den Gruppen zum gemeinsa-
men Lesen oder Vorlese n angeboten werden  und durch die jährliche Beteiligung von 
KinderHut am bundesweiten Vorlesetag.  
Kinder erwerben Sprache „leicht“, wenn sie sich für Themen begeistern und ihre Welt 
interessiert und aufmerksam mit allen Sinnen erleben können. Dafür sind ein sprachan-
regendes Umfeld und viele sprachliche Vorbilder – andere Kinder und die Erwachsenen 
in der Kita – nötig. 
Alltagsintegrierte Sprachförderung 
Alltagsintegrierte Sprachförderung bedeutet, den Kindern Sprachimpulse und Sprach-
anlässe im ganz normalen Alltag, ohne gezielte und geplante Angebote, zu bieten. Es 
ist eine begleitende Methode, die vor allem durch gelebte Vorbildfunktion funktionieren 
kann. Unsere Mitarbeiter*innen benennen durchgängig ihre Handlungen und die Tätig-
keiten der Kinder. Dadurch g reifen sie die Initiative der Kinder auf und machen sich

18 
selbst vorhersehbar (siehe 3.3.4. Marte Meo). Durch genaue Beobachtungen nehmen  
unsere Mitarbeiter*innen den Entwicklungsstand jedes Kindes wahr und bauen darauf 
sprachliche Impulse auf. 
Damit alltag sintegrierte Sprachförderung gelingen kann, bedarf es vor allem einer 
Grundhaltung des Kita-Teams und aller Bezugspersonen. Folgende Punkte sind in der 
täglichen Arbeit des Kita-Teams von Bedeutung: 
 Direkte Zuwendung und Blickkontakt: Die Begegnung findet auf Augen-
höhe statt, dann fühlt sich das Kind wahrgenommen. 
 Aktives Zuhören: Unsere Mitarbeiter*innen hören dem Kind aufmerksam 
und interessiert zu und nehmen sich Zeit – das Kind darf zu Ende reden. 
 Einfühlen: Die Mitarbeiter*innen versetzen sich in die Situation des Kindes, 
stellen Rückfragen, wiederholen das Gesagte. 
 Aufgreifen und Erweitern: Die Mitarbeiter*innen greifen die Aussagen des 
Kindes auf und erweitern sie. Dadurch unterstützen sie das Kind, seine Ge-
danken und Sätze zu strukturieren. 
Als Vorbilder müssen unsere Mitarbeiter*innen das eigene Sprachverhalten stetig im 
Auge behalten. Dies beinhaltet unter anderem die Bildung kurzer und einfacher Sätze 
mit klarer Aussage und der jeweiligen Anpassung komplexer Satzstrukturen bei fortlau-
fender Entwicklung. Sprachliche Fehler werden nicht bewertet und verbessert, stattdes-
sen werden die Sätze oder Wörter einfach in richtiger Form wiederholt. 
Angebote der Sprachförderung: Early-Bird 
Als zusätzliches Angebot neben der alltagsintegrierten Sprachförderung bi etet Kinder-
Hut ab dem 2. Lebensjahr einmal in der Woche an einem Vormittag eine „Early -Bird-
Lesson“ an. Diese wird in der Regel durch einen Native Speaker angeboten. Wir arbeiten 
mit unterschiedlichen Englischanbietern zusammen, deren Fachpersonal in unseren pä-
dagogischen Alltag eingebunden ist. 
In dieser Stunde wird den Kindern in spielerischer Weise 
die englische Sprache nähergebracht. Durch die Phone-
tik einer anderen Sprache und die Anwendung dieser 
Sprache in spielerischen Aktivitäten,  wird die im 2. Le-
bensjahr stark steigende  Sprachfähigkeit und Sprach-
freude der Kinder weiter angeregt. Ihr Spaß an „fremden“ 
Worten, Reimen und Liedern  wird ebenso geweckt, wie 
der Eifer, die Zuordnung von fremden Begriffen (Voka-
beln) zu vertrauten Gegenständen und Dingen zu verste-
hen.

19 
Ziel bei alldem ist es, die Kinder neugierig auf Neues und Fremdes  zu machen – und 
ihnen die damit verbundene Freude zu erschließen, auch dabei, einander besser zu ver-
stehen. Hierbei werden erste Grundlagen für die spätere Entwicklung und Nähe zu einer 
fremden Sprache entwickelt. 
Umgang mit Mehrsprachigkeit 
Die Kita bei KinderHut ist ein Ort, an dem viele unterschiedliche Menschen aus verschie-
denen Kulturkreisen und Muttersprachen aufeinandertreffen. Im Kita -Jahr 2019/2020 
hatten beispielsweise 15% aller Kinder, die bei KinderHut betreut wurden, Deutsch nicht 
als Muttersprache. 
Als KinderHut wollen wir den Kindern von Beginn an verschiedene Lebensstile und Ge-
wohnheiten vermitteln und den Alltag damit beleben. Unsere Mitarbeiter*innen greifen 
dafür unterschiedliche Muttersprachen im Alltag auf  und bieten den Kindern Raum für 
das Entdecken und Kennenlernen. Dafür bieten sich z.B. Begrüßungen und Verabschie-
dungen, Zahlen, Lieder, Tiernamen, Körperteile an. Unsere Mitarbeiter*innen fragen un-
sere Familien gerne nach bestimmten Worten in ihrer Muttersprache, damit wir die Kin-
der in ihrer Sprachentwicklung besser begleiten können.  
Zur Verständigung i n der Kita ermuntert das Team die  Kinder und  ihre Eltern, dort 
Deutsch zu sprechen. 
4.4. Soziale und (inter-)kulturelle Bildung 
Kinder sind von Geburt an soziale Wesen, die Mitgefühl zeigen können und sich für an-
dere Menschen interessieren. Dieses natürliche Interesse nutzen unsere Mitarbeiter*in-
nen und gestalten von Anfang an durch gemeinsame Rituale und Erlebnisse das Grup-
pengefühl. Kinder erfahren in der Kita, wie wichtig das Teilen in einer Gruppe ist, dass 
jeder auch einmal abwarten muss und andere Menschen 
ebenso viele Bedürfnisse haben, wie man selbst. Unsere 
Mitarbeiter*innen begleiten Kinder in Konfliktsituationen, 
indem sie die Gefühle der Kinder anerkennen und benen-
nen und nach gemeinsamen Lösungen suchen. 
Nur dadurch kann unserer Meinung nach ein Leben in 
einer Gemeinschaft funktionieren. Unsere Mitarbeiter*in-
nen fördern Kinder darin, ihre individuellen Bedürfnisse 
und Gefühle frei zu äußern. Zugleich betten die Kita -
Teams die jeweilige Individualität in den gemeinsamen 
Gruppenrahmen, sodass die Kinder lernen, dass sie in ihrer ganzen Individualität so gut 
sind, wie sie sind und zugleich authentisch in einer Gruppe von Mitmenschen leben und 
einen Platz finden können. 
Das Kennenlernen unterschiedlicher Kulturen und deren Besonderheiten weckt die Neu-
gierde bei den Kindern. Unterschiedliche Sprachen entdecken, andere Rituale und Ess-
gewohnheiten kennen und achten lernen, ist täglicher Bestandteil der Kita- Arbeit.

20 
Besonders die Zusammenarbeit mit  aus anderen Ländern neu zugezogenen Familien 
oder Familien aus Flüchtlingsunterkünften haben zur Entwicklung unterschiedlicher Me-
thoden geführt, um diese Familien gut zu integrieren. So haben wir beispielsweise Will-
kommensschilder in vielen Sprachen für die Familien erstellt. Bildkarten, die verdeutli-
chen, was ein Kind mit in die Kita bringen sollte, erleichtern die ersten Gespräche mit 
den Eltern. Für die Eingewöhn ungszeit gibt es ebenso kurze Feedbackkarten, wie der 
Tag für das Kind verlaufen ist. Die Familien werden intensiv in alle Abläufe eingebunden, 
so werden Sprachbarrieren abgebaut und Vertrauen zueinander aufgebaut. 
4.5. Musisch-ästhetische Bildung 
In einem täglichen Freispiel matschen, malen, bewegen, und gestalten die Mitarbei-
ter*innen mit den Kindern. Kreative Ideen entstehen situativ und zugleich durch geplante 
Angebote und Projekte. Ziel ist es, den Kindern die Möglichkeit zu bieten, ihre inneren 
Bilder auszudrücken. Dazu brauchen Kinder genügend Raum, Zeit, Material und Beglei-
tung, sodass sie schöpferisch tätig werden und ihre Kreativität leben können.  
Eine besondere Bedeutung hat für KinderHut die musi-
kalische Frühförderung. KinderHut fördert, dass sich die 
Kita-Teams dafür besonders weiterbilden . So werden 
beispielsweise Fortbildungen zum Thema Rhythmik, 
Tanz oder dem Singen besucht.  Ebenso erfreuen sich 
Gitarren- oder Ukulelekurse großer Beliebtheit. Mit der 
Instrumentenbegleitung kann später das Singen der Kin-
der intensiver unterstützt werden.  
KinderHut stattet die Kita mit geeigneten Off -Instrumen-
ten aus. Klatschen, singen, tanzen und musizieren – das 
gehört in den Alltag einer KinderHut-Kita. 
KinderHut unterstützt stets neu e Projekte der Mitarbeiter*innen in diesem Bereich . So 
engagiert sich eine Mitarbeiter*innen-Gruppe zurzeit am Standort Essen in dem Projekt 
„Toni singt“ des Chor-Verbandes NRW. Diese Bildungsinitiative fördert Singen in der Kita 
und somit auch das Singen in Familie und Gesellschaft. Im November 2020 werden die 
ersten Kitas mit dem Zertifikat „Toni singt“ ausgezeichnet. 
4.6. Religion und Ethik 
KinderHut ist als Träger k onfessionell nicht gebunden und in Bezug auf Glauben und 
Religion neutral.  
Als Grundlage der Begegnung mit anderen Kultur en förder t KinderHut zugleich das  
Bewusstsein für die jeweils eigene Kultur. Damit wird die Vermittlung von religiösen The-
men und Zusammenhängen sowie das Kulturgut und das Brauchtum unserer christlich-
jüdischen Kultur zu einem bedeutsamen Teil des Bildungsangebots.

21 
Das Kita-Team ist zugleich an anderen religiösen Ritualen und Festlichkeiten interessiert 
und greift diese auf, um alle Kinder und ihre Kulturkreise gleich zu achten und wahrzu-
nehmen. Das Kennenlernen anderer Religionen hilft Fremdes zu versteh en sowie ein-
zuordnen und stärkt die e igene Identität. Durch dieses Aufz eigen der Vielfalt können 
Kinder eine eigene Vorstellung von Werten und Normen sowie eine eigene Haltung und 
„Philosophie“ entwickeln. 
4.7. Mathematische Bildung 
In der mathematischen Bildung greift unser Kita-Team zunächst auf das zurück, was die 
Kinder als Materialien und Rituale im Alltag begleitet. Knöpfe zählen gehört ebenso dazu 
wie die Anzahl der Kinder im Morgenkreis. Teller werden entsprechend der Personen-
anzahl verteilt, Schuhpaare werden zusammengestellt. Es gibt Abzählreime und kleine 
Mengen von Erbsen und Nudeln, die auf dem Teller zu sehen sind – Momente, die ganz 
natürlich im alltäglichen Leben Raum finden.  
Diese Angebote entwick eln sich altersgerecht weiter . 
Durch gezieltes Material zum Bauen, Konstruieren und 
Kennenlernen von geometrischen Figuren  oder stati-
schen Gegebenheiten . Das Kita -Team bietet den Kin-
dern eine Vielzahl von Sortier-Tabletts an, damit sie Men-
gen erfassen und systematisieren können.  
Zuordnen und Sortieren – das sind im  U3-Bereich die 
kindgerechten Methoden, um das erste vorhandene ma-
thematische Bewusstsein spielerisch zu fördern.  Im Ü3-
Bereich kommen zunächst Tischgesellschaftsspiele, vor 
allem mit Würfeln, hinzu. Die vom Kita-Team eingesetzten Spielmaterialien lassen dann 
Zahlen greifbar machen oder Mengen anschaulich erleben. Schließlich bieten die Mitar-
beiter*innen im Vorschul-Bereich Aufgaben und kleine Experimente an. 
4.8. Naturwissenschaftlich-technische Bildung 
Kinder sind fasziniert von den Phänomenen der Natur und unsere Kita-Teams greifen 
diese in unserer Arbeit auf. KinderHut ist es wichtig, dass unsere Mitarbeiter*innen ge-
meinsam mit den Kindern die Umwelt beobachte n und experimentieren. So fällt j eder 
Gegenstand in Richtung Erde - eine beliebte Spielsituation schon für die kleinsten Kin-
der.  
Das Element Wasser ist gerade im U3-Bereich ein spannender Stoff und lädt, vor allem 
draußen in der warmen Jahreszeit, auch zum Experimentieren ein.  
Ausflüge und das Außengelände bieten den Kindern die Möglichkeit, Natur hautnah zu 
erleben. Wo leben die Tie re im Baum oder wo verstecken sich die Käfer? Hier gilt be-
sonders: Nur was greifbar gemacht wird, kann ein Kind auch begreifen.

22 
4.9. Ökologische Bildung 
Je mehr Kinder von der Welt erfahren und wissen, umso interessanter wird sie. Die Natur 
ist ein Ort der Ruhe und Erholung und eine Quelle der sinnlichen Wahrnehmung.  
Unser Kita-Team unternimmt mit den Kindern Ausflüge 
in den Wald oder zum Bauernhof. Die Kinder können in 
der Natur  viele sinnliche Erfahrungen sammeln . Das 
ganzheitliche Erleben steht dabei immer im Vordergrund. 
Über einen Baumstamm balancieren, den Hügel hinauf-
rennen, klettern, mit Ästen etwas bauen. Dann aber auch 
wieder zur Ruhe kommen können, den Tierstimmen lau-
schen, sie erkennen, das Moos fühlen und  riechen, die 
Sonnenstrahlen durch die Baumkronen beobachten, den 
Wind spüren. Ausgewählte Bücher machen unseren Kin-
dern dann auch später Erlebtes nochmals anschaulich. Warum Pflanzen, Tiere und Men-
schen miteinander leben und voneinander abhängig sind, war um sie sich gegenseitig 
brauchen und nur gemeinsam funktionieren.  
Besonders wichtig sind KinderHut die Themen Nachhaltigkeit und ein bewusster Um-
gang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen der Natur. Mülltrennung, der Einkauf 
im Unverpackt-Laden, der Anbau von eigenem Gemüse oder Kräutern sind nur ein klei-
ner Teil der Inhalte der ökologischen Bildung, die wir den Kindern vermitteln möchten. 
4.10. Medien 
Im U3-Bereich arbeiten unsere Mitarbeiter*innen überwiegend mit herkömmlichen Me-
dien: Die Kinder lernen in der Kita den Umgang mit Büchern, Zeitschriften, CD-Playern 
und Fotoapparaten. Bei den Ü3-Kindern werden vermehrt Bücher eingesetzt, aber auch 
Info-Materialien aus der Bibliothek oder Zeitschriften kommen zum Einsatz, wenn wir ein 
bestimmtes Thema verfolgen.  
Gerade technische Medien faszinieren schon die Kleinsten und sie  
lernen, intuitiv damit umzugehen. So telefonieren sie zum Beispiel in ihrem Rollenspiel 
mit Bauklötzen.  
KinderHut engagiert sich in Zusammenarbeit mit dem Verein „Junge Tüftler“ (Berlin) und 
der Vodafone Stiftung in Coding als Projekt zur digitalen Bildung. Ziel ist es, den Kindern 
über einen spielerischen Umgang die digitale Welt und ihre Beherrschbarkeit nahezu-
bringen. In diesem Projekt lernen die Kinder unter anderem den Umgang mit BeeBots. 
Diese kleinen Bienen werden zuvor von den Kindern programmiert und von ihnen über 
ein Spiel-Feld gesteuert. 
5. Inklusion 
Jedes Kind kommt mit einer eigenen Persönlichkeit und ganz individuellen Voraussetzungen 
auf die Welt. Die tägliche Aufgabe unserer Kita-Teams ist es, die uns anvertrauten Kinder in

23 
ihrer Entwicklung zu begleiten und ihnen das jeweilig passende Umfeld dafür zu bieten. Wir 
verstehen es als unsere pädagogische Verantwortung, jedes Kind - ganz egal ob mit Behin-
derung oder ohne - in seiner individuellen Entwicklung bestmöglich zu unterstützen. 
Um eine situationsgerechte inklusive Betreuung zu ermöglichen,  beraten unsere Mitarbei-
ter*innen die Eltern und entscheiden gemeinsam, wie eine passende Betreuung und Förde-
rung aussehen kann. Für jede s Kind wird ein individueller Förder - und Teilhabeplan erstellt. 
Dieser ist darauf ausgerichtet, dass das jeweilige Kind an allen Prozessen innerhalb des Kita-
Lebens teilhaben kann und die Gemeinschaft der Kinder untereinander fördert. Natürlich sind 
alle unsere Einrichtungen barrierefrei konzipiert. Inklusion bedeutet für unsere Kita-Teams, 
den Blick für eine organische Entwicklung der Kinder zu haben und im engen Kontakt mit den 
Eltern zu stehen. 
Einige Jahre Erfahrung in der Arbeit mit Kindern/Familien der Inklusion haben mittlerweile zu 
einem KinderHut-internen Netzwerk geführt. Die Mitarbeiter*innen der Einrichtungen tauschen 
sich intensiv über Fragestellungen zur Inklusion aus. Einige sind speziell im Bereich Inklusion 
ausgebildet und haben viel Berufs erfahrung in diesem Bereich.  In unseren Teams arbeiten 
zudem einige Heilpädagog*innen, die auch Einrichtungs-übergreifend Kolleginnen beraten. 
Die Vernetzung mit Therapeuten und Ärzten ist ein weiterer wichtiger Bestandteil für eine op-
timale Förderung der Kinder. 
6. Beobachtung und Dokumentation 
6.1. Portfolio 
Zum Kita-Start wird für jedes Kind ein Portfolio-Ordner in Anlehnung an die Portfolio Me-
thode der Pädagogin  Antje Bostelmann angelegt, den d as Kita -Team, das Kind und 
seine Eltern während der Kita-Zeit „beleben“.  
Das Kita-Team arbeitet dabei vorwiegend mit Fotogra-
fien, die die besonderen und auch alltäglichen Momente 
darstellen und wiedergeben. Neben den Fotos beschrei-
ben unsere Mitarbeiter*innen  immer wieder beobacht-
bare Lernwege, Fähigkeiten und Interessen  des Kindes 
– das zentrale Thema jeder Dokumentation.  
Eltern beteiligen sich, indem sie „ Familienseiten“ gestal-
ten. So können unsere Mitarbeiter*innen mit den Kindern 
in der Kita auch über die Eltern, das Haustier oder das 
neue Geschwisterkind reden. Dadurch erfahren die Kin-
der die Vernetzung zwischen Kita und Familie. Auch die Kleinsten arbeiten schon mit : 
Das Kita-Team sammelt gemalte Bilder, Gebasteltes sowie Hand- und Fußabdrücke. 
Mit zunehmendem Alter bestimmen die Kinder aktiv mit, welche von ihnen gemalten Bil-
der zum Beispiel in den Ordner eingeheftet werden sollen. Die Kinder können ihren Ord-
ner jederzeit betrachten und oft erzählen sie dann beim gemeinsamen Betrachten der

24 
Bilder Geschichten dazu. Sie erkennen Freunde und Kuscheltiere. Dies bietet s chöne 
Momente um miteinander in Kontakt zu treten. 
Der Portfolioordner hat mehrere Funktionen und dient 
 als Einstieg in die Entwicklungsgespräche 
 als Verbindung zwischen Alltag in der Kita und dem Zuhause 
 als Einstieg für gemeinsame Sprachanlässe 
 als Sammelordner der schönsten Erinnerungen aus der Kita-Zeit 
 der Sichtbarmachung von Fähigkeiten, Fertigkeiten und Interessen der  
Kinder 
 den Mitarbeiter*innen als Beobachtungsinstrument, um daraus Ideen zur Ent-
wicklungsförderung zu entwickeln. Der Ordner ist auch Dokumentationshilfe ei-
nes positiven Entwicklungsprozesses 
Am Ende der Kita-Zeit wird aus dem Portfolio-Ordner ein Geschenk an das Kind – ein 
Schatz von Erinnerungen.  
6.2. Beobachtungsmethoden 
Gemäß den in Nordrhein -Westfalen geltenden rechtlichen Grundlagen wendet Kinder-
Hut regelhaft (mit Ausnahmen vereinzelter Städte) das Sprachbeobachtungsverfahren 
BaSiK (Begleitende alltagsintegrierte Sprachentwicklungsbeobachtung in Kindertages-
einrichtungen) zur Dokumentation der Sprachentwicklung von Kindern an. 
Das Verfahren verbindet Beobachtung, Dokumentation und Sprachförderung für Kinder. 
Es dient als Grundlage für die Dokumentation der kindlichen Sprachentwicklung ebenso 
wie als Basis für Elterngespräche. Die Auswertungsmöglichkeiten des Bogens (Skalen) 
stellen den Prozess der Sprachentwicklung eines Kindes bildlich dar. BaSiK ermöglicht 
praxisnah die Dokumentation der alltagsintegrierten Sprachbildung im Kindergarten. 
7. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften mit den Eltern 
Im Hinblick auf die Eltern und Familien, die wir mit unseren Leistungen unterstützen, sehen 
wir es als unsere Aufgabe und Ziel an, sie am Alltag der Kinder außerhalb des familiären Bin-
nenkreises, an der Entwicklung der Kinder und an den von uns initiierten Bildungs - und Ent-
wicklungsprozessen teilhaben zu lassen. Das gilt im pflegerischen Bereich ebenso wie in pä-
dagogischer Hinsicht. Voraussetzung dafür ist die Transparenz des Dienstleistungsgesche-
hens und der fachlichen Arbeit des Kita-Teams.

25 
Die kontinuierliche Information und Beratung der Eltern sowie 
die Zusammenarbeit mit ihnen hat daher in unserer Arbeit bei 
KinderHut eine besondere Bedeutung.  Eltern und Mitarbei-
ter*innen sind im gemeinsamen Gespräch über Ziele und Me-
thoden in der gemeinsamen Erziehung von Kindern. Probleme 
werden gemeinschaftlich besprochen und es wird gemeinsam 
nach Lösungen gesucht. 
Dabei bringen sowohl die Fachkräfte als auch die Eltern spe-
zifische Kompetenzen mit in den Dialog  ein. Unsere Mitarbei-
ter*innen verfügen über ein fundiertes Wissen über di e Ent-
wicklungsphasen von Kindern und haben durch ihre Berufserfahrung viele Vergleichsmöglich-
keiten. Die Eltern wiederum sind die Experten für ihr Kind und begleiten es vom ersten Atem-
zug an. 
Im Verständnis von KinderHut zeichnet sich eine gelungene Partnerschaft dadurch aus, dass 
Fachkräfte und Eltern die jeweilige andere Lebenswelt des Kindes kennenlernen, ihre Bedeu-
tung schätzen lernen und somit die Verantwortung für die Entwicklung des Kindes teilen. Um 
diesen Dialog und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zu fördern bieten wir viele Ange-
bote zum Informationsaustausch und zur Kooperation, die nach der folgenden Übersicht wei-
terbeschrieben sind: 
1. Eingewöhnung/Eltern-Erst-Gespräche 
2. Entwicklungsgespräche 
3. Weitere alltägliche Eltern-Kommunikation 
4. Elternzeit 
5. Elternbeirat/Rat der Tageseinrichtung 
 
7.1. Eingewöhnung/Eltern-Erst-Gespräche 
Die Eingewöhnung nach dem KinderHut-Konzept ist angelehnt an das Berliner Modell. 
Es ist notwendig, jedem einzelnen Kind in der Eingewöhnung ausreichend Zeit zu wid-
men und alle Aufmerksamkeit auf dieses Kind zu richten. Daher gehört zur Eingewöh-
nung in der Kita, dass die Mitarbeiter*innen sie in Absprache mit der neuen Familie ter-
minlich so platzieren, dass nicht alle neuen Kinder in einer Gruppe am gleichen Tag mit 
der Eingewöhnung starten.  
Vor der Aufnahme führen unsere Mitarbeiter*innen ein individuelles Eltern-Erstgespräch 
mit den jeweiligen Familien. Daran nehmen die Eltern und von Seiten der Einrichtung 
die künftige Fachkraft der Gruppe teil. Die Familie hat dabei die Gelegenheit , die Ein-
richtung kennenzulernen, den Fachkräften zu begegnen und Grundelemente des päda-

26 
gogischen Konzepts von KinderHut zu erfahren. Mit den künftigen Ansprechpartner*in-
nen aus dem Kita-Team besprechen die Eltern die individuell für das Kind notwendigen 
Schritte zur Eingewöhnung. Für die Eltern ist es von besonderer Bedeutung, dass die 
Dauer der Eingewöhnung sich nach der Familie und deren Bedürfnissen richtet. Und: 
Die Eltern bleiben die „Experten“ für ihr Kind. 
Nach dem Berliner Modell wird das Kind in seinen ersten 
Kita-Tagen und innerhalb der Eingewöhnung von einem 
Elternteil begleitet. Dies gibt Sicherheit in einer neuen 
Umgebung und zugleich bekommt die Familie einen 
praktischen Einblick in den Tagesablauf, lernt die dort ge-
lebten Regeln und Rituale kennen und wird so als Pa rt-
ner aktiver Teil der Einrichtung.  Kinder gewinnen in die-
ser Zeit unter Begleitung der Eltern durch wiederkeh-
rende Strukturen, Tätigkeiten und Rituale Sicherheit. Da-
bei können auch Eltern in der Eingewöhnungsphase un-
terstützen, indem sie verlässliche Partner der Fachkräfte sind, Absprachen einhalten und 
mit ihnen gemeinsam auf den Rhythmus des Tagesablaufs achten.  Um das kindliche 
Selbstvertrauen zu stärken, ist es notwendig, die neue Situation für Kinder übersichtlich 
zu halten. So muss zum Beispiel die Z ahl der Eltern in der Begleitung der Eingewöh-
nungsphase überschaubar bleiben, damit der Kontakt zwischen Kind und Fachkräften 
aufgebaut und die Abläufe in der Gruppe insgesamt gewährleistet werden können. 
Für die Zeit der Eingewöhnung, dies umfasst auch noch die ersten Wochen, in denen 
das Kind ohne Eltern in der Gruppe ist, betreut immer eine Fachkraft als Bezugsperson 
das Kind im Ankommen. Jedoch wird schnell der Kontakt zu den anderen Mitarbeiter*in-
nen in der Gruppe aufgebaut, damit das Kind von Beginn a n Vertrauen zu allen Fach-
kräften aufbauen kann. 
7.2. Entwicklungsgespräche 
Entwicklungsgespräche bietet das Kita -Team mindestens einmal pro Kindergartenjahr 
oder nach Bedarf an. Dies sind individuelle Gespräche, in denen sich die Eltern und 
Erzieher*innen über die Entwicklung des Kindes austauschen.  
Die Entwicklungsgespräche orientieren sich fachlich insbesondere an den in beschrie-
benen Bildungsgrundsätzen (siehe 4. Bildungsbereiche) und darauf beruhenden Impul-
sen zur Bildung und Förderung durch das Kita-Team. Sie beruhen auf Beobachtungen, 
die Erzieher*innen und Eltern beim Kind machen und beziehen auch andere für die Ent-
wicklung des Kindes wesentliche Themen, z.B. die Themen schlafen oder essen , mit 
ein. 
Die Entwicklungsgespräche dienen der Sensibilisierung de r Eltern für ihr Kind und der 
gemeinsamen Abstimmung in der Begleitung der kindlichen Entwicklung. Neben den 
jährlichen bzw. halbjährlichen Entwicklungsgesprächen bietet das Kita -Team am Ende 
der Eingewöhnungszeit und als Abschlussgespräch vor dem Wechsel in die Schule ein 
solches Gespräch an.

27 
Durch die gezielte Marte Meo Qualifikation unseres pädagogischen Fachpersonals wird 
aktuell außerdem eine  perspektivisch kitaübergreifende Integration von Marte Meo in 
unsere Elternarbeit und Entwicklungsgespräche angestrebt.  
7.3. Weitere Alltagskommunikation mit Eltern  
Um Eltern über den Tag zu informieren, führen unsere Mitarbeiter*innen ein Übergabe-
tagebuch, in dem Informationen, z.B. zum Essverhalten und Schlafzeiten notiert werden. 
Durch diese Form der Dokumentation ist jede/r Mitarbeiter*in in der Kita in der Lage, 
jedem Elternteil Informationen über den Tag mitteilen zu können. 
Durch einen Wochenplan als Aushang an de r Gruppeninfo-Wand, erhalten die  
Eltern zusätzlich einen Einblick in die geplanten Angebote und pädagogischen Themen 
der Woche. Unter dem Begriff „Tür und Angel -Gespräche“ findet die Kommunikation 
statt, die für den Tagesablauf und das Befinden des Kindes am bedeutendsten ist. Be-
bilderte Aushänge vermitteln den Eltern einen weiteren Einblick in Projekte und die Bil-
dungsarbeit. 
Informationen zu Themen wie Festen, Veranstaltungen, personellen Veränderungen und 
allgemeinen Mittteilungen werden den Familien durch Elternbriefe und Aushänge an 
der Eltern-Infowand mitgeteilt. 
In regelmäßigen Abständen erhalten die Eltern außerdem einen Newsletter mit interes-
santen Informationen zum Alltagsgeschehen in der Kita, aber auch zu relevanten The-
men aus Politik und Wirtschaft – immer in Bezug auf Bildungsarbeit. 
7.4. Eltern-Zeit 
Die einmal im Quartal stattfindende Elternzeit bei KinderHut ist die besondere KinderHut-
Ausgestaltung des sog. Elternabends, den berufstätige Eltern ohnehin kaum besuchen 
können. Denn wer bleibt abends bei den Kindern, während die Eltern in der Kita sind?  
Dieses Problem löst das Kita-Team mit der spezifischen Organisation der Eltern-Zeit. Da 
die meisten unserer Eltern berufstätig sind, findet Eltern-Zeit nach ihrer Arbeitszeit und 
innerhalb der Betreuungszeit ihrer Kinder statt.  
Eltern-Zeit – das ist die Zeit, in der sich die Eltern über den Alltag und die Entwicklung 
ihrer Kinder informieren, mit anderen Eltern in Kontakt treten und dadurch auch den Aus-
tausch mit den anderen Eltern in der Kita pflegen können. Im Dialog mit den Eltern ent-
scheidet das Kita-Team, welche Thematiken und Inhalte die einzelnen Eltern-Zeiten ha-
ben sollen – das kann ein Vortrag zu einem bestimmten Thema sein oder ein Gespräch, 
in dem die Elternschaft mit dem Kita-Team Gespräche über Alltagsthemen und Abläufe 
in der Kita führt. Diese Eltern-Zeit stärkt - neben den Festen in der Kita - das Wir-Gefühl 
der Eltern als Kita-Elternschaft.

28 
7.5. Rat der Kita und Elternbeirat 
Grundlage der Elternmitwirkung in Nordrhein-Westfalen ist das „Gesetz zur frühen Bil-
dung und Förderung von Kindern (Kinderbildungsgesetz - KiBiz). Danach (vgl. § 9 Abs. 
2 KiBiz) werden in jeder Kindertageseinrichtung zur Förderung der Zusammenarbeit von 
Eltern, Personal und Träger  
 die Elternversammlung  
 der Elternbeirat und  
 der Rat der Kindertageseinrichtung gebildet. 
Auch Elternversammlungen heißen bei KinderHut - wie oben erwähnt – „Eltern-Zeit“.  
Aufgabe der Elternbeiräte ist es, als Sprachrohr zwischen Elternschaft und Team zu fun-
gieren. An sie können Fragen gerichtet werden, die sie an Team und Leitung weiterlei-
ten. Bei uns hat es sich etabliert, dass Eltern aus dem Elternbeirat bei der Planung und 
Gestaltung von Eltern-Zeiten und Veranstaltungen mitarbeiten und sich einbringen. Der 
Elternbeirat trifft sich nach eigenen Absprachen im Laufe des Jahres zum Austausch. 
Der Rat der Kindertageseinrichtung tagt mindestens einmal pro Kita-Jahr, wird aber auch 
zu besonderen Thematiken oder Vorkommnissen einberufen. 
8. Angaben zur Einrichtung 
8.1. Ernährungskonzept  
Das KinderHut Ernährungskonzept ist durch interne Ökotrophologen auf Basis der Emp-
fehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) entwickelt. Der dort emp-
fohlene Standard bildet die ernährungswissenschaftliche Basis für alle Anforderungen, 
die an eine gute, ausgewogene und gesundheitsfördernde Verpflegung von Kindern ge-
stellt werden.  
Mahlzeiten werden bei Kinder Hut täglich frisch und ge-
sund durch einen Koch bzw. eine Köchin aus regionalen 
Zutaten zubereitet. Die Auswahl der Speisen erfolgt mit 
Blick auf die Kinder. Dabei berücksichtigen wir Allergien 
und Unverträglichkeiten genauso wie unterschiedliche 
ethnische und religiöse Hintergründe. Es ist unser Be-
streben, die Bedürfnisse der Kinder und die Anforderun-
gen einer gesunden Ernährung im Gleichgewicht zu hal-
ten. Deswegen bereiten wir alle Speisen möglichst zu-
cker- und salzarm zu und verwenden stattdessen Kräu-
ter.

29 
Während der Betreuungszeit gibt es dabei drei wesentliche Mahlzeiten: Das gemein-
same Frühstück am Morgen, das Mittagessen sowie einen Snack nach der Mittagspause 
bzw. am Nachmittag (siehe 8.3. Tagesstruktur). 
Da Essgewohnheiten hinsichtlich des Frühstücks je nach Kind und Familie variieren kön-
nen, bringen die Kinder bzw. Eltern das Frühstück morgens selbst mit. Vor allem in der 
Eingewöhnung, aber auch während der gesamten Kitazeit fällt es Kindern leichter, mit 
einem von Zuhause mitgebrachten, ihnen bekann ten Frühstück in den Tag zu starten.  
Zusätzlich wird der Frühstückstisch von uns mit frischem Obst bestückt. 
Zum Mittagessen bieten wir als Vorspeise täglich eine 
Rohkostplatte an. Ein- bis zweimal in der Woche bieten 
wir mageres Fleisch an. Wenn zum Mitt agessen Fleisch 
zubereitet wird, ist der Snack an diesem Tag fleischlos. 
Nur in geringen Mengen, ein- bis zweimal im Monat, bie-
ten wir Fleischerzeugnisse und Wurstwaren an. Fisch 
steht einmal pro Woche auf dem Speiseplan. Als Sätti-
gungsbeilage reichen wir täglich wechselnde Stärke -
Komponenten (z.B. Reis, Nudeln, Hirse, Kartoffeln, Brot 
– Vollkornprodukte). Frisches und saisonales Obst ohne 
Zuckerzusatz steht außerdem täglich als Nachtisch oder Snack auf dem ausgewogenen 
Speiseplan. 
Neben Obst bieten wir auß erdem zum Snack am Nachmittag unter anderem folgende 
Speisen an: Quark und Joghurt mit Früchten gesüßt, Rohkost mit pikanten Dips, herz-
hafte Snacks wie Gemüse Muffins, Käsewürfel oder belegte Brote mit Frischkäse. 
Als Getränke gibt es stets Wasser und ungesüßte Tees. Jüngere Kinder können außer-
dem bei Bedarf und in Absprache mit den Eltern Getränke erhalten, die sie von Zuhause 
mitbekommen, wie Milch o.ä.. 
Zur Sicherung von Küchen -Hygiene und der Qualität des Speisen -Angebots wird die 
Arbeit der hauswirtschaftlichen Mitarbeiter*innen und der Köch*innen durch eine externe 
Beratung begleitet und es finden regelmäßige Fortbildungen statt.  
Für uns bedeuten die Essenszeiten nicht nur reine Nah-
rungsaufnahme. Vielmehr sind diese Zeiten ein wichtiger 
Treffpunkt während des Tages, um Gemeinschaft zu er-
leben. Die Kinder decken für die Gruppe den Tisch und  
sprechen gemeinsam mit den Mitarbeiter*innen einen 
Tischspruch. Das Kita-Team achtet auf eine ruhige und 
entspannte Atmosphäre, so dass die Kinder gemeinsam 
essen können. Für die Entwicklung der Kinder ist nicht 
nur die sinnliche Erfahrung in einer geeigneten Atmo-
sphäre wichtig. Es geht auch darum, mit ihnen über diese 
Erfahrung zu sprechen und dass sie lernen, Lebensmittel und deren Geschmack zu be-
nennen und bewusst zu genießen.

30 
8.2. Raumkonzept 
Bildung und Bildungsprozesse beginnen laut dem Pädagogen Gerd Schäfer bereits in 
der frühesten Kindheit und finden im unmittelbaren, natürlichen Umfeld des Kindes statt. 
Er geht davon aus, dass Kinder schon ab dem Säuglingsalter eine Grundausstattung an 
Wahrnehmungs- und Kommunikationsfähigkeit besitzen und mit eintretender Entwick-
lung von Neugier und Interesse aus eigenem Antrieb und auf Grundlage der gemachten 
Erfahrungen lernen.  
Das KinderHut Raumkonzept versteht das unmittelb are 
Umwelt der Kinder - also auch die Räumlichkeiten und 
das Außengelände einer Kindertageseinrichtung - eben-
falls als wichtige Erfahrungs- und Lernbereiche und greift 
dabei zentrale Elemente des pädagogischen Konzepts 
von KinderHut, wie bspw. die Montesso ri-Pädagogik 
(„Hilf mir, es selbst zu tun“) auf (siehe 3.3. Unser päda-
gogisches Konzept bzw. 3.3.2 . Marte Meo ). Unsere 
Räume sind so gestaltet, dass sie Kinder „als dritter Er-
zieher“ in ihrer Entwicklung fördern und ihnen aktive 
„Lern-Erfahrungen“ ermöglichen. Dabei sollen Kinder durch Impulse und Herausforde-
rungen aus ihrem räumlichen Umfeld, aber auch durch Möglichkeiten, sich zurückzuzie-
hen und zur Ruhe zu kommen, in ihrer Entwicklung bestmöglich unterstützt werden.  
Die konkrete Raumaufteilung des KinderHut Raumkonzepts berücksichtigt die Empfeh-
lungen des Landschaftsverband Rheinland /Westfalen-Lippe zum Raumprogramm für 
Kindertageseinrichtungen und erweitert diese. In Abhängigkeit von bestehenden bauli-
chen Gegebenheiten legen wir Wert darauf, dass unser e Kitas idealerweise mit einem 
eigenen Empfang ausgestattet sind. Der Empfang bildet 
die „Schnittstelle“ zwischen Familie und Kita. Hier adres-
sieren Eltern ihre Wünsche an die Versorgung des Kin-
des untertags, berichten von der aktuellen Situation des 
Kindes und teilen ggf. mit wer das Kind am Nachmittag 
abholen wird. 
Für die Kinder gibt es in der Kita je Gruppe einen großen 
Gruppenraum. Das KinderHut Raumkonzept sieht eine 
ästhetisch-ansprechende Ausstattung mit hochwertigen 
Materialien und mit ausgewählten  Spielmaterialien vor, 
die die Kinder in ihrer Phantasie und Spielfreude anregen soll en und darin, in unter-
schiedlichsten (Bildungs-)Bereichen des KinderHut Bildungskonzepts aktiv zu werden. 
So kann es beispielsweise passend zu dem Bildungsbereich „Naturwi ssenschaftlich-
technische Bildung“ einen Forscher-Raum geben, in dem die Kinder sich gemeinsam mit 
ihren Erzieher*innen thematisch mit den Phänomenen der Natur oder Technik auseinan-
dersetzen. Ebenso sind Räume gemäß des Bildungsbereichs „Musisch-ästhetische Bil-
dung“ als Künstlerräume oder zur musikalischen (Früh-)Förderung ausgestattet.

31 
Weiterhin verfügt jede Gruppe über einen sogenannten 
Differenzierungsraum für Kleingruppenarbeit. Dort kön-
nen besondere Sprachförderangebote (auch in engli-
scher Sprache), I nklusionsarbeit und unsere Angebote 
für baldige Schulanfänger stattfinden. Für Angebote der 
Bewegungsförderung, die innerhalb der Kita -Räumlich-
keiten stattfinden (sollen), beinhaltet das KinderHut 
Raumkonzept einen Bewegungs- bzw. Mehrzweckraum. 
Ruheräume dienen den Kindern entsprechend ihres Al-
ters bzw. ihrer Entwicklung sowie individuellen Bedürfnis-
sen zum Ausruhen und Schlafen: Verschiedene Lichtquellen, Liegeflächen und Betten 
laden zum Träumen und Entspannen ein. 
Waschräume sind mit kindgerechten Sanitärobjekten und Wickel-Möglichkeiten ausge-
stattet und erfüllen ebenfalls die Empfehlungen zum Raumprogramm für Kindertages-
einrichtungen. Ein separates, behindertengerechtes Per-
sonal-WC, ist in Abhängigkeit der baulichen Gegeben-
heiten, ebenfalls Teil des KinderHut Raumkonzepts.  
Weiterhin verfügen unsere Kitas über eine eigene Küche, 
Vorrats-, Wirtschafts- und Abstellräume, einen Putzmit-
telraum sowie Abstellflächen für die Kinderwagen. 
Dem Kita-Team steht ein eigener Personalraum zur Ver-
fügung. Für persönliche Gespräche mit Eltern sowie ad-
ministrative Tätigkeiten sieht das Raumkonzept von Kin-
derHut ein Leitungsbüro vor. All unsere Einrichtungen sind barrierefrei konzipiert. 
Bei eigenständiger Gestaltung sieht das KinderHut Kon-
zept außerdem ein abwechslungsre iches, naturnahes 
Außengelände vor. Dieses soll als Verlängerung der In-
nenflächen als Erfahrungs - und Lernbereiche angelegt 
sein und mit unterschiedlichen (Spiel -)Geräten zum Ent-
decken, Bewegen und Forschen einladen.  
KinderHut hat nicht nur eine langjähri ge Erfahrung mit 
dem Betrieb, sondern auch dem Bau von Kitas. Diese 
können wir gerne frühzeitig in den Prozess mit einfließen 
lassen und den Investor, die Stadt Münster, in der Planung und Umsetzung der Innen - 
und Außenflächen kooperativ und Konzept-bezogen unterstützen.  
8.3. Tagesstruktur 
Die Rahmenstruktur für die Kindertageseinrichtung an der Grevener Straße, am Sonja-
Kutner-Weg (Oxford-Quartier) und auf dem Gelände der ehemaligen York Kaserne be-
inhaltet jeweils Gruppen der Formen I, II und III.

