Mandari Insight

V/0094/2022

Überleitung der außerunterrichtlichen Angebote (OGS) der Margaretenschule

Vorlagen 04.02.2022

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 06.04.2022, TOP 26.5

Anlage A

· application/pdf

Ansehen

Kreisel OGS-Konzept_Margaretenschule

· application/pdf

Ansehen

Outlaw OGS-Konzept_Margaretenschule

· application/pdf

Ansehen

AWO OGS-Konzept_Margaretenschule

· application/pdf

Ansehen

Beschlussvorlage

· application/pdf

Ansehen

Anlage 1 OGS-Kriterienkatalog

· application/pdf

Ansehen

Schule, Jugend, Kids und Co OGS-Konzept_Margaretenschule

· application/pdf

Ansehen

Rahmenkonzept OGS Caritas Münster

· application/pdf

Ansehen

Anlage A

3844 Zeichen

Anlage A zur V/0094/2022
Kurzüberblick
Die Verwaltung und die Schulleitung schlagen mit dem Schulkonferenzbeschluss einstimmig vor,
dem Träger Schule Jugend, Kids und Co e.V. für die Offenen Ganztagsschule in der
Margaretenschulen zum Schuljahr 2022/2023 zu übertragen.
Ziele/Teilziele/Zielerreichung
Die Verwaltung wurde mit dem Antrag A-R/0039/2016 „Qualitätsoffensive die gute (offene)
Ganztagsschule“ beauftragt, ein Gesamtkonzept der Offenen Ganztagsschulen zu entwickeln und
mehr als 25% der Offenen Ganztagsschulen in die Trägerschaft anerkannter freier Träger der
Jugendhilfe überzuleiten. Der Rat hat daraufhin in seiner Sitzung vom 26.08.2020 mit der Vorlage
V/330/2020 beschlossen, alle Offenen Ganztagsschulen sukzessive in die freie Trägerschaft zu
überführen.
Mit dem Erreichen dieser Werte werden wir die ISM Leitziele „Wir werden einer der führenden
Bildungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungsstandorte in Europa“ und „Wir werden
Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwickeln.
Die Verwaltung und die Margaretenschule schlagen vor, dem Träger Schule, Jugend, Kids und
Co e.V. die Trägerschaft für die Offene Ganztagsschule zum Schuljahr 2022/23 zu übertragen.
Weitere Detailplanungen (Dienstvereinbarung) werden in Kooperation mit dem Träger, der
Schulleitung und der Verwaltung vor der Übernahme getroffen.
Finanzierung
Produktgruppe: 0602 Kinder- und Jugendarbeit
Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja Nein
Auswirkungen auf den Finanzplan Ja X Nein
Im Haushaltsplan 2022 enthalten? X Ja Nein teilw.
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? X Ja Nein
Bereits veranschlagt? X Ja Nein
Pflichtigkeitsgrad
Die Maßnahme/Leistung ist vollständig
pflichtig X
überwiegend
pflichtig
überwiegend
freiwillig
vollständig
freiwillig
„Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe sind verpflichtet, Plätze für die Kinder und Jugendlichen
im schulpflichtigen Alter bedarfsgerecht in T ageseinrichtungenund in Kindertagespflege
vorzuhalten (§24 Absatz 4 SGB III).
Die Kommune kann diese Verpflichtung auch durch entsprechende Angebote an Schulen erfüllen,
soweit die Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebote nach den Grundsätzen des SGB VIII
gestaltet werden (§5 Absatz 1 KiBiz).“ RdErl. D. Ministeriums für Schule und Weiterbildung v.
23.12.2010 (ABI.NRW.01/11 S.38, berichtigt 02/11 S.85)

Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration)
Münster gehört zu den am stärksten wachsende Städten in Nordrhein-Westfalen. Nach aktuellen
städtischen Vorausberechnungen könnte die Bevölkerung bis 2030 ohne starke
Flüchtlingszuzüge
im Basisszenario „Dynamischer Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort“ auf 326.000 Einwohner
steigen. Unter Berücksichtigung zusätzlicher Flüchtlingszuwanderungen könnte das Wachstum
noch deutlich stärker ausfallen und Münster in 2030 bis zu 347.000 Einwohner zählen. Die
wachsende Stadt, die alle Bereiche des Lebens betrifft, ist eine zentrale Herausforderung, der
sich Münster stellen muss.
Die demographische Entwicklung der Stadt Münster ist ein grundlegender Bestandteil des
weiteren Ausbaus der Offenen Ganztagsschule (OGS). Alle Maßnahmen zum Ausbau der OGS
orientieren sich an der kleinräumigen Bevölkerungsprognose der Stadt Münster und sind darauf
ausgerichtet, eine familienfreundliche Stadtentwicklung zu fördern.
Dazu trägt insbesondere der bedarfsgerechte Ausbau der OGS bei. Im Rahmen der
unterschiedlichen Arbeitsfelder der OGS werden wichtige Aspekte wie Barrierefreiheit, Inklusion,
Sprachförderung und Qualifizierung differenziert berücksichtigt und unterstützen eine
familienfreundliche Entwicklung in Münster. Weiterhin steht der quantitative und qualitative
Ausbau von Angeboten der Offenen Ganztagsschulen im Einklang mit der Ausrichtung als
führender Wirtschaftsstandort.

Kreisel OGS-Konzept_Margaretenschule

58071 Zeichen

3 
 
Pädagogisches Rahmenkonzept 
als Bewerbung im Interessenbekundungsverfahren für die 
außerschulischen Angebote der Offenen Ganztagsschulen 
(OGS) 
Offene Ganztagsgrundschule im Primarbereich 
Margaretenschule 
 
erstellt und vorgelegt von 
 
 
 
Friedrichstraße 1-2, 48282 Emsdetten 
Telefon: 02572 88260 
www.kreisel-emsdetten.de 
info@kreisel-emsdetten.de 
 
 
  
Dezember 2021

4 
 
Inhalt 
TRÄGERDARSTELLUNG UND EINLEITUNG ............................................... 5 
1. RAHMENBEDINGUNGEN ....................................................................... 8 
1.1 Rechtliche und Strukturelle Grundlagen .......................................................... 8 
1.2 Finanzierung .................................................................................................... 8 
1.2 Personal ........................................................................................................... 8 
1.3 Betreuungszeiten ....................................................................................... 10 
1.4 Gruppengröße ............................................................................................... 10 
1.5 Versicherungsschutz...................................................................................... 11 
2 SCHULE UND SOZIALRAUM ............................................................... 11 
3 LEITGEDANKE ..................................................................................... 12 
4 ZIELGRUPPE UND ZIELE .................................................................... 13 
4.1 Zielgruppe ...................................................................................................... 13 
4.2 Ziele ............................................................................................................... 13 
5 DIE SÄULEN DES PÄDAGOGISCHEN HANDELNS IN DER OGS ..... 15 
5.1 Säule OGS - Kinder ....................................................................................... 16 
5.2 Säule OGS - Eltern ........................................................................................ 19 
5.3 Säule OGS – Schule ...................................................................................... 20 
5.4 Säule OGS - außerschulische Kooperationspartner ...................................... 21 
6. TAGESSTRUKTUR IM OFFENEN GANZTAG ......................................... 21 
6.1 Mittagessen ................................................................................................... 22 
6.2 Lernzeiten / Hausaufgabenbetreuung ............................................................ 23 
6.3 Nachmittagsangebote .................................................................................... 24 
7. KOOPERATION MIT JUGENDHILFE ...................................................... 25 
8. KINDERSCHUTZ ...................................................................................... 26 
9. QUALITÄTSENTWICKLUNG ................................................................... 29 
9.1 Strukturelle Qualität ....................................................................................... 29 
9.2 Inhaltliche Qualität ......................................................................................... 29 
9.3 Ergebnisqualität ............................................................................................. 30

5 
 
Trägerdarstellung und Einleitung 
 
Der Kreisel e.V. ist ein gemeinnüt ziger, nach den Bestimmungen des Kinder- und Jugend-
hilfegesetzes anerkannter, freier Träger der Jugendhilfe. Der Verein ist weder parteipol i-
tisch noch konfessionell gebunden und Mitglied des Deutschen Paritätischen Wohlfahrt s-
verbandes. Zwei hauptamtliche V orstände verantworten die Geschäf te und Bere iche des 
Kreisel e.V., welcher aktuell 200 Mitarbeiter:innen beschäftigt. 
Im Jahr 1987 gründete sich der Kreisel e.V.  aus einer Selbsthilfegruppe für Alleinerziehen-
de und bietet bis heute in Emsdetten als Kontakt- und Beratungsstelle für Mütter, Väter und 
Kinder in unterschiedl ichen Fam ilienformen in folgenden Bereichen gem äß des SGB VIII 
Beratung und Unterstützung an:  
§ 16 I (allgemeine Förderung der Erziehung), § 17 I (paarstabilisierende Beratung bei Part-
nerschaftskonflikten), § 17 II  (Trennung– und Scheidungsberatung), §§ 18 I, 18 III  (Bera-
tung bei Sorgerechts- und Umgangsfragen) sowie seit 2006 Begleitung in familiengerichtl i-
chen Verfahren gemäß SGB VIII § 50 in Delegation der Jugendämter der Stadt Emsdetten 
und des Kreises Steinfurt. 
Beginnend im Jahr 2005 etablierte sich ein weiteres Aufgabenfeld und stellt heute den 
größten Fachbereich des Kreisel e.V. dar - die Offene Ganztagsbetreuung. Inzwischen ist 
der Kreisel e.V. für die Sicherste llung der Betreuun g d er Kinder an vier Grundschulen in 
Emsdetten, nämlich an der Johannesschule, der Schule Hollingen , der Emmanuel -von-
Ketteler Schule und der Jose fschule, der Paul -Gerhardt-Schule in Mettingen sowie der 
Grundschule Wolbeck-Nord und der Melanchthon -Grundschule in Münster und ab August 
2022 der Gangolf-Grundschule und der Wichern-Grundschule in Nordwalde verantwortlich. 
Die Paul-Gerhardt-Schule arbeitet bereits seit vielen Jahren inklusiv nach dem Konzept des 
gemeinsamen Lernens (GL). An der Josefschule , der Emmanuel -von-Ketteler Schule und 
der Grundschule Wolbeck -Nord bieten wir zusätzlich zur OGS auch die Bis-Mittag-
Betreuung an. 
Darüber hinaus ist der Kreisel e.V. seit 2006 Träger der Of fenen Gan ztagsbetreuung im 
Förderschulbereich – aktuell für die Peter -Pan- Förderschule in Rheine mit den D epen-
dancen Emsdetten und Dörenthe mit dem Förderschwerpunkt Sprachentwicklung sowie für 
die Michael -Ende-Schule in Borghorst  und in Lenger ich mit dem  Förderschwerpunkt der 
emotionalen und sozialen  Entwicklung.  Ab August 2022 kommt die Grüterschule als För-
derschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen an den Standorten Rheine und Mettingen 
dazu.

6 
 
Im Jahr 2012 konnte der Kreisel e.V. eine Erweiter ung seines Tätigkeitsfeldes mit der B e-
auftragung durch das Kreisjugendamt Steinfurt für Vereinsvormundschaften verzeichnen.  
Seit 2013 gewährleistet der Kreisel e.V. an der Käthe-Kollwitz Realschule in Emsdetten die 
inklusive Übermittagsbetreuung für Schüler:innen mit und ohne Förderbedarf im Sekund-
arbereich. 
Ebenfalls seit 2013 ist er zudem als Träger für die Offene Kinder- und Jugendarbeit in 
Emsdetten zuständig und somit für das Jugendzentrum  „Treffpunkt 13drei“ verantwort-
lich.  
Das Motto des Kreisel e.V. lautet „Stabilität durch Bewegung“. Das meint, dass sich das 
Leben ständig in Veränderung befindet und Lebe nsphasen bewältigt werden müssen, 
wodurch zuweilen auch Krisen verursacht werden können. Wir verstehen Krise als Entwick-
lungsaufgabe und als Chance. Nicht das starre Festhalten an alten Mustern, sondern vie l-
mehr das Einlassen auf Veränderung und die kontin uierliche Bewegung ermöglichen eine 
gesunde Stabilität. Der Kreisel e.V. lebt als Organisation aktiv dieses Motto , was anhand 
der oben aufgezeigten Entwicklung des Vereins deutlich wird. 
Unser Selbstverständnis - Stabilität durch Bewegung - hat wesentlich zu unserem Erfolg 
bezüglich der Offenen Ganztagsbetreuung beigetragen.  Der Ausbau  von offenen Gan z-
tagsgrundschulen ist ein landesweites sozialpolitisches Bestreben mit hohen Inno vations-
ansprüchen, ab 2026 mit Rechtsanspruch, das auf die konzeptionell organisierte Z usam-
menarbeit von Eltern, Kindern, Schule, Jugendhilfe, Kultur und Sport setzt. Da bisher noch 
keine landesweit einheitlichen Qualitätsstandards erlassen wurden bzw. zwischen den un-
terschiedlichen an der Bildung, Erziehung, Förderung und Betreuung beteilig ten Professio-
nen ex istieren, ist dieses Vorh aben auf die Bereitschaft zum Dialog angewiesen. Im Be-
wusstsein um diese Ausgangslage is t der Kreisel e.V. als Träger von offenen Ganztags-
grundschulen bestrebt, mit allen Bete iligten auf eine gelingende Kooperati on, Präzisierung 
und Fortschreibung der pädagogischen Ganztagskonzeption hinzuwirken. 
Die offene Ganztagsgrundschule stellt sich den  Herausforderungen der sich wandelnden 
Lebenswelt, bietet einen verlässlichen Ort und einen regelmäßigen Tagesablauf . Sie trägt 
mit ihren A ngeboten dazu bei, dass  die individuelle ganzheitliche Bildung der Kinder  und 
Jugendlichen, die Entwicklung ihrer Per sönlichkeit, der Selbst - und Sozialkompetenzen, 
ihrer, Talente, Fertigkeiten und ihr Wissenserwerb systematisch gestärkt werden.  
 
 
Die Offene Ganztagsbetreuung steht für 
✓ bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, 
✓ erleichterte Rückkehr von Frauen in den Beruf,

7 
 
✓ Minderung sozialer Probleme in Familie und Schule, 
✓ Erziehungspartnerschaft mit Eltern/Erziehungsberechtigten, 
✓ Unterstützung von Familien in anspruchsvollen Lebenssituationen, 
✓ Förderung der Demokratiefähigkeit der Schüler:i nnen durch das Grundprinzip  der 
Partizipation, 
✓ Teilhabe der Kinder an Bildung und Förderangeboten, 
✓ Teilhabe der Kinder an kulturellen, musischen, sport iven und gemeinwohl orientier-
ten Angeboten, 
✓ Akzeptanz und Wertschätzung kultureller und persönlicher Diversitäten. 
  
Die Gesellschaft ist gekennzeichnet von einem stetigen Wandel, we lcher eine permanente 
Anpassung der Rahmenbedingungen zur Bewältigung des A lltags für Familien, Lebensge-
meinschaften, Sorgeberechtigte und Kinder erfordert. Die aktuellen konzeptionellen Rah-
menbedingungen der Offenen Ganztagsbetreuung des Kreisel e.V. werden im ersten Kapi-
tel dargelegt.  
Im zweiten Kapitel wird der Leitgedanke, der unserer Arbeit im Kontext der Offenen Gan z-
tagsbetreuung zugrunde liegt, kurz erläutert. Das dritte Kapitel benennt die Ziele, um dann 
darauffolgend im vierten Kapitel unser pädagogisches Handeln darzulegen. Das Kapitel 
fünf beschäftigt sich mit der Tage sstruktur im Offenen Ganztag. Die letzten beiden K apitel 
zeigen auf, wie der Kreisel e.V. seine Verantwortung in Bezug auf Kooperati on mit der J u-
gendhilfe und Qualitätsmanagement wahrnimmt.

8 
 
1. Rahmenbedingungen 
 
 1.1 Rechtliche und Strukturelle Grundlagen 
 
Die rechtliche und strukturelle Grundlage des Konzepts richtet sich nach dem Runde rlass 
des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 16.02.2018 / Erlass 12 -63 Nr. 2 „Ge-
bundene und Offene Ganztagsschulen sow ie außerunterrichtlicher Ganztags - und Betreu-
ungsangebote im Primar - und Sekundarstufe I“  und den Qualität sstandards der Offenen 
Ganztagsschule in Münster. Diese Ausrichtung beinhaltet bereits alle relevanten rechtlichen 
Grundlagen sowohl des SchulG, des K JFöG, als auch des SGB VIII. Wir ve rpflichten uns, 
alle dort genannten Rahmenbedingungen zu beachten und die Verbesserung der Bildungs-
qualität, den Ausbau der individuellen Förderung, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
sowie die konstruktive Kooperation mit Schule und außerschulischen Partnern zu verfolgen. 
 
 1.2 Finanzierung 
 
Raum-, S ach-, Overhead - und Personalkosten werden zu 100  % durch den Schulträger 
finanziert. Der Kreisel e.V. schließt mit den Eltern der am off enen Ganztagsbetrieb teilneh-
menden Kinder eine Betreuungsvereinbarung ab, wor aufhin die Elternbeiträge durch den 
Schulträger Stadt Münster erhoben werden. Die Entscheidung über die Aufnahme in das 
Angebot trifft die Schule in Absprache mit dem Schulträger sowie dem OGS-Träger. 
 
 1.2 Personal 
 
Der Kreisel e.V. gewährleistet, Persona l nur nach den im Leistungsve rzeichnis benannten 
Bedingungen der Stadt Münster einzustellen. Das hauptamtliche Personal ist pädagogisch 
qualifiziert und hat für die Funktion der Koordination eine Berufsausbildung als Sozialpäda-
gog:in oder vergleichbar und für die Stelle der Gruppenleitung eine Berufsausbildung min-
destens als staatlich anerkannte:r Erzieher:in oder vergleichbar.   
Für die Margaretenschule, mit derzeit 7 Offenen Ganztagsgruppen, ist der/die freigestellte 
Koordinator:in für die Verwaltung u nd Teamleitung mit 34,43 Wochenstunden eingeplant. 
Für die sieben Gruppen wird je eine Gruppenleitung (Erzieher:in) mit 21 Wochenstunden 
eingesetzt, wobei der Stundenumfang für die Durchführung einer eigenen Ferienbetreuung

9 
 
an der Margaretenschule und/oder bei Bedarf für eine Randzeitbetreuung erhöht werden 
kann.  
Pro Gruppe ist eine w eitere pädagogisch e Unterstützungskraft mit 20,5 W ochenstunden 
vorgesehen. Darüber hinaus wird angebotsentsprechendes Personal wie z.B. Honorarkräf-
te, Praktikant :innen und St udierende adäquat einge plant. Wir achten verantwo rtungsbe-
wusst darauf, dass Praktikant:innen und Honorarkräfte eine adäquate Anleitung und Struk-
tur erfahren, damit sie fachlich geschult w erden und gleichzeitig einen persönl ichen Mehr-
wert für sich selbst erfahren können.  
Die für die Ganztagsbetreuung zur Ve rfügung stehenden Lehrkräfte werden sinnvoll hi n-
sichtlich ihrer Qualifizierung in außerunterrich tlichen Angeboten und in Absprache mit der 
Schulleitung eingesetzt. Diese können die Begleitung der Lernzeit, Durchführung einer ge-
sonderten Förderung von Ki ndern oder die Durchführung von besonderen Angeboten aus 
dem Bereich Musik, Sport, Kreativität oder Naturwissenschaften einschließen.  
Die Fachaufsicht wird inhaltlich und strukturell durch unsere Führung skräfte in Form einer 
Fachbereichsleitung gewährleistet. Diese steht in einem permanenten Austausch zur Koo r-
dinator:in der OGS und zur Schulleitung der Schule. Darüber hinaus steht sie als e rste An-
sprechperson für den Schulträger zur Verfügung und unterrichte t regelmäßig den Vorstand 
des Kreisel e.V. bezüglich des Sachstands und der Bedarfe. 
Das Personal legt vor Aufnahme seiner Tätigkeit ein erweitertes Führungszeugnis (gem. § 
30a Absatz 1 B undeszentralregistergesetz) sowie einen Impfnachweis über einen vollstän-
digen Masernschutz vor. Im Übrigen gilt § 72 a SG B VIII. Außerdem wird das Personal vor 
erstmaliger Aufnahme seiner Tätigkeit und anschließend mindestens im Abstand von zwei 
Jahren über die gesundheitlichen Anforderungen und Mitwirkungspflichten nach § 34 Infek-
tionsschutzgesetz beziehungsweise bei Person al im Küchen- und Mensenbereich nach §§ 
43 und 44 Infektionsschutzgesetz belehrt.  
Für den Fall von längeren Krankheitsausfällen des Personals organisiert der Träger eine 
entsprechende Vertretung, um die Betreuung sicher zu stellen. 
Für Mitarbeiter:innen in der offenen Ganztagsgrundschule sind arbeit sfeldspezifische Fort- 
und Weiterbildungen vorgesehen und werden durch den Träger im Rahmen der finanziellen 
Möglichkeiten systematisch gefördert. 
Außerdem ste hen meh rere Antiaggressions - und Coolnesstrainer zur Verfügung, um die 
Standortteams im Konfliktumgang zu schulen und bei d er Erstellung von Konflikthan d-
lungsplänen zu unterstützen.  
Darüber hinaus erfreut sich der Kreisel e.V. über ein e langjährige und mu ltiprofessionelle 
Mitarbeiterschaft, die sich standortübergreifend vernetzt.

10 
 
1.3 Betreuungszeiten 
 
Der Zeitrahmen offener Ganztagsschulen im Primarbereich (§ 9 Absatz 3 SchulG) erstreckt 
sich in der Regel an allen Unterrichtstagen bis  16 Uhr, mindestens aber bis 15 Uhr. Durch 
eine Randzeitenbetreuung besteht die Möglichkeit , die Betreuungszeit bis 17 Uhr zu ve r-
längern. Auch eine Frühbetreuung ist grundsätzlich möglich. Der Zeitrahmen in außerunter-
richtlichen Ganztags- und Betreuungsangeboten (§ 9 Absatz 2 Schu lG) orientiert sich an 
den jeweiligen Bildungs -, Erziehungs - und Betreuung sbedarfen. Mit der Anmeldung und 
Aufnahme besteht für das Kind somit eine Teilnahmepflicht, die sich in der Regel über fünf 
Wochentage bis mindestens 15.00 Uhr erstreckt.  
An beweglichen Ferientagen und Fortbildungstagen ist die Betreuung ab 8.00 Uhr bis 16.00 
Uhr bzw. bis 17:00 Uhr gewährleistet.  
Der Kreisel e.V. bietet in seinen Einrichtungen für Schüler:innen ein e Ferienbetreuung an 
mindestens 6 Ferienwochen im Schuljahr an. 
Für außerschulische Bildungsangebote, Therapien und Förderangebote oder außerorden t-
liche familiäre Ereignisse können die Schüler :innen nach Absprache mit der Schulleitung 
und Koordination frei gestellt werden. Die Beantragung von regelmäßigen und einmaligen 
Ausnahmen erfolgt schriftlich mit Hilfe eines Antragsformulars, welches durch Schulleitung 
und Koordination geprüft und genehmi gt wird. Der explizite Verfahrensweg bezüglich einer 
Freistellungsbeantragung durch die Eltern/Sorgeberechtigten ist gemeinsam zwisch en 
Schulleitung und Koordination zu entwickeln. 
 
 1.4 Gruppengröße 
 
Eine Gruppe umfasst 25 Schüler:i nnen, die bevorzugt im teiloffenen Konzept betreut we r-
den. Hierbei existiert eine feste  Gruppenbindung, welche wir für die Margaretenschule 
zwecks Orientierung und Strukturierung für zielführend halten. Gleichwohl kann die Ange-
botsstruktur in der Regel gruppenübergreifend gestaltet werden. Passend zu den A ngebo-
ten werden homogene oder gem ischte Kleingruppen in Bezug auf Alter und G eschlecht 
gebildet. Die konkrete Ausgestaltung wird schulscharf gemeinsam mit den Akteuren vor Ort 
vorgenommen und adäquat angepasst , ebenso natürlich na die Bedingungen der Pande-
mie.

11 
 
 1.5 Versicherungsschutz 
 
Der Versicherungsschutz richtet sich nach dem Runderlass „Offene Ganzt agsschule im 
Primarbereich“ des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 26.01.2006 in der de r-
zeitigen Fassung . Die außerunterrichtlichen Angebote im Rahmen der OGS gelten als 
schulische Veranstaltungen. 
 
2 Schule und Sozialraum 
 
Die Margaretenschule liegt im Sta dtteil Münster-Mauritz als Gemeinschaftsschule westlich 
des Stadtzentrums. Soziodemografisch bietet der Stadtteil eine n Schwerpunkt mit Einfami-
lienhausbebauung.  
Die OGS der Margaretenschule, genannt Drachenland, besteht aus 7 Gruppen mit 192 
Kindern (Drachenhöhle), dazu kommen etwa 42 Kinder in der Bis Mittag Betreuung  (Dra-
chental). Der Ausbau zur 3-Zügigkeit ist in Planung . Vor Ort arbeiten bereits viele Akteure 
am gemeinsamen Gelingen des außerschulischen Bildungsau ftrags zusammen, so beste-
hen Kooperationen mit , z. B. dem Schwimmverein, den Sportvereinen vor Ort sowie ande-
ren Bildungsträgern wie z.B. dem heiltherapeutischen  Reiten. Diese Vernet zung soll nicht 
nur aufrechterhalten werden, sondern wird bei Übernahme der Trägerschaft dur ch den 
Kreisel e.V. weiter intensiviert.  
An der Durchführung und Weiterentwicklung des außerunterrichtlichen Ganztagsangebotes 
sind verschiedene Kooperationspartner beteiligt, um eine differenzierte Angebotspalette zu 
schaffen. Die OGS unterstützt die Öffnung von Schule zum Sozialraum und den dort tätigen 
Akteuren und erschließt ein Netzwerk der Zusammenarbeit mit Vereinen und Personen. 
Wir streben Kooperationen mit Allgemeinen Musikschulen, Kunstpädagogen, Entspan-
nungspädagogen, Jugendverbänden (freiwillige Feuerwehr, DRK, P fadfinder etc.) und Ein-
richtungen im Sozialraum (Museen, Bücherei) an. Nach § 1 Abs. 3 SGB VIII zielen diese 
Angebote effizienter, entwicklungsförderlicher Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen darauf 
hin, für die Kinder und  ihre Familien eine positive Lebens welt zu schaffen und notwendige 
und geeignete Hilfen zu installieren. 
In regelmäßigen Netzwerktreffen zwischen OGS und den außerschulischen Kooperations-
partnern werden Zielrichtung, Qualität un d Effizienz entwickelt und ü berprüft. Dazu gehört 
die gemeinsame Planung und Konzeptentwicklung, die miteinander abgestimmte Durchfüh-
rung und Auswertung der Angebote, die ressourcenorientierte Zusammenarbeit und Klä-
rung von Zuständigkeiten und Verantwortung, die Rhythmisierung der Zusammenarbeit und

12 
 
die gemeinsame Qualitätssicherung und -entwicklung. Selbstverständlich nehmen Vertreter 
des Kreisel e.V. hierzu an allen relevanten Arbeitskreisen regelmäßig teil. 
Durch die enge Verzahnung mit den Kitaleitungen vor Ort stellt der Kreisel einen sanften 
Übergang sicher. Dies wird bereits in den Arbeitskreisen z.B. am Standort Emsdetten prak-
tiziert. Ein Einblick in die Arbeit der OGS kann beispielsweise bei einer Sitzung des Arbeits-
kreises in der OGS Einrichtung gewährt werden. 
Aufgrund der engen Verzahnung von Kreisel, OGS und Schule und den damit verbundenen 
Themenfeldern ist eine enge Kooperation mit den Beratungsstellen und sozialen Institutio-
nen vor Ort unerlässlich. Gemeinsam mit den Gremien der Stadt und den Akteuren vor Ort 
werden a ktuelle Entwicklungen und Bedarfslagen  besprochen und Lösungen erarbeitet. 
Dazu nutzen wir als langjährig erfahrener Träger der Kinder - und Jugendhilfe im Kreis 
Steinfurt die vorhandenen Strukturen. 
Synergieeffekte entstehen durch die OGS-Trägerschaft an der Melanchthonschule Münster 
im Stadtteil Coerde, welche bereits durch den Kreisel e .V. betrieben wird. Zum Beispiel ist 
die gemeinsame Nutzung eines Angebots für heiltherapeutisches Reiten auf Gut Kinder-
haus möglich.  
Die Integration der Kinder m it internationalem Hintergrund steht für die Ar beit des Kreisel 
e.V. im Vordergrund. Dabei schöpfen wir aus dem Know-how unserer langjährigen eigenen 
Flüchtlingsprojekte. Das multikulturelle Arbeiten wird dort unter anderem auch in der Diver-
sität des kulturellen und sprachlichen Hintergrunds der Mitarbeiter :innen deutlich, welche 
bereits bei der Persona lakquise und Profildefinition für Bewerber:innen  entsprechend be-
rücksichtigt wird. 
 
3 Leitgedanke 
 
Der Kreisel e. V. möchte  eine Verknüpfung von Bildung, Erziehung und Betreuung scha f-
fen, wobei sich das Kind im Zentrum d es Handelns befindet. Davon ausgeh end entwickelt 
das Team in der Praxis eine Pädagogik, die vom Kinde ausgeht. Diese wird nicht als starre, 
unveränderliche Theor ie verstanden, sondern in ei ner fortlaufenden Auseina ndersetzung 
mit den Bedürfnissen der Kinder hinterfragt, weiterentwickelt un d überprüft . Jedes Kind 
bringt eine eigene Geschichte mit . Indem das Team signal isiert: „Wir akzeptieren dich so 
wie du bist.“, hat das Kind d ie besten Voraussetzungen für eine positive Entwicklung. Das 
Kind wird nicht im Blick auf eine Normvorstellung, so ndern als Individuum mit eigenen F ä-
higkeiten, Stärken und Schwächen verstanden . Ein positives und ressourcenorientiertes 
Menschenbild prägt da bei die Haltu ng der Mitarbeiter:i nnen. Das bedeutet einen A nsatz,

13 
 
der die Trennung von der Person und seiner Handl ung voraussetzt. Die wertschätzende 
Akzeptanz einer Person unabhängig von Herkunft, Religion und Weltanschauung oder von 
sozialen und kognitiven Hintergründen öffnet Ressourcen und Kompetenzen. Dementspre-
chend stellt Inklusion für uns ein Selbstverständnis  dar – wir verstehen unsere Verantwo r-
tung darin, Rahmenbedingungen für eine würdevolle und der Menschen- und Kinderrechts-
konvention entsprechenden Lebenswelt zu erarbeiten. 
Wir sind davon überzeugt, dass pädagogische Arbeit nur dann mit dieser Haltung möglich 
ist, wenn die damit verbundenen Werte für die Beschäftigten innerhalb der Einrichtung er-
lebbar sind – die Organisationskultur also kongruent zur erklärten pädagogischen Haltung 
wahrgenommen wird. Unser Ziel ist es, nicht nur Kindern einen positiven Lebensraum zu 
schaffen, in dem sie sich wertgeschätzt, akzeptiert und gefördert fühlen, sondern auch un-
seren Mitarbeiter:innen eine „berufliche Heimat“ zu ermöglichen. Unser Selbstverständnis - 
Stabilität durch Bewegung - hat wesentlich zum Erfolg unserer pädagogischen Arbeit beige-
tragen. Dieser ist insbesondere durch Partizipation von Mitarbeiter:innen erfolgt und gleich-
zeitig durch deren Befähigung, aufgrund von organisierten Entscheidungsprozessen, eine 
angemessene Mitwir kung der Kinder  zu unterstützen. Dies setzt eine  gesunde Fehler-
freundlichkeit voraus, wonach Fehler vor allem als wichtige Evaluationsimpulse und Quali-
tätsentwicklung verstanden werden.  
 
4 Zielgruppe und Ziele 
 
4.1 Zielgruppe 
 
Das Angebot der offenen Ganztagsgrundschu le richtet sich an Grundschüler :innen der 
Klassen 1 bis 4. Voraussetzung ist, dass die Kinder durch die Eltern verbindlich angemeldet 
werden und der zu zahlende Beitrag (einkommensgestaffelt) geleistet wird.  
Unter Einbeziehung von gezielten Unterstützungs angeboten und zusätzlichen Ressourcen 
wird selbstverständlich auch die OGS-Teilnahme von Kindern mit individuellen Förderbe-
darfen begrüßt.  
 
 
4.2 Ziele

14 
 
Die Kinder erhalten in der offenen Ganztagsgrundschule auf der Grundlage einer ganzhei t-
lichen Erziehung und den pädagogischen Leitsätzen des Schulprogramms die Möglichkeit, 
an einer erw eiterten Form von Förderung und Betreuung  über den regulären Unt errichts-
rahmen hinaus teilzunehmen. 
Die grundsätzlichen Leitziele der OGS des Kreisel e.V. definieren sich wie folgt: 
• Erweiterung von musischen, sportiven , kreativen und lebenspra ktischen Fähigkeiten 
und Fertigkeiten 
• Ermöglichung von mehr Zeit für Bildung und Erziehung, individuelle Förderung, Spiel- 
und Freizeitgestaltung sowie eine bessere Rhythmisierung  des Schultages und der 
Lernzeiten 
• Gewährleistung eines umfassenden Angebotes, das sich pa rtizipativ an den jeweil i-
gen Bedarfen der Kinder und Eltern orientiert und die informelle Bildung fördert 
• Förderung der D emokratiefähigkeit der Schüler:i nnen durch das Grundprinz ip der 
Partizipation 
• Unterstützung für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
• Unterstützung der Eltern in ihrer Erziehungsverantwortung 
• Förderung der Akzeptanz und Wertschätzung kultureller Diversitäten 
• Förderung der Integration von Kindern und F amilien mit Migrationshintergrund inklu-
sive der Sprachbildung in der deutschen Sprache 
• Schaffung einer wertschätzenden und ressourcenorientierten Lebenswelt für alle Kin-
der – unabhängig von ihrem sozialen und geograf ischen Hintergrund und von ihren  
körperlichen, seelischen und kognitiven Ressourcen 
• Förderung des sozialen Lernens und der informellen Bildung 
• Ermöglichung und Förderung der Kooperation von Schule und Kinder- und Jugendhil-
fe (Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW), um positive Syner-
gieeffekte konstruktiv und effektiv nutzbar zu machen. 
 
Zentral bei der  Förderung der Persönlichkeitsentwicklung ist das  Bestreben, die Eigenver-
antwortung und Selbstorganisation der Kinder anzuregen , so dass sie durch die Erfahrung 
von Selbstwirksamkeit zu ganzheitlich kompetenten Lernenden heranwachsen.

15 
 
5 Die Säulen des pädagogischen Handelns in der 
OGS 
 
Folgende Aspekte stellen die Säulen unseres pädagogischen Handelns dar: 
• Gestaltung des Alltags im Austausch zwischen OGS und Kindern, 
• Erzieherische Zusammenarbeit zwischen OGS und Eltern, 
• Ergänzung des Bildungsauftrags im Austausch zwischen der OGS und Schule, 
• Zusammenarbeit zwischen der  OGS und  außerschulischen Kooperation s-
partner:innen 
 
Diese Säulen gestalten und entwickeln in dynamischen Prozesse n das pädagogische Han-
deln der OGS und beruhen auf systemisch wechselseitige Bezi ehungen, die durch partiz i-
pierende Prinzipien genutzt werden. 
Zum Aufbau einer tragfähigen Identifikation mit der offenen Ganztag sgrundschule ist eine 
wertschätzende Beachtung  und Einbeziehu ng der Ideen und Initiativen der  Eltern, Le h-
rer:innen, sowie insbesondere der zu betreuenden Kinder wichtig.

16 
 
Der Grundsatz der Partizipation ist bereits in der Phase der Konzeptentwicklung berüc k-
sichtigt und wird in der Begleitung und Evalu ation des Ganztagsbetriebes konsequent we i-
tergeführt. Die zustande kommenden Erfahrungen und Ergebnisse der Beteiligung, Mit wir-
kung und Zusamm enarbeit sind für den Prozess der Entwicklung und Fortschre ibung der 
offenen Ganztagsgrundschule, besonders für di e inhaltliche und methodische Gesta ltung, 
von besonderer Bedeutung.  
In dieser Perspektive heißt Kooperation: 
• gemeinsame Planung und Konzeptentwicklung 
• miteinander abgestimmte Durchführung und Auswertung 
• ressourcenorientierte Zusammenarbeit und Klärung von  Zuständigkeiten und Verant-
wortung 
• Rhythmisierung der Zusammenarbeit 
• gemeinsame Qualitätssicherung und -entwicklung. 
 
Das Zusammenwirken der Beteiligten bedarf einer Beteiligungsstruktur, die geprägt ist von 
einem kontinuierlichen Austausch aller Akteure und der Bereitschaft zur Weiterentwicklung. 
Diese S truktur wird anhand der genannten Säulen des pädagogischen Handelns im Fo l-
genden dargelegt. 
 
5.1 Säule OGS - Kinder 
 
In der OGS des Kreisel e.V. gilt das Prinzip der Bildungs - und Erziehungspartnerschaft, in 
der die Kinder die OGS als Ort der Partizipation erleben. Sie lernen in hal tgebenden und 
entwicklungsförderlichen Struktur en demokratische Mi tbestimmung, die dem Alter ang e-
messen sind. Sie ge stalten aktiv den Alltag m it, übernehmen adäquate Aufgaben und Ver-
antwortungsbereiche und entwickeln in verschiedenen Beteiligungsformen Ide en und L ö-
sungen. 
Die Schüler :innen können zum e inen ihre Kompetenz  zur Selbststeuerung entsprechend 
ihren Möglichkeiten entwickeln, zum anderen erfahren sie die Gleichwertigkeit aller Kinder.  
Hierzu werden entsprechende Beteiligungsformen genutzt. Die Kinder bestimmen zum Bei-
spiel die Gestaltung des G ruppenraumes mit, s ie bringen eigene Ideen ein und wi rken an 
deren Umsetzung mit. Ebe nso liefern Projekte oder neue  Anschaffungen zusätzliche An-
lässe dafür, die Kinder aktiv und mitentscheidend einzubeziehen.

17 
 
Die Kinderkonferenz, der Schülerrat oder das K inderparlament bietet Kindern ei nen ve r-
lässlichen Rahmen, innerhalb dessen sie dauerhaft und regelmäßig eingeladen sind, an der 
Gestaltung des Offenen Ganztages mitzuwirken. 
Als Träger des offenen Ganztages an  der Förderschule für Sprache des Kreises Stein furt 
Peter Pan mit den Standorten Rheine, Emsdetten und Dörenthe entwickelte der Kreisel  
e.V. das Konzept der sprachfördernden Grundhaltung für die Mitarbeiter:innen. Ausge-
hend von einer entsprechenden Körperh altung und Aufmerksamkeit über die Untermalung 
der Konversation mit Ge sten hin zu Empathie und Toleranz bei Sprachunsicherheiten und 
der Überprüfung eigener Sprachgewohnheiten reicht dieses Schulungsprogramm und wird 
zu einer inneren Haltung der Mitarbeiter. 
Diese Grundhaltungen findet sich in den viel fältigen Angeboten zur Sprachförderung am 
Nachmittag wieder, Sprachförderung findet somi t durchgängig im Alltag statt.  Beispielhaft 
sind hier die Angebote B ücherei AG, Lesepaten, Kindersprechtag, Theater AG un d Chor 
erwähnt. 
Die Integration von Kindern mit  Migrationshintergrund ist dem Kreisel e.V. seit jeher 
ein besonderes Anliegen. Nicht nur verfügen wir aufgrund unserer langjährigen Erfahrung 
als Anbieter von Maßnahmen für Geflüchtete in Emsdetten über eine entsprechende Kom-
petenz, sondern achten bereits  bei der Auswahl der Mi tarbeiter auf eine entsprechende 
interkulturelle Kompetenz, die durch Schulungen kontinuierlich erweitert wird.  Darüber hin-
aus werden bei entsprechendem Bedarf passgenaue Sprachförderang ebote über den Ho-
norartopf angeboten. Die Mitarbeiter der OGS sind hie r in enger Vernetzung mit dem Vor-
mittag, wir bieten in unseren Ferienprogrammen Deutsch als Zweitsprache (DAZ) an. 
Dabei liegt der Fokus auf Integration unter Beachtung der eigenen kulturellen Identität. 
Unterschiedliche Feste und ih re Hintergründe finden im Rahmen überkonfessioneller Bil-
dung im Alltag der OGS Beachtung. 
Eine wesentliche Grundlage der Integration ist die Überwindung von Sprachbarrieren  
und der Kontakt zu anderen Kindern. Daher erachten wir es als sinnvoll, Geflüchtete n Kin-
dern bei der Schulanmeldung grundsätzlich einen Platz in der OGS zu vergeben. Somit ist 
gewährleistet, dass sie schnell Kontakte knüpfen und mit der deutschen Sprache vert raut 
werden. Die Eltern werden mi t U nterstützung von Mitarbeitern und Ehrenamtli chen mög-
lichst in ihrer  Heimatsprache über den Alltag der OGS informiert und in vielfältige Aktivitä-
ten miteingebunden. Dabei unterstützen wir Projekte, in denen eine Kultur z. B. über eine 
Koch AG vorgestellt wird. 
Schon bei der Auswahl der Mitarbeiter:inn en achten wir auf interkulturelle Kompetenzen 
und ermutigen Mitarbeiter:innen mit internationalem Hintergrund gezielt, Angebote für die

18 
 
Schulkinder zu entwickeln und anzubieten. Hierbei profitieren wir von der Erfahrung unserer 
Mitarbeiter:innen im interkulturellen Austausch, zum Beispiel entstehen Synergien wie 2021 
bei der Gedenkwoche unseres Jugendtreffs 13drei in Emsdetten, bei der es um Aktivitäten 
des NS-Regimes vor der eigenen Haustür ging. Die Ausstellung, die uns vom Zentrum Yad 
Vashem in Israel zu r Verfügung gestellt wurde, ist für alle Altersgruppen geeignet und ver-
bleibt in unserem Eigentum. Hieraus speisten sich eine Vielzahl von Workshops zum jüdi-
schen Leben und Kultur, wie z.B. jüdisches Essen ode r j üdische Mode, die auch in der 
OGS eingesetzt werden können. 
Unsere Mitarbeiter verstehen Inklusion tatsächlich als eine grundlegende innere Haltung, 
was sie in die Lage versetzt, dies den Kindern aktiv vorzuleben. Dabei fokussieren sie nicht 
auf die Def izite, sondern auf die besonderen Stärken diese r Kinder und etablieren  aktiv 
Spielpartnerschaften mit anderen Kindern. 
Die Mitarbeiter verfügen über eine grundsätzlich systemische und wertschätzende Haltung 
den Kindern gegenüber. Als Methode sei beispielhaft die Durchführung der AG „Starke Mä-
dels“ erwähnt, die Durchführung v on Coolness-Trainings durch unser eigenes Team von 
AAT- Trainer:innen. Der Einsatz von Belohnungs- und Verstärkersystemen ist den Mitarbei-
tern aus der Arbeit im Kontext der Sozialen und emotionalen Förderung als fundiertes Mittel 
geläufig. Durch Fortbildung, Supervision und Intervision entwickeln wir ständig den „Metho-
denkoffer“ unserer Mitarbeiter weiter. 
Der Einsatz von ausgrenzenden Maßnahmen wird nur als letztes Mittel und auch nur ku rz- 
bis mittelfristig erfolgen.  Wenn es zum Aus schluss aufgrund von sc hwierigem Verhalten 
kommt, finden begleitend, häufig gemeinsam mit den Lehrkrä ften, Ausschluss- und Wie-
derkehrgespräche statt. Der Fokus liegt hier immer in der Deeskalation und Wiedergutma-
chung, nicht in der Strafe.

