V/0138/2019
Trägervergabe für die Kindertageseinrichtung an der Neubrückenstraße im Stadtteil Altstadt
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Anlage 4.1 Bewerbung educcare
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educcare • Alter Markt 36-42 • 50667 Köln educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH • Alter Markt 36-42 • 50667 Köln • Telefon 0 221 466 194 00 • Fax 0 221 466 194 99 • Email info@educcare.deBankverbindung: Sparkasse KölnBonn • BLZ 370 501 98 • Konto 144 862 950 Geschäftsführer: Marcus Bracht, Axel Thelen • AG Köln HRB 48030 • USt-Idnr DE226823572 • Beirat: Prof. Gisela Lück, Fiona Stollmann, Dr. Patrick Adenauer, Dr. Günter Bulk, Dr. Ronald Bernecker, Prof. Dr. Henning Wode Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Frau Anja Gerick Hafenstraße 30 48153 Münster Köln, 7. Februar 2019 Interessensbekundung für die Kindertageseinrichtungen in Münster Sehr geehrte Frau Gerick, mit diesem Schreiben übersenden wir Ihnen unsere konzeptionellen Unterlagen für die folgende n Kindertageseinrichtungen: 1. Kindertageseinrichtung an der Sonnenstraße im Stadtteil Altstadt (09/2018) 2. Kindertageseinrichtung an der Neubrückenstraße im Stadtteil Altstadt (10/2018) 3. Kindertageseinrichtung am Nordkirchenwerg im Stadtteil Amelsbüren (11/2018) 4. Kindertageseinrichtung südlich Nottulner Landweg im Stadtteil Roxel (12/2018) 5. Kindertageseinrichtung am Meckmannweg im Stadtteil Mecklenbeck (13/2018) Den gewünschten Trägeranteil von 9% der Betriebskosten kann educcare allerdings nicht übernehmen. Um den qualitativen Standard des educcare Bildungskonzeptes umzusetzen, wäre für die Kita s eine öffentliche Förderung notwendig. Die Angaben zum Trägeranteil finden Sie in den Bewerbungsunterlagen. Qualitative Betreuung ist für Unternehmen, aber auch zunehmend für Städte und Kommunen, in deren Auftrag educcare Kindertagesstätten betreiben, ein bedeutendes Thema. Wir setzen flexible Betreuung in unseren Kitas weitestgehend um, vorausgesetzt, dass die educcare Qualitätsstandards eingehalten werden. So werden wir den heutigen Lebenswelten von Familien gerecht und schaffen für ihre Kinder ein zweites Zuhause. Mit den Lacki Kids, die wir im Auftrag der BASF Coatings seit dem 1. März 2013 in Hiltrup betreiben, sind wir bereits in Münster vertreten, sowie ab Sommer 2019 mit der neuen sechsgruppigen Einrichtung in der Middeler Straße im Stadtteil Wolbe ck. Wir würden uns freuen, wenn wir die Zusammenarbeit mit der Stadt Münster mit der Übernahme der Trägerschaft einer weiteren öffentlichen Kita intensivieren können. Mit diesem Schreiben übersenden wir Ihnen unsere konzeptionellen Unterlagen. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören. Mit freundlichen Grüßen, Sabrina Klein Projektentwicklung
Anlage 6.1 Bewerbung pme
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pmefamilienservice ...o pme Familienservice g6mbH pme Familienservice g6mbH Friesenring 50 | 48147 Münster Friesenring 50 48147 Münster Stadt Münster Telefon: +49 251 703776-0 Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Telefax: +49 281 70377622 Frau Anja Gerick Hafenstraße 30 muenster@familienservice.de www.familienservice.de D-48127 Münster 4. Februar 2019 Ausschreibungsverfahren 9-13/2018 verbindlicher Trägeranteil Sehr geehrte Frau Gerick, gerne beteiligen wir uns an den Ausschreibungen der Trägerschaften für neue Kindertageseinrichtungen Kita Sonnenstraße (Ausschreibungsnummer 09/2018), Kita Neubrückenstraße (Ausschreibungsnr. 10/2018), Kita Nordkirchenweg (Ausschreibungsnr. 11/2018), Kita Nottulner Landweg (Ausschreibungsnr. 12/2018) und Kita Meckmannweg (Ausschreibungsnr. 13/2018) Hierbei möchten wir unsere umfänglichen Erfahrungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf einbringen. Aus unserem pädagogischen Konzept sind dabei insbesondere unsere Erfahrungen mit langen Öffnungszeiten, flexiblen Betreuungszeiten, eine gesunde und frische Vollverpflegung, eine Personalkalkulation, die Ausfallzeiten berücksichtigt und eine digitalisierte Dokumentation hervorzuheben. Außerdem unterstützen lokale Strukturen eine Anbindung und Loyalität gegenüber dem Träger. Die Trägerschaft wird durch unsere 100%-ige Tochter, die Global Education gGmbH angeboten. Aktuell ist die pme Familienservice gGmbH in Gütersioh und Halle Träger von zwei Betriebskindertagesstätten mit einer Mischung aus öffentlichen und betrieblich unterstützten Plätzen. Im August 2019 werden wir in Ochtrup eine Kindertagesstätte eröffnen. Das Angebot in Münster möchten wir aufgrund der Struktur der rein Öffentlichen Kindertagesstätten in unserer eigens für diesen Zweck gegründeten gemeinnützigen Tochtergesellschaft zur Verfügung stellen. Das Kitamanagement und die Fachberatung wird über die bewährten Strukturen der pme Familienservice gGmbH übernommen. Beiliegend finden Sie einen Gesellschaftsvertrag, einen Auszug aus dem Handelsregister und eine Übersicht der Struktur des pme Familienservice zur internen Verwendung. Bislang fehlt für diese Gesellschaft eine Anerkennung nach 875 SGB VIII. Wir würden diese im Falle eines Zuschlags beantragen wollen. Die Voraussetzungen für eine öffentliche Förderung sind nach 874 SGB VIII gegeben, Wir freuen uns sehr über eine positive Nachricht im weiteren Verfahren berücksichtigt zu werden und die Trägerlandschaft in Münster konzeptionell, vielfältig und innovativ zu bereichern. Einer Teilnahme an Ausschreibungsverfahren geht eine individuelle Kalk! Träger der Einrichtung: pme Familienservice gGmbH | Geschäftsführerin: Alexa Ahmad Registergericht: AG Frankfurt am Main | HRB 75728 | Steuernummer: 047/250/11164 pmefamilienservice eo ooo Kalkulationszentrums voraus. Hierbei werden mögliche Belegungsszenarien und die Gruppenkonstellation beachtet und Risiken abgewägt. Bei der Übernahme der Trägerschaft von den oben genannten Kindertagesstätten können wir verbindlich einen Trägeranteil von 4,5% garantieren und erwarten eine freiwillige kommunale Leistung der Stadt Münster von ebenso 4,5%. Für die Ausschreibung 09/18 Kita Sonnenstraße können wir abweichend einen Trägeranteil von 7,2% anbieten. Eine freiwillige kommunale Leistung der Stadt Münster von 1,8% würde erwartet werden.
Anlage 10.1 Bewerbung Outlaw
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Wir finden den Weg. Gemeinsam. O_tlaw Kinder- und Jugendhilfe Outlaw gGmbH - Johann-Krane-Weg 18 - 48149 Münster Outlaw gGmbH Hauptsitz Münster Stadt Münster Johann-Kraneweg 18 Amt für Kinder Jugendliche und Familien 48149 Münster Anna Pohl Tel. 02571 3835660 Hafenstraße 30 Fax. 0251 35356699 48145 Münstesr info@outlaw-ggmbh.de www.outlaw-ggmbh.de Münster, 05.02.2019 Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung Neubrückenstraße im Stadtteil Altstadt Ausschreibungsnummer: 10/2018 Sehr geehrte Frau Pohl, gerne möchten wir unser Engagement im Bereich der Kindertagesbetreuung in Münster ausweiten und übersenden Ihnen unsere Bewerbungsunterlagen für die Kindertageseinrichtung Neubrückenstraße im Stadtteil Altstadt. Besonders hervorheben möchten wir unsere Erfahrungen im Bereich der flexiblen Betreuungszeiten, die passgenau auf die Bedürfnisse der Familien abgestimmt werden. In unseren Einrichtungen setzen wir sukzessive das Angebot der "Extrazeit" um, um die Familien bei der Betreuung ihrer Kinder im Randzeitenbereich zu unterstützen. In Münster sind wir bereits mit sieben Einrichtungen und einer Dependance in den Stadtteilen Gievenbeck, Kinderhaus, Sprakel, Mitte Hiltrup und Wolbeck vertreten. Unsere Arbeit orientiert sich an den konkreten sozialräumlichen Bedingungen und Möglichkeiten in Münster. Die Ressourcen der Stadtteile zu nutzen, ist ein wesentlicher Baustein für die Arbeit der Einrichtung. Dies setzt eine angemessene Vernetzung verschiedener Institutionen vor Ort voraus. Im Rahmen der sozialräumlichen Angebote wird die Einrichtung Mitverantwortung für die Ausgestaltung des sozialen Miteinanders im Stadtteil Altstadt übernehmen. Wir werden uns aktiv beteiligen, um aktuelle Entwicklungen aufgreifen und die Inhalte unserer Arbeit fortschreiben zu können. Mit dem besonderen Schwerpunkt der Kita-Sozialarbeit schaffen wir ein gutes Fundament, um den Familien ein multiprofessionelles Unterstützungsangebot vorhalten zu können. 1 A == DER PARITÄTISCHE — UNSER SPITZENVERBAND Outlaw gemeinnützige Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe mbH (Outlaw gGmbH) Geschäftsführer: Ralf Evers, Dr. Friedhelm Höfener IBAN DE54 3702 0500 0007 0821 00 - BIC BFS WDE 33XXX - Bank für Sozialwirtschaft Köln Sitz der Gesellschaft: Münster - Amtsgericht Münster » Handelsregister-Nr. HRB 16904 - Steuer-Nr-: 336/5827/8293 Wir finden den Weg. Gemeinsam. O_tlaw Kinder- und Jugendhilfe Wir bieten einen verbindlichen Trägeranteil von 5,5%. Wir freuen uns mit unserem Konzept Ihr Interesse zu wecken und hoffen auf eine positive Rückmeldung. Gerne stehen wir Ihnen für weitere Informationen und Gespräche zur Verfügung. Mit Freundlic hen Ta aWw jer- und Jugendhilfe tmmützige Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe mbH Th mas,Dpritz, Geschäftsführung hafesführeiKe NRW, @rsachsen chafespin rer Region N 915 5 5129 ER PARITÄTISCHE UNSER SPITZENVERBAND Outlaw gemeinnützige Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe mbH (Outlaw gGmbH) Geschäftsführer: Ralf Evers, Dr, Friedhelm Höfener IBAN DE54 3702 0.0007 0821 00- BICBFS WDE 33XXX - Bank für Sozialwirtschaft Köln Sitz der Gesellschaft:Münster - Amtsgericht Münster - Handelsregister-Nr. HRB 16904 - Steuer-Nr. 336/5827/8293
Anlage 11.2 Konzeption Step Kids
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GERDREY Richtig gute KiTa. Ideenkonzept zum Standort Münster Altstadt (10/2018) Grundlage für den Betrieb unserer KiTas ist unsere pädagogische Basis-Konzeption (siehe Anlage 4). Sie wird in seinen pädagogischen Inhalten vom KiTa-Team, in enger Zusammenarbeit mit der pädagogischen Fachberatung, erstellt. Die KiTa-Konzeption orientiert sich am pädagogischen Konzept des Situationsorientierter Ansatzes und seiner durchgängigen systemischen Bildungs- und Erziehungsansätze. Der konzeptionelle Grundsatz für die Bildungs- und Erziehungsarbeit im Situationsansatz ist die Orientierung der Arbeit mit den Kindern an ihrer individuellen sozialen und kulturellen Lebenssituation. Dadurch unterstützen wir die Selbstständigkeitsentwicklung jedes Kindes indem wir ihnen die Möglichkeit der aktiven Mitgestaltung geben. Wir verfolgen dafür das Best Practice Modell, welches wir, ähnlich wie in unseren bereits bestehenden KiTa-Einrichtungen, auch in der zukünftigen KiTa in Münster Altstadt umsetzen. Auf diese Themen legen wir besonderen Wert: Standortspezifische Sozialraumorientierung . Vernetzung mit dem Sozialraum und Kooperationspartner In unseren Einrichtungen ist eine Kooperation mit umliegenden Institutionen und Vereinen selbstverständlich. Unsere KiTas sind ein aktiver Teil der sozialen Infrastruktur des jeweiligen Stadtteils/Gemeinde. Durch die Kooperation mit den Fachdiensten der Stadt Münster, mit anderen Institutionen und Initiativen bringen wir die Vernetzung in den Stadtteilen voran. Bei der Sozialraumarbeit der KiTa spielt das Mitwirken des sozialen Umfelds der Kinder eine wichtige Rolle. Die Nutzung von standortbezogenen Chancen sowie die Einbindung der Eltern in den KiTa-Alltag ist uns ein besonderes Anliegen. Nicht nur der Einzelfall steht im Fokus, sondern die gesamte Lebenswelt des Kindes, inklusive der räumlichen Gegebenheiten. Um dies zu gewährleisten wird eine niederschwellige Öffnung der KiTa durch Kooperationen mit umliegenden Familien- und Jugendzentren, der örtlichen Feuerwehr sowie Kultur- und Sporteinrichtungen angestrebt, um diese konstruktiv in die Arbeit mit den Kindern einzubinden. Dadurch sollen die Kinder dazu motiviert werden, ihren Blick auf den umliegenden Sozialraum zu erweitern wodurch sich wertvolle Synergieeffekte für Kinder und Familien ergeben können. Den Kindern können damit außerinstitutionelle Bildungsangebote in Bereichen Bewegung, Natur und Gesellschaft angeboten werden, welche die Bildungsarbeit innerhalb der Einrichtung ergänzt. Umliegende Freizeitangebote wie Spiel- und Sportplätze bieten sich für die Kita-übergreifende Aktivitäten besonders an. Die zentrale Lage in der Altstadt bietet eine Reihe Möglichkeiten, Bildungsaktivitäten auch außerhalb der KiTa zu gestalten. Die Nähe zu unterschiedlichen Museen und Kultureinrichtungen können abwechslungsreiche Aktivitäten angeboten werden. Positive Synergieeffekte können auch durch eine Clusterbildung mit der neuentstehenden 8-gruppigen KiTa-Einrichtung in der Sonnenstraße (09/2018), welche fußläufig erreichbar wäre, sowie weiteren neu entstehenden KiTas, genutzt werden. Durch den Betrieb mehrere Einrichtungen in unmittelbarer Nähe können so gemeinsame Aktivitäten organisiert und durchgeführt werden. Step Kids KiTas gGmbH Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin Finanzamt für Körperschaften Ill, Berlin Steuernummer: Am Friedrichshain 22 Sitz der Gesellschaft: Berlin Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg 29/026/630247/69729 10407 Berlin HRB 149735 B GERDREY Richtig gute KiTa. Zusätzlich bietet die Nähe zur DKV-Residenz am Tibusplatz die Möglichkeit eines intergenerativeren Bildungsansatzes. Demografischen Veränderungen wirken sich auf die gegenwärtigen und zukünftigen Generationenbeziehungen aus: Großeltern-, Eltern- und Kindergeneration einer Familie leben nicht mehr unbedingt räumlich zusammen, mit der Folge, dass gemeinsame Alltagserfahrungen und eine wechselseitige Unterstützung nur noch begrenzt möglich sein können oder aber neue Formen gefunden werden müssen. Daher stellen generationsübergreifende Angebote für junge und alte Menschen eine enorme Bereicherung für beide Seiten dar. Intergenerative Angebote haben das Ziel, den Dialog zwischen den Generationen zu fördern. Darüber hinaus stellen sie eine Strategie zur Gestaltung des demografischen Wandels dar, indem sie beispielsweise der Isolierung und damit der Vereinsamung von älteren, insbesondere alleinstehenden Menschen vorbeugen. Das Spektrum intergenerativer Arbeit reicht von offenen Angeboten im Freizeitbereich bis hin zu zeitlich terminierten Aktivitäten im Bildungsbereich. Ob bei Vorlesenachmittagen, gemeinsamen Ausflügen, Gärtnern im Hochbeet und Bastelnachmittagen — die Möglichkeiten sind vielfältig und können in Absprache mit den Bewohnern, KiTa-Leitung und Familien je nach Interesse gestaltet werden. Regelmäßig pflegen wir Kontakt zu: e anderen Kindertageseinrichtungen (z.B. Kindergruppe „Kotenbeis“ e.V, AWO Kindertageseirichtung, KiTa Kinderwerkstatt e.V.) e Sport- und Schwimmhallen (z.B. Hallenbad Mitte, Turngemeinde Münster e.V.) e Jugendamt und Jugendhilfe: Teilnahme an Arbeitskreisen und Netzwerktreffen e Kultur-, Familien- und Beratungszentren (z.B. Beratungsstelle für Erwachsene, Paare und Familien, Beratungsstelle für Entwicklungsfragen im Kindesalter, Stadtmuseum etc. ) «e Sport und Freizeitangeboten e Polizei, Krankenhäuser und Feuerwehr e Schulen (z.B. Martinischule Münster) e sowie mit (Sprach-)Heilpädagogen, Frühförderstellen, Kinderpsychologen, Kinderärzten, usw.. Den Kindern können damit außerinstitutionelle Bildungsangebote in Bereichen Bewegung, Natur und Gesellschaft angeboten werden, welche die Bildungsarbeit innerhalb der Einrichtung ergänzt. Umliegende Freizeitangebote wie Spiel- und Sportplätze bieten sich für die Kita-übergreifende Aktivitäten besonders an. Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um Vorschläge unsererseits handelt - Kooperationen müssten im Detail mit der anderen Partei besprochen werden. Auch mit der umliegenden Trägerlandschaft wie der Caritas e.V. und dem DRK e.V., sowie umliegenden Kirchengemeinden und Vereinen wie der Evangelische Apostel Kirchengemeinde und Kulturvereinen wie dem Freundeskreis Nepal e.V., ergeben sich, sofern Interesse der anderen Partei besteht, mögliche Kooperationsmöglichkeiten und Synergieeffekte. Getreu dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ erkennen wir in den Besonderheiten des Gebiets fruchtbare Gestaltungsmöglichkeiten um Best Practice Lösungen zu entwickeln, Erfahrungswerte nutzen oder Step Kids KiTas gGmbH Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin Finanzamt für Körperschaften Ill, Berlin Steuernummer: Am Friedrichshain 22 Sitz der Gesellschaft: Berlin Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg 29/026/630247/69729 10407 Berlin HRB 149735 B GERDREY Richtig gute KiTa. einrichtungsübergreifende Fortbildungen zu vor Ort benötigten Aspekten interkultureller Arbeit wahrzunehmen. Uns ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Stadtteil Münster Altstadt und den dort wirkenden Akteuren sehr wichtig. Den Anforderungen wollen wir flexibel und zuverlässig entsprechen. Die Kommunen/Stadtteile in denen Stepke bereits vertreten ist, können das bestätigen. Ebenso pflegen wir enge Kontakte zu den Eltern und legen Wert auf ein vertrauensvolles, offenes Miteinander. Unsere Kindertagesstätten verstehen sich als Begegnungsraum, wodurch die Einbeziehung der Stadtteilakteure und vor allem der Eltern für uns besonders wichtig ist. Daher ist Stepke offen dafür, sich bei Bedarf und dafür vorhandene Gegebenheiten, zum Familienzentrum zu entwickeln und damit einen Beitrag zum sozialen Infrastrukturangebot zu leisten. . Erziehungs- und Bildungspartnerschaften In unserer pädagogischen Praxis wird ein Umfeld geschaffen, in dem Beteiligung von Kindern aller Altersklassen ausdrücklich erwünscht und von den Fachkräften pädagogisch unterstützt und angeregt wird. Bei der Planung gemeinsamer Projekte, in Gesprächskreisen und fest installierten Kinderkonferenzen bieten wir den Kindern das Recht auf freie Meinungsäußerung. Ziel ist die aktive Beteiligung an den Entscheidungen und Entwicklungen in ihrer Kita und die frühzeitige Übernahme von Verantwortung. Kinder sind aktive und kreative Gestalter ihrer Entwicklung in deren Prozess unsere pädagogischen Fachkräfte sie begleiten und unterstützen. Wir verwirklichen Partizipation, weil es wichtig ist, Kinder bei Entscheidungsprozessen frühzeitig mit zu beteiligen. Wir schaffen familienbegleitend gemeinsam Bedingungen und Möglichkeiten um individuelle Fähigkeiten und Begabungen zu entdecken, zu entwickeln und die Kinder auf ein gleichberechtigtes Leben in der Gesellschaft vorzubereiten. Bewusst verstehen wir uns als familienergänzende Einrichtung, indem wir die Familie als das wichtigste Erziehungsfeld ansehen. Daher ist auch Elternarbeit ein wichtiger Bestandteil unseres pädagogischen Grundverständnisses und wird aktiv gefördert. Elternstammtische und viele gemeinsame Ausflüge, Aktionen und Feste werden in unseren KiTas regelmäßig angeboten. Elternabende, interkulturelle Elterncafes, Trödelmärkte und interkulturelle Feste können Barrieren abbauen. Auch das Mitwirken der Eltern im KiTa-Alltag ist uns ein wichtiges Anliegen. Eltern werden dazu angeregt sich in den KiTa-Alltag ihrer Kinder einzubringen und es werden Ansatzpunkte gegeben das Leben in unseren Häusern aktiv mitzugestalten. So wird die pädagogische Arbeit transparent. Elternaktivitäten werden anhand eines Elternpasses festgehalten. Step Kids KiTas gGmbH Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin Finanzamt für Körperschaften Ill, Berlin Steuernummer: Am Friedrichshain 22 Sitz der Gesellschaft: Berlin Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg 29/026/630247/69729 10407 Berlin HRB 149735 B GERDREY Richtig gute KiTa. | Vermittlung von Werten u . Querschnittsaufgaben (Genderthematik, Integration, Inklusion) Die Individualität und die Bedürfnisse der Kinder, ihrer Familien und der in der Einrichtung tätigen Menschen stehen im Mittelpunkt des täglichen Handelns. Der Inklusionsgedanke ist als eine Frage des würdevollen und respektvollen Umgangs miteinander zu verstehen. In unseren Einrichtungen ist jedes Kind willkommen, unabhängig seiner Herkunft, Religion, körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen oder Hautfarbe. Die Anerkennung von Vielfalt und Verschiedenheit der Kinder, ihrer Familienkulturen und -situationen wird als Bereicherung im KiTa- Alltag verstanden. Ziel ist es, allen Kindern die gleichen Möglichkeiten zu geben, sich optimal zu entwickeln, die Umwelt zu erkunden und seinen Interessen nachzugehen. Die Wertschätzung jedes Menschen, und damit auch jedes Kindes als individuelle Persönlichkeit, ist in unserem Leitbild verankert. Unser pädagogisches Konzept beruht auf einer Haltung, die auf der Anerkennung vielfältiger Lebensweisen basiert und Chancengerechtigkeit und Inklusion betont. Wir haben es uns zum Ziel gemacht in unseren Stepke KiTas unterschiedlichste Entwicklungspotentiale von Kindern frühzeitig zu erkennen und dementsprechend individuell zu fördern. Dies geschieht in gemeinsamer Bildungs- ‚ Erziehungs- und Betreuungsverantwortung gegenüber Kindern mit und ohne Handicaps oder einem speziellen Förderbedarf. Wir wenden dabei das Prinzip integrierter Hilfen aus einer Hand und alltagsintegrierter Förderstrategien an und sorgen für angemessene Rahmenbedingungen. Dies geschieht durch reduzierte Platzzahlen von Kindern, einem zusätzlichen und bedarfsgerechten Therapieraum in Kombination mit qualifiziertem, interdisziplinärem Fachpersonal sowie barrierefreier Raumgestaltung. Kinder mit Entwicklungsbesonderheiten werden gemeinsam mit anderen Kindern im Haus betreut. Der gemeinsame KiTa-Alltag ermöglicht es, dass alle Kinder voneinander profitieren. Das Ziel der Arbeit nach dem Inklusionsgedanken besteht in der Befähigung aller Kinder mit den eigenen Besonderheiten und denen anderer vorurteilsbewusst umzugehen und selbständig, selbstbestimmt und aktiv am Leben teilzunehmen. Zusätzlich ist es uns wichtig, Kinder von klein auf für körperliche und/oder geistige Beeinträchtigungen zu sensibilisieren. Mit Projekten im Rahmen von Eingliederungsmaßnahmen erleben die Kinder ein vorurteilsfreies Miteinander. So wird vermeintliche Andersartigkeit „normal“ Lebenswelt. und zum festen Bestandteil der kindlichen Auch ist es uns ein wichtiges Anliegen, Kinder — jenseits von Geschlechterklischees - in ihren individuellen Interessen und Fähigkeiten zu fördern. Teil dessen ist auch, sie bei der Ausgestaltung ihrer individuellen Geschlechtsidentitäten zu unterstützen, unabhängig von den jeweils herrschenden Vorstellungen vom „richtigen Mädchen“ und „richtigen Jungen“. Ein geschlechtsbewusster pädagogischer Zugang beinhaltet, dass Mädchen und Jungen Gelegenheit haben, sich jenseits von Rollenklischees entwickeln zu können. Kinder aus anderen Kulturkreisen werden in die neue Einrichtung aufgenommen und unter Beachtung ihrer eigenen und der Familienbiographie, ihrer Heimatkultur sowie unter Einbeziehung ihrer Eltern in die Kindergemeinschaft integriert. Besonders Kinder mit z.T. traumatischen Step Kids KiTas gGmbH Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin Finanzamt für Körperschaften Ill, Berlin Steuernummer: Am Friedrichshain 22 Sitz der Gesellschaft: Berlin Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg 29/026/630247/69729 10407 Berlin HRB 149735 B GERDREY Richtig gute KiTa. Erlebnissen und Fluchterfahrungen benötigen Geborgenheit, Anerkennung, Zuwendung und vor allem Sicherheit. Besonders wichtig ist uns dabei, dass die Kinder und ihre Familien erfahren, dass sie bei uns willkommen und anerkannt sind, dass sie am Leben der Einrichtung teilhaben und sich wohlfühlen können. Bei unserer Personalakquise achten wir auf Diversität. Fachkräfte mit Migrationshintergrund mindern Hemmschwellen und Sprachbarrieren v.a. zwischen Eltern und Pädagogen, Fortbildungen ergänzen das Profil unserer Pädagogen. Durch unsere eigene Stepke-Akademie bilden wir unsere Mitarbeiter*innen fort und reagieren damit auf individuelle Bedarfe. In unserem aktuellen Akademieprogramm finden sich u.a. „Interkulturelle Zusammenarbeit mit geflüchteten Eltern“, „Das Trauma bei Kindern mit Kriegs- und Fluchterfahrung“ oder „Inklusive Kita — Wie bringe ich alle unter ein Dach?“ (vgl. Anlage 6 „Flyer Akademie 2018“). Step Kids KiTas gGmbH Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin Finanzamt für Körperschaften Ill, Berlin Steuernummer: Am Friedrichshain 22 Sitz der Gesellschaft: Berlin Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg 29/026/630247/69729 10407 Berlin HRB 149735 B GERDREY Richtig gute KiTa. Weitere Informationen N Öffnungszeiten In unseren unterschiedlichen Häusern und Gruppen können verschiedene Zeitfenster innerhalb der Öffnungszeit gebucht werden. Dies variiert nach Standorten und kann je nach Bedürfnis der Eltern und Kinder angepasst werden. Grundsätzlich öffnen wir unsere Einrichtungen von Montag bis Freitag bis zu maximal 11 Stunden täglich. Ergänzende Angebote und Notfallbetreuung kann nach Bedarf angeboten werden. Personalgewinnung Zur Gewinnung qualifizierten Personals sind wir selbstverständlich auf unterschiedlichen Online- Jobplattformen vertreten. Zusätzlich pflegen wir engen Kontakt mit der Bundesagentur für Arbeit, wodurch wir viele qualifizierte Mitarbeiter*innen vermittelt bekommen. Wir legen bei der Personalwahl Wert auf Diversität und altersgemischte Teams. Damit werden unterschiedliche Kompetenzen gebündelt, wodurch zusammen mit einer Vielfalt an Perspektiven Synergieeffekte entstehen können. Gerne kooperieren wir auch mit der Ev. Sozialpädagogische Ausbildungsstätte Münster gGmbH, um Nachwuchskräfte in Münster zu fördern. In der Personalgewinnung unterscheidet sich Stepke hauptsächlich durch unser zentralisiertes, eigens für Stepke entwickeltes Bewerbersystem. Durch diese bewerberorientierte Software wird der Bewerbungsprozess zum einem für den/die Bewerber*in erleichtert zum anderen so optimiert, dass der gesamte Bewerbungsprozess maximal einen Monat andauert. Unser engagiertes Recruiting-Team sichtet täglich eingehende Bewerbungen, antworten auf diese innerhalb von drei Tagen und leiten sie zeitgleich direkt an die entsprechenden Häuser weiter. Zusätzlich bietet Stepke neben Gehaltsoptimierungsoptionen (vgl. Anlage 7) unbefristete Verträge, da uns eine langfristige Bindung unserer Mitarbeiter*innen sehr am Herzen liegt, da nur so die hohe Qualität in unseren Einrichtungen gewährleistet werden kann. Umfang des geplanten Personaleinsatzes Die Auswahl und der Einsatz des pädagogischen Fachpersonals erfolgt auf der Grundlage der aktuellen Gesetzlichkeiten (SGB VIII) sowie dazugehöriger Verordnungen und Vereinbarungen für Kindertagesstätten des Landes Nordrhein-Westfalen (KiBiz). Der Einsatz von Leitungspersonal und Erzieher*innen wird entsprechend der vertraglich belegten Plätze nach Alter, betreuungsumfang, Integrationsstatus der Kinder errechnet und vorgehalten. Die Hausleitung wird aufgrund der 4 Gruppen freigestellt und ist in Vollzeit für ihren Aufgabenbereich tätig. Durch den Betrieb mehrere Einrichtungen in Münster, hätten wir in Zeiten personeller Engpässe die Möglichkeit, diese durch Fachpersonal aus anderen Einrichtungen kurzfristig auszugleichen. Zusätzlich können auch positive fachliche Synergieeffekte genutzt werden. a Step Kids KiTas gGmbH Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin Finanzamt für Körperschaften Ill, Berlin Steuernummer: Am Friedrichshain 22 Sitz der Gesellschaft: Berlin Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg 29/026/630247/69729 10407 Berlin HRB 149735 B
Anlage 11.3 Konditionen Step Kids
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Step Kids KiTas gGmbH Am Friedrichshain 22 10407 Berlin Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin Sitz der Gesellschaft: Berlin Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg, HRB 149735 B Finanzamt für Körperschaften I, Berlin Steuernummer: 27/639/01214 Step Kids KiTas gGmbH • Am Friedrichshain 22 • 10407 Berlin Amt für Kinder, Jugendliche und Familien z.H. Frau Gerick Hafenstraße 30 48127 Münster Berlin, den 06.02.2019 Unsere Konditionen für den Betrieb einer Kindertageseinrichtung in Münster Sehr geehrte Frau Pohl, sehr geehrte Frau Gerick, gerne möchte ich Ihnen im Folgenden unsere Konditionen zum Betrieb einer oder mehrere Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster aufzeigen: Trägeranteil 9% Wird von Stepke übernommen Aufnahmegebühr Entfällt in Münster vollständig Servicepauschale für Zusatzangebote Entfällt in Münster vollständig Zusatzangebote, die Teil unseres pädagogischen Konzeptes sind werden trotzdem für alle Kinder angeboten Verpflegungspauschale 90€/Kind/Monat Ganztägige Vollverpflegung frisch gekocht vom hauseigenem Koch Es wird von den Förderungen und Zuschüssen laut KiBiz ausgegangen. Step Kids KiTas gGmbH Am Friedrichshain 22 10407 Berlin www.stepke-kitas.de Denise Landmann Business Development d.landmann@stepke-kitas.de Step Kids KiTas gGmbH Am Friedrichshain 22 10407 Berlin Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin Sitz der Gesellschaft: Berlin Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg, HRB 149735 B Finanzamt für Körperschaften I, Berlin Steuernummer: 27/639/01214 Gerne möchten wir als Träger in Münster aktiv werden und zur Deckung des derzeitigen Kitaplatz Bedarfes sowie zu einer familienfreundlichen Stadtentwicklung beitragen. Durch unsere mehrjährige Erfahrung sowie unseren zahlreichen zufriedenen Eltern und Kindern an unseren bestehenden 15 Standorte n, sehen wir uns mehr als geeignet, die geplante KiTa in Münster zu betreiben. Wir würden uns freuen, wenn wir in die engere Auswahl für die ausgeschriebene Trägerschaft kämen. Darüber hinaus bieten wir Ihnen sehr gerne an, eine unserer bestehenden KiTas in NRW zu besichtigen. Mit freundlichen Grüßen Dr. Kurt Berlin Geschäftsführer Stepke-KiTas Wohlfühlorte erleben Das ist Stepke Die Step Kids KiTas gGmbH (Stepke) ist ein gemeinnütziger Träger von Kindertagesstätten und Krippen Wir betreiben ein einheitliches Konzept, das jeweils den lokalen Gegebenheiten angepasst wird Wir verstehen uns als Dienstleistungsunternehmen für Familien und ihre Kinder Wir nehmen einen Bildungsauftrag für Kinder im Alter von 6 Wochen bis zum Schuleintritt wahr Daten & Fakten: Mehr als 400 MitarbeiterInnen 17 Standorte in NRW , Berlin und Brandenburg Weitere KiTa-Einrichtungen befinden sich bereits im Bau oder in konkreten Planungen 02 Unsere Bauweise Wir arbeiten mit verschiedenen Investoren zusammen, ba uen selbst oder lassen bauen – massiv oder in Holz-Modulbauweise 03 04 Stepke und Seit dem 1. April 2017 gehört Stepke zur AcadeMedia-Gruppe. AcadeMedia + ist der größte unabhängige Bildungsanbieter Nordeuropas + bietet die Abdeckung des gesamten Bildungsweges: von KiTa über Schule bis zu Einrichtungen der Erwachsenenbildung + bildet und betreut über 140.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene in mehr als 500 Einrichtungen in Schweden, Norwegen und Deutschland In Deutschland gehören neben Stepke noch: Joki Kinderbetreuung, espira Kinderbetreuung sowie KiTa Luna & Zwergerlhaus zur AcadeMedia-Gruppe. Die Stepke-Wohlfühlorte 03 Bremen Berlin Brandenburg NRW 2 2 2 1 12 1 5 Die Stepke-Wohlfühlorte Werder an der Havel Zeesen Berlin – KiTa HannaLegoranTo (6-gruppig) – KiTa Tannenzapfen (4-gruppig) – KiTa Am Mauerpark (5-gruppig) Köln-Merheim Köln-Niehl Köln-Nippes Köln-Ostheim Köln-Roggendorf Köln-Zollstock Köln-Rodenkirchen Köln-Westhoven – KiTa Walnussweg (8-gruppig) – KiTa Niehler Pänz (6-gruppig) – KiTa Wichtelstadt (8-gruppig) – KiTa Löwenherz (6-gruppig) – KiTa Matschpiraten (6-gruppig) – KiTa Zollstöckchen (4-gruppig) – KiTa Zitronenfalter (3-gruppig) – KiTa Kleine Entchen (4-gruppig) Wuppertal-Barmen Wuppertal-Langerfeld Wuppertal-Langerfeld Wuppertal-Oberbarmen Wuppertal-Zaunbusch Dortmund-Jungferntal – KiTa Tal-Strolche (3-gruppig) – KiTa Samoastraße I (4-gruppig) – KiTa Samoastraße II (4-gruppig) – KiTa Quellstein (2-gruppig) – KiTa Zaunkönige (6-gruppig) – KiTa Zaubertanz (5-gruppen) 05 Herzlich willkommen Stepke – das steht für „Richtig gute KiTa.“ 06 07 Unser speziell konzipiertes und liebevoll durchdachtes Raumkonzept regt Kinder zum Entdecken, Bewegen und Experimentieren an und lädt zum Wohlfühlen ein. 08 09 Wir kochen in allen Einrichtungen nach den wissenschaftlich ermittelten Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V . (DGE) – FIT KID-Programm. Dabei ist uns eine einladende und ästhetische Tischkultur besonders wichtig. 10 Übergeordnete Koordinatoren begleiten und überprüfen regelmäßig die Umsetzung des eng- lischen Angebotes in den KiTas, geben Impulse und leiten Qualitätszirkel zur kontinuierlichen Qualitätssicherung an. Wir fördern den Umgang mit der englischen Sprache durch gezielte Angebote. Kinder können so spielerisch in diese eintauchen und sich ausprobieren. 11 12 Bei festen Waldtagen und Projektwochen erleben die Kinder Natur pur. Durch viel Bewegung erweitern sie ihren Erfahrungsschatz bei Sonne, Wind und Wetter. + Übergeordnete Schwimmlehrer schulen regelmäßig unsere Schwimmbegleiter und laden zu Qualitätszirkeln ein + Eigene Shuttlebusse bringen die Kinder in die Schwimmbäder + Kinder ab 4 Jahren erfahren regelmäßig abwechslungsreiche Wassergewöhnung bis hin zum Seepferdchen + Eltern werden in die Prozesse mit ein- bezogen (Elternabende) 13 + Bedarfsgerechte Öffnungszeiten sowie Randzeit- und Ferienbetreuung + Einbeziehung und gute Zusammenarbeit der Eltern und Elternräte + Sehr guter Fachkraftschlüssel + Inklusion: Wir arbeiten interdisziplinär und vernetzt mit allen Kooperationspartnern zum Wohl unserer Kinder zusammen 14 Zu unseren Qualitätsstandards gehören regelmäßige Evaluationen, die Stepke Akademie, ein hoher Fachberatungsschlüssel und eine schnelle, flexible Verwaltung. Zufriedene Mitarbeiter Unsere Extras! + Starkes Recruiting T eam + Karrieremöglichkeiten + Betriebsausflüge + Weihnachtsfeiern + Gitarrenkurse + Supervisionen + Bildungsurlaube + Dienstwagen Das Fundament für gute Arbeit Kinder- garten- zuschuss 70 €/Kind Cadooz Card 44 €/Monat 15 Die Stepke Akademie Fort- und Weiterbildung für die KiTa-Praxis Workshops Lehrgänge Seminare Trainings Stepke betreibt eine hauseigene Akademie, um eine hohe fachliche Qualität der pädagogischen Arbeit im Unternehmen zu sichern und interne und externe Fachkräfte und Interessierte aus - und weiterzubilden. Fachlicher Austausch gibt Sicherheit und Struktur für den Alltag. Neue Impulse beleben die eigene Kreativität im Alltag mit den Kindern in den Bildungseinrichtungen. Bildung und fachliche Kompetenzen werden praxisnah vermittelt, um eine allgemeine Qualitätssteigerung deutlich spürbar zu machen. Mit den Angeboten der Stepke Akademie kommen wir unserem gesellschaftlichen Auftrag einer optimalen Mitarbeiterentwicklung nach. Der Blick über den Tellerrand ist im professionellen Aus- tausch während der Fachforen ein sehr positiver und gewünschter Aspekt. Unser Angebot richtet sich an alle Fach- und Ergänzungskräfte aus sozialpädagogischen Einrichtungen mit Kinde rn zwi- schen 0 und 6 Jahren. 16 Unser Fachberatungsteam Bei Stepke betreut eine Fachberatung 5 KiTas! 