32 
Für die Arbeit mit Kindern im U3 - und Ü3-Bereich ist eine Tagesstrukturierung für jede 
Gruppenform sinnvoll und notwendig, die mit ihren „Gewohnheiten“ den Kindern Sicher-
heit und Orientierung vermittelt. Zudem erlaubt diese Struktur dem Kita-Team, die fach-
liche Arbeit zu planen und Arbeitsprozesse zu organisieren. Im Folgenden sind beispiel-
hafte Ablaufpläne zur Strukturierung des Tages je Gruppenform aufgeführt: 
Gruppenform II: 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
* neben den festen Wickelrunden wird zusätzlich immer nach Bedarf gewickelt. 
Gruppenform I und III: 
Uhrzeit: Ablaufplan: 
7:30 - 9:00 Uhr Treffpunkt für ankommende Kinder und Erzieher*innen in der Gruppe 
9:00 - 9:10 Uhr Gemeinsamer Morgenkreis 
9:10 - 9:40 Uhr Gemeinsames Frühstück 
9:40 - 10:00 Uhr Wickelrunde* eventl. auch Schlafenszeit 
ab 10:00 - 11:20 Uhr Freispielzeit oder Angebote/Projekte 
ab ca. 11:30 Uhr Gemeinsames Mittagessen mit anschließender 2. Wickelrunde* und 
Zähneputzen 
12:00 - 14:15 Uhr Schlafenszeit je nach Bedarf 
ab 14:00 Uhr Aufwachen und 3. Wickelrunde* 
14:30 Uhr Gemeinsame Snackrunde mit anschließendem Zähneputzen 
ab 15:00 (oder bei Be-
darf früher) - 18:30 Uhr 
Start Abholzeit und zweite Freispielphase oder Angebote/Projekte 
Uhrzeit: Ablaufplan: 
7:30 - 9:00 Uhr Treffpunkt für ankommende Kinder und Erzieher in der Gruppe 
08:30 - 09:30 Uhr Gleitendes Frühstück und Freispiel 
ca. 09:30 Uhr Gemeinsamer Morgenkreis und Absprache mit den Kindern, welche 
Räumlichkeiten und Angebote sie wahrnehmen möchten 
9:40 - 10:00 Uhr Toilettenrunde mit den jüngeren Kindern und eventuelle Wickelrunde* 
10:00 - 11:30 Uhr Aktives Freispiel oder Teilnahme an Angeboten/Projekten in den  
verschiedenen Räumlichkeiten 
ca. 11:40 Uhr Im Gesprächskreis werden gemeinsame Aktivitäten zur Stärkung des Zu-
sammengehörigkeitsgefühls und der Aufmerksamkeit der Kinder unterei-
nander gefördert. Individuelle Erlebnisse und Interessensgebiete der Kin-
der werden aufgegriffen und mit in die weitere Planung aufgenommen.

33 
 
 
 
* für Kinder, die noch eine Windel benötigen, werden im Tagesverlauf verteilt,  
 mehrere Wickelrunden angeboten. Zusätzlich wird immer bei Bedarf gewickelt. 
8.4. Lange Öffnungszeiten/wenig Schließtage 
Unsere täglichen Betreuungszeiten:  
Montag bis Freitag von 07:30 Uhr bis 18:30 Uhr. Die Kinder können bis zu 45 Stunden 
wöchentlich betreut werden, wobei eine tägliche Bet reuungszeit von 9 Stunden nicht 
überschritten wird. 
Über die Feiertage an Weihnachten schließt unsere Kita jedes Jahr am 23.12. und startet 
wieder am 02.01. des neuen Kalenderjahres. Darüber hinaus gibt es keine Schließtage. 
Lediglich an bis zu fünf pädagogischen Rüsttagen wie Rosenmontag oder an den Brü-
ckenfreitagen, zum Beispiel zu Christi Himmelfahrt, bleibt die Kita geschlossen. 
Die genauen Daten bekommen die Eltern immer zum Oktober des Vorjahres, um eine 
frühe Planung zu unterstützen. 
8.5. Anmeldeverfahren 
Interessierte Eltern müssen ihr Kind im Verwaltungssystem KiTa Navigator der Stadt 
Münster anmelden. Über dieses Verwaltungssystem wird der gesamte Anmelde - und 
Vertragsprozess bearbeitet.  
Aufgrund der regionalen Tätigkeit in vielen unterschiedlichen Kom munen verfügen wir 
über Erfahrung im Umgang mit verschiedenen Programmen und Schnittstellen und sind 
in der Lage, Verwaltungstätigkeiten reibungslos abzuwickeln. 
8.6. Die sichere Kita 
Auch zum Schutz der Kinder (und unserer Mitarbeiter*innen in den Kitas) hat KinderHut 
ein umfangreiches Sicherheitskonzept entwickelt und implementiert. Vor aller Bildung 
und Förderung der Kinder in der Kita ist deren Sicherheit eine für uns notwendige und 
unverzichtbare Grundbedingung. 
ca.12:15 Uhr Gemeinsames Mittagessen mit anschließendem Zähneputzen 
ca. 13:00 Uhr Bei Bedarf Ruhephase oder auch Schlafphase - eine halbe (oder länger) 
Stunde den Körper zur Ruhe kommen lassen, einer Geschichte lauschen 
ca. 13.30 Uhr - 14:30 
Uhr 
Freispiel und gemeinsame Vorbereitung der Snackrunde 
14:30 Uhr - 15:00 Uhr Gemeinsame Snackrunde mit anschließendem Zähneputzen 
15:00 Uhr - 18:30 Uhr Beginn der Abholphase, Freispiel oder Teilnahme an einem Nachmit-
tagsangebot

34 
Das betrifft insbesondere drei Themen, welche im Anschluss detailliert vorgestellt wer-
den: 
1. Sicherheit der Kinder 
2. Arbeitsschutz der Mitarbeiter*innen 
3. Brandschutz 
 
8.6.1. Sicherheit der Kinder  
Unfallprävention 
Im Rahmen des KinderHut Sicherheitskonzepts wird die Beratung durch Expert*in-
nen der zuständigen Unfallkasse in der Phase der Planung und Errichtung der Kita 
standardmäßig vorausgesetzt. 
Erste-Hilfe- Kurse müssen von unserem pädagogischen Fachpersonal vor Arbeits-
antritt absolviert werden, um eine angebrachte Erst-Versorgung im Falle eines Not-
falls gewährleisten zu können.  
Über die ohnehin geltenden Verfahrensregeln der Meldung von Unfällen an die 
Unfallkasse hinaus sieht unser Sicherheitskonzept vor, alle Unfallvorgänge zu do-
kumentieren und an KinderHut als Träger weiterzuleiten. Entsprechende Meldun-
gen werden im „Vier-Augen“-Verfahren durch unbeteiligte und der Kita außenste-
hende Mitarbeiter*innen überprüft. Dies dient dazu, Gefahrenquellen in der Kita 
unvoreingenommen von einem möglichen Unfallgeschehen aufzudecken, abzu-
stellen bzw. mit den Mitarbeiter*innen optimierte Arbeitsroutinen zu vereinbaren. 
Gewalt- und Suchtprävention 
Im Bereich Gewalt- und Suchtprävention steht für uns besonders im Vordergrund 
Kinder in ihren Fähigkeiten zu stärken. Ein selbstbewusstes , starkes Kind kann 
„Nein“ sagen und zu seinen Stärken und Schwächen stehen. Die Umsetzung des 
pädagogischen Ansatzes von Maria Montessori fördert die Selbständigkeit und Ei-
genständigkeit des Kindes schon von Beginn der Kindergartenzeit an. 
In Projekten gehen wir beispielsweise stark auf die Emotionen der Kinder ein. Dies 
geschieht auch mithilfe von Materialien, wie Bücher, Handpuppen, Bildkarten etc. 
Es ist uns sehr wichtig, dass Kinder ihre Gefühle äußern und zu ihrer Meinung 
stehen können. Wir haben ein offenes Ohr für alle Belange der Kinder und sind 
jederzeit vertrauensvolle Ansprechpartner für sie. 
Im letzten Jahr vor dem Schuleintritt steht die Förderung des Selbstbewusstseins 
im besonderen Fokus. Die Kinder lernen zunehmend sich vor der Gruppe darzu-
stellen und frei ihre Meinung zu äußern. Der Umgang mit Frustration (Frustrations-
toleranz) wird immer weiter erprobt, die eigenen Grenzen werden wahrgenommen,

35 
Ehrgeiz entwickelt. Unser pädagogisches Fachpersonal sehen wir dabei  als Be-
gleiter*innen und Unterstützer*innen dieser wichtigen Entwicklungsschritte. 
Gewaltprävention heißt für uns aber auch, einen gewaltfreien und wertschätzen-
den Umgang mit Kindern und ihren Eltern zu etablieren. Hierfür sehen wir unsere 
Kita-Teams als Vorbilder und sensibilisieren sie in regelmäßigen Abständen z.B. 
durch Weiterbildungen oder in Mitarbeitergesprächen für diese Verantwortung. 
Kindeswohl/Schutzauftrag 
Für den Fall, dass sich aus den Wahrnehmungen und Beobachtungen von Mitar-
beiter*innen gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung ergeben, 
sind die Mitarbeiter*innen gemäß § 8a SGB VIII gehalten, diese Wahrnehmungen 
und Beobachtungen unverzüglich der Leitung der Kita bei KinderHut mitzuteilen. 
Für die Bearbeitung dieser Wahrnehmungen und Beobachtungen gilt bei Kinder-
Hut wie bei anderen sicherheitsrelev anten Aspekten das „Vier -Augen-Prinzip“: 
Wenn sich gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung ergeben, 
sind diese stets von mindestens zwei Mitarbeiter*innen zu sichten und bewerten. 
Die Leitung der Einrichtung dokumentiert diese Wahrnehmungen und Beobach-
tungen, zunächst noch als formlosen Vermerk. Die Leitung zieht zugleich dafür 
qualifizierte KinderHut -Mitarbeiter*innen sowie die zuständige KinderHut -Be-
reichsleitung zur gemeinsamen Bewertung zu Rate. Über die zuständige Bereichs-
leitung bei KinderHut wird das in der KinderHut-Unternehmensleitung für Fälle der 
Kindeswohlgefährdung zuständige Mitglied informiert. In einem gemeinsamen Be-
ratungsgespräch der beteiligten KinderHut-Mitarbeiter*innen werden die weiteren 
Schritte festgelegt und dokumenti ert: Sie umfassen einen Maßnahmen -Katalog 
vom gezielten Elterngespräch über das Einbeziehen des Jugendamtes bis zur An-
zeige bei Strafverfolgungsbehörden. Letzteres geschieht grundsätzlich nur nach 
Konsultation mit dem zuständigen Jugendamt. 
Bestätigen sich die Anhaltspunkte, so ist die Einleitung weiterer Maßnahmen vor 
allem Aufgabe des zuständigen Jugendamtes. In den Absprachen mit dem Ju-
gendamt trägt KinderHut dafür Sorge, dass eigene Maßnahmen und Handlungs-
schritte, die das Ziel der Abwendung der Kindeswohlgefährdung unterstützen kön-
nen, eng mit dem Jugendamt und anderen Beteiligten abgestimmt werden. 
Die allgemeine Erfahrung zeigt, dass auch in der Kita tätige Fachkräfte an Kindes-
wohlgefährdenden Handlungen beteiligt sein können. Daher sind neben den Fach-
kräften auch die Eltern aufgefordert, Wahrnehmungen und Beobachtunge n, aus 
denen sich gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung durch Fach-
kräfte ergeben, unverzüglich der Leitung der Einrichtung mitzuteilen. 
In diesen Fällen ist vorgesehen, d ass unmittelbar das für Kindeswohlgefährdung 
zuständige Mitglied der Unternehmensleitung von KinderHut gemeinsam mit der 
Bereichsleitung tätig wird. Zugleich sind obligatorisch die Information und der Ein-
bezug des zuständigen Jugendamtes vorgesehen, da für  die Bearbeitung dieser

36 
Wahrnehmungen und Beobachtungen stets das „Vier-Augen-Prinzip“ anzuwenden 
ist. In die Bewertung gewichtiger Anhaltspunkte und die Maßnahmenplanung sol-
len der/die o.a. fachkundige externe Mitarbeiter*in einbezogen werden. 
Die KinderHut-Sicherheitsbestimmungen im Hinblick auf die Vorbeugung der Kin-
deswohlgefährdung umfassen vor allem die nachfolgenden Maßnahmen: 
 Standardmäßige mündliche Aufklärung neu eingestellter Mitarbeiter*innen 
 Schriftliche Belehrungen zu den §§ 8a und 72a, SGB VIII (KJHG) als Anlage 
zum Arbeitsvertrag, die von neuen Mitarbeiter*innen zu unterzeichnen ist 
 Erweitertes polizeiliches Führungszeugnis bei Einstellung und alle fünf Jahre 
erneute Beantragung 
 Regelmäßige Behandlung der Thematik Kindeswohlgefährdung in den 
Team-Besprechungen der Einrichtungen, insbesondere auch Achtsamkeit 
für erzieherische Tätigkeiten, die eine besondere Sensibilität für die Integrität 
der kindlichen Entwicklung erfordern (zum Beispiel das Wickeln) 
 
8.6.2. Arbeitsschutz der Mitarbeiter*innen 
Zur Sicherheit in der Kita trägt auch der bei KinderHut gepflegte Arbeitsschutz bei. 
KinderHut beschäftigt eine externe Sicherheitsfachkraft, deren Aufgabe unter an-
derem die jährliche Begehung aller Kitas, die Anpassung der Gefährdungsbeurtei-
lungen der jeweiligen Arbeitsplätze und die Beratung der Geschäftsführung über 
den KinderHut-Ausschuss zur Arbeitssicherheit (ASA) ist. 
8.6.3. Brandschutz 
Über die geltenden planungs - und baurechtlichen Vorschriften hinaus praktiziert 
KinderHut in Zusammenarbeit mit Fachunternehmen  und der externen Sicher-
heitsfachkraft den vorbeugenden Brandschutz unter anderem durch Brandschutz-
Begehungen der Kitas (wenn sie aufgrund baulicher oder sonstiger Änderungen 
angezeigt sind). Weiterhin werden jährliche Evakuierungsübungen auf der Grund-
lage der Brandschutz-Ordnung und den besonderen Flucht- und Evakuierungsplä-
nen sowie durch Unterweisungen von Mitarbeiter*innen, insbesondere der Kita -
Leitungen, durchgeführt. 
9. Sozialräumliche Vernetzung 
Konzept-Bestandteil bei KinderHut ist die sozialräumliche Orientierung der Kitas und ihre lang-
fristig angelegte Einbettung in das Quartier bzw. das städtische  
Umfeld, in dem sie tätig werden. Unsere an Aufgaben der Familienzentren orientierte Arbeit 
im jeweiligen Stadtteil bzw. Quartier soll auch insbesondere Eltern Möglichkeiten bieten, sich 
zu vernetzen und orientiert bestehende Angebote wahrzunehmen.  
Zugleich bedeutet Vernetzung das Angebot an Nachbarn und an im Stadtteil lebende Men-
schen, sich am Kita-Leben zu beteiligen und sich dort freiwillig mit zu engagieren. Wir freuen

37 
uns über Lesepaten in den Kitas von KinderHut, über Begleiter*innen bei Spaziergängen, über 
Early-English-Partner und gar über eine Dame, die einmal in der Woche gemeinsam mit den 
Kindern kocht.  
Drei konkrete Arbeitsthemen sind für die se sozialräumliche Orientierung von  
Bedeutung: 
Vernetzung mit für den Entwicklungsprozess der Kinder aus dem Stadtteil bzw. Quartier 
bedeutsamen Einrichtungen  
 Grevener Straße: Die an der Grevener Straße angesiedelte KiTa Pusteblume und die 
Dreifaltigkeitsgrundschule befinden sich im näheren Umkreis des neuen Kita-Standortes 
und bieten die Möglichkeit einer engen Kooperation. Zu-
dem sind das DJK Sportzentrum und eine Wildnis-Werk-
statt fußläufig zu erreichen. 
 Oxford-Quartier: Im Oxford -Quartier eröffnen sic h ver-
schiedene Möglichkeit der Vernetzung, u.a. mit der be-
stehenden DRK -Kita Hand -in-Hand und der Mosaik -
Grundschule sowie der neu geplanten Sportanlage und 
Grundschule.  
 York-Quartier: Die bestehende DRK -Kita Schatzkiste 
und die geplante Grundschule mit Sporthalle sowie die Jugendeinrichtung im York-Quar-
tier bieten ideale Voraussetzungen für eine pädagogische Zusammenarbeit.  
Durch eine enge Vernetzung mit diesen und anderen Einrichtungen verfolgen wir für die ge-
planten Einrichtungen ein kooperatives Übergangsmanagement von der Tagespflege in die 
Kita und der Kita in die Grundschule zu fördern und zu unterstützen.  
Vernetzung mit Einrichtungen, die Ressourcen für die Unterstützung der von der Kita 
betreuten Familien zur Verfügung stellen können  
 Grevener Straße: Durch die unmittelbare Nähe des Stadtteils Uppenberg zum Stadtzent-
rum, befinden sich Logopädie - und Kinderarzt-Praxen (z.B. Praxen für Logopädie und 
Lerntherapie Stefan Warych und Kinderarztpraxis Dr. Simone Albers-Bremer) im nähe-
ren Umfeld der neu geplanten Kita. Der Arbeitskreis soziale Bildung und Beratung e.V. 
bietet diverse Angebote für Kinder und Erwachsene. 
 Oxford-Quartier: Die zum Oxford -Quartier naheliegenden Logopädie - und Kinderarzt-
Praxen (z.B. Aphasiker Regionalgruppe Münster, Logopädische Praxen Martina Schlös-
ser und Anja Sicking, Kinderärztin Dr. Heidemarie Panko) sowie das Universitätsklinikum 
Münster bieten Möglichkeiten der Vernetzung und Zusammenarbeit. In direkter Nähe 
zum Universitätsklinikum befindet sich zudem eine Ernährungsbera tung, für eine ge-
meinsame Kooperation.

38 
 York-Quartier: Auch im Umkreis des York-Quartiers befinden sich Logopädie- und Kin-
derarzt-Praxen (VISUS-Praxis für Logopädie Gremmendorf, Frau Dr. med. Katrin Absha-
gen, Dr. med. Andreas Volbracht), die die Möglichkeit bieten Kooperationen im Gesund-
heitswesen einzugehen. 
Vernetzung mit Einrichtungen, die Lernerfahrungen der Kinder anregen und unterstüt-
zen können  
 Grevener Straße: In der Nähe der Grevener Straße befinden sich sowohl eine Berufs-
feuerwehr, als auch eine Po lizei-Behörde, die für Lernausflüge mit den Kindern aufge-
sucht werden können.  
 Oxford- und York-Quartier: Freiwillige Feuerwehren sind unweit der Oxford - und York-
Quartiere ebenfalls vorhanden. Zudem liegt das Fritz-Krüger-Seniorenzentrum nahelie-
gend zum Oxford-Quartier. 
Es gehört zu den Aufgaben der Anlauf -Phase unserer Kitas, über die Leitung bzw. das Kita-
Team, nach einer entsprechenden Bestandsaufnahme die sozialräumliche Vernetzung und 
den Kontakt in das jeweilige Quartier und den städtischen Raum zu suchen. Für die geplanten 
Kindertageseinrichtungen möchten wir gerne in Zusammenarbeit mit den erwähnten und wei-
teren Einrichtungen Familienzentrum-ähnliche Vernetzungen aufbauen.  
In den Fragen der sozialräumlichen Vernetzung kann KinderHut auf langjährige Expertise von 
dafür zuständigen Mitarbeiter *innen zurückgreifen. Dazu gehört eine Mitarbeiterin, die über 
„Pionier“-Erfahrungen im Aufbau und mit der Arbeit eines Familienzentrums und seiner mehr-
fachen Re-Zertifizierung verfügt ebenso wie Mitarbeiter, die Erfahrungen in der Anregung und 
Begleitung freiwilligen Engagements haben.  
In unseren Kitas haben wir somit ein großes Netzwerk aller Formen sozialräumlicher Vernet-
zung etabliert. So besteht beispielsweise im Bereich Inklusion sehr viel Vernetzung mit Thera-
peuten und Ärzten. Alle Kitas mit Vorschulkindern verfügen über ein Kooperationsnetz mit 
nahgelegenen Grundschulen. Unsere Einrichtungen haben aber auch unterschiedliche inhalt-
liche Schwerpunkte, so besuchen die Lily Kids z.B. gerne kulturelle Veranstaltungen, wie das 
nahegelegene Theater in Essen-Rüttenscheid. Weiterhin gibt es in Essen auch Vernetzungen 
mit dem Bereich „Entsorgung“ der Stadt Essen. Gemeinsam wird hier, wie auch in anderen 
NRW-Standorten von KinderHut, beispielsweise zur Mülltrennung und Nachhaltigkeit mit den 
Kindern gearbeitet.  
Zur sozialräumlichen Vernetzung gehört für uns aber nicht nur der Aufbau ebensolcher Struk-
turen, sondern auch die aktive Teilnahme, bspw. durch unsere Mitarbeiter*innen in Stadtteil-
konferenzen oder Facharbeitskreisen auf städtischer Ebene. Weiterhin stehen wir in Kontakt 
mit vielen regionalen Fachhochschulen und durch den Landesvorsitz des Deutschen Kitaver-
bands in NRW durch einen der KinderHut Geschäftsführer stehen wir in engem Austausch mit 
vielen anderen Kita-Trägern.  
Zusätzlich zur sozialräumlichen Vernetzung hat KinderHut ein internes Netzwerk zur einrich-
tungsübergreifendes Zusammenarbeit aufgebaut. Fachliche Themen werden beispielsweise

39 
gemeinschaftlich in Leitungskonferenz oder Arbeitsgruppen miteinander thematisiert und wei-
terentwickelt. Fachexperten oder Referenten können dort ebenso miteinbezogen werden. 
10. Qualitätssicherung  
In seinem Selbstverständnis übernimmt KinderHut mit der Aufnahme von Kindern in die Be-
treuung durch eine Kindertageseinrichtung als Kita-Träger für Eltern und Familie eine beson-
dere Verantwortung. 
Seit zwei Jahrzehnten gehören Qualitätssicherung und -entwicklung und eine dafür förderliche 
Organisation zum methodischen „Inventar“ von KinderHut. Als Verfahren von Qualitätssiche-
rung und -entwicklung wendet KinderHut bislang die Methode d er internen Selbstevaluation 
an. Unter anderem mithilfe von Eltern- und Mitarbeiter*innen-Befragungen werden strukturiert 
Daten zur Qualität erhoben und ausgewertet und die Ergebnisse in die handlungsrele vanten 
Bezugsgruppen - Leitungen, Kita-Teams oder Elternschaft - zur Diskussion und möglichen 
Veränderung zurückgespielt. 
Auf der Grundlage dieses Verfahrens und der damit gewonnenen Erfahrungen entwickelt Kin-
derHut das Qualitätsmanagement seit 2019 systematisch nach DIN ISO 9001:2015 weiter. Als 
künftig angewendetes und anerkanntes System wird das Qualitätsmanagement bei KinderHut 
extern begutachtet und soll 2020 entsprechend zertifiziert werden. Zusätzlich berücksichtigen 
wir in unserer Qualitätssicherung den nationalen Kriterienkatalog für pädagogische Qualität in 
Tageseinrichtungen. 
Für alle bedeutsamen Prozesse bei KinderHut stehen Kita-Mitarbeitern*innen Qualitätsvorga-
ben und deren Erläuterung zur eigenen Orientierung zur Verfügung . Zudem können sie au f 
entsprechende Arbeitshilfen zurückgreifen, die die eigene Arbeit unterstützen. 
KinderHut nutzt zudem den KinderHut Campus, um durch interne Fortbildungsangebote bzw. 
die finanzielle Förderung des Besuchs externer Fortbildungsangebote die Mitarbeiter*innen in 
den für die Qualität wichtigen Themen zu qualifizieren. Das QM-System ist zugleich der Rah-
men für KinderHut, die Qualität der pädagogischen Arbeit kontinuierlich weiterzuentwickeln . 
Gemeinsam mit der Qualitätsbeauftragten von KinderHut arbeiten unter anderem die Kita-Lei-
tungen als Qualitätszirkel und als ein „Vorreiter-Gremium“ für die Qualitätsentwicklung.  
Eltern als Partner der KinderHut-Dienstleistungen bleiben weiterhin bedeutsame Auskunftsge-
ber und integriert in das QM-Verfahren. Dazu wird Kita-übergreifend und jährlich, sowohl zum 
Vorjahr als auch zu anderen Kitas im KinderHut-Verbund vergleichbar, mithilfe einer Online-
Befragung erhoben, wie die E ltern die Kita -Arbeit bewerten. KinderHut stellt den Eltern die 
Befragungsergebnisse in aggregierter Form zur Verfügung.  
Ein weiteres Instrument ist die Bewertung der Arbeit von KinderHut durch die Mitarbeiter*in-
nen. Methodisch vergleichbar mit der Eltern-Befragung wird dazu, ebenfalls entsprechend der 
Vorjahre, mithilfe einer Online -Umfrage erhoben, wi e die Mitarbeiter*innen für sie relevante 
Sachverhalte bewerten.

40 
11. Organisationskultur  
11.1. Unternehmensgliederung  
Die Unternehmensgliederung ist darauf ausgerichtet, die fachliche Zusammenarbeit mit 
dem Kita-Träger unmittelbar in der Geschäftsleitung zu verank ern. Aus diesem Grund 
ist den Kitas eine Bereichsleitung zugeordnet.  
In die Zuständigkeit fällt die Organisation der KinderHut -Leitungskonferenzen, ebenso 
die Aktivitäten des KinderHut Campus. 
In jeweiliger Arbeitsteilung mit dem Träger erfolgen die Belegung, die wirtschaftliche Be-
triebsführung der Kita sowie Personalarbeit und das Facility Management. 
Zudem sind die Kitas bei KinderHut regional als Partner -Kitas in  
einer Regionalkoordination vernetzt. 
11.2. Personalausstattung 
Um die KinderHut-Konzeption mit verlängerten Öffnungszeiten von täglich 11 Stunden 
und der ganzjährigen Öffnung der Kindertageseinrichtung umzusetzen, wendet Kinder-
Hut einen erhöhten Personalschlüssel, über den KiBiz-Personalschlüssel hinaus, an. 
11.3. Fortbildung und Team-Entwicklung 
Die Aktivitäten des Trägers KinderHut in den Bereichen 
Fortbildung und Teamentwicklung sind unter dem Schu-
lungsformat KinderHut Campus zusammengefasst. Da-
mit wirbt KinderHut verstärkt intern für seine Fortbil-
dungs-Angebote und für die Maßnahmen der Qualitäts-
entwicklung.  
Der KinderHut Campus umfasst eigene Angebote der 
Fortbildung und Personalentwicklung z.B. die Leitungs -
Fortbildung „Wirkungsvoll führen“, Qualifikationen in be-
deutsamen Konzept-Bestandteilen wie zum Beispiel zu 
Emmi Pikler, die Ausbildung zum Marte Meo-Practitioner/Colleague Trainer ebenso wie 
die Förderung geeigneter Angebote bei externen Anbietern, z.B. die einjährige Qualifi-
kation zur U3-Fachkraft.  
Zum Angebot des KinderHut Campus gehören auch „maßgeschneiderte“ Projekt-Maß-
nahmen zur Team-Entwicklung. So haben zum Beispiel die Kitas bei KinderHut in Essen 
in einem Projekt „Eltern kompetent begegnen“ gemeinsam ihre Team -Kompetenzen in 
der Elternzusammenarbeit weiterentwickelt.

41 
12. Der Kita-Träger: KinderHut gGmbH 
Die KinderHut – Projektgesellschaft für gemeinnützige sozialpädagogische Projekte mbH 
(KinderHut gGmbH) wurde am 07. Januar 2008 errichtet und ist beim Amtsgericht Essen im 
Handelsregister B unter der Ziffer 20575 eingetragen. 
Die Gesellschaft wurde am 31. März 2008 als Träger der freien Jugendhilfe vom Landschafts-
verband Rheinland anerkannt. 
Der besondere Zugang als Träger zur (früh)kindlichen Entwicklung und Bildung ergibt sich 
insbesondere aus den Impulsen der Gründerin, Rena Fischer-Bremen, und der Entwicklungs-
geschichte von KinderHut: 
 Danach ist die KinderHut gGmbH vor allem als Träger früher Bildung engagiert.  Das 
Angebot für Familien und Kinder orientiert sich in seiner Werte -Haltung an dem in der 
abendländisch-christlichen Kultur geprägten Verständnis vom Menschen und an der 
Achtung vor Leben und Umwelt. 
 Als Bildungsträger pflegt die KinderHut gGmbH dabei eine Unternehmenskultur, die sich 
an Fachlichkeit und dem kontinuierlichen Bemühen um Qualität orientiert.  
 Besonderer Aufmerksamkeit bedürfen dabei die Bedarfe berufstätiger Eltern und die da-
mit verbundenen Kinder- und Familien-Bedürfnisse. Die KinderHut gGmbH ist in einer 
veränderten Arbeitswelt tätig und unterstützt Eltern, berufliche Aufgaben und das Leben 
in der Familie zu vereinbaren. 
Die KinderHut gGmbH kann als Bildungsträger dab ei auf die Erfahrungen bei KinderHut als 
flexibler Familienservice-Dienstleister zurückgreifen. Ziel der KinderHut gGmbH ist es, lokale 
Bildungsbündnisse und damit die Kooperation von Jugendhilfeplanung und Kommune, von 
Unternehmen und von KinderHut als Bildungsträger, sprich, ein Prinzip des fairen Interessen-
ausgleichs zu ermöglichen.  
An den bestehenden Standorten will die KinderHut gGmbH nicht zuletzt zur Attraktivitätsstei-
gerung der jeweiligen Kommune als Wirtschaftsstandort beitragen.  
Mit der Umsetzung der Gründungsimpulse sind eine konsequente Dienstleistungs-Orientie-
rung der Mitarbeiter*innen und eine nachhaltige Kontinuität und Sicherheit des Angebotes für 
die Kinder und die Familien verbunden. Als Bildungsträger sehen wir Familien als Systeme, 
die wir behutsam in ihren Aufgaben unterstützen und im Sinne von Empowerment stärken 
wollen, insbesondere in ihren Fähigkeiten, Kinder und Jugendliche zu bilden bzw. auch älte-
ren Familienangehörigen beizustehen.

42 
Quellenverzeichnis 
 
Literaturangabe 
Kinderbildungsgesetz (KiBiz) 
Gesetz zur frühen Bildung und Förderung von Kindern  
Stand vom 01.08.2020 
Krenz, Armin 
Der "situationsorientierte Ansatz" im Kindergarten: Grundlagen und Praxis - 1991 
Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport  
des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.)  
Bildungsgrundsätze für Kinder von 0 bis 10 Jahren - 2016 
Montessori, Maria  
Schule des Kindes - 1967 
Montessori, Maria  
Kinder sind anders 
München – 1987 
Dr. Pikler, Emmi  
Friedliche Babys - zufriedene Mütter - 2013 
Pinker, Susan 
The Village Effect: Why face-to-face-contact matters - 1994 
Schäfer, Gerd 
Bildungsprozesse im Kindesalter - 2005 
SGB VIII Sozialgesetzbuch 
Gesetz zur Kinder- und Jugendhilfe 
Stand vom 26.05.2020 
Tietze, Wolfgang; Viernickel, Susanne et al. 
Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder:  
Ein Nationaler Kriterienkatalog - 2016

43 
Internetquellen (abgerufen am 24.09.2020) 
https://www.stadt-muenster.de/fileadmin//user_upload/stadt-muenster/61_stadtentwick-
lung/pdf/jahr/Jahres-Statistik_2019_Soziales.pdf  
https://www.stadt-muenster.de/fileadmin//user_upload/stadt-muenster/61_stadtentwick-
lung/pdf/steckbriefe/Stadtteilsteckbrief_47_Uppenberg.pdf  
https://www.stadt-muenster.de/fileadmin//user_upload/stadt-muenster/61_stadtentwick-
lung/pdf/steckbriefe/Stadtteilsteckbrief_51_Gievenbeck.pdf 
https://www.stadt-muenster.de/fileadmin//user_upload/stadt-muenster/61_stadtentwick-
lung/pdf/steckbriefe/Stadtteilsteckbrief_81_Gremmendorf-West.pdf 
https://www.stadt-muenster.de/fileadmin//user_upload/stadt-muenster/61_stadtentwick-
lung/pdf/steckbriefe/Stadtteilsteckbrief_82_Gremmendorf-Ost.pdf  
ttps://www.muenster.de/gremmendorf.html 
https://muenster.kita-navigator.org/ 
https://www.muensterschezeitung.de/Lokales/Staedte/Muenster/4156554-Neuer-Re-
kord-Mehr-als-312.000-Menschen-leben-in-der-Stadt-Muenster-hat-so-viele-Einwoh-
ner-wie-nie-zuvor  
https://www.muensterschezeitung.de/Lokales/Staedte/Muenster/3843728-Kita-Jahres-
bericht-2019-463-neue-Plaetze-in-Kitas-und-Tagespflege-weiterer-Ausbau-noetig 
https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-
Umwelt/Soziales/Kindertagesbetreuung/kindertagesbetreuung-
karte.html?nn=211240#karte3 
https://www.cdu-ms.de/aktuelles/einzelan-
sicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=900&tx_news_pi1%5Bcontrol-
ler%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=de-
tail&cHash=e0bbc2b0b0b2ad43a7ac6296c1821883  
https://www.muenster.de/stadt/presseservice/pressemeldungen/web/frontend/out-
put/standard/design/standard/page/1/show/1016983  
https://www.wn.de/Muenster/Stadtteile/Gievenbeck/3343034-Interview-zur-Tagesbe-
treuung-von-Kindern-Positive-Zahlen-im-Westen 
https://www.wn.de/Muenster/Stadtteile/Hiltrup/2016/06/2395966-Bezirk-Suedost-liegt-
bei-der-Kinder-Betreuung-unter-dem-Durchschnitt-FDP-kritisiert-Entwicklung-
Versorgungsquoten-im-Sinkflug 
https://oxfordquartier.de/ 
https://yorkquartier.de/

44 
https://www.lvr.de/media/wwwlvrde/jugend/service/arbeitshilfen/dokumente_94/kin-
der_und_familien/tageseinrichtungen_f_r_kinder/2012-09-01-Raummatrix.pdf

45 
Impressum 
 
KinderHut Gesellschaft für gemeinnützige  
sozialpädagogische Projekte GmbH (Verantwortliche Redaktion) 
 
KinderHut GmbH (Beratung, Mitwirkung) 
Veronikastraße 32 
45131 Essen 
 
Telefon: 0201 – 95 99 63-0 
E-Mail:  info@kinderhut.de  
 
Redaktion:  
Klaus Bremen (Geschäftsführung)  
Sandra Lunte-Wolfram (Bereichsleitung Kita) 
Laura Bremen (Unternehmenskommunikation)  
 
Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt.  
Die Vervielfältigung für private und gewerbliche Zwecke ist nicht erlaubt. 
Alle Bildrechte / Copyright: KinderHut 
Stand: September 2020

Anlage_7.1_StepKids_Bewerbung_Sonja Kutner Weg

1365 Zeichen

Richtig gute KiTa.

Step Kids KiTas gGmbH » Am Friedrichshain 22 + 10407 Benin
Step Kids KiTas g6mbH

Am Friedrichshain 22

Stadt Münster
10407 Berlin

Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Tel. +49 (0) 30 209 271 71

Hafenstraße 30 Fax: +49 (0) 30 209 271 72
www.stepke-kitas.de

Ansprechpartner

Christoph Asmus
c.asmus@stepke-kitas.de
Mobil: +49 (0) 176 60 16 78 24

48127 Münster

Berlin, 27.11.2020

Verbindliches Angebot zur Übernahme der Trägerschaft für die 5-gruppige Kindertageseinrichtung am
Standort Sonja-Kutner-Weg (Oxford-Quartier) im Stadtteil Gievenbeck (02/2020)

Sehr geehrte Frau Gerick, sehr geehrte Frau Fritzen,

hiermit erklären wir unser verbindliches Angebot zur Übernahme der Trägerschaft für die 5-gruppige
Einrichtung am Standort Sonja-Kutner-Weg entsprechend Ihrer Ausschreibung 02/2020.

Die von uns eingereichten Bewerbungsunterlagen im Rahmen der Interessensbekundung sind für dieses
Angebot maßgeblich und verbindlich.

Gerne stehen wir für weitere Informationen und Rückfragen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

i.A. Christoph Asmus
Business Development

Step Kids KITas gsmbH Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr, Kurt Berlin Finanzamt für Körgerschaften IN, Berlin Steuernummer:
Am Friedrichshain 22 Sitz der Gesellschaft: Berlin Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg 29/026/630247/69729
10407 Berlin rirs 149735 B

Anlage_8.1_Villa Luna_Bewerbung_Sonja Kutner Weg

1340 Zeichen

VILLA (Luna

Stadt Münster
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
48127 Münster

Düsseldorf, den 01.12.2020

Bewerbung um die Trägerschaft für die Kita-Standorte am Sonja-Kutner-Weg
(Oxtord Quartier) im Stadtteil Gievenbeck (Ausschr.-Nr 02/20), am Langenbusch
(Ausschr.-Nr: 03/20), auf dem Gelände der ehemaligen York-Kaserne (Ausschr.-Nr.:
04/20) und an der Hiltruper Baumschule (Aussch.-Nr.: 05/20)

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit bestätige ich nochmals unser Interesse und damit die verbindliche Bewerbung an der
Trägerschaft für die oben genannten Kindertageseinrichtungen.

Ich erkläre verbindlich, dass wir im Falle einer Zusage der Stadt Münster, Trägeranteile von
7,8%, für den Betrieb der Einrichtung übernehmen werden.

Für Rückfragen steht Ihnen meine Kollegin Frau Vieira-Mykoniatis gern zur Verfügung.
Tel: 0173-1724975 oder Mail: vieira@villaluna.de

Wir freuen uns auf eine positive Rückmeldung.

