V/0882/2016
Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide: Jahresbericht 2015
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Anlage 1_V_0882_2016
1559 Zeichen
Anlage 1 zur Vorlage V/0882/2016 Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide 150.000,00 € Projekt-Nr. Projekte Projektträger Städtische Förderung 1.05 Nachbarschaftsstärkung und Mieter/innen-Schulung Amt für Wohnungswesen 1.000,00 € 2.02 Spiel- und Freizeitzone Amt für Grünflächen und Umweltschutz 6.000,00 € 4.02 Integrationsarbeit vor Ort Begegnungszentrum Sprickmannstraße e.V. 36.000,00 € 5.01 / 5.03 Wir verstehen uns Kinderhauser Arbeitslosen Initiative KAI e.V. 30.000,00 € 5.04 Gesund Aufwachsen in Kinderhaus Amt für Gesundheit, Veterinär- und Lebensmittelangelegenheiten 10.000,00 € 6.01 Schuldnerberatung vor Ort Diakonie Münster e.V. 36.000,00 € 6.02 Kulturprojekte: Interkulturelle Veranstaltungsreihe ATRIUM e.V. Internationaler Kulturverein ATRIUM e.V. 2.000,00 € 7.01 Quartiersmanagement 1.200,00 € 7.02 Quartiersfond 1.200,00 € GESAMT 123.400,00 € Projekt-Nr. Projekte Projektträger Städtische Förderung 6.04 Jungenprojekt / Sport gegen Gewalt Begegnungszentrum Sprickmannstraße e.V. 1.100,00 € 6.05 / 6.06 Integrative Jugendsozialarbeit / Mobile Jugend(sozial)arbeit Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 19.450,00 € 6.07 Sport und Bewegung Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 3.300,00 € 6.08 Drogenprävention INDRO e.V. 2.750,00 € GESAMT 26.600,00 € Sozialamt Förderung im Jahr 2015 - Gesamt Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Gebietsmoderation / Sozialamt
Berichtsvorlage
2894 Zeichen
V/0882/2016 DER OBERBÜRGERMEISTER Sozialamt Betrifft Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide: Jahresbericht 2015 Beratungsfolge 15.11.2016 Bezirksvertretung Münster-Nord Bericht 23.11.2016 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung Bericht 23.11.2016 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Bericht 24.11.2016 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen Bericht 29.11.2016 Ausschuss für Gleichstellung Bericht 30.11.2016 Integrationsrat Bericht 07.12.2016 Haupt- und Finanzausschuss Bericht 14.12.2016 Rat Bericht Bericht: Am 11.12.2013 hat der Rat mit der Vorlage V/0533/2013/1 beschlossen, das Maßnahmepr o- gramm Kinderhaus-Brüningheide über 2013 hinaus bis auf Weiteres fortzuführen. Im angehän g- ten Jahresbericht werden die Ergebnisse des Programms und seiner Einz elprojekte für 2015 ab- gebildet. Der Aufbau des Jahresberichts orientiert sich, wie in den Vorjahren, am Integrierten Handlung s- konzept des Programms mit seinen 8 Handlungsfeldern und gut 20 Projekten. Darstellung und Auswertung der Ergebnisse folgen dem im Rahmen des Teilprojekts 8.01 (Prozessbegleitende Selbstevaluation) erarbeiteten Dokumentations- und Zielsystem, das neben themenfeldübergrei- fenden Programmzielen Leitzielbereiche für die einzelnen Themenfelder und die projektspezif i- schen Ziele umfasst. Der Jahresbericht wurde federführend vom Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Ve r- kehrsplanung erstellt. Auf der Grundlage der von den Projektakteuren gefertigten tabellarischen Berichte und Monitoringbögen bildet der Jahresbericht die Projektergebni sse im Sinne einer ge- bündelten Querauswertung ab (Anlage 2). Insgesamt stand im Jahr 2015 ein Budget von 150.000 € für die Umsetzung des Programms und seiner Einzelmaßnahmen zur Verfügung (Anlage 1). In der Anlage 3 wird außerdem der Kontextdatenmonitor 2015 angefügt. Hieraus kann weder unmittelbar noch indirekt das Erreichen von Programm- oder Modulzielen abgelesen werden. Viel Vorlagen-Nr.: V/0882/2016 Auskunft erteilt: Frau Stemmer Ruf: 492-5566 E-Mail: StemmerD@stadt-muenster.de Datum: 07.10.2016 Öffentliche Berichtsvorlage 2 V/0882/2016 mehr geben die Kontextindikatoren Informationen über die relevanten demographischen und s o- zioökonomischen Rahmenbedingungen des Gebiets und bieten damit Orientierung für die Steue- rung des Programms und verweisen auf Handlungsbedarfe im Gebiet. Die Verwaltung wird die jährliche Berichterstattung fortsetzen. In Vertretung gez. Cornelia Wilkens Stadträtin Anlagen: Anlage 1: Finanzierungsübersicht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinder- haus-Brüningheide Anlage 2: Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus- Brüningheide Anlage 3: Kontextdatenmonitor 2015
Anlage 2
182567 Zeichen
Jahresbericht 2015
für das Wohngebiet
„Münster/Kinderhaus-Brüningheide“
- Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“ -
- Juli 2016 -
Quelle: Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung; Vermessungs- u. Katasteramt
Anlage 2 zur Vorlage V/0882/2016
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung ii
Stadt Münster
Amt für Stadtentwicklung,
Stadtplanung, Verkehrsplanung
Simone Peuling-Heerstraß
48127 Münster
stadtplanung@stadt-muenster.de
Unter Verwendung der Projektberichte
der Projektverantwortlichen
des „Maßnahmeprogramms Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung iii
Gliederung
1 Das Maßnahmeprogramm „Wohngebiet Kinderhaus – Brüningheide“ ..................... 5
1.1 Programm „Soziale Stadt - Kinderhaus Brüningheide“ - Förderphase 2007 bis
2010 ................................ ................................ ................................ ....................... 5
1.2 „Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungs-
phasen I (2011 – 2013) und II (ab 2014) ................................ ................................ . 6
2 Zielstellung und Grundlagen des Berichts ................................ ................................ .. 9
2.1 Zielstellung des Berichts: Ergebnisübersicht 2015 ................................ .................. 9
2.2 Kontextdaten zur Entwicklung des Wohngebiets „Kinderhaus-Brüningheide“ ....... 10
2.3 Aufbau des Jahresberichts 2015 ................................ ................................ .......... 10
3 Kinderhaus-Brüningheide: Rahmensetzende Aktivitäten und Projekte in 2015 ..... 11
3.1 Perspektivgutachten für das Gebiet „Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide“ ..... 11
3.2 Stadtteilentwicklungskonzept für den Stadtteil Kinderhaus ................................ ... 13
4 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 1: „Verbesserung der Wohn-
situation“................................ ................................ ................................ ...................... 15
5 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 2: „Öffentlicher Raum“ ....................... 18
6 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 4: „Integration zugewanderter
Menschen fördern“ ................................ ................................ ................................ ...... 19
7 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 5: „Bewältigung der Heraus-
forderungen für das Bildungswesen“ ................................ ................................ ........ 21
8 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 6: „Sicherung sozialer Netze und
Infrastrukturen in Zeiten knapper öffentlicher Haushalte“ ................................ ....... 24
9 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 7: „Gebietsmoderation“ ...................... 35
10 „Prozessbegleitende Selbstevaluation“ (Themenfeld 8) ................................ .......... 38
10.1 Beobachtung der Zielerreichung ................................ ................................ ........... 38
10.2 Kontextdatenmonitor „Kinderhaus-Brüningheide 2015“ ................................ ........ 38
11 Ergänzende Informationen zu außerhalb des Maßnahmeprogramms
verstetigten Projekten ................................ ................................ ................................ . 40
12 Resümee und Ausblick ................................ ................................ ............................... 43
12.1 Zielerreichung 2015 unter Berücksichtigung der Projektziele ................................ 43
12.2 Zielerreichung 2015 unter Berücksichtigung der Programmziele .......................... 49
12.3 Ausblick auf das „Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“
2016 (Verstetigungsphase II) ................................ ................................ ................ 53
13 Anhang ................................ ................................ ................................ ......................... 54
Anhang 1: Karte „Projektstandorte Kinderhaus Brüningheide - Verstetigungskonzept / 2015
/ 2016“
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung iv
Darüber hinaus ist die Anlage 3 zur Vorlage V/0882/2016 „Kontextdatenmonitor 2015“
Bestandteil des Berichts (inklusive Grafiken zur Entwicklung ausgewählter Kontextdaten
der Stadtteilentwicklung)
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 5
1 Das Maßnahmeprogramm „Wohngebiet Kinderhaus – Brüningheide“
Die Ende 2006 gestartete Programmdurchführung für das Wohngebiet Kinderhaus -
Brüningheide kann mittlerweile auf eine neunjährige Erfahrung in der Durchführung eines
träger- und aufgabenfeldübergreifenden (= integrativen) Programms mit Wohngebietsbezug
zurückblicken. Es lässt sich in folgende Phasen untergliedern:
• Förderzeitraum „Soziale Stadt“ (2006 - 2010): Programm „Soziale Stadt Kinderhaus –
Brüningheide““
• Verstetigungsphase I (2011- 2013): „Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus –
Brüningheide“
• Verstetigungsphase II (ab 2014).
Die Verstetigung des Programms ab 2011 machte eine Anpassung der Programmorganisati-
on und teilweise auch der Projektinhalte an aktuelle Rahmenbedingungen notwendig. Doch
trotz Veränderungen in Bezug auf den Programmstatus und den –namen wurde der An-
spruch aufrechterhalten, ein integratives Programm unter Beibehaltung der grundsätzlichen
Ziele umzusetzen. Über den gesamten Zeitraum hinweg erfolgte eine Konzentration auf fol-
gende zentralen Ziele:
die Verbesserung der Wohnsituation und Wohnumfeldsituation
die Förderung der Integration unterschiedlicher Gruppen im Wohngebiet
die Stärkung der Bildungschancen für Kinder und Jugendliche.
1.1 Programm „Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide“ - Förderphase 2007 bis
2010
Mit Beschluss vom 13.12.2006 hat der Rat der Stadt Münster die Verwaltung beauftragt, das
Programm „Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide“ auf der Grundlage eines integrierten
Handlungskonzepts in den Jahren 2007 bis 2010 umzusetzen (vgl. Vorlage V/0927/2006,
V/0927/2006 E1).
Bereits ab Beginn der Förderphase wurde ein konsistentes System messbarer Ziele auf Pro-
gramm-, Handlungsfeld- und Projektebene entwickelt und umgesetzt (vgl. Vorlage
V/0877/2007), um die Umsetzung der eigenen Projekte im Sinne der Selbstevaluation sys-
tematisch und datenbasiert zu bewerten, zu dokumentieren (vgl. Jahresberichte 2007- 2010)
und so die Programmsteuerung instrumentell zu unterstützen.
Im Förderzeitraum zwischen 2007 und Ende 2010 wurden im Wohngebiet Kinderhaus-
Brüningheide im Rahmen des Programms „Soziale Stadt NRW“ über 30 Projekte in 8 Hand-
lungsfeldern mit Zuwendungen des Bundes und des Landes zur Stadterneuerung und ei-
nem städtischen Eigenanteil umgesetzt (vgl. Vorlagen V/0347/2008, V/0297/2009,
V/0291/2010, V/0601/2011). Die Handlungsfelder 1-7 (ab 2014 Themenfelder) haben dabei
einen direkten Einfluss auf die inhaltliche Zielerreichung. Das Handlungsfeld 8 „Selbstevalua-
tion“ hingegen dient der strategischen Programm- und Projektunterstützung.
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 6
HF 1 „Wohnen“
Projekt 1.01 Energetische Gebäudesanierung
Projekt 1.02 Marktanpassung des Wohnbestandes
Projekt 1.03 Wohnzukunft für ältere und behinderte
Menschen
Projekt 1.04 Weiterentwicklung der
Kooperationsvereinbarung
Projekt 1.05 Nachbarschaftsstärkung und
Mieter/innenschulung
Projekt 1.06 Das Quartier spart Strom
Projekt 1.07 Solares Kinderhaus
Projekt 1.08 Alternative Flächennutzung - baulich und
sozial
HF 2 „Öffentlicher Raum“
Projekt 2.01 Städtebauliches und
lokales Maßnahmenkonzept
Projekt 2.02 Spiel- und Freizeitzone
(Umsetzung ab 2009)
HF 3 „Lokale Ökonomie“
Projekt 3.01 Wertstoffe/Sperrgut
Projekt 3.02 Expertise „Lokale Ökonomie“
Projekt 3.03 Projektfamilie „Stärken vor Ort“
(Umsetzung ab 2009)
HF 4 „Integration zugewanderter Menschen
fördern“
Projekt 4.01 Mädchenprojekt `Unser Alltag -
unsere Sorgen´
Projekt 4.02 Integrationsarbeit vor Ort: Anlauf-,
Beratungs- und Koordinationsstelle
Projekt 4.03 Gewaltprävention
HF 5 „Bewältigung der Herausforderungen für das
Bildungswesen“
Projekt 5.01 Wir verstehen uns (zusammengeführt mit
Projekt 5.03 Stadtteileltern in KiTas)
Projekt 5.02 Elternkompetenz stärken
Projekt 5.04 Gesund aufwachsen in Kinderhaus
Projekt 5.06 Kontinuierliche Praxistage zum Übergang
Schule-Beruf
Projekt 5.07 Kinderhauser Jugendkultur
HF 6 „Sicherung sozialer Netze und Infrastrukturen in
Zeiten knapper öffentlicher Haushalte“
Projekt 6.01 Schuldnerberatung vor Ort
Projekt 6.02 Interkulturelle Veranstaltungsreihe ATRIUM
e.V.
Projekt 6.03 Bürgerbeteiligung / Moderation
Projekt 6.04 Jungenprojekt / Sport gegen Gewalt
Projekt 6.05 Integrative Jugendsozialarbeit
Projekt 6.06 Mobile Jugendarbeit
Projekt 6.07 Sport und Bewegung
Projekt 6.08 Drogenprävention
HF 7 „Gebietsmoderation“
Projekt 7.01 Quartiersmanagement
Projekt 7.02 Quartiersfonds
HF 8 „Selbstevaluation“
Projekt 8.01 Zielentwicklung und
Beobachtung Zielerreichung
Projekt 8.02 Entwicklung und Auswertung
von Kontextindikatoren
Programmsystematik 2007- 2010
Integriertes Handlungsprogramm
33 Projekte in 8 Handlungsfeldern
Insgesamt wurde innerhalb des Förderzeitraumes eine solide Ausgangslage für eine weiter-
hin erfolgversprechende Umsetzung ausgewählter Projekte erreicht (V/0601/2011, Anlage
2). Dementsprechend erwartete das zuständige Ministerium für Bauen und Verkehr (MBV)
des Landes NRW eine Verstetigung des als ausfinanziert geltenden Maßnahmekonzepts ab
2011.
1.2 „Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungs-
phasen I (2011 – 2013) und II (ab 2014)
Handlungsleitend für die Verstetigungsüberlegungen war die zentrale Frage, wie die erreich-
ten positiven Veränderungen, die aufgebauten Angebots- und Vernetzungsstrukturen im
Programmgebiet sowie die Kernprojekte des Programms Soziale Stadt ohne wesentliche
Substanzänderung angesichts weiter bestehender Handlungsbedarfe auch über das Ende
der Förderung hinaus zu festigen und zu sichern sind, um auf diesem Wege weiterhin die
Wohn- und Lebensbedingungen der Bewohnerschaft zu stabilisieren.
Verstetigungsphase I (2011 – 2013)
Nach Auslaufen der Programmförderung Ende 2010 ging dieses ab dem 01.01.2011 nahtlos
in das verstetigte „Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ über. Auf
der Grundlage des erarbeiteten Verstetigungskonzeptes wurde das Programm zunächst be-
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 7
fristet für drei Jahre bis Ende 2013 mit einer städtischen Förderung in Höhe von 150.000,- €
im Jahr umgesetzt (vgl. Vorlagen V/0291/2010, V/0291/2010/1, Ratsbeschluss vom
08.12.2010). Im ersten Jahr der Verstetigung (2011) wurden 25 Projekte, im Jahr 2012 23
Projekte, im dritten Jahr der Verstetigung (2013) insgesamt 24 Projekte mit unterschiedlichen
finanziellen Dotierungen und zum Teil auch aus Mitteln außerhalb des Verstetigungsbudgets
weiter fortgeführt.
Verstetigungsphase II (ab 2014)
Da auch in 2013 noch die meisten der auf soziale Ungleichheit verweisenden Strukturmerk-
male des Gebiets Ausprägungen aufwiesen, die von den gesamtstädtischen Werten stark
abwichen und damit eine weitere Verstetigung der bis dato umgesetzten Maßnahmen sowie
zentraler Elemente des Programms weiterhin erforderlich schien, beschloss der Rat der
Stadt Münster am 11.12.2013 die unbefristete Fortführung des Maßnahmeprogramms
Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide ab dem 01.01.2014. Zur Finanzierung des Pro-
gramms ab 2014 steht weiterhin ein Budgetrahmen von jährlich 150.000 € zur Verfügung. Mit
diesem Beschluss zur zweiten Verstetigung war eine inhaltliche Schwerpunktsetzung und
Neujustierung im Bereich der Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit verbunden (Vorlage
V/0533/2013, V/0533/2013/1 Erg.). Neben der Anpassung inhaltlicher Aspekte an aktuelle
Rahmenbedingungen wurden die Organisation und das Verfahren der Programmdurchfüh-
rung vereinfacht und möglichst ressourcenschonend gestaltet (vgl. Jahresbericht 2014). Im
vierten Jahr der Verstetigung (2014) wurden wie im Vorjahr insgesamt 24 Projekte umge-
setzt.
Im gesamten Programmverlauf ist das auf der nächsten Seite dargestellte Zielsystem sowohl
handlungsleitende Grundlage für die Programmsteuerung als auch konzeptioneller Rahmen
für die verpflichtende prozessbegleitende Selbstevaluation. Es wurde in seinen Grundzügen
in einem kooperativen Verfahren mit den Projektakteuren und mit Unterstützung des Büros
„Univation - Institut für Evaluation“ (Köln) im Rahmen des Teilprojekts 8.01 „Prozessbeglei-
tende Selbstevaluation“ bereits im Jahre 2008 erarbeitet und seither sukzessive weiterent-
wickelt. Wenngleich ein Teil der Projekte außerhalb des Maßnahmeprogramms fortgeführt
wurde und die Programmanbindung für diese Projekte seit Anfang 2011 insoweit lockerer
geworden ist, lag das Bemühen nach wie vor darin, das Programm in der Verstetigung wei-
terhin als ein integratives Programm umzusetzen. Zentrale Elemente und Vorgehensweisen
der Programmsteuerung wie der wohngebietsbezogene Ansatz (Stadtzelle 631 Kinderhaus-
Brüningheide), die integrative Programmausrichtung, die an Zielen orientierte Programm-
und Maßnahmesteuerung sowie die Gebietsmoderation wurden beibehalten, um die Erfolge
der bisherigen Programmdurchführung abzusichern.
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 8
Programmziele
Münster-Kinder-
haus/Brüningheide
Programm-
maßnahmen
Verstetigt, mit
anderweitiger
Förderung / Bestand-
teil laufender
Verwaltungsarbeit
3.02
Aktiv für Arbeit
4.01
Mädchenprojekt `Unser Alltag -
unsere Sorgen´
5.02
Elternkompetenz stärken
5.06
Kontinuierliche Praxistage zum
Übergang Schule-Beruf
4.03
Gewaltprävention
7.01 Quartiersmanagement: Information und Vernetzung
7.02 Quartierfonds:Aktivierung und Beteiligung
1.06
Das Quartier spart Strom
3.01
Wertstoffe/Sperrgut
Leitzielbereiche Themenfeld 3 :
Stärkung der lokalen Ökonomie
und der Beschäftigungssituation
Themenfeld 1 :
Verbesserung der
Wohnsituation
1.05
Nachbarschaftsstärkung und
Mieter/innenschulung
5.01
Wir verstehen uns
4.02
Integrationsarbeit vor Ort:
Anlauf-, Beratungs- und
Koordinationsstelle
1.04
Weiterentwicklung der
Kooperationsvereinbarung
5.04
Gesund aufwachsen in Kinderhaus
Themenfeld 6 :
Sicherung sozialer Netze und
Infrastrukturen in Zeiten knapper
öffentlicher Haushalte
Maßnahmeprogramm Münster-Kinderhaus/Brüningheide, Programmziele und Maßnahmeübersicht (Stand Juli 2016)
Verbesserung der Wohnsituation und Wohnumfeldsituation
Förderung der Integration unterschiedlicher Gruppen im Wohngebiet
Soziale Sicherung und Förderung gesellschaftlicher Teilhabe
Stärkung der Bildungschancen für Kinder und Jugendliche
Themenfeld 4 :
Integration zugewanderter
Menschen fördern
Themenfeld 2 :
Gestaltung des öffentlichen
Raums für einen sicheren und
lebendigen Stadtteil
2.02
Spiel- und Freizeitzone
(Grünschleife)
Themenfeld 5 :
Bewältigung der Herausforderungen
für das Bildungswesen
6.06
Mobile Jugendarbeit
6.07
Sport und Bewegung
6.08
Drogenprävention
Themenfeld 7: Quartiersmanagement
6. 01
Schuldnerberatung vor Ort
6.02
Interkulturelle Veranstaltungsreihe
ATRIUM e.V
6.04
Jungenprojekt / Sport gegen
Gewalt
Themenfeld 8: Prozessbegleitende Selbstevaluation
8.01 Zielentwicklung, Beobachtung Zielereichung
8.02 Entwicklung u. Auswertung Kontextindikatoren
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 9
2 Zielstellung und Grundlagen des Berichts
2.1 Zielstellung des Berichts: Ergebnisübersicht 2015
In Kontinuität der bisherigen Vorgehensweise und Umsetzung des Ratsbeschlusses
V/0533/2013/1 Erg. stellt die Verwaltung dem Rat jährliche Berichte über Umsetzung und
Ergebnisse der Maßnahmen sowie über die Entwicklung der Rahmenbedingungen zur Ver-
fügung, die zuvor der Bezirksvertretung Münster-Nord, den zuständigen Fachausschüssen
und Gremien des Rates einschließlich des Integrationsrates vorgelegt werden. Die Erstellung
des vorliegenden Berichts erfolgt auf dieser Grundlage und skizziert den Projektverlauf und
die Projektergebnisse des Jahres 2015. Er steht grundsätzlich in der Kontinuität der vorheri-
gen Jahresberichte, lässt jedoch aufgrund eines in Teilen modifizierten und angepassten
Programms sowie einer Reduzierung der verstetigten Projekte nur eingeschränkt Vergleiche
zu den Ergebnissen der Vorjahre zu.
Die Inhalte des Jahresberichts, insbesondere die Aussagen zur Zielerreichung, stellen wich-
tige Orientierungsgrundlagen für die Programmsteuerung und Projektdurchführung bereit
und sollen die Entscheidungen der politischen Gremien zur weiteren Programmgestaltung
unterstützen. Um die jährliche Projektberichterstattung noch kompakter, transparenter und
ressourcenschonender zu gestalten, erfolgt die Darstellung der Projektergebnisse des Jah-
res 2015 entsprechend der getroffenen Vereinbarungen des Auftakt-Workshops „Versteti-
gungsphase 2 – Ziele, Projektinhalte, Berichterstattung“ (11.09.2014) in weiterentwickelter
Form: für jedes verstetigte Projekt werden die wesentlichen Projektaktivitäten ergebnisorien-
tiert und konzentriert auf einem Projektblatt mit max. zwei Seiten aufbereitet. Das Raster ist
wie bisher durch die Projektakteure auszufüllen (Selbstevaluation) und wird zukünftig die
tabellarischen Darstellungen der früheren Jahresberichte ersetzen. Die bündelnde Queraus-
wertung erfolgt weiterhin durch das Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Verkehrs-
planung in Kooperation mit der Programmsteuerung im Sozialamt im Rahmen der prozess-
begleitenden Erfolgskontrolle.