19 
 
5.2 Säule OGS - Eltern 
 
Im Rahmen der  gemeinsamen Verantwortung nimmt die Zusammena rbeit von Elternha us 
und OGS einen hohen Stellenwert ein.  
Die Grundlage dieser Zusammenarbeit bildet der Betreuungsvertrag, in dem die koopera-
tive Zusammenarbeit, die pädagogischen Maßn ahmen und die grundsätzl ichen Rahmen-
bedingungen formuliert sind. 
Durch einen regelmäßigen Kommunikationsfluss gestaltet sich eine Bildungs- und Er-
ziehungspartnerschaft mit den Eltern, die eine Mitgestal tung des Offenen Ganztags und 
gleichzeitig den Blick auf das Kind fördert.  
Zudem herrscht ein regelmäßiger Kommunikationsfluss zwischen den Mitarbeiter:innen und 
den Eltern über vereinfachte Informationssysteme, wie zum Beispiel einem Hausaufgaben-
heft, regelmäßigen Elternbriefen oder einer Programmvorschau. Im Alltag kann  nied-
rigschwellig die Abholphase zum Austausch mit den Eltern genutzt werd en. Dies dient der 
Kontaktpflege und der eher alltäglichen I nformationen hinsichtlich des Tagesverlaufs  oder 
hinsichtlich situativer Besonderheiten. Am Nachmittag sind die Fachkräfte in der Regel tele-
fonisch erreichbar.  
Darüber hinaus sind weitere Unterst ützungsangebote vorgesehen, wie individuelle Eltern-
gespräche - gerne auch in Kooperation mit Schule und anderweitigen Institutionen, Sprech-
zeiten oder Elternsprechtage.  
Diese lösungsorientierten Kommunikationsformen unterstützen Eltern dabei, eine opt imale 
Förderung für ihre Kinder zu gestalten . Werden von den Eltern weitergehende Einzel - 
oder Fami liengespräche außerhalb de s s chulischen und betreuenden Kontextes ge-
wünscht, vermittelt das Personal der OGS den Kontakt zu entsprechenden Angeboten der 
Jugendhilfe und Juge ndarbeit, Dies geschieht s elbstverständlich unter Berücksichtigung 
des Datenschutzes. Somit werden nie drigschwellige Zugänge zu Hilfen für Familien in den 
Fragen und Herausforderun gen der Erziehung gewährleistet und eine konstruktive Erzie-
hungspartnerschaft gelebt. 
Die Fachkräfte der offenen Ganztagsgrundschulen gestalten mehrmals im Schuljahr g e-
meinsame Freizeitaktivitäten für Kinder und Eltern, die unter  besonderen Mottos stehen. 
Der Träger erschließt für Eltern und Sorgeberechtigte weitere An gebote, z. B .: Wochen-
endaktion an der Schule für Familien, damit auch stark eingespannte berufstätige Eltern die 
Möglichkeit für Spiel, Spaß, Gespräche, Kontakte und ggf. Unterstützung erfahren: 
➢ Freizeitaktionen, wie das OGS-Sommerfest, der Kreisel  - Kinderkulturtag oder das 
Familienpicknick)

20 
 
➢ Veranstaltungen und Vorträge zu Themen wie Erziehung  / Lernen / Familie / Part-
nerschaft 
➢ Hinweise auf Veranstaltungen anderer Jugendhilfeträger und Jugendverbände oder 
Vereine 
➢ Elterncafés, bei denen die Wünsche, Fragen und Vorschläge der Eltern erfragt wer-
den und die Möglichkeit zum Austausch mit den Fachkräften vor  Ort und an deren 
Eltern gegeben ist. 
Der Kreisel e.V. installiert eine  Elternvertretung für die Gruppen eines jeden Standortes , 
worauf unter anderem im folgenden Punkt näher eingegangen wird. 
 
5.3 Säule OGS – Schule 
 
Die OGS als integrierter Bestandteil  von Schule bietet e rweiterte Möglichkeiten, alle 
Dimensionen der Förderu ng und des Unterrichts d urch eine Verknüpfung mit 
außerschulischen Angeboten zu vertiefen  und zu ber eichern. Ein verantwortliches 
Zusammenwirken im Rahmen der gemeinsamen Bildungs- und Erziehungsarbeit und somit 
ein kontinuierlicher Austausch  zwischen den Lehrkräften und dem päda gogischen 
Personal der OGS verstehen wir als selbstverständlich.  
Wir fördern und pflegen gemeinsame Wertehaltungen, wir integrieren Erfahrungen, Rituale, 
Methoden und Vereinbarung en au s d em Klassen - und Schulleben in die OGS und wi r 
knüpfen an dem im Unte rricht Erlerntem an. Hierzu werden den Fachkräften der OGS das 
Schulprogramm, die Lehrpläne und Unterrichtshilfen sowie ggf. vorhandene weitere 
Materialien zur Verfügung gestellt. Ein p ersönlicher und kollegialer Austausch zwischen 
OGS und Schule findet auf verschiedenen Ebenen und in unterschiedlichen Foren statt: Die 
OGS Koordina tor:in tauscht sich täglich mit der Schulleitung und der Verwaltung aus . 
Außerdem nimmt die OGS Koordinator:in oder eine Gruppenleitung in der Regel an Schul-, 
Lehrer- und Fachkon ferenzen sowie bei Bedarf an Fallbespr echungen sowie an 
Elternsprechtagen teil.  
Regelmäßig stattfindende Treffen von Lehrkräften und den Gruppenleitungen der OGS 
dienen dem Austaus ch i n f achlichen, organisatorischen und individuell en Fragen. Die 
Möglichkeit zur gegenseitigen Hospitation des Schulunterrichts und des OGS -Alltags ist  
wechselseitig gegeben. Lehrkräfte der Schule beteiligen sich ebenso an der Gestaltung des 
Ganztags, beispielsweise durch eine Beratung bei der Organisatio n und Durchführung von 
Förderangeboten, durch das Anbieten von AG‘s sowie durch die Begleitung der Lernzeit.

21 
 
Mindestens einmal pro Jahr findet ein Gespräch zwischen dem Vorstand des Kreisel e.V. 
und der Schulleitung statt. 
Es besteht eine schulinterne Elternvertretung für die Gruppen der offenen Ganztagsgrund-
schule. Bei Bedarf können als weiter e Mitglieder die Schulleitung und die Leitung des Tr ä-
gers teilnehmen. Der konkrete Zuständigke its- und Aufgabenkat alog für die Elternvertr e-
tung wird zwischen der jeweiligen Elternvertretung und dem Träger abgestimmt. 
Für eine solche Kooperation sind wechse lseitige Beteiligungs- und Mitwirkungsformen not-
wendig, die schulintern zu verabreden sind. 
5.4 Säule OGS - außerschulische Kooperationspartner 
 
An der Durchführung und Weiterentwicklung des außerunterrichtlichen Ganztagsangebotes 
sind verschiedene Kooperationspartner beteiligt, um eine differenzierte Angebotspalette zu 
schaffen. Die OGS unterstützt die Öffnung von Schule zum Sozialraum und den dort tätigen 
Akteuren und erschließt ein Netzwerk der Zusammenarbeit mit Vereinen und Personen.  
Die bisher schon bewährten Kooperationen innerhalb des Sozialraums, möchten wir gerne 
weiterfortführen und ausbauen. 
In regelmäßigen Ne tzwerktreffen zwischen OGS und den außerschulis chen Kooperati-
onspartnern werden Zielrichtung, Qualität und Effizienz entwickelt und überprüft. Dazu ge-
hört die gemeinsame Planung und Konzeptentwicklung, die miteinander abgestimmte 
Durchführung und Auswertun g d er Angebote, die ressourcenorientierte Zusam menarbeit 
und Klärung von Zuständigkeiten und Verantwortung, die Rhyth misierung der Zusammen-
arbeit und die gemeinsame Qualitätssicherung und -entwicklung.  
Kooperationspartner sind im Allgemeinen Sportvereine, Musikschulen, Kunstpädagogen, 
Entspannungspädagogen, Jugendverbände (f reiwillige Feuerwehr, DRK, Pfadfinder etc.) 
und städtische Einrichtungen (Museen, Bücherei).  
Nach § 1 Abs. 3 SGB VIII zielen diese Angebote effizienter, entwic klungsförderlicher Hilfs- 
und Unterstützungsmaßnahmen darauf hin, für di e Kinder und ihre Famili en eine positive 
Lebenswelt zu schaffen und notwendige und geeignete Hilfen zu installieren. 
 
 
6. Tagesstruktur im Offenen Ganztag 
 
Für die Entwicklung der außerunterrichtlichen Angebote werden aus Sicht des Trägers vier 
grundsätzliche Kriterien vorausgesetzt:

22 
 
 
• Die Angebote sind standortbezogen und sozialraumorientiert. 
• Die unterschiedlichen Voraussetzungen der Kinder werden bei der Planung der An-
gebote berücksichtigt.  
• Die Verlässlichkeit bzw. Kontinuität bei der inhaltlichen und zeitlichen Gestaltung ist 
gesichert. 
• Der Einsatz von qualifiziertem Personal ist gewährleistet. 
 
Die Angebote im Rahmen der Ganztagsgrundschule basieren auf einem breiten Aufgabe n-
verständnis. In gebundenen und u ngebundenen Angeboten können Schülerinnen und 
Schüler umfangreiche Erfa hrungen sammeln, vielfältige Kompetenzen erwer ben und le r-
nen, ihre Freizeit s innerfüllt zu gestalten. Somit weisen die Angebote über das Spek trum 
curricular definierter Unterrichtsziele hinaus. 
So kommen in Arbeitsgemeinschaften all gemeine Kompetenzen zur Lebensbewältigung 
zum Tragen, ebenso werden spezielle Neigungen und Interessen entwickelt. 
Bei der Zusammenstellung der Angebote ist zu berücksichtigen, dass di e Kinder im Ganz-
tag auch didaktisch-methodisch unstrukturierte G elegenheiten benötigen. Dort kön nen sie 
nach Belieben einzeln oder mit Freunde n entspannen, sprechen und spielen. Sie verarbei-
ten Eindrücke und schöpfen Energie. Den Schülerinnen und Schülern stehen in diesen 
Freispielphasen anregende Materialen  zur Verfügung, so dass sie sich ihr Wissen  und 
Können in einem Prozess der Selbstbildung aneignen. 
Die konkreten Angebote in der offenen Ganztagsgrundschule setzen sich aus drei Grun de-
lementen zusammen,  nämlich aus dem Mittagessen, den Lernzeiten / Hausaufgabenb e-
treuung und den Nachmittagsangeboten. 
 
6.1 Mittagessen 
 
Vor dem Mittagessen findet eine Gruppenbesprechung statt. Die Gruppenbesprechung 
dient dazu, die Gemeinschaft zu stärken und aktuelle Anliegen der Gruppe zu klären. Des 
Weiteren wird der Tagesablauf besprochen, ggf. Gruppenkonflikte thematisiert und mögli-
che Wünsche der Kinder eingebracht.  
Das Mittagessen wird von einem Essensanbieter angeliefert und entspricht den Grundsä t-
zen eine r ausgewogenen und kindgerechte n Ernährung. Spezielle Nahrungsmittelunve r-
träglichkeiten oder einzuhalte nde Diäten und kulturelle Besonderheiten können v on den 
Eltern bzw. Sorgeberecht igten mit den Fachkräften der offenen Ganztagsgrundschule a b-

23 
 
gestimmt werden. Die Kinder werden an den Aufgaben beteiligt, die im Zusammenhang mit 
dem Mittagessen entstehen, z.B. S peiseplanerstellung, Tischdecken und –abräumen. Die 
Kosten für die Eltern liegen aktuell zwischen 3,20 - 3,50 Euro pro Essen. 
Die Kinder nehmen ihr Mittagessen in ihrer jeweiligen festen OGS-Gruppe ein. Somit wird 
eine angenehme Atmosphäre geschaffen, in der die Kinder Zeit zum Erzählen haben und 
eine angemessene Tischkultur entwickeln können.  
Feste Absprachen und Regeln während des Mittagessens ermöglichen es den Kindern, 
Eigenverantwortung und Selbstständigkeit zu erlernen und soziales Lernen in der Gruppe 
zu üben. 
 
6.2 Lernzeiten / Hausaufgabenbetreuung 
 
Während der sich anschließenden Lernzeit werden die Kinder in kleinen Gruppen durch 
unsere Mitarbeiter:innen, Lehrkräfte oder Honorarkräfte bei der Erledigung der Hausaufga-
ben begleitet und bei Bedarf individuell unterstützt (Lernzeit). Die Kinder erledigen ihre 
Hausaufgaben in einem dafür vorgesehenen Raum in der Regel selbständig. Für Fragen 
stehen die OGS-Mitarbeiter:innen ggfs. auch die Lehrer:innen zur Verfügung. 
Das Personal achtet auf: 
• eine selbstständige Arbeitshaltung 
• die Förderung und Forderung der einzelnen Kinder 
• eine ruhige Arbeitsatmosphäre 
• die Einhaltung von Arbeitstechniken und Lernstrukturen  
 
Besonderes Augenmerk legen wir auf Selbstständigkeit und selbstorganisiertes Lernen. 
Das bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler Verantwortung für ihre Aufgaben über-
nehmen. Sie lernen ihre Arbeitsmaterialien zu organisieren, sie strukturieren die ihnen zur 
Verfügung stehende Zeit und sie nutzen unterschiedliche Lernquellen. Das Fachpersonal, 
die Lehrkräfte und andere Beauftragte stehen den Kindern beratend bei diesem Lernpro-
zess zur Verfügung.  
Grundvoraussetzung für ein solches Lernarrangement ist die Ak zeptanz der Verantwo r-
tungsteilung auf die beteiligten Personengruppen. Auch die Eltern müssen i n ihrer Verant-
wortung am Lernprozess beteiligt und informiert werden. Zwische n denen am Lernprozess 
Beteiligten herrscht Transparenz bezüglich der Verantwortungsteilung. Um dies zu gewähr-
leisten und zu unterstützen wird das Hausaufgabenheft als Kommunikationsmittel zwischen 
Eltern, Lehrkräften und Personal genutzt. Hier schreiben die Kinder täglich ihre Hausaufga-

24 
 
ben auf und die Fachkrä fte geben ein Feedback über d ie Arbeitsweise der Schü ler und 
Stand der Erledigung der Aufgaben.  
Selbstorganisiertes Lernen ist ein Prozess, der es Schülerinnen und Schülern schrittweise 
ermöglicht, selbstständig und selbstverantwortlich zu lernen und zu arbeiten. 
Bei besonderem Forde r- oder Förderbedarf von  Kindern wird Kontakt zum Lehrpersonal, 
Eltern und gegebenenfalls gemeinsam zu anderen Institutionen gesucht. 
 
6.3 Nachmittagsangebote 
 
Die differenzierte inhaltliche und methodische Ausgestaltung der Angebote wird unter Ei n-
beziehung der Wünsche und Vorstellungen von Kindern, Eltern und Lehrkräften geplant.  
Aus dem Bereich d er Methoden werden solche verstärkt eingesetzt, die die Eigenaktivität 
und Experimentierfreudigkeit der Kinder fördern und gruppenbezogenes Lernen unterstü t-
zen. Bevorzugt sind somit Projektarbeit, Werkstattarbeit und soziale Gruppenarbeit. Durch-
geführt werden sie von unserem Personal, aber auch von Hono rarkräften und von qualif i-
zierten Kräften aus Vereinen. 
Grundsätzlich gilt, dass die Angebotspalette einerseits den Erwerb von Fähigkeiten, Wissen 
und Kompetenzen ermöglicht und zudem Modelle für das außerschulische Freizeitverhalten 
aufzeigt. Andererseits  müssen die Besonderheiten de r Ganztagsstruktur berücksichtigt 
werden und Rückzugsmöglichkeiten bestehen. 
Der Kreisel e.V. hält eine Ange botspalette in seinem Programm für die offene G anztags-
grundschule vor, die folgende Themenbereiche umfasst: 
• Kreativangebote, Konstruktionsangebote 
• Musische bzw. theaterpädagogische Angebote 
• Bewegung, Spiel und Sport 
• Psychomotorik, kompensatorischer Sport 
• Strategie- und Denkspiele 
• Entspannungsangebote 
• begabungs- und interessensgeleitete Angebote 
• Forder- und Förderangebote 
• Gruppennachmittage 
• und vieles mehr

25 
 
Wie bereits beschrieben ist es dem Träger wichtig, dass die außerunterrichtlichen Angebo-
te im Sozialraum verankert werden. Der Kreisel e.V. bemüht sich um konstruktive Koopera-
tionen in der Nachbarschaft und im Stadtgebiet. Um möglichst in allen Bereichen Angebote 
vorzuhalten, werden die Wochenpl äne ca. halbjährlich nach den  individuellen Wünschen 
und Interessen der Kinder und der sozialräumlichen Bedingungen angepasst.  
 
 
7. Kooperation mit Jugendhilfe 
 
Die Konzeptentwicklung der offenen Ganztagsgrund schule setzt auf die Zusammenarbeit 
von Schule und Jugendhilfe. Aus dieser Zusammenarbeit e rwachsen besondere Chancen 
für eine qualitativ angemessene  Betreuung und Förderung von K indern. Die Kooperation 
verbindet zwei fachliche Perspektiven - die der Schulpädagogik und die der Sozialpädag o-
gik. 
So kann die Jugendhilfe in die offene Ganztagsgrundschule bewährte un d praxiserprobte 
Qualitätsmodule einbringen. Diese sind unter anderem 
• Erfahrungen mit individueller Stärkung von Kindern 
• Erfahrungen mit Interaktions- und Kommunikationsansätzen zur Stärkung des sozia-
len Verhaltens 
• Erfahrungen mit familienorientierter Beratung und Unterstützungen bis hin zu Hilfen 
zur Erziehung 
• Kooperation mit dem Jugendamt als Steuerungsorgan beim Aufbau kommunaler Bil-
dungslandschaften 
• Kooperation mit dem Jugendamt als Vernetzungsinstanz für informelle Bildungspro-
zesse 
• Kooperation mit dem Jugendamt als Steuerung der Hilfen zur Erziehung. 
 
Der Träger Kreisel e .V. setzt sich ein, diese Elemente in die konkrete Arbeit an den Sch u-
len einf ließen zu lassen, um die wertvollen Ressou rcen zu nutzen.  So engagiert er sich 
verlässlich in  relevanten Fac harbeitskreisen, Trägerkonferen zen, Facht agungen sowie in 
regionalen und landesweiten Qualitätszirkeln und Arbeitsgruppen.

26 
 
 
 
8. Kinderschutz 
 
Im Kreisel e.V. herrscht absolute Einigkeit bei allen Beteiligten, dass ein funktionierender 
Kinder- und Jugendschutz ein Grundbaustein der Organisation ist, auf dem alle weiteren 
Angebote basieren. 
 
Daher trifft der Träger aktiv Maßnahmen, um den Schutz von Kin dern und Jugendlichen, 
auch und besonders in Bezug auf sexualisierte Gewalt, in seinen Einrichtungen weit er zu 
verbessern. Wir e rstellen und führen als Träger mit allen Abteilu ngen ein Schut zkonzept 
unter Beteiligung aller relevanten Nutzergruppen, Mitarbeiter:innen und  weiteren Akteuren. 
Dieses Konzept ist in stetiger Entwicklung und Anpassung begriffen, und bildet  
die Ethik der Mitarbeiter:innen, wie auch die Haltung des Trä gers in  
der Sicherung des Kindeswohles  ab. Ebenso erachten wir eine hohe Transp arenz bezüg-
lich des Kinderschutzkonzeptes im Innen und im Außen für sehr wichtig, da dadurch zum 
einem Handlungssicherheit geschaffen und zum anderen Prävention betrieben wird.  
 
Die Fachbereichsleitungen und OGS-Koordinator:innen üben auf der Basis einer professio-
nellen Zusammenarbeit mit den Fachkräften vor Ort die Fachberatung und Fachaufsicht in

27 
 
allen Tei lsystemen des Unternehmens aus. Sie bemüh en sic h um ein vertrauensvolle s 
Verhältnis zu den Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen, um auch für diese  als An-
sprechpersonen zur Verfügung zu stehen. Sie halten vor dem Hintergrund eines systemi-
schen Grundverständnisses Kontakt zum Helfersystem und kommunizieren regelmäßig mit 
relevanten Nutzergruppen. 
In unserer Einrichtung ist ein lebendiges Beschwerdewes en gewünscht. Wir nehmen Be-
schwerden ernst und können somit sich anbahnende Schwierigkeiten frühzeitig id entifizie-
ren.  
In allen Bereichen de s Kreisel e .V. sind Kinder und Juge ndliche vor Gefahren  
für ihr Wohl zu schützen. Es gilt, ein tragfähiges System zu schaffen, dass diesen  
Schutz gewährleistet, aber auch auf Meldungen eingehen und diese einschätzen  
kann, wenn diese Abweichu ngen und Gefährdungen d es Schutzes aufzeigen.  
Diese Grundlage für die Betreuung der Kinder - und Jugendlichen bildet das  
Leitbild des Trägers und ist ebenso Grundlage für die Achtung des Kindeswohls  
aller betreuten Kinder- und Jugendlichen. Der Sicherstellung des Schutzes unser er Kinder 
und Jugendlichen kommt in unserer Einrichtung also eine hohe Bedeutung zu. Wir nutzen 
dezidierte, nachhaltig wirksame und strukturell gesicherte Instrumente, um den Kinder-
schutz sicherzustellen.  
Hierzu hat der Kreisel e.V . unter anderem Kooperat ionsvereinbarungen nach  
§ 8a mit den Kommunen geschlossen. Der Träger stellt durch geeignete eigene Maß nah-
men sicher, dass alle seine Fachkräfte über gewichtige Anhaltspunkte für das mögliche 
Vorliegen einer Kindeswohlgefährdung unterrichtet sind.  
Darüber hinaus wurden  und werd en für die  
Arbeitsfelder eigene Handlungsempfehlungen mit spezifischen Indikato ren zur  
Wahrnehmung gewichtiger Anhaltspunkte im Sinne eines Schutzkonzeptes entwickelt . Der 
Kreisel e.V. beschäftigt mehrere Kinderschutzfachkräfte und fördert kontinuierlich die Aus-
bildung weiterer insoweit erfahrene r Fachkräfte. Aufgabe dieser Kinderschutzfachkräfte ist 
es, nach § 8a Abs. 4 SGB VIII die einzelnen Einrichtungen und Teams  bei der Gefähr-
dungseinschätzung zu beraten.  
Der Vorstand des Kre isel e.V. gewährleiste t, dass die Kinderschutzfachkraft in Ausübung 
ihrer besonderen Tätigkeit frei und unabhängig agieren kann, losgelöst aus der eigentlichen 
Trägerhierarchie. 
Über die Vorhaltung von Kinders chutzfachkräften hinaus, ist für den Kreisel e. V. der prä-
ventive Ansatz von hoher Bedeutung. Demzufolge haben wir massiv in Zusatzausbildungen 
der Beschäftigten auch im Bereich AAT und CT investiert. Durch deren Multiplikationsauf-
trag wird eine Sensibilisi erung der Erwachsenen und der Kinder in Bezug a uf eine ausge-

28 
 
wogene Balance zwischen Nähe und Distanz gefördert. Auch das Entwickeln von Konflikt-
handlungsplänen ist damit fundiert sichergestellt, w as allen Beteiligten hohe Handlungssi-
cherheit bietet. 
Ebenso verstehen wir unseren Schwerpunkt auf Partizip ation der Kinder und Jug endlichen 
im Sinne von Selbstwirksamkeit als präventive Arbeit. Das Sensibilisieren und Schaffen von 
Angeboten in Bezug auf Kinderrechte gemäß der EU -Konvention dient ebenfalls der Prä-
vention und somit dem Kinderschutz. 
Abschließend sei ausdrücklich betont , dass d er Vorstand und der Aufsichtsrat des Kreisel 
e.V. das Schutzkonzept, wel ches im Rahmen des LWL -geförderten Projekts „Schutzraum 
Kreisel e.V.“ entstanden ist, als strategisch fundierten Kinderschutz mit Verankerung in der 
Organisationskultur verstanden und gelebt wissen will. Die Darstellung nach Außen dient 
somit weniger der P erformance, sondern explizit der Transparenz und demzufolge des 
Schutzes der Kinder und Jugendlichen sowie der Organisation als solche.

29 
 
9. Qualitätsentwicklung 
 
Der K reisel e.V. legt großen Wert auf eine prozesshafte Qualitätsent wicklung. Wir unte r-
scheiden in Struktur-, Inhalt- und Ergebnisqualität. 
 
9.1 Strukturelle Qualität  
 
Die strukturelle Qualität wird mittels der Leistungsvereinbarung gemeinsam mit dem Schul-
träger ge regelt und ist bereits unter den Punkten Finanzierung, Personal, Rä u-
me/Ausstattung, Betreuungszeiten, Gruppengröße und Versicherungsschutz bes chrieben. 
An dieser Stelle sei lediglich der Verweis zu den entsprechenden Punkten gestattet. 
 
 9.2 Inhaltliche Qualität  
 
Das OGS-Konzept wird regelmäßig evaluiert und kontinuierlich fortgeschriebe n. Alle b e-
reits genannten „Säulen der OGS“ sowie der Schu lträger werden inhaltlich daran beteiligt. 
Dabei erfolgt stetig ein Abgleich mit der pädagogischen Praxis und daraus folgend gegebe-
nenfalls Anpassungen. Die Teamarbeit ist elementarer Bestandteil der Arbeit und dient der 
Planung und Weiterentwicklung des gemeinsa men pädagogischen Prozesses. Die päd a-
gogische Arbeit ist im Team anhand w öchentlicher Te ambesprechungen organisiert. Die 
individuellen Kompetenzen der Mit arbeiter:innen werden sinnvoll eingese tzt. Benötigte 
Ressourcen zur Reflexion und Supervision werden i n einem angemessenen Umfang b e-
reitgestellt. Für ein notwendiges Krisenmanagement kennen die pädagogischen Mitarbei-
ter:innen die internen und externen Kommunikations - und Meldewege und arbeiten  nach 
dem Mehr-Augen-Prinzip. Interne und externe Hilfeangebote sind bekannt und werden bei 
Bedarf im Rah men der Krisenintervention genutzt. Zur Sicherung des Kindeswoh ls ge-
währleisten wir ein protokolliertes Verfahren nach §8a (SGBVIII). Wir stellen inner betrieb-
lich insoweit erfahrene Kinderschutz -Fachkräfte zur Verfü gung. Zur Qualifizierung unse-
res Personals sind externe arbeitsfeldspezifische Fort- und Weiterbildungen vorgesehen 
und werden im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten gefördert. Zu unserem Qu alitäts-
standard zählt auch eine jährliche interne Fortbildung zu aktuellen Themen für alle eigenen 
Mitarbeiter:innen und für externe Fachkräfte.  
Der Kreisel e.V. verfü gt zudem b ereits über einen qualifizierten Mitarbeiterpool mit unter-
schiedlichen Zusatzqualifikationen wie zum Beispiel Inklusionsfachkräfte, Lernberate r:in,

30 
 
Medientrainer:in, Anti -Aggressivitäts- und Coolness-Trainer:in, Erlebnispädagog:in, tierge-
stütze T herapeut:in, Tanztherapeut:in, Ernährungsberater :in und  systemische F amilien-
therapeut:in. Eine vielfältige interdisziplinäre Nu tzung der Qualifikationen  wird unter den 
einzelnen Standorten, Fachbereichen und weiteren Vernetzungen ermöglicht.  
Auch ist der Kreisel e. V. daran interessiert in bereits existierenden Arbeitsgremien und 
Fachtagungen mitzuwirken bzw. solche zu initiieren. 
 
 9.3 Ergebnisqualität  
 
In jährlich geführten Qualitätsdialogen mit der Schule und dem Schulträger, werden Ja h-
resplanungen und Ziele entsprechend der Leistungs - und Qualitätsvereinbarungen formu-
liert, operationalis iert und mit entsprechenden Indikatoren zur Messbarkeit der Zielerre i-
chung konkretisiert. Die erarbeitete n Indikatoren werden rhythmisiert evaluiert. Die Ergeb-
nisse wer den zur Generie rung von Steuerungsimpulsen und zur Entwicklung neuer und 
weiterführender Ziele genutzt. Sie dienen der kritischen Reflexion der eigenen Arbei t und 
Wirksamkeit und sie dienen als  Grundlage für die Angebotsplanungen und die Op timie-
rungsprozesse. In diesem Zuge führen wir in vierjährigen Abständen Befragungen der  Kin-
der, Eltern und Lehrer:innen durch, und nutzen die Erhebungen für die Evaluation u nserer 
Arbeit.

Outlaw OGS-Konzept_Margaretenschule

80375 Zeichen

KONZEPT  
 
OGS  
MARGARETENSCHULE 
 
 
 
 
Stand: November 2021

SEITE 1 KONZEPT – MARGARETENSCHULE  
 
 
INHALTSVERZEICHNIS 
1 EINLEITUNG ...................................... ................................................................................................. 3 
2 TRÄGER .......................................... ..................................................................................................... 3 
2.1 Angebotsvielfalt .............................. ........................................................................................... 3 
2.2 „Outlaw macht Schule“ – Referenzen ............ ........................................................................ 4 
3 PÄDAGOGISCHE ARBEIT ............................. .................................................................................... 5 
3.1 Grundkonzept „Kita & More“..................... ............................................................................... 5 
3.2 Bild vom Kind ................................. .............................................................................................. 6 
3.3 Kinderrechte .................................. .............................................................................................. 6 
3.4 Partizipation ................................. ............................................................................................... 7 
3.5 Kinderkonferenz ............................... .......................................................................................... 7 
3.6 Integration/Inklusion ......................... ........................................................................................ 8 
3.7 Interkulturalität ............................. .............................................................................................. 8 
4 BIS-MITTAG-BETREUUNG ............................ .................................................................................... 8 
5 STRUKTUR DES OFFENEN GANZTAGS ................... ...................................................................... 8 
5.1 Tagesablauf außerhalb der Ferien (Regelbetrieb)  .............................................................. 8 
5.2 Hausaufgabenbetreuung ......................... ................................................................................ 9 
5.3 Fördergruppen ................................. ........................................................................................ 11 
5.4 AGs ........................................... ................................................................................................... 11 
5.5 Freizeitangebote im Alltag .................... ................................................................................ 12 
5.6 Ferienprogramm ................................ ...................................................................................... 13 
5.7 Gestaltung von Übergängen ..................... ............................................................................ 13 
5.8 Mittagessen ................................... ........................................................................................... 14 
6 PERSONAL ........................................ .............................................................................................. 15 
6.1 OGS-Koordinator*in ............................ .................................................................................... 15 
6.2 Angestellte Mitarbeiter*innen ................. ............................................................................ 16 
6.3 Freie Mitarbeiter*innen ....................... .................................................................................. 17 
6.4 Hauswirtschaftskräfte ......................... ................................................................................... 17 
6.5 Fachgebietsleitung ............................ ...................................................................................... 17 
6.6 Teamsitzungen ................................. ........................................................................................ 17 
6.7 Fortbildung ................................... ............................................................................................ 18 
6.8 Ausbildungsort ................................ ......................................................................................... 19

SEITE 2 KONZEPT – MARGARETENSCHULE  
 
 
7 ZUSAMMENARBEIT MIT DER SCHULE ................... .................................................................... 19 
7.1 Schulleitung .................................. ............................................................................................ 19 
7.2 Lehrerkollegium ............................... ........................................................................................ 19 
8 ERZIEHUNGS- UND BILDUNGSPARTNERSCHAFT ........... ........................................................ 19 
8.1 Elternarbeit .................................. ............................................................................................. 20 
8.2 Elternversammlungen ........................... ................................................................................. 21 
8.3 Anlassbezogene Elternabende ................... .......................................................................... 21 
9 VEREINBARKEIT VON FAMILIE UND BERUF ............. ............................................................... 21 
9.1 Öffnungszeiten ................................ ........................................................................................ 22 
10 QUALITÄTSMANAGEMENT ............................ .............................................................................. 22 
10.1 Beschwerdemanagement ......................... ............................................................................ 22 
10.2 Kinderschutz ................................. ............................................................................................ 23 
11 NETZWERKARBEIT UND KOOPERATION ................. ................................................................ 24 
12 ANSPRECHPARTNER*INNEN .......................... ............................................................................ 25 
13 ORGANIGRAMM MÜNSTER ............................ ............................................................................. 26

SEITE 3 KONZEPT – MARGARETENSCHULE  
 
 
1 EINLEITUNG 
Das Kind steht im Mittelpunkt unseres pädagogischen  Handelns. Für ein gutes pädagogisches Han- 
deln sehen wir es für wichtig an, die offene Ganztagsschule als Institution im System Schule zu be- 
trachten. An diesem Ort soll ein (Zeit-) Raum erschaffen werden, der sich ganz nach den  Bedürfnis- 
sen der Kinder richtet, in dem sie sich frei entfalten können und Beziehungen zu anderen Kindern 
und den pädagogischen Fachkräften knüpfen.  
Um dies zu erreichen, braucht es (Zeit-)Räume zum Spielen, zum Träumen und zum kreativen Ver- 
wirklichen, in dem Kinder, ganz ohne Leistungsdruck die Welt spielerisch entdecken. Genau zu solch 
einem (Zeit-) Raum wollen wir, gemeinsam mit allen Akteuren im System Schule, allen voran den Kin- 
dern, die Offenen Ganztagsschule gestalten. Eine enge Zusammenarbeit und Kooperation mit den 
Lehrer*innen, der Schulleitung und weiterem Schulpersonal ist dabei für uns grundlegend.  
2 TRÄGER 
„Outlaw“ – so hieß der Zweimastschoner, mit dem alles begann und der als Namensgeber für unser 
1987 gegründetes Unternehmen fungierte. Auf dem Schiff und in zwei Wohngruppen im Münster- 
land wurden damals als besonders schwierig geltende Jugendliche betreut. Der Name steht seit Be- 
ginn für unser Bemühen, Kindern und Jugendlichen sowie deren Familien zu ihrem Recht zu verhel- 
fen. Und zwar gerade dann, wenn sie sich in schwierigen Lebenssituationen befinden. Gewachsen 
aus dem Tätigkeitsfeld der erzieherischen Hilfen hat sich so ein breites Angebotsspektrum entwi- 
ckelt.  
Die Outlaw gGmbH ist ein freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe und Mitglied im Paritätischen 
Wohlfahrtsverband. Dezentral über mehrere Bundeslän der organisiert bieten wir an den einzelnen 
Standorten sozialräumliche und flexibel organisierte Angebote an – konfessionell und weltanschau- 
lich unabhängig. Rund 2000 Mitarbeiter*innen arbeiten in verschiedensten Bereichen. Ob familien- 
analoge Wohngruppen, sozialpädagogische Lebensgemei nschaften und Erziehungsstellen, ob klassi- 
sche Kinder- und Jugendhilfe in Wohngruppen oder am bulante Betreuung, ob Kindertagesbetreu- 
ungsangebote, Jugendzentren, Schulverweigerungsproj ekte, Horte oder Mehrgenerationenpro- 
jekte – unser Ziel ist es immer, den Menschen, dort wo sie leben, so viele Chancen wie möglich zu 
eröffnen.  
2.1  Angebotsvielfalt 
An den einzelnen Standorten bieten wir sozialräumli che und flexibel organisierte Angebote. In 
Münster sind wir vielfältig aufgestellt. Hilfen zur Erziehung, Schulprojekte, Kitas, Familienzentren, 
freizeitpädagogische Arbeit mit Familien mit Flucht erfahrung, Fansozialarbeit, Streetwork, Interkul- 
turelle Angebote, Offene Kinder- und Jugendarbeit u nd auch enge Kooperationen mit Grundschu- 
len im Bereich der OGS. 
Hilfen zur Erziehung  von Outlaw greifen genau dort, wo sie gebraucht werden: In den Anlaufstel- 
len und Wohngemeinschaften, zu Hause in der Familie, in familienanalogen Wohngruppen, sozialpä- 
dagogischen Lebensgemeinschaften und Erziehungsstellen. In Münster bieten wir eine Mädchen- 
wohngruppe, Außenwohnplätze und eine Mädchen-Inobhu tnahmestelle an. Wir bieten Hilfen zur 
Erziehung aus einer Hand und reagieren so auf sich ändernde Bedürfnisse junger Menschen, ohne 
dass es, wenn möglich, zu einem Wechsel der Einrichtung oder der Betreuungspersonen kommen. 
Kita & More 
Jedes Kind hat das Recht auf eine glückliche Kindheit und eine individuelle Förderung seiner Fähig- 
keiten und Potenziale – unabhängig von äußeren Rahm enbedingungen, Herkunft, Geschlecht, Woh- 
nort, Weltanschauung etc. Dafür stehen wir ein!  In Münster sind wir Träger für acht bestehende

SEITE 4 KONZEPT – MARGARETENSCHULE  
 
 
Kitas und zwei weitere sind derzeit im Aufbau. Unsere Kitas sind alle Familienzentren, und wir bie- 
ten im Rahmen unseres Konzeptes in jeder Kita auch Kitasozialarbeit an. 
Kultur, Bildung, Freizeit 
Ob in der Schule, im Freizeittreff oder auf den Straßen und Plätzen: Wir gehen dorthin, wo die Kids 
und ihre Familien sind. In ihrem direkten Lebensumfeld möchten wir ihnen so viele Chancen wie 
möglich eröffnen – ob in der offenen Arbeit, in Jugend- und Stadtteilzentren, in Schulprojekten und 
Kooperationen, in der Mehrgenerationenarbeit, in klassischer mobiler und aufsuchender Arbeit und 
mit Ferien- und Begegnungsangeboten. Wir sind überzeugt, dass alle ein Recht auf Teilhabe und 
Entwicklung haben und betrachten die offene Kinder- und Jugendarbeit als Pflichtaufgabe gemäß § 
11 des SGB VIII - nicht als eine freiwillige Leistung.  
Wann immer möglich, setzen wir hier auch gezielt eigene Ressourcen ein. Gleichzeitig ist es unser 
Ziel, uns bei jugendhilfepolitischen Entscheidungen, Haushaltsdebatten und Prozessen der Jugend- 
hilfeplanung einzubringen, uns zu positionieren und diese im Sinne der Kinder, Jugendlichen und 
Familien zu gestalten. 
In Münster sind wir Träger von zwei Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit, der sozial- 
pädagogischen Fananlaufstelle von Preußen Münster, sowie Schulsozialarbeit an vier Schulstandor- 
ten. Unsere Angebote erstrecken sich von Jugendzentrums- und Bauspielplatzarbeit, und Fansozial- 
arbeit über Schulsozialarbeit und verlässlichen Kooperationsangeboten im OGS-Bereich bis hin zu 
außerschulischen Bildungsarbeit an den unterschiedlichsten Standorten in Münster. Wir bieten frei- 
zeitpädagogische Angebote für Familien mit Fluchterfahrung und sind in vielen Stadtteilen sehr ak- 
tiv.  
Diese Vielfalt der unterschiedlichen Angebote im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe bedeutet für 
die verschiedenen Standorte und für unsere Mitarbei ter*innen eine bereichsübergreifende Vernet- 
zung, die Möglichkeit zur Zusammenarbeit mit Menschen unterschiedlichster Fachrichtung und da- 
her für unsere Klient*innen vor Ort die bestmöglichste Betreuung der Familien zu gewährleisten 
und die Qualität der pädagogischen Arbeit am jeweiligen Standort zu bereichern. 
2.2    „Outlaw macht Schule“ – Referenzen 
Ob Stärkung der Sozialkompetenz, individuelle schul ische Förderung, erlebnispädagogische Ange- 
bote, Überwindung von Entwicklungsschwierigkeiten o der Vermeidung von Schulabbrüchen: Mit 
unseren vielfältigen, bundesweiten Schulprojekten a rbeiten wir an der Schnittstelle von Schule und 
Jugendhilfe. Ziel ist es immer, den Kindern und Jugendlichen in ihrer schulischen Entwicklung so 
viele Chancen wie möglich zu eröffnen. 
NRW  
 Offene Ganztagsschulen: 
Seit dem 01. August 2010 betreibt die Outlaw gGmbH die OGS Regenbogenschule in Bo- 
chum-Höntrop und seit August 2015 sind wir Träger von insgesamt sechs OGS Standorten in 
Bochum. 
 
Münster 
 Kooperationsangebote mit zwei offenen Ganztagsschul en in Münster. Seit vielen Jahren 
sind wir mit dem Jugendzentrum Sprakel und auch dem  Bauspieltreff Holtrode Wolbeck in 
einer engen Kooperation mit den Grundschulen im Stadtteil verbunden und bieten wö- 
chentliche (bis zu vier Angebote pro Woche), in unserer Einrichtung an. Wir sind verlässlicher 
Partner, wenn es um Randzeiten bzw. Brückentagsbetreuungen geht. Ebenfalls können wir 
auf viele Jahre OGS-Ganztagsferienbetreuung zurückblicken.

SEITE 5 KONZEPT – MARGARETENSCHULE  
 
 
 Bildungsarbeit an Schulen: Cybermobbing@fairer Umgang im Netz (Münster). Das Projekt 
Cybermobbing findet zurzeit regelmäßig in der Realschule Wolbeck, dem Johann-Conrad-
Schlaun Gymnasium, der Gesamtschule Münster Mitte und dem Pascalgymnasium wie auch 
dem Schillergymnasium statt. Andere Schulen in Münster und Umgebung können das Pro- 
jekt buchen. 
 Außerschulische Bildungsangebote Programmierschmied e: In der Programmierschmiede 
lernen Kinder spielerisch den Umgang mit Computern. Mit Programmen wie Scratch oder 
Lego Mindstorms entdecken sie, was für Möglichkeiten Computerprogramme schaffen. Da- 
bei fertigen sie kleine Filme, Spiele oder programmieren einen Roboter so, dass er ge- 
wünschte Aufgaben bewerkstelligen kann. 
 AG-Angebote an der Hauptschule Münster Wolbeck: An zwei Nachmittagen in der Woche 
bieten Mitarbeiter*innen der Outlaw gGmbH und verschiedene Kooperationspartner AGs 
aus verschiedenen Bereichen (Sport, Musik, kreatives Gestalten etc.) an. Alle Schüler*innen 
der Hauptschule Wolbeck nehmen verpflichtend an ein em Angebot teil. 
 Übermittagsbetreuung an der Realschule Wolbeck und Erich-Klausener-Realschule: Montags 
bis donnerstags von 13:20 Uhr bis 15:20 Uhr betreuen bis zu sieben pädagogische Mitarbei- 
ter*innen von Outlaw die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 8 der Realschule Wol- 
beck und Erich-Klausener-Realschule. Nach einem gemeinsamen Mittagessen können die 
Kinder zwischen einem kurzen kreativen, sportlichen, entspannenden oder aktiven Angebot 
wählen. Danach werden sie eine Stunde lang bei den Hausaufgaben begleitet. 
3 PÄDAGOGISCHE ARBEIT 
Die Offene Ganztagsschule stellt ein Bildung-, Erziehungs- und Betreuungsangebot für Grundschul- 
kinder dar. Die pädagogische Arbeit verfolgt das Ziel, Kinder in ihrer Selbst-, Sozial-, Sach- und Wer- 
tekompetenz zu fördern und zu stärken. Die Eltern erhalten durch die OGS ein zuverlässiges Betreu- 
ungsangebot, sowie eine Ergänzung und Unterstützung  in ihrer Erziehungsarbeit. Die pädagogische 
Gruppenarbeit, die Begleitung der Hausaufgaben, das gemeinsame Mittagessen sowie vielfältige 
AGs und Projekte aus verschiedenen Bildungsbereichen sind wichtige Bausteine unserer Arbeit. Un- 
ter Einbeziehung des sozialen und kulturellen Umfeldes der Schule unterstützen wir die Persönlich- 
keitsentwicklung eines jeden einzelnen Kindes. Die OGS soll ein geschützter Raum sein, in der die 
Kinder gemeinsam Lernen und ein friedvolles Miteina nder von allen Beteiligten vorgelebt bekom- 
men. Füreinander da sein, auf den anderen zu achten und niemanden auszugrenzen bilden die Basis 
unserer pädagogischen Arbeit in der OGS. 
3.1    Grundkonzept „Kita & More“  
Die Rahmenbedingungen für die Arbeit mit Kindern sind in Deutschland sehr unterschiedlich. Um 
dennoch in all unseren Einrichtungen eine gleich hohe Betreuungsqualität und die Beachtung der 
Outlaw-Prinzipien und -Werte zu garantieren, arbeiten alle Einrichtungen nach dem einheitlichen 
"Grundkonzept Kita & More". Dieses Konzept garantiert, dass die Qualität der Arbeit ständig gesi- 
chert, überprüft und weiterentwickelt wird. Wir erfüllen unseren Auftrag zur Bildung, Erziehung und 
Betreuung, indem wir jedes Kind unterstützen, sich zu einer selbstständigen, verantwortungsbe- 
wussten, gemeinschafts- und entscheidungsfähigen Persönlichkeit zu entwickeln – und wirken da- 
mit jeder Benachteiligung entgegen. An oberster Stelle steht die Sicherung des Kindeswohls. 
 