17 Mobile KiTas So gelingt soziale und sprachliche Integration direkt vor Ort Damit nicht nur Kinder in unseren Einrichtungen eine gute Betreuung erfahren, haben wir ein besonderes Projekt gestartet: Wir schicken unsere KiTas „on T our“zu Flüchtlingsunter- künften – innovativ und unkompliziert vor Ort, wo wir gebraucht werden. Unsere qualifizierten MitarbeiterInnen sind in Flüchtlingsunterkün ften im Einsatz und bieten den Kindern ein Programm mit Herz: In amerikanischen Schu lbussen finden sie an fünf Tagen in der Woche Spiel- und Lernmaterialien sowie abwechslungsreic he Aktivitäten, die von un- serem pädagogischem Personal geleitet werden. Die Kinder tauchen in die deutsc he Sprache ein und haben die Möglichkeit, sich mir vielfältigen Angeboten zu beschäftigen. Im nahen Lernraum erfahren sie Begleitung und Unterstützung und können die oftmals schrecklichen Erfahrungen des Krieges und der Flucht hinter sich lassen. Das Projekt ist an Unterkünften in Düsseldorf und Köln gestartet. Als niederschwelliges Angebot eingerichtet, unterstützt die Mobile KiTa das Ziel, das Vertrauen der Kinder in die Menschen wieder aufzubauen. 18 19 Step Kids KiTas gGmbH (Stepke) Hauptsitz Berlin Am Friedrichshain 22 I 10407 Berlin Tel.: +49 30 420 259 29 Fax: +49 30 420 259 35 Regionalbüro NRW Wittener Straße 324 I 42279 Wuppertal Tel.: +49 202 281 943 0 info@stepke-kitas.de www.stepke-kitas.de Frauke Schittek f.schittek@stepke-kitas.de Tel.: +49 160 872 3214 Johannes Nagel j.nagel@stepke-kitas.de Tel.: +49 172 399 1890 Dr. Kurt Berlin k.berlin@stepke-kitas.de Tel.: +49 172 399 1899 Wir freuen uns auf Ihre Fragen Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. www.stepke-kitas.de 1 Erziehung, Bildung, Betreuung und Förderung für Kinder von 0 bis 6 Jahren in NRW Basis – Konzeption der Step Kids KiTas gGmbH 2 Step Kids KiTas gGmbH Am Friedrichshain 22 10407 Berlin Ansprechpartner: Frauke Schittek 0202 281 943 0 0160 872 321 4 f.schittek@stepke-kitas.de Stand: Oktober 2017 Herausgeber: Step Kids KiTas gGmbH Am Friedrichshain 22 10407 Berlin 3 Inhalt 1. Vorwort ......................................................................................................................... 5 2. Rahmenbedingungen ..................................................................................................... 5 2.1. Der Träger ........................................................................................................................................ 5 2.2. Rechtliche Grundlagen ..................................................................................................................... 6 3. Unsere Einrichtungen (Familienzentren) ......................................................................... 6 3.1. Mitarbeiter/Innen und Fachpersonal .............................................................................................. 7 3.2. Öffnungszeiten ................................................................................................................................. 8 3.3. Gruppengröße und Fachkraftschlüssel ............................................................................................ 8 3.4. Aufnahmekriterien ........................................................................................................................... 8 3.5. Raumkonzept ................................................................................................................................... 8 4. Pädagogische Ziele und Inhalte .....................................................................................10 4.1. Stand der aktuellen Forschung ...................................................................................................... 10 4.2. Hirnforschung und Lernen ............................................................................................................. 11 4.3. Die Bedeutung von Gleichaltrigen ................................................................................................. 11 4.4. Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung ................................................................. 12 5. Mehrsprachigkeit ..........................................................................................................12 6. Religiöse Erziehung .......................................................................................................13 7. Die Eingewöhnung im Kindergarten ..............................................................................13 8. Das Freispiel .................................................................................................................14 9. Der Morgenkreis, der Abschlusskreis, die Kinderkonferenz ............................................14 9.1. Beteiligungsrechte für Kinder – Partizipation ................................................................................ 14 10. Vorschulerziehung ........................................................................................................15 11. Ein Tag in unserer Kita ..................................................................................................16 11.1. Zeit ......................................................................................................................................... 16 11.2. Ankommen ............................................................................................................................ 16 11.3. Morgenkreis .......................................................................................................................... 16 11.4. Gemeinsame Mahlzeiten ...................................................................................................... 16 11.5. Ruhen und Schlafen ............................................................................................................... 17 11.6. Angebote, Aktivitäten und Projekte ...................................................................................... 18 11.7. Nach Hause Gehen ................................................................................................................ 18 12. Qualifizierungsprozess und Weiterentwicklung, Supervision und Fortbildung ................19 12.1. Individuelle Vor- und Nachbereitung .................................................................................... 19 12.2. Teamsitzung .......................................................................................................................... 19 12.3. Stepke Akademie ................................................................................................................... 20 13. Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern .........................................................20 13.1. Formen der Elternbeteiligung Elterngespräche .................................................................... 20 14. Kooperationen mit anderen Institutionen Zusammenarbeit mit den Grundschulen .......22 14.1. Weitere Kooperationen und Kontakte zu anderen Einrichtungen ....................................... 22 15. Öffentlichkeitsarbeit .....................................................................................................23 16. Gesunde Kinder ............................................................................................................23 16.1. Ernährung .............................................................................................................................. 23 16.2. Bewegung .............................................................................................................................. 23 16.3. Schwimmen und Turnen ....................................................................................................... 24 16.4. Schuhfreie Zone ..................................................................................................................... 25 16.5. Gesunde Zähne ...................................................................................................................... 25 16.6. Wald- Wiesentage ................................................................................................................. 25 17. Alltagsintegrierte Sprachbildung und Kommunikation ...................................................25 17.1. Unsere Ziele: .......................................................................................................................... 26 17.2. Musik und Gesang ................................................................................................................. 27 4 17.3. Bilderbücher – Lesen und Sprache ........................................................................................ 27 18. U3-Bereich ....................................................................................................................27 18.1. Eingewöhnung - Emotionale Sicherheit ................................................................................ 28 18.2. Feste Rituale .......................................................................................................................... 28 18.3. Der Gruppenalltag (exemplarisch) ........................................................................................ 28 18.4. Motorik .................................................................................................................................. 28 18.5. Gesundheit und Körperpflege ............................................................................................... 29 18.6. Ernährung .............................................................................................................................. 29 18.7. Sauberkeitsentwicklung ........................................................................................................ 29 18.8. Essen und Trinken ................................................................................................................. 30 19. Unser Kinderschutz-Konzept .........................................................................................31 19.1. Kinderschutzauftrag .............................................................................................................. 32 19.2. Datenschutz ........................................................................................................................... 35 20. Inklusion .......................................................................................................................36 20.1. Vielfalt als Bereicherung verstehen ...................................................................................... 36 21. Tiergestützte Pädagogik ................................................................................................36 22. Stepke Qualitätsmanagement .......................................................................................37 22.1. Grundlegende Organisationsbedürfnisse .............................................................................. 37 22.2. Sicherung des QM durch die Fachberatung .......................................................................... 39 23. Nachwort ......................................................................................................................41 5 1. Vorwort Erziehung, Bildung und Förderung von Kindern beginnen mit der Geburt. In den ersten Jahren lernt ein Mensch so viel, so schnell und so begierig wie in keiner anderen Phase seines Lebens. Lernen bedeutet nicht nur Wissen zu erwerben, sondern vor allem die Fähigkeit, sich das Wissen selbst erschließen zu können. Diese Basis-Konzeption zeigt Schwerpunkte auf, ausgehend von dem Leitgedanken, dass Kindertageseinrichtungen ein wesentlicher Grundbaustein im Leben eines Kindes sind und gravierenden Einfluss auf die Lebenswelt aller Beteiligten haben. Es berücksichtigt neue pädagogische Ansätze und wird den daraus resultierenden Herausforderungen gerecht. Besonderes Augenmerk liegt auf der Förderung der interkulturellen Kompetenz der Fachkräfte, um den steigenden Herausforderungen an die Betreuung und Förderung von Kindern unterschiedlicher Herkunft gerecht zu werden. Diese Basis-Konzeption ist die Arbeitsgrundlage für unser Fachpersonal und dient interessierten Personen und Fachkreisen zur Information über Einrichtungen der Step Kids Kitas gGmbH. 2. Rahmenbedingungen 2.1. Der Träger “Step Kids Kitas gGmbH" ist Träger der Einrichtungen. Unsere Einrichtungen stellen einen Teil der Lebenswelt von Kindern dar, denn Kindertageseinrichtungen sind Erziehungs- und Bildungseinrichtungen. Im Mittelpunkt unserer Arbeit sehen wir jedes Kind in seiner Lebenssituation als Mitglieder unserer Gesellschaft mit eigenen Rechten. Für diese Rechte setzen wir uns ein. Frühe Lernerfahrungen in der Familie sind neben denen in der Kindertageseinrichtung die Grundlagen, auf denen Kinder individuelle Lernstrategien, Erfahrungen, Wissensbestände und gesellschaftliches Bewusstsein aufbauen. Kinder aller Nationalitäten und Konfessionen sollen in unseren Kindertageseinrichtungen die Chance erhalten, sich unabhängig von ihrer sozialen Herkunft zu entfalten, solidarisch und tolerant miteinander zu leben und somit Gleichheit und Gerechtigkeit erfahren zu lernen. Wir bieten in unseren Einrichtungen Begegnungsorte für Kinder, ihren Familien, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wir bieten allen Kindern und Eltern verlässliche Strukturen und Rahmenbedingungen. Gemeinsame Feiern und andere Aktionen bieten immer wieder Anlässe zum gegenseitigen Kennenlernen und Austausch. Wir stärken Kinder und unterstützen ihr Selbstbewusstsein, sodass sie sich in ihrer Individualität erleben können und lernen, Akzeptanz, Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft für andere Menschen zu entwickeln. Familien erleben wir als kompetente Partner in der Kindererziehung und beziehen sie beim Aufbau einer gemeinsamen Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit ein. Kinder sind aktive und kreative Gestalter ihrer Entwicklung, in deren Prozess unsere pädagogischen Fachkräfte sie begleiten und unterstützen. Wir verwirklichen Partizipation, weil es wichtig ist, Kinder bei Entscheidungsprozessen 6 frühzeitig mit zu beteiligen. Sie sollen ihr Beteiligungsrecht, die Mitbestimmung und Teilhabe jedes Einzelnen in einer Gemeinschaft erleben. Demokratisches Mitbestimmen als eine Grundvoraussetzung, Kinder an der Planung und Gestaltung von Angelegenheiten, die sie betreffen, teilhaben und mitwirken zu lassen. 2.2. Rechtliche Grundlagen Wir arbeiten auf Grundlage der UNO –Kinderrechte Die Kinderrechtskonvention ist ein Zeichen von Achtung und Verantwortlichkeit der internationalen Staatengemeinschaft gegenüber Kindern in aller Welt. (www.national-coalition.de/pdf/un-kinderechtskonvention.pdf) und auf Grundlage des SGB VIII Dritter Abschnitt: Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege § 22, 22a, 23 Abs. 1-4, 24 Abs. 1-4 3. Unsere Einrichtungen (Familienzentren) In den Kindertageseinrichtungen der Step Kids Kitas gGmbH spielen und lernen, erleben und erfahren, experimentieren und forschen täglich mehrere hundert Kinder in verschiedenen Einrichtungen - an verschiedenen Standorten in Deutschland - im Alter von 0 bis 6 Jahren. Kleine und große Einrichtungen umfasst unser vielfältiges Angebot mit bedarfsangepassten Öffnungszeiten bis zu 11 Stunden. Alle Stepke-KiTas verfügen über ein besonderes Raumkonzept und eine hervorragende technische Ausstattung. Besondere Merkmale unseres Konzeptes sind ein hoher Personalschlüssel, frisch gekochtes Essen vom eigenen Koch, bilinguale Angebote, Schwimmen, sowie Waldtage & Waldwochen. Stepke steht auch bei zukünftigen Projekten für Effizienz, Kompetenz und Sympathie. 7 3.1. Mitarbeiter/Innen und Fachpersonal In der Step Kids KiTas gGmbH können folgende Kräfte beschäftigt werden: sozialpädagogische Fachkräfte (Dipl. Sozialpädagogen/Innen, Erzieher/Innen,…) Sportpädagogen Theaterpädagogen Musikpädagogen Kunstpädagogen Kinderpflegerinnen Kinderkrankenschwestern Ergänzungskräfte Berufsanerkennungs – und Schülerpraktikanten Köche Reinigungskräfte Hausmeister Verwaltungskräfte Honorarkräfte (Englisch, Computer, Tanzen…) Alle Mitarbeiter in unseren Einrichtungen sind Ansprechpartner für die Kinder. Die Haltung des pädagogischen Fachpersonals allen Kindern gegenüber ist geprägt von der Liebe und Achtung zum Kind unter Berücksichtigung seines individuellen Entwicklungsstandes. Gemeinsam mit den Familien sorgen wir für das Wohlbefinden der Kinder und stützen uns auf eine gegenseitige Vertrauensbasis. Unsere Mitarbeiter/Innen haben eine umfangreiche pädagogische Ausbildung absolviert und erleben Step Kids Kitas gGmbH als familienergänzende Einrichtung. Die jeweiligen Teams identifizieren sich mit den Aufgaben und Zielen der Step Kids Kitas gGmbH und wirken an der kontinuierlichen Weiterentwicklung unseres Aufgabenprofils mit. Dazu ist es unerlässlich eine ständige Weiterqualifizierung in Form von Aus-, Fort- bzw. Weiterbildung und Evaluation zu implantieren. Diese werden jährlich mit dem Träger abgestimmt. Als anerkannter Ausbildungsträger bieten wir zusätzlich Vor- bzw. Berufspraktikanten oder Schülerpraktikanten, sowie Schnupper- und Blockpraktikanten unterschiedlicher Schulträger, die Möglichkeit in unseren Einrichtungen mit zu arbeiten. 8 3.2. Öffnungszeiten Step Kids Kitas gGmbH bietet grundsätzlich nach Bedarf tägliche Öffnungszeiten zwischen von 6.00 - 20.00 Uhr an. In unseren unterschiedlichen Häusern und Gruppen können verschiedene Zeitfenster innerhalb der Öffnungszeit gebucht werden. Dies variiert nach Standorten. Die Schließungszeiten der jeweiligen Einrichtungen werden den Eltern frühzeitig schriftlich mitgeteilt und alle Informationen sind zusätzlich auf unserer Homepage nachzulesen. Jährliche Eltern Bedarfs- und Zufriedenheitsabfragen dienen zur Optimierung der Öffnungszeit- und Konzeptionsanpassung. 