Die Berichterstattung umfasst alle 23 Projekte, die laut des Ratsbeschlusses vom
11.12.2013 im Jahre 2015 verstetigt werden sollten (Kapitel 4 – 11). Ein Projekt entfiel somit
zum Ende des Jahres 2014 (6.05 Integrative Jugendsozialarbeit). Die Darstellung der Er-
gebnisse in den Kapiteln 4 - 9 konzentriert sich auf die Bewertung der Zielerreichung und
damit auf die 14 Projekte, die im Jahr 2015 aus dem Maßnahmenprogramm gefördert wur-
den und mit einem direkten Einfluss auf die inhaltliche Zielerreichung sind, d.h. die zwei Pro-
jekte zur prozessbegleitenden Selbstevaluation (Themenfeld 8) fließen hier nicht mit ein. Die
sieben Projekte, die 2015 anderweitig gefördert wurden bzw. Bestandteil der laufenden Ver-
waltungsarbeit geworden sind, werden lediglich nachrichtlich aufgeführt (siehe Kapitel 11).
Einen Überblick über die einzelnen Projektstandorte des Verstetigungsjahres 2015 gibt An-
lage 2, Anhang 1 zur Vorlage V/0882/2016.
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 10
2.2 Kontextdaten zur Entwicklung des Wohngebiets „Kinderhaus-Brüningheide“
Der Kontextdatenmonitor, der neben ausgewählten Strukturdaten zur Stadtteilentwicklung
auch Karten mit Projektstandorten umfasst, ist seit Programmbeginn fester Bestandteil des
Jahresberichts. Mit der Vorlage V/0533/2013 wurde die Fortsetzung der Aufbereitung von
Kontextdaten als Bestandteil der prozessbegleitenden Selbstevaluation auch für die zweite
Verstetigungsphase ab 2014 beschlossen.
Die Daten des Kontextdatenmonitors zeigen an, unter welchen demographischen und sozio-
ökonomischen Rahmenbedingungen die Projekte der Sozialen Stadt durchgeführt wurden.
Sie sind jedoch ausdrücklich keine Wirkungsanalyse der Projekte, sondern stellen vielmehr
Rahmendaten zur Stadtteilentwicklung dar. Die Konzeption, die Inhalte und die Verwendung
des Kontextdatenmonitors werden in Kapitel 10 erläutert. Die Daten des Kontextdatenmoni-
tors für das Projektjahr 2015 sind in Anlage 3 zur Vorlage V/0882/2016 zu finden. Ausge-
wählte Kontextdaten wurden in den jeweiligen Sitzungen des Beirats „Wohngebiet Kinder-
haus-Brüningheide“ (bis Frühjahr 2014) und im Rahmen der durchgeführten Workshops zur
Standortbestimmung, Auftragslage und Zielstellung in der Verstetigungsphase 2
(11.09.2014, 24.09.2015) vorgestellt und dort als sehr hilfreich zur Einschätzung der Quar-
tiersentwicklung angesehen.
2.3 Aufbau des Jahresberichts 2015
Nach einem Überblick über die Entwicklung der Programmsystematik und die Zielstellung
des Berichts in den einführenden Kapiteln 1 und 2 gibt das Kapitel 3 einen Einblick in weitere
das Programm bzw. das Programmgebiet beeinflussende Aktivitäten und Planungen in Kin-
derhaus-Brüningheide sowie darüber hinaus auch im gesamten Stadtteil Kinderhaus.
Kernstück der Berichterstattung sind die Kapitel 4 - 9, in denen die Projektergebnisse 2015
nach Themenfeldern in Projektblättern aufgeführt werden. Die Darstellung der Ergebnisse
berücksichtigt die Bedeutung einer geschlechterdifferenzierten Betrachtung sowie der Migra-
tionsvorgeschichte (vgl. Vorlage V/0927/2006). Die Projektberichte sind folgendermaßen
aufgebaut:
Projektname und -nummer
Projektträger
Kontakt
Projektkurzbeschreibung
Projekt-Ziele
Indikatoren/Kennwerte
Ergebnisse 2015 (auf Basis der Projektberichte der Projektakteure, vgl. Kontaktangaben)
Zielerreichung
Gesamtfazit
Ausblick
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 11
Weiterführende Informationen
Ergänzend zu den dargestellten Projektergebnissen 2015 werden in Kapitel 10 die Aktivitä-
ten im Rahmen der „Prozessbegleitenden Selbstevaluation“ sowie die Konzeption und Inhal-
te des Kontextdatenmonitors erläutert. Grafiken zur Entwicklung ausgewählter Kontextdaten
sowie eine Karte mit den Projektstandorten in 2015/2016 sind in Anlage 2, Anhang 1 zur
Vorlage V/0882/2016 dokumentiert. Weiterhin werden in Kapitel 11 die sieben Projekte nach-
richtlich aufgeführt, die 2015 anderweitig gefördert wurden bzw. Bestandteil der laufenden
Verwaltungsarbeit geworden sind.
In einem bilanzierenden Kapitel 12 wird zum einen ein Überblick zur Erreichung der gesetz-
ten Projektziele in 2015 gegeben. Darüber hinaus werden die Ergebnisse des Jahres 2015
noch einmal in knapper Form unter Berücksichtigung des integrierten Programmgebietsan-
satzes zusammengefasst. Abschließend gibt das Kapitel einen Ausblick auf die bereits be-
gonnenen bzw. geplanten Aktivitäten des Verstetigungsjahres 2016.
3 Kinderhaus-Brüningheide: Rahmensetzende Aktivitäten und Projekte in
2015
Dieses Kapitel gibt einen Einblick in weitere Aktivitäten und Planungen in Kinderhaus, die
einen Einfluss auf die bauliche und infrastrukturelle Weiterentwicklung des Quartiers sowie
die Integration der dort ansässigen Bevölkerung in den Stadtteil Kinderhaus haben. Dabei
wird der Blick einerseits auf Vorhaben im Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide gerichtet,
andererseits auch auf den gesamten Stadtteil betreffende Entwicklungsperspektiven.
3.1 Perspektivgutachten für das Gebiet „Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide“
Mit dem Ziel, die Zukunftsperspektiven des Wohngebietes Kinderhaus-Brüningheide insbe-
sondere unter wohnungswirtschaftlichen und städtebaulichen Gesichtspunkten zu prüfen und
geeignete Handlungsempfehlungen zu entwickeln, wurde unter der Federführung des Amtes
für Wohnungswesen (jetzt: Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung) ab 2010
zunächst ein Perspektivgutachten für das Wohngebiet Brüningheide (V/0422/2010), ab 2011
dann ein darauf aufbauendes „städtebauliches und wohnungswirtschaftliche Realisierungs-
konzept“ (Büro Prof. Huke-Schubert Berge Architekten) erarbeitet. Zu den Aktivitäten 2010 -
2014 sei auf die Ausführungen in den jeweiligen Jahresberichten zum Maßnahmeprogramm
verwiesen1.
Im Jahr 2015 standen drei Themenschwerpunkte im Fokus der Arbeit:
- Planungen der Eheleute Siemann auf der öffentlichen Fläche am Carlo - Schmid – Weg:
Aufgrund des seit 2013 geänderten Gesetzes zur Bereitstellung von Kindertagesstätten-
1 Jahresbericht 2010 (Vorlage V/0601/2011), Jahresbericht 2011 (Vorlage V/0287/2012), Jahresbericht 2012
(Vorlage V/0533/2013), Jahresbericht 2013 (Vorlage V/0729/2014), Jahresbericht 2014 (Vorlage V/0933/2015)
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 12
plätzen war die Stadt Münster aufgefordert, einem entsprechenden Bedarf im Stadtgebiet
nachzukommen. Im Zuge dieses Prozesses gerieten, mit Blick auf die erforderlichen, zügi-
gen Entwicklungsmöglichkeiten die städtischen, unbebauten Flächen in den Fokus der Be-
trachtung und damit auch die öffentliche Fläche am Carlo – Schmid – Weg. Kurzfristig
konnten die Eheleute Siemann als Privatinvestoren für den Neubau der Kindertagesstätte
als integraler Bestandteil eines auch Wohnen umfassenden Vorhabens gewonnen werden.
In enger Zusammenarbeit zwischen den Vertreterinnen und Vertretern der Stadt, der Privat-
investoren und des beauftragten Architekturbüros wurde eine Entwurfsplanung konzipiert,
vorgestellt und noch in 2015 genehmigt. So wird eine vierzügige Kindertagesstätte im Erd-
geschoss des Gebäudes mit einer Nutzfläche von 700 qm und einer Außenspielfläche von
1200 qm bis zum Frühjahr 2017 entstehen. Ferner konnte im Rahmen der engen Koopera-
tion der am Planungsprozess Beteiligten erreicht werden, dass zwei weitere Geschosse
mit 25 öffentlich geförderten, barrierefreien Wohnungen (Wohnungsgrößen von 36 bis 52
qm) über der Kindertagesstätte errichtet werden. Die Wohnungen sollen ab dem Frühjahr
2017 sukzessiv bezogen werden. Mit diesem Wohnungsneubau kann ein weiterer Beitrag
zu einem differenzierten Wohnungsangebot im Wohngebiet geleistet werden.
- Bestandsentwicklungen BGP Investment S.a.r.l.: Nach einem langen Diskussionsprozess
zwischen dem Vertreter des BGP Asset-Managements, den beauftragten Hausverwaltun-
gen und den städtischen Vertretern wurde neben der bereits laufenden Renovierungen
einzelner Wohnungen im Jahr 2015 ein Maßnahmenpaket begonnen. Dies beinhaltet die
Dachdämmung, Erneuerung der Heizungsanlage, Überarbeitung der Fassade und der
Fenster in den Wohnungsbeständen „Sprickmannstraße 31-41“. Die Maßnahmen sollen im
Jahr 2016 abgeschlossen werden. Weitere zukünftige, verbindliche Realisierungsmaßnah-
men sind aktuell nicht bekannt.
- Vorstellung des Entwurfs des baulichen und wohnungswirtschaftlichen Realisierungskon-
zeptes: Im Herbst 2015 stellte das beauftragte Planungsbüro Prof. Huke-Schubert Berge
Architekten den Entwurf des baulichen und wohnungswirtschaftlichen Realisierungskonzep-
tes in einem Kreis aus Vertretern des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung
und Verkehr NRW, der Bezirksregierung Münster und der Stadt Münster vor. Die Präsenta-
tion zeigte, dass wesentliche Schritte im Kontext einer zukunftsfähigen Quartiersentwick-
lung in den privaten Wohnungsbeständen durch eine kontinuierliche Kooperation mit den
Eigentümern im Rahmen der Erstellung des Realisierungskonzeptes und damit der ministe-
riellen und kommunalen Intervention angestoßen bzw. umgesetzt werden konnten. Nach
Umsetzung der Maßnahmen in den Wohnungsbeständen und Fertigstellung der öffentlich
geförderten Wohnungen werden über 50 % der Wohnungsbestände im Rahmen des inter-
aktiven Entwicklungsprozesse von den Eigentümern instandgesetzt, modernisiert oder er-
neuert worden sein. Dazu zählt auch, dass der anfänglich hohe Energieverbrauch im Quar-
tier durch die aufgeführten Maßnahmen in erheblichem Maße gesenkt werden konnte. Es
ist aber auch festzustellen, dass die Eigentümer der Wohnungsbestände unterschiedliche
Bewirtschaftungskonzepte und Investitionsstrategien verfolgen. Es entstehen dadurch so-
wohl bei den Maßnahmenprofilen als auch bei den Zeitpunkten der Durchführung erhebli-
che Differenzen. Deshalb wird es eine Entwicklung aus einem „Guss“, wie sie hinlänglich
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 13
aus Neubaugebietsplanungen bekannt ist, an dieser Stelle nicht geben können, was durch-
aus auch als große Chance für das Quartier anzusehen ist.
- Ausblick: Im Zuge der Erarbeitung des Realisierungskonzeptes, aber auch mit Blick auf die
aktuellen Entwicklungen hat sich die Lage auf dem Münsteraner Wohnungsmarkt, hier ins-
besondere im niedrigen Mietpreissegment, gegenüber den vergangenen Jahren noch er-
heblich verschärft. Die Spitze dieses Nachfrageüberhanges ist bei weitem noch nicht er-
reicht und wird deshalb die Überlegungen auch zu diesen Wohnungsbeständen weiterhin
beeinflussen. So steht die nachhaltige bauliche und soziale Stabilisierung des Wohnquar-
tiers Kinderhaus-Brüningheide auch zukünftig im Mittelpunkt der Fortentwicklung. Aus die-
sem übergeordneten Quartiersziel ergeben sich zum einen Sicherungs- und zum anderen
Entwicklungsziele. Bei den Sicherungszielen stehen dabei der Erhalt des vorhandenen Be-
standes an bezahlbaren Mietwohnungen, die Vermeidung von massiven Mietsteigerungs-,
Aufwertungs- und Verdrängungsprozessen und die Absicherung der Jugendhilfe-, Sozial-
und Gesundheitsinfrastruktur im Vordergrund weiteren Handelns. Hinsichtlich der Entwick-
lungsziele stehen die Schaffung nachfragegerechter Gebäude und Wohnungstypen für
breite Schichten der Bevölkerung, die Neugestaltung des Sprickmannplatzes zur Optimie-
rung der Aufenthaltsfunktion und Stärkung der quartierszentralen Bedeutung sowie die
Neugestaltung bisher unattraktiver und dysfunktionaler Wegeführungen, Freiflächen und
Stellplatzanlagen im Fokus weiterer Überlegungen.
Einhellige Meinung der Fachvertreterinnen und -vertreter des zuständigen Ministeriums, der
Bezirksvertretung und der Stadt Münster ist, dass auch zukünftig die Priorität auf die weite-
re Entwicklung der bisher noch nicht ertüchtigten Wohnungsbestände zu richten sein wird
und erst dann Maßnahmen zur Verbesserung oder Erneuerung der Straßen, Wege und
Plätzen unter einer breiten Beteiligung der Öffentlichkeit erfolgen sollen. Letztlich wird das
Erreichen der genannten Ziele nur funktionieren, wenn eine vorausschauende, instrumen-
telle Projektsteuerung von Seiten der Stadt Münster stattfindet.
3.2 Stadtteilentwicklungskonzept für den Stadtteil Kinderhaus
Im Auftrag des Rates der Stadt Münster hat das Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung,
Verkehrsplanung im Jahr 2012 ein Verfahren eingeleitet, um ein Stadtteilentwicklungskon-
zept für ganz Kinderhaus zu erarbeiten (vgl. Vorlagen V/0139/2011, V/0017/2012 und
V/0017/2012 /1, 21.03.2012 Rat). Mit diesem Konzept sollen Entwicklungspotenziale des
Stadtteils für die Zukunft aufgezeigt und Impulse für eine bürgernahe Entwicklung gesetzt
werden.
Gemeinsam mit der Stadtteilbevölkerung wurden räumliche Entwicklungsschwerpunkte und
für die Zukunft des Stadtteils bedeutende Themen herausgearbeitet und mit konkreten Maß-
nahmenvorschlägen versehen. Im Frühjahr 2014 konnte eine Zusammenstellung aller Bür-
geranregungen gefertigt und der Politik und der Bürgerschaft zur Kenntnis gegeben werden.
In der nachfolgenden Projektphase wurden die Anregungen von den zuständigen Fachäm-
tern der Verwaltung geprüft; dabei wurden vor allem grundsätzliche Realisierungschancen
eingeschätzt.
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 14
Zu Beginn des Jahres 2015 wurde die von der Verwaltung vorgeschlagene Prioritätenliste
der zu realisierenden Maßnahmen mit dem Interfraktionellen Arbeitskreis „Stadtteilentwick-
lungskonzept Münster-Kinderhaus“ intensiv diskutiert und nach der Rückkopplung in die je-
weiligen Fraktionen abgestimmt und angepasst.
Die detaillierte Darstellung des beteiligungsorientierten Prozesses zur Erstellung des Stadt-
teilrahmenplans und die Übersicht der zu realisierenden Maßnahmen wurde, ergänzt durch
allgemeine raumfunktionale Informationen, die den Stadtteil Kinderhaus betreffen, in einem
gut verständlichen und barrierefreien Abschlussbericht zusammengefasst.
Im Juni 2016 wurde dieser Abschlussbericht den zuständigen parlamentarischen Gremien
zur Kenntnis vorgelegt (V/0394/2016). Anschließend wird es auch der interessierten Öffent-
lichkeit in Form einer Broschüre zur Verfügung gestellt.
Für die Umsetzung der in den thematisch strukturierten, tabellarischen Übersichten aufgelis-
teten Maßnahmen müssen noch entsprechende Beschlüsse von den parlamentarischen
Gremien gefasst werden.
Den Vertretern von Politik, Verwaltung und sozialen Verbänden sowie anderen privaten Ak-
teuren soll das Entwicklungskonzept als Leitfaden für zukünftige Entscheidungen und das
Handeln zur Aufwertung des Stadtteils dienen. Dabei sind auch die zahlreichen Zwischener-
gebnisse aus den sehr unterschiedlich strukturierten Beteiligungsschritten mit ihren Detail-
aussagen in die zukünftigen Planungsüberlegungen einzubeziehen.
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 15
4 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 1: „Verbesserung der Wohnsituation“
Projektname Weiterentwicklung der Kooperation zur Verbesserung der Wohnverhältnisse im Quartier Nordwestschleife Projekt-Nr. 1.04
Projektträger Stadt Münster, Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung (64)
Kontakt Rainer Leskow, 492-6430, leskowr@stadt-muenster.de
Projektkurzbe-
schreibung
Ein Netzwerk zwischen den örtlichen Wohnungsunternehmen, der Mieterschaft und der Stadt Münster ist zu erstellen und zu sichern mit den
Zielen
- der langfristigen Zusammenarbeit
- der Verbesserung der Wohnverhältnisse
- der Schaffung und Erhalt von sozial stabilen Bewohnerstrukturen
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2015 Zielerreichung
Das bestehende
Netzwerk "Wohnen
in Kinderhaus/
Brüningheide"
arbeitet regelmäßig
im Sinne der
aufgeführten Ziele,
mindestens 12
Veranstaltungen,
Sitzungen o. ä. sind
im Jahr abzuhalten.
Anzahl Netzwerktreffen, Veran-
staltungen
17 Netzwerktreffen, Veranstaltungen in 2015 (2014 = 16 Netzwerktreffen, Veranstaltungen)
Zahlreiche Netzwerktreffen, Veranstaltungen und Sitzungen mit Vertretern /innen von Bewohnerschaft,
sozialen und kulturellen Einrichtungen sowie Wohnungswirtschaft und der Stadt Münster hatten unte r-
schiedliche Schwerpunkte und sorgten für unterschiedliche Ergebnisse. Sitzungen der Imagewerkstatt
Schleife, der Vertrauensmieter, des Ar beitskreises Wohnungswirtschaft Kinderhaus aber auch öffentl i-
che Veranstaltungen wie z. B. die Blumenaktion der Wohnungswirtschaft, der Weihnachtsmarkt oder
eine Fahrt mit der Mieterschaft nach Bremen -Tenever und ein offenes Treffen zum Gedenken an die
verstorbene Vertrauensmieterin Helma Gockeln spiegeln die Bandbreite wider.
Von Bedeutung sind insbesondere auch die beiden in 2015 durchgeführten Treffen des Arbeitskreises
der Vertrauensmieter innen und –mieter.. Beim ersten Treffen im Mai 2015 gab es einen intensiven
Austausch zwischen Mieterschaft und Vertretern von Sahle Wohnen und BGP. Neben der Vorstellung
des neuen Wohnprojektes von Sahle Wohnen wurden Problemlagen im Wohnungsbestand von BGP
intensiv diskutiert. Eine zweite Sitzung im Herbst 2015 sorgte für einen internen Meinungs - und Informa-
tionsaustausch ohne Gäste aus der Wohnungswirtschaft. Trotz der sehr unterschiedlichen Positionen
und teilweise auch sehr deutlichen Worte der Mieterschaft bleib en die Kommunikation und Kooperation
zwischen allen Beteiligten und die gemeinsame Zusammenarbeit erhalten.
Projektziel erreicht
Gesamtfazit Die sehr unterschiedlichen Arbeits- und Handlungsansätze haben sich bewährt und werden fortgeführt.
Ausblick 2016 In 2016 wird verstärkt versucht, die Nachbarschaften zu stärken und sie auch zum „Mitmachen“ aufzufordern. Ein großer Teil der Mieterschaft ist hier noch
wenig präsent und könnte seinen Einfluss auf die verschiedenen Prozesse und die Teilnahme an den zahlreichen Veranstaltungen im Quartier noch intensivie-
ren.
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 16
Projektname Stärkung und Unterstützung der Mieterschaft Projekt-Nr. 1.05
Projektträger Stadt Münster, Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung (64)
Kontakt Rainer Leskow, 492-6430, leskowr@stadt-muenster.de
Projektkurzbeschreibung Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Sitzungen des Mieterrates „Vertrauensmieter“, Organisation von Mieterschulun gen
und sonstigen Treffen bei Bedarf
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2015 Zielerreichung
Den Bewohnern wird die
Möglichkeit gegeben, sich
aktiv an der Verbesserung
der Wohnsituation zu
beteiligen und/oder sich vor
Ort hierzu auszutauschen.
Mindestens zwei Sitzungen
des Mieterrates sollen im Jahr
stattfinden und mindestens
10 Personen sollten daran
teilnehmen.
Anzahl der öffentlichen Sitzun-
gen des Arbeitskreises der
Vertrauensmieter
Anzahl der teilnehmenden
Mieterinnen und Mieter
Anzahl der Sitzungen des Arbeitskreises der Vertrauensmieter: 2 (2014 = 1)
Derzeit sind 52 Personen/Haushalte im Adressenverzeichnis aufgeführt, die zu den Sitzungen
eingeladen werden wollen (2014 = 38).
Anzahl der teilnehmenden Mieter: 07.05.2015: 34 Mieter/innen, 19.11.2015: 15 Mieter/innen
Anteil der Personen mit Migrationsvorgeschichte: bei größeren Veranstaltungen ca. 60 %, im AK
Vertrauensmieter bei ca. 45 %
Frauenanteil bei größeren Veranstaltungen wie im Vorjahr 50-60 %, beim Mieterrat ca. 60 %
In der Sitzung am 07.05.2015 wurde das Wohnkonzept von Sahle Wohnen vorgestellt und be-
sprochen. Auch Themen zum BGP Bestand (Sanierung Sprickmannstr. 31 - 41, Zuordnung der
Parkplätze einschließlich Abschleppaktionen, Reinigung von Treppenhäusern und Fluren, de-
fekte Außenbeleuchtung, Einsatz und Abrechnung technischer Notdienst, Warmwasserversor-
gung, defekte Balkonabflüsse, unerlaubte Anbauten in den Gärten) waren von großem Interesse
und wurden mit den Vertretern des örtlichen Büros intensiv diskutiert. Ferner waren die anste-
hende Fahrt nach Papenburg, das AWO Sommerfest auf dem Sprickmannplatz und die Blu-
menaktion der Wohnungswirtschaft Gesprächsgegenstand.
