222104
Beteiligungsbericht 2021 der Bundesstadt Bonn
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Sammeldokument öffentlich
680379 Zeichen
Mitteilungsvorlage
öffentlich
222104
Die Oberbürgermeisterin
——
Federführung:
Geschäftsbereich OB-1: Dezernats- und
Verwaltungssteuerung
Dezernat:
Dez. OB
Beteiligungsbericht 2021 der Bundesstadt Bonn
Beratungsfolge
Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und
Vergabe
23.11.2022 Kenntnisnahme
Rat 08.12.2022 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Mit dieser Mitteilungsvorlage wird der 24. Beteiligungsbericht der Bundesstadt
Bonn vorgelegt. Dieser zeigt sich im Vergleich zu den Berichten aus Vorjahren
in einem veränderten Aussehen. Hintergrund dazu sind die zwischenzeitlich in
Kraft getretenen Neufassungen von Gemeindeordnung und
Kommunalhaushaltsverordnung, mit denen von Seiten des Landes ein neues
verbindliches Muster für den Beteiligungsbericht bereitgestellt wurde. Zum
anderen wurde dieser Bericht erstmalig mit Unterstützung einer sich im
Beteiligungsmanagement neu im Einsatz befindlichen Software erstellt, mit der
in künftigen Jahren eine noch weitergehende, automatisierte Berichtserstellung
gewährleistet werden soll.
Aufgrund der bestehenden Verpflichtung der Bundesstadt Bonn zur Aufstellung
eines Gesamtabschlusses ist die Erstellung des Beteiligungsberichts freiwillig.
Da dieser aber in der Vergangenheit sich als hilfreiches Nachschlagewerk
bewiesen hat, wird verwaltungsseitig bis auf weiteres an dessen Erstellung
festgehalten und dem Rat zur Kenntnisnahme vorgelegt.
Der Beteiligungsbericht 2021 wird nach Kenntnisnahme in Dateiform (PDF) im
Internet auf der Homepage der Bundestadt Bonn zur Verfügung gestellt. Eine
Bereitstellung in gedruckter Form ist nicht vorgesehen.
Anlage/n
1 Beteiligungsbericht 2021 (öffentlich)
Seite 1 von 430
Beteiligungsbericht 2021
der Bundesstadt Bonn
Beteiligungsbericht 2021 der Bundesstadt Bonn
Seite 2 von 430
Seite 3 von 430
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
BETEILIGUNGSBERICHT
2021
Seite 4 von 430
1 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Seite 5 von 430
Beteiligungsunternehmen in alphabetischer
Reihenfolge
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 2
1 Beteiligungsunternehmen in alphabetischer
Reihenfolge
Auto-Schnellfähre Bad Godesberg-Niederdollendorf GmbH ............................................ 214
Beteiligungsgesellschaft Bonn/Rhein-Sieg GmbH ............................................................ 344
Bonn Conference Center Management GmbH ................................................................. 206
Bonner City Parkraum GmbH ........................................................................................... 276
Bonner Hafenbetriebe GmbH ........................................................................................... 284
Bonn-Netz GmbH ............................................................................................................... 84
bonnorange AöR ................................................................................................................. 30
Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR ......................................... 350
Dachverband Kommunaler IT-Dienstleister ...................................................................... 184
d-NRW AöR ...................................................................................................................... 190
Elektrische Bahnen der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises - SSB - GmbH ............ 220
Energie- und Wasserversorgung Bonn/Rhein-Sieg GmbH ................................................. 90
Fahrbetrieb Bonn GmbH ................................................................................................... 226
Flughafen Köln/Bonn GmbH ............................................................................................. 288
Flugplatzgesellschaft Hangelar mbH ................................................................................ 294
Gemeinnützige Baugenossenschaft Sankt Augustin eG .................................................. 320
Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft eG ................................................................. 324
Gesellschaft für Energie- und Gebäudemanagement Bonn mbH ...................................... 98
Internationale Beethovenfeste Bonn gGmbH ..................................................................... 66
Müllverwertungsanlage Bonn GmbH .................................................................................. 36
Radio Bonn/Rhein-Sieg GmbH & Co. KG ......................................................................... 198
refer GmbH ......................................................................................................................... 44
Regionalverkehr Köln GmbH ............................................................................................ 232
Returo Entsorgungs GmbH ................................................................................................ 48
Rheinisches Studieninstitut für kommunale Verwaltung in Köln GbR ................................. 74
Seniorenzentren der Bundesstadt Bonn ........................................................................... 268
Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg mbH i.L. ..................................................................... 240
Städtisches Gebäudemanagement Bonn ......................................................................... 328
Stadtwerke Bonn Bad GmbH ............................................................................................ 358
Stadtwerke Bonn Beteiligungs-GmbH .............................................................................. 362
Stadtwerke Bonn Dienstleistungs-GmbH ......................................................................... 368
Stadtwerke Bonn GmbH ................................................................................................... 104
Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH .................................................................................... 248
SWB Regional Ver- und Entsorgung .................................................................................. 52
Theater der Bundesstadt Bonn ........................................................................................... 78
Tourismus & Congress GmbH Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler .................................. 302
Trianel Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG ............................................................... 120
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Beteiligungsunternehmen in alphabetischer
Reihenfolge
3 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Trianel Gaskraftwerk Hamm GmbH & Co. KG .................................................................. 128
Trianel GmbH .................................................................................................................... 112
Trianel Kohlekraftwerk Lünen GmbH & Co. KG ................................................................ 134
Trianel Onshore Windkraftwerke GmbH & Co. KG ........................................................... 142
Trianel Wind und Solar GmbH & Co. KG .......................................................................... 148
Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co. KG .............................................................. 154
Trianel Windkraftwerk Borkum II GmbH & Co. KG ........................................................... 160
Vereinigte Bonner Wohnungsbau AG ............................................................................... 336
Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH ................................................................................ 254
Versorger-Allianz 450 Beteiligungs GmbH & Co. KG ....................................................... 166
Wahnbachtalsperrenverband Körperschaft des öffentlichen Rechts ................................ 170
Wasserversorgungs-Gesellschaft mbH Sankt Augustin ................................................... 176
Zweckverband Nahverkehr SPNV & Infrastruktur Rheinland ........................................... 264
Zweckverband Naturpark Rheinland ................................................................................ 310
Zweckverband Rheinische Entsorgungs-Kooperation ........................................................ 58
Zweckverband Verkehrsverbund Rhein-Sieg ................................................................... 258
Seite 7 von 430
Vorwort der Oberbürgermeisterin zum
Beteiligungsbericht 2021
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 4
2 Vorwort der Oberbürgermeisterin zum
Beteiligungsbericht 2021
Sehr geehrte Damen und Herren,
zum 24. Mal berichtet die Bundesstadt Bonn umfassend über ihre wirtschaftliche Be-
tätigung. Aufgrund der Verpflichtung der Bun-
desstadt Bonn zur Aufstellung eines Gesamtab-
schlusses wird der Beteiligungsbericht als wichti-
ges Nachschlagewerk freiwillig erstellt.
Das Geschäftsjahr 2021 war weiterhin für sämtliche
städtischen Beteiligungsunternehmen sehr heraus-
fordernd. Das gesamte Jahr stand immer noch im
Zeichen der Corona -Pandemie mit ihren globalen
und lokalen Auswirkungen auf Gesellschaft, Politik
und Wirtschaft.
Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs
waren und sind bis heute die Folgen der Corona-Pandemie in Form einer geringeren
Nachfrage zu spüren. Die damit verbundenen nachteiligen wirtschaftlichen Effekte
konnten glücklicherweise durch die erneute Auferlegung eines ÖPNV-Rettungsschir-
mes abgemildert werden.
Der Konzern Bundesstadt Bonn wird wegen solcher Unterstützungsleistungen – des-
sen bin ich mir sicher – die Folgen der Corona-Pandemie wirtschaftlich gut bewälti-
gen können. Dies ist umso wichtiger, als dass leider auch weitere, gra vierende Kri-
sensituationen wie der aktuelle Ukraine -Krieg die für unsere Beteiligungsunterneh-
men sehr wichtige gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland, Europa und der Welt
Foto von OB Dörner: © Schafgans/Bundesstadt Bonn
Seite 8 von 430
Vorwort der Oberbürgermeisterin zum
Beteiligungsbericht 2021
5 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
erheblich belasten und es daher eines wirtschaftlich sehr soliden Fundaments be-
darf, um auch aus dieser Krise gestärkt hervorzugehen.
Die Angaben in diesem Beteiligungsbericht basieren auf den geprüften Jahresab-
schlüssen 2020 und 2021 der Unternehmen. Neben dem Unternehmenszweck, der
Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung, Auszügen aus den Lageberichten zur Ge-
schäftsentwicklung und zu Chancen und Risiken sowie der Beteiligungsstruktur sind
bei den einzelnen Unternehmen auch die Organe der jeweiligen Beteiligung mit ihren
zugehörigen Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern dargestellt.
Ich freue mich sehr über Ihr Interesse hieran und möchte mich an dieser Stelle ganz
herzlich bei den Geschäftsführungen und Mitarbeitenden der Unternehmen für die
im Berichtsjahr geleistete Arbeit und ihren Einsatz zum Wohle der Menschen in un-
serer schönen Stadt bedanken. Mein Dank gilt außerdem den Kolleginnen und Kol-
legen des Beteiligungsmanagements, die uns jedes Jahr mit dieser Zusammenfas-
sung ein wichtiges und praktisches Nachschlagewerk zur Verfügung stellen.
Ihre
Katja Dörner
Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn
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Inhalt
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 6
3 Inhalt
1 Beteiligungsunternehmen in alphabetischer Reihenfolge .............................................. 2
2 Vorwort der Oberbürgermeisterin zum Beteiligungsbericht 2021 ................................... 4
3 Inhalt .............................................................................................................................. 6
4 Allgemeines zur Zulässigkeit der wirtschaftlichen und nichtwirtschaftlichen Betätigung
von Kommunen ............................................................................................................ 10
5 Beteiligungsbericht 2021 .............................................................................................. 12
5.1 Rechtliche Grundlagen zur Erstellung eines Beteiligungsberichtes ..................... 12
5.2 Gegenstand und Zweck des Beteiligungsberichtes ............................................. 13
6 Das Beteiligungsportfolio ............................................................................................. 14
6.1 Änderungen im Beteiligungsportfolio .................................................................... 18
6.2 Beteiligungsstruktur .............................................................................................. 20
6.3 Wesentliche Finanz- und Leistungsbeziehungen ................................................. 22
6.4 Einzeldarstellung .................................................................................................. 26
6.4.1 Abfallwirtschaft/Entsorgung/Abwasser .......................................................... 28
bonnorange AöR ........................................................................................ 30
Müllverwertungsanlage Bonn GmbH ......................................................... 36
refer GmbH ................................................................................................ 44
Returo Entsorgungs GmbH ....................................................................... 48
SWB Regional Ver- und Entsorgung ......................................................... 52
Zweckverband Rheinische Entsorgungs-Kooperation ............................... 58
6.4.2 Bildung/Museen/Theater/Kultur ..................................................................... 64
Internationale Beethovenfeste Bonn gGmbH ............................................ 66
Rheinisches Studieninstitut für kommunale Verwaltung in Köln GbR ....... 74
Theater der Bundesstadt Bonn .................................................................. 78
6.4.3 Energie- und Wasserversorgung ................................................................... 82
Bonn-Netz GmbH ...................................................................................... 84
Energie- und Wasserversorgung Bonn/Rhein-Sieg GmbH ....................... 90
Gesellschaft für Energie- und Gebäudemanagement Bonn mbH ............. 98
Stadtwerke Bonn GmbH .......................................................................... 104
Trianel GmbH .......................................................................................... 112
Trianel Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG ...................................... 120
Trianel Gaskraftwerk Hamm GmbH & Co. KG ........................................ 128
Trianel Kohlekraftwerk Lünen GmbH & Co. KG ...................................... 134
Seite 10 von 430
Inhalt
7 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Trianel Onshore Windkraftwerke GmbH & Co. KG .................................. 142
Trianel Wind und Solar GmbH & Co. KG ............................................. 148
Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co. KG ................................. 154
Trianel Windkraftwerk Borkum II GmbH & Co. KG .............................. 160
Versorger-Allianz 450 Beteiligungs GmbH & Co. KG .......................... 166
6.4.3.13.1. Wahnbachtalsperrenverband Körperschaft des öffentlichen Rechts .. 170
Wasserversorgungs-Gesellschaft mbH Sankt Augustin ....................... 176
6.4.4 Medien/IT/Telekommunikation .................................................................... 182
Dachverband Kommunaler IT-Dienstleister ............................................. 184
d-NRW AöR ............................................................................................. 190
Radio Bonn/Rhein-Sieg GmbH & Co. KG ............................................... 198
6.4.5 Messen/Veranstaltungshallen ..................................................................... 204
Bonn Conference Center Management GmbH ....................................... 206
6.4.6 Öffentlicher Personennahverkehr................................................................ 212
Auto-Schnellfähre Bad Godesberg-Niederdollendorf GmbH ................... 214
Elektrische Bahnen der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises - SSB -
GmbH ........................................................................................................ 220
Fahrbetrieb Bonn GmbH ......................................................................... 226
Regionalverkehr Köln GmbH ................................................................... 232
Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg mbH i.L. (i.L.) .................................... 240
Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH .......................................................... 248
Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH ....................................................... 254
Zweckverband Verkehrsverbund Rhein-Sieg .......................................... 258
Zweckverband Nahverkehr SPNV & Infrastruktur Rheinland .................. 264
6.4.7 Sozialwirtschaft ........................................................................................... 266
Seniorenzentren der Bundesstadt Bonn .................................................. 268
6.4.8 Verkehr/Logistik ........................................................................................... 274
Bonner City Parkraum GmbH .................................................................. 276
Bonner Hafenbetriebe GmbH .................................................................. 284
Flughafen Köln/Bonn GmbH .................................................................... 288
Flugplatzgesellschaft Hangelar mbH ....................................................... 294
6.4.9 Wirtschaftsförderung/Stadtmarketing .......................................................... 300
Tourismus & Congress GmbH Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler......... 302
Zweckverband Naturpark Rheinland ....................................................... 310
6.4.10 Wohnungswirtschaft/Immobilien.................................................................. 318
Gemeinnützige Baugenossenschaft Sankt Augustin eG ..................... 320
Seite 11 von 430
Inhalt
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 8
Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft eG .................................... 324
Städtisches Gebäudemanagement Bonn ............................................ 328
Vereinigte Bonner Wohnungsbau AG .................................................. 336
6.4.11 Sonstige ...................................................................................................... 342
Beteiligungsgesellschaft Bonn/Rhein-Sieg GmbH ............................... 344
Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR ............ 350
Stadtwerke Bonn Bad GmbH ............................................................... 358
Stadtwerke Bonn Beteiligungs-GmbH ................................................. 362
Stadtwerke Bonn Dienstleistungs-GmbH ............................................. 368
6.5 Kennzahlenverzeichnis ...................................................................................... 374
6.6 Abkürzungsverzeichnis ...................................................................................... 376
7.1 Teil A - Public Corporate Governance Kodex .............................................................. 386
7.2 Teil B – Beteiligungsrichtlinie ...................................................................................... 410
Alle Texte in diesem Bericht wurden mit größtmöglicher Sorgfalt zusammengestellt. Trotz-
dem sind Fehler nicht ganz auszuschließen. Es wird deshalb darauf hingewiesen, dass we-
der eine Garantie noch die juristische Verantwortung oder irgendeine Haftung für Folgen, die
auf fehlerhafte Angaben zurückgehen, übernommen werden kann.
Bei der gewählten Darstellung der Tabellen der Bilanz und der GuV sind nur ausgewä hlte
Positionen dargestellt. Aufgrund der Darstellung in TEUR können sich Rundungsdifferenzen
ergeben.
Seite 12 von 430
Inhalt
9 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Seite 13 von 430
Allgemeines zur Zulässigkeit der wirtschaftlichen und nichtwirtschaftlichen
Betätigung von
Kommunen
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 10
4 Allgemeines zur Zulässigkeit der wirtschaftlichen
und nichtwirtschaftlichen Betätigung von
Kommunen
Das kommunale Selbstverwaltungsrecht nach Art. 28 Absatz 2 Grun dgesetz erlaubt den
Kommunen, alle Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft im Rahmen der Gesetze in
eigener Verantwortung zu regeln. Die Kommunen sind gem. Art. 78 Absatz 2 der Verfassung
für das Land Nordrhein-Westfalen in ihrem Gebiet die alleinigen Träger der öffentlichen Ver-
waltung, soweit die Gesetze nichts anderes vorschreiben.
Durch diese verfassungsrechtlich verankerte Selbstverwaltungsgarantie haben die Kommu-
nen die Möglichkeit, sich über den eigenen Hoheitsbereich hinausgehend wirtschaftlich z u
betätigen. Ihren rechtlichen Rahmen findet die wirtschaftliche Betätigung im 11. Teil (§§ 107
ff.) der Gemeindeordnung Nordrhein -Westfalen (GO NRW). Hierin ist geregelt, unter wel-
chen Voraussetzungen eine wirtschaftliche bzw. nichtwirtschaftliche Betätig ung zulässig ist
(„ob“) und welcher Rechtsform – öffentlich-rechtlich oder privatrechtlich – die Kommunen
sich dabei bedienen dürfen („wie“).
Gemäß § 107 Absatz 1 GO NRW darf sich eine Gemeinde zur Erfüllung ihrer Aufgaben wirt-
schaftlich betätigen, wenn e in öffentlicher Zweck die Betätigung erfordert (Nummer 1), die
Betätigung nach Art und Umfang in einem angemessenen Verhältnis zur Leistungsfähigkeit
der Gemeinde steht (Nummer 2) und bei einem Tätigwerden außerhalb der Wasserversor-
gung, des öffentlichen Verkehrs sowie des Betriebes von Telekommunikationsleitungsnetzen
einschließlich der Telekommunikationsdienstleistungen der öffentliche Zweck durch andere
Unternehmen nicht besser und wirtschaftlicher erfüllt werden kann (Nummer 3).
Von der wirtschaftlichen Betätigung ist die sog. nichtwirtschaftliche Betätigung gemäß § 107
Absatz 2 GO NRW abzugrenzen. Hierunter fallen Einrichtungen, zu denen die Gemeinde
gesetzlich verpflichtet ist (Nummer 1), öffentliche Einrichtungen, die für die soziale und kul-
turelle Betreuung der Einwohner erforderlich sind, Einrichtungen, die der Straßenreinigung,
der Wirtschaftsförderung, der Fremdenverkehrsförderung oder der Wohnraumversorgung
dienen (Nummer 3), Einrichtungen des Umweltschutzes (Nummer 4) sowie Einrichtungen,
die ausschließlich der Deckung des Eigenbedarfs von Gemeinden und Gemeindeverbänden
dienen (Nummer 5). Auch diese Einrichtungen sind, soweit es mit ihrem öffentlichen Zweck
vereinbar ist, nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu verwalten und können entsprechend
den Vorschriften über die Eigenbetriebe geführt werden.
In § 109 sind die allgemeinen Wirtschaftsgrundsätze, die sowohl für die wirtschaftliche als
auch für die nichtwirtschaftliche Betätigung gelten, niedergelegt. Demnach sind die Unter-
nehmen und Einrichtungen so zu führen, zu steuern und zu kontrollieren, dass der öffentliche
Zweck nachhaltig erfüllt wird. Unternehmen sollen einen Ertrag für den Haushalt der Ge-
meinde abwerfen, soweit dadurch die Erfüllung des öffentlichen Zwecks nicht beeinträchtigt
wird. Der Jahresgewinn der wirtschaftlichen Unternehmen als Unterschied der Erträge und
Aufwendungen soll so hoch sein, dass außer den für die technische und wirtschaftliche Ent-
wicklung des Unternehmens notwendigen Rücklagen mindestens eine marktübliche Verzin-
sung des Eigenkapitals erwirtschaftet wird.
Seite 14 von 430
Allgemeines zur Zulässigkeit der wirtschaftlichen und nichtwirtschaftlichen
Betätigung von
Kommunen
11 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Bei der Ausgestaltung der wirtschaftlichen Betätigung liegt es vorbehaltlich der gesetzlichen
Bestimmungen im Ermessen der Kommunen, neben öffentlich-rechtlichen auch privatrecht-
liche Organisationsformen zu wählen . So dürfen Kommunen unter den Voraussetzungen
des § 108 GO NRW Unternehmen und Einrichtungen in einer Rechtsform des privaten
Rechts gründen oder sich daran beteiligen. Unter anderem muss die Erfüllung des öffentli-
chen Zwecks durch Gesellschaftsvertrag, S atzung oder sonstiges Organisationsstatut ge-
währleistet sein und eine Rechtsform gewählt werden, welche die Haftung der Gemeinde
auf einen bestimmten Betrag begrenzt.
Da im Verfassungsstaat das Gemeinwohl der allgemeine Legitimationsgrund aller Staatlich-
keit ist, muss jedes Handeln der öffentlichen Hand einen öffentlichen Zweck verfolgen. Die
gesetzliche Normierung der Erfüllung des öffentlichen Zwecks als Grundvoraussetzung für
die Aufnahme einer wirtschaftlichen und nichtwirtschaftlichen Betätigung einer Kommune
soll daher gewährleisten, dass sich diese stets im zulässigen Rahmen kommunaler Aufga-
benerfüllung zu bewegen hat. Es ist daher nicht Angelegenheit der kommunalen Ebene, sich
ausschließlich mit dem Ziel der Gewinnerzielung in den wirtschaftlichen We ttbewerb zu be-
geben. Stattdessen kann eine wirtschaftliche bzw. nichtwirtschaftliche Betätigung nur Instru-
ment zur Erfüllung bestehender kommunaler Aufgaben sein.
Die Ausgestaltung des öffentlichen Zwecks ist dabei so vielfältig wie der verfassungsrecht-
lich umrissene Zuständigkeitsbereich der Kommunen. Der „öffentliche Zweck“ stellt einen
unbestimmten Rechtsbegriff dar, für dessen inhaltliche Bestimmung zuvorderst die Zielset-
zung des gemeindlichen Handelns maßgeblich ist.
Seite 15 von 430
Beteiligungsbericht 2021
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 12
5 Beteiligungsbericht 2021
5.1 Rechtliche Grundlagen zur Erstellung eines Beteili-
gungsberichtes
Grundsätzlich haben sämtliche Kommunen gemäß § 116 Absatz 1 GO NRW in jedem Haus-
haltsjahr für den Abschlussstichtag 31. Dezember einen Gesamtabschluss, der die Jahres-
abschlüsse sämtlicher verselbständigter Aufgabenbereiche in öffentlich-rechtlicher oder pri-
vatrechtlicher Form konsolidiert, sowie einen Gesamtlagebericht nach Absatz 2 aufzustellen.
Hiervon abweichend sind Kommunen gemäß § 116a Absatz 1 GO NRW von der Pflicht zur
Aufstellung eines Gesamtabschlusses und Gesamtlageberichts befreit, wenn am Abschluss-
stichtag ihres Jahresabschlusses und am vorhergehenden Abschlussstichtag jeweils min-
destens zwei der drei im Gesetz genannten Merkmale zutreffen.
Über das Vorliegen der Voraussetzungen für die Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung
eines Gesamtabschlusses entscheidet der Rat gemäß § 116a Absatz 2 Satz 1 GO NRW für
jedes Haushaltsjahr bis zum 30. September des auf das Haushaltsjahr folgenden Jahres.
Die Voraussetzungen zur vorgesehenen Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Ge-
samtabschlusses und Gesamtlageberichts finden für die Bundesstadt Bonn keine Anwen-
dung. Trotzdem hat die Bundesstadt Bonn gemäß § 116a Absatz 3 GO NRW einen Beteili-
gungsbericht nach § 117 GO NRW aufgestellt.
Der Beteiligungsbericht hat gemäß § 117 Absatz 2 GO NRW grundsätzlich folgende Infor-
mationen zu sämtlichen verselbständigten Aufgabenbereichen in öffentlich -rechtlicher und
privatrechtlicher Form zu enthalten:
1. die Beteiligungsverhältnisse,
2. die Jahresergebnisse der verselbständigten Aufgabenbereiche,
3. eine Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung des Ei-
genkapitals jedes verselbständigten Aufgabenbereiches sowie
eine Darstellung der wesentlichen Finanz- und Leistungsbeziehungen der Beteiligungen un-
tereinander und mit der Gemeinde.
Über den Beteiligungsbericht ist nach § 117 Absatz 1 Satz 3 GO NRW ein gesonderter Be-
schluss des Rates in öffentlicher Sitzung herbeizuführen.
Seite 16 von 430
Beteiligungsbericht 2021
13 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
5.2 Gegenstand und Zweck des Beteiligungsberichtes
Der Beteiligungsbericht enthält die näheren Informationen über sämtliche unmittelbaren und
mittelbaren Beteiligungen an sämtlichen verselbständigten Aufgabenbereichen in öffentlich-
rechtlicher und privatrechtlicher Form, darunter auch Sondervermögen gemäß § 97 G O
NRW und Eigenbetriebe gemäß § 114 GO NRW, der Bundesstadt Bonn. Er lenkt den Blick
jährlich auf die einzelnen Beteiligungen, indem er Auskunft über alle verselbständigten Auf-
gabenbereiche der Gemeinde, deren Leistungsspektrum und deren wirtschaftliche Situation
und Aussichten gibt, unabhängig davon, ob diese dem Konsolidierungskreis für einen Ge-
samtabschluss angehören würden. Damit erfolgt eine differenzierte Darstellung der Leis-
tungsfähigkeit der Bundesstadt Bonn durch die Abbildung der Daten der einzeln en Beteili-
gungen.
Die Gliederung des Beteiligungsberichtes und die Angaben zu den einzelnen Beteiligungen
ermöglichen, dass eine Beziehung zwischen den gebotenen Informationen und den dahin-
terstehenden Aufgaben hergestellt werden kann. Dies ermöglicht dur ch den Vergleich der
Leistungen mit den Aufgaben auch die Feststellung, ob die Erfüllung der Aufgaben der
Bundesstadt Bonn durch die verschiedenen Organisationsformen nachhaltig gewährleistet
ist.
Der Beteiligungsbericht unterstützt damit eine regelmäßige Aufgabenkritik und eine Analyse
der Aufbauorganisation der Bundesstadt Bonn insgesamt durch die Mitglieder der Vertre-
tungsgremien.
Adressat der Aufstellungspflicht ist die Bundesstadt Bonn. Um diese Pflicht erfüllen zu kön-
nen, müssen der Bundesstadt Bonn die entsprechenden Informationen zur Verfügung ste-
hen.
Hierzu kann die Bundesstadt Bonn unmittelbar von jedem verselbständigten Aufgabenbe-
reich alle Aufklärungen und Nachweise verlangen, die die Aufstellung des Beteiligungsbe-
richtes erfordert (vgl. § 117 Absatz 1 Satz 2 i.V.m. § 116 Absatz 6 Satz 2 GO NRW).
Die verwendeten wirtschaftlichen Daten beruhen auf den im Laufe des Jahres 2021 festge-
stellten Abschlüssen für das Geschäftsjahr 2021, soweit diese Vorlagen. War dies nicht der
Fall, wurden lediglich die Vorjahre dargestellt.
Seite 17 von 430
Das Beteiligungsportfolio
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 14
6 Das Beteiligungsportfolio
Bundesstadt Bonn
100,00%
bonnorange AöR
2,00%
Müllverwertungsanlage Bonn GmbH
2,54%
Müllverwertungsanlage Bonn GmbH
25,00%
refer GmbH
20,00%
Zweckverband Rheinische Entsorgungs-Kooperation
2,00%
Müllverwertungsanlage Bonn GmbH
66,67%
Internationale Beethovenfeste Bonn gGmbH
10,45%
Rheinisches Studieninstitut für kommunale Verwaltung in Köln GbR
100%
Theater der Bundesstadt Bonn
100%
Stadtwerke Bonn GmbH
100%
Stadtwerke Bonn Dienstleistungs-GmbH
100%
Gesellschaft für Energie- und Gebäudemanagement Bonn mbH
58,47%
Stadtwerke Bonn Beteiligungs-GmbH
100%
Stadtwerke Bonn Bad GmbH
100%
Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH
100%
Fahrbetrieb Bonn GmbH
50,10%
Elektrische Bahnen der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-
Kreises - SSB - GmbH
2,50%
Regionalverkehr Köln GmbH
12,50%
Regionalverkehr Köln GmbH
100,00%
Regio-Bus-Rheinland GmbH
0,60%
Einkaufs- und Wirtschaftsgesellschaft für Verkehrsunterneh-
men (BEKA) mbH
93,46%
Müllverwertungsanlage Bonn GmbH
90,40%
SWB Regional Ver- und Entsorgung
86,29%
Energie- und Wasserversorgung Bonn/Rhein-Sieg GmbH
100,00%
Bonn-Netz GmbH
1,84%
Seite 18 von 430
Das Beteiligungsportfolio
15 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Versorger-Allianz 450 Beteiligungs GmbH & Co. KG
15,00%
Trianel Wind und Solar GmbH & Co. KG
100%
Trianel Wind und Solar Verwaltungs-GmbH
0,00%
Trianel Wind und Solar GmbH & Co. KG
3,66%
Trianel Onshore Windkraftwerke GmbH & Co. KG
3,39%
Trianel Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG
2,11%
Trianel Kohlekraftwerk Lünen GmbH & Co. KG
1,92%
Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co. KG
1,87%
Trianel Windkraftwerk Borkum II GmbH & Co. KG
8,13%
Wasserversorgungs-Gesellschaft mbH Sankt Augustin
55,00%
Stadtwerke Sankt Augustin GmbH
50,10%
Bonner City Parkraum GmbH
50,00%
Returo Entsorgungs GmbH
49,60%
Flugplatzgesellschaft Hangelar mbH
49,00%
Bonner Hafenbetriebe GmbH
25,00%
refer GmbH
16,67%
Beteiligungsgesellschaft Bonn/Rhein-Sieg GmbH
41,53%
Stadtwerke Bonn Beteiligungs-GmbH
12,50%
Radio Bonn/Rhein-Sieg GmbH & Co. KG
6,06%
Flughafen Köln/Bonn GmbH
49,00%
AHS Köln Aviation Handling Services GmbH
10,00%
AHS Aviation Handling Service GmbH
5,81%
Trianel GmbH
100,00%
Trianel Gaskraftwerk Hamm Verwaltungs GmbH
0,00%
Trianel Gaskraftwerk Hamm GmbH & Co. KG
100,00%
Trianel Gasspeicher Epe Verwaltungs GmbH
100,00%
Trianel Kohlekraftwerk Lünen Verwaltungs GmbH
0,00%
Trianel Kohlekraftwerk Lünen GmbH & Co. KG
100,00%
Trianel Windkraftwerk Borkum Verwaltungs GmbH
0,00%
Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co. KG
Seite 19 von 430
Das Beteiligungsportfolio
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 16
100,00% Trianel Energieprojekte GmbH & Co. KG
7,60%
Trianel Gasspeicher Epe GmbH & Co. KG
6,34%
Trianel Kohlekraftwerk Lünen GmbH & Co. KG
50,00%
Netzleitung Lünen GmbH
6,10%
Trianel Gaskraftwerk Hamm GmbH & Co. KG
5,35%
Trianel Onshore Windkraftwerke GmbH & Co. KG
100,00%
Trianel Onshore Windkraftwerk Wendorfer Berg GmbH &
Co. KG
100,00%
Trianel Onshore Windkraftwerk Gerdshagen/Falkenhagen II
GmbH & Co. KG
100,00%
Trianel Onshore Windkraftwerk Bendorf-Oersdorf GmbH &
Co. KG
100,00%
Trianel Onshore Windkraftwerk Bendorf-Oersdorf Verwal-
tungs GmbH
100,00%
Trianel Onshore Windkraftwerk Hünfelden GmbH & Co. KG
100,00%
Trianel Onshore Windkraftwerk Rabenau GmbH & Co. KG
100,00%
Trianel Onshore Windkraftwerk GKN GmbH
100,00%
Trianel Onshore Windkraftwerke Verwaltungs GmbH
0,00%
Trianel Onshore Windkraftwerke GmbH & Co. KG
100,00%
Trianel Onshore Windkraftwerk Eisleben GmbH & Co. KG
100,00%
Trianel Onshore Nordost Verwaltungs GmbH
5,00%
Trianel Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG
100,00%
Trianel Windpark Görzig GmbH & Co. KG
100,00%
Trianel Windpark Creußen GmbH & Co. KG
100,00%
Trianel Windpark Gebersreuth GmbH & Co. KG
100,00%
Trianel Solarpark Uchtdorf GmbH & Co. KG
100,00%
Trianel Windpark Uckley GmbH & Co. KG
100,00%
Trianel Windpark Grünberg GmbH & Co. KG
100,00%
Trianel Erneuerbare Energien Verwaltungs GmbH
0,00%
Trianel Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG
100,00%
Trianel Windpark Wennerstorf II GmbH & Co. KG
Seite 20 von 430
Das Beteiligungsportfolio
17 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
100,00%
Trianel Solarpark Pritzen GmbH & Co. KG
100,00%
Windpark Emmerthal GmbH & Co. KG
100,00%
Trianel Solarpark Schipkau GmbH & Co. KG
100,00%
Trianel Solarpark Südwestpfalz GmbH & Co. KG
100,00%
Trianel Windpark Vogelherd GmbH & Co. KG
100,00%
Trianel Windpark Zellertal GmbH & Co. KG
100,00%
TAP Windpark Bad Arolsen GmbH & Co. KG
100,00%
Trianel Windpark Jeckenbach GmbH & Co. KG
100,00%
Trianel Windpark Buchenau GmbH & Co. KG
50,00%
WMD Windenergie Mitteldeutschland GmbH
2,69%
Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co. KG
50,00%
Infrastruktur Windkraftwerk Borkum GmbH & Co. KG
1,87%
Trianel Windkraftwerk Borkum II GmbH & Co. KG
100,00%
Trianel Windkraftwerk Borkum II Verwaltungs GmbH
0,00%
Trianel Windkraftwerk Borkum II GmbH & Co. KG
50,00%
Infrastruktur Windkraftwerk Borkum GmbH & Co. KG
1,18%
Trianel GmbH
4,08%
Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft eG
1,87%
Trianel Gaskraftwerk Hamm GmbH & Co. KG
46,60%
Wahnbachtalsperrenverband Körperschaft des öffentlichen Rechts
100,00%
Wahnbach Wasser GmbH
3,33%
Dachverband Kommunaler IT-Dienstleister
100,00%
aKDn-sozial eigenbetriebsähnliche Einrichtung
0,08%
d-NRW AöR
100,00%
Bonn Conference Center Management GmbH
74,81%
Auto-Schnellfähre Bad Godesberg-Niederdollendorf GmbH
20,39%
Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg mbH i.L.
10,53%
Zweckverband Verkehrsverbund Rhein-Sieg
100,00%
Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH
50,00%
Seite 21 von 430
Das Beteiligungsportfolio
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 18
Zweckverband Nahverkehr SPNV & Infrastruktur Rheinland
0,00%
Zweckverband Nahverkehr SPNV & Infrastruktur Rheinland
100,00%
Nahverkehr Rheinland GmbH
100,00%
Seniorenzentren der Bundesstadt Bonn
38,50%
Tourismus & Congress GmbH Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler
16,67%
Zweckverband Naturpark Rheinland
19,73%
Gemeinnützige Baugenossenschaft Sankt Augustin eG
26,82%
Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft eG
100,00%
WBG Wohnungsbaugesellschaft Bonn mbH
100,00%
Städtisches Gebäudemanagement Bonn
92,34%
Vereinigte Bonner Wohnungsbau AG
100,00%
VEBOFUTUR GmbH
5,83%
Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR
Hinweise zum Lesen der Beteiligungsstruktur:
Der Prozentsatz ist der prozentuale Anteil des Mutterunternehmens am gezeichne-
ten Kapital der Tochtergesellschaft.
kursiv Auflistung der Tochtergesellschaften erfolgt an anderer Stelle in der
Beteiligungsstruktur
6.1 Änderungen im Beteiligungsportfolio
Im Berichtszeitraum hat es verschiedene Änderungen bei den unmittelbaren und mittelba-
ren Beteiligungen gegeben.
Zugänge
Ende 2020 wurde die Versorger-Allianz 450 GmbH & Co. KG sowie die Versorger-Allianz
450 Verwaltungsgesellschaft gegründet. Die Bundesstadt Bonn ist mittelbar über die SWB
GmbH, bzw. die BonnNetz GmbH, die ihrerseits einen Anteil von 1,84 % hält, beteiligt. Die
Versorger-Allianz 450 wird daher neu in den Beteiligungsbericht aufgenommen.
Seite 22 von 430
Das Beteiligungsportfolio
19 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Ausblick auf geplante Änderungen
Es ist geplant, die SWB Bad GmbH im Rahmen des Projektes „Entwicklung Innovationsdrei-
eck in die Quartier.BonnWest GmbH umzufirmieren.
Im Ok tober 2022 wird d ie KLAR GmbH ihren Geschäftsbetrieb aufnehmen. An
der Gesellschaft sind die Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR (StEB Köln), die Stadt-
werke Köln GmbH (SWK), die Bundesstadt Bonn sowie die Klärschlammkooperation
Poolgesellschaft mbH (KKP) beteiligt. Zweck der KLAR GmbH ist die Planung, der Bau und
der Betrieb einer Klärschlammverbrennungsanlage (KVA) sowie der damit im Zusammen-
hang stehenden Aufgaben.
Seite 23 von 430
Das Beteiligungsportfolio
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 20
6.2 Beteiligungsstruktur
Übersicht der Beteiligungen der Bundesstadt Bonn mit Angabe der Beteiligungsver-
hältnisse und Jahresergebnisse
BETEILIGUNG
KAPITAL
JAHRESER-
GEBNIS
BETEILI-
GUNGSART
GESAMT
IN TEUR
ANTEIL
ABSOLUT
IN TEUR
ANTEIL
IN %
IN TEUR
bonnorange AöR 7.000 7.000 100,00 - Unmittelbar
Müllverwertungsanlage Bonn GmbH 39.097 25.824 66,05 0 Unmittelbar
refer GmbH 50 21 41,51 74 Mittelbar
Returo Entsorgungs GmbH 50 25 50,00 350 Mittelbar
SWB Regional Ver- und Entsorgung 25 15 59,11 13 Mittelbar
Zweckverband Rheinische
Entsorgungs-Kooperation
1.410 282 20,00 619 Unmittelbar
Internationale Beethovenfeste Bonn
gGmbH
300 200 66,67 613 Unmittelbar
Rheinisches Studieninstitut für
kommunale Verwaltung in Köln GbR
618 65 10,45 - Unmittelbar
Theater der Bundesstadt Bonn 12.800 12.800 100,00 3.011 Unmittelbar
Bonn-Netz GmbH 100 56 56,42 0 Mittelbar
Energie- und Wasserversorgung
Bonn/Rhein-Sieg GmbH
75.325 42.498 56,42 3.269 Mittelbar
Gesellschaft für Energie- und
Gebäudemanagement Bonn mbH
51 51 100,00 0 Mittelbar
Stadtwerke Bonn GmbH 75.000 75.000 100,00 45 Unmittelbar
Trianel GmbH 20.153 1.183 5,87 8.881 Mittelbar
Trianel Erneuerbare Energien GmbH
& Co. KG
14.000 308 2,20 4.432 Mittelbar
Trianel Gaskraftwerk Hamm GmbH &
Co. KG
42.299 943 2,23 42.434 Mittelbar
Trianel Kohlekraftwerk Lünen GmbH
& Co. KG
29.589 462 1,56 -10.070 Mittelbar
Trianel Onshore Windkraftwerke
GmbH & Co. KG
5.468 130 2,38 1.110 Mittelbar
Trianel Wind und Solar GmbH & Co.
KG
4.941 418 8,46 -550 Mittelbar
Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH
& Co. KG
18.324 227 1,24 -16.998 Mittelbar
Trianel Windkraftwerk Borkum II
GmbH & Co. KG
27 0 1,17 -4.771 Mittelbar
Versorger-Allianz 450 Beteiligungs
GmbH & Co. KG
54.299 565 1,04 -1.725 Mittelbar
Wahnbachtalsperrenverband
Körperschaft des öffentlichen Rechts
15.839 7.381 46,60 0 Unmittelbar
Wasserversorgungs-Gesellschaft
mbH Sankt Augustin
7.000 372 5,32 792 Mittelbar
Dachverband Kommunaler IT-
Dienstleister
94 3 3,33 - Unmittelbar
d-NRW AöR 1.281 1 0,08 0 Unmittelbar
Radio Bonn/Rhein-Sieg GmbH & Co.
KG
511 64 12,50 1.045 Mittelbar
Seite 24 von 430
Das Beteiligungsportfolio
21 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Bonn Conference Center
Management GmbH
25 25 100,00 59 Unmittelbar
Auto-Schnellfähre Bad Godesberg-
Niederdollendorf GmbH
133 99 74,81 - Unmittelbar
Elektrische Bahnen der Stadt Bonn
und des Rhein-Sieg-Kreises - SSB –
GmbH
500 164 32,76 0 Mittelbar
Fahrbetrieb Bonn GmbH 50 33 65,39 0 Mittelbar
Regionalverkehr Köln GmbH 3.579 322 8,99 -1.477 Mittelbar
Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg
mbH i.L.
778 159 20,39 -140 Unmittelbar
Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH 5.000 3.270 65,39 0 Mittelbar
Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH 240 25 10,53 0 Mittelbar
Zweckverband Verkehrsverbund
Rhein-Sieg
0 0 10,53 - Unmittelbar
Zweckverband Nahverkehr SPNV &
Infrastruktur Rheinland
444 23 5,26 - Mittelbar
Seniorenzentren der Bundesstadt
Bonn
2.556 2.556 100,00 685 Unmittelbar
Bonner City Parkraum GmbH 26 13 50,10 0 Mittelbar
Bonner Hafenbetriebe GmbH 50 25 49,00 56 Mittelbar
Flughafen Köln/Bonn GmbH 10.821 656 6,06 -14.524 Mittelbar
Flugplatzgesellschaft Hangelar mbH 26 13 49,60 -14 Mittelbar
Tourismus & Congress GmbH Region
Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler
52 20 38,50 5 Unmittelbar
Zweckverband Naturpark Rheinland 108 18 16,67 - Unmittelbar
Gemeinnützige Baugenossenschaft
Sankt Augustin eG
1.447 286 19,73 552 Unmittelbar
Gemeinnützige
Wohnungsgenossenschaft eG
2.918 902 30,90 864 Unmittelbar
Städtisches Gebäudemanagement
Bonn
141.073 141.073 100,00 - Unmittelbar
Vereinigte Bonner Wohnungsbau AG 26.368 24.348 92,34 6.462 Unmittelbar
Beteiligungsgesellschaft Bonn/Rhein-
Sieg GmbH
300 50 16,67 9.979 Mittelbar
Chemisches und
Veterinäruntersuchungsamt
Rheinland AöR
300 17 5,83 196 Unmittelbar
Stadtwerke Bonn Bad GmbH 25 16 65,39 -26 Mittelbar
Stadtwerke Bonn Beteiligungs-GmbH 101 66 65,39 - Mittelbar
Stadtwerke Bonn Dienstleistungs-
GmbH
1.000 1.000 100,00 0 Mittelbar
Seite 25 von 430
Das Beteiligungsportfolio
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 22
6.3 Wesentliche Finanz- und Leistungsbeziehungen
Übersicht über die wesentlichen Finanz- und Leistungsbeziehungen im Konzern der Bundesstadt Bonn (in TEUR).
gegenüber
Stadtwerke Bonn GmbH
Energie-/Wasservers
Bo/RSK
Bonn-Netz GmbH
Stadtwerke Bonn Bad
GmbH
Stadtwerke Bonn Ver-
kehrs-GmbH
Müllverwertungsanl. Bonn
GmbH
Stadtwerke Bonn Dienstl.
GmbH
Stadtwerke Bonn Beteilig.
GmbH
Bundesstadt Bonn
Städtisches Gebäudem.
(SGB)
Theater der Bundesstadt
Bonn
Seniorenzentren
VEBOWAG
bonnorange AöR
Stadtwerke Bonn GmbH
Forderungen 14.239 28.493 27 25.612 132 8 1.338 2.480 4 - 53 - -
Verbindlichkeiten 3.376 708 - 236 1.061 1.019 4.285 1 1 - - - -
Erträge 6.186 7.299 19 13.381 1.704 12 388 10.237 137 18 176 - 2
Aufwendungen 4.623 935 - 1.306 3.060 12 29.313 2.111 - - - - -
Energie-/Wasservers Bo/RSK
Forderungen 3.376 31.336 - 1.635 207 - 0 1.639 - 152 42 - -
Verbindlichkeiten 14.239 8.256 - 185 470 - 48.919 434 1.450 11 12 940 31
Erträge 4.623 8.862 4 7.049 1.738 - - 8.278 16.667 913 366 3.933 102
Aufwendungen 6.188 80.262 - 486 6.171 - - 6.117 0 - - - -
Bonn-Netz GmbH
Forderungen 708 8.451 - 300 136 - 6 489 4 - - 1 0
Verbindlichkeiten 28.493 31.327 - 95 0 - - 98 - - 10 - -
Erträge 935 80.695 - 326 611 - - 444 263 - - 49 1
Aufwendungen 7.299 8.907 - 655 0 - - 13.665 263 - 75 - -
Stadtwerke Bonn Bad GmbH
Forderungen - - - - - - 36 - - - - - -
Verbindlichkeiten 27 - - - - - - - - - - - -
Erträge - - - - - - - - - - - - -
Aufwendungen 19 4 - - - - - - - - - - -
Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH
Forderungen 236 185 95 - 26 6 7.528 2.069 108 - - - 2
Verbindlichkeiten 25.612 1.635 300 - - - 1.300 148 - - - - -
Erträge 1.306 486 655 - 127 - 36.836 18.416 555 - - - 60
Aufwendungen 13.381 7.049 326 - - - - 936 - - - - 0
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Das Beteiligungsportfolio
23 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
gegenüber
Stadtwerke Bonn GmbH
Energie-/Wasservers
Bo/RSK
Bonn-Netz GmbH
Stadtwerke Bonn Bad GmbH
Stadtwerke Bonn Verkehrs-
GmbH
Müllverwertungsanl. Bonn
GmbH
Stadtwerke Bonn Dienstl.
GmbH
Stadtwerke Bonn Beteilig.
GmbH
Bundesstadt Bonn
Städtisches Gebäudem.
(SGB)
Theater der Bundesstadt
Bonn
Seniorenzentren
VEBOWAG
bonnorange AöR
Müllverwertungsanl. Bonn GmbH
Forderungen 1.061 470 0 - - - 3 - - - - - -
Verbindlichkeiten 132 207 136 - 26 - 377 26 4 - - - -
Erträge 3.060 6.171 0 - - - - - 37 - - - -
Aufwendungen 1.704 1.738 611 - 127 - - 100 - - - - -
Stadtwerke Bonn Dienstl. GmbH
Forderungen 1.019 - - - - - - - - - - - -
Verbindlichkeiten 8 - - - 6 - - - - - - - -
Erträge 12 - - - - - - 3 - - - - -
Aufwendungen 12 - - - - - - - - - - - -
Stadtwerke Bonn Beteilig. GmbH
Forderungen 4.285 48.919 - - 1.300 377 - - - - - - -
Verbindlichkeiten 1.338 0 6 36 7.528 3 - - - - - - -
Erträge 29.313 - - - - - - - - - - - -
Aufwendungen 388 - - - 36.836 - - 687 - - - - -
Bundesstadt Bonn
Forderungen 60 0 - - 16 - 1 - 365.316 4.761 783 10.396 3.948
Verbindlichkeiten 2.494 899 75 - 2.101 53 - - 14.744 4.763 12 934 5.430
Erträge 2.475 5.866 13.617 - 739 96 251 745 7.350 5.324 606 4.730 1.101
Aufwendungen 10.850 8.182 186 - 18.416 - 89 - 99.882 30.456 339 1.145 35.344
Städtisches Gebäudem. (SGB)
Forderungen - 1.163 - - - 4 - - 13.895 - - 120 211
Verbindlichkeiten 4 67 28 - 108 - - - 365.720 8 - 32 12
Erträge - - 73 - - - - - 99.419 - 0 - 211
Aufwendungen 161 15.936 146 - 690 44 - - 7.577 95 - 716 131
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Das Beteiligungsportfolio
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 24
gegenüber
Stadtwerke Bonn GmbH
Energie-/Wasservers
Bo/RSK
Bonn-Netz GmbH
Stadtwerke Bonn Bad GmbH
Stadtwerke Bonn Verkehrs-
GmbH
Müllverwertungsanl. Bonn
GmbH
Stadtwerke Bonn Dienstl.
GmbH
Stadtwerke Bonn Beteilig.
GmbH
Bundesstadt Bonn
Städtisches Gebäudem.
(SGB)
Theater der Bundesstadt
Bonn
Seniorenzentren
VEBOWAG
bonnorange AöR
Theater der Bundesstadt Bonn
Forderungen - - - - - - - - 4.798 - - - -
Verbindlichkeiten 2 59 0 - - - - - 4.679 - - - 0
Erträge - - - - - - - - 30.806 - - - -
Aufwendungen 22 1.056 0 - - - - - 5.163 2 - - 3
Seniorenzentren
Forderungen - - - - - - - - - - - - -
Verbindlichkeiten - - - - - - - - 959 - - - -
Erträge - - 74 - - - - - 134 - - - -
Aufwendungen 199 425 0 - - - - - 399 6 - - -
VEBOWAG
Forderungen - 0 - - - - - - 1 32 - - -
Verbindlichkeiten - 255 0 - - - - - 10.406 324 - - -
Erträge - - - - 0 - - - 1.249 690 - - -
Aufwendungen - 3.760 9 - - - - - 4.919 1 - - -
bonnorange AöR
Forderungen - 8 2 - 1 - - - 5.063 56 0 - 0
Verbindlichkeiten - 38 0 - 3 - - - 4.395 211 - - -
Erträge - - - - - - - - 35.003 131 3 - 0
Aufwendungen - 133 1 - 72 - - - 1.046 211 - - -
Da die Gesamtabschlüsse 2020 und 2021 noch nicht vorliegen, werden hier die Werte des Gesamtabschlusses 2019 darge-
stellt.
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Das Beteiligungsportfolio
25 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Seite 29 von 430
Das Beteiligungsportfolio
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 26
6.4 Einzeldarstellung
Die unmittelbaren Beteiligungen werden in der Bilanz unter der langfristigen Vermögenspo-
sition „Finanzanlagen“
als „Anteile an verbundenen Unternehmen“ ausgewiesen. In dieser Bilanzposition
kommen Beteiligungen zum Ausweis, bei denen die Bundesstadt Bonn einen be-
herrschenden Einfluss auf die Beteiligung ausüben kann. Dieser liegt in der Regel
vor, wenn die Bundesstadt Bonn mehr als 50 % der Anteile hält,
als „Beteiligungen“ ausgewiesen. In dieser Bilanzposition kommen Beteiligungen
zum Ausweis, bei denen die Bundesstadt Bonn
einen maßgeblichen Einfluss auf die Beteiligung ausüben kann. Dieser liegt in der
Regel vor, wenn die Bundesstadt Bonn mehr als 20 % der Anteile hält,
als „Sondervermögen“ ausgewiesen. Hierbei handelt es sich um Kommunalvermö-
gen, das zur Erfüllung eines bestimmten Zwecks dient und daher getrennt vom all-
gemeinen Haushalt der Bundesstadt Bonn geführt wird. Sondervermögen sind ge-
mäß § 97 GO NRW das Gemeindegliedervermögen, das Vermögen rechtlich un-
selbstständiger örtlicher Stiftungen, Eigenbetriebe (§ 114 GO NRW) und organisa-
torisch verselbstständigte Einrichtungen (§ 107 Abs. 2 GO NRW) ohne eigene
Rechtspersönlichkeit,
als „Ausleihungen“ ausgewiesen. Hierbei handelt es sich um langfristige Finanzfor-
derungen der Bundesstadt Bonn gegenüber Dritten, die durch den Einsatz kommu-
nalen Kapitals an diese entstanden sind und dem Geschäftsbetrieb der
Bundesstadt Bonn dauerhaft dienen sollen,
als „Wertpapiere des Anlagevermögens“ ausgewiesen. Hierbei handelt es sich um
Unternehmensanteile, die auf Dauer angelegt werden, durch die jedoch keine dau-
ernde Verbindung der Bundesstadt Bonn zum Unternehmen hergestellt werden soll.
Aufgrund dessen werden diese lediglich in Tabelle 1 nachrichtlich ausgewiesen.
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Das Beteiligungsportfolio
27 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Seite 31 von 430
Das Beteiligungsportfolio
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 28
6.4.1 Abfallwirtschaft/Entsorgung/Abwasser
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Das Beteiligungsportfolio
29 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Seite 33 von 430
bonnorange AöR
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 30
bonnorange AöR
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2019)
Lievelingsweg 110
53119 Bonn
(0228) 77 – 2225
(0228) 77 – 5695
vorstand@bonnorange.de
www.bonnorange.de
Unternehmensgegen-
stand
Die bonnorange AöR ist ein kommunales Unternehmen in der
100-prozentigen Trägerschaft der Bundesstadt Bonn. Sie führt
die von der Bundesstadt übertragenen Pflichten nach Maß-
gabe der Unternehmenssatzung eigenverantwortlich und in ei-
genem Namen aus.
Neben der Abfallentsorgung sind weitere Aufgaben der AöR
die Stadtreinigung und der Winterdienst im Sinne der Bestim-
mungen des Straßenreinigungsgesetzes NRW sowie der Be-
trieb der Werkstatt.
Zweck der Beteiligung Die AöR übernimmt die Aufgaben des öffentlich -rechtlichen
Entsorgungsträgers gemäß §§ 17 und 20 Kreislaufwirtschafts-
gesetz (KrWG) in Verbindung mit § 5 Landesabfallgesetz
NRW, soweit diese nicht auf den Zweckverband Rhei nische
Entsorgungs-Kooperation (REK) übertragen sind.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital _________________________ 7.000.000 EUR
Träger der Anstalt Bundesstadt Bonn _______________ 7.000.000 EUR (100%)
Tochterunternehmen Die AöR hält Anteile an der
Müllverwertungsanlage Bonn GmbH ____ 781.918 EUR (2%)
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bonnorange AöR
31 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
IST
12/2019
Aktiva
Anlagevermögen 29.555
Umlaufvermögen 6.459
Rechnungsabgrenzungsposten 83
Bilanzsumme 36.097
Passiva
Eigenkapital 15.898
Rückstellungen 12.962
Verbindlichkeiten 7.236
Rechnungsabgrenzungsposten -
Bilanzsumme 36.097
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
IST
12/2019
Umsatzerlöse 36.890
Sonstige betriebliche Erträge 184
Materialaufwand 5.441
Personalaufwand 22.997
Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.122
Abschreibungen 3.484
Ergebnis vor Ertragssteuern -353
Aufwendungen aus Gewinnabführung -
Jahresergebnis -339
Zum Zeitpunkt der Erstellung des Beteiligungsberichtes lag en die Jahresabschlüsse zum
31.12.2020 und 31.12.2021 nicht vor.
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bonnorange AöR
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 32
KENNZAHLEN
IST
12/2019
Eigenkapitalquote (in %) 44,0
Eigenkapitalrentabilität (in %) -2,1
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 53,8
Verschuldungsgrad (in %) 1,3
Umsatzrentabilität (in %) -0,9
Personalbestand 433
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Ertragslage
Sowohl Jahres als auch Bilanzergebnis fielen 2019 mit -339 TEUR bzw. -619 TEUR negativ
aus.
Die Spartenabschlüsse stellen sich wie folgt dar:
Straßenreinigung mit 53 TEUR Überschuss
Abfallwirtschaft mit 191 TEUR Unterdeckung
Werkstatt mit 201 TEUR Unterdeckung
Übergreifende Sparte neutral
Die Gesamterlöse laut Spartenrechnung liegen mit 37.076 T EUR um 329 TEUR über dem
Vorjahr.
Die positive Veränderung ergibt sich bei den Umsatzerlösen. Sie resultiert aus einer Umla-
gensteigerung (+869 T EUR) und Beistandsleistungen (+345 T EUR) bei gleichzeitigem
Rückgang der sonstigen Umsatzerlöse (-496 TEUR).
Die sonstigen betrieblichen Erträge vielen um 379 T EUR auf 184 TEUR. es fielen weniger
Verkaufserlöse für Altfahrzeuge und weniger Forderungen für die Abfindung von Pensions-
verpflichtungen gegen die Bundesstadt Bonn an.
Der Material Aufwand liegt mit 5.44 1 TEUR um 419 TEUR Über dem Vorjahr. Der Anstieg
entfällt im Wesentlichen auf erhöhten Ersatzteilbedarf der Werkstatt für ältere Fahrzeuge.
Der Personalaufwand von 22.997 T EUR liegt 615 T EUR Über dem Vorjahresbetrag. Der
Anstieg entfällt auf Tarifsteigerungen und höhere Personalzahlen.
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen er Tüten sich zum Vorjahr um 137 TEUR auf 1.385
TEUR. Der Anstieg entfällt hauptsächlich auf die Zinsen für Pensionsrückstellungen.
Seite 36 von 430
bonnorange AöR
33 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage
Die Eigenka pitalquote hat sich Ergebnis bedingt und aufgrund gestiegener Bilanzsumme
von 48,5 % auf 44 % verschlechtert. Die vor ab Gewinn Ausschüttung in Höhe von 280 TEUR
durch die bonnorange AöR entspricht einer Verzinsung des Stammkapitals (7.000 T EUR)
Von 4 %. Insgesamt ist das Eigenkapital um 619 TEUR auf 15.898 TEUR gesunken.
Chancen und Risiken
Im Hinblick auf den hohen Anteil Gebühren finanzierte hoheitliche Aufgaben und der ansons-
ten vereinbarten Kosten decken den Abrechnungen von Beistandsleistungen im Verh ältnis
zur Bundesstadt Bonn sieht die vorstehenden keine Geschäfts - oder Bestands gefährden
den Risiken. Operativen Risiken begegnet bonnorange mit entsprechenden Management -
und Kontrollsystemen sowie regelmäßigen Berichterstattungen.
Chancen werden in erweiterten Zuständigkeiten bei Reinigungsaufgaben gesehen.
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Vorstand
Frau Kornelia Hülter
Stellvertretung
Herr Richard Münz
Verwaltungsrat VORSITZ
Herr Dipl. Ing. Helmut Wiesner Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Frau Carolin Krause
ORDENTLICHE MITGLIEDER
Herr Christoph Busch Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Rainer Friedrich
Frau Dr. Beate Bänsch-Baltruschat
(GRÜNE)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Frau Brigitta Poppe-Reiners (GRÜNE)
Herr Dr. Stephan Eickschen (SPD) Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Dr. Karl-Heinz Post (SPD)
Herr Georg Fenninger (CDU) Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Klaus-Peter Nelles (CDU)
Herr Christian Gold (CDU) Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Gordon Land (CDU)
Seite 37 von 430
bonnorange AöR
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 34
Frau Gabriele Klingmüller (SPD) Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Dieter Schaper (SPD)
Herr Prof. Dr. Wilfried Löbach (FDP) Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Marcel Schmitt (BBB)
Herr Hanno Raußendorf (DIE LINKE) Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Maik Eckert (DIE LINKE)
Herr Jürgen Wehlus (CDU) Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Christoph Jansen (CDU)
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Vorstand
Kornelia Hülter 150.000
Verwaltungsrat
Christoph Busch 1.359
Beate Bänsch-Baltruschat 763
Stephan Eickschen 1.736
Georg Fenninger 1.359
Christian Gold 1.606
Gabriele Klingmüller 1.576
Wilfried Löbach 1.736
Hanno Raußendorf 1.506
Jürgen Wehlus 1.585
Der Verwaltungsrat erhält gemäß Satzung ein Sitzungsgeld.
Die Bezüge der Vorständin betrugen für 2019 insgesamt 150.000,00 EUR. In den
Rückstellungen wurde berücksichtigt, dass sich gemäß Beschluss des Verwaltungsrates der
Betrag um bis zu 30.000 EUR entsprechend der geschlossenen Zielvereinbarung erhöhen
kann.
Seite 38 von 430
bonnorange AöR
35 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Ver-
waltungsräten nach Geschlecht
Gemäß § 12 Absatz 6 des Gesetzes über die Gleichstellung von Frauen und Männern für
das Land Nordrhein -Westfalen (Landesgleichstellungsgesetz – LGG) ist die Öffentlichkeit
über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwaltungsräten nach Geschlecht regelmä-
ßig in geeigneter Form zu unterrichten.
Dem Aufsichtsgremium in diesem Unternehmen gehören von den insgesamt 9 Mitgliedern
2 Frauen an (Frauenanteil: 22,22 %).
Damit wird der im § 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von
40 Prozent nicht erreicht/unterschritten.
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Müllverwertungsanlage Bonn GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 36
Müllverwertungsanlage Bonn GmbH
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Immenburgstraße 22
53121 Bonn
(0228) 7 11 - 7200
(0228) 7 11 - 7205
swb-verwertung@stadtwerke-bonn.de
www.swb-verwertung.de
Unternehmensgegen-
stand
Zweck der Beteiligung
Gegenstand des Unternehmens sind die Errichtung und der
Betrieb von Anlagen zur umweltverträglichen Entsorgung von
allen Abfällen im Sinne des Kreislaufgesetzes (KrWG) in der
jeweils geltenden Fassung. Davon umfasst ist die energetische
Verwertung, die thermische Behandlung sowie die Durchfüh-
rung aller damit verbundenen Hilfsgeschäfte. Insoweit über-
nimmt das Unternehmen vorrangig die Entsorgung der über-
lassungspflichtigen Abfälle nach §§ 17, 20 KrWG (in der jeweils
geltenden Fassung).
Die MVA ist eine Tochtergesellschaft der SWBB, die wiederum
im Mehrheitseigentum der SWB, einer 100%igen Tochterge-
sellschaft der Bundesstadt Bonn, steht. Gesellschafter der
MVA ist ferner u.a. die kommunale Entsorgungskooperation
REK.
Gegenstand der MVA ist die Er richtung und der Betrieb von
Anlagen zur umweltverträglichen Entsorgung von Hausmüll
und sonstigen Abfällen. Diese Funktion erfüllt die MVA über die
REK für die Kreise Rhein -Sieg und Ahrweiler sowie natürlich
für die Bundesstadt Bonn. Sie übernimmt für die REK die aus
der Daseinsvorsorge erwachsende Aufgabe der Beseitigung
der Siedlungsabfälle. Bereits mit Gründung des REK im Jahre
2009 haben Bundesstadt Bonn und Rhein -Sieg-Kreis diese
Aufgabe der REK übertragen. Diese wiederum nutzt mit Wir-
kung zum 1. Janu ar 2016 dafür die Dienstleistung der MVA.
Der Kreis Ahrweiler ist mit Wirkung zum 1. Januar 2018 gefolgt.
Aufgrund des Deponierungsverbotes für unbehandelte Sied-
lungsabfälle ist und bleibt die Abfallverwertungsanlage ein
Seite 40 von 430
Müllverwertungsanlage Bonn GmbH
37 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
wichtiger Eckpfeiler sowohl des Bonner Abfallwirtschaftskon-
zeptes, als auch des Rhein-Sieg-Kreises, des Kreises Ahrwei-
ler und ggfs. weiterer Mitglieder des Zweckverbands. Die Ent-
sorgung der kommunalen Siedlungsabfälle war auch im abge-
laufenen Geschäftsjahr jederzeit gesichert. Die öffent liche
Zweckbestimmung war und ist auch zukünftig gesichert, da die
Auslastung der Anlage weit überwiegend durch Siedlungsab-
fälle kommunaler Herkunft gegeben ist. Im Rahmen der vor-
rangigen Beseitigung von Abfällen aus der Flutkatastrophe
wurde der öffentlic hen Zwecksetzung in besonderem Maße
Rechnung getragen.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital ________________________ 39.097.468 EUR
Gesellschafter Stadtwerke Bonn Beteiligungs-
GmbH ______________________ 36.541.008 EUR (93,46%)
Bundesstadt Bonn ________________ 992.622 EUR (2,54%)
Zweckverband Rheinische
Entsorgungs-Kooperation _____________ 781.918 EUR (2%)
bonnorange AöR ____________________ 781.918 EUR (2%)
Tochterunternehmen refer GmbH _______________________ 12.500,0 EUR (25%)
Seite 41 von 430
Müllverwertungsanlage Bonn GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 38
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 49.706 50.250 -545
Umlaufvermögen 8.207 9.437 -1.230
Bilanzsumme 57.913 59.687 -1.775
Passiva
Eigenkapital 42.799 42.799 0
Sonderposten 885 974 -89
Rückstellungen 4.093 4.763 -670
Verbindlichkeiten 10.135 11.151 -1.016
Bilanzsumme 57.913 59.687 -1.775
Seite 42 von 430
Müllverwertungsanlage Bonn GmbH
39 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 32.473 30.407 2.066
Sonstige betriebliche Erträge 743 725 18
Materialaufwand 15.114 12.730 2.384
Personalaufwand 7.471 7.457 14
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
5.135 6.381 -1.246
Abschreibungen 3.407 3.437 -30
Ergebnis vor Ertragssteuern 2.121 1.191 929
Aufwendungen aus
Gewinnabführung
1.892
1.087
805
Jahresergebnis 0 0 0
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 73,9 71,7 2,2
Eigenkapitalrentabilität (in %) 0,0 0,0 0,0
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 87,9 87,1 0,8
Verschuldungsgrad (in %) 0,3 0,4 -0,0
Umsatzrentabilität (in %) 0,0 0,0 0,0
Personalbestand 94 94 0
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Ertragslage
Die Gesamtleistung ist mit 33.341 TEUR (Vorjahr 31.303 TEUR) um 2.038 TEUR gestiegen.
Die Umsatzerlöse sind von 30.407 TEUR im Vorjahr auf 32.473 TEUR um 2.066 TEUR ge-
stiegen und sind im Wesentlichen auf höhere Erlöse aus Abfallverbrennung (26.837 TEUR)
begründet. Vor allem durch mehr gelieferten kommunalen Abfall durch die REK. Demgegen-
über stehen mengenbedingt geringere Erlöse aus der Dampflieferung (5.460 T EUR). Rund
82,6 % der Umsätze entfallen dabei auf die Abfallverbrennung (Vorjahr 78,5 %).
Der Gesamtaufwand belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 31.319 T EUR (Vorjahr
30.073 TEUR).
Seite 43 von 430
Müllverwertungsanlage Bonn GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 40
Das Geschäftsjahr schließt mit einem Gewinn (vor Ergebnisabführung) von 1.892 TEUR ab
und liegt damit um 805 TEUR über dem Ergebnis des Vorjahres.
Vermögenslage und Kapitalstruktur
Die Gesellschaft ist in den konzernweiten Cash-Pool der SWB eingebunden.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 3.015 T EUR (Vorjahr 870 T EUR) in immaterielle
Vermögensgegenstände und Sachanlagen investiert. Bei den Investitionen in Sachanlagen
in Höhe von 2.983 T EUR (Vorjahr 689 TEUR) wurde im Wesentlichen in geleistete Anzah-
lungen und Anlagen im Bau (2.708 TEUR) investiert.
Die Gesellschaft weist eine Eigenkapitalquote von 73,9 % (Vorjahr 71,7 %) aus. Die Finan-
zierung der Gesellschaft erfolgt über Eigenmittel sowie langfristige Darlehen.
Prognose
Für das Folgejahr wird mit einem Rü ckgang der Gesamtleistung auf 32.712 T EUR gerech-
net. Die MVA plant für das Wirtschaftsjahr 2022 ein positives Jahresergebnis (vor Ergeb-
nisabführung) in einer Größenordnung von rd. 1.000 TEUR. Aufgrund der Auswirkungen der
Corona-Pandemie auf die Wirtschaft geht die Geschäftsführung mittelfristig von leicht rück-
läufigen Gewerbeabfallmengen und -preisen aus. Im Jahr 2022 wird jedoch noch nicht mit
einer Unterauslastung der MVA gerechnet.
Ein Problem könnte die reduzierte Verfügbarkeit von notwendigen Betriebs stoffen (u.a. zur
Rauchgasreinigung) darstellen. Als Auswirkungen wären Kostensteigerungen und Ein-
schränkungen der Anlageneinsetzbarkeit zu erwarten.
Insgesamt rechnet die Geschäftsführung der MVA mit einem niedrigeren Ergebnis für 2022
und in den
darauffolgenden Jahren mit gleichbleibenden Jahresergebnissen und steigenden Verbren-
nungspreisen für Siedlungsabfälle in den nächsten Jahren.
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung
Herr Dipl. Ing., Dipl.-Wirt.-Ing.
Manfred Becker
Aufsichtsrat VORSITZ
Herr Christian Gold (CDU)
(bis 20.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Herr Dr. Nico Janicke (SPD)
(ab 19.03.2021 Vorsitzender
ab 21.01.2021 Mitglied)
Stellvertretung
Frau Dr. Beate Bänsch-Baltruschat (GRÜNE)
1. STELLVERTRETUNG VORSITZ
Seite 44 von 430
Müllverwertungsanlage Bonn GmbH
41 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Frau Dr. Beate Bänsch-Baltruschat
(GRÜNE)
Bundesstadt Bonn
MITGLIEDER
Herr Dr. Stephan Eickschen (SPD)
(bis 20.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Frau Kornelia Hülter
(bis 19.10.2021)
Herr Richard Münz
(ab 05.11.2021
bonnorange AöR
Herr Prof. Dr. Wilfried Löbach (FDP)
(bis 20.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Frau Julia Polley (CDU)
(ab 21.01.2021)
Herr Carsten Velewald Zweckverband
Rheinische
Entsorgungs-
Kooperation
Herr Dr. Albert Weidmann (BBB)
(ab 21.01.2021)
Herr Dipl. Ing. Helmut Wiesner Bundesstadt Bonn
Gesellschafterver-
sammlung
MITGLIEDER
Herr Michael Schütte
(bis 19.07.2021)
Herr Christof Schumacher
(ab 20.07.2021)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Frau Manuela Olschewski
Frau Simone Vogel Zweckverband
Rheinische
Entsorgungs-
Kooperation
Herr Mirko Heid Stadtwerke Bonn
GmbH
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Geschäftsführung
Manfred Becker 272.361
Seite 45 von 430
Müllverwertungsanlage Bonn GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 42
AUFSICHTSRAT
Beate Bänsch-Baltruschat 1.110
Nico Janicke 1.860
Julia Polley 1.110
Albert Weidmann 1.110
Helmut Wiesner 1.020
Der Geschäftsführer Di pl.-Ing., Di pl.-Wirt.-Ing. Manfred Becker hat von der Gesellschaft
erfolgsunabhängige Bezüge in Höhe von 246.483,00 EUR und erfolgsabhängige
Vergütungen in Höhe von 25.877,88 EUR erhalten.
Das Bruttogehalt beinhaltet eine individuelle Altersversorgung sowie eine Zusatzversorgung.
Es wurde eine Rückstellung für eine erfolgsabhängige Vergütun g in Höhe vo n 81.300,00
EUR gebildet.
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Ver-
waltungsräten nach Geschlecht
Gemäß § 12 Absatz 6 des Gesetzes über die Gleichstellung von Frauen und Männern für
das Land Nordrhein-Westfalen (Landesgleichstellungsgesetz – LGG) ist die Öffentlichkeit
über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwaltungsräten nach Geschlecht regel-
mäßig in geeigneter Form zu unterrichten.
Dem Aufsichtsgremium in diesem Unternehmen gehören von den insgesamt 7 Mitgliedern
2 Frauen an (Frauenanteil: 28,6 %).
Damit wird der im § 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von 40
Prozent nicht erreicht/unterschritten.
Vorliegen eines Gleichstellungsplanes nach § 2 Absatz 2 und § 5 LGG
Gemäß § 2 Absatz 2 LGG haben die Gemeinden und Gemeindeverbände beziehungs-
weise ihre Vertreterinnen und Vertreter in den Unternehmensgremien bei der Gründung
von Unternehmen in Rechtsformen des privaten Rechts in unmittelbarer und mittelbarer
Beteiligung dafür Sorge zu tragen, dass die entsprechende Anwendung des LGG in der
Unternehmenssatzung verankert wird.
Gehört einer Gemeinde oder einem Gemeindeverband allein oder gemeinsam mit anderen
Gebietskörperschaften die Mehrheit der Anteile eines Unternehmens in einer Rechtsform
des privaten Rechts, wirken die Vertreterinnen und Vertreter darauf hin, dass in dem Unter-
nehmen die Ziele des LGG beachtet werden. Dies gilt sowohl für unmittelbare als auch für
mittelbare Beteiligungen. Für Unternehmen, die auf eine Beendigung ihrer Geschäftstätig-
keit ausgerichtet sind, findet § 2 Absatz 2 LGG keine Anwendung.
Der Gleichstellungsplan nach § 5 LGG befindet sich derzeit in Fortschreibung.
Seite 46 von 430
Müllverwertungsanlage Bonn GmbH
43 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Seite 47 von 430
refer GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 44
refer GmbH
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Im Eisholz 3
51373 Leverkusen
(0 2266) 9009 – 12
(0 2266) 9009 - 25
info@avea.de
www.refer-gmbh.de
Unternehmensgegen-
stand
Gegenstand des Unternehmens ist die wirtschaftlich/technisch
optimale Verwertung und Beseitigung von Reststoffen (z.B.
verbrennungsrückständige Rostaschen, Filterstäube und
sonstige aus der Rauchgasreinigung anfallende Abfälle und
Produkte), die im Rahmen der thermischen Behandlung in den
Abfallbehandlungs- und Verwertungsanlagen der kommunalen
Gesellschafter auf deren Gebiet anfallen bzw. aus diesen her-
rühren.
Zweck der Beteiligung Die Bundestadt Bonn, die Stadt Leverkusen und der Bergische
Abfallwirtschaftsverband kooperieren bereits seit mehreren
Jahren erfolgreich über die Returo Entsorgungs GmbH im Be-
reich der Abfallwirtschaft. Die positiven Auswirkungen dieser
Kooperation haben die kommunalen Entscheidungsträger ver-
anlasst, intensiv über eine Ausweitung der bestehenden Ko-
operation nachzudenken und weitere Ressourcen und kommu-
nales „Know-how“ zu bündeln. Seit Einführung der Ersatzbau-
stoffverordnung 2008 gibt es strengere Vorgaben, nach denen
die Reststoffe der Müllverbrennungsanlagen auf die Deponie
gebracht werden müssten. Deponieraum ist jedoch knapp und
zudem befindet sich die Ersatzbaustoffverordnung in Überar-
beitung. Aufgrund der unsicheren gesetzlichen Lage und zur
langfristigen Sicherstellung der Entsorgung und Verwertung
der Reststoffe wurde seitens der AVEA eine Kooperation mit
der Stadtwerke Bonn GmbH und der MVA Bonn GmbH ange-
strebt, die mit Synergieeffekten für alle Gesellschafter verbun-
den ist. Ziel dieser Kooperation soll die Sicherstellung der Ent-
sorgung für die Reststoffe aus den beiden Müllverwertungsan-
lagen in eigenen Anlagen sein. Die refer GmbH ist eine Toch-
tergesellschaft von drei Gesellschaften, deren Anteile sich zu
Seite 48 von 430
refer GmbH
45 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
100 % in kommunaler Hand befinden. Deren Gegenstand wie-
derum liegt jeweils im Bereich der Sammlung bzw. Entsorgung
von Abfällen im Interesse der (mittelbaren) Eigentümerkommu-
nen und deren Einwohner.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital ___________________________ 50.000 EUR
Gesellschafter AVEA GmbH & Co. KG _______________ 25.000 EUR (50%)
Müllverwertungsanlage Bonn
GmbH ____________________________ 12.500 EUR (25%)
Stadtwerke Bonn GmbH ______________ 12.500 EUR (25%)
Tochterunternehmen Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 7.608 2.641 4.967
Umlaufvermögen 3.541 842 2.698
Bilanzsumme 11.148 3.483 7.665
Passiva
Eigenkapital 1.421 1.347 74
Rückstellungen 1.392 177 1.214
Verbindlichkeiten 8.336 1.959 6.377
Bilanzsumme 11.148 3.483 7.665
Seite 49 von 430
refer GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 46
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 7.396 5.447 1.950
Sonstige betriebliche Erträge 5 29 -24
Materialaufwand 6.022 4.063 1.958
Personalaufwand 491 492 -1
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
490 356 134
Abschreibungen 216 - 216
Ergebnis vor Ertragssteuern 121 557 -436
Jahresergebnis 74 359 -285
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 12,7 38,7 -26,0
Eigenkapitalrentabilität (in %) 5,2 26,6 -21,4
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 18,7 51,0 -32,3
Verschuldungsgrad (in %) 6,8 1,6 5,3
Umsatzrentabilität (in %) 1,0 6,6 -5,6
Personalbestand 8 8 0
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Die Gesellschaft selbst erbringt nur operative Leistungen. Overheadleistungen werden durch
die Gesellschafter erbracht. Durch die Bündelung der Rostaschen wird die Entsorgungssi-
cherheit gewährleistet und eine Preisstabilität sowie die Unabhängigkeit von Marktteilneh-
mern erreicht.
Die refer konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 7.396 T EUR
(Vorjahr: 5.447 T EUR) und einen Jahresüberschuss in Höhe von 74 T EUR (Vorjahr: 359
TEUR) erzielen.
Um eine moderne Anlagentechnik, effiziente Recyclingmöglichkeiten und einen bestmögli-
chen Ressourcenschutz zu erreichen sowie den Metallaustrag zu erhöhen, investiert refer
in eine eigene Rostaschenaufbereitungsan lage. Mit den Bautätigkeiten wurde im Oktober
2020 begonnen. Neben dem Projekteinfluss durch die Corona -Pandemie hat die
Seite 50 von 430
refer GmbH
47 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Wetterlage (Schnee, Frost und Dauerregen) im ersten Quartal 2021 für erhebliche Behinde-
rungen der Ausführungen im Tiefbau gesorgt. Das Geschäftsjahr war weiter gekennzeichnet
mit einem wachsenden Mangel und eine Verteuerung an Baumaterialien (Stahl,
Holz, Dämmmaterialien, etc.).
Im Geschäftsjahr 2021 wurden rd. 72.000 Tonnen Rostaschen angeliefert. Aus der Müllver-
wertungsanlage (MVA) Bonn kamen dabei rd. 38.000 Tonnen Schlacke. Das Müllheizkraft-
werk (MHKW) Leverkusen steuerte rd. 34.000 Tonnen Schlacke bei. Mit dem Probebetrieb
zur Überprüfung der Funktion und Eigenschaften der neuen Anlage wurde im August 2021
begonnen. Bei der Überführun g in einen stabilen Anlagenbetrieb konnte eine
Teilmenge von rd. 40.000 t aufbereitet werden. Die übrigen Rostaschen wurden von FEMe-
tallen entfrachtet und gelagert, um eine Trocknung für den Aufbereitungsprozess zu
erreichen und um das Potential an zu extrahierenden Metallen möglichst hoch zu halten.
Das Material soll zu einem späteren Zeitpunkt aufbereitet werden. Die übrigen angefallenen
Rostaschen wurden extern abgesteuert. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2021 durch die
refer rd. 130.000 Tonnen Schlacke abgewickelt.
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung MITGLIEDER
Herr Dipl. Ing., Dipl.-Wirt.-Ing.
Manfred Becker
Frau Rebecca Winkler
Gesellschafterver-
sammlung
VERTRETER
Herr Bernd Nottbeck Stadtwerke Bonn
GmbH
Herr Peter Weckenbrock Stadtwerke Bonn
GmbH
Die Geschäftsführer sind bei den Gesellschaftern angestellt und erhalten keine Bezüge von
der Gesellschaft.
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Returo Entsorgungs GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 48
Returo Entsorgungs GmbH
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Robert-Blum-Str. 8
51373 Leverkusen
(0 214) 8668 - 716
(0 214) 8668 - 724
info@returo.de
www.returo.de
Unternehmensgegen-
stand
Gegenstand des Unternehmens ist das Stoffstrommanage-
ment zur wirtschaftlich optimalen Nutzung/Gestaltung von Ab-
fallentsorgungskapazitäten der Gesellschafter.
Zweck der Beteiligung RELOGA (ging aus der AVEA hervor) und MVA Bonn/Stadt-
werke Bonn sind Unternehmen in kommunaler Hand. Seit Jah-
ren besteht eine intensive Zusammenarbeit im Management
von Stoffströmen und in der Auslastung der Müllverwertungs-
anlagen in Bonn und Leverkusen. Die MVA Bonn/Stadtwerke
Bonn verfügen über kein eigenes Personal für die hauptamtli-
che Abfallakquisition und die Stoffstromsteuerung für die ei-
gene Behandlungsanlage. Diese Leistungen werden von RE-
LOGA erbracht, die im Rahmen ihrer Vereinbarung zur Auslas-
tung der 3. Linie die Steuerung der Spitzenauslastung über-
nimmt. Mit der Beteiligung an einer gemeinsamen Vertriebsge-
sellschaft mit RELOGA kann die Stadtwerke Bonn somit sofort
auf einen funktionierenden Vertrieb und fundierte Marktkennt-
nisse zurückgreifen.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital ___________________________ 50.000 EUR
Gesellschafter Reloga Holding GmbH & Co. KG _______ 25.000 EUR (50%)
Stadtwerke Bonn GmbH ______________ 25.000 EUR (50%)
Tochterunternehmen Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Seite 52 von 430
Returo Entsorgungs GmbH
49 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Umlaufvermögen 3.480 3.413 67
Rechnungsabgrenzungsposten 30 21 9
Bilanzsumme 3.510 3.433 77
Passiva
Eigenkapital 1.545 1.660 -114
Rückstellungen 45 60 -15
Verbindlichkeiten 1.919 1.714 206
Bilanzsumme 3.510 3.433 77
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 18.184 17.858 326
Sonstige betriebliche Erträge 2 2 1
Materialaufwand 17.177 16.718 459
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
537 518 19
Ergebnis vor Ertragssteuern 464 615 -151
Jahresergebnis 350 464 -114
Seite 53 von 430
Returo Entsorgungs GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 50
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 44,0 48,3 -4,3
Eigenkapitalrentabilität (in %) 22,6 28,0 -5,4
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) - - -
Verschuldungsgrad (in %) 1,3 1,1 0,2
Umsatzrentabilität (in %) 1,9 2,6 -0,7
Personalbestand 0 0 0
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Die Returo konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr Erlöse in Höhe von 18.184 T EUR erzie-
len. Für das Müllheizkraftwerk Leverkusen und die MVA Bonn wurden im Jahr 2021 ca.
96.000 t akquiriert. Die genannten Tonnagen sicherten jederzeit die Vollauslastung in den
Verwertungsanlagen, liegen aber unter Vorjahresniveau. Durch kommunale Übernahmever-
pflichtungen der MVA Bonn im Rahmen der Hochwasserkatastrophe und verlängerter Revi-
sionszeiten in Leverkusen, gab es geringere Mengenanforderungen an die Returo.
Durch die aktuell gültige Gewerbeabfallverordnung dürfen bestimmte Stoffströme nicht mehr
direkt thermisch verwertet, sondern müssen einer Sortieranlage zugeführt werden. Die Re-
turo konnte ca. 4.000 t für die Gewerbeabfallsortieranlage der AVEA akquirieren. Das Mak-
lergeschäft mit weiteren Müllverwertungsanlagen (z.B. MVA Solingen, MVA Weiswei ler,
MHKW Essen, RMVA Köln) liegt mit ca. 49.000 t Gewerbeabfall deutlich über dem Vorjah-
resniveau.
Trotz der Corona-Krise konnte die ECOMONDO in Rimini stattfinden, somit konnten die Kun-
denbeziehungen gestärkt werden. Durch die Hochwasserkatastrophe sind große Mengen
Sperrmüll angefallen, von denen ein großer Teil thermisch behandelt werden musste. Dieser
Einmaleffekt hat Rückgänge im gewerblichen Bereich ausgeglichen. Zum Jahresende sind
die gewerblichen Mengen weiter zurückgegangen, so dass einige Verbre nnungsanlagen
Sonderpreise aufgerufen haben, die sich bis ins I. Quartal 2022 auswirken.
Seite 54 von 430
Returo Entsorgungs GmbH
51 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung
Herr Dipl. Ing., Dipl.-Wirt.-Ing.
Manfred Becker
Müllverwertungs-
anlage Bonn GmbH
Herr Dipl. Ing. Martin Krekeler
Gesellschafterver-
sammlung
MITGLIEDER
Herr Bernd Nottbeck Müllverwertungs-
anlage Bonn GmbH
Die Geschäftsführer sind bei den Gesellschaftern angestellt und erhalten von der Gesell-
schaft keine Bezüge.
Seite 55 von 430
SWB Regional Ver- und Entsorgung
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 52
SWB Regional Ver- und Entsorgung
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Sillerystraße 1- 3
53518 Adenau
(0228) 711 - 3744
(0228) 711 - 3355
info@stadtwerke-bonn.de
www.stadtwerke-bonn.de
Unternehmensgegen-
stand
Gegenstand des Unternehmens ist die Akquisition und Über-
nahme der Wasserversorgung, der Abwasserentsorgung, von
Strom und Gaskonzessionen bzw. von entsprechenden Be-
triebsführungen auf dem Gebiet der jeweils z u beteiligenden
Kommunen/Verbandsgemeinden im Gesamtraum des Land-
kreises Ahrweiler.
Zweck der Beteiligung Durch Übernahme der Betriebsführung für den Zweckverband
Wasserversorgung EifelAhr durch die SWB kann die ange-
strebte weitere Expansion wirtschaftlich fortgeführt werden.
Der Zweckverband Wasserversorgung Eifel -Ahr passt als zu-
künftiger Wasserbezieher des WTV hervorragend ins Portfolio
und verhilft der SWB zu mengendegressiven und Skaleneffek-
ten. Weiterhin lassen sich so Spezialwissen und Kompetenzen
der vorhandenen Mitarbeiter zusätzlich vermarkten. Insgesamt
kommt der zukünftigen Zusammenarbeit mit dem nördlichen
Rheinland-Pfalz und hier insbesondere mit dem Landkreis Ahr-
weiler für die SWB als Wachstumsmarkt eine besondere Be-
deutung zu. Kooperationen lassen sich so zum gemeinsamen
Nutzen unter kommunalen Mehrheiten weiter ausbauen.
Seite 56 von 430
SWB Regional Ver- und Entsorgung
53 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital ___________________________ 25.000 EUR
Gesellschafter Stadtwerke Bonn Beteiligungs-
GmbH ________________________ 22.600,0 EUR (90,40%)
Verbandsgemeinde Adenau _________ 1.200,0 EUR (4,80%)
Verbandsgemeinde Altenahr _________ 1.200,0 EUR (4,80%)
Tochterunternehmen Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 61 51 10
Umlaufvermögen 606 259 347
Rechnungsabgrenzungsposten 4 8 -3
Bilanzsumme 671 318 353
Passiva
Eigenkapital 25 25 0
Sonderposten - - -
Rückstellungen 249 86 163
Verbindlichkeiten 398 207 190
Rechnungsabgrenzungsposten - - -
Bilanzsumme 671 318 353
Seite 57 von 430
SWB Regional Ver- und Entsorgung
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 54
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 1.909 1.280 629
Sonstige betriebliche Erträge 9 2 7
Materialaufwand 533 170 364
Personalaufwand 804 777 26
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
357 359 -2
Abschreibungen 21 16 5
Ergebnis vor Ertragssteuern 202 -41 243
Erträge aus Verlustübernahme - 43 -43
Aufwendungen aus
Gewinnabführung
188 - 188
Jahresergebnis 13 0 13
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 3,7 7,9 -4,2
Eigenkapitalrentabilität (in %) 51,8 1,0 50,8
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 40,9 49,0 -8,1
Verschuldungsgrad (in %) 25,9 11,7 14,1
Umsatzrentabilität (in %) 0,7 0,0 0,7
Personalbestand 16 16 0
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Die Wasserversorgung ist Kernaufgabe der Daseinsvorsorge, welche in den Zuständigkeits-
bereich der Kommunen (kommunale Selbstverwaltung) fällt. Die Anforderungen an einen
modernen, nachhaltigen Umgang mit Wasser steigen stetig. Die Gesellschaft betreibt die
Betriebsführung für den Zweckverband Wasserversorgung Eifel/Ahr und die Betriebsführung
des Wasserwagens der Energie - und Wasserversorgung Bonn/Rhein -Sieg GmbH (EnW
Bonn/Rhein-Sieg), Bonn).
Bedingt durch die Flutkatastrophe im Juli 2021 kam es zu Ausfällen der Wasserversorgung
in 26 Ortschaften, die jedoch alle wieder leitung sgebunden versorgt werden konnten. Der
Ausbau der Ersatzwasserversorgung für den Zweckverband wird weiter fortgeführt. Die für
Seite 58 von 430
SWB Regional Ver- und Entsorgung
55 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
die Gesellschaft bedeutsamsten Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse sowie das Jah-
resergebnis (vor Ergebnisübernahme). Ein A usbau der Geschäftstätigkeit ist aktuell kaum
mehr möglich und wird im Wesentlichen durch den Zweckverband Wasserversorgung Ei-
fel/Ahr bestimmt.
Die Gesamtleistung ist von 1.282 TEUR im Vorjahr um 636 TEUR auf 1.918 TEUR gestie-
gen. Die Umsatzerlöse belaufen sich auf 1.909 TEUR (Vj. 1.280 TEUR) und liegen sehr
deutlich über dem Vorjahr. Die um 629 TEUR gestiegenen Umsatzerlöse resultieren aus der
Betriebsführung für den Zweckverband Wasserversorgung Eifel/Ahr (921 TEUR) sowie
Dienstleistungen gegenüber Dritten (972 TEUR). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die um
625 TEUR gestiegenen Umsatzerlöse aus Installationsarbeiten für Dritte begründet. Ursäch-
lich hierfür ist die Leistungsabrechnung in Verbindung mit der Flutkatastrophe im Ahrtal.
Der Gesamtaufwand belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 1.717 TEUR (Vj. 1.324
TEUR). Aufwandsseitig ist insbesondere der Materialaufwand von 170 TEUR im
Vorjahr um 364 TEUR auf 534 TEUR im Berichtsjahr gestiegen. Der Anstieg ist im Wesent-
lichen auf die im Geschäftsjahr 2021 neu gebildete Rückstellung für Instandhaltung Zähler-
wechsel (80 TEUR) sowie die Rückstellung für Instandhaltungsarbeiten aufgrund der Flut-
katastrophe im Ahrtal (50 TEUR), die Aufwendungen für die Einsatzhilfe im Zusammenhang
mit der Flutkatastrophe durch die Bonn- Netz GmbH, Bonn, (Bonn -Netz) (71 TEUR) sowie
die Aufwendungen für Chlormessungen/Material durch die Bonn-Netz (61 TEUR) zurückzu-
führen.
Der Personalaufwand ist von 777 TEUR im Vorjahr um 27 TEUR auf 804 TEUR aufgrund
zusätzlicher Mehrarbeit im Zusammenhang mit der Flutkatastrophe im Ahrtal gestiegen. Die
sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich mit 357 TEUR weitestgehend auf Vor-
jahresniveau.
Die SWB Regional schließt das Geschäftsjahr 2021 mit einem Jahresergebnis (vor Ergeb-
nisabführung) in Höhe von 201 TEUR ab und liegt damit um 244 TEUR über dem Ergebnis
des Vorjahres. Die aus dem Ergebnis resultierenden Ausgleichszahlungen an außenste-
hende Gesellschafter und die Abgeführten Gewinne erfolgen aufgrund des zwischen der
SWB Regional GmbH und der Stadtwerke Bonn Beteiligungs-GmbH bestehenden Gewinn-
abführungsvertrages.
Das Eigenkapital beläuft sich vor dem Hintergrund des mit der SWBB abgeschlossenen Ge-
winnabführungsvertrages unverändert auf 25 TEUR. Die Bilanzsumme ist von 318 TEUR im
Vorjahr um 353 TEUR auf 671 TEUR gestiegen. Aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme ist
die Eigenkapitalquote zum Ende des Geschäftsjahres 2021 bei einem konstant gebliebenen
Eigenkapital auf 3,7 % (Vj. 7,9 %) gesunken.
Chancen und Risiken
Die SWB Regional ve rsucht, sich als engagiertes, potenzialstarkes Unternehmen im Kreis
Ahrweiler zu positionieren. Derzeit stehen jedoch keine Konzessionsverfahren im Kreis Ahr-
weiler an und es zeichnen sich auch keine möglichen Betriebsführungsübernahmen ab. Der
bestehende Betriebsführungsvertrag läuft bis zum 31. Dezember 2022 und verlängert sich
um weitere drei Jahre bis zum 31. Dezember 2025, da er von keiner der beiden Seiten ge-
kündigt wurde.