Vielen Dank und herzliche Grüße

_—ı

Dr. Jürgen Reul
Gründer und Geschäftsführer
Villa Luna gGmbH

Villa Luna gGmbH

Aachener Str. 164 - 40223 Düsseldorf - T +49 2 11 737777-0 » F+49 211 737777-10 - elternservice@villaluna.de -
www,villaluna.de

Geschäftsführung: Dr. Jürgen Reul - Sitz der Gesellschaft Aachen - Amtsgericht Aachen - HRB 18501

Sparkasse Aachen - IBAN: DE42 3905 0000 1071 2664 70 - BIC: AACSDE33XXX

Anlage 2 Auswertungsformulare

41634 Zeichen

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung:  
Kindertageseinrichtung am Sonja-Kutner-Weg im Stadtteil Gievenbeck 
 
 
Name und Adresse des Trägers: 
 
educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH 
Alter Markt 36-42 
 
50667 Köln
 
 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, 
Leitbild etc.  
- educcare ist ein gemeinnütziger Träger 
- Häufige Kooperationen mit Unternehmen  
- Gründung 2002 
- Seit 2003 bundesweit anerkannter Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe 
- Betreiber von Krippen, Kindertagesstätten, Hort- und Notfallbetreuungen 
- Betreiber von aktuell 40 Kindertageseinrichtungen in fünf Bundesländern mit über 1.000 Mit-
arbeitenden 
- Pädagogisches Leitbild, Führungsleitbild und Unternehmensleitbild liegen vor 
- Inbetriebnahmen in Münster:  
o 01.03.2013: Betriebskita „Lacki Kids“ (BASF) in Mü nster-Hiltrup 
o 01.08.2019: Kita Waldbach in Wolbeck 
o 01.11.2020: Kita Blatt-Werk in Mecklenbeck  
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
5,3 % Trägeranteil     
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 
 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- 
Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kindertagesbetreuung 
liegen vor. 
- Arbeit im teiloffenen Konzept 
(feste Bezugsgruppen; gemeinsam genutzte Funktions- und Bildungsbereiche; gruppenüber-
greifende Arbeit in allen Gruppen- und Altersstrukturen) 
- Situationsorientierter Ansatz 
- Reggiopädagogik („Raum als dritter Erzieher“) 
- Montessori Pädagogik 
- Naturwissenschaftliche Bildung 
- Bildungs- und Betreuungskonzeption ist Grundlage der Arbeit 
- „Ein Kind ist, was in ihm steckt“ als Grundlage aller Zielformulierungen 
- Kita als zweites Zuhause für Kinder

2 
 
- Kita als Bildungsort  
- Partizipativer Ansatz (Gesprächskreise; Kinderkonferenzen; Reflexionen mit Kindern etc.) 
- Bilingualität als Teil des Konzeptes / Native Speaker / „Immersionsmethode“ (beiläufiges Ler-
nen einer Sprache im fremdsprachigem Umfeld)  
- Einsatz verschiedener Beobachtungs- und Bildungsdokumentationsverfahren / Auswertung 
& Planung / kollegiale Beratung 
 
Flexible Betreuung: 
- Öffnungszeiten von 07.00-17.00 Uhr (max. 9 Stunde n am Tag / Ganztagsöffnung je nach 
Bedarf) 
- Schließung je nach Bedarf (ca. 20 Schließungstage  im Jahr) 
- Flexible Betreuungsangebote 
- Optionale Notfallbetreuung und Adhoc-Buchungsstun den möglich 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Erfahrungen in der Betreuung von Kindern mit Behinderung 
- Barrierefreie Raumgestaltung 
- Zusammenarbeit mit Unterstützungsstellen (Ergotherapie, Frühförderung, Logopädie, etc.) 
- Kultursensitive, akzeptierende, vorurteilsfreie Haltung: „Anders sein ist gut“ 
- Jedes Kind wird individuell hinsichtlich Integration / Inklusion und Migration gefördert 
- Chancengleichheit und hohe Bildungsqualität für alle Kinder 
- Hohe Bedeutung interkultureller Kompetenz (Vielfalt, Mehrsprachigkeit, Multikulturalität) 
- Bilinguale Ausrichtung (bisher deutsch / englisch) 
- Einsatz von multikulturellen Teams  
- Schulung der geschlechtssensiblen Wahrnehmung 
- Entwicklung einer gleichberechtigten geschlechtsspezifischen 
reflektierenden Haltung Kindern und Eltern gegenüber (Vorbildfunktion) 
- Raumangebote mit ausgewogenen Spielmaterialien 
- Fort- und Weiterbildung der Mitarbeitenden „Genderpädagogik“ 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Umfassende Bewegungs- und Gesundheitsförderung du rch verschiedene Angebote inner-
halb und außerhalb der Kita 
- Ausgewogenes Verhältnis zwischen Bewegungs- und R uhezeiten 
- Umfassendes Ernährungs- und Verpflegungskonzept 
- vollwertige, gesunde Ernährung nach den Richtlini en der „Deutschen Gesellschaft für Ernäh-
rung“ 
- „Ernährungsbildung“ (Umgang mit Lebensmitteln, ge meinsames Kochen mit den Kindern) 
- Gestaltung angenehmer Essenssituationen 
- Unfall-, Gewalt- und Suchtprävention 
- Eigenes Kinderschutzkonzept / Schulung aller Mita rbeitenden 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  
Bereits bestehende Vernetzungen: 
- Kooperationen mit den drei educcare Kitas in Müns ter 
- Zusammenarbeit mit Jugendamt und Stadt Münster (E rprobung neuer Angebote / Durchfüh-
rung von Schulungen / Erfahrungstransfer mit anderen Kommunen) 
 
Geplante Vernetzungen: 
- Sozialraum und Umgebung mit den Kindern erkunden,  z.B. Marktbesuche / Grüner Finger 
- Vernetzung mit anderen Kitas im Sozialraum

3 
 
- Kooperation mit den (Grund)schulen im Sozialraum 
- Idee zur Umsetzung eines bilingualen Angebotes in  Zusammenarbeit mit den Schulen 
- Kooperationen mit Vereinen, Institutionen, andere n Trägern 
- Kooperationen mit Ärzten, Therapeuten, sonderpäda gogischen Einrichtungen 
- Familienzentrumähnliche Strukturen schaffen / Ang ebote je nach Bedarfen der Familien im 
Stadtteil 
- Offene generationsübergreifende Angebote im Stadtteil 
- Unterstützung bei der Netzwerkbildung, z.B. Studierende, Senioren etc. 
- Aktive Mitgestaltung bei der Entwicklung des neuen Oxford-Quartiers  
- Kooperation mit dem Fachwerk Gievenbeck 
 
 
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaf-
ten vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- „Zweites Zuhause“ für Eltern und Kinder 
- Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Vordergrun d 
- Fokus auf familienunterstützende Arbeit (Familie im Fokus) 
- Individuelles Eingewöhnungskonzept „Berliner Mode ll“ 
- Regelmäßige Elterngespräche (Entwicklungsgespräch e, Informationsgespräche, Tür- und 
Angelgespräche, Elternabende/-nachmittage, Elternbeiratssitzungen, Abschlussgespräche 
Übergang Kita-Grundschule) 
- Halbjährliche Elternbefragung zur Qualität der Ar beit 
- Kritik und Beschwerdemanagement 
- Angebote der Beratung und Unterstützung der Famil ien / Vernetzung mit anderen Fachstel-
len (Frühförderung, Beratungsstellen etc.) 
- Bildungsangebote für Eltern 
- Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat 
 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernden 
Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben 
- Synergieeffekte durch bestehende Einrichtungen: „ Lacki Kids“, Kita Waldbach und Blatt-
Werk ermöglichen Flexibilität des personellen Einsatzes (Springerkräfte) 
- Fachberatung & Coaching durch Regionalmanager (be rät 5 – 8 Einrichtungen) / Bindeglied 
zwischen Träger und Einrichtung  
- Begleitung, Moderation und Beratung für Mitarbeit ende, Leitung, Eltern 
- Regelmäßige Inhouse-Seminare und Fortbildungsange bote für Mitarbeitende 
- Schulung aller Mitarbeitenden in Kommunikation un d Erwartungsmanagement 
- Evaluationsmöglichkeiten für Mitarbeitende und El tern  
- Eigenes Dokumentations- und Beobachtungssystem 
- „Reviews“ & Statusreporte 
- Commitment Schulungen“ (Status- und Zielentwicklu ngsgespräche) 
- Personalentwicklungskonzept (Personalgewinnung, - entwicklung & -bindung / bundesweite 
Personalentwicklungs-/gewinnungskampagne) 
- Konzept „Humor am Arbeitsplatz“ 
- Dreiklang: Personal – Konzeption - Prozesse als w ichtige Merkmale und Arbeitsgrundlage 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Ausbau der Angebote in Münster (Synergieeffekte) 
- Flexible Öffnungszeiten / Vereinbarkeit von Famil ie und Beruf 
- Erfahrung bei Betriebskitas 
- Bilinguale Ausrichtung / Idee zur Kooperation mit  Schulen

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung:  
Kindertageseinrichtung am Sonja-Kutner-Weg im Stadtteil Gievenbeck 
 
 
Name und Adresse des Trägers: 
 
FRÖBEL Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbH 
Komödienstraße 18-24 
 
50667 Köln 
 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, 
Leitbild etc.  
- FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH mit Sitz in Be rlin ist eine Tochtergesellschaft des 
FRÖBEL e.V.  
- Anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe un d Mitglied im paritätischen Gesamtver-
band 
- Fröbel ist Deutschlands größter überregionaler ge meinnütziger Träger von Kitas (Einrichtun-
gen in zehn Bundesländern, rund 4200 Mitarbeitende): aktuell 197 Kitas. 
- Geschäftsführung und Fachberatung vor Ort in Müns ter. 
- Philosophie des Friedrich Fröbels (Kinder verfüge n über individuelles Bildungspotential) 
- Leitbild von Fröbel setzt sich zusammen aus dem p ädagogischen Leitbild, dem Führungsleit-
bild und dem Unternehmensleitbild und betont die Rechte von Kindern im pädagogischen 
Alltag in Fröbel Einrichtungen. 
- Am Standort Münster bisher zwei Einrichtungen in Betrieb (Emmy-Herzog-Platz und Lands-
berger Straße); weitere Kitas folgen in den nächsten Jahren (Zentrum Nord, Sonnenstraße, 
Ermlandweg) 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
7,80% Trägeranteil 
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 
 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt /  Erfahrungen in der Kindertagesbetreuung 
liegen vor. 
- Schwerpunkt: Nachhaltigkeit und Gemeinschaft / Ki ta als Bildungsort für nachhaltige Entwick-
lung / Ideen bei der baulichen Umsetzung (Upcycling etc.) 
- Zertifizierungen zum „Haus der kleinen Forscher“,  „Nachhaltige Kita NRW“ / „Die faire Kita 
NRW“ geplant 
- Kinder bei Bildung- und Entwicklungsprozessen beg leiten, Arbeit mit offenem Konzept 
- Umsetzung von zehn Lernbereichen, u.a. Bewegung, Sprache, Ethik, Medien und ökologische 
Bildung  
- Alltagsintegrierte Sprachbildung und -förderung, bilinguale Spracherziehung möglich 
- Einsatz verschiedener Beobachtungs- und Bildungsd okumentationsverfahren 
- Gestaltung von Übergängen

2 
 
Flexible Betreuung: 
- Regelöffnungszeiten: 07.00 Uhr - 17.00 Uhr 
- Flexible Öffnungszeiten, an die Bedürfnisse der E ltern gerichtet. 
- Durchgängige Betreuung - auch während der Ferienz eit 
 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger 
stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Aufnahme von Kindern unterschiedlicher Herkunft / Konfessionen 
- Partizipation als konzeptioneller Schwerpunkt (Rechte durch die EU-
Kinderrechtskonvention) 
- Kinder werden für verschiedene Weltanschauungen sensibilisiert und in ihrer interkulturellen 
Kompetenz gefördert 
- Einsatz von multikulturellen / multiprofessionellen Teams 
- Ideen zur Nutzung neuer Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen 
- Pädagogisches Handeln orientiert sich an den Bedürfnissen und Ressourcen der Kinder 
- Gender: Fachkräfte setzen sich mit eigener Haltung und evtl. Vorurteilen zu Geschlechter-
rollen auseinander und regen Kinder an, Neues auszuprobieren, anderes zu wagen; Kinder 
werden unterstützt in der Entwicklung einer eigenständigen Sexualität 
- Fröbelberatungsstelle / Fröbelfon als übergeordnete Soforthilfe immer erreichbar 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Als zentrale Aufgabe: Eine lebensweltbezogene und  ganzheitliche Gesundheitsförderung 
- Das Ernährungskonzept sieht eine ausgewogene, alt ersentsprechende und hochwertige Er-
nährung vor 
- Frischkost durch Einrichtung einer Frischkostküch e, sofern baulich möglich 
- Beteiligung der Kinder, Erleben der Essenskultur,  Erlernen von Essenszubereitung 
- Einrichtung von Ruhezonen zur Förderung der körpe rlichen / seelischen Entspannung und 
Ruhe 
- Bereits Erfahrung in der Zertifizierung von Beweg ungskitas 
- Institutioneller Kinderschutz wird durch Multipli katoren in den Einrichtungen sichergestellt; 
überregionale Angebote durch Fachkräfte 
- Betriebliches Gesundheitsmanagement 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  
Bereits bestehende Vernetzungen: 
- Kindertageseinrichtungen in anderen Stadtteilen und der Geschäftsstelle vor Ort 
 
Geplante Vernetzungen mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit und Gemeinschaft: 
- Kooperationen und Angebote / Projekte im neuen Ox ford-Quartier 
- Kooperation mit Schulen und Kindergärten angestre bt 
- Kooperationen mit verschiedenen Institutionen und  Unternehmen im Stadtteil, z.B. Fachwerk, 
La Vie, freiwillige Feuerwehr, Universitätsklinikum 
- Kooperation mit der Mosaik und Michaelgrundschule , um frühzeitig die Übergänge zu gestal-
ten 
- Offener Zugang auf alle vorhandenen Sozialraumakt eure ist geplant 
- Kooperation mit der Tagespflege, um Übergänge zu gestalten; Erfahrungen durch die Über-
nahme einer Tagespflege mit angestellten Tagespflegepersonen 
- Weiterentwicklung zum Familienzentrum bei Bedarf gewünscht 
- Kooperationen mit anderen Fröbel Einrichtungen in  Münster

3 
 
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaf-
ten vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Bemühen um di e Entwicklung und das Wohlbefinden-
des Kindes 
- Eingewöhnung nach dem Berliner oder Münchener Ein gewöhnungsmodell 
- Strukturierte Elternarbeit findet statt 
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elt ernabende usw. finden statt 
- Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat 
- Gemeinsame Ausflüge und Feste 
- Regelmäßige Elternbefragungen 
- Möglichkeit der Hospitation: Transparenz der päda gogischen Arbeit 
- Regelmäßige Elternbefragungen 
- Einbindung und Beteiligung der Eltern an pädagogi schen Aktivitäten  
- Errichtung einer Lounge, die Eltern zum Austausch  und Verweilen einlädt 
- Fröbel-Beschwerdemanagement 
 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität si-
chernden Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben / Flexibilitä t des personellen Einsatzes durch mehrere 
Einrichtungen in Münster ist gegeben 
- Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mi tarbeitende 
- Konzept zum betrieblichen Gesundheitsmanagement 
- Externe Qualitätsentwicklung durch PädQuis (einem  pädagogischen Qualitäts- und Informa-
tionssystem) 
- Interne Evaluation anhand des Nationalen Kriterie nkataloges (NKK) 
- Durchführung regelmäßiger Qualitätszirkel zu päda gogischen Themen 
- Beratung und Begleitung der Einrichtungen durch F achberatung 
- Zentrales Beschwerdemanagement für Eltern sowie M itarbeitende 
- Kinderschutzkonzept liegt vor 
- Bezahlung der Mitarbeitenden nach eigenem Haustar ifvertrag 
- Betreiber einer Fachschule für Sozialpädagogik 
 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Durchgängige Betreuungszeiten - auch in den Ferie n 
- Synergieeffekte durch mehrere Einrichtungen am St andort Münster  
- Erfahrungen als Träger in der Organisation von Kindertagespflege 
- Frischkostküche in jeder Einrichtung gewünscht 
- Standortspezifische Auswahl der pädagogischen Sch werpunkte

1 
 
 Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung: 
Kindertageseinrichtung am Sonja-Kutner-Weg im Stadtteil Gievenbeck 
 
 
Name und Adresse des Trägers: 
 
KinderHut gGmbH 
Veronikastraße 32 
 
45131 Essen
  
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, 
Leitbild etc.  
- Gründung des Unternehmens in 2008 durch Rena Fisc her-Bremen 
- Unbefristete Anerkennung als freier Träger der Ki nder- und Jugendhilfe 
- Der Träger betreibt bundesweit 16 Kitas 
- Enge Kooperationen mit Unternehmen bzw. Träger vo n Betriebskitas 
- KinderHut steht insbesondere für die Unterstützun g und Förderung von Beruf und Familie und 
flexibler Familienservice-Dienstleister 
- Ausbau der Einrichtungen, Münster als attraktiver  Standort im Zusammenhang mit der Expan-
sion in den Nordosten NRWs 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
2,8 % Trägeranteil 
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 
 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt /  Erfahrungen in der Kindertagesbetreuung 
liegen vor 
- Einrichtungen verstehen sich als aktive Lernorte mit Wohlfühlatmosphäre  
- Individuelle Bedürfnisse der Kinder stehen im Vor dergrund 
- Elemente von Montessori, Emmi Pikler und Marte Me o in der pädagogischen Arbeit kombiniert 
- Situationsorientierter Ansatz nach Krenz 
- Bilingualität nach dem Early-Bird Prinzip 
- Ökologische Bildung mit Schwerpunkt Nachhaltigkei t / bewusster Umgang mit Ressourcen 
- Naturnahe Gestaltung der Außenspielbereiche  
- Schwerpunkt Musik (Rhythmik, Tanz, Einsatz von Mu sikinstrumenten, Gesang - Projekt „Toni 
singt“) 
- Raumausstattung nach Bildungsbereichen (Forscherr aum, Natur & Technik, Künstlerraum 
etc.) – offenes / teiloffenes Konzept 
- Bildungsdokumentationskonzept liegt vor 
 
Flexible Betreuung: 
- Kernzeit: 7.30 Uhr – 18.30 Uhr 
- Tägliche Betreuungszeit von 9 Stunden 
- Ca. 10 Schließtage pro Jahr

2 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger 
stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Inklusionsverständnis ist Basis des pädagogischen  Konzeptes 
- Einsatz von geschultem Personal und Vernetzung mi t Therapeut/-innen und Ärzt/-innen 
- Barrierefreie Gestaltung der Kitas ist vorgesehen  
- Die Grundhaltung beinhaltet das Recht auf Chancen gleichheit 
- Partizipation: Recht auf eigene Entscheidung und Entfaltung wird gefördert 
- Interkulturelle Bildung: Familien aus allen Natio nen und Kulturen in den Einrichtungen sind 
willkommen  
- Sexualpädagogik: Geschlechtlichkeit entdecken ist  wichtiger Bereich der Selbstentfaltung und 
-bestimmung 
- Einsatz von multikulturellen / multiprofessionell en Teams mit verschiedenen Migrationshinter-
gründen 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger 
stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Schwerpunkt: gesunde Ernährung und bedarfsgerecht e Angebote zur Verpflegung  
- Frische und selbstständige Zubereitung in Kochküc he (Frischkostküche, sofern bauliche Um-
setzung möglich) 
- Gesundheitsförderung im Hinblick auf Körperhygien e 
- Bewegungsangebote innerhalb und außerhalb der Kit a  
- Seelische und körperliches Wohlbefinden werden im  Hinblick auf Resilienz vermittelt   
- Kooperation mit Ärzten und Gesundheitsamt zu vers chiedenen Themen 
- Angebote wie z. B. Kinderyoga 
- Gewalt- und Suchtprävention 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  
Geplante Vernetzungen: 
- Zusammenarbeit mit umliegenden Kitas, Grundschule n, Sportvereinen etc. 
- Unterstützung, Beratung und Vernetzung mit der Ki ndertagespflege  
- Teilnahme und Stadtteilarbeitskreisen und Netzwer ken 
- Kooperation mit Ärzten, Logopäden, Therapeuten, so zialpädiatrischen Zentren etc. 
- Ausflüge und Exkursionen im Stadtteil zur Erkundu ng des Sozialraumes 
- Beratung und Unterstützung von Familien hinsichtl ich verschiedener Fragestellungen 
- Mitgestaltung in der Quartiersentwicklung Oxford auch mit dem Schwerpunkt „Vereinbarkeit 
von Familie und Beruf“ 
 
 
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Eingewöhnung nach Berliner Eingewöhnungsmodell 
- Offenheit und Transparenz gegenüber den Eltern 
- „Eltern-Zeit“ während der Betreuung am Nachmittag (z.B. Infoveranstaltungen) 
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elt ernabende usw. finden statt 
- Marte Meo als Instrument in der Elternarbeit (stä rkenorientiert) 
- Strukturierte Elternarbeit findet statt 
- Beschwerdemanagement für Eltern

3 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichern-
de Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, überdurchsch nittlicher Betreuungsschlüssel 
- Bezahlung der Mitarbeiter/-innen in Anlehnung an den TVöD 
- Einsatz von Heilpädagogen in den Einrichtungen 
- Intensiver Einarbeitung und Begleitung neuer Erzi eher/-innen anhand eines Handbuches zur 
pädagogischen Arbeit und Patenbetreuung durch Kolleg/-innen  
- Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mi tarbeitende 
- Eltern- und Mitarbeiterbefragungen 
- Weiterentwicklung des Qualitätsmanagements nach D IN ISO 9001:2015 mit Unterstützung 
von Auditoren/-innen und Berater/-innen in Anlehnung an den nationalen Kriterienkatalog 
- Verwaltung übernimmt die administrativen Aufgaben  
- Zentrale Organisationsstruktur mit hohem Digitali sierungsgrad 
- Kinderschutzkonzept liegt vor 
 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Schwerpunkt Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
- Zusammenarbeit mit Unternehmen 
- Bilingualität nach dem Early-Bird-Prinzip  
- Innovative Ideen (Einbeziehen neuer päd. Ansätze wie z.B. Marte Meo oder naturnahe Au-
ßenflächengestaltung)

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung:  
Kindertageseinrichtung am Sonja-Kutner-Weg im Stadtteil Gievenbeck 
 
 
Name und Adresse des Trägers: 
 
Kleine Riesen Nord gGmbH 
Fabrikstraße 1/1 
 
73732 Esslingen 
 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, 
Leitbild etc.  
- Kleine Riesen Nord gGmbH ist ein Tochterunternehm en der Giant Leap GmbH und Co KG 
- Der Träger gGmbH nahm in 2006 die erste Kindertag eseinrichtung in Betrieb 
- Gemeinnütziger Träger der Kinder- und Jugendhilfe  
- Betreiber von 31 Kindertageseinrichtungen und Kin derkrippen, davon sechs Kindertagesein-
richtungen in Münster 
- Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung li egt vor 
- Motivation: Stärkere und bessere Vernetzung mit w eiterem Ausbau; bis zu zwei weitere Ein-
richtungen Einrichtung in der Nähe der bereits vorhandenen Kitas gewünscht, um Springer-
kräfte tragen zu können 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
7,8% Trägeranteil 
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 
 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt /  Erfahrungen in der Kindertagesbetreuung 
liegen vor 
- Päd. Haltung orientiert sich an der UN-Kinderrech tskonvention 
- Situationsorientier Ansatz  
- Geschlossenes Konzept mit festen Bezugserziehern 
- Pädagogik nach Altersgruppen 
- Sprachförderung im Kitaalltag, bilinguale Ausrich tung möglich 
- Mathematisches und naturwissenschaftliches Denken  
- Kunst- und Musikerziehung 
- Kochen und Ernährung 
- Pädagogische Schwerpunkte werden individuell im K ontext der Sozialraumbedarfe ausgebil-
det (z.B. Sprache, Bewegung, Kreativität) 
- Bildungsdokumentationskonzept liegt vor (quartalsw eise Entwicklungsprofile) 
- Leitgedanke: Größtmögliche Autonomie des Kindes e rlangen 
- Sexualpädagogisches Konzept liegt vor 
- Kinderkonferenzen werden pädagogischer Schwerpunk t in den Einrichtungen 
- Aufbau von Familienzentren gewünscht (Bereichslei tung kümmert sich um den Aufbau FZ)

2 
 
Flexible Betreuung: 
- Flexible Betreuungszeiten können Bedarfe der Elte rn und Bedarfe des jeweiligen Sozialrau-
mes berücksichtigen  
- Regelöffnungszeiten: 07.00-16.00 Uhr 
- Externe Angebote (z.B. Musikförderung) sind koste nfrei 
 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger 
stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Partizipation ist konzeptionell verankert (regelm äßige Kinderkonferenzen) 
- Integration / Inklusion: 
o Interdisziplinäre Vernetzung zwischen Tageseinrich tungen, Eltern und externen Förder-
maßnahmen zu Themen der Inklusion / Integration 
o Interkulturelle, kultursensitive Fachkompetenz im Team / Diversität in der Belegschaft  
o Viele Einrichtungen werden bilingual betrieben 
o Ziel: Kinder sollen bis zur Einschulung deutsches Muttersprachlerniveau erreicht haben  
o Feiern der verschiedenen kulturellen Feste 
- Gender Mainstreaming soll in den Einrichtungen ge lebt und reflektiert werden (angestrebt wird 
ein multiprofessionelles, multikulturelles Team, ein hoher Männeranteil im Team, eine gute Al-
tersmischung im Team, Menschen mit und ohne Behinderung) 
- Geschlechtsspezifische Angebote / Ausstattung der  Gruppenräume orientiert sich an Bedürf-
nissen von Jungen und Mädchen  
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger 
stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Ausgewogene, gesunde Ernährung 
Der Träger bietet Essen vom Zulieferer in Kombination mit frischen Lebensmitteln an (ökolo-
gisch, falls gewünscht in Bio-Qualität, regional) 
- Gemeinsame Essenssituation als schöner und besond erer Moment im Kitaaltag 
- Zusammenarbeit mit einer Oecotrophologin  
- Hygienkonzept liegt vor 
- Frühzeitiges Erlernen von Zahn- und Handwaschhygi ene 
- Neben kitainternen Bewegungsangeboten Nutzung von  Sportangeboten des Stadtteils 
- Maßnahmenkonzept zur Unfallprävention / Erste Hil fe Konzept 
- Erkennen von Gewalt (Notfallmaßnahmenplan) 
- Entsprechende Schulungen für Personal und Eltern 
- Institutionelles Kinderschutzkonzept liegt vor un d orientiert sich am Leitfaden des Trägerkon-
zeptes; wird nach Startphase im Team Standortbezogen entwickelt
 
- geschulte SGB VIII 8a Fachkräfte können zu Rate g ezogen werden 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  
Geplante Vernetzungen: 
- Kita arbeitet mit allen im Stadtteil verfügbaren Ressourcen 
- Enge Kooperation mit der Mosaikschule und Michael schule
 angestrebt 
- Enge Zusammenarbeit mit den nahegelegenen Kitas L ichtblick und St. Michael angestrebt 
- Nutzen der Angebote des TSC Gievenbeck  
- Besuche der Büchereien, der Lukas Kirchengemeinde  sowie der kath. Kirchengemeinde St. 
Michael 
- Nutzen der lokalen Lebensmittelgeschäfte und Bäck ereien 
- Mitwirken in Stadtteilarbeitskreisen 
- Entwicklung zum Familienzentrum gewünscht

3 
 
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Individuelles Eingewöhnungskonzept am Kind orient iert 
- Strukturierte Elternarbeit findet statt 
- Entwicklungsdokumentation nach dem Gabip Programm 
- Elterngespräche (2x jährlich), bei Bedarf Vermitt lung an externe Beratungsstellen, aktuell On-
line Elterngespräche 
- Elternabende 
- Jährliche Elternbefragung (Öffnungszeiten, Zufrie denheit des Kindes, Pädagogische Aktivitä-
ten, Ernährung, Kundenfreundlichkeit, Ausstattung) 
- Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat 
- Beschwerdemanagementkonzept liegt vor 
- Berliner Eingewöhnungsmodell   
 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichern-
den Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben 
- Flexibilität des personellen Einsatzes durch mehr ere Einrichtungen in Münster gegeben 
- Interne und externe Fortbildungsangebote; interne  Fortbildungen zu Schwerpunktthemen der 
Teams 
- 5 päd. Fortbildungstage im Jahr 
- Erste Hilfe Fortbildungen alle 2 Jahre 
- Regelmäßige Reflexionsgespräche / 1x jährlich ein  360 Grad Feedback 
- Hospitationsmöglichkeit in anderen Kleine Riesen Einrichtungen 
- 4x jährliche Leitungskonferenzen (z.Zt. online un d häufiger) 
- Regelmäßige Qualitätszirkel finden statt (einrich tungsintern und einrichtungsübergreifend / 
Moderation durch einen Qualitätsbeauftragten) 
- Fachberatung durch zuständige regionale Leitung o der externe Fachberatung 
- Kleine Riesen Qualitätsmanagementhandbuch / Quali tätssicherung anhand der 6-SIGMA-
DMAIC Methode 
- Unterstützende Beratung in individuellen Lebensla gen 
 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Möglichkeiten der Schwerpunktbildungen entspreche nder sozialräumlicher Bedarfe (z.B. Bilin-
gualität) 
- Erfahrungen in der interkulturellen Arbeit mit bi ldungsfernen Familien

1 
 
 Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung:  
Kindertageseinrichtung am Sonja-Kutner-Weg im Stadtteil Gievenbeck 
 
 
Name und Adresse des Trägers: 
 
Step Kids KiTas gGmbH 
Am Friedrichshain 22 
 
10407 Berlin 
 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, 
Leitbild etc.  
- Step Kids Kitas gGmbH ist ein Tochterunternehmen der Step Kids Education GmbH – ein 
bundesweit tätiger Träger von aktuell 22 Kindertageseinrichtungen in NRW und Brandenburg / 
Berlin 
- Anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe 
- Zusätzliches Angebot von Brückenprojekten: Mobile  Kitas (für Kinder mit Fluchthintergrund) 
- Seit April 2017 gehört Stepke zur AcadeMedia Grup pe 
- Überkonfessioneller und diskriminierungsfreier Tr äger 
- Ausbau der Angebote in NRW 
- Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung li egt vor 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
7,8% Trägeranteil 
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt /  Erfahrungen in der Kindertagesbetreuung 
liegen vor 
- Situationsorientierter und systemischer Ansatz 
- Konzeptausrichtung: Best Practice Ansatz abhängig  vom Sozialraum 
- Konzept nach dem 6-Säulen-Modell: Räume, Ernährun g, Englisch, Natur (Wald- und Wiesen-
tage), Schwimmen, Qualität 
- Bilingualität durch Native Speaker in allen Einri chtungen 
- Alltagsintegrierte Sprachbildung, Kommunikationsk ultur  
- Bildungsdokumentationskonzept liegt vor 
 
Flexible Betreuung: 
- Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der E ltern eingerichtet werden, Einstieg in die 
Modellprojekte ExtraZeit / FlexiZeit vorstellbar 
- Regelöffnungszeiten: 07.00 - 17.00 Uhr  
- Bei Bedarf 11 Stunden Öffnungszeit möglich

2 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger 
stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Individuelle Arbeit mit jedem Kind entsprechend s einer Bedarfe 
- Gleichbehandlung aller Kinder hinsichtlich Integr ation / Inklusion / Migration und Geschlechtsi-
dentität 
- Barrierefreie Kitas 
- Schulung der Mitarbeitenden im Bereich der Quersch nittsaufgaben (z.B. Sprachliche Beglei-
tung aller Handlungen - Sprachförderung im Alltag) 
- Einsatz von multiprofessionellen Teams (Diversitä t) 
- Hoher Stellenwert von Partizipation auch im u3-Be reich (Kinderparlament, Einbezug bei 
Stuhlkreisen) 
- Bereits Erfahrung mit dem Thema Migration: Mobile  Kita im Rahmen der Brückenprojekte für 
Flüchtlingskinder 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger 
stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Einrichtung einer Frischkostküche (sofern baulich e Umsetzung möglich) 
- Ganztägiges freies Angebot von Obst und Gemüse 
- Regelmäßiges Schwimmen, regelmäßige Wald- und Wie sentage 
- Bewegungsangebote innerhalb und außerhalb der Kit a 
- Kräuter- und Gemüsegarten  
- Zahngesundheit (tägliches Zähneputzen, Kooperatio n mit Gesundheitsamt) 
- Entspannung in Form von Ruhephasen und Schaffung von Rückzugsorten durch gezielte 
Ausstattung der Räume 
- Unfallprävention in Kooperation mit der Polizei 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  
Geplante Vernetzungen: 
- Vernetzung im Stadtteil durch Teilnahme an Stadtt eilarbeitskreisen und Integrations- sowie 
Brückenprojekten geplant 
- Niederschwellige Öffnung der Kita durch Kooperati onen im Stadtteil (z.B. Familien-/ Jugend-
zentren, Sporteinrichtungen) 
- Kooperation mit Heilpädagogen, Frühförderung, Kin derpsychologen, Kinderärzten, KSD 
- Kooperation mit anderen Kindertageseinrichtungen und Schulen sowie umliegender Träger-
landschaft und sozialen Institutionen des Stadtteils angestrebt 
- Regelmäßiger Austausch mit den Grundschulen, um d ie Vorschulgruppen an den Bedarfen 
der Schule auszurichten 
- Ausbau zum Familienzentrum gewünscht 
 
 
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Eingewöhnung in Anlehnung an das Berliner Modell 
- Strukturierte Elternarbeit findet statt 
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elt ernabende, Elternstammtische, gemein-
same Aktionen und (interkulturelle) Feste usw. finden statt 
- Transparente Elterninformationen durch TV im Eing angsbereich, Dokumentationen etc. 
- Regelmäßige Feste und Aktionen sollen stattfinden  
- Elternhospitationen möglich 
- Teilnahme an Fachgremien und AGs ist geplant

3 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichern-
de Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, freigestellt e Leitung, drei Vollzeitkräfte pro Gruppe 
- Einarbeitung neuer Leitungskräfte ein halbes Jahr  vor Inbetriebnahme der Kita 
- Jährliche Fachtagungen für alle Fachkräfte 
- Regionalbüro in Wuppertal 
- Ein Qualitätsentwicklungskonzept liegt vor und wi rd vor Ort in den Kitas umgesetzt 
- Regelmäßige Evaluationen durch Eltern- und Mitarb eiterumfragen 
- Kostenfreie Fortbildungsangebote für alle Mitarbe itenden in der Stepke Akademie zu aktuellen 
Themen 
- Personalgewinnung u.a. auch durch finanzielle Zus atzleistungen 
- Bezahlung der Mitarbeitenden in Anlehnung an den TVöD 
- Kinderschutzkonzept liegt vor 
 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Eigene Akademie mit Fortbildungsangeboten für Mit arbeitende und Externe 
- Regelmäßige Angebote, wie Schwimmen und Wald- und  Wiesentage 
- Bilingualität

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung:  
Kindertageseinrichtung am Sonja-Kutner-Weg im Stadtteil Gievenbeck 
 
 
Name und Adresse des Trägers: 
 
Villa Luna gGmbH 
Bilinguale Kindertagesstätten 
Am Flachsbach 19 
 
52223 Stolberg 
 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, 
Leitbild etc.  
- Gründung des Unternehmens in 2005 durch Dr. Jürge n Reul zunächst als privater Träger, nun 
öffentlicher Träger 
- Erste Kitaeröffnungen in Düsseldorf und Aachen 
- Seit 2016 unbefristete Anerkennung als freier Trä ger der Kinder- und Jugendhilfe 
- In vier Bundesländern mit acht Einrichtungen vert reten (davon fünf in NRW) mit insgesamt 
250 Mitarbeitende; weitere Standorte: Berlin, Hannover und Hamburg 
- Mitglied der Klett-Gruppe als Teilhaber der Kinde rtageseinrichtungen 
- Der Träger möchte wachsen; Münster wäre ein stark er Standort und als Wissenschaftsstadt 
interessant und mit dem Konzept von Villa Luna kompatibel – es könnten Synergien zu Düs-
seldorf genutzt werden 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
7,8 % Trägeranteil 
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 
 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt /  Erfahrungen in der Kindertagesbetreuung 
liegen vor. 
- Individuelle Bedürfnisse der Kinder stehen im Vor dergrund 
- Feste Gruppenzugehörigkeit für Kinder, teiloffene  Arbeit z.B. bei Projekten 
- Alltagsintegrierte Sprachbildung 
- Bilinguale Spracherziehung durch die Immersionsme thode 
- Unterschiedliche pädagogische Ansätze: Montessori , situationsorientiert und konstruktiver 
Ansatz, projektbezogenes Arbeiten 
- Konzeptionelle Schwerpunkte des Trägers sind aufg eteilt in Bildungsbereiche  
- MINT – Angebote / „Haus der kleinen Forscher“ 
- Medienkompetenz als ein Schwerpunkt 
- Bildungsdokumentationskonzept liegt vor 
- Offen gegenüber der Zertifizierung zum Familienze ntrum / Beratungsangebote, insbes. für 
Familien mit Migrationshintergrund

2 
 
- Raumkonzept 
o u3-Bereich: Gruppenräume größtenteils Tisch- und S tuhlfrei zur Entwicklung motorischer 
Fähigkeiten 
o funktionale Ausstattung der Räume, an Bedürfnissen  der Kinder orientiert 
 
Flexible Betreuung: 
- Kernzeit: 08.00 – 16.00 Uhr 
- Erweiterung: 07.00 – 18.00 Uhr möglich 
- Angebot flexibler Öffnungszeiten 
- Keine festen Bring- und Abholzeiten  
- Schließzeiten zwei Wochen in den Sommerferien, so wie 3 Konzeptionstage / bis zu 3 Brü-
ckentage und Schließung zwischen Weihnachten und Neujahr 
 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger 
stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Förderung von Inklusion und Integration (Inklusio nshelfer, Angebot einer Motopädie-
Fortbildung, Sprachförderkräfte) 
- Einsatz von multiprofessionellen Teams 
- Umsetzung einer genderneutralen Pädagogik 
- Alltag ist durch Partizipation und Toleranz geprä gt 
- Beschwerdemanagement auch für Kinder 
- Ausgeprägte Willkommenskultur für Familien und Mi tarbeitende 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger 
stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Bewegungsangebote innerhalb und außerhalb der Kit a (Ausflüge, Spaziergänge, Wald- und 
Wiesentage, Sportfeste etc.) 
- Sofern möglich: Essenszubereitung in einer Frisch kostküche durch einen Koch / eine Köchin 
- Ernährungskonzept liegt vor 
- Acker-Kita: Gemüse pflanzen & ernten/ Begleitung durch Ökotrophologen 
- Projektangebote „Umgang und Zubereitung von Leben smitteln“ 
- Schwerpunkt: Nachhaltigkeit 
- Kooperation mit (Zahn-)Ärzten und dem Gesundheits amt 
- Kinderschutzkonzept / institutionelle Hinterlegun g wurde implementiert / Selbstverpflichtungs-
vereinbarung / Kinderschutzfachkraft  
- Beschwerdeverfahren für Eltern und Kinder 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  
Geplante Vernetzungen: 
- Ausflüge und Exkursionen im Stadtteil zur Erkundu ng des Sozialraumes 
(Büchereien, Alten-
heime – Wünschebaum: Bewohnern werden kleine Wünsche erfüllt) 
- Zusammenarbeit mit umliegenden Kitas, Grundschule n, Sportvereinen etc. 
- Übergang Kita / Schule wird eng begleitet 
- Kooperation mit Ärzten, Logopäden, Therapeuten, s ozialpädiatrische Zentren etc. 
- Verkehrserziehung mit der Polizei 
- Beratung und Unterstützung von Familien hinsichtl ich verschiedener Fragestellungen 
- Schwerpunkt: Interkulturelle Vielfalt in den Kita -Alltag und im Sozialraum integrieren

3 
 
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Individuelles Eingewöhnungskonzept nach dem Berli ner Modell 
- Familienergänzend 
- Strukturierte Elternarbeit 
- Jährliche Elternbefragungen; Feedback ist jederze it möglich 
- Entwicklungsgespräche (u3 2 x jährlich, ü3 1 x jä hrlich und nach Bedarf) 
- Informationsgespräche, Tür- und Angelgespräche, i ndividuell gestaltete Elternabende und 
Elternaktionen, Elterncafé, Hospitationen etc.) 
- Organisation von Festen und Feiern 
- Wöchentliche Rückblicke: Was wurde gemacht 
 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichern-
den Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, überdurchsch nittlicher Betreuungsschlüssel mit 3-4 
Fachkräften 
- Schwerpunkt: Qualitätssicherung/ Qualitätsentwick lung (verstehen sich als lernende Organisa-
tion) 
- Freigestellte Einrichtungsleitungen 
- Fachberatung im Rahmen Pädagogik und Qualitätsent wicklung (wöchentliches Telefon Jour 
Fixe mit Kitaleitungen; alle 6 Wochen ein Jour Fixe vor Ort, alle 3 Monate Jour Fixe mit Teil-
nahme des „Human Resources“ HR (Personal Themen)) 
- Regelmäßige Arbeitskreise und Fortbildungen für M itarbeitende 
- Feedback-Bogen für Eltern und Mitarbeitende 
- Regelmäßige Leitungstreffen 
- Clustermeetings 
- Ausbildung von Erziehern im Anerkennungsjahr 
- Kinderschutzkonzept liegt vor 
- Übertarifliche Urlaubstage – hierdurch Steigerung  der Attraktivität als Arbeitgeber in Zeiten 
des Fachkräftemangels. 
- Die Bezahlung der Mitarbeitenden ist angelehnt an  den TVöD  
 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Ausbau der Kindertagesbetreuung wird angestrebt 
- Flexible Öffnungszeiten (Frühdienst bei Bedarf ab  7:00 Uhr / Late Care bei Bedarf bis 18:00 
Uhr) 
- Bilinguale Spracherziehung (bei Bedarf) 
- Schwerpunkt: Qualität

Beschlussvorlage

20162 Zeichen

V/1043/2020 
V/1043/2020 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Trägervergabe für die Kindertageseinrichtung am Sonja-Kutner-Weg (Oxford-Quartier) im Stadtteil 
Gievenbeck, Bezirk West 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   28.01.2021 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung 
   04.02.2021 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 
   10.02.2021 Hauptausschuss Vorberatung 
   10.02.2021 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaft für die fünfgruppige Kindertageseinrichtung 
am Sonja-Kutner-Weg im Stadtteil Gievenbeck dem Kinder- und Jugendhilfeträger educcare Bil-
dungskindertagesstätten gGmbH (siehe Begründung zu Ziffer 3).  
 
Der voraussichtliche Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung ist im August 2024 geplant. 
 
2. Zur Regelung der gegenseitigen Rechte und Pflichten werden folgende vertragliche Vereinbarun-
gen entsprechend getroffen:  
 
2.1. Für die Kindertageseinrichtung werden vertragliche Regelungen zur Trägerschaft (Leistungs-
vereinbarung) zwischen dem Träger educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH und der Stadt 
Münster getroffen. Es wird ein Trägeranteil von 5,3% vereinbart. 
 
2.2 Mietvertragliche Regelungen werden zwischen der Stadt Münster (Vermieter) und dem Träger 
educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH getroffen. 
 
 
 
 
 
 
 
 
Amt für Kinder, Jugendliche 
und Familien 
 
07.01.2021 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in: 
Frau Gerick, Frau Fritzen 
Telefon: 492-5528, -5134 
Gerick@stadt-muenster.de 
Fritzen@stadt-muenster.de

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V/1043/2020 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Auswirkungen auf Transferaufwendungen im Teilergebnisplan (hier: städtischer Anteil an den Be-
triebskostenzuschüssen) 
 
Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung am Sonja-Kutner-Weg betragen auf der Grundlage 
der unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen 
 für August bis Dezember 2024 = 532.900 € 
 für 2025 ff. = 1.286.800 €  
Die Kosten teilen sich wie folgt auf Land, Stadt und Träger auf: 
 
Träger 
Betriebskostenzuschuss  Trägeranteil 
Städt. An-
teil BKZ 
gesamt Gesamt Land Stadt 
Gesamt, ge-
setzlicher 
Trägeranteil 
Angebot 
Stadt 
(Erforderlicher 
Zuschuss) 
  1 2 3 4 5 6 7 
educcare 92,2% 40,0% 52,2% 7,8% 5,3% 2,5% 54,7% 
 
 
Aug. - Dez. 2024 2025 ff 
Träger 
Trägeranteil 
Städtischer  
Trägeranteil 
Städtischer  
Anteil  Anteil BKZ 
Angebot 
Stadt. (erfor-
derlicher 
Zuschuss) 
gesamt Angebot 
Stadt. er-
forderlicher 
Zuschuss 
gesamt 
  5 6 7 5 6 7 
educcare  28.243,70 €  13.322,50 € 291.496,30 €      68.200,40 €  32.170,00 €   703.879,60 €  
 
III. Finanzierung/Mittelbereitstellung 
 
Die Betriebskostenzuschüsse (Transferaufwendungen) wurden bereits mit dem Errichtungs beschluss 
V/1187/2019 und V/1187/2019/1 dargestellt und sind im Haushaltsplanentwurf 2021 veranschlagt. 
 
 
Begründung: 
 
1. Ausgangslage 
 
Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung dieser Kindertageseinrichtung mit den 
Vorlagen V/1187/2019 und V/1187/2019/1 beschlossen: 
 
Die Kindertageseinrichtung in Gievenbeck beginnt zunächst mit folgenden Gruppen:  

 2 Gruppen für Kinder im Alter von 2-6 Jahren (G1) 
 2 Gruppen für Kinder im Alter von 0-3 Jahren (G2) 
 1 Gruppe für Kinder im Alter von 3-6 Jahren (G3) 
 
Und umfasst insgesamt 80-85 Plätze, davon 32 u3-Plätze und 48-53 ü3-Plätze. 
 
Die jeweilige Gruppenstruktur wird auf der Grundlage der jährlich zu vereinbarenden Rahmenstruk-
turen bedarfsgerecht weiterentwickelt.

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V/1043/2020 
Neben dem Angebot einer wöchentlichen Betreuung von 45 Stunden werden ebenfalls  elterliche 
Bedarfe nach einer wöchentlichen Betreuung von 25 Stunden und 35 Stunden mit Übermittagsbe-
treuung (Blocköffnungszeit) flexibel angeboten. 
 
Im Rahmen des oben genannten Errichtungsbeschlusses hat der Rat der Stadt Münster beschlossen, 
die Trägerschaft für diese Einrichtung an einen geeigneten freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe 
zu vergeben. 
 
Mit der Trägerausschreibung wurden die Bewerber darauf hingewiesen, dass abhängig von den Be-
darfen der Eltern und in Absprache mit dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien, Angebote der 
flexiblen Öffnungszeiten gem. § 48 KiBiz NW entwickelt werden sollen.  
 
2. Verbindliche Bewerbung freier Träger zur Übernahme der Trägerschaft 
 
Die Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster sowie die in der Arbeitsgemeinschaft gem.  
§ 78 SGB VIII (AG 5 – Kindertagesbetreuung) tätigen Träger wurden am 31.08.2020 über die Pla-
nungen der Stadt Münster zum Neubau dieser Einrichtung und über das Ausschreibungsverfahren für 
die Betriebsträgerschaft informiert und gebeten, bis zum 30.09.2020 ihr Interesse an einer Übernah-
me der Trägerschaft mitzuteilen. Gleichzeitig erfolgte diesbezüglich eine Pressemitteilung am 
31.08.2020 und eine Veröffentlichung der Ausschreibung auf der Internetseite des Amtes für Kinder, 
Jugendliche und Familien. Die Träger, die ihr Interesse bekundet haben, legten zwischen dem 02.11. 
und 20.11.2020 ihre Konzepte und trägerschaftlichen Vorstellungen entsprechend der in Kapitel 3 
genannten Kriterien dar. Die Gespräche fanden aufgrund der Corona-Pandemie als Videokonferen-
zen statt. 
Die Frist zur Abgabe einer daran anschließenden, verbindlichen Bewerbung war der 01.12.2020. 
 
Folgende Träger haben anschließend eine verbindliche Bewerbung abgegeben (in alphabetischer 
Reihenfolge): 
 
 educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH (educcare), Alter Markt 36-42, 50667 Köln 
 
 FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH (Fröbel), Komödienstraße 18-24, 50667 Köln 
 
 KinderHut gGmbH (KinderHut), Veronikastraße 32, 45131 Essen 
 
 Kleine Riesen Nord gGmbH (Kleine Riesen Nord), Fabrikstraße 1/1, 73728 Esslingen 
 
 Step Kids KiTas gGmbH (Step Kids), Am Friedrichshain 22, 10407 Berlin 
 
 Villa Luna gGmbH (Villa Luna), Am Flachsbach 19, 52223 Stolberg

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V/1043/2020 
3. Trägerauswahl 
 
3.1. Kriterien für den Entscheidungsvorschlag  
 
Die Verwaltung hat mit allen Bewerbern umfangreiche Trägergespräche anhand des in der Vorlage 
V/0089/2018 beschriebenen Gesprächsleitfadens geführt und die folgenden, in der Vorlage beschrie-
benen Auswahlkriterien zur Bewertung der Gespräche/Konzepte herangezogen: 
 
- Wirtschaftlichkeit 
- Fachlichkeit/Pädagogik 
o Rahmenkonzept 
o Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik 
o Gesundheitsförderung 
o Sozialraumorientierung und Kooperationspartner 
o Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
o Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen 
- Besondere Merkmale des Trägers 
 
Die Zusammenfassung der Gesprächsdokumentation sowie die Informationen aus den ausführlichen 
Gesamtkonzeptionen der Träger sind dem im Anhang beigefügten Auswertungsformular zu entneh-
men. 
  