Am 19.11.2015 war die Mieterschaft unter sich. Hier ging es überwiegend um Problemlagen im
Wohnungsbestand von BGP (Mietstreitigkeiten, fehlerhafte Nebenkostenabrechnungen, prob-
lematische Erreichbarkeit des Verwaltungsbüros von BGP, Arbeitsende Sicherheitsdienst Fair-
Guard, Zuordnung der Parkplätze/Abschleppaktionen, Hausverantwortliche Mieter, Sprechzei-
ten und Aufgaben des Hausmeisterdienstes. Ebenso waren die Sanierung der Gebäude
Sprickmannstraße 31 - 41, eine problematische Warmwasserversorgung sowie Flur- und Trep-
penhausreinigung, Feuchtigkeitsschäden, defekte Außenbeleuchtung, Mülltrennung, Mülltou-
rismus, Videoüberwachung) und die Organisation des Weihnachtsmarkt 2015 wesentliche
Punkte des Abends.
Darüber hinaus bringt sich ein Teil der Mieterschaft regelmäßig bei den Sitzungen der Image-
werkstatt Schleife und bei den sonstigen Aktionen und Veranstaltungen im Quartier ein.
Projektziel erreicht
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 17
Gesamtfazit Mit dem Arbeitskreis des Mieterrates „Vertrauensmieter“ wird unter der Leitung des Amtes für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung der Mieter-
schaft die Möglichkeit gegeben, sich mit weiteren Mietern/innen und bei Bedarf auch mit Vertretern der örtlich ansässigen Wohnungsunternehmen und –
verwaltungen über die Wohnsituation auszutauschen und Problemlagen anzusprechen, mit dem Ziel der Beseitigung. Derzeit sind 52 Perso-
nen/Haushalte im Adressenverzeichnis aufgeführt, die zu den Sitzungen eingeladen werden wollen. Ein Bedarf an einer mietrechtlichen Schulung war in
2015 nicht gegeben. Insgesamt ist das Projekt als positiv zu bewerten.
Ausblick 2016 Eine weitere Anpassung oder wesentliche Veränderung der Ziele oder Indikatoren ist vorerst nicht notwendig, zwei Sitzungen der Vertrauensmieter/Jahr
sollten neben den sonstigen Angeboten im Quartier grundsätzlich ausreichen.
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 18
5 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 2: „Öffentlicher Raum“
Projektname Grünschleife - Gestaltung und Pflege einer öffentlichen Grünanlage Projekt-Nr. 2.02
Projektträger Stadt Münster, Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit
Kontakt Wolfram Goldbeck, 492-6762, goldbeck@muenster.de
Projektkurzbe-
schreibung
Gestaltung und Pflege einer öffentlichen Grünanlage mit Anwohnern
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2015 Zielerreichung
Durchführung von
zwei bewohner-
aktivierenden
Veranstaltungen zur
Gestaltung der
Grünschleife mit
jeweils mindestens
50 Personen aus
dem Quartier
Anzahl Projekttage /
Anzahl Teilnehmende
Projekttag am 24.5.15 mit ca . 70 Beteiligten, Bepflanzung des Walles mit immergrünen Sträuchern,
Erneuerung der Schachbänke, Bepflanzung der Gemüsebeete und der Kräutermauer, Erweiterung der
Rosenbeete, Verteilung von Holzhäcksel, Ausbesserung der Wege mit Dolomitsand.
Projekttag am 19.9. mit ca . 45 Beteiligten, Aufstellung des neuen Infocontainers, Säuberung des Te i-
ches und Entfernung von Schilf. Bau einer eigenen Kompostanlag e. Erweiterung und Neugestaltung
des Beerenobst -Naschgartens. Pflanzung von Narzissen und Tulpenzwiebeln. Aufbringen von Hol z-
mulch auf allen Beeten und Rückschnitt der Rosen sowie Ausbesserung der Dolomitsandwege.
Projektziel erreicht
Bereitschaft der
Bewohnerschaft zur
aktiven Mitwirkung
an Pflege und
Gestaltung des
Wohnumfeldes ist
weiter gestärkt
worden
Ganzjährige Arbeiten Im gesamten Jahr pflegt täglich eine Gruppe zwischen 4 und 6 Personen unter der Anleitung von Frank
Blümer die Blumen,- und Gemüsebeete sowie den Gemüsegarten. Des Weiteren gehören pflegerische
Arbeiten wie Laubentfernung, Reinigung des Teiches, Säuberung der Nistkästen sowie der Gehöl z-
schnitt zu ihren Aufgaben.
Projektziel erreicht
Gesamtfazit Das Projekt läuft gut, die Parkanlage ist gepflegt und wird von Anwohnerinnen und Anwohnern im Quartier genutzt. In Zukunft sollte versucht werden, noch
weitere im Quartier lebende Gruppen ins Projekt einzubinden.
Ausblick 2016 Zurzeit „läuft alles rund“, so dass eine Änderung der Ziele oder der Betreuungsmaßnahmen nicht sinnvoll sind. Mit der Schaffung einer zeitlich befristeten
Teilbeschäftigung eines Anwohners (Frank Blümer), der sich über viele Jahre schon zuvor ehrenamtlich engagiert hat, ist eine kontinuierliche Koordination vor
Ort bis Juli 2017 sichergestellt.
weiterführende
Informationen
Pressemitteilungen, Informationen zum Projekt unter www.muensterbekenntfarbe.de
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 19
6 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 4: „Integration zugewanderter Menschen fördern“
Projektname Integrationsarbeit vor Ort Projekt-Nr. 4.02
Projektträger Begegnungszentrum Kinderhaus e.V.
Kontakt Olga Stolz, 0251/3 90 96 97, olga.stolz@bgz-kinderhaus.de
Projektkurzbeschreibung Zielgruppe: Menschen mit Migrationshintergrund
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2015 Zielerreichung
Die Zahl der Personen mit
Migrationsvorgeschichte, die
sich gesellschaftlich engagieren
bleibt konstant, nimmt zu (+5%)
Anzahl engagierter Personen mit
Migrationsvorgeschichte
Seit Projektbeginn nimmt die Zahl engagierter Personen mit Migrationsvorgeschich-
te kontinuierlich zu: 95 Personen in 2015 (2014 = 89), Steigerung um 7 %, 66 % der
Engagierten sind weiblich.
Projektziel erreicht
Die Zahl der durch die Kon-
fliktmoderation bearbeiteten
Fälle bleibt konstant, bzw. soll
möglichst sinken
Anzahl der durch die Konflikt-
moderation bearbeiteten Fälle
Im Stadtteil ist es in Bezug auf die Inanspruchnahme der Konfliktmoderation allg e-
mein ruhiger geworden. Die Zahl der durch die Konfliktmoderation bearbeiteten
Fälle liegt bei 42 (2014 = 55 ). Die Zahl der Interventionen ist damit in 2015 um ca.
10 % rückläufig.
Projektziel erreicht
Der Anteil von Personen mit
Migrationsvorgeschichte, die an
Bildungsmaßnahmen teil-
nehmen, steigt jährlich um 10%
an
Anzahl der Personen mit Migra-
tionsvorgeschichte an Bildungs-
angeboten
Die Anzahl der teilnehmenden Personen mit Migrationsvorgeschichte an Bildung s-
angeboten lag in 2015 bei 304 Personen (2014 = 302 ), Steigerung um 0,6 %, 80 %
weiblich.
Es wurden Weiterbildungen zum Thema: „Grundlagen der Kommunikationspsych o-
logie“; „Gesundheitsprävention“; „Erfolg und Nachhaltigkeit i n niederschwelligen
Frauenkursen“ angeboten. Das Angebot wurde gerne angenommen. Die Frauen,
alle mit Migrationsvorgeschichte, waren positiv überrascht, dass sie die Inhalte der
Weiterbildung im Alltag umsetzen können und diese einfach zu verstehen sind.
Projektziel teilweise erreicht,
Stabilisierung auf hohem Ni-
veau
Die Zusammenarbeit mit beste-
henden Gruppen im Wohnge-
biet (BGZ, KAI u.a.) wird inten-
siviert
Anzahl, Art, Dauer des Beste-
hens der Gruppe
Die Anzahl der selbstorganisierten interkulturellen Initiativen liegt in 201 5 bei 37
(2014 = 33). Die Zusammenarbeit mit schon bestehenden Gruppen ist auch weiter-
hin sehr gut. Sie treffen sich regelmäßig (wöchentlich) im Begegnungszentrum.
Einige der Gruppen sind im Vergleich zu 2014 noch viel aktiver und mobiler gewo r-
den. Sie nehmen teil an gemeinsamen Veranstaltungen und Aktivitäten des BGZ
und engagieren s ich stärker im Stadtteil. Sie unternehmen Ausflüge und besuchen
Veranstaltungen nicht nur in Raum Münster, sondern auch außerhalb der Stad t-
grenzen. Zudem haben sich vier neue interkulturelle Gruppen gegründet (u.a.
jesidische Gruppe).
Projektziel erreicht
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 20
Die interkulturelle Interessen-
vertretung in der Stadtteilarbeit
soll in Kooperation mit dem
neuen Integrationsrat gestärkt
werden, insbesondere auch im
Bereich der jungen Erwachse-
nen
Anzahl der Beratungskontakte
junge Migrantinn/en
Anzahl der Veranstaltungen mit
dem Integrationsrat
Absicherung der TN von jungen
Migrantinn/en im Vorstand BGZ
Unterstützung Jugendliche r in Fragen Schule und Ausbildung/Beruf durch Frau
Rosin (Jugendsozialarbeit). Enge Zusammenarbeit mit dem Integrationsrat. Infotref-
fen, gemeinsame Veranstaltungen (Tag der Migranten, interkulturelle Wochen).
Junge Erwachsene sind im Vorstand des BGZ vertreten und arbeiten aktiv mit.
150 junge Migrantinnen/en in Beratungsbezügen erreicht,
Drei gemeinsame Veranstaltungen mit dem Integrationsrat in 2015.
Durch Beschluss der Jahreshauptversammlung des BGZ zusätzliche Interessen s-
vertretung von zwei jungen Migrantinn/en im Vorstand abgesichert.
Projektziel erreicht
Die interkulturelle Seniorenar-
beit soll verstetigt werden und
jährlich um 10 % steigen.
Anzahl der Senioren mit
Migrationsvorgeschichte
Es sollen 60 Senior/innen in
2015 erreicht werden und die
Zahl soll jährlich um 10 % ge-
steigert werden
Die Zahl älterer Menschen, die Probleme haben, ist nach wie vor sehr hoch. Sie
leben an der Armuts- und Isolationsgrenze. Mehr Hausbesuche. Hinführung der
Senioren zu den offenen Treffs. 10 Stunden Seniorenarbeit wöchentlich seit 2015,
mehrfach interkulturell.
In 2015 nahmen 65 Senior/innen an den regelmäßigen Angeboten teil. In 2016
werden die seniorengerechten Wohnungen bei Sahle fertiggestellt und es ist mit
weiteren Besucherinn/en zu rechnen.
Projektziel erreicht
Das Projekt “Interkulturelle
Stadtteilmütter” soll verstetigt
werden und neben dem Be-
schäftigungssektor auch im
Gesundheitsbereich wirken.
Es sollen 80 Frauen regelmäßig
über die interkulturellen Stadt-
teilmütter erreicht werden und
die Zahl soll bei der Verstetigung
des Projekts auf 100 in den
Folgejahren 2016-2018 steigen
Für 2015 wurden vier AGH -Stellen bewilligt. Das Projekt „Die Interkulturellen Stad t-
teilmütter“ hat auch 2015 sehr gute Resonanzen b ekommen und wird in 2016 we i-
tergeführt. Zwei Frauen sind als Langzeitarbeitslose im Rahmen des Programms:
„Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ ab 02.2016 mit 30 Stunden pro Woche im BGZ
tätig.
Über die interkulturellen Stadtteilmütter wurden 80 Frauen regelmäßig in 2015
erreicht und auf Angebote im Stadtteil aufmerksam gemacht bzw. dorthin verwie-
sen.
Zwei Frauen sind ab 2016 für drei Jahre hierfür fest 30 Std./wöchentlich tätig.
Projektziel erreicht
Für neu zugezogene Familien
soll eine abgesicherte Will-
kommenskultur im Wohngebiet
hergestellt werden
Informationsmaterialien über die
Angebote im Stadtteil werden
verteilt und Einzel- bzw. Grup-
penkontakte werden hergestellt
Neu zugezogene Familien werden intensiv betreut. Sie werden über Hilfsangeb o-
te im Sta dtteil informiert und auch zu den Angeboten begleitet. Broschüre ‚Mein
Kinderhaus‘, Flyer BGZ werden verteilt. Es wir Kontakt zu bestehenden Gruppen
hergestellt. Hohe Beratungs - und Nutzungszahlen des BGZ zeigen, dass eine
Vielzahl der neuen Bewohner/innen bereits erreicht wird.
Projektziel erreicht
Gesamtfazit Das Projekt entwickelt sich sehr positiv. Die Frequenz und Akzeptanz der Angebote ist sehr hoch. Es ist eine weitergehende Stabilisierung im Wohngebiet erreicht
worden. Die Fluktuation wird durch Neubelegungen/Umzüge aber steigen, so dass neue Mieter/innen wieder neue Beratungs- und Integrationsbedarfe mit sich
bringen werden.
Ausblick 2016 Zielanpassung ist erfolgt. Zusätzliche Raumressourcen wären hilfreich.
weiterführende
Informationen
Alle Infos zu den Angeboten des Begegnungszentrums Kinderhaus sind abrufbar unter www.bgz-kinderhaus.de bzw. auf der Facebook-Seite des BGZ aktuell
dargestellt.
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 21
7 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 5: „Bewältigung der Herausforderungen für das Bildungswesen“
Projektname „Wir verstehen uns“ Projekt-Nr. 5.01
Projektträger Kinderhauser Arbeitslosen Initiative - KAI e.V.
Kontakt Diplom-Pädagogin Julia Jehnen, Josef-Beckmann-Straße 5, 48159 Münster, Tel.: 0251-263689, email: KAI-muenster@t-online.de
Projektkurzbe-
schreibung
KAI e.V. führt als Projektträger gemeinsam mit dem Kooperationspartner „Haus der Familie“ und weiteren Kooperationspartnern
- Deutschsprachkurse für Eltern zur Stärkung ihrer Aufgaben im Lernprozess der Kinder
- Alphabetisierungs- und Sprachkurse für Erwachsene zur sozialen Integration, zur Integration in den Arbeitsmarkt bzw. zur Schulung deutsch -
und mutter-sprachlicher Fähigkeiten für verschiedene Bereiche des alltäglichen Lebens
- Einzelnachhilfe für Kinder und Jugendliche sowie
- erforderliche Begleitmaßnahmen (Weiterbildung, Kinderbetreuung usw.) durch.
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2015 Zielerreichung
Erhöhung der
Chancengleichheit
durch eine Erhöhung
der Bildungsbe-
teiligung für Familien
mit Sprachdefiziten
(Verbesserung der
Sprachfähigkeit der
Erwachsenen und
Kinder)
Anzahl der Erwachsenenkurse
und Anzahl der erwachsenen
Sprachkursteilnehmer
Anzahl der durchgeführten
Einzelnachhilfe für Schü-
ler/innen sowie Anzahl Teil-
nehmende
KAI e.V. hat sich als pädagogische Einrichtung und wohnortnaher Ort der Bildung etabliert wie die kont i-
nuierlich hohe Anzahl an Interessierten auf den Wartelisten sowohl für die Deutsch -Sprachkurse als
auch für die Einzelnachhilfe, die sehr gute Akzeptanz seitens der Kooperationspartner, die stetig ste i-
gende Anzahl an neuen, konstruktiven Vernetzungen im Stadtteil und in der Stadt verdeutlichen.
Sprachkurse für Erwachsene: Alphabetisierungskurse und Deutsch als Fremdsprache:
1. Halbjahr. 2015: vier Projektgruppen mit insgesamt 30UStd
2. Halbjahr 2015: vier Projektgruppen mit insgesamt 30UStd
- Anzahl Erwachsene: 143, davon 128 Frauen (90 %), 99 % Migrationsvorgeschichte (2014 = 152 Er-
wachsene: davon 91 % Frauen, 99 % Migrationsvorgeschichte)
Einzelnachhilfe für Schüler/innen: Stärkung der Sozial- und Sprachkompetenz für Schüler/innen der
Grundschule sowie der Sekundarstufen 1 + 2, vorwiegend Schüler der weiterführenden Schulen von der
5. bis zur 10. Klassenstufe
In 2015 wurden bei KAI e.V. im Projekt Einzelnachhilfe 55 Schüler/innen von 30 Nachhilfelehrer/innen
betreut, Umfang ca. 1 Std./Woche/Schüler (2014 = 60 Schüler/innen)
Der Anteil der Schüler/innen mit Migrationsvorgeschichte lag 2015 bei 90 %, also 50 von 55 Schü-
ler/innen (2014 = 60 %).
Projektziel erreicht
Zieldimension:
Verbesserung/
Stabilisierung der
schulischen
Leistungen
- Umfang der Fehlzeiten von
Schüler/innen
- Noten in den Nachhilfefächern
der teilnehmenden Schüler
Kaum unentschuldigte Fehlzeiten, Absprachen zwischen Lehrern und Schülern werden getroffen und
eingehalten
58 % der Schüler/innen haben sich 2015 verbessert (2014 = 54 %), 38 % wurden befähigt, ihre Noten zu
stabilisieren (2014= 38 %).
Projektziel erreicht
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 22
Verbesserung von
Sprachvermögen
und Alltagskom-
petenzen
- regelmäßige Teilnahme an
den Deutsch-Sprachkursen
Erwachsene
- Vermittlung Erwachsene in
weiterführende Kurse
Pünktlichkeit und regelmäßige Teilnahme der Projektteilnehmer deutlich verbessert, kaum unentschu l-
digte Fehlzeiten, keine Abbrüche ohne Grund
Vermittlung in weiterführende Sprachkurse/ Integrationskurse: in 2015 insgesamt 9 Teilnehmende (= 6
%) (2014= 6 Teilnehmende = 4 %)
Vermittlung in Arbeit: in 2015 insgesamt 7 Teilnehmende (= 5 %) (2014 = 2 Teilnehmende = 1,3 %).
Gesamtfazit Gesamtfazit für die Projektdurchführung ist sehr positiv. Dies belegt die kontinuierlich hohe Anzahl an Interessierten auf den Wartelisten sowohl für die
Deutsch-Sprachkurse als auch für die Einzelnachhilfe, die sehr gute Akzeptanz seitens der Kooperationspartner, die stetig steigende Anzahl an neuen, kon-
struktiven Vernetzungen im Stadtteil und in der Stadt.
Ausblick 2016 Bedarf sowohl bei Deutsch-Sprachkursen als auch bei Einzelnachhilfe wird auch 2016 gleichbleibend hoch bleiben bzw. evtl. sogar noch weiter ansteigen;
Betreuungsaufwand der Kinder und Jugendlichen im Nachhilfeprojekt ansteigend, da vermehrt „Multi-Problem-Familien“; Erhöhung der Chancengleichheit bei
den Kindern u. Jugendlichen sowie der Bildungsbeteiligung bei den Familien daher auch in 2016 Ziel des Projekts.
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 23
Projektname Gesund aufwachsen in Kinderhaus Projekt-Nr. 5.04
Projektträger Stadt Münster, Amt für Gesundheit, Veterinär- u. Lebensmittelangelegenheiten
Kontakt Dr. Dagmar Schwarte, Tel. 492-54 34, schwartedagmar@stadt-muenster.de
Projektkurzbe-
schreibung
Durch Hebammensprechstunden in Kitas und Hausbesuche in Familien soll die Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen für Schwangere
und Kinder gesteigert werden. Eltern sollen dabei unterstützt werden, ihren Kindern ein gesundes Aufwachsen zu ermöglichen.
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2015 Zielerreichung
Die
Inanspruchnahme
von Schwanger-
schaftsvorsorgen
und Hebammenhilfe
nimmt zu.
Anzahl der Hebammensprech-
stunden/Anzahl der Mütter in
Hebammenbetreuung
In 2015 wurden 75 Sprechstunden durchgeführt (2014 = 109 Sprechstunden , Rückgang in 2015 krank-
heitsbedingt, da zwei Hebammen langfristig ausfielen)
Es werden weiterhin 3-5 Frauen/Sprechstunde erreicht.
Die Zahl der Hausbesuche durch Hebammen betrug 145 (172 in 2014).
Projektziel grund-
sätzlich erreicht
(Sprechstundenan-
gebot ist in Abhän-
gigkeit zu den ver-
fügbaren Hebam-
men zu sehen)
Die Fertigkeiten der
Eltern mit geringem
Einkommen, eine
gesunde Lebens-
weise ihrer Kinder
zu fördern, werden
gestärkt.
Anteil positiver Rückmeldungen
bei Teilnehmenden-
Befragungen.
3x nahm eine Hebamme zwecks Sensibilisierung für Themen der Gesundheit an Sprachkursen teil
(Themen: Frauengesundheit, Kindergesundheit und –pflege; Kooperationen: 1x KAI, 2 x Familienze n-
tren Killingstr. und Brüningheide)
Eltern schätzen es, Fragen zum Thema Gesundheit in den Sprechstunden/Sprachkursen niedrigschwe l-
lig stellen zu können und für sie passende Hilfsangebote vermittelt zu bekommen.
Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle Frühe Hilfen bieten Beratung und Hausbesuche an. So werden
Familien mit besonderen Unterstützungsbedarfen erreicht. Eine enge Kooperation mit den Kindertage s-
einrichtungen ist gegeben.
Projektziel erreicht
Gesamtfazit Die Angebote erreichen viele Eltern, die sonst nicht erreicht werden könnten.
Ausblick 2016 Die Angebote werden weiterlaufen. Es konnte eine neue Hebamme gewonnen werden, die die Sprechstunden übernommen hat.
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 24
8 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 6: „Sicherung sozialer Netze und Infrastrukturen in Zeiten knapper
öffentlicher Haushalte“
Projektname Sicherung sozialer Netze und Infrastrukturen in Zeiten knapper öffentlicher Haushalte - Schuldnerberatung
vor Ort
Projekt-Nr. 6.01
Projektträger Bildungs-und BeratungsCentrum Diakonie Münster (Schuldnerberatung)
Kontakt Bettina Krämer, Josef Beckmannstraße 5, 48159 Münster, Mailadresse: b.kraemer@diakonie -muenster.de
Projektkurzbeschrei-
bung
Kinderhaus ist der Stadtteil in Münster mit der höchsten Verschuldungsquote; Angebot richtet sich an verschuldete Haushalte und Einze l-
personen in Kinderhaus/Brüningheide (hoher Anteil an Migranten, hohe Arbeitslosigkeit, unzureichende Ausbildungs - und Arbeitsplätze
vor Ort, Langzeitarbeitslosigkeit, Armut, Verschuldung, Abhängigkeit von staatlichen Transferleistungen); Hilfestellung unterschiedlic her
Art zur Lösung der Schuldenproblematik und Präventionsarbeit wird geleistet.