3.3. Gruppengröße und Fachkraftschlüssel In unseren Einrichtungen im TII Bereich (0-3 Jahre) sind max. 12 Kinder und in den TI Gruppen (2-6 Jahren) max. 22 Kinder mit jeweils drei Fachkräften vorgesehen. Davon ist jeweils eine englischsprachige Fachkraft beschäftigt. Wir sehen die besondere Qualität unseres Angebotes in einer großzügigen personellen, räumlichen, finanziellen und sachlichen Ausstattung als hinreichend gegeben. 3.4. Aufnahmekriterien In unseren Einrichtungen werden Kinder aller Nationalitäten und Konfessionen aufgenommen. Für die Aufnahme in unsere KiBiz-Gruppen führen folgende Kriterien zu einer bevorzugten Aufnahme: Alter des Kindes Eltern alleinerziehend/ oder in der Ausbildung befindlich Geschwisterkinder in unseren Kindertageseinrichtungen Jugendhilfemaßnahme Bei der Aufnahme berücksichtigen wir individuelle Voraussetzungen und Lebenslagen von Familien. An Chancengleichheit mitzuwirken ist uns ein wichtiges Anliegen. 3.5. Raumkonzept Bewegungsfreiräume, -herausforderungen und –anregungen sind die entscheidenden Faktoren frühkindlichen Lernens. Die Gestaltung der Räume mit entsprechender Materialvielfalt in unseren Einrichtungen ist für die Unterstützung der Selbsttätigkeit und Selbstbildungsprozesse wichtig. Kinder brauchen Orientierung und erhalten bei uns klar definierbare Bereiche. Unsere Räume sind übersichtlich strukturiert und gestaltet, auf Eigenaktivität ausgerichtet, mit sensorisch anregenden Materialien ausgestattet und eine beständige Einladung die Welt zu erkunden. Unser Raumkonzept berücksichtigt folgende Bedürfnisse: Entspannung - Ruhe, Rückzug, Geborgenheit… 9 Bewegung – toben, tanzen… Pflege - wickeln, waschen, duschen… Schlafen - ausruhen, Stille erleben… Essen - Trinken Gestalten - Knete, Ton, Holz, Papier, malen… Lesen - Bilderbücher schauen, Vorlesen… Musik - Rhythmik, Klangspiele, singen, klatschen… Spielen – Rollen- und Puppenspiel, Gesellschaftsspiele… Experimentieren - konstruieren, bauen… Unsere Wickelplätze sind so konzipiert, dass sie dem Bedürfnis der Kinder nach ungestörter Zweisamkeit mit der Bezugserzieherin nachkommen. Sie sind mit einem Treppchen ausgestattet zum Selbst-Hochklettern. Die Waschgelegenheiten sind unmittelbar angrenzend mit Regalen in Griffweite für Pflegeutensilien. Die Lichtquellen sind dimmbar und so gewählt, dass sie Kinder nicht blenden. Unterschiedlich große Kinder-WCs im Sanitärbereich lassen Kinder bei der Pflege und Sauberkeitserziehung genügend Freiraum sich auszuprobieren und unterstützen das Körperbewusstsein. Im Sanitärraum befindet sich ein Ablauf im Boden, so dass Wasser- oder Schaumexperimente ohne großen Aufwand für Kinder möglich sind. Unsere Waschrinnen in neuen Einrichtungen sind mit Überlaufvorrichtungen, Einhandmischbatterien und Wandspiegeln ausgestattet. Unsere Schlaf- und Ruheräume kennzeichnen, dass das Licht zu dimmen ist, das Farbkonzept Ruhe ausstrahlt, jedes Kind seinen individuellen Schlafplatz hat und in einem ruhigen, eigenen und ungestörten Bereich innerhalb der Kita gelegen ist. Die Räume sind mit Teppich und Vorhängen ausgestattet und können natürlich belüftet werden. Neben den separaten Schlaf- und Ruheräumen gibt es großzügige Gruppen- und Aktionsräume, die mit unseren üblichen Standards, wie Spiegelwänden, Snoezleeffekten und Rückzugsorten durch kleine Höhlen und Nischen ausgestattet sind. Wir legen sehr viel Wert darauf, in allen Step Kids Kitas gGmbH Häusern den Eltern und Kindern den gleichen beliebten Standard zu bieten. Insgesamt stehen den Kindern – nach den neuesten Richtlinien und Vorgaben der Landesjugendämter – ausreichend Räumlichkeiten für eine optimale Entwicklung zu. Die direkt angrenzenden Außenspielbereiche unserer Kindertageseinrichtungen sind mit Spielgeräten für jedes Alter entsprechend ausgestattet und genauso vielfältig und anregend für die Kinder wie die Innenräume, so dass die Kinder auch hier ihrem Alter, ihren Bedürfnissen und Interessen entsprechend gestalten können. Es werden Bereiche mit unterschiedlichen Materialien wie Sand, Rindenmulch, Rasenfläche, Kieselsteine und befestigter Bereiche für unterschiedliche Aktivitäten angeboten. Erhebungen und Hügel, Wege zum Befahren mit Fahrzeugen oder Schubkarren, Kletterbereiche aus Baumstämmen und Autoreifen, Schaukeln und Wippen, kleine Nutz- oder Hochbeete, Kräuterspirale oder Wildwuchs-Wiese u.ä. Unsere Wasser-, Matsch- und Sandplätze ermöglichen den Kindern mit Wasser und Sand zu spielen, laden zum Experimentieren mit unterschiedlichsten Materialien und Gefäßen ein. 10 4. Pädagogische Ziele und Inhalte Step Kids Kitas gGmbH hat einen eigenständigen Erziehungs- und Bildungsauftrag nach dem KIBIZ. Wir arbeiten nach dem situationsorientierten Ansatz und dem „best practice Prinzip“, welches Elemente der Reggio-, Montessori-, Pikler- und Waldorfpädagogik beinhaltet. Er ergänzt und unterstützt die Erziehung des Kindes in der Familie und soll die Gesamtentwicklung des Kindes durch allgemeine und gezielte erzieherische Hilfen und Bildungsangebote fördern. Seine Aufgabe ist es insbesondere, durch differenzierte Erziehungsarbeit die geistige und körperliche Entwicklung des Kindes anzuregen, seine Gemeinschaftsfähigkeit zu fördern und allen Kindern gleiche Entwicklungschancen zu geben. Das Kind erhält die Möglichkeit, soziales Verhalten zu erproben, sich als Mensch im Zusammenhang mit Anderen zu begreifen, sich auseinanderzusetzen, Konflikte zu lösen, sich Wissen anzueignen, etwas gemeinsam zu tun. 4.1. Stand der aktuellen Forschung Unser pädagogisches Handeln orientiert sich an neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, die Grundlagen für die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Arbeit sind. 4.1.1. Bindungsforschung Kinder sind von Natur aus neugierig und haben Lust am Entdecken ihrer Umwelt: Sie forschen, sie kommunizieren und suchen Aufgaben, an denen sie wachsen können. Wichtige Voraussetzung dieser bedeutsamen Entwicklungsprozesse ist das Gefühl von Vertrauen, Sicherheit und Geborgenheit. Dieses Vertrauen erhält ein Kind durch Menschen, mit denen es emotional eng verbunden ist – seinen Bindungspersonen. Sie geben ihm das Gefühl der psychischen Sicherheit und helfen ihm, bei Irritationen wieder zurück ins Gleichgewicht zu kommen. Bindung entsteht nicht automatisch, sie entwickelt sich mit der Zeit. Dabei ist besonders das Maß an Feinfühligkeit bedeutsam, mit dem Erwachsene auf kindliche Bedürfnisse und Signale reagieren. In der Regel sind zunächst die Eltern die wichtigsten Bindungspersonen für ihr Kind. Darüber hinaus können Kinder zu weiteren Menschen aus ihrem nahen Umfeld Beziehungen mit Bindungsqualität aufbauen. Jedes Kind braucht seine Bindungspersonen als sichere Basis, von denen aus es die Welt entdecken und immer wieder zu ihnen zurückkommen kann. Mit dem Eintritt in die Kindertageseinrichtung erleben Kinder einen bedeutsamen Übergang in eine zunächst unbekannte Umgebung. Sie lernen neue Rituale, andere Kinder und die pädagogischen Fachkräfte kennen. Um diesen Anfang bestmöglich zu gestalten, braucht das Kind mit seinem Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit die Begleitung durch eine ihm vertraute Person. Wir gestalten deshalb Übergänge gemeinsam, in der Regel mit den Eltern, individuell und feinfühlig. Wir nehmen die Eltern als Experten ihrer Kinder wahr und tauschen uns intensiv über die Besonderheiten ihres Kindes aus. 11 4.2. Hirnforschung und Lernen Seit die Hirnforschung die Veränderungen im Gehirn, die beim Selbstbildungsprozess stattfinden, beobachten und abbilden kann, ist sie für die Pädagogik der frühen Kindheit von elementarer Bedeutung. Im Gehirn eines Menschen findet sich eine Vielzahl von Nervenzellen, die sich bereits im Mutterleib verknüpfen und verbinden und nach der Geburt weiterentwickeln. Dabei festigen sich diese Verbindungen durch wiederholte Erfahrungen, hinterlassen Spuren im neuralen Netz und verändern sich ein Leben lang. Wesentlich für eine gesunde Entwicklung des Gehirns – und damit aller Lernprozesse – sind gute und tragfähige Bindungen und Beziehungen. Kinder lernen durch Interaktionen mit anderen und das aktive Auseinandersetzen mit der Umwelt. Diese Umwelt muss anregend und herausfordernd sein. Um sich aktiv mit ihr auseinanderzusetzen, braucht es Zeit und Menschen, die den Prozess begleiten, unterstützen und zulassen. Lernprozesse in der frühen Kindheit sind am nachhaltigsten, wenn sie Erfahrungswelt und den Alltag der Kinder aufgreifen und die Fragen, Anliegen und Interessen der Kinder berücksichtigen. In unseren Kindertageseinrichtungen werden die Erkenntnisse der Hirnforschung bezüglich des Lernens berücksichtigt und tagtäglich umgesetzt. Sie bieten den Kindern vielfältige Erfahrungs- und Erprobungsräume sowie pädagogische Fachkräfte, die die Kinder in ihren unterschiedlichen Lernprozessen und Lernerfahrungen begleiten, unterstützen und aktiv anregen. 4.3. Die Bedeutung von Gleichaltrigen In unseren Einrichtungen gibt es vielfältige Varianten der Altersmischung, denn Kinder brauchen sowohl Beziehungen zu Gleichaltrigen wie auch zu Kindern anderer Altersgruppen. Der Grundgedanke dabei ist, Kindern gute Entwicklungschancen zu bieten, indem sie voneinander und miteinander lernen. Im Sinne eines ganzheitlichen Lernens ermöglichen unterschiedliche Beziehungsstrukturen den Kindern vielfältige Erfahrungen und Erprobungsfelder. Insbesondere lernen Kinder dann besonders intensiv und nachhaltig, wenn sie ähnliche Themen und Interessen bearbeiten. Entwicklungspsychologisch trifft dies häufig auf Gleichaltrige zu. Unsere pädagogischen Fachkräfte wissen um die Bedeutung des Spiels mit Gleichaltrigen für die Persönlichkeitsentwicklung und ermutigen unsere Kinder dazu. In der Interaktion mit Gleichaltrigen entwickeln Kinder ihr Spiel ko-konstruktiv zu komplexeren Formen. Sie lernen, Diskussionen auf einem ähnlichen Sprachniveau zu führen und zu argumentieren, Handlungsstrategien zu übernehmen und auszuhandeln. Dabei messen sie sich untereinander im Sinne einer positiven Herausforderung. Junge Kinder erleben im Miteinander mit Gleichaltrigen ein Gelingen und eine positive Selbstwirksamkeit. Nicht nur das Nachahmen oder Vormachen, sondern auch durch gleichberechtigtes Planen und Gestalten profitieren Kinder voneinander. In unseren Einrichtungen können sich Gleichaltrige finden und ihre Interessen und Neigungen durch eine vorbereitete Umgebung mit altersspezifischem Material ausleben. Kinder lernen mit Gleichaltrigen umzugehen und schließen erste Freundschaften, die sie weiter begleiten. 12 4.4. Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung und Gemeinschaftsfähigkeit - Entspannung und Konzentration im Snoezelraum Beispielhaft möchten wir am Entspannungsraum einen tieferen Einblick in unsere Arbeit ermöglichen. Entspannung im Snoezelraum ist ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit bei Step Kids Kitas gGmbH. Die Tage "unserer" Kinder sind oft voller Termine, die Zeit häufig bis zur letzten Minute verplant durch Musikunterricht, Tanzen, - Turnen, - Reiten, - Schwimmen usw. Oft sind die Kinder den vielen Anforderungen nicht gewachsen, Seele und Körper geraten mehr und mehr aus dem Gleichgewicht. Erfahrungen und Eindrücke können nicht ausreichend verarbeitet werden - die Kinder sind nervös, aggressiv, schlafen schlecht, werden krank ... Kinder müssen daher stets die Gelegenheit haben, einerseits ihren natürlichen Bewegungsdrang zu befriedigen und andererseits durch Stille und Entspannung ihre Wahrnehmung zu sensibilisieren und zur Ruhe zu kommen. Bewegung und Entspannung - beides gehört in unserem Aktionshaus zum Alltag. Hierbei kommt es nicht darauf an, etwas Außergewöhnliches zu veranstalten, sondern sich Zeit zu nehmen, mit den Kindern Ruhe und Stille positiv zu erfahren, denn Kinder kennen Stille oft nur im Sinne von "SEI MAL STILL"! Wir möchten den Kindern Stille als positiven Erlebnisraum vermitteln, der sie für die leisen und manchmal leicht zu übersehenden Dinge in der Welt sensibilisiert. Der eigens dafür eingerichtete Snoezel- und Entspannungsraum bietet einzelnen Kindern oder Kleingruppen Rückzugsmöglichkeit. Angenehme, entspannte Atmosphäre, ruhige Musik, hochwertiges pädagogisches Material verleiten zum gegenseitiges Massieren, Geschichten hören, fallen lassen. All dies schafft den Kindern die Möglichkeit ihre Sinne zu erfahren, die Seele baumeln zu lassen und auch zu sich selbst zu finden. 5. Mehrsprachigkeit Frühes Fremdsprachenlernen hat zum einen das Ziel, Kinder in dem spielerisch leichten Erwerb einer Sprache zu fördern und zum anderen, ihre Toleranz gegenüber fremden Sprachen und Kulturen zu entwickeln. Durch wissenschaftliche Untersuchungen ist nachgewiesen worden, dass gerade der frühe Kontakt zu Sprachen den Kindern langfristig den Zugang zu Fremdsprachen erleichtert. Bei Kindern ist die Erstsprache noch wenig „gefestigt“, sie nutzen eine Fremdsprache selbstverständlich und haben in der Regel keine Angst, Fehler zu machen. Außerdem sind sie Liedern, Reimen und Spielen sehr aufgeschlossen gegenüber, sodass wir die Mehrsprachigkeit in unseren Einrichtungen selbstverständlich einsetzen können. Wir setzen dies in unseren STEPKE-Einrichtungen mit Hilfe des Prinzips der „Immersion“ um, was das Eintauchen in eine fremde Sprache bedeutet. Hierüber besteht ein kontinuierlicher und intensiver Kontakt zur Fremdsprache, die in verschiedenen für die Kinder relevanten Kontexten selbstverständlich genutzt wird. 13 Wir folgen dem Prinzip „eine-Sprache-eine-Person“, sodass für die Kinder eine Sicherheit vorhanden ist und sie die Sprache eindeutig einer Person zuordnen können. Sie entscheiden selbst, ob sie an Aktivitäten in der Fremdsprache oder in der Landessprache teilnehmen möchten. In unseren STEPKE-Einrichtungen werden beide Sprachen (Deutsch-Englisch) bei allen Anlässen und in allen Situationen des täglichen Lebens verwendet, sodass es für die Kinder ein authentischer Umgang mit den Sprachen ist. Es ist unser Ziel, dass die Kinder entdecken, dass man sich die Welt in mehreren Sprachen erfolgreich erobern kann. 6. Religiöse Erziehung Die Step Kids Kitas gGmbH ist ein überkonfessioneller Träger. Deshalb sind wir in der Einstellung zur religiösen Erziehung völlig neutral. Konkret heißt das, jahreszeitlich bedingte christliche Feste werden gefeiert, die Intensität der Inhalte ist abhängig vom jeweiligen vertieften Interesse einzelner Kinder. In unseren Einrichtungen gibt es Familien mit unterschiedlichen Nationalitäten. Um andere Religionen und Kulturen verstehen zu können, sollten Grundkenntnisse über die eigene Herkunft vorhanden sein. Erst dann führt die Auseinandersetzung mit dem „Fremden“ zu gegenseitiger Akzeptanz und einem respektvollen Zusammenleben. Dabei ist unerlässlich, dass Bedürfnisse, Gewohnheiten, Traditionen und Rituale sowie Normen und Werte einheimischer und zugewanderter Familien durchgängig in der alltäglichen Arbeit berücksichtigt werden. Adressaten interkultureller Pädagogik sind dabei nicht nur die Kinder, die im Ausland geboren und anschließend mit ihrer Familie zugewandert sind. Adressaten sind auch alle hier geborenen oder hier aufgewachsenen Kinder. In unseren Einrichtungen stehen die Lebenswelten aller Kinder und Familien im Mittelpunkt. Jedes Kind soll die Chance haben, sich in den Räumen und in den Angeboten wiederfinden zu können. Es muss die Wertschätzung seiner Sprache und seiner Kultur in der Einrichtung erfahren können, um so in der Lage zu sein, eine positive Identität aufzubauen. Allen Kindern wird das Gefühl vermittelt: Du bist angenommen – so wie du bist. Du hast ein Recht auf unseren Respekt vor deiner Kultur. 7. Die Eingewöhnung im Kindergarten Der Übergang aus der Familie in eine Kindertageseinrichtung bedeutet eine Herausforderung für die Fähigkeit des Kindes, sich an eine neue Umgebung anzupassen und Beziehungen zu anderen Erwachsenen und Kindern aufzubauen. Auch Eltern erleben den Start mit dem Beginn einer neuen Lebensphase. Unsere Einrichtungen gestalten die Eingewöhnung in Anlehnung an das Berliner Modell nach Laewen, Andres und Hédervári. Besonders relevant für Kinder, die das erste Mal eine unserer Einrichtungen besucht. Die Kinder haben die Möglichkeit, die jeweilige Einrichtung gemeinsam mit ihren Eltern zu "beschnuppern". Sie können die Räumlichkeiten bei diesem ersten Besuch erkunden und 14 werden feststellen, dass dies eine neue, aber durchaus interessante Welt ist. In diesem Erstkontakt tauschen sich das pädagogische Personal mit den Eltern über die Inhalte des Elternfragebogens aus, um Kenntnisse über die Familie und das Kind zu erlangen. Unter Eingewöhnung verstehen wir die Phase der ersten Wochen, die das Kind in unseren Kindertageseinrichtungen verbringt. Während dieser Phase kommunizieren wir stark mit den Eltern und gleichen immer wieder die Einschätzung des kindlichen Verhaltens ab. 8. Das Freispiel Das Freispiel ist ein wesentlicher Bestandteil im Tagesablauf. Die Kinder haben die Möglichkeit, Erlebtes im Zusammenspiel mit anderen Kindern zu verarbeiten. Es wird eine Umgebung geschaffen, in der sich die Kinder auf künftige Lebenssituationen vorbereiten und gegenwärtige Lebenssituationen aufarbeiten und "begreifen" können. In einer für sie vorbereiteten Umgebung finden die Kinder vielfältige Möglichkeiten vor, sich ihren Bedürfnissen, Neigungen, Fähigkeiten und Interessen entsprechend frei zu entscheiden, was sie mit wem, wo und wie lange tun möchten. Das Spiel ist die wichtigste Erfahrungs-, Ausdrucks-, und Lernform für Kinder. Spielen bedeutet: Auseinandersetzen mit Menschen und Dingen; Phantasie, Bestätigung, gemeinsames Handeln, Umgang mit Materialien und Bedürfnissen; Entdecken, Experimentieren, verkleiden, Theater spielen, Erkennen und Erfahren; es ist lustbetont und schafft Kontakt; es ist schöpferisch und bedeutet Verständigung und vieles mehr. Die pädagogischen Fachkräfte haben die Aufgabe, die Kinder während des Spiels gezielt und aufmerksam zu beobachten. Sie sollen sich bewusst zurücknehmen, Impulse nur in bestimmten Situationen einbringen, in denen die Kinder Unterstützung und Hilfe brauchen. 