Seite 59 von 430
SWB Regional Ver- und Entsorgung
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 56
Die SWB Regional zeigt ein dem Unternehmenszweck entsprechend ausgerichtetes Risiko-
portfolio. Es besteht überwiegend aus Risiken, die aus der Betriebsführung Wasserversor-
gung Eifel -Ahr resultieren. Die betriebenen Anlagen unterliegen den allgemeinen Risiken
von Betriebsstörungen und -unterbrechungen, denen durch systematische Durchfüh rung
von Wartung und Instandhaltung sowie Entstördiensten begegnet wird. Der Angriff russi-
scher Truppen auf die Ukraine am 24. Februar 2022 wird deutliche Auswirkungen auf die
Gesamtwirtschaft in Europa und insbesondere auch auf den Energiesektor haben. Dies be-
trifft auch Transportkosten für alle bezogenen Lieferungen und Leistungen, sowie die ge-
samten Lieferketten.
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung MITGLIEDER
Herr Dipl. Ing. Theo Waerder
Gesellschafterver-
sammlung
MITGLIEDER
Herr Markus Wienand Stadtwerke Bonn
Beteiligungs-GmbH
Stellvertretung
Herr Bernd Nottbeck
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Ver-
waltungsräten nach Geschlecht
Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat.
Vorliegen eines Gleichstellungsplanes nach § 2 Absatz 2 und § 5 LGG
Gemäß § 5 Abs. 1, Satz 1 LGG ist die Erstellung eines Gleichstellungsplans erst bei einer
Beschäftigtenzahl von mindestens 20 erforderlich.
Seite 60 von 430
SWB Regional Ver- und Entsorgung
57 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Seite 61 von 430
Zweckverband Rheinische Entsorgungs-Kooperation
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 58
Zweckverband Rheinische Entsorgungs-Kooperation
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Immenburgstr. 22
53121 Bonn
(02 28) 77 - 73 00
info@zv-rek.de
www.zv-rek.de
Unternehmensgegen-
stand
Aufgabe des Zweckverbandes ist es, die den Verbandsmitglie-
dern als öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger nach den Vor-
gaben des Kreislaufwirtschaftsgesetzes und der landesabfall-
rechtlichen Regelungen in NRW und RLP zugewiesenen Auf-
gaben in eigener Zuständigkeit wahrzunehmen.
Zweck der Beteiligung Der Zweckverband ist als kommunaler Anlagen - und Entsor-
gungsverbund geschaffen worden zur langfristigen Gewähr-
leistung der Entsorgungssicherheit in den Gebieten der betei-
ligten öffentlich -rechtlichen Entsorgungsträger, zur Stärkung
der interkommunalen Zu sammenarbeit und zur Erfüllung ho-
heitlicher Entsorgungsaufgaben in den kommunalen Bereich
im Wege der Eigenwahrnehmung.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital _________________________ 1.410.282 EUR
Mitglieder Bundesstadt Bonn
Rhein-Sieg-Kreis
Rhein-Lahn-Kreis
Landkreis Neuwied
Landkreis Ahrweiler
Tochterunternehmen Das Unternehmen hält Beteiligungen an:
MVA GmbH, Bonn (2%), RSAG, Siegburg (2%).
Seite 62 von 430
Zweckverband Rheinische Entsorgungs-Kooperation
59 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 1.410 1.410 0
Umlaufvermögen 2.074 1.630 444
Bilanzsumme 3.484 3.040 444
Passiva
Eigenkapital 3.145 2.526 619
Rückstellungen 8 8 0
Verbindlichkeiten 331 506 -175
Bilanzsumme 3.484 3.040 444
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse - - -
Sonstige betriebliche Erträge 6.934 2.574 4.360
Zuwendungen und Umlagen 288 438 -150
Kostenumlagen Mitglieder 43.784 47.522 -4.256
Sonstige o. Erträge 0 57 -57
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
50.387 50.534 -148
Ergebnis vor Ertragssteuern 619 0 619
Jahresergebnis 619 0 619
Seite 63 von 430
Zweckverband Rheinische Entsorgungs-Kooperation
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 60
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 90,3 83,1 7,2
Eigenkapitalrentabilität (in %) 19,7 0,0 19,7
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 223,0 179,1 43,9
Verschuldungsgrad (in %) 0,1 0,2 -0,1
Umsatzrentabilität (in %) - - -
Personalbestand 0 0 0
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Mit der Bildung des Zweckverbandes wird das gemeinsame Ziel verfolgt, langfristig die Ent-
sorgungssicherheit in den Gebieten der Zweckverbandsmitglieder zu stärken und die vor-
handenen oder geplanten Abfallverwertungs- und -beseitigungsanlagen der Zweckver-
bandsmitglieder gegenseitig auszulasten.
Mengenentwicklung
Die Sperrmüllmenge des Rhein-Sieg-Kreises sinkt gegenüber dem Vorjahr, da wahrschein-
lich eine größere Menge mit über das Hochwasserkontingent angeliefert und entsorgt wurde.
Die Bonner Menge ist nahezu unverändert geblieben. Die PPK Menge des Rhein-Sieg-Krei-
ses und der Bundessstadt Bonn hat sich aufgrund geänderter vertraglicher Regelungen mit
den Dualen System verringert. Aufgrund neuer Sortie ranalysen entfällt ein höherer prozen-
tualer Anteil auf die DSDBetreiber. Die Menge des Rhein -Lahn-Kreises entspricht fast dem
Vorjahreswert. Grundsätzlich ist ein leichter Anstieg der Restmüllmengen zu erkennen. Aus-
nahme hiervon ist die Bundesstadt Bonn. H ier entsprechen die Anlieferungen dem Vorjah-
resniveau. Nur ein erhöhter Anteil des Sperrmülls verursacht eine Mehrmenge an Sortier-
resten. Die aus den Hochwassergebieten des Rhein -Sieg-Kreises angelieferten Sperrmüll-
mengen in Höhe von 12.536 Mg wurden direkt in der MVA Bonn entsorgt.
Die Biomengen weisen insgesamt wetterbedingt einen starken Anstieg von 7% auf. Der nied-
rige Vorjahreswert entstand aufgrund der extremen Trockenheit und in 2021 steigt die Orga-
nikmenge aufgrund des vielen Niederschlages an.
Ertragslage
Im Haushaltsjahr 2021 betragen die ordentlichen Aufwendungen 50.387 (Vj. 50.534) TEUR.
Den Aufwendungen stehen Erträge aus der Papierverwertung, Zuwendungen sowie Kosten-
umlagen der Verbandsmitglieder von 51.006 (Vj. 51.271) TEUR gegenüber. Kostenumlagen
wurden in Höhe von 43.784 (Vj. 47.522) TEUR in Rechnung gestellt. Die Umlagen wurden
auf Basis der Nachtragssatzung vom 23.11.2021 erhoben. Die Umlagen für die Abfuhrleis-
tungen im Landkreis Neuwied entfallen, da die Aufgabe rückübertragen worden ist.
Seite 64 von 430
Zweckverband Rheinische Entsorgungs-Kooperation
61 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Prognosebericht
Der REK geht für das Jahr 2022 von einem neutralen Ergebnis aus. Die prognostizierten
PPK Verwertungserlöse werden in diesem Jahr annäherungsweise mit der Haushaltssat-
zung übereinstimmen. Wesentliche Plan -Ist-Abweichungen sind zurzeit nich t absehbar. Im
Bereich der Kommunalanlieferungen sind für das Jahr 2022 insgesamt 379.800 Mg einge-
plant. Dies ist im Vergleich zum Vorjahresplan ein Anstieg um 5.900 Mg.
Der REK hat den öffentlichen Zweck erfüllt; er ist den ihr übertragenen Aufgaben und Pflich-
ten in vollem Umfang nachgekommen. Der Zweckverband nimmt ausschließlich hoheitliche
Aufgaben nach dem Gesetz über kommunale Gemeinschaftsarbeit NRW wahr. Die Ge-
schäftsaktivitäten beziehen sich ausschließlich auf die Wahrnehmung von Aufgaben der öf-
fentlichen Abfallwirtschaft für seine Verbandsmitglieder. Die Verbandsmitglieder sind gemäß
Verbandssatzung zur Kostentragung verpflichtet, somit trägt der Zweckverband kein wirt-
schaftliches Risiko.
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung
Herr Sascha Hurtenbach Landkreis Ahrweiler
SPRECHER/-IN
Herr Dipl. Ing., Dipl.-Wirt.-Ing.
Manfred Becker
MVA Bonn GmbH
Verbandsvorstand VERBANDSVORSTEHER/-IN
Herr Frank Puchtler
Stellvertretung
Frau Gisela Bertram
Verbandsversammlung VORSITZ
Herr Christian Gold (CDU)
(bis 20.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Jürgen Wehlus (CDU)
MITGLIEDER
Frau Katja Dörner (GRÜNE)
(bis 20.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Dipl. Ing. Helmut Wiesner
Herr Dr. Stephan Eickschen (SPD)
(bis 23.06.2021)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Dr. Nico Janicke
Seite 65 von 430
Zweckverband Rheinische Entsorgungs-Kooperation
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 62
Herr Dr. Nico Janicke (SPD)
(ab 24.06.2021)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Max Biniek (SPD)
Frau Julia Polley (CDU)
(ab 21.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Jürgen Wehlus (CDU)
Frau Brigitta Poppe-Reiners
(GRÜNE)
(bis 20.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Martin Heyer (GRÜNE)
Herr Daniel Rutte (GRÜNE)
(ab 21.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Tim Achtermeyer (GRÜNE)
BEZÜGE DER ORGANE
Die Geschäftsführung erhält von dem Verband keine Vergütung. Im Geschäftsjahr wurden
an die Verbandsversammlung keine Sitzungsgelder oder Aufwandsvergütungen gezahlt.
Seite 66 von 430
Zweckverband Rheinische Entsorgungs-Kooperation
63 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Seite 67 von 430
Das Beteiligungsportfolio
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 64
6.4.2 Bildung/Museen/Theater/Kultur
Seite 68 von 430
Das Beteiligungsportfolio
65 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Seite 69 von 430
Internationale Beethovenfeste Bonn gGmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 66
Internationale Beethovenfeste Bonn gGmbH
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Kurt-Schumacher-Straße 3
53113 Bonn
(0228) 20 10 - 30
(0228) 20 10 - 333
info@beethovenfest.de
www.beethovenfest.de
Unternehmensgegen-
stand
Gegenstand des Unternehmens ist die Planung, Vorberei-
tung und Durchführung jährlicher internationaler Beethoven-
feste in der Bundesstadt Bonn von mindestens 14 -tägiger
Dauer sowie die Trägerschaft, Planung und Durchführung
musikalischer Vorhaben von überlokaler Bedeutung.
Im Mittelpunkt der Internationalen Beethovenfeste stehen
Aufführung und Vermittlung der Kompositionen Ludwig van
Beethovens und deren Beziehungen zum Musikleben biszum
heutigen Tage.
Zweck der Beteiligung Der Rat der Bundesstadt Bonn hat in seiner Sitzung am
07.05.1998 die Gründung der Internationalen Beethoven-
feste Bonn GmbH beschlossen.
Hintergrund für die Gründung der Gesellschaft ist das Anlie-
gen der Stadt, die Ausrichtung des Internationalen-
Beethovenfestes langfristig abzusichern
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital __________________________ 300.000 EUR
(davon eingefordert: 98.008,50 EUR)
Gesellschafter Bundesstadt Bonn _______________ 200.000 EUR (66,67%)
Deutsche Welle __________________ 100.000 EUR (33,33%)
Tochterunternehmen Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Seite 70 von 430
Internationale Beethovenfeste Bonn gGmbH
67 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 45 10 35
Umlaufvermögen 1.956 1.269 687
Rechnungsabgrenzungsposten 10 48 -38
Bilanzsumme 2.011 1.327 684
Passiva
Eigenkapital 1.208 595 613
Rückstellungen 401 121 280
Verbindlichkeiten 402 297 104
Rechnungsabgrenzungsposten - 313 -313
Bilanzsumme 2.011 1.327 684
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 6.949 2.813 4.137
Sonstige betriebliche Erträge 27 - 27
Materialaufwand 3.504 712 2.792
Personalaufwand 1.292 1.168 125
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
1.146 470 676
Abschreibungen 9 27 -18
Ergebnis vor Ertragssteuern 1.014 213 801
Jahresergebnis 613 74 539
Seite 71 von 430
Internationale Beethovenfeste Bonn gGmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 68
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 60,1 44,9 15,2
Eigenkapitalrentabilität (in %) 50,7 12,5 38,2
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 2.713,8 6.025,3 -3.311,5
Verschuldungsgrad (in %) 0,7 1,2 -0,6
Umsatzrentabilität (in %) 8,8 2,6 6,2
Personalbestand 18 18 0
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Die Durchführung der Konzertveranstaltungen ist nicht kostendeckend, daher ist die Gesell-
schaft dauerhaft auf öffentliche und private Zuschüsse angewiesen, um ihren Unterneh-
menszweck nachhaltig erfüllen zu können.
Als gemeinnützige Gmb H verfolgt die Gesellschaft in erster Linie kulturelle Zielsetzungen
und strebt an, diese unter kaufmännischen Gesichtspunkten effizient und effektiv zu errei-
chen.
Zentrales Ziel ist ein künstlerisch anspruchsvolles Programm sowohl unter Beteiligung inter-
national renommierter als auch in Bonn und der Region ansässiger Ensembles und Künstler
aufzustellen.
Ludwig van Beethoven wird dabei in den Mittelpunkt des Programms bzw. an den Anfang
aller dramaturgischen Überlegungen gestellt.
Wirtschaftliches Ziel der Gesellschaft ist es, mit modernen Methoden des Kultur -Manage-
ments und Kultur-Marketings Rahmenbedingungen zu erhalten, zu gestalten und zu entwi-
ckeln, die zur Erreichung und Unterstützung der kulturellen Ziele notwendig sind.
Aufgrund der Covid -19-Pandemie gestalteten sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbe-
dingungen 2021 weiterhin herausfordernd. Aufgrund behördlicher Verordnungen in Folge
der Pandemie konnten die Veranstaltungen des Beethovenfestes nur mit eingeschränkter
Sitzplatzkapazität durchgeführt werden.
Durch die frühzeitigen Entscheidungen der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, der
Beethoven Jubiläums Gesellschaft sowie der betroffenen Stiftungen und Sponsoren, Förde-
rungen, die der Gesellschaft für die Projekte 2020 bewilligt worden waren, nach 2021 zu
übertragen, gelang es jedoch, einen Großteil der Projekte des Beethoven -Jubiläumsjahres
im Jahr 2021 nicht nur zu veranstalten, sondern auch zu finanzieren. Denn sowohl die
Beethoven Jubiläums Gesellschaft wie auch die Bundesbeauftragte für Ku ltur und Medien
erklärten sich bereit, die zu erwartenden Einnahmeausfälle beim Ticketing zu kompensieren.
Die Gesellschaft hat sich unter anderem deshalb trotz der außerordentlichen Umstände als
krisenfest erwiesen. Die kaufmännische Planung verfolgte im zweiten Jahr der Pandemie
das Ziel eines trotz allem ausgeglichenen Jahresergebnisses; hinsichtlich der Verschiebung
Seite 72 von 430
Internationale Beethovenfeste Bonn gGmbH
69 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
der Jubiläumsveranstaltungen nach 2021 folgten kaufmännische Planung und Marketing der
Gesellschaft den dramaturgisch-künstlerischen Vorgaben der künstlerischen Leitung.
Die im Wirtschaftsplan 2021 angestrebten Erträge wurden durch die in der zum Zeitpunkt
des Festivals geltenden Coronaschutzverordnung vorgeschriebene Sitzplatzbeschränkung
leicht unterschritten. Die geplanten Aufwendungen wur den insbesondere durch Einsparun-
gen im Marketing unterschritten. So ergibt sich der ausgewiesene, erhebliche Jahresüber-
schuss, der das geplante Ergebnis in Höhe von 9 TEUR um 604 TEUR überschreitet.
Das Beethovenfest 2021 konnte glücklicherweise trotz fortdauernder Pandemie mit dem ge-
planten Programm, aber auch mit einer um etwa 50% reduzierten Sitzplatzkapazität stattfin-
den.
Finanzielle Leistungsindikatoren bestehen vor allem in der kaufmännischen Auslastung und
dem durchschnittlichen Kartenerlös. Die Ausl astung der Veranstaltungen lag bei 84,71%,
davon die kaufmännische Auslastung bei 62,67% (bei Einbezug der Sponsorenkarten bei
67,60%). Der durchschnittliche Kartenpreis lag bei 31 EUR.
Neben den Ticketerlösen wurden darüber hinaus Eigenerlöse aus Verwertu ngen, Anzeigen
und Merchandising erzielt.
Die Zuschüsse der Öffentlichen Hand stiegen für das nachgeholte Jubiläumsprogramm 2021
deutlich an, da hierin auch Zuschüsse der Beethoven Jubiläums Gesellschaft eingeflossen
sind. Bereinigt um diese Zuschüsse der Jubiläums Gesellschaft bewegen sich die öffentli-
chen Zuschüsse etwa auf dem Niveau vor dem Corona-Jahr 2020. Zum überwiegenden Teil
werden die Zuwendungen durch die Bundesstadt Bonn geleistet und sind vertraglich und
durch einen Ratsbeschluss der Bundessta dt Bonn bis 2024 abgesichert. Zusätzlich über-
nimmt die Stadt Bonn für die Jahre 2017 bis 2024 die Differenzkosten der Miete für die
Hauptspielstätte Word Conference Center Bonn (WCCB) und andere Spielstätten, die an-
stelle der geschlossenen Beethovenhalle vom Beethovenfest genutzt werden.
Die Erträge von privaten Förderern (Sponsoringverträge, Stiftungen und Spenden) bewegen
sich leicht über dem Niveau der Jahre vor Ausbruch der Coronakrise.
Risiko- und Chancenbericht
Die Beethovenhalle wird als Hauptspielstätte voraussichtlich über 2024 hinaus nicht bespiel-
bar sein. Daraus resultieren noch auf lange Zeit die bereits im Lagebericht 2019 benannten
Risiken: unwägbare akustische Verhältnissen in den neuen Spielstätten, Einschränkungen,
Skepsis bei Ag enturen, Solisten und Orchestern hinsichtlich der Eignung des WCCB und
unbekannter, neuer Spielstätten, allgemein ein Imageschaden der Stadt Bonn im Blick auf
die Wahrnehmung als „Beethoven-Stadt“.
Generelle Risiken liegen in der Konzentration der Geschäftstätigkeit auf einen kurzen Fest-
spielzeitraum. Ein unterjähriges Risiko besteht generell in der Entwicklung der Erträge aus
Kartenverkauf und der Akquisition von Drittmitteln (Sponsoring, Stiftungserträgen, Spenden
und öffentliche Projektförderung).
Aufgrund der auch im Jahr 2022 fortdauernden Covid -19-Pandemie bestehen weiterhin Ri-
siken für den weiteren Geschäftsverlauf (Risiko von weiteren Zugangsbeschränkungen für
Konzerte, Unsicherheiten bezüglich des Publikumsverhaltens), allerdings kann bei einer Ent-
spannung der pandemischen Situation für 2022 eventuell auch mit Nachholeffekten gerech-
net werden.
Seite 73 von 430
Internationale Beethovenfeste Bonn gGmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 70
Ob der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und die damit einhergehenden Sanktio-
nen auch für die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und die Durchführun g des Festivals
Konsequenzen haben wird, ist derzeit nicht vorhersehbar.
Der zum 1. Januar 2021 erfolgte Wechsel in der Kaufmännischen Geschäftsführung und der
Wechsel in der Intendanz zum 1. November 2021 bergen branchenübliche Chancen (Neu-
gier der Öffentlichkeit auf eine neue Programmkonzeption, verstärkte Medienberichterstat-
tung) und Risiken (Unterbrechung der betrieblichen Kontinuität, strukturelle Abpassungen,
interne und externe Akzeptanz).
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung MITGLIEDER
Herr Dr. Michael Gassmann
(ab 01.01.2021)
Frau Prof. Dr. Nike Wagner
(bis 31.10.2021)
Herr Steven Walter
(ab 01.11.2021)
Aufsichtsrat VORSITZ
Frau Katja Dörner (GRÜNE) Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Dr. David Thyssen
STELLVERTRETENDER VORSITZ
Frau Barbara Massing
Deutsche Welle
MITGLIEDER
Frau Anastassia Boutsko Deutsche Welle
Herr Elmar Conrads-Hassel (FDP) Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Nurten Schlinkert (FDP)
Herr Thomas Gardemann Deutsche Welle
Herr Dr. Johannes Hoffmann Deutsche Welle
Herr Christoph Jansen (CDU) Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Frau Anja Poprawka (CDU)
Frau Friederike Martin (Volt) Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Frau Beate Saul (Volt)
Herr Dr. Helmut Redeker (SPD) Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Frau Fenja Wittneven-Welter (SPD)
Seite 74 von 430
Internationale Beethovenfeste Bonn gGmbH
71 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Herr Jürgen Repschläger (DIE
LINKE)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Ralf Ehresmann (DIE LINKE)
Herr Rolf Rische Deutsche Welle
Frau Dr. Roswitha Sachsse-Schadt
(GRÜNE)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Frau Silke Uckermann (GRÜNE)
Frau Dr. Birgit Schneider-Bönninger Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Frau Susanne König
Herr Johannes Schott (BBB) Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Bernhard Wimmer (BBB)
Beirat MITGLIEDER
Herr Malte Boecker
Frau Antje Landshoff-Ellermann
Herr Dr. Elmar Weingarten
Gesellschafterver-
sammlung
MITGLIEDER
Herr Christof Schumacher
(ab 20.07.2021)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Frau Manuela Olschewski
Herr Michael Schütte
(bis 19.07.2021)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Frau Manuela Olschewski
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Geschäftsführung
Michael Gassmann 90.000
Nike Wagner 125.000
Steven Walter 21.667
Der Aufsichtsrat und der Beirat erhalten keine Bezüge.
Seite 75 von 430
Internationale Beethovenfeste Bonn gGmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 72
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwal-
tungsräten nach Geschlecht
Gemäß § 12 Absatz 6 des Gesetzes über die Gleichstellung von Frauen und Männern für
das Land Nordrhein -Westfalen (Landesgleichstellungsgesetz – LGG) ist die Öffentlichkeit
über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwaltungsräten nach Geschlecht regelmä-
ßig in geeigneter Form zu unterrichten.
Dem Aufsichtsgremium in diesem Unternehmen gehören von den insgesamt 14 Mitgliedern
6 Frauen an (Frauenanteil: 42,86 %).
Damit wird der im § 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von 40
Prozent erreicht/überschritten.
Vorliegen eines Gleichstellungsplanes nach § 2 Absatz 2 und § 5 LGG
Gemäß § 5 Abs. 1, Satz 1 LGG ist die Erstellung eines Gleichstellungsplans erst bei einer
Beschäftigtenzahl von mindestens 20 erforderlich. Die Gesellschaft ist daher nicht zur
Erstellung eines Gleichstellungsplans verpflichtet.
Seite 76 von 430
Internationale Beethovenfeste Bonn gGmbH
73 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Seite 77 von 430
Rheinisches Studieninstitut für kommunale Verwaltung in Köln GbR
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 74
Rheinisches Studieninstitut für kommunale Verwaltung in Köln GbR
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2020)
Konrad-Adenauer-Str. 13
50996 Köln-Rodenkirchen
(0221) 9 37 66 - 3
(0221) 9 37 66 - 50
verwaltung@rheinstud.de
www.rheinstud.de
Unternehmensgegen-
stand
Das Studieninstitut vermittelt den Dienstkräften der Gesell-
schafter sowie ihrer kreisangehörigen Städte und Gemeinden,
einschließlich deren Eigenbetrieben, durch planmäßigen Un-
terricht eine gründliche Berufsausbildung, nimmt die vorge-
schriebenen Prüfungen ab und sorgt für die berufliche Fortbil-
dung. Es kann darüber hinaus weitere Aufgaben übernehmen.
Das Studieninstitut üb ernimmt auch die Ausbildung, Prüfung
und Fortbildung der Dienstkräfte gemeindlicher Zweckver-
bände sowie solcher Körperschaften und Anstalten des öffent-
lichen Rechts, deren Leiterin oder Leiter Beamtin oder Beamter
einer Gemeinde oder eines Gemeindeverbands ist.
Das Studieninstitut hat ferner die Aufgabe, die rechtlich vorge-
schriebenen Auswahlverfahren durchzuführen.
Das Studieninstitut kann auch Dienstkräfte anderer Verwaltun-
gen, Körperschaften und Einrichtungen, die öffentlichen Zwe-
cken dienen, ausbilden, prüfen und fortbilden.
Zweck der Beteiligung Der öffentliche Zweck des Unternehmens besteht in der De-
ckung des Eigenbedarfs der Gesellschafter.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stimmrechte ___________________________ 617.580 EUR
Das Rheinische Studieninstitut für kommunale Verwaltung in Köln ist eine Einrichtung in der
Rechtsform einer Gesellschaft bürgerlichen Rechtes gemäß §§ 705 ff. BGB. Die Körper-
Seite 78 von 430
Rheinisches Studieninstitut für kommunale Verwaltung in Köln GbR
75 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
schaften sind persönlich haftende Gesellschafter. In die Gesellschaft wurden keine Kapital-
anteile eingebracht. Die Gesellschafterversammlung hat die Eigenkapitalanteile nach den
Anteilen an der jährlichen Gesellschafterumlage festgelegt.
Gesellschafter Stadt Köln ____________________ 195.438,0 EUR (31,65%)
Rhein-Sieg-Kreis _______________ 101.626,1 EUR (16,46%)
Rhein-Erft-Kreis ________________ 85.291,2 EUR (13,81%)
Bundesstadt Bonn ______________ 64.553,9 EUR (10,45%)
Landschaftsverband Rheinland _____ 51.878,1 EUR (8,40%)
Rheinisch-Bergischer-Kreis ________ 47.957,2 EUR (7,77%)
Oberbergischer Kreis _____________ 39.614,1 EUR (6,41%)
Kreis Euskirchen _________________ 31.221,7 EUR (5,06%)
Tochterunternehmen Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
IST
12/2020
IST
12/2019
ABWEICHUNG
IST
12/2020-12/2019
Aktiva
Anlagevermögen 29 47 -18
Umlaufvermögen 1.756 2.188 -433
Rechnungsabgrenzungsposten - - -
Bilanzsumme 1.785 2.236 -451
Passiva
Eigenkapital 618 618 0
Rückstellungen 722 870 -148
Verbindlichkeiten 445 738 -293
Rechnungsabgrenzungsposten - 10 -10
Bilanzsumme 1.785 2.236 -451
Seite 79 von 430
Rheinisches Studieninstitut für kommunale Verwaltung in Köln GbR
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 76
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
IST
12/2020
IST
12/2019
ABWEICHUNG
IST
12/2020-12/2019
Umsatzerlöse 2.642 3.178 -535
Sonstige betriebliche Erträge 91 186 -95
Materialaufwand 1.552 1.608 -56
Personalaufwand 825 699 125
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
1.614 1.563 51
Abschreibungen 26 60 -34
Ergebnis vor Ertragssteuern -1.283 -566 -717
Jahresergebnis -1.283 -566 -717
KENNZAHLEN
IST
12/2020
IST
12/2019
ABWEICHUNG
IST
12/2020-12/2019
Eigenkapitalquote (in %) 34,6 27,6 7,0
Eigenkapitalrentabilität (in %) -207,8 -91,6 -116,2
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 2.099,1 2.584,2 -485,1
Verschuldungsgrad (in %) 1,9 2,6 -0,7
Umsatzrentabilität (in %) -48,6 -17,8 -30,8
Personalbestand 14 14 0
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Institutsvorsteher MITGLIEDER
Herr Jochen Hagt Oberbergischer
Kreis
Der Institutsvorsteher / die Institutsvorsteherin übernimmt
die Geschäftsführung. Das Amt des Institutsvorstehers / der
Institutsvorsteherin wechselt jährlich zwischen den Gesell-
schaftern.
Studienleitung MITGLIEDER
Frau Patricia Florack
Seite 80 von 430
Rheinisches Studieninstitut für kommunale Verwaltung in Köln GbR
77 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Institutsausschuss MITGLIEDER
Frau Jutta Brodhäcker (GRÜNE) Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Martin Heyer (GRÜNE)
Herr Torben Leskien (CDU) Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Jan Lechner (CDU)
Gesellschafterver-
sammlung
MITGLIEDER
Herr Wolfgang Fuchs Bundesstadt Bonn
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwal-
tungsräten nach Geschlecht
Gemäß § 12 Absatz 6 des Gesetzes über die Gleichstellung von Frauen und Männern für
das Land Nordrhein -Westfalen (Landesgleichstellungsgesetz – LGG) ist die Öffentlichkeit
über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwaltungsräten nach Geschlecht regelmä-
ßig in geeigneter Form zu unterrichten.
Vorliegen eines Gleichstellungsplanes nach § 2 Absatz 2 und § 5 LGG
Gemäß § 5 Abs. 1, Satz 1 LGG ist die Erstellung eines Gleichstellungsplans erst bei einer-
Beschäftigtenzahl von mindestens 20 erforderlich. Die Gesellschaft ist daher nicht zur Er-
stellung eines Gleichstellungsplans verpflichtet.
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Theater der Bundesstadt Bonn
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 78
Theater der Bundesstadt Bonn
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.07.2021)
Am Boeselagerhof 1
53111 Bonn
0228 77 8001
0228 77 8129
theater@bonn.de
www.theater-bonn.de
Unternehmensgegen-
stand
Das Theater der Bundesstadt Bonn veranstaltet Opern -,
Schauspiel- und Ballett - bzw. Tanztheateraufführungen. Es
verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke
im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Ab-
gabenordnung.
Zweck der Beteiligung Zweck der Einrichtung ist die Förderung der Kunst. Dieser Sat-
zungszweck wird insbesondere verwirklicht durch die Unterhal-
tung der Einrichtung und die Veranstaltung von Opern-, Schau-
spiel- und Ballett- bzw. Tanztheateraufführungen.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital ________________________ 12.800.000 EUR
Tochterunternehmen Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
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Theater der Bundesstadt Bonn
79 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
07/2021
Ist
07/2020
Abw.
Ist
07/2021-
07/2020
Aktiva
Anlagevermögen 30.338 31.508 -1.170
Umlaufvermögen 12.925 7.999 4.926
Rechnungsabgrenzungsposten 149 152 -3
Bilanzsumme 43.412 39.659 3.753
Passiva
Eigenkapital 34.725 31.713 3.011
Sonderposten 4.244 4.514 -271
Rückstellungen 3.425 2.113 1.312
Verbindlichkeiten 1.019 1.241 -222
Rechnungsabgrenzungsposten 0 78 -78
Bilanzsumme 43.412 39.659 3.753
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
IST
07/2021
IST
07/2020
ABW.
IST
07/2021-07/2020
Umsatzerlöse 856 3.409 -2.553
Sonstige betriebliche Erträge 33.979 33.237 742
Materialaufwand 6.783 9.099 -2.316
Personalaufwand 19.024 21.399 -2.375
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
4.986 4.236 750
Abschreibungen 1.823 1.780 43
Ergebnis vor Ertragssteuern 3.023 895 2.128
Jahresergebnis 3.011 875 2.137
Entnahmen aus Rücklagen 1.017 1.017 0
Zuführungen in die Rücklagen 4.029 1.892 2.137
Bilanzergebnis 0 0 0
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Theater der Bundesstadt Bonn
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 80
KENNZAHLEN
Ist
07/2021
Ist
07/2020
Abw.
Ist
07/2021-
07/2020
Eigenkapitalquote (in %) 80,0 80,0 0
Eigenkapitalrentabilität (in %) 7,7 2,4 5,3
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 128,4 115,0 13,4
Verschuldungsgrad (in %) 0,1 0,1 0
Umsatzrentabilität (in %) 351,7 25,7 326,0
Personalbestand
davon
Beschäftigte & Beamte
Auszubildende 6 Aushilfen
470
397
73
482
406
76
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Ursächlich für den erneuten Umsatzrückgang war im Wesentlichen die fortwährende Ein-
schränkung des Spielbetriebs des Theaters seit Mitte März 2020 aufgrund der Vorgaben
durch die Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen. Der Ertragsrückgang
konnte in wesentlichen Teilen durch Einführung von Kurzarbeit sowie Reduzierung von
Künstlergagen und sonstigen Produktionskosten kompensiert werden.
Der städtische Zuschuss betrug 30.657 TEUR (Vj. 30.654 TEUR); davon Betriebskostenzu-
schuss (30.122 TEUR (Vj. 29.624 TEUR) und Investitionskostenzuschuss 535 TEUR (Vj.
1.030).
Insgesamt erzielte das Theater im Wirtschaftsjahr 2020/2021 einen Jahresüberschuss in
Höhe von 3.011 TEUR, welcher den im Wirtschaftsplan 2020/2021 angesetzten Jahresver-
lust in Höhe von -1.772 TEUR deutlich um 4.783 TEUR überschreitet.
Mit Bescheid über Billigkeitsleistungen nach § 53 Landeshaushaltsordnung NRW (LHO) der
Bezirksregierung Köln vom 4. Dezember 2020 wurde aufgrund der Corona -Pandemie für
Einnahmeausfälle von Kultureinrichtungen im Land NRW für die Zeit vom 4. - 31. Dezember
2020 (Bewilligungszeitraum) ein Zuschuss in Höhe von EUR 471.608,00 bewilligt. Der Zu-
schuss dient der Existenzsicherung des Theaters und wurde auf Grundlage der im Antrag
der Theaterleitung vom 6. November 2020 dargestellten Einnahmen und Ausgaben für den
Zeitraum vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 gewährt. Der am 14. Dezember
2020 gezahlte Zuschuss wurde in voller Höhe als Ertrag des Haushaltsjahres 2020/2021
erfasst. Nach Auffassung der Theaterleitung muss jedoch davon ausgegangen werden, dass
der Zuschuss in voller Höhe zu rückgefordert wird, da die Voraussetzungen für dessen Be-
willigung nicht vorlagen. Vor diesem Hintergrund wurde eine Rückstellung in Höhe des Zu-
schusses gebildet. Damit wirkt sich der Zuschuss insgesamt nicht auf das Jahresergebnis
2020/2021 aus.
Seite 84 von 430
Theater der Bundesstadt Bonn
81 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Prognose-, Risiko- und Chancenbericht
Der Betriebskostenzuschuss der Bundesstadt Bonn ist bis Juli 2023 fest vereinbart.
Die Corona -Pandemie erfordert erhöhte Flexibilität bei der Programmplanung.
Im Wirtschaftsjahr 2021/2022 ist mit weiteren Einnahmeverlusten zu rechnen.
Der Spielbetrieb 2020/2021 konnte zunächst planmäßig aufgenommen werden. Jedoch
musste dieser aufgrund der Vorgaben durch die Coronaschutzverordnung des Landes Nord-
rhein-Westfalen ab dem 2. November 2020 zunächst erneut eingestellt werden. Im Lauf e
des Jahres 2021 konnte der Spielbetrieb zwar unter Einschränkungen wieder aufgenommen
werden. Jedoch dürften im Haushaltsjahr 2021/2022 die im Wirtschaftsplan 2020/2021 prog-
nostizierten Umsatzerlöse voraussichtlich nicht erreicht werden.
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Betriebsleitung
Bernhard Helmich 226.892
Rüdiger Frings 99.207
Bei Herrn Frings sind Zahlungen für Beihilfen in Höhe von 1.952,98 EUR enthalten; die
Zuführung zur Pensionsrückstellung (Versorgungslasten der Bundesstadt Bonn für Beamte)
beträgt im Berichtsjahr 52.480,46 EUR.
Zuständiger Betriebsauschuss für das Theater Bonn ist der Kulturausschuss. Die (aktuelle
und historische) Zusammensetzung des Kulturausschusses ist dem Bonner
Ratsinformationssystem zu entnehmen.
Die Mitglieder des Kulturausschusses erhalten keine Bezüge von dem Eigenbetrieb.
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Seite 85 von 430
Das Beteiligungsportfolio
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 82
6.4.3 Energie- und Wasserversorgung
Seite 86 von 430
Das Beteiligungsportfolio
83 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
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Bonn-Netz GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 84
Bonn-Netz GmbH
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Sandkaule 2
53111 Bonn
(0228) 711 – 1
(0228) 711 - 2770
info@stadtwerke-bonn.de
www.stadtwerke-bonn.de
Unternehmensgegen-
stand
Gegenstand des Unternehmens sind das Betreiben von eige-
nen oder in sonstiger Weise zur Nutzung überlassenen Ener-
gieversorgungsnetzen (Strom und Gas) im Sinne der Vorschrif-
ten des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) in der Region
Bonn/RheinSieg/Ahrweiler und das Betreiben von eigenen
Wasser-, Wärme- und sonstigen Netzen oder die Erbri ngung
von Dienstleistungen hierfür in der Region Bonn/Rhein-
Sieg/Ahrweiler.
Zweck der Beteiligung Mit dem Inkrafttreten des neuen Energiewirtschaftsgesetzes
(EnWG) am 13.07.2005 sind die gesetzlichen Rahmenbedin-
gungen für das sog. „legal unbundling“, also die gesellschafts-
rechtliche Trennung von Netz und Vertrieb, geltendes Recht.
Als Kernelement enthält das Gesetz Vorgaben zur Regulierung
und Entflechtung der Energieversorgungsnetze. Damit werden
zugleich Richtlinien der Europäischen Union für diesen Bereich
umgesetzt. Die Gründung einer Netzbetriebsgesellschaft
durch die EnW ist somit gesetzlich nach § 7 EnWG vorgege-
ben.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital __________________________ 100.000 EUR
Gesellschafter Energie- und Wasserversorgung
Bonn/Rhein-Sieg GmbH ____________ 100.000 EUR (100%)
Tochterunternehmen Versorger-Allianz 450 Beteiligungs
GmbH & Co. KG ________________ 1.000.000 EUR (1,84%)
Seite 88 von 430
Bonn-Netz GmbH
85 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 197.525 194.039 3.486
Umlaufvermögen 29.213 31.701 -2.488
Rechnungsabgrenzungsposten - - -
Bilanzsumme 226.739 225.741 998
Passiva
Eigenkapital 108.616 108.616 0
Sonderposten - - -
Rückstellungen 8.225 7.011 1.214
Verbindlichkeiten 88.400 88.482 -82
Rechnungsabgrenzungsposten 21.497 21.597 -100
Bilanzsumme 226.739 225.741 998
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 155.013 154.304 709
Sonstige betriebliche Erträge 1.388 1.134 254
Materialaufwand 99.804 93.557 6.247
Personalaufwand 30.212 29.290 922
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
10.872 12.536 -1.664
Abschreibungen 12.716 12.587 129
Ergebnis vor Ertragssteuern 7.990 7.771 219
Erträge aus Verlustübernahme - - -
Aufwendungen aus
Gewinnabführung
7.928 7.711 218
Jahresergebnis 0 0 0
Seite 89 von 430
Bonn-Netz GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 86
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 47,9 48,1 -0,2
Eigenkapitalrentabilität (in %) 0,0 0,0 0,0
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 55,3 56,3 -1,0
Verschuldungsgrad (in %) 1,1 1,1 0,0
Umsatzrentabilität (in %) 0,0 0,0 0,0
Personalbestand 398 373 25
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Die Bonn-Netz ist seit dem Geschäftsjahr 2016 die Eigentümerin der gesamten Strom - und
Gasnetze in der Bundesstadt Bonn und betreibt diese im Sinne der Vorschriften des
Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG). Die Bonn -Netz hat im Jahr 2020 alle bis zu diesem
Zeitpunkt vorhanden dezentralen Standorte der Verwaltungs - und Betriebsbereiche sowie
die Netzleitstelle spartenübergreifend und zentral in einem neu gebauten Betriebsgebäude
am Standort Karlstraße zusammengeführt.
Das Geschäftsjahr 2021 war geprägt von den regulatorischen Rahmenbedingungen. Insbe-
sondere die Abgabe der Erhebungsbögen zur Kostenprüfung Gas sowie die Vorbereitungen
auf die Kostenprüfung Strom für die Festlegung der Erlösobergrenzen der 4. Regulierungs-
periode sind als wichtige Ereignisse zu erwähnen. Die Gesamtleistung ist im Vergleich zum
Vorjahr von 156.849 TEUR um 5.626 TEUR auf 162.475 TEUR gestiegen.
Die Netzentgelte im Bereich Strom sind von 83.122 TEUR um 2,8 % auf 85.466 TEUR ge-
stiegen. Dies ist im Wesentlichen auf h öhere Netzentgelte aufgrund der coronabedingt an-
gepassten Absatzstruktur und der Weitergabe der höheren Netzkosten des vorgelagerten
Netzbetreibers zurückzuführen. Die Netzentgelte im Bereich Gas liegen überwiegend infolge
der zu kalten Witterung zu Jahres beginn über den Vorjahreswerten. Die Entwicklung der
Durchleitungsmengen zeigt ein unterschiedliches Bild auf. Während die nutzbare Abgabe
stromseitig mit 1.442 GWh um 21 GWh gestiegen ist, gab es im Bereich Gas einen Rück-
gang um 24 GWh (-0,7 %), was auf einer rückläufigen Ausspeisung an Letztverbraucher bei
der EnW beruht.
Im Geschäftsjahr 2021 erwirtschaftete die Bonn -Netz mit der Durchleitung von Strom und
Gas sowie mit der technischen Betriebsführung der Wasser - und Fernwärmenetze und –
anlagen sowie der Straßenbeleuchtung und den Datennetzen Umsätze in Höhe von insge-
samt 155.013 TEUR (Vj. 154.304 TEUR). Die Umsatzerlöse resultierten
überwiegend aus den in Anwendung gebrachten Netzentgelten zzgl. der Gutschriften für die
Abnahme der eingespeisten KWK-Energie sowie Erlösen aus dem Asset-Management- und
Asset-Service-Vertrag. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von 1.134 TEUR im Vorjahr
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Bonn-Netz GmbH
87 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
um 254 TEUR auf 1.388 TEUR gestiegen. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ist im We-
sentlichen auf höhere Erträge aus der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung (50
TEUR) sowie höhere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (18 TEUR) zurückzu-
führen.
Der Gesamtaufwand ist von 148.028 TEUR im Vorjahr um 5.637 TEUR auf 153.665 TEUR
gestiegen. Der Anstieg des Materialaufwandes von 93.556 TEUR im Vorjahr um 6.248 TEUR
auf 99.804 TEUR im Berichtsjahr, ist im Wesentlichen auf höhere bezogene Leistungen für
Hausanschlusskosten und Netzinvestitionen (6.296 TEUR), höhere Aufwendungen für das
Regulierungskonto Strom und Gas (1.596 TEUR) sowie höhere Aufwendungen für das Vor-
gelagerte Strom- und Gasnetz (1.265 TEUR) zurückzuführen. Der Personalaufwand ist von
29.290 TEUR im Vorjahr um 922 TEUR auf 30.212 TEUR im Berichtsjahr gestiegen. Der
Anstieg ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Mitarbeiterzahl zurückzuführen. Die sons-
tigen betrieblichen Aufwendungen sind von 12.535 TEUR im Vorjahr um 1.663 TEUR auf
10.872 TEUR gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf geringere konzerninterne
Aufwendungen aus Weiterberechnungen (1.262 TEUR) zurückzuführen.
Das Geschäftsjahr 2021 schließt mit einem Gewinn (vor Ergebnisabführung an die EnW)
von 7.928 TEUR ab und liegt damit um 217 TEUR über dem Ergebnis des Vorjahres. Die
Bilanzsumme der Bonn-Netz ist von 225.741 TEUR im Vorjahr um 9 98 TEUR auf 226.739
TEUR gestiegen. Aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote zum
Ende des Geschäftsjahres auf 47,9 % (Vorjahr 48,1 %) gesunken.
Chancen und Risiken
Mit der Reform der Netzentgelte sollen die Kosten verursachergerecht u nd unter angemes-
sener Berücksichtigung der Netzdienlichkeit verteilt werden, da eine sachgerechte und ver-
ursachungsgerechte Verteilung der Kosten zukünftig nicht mehr gegeben sein wird. Die
Bonn-Netz sieht in der beginnenden Entwicklung die Chance, dass di e gesetzlichen Rah-
menbedingungen Netzbetreiber im dynamischen Prozess der Energiewende unterstützen
werden. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen in der Energiebranche bieten weiterhin für
die Bonn-Netz verschiedene Möglichkeiten, sich auch zukünftig optimal als Netzbetreiber im
Regulierungsumfeld zu positionieren. Vor allem durch die novellierte Anreizregulierungsver-
ordnung (ARegV) hat sich die Situation bereits in einigen Bereichen verbessert. Insbeson-
dere bei Themenschwerpunkten wie der Einführung eines Kapitalkostenaufschlags, mit dem
Kapitalkostensteigerungen aus Investitionen nach dem Basisjahr in den Erlösobergrenzen
Berücksichtigung finden, sieht die Bonn-Netz eine Optimierung der Investitionsbedingungen
und des Investitionsanreizes im Regulierungssyste m. Aber auch der Mechanismus der An-
reizregulierung an sich bietet für die Bonn-Netz die Chance, eine zukünftige Veränderung im
wirtschaftlich positiven Sinn zu erzielen.
Die betriebenen Anlagen der vorhandenen Netze unterliegen den Risiken von Betriebsstö-
rungen und -unterbrechungen, denen durch systematische Durchführung von Wartung und
Instandhaltung sowie Entstörungsdiensten begegnet wird. Neben den Netzrisiken zählen
dazu auch die Risiken im Zusammenhang mit der Leitwarte bzw. dem Betriebsgebäude. Die
hohe Unbeständigkeit bei der Schaffung der gesetzlichen Rahmenbedingungen, insbeson-
dere durch kurzfristige Änderungen der energiewirtschaftlichen Gesetzgebung sowie die
Festlegungen der BNetzA, prägt nach wie vor in hohem Maß die Entwicklung der Energie-
wirtschaft insgesamt und beeinflusst maßgebend die Risikolage der Gesellschaft.
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Bonn-Netz GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 88
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung VORSITZ
Herr Dipl. Ing. Theo Waerder
Gesellschafterver-
sammlung
MITGLIEDER
Herr Peter Weckenbrock Energie- und
Wasserversorgung
Bonn/Rhein-Sieg
GmbH
Herr Marco Westphal Energie- und
Wasserversorgung
Bonn/Rhein-Sieg
GmbH
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Geschäftsführung
Theo Waerder 226.455
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwal-
tungsräten nach Geschlecht
Gemäß § 12 Absatz 6 des Gesetzes über die Gle ichstellung von Frauen und Männern für
das Land Nordrhein -Westfalen (Landesgleichstellungsgesetz – LGG) ist die Öffentlichkeit
über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwaltungsräten nach Geschlecht regelmä-
ßig in geeigneter Form zu unterrichten.
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Bonn-Netz GmbH
89 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Seite 93 von 430
Energie- und Wasserversorgung Bonn/Rhein-Sieg GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 90
Energie- und Wasserversorgung Bonn/Rhein-Sieg GmbH
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Welschnonnenstraße 4
53111 Bonn
(0228) 711 - 2200
(0228) 711 - 2600
info@stadtwerke-bonn.de
www.stadtwerke-bonn.de
Unternehmensgegen-
stand
Gegenstand des Unternehmens ist die sichere, wirtschaftliche
sowie umwelt- und ressourcenschonende Versorgung der Be-
völkerung, der Wirtscha ft und sonstiger Kunden mit Energie
(insbesondere Strom, Gas, Wärme) und Wasser sowie alle da-
zugehörigen versorgungswirtschaftlichen Aufgaben und
Dienstleistungen.
Zweck der Beteiligung Entsprechend dem Ratsbeschluss der Stadt Bonn vom
18.06.1998, den Eigenbetrieb Stadtwerke Bonn in eine Kapi-
talgesellschaft umzuwandeln, wurde beschlossen, schnellst-
möglich erforderliche Schritte zu unternehmen, um die SWB
über die Holding, d. h. die noch zu gründenden Spartengesell-
schaften und Beteiligungen/Kooperationen in dem liberalisier-
ten Energie- und Verkehrsmarkt wettbewerbsfähig zu machen.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital ________________________ 75.325.000 EUR
Gesellschafter Stadtwerke Bonn Beteiligungs-
GmbH _____________________ 65.000.000,0 EUR (86,29%)
RheinEnergie AG ____________ 10.325.000,0 EUR (13,71%)
Tochterunternehmen Bonn-Netz GmbH _____________ 100.000,0 EUR (100,00%)
Trianel Wind und Solar
GmbH & Co. KG _______________ 741.000,0 EUR (15,00%)
Trianel Onshore Windkraftwerke
GmbH & Co. KG ________________ 200.000,0 EUR (3,66%)
Trianel Erneuerbare Energien
GmbH & Co. KG ________________ 474.000,0 EUR (3,39%)
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Energie- und Wasserversorgung Bonn/Rhein-Sieg GmbH
91 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Trianel Kohlekraftwerk Lünen
GmbH & Co. KG ________________ 624.900,0 EUR (2,11%)
Trianel Windkraftwerk Borkum
GmbH & Co. KG _______________ 352.000,0 EUR (1,92%)
Trianel Windkraftwerk Borkum II
GmbH & Co. KG ____________________ 500,0 EUR (1,87%)
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 346.171 326.822 19.349
Umlaufvermögen 104.237 73.900 30.337
Rechnungsabgrenzungsposten 1 2 -1
Bilanzsumme 450.410 400.725 49.685
Passiva
Eigenkapital 159.698 159.698 0
Sonderposten - - -
Rückstellungen 25.047 17.069 7.978
Verbindlichkeiten 262.096 220.919 41.177
Rechnungsabgrenzungsposten 3.568 2.806 762
Bilanzsumme 450.410 400.725 49.685
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Energie- und Wasserversorgung Bonn/Rhein-Sieg GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 92
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 349.932 340.488 9.445
Sonstige betriebliche Erträge 4.200 2.401 1.799
Materialaufwand 265.623 231.900 33.723
Personalaufwand 15.409 14.943 466
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
14.120 14.714 -594
Abschreibungen 11.545 12.191 -646
Ergebnis vor Ertragssteuern 52.731 49.929 2.802
Erträge aus Verlustübernahme - - -
Aufwendungen aus
Gewinnabführung
48.104 45.735 2.370
Jahresergebnis 3.269 3.041 228
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 35,5 39,9 -4,4
Eigenkapitalrentabilität (in %) 2,0 1,9 0,1
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 46,1 48,9 -2,8
Verschuldungsgrad (in %) 1,8 1,5 0,3
Umsatzrentabilität (in %) 0,9 1,0 -0,1
Personalbestand - 200 -200
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Die wesentlichen Geschäftsfelder der Energie - und Wasserversorgung Bonn/Rhein -Sieg
GmbH (EnW), Bonn, liegen in den Bereichen Erzeugung von Elektrizität und Fernwärme,
dem Vertrieb von Elektrizität, Fernwärme, Gas und Wasser sowie der Verteilung von Fern-
wärme und Wasser. Darüber hinaus werden Dienstleistungen, wie Betriebsführungen und
Straßenbeleuchtung, für Dritte erbracht. Hervorzuheben ist, dass die EnW in den Sparten
Strom und Gas heute und auch zukünftig als Grundversorger agiert.
Im Wirtschaftsjahr 2021 wurde der Ausbau der Infrastruktur zur Elektromobilität fortgesetzt
und intensiviert, so dass die EnW zum 31. Dezember 2021 insgesamt 174 öffentliche und
Seite 96 von 430
Energie- und Wasserversorgung Bonn/Rhein-Sieg GmbH
93 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
223 gewerbliche Ladepunkte betreibt sowie 166 private Ladepunkte errichtet hat. Die EnW
sieht hier großes Potenzial und strebt in diesem neuen Geschäftsfeld weiterhin eine starke
Marktposition in Bonn an. Für 2022 ist deshalb ein weiterer Zubau von 94 öffentlichen, 75
gewerblichen und 100 privaten Ladepunkten geplant, teilweise sogar bereits projektiert und
beauftragt.
Der absatzhemmende Einfluss der Corona-Maßnahmen, der im Versorgungsgebiet der EnW
aufgrund der dienstleistungsgeprägten Gewerbestruktur ohnehin deutlich schwächer als im
Bundesdurchschnitt ausgeprägt war, hat sich im Jahr 2021 weiter abgeschwächt. Zusätzlich
hatte der witterungsbedingte Wärmeabsatz einen deutlich positiven Effekt auf den Energie-
absatz.
Der Stromabsatz stieg im Jahr 2021 auf 843 GWh und lag damit 6,3 % über dem des Vor-
jahres. Dabei handelte es sich im Wesentlichen um eine Gegenbewegung zum Corona -
Maßnahmen-bedingten Mengenrückgang des Vorjahres. Die durc h massiv gestiegene Be-
schaffungspreise erforderlich gewordene Preisanhebung in der Grund - und Ersatzversor-
gung im vierten Quartal führte dazu, dass der Stromumsatz insgesamt um 5,0 % auf 157,8
Mio. EUR anstieg.
Der im Jahr 2021 wirksame CO2 -Preis und höher e Beschaffungskosten führten zu einer
Anhebung der Endkundenpreise im vierten Quartal, die aber nur geringfügigen Einfluss auf
die Durchschnittspreise des Jahres 2021 hatte (+0,3 %). Der um 21,3 % auf 1.467 GWh
gestiegene Absatz führte jedoch zu einer Umsatzsteigerung um 22,5 % auf 67,7 Mio. EUR.
Der Absatzzuwachs im Vergleich zum Vorjahr war im Wesentlichen temperaturbedingt; das
Jahr 2021 war das kälteste Jahr in der Region Köln/Bonn seit 2013.
Der Fernwärmeabsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um 17,5 % au f 524 GWh gestiegen.
Dabei kann wie beim Gas vor allem der witterungsbedingte Absatzzuwachs verantwortlich
gemacht werden. In Verbindung mit geringeren Durchschnittspreisen resultierte daraus ein
Umsatzanstieg von 2,7 % auf 50,8 Mio. EUR.
Die abgegebene Me nge Wasser war mit einem Rückgang um 2,7 % relativ konstant, der
Umsatz ist aufgrund einer Preisanpassung zum 01. Januar 2021 aufgrund gestiegener Was-
serbezugs-, Lohn- und Materialkosten um 2,3 % auf 44,3 Mio. EUR gestiegen.
Die Gesamtleistung ist von 320. 395 TEUR im Vorjahr auf 354.466 T EUR gestiegen. Der
Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Umsätze in den Sparten Strom (7.477 T EUR) und
Gas (12.435 TEUR) sowie auf höhere Erlöse aus der Portfoliobewirtschaftung (9.791 TEUR)
zurückzuführen.
Der Umsatz ist von 317.919 TEUR im Vorjahr um 32.014 TEUR auf 349.932 TEUR im Be-
richtsjahr gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere nutzbare Abgaben in den
Sparten Strom, Gas und Fernwärme zurückzuführen. Verantwortlich dafür sind neben den
ganzjährig niedrigeren Temperaturen auch die im vierten Quartal deutlich gestiegenen Be-
schaffungspreise in der Sparte Gas sowie die im vierten Quartal durch massiv gestiegenen
Beschaffungspreise erforderlich gewordene Preisanpassung in der Grund - und Ersatzver-
sorgung in der Sparte Strom. Die sonstigen Umsatzerlöse haben sich von 9.399 T EUR im
Vorjahr auf 19.230 TEUR im Berichtsjahr im Wesentlichen aufgrund gestiegener Erlöse aus
der Portfoliobewirtschaftung (9.791 TEUR) erhöht.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von 2 .401 TEUR im Vorjahr um 1.799 T EUR auf
4.200 TEUR im Berichtsjahr gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die um 2.136
Seite 97 von 430
Energie- und Wasserversorgung Bonn/Rhein-Sieg GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 94
TEUR höheren Erträge aus dem Verkauf des Wassernetzes Wachtberg/Niederbachem zu-
rückzuführen.
Der Gesamtaufwand belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 307.445 TEUR (Vorjahr
274.335 TEUR). Aufwandseitig ist insbesondere der Materialaufwand von 231.900 TEUR im
Vorjahr um 33.723 TEUR auf 265.623 TEUR im Berichtsjahr gestiegen. Dies ist im Wesent-
lichen auf einen deutlich höhere n Strombezug (9.179 T EUR), einem erstmalig anfallenden
Aufwand für die Co2-Abgabe (6.688 TEUR) sowie einen höheren Gasbezug (3.641 T EUR)
zurückzuführen. Des Weiteren sind die Aufwendungen für die Netzrechnungen EoN und
Amprion um 3.942 TEUR und die Netzentgelte Strom um 1.769 TEUR höher ausgefallen als
im
Vorjahr. Die auf die Gesamtleistung (abzgl. der sonstigen betrieblichen Erträge) bezogene
Materialaufwandsquote beläuft sich auf 75,8 % (Vorjahr 72,9 %). Die sonstigen betrieblichen
Aufwendungen haben sich von 14.714 TEUR um 594 TEUR auf 14.120 TEUR reduziert. Der
Rückgang ist im Wesentlichen auf geringere Abschreibungen auf Forderungen zurückzufüh-
ren.
Das Geschäftsjahr 2021 schließt mit einem Jahresergebnis von 51.374 TEUR ab und liegt
damit um 2.598 TEUR unter dem Ergebnis des Vorjahres. Dies beruht überwiegend auf dem
höheren Finanzergebnis.
Die Bilanzsumme hat sich um 49.685 T EUR von 400.725 T EUR im Vorjahr auf 450.410
TEUR erhöht. Das Eigenkapital beläuft sich zum 31. Dezember 2021 unverändert auf
159.698 TEUR. Aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote zum Ende
des Geschäftsjahres auf 35,5 % (Vorjahr 39,9 %) gesunken.
Chancen und Risiken
Risiken sieht die EnW mittelfristig in möglichen Preissteigerungen bei Strom und Gas, die
aufgrund der aktuellen Wettbewerbssituation nicht mehr in vollem Umfang bei den Tarifkun-
den durchsetzbar sind. Insbesondere im mengenstarken Sondervertragskundengeschäft
wird versucht, dieses Risiko durch die höchstmögliche
Synchronisation von Beschaffungs- und Absatzverträgen zu minimieren.
Die Entwicklung der Marktpreise an den Stromhandelsplätzen ist auch für die Stromproduk-
tion die wesentliche Herausforderung. Der Zubau von weiteren Erzeugungsanlagen, die
über das Erneuerbare -Energien- Gesetz gefördert werden , und die konjunkturabhängige
Stromnachfrage beeinflussen die Marktpreise und damit die Rentabilität der konventionellen
Stromerzeugung.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am 11. März 2020 weltweit die Corona-Pande-
mie ausgerufen. Der weitere Umgang der Bundes - und Landesregierungen mit diesem
Thema lässt sich genauso wenig seriös prognostizieren wie die Auswirkungen der durch sie
getroffenen Regelungen. Die Risikolage für die EnW hat sich aus Sicht des Risikomanage-
ments nicht verändert.
Mit dem Angriff russischer Truppen auf die Ukraine am 24. Februar 2022 erlebt Europa eine
Zeitenwende. Dies wird deutliche Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft in Europa und ins-
besondere auch auf den Energiesektor haben. Es ist jetzt schon deutlich erkennbar, dass
die Energiekosten und die damit verbundenen Kostenstrukturen aller Gesellschaften im
Seite 98 von 430
Energie- und Wasserversorgung Bonn/Rhein-Sieg GmbH
95 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
SWB-Konzern sich dadurch nachhaltig verändern werden. Dies betrifft auch Transportkosten
für alle bezogenen Lieferungen und Leistungen sowie die gesamten Lieferketten.
Schwer einzuschätzen ist insbesondere die mögliche Beschränkung oder auch der Totalaus-
fall der russischen Gaslieferung. Bereits im Vorfeld einer solchen Extremsituation können
weitreichende Marktverwerfungen auftreten und zu Schwierigkeiten in der Gasbeschaffung
und -versorgung führen.
Die EnW verstärkt weiterhin die Aktivitäten hinsichtlich Kundenbindung und Kundenrückge-
winnung. Ziel ist hier, auch im klassischen Energiegeschäft mindestens den aktuellen Markt-
anteil zu halten oder zur Ertragssteigerung auszubauen . Maßgeblich hierfür ist eine effizi-
ente Neukundengewinnung, Kundenbindung und
Kundenrückgewinnung. Im Jahr 2021 hat der Onlineverkauf, beginnend im August und vor
allem im vierten Quartal weiter an Bedeutung gewonnen und bietet der EnW neue Chancen
zur Kundengewinnung auch über das eigene heutige Vertriebsgebiet hinaus. Aus der fort-
laufenden Optimierung des Internetportals und der Online-Services verspricht sich die EnW
zusätzliche Kundengewinne sowie eine höhere Kundenbindung.
Für den Standort HKW-Nord läuft die detaillierte Planung zum Ausbau der Strom und Wär-
meerzeugung mittels einer neuen Gasturbine weiterhin in Kraftwärmekopplung. Die moder-
nisierten, hocheffizienten und umweltschonenden Anlagenkomponenten inklusive der not-
wendigen Umbauten sollen zu Beginn 2024 in den kommerziellen Betrieb überführt werden
und eine maximale erneute KWK-Förderung nach KWK-G ermöglichen.
Die zunehmende Digitalisierung des Energiegeschäftes bietet der EnW die Chance, die Kun-
denbindung zu erhöhen, Prozesskosten zu senken, bestehende Produkte mit Mehrwerten
zu versehen und komplett neue Produkte außerhalb des klassischen Energievertriebs anzu-
bieten. Als Grundlage dient die digitale Strategie, die zusammen mit allen Gesellschaften
des SWB-Konzerns entwickelt wird.
Großes Potenzial sieht die EnW im Aufbau der Infrastruktur zur Elektromobilität. Ziel ist es,
die Voraussetzungen zu schaffen, schnell auf die Veränderung der politischen Rahmenbe-
dingungen und das veränderte Kaufverhalten der Kunden reagieren zu können. Die EnW
passt hierzu ihre Ausbaustrategie der tatsächlichen Entwicklung laufend an.
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung MITGLIEDER
Herr Peter Weckenbrock
Herr Marco Westphal
Aufsichtsrat VORSITZ
Herr David Lutz (CDU)
(ab 22.01.2021)
Bundesstadt Bonn
1. STELLVERTRETUNG VORSITZ
Herr Tobias Sterl
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Energie- und Wasserversorgung Bonn/Rhein-Sieg GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 96
2. STELLVERTRETUNG VORSITZ
Herr Michael Söllheim (CDU) Rhein-Sieg-Kreis
MITGLIEDER
Herr Alexander Behr
Herr Alexander Biber Beteiligungsgesells
chaft Bonn/Rhein-
Sieg GmbH
Herr Rolf Driller
Frau Dipl. Ing. Angelika Esch (SPD)
(bis 21.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Herr Dr. Klaus-Peter Gilles (CDU)
(bis 21.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Herr Norbert Graefrath RheinEnergie AG
Herr Dipl.-Ing. Michael Hahn
Herr Werner Hümmrich (FDP) Bundesstadt Bonn
Herr Dr. Nico Janicke (SPD)
(ab 22.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Herr Guido Pfeiffer (GRÜNE)
(ab 22.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Frau Brigitta Poppe-Reiners
(GRÜNE)
(bis 21.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Herr Dr. David Thyssen Bundesstadt Bonn
Herr Thomas Trimborn
Frau Svenja Udelhoven Rhein-Sieg-Kreis
Frau Dipl.-Volksw. Andrea Vogt Troikomm
Kommunale
Verwaltungs- und
Beteiligungs-
gesellschaft der
Stadt Troisdorf
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Aufsichtsrat
Tobias Sterl 1.020
Michael Söllheim 153
Alexander Behr 1.020
Alexander Biber 63
Rolf Driller 1.020
Angelika Esch 1.020
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Energie- und Wasserversorgung Bonn/Rhein-Sieg GmbH
97 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Klaus-Peter Gilles 1.020
Norbert Graefrath 840
Michael Hahn 1.020
Werner Hümmrich 1.770
Brigitta Poppe-Reiners 1.020
David Thyssen 63
Thomas Trimborn 1.020
Svenja Udelhoven 152
Andrea Vogt 930
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwal-
tungsräten nach Geschlecht
Gemäß § 12 Absatz 6 des Gesetzes über die Gleichstellung von Frauen und Männern für
das Land Nordrhein -Westfalen (Landesgleichstellungsgesetz – LGG) ist die Öffentlichkeit
über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwaltungsräten nach Geschlecht regelmä-
ßig in geeigneter Form zu unterrichten.
Dem Aufsichtsgremium in diesem Unternehmen gehören von den insgesamt 18 Mitgliedern
4 Frauen an (Frauenanteil: 22,22 %).
Damit wird der im § 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von 40
Prozent nicht erreicht/unterschritten.
Vorliegen eines Gleichstellungsplanes nach § 2 Absatz 2 und § 5 LGG
Die Ziele des Gesetzes zur Gleichstellung von Frauen und Männern für das Land Nordrhein-
Westfalen (Landesgleichstellungsgesetz -LGG) werden in der Gesellschaft beachtet. Der
Gleichstellungsplan nach § 5 LGG befindet sich derzeit in Fortschreibung
Seite 101 von 430
Gesellschaft für Energie- und Gebäudemanagement Bonn mbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 98
Gesellschaft für Energie- und Gebäudemanagement Bonn mbH
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Theaterstraße 24
53111 Bonn
(0228) 711 - 2718
(0228) 711 - 2716
info@stadtwerke-bonn.de
www.egm-bonn.de
Unternehmensgegen-
stand
Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung jeglicher
Dienstleistungen, einschließlich der Errichtung und des Betrie-
bes von Wärmeerzeugungsanlagen und Kraft -Wärme-Koppe-
lungs-Anlagen sowie der Lieferung von daraus erzeugter Ener-
gie, auf dem Gebiet des ressourcenschonenden und ökologi-
schen Energie- und Gebäudemanagements.
Die Gesellschaft ist zu allen damit in direktem oder indirektem
Zusammenhang stehenden Geschäften und Maßnahmen be-
fugt. Die Gesellschaft darf andere Unternehmen gleicher oder
ähnlicher Art errichten, erwerben, vertreten, und sich an sol-
chen Unternehmen beteiligen, und zwar auch als persönlich
haftende Gesellschafterin.
Zweck der Beteiligung Aktivitäten im Bereich Contracting bieten den Stadtwerken
Bonn die Möglichkeit, den Kunden ein komplettes Paket, be-
stehend aus Planung, Bau, Finanzierung, Wartung und Betrieb
einer Energiezentrale sowie Abrechnung mit den Nutzern, aus
einer vertrauten und kompetenten Hand anzubieten. Ein wei-
terer Vorteil für die Stadtwerke Bonn liegt neben der Erzielung
von Einnahmen aus den neuen Dienstleistungen in der lang-
fristigen Kundenbindung, die besonders vor dem Hintergrund
der Liberalisierung der Energiemärkte interessant ist.
Seite 102 von 430
Gesellschaft für Energie- und Gebäudemanagement Bonn mbH
99 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital ___________________________ 51.129 EUR
Gesellschafter Stadtwerke Bonn GmbH _________ 51.129,2 EUR (100,00%)
Tochterunternehmen Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 4.459 4.912 -453
Umlaufvermögen 813 856 -42
Rechnungsabgrenzungsposten - - -
Bilanzsumme 5.272 5.767 -495
Passiva
Eigenkapital 1.503 1.503 0
Sonderposten - - -
Rückstellungen 94 87 8
Verbindlichkeiten 3.674 4.177 -503
Rechnungsabgrenzungsposten - - -
Bilanzsumme 5.272 5.767 -495
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Gesellschaft für Energie- und Gebäudemanagement Bonn mbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 100
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 4.576 4.421 155
Sonstige betriebliche Erträge 57 19 38
Materialaufwand 2.452 2.413 39
Personalaufwand 22 22 0
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
964 834 130
Abschreibungen 905 964 -59
Ergebnis vor Ertragssteuern 263 168 95
Erträge aus Verlustübernahme - - -
Aufwendungen aus
Gewinnabführung
322 226 96
Jahresergebnis 0 0 0
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 28,5 26,1 2,4
Eigenkapitalrentabilität (in %) 0,0 0,0 0,0
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 33,7 30,6 3,1
Verschuldungsgrad (in %) 2,5 2,8 -0,3
Umsatzrentabilität (in %) 0,0 0,0 0,0
Personalbestand 6 6 0
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Im Einklang mit den Klimaschutzzielen der Bundesstadt Bonn, wonach die Treibhaus-
gasemissionen in Bonn bis zum Jahr 2030 um mindestens 40 % gegenüber 1990 reduziert
werden sollen, unterstützt die EGM durch den Bau und Betrieb von Wärmepumpen, Photo-
voltaik-, einer großen Holzhackschnitzelanlage und mit Biogas betriebenen Heizun gsanla-
gen bzw. Blockheizkraftwerken die Bundesstadt Bonn aktiv bei ihrem Ziel, bis 2035 klima-
neutral zu werden und die Energieversorgung sukzessive bis 2035 nahezu vollständig auf
regenerative Energien umzustellen.
Seite 104 von 430
Gesellschaft für Energie- und Gebäudemanagement Bonn mbH
101 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Das Jahr 2021 war deutschlandweit zwar kü hler als 2020, dennoch war es insgesamt zu
warm. Auch in Bonn lag die Durchschnittstemperatur 0,3 Grad Celsius über dem langjähri-
gen Mittel. Dementsprechend blieb auch der Wärmeabsatz hinter den ursprünglichen Prog-
nosen zurück. Durch die Corona -Pandemie ko nnte die Neu -Akquise nicht im gewohnten
Umfang erfolgen, da der persönliche Kundenkontakt nach wie vor eingeschränkt ist. Den-
noch war der Geschäftsverlauf im Berichtsjahr zufriedenstellend.
Für den Betrieb der Anlagen zur Produktion von Wärme, Kälte, Licht und Strom wurden
40.350 MWh Gas, 935 MWh Fernwärme und 329 MWh aus Holzhackschnitzel eingesetzt.
Die Gesamtleistung ist im Vergleich zum Vorjahr mit 4.638 TEUR (Vj. 4.442 TEUR) um 196
TEUR gestiegen.
Die Umsatzerlöse sind von 4.421 TEUR im Vorjahr auf 4. 576 TEUR im Berichtsjahr gestie-
gen und beinhalten hauptsächlich Erträge aus Contracting-Verträgen (4.039 TEUR). Der An-
stieg der Umsatzerlöse ist im Wesentlichen auf gestiegene Erlöse aus Verbrauchsabrech-
nungen (3.892 T EUR) und konzerninterne Stromlieferung en (256 T EUR) zurückzuführen.
Die Umsatzrentabilität ist von 5,1 % im Vorjahr auf 7,0 % im Berichtsjahr gestiegen.
Der Gesamtaufwand des abgelaufenen Geschäftsjahres liegt mit 4.285 TEUR über dem des
Vorjahres (4.176 TEUR). Der Materialaufwand ist von 2.413 TEUR um 39 TEUR nur gering-
fügig gestiegen. Die auf die Gesamtleistung (abzgl. der sonstigen betrieblichen Erträge) be-
zogene Materialaufwandsquote beläuft sich auf 53,5 % (Vj. 54,6 %). Die Abschreibungen
haben sich gegenüber dem Vorjahr um 59 TEUR auf 905 TEUR reduziert. Der Anstieg der
sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 130 TEUR ist im Wesentlichen auf höhere Auf-
wendungen für die Geschäftsbesorgung (118 TEUR) zurückzuführen.
Die EGM schließt das Geschäftsjahr 2021 mit einem Jahresüberschuss von 322 TEUR (Vj.
226 TEUR) ab und liegt damit um 96 TEUR über dem Ergebnis des Vorjahres. Die Abwei-
chung gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf eine Zunahme der Umsatzerlöse (155
TEUR) und der sonstigen betrieblichen Erträge (38 TEUR) zurückzuführen. Dabei ga b es
trotz Corona einen weitestgehend erfreulichen Geschäftsverlauf, der oberhalb der Planung
liegt. Die Corona-Pandemie hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertragslage im
Berichtsjahr.
Das Eigenkapital beläuft sich zum 31. Dezember 2021 aufgrund der Gewinnabführung an
die SWB unverändert auf 1.503 TEUR. Die Eigenkapitalquote ist aufgrund der gesunkenen
Bilanzsumme von 26,1 % im Vorjahr auf 28,5 % im Berichtsjahr gestiegen. Die Bilanzsumme
verringerte sich um 495 TEUR von 5.767 TEUR im Vorjahr auf 5.272 TEUR im Berichtsjahr.
Chancen und Risiken
Die Contracting-Produkte können helfen, die Energieeffizienz im Altgebäudebestand zu he-
ben und damit den unzweifelhaft vorhandenen Modernisierungsstau zu beseitigen. Des Wei-
teren können sie den Einsatz von erneuerbaren Energien fördern, Planungs- und Ausgaben-
sicherheit für einen längeren Zeitraum schaffen, verbunden mit der Chance, Investitionen
vorzuziehen, und können gleichzeitig die Qualität der Objekte verbessern. Contracting -An-
bieter verfügen über ein umfassendes Know-how und Serviceleistungen und sind damit eine
gute Alternative zur Umsetzung von Effizienzmaßnahmen in Eigenregie. Gleichzeitig bietet
der Markt durch die Möglichkeit des Angebots von ergänzenden Energiedienstleistungen
und additiven Produkten gute Chancen für Energieversorger, Kunden langfristig an sich zu
binden. Daraus ergeben sich auch für die EGM weitere Wachstumschancen.
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Gesellschaft für Energie- und Gebäudemanagement Bonn mbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 102
Die Hauptrisiken resultieren aus möglichen Insolvenzen der verschiedenen Vertragspartner,
aus betriebsspezifischen Risiken sowie aus Erhöhungen der Gasbezugspreise. Die betrie-
benen Anlagen unterliegen den allgemeinen Risiken von Betriebsstörungen und -unterbre-
chungen. Die Risikolage aufgrund der Coronavirus-Pandemie hat sich aus Sicht des Risiko-
managements auch im zweiten Jahr der Pandemie nicht verändert. Durch den Krieg in der
Ukraine erlebt Europa eine Zeitenwende, die deutliche Auswirkungen auf die Gesamtwirt-
schaft in Europa und insbesondere auch auf den Energiesektor haben wird. Es ist jetzt schon
deutlich erkennbar, dass die Energiekosten und die damit verbundenen Kostenstrukturen
aller Gesellschaften im SWB-Konzern sich dadurch nachhaltig verändern werden. Dies be-
trifft auch Transportkosten für alle bezogenen Lieferungen und Leistungen, sowie die ge-
samten Lieferketten.
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung VORSITZ
Herr Hansjörg Spielhoff
Aufsichtsrat VORSITZ
Herr Maximilian Krupp (GRÜNE)
(ab 22.01.2021)
Bundesstadt Bonn
1. STELLVERTRETUNG VORSITZ
Herr Enno Schaumburg (CDU)
(ab 22.01.2021)
Bundesstadt Bonn
MITGLIEDER
Herr Achim Haffner
(bis 21.01.2021)
Herr Niklas Hausemann (SPD)
(ab 22.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Frau Margarete Heidler Bundesstadt Bonn
Herr Prof. Dr. Norbert Jacobs (CDU)
(bis 21.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Herr Ralf Laubenthal (SPD)
(bis 21.01.2021)
Herr Torben Leskien (CDU)
(ab 22.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Frau Petra Maur (SPD)
(bis 21.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Herr Guido Pfeiffer
(bis 21.01.2021)
Frau Henriette Reinsberg
(bis 21.01.2021)
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Gesellschaft für Energie- und Gebäudemanagement Bonn mbH
103 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Herr Marcel Schmitt
(ab 22.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Frau Anna Zinecker (GRÜNE)
(ab 22.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Gesellschafterver-
sammlung
MITGLIEDER
Herr Michael Drossert-Steltges Stadtwerke Bonn
GmbH
Stellvertretung
Herr Mirko Heid
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Aufsichtsrat
Maximilian Krupp 153
Enno Schaumburg 153
Niklas Hausemann 102
Margarete Heidler 51
Torben Leskien 102
Marcel Schmitt 102
Anna Zinecker 102
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwal-
tungsräten nach Geschlecht
Gemäß § 12 Absatz 6 des Gesetzes über die Gleichstellung von Frauen und Männern für
das Land Nordrhein -Westfalen (Landesgleichstellungsgesetz – LGG) ist die Öffentlichkeit
über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwaltungsräten nach Geschlecht regelmä-
ßig in geeigneter Form zu unterrichten.
Dem Aufsichtsgremium in diesem Unternehmen gehören von den insgesamt 13 Mitgliedern
4 Frauen an (Frauenanteil: 30,77 %).
Damit wird der im § 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von 40
Prozent nicht erreicht/unterschritten.
Vorliegen eines Gleichstellungsplanes nach § 2 Absatz 2 und § 5 LGG
Gemäß § 5 Abs. 1, Satz 1 LGG ist die Erstellung eines Gleichstellungsplans erst bei einer
Beschäftigtenzahl von mindestens 20 erforderlich.
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Stadtwerke Bonn GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 104
Stadtwerke Bonn GmbH
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Theaterstraße 24
53111 Bonn
(0228) 7 11 - 1
(0228) 7 11 - 2770
info@stadtwerke-bonn.de
www.stadtwerke-bonn.de
Unternehmensgegen-
stand
Energie- und Wasserversorgung , Öffentlicher Personennah-
verkehr, Betrieb des Rheinhafens, Betriebsführungen für kom-
munale Unternehmen und Beteiligungsgesellschaften , Abfall-
verwertung
Zweck der Beteiligung Der Unternehmenszweck leitet sich aus der öffentlichen
Zwecksetzung der Holdingtöchter ab.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital ________________________ 75.000.000 EUR
Gesellschafter Bundesstadt Bonn __________ 75.000.000,0 EUR (100,00%)
Tochterunternehmen
Gesellschaft für Energie- und
Gebäudemanagement Bonn
mbH ________________________ 51.129,2 EUR (100,00%)
Stadtwerke Bonn
Dienstleistungs-GmbH ________ 1.000.000,0 EUR (100,00%)
Stadtwerke Bonn Beteiligungs-
GmbH ________________________ 59.050,0 EUR (58,47%)
Bonner City Parkraum GmbH ______ 13.026,0 EUR (50,10%)
Returo Entsorgungs GmbH _______ 25.000,0 EUR (50,00%)
Flugplatzgesellschaft Hangelar
mbH _________________________ 12.680,0 EUR (49,60%)
Bonner Hafenbetriebe GmbH ______ 24.500,0 EUR (49,00%)
refer GmbH ____________________ 12.500,0 EUR (25,00%)
Beteiligungsgesellschaft
Bonn/Rhein-Sieg GmbH __________ 50.000,0 EUR (16,67%)
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Stadtwerke Bonn GmbH
105 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Radio Bonn/Rhein-Sieg
GmbH & Co. KG ________________ 63.900,0 EUR (12,50%)
Flughafen Köln/Bonn GmbH _______ 656.000,0 EUR (6,06%)
Trianel GmbH _________________ 1.170.000,0 EUR (5,81%)
Gemeinnützige Wohnungs-
genossenschaft eG ______________ 119.105,0 EUR (4,08%)
Trianel Gaskraftwerk Hamm
GmbH & Co. KG ________________ 791.700,0 EUR (1,87%)
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 207.151 211.118 -3.967
Umlaufvermögen 102.746 117.806 -15.060
Rechnungsabgrenzungsposten 503 597 -94
Bilanzsumme 310.400 329.521 -19.121
Passiva
Eigenkapital 163.369 163.324 45
Sonderposten - - -
Rückstellungen 38.203 35.577 2.626
Verbindlichkeiten 108.828 130.620 -21.793
Rechnungsabgrenzungsposten - - -
Bilanzsumme 310.400 329.521 -19.121
Seite 109 von 430
Stadtwerke Bonn GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 106
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 55.338 55.020 319
Sonstige betriebliche Erträge 9.931 9.707 224
Materialaufwand 12.155 11.453 703
Personalaufwand 28.170 29.334 -1.164
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
49.476 39.287 10.189
Abschreibungen 3.801 3.849 -48
Ergebnis vor Ertragssteuern 4.753 3.680 1.073
Jahresergebnis 45 2.916 -2.870
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 52,6 49,6 3,0
Eigenkapitalrentabilität (in %) 0,0 1,8 -1,8
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 78,9 85,8 -6,9
Verschuldungsgrad (in %) 0,9 1,0 -0,1
Umsatzrentabilität (in %) 0,1 5,3 -5,2
Personalbestand - 333 -333
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am 11. März 2020 weltweit die Corona-Pande-
mie ausgerufen. Wie im Geschäftsverlauf bereits dargestellt, hatte die Corona -Pandemie
gravierende Auswirkungen auf die Jahresergebnisse der einzelnen Sparten, insbesondere
ÖPNV und Bonner City Parkraum GmbH, Bonn, (BCP).
Das Jahresergebnis für 2020 fiel mit 2.916 TEUR um 209 TEUR niedriger aus als geplant.
Im Jahr 2021 rechnet die SWB ebenfalls mit signifikanten Ertragseinbußen, da die Corona -
Pandemie noch nicht unter Kontrolle ist. Aktuell sind die konkreten Auswirkungen auf die
Ergebnisse allerdings nicht quantifizierbar. Entscheidend wird sein, wie schnell eine Durch-
impfung der Bevölkerung erreicht werden kann und die Rückkehr zu einem normalen Leben
möglich sein wird. Für die Energiewirtschaft, den öffentlichen Personennahverkehr und die
Parkhäuser sind entfallende Umsatzerlöse branchenbedingt nicht nachholbar.
Seite 110 von 430
Stadtwerke Bonn GmbH
107 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Bereits mit Stand Ende März sind Umsatzrückgänge durch sinkende Absatzmengen insbe-
sondere im Stromabsatz sowie sinkende Ticketverkäufe im ÖPNV deutlich spürbar. Für die
BCP ist gleichfalls eine deutlich sinkende Erlössituation durch vermindertes Verkehrsauf-
kommen festzustellen.
Mit Blick auf die MVA können sich im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wesentliche
Auswirkungen auf das Ergebnis der SWB aufgrund einer geringeren Akquise gewerblicher
Abfallmengen durch die Returo ergeben, sofern sich über sinkende Stoffströme und/oder -
preise geringere Erlöse ergeben sollten.
Darüber hinaus führt die SWB den konzernweiten Cash -Pool des Stadtwerke -Konzerns.
Welche Auswirkungen die Corona-Krise auf die Liquidität nach sich ziehen wird, ist derzeit
nicht sicher quantifizierbar.
Insgesamt lässt sich feststellen, dass angesichts der enormen Ungewissheit der weltweiten
Ausbreitung der Corona-Pandemie eine Prognose über deren Folgen aktuell nicht sicher
möglich ist.
Im Wirtschaftsplan 2021 sind Erträge aus Beteiligungen in Höhe von rd. 17 Mio. EUR ge-
plant, die in den beiden Folgejahren weiter sinken.
Als Jahresergebnis für 2021 ist ein Verlust von rd. 16 Mio. EUR geplant. Die Jahresergeb-
nisse der nächsten Jahre sind voraussichtlich geprägt durch weitere Belastungen durch die
Corona-Pandemie und eine überproportionale Ausweitung des Verkehrsangebotes.
Die SWB übernimmt im Konzern Holdingfunktionen. Die Hauptrisiken für den SWB-Konzern
liegen auf Grund ihrer verschiedenen Tätigkeitsfelder deshalb in den jeweiligen Tochterge-
sellschaften und sind dort abgebildet. Sie werden jeweils unternehmensindividuell bewertet
und durch geeignete Steuerungsmaßnahmen begrenzt.
Chancen und Risiken
In Zeiten der Corona -Pandemie und der damit verbundenen, noch nicht bewertbaren Aus-
wirkungen auf die Wirtschaft ist es schwer, Chancen zu benennen. Derzeit wird zwischen
Bund und Länder n diskutiert, ob und in welcher Form eine Fortführung des Corona -Ret-
tungsschirms für die ÖPNV -Unternehmen möglich ist. Die notwendige Kontaktreduzierung
während der Corona-Pandemie erforderte im März 2020 schnellstmöglich eine Verlagerung
von kaufmännischen Tätigkeiten ins „Homeoffice“. Der Einsatz moderner Kommunikations-
techniken wurde stark beschleunigt und ermöglicht nun ein orts - und zeitunabhängiges Ar-
beiten.
Es wird erwartet, dass diese Entwicklung nach der Corona -Pandemie zu einer „neuen Nor-
malität“ wird und die Produktivität der Mitarbeitenden gesteigert werden kann. Zusätzlich
wird davon ausgegangen, dass die Auswirkungen ebenfalls einen positiven Effekt auf die
Digitalisierung und die Modernisierung der konzernweiten IT-Infrastruktur haben werden. Die
fortschreitende Digitalisierung bietet darüber hinaus in allen Konzernbereichen enorme
Chancen. Sowohl im internen Bereich bei der Optimierung von Geschäftsprozessen als auch
in der Zusammenarbeit und dem Dialog mit den Kunden. Neben der digitalen Transformation
bietet die Sektorenkopplung für den SWB-Konzern eine der zukunftsweisendsten Chancen.
Die Sektorenkopplung verbindet dabei die Sektoren der Energieversorgung, der Mobilität
und der Abfallverwertung und bildet eine der Schlüsseltechnologien der E nergiewende auf
dem Weg zur Klimaneutralität. Darüber hinaus bietet die Sektorenkopplung die Möglichkeit
Seite 111 von 430
Stadtwerke Bonn GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 108
der Entwicklung vernetzter Produkte und Dienstleistungen, wodurch neue Zielgruppen auf
dem Markt erschlossen werden können.
Die Sektorenkopplung bietet somit die Möglichkeit der Entwicklung eines Alleinstellungs-
merkmals gegenüber anderen Wettbewerbern.
Die Hauptrisiken der SWB resultieren aus möglichen Steuernachforderungen aufgrund einer
steuerlichen Betriebsprüfung sowie in den potenziellen Bedrohungen im IT-Bereich. Diese
können u. a. in der Zerstörung des Rechenzentrums liegen oder auch im Verlust von Daten
durch z. B. Schadsoftware oder auch unerlaubten Fremdzugriffen auf interne Daten.
Zentrales Risiko für SWBB und SWB ist nach wie vor die Gefahr, dass durch eine Änderung
im Körperschaftsteuergesetz der steuerliche Querverbund wegfällt.
Aufgrund der Wirkung der DSGVO und des EuGH-Urteils "Schrems II" könnte es durch un-
beabsichtigte Datenschutzverstöße zu hohen Bußgeldern kommen. Durch vielfältige Maß-
nahmen organisatorischer wie operativer Natur im gesamten Konzern wird dem entgegen-
gewirkt. Weitere Einzelrisiken, die sich durch größere Schadenshöhen oder hohe Erwar-
tungswerte hervorheben, liegen unter anderem in einer drohenden Rückzahlung der Hafen-
förderung, sofern die Auflagen des Zuwendungsbescheids nicht erfüllt werden. Weiterhin
sind zu nennen mögliche zukünftige Beteiligungsverluste an der Trianel GmbH und der Tri-
anel Gaskraftwerk Hamm GmbH & Co. KG, die mögliche Inanspruchnahme des Triane l-
Kreditrisikopools und eine mögliche Bürgschaftsinanspruchnahme durch die Kommunale
Zusatzversorgung Westfalen-Lippe (KZVW).
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung VORSITZ
Herr Peter Weckenbrock
MITGLIEDER
Herr Marco Westphal
Aufsichtsrat VORSITZ
Herr Dr. Klaus-Peter Gilles (CDU)
(bis 21.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Herr Thomas Schmidt (GRÜNE) Bundesstadt Bonn
1. STELLVERTRETUNG VORSITZ
Herr Dieter Pütz
MITGLIEDER
Frau Sophie Andernach (GRÜNE)
(ab 22.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Herr Stefan Behr
Herr Rolf Driller
Seite 112 von 430
Stadtwerke Bonn GmbH
109 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Frau Katja Dörner (GRÜNE) Bundesstadt Bonn
Herr Dr. Stephan Eickschen (SPD)
(bis 21.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Frau Dipl. Ing. Angelika Esch (SPD) Bundesstadt Bonn
Herr Rainer Haid (CDU)
(ab 22.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Herr Mirko Heid
Herr Werner Hümmrich (FDP)
(bis 21.01.2021)
Herr Prof. Dr. Norbert Jacobs (CDU)
(bis 21.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Herr Jörg Klapdohr
(AN, ab 01.07.2021)
Herr David Lutz (CDU)
(ab 22.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Herr Kenan Millihuzin
Frau Monika Pohl
Herr Werner Scheifgen
(AN, ab 29.09.2021)
Herr Holger Schmidt (DIE LINKE)
(ab 22.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Herr Jakob Steinhauer
(AN, bis 28.09.2021)
Herr Bernhard Wimmer (BBB) Bundesstadt Bonn
Herr Andreas Wirths
(AN, bis 30.06.2021)
Gesellschafterver-
sammlung
MITGLIEDER
Frau Margarete Heidler Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Wolfgang Fuchs
Seite 113 von 430
Stadtwerke Bonn GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 110
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Geschäftsführung
Peter Weckenbrock 373.473
Marco Westphal 300.544
Aufsichtsrat
Klaus-Peter Gilles 1.770
Thomas Schmidt 2.130
Dieter Pütz 1.380
Stefan Behr 1.380
Rolf Driller 1.290
Katja Dörner 1.380
Stephan Eickschen 1.020
Angelika Esch 1.380
Rainer Haid 1.380
Mirko Heid 1.380
Werner Hümmrich 1.020
Norbert Jacobs 840
Jörg Klapdohr 645
David Lutz 1.290
Kenan Millihuzin 1.380
Monika Pohl 1.200
Werner Scheifgen 368
Holger Schmidt 1.380
Jakob Steinhauer 833
Bernhard Wimmer 1.290
Andreas Wirths 735
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwal-
tungsräten nach Geschlecht
Gemäß § 12 Absatz 6 des Gesetzes über die Gleichstellung von Frauen und Männern für
das Land Nordrhein -Westfalen (Landesgleichstellungsgesetz – LGG) ist die Öffentlichkeit
über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwaltungsräten nach Geschlecht regelmä-
ßig in geeigneter Form zu unterrichten.
Dem Aufsichtsgremium in diesem Unternehmen gehören von den insgesamt 22 Mitgliedern
4 Frauen an (Frauenanteil: 18,18 %).
Damit wird der im § 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von 40
Prozent nicht erreicht/unterschritten.
Seite 114 von 430
Stadtwerke Bonn GmbH
111 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Vorliegen eines Gleichstellungsplanes nach § 2 Absatz 2 und § 5 LGG
Die Ziele des Gesetzes zur Gleichstellung von Frauen und Männern für das Land Nordrhein-
Westfalen (Landesgleichstellungsgesetz -LGG) werden in der Gesellschaft beachtet. Der
Gleichstellungsplan nach § 5 LGG befindet sich derzeit in Fortschreibung.
Seite 115 von 430
Trianel GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 112
Trianel GmbH
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Krefelder Straße 203
52070 Aachen
(0 241) 4 13 20 - 0
(0 241) 4 13 20 - 23
info@trianel.com
www.trianel.com
Unternehmensgegen-
stand
Gegenstand des Unternehmens ist der Handel im In- und Aus-
land mit Energie mit dem Ziel, die örtliche Energieversorgung
zu stärken.