Unsere Prinzipien 
 
Spielend lernen!  Bei uns finden alle Mädchen und Jungen vielfältige Bildungsanregungen, die ihre 
natürliche Freude am Entdecken und Lernen wecken.

SEITE 6 KONZEPT – MARGARETENSCHULE  
 
 
Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern:  Eltern sind Teil der kontinuierlichen Erzie- 
hung und Bildung ihrer Kinder und somit unsere "natürlichen" Bildungs- und Erziehungspartner.  
 
Sozialraum-Bezug:  Eine konsequente sozialräumliche Orientierung dien t der Verbesserung der Le- 
bensbedingungen für Kinder, Jugendliche und Familien. 
 
Integration und Inklusion:  Sowohl Integration als auch Inklusion sind wichtig e Grundlagen der pä- 
dagogischen Arbeit und Haltung bei Kita & More und bei Outlaw. Wo Menschen ausgegrenzt wer- 
den, ist Integration unbedingt erforderlich und Inklusion das Ziel.  
 
Geschlechterorientierung:  Unsere geschlechterdifferenzierte Pädagogik bietet Möglichkeiten, die 
eigene Geschlechteridentität kennenzulernen und Rol lenklischees zu hinterfragen.  
 
Partizipation und Kooperation:  Die Kinder in unseren Einrichtungen sollen ihrem Entwicklungs- 
stand entsprechend in allen Angelegenheiten, die sie betreffen, beteiligt werden. 
 
Gestaltung von Übergängen: Sämtliche Übergangsprozesse werden von den pädagogi schen Mitar- 
beiterinnen und Mitarbeitern individuell begleitet - im engen Austausch mit den Eltern wird die Ba- 
sis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gelegt. 
 
Strukturelle und inhaltliche Qualität:  Wir legen Wert auf bestmögliche Aus- und Weiterbil dung 
unserer pädagogischen Fachkräfte, regelmäßigen fachlichen Austausch und Fachberatungen, team- 
orientiertes Arbeiten, ein klar definiertes Beschwerdemanagement und vieles mehr! 
3.2  Bild vom Kind 
Im Mittelpunkt steht das einzelne Kind mit seinen i ndividuellen Bedürfnissen, Interessen, Erfahrun- 
gen, Wünschen, Fähigkeiten und Schwächen. Hierbei lernt es auf seine spezielle Art und Weise und 
benötigt individuelle Unterstützung durch die Fachkräfte. 
Wir sehen Kinder als eigenständige Persönlichkeiten mit individuellen Eigenschaften und Fähigkei- 
ten und geben ihnen Impulse, damit sie die Möglichkeit haben, ihr eigenständiges Handeln zu entwi- 
ckeln. Sie bekommen von uns genügend Zeit, um sich in ihrem Selbstkonzept entfalten zu können. 
Wir stehen dem Kind begleitend zur Seite und schaffen den Rahmen, damit sich die Kinder zu eigen- 
ständigen Persönlichkeiten entfalten können. Kern unserer Arbeit liegt dabei im Beobachten, Zuhö- 
ren, Anregen, Herausfordern und Begleiten. Ziel mus s sein: jedes Kind hat Zugang zu einem auf sich 
selbst passenden Angebot 
3.3  Kinderrechte 
Kinderrechte sind Menschenrechte. Dieser Grundsatz sollte für alle Kinder auf der Welt gelten. Die 
Vereinten Nationen haben sich das zum Ziel gesetzt und die Rechte der Kinder in der Kinderrechts- 
konvention festgelegt. Das Abkommen wurde am 20. November 1989 von der Generalversammlung 
der Vereinten Nationen verabschiedet und ist am 2. September 1990 in Kraft getreten. 
Jedes Kind hat das Recht auf eine glückliche Kindheit und eine individuelle Förderung seiner Fähig- 
keiten und Potenziale – unabhängig von äußeren Rahm enbedingungen, Herkunft, Geschlecht, Woh- 
nort, Weltanschauung etc. Dafür stehen wir ein! 
Das von Outlaw selbst entwickelte Bilderbuch 
Mein Recht – in echt!  vermittelt den Kindern ihre 
Rechte. Das Bilderbuch ist fester Bestandteil aller Outlaw OGSen. Jedes Kind bekommt ein 
Exemplar mit nach Hause und die Einrichtungen greifen das Thema immer wieder in Projekten, aber 
auch im Alltag (z.B. durch unsere Kinderrechtetafeln) auf.

SEITE 7 KONZEPT – MARGARETENSCHULE  
 
 
3.4  Partizipation 
Partizipation ist bei Outlaw keine Aufgabe, sondern eine Frage der Haltung. Wir sind grundsätzlich 
Partizipativ organisiert. Wir verstehen Partizipation als unabdingbar im Kontext der Demokratisie- 
rung unserer heranwachsenden Generation. In unseren  Einrichtungen schaffen die Fachkräfte die 
Voraussetzungen und geben Kindern den Raum, sich im  Alltag aktiv zu beteiligen und mitzubestim- 
men. Auf diese Weise lernen sie, ihr Leben eigenverantwortlich und gemeinschaftsfähig zu gestal- 
ten. Unser Ziel ist es alle Kinder zu mündigen Individuen auszubilden. Dabei werden alle Kinder ent- 
sprechend ihres Alters- und Entwicklungsstandes mit einbezogen. Wir arbeiten nach dem vier Stu- 
fen Model nach R. Schröder, R. Hart und W. Gernert.  
 Informiert werden 
 Gehört werden 
 Mitbestimmen  
 Selbstbestimmen  
Sie lernen, eigene Wünsche und Interessen wahrzunehmen und zu formulieren. Gleichzeitig lernen 
sie, die Interessen der Gruppe zu beachten und zu akzeptieren. Die Gestaltung von solidarischen 
Entscheidungsprozessen wird den Kindern vermittelt. Ritualisierte Vorgehensweisen bspw. bei 
Mehrheitsentscheidungen gibt den Kindern die notwendige Sicherheit. 
Bei uns findet Partizipation unter anderem statt: 
 Mitgestaltung der OGS 
 Gestaltung von Regeln des Zusammenlebens 
 Verteilung von Ressourcen (Material, Geld, Zeit, etc.) 
 “Wo möchte ich spielen?”, “Mit wem möchte ich spielen?” 
 Auswahl des Mittagsessens 
 Entscheidungen über das eigene festgelegte Kinderbu dget 
 Kinderkonferenz 
 Thema der Ferienbetreuungswochen 
 Mitbestimmung bei der Auswahl der Ausflugsorte für z.B. Ferien 
 AGs – Inhalte & Teilnahme 
 
3.5  Kinderkonferenz 
Ein weiteres Instrument, Kinder an basisdemokratischen Prozessen zu beteiligen und somit aktiv im 
Alltag der OGS zu partizipieren, ist die Kinderkonferenz. Gerne würden wir diese in der OGS der Mar- 
garetenschule einführen und einmal monatlich stattfinden lassen. Wir begrüßen die städtischen 
Strukturen des Jugendrates in Münster, sowie die bestehenden Beteiligungsstrukturen in unseren 
Kitas, die wir gerne für den Schulalltag übertragen möchten. Wir können uns vorstellen, die Teilneh- 
mer*innen des Jugendrates des Stadtbezirkes in das Programm mit ein zu binden, um Schüler*innen 
auf eben diese tolle demokratische Möglichkeit aufmerksam zu machen und zu zeigen, was für Kin- 
der und Jugendliche in Münster Mitbestimmung bedeuten kann.  
Über die gewählten Vertreter*innen der OGS wird zu Beginn des Schuljahres z.B. in einem vorange- 
gangenen Wahlkampf mit Steckbriefen und anschließen der Stimmabgabe samt Auswertung, ent- 
schieden.  
Der/Die Vertreter*innen der Kinderkonferenz bilden das Sprachrohr und reden aktiv mit: 
 Feedback zum OGS-Alltag 
 Entscheidungen über Ressourcen (Zeit, Angebote, Mat erialien) 
 Ferienvorplanung

SEITE 8 KONZEPT – MARGARETENSCHULE  
 
 
 AG-Inhalte 
 uvm. 
 
 
3.6  Integration/Inklusion 
Wir verstehen Inklusion als eine Frage der Haltung unserer Mitarbeiter*innen. In unserer Einrichtung 
begegnen sich Mitarbeiter*innen, Kinder und Familie n und mit den unterschiedlichsten Biographien 
und Erfahrungen. Ziel ist es, dass die Kinder sich unabhängig von ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten 
entwickeln, die sie für das soziale und kulturelle Leben in unserer Gesellschaft benötigen. Daher 
brauchen Kinder Erwachsene als Vorbild. Kinder sind von Geburt an vorurteilsfrei und sehen „An- 
dersartigkeit“ als normale Gegebenheit an. So erleben sie die Mitarbeiter*innen als unterschiedlich 
und divers, akzeptierend und weltoffen. Offenheit, Akzeptanz, Einfühlungsvermögen, Toleranz, Res- 
pekt und Wertschätzung gegenüber vielfältigen Leben seinstellungen und –formen bilden für uns 
die Grundlage.  
3.7  Interkulturalität 
Kinder, Familien und Fachkräfte aus unterschiedlichen Kulturen, Alters, Herkunft und Sprache prä- 
gen das Bild in unseren Einrichtungen, in der sich vielfältige Persönlichkeiten täglich begegnen. Wir 
erleben dieses als Bereicherung für das gemeinsame Leben in der OGS. Dieses erfordert Offenheit 
und ein respektvolles Miteinander aller Beteiligten.  
Die Mitarbeiter*innen spiegeln dieses in ihrer Haltung wieder und sind somit Wegbereiter*innen für 
Kinder, sich in einer multikulturellen Gesellschaft zu integrieren. Eine Outlaw OGS ist ein Ort, an 
dem Offenheit und die Achtung vor anderen Kulturen gelebt und die eigene kulturelle und religiöse 
Identität gewahrt wird. 
4 BIS-MITTAG-BETREUUNG 
Im Rahmen der Trägerschaft übernehmen wir die Organisation der Bis-Mittag-Betreuung ebenfalls. 
Hier wird das bestehende Personal der OGS durch zusätzliche Mitarbeiter*innen (NTK´s, Aushilfen 
usw.) ergänzt. Im Falle der Margaretenschule gehen wir von ca. 40 Bis-Mittag-Kindern aus. Um die- 
sen Kindern eine gute Zeit zu gestalten, werden sie mit den OGS Kindern gemeinsam betreut. Dies 
ist aus pädagogischer, organisatorischer und auch räumlicher Sicht sinnvoll. Die Betreuungszeit für 
Kinder in diesem Rahmen ist für Eltern nach den üblichen (durch die Kommune) festgelegten Ge- 
bühren kostenpflichtig. Darüber hinaus können sich Eltern z.B. bei Brückentagsangeboten anmel- 
den (kostenpflichtig). Hier halten wir ein buntes Programm aus freizeitpädagogischen Angeboten 
und Ausflügen an unterschiedlichen Standorten vor. An diesen Tagen würden wir Kooperationasan- 
gebote mit Akteuren im Stadtteil konzipieren. 
5 STRUKTUR DES OFFENEN GANZTAGS 
Um einen Überblick der Offenen Ganztagsschule zu bekommen, wird im Folgenden der Ablauf und 
die Struktur dargestellt. Dies umfasst schulische Aktivitäten, Freizeitangebote und AGs.  
5.1  Tagesablauf außerhalb der Ferien (Regelbetrieb) 
Für die OGS in der Margaretenschule könnte der Tagesablauf folgendermaßen aussehen:

SEITE 9 KONZEPT – MARGARETENSCHULE  
 
 
Unterrichtsschluss bis Mittagessen 
Lehrer*innen und Gruppenleiter*innen begleiten den Übergang und tauschen sich über Themen und 
Konflikte aus. Jüngere Kinder werden begleitet und ältere Kinder kommen selbstständig in die 
Räume der OGS. Bis zum Mittagessen haben die Kinder Zeit für freies Spiel. Die Mitarbeiter*innen 
bieten in verschiedenen Räumen und auf dem Hof kleine, kurzweilige und freiwillige Angebote an. 
 
Mittagessen 
Es wird in Gruppen gegessen. Diese Gruppen werden entsprechend der Teilnehmer*innenanzahl an- 
gepasst. Unsere Mitarbeiter*innen begleiten die Kinder beim Essen. 
Lernzeit 
Direkt nach dem Mittagessen (zu einer festen Zeit) findet die Lernzeit (Hausaufgabenzeit) durch 
feste Mitarbeiter*innen (Absprachen mit den Lehrer* innen) z.B. im Klassenraum statt. 
Freizeit 
Während der Betreuungszeit in der OGS haben die Kinder, außerhalb der verpflichtenden Angebote 
wie Hausaufgaben, die Möglichkeit, die verschiedenen (Funktions-)Bereiche zu nutzen, sich an freien 
Angeboten zu beteiligen oder zu spielen. Besonders wichtig ist uns, dass die Kinder viel Zeit drau- 
ßen verbringen. So sind täglich, unabhängig vom Wetter, immer ausreichend Angebote im Freien 
fest eingeplant. 
AGs 
Die AGs beginnen ab ca. 14:00 Uhr, und die Kinder nehmen, nach ihrer freiwilligen Wahl, an diesen 
verbindlich für ein Schulhalbjahr teil.  
Abholzeit 
Ab 15:00 Uhr besteht die Möglichkeit, die Kinder nach Hause zu entlassen. Absprachen bezüglich 
fester Abholzeiten zwischen 15:00 und 16:00 Uhr müs sen gemeinsam mit den Eltern und nach einer 
Standortanalyse getroffen werden. Die Eltern haben die Zeiten den Mitarbeiter*innen schriftlich 
oder gegebenenfalls auch kurzfristig telefonisch mitgeteilt.  
Nach der OGS- Zeit 
Um 16:00 Uhr endet der Betreuungstag der Kinder in der OGS. Im Anschluss an die OGS Zeit bieten 
wir Eltern eine Randzeitbetreuung an. Diese kann in Kooperation mit Einrichtungen im Stadtteil 
(Übergänge schaffen) oder in den Räumlichkeiten der Schule durch das Personal der OGS gestellt 
werden. Hierzu wird mit der Schulleitung je nach Bedarf der Kinder und ihren Eltern ein jährlich zu 
überprüfendes schulbezogenes Konzept erstellt. Einzelne Angebote können im Bereich der Rand- 
zeitenbetreuung kostenpflichtig sein. Eine enge Kooperation mit dem Förderverein der Schule wäre 
hier wünschenswert. Die Mitarbeiter*innen der OGS w erden durch die trägereigene Fundraisingab- 
teilung bei der Einwerbung von Drittmitteln für den Schulstandort unterstützt.  
5.2  Hausaufgabenbetreuung 
Fester Bestandteil und weiterer Baustein im Alltag der OGS ist die Hausaufgabenbegleitung. Die 
Hausaufgabenzeit bietet den Schüler*innen ein intensives Lernfeld. Sie erhalten hierbei die Möglich- 
keit, sich im Bereich des eigenständigen und selbstverantwortlichen Lernens zu üben und

SEITE 10 KONZEPT – MARGARETENSCHULE  
 
 
weiterzuentwickeln. Hierfür sind klare Organisationstrukturen und Rituale zwischen allen Bildungs- 
akteuren abzusprechen. 
Während der Hausaufgabenzeit übernehmen Schüler*inn en Verantwortung für rücksichtsvolles Ar- 
beiten und stärken ihr Sozialverhalten. Sie lernen zügig, ordentlich und strukturiert zu arbeiten. Sie 
erlangen Routine und Kontinuität bei der Erledigung der Hausaufgaben. Schüler*innen erlernen 
Techniken zur Selbstkontrolle, erlangen Sicherheit in der Handlungsplanung und entwickeln Ver- 
trauen in sich selbst. 
Die fachliche Begleitung und Unterstützung in diese m komplexen Lernprozess obliegt den Leh- 
rer*innen und den OGS-Kräften. Hierfür ist eine transparente Aufgabenverteilung und Klärung der 
gegenseitigen Erwartungshaltung unabdingbar. Hierzu sind Absprachen hinsichtlich räumlicher, 
zeitlicher, organisatorischer, personenbezogener Ressourcen, sowie zum allgemeinen Regelver- 
ständnis während der Hausaufgabenzeit gemeinsam zu treffen und mit allen Beteiligten, besonders 
natürlich mit den Schüler*innen und Eltern die Rahmenbedingungen zu kommunizieren. 
Uns ist es besonders wichtig, dass die Hausaufgabenzeit von qualifizierten Mitarbeiter*innen, ent- 
weder mit sozialpädagogischer Ausbildung oder einschlägiger Weiterbildung im Bereich Hausaufga- 
ben, übernommen wird. Sie haben ein pädagogisches Wissen über den Entwicklungsstand der jewei- 
ligen Alters- und Lernstufe, kennen die Formen möglicher Unterstützung und wenden diese an. Im 
besten Fall werden die Hausaufgaben durch den/die Lehrer*in durchgeführt und über die eingeplan- 
ten Lehrerstunden abgedeckt. Weiter sollen die Kind er Kontinuität während der Hausaufgabenbe- 
treuung erfahren, sodass ein ständiger Wechsel der Fachkräfte hierdurch weitgehend vermieden 
werden könnte. 
Unsere OGS-Hausaufgabenkräfte leisten im individuel len Lernprozess der Schüler*innen Hilfe zur 
Selbsthilfe und schaffen den Rahmen, in dem die Hausaugaben erledigt werden können. Ihr Aufga- 
benbereich sieht u.a. folgende Aufgaben vor: 
 Durch Einfühlungsvermögen sorgen für eine ruhige un d positive Arbeitsatmosphäre, in der 
die Kinder selbständig arbeiten können, geben bei Bedarf Impulse zur Problemlösung und 
leisten Hilfestellung bei Verständnisfragen. Sie motivieren die Kinder fortlaufend und be- 
aufsichtigen die Lerngruppe. 
 Sie achten darauf, dass die Hausaufgabenzeit pünktlich beginnt und eingehalten wird. 
 Sie leiten die Kinder zu einem ordentlichen Arbeitsumfeld an, achten auf eine individuell 
sinnvolle Zeiteinteilung und sorgen dafür, dass die Kinder mit dem Material pfleglich umge- 
hen. 
 Die Einhaltung des friedvollen Miteinanders wird um gesetzt, die Regeln werden von allen 
Beteiligten eingehalten und auf Störungen von außen wird entgegengewirkt. 
 Sie fördern die Kinder in ihrer Selbständigkeit, sprechen wertschätzendes Lob und Anerken- 
nung zu den gezeigten Leistungen aus und unterstützen die sozialen Beziehungen unterei- 
nander. 
 Die Erledigung der Aufgaben werden von den OGS-Kräften im genutzten Medium (Wochen-
Planer, Aufgabenheft, o.Ä.) dokumentiert. 
 
Eine Gruppengröße von 12 bis max. 15 Kindern ist wünschenswert, und im besten Fall sind die Grup- 
pen im Klassenverbund organisiert und finden im Klassenraum statt. Wir halten es für sinnvoll, dass 
die erbrachten Leistungen während der Hausaufgabenz eit in einem zentralen Medium wie z.B. Wo- 
chenplaner, Rückmeldeheft, usw. dokumentiert werden. Dadurch wird für alle Beteiligten transpa- 
rent, wie die Hausaufgabenzeit genutzt werden konnte.  
Da Schüler*innen in den unterschiedlichsten Bereichen immer durch Erwachsene bewertet werden, 
ist unser Selbstverständnis der Bewertung bei den Hausaufgaben aus der Perspektive des Kindes 
gedacht, und wir legen Wert darauf, die individuelle Leistung des Kindes abzubilden und somit die

SEITE 11 KONZEPT – MARGARETENSCHULE  
 
 
individuelle Entwicklung aller Schüler*innen einzeln zu fördern. Die Schüler*innen sollen die Mög- 
lichkeit haben, sich selbst einzuschätzen und sich in einem großen Maße selbst zu reflektieren. Die- 
ser Reflexionsrahmen wird durch gemeinsame Gespräche mit der Hausaufgabenbetreuer*in beglei- 
tet. Unsere Mitarbeiter*innen nehmen sich die Zeit, mit jeder/jedem Schüler*in ein kurzes reflexives 
Gespräch zu den Hausaufgaben zu führen. 
Wir bevorzugen ein Bewertungssystem, in dem die Schüler*innen sich zu folgenden Leitfragen äu- 
ßern können, ein: 
- Bin ich mit meiner Leistung zufrieden? 
- Habe ich meine Aufgaben erfüllen können? 
- Was war für mich leicht?  
- Was hat mich gefordert? 
- Was hat mir besonders Spaß gemacht?  
- Was war für mich nicht gut? 
- Wo möchte ich mich verbessern? 
- Was könnte mich unterstützen, um mein Vorhaben zu erreichen? 
 
Diese Leitfragen bieten den Schüler*innen die Möglichkeit, ihr eigenes Arbeiten bei den Hausaufga- 
ben zu reflektieren und zu bewerten. Es lässt sie selbst einschätzen, was sie schon gut können und 
in welchen Bereichen ihre eigenen Talente liegen.  
 
Die Form der Darstellung dieser o.g. Rückmeldung de r Schüler*innen darf durch ein Stempelsystem 
oder Ausformulierungen oder auch ein Ankreuzsystem durch die Schüler selbst entschieden wer- 
den. Hierzu stehen den Kindern verschiedene Methode n zur Verfügung. 
 
Eine zusätzliche Hausaufgaben-Lernzeit von ca. 15 Minuten wäre für uns, in Absprache mit den Leh- 
rer*innen nach der regulären Lernzeit vorstellbar um einzelne Schüler*innen gezielt und individuell 
fördern zu können. 
Wir präferieren gemeinsame Gesprächssettings mit dem Lehrerkolleg*innen, die in einem festge- 
legten Rhythmus stattfinden sollte, damit ein regelmäßiger Austausch und Feedback zur Hausauf- 
gabenzeit entstehen kann. Unsere OGS-Hausaufgabenkräfte sollen hierbei ihre Erfahrungen zurück- 
melden, um eventuell notwendige erforderliche Veränderungsprozesse gemeinsam zu initiieren. 
Sofern es erwünscht ist, teilen wir unsere Erfahrungen mit einzelnen Schüler*innen gerne in ge- 
meinsamen Gesprächen mit den Eltern mit. Wiederkehrende Probleme mit den Hausaufgaben soll- 
ten unbedingt in einem gemeinsamen Gespräch zwischen Lehrer*innen, OGS-Fachkräften und Eltern 
besprochen werden, um Lösungswege aufzudecken und erforderliche Vereinbarungen zu treffen. 
5.3  Fördergruppen 
In Absprache mit dem Lehrerkolleg*innen besteht die Möglichkeit, dass im Vormittags- bzw. im frü- 
hen Mittagsbereich auch einzelne Schüler*innen in verschiedenen Bereichen auch von OGS-Kräften 
begleitet oder gefördert werden. Besonders die Vernetzung von Vormittags- und Nachmittagsper- 
sonal ist wünschenswert. 
5.4  AGs 
Die Arbeitsgemeinschaften (AGs) sind ein wichtiger Bestandteil der OGS-Arbeit am Nachmittag. Im 
Zeitraum von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr, mit eventuell unterschiedlicher Anfangs- und Endzeit, finden 
unsere AGs statt. Wir achten bei der Auswahl der AGs auf Vielfältigkeit und binden die Kinder bei 
der Auswahl partizipativ mit ein, indem sie ihre Wünsche für mögliche AG-Inhalte uns vorab mittei- 
len und später aus der aufgestellten Angebotsliste frei wählen können. Die AGs werden von kompe- 
tenten freien Mitarbeiter*innen, den OGS-Kräften, den Lehrer*innen sowie von externen

SEITE 12 KONZEPT – MARGARETENSCHULE  
 
 
Kooperationspartnern geleitet. Wir achten auf ein gutes Maß von Kooperationen und eigenen Mit- 
arbeitern, um eine möglichst hohe Vielfalt in den Angeboten (Sozialraumgedanke) und auch ein 
Höchstmaß der Verlässlichkeit zu generieren. Die Kinder und Familien erhalten eine Übersicht der 
verschiedenen AGs. Die Angebote sind breit gefächer t und reichen von Kunst-AGs bis hin zu ver- 
schiedenen Sportarten und lebenspraktischen Aktivitäten, wie beispielsweise Kochen, Werken und 
Forschen.  
Die Kinder können gemeinsam mit ihrer Familie und m it Unterstützung des OGS-Teams die AGs aus- 
wählen, an denen sie teilnehmen möchten. Die Lernanfänger entscheiden über ihre AG-Teilnahme 
erst nach der Eingewöhnungszeit in der OGS, entweder nach den Herbstferien oder zum Beginn des 
2. Schulhalbjahres. Für die Jahrgangsstufen Eins und Zwei und für alle neuen AGs ist ein Ausprobie- 
ren (Schnuppern) vorgesehen.  
Nach der Standortanalyse, selbstverständlich unter Einbeziehung der Kinder, entscheiden wir über 
die Laufzeiten der AGs. Die Teilnahme an den AGs erfolgt durch die Bestätigung der Eltern und ist 
für das Schulhalbjahr verbindlich. 
Mögliches AG-Programm der OGS Margaretenschule: 
 Fußball-AG 
 Garten-AG 
 Kreativ-AG 
 Schach-AG 
 Schwimm-AG 
 Spiele- und Bewegungs-AG 
 Turn-AG 
 Tanz-AG 
 Werk-AG 
 Forscherwerkstatt 
 Trendsport-AG 
 Naturspiele-AG 
 Programmierschmiede   
 
Die Aufzählungen sind Ideen für mögliche Kooperatio nen. Die bestehenden Kooperationen bleiben 
bestehen und werden durch unsere Ideen nach Bedarf und Möglichkeit ergänzt.  
5.5  Freizeitangebote im Alltag 
Einen hohen Stellenwert nimmt im Alltag der OGS die Förderung der Freizeitgestaltung ein. In die- 
ser Zeit erhalten Kinder selbstbestimmt die Möglichkeit, vielfältige Spiel- und Handlungserfahrun- 
gen zu sammeln und gleichzeitig ihre Sozialkompeten z zu erweitern. Sie entscheiden selbständig 
über Spielpartner, Spielort und Spielmaterial. In den Freispielphasen beachten und leben die Kinder 
die Regeln des sozialen Miteinanders. Sie übernehmen Verantwortung für sich selbst und andere. 
Die Mitarbeiter*innen erhalten gerade in der Freispielzeit die Möglichkeit, die Stärken und Schwä- 
chen der einzelnen Kinder zu beobachten. Aus den gewonnenen Erkenntnissen lassen sich Rück- 
schlüsse ziehen, aus denen die Mitarbeiter*innen Impulsangebote kreieren, bei denen die Kinder 
individuell gefördert werden können.  
Während der Freispielzeit stehen den Kindern in verschiedenen (Funktions) Räumen der OGS, sowie 
dem Außengelände verschiedene Impulsangebote zur Ve rfügung. Die Kinder erhalten hierbei die 
Möglichkeit zum jahrgangsübergreifenden Lernen, und es entstehen viele spontane altersunabhän- 
gige Spielgruppen und gemeinsame Aktivitäten.

SEITE 13 KONZEPT – MARGARETENSCHULE  
 
 
5.6  Ferienprogramm 
Ein weiterer wichtiger Baustein in der OGS ist die verlässliche Ferienbetreuung. Es ist die Zeit, in der 
die Kinder ohne den täglichen „Schulstress“ ihren Interessen und Neigungen nachgehen können. 
Das spannende und abwechslungsreiche Programm wird von den Mitarbeiter*innen, teils auch 
vorab partizipativ mit den Kindern, geplant und vorbereitet. Unser Ziel ist es, gerade auch in der Fe-
rienbetreuung, den Kindern den Sozialraum zu eröffnen, um ihnen die vielfältigen und kostenfreien 
Freizeitmöglichkeiten in ihrer direkten Umgebung näher zu bringen. Die Eltern erhalten alle erfor- 
derlichen Informationen zur Ferienbetreuung rechtzeitig und melden ihre Kinder zur Teilnahme 
schriftlich an. Die Ferienbetreuung wird von den NTK´s, GFB und Übungsleitern durchgeführt. Sie 
wird im Vorfeld der Ferien gemeinsam mit dem hauptamtlichen Personal organisiert und vorberei- 
tet. Als Träger können wir auf viele Jahre Erfahrung in diesem Bereich zurückgreifen. Speziell im 
Stadtteil Mauritz sind Absprachen mit anderen Anbietern von Ferienbetreuungen unabdingbar. Wir 
gehen aktiv auf die derzeitigen Akteure zu und ergänzen die schon bestehenden Angebote.  
Einzelne Projekte und Themenwochen werden auf die Bedürfnisse der Kinder hin abgestimmt. 
Spiele, Ausflüge und unterschiedliche Aktionen dürfen hierbei nicht fehlen, wobei im Vorfeld immer 
ein alternatives „Regenprogramm“ vorbereitet wird. Während der Schulferien ist die Betreuung der 
Kinder von 07:30 Uhr (Vereinbarkeit von Familie und  Beruf) bis min. 16:00 Uhr sichergestellt. Im An- 
schluss der Betreuung begleiten wir Übergänge in An gebote anderer Stadtteilakteure.  
Gestartet wird jeden Morgen mit dem Freispiel (bis 9:00 Uhr). Im Anschluss gibt es den gemeinsa- 
men Start in den Tag mit dem gemeinsamen Frühstück. In der Regel bringen die Kinder ihr Frühstück 
selber mit. Generell wird Obst und Rohkost den Kindern zum Frühstück angeboten. Anschließend 
haben die Kinder die Möglichkeit, die vorbereiteten Angebote interessensbezogen zu wählen und 
daran teilzunehmen. Jede Betreuungswoche steht bei uns unter einem Motto (z.B. Zirkus oder Pira- 
ten). Das Mittagessen wird gegen 12:30 Uhr gemeinsa m eingenommen. Die Abholzeiten ändern sich 
ggf. während der Ferienbetreuung auf Wunsch der Elternschaft. Einen Tag in der Woche macht die 
Gesamtgruppe einen größeren Tagesausflug. Exkursionen und kleine Ausflüge (z.T. in Kleingruppen) 
im Stadtteil dürfen selbstverständlich im Ferienprogramm nicht fehlen. Die Angebote und Ausflüge 
sind für die OGS Eltern grundsätzlich kostenlos.  
Mögliche Tagesausflüge: 
 Erlebnisbauernhof Bauer Bernd Borgholzhausen/Heupferdchen Lüding-hausen 
 Ketteler Hof 
 Wildfreigehege Saerbeck 
 Maxipark Hamm 
 Indoorspielplätze in der näheren Umgebung. 
 Planetarium 
 Zoo 
 Mühlenhof 
 Spielplatztage (z.B. an der Sentruper Höhe) 
 
5.7  Gestaltung von Übergängen 
Die Gestaltung von Übergängen zwischen Familie und Bildungseinrichtungen, aber auch innerhalb 
einer Einrichtung (Wechsel des Gebäudes) und insbesondere der Übergang von einer Kindertages- 
einrichtung in die Grundschule und die außerschulis che Betreuung der OGS haben eine wichtige Be- 
deutung. 
Übergänge werden von allen Kindern und ihren Eltern in unterschiedlicher Intensität er- und gelebt 
und sind mit verschiedenen Emotionen, wie z. B. Unsicherheit, Angst, Neugierde, besetzt. Die Ein- 
schätzungen und Bedürfnisse aller Beteiligten werde n dabei von den pädagogischen

SEITE 14 KONZEPT – MARGARETENSCHULE  
 
 
Mitarbeiter*innen sehr ernst genommen. Geschaffene Sicherheiten, gewohnte Abläufe, Strukturen 
und Rituale sind Ausgangsbedingungen, die die Öffnung zu Neuem erleichtern können. Grundlage 
ist das genaue Beobachten der Kinder und konkrete Reflexionen im Team. 
In der OGS Margaretenschule könnten wir in der ersten Jahreshälfte den Informationsabend für die 
Eltern der zukünftigen Lernanfänger*innen durchführ en, oder mit den Familien im Einzelkontakt ein 
Erstgespräch, mit gleichzeitiger Unterstützung beim Ausfüllen der Verträge und weiterer erforderli- 
cher Dokumente, führen. 
Im Sommer des Jahres, kurz vor den Ferien kann ein Kennenlern-Nachmittag, gerne auch in Koope- 
ration mit der Grundschule, stattfinden. Die Kinder haben die Möglichkeit, die Räumlichkeiten und 
das Team der OGS kennenzulernen und verschaffen sic h einen ersten Überblick. Besonders wichtig 
ist es uns, dass die Kinder auch individuelle Kennlernangebote wahrnehmen können. Hierzu verein- 
baren die Mitarbeiter*innen mit den Eltern individu elle Termine zum „reinschnuppern“. Wir stellen 
uns hier eine enge Kooperation mit den örtlichen Kindertagesstätten vor. 
Am ersten Betreuungstag in der OGS werden alle neuen Kinder von den Mitarbeiter*innen der OGS 
begrüßt. Jedes Kind erhält ein Namensschild, damit sie jederzeit angesprochen werden können. In- 
tensiv werden Ihnen die verschiedenen Spiel- und Lernbereiche vorgestellt, Regeln und Rituale der 
OGS vermittelt und die Möglichkeit gegeben, anzukom men. Ab der Einschulung werden die Lernan- 
fänger*innen in den ersten Wochen von Mitarbeiter*i nnen der OGS täglich, nach dem Unterricht, in 
den Klassen abgeholt und in die OGS begleitet.  
Wir favorisieren das Paten-Modell. Hier übernehmen Kinder der dritten oder vierten Klasse die Pa- 
tenschaft für einen Lernanfänger. Der Aspekt der hi erdurch erlernbaren soziale Kompetenzen steht 
dabei ebenso im Fokus wie das gute Ankommen der neuen Schüler*innen. 
Die Übergangsgestaltung der Viertklässler*innen zur weiterführenden Schule wird jedes Jahr mit 
einer großen Abschlussparty gefeiert. Die Schüler*innen werden in den Planungsprozess integriert. 
Umgesetzt wird dieses, in Rücksprache mit dem/der Klassenlehrer*innen, kurz vor den Sommerfe- 
rien. Nach Möglichkeit bauen wir eine enge Kooperation mit den weiterführenden Schulen im Stadt- 
teil auf, um den Schüler*innen ein begleitendes Kennenlernen der neuen Schulen zu ermöglichen.   
5.8  Mittagessen 
Die Mittagsverpflegung dient nicht nur der Nahrungsaufnahme, sondern fördert die soziale Ent- 
wicklung der Kinder. Das Decken und Abräumen des Ti sches wird gemeinsam mit den Kindern durch- 
geführt. Eine angenehm gestaltete Umgebung, ohne Störungen von außen sorgt für ein entspann- 
tes und genussvolles Essen ohne Zeitdruck. Die Kinder bedienen sich selbst und lernen dadurch 
Mengen einzuschätzen. Begleitet werden hierbei die Kinder von ein bis zwei Fachkräften. Diese 
schaffen unter anderem Raum für gemeinsame Tischgespräche und Informationsaustausch, unter- 
stützen die Kinder beim selbständigen Essen mit Messer und Gabel und geben, sofern erforderlich, 
Hilfestellung. 
Gesunde Ernährung ist für uns selbstverständlich. Zum einen verstehen wir unter gesund, dass es 
abwechslungsreich sein muss und zum anderen, dass das bereitgestellte Mittagessen durch täglich 
wechselndes Obst und Rohkost ergänzt wird. Ganztägi g steht den Kindern an der Getränkestation 
Mineralwasser und Tee zur Verfügung. Im Nachmittags bereich steht den Schüler*innen eine kleine 
Snackrunde, zudem es ebenfalls Obst und Rohkost gibt, zur Verfügung. 
Um sie an der Planung ihrer Ernährung teilhaben zu lassen, werden die Kinder an der Menüplanung 
aktiv beteiligt, hierzu gilt es ein tragfähiges Konzept mit den Kooperationspartnern innerhalb der 
Mensa zu erstellen. Wir stellen uns vor, dass die Kinder an einem oder zwei Tagen in der Woche mit- 
bestimmen können.

SEITE 15 KONZEPT – MARGARETENSCHULE  
 
 
Selbstverständlich beachten wir religiöse Hintergründe und Lebensmittelunverträglichkeiten in un- 
serem Speiseangebot. 
6 PERSONAL 
Gutes Personal kann auch gute Arbeit machen. Wir sehen unsere Mitarbeiter*innen als wichtigste 
Ressource. Aus diesem Grund ist die qualifizierte Besetzung für uns ein wichtiges und zentrales 
Qualitätsmerkmal. Wir setzen auf qualifizierte Mitarbeiter*innen und legen viel Wert auf stetige 
Fort- und Weiterbildung. 
 
6.1  OGS-Koordinator*in 
Die Stelle der OGS-Koordinator*innen erfordert mindestens eine abgeschlossene Ausbildung 
zum/zur staatlich anerkannten Erzieher*in oder ein sozialpädagogisches Studium. Die gesetzlichen 
Regelungen des Landes NRW sind zu wahren. Betriebsw irtschaftliches Grundverständnis sowie ein- 
schlägige Berufserfahrung innerhalb des Arbeitsfeldes oder einer vergleichbaren Einrichtung, in der 
die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten erworben wurden, sind erforderlich. Um Abwesenhei- 
ten und Krankheiten abzusichern, ist eine Vertretung trägerseits festgelegt. Diese wird in Abspra- 
che mit den Leiter*innen der Münsteraner Einrichtungen im gesamten Fachgebiet gesichert und ge- 
meinsam vereinbart (z.B. Tandemregelung).  
Die Aufgabenbereiche umfassen die Säulen der Netzwe rkarbeit, Führungsverantwortung, Personal- 
entwicklung, Pädagogik, Elternarbeit, Zusammenarbei t mit der Schule und die administrative Tätig- 
keiten. 
Führungsverantwortung 
Hier besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Fachg ebietsleitung und der/des OGS-Koordina- 
tor*in. Sie repräsentiert den Träger und vertritt dessen Haltung und Werte nach außen. Sie setzt das 
Grundkonzept Kita & More sowie das Konzept der OGS um und lebt das Führungsleitbild mit seinen 
Grundsätzen („Wertschätzung und Kritikfähigkeit - essentiell für unser Miteinander“ oder „Unsere 
Beziehungen – Konstruktiv und vertrauensvoll“) aktiv. Trägerinterne Belehrungen (Kinderschutz, 
Hygiene, IfSG, usw.) setzt sie um und achtet darauf, dass alle Mitarbeiter*innen diese einhalten. Ge- 
meinsam mit der Fachgebietsleitung beteiligt sich der/die OGS-Koordinator*in an der Personalaus- 
wahl. 
Personalentwicklung 
Mit dem Ziel einer konstruktiven Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team sorgt die OGS Ko- 
ordinator*in für eine positive Teamatmosphäre und schafft hierdurch den erforderlichen Rahmen, 
um sich gemeinsam kritisch mit der pädagogischen Ar beit auseinanderzusetzen. Die Motivation der 
Mitarbeiter*innen, gerade auch hinsichtlich Fort- und Weiterbildung, obliegt ihrem Verantwortungs- 
bereich. Sie koordiniert die (pädagogischen) Abläufe aller Mitarbeiter*innen, plant und führt regel- 
mäßige Teambesprechungen durch und interveniert bei  eventueller Konfliktsituation, auch unter 
Einbeziehung der Fachgebietsleitung, professionell. Jährlich führt sie die trägerseits geforderten 
Mitarbeiter*innen-Gespräche und legt gemeinsam mit dem Mitarbeiter individuelle Zielvereinbarun- 
gen fest. 
Pädagogischer Aufgabenbereich 
Die Mitarbeit im OGS-Alltag ist für die OGS-Koordinator*in wichtig, damit sie einen Eindruck erhal- 
ten kann, wie die Pädagogik praktisch von den Mitarbeiter*innen umgesetzt wird und in welchen 
Bereichen mögliche Umstrukturierungen oder Veränderungen sinnvoll wären. Dadurch wird ein ge- 
meinsames Planen der Bildungsarbeit sichergestellt. Weiter ist der/die OGS-Koordinator*in für die 
Sicherstellung der Aufsichtspflicht verantwortlich und klärt erforderliche Maßnahmen (z.B.

SEITE 16 KONZEPT – MARGARETENSCHULE  
 
 
Minderbesetzung des Personals wegen Krankheit) mit der Fachgebietsleitung ab. Die Weiterent- 
wicklung der Konzeption, gemeinsam mit den Mitarbei ter*innen, gehört ebenfalls in ihren Aufga- 
benbereich. Elternzusammenarbeit als wichtige Säule der OGS versteht sie als Selbstverständlich- 
keit und bezieht die Eltern in die Arbeit der OGS mit ein. Die Bildung eines Elternbeirates ist hier 
wünschenswert und förderlich. Regelmäßige Elternbriefe und andere Arten der Informationsweiter- 
gabe machen den Auftrag der OGS für die Eltern transparent und unterstützen eine gelungene 
Kommunikation.  
Zusammenarbeit mit der Schule 
Der/Die OGS-Koordinator*in steht im engen und regel mäßigen Austausch mit der Schulleitung. Täg- 
liche Kurzabsprachen werden geführt. Die Teilnahme an Konferenzen ist ein wichtiger Bestandteil in 
der Zusammenarbeit. Gemeinsam werden Aktionen und F estlichkeiten geplant und umgesetzt. 
Sie/Er informiert die Schulleitung regelmäßig zu OGS-Abläufen und bezieht sie in ihre Planungen 
mit ein. Wenn es erwünscht ist, nimmt sie/er an Elterngesprächen teil. 
Administrative Tätigkeiten 
Das Führen der Barkasse und des Kassenbuches und di e betriebswirtschaftliche Verantwortung des 
OGS-Budgets obliegen der OGS-Koordinator*in. Sie/Er  fertigt die Betreuungsverträge an, An- und 
Abmeldungen der Schüler*innen, sowie das Pflegen der Warteliste (bei Bedarf) führt sie/er durch. 
Unterstützt wird sie/er durch die internen Services (Personalverwaltung, Finanzbuchhaltung, 
Rechtsabteilung usw.) des Trägers. Anfragen seitens des Schulverwaltungsamtes werden durch 
der/die Koordinator*in bearbeitet. Freie Plätze werden auch kurzfristig neu vergeben. Der/Die OGS-
Koordinator*in gestaltet den Dienstplan, unter Berücksichtigung der gesetzlichen Auflagen und or- 
ganisiert die Urlaubsplanung aller Mitarbeiter*innen. 
Netzwerkarbeit 
Die Pflege der Kontakte im Sozialraum und darüber hinaus, genauso wie das Repräsentieren der 
OGS in der Öffentlichkeit (Stadtteilfeste) und die Teilnahme an Sozialraumkonferenzen, ist unab- 
dingbar für eine erfolgreiche Arbeit der OGS und li egt daher im Aufgabenbereich der OGS-Koordina- 
tor*in. Sie nimmt an allen relevanten AGs und AKs teil. 
Unterstützt wird der/die OGS-Koordinator*in bei der Wahrung und Umsetzung ihrer Aufgaben 
durch die Fachgebietsleitung des Trägers. Regelmäßig nimmt sie/er an den internen Leitungsrunden 
der Region NRW/NN bzw. Standort Münster teil und tauscht sich dort mit Leiter*innen anderer Ein- 
richtungen, aus den Bereichen OKJA, Schule und Fansozialarbeit, aus. 
6.2  Angestellte Mitarbeiter*innen 
Unsere Mitarbeiter stellen für uns die wichtigste Ressource dar. Wir achten auf Mitarbeiterpflege 
und legen bei unseren Mitarbeitern Wert auf Reflexi on und Austausch lokal aber auch überregional. 
Teamtage, Supervision und regelmäßige (auch fachbereichsübergreifende) Austauschtreffen sind 
für uns selbstverständlich und zählen als Qualitätsmerkmal. 
Wir beschäftigen an unseren aktuellen OGS-Standorten Mitarbeiter*innen mit den unterschiedlichs- 
ten beruflichen Professionen und beruflichen Stationen. Sozialpädagogische Fachkräfte und Erzie- 
her*innen, Ergänzungskräfte, Mitarbeiter*innen als Quereinsteigerinnen ohne einschlägige Berufs- 
ausbildung in einem sozialpädagogischen Bereich.  
Wir erwarten von unseren Mitarbeiter*innen die Umse tzung des Trägergrundkonzeptes Kita & More 
und der OGS. Sie identifizieren sich mit den Werten und Haltungen des Trägers, füllen diese im All- 
tag in der OGS mit Leben, begegnen und begleiten Kinder auf ihrem Lebensweg mit Engagement 
und Leidenschaft.