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2015 Zielerreichung
Umfassende Hilfestellung
für Ratsuchende mit einer
Verschuldungsproblematik
(junge Menschen,
Erwachsene, Migranten) in
mindestens 20 Neufällen
Anzahl von Neufällen, welche in
2015 zusätzlich zu den 26 aus
den Vorjahren weiterbetreuten
Fällen hinzukommen
43 neu hinzukommende Fälle in 2015 (2014 = 47 neu hinzukommende Fälle) (Ziel: 20 Fälle)
neben aus den Vorjahren noch offenen 26 Fällen; Beratungsintensität bleibt hoch; Erfolgsquote
liegt bei 93 % (= 43 von 46 abgeschlossenen Fällen; 3 abgebrochene Fälle) (2014 = 88 %); 23
Fälle werden mit allerdings etwas geringerer Beratungsintensität in 2016 weitergeführt; bei
Langläufern meist Familien mit Migrationshintergrund; Mehrzahl der Klienten ist weiblic h; mit 93
% wirkt ein hoher Anteil der Klienten aktiv an der Problemlösung mit; insgesamt erscheinen die
vorhandenen Betreuungskapazitäten zu knapp
Gesetztes Ziel wur-
de wie in den Vor-
jahren deutlich über-
troffen
Durchführung von 8
präventiven Aufklärungs-
veranstaltungen im Jahr mit
insgesamt mind. 80
Teilnehmenden
Anzahl der Veranstaltungen
Anzahl Gesamteilnahmen
insgesamt 9 Veranstaltungen (2014= 8) , 3 mal im KAI zu Themen wie SGB II – Ansprüche;
Kosten rund ums Wohnen; Umgang mit Sanktione n; etc.; Inhalte werden niederschwellig da r-
geboten; 6 mal Uppenbergschule hier „MOKI -Projekt“; Veranstaltungen werden sehr gut ang e-
nommen und werden auch in 2016 wieder nachgefragt
insgesamt 84 Teilnahmen (davon 64 Frauen und Mädchen) , d.h. neben dem erfo lgreichen
Transport der Inhalte wurden auch die quantitativen Ziele erreicht (2014 = 81 Teilnahmen)
Projektziel erreicht
Wöchentlich (nicht in den
Schulferien) eine offene
Sprechstunde im
Zeitumfang von 2 Stunden
mit im Durchschnitt
wenigstens 4 Personen
Anzahl Sprechstunden außer-
halb der Schulferien
Durchschnittliche Besucherzahl
in den Sprechstunden
37 Sprechstunden durchgeführt (2014 = 41); Sprechstunden sind nach wie vor stark frequentiert
und decken eine Vielzahl von Themen rund um Finanzen und Vers chuldung ab; es ergaben
sich häufig Folgetermine und/oder langfristige Beratungen
durchschnittlich 8 Klienten pro Sprechstunde (wie in 2014);
insgesamt von 297 Klienten 219 Frauen und 78 Männer (= 74 % weiblich, 2014 = 71%);
Anteil Migranten 2015 = 81,5% (2014 = 83 %)
Projektziel erreicht
und hinsichtlich der
Anzahl durchschnitt-
licher Besucher
deutlich übertroffen
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 25
Wöchentlich mindestens 1
Hausbesuch
Anzahl Hausbesuche pro Jahr Anzahl der Hausbesuche liegt mit 48 (unter Berücksichtigung von Urlaubszeiten) im Soll (2014
= 45); Zielgruppe sind Personen, die ansonsten keinen Zugang zu bestehenden Hilfsangeboten
haben (z.B. kinderreiche, ältere und/oder kranke Mitbürger)
Ziel wurde erreicht
Gesamtfazit Projekt ist seit Jahren am Standort Kinderhaus etabliert. Hierzu gehört auch die Zusammenarbeit mit örtlichen Kooperationspartnern. Die Zuweisung
vom Jobcenter wird vermehrt angewendet (§16a – Fälle). Alle Teilziele wurden erreicht.
Ausblick 2016 Ziele können sowohl inhaltlich als auch von der Höhe bestehen bleiben. Beratung älterer Menschen rückt verstärkt in den Fokus. Zusammenarbeit mit
dem Jobcenter wurde intensiviert. Flüchtlingsproblematik wird sich erst mittelfristig quantitativ auf das Tätigkeitsfeld der Schuldnerberatung auswirken
und dadurch ggf. weitere Ressourcen erfordern.
weiterführende Informa-
tionen
In einzelnen Presseberichten wurde auf das Angebot der Beratung vor Ort hingewiesen.
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 26
Projektname Lebenswelten kennen lernen Projekt-Nr. 6.02
Projektträger Internationaler Kulturverein Atrium e.V.
Kontakt Nicole Berner, Sprickmannplatz 1, 48159 Münster, atrium-kulturverein@gmx.de
Projektkurzbeschreibung Kulturprojekte, Interkulturelle Veranstaltungen ATRIUM e.V.
Ziele Indikato-
ren/Kennwerte Ergebnisse 2015 Zielerreichung
Das Interesse der
Bewohnerinnen und Bewohner
an Eigenaktiviten in musisch-
künstlerischen Bereichen nimmt
zu
Es findet monatlich
mindestens eine
kulturelle Veranstal-
tung im Atrium bzw.
durch den Atrium
e.V. organisiert statt.
Im Februar und Juli hat keine Veranstaltung stattgefunden, im März, September, Oktober, November
und Dezember dafür mehrere, zusätzlich Mittagstisch 2 x pro Woche, Frühstück 4 x Woche
Projektziel erreicht
An jeder Veranstal-
tung nehmen durch-
schnittlich mindes-
tens 15 Personen
teil.
Die TN-Zahl der durchgeführten Veranstaltungen (ohne Feste, ohne Kooperationsveranstaltungen sowie
Mittagstisch und Frühstück) liegt bei 889 TN. Bei 22 Veranstaltungen ergibt sich eine durchschnittliche
Besucherzahl von 41
Das Interesse der
Wohnbevölkerung am
Kennenlernen anderer Kulturen
wächst.
Der Anteil der Men-
schen mit Migrati-
onsvorgeschichte an
den teilnehmenden
Personen beträgt im
Mittel mindestens 25
%
Von den Teilnehmenden 889 Personen hatten 429 eine Migrationsvorgeschichte, was einem prozentu a-
len Anteil von 48 % entspricht (Dies ist im Übrigen fast identisch, wenn man Mittagstisch und Frühstück
hinzurechnet), (2014 = 38 % Personen mit Migrationsvorgeschichte)
Projektziel erreicht
Die Motivation der
Wohnbevölkerung, eine
Verstetigung kultureller inkl.
künstlerischer Aktivitäten im
Wohngebiet zu unterstützen
nimmt zu
Anzahl der ehren-
amtlich Tätigen
wächst
Dieses Ziel bleibt eine dauerhafte Herausforderung. Es ist gelungen, für den Vorstand des Kulturvereins
zwei junge Frauen mit Migrationsvorgeschichte zu gewinnen. Außerdem konnte das Angebot des Mi t-
tagstisches während des gesamten Jahres sichergestellt werden. Einzelne Aktivitäten (z.B. der Kreati v-
workshop im Oktober) wurden ausschließlich durch neue Ehrenamtliche geplant und umgesetzt.
Projektziel teilweise
erreicht
Gesamtfazit Grundsätzlich ist das Projekt auf dem richtigen Weg. Dennoch bleibt festzuhalten, dass die Interessenlagen einzelner Bevölkerungsgruppen sehr
unterschiedlich sind, so dass an der gewünschten Gemeinsamkeit weiterhin gearbeitet werden muss. Sehr allgemein formuliert, nehmen sehr viele
russlanddeutsche und deutsche Bewohner an Ausflügen teil, während beispielsweise afrikanische Gruppen und Personen sehr gerne gemeinsame
Feste feiern, sich selber in ihrer heimatlichen Kleidung präsentieren etc.
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 27
Ausblick 2016 Es gibt einmal jährlich ein Planungstreffen mit den Vereinsmitgliedern. Dort werden sehr viele Vorschläge für die Programmgestaltung gemacht, die
jedoch aufgrund der eher bescheidenen Programmmittel teilweise nicht realisiert werden können. Ziele und Indikatoren erscheinen uns jedoch wei-
terhin geeignet, den Erfolg zu messen.
weiterführende Informatio-
nen
z.B. Programmflyer für das 1. und 2. Halbjahr, themengebundene Flyer z.B. Ausstellung „Junge WeibsBilder“
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 28
Projektname Jungenprojekt „Sport gegen Gewalt“ Projekt-Nr. 6.04
Projektträger Begegnungszentrum Kinderhaus e.V.
Kontakt Roland Erfurt, roland.erfurt@bgz-kinderhaus.de / Benjamin Bunzel, benjamin.bunzel@bgz-kinderhaus.de
Projektkurzbe-
schreibung
Zusammenführung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen unterschiedlicher Nationalitäten und Kulturen, die gerne Fußball spie len. Alle
Teilnehmer sollen die Bereitschaft mitbringen, auftretende Konflikte ohne den Einsatz körperlicher Gewalt zu lösen. Die Vermittlung von Sozia l-
kompetenz im weitesten Sinne (Teamfähigkeit, Rücksichtnahme auf Schwächere, Übernahme von Verantwortung etc.) ist über den Sp aß an
einer sportlichen Betätigung in der Freizeit das primäre Ziel des Projekts. Das Angebot wird regelmäßig am Samstag von 14:00 Uhr bis 17:00
Uhr durchgeführt.
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2015 Zielerreichung
Das Jungenprojekt
„Sport gegen
Gewalt“ findet
vorwiegend
außerhalb der
Schulferien
regelmässig einmal
wöchentlich statt.
Anzahl der Treffen
Regelmäßigkeit der Teilnahme
an den Sportveranstaltungen
Gesamtzahl der Treffen: 39 in 2015 (wie in 2014),
Anzahl der Jungen die an weniger als 50 % der Termine teilgenommen haben: 27 in 2015 ( 24 in 2014),
Anzahl der Jungen die an mehr als 50 % der Treffen teilgenommen haben: 36 in 2015 ( 39 in 2014)
Teilnehmende mit Migrationsvorgeschichte: 73 % (wie in 2014)
Projektziel erreicht
Mit dem Projekt
sollen unterschied-
liche Nationalitäten
friedlich über den
Sport zusammen-
geführt werden.
Sozialverhalten und Konflikt-
bewältigung während der
Sportveranstaltungen.
Im Rahmen der Sportveranstaltungen gelang es , regelmäßig Jungen unterschiedlicher Nationalität, die
Spaß am gemeinsamen Spiel haben, zusammenzuführen. In 2015 waren insgesamt 13 verschiedene
Nationalitäten vertreten. Es gab keine nennenswerten Konflikte untereinander.
Projektziel erreicht
Gesamtfazit Das Angebot wurde durchgängig gut und regelmäßig frequentiert! Unterschiedliche Nationalitäten wurden zusammengeführt und das soziale Mitei-
nander gefördert. Mit dem Angebot werden überschüssige Kräfte sinnvoll kanalisiert und soziale Kompetenzen spielerisch erlernt und konditioniert.
Das Angebot soll unverändert an Wochenenden zur Verfügung stehen. Durch das Aufzeigen fairer Handlungsstrategien bei Konflikten zwischen den
Teilnehmern gelang es immer wieder, diese friedlich zu lösen.
Ausblick 2016 Die gesetzten Ziele sollen unverändert beibehalten werden. Im Vordergrund steht die Förderung eines friedlichen Miteinanders im Stadtteil.
weiterführende Informatio-
nen
Jahresberichte und die Website des Begegnungszentrum Kinderhaus e.V. (www.bgz-kinderhaus.de)
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 29
Projektname Mobile Jugend(-sozial)arbeit Projekt-Nr. 6.06
Projektträger Stadt Münster, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51)
Kontakt Herr Schmitz / Herr Kentrup
Projektkurzbeschreibung Mobiles Beratungsangebot für Kinder und Jugendliche
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2015 Zielerreichung
Bislang durch die
Jugendsozialarbeit nicht
erreichte Jugendliche sollen
angesprochen und erreicht
werden
Anzahl/Struktur der Nutzer/-
innen des offenen Angebots:
Anzahl, Geschlecht, schuli-
scher oder beruflicher Hinter-
grund, bisherige Anbindung an
Jugend- und Freizeiteinrich-
tungen der Nutzer/-innen des
offenen Angebots
- Im Jahr 2015 wurden 1.654 Kontakte zu Jugendlichen durch die M o-
bile Jugendsozialarbeit hergestellt (2014 = 1 .731). (Anmerkung:
Hierbei handelt es sich vielfach um Meh rfachkontakte, Höhe des An-
teils lässt sich nicht abschätzen).
- Von den 1.654 Kontakten fanden 1.012 (= 62 %) zu Jungen / Mä n-
nern (2014 = 65 % ) und 642 (= 38 %) zu Mäd chen / Frauen statt
(2014 = 36 %),
- Anzahl Kontakte bis einschl. 13 Jahre: 805 ( 2014 = 875),
- Anzahl Kontakte ab 14 bis einschl. 17 Jahre: 795 (2014 = 774),
- Anzahl Kontakte ab 18 Jahre: 54 ( 2014 = 82),
- Der Großteil der Jugendlichen besucht die Waldschule und Uppe n-
bergschule, ein geringer Teil die Geschwister Scholl Realschule und
das hiesige Gymnasium.
- Anzahl Kontakte, die eine Haupt - oder Förderschule besuchen: 1027
(2014 = 1.168),
- Anzahl Kontakte, die eine Realschule oder ein Gymnasium besuchen:
275 (2014 = 256),
- Anzahl Kontakte, die sich in einer beruflichen Ausbildung befinden:
180 (2014 = 128),
- Anzahl Kontakte auf der Suche nach einer Ausbil dung/einem Job:
141 (2014 = 179),
- Anzahl Kontakte, die bisher gelegentlich oder regelmäßig Angebote
der offenen Jugendarbeit o.ä. wahrgenommen hab en: 1066 (2014=
1.209 oder 70 %).
Projektziel erreicht
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 30
Teilnahme an Angeboten der
Mobilen Jugendarbeit und
Zufriedenheit mit den Angebo-
ten
Vor allem die Angebote der verweisenden Hilfe zur Berufsberatung, zu
Sprachkursen, zum U25 Team des Jobcenters, zu sportpädagogischen
Angeboten, zur Schuldnerberatung, zur Jugendgerichtshilfe (hier findet
eine Kooperation mit der Mobilen Jugendarbeit im Bereich der Sozialen
Gruppenarbeit statt) wurden angenommen.
Ältere, vormals „schwierige“ Jugendliche konnten in Beschäftigung s-
verhältnisse vermittelt werden. Nur durch die Kooperation (U25 Team
begleitet Mobile Jugendarbeit im Viertel) mit dem U25 Team des Jo b-
centers möglich.
In Kooperation mit dem Jugendsalon und Westfalia Kinderhaus fand in
den Sommermonaten ein Fußball - und Basketballangebot auf dem
neuangelegtem Multifunktionsplatz statt . Das Angebot soll in 2016
weiter ausgebaut und verfestigt werden.
Wege zur Lösung
persönlicher und sozialer
Probeleme sollen aufgezeigt
und genutzt werden
Anzahl der Nutzer/-innen, die
an realistischen Lösungen
arbeiten (zum Beispiel Teil-
nahme an Angeboten der
Jugend(sozial)arbeit, Kontakt-
aufnahme zu anderen Bera-
tungsangeboten)
Anzahl Beratene, die an realistischen Lö sungen arbeiten 178 (2014
=131 Personen), davon 47 % weiblich ( 2014 = 37 %)
Projektziel erreicht
Gesamtfazit Das wöchentliche mobile „Bulli(-beratungs)angebot“ wurde zu weiterführenden Beratungen in geschützten Räumlichkeiten unter Berücksichtigung
der Privatsphäre umgewandelt. Die Kontaktaufnahme findet weiterhin im Streetworkbereich statt, doch weiterführende Hilfen können besser in „ruhi-
gerem“ Umfeld mit entsprechenden Materialien (Broschüren, Computer, Internetzugang etc.) erbracht werden. Es sind häufiger Jugendliche im Stadt-
teil angetroffen worden, die kurz vor Anmeldeschluss bei diversen Schulen (vorwiegend Online Anmeldung) kurzfristige und schnelle Hilfe (Zugang
zum System) benötigten. Das gleiche gilt für Bewerbungsschreiben; hier konnte zu verschiedenen Zuständigkeiten (KAI e.V., Berufsberatung Wuddi,
etc.) weitervermittelt werden. Durch Zusammenarbeit von Jobcenter, Jugendgerichtshilfe und Jugendsalon konnte „schwierigen“ Jugendlichen ver-
mehrt geholfen werden.
Besonders Jugendliche, die nach der Schulzeit keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, konnten durch die Kooperation mit dem U25 Team des
Jobcenters in Beschäftigungsverhältnisse vermittelt werden. Neuzugezogene Jugendliche konnten (hohe Fluktuation im Bereich der Schleife) an
pädagogische Angebote herangeführt bzw. an diese angebunden werden.
Ausblick 2016 Das Vertrauens- und Beziehungsverhältnis soll weiter verfestigt und ausgebaut werden.
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 31
Projektname Sport und Bewegung Projekt-Nr. 6.07
Projektträger Stadt Münster, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51)
Kontakt Herr Schmitz
Projektkurzbeschreibung
Das Wuddi wird mobile Sportangebote im Stadtteil weiter verankern. Zum Beispiel: Soccer Cage, Boule, Tischtennis und Basketball. Die
Angebote sind niedrigschwellig, um Jugendliche an die Angebote der Jugendarbeit im Stadtteil und den Sportverein SC Westfalia anzu-
binden.
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2015 Zielerreichung
Kinder und Jugendliche über
Sportangebote für Sport und
Bewegung zu begeistern.
Wöchentlich 10 Jugendliche an
den mobilen, z.T. trendigen
Kleinsportangeboten der auf-
suchenden Jugendsozialarbeit
zu beteiligen.
2015 nahmen wöchentlich ca. 8 bis 16 Jugendliche im Alter von 12 -18 Jahren an Kleinsportan-
geboten (Tischtennis im Bereich der Schleife, Basketball, Kicker, Darts, Fußball und Volleyball
teil, insgesamt 307 Jugendliche (2014 = 345)
73 % der Teilnehmenden sind männlich (2014 = 74 %)
Projektziel erreicht
Anzahl von 25 Jugendlichen,
die außerhalb der Schule wö-
chentlich an den Sportangebo-
ten des Wuddi teilnehmen.
Nach Renovierung der Sporthalle Waldschule konnte das wöchentliche Fußballangebot wieder
aufgenommen werden, an dem 15 bis 30 Jugendliche teilgenommen haben. Wegen der anha l-
tenden Wiederherstellung des Wuddi -Jugendbereiches im Bürgerhaus wird die Außensporta n-
lage von Jugendlichen nur sporadisch genutzt.
76 % der Teilnehmenden sind männlich (2014 = 71 %)
Teilnahme von Kindern und
Jugendlichen an Sportange-
boten und –veranstaltungen
außerhalb des Stadtteils.
Anzahl von 30 Jugendlichen,
die an 1 – 3 Fahrten zu Bu n-
desliga- oder Länderspielen
teilnehmen.
Anzahl von 60 Jugendlichen,
die an Aktionen zur Soccer -
Halle teilnehmen.
Insgesamt haben 34 männliche Jugendliche mit Migrationshintergrund an drei Fahrten zum
Fußballbundesliga- bzw. Länderspiel teilgenommen (2014 = 48 Jugendliche, drei Fahrten)
(2014 = 88 % männlich)
An fünf Aktionen in der Soccer -Halle haben 175 Jugendliche teilgenommen (2014 = 104, drei
Aktionen),
75 % der Teilnehmenden sind männlich (2014 = 80 %)
Projektziel erreicht
Kinder und Jugendliche in
Sportangebote im Stadtteil
integrieren.
Anzahl von 5 Jugendlichen, die
eine Vereinszugehörigkeit bei
Westfalia Kinderhaus oder
einem anderen sportlich orien-
tierten Verein erhalten.
Es meldeten sich auf Hinweis und Ansprache sieben Kinder und Jugendliche (100 % männlich)
beim SC Westfalia Kinder haus an (2014 = 5). Leider gelingt es allerdings nicht, dass sie rege l-
mäßig am Vereinssport teilnehmen. Diese Jugendlichen kehren oftmals zu den offenen Spor t-
angeboten des Wuddi zurück. Die zum Teil fehlende Unterstützung durch die Elternhäuser ist
nicht ohne weiteres zu kompensieren.
Projektziel erreicht
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 32
Gesamtfazit Das Projekt hat immer noch einen großen Stellenwert und hat seine gesetzten Ziele erreicht.
Ausblick 2016 Nachdem der Multifunktionsplatz von Westfalia Kinderhaus nachgerüstet wurde und mittlerweile „Speckbrett tauglich“ ist , soll zusätzlich „Speckbrett“
als kostenloser, trendiger, gesundheitsfördernder und für Münster typischer Breitensport vom Wuddi 1 x wöchentlich auf der Sportanlage von West-
falia Kinderhaus angeboten werden.
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 33
Projektname Drogenprävention Projekt-Nr. 6.08
Projektträger INDRO e.V.
Kontakt Eva Gesigora, 0251-60123, evagesigora@gmx.de
Projektkurzbe-
schreibung
Unser Projekt beinhaltet seit August 2015: Wöchentliche Beratungssprechstunde & Cannabissprechstunde im Jugendsalon, einmal m onatlich im
Wuddi; Aufsuchenden Arbeit; Aktionstage Sucht; Beratungshotline (werktags 12 -18 Uhr); Spritzentausch & -entsorgung / Spritzenautomat
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2015 Zielerreichung
6.8.1
Die Drogenpro-
blematik entspannt
sich aus Sicht der
Fachkräfte vor Ort
Entwicklung Drogenproblema-
tik:
Kontinuierliche Nutzung des
Spritzenautomaten (ca. 30 PA-
Packs/Woche)
2015 wurden 1.585 Päckchen aus dem Spritzenautomaten gezogen (2014 = ca. 1.400) Projektziel erreicht
6.8.2
Bewohner*innen
verschiedenen
Alters & verschie-
dener Herkunft
setzen sich mit dem
Thema Drogen-
konsum ausein-
ander
Teilnahme an den Aktionsta-
gen:
An den Aktionstagen nehmen
durchschnittlich 15 Anwoh-
ner*innen unterschiedlichen
Alters & unterschiedlicher
Herkunft teil
2015 insgesamt 4 Aktionstage Sucht (2014 = 2)
1. Cannabis – Mythen und Tatsachen (Jugendsalon) – 15 TN
2. Schnitzeljagd (Jugendsalon & Wuddi) – 8 TN
3. Drogenquiz (Jugendsalon) – 10 TN
4. Drogenquiz (Wuddi) – 9 TN
Insgesamt 42 Teilnehmende (2014 = 29 Teilnehmende)
87 % der Teilnehmenden männlich (2014 = 41%)
81 % der Teilnehmenden mit Migrationsvorgeschichte (2014 = 100 %)
Teilnehmende bis einschließlich 13 Jahre: 6 % (2014 = 59 %)
Teilnehmende 14 bis einschließlich 17 Jahre: 54 % (2014 = 31 %)
Teilnehmende ab 18 Jahre: 40 % (2014 = 10 %)
Projektziel erreicht
6.8.3
Drogengebrauchen-
de kennen Safer-
Use-Maßnahmen
Es finden jährlich mindestens
10 Beratungsgespräche zu
Safer-Use-Themen im Wohn-
quartier statt
Es fanden 2015 insgesamt 17 Safer-Use-Beratungen im Wohnquartier statt (2014 = 14). Vorrangiges
Thema bei den Jugendlichen war der Konsum von Cannabis, im Rahmen der aufsuchenden Arbeit hatten
die harten illegalen Drogen Priorität.
100 % der Teilnehmenden sind männlich (2014 = 93 %)
94 % der Teilnehmenden mit Migrationsvorgeschichte (2014 = 64 %)
Teilnehmende bis einschließlich 13 Jahre: 12 % (2014 = 0)
Teilnehmende 14 bis einschließlich 17 Jahre: 23 % (2014 = 36 %)
Teilnehmende ab 18 Jahre: 65 % (2014 = 64 %)
Projektziel teilweise
erreicht
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 34
Der Spritzentausch in Kinder-
haus wird weiterhin angeboten.