Zweck der Beteiligung Mit der Beteiligung an der Trianel wird die Positionierung der
SWB Energie und Wasser im Wettbewerb um Sondervertrags-
und Bündelkunden sowie im Energieeinkauf gestärkt. Es ist da-
von auszugehen, dass der Energieeinkauf über die Trianel
langfristig zu markt - und wettbewerbsfähigen Konditionen er-
folgen kann. Die Beteiligung an der Trianel bietet darüber hin-
aus die Möglichkeit, an Wachstum und dem Know-how der Tri-
anel als Gesellschafter zu partizipieren. Ferner bietet die Tria-
nel den Zugriff auf eine optimale Einkaufsorganisation unter
Verzicht auf die damit verbundenen Aufbaukosten für den Fall
der Einrichtung einer eigenen entsprechend strukturierten Ein-
kaufsabteilung. Die Trianel bietet stets ein belastbares Preis-
Benchmark, das in Verhandlungen auch mit anderen Lieferan-
ten eingesetzt werden kann.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital ________________________ 20.152.575 EUR
Gesellschafter Sonst. Versorgungs-
unternehmen _________________ 3.698.000,0 EUR (18,35%)
Stadtwerke Bochum Holding
GmbH ______________________ 2.836.000,0 EUR (14,07%)
Stadtwerke Aachen AG _________ 2.413.000,0 EUR (11,97%)
RhönEnergie Fulda GmbH _______ 1.500.000,0 EUR (7,44%)
Seite 116 von 430
Trianel GmbH
113 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Stadtwerke Herne AG ___________ 1.383.000,0 EUR (6,86%)
Stadtwerke Bonn GmbH _________ 1.170.000,0 EUR (5,81%)
Stadtwerke Lübeck Holding
GmbH _______________________ 1.032.000,0 EUR (5,12%)
SWU Energie GmbH _____________ 964.000,0 EUR (4,78%)
Stadtwerke Witten GmbH _________ 756.000,0 EUR (3,75%)
Stadtwerke Jena-Pößneck GmbH __ 602.000,0 EUR (2,99%)
NEW Niederrhein
Energie- und Wasser GmbH _______ 579.000,0 EUR (2,87%)
N.V.HVC, Niederlande ___________ 500.000,0 EUR (2,48%)
enwor - energie und wasser
vor ort GmbH __________________ 445.000,0 EUR (2,21%)
Salzburg AG für Energie,
Verkehr und Telekommunikation ____ 355.000,0 EUR (1,76%)
Allgäuer Überlandwerke GmbH ____ 350.000,0 EUR (1,74%)
Stadtwerke Halle GmbH __________ 317.000,0 EUR (1,57%)
Stadtwerke Trier Versorgungs
GmbH ________________________ 300.000,0 EUR (1,49%)
Stadtwerke Heidelberg GmbH _____ 250.000,0 EUR (1,24%)
Nordhorner Versorgungsbetriebe
GmbH ________________________ 240.000,0 EUR (1,19%)
Trianel GmbH __________________ 237.000,0 EUR (1,18%)
Stadtwerke Hamm GmbH _________ 226.000,0 EUR (1,12%)
Tochterunternehmen Trianel Energieprojekte
GmbH & Co. KG ____________ 23.404.000,0 EUR (100,00%)
Trianel Gaskraftwerk Hamm
Verwaltungs GmbH _____________ 26.000,0 EUR (100,00%)
Trianel Gasspeicher Epe
Verwaltungs GmbH _____________ 49.000,0 EUR (100,00%)
Trianel Kohlekraftwerk Lünen
Verwaltungs GmbH _____________ 26.000,0 EUR (100,00%)
Trianel Windkraftwerk Borkum
Verwaltungs GmbH _____________ 38.000,0 EUR (100,00%)
Trianel Gasspeicher Epe
GmbH & Co. KG _______________ 1.995.532,0 EUR (7,60%)
Trianel Kohlekraftwerk Lünen
GmbH & Co. KG _______________ 1.874.700,0 EUR (6,34%)
Trianel Gaskraftwerk Hamm
GmbH & Co. KG _______________ 2.580.239,2 EUR (6,10%)
Trianel Onshore Windkraftwerke
GmbH & Co. KG ________________ 292.500,0 EUR (5,35%)
Trianel Erneuerbare Energien
GmbH & Co. KG ________________ 700.000,0 EUR (5,00%)
Trianel Windkraftwerk Borkum
GmbH & Co. KG ________________ 493.000,0 EUR (2,69%)
Trianel Windkraftwerk Borkum II
GmbH & Co. KG ____________________ 500,0 EUR (1,87%)
Trianel GmbH __________________ 237.000,0 EUR (1,18%)
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Trianel GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 114
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 106.748 102.667 4.081
Umlaufvermögen 647.000 287.417 359.583
Rechnungsabgrenzungsposten 2.913 706 2.207
Bilanzsumme 756.661 390.790 365.870
Passiva
Eigenkapital 98.312 94.150 4.162
Sonderposten - - -
Rückstellungen 104.080 71.233 32.847
Verbindlichkeiten 554.256 225.407 328.849
Rechnungsabgrenzungsposten 13 - 13
Bilanzsumme 756.661 390.790 365.870
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 6.450.118 3.186.368 3.263.750
Sonstige betriebliche Erträge 15.215 2.843 12.372
Materialaufwand 6.406.158 3.121.560 3.284.597
Personalaufwand 38.917 35.085 3.832
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
13.918 13.383 534
Abschreibungen 1.888 14.109 -12.222
Ergebnis vor Ertragssteuern 14.533 10.969 3.564
Jahresergebnis 8.881 4.719 4.162
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Trianel GmbH
115 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 13,0 24,1 -11,1
Eigenkapitalrentabilität (in %) 9,0 5,0 4,0
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 92,1 91,7 0,4
Verschuldungsgrad (in %) 6,7 3,2 3,5
Umsatzrentabilität (in %) 0,1 0,1 0,0
Personalbestand 374 300 74
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Im Berichtsjahr 2021 hat sich die Gesellschafterstruktur der Trianel GmbH im Vergleich zum
Vorjahr nicht geändert. Die Trianel GmbH hat 57 Gesellschafter. Sie hält im Berichtsjahr ei-
gene Anteile, die sie im Jahr 2019 von der Trianel Suisse AG übertragen bekommen hat.
Eine Umfirmierung eines Gesellschafters hat stattgefunden: Die GWS Stadtwerke Hameln
GmbH wurden aufgrund der Verschmelzung mit der Stadtwerke Weserbergland GmbH um-
firmiert in Stadtwerke Hameln Weserbergland GmbH.
Die Geschäftsaktivitäten der Trianel GmbH zielen darauf ab, den Ausbau erneuerbarer Ener-
gien zu forcieren und erneuerbare Energien besser in den Markt zu integrieren. Stadtwerke
sollen dabei in ihrer Wettbewerbsfähigkeit und damit in ihrer Eigenständigkeit gestärkt wer-
den. Als größte europäische Stadtwerke -Kooperation erschließt die Trianel GmbH das Po-
tenzial liberalisierter Energiemärkte durch Bündelung gleichgerichteter Interessen aus dem
kommunalen Umfeld. So können auch Geschäftsfelder erschlossen werden, die für einzelne
Stadtwerke wirtschaftlich unrentabel wären. Kerngeschäfte von Trianel sind die Entwicklung
neuer Projekte zur Erzeugung erneuerbarer Energie – organisiert im Profitcenter Projektent-
wicklung – sowie der Handel, die Beschaffung und die Lieferung von Energie – organisiert
im Profitcenter Midstream.
Alle Geschäftsfelder von Trianel werden weiterhin durch den anhaltenden Ausbau der er-
neuerbaren Energien, die zunehmende Dezentralisierung und Dekarbonisierung der Ener-
giewirtschaft sowie das Innovationspotenzial aufgrund der Digitalisierung und Automatisie-
rung geprägt.
Das Handelsvolumen Strom belief sich 2021 auf 151 TWh (Vorjahr: 244 TWh), das Handels-
volumen Gas lag bei 80 TWh (Vorjahr: 134 TWh). Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäfts-
jahr 2021 6.450 Mio. EUR (Vorjahr: 3.186 Mio. EUR) und sind damit um 102 Prozent gegen-
über dem Vorjahr gestiegen. Grundsätzlich lässt die absolute Höhe des Umsatzes und damit
verbunden der Materialaufwendungen aufgrund der Beschaffung und Vermarktung für Dritte
sowie preisbedingter Effekte keinen wesentlichen Rückschluss auf den wirtschaftlichen Er-
folg des Unternehmens zu. Zur Erhöhung der Aussagekraft wurden die eigengeschäftlichen
Umsätze mit den zugehörigen Materialaufwendungen im Ber ichtsjahr in Höhe von 2.860
Mio. EUR (Vorjahr: 3.168 Mio. EUR) saldiert.
Seite 119 von 430
Trianel GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 116
Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von
Rückstellungen in Höhe von 14.275 TEUR (Vorjahr: 345 TEUR) und aus der Weiterbelastung
von Sachkosten 239 TEUR (Vorjahr: 337 TEUR). Daneben sind periodenfremde Erträge in
Höhe von 259 TEUR (Vorjahr: 975 TEUR) und Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe
von 313 TEUR (Vorjahr: 360 TEUR) in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.
Die Materialaufwandsquote liegt mit 99,3 Prozent leicht über dem Niveau des Vorjahrs
(98,0 Prozent). Die Personalaufwendungen haben sich insbesondere aufgrund von Rück-
stellungen für Bonuszahlungen von 35.085 TEUR auf 38.917 TEUR erhöht.
Das Beteiligungsergebnis hat sich mit 11.714 TEUR (Vorjahr: 9.764 TEUR) im Vergleich zum
Vorjahr aufgrund von angestiegenen Ausschüttungen der verbundenen Unternehmen er-
höht.
Mit einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von 14,5 Mio. EUR konnte die Trianel GmbH aber-
mals ein positives Ergebnis erzielen, das den bereits sehr positiven Vorjahreswert (11,0 Mio.
EUR) deutlich übertrifft.
Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr insbesondere aufgrund der markt-
preisbedingt angestiegenen Forderungen sowie Margins deutlich von 390.790 T EUR auf
756.661 TEUR (Bilanzsumme des Konzerns: 764.606 TEUR). Die Eigenkapitalquote der Tri-
anel GmbH ist im Geschäftsjahr wegen der marktpreisbedingt stark angestiegenen Bilanz-
summe auf 13,0 Prozent (Vorjahr: 24,1 Prozent) gesunken. Für den Konzern sank die Ei-
genkapitalquote auf 13,6 Prozent. In absoluten Zahlen erhöhte sich das Eigenkapital um
4.162 TEUR auf 98.312 T EUR. Diese Veränderung resultiert aus dem Jahresüberschuss
2021 in Höhe von 8.881 T EUR (Konzernjahresüberschuss für 2021: 11.813 T EUR) sowie
der 2021 erfolgten Gewinnausschüttung von 4.719 TEUR.
Chancen und Risiken
Die Gesellschaft sieht für 2022 Chancen, die gute Geschäftsentwicklung aus 2020 und 2021
im Energiehandel und Projektentwicklungsgeschäft für PV und Onshore Wind bestätigen zu
können. Unter striktem Risikomanagement bietet die erwartete Entwicklung der Energie-
preise Chancen für den Geschäftsbereich Midstream. Aus der bestehenden PV -Projekt-
Pipeline können wir weitere Zuschläge erhalten und aus weiteren Verkäufen sind Ertragspo-
tenziale realisierbar. Auch wurden die reifen TEE-Projekte in die Baureife überführt. Die Er-
richtung von Projekten wird zu einer höheren Wertschöpfung führen. Durch die vorgenom-
mene Gründung der TWS erfährt die eigene Weißflächenentwicklung eine Intensivierung.
Aufgrund der durch die Ukraine -Krise ausgelösten energiepolitischen Entwicklungen zur
möglichst zügigen Auflösung der Abhängigkeiten von Russland wird die Bedeutung der In-
tegration von erneuerbaren Energien schneller wachsen als bisher angedacht. Hieraus re-
sultieren zum einen Chancen für unser auf die Kombination von Midstream -Aktivitäten und
erneuerbare Energien angelegtes Geschäftsmodell. Zum anderen dürfte sich das erwartbar
höhere Energiepreisniveau positiv auf unser Projektentwicklungsgeschäft sowie auf unsere
Beteiligungen an Erzeugungsgesellschaften auswirken und in Kombination mit einer zuneh-
menden Volatilität auch Impulse für das Handelsgeschäft entfalten.
Die Trianel GmbH ist durch umfangreiche Geschäftsaktivitäten auf den Energiehandels-
märkten und den derzeitigen starken Preisveränderungen wegen des Ukraine-Kriegs erheb-
lichen Risiken ausgesetzt. Die größten Risiken betreffen:
Seite 120 von 430
Trianel GmbH
117 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
ein Gasverstromungsverbot, zum Beispiel aufgrund des Totalausfalls der Gasliefe-
rungen aus Russland bei gleichzeitigem Bestand der Stromlieferverpflichtungen aus
der Kraftwerksterminvermarktung,
den drohenden Ausfall von Großhandelspartnern, deren Kredit-Risikopositionen (Ex-
posures) im Zuge der Marktpreisanstiege ungewöhnlich hoch sind, und
(drohende) Vorfinanzierungseffekte aus Kraftwer ks- und Stadtwerkegeschäften für
den Fall von ungeplanten Kraftwerksstillständen oder Gasspeicherfüllungspflichten
(Liquiditätsrisiken).
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung MITGLIEDER
Herr Dipl.-Volkswirt Sven Becker
Herr Dr. Oliver Runte
Aufsichtsrat VORSITZ
Herr Dietmar Spohn
1. STELLVERTRETUNG VORSITZ
Herr Michael Lucke
MITGLIEDER
Herr Dr. Christian Becker
Herr Dr. Achim Grunenberg
Herr Martin Heun
Herr Prof. Dr. Rudolf Irmscher
Herr Ulrich Koch
Herr Dr. Jens Meier
Herr Christian Meyer-Hammerström
Frau Dr. Branka Rogulic
Herr Dr. Leonhard Schitter
Herr Marco Westphal
Gesellschafterver-
sammlung
VORSITZ
Herr Marco Westphal
1. STELLVERTRETUNG VORSITZ
Herr Peter Weckenbrock
Seite 121 von 430
Trianel GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 118
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Geschäftsführung
Sven Becker 678.000
Oliver Runte 659.000
Aufsichtsrat
Marco Westphal 0
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwal-
tungsräten nach Geschlecht
Gemäß § 12 Absatz 6 des Gesetzes über die Gleichstellung von Frauen und Männern für
das Land Nordrhein -Westfalen (Landesgleichstellungsgesetz – LGG) ist die Öff entlichkeit
über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwaltungsräten nach Geschlecht regelmä-
ßig in geeigneter Form zu unterrichten.
Dem Aufsichtsgremium in diesem Unternehmen gehören von den insgesamt 12 Mitgliedern
1 Frauen an (Frauenanteil: 8,33 %).
Damit wird der im § 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von 40
Prozent nicht erreicht/unterschritten.
Vorliegen eines Gleichstellungsplanes nach § 2 Absatz 2 und § 5 LGG
Die Ziele des Gesetzes zur Gleichstellung von Frauen und Männern für das Land Nordrhein-
Westfalen (Landesgleichstellungsgesetz -LGG) werden in der Gesellschaft beachtet.
Das Vorliegen eines Gleichstellungsplan nach § 5 LGG ist nicht bekannt.
Seite 122 von 430
Trianel GmbH
119 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Seite 123 von 430
Trianel Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 120
Trianel Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Krefelder Straße 203
52070 Aachen
(0 241) 41320 - 0
(0 241) 41320 - 23
info@trianel.com
www.trianel.com
Unternehmensgegen-
stand
Gegenstand des Unternehmens ist die Planung und Entwick-
lung, die Errichtung und der Betrieb von Anlagen in Deutsch-
land zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien und
die Beteiligung an Gesellschaften und Unternehmen mit Sitz in
Deutschland, die Anlagen in Deutschland zur Erzeugung von
Strom aus Erneuerbaren Energien betreiben oder zu betreiben
beabsichtigen.
Zweck der Beteiligung Die EnW ist seit Dezember 2013 an der Trianel Onshore Wind-
kraftwerke GmbH & Co. KG (TOW) beteiligt. Aufgrund des wei-
terhin positiven Marktumfelds für Erneuerbare Energien strebt
die EnW ebenso wie die Trianel GmbH eine weitere Beteiligung
an einer Folgegesellschaft (TEE) an, um die eigenen Erzeu-
gungsaktivitäten zu diversifizieren und einen kommunalen Bei-
trag zu Umwelt- und Klimaschutz durch Erneuerbare Energien
zu leisten. Mit der Gründung der TEE soll eine neue kommu-
nale Investitionsplattform für den Ausbau Erneuerbarer Ener-
gien geschaffen werden. Dem Portfolioansatz folgend ergibt
sich damit für die beteiligten Stad twerke eine mehrdimensio-
nale Diversifizierung. Die Stadtwerke realisieren so ihre Aus-
bauziele bei Erneuerbaren Energien und vermeiden gleichzei-
tig unrentable Beteiligungen an kleinen Einzelprojekten.
Seite 124 von 430
Trianel Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG
121 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Kommanditeinlage ____________________ 14.000.000 EUR
Komplementäreinlage __________________________ 0 EUR
Gesellschafter KOMMANDITISTEN
sonstige Versorgungsunter-
nehmen ___________________ 2.492.000,0 EUR (17,80%)
Stadtwerke Bochum Holding
GmbH _____________________ 1.706.000,0 EUR (12,19%)
Stadtwerke Solingen GmbH _____ 1.013.986,5 EUR (7,24%)
Stadtwerke Hamm GmbH _______ 700.000,0 EUR (5,00%)
Trianel GmbH _________________ 700.000,0 EUR (5,00%)
enwor - energie und wasser
vor ort GmbH _________________ 609.000,0 EUR (4,35%)
Energie- und Wasserversorgung
Rheine GmbH ________________ 600.000,0 EUR (4,29%)
EVH GmbH __________________ 572.000,0 EUR (4,09%)
AVU AG für Versorgungs-
Unternehmen _________________ 561.000,0 EUR (4,01%)
Stadtwerke Iserlohn GmbH ______ 556.000,0 EUR (3,97%)
Energieversorgung Leverkusen
GmbH & Co. KG ______________ 500.000,0 EUR (3,57%)
Stadtwerke Leipzig GmbH _______ 485.000,0 EUR (3,46%)
Energie- und Wasserversorgung
Bonn/Rhein-Sieg GmbH ________ 474.000,0 EUR (3,39%)
Stadtwerke Gronau GmbH _______ 400.000,0 EUR (2,86%)
Stadtwerke Versmold GmbH _____ 400.000,0 EUR (2,86%)
Allgäuer Überlandwerke GmbH ___ 343.000,0 EUR (2,45%)
GSW Gemeinschaftsstadtwerke
GmbH Karnen-Bönen-Bergk. _____ 337.000,0 EUR (2,41%)
Stadtwerke Elmshorn ___________ 337.000,0 EUR (2,41%)
SOLSA Solarenergie Sachsen-
Anhalt GmbH _________________ 314.000,0 EUR (2,24%)
NEW Re GmbH _______________ 300.000,0 EUR (2,14%)
Stadtwerke Buxtehude __________ 300.000,0 EUR (2,14%)
Stadtwerke Soest GmbH ________ 300.000,0 EUR (2,14%)
KOMPLEMENTÄR
Trianel Erneuerbare Energien Verwaltungs GmbH
Tochterunternehmen TAP Windpark Bad Arolsen
GmbH & Co. KG _____________ 2.348.000,0 EUR (100,00%)
Trianel Erneuerbare Energien
Verwaltungs GmbH _____________ 63.000,0 EUR (100,00%)
Trianel Solarpark Pritzen
GmbH & Co. KG ______________ 988.000,0 EUR (100,00%)
Trianel Solarpark Schipkau
Seite 125 von 430
Trianel Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 122
GmbH & Co. KG _____________ 2.020.000,0 EUR (100,00%)
Trianel Solarpark Südwestpfalz
GmbH & Co. KG ____________ 4.032.000,0 EUR (100,00%)
Trianel Solarpark Uchtdorf
GmbH & Co. KG ______________ 691.000,0 EUR (100,00%)
Trianel Windpark Buchenau
GmbH & Co. KG _____________ 4.974.000,0 EUR (100,00%)
Trianel Windpark Creußen
GmbH & Co. KG _____________ 6.343.000,0 EUR (100,00%)
Trianel Windpark Gebersreuth
GmbH & Co. KG _____________ 9.102.000,0 EUR (100,00%)
Trianel Windpark Grünberg
GmbH & Co. KG _____________ 1.806.000,0 EUR (100,00%)
Trianel Windpark Görzig
GmbH & Co. KG ______________ 547.000,0 EUR (100,00%)
Trianel Windpark Jeckenbach
GmbH & Co. KG _____________ 1.621.000,0 EUR (100,00%)
Trianel Windpark Uckley
GmbH & Co. KG _____________ 9.968.000,0 EUR (100,00%)
Trianel Windpark Vogelherd
GmbH & Co. KG _____________ 8.839.000,0 EUR (100,00%)
Trianel Windpark Wennerstorf II
GmbH & Co. KG _____________ 4.554.000,0 EUR (100,00%)
Trianel Windpark Zellertal
GmbH & Co. KG _____________ 4.398.000,0 EUR (100,00%)
Windpark Emmerthal
GmbH & Co. KG _____________ 3.587.000,0 EUR (100,00%)
WMD Windenergie
Mitteldeutschland GmbH _________ 28.500,0 EUR (50,00%)
TAP Windprojekte
GmbH & Co. KG __________________________ 0,0 EUR (--)
Trianel Windpark Spreeau
GmbH & Co. KG __________________________ 0,0 EUR (--)
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Trianel Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG
123 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 90.854 81.169 9.685
Umlaufvermögen 38.488 28.001 10.486
Rechnungsabgrenzungsposten - - -
Bilanzsumme 129.367 109.170 20.196
Passiva
Eigenkapital 126.308 106.828 19.480
Sonderposten - - -
Rückstellungen 1.273 600 673
Verbindlichkeiten 1.760 1.718 42
Rechnungsabgrenzungsposten - - -
Bilanzsumme 129.367 109.170 20.196
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 5.067 1.181 3.887
Sonstige betriebliche Erträge 2 67 -65
Materialaufwand 5.398 1.269 4.129
Personalaufwand - - -
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
83 178 -95
Abschreibungen 0 53 -53
Ergebnis vor Ertragssteuern 5.120 3.306 1.815
Jahresergebnis 4.432 3.176 1.255
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Trianel Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 124
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 97,6 97,9 -0,3
Eigenkapitalrentabilität (in %) 3,5 3,0 0,5
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 139,0 131,6 7,4
Verschuldungsgrad (in %) 0,0 0,0 0,0
Umsatzrentabilität (in %) 87,5 269,0 -181,5
Personalbestand 0 0 0
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Die TEE hat im Geschäftsjahr 2021 weitere Investitionen in Wind - und Solarparkprojektge-
sellschaften getätigt.
Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres betreffen Erlöse aus der Weiterberechnung von Auf-
wendungen an die Betriebsgesellschaften in Höhe von TEUR 5.067 (i. Vj. TEUR 1.181).
Unter anderem sind in den Weiterberechnungen die Sonderprämie/der Beteiligungsmehr-
wert für das Windparkprojekt Görzig mit TEUR 2.901 (i. Vj. TEUR 0) sowie die Sonderprä-
mie/der Beteiligungsmehrwert für das Windparkprojekt Wahlheim mit TEUR 738 (i. Vj. TEUR
0) enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 2 (i. Vj. TEUR 67) betreffe n ausschließlich
periodenfremde Erträge.
Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von TEUR 4.823 (i. Vj. TEUR 3.183) umfassen im
Wesentlichen die phasengleich vereinnahmten Jahresüberschüsse der Tochterunternehmen
des Jahres 2021 in Höhe von TEUR 4.771 (i. Vj . TEUR 3.156) sowie die Ausschüttung des
Jahresüberschusses der TEE Verwaltungs GmbH in Höhe von TEUR 51 (i. Vj. TEUR 28).
Die Zinserträge von TEUR 693 (i. Vj. TEUR 381) entfallen im Berichtsjahr ausschließlich auf
Darlehen, welche an Tochterunternehmen bzw. an Beteiligungsunternehmen gewährt wur-
den.
Der Materialaufwand von TEUR 5.398 (i. Vj. TEUR 1.269) betrifft mit TEUR 5.342 (i. Vj.
TEUR 1.246) Aufwendungen aus Weiterberechnungen und mit TEUR 56 (i. Vj. TEUR 22)
Fremddienstleistungen.
Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 83 (i. Vj. TEUR 178) betreffen
im Wesentlichen die kaufmännische Betriebsführung mit TEUR 16 (i. Vj. TEUR 16), Rechts-
und Beratungskosten mit TEUR 7 (i. Vj. TEUR 19), Abschluss - und Prüfungskosten mit
TEUR 23 (i. Vj. TEUR 20), Kosten des Geldverkehrs mit TEUR 9 (i.V. TEUR 4), Beiträge und
Gebühren mit TEUR 5 (i. Vj. TEUR 2) sowie sonstige betriebliche Aufwendungen mit TEUR
8 (i. Vj. TEUR 15).
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Trianel Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG
125 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Das Geschäftsjahr 2021 endet mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 4.432 (i. Vj.
TEUR 3.176) und liegt damit TEUR 3.115 über dem im Rahmen der Wirtschaftsplanung er-
warteten Überschuss von TEUR 1.317. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen erhöhte
Beteiligungserträge (Ist: TEUR 4.836; Plan: TEUR 1.279) sowie gegenläufi g ein höherer
Steueraufwand (Ist: TEUR 689; Plan: TEUR 232). Die erhöhten Beteiligungserträge sind ins-
besondere auf die nicht geplanten Beteiligungserträge des Windparks Spreeau (TEUR
1.994) und der Solarparks Schleich (TEUR 248) und Lübars (TEUR 20) sowie auf die höhe-
ren Jahresergebnisse der Windparks Bad Arolsen (Ist: TEUR 808; Plan: TEUR 133), Ge-
bersreuth (Ist: TEUR 608; Plan: TEUR 328) und Wennerstorf (Ist: TEUR 357, Plan: TEUR 0)
zurückzuführen. Bei den beiden Windparks Bad Arolsen und Wennerstorf konnten aufgrund
der noch ausstehenden Abnahme der Anlagen und damit einer fehlenden Abschreibung hö-
here Beteiligungserträge vereinnahmt werden als angenommen. Die Eigenkapitalquote liegt
zum 31. Dezember 2021 bei 98% (i. Vj. 98%).
Chancen und Risiken
Aus der Entwicklung neuer Onshore-Windparks und Solaranlagen können sich Risiken für
die TEE ergeben, wenn sich die zu entwickelnden Projekte nicht realisieren lassen. Hierfür
können neben wirtschaftlichen Aspekten auch Genehmigungsfragen, die Akzeptanz in der
Bevölkerung und die erfolgreiche Teilnahme an Ausschreibungsverfahren eine Rolle spielen.
Da in dem aktuellen „Osterpaket“ der Bundesregierung den erneuerbaren Energien ein über-
ragendes öffentliches Interesse bescheinigt wird und diese vorrangig ausgebaut werden sol-
len, wird erwartet, dass Genehmigungsverfahren zukünftig vereinfacht und beschleunigt
werden. Auch die Möglichkeit, Gemeinden finanziell zu beteiligen, wird die Akzeptanz vor
Ort erhöhen und dazu beitragen, den Ausbau zu beschleunigen.
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung MITGLIEDER
Herr Dr. Markus Hakes
Gesellschafterver-
sammlung
MITGLIEDER
Herr Lars Backmeyer Energie- und
Wasserversorgung
Bonn/Rhein-Sieg
GmbH
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Geschäftsführung
Markus Hakes 0
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Seite 129 von 430
Trianel Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 126
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwal-
tungsräten nach Geschlecht
Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat.
Vorliegen eines Gleichstellungsplanes nach § 2 Absatz 2 und § 5 LGG
Gemäß § 5 Abs. 1, Satz 1 LGG ist die Erstellung eines Gleichstellungsplans erst bei einer
Beschäftigtenzahl von mindestens 20 erforderlich.
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Trianel Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG
127 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
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Trianel Gaskraftwerk Hamm GmbH & Co. KG
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 128
Trianel Gaskraftwerk Hamm GmbH & Co. KG
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Trianelstraße 1
59071 Hamm-Uentrop
(0 241) 4 13 20 - 0
(0 241) 4 13 20 - 23
info@trianel.com
www.trianel.com
Unternehmensgegen-
stand
Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb einer GuD -An-
lage zur Stärkung der örtlichen Energieversorgung durch Ener-
gieversorgungsunternehmen mit kommunaler Beteiligung.
Zweck der Beteiligung Durch das Programm zum Ausstieg aus der Kernenergie, aber
auch durch den altersbedingten Austausch konventioneller
Kraftwerke, wird in den nächsten 15 Jahren bundesweit der
Neubau von etwa 40.000 bis 50.000 MW Kraftwerksleistung
notwendig. Das entspricht 50 Prozent des heutigen Bestands.
Daraus leitet die Branche ab, dass die Großhandelspreise wei-
ter steigen werden. Mit der Beteiligung an dem Trianel -Ge-
meinschaftskraftwerk in Hamm -Uentrop werden die Stadt-
werke Bonn ihren Strombezug auf ein neues Standbein stellen.
Das Vorhaben ist ökologisch vorteilhaft und wirtschaftlich sinn-
voll. Die SWB machen sich damit ein Stück weit unabhängiger
von den negativen Einflüssen auf den Energiemärkten und er-
öffnet ihr die Option, sich einen Teil ihres Versorgungsbedarfs
langfristig kostengünstig abzusichern.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Kommanditeinlage ____________________ 42.299.003 EUR
Komplementäreinlage __________________________ 0 EUR
Gesellschafter KOMMANDITISTEN
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Trianel Gaskraftwerk Hamm GmbH & Co. KG
129 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Energie- und Wasserversorgung
Mittleres Ruhrgebiet GmbH ____ 7.762.200,0 EUR (18,35%)
Stadtwerke Aachen AG _______ 7.151.600,0 EUR (16,91%)
sonstige Versorgungs-
unternehmen _______________ 6.297.700,0 EUR (14,89%)
SWU Energie GmbH __________ 3.958.700,0 EUR (9,36%)
Trianel GmbH ________________ 2.580.239,2 EUR (6,10%)
RhönEnergie Fulda GmbH ______ 1.976.800,0 EUR (4,67%)
Salzburg AG für Energie,
Verkehr und Telekommunikation _ 1.583.500,0 EUR (3,74%)
Cogas Participatie TGH B.V. ____ 1.552.400,0 EUR (3,67%)
Stadtwerke Hamm GmbH ______ 1.449.000,0 EUR (3,43%)
Allgäuer Überlandwerke
GmbH ______________________ 1.185.000,0 EUR (2,80%)
SWK Energie GmbH __________ 1.035.000,0 EUR (2,45%)
Stadtwerke Lengerich GmbH ____ 1.035.000,0 EUR (2,45%)
Stadtwerke Osnabrück AG ______ 1.035.000,0 EUR (2,45%)
Stadtwerke Solingen GmbH _____ 1.035.000,0 EUR (2,45%)
Teutoburger Energie
Netzwerk eG ________________ 1.035.000,0 EUR (2,45%)
Energiehandel Lünen GmbH _____ 828.000,0 EUR (1,96%)
Stadtwerke Bonn GmbH ________ 791.700,0 EUR (1,87%)
KOMPLEMENTÄR
Trianel Gaskraftwerk Hamm Verwaltungs GmbH
Tochterunternehmen Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
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Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 130
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 61.592 82.535 -20.943
Umlaufvermögen 73.016 64.347 8.669
Rechnungsabgrenzungsposten - 34 -34
Bilanzsumme 134.608 192.412 -57.804
Passiva
Eigenkapital 7.788 0 7.788
Sonderposten - - -
Rückstellungen 8.118 52.255 -44.137
Verbindlichkeiten 118.702 127.820 -9.118
Rechnungsabgrenzungsposten - - -
Bilanzsumme 134.608 180.075 -45.467
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 515.186 331.260 183.926
Sonstige betriebliche Erträge 39.945 9.921 30.024
Materialaufwand 463.772 311.837 151.935
Personalaufwand 1.216 1.086 130
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
21.492 34.555 -13.063
Abschreibungen 21.055 21.025 30
Ergebnis vor Ertragssteuern 44.359 -30.633 74.992
Jahresergebnis 42.434 -30.632 73.066
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Trianel Gaskraftwerk Hamm GmbH & Co. KG
131 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 5,8 0,0 5,8
Eigenkapitalrentabilität (in %) 544,9 - 544,9
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 12,6 - 12,6
Verschuldungsgrad (in %) 16,3 - 16,3
Umsatzrentabilität (in %) 8,2 -9,2 17,4
Personalbestand - 9 -9
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Die Geschäftstätigkeit der TGH im Jahr 2021 war wie im Vorjahr von den anhaltenden Aus-
wirkungen der Energiewende und daraus resultierend einem weiterhin niedrigen Strompreis-
niveau im ersten Halbjahr 2021 geprägt. Im Vergleich zum Vorjahr wurde im Kraftwerk 2021
circa. 43% weniger Strom produziert. Im Wesentlichen ist dies auf im Vorjahr getätigte Ter-
mingeschäfte ohne physische Erfüllung zurückzuführen.
Seit 2015 wird die TGH durch einen seitens der Gesellschafter gewährten Darlehensrahmen
in Höhe von EUR 108,2 Mio. fremdfinanziert. Der Darlehensrahmen wurde durch eine ein-
malige Ziehung im Geschäftsjahr 2015 in Höhe EUR 68,2 Mio. bisher nur teilweise in An-
spruch genommen.
Unter Berücksichtigung der Einsatzzeiten des Kraftwerks in Höhe vo n rd. 1.982 Betriebs-
stunden (Bh) - nach 3.333 Bh im Vorjahr - wird der Geschäftsverlauf 2021 als zufriedenstel-
lend bewertet. Insgesamt wurden in 2021 1.405.488 MWh (i. Vj. 2.455.868 MWh) Strom
produziert. Im Geschäftsjahr 2021 gab es keine wesentlichen Bee inträchtigungen im Ge-
schäftsbetrieb der TGH aufgrund der SARS-CoV-2 (Coronavirus) Pandemie.
2021 wurden Umsatzerlöse aus dem Stromverkauf in Höhe von TEUR 296.206 (i. Vj. TEUR
264.278) erzielt. Insgesamt erzielt die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von TE UR
515.186 (i. Vj. TEUR 331.260).
Der den Umsatzerlösen gegenüberstehende Materialaufwand beläuft sich auf TEUR
463.772 (i. Vj. TEUR 311.837). Darin enthalten sind bezogene Leistungen in Höhe von TEUR
11.666 (i. Vj TEUR 13.080). Ein wesentlicher Bestandteil der sonstigen betrieblichen Erträge
stammt aus der Auflösung von Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Ge-
schäften aus Terminkontrakten sowohl für das Geschäftsjahr 2021 sowie für die Jahre 2022
und 2023.
Die Abschreibungen betragen TEUR 21.055 (i. Vj. TEUR 21.024) und enthalten die planmä-
ßigen linearen Abschreibungen auf das GuD-Kraftwerk. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr
ist auf die im Jahr 2021 getätigten Investitionen zurückzuführen. Im Vorjahr wurden unter
den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Zuführungen zu den Rückstellungen für dro-
hende Verluste aus schwebenden Termingeschäften für die Jahre 2021 bis 2023 in Höhe
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Trianel Gaskraftwerk Hamm GmbH & Co. KG
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 132
von TEUR 24.978 ausgewiesen. Die Bewertung der Geschäfte für die Jahre 2022 und 2023
zum 31.12.2021 nach ÖFA III führt zu einem positiven Ergebnis und somit zu einer vollstän-
digen Auflösung der gebildeten Rückstellungen aus dem Vorjahresabschluss.
Das Geschäftsjahr 2021 endet mit einem Jahresüberschuss vor Ertragsteuern in Höhe von
TEUR 44.296 (i. Vj. Jahresfehlbetrag vor Ertragsteuern TEUR -30.705). Das ursprünglich
geplante Jahresergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von TEUR -32.747 wurde damit deutlich
überschritten. Es konnten aus den vermehrten Rückkaufaktivitäten in 2021 um TEUR 23.497
höhere Deckungsbeiträge als geplant erzielt werden. Hierbei wurden die Chancen, die sich
aus den volatilen Preisen am Strommarkt und aus der Entwicklung der Preise für Erdgas
und Emissionszertifikate ergeben haben, genutzt. Vermehrte Rückkaufgeschäfte von Strom
bei gleichzeitigem Ver kauf des äquivalenten Gases sowie der CO2 -Zertifikate führten ge-
genüber dem Vorjahr zu einem um ca. 40 % reduzierten Kraftwerkseinsatz. Als Folge der
Preisentwicklung und der 2021 abgeschlossenen Termingeschäfte konnten Rückstellungen
für drohende Verluste aus Termingeschäften für die Jahre 2021 bis 2023 (TEUR 39.799; i.
Vj. Bildung von Rückstellungen TEUR -17.924) aufgelöst werden.
Zum Bilanzstichtag weist die TGH im Gegensatz zum Vorjahr ein positives Eigenkapital aus.
Chancen und Risiken
Aus der im Prognosebericht erwarteten weiteren Markterholung resultiert das größte Risiko
der TGH. Sollte die weitere Markterholung nicht eintreten, sind entweder eine Nachfinanzie-
rung oder die Stilllegung der Anlage die entsprechenden Alternativszenarien.
Weitere Risiken sind die technischen Anlagen, die durch den Betrieb des Kraftwerks im Zeit-
ablauf verschlissen werden. Im Rahmen von regelmäßigen Wartungen wird der Verschleiß
überwacht um frühzeitig Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Welche wirtschaftlichen Auswirkungen sich aus der weltweiten Verbreitung von SARS-CoV-
2 ergeben, kann zum Zeitpunkt der Berichtserstellung nicht weiter spezifiziert werden. Bisher
haben sich aufgrund der durch die Bundesregierung getroffenen Maßnahmenpakete keine
wirtschaftlichen Nachteile für das Kraftwerk ergeben.
Im Zusammenhang mit dem Ukraine -Krieg betrachtet die TGH als wesentliches Risiko mit
substanzgefährdendem Potential bei einem Ausfall der russischen Erdgasmengen die
Ebene der Erdgasimporteure. Sollte tatsächlich die Erdgasmenge au s Russland drastisch
eingeschränkt werden, sind die Importeure gezwungen, ersatzweise zu eigenen Lasten die
Erdgasmengen aus anderen Quellen (Norwegen, Niederlande, LNG) zu kontrahieren. Es
wird befürchtet, dass in diesem Falle die Ersatzbeschaffung nur zu deutlich höheren Kosten
möglich ist, sofern überhaupt. Damit besteht das Risiko, dass der Importeur möglicherweise
Insolvenz beantragen muss, was wiederum zum Ausfall der Lieferungen an die Gashändler
führen würde. Auch dies könnte gegebenenfalls eine Ins olvenz der nächsten Ebene zur
Folge haben. Insgesamt befürchtet TGH ein Versagen der gesamten Marktstrukturen. Mo-
ment geht TGH davon aus, dass die Bundesregierung weitere Maßnahmen derart ausge-
staltet, dass Energieversorgungsunternehmen handlungsfähig bleiben. Da aktuell nicht klar
ist, welche Maßnahmen von der Bundesregierung vorgesehen werden, lassen sich die wirt-
schaftlichen Auswirkungen auf TGH nicht seriös abschätzen und haben spekulativen Cha-
rakter.
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Trianel Gaskraftwerk Hamm GmbH & Co. KG
133 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung MITGLIEDER
Herr Dipl.-Ing. Dr. Martin Buschmeier
Gesellschafterver-
sammlung
MITGLIEDER
Herr Marco Westphal Stadtwerke Bonn
GmbH
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Geschäftsführung
Martin Buschmeier 268.000
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwal-
tungsräten nach Geschlecht
Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat.
Vorliegen eines Gleichstellungsplanes nach § 2 Absatz 2 und § 5 LGG
Gemäß § 5 Abs. 1, Satz 1 LGG ist die Erstellung eines Gleichstellungsplans erst bei einer
Beschäftigtenzahl von mindestens 20 erforderlich.
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Trianel Kohlekraftwerk Lünen GmbH & Co. KG
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 134
Trianel Kohlekraftwerk Lünen GmbH & Co. KG
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Frydagstr. 40
44536 Lünen
(0 2306) 3733 - 0
(0 2306) 3733 - 150
info@trianel-luenen.de
www.trianel-luenen.com
Unternehmensgegen-
stand
Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb eines Stein-
kohlekraftwerks zur Stärkung der örtlichen Energieversorgung
durch Energieversorgungsunternehmen mit kommunaler Be-
teiligung.
Zweck der Beteiligung Stadtwerke ohne eigene Erzeugungskapazitäten sind bei der
Beschaffung ihres Stromportfolios von den Marktpreisen, die
durch wenige Unternehmen bestimmt werden, abhängig. Die
Zugriffsmöglichkeit auf eigene Erzeugungskapazitäten zur De-
ckung eines Anteils des eigenen Bedarfsportfolios ist daher
eine Absicherung gegen steigende Marktpreise und insbeson-
dere gegen kurzfristige starke Preisschwankungen.
Mit dem geplanten Kraftwerksprojekt schaffen sich die EnW
ein weiteres Standbein der Eigenerzeugung bei gleichz eitiger
Diversifizierung der Primärenergie durch den Einsatz von
Steinkohle und sichern sich einen unabhängigen und kosten-
günstigen Zugang zum Strombeschaffungsmarkt. Damit dient
die Kraftwerksbeteiligung gleichzeitig als Preissicherungs-
instrument im Beschaffungsportfolio, eine im Vergleich zu den
Preissprüngen im Großhandelsmarkt relativ sicher zu bestim-
mende Beschaffungsgröße.
Die Beteiligung an einem oder an mehreren Kraftwerken stellt
somit für ein Stadtwerk fast schon eine Notwendigkeit dar, um
im Wettbewerb bestehen zu können.
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Trianel Kohlekraftwerk Lünen GmbH & Co. KG
135 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Kommanditeinlage ____________________ 29.588.840 EUR
Komplementäreinlage __________________________ 0 EUR
Gesellschafter KOMMANDITISTEN
AET Azienda Elettrica
Ticinese ___________________ 4.686.700,0 EUR (15,84%)
Energie- und Wasserversorgung
Mittleres Ruhrgebiet GmbH ___ 4.686.700,0 EUR (15,84%)
sonstige Versorgungs-
unternehmen _______________ 3.655.700,0 EUR (12,35%)
RhönEnergie Fulda GmbH ______ 2.499.600,0 EUR (8,45%)
STAWAG Energie GmbH _______ 2.499.600,0 EUR (8,45%)
Trianel GmbH ________________ 1.874.700,0 EUR (6,34%)
Allgäuer Überlandwerke
GmbH ______________________ 1.562.200,0 EUR (5,28%)
SWU Energie GmbH __________ 1.562.200,0 EUR (5,28%)
Salzburg AG für Energie,
Verkehr und Telekommunikation _ 1.562.200,0 EUR (5,28%)
Stadtwerke Osnabrück AG ______ 1.249.800,0 EUR (4,22%)
Energie- und Wasser-
versorgung Bonn/Rhein-Sieg
GmbH _______________________ 624.900,0 EUR (2,11%)
Enni - Energie und Umwelt
Niederrhein GmbH _____________ 624.900,0 EUR (2,11%)
Flensburger Förder Energie-
gesellschaft mbH ______________ 624.900,0 EUR (2,11%)
Stadtwerke Lengerich GmbH _____ 624.900,0 EUR (2,11%)
Stadtwerke Lübeck Holding
GmbH _______________________ 624.900,0 EUR (2,11%)
Teutoburger Energie
Netzwerk eG _________________ 624.900,0 EUR (2,11%)
KOMPLEMENTÄR
Trianel Kohlekraftwerk Lünen Verwaltungs GmbH
Tochterunternehmen Netzleitung Lünen GmbH _______ 4.775.500,0 EUR (50,00%)
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Trianel Kohlekraftwerk Lünen GmbH & Co. KG
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 136
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 716.033 803.364 -87.330
Umlaufvermögen 258.377 147.214 111.163
Rechnungsabgrenzungsposten 7.716 8.379 -662
Bilanzsumme 1.171.904 1.138.663 33.241
Passiva
Eigenkapital 0 0 0
Sonderposten - - -
Rückstellungen 53.405 12.371 41.034
Verbindlichkeiten 1.088.809 1.114.537 -25.728
Rechnungsabgrenzungsposten 29.691 11.755 17.936
Bilanzsumme 1.171.904 1.138.663 33.241
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 738.989 277.821 461.168
Sonstige betriebliche Erträge 12.462 25.474 -13.012
Materialaufwand 595.649 182.146 413.503
Personalaufwand 1.479 1.482 -3
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
27.028 19.289 7.739
Abschreibungen 87.591 87.606 -15
Ergebnis vor Ertragssteuern -9.504 -39.569 30.065
Jahresergebnis -10.070 -40.574 30.504
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Trianel Kohlekraftwerk Lünen GmbH & Co. KG
137 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 0,0 0,0 0,0
Eigenkapitalrentabilität (in %) - - -
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 0,0 - 0,0
Verschuldungsgrad (in %) - - -
Umsatzrentabilität (in %) -1,4 -14,6 13,2
Personalbestand 10 10 0
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Im Wesentlichen beeinflusst wird der Einsatz des Kraftwerkes von der Entwicklung der
Strompreise am Markt, welche wiederum unmittelbar im Zusammenhang mit den energie-
politischen Veränderungen in Deutschland und Europa steht. Das Kraftwerk in Lünen hat
eine Nettoleistung von ca. 744 MW, mit einem Wirkungsgrad von über 45 %. Dies entspricht
dem Stand der Technik für ein Kraftwerk mit Naturzugkühlturm. Das Kraftwerk ist technisch
auf die Auskopplung von Fernwärme mit einer Spitzenleistung bis zu 140 MWhth vorbereitet.
Dadurch erhöht sich der Energienutzungsgrad auf über 50 %.
Im Vergleich zum Vorjahr ist die Stromproduktion von 1.635 GWh auf 4.170 GWh gestiegen.
Im Vorjahr kam es zu einer deutlichen Reduzierung aufgrund eines längeren Schadens am
Generator, welcher zu einem rd. 3-monatigen ungeplanten Stillstand in 2020 führte. Die TKL
hat im Geschäftsjahr 2020 einen Schaden am Generator erlitten und diesen provisorisch in
Absprache mit der Versicherung repariert, um weitere Betriebsunterbrechungen zu vermei-
den. Eine größere Reparatur ist jedoch unausweichlich und wird planmäßig im Jahr 2022, in
Form eines Austausches des sog. Statormittelteils, welches in 2021 geliefert wurde, vorge-
nommen. Der Schaden ist in voller Höhe von der Versicherung anerkannt und es erf olgt für
den gesamten Aufwand eine Kostenübernahme. Regelmäßige Überwachungen an der Re-
paraturstelle in 2021 zeigten keinerlei Auffälligkeiten. Der von der Versicherung abgedeckte
Sachschaden beläuft sich nach derzeitigen Schätzungen auf 24,481 Mio. Euro. Per
31.12.2021 sind bereits ca. 19,7 Mio. Euro Reparaturaufwendungen entstanden und in den
Geschäftsjahren 2020/2021 abgerechnet worden.
Die Umsatzerlöse in Höhe von 738.989.210,85 (VJ. 277.821.076,14) setzen sich zusammen
aus Erlösen aus dem Stromverkauf über den PPA, aber auch aus Erlösen aus Zusatzge-
schäften. Periodenfremde Umsatzerlöse wurden durch Gutschriften über entgangene Erlöse
in Zusammenhang mit Redispatchmaßnahmen für den Zeitraum 2013 -2020 erzielt in Höhe
von 4.837TEUR.Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus
Versicherungserstattungen eines Schadens am Generator aus dem Jahr 2021 in Höhe von
8.388 TEUR sowie am Kohlesilo in Höhe von 2.218 TEUR. Erträge aus Währungskursdiffe-
renzen bestehen in Höhe von 449 T EUR (im Vorjahr: 228 T EUR). Darüber hinaus sind in
den sonstigen betrieblichen Erträgen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rück-
stellungen in Höhe von 883 T EUR (im Vorjahr: 978 T EUR) enthalten. Diese resultieren in
Seite 141 von 430
Trianel Kohlekraftwerk Lünen GmbH & Co. KG
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 138
Höhe von 731 TEUR aus der Auflösung von Rückstellungen für die Abgabe der Restmenge
CO2 für 2020.
Im Materialaufwand sind insbesondere der Verbrauch von CO2 -Zertifikaten in Höhe von
254.108 T EUR (im Vorjahr: 50.929 T EUR) und der Verbrauch von Kohle in Höhe von
156.571 TEUR (im Vorjahr: 36.895 TEUR) enthalten. Des Weiteren bestehen Aufwendungen
aus technischen und wirtschaftlichen Käufen und Verkäufen in Höhe von 62.136 T EUR (im
Vorjahr: 23.796 TEUR) und aus Elektrizitätsbezug in Höhe von 56.260 T EUR (im Vorjahr:
11.230 TEUR) sowie aus dem Verbrauch von Roh, - Hilfs- und Betriebsstoffen in Höhe von
4.718 TEUR (im Vorjahr: 3.544 T EUR). Der Anstieg der Materialaufwendungen ist im We-
sentlichen auf einen längeren Stillstand im Geschäftsjahr 2020 sowie der gestiegenen Com-
modity-Preise für Kohle und CO ₂ im Geschäftsjahr 2021 zurückzuführen. Aufwendungen
für Schadensbeseitigung beliefen sich im Geschäftsjahr 2021 in etwa auf 10.606 TEUR. Da-
von entfielen 8.388 TEUR auf den Generator und 2.218 TEUR auf das Kohlesilo.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus
Versicherungen in Höhe von 13.250 TEUR (im Vorjahr: 8.402 TEUR) und Beratungs-, Prü-
fungs- und Gerichtskosten in Höhe von 2.205 TEUR (im Vorjahr: 2.945 TEUR). Des Weiteren
sind Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen in Höhe von 1.335 TEUR (im Vorjahr: 385
TEUR) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen weisen Aufwendungen für die
kaufmännische Dienstleistung in Höhe von 7.551 T EUR (im Vorjahr: 4.808 TEUR) auf. Der
Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf erfolgsabhängige Bestandteile der
Vergütung zurückzuführen.
Das Geschäftsjahr 2021 endet mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 10.070 T EUR nach
einem Jahresfehlbetrag von 40.574 T EUR im Vorjahr. Die Ergebnisverbesseru ng im Ge-
schäftsjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass
das Vorjahr durch den Generatorschaden geprägt war, der zu einer anteiligen Reduzierung
des Leistungspreises, welche nicht vollständig durch die Versicherung gedeckt wird, geführt
hat. Nach Verrechnung des Jahresfehlbetrages 2021 mit dem Kommanditkapital verbleibt
zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital von 0 T EUR (im Vorjahr: 0 T EUR). Die Eigenkapital-
quote bleibt infolge des Jahresfehlbetrages wie im Vorjahr bei 0 %. Der nicht durch Eigen-
kapital gedeckte Fehlbetrag erhöht sich somit auf 189.777 T EUR (im Vorjahr: 179.707
TEUR).
Die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2021 1.171.904 TEUR nach 1.138.663 TEUR
zum 31. Dezember 2020. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf einen Anstieg der Forderun-
gen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern hinsichtlich der Abrechnung von CO₂
Geschäften zurückzuführen. Aufgrund der gestiegenen Preise liegt hier ein erheblicher An-
stieg gegenüber dem Vorjahr vor. Zuzüglich der Beteiligung an der Netzleitung Lünen GmbH,
Essen, in Höhe von 4.519 T EUR (im Vorjahr: 4.627 T EUR) macht das Anlagevermögen
61,10% (im Vorjahr. 70,55 %) der Bilanzsumme aus. Ausschlaggebend für den starken
Rückgang ist ein stichtagsbedingter hoher Forderungsbestand gegenüber den Gesellschaf-
tern.
Chancen und Risiken
Welche weiteren wirtschaftlichen Auswirkungen sich aus der weltweiten Verbreitung von
SARS-CoV-2 ergeben, kann zum Zeitpunkt der Berichtserstellung nicht weiter spezifiziert
werden. Mögliche Risiken auf die Fortführung des Betriebes nach 2030 ergeben sich aus
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Trianel Kohlekraftwerk Lünen GmbH & Co. KG
139 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
dem Kohleverstromungsbeendigungsgesetz (KVBG). Das Gesetz besagt, dass zum 31. De-
zember 2030 noch Steinkohlekraftwerke mit einer elektrischen Leistung von 8 Gigawatt
(GW) am Netz sein sollen und zum 31. Dezember 2038 dann 0 GW. Auf Basis dieses im
Gesetz fixierten Datums geht TKL von einer Abschaltung zu diesem spätmöglichsten Zeit-
punkt aus. Inwieweit die neue Bundesregierung hierzu Änderungen vornehmen kann und
wird, ist zum aktuellen Zeitpunkt speku lativ. Im aktuellen Koalitionsvertrag der neu gebilde-
ten Bundesregierung wird von einem vorgezogenen Kohleausstieg „idealerweise 2030“ ge-
sprochen. Inwieweit sich ein solcher, vorgezogener Ausstieg realisieren lässt, soll ein Moni-
toringbericht, der im „Spätsommer“ 2022 von der Bundesregierung vorgelegt werden soll,
zeigen.
Chancen ergeben sich für TKL aus diesem Gesetz insbesondere für den Zeitraum bis 2030,
da aufgrund des massiven Wegfalls konventioneller Erzeugungskapazitäten mit steigenden
Spreads für mo derne Steinkohleanlagen gerechnet werden kann. Gleichzeitig haben, wie
oben erwähnt, jüngere Kraftwerke als das der TKL bereits in der 1. Ausschreibungsrunde
einen Zuschlag für einen vergüteten Ausstieg zum 01. Juli 2021 erhalten. Dies bewirkt, dass
TKL die Position in der Merit Order stabilisieren und von den steigenden Spreads durch
erhöhten Kraftwerkseinsatz profitieren kann. Weitere Chancen im Falle eines vorzeitigen
Ausstiegs ergeben sich aus dem § 54 KVBG, der die zu dem Zeitpunkt gewählte Bundesre-
gierung verpflichtet, die getätigten und geplanten Maßnahmen zu überprüfen, „die unzumut-
bare Härten vermeidet“. Hier erwartet TKL eine entsprechende Klärung und Entschädigung.
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung MITGLIEDER
Herr Dipl.-Betriebswirt Olaf
Eschmann
(bis 31.12.2021)
Herr Dipl.-Ing. Stefan Paul
Gesellschafterver-
sammlung
MITGLIEDER
Herr Lars Backmeyer Energie- und
Wasserversorgung
Bonn/Rhein-Sieg
GmbH
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Geschäftsführung
Olaf Eschmann 194.000
Stefan Paul 219.000
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
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Trianel Kohlekraftwerk Lünen GmbH & Co. KG
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 140
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwal-
tungsräten nach Geschlecht
Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat.
Vorliegen eines Gleichstellungsplanes nach § 2 Absatz 2 und § 5 LGG
Gemäß § 5 Abs. 1, Satz 1 LGG ist die Erstellung eines Gleichstellungsplans erst bei einer
Beschäftigtenzahl von mindestens 20 erforderlich.
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Trianel Kohlekraftwerk Lünen GmbH & Co. KG
141 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Seite 145 von 430
Trianel Onshore Windkraftwerke GmbH & Co. KG
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 142
Trianel Onshore Windkraftwerke GmbH & Co. KG
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Krefelder Straße 203
52070 Aachen
(0 241) 41320 - 0
(0 241) 41320 - 23
info@trianel.com
www.trianel.com
Unternehmensgegen-
stand
Gegenstand des Unternehmens ist die Planung und Entwick-
lung, die Errichtung und der Betrieb von Anlagen in Deutsch-
land zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien und
die Beteiligung an Gesellschaften und Unternehmen mit Sitz in
Deutschland, die Anlagen in Deutschland zur Erzeugung von
Strom aus Erneuerbaren Energien betreiben oder zu betreiben
beabsichtigen.
Zweck der Beteiligung Die politische Situation in Bezug auf die Förderung regenerati-
ver Erzeugung hat sich in Deutschland in den vergangenen
Jahren deutlich verändert. Der Umbau des deutschen Energie-
sektors, hin zu einem stark regenerativ geprägten Erzeugung-
sportfolio, befindet sich auf gutem Weg und wird politisch wei-
ter forciert. Ein Schwerpunkt der Förderung regenerativer
Energieerzeugung liegt dabei im Betrieb von Windkraftanlagen
an Land. Für die SWB Energie und Wasser und die Stadtwerke
Bonn GmbH sind die Investitionen in Windpar ks eine Fortset-
zung der Unternehmenspolitik, die Klimaschutz und Ressour-
cen schonenden Umgang mit Energien in den Vordergrund
stellt. Als kommunales Versorgungsunternehmen stärkt die
SWB/EnW durch die Investition in dezentrale Erzeugungska-
pazitäten wie Win denergieanlagen an Land (OnshoreWind-
energie) seine Wettbewerbssituation und Unabhängigkeit und
gestaltet die von der Regierung vorangetriebene Energie-
wende aktiv mit. Um der SWB Energie und Wasser, der Trianel
GmbH und den Stadtwerken den Zugang zu attrakt iven Ons-
hore-Windenergie-Projekten zu ermöglichen und Vorteile
durch technische und wirtschaftliche Diversifikation zu erzie-
len, ist die Beteiligung über Trianel oder unmittelbar an einer
Seite 146 von 430
Trianel Onshore Windkraftwerke GmbH & Co. KG
143 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Gesellschaft für Projekte im Bereich Erneuerbarer Energien
sinnvoll und zielführend. Der Einstieg in den Bereich Onshore-
Windenergie ist somit ein wichtiger und notwendiger Schritt für
Trianel und die Stadtwerke, um ihre Wettbewerbssituation im
Bereich der Energieerzeugung zukünftig nachhaltig zu sichern
und die von der Bu ndesregierung angestrebte Energiewende
aktiv voranzutreiben.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Kommanditeinlage _____________________ 5.467.500 EUR
Komplementäreinlage __________________________ 0 EUR
Gesellschafter KOMMANDITISTEN
EVH GmbH ________________ 1.000.000,0 EUR (18,29%)
Salzburg AG für Energie,
Verkehr und Tele-
kommunikation ______________ 1.000.000,0 EUR (18,29%)
Stadtwerke Solingen GmbH ______ 500.000,0 EUR (9,14%)
Energie- und Wasserversorgung
Rheine GmbH ________________ 300.000,0 EUR (5,49%)
SOLSA Solarenergie
Sachsen-Anhalt GmbH _________ 300.000,0 EUR (5,49%)
Stadtwerke Schwäbisch Hall
GmbH _______________________ 300.000,0 EUR (5,49%)
Stadtwerke Sindelfingen GmbH ___ 300.000,0 EUR (5,49%)
enwor - energie und wasser
vor ort GmbH _________________ 300.000,0 EUR (5,49%)
Trianel GmbH _________________ 292.500,0 EUR (5,35%)
Stadtwerke Jena-Pößneck
GmbH _______________________ 250.000,0 EUR (4,57%)
Stadtwerke Gronau GmbH _______ 240.000,0 EUR (4,39%)
Allgäuer Überlandwerke GmbH ___ 200.000,0 EUR (3,66%)
Energie- und Wasserversorgung
Bonn/Rhein-Sieg GmbH ________ 200.000,0 EUR (3,66%)
Stadtwerke Lengerich GmbH _____ 200.000,0 EUR (3,66%)
sonstige Versorgungs-
unternehmen __________________ 85.000,0 EUR (1,55%)
KOMPLEMENTÄR
Trianel Onshore Windkraftwerke Verwaltungs GmbH
Tochterunternehmen Trianel Onshore Nordost
Verwaltungs GmbH _____________ 70.000,0 EUR (100,00%)
Trianel Onshore Windkraftwerk
Bendorf-Oersdorf GmbH & Co. KG4.493.000,0 EUR (100,00%)
Trianel Onshore Windkraftwerk
Bendorf-Oersdorf Verwaltungs
Seite 147 von 430
Trianel Onshore Windkraftwerke GmbH & Co. KG
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 144
GmbH _______________________ 44.000,0 EUR (100,00%)
Trianel Onshore Windkraftwerk
Eisleben GmbH & Co. KG ____ 13.738.000,0 EUR (100,00%)
Trianel Onshore Windkraftwerk
GKN GmbH _________________ 2.110.000,0 EUR (100,00%)
Trianel Onshore Windkraftwerk
Gerdshagen/Falkenhagen II
GmbH & Co. KG _____________ 2.147.000,0 EUR (100,00%)
Trianel Onshore Windkraftwerk
Hünfelden GmbH & Co. KG ____ 2.005.000,0 EUR (100,00%)
Trianel Onshore Windkraftwerk
Rabenau GmbH & Co. KG _____ 3.526.000,0 EUR (100,00%)
Trianel Onshore Windkraftwerk
Wendorfer Berg
GmbH & Co. KG _____________ 3.240.000,0 EUR (100,00%)
Trianel Onshore Windkraftwerke
Verwaltungs GmbH _____________ 52.000,0 EUR (100,00%)
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 43.490 43.540 -50
Umlaufvermögen 4.508 3.596 912
Rechnungsabgrenzungsposten 5 0 5
Bilanzsumme 48.003 47.135 868
Passiva
Eigenkapital 46.468 46.602 -134
Sonderposten - - -
Rückstellungen 289 146 143
Verbindlichkeiten 1.246 388 859
Rechnungsabgrenzungsposten - - -
Bilanzsumme 48.003 47.135 868
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Trianel Onshore Windkraftwerke GmbH & Co. KG
145 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 1.406 1.213 193
Sonstige betriebliche Erträge 70 22 48
Materialaufwand 649 528 122
Personalaufwand 1.134 753 381
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
111 144 -33
Abschreibungen 10 6 3
Ergebnis vor Ertragssteuern 1.086 1.220 -134
Jahresergebnis 1.110 1.243 -134
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 96,8 98,9 -2,1
Eigenkapitalrentabilität (in %) 2,4 2,7 -0,3
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 106,8 107,0 -0,2
Verschuldungsgrad (in %) 0,0 0,0 0,0
Umsatzrentabilität (in %) 78,9 102,5 -23,6
Personalbestand 9 9 0
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Ziel der TOW war es, ein Onshore Windparkportfolio in Tochter-/Beteiligungsgesellschaften
mit einer Leistung von bis zu 150 MW aufzubauen. Dieses Ziel wurde im Jahr 2016 erreicht
und die Investitionstätigkeit ist somit weitestgehend abgeschlossen. Zur Steuerung der TOW
wird als wesentlicher finanzieller Leistungsindikator auf das Jahresergebnis abgestell t. Ein
wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator sind die Winderträge der Beteiligungsge-
sellschaften.
Da die TOW die von den Gesellschaftern gesteckten Investitionsziele erreicht hat, wurde im
Jahr 2021 nicht in den Erwerb weiterer Beteiligungen investiert. Die TOW hat im Geschäfts-
jahr wesentlich die Beteiligungsgesellschaften an der Erreichung der jeweils gesetzten Ziele
unterstützt. Der Erfolg der Beteiligungsgesellschaften ist dabei jedoch wesentlich durch den
Windertrag bestimmt.
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Trianel Onshore Windkraftwerke GmbH & Co. KG
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 146
Das Geschäftsjahr 2021 zeichnet sich durch einen unterdurchschnittlichen Windertrag aus.
Die Windertragsprognose (nichtfinanzieller Leistungsindikator) von 256.146 MWh für 2021
wurde mit 208.620 MWh (i. Vj. 242.124 MWh) zu 81% erreicht. Die gemittelte technische
Verfügbarkeit lag bei 96%.
Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres betreffen Erlöse aus der Weiterberechnung von Auf-
wendungen an die Betriebsgesellschaften sowie im Rahmen des Dienstleistungsvertrages
an die TEE und TWS in Höhe von insgesamt TEUR 1.406 (i. Vj. TEUR 1.213).
Die sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 70 (i. Vj. TEUR 22) betreffen im Wesentlichen
gewährte Förderungen für Elektromobilität in Höhe von TEUR 9 (i. Vj. TEUR 10), steuer-
pflichtige Anteile des Personals für die Gewährung von KFZ / Fahrrädern in Höhe von TEUR
19 (i. Vj. TEUR 7) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR
40 (i. Vj. TEUR 3). Die Erträge aus Beteiligungen umfassen die phasengleich vereinnahmten
Jahresüberschüsse der Tochterunternehmen des Jahres 2021 in Hö he von TEUR 1.096 (i.
Vj. TEUR 1.348) sowie die Ausschüttung der Komplementärin für Vorjahre (TEUR 91). Es
handelt sich ausschließlich um Erträge aus verbundenen Unternehmen.
Die Materialaufwendungen von TEUR 649 (i. Vj. TEUR 528) betreffen im Wesentliche n mit
TEUR 605 (i. Vj. TEUR 494) Aufwendungen aus Weiterberechnungen, Kosten für den Auf-
bau der technischen Betriebsführung TEUR 25 (i. Vj. TEUR 0) sowie mit TEUR 19 (i. Vj.
TEUR 34) Fremddienstleistungen.
Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 111 (i. Vj. TEUR 144) betref-
fen im Wesentlichen Kosten für die Personalsuche in Höhe von TEUR 39 (i. Vj. TEUR 49),
die kaufmännische Betriebsführung mit TEUR 16 (i. Vj. TEUR 19), Abschluss- und Prüfungs-
kosten mit TEUR 15 (i. Vj. TEUR 20), Reisekosten mit TEUR 11 (i. Vj. TEUR 4), Rechts- und
Beratungskosten mit TEUR 3 (i. Vj. TEUR 17), die Haftungsvergütung sowie Aufwandsersatz
an die Verwaltungsgesellschaft in Höhe von TEUR 5 (i. Vj. TEUR 5).
Das Geschäftsjahr 2021 endet mit einem Jahresüberschuss von TEUR 1.110 (i. Vj. TEUR
1.243) und liegt damit TEUR 353 unter dem im Rahmen der Wirtschaftsplanung erwarteten
Überschuss von TEUR 1.463. Die Ursache hierfür waren im Wesentlichen geringere Betei-
ligungserträge als geplant (Ist: TEUR 1.187; Plan: TEUR 1 .587). Die verringerten Beteili-
gungserträge sind insbesondere auf nicht erreichte Absatzprognosen in den Betriebsgesell-
schaften zurückzuführen. Gegenläufig wirkten sich die hohen Strom -Marktwerte im zweiten
Halbjahr aus, die zu einer deutlich verbesserten Vergütung der Produktion führten und somit
einen Teil der geringeren Planerfüllung der erzeugten und abgesetzten Mengen kompensie-
ren konnten.
Die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2021 48.003 TEUR (Vj. 47.135 TEUR). Die
Eigenkapitalquote liegt zum 31. Dezember 2021 bei 97% (i. Vj. 99%).
Chancen und Risiken
Chancen und Risiken ergeben sich aus der Holdingfunktion der Gesellschaft und stehen
damit in engem Zusammenhang mit dem wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen, an denen
die TOW beteiligt ist und aus denen Beteiligungserträge erwartet werden. Die Chancen und
Risiken der Beteiligungsgesellschaften ergeben sich im Wesentlichen aus den tatsächlich
durch Wind bzw. Sonne produzierten Strommengen. Denn die Einspeisevergütungen für die
regenerativ erzeugten Strommengen sind im EEG festgeschrieben und stellen daher eine
Seite 150 von 430
Trianel Onshore Windkraftwerke GmbH & Co. KG
147 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
verlässliche Plangröße dar. Zusätzliche Ertragschancen ergeben sich aus der Direktver-
marktung und dem Repowering. Das Risiko aus Schäden an Windenergie - und Solaranla-
gen wird durch entsprechende Versicherungen gedeckt.
Der Trend der Strommarktwerte aus dem 2. Halbjahr 2021, die zeitweise oberhalb der EEG-
Vergütung lagen, haben sich auch im Kalenderjahr 2022 fortgesetzt, sodass das grundsätz-
liche Potential von Mehrerlösen im Geschäftsjahr 2022 besteht.
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung MITGLIEDER
Herr Dr. Markus Hakes
Gesellschafterver-
sammlung
MITGLIEDER
Herr Lars Backmeyer
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Geschäftsführung
Markus Hakes 184.853
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwal-
tungsräten nach Geschlecht
Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat.
Vorliegen eines Gleichstellungsplanes nach § 2 Absatz 2 und § 5 LGG
Gemäß § 5 Abs. 1, Satz 1 LGG ist die Erstellung eines Gleichstellungsplans erst bei einer
Beschäftigtenzahl von mindestens 20 erforderlich.
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Trianel Wind und Solar GmbH & Co. KG
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 148
Trianel Wind und Solar GmbH & Co. KG
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Krefelder Straße 203
52070 Aachen
(0 241) 41320 - 0
(0 241) 41320 - 23
info@trianel.com
www.trianel.com
Unternehmensgegen-
stand
Gegenstand des Unternehmens ist die Planung und Entwick-
lung, die Errichtung und der Betrieb von Anlagen in Deutsch-
land zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien so-
wie zur Speicherung von Energie und die Bete iligung an Ge-
sellschaften und Unternehmen mit Sitz in Deutschland, die An-
lagen in Deutschland zur Erzeugung von Strom aus Erneuer-
baren Energien sowie zur Speicherung von Energie betreiben
oder zu betreiben beabsichtigen. Die Gesellschaft verfolgt mit
ihrem Unternehmensgegenstand den Zweck der Sicherung
der nachhaltigen Energieversorgung durch Energieversor-
gungsunternehmen mit kommunaler Beteiligung.
Zweck der Beteiligung Als nachhaltiges ausgerichtetes Unternehmen treiben die
Stadtwerke Bonn und ihre Tochterunternehmen den Ausbau
der erneuerbaren Energien konsequent voran. Als kommuna-
les Unternehmen wird sich auf allen Ebenen für ein gutes Klima
eingesetzt, auch für nachfolgende Generationen. Mit der Be-
teiligung an der Trianel Wind und Solar GmbH & Co. KG wird
dieses Engagement zur Erreichung der Klimaziele verstärkt.
Gleichzeitig wird konsequent der Anteil umweltfreundlicher
Energiequellen im vorhandenen Strommix erhöht. Die Beteili-
gung ist ein Baustein in einem Gesamtkonzept zur Förderung
der erneuerbaren Energien. Ziel der Trianel Wind und Solar ist
es, bis 2030 eine Leistung von 340 Megawatt „grüner“ Energie
in Photovoltaikanlagen und Windparks aufzubauen. Mit dem
aufzubauenden Gesamtportfolio von 340 Megawatt, wird ein
nachhaltiger kommunaler Beitrag für mehr Klimaschutz geleis-
tet. Dafür wird die Gesellschaft Bestandsprojekte in ganz
Deutschland übernehmen und neue Anlagen-Standorte entwi-
ckeln.
Seite 152 von 430
Trianel Wind und Solar GmbH & Co. KG
149 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Dieses Vorhaben dient dem gemeinsamen Ziel, die Energie-
erzeugung durch die Nutzung Erneuerbarer Energien sowie
der Speicherung von Energie nachhaltig zu sichern und da-
mit die Energieversorgungssicherheit und die Zukunftsfähig-
keit insbesondere der kommunalen Energieversorgung zu
stärken. Die aufgeführten Angaben und Daten veranschauli-
chen, dass die Gesellschaft ihrer gesellschaftsrechtlichen
Aufgabenstellung der öffentlichen Zwecksetzung gerecht
wird.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Kommanditeinlage _____________________ 4.941.000 EUR
Komplementäreinlage __________________________ 0 EUR
Gesellschafter KOMMANDITISTEN
Stadtwerke Bochum Holding GmbH
__________________________ 1.000.000,0 EUR (20,24%)
Energie- und Wasserversorgung Bonn/Rhein-Sieg GmbH
___________________________ 741.000,0 EUR (15,00%)
Stadtwerke Jena-Pößneck GmbH 500.000,0 EUR (10,12%)
sonstige Versorgungsunternehmen 400.000,0 EUR (8,10%)
Stadtwerke Solingen GmbH ______ 375.000,0 EUR (7,59%)
Stadtwerke Heidelberg GmbH ____ 350.000,0 EUR (7,08%)
Energie- und Wasserversorgung Rheine GmbH
____________________________ 300.000,0 EUR (6,07%)
Enni - Energie und Umwelt Niederrhein GmbH
____________________________ 200.000,0 EUR (4,05%)
GSW Gemeinschaftsstadtwerke GmbH Karnen-Bönen-
Bergk. _______________________ 175.000,0 EUR (3,54%)
Allgäuer Überlandwerke GmbH ___ 150.000,0 EUR (3,04%)
Gemeindewerke Steinhagen GmbH 150.000,0 EUR (3,04%)
Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH
____________________________ 150.000,0 EUR (3,04%)
Stadtwerke Hamm GmbH _______ 150.000,0 EUR (3,04%)
Stadtwerke Herford GmbH _______ 150.000,0 EUR (3,04%)
KOMPLEMENTÄR
Trianel Wind und Solar Verwaltungs-GmbH
Tochterunternehmen Trianel Wind und Solar Verwaltungs-
GmbH _______________________ 25.000,0 EUR (100,00%)
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Trianel Wind und Solar GmbH & Co. KG
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 150
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 201 246 -45
Umlaufvermögen 13.353 13.398 -45
Rechnungsabgrenzungsposten 12 - 12
Bilanzsumme 13.566 13.645 -78
Passiva
Eigenkapital 13.252 13.367 -114
Sonderposten - - -
Rückstellungen 44 21 23
Verbindlichkeiten 245 232 13
Rechnungsabgrenzungsposten - - -
Bilanzsumme 13.566 13.645 -78
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse - - -
Sonstige betriebliche Erträge 8 - 8
Materialaufwand 100 - 100
Personalaufwand - - -
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
390 27 362
Abschreibungen 45 4 41
Ergebnis vor Ertragssteuern -526 -32 -495
Jahresergebnis -550 -32 -519
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Trianel Wind und Solar GmbH & Co. KG
151 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 97,7 98,0 -0,3
Eigenkapitalrentabilität (in %) -4,2 -0,2 -4,0
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 6.585,0 5.428,1 1.156,9
Verschuldungsgrad (in %) 0,0 0,0 0,0
Umsatzrentabilität (in %) - - -
Personalbestand 0 0 0
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Die TWS wurde Ende 2020 gegründet und hatte am 31. Dezember 2020 19 kommunale
Gesellschafter. Im Verlauf des Geschäftsjahres 2021 sind zwei weitere Gesellschafter der
TWS beigetreten. Die TWS konnte im ersten operativen Geschäftsjahr nach der Gründung
Ende 2020 noch keine Projekte akquirieren oder selbst realisieren. Der Geschäftsverlauf war
geprägt durch die Markterkundung, die Abgabe von Geboten für zum Verkauf stehende Pro-
jekte sowie die Weißflächenentwicklung.
Im Geschäftsjahr 2021 wurden noch keine Umsätze und/oder Investitionen in Projekte getä-
tigt. Bedingt durch die ersten laufenden Kosten der Gesellschaft endet das Geschäftsjahr
2021 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 550 (i. Vj. TEUR 32) und liegt damit
deutlich unter den im Rahmen des in der Wirtschaftsplanung erwarteten Verlustes von TEUR
1.150. Die Abweichung resultiert insbesondere aus der verzögerten Übernahme der Weiß-
flächenprojekte von der TEP und den damit nicht angefallenen Verlustquoten, die in Höhe
von TEUR 825 eingeplant waren. Gegenläufig wirkten sich Aufwendungen in Höhe von
TEUR 106 aus, die nicht an Beteiligungen weiterbelastet werden konnten, sowie eine Rück-
stellung für Gewerbesteuer in H öhe von TEUR 24, die aus dem Veräußerungsgewinn aus
dem Ausscheiden der TEP KG im Geschäftsjahr 2020 entstanden ist.
Die Eigenkapitalquote liegt zum 31. Dezember 2021 bei 97,7% (i. Vj. 98,0%).
Chancen und Risiken
Chancen und Risiken ergeben sich aus der Ho ldingfunktion der Gesellschaft und stehen
damit in engem Zusammenhang mit dem wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen, an denen
die TWS zukünftig beteiligt sein wird und aus denen zukünftig Beteiligungserträge erwartet
werden. Die Chancen und Risiken der zukünftigen Beteiligungsgesellschaften ergeben sich
im Wesentlichen aus den tatsächlich durch Wind oder Sonne produzierten
Strommengen. Zusätzliche Ertragschancen ergeben sich aus der Direktvermarktung und
dem Repowering. Das Risiko aus Schäden an Windener gie- und Solaranlagen wird durch
entsprechende Versicherungen gedeckt.
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Trianel Wind und Solar GmbH & Co. KG
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 152
Aus der Entwicklung neuer Onshore -Windparks und Solaranlagen können sich Risiken für
die TWS ergeben, wenn sich die zu entwickelnden Projekte nicht realisieren lassen. Hierfür
können neben wirtschaftlichen Aspekten auch Genehmigungsfragen, die Akzeptanz in der
Bevölkerung und die erfolgreiche Teilnahme an Ausschreibungsverfahren eine Rolle spielen.
Der wirtschaftliche Schaden aus nicht realisierten Projekten ist der Höhe nach auf die ein-
gesetzten Mittel begrenzt. Die Finanzierung des Projektentwicklungsaufwands der Gesell-
schaft ist vertragsgemäß
durch Einlagen der Kommanditisten sichergestellt.
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung
Herr Herbert Muders
Gesellschafterver-
sammlung
MITGLIEDER
Herr Lars Backmeyer Energie- und
Wasserversorgung
Bonn/Rhein-Sieg
GmbH
Stellvertretung
Herr Hansjörg Spielhoff
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwal-
tungsräten nach Geschlecht
Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat.
Vorliegen eines Gleichstellungsplanes nach § 2 Absatz 2 und § 5 LGG
Gemäß § 5 Abs. 1, Satz 1 LGG ist die Erstellung eines Gleichstellungsplans erst bei einer
Beschäftigtenzahl von mindestens 20 erforderlich.
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Trianel Wind und Solar GmbH & Co. KG
153 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
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Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co. KG
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 154
Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co. KG
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Krefelder Straße 203
52070 Aachen
(0 241) 41320 - 0
(0 241) 41320 - 23
info@trianel.com
www.trianel.com
Unternehmensgegen-
stand
Gegenstand des Unternehmens ist die Planung und Entwick-
lung, die Errichtung und der Betrieb des Offshore Windparks
Borkum-West II zur Erzeugung von Strom aus Windenergie
und damit zur Sicherung der nachhaltigen Energieversorgung
durch Energieversorgungsunternehmen mit kommunaler Be-
teiligung.
Zweck der Beteiligung Zur langfristigen Sicherung einer preiswerten und damit wett-
bewerbsfähigen Versorgungung der vorhandenen Kunden in
Bonn und insbesondere auch zur Gewinnung von Neukunden
ist der Aufbau eines eigenen Erzeugungsportfolios für Energie-
versorgungsunternehmen he ute unerlässlich. Die stark stei-
genden und zunehmend volatilen Beschaffungspreise auf den
Energiemärkten führen andernfalls dazu, dass die lokalen
Energieversorgungsunternehmen im Wettbewerb mit anderen
Anbietern deutlich benachteiligt sind. Um an den in diesem Zu-
sammenhang gegebenen Skaleneffekten von Großprojekten
im Erzeugungsbereich zu partizipieren und somit Nachteile ge-
genüber den großen Verbundunternehmen zu kompensieren
haben die Gesellschafter und Partner der Trianel GmbH in den
vergangenen Jahren mehrere kommunale Großprojekte initi-
iert. Ziel dieser Diversifizierung des Engagements im Erzeu-
gungsbereich ist eine breite Risikostreuung bei Minimierung
der Abhängigkeit von einem einzelnen Energieträger. Die Er-
neuerbaren Energien bilden hierbei einen wi chtigen Bestand-
teil. Ein Schwerpunkt der zukünftigen Förderung regenerativer
Energieerzeugung liegt im Betrieb von Windparks auf offener
See, da hier Großprojekte möglich sind, deren Erzeugungsleis-
tung mit der Erzeugungsleistung konventioneller Kraftwerke
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Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co. KG
155 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
vergleichbar ist, die aber gleichzeitig die Eingriffe in Natur und
Landschaft minimieren. Solche Großprojekte können nicht von
einzelnen Kommunen sondern nur in einem Pool entwickelt
und durchgeführt werden.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Kommanditeinlage ____________________ 18.324.382 EUR
Komplementäreinlage __________________________ 0 EUR
Gesellschafter KOMMANDITISTEN
Stadtwerke Bochum
Holding GmbH ______________ 3.522.000,0 EUR (19,22%)
sonstige Versorgungs-
unternehmen _______________ 2.507.000,0 EUR (13,68%)
RhönEnergie Fulda GmbH ______ 1.409.000,0 EUR (7,69%)
Stadtwerke Flensburg GmbH ____ 1.409.000,0 EUR (7,69%)
STAWAG Energie GmbH ________ 875.000,0 EUR (4,78%)
SWU Energie GmbH ___________ 704.000,0 EUR (3,84%)
Stadtwerke Borken/Westf. GmbH _ 704.000,0 EUR (3,84%)
Stadtwerke Hamm GmbH _______ 704.000,0 EUR (3,84%)
Stadtwerke Unna GmbH ________ 704.000,0 EUR (3,84%)
Salzburg AG für Energie,
Verkehr und Telekommunikation __ 700.000,0 EUR (3,82%)
N.V.HVC, Niederlande __________ 687.000,0 EUR (3,75%)
Allgäuer Überlandwerke GmbH ___ 493.000,0 EUR (2,69%)
Stadtwerke Soest GmbH ________ 493.000,0 EUR (2,69%)
Trianel GmbH _________________ 493.000,0 EUR (2,69%)
BKW Borkum West II
Beteiligungs-GmbH ____________ 458.000,0 EUR (2,50%)
Energie- und Wasserversorgung
Bonn/Rhein-Sieg GmbH ________ 352.000,0 EUR (1,92%)
Energiehandel Lünen GmbH _____ 352.000,0 EUR (1,92%)
Hertener Energiehandels-
gesellschaft mbH ______________ 352.000,0 EUR (1,92%)
Stadtwerke Jena-Pößneck GmbH _ 352.000,0 EUR (1,92%)
Stadtwerke Witten GmbH _______ 352.000,0 EUR (1,92%)
Teutoburger Energie
Netzwerk eG _________________ 352.000,0 EUR (1,92%)
Stadt Herne __________________ 350.000,0 EUR (1,91%)
KOMPLEMENTÄR
Trianel Windkraftwerk Borkum
Verwaltungs GmbH
Tochterunternehmen Infrastruktur Windkraftwerk
Borkum GmbH & Co. KG ________ 512.500,0 EUR (50,00%)
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FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 635.088 704.239 -69.151
Umlaufvermögen 56.489 62.883 -6.394
Rechnungsabgrenzungsposten 68 464 -396
Bilanzsumme 691.645 767.585 -75.940
Passiva
Eigenkapital 291.525 308.523 -16.998
Sonderposten 23.238 25.908 -2.669
Rückstellungen 19.723 18.351 1.372
Verbindlichkeiten 357.159 414.804 -57.645
Rechnungsabgrenzungsposten - - -
Bilanzsumme 691.645 767.585 -75.940
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 78.118 127.314 -49.195
Sonstige betriebliche Erträge 30.358 17.692 12.666
Materialaufwand 25.746 26.059 -313
Personalaufwand 253 228 24
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
8.901 9.544 -643
Abschreibungen 63.281 63.340 -59
Ergebnis vor Ertragssteuern -15.828 16.052 -31.880
Jahresergebnis -16.998 9.503 -26.501
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157 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 42,1 40,2 1,9
Eigenkapitalrentabilität (in %) -5,4 2,8 -8,2
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 49,6 47,5 2,1
Verschuldungsgrad (in %) 1,3 1,4 -0,1
Umsatzrentabilität (in %) -21,8 7,5 -29,3
Personalbestand 1 0 1
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Das vergangene Geschäftsjahr der TWB war von einem Netzausfall aufgrund eines Scha-
dens am Exportkabels des Übertragungsnetzbetreibers (ÜNB) TenneT sowie deutlich unter
den Erwartungen gebliebenen Winderträgen, aufgrund eines geringen Windaufkommens,
geprägt.
Das Windpotenzial lag im vergangenen Jahr mit 3.375 Volllaststunden d eutlich unter den
Erwartungen der Wirtschaftsplanung von 3.776 h. Die energetische Verfügbarkeit lag im Jahr
2021 mit ca. 91,2 % auf einem hohen Niveau, aber unter dem Vorjahreswert von 2020 (im
Vorjahr: 94,1 %). Ursächlich sind hier die durch den Netzausf all entstandenen langfristigen
Stillstände der Anlagen sowie die in den Sommermonaten durchgeführten Optimierungsar-
beiten an den Windkraftanlagen und den CDPS Systemen unter Wasser. In den folgenden
windstärkeren Herbst und Wintermonaten wurde die energeti sche Verfügbarkeit aus dem
Vorjahr übertroffen.
Insgesamt erzielte die TWB im Jahr 2021 einen Umsatzerlös aus der Windproduktion in
Höhe von rund 103,7 Mio. EUR inkl. Erlöse aus Entschädigungen für Netzausfälle bzw. Ein-
speisemanagement. Damit wurden die geplanten Erträge aus Windproduktion in Summe um
-23,0 Mio. EUR, entsprechend -18,1 %, unterschritten. Dies entspricht einer fakturierten
Energieproduktion im Jahr 2021 von rd. 602 GWh (im Vorjahr: rd. 727 GWh). Damit wurde
der Planansatz um rd. -153 GWh unterschritten.
Weitere sonstige betriebliche Erträge wurden aufgrund realisierter Forderungen aus Ent-
schädigungsansprüchen im Jahr 2021 erzielt und tragen zum Jahresergebnis mit 26.840
TEUR (im Vorjahr: 14.398 TEUR) bei.
In den Jahren 2018 bis 2021 konnten d ie Zins- und Tilgungsverpflichtungen vollumfänglich
gegenüber den Banken geleistet werden. Im Jahr 2021 erfolgte plangemäß die vollständige
Rückführung sämtlicher Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Das Ergebnis der TWB ist im Jahr 2021 ebenfalls stark belastet durch das hohe Abschrei-
bungsvolumen in Höhe von 63 Mio. EUR. Aufgrund der Refinanzierung im Jahr 2017 sowie
durch das planmäßige Ablösen der Banken zur Jahreshälfte konnte der Zinsaufwand für
langfristige Kredite zwar weiter auf 24 7 TEUR deutlich reduziert werden (im Vorjahr: 1.279
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Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 158
TEUR), jedoch wirken sich die Zinsaufwendungen für langfristige Gesellschafterdarlehen in
Höhe von 24.841 TEUR (im Vorjahr: 27.099 TEUR) erheblich auf das Ergebnis aus. Dieser
hohen Belastung des Jahreser gebnisses stehen Einspeisevergütungen nach dem EEG in
Höhe von 32.827 TEUR (im Vorjahr: 109.567 TEUR) und der Direktvermarktung in Höhe von
44.039 TEUR (im Vorjahr: 16.453 T EUR) sowie sonstige allgemeine Erlöse in Höhe von
1.252 TEUR (im Vorjahr: 1.294 T EUR) gegenüber. Diese resultieren im Wesentlichen aus
den Weiterbelastungen übernommener Kosten aus dem laufenden Betrieb aufgrund beste-
hender Verträge.
Das Geschäftsjahr 2021 endet mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von -16.998 TEUR (im
Vorjahr: Jahresüberschuss 9.503 TEUR). Per 31. Dezember 2021 beträgt die Bilanzsumme
691.645 TEUR gegenüber 767.585 TEUR zum 31. Dezember 2020. Die Abnahme resultiert
im Wesentlichen aus den Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen, der Rückzahlung
von Darlehensverbindlichkeiten an die Banken sowie von Verbindlichkeiten gegenüber Ge-
sellschaftern.
Das Eigenkapital beträgt aufgrund des Bilanzverlusts in Höhe von 16.998 T EUR zum Jah-
resende 291.525 TEUR (im Vorjahr: 308.523 TEUR). Die Eigenkapitalquote ist auf 42,1 %
(im Vorjahr: 40,2 %) leicht gestiegen.
Chancen und Risiken
Die starke Volatilität des Windaufkommens ist das bedeutsamste Einzelrisiko des Windparks
Borkum mit signifikanten Auswirkungen auf die Vermögens -, Finanz- und Ertragslage. Im
Zusammenhang mit der Corona -Pandemie haben sich bisher keine wesentlichen Beein-
trächtigungen auf den operativen Betrieb des Windparks ergeben.
Der Windpark bietet den Gesellschaftern die Chance, an einer neuen Technologie und einem
noch jungen Markt zu partizipieren. Gleichzeitig bietet d ie Offshore-Windkraft die höchsten
Strommengen im Verhältnis zur installierten Leistung im Segment der Erneuerbaren Ener-
gien und in einem Bereich, wie sie bisher nur von konventionellen Großkraftwerken bekannt
sind. Für die Betriebsphase bestehen Chancen, die Wirtschaftlichkeit des Projektes, u.a.
durch konsequentes Management, zu verbessern.
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung MITGLIEDER
Herr Dipl.-Ing. Bernd Deharde
Herr Dipl.-Ing. Klaus Horstick
Gesellschafterver-
sammlung
MITGLIEDER
Herr Lars Backmeyer Energie- und
Wasserversorgung
Bonn/Rhein-Sieg
GmbH
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Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co. KG
159 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Geschäftsführung
Bernd Deharde 234.000
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwal-
tungsräten nach Geschlecht
Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat.
Vorliegen eines Gleichstellungsplanes nach § 2 Absatz 2 und § 5 LGG
Gemäß § 5 Abs. 1, Satz 1 LGG ist die Erstellung eines Gleichstellungsplans erst bei einer
Beschäftigtenzahl von mindestens 20 erforderlich.
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Trianel Windkraftwerk Borkum II GmbH & Co. KG
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 160
Trianel Windkraftwerk Borkum II GmbH & Co. KG
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Tirpitzstraße 39
26122 Oldenburg
040 4600179-0
borkumzwei@trianel.com
www.trianel.com
Unternehmensgegen-
stand
Gegenstand des Unternehmens ist die Planung und Entwick-
lung, die Errichtung und der Betrieb des Offshore Windparks
Borkum-West II zur Erzeugung von Strom aus Windenergie
und damit zur Sicherung der nachhaltigen Energieversorgung
durch Energieversorgungsunternehmen mit kommunaler Be-
teiligung.
Zweck der Beteiligung Bei diesem Windpark handelt es sich um den zweiten Bauab-
schnitt des Trianel Windparks Borkum in der Ausschließlichen
Wirtschaftszone (AWZ) der deutschen Nordsee. Der Trianel
Windpark Borkum umfasst insgesamt 400 MW, wobei hiervon
jeweils 200 MW auf die beiden Parkhälften bzw. die Gesell-
schaften TWB I und TWB II entfallen. Die Phase I wurde mit
der Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co. KG (TWB) im
April 2008 initiiert und umfasste die Errichtung der ersten Park-
hälfte mit insgesamt 40 Windenergieanlagen (WEA). Ur-
sprünglich sollte die erste Ausbaustufe bereits die vollen 400
MW umfassen, aufgrund der Finanzmarktkrise in den Jahren
2008/2009 wurde allerdings eine Teilung des Projektes ent-
schieden, da der erwartete Finanzmittelbedarf für das gesamte
Projekt zu diesem Zeitpunkt nicht im Markt zu realisieren war.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Kommanditeinlage _______________________ 26.667 EUR
Komplementäreinlage __________________________ 0 EUR
Gesellschafter KOMMANDITISTEN
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Trianel Windkraftwerk Borkum II GmbH & Co. KG
161 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
EWE AG _____________________ 10.000,0 EUR (37,50%)
Ewz Offshore Borkum GmbH ______ 6.500,0 EUR (24,37%)
Stadtwerke Bochum Holding
GmbH ________________________ 2.700,0 EUR (10,12%)
sonstige Versorgungsunternehmen __ 1.400,0 EUR (5,25%)
enwor - energie und wasser
vor ort GmbH ___________________ 1.300,0 EUR (4,87%)
Stadtwerke Hamm GmbH _________ 1.000,0 EUR (3,75%)
GSW Gemeinschaftsstadtwerke
GmbH Karnen-Bönen-Bergk. _________ 700,0 EUR (2,62%)
Allgäuer Überlandwerke GmbH _______ 600,0 EUR (2,25%)
Energie- und Wasserversorgung
Bonn/Rhein-Sieg GmbH ____________ 500,0 EUR (1,87%)
Trianel GmbH _____________________ 500,0 EUR (1,87%)
Energie- und Wasserversorgung
Rheine GmbH ____________________ 400,0 EUR (1,50%)
Stadtwerke Uelzen GmbH ___________ 400,0 EUR (1,50%)
Enni - Energie und Umwelt
Niederrhein GmbH _________________ 300,0 EUR (1,12%)
Stadtwerke Warburg GmbH __________ 300,0 EUR (1,12%)
KOMPLEMENTÄR
Trianel Windkraftwerk Borkum II Verwaltungs GmbH
Tochterunternehmen Trianel Windkraftwerk Borkum
II Verwaltungs GmbH ___________ 38.000,0 EUR (100,00%)
Infrastruktur Windkraftwerk
Borkum GmbH & Co. KG ________ 512.500,0 EUR (50,00%)
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Trianel Windkraftwerk Borkum II GmbH & Co. KG
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 162
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 740.530 792.172 -51.642
Umlaufvermögen 84.591 95.817 -11.226
Rechnungsabgrenzungsposten 7.662 8.308 -647
Bilanzsumme 832.783 896.297 -63.515
Passiva
Eigenkapital 37.170 41.941 -4.771
Sonderposten - - -
Rückstellungen 25.886 31.194 -5.307
Verbindlichkeiten 769.727 823.163 -53.436
Rechnungsabgrenzungsposten - - -
Bilanzsumme 832.783 896.297 -63.515
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 88.101 64.123 23.979
Sonstige betriebliche Erträge 15.361 16.298 -937
Materialaufwand 21.396 19.009 2.387
Personalaufwand - - -
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
9.739 9.099 640
Abschreibungen 48.296 42.140 6.156
Ergebnis vor Ertragssteuern -4.388 -18.037 13.649
Jahresergebnis -4.771 -18.055 13.284
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Trianel Windkraftwerk Borkum II GmbH & Co. KG
163 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 4,5 4,7 -0,2
Eigenkapitalrentabilität (in %) -12,8 -43,0 30,2
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 5,0 5,3 -0,3
Verschuldungsgrad (in %) 21,4 20,4 1,0
Umsatzrentabilität (in %) -5,4 -28,2 22,8
Personalbestand 0 0 0
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Das Geschäftsjahr 2021 war das erste Jahr, in dem alle Windkraftanlagen nach Inbetrieb-
nahme vollständig in Betrieb waren.