3.2. Analyse der Wirtschaftlichkeit  
 
Im Rahmen dieser Analyse werden jeweils die jährlichen Kosten für den durchgängigen Betrieb einer 
Kindertageseinrichtung dargestellt. Die anteiligen Betriebskosten ab Inbetriebnahme der Einrichtun-
gen werden unter „II. Finanzielle Auswirkungen“ aufgeführt.  
 
Trägeranteile 
 
Bezüglich des gesetzlichen Trägeranteils gibt es für die Trägerschaft folgende Angebote: 
Die Angebote der Träger zum Eigenanteil des Trägers an den Betriebskosten sind der folgenden Ta-
belle zu entnehmen. Zur Bewertung der Angebote ist dort zusätzlich der prozentuale Anteil für den 
gesamten städtischen Zuschuss dargestellt (= Gesetzlicher Förderanteil am Betriebskostenzuschuss 
+ freiwilliger städtischer Zuschussanteil am Eigenanteil des Trägers).  
 
a) Vergleichstabelle: Prozentuale Aufteilung der Betriebskosten 
Träger 
Betriebskostenzuschuss  Trägeranteil 
Städt. An-
teil BKZ 
gesamt Gesamt Land Stadt 
Gesamt, 
gesetzlicher 
Trägeranteil 
Angebot 
Stadt 
(erforderlicher 
Zuschuss) 
  1 2 3 4 5 6 7 
educcare 
92,2% 40,0% 52,2% 7,8% 
5,3% 2,5% 54,7% 
Fröbel  7,8% 0,0% 52,2% 
KinderHut 3,8% 4,0% 56,2% 
Kleine Riesen 
Nord gGmbH 7,8% 0,0% 52,2% 
Step Kids 7,8% 0,0% 52,2% 
Villa Luna 7,8% 0,0% 52,2% 
 
Die jährlichen Betriebskosten für die Kindertageseinri chtung am Sonja -Kutner-Weg betragen ab 
2025 ff. 1.286.800 € und teilen sich dementsprechend wie folgt auf:

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V/1043/2020 
b) Vergleichstabelle: Beträge Trägeranteil/Freiwilliger städt. Zuschuss/Städtischer Gesamtanteil BKZ  
  Jährliche Kosten ab 2024 ff 
Träger 
Trägeranteil 
Städtischer  
Anteil BKZ 
Angebot Stadt. (FWZ) gesamt 
% € % € % € 
  5 6 7 
educcare 5,3%      68.200,40 €  2,5% 32.170,00 € 54,7%   703.879,60 €  
Fröbel  7,8% 100.370,40 €  0,0% 0,00 € 52,2%   671.709,60 €  
KinderHut 3,8%      48.898,40 €  4,0% 51.472,00 € 56,2%   723.181,60 €  
Kleine Riesen 
Nord gGmbH 7,8%   100.370,40 €  0,0% 0,00 € 52,2%   671.709,60 €  
Step Kids 7,8%   100.370,40 €  0,0% 0,00 € 52,2%   671.709,60 €  
Villa Luna 7,8%   100.370,40 €  0,0% 0,00 € 52,2%   671.709,60 €  
 
Die Träger Fröbel, Kleine Riesen Nord, Step Kids und Villa Luna bieten den vollen Trägeranteil von 
7,8% für den Betrieb der Kindertageseinrichtung an. 
Die Träger educcare und KinderHut bieten einen geringeren Trägeranteil an, sodass ein freiwilliger 
städtischer Zuschuss notwendig wird. 
 
3.3. Analyse der Fachlichkeit/Pädagogik 
 
Anhand der in der Vorlage V/0089/2018 beschriebenen Auswahlkriterien zum Thema der Fachlich-
keit/Pädagogik wurden die Konzepte und Bewerbungsgespräche der interessierten Träger ausgewer-
tet (siehe hierzu auch die ausführlichen Auswertungsformulare im Anhang dieser Vorlage).  
Alle Bewerber bestätigten, dass eine Bezahlung in Anlehnung an den Tarifvertrag für den öffentlichen 
Dienst (TVÖD) getätigt wird. 
 
Der Träger: 
 educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH  
Die educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH ist ein in Münster ansässiger Träger. Zurzeit be-
treibt educcare drei Kindertageseinrichtungen. Die Betriebskita Lacki Kids (BASF) in Hiltrup seit 2013, 
die Kita Waldbach in Wolbeck seit 2019 und seit November 2020 die Kita Blatt-Werk am Hedwig-
Feibes-Weg in Mecklenbeck. Bundesweit ist educcare Betreiber von aktuell 40 Kindertageseinrich-
tungen und als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. 
Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung 
darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren das Angebot einer bilingualen Spracherzie-
hung mit der Perspekive in Kooperation mit sozialraumansässigen Schulen ein bilinguales Unter-
richtsmodell einzuführen. Weitere konzeptionelle Schwerpunkte stellen die Bewegungsförderung, die 
Naturwissenschaften und die Durchführung von Natur- und Umweltprojekten dar. Der Träger benann-
te darüber hinaus einen aktiven Beitrag für eine Vernetzung im Stadtteil in Form quartiersbezogener 
Angebote, insbesondere für hinzuziehende Familien zu leisten. Educcare bietet flexible Öffnungszei-
ten nach den Bedarfen der Eltern an und verweist auf ein trägerinternes Maßnahmekonzept zur Per-
sonalgewinnung und -bindung. Darüber hinaus ergeben sich gesamtstädtisch durch den Ausbau wei-
terer Standorte Synergien zu den bereits bestehenden Einrichtungen in Hiltrup, Wolbeck und Meck-
lenbeck. 
 
Der Träger: 
 FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH 
Der Träger Fröbel betreibt in Münster zwei Einrichtun gen: seit 2019 am  Emmy-Herzog-Platz in 
Rumphorst und seit 2020 die Kita Landsberger in Amelsbüren. In 2021 werden die Kita Zentrum Nord 
und in 2023 die Kita Sonnenstraße sowie die Kita Ermlandweg in Kinderhaus in Betrie b gehen. Der 
Träger betreibt aktuell bundesweit 197 Kindertageseinrichtungen und ist als freier Träger der Jugend-

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V/1043/2020 
hilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogi-
schen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren für diesen Sta ndort den 
konzeptionellen Schwerpunkt Nachhaltigkeit mit der Idee der Zertifizierung zur „nachhaltigen und fai-
ren Kita NRW“. Das Thema Nachhaltigkeit könnte auch in der baulichen Umsetzung Anwendung fin-
den. Zudem ergeben sich durch den Ausbau eines weiteren Standortes in Münster Synergieeffekte zu 
den entstehenden und bereits vorhandenen FRÖBEL Einrichtungen. 
 
Der Träger: 
 KinderHut gGmbH 
Der Träger ist bislang nicht als Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster tätig. KinderHut mit 
Sitz in Essen ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt und betreibt bundesweit 16 
Kitas. Er hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung 
darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren seine Schwerpunkte in den Bereichen Ge-
sundheit, Bewegung und Bilingualität. Der Träger plant darüber hinaus eine konkrete Zusammenar-
beit mit den im Sozialraum ansässigen Kitas, Schulen, Sportvereinen und stellte seine Erfahrung mit 
Kindertages-pflegestellen vor. Zudem bietet der Träger flexible und bedarfsgerechte Öffnungszeiten 
zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf an. 
 
Der Träger: 
 Kleine Riesen Nord gGmbH  
Der Träger betreibt bereits sechs Kitas in Münster (Willingrott, Hermannschule, Pavillon Albachten -
Ost, Meyerbeerstraße in Angelmodde, Pavillon Beckstraße sowie die jeweiligen Folgeeinrichtungen in 
Albachten und in der Aaseestadt). Der Träger betreibt aktuell bundesweit 31 Kindertageseinrichtun-
gen und ist als freier Träger der Kinder - und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Ko nzepte vorge-
legt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte 
im Bewerbungsverfahren das Thema Migration als einen grundsätzlichen Bestandteil der pädagogi-
schen Aufgabenstellung in der Kindertageseinrichtung. Der Träger plant darüber hinaus eine konkrete 
Zusammenarbeit mit den im Sozialraum ansässigen Kitas, Schulen und Sportvereinen und stellte 
seine Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Kindertagespflegestellen vor.  
 
Der Träger: 
 Step Kids KiTas gGmbH 
Der Träger ist bislang nicht als Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster tätig. Der Träger be-
treibt aktuell bundesweit 22 Kindertageseinrichtungen und ist als freier Träger der Kinder- und Ju-
gendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der päda-
gogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren zudem Schwerpunk-
te im Bereich der Gesundheit und regelmäßiger Bewegungsangebote wie Schwimmen und Wald- und 
Wiesentage. Darüber hinaus wird auch eine bilinguale Spracherziehung in den Einrichtungen angebo-
ten. 
 
Der Träger: 
 Villa Luna gGmbH 
Villa Luna ist bislang nicht als Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster tätig. Der Träger ist in 
Düsseldorf ansässig und betreibt aktuell acht Kindertageseinrichtungen in vier Bundesländern, davon 
fünf in NRW. Der Träger ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. Er hat Konzepte 
vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger be-
nannte im Bewerbungsverfahren zudem Schwerpunkte in den Bereichen Bilingualität und Interkultura-
lität, Bewegung sowie Naturwissenschaften. Zudem bietet der Träger flexible und bedarfsgerechte 
Öffnungszeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf an. 
 
4. Gesamtbewertung / Fazit 
 
Die Verwaltung schlägt abschließend vor, dem Träger educcare Bildungskindertagesstätten 
gGmbH die Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung am Sonja-Kutner-Weg in Gievenbeck zu 
übertragen. Der Träger hat ein umfassendes pädagogisches Konzept vorgelegt , verfügt über bun-
desweite Erfahrungen im Bereich der Kindertagesbetreuung und kann durch diese Übertragung der

- 7 - 
V/1043/2020 
Trägerschaft zukünftig in Münster an insgesamt vier Standorten aktiv in der Kindertagesbetreuung 
arbeiten.  
 
Educcare bietet einen Trägeranteil vo n 5,3%, während die Träger FRÖBEL Bildung und Erziehung 
GmbH als auch die Träger Kleine Riesen Nord gGmbH, Step Kids KiTas gGmbH und Villa Luna 
gGmbH den vollen Trägeranteil bieten. Der Träger KinderHut bietet einen Trägeranteil von 3,8%. 
Die eingereichten Konzepte und Zusatzinformationen in den Bewerbungsgesprächen des Trägers 
educcare sowie der anderen fünf Träger erfüllten in allen Punkten im Bereich der Fachlich-
keit/Pädagogik die Anforderungen. 
 
Dennoch empfiehlt die Verwaltung die Trägerschaft für die o.g. Kindertageseinrichtung in diesem Ver-
fahren an den Träger educcare aus folgenden Gründen zu übertragen: 
 
- Educcare plant die Entwicklung des Oxford-Quartiers aktiv mitzugestalten und dort Angebote 
und Projekte zu schaffen, die hinzuziehenden Familien das Ankommen in der neuen Umge-
bung erleichtern. Nicht zuletzt sollen diese Angebote die Zielsetzung der „bunten“, lebendigen 
Quartiersentwicklung mit sozial kultureller Durchmischung unterstützen. 
- Educcare hat Interesse, die Leistungen im Bezirk West weiter auszubauen und entsprechende 
Synergien zu nutzen. 
- Educcare möchte den Schwerpunkt der Bilingualität auch im Bezirk West etablieren und die-
ses in Kooperation mit den dort ansässigen Schulen und der dort in Planung befindlichen 
Grundschule fortentwickeln. In der praktischen Umsetzung dieses Konzeptes kann der Träger 
auf Erfahrungswerte seiner Arbeit im Stuttgarter Raum zurückgreifen. Hier wird dieses Modell 
in Kooperation mit Educcare und zwei öffentlichen Schulen bereits erfolgreich praktiziert. 
- Educcare zeichnet sich durch sein detailliertes Konzept der Personalgewinnung und Perso-
nalbindung aus und schafft damit einen Garant für stabile, zuverlässige Bildung und Erziehung 
in den Kitas. Educcare verfügt seit 2012 über die Auszeichnung Bester Arbeitgeber Deutsch-
land / Wettbewerb Great Place to Work. 
 
Die für diesen Standort geplanten Angebote und die vorhandenen Erfahrungen des Trägers in den 
genannten Schwerpunktbereichen stellen somit ein Alleinstellungsmerkmal des Trägers educcare 
dar.  
 
Im Verfahren wurde beachtet, dass die Träger Fröbel, Kleine Riesen Nord, Step Kids und Villa Luna 
den vollen Trägeranteil bieten. 
 
Aufgrund der oben beschriebenen Gründe wird die Übernahme der Trägerschaft an den Träger educ-
care von der Verwaltung vorgeschlagen. Mit einer weiteren Einrichtung in Münster wird der Träger in 
die Lage versetzt, Synergien zu nutzen (Vertretungspool) und die Qualitätssicherung seiner Standorte 
(Fachberatung) stärker zu etablieren. 
 
Mit diesem Beschluss wird rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrich tung ein Träger gefunden, so 
dass weitere Detailplanungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden können. 
Das Verfahren zeigt weiterhin das Interesse freier Träger an einer Trägerschaft von Kitas in dieser 
Stadt. Gleichzeitig zeigt das V erfahren auch, dass erneut neue Träger mit einem hohen Trägeranteil 
bereit sind, sich zu engagieren. 
Das gesamte Auswahlverfahren belegt zudem , dass alle Träger, die sich abschließend für eine Trä-
gerschaft verbindlich beworben haben, den fachlichen Anforderungen entsprechen. 
 
Der Verwaltungsvorschlag hatte die Aufgabe, aus  sechs Bewerbern unter der gleichgewichteten 
Würdigung der Fachlichkeit / Pädagogik und der Wirtschaftlichkeit einen Vorschlag darzustellen. Das 
in der Vorlage V/ 0089/2018 beschriebene Verfahren zur Trägerauswahl liegt der Bewertung der Be-
werber zu Grunde.

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V/1043/2020 
I.V. 
 
Gez. 
 
Thomas Paal 
Stadtdirektor 
 
 
 
Anlagen:  
 
1. Anlage A 
 
2. Auswertungsformulare aller Träger 
 
3. Bewerbungsunterlagen: educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH, Alter Markt 36-42, 
50667 Köln 
 
4. Bewerbungsunterlagen: FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH, Komödienstraße 18-24, 
50667 Köln 
 
5. Bewerbungsunterlagen: KinderHut gGmbH, Viktoriastraße 32, 45131 Essen 
 
6. Bewerbungsunterlagen: Kleine Riesen Nord gGmbH, Fabrikstraße 1/1, 73728 Esslingen 
 
7. Bewerbungsunterlagen: Step Kids KiTas gGmbH, Am Friedrichshain 22, 10407 Berlin 
 
8. Bewerbungsunterlagen: Villa Luna gGmbH, Am Flachsbach 19, 52223 Stolberg 
 
Hinweis: 
Die umfangreichen Bewerbungsunterlagen der einzelnen Träger (Anlagen 3 bis 8: Anschreiben und 
Konzepte) stehen ausschließlich als pdf-Dateien im Ratsinformationssystem der Stadt Münster als 
Download unter der Vorlagennummer V/1043/2020 zur Verfügung.  
Link: https://www.stadt-muenster.de/sessionnet/sessionnetbi/info.php

Anlage_4.2_Fröbel_Konzept_Sonja Kutner Weg

64894 Zeichen

Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft 
für eine fünfgruppige Kindertagesstätte im Sonja-
Kuthner-Weg im Stadtteil Gievenbeck in Münster      
Zeichen: 51.10.0114 / 51.10.0112 
Ausschreibungsnummer 02/20 
 
 
 
 
 
 
 
16.11.2020 
FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH 
Region Westfalen-Lippe-Ruhr 
Lippstädter Straße 46 
48155 Münster 
Internet: www.froebel-gruppe.de 
 
Ihre Ansprechpartner bei FRÖBEL sind: 
Oliver Just, Leiter Projektentwicklung und Vertrieb Region West 
Komödienstraße 18-24 
50667 Köln 
Telefon 0221 29 99 42 71 
just@froebel-gruppe.de 
 
Normann Stricker, Geschäftsleiter Region Westfalen-Lippe-Ruhr 
Lippstädter Straße 46 
48155 Münster 
Telefon 0251 71 84 960 
normann.stricker@froebel-gruppe.de

www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Übernahme der Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte Im Sonja-Kuthner-Weg in Münster 
 
2 
 
2 
Der FRÖBEL e.V. betreibt über die Tochtergesellschaft FRÖBEL Bildung und Erziehung ge-
meinnützige GmbH mittlerweile rund 190 Einrichtungen in zehn Bundesländern. In einem 
stetigen Prozess entwickelt FRÖBEL innovative Wege, um Kindern und ihren Familien das 
beste Angebot für Bildung, Erziehung und Betreuung zu bieten. Im Mittelpunkt all unseres 
Handelns stehen dabei das Wohl des Kindes und die optimale Förderung seiner Entwick-
lung. Zugleich sind die Unterstützung von Familien und die Vereinbarkeit von Familie und 
Beruf wesentliche Ziele.  Unseren Ansatz, qualitativ hochwertige Bildungseinrichtungen 
für Kinder anzubieten, setzen wir bisher in 72 Kindergärten in NRW um. Von diesen 72 
Einrichtungen sind neunzehn als Familienzentren zertifiziert. 
Gern möchten wir unser Angebot durch die Übernahme der Trägerschafft  der neuen 
Kindertagesstätte am Grevener Straße im Stadtteil Kinderhaus in Münster erweitern. Von 
besonderer Attraktivität für die Stadt Münster dürfte dabei unsere langjährige Erfahrung 
in der Betreuung von Kindern, unsere an die Bedür fnisse der Familien flexibel anzupas-
sende Öffnungszeiten sowie unsere durchgängige Betreuung auch in der Ferienzeit sein.  
Für den Start einer neuen Einrichtung in Münster steht ein Expertenteam aus unserem 
pädagogischen, planerischen und kaufmännischen Be reich zur Verfügung. Sie über-
nehmen vor Ort die Aufgaben, die im Zusammenhang mit den Vorbereitungen zur In-
betriebnahme anfallen. Unterstützt von den Bereichen Kommunikation und Marketing 
sowie der Rechtsabteilung in der Hauptgeschäftsstelle in Berlin werd en die Personalak-
quise und der Abschluss von Arbeitsverträgen vorbereitet. Für die Aufnahme der Kinder 
stehen rechtzeitig Betreuungsverträge und sämtliche Mittel für die Elternkommunikation 
zur Verfügung. Um die besonders herausfordernde Anfangszeit beim A ufbau einer Kin-
dertageseinrichtung reibungslos zu gestalten, setzt FRÖBEL ferner auf die professionelle 
Begleitung durch die interne Fachberatung. Die Teams erhalten außerdem die Möglich-
keit und Unterstützung, eine gemeinsame inhaltliche Orientierung auf G rundlage der 
FRÖBEL-Rahmenkonzeption (siehe Beilage FRÖBEL -Rahmenkonzeption), des FRÖBEL -
Leitbilds (siehe Beilage FRÖBEL-Leitbild) und der FRÖBEL-Standards zu erarbeiten. Zur Un-
terstützung in fachlichen Fragen und Verwaltungsabläufen steht der Leitung und dem 
Team ein inhaltlich vielfältig aufgestelltes Beraterteam zur Verfügung. Dabei kann so-
wohl auf regionale Unterstützung aus dem Büro in Münster  als auch auf Unterstützung 
aus der Hauptgeschäftsstelle in Berlin zurückgegriffen werden. 
In der folgenden Bewerbung finden Sie eine Vorstellung von FRÖBEL als Träger und In-
formationen zu unserem pädagogischen Konzept, im Anhang eine Angabe zum Finan-
zierungsrahmen, einen Ausschnitt aus dem FRÖBEL -Haustarifvertrag und eine Referenz-
liste sowie als Beilage unsere FRÖBEL-Rahmenkonzeption (Anlage 1), das FRÖBEL-Leitbild 
(Anlage 2) und unser Leporello „FRÖBEL als Arbeitgeber“ mit einem Überblick der be-
sonderen Leistungen für Mitarbeiter*innen (Anlage 3). Für Rückfragen stehen wir jeder-
zeit zur Verfügung und freuen uns auf Ihre Rückmeldung.

www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Übernahme der Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte Im Sonja-Kuthner-Weg in Münster 
 
3 
 
3 
Inhalt 
1 Trägerhintergrund ................................................................................................................ 4 
1.1 Organisation und Struktur ............................................................................................ 4 
1.2 FRÖBEL als Träger .......................................................................................................... 4 
1.3 Trägerkonzeption ........................................................................................................... 4 
2 Fachlichkeit .......................................................................................................................... 6 
2.1 Rahmenkonzept, Zielgruppen, Ziele der Entwicklung ............................................. 6 
2.1.1 Bezug zu Friedrich Fröbel........................................................................... 6 
2.1.2 Was Bildung für uns ist ................................................................................ 6 
2.1.3 Umsetzung des nordrhein-westfälischen Bildungsprogramms ........... 7 
2.1.4 Partizipation ................................................................................................. 8 
2.1.5 Beobachtung und Dokumentation ........................................................ 8 
2.1.6 Alltagsintegrierte Sprachförderung und bilinguale Erziehung ............ 9 
2.2 Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Gender ............................. 9 
2.3 Gesundheitsförderung .............................................................................................. 11 
2.4 Sozialraumorientierung und Kooperationspartner ............................................... 12 
2.5 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft .................................................................. 13 
2.5.1 Gestaltung von Übergängen ................................................................ 14 
2.6 Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen ............................... 15 
2.6.1 Interne Selbstevaluation ........................................................................ 16 
2.6.2 Externe Evaluation................................................................................... 17 
2.6.3 Fachberatung .......................................................................................... 17 
2.6.4 Mitarbeiter*innenbefragung ................................................................. 17 
2.6.5 Elternbefragung ....................................................................................... 17 
2.6.6 Personalmanagement ........................................................................... 18 
2.6.7 Kinderschutz ............................................................................................. 19 
3 Finanzmanagement .......................................................................................................... 20 
4 Finanzierung ....................................................................................................................... 21 
4.1 FRÖBEL-Haustarifvertrag ............................................................................................ 22

www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Übernahme der Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte Im Sonja-Kuthner-Weg in Münster 
 
4 
 
4 
1 Trägerhintergrund 
1.1 Organisation und Struktur 
Der FRÖBEL e.V., anerkannter Träger der freien Jugendhilfe und Mitglied im PARITÄTI-
SCHEN Wohlfahrtsverband, betreibt über seine FRÖBEL Bildung und Erziehung gemei n-
nützige GmbH bundesweit über 190 Krippen, Kindergärten und Horte so wie Einrichtun-
gen im Bereich Hilfen zur Erziehung. Bei uns betreuen mehr als 3.950 Mitarbeiter*innen 
rund 17.600 Kinder in Kindertageseinrichtungen in Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, 
Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein -Westfalen, Sachsen und Schleswig -Hol-
stein sowie in Australien  und Polen. Durch die Unterschiede im Hinblick auf Bildungs-
pläne, Sozialräume, unterschiedliche Anzahl an Menschen mit Migrationshintergrund 
und verschiedene kulturelle Bezüge haben wir vielfältige Erfahrungen in der Umsetzung 
und Gewährleistung pädagogischer Qualität im Rahmen institutioneller Betreuung von 
Kindern. 
1.2 FRÖBEL als Träger 
Als erfahrenes gemeinnütziges Unternehmen wissen wir um die Herausforderungen, die 
sich im Aufbau neuer Kindertages einrichtungen und in  der Übernahme einer Träger-
schaft – konzeptionell und organisatorisch – ergeben. Auf der Grundlage unseres päda-
gogischen Profils und unseres Unternehmensleitbilds ist es für uns selbstverständlich, dass 
wir alle beteiligten Akteure in diesen Aufbauprozess einbinden. 
Die Verwaltung von FRÖBEL ist in vielerlei Hinsicht erfahren. Allen Einrichtungen steht ein 
professionell aufgestelltes, internes und interdisziplinäres Beraterteam aus dem pädago-
gischen, kaufmännischen und juristischen Bereich zur Verfügung. 
Bei der Übernahme einer  Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte im Sonja-Kuthner-
Weg im Stadtteil Gievenbeck in Münster wird diese in die Region Westfalen-Lippe-Ruhr 
eingegliedert. Alle buchhalterisch notwendigen Abrechnungen sowie die Umsetzung 
der landesspezifischen Bildungsschwerpunkte w erden durch die Geschäftsleitung  und 
Fachberatung vor Ort sowie Mitarbeiter*innen der Hauptgeschäftsstelle in Berlin sicher-
gestellt und koordiniert. Neben Verwaltungsaufgaben wie der Elternbeitragsverwaltung, 
Lohnabrechnung, Mittelverwaltung und dem Controlling gibt es in der Hauptgeschäfts-
stelle auch eine zentrale fachliche Beratung, Qualitätssicherung und Fortbildungsorga-
nisation. Ebenso stellt FRÖBEL als Träger  die Fach- und Dienstaufsicht über das Personal 
sicher.  
Mit dieser Einbindung des Kindergartens in unsere Trägerstruktur sowie unserer langjähri-
gen Erfahrung als Träger von Kindertageseinrichtungen können wir verbindlich zusichern, 
die landesspezifische Gesetzgebung sowie sämtliche Vorgaben hinsichtlich der Abrech-
nungssysteme zu erfüllen. 
1.3 Trägerkonzeption  
Ein ausgeprägtes fachliches Profil ist für FRÖBEL als Träger und für jede FRÖBEL -Einrich-
tung ausschlaggebend, um eine verlässliche und qualitativ hohe Bildung, Erziehung und 
Betreuung für alle Kinder anzubieten und sicherzustellen. Das Profil einer Kindertagesein-
richtung bei FRÖBEL bewegt sich dabei im Spannungsfeld von Gemeinsamkeit auf der 
einen und Individualität auf der anderen Seite.

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Die Gemeinsamkeit all er FRÖBEL-Einrichtungen ist gekennzeichnet durch einen fachli-
chen Orientierungsrahmen, der verschiedene verbindende Elemente beinhaltet. Ne-
ben der Umsetzung der durch die Länder vorgegebenen Bildungsprogramme , für Ein-
richtungen in Münster, die „Bildungsgrundsätze für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kinder-
tagesbetreuung und Schulen im Primarbereich in Nordrhein-Westfalen“, geben die FRÖ-
BEL-Rahmenkonzeption (siehe Beilage FRÖBEL-Rahmenkonzeption) und das Leitbild von 
FRÖBEL (siehe Beilage FRÖBEL-Leitbild) eine inhaltliche Orientierung für die pädagogi-
sche Arbeit. Das Leitbild setzt sich aus drei Elementen zusammen: dem Unternehmens-
leitbild, dem Führungsleitbild und dem pädagogischen Leitbild. Das pädagogische Leit-
bild stellt dabei das Herzstück unserer Pädagogik dar. Es betont die Rechte von Kindern 
im pädagogischen Alltag in allen FRÖBEL-Einrichtungen. So ist es unser oberstes Ziel, Kin-
der bei ihren Bildungs- und Entwicklungsprozessen zu begleiten, sie im Wahrnehmen ihrer 
Rechte zu unterstützen und sie in den Einrichtungen durch gemeinsame Aushandlungs-
prozesse ihren Alltag mitgestalten zu lassen. 
Einen weiteren Orientierungsrahmen gibt der Nationale Kriterienkatalog „Pädagogische 
Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder“ (NKK; Tietze/Viernickel, 2016). Zudem werden 
in neun FRÖBEL-Standards praxisnahe Qualitätskriterien formuliert, die den pädagogi-
schen Fachkräften in allen FRÖBEL -Einrichtungen nicht nur eine fachliche Orientierung 
in der Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder geben, sondern gleichzeitig ein Leis-
tungsversprechen gegenüber den betreuten Kindern und ihren Familien darstellen. Der-
zeit werden mit den FRÖBEL -Standards folgende Themen abgedeckt: Übergänge, Be-
obachtung und Dokumentation, Qualitätsentwicklung , Zusammenarbeit mit Familien, 
gesunde Ernährung, Beziehung, Individualisierung, Partizipation sowie Ausstattung. 
Die Individualität einer FRÖBEL-Einrichtung ist einerseits durch die unterschiedlichen So-
zialräume und die verschiedenen Menschen, die in der Einrichtung aufeinandertreffen, 
und andererseits durch ihre eigenen konzeptionellen Ausrichtungen geprägt . So kann 
eine FRÖBEL-Einrichtung ihr Profil mit dem Fokus auf bilingualer Erziehung oder Musik, Be-
wegung, Medien oder ande re Bildungsthemen ausbilden. Das individuelle Profil orien-
tiert sich dabei an den Interessen der Kinder und ihrer Familien, dem standortspezifischen 
Bedarf und den Schwerpunktthemen der pädagogischen Fachkräfte  und wird in der 
Einrichtungskonzeption festgeschrieben.

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2 Fachlichkeit 
2.1 Rahmenkonzept, Zielgruppen, Ziele der Entwicklung 
2.1.1 Bezug zu Friedrich Fröbel 
Der FRÖBEL e.V. und seine Tochtergesellschaft, die FRÖBEL Bildung und Erziehung ge-
meinnützige GmbH, tragen den Namen jenes Pädagogen, der Begründer des Kinder-
gartens und einer anthropologischen Pädagogik der frühen Kindheit war – Friedrich Frö-
bel. Seine Pädagogik der frühen Kindheit, eine kindzentrierte und auf das Spiel begrün-
dete Pädagogik mit dem Blick auf die Ganzheitlichkeit des Kindes, ist neben den Auf-
fassungen anderer Reformpädagogen Ausgangspunkt aktueller wiss enschaftlicher For-
schung. 
In der Tradition Friedrich Fröbels stehend, betrachten wir Bildung als eine aktive Tätigkeit, 
bei der sich das Kind die Welt selbstständig aneignet. Bildung ist ein lebenslanger Prozess, 
der von der Initiative und Eigenaktivität d es Menschen angetrieben wird. Bildungspro-
zesse sind somit Selbstbildungsprozesse, in denen Ich-, Sozial- und Sachkompetenzen er-
worben werden. Die Ganzheitlichkeit in der Bildung, also die Bildung der Sinne sowie die 
Bildung des Körpers, des Geistes und der  Gefühle, verhilft den Kindern zu einer ästheti-
schen und kognitiven Grundbildung, die für ein sensibles Empfinden der Umwelt und für 
das Zusammenleben in der Gesellschaft notwendig ist. 
2.1.2 Was Bildung für uns ist 
Kinder haben ein natürliches Bedürfnis nach Bildung und Entwicklung und ein Recht da-
rauf, dass sie auf diesem Weg begleitet und unterstützt werden. Sie gestalten ihre Bil-
dungsprozesse aktiv, indem sie mit ihrer Umgebung und den Menschen um sich herum 
in Kontakt treten und die Welt mit allen Sinnen ent decken und erforschen. Auf diesem 
Weg eignen sie sich die Welt selbstständig an und entwickeln so ihre eigene Persönlich-
keit.  
Wir verstehen kindliche Bildung als einen Prozess, der sowohl die Entwicklung sozialer und 
emotionaler Kompetenzen als auch das Ausbilden motorischer, sprachlicher und kogni-
tiver Fähigkeiten umfasst. Bildungsprozesse von Kindern sind komplexe und ganzheitliche 
Prozesse, an denen Sinnesorgane, Körper, Sprache, Gefühle, Denken und Erinnerung 
beteiligt sind.  
Von übergeordneter Bedeutung ist dabei das Spiel der Kinder. In diesem eignen sie sich 
die Welt an, setzen sich in sozialen Prozessen mit anderen Kindern auseinander und ent-
decken oder erproben ihre eigenen Fähigkeiten. Die pädagogischen Fachkräfte sorgen 
dafür, dass die Kinder ihre Spielumgebung, ihre Spielpartner*innen und auch die unter-
schiedlichsten Spielmaterialien frei wählen können. Sie setzen sich mit den Spielideen 
der Kinder auseinander und nutzen diese für ihre pädagogischen Planungen. 
Wenn Kinder das Gefühl haben, dass i hnen vertraut und ihnen etwas zugetraut wird, 
dann gewinnen sie Sicherheit, sich Unbekanntem zuzuwenden und sich in neuen Situa-
tionen und immer wieder anderen Konstellationen zurechtzufinden. Sie erleben so ihre 
Stärken und Möglichkeiten und gestalten mith ilfe anderer Kinder und erwachsener Be-
zugspersonen ihre eigenen Bildungsprozesse. Aus diesem Grund sehen unsere pädago-
gischen Fachkräfte ihre Aufgabe darin, auf die Kinder abgestimmte Bildungsanlässe und

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Lernsituationen zu schaffen und so jedes Kind in sei ner individuellen Entwicklung zu un-
terstützen. 
In unseren Kindertageseinrichtungen schaffen wir auf der Basis von drei Prinzipien die 
notwendigen Voraussetzungen, damit Bi ldungs- und Entwicklungs prozesse angeregt 
und begleitet sowie die Bedürfnisse der Kinder wahrgenommen und aufgegriffen  wer-
den. Diese sind: Beziehung als Prinzip, Individualisierung als Prinzip sowie Partizipation als 
Prinzip. Die Art und Weise, wie mit Kindern umgegangen wird, wie sie entsprechend ihrer 
Persönlichkeit ihre Erfahrungen mitgestalten können, wie er nst sie genommen werden 
und mitbestimmen können, das alles sind  für uns bedeutsame Faktoren in der Bildung, 
Erziehung und Betreuung von Kindern (für eine ausführliche Erklärung siehe Beilage FRÖ-
BEL-Rahmenkonzeption S. 12 ff.). 
2.1.3 Umsetzung des nordrhein-westfälischen Bildungsprogramms 
Die Bildungsgrundsätze von Nordrhein-Westfalen geben der Bildungsarbeit in unseren 
Kindertageseinrichtungen in Nordrhein -Westfalen einen verbindlichen Orientierungs - 
und Bezugsrahmen und definieren ein gemeinsames Bildungsverständnis.  
Die zehn Lernbereiche und Erfahrungsfelder, 
▲ Bewegung, 
▲ Körper, Gesundheit und Ernährung, 
▲ Sprache und Kommunikation, 
▲ Soziale und (inter-)kulturelle Bildung, 
▲ Musisch-ästhetische Bildung, 
▲ Religion und Ethik, 
▲ Mathematische Bildung, 
▲ Naturwissenschaftlich-technische Bildung, 
▲ Ökologische Bildung, 
▲ Medien,  
werden nicht losgelöst voneinander betrachtet, sondern finden sich verzahnt miteinan-
der im pädagogischen Alltag wieder. Gemeinsam mit den Kindern planen die pädago-
gischen Fachkräfte Aktivitäten und Projekte und setzen diese – immer basierend auf den 
Themen und Interessen der Kinder – um.  
Durch eine anregend gestaltete Umgebung haben Kinder die Möglichkeit, sich vielfälti-
gen Themen und Materialien zu widmen. Liebevoll gestaltete Räumlichkeiten sprechen 
die Sinne an, regen Aktivitäten an und fördern damit kindliche Bildungs - und Entwick-
lungsprozesse. Bei der Gestaltung der Räume wird auf ein ausgewogenes Verhältnis zwi-
schen Bewegungs-, Ruhe-, Begegnungs- und Rückzugsorten geachtet. Sie sind immer 
wieder durch Kinder und Fachkräfte veränderbar, sodass eine flexible Nutzung möglich 
ist.

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2.1.4 Partizipation 
Kinder werden von Anfang an als eigenständige und kompetente Persönlichkeiten 
wahrgenommen und respektiert. Das bedeutet, dass ihnen zugetraut wird, eigene Ent-
scheidungen zu treffen, sich offen und neugierig zu bewegen, damit sie die Welt aktiv 
kennenlernen. Weiterhin werden sie ermutigt, sich aktiv in die Gemeinschaft der Kinder-
tageseinrichtung einzubringen. Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte ist es, Kinder in 
ihrer Entwicklung zu unterstützen und gemeinsam mit ihnen herauszufinden, welche Ent-
scheidungsprozesse auch für die jüngsten Kinder entwicklungsangemessen sind.  
Kinder sollen die Erfahrung machen, dass ihre Rechte, wie sie in der UN-Kinderrechtskon-
vention beschrieben sind, anerkannt und gelebt werden, denn nur so entwickeln sie 
Vertrauen in ihre eigenen Kräfte, lernen sich selbst, aber auch die Bedürfnisse und Wün-
sche anderer zu achten und wachsen auf die sem Weg ganz selbstverständlich in de-
mokratische Strukturen hinein.  
In der Gemeinschaft einer Kindertageseinrichtung ist es alltäglich, dass viele verschie-
dene Kinder viele unterschiedliche Sachen wollen oder auch nicht wollen. Es gilt immer, 
situationsabhängig abzuwägen, was geht oder nicht geht, auszuhandeln, ggf. Alterna-
tiven anzubieten, gemeinsame Regeln zu formulieren, zu erklären und zu begründen. 
Damit Kinder mitbestimmen können, bieten sich vielfältige Möglichkeiten an. Grundsätz-
lich lässt die Gestaltung des pädagogischen Alltags überall die Mitbestimmung der Kin-
der zu – z. B. bei der Wahl der Aktivitäten, der Gestaltung der Mahlzeiten, der Vorberei-
tung und Durchführung besonderer Aktivitäten (Projekte, Ausflüge, Feiern u.v.m.). Dar-
über hinaus haben  alle Kinder die Möglichkeit, sich z. B. in Erzähl - und Morgenkreisen 
oder in so genannten Kinderkonferenzen bzw. Kinderparlamenten einzubringen.  
2.1.5 Beobachtung und Dokumentation 
Verschiedene Beobachtungs- und Dokumentationsverfahren sind das Handwerks zeug 
pädagogischer Fachkräfte, um Entwicklungsverläufe und Bildungsprozesse der Kinder 
zu erfassen und auf dieser Grundlage die pädagogische Arbeit (Raum- und Materialge-
staltung, Tagesablauf, Angebote, Projekte etc.) gemeinsam mit den Kindern zu planen 
und ggf. zu verändern.  
Jedes Kind erhält außerdem seine eigene Bildungsdokumentation, di e es aktiv mit ge-
stalten kann. Sie besteht aus Beobachtungen, Fotos, Zeichnungen und vielem mehr. Ein 
solches Portfolio macht im Sinne eines „Buch des Kindes“ individuelle Bildungs- und Lern-
prozesse für Kinder und Erwachsene sichtbar und unterstützt die Entwicklung lernmetho-
discher Kompetenzen, da die K inder so ihren eigenen Lernfort schritt selbst beurteilen 
können. Die Bildungsdokumentation kann außerdem für Gespräche mit Familien genutzt 
werden und dient zur Veranschaulichung der Entwicklung des Kindes.  
Um die pädagogische Arbeit transparent zu gestalten, werden verschiedene Doku -
mentationsformen zur Visualisierung des pädagogischen Alltags, wie z. B. Dokumentati-
onswände und Schaukästen, genutzt, in denen aktuelle und vergangene Aktivitäten 
der Kinder anhand von Fotos und Beschriftungen dargestellt werden.