SEITE 17 KONZEPT – MARGARETENSCHULE  
 
 
6.3  Freie Mitarbeiter*innen 
Die Übernahme und Durchführung verschiedener AG´s w ird unter anderem von freien Mitarbei- 
ter*innen durchgeführt. Freie Mitarbeiter*innen haben einen Honorarvertrag mit dem Träger. Un- 
sere AG-Kräfte bringen verschiedene berufliche Facetten und Biographien mit, studieren zurzeit 
noch an der Universität/Fachhochschule, oder sind bereits aus dem aktiven Berufsleben ausgeschie- 
den. Die OGS-Koordinator*innen trifft die Auswahl und die Beschäftigung der AG-Kräfte vor Ort. Die 
Inhalte der AG werden mit ihnen abgesprochen und reflektiert. Alle an der OGS tätigen Personen 
müssen ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Je nach den Bedarfen werden jährlich neue freie 
Mitarbeiter*innen für AGs eingestellt bzw. die AG-Kräfte weiter beschäftigt. 
6.4  Hauswirtschaftskräfte 
Unsere Hauswirtschaftskräfte übernehmen in der OGS den Bereich der Vor- und Nachbereitung der 
Küche, halten die Hygienestandards ein und organisi eren das Mittagessen. Auch berufsfremde Mit- 
arbeiter*innen sind uns als Küchenkräfte willkommen. Bestehende Systeme können gut genutzt 
und ergänzt werden. 
6.5  Fachgebietsleitung 
Die Dienst- und Fachaufsicht über alle Einrichtungen der OGS, Schulsozialarbeit, Fansozialarbeit und 
OKJA in Münster wird vor Ort von einer Fachgebietsleitung übernommen. Dies bringt ein fachbe- 
reichsübergreifendes Austauschgremium auf Leitungsebene mit sich. Gemeinsamkeiten und Syner- 
gien können auch kurzfristig erkannt und gearbeitet werden. Die Stelle der Fachgebietsleitung 
dient der übergeordneten, eigenständigen Leitung un d Steuerung der Einrichtungen, ist Teil des 
mittleren Managements bei Outlaw und ist im engen Kontakt mit der Bereichsleitung in Münster 
sowie der regionalen Geschäftsleitung. Die Fachgebietsleitung ist die direkte Ansprechperson für 
die Einrichtungsleitungen. Sie nimmt punktuell an den Teamsitzungen der OGS teil und unterstützt 
bspw. in Krisensituationen den/die OGS-Koordinator*in und das Team. Weiter ist sie für die be- 
triebswirtschaftliche Auswertung (BWA) und Budgetverwaltung verantwortlich. Auch die Personal- 
gewinnung und Einstellung, gemeinsam mit der Schull eitung, übernimmt die Fachgebietsleitung mit 
der Koordinator*in, sie steht im regelmäßigen Kontakt, genauso wie der/die OGS-Koordinator*in, 
zur Schulleitung. In Abwesenheitszeiten des/der Koordinator*in übernimmt die Fachgebietsleitung 
vertretend die Zuständigkeiten und stellt die Rückkopplung zum Träger sicher. 
6.6   Teamsitzungen 
Gemeinsame Teamsitzungen tragen zu einem positiven Miteinander bei und steigern die qualitative  
Arbeit innerhalb der OGS. Wir streben die Durchführ ung wöchentlicher Kurzteambesprechungen (1 
Stunde) und einmal im Monat eine Langteambesprechun g (2,5 Stunden) an. Thematisiert werden in 
den Sitzungen u. a. folgende Inhalte: 
 Kollegiale Beratung 
 Fallbesprechungen 
 Dienstplanung  
 Planung des Ferienprogramms 
 Implementierung von Fort- und Weiterbildungen 
 Gemeinsame Zielsetzungen zur zukünftigen Ausrichtun g der OGS 
 Umsetzung gemeinsamer Aktivitäten mit den Eltern 
 Rückmeldung verschiedener Informationen von den Schulkonferenzen 
 Terminplanung

SEITE 18 KONZEPT – MARGARETENSCHULE  
 
 
Im Schuljahr werden ein bis zwei ganztägige Konzeptionstage stattfinden. Themen hierbei sind so- 
wohl trägerseits vorgegeben, als auch teamintern gewünscht. Vorbereitet werden diese in der Re- 
gel von der OGS-Koordinator*innen und Fachgebietsleitung. Inhalte in der Vergangenheit waren 
bspw. Kinderrechte, Raumgestaltung, Schlüsselprozesse, Partizipationsmethoden und konzeptionel- 
les Weiterdenken uvm. 
6.7  Fortbildung 
Der Träger legt besonderen Wert darauf, dass sich die Fachkräfte regelmäßig weiter- und fortbil- 
den. Die Bereitschaft hierzu wird bereits durch den geschlossenen Arbeitsvertrag von den Mitarbei- 
ter*innen abverlangt. Jede/r Mitarbeiter*in hat ein Fortbildungsetat zur Verfügung, welches nach 
Absprache mit der OGS-Koordinator*innen und Fachgebietsleitung ausgeschöpft werden soll. 
Akademie Lernbar: 
Unsere Mitarbeiter*innen genießen die Vorzüge einer internen Fortbildungs-Akademie, welche ein 
breites Spektrum an Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung stellt. 
Die Akademie Lernbar bietet u.a. folgende Fortbildungsinhalte an: 
 Kinderrechte, Kinderschutz, Partizipation für Kitas, OGS und Hilfen zur Erziehung 
 Interkulturalität in den unterschiedlichsten Kontexten der Kinder- und Jugendhilfe 
 Führen & Leiten 
 Kommunikation & Gesprächsführung 
 Methoden der Sozialen Arbeit 
 Kollegiale Beratung 
 Zertifikatskurs Kinderschutz §8a 
 Umgang mit digitalen Medien 
 
Um die pädagogischen Mitarbeiter*innen vor dem Hintergrund der vielfältigen und anspruchsvollen 
Anforderungen in ihrer Tätigkeit zu unterstützen, bieten wir ihnen regelmäßige Gelegenheit zum 
fachlichen Austausch z. B. auf den bundesweit stattfindenden Tagungen sowie Leitungskonferen- 
zen und regionalen Fachtagen, wie z.B. Kinderrechte, Marte Meo, usw.  
Die Mitarbeiter*innen erhalten hierdurch die Möglichkeit, durch Best Practice-Beispiele anderer 
Fachbereiche ihr eigenes Fachwissen zu erweitern. Jedes Team hat die Möglichkeit, individuelle 
Teamfindungsprozesse durch innovative erlebnispädagogische Angebote zu initiieren, um dadurch 
die Zusammenarbeit im Team zu fördern. 
Nicht jeder Teamfindungsprozess verläuft reibungslos und ohne die eine oder andere Schwierigkeit 
ab. Daher haben die Teams an unseren Standorten die  Möglichkeit, von der BMC-Ambulanz der 
Fachhochschule Münster in diesem Prozess begleitet und unterstützt zu werden. 
Die BMC-Ambulanz ist in Deutschland bislang einzigartig. Sie bietet den Teams die Möglichkeit, 
durch fortgeschrittene berufs- und lebenserfahrende Studierende des weiterbildenden Masterstu- 
diengangs M.A. Beratung Mediation Coaching (BMC) in  Bezug auf das individuelle Anliegen eine Be- 
ratung, Mediation oder ein Coaching zu erhalten. Lehrende der Fachhochschule Münster begleiten 
die Studierenden eng, um einen qualitativ hochwertigen Prozess sicherzustellen. 
Teamcoaching, Teambildung und Konfliktklärung in den Teams sind dabei mögliche Einsatzgebiete 
der BMC-Ambulanz. Das Angebot der BMC-Ambulanz steh t exklusiv den Mitarbeiter*innen der Out- 
law gGmbH und einem anderen Träger der Kinder- und Jugendhilfe zur Verfügung.

SEITE 19 KONZEPT – MARGARETENSCHULE  
 
 
6.8  Ausbildungsort 
Die OGS als Ausbildungsort sehen wir als zentrales Instrument, die zukünftige Generation der Fach- 
kräfte zu fördern. Qualifizierte Mitarbeiter*innen übernehmen hierbei die Anleitung und stehen im 
engen Austausch mit den weiterführenden Schulen bzw . Fachschulen für Sozialpädagogik. Besonde- 
res Augenmerk liegt auch auf die Ausbildung angehender Sozialpädagog*innen im Rahmen eines 
Hochschulstudiums. Hier arbeiten wir eng mit den verschiedenen Fachbereichen der IU, FH und Ka- 
tho Münster zusammen. Die Ausbildung von Erzieher*i nnen im Berufsanerkennungsjahr ist uns be- 
sonders wichtig. Zeitgleich werden maximal zwei Praktikant*innen aufgenommen. Über die Auswahl 
wird gemeinsam mit der Schulleitung entschieden. 
7 ZUSAMMENARBEIT MIT DER SCHULE 
Die OGS stellt im Schulsystem eine zentrale Schnittstelle dar. Wir begleiten Kinder und Familien ak- 
tiv im Bildungsprozess und stellen ihnen die erforderlichen Ressourcen für ein erfolgreiches Lernen 
zur Verfügung. Zentrale Aufgabe ist es, dass alle Bildungsakteure entsprechende Ziele für ein ge- 
meinsames Schulleben verfolgen und Maßnahmen zur Fö rderung einer positiven Atmosphäre, wie 
z.B. gemeinsame Aktivitäten und Feierlichkeiten umsetzen. 
7.1  Schulleitung 
Ein vertrauensvoller und wertschätzender Umgang ist für die Zusammenarbeit der/die OGS-Koordi- 
nator*in mit der Schulleitung unabdingbar. Ein regelmäßiger Austausch, sei es in „Tür- und Angel-
Gesprächen“ und zu terminierten Besprechungen, sind  die Basis für eine gut funktionierende Arbeit 
im Schulbetrieb und in der OGS. Der/Die OGS-Koordinator*in verständigt sich fortlaufend mit allen 
zum Schulleben gehörenden Akteuren und transportier t die Informationen an die Mitarbeiter*innen 
der OGS. Ebenso werden die Informationen der OGS zu r Schulleitung und zum Lehrerkollegium wei- 
tergegeben. Die Teilnahme an Lehrer- und Schulkonferenzen ist selbstverständlich. Für eine gelun- 
gene Zusammenarbeit sehen wir die sporadische Teilnahme der Schulleitung an den Teambespre- 
chungen der OGS als förderlich an. Gerne führen wir gemeinsame Gespräche hinsichtlich erforderli- 
cher Personaleinstellungen und halten Rücksprache b ei der Aufnahme etwaiger Praktikanten*innen 
in der OGS. Der Informationsabend der neuen Lernanfänger*innen wird in Kooperation und gemein- 
schaftlicher Vorbereitung durchgeführt. 
7.2  Lehrerkollegium 
Ein gemeinsamer Austausch und gegenseitige Unterstützung prägen die Zusammenarbeit der OGS-
Mitarbeiter*innen und den Lehrerkolleg*innen. Sofer n es erforderlich sein sollte, nehmen die päda- 
gogischen Mitarbeiter*innen gerne an Elterngesprächen mit den Lehrer*innen teil. Die Durchfüh- 
rung der Hausaufgabenbetreuung erfolgt in Kooperati on mit den Lehrer*innen. Klare Absprachen, 
wie z.B. die Hausaufgabenbetreuung umzusetzen ist, sorgen bei Mitarbeiter*innen und Kindern für 
Struktur und geben Sicherheit. 
Sonderpädagog*innen und Schulsozialarbeiter*innen s ind weitere wichtige Kooperationspersonen 
im OGS Alltag und daher ist eine enge Zusammenarbeit äußerst wichtig. Ein regelmäßiger Aus- 
tausch z.B. zum Lernfortschritt einzelner Schüler*innen sollte erfolgen, und es könnten Absprachen 
hinsichtlich gemeinsamer Förderungsmöglichkeiten getroffen werden. 
8 ERZIEHUNGS- UND BILDUNGSPARTNERSCHAFT 
Primär sind die Eltern für die Erziehung ihrer Kinder verantwortlich. Eine enge Zusammenarbeit mit 
ihnen ist für uns daher selbstverständlich und für eine erfolgreiche Bildungs- und Erziehungspart- 
nerschaft unerlässlich. Bei den unterschiedlichen Lebensbedingungen der Familie ist es uns wichtig,

SEITE 20 KONZEPT – MARGARETENSCHULE  
 
 
die Eltern zu stärken und ihnen zu verdeutlichen, dass wir uns als Partner in Frage der Erziehung und 
Bildung ihrer Kinder verstehen. Wir arbeiten mit den Eltern zum Wohle der Kinder zusammen. 
Die Einbeziehung und Mitwirkung der Eltern ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal für die pädago- 
gische Arbeit in der OGS. Eltern sollen bei der Erziehung ihrer Kinder entlastet uns unterstützt wer- 
den. Wir beraten sie in Erziehungsfragen und lassen sie in schwierigen Situationen nicht alleine.  
Wir orientieren uns an den Bedürfnissen der Familie und entsprechen nach Möglichkeiten den Wün- 
schen und Bedarf hinsichtlich der Gestaltung des Angebotes. Von unserem Angebot profitieren also 
nicht nur die Kinder, sondern auch deren Eltern. 
Es ist für uns von großer Bedeutung, jedes Kind und seine Lebenssituation zu kennen und individuell 
zu berücksichtigen. Dafür sind regelmäßige Elterngespräche notwendig. Den Eltern soll ermöglicht 
werden, Fragen und Anregungen zu äußern. Gemeinsam können Vereinbarungen getroffen werden, 
die zur positiven Entwicklung des Kindes beitragen. 
8.1  Elternarbeit 
Eine vertrauensvolle und transparente Zusammenarbeit mit den Familien ist uns besonders wichtig. 
Ein enger Austausch, geprägt von Offenheit und Ehrlichkeit, bildet die notwendige Vertrauensbasis, 
um die bestmögliche Förderung für das Kind zu gewährleisten. Wir verstehen uns als familienergän- 
zende Einrichtung, in der die Familien im Bereich Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder un- 
terstützt werden. Wechselseitiger Respekt, Achtung und ein wertschätzender Umgang miteinander 
sind die Grundvoraussetzung für eine gelungene Erziehungs- und Bildungspartnerschaft. 
Die Einbeziehung und Mitwirkung der Eltern ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal für die pädago- 
gische Arbeit in unseren Einrichtungen. Eltern sollen bei der Erziehung ihrer Kinder entlastet und 
unterstützt werden. Wir beraten sie in Erziehungsfragen und lassen sie in schwierigen Situationen 
nicht alleine, z. B. bei der Suche nach Beratungsstellen. Unsere Vielfalt an unterschiedlichen Einrich- 
tungen lässt uns bei vielen Beratungsthemen innerhalb unseres eigenen Trägers auf bestehende 
Angebote zurückgreifen.  
Unsere bestehenden Kooperationen: 
 Amt für Kinder, Jugendliche und Familien – Fachabteilungen Kindertagespflege, Jugendför- 
derung, OGS-Fachdienst 
 Haus der Familie Münster  
 Katholisches Bildungsforum im Stadtdekanat Münster e.V. 
 Diakonie Münster e.V. 
 Verein für Mototherapie und psychomotorische Entwic klungsförderung e.V. 
 CVJM Münster 
 Schulpsychologische Beratungsstelle 
 
Selbstverständlich werden die schon bestehenden Koo perationen gerne weitergeführt und durch 
unsere Ideen ergänzt. Es ist für uns von großer Bedeutung, jedes Kind und seine Lebenssituation zu 
kennen und individuell zu berücksichtigen. Dafür ist ein regelmäßiger Austausch wichtig. Im Eltern- 
gremium haben die Eltern ihre Vertretung. Von dort sollen Impulse ausgehen und in die OGS wirken. 
Wir wünschen und freuen uns über die Mitarbeit der Familien in unserer Einrichtung im Rahmen ih- 
rer Ressourcen und Möglichkeiten. 
Erziehungs- und Bildungspartnerschaft verstehen wir als aktive Teilhabe von Eltern, aktives Zusam- 
menwirken von pädagogischen Fachkräften und Eltern, Familienberatung und Familienbildung und 
Unterstützung im Aufbau und Nutzung von Netzwerken.

SEITE 21 KONZEPT – MARGARETENSCHULE  
 
 
Modelle der Elternarbeit an unseren Standorten: 
 Planung und Durchführung verschiedener Feste 
 Familien-/Eltern-Café 
 Elternbriefe 
 “Neues aus der OGS” – Elternpost als Newsletter (mind. alle drei Monate) 
 Nachmittag der offenen OGS 
 Präsentation verschiedenen AGs 
 Elternbeirat 
 Beratungsangebote (in Präsenz und Digital) 
 Elterninformationsabende 
 
8.2  Elternversammlungen 
Einmal jährlich findet meist im September, nach Beginn des neuen Schuljahres, die Elternvollver- 
sammlung  statt. Inhalte der Vollversammlung sind u.a. die Termine des 1. Schulhalbjahres, wichtige 
pädagogische Informationen zum OGS-Geschehen und di e Wahl dem/der Elternvertreter*innen. 
Der  Elternbeirat  besteht aus ein bis zwei Eltern pro Jahrgang. Er trifft sich alle zehn bis zwölf Wo- 
chen, bei Bedarf auch häufiger, und fungiert als Sprachrohr zwischen Elternschaft und OGS. 
8.3  Anlassbezogene Elternabende 
Thematische Informationsveranstaltungen, mit Theori e- und Praxisanteilen, ergänzen unser Ange- 
bot einer gewinnbringenden Elternarbeit. Verschiedene interessante Themen, die die Lebenswelt 
der Familien beschäftigen, werden von uns initiiert, aber auch durch Rückmeldungen des Elternbei- 
rates hin ausgesucht, vorbereitet und durchgeführt. Die Angebote sind grundsätzlich Kostenlos und 
können je nach Bedarf in Präsenz und Digital stattfinden. 
Unsere Beispiele für Elterninformationsabende: 
 Informationsabend für die neuen Lernanfänger*innen 
 Selbstbehauptung 
 Medienkonsum 
 Tischspiele neu entdeckt 
 Angemessene Freizeitgestaltung für Kinder im Grundschulalter 
 Taschengeld – wie mache ich es richtig. 
 Kinderrechte 
 
9 VEREINBARKEIT VON FAMILIE UND BERUF 
Unser Angebot orientiert sich an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien und ermöglicht 
den Müttern und Vätern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Orientiert an den jeweiligen 
Standort reagieren wir, nach Auswertung regelmäßiger Bedarfsabfragen, in vorheriger Rücksprache 
mit der Schulleitung und dem Schulverwaltungsamt, und passen die Öffnungszeiten der OGS an.  
Flexibilität ist unsere Stärke – Randzeiten und Extrazeit sowie Frühbetreuung sind für uns grund- 
sätzlich selbstverständlich. Gerne bieten wir auch kurzfristig verlässliche Betreuungssettings für die 
Eltern an.

SEITE 22 KONZEPT – MARGARETENSCHULE  
 
 
9.1  Öffnungszeiten 
Eine Sicherstellung der Betreuungszeiten an der OGS Margaretenschule würde zu folgenden Zeiten 
vorgehalten werden: 
 OGS-Betreuung:  ab 11:15 Uhr bis 16:00 Uhr (je nach  Unterrichtsschluss) 
 Bis-Mittag-Betreuung:   ab 11:15 Uhr bis 13:30 Uhr (je nach Unterrichtsschluss) 
 Extrazeit    so wie Eltern einen Bedarf anmelden. 
 
Die Extrazeit kann z.B. durch eigenes Personal abgesichert werden. Denkbar sind für uns aber auch 
Kooperationsangebote mit und an anderen Einrichtung en (z.B. der Kinder- und Jugendarbeit) an 
den jeweiligen anderen Standorten. Hier würden wir den Übergang durch unser Personal verlässlich 
begleitet gestalten.  
 
10   QUALITÄTSMANAGEMENT 
Die Outlaw gGmbH verfügt über ein zentrales Qualitä tsmanagement, das hinsichtlich der strategi- 
schen Planung und Umsetzung unmittelbar der Geschäftsführung zugeordnet ist. Es gibt jährliche 
arbeitsfeldspezifische Qualitätszirkel, die Grundlage sind Verfahrensweisen und Standards zu entwi- 
ckeln und Prozesse zu überprüfen und kontinuierlich  zu verbessern. Durch die dezentrale Struktur 
des Unternehmens kann so auf unterschiedliche regionale Rahmenbedingungen und interne Anfor- 
derungen sowie ggf. externe Vorgaben zur QE flexibel passgenau reagiert werden.  
Als Teil der übergeordneten Qualitätsentwicklung wu rden u.a. entwickelt: 
 Trägerkonzept 
 Grundkonzepte für die pädagogischen Arbeitsfelder 
 Schlüsselprozesse für die pädagogischen Arbeitsfelder 
 Internes Evaluationssystem für die Umsetzung von Sc hlüsselprozesse 
 Stellenprofile 
 Führungsleitbild 
 Personalentwicklungskonzept 
 Standards zur Einarbeitung von neuen Mitarbeiter*innen 
 Partizipationsstandards für Mitarbeiter*innen (Feedbackmanagement) 
 Partizipationsstandards für Adressat*innen (Beschwerdemanagement) 
 Standards zum Kinderschutz (Dienstanweisungen) 
 Jahresplanung/Zielvereinbarungen 
 Mitarbeiter*innen-Befragung 
 
10.1   Beschwerdemanagement 
Für alle Einrichtungen der Outlaw gGmbH wurde bundesweit ein Mindeststandard für Beschwerde- 
möglichkeiten entwickelt. Individuelle und informel le Beschwerdemöglichkeiten werden zusätzlich 
weiterhin als Option vorgehalten. Der Mindeststandard besteht aus einem Beschwerdeflyer für Kin- 
der bzw. ihren Familien und dem Bilderbuch Mein Recht-in echt!  Der Beschwerdeflyer nennt interne 
sowie externe Beschwerdestellen, an die die Kinder und ihre Familien sich bei Beschwerden wenden 
können. Das Bilderbuch erklärt den Kindern und ihren Familien, welche Rechte Kinder haben. Beide 
Broschüren erhalten die Familien mit der Begrüßungsmappe zur Aufnahme in die OGS und liegen an 
einem jederzeit für die Kinder und ihren Familien zugänglichen Ort aus. Eine Verfahrensbeschrei- 
bung regelt den Prozess der Beschwerdebearbeitung. Alle Beschwerden werden turnusmäßig aus- 
gewertet; die Ergebnisse fließen in Planungsprozesse ein.

SEITE 23 KONZEPT – MARGARETENSCHULE  
 
 
Wir verstehen Beschwerden als ein wichtiges Instrument zur Sicherung bzw. Überprüfung der Quali- 
tät der pädagogischen Prozesse und als unverzichtba ren Bestandteil der professionellen Arbeitsbe- 
ziehung zwischen Fachkräften, Eltern und Kindern. Oberstes Ziel dabei ist, die Belange ernst zu neh- 
men, den Beschwerden nachzugehen, diese möglichst abzustellen und Lösungen zu finden, die alle 
mittragen können. Beschwerden können von Eltern und Mitarbeiter*innen in Form von Kritik, Ver- 
besserungsvorschlägen, Anregungen oder Anfragen wei tergegeben werden.  
Wir schaffen bewusste Gesprächsmöglichkeiten, die z um einem im direkten Gespräch mit der jewei- 
ligen Fachkraft oder OGS-Koordinator*innen jederzeit möglich ist und zum anderen auch Gruppen- 
angebote (Elternbeiratssitzungen) sein können. Ebenso können Anliegen an die Elternvertreter*in- 
nen oder die Fachgebietsleitung weitergeleitet werden. Selbstverständlich kann auch ein möglicher 
vorhandener Briefkasten für Anliegen jeder Art genu tzt werden.  
Besonderen Wert legen wir darauf, dass die Kinder eine Stimme bekommen. Wir schaffen auch hier  
bewusst Gesprächsanlässe und die Kinder haben die Möglichkeit, mit der Unterstützung der Fach- 
kräfte ihre Anliegen in der Kinderkonferenz anzubringen. 
10.2   Kinderschutz 
Eine besondere Anforderung stellt der Schutz von Kindern dar. Daher ist es wichtig, dass die Kinder 
gut beaufsichtigt sind, ihnen zugehört wird und sie ernst genommen werden. Falls es zu einem Ver- 
dacht oder Verfahren kommt, werden sie bis zum Ende durch unsere Mitarbeiter*innen begleitet. 
Kindeswohlgefährdung zu erkennen, kann sehr schwierig sein. Ein achtsamer Blick der Fachkräfte 
kann dazu beitragen eine Kindeswohlgefährdung aufzudecken und somit abzuwenden. Durch trä- 
gerinterne, spezielle Schulungen, werden alle unsere Mitarbeiter*innen der OGS jährlich speziell zu 
dieser Thematik geschult.  
Nach § 8a SGB VIII sind alle Träger der freien Jugendhilfe verpflichtet, für den organisatorischen 
Rahmen des Schutzauftrages hinsichtlich einer Kindeswohlgefährdung zu sorgen. Vor jeder Einstel- 
lung, wird ein erweitertes Führungszeugnis nach § 72a SGB VIII von allen Mitarbeitenden verlangt. 
Dies wird auch nach der Einstellung, in regelmäßigen Abständen überprüft. Die Outlaw gGmbH hat 
eine Dienstanweisung auf dieser Grundlage erstellt, die die genaue Vorgehensweise bei Kindes- 
wohlgefährdung regelt. Sie gilt für alle pädagogisc hen Mitarbeiter*innen, die regelmäßig Kontakt 
mit Kindern, Jugendlichen und Familie haben.  Jede/r neue Mitarbeiter/in erhält die Dienstanwei- 
sung mit dem Arbeitsvertrag und im ersten Monat der  Tätigkeiten eine Belehrung zur Dienstanwei- 
sung durch dafür verantwortliche Leitungskräfte. In jeder Einrichtung ist die Dienstanweisung zu- 
gänglich. Das Verfahren der internen Dienstanweisung berücksichtigt dabei die jeweilig gültigen 
Vereinbarungen gemäß SGB VIII § 8a mit den öffentli chen Trägern der Jugendhilfe. 
Outlaw stellt innerbetrieblich erfahrene Fachkräfte, die im Verdachtsfall eine Besprechung mit den 
beteiligten Fachkräften durchführen. Dabei wird das Gefährdungsrisiko abgeschätzt, der Einbezug 
der Beteiligten besprochen und weitere Handlungsschritte werden festgelegt. 
Gerade der Umgang mit der Thematik Kindeswohlgefährdung bedarf eines abgestimmten, adäqua- 
ten Verfahrens zum Wohle der Kinder und Jugendlichen. Das interne Verfahren bei dem Verdacht 
einer Kindeswohlgefährdung sieht vor, dass die verantwortliche Leitungskraft von der/dem pädago- 
gischen Mitarbeiter/in informiert wird, sobald die Hinweise auf eine Kindeswohlgefährdung vorlie- 
gen. Gemeinsam wird die Situation reflektiert, und es erfolgt eine Einschätzung darüber, welcher 
Handlungsbedarf besteht. Bestätigt sich der Verdach t, wird eine entsprechende Beratung nach § 8a 
durch die pädagogische Fachkraft organisiert, die den Hinweis erhalten hat bzw. durch eine damit 
beauftrage Person. In der Beratung erfolgt - begleitet durch die insoweit erfahrene Fachkraft - eine 
Gefährdungsabschätzung, sowie die daraus resultierende Planung des weiteren Vorgehens. Weiter- 
hin sind regelmäßige Erfolgskontrollen in Form von Beratungen durch mehrere Fachkräfte durchzu- 
führen, bis die Gefährdung abgewendet ist.

SEITE 24 KONZEPT – MARGARETENSCHULE  
 
 
Der sachgerechte Umgang mit Kindeswohlgefährdung erfordert eine sorgfältige Dokumentation. 
Diese dient der professionellen Bearbeitung, sowie der rechtlichen Überprüfbarkeit.    
11   NETZWERKARBEIT UND KOOPERATION 
Outlaw steht für eine sozialräumliche Kinder- und Jugendhilfe. Unsere Einrichtungen sind elementa- 
rer Bestandteil der jeweiligen Sozialräume. Sie sind fester Bestandteil des öffentlichen Lebens und 
gleichzeitig geschützte Räume für Kinder. Es gehört zu den Aufgaben der pädagogischen Mitarbei- 
ter*innen, die Kinder mit ihrer räumlichen Umgebung vertraut und diese für sie altersgerecht be- 
greifbar zu machen. Für die Lebenswelt der Kinder ist zweierlei von großer Bedeutung: Zum einen 
die Kenntnis des Sozialraums und zum anderen das Wissen um die Ressourcen. Die Lebensweltori- 
entierung der Kinder in den Fokus zu nehmen heißt, die individuelle Ausgestaltung des Lebens der 
Kinder, aber auch der Eltern und Familien, zu berücksichtigen und zu respektieren. Die Lebenswel- 
ten hängen dabei auch von Lebensverhältnissen ab, die ihrerseits wiederum durch den Sozialraum 
geprägt oder bestimmt sein können. Unsere Kinder un d Familien profitieren von der Vernetzung im 
Stadtteil und von dem Zusammenschluss verschiedener  Kooperationspartner*innen. Verschiedene 
Fachdienste unterschiedlicher Profession lassen einen breiten Blickwinkel zu und helfen allen betei- 
ligten Akteuren, zum Wohle des Kindes und dessen Familien. bspw. durch kurzfristiges Intervenie- 
ren in Krisensituationen oder Installieren vielfältiger Unterstützungsangebote für die Familie. 
Der Ausbau unserer Netzwerke für die OGS Margaretenschule ist elementarer Bestandteil und wird 
angestrebt. 
Mögliche Netzwerke & Kooperationen: 
 
 Trägerinterne Leitungsrunde 
 Jugendamt der Stadt Münster - Sozialer Dienst – Jugendförderung 
 Arbeitskreise im Stadtteil 
 Jugendschutzstelle 
 Jugendverkehrsschule Münster 
 Beratungsstellen 
 Hallenbad Ost Münster 
 St. Margareta Gemeinde 
 SC Münster 08 
 TuS Saxonia 
 Bennohaus 
 Offene Kinder- und Jugendarbeit CVJM Münster 
 Stadtteilbücherei 
 
Die Vernetzung im stadtweiten Trägertreffen ist eine Selbstverständlichkeit. Unsere Mitarbeiter*in- 
nen bringen sich mit der Teilnahme an verschiedenen Arbeitskreisen der Stadt bzw. dem Stadtteil 
ein.

SEITE 25 KONZEPT – MARGARETENSCHULE  
 
 
12   ANSPRECHPARTNER*INNEN 
Wir freuen uns, wenn Sie Rückfragen, Ergänzungen oder Wünsche zu unseren in diesem Konzept 
verschriftlichten Inhalten haben. 
Das Konzept wurde von der Fachgebietsleitung Sebastian Geeraedts, in Zusammenarbeit und Ab- 
sprache mit der Gesamtleitung Juliane Wieching erarbeitet. 
 
Fachgebietsleitung - Sebastian Geeraedts 
Outlaw gGmbH 
Idenbrockplatz 27 
48159 Münster  
 
Mobil 0176 22 81 77 10 
sebastian.geeraedts@outlaw-ggmbh.de  
 
 
Gesamtleitung – Juliane Wieching 
Outlaw gGmbH 
Idenbrockplatz 27 
48159 Münster 
 
Mobil 0171 78 71 12 6 
juliane.wieching@outlaw-ggmbh.de  
 
 
Outlaw gGmbh 
Johann-Krane-Weg 18 
48149 Münster 
 
Tel. 0251  3835660 
Fax. 0251  38356699 
info@outlaw-ggmbh.de  
www.outlaw-ggmbh.de

SEITE 26 KONZEPT – MARGARETENSCHULE  
 
 
13  ORGANIGRAMM MÜNSTER

AWO OGS-Konzept_Margaretenschule

31080 Zeichen

BEREICH SCHULE
OGS-Konzeptz
Margaretenschule Münsterz 
Konzept für das außerschulische Angebot    
der Offenen Ganztagsschule (OGS) im Rahmen
der Überleitung der OGS in freie Trägerschaft

KONZEPT FÜR DAS AUSSERSCHULISCHE ANGEBOT DER OFFENEN GANZTAGSSCHULE (OGS) DER MARGARETENSCHULE
2      
INHALT
1. Einleitung ............................................. 2
1.1  Rahmenbedingungen ..............................2
1.2.  Vorstellung der Arbeiterwohlfahrt
       Münsterland-Recklinghausen ....................2
1.2.1 Das Leitbild der AWO ................................3
1.2.2 Die Anerkennung als freier Träger
 der Jugendhilfe ......................................3
1.3.  Die Margaretenschule ..............................3
2. Die Struktur im Offenen Ganztag ................ 3
2.1  Tagesablauf ...........................................3
2.2  Räumlichkeiten ......................................4
2.3  Öffnungszeiten .......................................4
2.4  Ferienangebote ......................................4
2.5  Anmeldeverfahren ..................................4
2.6  Übergang von der Kita in die OGS ...............4
3. Die pädagogische Ausrichtung der AWO ........4
3.1  Inklusion .............................................. 4
3.2  Kinder mit Fluchthintergrund ....................5
3.3  Kinderschutz.......................................... 5
3.4  Elternarbeit ...........................................5
3.5 Beschwerdemanagement ......................... 5
3.6  Genderthematik .....................................5
4. Partizipation .......................................... 5
4.1 Kinder .................................................. 5
4.2 Eltern/Sorgeberechtigte ............................ 5
4.3 Personal ............................................... 5
5. Qualitätsentwicklung ............................... 6
6. Kommunikationsstruktur .......................... 6
7. Zumsammenwirken unterschiedlicher
 Professionen .......................................... 6
7.1 Das Team der AWO ...................................6
7.2 Innerschulische Kooperation .....................6
7.3  Außerschulische Kooperation .....................7
7.4  Vernetzung im Sozialraum ........................ 7
8. Personalentwicklung ............................... 7
8.1 Fachkräftegewinnung und -ausbildung .......7
8.2  Bindung von Mitarbeiter*innen/Corporate . 
	 Benefits ................................................ 7
8.3 Fortbildungen ........................................ 7
9. AWO Unterbezirk Münsterland-
	 Recklinghausen-Spezifika ......................... 7
10. Anlagen ................................................ 7
 - Qualitätshandbuch
KONTAKT
AWO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen
Miriam Maiburg (Bereichsleiterin Schule)
Wildermannstraße 69
45659 Recklinghausen  
Telefon: 02361 93167-51
m.maiburg@awo-msl-re.de
1. Einleitung
Die OGS ist ein Ort, an dem sich die Kinder angenommen 
und wohl fühlen sollen. Dies ist die Grundlage für individu-
elle Entfaltung, für Gemeinschaftserleben und Lernmotiva-
tion. Um einen solchen Ort zu gestalten, sind alle Akteure 
mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten, ihrer Fachlichkeit 
und ihrer Persönlichkeit gefragt. Die OGS als gemeinsamer 
Lern- und Lebensraum soll dazu beitragen, dass die Kin-
der in ihrem Sozialverhalten gestärkt werden, lernen, ihre 
Bedürfnisse zu erkennen und zu benennen, und Möglichkei-
ten erhalten, sich einzubringen und mitzugestalten. Erzie-
hung, Bildung und Betreuung kann aber nur im Sinne der 
Kinder gelingen, wenn Eltern, schulische Akteure und auch 
externe Partner*innen mit einbezogen werden. Daher ist es 
uns ein besonderes Anliegen, unsere OGS-Teams mit fach-
licher Expertise, bestmöglichen Rahmenbedingungen und 
gemeinsamer Qualitätsentwicklung in ihrer täglichen Pra-
xis und ihren vielfältigen Aufgaben zu unterstützen.
1.1 Rahmenbedingungen
Die gesetzlichen Vorgaben für die Offene Ganztagsschule 
(OGS) regelt der Grundlagenerlass „Gebundene und offene 
Ganztagsschulen sowie außerunterrichtliche Ganztags- und 
Betreuungsangebote in Primarbereich und Sekundarstufe 
I“ des Landes NRW vom 23.12.2010 in der aktualisierten 
Fassung vom 16.02.2018. Der Runderlass fordert eine Öff-
nung von Schule, die sich in der Beteiligung von außer-
schulischen Partnern, der Einbeziehung von unterschied-
lichen Professionen in die pädagogische Arbeit und in der 
Erschließung und Nutzung des Sozialraums widerspiegelt.
1.2 Vorstellung der Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk 
Münsterland-Recklinghausen
Die Arbeiterwohlfahrt im Unterbezirk Münsterland-Reck-
linghausen ist bunt und vielfältig. In den Kreisen Reckling-
hausen, Coesfeld und Borken ist der Unterbezirk seit Jah-
ren Kooperationspartner der Kommunen beim Ausbau des 
Ganztagsbetriebs im Primarbereich sowie an den weiterfüh-
renden Schulen. An 68 Schulen werden in enger Abstim-
mung mit der Schulleitung ganztägige Lernarrangements 
erarbeitet, um das pädagogische Leitbild der (Offenen) 
Ganztagsschule zu einer neuen Lernkultur umzusetzen.
In der Stadt Münster ist die AWO seit vielen Jahren als 
Kooperationspartnerin für die Schulsozialarbeit an drei 
Grundschulen sowie an einer weiterführenden Schule tätig. 
Neben Trägerschaften im Bereich Schule bietet die AWO 
zahlreiche Angebote in Münster und Umgebung, dazu 
gehören neben Seniorenwohnstätten ebenso Kitas, Jugend-
treffs, integrative Angebote oder Begegnungsstätten und 
diverse Hilfsangebote.
1.2.1 Das Leitbild der AWO
Die pädagogische Arbeit in der OGS orientiert sich am Leit-
bild der Arbeiterwohlfahrt. Die Grundwerte der AWO sind 
Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit, Toleranz und Soli-
darität. Dies bedeutet, dass die nationale oder konfessio-
nelle Zugehörigkeit bei den Zugangsvoraussetzungen zu

KONZEPT FÜR DAS AUSSERSCHULISCHE ANGEBOT DER OFFENEN GANZTAGSSCHULE (OGS) DER MARGARETENSCHULE
3      
den Einrichtungen der AWO keine Rolle spielt. Kulturelle 
Vielfalt gehört zu den Tatsachen unserer Gesellschaft und 
ist auch in der OGS ausdrücklich willkommen. Im sozialen 
Miteinander lernen die Kinder einander kennen und respek-
tieren. Die gemeinsamen Interessen der Kinder stehen im 
Mittelpunkt. Die AWO setzt sich dabei aktiv für das Errei-
chen von Chancengleichheit ein, indem sie die Inklusion in 
ihren Einrichtungen fördert und darüber hinaus zusätzli-
che Angebote zum Ausgleich von Benachteiligungen ent-
wickelt und anbietet.
1.2.2 Die Anerkennung als freier Träger der Jugendhilfe
Die Anerkennung des AWO Unterbezirks Münsterland-
Recklinghausen als Träger der Jugendhilfe existiert seit den 
60er Jahren und ist eine Anerkennung der Verbände der 
Freien Wohlfahrtspflege mit ihren Gliederungen. Für die 
AWO im Bezirk Westliches-Westfalen (seit dem 18. April 
1966) erstreckt sich die Anerkennung auf „ihre gegenwärtig 
und zukünftig angehörenden regionalen Untergliederun-
gen (Unterbezirke, Kreisverbände, Stadtverbände, Ortsver-
eine) im Lande Nordrhein-Westfalen“ (Bek. d. Ministeri-
ums für Arbeit, Gesundheit und Soziales v. 28.5.1990 - IV 
B 2 - 6104.0 (ab 29.7.2010 MFKJKS). Die Anerkennung 
ist auf der Website des Ministerium des Inneren des Lan-
des Nordrhein-Westfalen unter folgendem Link zu errei-
chen: https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_text_anzeigen?v_
id=61020161014172262530.
1.3 Die Margaretenschule
An der Margaretenschule werden zur Zeit 236 Schüler*in-
nen in 9 Klassen unterrichtet. Von ihnen besuchen 192 
Schüler*innen die Offene Ganztagsschule, 42 Kinder neh-
men an der Bis-Mittag-Betreuung teil. Die Schule befindet 
sich um Stadtteil Mauritz.
2. Die Struktur im Offenen Ganztag
Um ein optimales Bildungs- und Betreuungsangebot im 
Rahmen der Offenen Ganztagsschule zu bieten, haben sich 
bei der AWO bestimmte Strukturen etabliert:
2.1 Tagesablauf
Der Tagesablauf der Schüler*innen im Offenen Ganztag 
wird im Wesentlichen durch das gemeinsame Mittagessen, 
die Erledigung der Hausaufgaben, das Freispiel und die AG-
Angebote strukturiert. Jeder dieser Bestandteile ist Teil des 
pädagogischen Konzeptes und erfährt demnach eine ent-
sprechende Ausgestaltung.
Mittagessen
Das gemeinsame Mittagessen ist die elementare Grund -
lage für das Wohlbefinden der Kinder. Jedes Kind hat das 
Recht auf eine warme Mahlzeit am Tag. Im AWO Unterbe-
zirk Münsterland-Recklinghausen wird diesem Recht ent -
sprochen, indem das Mittagessen als verpflichtender und 
elementarer Bestandteil der OGS ausgestaltet wird. Denn 
der tägliche Mittagstisch dient nicht nur der reinen Nah -
rungsaufnahme, vielmehr hat er für das soziale Lernen 
einen hohen Stellenwert. Die Kinder lernen verbindliche 
Tischregeln kennen, werden angehalten, Rücksicht zu neh-
men, zu teilen und sich gegenseitig zu helfen. Beim Mit -
tagessen wird eine Esskultur vermittelt, bei der neben der 
Gemeinschaft auch eine gesunde und ausgewogene Ernäh-
rung eine wichtige Rolle spielt. Die Mahlzeiten sind kind -
gerecht und ausgewogen. Die Essenssituation bietet Raum 
für kommunikativen Austausch und sollte in gemütlicher 
Atmosphäre eingenommen werden.
Hausaufgaben
Die Rahmenbedingungen für die Hausaufgaben sind größ-
tenteils gesetzlich geregelt. Das gilt für den zeitlichen 
Umfang sowie für die Unterstützung durch Lehrerstunden. 
Grundsätzlich gelten bei der AWO Unterbezirk Münster-
land-Recklinghausen folgende Grundsätze für die pädago-
gische Hausaufgabenbegleitung:
- Die Anfertigung der Hausaufgaben erfolgt in einem 
separaten (Klassen-)Raum in ruhiger Arbeitsatmosphäre.
- Die Hausaufgabenbegleitung ist keine Nachhilfe.  
Die Kinder werden angeleitet, ihre Hausaufgaben  
eigenständig zu erledigen.
- Lernen und Lesen finden zu Hause statt.
- Die Eltern tragen die letzte Verantwortung für die  
Erledigung der Hausaufgaben.
Über diese Grundsätze hinaus werden standortspezifische 
Absprachen zu Räumlichkeiten, Gruppengröße, Personal, 
Materialeinsatz sowie Regeln getroffen. Jeder Standort 
erstellt dadurch ein eigenes Hausaufgabenkonzept, welches 
allen Beteiligten bekannt gemacht wird. Dabei ist ein Dia -
log über Erwartungshaltungen, Umfang und Zielsetzung 
der Hausaufgaben unerlässlich.