Es wurden im Geschäftsjahr über lediglich ein Unfall sowie ein Umweltschaden berichtet.
Insbesondere gab es keine Gesundheitsschäden oder wesentlichen Beein trächtigungen im
Geschäftsbetrieb der TWB II aufgrund der SARS -CoV-2 (Coronavirus) Pandemie. Gleich-
wohl mussten viele Abläufe mit einem erhöhten Aufwand durchgeführt werden, was bei den
meisten Dienstleistungsverträgen zu zusätzlichen Kosten geführt hat, j edoch in der Regel
von den Dienstleistern wirtschaftlich zu tragen war.
Die Verfügbarkeit der Windkraftanlagen lag im Geschäftsjahr durchschnittlich über 92 %,
damit jedoch in einzelnen Monaten unter der durch den Servicepartner zugesagten Verfüg-
barkeit des Windparks von 96 %. Das Windangebot war ungewöhnlich windschwach. Dieser
Trend ließ sich deutschlandweit beobachten. Aus Sicht der TWB II führte dies zu Umsatzer-
lösen, die ca. 20 % unter der durchschnittlich erwarteten P50-Produktion lagen.
Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 88.101 (im Vorjahr TEUR 64.123) betreffen im We-
sentlichen Erlöse aus der Stromeinspeisung. Die erste Stromeinspeisung erfolgte am 3.
September 2019. Die erste Stromeinspeisung der letzten fertiggestellten Windenergieanlage
erfolgte am 1. Juli 2020.
Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 15.361 (im Vorjahr TEUR
16.298). Diese Erträge beruhen im Wesentlichen auf Erträgen aus Kompensationszahlun-
gen sowie Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen.
Die Materialaufwendungen erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund der Aufwendungen aus
den Wartungsverträgen der errichteten Windenergieanlagen (TEUR 15.493; im Vorjahr
TEUR 13.281) sowie der technischen Betriebsführung (TEUR 3.024; im Vorjahr TEUR
2.781) von TEUR 19.009 auf TEUR 21.396.
Die Erhöhung der Abschreibungen auf Sachanlagen auf TEUR 48.296 (im Vorjahr TEUR
42.140) im Geschäftsjahr 2021 beruht vornehmlich darauf, dass die im Vorjahr vollständig in
Betrieb genommenen Windenergieanlagen erstmalig über das gesamte Gesch äftsjahr ab-
geschrieben wurden.
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Trianel Windkraftwerk Borkum II GmbH & Co. KG
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 164
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 9.739; im Vorjahr TEUR 9.099) beinhal-
ten überwiegend Aufwendungen für die Dienstleistungen von Dritten, die unter anderem aus
Tätigkeiten der Trianel GmbH für die Gesellschaft resultieren, sowie Versicherungskosten.
Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 30.715 (im Vorjahr TEUR 30.769) betreffen im
Wesentlichen Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus den im Jahr 2017 abgeschlossenen
Kredit- und Swapverträgen mit den Banken sowie aus gewährten Gesellschafterdarlehen.
Des Weiteren entstanden Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit dem Nutzungsvertrag
über das Umspannwerk, welcher seit dem 5. Mai 2017 greift.
Bedeutsamer Leistungsindikator der TWB II ist das Jahresergebnis. Das Geschäftsja hr en-
det mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 4.771 (im Vorjahr TEUR 18.055). Damit
liegt das Jahresergebnis deutlich unter der Ergebnisprognose des Vorjahres (TEUR 10.500).
Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen negative Abweichungen zum prognost izierten
Windaufkommen.
Die Bilanzsumme beträgt TEUR 832.783 (im Vorjahr TEUR 896.297) zum 31. Dezember
2021. Aufgrund des Verlusts 2021 sank das Eigenkapital auf TEUR 37.170 (im Vorjahr TEUR
41.941). Die Eigenkapitalquote liegt zum 31. Dezember 2020 bei 4,5 % (im Vorjahr 4,7 %).
Chancen und Risiken
Mit Abschluss der Bauaktivitäten auf See im Jahr 2020 konnten die Risiken für das Projekt
ganz erheblich reduziert werden und liegen nunmehr ausschließlich im Bereich des Betrie-
bes. Dies gilt auch für die Chancen des Projektes, die nunmehr ganz überwiegend von der
Performance der Anlagen und dem Windangebot sowie der Fähigkeiten des Personals zur
Kosten- und Produktionsoptimierung abhängen.
Die Stromproduktion der TWB II ergibt sich aus dem verfügbaren Windangebot. Es ist grund-
sätzlich zu erwarten, dass es immer wieder einzelne Jahre gibt, die ungewöhnlich wind-
schwach oder -stark sind und dadurch die Produktion unter oder über dem Erwartungswert
liegt. Über eine längere Zeitachse sollten sich diese Effekte aber nivellieren. Die Wirtschafts-
planung der TWB II sieht für die Unsicherheit des Windangebots entsprechende Puffer vor.
Im Geschäftsjahr 2021 gab es keine wesentlichen Beeinträchtigungen durch die Corona -
Pandemie auf den operativen Betrieb. Sollte es jedo ch aufgrund der weiterhin äußerst dy-
namischen Weiterentwicklungen zu Beeinträchtigungen beim operativen Betrieb kommen,
kann dies negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der TWB II haben.
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Trianel Windkraftwerk Borkum II GmbH & Co. KG
165 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung MITGLIEDER
Herr Dipl.-Ing. Klaus Horstick
Frau Dipl.-Umweltwissenschaftlerin
Irina Lucke
(bis 27.04.2021)
Frau Jantje Kühnert
(ab 28.04.2021)
Gesellschafterver-
sammlung
MITGLIEDER
Herr Lars Backmeyer
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwal-
tungsräten nach Geschlecht
Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat.
Vorliegen eines Gleichstellungsplanes nach § 2 Absatz 2 und § 5 LGG
Gemäß § 5 Abs. 1, Satz 1 LGG ist die Erstellung eines Gleichstellungsplans erst bei einer
Beschäftigtenzahl von mindestens 20 erforderlich.
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Versorger-Allianz 450 Beteiligungs GmbH & Co. KG
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 166
Versorger-Allianz 450 Beteiligungs GmbH & Co. KG
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Karlstraße 2
53115 Bonn
(0228) 711 – 3744
info@versorger-allianz-450.de
www.versorger-allianz-450.de
Unternehmensgegen-
stand
Unternehmensgegenstand der Gesellschaft ist der unmittel-
bare oder mittelbare bundesweite Aufbau eines krisensicheren
Mobilfunknetzes auf der Grundlage der Nutzungsrechte d er
450 MHz -Mobilfunk-Frequenz. Unternehmensgegenstand ist
weiter die Erbringung von Kommunikationslösungen inklusive
komplementärer / ergänzender Dienstleistungen für die Ver -
und Entsorgeinfrastruktur und für weitere kritische Infrastruktu-
ren im Rahmen d er Daseinsvorsorge sowie für weitere Be-
darfsträger für hochsichere Telekommunikations - und Daten-
dienste.
Die Gesellschaft kann auch als Einkaufs - und Vermarktungs-
gesellschaft für Kommunikationslösungen oder als Dienstleis-
ter für Entwicklung und Vermarktung von Mobilfunkstandorten
im Bereich der 450 MHz-Frequenz fungieren.
Zweck der Beteiligung Die „Versorger-Allianz 450 Beteiligungs GmbH & Co. KG “
wurde 2020 gegründet und ist aus dem Verein „Versorger Alli-
anz 450“ hervorgegangen, einem Zusammenschluss von mehr
als 200 nationalen Unternehmen der Energie- und Wasserver-
und -entsorgungsbranche, der sich seit 2018 für den Ausbau
eines ausfallsicheren 450MHz -Funknetzes engagiert. Als Ge-
sellschafter der 450Connect vereinigt die Versorger -Allianz
450 die Inte ressen und das Engagement von vornehmlich
kommunalen Gesellschaftern. Ziel ist der Aufbau eines krisen-
sicheren Funknetzes für die Digitalisierung der Energie - und
Wasserwirtschaft sowie anderer kritischer Infrastrukturen ge-
meinsam mit 450Connect. Die Beteiligungsgesellschaft hält 25
Prozent an 450Connect .
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Versorger-Allianz 450 Beteiligungs GmbH & Co. KG
167 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Kommanditeinlage ____________________ 54.298.584 EUR
Komplementäreinlage __________________________ 0 EUR
Gesellschafter KOMMANDITISTEN
Bonn-Netz GmbH _____________ 1.000.000,0 EUR (1,84%)
KOMPLEMENTÄR
Versorger-Allianz 450 Verwaltungsgesellschaft mbH Bonn
Tochterunternehmen Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 17.002 - 17.002
Umlaufvermögen 1.941 - 1.941
Rechnungsabgrenzungsposten - - -
Bilanzsumme 18.943 - 18.943
Passiva
Eigenkapital - - -
Sonderposten - - -
Rückstellungen - - -
Verbindlichkeiten - - -
Rechnungsabgrenzungsposten - - -
Bilanzsumme - - -
Seite 171 von 430
Versorger-Allianz 450 Beteiligungs GmbH & Co. KG
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 168
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 1.098 0 1.098
Sonstige betriebliche Erträge 1 0 1
Materialaufwand - - -
Personalaufwand 50 14 36
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
1.853 437 1.416
Abschreibungen - - -
Ergebnis vor Ertragssteuern -1.725 -451 -1.274
Jahresergebnis -1.725 -451 -1.274
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) - - -
Eigenkapitalrentabilität (in %) - - -
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) - - -
Verschuldungsgrad (in %) - - -
Umsatzrentabilität (in %) -157,1 - -157,1
Personalbestand - - -
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung VORSITZ
Herr Dipl. Ing. Theo Waerder
Aufsichtsrat VORSITZ
Herr Reiner Timmreck
1. STELLVERTRETUNG VORSITZ
Herr Matthias Groß
MITGLIEDER
Herr Joachim Arnold
Herr Arvid Blume
Herr Helmut Hertle
Herr Ralf Holtmann
Seite 172 von 430
Versorger-Allianz 450 Beteiligungs GmbH & Co. KG
169 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Herr Stefano Jardella
Herr Reinhold Lohr
Herr Dr. Nils Neusel-Lange
Herr Christian Preiß
Frau Heike Witzel
Herr Dr. Klaus Zimmer
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwal-
tungsräten nach Geschlecht
Gemäß § 12 Absatz 6 des Gesetzes über die Gle ichstellung von Frauen und Männern für
das Land Nordrhein -Westfalen (Landesgleichstellungsgesetz – LGG) ist die Öffentlichkeit
über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwaltungsräten nach Geschlecht regelmä-
ßig in geeigneter Form zu unterrichten.
Dem Aufsichtsgremium in diesem Unternehmen gehören von den insgesamt 12 Mitgliedern
1 Frauen an (Frauenanteil: 8,33 %).
Damit wird der im § 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von 40
Prozent nicht erreicht/unterschritten.
Vorliegen eines Gleichstellungsplanes nach § 2 Absatz 2 und § 5 LGG
Gemäß § 5 Abs. 1, Satz 1 LGG ist die Erstellung eines Gleichstellungsplans erst bei einer
Beschäftigtenzahl von mindestens 20 erforderlich.
Seite 173 von 430
Wahnbachtalsperrenverband Körperschaft des öffentlichen Rechts
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 170
6.4.3.13.1. Wahnbachtalsperrenverband Körperschaft des
öffentlichen Rechts
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Siegelsknippen
53721 Siegburg
(02241) 128 - 0
(02241) 128 - 116
info@wahnbach.de
www.wahnbachwasser.de
Unternehmensgegen-
stand
Die Hauptaufgabe des Verbands ist die Beschaffung und Be-
reitstellung von Trinkwasser für die Verbandsmitglieder und
aufgrund gesonderter Vereinbarung angeschlossene Nichtver-
bandsmitglieder. Das Verbandsgebiet umfasst die Bundesstadt
Bonn und den Rhein -Sieg-Kreis mit der Kreisstadt Siegburg.
Als Nichtverbandsmitglieder werden die Städte Bad Neuenahr-
Ahrweiler und Remagen, die Gemeinde Grafschaft sowie de r
Zweckverband Eifel-Ahr im Landkreis Ahrweiler beliefert. Ins-
gesamt werden rd. 800.000 Einwohner mit Trinkwasser ver-
sorgt.
Zweck der Beteiligung Der öffentliche Zweck des Unternehmens bzw. die öffentliche
Zweckerreichung sind folgendermaßen eingehalten worden:
Um die hohe Trinkwasserqualität zu sichern, hat der WTV in
den Jahren zwischen 1991 und 2004 rund 167 Mio. EUR in die
Erweiterung und Modernisierung seiner Anlagen investiert, u.a.
in die neue Trinkwasserversorgungsanlage in Siegburg -Sie-
gelsknippen. Das aus den drei Ressourcen des WTV, der
Wahnbachtalsperre sowie den Grundwasserwerken in Hennef
und Sankt Augustin-Meindorf, gewonnene und zu Trinkwasser
aufbereitete Wasser wird über ein regionales Transportlei-
tungsnetz, Pumpstationen und Hochbehälter, die ständig in-
standgehalten werden, an die Stadt Bonn und die Städte und
Gemeinden des Rhein -Sieg-Kreises sowie die vertraglich ge-
bundenen Städte und Gemeinden im Kreis Ahrweiler verteilt.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital ________________________ 15.839.352 EUR
Seite 174 von 430
Wahnbachtalsperrenverband Körperschaft des öffentlichen Rechts
171 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Mitglieder Bundesstadt Bonn _____________ 7.381.138 EUR (46,60%)
Tochterunternehmen Wahnbach Wasser GmbH i.L. _______ 50.000,0 EUR (100%)
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 88.797 87.921 876
Umlaufvermögen 2.347 3.140 -793
Rechnungsabgrenzungsposten 62 44 18
Bilanzsumme 91.205 91.104 101
Passiva
Eigenkapital 15.839 15.839 0
Sonderposten 152 180 -28
Rückstellungen 4.670 2.947 1.723
Verbindlichkeiten 70.473 72.059 -1.586
Rechnungsabgrenzungsposten 67 67 0
Bilanzsumme 91.205 91.104 101
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Wahnbachtalsperrenverband Körperschaft des öffentlichen Rechts
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 172
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 30.263 29.224 1.039
Sonstige betriebliche Erträge 163 244 -80
Materialaufwand 5.585 5.014 572
Personalaufwand 14.172 13.299 873
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
6.152 6.042 109
Abschreibungen 4.124 4.251 -127
Ergebnis vor Ertragssteuern 245 265 -20
Jahresergebnis 0 0 0
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 17,4 17,4 0
Eigenkapitalrentabilität (in %) 0,0 0,0 0
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 20,5 20,5 0
Verschuldungsgrad (in %) 4,7 4,7 0
Umsatzrentabilität (in %) 0,0 0,0 0
Personalbestand 227 214 13
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Der Wahnbachtalsperrenverband arbeitet nach dem Kostendeckungsprinzip, d. h. es dürfen
keine Gewinne erzielt werden.
Wesentlichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf des WTV hat die tatsächliche Wasserabga-
bemenge (46,06 Mio. m3), da sich auf Basis dieser Menge und den mit ihr verbundenen
Aufwendungen zur Herstellung und Verteilung des Trinkwassers die Mitgliederbeiträge zu r
Kostendeckung ergeben.
Mit einem Wasserpreis von 65,958 (Vj. 59,327) Cent/m³ für alle Abnehmer bei einer gegen-
über dem Vorjahr deutlich gesunkene Abgabemenge in Höhe von 44,6 (Vj. 47,9) Mio. m³
bewegte sich der Geschäftsverlauf im Rahmen der Planerwartungen.
Im Geschäftsjahr 2021 investierte der Verband insgesamt TEUR 5.028 (Vorjahr: TEUR
10.919) in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände.
Seite 176 von 430
Wahnbachtalsperrenverband Körperschaft des öffentlichen Rechts
173 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Der Personalstand zum 31.12.2021 beläuft sich auf 227.
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung
Frau Ludgera Decking
STELLVERTRETUNG GESCHÄFTSFÜHRUNG
Herr Dirk Radermacher
Verbandsvorsteher/-in VORSITZ
Herr Sebastian Schuster Rhein-Sieg-Kreis
Stellvertretung
Frau Margarete Heidler
Verbandsversammlung MITGLIEDER
Frau Marga Basche Stadt Siegburg
Stellvertretung
Herr Karl Kierdorf
Herr Dr. Klaus-Peter Gilles (CDU)
(bis 20.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Prof. Dr. Detmar Jobst
(GRÜNE)
Herr Prof. Dr. Detmar Jobst
(GRÜNE)
(ab 21.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Frau Julia Polley
(CDU)
Herr Andreas Roth
(ab 01.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr André
Kuchheuser
Herr Michael Solf (CDU) Stadt Siegburg
Stellvertretung
Herr Dr. Torsten Bieber
Seite 177 von 430
Wahnbachtalsperrenverband Körperschaft des öffentlichen Rechts
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 174
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Geschäftsführung
Ludgera Decking 102.036
Dirk Radermacher 184.648
Verbandsvorsteher/-in
Sebastian Schuster 4.200
An die Mitglieder der Verbandsversammlung wurden im Berichtsjahr insgesamt EUR
1.440,00 an Sitzungsgeldern gezahlt.
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Seite 178 von 430
Wahnbachtalsperrenverband Körperschaft des öffentlichen Rechts
175 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Seite 179 von 430
Wasserversorgungs-Gesellschaft mbH Sankt Augustin
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 176
Wasserversorgungs-Gesellschaft mbH Sankt Augustin
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Mendener Straße 23
53757 Sankt Augustin
(0 2241) 233 - 0
(0 2241) 233 - 50
service@wvg-sanktaugustin.de
www.wvg-sanktaugustin.de
Unternehmensgegen-
stand
Gegenstand des Unternehmens ist die Versorgung der Bevöl-
kerung, der Industrie, des Handels, des Gewerbes, der Land-
wirtschaft und der öffentlichen Einrichtungen mit Trink - und
Brauchwasser, Fernwärme sowie Gas und Strom.
Zweck der Beteiligung Zum 01.01.1967 wurden die bis dahin als Eigenbetriebe ge-
führten Wasserwerke der Gemeinden Menden, Hangelar,
Siegburg-Mülldorf, Holzlar, Niederpleis und Meindorf in die neu
gegründete „Wasserversorgungs-GmbH für das Amt Menden“
eingebracht. Bei der Neugliederung des Bonner Raumes ging
der Anteil der ehemaligen Gemeinde Holzlar auf die Stadt
Bonn über. Die übrigen Anteile fielen an die Gemeinde Sankt
Augustin. Der Firmenname änderte sich in „Wasserversor-
gungs-Gesellschaft mbH Sankt Augustin“.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital _________________________ 7.000.000 EUR
Gesellschafter Stadt Sankt Augustin __________ 6.430.760,0 EUR (91,87%)
Stadtwerke Bonn
Beteiligungs-GmbH _____________ 569.240,0 EUR (8,13%)
Tochterunternehmen Stadtwerke Sankt Augustin GmbH __ 55.110,0 EUR (55,00%)
Seite 180 von 430
Wasserversorgungs-Gesellschaft mbH Sankt Augustin
177 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 25.755 25.516 239
Umlaufvermögen 3.249 3.438 -188
Rechnungsabgrenzungsposten 5 8 -3
Bilanzsumme 29.010 28.962 48
Passiva
Eigenkapital 14.026 13.447 580
Sonderposten - - -
Rückstellungen 318 438 -120
Verbindlichkeiten 14.663 15.063 -401
Rechnungsabgrenzungsposten 3 - 3
Bilanzsumme 29.010 28.962 48
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 6.450 6.503 -53
Sonstige betriebliche Erträge 199 34 165
Materialaufwand 2.267 2.169 98
Personalaufwand 1.519 1.519 -1
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
1.316 1.223 93
Abschreibungen 742 738 4
Ergebnis vor Ertragssteuern 1.059 978 81
Jahresergebnis 792 703 89
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Wasserversorgungs-Gesellschaft mbH Sankt Augustin
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 178
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 48,4 46,4 2,0
Eigenkapitalrentabilität (in %) 5,6 5,2 0,4
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 54,5 52,8 1,7
Verschuldungsgrad (in %) 1,1 1,2 -0,1
Umsatzrentabilität (in %) 12,3 10,8 1,5
Personalbestand 20 19 1
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Der Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft können für das Geschäftsjahr 2021 als
gut bezeichnet werden.
Der Wasserbezug belief sich auf 2.693.116 cbm (Vj. 2.924.835 cbm) und sank somit um 7,9
%. Der Wasserbezug erfolgte im Geschäftsjahr 2021 ausschließlich über den Wahnbachtal-
sperrenverband (WTV). Die Rohrnetz -Wasserverluste gingen gegenüber dem Vorjahr um
1,7 %-Punkte auf 3,4 % zurück.
Die Länge des Rohrnetzes ist zum Vorjahr um 0,28 km auf 352,856 km sowie die Zahl der
Hausanschlüsse um 12 auf 14.080 gestiegen. Die getätigten Investitionen blieben unter den
Planansätzen.
Die Wasserabgabe und Umsatzerlöse aus dem Arbeitspreis verringerten sich um 6,3 % und
die Umsatzerlöse aus dem Grundpreis stiegen um 15,4 %. Die Wasserabgabe betrug
2.530.699 cbm zu allgemeinen Tarifen und 60.918 cbm an die Stadt.
Im Geschäftsjahr 2021 konnte somit ein Jahresüberschuss in Höhe von 792 TEUR nach 703
TEUR im Vorjahr erzielt werden und lag damit um 197 TEUR über dem geplanten Ergebnis
von 595 TEUR. Ursächlich hierfür w ar, dass aufgrund von Covid-19 im Geschäftsjahr nicht
alle im Wirtschaftsplan geplanten Bau - und Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt wer-
den konnten, was zu geringeren Abschreibungen und Instandhaltungsaufwendungen ge-
führt hat.
Im Berichtsjahr konnte neben dem Jahresüberschuss, der 581.239,42 EUR über dem Min-
destgewinn liegt, die steuerlich höchstzulässige Konzessionsabgabe in Höhe von
730.392,37 EUR erwirtschaftet werden. Das Ergebnis wurde von der Vereinnahmung einer
Gewinnausschüttung der Stadtwerke Sankt Augustin (SWA) in Höhe von 304 TEUR
(Vj. 181 TEUR) sowie von periodenfremden Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen
in Höhe von 178 TEUR (Vj. 10 TEUR) beeinflusst.
Das Bruttovermögen der Gesellschaft (bei Saldierung der empfangenen Ertragszuschü sse
mit dem Sachanlagevermögen) stieg um 0,21 % auf 29.009.586,87 EUR. Das Deckungs-
verhältnis des Anlagevermögens durch Eigenmittel stieg gegenüber dem Vorjahr um 1,76
%-Punkte auf 54,46 %. Das bilanzielle Eigenkapital beträgt 48,3 % (Vj. 46,4 %).
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Wasserversorgungs-Gesellschaft mbH Sankt Augustin
179 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Chancen und Risiken
Aufgabe der Gesellschaft ist die bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwas-
ser. Der Wasserbezug ist durch langfristige Verträge gesichert. Die Beteiligungsgesellschaft
hat für 2022 und die folgenden Jahre einen Wirtschaftsplan vorgelegt, nach dem ab Auf-
nahme des Vertriebs Überschüsse erzielt werden. Weitere Chancen aus Kostenoptimierung
werden derzeit nicht gesehen. Ob die Folgen des Kriegs Russlands in der Ukraine Auswir-
kungen auf die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft haben, kann derzeit noch nicht beurteilt
werden.
Das Jahresergebnis wird im Wesentlichen beeinflusst von der Entwicklung der Umsatzerlöse
aus Wasserverkäufen, den Investitionsfolgekosten, der Entwicklung des Wasserbezugsprei-
ses vom Wahnbachtalsperrenverband, der Entwicklung der Wasserverluste im Rohrnetz und
der Vereinnahmung einer Gewinnausschüttung der Stadtwerke Sankt Augustin GmbH. We-
sentliche Risiken der zukünftigen Entwicklung oder bestandsgefährdende Tatsachen sind
nicht zu erkennen.
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung MITGLIEDER
Herr Marcus Lübken
Aufsichtsrat VORSITZ
Herr Dr. Max Leitterstorf Stadt Sankt
Augustin
1. STELLVERTRETUNG VORSITZ
Herr Marc Knülle Stadt Sankt
Augustin
MITGLIEDER
Herr Bernd Heistermann Stadt Sankt
Augustin
Herr Eldach-Christian Herfeld Stadt Sankt
Augustin
Herr Sascha Lienesch Stadt Sankt
Augustin
Herr Björn Quast Stadt Sankt
Augustin
Herr Peter Weckenbrock Stadtwerke Bonn
Beteiligungs-GmbH
Gesellschafterver-
sammlung
MITGLIEDER
Herr Bernd Nottbeck Stadtwerke Bonn
Beteiligungs-GmbH
Stellvertretung
Herr Hansjörg Spielhoff
Seite 183 von 430
Wasserversorgungs-Gesellschaft mbH Sankt Augustin
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 180
Herr Jörg Pütz
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Geschäftsführung
Marcus Lübken 160.806
Aufsichtsrat
Max Leitterstorf 8
Marc Knülle 48
Bernd Heistermann 88
Eldach-Christian Herfeld 88
Sascha Lienesch 88
Björn Quast 48
Peter Weckenbrock 88
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwal-
tungsräten nach Geschlecht
Gemäß § 12 Absatz 6 des Gesetzes über die Gleichstellung von Frauen und Männern für
das Land Nordrhein -Westfalen (Landesgleichstellungsgesetz – LGG) ist die Öffentlichkeit
über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwaltungsräten nach Geschlecht regelmä-
ßig in geeigneter Form zu unterrichten.
Dem Aufsichtsgremium in diesem Unternehmen gehören von den insgesamt 7 Mitgliedern 0
Frauen an (Frauenanteil: 0,00 %).
Damit wird der im § 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von 40
Prozent nicht erreicht/unterschritten.
Vorliegen eines Gleichstellungsplanes nach § 2 Absatz 2 und § 5 LGG
Gemäß § 5 Abs. 1, Satz 1 LGG ist die Erstellung eines Gleichstellungsplans erst be i einer
Beschäftigtenzahl von mindestens 20 erforderlich.
Seite 184 von 430
Wasserversorgungs-Gesellschaft mbH Sankt Augustin
181 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Seite 185 von 430
Das Beteiligungsportfolio
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 182
6.4.4 Medien/IT/Telekommunikation
Seite 186 von 430
Das Beteiligungsportfolio
183 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Seite 187 von 430
Dachverband Kommunaler IT-Dienstleister
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 184
Dachverband Kommunaler IT-Dienstleister
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2020)
Willy-Brandt-Platz 3
50679 Köln
(02241) 999-1161
(02241) 999-1169
geschaeftsstelle@kdn.de
www.kdn.de
Unternehmensgegen-
stand
Der Zweckverband betreibt für seine Mitglieder Rechenanla-
gen, Daten- und Kommunikationsnetze. Er entwickelt einzelne
Komponenten, führt sie ein und pflegt sie. Er berät bei der Aus-
wahl von Hard- und Software sowie bei der Entwicklung, Ein-
führung und Pflege einzelner Komponenten durch die Mitglie-
der. Er beschafft Hard- und Software und erbringt Schulungs-
leistungen und Dienstleistungen zur Einführung u nd zum Be-
trieb von Informations- und Kommunikationstechnik.
Der Zweckverband strebt eine zukunftsorientierte Ausrichtung
und konsequente Optimierung kommunaler IT-Dienstleistun-
gen an. Er verfolgt das Ziel, die Qualität und Wirtschaftlichkeit
von IT-Dienstleistungen seiner Mitglieder zu verbessern und
damit zur Steigerung der Effektivität und Effizienz der Leistun-
gen aller Mitglieder beizutragen.
Zweck der Beteiligung Die Bundesstadt Bonn war seit 1975 Mitglied der Arbeitsge-
meinschaft “Kommunale Datenverar beitung Nordrhein -West-
falen (KDN)”; seinerzeit gebildet aus den Kommunalen Daten-
verarbeitungszentralen von Städten und Kreisen in NRW, die
ihre IT -Verfahren in der Systemumgebung der SIEMENS -
Großrechner (Betriebssystem BS 2000) betrieben. Die Aktivi-
täten der Arbeitsgemeinschaft bestanden vor allem in der ge-
meinsamen Entwicklung von IT -Verfahren sowie dem zwi-
schen den Mitgliedern betriebenen Leistungs- und Erfahrungs-
austausch.
Um steuerrechtliche und gemeindewirtschaftsrechtliche Ein-
schränkungen zu reduzieren und Kontinuität in der Aufgaben-
wahrnehmung in einem rechtlich gesicherten Rahmen zu ge-
währleisten, sollte die Rechts - und Organisationsform eines
Zweckverbandes die Arbeitsgemeinschaft ersetzen.
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Dachverband Kommunaler IT-Dienstleister
185 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Der Zweckverband strebt eine zukunftsorientierte Ausrichtun g
und konsequente Optimierung kommunaler IT -Dienstleistun-
gen an. Er verfolgt das Ziel, die Qualität und Wirtschaftlichkeit
von IT-Dienstleistungen seiner Mitglieder zu verbessern und
damit zur Steigerung der Effektivität und Effizienz der Leistun-
gen aller Mitglieder beizutragen.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital ___________________________ 93.750 EUR
Mitglied Bundesstadt Bonn ___________________ 3.125 (1 Stimme)
Tochterunternehmen aKDn-sozial eigenbetriebsähnliche
Einrichtung _______________________ 50.000 EUR (100%)
Der Zweckverband KDN gehörten im Berichtsjahr 30 Mitglieder an.
Seite 189 von 430
Dachverband Kommunaler IT-Dienstleister
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 186
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
IST
12/2020
IST
12/2019
ABWEICHUNG
IST
12/2020-12/2019
Aktiva
Anlagevermögen 498 400 98
Umlaufvermögen 9.086 9.289 -203
Rechnungsabgrenzungsposten 2.111 3.244 -1.133
Bilanzsumme 11.696 12.934 -1.238
Passiva
Eigenkapital 1.603 1.558 45
Rückstellungen 494 451 43
Verbindlichkeiten 7.838 8.133 -296
Rechnungsabgrenzungsposten 1.761 2.791 -1.031
Bilanzsumme 11.696 12.934 -1.238
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
IST
12/2020
IST
12/2019
ABWEICHUNG
IST
12/2020-12/2019
Umsatzerlöse 32.947 35.645 -2.698
Sonstige betriebliche Erträge 185 213 -29
Materialaufwand 29.736 33.014 -3.277
Personalaufwand 2.162 1.379 783
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
1.052 1.378 -326
Abschreibungen 129 94 35
Ergebnis vor Ertragssteuern 62 -9 71
Jahresergebnis 45 1 44
Seite 190 von 430
Dachverband Kommunaler IT-Dienstleister
187 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
KENNZAHLEN
IST
12/2020
IST
12/2019
ABWEICHUNG
IST
12/2020-12/2019
Eigenkapitalquote (in %) 13,7 12,0 1,7
Eigenkapitalrentabilität (in %) 2,8 0,1 2,7
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 321,9 389,6 -67,7
Verschuldungsgrad (in %) 6,3 7,3 -1,0
Umsatzrentabilität (in %) 0,1 0,0 0,1
Personalbestand 29 21 8
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Da grundsätzlich sämtliche Erlöse kostendeckend kalkuliert und abgerechnet werden, ste-
hen den Umsätzen jeweils entsprechende Aufwendungen gegenüber. Im Berichtsjahr 2020
ergaben sich bei einigen Positionen Änderungen im Vergleich zum Vorjahr.
Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2020 weist einen Jahresüberschuss
in Höhe von 45.305,05 EUR (Vj. TEUR 1.367,25 EUR) aus. Das Geschäftsjahr 2020 entwi-
ckelte sich positiv, der Trend hat sich auch im I. Quartal 2021 fortgesetzt.
Neben positiven Effekten durch den sich stetig erweiternden Leistungsaustausch innerhalb
der Verbandsmitglieder, haben im Berichtsjahr vor allem neue Leistungsbeziehungen zwi-
schen dem Land NRW und dem KDN Dachverband einen wich tigen Einfluss auf die Ent-
wicklung der Ertragslage genommen.
Die Abnahme des Vermögens um 1.238 TEUR ist im Wesentlichen auf gesunkene Forde-
rungen gegenüber KDN Mitgliedern und Weiterverkauf HANA Lizenzen aus Vorräten an die
KDN Mitgliedern zurückzuführen.
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung
Herr Prof. Dr. Andreas Engel Stadt Köln
Herr Karl-Josef Konopka
Verbandsvorsteher/-in
Frau Prof. Dr. Dörte Diemert
(ab 02.12.2020)
Stadt Köln
Stellvertretung
Herr Rajko Kravanja
Herr Dr. Stephan Keller
(bis 01.12.2020)
Stadt Köln
Verbandsversammlung VORSITZ
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Dachverband Kommunaler IT-Dienstleister
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 188
Herr Wolfgang Fuchs
(bis 01.12.2020)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Thomas Sanner
Herr Dr. Georg Lunemann
(ab 02.12.2020)
Stellvertretung
Herr Martin M. Richter
Herr Christian Kromberg
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Geschäftsführung
Karl-Josef Konopka 118.604
Andreas Engel 12.693
An die Mitglieder der Verbandsversammlung wurden im Berichtsjahr insgesamt
EUR 960,00 an Sitzungsgeldern gezahlt.
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
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Dachverband Kommunaler IT-Dienstleister
189 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Seite 193 von 430
d-NRW AöR
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 190
d-NRW AöR
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Rheinische Str. 1
44137 Dortmund
0231/222438-10
0231/222438-11
info@d-nrw.de
Zweck der Beteiligung Aufgaben der Anstalt sind nach § 6 Errichtungsgesetz d -NRW
AöR:
- Die Anstalt unterstützt ihre Träger und, soweit ohne Beein-
trächtigung ihrer Aufgaben möglich, andere öffentliche Stel-
len beim Einsatz von Informationstechnik in der öffentlichen
Verwaltung. Informationstechnische Leistungen, die der
Wahrnehmung öffentlicher Aufgaben dienen, erbringt sie ins-
besondere im Rahmen von staatlich-kommunalen Kooperati-
onsprojekten.
- Die Anstalt unterstützt den IT-Kooperationsrat bei der Erfül-
lung seiner Aufgaben nach § 21 des E -Government-Geset-
zes Nordrhein-Westfalen.
- Die Anstalt erbringt ihre Leistungen gegenüber ihren Trä-
gern und anderen öffentlichen Stellen auf Grundlage eine s
öffentlichrechtlichen Vertrages nach den §§ 54 bis 62 des
Verwaltungsverfahrensgesetzes für das Land Nordrhein -
Westfalen.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital _________________________ 1.281.000 EUR
Gesellschafter Bundesstadt Bonn ________________ 1.000,0 EUR (0,08%)
Tochterunternehmen Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
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d-NRW AöR
191 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 76 77 -2
Umlaufvermögen 20.520 12.935 7.585
Rechnungsabgrenzungsposten 5 4 1
Bilanzsumme 20.601 13.016 7.585
Passiva
Eigenkapital 2.810 2.800 10
Sonderposten - - -
Rückstellungen 3.340 1.884 1.456
Verbindlichkeiten 14.452 8.333 6.119
Rechnungsabgrenzungsposten - - -
Bilanzsumme 20.601 13.016 7.585
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 51.002 28.062 22.940
Sonstige betriebliche Erträge 344 23 321
Materialaufwand 47.342 24.775 22.567
Personalaufwand 3.313 2.343 969
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
637 736 -100
Abschreibungen 40 55 -15
Ergebnis vor Ertragssteuern -17 144 -160
Jahresergebnis 0 0 0
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d-NRW AöR
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 192
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 13,6 21,5 -7,9
Eigenkapitalrentabilität (in %) 0,0 0,0 0,0
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 3.704,3 3.616,1 88,2
Verschuldungsgrad (in %) 6,3 3,6 2,7
Umsatzrentabilität (in %) 0,0 0,0 0,0
Personalbestand 62 43 19
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
a) Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft
Die deutsche Gesamtwirtschaft ist gegenüber dem Vorjahr, das aufgrund Corona-Pandemie
durch eine schwere Rezession gekennzeichnet war, in 2021 um 2,7 % gewachsen. Davon
profitiert hat auch die IT -Branche, die ohnehin vergleichsweise gut durch die Krise gekom-
men ist. Die Pandemie hat auch im weiteren Verlauf dazu beigetragen, die großen Chancen
und Potentiale der Digitalisierung noch intensiver zu erschließen und die digitale Transfor-
mation weiter zu beschleunigen. Die Digitalisierung der Verwaltung bildete im Zusammen-
hang mit dem digitalen Wandel von Gesellschaft und Wirtschaft die Grundlage für weiterhin
gute Umsätze.
b) Produktentwicklung
Bei der Produktentwicklung standen die Zusammenarbeit von Land und Kommunen im Be-
reich des Serviceportals.NRW, die Weiterentwicklung des Wirtschafts-Service-Portals.NRW,
die Umsetzung verschiedener „nrwGOV-Projekte“, das öffentliche Auftragswesen inklusive
der Umsetzung der E -Rechnung, die IT -Unterstützung für die Abwicklung des Förderpro-
grammcontrollings verschiedener Ressorts, die Aufträge für den Ausbau von IT -Lösungen
für den Bereich Kinder und Jugend im Geschäftsbereich des MKFFI, die Weiterentwicklung
der Online-Sicherheitsprüfung (OSiP), diverse Entwicklungen im Bereich der PfAD-Projekte,
der Landesredaktion FIM und Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Onlinezugangsge-
setz (OZG) im Vordergrund.
c) Absatz- Beschaffungspolitik
Wesentliche Vertragspartner auf der Beschaffungsseite waren die BMS Consulting GmbH,
Düsseldorf, die Capgemini Deutschland GmbH, Ratingen, die Cassini Consulting AG, Düs-
seldorf, die cosinex GmbH, Bochum, die Deloitte Consulting GmbH, Düsseldorf, die Detecon
International GmbH, Köln, die flowconcept Agentur für Kommunikation GmbH, Oberhaching,
die Materna Information & Communications SE, Dortmund, die Nortal AG, Berlin, die
publicplan GmbH, Düsseldorf, die T -Systems International GmbH, Düsseldorf, sowie das
Seite 196 von 430
d-NRW AöR
193 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Kommunale Rechenzentrum Niederrhein, Kamp-Lintfort, und das Kommunale Rechenzent-
rum Minden -Ravensberg/Lippe, Lemgo. Wesentliche Vertragspartner auf der Absatzseite
waren das Land Nordrhein-Westfalen und die Kommunen in NRW.
d) Produktion
Die Produktion erfolgte unmittelbar durch die unter li t. c) genannten Projektpartner auf Be-
schaffungsseite.
e) Investitionen
Die Anstalt hat im Jahr 2021 keine nennenswerten Investitionsmaßnahmen ergriffen.
f) Finanzierung
Die Finanzierung der Anstalt erfolgte im Geschäftsjahr 2021 vollständig durch die Kostener-
stattung aus Aufträgen.
g) Personal
Die Anstalt hat im Jahr 2021 im Durchschnitt 62 Mitarbeiterinnen beschäftigt. Kennzeichnend
war – wie bereits in den Vorjahren – die Aufstockung der Personalressourcen infolge von
neuen Aufgaben und zunehmenden Projektaufträgen.
h) Umwelt
Umweltrisiken und umweltrechtliche Auflagen oder Anforderungen bestehen nicht. Umwelt-
schutzmaßnahmen wurden infolgedessen nicht durchgeführt.
i) Wichtige Ereignisse im Geschäftsjahr
Der Verwaltungsrat hat - korrespondierend zu der am 13.11.2020 beschlossenen Durchfüh-
rung einer europaweiten Ausschreibung zur Gewinnung von externen Dienstleisterkapazitä-
ten zur Umsetzung des Online Zugangsgesetzes (OZG) unter Berücksichtigung des zu er-
wartenden Auftragsvolumens des Konjunkturpaketes des Bundes mit einer Obergrenze von
bis zu 200 Mio. EUR und einer Laufzeit von 4 Jahren- im Berichtsjahr der Zuschlagserteilung
über einen Rahmenvertrag zur Erbringung von Entwicklungs- und Unterstützungsleistungen
mit insgesamt 34 Bietern, die sich auf 6 Lose verteilen, zugestimmt. Überdies hat der Ver-
waltungsrat der Durchführung von sog. Miniwettbewerben zur Ermittlung des konkreten Part-
ners für die Umsetzung der jeweiligen Bedarfe der Landesverwaltung NRW zugestimmt. Mit
dem Entwurf eines Gesetzes zur St ärkung der medienbruchfreien Digitalisierung (Landtag
NRW, Drucksache 17/15478) ist gemäß Artikel 5 im Berichtsjahr eine Änderung des Errich-
tungsgesetzes der d -NRW AöR auf den Weg gebracht worden, die maßgeblich vorsieht,
dass der Anstalt durch Rechtsverordnung strategisch bedeutsame Digitalisierungsaufgaben
der Landesverwaltung zur ausschließlichen Wahrnehmung übertragen werden können. Auf
der Grundlage dieses Gesetzes, das am 19.02.2022 in Kraft getreten ist, ist zu erwarten,
dass die Rolle der weiterhin im Wachstum befindlichen Anstalt durch Aufgabenübertragun-
gen zusätzlich gestärkt werden wird.
Die Umsatzsteuersonderprüfung der d-NRW AöR ist mit Bericht der zuständigen Finanzbe-
hörde vom 04.10.2021 für abgeschlossen erklärt worden. Basierend auf den Feststellungen
des Abschlussberichts konnten die Umsatzsteuerjahreserklärungen für die Jahre 2017 bis
2020 abgegeben und die sich ergebenden Nachforderungen in Höhe von insgesamt 2.041
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d-NRW AöR
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 194
TEUR ausgeglichen werden. Sonstige Forderungen im Zusammenhang mit der Umsatzsteu-
ernachzahlung bestehen nicht. Im Übrigen hat das Finanzamt für Groß- und Konzernprüfung
Dortmund im Dezember 2021 angekündigt, dass die Betriebsprüfung der d -NRW AöR als
ergebnislos abgeschlossen wird. Die entsprechende schriftliche Mitteilung der Fin anzbe-
hörde erfolgte mit Datum vom 01.02.2022. Steuerliche Unwägbarkeiten zur ertragssteuerli-
chen Beurteilung des Umwandlungsprozesses zur d-NRW AöR sind damit ausgeräumt.
Lage des Unternehmens
Die d-NRW AöR konnte im Jahr 2021 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 51.002 verzeichnen.
Gegenüber dem Vorjahr (TEUR 28.062) ergibt sich mithin eine signifikante Steigerung der
Umsatzerlöse.
a) Vermögenslage
Die Anstalt hat Vermögen in erster Linie durch Erlöse aus Projektaufträgen für Softwarelö-
sungen aufgebaut. Durch die Umwandlung von der privatrechtlichen in eine öffentlich-recht-
liche Organisationsform greift seit dem Jahr 2017 das Kostenerstattungsprinzip
Im Vergleich zum 31.12.2020 hat sich das Umlaufvermögen um +TEUR 7.585 erhöht. Grund
dafür sind bei einer Verringerung der bereits geleisteten Anzahlungen (-TEUR 460) vor allem
zusätzliche Geldmittel (+TEUR 3.160), erhöhte Forderungen aus Lieferungen und Leistun-
gen
(+TEUR 4.007.) sowie eine Zunahme bei den sonstigen Vermögensgegenständen (+TEUR
878).
Auf der Passivseite ist das Eigenkapital leicht erhöht (+TEUR 10) und das Fremdkapital um
+TEUR 7.575 gestiegen. Beim Fremdkapital sind vor allem die „Verbindlichkeiten aus Liefe-
rungen und Leistungen “ (+TEUR 8.575) gewachsen. Demgegenüber sind die „erhaltenen
Anzahlungen auf Bestellungen “ (-TEUR 680) sowie die „sonstigen Verbindlichkeiten “ (-
TEUR 1.777), die sich Vorjahr im Wesentlichen aus der Umsatzsteuerpflichtigkeit ergeben
hatten, im Vergleich zum 31.12.2020 verändert. Die „Rückstellungen“ sind gegenüber dem
Vorjahr erhöht (+TEUR 1.456). Maßgeblich sind insoweit vor allem die Einstellungen in die
Rückstellungen für Ausgleichsverpflichtungen (+TEUR 1.423), für „sonstige Rückstellungen“
(+TEUR 264) und Rückstellungen für Gewährleistungen (+TEUR 73). Aufgelöst wer den
konnten im Berichtsjahr demgegenüber die „Rückstellungen für Kulanzgewährung“ (-TEUR
310).
b) Finanzlage
Die Finanzlage der Anstalt ist in 2021 zufriedenstellend gewesen. Finanzierungsquellen wa-
ren Aufträge aus dem Kreis der Anstaltsträger. Die Anstalt hat über eine ausreichende Liqui-
dität verfügt.
Die Eigenkapitalquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr wegen der höheren Bilanzsumme
(+TEUR 7.585), insbesondere aufgrund von erhöhten Geldmitteln (+TEUR 3.160) sowie von
erhöhten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+TEUR 4.007), auf 13,6 %
(31.12.2020: 21,5 %) verringert.
Der Finanzmittelbestand (Bankguthaben, Kassenbestand) beträgt TEUR 10.347
(31.12.2020: TEUR 7.187).
Die Liquidität 2. Grades beträgt 101,9 % (Vorjahr: 98,7 %)
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d-NRW AöR
195 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
c) Ertragslage
Die Ertragslage hat im Wirtschaftsjahr 2021 in engem Zusammenhang mit dem Geschäfts-
betrieb in den Produktbereichen Online Zugangsgesetz, Wirtschafts -Service-Portal, Öffent-
liches Auftragswesen, E-Rechnung, nrwGOV, Förderprogrammcontrolling, Landesredaktion
FIM, Serviceportal NRW, Digitales Archiv, Online Sicherheitsprüfung, PfAD, Meldeportal und
KiBiz.web sowie den Beratungsleistungen im Bereich der Landesverwaltung gestanden.
Diese Bereiche haben sich positiv entwickelt.
Für das Geschäftsjahr 2021 wird ein Jahrese rgebnis von TEUR 0 ausgewiesen. Nach § 11
Abs. 2 Errichtungsgesetz d-NRW AöR erhebt die Anstalt für ihre Leistungen kostendeckende
Entgelte. Die Erzielung von Gewinn ist nicht Zweck der Anstalt.
Für den Fall von Kostenüberdeckungen ist grundsätzlich von ei ner Ausgleichsverpflichtung
auszugehen. Dieser Ausgleichsverpflichtung ist zunächst- soweit möglich- auftragsindividu-
ell nachzukommen. Sofern dies nicht möglich ist, resultiert aus § 11 Abs. 2 Errichtungsgesetz
d-NRW AöR die grundsätzliche Verpflichtung, i n einem Geschäftsjahr insgesamt entste-
hende Kostenüber- oder -unterdeckungen bei der Entgeltgestaltung zukünftiger Geschäfts-
jahre entgeltmindernd (Kostenüberschreitung) bzw. entgelterhöhend (Kostenunterdeckung)
zu berücksichtigen.
Die Umsatzerlöse setzen s ich zusammen aus Projekterlösen, Dienstleistungen und übrige
Umsatzerlöse.
Die Materialaufwendungen betreffen im Wesentlichen Leistungen von Subunternehmern für
Programmierleistungen. Die Fremdleistungen sind um +TEUR 22.567 auf TEUR 47.342 ge-
stiegen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen TEUR 637 (Vorjahr: TEUR 736) betreffen vor al-
lem die allgemeinen Kosten im Zusammenhang mit dem Dienstbetrieb der weiterhin stark
im Wachstum befindlichen Anstalt-z.B. Telefonkosten TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 11), Raum-
miete TEUR 185 (Vorjahr: TEUR 185), Fortbildungskosten TEUR 62 (Vorjahr: TEUR 22),
Rechts-und Beratungskosten TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 74), Arbeitssicherheit/ -medizin
TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 3), Abschluss- und Prüfungskosten TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 25),
Buchführungskosten TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 28 sowie Aufwand für Gewährleistungen
TEUR 73 (Vorjahr: TEUR 74).
Bei den Zinsaufwendungen TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 31)- ausgewiesen im Finanzergebnis-
handelt es sich um Verwahrgeld.
Wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
a) Chancen
Hinsichtlich der Umsatz- und Auftragsentwicklung ist die durch die Rechtsformänderung zur
AöR die noch engere Bindung an das Land NRW sowie die größere Nähe zu den kommu-
nalen Trägern nebst der zugehörigen IT-Dienstleister erneut besonders hervorzuheben. Eine
wesentliche Chance der Anstalt liegt damit in ihrer Verankerung im kommunal -staatlichen
Umfeld. An der Schnittstelle von Land und Kommunen kann die d-NRW AöR öffentliche Auf-
gaben im Bereich der kommunal-staatlichen Zusammenarbeit übernehmen und hierfür Auf-
träge sowohl von Landesseite als auch von kommunaler Seite erwarten. Exemplarisch ist
insoweit die neue Rolle der Anstalt als sog. „Kommunalvertreter.NRW“. Die d-NRW AöR ist
damit die zentrale Anlaufstelle der Kommunen für nachnutzbare Online-Dienste im Rahmen
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d-NRW AöR
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 196
des Onlinezugangsgesetzes (OZG) und sorgt für die rechtliche und organisatorische Ab-
wicklung des Leistungsaustausches. Weitere Chancen, sich im verwaltungsübergreifenden
Umfeld zukünftig noch stärker zu etablieren , werden sich voraussichtlich durch die mit der
Änderung des Errichtungsgesetzes verbundenen Möglichkeit, der Anstalt strategische Digi-
talisierungsaufgaben exklusiv per Rechtsverordnung zu übertragen, ergeben. Damit wird
sich die d-NRW AöR noch stärker in die digitale Transformation einbringen können.
b) Risiken
Unwägbarkeiten ergeben sich im Geschäftsbetrieb der Anstalt weiterhin dadurch, dass in
der neuen Rechtsform für Leistungen kostendeckende Entgelte zu erheben sind, d. h. die
Erzielung von Gewinn nicht Zweck der Anstalt ist. Insoweit wurde, wie mit der Aufsichtsbe-
hörde vereinbart, eine Rückstellung für Ausgleichsverpflichtungen aufgrund von Kostenüber-
deckungen gebildet.
Grundsatzentscheidungen zum E -Government auf Bundes - und Landesebene können die
Entwicklungsperspektiven beeinträchtigen, wenn damit erhebliche Verzögerungen für Auf-
tragserteilungen einhergehen. Perspektive Unwägbarkeiten können zudem durch die nord-
rhein-westfälischen Landtagswahlen im Mai 2022 entstehen, deren Ausgang auch für die
weitere Digitalisierung der Verwaltung in NRW bedeutsam sein wird.
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung
Herr Dr. Roger Lienenkamp
STELLVERTRETUNG GESCHÄFTSFÜHRUNG
Herr Markus Both
Verwaltungsrat ORDENTLICHE MITGLIEDER
Herr Dirk Brügge Rhein-Kreis-Neuss
Frau Simone Dreyer MAGS NRW
Frau Dr. Helma Hagen MWIDE NRW
Frau Lee Hamacher MKFFI NRW
Frau Katharina Jestaedt IM NRW
Frau Diane Jägers MHKBG NRW
Herr Sebastian Kopietz Stadt Bochum
Herr Dr. Marco Kuhn Landkreistag NRW
Herr Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke MWIDE NRW
Herr Dr. Heinz Oberheim FM NRW
Herr Andreas Wohland Städte &
Gemeindebund
NRW
Herr Harald Zillikens Stadt Jüchen
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d-NRW AöR
197 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
STELLVERTRETENDE MITGLIEDER
Herr Karim Ahajliu Landkreistag NRW
Herr Dr. Bernhard Baumann Gemeinde
Neunkirchen
Herr Dr. Markus Brakmann MWIDE NRW
Herr Dr. Jörg Flüs IM NRW
Frau Dagmar Friedrich MKFFI NRW
Herr Eckhard Grah FM NRW
Frau Annekathrin Grehling Stadt Aachen
Herr Andreas Happe MHKBG NRW
Herr Mike-Sebastian Janke Kreis Unna
Herr Stefan Keßen Stadt Hagen
Bgm Herr Jorma Klauss Gemeinde Roetgen
Frau Mareike Klinken MWIDE NRW
Frau Petra Köster MAGS NRW
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Geschäftsführung
Roger Lienenkamp 140.347
Markus Both 119.817
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwal-
tungsräten nach Geschlecht
Gemäß § 12 Absatz 6 des Gesetzes über die Gleichstellung von Frauen und Männern für
das Land Nordrhein -Westfalen (Landesgleichstellungsgesetz – LGG) ist die Öffentlichkeit
über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwaltungsräten nach Geschlecht regelmä-
ßig in geeigneter Form zu unterrichten.
Dem Aufsichtsgremium in diesem Unternehmen gehören zum 31.12.2020 von den insge-
samt 12 ordentlichen Mitgliedern 5 Frauen an (Frauenanteil: 41,7 %).
Damit wird der im § 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von
40 Prozent erreicht/überschritten.
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Radio Bonn/Rhein-Sieg GmbH & Co. KG
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 198
Radio Bonn/Rhein-Sieg GmbH & Co. KG
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Friedensplatz 2
53721 Siegburg
(0221) 499 67 - 110
(0221) 499 67 - 199
info@hsg-koeln.de
www.radiobonn.de/bonn/rb
Unternehmensgegen-
stand
Gegenstand des Unternehmens ist gemäß § 2 Gesellschafts-
vertrag die Wahrnehmung folgender Aufgaben, die sich aus
dem Landesrundfunkgesetz für den Betrieb lokalen Rundfunks
ergeben: 1. die zur Produktion und zur Verbreitung des lokalen
Rundfunks erforderlichen technischen Einrichtungen zu be-
schaffen und der Veranstaltergemeinschaft zur Verfügung zu
stellen; 2. der Veranstaltergemeinschaft die zur Wahrnehmung
ihrer gesetzlichen und durch Vereinbarung bestimmten Aufga-
ben erforderlichen Mittel in vertraglich bestimmtem Umfang zur
Verfügung zu stellen; 3. für die Veranstaltergemeinschaft den
in § 24 Abs. 4 Satz 1 LRG genannten Gruppen Produktionshil-
fen zur Verfügung zu stellen; 4. Hörfunkwerbung zu verbreiten.
Zweck der Beteiligung Der Rat der Bundesstadt Bonn hat die Beteiligung in einem
Grundsatzbeschluss vom 08.07.1987 beschlossen. Als Grund-
lage des Beschlusses diente das Rundfunkgesetz für das Land
Nordrhein-Westfalen. Der Rat und die Verwaltung waren der
Auffassung, dass die Bundesstadt Bonn von dem im Gesetz
eingeräumten Recht zur vorrangigen Beteiligung an einer Be-
triebsgesellschaft Gebrauch machen sollte. Aus wirtschaftli-
chen und finanztechnischen Überlegungen war es sinnvoll, die
Stadtwerke Bonn zu beauftragen, die Anteile als kommunaler
Träger zu erwerben.
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Radio Bonn/Rhein-Sieg GmbH & Co. KG
199 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Kommanditeinlage _______________________ 511.292 EUR
Komplementäreinlage __________________________ 0 EUR
Gesellschafter KOMMANDITISTEN
Stadtwerke Bonn GmbH ________ 63.900,0 EUR (12,50%)
KOMPLEMENTÄR
Radio Bonn/Rhein-Sieg GmbH
Tochterunternehmen Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 95 111 -16
Umlaufvermögen 2.129 2.279 -150
Rechnungsabgrenzungsposten 6 5 1
Bilanzsumme 2.230 2.394 -165
Passiva
Eigenkapital 511 511 0
Sonderposten - - -
Rückstellungen 298 244 54
Verbindlichkeiten 1.420 1.639 -219
Rechnungsabgrenzungsposten - - -
Bilanzsumme 2.230 2.394 -165
Seite 203 von 430
Radio Bonn/Rhein-Sieg GmbH & Co. KG
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 200
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 3.445 3.222 223
Sonstige betriebliche Erträge 198 34 164
Materialaufwand 2 0 2
Personalaufwand - - -
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
2.340 2.367 -27
Abschreibungen 42 57 -16
Ergebnis vor Ertragssteuern 1.221 800 421
Jahresergebnis 1.045 763 282
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 22,9 21,4 1,5
Eigenkapitalrentabilität (in %) 204,4 149,2 55,2
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 538,4 461,0 77,4
Verschuldungsgrad (in %) 3,4 3,7 -0,3
Umsatzrentabilität (in %) 30,3 23,7 6,6
Personalbestand - - -
Die Gesellschaft beschäftigt keine eigenen Arbeitnehmer.
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Bei der Gesellschaft Radio Bonn/Rhein -Sieg GmbH & Co. KG handelt es sich um eine so-
genannte Betriebsgesellschaft im Sinne des Landesrundfunkgesetzes NRW. Die Betriebs-
gesellschaft ist eine der beiden Säulen im lokalen Rundfunkmodell NRW. Daneben gibt es
als zweite Säule die sogenannte Veranstaltergemeinschaft, ein e.V., der Inhaber der Sende-
lizenz und verantwortlich für die journalistischen Inhalte ist. Die Betriebsgesellschaft trägt die
Kosten der Veranstaltergemeinschaft, insbesondere die Personalkosten der Redaktion und
erhält im Gegenzug im Rahmen eines tauschähnlichen Vorgangs das Vermarktungsrecht für
zweimal 5 Minuten Sendezeit je Stunde. Mit der Vermarktung der 5-minütigen Werbezeiten
Seite 204 von 430
Radio Bonn/Rhein-Sieg GmbH & Co. KG
201 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
hat die Betriebsgesellschaft für das lokale Werbefenster die HSG Hörfunk Service GmbH,
Köln, beauftragt. Das 5-minütige nationale Werbefenster wird vom Mantelprogrammzuliefe-
rer Radio NRW GmbH über die RMS Radio Marketing Service GmbH, Hamburg, vermarktet.
Neben der Vermarktung der Werbezeiten ist die Betriebsgesellschaft für die Bereitstellung
der Sende- und Übertragungstechnik, das Marketing und allgemeine Verwaltungsaufgaben
verantwortlich. Auch für diese Aufgaben hat die Betriebsgesellschaft einen Dienstleistungs-
vertrag mit der HSG Hörfunk Service GmbH geschlossen.
Der Werbemarkt in Deutschland lag im Jahr 2021 insgesamt über Vorjahresniveau. Die Gat-
tung Radio erzielte 2021 bei den Bruttowerbeerlösen einen leichten Umsatzverlust von -0,7
%.
Die Werbeumsätze steigen in Summe von TEUR 3.222 in 2020 auf TEUR 3.445 in 2021
(+6,9 %). Hiervon entfallen auf die lokalen und regionalen Werbeumsätze aus der Vermark-
tung der HSG Hörfunk Service GmbH TEUR 1.950 (Vorjahr TEUR 2.009). Die Vertriebspro-
visionen des Mantelprogrammzulieferers Radio NRW GmbH sind von TEUR 1.110 im Vor-
jahr um TEUR 273 (+24,6 %) auf TEUR 1.384 gestiegen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sinken zum Vorjahr um TEUR 105 ( -4,4 %) auf
TEUR 2.262.
Die Betriebsgesellschaft Radio Bonn/Rhein-Sieg schließt das Geschäftsjahr 2021 mit einem
Jahresüberschuss von TEUR 1.045. Das für 2021 mit TEUR 331 geplante Ergebnis wird um
TEUR 714 überschritten.
Mit einem Eigenkapital von TEUR 511 liegt die Eigenkapitalquote zum 31.12.2021 bei 22,9
%.
Chancen und Risiken
Die Ergebnisse des Senders sind stark abhängig zum einen von den erzielten Werbeerlösen
und zum anderen von den Hörer-Reichweiten als Grundlage der Vertriebsprovision von Ra-
dio NRW. Immer mehr Wettbewerber konkurrieren um die Werbe-Etats der Kunden (Digital-
vermarktung). Zudem ändert sich das Mediennutzungsverhalten, besonders in der jungen
Zielgruppe (14-29 Jahre). Hier halbieren sich teilweise in der Gattung Hörfunk innerhalb ei-
nes Jahres die Hörerzahlen. Hierdurch schwanken die für die Auszahlung der Vertriebspro-
vision anzusetzenden Hörer-Reichweiten aus den E.M.A.-Messungen im März eines Jahres
immer stärker und können zu Erlösrisiken führen.
Mögliche Risiken für die Umsatzentwicklung in 2022 sind ein länger dauernder Krieg in der
Ukraine und die damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen durch Liefereinschränkungen
sowie das Entstehen einer neuen Mutante des Corona-Virus mit den daraus resultierenden
Beschränkungen.
Seite 205 von 430
Radio Bonn/Rhein-Sieg GmbH & Co. KG
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 202
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung MITGLIEDER
Herr Dietmar Henkel
(ab 31.12.2021)
Herr Uwe Peltzer
(ab 31.12.2021)
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwal-
tungsräten nach Geschlecht
Gemäß § 5 Abs. 1, Satz 1 LGG ist die Erstellung eines Gleichstellungsplans erst bei einer
Beschäftigtenzahl von mindestens 20 erforderlich.
Seite 206 von 430
Radio Bonn/Rhein-Sieg GmbH & Co. KG
203 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Seite 207 von 430
Das Beteiligungsportfolio
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 204
6.4.5 Messen/Veranstaltungshallen
Seite 208 von 430
Das Beteiligungsportfolio
205 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Seite 209 von 430
Bonn Conference Center Management GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 206
Bonn Conference Center Management GmbH
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Platz der Vereinten Nationen 2
53113 Bonn
(0228) 92 67 - 0
(0228) 92 67 - 2119
info@worldccbonn.com
www.worldccbonn.de
Unternehmensgegen-
stand
Gegenstand des Unternehmens ist der im öffentlichen Inte-
resse (insbesondere: Sicherung und Förderung der kulturellen
Betreuung der Einwohner und Stärkung des Standortes Bonn)
stehende Betrieb von Einrichtungen und Veranstaltungsstätten
im ehemaligen Regierungsviertel Bonn für eigene oder fremde
Rechnung.
Dies umfasst den Betrieb des WorldCCBonn und der
Beethovenhalle Bonn auf der Grundlage der mit der Bun-
desstadt Bonn geschlossenen Betriebsführungsverträge. Bei
dem Betrieb dieser Veranstaltungsstätten ist einer an den Inte-
resssen aller Bevölkerungskreise orientierten Nutzung Rech-
nung zu tragen.
Zweck der Beteiligung Der Rat der Bundesstadt Bonn hat mit Grundsatzbeschluss
vom 18.02.2010 die Überführung des Betriebs der sogenann-
ten Bestandsbauten in kommunale Trägerschaft beschlossen
und die Verwaltung beauftragt.
Mit dem Abschluss der Betriebsführungsverträge zwischen der
Stadt Bonn und der BonnCC sowie der Unterzeichnung des
Kaufvertrages über den Betriebsteil Kongressbetrieb zwischen
dem Insolvenzverwalter der WCCB Management GmbH und
der BonnCC Ende August 2010 wurden die Voraussetzungen
für einen planmäßigen Betriebsübergang auf die städtische
Betreibergesellschaft zum 01.09.2010 geschaffen.
Der Kongressbetrieb für das Konferenzzentrum sowie die
Beethovenhalle wird somit seit dem 01.09.2010 durch die
Bonn Conference Center Management GmbH, wahrgenom-
men.
Seite 210 von 430
Bonn Conference Center Management GmbH
207 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital ___________________________ 25.000 EUR
Gesellschafter Bundesstadt Bonn _____________ 25.000,0 EUR (100,00%)
Tochterunternehmen Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen - - -
Umlaufvermögen 3.638 2.373 1.265
Rechnungsabgrenzungsposten 119 122 -3
Bilanzsumme 3.757 2.495 1.262
Passiva
Eigenkapital 84 78 6
Sonderposten - - -
Rückstellungen 70 72 -2
Verbindlichkeiten 3.600 2.345 1.255
Rechnungsabgrenzungsposten 3 - 3
Bilanzsumme 3.757 2.495 1.262
Seite 211 von 430
Bonn Conference Center Management GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 208
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 89 78 11
Sonstige betriebliche Erträge 8.933 7.886 1.047
Materialaufwand 3.977 2.706 1.272
Personalaufwand 1.863 1.904 -41
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
3.093 3.276 -184
Abschreibungen - - -
Ergebnis vor Ertragssteuern 89 78 11
Jahresergebnis 59 53 6
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 2,2 3,1 -0,9
Eigenkapitalrentabilität (in %) 70,4 68,0 2,4
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) - - -
Verschuldungsgrad (in %) 43,5 30,9 12,6
Umsatzrentabilität (in %) 67,1 68,1 -1,0
Personalbestand 31 34 -3
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Die Gesellschaft ist in einem Geschäftsbereich – Betrieb des WorldCCBonn tätig. Der zweite
Geschäftsbereich – Betrieb der Beethovenhalle Bonn – ist seit dem 01. September 2016 bis
zum Abschluss der Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen ruhend gestellt. Ba-
sis für die Tätigkeit sind zwei Betriebsführungsverträge, gemäß denen die Gesellschaft den
kaufmännischen, technischen und operativen Betrieb im eigenen Namen auf Rechnung der
Bundesstadt Bonn führt (sog. unechte Betriebsführung).
Das Geschäftsjahr 2021 wurde durch die Corona-Pandemie wie schon im Vorjahr 2020 stark
beeinträchtigt. Das Veranstaltungsgeschäft konnte über Monate nicht oder digital nur stark
eingeschränkt durchgeführt werden. Im Haupt- und im Plenargebäude wurden insgesamt 35
Veranstaltungen (Vorjahr 45) durchgeführt, dabei handelte es sich um digitale, hybride und
Seite 212 von 430
Bonn Conference Center Management GmbH
209 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Corona bedingt mit eingeschränkter Teilnehmerzahl auch Präsenz-Kongresse, Konferenzen
und Tagungen.
Im Geschäftsbereich Beethovenhalle fanden aufgrund der Sanierungsarbeiten keine Veran-
staltungen statt. Proben und Konzerte des Beethovenorchesters und das beethovenfest
2021 wurden zum Teil im Geschäftsbereich des WorldCCBonn durchgeführt.
Die aus dem Geschäftsbereich WorldCCBonn erzielten Einnahmen waren ausreichend, um
die gemäß den Betriebsführungsverträgen entstehenden Ausgaben beider Geschäftsberei-
che zu decken.
Vermögens- und Ertragslage
Da die Gesellschaft ausschließlich im Rahmen der Betriebsführungsverträge tätig ist, verfügt
sie über kein eigenes Anlagevermögen.
Die Corona-Pandemie wirkte sich auch im Jahr 2021 auf die Ertragslage der Gesellschaft
negativ aus. Trotz deutlich geringer An zahl an durchgeführten Veranstaltungen erzielte die
Gesellschaft dennoch höhere Umsätze. Ursächlich waren veranstaltungsbedingt höhere
Aufwendungen, die ihrerseits für die Berechnung des Betriebsführungsentgeltes maßgeblich
sind. Die Gesellschaft hat aus i hrer Tätigkeit der Betriebsführung WorldCCBonn ein Be-
triebsführungsentgelt in Höhe von 88,7 TEUR erhalten. Die der Gesellschaft durch die Be-
triebsführung entstandenen zahlungswirksamen Aufwendungen wurden vollumfänglich er-
stattet. Die Kostenerstattungen sind unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.
Risiko- und Chancenbericht
Infolge des der Geschäftsaktivität zugrundliegenden Betriebsführungsmodells – unechte Be-
triebsführung – sind wirtschaftliche Risiken, insbesondere bestandsgefährdende Risiken, so-
lange nicht absehbar, wie die mit der Bundesstadt Bonn geschlossenen Betriebsführungs-
verträge wirksam sind. Gemäß den Betriebsführungsverträgen stellt die Gesellschaft der
Bundesstadt Bonn ihre auszahlungswirksamen Aufwendungen in Rechnung.
Für die Zusammenarbeit mit der UN im Veranstaltungsbereich gibt es derzeit keine vertrag-
liche Basis. Eine weitgehend ausformulierte Rahmenvereinbarung war infolge des Wechsels
in der hiesigen Klimaschutzreferatsführung nicht zur Unterzeichnung gekommen, gleichwohl
wurden die Gespräche zwischenzeitlich wiederaufgenommen.
Die Geschäftsführung erwartet für die Geschäftsjahre 2023ff normalisierte Umsätze im Ge-
schäftsbereich WorldCCBonn.
Prognosebericht
Der Geschäftsbereich Beethovenhalle ist wegen Renovierungsarbeiten geschlossen, daher
sind Umsätze aus diesem Geschäftsbereich voraussichtlich bis 2024 nicht möglich.
Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Prognoseberichtes sind die Auswirkungen der Corona -
Pandemie auf die wirtschaftliche Lage im Allgemeinen und auf die für die Gesellschaft rele-
vanten Märkte nicht abschließend einschätzbar.
Der Umfang der wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine-Krieges durch die vereinbarten
Sanktionen, die Unterbrechung von Produktions -und Lieferketten sowie die weiteren kon-
junkturellen Konsequ enzen (z.B. Energiepreis - und Zinsentwicklungen) lassen sich noch
nicht quantifizieren.
Seite 213 von 430
Bonn Conference Center Management GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 210
Aufgrund der Betriebsführungsverträge ist jedoch sichergestellt, dass alle zahlungswirksa-
men Aufwendungen der Gesellschaft vollumfänglich von der Bundesstadt Bonn ersta ttet
werden.
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung MITGLIEDER
Herr Dr. Michael Kleine-Hartlage
Aufsichtsrat VORSITZ
Frau Dr. Annette Standop (GRÜNE)
(ab 21.01.2021)
Bundesstadt Bonn
STELLVERTRETUNG VORSITZ
Herr Dr. Klaus-Peter Gilles (CDU)
(bis 20.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Frau Magdalena Möhlenkamp (SPD)
(ab 24.06.2021)
Bundesstadt Bonn
MITGLIEDER
Frau Katja Dörner (GRÜNE)
(bis 20.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Frau Magdalena Möhlenkamp (SPD)
(ab 21.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Frau Margarete Heidler
(ab 21.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Herr Christoph Jansen (CDU)
(ab 21.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Frau Christiane Overmans (CDU)
(bis 20.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Herr Dieter Schaper (SPD)
(bis 20.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Herr Holger Schmidt (DIE LINKE)
(bis 20.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Herr Johannes Schott (BBB)
(ab 21.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Frau Dr. Annette Standop (GRÜNE)
(bis 20.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Frau Karin Willnauer (DIE LINKE)
(ab 21.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Gesellschafterver-
sammlung
MITGLIEDER
Herr Andreas Koch
Stellvertretung
Frau Ruth Bartsch
Seite 214 von 430
Bonn Conference Center Management GmbH
211 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Geschäftsführung
Michael Kleine-Hartlage 60.000
Aufsichtsrat
Annette Standop 577
Magdalena Möhlenkamp 289
Margarete Heidler 206
Christoph Jansen 247
Johannes Schott 289
Karin Willnauer 289
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwal-
tungsräten nach Geschlecht
Gemäß § 12 Absatz 6 des Gesetzes über die Gleichstellung von Frauen und Männern für
das Land Nordrhein -Westfalen (Landesgleichstellungsgesetz – LGG) ist die Öffentlichkeit
über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwaltungsräten nach Geschlecht regelmä-
ßig in geeigneter Form zu unterrichten.
Dem Aufsichtsgremium in diesem Unternehmen gehören von den insgesamt 12 Mitgliedern
7 Frauen an (Frauenanteil: 58,33 %).
Damit wird der im § 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von 40
Prozent erreicht/überschritten.
Seite 215 von 430
Das Beteiligungsportfolio
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 212
6.4.6 Öffentlicher Personennahverkehr
Seite 216 von 430
Das Beteiligungsportfolio
213 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Seite 217 von 430
Auto-Schnellfähre Bad Godesberg-Niederdollendorf GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 214
Auto-Schnellfähre Bad Godesberg-Niederdollendorf GmbH
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Godesberger Allee 105-107
53175 Bonn
(0228) 36 22 37
(0228) 36 22 84
asfgmbh@web.de
Unternehmensgegen-
stand
Gegenstand des Unternehmens ist die Beförderung von Per-
sonen und Fahrzeugen im öffentlichen Nahverkehr
vom linken an das rechte Rheinufer und umgekehrt
sowie
in der Längsschifffahrt
mit Motorbooten, insbesondere Fähren.
Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Geschäfte vorzunehmen,
die der Auslastung der vorhandenen Transportkapazitäten
dienen.
Zweck der Beteiligung Die Bundesstadt Bonn hält ihre Beteiligung an der Gesellschaft
aufrecht, um im Falle einer Aufgabe der Geschäftstätigkeit der
Lux-Werft und Schiffahrt GmbH weiterhin die Beförderung von
Personen, Fahrzeugen und Lasten über den Rhein zu ermög-
lichen und die Verkehrsbelastung der bestehenden Rheinbrü-
cken zu verringern.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital __________________________ 133.000 EUR
Gesellschafter Bundesstadt Bonn ______________ 99.500,0 EUR (74,81%)
Stadt Königswinter ______________ 33.500,0 EUR (25,19%)
Tochterunternehmen Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
FINANZDATEN
Seite 218 von 430
Auto-Schnellfähre Bad Godesberg-Niederdollendorf GmbH
215 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 556 615 -59
Umlaufvermögen 65 43 22
Rechnungsabgrenzungsposten 1 - 1
Bilanzsumme 622 658 -36
Passiva
Eigenkapital 302 313 -11
Sonderposten - - -
Rückstellungen 318 341 -22
Verbindlichkeiten 1 4 -3
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0 0
Bilanzsumme 622 658 -36
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 0 0 0
Sonstige betriebliche Erträge 16 17 0
Materialaufwand - - -
Personalaufwand - - -
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
25 39 -14
Abschreibungen - - -
Ergebnis vor Ertragssteuern -11 -30 19
Jahresergebnis -11 -30 19
Seite 219 von 430
Auto-Schnellfähre Bad Godesberg-Niederdollendorf GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 216
KENNZAHLEN Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 48,6 47,6 1,0
Eigenkapitalrentabilität (in %) -3,6 -9,6 6,0
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 54,3 50,9 3,4
Verschuldungsgrad (in %) 1,1 1,1 -0,0
Umsatzrentabilität (in %) -2.412,6 -6.759,1 4.346,5
Personalbestand - 1 -1
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
1. Geschäftsverlauf:
Wie auch in den vergangenen Jahren ist zunächst zu berichten, dass die von der Geschäfts-
führung Anfang 2014 vorgeschlagene Pächterin, die Lux -Werft und Schifffahrt GmbH, den
zum 01.07.2014 in Kraft getretenen Pachtvertrag nach wie vor in hervorragender Weise er-
füllt. Auch im Jahr 2021 hat die Pächterin wieder in Schiffe und Anlagen investiert.
Weiterhin stehen uns bei der Wirtschaftsprüfungs - und Steuerberatungsgesellschaft
RENTROP & PARTNER mbB in deren Räumlichkeiten in der Godesberger Allee 105 -107,
53175 Bonn kostenfrei ein Büroraum mit einer Schreibtischanlage zur Verfügung, von dem
der laufende Geschäftsbetrieb abgewickelt wird.
Die Arbeit der Geschäftsführung war im Jahr 2021 neben den allgemeinen Verwaltungsauf-
gaben im Wesentlichen durch die Anlage des Firmenvermögens geprägt, das in 2014 durch
den Verkauf der beiden Fährschiffe „Konrad-Adenauer“ und „Sankt Christophorus II“ sowie
durch den Verkauf in 2016 der beiden Liegenschaften in Bonn und Königswinter erzielt wer-
den konnte.
Mit Gesellschafterbeschluss vom 22.06.2017 wurde ein Betrag von 750 Tsd. bei der DZ Pri-
vatbank, Düsseldorf angelegt. Sinn und Zweck der Geldanlage ist, dass aus den Erträgen
der laufende Geschäftsaufwand und die Verpflichtungen gegenüber der RZVK, zumindest
teilweise gedeckt werden.
2. Erträge. Aufwand und Jahresergebnis:
Aufgrund der Verpachtung des Fährbetriebs hat die Gesellschaft in 2021 nur noch geringfü-
gige Einnahmen in Höhe von 452 EUR.
Aus den angelegten Wertpapieren haben sich in 2021 Erträge von rd. 14 Tsd. ergeben. Diese
resultieren zum einen aus Zins - und Dividendenerträgen von rd. 8 Tsd. EUR sowie einem
Gewinn aus dem Verkauf von Wertpapieren von rd. 6 Tsd. EUR. Dagegen stehen Verluste
aus dem Verkauf von Wertpapieren von ca. 7 Tsd. EUR. In 2021 war keine weitere Abschrei-
bung aufgrund von dauernden Kursrückgängen bei den festverzinslichen Wertpapieren vor-
zunehmen, da die Abschreibung der Vorjahre die Wertminderung auf den Kurswert zum
31.12.2021 abdeckt.
Seite 220 von 430
Auto-Schnellfähre Bad Godesberg-Niederdollendorf GmbH
217 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Eine Zuschreibung bei den festverzinslichen Wertpapieren konnte nicht vorgenommen wer-
den, da weiterhin eine voraussichtliche dauernde Wertminderung vorliegt. Da diese Wertpa-
piere unter Einbeziehungen der Erwerbsnebenkosten zu einem Preis oberhalb des Ne nn-
werts erworben wurden, am Fälligkeitstag jedoch nur mit dem Nennwert eingelöst/zurück-
gezahlt werden, verlieren die Papiere bis zu ihrer Fälligkeit schrittweise den Betrag an Wert,
den der Kaufpreis den Nennwert übersteigt.
Aus der Veränderung der Rückste llung für die RZVK -Umlage resultiert 2021 ein Ertrag in
Höhe von 21,8 Tsd. EUR, der sich aus einer Auflösung der Rückstellung für den Personal-
kostenaufwand (32,5 Tsd. EUR) und einem Zinsaufwand aus der Abzinsung der Rückstel-
lung (10,7 Tsd. EUR) zusammenset zt. Die Umlagezahlung 2021 an die RZVK, die in der
Veränderung der Rückstellung enthalten ist, belief sich dabei auf 22,6 Tsd. EUR.
Die Betriebsausgaben beinhalten außerdem Kosten für Buchhaltung, Jahresabschluss und
Steuererklärung in Höhe von rd. 7 Tsd. EUR, Kosten für die Verwaltung des Wertpapierde-
pots von rd. 6 Tsd. EUR sowie allgemeinen Verwaltungskosten von rd. 0,5 Tsd. EUR.
Der Geschäftsführer hat wie in den Vorjahren für seine Tätigkeit eine monatliche Aufwands-
entschädigung von 400 EUR, somit 4.800 EUR für das Jahr erhalten.
3. Vermögens- und Kapitalsituation:
Die Gesellschaft weist infolge des Jahresfehlbetrags 2021 von 11,0 Tsd. EUR zum
31.12.2021 ein Eigenkapital von 302 Tsd. EUR aus gegenüber 313 Tsd. EUR zum
31.12.2020.
Den Verpflichtungen aus der Rückstellung für die Umlageverpflichtung gegenüber der RZVK
von 311,7 Tsd. EUR und den sonstigen kurzfristigen Verpflichtungen von 7,7 Tsd. EUR ste-
hen auf der Aktivseite langfristige Wertpapieranlagen von 556,0 Tsd. EUR sowie Bankgut-
haben von 58,7 Tsd. EUR gegenüber.
4. Aussicht:
Der Geschäftsbetrieb der ASF GmbH muss weiterhin aufrecht erhalten bleiben, weil bei der
Gesellschaft die Fährrechte verbleiben und sie die Verpflichtungen aus dem RZVK -Vertrag
zu erfüllen hat.
Hauptschwerpunkt der Geschäftsführungstätigkeit im Jahr 2022 wird die Überwachung der
Vermögensanlage bei der Bank sowie die Korrespondenz mit der RZVK sein. Daneben hat
u.a. noch die Abwicklung der Verwaltungsvorgaben der Eigentümerkommunen zu erfolgen.
Grundlegende Veränderungen sind im Jahr 2022 und den Folgejahren nicht zu erwarten.
Die Ertragslage hängt bei konstant erwarteten Kosten von den Zins- und Dividendenerträgen
der durch die DZ Privatbank gemanagten Wertpapieranlagen ab.
Die Corona-Pandemie hat die Kurswerte der Wertpapiere n ach derzeitigem Stand nicht er-
heblich beeinflusst. Denn in der Kursbewertung zum 31.12.2021 der DZ Privatbank sind die
Kurswerte der Aktien deutlich über den Anschaffungskosten, hingegen bei den Kurswerten
der festverzinslichen Wertpapiere ein leichter Rüc kgang gegenüber den Anschaffungskos-
ten zu verzeichnen ist.
Seite 221 von 430
Auto-Schnellfähre Bad Godesberg-Niederdollendorf GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 218
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung
Herr Uwe-Karsten Staeck
Gesellschafterver-
sammlung
VORSITZ
Frau Margarete Heidler Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Christof Schumacher
1. STELLVERTRETUNG VORSITZ
Herr Karl-Willi Weck
(bis 24.01.2021)
Stadt Königswinter
Stellvertretung
Herr Rüdiger Ratzke
MITGLIEDER
Herr Torsten Funken
(ab 01.02.2021)
Stadt Königswinter
Frau Anne-Dore Holl (GRÜNE) Stadt Königswinter
Herr Peter Wirtz Stadt Königswinter
Stellvertretung
Käm. Herr Dirk Käsbach
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Geschäftsführung
Uwe-Karsten Staeck 4.800
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwal-
tungsräten nach Geschlecht
Gemäß § 12 Absatz 6 des Gesetzes über die Gleichstellung von Frauen und Männern für
das Land Nordrh ein-Westfalen (Landesgleichstellungsgesetz – LGG) ist die Öffentlichkeit
über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwaltungsräten nach Geschlecht regelmä-
ßig in geeigneter Form zu unterrichten.
Die Gesellschaft verfügt über keinen Aufsichtsrat.
Seite 222 von 430
Auto-Schnellfähre Bad Godesberg-Niederdollendorf GmbH
219 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Seite 223 von 430
Elektrische Bahnen der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises - SSB - GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 220
Elektrische Bahnen der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises - SSB
- GmbH
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Theaterstrasse 24
53111 Bonn
(0228) 711 - 1
(0228) 711 - 2770
info@stadtwerke-bonn.de
www.stadtwerke-bonn.de
Unternehmensgegen-
stand
Gegenstand des Unternehmens ist der Bau und/oder Betrieb
des öffentlichen Schienenpersonennahverkehrs nach den Ei-
senbahngesetzen oder dem PBefG in den jeweils gültigen Fas-
sungen, der Betrieb von Omnibuslinien oder sonstigem Linien-
verkehr sowie die Erbringung von hierauf bezogenen Leistun-
gen auf dem Gebiet der Bundesstadt Bonn und des Rhein -
Sieg-Kreises sowie unter Berücksichtigung des Liniennetzes
der SSB.
Zweck der Beteiligung Mit der Beteiligung an der SSB wird die Bereitstellung und Un-
terhaltung eines ausreichenden Verkehrsangebotes im Stadt-
gebiet Bonn und den angrenzenden Kommunen des Rhein -
Sieg-Kreises, insbesondere durch das Betreiben der Straßen-
bahnlinie 66, die den Rhein -Sieg-Kreis mit der Bundesstadt
Bonn verbindet, sichergestellt.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital __________________________ 500.000 EUR
Gesellschafter Stadtwerke Bonn Verkehrs-
GmbH _______________________ 250.500,0 EUR (50,10%)
Rhein-Sieg-Kreis _______________ 249.500,0 EUR (49,90%)
Tochterunternehmen Regionalverkehr Köln GmbH _______ 89.500,0 EUR (2,50%)
Seite 224 von 430
Elektrische Bahnen der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises - SSB - GmbH
221 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 24.922 20.703 4.219
Umlaufvermögen 5.736 7.220 -1.484
Rechnungsabgrenzungsposten - - -
Bilanzsumme 30.658 27.923 2.735
Passiva
Eigenkapital 12.719 12.719 0
Sonderposten - - -
Rückstellungen 2.526 2.898 -372
Verbindlichkeiten 15.260 12.138 3.121
Rechnungsabgrenzungsposten 154 168 -14
Bilanzsumme 30.658 27.923 2.735
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 17.840 18.414 -574
Sonstige betriebliche Erträge 168 445 -277
Materialaufwand 24.044 22.442 1.602
Personalaufwand 7 7 0
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
1.486 2.715 -1.229
Abschreibungen 1.177 1.097 81
Ergebnis vor Ertragssteuern -8.747 -7.457 -1.291
Erträge aus Verlustübernahme 8.751 7.460 1.291
Aufwendungen aus
Gewinnabführung
- - -
Jahresergebnis 0 0 0
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Elektrische Bahnen der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises - SSB - GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 222
KENNZAHLEN Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 41,5 45,6 -4,1
Eigenkapitalrentabilität (in %) 0,0 0,0 0,0
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 51,0 61,4 -10,4
Verschuldungsgrad (in %) 1,4 1,2 0,2
Umsatzrentabilität (in %) 0,0 0,0 0,0
Personalbestand 0 0 0
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Die SSB sorgt mittels der Betriebsführung durch die SWBV durch stetige Anpassung und
Optimierung ihres Leistungsangebotes im Liniennetz sowie permanent durchgeführte „at-
traktivitätssteigernde“ Maßnahmen, auch beim Service und im technischen Umfeld, nach-
haltig für eine Verbesserung des ÖPNV im Bereich der Bundesstadt Bonn, des Rhein-Sieg-
Kreises und der Umgebung.
Die SSB hat als Mitinhaberin der personenbeförderungsrechtlichen Genehmigungen (Kon-
zessionen) die Betriebsführung auf die Stadtwerke Bonn Verkehrs -GmbH übertragen. Sie
gewährt der SWBV dafür einen Kostenausgleich bei einem gleichzeitigen Anspruch auf Wei-
terleitung von Einnahmen der SWBV. Die Höhe dieser Einnahmen beträgt derzeit jährlich
18,57 % der vom VRS der SWBV zugeschiedenen Gesamteinnahmen einschließlich der
gesetzlichen Ausgleichsleistungen nach § 11 a ÖPNVG NRW und § 148 SGB IX.
Die Auswirkungen der anhaltenden Corona-Pandemie auf die Fahrgastzahlen und Einnah-
men machten sich auch im Geschäftsjahr 2021 spürbar bemerkbar. Um die Fahrgäste und
das Personal bestmöglich zu schützen und die Ansteckungsgefahr in den Fahrzeugen, Sta-
tionen und in dem Unternehmen zu minimieren, sind die Sicherheitskonzepte und die Belüf-
tungsmaßnahmen weitergeführt worden. Des Weiteren kamen die Durchsetzung der Mas-
kenpflicht im ÖPNV für Fahrgäste sowie die Kontrolle der Einhaltung dieser Pflicht hinzu.
Der von Bund und Ländern beschlossene Rettungsschirm hat wie 2020 auch 2021 die Ein-
nahmeausfälle der Verkehrsunternehmen kompensiert und somit vor dauerhaften wirtschaft-
lichen Schäden bewahrt. Neben den geringen Ticketverkäufen werden im Ausgleichsbetrag
auch Corona-bedingte Mehr- und Minderaufwendungen berücksichtigt.
Die im Rahmen der Betriebsführung durch die SWBV in 2021 erbrachten Leistungen in Wa-
genkilometer stiegen auf 2,90 Mio. km (Vorjahr 2,75 Mio. km). Ebenso erhöhten sich die
Platzkilometer von 491 Mio. km im Vorjahr auf 518 Mio. km im Berichtsjahr. Ab dem 1. Januar
2021 wurde eine Tarifanpassung im VRS von durchschnittlich 2,5 % (Vorjahr 2,5 %) durch-
geführt.
Die Gesamtleistung ist im Vergleich zum Vorjahr (18.899 T EUR) mit 18.039 TEUR um 860
TEUR gesunken. Die Um satzerlöse sind von 18.414 T EUR im Vorjahr um 574 T EUR auf
17.840 TEUR im Berichtsjahr gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf gesunkene
Umsatzerlöse aus der Weitergabe von Einnahmen von der SWBV zurückzuführen, die mit
17.495 TEUR (Vorjahr 17.965 TEUR) den größten Teil der Umsatzerlöse ausmachen. Die
Seite 226 von 430
Elektrische Bahnen der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises - SSB - GmbH
223 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
sonstigen betrieblichen Erträge sind von 445 TEUR im Vorjahr um 277 TEUR auf 168 TEUR
im Berichtsjahr gesunken. Dies ist wesentlich durch die um 351 T EUR geringeren betriebli-
chen außerordentlichen Erträge zu begründen.
Der Gesamtaufwand ist von 26.263 T EUR im Vorjahr um 455 TEUR auf 26.718 TEUR ge-
stiegen. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Materialaufwand von 22.442 TEUR um 1.602 TEUR
auf 24.044 TEUR gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Aufwendungen für
bezogene Leistungen (1.528 TEUR) zurückzuführen. Ursächlich hierfür waren insbesondere
die um 1.892 TEUR höheren Aufwendungen aus dem Kostenausgleich im Rahmen der Be-
triebsführung. Die auf die Gesamtleistung (abzgl. der sonstigen betrieblichen Erträge) bezo-
gene Materialaufwandsquote beläuft sich auf 134,5 % (Vorjahr 121,6 %). Der Rückgang der
sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 2.714 T EUR im Vorjahr um 1.228 T EUR auf
1.486 TEUR im Berichtsjahr ist im Wesentlichen auf die um 1.400 TEUR geringeren betrieb-
lichen außerordentlichen Aufwendungen zurückzuführen. Hier wurde im Vorjahr die Rück-
stellung für mögliche Rückforderungen von Zuschüssen aufgrund einer laufenden Prüfungs-
maßnahme um 1.400 TEUR erhöht.
Die SSB schließt das Geschäftsjahr mit einem Jahresergebnis (vor Verlustausgleich durch
Einzahlungen der Gesellschafter) von -8.750 TEUR (Vorjahr -7.460 TEUR) ab. Bei einer um
2.736 TEUR gestiegenen Bilanzsumme von 30.658 T EUR (Vorjahr 27.923 TEUR) liegt die
Eigenkapitalquote bei 41,5 % (Vorjahr 45,6 %).
Chancen und Risiken
Die Bundesstadt Bonn hat die Betriebsführerin SWBV bis Mitte Juni 2023 weiterhin mit der
Durchführung des ÖPNV in Bonn betraut. Diese Betrauung umfasst auch die in den Rhein -
Sieg-Kreis ausbrechenden Linienverkehre. Sol lte die Kostenstruktur nicht mehr der eines
durchschnittlich, gut geführten Unternehmens entsprechen, besteht fortlaufend das Risiko,
dass die Ausgleichszahlungen entsprechend reduziert werden. Durch die Lage am Rhein,
insbesondere auf dem Streckenabschnitt der Linie 66 in Königswinter, ist die Durchführung
des Betriebs bei Hochwasser besonders gefährdet. Bereits bei einem Pegel unterhalb des
100-jährigen Hochwassers kann es zu einem größeren Ausfall und technischen Schäden
kommen.
Erste Ergebnisse der Verkehrszählung 2018 liegen vor. Welche Auswirkungen die Verkehrs-
zählung auf die Erlössituation hat, ist noch nicht abschließend bekannt.
Die Corona-Pandemie hat sich vor allem im Rückgang der Fahrgeldeinnahmen bemerkbar
gemacht. Diese wurden durch den ÖPNV-Rettungsschirm des Bundes und der Länder kom-
pensiert. Das mit Beginn der Corona -Pandemie hinzugekommene Risiko, dass einzelne
Werkstattbetriebe in der Gesellschaft sowie der Bus-/Bahnbetrieb nicht vollständig aufrecht-
erhalten werden können, ist so nicht eing etroffen. Der Betrieb konnte weitestgehend auf-
rechterhalten werden.
Mit dem Angriff russischer Truppen auf die Ukraine am 24. Februar 2022 erlebt Europa eine
Zeitenwende. Dies wird deutliche Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft in Europa und ins-
besondere auch auf den Energiesektor haben. Es ist jetzt schon deutlich erkennbar, dass
die Energiekosten und die damit verbundenen Kostenstrukturen aller Gesellschaften im
SWB-Konzern sich dadurch nachhaltig verändern werden. Dies betrifft auch Transportkosten
für alle bezogenen Lieferungen und Leistungen sowie die gesamten Lieferketten.