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2.1.6 Alltagsintegrierte Sprachförderung und bilinguale Erziehung 
Sprachliche Kompetenzen sind eine Schlüsselqualifikation in der Bildung von Kindern. Sie 
sind entscheidend, um mit anderen in Kontakt zu treten, sich mitzuteilen und um andere 
zu verstehen. Sprachbildung und -förderung ist somit eine grundlegende Aufgabe von 
Tageseinrichtungen – sowohl für Kinder mit deutscher als auch für Kinder mit nicht-deut-
scher Familiensprache. Im Sinne einer alltagsintegrierten Sprachbildung und -förderung 
wird das gesamte Geschehen in der Einrichtung als sprachanregendes Setting genutzt. 
Dies trägt zu einer erfolgreichen Entwicklung spra chlicher und kommunikativer Kompe-
tenzen von Kindern bei. Pädagogische Fachkräfte begleiten Alltagssituationen als 
sprachliche Vorbilder, initiieren Gespräche, stellen weiterführende Fragen, hören Kin-
dern zu und greifen ihre Themen und Interessen sprachlich auf. Auch die Gestaltung von 
Räumen durch Schriftzüge, Bezeichnungen von Gegenständen und die Darbietung von 
Büchern sind wichtige Elemente der alltagsintegrierten Sprachbildung und -förderung. 
Um die sprachlichen Kompetenzen von Kindern zu erweitern, unterstützt FRÖBEL weiter-
hin den frühzeitigen Kontakt zu einer Fremdsprache. Diese ist dabei in das ganzheitliche 
Konzept von alltagsintegrierter Sprachbildung und -förderung eingebettet. Neben der 
bewussten sprachförderlichen Ausgestaltung des Alltags in deutscher Sprache wird eine 
weitere Fremdsprache in das pädagogische Geschehen eingebunden. Voraussetzung 
dafür ist, dass unter den pädagogischen Fachkräften Muttersprachler*innen der jeweili-
gen Fremdsprache der Einrichtung sind. So findet der Kontakt mit ein er Fremdsprache 
nicht durch isolierte Programme statt, sondern ist in den Alltag der Kinder integriert. 
Durch die sie umgebende Fremdsprache kommen die Kinder ganz selbstverständlich in 
Kontakt mit dieser. Entscheidend dafür ist, dass Kinder durch die Gest altung des Alltags 
selbst beeinflussen können, wie intensiv sie mit der Fremdsprache in Berührung kommen. 
Damit stärken wir die Selbstwirksamkeit und Freude der Kinder beim Sprachenlernen. 
Denn nur wenn Kindern die Möglichkeit gegeben wird, selbstständig zu entscheiden und 
ihren Interessen nachzugehen, werden Bedingungen für Selbstbildungsprozesse von Kin-
dern geschaffen. 
2.2 Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Gender 
FRÖBEL nimmt die Verantwortung wahr, allen Kindern die bestmögliche Bildung, Er zie-
hung und Betreuung zukommen zu lassen. Kindertageseinrichtungen bieten als erste Bil-
dungsinstitutionen die Möglichkeiten des gemeinsamen Aufwachsens und Lernens von 
Kindern. Uns als Träger sowie unseren pädagogischen Fachkräften kommt damit bei der 
Überwindung von Benachteiligungen, Ungleichheit und Ausgrenzung und der Erhöhung 
von Chancengleichheit in der Teilhabe von Kindern an Bildung und Gesellschaft eine 
große Bedeutung zu. 
Inklusive Pädagogik ist die konzeptionelle Grundlage unserer Arbeit. Damit schließen wir 
uns den im Index für Inklusion formulierten Kernaussagen und den international aner-
kannten Prinzipien der UN -Kinderrechtskonvention an. Heterogenität als Lebensrealität 
in all ihren Erscheinungsformen bedeutet für den Alltag in unseren Kindert ageseinrich-
tungen Individualität in Bezug auf soziale und ökonomische Lebenslagen, das Ge-
schlecht, die ethnisch-kulturelle Herkunft und Sprachen, auf körperliche, emotionale und 
kognitive Fähigkeiten und Voraussetzungen von Kindern. In allen FRÖBEL -Einrichtungen 
ist deshalb das pädagogische Handeln orientiert an den unterschiedlichen Bedürfnissen 
und Ressourcen von Kindern und damit sehr individuell abgestimmt. Handlungsleitend

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sind dabei Erkenntnisse aus strukturierten Bildungs - und Entwicklungsbeobachtung en, 
die bei uns alle pädagogischen Fachkräfte durchführen und in entsprechenden Doku-
mentationen nachhalten. Über eine enge Bildungs - und Erziehungspartnerschaft mit 
den Familien erfahren wir Besonderheiten über das Kind und seine Lebensumwelt, die 
dann in den Prozessen innerhalb der Einrichtung berücksichtigt werden. Im Beratungsfall 
steht Familien und Kindern sowie Mitarbeiter*innen ein FRÖBEL-internes Beratungssystem 
zur Verfügung. Zudem ist der Kontakt zu örtlichen Stellen der Kinder- und Jugendhilfe ein 
fester Bestandteil bei FRÖBEL, um im Bedarfsfall gemeinsam passgenaue Hilfe - und 
Handlungspläne zu erstellen. 
Als weltoffener und international aktiver Träger von Kindertageseinrichtungen kommen 
bei FRÖBEL Kinder und Erwachsene unterschiedlicher Nationali täten, Kulturen, Ethnien 
und Religionen zusammen. Kinder mit Migrationshintergrund sind selbstverständlicher Teil 
der Kindergruppe. Das Verständnis, dass alle Kinder und ihre Familien gleichwertig und 
gleichberechtigt in ihren Bedürfnissen betrachtet werde n, bedeutet für die Einrichtung 
und die Fachkräfte, nicht aus Angst vor Stigmatisierung und Diskriminierung Unterschiede 
zu leugnen, sondern fordert dazu auf, sich Unterschiede bewusst zu machen und auch 
als relevant für Bildungs - und Lernprozesse einzelne r Kinder anzuerkennen. Wir achten 
sensibel darauf, ob die Tatsache der Migrationsgeschichte (des Kindes bzw. der Familie) 
den Zugang des Kindes zu Bildung und Erziehung erschwert. Sollte Kindern z. B. aufgrund 
ihrer nicht-deutschen Familiensprache die Teil habe an Bildungsinhalten erschwert sein, 
findet eine gezielte alltagsintegrierte Sprachförderung statt, um Faktoren von  Benach-
teiligung (präventiv) entgegenzuwirken. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir mit den 
Kindern über verschiedene Kulturen und Religionen sprechen, sodass sie diese kennen-
lernen. Darüber hinaus erleben die Mädchen und Jungen bei uns unterschiedliche Tra-
ditionen, beispielsweise durch das Feiern von Festen wie Ostern, Weihnachten oder dem 
Zuckerfest. Die in der Einrichtung vertretenen Familiensprachen bzw. Sprachen im Allge-
meinen werden an Wänden, als Beschriftungen von Gegenständen oder in mehrspra-
chigen Büchern aufgegriffen. Durch diese Elemente werden Kinder und Erwachsene für 
verschiedene Weltanschauungen sensibilisiert und glei chzeitig in ihren interkulturellen 
Kompetenzen gefördert.  
Es geht uns darum, Mädchen und Jungen alle Aktivitäten zu ermöglichen, sie dabei zu 
unterstützen, sich in ihrer Geschlechtsentwicklung zurechtzufinden und eine positive Ge-
schlechtsidentität herauszubilden. Dabei werden ganz bewusst weder Mädchen noch 
Jungen von Aktivitäten ausgeschlossen, sondern explizit aufgefordert, sich zu beteiligen, 
sich auszuprobieren und Dinge zu wagen. Unsere pädagogischen Fachkräfte sind an-
gehalten, sich mit ihrer eigenen Haltung und möglicherweise vorhandenen Vorurteilen 
auseinanderzusetzen und diese ggf. zu überwinden. Mädchen und Jungen haben nicht 
nur die gleichen Rechte, sondern dürfen sich auch spielerisch mit der Rolle des jeweils 
anderen Geschlechts auseinandersetzen. Selbstverständlich ist bei uns „erlaubt“, dass z. 
B. Jungen Mädchenkleider oder Mädchen Anzüge und Krawatten anziehen, das Spiel 
mit Puppen ablehnen und es vorziehen, Fußball zu spielen etc. Weiterhin unterstützen 
unsere Fachkräfte sensibel und aufmerks am Mädchen und Jungen darin, handlungs-
kompetent, konflikt- und entscheidungsfähig zu sein bzw. zu werden. Sie werden darin 
begleitet und unterstützt, eine eigenständige, selbstbestimmte Sexualität zu entwickeln 
und sich Freiräume zu schaffen, in denen sie Eigenständigkeit entwickeln und neue Er-
fahrungen erleben können. Im Bereich „Soziale und emotionale Entwicklung“ werden

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im Nationalen Kriterienkatalog zudem Kriterien zur Entwicklung einer resilienten Persön-
lichkeit beschrieben, die die geschlechtssensible Bildung, Erziehung und Betreuung von 
Kindern untermauern. 
2.3 Gesundheitsförderung 
Eine lebensweltbezogene und ganzheitliche Gesundheitsförderung ist eine zentrale Auf-
gabe in unseren Kindertageseinrichtungen und hat zum Ziel, die individuellen Ressour-
cen eines Kindes, einer Familie und des pädagogischen Personals zu stärken. Ein ganz-
heitlicher Ansatz von Gesundheitsförderung beinhaltet u. a. Bewegungs - und Ernäh-
rungserziehung sowie die Förderung von Resilienz und Unfall-, Gewalt- und Suchtpräven-
tion. 
Bewegung hat in dieser Hinsicht in der Entwicklung der Kinder einen besonderen Stellen-
wert, denn es besteht ein enger Zusammenhang zwischen psychischem und physi-
schem Wohlbefinden, der Entwicklung kognitiver Fähigkeiten und dem Beherrschen mo-
torischer Abläufe. Eine zentrale Aufgabe ist es daher, Kindern sowohl in den Innenräu-
men als auch auf dem Außengelände großzügige und anregende Bewegungsräume 
für Spiele und motorische Aktivitäten zur Verfügung zu stellen.  
Für Kinder sind Entspannung und Erholung wichtige Voraussetzungen für ihr Wohlbefin-
den und ihre Gesundheit. Kinder brauchen hier zum einen Unterstützung bei der Stress-
regulation in der Interaktion mit der Bezugsperson und zum anderen Ruheräume und 
verschiedenste Schlafmöglichkeiten entsprechend ihren individuellen Schlaf- und Rück-
zugsbedürfnissen. Im pädagogisch geführten Angebot bieten Sinnesübungen, Ge-
schichten etc. den Kindern einen Raum, ihre eigene Körperwahrnehmung zu entwickeln 
und Selbstregulation der eigenen Gefühle zu erlernen.  
Unsere Ernährungskonzeption sieht für die Kinder eine ausgewogene, altersentspre-
chende hochwertige Ernährung vor, die sich an den Empfehlungen der Deutschen Ge-
sellschaft für Ernährung orientiert. Dabei werden die unterschie dlichen ethnischen und 
religiösen Hintergründe der Kinder und ihrer Familien berücksichtigt sowie den Ki ndern 
im Bedarfsfall Allergiker gerechte Mahlzeiten angeboten. Als Getränke stehen Tafelwas-
ser und ungesüßte Früchtetees zur Verfügung. Um direkten Einf luss auf die Zubereitung 
der Speisen zu haben, gehen wir davon aus, dass eine Frischküche vorgesehen ist. Essen 
und Trinken ist aber viel mehr als bloße Nahrungsaufnahme, denn die Atmosphäre, die 
die Kinder während der Mahlzeiten erleben, beeinflusst ihre Ernährungsgewohnheiten 
und ihre Fähigkeit, etwas zu genießen. Der Einbezug der Eltern durch Informationsveran-
staltungen, Aushänge und Mitmachaktionen unterstützt die Zusammenarbeit und er-
höht die Chancen, dass im familiären Alltag Aspekte der Gesundheitsfö rderung inte-
griert werden. Erklärtes Ziel im Rahmen des Kinderschutzes ist es, Kinder zu schützen, Miss-
handlungen und Vernachlässigung vor zubeugen und proaktiv zu handeln. FRÖBEL hat 
dazu ein eigenes Kinderschutzkonzept (siehe auch Abschnitt Kinderschutz) entwickelt 
und geht damit weit über die üblichen Standards hinaus (§ 8a SGB VIII). Wichtiger Be-
standteil des FRÖBEL-Kinderschutzkonzepts ist die fortlaufende Qualifizierung und Sensi-
bilisierung der pädagogischen Fachkräfte und die Bildung regionaler Kinder schutz-
teams. Außerdem gibt es eine klare Positionierung zur Prävention als eine Notwendigkeit, 
Kinder wirksam vor Gefahren zu schützen.  
Um die Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Personals in FRÖBEL-Einrichtungen zu stär-
ken, wurde ein eigenes Konzept zu m betrieblichen Gesundheitsmanagement entwi-
ckelt. Dieses beinhaltet u. a. eine Arbeitszeitentlastung ab dem 56. bzw. 61. Lebensjahr

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der Mitarbeiter*innen. Weiterhin gehören dazu diagnostische Methoden wie Mitarbei-
ter*innenbefragungen und Gefährdungsbeurteilungen, eine ergonomische Ausstattung 
des Arbeitsplatzes, betriebsärztliche Untersuchungen zur Impfprophylaxe  sowie Arbeits-
schutzberatungen, Betriebsvereinbarungen zum Wiedereingliederungsmanagement 
sowie zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, tariflich vereinbarte Zeiten für die mittel-
bare pädagogische Arbeit sowie trägerinterne Fortbildungsangebote.  
2.4 Sozialraumorientierung und Kooperationspartner 
FRÖBEL ist bundesweit Mitglied im PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband, nutzt das Netz-
werk und profitiert durch die Trägervielfalt des Dachverbandes. Die Vernetzung im und 
die Einbindung in den Sozialraum sowie die direkte Zusammenarbeit mit der Stadt Müns-
ter sind uns äußerst wichtig. FRÖBEL betreibt mit dem Emmy-Herzog-Platz und der Lands-
berger Straße bereits erfolgreich zwei Einrichtungen in Münster. Weitere Einrichtungen 
sind derzeit im Bau (Kindergarten Zentrum Nord) oder in Planung (Sonnenstraße und Er-
mlandweg). Vor diesem Hintergrund kann eine enge Vernetzung mit den bereits beste-
henden und künftigen FRÖBEL-Einrichtungen sichergestellt werden.  
Unter Berücksichtigung der FRÖBEL -Standards bieten sich im Sozialraum viele Möglich-
keiten, Kindern verschiedenste Lern- und Entwicklungsangebote zu offerieren.  
Standort und Kooperationen im Umfeld 
Die künftige Einrichtung ist Teil des neuen Oxford -Wohnquartiers im Stadtteil Gieven-
beck. Das ehemalige 27 ha große Gelände der Oxford -Kaserne wird bis 2025 zu einem 
neuen Wohnquartier umgestaltet. Entstehen sollen dort bis zu 1.200 Wohneinheiten, Bü-
ros, Kindertagesstätten, eine Schule, eine Kirche, Cafés, Grünflächen, Geschäfte … kurz: 
Ein kompletter neuer Stadtteil.  
Im nahen Umkreis befinden sich weitere Kindertagesstätten anderer Träger sowie die 
Mosaik Grundschule, die Freie Waldorfschule, die Michaelschule Gievenbeck mit denen 
wir eine Zusammenarbeit anstreben: Gegenseitige Besuche, ggf. gemeinsame Projekte 
sowie ein enger pädagogischer Austausch ermöglichen einen reibungslosen Übergang 
vom Kindergarten in die Grundschule. Die Teilnahme am „KitaNavigator“ ist für FRÖBEL 
selbstverständlich.  
Pädagogischer Schwerpunkt 
Neben den zehn verankerten Bildungsbereichen der „Grundsätze zur Bildungsförderung 
für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kindertagesbetreuung und Schulen im Primarbereich in 
Nordrhein-Westfalen“ wird ein spezielles Thema in den Mittelpunkt der pädagogischen 
Arbeit rücken, das sich wie ein roter Faden im täglichen Geschehen in der Kindertages-
einrichtung zeigt. Für diese Einrichtung möchten wir die Themen Nachhaltigkeit und Ge-
meinschaft aufgreifen. Diese Themen spielen auch im Entwurf des Architekturbüros Kéré 
aus Berlin eine zentrale Rolle, welcher im Rahmen des städtebaulichen Gutachterver-
fahrens zur Entwicklung der Oxford -Kaserne den ersten Pla tz belegt hat. Unter dem 
Motto “Kita als Bildungsort für Nachhaltige Entwicklung” machen wir die drei Dimensio-
nen der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) - Ökologie, Ökonomie und Soziales - 
zu festen Bestandteilen im pädagogischen Alltag. Schon bei d er Einrichtung und Aus-
stattung der Einrichtung wird auf Nachhaltigkeit gesetzt: Möbel und Spielsachen (vor-
rangig) aus Holz (FSC-zertifiziert), gute gebrauchte Gegenstände mit Charme, Naturma-
terialien zum Spielen und Basteln, energiesparende Elektrogeräte … In einer Frischküche

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wird täglich gesund mit regionalen und/oder fair gehandelten Nahrungsmitteln ge-
kocht, auch das Gemüse und die Kräuter, die von den Kindern im eigenen “Kindergar-
ten” gepflanzt und geerntet werden, landen auf den Tellern. Als zertifizie rtes “Haus der 
kleinen Forscher” entdecken die Kinder täglich naturwissenschaftliche Zusammenhänge 
und entwickeln daraus selbständig BNE-bezogene Projektideen. Auch das Thema “Ge-
meinschaft” gehört im Sinne der sozialen Dimension selbstverständlich dazu: die Zusam-
menarbeit im neuen Quartier, z.B. beim Quartiersmanagement, die Beteiligung an Fes-
ten und Veranstaltungen des Stadtteils, der Einbezug der Eltern und Familie gehören 
genauso dazu wie die Beschäftigung mit anderen Kulturen und Bräuchen. Ziel ist es, als 
“Nachhaltige Kita NRW” (WiLa Bonn) und “Faire Kita” ( https://www.faire-kita-nrw.de/ ) 
zertifiziert zu werden.  
 
Netzwerkausbau 
Neben dem Netzwerkaufbau zur Profilbildung der Einrichtung sehen wir eine Vernetzung 
mit weiteren im Sozialraum verankerten Institutionen vor, dazu gehören zum Beispiel der 
Treffpunkt La Vie, das Stadtteilhaus Fachwerk Gievenbeck und das Universitätsklinikum 
Münster.  
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2.5 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft 
Die Einbindung von sowie der Austausch mit den Familien sind für die Bildung und Erzie-
hung der Kinder von wesentlicher Bedeutung. Im Mittelpunkt dieser Zusammenarbeit 
steht das gemeinsame Bemühen um die Entwicklung und das Wohlbefinden des Kindes. 
Ziel ist es, diese Zusammenarb eit in eine Erziehungspartnerschaft münden zu lassen, in 
der 
 sich alle Beteiligten über die Belange der Kinder, der Familien und der Tagesein-
richtung austauschen und kooperieren, 
 die Bedeutsamkeit der beiden Lebenswelten (Familie und Kindertageseinrich-
tung) anerkannt wird, 
 die Verantwortung für die Förderung des Kindes von Familien und Kindertages-
einrichtung wahrgenommen wird, 
 die Beteiligten partnerschaftlich handeln, um eine individuelle Lernumgebung 
zu schaffen und eine individuelle Förderung zu ermöglichen. 
Im Sinne einer auf diese Art gestalteten Partnerschaft übernehmen Kindertageseinrich-
tung und Familie gleichermaßen Verantwortung für die Bildung und Erziehung des Kin-
des. Zu berücksichtigen ist hierbei selbstverständlich die Akze ptanz unterschiedlicher 
Wertvorstellungen, kultureller bzw. religiöser Vorstellungen und Lebensentwürfe. Neben 
den rechtlichen Vorgaben zur Beteiligung von Familien und Kindern an Entscheidungen 
der Einrichtung verstehen wir unter einer qualitativ hochwertigen pädagogischen Arbeit 
auch die entsprechende Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse von Familien 
und Kindern.

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In der konkreten Zusammenarbeit mit Familien sind daher neben Elternabenden, Tür - 
und Angelgesprächen, gemeinsamen Ausflügen und Festen insbesondere folgende Ko-
operationsangebote vorgesehen: 
 Intensive Gespräche in der Eingewöhnungszeit, um das Kind und deren Familie 
und damit deren gelebte Familienkultur (Familienform, Sprache/n, Religion, Ge-
wohnheiten etc.) und Lebenslage besser einschätzen und entsprechend darauf 
eingehen zu können.  
 Regelmäßige Entwicklungsgespräche, die den Austausch und die fachliche Ein-
schätzung des Entwicklungsstandes, der Interessen und Neigungen des Kindes 
sowie geplante Maßnahmen zu seiner Förderung zum Inhalt haben. Dies ge-
schieht auf der Grundlage der Entwicklungs- und Bildungsdokumentationen und 
der Beobachtungen und Deutungen der Eltern. 
 Die Einrichtung einer Lounge, welche die Familien zum Verweilen in der Kinder-
tageseinrichtung und zum Austausch mit anderen Eltern einlädt. 
 Die Einbindung und Beteiligung der Eltern an pädagogischen Aktivitäten wie 
Vorlesepatenschaften oder die Durchführung naturwissenschaftlicher Projekte. 
 Transparenz der pädagogischen Arbeit durch Einladung zu Hospitationen und 
Besuchstagen sowie regelmäßige Information und Dokumentation pädagogi-
scher Aktivitäten und Projekte. 
 Die Beratung in erzieherischen Fragen rund um Themen wie Ernährung, Schla-
fen, Interessen und Neigungen des Kindes. 
 Themenbezogene Elternabende zur Elternbildung und zum Erfahrungsaustausch 
der Eltern untereinander.  
Die Beteiligung erfolgt darüber hinaus in Mitwirkungsgremien, die durch die jährliche 
Wahl der Elternvertretungen und Gesamtelternvertretungen (Elternbeirat) besetzt wer-
den. Elternbeschwerden werden im R ahmen des FRÖBEL -Beschwerdemanagements 
auf allen Ebenen zeitnah, verantwortungsbewusst und aufklärend bearbeitet und als 
Impuls zur Weiterentwicklung unserer Arbeit gewertet. 
2.5.1 Gestaltung von Übergängen 
Eingewöhnung 
Während der Eingewöhnungszeit hat das Kind  ausreichend Gelegenheit, sich mit der 
neuen Umgebung, den dazugehörigen Personen in der Kindertageseinrichtung und ih-
ren Abläufen vertraut zu machen. Auch die Familien bekommen während dieser Zeit 
die Möglichkeit, die Kindertageseinrichtung, die Strukture n und ihre Ansprechpersonen 
kennenzulernen.  
Eine Eingewöhnung ist dann gelungen, wenn das Kind Sicherheit und Vertrauen in seine 
neue Umgebung und zu seinen neuen Bezugspersonen entwickeln konnte. Auch für die 
Familien ist diese Zeit besonders wichtig, damit sie ihr Kind in verlässlichen Händen wissen 
und die pädagogischen Fachkräfte als kompetente und aussagefähige Ansprechpart-
ner*innen für ihr Kind wahrnehmen.

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Ein konzeptionell begründetes Eingewöhnungskonzept, das sich entweder am Berliner 
oder Münchener Eingewöhnungsmodell orientiert, erleichtert bei uns diesen Übergang 
für alle Beteiligten. 
Alltägliche Übergänge 
Neben zeitlich begrenzten Übergängen gibt es zudem solche, die ein Kind jeden Tag 
durchlebt. Die morgendliche Trennung beim Bringen des Kindes  muss genauso wie das 
Abholen professionell begleitet werden. Eine angenehme Atmosphäre, individuelle Ri-
tuale und die Gelegenheit zum Austausch erleichtern diese Übergangssituation für Kin-
der und Familien gleichermaßen.  
Übergänge im Haus 
Um Kindern auch b ei Übergängen innerhalb eines Hauses Orientierung und Sicherheit 
zu geben, erhalten sie die Möglichkeit, sich allmählich an die bevorstehende Verände-
rung zu gewöhnen. Gemeinsam mit der aktuellen Bezugsperson können sie die neue 
Umgebung erschließen, Bezieh ungen zu den neuen pädagogischen Fachkräften auf-
bauen und erste Kontakte zu neuen Spielpartner*innen knüpfen. 
Übergang in die Grundschule  
Auch der Übergang in die Grundschule wird von unseren Fachkräften kompetent vor-
bereitet. Wenngleich die gesamte Zeit in der Kindertageseinrichtung als Schulvorberei-
tung gilt, gewinnen Themen, die mit der Schule verbunden sind, im letzten Kindergarten-
jahr an Bedeutung.  
Eine erfolgreiche Gestaltung des Übergangs zeichnet sich dadurch aus, dass es sowohl 
Angebote für die K inder als auch für ihre Familien gibt. Die Kindertageseinrichtung ar-
beitet eng mit der ortsansässigen Grundschule zusammen. Sie planen z. B. gemeinsame 
Elternabende, die Kinder haben die Gelegenheit, die Grundschule kennenzulernen und 
die zukünftigen Lehrer*innen besuchen die Kinder im Kindergarten.  
Obgleich die Neugier auf die Schule bei den meisten Kindern überwiegt, stellt der Austritt 
aus der Kindertageseinrichtung auch eine Trennung von Gewohntem und Liebgewon-
nenem dar. Kindern diesen Abschied von Fre undinnen und Freunden und von vertrau-
ten erwachsenen Bezugspersonen zu erleichtern, ist ebenso Aufgabe im letzten Jahr. 
2.6 Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen 
Durch den Einsatz verschiedener Verfahren wird die pädagogische Qualität von FRÖ-
BEL-Einrichtungen stetig weiterentwickelt und gesichert. Das Team „Pädagogik und 
Qualitätsentwicklung“ in der FRÖBEL -Hauptgeschäftsstelle ist zentral verantwortlich für 
das Qualitätsmanagement bei FRÖBEL. 
Das Qualitätsmanagement umfasst folgende wesentliche Elemente bzw. Instrumente: 
 Jährliche interne Evaluation der pädagogischen Arbeit in unseren Einrichtungen 
durch die Teams mit Hilfe der Arbeitsmaterialien zum Nationalen Kriterienkatalog 
(NKK) in Kindertageseinrichtungen.  
 Systematische und regelmäßige Qualifizierung aller Fachberater*innen und aller 
Leitungskräfte in sogenannten FRÖBEL-Kursen zur Qualitätsentwicklung zu päda-

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gogischen Inhalten und systematischem Vorgehen in Qualitätsentwicklungspro-
zessen mit dem Ziel nachhaltig beste Fachpraxis in unseren Einrichtungen sicher-
zustellen. 
 Durchführung externer Evaluationen durch unabhängige Evaluator*innen unter 
Anwendung der anerkannten Evaluationsinstrumente KRIPS-R, KES-R und HUGS.  
 Jährliche Bearbeitung der Checklisten Hygiene und Sicherheit zur Wahrung der 
Vorgaben der Rahmenhygienepläne sowie regelmäßige Sicherheitsbegehun-
gen. 
 Durchführung regelmäßiger Qualitätszirkel zu zentralen pädagogischen The-
men, aber insbesondere auch zu den Themenbereichen Kinderschutz, Sicher-
heit, Hygiene und Datenschutz. 
 Begleitung und Beratung der FRÖBEL-Einrichtungen durch qualifizierte Fachbe-
rater*innen zur Unterstützung der Qualitätsentwicklungsprozesse, aber auch, um 
aktuelle Entwicklungen (z. B. neues Kinderschutzgesetz) zügig umzusetzen und 
wesentliche Entwicklungen in einzelnen Bundesländern zu etablieren (z. B. ver-
pflichtende externe Evaluation in Berlin). 
 Systematische Fortbildung der pädagogischen Fachkräfte vor dem Hintergrund 
der gesetzten Qualitätsziele im Rahmen einer zentralen Qualitätsentwicklungs-
strategie. 
 Zentrales Beschwerdemanagement für Eltern sowie Mitarbeiter*innen, das ge-
meinsam mit den Betriebsräten umgesetzt wird, um Verbesserungspotentiale zu 
erschließen. 
 Befragung der Mitarbeiter*innen in einem zweijährigen Turnus und anschlie-
ßende intensive Auswertung der Ergebnisse mit Leitung, Team und Eltern in allen 
Einrichtungen. 
 Jährliche Elternbefragung mit anschließender Auswertung der Ergebnisse mit 
Leitung, Team und Eltern in allen Einrichtungen. 
2.6.1 Interne Selbstevaluation 
Einen fachlichen Rahmen für die Qualitätsentwicklung und -sicherung bildet der Natio-
nale Kriterienkatalog „Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder“ (NKK; 
Tietze/Viernickel, 2016). In seinen Qualitätsbereichen wird beste Fachpraxis durch kon-
krete Handlungsempfehlungen für pädagogische Fachkräfte beschrieben.  Mittels der 
Checklisten des dazugehörigen Handbuchs „Pädagogische Qualität entwickeln“ 
(Tietze/Viernickel, 2016) schätzen die Teams ihre pädagogische Arbeit selbst ein. Durch 
diese regelmäßig durchgeführten internen Evaluationen wird verstärkt die Verantw or-
tung und die fachliche Kompetenz des pädagogischen Personals unserer Kindertages-
einrichtungen für die Sicherung der Qualität ihrer Arbeit betont. Mithilfe verschiedener 
Methodenbausteine des Handbuchs werden auf Basis der Ergebnisse Qualitätsentwick-
lungsprozesse angestoßen, die in Zielvereinbarungen festgelegt und durch geplante 
Umsetzungsschritte ausgeführt werden.

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2.6.2 Externe Evaluation 
FRÖBEL lässt als erster Träger deutschlandweit seine Kindertageseinrichtungen durch ei-
nen kompetenten Partner extern evaluieren. In einem ersten Projektzeitraum von Okto-
ber 2016 bis April 2021 werden die Einrichtungen von erfahrenen und geschulten Evalu-
ator*innen der Institute EduCert GmbH und PädQUIS gGmbH anhand der Krippen-, Kin-
dergarten- bzw. Hort- und Ganztagsangebote-Skala (KRIPS-R, KES-R und HUGS) in ihrer 
pädagogischen Arbeit eingeschätzt. Ziel ist es, das seit 2010 in Berlin bestehende System 
einer verpflichtenden externen Evaluation im Fünf-Jahres-Zyklus auf alle FRÖBEL-Einrich-
tungen auszuweiten. Damit stellt FRÖBE L sicher, dass der interne Blick auf die Qualität 
durch einen externen und objektivierten Blick ergänzt wird. Die ressourcenorientierten 
Rückmeldungen werden in den bestehenden Qualitätsentwicklungsprozess der Einrich-
tungen integriert und durch die Fachber atung inhaltlich unterstützt. So wird sicherge-
stellt, dass vorhandene Qualität gesichert und Potenziale weiterentwickelt werden. 
Neue FRÖBEL -Einrichtungen werden systematisch in die bestehenden Strukturen inte-
griert. 
 
2.6.3 Fachberatung 
Fachberater*innen sind eine wichtige fest installierte Instanz innerhalb von FRÖBEL. Sie 
sind an Entwicklungen des Trägers im Bereich des pädagogischen Profils und des Quali-
tätsmanagements eng beteiligt und fungieren als Multiplikatoren dieser Maßnahmen. 
So stützen unsere Fachberatungen die Qualitätsentwicklung und -sicherung und die pä-
dagogische Arbeit direkt vor Ort. Die Fachberatung bei FRÖBEL ist gekennzeichnet von 
einer hohen frühpädagogischen Fachkompetenz. Mit Zusatzqualifikationen aus den Be-
reichen Beratung und Coaching bringen sie in verschiedenen Settings ihre Expertise ein. 
Vornehmliche Aufgabe der Fachberaterinnen und Fachberater ist es, die Fachkräfte in 
den Einrichtungen im Sinne eines kollegialen Beratungssystems zu stärken. Dieses syste-
mische Beratungsangebot in engem Kontakt zu den Teams ermöglicht es, konkrete und 
auf die Bedürfnisse der Kindertageseinrichtung abgestimmte Unterstützungsleistungen 
zu erbringen. Durch die Arbeit mit den Teams an inhaltlichen Themen stellen die Fach-
beratungen sicher, dass der pädagogische Orientierungsrahmen in den Einrichtungen 
von allen Beteiligten umgesetzt wird. Dienstrechtliche Eingriffe übernimmt die Fachbe-
ratung bei FRÖBEL nicht. 
2.6.4 Mitarbeiter*innenbefragung 
Die alle zwei Jahre stattfindende Mitarbeiter*innenbefragung ist als partizipatives Ele-
ment fester Bestandteil des Systems der Qualitätsentwicklung und -sicherung. Sie stellt 
sicher, dass alle zu Wort kommen und an Entwicklungen beteiligt werden. Die Ergebnisse 
der Befragung geben wertvolle Rückmeldungen, aus denen sich durch kritische Ausei-
nandersetzungen Veränderungen entwickeln lassen, die wiederum als verbesserte Be-
dingungen Mitarbeiter*innen zugutekommen. 
2.6.5 Elternbefragung 
Eine regelmäßig stattfindende Elternbefragung ist als partizipatives Element fes ter Be-
standteil des Systems der Qualitätsentwicklung und -sicherung. Sie ergänzt damit als

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Strukturmoment den täglichen persönlichen Austausch zwischen Eltern und pädagogi-
schen Fachkräften. 
Die Ergebnisse der Befragungen geben wertvolle Rückmeldungen, aus denen sich 
durch kritische Auseinandersetzungen Veränderungen entwickeln lassen, die allen Ak-
teur*innen des Systems zugutekommen. Am Standort Grevener Straße in Münster wird 
einmal jährlich eine Elternbefragung mittels Fragebogen stattfinden. Eltern haben durch 
die Befragung die Möglichkeit, Feedback zu geben, ihre Bedarfe und Bedürfnisse fokus-
siert zu formulieren und so dem Grad ihrer Zufriedenheit und der Zufriedenheit ihres Kin-
des/ihrer Kinder Ausdruck zu verleihen. Selbstverständlich erfolgt die Auswertung in ano-
nymisierter Form und Rückschlüsse auf einzelne Personen sind nicht möglich. 
2.6.6 Personalmanagement 
Die personelle Ausstattung unserer Kindertageseinrichtungen bezüglich Anzahl sowie 
Qualifikation der Fachkräfte und Leitungen richtet sich nach den jeweiligen landesge-
setzlichen Vorgaben. Die Personalauswahl erfolgt dezentral für die jeweilige Kinderta-
geseinrichtung. Den Bewerbungsgesprächen liegt ein einheitlicher Gesprächsleitfaden 
zu Grunde, der die Zuverlässigkeit der Auswahlentscheidung unterstüt zt. Sowohl für pä-
dagogische Fachkräfte als auch für Leitungskräfte gibt es Stellenbeschreibungen, die 
sie vor Beginn ihrer Tätigkeit in einer FRÖBEL-Einrichtung erhalten. 
Eine gute pädagogische Fachpraxis erfordert reflektiertes pädagogisches Handeln, die 
Auseinandersetzung mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die Vertiefung der 
eigenen berufsbezogenen Kompetenzen sowie die Weiterentwicklung professioneller 
Haltungen. Um unsere Fachkräfte darin zu unterstützen, bietet FRÖBEL über das FRÖBEL-
Bildungswerk ein umfangreiches Qualifizierungsprogramm an. Individuelle berufsbeglei-
tende Fort- und Weiterbildungen, Teamfortbildungen, kontinuierlicher kollegialer Fach-
austausch sowie die Möglichkeit von Zusatzausbildungen und akademischen Berufsab-
schlüssen si nd weitere wesentliche Elemente unseres Personalentwicklungskonzepts. 
Ebenfalls können Fachkräfte in anderen FRÖBEL -Einrichtungen hospitieren und sich in 
regionalen Arbeitskreisen zu pädagogischen Fragestellungen austauschen. Eine beson-
dere Möglichkeit zur  Fachkräftequalifizierung wurde mithilfe eines Konzepts von Fach - 
und Führungskarrieren realisiert, dass eine Karrieremöglichkeit bei FRÖBEL darstellt. 
Für sämtliche Fort - und Weiterbildungsaktivitäten unserer Mitarbeiter*innen besteht ein 
tariflich verankertes Recht auf Freistellung von der Arbeit für den Besuch dieser Veran-
staltungen mit einem Umfang von mindestens drei Arbeitstagen pro Jahr. Schließtage 
im Zuge der Fortbildungsinitiative des FRÖBEL -Curriculums ermöglichen den Teams ge-
meinsames Diskutiere n, Reflektieren und Verständigen. FRÖBEL -interne Fortbildungen 
sind für unsere Mitarbeiter*innen kostenlos. 
Neben Fortbildungen gehören zu den systematisch genutzten Instrumenten der Perso-
nalführung und -entwicklung: 
 Strukturierte Einarbeitung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 
 Regelmäßig stattfindende Teamberatungen 
 Jährliches Personalentwicklungsgespräch

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 Fachtage 
Einrichtungsleitungen sind bei FRÖBEL Führungskräfte und werden auf die Tätigkeit vor-
bereitet und unterstützt. Sie arbeiten effizient und au f den Standort abgestimmt mit ei-
nem eigenen Jahresbudget. Die Leitung arbeitet nach einem transparenten Leitungs-
konzept, für das unser Führungsleitbild (siehe Beilage FRÖBEL -Leitbild) Rahmen und Ori-
entierung bietet. Die Leitungen werden zudem durch regelmä ßigen Austausch unter-
stützt: 
 Monatliche Besprechungen aller Leitungskräfte mit der Geschäftsleitung und 
Fachberatung 
 Individuelle Besprechungen der Leitung mit der Geschäftsleitung 
 Regelmäßige Beratung, Begleitung und Unterstützung durch Fachberatung 
 Spezielle Fortbildungsangebote und Trainingsmaßnahmen 
Darüber hinaus steht jeder Leitung im Rahmen der Wirtschaftsplanung ein Jahresbudget 
für Supervision zur Verfügung. FRÖBEL bietet pädagogischen Fachkräften die Möglich-
keit, bei Fachfragen direkt, vertra ulich und unbürokratisch ein Coaching wahrzuneh-
men. Dazu wurde bei der vom FRÖBEL e.V. getragenen Erziehungs - und Familienbera-
tungsstelle CONRAT das „FRÖBEL-Fon“ eingerichtet. 
2.6.7 Kinderschutz 
Das Wohl und der Schutz der Kinder ist in unseren Einrichtungen obe rstes Gebot und ist 
im FRÖBEL -Kinderschutzkonzept „Kinder schützen – Eltern unterstützen – Erzieherinnen 
und Erzieher stärken“ festgeschrieben. Das FRÖBEL-Kinderschutzkonzept wurde erstma-
lig 2008/2009 entwickelt und ist mit dem Inkrafttreten des Bundeskind erschutzgesetzes 
2012 erweitert worden. Grundsätzlich werden drei Bereiche erfasst:  
▲ Das gesetzlich vorgeschriebene Kinderschutzverfahren bei Kinderschutzfällen  
nach § 8a – Reaktion auf Anzeichen einer Kindeswohlgefährdung außerhalb der 
Einrichtung: Hierzu  arbeitet ein internes Kinderschutznetzwerk mit verantwortli-
chen Kinderschutzbeauftragten und intern ausgebildeten Fachkräften vor Ort in 
den Regionen. Der Ablauf und die Dokumentation sind verbindlich geregelt. 
▲ Der institutionelle Kinderschutz – das Vorgehen, wenn die Kindeswohlgefährdung 
vermutlich von Mitarbeiter*innen an den zu betreuenden Kindern ausgeht. 
Grundlegend sind dabei die gesetzlich vor geschriebenen Voraussetzungen (e r-
weitertes Führungszeugnis) sowie die bei FRÖBEL zusätzlich gültigen Maßnahmen 
wie der Handlungsrahmen bzw. die „Persönliche Erklärung zum Kinderschutz“. 
Darüber hinaus sind vorrangig die präventiven Maßnahmen, auch in Verbindung 
mit dem FRÖBEL-Curriculum und der Umsetzung des Leitbildes und der Rahmen-
konzeption, umzusetzen. Das Ablaufverfahren im Falle einer vermutlichen Kinder-
schutzproblematik, ausgehend von Mitarbeiter*innen, steht in Verbindung mit 
dem professionellen Umgang mit diesbezüglichen Elternbeschwerden und akti-
viert in der Regel das Krisenmanagement von FRÖBEL.

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▲ Das Sexualpädagogische Konzept in Kindertagesstätten (sowie in anderen Berei-
chen der „Hilfen zur Erziehung“, insbesondere für die Tagesgruppe und die Wohn-
gruppe) und der Umgang mit sexuellen Übergriffen unter Kindern. 
Ein FRÖBEL-Kinderschutzordner dient als Nac hschlagewerk und Orientierungshilfe. Dort 
sind die Verantwortlichkeiten, die Verfahrensabläufe und die Dokumentation sowie ggf. 
die Meldung an das zuständige Jugendamt verbindlich geregelt. Bei Anzeichen einer 
möglichen Kindeswohlgefährdung bei von FRÖBEL betreuten Kindern und Familien er-
folgt eine Risikoabschätzung unter Hinzuziehung der internen regionalen FRÖBEL-Kinder-
schutzfachkräfte und ggf. der zentralen Kinderschutzkoordinatorin sowie externer Fach-
stellen vor Ort.  
Kinderschutz heißt auch, dass selbstverständlich gewaltfrei mit den uns anvertrauten Kin-
dern umgegangen wird. In einem gemeinsamen Fachaustausch und dem kontinuierlich 
geführten Reflexionsprozess im Team werden Haltung sowie die Wirkung von Worten und 
Handlungen geprüft. Dieser fest installierte Teamprozess stellt sicher, dass sich alle Mitar-
beiter*innen der Thematik sowie ihrer Verantwortung bewusst sind und sich nicht nur aus 
akutem Anlass damit auseinandersetzen. 
Beschwerden im Rahmen des Kinderschutzes werden vertrauensvoll, verantwortlich und 
immer mit der nötigen Ernsthaftigkeit behandelt. Ziel ist es, jederzeit den Schutz der Kin-
der zu gewährleisten, Missstände schnellstmöglich abzubauen und in der Konsequenz 
präventiv zu wirken. Vor diesem Hintergrund wurde in Nordrhein -Westfalen der Bereich 
Kinderschutz mit einer eigenen Stelle ausgeprägt. Als Kinderschutzbeauftragte ist Frau 
Carmen Breitsch zentrale Ansprechpartnerin für alle FRÖBEL-Kindergärten. 
3 Finanzmanagement 
Das Finanzmanagement für die geplante Einrichtung wird in enger Absprache zwischen 
der regionalen Geschäftsleitung und der Controlling-Abteilung sowie der Buchhaltung 
von FRÖBEL  in der Hauptgeschäftsstelle in Berlin durchgeführt. Über ein monatliches 
Budgetcontrolling, Berichtswesen und eine Liquiditätsplanung ist eine solide kaufmänni-
sche Führung gewährleistet. 
Der FRÖBEL-Haustarifvertrag 
FRÖBEL bietet als Arbeitgeber attraktive Leistungen, die eine Tätigkeit bei FRÖBEL für 
viele Bewerber*innen interessant gestalten. Hierzu gehört der im November 2009 mit der 
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) abgeschlossene Haustarifvertrag, der 
die arbeitsvertraglichen Bedingungen für alle Beschäftigten bei FRÖBEL regelt. Betriebli-
che Altersversorgung, Jahresarbeitszeitkonten, Regelungen z ur Höhergruppierung auf 
der Grundlage einer fachlichen Qualifikation (Fort - und Weiterbildung) sowie die Zah-
lung eines Mindestlohns auch für Hilfs - und Wirtschaftskräfte sind nur einige Eckpunkte 
dieses Tarifvertrags. Die Eingruppierung des Personals erfolgt gemäß der Position und der 
Qualifikation. Um eine Kontinuität in der Betreuung zu gewährleisten und dem Personal 
eine langfristige Perspektive zu bieten, schließt FRÖBEL vor allem unbefristete Arbeitsver-
träge ab. Ein Stufenaufstieg ist über den Besuch von Fort- und Weiterbildungen möglich, 
für die entsprechend Fortbildungspunkte (FP) zuerkannt werden.

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Einen Einblick in die aktuelle Entgelttabelle für pädagogisches und technisches Personal 
des Haustarifvertrages von FRÖBEL mit Gültigkeit seit dem 01. Juli 2020 befindet sich im 
Anhang (siehe 4.1 FRÖBEL -Haustarifvertrag). Weitere Leistungsmerkmale des Haustarif-
vertrages haben wir in einem Leporello zusammengefasst, welches Sie als Anlage zu 
dieser Interessenbekundung erhalten. 
4 Finanzierung 
Als frei gemeinnütziger Träger bestätigt FRÖBEL im Falle einer positiven Trägerschaftsent-
scheidung den im Kinderbildungsgesetz verankerten Trägeranteil in Höhe von 7,8 Pro-
zent an den entstehenden Betriebskosten.  
FRÖBEL erklärt, dass die Einrichtung betriebsbereit und gene hmigungsfähig, einschließ-
lich der erforderlichen Außenanlagen  (inkl. Spielgeräte) durch den Vermieter  überge-
ben wird. Die Stadt Münster unterstützt den Träger der Einrichtung mit einem Investitions-
kostenzuschuss in Höhe von maximal 60.000 € zur  Anschaffung der Erstausstattung pro 
neu geschaffener Gruppe, somit beläuft sich der gesamte, maximale Investitionskosten-
zuschuss auf 300.000 €. 
Sollten darüber hinaus Mittel für die Ausstattung des Kindergartens erforderlich sein, wird 
FRÖBEL diese aus Eigenmitteln einbringen. Sofern zum Zeitpunkt der angestrebten Eröff-
nung weitere Fördermittel erreichbar sind, so wird FRÖBEL einen entsprechenden Antrag 
stellen, um den Anteil der Eigenfinanzierung zu reduzieren.  
Die Refinanzierung des Trägeranteils erfolg t durch die anrechenbaren Eigenleistungen 
als auch durch Spenden. Die Kostenanteile für Verwaltung und Overhead entsprechen 
den im Kinderbildungsgesetz festgeschriebenen Maximalwerten. Die Einnahmen aus Es-
sensgeldern betragen pro Kind rund 60 Euro im Monat , zzgl. Einnahmen für die Verpfle-
gung von eigenen Beschäftigten. Für die Berechnung des Essensgeldes wurde eine 
Frischkochküche zugrunde gelegt. 
FRÖBEL steht zur gemeinsamen Feinabstimmung der Baupläne zur Verfügung. FRÖBEL 
hat allein in den letzten zwei Jahren bundesweit 30 neue Kindergärten eröffnet und ver-
fügt über ein hohes Maß an Erfahrung. Unsere hauseigenen Architekten unterstützen die 
Planungsprozesse daher fundiert und praxisnah. Diese Erfahrung bringen wir gerne auch 
in die durch die Stadt Münster eingebrachten Einbauten ein. FRÖBEL steht für diese Trä-
gerschaft als Mieter und für eine zielgerichtete Abstimmung und Projektentwicklung zur 
Verfügung. Ferner ist die Annahme, dass die geplanten Raumgrößen und Quadratme-
terpreise den durch das Kinderbildu ngsgesetz refinanzierten Werten entsprechen und 
als Planungsgrundlage dienen. Sofern eine Überschreitung der refinanzierten Mietflä-
chen bzw. Quadratmeter vorliegt, geht FRÖBEL davon aus, dass die möglicherweise 
entstehenden Mehrkosten durch eine kommunale Sonderförderung ausgeglichen wer-
den.