KONZEPT FÜR DAS AUSSERSCHULISCHE ANGEBOT DER OFFENEN GANZTAGSSCHULE (OGS) DER MARGARETENSCHULE
4      
AG-Angebote und ganzheitliche Bildung
Die AGs finden in Zusammenarbeit mit Übungsleiter*innen 
und unterschiedlichen Institutionen (z.B. Musikschule oder 
Sportvereine) statt. Die Bandbreite der AGs reicht von Com-
puterkursen bis hin zu kreativen, musikalischen und sport-
lichen oder ökologischen Angeboten und richtet sich nach 
den Bedarfen und Interessen der Schüler*innen.
Freispiel
Neben den festen, angeleiteten Angeboten haben die Kin-
der auch immer die Möglichkeit, ihre Zeit frei zu gestal-
ten. Während des Freispiels werden die Kinder zu intensiver 
Kommunikation untereinander ermutigt. Neben der Kom-
munikation ist auch die Bewegung ein wichtiger Baustein 
in der sozialen Interaktion.
Darüber hinaus ist das angeleitete Freispiel ein wichtiger 
Bestandteil der pädagogischen Arbeit, bei dem der Rahmen 
der gewählten Aktivität vom Betreuungspersonal gesetzt 
wird. Hierzu gehören beispielsweise Spiele im Freien, Koch- 
und Backaktivitäten oder ähnliches.
2.2  Räumlichkeiten
Die Kinder werden in der OGS der Margaretenschule in 
sieben festen Gruppen betreut, sodass auch sieben Grup-
penräume zur Verfügung stehen. Das Mittagessen wird 
im Speiseraum eingenommen und die Klassenräume wer-
den ebenfalls für die Erledigung der Hausaufgaben genutzt. 
Weitere Räumlichkeiten (z.B. Musikraum, Werkraum, Aula, 
Sporthalle) sind ebenso für die Nutzung im Nachmittagsbe-
reich vorgesehen.
2.3 Öffnungszeiten
Die OGS-Öffnungszeiten sind per Erlass geregelt. Danach 
beginnt die Zeit im Offenen Ganztag nach Unterrichts-
schluss, spätestens aber um 11:30 Uhr und endet um 16:00 
Uhr, frühestens aber um 15:00 Uhr. Es wird erwartet, dass 
die Kinder in der Regel an fünf Wochentagen teilnehmen. 
Ausnahmen sind erlaubt, müssen jedoch von der Schullei-
tung im Voraus genehmigt werden. Die AWO hat dabei feste 
Entlasszeiten um 15:00 Uhr und um 16:00 Uhr zum Wohl 
der Kinder bereits konzeptionell verankert. Eine ganztägige 
Öffnung der OGS kann in Ausnahmen wie bei Lehrerausflü-
gen oder Ganztagsfortbildungen der Lehrer*innen erfolgen. 
Auf Wunsch kann eine Frühbetreuung vor Schulbeginn 
ergänzt werden. Eine Randzeitenbetreuung von 7:00 Uhr 
und/oder bis 17:00 Uhr richtet sich nach den Bedarfen vor 
Ort, ebenso die Einrichtung einer Bis-Mittag-Betreuung.
2.4 Ferienangebote
Auch bei der Ferienbetreuung stehen die Bedarfe der Kin-
der im Vordergrund. Das bedeutet, dass umfassende Betreu-
ungszeiten mit attraktiven Ferienprogrammen angeboten 
werden. Neben gemeinsamen Aktivitäten steht den Kin-
dern genügend Freiraum zur Verfügung, um sich mit eige-
nen Ideen zu entfalten und auch Ruhephasen zu genießen. 
Die Ferien dienen dem zwanglosen Entdecken, dem Spiel 
und der Entspannung. Die Ferienbetreuung für die Kinder 
der OGS wird in der Regel mit Ausnahme von drei Wochen 
in den Sommerferien und der Zeit zwischen Weihnachten 
und Neujahr in allen Schulferien und an beweglichen Feri-
entagen angeboten. Sie findet an den Werktagen in der Zeit 
von 8:00-16:00 Uhr statt und kann individuell in Anspruch 
genommen werden.
Der Ferientag beinhaltet neben einer gestalteten Früh-
stückszeit und dem gemeinsamen Mittagessen pädagogi-
sche Angebote, die einem Ferienmotto folgen. Als Träger 
stehen wir aber auch neuen Konzepten, die sich für den 
Schulstandort bewährt haben, offen gegenüber. 
Auch eine trägerübergreifende Lösung mit anderen 
Standorten ist denkbar, sodass die Eltern die Möglichkeit 
erhalten, die Ferienbetreuung z.B. mit den Betreuungszei-
ten der Geschwisterkinder in Kindertagesstätten o.ä. abzu-
stimmen.
2.5 Anmeldeverfahren
In der Regel sollten die Neuanmeldungen für das kom -
mende Schuljahr bis Ende Mai abgeschlossen sein. Soweit 
noch OGS-Plätze frei geblieben sind, haben Nachrücker*in-
nen bis zum 15.10. Zeit, sich für das laufende Schuljahr 
anzumelden. Sollte eine begrenzte Raumkapazität vorlie -
gen, können in Kooperation mit der Stadt Aufnahmekrite-
rien festgelegt werden. Wird während des Schuljahres ein 
Platz in  der OGS frei, erfolgt ein Nachrückverfahren. Die 
Verträge sollen von den Eltern direkt mit der AWO Unter-
bezirk Münsterland-Recklinghausen geschlossen werden.
2.6 Übergang von der Kita in die OGS
Der Übergang von der Kita in die Offene Ganztags-
schule bedeutet zunächst den Wechsel von einem vertrau-
ten Lebensumfeld in einen neuen und fremden Lebens-
abschnitt. Ziel der OGS ist es dabei, Vorfreude zu wecken 
sowie Ängsten und Überforderungen vorab entgegenzuwir-
ken. Ein besonders Augenmerk liegt oftmals bei den Kin-
dern mit besonderen Förderbedarfen.
3. Pädagogische Ausrichtung der AWO
Unter Bildung verstehen wir mehr als nur die Vermittlung 
und Verarbeitung positiven Wissens. Bildungsprozesse sind 
nur dann erfolgreich, wenn ein umfassendes und ganzheit-
liches Bildungsverständnis Grundlage des pädagogischen 
Handelns ist. Die Offene Ganztagsschule ist dabei eine 
Kombination von Schule und klassischen Angeboten der 
Jugendhilfe. Die pädagogische Ausrichtung ist ressourcen-
orientiert und darauf bedacht, den Kindern eine Teilnahme 
am OGS-Alltag zu ermöglichen, die positiv besetzt ist und 
die Kinder in der jeweiligen Entwicklung fördert. Der Pro-
zess der Inklusion ist damit bereits in unserem Grundver-
ständnis von OGS angelegt und wird stetig vorangetrieben.
3.1 Inklusion
Gemäß dem Index für Inklusion (Tony Booth und Mel Ain-
scow, 2003) ist es notwendig, die individuellen Barrieren 
für die Teilhabe zu erkennen und klar zu benennen, um 
sie im Anschluss auf ein Minimum zu reduzieren oder zu

KONZEPT FÜR DAS AUSSERSCHULISCHE ANGEBOT DER OFFENEN GANZTAGSSCHULE (OGS) DER MARGARETENSCHULE
5      
beseitigen. Diese Analyse ist auch bei der AWO ein ständi-
ger Arbeitsprozess, aus dem sich die weiteren Schritte auf 
unterschiedlicher Ebene ergeben:
- Haltung/Wertvermittlung: Vermittlung gemeinschaftsför-
dernder Werte verbunden mit der Förderung der positi-
ven Haltung zu Inklusion.
- Pädagogisches Konzept: Stetige Auseinandersetzung mit 
dem pädagogischen Konzept, um Bedürfnissen und 
Erfordernissen gerecht zu werden.
- Kommunikationsstrukturen/Vernetzung: Einrichtung und 
Ausbau eines multiprofessionellen Austauschs zur Etab-
lierung einer verlässlichen Regelkommunikation
- Fachwissen/Erfahrung: Effektiver pädagogischer Aus-
tausch und Fachberatungen
- Qualitätsentwicklung: Kleinschrittige Vorgehensweise 
beim Abbau von Barrieren, um Arbeitsprozesse zu ver-
bessern.
3.2 Kinder mit Fluchthintergrund
Kinder mit Fluchthintergrund sind durch ihre Flucht-
geschichte in besonderer Weise geprägt, müssen sich in 
Deutschland mit einer völlig neuen Lebenswelt zurechtfin-
den und verfügen dazu über keinerlei Deutschkenntnisse. 
Mit ihren unterschiedlichen Sozialisationswegen und reli-
giösen Prägungen bereichern die Kinder die OGS-Gruppe, 
indem sie die Neugierde anderer Kinder wecken und ihre 
Hilfsbereitschaft fördern. Innerhalb der AWO Unterbezirk 
Münsterland-Recklinghausen kann auf Erfahrungen und 
Materialien aus einem Zusatzprogramm für geflüchtete 
Kinder in Marl und Recklinghausen zurückgegriffen wer-
den. Somit ist es möglich, schnelle und kompetente Integra-
tionsangebote, auch mit Hilfe der Schulsozialarbeit vor Ort, 
zu erarbeiten und umzusetzen. 
3.3 Kinderschutz
Das Thema Kinderschutz hat einen besonderen Stellenwert 
bei der AWO. Alle Teamleitungen und pädagogischen Fach-
kräfte wurden zu dem Thema geschult und sind mit dem 
Verfahren im Falle einer Kindeswohlgefährdung vertraut. 
Neben der fachlichen Qualifizierung wird so eine hohe Sen-
sibilisierung für den Kinderschutz gewährleistet. Unsere 
Stabstelle für Gewaltprävention steht dabei mit insofern 
erfahrenen Fachkräften für die Beratung und Begleitung 
unserer Mitarbeiter*innen zur Seite. Alle notwendigen Pro-
zesse und Formulare zur Umsetzung des Schutzauftrages 
bei Kindeswohlgefährdung sind auf der Homepage der AWO 
im internen Bereich hinterlegt und stehen den Mitarbei-
ter*innen jederzeit zur Verfügung.
3.4 Elternarbeit
Die Zusammenarbeit mit den Eltern in der OGS ist für den 
Erziehungsprozess der Kinder von großer Bedeutung. Unser 
Ziel ist es, Transparenz herzustellen, indem die Eltern Ein-
blick in die pädagogische Arbeit erhalten. Für uns ist es 
selbstverständlich, offen und ohne Vorurteile auf die Eltern 
einzugehen.
3.5 Beschwerdemanagement
Beschwerden werden in der AWO sehr ernst genommen und 
sorgfältig bearbeitet. In ihnen liegt eine Chance, gemein-
sam nach tragfähigen Lösungen zu suchen. Ein Prozess 
zum Beschwerdemanagement ist daher fest implementiert.
 
3.6 Genderthematik
Das Leitbild der AWO steht für Vielfalt in allen Bereichen. 
Aus diesem Grund wird eine vielfaltssensible Sprache ver-
wendet. Diese umfasst einen geschlechterneutralen Sprach-
gebrauch, der zur Gleichberechtigung der Geschlechter und 
zu einer inklusiven Sprache aller sexuellen und geschlecht-
lichen Identitäten beiträgt. In den Offenen Ganztagsschu-
len werden zu den koedukativen Angeboten auch spezielle 
Jungen- und Mädchenprojekte angeboten. Die Mitarbei-
ter*innen, die als Vorbilder fungieren, fördern damit den 
Austausch und sensibilisieren die Kinder für dieses Thema.
 
4. Partizipation
 
Damit der OGS-Alltag gelingen kann und alle Bedürfnisse 
berücksichtigt werden können, liegt uns das Miteinbeziehen 
aller Beteiligten sehr am Herzen.
 
4.1 Kinder
Kinder haben mitunter eine andere Wahrnehmung als 
Erwachsene und dadurch auch andere Bedarfe, die sich dem 
pädagogischen Betreuungspersonal nicht immer auf direk-
tem Wege erschließen. Aus diesem Grund ist die Partizipa-
tion der Kinder in Form von Frage-Antwort-Runden oder 
in einem OGS-Parlament ein wesentlicher Bestandteil der 
pädagogischen Arbeit vor Ort. So ist sichergestellt, dass die 
Bedarfe z.B. beim AG-Angebot, bei der Essensauswahl oder 
auch bei der Raumgestaltung berücksichtigt werden kön-
nen.
 
4.2 Eltern
Damit die Eltern einen Einblick in die pädagogische Arbeit 
der OGS bekommen, ist ein Elternabend, an dem das päda-
gogische Betreuungspersonal teilnimmt, obligatorisch. Dort 
wird über das pädagogische Konzept informiert und es gibt 
Gelegenheit, die Räumlichkeiten anzuschauen. Über Neu-
erungen und Änderungen informieren die Teamleitungen 
im Verlauf des Schuljahres durch schriftliche Elternmittei-
lungen. Es besteht jederzeit die Möglichkeit, einen Termin 
für ein Elterngespräch mit der Teamleitung zu vereinbaren. 
Selbstverständlich sind auch Tür-und-Angel-Gespräche bei 
Abholung der Kinder möglich.
 
4.3 Personal
Auch die Miteinbindung der Bedarfe der Mitarbeiter*in-
nen ist uns ein Anliegen. So soll das pädagogische Betreu-
ungspersonal je nach persönlichen Interessen AG-Ange-
bote planen und durchführen. Das Team bekommt dann 
die Möglichkeit, zusätzliche AG-Angebote durch externe 
Kooperationspartner anbieten zu können, falls die eigenen 
Mitarbeiter*innen nicht über die Qualifikation verfügen.

KONZEPT FÜR DAS AUSSERSCHULISCHE ANGEBOT DER OFFENEN GANZTAGSSCHULE (OGS) DER MARGARETENSCHULE
6      
5. Qualitätsentwicklung
Die Qualitätsentwicklung hat einen großen Stellenwert bei 
der AWO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen. Sie 
ist sowohl strukturell durch den Qualitätszirkel und seine 
Unterarbeitsgruppen verankert als auch ständiger Teil der 
entsprechenden Sitzungen innerhalb des Bereiches Schule 
(Koordinationssitzung, Teamleitungsrunden, Teambespre -
chungen, Arbeitskreise mit pädagogischen Themenschwer -
punkten). Neben der AWO-internen Qualitätsentwicklung 
nehmen die OGS-Koordinator*innen und Teamleitungen 
auch an kommunalen Qualitätszirkeln teil. Dabei geht es 
insbesondere um die Fortschreibung von Konzepten, Perso-
nalentwicklung sowie Entwicklung von Vernetzungen. Ein 
Qualitätshandbuch für den Bereich Offenen Ganztagsschu -
len wurde bereits 2019 entwickelt und steht jeder Einrich -
tung und jedem*r Mitarbeiter*in zur Verfügung. Das Qua -
litätshandbuch wird fortlaufend durch die Ergebnisse der 
unterschiedlichen Qualitätszirkel ergänzt, vervollständigt 
und aktualisiert.
6. Kommunikationsstruktur
Die Regelkommunikation dient dem fachlichen Austausch, 
der Informationsweitergabe, einer reibungslosen Organi-
sation und der Qualitätsentwicklung. Im Bereich Schule 
umfasst die Regelkommunikation intern die Fachbereichs-
leitungsebene, die Koordinationsebene, die Ebene der 
Teamleitungen sowie die Teamsitzungen in der OGS vor Ort. 
Somit sind alle Mitarbeiter*innen des Bereiches durch die 
Kommunikationsstruktur vernetzt. Die Informationen und 
Bedarfe aus allen Gremien werden im Qualitätszirkel auf-
gegriffen und sind Grundlage für den Prozess der Quali-
tätsentwicklung. So ist gewährleistet, dass die Qualitätsent-
wicklung auf echte Bedarfe aus der Praxis vor Ort reagiert.
7. Zusammenwirken 
unterschiedlicher Professionen
Um eine optimale Betreuung im Offenen Ganztag sicherzu-
stellen, ist ein Zusammenwirken unterschiedlicher Profes-
sionen unumgänglich. Diese soll vor allem die Verzahnung 
des Vor- und Nachmittags zum Ziel haben, um ein ganz-
heitliches Bildungsangebot zu gewährleisten.
7.1 Das Team der AWO
Alle pädagogischen Mitarbeiter*innen des OGS-Teams sind 
bei der AWO angestellt. Zum pädagogischen Team in der Ein-
richtung zählen die OGS-Teamleitung, die pädagogischen 
Fachkräfte sowie die pädagogischen Ergänzungskräfte. Der 
Stundenumfang richtet sich gemäß OGS-Finanzierungs-
konzept der Stadt Münster nach den Qualitätsstandards 
der Offenen Ganztagschulen in Münster (V/0766/2018 vom 
14.09.2018), welche von Trägerseite vollumfänglich unter-
stützt und umgesetzt werden. Erweitert werden kann das 
Team im Rahmen der vorgegebenen Finanzierung durch 
sonstige Kräfte wie Berufspraktikant*innen, FSJler*innen 
oder Bundesfreiwilligendienstler*innen. Mitarbeiter*innen 
in der Funktion einer Team- oder Gruppenleitung müs-
sen eine pädagogische Fachausbildung nachweisen. Für die 
Ergänzungskräfte sind eine pädagogische Weiterbildung 
oder Vorkenntnisse wünschenswert.
7.2 Innerschulische Kooperation
Für eine gelungene innerschulische Kooperation wird 
immer eine gleichberechtigte, multiprofessionelle Zusam-
menarbeit auf Augenhöhe angestrebt. Die Schule ist ein 
wichtiger Bestandteil der Kinder, daher ist es von großer 
Bedeutung, beide Systeme als Einheit zu betrachten und 
entsprechend zu handeln. Durch die Festlegung im Erlass 
des Ministeriums für Schule und Weiterbildung, Lehrer-
stunden im Ganztag einzusetzen, wird das Ziel der Verzah-
nung von Vor- und Nachmittag gestärkt. Unterstützt wird 
diese Verzahnung neben der gemeinsamen Konzepterarbei-
tung auch durch gemeinsame Fortbildungen oder wechsel-
seitigen Austausch durch die Teilnahme von OGS-Personal 
an Konferenzen bzw. von Lehrer*innen an Teamsitzungen. 
Gemeinsame Gespräche über den Entwicklungsstand sind 
dabei für die Förderung der Vernetzung unerlässlich. Die 
Der Umgang mit der   
Corona-Pandemie in der OGS
Die aktuelle Situation, hervorgerufen durch den pan -
demischen Ausbruch des Corona-Virus, betrifft alle 
Lebensbereiche und stellt insbesondere auch alle im 
Umfeld von Schule tätigen Personen vor neue Heraus-
forderungen. Diesen stellen wir uns im AWO Unter -
bezirk Münsterland-Recklinghausen täglich auf allen 
Ebenen.
Der Schutz der uns anvertrauten Kinder, unserer 
Mitarbeiter*innen sowie aller weiteren Beteiligten der 
OGS und der 8-1-Betreuung ist unser oberstes Gebot. 
Daher haben wir mit Beginn der Pandemie im Frühjahr 
2020 für alle relevanten Bereiche Hygiene-, Pande -
mie- und Notfallpläne entwickelt. Diese werden unter 
Maßgabe der jeweils geltenden Gesetze und Vorschrif-
ten fortlaufend aktualisiert und unseren Einrichtungen 
zentral zur Verfügung gestellt. 
Durch die enge Kooperation von Schulverwaltung, 
Schulleitungen und Betreuungsteams sowie unsere 
transparente Kommunikation mit den Eltern ist sicher-
gestellt, dass alle beteiligten Akteure über die Maß -
nahmen informiert sind. Ein informativer Austausch 
mit dem Gesundheitsamt ist für uns ebenso selbstver-
ständlich wie die digitale Ausstattung der Teams vor 
Ort mit Laptops inklusive Programmen für die digitale 
Kommunikation, um einrichtungsübergreifende Kon -
takte zu reduzieren.

KONZEPT FÜR DAS AUSSERSCHULISCHE ANGEBOT DER OFFENEN GANZTAGSSCHULE (OGS) DER MARGARETENSCHULE
7      
Kommunikation innerhalb des Gesamtgefüges ist von zen-
traler Bedeutung. Dabei ist ein täglicher Austausch insbe-
sondere von Schulleitung und Teamleitung oder ein Infor-
mationsgespräch mit festem Termin für Klassen- und 
Gruppenleitungen sinnvoll.
7.3 Außerschulische Kooperation
Die Kooperation der Offenen Ganztagsschule mit Jugend-
hilfe und außerschulischen Bildungspartnern ist ein wich-
tiger Bestandteil ihres Bildungsauftrags. Die Kooperationen 
mit dem Jugendamt, dem familienunterstützenden Dienst 
und den Beratungsstellen ist demnach ebenso selbstver-
ständlich wie mit Kindertagesstätten oder Familienzentren 
oder diversen Freizeiteinrichtungen der Jugendhilfe.
7.4 Vernetzung im Sozialraum
Die außerschulische Verzahnung in den Sozialraum fördert 
zusätzlich die Akzeptanz des regionalen Umfeldes für den 
Offenen Ganztag und bietet den Kindern eine Einbindung 
in kommunale Einrichtungen und Vereine, die auch Basis 
für eine langfristige Verbindung sein kann. Die AWO Müns-
terland-Recklinghausen ist dabei im Stadtgebiet Müns-
ter bereits stark engagiert: Neben dem Begegnungszent-
rum „Coerde mittendrin“, in dem Raum zum Austausch, zur 
Vernetzung und für Gruppenangebote gegeben ist, ist die 
AWO ebenfalls Trägerin der Schulsozialarbeit an drei wei-
teren Grundschulen und an einer weiterführenden Schule. 
8. Personalentwicklung
Die AWO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen sieht 
sich – auch im Hinblick auf den akuten Fachkräftemangel 
– in der Verantwortung, den Mitarbeiter*innen ein Arbeits-
feld zu bieten, in dem sie sich wohlfühlen und weiterent-
wickeln können.
8.1 Fachkräftegewinnung und -ausbildung
Um dem Fachkräftemangel auch zukünftig entgegenwir-
ken zu können, engagiert sich die AWO Unterbezirk Müns-
terland-Recklinghausen auch als Kooperationspartnerin 
von Hochschulen und Berufskollegs. In den dualen Studi-
engängen „Soziale Arbeit“ und „Kindheitspädagogik“ der 
IU Münster kann die Offene Ganztagsschule als Praxis-
ort ebenso fungieren wie in den PIA-Ausbildungsgängen 
der regionalen Berufskollegs. Die überregional eingerich-
tete Stellenbörse der AWO ermöglicht die Personalgewin-
nung im gesamten Bundesgebiet. Die Veröffentlichungen 
von Stellenanzeigen auf kommunalen Portalen, sozialen 
Netzwerken und in verschiedenen Printmedien und die gute 
regionale Vernetzung gewährleistet nach wie vor eine opti-
male Stellenbesetzung.
8.2 Bindung von Mitarbeiter*innen/Corporate Benefits
Die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter*innen ist uns ein 
besonderes Anliegen und hat einen besonderen Stellenwert 
bei der AWO. Neben einer tariflichen Bezahlung und Mög-
lichkeiten zur kollegialen Fall- und Fachberatung haben die 
Mitarbeiter*innen bei der AWO Unterbezirk Münsterland-
Recklinghausen die Möglichkeit, von zahlreichen Corpo-
rate Benefits für den Freizeitbereich zu profitieren. Auch 
die Gelegenheit zur Nutzung eines „Jobbikes“ ist gegeben 
und wird durch die Mitarbeiter*innen gerne angenommen.
8.3 Fortbildungen
Die Fortbildung der Mitarbeiter*innen im Offenen Ganztag 
ist auf der einen Seite ein wichtiger Baustein der Quali-
tätsentwicklung, auf der anderen Seite tragen individuelle 
Entwicklungsmöglichkeiten zum Wohlbefinden der Mitar-
beiter*innen bei. Bei der Themenwahl und der Organisa-
tion der Fortbildungen werden die Bedarfe der OGS-Kin-
der und der Mitarbeiter*innen sowie die Besonderheiten der 
einzelnen Schulstandorte und Schulprofile berücksichtigt. 
Die AWO verfügt mit dem Lotte-Lemke-Bildungswerk mit 
Sitz im Lucy-Romberg-Haus in Marl über ein eigenes Fort- 
und Weiterbildungswerk, sodass hier die Möglichkeit einer 
engen Kooperation besteht und gewünschte Fortbildungs-
themen aufgenommen und zeitnah umgesetzt werden kön-
nen. Ergänzt wird das Fortbildungsangebot durch ein gutes 
Netzwerk und die enge Zusammenarbeit mit externen Refe-
rent*innen. Tandemfortbildungen von OGS-Mitarbeiter*in-
nen und Lehrer*innen sind ausdrücklich erwünscht, da diese 
zur weiteren Verzahnung von Schule und OGS beitragen.
9. AWO Unterbezirk Münsterland- 
Recklinghausen-Spezifika
Für die Trägerschaft der Offenen Ganztagsschule der Mar-
garetenschule ist die Arbeiterwohlfahrt als große Träge-
rin von zahlreichen Angeboten optimal geeignet. Die AWO 
Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen ist nicht nur 
bildlich ein Träger „mit offenem Herzen“, sondern möchte 
mit allen Beteiligten die Trägerschaft der Offenen Ganz-
tagsschule als Herzensangelegenheit zum Wohle der Kinder 
und Familien erfüllen.
10. Anlage
- Qualitätshandbuch „OGS in Vielfalt“
V.I.S.D.P.
Melanie Queck (Geschäftsführerin)
AWO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen
Clemensstraße 2-4
45699 Herten
FOTOS
istockphoto.com [2]: davidf, martin-dm
Stand: 12-2021

awo-msl-re.de

Beschlussvorlage

9589 Zeichen

V/0094/2022
V/0094/2022
Öffentliche Beschlussvorlage
Betrifft
Überleitung der außerunterrichtlichen Angebote (OGS) der Margaretenschule
Beratungsfolge
03.03.2022 Bezirksvertretung Münster-Ost Anhörung
22.03.2022 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung
29.03.2022 Ausschuss für Personal, Digitalisierung, Organisation, Sicherheit
und Ordnung
Vorberatung
31.03.2022 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung
05.04.2022 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft Vorberatung
Hauptausschuss Vorberatung
06.04.2022 Rat Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaft für die Offene Ganztagsschule in der
städtischen Margaretenschule, Brentanoweg 18, zum Schuljahr 2022/2023 ab dem 01.08.2022 dem
Kinder- und Jugendhilfeträger Schule, Jugend, Kids und Co e.V.
II. Finanzielle Auswirkungen:
Derzeit sind Personalaufwendungen im städtischen Haushalt in Höhe von 107.630 Euro jährlich
veranschlagt. Für den Fall des Betriebsübergangs werden anstelle der Personalaufwendungen
Sachaufwendungen in gleicher Höhe anfallen.
Amt für Kinder, Jugendliche
und Familien
22.02.2022
Ihr/e Ansprechpartner/in:
Herr Paschert
T elefon:492-5890
paschert@stadt-muenster.de
Frau Schild
T elefon:492-5143
schildk@stadt-muenster.de

- 2 -
V/0094/2022
Begründung:
1. Ausgangslage
Der Rat der Stadt Münster hat mit der Vorlage V/0330/2020 die sukzessive Überleitung der Offenen
Ganztagsschulen zu den Trägern der freien Jugendhilfe beschlossen.
Den freien Jugendhilfeträgern wurde auf einer Informationsveranstaltung im Oktober 2020 das
Konzept des sogenannten „Interessenbekundungsverfahrens“ vorgestellt. Sie hatten anschließend
die Möglichkeit, dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien ihr grundsätzliches und verbindliches
Interesse an einer Übernahme der Trägerschaft einer oder mehrerer Offener Ganztagsschulen in
Münster zu bekunden.
2. Margaretenschule
Die als Gemeinschaftsgrundschule geführte Margaretenschule befindet sich im Stadtbezirk Ost. Die
Aufnahmekapazität der Schule ist auf zwei Eingangsklassen festgelegt. Ein Grundsatzbeschluss zur
baulichen Erweiterung der Margaretenschule zur 3-Zügigkeit wurde vom Rat gefasst (V/0578/2020/1).
Mit Beginn der Offenen Ganztagsschulen in NRW 2003 wird die Schule als Offene Ganztagsschule
(OGS) geführt. Seitdem hat sich die Anzahl der Kinder, die das Angebot nutzen, um ein Vielfaches
erhöht. Im Schuljahr 2021/22 wird die Schule von insgesamt 236 Schüler*innen in neun Klassen
besucht. Von den insgesamt 236 Schüler*innen besuchen 192 Kinder die OGS Angebote (81,36% in
7 Gruppen) und 28 Kinder (11,86%) die sogenannte Bis-Mittag-Betreuung (BMB).
Das multiprofessionelle T eam besteht aus acht Fachkräften, einer Erzieher*in im
Berufsanerkennungsjahr, vier Unterstützungskräften und 17 Niedrigteilzeitkräften.
3. Bewerbungen
Am 6. Oktober 2021 wurden alle interessierten Träger über die Absicht, die Margaretenschule zum
01.08.2022 an einen Träger der freien Jugendhilfe überzuleiten, schriftlich informiert. Die Träger
hatten bis zum 03.12.2021 die Möglichkeit, ihr Konzept anhand eines in der Anlage 1 angefügten
Kriterienkataloges einzureichen.
Folgende Träger haben sich beworben:
 AWO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen
Die AWO ist als anerkannte Trägerin der freien Jugendhilfe seit vielen Jahren in der Schulkind-
Betreuung engagiert und verfügt hier über vielfältige Erfahrungen. In den Kreisen Recklinghausen,
Coesfeld und Borken betreut er über 7.000 Schüler*innen an 67 Standorten im Rahmen der Offenen
Ganztagsschulen und der verlässlichen Bis-Mittag-Betreuung. Daneben begleitet sie an 24 Schulen
Schüler*innen im Rahmen von Sekundarstufen I Projekten. An vier Münsteraner Schulen ist sie
Trägerin der Schulsozialarbeit. Sie ist derzeit noch nicht als Trägerin einer OGS in Münster tätig.

- 2 -
V/0094/2022
 Caritasverband für die Stadt Münster e.V.
Der Caritasverband unterhält ein breites Hilfe- und Beratungsangebot, um die Menschen in Münster in
den unterschiedlichsten Lebenslagen zu unterstützen. Die Hilfen werden stadtteilorientiert in sieben
Caritas-vor-Ort-Beratungsstellen angeboten. Der Träger ist bereits an der Kompass Schule, der
Matthias-Claudius-Schule Handorf und der Paul-Schneider-Schule in Kinderhaus als OGS-Träger
tätig. Darüber hinaus ist er mit einem breit aufgestellten Fachbereich „Schulnahe Jugendhilfe“ als
Träger an seinen Schulstandorten mit den Förderinseln, der Schulsozialarbeit und der
Schulbegleitung gem. § 35a SGB VIII beauftragt.
 Kreisel e.V.
Im Jahr 1987 gründete sich der Kreisel e.V. aus einer Selbsthilfegruppe für Alleinerziehende und
bietet bis heute in Emsdetten als Kontakt- und Beratungsstelle für Mütter, Väter und Kinder in
unterschiedlichen Familienformen Beratung und Unterstützung an. Seit 2005 etablierte er sich als
Träger an sechs Offenen Ganztagsschule im Kreis Steinfurt. Zum Schuljahr 2017/2018 übernahm der
Träger erstmals in Münster eine Offene Ganztagsschule und ist seither Träger der
außerunterrichtlichen Angebote der Offenen Ganztagsschule an der Grundschule Wolbeck-Nord und
seit dem Schuljahr 2019/2020 an der Melanchthonschule in Coerde.
 Outlaw gGmbH
Der Träger ist ein anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe und in der klassischen Kinder- und
Jugendhilfe in Wohngruppen, in ambulanten Betreuungsformen, in der Kindertagesbetreuung, in
Jugendzentren und in Schulprojekten tätig. In Münster betreibt Outlaw zurzeit sieben
Kindertageseinrichtungen. Darüber hinaus verfügt der Träger über Erfahrungen in Trägerschaften der
Offenen Ganztagsschulen in Bochum. Er ist derzeit nicht als Träger einer OGS in Münster tätig.
 Schule, Jugend, Kids & Co e.V.
Aus einer Initiative Jugendlicher gründete sich der Verein ursprünglich mit dem Ziel, offene Kinder-
und Jugendarbeit in Münster-Mecklenbeck anzubieten. Im Jahr 2005 übernahm der Träger die Offene
Ganztagsschule an der Peter-Wust-Schule und ist seit 2009 OGS-Träger an der Pleisterschule. Seit
2017 ebenfalls OGS-Träger der Grundschule Loevelingloh sowie an vier Schulen in Senden im Kreis
Coesfeld. Am 01.08.2021 hat der Träger die OGS-Trägerschaft der Martin-Luther-Schule
übernommen. Der Träger zeichnet sich darüber hinaus seit vielen Jahren durch seine stadtweiten,
ganztägigen Ferienangebote an mehreren Grundschulen im Stadtgebiet aus.
Die Verwaltung und die Schulleitung haben die eingereichten Konzepte unter Zuhilfenahme der
Kriterien (Anlage 1) gesichtet. Von allen Bewerbern werden die vom Rat der Stadt Münster
beschlossenen OGS-Qualitätsstandards akzeptiert und in ihren Konzeptionen umgesetzt. Alle Träger
haben ein Konzept vorgelegt, das die wesentlichen Eckpunkte ihrer pädagogischen Ausrichtung
darlegt:
- Pädagogisches Grundverständnis /Leitbild
- Gesundheitsförderung
- Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern
- Kinderschutz
- Querschnittsaufgaben der Jugendhilfe
- Sozialraumorientierung
- Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen

- 2 -
V/0094/2022
4. Das Auswahlverfahren
Nach dem Bewerbungsschluss und der Sichtung der eingereichten Unterlagen wurde durch die
Schulleitung, der stellvertretenden Koordinatorin und der Verwaltung einvernehmlich entschieden, den
Caritasverband, Kreisel, Outlaw und Schule, Jugend, Kids und Co für das weitere Verfahren
einzuladen.
Im Februar 2022 wurde mit den Trägern jeweils ein strukturiertes Bewerbungsgespräch unter
Hinzunahme des Kriterienkatalogs geführt. Die gemeinsame Aufgabe von Verwaltung und
Schulleitung bestand darin, aus den vier Bewerbungen und den sich anschließenden Gesprächen
unter gleichwertiger Würdigung der Fachlichkeit einen Vorschlag zu erstellen und einen
Schulkonferenzbeschluss einzuholen.
5. Gesamtbewertung / Fazit
Die Verwaltung und die Schulleitung schlagen mit einem hohen Konsens abschließend vor, dem
Träger Schule, Jugend, Kids und Co e.V. die Trägerschaft für die Offene Ganztagsschule in der
städtischen Margaretenschule zu übertragen. Dieser Vorschlag wurde durch die Schulkonferenz am
15.02.2022 beschlossen.
Der Träger hat ein umfassendes pädagogisches Konzept vorgelegt. Der Träger verfügt über vielfältige
Erfahrungen im Bereich der Offenen Ganztagsschulen. Er hat im Bewerbungsverfahren sein hohes
Interesse an der Margaretenschule umfassend dargestellt. Überzeugt hat der Träger darüber hinaus,
weil er im Sozialraum bereits OGS-Träger der Pleisterschule ist und dadurch Synergien für den
Personaleinsatz nutzen möchte. Zudem verfügt der Träger über sogenannte „Bauwagen“, die er zum
vorhandenen Raumangebot der Schule zusätzlich als Angebotsräume zur Verfügung stellen will.
Die Trägerübernahme durch Schule, Jugend, Kids und Co e.V. eröffnet der Schule die Möglichkeit,
von den bereits vorhandenen Erfahrungen des Trägers in weiteren Offenen Ganztagsschulen in
Münster und Senden zu profitieren. Der Träger sichert eine verlässliche und bedarfsorientierte
Ferienbetreuung im Sozialraum und stellt ein erfahrenes Fachberatungsteam zur Verfügung.
Die Schule gewinnt mit der Überleitung der ganztägigen, außerunterrichtlichen Angebote an den
Träger Schule, Jugend, Kids und Co e.V. einen verlässlichen und überaus engagierten Partner mit
einem hohen Erfahrungswissen in der Kooperation von Jugendhilfe und Schule.
i.V.
gez.
Cornelia Wilkens
Stadträtin
Anlagen:
Anlage A
Anlage: 1 Kriterienkatalog

- 2 -
V/0094/2022
Anlage: 2 Konzepte der Bewerbungen
Hinweis:
Die umfangreichen Bewerbungsunterlagen der einzelnen Träger (Anlage 2) stehen ausschließlich als
pdf-Dateien im Ratsinformationssystem der Stadt Münster als Download unter der Vorlagennummer
V/0094/2022 zur Verfügung.

Anlage 1 OGS-Kriterienkatalog

3167 Zeichen

Kriterienkatalog 
für die außerunterrichtlichen Angebote der  
Offenen Ganztagsschulen (OGS) 
 
Die Fachlichkeit des Trägers und sein pädagogisches  Konzept werden anhand der nachfol- 
genden Auswahlkriterien ausgewertet. Den Kriterien sind jeweils zu beachtende Standards 
und Orientierungsrahmen zugrunde gelegt: 
 
 Qualitätsstandards der Offenen Ganztagsschule in M ünster 
 
 Entsprechende Erlasse des Landes NRW in den aktuel l gültigen Fassungen 
 
Pädagogisches Konzept/Leistungsbeschreibung  
Das Konzept, das die gesetzlichen Grundlagen (BASS) , aktuelle gesellschaftlichen Erforder- 
nisse und die Grundhaltung des Trägers sowie dessen Arbeitsweisen verdeutlicht, muss vor- 
liegen und ist Grundvoraussetzung für die Trägerschaft einer OGS. 
 
Querschnittsaufgaben 
Der Zuzug und die Integration von Migrantinnen und Migranten stellen an OGS-Träger beson- 
dere Anforderungen. Sprachliche und kulturelle Barr ieren müssen gemeistert, schnelle und 
kompetente Integrationsangebote erarbeitet und entwickelt werden. Gleiches gilt für die The- 
men der Inklusion von Kindern mit Behinderungen und  der Genderthematik. Informelle und 
soziale Bildung als Querschnittsthema ist grundsätzlich enthalten. Zentrales Ziel von Bildung 
ist die Befähigung des Kindes, ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben zu füh- 
ren und umfassend am sozialen und ökonomischen Leben und der gesellschaftlichen Entwick- 
lung partizipieren zu können.  
 
Mitbestimmung  
Der OGS-Träger soll ein beteiligungsorientiertes, p ädagogisches Konzept mit einem ange- 
messenen Maß an Partizipation darlegen. 
 
Kooperationsstrukturen 
Bereits vorhandene räumliche Bezüge zu bestehenden Einrichtungen im Sozialraum der Ein- 
richtung ermöglichen die Nutzung von Synergien, die  die Wirtschaftlichkeit einer OGS erhö- 
hen. Sozialraumbezogene Angebote werden bedarfsgerecht aufeinander abgestimmt und wei- 
terentwickelt, wenn die Akteure des Sozialraums sich hierzu entsprechend vernetzen. 
 
Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen 
Die Anforderungen an Träger der Offenen Ganztagsschulen befinden sich, analog zur gesell- 
schaftlichen Entwicklung, laufend im Wandel. Neue Herausforderungen sind kontinuierlich mit 
neuen Antworten und Konzepten zu begegnen. Aus dies em Grund ist eine funktionierende 
und sich weiterentwickelnde Trägerstruktur eine not wendige Voraussetzung für den Betrieb 
einer OGS. 
Implementierte Qualitätsentwicklungs- und Sicherung sprozesse mit inkludierten Verfahrens-
abläufen in Bezug auf den Kinderschutz und die Zusa mmenarbeit mit der städtischen OGS-
Fachberatung ist ein notwendiger Standard. 
 
Besondere Merkmale des Trägers 
Bei diesem Kriterium können weitere besondere Angebote des Trägers in die Bewertung ein- 
fließen, die über die zuvor benannten Kriterien und Orientierungsrahmen nicht abgedeckt wer- 
den, jedoch eine Bereicherung für die Angebote der OGS darstellen. Gleichzeitig kann der 
Punkt der gewünschten Trägerpluralität/Trägervielfalt in Münster in der Bewertung berücksich- 
tigt werden sowie besondere Anforderungen, welche a us den Bedarfen der Schule und des 
Stadtteils entstehen. 
Stand: 02/2022

Schule, Jugend, Kids und Co OGS-Konzept_Margaretenschule

64210 Zeichen

„Gute OGS muss keine Glückssache sein.“ 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
 
 
 
1996 - 2021 
25 Jahre 
Vorstand    Geschäftsstelle  Darlehnskasse Münster  Eintrag im Vereinsregister: 
Michael Fiege & Lennart von Kannen (Vorsitz) Harkor tstraße 13  IBAN DE86 4006 0265 0018 4882 01 Amtsge richt Münster unter Nr. 3796 
Dr. Stefan Schöppner, Simone Rahms  48163 Münster  BIC: GENODEM1DKM  Steuer Nr. 336 0067 4400   
Yvonne Rutz, Dr. Andreas Wagner   Tel:  0251 74 76 702      Anerkannter Träger der freien  
 
Münster, den 30.11.2021 
 
 
Motivationsschreiben auf die Ausschreibung der Margaretenschule Münster 
„Gute OGS muss keine Glückssache sein.“ 
 
Sehr geehrte Damen und Herren, 
gute OGS muss keine Glückssache sein. Als gewachsen er freier Träger der offenen Ganztagsbetreuung 
möchten wir mit Ihnen den Weg einer qualitativ hoch wertigen außerschulischen Betreuung weiterge- 
hen und reichen hiermit unser Motivationsschreiben für die Margaretenschule Münster ein. 
Erste Berührungspunkte mit der Margaretenschule Mün ster fanden bereits im Jahr 2019 durch eine 
Kontaktaufnahme der Schulleiterin Frau Hardt mit de m Träger Schule Jugend Kids & Co e.V. statt. Auf- 
bauend auf den damaligen Gesprächen reichen wir nun  unser sorgfältig weiterentwickeltes, aktuelles 
Konzept zu unseren pädagogischen Schwerpunkten sowie einer möglichen Gestaltung der außerschuli- 
schen Betreuung mit der Bitte um Kenntnisnahme ein. 
Wir möchten darauf hinweisen, dass das eingereichte OGS-Konzept lediglich einen konzeptionellen Rah- 
men für eine mögliche Ausgestaltung der OGS bietet. Es liegt nicht in unserem Interesse, bereits beste- 
hende Betreuungsstrukturen und inhaltliche Konzepti onen zu verändern. Ganztagsarbeit bedeutet 
Teamarbeit. Daher geht es vielmehr darum, als möglicher Träger des offenen Ganztages an der Marga- 
retenschule Münster sowohl die Kinder und Mitarbeit er/innen der Teams als auch das pädagogische 
sowie schulische Personal dort abzuholen, wo sie stehen, um gemeinsam den Weg guter OGS weiter zu 
gehen. Uns ist bewusst, dass eine Übernahme des offenen Ganztages durch einen neuen Träger oftmals 
eine Herausforderung für die Mitarbeiter/innen darstellt und vielfältige Gedanken und Reaktionen aus- 
löst. Dies nehmen wir wahr und möchten gemeinsam mit den Beschäftigten Lösungen erarbeiten.  
Die Gestaltung des Konzeptes erfolgte in Anlehnung an die Ausschreibungskriterien der Stadt Münster 
für den jeweiligen Schulstandort. 
Die Margaretenschule Münster ist für uns als Träger des offenen Ganztages besonders ansprechend, da 
wir im Sinne der Sozialraumorientierung bereits Träger der offenen Ganztagsbetreuung an der nahe ge- 
legenen Pleisterschule Münster sind. Es ist uns als  Träger der OGS ein Anliegen, die von uns betreuten  
Schulen als einen Schulverbund zu sehen. Dies ermöglicht es uns, Synergien optimal nutzen und ressour-
censparend agieren zu können (Umsetzung von AGs, Ve rtretungspool, Einsatz des Inklusionsteams, 
kurze Wege).