Seite 227 von 430
Elektrische Bahnen der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises - SSB - GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 224
Veränderte Mobilitäts- und Wertvorstellungen der jüngeren Generation, unterstützt durch
das allgemein wachsende Umweltbewusstsein in der Bevölkerung, bieten in Zukunft neue
Chancen und Perspektiven für einen grünen, wirtschaftlichen Aufschwung und eine nach-
haltigere und saubere Mobilität im Sinne des „Green Deals“ der EU (Reduzierung der Treib-
hausgasemissionen im Verkehrssektor um 90,0 % bis 2050 gegenüber 1990). Durch Inno-
vationen wie intelligente Verkehrssteuerung, datenbasierte Prozessoptimierung und digitaler
Kundenservice, wird der ÖPNV noch umweltverträglicher und attraktiver.
Erstmalig in Deutschland könnte in Bonn eine Seilbahn in den ÖPNV integriert werden. Seil-
bahnen bieten den Fahrgästen viel Komfort und sind im Vergleich zu anderen Verkehrsmit-
teln zuverlässiger, lärm- und emissionsärmer, zudem verbrauchen sie weniger Energie und
sind verhältnismäßig preiswert im Bau. Die Seilbahn soll nach derzeitigem Stand rechtsrhei-
nisch über den Rhein bis zum linksrheinischen, auf dem Venusberg gelegenen Universitäts-
klinikum, verlaufen. Davon würde neben dem Venusberg der gesamt strukturstarke Raum
südlich des Zentrums mit tausenden Arbeitsplätzen profitieren. Die Seilbahn würde eine
wichtige Querverbindung herstellen, links - und rechtsrheinisch verknüpft mit dem städti-
schen Bus- und Schienennetz sowie die Anbindungen an das DB-Netz.
Der Rat der Bundesstadt Bonn hat auf Basis einer positiven gutachterlichen Bewertung be-
schlossen, dass das Projekt in den ÖPNV-Bedarfsplan und den ÖPNV-Infrastrukturfinanzie-
rungsplan des Landes NRW aufgenommen werden soll, damit dafür Fördermittel bewilligt
werden können.
Der NRW-Verkehrsausschuss hat am 09. März 2022 das Projekt „Seilbahn Bonn“ in seiner
Sitzung in den ÖPNV-Bedarfsplan und den ÖPNV-Infrastrukturplan des Landes aufgenom-
men.
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung MITGLIEDER
Herr Björn Bourauel Rhein-Sieg-Kreis
Herr André Seppelt Stadt Bonn /
Stadtwerke Bonn
Gesellschafterver-
sammlung
VORSITZ
Herr Oliver Krauß Rhein-Sieg-Kreis
MITGLIEDER
Herr Rolf Beu (GRÜNE) Bundesstadt Bonn
Herr Dirk Beutel
(ab 21.01.2021)
Rhein-Sieg-Kreis
Herr Ludwig Burgsmüller (CDU)
(bis 19.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Herr Norbert Chauvistré
(bis 19.01.2021)
Rhein-Sieg-Kreis
Frau Friederike Dietsch (GRÜNE)
(ab 21.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Frau Katja Dörner (GRÜNE) Bundesstadt Bonn
Seite 228 von 430
Elektrische Bahnen der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises - SSB - GmbH
225 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Herr Thomas Fahrenholtz (BBB)
(ab 21.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Herr Arno Hospes (CDU)
(ab 21.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Frau Ute Krupp
(bis 19.01.2021)
Rhein-Sieg-Kreis
Herr Dr. Friedrich-Wilhelm Kuhlmann Rhein-Sieg-Kreis
Frau Gabi Mayer (SPD) Bundesstadt Bonn
Herr Bert Moll (CDU)
(bis 19.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Herr Michael Schroerlücke
(ab 21.01.2021)
Rhein-Sieg-Kreis
Herr Ingo Steiner
(bis 19.01.2021)
Rhein-Sieg-Kreis
Herr Frank Thomas (FDP)
(bis 19.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Frau Svenja Udelhoven
(ab 01.01.2021)
Rhein-Sieg-Kreis
Herr Denis Waldästl
(ab 21.01.2021)
Rhein-Sieg-Kreis
STÄNDIGER GAST
Frau Margarete Heidler Bundesstadt Bonn
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Geschäftsführung
Björn Bourauel 5.400
André Seppelt 0
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Seite 229 von 430
Fahrbetrieb Bonn GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 226
Fahrbetrieb Bonn GmbH
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Godesberger Allee 120
53175 Bonn Bonn
(0228) 711 - 4501
(0228) 711 - 4510
info@stadtwerke-bonn.de
www.stadtwerke-bonn.de
Unternehmensgegen-
stand
Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Ver-
kehrsdienstleistungen aller Art im öffentlichen Personen - und
Güterverkehr für den/die Gesellschafter und andere Verkehrs-
unternehmen einschließlich aller dazugehörigen Aufgaben und
Dienstleistungen.
Zweck der Beteiligung Mit der Gründung der Gesellschaft 1999 wurde der schwieri-
gen Situation der Stadtwerke Bonn als kommunalem ÖPNV -
Unternehmen im Wettbewerb mit privaten Anbietern Rechnung
getragen. Die FBG trägt mit ihren Mitarbeitern dazu bei, dass
die SWBV das Leistungsangebot im VRS -Verbund-Linienver-
kehr kostengünstig erbringen kann. Damit wird die Wettbe-
werbsfähigkeit des kommunalen Unternehmens gestärkt, was
letzlich der Siche rung der vorhandenen Arbeitsplätze dient,
aber auch Chancen auf zusätzliche Arbeitsplätze bietet.
Die FBG übernimmt zusammen mit der Muttergesellschaft und
anderen Verkehrsunternehmen, die sich im Verkehrsverbund
Rhein-Sieg-GmbH (VRS) zusammengeschlossen h aben, den
flächendeckenden Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)
als Daseinsfürsorge im Bereich der Bundesstadt Bonn und des
Rhein-Sieg-Kreises. Der öffentliche Zweck wurde damit im
Jahr 2020 erfüllt.
Seite 230 von 430
Fahrbetrieb Bonn GmbH
227 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital ___________________________ 50.000 EUR
Gesellschafter Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH _ 50.000,0 EUR (100,00%)
Tochterunternehmen Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 0 1 -1
Umlaufvermögen 5.106 4.619 487
Rechnungsabgrenzungsposten - - -
Bilanzsumme 5.106 4.620 486
Passiva
Eigenkapital 50 50 0
Sonderposten - - -
Rückstellungen 2.494 2.137 357
Verbindlichkeiten 2.563 2.433 129
Rechnungsabgrenzungsposten - - -
Bilanzsumme 5.106 4.620 486
Seite 231 von 430
Fahrbetrieb Bonn GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 228
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 45.593 42.777 2.816
Sonstige betriebliche Erträge 111 31 79
Materialaufwand 12.938 12.409 530
Personalaufwand 30.436 28.689 1.748
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
2.160 1.718 442
Abschreibungen 1 1 -1
Ergebnis vor Ertragssteuern 168 -9 176
Erträge aus Verlustübernahme - 9 -9
Aufwendungen aus
Gewinnabführung
168 - 168
Jahresergebnis 0 0 0
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 1,0 1,1 -0,1
Eigenkapitalrentabilität (in %) 0,0 0,0 0,0
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 24.630,5 5.952,4 18.678,1
Verschuldungsgrad (in %) 101,1 91,4 9,7
Umsatzrentabilität (in %) 0,0 0,0 0,0
Personalbestand 622 590 32
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Die Fahrgastzahlen im deutschen ÖPNV liegen aktuell, nach inzwischen mehr als zweijäh-
riger Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Beschränkungen, weit hinter dem
Niveau von 2019 zurück. Trotz deutlich weniger Nachfrage wurden nahezu keine Angebots-
einschränkungen bei Bus u nd Bahn umgesetzt. Nach 2020 haben Bund und Länder durch
ihre finanzielle Unterstützung im Rahmen eines Rettungsschirms, auch im Berichtsjahr für
die Branche größeren und nachhaltigen wirtschaftlichen Schaden verhindert.
Die beauftragte Gesamtleistung im Linienverkehr Bus umfasste nach dem Fahrplanwechsel
am 18. Dezember 2020 rd. 9.463 Tkm/Jahr. Nach dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember
Seite 232 von 430
Fahrbetrieb Bonn GmbH
229 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
2021 steigt sie weiter an und beträgt rd. 9.798 Tkm/Jahr. Zusätzlich wurden vom Fahrperso-
nal der FBG im Jahr 2021 kurzfristig diverse Dienste der Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH
(SWBV) im Linienverkehr sowie Zusatzdienste im Rahmen von Baumaßnahmen und Stö-
rungen (Bahnersatzverkehre) übernommen. Weiterhin werden alle Nachtbuslinien im Linien-
netz der SWBV von Mitarbeitern der FBG gefahren.
Die Einsätze wurden mit von der SWBV angemieteten Linienbus sen durchgeführt. Hierbei
wurden im Jahr 2021 rd. 4.732 Tkm mit Normalbussen und rd. 4.713 Tkm mit Gelenkbussen
zurückgelegt. Im Linienverkehr Bahn wurden durch Fahrpersonal der FBG rd. 1.982 Tkm auf
Stadtbahnlinien und rd. 663 Tkm im Straßenbahnliniennetz erbracht. Gelegenheitsverkehr
mit Omnibussen wurde nur noch in geringem Umfang durchgeführt. Eingesetzt wurden von
der Muttergesellschaft angemietete Linienbusse. Insgesamt wurden rd. 6 Tkm zurückgelegt.
Die Gesamtleistung ist im Vergleich zum Vorjahr (42.808 TEUR) mit 45.703 TEUR um 2.895
TEUR gestiegen. Die Umsatzerlöse sind von 42.777 TEUR im Vorjahr auf 45.593 TEUR um
2.816 TEUR gestiegen. Hauptursachen hierfür sind die Mehrleistung aus dem Linienverkehr
Kraftomnibus (37.029 TEUR) und dem Linienverkehr Bahn inkl. Kombifahrer (7.526 TEUR).
Die Umsatzerlöse aus Zusatzleistung sind um 173 TEUR gesunken. Den größten Teil der
Umsatzerlöse machen mit 44.834 TEUR (Vj. 42.008 TEUR) die Umsat zerlöse aus Linien-
verkehr für die Muttergesellschaft aus.
Der Gesamtaufwand belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 45.535 TEUR (Vj. 42.817
TEUR). Der Materialaufwand ist von 12.408 TEUR im Vorjahr auf 12.938 TEUR um 530
TEUR gestiegen und ist im Wesentlichen auf die um 544 TEUR höheren Aufwendungen für
die Fahrzeugstellung durch die SWBV zurückzuführen. Die Kosten sind insbesondere im
Bereich des Personals von 28.689 TEUR im Vorjahr auf 30.436 TEUR um 1.747 TEUR auf-
grund der Einstellung weiterer Mita rbeiterinnen und Mitarbeiter sowie aufgrund von Tarifer-
höhungen gestiegen.
Die FBG schließt das Geschäftsjahr 2021 mit einem Jahresüberschuss von 168 TEUR ab
und liegt damit um 177 TEUR über dem Jahresergebnis des Vorjahres von -9 TEUR. Dies
ist im Wesentlichen auf die um 2.816 T EUR höheren Umsatzerlöse zurückzuführen. Diese
konnten die um 1.747 TEUR gestiegenen Personal - und Materialaufwendungen sowie die
um 442 TEUR höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen kompensieren.
Die Bilanzsumme der FBG ist vo n 4.620 TEUR im Vorjahr um 486 TEUR auf 5.106 TEUR
im Berichtsjahr gestiegen. Die Gesellschaft weist eine Eigenkapitalquote von 1,0 % (Vj. 1,1
%) aus.
Chancen und Risiken
Nach der Leistungsvergabe im Dezember 2021 sieht die FBG die Chance, auch im Jahres-
verlauf 2022 mit zusätzlichen Leistungen im Linienverkehr der SWBV beauftragt zu werden.
Außerdem ist durch anstehende Baumaßnahmen im Straßenbahn-/Stadtbahnliniennetz mit
der Übernahme von Bahnersatzverkehren sowie bei Veranstaltungen in Bonn mit der Durch-
führung von Zusatzfahrten zu rechnen. Wenn sich der Alltag unter neuen Bedingungen - hier
kommt es auf den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie an - schrittweise normalisiert, wird
die Auslastung in Bussen und Bahnen wieder spürbar steigen, nicht zuletzt, weil sich die
Branche als systemrelevant erwiesen und trotz Einbußen das Angebot fast vollständig auf-
rechterhalten hat.
Seite 233 von 430
Fahrbetrieb Bonn GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 230
Mit dem Angriff russischer Truppen auf die Ukraine am 24. Februar 2022 erlebt Europa eine
Zeitenwende. Dies wird deutliche Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft in Europa und ins-
besondere auch auf den Energiesektor haben. Belastet wurde in diesem Zusammenhang
das Unternehmensergebnis durch den deutlichen Anstieg der Energiepreise im zweiten
Halbjahr 2021, der auch zu Beginn des laufenden Jahres 2022 Bestand hat. Die steigenden
Kosten führen zu einem Anstieg der Verrechnungspreise an die SWBV. Ein weiteres mögli-
ches Risiko ist der Anstieg der krankheitsbedingten Fahrerausfälle, die zu einer Reduzierung
der Umsatzerlöse führen kann. Risiken mit den größten potenziellen Schadenshöhen erge-
ben sich aus der gesamtschuldnerischen Haftung für den konzernweiten Cash -Pool sowie
im Verlust des Rahmenvertrags mit der Muttergesellschaft (SWBV).
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung MITGLIEDER
Frau Anja Wenmakers
Gesellschafterver-
sammlung
Aufsichtsrat
MITGLIEDER
Herr André Seppelt
(Gesellschaftervertretung)
Stadtwerke Bonn
Verkehrs-GmbH
Die Gesellschaft verfügt über keinen Aufsichtsrat
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Geschäftsführung
Anja Wenmakers 0
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwal-
tungsräten nach Geschlecht
Gemäß § 12 Absatz 6 des Gesetzes über die Gleichstellung von Frauen und Männern für
das Land Nordrhein -Westfalen (Landesgleichstellungsgesetz – LGG) ist die Öffentlichkeit
über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwaltungsräten nach Geschlecht regelmä-
ßig in geeigneter Form zu unterrichten.
Seite 234 von 430
Fahrbetrieb Bonn GmbH
231 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Vorliegen eines Gleichstellungsplanes nach § 2 Absatz 2 und § 5 LGG
Gemäß § 2 Absatz 2 LGG haben die Gemeinden und Gemeindeverbände beziehungsweise
ihre Vertreterinnen und Vertreter in den Unternehmensgremien bei der Gründung von Unter-
nehmen in Rechtsformen des privaten Rechts in unmittelbarer und mittelbarer Beteiligung
dafür Sorge zu tragen, dass die entsprechende Anwendung des LGG in der Unternehmens-
satzung verankert wird.
Gehört einer Gemeinde oder einem Gemeindeverband allein oder gemeinsam mit anderen
Gebietskörperschaften die Mehrheit der Anteile eines Unternehmens in einer Rechtsform
des privaten Rechts, wirken die Vertreterinnen und Vertreter darauf hin, dass in dem Unter-
nehmen die Ziele des LGG beachtet werden. Dies gilt sowohl für unmittelbare als auch für
mittelbare Beteiligungen. Für Unternehmen, die auf eine Beendigung ihrer Geschäftstätigkeit
ausgerichtet sind, findet § 2 Absatz 2 LGG keine Anwendung.
Die Ziele des Gesetzes zur Gleichstellung von Frauen und Männern für das Land Nordrhein-
Westfalen (Landesgleichstellungsgesetz -LGG) werden in der Gesellschaft beachtet. Der
Gleichstellungsplan nach § 5 LGG befindet sich derzeit in Fortschreibung.
Seite 235 von 430
Regionalverkehr Köln GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 232
Regionalverkehr Köln GmbH
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Theodor-Heuss-Ring 19-21
50496 Köln
(0221) 1637 - 200
(0221) 1637 - 228
rvk-office@rvk.de
www.rvk.de
Unternehmensgegen-
stand
Gegenstand des Unternehmens sind die Durchführung des
Personenverkehrs und hiermit zusammenhängende Nebenge-
schäfte, die der Förderung des Hauptgeschäftes dienen. Die
Gesellschaft darf Zweigniederlassungen errichten und sich an
Unternehmen gleicher oder verwandter Art bet eiligen, solche
Unternehmen gründen oder erwerben.
Bei der RVK handelt es sich um ein Verkehrsunternehmen,
welches sich seit 1996 in kommunaler Trägerschaft befindet.
Gegründet wurde das Unternehmen im Jahre 1976. Es ent-
stand aus einem Zusammenschluss der Bahn- und Post-Om-
nibusdienste. In der Zeit von 1978 bis 1995 gehörte die RVK
der Unternehmensgruppe "Vereinigte Bundesverkehrsbetriebe
GmbH" (VBG) an. Das Verkehrsgebiet erstreckt sich über den
Rheinisch-Bergischen Kreis, Oberbergischen Kreis, Rhein -
Sieg-Kreis, Rhein -Erft-Kreis, Kreis Euskirchen sowie die
Städte Köln, Bonn, Leverkusen, Solingen und Remscheid. Ge-
kennzeichnet ist das Gebiet durch dünn besiedelte Flächenbe-
reiche und Ballungszentren, die über das Liniennetz der RVK
miteinander verknüpft sind.
Neben der Hauptverwaltung bestehen fünf Niederlassungen
(drei linksrheinisch, zwei rechtsrheinisch), von denen aus die
Steuerung der verkehrlichen Belange erfolgt.
Zweck der Beteiligung Am 21.12.1995 beschloss der Rat der Stadt Bonn, dass sich
die Stadtwerke Bonn zum 01.01.1996 an der Regionalverkehr
Köln GmbH beteiligt. Ausschlaggebend für die Übernahme von
Gesellschaftsanteilen war die Überlegung, dass durch die Aus-
dehnung der Kooperation und weiterer Formen der Zusam-
menarbeit mit den im Verkehrsverbund Rhein-Sieg tätigen Ver-
kehrsunternehmen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit der
Seite 236 von 430
Regionalverkehr Köln GmbH
233 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Stadtwerke Bonn und auch zur Angebotsverbesserung für die
Bevölkerung des VRS-Raumes beigetragen wird.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital _________________________ 3.579.200 EUR
Gesellschafter Kreis Euskirchen _______________ 447.400,0 EUR (12,50%)
Kreisholding Rhein-Sieg GmbH ___ 447.400,0 EUR (12,50%)
Rhein-Erft-Kreis _______________ 447.400,0 EUR (12,50%)
Rheinisch-Bergischer-Kreis ______ 447.400,0 EUR (12,50%)
Stadt Köln ____________________ 447.400,0 EUR (12,50%)
Stadtwerke Bonn Verkehrs-
GmbH _______________________ 447.400,0 EUR (12,50%)
Elektrische Bahnen der Stadt
Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises –
SSB - GmbH ____________________ 89.500,0 EUR (2,50%)
Oberbergischer Kreis _____________ 89.500,0 EUR (2,50%)
Stadtverkehr Euskirchen ___________ 89.500,0 EUR (2,50%)
Stadtwerke Brühl ________________ 89.500,0 EUR (2,50%)
Stadtwerke Hürth ________________ 89.500,0 EUR (2,50%)
Stadtwerke Wesseling ____________ 89.500,0 EUR (2,50%)
Tochterunternehmen Regio-Bus-Rheinland GmbH ____ 242.000,0 EUR (100,00%)
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Regionalverkehr Köln GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 234
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 77.330 62.541 14.789
Umlaufvermögen 15.129 10.902 4.227
Rechnungsabgrenzungsposten 851 563 289
Bilanzsumme 93.310 74.005 19.305
Passiva
Eigenkapital 10.309 9.789 521
Sonderposten 14.300 9.353 4.947
Rückstellungen 6.691 7.365 -674
Verbindlichkeiten 61.729 47.174 14.554
Rechnungsabgrenzungsposten 281 324 -43
Bilanzsumme 93.310 74.005 19.305
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 44.384 44.260 124
Sonstige betriebliche Erträge 41.069 33.327 7.742
Materialaufwand 27.293 23.408 3.885
Personalaufwand 40.811 38.730 2.081
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
10.153 9.921 232
Abschreibungen 8.097 5.873 2.224
Ergebnis vor Ertragssteuern -1.451 -915 -536
Jahresergebnis -1.477 -942 -535
Seite 238 von 430
Regionalverkehr Köln GmbH
235 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 11,0 13,2 -2,2
Eigenkapitalrentabilität (in %) -6,0 -4,9 -1,1
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 33,0 32,1 0,9
Verschuldungsgrad (in %) 6,7 5,6 1,1
Umsatzrentabilität (in %) -3,3 -2,1 -1,2
Personalbestand 832 874 -42
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Unverändert betreibt die Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) Linien - und Sonderverkehre
nach § 42 bzw. § 43 Personenbeförderungsgesetz (PBefG) sowie Verkehr nach der Freistel-
lungsverordnung zum PBefG. In erheblichem Umfang werden Leistungen im Auftrag anderer
Verkehrsunternehmen - direkte oder indirekte Gesellschafter der RVK - erbracht. Den sich
verändernden Gegebenheiten des Nahverkehrsmarktes stellt sich die RVK durch umfang-
reiche Projekte.
Die Gesamtfahrleistungen sind im Berichtsjahr 2021 im RVK-Konzern gestiegen und umfas-
sen insgesamt 21,20 Mio. Km (Vorjahr 20,54 Mio. Km). In den einzelnen Verkehrsarten wa-
ren sowohl Zunahmen als auch Rückgänge zu verzeichnen.
Die Veränderung bei den Kilometerleistungen beträgt bei den Linienverkehren nach § 42
PBefG +4,25 % (+621 Tkm) auf insgesamt 15.223 Tkm und bei den Fahrleistungen für an-
dere Verkehrsunternehmen +3,26 % (+146 Tkm) auf insgesamt 4.625 Tkm. Eine Abnahme
hat sich bei den AST-Verkehren ergeben. Diese sind um 9,98 % (-2 Tkm) gesunken. Bei den
TaxiBus-Leistungen ist ebenfalls ein Rückgang zu verzeichnen. Dieser beträgt 9,83 % (-120
Tkm). Im Bereich der Verkehre nach der Freistellungsverordnung ist eine Erhöhung um
105,90 % (+40 Tkm) festzustellen. Leistungen im Bereich der Sonderlinienverkehre nach §
43 PBefG wurden im Geschäftsjahr 2021 nicht mehr erbracht.
Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren des Unternehmens sind die Linienver-
kehre nach § 42 PBefG und die Fahrleistungen für andere Verkehrsunternehmen, da mit
diesen Leistungen rd. 94 % des gesamten Beschäftigungsvolumens generiert werden, sowie
das Betriebsergebnis. Bei den Linienverkehren nach § 42 PBefG ist im Geschäftsjahr 2021
ein Rückgang zu verzeichnen. Dieser beträgt 7,03 % ( -1.528 TEUR) auf insgesamt 20.219
TEUR. Bei den Fahrleistungen für andere Verkehrsunternehmen ist ein Anstieg zu verzeich-
nen. Dieser beträgt 8,74 % (+1.443 TEUR) auf insgesamt 17.958 TEUR. Das Betriebsergeb-
nis ist negativ. Es ergibt sich im Vorjahresvergleich eine Minderung um 161,44 % ( -556
TEUR) auf insgesamt - 901 TEUR.
Bei den nachfolgenden Darstellungen wurden Umsätze, Aufwendungen und Erträge zwi-
schen den in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen eliminiert.
Seite 239 von 430
Regionalverkehr Köln GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 236
Eine Erhöhung in Höhe von insgesamt ca. 124 T EUR auf 44.384 TEUR ergibt sich bei den
Umsatzerlösen (Konzern und Muttergesellschaft jeweils in gleicher Höhe). In den einzelnen
Verkehrsarten sind Zugänge und Rückgänge zu verzeichnen. Diese betragen im Bereich der
Linienverkehre nach § 42 PBefG -7,0 %, bei den Sonderlinienverkehren nach § 43 PBefG
+231,0 %, beim freigestellten Schülerverkehr -14,5 % und bei den Fahrleistungen für andere
Verkehrsunternehmen +8,7 %. Die Rückgänge sind im Wesentlichen durch die Auswirkun-
gen der Corona -Pandemie sowie die Flutkatastrophe in den drei Landkreisen Euskirchen,
Rhein-Sieg-Kreis und Rheinisch-Bergischer Kreis verursacht worden.
Im Zusammenhang mit Corona bedingten Umsatzrückgängen wurden im Berichtsjahr Aus-
gleichszahlungen in Höhe von 1.200 T EUR (Vorjahr 2.718 TEUR) aus dem Covid -19 Ret-
tungsschirm vereinnahmt.
Der Materialaufwand ist auf Konzernebene gegenüber dem Vorjahr um 3.885 TEUR gestie-
gen. Auf der Ebene des Mutterunternehmens ergibt sich ebenfalls eine Steigerung in Höhe
von 3.885 TEUR, welche im Wesentlichen durch entsprechende Zunahmen im Bereich der
Wartungs- und Werkstattleistungen, Auftragsunternehmerleistungen und des Dieseleinkaufs
begründet ist.
Eine Steigerung ergibt sich auf Konzernebene auch bei den Personalkosten. Diese beträgt
insgesamt 1.998 T EUR. Beim Mutterunternehmen ist eine Zunahme um 2.081 TEUR ge-
genüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Eine Betrachtung der im Jahresdurchschnitt beschäf-
tigten Personen ergibt im Konzern eine Steigerung um insgesamt 42 Personen. Dies betrifft
ausschließlich das Mutterunternehmen und ist im Wesentlichen begründet m it der Über-
nahme von Liniengenehmigungen der Kraftverkehr Gebr. Wiedenhoff GmbH & Co. KG
(KGW) im 3. Quartal des Berichtsjahres.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Konzern um 334 T EUR und auf der
Ebene der Muttergesellschaft um 232 T EUR gestiegen. Zinserträge konnten aufgrund der
im Geschäftsjahr 2021 durchgängig zu zahlenden Negativzinsen nicht erwirtschaftet wer-
den.
Das negative Betriebsergebnis 2021 in Höhe von rd. -1.034 TEUR (Mutterunternehmen -901
TEUR) ist u. a. immer noch geprägt von d en Auswirkungen der Corona -Pandemie. Im Fi-
nanzergebnis wird für den Konzern und für das Mutterunternehmen jeweils ein negativer
Wert in Höhe von -417 TEUR ausgewiesen. Dieses Ergebnis ist im Wesentlichen geprägt
durch lfd. Zinszahlungen im Rahmen der beste henden Investitionsdarlehen. Insgesamt
ergibt sich für das Geschäftsjahr 2021 ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 1.477 TEUR (Kon-
zern und Muttergesellschaft jeweils in gleicher Höhe).
Im Vorjahresvergleich ist die Höhe der Bilanzsumme um 19.248 T EUR auf 93.183 TEUR
gestiegen. Bei der Muttergesellschaft ergibt sich eine Steigerung um 19.305 T EUR auf
93.310 TEUR. Unter Berücksichtigung der von den Gesellschaftern in 2021 im Rahmen der
Ergebniskonsolidierung in die Kapitalrücklage geleisteten Zahlungen beträgt die Eigenkapi-
talquote (ohne Sonderposten) des Konzerns 13,09 % (Vorjahr 15,18 %). Beim Mutterunter-
nehmen beträgt die Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten) 13,05 % (Vorjahr 15,14 %).
Chancen und Risiken
Der ÖPNV-Rettungsschirm mit Ausgleich von Fahrgeldverlusten (an die Aufgabenträger zur
Weiterreichung an die RVK) führte auch im Geschäftsjahr 2021 dazu, dass Fahrgeldverluste
Seite 240 von 430
Regionalverkehr Köln GmbH
237 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
weitgehend ausgeglichen werden konnten. Dennoch stellten umfassende Vorsorgemaßnah-
men (verstärkte Home -Office Ressourcen, Hygienemaßnahmen) sowie die Sicherstellung
der Arbeitsabläufe unter Corona-Bedingungen auch weiterhin eine wirtschaftliche Belastung
dar.
Die aufgrund der Ukraine Krise sehr stark gestiegenen Energie - und Kraftstoffpreise führen
seit Februar 2022 zu erhebl ichen Mehrausgaben in diesem Bereich. Insoweit wird es auch
zu entsprechenden Abweichungen im Hinblick auf die Ansätze im Wirtschaftsplan 2022 kom-
men.
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung
Herr Dr. Marcel Frank
Aufsichtsrat VORSITZ
Herr Stephan Santelmann
STELLVERTRETUNG VORSITZ
Herr Andreas Frauenkron
Frau Svenja Udelhoven Rhein-Sieg-Kreis
MITGLIEDER
Herr Achim Blindert Kreis Euskirchen
Herr Uwe Gerbert
Herr Gregor Golland Rhein-Erft-Kreis
Herr Frank Herhaus Elektrische Bahnen
der Stadt Bonn und
des Rhein-Sieg-
Kreises - SSB -
GmbH
Herr Hans-Jürgen Koenig
Herr Bernd Nottbeck Stadt
Bonn/Stadtwerke
Bonn
Herr Ralf Rindermann
Herr Anno Schichler-Koep Stadtwerke Hürth
AöR, Stadtwerke
Wesseling GmbH,
Stadtwerke Brühl
GmbH sowie
Stadtverkehr
Euskirchen GmbH
Herr Andreas Wolter Stadt Köln
Seite 241 von 430
Regionalverkehr Köln GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 238
Gesellschafterver-
sammlung
MITGLIEDER
Herr Tim Hahlen Elektrische Bahnen
der Stadt Bonn und
des Rhein-Sieg-
Kreises - SSB -
GmbH
Herr Bernd Nottbeck Stadtwerke Bonn
GmbH
Herr Hansjörg Spielhoff Stadtwerke Bonn
Verkehrs-GmbH
Stellvertretung
Herr Bernd Nottbeck
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Geschäftsführung
Marcel Frank 228.000
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwal-
tungsräten nach Geschlecht
Dem Aufsichtsgremium der Gesellschaft gehören von den insgesamt 12 Mitgliedern 1 Frau
an (Frauenanteil: 8 %). Damit wird der im § 12 Absatz 1 LGG (Landesgleichstellungsgesetz)
geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von 40 % unterschritten.
Vorliegen eines Gleichstellungsplanes nach § 2 Absatz 2 und § 5 LGG
Die Ziele des Gesetzes zur Gleichstellung von Frauen und Männern für das Land Nordrhein-
Westfalen (Landesgleichstellungsgesetz -LGG) werden in der Gesellschaft beachtet. Das
vorliegen eines Gleichstellungsplan nach § 5 LGG ist nicht bekannt.
Seite 242 von 430
Regionalverkehr Köln GmbH
239 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Seite 243 von 430
Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg mbH i.L. (i.L.)
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 240
Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg mbH i.L. (i.L.)
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Scheidtweilerstrasse 38
50933 Köln
(0221) 5 47 36 20
(0221) 5 47 36 18
srs@srs-koeln.de
Unternehmensgegen-
stand
Gegenstand der Gesellschaft ist bzw. war die Planung, der Bau
und Betrieb einer Stadtbahn im Verkehrsraum Köln - Bonn. Auf
den Teilbereich Betrieb ist verzichtet worden; er wird von den
drei in der Region tätigen kommunalen Schienenverkehrsun-
ternehmen (SWBV, SSB, KVB) durchgeführt.
Einleitung des Liquidationsverfahrens
Aufgrund veränderter Rahmenbedingungen im öffentlichen
Personennahverkehr (ÖPNV) hat sich die wirtschaftliche Ent-
wicklung der Gesellschaft in den letzten Jahren verschlech-
tert.
Die Gesellschafterversammlung hat im Dezember 2007 ein-
stimmig die Auflösung der Gesellschaft mit Wirkung ab dem
01. Januar 2008 beschlossen. Die beiden Geschäftsführer
der Gesellschaft wurden zu Liquidatoren bestellt und beauf-
tragt, alle erforderlichen Schritte einzuleiten.
Die Aufgabe der Liquidatoren ist es, die laufenden Geschäfte
zu beenden und die Gesellschaft geordnet abzuwickeln.
Ab dem 01.01.2009 wurde die Gesellschaft im Wesentlichen
personallos gestellt. Bis auf die beiden Liquidatoren und ei-
nen Prokuristen beschäftigt die Gesellschaft kein eigenes
Personal mehr. Die weiterhin anfallenden verwaltungs- und
zuwendungsrechtlichen Aufgaben werden ab 2009 im Rah-
men eines Geschäftsbesorgungsvertrages durch die KVB und
im geringen Umfang auch durch die SWBV durchgeführt.
Zweck der Beteiligung Die Stadtbahngesellschaft Rhein -Sieg mbH wurde 1974 mit
dem Zweck gegründet, den kommunalen, schienengebunde-
nen öffentlichen Personennahverkehr im Verkehrsgebiet
Rhein-Sieg zu fördern.
Seite 244 von 430
Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg mbH i.L. (i.L.)
241 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Der Rat der Bundesstadt Bonn hatte die Bildung der Gesell-
schaft befürwortet, da eine Neuorganisation des öffentlichen
Nahverkehrs und seiner Verkehrsträger sowie der Aufbau ei-
nes Stadtbahnsystems im Raum Köln - Bonn - Rhein-Sieg-
Kreis für erforderlich gehalten wurde.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital __________________________ 778.240 EUR
Gesellschafter Stadt Köln ____________________ 389.120,0 EUR (50,00%)
Bundesstadt Bonn _____________ 158.720,0 EUR (20,39%)
Stadt Hürth _____________________ 30.720,0 EUR (3,95%)
Stadt Bergisch Gladbach __________ 25.600,0 EUR (3,29%)
Stadt Brühl _____________________ 25.600,0 EUR (3,29%)
Stadt Königswinter _______________ 20.480,0 EUR (2,63%)
Stadt Sankt Augustin _____________ 20.480,0 EUR (2,63%)
Stadt Siegburg __________________ 20.480,0 EUR (2,63%)
Stadt Bad Honnef ________________ 15.360,0 EUR (1,97%)
Stadt Bornheim __________________ 15.360,0 EUR (1,97%)
Stadt Wesseling _________________ 15.360,0 EUR (1,97%)
Gemeinde Alfter _________________ 10.240,0 EUR (1,32%)
Rhein-Erft-Kreis _________________ 10.240,0 EUR (1,32%)
Rhein-Sieg-Kreis _________________ 10.240,0 EUR (1,32%)
Stadt Niederkassel _______________ 10.240,0 EUR (1,32%)
Tochterunternehmen Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
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Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg mbH i.L. (i.L.)
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 242
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen - - -
Umlaufvermögen 204 1.433 -1.229
Rechnungsabgrenzungsposten - - -
Bilanzsumme 11.324 12.567 -1.243
Passiva
Eigenkapital 0 0 0
Sonderposten - - -
Rückstellungen 11.118 11.101 17
Verbindlichkeiten 207 1.466 -1.259
Rechnungsabgrenzungsposten - - -
Bilanzsumme 11.324 12.567 -1.243
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 0 0 0
Sonstige betriebliche Erträge 2 2 0
Materialaufwand - - -
Personalaufwand 19 19 0
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
105 119 -14
Abschreibungen - - -
Ergebnis vor Ertragssteuern -140 -153 14
Jahresergebnis -140 -153 14
Seite 246 von 430
Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg mbH i.L. (i.L.)
243 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 0,0 0,0 0,0
Eigenkapitalrentabilität (in %) - - -
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) - - -
Verschuldungsgrad (in %) - - -
Umsatzrentabilität (in %) - -100.880,7 100.880,7
Personalbestand 3 3 0
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Im Jahr 1974 wurde die Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg mbH gegründet, um den kommu-
nalen schienengebundenen öffentlichen Personennahverkehr im Verkehrsgebiet Rhein-Sieg
zu fördern. Die öffentliche Zwecksetzung der Gesellschaft ist nach dem Gesellschaftsvertrag
die Planung, der Bau und der Betrieb einer Stadtbahn im Verkehrsraum Köln - Bonn. Auf
den Teilbereich Betrieb ist bisher verzichtet worden; dieser wird von den drei in der Region
tätigen kommunalen Schienenverkehrsunternehmen durchgeführt. Aufgrund veränderter
Rahmenbedingungen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) hat sich die wirtsc haftli-
che Entwicklung der Gesellschaft in den letzten Jahren verschlechtert. Die Realisierung der
Investitionen in die Ergänzung, Vervollständigung und Qualitätsverbesserung der bestehen-
den Verkehrsnetze wurde durch die angespannte finanzielle Lage des öff entlichen Sektors
beeinflusst. Die Tatsache, dass sich keine wesentlichen Veränderungen in den nächsten
Jahren und keine neuen Investitions- und Zuschussmaßnahmen abzeichneten, führte dazu,
dass die Gesellschafterversammlung im Dezember 2007 einstimmig die Auflösung der Ge-
sellschaft mit Wirkung ab dem 01. Januar 2008 beschloss. Die beiden Geschäftsführer der
Gesellschaft wurden zu Liquidatoren bestellt und beauftragt, alle erforderlichen Schritte ein-
zuleiten. Die Liquidation wurde zur Eintragung in das Hand elsregister angemeldet und zu
drei verschiedenen Terminen (28.03.2008, 31.03.2008 und 01.04.2008) im Bundesanzeiger
veröffentlicht. Mit der dritten Bekanntmachung begann das Sperrjahr, in dem sich Gläubiger
der Gesellschaft melden können, um eventuelle Ansprüche geltend zu machen. Das Sperr-
jahr endete am 01.04.2009.Die Aufgabe der Liquidatoren ist es, die laufenden Geschäfte zu
beenden und die Gesellschaft geordnet abzuwickeln. Ab dem 01.01.2009 wurde die Gesell-
schaft im Wesentlichen personallos gestellt. Bis auf die beiden Liquidatoren und einen Pro-
kuristen beschäftigt die Gesellschaft kein eigenes Personal mehr. Die weiterhin anfallenden
verwaltungs- und zuwendungsrechtlichen Aufgaben werden ab 2009 im Rahmen eines Ge-
schäftsbesorgungsvertrages durch die Kö lner Verkehrs-Betriebe AG (KVB AG) und im ge-
ringen Umfang auch durch die Stadtwerke Bonn Verkehrs -GmbH (SWBV-GmbH) durchge-
führt. Im Geschäftsjahr 2020 ist die Gesellschaft ihrer ursprünglichen öffentlichen Zweckset-
zung durch die zuschusstechnische Restabwi cklung der Fördermaßnahmen nachgekom-
men.
Seite 247 von 430
Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg mbH i.L. (i.L.)
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 244
Ertrag und Aufwand
Die Umsatzerlöse der Gesellschaft in 2020 resultieren aus der Abrechnung der Resthono-
rare für den Bau der Park & Ride - Anlage und Buswendeanlage am DB -Bahnhof Alfter-
Witterschlick. Sonstigen betrieblichen Erträgen von TEUR 2 stehen Personalaufwendungen
von TEUR 19, sonstige betriebliche Aufwendungen von TEUR 119 sowie Zinsaufwendungen
von TEUR 17 gegenüber. Danach ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von TEUR 153.
Ergebnis
Das Geschäftsjahr 2020 sch ließt mit einem Jahresfehlbetrag von EUR 153.308,44 (i. Vj.
TEUR 177) ab. Unter Berücksichtigung eines Verlustvortrages von TEUR 11.786 und in 2020
eingeforderten Nachschüssen der Gesellschafter von TEUR 27, wird zum 31.12.2020 ein
Bilanzverlust von TEUR 11.912 ausgewiesen. Dieser Verlust übersteigt das Eigenkapital um
TEUR 11.134, die als nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in der Bilanz ausgewie-
sen werden. Zur Abwendung insolvenzrechtlicher Antragspflichten haben sich die Gesell-
schafter auf Vorschlag der Liquidatoren verpflichtet, den Jahresfehlbetrag 2020 bis zu dem
im Wirtschaftsplan angesetzten Betrag (TEUR 166) und den Jahresfehlbetrag 2021 - soweit
dieser das restliche Eigenkapital der Gesellschaft übersteigt - bis zu dem im Wirtschaftsplan
angesetzten Betrag (TEUR 156) durch Nachschüsse gemäß § 7 Abs. (2) bis (4) des Gesell-
schaftsvertrages auszugleichen. Die endgültige Nachschusshöhe wird im Rahmen der Fest-
stellung der Jahresabschlüsse 2020 bzw. 2021 festgelegt. Für den darüber hinausgehenden
Betrag des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags bestehen Rückgriffsmöglichkei-
ten, so dass eine Insolvenz trotz der bilanziellen Überschuldung nicht vorliegt.
Vermögens- und Kapitalstruktur
Die Bilanzsumme erhöhte sich um TEUR 437. Ursache hierfür war im Wesentlichen ein An-
stieg der Bestände im kurzfristigen Vermögens- und Schuldenbereich. Während sich auf der
Aktivseite die flüssigen Mittel um TEUR 308 erhöhten, war auf der Passivseite ein Anstieg
bei den Verbindlichkeiten im Wesentlichen aus e rhaltenen und noch nicht weitergeleiteten
Zuschüssen von TEUR 420 zu verzeichnen. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbe-
trag stieg um TEUR 126. Einem Jahresfehlbetrag von TEUR 153 stehen Nachschüsse der
Gesellschafter von TEUR 27 gegenüber.
Ausblick
Der voraussichtliche Zeitpunkt der Löschung der Gesellschaft ist derzeit nicht vorherzube-
stimmen. Er ist u. a. von der Abwicklung, Abrechnung und Prüfung aller Zuschussmaßnah-
men durch die Bewilligungsbehörde abhängig.
Risiken der künftigen Entwicklung
Eine Feststellung der finanziellen Risiken aus der Liquidation führte im Wesentlichen zu dem
nachfolgenden Ergebnis. Im Geschäftsfeld der Zuschussverwaltung öffentlicher Fördermittel
nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) ist die SRS i. L. Erstempfängerin
der beantragten Zuschüsse und daher mit allen Rechten und Pflichten innerhalb der Zweck-
bindungsdauer gegenüber der Zuschussbehörde für die entsprechende Zweckverwendung
verantwortlich. Um die zivilrechtlichen Voraussetzungen der Liquidation zu sch affen - Ab-
wicklung aller Forderungen und Verbindlichkeiten -, ist mit der Bewilligungsbehörde der
Übergang aller mit den Zuwendungsbescheiden verbundenen Rechte und Pflichten auf den
Letztempfänger der Maßnahmen abschließend zu regeln, um Rückzahlungsrisik en wegen
Seite 248 von 430
Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg mbH i.L. (i.L.)
245 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Fehlverwendung abzuwenden. Ebenso sind die mit den Gemeinden getroffenen Vereinba-
rungen über die Restfinanzierung auf den Letztempfänger der Fördermittel zu übertragen.
Ferner sind erworbene Gewährleistungsansprüche aus der Bauträgertätigkeit der SRS i. L.,
die innerhalb der vertraglichen Gewährleistungszeit liegen, auf die Eigentümer der Anlagen
zu übertragen, um mögliche Ansprüche bis zum Ende der jeweiligen Gewährleistungszeit-
räume aufrechtzuerhalten. Ebenso wie bei der Zuschussverwaltung ist in Abstimmung mit
der Bewilligungsbehörde die Übertragung aller Auflagen und Bestimmungen der Zuwen-
dungsbescheide auf den übernehmenden Rechtsträger zu regeln, um die SRS i. L. aus der
Haftung zu entlassen. Für das Risiko möglicher Zuschussrückforderungen aufgrund aktuel-
ler bzw. zukünftiger Prüfungen des Staatlichen Rechnungsprüfungsamtes bestehen Rück-
stellungen von TEUR 10.680. Inwieweit durch die anstehenden Überprüfungen weiterer
Rückstellungsbedarf entstehen kann, ist zurzeit noch nicht erkennbar. Weitere Rückforde-
rungsansprüche könnten die geordnete Liquidation und damit die Existenz des Unterneh-
mens gefährden. Die Liquidatoren haben zur Identifizierung weiterer potentieller Risiken und
deren Abwehr gutachterliche Stellungnahmen eingeholt.
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Gesellschafterver-
sammlung
MITGLIEDER
Herr Christof Schumacher
(ab 20.07.2021)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Frau Manuela Olschewski
Herr Michael Schütte
(bis 19.07.2021)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Frau Manuela Olschewski
Liquidator
LIQUIDATOR/-IN
Herr Jörn Schwarze
Herr André Seppelt Stadtwerke Bonn
Verkehrs-GmbH
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Liquidator
Jörn Schwarze 6.647
André Seppelt 6.647
Das Organ Aufsichtsrat entfiel mir der Eintragung der Änderungen des
Gesellschaftsvertrages am 02.03.2010 ins Handelsregister. Seitdem werden dessen
Aufgaben von der Gesellschafterversammlung übernommen.
Seite 249 von 430
Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg mbH i.L. (i.L.)
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 246
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jew eiligen Anhang der Jahres -
abschlüsse / Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Seite 250 von 430
Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg mbH i.L. (i.L.)
247 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Seite 251 von 430
Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 248
Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Sandkaule 2
53111 Bonn
(0228) 711 - 1
(0228) 711 - 2770
info@stadtwerke-bonn.de
www.swb-busundbahn.de
Unternehmensgegen-
stand
Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Ver-
kehrsleistungen im öffentlichen Personennahverkehr sowie
alle dazugehörigen verkehrsbezogenen Aufgaben und Dienst-
leistungen.
Zweck der Beteiligung Entsprechend dem Ratsbeschluss der Stadt Bonn vom
18.06.1998, den Eigenbetrieb Stadtwerke Bonn in eine Kapi-
talgesellschaft umzuwandeln, wurde beschlossen, die SWB
über die Holding, d. h. die noch zu gründenden Spartengesell-
schaften und Beteiligungen/Kooperationen in dem liberalisier-
ten Energie- und Verkehrsmarkt wettbewerbsfähig zu machen.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital _________________________ 5.000.000 EUR
Gesellschafter Stadtwerke Bonn Beteiligungs-
GmbH _____________________ 5.000.000,0 EUR (100,00%)
Tochterunternehmen Fahrbetrieb Bonn GmbH _________ 50.000,0 EUR (100,00%)
Elektrische Bahnen der
Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-
Kreises - SSB - GmbH __________ 250.500,0 EUR (50,10%)
Regionalverkehr Köln GmbH _____ 447.400,0 EUR (12,50%)
Einkaufs- und Wirtschafts-
gesellschaft für Verkehrs-
unternehmen (BEKA) mbH __________ 2.280,0 EUR (0,60%)
Seite 252 von 430
Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH
249 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 149.189 131.682 17.508
Umlaufvermögen 52.286 61.041 -8.755
Rechnungsabgrenzungsposten - - -
Bilanzsumme 201.475 192.723 8.752
Passiva
Eigenkapital 10.304 10.304 0
Sonderposten - - -
Rückstellungen 24.718 20.984 3.734
Verbindlichkeiten 166.453 161.435 5.019
Rechnungsabgrenzungsposten - - -
Bilanzsumme 201.475 192.723 8.752
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 122.330 126.802 -4.472
Sonstige betriebliche Erträge 67.796 52.989 14.807
Materialaufwand 110.203 102.864 7.339
Personalaufwand 58.063 57.543 520
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
17.429 17.383 46
Abschreibungen 9.797 8.727 1.070
Ergebnis vor Ertragssteuern -6.021 -8.945 2.924
Erträge aus Verlustübernahme 5.877 8.791 -2.914
Aufwendungen aus
Gewinnabführung
- - -
Jahresergebnis 0 0 0
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Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 250
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 5,1 5,3 -0,2
Eigenkapitalrentabilität (in %) 0,0 0,0 0,0
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 8,7 9,8 -1,1
Verschuldungsgrad (in %) 18,6 17,7 0,9
Umsatzrentabilität (in %) 0,0 0,0 0,0
Personalbestand 885 862 23
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Die Auswirkungen der anhaltenden Corona-Pandemie auf die Fahrgastzahlen und Einnah-
men machten sich auch im Geschäftsjahr 2021 spürbar bemerkbar. Um die Fahrgäste und
das Personal bestmöglich zu schützen und die Ansteckungsgefahr in den Fahrzeugen, Sta-
tionen und in dem Unternehmen zu minimieren, sind die Sicherheitskonzepte und die damit
einhergehenden erhöhten Reinigungs - und Belüftungsmaßnahmen weitergeführt worden.
Dazu kamen die Durchsetzung der Maskenpflicht im ÖPNV für Fahrgäste und die Kontrolle
der Einhaltung dieser Pflicht.
Durch die mit der Corona -Pandemie einhergehenden Kontaktbeschränkungen ist mit der
schnellen und erfolgreichen Umstellung auf mobiles Arbeiten in weiten Teilen der Verwaltung
die tägliche Zusammenarbeit digitaler geworden. Für die Beschäftigten konnten auch 2021
Kurzarbeit oder andere staatliche Arbeitssicherungsprogramme vermieden werden.
Der von Bund und Ländern beschlossene Rettungsschirm hat wie 2020 und auch 2021 die
Einnahmeausfälle der Verkehrsunternehmen kompensiert und som it vor dauerhaften wirt-
schaftlichen Schäden bewahrt.
Die Gesamtauslastung des Linienverkehrs im Gesamtunternehmen lag im Jahr 2021 mit
12,2 % unter dem Vorjahreswert von 12,6 %. Die Gesamtauslastung stellt das Verhältnis
zwischen Personenkilometer und Platzkilometer dar. Im Jahr 2021 wurden 0,7 Mio. Wagen-
kilometer mehr erbracht als im Vorjahr. Dies resultiert aus der jährlichen Anpassung des
Nahverkehrsplans sowie den im Rahmen des Programms Lead City gefahrenen Mehrleis-
tungen. Ab dem 1. Januar 2021 wurde eine Tarifanpassung im VRS von durchschnittlich 2,5
% (Vorjahr 2,5 %) durchgeführt. Die Zahl der beförderten Personen bei der SWBV im Linien-
verkehr liegt geringfügig um 173 Tsd. (+ 0,3 %) über dem Vorjahreswert.
Die Gesamtleistung ist im Vergleich zum Vorjahr mit 194.900 TEUR (Vorjahr 181.886 TEUR)
um 13.014 T EUR gestiegen. Die Umsatzerlöse sind von 126.802 T EUR im Vorjahr auf
122.330 TEUR um 4.472 TEUR gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen bedingt durch
ausgefallene Fahrgeldeinnahmen aufgrund der Coro na-Pandemie. Die sonstigen betriebli-
chen Erträge in Höhe von 67.797 T EUR sind im Vergleich zum Vorjahr (52.989 T EUR) um
14.808 TEUR gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen MoD-Aus-
gleichszahlungen (10.589 TEUR) sowie aufgrund der ertragswirksam berücksichtigt gestie-
genen Billigkeitsleistungen (5.825 TEUR) zum Ausgleich von Schäden im ÖPNV.
Seite 254 von 430
Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH
251 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Der Gesamtaufwand belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 195.348 TEUR (Vorjahr
186.363 TEUR). Das sind 8.985 TEUR mehr als im Vorjahr. Aufwandseitig ist insbesondere
der Materialaufwand von 102.864 TEUR im Vorjahr um 7.339 TEUR auf 110.203 TEUR ge-
stiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Aufwendungen für bezogene Leistungen
für Fahrer- und Fahrzeuggestellung der FBG (2.796 TEUR) zurückzuführen. Die auf die Ge-
samtleistung (abzgl. der sonstigen betrieblichen Erträge) bezogene Materialaufwandsquote
beläuft sich auf 86,7 % (Vorjahr 79,8 %). Der Personalaufwand erhöhte sich gegenüber dem
Vorjahr um 520 T EUR auf 58.063 T EUR (Vorjahr 57.543 TEUR). Die Veränderung ist im
Wesentlichen auf die Erhöhung der tariflichen Entgelte nach TV -N um 1,56 % zum 1. April
2021 zurückzuführen. Die auf die Gesamtleistung bezogene Personalaufwandsquote belief
sich auf 29,8 % (Vorjahr 31,6 %). Die sonstigen b etrieblichen Aufwendungen sind nur ge-
ringfügig von 17.383 T EUR im Vorjahr um 46 T EUR auf 17.429 T EUR gestiegen. Die Ab-
schreibungen sind von 8.727 TEUR im Vorjahr um 1.070 TEUR auf 9.797 TEUR im Berichts-
jahr gestiegen.
Das negative Ergebnis vor Berücksichti gung der MoD -Ausgleichszahlungen liegt mit
-49.347 T EUR um 7.676 T EUR unter dem entsprechenden Vorjahresergebnis ( -41.671
TEUR). Das negative Finanzergebnis liegt mit -5.429 TEUR unter dem Finanzergebnis des
Vorjahres (-4.314 TEUR). Insgesamt stellte sich vor Verlustausgleich durch die Gesellschaf-
terin SWBB ein Jahresfehlbetrag in Höhe von -5.877 TEUR (Vorjahr -8.791 TEUR) ein. Der
Verlustrückgang ist nicht zuletzt auf die gestiegenen vereinnahmten Billigkeitsleistungen
(5.825 TEUR) zum Ausgleich von Schäden im ÖPNV zurückzuführen.
Bei einer Bilanzsumme von 201.475 T EUR (Vorjahr 192.723 TEUR) liegt die Eigenkapital-
quote der SWBV bei 5,1 % (Vorjahr 5,4 %). Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags wird
durch das strukturell bedingt negative Ergebnis das Eigenkapital nicht beeinflusst. Unter Ein-
beziehung der langfristigen Fremdmittel, die 46,2 % der Bilanzsumme betragen, haben 51,3
% der zur Verfügung stehenden Mittel langfristigen Charakter.
Chancen und Risiken
Die SWBV ist von der Bundesstadt Bonn bis Mitte Juni 2023 mit der Durchführung des ÖPNV
in Bonn betraut. Innerhalb dieses Zeitraums wird die Kostenstruktur der SWBV fortlaufend
durch einen externen Gutachter überprüft. Sollte die Kostenstruktur nicht mehr der eines
durchschnittlich, gut ge führten Unternehmens entsprechen, besteht das Risiko, dass die
Bundesstadt Bonn die Ausgleichszahlungen entsprechend reduziert. Vor dem Hintergrund
vorliegender Gutachten im Zusammenhang mit der Betrauung hält die Geschäftsführung
eventuelle Restrisiken für überschaubar.
Die Corona-Pandemie hat sich vor allem im Rückgang der Fahrgeldeinnahmen bemerkbar
gemacht. Diese wurden durch den ÖPNV-Rettungsschirm des Bundes und der Länder kom-
pensiert. Das mit Beginn der Corona -Pandemie hinzugekommene Risiko, dass ein zelne
Werkstattbetriebe in der Gesellschaft sowie der Bus-/Bahnbetrieb nicht vollständig aufrecht-
erhalten werden können, ist so nicht eingetroffen. Der Betrieb konnte weitestgehend auf-
rechterhalten werden.
Aus dem politischen Raum kommt das Bestreben, not wendige Fahrpreiserhöhungen nur
noch in einem sehr geringen Maß an den Fahrgast weiterzugeben. Bei fehlender externer
Kompensation ist mit einer weiteren Verschlechterung des Unternehmensergebnisses zu
rechnen.
Seite 255 von 430
Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 252
Mit dem Angriff russischer Truppen auf die Ukraine am 24. Februar 2022 erlebt Europa eine
Zeitenwende. Dies wird deutliche Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft in Europa und ins-
besondere auch auf den Energiesektor haben. Es ist jetzt schon deutlich erkennbar, dass
die Energiekosten und die damit ver bundenen Kostenstrukturen aller Gesellschaften im
SWB-Konzern sich dadurch nachhaltig verändern werden. Dies betrifft auch Transportkosten
für alle bezogenen Lieferungen und Leistungen, sowie die gesamten Lieferketten.
Mit der anhaltenden positiven Bevölkerungsentwicklung im Verkehrsgebiet von SWBV/SSB
und der Erschließung neuer Wohn - und Gewerbegebiete sowie deren Anbindung an den
ÖPNV bieten sich mittelfristig Chancen, insbesondere aus den Themen Netzausbau, verän-
derte Mobilitätskultur und neue flexible Mobilitätsangebote, wie z. B. Fahrradvermietsystem,
E-Scooter und E-Roller, Mobilstationen, Sharing-, On-Demand- oder Ride-Pooling-Systeme.
Der Bau des Verknüpfungsbahnsteiges der S 13 in Bonn -Vilich sowie die geplante Umset-
zung des Seilbahnprojekts zum Uni klinikum schaffen auch künftig die Voraussetzung, um
durch geeignete attraktivitätssteigernde Maßnahmen in den Bereichen Marketing- und Kom-
munikation, Fahrplanangebot und Service weitere Fahrgäste zu gewinnen, bestehende zu
binden und die Einnahmesituation nachhaltig zu verbessern.
Erstmalig in Deutschland könnte in Bonn eine Seilbahn in den ÖPNV integriert werden. Seil-
bahnen bieten den Fahrgästen viel Komfort und sind im Vergleich zu anderen Verkehrsmit-
teln zuverlässiger, lärm- und emissionsärmer, zudem verbrauchen sie weniger Energie und
sind verhältnismäßig preiswert im Bau. Die Seilbahn soll nach derzeitigem Stand rechtsrhei-
nisch über den Rhein bis zum linksrheinischen, auf dem Venusberg gelegenen Universitäts-
klinikum, verlaufen. Davon würde neben dem Ve nusberg der gesamt strukturstarke Raum
südlich des Zentrums mit tausenden Arbeitsplätzen profitieren. Die Seilbahn würde eine
wichtige Querverbindung herstellen, links - und rechtsrheinisch verknüpft mit dem städti-
schen Bus- und Schienennetz sowie die Anbindungen an das DB-Netz.
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung
Herr Hansjörg Spielhoff
Frau Anja Wenmakers
Aufsichtsrat VORSITZ
Frau Katja Dörner (GRÜNE) Bundesstadt Bonn
STELLVERTRETUNG VORSITZ
Frau Marion Böhm
MITGLIEDER
Herr Rolf Beu (GRÜNE) Bundesstadt Bonn
Herr Ludwig Burgsmüller (CDU)
(bis 20.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Herr Rainer Haid (CDU)
(ab 21.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Seite 256 von 430
Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH
253 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Herr Karl Manns
Frau Gabi Mayer (SPD) Bundesstadt Bonn
ERSATZMITGLIED
Frau Friederike Dietsch (GRÜNE)
(ab 21.01.2021)
Gesellschafterver-
sammlung
MITGLIEDER
Herr Bernd Nottbeck
Herr Hansjörg Spielhoff
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Geschäftsführung
Hansjörg Spielhoff 0
Anja Wenmakers 265.529
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwal-
tungsräten nach Geschlecht
Dem Aufsichtsgremium der Gesellschaft gehören von den insgesamt 6 Mitgliedern 3 Frauen
an (Frauenanteil: 50%). Damit wird der im § 12 Absatz 1 LGG (Landesgleichstellungsgesetz)
geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von 40 % überschritten.
Vorliegen eines Gleichstellungsplanes nach § 2 Absatz 2 und § 5 LGG
Die Ziele des Gesetzes zur Gleichstellung von Frauen und Männern für das Land Nordrhein-
Westfalen (Landesgleichstellungsgesetz -LGG NW) werden in der Gesellschaft beachtet.
Seite 257 von 430
Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 254
Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Glockengasse 37-39
50667 Köln
(0221) 20808 - 0
(0221) 20808 - 40
zweckverband@vrsinfo.de
www.vrsinfo.de
Unternehmensgegen-
stand
Zweck des Unterneh-
mens
Die Gesellschaft nimmt für den Zweckverband Verkehrsver-
bund Rhein-Sieg (ZV VRS) die diesem obliegenden Aufgaben
wahr und sie nimmt – in Abstimmung mit den Verkehrsverbund-
unternehmen – als Dienstleister im Rahmen eines Verkehrs-
verbundes Aufgaben war.
Die Gesellschaft dient ausschließlich den Zwecken des öffent-
lichen Personennahverkehrs (ÖPNV).
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital __________________________ 240.000 EUR
Gesellschafter Zweckverband Verkehrsverbund
Rhein-Sieg __________________ 240.000,0 EUR (100,00%)
Tochterunternehmen VDV – eTicket Service GmbH & Co. KG
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung MITGLIEDER
Herr Dr. Norbert Reinkober
Herr Michael Vogel
Aufsichtsrat MITGLIEDER
Seite 258 von 430
Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH
255 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Herr Rolf Beu (GRÜNE)
(bis 04.02.2021)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Frau Elke Reichert
Herr Valentin Brückel (GRÜNE)
(ab 05.02.2021)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Niklas Schnell (GRÜNE)
Herr Wolfgang Groß
(bis 04.02.2021)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Frau Gabi Mayer (SPD)
Frau Gabi Mayer (SPD)
(ab 05.02.2021)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Max Biniek (SPD)
Frau Henriette Reinsberg
(bis 04.02.2021)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Jürgen Wehlus (CDU)
Herr Jürgen Wehlus (CDU)
(ab 05.02.2021)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Georg Schäfer (CDU)
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Geschäftsführung
Norbert Reinkober 164.400
Michael Vogel 194.700
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwal-
tungsräten nach Geschlecht
Gemäß § 12 Absatz 6 des Gesetzes über die Gleichstellung von Frauen und Männern für
das Land Nordrhein -Westfalen (Landesgleichstellungsgesetz – LGG) ist die Öffentlichkeit
über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwaltungsräten nach Geschlecht regelmä-
ßig in geeigneter Form zu unterrichten.
Seite 259 von 430
Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 256
Dem Aufsichtsgremium in diesem Unternehmen gehören von den insgesamt 6 Mitgliedern 2
Frauen an (Frauenanteil: 33,33 %).
Damit wird der im § 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von 40
Prozent nicht erreicht/unterschritten.
Seite 260 von 430
Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH
257 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Seite 261 von 430
Zweckverband Verkehrsverbund Rhein-Sieg
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 258
Zweckverband Verkehrsverbund Rhein-Sieg
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Glockengasse 37-39
50667 Köln
(0221) 20808 - 0
(0221) 20808 - 40
zweckverband@vrsinfo.de
www.vrs.de
Unternehmensgegen-
stand
Der Zweckverband entscheidet über die Fortschreibung des
Gemeinschaftstarifs (Verbundtarifs), der Übergangstarife und
der dazu gehörenden Beförderungsbedingungen. Er entschei-
det gemeinsam mit den anderen zuständigen nordrhein -west-
fälischen Zweckverbänden über die Fortschre ibung des lan-
desweiten Tarifs (NRW -Tarif) und wirkt auf ein koordiniertes
Verkehrsangebot im ÖPNV mit einheitlichen Produkt- und Qua-
litätsstandards, einheitlichen Fahrgastinformations - und Be-
triebssystemen und einem unternehmensübergreifenden
ÖPNV-Marketing hin.
Der Zweckverband achtet darauf, dass die Verbandsmitglieder
die Verkehrskonzeption und Qualitätsstandards bei ihrer Pla-
nung berücksichtigen. Er erstellt darüber hinaus jährlich eine
Aufwands- und Ertragsprognose zur Abschätzung der wirt-
schaftlichen Entwicklung des Verbundverkehrs.
Zur Vorbereitung und Wahrnehmung seiner Aufgaben bedient
sich der Zweckverband der VRS GmbH, an der er sich als Ge-
sellschafter beteiligt.
Zweck der Beteiligung Der Zweckverband nimmt in seinem Zuständigkeitsbereich die
Aufgaben eines Trägers öffentlicher Belange (TöB) wahr und
hat gemäß § 5 Abs. 3 ÖPNVG NRW darauf hinzuwirken, dass
die Verkehrsunternehmen den Gemeinschaftstarif (Verbundta-
rif) und die dazu gehörenden Beförderungsbedingungen an-
wenden und bei starken überre gionalen Verkehrsverflechtun-
gen Übergangstarife schaffen bzw. bestehende fortgebildet
werden. Er hat des Weiteren auf die Bildung Kooperationsraum
übergreifender Tarife mit dem Ziel eines landesweiten Tarifs
Seite 262 von 430
Zweckverband Verkehrsverbund Rhein-Sieg
259 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
und landeseinheitlicher Beförderungsbedingungen hinzuwir-
ken.
Eine Mitgliedschaft der Bundesstadt Bonn ergibt sich im Zu-
sammenhang mit der Pflichtmitgliedschaft im Zweckverband
Nahverkehr SPNV & Infrastruktur Rheinland (ZV NVR). Sofern
keine Mitgliedschaft im Zweckverband VRS erfolgt, besteht die
Verpflichtung direktes Mitglied mit Zweckverband NVR zu wer-
den (vgl. § 5 Abs. 1 lit. b ÖPNVG NRW).
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stimmrechte _____________________________ 37 Stimmen
Mitglieder Stadt Köln ______________________________________ 11
Rhein-Sieg-Kreis __________________________________ 6
Rhein-Erft-Kreis __________________________________ 5
Bundesstadt Bonn ________________________________ 4
Oberbergischer Kreis ______________________________ 3
Rheinisch-Bergischer-Kreis _________________________ 3
Stadt Leverkusen _________________________________ 2
Stadt Monheim am Rhein ___________________________ 1
Kreis Euskirchen __________________________________ 2
Tochterunternehmen Verkehrsverbund Rhein-Sieg
GmbH ______________________ 240.000,0 EUR (100,00%)
Zweckverband Nahverkehr
SPNV & Infrastruktur Rheinland ___ 221.752,4 EUR (50,00%)
Seite 263 von 430
Zweckverband Verkehrsverbund Rhein-Sieg
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 260
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 516
Umlaufvermögen 4.197
Rechnungsabgrenzungsposten -
Bilanzsumme 4.713
Passiva
Eigenkapital 712
Sonderposten -
Rückstellungen 5
Verbindlichkeiten 3.996
Rechnungsabgrenzungsposten -
Bilanzsumme 4.713
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2020
Umsatzerlöse 8.689
Sonstige betriebliche Erträge -
Materialaufwand 8.619
Personalaufwand -
Sonstige betriebliche Aufwendungen 46
Abschreibungen -
Ergebnis vor Ertragssteuern 0
Jahresergebnis 0
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Zweckverband Verkehrsverbund Rhein-Sieg
261 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
KENNZAHLEN
Ist
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 15,1
Eigenkapitalrentabilität (in %) 0,0
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 137,9
Verschuldungsgrad (in %) 5,6
Umsatzrentabilität (in %) 0,0
Personalbestand -
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Verbandsvorsteher/-in MITGLIEDER
Herr Sebastian Schuster Rhein-Sieg-Kreis
Verbandsversammlung VORSITZ
Herr Bernd Kolvenbach Kreis Euskirchen
1. STELLVERTRETUNG VORSITZ
Herr Dietmar Tendler Rhein-Sieg-Kreis
2. STELLVERTRETUNG VORSITZ
Herr Johannes Bortlisz-Dickhoff
(bis 03.02.2021)
Rhein-Erft-Kreis
Herr Lars Wahlen
(ab 05.02.2021)
Stadt Köln
MITGLIEDER
Herr Rolf Beu (GRÜNE) Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Frau Friederike Dietsch
(GRÜNE)
Frau Katja Dörner (GRÜNE)
(ab 21.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Dipl. Ing. Helmut Wiesner
Frau Gabi Mayer (SPD) Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Max Biniek (SPD)
Frau Henriette Reinsberg
(bis 20.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Seite 265 von 430
Zweckverband Verkehrsverbund Rhein-Sieg
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 262
Herr Jürgen Wehlus (CDU)
Herr Jürgen Wehlus (CDU)
(ab 21.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Herr Dipl. Ing. Helmut Wiesner
(bis 20.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Frau Margarete Heidler
STELLVERTRETENDES MITGLIED
Herr Max Biniek (SPD)
(ab 28.06.2021)
Bundesstadt Bonn
Herr Georg Schäfer (CDU)
(ab 28.06.2021)
Bundesstadt Bonn
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Verbandsvorsteher/-in
Sebastian Schuster 0
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Seite 266 von 430
Zweckverband Verkehrsverbund Rhein-Sieg
263 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Seite 267 von 430
Zweckverband Nahverkehr SPNV & Infrastruktur Rheinland
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 264
Zweckverband Nahverkehr SPNV & Infrastruktur Rheinland
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Glockengasse 37-39
50667 Köln
(0221) 20808 - 0
(0221) 20808 - 40
info@nvr.de
www.nahverkehr-rheinland.de
Unternehmensgegen-
stand und -zweck
Aufgabe des Zweckverbandes ist die Planung, Organisation
und Ausgestaltung des Schienenpersonennahverkehrs
(SPNV) im Vertriebsgebiet.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Mitglieder Zweckverband Aachener Verkehrsverbund (ZV AVV)
Zweckverband Verkehrsverbund Rhein-Sieg (ZV VRS)
Tochterunternehmen Nahverkehr Rheinland GmbH ____ 100.000,0 EUR (100,00%)
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Verbandsvorsteher/-in VORSITZ
Herr Stephan Santelmann
(ab 05.02.2021)
1. STELLVERTRETUNG VORSITZ
Herr Dr. Tim Grüttemeier
2. STELLVERTRETUNG VORSITZ
Herr Stephan Pusch
Verbandsversammlung VORSITZ
Herr Bernd Kolvenbach
1. STELLVERTRETUNG VORSITZ
Seite 268 von 430
Zweckverband Nahverkehr SPNV & Infrastruktur Rheinland
265 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Herr Wilfried Fischer
2. STELLVERTRETUNG VORSITZ
Herr Ludwig Leonards
3. STELLVERTRETUNG VORSITZ
Herr Dr. Christian Pohlmann
MITGLIEDER
Herr Rolf Beu (GRÜNE) Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Frau Friederike Dietsch (GRÜNE)
Frau Katja Dörner (GRÜNE)
(ab 05.02.2021)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Dipl. Ing. Helmut Wiesner
Frau Gabi Mayer (SPD) Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Max Biniek (SPD)
Frau Henriette Reinsberg
(bis 04.02.2021)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Jürgen Wehlus (CDU)
Herr Jürgen Wehlus (CDU)
(ab 05.02.2021)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Georg Schäfer (CDU)
Herr Dipl. Ing. Helmut Wiesner
(bis 04.02.2021)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Frau Margarete Heidler
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Seite 269 von 430
Das Beteiligungsportfolio
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 266
6.4.7 Sozialwirtschaft
Seite 270 von 430
Das Beteiligungsportfolio
267 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Seite 271 von 430
Seniorenzentren der Bundesstadt Bonn
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 268
Seniorenzentren der Bundesstadt Bonn
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Flemingstraße 2
53123 Bonn
(0228) 77 - 6480
(0228) 77 - 6490
seniorenzentren@bonn.de
Unternehmensgegen-
stand
Aufgabe der Seniorenzentren der Bundesstadt Bonn ist im We-
sentlichen die Unterbringung, Betreuung und Versorgung so-
wie die ambulante Pflege alter Menschen.
Die Leistungen des Betriebes „Seniorenzentren der Bun-
desstadt Bonn“ stehen in erster Linie den Bürgerinnen und Bür-
gern der Bundesstadt Bonn, darüber hinaus auch anderen Per-
sonen zur Verfügung.
Zweck der Beteiligung Nach Vorgabe der sozialen Pflegeversicherung können die
Pflegekassen nur mit solchen Pflegeeinrichtungen Versor-
gungsverträge abschließen, die die Gewähr für eine leistungs-
fähige und wirtschaftliche Versorgung bieten und selbständig
wirtschaftende Einrichtungen auf Grundlage der Pflegebuch-
führungsverordnung sind.
In der früheren Rechtsform des optimierten Regiebetriebes
konnte diese Vorgabe nicht erfüllt werden, so dass der Be-
triebsformwechsel in eine eigenbetriebsähnliche Einrichtung
gemäß § 107 Abs. 2 GO NRW zum 01.01.1998 erforderlich
wurde.
Der Rat der Bundesstadt Bonn hat daher in seiner Sitzung am
18.12.1997 beschlossen, das Leistungszentrum „Alten- und
Pflegeheime“ ab dem 01.01.1998 als eigenbetriebsähnliche
Einrichtung im Sinne des § 107 Abs. 2 GO NRW zu führen.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital _________________________ 2.556.459 EUR
Tochterunternehmen Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Seite 272 von 430
Seniorenzentren der Bundesstadt Bonn
269 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 6.051 6.308 -258
Umlaufvermögen 6.269 4.873 1.396
Rechnungsabgrenzungsposten 2 8 -6
Bilanzsumme 12.322 11.190 1.132
Passiva
Eigenkapital 4.720 4.034 685
Sonderposten aus Zuschüssen
und Zuweisungen zur
Finanzierung des
Sachanlagevermögens
157 174 -17
Rückstellungen 950 1.369 -419
Verbindlichkeiten 6.050 5.136 914
Rechnungsabgrenzungsposten 280 342 -61
Bilanzsumme 12.322 11.190 1.132
Seite 273 von 430
Seniorenzentren der Bundesstadt Bonn
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 270
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Erträge aus ambulanter,
teilstationärer und vollstationärer
Pflege sowie aus Kurzzeitpflege
13.979 13.221 758
Erträge aus Unterkunft und
Verpflegung
4.668 4.604 64
Erträge aus Zusatzleistungen und
Transportleistungen
46 43 3
Erträge aus gesonderter
Berechnung von
Investitionskosten gegenüber
Pflegebedürftigen
1.321 1.129 191
Umsatzerlöse nach § 277 Abs. 1
HGB soweit nicht in Nr. 1 bis 4
enthalten
227 201 26
Sonstige betriebliche Erträge 373 31 342
Personalaufwand 13.917 14.057 -140
Materialaufwand 4.925 3.947 979
Abschreibungen 830 697 133
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
1 0 1
Ergebnis vor Ertragssteuern 685 523 163
Jahresergebnis 685 523 163
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 39,6 37,6 2,0
Eigenkapitalrentabilität (in %) 14,1 12,4 1,6
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 149,7 135,6 14,0
Verschuldungsgrad (in %) 1,5 1,6 -0,1
Umsatzrentabilität (in %) 3,2 2,6 0,6
Personalbestand 365 365 0
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Seniorenzentren der Bundesstadt Bonn
271 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Ertragslage
Die Geschäftsjahre 2006 bis 2011 schlossen mit Defiziten zwischen 253 und 1.044 TEUR
ab. Nachdem in den folgenden Jahren die Ergebnisse erheblich verbessert werden konnten,
wurde seit 2016 kontinuierlich ein Überschuss erwirtschaftet, der zur sukzessiven Reduzie-
rung des Verlustvortrags genutzt wurde. In 2019 betrug der Gewinn 201 TEUR, in 2020 be-
trug dieser 523 TEUR.
Im Geschäftsjahr 2021 wurde ein Überschuss von 685 TEUR erzielt.
Für das Jahresergebnis sind im Wesentlichen die folgenden vollstationären Bereiche ur-
sächlich:
Im operativen Bereich wird insgesamt ein Überschuss in Höhe von 195 TEUR aus-
gewiesen (Vorjahr: 467 TEUR).
Im investiven Bereich wird ein Überschuss in Höhe von 488 TEUR ausgewiesen
(Vorjahr: 55 TEUR). Dies resultiert im Wesentlichen aus geringeren Zinsaufwendun-
gen.
Die Ergebnisse der maßgeblichen Einrichtungen betragen:
Haus Elisabeth 295 TEUR
St. Albertus-Magnus-Haus 275 TEUR
Wilhelmine-Lübke-Haus 115 TEUR
Tagespflegehaus 0 TEUR
Wesentliche Veränderungen der Gewinn- und Verlustrechnung stellen sich wie folgt dar:
Die Er träge aus Pflegeleistungen (GuV -Positionen 1 -4) sind um 1.017 TEUR auf 20.014
TEUR gestiegen. Dies ist insbesondere auf die coronabedingten Erstattungen zurückführen.
Die im Zuge der Corona -Pandemie entstandenen außerordentlichen Sach - und Personal-
aufwendungen 840 TEUR) sowie die entstandenen Mindereinnahmen (343 TEUR) wurden
von der Pflegekasse nach § 150 SGB XI erstattet. Die entstandenen Aufwendungen für die
Beschaffung und Durchführung von PoC-Antigen-Tests wurde nach § 7 TestV erstattet (605
TEUR).
Trotz Rückgang der Pflegetage ( -0,8 %) sind die pflegeabhängigen Erträge (ohne Corona -
Erstattungen) um 2,0 % -Punkte gestiegen. Dies ist auf die erstmalige ganzjährige Berück-
sichtigung der zum 01.09.2020 vereinbarten Pflegesätze zurückzuführen.
Der Personalaufwand macht den Großteil der betrieblichen Aufwendungen aus. Der Perso-
nalaufwand hat sich um 140 TEUR auf nun 13.917 TEUR reduziert, bedingt durch einen
leichten Rückgang von 3,9 Vollzeitkräften auf 238,2 VK sowie des Wegfalls der im Vorjahr
gezahlten Corona-Prämie nach § 150a SGB XI (328 TEUR) sowie der Corona -Einmalzah-
lung nach TVöD (95 TEUR). Die Tariflohnentgelte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wur-
den zum 01.04.2021 um 1,4 % angehoben.
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Seniorenzentren der Bundesstadt Bonn
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 272
Finanzlage
Die Liquidität auf kurze Sicht beläuft sich zum 31. Dezember 2021 auf 3.017 TEUR, Vorjahr
2.248 TEUR, und ist nach wie vor ebenfalls als gut zu bezeichnen. Es besteht damit eine
Liquiditätsreserve zur Deckung des betriebsgewöhnlichen Finanzbedarfs von 1,8 Monaten.
Der Cashflow II von 2.074 TEUR reichte aus , um die planmäßigen Tilgungsleistungen und
Zinszahlungen für die langfristigen Darlehen (158 TEUR) sowie die laufenden Investitionen
(570 TEUR) abzudecken. Die Anlagen im Bau wurden durch Eigenmittel (vor-)finanziert. Der
Cashflow I liegt bei 1.529 TEUR (Vorjahr 1.229 TEUR).
Chancen- und Risikobericht
Angaben zum wirtschaftlichen und rechtlichen Bestand
Die gesamtwirtschaftliche Lage ist aufgrund des Ukraine -Konflikts perspektivisch nicht ver-
lässlich einschätzbar. Auch die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns im Jahr 2022 sowie
die erhöhten Energiepreise machen sich bereits in den Lieferpreisen deutlich bemerkbar.
Vermögensverluste, Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit zeichnen sich derzeit nicht
ab. Das Risiko, das sich für die Einrichtungen aus der Angebots- bzw. Nachfragesituation
ergibt, muss weiterhin beobachtet werden. Große Bedeutung für die Ergebnislage wird die
weitere Entwicklung der Pandemie haben sowie das Auslaufen des Rettungsschirms nach
§ 150 SGB XI zum Ausgleich coronabedingter Mehraufwendungen oder Mindererträge zum
30.06.2022.
Sonstige Risiken mit besonderem Einfluss auf die Ertrags -, Finanz- und Vermögens-
lage
Unter Ausnutzung der Erkenntnisse des monatlichen Personalcontrollings sind Personal-
überhänge oder –unterdeckungen aufgrund geänderter Bewohnerstrukturen kontinuierlich
zu vermeiden bzw. frühzeitig zu erkennen und abzubauen.
Prognosebericht
Die Pandemie hatte wie im Vorjahr auch im Jahr 2021 ganz einschneidende Auswirkungen
für die Bewohnerschaft, die Angehörigen und die Beschäftigten. Die Verfügbarkeit von PoC
Test in den Einrichtungen zum Jahresende 2020 eröffnete erste Schritte zurück in gewohnte
Strukturen. Mit der Durchführung der Impfangebote für Bewohnerschaft und Beschäftigte
wurden die nächsten Schritte in diese Richtung erreicht.
Hinsichtlich der baulichen Weiterentwicklung soll auf dem Gelände des Haus Elisabeth ein
Ersatzneubau errichtet werden, der in einem ersten Schritt der Unterbringung der Bewoh-
nerschaft aus dem Wilhelmine-Lübke-Haus während der dortigen Modernisierung dient. Das
Wilhelmine-Lübke-Haus wird dann modernisiert, ohne dass die Bewohnerschaft und Be-
schäftigten von Baulärm, Schmutz etc. beeinflusst werden. Der Fortschritt dieser Maßnahme
wurde unplanmäßig gestört, da die einkalkulierte KfW 40 EE Förde rung im Januar 2022
ohne Ankündigung eingestellt wurde. Ob und in welchem Maße eine Förderung erfolgt, wird
für die weitere Umsetzung von relevanter Bedeutung sein.
Zeitlich parallel zu dieser linksrheinischen Lösung wird die anstehende Weiterentwicklung
der Seniorenzentren rechtsrheinisch durch den Umzug der Bewohnerschaft des St. Alber-
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Seniorenzentren der Bundesstadt Bonn
273 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
tusMagnus-Hauses in eine auf dem gegenüberliegenden Grundstück neu errichtete Einrich-
tung komplettiert. Der Baufortschritt entwickelt sich planmäßig, so dass ein Umzug in de n
Ersatzneubau voraussichtlich im ersten Quartal 2023 erfolgen wird.
Alle Maßnahmen werden so ausgerichtet, dass eine umfassende Refinanzierung über die
Investitionskostensätze gewährleistet wird. Für alle drei Projekte liegen die Baugenehmigun-
gen vor. Die Erhöhung des Angemessenheitswertes durch die am 5. September 2020 in
Kraft getretene Siebte ÄnderungsVO zur APG DVO NRW ist hier sehr positiv zu werten.
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Betriebsleitung BETRIEBSLEITUNG
Herr Marc Biedinger
STELLVERTRETUNG BETRIEBSLEITUNG
Herr Michael Claßen
Die (aktuelle und historische) Zusammensetzung des Betriebsausschusses ist dem Bonner
Ratsinformationssystem zu entnehmen
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Betriebsleitung
Marc Biedinger 139.823
Michael Claßen 116.659
Die Mitglieder des Betriebsausschusses erhalten keine Bezüge von dem Eigenbetrieb.
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Das Beteiligungsportfolio
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 274
6.4.8 Verkehr/Logistik
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Das Beteiligungsportfolio
275 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Seite 279 von 430
Bonner City Parkraum GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 276
Bonner City Parkraum GmbH
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Am Hof 26 a
53113 Bonn
(0228) 96 99 1 - 0
(0228) 96 99 1 - 21
bcp@citypark-bonn.de
www.citypark-bonn.de
Unternehmensgegen-
stand
Gegenstand der Gesellschaft ist die Errichtung und der Betrieb
eigener oder gepachteter Parkhäuser, Tiefgaragen und sonsti-
ger Parkflächen in Bonn mit dem Ziel, sie grundsätzlich nur für
Kurzparker bereitzustellen.
Zweck der Beteiligung Mit Ratsbeschluss vom 16.07.1970 wurde der Abschluss eines
Gesellschaftsvertrages zur Gründung der Bonner City Park-
raum GmbH zwischen der Bundesstadt Bonn und der Parkge-
meinschaft Bonn e.V. beschlossen. Ausgangsüberlegung der
Neugründung der Gesellschaft war, wegen der hohen Kosten
beim Bau und Betrieb von Garagen (insbesondere bei der Er-
richtung der Tiefgarage unter dem Marktplatz) interessierte Ge-
schäftsleute für eine finanzielle Be teiligung zu gewinnen und
diese im Interesse einer optimalen Innenstadtplanung vom Mit-
handeln im Sinne einer Gemeinschaftsaufgabe zu überzeu-
gen.
Oberstes Ziel, das mit der bestehenden gesellschaftsrechtli-
chen Beteiligung verbunden ist, ist die Sicherung der stetigen
und dauerhaften Aufgabenerfüllung der öffentlichen Zweckset-
zung. Gleichzeitig wird mit einer privatrechtlichen Organisati-
onsform eine wirtschaftlichere und flexiblere Aufgabenerfüllung
angestrebt. Die öffentliche Zwecksetzung der Bonner City
Parkraum GmbH ist im Gesellschaftsvertrag festgeschrieben.
Die BCP war im Berichtsjahr entsprechend ihrer Aufgabenstel-
lung im Sinne des Gesellschaftsvertrages tätig und hat damit
den öffentlichen Zweck erfüllt.
Seite 280 von 430
Bonner City Parkraum GmbH
277 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital ___________________________ 26.000 EUR
Gesellschafter Stadtwerke Bonn GmbH __________ 13.026,0 EUR (50,10%)
Parkgemeinschaft Bonn e.V. _______ 12.974,0 EUR (49,90%)
Tochterunternehmen Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 1.072 1.344 -271
Umlaufvermögen 2.398 2.096 302
Rechnungsabgrenzungsposten - 0 0
Bilanzsumme 3.470 3.439 31
Passiva
Eigenkapital 936 936 0
Sonderposten - - -
Rückstellungen 2.069 1.856 213
Verbindlichkeiten 464 642 -178
Rechnungsabgrenzungsposten 0 5 -5
Bilanzsumme 3.470 3.439 31
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Bonner City Parkraum GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 278
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 6.559 6.544 15
Sonstige betriebliche Erträge 43 105 -61
Materialaufwand 5.522 5.219 303
Personalaufwand 1.348 1.305 43
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
894 708 187
Abschreibungen 283 296 -13
Ergebnis vor Ertragssteuern -1.441 -876 -565
Erträge aus Verlustübernahme 1.514 939 575
Aufwendungen aus
Gewinnabführung
53 53 0
Jahresergebnis 0 0 0
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 27,0 27,2 -0,2
Eigenkapitalrentabilität (in %) 0,0 0,0 0,0
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 87,3 69,7 17,6
Verschuldungsgrad (in %) 2,7 2,7 0,0
Umsatzrentabilität (in %) 0,0 0,0 0,0
Personalbestand 27 27 0
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Die BCP betrieb im Geschäftsjahr 2021 als Pächter 10 Parkierungsanlagen in Bonn. Die
Pachtverträge der BCP mit den Stadtwerken Bonn (TG Markt -, Stadthaus-, Münsterplatz-,
Alte Bahnhof- und Opergarage sowie Beethoven- und Hauptbahnhof-Parkhaus) haben eine
Laufzeit bis 2035, der Pachtvertrag mit PRIMEVEST Capital Partners (TG Friedensplatz) bis
2027 (optional bis 2037), der Pachtvertrag mit der Universität Bonn (Uni-Garage) bis 2027.
Mit dem Fahrradparkhaus Hauptbahnhof wurde Ende 2020 die erste Bike- & Ride-Anlage in
Betrieb genommen. Nach wie vor in Renovierung befindet sich der Parkplatz Wachsblei-
Seite 282 von 430
Bonner City Parkraum GmbH
279 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
che/Beethovenhalle und steht aus diesem Grunde für eine Bewirtschaftung nicht zur Verfü-
gung. Das Parkhaus WCCB und der Parkplatz Rheinaue werden für einen kommuna len
Partner als Dienstleistungsobjekte betreut.
Eine gute verkehrliche Erreichbarkeit, insbesondere der City-Parkierungsanlagen, ist für die
BCP von zentraler Bedeutung. Eine intelligente Integration der Parkierungsanlagen in die
Verkehrsführung führt darüber hinaus auch zu vermindertem Parksuchverkehr. Die BCP ist
in hohem Maß von einer direkten Erreichbarkeit der Garagen in der Innenstadt abhängig und
geht davon aus, dass dieser auch in Zukunft für den motorisierten Individualverkehr möglich
sein wird.
Im Geschäftsjahr 2021 hatten die Auswirkungen der Corona -Pandemie nach wie vor
gravierenden Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens. Hohe
Infektionszahlen und daraus resultierende gesetzliche Präventionsmaßnahmen führten
erneut zu einem weitgehenden Lockdown in der Bonner Innenstadt sowie zu Absagen von
Veranstaltungen. Ertragsverluste vor allem im Kurzparkbereich zu Jahresbeginn 2021
beliefen sich auf ca. 75 % im Vergleich zum Referenzjahr 2019 (das Vorjahr 2020 kann
hierbei pandemiebedingt nicht als Vergleichsgröße dienen). Nach Lockerung der Corona -
Maßnahmen erholte sich die Ertragssituation nur langsam und erreichte erst im August 2021
den Stand von 2019. Verschärfte Corona -Maßnahmen zum Jahresende sowie der stark
eingeschränkte Betrieb d es Weihnachtsmarktes in der Bonner Innenstadt, führten dazu,
dass die Ertragslage nur unerheblich vom Ergebnis des ersten Corona-Jahres 2020 abwich.
Als Folge konnte unter den gegebenen Voraussetzungen der Betrieb des Unternehmens im
Geschäftsjahr nur durch Pachtstundungen seitens der Verpächter aufrechterhalten werden.
Der Vergleich der Einfahrtszahlen mit dem Vorjahr zeigt im Ergebnis einen etwa
gleichbleibenden Stand in Summe der Bestandsgaragen zzgl. der neuen
Parkierungsanlagen. Die Bahnhofgarage (jetz t Alte Bahnhofgarage) ist mit Übernahme am
13.11.2020 nach Sanierung im Zuge der Projektentwicklung des Nordfeldes mit rund 88.000
Einfahrten im Planungsmittelfeld. Pandemiebedingt sind die Umsatzeinbußen des Jahres
2021 im Kurzparkerbereich mit rund 37 % Abweichung zur Planung gravierend. Die
monatlichen Daten geben, wie im Vorjahr, keinen typischen Jahresverlauf wieder.
Im Geschäftsjahr 2021 lag die Gesamtleistung (ohne sonstige betriebliche Erträge) von
6.559 TEUR weit unter der Planung von 9.578 TEUR un d stieg dennoch minimal um 15
TEUR gegenüber 2020 (6.544 TEUR). Die Kurzparkerlöse sind im Berichtsjahr insgesamt
auf 5.390 TEUR (Vj. 5.478 TEUR) gesunken. Die Dauerparkerlöse sind auf 816 TEUR (Vj.
767 TEUR) gestiegen. Trotz der im Jahr 2020 hinzugekommenen und im Geschäftsjahr 2021
erstmals ganzjährig betriebenen Parkierungsanlagen sanken die Parkumsätze im Ergebnis
geringfügig um 0,6 %. Die Gesamtumsatzerlöse stiegen um 0,2 % auf 6.560 TEUR (Vj. 6.544
TEUR).
Der Materialaufwand stieg im Berichtsjahr auf 5.522 TEUR (Vj. 5.219 TEUR). Fällige
Pachtzahlungen für die Garagen sind im Jahresverlauf zur Liquiditätsstabilisierung der
Gesellschaft teilweise gestundet.
Die Personalkosten liegen mit 1.348 TEUR minimal über dem Vorjahresniveau von 1.305
TEUR. Die Abschreibungen sanken im Geschäftsjahr von 296 TEUR im Jahr 2020 auf 283
TEUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen veränderten sich von 708 TEUR im Jahr
2020 auf 894 TEUR.
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Bonner City Parkraum GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 280
Die Gesellschaft schloss das Berichtsjahr 2021 vor Ausgleichszahlung und vor
Ergebnisabführung mit einem Fehlbetrag von 1.416 TEUR ab und liegt somit um 574 TEUR
unter dem Vorjahresergebnis von -886 TEUR. Dieses Ergebnis zeigt abermals ein klares
Bild der pandemiebelasteten Wirtschaftslage der BCP .
Bei einem gezeichneten Kapital von 26 TEUR und Gewinnrücklagen von 910 TEUR beträgt
das Eigenkapital wie im Vorjahr 936 TEUR und ist auf den mit der Stadtwerke Bonn GmbH
geschlossene Ergebnisabführungsvertrag und die darin vereinbarte Verlustübernahme
zurückzuführen.
Die Bilanzsumme der BCP beträgt im Berichtsjahr 3.470 TEUR (Vj. 3.439 TEUR).
Chancen und Risiken
Die Liquiditätslage der BCP ist durch die Corona -Pandemie sehr angeschlagen. Größere
finanzielle Engpässe sind durch die deutliche Entspannung der pandemischen
Auswirkungen jedoch nicht zu erwarten. Nicht zuletzt kann eine moderate Anhebung der
Parktarife ein notwendiges Mittel sein, um die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft im
bestehenden Geschäftsmodell zukunftsorientiert stabil zu halten. Erst mit Ablauf der z. Zt.
durch die Coronap andemie weiter andauernden Einschränkungen werden neue Produkte
Chancen beinhalten, um neue, bislang nicht erreichte Kunden anzusprechen. Die BCP prüft
dies weiterhin bzw. setzt neue Produkte zur Kundenbindung kontinuierlich ein. Das
außerordentliche hohe Qualitätsniveau der Parkobjekte wird aufrechterhalten und stetig
verbessert.
Durch zusätzliche, lokal zu verortende, Risiken bei der Erreichbarkeit der Innenstadt wie z.