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4.1 FRÖBEL-Haustarifvertrag  
 
 
*) Bezogen auf das jeweilige Landesmodell - Tätigkeitsvergütung einschließlich Freistellung für die Ausbildung

Anlage_3.1_educcare_Bewerbung_Sonja Kutner Weg

2996 Zeichen

educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH ■ Alter Markt 36 - 42 ■ 50667 Köln Kerstin Seitz  
Projektentwicklung und -management 
Fon 0221 466 194 73 
Mobil 0151 157 711 59 
Fax 0221 466 194 99 
kerstin.seitz@educcare.de 
educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH ■ Alter Markt 36 - 42 ■ 50667 Köln ■ Fon 0221 466 194 00 ■ Fax 0221 466 194 99 ■ E-Mail info@educcare.de  
Sparkasse KölnBonn ■ BIC COLSDE33 ■ IBAN DE69 3705 0198 0144 8629 50 ■ Geschäftsführer: Marcus Bracht, Axel Thelen ■ AG Köln HRB: 48030 ■ 
Steuernr. 215/5864/0713 ■ Beirat: Dr. Patrick Adenauer, Dr. Günter Bulk, Dr. Roland Bernecker, Prof. Dr. Henning Wode 
Interessenbekundung für Kindertageseinrichtungen in Münster   Köln, 30. Nov. 2020 
Ausschreibungen 01/2020, 02/2020, 03/2020 
 
Sehr geehrte Frau Kratz-Trutti, 
sehr geehrte Frau Gerick und Frau Fritzen, 
 
hiermit bekunden wir unser Interesse an der Übernahme folgender Trägerschaften in Münster: 
- (01/2020) Kindertageseinrichtung Grevener Str. im Stadtteil Uppenberg  
- (02/2020) Kindertageseinrichtung Sonja-Kutner-Weg (Oxford Quartier) im Stadtteil Gievenbeck  
- (03/2020) Kindertageseinrichtung Langebusch (Moldickx Quartier) im Stadtteil Kinderhaus 
Wie bereits bekannt benötigen wir zur Umsetzung unserer Qualität die zusätzliche freiwillige 
kommunale Förderung der Stadt Münster. Basierend auf dieser Annahme bieten wir die Übernahme 
folgender Trägereigenanteile an:  
- (01/2020) Kindertageseinrichtung Grevener Str. 5,3%  
- (02/2020) Kindertageseinrichtung Sonja-Kutner-Weg (Oxford Quartier)  5,3%  
- (03/2020) Kindertageseinrichtung Langebusch (Moldickx Quartier)  4,5%  
Unser Ihnen bereits vorliegendes Angebot für die Einrichtung in Kinderhaus (03/2020) ist unverändert 
und aufgrund der Größe der Einrichtung sowie interner Planungsparameter und -abläufe valide. 
Die bereits kommunizierten Trägeranteile für die Einrichtungen in Gievenbeck (02/2020) und 
Uppenberg (01/2020) haben wir angehoben und übersenden Ihnen anhängend die entsprechenden 
Angebote.  
Die Anpassungen gehen im Wesentlichen auf räumliche Nähe, intensive Gespräche mit der 
educcare-Einrichtung in Mecklenbeck, Optimierung der Personalstruktur sowie einer Detailprüfung 
der jeweiligen Sozialräume und sich daraus insgesamt ergebende Synergien zurück. Da sich dieser 
Effekt mit jeder zusätzlichen educcare-Kita in Münster verstärkt, stehen wir auch der Übernahme 
mehrerer Trägerschaften im Rahmen der aktuellen Ausschreibungsverfahren ausgesprochen positiv 
gegenüber. 
Wir würden uns freuen auf dieser Basis die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Stadt Münster 
auszuweiten und die Verantwortung für weitere Einrichtungen zu Rahmenbedingungen zu 
übernehmen, die uns nachhaltig frühkindliche Bildung auf höchstem Niveau ermöglichen.   
Für Rückfragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung. 
Mit freundlichen Grüßen, 
 
 
Kerstin Seitz 
Projektentwicklung 
 
 
Stadt Münster 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 
Frau Kratz-Trutti 
 
48127 Münster

Anlage_8.4_Villa Luna_Ernährungskonzept_Sonja Kutner Weg

49570 Zeichen

ERNÄHRUNGSKONZEPT  
„Ein guter Start währt ein Leben lang.“ 
„A good start lasts a life time.“

- 1 - 
 
Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
   
 
 
 
 
 
 
Inhalt 
 
1. Vorbemerkungen ...................................................................................................... - 2 - 
1.1. Entstehung des Ernährungskonzepts .................................................................. - 2 - 
1.2. Verankerung im Villa Luna Rahmenkonzept ........................................................ - 2 - 
1.3. Bildungsgrundsätze zum Thema Ernährung in der Kita ....................................... - 3 - 
2. Hintergrundwissen ................................................................................................... - 4 - 
2.1. Ernährung bei Villa Luna ..................................................................................... - 4 - 
2.2. Entwicklungstabelle ............................................................................................. - 4 - 
3. Bildungssituation Mahlzeit ...................................................................................... - 8 - 
3.1. Räumlichkeiten .................................................................................................... - 8 - 
3.2. Tischatmosphäre und Möglichkeiten gestalten .................................................... - 9 - 
4. Mitwirkung und Mitsprache ................................................................................... - 10 - 
   4.1       Partizipation in Essenssituationen .................................................................... - 10 - 
4.2. Was ist beim Essen erlaubt? ............................................................................. - 10 - 
4.3. Mahlzeiten ......................................................................................................... - 12 - 
4.4. Probierhappen ................................................................................................... - 12 - 
4.5. Belohnung und Bestrafung ................................................................................ - 13 - 
5. Unsere pädagogischen Leitsätze .......................................................................... - 13 - 
6. Umgang mit Allergien ............................................................................................ - 14 - 
7. Elternbeteiligung .................................................................................................... - 15 - 
8. Anhang .................................................................................................................... - 15 - 
8.1. Empfehlenswerte Produkte bei „Kuhmilch“-Allergie/Milcheiweißallergie ............ - 15 - 
8.2. Snacks für Kinder .............................................................................................. - 16 - 
8.3. Nahrungsmittelliste Villa Luna ........................................................................... - 18 - 
 
Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit verwenden wir die männliche Sprachform bei personenbezoge-
nen Substantiven und Pronomen. Dies soll keinesfalls eine Benachteiligung anderer Geschlechter im-
plizieren, sondern ist im Sinne der sprachlichen Vereinfachung als geschlechtsneutrale Formulierung 
zu verstehen.  
Ernährungskonzept

- 2 - 
 
Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
   
1. Vorbemerkungen 
1.1. Entstehung des Ernährungskonzepts 
„Die Hand ist jenes feine, komplizierte Organ, das der Intelligenz gestattet, nicht bloß 
kundzugeben, sondern in ganz bestimmten Beziehungen zur Umwelt zu treten.“1  
 
Eine gute Verpflegung von der Krippe bis zum Kindergarten/Elementarbereich ist ein 
gesetzlicher Auftrag und eine große Herausforderung für alle Bildungseinrichtungen. Unsere 
Köche, Mitarbeiter in den Kindertagesstätten (folgend: Kitas), Eltern sowie der Träger haben 
ein gemeinsames Ziel: Wir wollen ein qualitativ hochwertiges, vollwertiges Essen, das gesund 
ist, schmeckt und bezahlbar ist. 
Gleichzeitig spielt das Thema Ernährung in der Kita eine immer wichtigere Rolle, denn die 
Kinder verbringen zunehmend mehr und immer früher Zeit in der Kita. So sind auch die 
Essenssituationen wichtige Bildungsmomente, die einen hohen Stellenwert einnehmen. 
Als vier wichtigste Leitgedanken im Bildungsbereich Ernährung gelten bei Villa Luna demnach: 
 
1. Gesundheit  
2. Wertschätzung  
3. Nachhaltigkeit    
4. Ökonomie 
 
Aus diesen Gründen hat Villa Luna im Jahr 2018 den Arbeitskreis „Ernährung“ gegründet, 
welcher das Ziel hatte, das vorliegende Konzept und einen pädagogischen Leitfaden zu 
erarbeiten. Der Arbeitskreis setzt sich aus Trägervertretern und Einrichtungsleitungen 
zusammen. 
Das vorliegende Konzept soll ab 2020 in die tägliche Arbeit aller Villa Luna Einrichtungen 
implementiert werden. Es wird jährlich evaluiert und weiterentwickelt. 
 
 
1.2. Verankerung im Villa Luna Rahmenkonzept 
 
Unsere wichtigste Aufgabe ist es, jedem von uns betreuten Kind die Chance auf eine 
bestmögliche Entwicklung zu geben. Die ersten sechs Lebensjahre bilden eine sehr prägende 
Phase des menschlichen Lebens, weshalb wir Kindern besonders in dieser Zeit den 
Entwicklungsspielraum und die Aufmerksamkeit geben möchten, die sie für ihre individuelle 
Entfaltung benötigen. Hierzu sollte, unserer Ansicht nach, jedes Kind so früh wie möglich 
vielfältige Entdeckungsmöglichkeiten in unterschiedlichen Themenfeldern geboten 
bekommen. Mit unserem ganzheitlichen Konzept möchten wir das Fundament für eine 
gesunde Entwicklung legen. 
 
Basierend auf den Bildungsgrundsätzen NRW beinhaltet das Villa Luna Rahmenkonzept zwei 
große Schwerpunkte: 
 
 Körper, Gesundheit und Ernährung, 
 Bewegung. 
  
 
1 Maria Montessori 1996a:89

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
   
 
Kinder entdecken sich und ihre materielle sowie personale Umwelt durch Bewegung und 
machen sie sich über Körper und Sinne zu Eigen. Zudem sind sie von Natur aus neugierig und 
experimentierfreudig. Unsere Hauptaufgabe liegt darin, sie auf diesem Weg achtsam und 
umsichtig zu begleiten und ihnen vielfältige Anregungen für eine gesundheitsbewusste 
Lebensweise an die Hand zu geben. 
Beide oben genannten Schwerpunkte haben zum Ziel, unseren Kindern ein positives 
Selbstwertgefühl für eine stabile Entwicklung zu vermitteln. Besonders in der heutigen Zeit, die 
geprägt ist durch Hektik und Zeitnot, ist dies besonders wichtig. 
 
 
1.3. Bildungsgrundsätze zum Thema Ernährung in der Kita  
Bildungsgrundsätze NRW  
In den Bildungsgrundsätzen NRW heißt es dazu: 
„Körperliches und seelisches Wohlbefinden ist eine grundsätzliche Voraussetzung für die 
Entwicklung und Bildung und ein Grundrecht von Kindern. Die Wahrnehmung des eigenen 
Körpers und die Erfahrungen seiner Wirksamkeit sind grundlegende Erfahrungen für jedes 
Kind. Der erste Bezugspunkt des Kindes ist sein Körper mit seinen Bewegungen, Handlungen 
und Gefühlen […] Über Tasten, Fühlen und Saugen begreifen Kleinkinder die Welt. Sie 
entwickeln ihr Selbstkonzept und ihre Identität und gewinnen dadurch Vertrauen in die eigenen 
Fähigkeiten.“2 
 
Berliner Bildungsprogramm 
Im Berliner Bildungsprogramm für Kitas und Kindertagespflege heißt es dazu:  
„Eine ausgewogene Ernährung ist eine wesentliche Bedingung für die körperliche, emotionale 
und geistige Entwicklung eines Kinder […] Essen in der Kita ist sinnliches Erleben, Genuss, 
Gefühl, Austausch, Ritual, Rhythmus und Bildung gleichermaßen (…)“3 
 
Orientierungsplan Niedersachsen 
Der Orientierungsplan für Bildung und Erziehung im Elementarbereich niedersächsischer 
Tageseinrichtungen für Kinder äußert sich folgendermaßen: 
„Förderung von Bewegung und Gesundheit bedeutet auch eine Orientierungshilfe in Hygiene 
und Ernährungsfragen. Die besorgniserregende Zunahme von Übergewicht bereits bei Schul-
anfängern macht deutlich, dass auch der Tageseinrichtung eine hohe Verantwortung bei der 
Prävention kindlicher Fehlernährung zukommt. Wenn gesundes Essen ansprechend angebo-
ten, gelegentlich auch gemeinsam zubereitet wird, werden Körper und Sinne zugleich erreicht 
und können Ernährungsgewohnheiten positiv beeinflusst werden.“4 
 
Hamburger Bildungsempfehlungen 
In den Hamburger Bildungsempfehlungen für die Bildung und Erziehung von Kindern in 
Tageseinrichtungen heißt es: 
„Eine ausgewogene Ernährung ist eine wesentliche Bedingung für die gesunde körperliche, 
emotionale und geistige Entwicklung eines Kindes. Kindertageseinrichtungen sind Orte, an 
denen Kinder in vielfacher Weise mit Wissen und Fertigkeiten bezüglich gesunder Ernährung 
bekannt werden und eine positive Esskultur erleben. In regelmäßigen und gemeinsamen 
Mahlzeiten werden sie vertraut mit vielfältigen und vollwertigen Nahrungsmitteln. Kinder 
erfahren, dass gesunde Ernährung auch Spaß machen kann. Sie können sich aktiv an der 
 
2 Bildungsgrundsätze NRW, S. 84. 
3 Berliner Bildungsprogramm, S. 71. 
4 Orientierungsplan für Bildung und Erziehung im Elementarbereich niedersächsischer Tageseinrich-
tungen für Kinder, S. 19.

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
   
 
 
Auswahl der Lebensmittel, sowie der Planung und Zubereitung von Mahlzeiten beteiligen. Das 
gemeinsame Essen in einer ansprechenden Atmosphäre hat einen positiven Einfluss auf das 
individuelle Sozialverhalten und die soziale Gemeinschaft. Die Art der Ernährung und des 
gemeinsamen Essens ist in vielen Kulturen unterschiedlich ausgeprägt – die Kita ermöglicht 
den Kindern mit dieser Vielfalt vertraut zu werden.“5 
 
2. Hintergrundwissen 
2.1. Ernährung bei Villa Luna 
 
In der 1986 von der WHO veröffentlichten Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung ist 
folgendes definiert:  
 
„Um ein umfassendes körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden zu erlangen, ist es 
notwendig, dass sowohl einzelne als auch Gruppen ihre Bedürfnisse befriedigen, ihre 
Wünsche und Hoffnungen wahrnehmen und verwirklichen sowie ihre Umwelt meistern bzw. 
sie verändern können“6. 
 
Kinder haben von Geburt an ein vorhandenes Interesse, sind neugierig und explorieren gerne. 
Das gilt auch für Essenssituationen. Im Krippenalter befinden sich Kinder in einer 
entwicklungspsychologischen Phase, in der sie in erster Linie noch mit sich selbst und ihrer 
Autonomiebestrebung beschäftigt sind.  
Aus diesen Gründen stehen bei Villa Luna auch beim Thema Ernährung die Bedürfnisse und 
Ressourcen jedes Kindes an erster Stelle, denn jedes Kind soll die Erfahrung machen dürfen, 
dass der Esstisch ein Ort der Freude und des Genießens ist. Essen soll Spaß machen, ein 
Gefühl des Genusses vermitteln und im besten Fall als Qualitätszeit empfunden werden. 
Vorherrschende Vorstellungen der Erwachsenen, die der eigenen Sozialisation entspringen, 
müssen reflektiert werden, um diesbezüglich Kindern im Krippen- und Kindergartenalter 
gerecht werden zu können. So trägt zum Beispiel das selbständige Auftun zur 
Selbstwirksamkeitserfahrung bei. Außerdem sollte den Kindern ein fließender Übergang von 
Spiel, Essen, Pflege und Schlafen ermöglicht werden, ohne dass dieser für Kinder und 
Erzieher zur „Fließbandarbeit“ wird. 
 
2.2. Entwicklungstabelle  
 
Lebens-
alter in 
Monaten 
Sinne/Organe/ 
Motorik 
Was das Kind 
schon kann 
Was das Kind essen 
sollte 
Forderungen für die 
Kita 
Ab der 
Geburt 
Sinne sind alle 
funktionsfähig, 
aber unterschied-
lich entwickelt 
 
Such- und Saug-
reflex 
Saugen 
 
Schlucken 
Nur Muttermilch  
(Stillen nach Bedarf und 
solange erwünscht das 
ganze erste Lebensjahr) 
bzw. industriell hergestellte 
Säuglingsmilch Pre- und 
1er-Nahrung 
 
 
5 Hamburger Bildungsempfehlungen für die Bildung und Erziehung von Kindern in Tageseinrichtun-
gen, S. 55. 
6 Ottawa Charta 1986, S. 58.

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
   
 
Zungenstreck- 
und Zungenstoß-
reflex 
 
≥ 4 Beginn der Kopf-
kontrolle 
 
Auge-Hand-Koor-
dination 
Angelehnt am Körper 
des Erwachsenen 
auf dem Schoß sit-
zen 
 
Dinge greifen und in 
den Mund stecken 
Füttern im „Fütterungs-
sessel“ 
 
Eingeplante Zeiten mo-
torischer Übungen mit 
dem Säugling (Kopfkon-
trolle) 
 
Angebot von (giftfreien) 
Greifspielzeugen (hapti-
sche angepasste Ober-
fläche, unterschiedliche 
Greifmöglichkeiten, 
speichelfestes Material), 
die das „Mundeln“ und 
Beißen ermöglichen 
 
≥ 5 Verdauung von 
Stärke 
 
Durch Kopfkon-
trolle und Über-
windung der Zun-
genreflexe Essen 
vom Löffel neh-
men 
Zungenstreckreflex 
muss überwunden 
werden 
 
Gefüttert werden 
 
Essen ohne zu sau-
gen 
 
Brei verdauen 
Frühestmöglicher Beginn 
Beikost (nach Kind/Ent-
wicklung verschieden) 
komponentenweise 
 
Gemüse-Kartoffel-Fleisch-
Brei, beginnend mit Ge-
müse 
Rezept beachten: Nicht 
würzen und salzen (auch 
nicht süßen) 
 
Behutsames heranfüh-
ren an die Breikost in ei-
ner ruhigen Atmo-
sphäre, auf dem Schoß, 
unterstützend mit einer 
positiven Mimik, zuge-
wandter Haltung und si-
muliertem „Mitessen“ 
(Mundbewegungen vor-
machen) 
 
„Weiche“ Löffel aus Sili-
kon (Metall ist zu hart 
und leitet die Wärme der 
Speise) 
 
5-7 Auge-Hand-Mund-
Koordination 
Selbstständig Essen 
zum Mund zu führen 
kann wegen Schluck-
Atem-Koordination 
noch problematisch 
sein 
 
Milch und stufenweise 
Breikost 
Zugewandtes Füttern 
 
Erst mit motorischer 
Entwicklung zum freien, 
selbständigen Sitzen 
dann im geeigneten 
Hochstuhl, Essbank     
oder auf dem Hocker mit 
Tisch 
 
Entwicklungsgerechte 
Essplatzgestaltung 
(auch Geschirr, Besteck, 
rutschfeste Unterlage) 
 
Füttern mit Blickbezie-
hung gegenüber 
 
5-8 Mittlere untere 
Schneidezähne 
 
Abbeißen von (wei-
chen) Lebensmitteln 
 
Beikost bzw. Breikost-
phase 
5-9 Mit beiden Hän-
den greifen und 
halten 
Flasche selbständig 
halten (spätestens 
bis 12. Monat) 
 
Weiter Milch und Breikost 
 
 
 
 
 
 
Sitzen und Hände 
frei nutzen 
 
Pinzettengriff 
 
Zangengriff 
Lernen, Essen in den 
Mund zu stecken und 
mit dem Löffel zu es-
sen 
Milch-Getreide-Brei (6.-8. 
Monat) 
 
Beginn des selbständigen 
Essens

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
   
 
 
6-10 
 
 
 
 
Mit Daumen und ge-
strecktem Zeigefin-
ger kleine Gegen-
stände nehmen und 
zum Mund führen 
Brotstücke  selbst greifen 
und in den Mund stecken 
Schrittweise in die Zwei-
Löffel-Methode einstei-
gen, dem Kind mit eige-
nem Löffel das Einüben 
ermöglichen und behut-
sam zu füttern 
 
Mit Daumen und ge-
bogenem Zeigefinger 
Objekte greifen und 
festhalten 
Speisestücke greifen und 
selbst in den Mund stecken 
 
Das Kind begleiten, um 
Verschlucken zu vermei-
den 
 
 
 
 
 
 
Ab dem 10. Monat ge-
zielt auch stückige Kost 
anbieten, um die Lust 
des Greifens und In-
den-Mund-Schiebens zu 
fördern 
 
 
 
 
 
≥7 Auge-Hand Koor-
dination Objekte 
als Werkzeug nut-
zen 
Mit dem Löffel Nah-
rung aufnehmen 
 
Aus Tasse oder Glas 
trinken 
Getreide-Obst-Brei (7.-9. 
Monat), danach können  
alle Breie gegessen wer-
den 
 
Ab dem 10. Monat: stü-
ckige Kost  
 
Kinder vertragen noch 
nicht gut: Frittiertes, scharf 
Gebratenes, stark Gewürz-
tes, Salz 
 
Vorsicht vor pathogenen 
Mikroorganismen: Keine 
rohen Fleisch-, Fisch- oder 
Eiprodukte, kein Honig; 
Hygienevorschriften beach-
ten! 
 
Kind will Nahrungsmittel/ 
Speisen getrennt probieren 
( z.B. Brotbelag getrennt 
vom Brot) 
Auch bei zunehmender 
Selbständigkeit während 
der ganzen Mahlzeit be-
gleiten 
 
Entwicklungsgerechte 
Essplatzgestaltung (Ge-
schirrgröße und -form, 
rutschfeste Unterlage 
etc.), eine Auswahl an 
Ess-Werkzeugen in 
Greifnähe bereitlegen 
 
Übersichtliche Präsenta-
tion von Speisen auf 
dem Tisch, Speisen 
nicht vermischen, son-
dern getrennt wahrneh-
men lassen 
 
Speisen erst nach An-
blick durch die Kinder 
mit der Gabel verarbei-
ten (Wahrnehmen der 
Komponenten) 
 
Gezielte sprachliche Be-
gleitung der Blicke des 
Kindes auf die Speisen; 
die Speisen beschrei-
bend 
 
Schrittweise Einführung 
von Gesten zur Be-
schreibung des Genus-
ses und Geschmackes  
(z.B. Bauchstreichen 
„Mmhh“) 
 
≥8-9 Gezieltes Be-
obachten 
 
Imitieren und sen-
somotorische In-
tegration:  
Gesehenes nach-
machen können 
Nahrung und Spei-
sen visuell begutach-
ten 
 
Zunehmend selbst 
essen wollen und da-
bei den Umgang mit 
Werkzeug, Geschirr 
und Besteck nach-
machen 
 
Andere füttern (wol-
len) 
 
≥9 Durch weitere mo-
torische Entwick-
lung zunehmend 
Interesse, selb-
ständig zu essen 
Versuchen, selbst zu 
essen  
 
Speisen der Erwach-
senen probieren wol-
len

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
   
≥9-12 Kognitive Entwick-
lung unterstützt 
durch Wahrneh-
mung und Nach-
ahmung die Ent-
wicklung motori-
scher Fertigkeiten 
Mit Werkzeugen und 
Lebensmitteln expe-
rimentieren 
 
Den Vorgang des 
Essens nachspielen 
 
 
Übergang zur Familien-
/Gemeinschaftsmahlzeit, 
aber keine rohen Fleisch-
Fisch- und Eierprodukte, 
keine Rohmilchprodukte, 
kein Honig! 
 
Kombination von Milch und 
Beikost 
 
Angepasster Speiseplan 
mit Komponenten aus der 
dem Kind bekannter Fami-
lienkost, um die Akzeptanz 
der Gemeinschaftskost zu 
erhöhen 
Die Lust an Nachah-
mung unterstützen 
durch Alltagsmaterialien 
aus Hauswirtschaft und 
Küche im Spielbereich: 
z.B. Schüsseln verschie-
dener Größen anbieten 
zum Ineinander stellen 
oder Reihe bilden 
10-12 Zunahme an mo-
torischer Sicher-
heit 
 
Erkundungsdrang 
Sachen heranziehen 
 
Räumen 
 An Körpergröße des 
Kindes angepasste 
Möblierung: 
Das Kind sitzt frei, hält 
das Gleichgewicht und 
ist nicht durch Armleh-
nen beeinträchtigt; die 
Füße können gut auf 
dem Boden stehen, der 
Tisch ist nicht zu hoch 
(kurz über dem Bauch-
nabel des sitzenden Kin-
des) und ermöglicht ein 
freies Hantieren 
 
11-18 Auge-Hand-Mund-
Koordination 
 
Werkzeug-Ge-
brauch 
Eigenständig ohne 
Hilfe mit Löffel und 
später Gabel essen 
Gemeinschaftsmahlzeit: 
Kombination von ggf. Mut-
termilch und drei Haupt- 
und zwei Zwischenmahl-
zeiten 
 
Wichtig: Langsame Ge-
wöhnung an Mahlzeiten-
rhythmus 
 
Kinder vertragen immer 
noch nicht gut: Frittiertes, 
scharf Gebratenes, stark 
Gewürztes, Salz 
 
Weiter Vorsicht bei Keim-
belastung! 
 
Bei Speiseplanung darauf 
achten, dass die Speisen 
verschiedene Konsistenz 
haben, um Kauen und 
Schlucken zu trainieren 
und die Möglichkeit der 
Zähne zum Kauen zu ent-
decken 
 
Unterschiedliches kind-
gerechtes Besteck und 
Geschirr zum Auspro-
bieren und Erkunden; 
Schalen mit nach innen 
gewölbtem Rand er-
leichtert das Essen 
 
Kleine Geschirrgrößen 
erleichtern das selbstän-
dige Auffüllen kleiner 
Mengen 
 
Speisenpräsentation 
übersichtlich und in 
Glasschüsseln gut nach-
vollziehbar 
 
Kleine Portionen (für je 
ein Kind) erleichtern 
Auswahl und selbständi-
ges Auffüllen 
 
 
 
12-18 
Weitgehende Ab-
lösung der Mund-
reflexe durch 
Rotierende Mundbe-
wegungen zur Zer-
kleinerung der Nah-
rung 
Zur Verfügung stellen 
von Tasse und Glas, de-
ren Rand leicht nach au-
ßen gewölbt ist, um das

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
   
Mund-Ess-Bewe-
gungen (Schluck-
reflex bleibt)  
 
Wiederholung (gibt Sicher-
heit) mit Einführung von 
neuem Geschmack ab-
wechseln 
 
Speisen vorsehen, die mit 
der Gabel aufgespießt wer-
den können 
Umgewöhnen von Sau-
ger auf Behältnis zu er-
leichtern 
 
Kleine Tassen und Glä-
ser (am besten transpa-
rent und ohne Henkel) 
können Kinder beidhän-
dig selbst greifen und 
halten 
 
12-18 Hand-Mund-
Schluck-Bewe-
gungen koordinie-
ren 
Eigenständig ohne 
Hilfe aus einer nor-
malen Tasse oder ei-
nem Glas trinken 
14-15 Backenzähne Kauen Zähneputzen nach der 
Hauptmahlzeit spiele-
risch im Waschraum vor 
dem Spiegel einführen; 
die Entdeckung der 
Zähne unterstützen 
 
18-24  Allein und zuneh-
mend ohne zu Kle-
ckern selbständig mit 
dem Löffel und spä-
ter der Gabel essen 
Zur Verfügung stellen 
von im Eigengewicht 
ausgewogenem Be-
steck, das das Hantie-
ren unterstützt 
Zu jedem Essen das 
volle Besteck anbieten 
 
Den Übergang in etwas 
größere Tischgemein-
schaften ähnlich kompe-
tenter Kinder anbieten 
und begleiten 
 
(Vgl. Methfessel, Höhn & Miltner-Jürgensen: Esskalender, 2015) 
 
3. Bildungssituation Mahlzeit 
3.1. Räumlichkeiten  
„Kinder brauchen klare Strukturen und Übersichtlichkeit in ihren Lern- und Lebensräumen.“7 
Dieses Zitat möchten wir in unseren Einrichtungen bei der Raumgestaltung integrieren. Grund-
sätzlich möchten wir allen Kindern eine angenehme Essenserfahrung ermöglichen, die lang-
fristig eine positive Erinnerung schafft (hierzu mehr in "Partizipation und Rolle der Erzieherin"). 
Essen ist schließlich keine Belohnung, sondern eine Selbstverständlichkeit.  
Bei Villa Luna sollen Mahlzeiten grundsätzlich in einer gemütlichen, appetitlichen und willkom-
menen Atmosphäre eingenommen werden. Dies kann in den Gruppenräumen, aber auch auf 
dem Außengelände oder auf Ausflügen geschehen (z.B. Picknick im Sommer).  
Hierbei ist es wichtig, die Bedürfnisse der Kinder in den Vordergrund zu stellen. Dabei geht es 
nicht nur ausschließlich um den Umgang, die Essenszubereitung und die Speisen, sondern 
 
7 https://kindergartenpaedagogik.de/fachartikel/raumgestaltung/innenraeume/2222

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
   
auch um den Rahmen, den wir als Kindertagesstätte und als pädagogische Fachkräfte schaf-
fen. 
Die Zimmertemperatur sollte angenehm sein: Eine Temperatur "von 20 bis 24° C wird als an-
genehm empfunden"8. Jeder Gruppenraum/jedes Bistro ist mit altersgerechten Tischen aus-
gestattet, an denen sich die Kinder selbstständig hinsetzen und aufstehen können. Die Kinder 
essen an kleinen Tischen mit maximal 5-6 Kindern. Selbstverständlich ist eine Unterstützung 
durch die pädagogische Fachkraft hier wünschenswert, wenn ein Kind noch Schwierigkeiten 
bei diesem Bewegungsablauf hat. Diese Unterstützung ist immer sprachlich zu begleiten. 
 
3.2. Tischatmosphäre und Möglichkeiten gestalten 
Eine positiv erlebbare Tischatmosphäre mit selbst gebasteltem Tischschmuck oder frischen 
Blumen, mit anregenden Gesprächen und ausreichend Zeit, um in einem individuellen Tempo 
zu essen, stärkt die Genussfähigkeit. Bei Villa Luna wird Porzellangeschirr für die verschiede-
nen Mahlzeiten genutzt. Servietten als Tellerersatz sind nicht gestattet. Plastikgeschirr dient 
nur auf Ausflügen oder im Außenbereich als Alternative.  
Jedem Kind sollte ermöglicht werden, zu erkennen, welche Speisen auf dem Tisch angeboten 
werden. Einzelne Essenkomponenten sind in Glasschüsseln zu servieren, damit auch die klei-
neren Kinder das Angebot erkennen können.  
Jedes Kind bekommt (seinem Entwicklungsstand und Alter entsprechend) ein eigenes Be-
steckt. Das bedeutet: Jedes Kind erhält zur Mittagsmahlzeit eine Gabel, ein Messer und einen 
Löffel, um eigenständig entscheiden zu können, mit welchem Hilfsmittel es die Mahlzeit zu 
sich nehmen möchte. Darüber hinaus hat es so die Möglichkeit, sich auszuprobieren.  
Kleine Kannen und kleine Flaschen mit Wasser oder Tee müssen zu jeder Mahlzeit ausrei-
chend vorhanden sein, damit die Kinder sich selbstständig bedienen können. Teller mit Le-
bensmitteln sind grundsätzlich mit einer Gabel (als Zulege-Besteck) zu versehen, um die Hy-
gienevorschriften einzuhalten.   
Bei jeder Mahlzeit wird ein Eimer mit einem Lappen in Sichtweite der Fachkraft dazu gestellt, 
damit die Kinder selbstständig den Tisch reinigen können, oder sich selbstständig helfen kön-
nen, wenn sie etwas verschüttet haben. Jedes Kind darf selber entscheiden, ob es ein Lätz-
chen tragen möchte oder nicht. Die Kinder werden motiviert, die Lätzchen selbstständig anzu-
ziehen (Lätzchen mit Gummizug, Druckknopf, Klettverschluss).  
Die Kinder bekommen die Möglichkeit, den Tisch selbstständig zu decken und abzuräumen. 
Hierzu sollten Teller, Besteck, Gläser und andere Utensilien auf Kinderhöhe angeboten wer-
den, um die Eigenständigkeit zu fördern.  
Zum gedeckten Tisch zählen:  
- Genug Platz für jedes Kind am Tisch 
- Saisonale/jahreszeitliche/festliche Tischdekoration (z.B. aus dem Garten gepflückt o-
der auf dem Ausflug gesammelt). Minimum: Tischset in der Mitte mit kleiner Dekoration  
- Bei Bedarf: Servietten, Tischdecken, … 
 
8 http://www.sichere-kita.de/gruppenraum/allgemeine_anforderungen/raum_klima/01.htm

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
   
 
4. Mitwirkung und Mitsprache 
4.1. Partizipation in Essenssituationen  
Indem das Kind bei der Nahrungsaufnahme eine aktive Rolle einnimmt, wird es in vielen Be-
reichen gefördert. Die Feinmotorik, die taktile Wahrnehmung sowie die kindliche Fähigkeit zur 
Selbstregulation werden z.B. gestärkt. Das Ausmaß an Toleranz gegenüber experimentellem 
Erforschen der Lebensmittel muss im Team der Einrichtung abgesprochen werden. 
Die Kinder haben bei Villa Luna stets die Möglichkeit, Mitsprache und Mitwirkung in Essenssi-
tuationen zu erleben. Dabei werden das Selbstwertgefühl und die Wertschätzung anderen ge-
genüber gestärkt.  
 
Durch die Möglichkeit, über die Menge ihres Essens selbst zu bestimmen, können die Kinder 
eine differenzierte Selbst- und Körperwahrnehmung für Hunger und Sättigung entwickeln. 
Beim Selbertun lernen sie, ihre Fähigkeiten einzuschätzen und weiterzuentwickeln. Eine Viel-
falt von Verhaltensweisen und auch Einstellungen zur „kindgerecht verpackten“ Wissensver-
mittlung im Bereich Gesundheit werden über die Chance, gesundes Essen und Trinken mit 
allen Sinnen zu erfahren und zu genießen entwickelt und gefestigt.  
4.2. Was ist beim Essen erlaubt?  
 
Sinnliche und genussvolle Esskultur 
Um eine sinnliche und genussvolle Esskultur zu unterstützen, wird der Esstisch gemeinsam 
von Team und Kindern mit Tischschmuck dekoriert, bei dessen Auswahl die Kinder mitbe-
stimmt haben. Auch bei der Gestaltung der Essenssituation werden die Kinder entsprechend 
ihrer Kompetenzen partizipativ eingebunden (z.B.  beim Tisch decken). Vor- und Nachberei-
tungen, die für eine Mahlzeit relevant sind, werden ebenfalls gemeinsam mit den Kindern ge-
staltet und organisiert.  
 
Die Tischgemeinschaft  
Die Kinder essen an kleinen Tischen mit maximal fünf bis sechs Kindern. Die älteren Kinder 
der Gruppe orientieren sich meistens an Gleichaltrigen und bilden daher Kleingruppen. Der 
Anspruch, eine Tischgemeinschaft mit der ganzen Krippengruppe zu genießen, wird in diesem 
Fall dem kindlichen Bedürfnis nach einem kleinen Rahmen nicht gerecht.  
 
Tischrituale gemeinsam schaffen und erleben  
Tischrituale werden gemeinsam mit den Kindern gelebt. Hierzu gehört zum Beispiel ein Fin-
gerspiel am Tisch, oder ein Singkreis vor dem Mittagessen. Das gemeinsame Essen ist keine 
Situation, bei der Warten gelernt wird. Deshalb finden Rituale vor der Essensvergabe statt und 
bevor das Essen auf dem Tisch/in der Gruppe steht. Die Kinder dürfen eigenständig entschei-
den, mit wem sie zusammensitzen möchten. Außerdem dürfen die Kinder auch einen gemein-
samen Verhaltenskodex festlegen und altersentsprechende Regeln aufstellen. 
 
Selbstbestimmte Beteiligung  
Den Kindern sollte die Möglichkeit gegeben werden, sich selbstbestimmt und selbstwirksam 
an Essenssituationen zu beteiligen – immer bezogen auf ihre individuellen Fertigkeiten und

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
   
Fähigkeiten. Sobald die Kinder sicher eigenständig sitzen und einen Löffel halten können, 
sollte ihnen dies in allen Essenssituationen ermöglicht werden. 
 
Eigenständigkeit – Speisen selbständig nehmen 
Indem die Kinder autonom entscheiden, ob und was sie essen, wird ihre Freude am Explorie-
ren unterstützt. Im besten Fall werden die Kinder im Laufe der Zeit neugierig auf neue Speisen 
und wählen auch ihnen unbekannten Komponenten aus. Das selbstständige Auftun des Es-
sens auf den eigenen Teller trägt dazu bei, dass die Kinder ihre Selbstwirksamkeit erleben. 
Die Kinder entscheiden, was und wie viel sie nehmen und in welcher Reihenfolge.  
 
Warten am Esstisch 
Das „Sitzenbleiben bis alle fertig sind“ ist für Erwachsene vor dem Hintergrund ihrer eigenen 
Wertvorstellungen ein Ausdruck des gegenseitigen Respekts. Kleinstkinder sind jedoch noch 
nicht in der Lage, moralische Wertvorstellungen zu empfinden bzw. einzuhalten. Sie haben 
einen hohen Bewegungsdrang, weshalb Kinder, die mit dem Essen fertig sind, den Tisch ver-
lassen dürfen sollten.  
 
Um Abwarten zu lernen, ist der Esstisch nicht der richtige Ort. Hunger hält vom Explorieren ab 
und behindert dementsprechend die Bildungsprozesse.  
Kinder, die müde sind, oder keinen Hunger haben, sollen nicht aus Prinzip an der Tischge-
meinschaft teilnehmen müssen, sondern die Möglichkeit haben, die Mahlzeit später oder frü-
her einzunehmen.  
 
Kinder die satt sind, dürfen aufstehen und den Esstisch verlassen 
Kleinkinder haben einen sehr großen Bewegungsdrang. Sie sind noch nicht in der Lage, über 
einen längeren Zeitraum hinweg ruhig zu sitzen. Kinder, die sich satt gegessen haben, stehen 
vom Tisch auf und verlassen den Essbereich. Die anderen Kinder werden dies nicht als per-
sönliche Missachtung interpretieren. Mitarbeitende können bereits mit der Pflege des Kindes 
beginnen. So haben die Kinder die Möglichkeit, fließende Übergänge vom Mittagessen zum 
Schlafen zu erleben, ohne dass diese Situation für die Kinder und Erzieherinnen zur „Fließ-
bandarbeit“ wird.  
 
Start des gemeinsamen Essens 
Das Essen auf dem Tisch ist sofort verfügbar; die Kinder beginnen zu essen, wenn sie sich 
das Essen auf den Teller genommen haben. Der gemeinsame Beginn einer Mahlzeit stellt 
besonders für Krippenkinder eine große Herausforderung dar. Kinder, die bereits Essen auf 
ihrem Teller haben, sollten deshalb ruhig anfangen zu essen. Auch hier gilt: Um Abwarten zu 
lernen, ist der Esstisch der falsche Ort. Diese Erfahrungen machen Kinder im Alltag oft genug, 
z.B. wenn ein heiß begehrtes Spielzeug grade nicht verfügbar ist, oder die Bezugsperson sich 
in einem Moment einem anderen Kind zuwendet.  
 
Jedes Kind darf sich satt essen  
Die Kita-Mitarbeiter entscheiden auf Grundlage einer gesunden, vollwertigen Ernährung und 
den Vorlieben der Kinder, welche Lebensmittel angeboten werden. Die Erfahrung, dass die 
Portionen vom Lieblingsessen begrenzt sind bzw. das Essen für alle Kinder der Gruppe aus-
reichen muss, gehört zum gemeinsamen Essen in der Krippe dazu. Wenn allerdings ein Kind, 
das im Verdacht steht zu viel zu essen, das Bedürfnis nach mehr hat, sollte ihm nicht das 
Essen verweigert werden. Man kann ihm anbieten, sich mit Gurke oder ähnlichem satt zu es-
sen, wenn es diese grundsätzlich mag. Das Kind erfährt, dass zwar nicht unbegrenzt alle Spei-
sen zur Verfügung stehen, aber es selbst wahrnehmen darf, ob es satt ist oder nicht.  
 
Eine verbale Maßregelung ist nicht mehr nötig, Obst und Gemüse, die zum Großteil aus  
Wasser bestehen, sind nicht schädlich.

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
   
Der Snack wird am Nachmittag angeboten.  
Kinder sollen lernen, ihr individuelles Hungergefühl einzuschätzen, um sich den Teller mit einer 
entsprechenden Portion aufzutun. So muss es möglich sein, dass die Kinder sich nachnehmen 
oder den noch vollen Teller stehen lassen. Es empfiehlt sich, zum Mittagessen ausschließlich 
die Hauptspeise anzubieten, mit welcher sich die Kinder nach ihrem individuellen Bedürfnis 
satt essen. Die Portion des Snacks steht nicht im Verhältnis zum zuvor eingenommenen Mit-
tagessen.  
 
Unterstützung von Kleinkindern 
Kleinkinder, die noch nicht frei sitzen können benötigen bei der Nahrungsaufnahme Unterstüt-
zung durch eine pädagogische Fachkraft. Hierbei sollte auf die Haltung des Kindes auf dem 
Arm der Betreuungsperson geachtet werden. Beide Arme des Kleinkindes sind frei zu lassen, 
um die kindliche Bewegungsentwicklung beider Seiten gleichmäßig zu fördern. Um dem Klein-
kind volle Bewegungsfreiheit zu gewährleisten, sollte das „Einklemmen“ des Armes von einem 
Kind unterlassen werden. 
 