„Gute OGS muss keine Glückssache sein.“ 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
 
 
 
1996 - 2021 
25 Jahre 
Vorstand    Geschäftsstelle  Darlehnskasse Münster  Eintrag im Vereinsregister: 
Michael Fiege & Lennart von Kannen (Vorsitz) Harkor tstraße 13  IBAN DE86 4006 0265 0018 4882 01 Amtsge richt Münster unter Nr. 3796 
Dr. Stefan Schöppner, Simone Rahms  48163 Münster  BIC: GENODEM1DKM  Steuer Nr. 336 0067 4400   
Yvonne Rutz, Dr. Andreas Wagner   Tel:  0251 74 76 702      Anerkannter Träger der freien  
 
Seite – 2 – Motivationsschreiben Margaretenschule Münster  
 
Des Weiteren finden sich vielfältige Überschneidung en auf der inhaltlichen Ebene bei den jeweiligen 
Schwerpunksetzungen der Inklusion/Integration, der Partizipation, dem ganzheitlichen Lernen, der see- 
lischen Gesundheit sowie der Bedeutung der Teamarbeit. 
„Was bringt SJK Kids & Co. e. V. für die Margaretenschule Münster mit?“ 
- Erster OGS Träger in Münster seit 2006, seitdem kontinuierliche Weiterentwicklung 
- Denken im Schulverbund von aktuell acht OGS Standorten 
- Schulübergreifendes multiprofessionelles Inklusions team, teilweise im Vormittagsbereich ein- 
setzbar 
- Schulübergreifende hauptamtliche Beschäftigte für AGs 
- Vertretungspool  
- Partizipation auf allen Ebenen 
- Internes Weiterbildungsprogramm 
- Kontinuierliche Qualitäts- und Teamentwicklung 
- Erfahrung in Übernahmeprozessen  
- Übernahme des Personals zu optimierten Konditionen möglich 
- Personal Benefits wie Krankenzusatzversicherung, Sport & Gesundheitsförderung, betriebliche 
Altersvorsorge, kostenlose E-Bikes 
- Intensive Auseinandersetzung mit dem Thema „Fachkräftegewinnung“ 
- Nutzung aller materiellen und technischen Ressourcen  
- Trägersitz in Münster, kurze Wege, gutes Netzwerk zu der Stadtverwaltung auf allen Ebenen 
- Nachhaltiges Denken und Handeln  
- Übernahme von Verwaltungsaufgaben 
Für weiterführende Informationen verweisen wir auf das beiliegende Konzept sowie unsere Homepage: 
www.jugend-ms.de.  
Wir hoffen, dass wir Ihr Interesse geweckt haben un d freuen uns auf das gemeinsame Bewerbungsge- 
spräch.  
Herzliche Grüße, 
 
Natalia Mamaeva   Dr. Sarah Honemann   Michael Fieg e  
OGS Fachberatung   Leitung OGS Inklusionsteam  Vors tand

Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
 
 
 
 
 
 
 
 
Unsere Visionen – Unsere Aufträge 
 
Konzept für die außerschulische Betreuung  
an der Margaretenschule Münster

Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Vorwort 
Gute OGS darf keine Glückssache sein.  
Zum einen geht es bei der Frage danach, was eine gu te offene Ganztagsschule ausmacht 
darum, Eltern eine verlässliche Betreuungsperspekti ve zu geben und zum anderen mit Blick 
auf die Kinder bessere Teilhabechancen und den Abbau bestehender Bildungsungleichheit zu 
ermöglichen. 
Der Verein Schule Jugend Kids & Co e. V. hat sich d aher zum Ziel gesetzt, auf der Grundlage 
seiner Prinzipen („Förderung von Kindern und Famili en“, Stärkung von Familien“, Sozial- und 
Lebensraumorientierung“, „Werteorientierung“, „Part izipation“ und „Netzwerkarbeit“) 
Kinder im außerschulischen Bereich ganzheitlich zur  fördern und ihnen eine sichere, 
strukturierte und vielfältige Umgebung zu bieten.  
Durch die langjährige Erfahrung und kontinuierliche  Weiterentwicklung in der 
außerschulischen Betreuung ist es dem Träger Schule  Jugend Kids & Co e.V. möglich, sein 
Konzept flexibel an die Gegebenheiten und Bedürfnis se der Margaretenschule Münster 
anzupassen. Es ist der Wunsch des Trägers, gemeinsa m mit den Verantwortlichen der 
Margaretenschule Münster die bestmögliche Gestaltung des offenen Ganztages zu erarbeiten 
und diese stetig zu verbessern und anzupassen.  
Gerade im Hinblick auf den Rechtsanspruch auf eine ganztätige Betreuung im Jahr 2026 bedarf 
es einer dynamischen und kontinuierlichen Qualitäts analyse, um den wachsenden 
Herausforderungen gerecht zu werden. Gemeinsam mit dem schulischen und pädagogischen 
Team möchte der Verein Schule Jugend Kids & Co e.V. sich diesen Herausforderungen stellen 
und den Kindern eine qualitativ hochwertige Betreuung ermöglichen.

Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Inhaltsverzeichnis  
1.  Der Träger Schule Jugend Kids & Co e.V.  ...................................................................... 1 
1.1  Das pädagogisches Konzept von Schule Jugend Ki ds & Co e.V. ..................................... 1 
2.  Das OGS-Konzept  ........................................................................................................... 3 
2.1  Die Kooperation zwischen schulischem und außer schulischem Personal ..................... 4 
2.2  Betreuungsumfang ............................. ............................................................................ 4 
2.3.  Tagesablauf ................................. .................................................................................... 5 
2.3.1  Gemeinsames Mittagessen .................... ........................................................................ 5 
2.3.2  Lernzeit ................................... ........................................................................................ 5 
2.3.3  Arbeitsgemeinschaften (AGs) ................ ......................................................................... 6 
2.3.4  Freispiel .................................. ........................................................................................ 7 
2.4  Räumlichkeiten ............................... ................................................................................ 7 
2.5  Eigene Fußballliga ........................... ................................................................................ 8 
3.  Die Kinder  ....................................................................................................................... 8 
3.1.  Konzept für den Übergang von der Kita in die OGS ....................................................... 9 
4.  Das Personal  ................................................................................................................... 9 
4.1  Fachkräftegewinnung und Ausbildung bei Schule Jugend Kids & Co e.V. ..................... 9 
4.2.  Zusammensetzung der Teams ................... ................................................................... 10  
4.3  Das Inklusionsteam ........................... ............................................................................ 11  
4.4.  Ausblick: Bildung eines Sport- und Bewegungst eams ................................................. 11  
5.  Partizipation  ................................................................................................................. 12  
5.1.  Eltern/ Erziehungsberechtigte ............... ....................................................................... 12  
5.2  Kinder........................................ .................................................................................... 12  
5.3  Mitarbeiter/innen ............................ ............................................................................. 12  
6.  Integration und Inklusion  ............................................................................................ 13  
6.1  Das Inklusionskonzept von Schule Jugend Kids &  Co e.V. ............................................ 13  
7.  Qualitätsmanagement  ................................................................................................. 14  
7.1  Teamentwicklung .............................. ........................................................................... 14  
7.2  Fort- und Weiterbildungen .................... ....................................................................... 15  
7.3.  Supervision ................................. .................................................................................. 15  
7.4  Dokumentation und Evaluation ................. .................................................................. 15  
7.5.  Kinderschutz ................................ ................................................................................. 16  
7.6  FAQs ......................................... ..................................................................................... 16  
8.  Gesundheitsförderung und Nachhaltigkeit  ................................................................ 16

Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
8.1  Kinder........................................ .................................................................................... 16  
8.2  Personal ..................................... ................................................................................... 18  
9.  Querschnittsaufgaben  ................................................................................................. 18  
10.  Vernetzung  ................................................................................................................... 18  
11.  Was macht den Verein Schule Jugend Kids & Co e .V. aus?  ........................................ 19  
11.1  Prinzipien eines gemeinnützigen Vereins ..... ............................................................... 19  
11.2.  Entstehungsgeschichte und Entwicklung von Sc hule Jugend Kids & Co e.V. ............... 19  
11.3  Teamstruktur und Teamentwicklung ............ ............................................................... 19  
11.4  Inhaltliche Schwerpunkte .................... ......................................................................... 19  
11.5  Materielle Ausstattung ...................... ........................................................................... 20

1 
Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
1. Der Träger Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Der Grundstein für den Verein wurde 1995 von einer Gruppe Jugendlicher gelegt, die 
gemeinsam mit ehrenamtlichen Mitarbeitenden einen T reffpunkt in einem alten Bauwagen 
organisiert haben. 
Aus dieser Initiative gründete sich bereits ein Jah r später ein Verein, der 1997 als Träger der 
freien Jugendhilfe für die Stadt Münster anerkannt wurde. Dieser setze sich das Ziel, die offene 
Kinder- und Jugendarbeit in Münster-Mecklenbeck zu fördern. Der Verein erweiterte 2005 
sein Angebotsfeld um die Betreuung der Offenen Ganz tagsschule 
1. Dieses entwickelt der 
Träger seitdem sowohl qualitativ als auch quantitat iv konsequent weiter, so dass die 
Betreuung der Kinder im Rahmen der OGS aktuell das Herzstück des Trägers ist. Im Jahr 2009 
erfolgte eine Umbenennung des Vereins in „Schule Ju gend Kids & Co. e. V. 2“, der inzwischen 
in ganz Münster und dem Umland aktiv ist. 
Aktuell arbeitet der Träger schwerpunktmäßig in folgenden Bereichen: 
 Schulkinderbetreuung im Rahmen der OGS an vier Grun dschulen der Stadt Münster und 
vier Grundschulen in der Gemeinde Senden 
 Bis-Mittags-Betreuung (BMB) in drei Grundschulen der Stadt Münster, vier Grundschulen 
der Gemeinde Senden 
 Förderinsel an der Peter-Wust Schule 
 Schulsozialarbeit in den Grundschulen der Gemeinde Senden 
 Integrationshelfer und Schulbegleiter in den OGS Grundschulen der Stadt Münster 
 Ferienangebote an ca. vier Standorten in Münster und vier Grundschulen in Senden 
 Kinder- und Jugendangebote wie das Spielmobil, der Jugendtreff am Skaterplatz in 
Mecklenbeck sowie der Jugendtreff in Gelmer 
 Firmenservice 
 Das Angebot „Kinder- und Jugendarbeit in Schule“ 
 Einzelprojekte und Aktionen für Familien, Kinder und Jugendliche (www.jugend-ms.de) 
1.1 Das pädagogisches Konzept von Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Die Offene Ganztagsgrundschule stellt sich dem Wandel der Gesellschaft. Die Bedingungen für 
Familien, Lebensgemeinschaften, Sorgeberechtigte un d Kinder, ihren Alltag zu bewältigen, 
ändern sich stetig. Diesen Herausforderungen stellt  sich die Ganztagsgrundschule und bietet 
einen verlässlichen Ort mit einem strukturierten Ta gesablauf, um Kinder ganzheitlich zu 
fördern und fordern. Dies spiegelt sich in den Leitlinien des Trägers wieder. Die Angebote von 
Schule Jugend Kids & Co e.V. richten ihren Fokus au f die individuellen Interessen und 
                                                      
1 Zum besseren Verständnis wird im folgenden Text „Offene Ganztagsschule“ durch das Kurzwort „OGS“ 
ersetzt.  
2 „Schule Jugend Kids & Co e.V.“ wird teilweise durch „SJK & Co e.V.“ ersetzt.

2 
Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Bedürfnisse der uns anvertrauten Kinder, Jugendlich en und Familien. Um dies zu erreichen, 
basiert unsere Arbeit auf den folgenden wesentlichen Punkten: 
Förderung von Kindern und Jugendlichen 
Mit den vielfältigen Angebotsstrukturen unterstützt der Träger die Persönlichkeitsentwicklung 
und Lebensbewältigung von Heranwachsenden. Neben de r formellen Bildung als Teil des 
offenen Ganztages, umspannen die Tätigkeitsfelder e benfalls den Bereich der informellen 
Bildung. 
Stärkung von Familie 
Der Träger möchte Familien in ihren unterschiedlich en Lebenslagen unterstützen und eine 
bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen. Dies gilt sowohl für die Kunden, als 
auch die Belegschaft des Trägers. 
Sozial- und Lebensraumorientierung 
Schule Jugend Kids & Co e. V. orientiert sich mit s einer Arbeit an den unterschiedlichen 
Gegebenheiten vor Ort und knüpft an die Bedürfnisse  der Lebenswelt von Kindern, 
Jugendlichen und Familien an. 
Werteorientierung 
Die Angebotsstruktur des Trägers ist frei von sämtl icher politischer, religiöser und sexueller 
Weltanschauung. Hierzu zählen unter anderem Hautfar be, Sprache sowie nationale und 
soziale Herkunft. Auf diesem Grundverständnis basie rend wird ein alters-, geschlechts- und 
ethnisch sensibler Umgang gelebt und darüber hinaus an unsere Kunden weitergegeben. 
Partizipation  
Begründet durch den Aufbau und die Struktur eines eingetragenen Trägers, wie Schule Jugend 
Kids & Co e.V., ist ein wichtiger Bestandteil der Partizipation bereits gegeben. Alle Zielgruppen 
sind Teil der Angebote. Durch deren aktive Beteiligung und Einbeziehung wird die Realisierung 
der oben genannten Punkte eins bis vier sowie ein lebensweltbezogenes Arbeiten erreicht. 
Netzwerkarbeit 
Der Träger sieht sich als Teil eines ganzheitlichen  Netzwerkes verschiedenster 
Interessengruppen und Behörden sowie der öffentlich en und freien Jugendhilfe. Ein 
partnerschaftlicher Austausch innerhalb des Netzwer kes zählt zu den Grundsätzen und dem 
Selbstverständnis des Trägers. 
Eine ausgewogene Belegschaft und die Unterstützung, Förderung und Pflege des Ehrenamtes 
ist für den Träger von zentraler Bedeutung und stellt die Grundlage zur Erfüllung der Leitlinien 
dar.

3 
Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
1.2 Organisationsstruktur 
Schule Jugend Kids & Co e.V. wird den steigenden Ansprüchen einer ganzheitlichen Förderung 
der Kinder im Rahmen der OGS durch sein multiprofes sionelles Team (siehe 4. Personal) 
gerecht. Flache Hierarchien ermöglichen eigenverant wortliches Arbeiten sowie Transparenz 
und kurze Kommunikationswege unter den Mitarbeiter/ innen sowohl innerhalb als auch 
zwischen den OGS-Teams. 
2. Das OGS-Konzept 
Jede offene Ganztagsschule ist individuell und soll te auch so gestaltet werden. Die 
Margaretenschule Münster verfügt bereits über ein detailliertes Konzept zur Gestaltung ihres 
„Drachenlandes“. Ergänzend stellt der Verein SJK & Co e.V. seine Grundlagen und eine 
mögliche Gestaltung des offenen Ganztages vor.  
SJK & Co e.V. gestaltet den offenen Ganztag seiner Schulen anhand folgender Leitlinien: 
 Abbau bestehender Bildungsungleichheit 
 Verbesserung der Teilhabechancen für Kinder 
 Ganzheitliche Förderung der Kinder 
 Erwerb sozialer und emotionaler Kompetenzen  
 Erweiterung von musischen, sportlichen und kreativen Fähigkeiten und Fertigkeiten 
 Förderung der Selbstorganisation und die Partizipation der Kinder 
 Integration von Kindern mit Migrationshintergrund und Fluchterfahrung 
 Inklusive Gestaltung der Betreuung

4 
Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
 Verlässliche Betreuungsperspektive 
 Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
 Erziehungspartnerschaft mit den Eltern 
 Gendersensibilität 
 Kinderschutz 
 Rhythmisierung des Tagesablaufs  
 Ganztagsarbeit bedeutet Teamarbeit: vertrauensvolle  Zusammenarbeit mit der 
Schulleitung und der Lehrerschaft auf Augenhöhe, um  eine optimale Nutzung von 
Synergien zu ermöglichen und den Kindern so einen r eibungslosen Übergang vom Vor- 
zum Nachmittag zu ermöglichen. 
Die Mitarbeiter/innen von SJK & Co e.V. versuchen stets jedes Kind als Individuum mit seinen 
eigenen Bedürfnissen, Stärken und Schwächen wahrzun ehmen. Jedes Kind soll sich im 
Ganztag wohl und angenommen fühlen. Das Bildungs- u nd Betreuungsangebot der Offenen 
Ganztagsschule wird auf Basis der gesetzlichen Regelungen gestaltet. Es richtet sich nach den 
Vorgaben des Schulgesetzes des Landes Nordrhein-Wes tfalens und des dazugehörigen 
Grundlagenerlasses. 
2.1 Die Kooperation zwischen schulischem und außerschulischem Personal 
Die OGS wird von zwei unterschiedlichen Bildungspar tnerinnen bestimmt: der Schule am 
Morgen und der Jugendhilfe im Anschluss an den Unte rricht. Beide Systeme basieren auf 
eigenständigen Bildungsverständnissen und beruflich en Traditionen. Ihre Mitarbeitenden 
haben in ihren Bereichen unterschiedlich viel Gesta ltungsfreiraum und Möglichkeiten. Die 
außerschulische Betreuung im Ganztag gibt den Kindern die Möglichkeit, leistungsunabhängig 
und wertungsfrei Erfolgserlebnisse zu erleben. Dies e wirken sich positiv auf die Entwicklung 
des Selbstvertrauens und des Selbstwertgefühls der Kinder aus. Dabei spielen die Prinzipien 
der Freiwilligkeit und Partizipation eine entscheidende Rolle.  
Erklärtes Ziel des Trägers sind das gemeinsame Handeln aller Akteure, die den Schulalltag der 
Kinder gestalten und begleiten: Lehrer/innen, Schul sozialarbeiter/innen, Schulassistenten/ 
Schulassistentinnen, Lernhelfer/innen, Förderpädago gen/Förderpädagoginnen sowie allen 
weiteren Kooperationspartnerschaften der OGS (Sozia lraum). Nur so kann für die Kinder der 
optimale Raum geschaffen werden, damit sie sich entsprechend ihrer Begabungen, Neigungen 
und Möglichkeiten entwickeln können. Dabei spielen Transparenz, Kommunikation und 
Absprachen zwischen den Akteuren eine entscheidende Rolle für das Gelingen. 
2.2 Betreuungsumfang 
Den Familien der Ganztagskinder wird eine verlässli che Betreuung an fünf Tagen der Woche 
geboten. Die Betreuung beginnt unmittelbar nach dem  Unterrichtsende und endet, je nach 
Bedürfnissen der Kinder und Eltern, um 15:00 Uhr bz w. 16:00 Uhr. Eine Betreuung an den 
beweglichen Ferientagen und an Konferenztagen ist von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr gegeben.

5 
Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Für Eltern, die aus beruflichen Gründen eine länger e Betreuung wünschen, kann eine 
Betreuung bis 17:00 Uhr eingeführt werden.  
Zudem kann eine ganztägige Ferienbetreuung vom Träg er angeboten werden. Diese 
Betreuung ist offen für alle Kinder. 
 
2.3. Tagesablauf 
Die Kinder werden im Anschluss an den Unterricht vo m Team des Ganztages in Empfang 
genommen. Zu Beginn haben sie die Möglichkeit sich auszutauschen, frei zu spielen oder sich 
auszuruhen. Der weitere Tagesablauf der OGS setzt s ich aus den folgenden Grundelementen 
zusammen: 
2.3.1 Gemeinsames Mittagessen 
Den Kindern wird eine warme, abwechslungsreiche und  kindgerechte Mahlzeit serviert. 
Zudem stehen täglich Rohkost, Obst und Wasser zur V erfügung. Spezielle 
Nahrungsmittelunverträglichkeiten, einzuhaltende Di äten, vegetarisches Essen oder 
muslimische Kost können mit den Fachkräften der OGS  abgesprochen werden. Da das 
Mittagessen eine wichtige pädagogische Interaktion im Tagesablauf darstellt, wird es durch 
die Pädagogen der OGS begleitet. Hierbei wird auf O rdnungs- und Umgangsregeln sowie auf 
die Förderung sozialer Kompetenzen besonderer Wert gelegt. Dabei wird versucht, die 
Essenszeiten möglichst angenehm zu gestalten. Tisch gruppen von 5 Kindern ermöglichen 
Gespräche und Austausch. Das Benehmen am Tisch und das Essen mit Besteck wird mit den 
Kindern eingeübt. Nach dem Essen wird der Tag bespr ochen, AGs angekündigt und aktuelle 
Dinge besprochen. Die Kinder helfen der Küchenkraft  bei der Arbeit. Sie räumen ab, reinigen 
die Tische und decken diese neu ein.  
Die Kosten werden direkt vom Träger eingezogen. Akt uell werden die von SJK & Co e.V. 
betreuten Schulen von Schnitkamp & Hesse aus Münste r beliefert. Eine Übernahme des 
aktuellen Caterers ist selbstverständlich möglich. 
2.3.2 Lernzeit 
Die Lernzeit ist ein elementarer Bestandteil der pä dagogischen Arbeit in der OGS. Sie stellt 
eine wichtige Schnittstelle zwischen dem Unterricht  am Morgen und der Betreuung im 
Rahmen des Ganztages dar. 
Das ausführliche und gut strukturierte Lernzeitenko nzept der Margaretenschule Münster 
weist vielfältige Überschneidungen mit dem träger-i nternen Konzept auf und wird 
selbstverständlich übernommen. 
SJK & Co e.V. hat sich ebenfalls intensiv mit der G estaltung der Lernzeit auseinandergesetzt. 
Das Lernzeiten-Konzept von SJK & Co e.V. kann bei I nteresse im Anhang gesichtet werden 
(Anhang A).

6 
Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
2.3.3 Arbeitsgemeinschaften (AGs) 
Das OGS Team bietet vielfältige und wechselnde Arbe itsgemeinschaften (AGs) an. Bei der 
Gestaltung werden die vorhandenen Ressourcen im Stamm-Team genutzt und gefördert. Die 
AGs finden in Kleingruppen statt. Sie werden nach d en Interessen der Kinder konzipiert und 
ausgerichtet (siehe 5.2). Die Kinder sollen auf die se Weise in ihrem eigenen Handeln 
unterstützt und ihre Kompetenzen gefördert werden. Darüber hinaus werden AGs angeboten, 
die aktuellen Entwicklungen Rechnung tragen wie bsp w. der zunehmenden Digitalisierung 
(„Video-AG“, „Bau und Einsatz einer Drohne“) oder d em Thema Nachhaltigkeit 
(„Schulgarten“). 
SJK & Co e.V. stellt zusätzlich die Mitarbeiter/innen des Inklusionsteams zur Verfügung (siehe 
4.3). Diese bieten AGs in ihrem jeweiligen Arbeitsf eld an (z.B. „Theater-AG“) an. Darüber 
hinaus werden externe spezialisierte Fachkräfte bzw . Kooperationspartner angefragt wie 
beispielsweise Hundetherapeuten oder Reittherapeuten.  
Der Träger SJK & Co e.V. verfügt darüber hinaus über reichhaltige materielle Ressourcen, wie 
verschiedenen Bauwagen, Theaterausstattung, eine Drohne und vieles mehr. 
Bei der Gestaltung der AG-Pläne wird darauf Wert ge legt, AGs im Schulverbund anzubieten 
und so die vorhandenen Ressourcen optimal nutzen zu können. 
Im Folgenden wird exemplarisch eine Auswahl an AGs dargestellt. 
 Theater-AG 
 Kreativ AG 
 Kochen und Backen 
 Diverse Sportangebote in der Turnhalle, z. B. Fußball AG, Judo AG 
 Filme-AG 
 Hunde AG  
 Segel-AG 
 Reit AG 
 Entspannungs-AG, Yoga-AG 
Es gibt Arbeitsgemeinschaften die den sportlichen ( z. B. Reiten, Fußball, Volleyball, Tanzen) 
sowie den kreativen Bereich (z. B. Filzen, Film, Th eater, Nähen) abdecken. Spiel- und 
Spaßangebote stehen neben Forschen und Lernen ebenf alls fest im AG-Plan. Mit der Filme-
AG sollen spielerisch die medialen Kompetenzen der Kinder gestärkt werden. Jedes Kind erhält 
die Möglichkeit zur Teilnahme an den Arbeitsgemeins chaften. Je nach Angebot finden diese 
als geschlossene und offene Angebote statt. Es wird  auf eine Mischung der Angebote 
geachtet, um den verschiedenen Interessen und Begabungen der Kinder Rechnung zu tragen. 
Es wird beachtet, dass den Kindern neben Lernzeiten , Mittagessen und 
Arbeitsgemeinschaften noch Zeit für das wichtige und oft unterschätzte Freispiel (siehe 2.3.4) 
bleibt.

7 
Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Ganz im Sinne der OGS werden die Inhalte des Vormit tags und des Nachmittags eng 
miteinander verknüpft. Eine fachliche Verknüpfung e rgibt sich durch die Erledigung der 
Hausaufgaben und die fachlichen Förderstunden der Lehrkräfte im Rahmen der OGS. 
Vormittag Nachmittag 
Unterricht in den Kernfächern 
Sachunterricht 
Förderunterricht 
LRS-Förderung 
Hausaufgaben 
OGS-Förderstunden 
LRS-Förderunterricht 
Weitere, teilweise auch fächerübergreifende Verknüp fungen, ergeben sich durch die AG-
Arbeit in der OGS.  
Vormittag Nachmittag 
Arbeitsplan Deutsch 
Theater AG 
Lese AG 
OGS Parlament 
Arbeitsplan Sport 
Sportangebote in der Turnhalle 
Fußball AG 
Volleyball AG 
Zirkus AG 
Tanz AG 
Arbeitsplan Sachunterricht Garten AG/ Natur AG 
2.3.4 Freispiel 
Dem Freispiel kommt eine enorme Bedeutung zu. Insbe sondere in der heutigen Zeit, in der 
die kindliche Entwicklung häufig von einer Vielzahl  an Verpflichtungen in Form von 
Freizeitaktivitäten und zunehmender Digitalisierung geprägt ist. 
Im Freispiel wird Kindern die Möglichkeit gegeben, selbstbestimmt zu handeln und sich als 
selbstwirksam zu erleben (siehe 5.2). In Abhängigkeit der täglichen Verfassung können Kinder 
frei wählen. Freispiel bietet Raum zur Entschleunig ung und zum Rückzug. Zudem werden 
Kinder im Freispiel nicht unmittelbar beobachtet. 
 
2.4 Räumlichkeiten 
Für die Betreuung der Kinder sollten ansprechende Gruppenräume zur Verfügung stehen. Die 
Räume sollten kindgerecht und gemütlich eingerichte t sein. Die Ausstattung bietet den 
Kindern die Möglichkeit, sich mit unterschiedlichem  Spiel-, Lese- und Bastelmaterial zu 
beschäftigen. Weitere Klassenräume werden für die E rledigung der Hausaufgaben genutzt.

8 
Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Angebote und Projekte finden in den jeweiligen Räum en statt. Der Schulhof wird mit seinen 
diversen Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten, wie Spi elplatz, Tischtennisplatte, Turnstangen 
und einer großen Spielwiese genutzt. Hier können sich die Kinder frei entfalten. Eine Turnhalle 
ist ein wichtiger Bestandteil der OGS Betreuung und  sollte den Kindern an allen Tagen zur 
Verfügung stehen. Zudem verfügt SJK & Co e.V. über zwei umgebaute Bauwagen 3, die für 
bestimmte Zeiträume den Schulen zur Verfügung stehe n. Der Träger ist erfahren in der 
Projektbegleitung von Neu- und Umbauten von OGS Räu men sowie deren funktionaler 
Innenausstattung. 
2.5 Eigene Fußballliga 
In jeder Schule findet eine Fußball AG statt. Die a ngemeldeten Fußballkids trainieren 
wöchentlich und treten in einem Schuljahr in einer Fußballmeisterschaft gegeneinander an. 
Die Kinder werden mit unseren Vereins-Fahrzeugen zu den jeweiligen Schulen befördert. Am 
Ende des Schuljahres wird mit allen Kindern eine Fußballmeisterfeier veranstaltet.  
3. Die Kinder 
Für immer mehr Kinder wird die OGS zu einem neuen L ebensmittelpunkt, an dem sie den 
größten Teil ihres Tages verbringen. Schule als Ort  des Lebens uns Lernens gewinnt 
zunehmend an Bedeutung. Mit dem Rechtsanspruch für einen Platz in der 
Ganztagesbetreuung ab 2026 wird diese Tendenz vermutlich weiter zunehmen. Das bedeutet, 
dass ein Weiterdenken der Betreuung im schulischen Kontext erfolgen muss, um den 
vielfältigen Bedürfnissen und der Diversität der Ki nder gerecht werden können. Bei der 
Beantwortung der Frage, was guten Ganztag ausmacht,  ist es von großer Bedeutung, die 
Kinderperspektive zu berücksichtigen. Kinder sind d ie Experten, wenn es um die Frage geht, 
in welcher Umgebung sie sich wohl und aufgehoben fühlen.  
Der Vor- und Nachmittagsbereich sollte an Ganztagss chulen fließend ineinander übergehen 
und Synergien optimal genutzt werden. Bildung und E rziehung müssen in Ganztagsschulen 
ganzheitlich erfolgen und neben der formellen Bildu ng die informelle Bildung unter der 
besonderen Berücksichtigung der sozialen und emotionalen Bildung in den Fokus rücken, um 
dem Erziehungsauftrag gerecht zu werden. Ziel ist i mmer die ganzheitliche Förderung der 
anvertrauten Kinder.  
Ganztagsschule bietet benachteiligten Kindern die M öglichkeit, am gesellschaftlichen Leben 
teilzuhaben und die bestmögliche Förderung zu erhalten. Die Kinder haben die Möglichkeit im 
Anschluss an den Unterricht in einer strukturierten  und sicheren Umgebung zu lernen und 
ihren Neigungen und Interessen spielerisch nachzugehen.  
                                                      
3 Zu diesem Zweck wurden von Schule Jugend Kids & Co e.V. 2019 zwei Bauwagen angeschafft, die als 
Entspannungs- und Lego / Werkbauwagen ausgebaut wurden. Diese mobilen Räume sind im Rahmen des 
Schulverbundes aller OGS Standorten von SJK & Co e.V. im Wechsel monatsweise an den Schulen stationiert.

9 
Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
3.1. Konzept für den Übergang von der Kita in die OGS 
Dem Wechsel von der Kita in die Grundschule sieht e in Großteil der Vorschulkinder mit 
Spannung, Neugierde und freudiger Erwartung entgege n. Nichtsdestotrotz handelt es sich 
beim Übergang vom geschützten und spielerisch geprä gten Kita-Alltag in die Schule um ein 
kritisches Ereignis für Kinder, das es zu bewältigen gilt.  
Die große Schule, viele neue und oftmals unbekannte  Kinder, neue Bezugspersonen, andere 
und festere Strukturen fordern die Kinder heraus. U mso wichtiger ist es, die Kinder dort 
abzuholen, wo sie aktuell stehen. Dies gilt in glei chem Maße für den Morgen, wie auch den 
Nachmittag, den die Kinder im offenen Ganztag verbr ingen. Entscheidend für das Gelingen 
der Eingewöhnung ist es, die Kinder offen und herzl ich aufzunehmen und ihnen eine sichere 
Umgebung zu bieten. Nur, wenn Kinder sich wohl und sicher fühlen, können sie sich 
bestmöglich entfalten. Dies ist ein zentrales Anliegen von SJK & Co e.V. 
Sollte es nötig sein, werden die Teams in den Schul en zu Beginn eines neuen Schuljahres 
personell verstärkt.  
Um den Übergang von der Kita in die Schule zu erlei chtern, können die Kinder beim Tag der 
offenen Tür die Schule und den Ganztagsbereich geme insam mit ihren Eltern und Freunden 
erkunden und schon die Räumlichkeiten und ersten neuen Gesichter kennen lernen. 
Für die Eltern werden, neben dem „Tag der offenen Tür“, Elternabende angeboten, an denen 
sie die pädagogische Leitung sowie die Teams der Sc hulen kennen lernen, die Konzepte von 
SJK & Co e.V vorgestellt und von den Eltern Fragen gestellt werden können. 
4. Das Personal 
SJK & Co e.V. als Träger des offenen Ganztages besc häftigt aktuell ca. 120 Mitarbeiter/innen 
in seinen Ganztagsschulen. Bei der Zusammensetzung der Teams werden sowohl die fachliche 
Qualifikation als auch für die Betreuung von Kinder n erforderliche Soft Skills berücksichtigt. 
Denn nur ein beständiges, motiviertes und harmonisches Team kann seinem Erziehungs- und 
Bildungsauftrag gerecht werden. Die erforderlichen Qualifikationen und Zusammensetzung 
der Teams richten sich nach den gesetzlichen Vorgab en. Einstellungen werden nur bei 
entsprechender fachlicher Qualifikation vorgenommen . Die Stellen für geringfügig 
Beschäftigte werden mit Studierenden der sozialen A rbeit oder des Lehramtsstudiums sowie 
pädagogisch erfahrenem Personal besetzt. Alle Mitarbeitenden von „Schule Jugend Kids & Co 
e. V.“ legen vor Aufnahme der Tätigkeit ein erweite rtes polizeiliches Führungszeugnis nach 
§72a SGBVIII vor. 
Der Träger ist verantwortlich für die Personalverwa ltung sowie die Fach- und Dienstaufsicht. 
Praktikanten und FSJler werden von den Koordinatoren angeleitet. 
4.1 Fachkräftegewinnung und Ausbildung bei Schule Jugend Kids & Co e.V.

10 
Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Der Träger SJK & Co e.V. steht gemeinsam mit weiter en freien Trägern und der städtischen 
Trägerschaft vor der Herausforderung pädagogisch qu alifiziertes Fachpersonal in Zeiten des 
Fachkräftemangels und des rasant steigenden Bedarfs an schulischer Ganztagesbetreuung für 
sich zu gewinnen. Ab dem Inkrafttreten des Rechts-Anspruchs auf einen OGS-Platz 2026 wird 
sich die Situation noch verschärfen. Diesem Trend v ersucht der Träger bereits jetzt 
entgegenzuwirken.   
Daher bildet das Thema der Fachkräftegewinnung und Ausbildung einen Themenschwerpunkt 
bei SJK & Co e.V.  
Die neuen Mitarbeiter/innen von SJK & Co e.V. werden von erfahrenen Kräften eingearbeitet 
und ins Team eingeführt. Es besteht die Möglichkeit  sowohl das Team als auch die Schule zu 
wechseln, sollte dies gewünscht und sinnvoll sein.  
Die Struktur von SJK & Co e.V. ist durch flache Hie rarchien und kurze Kommunikationswege 
gekennzeichnet. 
Die fest angestellten Mitarbeiter/innen von SJK & C o e.V. profitieren von einer betrieblichen 
arbeitgeberfinanzierten Altersvorsorge, betrieblich er Krankenzusatzversicherung, dem 
betrieblich geförderten Sport- und Gesundheitsprogramm, Mitarbeitervergünstigungen sowie 
weiteren Personalbenefits. Zudem bietet SJK & Co e. V. seinen Mitarbeiter/innen ein eigenes 
Fortbildungsprogramm an (siehe 7.2). 
Die Teams des Trägers weisen eine geringe Fluktuation auf. 
SJK & Co e.V. bietet seit dem Sommer 2020 für die e igenen Unterstützungskräfte eine 
Praxisintegrierte Ausbildung zum/r Erzieher/in an. Durch das Projekt „Fachkräfte Offensive“ 
der Stadt Münster und anderen Städten wurde die Aus bildung für Erzieher/innen neu im 
beruflichen Markt etabliert. Diese Ausbildung dient  dazu das eigene pädagogisch erfahrene, 
jedoch offiziell unausgebildete Personal fortzubild en und auf die OGS Aufgaben optimaler 
vorzubereiten. Dieser Bildungsgang vermittelt eine fachschulische Ausbildung in Verbindung 
mit einer vergüteten Anstellung in einer sozialpädagogischen Einrichtung den Berufsabschluss 
„Staatlich anerkannte Erzieherin/ Staatlich anerkan nter Erzieher“ über die Praxisintegrierte 
Ausbildung (PiA). Die Ausbildungsdauer beläuft sich  auf insgesamt 3 Jahre. Eine 
Personalübernahme nach einem erfolgreichen Abschlus s der Ausbildung wird vom Träger 
Schule Jugend Kids & Co. e. V. gewünscht. Durch die  Ausbildung hat die Belegschaft die 
Möglichkeit sich weiter fortzubilden, einen zertifizierten Abschluss zu erhalten und im Offenen 
Ganztag als Gruppenleitung, mit mehr Verantwortung, tätig zu werden.  
Ausbildungen bei SJK & Co e.V. werden von der trägerinternen Ausbildungsleiterin begleitet. 
Aktuell begibt sich der Träger mit einem Kooperatio nspartner auf den Weg, Menschen mit 
Down-Syndrom eine berufliche Perspektive bei SJK & Co e. V. zu ermöglichen. 
4.2. Zusammensetzung der Teams

11 
Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Die Koordinationsstelle des Ganztages wird mit eine r Erziehungs- bzw. sozialpädagogischen 
Fachkraft besetzt. Je nach Größe der OGS werden Gru ppenleitungen, Unterstützungskräfte 
und Niedrigteilzeitkräfte im Team eingesetzt. Für d ie Essensausgabe und das 
Küchenmanagement gibt es separate Küchenkräfte. 
Bei der Erstellung der Personalpläne wird die Verei nbarkeit von Familie und Beruf 
berücksichtigt. 
Die Arbeitszeiten der Mitarbeiter/innen orientieren sich an der Anzahl der Kinder in der OGS. 
Eine Gruppengröße von 25 Kindern wird von einer Fac hkraft sowie einer Ergänzungskraft 
begleitet. Zu den Aufgaben gehören unter anderem, d ie Kinder jeden Tag willkommen zu 
heißen, das Begleiten des Mittagessens und der Lernzeit, die Gestaltung des Freispiels und das 
Leiten von AGs. 
4.3 Das Inklusionsteam 
SJK & Co e.V. beschäftigt zudem ein multiprofession elles Team - das sogenannte 
Inklusionsteam. Das Inklusionsteam unter der Leitung einer promovierten Diplom-Psychologin 
besteht aus einer weiteren Psychologin (B.Sc.), ein em Heilpädagogen und einer 
Heilpädagogin, einer Theater-/Zirkuspädagogin, eine r Orthopädagogin (zurzeit in Elternzeit), 
sowie einem Motopäden zusammen. Diese unterstützen das OGS-Personal schulscharf. Die 
trägerinternen Psychologinnen stehen den Teams vor Ort beratend zur Seite. Zudem nehmen 
die Psychologinnen bei Bedarf am Unterricht im Vormittagsbereich teil.  
Die Zirkuspädagogin bietet bspw. in verschiedenen S chulen eine Zirkus-/Theater AG an und 
bereitet halbjährig mit den Kindern eine Aufführung  vor. Dazu werden Eltern, Geschwister 
und Freunde eingeladen und ein kleines Fest gefeier t. Die Psychologin (B.Sc.) wird aktuell in 
zwei Schulen eingesetzt, um die Kinder vor Ort spez ifisch zu fördern und zu unterstützen. Sie 
ist ausschließlich für die persönliche Förderung der Kinder zuständig und nimmt nicht an den 
Lernzeiten oder Arbeitsgemeinschaften teil.  
Die Mitarbeiter/innen des Inklusion-Teams stehen da rüber hinaus im Bedarfsfall als 
Vertretungskräfte für den laufenden Betrieb zur Verfügung. 
4.4. Ausblick: Bildung eines Sport- und Bewegungsteams 
Die zunehmende Digitalisierung, Bewegungsmangel und  ungesunde Ernährung führen zu 
einer zunehmend ungesunden kindlichen Entwicklung. Diese Entwicklung wurde durch die 
Corona-Pandemie verstärkt. Um dieser entgegenzuwirk en und Kindern die Freude an 
Bewegung (wieder-) entdecken zu lassen, arbeitet de r Träger aktuell an der Bildung eines 
Sport- und Bewegungsteams, das gezielt zur motorisc hen Förderung der Kinder eingesetzt 
wird. In gleichem Maße wird der Fokus auf soziale L ernprozesse gerichtet, die automatische 
in Mannschafts- bzw. Gruppensituationen entstehen. Zudem bieten Sport und Bewegung die 
Möglichkeit, sprachliche Barrieren abzubauen.

12 
Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
5. Partizipation 
Die Partizipation aller Beteiligten stellt für den Träger Schule Jugend Kids & Co e.V. als 
gemeinnützigem Verein ein Grundprinzip dar (siehe 1.1). 
5.1. Eltern/ Erziehungsberechtigte 
Die Zusammenarbeit mit den Eltern bzw. Erziehungsbe rechtigten ist ein wesentlicher 
Bestandteil des Offenen Ganztags. Das Personal und die Eltern/ Erziehungsberechtigten 
stehen nach Möglichkeit in ständigem Kontakt und Au stausch. Den Eltern/ 
Erziehungsberechtigten werden Einzelgespräche angeb oten. Einzelgespräche bieten die 
Möglichkeit sich intensiv über das Kind auszutauschen und mit Eltern/ Erziehungsberechtigten 
einen besonderen Handlungsbedarf festzustellen und zu erarbeiten. Zudem werden 
gemeinsame Beratungsgespräche mit dem OGS Personal,  den Lehrkräften, der Schulleitung 
und den Schulsozialarbeitern/innen durchgeführt. Ziele der Elternarbeit sind die partizipative 
Förderung der Zusammenarbeit, der Informationsausta usch sowie die Unterstützung der 
Eltern in Betreuungs- und Erziehungsaufgaben. Insbe sondere soll die Elternarbeit eine Hilfe 
zur Selbsthilfe ermöglichen. 
Es erfolgt regelmäßig eine Abfrage zum Bedarf an Ferienbetreuungsangeboten. 
5.2 Kinder 
Die Rechte von Kindern sind ein elementarer Baustein der Arbeit von SJK & Co e.V. Kinder sind 
die Experten für die Beantwortung der Frage, was eine gute offene Ganztagsschule ausmacht. 
Kinderpartizipation ist daher ein wichtiges Mittel,  um die OGS im Sinne der Kinder zu 
gestalten. Kinderpartizipation an der OGS ist ein z udem wichtiges Instrument auf dem Weg, 
Kinder zu Verantwortung und Selbstständigkeit zu er ziehen. Die Kinder sollen erfahren, dass 
sie ihre Umgebung mitgestalten können. Die Kinder m üssen darüber mitentscheiden dürfen, 
wie sie ihre Zeit gestalten möchten. In einigen unserer OGS Schulen wurden Kinderparlamente 
eingeführt, in denen die Kinder mit dem betreuenden  Personal gemeinsam über Regeln, 
Verhalten, Arbeitsgemeinschaften, Mittagessen, Projekte, Ausflüge u. v. m. sprechen und Ihre 
Bedürfnisse äußern. Zudem existieren Wunsch-/Mecker briefkästen, in denen die Kinder ihre 
Kritik zum OGS Ablauf benennen können. Diese werden  dann gemeinsam mit dem 
betreuenden Personal vor Ort diskutiert und in den OGS Tagesablauf integriert. Zu 
verschiedenen Zeitpunkten werden Interviews mit den  Kindern geführt, um ihre Wünsche 
wahrzunehmen. 
5.3 Mitarbeiter/innen 
Das OGS Personal ist partizipativ in die Organisati onsstruktur des Trägers eingebunden. In 
regelmäßigen Teamsitzungen werden Anliegen der Mita rbeiter/innen besprochen und 
gemeinsam Lösungsmöglichkeiten erarbeitet.