B. temporäre Baumaßnahmen war und ist die Erreichbarkeit zu den umsatzstarken City -
Garagen zeitweise erheblichen Beeinträchtigungen unterworfen. Die fortschreitende
ideologisierte permanente Infragestellung des motorisierten Individualverkehrs muss von der
BCP als generelles Risiko für die Geschäftstätigkeit des Unternehmens eingeschätzt
werden. Auch beispielsweise eine Citymaut oder der Ausschluss von bestimmten
Fahrzeugtypen hätten ebenfalls erhebliche und unmittelbare Auswirkungen auf das
Geschäftsmodell der BCP , da entsprechende Ersatznutzer derzeit noch nicht ersichtlich
sind.
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung MITGLIEDER
Herr Dominik Barton
(bis 09.06.2021)
Parkgemeinschaft
Bonn e.V.
Herr Dominik Barton
(ab 10.06.2021)
Parkgemeinschaft
Bonn e.V.
Frau Tamara Conradi Bundesstadt Bonn
Seite 284 von 430
Bonner City Parkraum GmbH
281 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Aufsichtsrat VORSITZ
Herr Jannis Vassiliou
Parkgemeinschaft
Bonn e.V.
STELLVERTRETUNG VORSITZ
Herr Alois Saß (SPD)
(ab 24.02.2021)
Bundesstadt Bonn
MITGLIEDER
Herr Martin Hergarten Parkgemeinschaft
Bonn e.V.
Herr Wolfgang Hild Parkgemeinschaft
Bonn e.V.
Herr Werner Hümmrich (FDP)
(bis 23.02.2021)
Bundesstadt Bonn
Herr Werner Hümmrich (FDP)
(ab 24.02.2021)
Bundesstadt Bonn
Herr Johannes Klemmer (CDU)
(bis 23.02.2021)
Bundesstadt Bonn
Frau Karina Kröber Parkgemeinschaft
Bonn e.V.
Herr Hartwig Lohmeyer
(bis 23.02.2021)
Bundesstadt Bonn
Frau Dr. Alexandra Raasch Parkgemeinschaft
Bonn e.V.
Herr Dr. Daniel Rutte (GRÜNE)
(ab 24.02.2021)
Bundesstadt Bonn
Herr Marcel Schmitt (GRÜNE)
(ab 24.02.2021)
Bundesstadt Bonn
Herr Herbert Spoelgen (SPD)
(bis 23.02.2021)
Bundesstadt Bonn
Herr Dipl. Ing. Helmut Wiesner
(bis 23.02.2021)
Bundesstadt Bonn
Herr Dipl. Ing. Helmut Wiesner
(ab 24.02.2021)
Bundesstadt Bonn
Gesellschafterver
sammlung
MITGLIEDER
Herr Marco Westphal Stadtwerke Bonn
GmbH
Stellvertretung
Herr Hansjörg Spielhoff
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Bonner City Parkraum GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 282
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Geschäftsführung
Dominik Barton 24.000
Tamara Conradi 24.000
Aufsichtsrat
Alois Saß 90
Martin Hergarten 45
Wolfgang Hild 90
Werner Hümmrich 90
Karina Kröber 90
Alexandra Raasch 45
Daniel Rutte 90
Marcel Schmitt 90
Jannis Vassiliou 90
Helmut Wiesner 90
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwal-
tungsräten nach Geschlecht
Gemäß § 12 Absatz 6 des Gesetzes über die Gleichstellung von Frauen und Männern für
das Land Nordrhein -Westfalen (Landesgleichstellungsgesetz – LGG) ist die Öffentlichkeit
über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwaltungsräten nach Geschlecht regelmä-
ßig in geeigneter Form zu unterrichten.
Dem Aufsichtsgremium der Gesellschaft gehören von den insgesamt 10 Mitgliedern 3
Frauen an (Frauenanteil: 30%). Damit wird der im § 12 Absatz 1 LGG (Landesgleichstel-
lungsgesetz) geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von 40 % unterschritten.
Vorliegen eines Gleichstellungsplanes nach § 2 Absatz 2 und § 5 LGG
Die Ziele des Gesetzes zur Gleichstellung von Frauen und Männern für das Land Nordrhein-
Westfalen (Landesgleichstellungsgesetz -LGG) werden in der Gesellschaft beachtet.
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Bonner City Parkraum GmbH
283 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Seite 287 von 430
Bonner Hafenbetriebe GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 284
Bonner Hafenbetriebe GmbH
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Werftstr. 70
53117 Bonn
(0228) 96 75 483
(0228) 68 93 242
info@azs-bn.de
Unternehmensgegen-
stand
Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb des öffentlichen
Hafens in Bonn mit allen hiermit zusammenhängenden Dienst-
leistungen, insbesondere der Behandlung und Be - und Entla-
dung von Gütern jeglicher Art von und auf Verkehrsträger jeg-
licher Art sowie die Lagerhaltung und branchenbezogene
Dienstleistungen jeder Art.
Zweck der Beteiligung Die Geschäftsführung der SWB sieht in diesem Modell und ei-
nem damit korrespondierenden Betreibervertrag die bestmög-
liche Entwicklungsperspektive für den Bonner Hafen. Letztlich
soll über eine marktgerechte Vermietung der Flächen und
sonstige Hafeninfrastruktureinrichtungen eine höhere Wert-
schöpfung erfolgen.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital ___________________________ 50.000 EUR
Gesellschafter Am Zehnhoff-Söns GmbH
International Logistic Services _____ 25.500,0 EUR (51,00%)
Stadtwerke Bonn GmbH __________ 24.500,0 EUR (49,00%)
Tochterunternehmen Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
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Bonner Hafenbetriebe GmbH
285 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 2.618 2.955 -337
Umlaufvermögen 265 150 115
Rechnungsabgrenzungsposten 1 1 0
Bilanzsumme 2.883 3.106 -223
Passiva
Eigenkapital 463 437 26
Sonderposten - - -
Rückstellungen 12 19 -7
Verbindlichkeiten 2.408 2.650 -242
Rechnungsabgrenzungsposten - - -
Bilanzsumme 2.883 3.106 -223
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 1.395 1.295 100
Sonstige betriebliche Erträge - - -
Materialaufwand 115 101 14
Personalaufwand 36 36 0
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
790 705 85
Abschreibungen 337 340 -2
Ergebnis vor Ertragssteuern 87 79 7
Jahresergebnis 56 43 13
Seite 289 von 430
Bonner Hafenbetriebe GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 286
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 16,1 14,1 2,0
Eigenkapitalrentabilität (in %) 12,1 9,9 2,2
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 17,7 69,8 -52,1
Verschuldungsgrad (in %) 5,2 6,1 -0,9
Umsatzrentabilität (in %) 4,0 3,3 0,7
Personalbestand 2 - 2
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Die BHB ist der Betreiber des öffentlichen Hafens in Bonn. Der für die Gesellschaft bedeut-
samste Leistungsindikator ist das Jahresergebnis. Die Corona -Pandemie und der Krieg in
der Ukraine haben derzeitig keine negativen Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis.
Als Betreiberin des Bonne r Hafens trägt sie auf Grund ihrer Konzeption als PPP -Model
(Public Private Partnership) dazu bei, dass der Bonner Hafen als öffentlicher Hafen weiterhin
für alle in Bonn und der Umgebung ansässigen Handelstreibenden nutzbar bleibt.
Die Erträge der Gesells chaft sind weitestgehend vertraglich fixiert und resultieren im We-
sentlichen aus der Verpachtung von Krananlagen, Containerbrücken, Freiflächen, Lagerhal-
len und Büroflächen. Daneben werden Erlöse aus der Weiterberechnung von Betriebs- und
Energiekosten erzielt.
Die Umsatzerlöse in Höhe von 1.395 TEUR haben sich zum Vorjahr um 100 TEUR erhöht.
Die Abschreibungen haben sich um 3 TEUR auf 337 TEUR reduziert. Die sonstigen betrieb-
lichen Aufwendungen in Höhe von 790 TEUR haben sich um 85 TEUR erhöht.
Das Ergebnis vor Steuern hat sich um 8 TEUR auf 87 TEUR erhöht. Nach Berücksichtigung
der Ertrags- und sonstigen Steuern in Höhe von 30 TEUR ergibt sich ein Jahresüberschuss
in Höhe von 56 TEUR (Vj. 43 TEUR).
Das Vermögen der Gesellschaft hat sich im Berichtsjahr von 3.106 TEUR auf 2.883 TEUR
reduziert. In erster Linie resultiert der Vermögensabbau aus planmäßigen Abschreibungen
des Anlagevermögens.
Die Eigenkapitalquote hat sich von 14,1 % auf 16,1 % verbessert. Die liquiden Mittel haben
sich von 136 TEUR auf 265 TEUR erhöht.
Die Verbindlichkeiten haben sich, insbesondere aufgrund planmäßiger Tilgung der Verbind-
lichkeiten gegenüber Kreditinstituten, von 2.650 TEUR auf 2.408 TEUR reduziert.
Seite 290 von 430
Bonner Hafenbetriebe GmbH
287 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Chancen und Risiken
Für den Wirtschaftsbereich Logistik wird ein Wachstum aufgrund der Erholungen im Privat-
konsum und bei Investitionen sowie durch Auflösen der Beschaffungsengpässe erwartet.
Das Wachstum ist aber auch maßgeblich durch deutliche Kostensteigerungen geprägt.
Risiken bestehen in der Abhängigkeit des Hauptkunden und Gesellschafters AZS als Logis-
tikunternehmen von der allgemeinen Wirtschaftslage. Direkte Auswirkungen auf die BHB
sind jedoch nicht zu befürchten, da sowohl die wesentlichen Erträge (Verpachtung Hafenge-
lände und Schiffsumschlag) als auch die wesentlichen Aufwendungen (Betrieb und Instand-
haltung Hafengelände) über langfristige Verträge geregelt sind.
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung MITGLIEDER
Herr Alfons Am Zehnhoff-Söns
Gesellschafterver-
sammlung
MITGLIEDER
Herr Bernd Nottbeck Stadtwerke Bonn
GmbH
Herr Peter Weckenbrock Stadtwerke Bonn
GmbH
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Geschäftsführung
Alfons Am Zehnhoff-Söns 24.000
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Seite 291 von 430
Flughafen Köln/Bonn GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 288
Flughafen Köln/Bonn GmbH
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Heinrich-Steinmann-Straße 12
51147 Köln
(02203) 40 - 0
(02203) 40 - 40 44
info@koeln-bonn-airport.de
www.koeln-bonn-airport.de
Unternehmensgegen-
stand
Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb und der Ausbau
des Verkehrsflughafens Köln/Bonn - Konrad Adenauer, ein-
schließlich der Versorgung Dritter mit elektrischer Energie auf
dem Gebiet des Flughafens sowie die Durchführung aller damit
verbundenen Nebengeschäfte. Darüber hinaus erbringt das
Unternehmen flughafenspezifische Dienstleistungen im In- und
Ausland.
Zweck der Beteiligung Am 06.10.1950 beschloss der Rat der Bundesta dt Bonn ein-
stimmig die Gründung und Beteiligung an der Köln -Bonner
Flughafengesellschaft mbH. Da die Bundestadt Bonn seit lan-
gem bemüht war, gemeinsam mit der Stadt Köln, die Wirtschaft
in diesem Raum zu beleben, war man der Auffassung, dass in
einem nicht unerheblichen Maße auch die Inbetriebnahme ei-
nes gemeinsamen Flughafens dazu beitragen könne und auch
für eine Bundeshauptstadt ein Flughafen eine unbedingte Not-
wendigkeit sei.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital ________________________ 10.821.000 EUR
Gesellschafter Stadtwerke Bonn GmbH 656.000 EUR (6,06%)
Bundesrepublik Deutschland .348.000 EUR (30,94%)
Beteilungsverwaltungsgesellschaft des
Landes Nordrhein-Westfalen mbH 3.348.000 EUR (30,94%)
Stadt Köln 3.367.000 EUR (31,12%)
Rhein-Sieg-Kreis 64.000 EUR (0,59%)
Rheinisch-Bergischer Kreis 38.000 EUR (0,35%)
Seite 292 von 430
Flughafen Köln/Bonn GmbH
289 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Tochterunternehmen AHS Köln Aviation Handling
Services GmbH _________________ 12.250,0 EUR (49,00%)
AHS Aviation Handling Service
GmbH ________________________ 50.000,0 EUR (10,00%)
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 680.172 713.103 -32.931
Umlaufvermögen 124.068 42.725 81.343
Rechnungsabgrenzungsposten 1.374 1.368 6
Bilanzsumme 805.614 757.196 48.418
Passiva
Eigenkapital 288.523 228.490 60.032
Sonderposten - - -
Rückstellungen 86.081 83.201 2.881
Verbindlichkeiten 368.088 375.927 -7.839
Rechnungsabgrenzungsposten 4.555 5.518 -962
Bilanzsumme 805.614 757.196 48.418
Seite 293 von 430
Flughafen Köln/Bonn GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 290
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 246.306 208.358 37.948
Sonstige betriebliche Erträge 10.099 16.833 -6.735
Materialaufwand 81.330 90.074 -8.744
Personalaufwand 119.935 111.106 8.829
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
24.366 19.812 4.554
Abschreibungen 41.467 43.101 -1.635
Ergebnis vor Ertragssteuern -17.751 -43.680 25.929
Jahresergebnis -14.524 -31.100 16.576
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 35,8 30,2 5,6
Eigenkapitalrentabilität (in %) -5,0 -13,6 8,6
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 43,9 32,0 11,9
Verschuldungsgrad (in %) 1,8 2,3 -0,5
Umsatzrentabilität (in %) -5,9 -14,9 9,0
Personalbestand 1.703 1.717 -14
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Im Geschäftsjahr 2021 stieg das Passagieraufkommen am Flughafen Köln/Bonn auf rund
4,3 Mio. Fluggäste, was aber weiterhin sehr deutlich unter dem Vor -Corona-Niveau 2019
liegt. Mit einem Rückgang um 66% im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 lag Köln/Bonn damit
etwas besser als der Bundesdurchschnitt von 69 % (auf 79 Mio. Passagiere).
Das Frachtvolumen am Flughafen Köln/Bonn lag 2021 bei rund 986.000 Tonnen, was einem
Anstieg von 14% zum Vorjahr entspricht. Es lag deutlich über dem erwarteten Aufkommen
(Wirtschaftsplan: +3% auf 880.000 Tonnen), da CGN als Vollfrachterflughafen durch die in
der Pandemie wegfallenden Zuladefracht bei Passagierflügen weiterhin profitierte. Die Luft-
fracht in Köln/Bonn entwickelte sich etwas schlechter als der deutsche Markt (+17%), was
jedoch einem Basiseffekt geschuldet ist: lm ersten Coronajahr 2020 verzeichnete der deut-
sche Gesamtmarkt ein Minus ( -4%), während Köln/Bonn von Pandemiebeginn an zulegte
(2020: +6%). Der europäische Markt legte 2021 um 11% zu, der internationale Markt um 8%.
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Flughafen Köln/Bonn GmbH
291 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Die Zahl der Flugbewegungen stiegen 2021 im Vergleich zu 2020 um 15% an, blieben aber
deutlich um 36% (Bundesdurchschnitt -47%) gegenüber 2019 zurück. Das maximale Start-
gewicht (MTOW) ging im gleichen Zeitraum um 24% zurück.
lm Markt der Bodenverkehrsdienstleistungen ist der Marktanteil der Flughafengesellschaft
an den Bewegungen 2021 wieder leicht gestiegen auf 55,1% (Vorjahr 53,6%).
Die Umsatzerlöse steigerten sich um 18,2 % auf TEUR 246.306. Dabei entfallen TEUR
142.743 (Vorjahr TEUR 116.959) auf Flughafengebühren und Bodenverkehrsdienste, TEUR
82.185 (Vorjahr TEUR 78.690) auf Mieten, Pachten und Versorgungsleistungen und TEUR
21.378 (Vorjahr TEUR 12.709) auf übrige Erträge. Des Weiteren sind in den Umsatzerlösen
periodenfremde Erlöse in Höhe von TEUR 2.075 enthalten, die im Wesentlichen aus Abrech-
nungen von Mietnebenkosten für Vorjahre resultieren.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von TEUR 16.833 in 2020 um TEUR 6.734 auf
TEUR 10.099 in 2021 gesunken. Ursächlich dafür waren vor allem niedrigere Erträge aus
der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 5.571 (Vorjahr TEUR 9.847) sowie der
im Vorjahr enthaltene Einmalertrag aus einer Abstandszahlung für einen Mietvertrag in Höhe
von TEUR 4.900. Gegenläufig wirkt sich die erhaltene Schadensersatzzahlung aus einem
gewonnenen Rechtsstreit in Höhe von TEUR 1.892 aus.
Der Materialaufwand reduzierte sich um TEUR 8.744 auf TEUR 81.330. Die Aufwendungen
für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren sind um TEUR 3.653 gestiegen.
Die Aufwendungen für bezogene Leistu ngen haben sich um TEUR 12.397 verringert, hier-
von entfällt der maßgebliche Teil auf den Rückgang in der Anlagenunterhaltung.
Der Personalaufwand hat sich im Jahr 2021 bei im Jahresdurchschnitt reduzierter Beschäf-
tigtenzahl auf TEUR 119.935 (Vorjahr TEUR 111.106) erhöht. Die Erhöhung ist im Wesentli-
chen auf ein freiwilliges Abfindungsprogramm, einen höheren Rückstellungsbedarf für sons-
tige Verpflichtungen gegenüber dem Personal sowie den geringeren Einsparungen durch
die im Geschäftsjahr 2021 rückläufige Kurzarbeit zurückzuführen. Gegenläufig wirkt sich die
im Jahresdurchschnitt reduzierte Beschäftigtenzahl aus.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich im Jahr 2021 auf TEUR 24.366
(Vorjahr: TEUR 19.812) und sind somit um TEUR 4.554 gestiegen. H ier wirken sich insbe-
sondere die Erhöhungen in den Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen (TEUR 892 bzw.
TEUR 2.876) aus.
Der Jahresfehlbetrag beläuft sich auf TEUR -14.524 (Vorjahr TEUR -31.100) und ist auch im
Jahr 2021 noch wesentlich durch die Auswirkungen der Corona-Krise bedingt.
Das Eigenkapital ist zum Vorjahr 2020 gestiegen und beträgt zum 31.12.2021 TEUR
288.523. Es hat sich ergebnisbedingt um TEUR 14.524 verringert. Gegenläufig wirkt sich die
Einzahlung der Gesellschafter in die Kapitalrücklage i n Höhe von TEUR 74.556 aus, die im
1. Quartal 2021 erfolgte. Zum 31. Dezember 2021 ergibt sich eine Eigenkapitalquote von
35,8% (Vorjahr 30,2%).
Chancen und Risiken
Neben den Auswirkungen der Corona -Krise sind als wesentliche Risiken "Schnittstelle
"Fracht" Zugang sensibler Teil Sicherheitsbereich", "Bodenverkehrsdienste", "Absenkung
Eckwerte Start- und Landebahnsystem zwischen 23:00 und 02:00 Uhr", "Alkali-Kieselsäure-
Reaktion (AKR)" und "Einschränkung des Nachtflugbetriebes" im Fokus, welche auf Grund
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Flughafen Köln/Bonn GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 292
ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungen auf den Flughafen Köln/Bonn von hoher
Bedeutung sind.
Chancen bieten sich für den Flughafen Köln/Bonn in der Corona -Krise, da er als wichtiges
Drehkreuz für den Frachtverkehr dient und somit eine besondere Rolle bei der Grundversor-
gung der Bevölkerung spielt. Da der Flughafen über ein System mit drei Start - und Lande-
bahnen, darunter eine Interkontinentalbahn, sowie über ein großzügiges Terminal - und
Frachthallenangebot verfügt, kann er weitere Verkehrszuwächse aufnehmen. Ergänzt wird
die Infrastruktur durch das integrierte Autobahn- und Schienennetz.
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung MITGLIEDER
Herr Dipl. Ing. Torsten Schrank
Herr Johan Vanneste
(bis 31.12.2021)
Aufsichtsrat VORSITZ
Herr Friedrich Merz
(bis 31.12.2021)
Herr Prof. Klaus-Dieter Scheuerle
(ab 25.01.2021)
Land Nordrhein-
Westfalen
MITGLIEDER
Herr Nils Berner AN
Frau Alexandra Cahn AN
Frau Prof. Dr. Dörte Diemert Stadt Köln
Herr Wolfgang Fuchs
(bis 22.06.2021)
Stadt Bonn
Herr Hakan Gülcicek AN
Herr Ferat Kar AN
Herr Marcus Kitz
(ab 23.06.2021)
Rhein-Sieg-Kreis
Herr Reinhard Klingen BRD
Herr Arndt Klocke Stadt Köln
Herr Dr. Gerrit Krupp Stadt Köln
Herr Dr. Patrick Opdenhövel Land NRW
Herr Dr. Hendrik Schulte Land NRW
Herr Sven Schwarzbach AN
Frau Kerstin Wambach BRD
Frau Petra von Wick
BRD
Seite 296 von 430
Flughafen Köln/Bonn GmbH
293 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Gesellschafterver-
sammlung
MITGLIEDER
Herr Michael Drossert-Steltges Stadtwerke Bonn
GmbH
Herr Mirko Heid Stadtwerke Bonn
GmbH
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Geschäftsführung
Torsten Schrank 353.000
Johan Vanneste 599.000
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwal-
tungsräten nach Geschlecht
Dem Aufsichtsgremium der Gesellschaft gehören von den insgesamt 16 Mitgliedern 4
Frauen an (Frauenanteil: 25 %). Damit wird der im § 12 Absatz 1 LGG (Landesgleichstel-
lungsgesetz) geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von 40 % unterschritten.
Die Gesellschafterversammlung hebt die Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat von
26,6% auf 33,3% (ein Drittel) für die Zeit bis zum 31. Dezember 2022 an. Für die darauffol-
gende Periode ist ein Frauenanteil von 40% vorgesehen. Für den Frauenanteil in d er Ge-
schäftsführung haben die Gesellschafter mit Beschluss vom 23. Juni 2021 eine Zielgröße
von 50% festgelegt. Die Regelung gilt bis zum 30. Juni 2026.
Vorliegen eines Gleichstellungsplanes nach § 2 Absatz 2 und § 5 LGG
Die Ziele des Gesetzes zur Gleichs tellung von Frauen und Männern für das Land
Nordrhein-Westfalen (Landesgleichstellungsgesetz -LGG) werden in der Gesell-
schaft beachtet. Das Vorliegen eines Gleichstellungsplan nach § 5 LGG ist nicht be-
kannt.
Seite 297 von 430
Flugplatzgesellschaft Hangelar mbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 294
Flugplatzgesellschaft Hangelar mbH
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Richthofenstraße 130
53757 Sankt Augustin-Hangelar
(0 22 41) 20 20 10
(0 22 41) 2 87 72
flugplatz.hangelar@edkb.de
www.flugplatz-hangelar.de
Unternehmensgegen-
stand
Gegenstand des Unternehmens ist die Förderung des Flug-
sports durch die Bereitstellung des Flugplatzes in Sankt Au-
gustin.
Zweck der Beteiligung Am 08.05.1953 beschloss der Rat der Bundesstadt Bonn den
Beitritt zur FlughafenGesellschaft Hangelar. Die luftsporttrei-
benden Kreise und die einschlägigen Vereine im Raum Bonn
waren sehr interessiert an der Gründung einer Gesellschaft,
die den früheren Flughafen Hangelar für den Flugsportbetrieb
bereithielt. Der Re gierungspräsident als Schirmherr der Luft-
sportverbände war an die Kreise und Gemeinden herangetre-
ten und hatte die Gründung einer Flughafengesellschaft ange-
regt. Aufgrund der engen Verbindung der Bundesstadt Bonn
mit der Entwicklung und dem Betrieb des Luf tsports auf dem
Flugplatz Hangelar in der Vergangenheit erschien die Beteili-
gung der Bundesstadt Bonn an der Gesellschaft zweckmäßig
und vertretbar.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital ___________________________ 25.565 EUR
Gesellschafter Stadtwerke Bonn GmbH __________ 12.680,0 EUR (49,60%)
Rhein-Sieg-Kreis _________________ 9.816,8 EUR (38,40%)
Stadt Sankt Augustin _____________ 2.556,0 EUR (10,00%)
Fliegergemeinschaft Hangelar e.V ______ 511,0 EUR (2,00%)
Tochterunternehmen Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
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Flugplatzgesellschaft Hangelar mbH
295 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 879 952 -73
Umlaufvermögen 1.261 1.185 76
Rechnungsabgrenzungsposten - - -
Bilanzsumme 2.347 2.317 29
Passiva
Eigenkapital 961 975 -14
Sonderposten 187 197 -10
Rückstellungen 916 815 101
Verbindlichkeiten 136 165 -29
Rechnungsabgrenzungsposten 147 166 -19
Bilanzsumme 2.347 2.317 29
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 1.076 1.030 46
Sonstige betriebliche Erträge 28 27 1
Materialaufwand 123 146 -23
Personalaufwand 670 615 55
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
128 139 -11
Abschreibungen 108 107 0
Ergebnis vor Ertragssteuern -1 -39 38
Jahresergebnis -14 -37 23
Seite 299 von 430
Flugplatzgesellschaft Hangelar mbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 296
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 40,9 42,1 -1,2
Eigenkapitalrentabilität (in %) -1,2 -3,1 1,9
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 130,6 123,2 7,4
Verschuldungsgrad (in %) 1,2 1,2 0,1
Umsatzrentabilität (in %) -1,3 -3,6 2,3
Personalbestand 14 13 1
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Der Verkehrslandeplatz der Flugplatzgesellschaft Hangelar gilt als ein wichtiges Alleinstel-
lungsmerkmal der Region und ist ein unverzichtbarer Bestandteil der regionalen Identität,
Wirtschaft und Struktur. Er ist Zielort für viele erholungssuchende Bürgerinnen und Bürger
der Region.
Die wirtschaftliche Entwicklung der Flugpla tzgesellschaft ist weitgehend von der Zahl der
Starts und Landungen, der Provisionen, der Pachteinnahmen für Unterstellplätze, der Ge-
ländebenutzungsgebühren und der Vermietung von Freiflächen abhängig.
Im Geschäftsjahr 2021 ist die Zahl der Flugbewegungen gestiegen. Es wurden 80.052 Flug-
bewegungen registriert, was einem Anstieg von 4.732 Bewegungen = 6,3 % entspricht. Die
Anzahl der Motorstarts (ohne Motorsegler und UL-Flugzeuge) stieg um 667 auf 27.462 Starts
(= 54.924 Bewegungen). Die Bewegungen der Motorsegler, des Ultraleichtflugs und der Se-
gelflüge ist von 21.730 um 3.398 auf 25.128 gestiegen. Die Motorflüge (ohne Motorsegler)
verteilen sich auf den gewerblichen und nichtgewerblichen Verkehr wie im Vorjahr etwa im
Verhältnis von 9/11.
Die Erlöse aus Landegebühren haben sich im Berichtsjahr um rd. 30 TEUR erhöht. Die Ein-
nahmen aus Hallenvermietung betrugen im Berichtsjahr 300 TEUR. Sie sind gegenüber dem
Vorjahr um 9 TEUR = 3,2 % gestiegen. Die Entgelte für die Nutzung der Infrastruktur sind
gegenüber dem Vorjahr von 132 TEUR auf 135 TEUR gestiegen.
Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr von 1.029 TEUR um 47 TEUR auf
1.076 TEUR erhöht. Die sonstigen Erträge sind konstant geblieben (27 TEUR).
Der Materialaufwand hat sich aufgrund der geringeren Instandhaltungskosten um 23 TEUR
verringert. Die Personalaufwendungen sind um 56 TEUR auf 670 TEUR gestiegen. Die
sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 11 TEUR auf 128 TEUR gesunken.
Die Flugplatzgesellschaft hat in 2021 einen Jahresfehlbetrag von 14 TEUR erwirtschaftet.
Da im Vorjahr ein Jahresfehlbetrag von 37 TEUR erzielt wurde, hat sich das Jahresergebnis
um 23 TEUR verbessert.
Seite 300 von 430
Flugplatzgesellschaft Hangelar mbH
297 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Das Finanzergebnis hat sich aufgrund der Reduzierung des Zinsanteils aus der Zuführung
zur Rückstellung für die Pachte ndverpflichtung sowie der Tilgung eines Darlehens in 2020
verbessert.
Das wirtschaftliche Eigenkapital inklusive 70 % des Sonderpostens mit Rücklageanteil
macht 46,5 % (Vj. 48,1 %) der Bilanzsumme aus.
Chancen und Risiken
Die Geschäftsführung der Flugplatzgesellschaft erwartet, dass die coronabedingt gesunke-
nen Einnahmen bei den Landegebühren im Geschäftsreiseverkehr und bei den Provisionen
für Kraftstoffverkäufe wieder steigen werden. Die Flugplatzgesellschaft ist zuversichtlich,
dass sich die Flugbewegungen auf dem Niveau der vergangenen vier Jahre stabilisieren und
dadurch bei den Landegebühren sowie Provisionen zu einem akzeptablen Jahresergebnis
führen. Auch die Auslastung der verfügbaren Unterstellplätze sichert derzeit stabile Mietein-
nahmen. Voraussetzung bleibt dabei, dass die Attraktivität des Verkehrslandeplatzes als Sta-
tion für Geschäftsreisen und Luftfahrtgewerbe gewährleistet bleibt.
Die Sanierung der eigenen Boxenhallen und des landeseigenen Hangars (Landeshalle) wer-
den wegen der eingeb auten asbesthaltigen Baustoffe als Risiko angesehen. Auch die Be-
lastung durch die Pachtendverpflichtung wird weiterhin als mögliche Beeinträchtigung für die
wirtschaftliche Lage der Gesellschaft in Betracht gezogen.
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung MITGLIEDER
Herr Rainer Gleß
Herr Walter Wiehlpütz
(bis 31.12.2021)
Aufsichtsrat VORSITZ
Sebastian Schuster Rhein-Sieg-Kreis
1. STELLVERTRETUNG VORSITZ
Prof.Dr. Detmar Jobst Bundesstadt Bonn
MITGLIEDER
Herr Karl-Heinz Baumanns Rhein-Sieg-Kreis
Stellvertretung
Herr Frank Uhland (CDU)
Herr Bernd Heistermann
(ab 04.02.2021)
Stadt Sankt
Augustin
Stellvertretung
Herr Sascha Bäsch
Seite 301 von 430
Flugplatzgesellschaft Hangelar mbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 298
Herr Ingo Holdorf
(bis 19.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Dieter Schaper
(SPD)
Herr Prof. Dr. Detmar Jobst
(GRÜNE)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Frau Silke Uckermann
(GRÜNE)
Herr Martin Seelbach Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Frau Manuela Olschewski
Herr Karl Stiefelhagen Rhein-Sieg-Kreis
Herr Jürgen Wehlus (CDU)
(ab 21.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Reiner Burgunder
(CDU)
Herr Dirk Wittkamp Fliegergemein-
schaft Hangelar e.V
Stellvertretung
Herr Stefan Bitterle
Gesellschafterver-
sammlung
MITGLIEDER
Herr Stefan Bitterle
Fliegergemein-
schaft Hangelar e.V
Herr Andreas Nettesheim
Stadt Sankt
Augustin
Herr Dr. Mehmet Sarikaya Rhein-Sieg-Kreis
Herr Hansjörg Spielhoff Stadtwerke Bonn
GmbH
Stellvertretung
Herr Mirko Heid
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Geschäftsführung
Rainer Gleß 5.400
Walter Wiehlpütz 5.400
Seite 302 von 430
Flugplatzgesellschaft Hangelar mbH
299 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwal-
tungsräten nach Geschlecht
Dem Aufsichtsgremium der Gesellschaft gehören von den insgesamt 8 Mitgliedern 0 Frauen
an (Frauenanteil: 0 %). Damit wird der im § 12 Absatz 1 LGG (Landesgleichstellungsgesetz)
geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von 40 % unterschritten.
Seite 303 von 430
Das Beteiligungsportfolio
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 300
6.4.9 Wirtschaftsförderung/Stadtmarketing
Seite 304 von 430
Das Beteiligungsportfolio
301 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Seite 305 von 430
Tourismus & Congress GmbH Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 302
Tourismus & Congress GmbH Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Heussallee 11
53113 Bonn
(0228) 9 10 41 - 0
(0228) 9 10 41 - 46
info@bonn-region.de
www.bonn-region.de
Unternehmensgegen-
stand
Gegenstand des Unternehmens ist die Stärkung der Touris-
musregion Bonn / Rhein-Sieg / Ahrweiler, Entwicklung und Um-
setzung einer umfassenden Tourismus- und Eventwerbung. Zu
den Aufgaben gehören insbesondere
- Erhöhung des Bekanntheitsgrades und Herausstellung
der Vorzüge der Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler als at-
traktives Reiseziel.
- -Erstellung und Durchführung eines Marketingkonzeptes
für die Region Bonn / Rhein-Sieg /Ahrweiler.
- Gezielte Werbung in den Bereichen Städtetourismus,
Kongresswesen, Tagungen, Veranstaltungen aller Art, für
die Museumslandschaft und das Kultur- und Freizeitange-
bot der Region Bonn /Rhein-Sieg / Ahrweiler.
- Initiierung von Tagungen, Kongressen und Veranstaltun-
gen, die der Förderung des Fremdenverkehrs in der Re-
gion dienen.
- Verbesserung und Entwicklung der touristischen Ange-
bote der Region Bonn / Rhein-Sieg / Ahrweiler
- Vermittlungs- und Buchungsservice über ein modernes
EDV-System.
- Mitwirkung bei der Konzeption touristischer Infrastruktur.
- Durchführung von touristischen Leistungen.
- Beratung und Betreuung der touristischen Leistungsträ-
ger.
- Koordination von touristischen Veranstal tungen und Akti-
vitäten der Region.
Zweck der Beteiligung In einer im Jahr 1995 erstellten Tourismusstudie für die Region
Bonn/ Rhein-Sieg/Ahrweiler wurde die Gründung einer überre-
gionalen Tourismusorganisation empfohlen. Diese stellte die
Voraussetzung zur professionellen touristischen Vermarktung
Seite 306 von 430
Tourismus & Congress GmbH Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler
303 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
der Gesamtregion, zur Nutzung von Synergieeffekten und zu
einem effizienten Einsatz der Finanzmittel dar.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital ___________________________ 52.000 EUR
Gesellschafter Bundesstadt Bonn ______________ 20.020,0 EUR (38,50%)
Tourismus Förderverein Bonn/
Rhein-Sieg /Ahrweiler e. V. ________ 15.600,0 EUR (30,00%)
Rhein-Sieg-Kreis ________________ 10.140,0 EUR (19,50%)
Hotel- und Gaststätteninnung Bonn
und Rhein-Sieg-Kreis e.V. ___________ 3.120,0 EUR (6,00%)
Industrie- und Handelskammer Bonn/
Rhein-Sieg ______________________ 3.120,0 EUR (6,00%)
Tochterunternehmen Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Seite 307 von 430
Tourismus & Congress GmbH Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 304
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 21 29 -8
Umlaufvermögen 465 497 -32
Rechnungsabgrenzungsposten 2 1 1
Bilanzsumme 489 528 -39
Passiva
Eigenkapital 291 286 5
Sonderposten - - -
Rückstellungen 106 104 3
Verbindlichkeiten 91 138 -47
Rechnungsabgrenzungsposten - - -
Bilanzsumme 489 528 -39
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 128 273 -145
Sonstige betriebliche Erträge 838 978 -140
Materialaufwand 59 202 -143
Personalaufwand 507 509 -2
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
388 388 0
Abschreibungen 8 11 -3
Ergebnis vor Ertragssteuern 5 141 -135
Jahresergebnis 5 141 -135
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Tourismus & Congress GmbH Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler
305 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 59,6 54,2 5,4
Eigenkapitalrentabilität (in %) 1,9 49,2 -47,3
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 1.378,7 978,9 399,8
Verschuldungsgrad (in %) 0,7 0,8 -0,2
Umsatzrentabilität (in %) 4,3 51,6 -47,3
Personalbestand 13 15 -2
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Auch das Jahr 2021 ist weiterhin stark geprägt durch die Pandemie und deren starken Ein-
fluss auf die Umsatzerlöse der Gesellschaft. So kam es auch in 2021 zu einer veränderten
ITB in digitaler Form, wie auch zur Absage von Rhein in Flammen. Im Verlauf des Jahres
war ab Mitte des Jahres im Vergleich zu 2020 wieder eine Steigerung der touristischen Akti-
vitäten zu spüren, welche jedoch mit Eintreten der vierten Welle rapide gestoppt wurde.
Die T&C hat auch in 2021 kontinuierlich auf die jeweiligen Bedingungen reagiert, den Wirt-
schaftsplan in der Prognose immer wieder angepasst. Demnach war auch das Jahr 2021
komplett durch Kurzarbeit geprägt. Während in 2020 noch Förderzuschüsse, wie die So-
forthilfe und die November-/Dezemberhilfe realisiert werden konnten, war dies in 2021 nicht
mehr der Fall.
Weiterhin enthalten im Jahr 2021 ist die Förderperiode der T&C im Rahmen des Projek-
taufrufes „Touristisches Daten-Management NRW: offen, vernetzt, digital“.
Der Fokus der Marketingaktivitäten lag auch in 2021 darin, d en Bereich der Digitalisierung
voranzutreiben. Ziel war es, die Coronazeit zu nutzen, um sich digital zukunftsfähig zu ma-
chen und gleichzeitig weiterhin mit seinen Angeboten im Markt vertreten zu sein.
Ertragslage
Der Umsatz des Geschäftsjahres 2021 ist im Vergleich zum Wirtschaftsjahr 2020 gesunken,
was mit der Corona-Pandemie zusammenhängt und dem Wegfall von touristischen Leistun-
gen. Zudem waren in 2020 die ersten beiden Monate des Jahres noch nicht von Corona
beeinflusst.
Im Bereich der Betriebskosten zuschüsse sind diese einmal basierend auf der zusätzlichen
Förderung der Kampagne gestiegen. Grundsätzlich sind die Einnahmen des Fördervereins
im Vergleich zu der Zeit vor Corona wesentlich geringer.
Der Materialaufwand ist entsprechend gesunken. Die Pers onalkosten beinhalten die Kurz-
arbeit bis Dezember 2021. Insgesamt konnte für 2021 ein knapp positives Ergebnis von 5
TEUR erreicht werden.
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Tourismus & Congress GmbH Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 306
Allgemeine Chancen und Risiken
Deutschland bleibt wichtiges Reiseziel für Kurzurlaube, dabei ist das Potenzial fü r private
Städtereisen weiterhin hoch. Auch für ländliche Destinationen besteht ein Wachstumspoten-
zial. Bei der Inlandsnachfrage ergibt sich hierdurch ein verstärkter Wettbewerb der Städte
und Regionen untereinander.
Zum einen bietet die Digitalisierung d er Veranstaltungsbranche die Chance neuer Ge-
schäftsmodelle, zum anderen verändert sich langfristig auch das Buchungsverhalten im Be-
reich Touristik. Es werden zunehmend unterschiedliche digitale Informationsquellen genutzt
und nicht mehr ausschließlich eine zentrale Destinationswebseite.
Ein Branchenrisiko liegt im pandemiebedingten Personalmangel in der Hotellerie, der Gast-
ronomie, aber auch bei den touristischen Anbietern von Tagungen/Kongressen etc. Mit dem
Personalmangel verbunden ist neben der Mehrbelas tung der vorhandenen Belegschaften
auch eine Einschränkung des Angebotes für Kunden und Gäste.
Touristische Marktentwicklung steht stets in Abhängigkeit zur allgemeinen Wirtschaftskon-
junktur. Die Herausforderung besteht darin, den Tourismus im urbanen wie auch im ländli-
chen Umfeld widerstandsfähiger gegen wirtschaftliche Auswirkungen einer Pandemie als
auch den Folgen des Klimawandels aufzustellen.
Auswirkungen der Corona-Pandemie
Die vierte Welle mit seinen Auswirkungen bis in den Anfang 2022 hat allerdin gs den Start
2022 wieder stark beeinflusst. Die ITB als Präsenzveranstaltung wurde abgesagt und digital
durchgeführt. Die Veranstaltung Rhein in Flammen konnte erneut 2022 nicht stattfinden.
Ferner hat die zuvor beschriebene Entwicklung auch Einfluss auf die Fördersumme des För-
dervereins. Beide Faktoren wurden in die aktuellen Planungen mit einbezogen und analog
der letzten Jahre wurden Maßnahmen zur Konsolidierung ergriffen. Auch die Ukrainekrise
hat ebenfalls eine touristische Relevanz mit u.a. Auswirkung en auf Energiepreise in
Deutschland. Außerdem wirkt sie sich ebenfalls auf das Buchungsverhalten aus (Verunsi-
cherung im Markt). Dennoch konnte mit Blick auf die Folgemonate wieder eine Nachfrage -
und Buchungssteigerung verzeichnet werden, die sich dann auch positiv auf die Umsatzent-
wicklung der T&C auswirken wird.
Ferner hilft bei der Konsolidierung die REACT-EU-Förderung 2021 bis 2023 mit den Schwer-
punkten im Ausbau der digitalen Infrastruktur, dem dazu benötigten Content, sowie der
Marktforschung.
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung MITGLIEDER
Herr Udo Schäfer
Aufsichtsrat VORSITZ
Frau Katja Dörner (GRÜNE) Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Wolfgang Fuchs
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Tourismus & Congress GmbH Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler
307 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
1. STELLVERTRETUNG VORSITZ
Herr Sebastian Schuster Rhein-Sieg-Kreis
Stellvertretung
Herr Dr. Herrmann
Tengler
2. STELLVERTRETUNG VORSITZ
Herr Fritz Dreesen Tourismus
Förderverein
Bonn/Rhein-Sieg
/Ahrweiler e. V.
Stellvertretung
Herr Hendrik
Große-Pedekamp
MITGLIEDER
Herr Guido Deus (CDU)
(ab 21.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Frau Sabine Kramer
(CDU)
Herr Stefan Freitag (GRÜNE)
(ab 21.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Herr Herbert Kaupert (CDU)
(bis 20.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Stefan Freitag
(GRÜNE)
Herr Sebastian Kelm (CDU)
(bis 20.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Ralf Laubenthal
(SPD)
Herr Ralf Richard Rhein-Sieg-Kreis
Stellvertretung
Herr Hans-Joachim
Ewald
Herr Michael Schlösser Tourismus
Förderverein
Bonn/Rhein-Sieg
/Ahrweiler e. V.
Stellvertretung
Herr Christoph Becker
Seite 311 von 430
Tourismus & Congress GmbH Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 308
Herr Jürgen Sieger Hotel- und
Gaststätteninnung
Bonn und Rhein-
Sieg-Kreis e.V.
Stellvertretung
Herr Roberto Rosso
Frau Ruth Winterwerp-van den Elzen Industrie- und
Handelskammer
Bonn/Rhein-Sieg
Stellvertretung
Herr Prof. Dr. Stephan Wimmers
Gesellschafterver-
sammlung
MITGLIEDER
Frau Victoria Appelbe Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Michael Schütte
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Geschäftsführung
Udo Schäfer 110.000
Die Aufsichtsratmitglieder erhielten keine Bezüge.
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwal-
tungsräten nach Geschlecht
Gemäß § 12 Absatz 6 des Gesetzes über die Gleichstellung von Frauen und Männern für
das Land Nordrhein -Westfalen (Landesgleichstellungsgesetz – LGG) ist die Öffentlichkeit
über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwaltungsräten nach Geschlecht regelmä-
ßig in geeigneter Form zu unterrichten.
Dem Aufsichtsgremium in diesem Unternehmen gehören von den insgesamt 11 Mitgliedern
2 Frauen an (Frauenanteil: 18,18 %).
Damit wird der im § 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von 40
Prozent nicht erreicht/unterschritten.
Seite 312 von 430
Tourismus & Congress GmbH Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler
309 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Vorliegen eines Gleichstellungsplanes nach § 2 Absatz 2 und § 5 LGG
Gemäß § 5 Abs. 1, Satz 1 LGG ist die Erstellung eines Gleichstellungsplans erst bei einer
Beschäftigtenzahl von mindestens 20 erforderlich. Die Gesellschaft ist daher nicht zur Er-
stellung eines Gleichstellungsplans verpflichtet.
Seite 313 von 430
Zweckverband Naturpark Rheinland
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 310
Zweckverband Naturpark Rheinland
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Lindenstr. 20 (Löhrerhof)
50354 Hürth
02233-710077-0 bis -7
info@naturpark-rheinland.de
www.naturpark-rheinland.de
Zweck der Beteiligung (1) Der Verband hat die Aufgabe, im Rahmen seiner Maßnah-
meplanung das Verbandsgebiet unter Wahrung der Belange
von Natur und Landschaft sowie der biologischen Vielfalt für
die Erholung der Bevölkerung auszubauen und zu pflegen, den
umwelt- und sozialverträglichen Tourismus zu fördern und auf
eine nachhaltige Regionalentwicklung hinzuwirken.
(2) Ihm obliegen insbesondere:
a) die Betreuung des Naturparks nach § 44 Abs. 1 des Land-
schaftsgesetzes NRW
b) die Erstellung und Fortschreibung des Maßnahmeplanes im
Sinne des § 44 Abs. 2 des Landschaftsgesetzes NRW
c) die Erholungsplanung für das gesamte Verbandsgebiet - mit
Ausnahme der Planung der innerörtlichen Grün - und Erho-
lungsanlagen - auf der Grundlage des Maßnahmeplanes
d) die Koordinierung der Planung von Erholungsanlagen durch
Gemeinden und sonstige Dritte im Interesse einer einheitlichen
Naturpark- und Erholungsplanung im Verbandsgebiet
e) die Maßnahmen- und Ausführungsplanung sowie die Errich-
tung der Erholungsanlagen, die der Verband im Einzelfall auf
Dritte übertragen kann.
Die Bauleitplanung der Gemeinden bleibt unberührt.
f) die Unterhaltung und der Betrieb der Tageserholun gsanla-
gen, die der Verband auf Dritte übertragen kann
g) die Beratung und Betreuung für nicht zum Verbandsgebiet
gehörende Erholungsanlagen aufgrund von besonderen Ver-
einbarungen
h) Maßnahmen, die der Erhaltung, Entwicklung oder Wieder-
herstellung einer dur ch vielfältige Nutzung geprägten Land-
schaft und ihrer Arten- und Biotopvielfalt dienen und in denen
zu diesem Zweck eine dauerhaft umweltgerechte Landnutzung
angestrebt wird
Seite 314 von 430
Zweckverband Naturpark Rheinland
311 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
i) die Förderung eines breiten Umweltbewusstseins durch Um-
weltbildung, Informations- und Öffentlichkeitsarbeit
Zur Wahrnehmung dieser Aufgaben soll sich der Zweckver-
band der vorhandenen sächlichen und personellen Mittel der
einzelnen Mitglieder oder der Gemeinden bedienen. Die Auf-
gaben zu e) - h) sollen von dem Zweckverband nur durchge-
führt werden, wenn es sich um überörtliche Aufgaben handelt
oder die belegene Gemeinde oder Dritte zu ihrer Übernahme
nicht bereit oder in der Lage sind.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital __________________________ 108.000 EUR
Mitglieder Rhein-Erft-Kreis
Stadt Köln
Bundesstadt Bonn
Kreis Euskirchen
Rhein-Sieg-Kreis
RWE Power AG
Tochterunternehmen Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
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Zweckverband Naturpark Rheinland
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 312
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
IST
12/2020
IST
12/2019
ABWEICHUNG
IST
12/2020-12/2019
Aktiva
Anlagevermögen 917 961 -44
Umlaufvermögen 687 652 35
Rechnungsabgrenzungsposten 1 1 0
Bilanzsumme 1.605 1.614 -9
Passiva
Eigenkapital 576 591 -15
Sonderposten 299 323 -24
Rückstellungen 65 58 6
Verbindlichkeiten 463 418 45
Rechnungsabgrenzungsposten 203 224 -21
Bilanzsumme 1.605 1.614 -9
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
IST
12/2020
IST
12/2019
ABWEICHUNG
IST
12/2020-12/2019
Umsatzerlöse 1.585 1.381 204
Sonstige betriebliche Erträge 9 14 -4
Materialaufwand 441 328 113
Personalaufwand 826 748 78
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
308 379 -72
Abschreibungen 47 47 -1
Ergebnis vor Ertragssteuern -15 -113 98
Jahresergebnis -15 -113 98
Seite 316 von 430
Zweckverband Naturpark Rheinland
313 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
KENNZAHLEN
IST
12/2020
IST
12/2019
ABWEICHUNG
IST
12/2020-12/2019
Eigenkapitalquote (in %) 35,9 36,6 -0,7
Eigenkapitalrentabilität (in %) -1,7 -12,4 10,7
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 131,2 95,1 36,1
Verschuldungsgrad (in %) 1,3 1,2 0,1
Umsatzrentabilität (in %) -0,9 -8,2 7,3
Personalbestand 5 5 0
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Vermögenslage - Aktiva –
Die Sachanlagen bilden mit 57,12% über die Hälfte der Vermögenswerte des Naturpark
Rheinland. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um ein Grundstück am Otto-Maigler-See
in Hürth und dem vom Bau - und Liegenschaftsbetrieb NRW gepachteten Kloster Burbach.
Die für die geschäftlichen Aktivitäten notwendigen Anschaffungen führten in 2020 nur in ge-
ringem Maße zu aktivierungspflichtigen Anlagenzugängen im Bereich der Betriebs- und Ge-
schäftsausstattung. Durch die deutlich höheren Abschreibungen hat sich das Anlagevermö-
gen im Vergleich zum Vorjahr um 4,54% verringert. Die Abschreibungsquote des Naturpark
Rheinland, die die Abschreibung des Anlagevermögens in das Verhältnis zum gesamten An-
lagevermögen stellt, beträgt zum Abschlussstichtag 5,08%. Daraus ergibt sich eine gesamte
Anlagenintensität von 57,13%.
Das Umlaufvermögen hat einen Anteil von 42,82% am Gesamtvermögen des Naturpark
Rheinland (Umlageintensität). Davon entfallen 36,70% auf die liquiden Mittel, die neben der
Finanzausstattung des Naturpark Rheinland auch die Finanzausstattungen zum Betrieb des
Naturparkzentrums an der Gymnicher Mühle und dem Naturpark Siebengebirge enth alten
Der hohe Bestand an liquiden Mitteln ist insofern von Bedeutung, als dass dadurch die not-
wendigen Eigenanteile für die Beantragungen von Fördermittel nachgewiesen werden kön-
nen. Darüber hinaus ist auch eine Vorfinanzierung der Fördermittel gewährleistet. Dies wird
auch deutlich an den ausgewiesenen öffentlich-rechtlichen Forderungen die einen Anteil von
11,52% am Umlaufvermögen einnehmen. Dabei handelt es sich um vorfinanzierte Förder-
mittel, die vom Land NRW rückwirkend erstattet werden.
Bei den aktiven Rechnungsabgrenzungen handelt es sich um im Voraus geleistete Zahlun-
gen für den Fuhrpark. Der Anteil am Gesamtvermögen beträgt 0,05%.
Schuldenlage - Passiva –
Die Passivseite der Bilanz gibt Auskunft über die Finanzierung des Vermögens. Sie gliedert
sich in Eigen- und Fremdkapital, geordnet nach deren Fälligkeiten. Ein hoher Eigenkapital-
anteil wirkt sich für den Zweckverband vorteilhaft aus, da dadurch die finanzielle Unabhän-
gigkeit maßgeblich gewährleistet wird. Ein hoher Fremdkapitalanteil hingegen ver ursacht
Zinsaufwendungen, die das Jahresergebnis belastet.
Seite 317 von 430
Zweckverband Naturpark Rheinland
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 314
Das Eigenkapital ist eine rechnerische Größe, die sich aus der Bilanzsumme abzüglich des
Fremdkapitals ergibt. Die Eigenkapitalquote 1, die das Eigenkapital in das Verhältnis zur
Bilanzsumme setzt, beläuft sich zum Abschlussstichtag auf 35,86%. Durch die Erweiterung
des Eigenkapitals um die Position der Sonderposten zu dem sogenannten wirtschaftlichen
Eigenkapital (Eigenkapitalquote 2), beträgt dieser zum Abschlussstichtag 54,47% der Bilanz-
summe.
Sonderposten sind Zuschüsse und Zuwendungen von Dritten, die für investive Maßnahmen
und unentgeltliche Überlassungen von Vermögensgegenständen eingesetzt werden. Sie
werden in den kommenden Haushaltsjahren entsprechend ihrer Nutzungsdauer der betroffe-
nen Vermögenswerte erfolgswirksam aufgelöst. Die Sonderposten betragen 18,61% der Bi-
lanzsumme. Bei den Sonderposten handelt sich um Zuweisungen zu den zahlreichen Inves-
titionen, die der Naturpark Rheinland im Rahmen seiner Projektarbeiten vorgenommen hat.
Die zum Bilanzstichtag gebildeten Rückstellungen haben zum Ziel, die Aufgrund der gege-
benen Ungewissheit möglichen Schulden abzudecken, die zwar dem Berichtszeitraum zu-
zurechnen sind, deren Höhe oder Fälligkeit derzeit aber noch unbestimmt sind. Für den
Zweckverband Naturpark Rheinland sind davon die Bereiche der nicht in Anspruch genom-
menen Urlaube respektive der angefallenen Überstunden und der zu erwartenden Neben-
kostenabrechnungen aus den Mietverträgen betroffen. Sie nehmen einen Anteil von 4,03%
vom Bilanzvolumen ein.
Die Verbindlichkeiten gliedert sich in die Bereiche der lang- und kurzfristigen Verbindlichkei-
ten. Unter die langfristigen Verbindlichkeiten fallen die Kredite aus Investitionen, die im Zu-
sammenhang mit dem Kloster Burbach stehen. Diese nehmen einen Anteil von 20,49% ein-
nehmen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten, zu denen im Wesentlichen die Verbindlichkeiten
aus den sogenannten Lieferungen und Leistungen zählen, haben einen Anteil von 8,38%.
Diese Verbindlichkeitsquote zeigt an, wieviel Prozent des Gesamtvermögens durch kurzfris-
tiges Fremdkapital finanziert ist.
Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen bezeichnet, die vor dem Ab-
schlussstichtag eingegangen sind und für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag einen Ertrag
darstellen. Dazu gehören aber auch die jeweiligen, vom Naturparkzentrum Gymnicher Mühle
und dem Naturpark Siebengebirge erzielten Jahresüberschüsse, die zur fortlaufenden Be-
wirtschaftung in das Folgejahr übertragen werden.
Ertragslage
Die Jahresrechnung gliedert sich in eine Ergebnis- und eine Finanzrechnung. Die Finanz-
rechnung behandelt die zahlungswirksamen Vorgänge, in der Ergebnisrechnung fließen Auf-
wendungen und Erträge ein – unabhängig davon, ob zahlungswirksam oder nicht. Das Er-
gebnis gibt die Eigenkapitalentwickl ung wieder. Die ordentlichen Erträge beliefen sich zum
Ende des Haushaltsjahr 2020 auf rd. 1.631.700EUR und die ordentlichen Aufwendungen auf
rd. 1.621.410EUR. Hierzu kam ein negativer Saldo aus der allgemeinen Finanzwirtschaft
von rd. 7.140EUR. Das Haushaltsjahr 2020 schloss der Naturpark Rheinland insgesamt mit
einem Jahresfehlbetrag von rd. 14.860EUR ab.
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Zweckverband Naturpark Rheinland
315 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Verbandsvorsteher/-in VERBANDSVORSTEHER/-IN
Herr Michael Kreuzberg Rhein-Erft-Kreis
Stellvertretung
Herr Günter Rosenke
Verbandsversammlung VORSITZ
Herr Wolfgang Maiwaldt (CDU)
(bis 21.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Diethelm Schneider
(GRÜNE)
MITGLIEDER
Herr Dipl. Ing. David Baier
(ab 22.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Frau Bettina Molly
Herr Dr. Stephan Eickschen (SPD)
(bis 21.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Ingo Holdorf
Herr Daniel Rutte (GRÜNE)
(ab 22.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Herr Dipl. Ing. Helmut Wiesner
(bis 21.01.2021)
Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Herr Dipl. Ing. David Baier
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwal-
tungsräten nach Geschlecht
Gemäß § 12 Absatz 6 des Gesetzes über die Gleichstellung von Frauen und Männern für
das Land Nordrhein -Westfalen (Landesgleichstellungsgesetz – LGG) ist die Öffentlichkeit
über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwaltungsräten nach Geschlecht regelmä-
ßig in geeigneter Form zu unterrichten.
Seite 319 von 430
Zweckverband Naturpark Rheinland
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 316
Vorliegen eines Gleichstellungsplanes nach § 2 Absatz 2 und § 5 LGG
Gemäß § 5 Abs. 1, Satz 1 LGG ist die Erstellung eines Gleichstellungsplans erst bei einer
Beschäftigtenzahl von mindestens 20 erforderlich. Die Gesellschaft ist daher nicht zur Er-
stellung eines Gleichstellungsplans verpflichtet.
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Zweckverband Naturpark Rheinland
317 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Seite 321 von 430
Das Beteiligungsportfolio
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 318
6.4.10 Wohnungswirtschaft/Immobilien
Seite 322 von 430
Das Beteiligungsportfolio
319 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Seite 323 von 430
Gemeinnützige Baugenossenschaft Sankt Augustin eG
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 320
Gemeinnützige Baugenossenschaft Sankt Augustin eG
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Kamillenweg 12
53757 Sankt Augustin
(0 22 41) 9 43 86 - 0
(0 22 41) 9 43 86 - 29
Unternehmensgegen-
stand
Zweck der Genossenschaft ist vorrangig eine gute, sichere und
sozial verantwortbare Wohnungsversorgung (gemeinnütziger
Zweck) der Mitglieder der Genossenschaft.
Die Genossenschaft kann Bauten in allen Rechts - und Nut-
zungsformen bewirtschaften, errichten, erwerben und be-
treuen. Sie kann im Bereich d er Wohnungsbewirtschaftung,
des Städtebaus und der Infrastruktur anfallende Aufgaben
übernehmen. Hierzu gehören Gemeinschaftsanlagen und
Folgeeinrichtungen, Läden und Räume für Gewerbebetriebe,
soziale, wirtschaftliche und kulturelle Einrichtungen und
Dienstleistungen.
Zweck der Beteiligung Die Beteiligung geht auf das Jahr 1994 zurück und unterstützte
somit die Errichtung von preiswertem Wohnraum für sozial-
schwache Bürger.
Auch heute noch bildet die Vermietung preisgünstiger Woh-
nungen den Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit des Unter-
nehmens, so dass die Bundesstadt Bonn ihre Beteiligung auf-
rechterhält.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Genossenschaftskapital _________________ 1.447.428 EUR
Mitglied Bundesstadt Bonn _____________ 285.600,0 EUR (19,76%)
Tochterunternehmen Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Seite 324 von 430
Gemeinnützige Baugenossenschaft Sankt Augustin eG
321 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 19.120 19.641 -521
Umlaufvermögen 2.840 2.345 495
Rechnungsabgrenzungsposten 3 1 2
Bilanzsumme 21.963 21.987 -24
Passiva
Eigenkapital 8.939 8.436 502
Rückstellungen 104 94 10
Verbindlichkeiten 12.921 13.457 -536
Bilanzsumme 21.963 21.987 -24
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 3.373 3.318 55
Sonstige betriebliche Erträge 65 79 -13
Materialaufwand 1.555 1.543 12
Personalaufwand 414 409 5
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
105 93 12
Abschreibungen 586 579 7
Ergebnis vor Ertragssteuern 668 519 149
Jahresergebnis 552 428 124
Seite 325 von 430
Gemeinnützige Baugenossenschaft Sankt Augustin eG
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 322
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 40,7 38,4 2,3
Eigenkapitalrentabilität (in %) 6,2 5,1 1,1
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 47,6 43,0 4,6
Verschuldungsgrad (in %) 1,5 1,6 -0,1
Umsatzrentabilität (in %) 16,4 12,9 3,5
Personalbestand 7 7 0
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Die Erhöhung der Umsatzerlöse ist auf die Neuvermietung sowie abgerechneter Betriebs -
und Heizkosten zurückzuführen. Die Ertragslage der Genossenschaft wird durch das Haus-
bewirtschaftungsergebnis bestimmt; sie ist auch für die Zukunft nachhaltig gesichert.
Die Gebäude (101 ) der Genossenschaft stammen aus den Baujahren 1954 bis 2019, und
umfassen (496) Wohnungen in unterschiedlicher Größe, Ausstattung und Mieten (bei rd. 33
Tqm Wohn- und Nutzfläche). Ein hoher Anteil der älteren Wohnungen wurde durch entspre-
chende Sanierungen und Modernisierungen den Veränderungen auf Wohnungsmarkt be-
reits angepasst. Im Geschäftsjahr sind rd. 512 TEUR für Instandhaltung und Modernisierung
aufgewendet worden. Von den 496 Wohnungen si1d 185 Wohnungen (ca. 37,3 %) mit öf-
fentlichen Mitteln gefördert und preisgebunden.
Die Gesellschaft weist zum 31.12.2021 ein Eigenkapital in Höhe von 8,8 Mio. EUR mit einem
Dividendenberechtigtem Geschäftsguthaben von 1,4 Mio.EUR aus.
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Vorstand
Herr Ralf Baldauf (geschäftsführend)
Herr Guido Casper (nebenamtlich)
Herr Marco Schliefer (nebenamtlich)
Aufsichtsrat VORSITZ
Frau Anke Riefers
STELLVERTRETUNG VORSITZ
Herr Klaus Schumacher
MITGLIEDER
Herr Edgar Bastian
Herr Karl-Heinz Braun
Herr Wilfried Firlus
Seite 326 von 430
Gemeinnützige Baugenossenschaft Sankt Augustin eG
323 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Herr Rainer Gleß
Herr Wolfgang Neunzig
Herr Hubert Nordhorn
Herr Heinz-Willi Schäfer
Mitgliederversammlung VERTRETERIN
Frau Manuela Olschewski
STELLVERTRETER
Herr Carsten Velewald
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwal-
tungsräten nach Geschlecht
Gemäß § 12 Absatz 6 des Gesetzes über die Gle ichstellung von Frauen und Männern für
das Land Nordrhein -Westfalen (Landesgleichstellungsgesetz – LGG) ist die Öffentlichkeit
über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwaltungsräten nach Geschlecht regelmä-
ßig in geeigneter Form zu unterrichten.
Dem Aufsichtsgremium in diesem Unternehmen gehören von den insgesamt 9 Mitgliedern 1
Frauen an (Frauenanteil: 11,11 %).
Damit wird der im § 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von 40
Prozent nicht erreicht/unterschritten.
Seite 327 von 430
Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft eG
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 324
Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft eG
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Im Krausfeld 33
53111 Bonn
(02 28) 60 45 8 - 0
(02 28) 60 45 8 - 19
info@gwg-bonn.de
www.gwg-bonn.de
Unternehmensgegen-
stand
Zweck der Genossenschaft ist die Förderung ihrer Mitglieder
vorrangig durch eine gute, sichere und sozial verantwortbare
Wohnungsversorgung. Die Genossenschaft kann Bauten in al-
len Rechts- und Nutzungsformen bewirtschaften, errichten, er-
werben, vermitteln und betreuen. Sie kann alle im Bereich der
Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, des Städtebaus und der
Infrastruktur anfallenden Aufgaben übernehmen. Hierzu gehö-
ren Gemeinschaftsanlagen und Folgeein richtungen, Läden
und Räume für Gewerbebetriebe, soziale, wirtschaftliche und
kulturelle Einrichtungen und Dienstleistungen. Beteiligungen
sind zulässig. Die Genossenschaft führt ihre Geschäfte nach
den Grundsätzen der Gemeinnützigkeit in der Tradition genos-
senschaftlichen Gedankengutes im Rahmen der Satzung.
Zweck der Beteiligung Die Beteiligung geht auf das Jahr 1899 zurück. Aufgrund einer
Empfehlung des Armenrates beteiligte sich die Stadt Bonn an
der damaligen Arbeitergenossenschaft und unterstützte somit
die Errichtung von preiswertem Wohnraum für sozialschwache
Bürger. Auch heute noch bildet die Vermietung preisgünstiger
Wohnungen den Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit des Un-
ternehmens, so dass die Bundesstadt Bonn ihre Beteiligung
aufrechterhält.
Seite 328 von 430
Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft eG
325 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Genossenschaftskapital ________ 2.918.380 EUR (1 Stimme)
Mitglieder Bundesstadt Bonn _______________ 782.690 EUR (26,82%)
Stadtwerke Bonn GmbH ____________ 119.105 EUR (4,08%)
Tochterunternehmen WBG Wohnungsbaugesellschaft
Bonn mbH _______________________ 511.291 EUR (100%)
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 29.832 30.243 -411
Umlaufvermögen 4.211 4.270 -59
Bilanzsumme 34.043 34.513 -470
Passiva
Eigenkapital 18.857 18.238 618
Rückstellungen 111 146 -35
Verbindlichkeiten 15.075 16.129 -1.053
Bilanzsumme 34.043 34.513 -470
Seite 329 von 430
Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft eG
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 326
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 6.900 6.872 28
Sonstige betriebliche Erträge 115 112 2
Materialaufwand 3.621 2.748 873
Personalaufwand 905 984 -79
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
363 412 -50
Abschreibungen 1.014 1.032 -18
Ergebnis vor Ertragssteuern 1.064 1.575 -511
Jahresergebnis 864 1.380 -516
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 55,4 52,8 2,6
Eigenkapitalrentabilität (in %) 4,6 7,6 -3
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 63,2 60,3 2,9
Verschuldungsgrad (in %) 0,8 0,9 -0,1
Umsatzrentabilität (in %) 12,5 20,1 -7,6
Personalbestand 9 9 0
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Die Verminderung des Betriebsergebnisses um 509 TEUR im Vergleich zum Vorjahr resul-
tiert im Wesentlichen aus den gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Aufwendungen für die
Hausbewirtschaftung, insbesondere für gestiegene Instandhaltungsaufwendungen. Aus
dem Jahresüberschuss von 864 TEUR wurden 620 TEUR im Rahmen der Vorwegzuweisung
den Anderen Ergebnisrücklagen zugeführt.
Der ausgewiesene Bilanzgewinn von 244 TEUR ermöglicht die Ausschüttung einer Divi-
dende von 4 % brutto. Das im Vorjahr prognostizierte Jahresergebnis für 2021von 108 TEUR
wurde deutlich übertroffen, weil nicht alle Inst andhaltungsmaßnahmen wie geplant ausge-
führt werden konnten. Insgesamt beurteilen wir die Entwicklung unserer Wohnungsgenos-
senschaft als gut im gegebenen Marktumfeld.
Seite 330 von 430
Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft eG
327 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Vorstand MITGLIEDER
Frau Anja Lorenz
Herr Axel Kappellen
Frau Katrin Wilbert
Aufsichtsrat VORSITZ
Herr Stefan Raetz (bis 20.09.2021)
Herr Taner Ekici (ab 06.10.2021)
MITGLIEDER
Herr Klaus Besier
(stellvertretender Vorsitzender bis 21.09.2021)
Herr Christoph Bresgen
Frau Dagmar Budde
Herr Bernhard Freisen (ab 20.09.2021)
Herr Uwe Feierabend
Herr Uwe Franzen
Herr Ernst-Peter Klein
Herr Marco Westphal
(stellvertretender Vorsitzender ab 06.10.2021)
Mitgliederversammlung MITGLIEDER
Herr Carsten Velewald
STELLVERTRETENDES MITGLIED
Frau Manuela Olschewski
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwal-
tungsräten nach Geschlecht
Gemäß § 12 Absatz 6 des Gesetzes über die Gleichstellung von Frauen und Männern für
das Land Nordrhein-Westfalen (Landesgleichstellungsgesetz – LGG) ist die Öffentlichkeit
über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwaltungsräten nach Geschlecht regelmä-
ßig in geeigneter Form zu unterrichten.
Dem Aufsichtsgremium in diesem Unternehmen gehören von den insgesamt 9 Mitgliedern 1
Frauen an (Frauenanteil: 11,11 %).
Damit wird der im § 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von 40
Prozent nicht erreicht/unterschritten.
Seite 331 von 430
Städtisches Gebäudemanagement Bonn
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 328
Städtisches Gebäudemanagement Bonn
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Berliner Platz 2
53111 Bonn
(0228) 77 - 2211
(0228) 77 - 2214
betriebsleitung.sgb@bonn.de
Unternehmensgegen-
stand
Der Zweck des Betriebes ist die bedarfsgerechte Versorgung
der Organisationseinheiten der Stadt Bonn mit Gebäuden,
Räumen und zugehörigen Grundstücken - bebauter Grundbe-
sitz der Stadt (wirtschaftliche Einheit) - unter betriebswirtschaft-
lich optimierten Bedingungen. Der Betrieb stellt insoweit sicher,
dass das von der Stadt Bonn einzubringende Vermögen zur
Erfüllung des jeweils öffentlichen Zwecks, für den es einge-
bracht wurde, genutzt werden kann. Im Rahmen der sachge-
rechten Bewirtschaftung wird der Betrieb insbesonder e in fol-
genden Bereichen tätig:
- Planung, Erstellung, Instandhaltung, Umbau, Ausbau und
Modernisierung sowie laufende Unterhaltung von Gebäu den
und baulichen Anlagen
- Energiemanagement
- Gebäudereinigung
- Hausmeisterdienste
- An- und Vermietung sowie An- und Verpachtung von Gebäu-
den und Grundstücken
- Grundstücksan- und –verkäufe
Der Betrieb ist auch dazu berechtigt alle sonstigen die Be-
triebszwecke fördernden Maßnahmen und Geschäfte zu täti-
gen. Er kann sich zur Erfüllung seiner Aufgaben Dritter bedie-
nen.
Die Versorgung der städt. Organisationseinheiten mit Gebäu-
den und zugehörigen Leistungen erfolgt entsprechend dem je-
weiligen Bedarf. Hierbei ist Kostentransparenz zu schaffen,
den für die städt. Aufgabener ledigung notwendigen Immobi-
lienbestand wirtschaftlich zu optimieren und die Betriebskosten
zu minimieren, unter Berücksichtigung der Gesamtinteressen
der Stadt Bonn, die gegebenenfalls von der Oberbürgermeis-
terin/dem Oberbürgermeister in Benehmen mit dem V erwal-
tungsvorstand festzulegen sind.
Seite 332 von 430
Städtisches Gebäudemanagement Bonn
329 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Zweck der Beteiligung Der Rat hat in seiner Sitzung am 24.07.2003 im Zusammen-
hang mit der Neuordnung der kommunalen Gebäudewirtschaft
die Verwaltung beauftragt, die bebauten städtischen Liegen-
schaften - zunächst mit Ausnahme der Gebäude der Sonder-
vermögen und Betriebe gewerblicher Art (wie: Theater, Kon-
gresswesen/ Gastronomie, öffentliche Bäder, Ver- und Entsor-
gungsanlagen, Einrichtungen der Altenpflege) zu gegebener
Zeit als Sondervermögen unter gleichzeitiger Zuordn ung der
anteiligen Fremdfinanzierung auf einen Betrieb zu übertragen,
der alle mit der Planung, dem Bau und Betrieb im Zusammen-
hang stehenden Aufgaben und Leistungen in einer zentralen
Einheit unter kaufmännischen Gesichtspunkten bündelt.
In der Folge hat der Rat am 11.12.2003 beschlossen, dass mit
Wirkung vom 01.01.2004 durch Zusammenführung verschie-
denster Organisationsbereiche (Teile der Liegenschaftsverwal-
tung, des Stadtbauamtes, des Service - und Reinigungsberei-
ches des Personal - und Organisationsamtes sowie Teile von
Organisationseinheiten weiterer Fachämter, überwiegend aus
den Bereichen Hausmeisterdienste und Hallen -betreuung)
eine eigenbetriebsähnliche Einrichtung unter dem Namen
"Städtisches Gebäudemanagement Bonn (SGB)" gegründet
wird. Gleichzeitig ist eine entsprechende Betriebssatzung für
diese eigenbetriebsähnliche Einrichtung beschlossen worden.
Die Aufgabenbündelung und die teilweise Übertragung des
Vermögens der bebauten, städtischen Liegensch aften sollen
u. a. dazu dienen,
- effektive Steuerungsmöglichkeiten durch Rat, Verwaltungs-
führung und Betriebs-leitung zu erreichen,
- eine "Komplett-Leistung" zu ermöglichen, d. h. alle Service-
leistungen rund um das nutzergerechte Vorhalten der Immobi-
lie für die nutzenden Einheiten aus einer Hand anzubieten,
- klare Leistungsbeziehungen zwischen Nutzer / Dienststellen
und zentraler Bewirtschaftungseinheit zu schaffen sowie
- Synergieeffekte, Kostentransparenz und Kostenzuordnung
(mittelfristig) zu erreichen.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital _______________________ 141.073.373 EUR
Tochterunternehmen Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Seite 333 von 430
Städtisches Gebäudemanagement Bonn
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 330
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
IST
12/2020
IST
12/2019
ABWEICHUNG
IST
12/2020-12/2019
Aktiva
Anlagevermögen 891.241 871.811 19.430
Umlaufvermögen 35.356 19.324 16.032
Rechnungsabgrenzungsposten - - -
Bilanzsumme 926.597 891.135 35.462
Passiva
Eigenkapital 281.317 283.608 -2.291
Sonderposten 499.872 471.714 28.158
Rückstellungen 13.750 2.353 11.397
Verbindlichkeiten 131.658 133.460 -1.803
Rechnungsabgrenzungsposten - - -
Bilanzsumme 926.597 891.135 35.462
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
IST
12/2020
IST
12/2019
ABWEICHUNG
IST
12/2020-12/2019
Umsatzerlöse 135.908 120.792 15.116
Sonstige betriebliche Erträge 15.623 14.763 860
Materialaufwand 104.628 92.241 12.387
Personalaufwand 26.551 24.200 2.351
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
5.371 2.893 2.478
Abschreibungen 24.319 23.388 931
Ergebnis vor Ertragssteuern -8.429 -7.941 -488
Jahresergebnis -8.728 -8.244 -484
Seite 334 von 430
Städtisches Gebäudemanagement Bonn
331 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
KENNZAHLEN
IST
12/2020
IST
12/2019
ABWEICHUNG
IST
12/2020-12/2019
Eigenkapitalquote (in %) 30,4 31,8 -1,4
Eigenkapitalrentabilität (in %) -1,1 -1,1 0,0
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 87,7 86,6 1,1
Verschuldungsgrad (in %) 0,5 0,5 0,0
Umsatzrentabilität (in %) -6,4 -6,8 0,4
Personalbestand 447 418 29
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Die Vielzahl der dem SGB übertragenen Aufgaben und Projekte bedeutet eine besondere
Herausforderung für die Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden des SGB. Daher lag auch
2020 der Fokus der Betriebsleitung darauf, die Leistungsfähigkeit zu erhalten und die Wirt-
schaftlichkeit und Effektivität des SGB weiter zu erhöhe n, um den Aufgaben und Erwartun-
gen aus Politik, Öffentlichkeit und Verwaltung gerecht zu werden. Dabei wurden auch die
Ergebnisse aus der Organisationsuntersuchung 2018 herangezogen.
Diese Herausforderungen ziehen die Notwendigkeit einer umfassenden Änderu ng der Or-
ganisationsstruktur nach sich, deren Grundlage in ersten Workshops in 2020 gelegt wurden.
Kleinere strukturelle Änderungen wurden aufgrund der Notwendigkeit in einzelnen Ge-
schäftsbereichen, z.B. durch die Neubildung von Teams, bereits vollzogen. N ach wie vor
bleibt die Herausforderung, dass das SGB wesentlichen externen Einflüssen unterliegt, die
es bei der Realisierung bzw. Verfolgung seiner Ziele nur bedingt beeinflussen kann. Darauf
wird an anderer Stelle im Lagebericht näher eingegangen.
Finanzierung von laufenden Aufwendungen und Investitionen
Die zur Aufgabenerfüllung notwendigen finanziellen Mittel wurden dem Betrieb im Rahmen
des Wirtschaftsplans 2020 als Betriebs- und Investitionskostenzuschuss zur Verfügung ge-
stellt. Im Wirtschaftsjahr 2020 wurden für die Durchführung von Baumaßnahmen Landesför-
derungen bewilligt.
Finanzlage
Der laufende Liquiditätsbedarf wird bei Fälligkeit unmittelbar durch die Kämmerei gedeckt.
Die erforderliche Liquidität für fällige Tilgungsleistungen wird im Wege de r Kapitalerhöhung
zur Verfügung gestellt. Die Zahlungsfähigkeit des SGB ist damit jederzeit sichergestellt.
Die Forderungen an die Stadt betragen zum Stichtag 31.12.2020 insgesamt 34.055 TEUR
(Vorjahr 17.756 TEUR). Darin enthalten ist eine Forderung gegenüber der Kämmerei in Höhe
von 26.826 TEUR (Vorjahr 10.448 TEUR).
Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe 834 TEUR (Vorjahr 963 TEUR) beziehen
sich auf debitorische Kreditoren (Gutschriften von Kreditoren).
Seite 335 von 430
Städtisches Gebäudemanagement Bonn
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 332
Die Quote des wirtschaftlichen Eigenkapitals (Eigenkapital und Sonderposten für Investiti-
onszuschüsse) beträgt zum 31.12.2020 insgesamt 84,3 % (Vorjahr 84,8 %). Sie kann als
angemessen bewertet werden.
Insgesamt ist die Geschäftsentwicklung des SGB im Wirtschaftsjahr 2020 positiv verlaufen.
Die Fremdkapitalquote stellt sich wie folgt dar:
- mittel- und langfristig 11,1 % (Vorjahr 12,3 %)
- kurzfristig 4,6 % (Vorjahr 2,9 %)
Vermögenslage
Für Neu- und Erweiterungsbauten sowie für die entsprechenden Betriebs - und Geschäfts-
ausstattungen wurden 2020 insges amt 44.098 TEUR (Vorjahr: 39.163 TEUR) verausgabt.
Abschreibungen und Abgänge betrugen insoweit 24.949 TEUR (Vorjahr 23.920 TEUR).
Die Anlagenintensität liegt bei 96,2 % (Vorjahr 97,8 %).
Chancen und Risiken der weiteren Entwicklung
Der Doppelhaushalt der Bundesstadt Bonn 2019/20 einschließlich der mittelfristigen Ergeb-
nis und Finanzplanung und der ersten und zweiten Fortschreibung des Haushaltssiche-
rungskonzeptes bis zum Jahr 2024 wurde in der Ratssitzung am 09.10.2018 und 28.03.2019
verabschiedet. Nach dem Entwurf des Jahresabschlusses der Stadt Bonn wurde in 2019 ein
Überschuss von 9,9 Mio. EUR erwirtschaftet. Geplant war für das Jahr 2019 ein Defizit von
rd. 41,9 Mio. EUR. Im Entwurf der dritten Fortschreibung des Haushaltssicherungskonzeptes
wird für da s Jahr 2020 weiterhin von einem Defizit von rd. 45,7 Mio. EUR ausgegangen.
Dieser Fehlbetrag muss durch Inanspruchnahme der Allgemeinen Rücklage ausgeglichen
werden.
Für die Jahre 2021, 2023 und 2024 wird ein echter Haushaltsausgleich erwartet. In den Jah-
ren 2022 und 2025 ergeben sich in der Planung Fehlbeträge bei der Stadt Bonn, die nur
durch Entnahmen aus der Ausgleichrücklage gedeckt werden können.
Im Lagebericht des SGB für das Wirtschaftsjahr 2019 wurde für das Wirtschaftsjahr 2020
ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 8,80 Mio. EUR prognostiziert. Der tatsächliche Jahresfehl-
betrag liegt bei 8,73 Mio. EUR und somit um 70 TEUR niedriger, als die Prognose aus 2019.
Für das Jahr 2021 wird von einem Fehlbetrag in Höhe von 8,74 Mio. EUR ausgegangen.
Mit dem Wirtschaftsplan 2020 wurden unter Berücksichtigung der Haushaltslage der Stadt
Bonn alle unabdingbaren notwendigen finanziellen Mittel für die Sanierung und Instandset-
zung der Gebäude bereitgestellt.
Für das Jahr 2021 wird von einem negativen Ergebnis in Höhe von ca. 8,74 Mio. EUR aus-
gegangen, da die Tilgungen von Kreditverbindlichkeiten nicht im Betriebskostenzuschuss
berücksichtigt werden. Die Mittel, die zur Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditin-
stituten im Jahr 2021 notwendig sind, werden übertragen. Die Übertragung erfolgt als Kapi-
talerhöhung zum 01.01.2021 mit einem Gesamtwert in Höhe von 7.216.250 EUR.
Risiken liegen in den absehbaren und zum Teil auch bereits formulierten Herausforderungen
im Bereich des Kita-Baus, der Schulen (Stichwort: Rückk ehr von G8 zu G9) mit der Schaf-
fung von zusätzlichen 63 Klassenräumen in Bonn und Großprojekten im Bereich der Kultur
Seite 336 von 430
Städtisches Gebäudemanagement Bonn
333 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
(Stichwort: Oper, Stadthalle Bad Godesberg usw.). Nicht zu vernachlässigen ist auch der
Instandsetzungsbedarf der Sportstätten im Rahmen d es Sportentwicklungskonzeptes die
Diskussion um die Sanierung des Stadthauses sowie der Stadthalle Bad Godesberg.
Vor diesem Hintergrund laufen nach wie vor umfangreiche Personalaufstockungen und die
entsprechenden Anpassungen der Personalkapazitäten. Dies e ziehen Modifikationen der
Strukturen innerhalb des Städtischen Gebäudemanagements aufgrund der Anforderungen,
die sich aus der Organisationsuntersuchung und dem Personalzuwachs durch Bildung neuer
Teams ergeben, nach sich.
Zwar wurde die seit 7 Jahren be stehende Vakanz der Stelle der Betriebsleitung durch Ge-
winnung eines neuen Betriebsleiters Ende 2019 beendet, allerdings blieb die Betriebsleitung
in 2020 insgesamt nicht vollständig besetzt, da die langjährige stv. Betriebsleiterin ausge-
schieden ist; die Stelle blieb in 2020 vakant. Sie wurde allerdings zum 01.03.2021 besetzt.
In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass die notwendigen Personalkapazi-
täten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt weder in dem notwendigen Umfang noch in der
erforderlichen Zeit zu gewinnen sind, sondern es vielfältiger Anstrengungen bedarf, um diese
für die künftigen Aufgaben zu generieren. Außerdem ist allerdings zu beobachten, dass zu-
nehmend auch Verwaltungskräfte mit höheren Qualifikationen schwerer zu gewinnen sind;
hier spielt oftmals das Tarifgefüge des öffentlichen Dienstes eine Rolle.
Darüber hinaus spielen auch die Auswirkungen der Corona -Pandemie eine Rolle bei der
Aufgabenwahrnehmung durch das SGB. So sind erhebliche Mehraufwendungen zu ver-
zeichnen, z. B. durch verst ärkte Reinigungs - und Hygieneaufwendungen im Bereich der
Schulen, Kitas und Dienstgebäude. Durch den städtischen Betriebskostenzuschuss werden
diese gleichwohl abgedeckt.
Aufgrund der in den unterschiedlichsten Bereichen des SGB relevanten Quarantäne -Maß-
nahmen, der Kontaktreduzierungen, der Lockdowns, war eine Verlangsamung der Prozesse
zu verzeichnen, die daraus erwuchsen, dass persönliche Treffen nicht oder nur sehr einge-
schränkt möglich waren und die sukzessive Ausweitung der Videokonferenzen diese Abstim-
mungsprozesse nicht gänzlich ersetzen konnten. Dies kann zwar nicht pekuniär einge-
schätzt werden, führte aber zu einer Verlangsamung der komplexen Abstimmungsprozesse
des SGB mit seinen externen Partnern.
Insgesamt liegen Risiken für das SGB vor allem in:
- der quantitativen Überforderung durch die stetig anwachsende Zahl an laufenden, künfti-
gen und zusätzlichen (Groß -) Projekten, damit einher geht auch das Risiko, Förderpro-
gramme in den vorgegebenen Förderzeiträumen nicht umsetzen zu können,
- der Schwierigkeit, Fachkräfte über den allgemeinen Arbeitsmarkt im erforderlichen Umfang
und Zeitraum zu gewinnen bzw. im SGB zu halten (Fluktuation),
- dem weiterhin boomenden Bausektor, da die Ausschreibungsverfahren oftmals keine oder
unwirtschaftliche Ergebnisse zeitigen,
- dem Sanierungsrückstand in den städt. Liegenschaften.
Weitere Chancen und Risiken sind derzeit nicht erkennbar.
Seite 337 von 430
Städtisches Gebäudemanagement Bonn
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 334
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Betriebsleitung BETRIEBSLEITUNG
Herr Lutz Leide
Zuständiger Betriebsauschuss für das Städtische Gebäudemanagement ist der
Betriesbsausschuss für das SGB. Die (aktuelle und historische) Zusammensetzung des
Betriebsausschusses ist dem Bonner Ratsinformationssystem zu entnehmen.
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Betriebsleitung
Lutz Leide 190.000
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Die Mitglieder des Betriebsausschusses erhalten keine Bezüge von dem Eigenbetrieb.
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Städtisches Gebäudemanagement Bonn
335 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Seite 339 von 430
Vereinigte Bonner Wohnungsbau AG
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 336
Vereinigte Bonner Wohnungsbau AG
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Baunscheidtstr. 15
53113 Bonn
(0228) 91 58-0
(0228) 91 58-137
info@vebowag.de
www.vebowag.de
Unternehmensgegen-
stand
Die öffentliche Zwecksetzung (gemäß § 108 Abs. 3 Nr. 2 GO
NRW) der Vereinigte Bonner Wohnungsbau Aktiengesellschaft
ist in der Satzung festgeschrieben. Danach ist vorrangiger Ge-
sellschaftszweck eine sichere, sozial v erantwortliche Woh-
nungsversorgung breiter Schichten der Bevölkerung im Sinne
des Wohnungsbaurechts (gemeinnütziger Zweck).
Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung, Betreuung,
Bewirtschaftung und Verwaltung von Bauten in allen Rechts -
und Nutzungsformen für eigene und für fremde Rechnung.
Die Gesellschaft kann Grundstücke erwerben, belasten, ver-
äußern, Erbbaurechte ausgeben und erwerben sowie Gemein-
schaftsanlagen und Folgeeinrichtungen, Läden und Gewerbe-
bauten errichten und auch Dienstleist ungen bereitstellen und
die Durchführung städtebaulicher Maßnahmen im Zusammen-
hang mit der Entwicklung oder Erneuerung von Wohngebieten
wahrnehmen.
Zweck der Beteiligung Die Vereinigte Bonner Wohnungsbau Aktiengesellschaft ent-
stand im Jahr 1970 durch Ver schmelzung der "Gemeinnützi-
gen Bonner Wohnungsbau Aktiengesellschaft (Gründung
1950), der „Gemeinnützigen Bau- und Wohnung-GmbH Beuel"
(Gründung 1949) und dem "Gemeinnützigen Bauverein GmbH
Bad Godesberg" (Gründung 1918).
Die Gründung der „Gemeinnützigen Bonner Wohnungsbau Ak-
tiengesellschaft“ im Jahr 1950 basierte auf umfangreichen
Bauvorhaben der Bundesregierung im Bonner Stadtgebiet.
Der Wohnungsbau sollte ausschließlich an gemeinnützige
Wohnungsgesellschaften vergeben werden. Die Gemeinnüt-
zige Bonner Wohnungsbau Aktiengesellschaft wurde nicht zu-
letzt deshalb gegründet, um die Vergabe der Bauaufträge an
Seite 340 von 430
Vereinigte Bonner Wohnungsbau AG
337 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
auswärtige gemeinnützige Genossenschaften und Gesell-
schaften zu verhindern und die Bonner Wirtschaft an der
Vergabe von Bauaufträgen der Bundesregierung zu beteiligen.
Durch die kommunale Neugliederung des Raumes Bonn im
Jahr 1969 (Bonngesetz) gingen die Beteiligungen der Städte
Bad Godesberg und Beuel auf die Stadt Bonn über.
Um auf den Wohnungsbaumarkt und den Wohnungsmarkt ein-
wirken zu können, sollte diese über ein leistungsfähiges Woh-
nungsunternehmen verfügen.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Aktien ________________ 26.368.000 EUR (515.000 Stücke)
Aktionäre Bundesstadt Bonn ____________ 24.348.211 EUR (92,34%)
Tochterunternehmen VEBOFUTUR GmbH ______________ 174.000 EUR (100%)
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 331.121 318.809 12.312
Umlaufvermögen 28.853 23.515 5.338
Rechnungsabgrenzungsposten 396 268 128
Bilanzsumme 360.370 342.592 17.778
Passiva
Eigenkapital 80.795 75.384 5.411
Rückstellungen 4.380 3.613 767
Verbindlichkeiten 245.731 239.583 6.149
Rechnungsabgrenzungsposten 12.540 7.089 5.451
Bilanzsumme 360.370 342.592 17.778
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Seite 341 von 430
Vereinigte Bonner Wohnungsbau AG
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 338
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 50.814 48.227 2.586
Sonstige betriebliche Erträge 1.061 1.378 -316
Materialaufwand 26.682 24.748 1.934
Personalaufwand 4.579 4.616 -37
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
2.171 2.103 68
Abschreibungen 7.420 7.073 347
Ergebnis vor Ertragssteuern 8.823 7.901 922
Aufwendungen aus
Gewinnabführung
420 420 0
Jahresergebnis 6.462 5.378 1.084
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 22,4 22,0 0,4
Eigenkapitalrentabilität (in %) 6,6 5,8 0,8
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 90,2 90,6 -0,4
Verschuldungsgrad (in %) 3,3 3,3 -0,1
Umsatzrentabilität (in %) 12,7 11,2 1,5
Personalbestand 76 73 3
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Die Gesellschaft war in dem Berichtsjahr in den Bereichen Immobilienmanagement und
Wohnungsbewirtschaftung tätig.
Die Gesellschaft weist 2021 einen Jahresüberschuss von 6.462 TEUR (Vj. 5.377 TEUR)
aus.
Nach Einstellungen in Rücklagen verbleibt ein Bilanzgewinn i.H.v. 3, Mio. EUR (Vj. 2,6
Mio.EUR).
Das Jahresergebnis wurde maßgeblich durch die Entwicklung der Nettomieten positiv be-
einflusst. Im Wesentlichen schlagen sich h ier der Vermietungsbeginn der Neubauobjekte,
die ganzjährigen Auswirkungen aus den erstmaligen Vermietungen und Mietanpassungen,
die im Vorjahr nur zeitanteilig zum Tragen kamen, Mietanpassungen zur ortsüblichen Ver-
gleichsmiete bei Mieterwechsel sowie bei Auslauf von Belegungsbindungen und Mieterhö-
hungen entsprechend der Förderbestimmungen zur Verbesserung der Ertragslage i.H.v. 1,8
Mio.EUR bei.
Seite 342 von 430
Vereinigte Bonner Wohnungsbau AG
339 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Die Investitionen in den Bestand des Unternehmens – bestehend aus Aufwendungen für
Instandhaltung, geplante Instandsetzungsmaßnahmen, Modernisierung und Neubau sowie
Ankauf - betrugen im Berichtsjahr 31.369 TEUR (Vj. 33.553 TEUR) und verteilen sich auf
Neubauinvestitionen und Bestandzukäufe 19.661 TEUR (Vj. 22.078 TEUR) sowie 7.535
TEUR (Vj. 6.530 TEUR) auf die laufe nde Instandhaltung und zu 4.088 TEUR (Vj. 4.410
TEUR) auf umfangreiche Instandsetzungsmaßnahmen.