 
 
4.3. Mahlzeiten 
Das Frühstück wird in allen Altersgruppen floatend angeboten. Wünschenswert ist ein regel-
mäßig stattfindendes Bistro. Wenn die Räumlichkeiten vorhanden sind, kann dieses im Kon-
zept eingearbeitet werden. Sollten die notwendigen Räumlichkeiten nicht vorhanden sein, ist 
es erwünscht, ein gruppenübergreifendes floatendes Frühstück zum Beispiel zu besonderen 
Gelegenheiten anzubieten (Weihnachtsbistro, Osterbistro). Grundsätzlich stehen zur jeder 
Zeit Getränke zur Verfügung.  
Hunger behindert Bildungsprozesse. Kinder die bereits satt im Kindergarten ankommen, kön-
nen sich hingegen ganz ihren Interessen widmen. Häufig bilden die Kinder bei einem offenen 
Frühstück eigene kleinere Tischgemeinschaften, um gemeinsam in einer Kleingruppe zu es-
sen. Hierfür müssen mehrere kleine Tische zur Verfügung gestellt werden und somit bleibt die 
Situation auch für jüngere Kinder überschaubar. Hier bietet sich eine regelmäßige Evaluation 
an, um immer wieder auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen zu können.  
4.4.  Probierhappen  
Jedes Kind darf selber entscheiden, wie viel, was, wann und wie lange es essen möchte. Er-
krankungen, z.B. Allergien, und religiös bedingte Essgewohnheiten sind unbedingt zu (be-) 
achten.  
Die Kinder entscheiden selbst, ob sie von Speisen probieren möchten. Jedes Kind bekommt 
die Möglichkeit, an Speisen zu riechen oder diese anzufassen (altersentsprechendes Explo-
rationsverhalten ist erlaubt). Kein Kind wird gezwungen oder überredet, eine Komponente zu 
probieren! Wir als pädagogische Fachkräfte geben den Kindern damit das Signal, dass sie auf 
ihr eigenes Bauchgefühl vertrauen können.  
Der Grund hierfür: Das Auffordern zum sogenannten Probierhappen löst einen Machtkampf 
um das Essen aus und das Kind wird in seiner Autonomie und Freiwilligkeit beschnitten. Zu-
dem ist das Probieren müssen meist mit Belohnung und/oder Bestrafung verknüpft, wodurch 
oft das eigentliche Ziel aus den Augen verloren wird.

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
   
Aber Essen darf kein Machtkampf sein! Kinder, die sich wohlfühlen und gesund sind, wollen 
explorieren und sind neugierig – besonders in Essenssituationen. Es ist ganz normal und ent-
wicklungspsychologisch bewiesen, dass es Phasen der Ablehnung von unbekannten Speisen 
gibt (Neophobie).  
 
4.5.  Belohnung und Bestrafung 
„Erst das Gemüse, dann der Nachtisch“?! 
Kleinkindern ist es auf Grund ihrer entwicklungspsychologischen Phasen nicht möglich, ein 
moralisches Empfinden zu verspüren. Demut und Dankbarkeit für die Erfüllung eines Grund-
bedürfnisses erfordert einen Blick auf die Welt und eine Selbstreflexion, die Kinder im Kinder-
gartenalter noch völlig fremd sind.  
Ein gutes Beispiel dafür ist unser eigenes Hungergefühl. Wir alle haben irgendwann gelernt, 
dass wir uns nach einer großen Hauptspeise möglicherweise keinen Nachtisch mehr bestellen  
 
sollten. Wir wissen aber auch, dass wir, wenn wir nicht genug von der Hauptspeise essen, der 
Nachtisch nicht zur Sättigung dient. Genau wie wir diese Abläufe bereits erlernen durften, soll-
ten auch die Kinder die Möglichkeit bekommen, sie kennen zu lernen bzw. zu erlernen. 
5. Unsere pädagogischen Leitsätze 
Das soziale Miteinander spielt beim Mittagessen eine zentrale Rolle. Um Kindern eine ge-
sunde Einstellung zum Essen zu vermitteln, sollten negative Aussagen zum Essen vermieden 
werden, bspw. „Das sieht aber komisch aus“. Während des gemeinsamen Essens regt die 
pädagogische Fachkraft die Neugier der Kinder für die Speisen an, indem sie mit ihnen über 
die Herkunft, die Zusammensetzung, den unterschiedlichen Geschmack, den Geruch, das 
Aussehen und den Wert für die Ernährung spricht. 
Wir, die pädagogischen Fachkräfte, …  
- richten die Lebensmittel auf Tellern für den Tisch/das Buffet an. 
- schaffen Tischgemeinschaften von max. 5-6 Kindern.  
- begleiten alle Kinder altersentsprechend beim Essen. Die sprachliche Begleitung ist 
dabei unerlässlich. 
- bieten eine in der Einrichtung festgelegte Alternativen an, wenn das angebotene Essen 
einem Kind nicht schmeckt, oder es dieses komplett verweigert.  
- bieten den Kindern die Möglichkeit an, den Tischschmuck selbstständig zu wählen, 
herzustellen oder zu sammeln (z.B. im Herbst Kastanien o.ä.). 
- unterstützen die Kinder dabei, einen Verhaltenskodex, Rituale und Regeln zu erstellen. 
- unterstützen bei der Umsetzung von Ritualen. 
- bieten Entscheidungsfreiheit und den Zeitrahmen, Entscheidungen zu treffen an. 
- schaffen einen zeitlichen Rahmen für unsere Mahlzeiten, der jedem Kind ermöglicht, 
in seinem eigenen Tempo zu essen.  
- akzeptieren Reste auf dem Teller. Kein Kind wird zum Essen und/oder Aufessen ge-
zwungen.

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
   
- liefern Speisen und Getränke (ggf. durch Kinder unterstützt) nach. 
- organisieren den Geschirrrücklauf und den Rücklauf der Speisereste. 
- schaffen Rahmenbedingungen für eine selbstbestimmte und selbstwirksame Essens-
situation (stellen die nötigen Materialien zur Verfügung wie z.B. Besteck, Kannen etc.). 
- beraten aufmerksam und unterstützen auf Wunsch die Kinder bei der Essensauswahl. 
- unterstützen bei der Einhaltung der von den Kindern ausgemachten Regeln.  
- decken und schmücken den Tisch gemeinsam mit den Kindern.  
- unterstützen und begleiten beim Abräumen des Tisches. 
- regen an, neue Lebensmittel kennen zu lernen, akzeptieren aber die Entscheidung je-
des Kindes und stellen diese nicht in Frage. Belohnungen/Bestrafungen sind unange-
messen 
- begleiten und führen unbekannte Speisen sprachlich/aktiv ein, um Unsicherheiten vor-
zubeugen. 
- vertrauen auf das Hunger-Sättigungs-Regulationssystem des Kindes. 
- sorgen für eine ruhige Atmosphäre und bieten Möglichkeiten für Gespräche an. 
- begleiten die Mahlzeiten sprachlich und altersentsprechend.  
- geben Möglichkeiten zum Experimentieren in einem gewissen Rahmen (siehe 4.6).  
- fördern die Selbstständigkeit und schaffen Räume für selbstständiges Handeln.  
- bringen Wünsche und Lieblingsspeisen der Kinder im Speiseplan ein.  
 
6.  Umgang mit Allergien  
Lebensmittelunverträglichkeiten und Allergien finden sich immer mehr im Kita-Alltag und müs-
sen unbedingt berücksichtigt werden. Grundsätzlich sollte jede Fachkraft darauf achten, die-
ses wichtige Thema beim Erstgespräch mit den Eltern anzusprechen. Im Erstgesprächsbogen 
ist zu diesem Zweck eine Frage festgehalten. Liegt eine Allergie bzw. eine Unverträglichkeit 
vor, ist eine ärztliche Bescheinigung erforderlich, deren Kopie in der Kita verbleibt. Außerdem 
sind mit den Eltern Handlungsanweisungen abzustimmen. Hierbei geht es darum, wie wir als 
Pädagogen mit der Allergie bzw. Unverträglichkeit umgehen müssen.  
Im nächsten Schritt erhält der Koch eine Information über die Allergie, die gut sichtbar in der 
Küche aushängen muss. Zudem wird ein Informationsblatt für die Gruppe erstellt, welches im 
Gruppenbuch zu finden ist. Es enthält folgende Informationen:  
 Name des Kindes, 
 Gruppe des Kindes, 
 Form der Allergie oder Lebensmittelunverträglichkeit, 
 Auflistung der zu vermeidenden Lebensmittel/Lebensmittelinhaltsstoffe, 
 ggf. eine Auflistung von Ersatz-Lebensmitteln, die vertragen werden, und entsprechend 
in der Kita deponiert werden können (diese sollten ebenfalls in der Küche notiert wer-
den), 
 Informationen zu Erstmaßnahmen im Notfall (nach Rücksprache mit den Eltern), 
 Telefonnummer einer Ansprechperson (z.B. der Eltern). 
Hat ein Kind eine Allergie bzw. Lebensmittelunverträglichkeit, darf es trotzdem an den Mahl-
zeiten teilnehmen. Zu diesem Zweck werden spezielle Essensangebote durch die Einrichtung 
gewährleistet oder ggf. Speisen von zuhause mitgebracht.

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7. Elternbeteiligung  
Bei Villa Luna ist es eine Selbstverständlichkeit, die uns anvertrauten Kinder in der Kita mit 
gesundem und ausgewogenem Essen zu versorgen. Ein funktionierendes Beziehungsdreieck 
zwischen Eltern, Kind und Fachkraft – welches ohnehin wichtiger Bestandteil unserer pädago-
gischen Arbeit ist – spielt auch hier eine wichtige Rolle. Eine konstruktive und vertrauensvolle 
Zusammenarbeit ist uns besonders wichtig.  
Bereits in unserem Erstgespräch wird dieser wichtige Aspekt von den Pädagogen gegenüber 
den Eltern angesprochen. Zudem wird sich hier nach Allergien, Besonderheiten im Essverhal-
ten (z.B. aus religiösen Gründen) oder Lieblingsessen erkundigt. Durch die große Alters-
spanne der bei Villa Luna anwesenden Kinder sind auch Informationen zu festen oder breiigen 
Mahlzeiten wichtig für unsere Arbeit.  
Unser Speiseplan wird wöchentlich bekannt gegeben und sowohl per E-Mail als auch in einem 
Aushang neben der Küche für die Eltern sichtbar gemacht. Auch eine Weitergabe von Rezep-
ten und Tipps ist über unseren hauseigenen Koch möglich. Angebote zur Speisen- und Snack-
zubereitung werden im Wochenrückblick oder in den Portfolio-Ordnern vorgestellt.  
Zu gegebenen Anlässen können sich die Eltern an der Essenszubereitung beteiligen, zum 
Beispiel durch das Mitbringen von Speisen wie Kuchen zum Geburtstag, oder das Bereitstellen 
von Komponenten eines Frühstücksbuffets an Geburtstagen, Ostern, Ausflügen etc. 
 
8. Anhang  
 
8.1. Empfehlenswerte Produkte bei „Kuhmilch“-Allergie/Milcheiweißallergie 
 
Anstatt Alternative 
Butter Pflanzliche Margarine 
Milch Soja-, Hafer-, Reis-, Mandel-, Dinkel-, oder Ko-
kos-Drink, Schaf-/Ziegenmilch, Kokosmilch 
Sahne, Quark, Crème fraîche Soja- bzw. Hafer-Sahne (möglichst bio), Soja- 
bzw. Lupinenjoghurt abtropfen lassen, So-
jacrème/Crème vega  
Käse, Quark Käse: Tofu, veganer Käse (mit wenigen Zusatz-
stoffen!) 
Quark: Soja- bzw. Lupinenjoghurt abtropfen las-
sen 
Käse zum Überbacken Schafs- oder Ziegenkäse, veganer Käse ( mit we-
nigen Zusatzstoffen!) 
Schokolade  Zartbitterschokolade ohne Milchanteil, vegane 
Schokolade

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Schokoladenguss Zartbitterschokolade ohne Milchanteil 
(Haselnuss-)Schokoladencrème Zartbitter-Creme ohne Milchanteil, vegane Scho-
kocreme 
Joghurt Soja-, Kokos-, oder Lupinenjoghurt, Ziegen-, 
Schafsmilchjoghurt, selbstgemachter Joghurt 
aus Sojamilch  
Akademie gesundes Leben: Ernährungsberater für Kinder 
 
Snacks für Kinder  
Unsere Snacks sollten immer eine Gemüse- und/oder Obstkomponente beinhalten. Man kann 
diese gut mit einem Dip oder einer Sättigungsbeilage wie Vollkornbrot oder Getreidestangen 
kombinieren. Durch die Kombination verschiedener Ballaststoffe steigt der Blutzuckerspiegel 
nach dem Essen nicht so schnell an. 
Optimal ist eine Mischung aus Obst und Gemüse im Rohkost-Anteil. Idealerweise werden sai-
sonale und regionale Sorten angeboten. Auch Milchspeisen wie Bananenquark oder Beeren-
Joghurt eignen sich gut als Snack. Gepufftes Getreide wie Hirsekringel (ungesüßt und unge-
salzen) sind z.B. eine Alternative für den klassischen Zwieback. 
Zu jeder Mahlzeit sollte immer auch ein Getränk gereicht werden, idealerweise Wasser oder 
ungesüßter Tee. 
Snack Geeignete Lebensmittel  Zubereitung 
Obstplatte Wassermelone, Honigmelone, Äpfel, Bananen, 
Birnen, Mandarinen,  Kakifrucht, Erdbeeren, 
Kiwi…. 
Auf einer Platte servieren. 
Für U3-Kinder: Obst schälen!  
Selbstgemachter Him-
beerjogurt  
Naturjoghurt + gefrorener Beerenmix (ohne Zusatz 
von Zucker) 
Jogurt mit den gefrorenen Beeren in 
einem Mixer oder mit einem Stabmi-
xer vermengen.  
Bananenbrot 3 (über-)reife Bananen (je brauner desto besser 
weil süßer!), 200g Vollkornmehl, 1 TL Zimt, 
½ TL Salz, 1 Päckchen Backpulver, 1 Ei, 4 EL Öl 
Alle trockenen Zutaten vermischen 
und in einer anderen Schüssel die Ba-
nanen zerdrücken. Dann alles ver-
mengen.  Bei 180° ca. 45 min backen. 
Vollkorntoast-Sandwich 
mit pflanzlichen Aufstri-
chen  
 
Vollkorntoast, vegetarische Aufstriche Vollkorntoast mit den Aufstrichen be-
streichen, als Sandwich übereinan-
derlegen und einmal teilen. 
Frucht-Smoothie Wahlweise: Banane, Himbeeren, Erdbeeren, 
Mango, Ananas 
Alles pürieren

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Vollkornbrötchen mit 
Frischkäse und Marme-
lade  
 
Dinkel-/Vollkornbrötchen (wahlweise zum Aufba-
cken), Frischkäse, Marmelade mind. 75% 
Fruchtanteil ohne Zuckerzusatz 
Brötchen einfach bestreichen 
Pizzaschnecken  
 
Fertiger Pizzateig mit Tomatenmark bestrichen 
und belegt. Wahlweise Schinken/Käse. 
Den Teig von der langen Seite aus 
einrollen. Die Teigrolle in 8 gleichmä-
ßige Scheiben schneiden. Die Schne-
cken auf dem Backblech ca. 15 min. 
gehen lassen und bei 200° 15 Minu-
ten backen. 
Gemüsesticks mit Kräuter-
quark 
 
Karotten, Salatgurke, Cherrytomaten, Paprika, fri-
sche Kräuter 
Quark mit 1,5% Fettanteil 
Cherrytomaten halbieren! 
Kräuterquark mit frischen Kräutern 
zubereiten. 
Vanillepudding  
 
Vanillepuddingpulver Bio-Qualität und zuckerfrei, 
Milch 
Vanillepuddingpulver mit Milch aufko-
chen und fertig! 
Bananenquark mit Scho-
kostreuseln 
Quark mit 1,5 % Fettanteil , Bananen, Scho-
kostreusel 
Bananen pürieren und unter den 
Quark mischen. Mit Schokostreuseln 
toppen. 
Vollkornkekse mit Obst  Haferflocken-/Dinkel-/Vollkornbutterkekse (ohne 
Zuckerzusatz), Obst wahlweise 
 
Bananenmilch Gereifte Bananen, Milch Im Mixgerät oder mit einem Stabmixer 
pürieren. 
Gesundes „Schichtdes-
sert“  
 
Naturjogurt, Fruchtmus (Apfel/Mango/Banane), 
Müsli 
In einer großen Glasschüssel:  
1. Eine Schicht Fruchtmus 
2. Eine Schicht Naturjogurt  
3. Eine Schicht Müsli    
Käsewürfel mit Vollkorn-
crackern  
Käsewürfel, Vollkorncracker ungesalzen  
Haferpops mit Milch  Haferpops (DM oder Bio-Markt), Milch  
Trockenobst  Pflaumen, Aprikosen, Cranberries Für U3-Kinder: halbieren!

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Nahrungsmittelliste Villa Luna  
Die Listen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit! Sie sind lebende Dokumente und 
können jederzeit angepasst und verändert werden. 
     
     
Nahrungsmittelliste Villa Luna 
  Nahrungsmittel 
0-1 
Jahre 
1-6 
Jahre Besonderheiten/Anmerkungen 
1. Weintrauben      
Können zur Erstickung führen! Hohe Schadstoffbelas-
tung 
2. Heidelbeeren / Stachel-
beeren   Können zur Erstickung führen! Halbiert anbieten 
3. Nüsse pur     Können zur Erstickung führen! 
4. Studentenfutter     Kann zur Erstickung führen! 
5. Salami 
    
Salami ist eine lang gereifte Rohwurst, die, 
wenn Sie unter guten hygienischen Bedingungen her-
gestellt wurde, frei von Krankheitserregern ist und daher 
auch Kleinkindern gegeben werden kann. 
6. Honig 
    
Kann Bakterien enthalten, 
die eine Vergiftung (Botulismus) und  
sogar den Kindstod zur Folge haben können! 
7. Leberwurst     Enthält Bakterien! 
8. Johannisbeere     Kann zur Erstickung führen! 
9. Kohl/Linsen/Erb-
sen/Bohnen     Blähend! 
10. Rohmilchprodukte     Enthalten Bakterien! 
11. Aubergine     Hoher Nikotingehalt! 
12. Schweinefleisch     Hoher Gehalt an Medikamenten! 
13. Kirschtomaten     
Nur halbiert anbieten! 
Alternative: Strauchtomaten 
14. roher Schinken     Rohwurst 
15. Teewurst     Rohwurst 
16. Tatar     Rohwurst 
17. Reiswaffeln     
Hoher Arsengehalt!  
Alternative: Maiswaffeln 
18. Industriezucker     Alternative: Agavensirup/Kokosblütensirup 
19. Grüntee/Schwarztee       
20. Räucherlachs       
21. Süßungsmittel     
Acesulfam-K (E950); Aspartam (E951); Cyclamat 
(E952);  
Saccharin (E945); Sucralose (E955); Stevia 
22. scharfe Gewürze/Salz       
23. Süßigkeiten     Ausnahmen wie Geburtstage und Kita-Feste 
24. Weiche Eier     Salmonellengefahr! 
25. Kaltgepresste Öle     Schadstoffe für die Leber 
26. Blattsalat     Kauen schwierig 
27. Paprika   Schadstoffbelastet!

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Geeignete Lebensmittel für Kinder ohne Allergien bzw. Unverträglichkeiten können sein: 
1. Fettarme Trinkmilch 1,50% Fett 
2. Fettarme Milchprodukte Joghurt, Pudding 
3. Speisequark   
4. Magere Käsesorten   
5. Mageres Fleisch Rind, Kalb 
6. Geflügel Hähnchen, Pute 
7. Wild Reh, Hirsch, Wildschwein 
8. Gekochter Schinken   
9. 
Magere Wurst- und Geflügel-
wurstsorten Schinkenwurst , Mortadella 
10. Kabeljau   
11. Schellfisch   
12. Forelle   
13. Rotbarsch   
14. Seelachs   
15. Teigwaren  Vollkornnudeln, Dinkelnudeln 
16. Vollkornbrot aus Roggen/Dinkel   
17. Kartoffeln   
18. Pflanzenöl   
19. Halbfettmargarine   
20. Butter   
21. Alle Gemüsesorten außer  
Tabelle 1, auch als Rohkost 
Spinat, Blumenkohl, Brokkoli, Möhren, Paprika, Zucchini, Kürbis, 
Gurke, Radieschen, Pastinake, Fenchel, Rosenkohl, Kohlrabi, 
Sauerkraut, Rotkohl, rote Beete 
22. Reis  Vollkornreis, Naturreis, Milchreis 
23. Salat Blattsalat, Pflücksalat, Gurkensalat 
24. Pilze Champignons, Pfifferlinge, Steinpilze 
25. Obst Äpfel, Birne, Mandarine, Banane (in Bio Qualität), Nektarine, Erd-
beere, Brombeere,  Kiwi, , Melone, Mango, Ananas, Kirschen 
26. Tee außer siehe Tabelle 1 Früchtetee, Kräutertee 
27. Mineralwasser   
28. Gemüsesäfte Möhrensaft 
 
Allergieauslösende Lebensmittel können sein: 
1. Schokolade 
2. Eier 
3. Milch 
4. Äpfel 
5. Trinkkakao 
6. Tomaten 
. Zitrusfrüchte 
8. Nüsse 
9. Pfirsich 
10. Fisch 
11. Glutenhaltige Getreide 
12. Soja

Anlage_8.3_Villa Luna_Kinderschutzkonzept_Sonja Kutner Weg

57010 Zeichen

Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, 
Abt: Pädagogik und Qualität 
               
KINDERSCHUTZKONZEPT

Inhalt 
 
1. Einleitung .................................................................................................................. - 1 - 
2. Präventiver Kinderschutz ........................................................................................ - 2 - 
2.1. Strukturelle Rahmenbedingungen ....................................................................... - 2 - 
2.2. Kinderrechte ........................................................................................................ - 2 - 
2.3. Partizipation führt zum Kinderschutz ................................................................... - 4 - 
2.4. Körperliche/sexuelle Bildung von Kindern ........................................................... - 6 - 
2.5. Risikoanalyse ...................................................................................................... - 7 - 
3. Umsetzung von Präventionsarbeit im Kita-Alltag .................................................. - 8 - 
3.1. Nähe und Distanz ................................................................................................ - 8 - 
3.2. Sprache und Wortwahl ........................................................................................ - 9 - 
3.3. Umgang mit und Nutzung von Medien und sozialen Netzwerken ........................ - 9 - 
3.4. Ausflüge .............................................................................................................. - 9 - 
    3.5.    Pädagogisches Handeln…………………………………………………………………10 
4. Maßnahmen in Krisensituationen ......................................................................... - 10 - 
4.1. Basis-Informationen .......................................................................................... - 11 - 
4.1.1. Formen der Kindeswohlgefährdung ............................................................ - 11 - 
4.1.2. Grenzverletzungen durch Erwachsene ....................................................... - 12 - 
4.1.3. Übergriffe durch Erwachsene ..................................................................... - 13 - 
4.1.4. Übergriffe von Kindern untereinander ......................................................... - 14 - 
4.1.5. Anzeichen einer Kindeswohlgefährdung durch Personensorgeberechtigte - 14 - 
4.1.6. Täterstrategien ........................................................................................... - 16 - 
4.2. Umgang mit interner Grenzüberschreitung ........................................................ - 17 - 
4.2.1. Interventionsschritte ................................................................................... - 17 - 
4.2.2. Prävention interner Grenzüberschreitungen ............................................... - 18 - 
4.3. Verfahrensablauf ............................................................................................... - 19 - 
4.3.1. Handlungsplan bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung gem. §8a SGB VIII- 19 
- 
4.3.2. Verfahrensablauf bei Verdacht auf grenzverletzendes Verhalten von  
Beschäftigten in der Einrichtung       ......................................................................... - 20 - 
Literaturverzeichnis ...................................................................................................... - 21 - 
Anlage ............................................................................................................................ - 22 - 
 
Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit verwenden wir die männliche Sprachform bei personenbezogenen Sub-
stantiven und Pronomen. Dies soll keinesfalls eine Benachteiligung anderer Geschlechter implizieren, sondern ist 
im Sinne der sprachlichen Vereinfachung als geschlechtsneutrale Formulierung zu verstehen.

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
 
Kinderschutzkonzept der Villa Luna Kindertagesstätten 
 
1. Einleitung 
Der Schutz von Kindern (und Jugendlichen) hat sowohl für die Bundesregierung als auch für 
uns bei Villa Luna oberste Priorität. Der Schutz psychischer und physischer Unversehrtheit 
beginnt schon im Säuglingsalter und soll für Kleinkinder, Kinder und Jugendliche in allen Le-
bensphasen und Lebenssituationen gewährleistet werden. Aus diesem Grund ist es für uns 
eine Selbstverständlichkeit, die Grundpfeiler unserer pädagogischen Arbeit zum Wohl und 
Schutz der uns anvertrauten Kinder zu akzentuieren.  
Wir legen großen Wert darauf, dass für alle Akteure unserer pädagogischen Arbeit das kör-
perliche und seelische Wohl der Kinder an erster Stelle steht. Sie sollen sich frei, individuell 
und in einer geschützten Atmosphäre entwickeln dürfen. Diesen sicheren Raum zu geben, ist 
nicht nur Aufgabe der Familie, sondern auch die von sozialen Institutionen wie Villa Luna.  
Das diesem Thema zugrundeliegende SGB VIII wurde 2015 durch das Kinder- und Jugend-
hilfeweiterentwicklungsgesetz erweitert. Dieses hat sich vor allem zum Ziel gesetzt, den 
Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Bedrohungen ihres Wohls zu verbessern.  
§8a SGB VIII regelt das Verfahren zur Erfüllung des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefähr-
dung. Das vorliegende Schutzkonzept soll einen Überblick darüber verschaffen, wie wir bei 
Villa Luna unseren Auftrag umsetzen, das Wohl aller Kinder, die unsere Kindertagesstätten 
besuchen, zu schützen und ihnen eine gewaltfreie Umgebung zu bieten.  
 
§45 Abs. 2 SGB VIII: Erlaubnis für den Betrieb einer Einrichtung 
 
(2) „Die Erlaubnis ist zu erteilen, wenn das Wohl der Kinder und Jugendlichen in der Einrich-
tung gewährleistet ist“. 
 
In unseren Kindertagesstätten beginnt Kinderschutz bei den Inhalten unserer pädagogischen 
Konzeption und der Qualifizierung unserer pädagogischen Fachkräfte, welche die Kinder stär-
ken, um sie bestmöglich vor Übergriffen zu schützen. 
Um Kindern Schutz zu geben, ist Folgendes für uns von großer Wichtigkeit: 
 Eine gute Kommunikationskultur auf allen Ebenen (Träger/Leitung/Mitarbeiter/El-
tern/Kinder). 
 Ein enger Austausch mit den Eltern. 
 Eine Erziehungspartnerschaft eingehen. 
 Eine stetige Sensibilisierung für potentielle Gefährdungsrisiken. 
 Abgestimmte Verfahrensweisen, die ein verlässliches Vorgehen im Zusammenwirken 
von Fachkräften, Leitung, Träger und weiteren Institutionen wie Jugendämtern garantie-
ren. 
 Festgelegte, einheitliche Handlungsschritte im pädagogischen Team, um ein einheitli-
ches pädagogisches Handeln zu gewährleisten. 
 Mitarbeiter die ihre persönliche Haltung und die eigenen Handlungsweisen reflektieren.

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
 
2. Präventiver Kinderschutz 
 Strukturelle Rahmenbedingungen 
Unser oberstes Ziel ist es, jede Villa Luna Kindertagesstätte zu einem sicheren Ort für die uns 
anvertrauten Kinder zu machen. Aus diesem Grund hat das vorliegende Schutzkonzept eine 
sehr große Bedeutung für unsere tägliche Arbeit. Präventionsmaßnahmen und Interventionen 
im Falle von Fehlverhalten und Gewalt an Kindern durch Mitarbeiter der Villa Luna sind darin 
festgelegt und beschrieben. 
Auf allen Ebenen (Träger/Einrichtungsleitung/Mitarbeiter) legen wir Wert auf eine Kultur der 
Achtsamkeit. Uns ist wichtig, dass sich unsere Mitarbeiter nicht nur als wesentlicher Teil des 
Systems sehen, sondern wissen, dass sie ernstgenommen und unterstützt werden. Auch in 
den Einrichtungen ist ein wertschätzendes Miteinander essentiell. Unsere Mitarbeiter haben 
regelmäßig Zeit, sich gemeinsam in Teamsitzungen mit der Thematik der Vorbeugung von 
Übergriffen in der Einrichtung auseinanderzusetzen, ihr eigenes Verhalten zu reflektieren und 
eine präventive Haltung sowie Strukturen zu entwickeln. 
 
2.2. Kinderrechte 
Kinder besitzen eigene Rechte, die in der UN-Kinderrechtskonvention Artikel 12 Absatz 1 vom 
20.11.1989 verschriftlicht sind. In dieser heißt es: 
„Die Vertragsstaaten sichern dem Kind, das fähig ist, seine eigene Meinung zu bilden, das 
Recht zu, diese Meinung in allen das Kind berührenden Angelegenheiten frei zu äußern und 
berücksichtigen die Meinung des Kindes, angemessen und entsprechend seinem Alter und 
seiner Reife.“. Auch auf Bundes- und Landesebenen ist dieses Recht verankert (siehe §8 SGB 
VIII und §13 KiBiz). 
 
Hieran angelehnt, betrachten wir in unserem Schutzkonzept den Schutz des Kindes als sein 
Grundrecht, welches es ernst zu nehmen, zu schützen und umzusetzen gilt. Da wir das Kind 
als Subjekt mit seinen vielfältigen Eigenschaften in seinem eigenen Lebenskontext wahrneh-
men, basiert der Kinderschutz bei uns vor allem auf Kompetenzerweiterung, Förderung der 
Stärken und Partizipation. 
 
 
Das Kind wird nicht 
erst ein Mensch, 
es ist schon einer. 
(Januz Korczak)

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
 
Beispiele für Kinderrechte in unseren Einrichtungen können u.a. sein: 
 
 Ich habe das Recht, mich wohlzufühlen und sicher zu sein! 
 Mein Körper gehört mir! 
 Ich habe das Recht, NEIN zu sagen! 
 Ich habe das Recht, fair und gerecht behandelt zu werden! 
 Ich habe das Recht, allein zu bestimmen, wer mich umzieht! 
 
 
Das Gebäude der Kinderrechte (Anlage 6.) 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(Originalzeichnung auf https://www.kinderrechte.de/kinderrechte/aufbau-der-konvention/) 
 
In der Praxis heißt das, Kinder haben das Recht, in einer sicheren Umgebung ohne Diskrimi-
nierung zu leben. Sie haben das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser, Nahrung, medizini-
sche Versorgung, Ausbildung und auf Mitsprache bei Entscheidungen, die ihr Wohlergehen 
betreffen (vgl. Wikipedia: Kinderrechtskonventionen 17.10.2019). 
 
 
 
 
 
Schutzrechte 
Art.: 
2,8,9,16,17,22,30,
32,33,34,35,36, 
37,38 
Förderungs-
rechte 
Art.: 
6,10,15,17,18,23,
24,27,28,39,31,39 
Beteiligungs-
rechte 
Art.: 
12,13,17 
         Art.1:                              Art.4:                              Art. 42:                      Art. 44:                            
Geltung für Kinder,            Verwirklichung               Verpflichtung zur          Berichtpflicht 
Begriffsbestimmung          der Kinderrechte            Bekanntmachung 
Art. 3: 
Vorrang des Kindeswohls

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
 
 
2.3. Partizipation führt zum Kinderschutz 
 
„Für die meisten Kinder beginnt hierzulande das Leben außerhalb der Familie mit dem Ein-
tritt in eine Kindertageseinrichtung. Einen Teil ihres Alltags verbringen sie von diesem Mo-
ment an regelmäßig in einer öffentlichen Institution. Hier erleben sie das erste Mal, wie eine 
Gemeinschaft von Menschen, die nicht miteinander verwandt sind, organisiert ist und welche 
Rechte die einzelnen Mitglieder in dieser Gemeinschaft haben.“  
(Hansen/Knauer/Sturzenhecker 2011, S.11). 
Kinder können nur lernen, sich zu beteiligen und Teilhabe zu erfahren, wenn die Erwachsenen 
dies zulassen und sie dabei unterstützen. Dazu, sich Beteiligungsrechte selbst zu erkämpfen, 
sind Kinder in der Regel aufgrund ihrer Erziehungsbedürftigkeit nicht alleine in der Lage. Für 
unsere tägliche Arbeit bedeutet dies zum einen, dass die Möglichkeiten zur Partizipation im 
Team diskutiert und festgehalten werden, um einen gemeinsamen Konsens zu finden. Zum 
anderen lassen wir die Kinder an der Tagesplanung teilhaben, damit Partizipationsprojekte 
gelingen.  
 Einen besonders wichtigen Aspekt der Partizipation stellt für uns das Beschwerdemanagement 
dar, das rechtlich bindend festgelegt ist. Damit dies gelingt, pflegen wir eine fehlerfreundliche 
Kultur und haben eine respektvolle Haltung den Empfindungen der Kinder gegenüber. Die 
Fehleroffenheit gilt dabei für alle Beteiligten in unseren Kindertageseinrichtungen (Kinder/El-
tern/Mitarbeiter/Leitungskräfte/Träger). Besonders Kinder sollen bei uns erfahren, dass 
 sie sich ohne Angst beschweren können und sie individuelle Hilfe erhalten, wenn sie auf diese 
angewiesen sind bzw. diese wünschen. Hierzu sind im ersten Schritt Selbstreflexion und eine 
persönliche sowie gemeinsame Haltung der pädagogischen Fachkräfte notwendig. Die ge-
meinsame Haltung wird in Teamsitzungen erarbeitet und fortlaufend neu reflektiert. 
       
 Unser Ziel ist es, die Rechte und die Möglichkeiten der Partizipation sowie Details zu unserem 
Umgang mit Beschwerden in einer Kita-Verfassung niederzuschreiben, welche in den einzel-
nen Kita-Teams erarbeitet und im Kita-Jahr 2020/2021 implementiert werden soll.  
Jede Beschwerde – egal ob von Kindern, Eltern oder Mitarbeiter – wird in unseren Einrichtun-
gen ernst genommen! 
 
 An erster Stelle steht für uns dabei immer das persönliche Gespräch. Daher bieten wir Kindern, 
Eltern und Mitarbeitern eine Vielzahl von Gelegenheiten, um ihre Beschwerde zu äußern:  
 
 
 Für Kinder: 
  Einzelgespräche mit den Erziehern 
  Gesprächskreise in den Gruppen 
  Morgenkreise 
  Gruppensprecher/Kinderrat 
  Kinderversammlung 
  Kindersprechstunde bei der Einrichtungsleitung 
  Kinderbriefkasten für Wünsche und Beschwerden

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
 
 
Für Eltern: 
  Elternsprechstunde bei der Einrichtungsleitung 
  Möglichkeit einer anonymen Beschwerde via Beschwerdebriefkasten 
  Elternbeirat  
  Elternabende 
  Entwicklungsgespräche 
  Elterngespräche 
  Elternbefragungen 
  Elternberatung  
  Elterncafé  
 
Für Mitarbeiter: 
  Dienstbesprechungen 
  Kleinteamsitzungen 
  Gruppengespräche mit der Einrichtungsleitung 
  Fallbesprechungen/kollegiale Beratung 
  Supervisionen 
  Personalentwicklungsgespräche 
 
Echte Partizipation fördert die Selbständigkeit der Kinder, führt somit zu mehr Selbstbewusst-
sein und unterstützt die Selbstwirksamkeit. Bei Villa Luna gibt es vielfältige Möglichkeiten für 
unsere Kinder, um diese wichtige Teilhabe zu erfahren, z.B.: 
 Beteiligung bei Abstimmungen und der gemeinsamen Festlegung von Regeln 
 Eigenständige Durchführung von Morgenkreisen 
 Selbstständiges Auswählen ihrer Spielpartner während der meisten Zeit des Tages  
 Selbstständiges Auswählen ihrer Aktivitäten während der meisten Zeit des Tages  
 „Glückskind des Tages“ – dieses darf den Morgenkreis leiten 
 Beteiligung an der Wahl des Mittagessens 
 Auswahl der eigenen Kleidung 
 Liederauswahl mit bebilderter Liedermappe 
 Freiwillige Übernahme von Moderationen  
 Einbindung bei der Planung von Festen mit großen Entscheidungsfreiräumen  
 Sprachliche und nicht-sprachliche Interessensbekundungen von Kleinstkindern (U3) 
werden beachtet, ernstgenommen und fließen in die Tagesplanung ein 
 Auswahl des Tischspruchs 
 Selbstständige Nutzung des Außengeländes in Kleingruppen unter Einhaltung zuvor 
festgelegter Regeln  
 Unsere Kinder wissen, dass sie das Recht haben, „Nein“ zu sagen

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2.4. Körperliche/sexuelle Bildung von Kindern 
Zusätzlich zur Partizipation ist auch die körperliche/sexuelle Bildung von Kindern von großer 
Bedeutung, damit präventiver Kinderschutz gelingt. Diese besondere Form der Bildung sollte 
nicht nur Thema im Elternhaus sein, sondern auch in der Kindertagesstätte, die für die Kinder 
einen wichtigen Lebensmittelpunkt darstellt. Bei Villa Luna stärken wir die Kinder deshalb bei 
der Entwicklung eines positiven Körperbildes. Hierzu sind handlungsfähige und kompetente 
Mitarbeiter unerlässlich, die eine tragfähige Bindung zu den Kindern aufbauen und leben. Auf 
folgende Aspekte legen wir daher besonderen Wert:  
 
Unsere Mitarbeiter 
 nehmen im Umgang mit den Kindern eine selbstreflexive Haltung ein. 
 besitzen Fachkenntnisse zur sexuellen Entwicklung im Kindesalter. 
 nehmen mit Empathie und Sensibilität die Kinder so an, wie sie sind. 
 können durch Beobachtung das kindliche Verhalten einschätzen und ihr pädagogisches 
Handeln darauf abstimmen. 
 
Durch regelmäßige Fortbildungen, Vorträge, pädagogischen Austausch und kollegiale Bera-
tung stellen wir die Weiterbildung unserer Mitarbeiter sicher. Der Bildungsbereich ‚körperli-
che/sexuelle Bildung‘ ist zudem in unserer pädagogischen Rahmenkonzeption verankert. Im 
Teamprozess entwickelt jede unserer Einrichtungen einen Leitfaden zur kindlichen Sexualität. 
Auf diese Weise wird Transparenz nach innen und außen für Mitarbeiter, Eltern und Träger 
geschaffen, und alle Akteure sind darüber informiert, wie die jeweilige Einrichtung sexualpä-
dagogisch arbeitet. Darüber hinaus schafft dieser Leitfaden Handlungssicherheit für Mitarbei-
ter und Schutz für die Kinder.  
 
Innerhalb dieses sehr sensiblen Bildungsbereichs ist eine enge Zusammenarbeit mit den El-
tern notwendig, die einen ständigen und informativen Dialog zwischen unseren Fachkräften 
und den Eltern zum Thema ‚körperliche und sexuelle Bildung‘ voraussetzt. Für uns ist daher 
eine hinreichende Beteiligung der Eltern sehr wichtig, damit unsere Präventionsarbeit gelingen 
kann. Uns ist bewusst, dass Eltern oft Unsicherheiten und Ängste bezüglich dieser Thematik 
zeigen, die einer feinfühligen Herangehensweise bedürfen. Durch einen offenen und konstruk-
tiven Umgang möchten wir ihnen verdeutlichen, dass ihre Gedanken wahrgenommen werden 
und unsere Fachkräfte als Ansprechpartner für Fragen diesbezüglich zur Verfügung stehen.  
 
Formen der Informationsvermittlung in unseren Einrichtungen sind z.B.: 
 Themen-Elternabende mit externen Fachkräften zur fachlichen Unterstützung 
 Elternbriefe zu geplanten Projekten 
 Projektdokumentationen von Kindern

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
 
 
 
2.5. Risikoanalyse 
Es folgt die Risikoanalyse aller Villa Luna Kindertagesstätten. Es handelt sich um acht       
Standorte mit insgesamt ca. 700 Kindern. 
 
Aachen:  
5 Gruppen mit bis zu 90 Kindern im Alter von 0,4 Jahren bis zur Einschulung 
 
Berlin: 
4 Gruppen mit bis zu 70 Kindern im Alter von 1,0 Jahren bis zur Einschulung 
 
Düsseldorf-Bilk: 
4 Gruppen mit bis zu 63 Kindern im Alter von 0,4Jahren bis zur Einschulung 
 
Düsseldorf-Grafenberg: 
6 Gruppen mit bis zu 101 Kindern im Alter von 0,4 Jahren bis zur Einschulung 
 
Düsseldorf-Südring: 
7 Gruppen mit bis zu 114 Kindern im Alter von 0,4 Jahren bis zur Einschulung 
 
Hamburg: 
5 Gruppen mit bis zu 80 Kindern im Alter von 0,4 Jahren bis zur Einschulung 
 
Hannover: 
4 Gruppen mit bis zu 75 Kindern im Alter von 1,0 Jahren bis zur Einschulung 
 
Köln: 
4 Gruppen mit bis zu 68 Kindern im Alter von 0,4 Jahren bis zur Einschulung 
 
 
Folgende Punkte können u.a. ein Risiko darstellen: 
 Besondere Gefahrenmomente beim Wickeln, Toilettengang, Schlafen 
 1:1-Betreuung 
 Unübersichtliche Räumlichkeiten 
 Durch Personalmangel bedingte Überbelastung  
 Fehlende Möglichkeit zur anonymen Beschwerde 
 Fehlendes Beschwerdeverfahren für Kinder  
 Unbeobachtete Situationen  
 Durch Freundschaften im Kollegium bedingte Hemmungen, Kritik offen zu äußern und 
unangemessenes Verhalten von Kollegen zu melden  
 Unzureichende Trennung zwischen beruflichen und privaten Kontakten zwischen Mitar-
beitern und Eltern: Sind die Beziehungen der Erwachsenen untereinander von einer 
Pseudovertrautheit geprägt, verunsichert dies Kinder in ihrem Beziehungsverhalten. Sie 
wissen nicht mehr, wem sie vertrauen können und wem nicht. In einer von Distanzlosig-
keit und oberflächlicher Vertrautheit geprägten institutionellen Atmosphäre fällt es kind-
lichen Opfern extrem schwer, ihren Eltern Gewalterfahrungen anzuvertrauen.

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
 
 Keine/unzureichend gelebte Partizipation in den Einrichtungen 
 Fehlendes Vertrauen zur Einrichtungsleitung 
 Ängste der Mitarbeiter 
 Fehlender offener Umgang zwischen den Mitarbeitern und der Einrichtungsleitung 
 Fehlende Fachlichkeit der Mitarbeiter 
 Fehlendes Regelwerk für Praktikanten 
 Keine gelebte Lob- und Fehlerkultur 
 Keine erkennbare Haltung und Regelung zur kindlichen Sexualität und Doktorspielen 
 Fehlende Transparenz 
 Unklare Regeln 
 
Eine gemeinsame Haltung zu den obengenannten Punkten ist für uns unabdingbar. Sie dient 
der Risikoeinschätzung der jeweiligen Einrichtung und wirkt einem Machtmissbrauch durch 
Mitarbeiter entgegen. Hierzu findet eine jährliche Reflektion in den Einrichtungen statt. 
 
3. Umsetzung von Präventionsarbeit im Kita-Alltag 
 Um die zuvor unter 2.5 genannten Risikofaktoren auszuschließen, wurde der folgende Verhal-
tenskodex entwickelt. Er ist bindend für alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter sowie Prak-
tikanten unserer Kindertageseinrichtungen. Unsere Einrichtungen legen großen Wert auf ei-
nen natürlichen und herzlichen Umgang mit den Kindern. Im Rahmen der Profession als pä-
dagogische Fachkräfte gehen jedoch alle Akteure zum Wohle der Kinder achtsam und ange-
messen mit Körperkontakt um. Dabei hat u.a. Priorität, die Grenzsignale der Kinder zu beach-
ten und anzuerkennen.  
 