13 
Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
6. Integration und Inklusion 
Ein inklusives Leitbild ist für uns ebenso eine Sel bstverständlichkeit wie die Integration aller 
Kinder, mit besonderem Augenmerkt auf Kinder mit Mi grationshintergrund. Der offene 
Ganztag bietet die Möglichkeit, spielerisch Kontakt mit anderen Kindern aufzunehmen und so 
sowohl sprachliche als auch kulturelle Barrieren zu überwinden. 
Ein Herzstück des pädagogischen Konzepts von SJK & Co e.V. ist das für die Schulen 
entwickelte Inklusions-Konzept. Dieses wird im Folgenden dargestellt. 
6.1 Das Inklusionskonzept von Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Auf der Grundlage der Ratifizierung der UN-Konventi on über Rechte von Menschen mit 
Behinderungen und der Verpflichtung zur Entwicklung  eines inklusiven Erziehungs- und 
Bildungssystems (Artikel 24, 2009), entwickelt SJHK  & Co e.V. Konzepte zur ganzheitlichen 
Betreuung und Förderung aller uns anvertrauten Kinder. 
Inklusion bedeutet, jedes Kind mit seiner Persönlic hkeit und individuellen Geschichte 
vorurteilsfrei willkommen zu heißen. Inklusive und integrative Betreuung zielt nicht allein auf 
Kinder mit Behinderungen oder definiertem Förderbed arf im Sinne der AO-SF, sondern auch 
auf jene mit Lernschwierigkeiten, Fluchthintergrund  und sozialen oder emotionalen 
Schwierigkeiten. Jedes Kind wird mit seinen persönlichen Voraussetzungen und Bedürfnissen 
vorurteilsfrei angenommen, begleitet und gefördert. 
Grundlegend für das Gelingen einer optimalen Begleitung und Förderung im Ganztag ist eine 
enge Zusammenarbeit mit dem schulischen Team, das d ie Kinder am Morgen begleitet. Nur 
durch gelebte Kontinuität über den gesamten Schulta g der Kinder, kann der Raum für eine 
vertrauensvolle Atmosphäre sowie die bestmögliche Unterstützung geschaffen werden. 
Um den vielfältigen Belangen und Bedürfnissen der a nvertrauten Kinder gerecht zu werden, 
gehört zu unserem Verein ein multiprofessionelles T eam aus psychologischen, 
heilpädagogischen, motopädischen, familientherapeut ischen, sozialpädagogischen und 
theaterpädagogischen Fachkräften. Diese werden schulscharf eingesetzt, um die Kolleginnen 
und Kollegen vor Ort als zusätzliches Personal zu u nterstützen. Geleitet wird das 
Inklusionsteam von einer promovierten Diplom-Psycho login, die das OGS-Team sowie die 
Lehrer/innen vor Ort bei Bedarf (auch im Vormittagsbereich) unterstützt (siehe 4.3). 
Folgende Einstellungen und Methoden zur Weiterentwicklung der individuellen Förderung der 
Kinder prägen die pädagogische Arbeit von SJK & Co e.V.: 
 Gelebte Akzeptanz und Toleranz 
 Wertfreier und leistungsunabhängiger Blick auf die Kinder 
 Gemeinsame Verantwortung für die ganzheitliche Förderung aller Kinder 
 Individuelle Förderpläne 
 Arbeiten an festgelegten Zielen anhand der Förderpl äne. Diese werden regelmäßig 
überprüft und überarbeitet.

14 
Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
 Therapeutische Unterstützung (z.B. Motopädie) 
 Gezielter Einsatz von multiprofessionellen Fachkräften 
 Individuelle Handlungsempfehlungen für die beteiligten Personen vom Inklusionsteam 
von SJK & Co e.V. 
 Festgelegter Personalbedarf „über den Nachmittag“ ( Heilpädagogen, Erziehende, 
Mentoren, Intensivbetreuer/innen) 
 Vertraute Begleitung für den Übergang von Vor- zu Nachmittag inkl. kurzem Austausch 
der beteiligten Akteure 
 Nutzen von Synergieeffekten zwischen Vor- und Nachmittagsbereich 
 Multiprofessionelle Teamsitzungen 
 Zusammenarbeit mit (heilpädagogischen) Einrichtungen und Diensten am Ort 
 Bedarfsgerechtes und differenziertes Angebot für die betreffenden Kinder, aber keine 
Exklusion 
 Ressourcenorientierter Umgang mit den Kindern 
 Ermöglichung der Teilnahme an allen Angeboten, AGs und Kursen der OGS 
 Angepasstes Spiel- und Sportmaterial 
 Angepasste Räume (kleine Gruppenräume, Snoezele-Räu me, Lesezimmer, reizarme 
Räume, Bewegungsräume, Werk- und Kunsträume usw.)  
 Eltern werden in die Planung und Unterstützung in d er OGS für das Kind mit 
einbezogen soweit es zeitlich möglich und von ihnen zu leisten ist 
7. Qualitätsmanagement 
Um seinem Erziehungs- und Bildungsauftrag gerecht z u werden und die Qualität der 
Betreuung zu sichern, legt der Träger SJK & Co e.V.  großen Wert auf ein vielschichtiges 
Qualitätsmanagement. SJK & Co e.V. orientiert sich an den Qualitätsstandards der Stadt 
Münster. 
Es finden regelmäßige Treffen innerhalb und zwischen den Teams sowie den Mitarbeitenden 
der Fachberatung, interne und externe Weiterbildung en, Supervisionen sowie 
Dokumentation und Evaluation statt. Zudem nimmt der  Träger an kommunalen und 
bezirksbezogenen Qualitätszirkeln teil. 
Die Fachberatung für die Mitarbeiter/innen wird durch qualifizierte Fachkräfte sichergestellt. 
7.1 Teamentwicklung 
Der Träger SJK & Co e.V. legt großen Wert auf fachl ich qualifizierte, beständige und 
harmonische Teams. Durch flache Hierarchien wird de n Teams Gestaltungsspielraum 
zugestanden, um auf die individuellen Bedürfnisse vor Ort eingehen zu können. Regelmäßige 
Teamsitzungen der OGS-Leitungskräfte und den Gruppe nleitungen ermöglichen den 
Austausch von Informationen sowie die Klärung von F ragestellungen und organisatorischen 
Aspekten.

15 
Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Regelmäßig finden zudem Teamsitzungen mit dem gesam ten pädagogischen OGS-Personal 
der Schulen statt. Diese dienen zum Austausch, Refl exion und Organisation. Vor 
Schuljahresbeginn wird an Teamtagen die Konzeption überprüft und überarbeitet. Die 
Koordinatoren nehmen wöchentlich an Lehrer/innen-Konferenzen und Dienstbesprechungen 
teil, um die Vernetzung mit dem Vormittag zu gewährleisten.  
Jährliche Personalgespräche zwischen Bereichsleitun g, Projektleitung, OGS-Leitungskräften 
und Gruppenleitern dienen der Überprüfung und Festlegung von Zielen  
Im Rahmen der trägerinternen Qualitätssicherung wer den monatliche 
Qualitätszirkel/Leitungsrunden der OGS-Leitungskräfte sowie der Leitung des Inklusionsteams 
unter Beteiligung der pädagogischen Geschäftsführun g durchgeführt. Diesen dienen dem 
kollegialen Austausch und der Beratung. Zudem werde n bei den Leitungsrunden besondere 
Aktionen und ähnliches geplant.  
Das Inklusionsteam (siehe 4.3) trifft sich ebenfall s monatlich zum Austausch und der 
kollegialen Fallberatung. 
Die Fachaufsicht obliegt der pädagogischen Geschäftsführung.  
Das hauptamtliche Personal nimmt im Sinne des Wirks amkeitsdialogs an internen und 
externen Arbeitskreisen teil. Aktuell werden an reg elmäßigen Treffen von zwei Teams FAQs 
für die Mitarbeiter/innen und die Elternschaft erarbeitet. 
7.2 Fort- und Weiterbildungen 
Die Mitarbeiter/innen von SJK & Co e.V. haben die M öglichkeit sowohl interne als auch 
externe Fortbildungen zu relevanten Themen zu besuc hen. Darüber hinaus nehmen die 
Mitarbeitenden des Trägers regelmäßig am trägerinte rnen Fortbildungsprogramm teil (z.B. 
Präventionsweiterbildung, Entwicklungspsychologie, Corona & Schule).  
7.3. Supervision 
Allen Teams stehen im Rahmen des Fortbildungsbudgets eine Möglichkeit zur Supervision zu. 
Im Zuge der aktuellen Qualitätsentwicklung des Träg ers wird ab 2020 eine ständige 
Supervision durch ein Institut aus Münster vorgehalten.  
7.4 Dokumentation und Evaluation 
Die Mitarbeiter/innen des Ganztages werden in der F ührung von Dokumentations- und 
Beobachtungsbögen geschult. 
Dokumentation: 
 Führen von Dokumentations- und Beobachtungsbögen  
 Protokollierte Teamsitzungen 
 Mitarbeit an den Schulprogrammen der Schulen 
 Anwesenheitslisten

16 
Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
 Unfallbögen 
Evaluation: 
 Regelmäßiger Austausch zwischen den Lehrkräften & d en Mitarbeiter/innen des 
Ganztages 
 Elternbefragungen 
7.5. Kinderschutz 
Der Träger weist eine zertifizierte Kinderschutzfac hkraft vor. Die interne 
Kinderschutzbeauftragte steht allen Schulen zur Ver fügung und greift bei Verdacht auf 
Kindeswohlgefährdung ein und unterstützt die Leitungskraft vor Ort.  
Bei Fällen von Kindeswohlgefährdung findet in Abspr ache mit der Schulleitung und 
Lehrkräften ein protokolliertes Verfahren nach § 8a SGB VIII statt. Hierbei arbeitet der Träger 
eng mit dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien zusammen.  
Im Rahmen der Personaleinstellungen wird besonders auf die Einhaltung der Vorgaben nach 
§ 72 a SGB VIII geachtet. So ist die Vorlage eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses 
für alle Mitarbeitenden des Trägers (auch Praktikan ten und Ehrenamtliche) verpflichtend. 
Zusätzlich unterschreibt jeder Mitarbeitende eine S elbstverpflichtungserklärung zur 
Prävention von Beziehungsmissbrauch mit Personen, die von „Schule Jugend Kids & Co e. V.“ 
betreut werden. Alle Mitarbeitende sind verpflichte t an einer eintägigen, internen Schulung 
zum Thema Kinderschutz teilzunehmen. 
7.6 FAQs 
Aktuell arbeiten die OGS-Leitungskräfte unter Betei ligung der Geschäftsleitung an zwei FAQ-
Katalogen (FAQs der Eltern, FAQs der Mitarbeiter/innen). 
8. Gesundheitsförderung und Nachhaltigkeit 
Der Träger Schule Jugend Kids & Co e.V. legt großen  Wert auf Gesundheitsförderung und 
Nachhaltigkeit. Beispielsweise setzt der Träger im Punkt Mobilität auf E-Bikes sowie E-Autos 
und verfügt über ein eigenes Lastenrad. Als Träger der OGS mit Sitz in Münster und weiteren 
Schulen in Münster, die bereits in der Trägerschaft von SJK & Co e.V. sind, sind nur kurze Wege 
zurück zu legen. Dies leistet einen kleinen Beitrag zum Klimaschutz der Stadt Münster. 
8.1 Kinder 
Es ist ein zentrales Anliegen des Trägers, Kindern den wertschätzenden Umgang mit Nahrung 
und Material zu vermitteln. Dazu gehört bspw. der U mgang mit Nahrungsmitteln beim 
Mittagessen. Der Wunsch des Trägers ist es, Essen passend zu bestellen und ggf. am nächsten 
Tag aufzubereiten. Schulgärten, die im Rahmen des offenen Ganztags gepflegt werden, sollen 
ebenfalls für das Thema „Ernährung“ sensibilisieren  und dabei unterstützen, es ganzheitlich 
wahrzunehmen.

17 
Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Thema Sport u nd Bewegung. Gerade angesichts der 
zunehmenden Nutzung von digitalen Medien, dem oft d amit einhergehenden 
Bewegungsmangel und falschen Ernährungsgewohnheiten  spielen die Faktoren Sport und 
Bewegung eine entscheidende Rolle für die gesunde E ntwicklung von Kindern. Verstärkt 
wurde diese Dynamik im Verlauf der Corona-Pandemie. 
Bei der Programm-Planung und Materialauswahl des Tr ägers werden diese Aspekte 
berücksichtigt.  
Zudem ist eine Sport- und Bewegungsteam antizipiert . Der Aufbau des Teams wird von der 
Leitung des Inklusionsteams geplant und durchgeführ t, die fundierte sportpsychologische 
Kenntnisse aufweist. 
Selbstverständlich gehören zu einer gesunden Entwic klung die Stärkung sozialer und 
emotionaler Kompetenzen. Dies geschieht im Alltag d er offenen Ganztagsbetreuung durch 
eine wertschätzende und werte-vermittelnde Betreuun g durch die Mitarbeiter/innen. 
Darüber hinaus ist das multiprofessionelle Inklusio nsteam zur individuellen Förderung und 
Stärkung der Kinder in den verschiedenen Bereichen zuständig.

18 
Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
8.2 Personal 
Nur gesunde und motivierte Mitarbeiter/innen können  sich optimal der Betreuung der uns 
anvertrauten Kinder widmen. Daher legt der Träger g roßen Wert auf ein angenehmes 
Arbeitsklima. Dazu gehören die Vereinbarkeit von Fa milie und Beruf, die Möglichkeit zu 
regelmäßigem Austausch im Team sowie die Möglichkei t, Ideen einzubringen und an 
Entscheidungen beteiligt zu werden.  
Im Rahmen von Fortbildungen werden Team-Fortbildung en angeboten, um die 
Zusammenarbeit und den Zusammenhalt im Team zu opti mieren. Zudem ist eine 
Weiterbildung zum Thema „Stressmanagement“ geplant. 
Die Mitarbeiter/innen von SJK & Co e.V. profitieren  von einem umfangreichen betrieblich 
geförderten Sport- und Bewegungsprogramm. Dazu zähl en bspw. die betriebliche 
Krankenzusatzversicherung, die Nutzung eines E-Bikes oder die Übernahme der Kosten für ein 
Fitness-Studio (siehe 4.1). 
9. Querschnittsaufgaben 
Der Träger Schule Jugend Kids & Co e.V. stellt bei Bedarf Schulbegleiter/innen an den 
Standorten in Münster sowie Schulsozialarbeiter/innen.  
Zudem ist der Verein SJK & Co e.V. in der offenen Kinder- und Jugendarbeit aktiv (Jugendarbeit 
in Schule, Kinder- und Jugendtreff bspw. am Skaterp latz in Mecklenbeck, Kinder- und 
Jugendmobil, Angebote für Kinder mit Fluchterfahrung). 
Eine verlässliche Ferienbetreuung an verschiedenen Standorten sowie ein Firmenservice 
gehören ebenfalls zu den Angeboten von Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Zudem bietet der Träger SJK & Co e.V. im Rahmen der  Elternarbeit die Möglichkeit eines 
vertrauensvollen Erstkontakts bei Beratungswünschen . Der Träger verweist dann weiter an 
spezialisierte Institutionen. 
10. Vernetzung 
Der Träger arbeitet eng mit den Sozialakteuren am j eweiligen Standort zusammen. An allen 
OGS Standorten werden enge Kooperationen mit den ör tlichen Sportvereinen (z.B. Reiterhof 
Stuft, SC-Hansa), städtischen und kirchlichen Einri chtungen, Vereinen (z.B. Lebenshilfe 
Münster), heilpädagogischen Tagesgruppen und Kindertagesstätten gepflegt.  
Im Rahmen der Qualitätsentwicklung ist für „Schule Jugend Kids & Co. e.V.“ sehr wichtig, eine 
gute Zusammenarbeit mit den Schulträgern, Schulleit ungen und anderen Akteuren rund um 
die Schulverwaltung zu führen. Die Teilnahme an örtlichen und überörtlichen Qualitätszirkeln 
ist hier ein elementarer Baustein. Selbstverständli ch ist für ein Träger der freien Jugendhilfe 
die Kooperation mit dem Amt für Kinder, Jugendliche  und Familien ebenfalls ein wichtiger 
Bestandteil zum Wohle der zu betreuenden Kinder und deren Familien.

19 
Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Des Weiteren besteht durch regelmäßige Teamsitzungen auf und zwischen den 
verschiedenen Ebenen eine enge Vernetzung innerhalb des Vereins. 
11. Was macht den Verein Schule Jugend Kids & Co e.V. aus? 
11.1 Prinzipien eines gemeinnützigen Vereins 
Als gemeinnützigem Verein ist das Grundprinzip von Schule Jugend & Co e.V. das Wohl der 
(Schul-) Gemeinschaft zu fördern. Dabei stehen selbstverständlich die Kinder im Mittelpunkt. 
Aber auch ihre Eltern/ Erziehungsberechtigten, die Betreuer/innen und das weitere 
pädagogische sowie schulische Team gehören zur Schu lgemeinschaft. Schule Jugend Kids & 
Co e.V. richtet den Fokus auf die Interessen und Be dürfnisse der Schulgemeinschaft mit dem 
Ziel die bestmögliche Betreuung für die Kinder im Rahmen der OGS zu realisieren.  
Die Mitarbeitenden von SJK & Co e.V. können dem Verein auf Wunsch beitreten. 
11.2. Entstehungsgeschichte und Entwicklung von Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Der Träger Schule Jugend Kids & Co e.V. hat sich vo n der Idee eine Jugendtreffs in Münster-
Mecklenbeck über die Zeit zu einem erfahrenen und e tablierten freien Träger der 
außerschulischen Betreuung in Münster und dem Umland entwickelt. SJK & Co e.V. profitiert 
von der schrittweisen Annäherung an das Thema der o ffenen Ganztagsschule und dem 
dadurch erworbenen Erfahrungsschatz. Inzwischen ist  die Offene Ganztagsschule zum 
Herzstück des Trägers geworden, an der SJK & Co e.V. kontinuierlich weiterarbeitet 
Der Träger „Schule Jugend Kids & Co. e. V.“ mit Sitz in Münster kann eine 17-jährige Erfahrung 
im OGS Bereich aufweisen. Am 01.08.2006 wurde die e rste Trägerschaft einer OGS Schule in 
Münster übernommen. Seitdem ist der Verein stetig g ewachsen. Mittlerweile werden acht 
OGS Grundschulen vom Träger betreut. Dem Träger ist  es wichtig, die Individualität jeder 
Schule zu bewahren, so dass das vorliegende Konzept  jederzeit in Absprache mit der 
Schulleitung und dem pädagogischen Team vor Ort angepasst werden kann.  
Aufgrund der Erfahrungen bei Trägerwechsel verfügt der Träger über ausreichend Knowhow 
bei der Übernahme des vorhandenen Personals. Falls nötig bzw. gewünscht kann 
selbstverständlich neues Personal gestellt werden. 
11.3 Teamstruktur und Teamentwicklung 
Schule Jugend Kids & Co e.V. ist ein gewachsener Ve rein, der durch flache Hierarchien und 
Flexibilität gekennzeichnet ist. Durch regelmäßige Teamsitzungen innerhalb und zwischen den 
OGS-Teams sowie auf unterschiedlichen Ebenen besteht eine enge Verzahnung zwischen den 
Teams der Schulen und ein effizienter Erfahrungstau sch. Zudem werden regelmäßig 
Weiterbildungen zu relevanten Themen angeboten. 
11.4 Inhaltliche Schwerpunkte

20 
Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Der Verein SJK & Co e.V. unterliegt als gemeinnütziger Verein den Grundprinzipien eines 
solchen (siehe 1.1 und 11.1).  
Darüber hinaus setzt der Träger Schwerpunkte in den Bereichen Inklusion und Integration 
(siehe 4.3 und 6.), Sport und Bewegung (siehe 4.4) sowie Partizipation (siehe 5.). 
11.5 Materielle Ausstattung 
Der Träger verfügt über eine Vielzahl an materiellen Ressourcen (z.B. Lego- und Snoezle-
Bauwagen, Bullis, Theater- und Zirkusequipment, digitale Ausstattung), die 
schulübergreifend eingesetzt werden.

21 
Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Anhang A 
Das Lernzeitenkonzept von Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Um ein ruhiges Umfeld zu schaffen, lernen die Kinde r nach Möglichkeit in Gruppen mit ca. 
zehn Kindern derselben Altersstufe und haben feste Bezugspersonen. Erledigte Aufgaben 
werden von den Mitarbeitenden stichprobenartig auf ihre Sorgfalt überprüft, abgehakt und 
unterschrieben. Die Kontrolle der Richtigkeit der H ausaufgaben liegt aber weiterhin bei der 
Lehrkraft und den Eltern. Schafft es ein Kind nicht , die Hausaufgaben innerhalb des 
vorgesehenen Zeitraums zu erledigen, erfolgt eine R ückmeldung an die zuständige Lehrkraft 
und die Eltern über das Hausaufgabenheft. Hierbei w ird auch festgehalten, ob die 
Hausaufgaben für das Kind zu schwer bzw. zu umfangr eich waren oder, ob es auch an der 
Arbeitshaltung des Kindes lag. Kinder, die eine int ensivere Unterstützung während der 
Lernzeit benötigen, werden durch Lehrer/innen im Rahmen von Lehrerstunden unterstützt. 
Die Hausaufgabenbetreuung soll die Eltern so weit w ie möglich entlasten, aber nicht aus der 
Verantwortung entlassen. Dies bedeutet, dass die El tern weiterhin für eine inhaltliche 
Überprüfung der Hausaufgaben sowie für Beratungsges präche mit den Lehrkräften bei 
Lernschwierigkeiten zuständig sind. 
Die Lehrkräfte 
 unterstützen die Kinder drei Stunden (bei einer Gru ppengröße von 25 Kindern) in der 
Woche im OGS Förderunterricht.  
 schauen täglich ins Hausaufgabenheft, um die Notizen der Erziehungskräfte zu lesen. 
 stehen im regelmäßigen Austausch mit den Erziehungskräften. 
 
Die Erziehungskräfte der OGS 
 sorgen für einen ruhigen Arbeitsplatz und eine positive Lernatmosphäre. 
 geben bei Bedarf Starthilfe. 
 achten auf eine sorgfältige und übersichtliche Heftführung. 
 vergewissern sich, dass alle Aufgaben erledigt wurden. 
 geben den Lehrkräften und Eltern eine qualifizierte Rückmeldung über die Bearbeitung 
der Aufgaben und den dabei beobachteten Besonderheiten. 
Die Kinder 
 notieren sich die Hausaufgaben. 
 arbeiten konzentriert und stören die anderen Kinder nicht. 
 bemühen sich selbständig zu arbeiten. 
 achten auf eine sorgfältige und übersichtliche Heftführung. 
 holen nicht erledigte und unvollständige Hausaufgaben nach. 
 
Die Eltern/Erziehungsberechtigten

22 
Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
 schauen täglich ins Hausaufgabenheft, um die Notizen der Erziehungskräfte zu lesen. 
 sollen mit dem Kind die Hausaufgaben durchschauen, um so die Arbeit der Kinder 
wertzuschätzen und um Kenntnis über den Lern- und L eistungsstand des Kindes zu 
erhalten. 
 entscheiden, ob die Hausaufgaben, die in der Hausau fgabenzeit nicht vollständig 
erledigt wurden, zu Hause nachgearbeitet werden sollen. 
 erledigen die Leseaufgaben mit ihrem Kind. 
 
Die OGS Kinder sollen durch die Lehrkräfte eine spe zielle, auf die Bedürfnisse der Kinder 
zugeschnittene Förderung nutzen können. In diesen F örderstunden werden durch die 
Lehrkräfte Leistungsdefizite und Inhalte des Vormit tags vertieft und gefestigt. Zudem gibt es 
die Möglichkeit, eine Lernunterstützung durch das B ildungs- und Teilhabepaket zu 
beantragen. Auch hier unterstützen die Koordinatore n der OGS sowie sozial-pädagogische 
Fachkräfte der Schule die Eltern. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Harkortstraße 13 
48163 Münster 
Telefon: 0251 74 76 702 
Web: www.jugend-ms.de 
Mail: info@jugend-ms.de

Rahmenkonzept OGS Caritas Münster

56175 Zeichen

Offener Ganztag 
Rahmenkonzept der Caritas Münster

Seite 2 Konzept OGS Caritas Münster 
   
 
Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften 
Stand 11.2021 
Inhalt 
1. Trägerbeschreibung ............................................................................................................. 4 
2. Der Offene Ganztag als integrierter Bestandteil der Kinder- und Jugendhilfe der 
Caritas Münster ..................................................................................................................... 4 
3. Rahmenbedingungen und Organisation ........................................................................ 5 
3.1 Auftrag und Zielsetzung .............................................................................................. 5 
3.2 Personal .......................................................................................................................... 6 
3.3 Anmeldung und Betreuungszeiten ........................................................................... 7 
3.4 Mittagessen .................................................................................................................... 7 
3.5 Räume .............................................................................................................................. 8 
4. Einblicke in pädagogische Handlungsfelder ................................................................. 8 
4.1 Mittagessen .................................................................................................................... 8 
4.2 Lernzeit ........................................................................................................................... 8 
4.3 Freispiel .......................................................................................................................... 9 
4.4 Angebote ......................................................................................................................... 9 
4.5 Identität und Integration .......................................................................................... 10 
4.6 Digitalisierung .............................................................................................................. 11 
4.7 Musik ............................................................................................................................... 11 
4.8 Ökologie ......................................................................................................................... 11 
4.9 Partizipation ................................................................................................................. 11 
5. Ferienbetreuung ................................................................................................................. 12 
6. Kooperation ......................................................................................................................... 12 
6.1 Mit Eltern ...................................................................................................................... 12 
6.2 Innerhalb der Schule ................................................................................................. 13 
6.3 Innerhalb der Caritas ................................................................................................. 13 
6.4 Mit anderen Organisationen, Trägern und Verbänden ..................................... 14 
6.5 Mit der Stadt Münster ................................................................................................ 14 
7. Qualitätssicherung ............................................................................................................. 14 
7.1 Einbindung der OGS in das Qualitätsmanagement der Caritas Münster ..... 14 
7.2 Qualität in Bezug auf das Personal ........................................................................ 14 
7.3 Kinderschutz ................................................................................................................ 15 
7.4 Qualität über Strukturen .......................................................................................... 15 
8. Zukunftsmusik und Ausblick ........................................................................................... 16 
8.1 1 Schule – 1 Träger ...................................................................................................... 16 
8.2 OGS als sozialraumorientiertes Angebot ............................................................. 16 
8.3 Trägerinterne Fortbildungen ................................................................................... 16

Seite 3 Konzept OGS Caritas Münster 
   
 
Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften 
Stand 11.2021 
8.4 Schulübergreifende Zusammenarbeit ................................................................... 17 
8.5 Diversität ....................................................................................................................... 17 
8.6 Nachhaltigkeit .............................................................................................................. 17 
8.7 Kultursensibilität ......................................................................................................... 17 
8.8 Hybride Elternformate .............................................................................................. 18 
8.9 Mobbing, Gewaltprävention, Umgang mit Gewalt zwischen Kindern ............ 18

Seite 4 Konzept OGS Caritas Münster 
   
 
Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften 
Stand 11.2021 
Unterstützende, wertschätzende, respekt- und vertrauensvolle Beziehungen sind 
keine Sozialromantik, sondern unbedingte Grundlage dafür, dass Lernen und  
Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler gelingen können.  
(Kuhn/Fischer, 2014, S. 8, STEG-Studie) 
1. Trägerbeschreibung 
Die Caritas Münster setzt sich aus dem Caritasverband fü r die Stadt Münster e.V. und seinen ange-
schlossenen Gesellschaften zusammen.  Neben der Kinder - und Jugendhilfe werden auch Angebote 
aus dem Bereich der Altenhilfe, Fort- und Weiterbildung, Sozialen Beratung, Wohnungslosenhilfe und 
Jugendberufshilfe angeboten. 
Der Caritasverband für die Stadt Münster e.V. ist als Wohlfahrtsverband anerkannter Träger der freien 
Jugendhilfe. Er hält seit über 50 Jahren ein dichtes Netz an Angeboten der Jugendhilfe in Münster vor, 
das stetig weiterentwickelt wurde und s ich immer wieder an den Lebenswelten der Menschen in 
Münster ausrichtet.  
Über den Caritasverband für die Diözese Münster e.V. ist die Caritas Münster an die entsprechende 
Fachberatung für Träger angebunden. Hierüber erfolg en insbesondere die fachliche und wirtschaft-
liche Fachberatung und die regelmäßige Fortbildung der Mitarbeitenden. 
Die Caritas Münster beschäftigt auf dem Stadtgebiet ca. 1.000 hauptberufliche Mitarbeitende. Sie 
verfügt über eine leistungsfähige Verwaltung, die insbesondere die Aufgaben d er Personalabrech-
nung, -entwicklung und des Recruitings, sowie die finanztechnische Bewirtschaftung hochwertig si-
cherstellen kann. Für die Arbeitsverhältnisse kommen die arbeitsvertraglichen Richtlinien der deut-
schen Caritas (AVR Caritas) zur Anwendung. Da rüber sind eine betriebliche Altersvorsorge über die 
KZVK, eine Jahressonderzahlung, sowie ein Leistungsentgelt gesichert. Zudem bietet die Caritas 
Münster ihren Mitarbeiter:innen zusätzlich ein Jobbike (Leezenleasing), ein Jobticket und ein Lebens-
arbeitszeitkontomodell an.  
2. Der Offene Ganztag als integrierter Bestandteil der Kinder- und Jugendhilfe 
der Caritas Münster 
Das Leitbild der Caritas Münster formuliert unseren Zugang zu den Menschen eindeutig: „ Unser An-
liegen ist das Wohlergehen der Menschen, materiell, körperlich, geistig und seelisch. Wir stärken die 
Selbsthilfekräfte der Menschen, fördern ihre Selbstständigkeit, achten und sichern ihre Würde und 
Selbstbestimmung. (…) Wir nehmen jeden Menschen in seiner Einmaligkeit an, achten und berück-
sichtigen Unterschiede in Religion, Nationalität, Geschlecht, Alter und Ethnie sowie körperlichen und 
geistigen Besonderheiten, unabhängig von sozialer Stellung und politischer Anschauung. (…)  
Um diese Ziele zu erreichen, muss die Caritas in der Lebenswelt von Familien präsent sein. Der Offene 
Ganztag ist mittlerweile zu einem wichtigen Teil dieser Lebenswelt geworden und so ist es konse-
quent, dass wir dort an entscheidender Stelle mitgestalten möchten. Wir wollen Kindern im Ganztag 
Räume schaffen, sich und ihre Umwelt spielerisch zu entdecken. Wir nehmen Kinder als einzigartige 
Personen an, mit ihrer Biografie, ihrem ethnischen Hintergrund, ihrer Familie und ih rem Lebensum-
feld. Wir helfen mit, eine Basis für die Entwicklung von Selbsteffizienz und Resilienz zu s chaffen. Wir 
wollen Bildungs- und Entwicklungsanreize schaffen, den individuellen Lebensbedingungen und Be-
dürfnissen der Kinder entgegenkommen, und: wir möchten, dass Kinder bei uns Freunde finden, Spaß 
haben, gerne miteinander spielen und arbeiten, sich s icher und gehalten fühlen, sich streiten und 
vertragen und den Ganztag als guten Teil ihres Lebens empfinden. 
So etwas schafft man nicht allein. Deshalb sind Zuverlässigkeit, Transparenz und von Vertrauen ge-
prägte Zusammenarbeit mit den staatlichen, kirchlichen und anderen Kooperationspartnern für uns 
von großer Bedeutung. Ganz zentral sind dabei unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sie sind das 
wertvollste Potential der Caritas: Sie prägen die Leistungsfähigkeit, die Kultur und das Ansehen des 
Verbandes. Wir legen Wert auf hohe Fachlichkeit, entwickeln uns weiter, arbeiten wirtschaftlich und 
nachhaltig.

Seite 5 Konzept OGS Caritas Münster 
   
 
Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften 
Stand 11.2021 
In der Struktur der Caritas Münster ist der Offene Ganztag als Teil der S chulnahen Jugendhilfe eng 
mit einem nahezu vollständigen Angebot an Jugendhilfe verzahnt. So weisen etwa der Heilpädagogi-
sche Hort und die Erziehungsberatungsstelle umfassende Kenntnisse über die notwendigen Rah-
menbedingungen einer gelingenden Entwicklung von Grundschulkindern auf und haben ausgewie-
sene Expertise für die Fachberatu ng im O ffenen Ganztag. Mit der ambulanten und teilstationären 
Jugendhilfe sind die Hilfen zur Erziehung nahezu komplett abgedeckt, sodass auch bei massiveren 
Verhaltensproblemen von Kindern fachliches Wissen schnell abrufbar ist. Die Vernetzung dieser Hil-
fen in einer Abteilung ist eingeübt und der entsprechende fachliche Austausch ist kollegialer Alltag. 
Durch die genaue Kenntnis solcher Hilfen beim OGS -Personal sind passgenaue Hinweise an Eltern 
und die Anbahnung von niedrigschwelligem Kontakt jederzeit auch kurzfristig möglich. Die intensive 
Nutzung dieser Ressourcen soll durch die Entwicklung von Intervisions- und Supervisionskonzepten 
an der Schnittstelle von OGS und Jugendhilfe sichergestellt werden. 
Ähnliches gilt auch für die eng e Verzahnung mit dem g roßen Migrationsdienst der Caritas Münster, 
der auf kurzem Weg für die Fachberatung der Mitarbeiter:innen zur Verfügung steht und nicht nur 
hilft Sprachbarrieren zu überwinden und das wertschätzende Miteinander verschiedener Kulturen zu 
fördern, sondern auch konkrete Projekte etwa zur Antidiskriminierung anzustoßen.  
Die Caritas Münster übernahm 201 6 ihren ersten O ffenen Ganztag in der jetzigen Kompass-Schule. 
Im Jahr 2017 kamen die Ganztage der Paul-Schneider-Grundschule in Kinderhaus und der Matthias-
Claudius-Schule in Handorf hinzu. 
Die Mitarbeiter:innen sind mittlerweile fast alle  aus der Gestellung in einen Arbeitsvertrag bei der 
Caritas gewechselt. Die Möglichkeit, zusätzlich zur Arbeit im Ganztag im Vormittagsbereich als Schul-
begleiter zu fungieren, wird zunehmend ermöglicht und genutzt.  Damit können wir die hauptamtli-
chen Teilzeitarbeitsverhältnisse mit mehr Stunden versorgen . Die OGS-Koordinator:innen kooperie-
ren in einem Gremium mit der Bereichsleitung Schulnahe Jugendhilfe. In diesem Bereich finden sich 
auch die anderen schulnahen Dienste wie die Schulbegleiter, die Schulsozialarbeit und die Förder-
inseln. Untereinander besteht ein strukturell abgesicherter Austausch und gemeinsame Fortbildun-
gen. 
In Zukunft soll sich die OGS noch stärker als Teil eines Netzwerks präsentieren: v ielfältig verknüpft 
mit den Akteuren im Stadtteil, als Standort verschiedener Beratungsangebote und mit einem moder-
nen Raumkonzept, das Elternarbeit und -bildung bedarfsgerecht umsetzt. Dies soll zunehmend auch 
als digitale Medienbildung erfolgen. Insgesamt soll die OGS in der Kommunikation mit den Eltern 
und Netzwerkpartnern den digitalen Wandel als Einrichtung aufgreifen und in den OGS -Alltag integ-
rieren. Für die pädagogische Arbeit bedeutet dies, die Kinder aktiv zu begleiten, sich die digitale Welt 
zu erschließen und nutzbar zu machen. Als weitere n Schwerpunkt soll sich der Ganztag als Jugend-
hilfe-OGS entwickeln. Eingebettet in die vielfältigen Jugendhilfe-Dienste der Caritas Münster soll hier 
Jugendhilfe-Knowhow strukturell in die Arbeit einfließen, und so das gängige Konzept der Fachbera-
tung erweitern. 
3. Rahmenbedingungen und Organisation 
Die Rahmenbedingungen für den Offenen Ganztag an Grundschulen in NRW ist im Runderlass des 
Ministeriums für Schule und Weiterbildung weitestgehend festgelegt. Trotzdem gibt es Spielraum, 
wie Träger innerhalb dieses Rahmens agieren und wie sie diesen auslegen.  
3.1 Auftrag und Zielsetzung 
Die Offene Ganztagsschule (OGS) bietet außerunterrichtliche Angebote in Ergänzung zum planm äßi-
gen Schulunterricht an. Kinder können das Angebot der OGS sowohl im Anschluss an den Unterricht, 
an beweglichen Ferientagen sowie bei Bedarf auch in den Schulferien ganztägig wahrnehmen. In Ko-
operation mit einer Vielzahl von Partnern, insbesondere aus der Kinder- und Jugendhilfe, des Sports 
und der Kultur soll sie zur Erfüllung des Bildungs -, Erziehungs- und Betreuungsauftrags eine ent-
sprechende Förderung für alle Kinder, insbesondere auch aus bildungsbenachteiligten Familien, er-
möglichen.

Seite 6 Konzept OGS Caritas Münster 
   
 
Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften 
Stand 11.2021 
Die offene Ganztagsschule eröffnet Schülerinnen und Schülern  Hilfen zur Selbstständigkeit und Ei-
genverantwortung und unterstützt Eltern bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und in ihrer 
Erziehungsarbeit (angelehnt an den Runderlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 
23.12.2010). 
Was bedeutet das für den Offenen Ganztag? 
Miteinander: 
 Gestaltung der Offenen Ganztagsschule zu einem Lebens- und Aufenthaltsort, an dem sich Kinder 
und Mitarbeiter:innen wohlfühlen und entwickeln können 
 Zugehörigkeit erfahren durch Gruppen- und Gemeinschaftserleben 
 Erleben und Tolerieren von Vielfalt im Sinne von unterschiedlichen individuellen und kulturellen 
Voraussetzungen von Kindern und Mitarbeiter:innen durch Vorleben, Gespräche, Diskussion, ge-
lingende Konfliktklärung, AGs 
 Freies Spielen mit Freunden, Erweiterung des Bezugskreises durch gruppenübergreifende und 
offene Angebote am Nachmittag 
 
Entwicklung: 
 Räume schaffen sowohl für Bewegung als auch für Rückzug und Entspannung  
 Förderung von Selbstkompetenzen durch Gruppe, Freispiel und Angebote (Selbstvertrauen, -be-
wusstsein, -ständigkeit, -wirksamkeit, -kritik, -beherrschung) 
 Unterstützung bei dem Erlernen und Entwickeln von Eigenverantwortung und -Initiative z.B. 
durch Partizipationsstrukturen 
 Erlernen von Verantwortungsübernahme für andere (z.B. Patenprojekte, Pausenbuddies) und für 
die Natur (z.B. Gartenprojekte, Tiere, Pflanzen in Räumlichkeiten) 
 
Freizeit und Bildung: 
 Förderung und Erhaltung der Lernfreude und -motivation durch Unterstützung und Begleitung in 
den Lernzeiten, Schaffung von anregenden Gesprächen und Situationen  
 Schaffung von vielfältigen und unterschiedlichen Kommunikationsmöglichkeiten, -anlässen und 
-erfordernissen für sprachliches und geistiges Lernen 
 Verzahnung von schulischem Vor - und Nachmittag zur ganzheitlichen Erziehung und Bildung 
durch Kooperationsstrukturen und Absprachemöglichkeiten 
Eltern: 
 Einbeziehung der Eltern/Erziehungsberechtigten für gelingende Erziehungs - und Bildungspart-
nerschaften über verschiedene Einbeziehungsmöglich keiten (z.B. OGS -Elternveranstaltungen, 
Beteiligung an Festen, Mitwirkung bei Verantwortungsübernahme im Ganztag) 
 Verlässliche Betreuung für die beteiligten Familien 
3.2 Personal 
Die Caritas Münster beschäftigt im Offenen Ganztag analog den Münsterstandards OG S pro 25 Kin-
dern eine Gruppenleitung, die mindestens eine erzieherische Ausbildung haben muss. Die Koordina-
tion wird von einer sozialpädagogischen Fachkraft übernommen, die je nach Größe des Ganztages 
für ihre Aufgaben freigestellt wird. Daneben werden als Unterstützung je nach Räumen und Konzept 
des Offenen Ganztages unterschiedliche Stundenkontingente an studentische oder berufsfremde 
Mitarbeiter:innen vergeben.

Seite 7 Konzept OGS Caritas Münster 
   
 
Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften 
Stand 11.2021 
Dabei achten wir auf eine möglichst große Zahl von Unterstützungskräften mit einem Stundenkon-
tingent von 20,5 Stunden. So wird das Team den Ansprüchen der Kinder auf feste Bezugspersonen 
und Beziehungskontinuität gerecht, stellt aber auch genügend Personal  und Angebote für die ver-
schiedenen Bedürfnisse der Kinder zur Verfügung. Je nach Anzahl der Kinder, die den Ganztag besu-
chen, braucht es eine bestimmte Anzahl von Mitarbeiter:innen, um für die Kinder ansprechbar zu 
sein und sie durch den Tag zu begleiten. 
Die Fachaufsicht wird von der Bereichsleitung Schulnahe Jugendhilfe  der Caritas Münster ausgeübt. 
Sie ist für die inhaltliche und strukturelle Qualität und Weiterentwicklung des Offenen Ganztages mit 
verantwortlich. Honorarkräfte ergänzen das festangestellte Personal und führen spezielle Angebote 
am Nachmittag durch. Alle Mitarbeiter:innen werden in einem Einarbeitungskonzept an die pädago-
gische Arbeit und die jeweiligen Aufgaben ihrer Stelle herangeführt.  
Die für den Offenen Ganztag zur Verfügung stehende n Lehrer:innenstunden können sowohl für die 
fachliche Begleitung der Lernzeit im Tandem mit OGS-Kräften als auch für Bildungs- oder Freizeitan-
gebote am Nachmittag genutzt werden. Gerade die letztere Möglichkeit führt zu informellen Kontakt- 
und Beziehungsmöglichkeiten zu Kindern, was die Lehrer:in -Kind-Beziehung im Unterricht stärken 
kann. 
3.3 Anmeldung und Betreuungszeiten 
Die Anmeldung für den Offenen Ganztag läuft über das Sekretariat der jeweiligen Schule, wo die 
Betreuungsverträge der Caritas Münster hinterlegt sind. Die Betreuungszeiten sind üblicherweise: 
 OGS: nach der 4. Stunde bis 15:00 Uhr oder 16:00 Uhr 
 Übermittagsbetreuung: je nach Schule bis 13 Uhr oder Ende der 6. Stunde  
 Unterrichtsfreie Tage: 8:00 Uhr – 16:00 Uhr 
 Ferien: 6 Wochen Betreuung von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr  
 Randzeitenbetreuung je nach Bedarf und Personalkapazitäten an den jeweiligen Schulen ab 7:30 
Uhr oder bis 17:00 Uhr 
Für außerschulische Bildungsangebote, Therapien und Förderangebote oder außerordentliche fami-
liäre Ereignisse können die Schüler:innen nach Absprache mit der Schulleitung und Ko ordination 
freigestellt werden. Regelmäßige oder einmalige Ausnahmen können sch riftlich beantragt werden, 
die OGS-Koordination und Schulleitung stimmen sich über die Prüfung der Anträge ab.  
3.4 Mittagessen 
Es gibt täglich ein warmes Mittagessen für alle OGS-Kinder, je nach Schule als Warmanlieferung oder 
frisch zubereitet nach cook & fre eze Verfahren im Konvektomaten. Es wird auf Wünsche der Kinder 
sowie auf Ausgewogenheit, Auswahlmöglichkeiten, Berücksichtigung kultureller und gesundheitli-
cher Hintergründe geachtet. Auch ökologische Komponenten sowie ein regionaler Bezug  sind uns 
wichtig umzusetzen. Neben dem warmen Essen gibt es täglich frisches Obst und Gemüse. Wasser 
steht den Kindern jederzeit zur Verfügung. 
Die Caritas Münster unterstützt die Schulen  nach Wunsch  bei der Weiterentwicklung des Verpfle-
gungskonzepts und der Mittag essensgestaltung (z.B. über veränderte Raumnutzungskonzepte, zu-
sätzliche Warmanlieferung für bestimmte Gruppen). 
Die Kosten für das Mittagessen belaufen sich derzei t auf max. 3 € pro Mittagessen. Das Mittagessen 
wird zusätzlich zum OGS-Beitrag bezahlt.