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Vorstand
Herr Dr. Michael Kleine-Hartlage
Aufsichtsrat VORSITZ
Frau Karin Robinet (GRÜNE)
STELLVERTRETUNG VORSITZ
Herr Dieter Schaper (SPD) (bis 11.08.2021)
Frau Gieslint Grenz (ab 11.08.20219)
Herr Frank Wilbertz
MITGLIEDER
Herr Marc Dittmann
Herr Günter Dorschu
Frau Elke Gerner-Klip
Herr Alfred Giersberg (CDU) (bis 11.08.2021)
Herr Georg Goetz (bis 11.08.2021)
Frau Barbara Ingenkamp (bis 11.08.2021)
Frau Birgitta Jackel (CDU) (bis 11.08.2021)
Herr Prof. Dr. Detmar Jobst (GRÜNE) (bis
11.08.2021)
Herr Achim Kansy (FDP) (bis 11.08.2021)
Herr Reiner Koenigs
Herr Peter Kox (SPD)
Frau Carolin Krause
Herr Norbert Krey
Herr Jan Lechner (CDU)
Herr Torben Leskien (CDU) (ab 11.08.2021)
Herr Andreas Remmen
Herr Holger Schmidt (DIE LINKE)
Herr Johannes Schott (ab 11.08.2021)
StRM Herr Achim Schröder (FDP) (ab 11.08.2021)
Frau Dr. Annette Standop (GRÜNE) (ab 11.08.2021)
Frau Marine Tillmann-Eckert (ab 11.08.2021)
Herr Rainer Virnich
Frau Friederike von Arnim (Volt) (ab 11.08.2021)
Seite 343 von 430
Vereinigte Bonner Wohnungsbau AG
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 340
Frau Feyza Yildiz (ab 11.08.2021)
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Vorstand
Michael Kleine-Hartlage 218.946
Aufsichtsrat
Karin Robinet 1.234,92
Dieter Schaper (bis 11. August 2021) 328,78
Gieslint Grenz (ab 11. August 2021) 534,98
Frank Wilbertz 534,98
Marc Dittmann 782,42
Günter Dorschu 287,54
Elke Gerner-Kilp 534,98
Alfred Giersberg (bis 11. August 2021) 205,06
Georg Goetz (bis 11. August 2021) 205,06
Barbara Ingenkamp (bis 11. August 2021) 205,06
Birgitta Jackel (bis 11. August 2021) 452,50
Prof. Dr. Detmar Jobst (bis 11. August 2021) 205,06
Achim Kansy (bis 11. August 2021) 82,84
Reiner Koenigs (bis 11. August 2021) 205,06
Peter Kox 534,98
Carolin Krause 782,42
Norbert Krey 782,42
Jan Claudius Lechner 782,42
Torben Leskin (ab 11. August 2021) 247,44
Andreas Remmen 287,54
Holger Schmidt 329,92
Johannes Schott (ab 11. August 2021) 206,20
Achim Schröder (ab 11. August 2021) 329,92
Dr. Annette Standop (ab 11. August 2021) 329,92
Marina Tillmann-Eckert (ab 11. August 2021) 329,92
Rainer Virnich 782,42
Friederike von Arnim (ab 11. August 2021) 412,40
Feyza Yildiz (ab 11. August 2021) 329,92
Aus Pensionsverpflichtungen für frühere Mitglieder des Vorstandes und ihre Hinterbliebenen
bestehen zum Abschlussstichtag Rückstellungen für laufende Pensionen in Höhe von EUR
342.886,00. Dieser Personenkreis erhielt in 2021 Bezüge in Höhe von EUR 45.818,96.
Der Aufsichtsrat erhielt in 2021 eine Gesamtvergütung in Höhe von EUR 12.266,72. Die sich
auf die einzelnen Mitglieder wie vor verteilt.
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Seite 344 von 430
Vereinigte Bonner Wohnungsbau AG
341 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwal-
tungsräten nach Geschlecht
Gemäß § 12 Absatz 6 des Gesetzes über die Gleichstellung von Frauen und Männern für
das Land Nordrhein-Westfalen (Landesgleichstellungsgesetz – LGG) ist die Öffentlichkeit
über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwaltungsräten nach Geschlecht regelmä-
ßig in geeigneter Form zu unterrichten.
Dem Aufsichtsgremium in diesem Unternehmen gehören von den insgesamt 21 Mitgliedern
10 Frauen an (Frauenanteil: 47,6 %).
Vorliegen eines Gleichstellungsplanes nach § 2 Absatz 2 und § 5 LGG
Gemäß § 2 Absatz 2 LGG haben die Gemeinden und Gemeindeverbände beziehungsweise
ihre Vertreterinnen und Vertreter in den Unternehmensgremien bei der Gründung von Unter-
nehmen in Rechtsformen des privaten Rechts in unmittelbarer und mittelbarer Beteiligung
dafür Sorge zu tragen, dass die entsprechende Anwendung des LGG in der Unternehmens-
satzung verankert wird.
Gehört einer Gemeinde oder einem Gemeindeverband allein oder gemeinsam mit anderen
Gebietskörperschaften die Mehrheit der Anteile eines Unternehmens in einer Rechtsform
des privaten Rechts, wirken die Vertreterinnen und Vertreter darauf hin, dass in dem Unter-
nehmen die Ziele des LGG beachtet werden. Dies gilt sowohl für unmittelbare als auch für
mittelbare Beteiligungen. Für Unternehmen, die auf eine Beendigung ihrer Geschäftstätigkeit
ausgerichtet sind, findet § 2 Absatz 2 LGG keine Anwendung.
Seite 345 von 430
Das Beteiligungsportfolio
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 342
6.4.11 Sonstige
Seite 346 von 430
Das Beteiligungsportfolio
343 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Seite 347 von 430
Beteiligungsgesellschaft Bonn/Rhein-Sieg GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 344
Beteiligungsgesellschaft Bonn/Rhein-Sieg GmbH
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Kaiser-Wilhelm-Platz 1
53721 Siegburg
(0 22 41) 13 - 3272
(0 22 41) 13 - 2431
brs@rhein-sieg-kreis.de
www.rhein-sieg-kreis.de
Unternehmensgegen-
stand
Gegenstand des Unternehmens ist das Halten und Verwalten
von Beteiligungen, darüber hinaus die Unterstützung, Förde-
rung und der Ausbau der energie - und wasserwirtschaftlichen
Aktivitäten mit und in der Energie - und Wasserversorgung
Bonn/Rhein-Sieg GmbH, die Optimierung der Ver- und Entsor-
gungsstrukturen in der Region Bonn/Rhein-Sieg sowie die Ak-
quisition von Konzessionsverträgen und Netzen bei gleichzei-
tiger Gewährung von Gesch äftsanteilen an der Gesellschaft
unter Berücksichtigung kommunaler Interessen.
Zweck der Beteiligung Ein wesentlicher Grund für die Beteiligung der SWB ist die
Wahrnehmung der Möglichkeit, über die wechselseitige Betei-
ligung an der BRS, die wiederum mittelbar an der EnW beteiligt
ist, den gemeinsamen, regionalen Einfluss für die Region mit
dem Unternehmensstandort Bonn zu sichern und das ohnehin
bereits bestehende Zusammenwirken in den Bereichen der
Daseinsvorsorge zwischen der Bundesstadt Bonn und dem
Rhein-Sieg-Kreis zu vertiefen. Des Weiteren liegen gerade in
der Konstruktion der BRS mit ihrer Ausrichtung auf weitere
kommunale Partner und deren Bündelung über die BRS deut-
liche Entwicklungs- und Wertschöpfungschancen für die an der
BRS eingebundenen komm unalen Unternehmen (sog. Res-
sourcenpartner), insbesondere im Wasser - und Betriebsfüh-
rungsbereich.
Durch die mit dem Anteilserwerb verbundene – insbesondere
dann auch gesellschaftsrechtliche – Sicherung des kommuna-
len bzw. regionalen Einfluss wird zum einen der Unterneh-
mensstandort Bonn für die SWB selbst langfristig gestärkt als
auch Arbeits - und Ausbildungsplätze für die (insbesondere
auch aus der Region Bonn/Rhein-Sieg stammenden) Beschäf-
Seite 348 von 430
Beteiligungsgesellschaft Bonn/Rhein-Sieg GmbH
345 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
tigten der SWB bzw. deren Konzernunternehmen, insbeson-
dere die EnW, gesichert. Darüber hinaus wird die Existenz re-
gional ansässiger Unternehmen, die als Auftragnehmer für die
SWB/EnW agieren, unterstützt, was letztlich wirtschaftlich zu
einer Stärkung der Region führt.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital __________________________ 300.000 EUR
Gesellschafter Rhein-Sieg-Kreis _______________ 200.000,0 EUR (66,67%)
Stadtwerke Bonn GmbH __________ 50.000,0 EUR (16,67%)
Troikomm Kommunale
Verwaltungs- und Beteiligungs-
gesellschaft der Stadt Troisdorf ____ 50.000,0 EUR (16,67%)
Tochterunternehmen Stadtwerke Bonn Beteiligungs-
GmbH ________________________ 41.950,0 EUR (41,53%)
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 113.993 113.993 0
Umlaufvermögen 3.239 3.362 -123
Rechnungsabgrenzungsposten - - -
Bilanzsumme 117.232 117.355 -123
Passiva
Eigenkapital 53.221 48.973 4.249
Sonderposten - - -
Rückstellungen 279 150 129
Verbindlichkeiten 62.382 66.883 -4.500
Rechnungsabgrenzungsposten - - -
Bilanzsumme 117.232 117.355 -123
Seite 349 von 430
Beteiligungsgesellschaft Bonn/Rhein-Sieg GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 346
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 710 747 -37
Sonstige betriebliche Erträge 0 0 0
Materialaufwand 707 748 -41
Personalaufwand 11 10 0
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
48 33 15
Abschreibungen - - -
Ergebnis vor Ertragssteuern 10.101 11.054 -953
Jahresergebnis 9.979 10.909 -930
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 45,4 41,7 3,7
Eigenkapitalrentabilität (in %) 18,7 22,3 -3,6
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 46,7 43,0 3,7
Verschuldungsgrad (in %) 1,2 1,4 -0,2
Umsatzrentabilität (in %) 1.404,6 1.459,6 -55,0
Personalbestand 0 0 0
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Die Tätigkeit der Gesellschaft konzentriert sich auf das Halten und Verwalten von unmittel-
baren und mittelbaren Beteiligungen sowie in geringem Umfang auf einen eigenen Strom -
und Fernwärmevertrieb. Die Gesellschaft ist auf dem energie - und wasserwirtschaftlichen
Sektor tätig, weshalb die sich verändernden energiewirtschaftlichen Rahmen- und Marktbe-
dingungen mittelbare und unmittelbare Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gesell-
schaft haben.
Ergebnisbestimmend für das Geschäftsjahr 2021 war wiederum die von der Beteiligungsge-
sellschaft „Stadtwerke Bonn Beteiligungs-GmbH“ (SWBB) vereinnahmte Dividende in Höhe
von 11.619 T EUR, welche aufgrund der im Gesellschaftsvertrag der SWBB vereinbarten
Regelungen über die Gewinnverteilung im Wesentlichen an das wirtschaftliche Ergebnis der
Seite 350 von 430
Beteiligungsgesellschaft Bonn/Rhein-Sieg GmbH
347 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Energie- und Wasserversorgung Bonn/Rhein -Sieg GmbH (EnW) anknüpft. Dem Beteili-
gungsergebnis in Höhe von 11.619 TEUR stehen Finanzierungskosten des Beteiligungser-
werbs in Höhe von 1.463 TEUR gegenüber.
Darüber hinaus hat die BRS wie im Vorjahr Strom- sowie Fernwärmelieferungen getätigt. Mit
den Strom - und Fernwärmelieferungen wurden Umsatzerlöse, abzüglich Stromsteuer, in
Höhe von 710 TEUR erzielt, denen Aufwand für den Strom- und Fernwärmeeinkauf in Höhe
von insgesamt 707 TEUR gegenüberstehen.
Im Geschäftsjahr 2021 weist die BRS einen Jahresüberschuss von 9.979 TEUR (i.V. 10.909
TEUR) aus, welcher unter dem Ergebnis des Vorjahres liegt.
Chancen und Risiken
Die zentralen Risiken der Gesellschaft liegen in der Wertminderung ihrer Beteiligung und/o-
der in reduzierten oder gänzlich ausbleibenden Ausschüttungen. Nicht auskömmliche Aus-
schüttungen können auch die Fähigkeit der Gesellschaft zur Leistung des Kapitaldienstes
(Zins und Tilgung) beeinträchtigen.
Die Ergebnisse der Gesellschaft werden wesentlich durch den Geschäftsverlauf der SWBB
bzw. der EnW bestimmt, welche wiederum maßgeblich durch die gesetzlichen Rahmen- so-
wie die Preis- und Absatzbedingungen des Energie- und Wassermarktes bestimmt wird. Ins-
besondere wird die vertriebliche Positionierung der EnW im stärker werdenden Wettbewerb
einen Einfluss auf die Ergebnisse der BRS haben.
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung MITGLIEDER
Herr Tim Hahlen
Herr Jens Hülstede
Frau Dipl. Kauffrau Daniela Rupp Rhein-Sieg-Kreis
Verwaltungsrat 2. STELLVERTRETUNG VORSITZ
Herr Michael Söllheim (CDU)
MITGLIEDER
Herr Alexander Biber
Frau Nicole Männig-Güney (SPD) Rhein-Sieg-Kreis
Stellvertretung
Herr Denis Waldästl
Herr Sebastian Schuster Rhein-Sieg-Kreis
Stellvertretung
Frau Svenja Udelhoven
Herr Ingo Steiner Rhein-Sieg-Kreis
Stellvertretung
Herr Christian Gunkel (GRÜNE)
Herr Marco Westphal
Seite 351 von 430
Beteiligungsgesellschaft Bonn/Rhein-Sieg GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 348
Gesellschafterver-
sammlung
MITGLIEDER
Herr Peter Weckenbrock Stadtwerke Bonn
GmbH
Stellvertretung
Herr Bernd Nottbeck
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Geschäftsführung
Tim Hahlen 2.600
Jens Hülstede 2.600
Daniela Rupp 2.600
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwal-
tungsräten nach Geschlecht
Gemäß § 12 Absatz 6 des Gesetzes über die Gleichstellung von Frauen und Männern für
das Land Nordrhein-Westfalen (Landesgleichstellungsgesetz – LGG) ist die Öffentlichkeit
über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwaltungsräten nach Geschlecht regelmä-
ßig in geeigneter Form zu unterrichten.
Vorliegen eines Gleichstellungsplanes nach § 2 Absatz 2 und § 5 LGG
Gemäß § 5 Abs. 1, Satz 1 LGG ist die Erstellung eines Gleichstellungsplans erst bei einer
Beschäftigtenzahl von mindestens 20 erforderlich.
Seite 352 von 430
Beteiligungsgesellschaft Bonn/Rhein-Sieg GmbH
349 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Seite 353 von 430
Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 350
Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Winterstraße 19
50354 Hürth
(02233) 96 83 9 -100
(02233) 96 83 9 - 198
poststelle@cvua-rheinland.de
www.cvua-rheinland.de
Unternehmensgegen-
stand
Die Untersuchungsanstalt führt für das Land und die Kommu-
nen nach Maßgabe der gesetzlichen Regelungen Probenah-
men mit Ausnahme der Probenahmen, die von den Kreisord-
nungsbehörden durchgeführt werden, Untersuchungen und
Kontrollen auf dem Gebiet des Lebensmittel- und Futtermittel-
rechts, der Tierseuchenbekämpfung, der Tiergesundheit und
des Tierschutzes durch. Hierzu zählen auch Untersuchungen
von kosmetischen Mitteln, Bedarfsgegenst änden, Erzeugnis-
sen der Weinwirtschaft sowie Tabakerzeugnissen. Die in Satz
1 und 2 genannten Tätigkeiten umfassen auch die Erstellung
von Gutachten, Beurteilungen und Stellungnahmen, die in die-
sem Zusammenhang erforderlich sind.
In Angelegenheiten ihres Aufgabenbereichs, insbesondere in
Fragen der amtlichen Kontrolle, berät die Untersuchungsan-
stalt die Träger und, soweit dies die Satzung vorsieht, auch
Dritte.
Die Untersuchungsanstalt wirkt mit bei
- der Koordinierung und Durchführung europa-, bundes-,
landesweiter oder regionaler Untersuchungsprogramme,
- Anerkennungsverfahren für Qualitätsmanagementsysteme
in Laboratorien, die in der amtlichen Überwachung tätig
sind,
- der Kontrolle von Betrieben und
- der Aus- und Weiterbildung von Beschäftigten im Rahmen
ihres Aufgabenbereichs.
Die Untersuchungsanstalt führt im Rahmen ihrer Aufgaben
wissenschaftliche Entwicklungsarbeiten und Maßnahmen zur
Qualitätssicherung durch.
Seite 354 von 430
Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR
351 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Zweck der Beteiligung Mit Ratsbeschluss vom 08.09.2010 wurde der Überführung
des Leistungszentrums „Optimierter Laborbetrieb“ des Amtes
für Umwelt, Verbraucherschutz und lokale Agenda in die An-
stalt öffentlichen Rechts „CVUA Rheinland “ zugestimmt.
Grundlage dieser AöR ist das Gesetz zur Bildung integrierter
Untersuchungsanstalten für B ereiche des Verbraucherschut-
zes (IUAG NRW), einer sondergesetzlichen Regelung des
Landes.
Zum 01.01.2011 wurden die 4 kommunalen Untersuchungsein-
richtungen der Städte Aachen, Bonn, Köln und Leverkusen in
der gemeinsamen AöR zusammengeführt und die CVUA
Rheinland hat ihre Arbeit aufgenommen. Die Städteregion
Aachen sowie die Städte Aachen, Köln, Leverkusen, Bonn und
die Kreise Düren, Euskirchen, Heinsberg, der Oberbergische
Kreis, der Rhein -Erft-Kreis und der Rhein -Sieg-Kreis und das
Land NRW sind Träger der AöR.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital __________________________ 300.000 EUR
Gesellschafter Land Nordrhein-Westfalen ________ 90.000,0 EUR (30,00%)
Bundesstadt Bonn _______________ 17.500,0 EUR (5,83%)
Kreis Düren _____________________ 17.500,0 EUR (5,83%)
Kreis Euskirchen _________________ 17.500,0 EUR (5,83%)
Kreis Heinsheim _________________ 17.500,0 EUR (5,83%)
Oberbergischer Kreis _____________ 17.500,0 EUR (5,83%)
Rhein-Erft-Kreis _________________ 17.500,0 EUR (5,83%)
Rhein-Sieg-Kreis _________________ 17.500,0 EUR (5,83%)
Rheinisch-Bergischer-Kreis ________ 17.500,0 EUR (5,83%)
Stadt Aachen ___________________ 17.500,0 EUR (5,83%)
Stadt Köln ______________________ 17.500,0 EUR (5,83%)
Stadt Leverkusen ________________ 17.500,0 EUR (5,83%)
Städteregion Aachen _____________ 17.500,0 EUR (5,83%)
Tochterunternehmen Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
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Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 352
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 18.280 19.125 -845
Umlaufvermögen 16.464 13.686 2.778
Rechnungsabgrenzungsposten 68 405 -337
Bilanzsumme 34.812 33.216 1.596
Passiva
Eigenkapital 2.745 2.548 196
Sonderposten - - -
Rückstellungen 22.090 20.154 1.936
Verbindlichkeiten 9.755 10.513 -758
Rechnungsabgrenzungsposten 222 0 222
Bilanzsumme 34.812 33.216 1.596
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse 10.618 9.761 857
Sonstige betriebliche Erträge 354 350 4
Materialaufwand 1.756 1.677 79
Personalaufwand 5.685 5.865 -180
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
997 1.008 -11
Abschreibungen 1.266 1.298 -31
Ergebnis vor Ertragssteuern 198 -707 905
Jahresergebnis 196 -709 905
Seite 356 von 430
Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR
353 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 7,9 7,7 0,2
Eigenkapitalrentabilität (in %) 7,2 -27,8 35,0
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 132,0 115,1 16,9
Verschuldungsgrad (in %) 11,7 12,0 -0,4
Umsatzrentabilität (in %) 1,8 -7,3 9,1
Personalbestand 84 87 -3
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Das CVUA Rheinland ist nach § 4 des IUAG NRW zuständig für die Untersuchungen und
Kontrollen auf dem Gebiet des Lebensmittel - und Futtermittelrechts, der Tierseuchenbe-
kämpfung, der Tiergesundheit und des Tierschutzes.
Die Bereiche Futtermitteluntersuchung , Tierseuchenbekämpfung, Tiergesundheit, Tier-
schutz und Tierarzneimittel werden aufgrund des öffentlich -rechtlichen Vertrages weiterhin
im Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Rhein -Ruhr-Wupper (CVUA-RRW) durch-
geführt. Die Kosten werden mit dem Entgelt des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) für das
CVUA Rheinland abgegolten.
Gemäß der Sechsten Verordnung zur Änderung der Verordnung zur Errichtung integrierter
Untersuchungsanstalten für Bereiche des Verbraucherschutzes vom 16. November 2016
wurde die Schwerpunktbildung mit Inkrafttreten zum 1. Januar 2017 umgesetzt. Das CVUA
Rheinland ist seitdem Kompetenzzentrum für Erzeugnisse der Weinwirtschaft und Spirituo-
sen, Schokolade, Kakao, Kaffee, Würzmittel, Gewürze und Kosmetische Mittel und Schwer-
punktlabor für MCPD und -Ester, Glycidol und -Ester und Mykotoxine.
Die Lebensmittelüberwachungsämter der Kreise und kreisfreien Städte entnehmen durch
ihre Lebensmittelkontrolleure bzw. Kontrollassistenten Proben und übergeben diese an das
CVUA Rheinland zur Untersuchung. Die Untersuchungsergebnisse gehen zurück an die Le-
bensmittelüberwachungsbehörden der Kreise/kreisfreien Städte, die dann ggf. notwendige
Maßnahmen einleiten. Die Anzahl der amtlichen Proben ist dabei abhängig von der Einwoh-
nerzahl der jeweiligen Stadt/ des Kreises. In 2021 wurden insgesamt 8.965 (Vorjahr: 10.081)
amtliche Proben zur Untersuchung und Beurteilung eingereicht. Zusätzliche 1.391 (Vorjahr:
1.164) Proben wurden im Rahmen der Untersuchungsschwerpunkte nur analytisch bearbei-
tet.
Für die amtlichen Tätigkeiten erhebt die Anstalt, soweit gesetzlich vorgeschrieben, Gebüh-
ren auf Grundlage des Gebührengesetzes NRW und der allgemeinen Verwaltungsgebüh-
renordnung NRW.
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Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 354
Soweit die amtlichen Tätigkeiten nicht durch Gebühren und sonstige Erträge gedeckt sin d,
erhebt die Anstalt zur Finanzierung ihrer laufenden Betriebskosten vom Land und den kom-
munalen Trägern Entgelte. Die Bestimmung der Entgelte der kommunalen Träger erfolgt
dabei einwohnerbezogen auf Basis der Einwohnerzahlen zum 30.06. des jeweiligen Vorvor-
jahres.
Ertragslage
Die Entgelte für Untersuchungen betrugen gemäß der Entgeltord nung 10.588 TEUR
(Vj.: 9.649 TEUR).
Die Personalkosten stellten bei den Aufwendungen den größten Posten. Die Personalkosten
sind gegenüber dem Vorjahr gesunken. Dies ist insbesondere auf den Rückgang der Zufüh-
rungen zu sonstigen Rückstellungen zurückzuführen. Insgesamt liegen die Personalausga-
ben deutlich unter dem Planansatz für 2021. Dies ist auf niedriger als geplant ausgefallenen
Zuführungen zu den Pensions - und Beihilferückstellungen als auch auf geringere Gehalts-
zahlungen aufgrund von Langzeiterkrankungen zurückzuführen. Dennoch ist bei einer an-
haltenden Niedrigzinsphase auch in den kommenden Jahren mit einer erheblichen Belas-
tung für den Wirtschaftsplan durch Aufwendungen für Pensions- und Beihilfeverpflichtungen
zu rechnen.
Große Aufwandsposten bleiben neben den Abschreibungen die Materialkosten und die
Energie und Wasserkosten.
Statt des im Wirtschaftsplan 2021 ausgewiesenen Verlusts von 488 TEUR wurde ein Jahre-
süberschuss von 196 TEUR erzielt. Dies ist auf besseren Ergebnissen in vielen Bereichen,
insbesondere aber auf geringere Personalaufwendungen, zurückzuführen. Die Zinsbelas-
tungen für die Pensions- und Beihilfeverpflichtungen durch das niedrige gesamtwirtschaftli-
che Zinsniveau bewegen sich weiterhin auf hohem Niveau.
Prognosebericht
Akkreditierung
Tournusmäßig fand im Februar 2021 ein Überwachungs - und Erweiterungsaudit statt. Die
Urkunde wurde im September erteilt. Die nächste Wiederholungsbegutachtung ist für den
August 2022 terminiert.
Schwerpunktbildung NRW
Der Beitritt der Kooperation Düsseldorf/Mettmann zum CVUA-RRW erfolgte zum
01.01.2020. Hierdurch wurde eine Anpassung der Schwerpunktbildung innerhalb der CVUÄ
NRW erforderlich. Im Frühjahr 2021 haben sic h die CVUÄ einstimmig auf eine Fortschrei-
bung der Schwerpunktbildung geeinigt. Die Umsetzung ist zum 01.01.2022 erfolgt.
§ 2b Umsatzsteuergesetz
Zum 31.12.2022 endet die Übergangsfrist für die weitere Anwendung des § 2 Abs. 3 UStG
a.F. („Optionserklärung“). Für einige derzeit steuerfrei erhaltenen Leistungen ist zukünftig
Umsatzsteuer zu zahlen.
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Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR
355 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Corona-Pandemie
Die Corona-Pandemie führte dazu, dass die Probenahmen durch die Kreisordnungsbehör-
den auch in 2021 noch reduziert waren, sodass im Jahr 2021 weni ger Proben eingeliefert
wurden.
Ausblick
Bereits in 2019 wurde die stufenweise Erhöhung der Entgelte ab dem Jahr 2021 bis zum
Jahr 2023 beschlossen. Die durch das anhaltend niedrige Zinsniveau sehr hohen Aufwen-
dungen für die Pensions- und Beihilfelasten könnten nach dem Jahr 2023 zu Jahresfehlbe-
trägen führen, die das Eigenkapital weiter abschmelzen lassen. Der Verwaltungsrat hat da-
her der Einberufung des Entgeltbeirats schon im Jahr 2022 zugestimmt.
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Vorstand VORSITZ
Frau Dagmar Pauly-Mundegar
MITGLIEDER
Herr Rainer Lankes
Verwaltungsrat VORSITZ
Herr Dirk Hürtgen Kreis Düren
Stellvertretung
Frau Dr. Mounira Bishara-Rizk
1. STELLVERTRETUNG VORSITZ
Herr Martin Gawrisch
(bis 30.11.2021)
Rhein-Erft-Kreis
Stellvertretung
Frau Dr. Birgit Roos von Danwitz
Frau Marion Groß
(ab 01.12.2021)
Rhein-Erft-Kreis
Stellvertretung
Frau Dr. Birgit Roos von Danwitz
MITGLIEDER
Herr Dr. Hans-Helmut Ahlborn Kreis Heinsberg
Stellvertretung
Herr Rheinold Lind
Herr Dipl. Ing. David Baier Bundesstadt Bonn
Stellvertretung
Frau Dr. Uda Erbe
Herr Dr. Thomas Delschen Land Nordrhein-
Westfalen
Stellvertretung
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Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 356
Frau Jacqueline Rose-Luther
Herr Dr. Peter Heyde Städteregion
Aachen
Stellvertretung
Herr Stefan Jücker
Frau Birgit Hähn Oberbergischer
Kreis
Stellvertretung
Herr Dr. Stefan Kohler
Herr Dr. Markus Kremer Stadt Aachen
Stellvertretung
Herr Elmar Wiezorek
Frau Dr. Christiane Krüger Land Nordrhein-
Westfalen
Stellvertretung
Frau Yvonne Hannen
Frau Anette Kupferschmidt-Fritz Rheinisch-
Bergischer-Kreis
Stellvertretung
Herr Dr. Thomas Mönig
Herr Alexander Lünenbach Stadt Leverkusen
Stellvertretung
Frau Dr. Sabine Beyer
Herr Konrad Peschen Stadt Köln
Stellvertretung
Frau Monika Meyer-Schoppmann
Herr Heinz Rosell (bis Juni 2021) Kreis Euskirchen
Stellvertretung
Herr Dr. Jochen
Weins
Frau Birgit Wonneberger-Wrede
(ab Juni 2021)
Kreis Euskirchen
Stellvertretung
Herr Dr. Jochen
Weins
Herr Dr. Johannes Westarp Rhein-Sieg-Kreis
Stellvertretung
Frau Sabine Waibel
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Vorstand
Dagmar Pauly-Mundegar 98.164
Rainer Lankes 92.568
Seite 360 von 430
Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR
357 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Die Mitglieder und Stellvertreter/innen des Verwaltungsrates nehmen ihre Aufgaben im
Verwaltungsrat im Rahmen ihres Hauptamtes wahr. Vom CVUA Rheinland wurden für ihre
Tätigkeit im Geschäftsjahr keine Leistungen gewährt.
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwal-
tungsräten nach Geschlecht
Gemäß § 12 Absatz 6 des Gesetzes über die Gleichstellung von Frauen und Männern für
das Land Nordrhein -Westfalen (Landesgleichstellungsgesetz – LGG) ist die Öffentlichkeit
über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwaltungsräten nach Geschlecht regelmä-
ßig in geeigneter Form zu unterrichten.
Dem Aufsichtsgremium in diesem Unternehmen gehören von den insgesamt 14 Mitgliedern
4 Frauen an (Frauenanteil: 28,6 %).
Vorliegen eines Gleichstellungsplanes nach § 2 Absatz 2 und § 5 LGG
Ein Gleichstellungsplan nach § 5 LGG wurde für die Jahre 2019 bis 2023 erstellt.
Seite 361 von 430
Stadtwerke Bonn Bad GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 358
Stadtwerke Bonn Bad GmbH
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Theaterstraße 24
53111 Bonn
(0 228) 711 – 1
(0 228) 711 – 2770
info@stadtwerke-bonn.de
www.stadtwerke-bonn.de
Unternehmensgegen-
stand
Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung, der Betrieb,
die Unterhaltung und Verwaltung eines Familien-, Freizeit- und
Sportbades einschließlich dessen badtypischer Nebenbetriebe
im Ortsteil Dottendorf der Bundesstadt Bonn.
Zweck der Beteiligung Erst mit Aufnahme einer operativen Geschäftstätigkeit im Rah-
men einer Neukonzeptionierung der Bonner Bäderlandschaft
würde die SWB Bad ihren öffentlichen Zweck der Daseinsvor-
sorge erreichen. Aufgrund der veränderten Sachlage bezogen
auf die Neuordnung der Bäderlandschaft, bei der die SWB Bad
keine Rolle mehr spielt, sondern stattdessen als Vorratsgesell-
schaft im SWB -Konzern vorgehalten wird, erübrigt sich hier
eine Darstellung der Einhaltung der öffentlichen Zweckerrei-
chung.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital ___________________________ 25.000 EUR
Gesellschafter Stadtwerke Bonn
Beteiligungs-GmbH _____________ 25.000,0 EUR (100,00%)
Tochterunternehmen Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
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Stadtwerke Bonn Bad GmbH
359 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 0 665 -665
Umlaufvermögen 651 27 624
Rechnungsabgrenzungsposten - - -
Bilanzsumme 651 693 -42
Passiva
Eigenkapital 639 665 -26
Sonderposten - - -
Rückstellungen 8 9 -1
Verbindlichkeiten 4 19 -14
Rechnungsabgrenzungsposten - - -
Bilanzsumme 651 693 -42
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse - - -
Sonstige betriebliche Erträge 2 6 -4
Materialaufwand - - -
Personalaufwand - - -
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
28 30 -3
Abschreibungen 0 1 -1
Ergebnis vor Ertragssteuern -26 -25 -1
Erträge aus Verlustübernahme 0 25 -25
Aufwendungen aus
Gewinnabführung
- - -
Jahresergebnis -26 0 -26
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Stadtwerke Bonn Bad GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 360
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 98,1 96,0 2,1
Eigenkapitalrentabilität (in %) -4,1 0,0 -4,1
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) - 100,0 -100,0
Verschuldungsgrad (in %) 0,0 0,0 -0,0
Umsatzrentabilität (in %) - - -
Personalbestand - - -
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
In Folge des Bürgerentscheids hatte der Rat der Bundesstadt Bonn ein neues Bürgerbetei-
ligungsverfahren initiiert, um am Ende in der Bürgerschaft ein mehrheitsfähiges, neues Bä-
derkonzept bis Ende 2019 beschließen zu können. Das neue Bäderkonzept bzw. der Rah-
menplan zur Neuordnung der Bonner Bäderlandschaft wurde am 18. Juni 2020 seitens des
Rates der Bundesstadt Bonn beschlossen. Eine Vorhaltung der SWB Bad für ein zentral
gelegenes neues Bad ist nicht mehr vorgesehen. Stattdessen soll die SWB Bad im Rahmen
des Projektes „Entwicklung Innovationsdreieck“ in die Quartier.BonnWest GmbH (QBW) um-
firmiert werden. Durch die Umstrukturierung der Gesellschaft wird der Unternehmensgegen-
stand umfassend umgestaltet.
Die ursprünglich für 2021 geplante Umstrukturierung der SWB Bad im Rahmen des neuen
Projektes konnte nicht bis zum Abschluss des Geschäftsjahres realisiert werden. Lediglich
die Übertragung der Geschäftsanteile an der SWB Bad von der SWBB auf die SWB wurd e
mit Geschäftsanteilsübertragungsvertrag vom 07. Dezember 2021 als 1. Stufe der Umstruk-
turierung vollzogen. Die Eintragung ins Handelsregister sowie die Aufnahme der operativen
Geschäftstätigkeit der QBW ist für Mitte 2022 vorgesehen.
Ein für die Realisie rung des Neubaus erforderliches Baugrundstück wurde im Zuge der
Sachgründung von der SWB überlassen. Der Wert dieses Grundstücks und des Gebäudes
wurde gutachterlich festgestellt und beläuft sich auf 665 TEUR. Zwischenzeitlich wurde der
zwischen der SWB und der SWB Bad vom 12. Juli 2017 abgeschlossene Überlassungsver-
trag im Rahmen des Projekts „Entwicklung Innovationsdreieck“ am 06. Dezember 2021 aus
wichtigem Grund mit sofortiger Wirkung gekündigt und das Grundstück mit dem Zeitwert an
die SWB übertragen s owie einen Barausgleich in Höhe von 665 T EUR an die SWB Bad
veranlasst.
Die Gesamtleistung der SWB Bad in 2021 beläuft sich auf 2 TEUR (Vj. 6 TEUR) und bein-
haltet ausschließlich Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.
Der Gesamtaufwand des abgelaufe nen Geschäftsjahres beträgt 28 TEUR (Vj. 31 TEUR)
und beinhaltet mit 15 TEUR im Wesentlichen Aufwendungen für Geschäftsführer - und Pro-
kuristenzulagen sowie mit 8 TEUR Prüfungskosten.
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Stadtwerke Bonn Bad GmbH
361 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Die SWB Bad schließt das Geschäftsjahr 2021 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 26
TEUR ab und liegt damit um 26 TEUR unter dem Ergebnis des Vorjahres. Dies ist insbeson-
dere darauf zurückzuführen, dass der zwischen der SWBB und der SWB Bad am 01. Januar
2018 abgeschlossene Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung zum 07. Dezember 2021 ge-
kündigt wurde.
Die Bilanzsumme der SWB Bad hat sich um 42 TEUR von 693 TEUR im Vorjahr auf 651
TEUR verringert und umfasst ausschließlich das Umlaufvermögen. Das Eigenkapital beläuft
sich zum 31. Dezember 2020 unverändert auf 665 TEUR. Der Rückgang des Eigenkapitals
um 26 TEUR resultiert aus dem Jahresfehlbetrag für 2021.
Chancen und Risiken
Die Geschäftsführung sieht Chancen vor allem durch die mit der Umstrukturierung der SWB
Bad in die Projektgesellschaft QBW zusammenhängenden Änderungen der Geschäftstätig-
keit.
Einziges Risiko für die Gesellschaft ergibt sich aus der gesamtschuldnerischen Haftung für
den konzernweiten Cash-Pool.
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung MITGLIEDER
Herr Bernd Nottbeck
Gesellschafterver-
sammlung
MITGLIEDER
Herr Peter Weckenbrock
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwal-
tungsräten nach Geschlecht
Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat.
Vorliegen eines Gleichstellungsplanes nach § 2 Absatz 2 und § 5 LGG
Gemäß § 5 Abs. 1, Satz 1 LGG ist die Erstellung eines Gleichstellungsplans erst bei einer
Beschäftigtenzahl von mindestens 20 erforderlich.
Seite 365 von 430
Stadtwerke Bonn Beteiligungs-GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 362
Stadtwerke Bonn Beteiligungs-GmbH
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Theaterstraße 24
53111 Bonn
(0228) 711 - 1
(0228) 711 - 2770
info@stadtwerke-bonn.de
Unternehmensgegen-
stand
Gegenstand des Unternehmens ist die sichere, wirtschaftliche
sowie umwelt- und ressourcenschonende Versorgung der Be-
völkerung mit Energie (Strom, Gas, Fern- und Nahwärme) und
Wasser als öffentliche Daseinsvorsorge sowie alle dazugehö-
rigen versorgungs- und entsorgungsnahen sowie energiewirt-
schaftlichen Aufgaben und Dienstleistungen; der öffentliche
Personennahverkehr sowie alle dazugehörigen verkehrsbezo-
genen Aufgaben und Dienstleistungen; die Errichtung und der
Betrieb einer Anlage zur umweltfreundlichen Entsorgung von
Hausmüll und sonstigen Abfällen sowie die Durchführung aller
damit verbundenen Hilfsgeschäfte; Betriebsführungen für kom-
munale Unternehmen und Beteiligungsgesellschaften; das
Halten und Verwalten von Beteiligungen.
Zweck der Beteiligung Mit der Gründung der Stadtwerke Bonn Beteiligungs -GmbH
wurde ein erster großer Schritt unternommen in der Region
Bonn/Rhein-Sieg eine gemeinsame Versorgungs - und Ver-
kehrsgesellschaft zu installieren, die zukünftig als Plattform für
die Kooperation des Rhein -Sieg-Kreises mit der Bundesstadt
Bonn und gegebenenfalls weiteren kommunalen Partnern die-
nen soll.
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital __________________________ 101.000 EUR
Gesellschafter Stadtwerke Bonn GmbH __________ 59.050,0 EUR (58,47%)
Beteiligungsgesellschaft
Bonn/Rhein-Sieg GmbH __________ 41.950,0 EUR (41,53%)
Seite 366 von 430
Stadtwerke Bonn Beteiligungs-GmbH
363 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Tochterunternehmen Stadtwerke Bonn Bad GmbH _____ 25.000,0 EUR (100,00%)
Stadtwerke Bonn
Verkehrs-GmbH _____________ 5.000.000,0 EUR (100,00%)
Müllverwertungsanlage
Bonn GmbH ________________ 36.541.008,2 EUR (93,46%)
SWB Regional
Ver- und Entsorgung _____________ 22.600,0 EUR (90,40%)
Energie- und Wasserversorgung
Bonn/Rhein-Sieg GmbH _______ 65.000.000,0 EUR (86,29%)
Wasserversorgungs-
Gesellschaft mbH Sankt Augustin __ 569.240,0 EUR (8,13%)
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
IST
12/2020
IST
12/2019
ABWEICHUNG
IST
12/2020-12/2019
Aktiva
Anlagevermögen 220.557 220.557 0
Umlaufvermögen 58.691 58.589 102
Rechnungsabgrenzungsposten - - -
Bilanzsumme 279.248 279.146 102
Passiva
Eigenkapital 263.900 266.014 -2.114
Rückstellungen 776 624 152
Verbindlichkeiten 14.573 12.508 2.064
Rechnungsabgrenzungsposten - - -
Bilanzsumme 279.248 279.146 102
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Stadtwerke Bonn Beteiligungs-GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 364
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
IST
12/2020
IST
12/2019
ABWEICHUNG
IST
12/2020-12/2019
Umsatzerlöse - 57 -57
Sonstige betriebliche Erträge 32.881 29.350 3.532
Materialaufwand - - -
Personalaufwand 14 14 0
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
33.275 29.875 3.401
Abschreibungen - - -
Ergebnis vor Ertragssteuern 37.363 41.211 -3.848
Jahresergebnis 35.304 37.418 -2.114
KENNZAHLEN
IST
12/2020
IST
12/2019
ABWEICHUNG
IST
12/2020-12/2019
Eigenkapitalquote (in %) 94,5 95,3 -0,8
Eigenkapitalrentabilität (in %) 13,4 14,1 -0,7
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 119,7 120,6 -0,9
Verschuldungsgrad (in %) 0,1 0,0 0,0
Umsatzrentabilität (in %) - 66.080,7 -66.080,7
Personalbestand 1 1 0
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Die Entwicklung der Stadtwerkebranche wird durch die Entwicklungen in den Bereichen
Energieversorgung, Öffentlicher Personennahverkehr und Müllverwertung geprägt. Im letz-
ten Jahr hat zudem die Corona -Pandemie die wirtschaftliche Entwicklung aller Unterneh-
menstöchter maßgeblich mitbestimmt. Der Geschäftsverlauf der SWBB wird im Wesentli-
chen durch die Entwicklung der Tochtergesellschaften im SWB-Konzern geprägt.
Als wesentliches Element des Stadtwerke Bonn-Konzerns wurden in der SWBB der Verkehr,
die Versorgung u nd die Abfallverwertung, durch Einlage bzw. der Einbringung der Beteili-
gungen und die Übertragung der Ergebnisabführungsverträge an der Energie- und Wasser-
versorgung Bonn/Rhein-Sieg GmbH (EnW), der Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH (SWBV)
und der Müllverwertun gsanlage Bonn GmbH (MVA), gebündelt. Eigenes operatives Ge-
schäft findet – außer in der Steuerung der Beteiligungen – insoweit nicht statt. Darüber hin-
aus erfolgt die Erledigung der für die SWBB erforderlichen Verwaltung ganz wesentlich durch
die SWB.
Seite 368 von 430
Stadtwerke Bonn Beteiligungs-GmbH
365 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Die Lage der Gesellschaft ist maßgeblich von der Geschäftsentwicklung der Tochtergesell-
schaften im SWB -Konzern abhängig und wird im Wesentlichen durch die Ergebnisabfüh-
rungsverträge mit der EnW und der SWBV bestimmt.
Bei der SWBV ergab sich eine gegenüber dem Vorjahr geringere Verlustübernahme in Höhe
von -5.877 TEUR. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass das von der SWBB zu übernehmende
Ergebnis der SWBV von der Höhe der MoD-Ausgleichsleistung beeinflusst wird, die gegen-
über dem Vorjahr um 10.589 TEUR gestiegen ist. Die Verlustübernahme der SSB belastete
das Ergebnis der SWBV mit -3.810 TEUR und fiel somit um 567 TEUR höher aus als im
Vorjahr (-3.243 TEUR). Das positive Jahresergebnis 2021 der FBG beträgt 168 TEUR und
ist gegenüber dem Vorjahr um 177 TEUR gestiegen.
Die Gewinnabführung der EnW beläuft sich auf 48.104 TEUR. Dies ist gegenüber dem Vor-
jahr ein Anstieg von 2.369 TEUR. Die Bonn -Netz als Tochtergesellschaft der EnW schloss
das Berichtsjahr mit einem Gewinn in Höhe von 7.928 TEUR (Vj. 7.711 TEUR) ab, der auf-
grund des Ergebnisabführungsvertrages abgeführt wird. Das Betriebsergebnis der EnW war
von höheren Absatzmengen im Strom-, Gas- und Fernwärmebereich sowie von massiv ge-
stiegenen Beschaffungspreisen im vierten Quartal geprägt. Daher waren Preisanpassungen
in der Grund- und Ersatzversorgung in der Sparte Strom erforderlich.
Die Gewinnabführung der MVA ist von 891 TEUR im Vorjahr auf 1.396 TEUR gestiegen.
Dies ist insbesondere auf einen Anstieg der Umsatzerlöse (2.066 TEUR), bedingt durch hö-
here Erlöse aus Müllverbrennung (2.962 TEUR) zurückzuführen. Demgegenüber stehen
niedrigere Erlöse aus Dampflieferungen (905 TEUR). Gegenläufig ist der Materialaufwand
um 2.384 TEUR, bedingt durch höhere Aufwendungen für bezogene Leistungen (1.881
TEUR), gestiegen.
Bei der SWB Regional ist das Jahresergebnis (vor Ergebnisabführung) im Vergleich zum
prognostizierten, ausgeglichenen Ergebnis 2021 mit 201 TEUR um 201 TEUR wesentlich
höher ausgefallen. Ursächlich hierfür ist die Leistungsabrechnung in Verbindung mit der Flut-
katastrophe im Ahrtal.
Der zwischen der SWBB und der SWB Bad am 1. Januar 2018 abgeschlossene Ergebnisab-
führungsvertrag wurde mit Wirkung zum 7. Dezember 2021 gekündigt. Im Jahresabschluss
2021 wurde eine Rückstellung zum Ausgleich des Jahresfehlbetrages der SWB Bad in Höhe
von 26.268,65 EUR gebildet, da die SWBB gemäß Geschäftsanteilsübertragungsvertrag
vom 7. Dezember 2021 den Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2021 nach Feststellung
des Jahresabschlusses der SWB Bad auszugleichen hat.
Das Ergebnis 202 1 der SWBB ist gegenüber dem Vorjahr um 10.648 TEUR auf 45.951
TEUR gestiegen. Die Abweichung im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf niedri-
gere Aufwendungen aus der Verlustübernahme (2.956 TEUR) und höhere Erträge aus Ge-
winnabführungen (3.063 TEUR) zurückzuführen.
Die Bilanzsumme der SWBB hat sich von 279.248 TEUR im Vorjahr um 6.495 TEUR auf
285.743 TEUR erhöht. Die Gesellschaft weist eine Eigenkapitalquote von 96,5 % (Vj. 94,5
%) aus. Der Anteil des langfristig gebundenen Finanzanlagevermögens an der Bilanzsumme
beträgt 77,0 % (Vj. 79,0 %) und liegt damit in dem für eine Beteiligungsgesellschaft üblichen
Rahmen.
Seite 369 von 430
Stadtwerke Bonn Beteiligungs-GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 366
Chancen und Risiken
Die EnW verstärkt weiterhin die Aktivitäten hinsichtlich Kundenbindung und Kundenrückge-
winnung. Im Jahr 2021 hat der Onlineverkauf, beginnend im August und vor allem im vierten
Quartal weiter an Bedeutung gewonnen und bietet der EnW neue Chancen zur Kundenge-
winnung auch über das eigene heutige Vertriebsgebiet hinaus. Aus der fortlaufenden Opti-
mierung des Internetporta ls und der Online -Services verspricht sich die EnW zusätzliche
Kundengewinne sowie eine höhere Kundenbindung. Mit der anhaltenden positiven Bevölke-
rungsentwicklung im Verkehrsgebiet von SWBV/SSB und der Erschließung neuer Wohn -
und Gewerbegebiete sowie deren Anbindung an den ÖPNV bieten sich mittelfristig Chancen,
insbesondere aus den Themen Netzausbau,
veränderte Mobilitätskultur und neue flexible Mobilitätsangebote wie z. B. Fahrradvermiet-
system, E-Scooter und E-Roller, Mobilstationen, Sharing-, On-Demand- oder Ride-Pooling-
Systeme. Eine für die MVA zumindest temporär als Chance zu betrachtende positive Aus-
wirkung der Corona-Pandemie, ist in dem Anstieg der Restabfallmengen aus privaten Haus-
halten zu sehen. Diese Entwicklung verbessert die aktuelle Auslas tung über Siedlungsab-
fälle aus dem Einzugsgebiet des REK und hat natürlich auch Auswirkungen auf die zu erzie-
lenden Umsätze. Neben der digitalen Transformation bietet die Sektorenkopplung für den
SWB-Konzern eine der zukunftsweisendsten Chancen. Die Sektorenkopplung verbindet da-
bei die Sektoren der Energieversorgung, der Mobilität und der Abfallverwertung und bildet
eine der Schlüsseltechnologien der Energiewende auf dem Weg zur Klimaneutralität. Dar-
über hinaus bietet die Sektorenkopplung die Möglichkeit de r Entwicklung vernetzter Pro-
dukte und Dienstleistungen, wodurch neue Zielgruppen auf dem Markt erschlossen werden
können. Die Sektorenkopplung bietet somit die Möglichkeit der Entwicklung eines Alleinstel-
lungsmerkmals gegenüber anderen Wettbewerbern.
Zentrales Risiko für die SWBB ist nach wie vor die Gefahr, dass durch eine Änderung im
Körperschaftsteuergesetz der steuerliche Querverbund wegfällt. Die Tochtergesellschaften
der SWBB sind auf Grund ihrer verschiedenen Tätigkeitsfelder unterschiedlichen Risike n
ausgesetzt, die jeweils unternehmensindividuell bewertet und durch geeignete Steuerungs-
maßnahmen begrenzt werden. Bei der EnW steigt der Wettbewerbsdruck durch den libera-
lisierten Energiemarkt weiterhin. Der Anbieterwechsel durch den Kunden sowie die kunden-
seitige Umsetzung von effizienzsteigernden Maßnahmen führen zu weiteren Absatzrückgän-
gen. Die SWBV ist von der Bundesstadt Bonn bis zum 18. Juni 2023 mit der Durchführung
des ÖPNV in Bonn betraut. Innerhalb dieses Zeitraums wird die Kostenstruktur der S WBV
fortlaufend durch einen externen Gutachter überprüft. Sollte die Kostenstruktur nicht mehr
der eines durchschnittlich gut geführten Unternehmens entsprechen, besteht das Risiko,
dass die Bundesstadt Bonn die Ausgleichzahlungen entsprechend reduziert. D ie MVA ist
durch ihre Komplexität, die Größe der Anlagentechnik und die Schnittstelle zum Heizkraft-
werk Nord der EnW verschiedenen betrieblichen Risiken ausgesetzt, denen durch entspre-
chende Maßnahmen gegengesteuert wird. Als weiteres elementares Bestandsrisiko bei der
MVA entwickelt sich in den kommenden Jahren das Anlagenalter, dem mit einer umfassen-
den Zustandsanalyse des Betriebes, der Anpassung der Instandhaltungsphilosophie und der
Entwicklung einer Investitionsstrategie (Projekt bonNova) begegnet wird.
Seite 370 von 430
Stadtwerke Bonn Beteiligungs-GmbH
367 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung MITGLIEDER
Herr Bernd Nottbeck Stadtwerke Bonn
GmbH
Herr Markus Wienand Beteiligungsgesells
chaft Bonn/Rhein-
Sieg GmbH
Gesellschafterver-
sammlung
MITGLIEDER
Herr Peter Weckenbrock Stadtwerke Bonn
GmbH
Stellvertretung
Herr Hansjörg Spielhoff
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Geschäftsführung
Markus Wienand 14.094
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwal-
tungsräten nach Geschlecht
Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat.
Vorliegen eines Gleichstellungsplanes nach § 2 Absatz 2 und § 5 LGG
Gemäß § 5 Abs. 1, Satz 1 LGG ist die Erstellung eines Gleichstellungsplans erst bei einer
Beschäftigtenzahl von mindestens 20 erforderlich.
Seite 371 von 430
Stadtwerke Bonn Dienstleistungs-GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 368
Stadtwerke Bonn Dienstleistungs-GmbH
UNTERNEHMENSDATEN (STAND 31.12.2021)
Gerhart-Hauptmann-Straße 8
53121 Bonn
(0228) 711 - 4400
(0228) 711 - 4702
info@stadtwerke-bonn.de
www.stadtwerke-bonn.de
Unternehmensgegen-
stand
Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von techni-
schen Dienstleistungen aller Art sowie alle dazu gehörigen Auf-
gaben.
Zweck der Beteiligung Die ursprünglich mit der Gründung der SWB Dienstleistungs -
GmbH und der Platzierung unter die SWB verfolgten Zwecke
des sog. Besteller-Ersteller-Prinzips einerseits und der Chance
auf Drittgeschäfte/Kooperationen im Werkstattbereich über
eine eigenständige Gesellschaft sind heute nicht mehr tragend.
Als Fazit aus dem strategischen Teilprojekt ist der Schluss ge-
zogen worden, dass aus strategischer Sicht ein Festhalten an
der SWB Dienstleistungs -GmbH in der bisherigen Form nicht
erforderlich ist. Der Aufsichtsrat der SWB GmbH beschloss da-
raufhin am 19.12.2018, dass der Geschäftsbetrieb der Stadt-
werke Bonn Dienstleistungs -GmbH im Wege der Abspaltung
nach dem Umwandlungsgesetz (UmwG) auf die Stadtwerke
Bonn Verkehrs-GmbH mit Wirkung zum 01.01.2019 übertra-
gen wird.
Aus konzernstrategischen Gründen wird die SWB Dienstleis-
tungs-GmbH als gesellschaftsrechtliche Hülle zunächst nicht
aufgegeben, sondern kann in dem weiteren Strategieprozess,
z.B. für nicht verkehrsspezifisches Drittgeschäft, von Nutzen
sein.
Nach der Übertragung des Geschäftsfeldes ist die Einhaltung
der öffentlichen Zweckerreichung zunächst erschwert. Erst
durch neue Geschäftsfelder wird die Zweckerreichung wieder
gewährleistet.
Seite 372 von 430
Stadtwerke Bonn Dienstleistungs-GmbH
369 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
DARSTELLUNG DER BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Kapital Stammkapital _________________________ 1.000.000 EUR
Gesellschafter Stadtwerke Bonn GmbH _______ 1.000.000,0 EUR (100,00%)
Tochterunternehmen Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
FINANZDATEN
ÜBERSICHT ÜBER DEN STAND DER VERBINDLICHKEITEN UND DIE ENTWICKLUNG
DES EIGENKAPITALS
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Aktiva
Anlagevermögen 1.000 1.000 0
Umlaufvermögen 10 15 -5
Rechnungsabgrenzungsposten - - -
Bilanzsumme 1.010 1.015 -5
Passiva
Eigenkapital 1.000 1.000 0
Sonderposten - - -
Rückstellungen 8 9 -1
Verbindlichkeiten 2 6 -4
Rechnungsabgrenzungsposten - - -
Bilanzsumme 1.010 1.015 -5
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Stadtwerke Bonn Dienstleistungs-GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 370
ENTWICKLUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in TEUR
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Umsatzerlöse - 8 -8
Sonstige betriebliche Erträge 1 - 1
Materialaufwand - - -
Personalaufwand - - -
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
22 33 -11
Abschreibungen - - -
Ergebnis vor Ertragssteuern -1 -5 4
Erträge aus Verlustübernahme 1 5 -4
Aufwendungen aus
Gewinnabführung
- - -
Jahresergebnis 0 0 0
KENNZAHLEN
Ist
12/2021
Ist
12/2020
Abweichung
Ist
12/2021-
12/2020
Eigenkapitalquote (in %) 99,0 98,6 0,4
Eigenkapitalrentabilität (in %) 0,0 0,0 0,0
Anlagendeckungsgrad 2 (in %) 100,0 100,0 0,0
Verschuldungsgrad (in %) 0,0 0,0 -0,0
Umsatzrentabilität (in %) - 0,0 0,0
Personalbestand 0 0 0
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Die SWBD ist seit der Umstrukturierung in 2019 nur noch im Rahmen der Gewährung eines
Gesellschafterdarlehens gewerblich tätig. Die SWBD erbrachte technische Dienstleistungen
in den Geschäftsbereichen GA (Gebäude - und Anlagenmanagement für technisches und
infrastrukturelles Gebäudemanagement), KW (Werkstätten für PKW, LKW, Busse, Automa-
ten und Funk), SW (System Schiene mit Werkstätten für Schienenfahrzeuge, Fahrwegun-
terhalt, Fahrleitung und Signaltechnik) und VT (Verkehrstelematik) bis Juli 2019, dann wur-
den diese Geschäftsbereiche auf die Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH (SWBV) übertragen.
Seite 374 von 430
Stadtwerke Bonn Dienstleistungs-GmbH
371 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Die Abspaltung des vollständigen Geschäftsbetriebes wurde im Juli 2019 rückwirkend zum
01. Januar 2019 durch Eintragung ins Handelsregister vollzogen. Die SWBD wird als Vor-
ratsgesellschaft gehalten und ist im Geschäftsjahr 2021 nicht operativ tätig gewesen.
Der für die Gesellschaft bedeutsamste Leistungsindikator ist das Jahresergebnis (vor Ergeb-
nisübernahme). Die zukünftigen Leistungsindikatoren werden sich an den neuen Aufgaben
der SWBD orientieren müssen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 1 TEUR (Vj. 8 TEUR) und beinhalten
ausschließlich Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Die Erträge aus Ausleihungen
des Finanzanlagevermögens in Höhe von 20 TEUR (Vj. 20 TEUR) beinhalten ausschließlich
die sonstigen Zinsen aus einem an die SWB gewährtem Gesellschafterdarlehen.
Der Gesamtaufwand des abgelaufenen Geschäftsjahres beträgt 22 TEUR (Vj. 33 TEUR)
und beinhaltet im Wesentlichen mit 13 TEUR sonstige Konzernaufwendungen sowie mit 8
TEUR Prüfungs-, Rechts- und Beratungskosten.
Die SWBD schließt das Geschäftsjahr 2021 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 1 TEUR
ab, der aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der SWB ausgeglichen wird. Das
Ergebnis liegt damit um 4 TEUR über dem Ergebnis des Vorjahres, was im Wesentlichen
auf die geringeren Prüfungskosten zurückzuführen ist.
Die Bilanzsumme der SWBD hat sich um 5 TEUR von 1.015 TEUR im Vorjahr auf 1.010
TEUR im Berichtsjahr verringert und umfasst mit 1.000 TEUR im Wesentlichen das Anlage-
vermögen.
Das Eigenkapital beläuft sich zum 31. Dezember 2021 auf 1.000 TEUR. Die Eigenkapital-
quote ist aufgrund der um 5 TEUR gesunkenen Bilanzsumme zum Ende des Geschäftsjah-
res 2021 nur geringfügig auf 99,0 % (Vj. 98,6 %) gestiegen.
Chancen und Risiken
Nach der Übertragung des Geschäftsfeldes ist ein neues Aufgabengebiet noch nicht identi-
fiziert. Bedingt durch die Übertragung des Geschäftsfeldes werden neue ertragreiche Ge-
schäftsfelder diskutiert um die sich die SWBD bemühen wird.
Einziges Risiko ergibt sich au s der gesamtschuldnerischen Haftung für den konzernweiten
Cash-Pool.
ORGANE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG
Geschäftsführung MITGLIEDER
Herr Michael Drossert-Steltges
Gesellschafterver-
sammlung
MITGLIEDER
Herr Peter Weckenbrock Stadtwerke Bonn
GmbH
Stellvertretung
Herr Marco Westphal
Herr Marco Westphal Stadtwerke Bonn
GmbH
Seite 375 von 430
Stadtwerke Bonn Dienstleistungs-GmbH
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 372
BEZÜGE DER ORGANE
in EUR Summe
Geschäftsführung
Michael Drossert-Steltges 0
Die Angaben nach Transparenzgesetz NRW sind dem jeweiligen Anhang der
Jahresabschlüsse/ Geschäftsberichte der Unternehmen zu entnehmen.
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwal-
tungsräten nach Geschlecht
Entfällt für diese Gesellschaft.
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Stadtwerke Bonn Dienstleistungs-GmbH
373 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Seite 377 von 430
Kennzahlenverzeichnis
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 374
6.5 Kennzahlenverzeichnis
Eigenkapitalquote = Eigenkapital_
Bilanzsumme x 100
Bei der Eigenkapitalquote wird der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital dargestellt.
Je höher die Eigenkapitalquote, desto größer ist die wirtschaftliche Sicherheit und die finan-
zielle Stabilität des Unternehmens. Bei einer geringen Eigenkapitalquote bestehen eventuell
höhere Risiken, dass Kapitalzuführungen der Gesellschafter notwendig werden.
Eigenkapitalrentabilität = Jahresergebnis
Eigenkapital x 100
Die Eigenkapitalrentabilität gibt die Höhe der Verzinsung des Eigenkapitals an. Liegt die
Kennzahl mittelfristig unter der Kapitalmarktrendite, könnte es finanzwirtschaftlich sinnvoll
sein, das Eigenkapital aus der Gesellschaft abzuziehen und anderweitig einzu setzen. Be-
trachtet werden muss allerdings die langfristige Entwicklung. Eine umfassende Wertung der
Unternehmung anhand dieser Kennzahl ist nicht möglich.
Deckung des Anlagevermögens
durch Eigenkapital (Grad 2)
=
Eigenkapital + lfr. Fremdkapital__
Anlagevermögen x 100
Der Anlagedeckungsgrad gibt an, inwieweit das Anlagevermögen durch das Eigenkapital
gedeckt ist. Nach der „Goldenen Bilanzierungsregel“ sollte das Anlagevermögen möglichst
weitgehend durch das Eigenkapital finanziert sein. In der Regel reicht es aber völlig aus,
wenn das Anlagevermögen durch Eigenkapital und durch langfristiges Fremdkapital gedeckt
ist (Anlagendeckungsgrad 2). Um ein Liquiditätsrisiko zu vermeiden, sollte diese Anlagen-
deckung (Grad 2) jedoch mindestens 100 betragen.
Je höher der Anlagendeckungsgrad, desto größer ist die finanzielle Stabilität des Unterneh-
mens.
Seite 378 von 430
Kennzahlenverzeichnis
375 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Verschuldungsgrad = Fremdkapital_
Eigenkapital x 100
Mit dem Verschuldungsgrad wird der Anteil des Fremdkapitals am Gesamtkapital dargestellt.
Je niedriger der Verschuldungsgrad, desto weniger abhängig ist das Unternehmen von frem-
den Geldgebern und desto erfolgreicher können neue Kreditgeber gewonnen werden.
Umsatzrentabilität = Jahresergebnis
Nettoumsatz x 100
Mit der Umsatzrentabilität wird das Verhältnis des Jahresergebnisses zum Nettoumsatz in
Prozent angegeben. Sie stellt dar, wieviel Gewinn vom Umsatz übrig bleibt.
Seite 379 von 430
Abkürzungsverzeichnis
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 376
6.6 Abkürzungsverzeichnis
a. (p. a.) annum, Jahr (per annum, pro Jahr, jährlich)
a. D. außer Dienst
AbfG Abfallgesetz des Bundes
AfD Alternative für Deutschland (Partei)
AG Aktiengesellschaft
AöR Anstalt des öffentlichen Rechts
ASF Auto-Schnellfähre Bad Godesberg - Niederdollendorf GmbH,
Bonn
AST Anrufsammeltaxi
AVV Aachener Verkehrsverbund
AZS Am Zehnhoff-Söns GmbH International Logistic Services, Bonn
Anhang 2: Abkürzungsverzeichnis
B 90 / Grüne Bündnis 90/Die Grünen
BBB Bürger Bund Bonn (freie Wählervereinigung)
BCP
Bonner City Parkraum GmbH, Bonn
beka Einkaufs- und Wirtschaftsgesellschaft für Verkehrsunternehmen
GmbH
Bg. Beigeordnete(r)
BGW Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft
e. V.
BGB Bürgerliches Gesetzbuch
BHB Bonner Hafenbetriebe GmbH, Bonn
BIS Bonner International School
BMP Bonn Medical Partners. Bei der T & C angesiedelte Initiative, die
als Marketingplattform dient, um den Gesundheitsstandort Bonn
im Ausland zu vermarkten.
B+R Bike and Ride (Fahrradabstellplätze für Bahnbenutzer)
BRS Beteiligungsgesellschaft Bonn/Rhein-Sieg mbH
Bzv. Bezirksverordnete(r)
Seite 380 von 430
Abkürzungsverzeichnis
377 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
cbm Kubikmeter
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands
CO2 Kohlendioxid
CVUA Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR
DB Deutsche Bahn Aktiengesellschaft
DS.-Nr. Drucksachen-Nummer (im Rat der Bundesstadt Bonn)
DW Deutsche Welle (Gesellschafter und Medienpartner der Int.
Beethovenfeste gGmbH)
edkb Europa - Deutschland - Köln - Bonn
Lagebezeichnung für den Flugplatz Hangelar
e. V. eingetragener Verein
EEG Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Kurztitel Erneu-
erbare-Energien-Gesetz, EEG). Es regelt die bevorzugte Ein-
speisung von Strom aus erneuerbaren Quellen in das Strom-
netz und garantiert deren Erzeugern feste Einspeisevergütun-
gen.
eG eingetragene Genossenschaft
EGM Gesellschaft für Energie- und Gebäudemanagement Bonn
mbH, Bonn
EnW Energie- und Wasserversorgung Bonn/ Rhein-Sieg GmbH,
Bonn (Strom, Gas, Fernwärme, Wasser, Straßenbeleuchtung)
EnWG Energiewirtschaftsgesetz
EigVO Eigenbetriebsverordnung (des Landes NRW)
EU Europäische Union
EuGH Europäischer Gerichtshof
EVG Energieversorgungsgesellschaft Sankt Augustin mbH, Sankt
Augustin
FBG Fahrbetrieb Bonn GmbH, Bonn
FDP Freie Demokratische Partei
FH Fachhochschule
FKB Flughafen Köln/Bonn GmbH, Köln
Seite 381 von 430
Abkürzungsverzeichnis
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 378
FO-Verkehre Verkehre nach der Freistellungsverordnung (im Busbereich
z. B. Schul- und Sportfahrten, Klassenfahrten; kein Linienver-
kehr)
FS Fährschiff
GbR Gesellschaft des bürgerlichen Rechts
GF Geschäftsführer
gGmbH gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung
GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung
GmbHG Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung
GO NRW Gemeindeordnung des Landes Nordrhein-Westfalen
GuD Gas- und Dampf (...- Turbine, - Kraftwerk, - Anlage )
GT, GT-Anlage Gasturbine, Gasturbinen-Anlage
GVFG Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz
GVL Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten
GWh Gigawattstunden
Eine Gigawattstunde entspricht 1000 Megawattstunden oder ei-
ner Million Kilowattstunden.
GWZ Gas- und Wasserwirtschaftszentrum GmbH & Co. KG (i. L.)
ha Hektar (eine Maßeinheit der Fläche mit dem Einheitenzeichen
ha. Ein Hektar entspricht 10.000 Quadratmetern.
HGrG Haushaltsgrundsätzegesetz
HGK Hafen und Güterverkehr Köln AG, Köln
Hj. Halbjahr
HKW Heizkraftwerk
IBFB Internationale Beethovenfeste Bonn gGmbH, Bonn
IKBB Internationales Kongresszentrum Bundeshaus Bonn
ICE Intercity Express
i. e. S. im engeren Sinne
i. L. in Liquidation
i. R. im Ruhestand
i. Vj. im Vorjahr
Seite 382 von 430
Abkürzungsverzeichnis
379 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
i. V. m. in Verbindung mit
IHK Industrie- und Handelskammer
IRS Informations- und Reservierungssystem
IUAG NRW Gesetz zur Bildung integrierter Untersuchungsanstalten für Be-
reiche des Verbraucherschutzes (sondergesetzliche Regelung
des Landes, war relevant für die Gründung der CVUA Rhein-
land AöR)
IT Informationstechnologie
JAR-OPS 1
Bestimmungen der Joint Aviation Authorities über die gewerbs-
mäßige Beförderung von Personen und Sachen in Flugzeugen
(JAR = Joint Aviation Requirements).
In der JAR werden die Betriebsvorschriften für den Luftverkehr
geregelt.
k. A. keine Angabe
Kfz Kraftfahrzeug
KG Kommanditgesellschaft
KOM Kraftomnibusse
KonTraG Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich
KrWG Kreislaufwirtschaftsgesetz
KStG Körperschaftssteuergesetz
KVB Kölner Verkehrs-Betriebe AG, Köln
kWh Kilowattstunde
KWK Kraft-Wärme-Kopplung
kWp Kilowatt Peak - (elektrische) Spitzenleistung, Angabe wird ver-
wendet insbesondere bei Photovoltaik-Anlagen („Solarzellen“)
zur Erzeugung von Strom
LAbfG Landesabfallgesetz (Abfallgesetzes für das Land Nordrhein-
Westfalen)
Linke (Partei) Die Linke
Seite 383 von 430
Abkürzungsverzeichnis
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 380
lit. Buchstabe
LL Lieferungen und Leistungen
LRG Landesrundfunkgesetz
Ltd. Leitende(r)
LWL Landschaftsverband Westfalen-Lippe
mbH mit beschränkter Haftung
MdB Mitglied des Bundestages
MdL Mitglied des Landtages
MdR Mitglied des Rates (dies sind in Bonn: die Stadtverordneten)
Mg Megagramm
Mio. Million
MOD marktorientierte Direktvergabe
ModernG NRW (erstes) Gesetz zur Modernisierung von Regierung und Verwal-
tung in Nordrhein-Westfalen (Modernisierungsgesetz)
Mrd. Milliarde
MVA Müllverwertungsanlage Bonn GmbH
MWh Megawattstunde
MwSt. Mehrwertsteuer
NV-Solo Normalvertrag (für "echte" Künstler)
NVR Nahverkehr Rheinland (GmbH, Köln)
NW oder NRW Nordrhein-Westfalen
oHG offene Handelsgesellschaft
OB Oberbürgermeisterin / Oberbürgermeister
ÖPNV Öffentlicher Personennahverkehr
OTC(-Geschäfte) Over the Counter = außerbörslicher Handel (z. B. mit Strom)
PBefG Personenbeförderungsgesetz
PPK Papier, Pappe und Kartonagen
PPP Public-Private-Partnership
Prof. Professor
Seite 384 von 430
Abkürzungsverzeichnis
381 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
P+R Park and Ride-Anlagen (Parkplätze für Bahnbenutzer)
RBR Rundfunkbeteiligungsgesellschaft Bonn/ Rhein-Sieg mbH & Co.
KG, Bonn
REVG Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft mbH, Bergheim
rhenag Rheinische Energie Aktiengesellschaft, Köln
rheinstud Rheinisches Studieninstitut für kommunale Verwaltung in Köln
GbR
RMS Radio Marketing Service GmbH und Co. KG, Hamburg
RSVG Rhein-Sieg Verkehrsgesellschaft mbH, Troisdorf-Sieglar
r. V. rechtsfähiger Verein
RVK Regionalverkehr Köln GmbH, Köln
RWE Energie AG Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerke Energie AG, Essen
SGB Städtisches Gebäudemanagement Bonn
(eigenbetriebsähnliche Einrichtung)
SPNV Schienengebundener Personennahverkehr
SRS Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg mbH (i. L.), Köln
SSB Elektrische Bahnen der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises
- SSB - GmbH, Bonn
St. Städtische(r)
StK Stadtkämmerer/Stadtkämmerin
StRRin Städtische Rechtsrätin
StORRin Städtische Oberrechtsrätin
Stv. Stadtverordnete(r)
SWB Stadtwerke Bonn (GmbH), Bonn
SPNV Schienenpersonennahverkehr
SUK „Schiffs-TÜV“ (Schiffsuntersuchungskommission)
SWBB Stadtwerke Bonn Beteiligungs-GmbH, Bonn
SWBD Stadtwerke Bonn Dienstleistungs-GmbH, Bonn
SWBV Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH, Bonn
t Tonne
Seite 385 von 430
Abkürzungsverzeichnis
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 382
T & C Tourismus & Congress GmbH Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrwei-
ler, Bonn
TASi Technische Anleitung Siedlungsabfall bzw. Verordnung über die
umweltverträgliche Ablagerung von Siedlungsabfällen
TDM Tausend deutsche Mark
TEE Trianel Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG
TEET Trianel European Energy Trading GmbH - historischer Firmen-
name - Unternehmen firmierte bis zum 28.12.2008 unter dieser
Bezeichnung, danach Umfirmierung in Trianel GmbH zum
29.12.2008
TEUR Tausend Euro
TGH Trianel Gaskraftwerk Hamm GmbH & Co. KG
- Gas- und Dampfturbinenkraftwerksprojekt -
(Firma hieß zuvor: TPH - Trianel Power-Kraftwerk Hamm-
Uentrop GmbH & Co. KG)
TKL Trianel Kohlekraftwerk Lünen GmbH & Co. KG
- Steinkohlekraftwerksprojekt -
(Firma hieß zuvor: TPK - Trianel Power-Projektgesellschaft Koh-
lekraftwerk mbH & Co. KG)
TOW Trianel Onshore Windkraftwerke GmbH & Co. KG
- Windkraftwerke im Binnenland -
TPH Trianel Power Kraftwerk Hamm-Uentrop GmbH & Co. KG
historische Firmenbezeichnung
- Gas- und Dampfkraftwerksprojekt -
Firma heißt jetzt: Trianel Gaskraftwerk Hamm GmbH & Co. KG
(TGH)
TPK Trianel Power-Projektgesellschaft Kohlekraftwerk mbH & Co.
KG, historische Firmenbezeichnung
- Steinkohlekraftwerksprojekt -
Firma heißt jetzt: Trianel Kohlekraftwerk Lünen GmbH & Co.
KG (TKL)
Seite 386 von 430
Abkürzungsverzeichnis
383 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
TPWB Trianel Power Windpark Borkum GmbH & Co. KG
historische Firmenbezeichnung
- Windkraftwerksprojekt -
Firma heißt jetzt: Trianel Windpark Borkum GmbH & Co. KG
(TWB)
TWB Trianel Windpark Borkum GmbH & Co. KG
(Firma hieß zuvor: Trianel Power Windpark Borkum GmbH & Co.
KG - TPWB)
TWB II Trianel Windkraftwerk Borkum II GmbH & Co. KG
TWh/a Terrawattstunden pro Jahr
UL Ultraleicht(-Flugzeuge)
UmwG Umwandlungsgesetz
VBG Vereinigte Bundesverkehrsbetriebe GmbH
VD Verwaltungsdirektor(in)
VEBOWAG Vereinigte Bonner Wohnungsbau-Aktiengesellschaft, Bonn
Vj. / i. Vj. Vorjahr / im Vorjahr
ver.di Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft
VRS Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH, Köln
VWS Verkehrsbetriebe Westfalen Süd GmbH, Siegen
- Sämtliche Anteile wurden von der Stadtwerke Bonn Verkehrs-
GmbH rückwirkend zum 01.01.2009 veräußert -
WBG Wohnungsbaugesellschaft Bonn mbH (Tochterunternehmen der
Gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft eG Bonn), Bonn
WDR Westdeutscher Rundfunk, Köln
WE Wohneinheit(en)
WEG Wohnungs- und Teileigentum
WTV Wahnbachtalsperrenverband, Siegburg
WV Wirtschaftliche Vereinigung deutscher Versorgungsunterneh-
men Energie AG („WV Energie AG“), Frankfurt am Main
Seite 387 von 430
Abkürzungsverzeichnis
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 384
WVG Wasserversorgungs-Gesellschaft mbH Sankt Augustin, Sankt
Augustin
ZV Zweckverband
ZV NVR Zweckverband Nahverkehr SPNV & Infrastruktur Rheinland,
Köln
ZV VRS Zweckverband Verkehrsverbund Rhein-Sieg, Köln
Seite 388 von 430
Abkürzungsverzeichnis
385 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Seite 389 von 430
7.1 Teil A - Public Corporate Governance Kodex
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 386
7.1 Teil A - Public Corporate Governance Kodex
1 Gesellschafter
1.1 Die Bundesstadt Bonn als Gesellschafterin
1.1.1 Die Bundesstadt Bonn ist Gesellschafterin der Beteiligungsunternehmen. Der Rat
der Bundesstadt Bonn ist das Hauptorgan der Bundesstadt Bonn. In der Gesellschaf-
terversammlung unmittelbarer Beteiligungen kann jedoch nicht der Rat der Bun-
desstadt Bonn in seiner Gesamtheit als Gesellschafter tätig werden, sondern er wird
durch vom Rat gestellte Personen vertreten. Grundsätzlich ist dies die Stadtkämme-
rin bzw. der Stadtkämmerer oder ein anderes Mitglied der Verwaltung, im Falle deren
bzw. dessen Verhinderung die Leitung der Kämmerei oder ein Vertreter des Beteili-
gungsmanagements. Die Vertreter der Bundesstadt Bonn üben ihre Funktion auf der
Grundlage der Beschlüsse des Rates aus.
1.1.2 Die Bundesstadt Bonn sollte sich nur dann an einem Unternehmen neu beteiligen,
wenn dessen Bindung an die Public Corporate Governance der Bundesstadt Bonn
im Gesellschaftsvertrag oder durch Gesellschafterbeschluss festgelegt wird. Dies gilt
jedoch nur für eine Beteiligungsquote von mehr als 50 %. Weiter gilt dies auch für
mittelbare Beteiligungen der Stadt, wenn das Unternehmen, das eine neue Beteili-
gung eingehen will, sich selbst bereits zur Anwendung des Pu blic Corporate Gover-
nance Kodex verpflichtet hat.
Ausführungsbestimmung:
Die Regelung soll dazu beitragen, dass auch künftig auf das gesamte städtische Be-
teiligungsportfolio der vorliegende Kodex Anwendung findet.
1.2 Gesellschaftsversammlung
1.2.1 Die Gesellschafterversammlung ist oberstes Organ der Gesellschaft. Die Gesell-
schafter nehmen ihre Gesellschafterrechte grundsätzlich in der Gesamtheit der Ge-
sellschafter durch Beschlussfassung in der Gesellschafterversammlung wahr.
1.2.2 Bestimmte Rechte und Aufgabe n sind den Gesellschaftern gesetzlich zugeordnet
(Änderung des Gesellschaftsvertrags, Einforderung von Nachschüssen, Auflösung
der Gesellschaft) bzw. müssen ihnen im Gesellschaftsvertrag einer kommunalen
GmbH vorbehalten sein (Feststellung des Jahresabschl usses und Ergebnisverwen-
dung, Abschluss und Änderung von Unternehmensverträgen im Sinne der §§ 291
und 292 Abs. 1 AktG, Übernahme neuer Aufgaben von besonderer Bedeutung im
Rahmen des Unternehmensgegenstands, Errichtung, Erwerb und Veräußerung von
Unternehmen und Beteiligungen).
Seite 390 von 430
7.1 Teil A - Public Corporate Governance Kodex
387 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Ausführungsbestimmung:
Die Gesellschafter einer GmbH haben grundsätzlich bis zum Ablauf der ersten acht
Monate über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Ergebnisverwendung
zu beschließen (§ 42a Abs. 2 GmbHG).
Zu den Unternehmensverträgen im Sinne des § 291 AktG zählen insbesondere Be-
herrschungs- sowie Gewinnabführungsverträge. Andere Unternehmensverträge im
Sinne des § 292 Abs. 1 AktG sind insbesondere Vereinbarungen über Gewinnge-
meinschaften, Teilgewinnabführungsverträge sowie Betriebspacht - bzw. Betriebs-
überlassungsverträge.
1.2.3 Weitere grundsätzliche Rechte und Kompetenzen sind die Weisungsbefugnis gegen-
über und Überwachung der Geschäftsführung (insbesondere nach Nr. 1.2.4 und
1.3.1), deren Verhältnis und Ausgestaltung gegen über den daneben bestehenden,
gleichlautenden Befugnissen des Aufsichtsrats festgelegt werden muss.
1.2.4 Die Gesellschafter legen im Gesellschaftsvertrag bei Gründung den Gegenstand des
Unternehmens – als erste strategische Ausrichtung – im Hinblick auf den öffentlichen
Auftrag der Gesellschaft fest. Dieser stellt für die Geschäftsführung und die Aufsichts-
ratsmitglieder eine unabdingbare Handlungsleitlinie dar und steht nicht zu deren Dis-
position. Der Gegenstand des Unternehmens kann nur mit Zustimmung des Rates
geändert werden.
Ausführungsbestimmung:
Im Hinblick auf die Bedeutung des Unternehmensgegenstandes, der die mit der Be-
teiligung der Bundesstadt Bonn verfolgten Ziele widerspiegelt, sollte dieser möglichst
konkret gefasst werden.
1.2.5 Die Geschäftspolitik der Beteiligungsunternehmen hat sich im Rahmen der gesetzli-
chen Bestimmungen und/oder den gesellschaftsvertraglichen Regelungen den Ziel-
setzungen und den Optimierungs - und Konsolidierungsbestrebungen der Bun-
desstadt Bonn unterzuordnen.
1.2.6 Die Gesellschafterversammlung findet mindestens einmal jährlich statt. Sie wird von
der Geschäftsführung unter Angabe der Tagesordnung einberufen, deren einzelne
Punkte möglichst genau zu bezeichnen sind. Die Gesellschafter sollen ausreichend
Gelegenheit haben, sich auf die Erörterung und Abstimmungen vorzubereiten. Über
die Gesellschafterversammlung ist eine Niederschrift zu fertigen, aus der neben den
Beschlüssen auch der wesentliche Sitzungsverlauf wiedergegeben wird. Auch Be-
schlüsse der Gesellschafter außerhalb der Versammlung sind zu protokollieren.
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7.1 Teil A - Public Corporate Governance Kodex
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 388
Ausführungsbestimmung:
Zur Gewährleistung einer angemessenen Vorbereitungszeit soll die Gesellschafter-
versammlung mindestens zwei Wochen vor dem Tag der Versammlung in Schriftform
unter Angabe der Tagesordnung und Mitteilung der Beschlussvorschläge einberufen
werden.
Aus Gründen der Verhältnismäßigkeit bedarf es hinsichtlich der Niederschrift grund-
sätzlich nicht der Dokumentation von einzelnen Wortbeiträgen der Gesellschafterver-
treter. Die Niederschrift über die Versammlung sollte innerhalb von vierzehn Werkta-
gen nach der Versammlung erstellt und nach Unterzeichnung durch den Leiter der
Gesellschafterversammlung und den Protokollführer an die Gesellschafter digital ver-
sandt werden. Entsprechendes gilt auch für Beschlüsse der Gesell schafter außer-
halb der Versammlung. Niederschriften und Beschlussfassungen sind in geordneter
Form zu den Geschäftsakten zu nehmen.
Schriftliche, auch durch Telefax oder per E -Mail, oder fernmündliche Beschlussfas-
sungen der Gesellschafter (Umlaufverfahren) sind nur zulässig, wenn kein Gesell-
schafter diesem Verfahren widerspricht. Eine fernmündliche Beschlussfassung sollte
vermieden werden. Bei einer fernmündlichen Beschlussfassung soll zu Dokumenta-
tionszwecken der Beschluss in einem Protokoll unter Ausweis von Gegenstand, Zeit
und Umständen der Beschlussfassung, der Teilnehmer und der Mehrheiten festge-
halten werden.
1.2.7 Bei den von der Bundesstadt Bonn beherrschten Unternehmen sollen alle Angele-
genheiten, die der Beschlussfassung in der Gesellschafterversammlung obliegen
und von grundsätzlicher strategischer Bedeutung sind, unter Berücksichtigung der
Zuständigkeitsordnung im Rat der Bundesstadt Bonn behandelt werden. Von grund-
sätzlicher strategischer Bedeutung gem. Satz 1 sind insbesondere die in § 108 Abs.
5 Nr. 1 GO genannten Angelegenheiten.
1.3 Aufgaben der Gesellschafter
1.3.1 Die Gesellschafter sollen im Benehmen mit dem Aufsichtsrat auf der Basis des Un-
ternehmensgegenstands grundsätzlich strategische Zielvorgaben für die Gesell-
schaft definieren. Über die Zielfestlegung ist der Rat der Bundesstadt Bonn im Rah-
men der Wirtschaftsplanung zu unterrichten. Neben den wirtschaftlichen Zielen sol-
len dabei auch Ziele und Erwartungen im Rahmen des öffentlichen Auftrags klar und
messbar formuliert werden. Der Stand der Strategieu msetzung soll mindestens ein-
mal im Jahr zwischen Gesellschaftern und Geschäftsführung erörtert werden.
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389 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Ausführungsbestimmung:
Von einer klaren und messbaren Ziel - und Erwartungsformulierung ist auszugehen,
wenn diese den SMART-Anforderungen entspricht (spezifisch, messbar, ausführbar,
realistisch und terminiert).
1.3.2 Im Falle der Handlungsunfähigkeit des Aufsichtsrats nimmt die Gesellschafterver-
sammlung interimsweise seine Aufgaben wahr. Die Handlungsfähigkeit des Auf-
sichtsrates ist von den Gesellschaftern sobald wie möglich durch entsprechende Be-
schlüsse wiederherzustellen.
Ausführungsbestimmung:
Besteht bei einer GmbH kein Überwachungsorgan, so haben die Gesellschafter die
zur Überwachung der Geschäftsführung erforderlichen Maßnahmen zu treffen (§ 46
Nr. 6 G mbHG). Die Bestellung eines Überwachungsorgans entbindet die Gesell-
schafter nicht von der Pflicht zur eigenen Überwachung der Geschäftsführung.
1.4 Maßnahmen zur Transparenzsteigerung
1.4.1 Bei der Beschlussfassung der Gesellschafterversammlung über die Entlastung d es
Aufsichtsrats darf kein Vertreter der Bundesstadt Bonn mitwirken, der selbst Mitglied
des Aufsichtsrats ist.
Ausführungsbestimmung:
Die Regelung (vgl. § 47 Abs. 4 GmbHG) dient zur Vermeidung von Interessenkon-
flikten für den Fall, dass der städtische Ver treter in der Gesellschafterversammlung
über die Entlastung des Aufsichtsrats beschließt, dem er ggf. selber angehört.
1.4.2 Die im Beteiligungsbericht veröffentlichte Darstellung jedes Beteiligungsunterneh-
mens ist in angemessener Form im Internet öffentlich zugänglich gemacht werden.
Ausführungsbestimmung:
Als Veröffentlichungsplattform kommt regelmäßig die Internetpräsenz der Bun-
desstadt Bonn (http://www.bonn.de/) in Betracht.
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7.1 Teil A - Public Corporate Governance Kodex
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 390
2 Aufsichtsrat
2.1 Grundsätzliches
2.1.1 Bei allen Gesellschaften mit beschränkter Haftung, die in der Regel nicht mehr als
500 Arbeitnehmer beschäftigen, steht es den Gesellschaftern grundsätzlich frei,
durch Bestimmungen im Gesellschaftsvertrag einen (fakultativen) Aufsichtsrat zu bil-
den. Die Bundesstadt Bonn sieht sich aber auch aufgrund der kommunal - bzw. ge-
meindewirtschaftsrechtlichen Bestimmungen gebunden, sich in der Regel nur an Ge-
sellschaften zu beteiligen, in denen ein Aufsichtsorgan installiert ist, um für die Stadt
einen angemessenen Einfluss be i der Steuerung und Kontrolle des Unternehmens
sicherstellen zu können.
Ausführungsbestimmung:
Das grundsätzliche Erfordernis der Einrichtung eines gesellschaftsrechtlich fakultati-
ven Aufsichtsrates begründet sich auf dem kommunalverfassungsrechtlichen Steue-
rungs- und Kontrollgebot (§§ 109 Abs. 1, 108 Abs. 1 Nr. 6 GO), welches in der Regel
nur durch die Einrichtung eines Aufsichtsrates sachgerecht umgesetzt werden kann.
Ein Abweichen hiervon kann grundsätzlich nur bei Gesellschaften mit geringem Ge-
schäftsumfang oder solchen, die aus formalrechtlichen/steuerlichen Gründen ge-
gründet werden, in Betracht gezogen werden, bei denen - insbesondere unter Be-
rücksichtigung der Sitzungshäufigkeit der Gesellschafterversammlung - die Gesell-
schafter die Gewähr für die Vor nahme ausreichender, auch unterjähriger Steue-
rungs- und Kontrollhandlungen bieten.
2.1.2 Die Mitglieder des Aufsichtsrates und ihre persönlichen Vertreter – soweit sie bestellt
sind – werden mittels Entsendung durch die Gesellschafter oder durch Wahl in der
Gesellschafterversammlung bestellt. Der Aufsichtsrat ist das wichtigste Überwa-
chungs- und Kontrollorgan. Die Aufsichtsratsmitglieder sind für die Ausübung ihres
Mandats persönlich verantwortlich.
2.1.3 Im Gesellschaftsvertrag soll bestimmt werden, dass Geschäfte und Rechtshandlun-
gen von grundsätzlicher Bedeutung der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen.
Hierzu gehören Entscheidungen oder Maßnahmen, die die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage oder die Risikostrukturierung des Unternehmens grundlegend verän-
dern. In ei nem Katalog der zustimmungspflichtigen Geschäfte können im Gesell-
schaftsvertrag weitere Maßnahmen der Geschäftsführung der vorherigen Zustim-
mung durch den Aufsichtsrat unterworfen werden. Die Wertgrenzen des Zuständig-
keitskatalogs bzw. weitere Zuständigkei tsfragen werden in einer Geschäftsordnung
durch den Aufsichtsrat festgelegt.
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391 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Ausführungsbestimmung:
Die Zustimmung des Aufsichtsrats ist grundsätzlich vor Abschluss des Geschäfts o-
der der Vornahme der Rechtshandlung einzuholen (Einwilligungserfordernis). Ein
Abweichen hiervon sollte nur in den Fällen in Betracht gezogen werden, wenn die
Einwilligung nicht ohne erhebliche Nachteile für das Unternehmen abgewartet wer-
den kann. In diesem Fall ist die nachträgliche Zustimmung (Genehmigung) unver-
züglich einzuholen.
Maßstab für die Beurteilung der grundsätzlichen Bedeutung können vor allem die
Größe oder der Gegenstand der Geschäfte oder das mit ihnen verbundene Risiko
sein; bei Immobiliengesellschaften ergänzend auch die Änderung von Bewertungs-
verfahren. Von der Erteilung einer allgemeinen, ggf. widerruflichen Zustimmung im
Voraus zur Vornahme bestimmter Geschäfte und Rechtshandlungen sollte Abstand
genommen werden.
2.1.4 Sitzungen des Aufsichtsrates werden von der Geschäftsführung unter Angabe der
Tagesordnung einberufen, deren einzelne Punkte möglichst genau zu bezeichnen
sind. Die Mitglieder des Aufsichtsrates sollen ausreichend Gelegenheit haben, sich
auf die Erörterung und Abstimmungen vorzubereiten. Über die Sitzungen des Auf-
sichtsrates soll eine Niederschrift gef ertigt werden, in der neben den Beschlüssen
auch der wesentliche Sitzungsverlauf wiedergegeben wird. Auch Beschlüsse des
Aufsichtsrates außerhalb von Sitzungen sollen protokolliert werden.
Ausführungsbestimmung:
Der Aufsichtsrat soll bedarfsorientiert, mindestens aber einmal im Kalendervierteljahr
eine Sitzung abhalten. Unberührt davon kann jedes Mitglied des Aufsichtsrats unter
Angabe des Zwecks und der Gründe verlangen, dass der Vorsitzende des Aufsichts-
rats unverzüglich den Aufsichtsrat einberuft.
Zur Gewährleistung einer angemessenen Vorbereitungszeit soll die Sitzung mindes-
tens zwei Wochen vor dem Tag der Sitzung in Schriftform unter Angabe der Tages-
ordnung und Mitteilung der Beschlussvorschläge einberufen werden. Die Einladung
kann sowohl in digitaler Form wie auf Wunsch eines Aufsichtsratsmitglieds in Papier-
form zugestellt werden. Die Beschlussvorschläge sind dabei so zu beschreiben bzw.
mit weiteren Angaben (z. B. Sachverhaltsdarstellungen, Abwägungsüberlegungen,
Handlungsempfehlungen) zu ergänzen, da ss sich das Aufsichtsratsmitglied auf Ba-
sis dieser Unterlagen ein abschließendes Urteil über den Tagesordnungspunkt und
sein Abstimmungsverhalten bilden kann. Ein Nachreichen von Unterlagen nach Ver-
sand der Einladung oder die ausschließlich mündliche Erört erung eines Tagesord-
nungspunktes in der Sitzung stehen dabei im Widerspruch zu dieser gebotenen, an-
gemessenen Vorbereitungszeit, die den Aufsichtsratsmitgliedern mit Blick auf die
persönliche Verantwortung für ihre Entscheidungen zwingend einzuräumen ist. Ist
ein Nachreichen von Unterlagen oder die ausschließlich mündliche Erörterung un-
vermeidbar, bedarf dies einer schriftlich dokumentierten sachlichen Begründung in
den Einladungsunterlagen. Ein sachlicher Grund ist nicht anzunehmen, wenn die
nicht zeitgerechte Erstellung der Unterlagen auf organisatorische Gründe oder zeitli-
che Bearbeitungsmängel zurückzuführen ist.
Die Niederschrift ist grundsätzlich innerhalb von vierzehn Werktagen nach dem Sit-
zungstermin anzufertigen und durch den Vorsitzenden des Aufsic htsrats sowie den
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Protokollführer zu unterzeichnen. Jedem Mitglied ist eine Ausfertigung der Sitzungs-
niederschrift digital oder auf Wunsch in Papierform auszuhändigen. Niederschriften
und Beschlussfassungen sind in geordneter Form zu den Geschäftsakten zu neh-
men.
Schriftliche, auch durch Telefax oder per E -Mail, oder fernmündliche Beschlussfas-
sungen des Aufsichtsrats (Umlaufverfahren) sind nur zulässig, wenn kein Mitglied
diesem Verfahren widerspricht. Eine fernmündliche Beschlussfassung sollte vermie-
den werden. Bei einer fernmündlichen Beschlussfassung soll zu Dokumentations-
zwecken der Beschluss in einem Protokoll unter Ausweis von Gegenstand, Zeit und
Umständen der Beschlussfassung, der Teilnehmer und der Mehrheiten festgehalten
werden.