Die Beratungshotline wurde bisher noch nicht genutzt.
Der Spritzentausch in Kinderhaus wurde – wie auch im Vorjahr – nicht frequentiert.
6.8.4
Drogengebrauchen-
de kennen
Beratungs- und
Ausstiegshilfen
Es finden jährlich mindestens 8
Beratungs- und Vermittlungs-
gespräche zu weiterführenden
Hilfen (Beratungs- und Aus-
stiegshilfen) statt.
2015 konnten 6 Personen zu weiterführenden Hilfen vermittelt werden (städtische Drogenberatungsstelle,
LWL-Klinik) (2014 = ca. 10 Personen)
100 % der Teilnehmenden männlich
66 % der Teilnehmenden mit Migrationsvorgeschichte
Teilnehmende bis einschließlich 13 Jahre: 0
Teilnehmende 14 bis einschließlich 17 Jahre: 0
Teilnehmende ab 18 Jahre: 100 %
(Die Beratungshotline wurde bisher noch nicht genutzt.)
Projektziel annä-
hernd erreicht
Gesamtfazit Vor allem die reaktivierte Cannabissprechstunde wird sehr gut angenommen. Durch die Präsenzzeiten im Wuddi haben wir (auch ohne die suchtpräventive
Mädchengruppe) nach wie vor Zugang zu Mädchen und den jüngeren Jugendlichen. Die Beratungshotline wurde bisher noch nicht genutzt, dies lässt sich auf zu
wenig „Werbung“ zurückführen. Es wurden neue Flyer gedruckt und ausgelegt. Die aufsuchende Arbeit findet verstärkt statt, diese findet flexibel im Rahmen der
Beratungssprechstunden statt. Der Spritzenautomat wird stabil frequentiert.
Ausblick 2016 Ziele & Indikatoren können beibehalten werden, lediglich eine Differenzierung in die verschiedenen Teilbereiche ist nun erforderlich.
Ausblick: Die Beratungshotline soll nochmal vermehrt über soziale Medien & durch das Einwerfen der neuen Flyer in Briefkästen im Wohnquartier bekannt ge-
macht werden.
weiterführende
Informationen
http://www.bgz-kinderhaus.de/2015/09/neuer-flyer-zur-drogenhilfe-im-jugendsalon-erhaeltlich/
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 35
9 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 7: „Gebietsmoderation“
Projektname Quartiersmanagement Projekt-Nr. 7.1
Projektträger Gebietsmoderation
Kontakt Matthias Kau, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien, Kommunaler Sozialdienst Nord, 0251/492 -5692
Projektkurzbe-
schreibung
Aktivierung, Beteiligung und Information der Bewohner
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2015 Zielerreichung
Gebietsmoderation ist
bei Veranstaltungen im
Quartier präsent
Anwesenheit von mindes-
tens einem Mitglied der
Gebietsmoderation
Weihnachtsmarkt auf dem Sprickmannplatz, Frühlingsfest, Internationaler Frauentag, Aktion saubere
Grünschleife, Clean Kinderhaus
Projektziel erreicht
An drei Standorten im
Stadtteil sind Schaukäs-
ten vorhanden, deren
Aushänge regelmäßig
aktualisiert werden
Sichten der Aushänge Die Kernprojekte haben sich laufend in den Schaukästen präsentiert. Projektziel erreicht
Die Gebietsmoderation
tauscht mit allen Projekt-
trägern mindestens
einmal pro Halbjahr, mit
allen Handlungsfeldver-
antwortlichen mindes-
tens einmal pro Jahr
mündlich Informationen,
Bewertungen und weite-
re Perspektiven aus
Anzahl der Gespräche Die meisten Projekte werden im „laufenden Betrieb“ des Begegnungszentrums, KAI und des Familie n-
zentrums Killingstraße durchgehend erreicht:, In 2016 erfolgt eine Prüfung, ob alle Projekte erreicht
werden.
Projektziel weitest-
gehend erreicht
Gesamtfazit Die Gebietsmoderation ist durch die Vernetzung der einzelnen Mitglieder über viele Prozesse im Quartier informiert und tauscht die Erfahrungen regelmä-
ßig aus. Abhängig vom jeweiligen hauptamtlichen Arbeitsauftrag können die Informationen an die BewohnerInnen weitergegeben werden. Der nieder-
schwellige Zugang der „im Quartier verorteten“ Mitglieder (Frau Stolz, Frau Jehnen, Frau Özdemir) bewährt sich.
Ausblick 2016 Die Gebietsmoderation wird sich weiterhin einmal pro Monat treffen. In 2016 soll auch die Vernetzung mit den Projektträgern aufrechterhalten werden.
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 36
Projektname Quartiersfonds Projekt-Nr. 7.2
Projektträger Gebietsmoderation
Kontakt Matthias Kau, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien, Kommunaler Sozialdienst Nord, 0251/492 -5692
Projektkurzbeschreibung Aktivierung, Beteiligung und Information der Bewohner
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2015 Zielerreichung
Die Gebietsmoderation sorgt
für die Durchführung von
jährlich mindestens drei „klei-
nen Aktionen“, an denen je-
weils wenigstens drei Bewoh-
ner/innen ohne Projektträger-
funktion teilnehmen
Zahl der Aktionen, Zahl
der TN je Aktion
Weihnachtsfest auf dem Sprickmannplatz in Kooperation mit anderen Akteuren: 120 Per-
sonen davon 70 mit Migrationshintergrund
Frühlingsfest in Kooperation mit anderen Akteuren : 250 Personen, davon 150 mit Migrat i-
onshintergrund
Frauenfest in Kooperation mit anderen Akteuren:150 Personen, davon 120 mit Migrations-
hintergrund
Projektziel erreicht
Die Gebietsmoderation entwi-
ckelt Kriterien und Verfah-
rensgrundsätze zur Vergabe
der Mittel aus dem Quartiers-
fonds.
Zahl der Aktionen, Zahl
der TN je Aktion
Folgende Aktionen wurden aus Mitteln des Quartiersfonds bezuschusst:
Fahrtkosten für die Bigband, die auf dem Weihnachtsmarkt gespielt hat
Internationales Frauenfest im BGZ mit ca. 150 Personen
Fahrt der Russland-Deutschen-Frauen nach Enschede mit 10 Personen
Fahrt der Russland-Deutschen-Frauen nach Bad Rothenfelde mit 10 Personen
Fahrt der christlichen Gruppe nach Köln 17 Personen
Kinderausflug Islandpferdehof Telgte mit 6 Kindern
Fahrt der Vertrauensmieter zum Zoo Osnabrück mit 24 Personen
Fahrt nach Banneux mit 63 Personen
Fahrt der aserbaidschanischen Kulturgruppe nach Köln mit 10 Personen
Bildungswochenende Arnsberg mit 21 Personen
Jolkafest mit 80 Kindern
Die Mittel aus dem Quartiersfond wurden nach den bewährten Kriterien und Verfahrensgrundsätzen
vergeben.
Projektziel erreicht
Gesamtfazit Es wurden regelmäßig geplante Aktionen von BewohnerInnengruppen gefördert. Die Vergabekriterien der Mittel haben sich bewährt. Wünschenswert
wäre mehr Initiative zu Unternehmungen/Aktionen von mehreren Gruppen. Bei entsprechend vorliegenden Anfragen, wäre die Mittelvergabe idealer-
weise „breiter“ zu streuen gewesen.
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 37
Ausblick 2016 Geplant ist u.a. die Durchführung einer „Verschönerungsaktion“ im Programmgebiet, ein weiteres internationales Grillfest in der Grünschleife, eine
Aktion in den Sommerferien, die Durchführung eines Tanzkurses an der Waldschule.
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 38
10 „Prozessbegleitende Selbstevaluation“ (Themenfeld 8)
Das strategisch ausgerichtete Themenfeld Selbstevaluation dient insgesamt einem verbes-
serten Zusammenwirken und der Koordination zwischen den Aktivitäten im Programmzu-
sammenhang, schafft Transparenz über den Projektverlauf, verdeutlicht die Projektfort-
schritte sowie Anpassungserfordernisse und ermöglicht somit eine optimierte Steuerung.
Da das Themenfeld keinen direkten Einfluss auf die Zielerreichung hat, ist es nicht in der
Ergebnisübersicht der Kapitel 4-9 beinhaltet, sondern wird an dieser Stelle gesondert mit
den jeweiligen handlungsfeldbezogenen Aktivitäten in 2015 aufgeführt.
10.1 Beobachtung der Zielerreichung
Jährlich wird im Rahmen einer verbindlichen Berichterstattung über den Programmverlauf
und die Zielerreichung in den einzelnen Projekten informiert. Die Konzeption, Abstimmung
und Erstellung des Jahresberichts im Rahmen des Projektes 8.1 „Zielentwicklung und Be-
obachtung Zielerreichung“ erfolgte wie in den Vorjahren auf der Grundlage der von den
Projektakteuren entwickelten projektbezogenen Indikatoren, Monitoringbögen und Projekt-
berichte2, die mit Beginn der Verstetigungsphase 2 noch einmal reflektiert und angepasst
wurden (vgl. Auftakt-Workshop „Verstetigungsphase 2 – Ziele, Projektinhalte, Berichterstat-
tung “, 11.09.2014). Im Jahr 2015 fand ein weiterer Workshop am 24.09.2015 mit dem Ziel
statt, einen direkten Austausch zwischen den beteiligten Akteuren zu ermöglichen und eine
standardisierte Berichterstattung und Programmsteuerung durch die gemeinsame Reflexion
und Weiterentwicklung der Projektziele und -inhalte sowie der verwendeten Indikatoren zu
vereinfachen.
10.2 Kontextdatenmonitor „Kinderhaus-Brüningheide 2015“
Weiterer Bestandteil der prozessbegleitenden Selbstevaluation war wie in jedem Jahr die
Aufbereitung und Bereitstellung aktualisierter Daten („sog. Kontextindikatoren“) über die
soziodemografischen Rahmenbedingungen des Programmgebiets. Diese werden für alle
Beteiligten bereitgestellt, um so zur Einordnung der beobachtbaren Veränderungen einen
Beitrag zu leisten (Projekt 8.2).
Die demografischen, sozialen, ökonomischen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen
der Projekte nehmen wesentlichen Einfluss auf den Erfolg der Projekte des „Maßnahme-
programms Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“. Die Kontextdaten stellen objektivierte
Daten über die Stadtteilentwicklung dar, auf die sich die Projekte einstellen müssen (z.B.
Zuzüge und Fortzüge der Bewohnerinnen/Bewohner). Sie sind damit ausdrücklich keine
Wirkungsanalyse der Projekte des Maßnahmeprogramms. Das Programmgebiet des „Maß-
2 Im Förderzeitraum 2007-2010 erbrachte „Univation - Institut für Evaluation (Köln)“ unterstützende Leistun-
gen bei der Durchführung der prozessbegleitenden Evaluation (u.a. Erstellung Jahresberichte 2007-2009).
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 39
nahmeprogramms Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ deckt sich mit der Stadtzelle 631,
so dass für den Datenmonitor diese Gebietsabgrenzung (vgl. nachfolgende Abbildung) zu-
grunde gelegt wurde.
Abb.: Programmgebietsabgrenzung Kinderhaus-Brüningheide (Stadtzelle 631)
Vor dem Hintergrund der kleinräumigen Datenverfügbarkeit und der spezifischen Aussage-
fähigkeit für Kinderhaus-Brüningheide hat das Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung,
Verkehrsplanung auch in 2015 einen Katalog von mittlerweile 50 Einzelmerkmalen (Daten)
zur Stadtteilentwicklung in Anlehnung an die Indikatorenliste des Städtenetzes Soziale
Stadt NRW / MBV NRW/ ILS NRW (2008) in einem „Kontextdatenmonitor“ aufbereitet und
bereitgestellt.
Der Kontextdatenmonitor umfasst die folgenden Themenbereiche, wobei die Schwerpunkte
im Bereich der demografischen Daten liegen:
Bevölkerungszusammensetzung
Bevölkerungsentwicklung/-fluktuation
Haushalte
Wohnen
Transferleistungen und Arbeitsmarkt
Bildung und Kinderbetreuung
Gesundheit
Bürgerschaftliche Beteiligung/politische Partizipation
Quelle: Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung; Vermessungs- u. Katasteramt
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 40
Als Ergebnis liegt ein Kontextdatenmonitor vor, der
die absoluten und relativen Werte – nach Möglichkeit geschlechterdifferenziert – für
das Programmgebiet benennt,
die Definition und die Aussagekraft des Indikators erläutert,
den Vergleichswert für die Gesamtstadt darstellt,
eine jährliche Fortschreibung ermöglicht,
die Datenquelle ausweist.
Ergänzend zu der Erhebung und Aufbereitung von Daten und statistischen Informationen
werden auch im vorliegenden Bericht wichtige Projekt- und Infrastrukturinformationen in
einer thematischen Karte für das Berichtsjahr 2015 sowie in der Vorausschau auf 2016 für
alle Projektbeteiligten sichtbar verortet (Anlage 2, Anhang 1 zur Vorlage V/0882/2016).
Wenn möglich, werden zudem anhand der bereits aufbereiteten Kontextdaten aus den Vor-
jahren Zeitreihen erstellt, um Entwicklungstrends aufzuzeigen. Ebenso wird die Entwicklung
in Kinderhaus-Brüningheide zu städtebaulich oder soziodemografisch ähnlich strukturierten
Teilräumen in Münster auf der Grundlage der HFA-Vorlage V/37/2004 in Beziehung ge-
setzt. Für ausgewählte Kontextdaten ist in Anlage 3 die Entwicklung in Zeitreihen darge-
stellt.
Über ausgewählte Kontextindikatoren und Entwicklungstrends wurde im Rahmen der
Workshops der Projektakteure „Soziale Stadt - Kinderhaus Brüningheide“ zur Selbstevalua-
tion (31.03.09, 01.12.09, 25.03.10, 11.09.14, 24.09.2015) sowie der Beiratssitzungen
(19.05.09, 23.02.10, 17.05.2011, 26.04.2012, 06.11.2012, 30.04.2013, 06.11.2013) berich-
tet. Die Kontextdatenmonitore der Jahre 2007 bis 2014 bildeten jeweils eigenständige An-
lagen der Ratsvorlagen zu den „Jahresberichten der Sozialen Stadt“ der Jahre 2008 bis
20143. Die Kontextdaten wurden von Projektbeteiligten, Politik, Verwaltung sowie engagier-
ten Bürgerinnen und Bürgern als wertvolle Hilfe zur Einschätzung der Programmgebiets-
entwicklung bewertet.
11 Ergänzende Informationen zu außerhalb des Maßnahmeprogramms
verstetigten Projekten
Während die Ergebnisdarstellung in den Kapiteln 4 – 10 die 16 Projekte umfasst, die laut
des Ratsbeschlusses vom 11.12.2013 im Jahre 2015 verstetigt sind und aus dem Maß-
nahmeprogramm gefördert werden, werden in diesem Kapitel vier Projekte nachrichtlich
3 Jahresbericht 2008 (Vorlage V/0297/2009; Rat der Stadt Münster 24.06.2009), Jahresbericht 2009 (Vorlage
V/0291/2010; Rat der Stadt Münster 07.07.2010), Jahresbericht 2010 (Vorlage V/0601/2011, Rat der Stadt
Münster 19.10.2011), Jahresbericht 2011 (Vorlage V/0287/2012, Rat der Stadt Münster 27.06.2012, Jahresbe-
richt 2012 (Vorlage V/0533/2013, Rat der Stadt Münster 11.12.2013), Jahresbericht 2013 (Vorlage
V/0729/2014, Rat der Stadt Münster 10.12.2014), Jahresbericht 2014 (Vorlage V/0933/2015, Rat der Stadt
Münster 17.02.2016)
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 41
aufgeführt, welche Bestandteil der laufenden Verwaltungsarbeit geworden sind (3.02, 4.03,
5.02, 5.06), drei Projekte, welche 2015 als verstetigt galten (Projekt 1.06, 3.01, 4.01), aber
anderweitig gefördert wurden, sowie ein Projekt, welches nicht verstetigt wurde, aber nach
wie vor von der Verwaltung betreut wird (Projekt 1.01).
Obwohl diese Projekte bei der Messung der Zielerreichung nicht berücksichtigt werden,
finden sie dennoch Erwähnung, da sie im Gesamtkontext wesentlich zur Stabilisierung der
Quartiersstrukturen beitragen.
Projekt „Energetische Gebäudesanierung“ (ehemals Projekt 1.01, nicht verstetigt,
aber nach wie vor von der Verwaltung betreut):
Das Projekt gehört seit 2011 (Beiratsbeschluss 16.11.2010) nicht mehr zu den verstetigten
Projekten innerhalb des Maßnahmeprogramms, wird aber nach wie vor vom Amt für Woh-
nungswesen und Quartiersentwicklung betreut. Folgende Aktivitäten zu dem Projektziel
“Fortführung und Abschluss von energetischen Dämmmaßnahmen am Wohnungsbestand
der WohnSieGer GbR (Mindestziel) / Übertragung von energetischen Maßnahmen auf die
bisher nicht sanierten Gebäudebestände ehemals Nau und BGP (Maximalziel)“ wurden in
2014 weitergeführt:
- WohnSieGer GbR: Fortführung der energetischen Gebäudesanierung in Anlehnung an
das in 2008 vorgestellte energetische Gebäudesanierungsgutachten. In 2015 konnten die
Dämmmaßnahmen an der Straßenfront und an den beiden Außenseiten abgeschlossen
werden.
- Sahle Wohnen: Fortführung des Neubaus Killingstraße mit 81 Wohneinheiten in 2015,
Berücksichtigung aktuell gültiger energetischer Standards.
- BGP: Start mit der Instandsetzung und Modernisierung des Gebäudes Sprickmannstraße
31 – 41 mit der Erneuerung der Heizungsanlage einschließlich der Umstellung auf ein 2-
Rohr-System.
- Wohn+Stadtbau GmbH: Aktuell sind keine energetischen Maßnahmen vorgesehen, je-
doch gab es eine umfangreiche Sanierung sämtlicher Aufzugsanlagen im örtlichen Miet-
wohnungsbestand.
Neben der Sanierung des Bestandes der WohnSieGer GbR und dem Abriss sowie dem
Neubau des Wohnungsbestandes Killingstraße 1 – 7 durch Sahle Wohnen, investierte BGP
erstmalig in einen größeren Wohnungsbestand mit 106 Wohnungen. 2015 war somit unter
dem Aspekt der Verbesserung der Wohn- und Gebäudequalität das erfolgreichste Jahr seit
Beginn des Bund-Länder-Programms Soziale Stadt in 2006.
(Quelle: Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung, 64)
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 42
Projekt 1.06 „Das Quartier spart Strom“ (verstetigt, aber anderweitig gefördert):
Im Jahr 2015 wurden keine Aktionen durchgeführt, da die für diesen Aufgabenbereich zu-
ständige Koordinierungsstelle für Klima und Energie in 2015 personell nicht besetzt war.
(Quelle: Amt für Grünflächen und Umweltschutz, 67)
Projekt 3.01 „Wertstoffe / Sperrgut“ (verstetigt, aber anderweitig gefördert):
Mit dem Projektziel, die berufliche Integration von Langzeitarbeitslosen zu unterstützen,
reinigt ein seit 2011 unbefristet beschäftigter Mitarbeiter der AWM im Bereich der Groß-
wohnanlage die öffentlichen Flächen. Hierbei wurden auch 2015 Restabfälle, falsches oder
zum falschen Zeitpunkt herausgestelltes Sperrgut beseitigt. Darüber hinaus wurden Wert-
stoffe erfasst und Problemabfälle einer ordnungsgemäßen Entsorgung zugeführt. Das Pro-
jekt hat auf das Stadtbild im Bereich Kinderhaus eine äußerst positive Wirkung.
(Quelle: Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM), Ansprechpartner: Gregor Walterbusch)
Projekt 3.02 „Aktiv für Arbeit im Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ (verstetigt,
Bestandteil der laufenden Verwaltungsarbeit geworden):
Das ehemals aus ESF-Mitteln (Europäischer Sozialfonds) und Mitteln aus der Gewinnaus-
schüttung der Sparkasse Münsterland-Ost geförderte Programm (Laufzeit: 15.05.13 –
14.05.15) wird seit Mitte Mai 2015 vom Sozialamt betreut. Projektziel ist die Erschließung
und Bündelung von Angeboten und Maßnahmen zur Heranführung arbeitsmarktferner, er-
werbsfähiger Menschen in Kinderhaus-Brüningheide an den Arbeitsmarkt durch netzwerk-
förmige Kooperationen in 3 Netzwerken. Institutionen und Personen im Lebensumfeld der
Zielgruppe sollen in die Vermittlung in Richtung Erwerbsbeteiligung systematisch eingezo-
gen werden.
Zum Ende der Projektlaufzeit fand der letzte von drei Workshops statt. Im Ergebnis wird die
Bündelung der drei Netzwerke zu einem Netzwerk angestrebt. Das virtuelle Netz soll als
Plattform für den Austausch von Informationen dienen.
Zusammen mit dem Handout des Workshops haben die Bezirksvertretung Nord und der
ASSGVAf eine Vorlage erhalten, die die wesentlichen Ergebnisse des Projekts beinhaltet.
• Projektziel „regelmäßige Netzwerktreffen“: Pro Netzwerk fand ein Treffen statt (NE I:
29.04.2015, NE II: 27.08.2015, NE III: 25.08.2015)
• Netzwerkspezifische Ziele 2014: die Ziele betrafen vor allem die grundsätzliche Perspekti-
ve der Weiterführung. Um einer möglichen Anpassung oder Neuausrichtung des Teilpro-
jekts in der Verstetigungsphase nicht im Wege zu stehen, wurden netzwerkspezifische Zie-
le für 2015 nicht vereinbart.
Zusatzhinweis: Jobcenter & Sozialamt treffen im Laufe des Jahres 2016 abschließende
Vereinbarungen über das weitere Projektformat.
(Quelle: Sozialamt (50), Ansprechpartnerin: Daniela Stemmer)
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 43
Projekt 4.01 „Unser Alltag - Unsere Sorgen“ (verstetigt, aber anderweitig gefördert):
Das offene Treffangebot für Mädchen im Jugendsalon am Sprickmannplatz wird als Ange-
botselement im Rahmen des bedarfsgerechten Ausbaus der interkulturellen Mädchenarbeit
durch das Begegnungszentrum Sprickmannstraße e.V. durchgeführt. Nach Auslaufen der
maßnahmebezogenen Förderung und anschließend zeitweiser Förderung durch Sparkas-
senmittel sowie der WN-Spendenaktion, wurde es 2015 aus Mitteln des Sozialamtes geför-
dert. Es richtet sich an Mädchen aus unterschiedlichen Kulturkreisen, die im Bereich Kin-
derhaus-Brüningheide leben. Aus einer Mädchengruppe von ursprünglich acht Teilnehme-
rinnen sind 2015 vier neue Mädchengruppen mit acht bis zehn Teilnehmerinnen im Alter
von 11 bis 19 Jahren entstanden (insgesamt 30 Teilnehmerinnen).