Seite 8 Konzept OGS Caritas Münster 
   
 
Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften 
Stand 11.2021 
3.5 Räume 
Die Grundschulen in Münster haben sehr unterschiedliche räumliche Voraussetzungen, auf die die 
Caritas wenig Einfluss hat. Sie unterstützt die OGS-Teams bei der Weiterentwicklung ihrer Raumkon-
zepte in Absprache mit der Schulleitung. So können z.B. über die Doppelnutzung von Klassenräumen 
oder anderen Arealen weitere Möglichkeiten für Spiel, Entspannung, Rückzug und Entzerrung gefun-
den und ausgestattet werden. 
4. Einblicke in pädagogische Handlungsfelder 
Die Konzeption der Caritas für Offene Ganztage versteht sich als grundlegendes Rahmenkonzept, das 
sich nach den Erfordernissen und Gegebenheiten vor Ort, den Bedürfnissen und Bedarfen der Kinder 
sowie den Ressourcen der Mitarbeiterschaft weiterentwickelt und entsprechend fortgeschrieben 
wird. Dies geschieht i n einem gemeinsamen Prozess mit dem Team an der jeweiligen Schule, der 
Fachberatung der Caritas und in enger Rückkopplung mit der Schulleitung.  
4.1 Mittagessen 
Das Mittagessen stellt eine wichtige Zeit im Tagesablauf dar. Es dient nicht nur der Nahrungsauf-
nahme und dem Sattwerden, sondern ist im Idealfall eine Zeit der Pause, des Gesprächs, des Zuhö-
rens, des miteinander Lachens und Teilens. 
Es sollte ein angemessen großer Raum und genügend Zeit zur Verfügung stehen, so dass die Kinder 
in Ruhe essen können und jede Klasse/Stufe eine bestimmte Essenszeit zur Verfügung hat. Begleitet 
werden die Kinder von Bezugsmitarbeiter:innen, die sich sowohl um eine ruhige Atmosphäre küm-
mern als auch um das Erlernen von Abläufen, Tischkultur und Tischgesprächen. 
Die Kinder werden in die Auswahl des Mittagessens mit einbezogen und übernehmen Verantwortung 
bei der Erledigung von bestimmten Abläufen und Aufgaben (z.B. Hände waschen, Geschirr wegbrin-
gen, Platz saubermachen, nachmittags Rohkost und Obst verteilen).  
4.2  Lernzeit 
Eine weitere wichtige Struktur am Nachmittag ist Lernzeit. Hier haben die Kinder die Möglichkeit, ihre 
„Hausaufgaben“ oder Wochenpläne zu erledigen, Dinge nachzuarbeiten oder vorzubereit en, sodass 
sie zu Hause möglichst nicht mehr viel Schulisches zu erledigen haben. Dies entlastet Elternhäuser, 
da die Hausaufgaben oft ein Konfliktthema zwischen Eltern und Kindern sind.  
Es gibt definierte Hausaufgabenzeiten, die entweder in der Schule vereinheitlicht oder pro Jahrgang 
festgelegt sind. Die Zeiten sind für Kinder unterschiedlicher Jahrgänge verschieden. So kann die ver-
bleibende Zeit bei den Kindern der Schuleingangsphase noch dazu genutzt werden, den Nachmittag 
zu besprechen und zu schauen, ob jedes Kind etwas zu tun oder jemanden zum Spielen hat.  
In der Lernzeit sollen die Kinder so selbstständig wie möglich arbeiten und so viel Unterstützung wie 
nötig bekommen. Sie werden dabei von pädagogischen Mitarbeiter:innen und Lehrer:innen begleitet. 
Ziel der Lernzeit ist das Lernen von Selbstständigkeit bezogen auf die Vol lständigkeit und Organisa-
tion der Arbeitsmaterialien, das Bearbeiten der Aufgaben. 
Die Eltern sind wichtige Personen bei der Unterstützung von Lernprozessen und der Motivation ihrer 
Kinder. Sie werden über das Hausaufgabenheft von Lehrkräften und OGS -Mitarbeiter:innen infor-
miert und bekommen ein Feedback über die Arbeitsweise ihres Kindes.  Wenn Kinder besondere 
Schwierigkeiten haben oder spezielle Unterstützung benötigen wird gemeinsam mit Lehrer:in, Eltern 
und gegebenenfalls Schulleitung über Lösungen oder weitere Hilfen nachgedacht und gesprochen.

Seite 9 Konzept OGS Caritas Münster 
   
 
Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften 
Stand 11.2021 
4.3 Freispiel 
Dem freien Spiel wird in der OGS ein großer Stellenwert eingeräumt. Zum einen brauchen die Kinder 
nach einem Vormittag mit Unterricht und Lernangeboten, dem Mittagessen und der Lernzeit einen 
Rahmen, in dem sie selbstbestimmt entscheiden können, was sie wo und mit wem tun möchten. 
Kinder möchten nicht immer unter direkter Beobachtung von Erwachsenen sein sondern sich ihre 
eigenen Nischen schaffen. 
Zum anderen lernen die Kinder im freien Spiel viel über sich selbst und andere:  
 Soziales Lernen (z.B. Fairness, Gemeinschaft, Zusammenhalt, Konflikte, Vertrauen, unterschiedli-
che Rollen bekleiden, Führen und Folgen) 
 Emotionales Lernen (z.B. Kennenlernen negativer und positiver Gefühle, sich lebendig fühlen, 
Hilfe erfahren und Hilfe geben, Frustration aushalten, Unterstützung suchen bei Kindern oder 
Erwachsenen) 
 Naturwissenschaftliche Erfahrungen machen (z.B. beim Bauen Hebelgesetze verstehen, beim 
Spielen mit Wasser den Aggregatzustand „flüssig“ erleben, mathe matische Gesetze beim Ball-
spiel erkennen) 
4.4 Angebote 
Für die Gestaltung ihres Nachmittags können die Kinder aus einem breiten Angebot schöpfen und 
entweder ihren Interessen nachgehen oder neue Erfahrungen machen. Es gibt tägliche, offene Ange-
bote, die für die Kinder frei wählbar sind und in der Regel von unseren Mitarbeiter:innen vorbereitet 
und durchgeführt werden. Daneben gibt es die Möglichkeit, sich für AGs anzumelden, die wöchentlich 
stattfinden und über einen bestimmten Zeitraum mit einer festen Gruppe laufen. Diese werden größ-
tenteils von Honorarkräften oder in Kooperation mit Vereinen, Organisationen und Verbänden 
durchgeführt und über das Förderbudget finanziert.  Es werden verschiedenste Themen angeboten, 
die als Ideen von den Kindern kommen, vom OGS-Team oder seitens der Lehrer:innen oder der Schul-
leitung angeregt werden. 
 Hier einige Beispiele aus verschiedenen Schulen: 
Bewegung  Fußball 
 Tanzen/Zumba 
 Schwimmen 
 Motopädie     
 Reiten 
 Schulhofspiele 
Kreativität  Bandprojekt 
 Töpfern 
 Buchgestaltung 
 Digitale Stop-Motion-Filme 
 Tonstudio 
Lebenspraktisch/ Öko-
logisch 
 Kochen und Backen 
 Gärtnern im Schulgarten (Obst- und Gemüseanbau) 
 Holzwerkstatt 
 Fahrradwerkstatt 
Emotional/ Sozial  Therapeutisches Reiten 
 Tiergestützte Pädagogik (z.B. Therapiehundeteam) 
 Motopädie 
Geschlechtsspezifisch  Jungenfußball 
 Mädchenfußball 
 Mädchengruppe (Identität und Rolle) 
 Spezielle Angebote für Jungs je nach Bedarf in der Gruppe

Seite 10 Konzept OGS Caritas Münster 
   
 
Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften 
Stand 11.2021 
Die Kinder wählen selbst, was sie gerne tun möchten, ob sie sich verpflichten wollen oder zunäc hst 
von Tag zu Tag entscheiden. Die OGS-Mitarbeiter:innen achten darauf, einzelne Kinder unter Umstän-
den für bestimmte Projekte zu begeistern, besonders, wenn Kinder noch Unterstützungsbedarfe ha-
ben. So könnten Kinder, die motorische Schwierigkeiten haben, an Bewegungsangeboten teilnehmen 
oder über die Motopädie ihre Fähigkeiten erweitern. Kinder, die sich schwertun im Lesen oder Rech-
nen könnten über andere Angebote spielerisch ihre Kompetenzen erweitern (z.B. beim Backen Re-
zepte Lesen; Zutaten zusammenrech nen; Waage benutzen; aufschreiben, wer welchen Pizzabelag 
wünscht etc.) Kinder mit größeren Bedarfen können über die Kooperation mit der Förderinselkraft 
(die an vielen Schulen schon vorhanden ist) eine intensivere Unterstützung bekommen z.B. hinsicht-
lich Wahrnehmung, emotionaler Stabilität, sozialem Lernen. 
4.5 Identität und Integration 
Die Identität der Kinder setzt sich durch verschiedene Merkmale zusammen, die stark vom soziokul-
turellen Hintergrund, aber auch von der Geschlechterrolle geprägt sind. Das betrifft jedes Kind, die-
jenigen mit einer sogenannten Migrationsvorgeschichte jedoch besonders. Dazu gehört eine sprach-
liche Förderung, aber auch, dass ein besonderes Augenmerk auf kulturelle Integration gelegt wird, 
ohne dabei die in der Familie gelebte Kultur außer Acht zu lassen.  
Aus diesem Grund soll die Sensibilität der Teams geziel t dahingehend gefördert werden, dass sie 
Unterschiede wahrnehmen, eventuell entstehende Schwierigkeiten frühzeitig erkennen. Das Ziel soll 
sein, Methoden zu nutzen, um diese Probleme anzugehen, aber auch mit der nötigen Fachkompetenz 
unterstützen zu können, wenn es nötig ist.  
Das Thema Genderidentität nimmt in der öffentlichen Wahrnehmung einen immer wichtigeren Stel-
lenwert ein. Dies ist auch in Schulen zunehmend der Fall. Die Aspekte der geschlechtlichen Entwick-
lung der Schülerinnen und Schüler betreffen und prägen auch das Leben in Schule und OGS. Deshalb 
müssen diese auch in der Arbeit der OGS-Teams ernstgenommen und bearbeitet werden, sodass sich 
die Identität der Kinder auch in dieser Hinsicht wertschätzend begleitet entfalten darf.  
Die meisten Grunds chulen sind inzwischen Schulen des gemeinsamen Lernens. Kinder mit unter-
schiedlichsten persönlichen, familiären und kulturellen Vorgeschichten besuchen gemeinsam den 
Unterricht und den Offenen Ganztag. Dort müssen dementsprechend sowohl Bildungsangebote au s 
dem Vormittag aufgegriffen, fortgesetzt oder vertieft, als auch Angebote geschaffen werden, die Un-
terstützungs- und Förderungscharakter haben. Schulische Förderpläne können am Nachmittag wei-
tergeführt oder berücksichtigt werden.  Das multiprofessionelle T eam der Schule, an dem auch die 
OGS-Koordination teilnimmt, bespricht die Bedarfe und Unterstützungsmöglichkeiten einzelner Kin-
der. 
Wenn es eine Förderinselstelle an der Schule gibt, kann für einzelne Kinder eine heilpädagogische 
Unterstützung am Nachmitta g angeboten werden, insbesondere bzgl. Wahrnehmung, emotionaler 
Stabilisierung oder sozialem Lernen. Hier wird besonders auf einen sicheren Rahmen, feste Struktu-
ren, Orientierung und Vertrauen geachtet. Die Kinder bekommen die Möglichkeit, sich selbst besser 
kennenzulernen, sich auszuprobieren und zu lernen, im Rahmen der OGS mit An - und Herausforde-
rungen zurechtzukommen. 
Absprachen zur Einbeziehung der Eltern sind wi chtig, damit eine Transparenz über die Arbeit mit 
dem Kind hergestellt wird und die Eltern im besten Fall ihr Kind auch zu Hause angemessen unter-
stützen können.

Seite 11 Konzept OGS Caritas Münster 
   
 
Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften 
Stand 11.2021 
4.6 Digitalisierung 
Digitale Medien haben auch schon im Grundschulalter teilweise einen hohen St ellenwert und üben 
einen Einfluss auf kindliche Sichtweisen, Haltungen und Wertvorstellungen aus. Oft haben die Er-
wachsenen wenig Ahnung und Vorstellung von den „Influencer:innen“ und Inhalten, die die Kinder 
im Netz ansehen. 
Grundsätzlich geht es auch beim Benutzen von digitalen Inhalten darum, zu kommunizieren, die Welt 
zu entdecken, sich zu messen, zu lernen, sich selbst darzustellen. Dies alles geschieht allerdings im 
Wesentlichen ohne körperlich-sinnliche Erfahrungen und oft ungefiltert und ohne Beglei tung durch 
Erwachsene.  
Wir nutzen die positiven Aspekte der Medien über Angebote, die zum kreativen Umgang mit ihnen 
anregen (z.B. Malen, Filmen, Fotografieren, Gestalten und E ntwickeln). Wir begleiten die Kinder kri-
tisch und nutzen Gesprächsmöglichkeiten , die sich aus den Erzählungen der Kind er ergeben. Neue 
Medien werden als Möglichkeit bei der Lernzeit eingesetzt z.B. für die Recherche zu bestimmten The-
men. Die gute Ausstattung des Vormittags mit Tablets kann hier in Absprache mit den Lehrer:innen 
genutzt werden. 
Unsere OGS-Teams werden geschult, Wissen über Medien und Inhalte zu bekommen und eine eigene 
Haltung zu entwickeln, die es ihnen ermöglicht, eine informierte Mittlerrolle zum Elternhaus für Ge-
spräche über dieses Thema einzunehmen. 
Wichtig ist eine gute Abstimmung mit der Schule, um die genutzten Softwarelösungen der Schule 
auch in der OGS aktiv unterstützen zu können, die Schülerinnen und Schüler sollen auch bei den 
Hausaufgaben gut in Bezug auf digitales Lernen unterstütz t werden, wenn dies von der Schule vor-
gegeben ist. Diesbezüglich richtet sich das Fortbildungsangebot im Bereich Digitalisierung für unsere 
Mitarbeitenden auch an den digitalen Angeboten der jeweiligen Schule aus.  
4.7 Musik 
Viele Schulen nehmen an den Projekten JeKiSS (Jedem Kind seine Stimme) oder JeKi (Jedem Kind sein 
Instrument) teil. Diese Musikalität setzen wir am Nachmittag über Projekte fort (wie z.B. ein Band-
projekt oder darüber, da ss Singen auch als gemeinschaftsstiftende und Spaß machende Aktion im 
Nachmittag integriert wird). Dafür finden wir Honorarkräfte, Kooperationspartner:innen aus den 
Stadtteilen oder nutzen die Fähigkeiten und Interessen unserer eigenen Mitarbeiter:innen.  
4.8 Ökologie  
Nachhaltigkeit und ein sensibler, ressourcenschonender Umgang mi t der Natur sind vielen Kindern 
schon in der Grund schule ein wichtiges Anliegen. Wir nutzen vorhandene Schulgärten für Projekte. 
Gemüse und Obst kann angebaut und der Wachstums - und Gedeihprozess vom Säen/Pflanzen bis 
zum Ernten miterlebt werden. Die Kinder lernen biologische und ökologische Zusammenhänge ken-
nen. Nahegelegene Wälder oder Naturgebiete werden für Ausflüge zum Naturerleben und zum Erfah-
ren von Natur als Entspannungs- und Kraftquelle genutzt. 
4.9 Partizipation 
Mit der Teilnahme am Offenen Ganztag wird die Schule für Kinder von einem Lern- zu einem Leben-
sort. Die altersangemessene Beteiligung der Kinder am Schulleben ist ein wichtiger Wohlfühlfaktor. 
Wenn Kinder sich an der Schule den ganzen Tag grundsätzlich wohlfühlen, hat das eine starke Wir-
kung auf das Gelingen der Grundschulzeit. Die Kinder werden im Offenen Ganztag auf unterschiedli-
che Weise miteinbezogen: 
 Tägliche Runde nach der Lernzeit über strukturelle Themen (was am Tag oder in der Woche wich-
tig ist, welche Angebote nachmittags s tattfinden, wer wann wohin geht etc.) und persönliche 
Themen (wer möchte mit wem s pielen, hat jeder jemanden zum S pielen, gibt es unbearbeitete 
Konflikte oder Spannungen, die noch geklärt werden müssen etc.)

Seite 12 Konzept OGS Caritas Münster 
   
 
Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften 
Stand 11.2021 
 Beteiligung an der Auswahl und Neubestellung von Spielmaterial 
 Beteiligung an Mittagessenswünschen 
 Kinderkonferenzen mit Klassen- oder OGS-Sprecher:innen 
 Verantwortungsübernahme für bestimmte Aufgaben (z.B. beim Mittagessen ) 
Grundsätzlich unterstützen wir das OGS -Team dabei, eine Haltung zu entwickeln oder weiter auszu-
bauen, die auch im alltäglichen, informellen oder unstrukturierten Kontakt gut hinhört und Gelegen-
heiten für Beteiligung und Selbstwirksamkeit auch beiläufig und selbstverständlich in den Alltag ein-
baut. 
5. Ferienbetreuung 
Alle OGS- Kinder haben einen Anspruch auf 6 Wochen Ferienbetreuung. Die Zeiten werden pro Schul-
standort festgelegt und sind für die Eltern verlässlich. Wenn es der Sozialraum erlaubt, gibt es eine 
Kooperation zwischen den Grundschulen und den Trägern der O ffenen Kinder - und Jugendarbeit. 
Auch mit den Kitas und Kindergärten im Einzugsgebiet soll sich nach Möglichkeit abgestimmt werden. 
Es gibt eine Abfrage im Herbst eines jeden Jahres für den Bedarf im Schuljahr. Daran bemisst sich 
der Personalbedarf, der mi t einer Gruppe eigener Fach - und Unterstützungskräfte sowie mit Hono-
rarkräften, studentischen Mitarbeiter:innen und Kooperationspartner:innen möglichst aus dem 
Stadtteil abgedeckt wird. 
Die Betreuung wird an der jeweiligen Schule durchgeführt. Die Kinder u nd Mitarbeiter:innen sollen 
eine schöne und entspannte Zeit zusammen gestalten und verbringen. Viele Kinder genießen den 
veränderten Tagesablauf, die ruhigere Atmosphäre und die Tatsache, da ss sie einfach spielen kön-
nen.  Es finden Angebote und Ausflüge statt, sodass die Kinder eine abwechslungsreiche Zeit in den 
Ferien erleben können. Auch hier w erden die Kinder im Vorfeld mit einbezogen, s odass ihre Vor-
schläge und Wünsche ins Programm eingebaut werden können. 
6. Kooperation 
Eine gute inhaltliche und strukturelle Zusammenarbeit mit allen beteiligten Akteuren an Schule 
trägt wesentlich zum Gelingen von Schulkarrieren für Kinder als auch zu einem guten Schulklima 
bei. Wenn das gelingt, fühlen Kinder sich wohl, sehen Eltern die Schule als vertrauenswürdigen 
Partner für die Themen der Kinder/der Familie an, engagieren sich Mitarbeiter:innen.  
6.1 Mit Eltern 
Für eine gelingende Erziehungs - und Bildungspartnerschaft ist eine gute Kooperation zwischen El-
tern, Fach- und Lehrkräften von grundlegender Bedeutung. Die Fachkräfte der Schule stehen in der 
Verantwortung, auf Eltern, unabhängig von ihrer Situation, wertschätzend, offen und freundlich zu-
zugehen. Wenn die Eltern eine positive Haltung gegenüber der Schule haben , wirkt sich das in der 
Regel positiv auf die Kinder und die Arbeit mit ihnen aus. Eltern sollen nicht ihrer Erziehungsverant-
wortung enthoben, sondern am Entwicklungsprozess  ihrer Kinder beteiligt werden. Dafür ist regel-
mäßiger, transparenter und zeitnaher Austausch zwischen Fachkräfte n und Eltern not wendig, der 
nach Möglichkeit wenig anklagend, sondern beschreibend gestaltet werden sollte. Unterschiedliche 
Informations- und Zugangswege stellen sicher, dass Eltern auch erreicht werden, wenn sie nicht al-
phabetisiert sind, kein Deutsch können oder selten an der Schule präsent sind.

Seite 13 Konzept OGS Caritas Münster 
   
 
Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften 
Stand 11.2021 
Auf unterschiedliche Art und Weise können die Eltern in den Ganztag einbezogen werden:  
 Einbindung in Gremien (z.B. OGS -Sprecher:innen in regelmäßigem Austausch mit der O GS-Koor-
dination) 
 Aktive Mitwirkung oder Verantwortungsübernahme für bestimmte Themen im Offenen Ganztag, 
Einbindung in die konzeptionelle Weiterentwicklung (z.B. Teilnahme und/oder Mitgestaltung von 
Festen, Aktionen, Ausflügen) 
 Partizipation bei der Weiterentwicklung der Bildungs- und Freizeitangebote 
 Individuelle Gesprächsangebote (z.B. beim Elternsprechtag, „Tür- und Angelgespräche“ in Abhol-
situationen, terminierte Elterngespräche zu bestimmten Themen bezüglich der Kinder)  
6.2 Innerhalb der Schule 
An der Grundschule gibt es unterschiedliche Berufsgruppen mit unterschiedlichen Aufgabenfeldern. 
Für eine gute inhaltliche pädagogische Arbeit im Offenen Ganztag ist eine flüssige und transparente 
Zusammenarbeit und Kommunikation von großer Bedeutung. Wenn alle Informationen gut ine inan-
dergreifen können Kinder möglichst einheitlich in ihren Themen, Entwicklungspotentialen und Ent-
wicklungsaufgaben unterstützt werden. Verschiedene Strukturen sind dabei hilfreich: 
 In einem Jour-fixe treffen sich Schulleitung und OGS-Koordination zu den gemeinsamen Themen 
und Fragestellungen und als Schnittstelle in die jeweiligen Teams 
 Die OGS-Koordination nimmt an den relevanten Gremien der Schule teil (Lehrerkonferenz, Schul-
pflegschaft, Schulkonferenz) 
 Die Schulleitung besucht zu abgesprochenen Zeiten oder zu nachgefragten Themen das OGS -
Team 
 Lehrer:innenstunden werden im Offenen Ganztag eingesetzt für die Lernzeitbegleitung oder für 
pädagogische Angebote 
 Es gibt ein multiprofessionelles Team (Sonderpädagogik, Schulsozialarbeit, Heilpädagogik, 
Schulleitung, OGS-Leitung), welches gemeinsam auf Kinder mit beso nderem Bedarf guckt, Auf-
gaben, Zuständigkeiten und Absprachen trifft und weitertransportiert 
 Berufsübergreifende gemeinsame Fortbildungen oder pädagogische Thementage erhöhen die 
Qualität der Zusammenarbeit und ein Miteinander auf Augenhöhe 
 Es gibt feste Ansprechpartner:innen im Ganztag für jede Klasse  
6.3 Innerhalb der Caritas 
Als Träger nimmt die Caritas Münster über die Bereichsleitung „Schulnahe Jugendhilfe“ die Fachbe-
ratung und inhaltliche Weiterentwicklung des OGS-Konzepts in ihre Verantwortung. Die OGS-Koordi-
natoren haben wöchentlich ein Team mit der Fachberatung, welches zum großen Teil per Vi deokon-
ferenz durchgeführt wird. Die jeweiligen OGS-Teams werden in größeren Abständen und zu bestimm-
ten pädagogischen Themen besucht. 
Die Bereichsleitung ist in trägerinterne Gremienstrukturen eingebunden und der Abteilung „Jugend- 
und Familienhilfen“ zugeordnet. Dadurch ergeben sich vielfältige Effekte, die den Kindern und Fami-
lien im Offenen Ganztag zu Gute k ommen. Unter anderem gibt es die Möglichkeit, bedarfsgerechte 
Beratungs- und Unterstützungsangebote z.B. aus der Erziehungsberatungsstelle, den Frühen Hilfen, 
der Schuldnerberatung, dem Migratio nsdienst, der Suchtberatung, den  teilstationären oder ambu-
lanten erzieherischen Hilfen, gegebenenfalls unter Einbeziehung des KSD zu vermitteln.

Seite 14 Konzept OGS Caritas Münster 
   
 
Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften 
Stand 11.2021 
6.4 Mit anderen Organisationen, Trägern und Verbänden 
Die Caritas arbeitet sowohl im Sozialraum der Schule als auch darüber hinaus mit unterschiedlichen 
Kooperationspartner:innen zusammen. Die Vernetzung im Stadtteil mit Kulturschaffenden, Verbän-
den, Vereinen und Organisationen sorgt dafür, dass Kinder und Familien die Möglichkeiten zu Bil-
dung, Vereinsleben, Kunst und Kultur kennen und nutzen lernen. Mit freien Trägern, der Stadt Müns-
ter als öffentlicher Jugendhilfeträgerin, der Schulpsychologie und dem KSD sowie Einrichtungen aus 
dem Gesundheitswesen arbeiten wir zusammen, um Eltern und Kinder in schwierigen Situationen 
bedarfsgerecht und bestmöglich unterstützen zu können. Auch außerhalb des Sozialraums gibt es 
Anbieter von unterschiedlichen A ktivitäten, mit denen wir kooperieren, um den Kindern breitgefä-
cherte Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten bieten zu können. 
6.5 Mit der Stadt Münster 
Es gibt eine lang jährige und kooperative Zusammenarbeit in unterschiedlichen Zusammenhängen 
mit der Stadt Münster. Diese dient der inhaltlichen Auseinandersetzung und Weiterentwicklung des 
Offenen Ganztages, der Di skussion aktueller Themen mit  evtl. Handlungsableitung sowie der Quali-
tätssicherung: 
 Trägerkonferenzen mit der Stadt Münster und freien OGS-Trägern 
 Facharbeitskreise für OGS-Koordinator:innen 
 Inhaltliche Gremienarbeit zu bestimmten Themen 
 Teilnahmemöglichkeiten am städtischen Fortbildungsprogramm 
 Entwicklung gemeinsamer Absprachen und Haltungen 
7. Qualitätssicherung 
Um die fachliche Arbeit stets auf einem hohen Niveau und dem aktuellen Stand des Wissens halten 
zu können, werden verschiedene Maßnahmen der Qualitätssicherung durchgeführt. Auch für den Kin-
derschutz sind festgelegte Verfahrensabläufe ein notwendiger Standard in Bezug auf Qualität und 
zeitnahes Handeln. 
7.1 Einbindung der OGS in das Qualitätsmanagement der Caritas Münster 
Qualitätsmanagement bewerten wir als einen wesentlichen Erfolgsfaktor. Mit dem zentralen Q uali-
tätsmanagementsystem der Caritas Münster werden Festlegungen zur Unternehmenspolitik, zu Zie-
len und Strukturen, zu systematischen Abläufen, zu Prozessen sowie zu Überprüfungs - und Überwa-
chungsmaßnahmen getroffen. Damit soll eine ständige Verbesserung der Qualität der Dienstleistun-
gen als auch interner Abläufe erreicht werden. Ein wichtiges Ziel ist, die Qualität der Arbeit in den 
Bereichen, Einrichtungen und Diensten auf einem hohen Niveau zu halten und an der Kunden - und 
Mitarbeitendenzufriedenheit auszurichten. Zur Bearbeitung der Themen wurde ein e Arbeitsstruktur 
etabliert, in der Mitarbeitende je nach Thema aus verschiedenen Teams oder innerhalb eines Teams 
zusammenkommen und Verfahren und Konzepte erarbeiten. 
In Bezug auf die Arbeit im offenen Ganztag bedeutet dies, dass einheitliche Qualitätsgrundsätze de-
finiert und regelmäßig überprüft werden. Inhalte und Konzepte der täglichen Arbeit werden inner-
halb der Teams reflektiert und bei Bedarf angepasst.  
7.2 Qualität in Bezug auf das Personal 
Mitarbeitenden werden regelmäßig Fort- und Weiterbildungen angeboten. Thematische Bedarfe kön-
nen sich dabei sowohl aus der täglichen Arbeit als auch aus Neuerungen bei gesetzlichen oder fach-
lichen Grundlagen ergeben. Wichtig ist uns dabei die Verzahnung mit der Schule in den Blick zu neh-
men, um ggfs. Themen im Bereich der Fort- und Weiterbildung bündeln zu können.

Seite 15 Konzept OGS Caritas Münster 
   
 
Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften 
Stand 11.2021 
Es werden zudem jährlich Mitarbeitendengespräche mit allen Mitarbeitenden geführt. Diese verbes-
sern die interne Kommu nikation und tragen so zu einer größeren Mitarbeitendenzufriedenheit bei. 
Zudem können hier Potentiale erfasst werden, die die Entwick lung der Mitarbeitenden fördert und 
eine strategische Personalentwicklung möglich werden lässt. 
7.3 Kinderschutz 
Die Caritas Münster verfügt über ein eigenes Institutionelles Schutzkonzept zur Sicherung eines 
grenzachtenden Umgangs. Dies wird als Anlage zum Konzept mitgesendet. 
Die Caritas Münster setzt die „Vereinbarung über die Zusammenarbeit zur Sicherung des Kindeswohls 
zwischen den Grundschulen im Stadtgebiet Münster, dem Amt für Schule und Weiterbildung und dem 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (Stand 15.07.2015)“ um.  Im Schulterschluss mit der Schule 
(§ 42 Schulgesetz NRW) wertet die OGS nach § 8a SGB VIII das Kindeswohl ein. Trägerintern wird eine 
sogenannte Kinderschutzfachkraft hinzugezogen und alle Prozess schritte der Vereinbarung werden 
eingehalten. Eltern/Sorgeberechtigte und der Kommunale Sozialdienst werden wie vorgesehen ein-
bezogen und beteiligt. Trägerintern gibt es für alle Mitarbeiter:innen im Rahmen des Institutionellen 
Schutzkonzepts eine Fortbildung zur “Prävention sexueller Gewalt“. 
Wenn es zu Anhaltspunkten von Kindeswohlgefährdung kommt, werden in einem abgesprochenen 
Gremium (z.B. multiprofessionelles Team der Schule mit  OGS-Kraft, OGS-Koordination, Schulsozial-
arbeit und Schulleitung) die Fakten zusammengetragen und darüber beraten, welche Schritte folgen. 
Idealerweise gibt es an der Schule eine:n Kindeswohlbeauftragte:n, der oder die hi nzugezogen wer-
den kann. 
7.4 Qualität über Strukturen 
Es gibt verschiedene Strukturen innerhalb der Caritas, der Abteilung, des Bereiches und der jeweili-
gen OGS, die dafür sorgen, dass die Qualität gesichert und weiterentwickelt werden kann:  
 
Für die Fachberatung  Leitungswerkstatt (Fachberatung, 4 Mal im Jahr)  
 Abteilungskonferenz (Fachberatung monatlich)  
 Fachausschuss OGS Diözesancaritasverband (6 Mal im Jahr) 
für die OGS-Koordination  OGS-Koordinationsteam (mit Fachberatung wöchentlich) 
 OGS-Leitungssupervision (4-5 Mal jährlich)  
Für das OGS-Team  OGS Teamsitzungen mit Gruppenleitungen und Unterstüt-
zungskräften (wöchentlich) 
 OGS-Großteams (4-6 Mal jährlich)   
 Fach- oder Teamtag OGS gesamt (1 Mal jährlich) 
Bei Bedarf  Fachberatung im OGS-Team (zu bestimmten Themen, mehr-
mals im Jahr) 
 Steuergruppe OGS zur Weiterentwicklung des Konzepts

Seite 16 Konzept OGS Caritas Münster 
   
 
Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften 
Stand 11.2021 
Dazu gibt es Strukturen über die Stadt Münster zur Qualitätssicherung, an der entweder die OGS -
Koordinator:innen, die Fachberatung oder die Abteilungsleit ung Jugend -und Familienhilfen teil-
nimmt: 
Für die Fachberatung  Trägerkonferenz OGS  
 Qualitätszirkel zu bestimmten Themen  
Für die OGS-Koordination  Facharbeitskreis OGS 
 Fachtag OGS für alle Träger 
 Fachtag Förderinseln für alle Träger 
Für das OGS-Team  Fachtag OGS für alle Träger 
    
Viele dieser Gremien (sowohl der Caritas als auch der Stadt Münster) finden aus Gründen der Zeiter-
sparnis inzwischen häufig digital statt. Es wird auf einen angemessenen Wechsel zwischen Präsenz - 
und online-Veranstaltungen geachtet. 
Darüber hinaus nehmen wir mit einer Schule am Projekt „Zukunft Ganztag sbetreuung!“ des BvkE 
(Bundesverband katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfen e. V) von 2021 – 2023 
teil. 
8. Zukunftsmusik und Ausblick 
Ein Konzept ist niemals ganz fertig und entwickelt sich z.B. aufgrund von entstehenden Bedarfen, 
beobachtbaren Phänomenen, Fragen von Kindern, Eltern und Mitarbeiter:innen, geänderten Vorga-
ben oder neuer fachlicher Erkenntnisse immer weiter. 
Im Folgenden werden Themen beschrieben, die der Caritas Münster als Entwicklungsthemen wich-
tig sind. 
8.1 1 Schule – 1 Träger 
Mit der Stadt Münster und der Schule zusammen bauen wir unsere OGS-Standorte sukzessive so 
aus, dass wir an den jeweiligen Schulen alle Dienste anbieten, die in schulnaher Jugendhilfe tätig 
sind (Schulsozialarbeit, Förderinsel, Schulbegleitung). Dies vereinfacht die Absprachen im Netz-
werk, es gibt klare Ansprechpartner:innen, die Informationen fließen schneller und flüssiger, es 
sind nicht so viele unterschiedliche Termine nötig. 
8.2 OGS als sozialraumorientiertes Angebot 
Jede Schule ist verwurzelt in ihrem Quartier mit seinen Menschen, seinen Vereinen, seinen Themen 
und Strukturen. Hier gilt es, Akteure zu finden, mit denen die OGS Kooperationsmöglichkeiten einge-
hen kann. Zum einen, um interessante AGs an Schulen anzubieten, zum anderen, um für die Kinder 
im Stadtteil niederschwellig Bildungsangebote zu schaffen, die sich am Bedarf und an den Interessen 
der Kinder orientieren. Auch braucht es eine Aufmerksamkeit für die Themen und Probleme, die El-
tern im Sozialraum bewegen. Eine Zielperspektive ist es, die vielfältigen Beratungsangebote der Cari-
tas (z.B. zu de n Themen Geld, Wohnen, Erziehung, Migration und Familienhilfe) niedrigschwellig für 
die Eltern nutzbar zu machen. Denkbar sind Formate wie offene Sprechstunden oder Elterncafes.   
8.3 Trägerinterne Fortbildungen 
Die Caritas Münster kann über ihr eigenes Fortbildungsinstitut Inhalte für ihre ei genen OGS–Teams 
anbieten und diese teilweise auch für die Kolleg:innen anderer Träger öffnen. Die Fortbildungen neh-
men die Bedarfe der Mitarbeiter:innen und die Themen an den Schulen auf und können sowohl in 
Präsenz stattfinden als auch digitale Formate bedienen. Zum Thema „Grenzachtender Umgang“ und

Seite 17 Konzept OGS Caritas Münster 
   
 
Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften 
Stand 11.2021 
„Prävention sexuell übergriffigen Verhaltens“ werden gerade Onlineformate geplant, die Mitarbei-
ter:innen individuell abrufen können und die dann in einer Präsenz veranstaltung nachbereitet wer-
den.  
8.4 Schulübergreifende Zusammenarbeit  
Die Caritas Münster ist sehr an schulübergreifender Kooperation interessiert, um Ressource n gut zu 
nutzen und zu steuern. Dieses scheint besonders aktuell und wichtig für Krankheitsvertretungen, bei 
der Ferienplanung oder Fortbildungsangeboten.  
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Personal mit einer bestimmten Fachrichtung übergreifend zu 
beschäftigen, um bestimmten Themen der Kinder noch besser begegnen zu können (z.B. Anti-Gewalt-
training, Fair streiten, Theaterprojekte) oder das Personal zu bestimmten Themen zu unterstützen 
(z.B. heilpädagogische Sicht auf Kinder, Kommunikation mit Kindern in schwierigen Situationen, Ge-
walt an Schule, Wichtigkeit von Angeboten für Mädchen und für Jungen).  
8.5 Diversität 
Die Gesellschaft in der wir leben verändert sich kontinuierlich und damit auch die Lebenswirklichkeit 
und die Bedürfnisse von Kindern.  M it den Familien der Kinder im Austausch zu sein bedeutet nicht 
nur, den Eltern die Perspektive der Schule mitzuteilen, oder womöglich Anforderungen zu stellen, 
sondern umgekehrt für die Schüler:i nnen und ihre Familien ansprechbar und offen zu sein und so 
eine auf Vertrauen und Austausch basierende wechselseitig positive Beziehung herzustellen. Nur in 
einer solchen, offenen Atmosphäre und unter Berücksichtigung der speziellen Bedürfnisse, kann die 
ganz individuelle positive Entwicklung eines Kindes stattfinden.  
8.6 Nachhaltigkeit 
Der Deutsche Caritasverband (DCV) hat das Ziel der Klimaneutralität bis zum Jahr 2030 ausgeschrie-
ben. Die Caritas Münster hat diesbezüglich eine interne Arbeitsgruppe zum Thema  Nachhaltigkeit 
gegründet, die sich diesem Thema annimmt. Neben kurzfristigen Maßnahmen wie zum Beispiel der 
Müllvermeidung bei Veranstaltungen werden aktuell auch weitere Maßnahmenpakete aufgelegt, die 
das Ziel der Klimaneutralität unterstützen. 
Ergebnisse der internen Arbeit der Caritas Münster werden zunehmend auch in den Arbeitsalltag der 
Offenen Ganztage  einfließen. Im Vordergrund steht dabei der ressourcenschonende Umgang mit 
Energie und Materialien, aber auch neue Bildungsprojekte mit weiteren Kooper ationsträgern oder 
die laufende Überprüfung unserer Lieferanten in Bezug auf ökologische und soziale Nachhaltigkeit 
sind wichtiger Bestandteil in diesem Projekt. 
8.7 Kultursensibilität 
Münster ist, aufgrund vieler Faktoren, sei es durch die Universität oder den Zuzug durch Migranten 
aus verschiedensten Ländern, ein immer diverserer Schulstandort geworden und entwickelt sich im-
mer weiter. Der Bedarf an Kultur- und Sprachmittlung wird immer größer. 
Für viele Familien ist der Kontakt zur Schule ihrer Kinder der einzige zum „typischen“ deutschen 
Alltag. Hier prallen Welten voller Vorurteile und Missverständnisse aufeinander. Sich zu begegnen, 
gehört zu werden und gut zu kommunizieren sind die besten Möglichkeiten viele Schwierigkeiten auf 
Augenhöhe zu beheben und Lösungen zu finden.  
Einerseits ist die Erwartung an den Anpassungswillen der Fami lien mit internationalem Hintergrund 
in unserer Gesellschaft hoch. Andererseits fühlen sich die Mitarbeiter:innen oftmals im Umgang mit 
den ihnen fremden Sprachen und Bräuche n unsicher und wissen nicht an wen sie sich mit ihren 
Fragen wenden können.  
Es ist daher unser Anliegen, Lösungen für Eltern und Betreuer:innen anzubieten und gezielt Ange -
bote zu schaffen. Diese können die Form von Workshops oder Vorträgen haben, aber au ch als per-
sönliche Beratung in Gesprächsform hybrid in Anspruch genommen werden. Wir haben im Verband 
eine sozialpädagogische Fachkraft mit jahrelanger Erfahrung im Bereich der interkulturellen Bera-
tung zur Verfügung, die Teams in dieser Hinsicht schulen k ann oder zu Fallberatungen mit dieser 
Fragestellung hinzugezogen werden kann.

Seite 18 Konzept OGS Caritas Münster 
   
 
Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften 
Stand 11.2021 
8.8 Hybride Elternformate 
Elternabende werden sehr unterschiedlich gut besucht, es scheint in den letzten Jahren schwieriger 
geworden zu sein, Eltern abends für bestimmte Themen zu e rreichen. Wir können Elternabende on-
line oder hybrid durchführen, um auch Eltern zu erreichen, die sich keinen Babysitter leisten können 
oder aus anderen persönlichen Gründen lieber nicht in Präsenz teilnehmen möchten.  
8.9 Mobbing, Gewaltprävention, Umgang mit Gewalt zwischen Kindern 
Die Caritas Münster ist seit längerem in der Gewaltprävention tätig und beschäftigt zwei Mitarbeiter, 
die sich speziell diesem Thema widmen. Wir möchten für die Offenen Ganztage in unserer Träger-
schaft ein Konzept erarbeiten, wie mit dem Thema umgegangen werden kann und welche Strukturen 
und Methoden hilfreich sind, um Gewalt vorzubeugen oder mit ihr umzugehen, wenn sie auftaucht.  
Dies bezieht sich sowohl auf den Umgang zwischen den Kindern als auch auf die Ebene zwischen 
Mitarbeitenden und Kindern (natürliches Machtverhältnis aufgrund von Alter, Größe und Position) 
und den Umgang der Mitarbeiter:innen untereinander. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kontaktdaten für Rückfragen oder Rückmeldungen: 
 
Dr. Ralf Kaisen 
Abteilungsleitung Kinder, Jugend- und Familienhilfen 
Tel 0251 53009-338 
ralf.kaisen@caritas-ms.de 
Wire: @kaisen_caritas_ms 
 
Christina Kleinefenn 
Bereichsleitung Schulnahe Jugendhilfe 
Tel 0251 53009-360 
Mobil: 0170 5969796 
christina.kleinefenn@caritas-ms.de 
Wire: @kleinefenn_caritas_ms

Beratungsverlauf (7)

03.03.2022 Bezirksvertretung Münster-Ost
TOP 4.5 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
22.03.2022 Ausschuss für Schule und Weiterbildung
TOP 10 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
29.03.2022 Ausschuss für Personal, Digitalisierung, Organisation, Sicherheit und Ordnung
TOP 16 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
31.03.2022 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 13.5 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
05.04.2022 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft
TOP 7.12 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
06.04.2022 Hauptausschuss
TOP 19.5 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
06.04.2022 Rat
TOP 26.5 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (9)

  • Friedrichstraße 1
  • Harkortstraße 13
  • Brentanoweg 18
  • Idenbrockplatz 27
  • Johann-Krane-Weg 18
  • Sentruper Höhe
  • Loevelingloh
  • Kinderhaus
  • Holtrode

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0094/2022
Typ
Vorlagen
Datum
04.02.2022
Erstellt
04.02.2022 09:04