 Nähe und Distanz 
 Die Mitarbeiter küssen Kinder nicht und lassen sich nicht küssen. Möchte ein Kind die 
Mitarbeiter küssen, wird es altersgemäß auf die nötige Distanz hingewiesen.  
 Bei Bedarf (Ablösungsphase, Trösten, Sorgengespräche…) dürfen Kinder auf den 
Schoß und in den/auf den Arm genommen werden. Das Bedürfnis nach Nähe sollte da-
bei aber unbedingt vom Kind ausgehen, nicht vom Erwachsenen.  
 Eine Begleitung des Toilettenganges erfolgt nach den individuellen Erfordernissen und 
den Bedürfnissen des einzelnen Kindes. Beim Toilettengang der Kinder halten Jungen 
ihren Penis selber in die Toilette. Hilfe durch die Mitarbeiter beim Abwischen/Nachwi-
schen ist in Ordnung, nachdem die Kinder vorgewischt haben. Hierbei sind unbedingt 
Handschuhe zu tragen! 
 Beim Wickeln ist es wichtig, den Kindern einen gewissen Schutzraum zu gewähren, z.B. 
durch eine halb geschlossene Waschraum-Tür als Sichtschutz. 
 Bei der Schlafsituation und bei Einschlafproblemen werden Kinder von den Mitarbeitern 
nur an Stellen berührt, an denen das Kind es ausdrücklich wünscht und die Eltern diesem 
zugestimmt haben. Zu jeder Zeit verboten ist selbstverständlich das Berühren im Geni-
talbereich und an den Brüsten. 
 Die Mitarbeiter lassen sich nicht an die Brüste und den Genitalbereich fassen. Sollte ein 
Kind dies tun, wird es altersgemäß auf die nötige Distanz hingewiesen.

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
 
 Kein Kind wird angeschrien, geschubst, geschoben, gezogen, gekniffen, gebissen, ge-
schlagen, getreten, gedemütigt, bloßgestellt, ausgeschlossen oder sonstiger Gewalt 
(weder psychisch noch physisch) ausgesetzt.  
 Kein Kind wird unter Krafteinwirkung hingesetzt, hingelegt oder am Arm festgehalten. 
 Unerwünschte Berührungen und körperliche Annäherungen der Kinder – insbesondere 
in Verbindung mit dem Versprechen einer Belohnung oder Androhung von Strafe –  sind 
nicht erlaubt. 
 Die Mitarbeiter haben keine Geheimnisse mit den Kindern. 
 Kein Kind darf von Mitarbeitern nach Hause gebracht oder mit nach Hause genommen 
werden. 
 Wenn ein Kind einzeln betreut wird (z.B. zur Sprachförderung), muss dies immer in den 
dafür vorgesehenen und für andere zugänglichen Räumen stattfinden. Räume, in denen 
sich Kinder und Mitarbeiter befinden, dürfen grundsätzlich nicht abgeschlossen werden. 
  Es darf keinerlei Druck und manipulative Macht auf ein Kind ausgeübt werden. 
 
3.2. Sprache und Wortwahl 
 Kosenamen werden von den Mitarbeitern nicht verwendet. Die Kinder werden grund-
sätzlich beim Vornamen genannt. Auf Spitznamen ist zu verzichten, insbesondere auf 
solche der übergriffigen, sexualisierenden oder herabwürdigenden Art. 
 Die Mitarbeiter verwenden weder sexualisierte Sprache noch abfällige Bemerkungen. 
 Die Geschlechtsteile werden von den Mitarbeitern korrekt und einheitlich benannt. Wir 
haben uns auf folgende Begrifflichkeiten geeinigt: Penis und Scheide (Englisch: penis 
and vagina). 
 Mitarbeiter sollten die Eltern siezen.  
 
3.3. Umgang mit und Nutzung von Medien und sozialen Netzwerken 
 Kein Kind wird unbekleidet oder in Unterwäsche fotografiert oder gefilmt. 
 Das Fotografieren (auch Abfotografieren von Bildaufnahmen) /Filmen/Anfertigen von 
Tonaufnahmen mit Privathandys bzw. anderen privaten Geräten ist untersagt. 
 Vor dem Anfertigen und Veröffentlichen von Aufnahmen jeglicher Art ist die Erlaubnis 
der Erziehungsberechtigten des betreffenden Kindes einzuholen. Für welche Art von 
Aufnahme und Veröffentlichung die Zustimmung erteilt wurde, ist in der Anlage „Fotoer-
laubnis“ des Betreuungsvertrags einsehbar.  
 Alle Mitarbeiter und ehrenamtlich tätigen Personen verhalten sich in der Einrichtung ihrer 
Rolle gemäß. Von „Freundschaften“ mit den Eltern bei WhatsApp, Facebook, Instagram 
und anderen sozialen Medien ist abzusehen.  
 Die Verschwiegenheitspflicht gilt auch für Unterhaltungen in Schriftform, z.B. via 
WhatsApp und andere Messenger.   
 Für die Kinder zugängliche Medien sind grundsätzlich altersentsprechend (FSK-Einstu-
fung) und pädagogisch sinnvoll einzusetzen. 
 
3.4. Ausflüge 
 Ausflüge werden immer für die Eltern transparent und anschaulich kommuniziert. 
 Die Kinder sind immer durch die Mitarbeiter beaufsichtigt. 
 Bei einer Übernachtungssituation, z.B. bei der Vorschulübernachtung, sind die Kinder 
nie alleine in einer Schlafsituation mit Mitarbeitern. Andere Kinder oder Mitarbeiter sind 
immer dabei.

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
 
 Die Mitnahme von Kindern im eigenen PKW ist nicht gestattet. 
 
 
3.5. Pädagogisches Handeln 
 Die Mitarbeiter sind Vorbilder für eine gewaltfreie Kommunikation. 
 Unser Umgang mit Kindern und Eltern ist geprägt von Wertschätzung, Respekt und  
   Empathie. 
 Wenn ein Kind sich regelwidrig verhält und Konsequenzen tragen muss, müssen sich  
   die Maßnahmen auf den entsprechenden Sachverhalt beziehen (zeitnah handeln und 
   den Zusammenhang mit dem Kind besprechen). 
 Verbale und nonverbale Gewalt, Demütigungen und Freiheitsentzug durch Mitarbeit- 
   er werden nicht toleriert. 
 Unsere pädagogische Arbeit basiert auf der Grundlage der Kinderrechte und wird alters- 
   gerecht gestaltet. 
 Transparente, klare und nachvollziehbare Regeln und Konsequenzen werden partizipa- 
    tiv mit den Kindern erarbeitet. Die Wegnahme von persönlichen Gegenständen als 
   Erziehungsmaßnahmen ist nicht erwünscht. 
 Die Eltern werden als Experten für ihre Kinder wahrgenommen und in ihrer Verantwor-
tung respektiert. 
 Wir reflektieren regelmäßig unser pädagogisches Handeln. 
 Kein Kind wird zum Essen gezwungen. 
 Die Grundbedürfnisse wie Essen, Trinken und Toilettengang dürfen den Kindern nicht 
   verweigert werden. 
 Die Mitarbeiter behandeln alle Kinder gleich. Es finden keine Bevorzugungen statt. 
4. Maßnahmen in Krisensituationen 
Der Begriff der Kindeswohlgefährdung ist im Bürgerlichen Gesetzbuch (§ 1666 BGB) und im 
Sozialgesetzbuch (SGB VIII) zu finden, jedoch gibt es bis heute keinen einheitlichen Rechts-
begriff bzw. keine klare Definition. 
Der Bundesgerichtshof (BGH) versteht unter einer Kindeswohlgefährdung „wenn eine ge-
genwärtige, in einem solchen Maße vorhandenen Gefahr festgestellt wird, dass sich bei der 
weiteren Entwicklung der Dinge eine erhebliche Schädigung des geistigen oder leiblichen 
Wohls des Kindes mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist. An die Wahrschein-
lichkeit des Schadensantritts sind dabei umso geringere Anforderungen zu stellen, je schwerer 
der drohende Schaden wiegt.“ (BGH, Beschluss v. 23.11.2016 – XII ZB 149/16).  
 
Was bedeutet in diesem Fall „erhebliche Schädigung“ und „hinreichender Wahrscheinlich-
keit“? Dies bleibt weiterhin unklar. Deutlich wird nur, dass der Begriff der Kindeswohlgefähr-
dung nicht jede Art von Problemen beinhaltet. Abgeleitet vom BGH verstehen wir als Träger 
unter einer Kindeswohlgefährdung alles, was der seelischen, geistigen und körperlichen Ge-
sundheit eines Kindes schadet, oder diese bedroht. Sind die Personensorgeberechtigten nicht 
gewillt oder in der Lage, Schädigungen abzuwenden, sind wir in der Pflicht, unserem Schutz-
auftrag nachzukommen. 
 
Aufgrund der unterschiedlichen Definitionen und Auslegungsmöglichkeiten ist es für uns als 
Träger schwierig, handlungsfähig zu bleiben, möglichst frühzeitig präventiv handeln, und auf 
Hilfebedarf reagieren zu können. Um für uns Klarheit und Sicherheit in der Auslegung von

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
 
Kindeswohlgefährdung zu erlangen, orientieren wir uns deshalb an der Maslow´schen Bedürf-
nispyramide. Diese setzt den Rahmen der Grund- und Wachstumsbedürfnisse eines Kindes 
fest. Defizite in den Stufen 1-3 können Hinweise auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung 
sein, aber auch eine unzureichende Befriedigung der Wachstumsbedürfnisse kann zu nach-
teiligen psychischen Folgen beim betroffenen Kind führen.  
 
(vgl. https://docplayer.org/15653393-2-begriffserklaerung-kindeswohlgefaehrdung-was-ist-
das-eigentlich-2-1-definitionsversuche.html) 
 
 
Die Bedürfnispyramide 
angelehnt an Abraham Harold Maslow 
        
                                                Selbstverwirklichung 
 
 
                                                       ICH-Bedürfnisse 
                                        
                                                   Soziale Bedürfnisse 
 
                                                 Sicherheitsbedürfnisse 
 
                                                    Grundbedürfnisse 
   
 
 
 Basis-Informationen 
4.1.1. Formen der Kindeswohlgefährdung 
 
I. Misshandlungen 
a) Körperliche Misshandlung:  
 
Hierunter fallen verschiedene Arten von Handlungen, die zu nicht zufälligen erheblichen 
körperlichen Schmerzen, Verletzungen oder gar zum Tode führen (Prügeln, Verbrühen, Un-
terkühlen, Würgen etc.). 
 
b) Seelische Misshandlung:  
 
Diese Form der Misshandlung „umfasst chronische qualitativ und quantitativ ungeeignete 
und unzureichende, altersinadäquate Handlungen und Beziehungsformen von Sorgebe-
rechtigten oder Pädagogen zu Kindern. Dem Kind wird zu verstehen gegeben, es sei wehr-

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
 
los, mit Fehlern behaftet, ungeliebt, ungewollt, gefährdet oder nur dazu nütze, die Bedürf-
nisse anderer Menschen zu erfüllen“1. Hierzu gehört z.B. eine feindselige Ablehnung oder 
Isolation der Kinder ebenso wie die Verweigerung emotionaler Zuwendung oder das Terro-
risieren und Ausnutzen der Kinder aber auch deren Überforderung durch unangemessene 
Erwartungen. Nicht zuletzt stellt jede Art der körperlichen Misshandlung oder Vernachläs-
sigung auch eine seelische Misshandlung dar. Sonderformen seelischer Misshandlungen 
können neben wiederholter Gewalt zwischen den Eltern auch eskalierende und andau-
ernde stark ausgeprägte Trennungs-, Sorgerechts- und Partnerschaftskonflikte sein. 
 
II. Vernachlässigungen 
Vernachlässigung beschreibt eine situative oder andauernde Unterlassung fürsorglichen 
Handels durch die Eltern oder andere sorgeverantwortliche Personen, was zur Folge hat, 
dass die körperlichen, seelischen, geistigen und materiellen Grundbedürfnisse des Kindes 
nicht mehr angemessen befriedigt werden. Dazu gehört beispielsweise die Unkenntnis bzw. 
die Unfähigkeit der Eltern für eine angemessene Ernährung, Pflege und Gesundheit des 
Kindes zu sorgen. Dazu gehört auch ein Mangel an Aufmerksamkeit, an emotionaler, intel-
lektueller und erzieherischer Förderung des Kindes sowie unzureichender Schutz des Kin-
des vor Gefahren. 
 
III. Sexueller Missbrauch 
„Sexueller Missbrauch ist jede sexuelle Handlung, die an oder vor einem Kind entweder ge-
gen den Willen des Kindes vorgenommen wird oder der das Kind aufgrund körperlicher, psy-
chischer, kognitiver oder sprachlicher Unterlegenheit nicht wissentlich zustimmen kann. Der 
Täter oder die Täterin nutz seine Macht – und Autoritätsposition aus, um seine eigenen Be-
dürfnisse auf Kosten des Kindes zu befriedigen“2. 
 
Da Kinder aufgrund ihres Entwicklungsstandes grundsätzlich nicht über die ausreichende 
Entscheidungsfreiheit bzw. Entscheidungsfähigkeit verfügen, ist jede sexuelle Handlung 
(auch jene, an der sich das Kind aktiv beteiligt) als Missbrauch zu werten. 
 
 
4.1.2. Grenzverletzungen durch Erwachsene 
 
„Grenzverletzungen sind alle Verhaltensweisen gegenüber Kindern, Jugendlichen und jun-
gen Erwachsenen, die deren persönliche Grenzen im Kontext eines Versorgungs- und Be-
treuungsverhältnisses überschreiten.“  
(Enders/Kossatz/Kelkel/Eberhardt 2010).  
Diese Formen der Grenzverletzung werden in den meisten Fällen nicht strafrechtlich verfolgt, 
wenn sie nur einmal sowie unbeabsichtigt vorkommen und der Handelnde Einsicht zeigt.   
 
 
1 Prof. Dr. Reingard Nisse: Kindeswohlgefährdung und Maßnahmen der Polizei - dargestellt am Land Branden-
burg, https://hpolbb.de/sites/default/files/field/publikationen/oranienburger_schriften_4.pdf, Seite 27.  
2 O.A.: Definition von sexuellem Missbrauch, https://beauftragter-missbrauch.de/praevention/was-ist-sexueller-
missbrauch/definition-von-sexuellem-missbrauch.

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
 
Beispiele hierfür sind: 
 Beleidigungen 
 Abwertungen 
 Anschreien 
 Beschämen 
 Grobe Berührungen 
 Unangemessene Sanktionen 
 Missachtung der persönlichen Grenzen des Kindes (z.B. eine tröstende Umarmung, ob-
wohl das Kind diese nicht wünscht bzw. diese dem Kind unangenehm ist) 
 Missachtung von Grenzen der professionellen Rolle (z.B. sich wie die Mutter/der Vater 
des Kindes benehmen) 
 Missachtung der Persönlichkeitsrechte (z.B. Verletzung des Rechtes auf das eigene Bild 
durch unerlaubte Aufnahmen oder unerlaubte Veröffentlichung von Bildmaterial) 
 Missachtung der Intimsphäre 
 
Im pädagogischen Alltag können unbeabsichtigte Grenzverletzungen entstehen, z.B. durch 
(vgl. Enders/Kossatz/Kelkel/Eberhardt 2010): 
 fehlende bzw. unklare Einrichtungsstrukturen  
 unzureichendes Fachwissen  
 Stresssituationen 
 Unachtsamkeit 
 fehlende Sensibilität 
 mangelnde Reflexionsfähigkeit 
 ungenügende Kritikfähigkeit 
 fehlende Übernahme von Verantwortung für das eigene Handeln  
 
 
4.1.3. Übergriffe durch Erwachsene 
„Übergriffe unterscheiden sich von Grenzverletzungen dadurch, dass sie nicht zufällig oder 
versehentlich passieren. Sie resultieren vielmehr aus persönlichen und/oder grundlegenden 
fachlichen Defiziten“ (Enders/Kossatz/Kelkel/Eberhardt 2010). Übergriffe durch Erwachsene 
auf Kinder sind als Machtmissbrauch zu werten und sind nicht bloß Ausdruck einer respektlo-
sen Haltung. Sie können sehr unterschiedlich gestaltet sein und müssen immer dem zustän-
digen Landesjugendamt gemeldet werden. 
 
Mögliche Übergriffe in einer Kita können sein (vgl. LVR-Dezernat-Jugend 2017:2): 
 Zwangsmaßnahmen beim Füttern bzw. Essen 
 Zwangsmaßnahmen beim Schlafen 
 Kinder massiv unter Druck zu setzen, z.B. durch verbale Androhungen und Umsetzung 
von Straf- und Erziehungsmaßnahmen 
 Kinder vor die Tür zu stellen 
 Kinder zu fixieren 
 Körperliche Übergriffe 
 Vernachlässigung, z.B. der unzureichende Wechsel von Windeln, die mangelnde Ver-
sorgung mit Getränken, die mangelnde Aufsicht, Kind ablehnen, wenn es Nähe sucht

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
 
 Herabwürdigen und Bloßstellen eines Kindes vor den anderen Kindern der Gruppe, z.B. 
durch negative Kommentare über die Familie des Kindes, oder einen herabwürdigenden 
Erziehungsstil nach Einnässen 
 
 
4.1.4. Übergriffe von Kindern untereinander 
Streit und Konflikte unter Kindern sind unvermeidlich und gehören zur normalen kindlichen 
Entwicklung dazu. Diese Auseinandersetzungen regeln sich im Miteinander meistens kurzfris-
tig und unproblematisch. Erst wenn Kinder längerfristig unter Druck geraten oder verletzt wer-
den, entwickelt sich Gewalt mit vielfältigen Ausprägungen (Übergriffe). Es kann dabei zwi-
schen seelischen und körperlichen Übergriffen unterschieden werden. 
 
Übergriffe unter Kindern können sein: 
 Verspottung und Herabwürdigung untereinander 
 Anfassen und Küssen gegen den Willen des betroffenen Kindes  
 Absichtliche Zerstörung des Eigentums eines anderen Kindes  
 Bedrohung und Erpressung untereinander 
 Androhung und Vollzug von Schlägen untereinander 
 
Unsere Mitarbeiter sind immer dringend aufgefordert einzugreifen und an einer Lösung für das 
Problem mitzuwirken, wenn ein Kind die Grenzen eines anderen verletzt. Dies ergibt sich aus 
dem gesetzlichen Kinderschutzauftrag für Kindertagesstätten. Ein Ignorieren des Verhaltens 
kann dazu führen, dass sowohl das geschädigte als auch das handelnde Kind die Handlung 
nicht als falsch wahrnehmen. Hier gilt es, das übergriffige Kind nicht zu bestrafen; vielmehr 
sollten Handlungsalternativen aufgezeigt und erarbeitet werden. Dem übergriffigen Kind muss 
Unterstützung angeboten werden, damit es einsehen kann, dass sein Verhalten  
nicht angemessen war. Nur so ist es dem Kind möglich, aus eigenem Antrieb seine Verhal-
tensweisen zu verändern. 
Erlebt ein Kind, das einem Übergriff ausgesetzt war, eine eindeutige Reaktion der Mitarbeiter, 
erfährt dieses Kind, dass die Macht des übergriffigen Kindes durch einen unterstützenden Er-
wachsenen wieder aufgehoben wird. Im besten Fall kann das Gefühl von Vertrauen und 
Schutz das Gefühl von Ohnmacht schnell ausgleichen (vgl. LVR-Fachbereich Kinder und Fa-
milie 2019). 
 
4.1.5. Anzeichen einer Kindeswohlgefährdung durch Personensorgeberechtigte 
Anzeichen einer möglichen Kindeswohlgefährdung dienen einer Orientierung zur Gefähr-
dungseinschätzung. Erst ein Zusammenspiel von mehreren Anzeichen macht deutlich, wie 
hoch ein Gefährdungsrisiko einzuschätzen ist. Davon leitet sich der Handlungsbedarf ab. 
 
Mögliche Anzeichen können sein: 
 
a) Äußere Erscheinung des Kindes 
 Massive und/oder wiederholte Zeichen von Verletzungen (z.B. Blutergüsse, Strie-
men, Narben, Knochenbrüche, Verbrennungen, wiederholt auftretende Rötungen im 
Genitalbereich, unklare Schonhaltungen), insbesondere wenn keine unverfängli-
chen Ursachen ausgemacht werden können.

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
 
 Häufige, insbesondere nicht adäquat behandelte Erkrankungen ohne medizinische 
Versorgung. 
 Fehlen eines notwendigen Minimums an Körperhygiene (z.B. ersichtlich durch Ka-
ries). 
 Starke Unter-, Mangel- oder Überernährung bzw. massive Essstörungen. 
 Wiederholt völlig witterungsunangemessene oder verschmutzte Kleidung. 
 Verzögerte Entwicklung der motorischen, sprachlichen und geistigen Fähigkeiten, 
insbesondere ohne entsprechende medizinische Abklärung und Förderung. 
 Anhaltende Kopf- und Bauchschmerzen ohne medizinische Ursache. 
 Erhöhte Infektanfälligkeit (z.B. häufige Atemwegerkrankungen). 
 
b) Verhalten des Kindes 
 Aggressives Verhalten 
 Mangelnde Frustrationstoleranz 
 Teilnahmslosigkeit, Rückzug 
 Wiederholt apathisches oder stark verängstigtes Verhalten  
 Auffälliges Kontaktverhalten, unsicheres oder wechselndes Beziehungsverhalten 
 Das Kind wirkt berauscht und/oder benommen (ggf. durch Einfluss von Drogen, Al-
kohol, Medikamente) 
 Darstellung von erlebter Gewalt (z.B. beim Malen oder Spielen) 
 Auffälliges, altersunangemessenes sexualisiertes Verhalten 
 Ausgeprägte stereotype Verhaltensweisen 
 Instabiler oder fehlender Blickkontakt 
 Extrem angepasstes Verhalten 
 Erstarren bei Körperkontakt zu den Eltern 
 Einnässen/Einkoten bei älteren Kinder 
 
c) Verhalten und persönliche Situation der Personensorgeberechtigten 
 Mangelnde Fähigkeit zur Aggressionskontrolle 
 Physische Gewalt gegenüber dem Kind (Schlagen, Schütteln, Einsperren, Würgen, 
Fesseln, Verbrennungen u.ä.) 
 Psychische Gewalt gegenüber dem Kind (massive Beschimpfungen, Verängstigen 
und Erniedrigen) 
 Verweigerung von Krankheitsbehandlungen und Vorsorgeuntersuchungen, feh-
lende Förderung behinderter Kinder 
 Nicht ausreichende Bereitstellung von Nahrung 
 Wiederholte und/oder schwere Gewalt zwischen den Eltern 
 Fehlende Bereitschaft oder Fähigkeit zur Abwendung von Gefährdungen 
 Schwere psychische Störungen (bspw. in Form eines stark verwirrten Auftretens), 
Drogen-, Alkohol- und Medikamentenmissbrauch bzw. -sucht 
 Isolierung des Kindes (z.B. durch generelles Kontaktverbot zu Gleichaltrigen) 
 
 
d) Familiäre Situation, Wohnsituation 
 Verletzung der Aufsichtspflicht durch Alleinlassen des Kindes oder den Einsatz 
ungeeigneter Aufsichtspersonen

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 Missbrauch des Kindes zur Begehung von Straftaten oder anderer verwerflicher Ta-
ten 
 Gravierende Armut und/oder Obdachlosigkeit 
 Stark verschmutzte bzw. vermüllte Wohnung 
 Erhebliche Gefahren im Haushalt 
 Fehlender Schlafplatz und/oder fehlendes Spielzeug für das Kind 
 
 
4.1.6. Täterstrategien 
 
„Sexualisierte Gewalt passiert nicht zufällig, sondern wird von Täter/innen ganz bewusst ge-
plant und organisiert. Täter/innen suchen nach Gegebenheiten, um sich Kindern und Ju-
gendlichen zu nähern und machen sich Strukturen in den Institutionen zunutze. Das Wissen 
darum dient als Hilfsmittel für eine Risikoanalyse, um beurteilen zu können, an welchen Stel-
len präventive Maßnahmen nötig sind“  
(Bistum Münster 2013). 
 
Zum Vorgehen von Tätern und Täterinnen gegenüber Kindern und Jugendlichen (Bistum 
Münster 2013): 
 Sie suchen gezielt die Nähe zu Kindern und Jugendlichen, auch in entsprechenden Ar-
beitsfeldern. 
 Häufig engagieren sich Täter/innen über das normale Maß und sind sehr einfühlsam im 
Umgang mit Kindern und Jugendlichen. 
 Sie suchen in der Regel gezielt emotional bedürftige Kinder und Jugendliche aus. 
 Täter/innen bauen gezielt ein Vertrauensverhältnis zum möglichen Opfer auf. 
 Im Rahmen einer „Anbahnungsphase“ versuchen sie durch besondere Ausflüge, Aktio-
nen oder Unternehmungen, eine besondere Beziehung zum möglichen Opfer aufzu-
bauen und seine Arglosigkeit zu erhöhen. 
 Häufig lenken Täter/innen das Gespräch zufällig auf sexuelle Themen, verunsichern und 
berühren z.B. wie zufällig das Kind oder den Jugendlichen. 
 Täter/innen „testen“ meist nach und nach die Widerstände der Kinder/Jugendlichen, ehe 
sie gezielt Gelegenheiten für schwerere Übergriffe schaffen. 
 Durch den Einsatz von Verunsicherungen („Das ist alles ganz normal.“), Schuldgefühlen 
(„Das ist doch alles deine Schuld!“) und Drohungen (Entzug von Zuneigungen und Pri-
vilegien, Isolation/Ausstoßung, öffentliche Bloßstellung, Zerstörung der Familie, körper-
liche Gewalt etc.) machen Täter/innen ihre Opfer nicht nur gefügig, sondern sichern sich 
auch deren Verschwiegenheit. Dabei nutzen sie auch gezielt Loyalität („Du hast mich 
doch lieb.“, „Wenn du was erzählst, komme ich ins Gefängnis.“) und Abhängigkeiten des 
Opfers sowie ihre hierarchische Überlegenheitsposition aus. 
 Häufig ist sexualisierte Gewalt keine einmalige, sondern eine mehrfach vorkommende 
und länger anhaltende Tat.  
 
Im institutionellen Rahmen wenden Täter/innen folgende Strategien an  
(vgl. Gründer/Stemmer-Lück 2013):

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 Sie bauen gute und intensive Kontakte zum Kollegium, zu Erziehungsberechtigten sowie 
Kindern und Jugendlichen auf, übernehmen unbeliebte Dienste oder Aufgaben freiwillig, 
kommen gut mit der Leitung aus, machen sich unentbehrlich. 
 Sie knüpfen Seilschaften mit Kollegen/innen, indem sie z.B. „schon mal ein Auge zudrü-
cken“, wenn diese nicht ganz korrekt gehandelt haben. 
 Sie engagieren sich auch privat für Kinder ihrer Einrichtung und knüpfen Freundschaften 
mit den Eltern. 
 
 
4.2. Umgang mit interner Grenzüberschreitung 
Bei Villa Luna werden Grenzverletzungen und Übergriffe in keiner Weise toleriert und sind in 
jedem Fall zu verhindern. Wir weisen unsere Mitarbeiter dazu an, jegliche Kenntnis über 
Grenzverletzungen bzw. Übergriffe sofort der Einrichtungsleitung zu melden.  
Dasselbe gilt für Verdachtssituationen. Dabei ist es irrelevant, ob der Täter aus dem Kollegium 
stammt, ein anderes Kind ist, eine Person aus dem Umfeld des Kindes, oder eine bislang 
unbekannte Person ist. Unserer Mitarbeiter werden präventiv geschult, um Gewalt zu erken-
nen und einschätzen zu können, sowie in schwierigen Situationen ein sicheres und eindeuti-
ges Auftreten sicherstellen zu können. 
Alle Mitarbeiter sind sich bewusst, dass bei Zuwiderhandeln – je nach Sachlage – strafrechtli-
che oder arbeitsrechtliche Schritte eingeleitet werden.  
4.2.1. Interventionsschritte 
Nimmt ein Mitarbeiter grenzverletzendes Verhalten durch sich selbst oder andere wahr, be-
zieht er aktiv Stellung, indem er 
 
 die Situation stoppt oder die Beobachtung anspricht. 
 seine Wahrnehmung dazu benennt und auf Verhaltensregeln hinweist. 
 um Entschuldigung bittet oder zu einer solchen Entschuldigung hinleitet. 
 sein Verhalten ändert oder eine Veränderung des Verhaltens formuliert und einfordert. 
 
Nimmt der Mitarbeiter mehrmaliges grenzverletzendes Verhalten wahr, protokolliert er das 
Verhalten (Anlage 2a) und bespricht das weitere Vorgehen mit der Einrichtungsleitung. 
 
Nimmt der Mitarbeiter grenzverletzendes Verhalten in größerem Maß, übergriffiges Ver-
halten oder Missbrauch wahr, sind im Sinne einer Gefahrenprognose und -abwehr die 
Schritte des Verfahrensablaufs (siehe Diagramm 3b) einzuleiten und einzuhalten. 
 
Mit Beginn des Angestelltenverhältnisses wird jeder Mitarbeiter durch die Einrichtungsleitung 
über diesen Verhaltenskodex belehrt und bestätigt dies mit seiner Unterschrift. Jährlich wird 
der Verhaltenskodex zudem im Gesamtteam besprochen, aufgefrischt und von jedem Mitar-
beiter erneut unterschrieben.

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
 
4.2.2. Prävention interner Grenzüberschreitungen 
Bei Villa Luna sollen Kinder sich sicher und geschützt entwickeln können. Unser vertrauens-
volles Miteinander wird durch einen offenen Dialog zum Thema ‚sexualisierte Gewalt und an-
dere Übergriffe‘ gestützt. Auf diese Weise dient die Sensibilisierung des Teams der Gewalt-
prävention. Hierzu gehört, dass wir die in diesem Dokument verschriftlichten Grenzen und 
Standards als verbindlich ansehen. Wir verstehen Prävention als grundlegenden Handlungs-
weg, um physischen wie psychischen Schaden abzumildern und bestenfalls zu verhindern.  
Unterstützend wirken hierzu folgende Maßnahmen:  
 Regelmäßige Reflexion von Handlungen und Haltungen einzelner Mitarbeiter oder des 
Gesamtteams in den Teamsitzungen.  
 
Hierbei stehen im Fokus: 
o Der Umgang mit körperlicher Nähe bzw. Distanz zum Kind 
o Eine klare Definition und Einhaltung der jeweiligen Rollen 
o Die Haltung dem Kind gegenüber 
o Der Umgang mit Stress/Ärger/Aggression bzw. Überforderung 
o Ein wertschätzender und höflicher Umgang miteinander 
 
 Gegenseitige Hospitationen innerhalb des Teams zur Unterstützung der Feedbackkultur. 
 
 Schulung der pädagogischen Fachkräfte dahingehend, alle Beobachtungen, die auf eine 
Gefährdung eines Kindes hinweisen 
 
o ernst zu nehmen, 
o zu dokumentieren, 
o dem Team und der Leitung mitzuteilen,  
o diese gemeinsam einzuschätzen und zu bewerten. 
 
 Jährliche, schriftliche Unterweisung aller Mitarbeiter zum „Handeln bei Anzeichen für 
eine mögliche Kindeswohlgefährdung §8a SGB VIII“. 
 
 Regelmäßige kollegiale Beratungen, bei Bedarf mit Supervision oder Coaching. 
 
 Einarbeitungsseminar mit Workshop zum Kinderschutz für alle neuen Mitarbeiter. 
 
 Regelmäßige Schulungen und Fortbildungen für Mitarbeiter zum Thema Prävention und 
Kinderschutz. 
 
 Unsere Personalauswahl erfolgt nach Belastbarkeit, Reflexionsvermögen, Fachkompe-
tenz und beruflicher Erfahrungen. Die Anforderungs- und Kompetenzprofile werden re-
gelmäßig reflektiert und evaluiert. 
 
 Befragung neuer Mitarbeiter im Vorstellungsgespräch zu ihrer Haltung, ihrem Umgang 
und zu bisherigen Erfahrungen mit Grenzüberschreitungen, um die persönliche Eignung 
nach §72a SGB VIII sicherzustellen. 
  
 Betonung der notwendigen Balance von emotionaler Nähe und professioneller Distanz 
als Grundbedingung pädagogischen Handelns im Vorstellungsgespräch.

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 Belehrung aller Mitarbeiter zum tätigkeitsumfassenden Schutzauftrag nach § 8a SGB 
VIII bei Einstellung und danach jährlich durch die Einrichtungsleitung. Diese Belehrung 
wird schriftlich festgehalten und der Personalakte beigefügt.  
 
 Vorstellung des Schutzkonzepts für neue Mitarbeiter. 
 
 Verpflichtung aller Mitarbeiter unabhängig vom Anstellungsverhältnis/Aufgabengebiet 
(d.h. dies gilt auch für Praktikanten, Ehrenamtliche, Hausmeister, Küchenmitarbeiter 
etc.) zur Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses zu Beginn der Anstellung und 
in Folge alle fünf Jahre. 
 
 Verpflichtung aller in unseren Einrichtungen tätigen Personen zum Unterschreiben einer 
Selbstverpflichtungserklärung zu Beginn der Anstellung und in Folge jährlich. Hiermit 
möchten wir potentielle Täter abschrecken und allen Erwachsenen in der Kindertages-
betreuung klare Orientierung vermitteln. 
 
4.3. Verfahrensablauf 
 
4.3.1. Handlungsplan bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung gem. §8a SGB VIII 
Ergänzend hierzu ist in den Anlagen ein Handlungsplan zu finden (siehe Anlage 3a).  
 
a) Einschätzung/Prüfung durch Fachkraft und Leitung, ob gewichtige Anhaltspunkte für 
eine Kindeswohlgefährdung vorliegen. 
 
b) Abschätzung des Gefährdungsrisikos im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte unter 
Hinzuziehung einer insoweit erfahrenen Fachkraft.  
 Dokumentation und Erstellung eines Schutzplanes. 
 
c) Einbeziehung der Personensorgeberechtigten und des Kindes bei der Risikoabschät-
zung, soweit hierdurch der Schutz des Kindes nicht in Frage gestellt wird. 
 
d) Hinwirkung auf die Inanspruchnahme von Hilfen, wenn die Risikoabschätzung ergibt, 
dass ohne diese Hilfen die Gefährdungssituation nicht abgewendet werden kann. Der 
Träger vergewissert sich, ob die vereinbarten Hilfen in Anspruch genommen werden 
und, dass dadurch der Kindeswohlgefährdung wirksam begegnet werden kann. 
 
e) Informierung des Jugendamtes, wenn: 
o dem Träger die von den Personensorgeberechtigten angenommenen Hilfen als 
nicht ausreichend erscheinen. 
o von den Personensorgeberechtigten keine Hilfen angenommen werden. 
o sich der Träger keine Gewissheit darüber verschaffen kann, ob durch die ver-
einbarten Hilfen der Kindeswohlgefährdung begegnet werden kann. 
 
f) Informierung der Qualitätsleitung 
 
g) Ggf. Information an Klett Gruppe

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
 
4.3.2. Verfahrensablauf bei Verdacht auf grenzverletzendes Verhalten von Be-
schäftigten in der Einrichtung 
Eine graphische Darstellung hierzu ist in den Anlagen zu finden (siehe Anlage 3a).  
 
Nehmen Mitarbeiter oder Eltern einen Übergriff/grenzverletzendes Verhalten eines Mitarbei-
ters bzw. einer Mitarbeiterin wahr, muss wie folgt vorgegangen werden: 
 
a)    Sofortige Information der Einrichtungsleitung. 
 
b)    Information der zuständigen Standortverantwortliche/Qualitätsleitung durch die Ein-
richtungsleitung.  
 
c)    Dokumentation aller Beobachtungen und Hinweise (siehe Anlage 1) und unverzügliche 
Klärung der Fakten.  
 
d)   Je nach Gefährdungspotential: Klärendes Gespräch mit dem Beschuldigten. Beson-
ders an dieser Stelle geht der Schutz des Kindes vor.  
 
e)    Sofortige Einleitung von Maßnahmen zum Schutze des Kindes bei einer begründeten 
Vermutung auf eine Kindeswohlgefährdung (Kontakt unterbinden, Freistellung des Mit-
arbeiters bzw. der Mitarbeiterin vom Dienst).  
 
f)   Gleichzeitig Informierung der Eltern des betroffenen Kindes und Meldung an die zu-
ständige Aufsichtsbehörde. Ist an dieser Stelle eine vertiefte Prüfung nötig, leitet diese 
der Träger ein und zieht eventuell eine insofern erfahrene Fachkraft hinzu.  
 
g)   Wird nach vertiefter Prüfung eine weitere Gefährdung durch einen Mitarbeiter festge-
stellt, werden arbeitsrechtliche Schritte mit evtl. Strafanzeige eingeleitet. 
 
Weitere mögliche Maßnahmen können sein: 
 
 Für betroffene Kinder und Eltern: 
   Beratung, Therapie etc. 
 
 Für die Mitarbeiter:  
Gibt es keine weiteren belastenden Hinweise, erfolgt eine Information der Verfahrens-
beendigung an den Beschuldigten und die Aufarbeitung im Team. 
 
 Für nicht unmittelbar betroffene Kinder und Eltern: 
Elterninformation zum Umgang mit der Tat und dem Täter, Gruppengespräche zur Auf-
arbeitung. 
 
 Für Fachkräfte und Leitung:  
   Teambesprechung, Supervision, Einzelcoaching. 
 
 Für Träger und Leitung:

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Überprüfung der Organisationsstruktur, der Präventions- und Sicherheitsaspekte sowie 
der pädagogischen Konzeption. 
 
 Für die Öffentlichkeit:  
   Presseinformation. 
 
 Für die Klett Gruppe 
   Information zum weiteren Vorgehen. 
 
Literaturverzeichnis 
Bistum Münster (Hrsg.): Hinsehen und Schützen, Münster: Druck Joh. Burlage, 2013. 
 
Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter (Hrsg.): Handlungsleitlinien für Kinder-
schutzkonzepte zur Prävention und Intervention in Kindertageseinrichtungen, Münster, 2016. 
 
Der Paritätische Wohlfahrtsverband Hamburg e.V.,Kitas – ein sicherer Ort für Mädchen, 
Jungen und Fachkräfte/Vielfalt Mann – Dein Talent für Hamburger Kitas, Hamburg: O.J. 
 
Enders/Kossatz/Kelkel/Eberhardt: Zur Differenzierung zwischen Grenzverletzungen, Über-
griffen und strafrechtlich relevanten Forme n der Gewalt im pädagogischen Alltag, Zartbitter 
e.V. Eigenverlag, 2010.  
 
Enders, Ursula (Hrsg.): Schutz vor sexuellem Missbrauch in Institutionen, Köln: Kiepen-
heuer & Witsch, 2017.  
 
Gründer, Mechthild, Stemmer-Lück, Magdalena: Sexueller Missbrauch in Familie und In-
stitutionen, Stuttgart: Kohlhammer, 2013. 
 
Hansen/Knauer/Sturzenhecker: Partizipation in Kindertagesseinrichtungen – So gelingt 
Demokratiebildung mit Kindern, Weimar, Berlin: Verlag das Netz, 2011. 
 
Hierholzer, Stefan: Kindliche Sexualität als Thema in der Frühpädagogik, O.O.: KiTa Fach-
text, O.J.  
 
Jugendamt Wiehl: Kinderschutzbogen 0-6 Jahre. Wiehl, O.J. 
 
LVR-Fachbereich Kinder und Familie (Hrsg.): Kinderschutz in der Kindertagesbetreuung – 
Prävention und Intervention in der pädagogischen Arbeit, Köln: O.V., 2019.  
 
LVR- Dezernat-Jugend: Hinweise für Träger zu den Meldepflichten nach § 47 SGB VIII, er-
reichbar unter:https://www.lvr.de/media/wwwlvrde/jugend/service/arbeitshilfen/doku-
mente_94/kinder_und_familien/tageseinrichtungen_f_r_kinder/Hinweis_Meldepflicht_Trae-
ger-gruen.pdf (2017:2). 
 
Nisse, Reingard Prof. Dr.: Kindeswohlgefährdung und Maßnahmen der Polizei - dargestellt 
am Land Brandenburg, https://hpolbb.de/sites/default/files/field/publikationen/oranienbur-
ger_schriften_4.pdf, Seite 27.

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
 
https://docplayer.org/15653393-2-begriffserklaerung-kindeswohlgefaehrdung-was-ist-das-
eigentlich-2-1-definitionsversuche.html  
 
O.A.: Definition von sexuellem Missbrauch, https://beauftragter-missbrauch.de/praeven-
tion/was-ist-sexueller-missbrauch/definition-von-sexuellem-missbrauch. 
 
Ruland/Seidenstücker/ Singer-Jähn: Vorlagenmappe Kindeswohlgefährdung, O.O: Forum-
Verlag, 2015. 
 
Stadt Remscheid: Verfahren, Instrumente, Formulare – Anlagen zur Umsetzung des 
Schutz-auftrages bei Kindeswohlgefährdung gemäß § 8a SGB VIII in Remscheid. Rem-
scheid: O.V., 2013. 
Anlage 
 
1.  Belehrungen 
a. Belehrung zum Schutzauftrag Kindeswohlgefährdung nach §8a Abs. 2 SGB VIII 
b. Selbstverpflichtungserklärung 
 
2.  Formulare 
a. Dokumentation Verdachtsfall 
b. Dokumentation einer Fallbesprechung/einer kollegialen Beratung 
c. Ergebnis des Fachgesprächs mit der insoweit erfahrenen Fachkraft gemäß §8a 
SGB VIII 
d. Anamnese und Ampelbogen zur Gefährdungseinschätzung bei Verdacht auf 
Kindeswohlgefährdung 0-6 Jahre 
 
3.  Handlungsabläufe 
a. Handlungsplan (Diagramm) bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung gem. §8a 
SGB VIII 
b. Verfahrensablauf (Diagramm) bei Verdacht auf grenzverletzendes Verhalten 
von Beschäftigten in der Einrichtung  
 
4.  Arbeitshilfen 
a. Übersicht kindliche Sexualität vs. Erwachsenensexualität 
b. Arbeitshilfe Partizipation 
c. Arbeitshilfe Beschwerdeverfahren 
d. Arbeitshilfe Präventionskultur in der Kita 
e. Arbeitshilfe Nähe und Distanz und Übung zur Wahrnehmung von Grenzen 
f. Praxisbeispiele als Vorlage, um mit dem Team ins Gespräch zu kommen 
 
5.  Fachberatungsstellen 
a. Regionale Anlaufstellen und Hilfeangebote im Lotsenmodell 
 
6.  Kinderrechte 
a. Kinderrechtskonventionen

Beratungsverlauf (4)

11.02.2021 Bezirksvertretung Münster-West
TOP 7.6 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
25.02.2021 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 13.2 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
17.03.2021 Hauptausschuss
TOP 34.2 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
17.03.2021 Rat
TOP 37.2 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung

Orte (18)

  • Sonnenstraße
  • Grevener Straße 123
  • Lippstädter Straße 46
  • Hafenstraße 30
  • Meyerbeerstraße
  • Viktoriastraße 32
  • Friedensstraße 69
  • Sonja-Kutner-Weg
  • Emmy-Herzog-Platz
  • Ermlandweg
  • An der Hiltruper Baumschule
  • Hedwig-Feibes-Weg
  • Willingrott
  • Langebusch
  • Kinderhaus
  • Beckstraße
  • Südstraße 29
  • Nienkamp

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Details

Aktenzeichen
V/1043/2020
Typ
Vorlagen
Datum
16.12.2020
Erstellt
14.12.2020 10:15