Die Gruppen werden von vier Honorarkräften begleitet, die selbst eine Migrationsvorge-
schichte haben und die bereits selber jahrelang Teilnehmerinnen ähnlicher Mädchengruppe
waren, sich weiter qualifiziert haben und sich somit mit den Sorgen und Problemen der Pro-
jektteilnehmerinnen sehr gut auskennen. Im Rahmen des Mädchentreffs begleiten und un-
terstützen die Betreuerinnen durch die Reflexion des Verhaltens das Rollen- und Selbstver-
ständnis der Mädchen in der Phase der Berufs- und Lebenswegplanung. Sie werden re-
gelmäßig von einer hauptamtlichen Jugendsozialarbeiterin sozialpädagogisch beraten und
fachgerecht unterstützt. Insbesondere erfolgt eine zeitnahe Beratung und Unterstützung bei
der Berufsorientierung und -wahl. Darüber hinaus werden sehr viele kreative Angebote,
sowie auch Bildungs- und Freizeitangebote durchgeführt, die zur Stärkung des Selbstbe-
wusstseins, der Selbstbehauptung in der Gesellschaft und der Selbstfindung beitragen.
Ab 2016 wird das Projekt über die 'kind- und jugendbezogene Armutsprävention' gefördert
(V/0363/2016).
(Quelle: Begegnungszentrum Kinderhaus e.V)
Zu den Projekten 4.03 „Gewaltprävention“ (Amt für Kinder, Jugendliche und Familien),
5.02 „Elternkompetenz stärken“ sowie 5.06 „Kontinuierliche Praxistage zum Übergang
Schule-Beruf“ (Amt für Schule und Weiterbildung), die alle als verstetigt gelten und Be-
standteil der laufenden Verwaltungsarbeit geworden sind, liegen keine Projektberichte vor4.
12 Resümee und Ausblick
12.1 Zielerreichung 2015 unter Berücksichtigung der Projektziele
An einem Zielfortschritt im Programm wurde in 2015 weiterhin in insgesamt acht Themen-
feldern (bis 2014 Handlungsfelder) und 23 Projekten gearbeitet. Sieben dieser Themenfel-
der haben mit den ihnen zugeordneten Projekten einen direkten Einfluss auf die Zielerrei-
chung:
4 Ein Sachstandsbericht ist für Projekte, die Bestandteil der laufenden Verwaltungsarbeit geworden sind, nicht
mehr verpflichtend.
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 44
Themenfeld 1: Wohnen
Themenfeld 2: Öffentlicher Raum
Themenfeld 3: Lokale Ökonomie
Themenfeld 4: Integration zugewanderter Menschen fördern
Themenfeld 5: Bewältigung der Herausforderungen für das Bildungswesen
Themenfeld 6: Sicherung sozialer Netze und Infrastrukturen in Zeiten knapper öf-
fentlicher Haushalte
Themenfeld 7: Quartiersmanagement.
Das Themenfeld 8 „Selbstevaluation“ unterstützt die anderen Themenfelder durch die Be-
obachtung und Querauswertung der Zielerreichung sowie durch Informationen zur Stadt-
teilentwicklung in Form der Fortführung und Auswertung der Kontextindikatoren, die Hin-
weise zum Umfeld der Projektdurchführung liefern.
Wie viele wurden durch die Projektaktivitäten erreicht?
Nach Auswertung der vorliegenden Projektberichte für das Jahr 2015 ist insgesamt festzu-
halten, dass der Kreis der mit den Projektaktivitäten aller Handlungsfelder Erreichten bei
rund 7.500 liegt.
Zur Einordnung der genannten Anzahl der „Erreichten“ sei angemerkt, dass diese eine sehr
unscharfe Messgröße darstellen, die je nach Projekt unterschiedlich definiert wird und eine
sehr unterschiedliche Kontaktintensität aufweist. So gibt es bei einigen Projekten, insbe-
sondere bei regelmäßigen verbindlichen Kursangeboten wie z.B. den Sprachkursen von
KAI „Teilnehmende“, die gezählt werden. Bei anderen Projekten, wie der Schuldnerbera-
tung, werden „betreute Fälle“ gezählt, hinter denen eine hohe Beratungsintensität für den
Einzelnen steht. Bei beiden Beispielen handelt es sich um klar benenn- und zählbare Ein-
zelpersonen. In Bereichen oder bei Angeboten mit gehäuftem Publikumsverkehr, telefoni-
schem Kontakt oder mit unverbindlichem offenem Angebot wie Sprechstunden wiederum
gibt es häufig „Kontakte“, die von kürzerer Dauer sind. Oftmals wird es sich sicherlich auch
um Mehrfachkontakte handeln, da eine Reihe von Bewohnerinnen und Bewohnern an meh-
reren Veranstaltungen teilgenommen hat oder verschiedene Beratungsangebote in An-
spruch genommen hat. Wie hoch dieser Anteil ist, lässt sich nicht seriös abschätzen.
Um die Nachvollziehbarkeit der Teilnehmendenzahlen zu erhöhen, hat der Beirat „Wohn-
gebiet Kinderhaus-Brüningheide“ deshalb ab 2013 die Projektakteure gebeten, für die Jah-
resberichterstattung die Zahlen der Teilnehmenden noch stärker zu qualifizieren. Vereinbart
wurde, dass sich die Berichterstattung in der Regel auf Teilnehmende beziehen soll, ergän-
zend können auch weitere Kenngrößen angeführt werden (z. B. Zahl der Kontakte, Beirats-
sitzung am 06.11.13). Zudem sollte deutlicher zwischen eigenen Projekten und Kooperati-
onsprojekten unterschieden werden, um Doppelzuordnungen zu vermeiden. Dennoch wird
sich bei allem Bemühen der Projektträger um eine Qualifizierung der Angaben und die Er-
höhung der Genauigkeit eine unterschiedliche Aussagequalität nicht verhindern lassen. Zu
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 45
berücksichtigen ist weiterhin, dass die genannten Zahlen aufgrund einer Modifizierung bzw.
Veränderung der Projektanzahl von Jahr zu Jahr teilweise nicht oder nur eingeschränkt mit
denen der vorhergehenden Jahre vergleichbar sind.
Von den insgesamt ca. 7.500 Erreichten sind ca. 2.700 beratend und betreuend begleitet
worden (z.B. Hausaufgabenbetreuung, Schuldnerberatung, Hebammensprechstunde, in-
tegrative Jugendsozialarbeit, Drogenprävention), ungefähr 3.100 sind im Rahmen öffentli-
cher Veranstaltungen und Feste (z.B. Frühlingsfest, Clean Kinderhaus, Weihnachtsmarkt,
Kräutermarkt, Blumenaktion, Projekttage „Grünschleife“) sowie offener Angebote/Aktionen
kultureller u. freizeitbezogener Art (z.B. Konzerte, Ausflüge) erreicht worden und ca. 1.700
haben aktiv an regelmäßigen Kursangeboten teilgenommen (z.B. Sprach- und Nachhilfe-
kurse, Bildungsangebote, Sportangebote).
Um die Zahlen zum Kreis der Erreichten weiter zu differenzieren, sind nachfolgend die teil-
nehmerstärksten Aktionen und Projekte mit mehr als 300 Teilnehmenden bzw. erreichten
Kontakten/Fällen/Haushalten für das Jahr 2015 dargestellt:
Maßnahme (Projekt-Nr.) Anzahl Kontakte/Teilnehmende /Fälle/
Haushalte (laut Projektberichten)
Sprechstunde Schuldnerberatung (6.01) Ca. 300
Hebammensprechstunde Kitas (5.04) Ca. 300-350 (4-5 je Stunde)
Öffentliche Feste und offene kulturelle, freizeitbezo-
gene Kooperationsveranstaltungen (z.B. Frühlings-
fest, Weihnachtsmarkt, Internationales Frauenfest,
Clean Kinderhaus) (z.B. 1.04, 4.02, 6.02, 7.02)
Ca. 1.100
Bildungsangebote für Migranten/innen (4.02 u. Ko-
operationspartner)
Ca. 300
Beratungskontakte mobile Jugendarbeit (6.06) Ca. 1.654
Sport und Bewegung (6.07) Insg. ca. 1200 (mobile Sportangebote der
aufsuchenden Jugendarbeit z.B. trendige
Kleinsportarten = 307, Sportangebote Wuddi
= 671, Soccer-Aktionen = 175, Fußballfahrten
= 34)
Interkulturelle Aktivitäten Atrium (6.02) Ca. 890 (ohne Feste und Kooperationsveran-
staltungen, Mittagstisch und Frühstück)
Kulturelle und freizeitbezogene Angebote des BGZ
(4.02)
Ca. 900 (ohne Feste und Kooperationsveran-
staltungen)
Quelle: Projektberichte und Monitoringbögen der Projektträger
Wer wurde erreicht? Zugang einzelner Zielgruppen zu den Angeboten:
Der Anteil der Teilnehmenden mit Migrationsvorgeschichte hat sich in 2015 bei einigen Pro-
jekten zum Teil noch einmal deutlich erhöht (z.B. Projekt 6.01, 6.08), so dass der schon in
den letzten Jahren hohe Beteiligungsanteil auf einem durchschnittlichen Niveau von ca. 85
- 90 % über alle Projekte hinweg lag. Auch hat sich der Anteil der Personen mit Migrations-
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
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vorgeschichte, die sich aktiv im Quartier engagieren, in einigen Projekten erhöht (1.05,
4.02, 6.02). So konnten in 2015 z. B. für den Vorstand des Kulturvereins zwei junge Frauen
mit Migrationsvorgeschichte gewonnen werden (6.02); ebenso sind junge Erwachsene mit
Migrationsvorgeschichte im Vorstand des BGZ vertreten (4.02). Im Projekt 4.02 wurde zu-
dem eine Zielanpassung dahingehend vorgenommen, die interkulturelle Interessenvertre-
tung in der Stadtteilarbeit in Kooperation mit dem neuen Integrationsrat zu stärken.
Ein Blick auf geschlechtsspezifische Unterschiede in Bezug auf die Teilnahme an Aktionen
zeigt das gewohnte Bild der letzten Jahre: Frauen nahmen wie in den Vorjahren in einer
durchschnittlichen Größenordnung von ca. 60 - 65 % an den diversen Angeboten teil. Ins-
besondere bei den Bildungs- und Beratungsangeboten und den Aktivitäten mit erhöhtem
Eigenengagement (z.B. Mieterrat 1.05, 4.02, 6.02) waren sie überproportional stark vertre-
ten (teilweise 80 - 90 %). Bei den Projekten im Sportbereich und der Integrativen Jugend-
sozialarbeit und der Drogenprävention des Themenfeldes 6 überwogen hingegen männli-
che Teilnehmende mit einem durchschnittlichen Anteil von ca. 80 %. Im Sportbereich hat
sich diese Entwicklung sogar noch verstärkt.
Auch der Blick auf die Altersstruktur ist aufschlussreich. Von Jahr zu Jahr rückt die Bera-
tung älterer Menschen verstärkt in den Fokus (z.B. Schuldnerberatung, 6.01; Konfliktbera-
tung, 4.02). Auch Jugendliche und jüngere Erwachsene suchten 2015 wieder in verstärktem
Maße Unterstützung insbesondere bei Fragen rund um Schule, Ausbildung und Beruf (z.B.
4.02; 6.07). Auf diese altersspezifischen Problemlagen und Nachfrage haben viele Projekte
mit einer verstärkten zielgruppenspezifischen Ansprache und Ausrichtung der Projekte rea-
giert. So wurde z.B. entsprechend die interkulturelle Seniorenarbeit verstetigt und im Rah-
men der interkulturelle Zusammenarbeit insbesondere die Zielgruppen Junge Erwachsene
und die Senioren in den Blick genommen (s.o.). Durch die reaktivierte Cannabissprech-
stunde im Projekt 6.08 konnte vermehrt die Zielgruppe der Jüngeren bis 13 Jahre im Rah-
men der Drogenprävention erreicht werden.
Neben der zielgruppenspezifischen Ansprache sind als weitere erfolgreiche Wege zur
Überwindung vielfach vorhandener Zugangshemmnisse insbesondere zu nennen: nied-
rigschwellige Ansätze wie die Arbeit in Kleingruppen (Projekt 6.01), die Durchführung meh-
rerer kleiner überschaubarer Veranstaltungen sowie der Einsatz fester interkultureller An-
sprechpartnerinnen und Ansprechpartner (4.02, Gebietsmoderation 7.01), so dass vielfach
ein zeitnahes und individuelles Eingehen auf die verschiedenen Anliegen der Bewohnerin-
nen und Bewohner möglich wurde. Weiterhin erweisen sich präventive Ansätze sowie auf-
suchende Angebote als ein erfolgreicher Weg, frühzeitig entsprechende Zielgruppen zu
erreichen. So nahm z.B. im Projekt 5.04 eine Hebamme zwecks Sensibilisierung für The-
men der Gesundheit an Sprachkursen teil. Eltern schätzen es, Fragen zum Thema Ge-
sundheit in den Sprechstunden/Sprachkursen niedrigschwellig stellen zu können und für sie
passende Hilfsangebote vermittelt zu bekommen. Auch bieten Mitarbeiterinnen der Bera-
tungsstelle Frühe Hilfen Hausbesuche an. Dies gilt ebenso für die Schuldner- und die Kon-
fliktberatung. (5.01, 4.02). So werden Personen und Familien mit besonderen Unterstüt-
zungsbedarfen erreicht. Auch im Bereich der Drogenprävention (6.08) findet seit 2015 die
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Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 47
aufsuchende Arbeit einen noch höheren Stellenwert. Bei der mobilen Jugendsozialarbeit
(6.07) wurde das ehemals wöchentliche mobile „Bulli(-beratungs)angebot“ zu weiterführen-
den Beratungen in geschützten Räumlichkeiten unter Berücksichtigung der Privatsphäre
umgewandelt, um einen verbesserten Zugang zur Zielgruppe zu bekommen. Die Kontakt-
aufnahme findet weiterhin im Streetworkbereich statt, doch weiterführende Hilfen können
besser in „ruhigerem“ Umfeld mit entsprechenden Materialien erbracht werden.
Für die nächsten Jahre ist zu erwarten, dass mit dem Zuzug von Flüchtlingen eine neue
Zielgruppe verstärkt in den Fokus rückt und sich mittelfristig quantitativ auf das Tätigkeits-
feld verschiedener Projekte auswirken wird.
Gesamtauswertung der Programmziele
Hinsichtlich der Gesamtauswertung der Zielerreichung ist zu berücksichtigen, dass die Ziele
der einzelnen Themenfelder ausdrücklich nicht nur einem Programmziel zugeordnet wur-
den. Sie wirken in der Regel auf mehrere Programmziele in je unterschiedlicher Weise. Da-
her ist es nicht möglich, die auf Themenfeldebene festgestellten Zielfortschritte ausschließ-
lich dem einen oder anderen Programmziel direkt zuzuordnen. Insgesamt wurden 23 Pro-
jekte in acht Handlungsfeldern durchgeführt, davon
• 14 Projekte, die über das Maßnahmeprogramm finanziert werden bzw. ohne Finanzie-
rungsbedarf sind (Gegenstand der Berichterstattung),
• 7 Projekte, die eine anderweitige Förderung erhalten bzw. Bestandteil der laufenden
Verwaltungsarbeit geworden sind,
• 2 Projekte im Themenfeld „Selbstevaluation“ (Beobachtung Zielerreichung, Erstellung
Kontextdaten).
Unter Bezugnahme auf die insgesamt 14 verstetigten Projekte, die über das Maßnahme-
programm finanziert werden bzw. ohne Finanzierungsbedarf sind, lässt sich hinsichtlich der
Zielerreichung für das Jahr 2015 Folgendes feststellen (vgl. Tabelle und Grafik): von den 38
Projektzielen der Themenfelder 1 - 7 konnten 34 Ziele vollständig erreicht werden, zwei
weitere Ziele sind annähernd erreicht worden und bei weiteren zwei Zielen ist ein erkennba-
rer Zielfortschritt zu verzeichnen (Teilerfolg). In 95 % der Fälle wurden die Ziele damit voll-
ständig bzw. annähernd erreicht (2014 = 93 %, 2013 = 96 %, 2012 = 79 %).
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
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Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 48
Zielerreichung der verstetigten Projekte 2015, die über das Maßnahmeprogramm finanziert werden bzw.
ohne Finanzierungsbedarf sind
Ziel erreicht annähernd
erreicht
Teilerfolg nicht erreicht nicht zu
beurtei-
len
insgesamt
HF 1 „Wohnen“ 2 - - - - 2
HF 2 „Öffentlicher Raum“ 2 - - - - 2
HF 4 „Integration“ 8 1 - - - 8
HF 5 „Bildung“ 3 - - - - 3
HF 6 „Soziale Netze“ 15 1 2 - - 18
HF 7 „Gebietsmoderation“ 4 1 - - - 5
Insgesamt 34 2 2 0 0 38
Als Bilanz des Themenfeldes 8 „Prozessbegleitende Selbstevaluation“ bleibt festzuhalten,
dass die erarbeiteten Projektberichte sowie die Aufbereitung der Kontextindikatoren 2015
wiederum Transparenz über die Durchführung der Projekte geschaffen haben. Damit wird
die Kommunikation der Projektergebnisse erleichtert, deren Legitimation gefördert und
insgesamt die Programsteuerung unterstützt.
Bereits in der Vergangenheit beurteilten das Land NRW und das Institut für Landes- und
Stadtentwicklungsforschung (ILS) das Konzept und die Realisierung der prozessbegleiten-
den Selbstevaluation in Münster ausdrücklich als beispielhaft. Auch in 2015 fand das
Münsteraner Verfahren der Selbstevaluation wieder bundesweites Interesse. So nahmen
auf Einladung der Bundestransferstelle Soziale Stadt Vertreterinnen und Vertreter des So-
90% = 34 Ziele
abs.
5% = 2 Ziele abs. 5% = 2 Ziel abs.
Zielerreichung 2015 der verstetigten Projekte, die über das
Maßnahmeprogramm finanziert werden bzw. ohne Finanzierungsbedarf sind
(14 Projekte von insgesamt 23)
Projektziel erreicht
Projektziel annähernd
erreicht
Teilerfolg
insg. 38 Projektziele
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
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Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 49
zialamtes der Stadt Münster an einem Expertengespräch „Soziale Stadt – Praxisbeispiele
zur Aufgabenerfüllung eines Quartiermanagements“ am 3. Mai 2016 in Berlin teil, um über
das Aufgabenspektrum, das Aufgabenverständnis, die Einbindung in Strukturen, Netzwerke
und langfristige Strategien sowie über Erfolge aber auch Hemmnisse des Quartiersmana-
gements im Rahmen der praktischen Arbeit zu berichten und zu diskutieren. Weiterhin wur-
de ein Vertreter des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung der Stadt
Münster auf Vermittlung der Bundestransferstelle vom Innenministerium des Landes
Schleswig-Holstein eingeladen, um am 09.12.2015 bei einem Netzwerktreffen zu den Er-
fahrungen mit der prozessbegleitenden Selbstevaluation in Münster zu berichten.
12.2 Zielerreichung 2015 unter Berücksichtigung der Programmziele
Im Hinblick auf die Programmziele gemäß der Vorlage V/0927/2006
die Verbesserung der Wohnsituation und Wohnumfeldsituation
die Förderung der Integration unterschiedlicher Gruppen im Wohngebiet
die Stärkung der Bildungschancen für Kinder und Jugendliche.
hat das Maßnahmeprogramm im Jahre 2015 zusammengefasst folgende Zielfortschritte
erreicht:
Verbesserung der Wohnsituation: Auch im Jahre 2015 standen wieder vielfältige ge-
meinsame Aktionen auf der Agenda, die zu einem wachsenden Gemeinschaftsgefühl im
Quartier beitragen. u.a. die Blumenaktion der Wohnungswirtschaft für die Mieterschaft,
Clean Kinderhaus, das Frühlingsfest der AWO, die Mieterfahrt nach Bremen-Tenever,
offenes Treffen zum Gedenken an eine verstorbene Vertrauensmieterin. Mit der Fortfüh-
rung des Neubaus an der Killingstraße durch Sahle mit 81 Wohneinheiten, dem Ab-
schluss der Fassadendämmung der Bestände der WohnSieGer GbR und dem in 2015
begonnen Maßnahmepaket in den Wohnungsbeständen „Sprickmannstraße 31-41“
(Dachdämmung, Erneuerung der Heizungsanlage, Überarbeitung der Fassade und der
Fenster) investierte schwerpunktmäßig die lokal und regional ansässige Wohnungswirt-
schaft in Folge verstärkt in den Wohnungsbestand. Um Fragen rund um den Neubau Kil-
lingstraße (Erstbezug, Wohnungsgrößen, Haushaltsgrößen, Warteliste, Wohnberechti-
gungsscheine, Einkommenshöhe, etc.) zu klären und zu informieren, fand eine öffentli-
che Infoveranstaltung von Sahle Wohnen und dem Amt für Wohnungswesen und Quar-
tiersentwicklung im Bürgerhaus Kinderhaus statt. Einen weiteren Beitrag zu Quartiers-
entwicklung und einem differenzierten Wohnungsangebot im Quartier leisten die Pla-
nungen am Carlo-Schmidt-Weg für den Neubau einer vierzügigen Kindertagesstätte
(Nutzfläche von 700 qm und Außenspielfläche von 1200 qm) durch die Eheleute Sie-
mann als Privatinvestoren. Weiterhin konnte im Rahmen der engen Kooperation aller am
Planungsprozess Beteiligten erreicht werden, dass zwei weitere Geschosse mit 25 öf-
fentlich geförderten, barrierefreien Wohnungen über der Kindertagesstätte bis Frühjahr
2017 errichtet werden. Zudem fand im Rahmen des Themenfeldes 1 eine regelmäßige
Zusammenarbeit zwischen Bewohnerschaft, städtischer Verwaltung und allen Woh-
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 50
nungsunternehmen statt und der Kreis der Vertrauensmieter konnte 2015 in Folge aus-
geweitet werden. Ein Hauptthema der verschiedenen Beratungsangebote und auch Tref-
fen des Mieterrates war, neben der Vorbereitung verschiedener Feste und Aktionen, der
Zustand des Wohnungsbestandes der Gebäude Sprickmannstraße 31 – 41 und die ein-
geleitete Sanierung.
Förderung der Kooperationen zwischen den Akteuren im Stadtteil: In vielen Projek-
ten war eine intensivierte Netzwerkarbeit und die Gewinnung neuer Kooperationspartner
zu verzeichnen. So wurde z.B. im Projekt 4.02 im Jahr 2015 eine enge Zusammenarbeit
mit dem Integrationsrat aufgebaut (Infotreffen, gemeinsamen Veranstaltungen wie Tag
der Migranten, interkulturelle Wochen). Im Bereich der Jugendhilfe (Projekt 6.06, 6.07,
6.08) gab es in 2015 eine enge und deutlich intensivierte Zusammenarbeit von Jobcen-
ter, Jugendgerichtshilfe und Jugendsalon. So wurde u.a. die Zuweisung vom Jobcenter
vermehrt angewendet (§16a – Fälle). Weiterhin zeugt die im Dezember 2015 erfolgte
Bewerbung für den Preis Soziale Stadt 2016 durch die Imagewerkstatt Schleife von En-
gagement, kooperativem Zusammenwirken und Identifikation verschiedener Quartiersak-
teure, auch wenn die qualitätsvolle Bewerbung es letztlich leider nicht auf die Nominie-
rungsliste der 18 vorbildlichen Projekte in sechs Kategorien geschafft hat. Mehrere Pro-
jekte des Maßnahmeprogramms sowie Initiativen aus dem Programmgebiet (Atrium e.V.,
Begegnungszentrum Kinderhaus e.V., Imagewerkstatt Schleife, Projekt „Sport gegen
Gewalt“, Projekt „Grünschleife“) haben sich bei der Aktion GUTES MORGEN Münster
beworben und sind als „Gutes Beispiel“ dabei. Dabei gehört das Begegnungszentrum
Kinderhaus e.V. zu den 27 beispielhaften Projekten, die am 29. November 2015 im
Rahmen einer Veranstaltung ausgezeichnet wurden und die Jury (Prof. Klaus Selle,
Prof. Dagmar Schipanski, Prof. Kaspar König, Frauke Burgdorf) durch ihre zukunftswei-
sende Idee, ihr Engagement oder Kreativität dabei besonders beeindruckt haben. Insge-
samt fanden durch den Ausbau der Vernetzungsarbeit zwischen Mieterschaft und örtli-
chen Institutionen im Quartier in 2015 vielfältige gemeinsame Aktionen und Veranstal-
tungen mit dem Ziel des persönlichen Austausches und Kennenlernens statt.