9. Der Morgenkreis, der Abschlusskreis, die Kinderkonferenz In den fest terminierten Kreisen oder Zusammenkünften erleben die Kinder sich in einer Gruppe. Der Morgen- oder Schlusskreis bietet die Möglichkeit, gemeinsam den Vormittag zu beginnen oder zu beenden, Erlebtes auszutauschen. In allen Räumen werden die Kinder dazu eingeladen. Hier wird erzählt, gesungen, gespielt, Wichtiges und Aktuelles besprochen und vieles mehr. In der Kinderkonferenz werden Kinder gezielt in Entscheidungsprozesse involviert. Hier werden über demokratische Abstimmungsverfahren zu unterschiedlichsten Themenkomplexen Mehrheitsbeschlüsse gefasst und innerhalb der Gruppe gelernt auch umzusetzen. 9.1. Beteiligungsrechte für Kinder – Partizipation Seit 1. Januar 2012 regelt das Bundeskinderschutzgesetz (BKischG) in der pädagogischen Arbeit die verbindliche Beteiligung von Kindern bei allen Belangen und Entscheidungen, die sie konkret betreffen. In unserer pädagogischen Praxis wird ein Umfeld geschaffen, indem Beteiligung von Kindern aller Altersklassen ausdrücklich erwünscht und von den Fachkräften pädagogisch unterstützt und angeregt wird. Bei der Planung gemeinsamer Projekte, in Gesprächskreisen und fest 15 installierten Kinderkonferenzen bieten wir den Kindern das Recht auf freie Meinungsäußerung, damit sie sich aktiv an Entscheidungen und Entwicklungen in ihrer Kita mitbeteiligen und frühzeitig lernen Verantwortung zu übernehmen. Wir nehmen unsere besondere Verantwortung wahr, Kinder ganzheitlich zu fördern und ihnen die volle Teilhabe an allen Bildungsmöglichkeiten aufzuschließen. Dabei ermutigen wir Kinder – unabhängig ihres Alters – sich an Abläufen nach ihren Entwicklungspotenzialen aktiv mitzubeteiligen. Durch Teilhabe, Mitwirkung, Mitbestimmung und Selbstbestimmung erleben Kinder in unseren Einrichtungen tagtäglich Partizipation. Dazu gehört selbstverständlich auch, dass die Kinder eigenständig Einfluss auf die Tages- oder Projektgestaltung haben, selbst entscheiden können, wo sie sich in der Gruppe einbringen oder an welchen konkreten Angeboten sie teilnehmen möchten (Selbstbestimmung). In unseren regelmäßigen Morgenkreisen und Kinderkonferenzen wird für Kinder ein Rahmen geschaffen auch über Angelegenheiten, die ihnen missfallen in der Gruppe zu sprechen und Kritik zu äußern. Hier können basisdemokratische Entscheidungen in den Angelegenheiten getroffen werden. Ebenso werden folgende Projekthemen erörtert und ausgewählt, Räume und Mobiliar an den jeweiligen Bedürfnissen von Kindern angepasst. Regeln werden immer wieder überprüft und ggf. durch deren Einbringung ins Kinderparlament modifiziert, um nur einige Beispiele unserer Praxis zu veranschaulichen. Die respektvolle Kommunikation auf Augenhöhe zwischen Kind und Erzieher bildet die tägliche Grundlage für die Einbindung und Mitbestimmung der Kinder bei allen Entscheidungen. Dabei erleben die Kinder, wie sie Meinungen frei äußern können, fühlen sich gesehen und erkennen Konsequenzen ihres Handelns. Damit unterstützen wir die Wichtigkeit, die Kinder auf ein selbstbewusstes, eigenverantwortliches Leben in der Gemeinschaft vorzubereiten und auf ihre eigenen Potenziale zu vertrauen. 10. Vorschulerziehung Die Vorschulzeit ist für uns die gesamte Kindheit VOR DER SCHULE. Nach den Grundlagen der Konzeption kann sich die "Vorschulförderung" nicht nur auf das letzte Jahr vor der Schule beschränken. Wir haben familienbegleitend gemeinsam Bedingungen und Möglichkeiten geschaffen, um individuelle Fähigkeiten und Begabungen zu entdecken, zu erproben, zu entwickeln und sich auf ein gleichberechtigtes Leben in der Gesellschaft vorzubereiten. Im Jahr vor dem Schuleintritt finden sich die Kinder verstärkt und gezielt zu altershomogenen Vorschulprojektgruppen zusammen. Durch zahlreiche wöchentliche Aktivitäten, Ausflüge z.B. innerhalb unserer intensiven Waldwoche , gezielte Beobachtungen der Kinder in diesen speziell altershomogenen Gruppen, ist es uns möglich, kompetente Ansprechpartner im Hinblick auf die Schulfähigkeit der Kinder zu sein. In einem abschließenden Schulfähigkeitsprofil teilen wir Eltern unsere Beobachtungen im Gespräch rechtzeitig vor der Schulanmeldung mit. Wir setzen uns engagiert in allen unseren Einrichtungen dafür ein, dass Kinder für den Start in der Schule beste Voraussetzungen haben. 16 11. Ein Tag in unserer Kita 11.1. Zeit In unseren Einrichtungen widmen wir uns besonders dem Thema Zeit, weil unsere Kleinstkinder sich zeit-los fühlen. Sie möchten nicht durch Zeitdruck ausgebremst oder in ihren Aktivitäten unterbrochen werden. Drei Zeitgrößen kombinieren und berücksichtigen wir beständig miteinander: Arbeitszeitbedürfnisse von unseren Fachkräften Individuelle Zuwendungs- und Zeitbedürfnisse der Kinder Den Zeitraum, den Mahlzeiten und Pflegezeiten zum ruhigen, kindzentrierten Ablauf beanspruchen Damit Zeiten für unsere Kinder optimal genutzt werden, bedarf es individueller und fortlaufender Absprachen im Team. Durch spontan auftretende Änderungen kommen erschwerend auch „fliegende Wechsel“ vor, die u. U. zwischen Tür und Angel geplant werden müssen. Auch dringende Elterngespräche erfordern eine rasche Vertretungsbereitschaft. Deshalb sind wir bemüht Zeitpuffer einzuplanen. In unseren Einrichtungen ist der Tag für unsere Kinder durch Fixpunkte, durch Stationen gekennzeichnet, die allen Beteiligten – vor allem den Kindern – Orientierung und Sicherheit durch immer wiederkehrende Abläufe gibt. Im Folgenden gehen wir auf die Tagesgestaltung in unseren Einrichtungen ein mit dem besonderen Augenmerk darauf, dass sich Unterschiede aufgrund des Alters der Kinder ergeben. 11.2. Ankommen In unseren Einrichtungen erleben Kinder ein zweites Zuhause, in das sie jeden Morgen kommen. Insbesondere die jüngsten Kinder unter 3 Jahren begrüßen wir mit viel Ruhe und Zuwendung, denn sie brauchen Zeit sich zu verabschieden und sich auf den Tag in der Kita einzulassen. In der Phase des Ankommens orientieren sich unsere Kinder und suchen sich ihren Platz und stellen Kontakt zu allen her, die dazu gehören. Wir erfahren in dieser Zeit Vieles über ihr Wohlbefinden, eine Grundvoraussetzung gut in den Tag zu starten. 11.3. Morgenkreis Jeden Morgen finden wir uns zu einem festen Zeitpunkt gemeinsam zu einem Morgenkreis zusammen, an der kein Kind fehlen sollte. Deshalb ist ein rechtzeitiges Ankommen in der KiTa wichtig. Dieser Tageseinstieg dient der Orientierung für den Tag, die Woche, die Jahreszeit und lässt alle gemeinsam spielen und singen. 11.4. Gemeinsame Mahlzeiten Zu den bedeutungsvollen Arbeitsbereichen gehört in unseren Einrichtungen der Bereich Ernährung. Hier müssen viele Erfordernisse koordiniert und zusammengeführt werden. Wir sehen es als besonderes Qualitätsmerkmal unsere Speisen selbst frisch zuzubereiten. Wir berücksichtigen die physiologischen Ernährungsbedarfe von Kindern 17 unterschiedlichen Alters, sind sehr bemüht um eine individuelle Anpassung von Kindern aus Familien unterschiedlicher Nationalität, erkennen die psycho-physische Ausgangslage der Kinder in puncto Ernährung und beziehen räumliche, materielle und pädagogische Gesichtspunkte in unseren Arbeitsplan ständig mit ein. Jedes Kind isst anders und es gibt vielfältige Essgewohnheiten und Vorlieben. Kinder sind in der Lage ihre benötigte Nahrungsmenge und Nahrungszusammensetzung zu regulieren. Kinder essen in der Regel so viel und das, was sie brauchen. Aus diesem Grund verzichten wir auf Ermahnungen wie „der Teller muss leer gegessen werden“ oder „gegessen wird, was auf den Tisch kommt“. Nachtisch gehört mit zum kalkulierten Nährstoff- und Kalorienbedarf und wird auch dann dem Kind zugestanden, wenn es die Hauptmahlzeit nicht essen möchte. Speisen probieren geschieht in unseren Einrichtungen ausschließlich nach dem Prinzip der Freiwilligkeit. Genau diese Regeln beugen der Entstehung von Mangelernährung und Übergewicht vor. Kinder sind sehr wohl in der Lage ihre gesunde Selbstregulierung nicht zu verlernen. Wir sind verantwortlich für die Auswahl und Vielfalt von Nahrungsmitteln. Deshalb bieten wir eine appetitlich angerichtete leichte Kost, die zum konzentrierten Genießen anregt. Wir gestalten mit den Kindern die Mahlzeiten gemeinsam, indem wir den Tisch decken. Fast regelmäßig stoßen neu eingeführte Nahrungsmittel zunächst auf Ablehnung. Wir überwinden im gemeinsamen Lernprozess diese Ablehnungen viel einfacher in unseren Einrichtungen, als am Familientisch, weil es über die Vorbildfunktion der Erwachsenen und einzelner Kinder in der Gruppe viel leichter fällt. Das Neue wird dann in unterschiedlicher Variation auf dem Tisch erscheinen. Step Kids KiTas reicht allen Kindern täglich Obst- und Gemüseteller im Alltag. 11.5. Ruhen und Schlafen Der kindliche Lebensrhythmus spiegelt sich in unseren Einrichtungen in den unterschiedlichen Stationen unseres Tagesgeschehens. Der Wechsel zwischen Wachen und Schlafen, Essen und Verdauen, Aktionen und Zu-Ruhe-Kommen ergänzen sich gegenseitig. Bewusst sorgen wir in unseren Häusern für ein ausgewogenes Verhältnis der bereits zuvor genannten Komponenten. Kinder, die neu in unsere Einrichtungen kommen, bringen ihren eigenen Schlafrhythmus mit. Bereits während der Eingewöhnungsphase erfahren wir von Eltern, welche Schlafgewohnheiten ihre Kinder haben und auf welche Art und Weise sie sich wohl und geborgen fühlen. Im Laufe der Zeit übernehmen die Kinder den Kita-Rhythmus, in dem wir ihnen Ruhe und Schlaf im Rahmen eines bestimmten Zeitraumes anbieten. Wie viel Schlaf Kinder benötigen zeigen uns die Kinder selbst. Dieses Bedürfnis zu befriedigen ist uns ein besonderes Anliegen im Tagesverlauf. 18 11.6. Angebote, Aktivitäten und Projekte Unsere Angebote für die Jüngsten werden ausschließlich in Klein- und Interessengruppen mit unterschiedlichen Tätigkeitsformen angeboten. Diese kurzfristigen, meist an unterschiedlichen Orten stattfindenden Tätigkeiten haben zum Ziel, dass Kinder die Eigenschaften von Materialien erkunden und kennenlernen. Wir beschäftigen Kinder nicht in unseren Einrichtungen, sondern bieten nach dezidierter Beobachtung über einen längeren Zeitraum Themen und Materialien an, die Kinder in den Gruppen beschäftigen. Daran knüpfen wir unsere Angebote an Kinder an. Ziel ist es, die Interessen von Kindern aufzugreifen und weiterführend zu begleiten. Dafür müssen sich unsere Fachkräfte immer wieder sachkundig machen. Lerninteressen der Kinder führen uns dazu, dass auch wir unser eigenes Wissen erweitern. Besonderen Wert legen wir auf eine entsprechend gestaltete Raum- und Materialvorbereitung. Eine Materialvielfalt ermöglicht Kindern ganz eigene Experimente – oft auf Nebenwegen - dazu anzustellen. Projekte entwickeln sich in unseren Einrichtungen durch gezielte Beobachtungen der Kinder und werden durch Impulse und Angebote umgesetzt. Damit entwickeln wir mit den Kindern gemeinsam Projektthemen – ausgehend von ihren Interessen – und ermutigen sie zu neuen Fragestellungen. Mitbestimmung – Mitsprache – Mitmachen als Grundsätze zum gemeinsamen Dialog mit Kindern. Für Projektplanungen schaffen wir einen Rahmen, der im Verlauf des Projektes verändert, ergänzt oder auch unterbrochen werden kann, wenn neue Fragen oder Bedürfnisse von Kindern entstehen. Diese vielfältigen Spiel- und Lernaktionen werden von Kindern erlebnisreich und interessant durch die Dauer der Zeit in den Einrichtungen führen. Wichtig ist uns dabei, dass nicht alle Kinder zur gleichen Zeit die gleiche Aktivität mit den gleichen Mitteln oder Materialien ausführen. Durch Klein- oder Teilgruppen ermöglichen wir den Kindern erhöhte Zuwendung und stärken ihre sozialen Kompetenzen. Alle pädagogischen MitarbeiterInnen entwickeln jährlich eigene Projekte innerhalb ihrer Gruppe, die in Form einer Projektmappe dokumentiert werden und allen unseren STEPKE- Häusern gegenseitig zur Verfügung gestellt werden. 11.7. Nach Hause Gehen Der Abholprozess für unsere Kleinstkinder bedeutet ein „Umschalten und Loslassen“ und muss erst gelernt werden. Sich von anderen Kindern, den Bezugspersonen oder dem Spielmaterial zu trennen, gelingt in dieser Altersstufe leichter durch feste Rituale, sowie klare Bring- und Abholzeiten. Im späteren Verlauf lernen die Kinder zwischen beiden Lebenswelten, deren Bezugspersonen und den Verhaltensweisen im Tagesverlauf mit eigenen Regeln und Gewohnheiten zu differenzieren. 19 12. Qualifizierungsprozess und Weiterentwicklung, Supervision und Fortbildung Supervision ist eine professionelle Beratungsmethode für arbeitende Menschen. Sie unterstützt die Identitätsbildung am Arbeitsplatz und richtet sich deshalb vorrangig an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; einzeln, in Gruppen oder im Team. Im Beruf kommen Menschen mit unterschiedlichen Bezügen, Werten und Biographien zusammen. Sie haben Ideale und Verwundbarkeiten, Potenziale und Grenzen. Auf diesem sehr persönlichen Hintergrund agieren sie, kommunizieren, entwickeln und verändern sich. Supervision kann helfen hinzuschauen, welche Konflikte und Grenzüberschreitungen daraus gefolgt sind, wie Klarheit und konstruktive Auseinandersetzung möglich werden können. An der Supervision nehmen alle Bezugspersonen aus allen Gruppen teil, da die Zusammenarbeit ein wesentlicher Bestandteil der Konzeption unserer Einrichtung ist. Jede Fachkraft hat das Recht an pädagogischen Fortbildungen teilzunehmen oder Bildungsurlaub zu beantragen. Zur internen Fortbildung können in unregelmäßigen Abständen Seminare und Vorträge in allen unseren Einrichtungen – auch Häuserübergreifend - stattfinden. 12.1. Individuelle Vor- und Nachbereitung Jede Fachkraft bereitet sich intensiv auf ihre Arbeit vor. Sie sammelt Ideen, sucht variationsreiche Materialien (auch aus dem Alltag), Lieder, Spiele usw., die zum geplanten Projekt und zur Altersstruktur der Kindergruppe passen. Elterngespräche können in diesem Zeitfenster intensiv vorbereitet werden. Unter die persönliche Vorbereitungszeit fällt auch die Reflexion der eigenen pädagogischen Arbeit und der Zusammenarbeit im Team. Zudem werden Einkäufe und Besorgungen erledigt, Termine vereinbart und Räume umgestaltet. 12.2. Teamsitzung Regelmäßig treffen sich die Mitarbeiter zu Gesamtteamsitzungen, sowie Klein- oder projektspezifischen Teamtreffen. Aus der Beobachtung von Gruppenprozessen werden Ideen oder Anstöße von Kindern aufgegriffen und Projekte geplant und vorbereitet. Passende Aktivitäten, Gesprächsansätze, gestalterisches Arbeiten, angeleitete Rollenspiele und Lieder, die der momentanen Lebenssituation oder den Interessen der Kinder entsprechen, werden überlegt. Feste und Elternabende werden geplant und organisiert, Ideen und Materialien gesammelt. Für die Besprechung einzelner Kinder (Fallbesprechung durch kollegiale Beratung) wird viel Raum benötigt, wobei hier das allgemeine Verhalten, Fähigkeiten, Konflikte, Ängste, die Position des Kindes innerhalb der Gruppe, die soziale, emotionale, motorische und kognitive Entwicklung aufgegriffen und das Verhältnis zu Bezugspersonen, Eltern und der Gruppe erläutert werden. Weitere Schritte sind die Reflexion des pädagogischen Verhaltens und möglicher Schwierigkeiten sowie die daraus resultierenden Überlegungen zu pädagogischen Maßnahmen, Hilfen oder weiteren Angeboten. In diesem Zusammenhang werden auch Elterngespräche besprochen und vorbereitet. Des 20 Weiteren werden Regelungen und Zuständigkeiten im täglichen Ablauf verteilt, z.B.Arbeitszeiten, Angebote, Durchführung von Elterngesprächen und Elternabenden etc. Vorbereitend für Gespräche mit dem Träger werden wichtige Fragestellungen diskutiert und Tagesordnungspunkte gesammelt. Da für konzeptionelle Fragen in diesem Rahmen nur sehr wenig Zeit bleibt, finden jährlich so genannte Planungstage statt, an denen u.a. die pädagogische Konzeption weiterentwickelt wird. 12.3. Stepke Akademie Mit unserem eigenen Fortbildungsprogramm der Stepke Akademie sagen wir bei Stepke ganz klar: Fortbildung ist uns wichtig! Unsere Fachforen und Qualitätszirkel schaffen Raum zum gegenseitigen Austausch und vermitteln aktuelle Erkenntnisse, die für die pädagogische Arbeit wichtig sind – praxisorientiert, spannend und direkt umsetzbar. Zielgruppe der Stepke Akademie sind sowohl interne wie auch externe pädagogische Fachkräfte. Für Stepke-Mitarbeiter besteht die Möglichkeit der kostenfreien Teilnahme während der Arbeitszeit. 13. Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern Bewusst verstehen wir uns als familienergänzende Einrichtung, indem wir die Familie als das wichtigste Erziehungsfeld ansehen. Wir unterstützen die Erziehungsarbeit der Eltern und ergänzen diese. So bieten wir vielfältige Formen der Zusammenarbeit mit Eltern an. Elterngespräche und thematische Elternabende, genauso wie gemeinsame Feiern und Arbeitseinsätze. Besondere Aktivitäten, welche in eine längerfristige Projektplanung des gesamten Hauses eingebunden sind, werden für die Eltern durch Plakate und Elternbriefe rechtzeitig bekannt gegeben. So wird die pädagogische Arbeit transparent, und es werden Ansatzpunkte gegeben, miteinander ins Gespräch zu kommen und das Leben in unseren Häusern aktiv mitzugestalten. Außerdem sehen wir es als unsere Aufgabe an, Erlebnisfelder für Kinder und Eltern gemeinsam zu ermöglichen. Wir gestalten regelmäßig Feste und Veranstaltungen in denen Eltern, Kinder sowie Großeltern zusammenfinden können. Zudem finden gemeinsame kreative Nachmittage, Ausflüge, Spiel- und Singkreise statt. 