2.2 Aufgaben
2.2.1 Aufgabe des Aufsichtsrats ist es, die Geschäftsführung bei der Leitung des Unter-
nehmens regelmäßig zu beraten und zu überwachen. Gegenstand der Überwachung
sind insbesondere die Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit
der Geschäftsführung, insbesondere die
o Begrenzung der Unternehmenstätigkeit auf die satzungsmäßigen Aufgaben,
o Beachtung der Sorgfaltspflichten eines ordentlichen und gewissenhaften
Kaufmanns,
o Übereinstimmung der strategischen Planung der Geschäftsführung mit den
strategischen Zielvorgaben der Gesellschafter,
o Einbindung der operativen Geschäftsziele in die strategische Zielsetzung der
Gesellschafter,
o Einhaltung der operativen Geschäftsziele,
o Einrichtung und Anwendung eines wirksamen Steuerungs-, Kontroll- und Ri-
sikomanagementsystems durch die Geschäftsführung,
o Abschluss von Zielvereinbarungen mit der Geschäftsführung.
Er ist in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen einzu-
binden.
Ausführungsbestimmung:
Zweckmäßigkeit bedeutet die fachkundige Ausführung der Geschäft sführungstätig-
keit, Ordnungsmäßigkeit die Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen, des Ge-
sellschaftsvertrags, der Geschäftsordnung und von Weisungen der Gesellschafter-
versammlung an die Geschäftsführung. Wirtschaftlichkeit ist die Verfolgung der kurz-
, mittel- und langfristigen Unternehmensziele durch die Geschäftsführung, ohne da-
bei unangemessene Risiken für das Unternehmen einzugehen.
Neben den originären Überwachungsaufgaben ist jedes Mitglied des Aufsichtsrats
dafür verantwortlich, dass das Überwachungs organ seine Überwachungspflicht er-
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7.1 Teil A - Public Corporate Governance Kodex
393 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
füllt. Auch sollte der Aufsichtsrat eines herrschenden Unternehmens im Rahmen sei-
ner gesetzlichen Möglichkeiten überwachen, dass die Geschäftsführung die Beteili-
gungsrechte bei den Tochter- und Enkelunternehmen effektiv wahrnimmt.
Die gesellschaftsrechtlich mögliche Übertragung des Rechts zur Bestellung und des
Widerrufs von Mitgliedern der Geschäftsführung von der Gesellschafterversammlung
auf das Überwachungsorgan (§§ 45, 52 GmbHG) ist wegen den Einschränkungen
nach § 108 Abs. 5 Nr. 1 GO nicht zulässig.
2.2.2 Der Aufsichtsrat gibt sich eine Geschäftsordnung.
Ausführungsbestimmung:
Die Geschäftsordnung sollte Regelungen zur Häufigkeit der Sitzungen und zu den
Wahl- und Abstimmungsverfahren enthalten, insbesondere zu den Voraussetzungen
der Beschlussfassung, sowie zur Stellung und zu den Befugnissen des Vorsitzenden
des Aufsichtsrates. Ferner sollte die Geschäftsordnung die Bildung von Ausschüssen
und deren Arbeit regeln (vgl. Nr. 2.4.2 des Kodex).
2.2.3 Jedes Aufsichtsratsmitglied sollte durch seine eigene persönliche und fachliche Qua-
lifikation dafür sorgen, dass es seine Aufgabe und Verantwortlichkeit im Sinne dieser
Public Corporate Governance erfüllen kann. Die Bundesstadt Bonn und das Unter-
nehmen unterstützen die Fort- und Weiterbildung durch geeignete Maßnahmen.
Ausführungsbestimmung:
Im Hinblick auf die mit der Mandatswahrnehmung verbundene Verantwortung erar-
beitet das Beteiligungsmanagement ein Handbuch für Aufsichtsratsmitglieder, in dem
deren Rechte und Pflichten erläutert sind. Nach dessen Erarbeitung wird dieses den
Mandatsträgern zur Verfügung gestellt.
2.2.4 Jedes Aufsichtsratsmitglied achtet darauf, dass ihm für die Wahrnehmung seiner
Mandate genügend Zeit zur Verfügung steht. Außerdem sollen insgesamt nicht mehr
als fünf Aufsicht sratsmandate in Gesellschaften wahrgenommen werden. Dies gilt
nicht für die Hauptverwaltungsbeamte und Wahlbeamte/Beigeordnete.
Ausführungsbestimmung:
Im Hinblick auf die mit der Mandatswahrnehmung verbundene Verantwortung obliegt
die Überprüfung des Zeitmanagements jedem Aufsichtsratsmitglied selbst.
2.2.5 In regelmäßigen Abständen sollen vom Aufsichtsrat die Wertgrenzen für die unter
einem Zustimmungsvorbehalt stehenden Arten von Geschäften und Rechtshandlun-
gen auf ihre Zweckmäßigkeit und Praktikabilität überprüft werden.
Ausführungsbestimmung:
Regelmäßig bedeutet im Abstand von mindestens zwei Jahren.
2.2.6 Der Aufsichtsrat soll regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit überprüfen. Gegen-
stand der Effizienzprüfungen sind unberührt vom Aufsichtsrat festzulegender quali-
tativer Kriterien insbesondere die Prozesse und Verfahrensabläufe im Aufsichtsrat,
der Informationsfluss zwischen den Ausschüssen und dem Aufsichtsrat sowie die
rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung des Aufsichtsrats.
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7.1 Teil A - Public Corporate Governance Kodex
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 394
Das Beteiligungsmanagement stellt dazu eine standardisierte, an den gesetzlichen
Regelungen orientierte Arbeitshilfe zur Verfügung. Die Berichterstattung über die Er-
gebnisse und Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Tätigkeit des Auf-
sichtsrates sollte in Form eines Leistungsberichts an die Gesellschafter erfolgen.
2.2.7 Die städtischen Vertreter in den Aufsichtsräten haben die Umsetzung der im Gesell-
schaftsvertrag festgelegten Zielsetzung sowie den öffentlichen Zweck sorgfältig zu
überprüfen und die Ausübung der Geschäftstätigkeit ggf. kritisch zu hinterfragen.
2.2.8 Sie sollen sich aktiv für die Umsetzung dieser Public Corporate Governance der Bun-
desstadt Bonn einsetzen und arbeiten in ihren Gremien darauf hin, dass die genann-
ten Punkte umgesetzt werden.
2.3 Aufgaben und Befugnisse des Aufsichtsratsvorsitzenden
2.3.1 Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat und leitet dessen
Sitzungen. Darüber hinaus nimmt er die Belange des Aufsichtsrates nach außen
wahr. Erklärungen des Aufsichtsrates werden von dessen Vorsitzenden namens des
Aufsichtsrates unter der Bezeichnung „Aufsichtsrat der ...“ abgegeben.
2.3.2 Der Aufsichtsratsvorsitzende soll mit der Geschäftsführung, insbesondere mit dem
Vorsitzenden bzw. Sprecher der Geschäftsführung, regelmäßig Kontakt halten und
mit ihr die Strategie, die Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement des Un-
ternehmens beraten.
2.3.3 Der Aufsichtsratsvorsitzende ist über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der
Lage und Entwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Be-
deutung sind, unverzüglich durch die Geschäftsführung zu informieren. Der Auf-
sichtsratsvorsitzende soll sodann den Aufsichtsrat unterrichten und erforderlichen-
falls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen.
2.3.4 Sofern kein Prüfungsausschuss eingerichtet wurde, erteilt der Aufsichtsrat, bzw. der
Vorsitzende dem Abschlussprüfer den Prüfungsauftrag und trifft mit ihm die Honorar-
vereinbarung. Hierbei soll der Aufsichtsratsvorsitzende von der Möglichkeit, eigene
Prüfungsschwerpunkte für die Abschlussprüfung festzulegen, Gebrauch machen und
Empfehlungen des Beteiligungsmanagements berücksichtigen.
2.3.5 Der Aufsichtsratsvorsitzende soll auf die Einhaltung der Verschwiegenheitsregelung
durch alle Mitglieder des Aufsichtsrats achten (§§ 394, 395 Aktiengesetz i. V. m. § 52
GmbH-Gesetz sowie ggf. bestehende Satzungsregelungen).
2.3.6 Der Aufsichtsratsvorsitzende ist für die Einhaltung der Anstellungsverträge der Ge-
schäftsführung zuständig. Die wesentlichen Vertragsinhalte (insbesondere die Ver-
gütungsstruktur einsc hließlich Versorgungsregelung) sind vom Aufsichtsrat zu be-
schließen.
2.3.7 Der Aufsichtsratsvorsitzende kann in dringlichen Angelegenheiten, in denen eine or-
dentliche Beschlussfassung im Aufsichtsrat (auch nicht mittels schriftlichem Verfah-
ren) nicht ohne erhebl iche Nachteile für das Unternehmen herbeigeführt werden
kann, anstelle des Aufsichtsrats entscheiden. Vor der Entscheidung soll der Auf-
sichtsratsvorsitzenden sich nach Möglichkeit mit seinem Stellvertreter abstimmen.
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7.1 Teil A - Public Corporate Governance Kodex
395 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Die Gründe der der Entscheidung zugrund e liegenden Dringlichkeit sind zu doku-
mentieren und dem Aufsichtsrat unverzüglich unter Bekanntgabe der getroffenen
Entscheidung zur Kenntnis zu geben.
2.4 Bildung von Ausschüssen
2.4.1 Unberührt einer ggf. bestehenden gesetzlichen Verpflichtung kann der Aufsichtsra t
abhängig von den spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens und der Anzahl
seiner Mitglieder fachlich qualifizierte Ausschüsse bilden, die der Effizienzsteigerung
der Aufsichtsratsarbeit und der Behandlung komplexer Sachverhalte dienen sollen.
Dazu zählen beispielsweise Fragen der Unternehmensstrategie sowie der Investition
und Finanzierung. Die jeweiligen Ausschussvorsitzenden berichten regelmäßig an
den Aufsichtsrat über die Arbeit der Ausschüsse.
2.4.2 Deren Besetzung sowie die Aufgaben und Kompetenzen der Ausschüsse sind in der
Geschäftsordnung des Aufsichtsrates zu normieren.
Ausführungsbestimmung:
Das Verfahren zur Besetzung von Ausschüssen soll einer angemessenen Vertretung
von Mitgliedern des Aufsichtsrats, die von der Bundesstadt Bonn oder auf Vorschlag
der Bundesstadt Bonn gewählt worden sind, Rechnung tragen.
2.4.3 Von der Möglichkeit, einzelnen Ausschüssen des Aufsichtsrates Entscheidungskom-
petenzen zu übertragen, soll nicht Gebrauch gemacht werden. Vielmehr sollen Be-
schlüsse in der Regel dem Aufsichtsrat vorbehalten bleiben.
Ausführungsbestimmung:
Aufgrund der Bedeutung und Verantwortung des Aufsichtsrats soll dieser und damit
das Wissen und die Kompetenz seiner Mitglieder so weit wie möglich dem Unterneh-
men zugutekommen. Eine Verlagerung von Entscheidungs kompetenzen auf Aus-
schüsse steht dem entgegen (vgl. § 107 Abs. 3 AktG).
2.5 Zusammensetzung des Aufsichtsrats
2.5.1 Bei der Benennung sollte seitens des Rates der Bundesstadt Bonn bzw. der Fraktion
darauf geachtet werden, dass dem Aufsichtsrat jederzeit Mitglieder angehören, die
über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kennt-
nisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen und hinreichend unabhängig
sind. Ferner sollten die Tätigkeit des Unternehmens und potenzielle Interessenkon-
flikte berücksichtigt werden. Das Vorliegen der nach Satz 1 und 2 genannten Voraus-
setzungen ist vor einer erneuten Bestellung (Entsendung oder Wiederwahl) zu prü-
fen. Frauen müssen entsprechend den gleichstellungsrechtlichen Regelungen (LGG)
berücksichtigt werden.
2.5.2 Eine unabhängige Beratung und Überwachung der Geschäftsführung durch den Auf-
sichtsrat wird auch dadurch ermöglicht, dass dem Aufsichtsrat kein ehemaliges Mit-
glied der Geschäftsführung angehören soll.
2.5.3 Das Aufsichtsratsmitglied hat vor seiner Entsendung oder Wahl eine Erklärung dar-
über abzugeben, ob es Beratungsaufgaben oder Organfunktionen bei Wettbewer-
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Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 396
bern des Unternehmens ausübt. Nimmt das Aufsichtsratsmitglied während seiner Tä-
tigkeit erstmalig solche Aufgaben wahr, hat es unaufgefordert und unverzügl ich die
Erklärung nach Satz 1 nachzureichen.
Ausführungsbestimmung:
Das Aktienrecht geht davon aus, dass die Wahrnehmung eines Aufsichtsratsmandats
ein Nebenamt darstellt und damit jedes Aufsichtsratsmitglied weiteren Interessenbin-
dungen unterliegt, die zu Konflikten mit der Aufsichtsratstätigkeit führen können.
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7.1 Teil A - Public Corporate Governance Kodex
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2.6 Vertretungsmöglichkeit im Aufsichtsrat
2.6.1 An den Aufsichtsratssitzungen sollen die Mitglieder regelmäßig teilnehmen. Vertreter
für Aufsichtsratsmitglieder sollen im Hinblick auf eine kontinuierliche Arbeit des Gre-
miums grundsätzlich nicht bestellt werden. Geschieht dies dennoch, bleibt in jedem
Fall die Überwachungsverantwortung des (ersten) Aufsichtsratsmitgliedes bestehen.
Solche bestellten Vertreter sind nur im Verhinderungsfall zuzulassen.
Ausführungsbestimmung:
Angesichts der Bedeutung einer persönlichen Teilnahme sollten die Mitglieder des
Aufsichtsrates auch darauf achten, an den Sitzungen in vollem Umfang teilnehmen
zu können.
2.6.2 Abwesende Aufsichtsratsmitglieder in fakultativen Aufsichtsräten (vgl. 2.1.1 des Ko-
dex) sollen nur dadurch an der Beschlussfassung des Aufsichtsrats und seiner Aus-
schüsse teilnehmen können, dass sie ihre schriftliche Stimmabgabe durch eine an-
dere zur Teilnahme berechtigte Person, in der Regel den Aufsichtsratsvorsitzenden,
überreichen lassen (Stimmbotschaft).
Ausführungsbestimmung:
Aktienrechtlich können Aufsichtsratsmitglieder ihre Aufgaben nicht durch andere
wahrnehmen lassen (vgl. § 111 Abs. 6 AktG). Mit der Ausgestaltung als persönliches
Amt ist daher eine Stellv ertretung grundsätzlich nicht vereinbar. Bei Verhinderung
soll daher lediglich eine Stimmbotschaft abgeben werden können, bei der der Bote
keine eigene Erklärung abgibt, sondern lediglich die Abstimmungserklärung des ab-
wesenden Mitglieds übermittelt. Auch von dieser Möglichkeit sollte nur in Einzelfällen
der Verhinderung des Mitglieds Gebrauch gemacht werden.
2.7 Vergütung
2.7.1 Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder soll der Verantwortung und dem Tätigkeits-
umfang der Aufsichtsratsmitglieder sowie der wirtschaftli chen Lage des Unterneh-
mens Rechnung tragen. Diese ist im Gesellschaftsvertrag festzusetzen oder von der
Gesellschafterversammlung zu bewilligen (vgl. § 113 Abs. 1 AktG). Die Vergütung
soll regelmäßig überprüft werden.
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7.1 Teil A - Public Corporate Governance Kodex
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 398
Ausführungsbestimmung:
Die Gesamtve rgütung (einschließlich Aufwandsentschädigung und etwaiger Sit-
zungsgelder) soll unberührt der wirtschaftlichen Lage die erforderliche Fachkompe-
tenz, den zeitlichen Aufwand und die mit den Pflichten des Aufsichtsratsmitglieds
verbundenen Risiken berücksichtigen. Risikominierende Rahmenbedingungen (z. B.
durch den Abschluss einer D&O -Versicherung) sind dabei zu beachten. Bei nicht
überwiegend am Markt tätigen Unternehmen oder solchen, die als ausgegliederte
Verwaltungseinheiten anzusehen sind, ist davon auszugehen, dass ein in der Vergü-
tung zu berücksichtigendes Risiko nicht besteht.
Soweit über einen reinen Aufwandsersatz hinaus eine Vergütung gewährt wird, ist in
dem Fall, in dem das Aufsichtsratsmitglied in einem öffentlich-rechtlichen Dienst- und
Treueverhältnis steht, das derzeit geltende Nebentätigkeitsrecht im öffentlichen
Dienst im Hinblick auf ggf. bestehende Abführungspflichten zu beachten.
2.7.2 Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und die Vergütungssätze der Aufsichtsratsmit-
glieder sind im Beteiligungsberic ht individualisiert auszuweisen; die Gesamtbezüge
des Aufsichtsrats auch im Anhang zum Jahresabschluss. Davon kann abgewichen
werden, wenn zwei Drittel des Rats der Bundesstadt Bonn dies beschließen.
2.7.3 Die vom Unternehmen an die Mitglieder des Aufsichtsrats gezahlten Vergütungen
oder gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Bera-
tungs- und Vermittlungsleistungen, sollen gesondert und individualisiert im Anhang
zum Jahresabschluss angegeben werden.
2.8 Vermögensschadenshaftpflicht- (Directors & Officers-) Versicherung
2.8.1 Der Abschluss der Versicherung bedarf der Zustimmung des Aufsichtsrates bzw. der
Gesellschafterversammlung. Die Konditionen, insbesondere die Deckungssumme,
sind auf die Risikolage des jeweiligen Unternehmens anzupassen.
2.8.2 Die Versicherungsleistungen dürfen im Schadensfall nur unmittelbar an das Unter-
nehmen gezahlt werden.
2.9 Interessenkonflikte
2.9.1 Jedes Mitglied des Aufsichtsrats ist dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Gleich-
zeitig sollen die Vertreter der Bundesstadt Bonn in den Aufsichtsratsgremien die be-
sonderen Interessen der Bundesstadt Bonn, insbesondere die Beschlüsse der städ-
tischen Ausschüsse bzw. des Rates der Bundesstadt Bonn, im Rahmen der gesetz-
lichen Bestimmungen berücksichtigen.
2.9.2 Kein Aufsichtsratsmitglied darf bei seinen Entscheidungen persönliche Interessen
verfolgen, noch Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen.
2.9.3 Jedes Aufsichtsratsmitglied soll Interessenkonflikte, insbesondere solche, die auf
Grund einer Beratung oder Organfunktion bei Kun den, Lieferanten, Kreditgebern o-
der sonstigen Geschäftspartnern der Gesellschaft entstehen können, dem Aufsichts-
rat gegenüber offen legen. Der Aufsichtsrat soll in seinem Bericht an die Gesellschaf-
terversammlung über aufgetretene Interessenkonflikte und de ren Behandlung infor-
mieren. Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte in der Person
eines Aufsichtsratsmitglieds sollen zur Beendigung des Mandats führen.
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7.1 Teil A - Public Corporate Governance Kodex
399 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Ausführungsbestimmung:
Anders wie konkrete, dauerhafte Interessenkonflikte stehen potenzielle Interessen-
konflikte einer Bestellung zum und einer Tätigkeit als Aufsichtsratsmitglied in der Re-
gel nicht entgegen. Eine entsprechende Regelung zur Behandlung von Interessen-
konflikten sollte in der Geschäftsordnung niedergeschrieben werden.
2.9.4 Geschäfte, insbesondere Dienst - und Werkverträge, zwischen dem Unternehmen
und aktiven Aufsichtsratsmitgliedern sowie ihren Angehörigen im Sinne von § 31
Abs. 1 und 2 GO oder ihnen persönlich nahestehenden Unternehmungen sind, so-
weit möglich, zu vermeiden. D ies gilt auch für Geschäfte mit ehemaligen Aufsichts-
räten, die innerhalb von drei Jahren nach Beendigung der Tätigkeit geschlossen wer-
den. Ist der Abschluss entsprechender Geschäfte unvermeidlich, haben diese unter
Offenlage der Konditionen branchenüblichen Standards zu entsprechen. Die Gründe
für die Unvermeidlichkeit sind aktenkundig zu dokumentieren. Wesentliche Ge-
schäfte sollen der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen.
Ausführungsbestimmung:
Im Hinblick auf die Beurteilung, ob ein solches Geschäft vorliegt und dessen Bewer-
tung, kann der IDW-Prüfungsstandard 255 – Beziehungen zu nahe stehenden Per-
sonen im Rahmen der Abschlussprüfung eine Orientierungshilfe bieten.
Die Wesentlichkeit der Geschäfte sollte sich an dessen Bedeutung und/oder an einer
festzulegenden (Auftragswert-) Grenze beurteilt werden.
Zur Gewährleistung einer größtmöglichen Transparenz ist der Begriff der Konditionen
weit auszulegen. Dazu zählen insbesondere sämtliche durch den Vertragsschluss
entstehenden schuldrechtlichen Verpfli chtungen beider Vertragspartner, die zur Er-
füllung des Vertrages erforderlich sind. Aus diesem Grund sollten entsprechende Ver-
träge unberührt zivilrechtlicher Bestimmungen schriftlich geschlossen und dem Auf-
sichtsrat zwecks Einholung von dessen Zustimmung vorgelegt werden.
2.10 Verschwiegenheitspflicht
2.10.1 Die Aufsichtsratsmitglieder unterliegen grundsätzlich der Verschwiegenheitspflicht.
Ist im Ausnahmefall ein Bericht an Dritte zulässig, muss dabei gewährleistet sein,
dass bei den Berichten Vertraulichkeit gewahrt ist. Die Aufsichtsratsmitglieder haften
dem Unternehmen gegenüber bei Verletzung der Verschwiegenheitspflicht ggf. auf
Schadensersatz. Bei Verletzung der Verschwiegenheitspflicht ist vom Gesellschafter
zu prüfen, ob die Organmitgliedschaft der betreffende n Person zum Wohle des Un-
ternehmens beendet werden muss.
2.10.2 Aufsichtsratsmitglieder, die auf Veranlassung der Bundesstadt Bonn in den Aufsichts-
rat gewählt oder entsandt worden sind, unterliegen hinsichtlich der Berichte, die sie
an das Beteiligungsmanagement der Bundesstadt Bonn zu erstatten haben, keiner
Verschwiegenheitspflicht. Für vertrauliche Angaben und Geheimnisse der Gesell-
schaft, namentlich Betriebs - und Geschäftsgeheimnisse, gilt dies nicht, wenn ihre
Kenntnis für die Zwecke der Berichte nicht von Bedeutung ist.
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3 Geschäftsführung
3.1 Grundsätzliches
3.1.1 Die Geschäftsführung kann aus einer oder mehreren Personen bestehen und einen
Vorsitzenden oder Sprecher haben. Die Geschäftsführung wird in der Regel durch
die Gesellschafterversammlung bestellt und abberufen. Bei mehreren Personen soll
eine Geschäftsordnung die Geschäftsverteilung und die Zusammenarbeit in der Ge-
schäftsführung, insbesondere der Vertretung, regeln. Die Geschäftsordnung muss
vom Aufsichtsrat genehmigt werden.
Ausführungsbestimmung:
Im Fall mehrerer bestellter Geschäftsführer tragen diese gemeinschaftlich die Ver-
antwortung für die Geschäftsführung. Sie haben sich gegenseitig über wichtige Vor-
gänge in ihren Aufgabenbereichen zu unterrichten.
3.1.2 Die Geschäftsführung führt die Geschäfte der Gesells chaft, sie haben in den Ange-
legenheiten der Gesellschaft die Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns anzuwen-
den. Die Geschäftsführung vertritt die Gesellschaft entweder jeweils allein, gemein-
schaftlich oder zusammen mit einem Prokuristen gerichtlich und außergerichtlich.
Ausführungsbestimmung:
Bei einer GmbH sind Weisungen durch Gesellschafterbeschluss zulässig. Der Ge-
sellschaftsvertrag einer GmbH kann bestimmen, dass ein Überwachungsorgan, in
der Regel der Aufsichtsrat, berechtigt ist, der Geschäftsführung Weisungen zu ertei-
len. Davon sollte im Interesse einer klaren Trennung der Verantwortlichkeit nur zu-
rückhaltend Gebrauch gemacht werden, zumal der grundsätzlich bestehende unter-
nehmerische Freiraum zugunsten der Geschäftsführung einer besseren und wirt-
schaftlicheren Erfüllung der mit der Unternehmensbeteiligung verfolgten Ziele dienen
soll. Das Überwachungsorgan sollte daher vorrangig prüfen, ob erforderlichenfalls
ein Zustimmungsvorbehalt (vgl. Nr. 2.1.3) errichtet werden soll.
3.1.3 Eine Handlungsvollmacht für d en gesamten Geschäftsbetrieb (§ 54 HGB, General-
handlungsvollmacht) darf nur in dringenden Ausnahmefällen und zeitlich begrenzt
erteilt werden. Einzelprokura soll in der Regel nicht erteilt werden. Eine Befreiung
von den Beschränkungen des § 181 BGB soll nu r einzelfallbezogenen in begründe-
ten Ausnahmefällen, aber keinesfalls generell erteilt werden. Satz 3, 2. Halbsatz gilt
nicht in Konzernunternehmen, sofern an der Erteilung einer generellen Befreiung ein
zwingendes unternehmerisches Bedürfnis besteht. Dies ist insbesondere der Fall,
wenn aufgrund der Konzernstruktur eine einzelfallbezogene Befreiung durch deren
Häufigkeit sich als unverhältnismäßig und unpraktikabel darstellt.
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7.1 Teil A - Public Corporate Governance Kodex
401 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Ausführungsbestimmung:
Der restriktive Umgang mit der Befreiung vom Selbstkontr ahierungsverbot nach
§ 181 BGB dient der Vermeidung von Interessenkonflikten, die möglicherweise auf-
treten könnten, wenn ein Geschäftsführer rechtsgeschäftlich zugleich im eigenen und
im fremden Namen auftritt und dabei Gesellschaftsinteressen in den Hintergrund rü-
cken.
3.1.4 Die Geschäftsführung soll sich auf die vollständige Umsetzung des Unternehmens-
gegenstands und des öffentlichen Auftrags konzentrieren.
3.2 Aufgaben und Zuständigkeit
3.2.1 Die Geschäftsführung soll ihre Pflichten zur Entwicklung strategischer Zielvorg aben
gegenüber den Gesellschaftern und dem Aufsichtsrat aktiv wahrnehmen.
Ausführungsbestimmung:
Die strategische Ausrichtung zielt auf unternehmerische Grundsatzentscheidungen
in dem durch Unternehmensgegenstand und –zweck festgelegten Rahmen. Sie be-
inhaltet insbesondere Fragen wie die Eröffnung neuer Geschäftsfelder und – damit
zusammenhängend – Fragen von Investition und Finanzierung. In herrschenden Un-
ternehmen hat die Geschäftsführung die zusätzliche Aufgabe, die Tochter - und En-
kelunternehmen sorgfältig zu überwachen.
3.2.2 Die Geschäftsführung soll klare und messbare operative Zielvorgaben zur Umset-
zung und Realisierung des Unternehmensgegenstands für die Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter der Gesellschaft definieren.
Ausführungsbestimmung:
Von einer klaren und messbaren Zielformulierung ist auszugehen, wenn diese den
SMART-Anforderungen entspricht (spezifisch, messbar, ausführbar, realistisch und
terminiert).
3.2.3 Die Geschäftsführung sorgt für ein angemessenes Risikomanagement und Risi-
kocontrolling einschließlich eines wirksamen internen Revisions-/Kontrollsystems im
Unternehmen. Über die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems ist dem Auf-
sichtsrat regelmäßig, mindestens nach Abschluss eines jeden Geschäftsjahres im
Rahmen des Jahresabschlusses, zu berichten.
Ausführungsbestimmung:
Bei dem beschriebenen Risikomanagementsystem handelt es sich grundsätzlich um
ein (einzel-) unternehmensindividuelles Instrument. In herrschenden Unternehmen
sollte zur Gesamtdarstellung der aggregierten Risiken zusätzlich ein konz ernweites
Risikomanagementsystem implementiert werden.
3.2.4 Die interne Revision sollte als eigenständige Stelle wahrgenommen werden.
3.2.5 Die Geschäftsführung soll ein Berichtswesen implementieren. Sie informiert den Auf-
sichtsrat und das Beteiligungsmanagement regelmäßig, zeitnah und umfassend ins-
besondere über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Ge-
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7.1 Teil A - Public Corporate Governance Kodex
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 402
schäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements. Sie geht auf Ab-
weichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zie len unter
Angabe von Gründen ein. Die näheren Einzelheiten des Berichtswesens bestimmt
die Beteiligungsrichtlinie (vgl. Teil B dieser Public Corporate Governance, Nr. 6).
3.2.6 Die Geschäftsführung stellt den Jahresabschluss und Lagebericht gemäß den Vor-
schriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalge-
sellschaften sowie den Vorschriften des Haushaltsgrundsätzegesetzes (HGrG) sowie
ggf. ergänzt durch weitere branchenspezifische Regelungen auf. Die näheren Ein-
zelheiten bestimmt die Bete iligungsrichtlinie (vgl. Teil B dieser Public Corporate
Governance, Nr. 5).
3.2.7 Die Geschäftsführung soll bei dem Prozess zur Aufstellung des Wirtschaftsplans so-
wie des Jahresabschlusses rechtzeitig vor der Behandlung im Aufsichtsrat das Be-
teiligungsmanagement einbeziehen, damit Besonderheiten, Bilanzierungsfragen und
Auswirkungen auf den städtischen Haushalt vorab diskutiert und Vereinbarungen
besser umgesetzt werden können. Die näheren Einzelheiten des Wirtschaftsplans
bestimmt die Beteiligungsrichtlinie (vgl . Teil B dieser Public Corporate Governance,
Nr. 4).
3.2.8 Außerdem soll die Geschäftsführung das Beteiligungsmanagement aktiv bei der Er-
stellung des Beteiligungsberichts und des Gesamtabschlusses unterstützen, indem
sie frühzeitig die benötigten Daten zur Verfügung stellt. Die näheren Einzelheiten be-
stimmt die Beteiligungsrichtlinie (vgl. Teil B dieser Public Corporate Governance, Nr.
7).
3.2.9 Die Geschäftsführung soll sich bei ihren Entscheidungen auch an den gesamtstädti-
schen Zielen orientieren und damit der öffentlichen Verantwortung Rechnung tragen.
3.2.10 Die Geschäftsführung hat die Geschäfte und ihre Beteiligungen nach Maßgabe der
Gesetze, des Gesellschaftsvertrages und der Public Corporate Governance der Bun-
desstadt Bonn zu führen.
3.2.11 Die Geschäftsführung hat dafür zu s orgen, dass die sonstigen Aufwendungen des
Unternehmens, insbesondere für Beratungen, Repräsentationen und Sponsoring,
Fachexkursionen, Aufmerksamkeiten sowie für Veranstaltungen unter dem Gesichts-
punkt der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit vertretbar sind.
3.2.12 Die Geschäftsführung hat ausreichende Maßnahmen zur Korruptionsprävention zu
treffen. In korruptionsanfälligen Bereichen ist neben anderen geeigneten Maßnah-
men insbesondere auch das Vier-Augen-Prinzip umzusetzen. Dazu sollte für das Un-
ternehmen (Geschäftsführung und Mitarbeiter) eine entsprechende Anti-Korruptions-
bzw. Compliance-Richtlinie erstellt werden.
Ausführungsbestimmung:
Aufgrund der Bedeutung der Korruptionsprävention als Bestandteil des Risikomana-
gements und –controllings sollte die für die Korruptionsprävention zuständige Stelle
unmittelbar der Geschäftsführung unterstellt werden.
Insbesondere die Vergabe öffentlicher Aufträge ist wegen ihrer Finanzwirksamkeit in
besonderem Maße als korruptionsanfälliger Bereich zu nennen. Neben der stringen-
ten Beachtung des Vier -Augen-Prinzips kommen zur Prävention und Minimierung
Seite 406 von 430
7.1 Teil A - Public Corporate Governance Kodex
403 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
des Korruptionsrisikos regelmäßig die in dem einschlägigen MIK-Runderlass (Verhü-
tung und Bekämpfung von Korruption in der öffentlichen Verwaltung) genannten
Maßnahmen in Betracht. Diese Maßnahmen sollten daher Bestandteil der zu erlas-
senden Anti-Korruptions- bzw. Compliance-Richtlinie sein.
3.3 Vergütung
3.3.1 Die Gesamtvergütung umfasst die monetären Vergütungsteile, die Versorgungszu-
sagen, die sonstigen Leistungen, insbesondere für den Fall der Beendigung der Tä-
tigkeit, Nebenleistungen jeder Art und Leistungen von Dritten, die im Hinblick auf die
Geschäftsführungstätigkeit zugesagt oder im Geschäftsjahr gewährt wurden. Die
monetären Vergütungsbestandteile können neben fixen auch variable Best andteile
umfassen. Die variablen Bestandteile sollen einmalige oder jährlich wiederkehrende
und insbesondere an den nachhaltigen Erfolg des Unternehmens gebundene Kom-
ponenten sowie auch Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocha-
rakter enthalten.
3.3.2 Neben der Angemessenheit der Gesamtvergütung müssen auch sämtliche Vergü-
tungsbestandteile für sich angemessen sein. Die Angemessenheit der Vergütung
kann grundsätzlich unterstellt werden, wenn diese den jeweils geltenden, durch den
Rat der Bundesstad t Bonn beschlossenen Eckpunkten von Geschäftsführerverträ-
gen städtischer Beteiligungen entspricht.
Ausführungsbestimmung:
Bei der Beurteilung der Angemessenheit der Vergütung ist als wesentlicher Aspekt
zu berücksichtigen, in welchem Umfang ein Unternehmen in monopolistisch gepräg-
ten Märkten tätig und somit nur beschränkt einem Wettbewerb ausgesetzt ist.
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7.1 Teil A - Public Corporate Governance Kodex
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 404
Zusagen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit als Geschäftsführungsmitglied
sollen berücksichtigen, ob das Ausscheiden aus dieser Position regulär o der außer-
ordentlich bedingt ist.
Die derzeit geltenden Eckpunkte von Geschäftsführerverträgen städtischer Beteili-
gungen basieren auf dem Beschluss des Rates der Bundesstadt Bonn vom 27. März
2014 (Drucksachen-Nr. 1410669).
3.3.3 Ein leistungsbezogener Anteil der Vergütung der Geschäftsführung soll vom Auf-
sichtsrat unter Einbeziehung von etwaigen Konzernbezügen in angemessener Höhe
festgelegt werden. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbeson-
dere die Aufgaben des Geschäftsführungsmitglieds, sei ne Leistung sowie die wirt-
schaftliche Lage, der langfristige Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unterneh-
mens unter Berücksichtigung seines kommunal geprägten Vergleichsumfelds.
3.3.4 Geschäftsführungsmitglieder dürfen Nebentätigkeiten, insbesondere Aufsichtsr ats-
mandate außerhalb des Unternehmens, nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats über-
nehmen.
Ausführungsbestimmung:
Möglichen Interessenkonflikten soll mit dieser Regelung bereits im Vorfeld begegnet
werden. Es soll vertraglich klargestellt werden, ob und in we lchem Umfang die Ge-
schäftsführung auf Beschluss des Überwachungsorgans Nebentätigkeiten, die im In-
teresse des Unternehmens liegen, übernehmen, ob und in welchem Umfang sie Ein-
künfte aus Nebentätigkeiten abführen müssen und ob sie bei ihrem Ausscheiden aus
dem Unternehmen die in dessen Interesse übernommenen Nebentätigkeiten nieder-
zulegen haben.
3.3.5 Die Vergütung/Bezüge der Mitglieder der Geschäftsführung sind im Beteiligungsbe-
richt auszuweisen. Außerdem soll vermerkt werden, ob seitens der Gesellschafter
Pensionszusagen bestehen. Die Überprüfung der Vergütung der Mitglieder der Ge-
schäftsführung erfolgt durch das Überwachungsorgan.
3.3.6 Die korrekte Abwicklung der Vergütung der Geschäftsführung soll durch den Wirt-
schaftsprüfer überprüft und schriftlich bestätigt werden.
Ausführungsbestimmung:
Die Bestätigung sollte im Bezügebericht als Bestandteil des Prüfberichts zum Jah-
resabschluss erfolgen.
3.3.7 Die Geschäftsführungen der Gesellschaften, an denen die Bundesstadt Bonn mehr-
heitlich beteiligt ist und an der sie unmittelbare Anteile besitzt, werden mit Abschluss
des Anstellungsvertrages auf die gewissenhafte Erfüllung ihrer Obliegenheiten auf
Grund des Verpflichtungsgesetzes förmlich verpflichtet und somit Amtsträgern straf-
rechtlich gleichgestellt, soweit dies nicht schon auf grund § 11 Abs. 1 Nr. 2 StGB der
Fall ist. Im Zweifel ist eine förmliche Verpflichtung einzuholen.
Ausführungsbestimmung:
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7.1 Teil A - Public Corporate Governance Kodex
405 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Die förmliche Verpflichtung nach dem Verpflichtungsgesetz dient als eine weitere das
Korruptionsrisiko minimierende Maßnahme (vgl. Nr. 3.5 des MIK-Runderlasses “Ver-
hütung und Bekämpfung von Korruption in der öffentlichen Verwaltung“).
3.4 Interessenkonflikte
3.4.1 Geschäftsführungsmitglieder unterliegen während ihrer Tätigkeit für das Unterneh-
men einem umfassenden Wettbewerbsverbot.
3.4.2 Geschäftsführungsmitglieder und Mitarbeiter dürfen im Zusammenhang mit ihrer Tä-
tigkeit weder für sich noch für andere Personen von Dritten Zuwendungen oder sons-
tige Vorteile fordern oder annehmen oder Dritten ungerechtfertigte Vorteile gewäh-
ren. Mitglieder der Geschäftsführung können Einladungen zu Konferenzen, Empfän-
gen oder gesellschaftlichen Ereignissen (Kultur, Sport, Politik) – einschließlich übli-
cher und angemessener Bewirtung – annehmen, wenn die dienstliche Teilnahme des
Geschäftsführungsmitglieds an der Veranstaltung im Unternehmensinteresse erfolgt.
Die näheren Einzelheiten sollen in der Anti -Korruptions- bzw. Compliance-Richtlinie
nach Nr. 3.2.12 dieses Kodexes geregelt werden.
Ausführungsbestimmung:
Unter dem Begriff “Zuwendungen“ sind insbesondere “Belohnungen und Geschenke“
zu verstehen. Diese sowie die “sonstigen Vorteile“ sind grundsätzlich alle unentgelt-
lichen Zuwendungen einschließlich Dienstleistungen, auf die kein Anspruch besteht
und die objektiv eine materielle oder immaterielle Besserstellung zum Inh alt haben
(Vorteil). Unentgeltlichkeit liegt auch dann vor, wenn zwar eine Gegenleistung erfolgt,
diese aber in keinem Verhältnis zur gewährten Leistung steht.
Demgegenüber ist die Bewirtung im Falle der im Unternehmensinteresse liegenden
Annahme einer Einladung nicht zu beanstanden, wenn sie ihren Grund in den Regeln
des gesellschaftlichen Umgangs haben, denen sich auch ein Mitglied der Geschäfts-
führung nicht entziehen kann, ohne gegen gesellschaftliche Formen zu verstoßen.
3.4.3 Die Geschäftsführungsmitglieder sind dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Kein
Mitglied der Geschäftsführung darf bei seinen Entscheidungen persönliche Interes-
sen verfolgen und Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nut-
zen.
3.4.4 Jedes Geschäftsführungsmitglied soll Intere ssenkonflikte, insbesondere wenn Be-
fangenheitsgründe entsprechend § 31 Abs. 1 und 2 GO vorliegen, dem Aufsichtsrat
gegenüber unverzüglich offen legen und die anderen Geschäftsführungsmitglieder
hierüber informieren. Geschäfte, insbesondere Dienst - und Werkverträge, zwischen
dem Unternehmen und aktiven Geschäftsführungsmitgliedern sowie ihren Angehöri-
gen im Sinne von § 31 Abs. 1 und 2 GO sind, soweit möglich, zu vermeiden. Dies gilt
auch für Geschäfte mit ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsführung, die inne rhalb
von drei Jahren nach Beendigung der Tätigkeit geschlossen werden. Ist der Ab-
schluss entsprechender Geschäfte unvermeidlich, haben diese unter Offenlage der
Konditionen branchenüblichen Standards zu entsprechen. Die Gründe für die Unver-
meidlichkeit sind aktenkundig zu dokumentieren. Wesentliche Geschäfte sollen der
Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen.
Ausführungsbestimmung:
Seite 409 von 430
7.1 Teil A - Public Corporate Governance Kodex
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 406
Im Hinblick auf die Beurteilung, ob ein solches Geschäft vorliegt und dessen Bewer-
tung, kann der IDW-Prüfungsstandard 255 – Beziehungen zu nahe stehenden Per-
sonen im Rahmen der Abschlussprüfung eine Orientierungshilfe bieten.
Die Wesentlichkeit der Geschäfte sollte sich an dessen Bedeutung und/oder an einer
festzulegenden (Auftragswert-) Grenze beurteilt werden.
Zur Gewährleistung einer größtmöglichen Transparenz ist der Begriff der Konditionen
weit auszulegen. Dazu zählen insbesondere sämtliche durch den Vertragsschluss
entstehenden schuldrechtlichen Verpflichtungen beider Vertragspartner, die zur Er-
füllung des Vertrages erforderlich sind. Aus diesem Grund sollten entsprechende Ver-
träge unberührt zivilrechtlicher Bestimmungen schriftlich geschlossen und dem Auf-
sichtsrat zwecks Einholung von dessen Zustimmung vorgelegt werden.
3.5 Vermögensschadenshaftpflicht- (Director & Officers-) Versicherung
3.5.1 Schließt die Gesellschaft für die Geschäftsführung eine D&O -Versicherung ab, so
soll ein der Vergütung angemessener Selbstbehalt im Schadensfall vereinbart wer-
den. Als angemessen wird bei einer hauptamtlich tätigen Geschäftsführung ein
Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des Ein-
einhalbfachen der festen jährlichen Vergütung der Geschäftsführung erachtet.
Ausführungsbestimmung:
Der Selbstbehalt bei Mitgliedern der Geschäftsführung enthält entsprechend der ak-
tienrechtlichen Regelung (§ 93 Abs. 2 Satz 3 AktG) eine prozentuale, schadensfall-
bezogene Quote (10 % des Schadens), begrenzt auf eine absolute, jahresbezogene
Obergrenze (Eineinhalbfaches der Fix - bzw. Jahresgrundvergütung). Dabei handelt
es sich um Mindestwerte, von denen nach oben unbegrenzt abgewichen werden
kann. Zielsetzung der Regelung ist allerdings – bezogen auf die Schäden eines Jah-
res - eine Begrenzung des Selbstbehalts.
3.5.2 Der Abschluss der Versicherung bedarf der Zustimmung des Aufsichtsrates bzw. der
Gesellschafterversammlung. Die Konditionen, insbesondere die Deckungssumme,
sind auf die Risikolage des jeweiligen Unternehmens anzupassen.
3.5.3 Die Versicherungsleistungen dürfen im Schadensfall nur unmittelbar an das Unter-
nehmen gezahlt werden.
3.6 Dauer der Bestellung und der Anstellung
3.6.1 Eine Bestellung zum Geschäftsführer sollte in der Regel für fünf Jahre erfolgen. Wie-
derholte Bestellungen oder Verlängerungen der Amtszeit für jeweils weitere fünf
Jahre sind zulässig. Sie bedürfen eines erneuten Beschlusses des zuständigen Gre-
miums, der frühestens ein Jahr vor Ablauf der bisherigen Amtszeit gefasst werden
kann. Über die Verlängerung ist jedoch spätestens drei Monate vor Ablauf der Amts-
zeit zu entscheiden.
Ausführungsbestimmung:
Im Falle der Erstanstellung eine s Geschäftsführers kann auch eine kürzere Anstel-
lungsdauer in Betracht kommen, sofern dies aus betrieblichen Gründen förderlich ist
und damit im Unternehmensinteresse liegt.
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7.1 Teil A - Public Corporate Governance Kodex
407 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Die Bestellung eines Mitglieds der GmbH -Geschäftsführung ist zu jeder Zeit wider-
ruflich, unbeschadet etwaiger Ansprüche aus dem Anstellungsvertrag (§ 38 Abs. 1
GmbHG). Von der Möglichkeit, im Gesellschaftsvertrag die Zulässigkeit des Wider-
rufs darauf zu beschränken, dass wichtige Gründe hierfür vorliegen (§ 38 Abs. 2
GmbHG), soll nur in Ausnahmefällen Gebrauch gemacht werden. Im Fall eines Wi-
derrufs der Bestellung ist unverzüglich die Möglichkeit einer Beendigung, insbeson-
dere einer Kündigung des Anstellungsvertrages zu prüfen, da eine Kündigung aus
wichtigem Grund nur innerhalb einer Fr ist von zwei Wochen erfolgen kann (§ 626
Abs. 2 BGB).
Die zur Verlängerung der Amtszeit genannten Erklärungsfristen sollten auch zum Ge-
genstand des jeweiligen Anstellungsvertrags gemacht werden.
3.6.2 Für die Neubesetzung der Positionen in der Geschäftsführung s oll eine Ausschrei-
bung durchgeführt werden. Die für Bestellung und Anstellung zuständigen Gesell-
schaftsorgane stellen ein geeignetes Verfahren sicher.
3.7 Zusammenwirken von Geschäftsführung und Aufsichtsrat
3.7.1 Geschäftsführung und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens unter Be-
achtung der Erfüllung des öffentlichen Zwecks und des wirtschaftlichen Unterneh-
menserfolgs als auch des Gesamtinteresses der Bundesstadt Bonn eng zusammen.
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7.1 Teil A - Public Corporate Governance Kodex
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 408
Ausführungsbestimmung:
Das Wohl des Unternehmens sowie die Erreichung de s wirtschaftlichen Unterneh-
menserfolgs erfordern insbesondere die Beachtung der einschlägigen Gesetze,
sonstiger zwingender Vorschriften sowie des aktuellen Standes der betriebswirt-
schaftlichen Erkenntnisse und Erfahrungen im Hinblick auf eine gute und verantwor-
tungsvolle Unternehmensführung und –überwachung sowie der Public Corporate
Governance der Bundesstadt Bonn.
Die Pflichten, welche die Geschäftsführung und der Aufsichtsrat zu beachten haben,
ergeben sich einerseits aus einzelnen gesetzlichen Anforderungen und dem Kodex,
andererseits aus den allgemeinen Treue- und Sorgfaltspflichten.
3.7.2 Die ausreichende Information des Aufsichtsrats ist gemeinsame Aufgabe von Ge-
schäftsführung und Aufsichtsrat.
3.7.3 Der Aufsichtsrat soll die Informations - und Berichtspflichten der Geschäftsführung
(vgl. Nr. 3.2.5) nach Art und Umfang näher festlegen. Diese sollten insbesondere eine
zeitnahe Berichterstattung vorsehen, wenn unabweisbare, erfolgsgefährdende und
vom Betrag her wesentliche Mehraufwendungen oder Mindererträge oder Me hraus-
gaben bei größeren Investitionen zu erwarten sind.
Ausführungsbestimmung:
Berichte der Geschäftsführung an den Aufsichtsrat sind grundsätzlich in schriftlicher
Form zu erstatten. Auch ein einzelnes Aufsichtsratsmitglied hat einen Anspruch auf
Berichterstattung, jedoch nur an den Aufsichtsrat als Ganzes.
Von einer Erfolgsgefährdung ist grundsätzlich in analoger Anwendung des § 81
Abs. 2 GO auszugehen, wenn die dort genannten Voraussetzungen zum pflichtigen
Erlass einer Nachtragshaushaltssatzung gegeben sind.
3.7.4 Gute Unternehmensführung setzt eine offene Diskussion zwischen Geschäftsfüh-
rung und Aufsichtsrat voraus. Die umfassende Wahrung der Vertraulichkeit ist dafür
von entscheidender Bedeutung.
Ausführungsbestimmung:
Der Wahrung der Vertraulichkeit kommt m it Blick auf die Beratungs - und Überwa-
chungsaufgabe des Aufsichtsrats eine entscheidende Bedeutung zu. Unabhängig
davon besteht jedoch eine unbedingte Pflicht der Geschäftsführung zur Offenheit ge-
genüber dem Aufsichtsrat.
Darüber hinaus ist durch ein vertrauensvolles Zusammenspiel zwischen den Gesell-
schaftsorganen und dem Beteiligungsmanagement den besonderen Informationsbe-
dürfnissen der Bundesstadt und dem ihr obliegenden Gesetzesauftrag im Rahmen
der gesetzlichen Bestimmungen (insbesondere §§ 394, 395 AktG, § 113 Abs. 5 GO)
Rechnung zu tragen.
3.7.5 Alle Organmitglieder stellen sicher, dass die von ihnen eingeschalteten Mitarbeiter
die Verschwiegenheitspflicht in gleicher Weise einhalten.
Seite 412 von 430
7.1 Teil A - Public Corporate Governance Kodex
409 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
3.7.6 Die Geschäftsführung bereitet die Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Aus-
schüsse vor und nimmt grundsätzlich an den Aufsichtsratssitzungen teil. Der Auf-
sichtsrat kann bei Bedarf ohne die Geschäftsführung tagen.
3.7.7 Kredite des Unternehmens an Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats
sowie ihre Angehörigen nach § 31 Abs. 1 und 2 GO sollen nicht gewährt werden.
Werden sie in begründeten Ausnahmefällen dennoch gewährt, bedarf dies der Zu-
stimmung des Aufsichtsrats. Die Gründe für die Inanspruchnahme dieser Ausnah-
meregelung sind aktenkundig zu machen.
Ausführungsbestimmung:
Der restriktive Umgang im Zusammenhang mit einer etwaigen Kreditgewährung
dient der Vermeidung von Interessenkonflikten.
3.7.8 Geschäftsführung und Aufsichtsrat sollen in einem gemeinsamen Bericht dem Betei-
ligungsmanagement jährlich über die Corporate Governance des Unternehmens be-
richten. Hierzu gehört insbesondere die Erläuterung eventueller Abweichungen von
den Empfehlungen dieses Kodex (Entsprechenserklärung). Dabei kann auch zu Ko-
dexanregungen („Sollte-/Kann-Vorschriften“) Stellung genommen werden.
Seite 413 von 430
7.2 Teil B – Beteiligungsrichtlinie
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 410
7.2 Teil B – Beteiligungsrichtlinie
Die unter dem Teil A – Public Corporate Governance Kodex genannten Regelungen be-
schreiben die wesentlichen Standards zur Steigerung der Effizienz, Transparenz und Kon-
trolle für die Beteiligungen an privatrechtlichen Unterne hmen der Bundesstadt Bonn. Damit
stellen diese für alle Beteiligten den übergeordneten Handlungsrahmen dar, der bewusst
nicht den vollumfänglichen Anspruch der unmittelbaren, operativen Anwendbarkeit haben
soll und kann.
Diese Zielsetzung soll vielmehr mi t der vorliegenden Beteiligungsrichtlinie verfolgt werden,
damit die in dem vorgenannten Kodex beschriebenen Vorgaben in praktikabler und effizien-
ter Form umgesetzt werden können. Insoweit stellt die Beteiligungsrichtlinie eine die Rege-
lungen des Public Co rporate Governance Kodex konkretisierende für alle Beteiligten ver-
bindliche Arbeitsrichtlinie dar. Dabei beschränkt sich die Beteiligungsrichtlinie hinsichtlich
ihrer konkretisierenden Ausführungen aus Gründen der Verhältnismäßigkeit auf wesentliche
und jährlich wiederkehrende Arbeitsprozesse, die für sich genommen eine herausgehobene
Bedeutung für das jeweilige Unternehmen haben. Im Einzelnen handelt es sich um folgende
Tätigkeiten:
- Wirtschaftsplan,
- Rechnungslegung und Abschlussprüfung,
- Berichtswesen und
- Beteiligungsbericht.
Mit den die genannten Arbeitsprozesse konkretisierenden Regelungen soll daher gewähr-
leistet werden, dass diese koordiniert und zielgerichtet zu einer Arbeitserleichterung, Stan-
dardisierung und Qualitätssicherung führen und gesellschaft sübergreifend einheitlich und
nachvollziehbar durchgeführt werden. Dies geschieht durch die Festlegung von arbeitspro-
zessbezogenen Standards und Mindestanforderungen in nachstehend genannten Berei-
chen:
- Inhalte,
- Abläufe,
- Verantwortlichkeiten und
- Kompetenzen.
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7.2 Teil B – Beteiligungsrichtlinie
411 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
4 Wirtschaftsplan
4.1 Terminplanung und Vorbesprechung
4.1.1 Der Wirtschaftsplan ist in sinngemäßer Anwendung der für die Eigenbetriebe gelten-
den Vorschriften rechtzeitig vor Beginn des neuen Geschäftsjahres von der Ge-
schäftsführung aufzustellen (Grundsatz der Vorherigkeit). Der Wirtschaftsplan ist
spätestens in der letzten Sitzung des alten Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat bzw.
der Gesellschafterversammlung zur Beschlussfassung vorzulegen.
4.1.2 Der Entwurf des Wirtschaftsplans ist mindestens zwei Woch en vor der Versendung
der Aufsichtsratsunterlagen mit Vertretern des Beteiligungsmanagements zu erörtern
(Wirtschaftsplangespräch). Dazu stimmt die Gesellschaft einen Termin mit dem Be-
teiligungsmanagement ab. Die Entwurfsunterlagen werden mindestens eine W oche
vor dem Besprechungstermin dem Beteiligungsmanagement zur Verfügung gestellt.
4.1.3 Der Wirtschaftsplan ist zusammen mit der mittelfristigen Finanzplanung nach dessen
Beschlussfassung dem Beteiligungsmanagement unverzüglich, spätestens eine Wo-
che nach der Beschlussfassung zu übersenden.
4.2 Inhalt des Wirtschaftsplans
4.2.1 Der Wirtschaftsplan gliedert sich in einen Erfolgs - und Vermögensplan sowie eine
Stellenübersicht. Dem Wirtschaftsplan ist darüber hinaus ein Finanzplan beizufügen.
Die Planung sollte möglichst nac h Sparten vorgenommen werden und sich an ggf.
im Jahresabschluss vorhandenen Spartenrechnungen orientieren. Zu dem Erfolgs -
sowie Vermögensplan ist jeweils ein Erläuterungsteil zu erstellen, in dem die Pla-
nungsgrundlagen (Prämissen) dargestellt sowie die wesentlichen Einflüsse, Entwick-
lungen und Abweichungen zu den Vorjahreszahlen kommentiert werden.
4.2.2 Der Wirtschafts- und Finanzplanung ist eine Fünf -Jahres-Planung zu Grunde zu le-
gen. Diese enthält dabei Angaben zu dem zu planenden Geschäftsjahr sowie für vier
weitere Geschäftsjahre.
4.2.3 Auf Basis der Fünf-Jahres-Planung gem. Nr. 4.2.2 sollte das Zahlenwerk des Erfolgs-
plans mindestens für folgende Zeiträume dargestellt werden:
o Ist-Zahlen des Vorjahres,
o Planzahlen des laufenden Jahres,
o Hochrechnung des laufenden Jahres,
o Planzahlen des neuen Geschäftsjahres,
o Planzahlen der vier weiteren Geschäftsjahre.
Der Erfolgsplan ist mindestens wie die Gewinn- und Verlustrechnung zu gliedern.
4.2.4 Die Stellenübersicht soll neben dem für das neue Geschäftsjahr geplanten Stellensoll
auch die Sollstellen und deren Ist-Besetzung im laufenden Geschäftsjahr darstellen.
Für die Ermittlung der Ist-Besetzung ist ein geeigneter Stichtag, in der Regel der 30.
Juni auszuwählen. Die Stellen sollen getrennt nach Wertigkeit, die sich in der Regel
durch die jeweilige Entgeltgruppe auf Basis einer tarifrechtlichen Stellenbewertung
ausdrückt, ausgewiesen werden. Gleichwertige Stellen können in der Stellenüber-
sicht summarisch zusammengefasst werden. Soweit zweckmäßig, können die Stel-
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7.2 Teil B – Beteiligungsrichtlinie
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 412
len nachrichtlich a uf die jeweiligen Unternehmensbereiche aufgeteilt werden. We-
sentliche Änderungen des Stellensolls zum Vorjahr sind ebenso wie im erheblichen
Umfang unbesetzte Stellen zu erläutern. Eine Wesentlichkeit ist in der Regel dann
gegeben, wenn die Wertigkeit einz elner Stellen angehoben wird, neue Stellen ge-
schaffen werden oder eingerichtete Stellen entfallen sollen. Von einer Erheblichkeit
unbesetzter Stellen ist auszugehen, wenn deren Umfang sich zum genannten Stich-
tag auf mindestens 5 % des Stellensolls beläuft.
4.2.5 Der Vermögensplan enthält für den Planungszeitraum die erwarteten Ein - und Aus-
zahlungen, die sich aus der Investitionstätigkeit sowie der Kreditwirtschaft der Ge-
sellschaft ergeben. Neben dem maßnahmenbezogen Ausweis der Planansätze sind
die geplanten Investitionen detailliert zu erläutern. In den Erläuterungen ist insbeson-
dere auf die Notwendigkeit der jeweiligen Investitionsmaßnahme, deren Finanzie-
rung (z. B. erwartete Zuwendungen oder Investitionszuschüsse Dritter) sowie die zu
erwartenden Folgekosten einzugehen. Bei größeren Investitionen sind die durchge-
führten Wirtschaftlichkeitsberechnungen, ggf . für verschiedene Varianten, oder der
Hinweis auf bereits hierzu vorliegende Gremienbeschlüsse beizufügen. Ein Verzicht
auf die Erläuterungen nach den Sätzen 2 bis 4 ist bei Investitionen von geringer fi-
nanzieller Bedeutung zulässig.
4.2.6 Der Finanzplan enthält für den Planungszeitraum die erwarteten Ein - und Auszah-
lungen unter ergänzender Darstellung von deren Mittelherkunft und Mittelverwen-
dung. Die Veränderung der Liquidität kann sowohl direkt oder im Wege der indirekten
Methode auf Basis der nach der Erfolgsplanung erwarteten Jahresergebnisse ermit-
telt werden. Erfolgt die Ermittlung im Wege der indirekten Methode, hat sich diese
und deren Darstellung im Finanzpla n an dem Deutschen Rechnungslegungsstan-
dard Nr. 21 “Kapitalflussrechnung“ zu orientieren.
4.2.7 Neben dem Erfolgs- und Vermögensplan sollen von den Beteiligungsunternehmen
auch Zielvereinbarungen in den Wirtschaftsplan mit aufgenommen werden. So wer-
den für das jeweilige Planjahr Ziele zum Leistungsprogramm und zum Finanzrahmen
erstellt. Diese Ziele sind klar zu formulieren und zu operationalisieren. Entsprechend
sind im Finanzplan auch die strategischen Ziele zu berücksichtigen. Die Wirtschafts-
planung soll in diesem Zusammenhang Aussagen zu den Leistungsdaten des Betei-
ligungsunternehmens enthalten.
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7.2 Teil B – Beteiligungsrichtlinie
413 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
5 Rechnungslegung und Abschlussprüfung
5.1 Terminplanung und Vorbesprechung
5.1.1 Die zeitliche Planung der Rechnungslegung und Abschlussprüfung ist mit dem Be-
teiligungsmanagement abzustimmen, um eine rechtzeitige Erstellung des städti-
schen Konzernabschlusses und die Einholung der Weisung für die Gesellschafter-
versammlung durch die städtischen Ausschüsse bzw. den Rat der Bundesstadt Bonn
zu gewährleisten. Die für die Rechnungslegung geltenden gesetzlichen Auf - und
Feststellungsfristen (insbesondere § 264 HGB und § 42a GmbHG) sind zu beachten.
5.1.2 Der Jahresabschluss ist mindestens zwei Wochen vor der Versendung der Aufsichts-
ratsunterlagen mit Vertretern des Beteili gungsmanagements zu erörtern (Jahresab-
schlussgespräch). Dazu stimmt die Gesellschaft einen Termin mit dem Beteiligungs-
management ab. Der Wirtschaftsprüfer soll an der Vorbesprechung teilnehmen. Die
Jahresabschlussunterlagen inkl. des Prüfungsberichtsentwur fs werden mindestens
eine Woche vor dem Besprechungstermin dem Beteiligungsmanagement zur Verfü-
gung gestellt.
5.1.3 Der Jahresabschluss und Lagebericht sind dem Beteiligungsmanagement nach des-
sen Feststellung unverzüglich, spätestens eine Woche nach der Feststel lung zu
übersenden. Wird von den Wirtschaftsprüfern ein Managementletter erstellt, ist die-
ser ebenfalls dem Beteiligungsmanagement zuzuleiten.
5.2 Inhalt des Jahresabschlusses und des Lageberichts
5.2.1 Unberührt der gesetzlichen Pflichtinhalte des Jahresabschlusses und des Lagebe-
richts soll der Jahresabschluss in der Regel die unter den Nr. 5.2.2 bis Nr. 5.2.6 ge-
nannten zusätzlichen Angaben enthalten.
5.2.2 Der Jahresabschluss muss Angaben zu den gesellschaftsspezifischen Leistungsda-
ten enthalten.
5.2.3 Sofern dies bei der Gesellschaft sinnvoll ist, soll der Jahresabschluss eine Sparten-
rechnung enthalten. Dabei sollen die Unternehmenssegmente im Sinne einer Ergeb-
nisrechnung dargestellt werden. Die Sparten sind ggf. mit dem Beteiligungsmanage-
ment abzustimmen.
5.2.4 Im Anhang des Jahresabschlusses sollen Beziehungen zu Mitgliedern des Rates der
Bundesstadt Bonn bzw. zur Verwaltung erläutert werden, die im Sinne der anwend-
baren Rechnungslegungsvorschriften als nahe stehende Personen zu qualifizieren
sind. Darüber hinaus sind die sich aus dem Kodex ergebenden zusätzlichen Anga-
ben (vgl. Nr. 2.7.2, 2.7.3) in den Anhang aufzunehmen.
5.2.5 Neben den im Kodex genannten Grundsätzen für die Aufstellung und Prüfung des
Jahresabschlusses und des Lageberichts sind auch der Geschäftsverlauf und die
voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens sowie Vorgänge von besonderer
Bedeutung und Hinweise auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung anzuge-
ben und zu bewerten (vgl. § 289 HGB).
5.2.6 Der gemeinsame Bericht der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats über die Cor-
porate Governance des Unternehmens (vgl. Nr. 3.7.8 des Kodex) soll neben den
übrigen Berichten Bestandteil des Lageberichts sein.
Seite 417 von 430
7.2 Teil B – Beteiligungsrichtlinie
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 414
5.3 Eigenschaften des Abschlussprüfers
5.3.1 Bei dem vorgesehenen Abschlussprüfer ist dessen Unabhängigkeit zu gewährleis-
ten. Hierzu hat er eine Eigenerklärung abzugeben, ob und ggf. welche beruflichen,
finanziellen oder sonstigen Beziehungen wechselseitig zwischen dem Prüfer und sei-
nen Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Or-
ganmitgliedern andererseits bestehen, die Zweifel an seiner Unabhängigkeit begrün-
den können.
5.3.2 Die Erklärung soll sich auch darauf erstrecken, in welchem Umfang im vorausgegan-
genen Geschäftsjahr andere Leistungen für das Unternehmen, insbesondere auf
dem Beratungssektor, erbracht wurden bzw. für das folgende Jahr vertraglich verein-
bart werden.
5.3.3 Ein Wirtschaftsprüfer oder eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die den Jahresab-
schluss einer Gesellschaft prüft, darf nicht gleichzeitig mit Beratungsaufträgen in stra-
tegisch größerem Umfang für dasselbe Unternehmen beauftragt werden. In begrün-
deten Ausnahmefällen kann das Beteiligungsmanagement Ausnahmen zulassen.
5.3.4 Zur Gewährleistung des gebotenen Maßes an Prüfungsqualität hat der Abschluss-
prüfer seine Eignung zur Übernahme des Prüfauftrags nachzuweisen. Dies ge-
schieht in der Regel durch die Vorlage mindestens folgender Unterlagen:
o Eigenerklärung über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen nach den §§ 123,
124 GWB,
o Bilanzen, Mitarbeiterzahlen und Gesamtumsätze der letzten beiden Geschäftsjahre,
o Nachweis einer Berufshaftpflicht mit einer angemessenen Deckungssumme, min-
destens in Höhe von 1 Mio. EUR,
o Referenzliste über die in den letzten zwei Jahren geprüften Unternehmen mit Be-
zug zu der Haupttätigkeit der Gesellschaft, für die der Prüfauftrag übernommen
werden soll,
o Nachweis umfassender Kenntnisse im Neuen Kommunalen Finanzmanagement,
insbesondere bei der Prüfung von Betrieben in NRW,
o Nachweise über ggf. durchgeführte Qualitätskontrollen (Peer Review; vgl. §§ 57a,
57g WPO).
5.3.5 Auf die Vorlage von Unterlagen zur Beurteilung der wirtschaftlichen, finanziellen und
technischen Leistungsfähigkeit (Unterlagen gem. Nr. 5.3.4 mit Ausnahme der Eigen-
erklärung über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen) kann ausnahmsweise im
Einzelfall und nur dann verzichtet werden, wenn die Leistungsfähigkeit des vorgese-
henen Abschlussprüfers durch die frühere Übernahme von Prüfaufträgen im Konzern
der Bundesstadt Bonn nahezu sichergestellt ist. Bei der Inanspruchnahme dieser
Ausnahmeregelung ist ein strenger Beurteilungsmaßstab anzulegen.
5.4 Ausschluss- und Befangenheitsgründe, Berichtspflicht
5.4.1 Der Aufsichtsrat soll mit dem Abschlussprüfer vereinbaren, dass der Vorsitzende des
Aufsichtsrats über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss - und Be-
fangenheitsgründe unverzüglich unterrichtet wird, soweit diese nicht beseitigt werden
können.
Seite 418 von 430
7.2 Teil B – Beteiligungsrichtlinie
415 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
5.4.2 Der Aufsichtsrat soll vereinbaren, dass der Abschlussprüfer über alle für die Aufga-
ben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich
berichtet, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben.
5.4.3 Der Aufsichtsrat soll vereinbaren, dass der Abschlussprüfer ihn informiert bzw. im
Prüfungsbericht vermerkt, wenn er bei Durchführung der Abschlussprüfung eine Un-
richtigkeit der von Geschäftsführung und Au fsichtsrat abgegebenen Entsprechens-
erklärung zum Kodex feststellt.
5.4.4 Der Abschlussprüfer nimmt an den Beratungen des Aufsichtsrats über den Jahres-
abschluss teil und berichtet über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung.
5.5 Sonstige Rahmenbedingungen der Abschlussprüfung
5.5.1 Auftragsgegenstand ist die Abschlussprüfung in der Regel eines Geschäftsjahres.
Der Prüfungsumfang bestimmt sich nach den gesetzlichen (insbesondere
§§ 317 ff. HGB und § 53 HGrG) und gesellschaftsvertraglichen Bestimmungen sowie
den für den Abschlussprüfer geltenden berufsständischen Standards (IDW-Prüfungs-
standards). Verlängerungen des Prüfauftrags um jeweils ein Geschäftsjahr sind bis
zu vier Mal möglich.
5.5.2 Nach längstens fünfjähriger ununterbrochener Prüftätigkeit soll der Abschlussprüfer
gewechselt werden. Dabei ist ein Wechsel der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft im
Gesamten geboten, ein Wechsel des den Abschluss testierenden Wirtschaftsprüfers
(interne Rotation) ist nicht ausreichend.
5.5.3 Das Verfahren zur Auswahl des Abschlussprüfers richtet s ich, soweit vorhanden,
nach den gesellschaftsspezifischen Vergabe- und Beschaffungsregelungen. Ansons-
ten ist das Auswahlverfahren unter Berücksichtigung des Auftragswerts in Anlehnung
an die jeweils geltenden haushaltsrechtlichen bzw. vergaberechtlichen Be stimmun-
gen für öffentliche Auftraggeber durchzuführen. Beim Wechsel der Prüfungsgesell-
schaften sind mindestens drei, in der Regel fünf bis sieben Wirtschaftsprüfer oder
Wirtschaftsprüfungsgesellschaften zur Abgabe eines entsprechenden Angebots auf-
zufordern.
5.6 Übersendung von Unterlagen, Veröffentlichung im Amtsblatt
5.6.1 Nach der Aufstellung und Prüfung des Jahresabschlusses und Lageberichts soll der
Jahresabschluss binnen fünf Monaten nach Geschäftsjahresende dem Beteiligungs-
management zugesandt worden sein, dam it nach Abschluss aller Vorarbeiten die
Feststellung durch die Gesellschafterversammlung binnen acht Monaten nach Ablauf
des Geschäftsjahres möglich ist.
5.6.2 Nach der Feststellung des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts hat die
Gesellschaft unberührt der handels - und gesellschaftsrechtlichen Bekanntma-
chungspflichten im Amtsblatt der Bundesstadt Bonn folgendes bekannt zu machen:
o den Beschluss über die Feststellung des Jahresabschlusses zusammen mit dessen
Ergebnis,
o das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts,
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7.2 Teil B – Beteiligungsrichtlinie
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 416
o die beschlossene Verwendung des Jahresüberschusses oder die Behandlung des
Jahresfehlbetrags.
5.6.3 Gleichzeitig mit der Bekanntgabe sind der Jahresabschluss und Lagebericht bis zur
Feststellung des folgenden Jahresabschlusses zur Einsichtnahme verfügbar zu hal-
ten (vgl. § 108 Abs. 3 Nr. 1 Buchst. c) GO).
Seite 420 von 430
7.2 Teil B – Beteiligungsrichtlinie
417 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
6 Berichtswesen
6.1 Allgemeines und Zielsetzung des Berichtswesens
6.1.1 In seiner Funktion als wesentliches Controlling - und Steuerungsinstrument verfolgt
das Berichtswesen als zent rale Zielsetzung die zeitnahe Bereitstellung entschei-
dungsrelevanter Informationen zugunsten des jeweiligen Unternehmens sowie des
Beteiligungsmanagements.
6.1.2 In funktionaler Betrachtung setzt sich das Berichtswesen für den Konzern der Bun-
desstadt Bonn unberührt des Beteiligungsberichts gem. Nr. 7 aus planmäßigen Be-
richten (Quartalsberichten), Ad-hoc-Berichten sowie Sonderberichten (Risikobericht
und Bericht zur Corporate Social Responsibility) zusammen.
6.1.3 Die Berichterstattung erfolgt auf Basis standardisierter Vordrucke, die, soweit noch
nicht vorhanden, durch das Beteiligungsmanagement zur Verfügung gestellt werden.
Vorrangig sollten die Berichte aus dem Rechnungswesen oder sonstigen Daten-
sammlungen automatisiert entwickelt werden können.
6.1.4 Die sich aus den Berichten ergebenden wesentlichen Informationen sollen durch Ver-
gleichsgrößen und Kennzahlen verdeutlicht werden.
6.2 Quartalsberichterstattung
6.2.1 Die Quartalsberichtsberichterstattung als planmäßige Berichtsart verfolgt die Zielset-
zung, bereits in der unterjährigen Geschäftsentwicklung auf Basis der (Zwischen -)
Gewinn- und Verlustrechnungen wesentliche Soll -Ist-Abweichungen und die dafür
maßgeblichen Gründe erkenntlich zu machen. Auf dieser Basis dient sie ebenso zur
Aufstellung einer Jahresprognose der Geschäftsentw icklung, die auch die voraus-
sichtliche Entwicklung des Jahresergebnisses aufzeigt.
6.2.2 Die Quartalsberichte setzen sich in Anlehnung an § 90 AktG aus nachstehend ge-
nannten Bestandteilen zusammen:
o (Zwischen-) Gewinn- und Verlustrechnung auf Basis der handelsrechtlichen
Mindestgliederung mit mindestens folgenden Spalten:
Planzahlen des aktuellen Geschäftsjahres,
kumuliertes Ist der abgelaufenen Quartale im aktuellen Geschäftsjahr,
aus den kumulierten Ist-Zahlen entwickelte Prognose/Hochrechnung für
das aktuelle Geschäftsjahr,
absolute und relative Abweichung des prognostizierten zum ursprünglich
geplanten Jahresergebnis,
Plan- und Ist-Zahlen des dem aktuellen Geschäftsjahr vorangegangenen
Geschäftsjahres.
o Abweichungsanalyse zur (Zwischen-) Gewinn- und Verlustrechnung in Form
von Erläuterungen über wesentliche Soll-Ist-Abweichungen sowie Abweichun-
gen zwischen erwarteten und Plan-Jahresergebnis,
o Auflistung möglicher Gegensteuerungsmaßnahmen zur Einhaltung des geplan-
ten Jahresergebnisses (nur bei einer erwarteten Verschlechterung des Jahres-
ergebnisses),
o Liquiditätsbericht zum Berichtsstichtag mit folgenden Mindestinhalten:
aktueller Liquiditätsstatus des Unternehmens,
Seite 421 von 430
7.2 Teil B – Beteiligungsrichtlinie
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 418
Liquiditätsvorschau auf das Ende des Geschäftsjahres,
Angabe strategischer Liquiditätsreserven,
o ggf. (Zwischen-) Werte gem. Nr. 6.1.4 gebildeter Kennzahlen.
6.2.3 Für die im Rahmen der Quartalsberichterstattung aufzustellende Jahresprognose
sind die Prognosewerte grundsätzlich unter Berücksichtigung früherer zeitlicher Ver-
laufswerte saisongerecht zu verteilen. Eine formale Viertelung oder Halbierung der
Jahreswerte, insbesondere auch der Planzahlen, sollte vermieden werden.
6.2.4 Die Quartalsberichte sind durch die Geschäftsführung zeitnah, in der Regel innerhalb
von vier Wochen nach Ablauf des Berichtszei traums aufzustellen. Bei einer (unmit-
telbaren und mittelbaren) Beteiligungsquote der Bundesstadt Bonn von 25 % oder
weniger genügt eine halbjährliche Berichterstattung.
6.2.5 Aufgrund des hohen Maßes der Datenaktualität sind die Berichte nach deren Aufstel-
lung gem. Nr. 6.2.4 in Textform, vorrangig durch Verwendung elektronischer Kommu-
nikationsmöglichkeiten (z. B. E -Mail), unverzüglich und unberührt der Berichterstat-
tung an das zuständige Unternehmensorgan an das Beteiligungsmanagement zu
übersenden.
6.3 Ad-hoc-Berichterstattung
6.3.1 Bei der Ad-hoc-Berichterstattung handelt es sich um eine außerplanmäßige, anlass-
bezogene und damit in unregelmäßigen Abständen wiederkehrende Berichtsart.
6.3.2 Zielsetzung der Ad -hoc-Berichterstattung ist die zeitnahe Informationsversorgung
des Beteiligungsmanagements über besondere Sachverhalte, die so dringlich oder
bedeutend sind, als dass eine Berichterstattung über den Weg planmäßiger Berichte
(Quartalsberichte) bzw. etwaiger Sonderberichte nicht abgewartet werden kann und
soweit diese überhaupt eine entsprechende Berichterstattung im Sinne der nachste-
henden Regelungen vorsehen.
6.3.3 Eine besondere Dringlichkeit und Bedeutung im Sinne der Nr. 6.3.2 ist in der Regel
gegeben, wenn aufgrund des Sachverhalts erhebliche finanzielle Auswirkungen zu
erwarten, grundlegende Veränderungen der Geschäftstätigkeit geplant sowie Ent-
scheidungen von grundsätzlicher Bedeutung kurzfristig zu treffen sind. Diese Voraus-
setzungen werden insbesondere bei den nachstehend aufgeführten Sachverhalten
erfüllt:
a) Erweiterung oder Einschränkung der unternehmerischen Geschäftstätig-
keit, z. B. durch Geschäftsfeldveränderungen,
b) Eingehen und Durchführung von großen Investitionsprojekten,
c) Eingehen oder Aufgabe von wesentlichen Beteiligungen,
d) Veränderungen in den Rechtsverhältnissen der Tochtergesellschaften,
e) besondere Geschäftsvorfälle mit erheblichen Rentabilitäts - oder Liquidi-
tätsauswirkungen.
6.3.4 Eine besondere Dringlichkeit oder Bedeutung im Sinne der Nr. 6.3.2 liegt auch dann
vor, wenn betriebliche Problemstellungen auftreten, deren Folgen voraussichtlich
und insbesondere in der lokalen oder überregionalen Presse öffentlichkeitswirksam
Seite 422 von 430
7.2 Teil B – Beteiligungsrichtlinie
419 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
thematisiert und diskutiert werden. Von einer voraussichtlichen Öffentlichkeitswirk-
samkeit ist insbesondere in folgenden Fällen auszugehen:
a) die Problemstellungen führen zu erheblichen Einschränkungen in dem be-
trieblichen Leistungsangebot,
b) es realisieren sich im Rahmen des betrieblichen Leistungserstellungspro-
zesses erhebliche Risiken bzw. deren Realisierung steht unmittelbar mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit bevor, insbesondere:
- qualitäts- und sicherheitsrelevante Risiken,
- technische Risiken,
- Emissions- und Immissionsrisiken (Umweltrisiken),
- rechtliche Risiken.
c) die Problemstellungen könnten zu einem erheblichen Reputationsverlust
des Unternehmens führen,
d) es entstehen erhebliche Mehrkosten oder erhebliche Terminverzögerun-
gen bei großen Investitionsprojekten,
e) sonstige Problemstellungen, denen wegen ihrer politischen Tragweite ge-
samtstädtische Bedeutung beizumessen ist.
6.3.5 In der Ad -hoc-Berichterstattung sind neben einer umfassenden Sachverhalts - und
Problemdarstellung, die insbesondere Ausführungen zu den finanziellen bzw. mögli-
chen öffentlichkeitswirksamen Folgen enthält, auch Handlungsvorschläge, ggf. be-
stehende Ermessens- bzw. Beurteilungsspielräume und deren Ausschöpfung sowie
sonstige wichtige entscheidungserhebliche Informationen anzugeben. Soweit der
Gesellschaft weitere ergänzende oder erklärende Informationen zu dem berichts-
pflichtigen Sachverhalt vorliegen (z. B. vorbereitete Pressemitteilungen oder ge-
plante Sprachregelungen), sollten diese als Anlage den Ad -hoc-Berichten beigefügt
werden.
6.3.6 Die Ad-hoc-Berichte sind unverzüglich nach Bekanntwerden der für die Berichterstat-
tung maßgeblichen Gründe zu erstellen und nach deren Erstellung unverzüglich und
unberührt der Berichterstattung an das zuständige Unternehmensorgan an das Be-
teiligungsmanagement zu übermitteln. Die Übermittlung der Berichte sollte in der Re-
gel in Textform, vorrangig durch Verwendung elektronischer Kommunikationsmög-
lichkeiten (z. B. E -Mail), erfolgen. Ist die Wahrung der Textform unter Berücksichti-
gung der Berichterstattungsfrist nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand
möglich, ist auch eine telefonische Berichterstattung zulässig.
6.3.7 Bestehen hinsichtlich der Erforderlichkeit einer Berichterstattung, insbesondere hin-
sichtlich des Vorliegens eines ggf. berichtspflichtigen Tatbestands, Unklarheiten oder
Zweifel, ist unverzüglich eine Abstimmung mit dem Beteiligungsmanagement vorzu-
nehmen. Können trotz der Abstimmung nach Satz 1 die Unkl arheiten und Zweifel
nicht einvernehmlich gelöst oder kurzfristig ausgeräumt werden, ist im Zweifel eine
Berichterstattung vorzunehmen.
Seite 423 von 430
7.2 Teil B – Beteiligungsrichtlinie
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 420
6.4 Risikoberichterstattung
6.4.1 Die Risikoberichterstattung als Sonderberichtsart dient der Offenlegung bestehender
unternehmerischer Risiken, die mangels Erfassungserfordernis in der laufenden
Buchführung und Rechnungslegung sich insbesondere nicht aus den planmäßigen
Berichten ergeben. Ziel dieser Offenlegung ist die Gewährleistung eines sachgerech-
ten Umgangs mit neue n oder sich verändernden Risiken durch eine angemessene
unternehmerische Risikokultur sowie unter Berücksichtigung der gesellschaftsspezi-
fischen Risikotragfähigkeit im Sinne eines Frühwarnsystems der Vermeidung bzw.
Begrenzung eines bestandsgefährdenden Risikoeintritts.
6.4.2 Die Risikoberichterstattung erfolgt unterjährig in Gestalt von Differenzberichten sowie
in einem jährlichen Gesamtbericht zum Risikomanagement.
6.4.3 Der jährliche Gesamtbericht zum Risikomanagement als Komplettbericht enthält
mindestens Angaben zu den nachstehend genannten Aspekten:
o Veränderungen im Risikoportfolio seit Erstellung des letzten Gesamtberichts,
insbesondere über neu hinzugekommene, neu bewertete oder entfallene Ein-
zelrisiken sowie die für die Veränderungen maßgeblichen Gründe,
o Darstellung der Lage sämtlicher Einzelrisiken unter Berücksichtigung von de-
ren Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe (nach erfolgten Steue-
rungsmaßnahmen), auch im Vergleich zum Vorjahr (Risikomatrix),
o Aufstellung über alle erfassten Brutto -Risiken mit der jeweiligen Risikonum-
mer, dem Risikostichwort, dem Risikobereich und dem Risikobeauftragten
(Risikoliste),
o Liste zur übersichtlichen und systematischen Darstellung der Ergebnisse der
Risikoerfassung, -bewertung und –steuerung, bestehend aus Risikonummer,
Risikostichwort, Risikobeauftragtem sowie der Bewertung der Risiken, unter-
teilt nach erfolgten und möglichen Steuerungsmaßnahmen (Risikoatlas),
o Detailinformationen zu den inventarisierten Einzelrisiken, insbesondere zu
statistischen Angaben (Risikonum mer, Risikokategorisierung und Angaben
zur Risikokommunikation), der Risikobezeichnung, dem bewerteten Brutto -
und Nettorisiko (nach erfolgten Steuerungsmaßnahmen) sowie möglichen
Zielsteuerungsmaßnahmen (Risikoerfassungsbogen).
6.4.4 Die Differenzberichte zum R isikomanagement als Veränderungsberichte enthalten
mindestens Angaben zu den nachstehend genannten Aspekten:
o Veränderungen im Risikoportfolio seit Erstellung des letzten Differenzbe-
richts, insbesondere über neu hinzugekommene, neu bewertete oder entfal-
lene Einzelrisiken sowie die für die Veränderung maßgeblichen Gründe,
o Zuordnung der neu hinzugekommenen und neu bewerteten Einzelrisiken un-
ter Berücksichtigung von deren Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadens-
höhe (nach erfolgten Steuerungsmaßnahmen) in eine aktualisierte Risiko-
matrix,
Seite 424 von 430
7.2 Teil B – Beteiligungsrichtlinie
421 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
o Detailinformationen zu den neu hinzugekommenen, neu bewerteten oder ent-
fallenen Einzelrisiken in Risikoerfassungsbögen.
6.4.5 Der jährliche Gesamtbericht zum Risikomanagement ist durch die Geschäftsführung
zeitnah, in der Regel innerh alb von zwei Monaten nach Ablauf des Geschäftsjahres
aufzustellen. Die Differenzberichte zum Risikomanagement sind nach Bekanntwer-
den des jeweiligen Einzelrisikos unverzüglich aufzustellen. Auf die unverzügliche Be-
richterstattung kann verzichtet werden, we nn die eingetretenen Veränderungen nur
von untergeordneter Relevanz für die Risikosituation des Unternehmens sind.
6.4.6 Aufgrund der Bedeutung der Berichterstattung für die städtische Risikoposition sind
die Risikoberichte nach deren Aufstellung gem. Nr. 6.4.5 in Textform, vorrangig durch
Verwendung elektronischer Kommunikationsmöglichkeiten (z. B. E -Mail), unverzüg-
lich und unberührt der Berichterstattung an das zuständige Unternehmensorgan an
das Beteiligungsmanagement zu übersenden.
6.5 Berichterstattung zur Corporate Social Responsibility
6.5.1 Die Berichterstattung zur Corporate Social Responsibility (CSR-Bericht) als Sonder-
berichtsart dient der aggregierten Darstellung über die Maßnahmen, mit denen das
berichtende Unternehmen auf Basis seiner Geschäftstätigkeit versuc ht hat, seiner
Verantwortung im Sinne eines nachhaltigen Wirtschaftens für die von ihm verursach-
ten Auswirkungen auf die Umwelt und Gesellschaft gerecht zu werden.
6.5.2 Der CSR-Bericht ist in die drei Schwerpunktbereiche ökonomische, ökologische und
soziale Verantwortung aufzuteilen. Zu den jeweiligen Schwerpunktbereichen ist min-
destens auf nachfolgende Aspekte einzugehen:
o Ökonomische Verantwortung
Im Bereich der ökonomischen Verantwortung sind insbesondere die ethi-
schen Grundwerte und Normen zu benennen, die dem alltäglichen, unterneh-
merischen Geschäftsverkehr zur Erfüllung gesellschaftlicher Erwartungen zu-
grunde liegen, beispielsweise die Beachtung von ILO-Kernarbeitsnormen, fai-
rer Geschäftspraktiken oder einem ernst gemeinten Engagement vor Ort.
o Ökologische Verantwortung
Im Bereich der ökologischen Verantwortung sind insbesondere Maßnahmen
zu benennen, mit denen ein Beitrag zum Erhalt der natürlichen Lebensgrund-
lagen geleistet wurde, beispielsweise durch einen sparsamen Einsatz von na-
türlichen Ressourcen, der Erhöhung der Energieeffizienz oder durch nach-
haltige Klima- und Umweltschutzmaßnahmen.
o Soziale Verantwortung
Im Bereich der sozialen Verantwortung sind insbesondere Maßnahmen zu
benennen, mit denen auf berechtigte soziale Belange der Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter im Sinne einer mitarbeiterorientierten Sozialpolitik eingegan-
gen wurde, beispielsweise Maßnahmen der Arbeitssicherheit, einem Gesund-
heitsmanagement und den Erhalt von Arbeitsplätzen.
6.5.3 Die Ausführungen sollten unter Berücksichtigung der Regelung nach Nr. 6.1.4 mit
geeigneten Kennzahlen unterlegt werden.
6.5.4 Der CSR-Bericht ist als Jahresbericht durch die Geschäftsführung zeitnah, in der Re-
gel innerhalb von zwei Monaten nach Ablauf des Geschäftsjahres aufzustellen.
Seite 425 von 430
7.2 Teil B – Beteiligungsrichtlinie
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 422
6.5.5 Zur zeitnahen Analyse insbesondere der aufzuzeigenden Optimierungspotentiale ist
der CSR-Bericht nach dessen Aufstellung gem. Nr. 6.5.4 in Textform, vorrangig durch
Verwendung elektronischer Kommunikationsmöglichkeiten (z. B. E -Mail), unverzüg-
lich und unberührt der Berichterstattung an das zu ständige Unternehmensorgan an
das Beteiligungsmanagement zu übersenden.
Seite 426 von 430
7.2 Teil B – Beteiligungsrichtlinie
423 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
7 Beteiligungsbericht
7.1 Terminplanung und Aufstellungsprozess
7.1.1 Die zur Aufnahme in den Beteiligungsbericht benötigten Informationen und Daten
werden von den Unternehmen an das Beteiligung smanagement geliefert. Der Zeit-
punkt der Datenlieferung wird in Abstimmung mit dem Beteiligungsmanagement fest-
gelegt.
7.1.2 Informationsgrundlage für den Beteiligungsbericht sind regelmäßig die Jahresab-
schlüsse und Lageberichte der jeweiligen Unternehmen sowie d ie dazugehörigen
Prüfberichte der Abschlussprüfer.
7.1.3 Zum Jahresabschluss und ggf. zum Konzernabschluss der Gesellschaft sind dem
Beteiligungsmanagement spätestens zwei Wochen nach dessen Erstellung zwei
Exemplare des Prüfberichts zur Verfügung zu stellen. Dies gilt auch für etwaige Toch-
terunternehmen.
7.2 Grundsätzliche Angaben
7.2.1 Folgende grundsätzlichen Informationen werden – individualisiert für jede Gesell-
schaft – in den Beteiligungsbericht aufgenommen und erläutert:
o Allgemeine Unternehmensdaten und Beteiligungsverhältnisse des Unterneh-
mens,
o Gegenstand, Zweck und Ziele des Unternehmens,
o Einhaltung der öffentlichen Zielsetzung,
o Unmittelbare und mittelbare Beteiligungen des Unternehmens,
o Besetzung der Organe und der Geschäftsführung,
o Wirkungen auf den städtischen Haushalt.
7.2.2 Wird entsprechend der Zielsetzung des Beteiligungsberichts zur sachgerechten Dar-
stellung des Beteiligungsunternehmens die Angabe weiterer Informationen von Sei-
ten des Beteiligungsmanagements oder der Gesellschaft für erforderlich erachtet,
können diese ebenfalls in den Beteiligungsbericht aufgenommen werden. Dazu zäh-
len beispielsweise:
o Wirtschaftliche Verhältnisse und Geschäftstätigkeit des Unternehmens,
o wichtige Unternehmensverträge.
7.2.3 Die Veröffentlichung von Zusatzinformationen, welche über den gesetzlichen Rege-
lungsumfang (§§ 117 GO, 52 GemHVO) hinaus gehen, ist bei Vorliegen unterneh-
mensinterner Daten zur Wahrung der Vertraulichkeit unzulässig.
7.3 Angaben aus dem Rechnungswesen
7.3.1 Zur Übersicht über die finanzielle Situation des Unternehmens ist ein e detaillierte
Darstellung und Analyse der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage des Unterneh-
mens zum Stichtag 31.12. erforderlich.
Seite 427 von 430
7.2 Teil B – Beteiligungsrichtlinie
Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021 424
7.3.2 Die zahlenmäßige Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erfolgt an-
hand eines Drei-Jahres-Vergleichs, in welchem die wesentlichen gesellschaftsindivi-
duellen Bilanzwerte sowie Ertrags - und Aufwandspositionen vergleichend sich ge-
genüber gestellt werden. Die Gliederung folgt dabei der handelsrechtlichen Mindest-
gliederung der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung. Neben der zahlenmäßigen
Darstellung sind ergänzende Erläuterungen zur Aufwands- und Ertragsstruktur sowie
zur Gewinn- und Verlustrechnung aufzunehmen.
7.3.3 Die wichtigsten finanzwirtschaftlichen Kennzahlen, insbesondere Eigenkapitalquote,
Fremdkapitalquote, Investitionsvolumen, Anlage- und Kassenmittelintensität, sowie
deren mehrjährige Entwicklung sind ebenfalls angegeben.
7.4 Angaben zum Geschäftsverlauf und zu Leistungsdaten
7.4.1 In Anlehnung an den jeweiligen Lagebericht sind die wesentlichen Vorgänge des Ge-
schäftsjahres sowie die Einschätzung zur zukünftigen Entwicklung des Unterneh-
mens, insbesondere in Bezug auf sich bietende Chancen und bestehende Risiken,
zu beschreiben.
7.4.2 Als Leistungsdaten werden die individuell maßgeblichen betrieblichen Leistungen
aufgezeigt, die sich aus dem Gegenstand des Unternehmens im Geschäftsjahr erga-
ben. Sie können in verbaler Form oder in Zahlenreihen dargestellt werden.
7.4.3 Bei wesentlichen Beteiligungen sind die Leistungsdaten zusätzlich mit Hilfe von
Kennzahlen zu erläutern.
7.5 Angaben zu Arbeitnehmern sowie Bezügen der Unternehmensorgane
7.5.1 Die durchschnittliche Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer ist im Vergleich mit den
Werten der vorangegangenen Geschäftsjahre getrennt nach Gruppen (Geschäfts-
führung, Beamte, Beschäftigte, Auszubildende, Praktikanten/Aushilfen) anzugeben.
7.5.2 Die Bezüge der Geschäftsführung sind anzugeben. Für die Veröffentlichung gelten
die Regelungen des Kodexes.
Die Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder sind ebenfalls anzugeben. Das Gleiche gilt für die
Mitglieder eines Ausschusses, Beirats oder einer ähnlichen Einrichtung.
Seite 428 von 430
425 Bundesstadt Bonn -Beteiligungsbericht 2021
Seite 429 von 430
www.bonn.de | Impressum: Die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Referat Beteiligungsmanagement/Amt für Presse,
Protokoll und Öffentlichkeitsarbeit, September 2022
Beteiligungsbericht 2021 der Bundesstadt Bonn
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Beratungsverlauf (2)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (26)
- Immenburgstraße 22
- Kurt-Schumacher-Straße 3
- Welschnonnenstraße 4
- Karlstraße 2
- Godesberger Allee 105
- Flemingstraße 2
- Werftstraße 70
- Richthofenstraße 130
- Heussallee 11
- Lindenstraße 20
- Baunscheidtstraße 15
- Winterstraße 19
- Gerhart-Hauptmann-Straße 8
- Lievelingsweg 110
- Friedensplatz 2
- Rheinufer
- Marktplatz
- Münsterplatz
- Berliner Platz 2
- Am Boeselagerhof 1
- Am Hof 26a
- Platz der Vereinten Nationen 2
- Im Krausfeld 33
- Im Gesetz
- Sandkaule 2
- Markt
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- 222104
- Typ
- Mitteilungsvorlage
- Datum
- 03.11.2022
- Erstellt
- 18.01.2026 04:40