Stärkung der Bildungschancen für Kinder und Jugendliche:
Um einen verbesserten Zugang zur Zielgruppe der Jugendlichen zu bekommen, schlug
man im Bereich der mobilen Jugendarbeit in 2015 neben bewährten Konzepten auch
neue Wege ein (weiterführende Beratungen in geschützten Räumlichkeiten, siehe auch
Punkt 12.1). Durch die enge Zusammenarbeit von Jobcenter, Jugendgerichtshilfe und
Jugendsalon konnte „schwierigen“ Jugendlichen vermehrt geholfen werden. Ältere Ju-
gendliche, die nach der Schulzeit keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, konnten so
in Beschäftigungsverhältnisse vermittelt werden, was nur durch die Kooperation möglich
war. Häufiger benötigten Jugendliche kurzfristige und schnelle Hilfe z.B. bei Schulan-
meldung, Bewerbungsschreiben. Hier konnte zu verschiedenen Zuständigkeiten (KAI
e.V., Berufsberatung Wuddi etc.) weitervermittelt werden. Vor allem die Angebote der
verweisenden Hilfe wurden angenommen. Durch die Maßnahmen der Einzelnachhilfe
und die Sprachkurse für Erwachsene im Projekt 5.01 konnte ein Beitrag zur Erhöhung
der Chancengleichheit bei den Kindern und Jugendlichen sowie der Bildungsbeteiligung
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
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Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 51
bei den Familien geleistet werden. Es gab 2015 kaum unentschuldigte Fehlzeiten, Ab-
sprachen zwischen Lehrern und Schülern wurden getroffen und eingehalten. Insgesamt
konnten 96 % der Schüler/innen ihre Noten verbessern oder stabilisieren. Allerdings
stieg der Betreuungsaufwand für die Kinder und Jugendlichen im Nachhilfeprojekt an, da
diese vermehrt aus „Multi-Problem-Familien“ kommen.
Förderung der Integration unterschiedlicher Gruppen im Wohngebiet als Que r-
schnittsziel für fast alle Projektaktivitäten:
Um unterschiedliche Nationalitäten zusammen zu führen und das soziale Miteinander zu
fördern, gab es i n 2015 es ein erweitertes Sportangebot für Kinder und Jugendliche. In
Kooperation mit dem Jugendsalon und Westfalia Kinderhaus fand in den Sommermon a-
ten ein Fußball - und Basketballangebot auf dem neuangelegte m Multifunktionsplatz
statt. Leider gelang es nicht, dass die Kinder und Jugendlichen regelmäßig am Verein s-
sport teilnehmen. Diese Jugendlichen kehren oftmals zu den offenen Sportangeboten
des Wuddi zurück, die durchgängig gut und regelmäßig frequentiert w urden. Neuzuge-
zogene Jugendliche (hohe Fluktuation im Bereich der Schleife) konnten an pädagog i-
sche Angebote herangeführt bzw. an diese angebunden werden . Wiederum in Folge
stieg die Zahl der sich aktiv engagierenden Personen mit Migrationsvorgeschichte an.
So waren 2015 noch mehr Personen z.B. im AK Vertrauensmieter (Projekt 1.05) sowie in
interkulturellen Initiativen (4.02) aktiv. Auch gelang es mittlerweile im Projekt 2.02 „Grün-
schleife“ eine Gruppe zwischen vier und sechs Personen zu etablieren, die unter der An-
leitung von Frank Blümer die Blumen - und Gemüsebeete sowie den Gemüsegarten im
gesamten Jahr täglich pflegt . Auch fand im J ahr 2015 wieder die Gemeinschaftsaktion
Clean Kinderhaus statt. Über 100 freiwillige Helfer, darunter auch Flüchtlinge, bewirkten
gemeinsam etwas für ihren Stadtteil , was das Gemeinschaftsgefühl der Kinderhauser
Menschen förderte. Die bereits im Vorjahr f eststellbare erhöhte Aktivität und Mobilität
auch außerhalb gewohnter räumlicher Strukturen zeigt sich auch in 2015, ebenso die die
fortschreitende Öffnung des Quartiers „ nach außen“ (z.B. Essensangebote im Atrium
(6.02), Informations- und Bildungsveranstaltungen wie z.B. ein Bildungswochenende in
Arnsberg, Fahrten und Ausflüge z.B. nach Köln, Osnabrück, Bremen ). Insgesamt wurde
durch vielfältige Aktionen und Feste Einblicke in andere Kulturen und Gebräuche gege-
ben. Eine weitere für die Integration wesentliche Voraussetzung ist das Erlernen der
deutschen Sprache. Hier hatten die Sprachkurse für Erwachsen e wiederum eine unge-
brochen hohe Nachfrage. Zudem gibt es durchgehend eine hohe Anzahl an Interessie r-
ten auf den Wartelisten sowohl für die Deutsch -Sprachkurse als auch für die Einze l-
nachhilfe. Die zunehmende Inanspruchnahme von Beratungs - und Bildungsangeboten
verweist ebenso auf eine insgesamt gestiegene Eigeninitiative und das Bemühen vieler,
die persönliche Lebenssituation zu verbessern.
Aktionen werden zunehmend selbständig geplant und mit finanzieller Unterstützung
durch die Gebietsmoderation durchgeführt (Projekt 7.03). W ünschenswert wäre es j e-
doch, wenn die Initiative zu Unternehmungen/Aktionen von mehr Gruppen als bisher
ausgehen würde. Bei entsprechend vorliegenden Anfragen wäre die Mittelvergabe ideal-
erweise -„breiter“- zu streuen gewesen. Insgesamt ist die Nachfrage nach Mitteln aus
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
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Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 52
dem Quartiersfonds als wichtiges Mittel zur Förderung der Nachbarschaftsstärkung wie-
derum angestiegen, doch die zur Verfügung stehenden Mittel werden nach wie vor nicht
voll ausgeschöpft. Auch im Projekt 1.05 wurde die Erfahrung gemacht, dass neben den
vielen engagierten Vertrauensmietern ein großer Teil der Mieterschaft dennoch wenig
präsent ist und seinen Einfluss auf die verschiedenen Prozesse und die Teilnahme an
den zahlreichen Veranstaltungen im Quartier noch intensivieren könnte. Deshalb ist es in
2016 verstärktes Ziel, die Nachbarschaften noch weiter zu stärken und sie auch zum
„Mitmachen“ aufzufordern.
Fazit
Bezogen auf die Wohnsituation ist festzuhalten, dass 2015 insgesamt unter dem Aspekt der
Verbesserung der Wohn- und Gebäudequalität das erfolgreichste Jahr seit Beginn des
Bund-Länder-Programms Soziale Stadt in 2007 war. Neben den getätigten Investitionen
insbesondere der lokal und regional ansässigen Wohnungswirtschaft in die energetische
Gebäudesanierung führt der Neubau von 81 barrierefreien Seniorenwohnungen zu einer
Auflockerung der baulichen Strukturen und einer kontinuierlichen Verbesserung der Aufent-
haltsqualität.
Durch viele ehren- und nebenamtliche Helferinnen und Helfer, durch die Arbeit der AWM,
das Bewohnerprojekt Grünschleife (2.02), das Projekt Wertstoffe/Sperrgut (3.01) und die
stadtteilweite Aktion Clean Kinderhaus ist Kinderhaus-Brüningheide ein deutlich saubereres
Wohngebiet geworden.
Im Programmverlauf verbesserten sich auch das soziale Miteinander und die Integration
innerhalb des Quartiers von Jahr zu Jahr kontinuierlich, getragen durch die engagierte Ar-
beit der unterschiedlichen Akteure vor Ort. Die Einschätzung, dass das Klima insgesamt
friedfertiger geworden ist, wird auch in 2015 aus mehreren Projekten übermittelt (u.a. Pro-
jekte 4.02, 6.04, 6.06). Positiv ist auch zu werten, dass es im Stadtteil in Bezug auf die In-
anspruchnahme der Konfliktmoderation ruhiger geworden ist.
Doch trotz dieser vielen nachhaltigen Erfolge bestehen nach wie vor erhebliche Handlungs-
bedarfe zur Stabilisierung des Wohngebiets und zur Verbesserung der Lebensqualität sei-
ner Bewohnerschaft, insbesondere der dort lebenden Kinder und Jugendlichen. Dies wird
auch eindrücklich durch die Kontextdaten untermauert (vgl. auch Anlage 3, lfd. Nr. 37- 43
sowie 22 - 28 des Kontextdatenmonitors). Nach wie vor erweist sich die im gesamtstädti-
schen Vergleich hohe Fluktuation im Wohngebiet seit Projektbeginn an als erschwerende
Rahmenbedingung für einige Projekte. Es wird immer wieder eine erneute Annäherung an
bestimmte Zielgruppen notwendig, worunter die Kontinuität der Projektarbeit leiden kann
und der Ressourceneinsatz aufwändig ist. Auch eine in 2015 zu verzeichnende Zunahme
von „Multi-Problem-Familien“ bedeutet in einigen Projekten einen spürbar höheren Betreu-
ungsaufwand, insbesondere bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen aus diesen
mehrfach belasteten Elternhäusern.
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 53
Eine zentrale Herausforderung für die weitere Verstetigung ist es insbesondere, stabile Be-
wohnerstrukturen zu schaffen und die aktive Mitarbeit der Bewohnerinnen und Bewohner
und den Ausbau der Verstetigung von Angeboten zu unterstützen. Das Eigenengagement
ist hier deutlich wachsend, bedarf aber in vielen Fällen noch der begleitenden Anleitung und
Anstoßfunktion (u.a.1.05, 2.02, 6.02, 7.2). Die Arbeit aller beteiligten Projektakteurinnen
und -akteure ist weiterhin fortzuführen, um den nach wie vor vorhandenen aufgeführten
Problemlagen zu begegnen.
12.3 Ausblick auf das „Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-
Brüningheide“ 2016 (Verstetigungsphase II)
Im Hinblick auf die Fortführung seiner Programmziele im Jahre 2016 lässt sich festhalten,
dass sich die im Vorjahr gesetzten Ziele als sinnvoll und notwendig erwiesen haben und im
Wesentlichen nur Akzentverschiebungen angedacht sind. So können in 2016 insgesamt
alle 23 Projekte des Programms aus dem Jahr 2015 auch im sechsten Jahr der Versteti-
gung ohne wesentlichen Substanzverlust mit unterschiedlichen finanziellen Dotierungen
und zum Teil auch aus Mitteln außerhalb des Verstetigungsbudgets fortgesetzt werden.
Einen Überblick über die Projektstandorte des Verstetigungsjahres 2016 gibt Anlage 2, An-
hang 1 zur Vorlage V/0882/2016.
Mit der Aufgabe des seit über 100 Jahren bestehenden Gärtnereibetriebes Moldrickx zum
Ende des Jahres 2016 und dem Verkauf eines großen Teils des Moldrickx-Grundstücks an
die Stadt Münster wird sich Kinderhaus (erneut) verändern. Mitten im Zentrum von Kinder-
haus und in unmittelbarer Nähe zur Brüningheide bieten sich neue Entwicklungschancen.
Am 15. Februar 2017 wird das Grundstück der Stadt übergeben. Für das 3. Quartal 2016 ist
die Durchführung eines städtebaulichen Realisierungswettbewerbs vorgesehen. Auf dem
3,7 ha großen Grundstück (exkl. Waldfläche) soll vorrangig Wohnraum mit ergänzenden
Nutzungen geschaffen werden. Es soll ein energetisch optimiertes vielfältiges urbanes
Wohnquartier nach den Kriterien der sozialgerechten Bodennutzung mit frei finanzierten
und geförderten Wohnungen entstehen.
Eine weitere Herausforderung für die Integrationsarbeit der kommenden Jahre ist durch den
Zuzug von Flüchtlingen als neue Zielgruppe zu erwarten. Mittelfristig wird sich dies quanti-
tativ auf das Tätigkeitsfeld verschiedener Projekte auswirken.
In Kontinuität der bisherigen Vorgehensweise wird die Verwaltung auch in Zukunft dem Rat
jährliche Berichte über Umsetzung und Ergebnisse der Maßnahmen sowie über die Ent-
wicklung der Rahmenbedingungen zur Verfügung stellen, die zuvor der Bezirksvertretung
Münster-Nord, den zuständigen Fachausschüssen und Gremien des Rates einschließlich
des Integrationsrates vorgelegt werden.
Jahresbericht 2015 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 54
13 Anhang
Anhang 1: Karte „Projektstandorte Kinderhaus Brüningheide - Verstetigungskonzept I /
2015/2016“
Darüber hinaus ist die Anlage 3 zur Vorlage V/0882/2016 „Kontextdatenmonitor 2015“
Bestandteil des Berichts (inklusive Grafiken zur Entwicklung ausgewählter Kontextdaten
der Stadtteilentwicklung)
Anlage 2
Anhang 1 zur Vorlage V/0882/2016
Anlage 3 zur Vorlage V/0882/2016
Verstetigungsphase
„Soziale Stadt“ – Kinderhaus-Brüningheide
Handlungsfeld: Prozessbegleitende Selbstevaluation
Kontextdatenmonitor 2015
(Stadtzelle 631)
Bearbeitung: 61-1-1, Stand: Juli 2016
lfd.
Nr. Übersicht Indikatoren
Bevölkerungszusammensetzung
1 wohnberechtigte Bevölkerung
2 wohnberechtigte Bevölkerung unter 6 Jahren
3 wohnberechtigte Bevölkerung 14 bis unter 18 Jahren
4 wohnberechtigte Bevölkerung unter 18 Jahren
5 wohnberechtigte Bevölkerung 18 bis unter 25 Jahren
6 wohnberechtigte Bevölkerung 65 Jahre und älter
7 Jugendquotient
8 Altenquotient
9 Personen mit Migrationsvorgeschichte
10 Personen mit Migrationsvorgeschichte unter 6 Jahren
11 Personen mit Migrationsvorgeschichte 14 bis unter 18 Jahren
12 Personen mit Migrationsvorgeschichte unter 18 Jahren
13 Personen mit Migrationsvorgeschichte 65 Jahre und älter
14 Wohnbevölkerung ohne deutsche Staatsangehörigkeit
15 Größte Gruppe ohne deutsche Staatsangehörigkeit/Herkunftsland
16 Zweitgrößte Gruppe ohne deutsche Staatsangehörigkeit/Herkunftsland
17 Drittgrößte Gruppe ohne deutsche Staatsangehörigkeit/Herkunftsland
18 Anzahl Nationalitäten
19 Einwohnerdichte
Bevölkerungsentwicklung/-fluktuation
20 Geburten
21 Sterbefälle
22 Umzüge im Quartier
23 Zuzüge aus anderen Stadtzellen von MS
24 Zuzüge von außerhalb
25 Fortzüge in andere Stadtzelle von MS
26 Fortzüge außerhalb MS
27 Saldo der Zu- u. Fortgezogenen (Programmgebiet)
28 Wanderungsvolumen
29 Wohndauer
Haushalte
30 Haushalte mit 5 und mehr Personen
31 Haushalte mit Kindern
32 Paare mit 3 und mehr Kindern
33 Alleinerziehende ("Ein-Eltern-Familie")
Wohnen
34 Belegungsdichte
35 Sozialwohnungen
36 Leerstand im Mietwohnungsbestand der Wohnungsunternehmen in Kinderhaus-Brüningheide
(überwiegend öffentlich gefördert)
Transferleistungen u. Arbeitsmarkt
37 Arbeitslose (SGB II und III)
38 Nichtdeutsche Arbeitslose (SGB II und III)
39 Langzeitarbeitslose (SGB II und III)
40 Arbeitslose 15 -u. 20 Jahre (Jugendarbeitslosigkeit) (SGB II und III)
41 Hilfebedürftige mit Bezug von Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGBII): "Hartz IV"
42a Nichtdeutsche Hilfebedürftige mit Bezug von Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende
(SGBII): "Hartz IV"
42b
Nichtdeutsche erwerbsfähige Hilfebedürftige mit Bezug von Leistungen der Grundsicherung für
Arbeitssuchende (SGBII): "Hartz IV"
43 Soziale Leistungen zur Existenzsicherung (Grundsicherung SGB II, Grundsicherung im
Alter/Erwerbsminderung, Hilfen z. Lebensunterhalt, Leistungen Asylbewerberleistungsgesetz)
Bildung und Betreuung
44 Schulübergangsquote Grundschule - Hauptschule
45 Schulübergangsquote Grundschule - Realschule
46 Schulübergangsquote Grundschule - Gymnasium
47 Schulübergangsquote Grundschule - Gesamtschule
48 Versorgungsquoten Kinderbetreuungsangebote 0 - unter 3 Jahre und 3 - unter 6 Jahre
Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2015
(Stadtzelle 631)
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2015
lfd.
Nr. Übersicht Indikatoren
Gesundheit
49 Übergewicht / Adipositasquote bei Kindern
Bürgerbeteiligung / politische Partizipation
50 Wahlbeteiligung bei kommunalen Abstimmungen
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2015
Indikatoren absolut relativ / Bezugsgröße
Bevölkerungszusammensetzung
wohnberechtigte Bevölkerung (WBV) 2655 davon
1312 weiblich
1343 männlich
49,4 weiblich
50,6 männlich / in % WBV
wohnberechtigte Bevölkerung unter 6 Jahren 246
114 weiblich
132 männlich
9,3 / in % WBV
wohnberechtigte Bevölkerung unter 18 Jahren 789
375 weiblich
414 männlich
29,7 / in % WBV
wohnberechtigte Bevölkerung 65 Jahre u. älter 201
110 weiblich
91 männlich
7,6 / in % WBV
Personen mit Migrationsvorgeschichte 1834
915 weiblich
919 männlich
69,1 / in % WBV
Wohnbevölkerung ohne deutsche
Staatsangehörigkeit (Nichtdeutsche)
869
433 weiblich
436 männlich
32,7 / in % WBV
Anzahl Nationalitäten 64
Bevölkerungsentwicklung/-fluktuation
Geburten 45 16,9 / je 1000 EW
Sterbefälle 14 5,3 / je 1000 EW
Umzüge im Quartier 61 2,3 / in % WBV
Zuzüge aus anderen Stadtzellen von MS 201 7,6 / in % WBV
Zuzüge von außerhalb MS 247 9,3 / in % WBV
Fortzüge in andere Stadtzellen von MS 362 13,6 / in % WBV
Fortzüge nach außerhalb MS 220 8,3 / in % WBV
Saldo der Zu- u. Fortgezogenen (Programmgebiet /
Quartier)
-134 - 5,0 / in % WBV
Wanderungsvolumen 1091 41,1 / Summe der Zu, Fort- u.
Umzüge in % der WBV
Wohndauer 8,1 / Jahre durchschnittliche
Wohndauer
Haushalte
Haushalte mit Kindern
362 35,4 / Haushalte mit Kindern
< 18 J. in % aller Haushalte
Paare mit 3 und mehr Kindern 95 37,0 / in % der Paare mit
Kindern
Wohnen
Sozialwohnungen 225
Transferleistungen u. Arbeitsmarkt
Arbeitslose (SGB II und III) 243
124 weiblich
119 männlich
14,7 / in % der HW
Bevölkerung 18 - u. 65 J.
Nichtdeutsche Arbeitslose (SGB II und III)
100
16,2 / in % der nicht-
deutschen HW Bevölkerung
18-u. 65 J.
Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2015 (Stadtzelle 631)
Die Kontextdaten verdeutlichen die Rahmenbedingungen, unter denen die
Stadtteilentwicklung bzw. die Projekte der "Sozialen Stadt" ablaufen. Der
Kontextdatenmonitor dient der Schaffung von Transparenz der sozialen und räumlichen
Struktur und gibt als Teil der prozessbegleitenden Evaluation Orientierung für die an der
Programmdurchführung der "Sozialen Stadt" Beteiligten. Er ist keine Wirkungsanalyse
der "Sozialen Stadt".
Ausgewählte Daten in der Übersicht (31.12.2015)
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2015
Indikatoren absolut relativ / Bezugsgröße
Hilfebedürftige mit Bezug von Leistungen der
Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGBII): "Hartz
IV"
1105
45,2 / in % der HW-
Bevölkerung < 65 J.
Gesundheit
Übergewicht / Adipositasquote bei Kindern 10,2 (Übergewicht),
12,5 (Adipositas) / in % der
untersuchten Kinder der
Schuleingangsuntersuchung
Bürgerbeteiligung / politische Partizipation
Wahlbeteiligung bei kommunalen Abstimmungen
(Kommunalwahl 2014) 408
21,9 / in % aller Wahl-
berechtigten des Stimm-
bezirks ohne Briefwähler
Hinweis: Die Daten werden fortlaufend zum 31.12. eines Jahres aktualisiert. Eine erweiterte Darstellung der
Daten nach Geschlecht wird unter Berücksichtigung datenschutzrechtlicher Aspekte angestrebt.
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2015
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Bevölkerungszusammen-
setzung
1
wohnberechtigte Bevölkerung
(WBV) 2655
davon
1312 weiblich
1343 männlich
49,4 weiblich
50,6 männlich
/ in % WBV
WBV= wohnberechtigte
Bevölkerung: alle Per-
sonen, die in MS eine
Wohnung haben, unab-
hängig davon, ob es sich
um eine Haupt- o.
Nebenwohnung handelt
52,1 weiblich
47,9 männlich
/ in % WBV
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
2
wohnberechtigte Bevölkerung
unter 6 Jahren 246
davon
114 weiblich
(=46,3 %)
132 männlich
(= 53,7%)
9,3 / in % WBV
WBV= wohnberechtigte
Bevölkerung: alle Per-
sonen, die in MS eine
Wohnung haben, unab-
hängig davon, ob es sich
um eine Haupt- o.
Nebenwohnung handelt
5,3 / in % WBV
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
3
wohnberechtigte Bevölkerung
14 bis unter 18 Jahren 184
davon
78 weiblich
(= 42,4 %)
106 männlich
(= 57,6 %)
6,9 / in % WBV
WBV= wohnberechtigte
Bevölkerung: alle Per-
sonen, die in MS eine
Wohnung haben, unab-
hängig davon, ob es sich
um eine Haupt- o.
Nebenwohnung handelt
3,4 / in % WBV
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
4
wohnberechtigte Bevölkerung
unter 18 Jahren 789
davon
375 weiblich
(= 47,5 %)
414 männlich
(= 52,5 %)
29,7 / in % WBV
WBV= wohnberechtigte
Bevölkerung: alle Per-
sonen, die in MS eine
Wohnung haben, unab-
hängig davon, ob es sich
um eine Haupt- o.
Nebenwohnung handelt
15,1 / in % WBV
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2015 (31.12.2015, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2015
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2015 (31.12.2015, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
5
wohnberechtigte Bevölkerung
18 bis unter 25 Jahre 380
davon
169 weiblich
(= 44,5 %)
2011 männlich
(= 55,5 %)
14,3 / in % WBV
WBV= wohnberechtigte
Bevölkerung: alle Per-
sonen, die in MS eine
Wohnung haben, unab-
hängig davon, ob es sich
um eine Haupt- o.