13.1. Formen der Elternbeteiligung Elterngespräche Um den gegenseitigen Austausch über den Entwicklungsstand der Kinder abzugleichen, finden regelmäßige Elterngespräche statt, die sowohl von den Eltern als auch vom pädagogischen Fachpersonal angeregt werden können. 13.1.1. Elternabende Es finden regelmäßige Elternabende statt, die entweder vom Träger oder vom Team ausgehen können. Diese Elternabende können die pädagogische Arbeit der Einrichtung betreffen, bestimmte Themen auch gruppenübergreifend behandeln sowie auch einer gesellig-kreativen Form entsprechen. 21 13.1.2. Hospitationen Nach Absprache mit dem pädagogischen Fachpersonal werden in allen unseren Einrichtungen mit Terminierung Hospitationen angeboten. 13.1.3. Hausbesuche Wir bieten jährlich auf freiwilliger Basis einen Hausbesuch für jede Familie durch eine Bezugspädagogin an. 13.1.4. Beschwerdemanagement Grundsätzlich werden alle Anliegen der Eltern ernst genommen und mit den jeweiligen Ansprechpartnern lösungsorientiert behandelt. Dabei steht die Weiterentwicklung der Qualitätssicherung unserer Arbeit im Vordergrund. Bei inhaltlich umfassenden Anmerkungen, sowie sehr persönlichen Themen wird zeitnah ein Termin vereinbart, wobei dem Gespräch ein geschützter Raum geboten wird. Alle Eltern der Stepke Kitas haben die Möglichkeit, sich über das in jeder KiTa ausliegende Beschwerdeformular, direkt an die ErzieherInnen ihrer Gruppe zu wenden. Diese leiten das Formular umgehend an die Kita-Leitung weiter. Innerhalb von 2 Tagen hält die Kita-Leitung Rücksprache mit den Eltern, ggf. wird ein Gesprächstermin vereinbart. Die Kita-Leitung hat die Möglichkeit sich mit der Fachberatung und /oder der Geschäftsbereichsleitung auszutauschen, um kundenorientiert und zielgerichtet zu handeln. Beschwerden von Eltern sind für alle Stepke-Mitarbeiter als willkommene, konstruktive Kritik zu sehen. Beschwerdemanagement im Überblick: Teamebene – schriftliche Information über die Beschwerde werden entgegengenommen und an die Kita-Leitung weitergegeben. Leitungsebene – Die Kita-Leitung gibt den Eltern innerhalb von 2 Tagen eine Rückmeldung. Ggf. wird ein Gesprächstermin zur Problemlösung vereinbart. Ist die Kita-Leitung nicht im Haus, wird die Beschwerde sofort an die zuständige Fachberatung/Regionalleitung weiter gegeben. Träger – sollte in der Zusammenarbeit zwischen Kita-Leitung und Team und Eltern kein lösungsorientierter Ansatz im Beschwerdefall gefunden werden können, steht in jedem Fall Frauke Schittek als Träger zur Verfügung. Bei dieser Vorgehensweise wird sichergestellt, dass Probleme, Beschwerden, Kritikpunkte zeitnah mit den betreffenden Personen lösungsorientiert, effektiv und effizient herbeizuführen sind. Übergreifende Themen der Elternschaft werden vom Kita-Ausschuss gesammelt und in gemeinsamen Sitzungen, bei denen die Kita-Leitung dazu gebeten wird, bearbeitet. Die 22 Klärung von konzeptionellen, personellen und beitragsrechtlichen Fragen unterliegt dem Kita-Ausschuss. Der Eingang von schriftliche Beschwerden per Mail an die Zentrale wird sofort mit einer Eingangsbestätigung beantwortet. Deren Bearbeitung erfolgt innerhalb von 3 Tagen. Nach ca. 14 Tagen hält die Kita-Leitung Rücksprache über die Zufriedenheit der Eltern über die Lösung der Beschwerde. Sollte diese noch nicht eindeutig vorliegen, sind weitere Gespräche zu führen, bis eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kita wieder hergestellt ist. Der Träger ist davon in Kenntnis zu setzen. Das Hinzuziehen von Behörden und Ämtern durch den Kita-Ausschuss ist erst zu veranlassen, wenn alle zuvor genannten Maßnahmen keine befriedigende Lösung hervorgebracht haben. Der Kita-Ausschuss hat den Träger gleichzeitig über die Informationsweitergabe in Kenntnis zu setzen, damit auch dieser sich in Lösung der Probleme einbringen kann. 13.1.5. Evaluation Einmal im Jahr findet eine umfassende Umfrage in allen KiTas für Eltern, Fachkräfte und Office -Mitarbeiter satt. Die Ergebnisse dienen der Qualitätsweiterentwicklung. Die Fachberaterinnen werten die Umfrageergebnisse aus und spiegeln diese für die MA und Eltern in einer Zusammenfassung in die Einrichtungen zurück. In einer HL Sitzung werden die wichtigsten Ergebnisse reflektiert und entsprechen besprochen, sowie direkt Änderungslösungen gefunden und umgesetzt. Auch positives Feedback wird gerne weitergegeben und zurück gespiegelt. 14. Kooperationen mit anderen Institutionen Zusammenarbeit mit den Grundschulen Nachdem feststeht, welche Grundschule das zukünftige Schulkind besuchen wird, nimmt eine Bezugsperson aus der KiTa Kontakt mit der Schule auf. Je nach Schulkonzept findet eine Verzahnung im Bildungssystem zwischen KiTa und Schule statt. 14.1. Weitere Kooperationen und Kontakte zu anderen Einrichtungen Unsere KiTas sind ein aktiver Teil der sozialen Infrastruktur des jeweiligen Stadtteils. Durch die Kooperation mit den Fachdiensten der Stadt, mit anderen Institutionen und Initiativen bringen wir die Vernetzung in den Stadtteilen voran. Kinder lernen über die Tageseinrichtung hinaus Angebote im Stadtteil kennen. Wir haben darüber hinaus regelmäßig Kontakt mit: anderen Kindertageseinrichtungen ASD und Soziale Beratungsstellen Jugendamt Polizei und Feuerwehr Gesundheitsamt Erziehungsberatungsstellen 23 Grundschulen, sowie der Austausch mit (Sprach-)Heilpädagogen, Frühförderstellen, Kinderpsychologen, Kinderärzten, Logopäden u.s.w. 15. Öffentlichkeitsarbeit Step Kids Kitas gGmbH legt Wert auf Transparenz der Arbeit. Dies wird u.a. durch unsere Homepage, Veröffentlichungen in Schaukästen im Außenbereich, Aushänge in den jeweiligen Einrichtungen sowie durch Presseberichte und Internet erreicht. 16. Gesunde Kinder 16.1. Ernährung Die Kinder werden in unseren Häusern rundum vollwertig verpflegt. (Frühstück, Mittagessen, Nachmittagssnack, Abendbrot, Obst-Gemüserunden) Bei der Step Kids KiTas gGmbH wird das Mittagessen täglich frisch gekocht. Die Ernährung ist abwechslungsreich, kindgerecht und möglichst vollwertig. Der kindliche Bedarf an Eiweiß, leicht verdaulichen hochwertigen Fetten, Ballaststoffen, sowie die Deckung von Vitamin- und Mineralstoffbedarf wird bei der Zubereitung und Zusammenstellung der Nahrung berücksichtigt. Zuckerfreie Getränke stehen ausreichend zur Verfügung. Gegebenenfalls werden Ernährungsgewohnheiten von Kindern aus anderen Kulturkreisen berücksichtigt. Auf Nahrungsmittelallergien wird Rücksicht genommen. Die Eltern haben bei mitgebrachten Speisen Sorge zu tragen, dass sie mit der Ernährung im Haus zu vereinbaren ist. Regelmäßig backen wir mit den Kindern frisches Vollkornbrot oder bereiten andere Speisen zu. 16.2. Bewegung Von Anfang an nehmen Kinder die Welt über ihren Körper und ihre Sinne wahr. Indem sie sich bewegen, entdecken sie räumliche Zusammenhänge, lernen Eindrücke zuzuordnen und machen Erfahrungen über sich selbst. Bevor Kinder anfangen sprechen zu lernen und sich mitteilen zu können, drücken sie sich über Bewegung aus. Das Greifen ist immer auch ein Begreifen, das Anfassen ein Erfassen. Bevor das Kind sich sprachlich äußern kann, hat es bereits ein Wissen über räumliche Beziehungen: wie z.B. oben - unten, vorn - hinten. Ein gut funktionierendes Wahrnehmungssystem ist wichtig, um die Eindrücke und Erfahrungen aufzunehmen und später zu verarbeiten. Bei der Geburt sind bereits alle Sinnesorgane des Kindes voll ausgebildet. Seine Wahrnehmung erfolgt über: 24 Sehsinn (optische Wahrnehmung), Hörsinn (akustische Wahrnehmung), Tastsinn (taktile Wahrnehmung), Geruchssinn, Geschmackssinn, Gleichgewichtssinn (vesikuläre Wahrnehmung), Bewegungsempfindung (kienästhetische Wahrnehmung). Die Fähigkeit zur differenzierten Wahrnehmung entwickelt sich im Laufe der ersten Lebensjahre. Ein Kind muss sehen, hören, riechen, tasten, schmecken, seinen Körper vielfältig erfahren um sich im Gleichgewicht zu entwicklen. "Das Auge sieht - das Ohr hört - die Nase riecht - die Haut fühlt - die Finger tasten - der Fuß versteht - die Hand begreift - das Gehirn denkt - das Blut pulst - der Körper schwingt ..." (H. Kükelhaus) Kinder sind in ihrer Bewegungsentwicklung prinzipiell kompetent und autonom. Sie sind fähig, ihre Bewegungsmöglichkeiten selbst zu entdecken, sie auszuprobieren und sie weiterzuentwickeln. "Kinder können nur dann selbstständig werden, wenn wir sie selbst ihre Entwicklung bestimmen lassen." (E. Pikler) Unser tägliches Bewegungsangebot setzt sich aus "flexiblen Bausteinen" zusammen, die über die Woche verteilt regelmäßig angeboten werden: Offenes, gruppenübergreifendes Bewegungsangebot Geplantes Bewegungsangebot, meist als Bewegungsgeschichte Spielerische Wassergewöhnung Bewegungslandschaft mit Groß- und Kleingeräten Situative Bewegungsspiele drinnen und draußen - je nach Tagesplan der Gruppe Waldtag 16.3. Schwimmen und Turnen Die Kinder bei Step Kids Kitas gGmbH gehen regelmäßig in die eigene Turnhalle Bewegungsraum, der nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen altersadäquat ausgestattet ist. Diese Räumlichkeiten bieten den Kindern verschiedene Möglichkeiten sich altersentsprechend an Großgeräten oder kleineren Bewegungslandschaften mit Treppen, Auf- und Abgängen zu erproben. Die gesamte Körpermotorik, Körperkoordination und viele Sinneswahrnehmungen wird hier z.B. an der Kletterwand und eigenständigen Seilsystemen an Decken und Wänden angesprochen und gefördert. Jede Einrichtung hat dementsprechend fortgebildete und qualifizierte Fachkräfte. Unsere häuserinternen Schwimmkurse werden regelmäßig in altershomogenen Kleingruppen in öffentlichen Schwimmbädern durchgeführt. Dies variiert in den entsprechenden Standorten. Ziel ist es, bei Eintritt in die Schule das Seepferdchen- Abzeichen zu erlangen oder die Voraussetzungen bestmöglichst zu vermitteln. 25 16.4. Schuhfreie Zone Im ganzen Haus herrscht "Schuhfreie - Zone". Dies ist für die Füße die gesündeste Art zu laufen. Außerdem hat die „Schuhfreie Zone“ den Effekt, dass der Boden sehr sauber ist und bleibt. Zum einen für unsere Krabbelkinder, zum anderen lädt der Boden viel mehr zum Spielen ein. 16.5. Gesunde Zähne Die Kinder putzen bei uns täglich ihre Zähne nach dem Mittagessen. Wir arbeiten eng mit dem Gesundheitsamt zusammen, das regelmäßig mit den Kindern, Erziehern und Eltern Infoveranstaltungen anbietet. Auch in diesem Bereich ist die "gesunde Ernährung" ein wichtiger Bestandteil. Wir arbeiten im Rahmen der Zahngesundheit mit den örtlichen Gesundheitsämtern zusammen. Regelmäßig besuchen wir nahegelegene Zahnärzte oder Mundhygienezentren. 16.6. Wald- Wiesentage Innerer Bezug zur Natur kann nur entwickelt werden, wenn Natur nicht als Lernort, sondern als Ort kindlichen Lebens gestaltet wird. In der offenen und natürlichen Umgebung des Waldes geschieht Lernen ganzheitlich und phantasiereich. Alle Sinne werden angesprochen. Der Aufenthalt im Wald bietet somit einen wichtigen Gegenpol zum alltäglichen Leben und zum häufigen Fernsehkonsum. An wöchentlich, regelmäßig stattfindenden Waldtagen ziehen die Kinder für einen bestimmten Zeitraum mitten in den Wald. Die Dauer der Waldtage hängt vom Alter, der Gruppenzusammensetzung und der daraus sich ergebenden Kondition der Kinder ab. Die Kinder erleben den Wald als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, gehen auf Spurensuche und spielen und essen unter freiem Himmel bei fast jedem Wetter. Im Kindergarten werden die Erlebnisse reflektiert, mit den gesammelten Materialien wird gestaltet und gebastelt. Die Kinder lernen so ökologische Zusammenhänge im Lauf der Jahreszeiten kennen und den Wald als Schutzraum für Tiere und Pflanzen zu respektieren. Jedes Jahr findet eine Waldwoche statt, in der die Kinder sich ausschließlich im Wald befinden. 17. Alltagsintegrierte Sprachbildung und Kommunikation Die Sprache und das Sprechen helfen dem Kind seine Umwelt zu begreifen und durch Sprache verfügbar zu machen. Gute Sprachkenntnisse sind der Grundstein für weiterführende Lernprozesse. Sie ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe und sind eine wichtige Voraussetzung zur Chancengleichheit. Sprechen lernen braucht das Miteinander. Die Kinder werden in unseren Stepke- Einrichtungen angeregt, ihre Erfahrungen und Gefühle zu interpretieren. Sie machen vielfältige kommunikative Erfahrungen. Diese befähigen sie, Kontakte zu anderen aufzubauen, sich in der Gruppe zu behaupten und in einen sozial-kommunikativen 26 Austausch mit anderen zu treten. Ganzheitliche Sprachförderung ist in unseren Alltag integriert, indem wir Anlässe schaffen, sich altersgemäß in der deutschen und/oder der englischen Sprache ausdrücken zu können. Unsere Fachkräfte begreifen Sprache als Schlüsselsituation in Bezug zum Situationsansatz. Den Alltag gestalten sie bewusst sprachfreundlich und sprachanregend für Kinder jeden Alters. In besonderen Angeboten, Projekten und Förderkreisen widmen wir unsere Aufmerksamkeit Vorlesesituationen und Bilderbuchbetrachtungen, der Literacy-Erziehung. Sie gestalten Sprachförderung durch Musik, Spiel und Bewegung, setzen Medien und Methoden in der Sprachförderung ein. Unsere Fachkräfte suchen gezielt Spiele und Reime aus und regen Stehgreifspiele, Rollen- und Theaterspiele an. Hierbei fördern sie Mundmotorik, Erschließung von Atem- und Resonanzräumen, verbale und nonverbale Ausdrucksweisen, Singstimme, Rhythmusgefühl und den spontanen, experimentellen Umgang mit der eigenen Stimme. Aus diesem Grund fördern unsere Fachkräfte Dialoge, begleiten ihr Handeln durch Sprechen. Sie wissen um die Bedeutung ihres Verhaltens bei der Sprachrichtigkeit der Kinder. Allen Fachkräften und engen Bezugspersonen der Kinder muss ihr eigenes Sprachvorbild gegenwärtig sein. Die Reflexion des eigenen Sprachverhaltens, insbesondere in Bezug auf Grammatik, vollständige Sätze, Wortschatz, eigene Kommunikationskultur, Artikulationsfähigkeit und Sprechfreude. Auch die Einstellung zu Fremdsprachen ist von zentraler Wichtigkeit. Die Sprache und das Sprechen helfen dem Kind seine Umwelt zu begreifen und durch Sprache verfügbar zu machen. Gute Sprachkenntnisse sind daher eine absolute Notwendigkeit für weitere Lernprozesse. Sie ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe und sind eine wichtige Voraussetzung zur Chancengleichheit. Sprachförderung braucht eine differenzierte Vorgehensweise, d.h. die individuellen Bedürfnisse des einzelnen Kindes müssen berücksichtigt werden. 17.1. Unsere Ziele: Förderung durch alltagsintegrierte Sprachbildung Erweiterung der Kommunikationsfähigkeit Die ständige verbale Verständigung im alltäglichen Leben, d.h. Umgangssprache als wichtige Schlüsselkompetenz erleben Das Mitteilen der eigenen Befindlichkeit fördern Das Zurechtfinden in der außer familiären Welt zu erleichtern durch Verstehen und Benennen Wortschatzerweiterung Das Bewusstsein und die Freude an der Sprache zu wecken und zu fördern Intensives Heranführen an Bilderbücher und Geschichten Begriffe werden mit zunehmender Differenzierung von Wahrnehmung und Denken aufgebaut und präzisiert 27 17.2. Musik und Gesang Die täglichen Spiellieder und Fingerspiele lassen Kinder Sprache positiv erleben. Durch viel Musik, den Rhythmus, die Melodie, wird Sprache noch einmal aus einer anderen Perspektive gesehen. Das gemeinsame Erleben von Sprache in musikalischer Form ist für Kinder jeden Alters ein schönes Erlebnis und kann auch dazu beitragen evtl. Hemmungen abzubauen. Für die Kindergartenkinder ist es dazu noch einmal eine besondere Herausforderung, kleine Gedichte zu lernen, oder beispielsweise eine Rolle in einem kleinen Theaterstück zu übernehmen, deren Höhepunkt dann eine Vorführung vor Publikum ist. Dies stellt an die Kinder nicht nur eine hohe sprachliche Herausforderung, sondern sie müssen sich auch in hohem Maße konzentrieren, zuhören und als „Team“zusammen arbeiten. 17.3. Bilderbücher – Lesen und Sprache Bilderbücher und Geschichten spielen eine nicht unerhebliche Rolle, bei unserer Arbeit in den einzelnen Gruppen. Sie enthalten eine Vielzahl von Dingen und Ereignissen, die die Kinder in Bild und Gespräch kennen lernen können. Das Tempo von sprachlicher Anregung und Kommunikation wird dabei flexibel und sensibel auf das Kind, je nach Sprachniveau und Interesse abgestimmt. Erklären, Rückfragen, Wiederholen und Verweilen wird natürlich in die Aktivität der Bilderbuchbetrachtung integriert. Wir unterscheiden je nach Altersstruktur verschiedene Variationsmöglichkeiten, wie z.B.: Einfaches Benennen der Dinge, die zu sehen sind umschreiben, erweitern, definieren, Herstellen von Beziehungen und Abfolgen zwischen Bildern, Deutungsprozesse bewusst machen, Bezüge herstellen zum Leben des Kindes und Vorausdeutungen Geschichten selber weiter erfinden Eigene Geschichten erzählen lassen Gem. Gruppengeschichten aufschreiben (Jedes Kind erzählt einen Satz von einer Geschichte immer weiter…) Dabei ist es uns besonders wichtig, dass das Kind selbst zum Erzähler der Geschichte wird und seine Freude entdeckt. Die Kinder erfahren bei uns vieles über Schrift- und Buchkultur, wie z.B. dass es einen Autor gibt, einen Buchtitel, man ein Buch von rechts nach links liest, dass sich im Text einzelne Wörter und ganze Sätze erkennen lassen u.v.m. 18. U3-Bereich Der U3-Bereich ist ein Schwerpunkt unserer Stepke-Einrichtungen. Zusätzlich zum Vorgeschriebenen gibt es Abweichungen und Themen, die hier besonders zu erwähnen sind: 28 18.1. Eingewöhnung - Emotionale Sicherheit Jedes Kind wird in seiner Individualität und seiner Kultur angenommen und wertgeschätzt. Dieser besondere Lebensabschnitt der Eingewöhnung erfordert eine intensive Begleitung durch Bezugspersonen und unsere pädagogischen Fachkräfte. Diese neue Situation braucht Zeit, Geduld, Verständnis und feste Tagesabläufe, sowie die Unterstützung durch die begleitende Bezugsperson, um einen gelungenen Bindungsaufbau zwischen Kind Gruppenerzieher entstehen zu lassen. Das Kind bestimmt das Tempo der Eingewöhnungsphase und deren Abschluss. 18.2. Feste Rituale Rituale haben eine große Bedeutung bei Step Kids Kitas gGmbH. Es ist sehr wichtig, dass in der ersten Zeit die Kontinuität gesichert ist, damit sich das Kind auf neue Bezugspersonen einstellen kann. Die Kinder orientieren sich an bestimmten Aktionen im Alltag. Rituale fördern das Gefühl einer Zugehörigkeit: Begrüßungs- und Abschiedsrituale Das Singen vor dem Frühstück und Mittagessen Gruppeninterne Spiel-, Sing-, und Gesprächskreise Feste im Jahresverlauf (Karneval, Ostern, Weihnachten, Geburtstage, …) das gemeinsame Essen 18.3. Der Gruppenalltag (exemplarisch) Der Gruppenalltag beginnt ab 7.00 Uhr mit der Begrüßung des einzelnen Kindes durch die Fachkraft in der Gruppe. Um 9.00 Uhr beginnt der Tag mit dem gemeinsamen Morgenkreis. Im Anschluss an den Morgenkreis findet das gemeinsame Frühstück statt. Individuelle Bedürfnisse und Angebote finden ihren Raum im Vormittagsbereich (z.B. schlafen, spielen, kreative Angebote, rausgehen…). Der Vormittag gestaltet sich dadurch sehr unterschiedlich. Zum Abschluss des Vormittags wird wieder ein gemeinsamer Sing- oder Spielkreis gebildet. Anschließend wird gemeinsam Mittag gegessen. Nach dem Essen erfolgt dann der Mittagsschlaf. Der Nachmittag wird mit Spiel und Spaß und besonderen Angeboten individuell gestaltet. 18.4. Motorik Die Kinder haben kindgerechte Räume, die zum aktiven Handeln auffordern und in der sich motorische Grundfähigkeiten weiterentwickeln lassen. Platz für großräumige Bewegung durch: 29 Unterschiedliche Ebenen, Treppen, Leitern, Rutschen, … Möglichkeiten zum Kriechen, Krabbeln, Klettern, Laufen… Anregendes, vielseitiges Außengelände Ausflüge in die Natur Unterschiedliche Spiel / Experimentier - Materialien 18.5. Gesundheit und Körperpflege Die gesamte Pflegesituation ist in unseren Häusern stark an das Pikler-Konzept angelehnt. Das beinhaltet die liebevolle Ansprache, die Benennung von Körperteilen und Versprachlichung von Abläufen, sowie die Vorbereitung unter Einbeziehung der Kinder in ihre Wickelsituation. Die Pflegesituation beinhaltet z.B.: Waschen von Gesicht und Händen Wickeln Zähne putzen Baden/Duschen bei Bedarf Nase putzen Begleitung zum Toilettengang/ Töpfchen Dazu gehört auch das Beobachten der Kinder, die Anzeichen von Erkrankungen zeigen, um die Eltern informieren und beraten zu können. Stärkung der körperlichen Abwehrkräfte durch den Aufenthalt an der frischen Luft. 18.6. Ernährung Die Mahlzeiten richten sich nach den individuellen Bedürfnissen der Kinder. Kleine Kinder werden gefüttert, die größeren essen selbstständig. Bei der Ernährung werden gesundheitliche Probleme wie z.B. Allergien berücksichtigt. Es wird auf eine ausgewogene Nahrung Wert gelegt. Die gemeinsamen Mahlzeiten vermitteln den Kindern Esskultur, z.B. den Umgang mit Löffel, Gabel und Messer, sowie das sitzen bleiben und eine gewisse Ruhe am Essenstisch zu wahren. Außerdem wird auf eine gute Atmosphäre sowie auf einen ansprechend gedeckten Tisch geachtet, denn das Auge isst mit. Es wird den Kindern immer Obst und Rohkost zu den Mahlzeiten zur Verfügung gestellt. Für Säuglinge werden Fläschchen oder Gläschen (Brei) vorbereitet. 18.7. Sauberkeitsentwicklung Für viele Eltern ist schon beim Aufnahmegespräch das Thema Sauberkeitsentwicklung ein wichtiger Punkt. Bezüglich Sauberkeitsentwicklung gibt es immer wieder Absprachen mit den Eltern (Reservekleidung mitbringen; Windel auch zu Hause abmachen etc.), wobei wir nicht die Verantwortung dafür übernehmen, dass ein Kind innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens sauber ist. 30 Der beste Zeitpunkt zum „sauber werden“ ist, wenn das Kind die ersten eigenen Zeichen dazu setzt. Die Körperpflege insgesamt nimmt einen wichtigen Teil in unserer Arbeit ein und ist Bestandteil körperlichen Wohlbefindens. Um das Kind zu einem gesundheitsförderlichen Verhalten hinzuführen, ist die Vermittlung von Fertigkeiten und Kenntnissen im Bereich der Hygiene notwendig (z.B. Umgang mit der Zahnbürste, Waschlappen, etc.). Wichtig ist eine bejahende Haltung zum Körper des Kindes, die der/die Erwachsene durch regelmäßige und liebevolle Pflege vermittelt. So erfährt das Kind Pflege als etwas Angenehmes und behält sein natürliches Verhältnis zum Körper. Die Wickelzeiten orientieren sich am individuellen Rhythmus des Kindes. Während des Wickelns wird das Kind angeregt, seinen Körper wahrzunehmen. Wir nehmen uns Zeit und Ruhe für die individuelle Wickelsituation. Was die Sauberkeit betrifft, so möchte jedes Kind schrittweise und seiner persönlichen Entwicklung entsprechend „trocken“ werden. Zwang und Leistungsdruck helfen dem Kind bei diesem wichtigen Entwicklungsschritt nicht weiter. 18.8. Essen und Trinken Die Kinder bekommen auf jedes Alter abgestimmte Nahrung. Ob Milchfläschchen, Obstgläschen, Breie etc.. es wird zu Beginn der Mitgliedschaft mit den Eltern abgesprochen was die Kinder essen und auf alle individuellen Besonderheiten geachtet. Die größeren Kinder, die bereits „normal mitessen“, bekommen ein frisch gekochtes Mittagessen. Ein wöchentlicher Speiseplan wird für die Eltern ausgehängt. Unser Essen soll … sättigen … schmecken … entspannen … unterhaltsam sein … Kommunikation anregen … pro soziales Verhalten stärken … gesundheitsförderliche Routinen fördern … die Sinne ansprechen … neue Lebensmittel nahe bringen … Es werden täglich ein Frühstück, Mittagessen und Snacks angeboten. Für den Säugling gibt’s Babymilch und selbst zubereiteter Gemüse- und Früchtebrei. Unsere Köchin bereitet frische, abwechslungsreiche und gesunde Mahlzeiten zu. Wir üben keinen Zwang aus und geben dem Kind durch unser Verhalten ein Vorbild. Beim Säugling wird der individuelle Essens- und Trink- Rhythmus beachtet. Spezielle Babynahrung aus dem Glas, Biskuits etc. ist immer vorhanden. Wir bieten Wasser und verschiedene Teesorten an. Die Kinder werden auch regelmäßig angehalten zu trinken. 31 19. Unser Kinderschutz-Konzept Unser Kinderschutz-Konzept der Step Kids Kitas gGmbH Einrichtungen zur Umsetzung des Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung gemäß § 2 der Vereinbarung zur Wahrnehmung des Kinderschutzauftrags nach § 8a Abs. 2 SGB VIII Präambel Jedes Kind hat gemäß der UN-Kinderrechtskonvention ein Recht auf: eine gewaltfreie Erziehung die Entfaltung seiner Persönlichkeit staatliche Unterstützung bei Erziehungsproblemen Beteiligung bei Entscheidungen, die sie betreffen Fürsorge Ernährung Partizipation Meinungsäußerung Schutz vor körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt. Der Schutz dieser Rechte und des Wohls der Kinder ist Bestandteil des gesetzlichen Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrages der Kindertageseinrichtung (§ 22 Abs. 3 SGB VIII). Die nachfolgenden Verfahrensweisen stellen entsprechend der Vereinbarung gemäß § 8a Abs.2 SGB VIII zur Wahrnehmung des Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung sicher, dass der gesetzliche Auftrag zum Schutz des Kindeswohls von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stepke-Kitas- Einrichtungen umgesetzt wird. Der Träger ist verantwortlich für die Umsetzung dieses Schutzkonzeptes und regelt die internen Zuständig- und Verantwortlichkeiten. Er sorgt dafür, dass alle Beschäftigten der Kindertageseinrichtungen mit dem Schutzkonzept vertraut gemacht und im Umgang mit Fragen zum Kinderschutz kontinuierlich fortgebildet werden. Die Handhabung des Schutzkonzeptes und die Fallbearbeitung erfordern in jedem Fall eine schriftliche Dokumentation der vorgegebenen Verfahrensabläufe. Die Überprüfung der persönlichen Eignung gemäß § 72a, SGB VIII betrifft alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stepke-Kitas-Einrichtungen, die direkt mit Kindern arbeiten bzw. mit diesen in Kontakt kommt. Der Gesetzeswortlaut § 8a SGB VII Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung Werden dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen bekannt, so hat es das Gefährdungsrisiko im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte abzuschätzen. Dabei sind die Personensorgeberechtigten sowie das Kind oder der Jugendliche einzubeziehen, soweit hierdurch der wirksame Schutz des Kindes oder des Jugendlichen nicht in Frage gestellt wird. Hält das Jugendamt zur Abwendung der Gefährdung die Gewährung von Hilfen für geeignet und notwendig, so hat es diese den Personensorgeberechtigten oder den Erziehungsberechtigten anzubieten. 32 In Vereinbarungen mit den Trägern von Einrichtungen und Diensten, die Leistungen nach diesem Buch erbringen, ist sicherzustellen, dass deren Fachkräfte den Schutzauftrag nach Absatz 1 in entsprechender Weise wahrnehmen und bei der Abschätzung des Gefährdungsrisikos eine insoweit erfahrene Fachkraft hinzuziehen. Insbesondere ist die Verpflichtung aufzunehmen, dass die Fachkräfte bei den Personensorgeberechtigten oder den Erziehungsberechtigten auf die Inanspruchnahme von Hilfen hinwirken, wenn sie diese für erforderlich halten, und das Jugendamt informieren, falls die angenommenen Hilfen nicht ausreichend erscheinen, um die Gefährdung abzuwenden. § 72a SGB VIII Persönliche Eignung Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe dürfen für die Wahrnehmung der Aufgaben in der Kinder- und Jugendhilfe keine Personen beschäftigen oder vermitteln, die rechtskräftig wegen einer Straftat nach den §§ 171, 174 bis 174c, 176 bis 180a, 181a, 182 bis 184f, 225, 232 bis 233a, 234, 235 oder 236 des Strafgesetzbuches verurteilt worden ist. Zu diesem Zweck sollen sie sich bei der Einstellung oder Vermittlung und in regelmäßigen Abständen von den betroffenen Personen ein Führungszeugnis nach § 30 Abs. 5 des Bundeszentralregistergesetzes vorlegen lassen. Durch Vereinbarungen mit den Trägern von Einrichtungen und Diensten sollen die Träger der öffentlichen Jugendhilfe auch sicherstellen, dass diese keine Personen nach Satz 1 beschäftigen. 19.1. Kinderschutzauftrag 19.1.1. Vorgehensweise im Überblick I. Gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung wahrnehmen und überprüfen. II. Gemeinsame Gefährdungseinschätzung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft (Kinderschutzfachkraft) vornehmen. III. Bei den Personensorgeberechtigten auf die Annahme geeigneter Hilfen hinwirken und Hilfen überprüfen. IV. Das Jugendamt/den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) informieren, falls Hilfen nicht in Anspruch genommen werden oder wirkungslos bleiben. 19.1.2. Ausführungen I. Gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung wahrnehmen und überprüfen. Sobald eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter Hinweise auf Kindeswohlgefährdung wahrnimmt, beruft sie/er unverzüglich (ggf. auch außerhalb der Teamsitzungen) eine kollegiale Beratung ein. Die Einschätzung der Kindeswohlgefährdung soll unbedingt im Zusammenwirken mehrerer pädagogischer Fachkräfte vorgenommen werden. Die Hausleitungen und die fallverantwortliche Fachkraft übernehmen die Verantwortung für die Einhaltung des Verfahrens und klären zu Beginn der kollegialen Beratung die Zuständigkeiten für Moderation und Dokumentation. Das Ergebnis der kollegialen Beratung wird in Form des „internen Beratungsplans“ (Anlage) dokumentiert und zur Kinderakte genommen. 33 Die kollegiale Beratung ist verbindlich durchzuführen. Während der Beratung werden gewichtige Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Kindeswohlgefährdung im Hinblick auf Vernachlässigung körperliche und seelische Misshandlung sexuellen Missbrauch Partnerschaftsgewalt Entzug von Chancen überprüft. Kommen die pädagogischen Fachkräfte am Ende der kollegialen Beratung oder zu einem späteren Zeitpunkt zu der Einschätzung, dass eine akute Gefahr des Kindes vorliegt und somit ein sofortiges Tätigwerden erforderlich ist, muss unverzüglich das zuständige Jugendamt/der ASD informiert werden. Mit der Benachrichtigung des Jugendamtes geht die Fallverantwortung auf das Jugendamt über. Über die Information des Jugendamtes/ASD sind die Personensorgeberechtigten in Kenntnis zu setzen, außer wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. Der Träger wird über das Vorgehen zeitnah informiert. Die Mitwirkung und Beteiligung der Sorgeberechtigten und des Kindes (entsprechend seines Alters) ist für die Einschätzung des Gefährdungsrisikos gesetzlich verpflichtet und im Rahmen einer Erziehungspartnerschaft wichtig. Es muss daher so früh wie möglich ein Gespräch mit den Sorgeberechtigten geführt werden, um die Eindrücke besser einordnen zu können. Von diesem Gespräch kann nur dann abgesehen werden, wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. Sind aufgrund der kollegialen Beratung Anhaltspunkte für eine drohende Gefährdung festgestellt worden, muss eine insoweit erfahrene Fachkraft zeitnah hinzugezogen werden (siehe Liste Anhang). Die Hausleitungen bzw. die fallverantwortliche Fachkraft organisiert die Hinzuziehung und setzt den Träger darüber umgehend in Kenntnis. II. Gemeinsame Gefährdungseinschätzung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft (Kinderschutzfachkraft) vornehmen. Die hinzugezogene Kinderschutzfachkraft nimmt aufgrund der vorliegenden Dokumentation(en) und Schilderungen des pädagogischen Teams eine gemeinsame Problemdefinition und Risikoeinschätzung vor. Dabei wird geprüft, ob und wie die Gefährdung im Rahmen der einrichtungseigenen Ressourcen wirksam begegnet werden kann, oder ob eine Inanspruchnahme anderer geeigneter Hilfen (z.B. Erziehungsberatung) notwendig erscheint. Auf der Grundlage der gemeinsamen Einschätzung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft (anhand der Checkliste) treffen die Beteiligten eine Entscheidung über das weitere Vorgehen und entwickeln Vorschläge, wie das Gefährdungsrisiko abzuwenden ist. Die Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung in sachlicher und zeitlicher Hinsicht werden gemeinsam bewertet und die nächsten Schritte in Form des „internen Beratungsplans“ vereinbart, dokumentiert und zur Kinderakte genommen. 34 III. Bei den Personensorgeberechtigten auf die Annahme geeigneter Hilfen hinwirken und Hilfen überprüfen. Zwei pädagogische Fachkräfte führen auf der Grundlage des erarbeiteten internen Beratungsplans zeitnah ein Gespräch mit den Sorgeberechtigten. Das betroffene Kind wird in altersgerechter Weise und nach entsprechender fachlicher Einschätzung einbezogen. Dieses Gespräch kann auch zusammen mit der Kinderschutzfachkraft erfolgen. In diesem Gespräch wird über die Gefährdungseinschätzung durch die Kindertageseinrichtung informiert und bei den Personensorgeberechtigten auf die Inanspruchnahme der im Schutzplan entwickelten Hilfen hingewirkt. Von diesem Schritt kann nur abgewichen werden, wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt sein sollte. Mit den Sorgeberechtigten werden verbindliche und konkrete Absprachen über das weitere Vorgehen vereinbart und im individuellen Schutzplan dokumentiert, von allen Gesprächsteilnehmern unterschrieben und zur Kinderakte genommen. Handelt es sich dabei um Hilfen, die nur über das Jugendamt/den ASD gewährt werden können, müssen die Eltern über ihren Anspruch auf Hilfen zur Erziehung informiert werden. Fehlen den Personensorgeberechtigten die sprachlichen Voraussetzungen für ein umfassendes Verständnis des Besprochenen, muss die Einrichtung eine zuverlässige und professionelle Übersetzung (auf keinen Fall minderjährige Angehörige) sicherstellen. Das pädagogische Team begleitet über einen vorher zu definierenden Zeitraum die Umsetzung des Schutzplans, schätzt die Wirkungen der durchgeführten Hilfsmaßnahmen ein, nimmt ggf. Änderungen im Schutzplan vor und definiert Erfolgs- wie Abbruchkriterien. Dies wird in der Überprüfung der Zielvereinbarung im Hilfeplanverfahren“ dokumentiert. IV. Das Jugendamt/den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) informieren, falls Hilfen nicht in Anspruch genommen werden oder wirkungslos bleiben. Wenn eine angebotene Hilfe nicht angenommen wurde oder nicht geeignet war, um eine nachhaltige Verbesserung der Situation durch die Hilfe zu erreichen, wird eine erneute Risikoabschätzung unter Hinzuziehung der Kinderschutzfachkraft durchgeführt oder direkt das Jugendamt/der ASD informiert. Anhaltspunkte für mangelnde Mitwirkungsbereitschaft und –fähigkeit sind vor allem: die Kindeswohlgefährdung ist durch Erziehungs- oder andere Personensorgeberechtigte nicht abwendbar. es besteht auf Elternseite eine fehlende Problemsicht, eine unzureichende Kooperationsbereitschaft oder eine eingeschränkte Fähigkeit, Hilfe(n) anzunehmen. bisherige Unterstützungsversuche waren bislang unzureichend und es können einrichtungsintern keine weiteren Hilfen angeboten oder vermittelt werden. Wenn die Ziele des Schutzplans nicht erreicht werden konnten und die Personensorgeberechtigten den für erforderlich erachteten Kontakt zum Jugendamt von 35 sich aus ablehnen, informiert die Einrichtungsleitung bzw. die pädagogische Fachkraft das Jugendamt/den ASD auch gegen den Willen der Personensorgeberechtigten. Mit der Benachrichtigung des Jugendamtes geht die Fallverantwortung auf das Jugendamt über. Über die Information des Jugendamtes/ASD sind die Personensorgeberechtigten in Kenntnis zu setzen, außer wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. Zur Vorbereitung und Dokumentation dieser Entscheidung wird der Bogen „ Inanspruchnahme des ASD vorbereiten“ genutzt. Über dieses Vorgehen werden die Personensorgeberechtigten in Kenntnis gesetzt. Der Träger wird von den Hausleitungen bzw. einer pädagogischen Fachkraft unverzüglich informiert. Dem Jugendamt/ASD werden folgende Informationen übermittelt: Angaben zu den gewichtigen Anhaltspunkten für die Kindeswohlgefährdung Angaben zu der mit der insoweit erfahrenen Fachkraft vorgenommenen Risikoeinschätzung Angaben zu den gegenüber den Personensorgeberechtigten benannten Hilfen und darüber, inwieweit die erforderlichen Hilfen nicht bzw. nicht ausreichend angenommen wurden. 