Nebenwohnung handelt
12,4 / in % WBV
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
6
wohnberechtigte Bevölkerung
65 Jahre und älter 201
davon
110 weiblich
(= 54,7 %)
91 männlich
(= 45,3 %)
7,6/ in % WBV
WBV= wohnberechtigte
Bevölkerung: alle Per-
sonen, die in MS eine
Wohnung haben, unab-
hängig davon, ob es sich
um eine Haupt- o.
Nebenwohnung handelt
16,9 / in % WBV
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
7
Jugendquotient 47,4 / in %,
Personen bis < 18
J. bezogen auf 100
Pers. von 18 bis <
65 J.
Anteil der unter 18-
Jährigen an den 18- bis
unter 65-Jährigen
22,3 / in %,
Personen bis < 18 J.
bezogen auf 100
Pers. von 18 bis < 65
J.
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
8
Altenquotient 12,1 / in %,
Personen 65 J. u.
ä. bezogen auf 100
Pers. 18 bis < 65 J.
Anteil der 65-Jährigen
und Älteren an den 18-
bis unter 65-Jährigen
24,9 / in %,
Personen 65 J. und
älter bezogen auf 100
Pers. 18 bis < 65 J.
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2015
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2015 (31.12.2015, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
9
Personen mit
Migrationsvorgeschichte
1834
davon
915 weiblich
(= 49,9 %)
919 männlich
(= 50,1 %)
69,1 / in % WBV
mit persönlicher Migra-
tionsvorgeschichte =
Ausländer, Heimatver-
triebene, Spätaus-
siedler / Aussiedler,
weitere Eingebürgerte
sowie Kinder ohne
persönliche, aber mit
vererbter Migrations-
vorgeschichte
22,6 / in % WBV
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
10
Personen mit
Migrationsvorgeschichte unter 6
Jahren 187
davon
88 weiblich
(= 47,1 %)
99 männlich
(= 52,9 %)
76,0 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung
gleichen Alters
mit persönlicher Migra-
tionsvorgeschichte =
Ausländer, Heimatver-
triebene, Spätaus-
siedler / Aussiedler,
weitere Eingebürgerte
sowie Kinder ohne
persönliche, aber mit
vererbter Migrations-
vorgeschichte
39,7 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung gleichen
Alters
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
11
Personen mit
Migrationsvorgeschichte 14 bis
unter 18 Jahren 147
davon
65 weiblich
(= 44,2 %)
82 männlich
(= 55,8 %)
79,9 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung
gleichen Alters
mit persönlicher Migra-
tionsvorgeschichte =
Ausländer, Heimatver-
triebene, Spätaus-
siedler / Aussiedler,
weitere Eingebürgerte
sowie Kinder ohne
persönliche, aber mit
vererbter Migrations-
vorgeschichte
32,4 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung gleichen
Alters
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2015
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2015 (31.12.2015, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
12
Personen mit
Migrationsvorgeschichte unter
18 Jahren 602
davon
286 weiblich
(= 47,5 %)
316 männlich
(= 52,5 %)
76,3 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung
gleichen Alters
mit persönlicher Migra-
tionsvorgeschichte =
Ausländer, Heimatver-
triebene, Spätaus-
siedler / Aussiedler,
weitere Eingebürgerte
sowie Kinder ohne
persönliche, aber mit
vererbter Migrations-
vorgeschichte
37,6 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung gleichen
Alters
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
13
Personen mit
Migrationsvorgeschichte 65
Jahre und älter 125
davon
68 weiblich
(= 54,4 %)
57 männlich
(= 45,6 %)
62,2 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung
gleichen Alters
mit persönlicher Migra-
tionsvorgeschichte =
Ausländer, Heimatver-
triebene, Spätaus-
siedler / Aussiedler,
weitere Eingebürgerte
sowie Kinder ohne
persönliche, aber mit
vererbter Migrations-
vorgeschichte
18,8 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung gleichen
Alters
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
14
Wohnbevölkerung ohne
deutsche Staatsangehörigkeit
(Nichtdeutsche)
869
davon
433 weiblich
(= 49,8 %)
436 männlich
(= 50,2 %)
32,7 / in % WBV
Personen mit auslän-
discher Staatsangehör-
igkeit
9,7 / in % WBV
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2015
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2015 (31.12.2015, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
15
Größte Gruppe ohne deutsche
Staatsangehörigkeit/Herkunfts-
land
Polen:
171
davon
94 weiblich
(= 55,0 %)
77 männlich
(= 45,0 %)
6,4 / in % WBV
Personen mit polnischer
Staatsangehörigkeit
Polen: 0,7 / in %
WBV
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
16
Zweitgrößte Gruppe ohne
deutsche Staatsange-
hörigkeit/Herkunftsland Serbien:
124
davon
52 weiblich
(= 41,9 %)
72 männlich
(= 58,1 %)
4,7 / in % WBV
Im Melderegister gab es
zum Stichtag 31. 12.
2015 verschiedene
Staatsangehörigkeiten
aus dem ehemaligen
Jugoslawien, durch Um-
kodierungen im Melde-
register sind Jahres-
vergleiche nur bedingt
möglich
Serbien: 0,6 / in %
WBV
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
17
Drittgrößte Gruppe ohne
deutsche Staatsange-
hörigkeit/Herkunftsland
Türkei:
113
davon
56 weiblich
(= 49,6 %)
57 männlich
(= 50,4 %)
4,3 / in % WBV
Personen mit türkischer
Staatsangehörigkeit
Türkei: 0,6 / in %
WBV
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
18
Anzahl Nationalitäten
64
Angabe beinhaltet auch
die deutsche Nationa-
lität
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2015
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2015 (31.12.2015, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
19
Einwohnerdichte
171 / EW je ha
Einwohner auf 1 Hektar
10 / EW je ha
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
Bevölkerungsentwicklung/-
fluktuation
20
Geburten 45
davon
17 weiblich
(= 37,8 %)
28 männlich
(= 62,2 %)
16,9 / je 1000 EW
WBV
rohe Geburtenziffer
10,2 / je 1000 EW
WBV
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
21
Sterbefälle 14
davon
6 weiblich
(= 42,9 %)
8 männlich
(= 57,1 %)
5,3/ je 1000 EW
WBV
rohe Sterbeziffer
8,8 / je 1000 EW
WBV
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
22
Umzüge im Quartier
61 2,3 / in % WBV
ohne Umzüge innerhalb
eines Hauses, ohne
"Abmeldungen von Amts
wegen", inklusive
unterjähriger Mehrfach-
umzüge
8,7 / in % WBV
(Umzüge MS gesamt)
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
23
Zuzüge aus anderen Stadtzellen
von Münster 201 7,6 / in % WBV
inklusive unterjähriger
Mehrfachumzüge
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
24
Zuzüge von außerhalb Münsters
247 9,3 / in % WBV
inklusive unterjähriger
Mehrfachumzüge 7,9 / in % WBV
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2015
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2015 (31.12.2015, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
25
Fortzüge in andere Stadtzellen
von Münster 362 13,6 / in % WBV
ohne "Abmeldungen von
Amts wegen", inklusive
unterjähriger Mehrfach-
umzüge
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
26
Fortzüge nach außerhalb
Münsters 220 8,3 / in % WBV
ohne "Abmeldungen von
Amts wegen", inklusive
unterjähriger Mehrfach-
umzüge
6,2 / in % WBV
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
27
Saldo der Zu- u. Fortge-
zogenen -134
-5,0
(Quartiersgrenze) /
in % WBV
ohne "Abmeldungen von
Amts wegen", inklusive
unterjähriger Mehrfach-
umzüge
+1,6 (Stadtgrenze) /
in % WBV
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
28
Wanderungsvolumen
1091
41,1 / Summe der
Zu-, Fort- u.
Umzüge in % der
WBV
Wanderungsvolumen =
Gesamtmobilität; ohne
"Abmeldungen von Amts
wegen", inklusive
unterjähriger Mehrfach-
umzüge
22,8 / Summe der
Zu-, Fort- u. Umzüge
in % der WBV
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
29
Wohndauer
8,1 Jahre / durch-
schnittliche Wohn-
dauer
Wohndauer von
Personen im Alter von
18 und mehr Jahren an
der Adresse
12,9 Jahre / durch-
schnittliche Wohn-
dauer
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2015
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2015 (31.12.2015, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
Haushalte
30
Haushalte mit 5 und mehr
Personen
152 14,9 / in % aller
Haushalte
Haushalt: Einzelperson
o. Personengruppe, die
allein o. gemeinsam
wohnt u. wirtschaftet
(Finanzierung Lebens-
unterhalt); basierend
auf neuer Haushalte-
generierung, daher
eingeschränkte Ver-
gleichbarkeit mit Daten
aus Vorjahren
3,1 / in % aller
Haushalte
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
31
Haushalte mit Kindern
362
35,4 / Haushalte
mit Kindern < 18 J.
in % aller Haus-
halte
Haushalt: Einzelperson
o. Personengruppe, die
allein o. gemeinsam
wohnt u. wirtschaftet
(Finanzierung Lebens-
unterhalt); basierend
auf neuer Haushalte-
generierung, daher
eingeschränkte Ver-
gleichbarkeit mit Daten
aus Vorjahren
16,3 / Haushalte mit
Kindern < 18 J. in %
aller Haushalte
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
32
Paare mit 3 und mehr Kindern
95 37,0 / in % der
Paare mit Kindern
basierend auf neuer
Haushaltegenerierung,
daher eingeschränkte
Vergleichbarkeit mit
Daten aus Vorjahren
14,3 / in % der Paare
mit Kindern
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2015
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2015 (31.12.2015, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
33
Alleinerziehende ("Ein-Eltern-
Familie")
105
29,0 / in % der
Haushalte mit
Kindern < 18 J.
basierend auf neuer
Haushaltegenerierung,
daher eingeschränkte
Vergleichbarkeit mit
Daten aus Vorjahren
21,4 / in % der
Haushalte mit
Kindern < 18 J.
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
Wohnen
34
Belegungsdichte _ / Personen je
Wohnung
Die Anzahl der
Wohnungen wird seit
2012 nicht mehr
ausgewiesen
_ / Personen je
Wohnung
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
35
Sozialwohnungen
225 _ / in % aller
Wohnungen
Die Anzahl der
Wohnungen wird seit
2012 nicht mehr
ausgewiesen
_ / in % aller
Wohnungen
Amt für Wohnungswesen
und Quartiersentwicklung
36
Leerstand im
Mietwohnungsbestand der
Wohnungsunternehmen in
Kinderhaus-Brüningheide
(überwiegend öffentlich
gefördert)
1,7 / in % an allen
Wohnungen;
im Einzelnen: BGP
2,9 %, Wohn +
Stadtbau 0,0 %,
Sahle Wohnen 0,0
%, WohnSieGer 0,0
%
Leerstand = länger als 3
Monate leerstehend
Amt für Wohnungswesen
und Quartiersentwicklung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2015
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2015 (31.12.2015, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
Transferleistungen u.
Arbeitsmarkt
37
Arbeitslose (SGB II und III)
243
davon
124 weiblich
(= 51,0 %)
119 männlich
(= 49,0 %)
14,7 / in % der
HW Bevölkerung 18
- u. 65 J.
HW-Bevölkerung = Be-
völkerung am Ort der
Hauptwohnung; die hier
berechnete Arbeitslosen-
rate ermöglicht
Vergleiche mit
Veröffentlichungen des
Städtenetzwerkes
"Soziale Stadt NRW" und
ist mit der offiziellen
Arbeitslosenquote
(Anteil der bei der
Agentur für Arbeit
gemeldeten Arbeitslosen
an den Erwerbs-
personen) nicht
vergleichbar; Stichtag:
15.12.2015
4,4 / in % der
Bevölkerung 18 - u.
65 J.
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2015
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2015 (31.12.2015, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
38
Nichtdeutsche Arbeitslose (SGB
II und III)
100
16,2 / in % der
nicht-deutschen
HW Bevölkerung
18-u. 65 J.
Hinweis: Erfasst sind
alle Personen, die eine
ausländische 1. Staats-
angehörigkeit haben,
staatenlos sind oder
deren Staatsange-
hörigkeit ungeklärt ist;
HW-Bevölkerung = Be-
völkerung am Ort der
Hauptwohnung; die hier
berechnete Arbeitslosen-
rate ist mit der offizi-
ellen Arbeitslosenquote
(Anteil der bei der Agen-
tur für Arbeit gemel-
deten Arbeitslosen an
den Erwerbspersonen)
nicht vergleichbar;
Stichtag: 15.12.2015
8,6 / in % der nicht-
deutschen Bevölker-
ung 18-u. 65 J.
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
39
Langzeitarbeitslose (SGB II und
III)
103 42,4 / in % aller
Arbeitslosen
Langzeitarbeitslose =
Personen, die ein Jahr
und länger als arbeitslos
gemeldet sind; Stichtag:
15.12.2015
42,5 / in % aller
Arbeitslosen
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2015
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2015 (31.12.2015, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
40
Arbeitslose 15 -u. 20 Jahre
(Jugendarbeitslosigkeit) (SGB II
und III)
5
2,1 / in % der
gleichaltrigen HW-
Bevölkerung
HW-Bevölkerung = Be-
völkerung am Ort der
Hauptwohnung; die hier
berechnete Arbeits-
losenrate ist mit der
offiziellen Arbeitslosen-
quote (Anteil der bei der
Agentur für Arbeit
gemeldeten Arbeits-
losen an den Erwerbs-
personen) nicht ver-
gleichbar; Stichtag:
15.12.2015
1,0 / in % der
gleichaltrigen Bevöl-
kerung
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
41
Hilfebedürftige mit Bezug von
Leistungen der Grundsicherung
für Arbeitssuchende (SGBII):
"Hartz IV"
1105
davon
587 weiblich
(= 53,1 %)
518 männlich
(= 46,9 %)
45,2 / in % der
HW-Bevölkerung <
65 J.
HW-Bevölkerung = Be-
völkerung am Ort der
Hauptwohnung;
Anmerkung: durch
Revision der Statistik
der Grundsicherung für
Arbeitssuchende am
28.04.2016 sind ältere
Daten nicht direkt
vergleichbar
8,7 / in % der HW-
Bevölkerung < 65 J.
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2015
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2015 (31.12.2015, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
42a
Nichtdeutsche Hilfebedürftige
mit Bezug von Leistungen der
Grundsicherung für Arbeits-
suchende (SGBII): "Hartz IV"
402
davon
weiblich 217
(= 54,0 %)
männlich 185
(= 46,0 %)
47,6 / in % der
nichtdeutschen HW-
Bevölkerung < 65
J.
Indikator für Vergleiche
von Teilräumen inner-
halb Münsters sinnvoll;
Hinweis: Doppelte
Staatsangehörigkeiten
werden nicht erfasst.
Sollte eine der Mehr-
fachstaatsangehörigkeit-
en die Deutsche sein,
soll deutsch eingetra-
gen werden. Personen,
deren Staatsange-
hörigkeit unbekannt,
ungeklärt oder staaten-
los sind, sind in dieser
Auswertung NICHT aus-
gewertet; HW-Bevöl-
kerung = Bevölkerung
am Ort der Hauptwohn-
ung; durch Revision der
Statistik der Grund-
sicherung für Arbeits-
suchende am
28.04.2016 sind ältere
Daten nicht direkt
vergleichbar
20,7 / in % der
nichtdeutschen HW-
Bevölkerung < 65 J.
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2015
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2015 (31.12.2015, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
42b
Nichtdeutsche erwerbsfähige
Hilfebedürftige mit Bezug von
Leistungen der Grundsicherung
für Arbeitssuchende (SGBII):
"Hartz IV"
261
davon
138 weiblich
(= 52,9 %)
123 männlich
(= 47,1 %)
30,9 / in % der
nichtdeutschen HW-
Bevölkerung < 65
J.
Indikator ermöglicht
Vergleiche mit Ver-
öffentlichungen des
Städtenetzwerkes
"Soziale Stadt NRW";
Hinweis: Doppelte
Staatsangehörigkeiten
werden nicht erfasst.
Sollte eine der Mehr-
fachstaatsangehörigkeit-
en die Deutsche sein,
soll deutsch eingetra-
gen werden. Personen,
deren Staatsange-
hörigkeit unbekannt,
ungeklärt oder
staatenlos sind, sind in
dieser Auswertung
NICHT ausgewertet; HW-
Bevölkerung = Be-
völkerung am Ort der
Hauptwohnung; durch
Revision der Statistik
der Grundsicherung für
Arbeitssuchende am
28.04.2016 sind ältere
Daten nicht direkt
vergleichbar
15,1 / in % der
nichtdeutschen HW-
Bevölkerung < 65 J.
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2015
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2015 (31.12.2015, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
43
Soziale Leistungen zur Exi-
stenzsicherung (Grund-
sicherung SGB II, Grund-
sicherung im Alter/Erwerbs-
minderung, Hilfe z. Lebens-
unterhalt, Leistungen Asyl-
bewerberleistungsgesetz)
1257
davon
660 weiblich
(=52,5 %)
597 männlich
(= 47,5 %)
47,3 / in % WBV
Indikator bildet
Einkommensarmut ab,
Achtung: während sich
die lfd. Nr. 37, 38, 40-
42 auf die HW-
Bevölkerung beziehen,
ist hier der Anteil an der
wohnberechtigten
Bevölkerung (WBV)
dargestellt; durch
Revision der Statistik
der Grundsicherung für
Arbeitssuchende am
28.04.2016 sind ältere
Daten nicht direkt
vergleichbar
9,9 / in % WBV
Sozialamt und Amt für
Stadtentwicklung, Stadt-
u.Verkehrsplanung
Bildung und Betreuung
44
Schulübergangsquote
Grundschule - Hauptschule
(Bezirk Nord)
42 16,5 / in % aller
Übergänge
Daten beziehen sich auf
Stadtbezirk MS-Nord,
kleinräumiger sind die
Werte nicht sinnvoll
darzustellen;
Schuljahresbeginn
2015/2016
4,3 / in % aller
Übergänge
Amt für Schule und
Weiterbildung
45
Schulübergangsquote
Grundschule - Realschule
(Bezirk Nord)
89 35,0 / in % aller
Übergänge
Daten beziehen sich auf
Stadtbezirk MS-Nord,
kleinräumiger sind die
Werte nicht sinnvoll
darzustellen; Schul-
jahresbeginn 2015/2016
22,7 / in % aller
Übergänge
Amt für Schule und
Weiterbildung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2015
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2015 (31.12.2015, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
46
Schulübergangsquote
Grundschule - Gymnasium
(Bezirk Nord)
105 41,3 / in % aller
Übergänge
Daten beziehen sich auf
Stadtbezirk MS-Nord,
kleinräumiger sind die
Werte nicht sinnvoll
darzustellen;
Schuljahresbeginn
2015/2016
57,1 / in % aller
Übergänge
Amt für Schule und
Weiterbildung
47
Schulübergangsquote
Grundschule - Gesamtschule
(Bezirk Nord)
15 5,9 / in % aller
Übergänge
Daten beziehen sich auf
Stadtbezirk MS-Nord,
kleinräumiger sind die
Werte nicht sinnvoll
darzustellen;
Schuljahresbeginn
2015/2016
9,8 / in % aller
Übergänge
Amt für Schule und
Weiterbildung
48
Versorgungsquoten Kinder-
betreuungsangebote 0 - unter 3
Jahre, 3 - unter 6 Jahre
35,7 (0 - u. 3
Jahre)
104,8 (3 - u. 6
Jahre) / in % nach
statistischem
Bezirk
Daten beziehen sich auf
die statistischen Bezirke
62 und 63,
kleinräumiger sind die
Werte nicht sinnvoll
darzustellen;
Kindergartenjahr
2015/2016
44,5 (0 - u. 3 Jahre)
104,5 (3 - u. 6 Jahre)
/ in % Gesamtstadt
Amt für Kinder,
Jugendliche und Familien
49
Übergewicht / Adipositasquote
bei Kindern
10,2
(Übergewicht),
12,5 (Adipositas) /
in % der unter-
suchten Kinder der
Schuleingangs-
untersuchung
Adipositas:Körperfett-
anteil im Körper patho-
logisch erhöht (Fett-
leibigkeit, Fettsucht);
Durchschnittswerte der
Schuleingangsunter-
suchung 2014/2015
6,0 (Übergewicht)
4,2 (Adipositas)
/ in % der
untersuchten Kinder
der Schuleingangs-
untersuchung
Gesundheitsamt
Gesundheit
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2015
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2015 (31.12.2015, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
Bürgerbeteiligung /
politische Partizipation
50
Wahlbeteiligung bei
kommunalen Abstimmungen
(Kommunalwahl 2014) 408
21,9 / in % aller
Wahlberechtigten
des Stimmbezirks
ohne Briefwähler/-
innen
Näherungswert für
Stadtzelle 631: Stimm-
bezirk und statistische
Gebietsgliederung
stimmen nicht überein
39,5 / in % aller
Wahlberechtigten des
Stimmbezirks ohne
Briefwähler/-innen
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2015
Workshop „Maßnahmenprogramm Kinderhaus-Brüningheide“am 27.09.2016, Standortbestimmung“ 61-1-1
Maßnahmeprogramm „Wohngebiet Kinderhaus/Brüningheide“
Themenfeld 8: Prozessbegleitende Selbstevaluation
Entwicklung des Wohngebietes
Kinderhaus-Brüningheide –
Was sagen die Kontextindikatoren?
Ein Rückblick auf ausgewählte Kontextindikatoren
Verstetigungsphase II - 2015
Workshop „Maßnahmenprogramm Kinderhaus-Brüningheide“am 27.09.2016, Standortbestimmung“
61-1-1
Kontextindikatoren 2015
Workshop „Maßnahmenprogramm Kinderhaus-Brüningheide“am 27.09.2016, Standortbestimmung“
61-1-1
Kontextindikatoren 2015
Workshop „Maßnahmenprogramm Kinderhaus-Brüningheide“am 27.09.2016, Standortbestimmung“
61-1-1
Kontextindikatoren 2015
* Die erhöhte Leerstandsquote in 2013 ist auf den von
Fa. Sahle Wohnen erworbenen Wohnungsbestand von
Nau/Berlin (55 WE) zurückzuführen, der seit Mitte 2013
bis zum Sommer 2014 leer gezogen wurde, um den
Abbruch und einen anschließenden Neubau auf dem
gleichen Areal zu ermöglichen. Unter Herausnahme der
55 WE, die dem Wohnungsmarkt faktisch nicht zur
Verfügung standen, betrug die Leerstandsquote Ende
2013 = 3,4%!
Workshop „Maßnahmenprogramm Kinderhaus-Brüningheide“am 27.09.2016, Standortbestimmung“ 61-1-1
Kontextindikatoren 2015
Vergleichsgebiete laut HFA-Vorlage 37/2004
Workshop „Maßnahmenprogramm Kinderhaus-Brüningheide“am 27.09.2016, Standortbestimmung“ 61-1-1
Kontextindikatoren 2015
Vergleichsgebiete laut HFA-Vorlage 37/2004
Workshop „Maßnahmenprogramm Kinderhaus-Brüningheide“am 27.09.2016, Standortbestimmung“ 61-1-1
Kontextindikatoren 2015
Vergleichsgebiete laut HFA-Vorlage 37/2004
Beratungsverlauf (8)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (6)
- Sprickmannstraße 31
- Josef-Beckmann-Straße 5
- Killingstraße 1
- Sprickmannplatz 1
- Brüningheide 2015
- Kinderhaus
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0882/2016
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 20.10.2016
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37