19.2. Datenschutz Der Träger ist zur Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen, die sich nach den §§ 61 bis 65 SGB VIII ergeben, verpflichtet. Die im Rahmen dieses Verfahrens erstellten Dokumentationsbögen sind vor dem unbefugten Zugriff in besonderer Weise zu schützen. Die Weitergabe von Informationen an das Jugendamt/den ASD unterliegt stets dem besonderen Vertrauensschutz und ist i.d.R. nur mit ausdrücklicher Einwilligung der Betroffenen möglich. Aufbewahrungsbefugnisse, -verpflichtungen und –fristen werden noch datenschutzrechtlich überprüft. Persönliche Eignung gemäß § 72a SGB VIII Der Träger stellt durch ein geregeltes Einstellungsverfahren sicher, dass bei neuem Personal neben der fachlichen Qualifikation auch die persönliche Eignung vorliegt. Dazu wird ein erweitertes Führungszeugnis gem. § 30a BZRG angefordert, das erneut in Abstand von längstens fünf Jahren vorgelegt werden muss. Vorlage und Wiedervorlage des erweiterten Führungszeugnisses muss auch durch das bereits beschäftigte Personal erfolgen. Alle Mitarbeiter unterschreiben eine Belehrung zu ihren Pflichten gemäß § 72a SGB VIII (Anlage zum Arbeitsvertrag). Anlagenverzeichnis zum Prozess Kinderschutz in Einrichtungen Dokumentation nach SGB VII, §8 a - Ablaufdiagramm Anlage 1: Beobachtungsbogen Anlage 2. Interner Beratungsplan (Hausleitungen in Zusammenarbeit mit Team) Anlage 3: Gemeinsamer Beratungs- und Hilfeplan Anlage 4: Überprüfung der Zielvereinbarungen im Hilfeplanverfahren ( Hausleitungen und Kinderschutzfachkraft in Zusammenarbeit Team) Anlage 5: Inanspruchnahme des ASD vorbereiten (Hausleitungen und Kinderschutzfachkraft) 36 20. Inklusion 20.1. Vielfalt als Bereicherung verstehen In unseren Stepke-KiTas leben wir eine Kultur des Miteinanders und der Inklusion, die geprägt ist von Anerkennung und Wertschätzung der Verschiedenheit und Vielfalt. Wir sind der festen Überzeugung, dass Kinder und Erwachsene gleichermaßen im Zusammenleben von dieser Vielfalt nur profitieren lernen. Wir haben es uns zum Ziel gemacht in unseren Stepke-Kitas unterschiedlichste Entwicklungspotenziale von Kindern frühzeitig zu erkennen und dementsprechend individuell zu fördern. Dies geschieht in gemeinsamer Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsverantwortung gegenüber Kindern mit und ohne Handicaps oder einem speziellem Förderbedarf. Wir wenden dabei das Prinzip integrierter Hilfen aus einer Hand und alltagsintegrierter Förderstrategien an und sorgen für angemessene Rahmenbedingungen. Dies geschieht durch reduzierte Platzzahlen von Kindern, einem zusätzlichen und bedarfsgerechten Therapieraum in Kombination mit qualifiziertem und interdisziplinärem Fachpersonal. Wir stellen uns tagtäglich gerne diesen Herausforderungen gemeinsam mit unseren pädagogischen Fachkräften, damit Inklusion eine Selbstverständlichkeit wird und nicht nur eine Vision bleibt. 21. Tiergestützte Pädagogik Im Rahmen von Informationsnachmittagen können sich Eltern bei Stepke persönlich von unterschiedlichen Begleittieren in unseren Häusern informieren und sich davon überzeugen, welche Ausstrahlung z.B. Hund, Meerschweinchen, Schildkröte & Co auf die kindliche Entwicklung haben. Die tiergestützte Pädagogik hat eine positive Auswirkung auf das Erleben und Verhalten von Kindern. Dieses gilt für das körperliche und seelische Wohlbefinden von Kindern. Die tiergestützte Pädagogik ist ein Zusammenspiel von Hund, Pädagogen und Kind. Der Hund dient hier als Vermittler (Brücke) zwischen dem Pädagogen und dem Kind. Ein Hund wird hier vom Kind als Vertrauter gesehen, der keine Ansprüche an das Kind stellt. So fällt es den Kindern viel leichter sich zu öffnen und sich mitzuteilen. Er motiviert das Kind in seinem Handeln. Die Ziele der tiergestützten Pädagogik sind die Motivation zu zwischenmenschlicher Kommunikation, die Förderung motorischer Fähigkeiten, Angst- und Stressabbau, Erlernen von Regeln, Konzentrationssteigerung, Eigen- und Fremdakzeptanz und die Stärkung des Selbstbewusstseins. Wir sehen im Rahmen der gemeinsamen Erziehung tiergestützte Pädagogik als eine absolute Bereicherung für alle Gruppen in unseren Stepke-Häusern. Je nach Standort gibt es Unterschiede. Bitte informieren Sie sich über unsere Homepage, ob die Stepke-Kita ihrer Wahl dieses besondere Angebot vorhält. 37 22. Stepke Qualitätsmanagement 22.1. Grundlegende Organisationsbedürfnisse Die Umsetzung des Stepke-Konzeptes ist die Grundlage der pädagogischen Arbeit in allen Stepke-Häusern. Wir wollen die Integrität der Organisation der Stepke-KiTas als kollektives Ganzes entwickeln, was bedeutet, dass jeder Mitarbeiter mit den unten beschriebenen Zielen und Werten im Einklang ist. Diese Übereinstimmung gilt es immer wieder zu überprüfen. 1. Es ist uns ein großes Bedürfnis, allen kleinen und großen Menschen in den Stepke Kitas mit einem hohen Maß an Wertschätzung, Respekt und Toleranz zu begegnen. Alle Nationalitäten der Welt sind bei Stepke willkommen und werden mit hohem Engagement und besonderer Rücksichtnahme integriert. 2. In allen Stepke-KiTas finden wir eine freundliche, fröhliche Atmosphäre. Besucher der KiTa heißen wir willkommen und begleiten sie persönlich zum jeweiligen Termin. Es ist uns ein Bedürfnis von Wertschätzung, jeden Menschen, dem wir in der Kita begegnen freundlich zu grüßen und ggf. zu helfen. Wir achten auf eine zugewandte und verbindliche Umgangsweise zwischen Team und Küche, Stepke Facility und Verwaltung. 3. Jeder Stepke – MA legt großen Wert auf ein gepflegtes Äußeres. Mit dem Tragen des Stepke-T-Shirts (zu offiziellen Anlässen, Festen und Feiern und in der Eingewöhnungszeit mit Namensschild) verdeutlichen wir unsere Verbundenheit zum Unternehmen und treten im Team als Gemeinschaft auf. 4. In den 4 Wochen der Eingewöhnung und in den ersten Wochen jeder neuen Stepke- Einrichtungen installieren wir einen Garderobendienst, der sich um die Belange derer bemüht, die die Kita betreten (Eltern, Großeltern, andere Bring- und Abholberechtigte). Wir erfüllen damit das Bedürfnis nach Sicherheit und Orientierung jener, die die KiTa besuchen. Der Garderobendienst ist in der Bring-und Abholzeit konstant vor Ort. Er begleitet durch eine zugewandte, fröhliche Art das Kommen und Gehen in der Kita. In neuen Einrichtungen schafft die Leitungspräsenz in dieser Phase durch die persönliche Begrüßung und Verabschiedung/ggf. als kompetenter Ansprechpartner Vertrauen. 5. Das MA QM- Handbuch gibt eine erste Orientierung für alle neuen MA. Jeder Stepke MA bekommt ein Handbuch bei Arbeitsbeginn für den persönlichen Gebrauch, um sich in Ruhe zu orientieren und unser Unternehmen in seiner Struktur kennen zu lernen. Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses ist das Handbuch der Hausleitung zurück zu geben. 6. Jede Stepke KiTa wird täglich mit frisch gekochtem Essen aus einer Stepke Küche versorgt. Wichtig ist dabei, das die Qualität des Mittagessens auf der Grundlage der „Fit Kid“ -Zertifizierung für jede Kita als Standard festgelegt ist. Wir achten beim Transport darauf, dass die Qualität des Essens bei der Lieferung erhalten wird. 38 7. Sofern sich eine öffentliche Schwimmhalle in erreichbarer Nähe befindet, gehen die Kitas in Gruppen 1x wöchentlich mit den Kindern zum Schwimmen.(in der Regel ab 4 Jahren.) Die Schwimmbegleiter sind sich der hohen Verantwortung und Besonderheit dieses Angebots bewusst und zeichnen sich durch ein besonderes Maß an Vertrauen und Urteilsvermögen aus. Ein Schwimmlehrer schult regelmäßig die Schwimmbegleiter und begleitet die MA ins Schwimmbad. Er arbeitet konstant in den Gruppen mit. Stepke kann durch den Schwimmlehrer selber alle Abzeichen abnehmen. 8. Die wöchentlich stattfindenden Waldtage sind fester Bestandteil des Stepke- Konzeptes. Wir erfüllen das Bedürfnis der Verbindung der Kinder mit den natürlichen Ressourcen unserer Umgebung. Mit viel Fantasie und Entdeckungsfreude leben wir eine besondere Freiheit in der Natur. Die Waldtage verbringen die Kinder bei zulässiger Witterung von morgens bis nachmittags durchgängig im Wald. Ganze Waldwochen am Stück vertiefen das Angebot ein bis zweimal im Jahr. 9. Bilinguale Angebote führen Native Speaker oder auch MA mit sehr guten Englischkenntnissen durch. Unser Ziel ist es, in jeder Einrichtung/Gruppe Native Speaker zu beschäftigen, die alle nach der Immersionsmethode arbeiten. Sie erhalten jegliche Unterstützung aller MA, ihren besonderen Beitrag zur Umsetzung der Konzeption zu leisten. Durch regelmäßige Fortbildungen werden die Native Speaker kontinuierlich geschult und weitergebildet. 10. Mit viel Freude und Kreativität leben wir eine ästhetische Tischkultur. Wir geben den Kindern ein Gefühl von Ordnung und Gemeinschaft. So sind Frühstückstische beim gleitendem Frühstück immer frisch eingedeckt und einladend, mit kleinem Tischschmuck in der Mitte und ansprechen angerichteten Speisen, an denen sich die Kinder selbst bedienen. Ebenso bieten wir das Mittagessen in separaten Schüsseln tischweise an. Auch am Nachmittag ist der Tisch liebevoll eingedeckt. Eine ruhige, gemütliche Atmosphäre mit anregenden Tischgesprächen lassen die Mahlzeiten besondere Rituale in der Gemeinschaft erleben. 11. Wir schützen unsere hochwertige Raumausstattung und Materialien. Gern trägt jeder MA Sorge dafür, dass ein ordentlicher Gesamteindruck der Kita gewahrt wird. Mit viel Liebe zum Detail und Kreativität legen wir unsere Aufmerksamkeit auf eine kindgerechte, saubere und ästhetische Raumgestaltung. Die Wände der Räume behandeln wir besonders schonen und verzichten dabei auf Klebstreifen. 12. Alle Kitas sind fortschrittlich und modern mit WLAN ausgestattet. Wir sind in der Lage, mit einem hohen Verantwortungsbewusstsein Lerncomputer, Smartboard und Tabletts zur Entwicklung pädagogisch fundierter Medienkompetenzen einzusetzen. Dabei ist es uns wichtig, zum einen technisches Verständnis, zum anderen das Verständnis von Inhalten und einem gesunden zeitlichen Gebrauch der Medien durch die Kinder zu entwickeln. 39 Diese 12 Punkte dienen der Einzigartigkeit unseres Unternehmens und ziehen sich wie ein roter Faden durch alle Häuser, die Stepke als „Marke“ verbindet. Sie dienen dem Bedürfnis nach Gemeinschaft und Erkennbarkeit, ganz gleich, welche Größe das Haus hat und in welchem Bundesland und Wohngebiet die Einrichtung zu Hause ist. Darüber hinaus ist Raum für individuelle Herangehensweisen der Leitungen, standortbedingte Gegebenheiten und durch die Kompetenzen der Mitarbeiter bedingte Parameter, die jede Kita zu etwas Besonderem werden lassen. 22.2. Sicherung des QM durch die Fachberatung Die Fachberatungen der Stepke Kitas sind städtebezogen, bzw. regional eingesetzt. Ihre Tätigkeit teilt sich in zwei umfassende Bereiche: 22.2.1. Erstens: Begleitung Sie verbindet durch enge und regelmäßige fachliche, entwicklungs- und organisationsbezogene Begleitung der Leitung, die Mitarbeiter an der Basis in den Kitas mit dem Träger. Damit sorgt die FB für die Transparenz der Häuser zum Träger und umgekehrt und steht der HL in allen pädagogischen/ personellen und administrativen Bereichen und in der Erziehungspartnerschaft mit den Eltern zur Seite. 22.2.2. Zweitens: Controlling Die Fachberatung ist für das Controlling der Stepke Standards, sowie die Umsetzung von aktuellen Absprachen und neuen Verfahren in den Häusern verantwortlich. Bei regelmäßigen Besuchen vor Ort wird dieses Controlling in der Ausübung des Qualitätsmanagements gewährleistet. Im Rahmen der Qualitätssicherung und – kontrolle erfüllt die FB folgende Aufgaben: • Qualifizierung und Weiterentwicklung der pädagogischen Praxis der Stepke - Kitas • Organisations- und Personalentwicklung; • Sicherung der Qualitätsstandards und Begleitung bei der Umsetzung von Innovationen; • Mitgestaltung trägerspezifischer Zielsetzungen; • Umsetzung gesetzlicher und betriebswirtschaftlicher Rahmenbedingungen und • Kooperation und Vernetzung in den Städten und Bundesländern. Defizite im QM der Kita werden in einem Gesprächsprotokoll aufgezeichnet und mit einer Frist zur Abstellung festgehalten. Wird diese Frist nicht eingehalten, erfolgt in Absprache mit der Geschäftsbereichsleitung eine Zielvereinbarung, ggf. zu einem späteren Zeitpunkt eine Abmahnung durch den Träger. Für alle Vorgänge und Prozesse in den Kitas steht die HL in der Pflicht. Die Fachberatung wird durch die Hausleitung aktiv in das Beschwerdemanagement einbezogen. Beschwerden, ggf. auch aus der Stepke Verwaltung werden an die Fachberatungsleitung weitergegeben. Diese bindet bei Bedarf einer Klärung die Geschäftsbereichsleitung/Geschäftsleitung ein. 22.2.3. Struktur und Zielsetzung der Fachberatung: Die Fachberatungsleitung vernetzt die regionalen Fachberatungen durch einen wöchentlichen Jour Fixe. Damit wird der regelmäßige Austausch, die Informationsweitergabe zum und vom Träger und die Transparenz der Arbeit an den verschiedenen Standorten sichergestellt. Die regionalen Fachberatungen führen im 8- wöchigen Rhythmus am jeweiligen Standort Hl-Sitzungen durch. Diese dienen neben der 40 Weitergabe der trägerrelevanten Themen dem fachlichen Austausch der HL. Zur Zielsetzung der Tätigkeit der Fachberatung gehören: • Vorbild für die wertschätzende Kommunikation im Unternehmen • Unterstützung der Mitarbeiterbindung • Umsetzung der Organisationsbedürfnisse • Bearbeitung des Beschwerdemanagements • Positive Außenwirkung • Entwicklung der pädagogischen Arbeit gemäß den individuellen Einrichtungszielen der Häuser • Entwicklung von Einrichtungsübergreifenden Stepke - Jahresthemen – für 2018/2019 erstmalig nach Auditveranstaltung im Juni 2018 (?) Die Aufgaben der Fachberatung gliedern sich nach den oben genannten Schwerpunkten in der Begleitung der Kitas konkret wie folgt: Trägervertretung: • Gespräche mit Eltern; vorrangig im Rahmen des Kitaausschusses/Elternrats • Konfliktsituationen mit Mitarbeitern, Leitung oder Träger • Teilnahme an schwierigen MA Gesprächen Kontrollfunktion: • Sicherstellung der Umsetzung des pädagogischen Konzeptes • Ordnung, Sauberkeit der Einrichtungen • Sicherstellung der Umsetzung der festgelegten Standards durch den Träger • Umsetzung der Jahresplanung laut sozial-päd. Konferenz Weiterentwicklung des QM • durch Evaluationsauswertung Festlegung von Jahreszielen jeder Einrichtung und deren Reflektion am zu Beginn des neuen Kita-Jahres • Jahresversammlung zum Austausch aller Leitungen und dem Träger zur Entwicklung der pädagogischen und personellen Standards (siehe Audit unter 4) Begleitung und Beratung der Hausleitungen: • Regelmäßiger Kontakt vor Ort in den Kitas • Beratung in administrativen und pädagogischen Konzepten • Beratung bezüglich der Raumgestaltung, Anschaffungen, Material • Beratung in Führungsfragen zu Teamentwicklungsprozessen Hl Sitzung städtebezogen im Rhythmus von 8 Wochen (Köln/Wuppertal/Berlin und BB) Die Fachberatung ist maßgelblich an der kontinuierlichen Unternehmensentwicklung beteiligt und sichert die Qualität der Standards an der Basis – in den Häusern. Den Slogan „Richtig gute Kita.“ sehen wir als Versprechen an die großen und kleinen Menschen im Unternehmen. Dem gerecht zu werden, dient unser täglicher, persönlicher Einsatz. 41 23. Nachwort Diese Konzeption unterliegt der ständigen Überprüfung durch die Praxis. Wenn sich aus der täglichen Arbeit die Notwendigkeit einer Änderung ergibt, so wird sie dahingehend gemeinsam mit den Stepke-Teams in unseren Einrichtungen weiterentwickelt. Wir stehen neuen Erkenntnissen der Pädagogik immer offen gegenüber, betrachten sie aber kritisch und messen sie zunächst an der Praxis. Das gesamte Team wird aufmerksam beobachten, was sich für die Kinder verändert, wenn die pädagogischen Konzepte und die Gestaltung des Alltagslebens verändert werden. Wir sind immer darauf bedacht für Eltern und Kinder die besten Voraussetzungen zu schaffen und innovativ und zeitgemäß unsere Einrichtungen lebendig zu halten. Stepke Schutzkonzept Zur Umsetzung des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdung 2 1 Inhalt Präambel ......................................................................................................................... 3 Der Gesetzeswortlaut - § 8a SGB VII Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung ........... 4 1. Kinderschutzauftrag .................................................................................................... 5 1.1 Vorgehensweisen im Überblick ......................................................................................... 5 1.2 Ausführungen .................................................................................................................... 5 2. Datenschutz …………….. ................................................................................................ 7 3. Persönliche Eignung gemäß § 72a SGB VIII ................................................................. 7 Anlagenverzeichnis zum Prozess Kinderschutz in Einrichtungen ................................... 8 DokuŵeŶtatioŶ ŶaĐh SGB VIII, § 8 a ‐Aďlaufdiagraŵŵ .................................................. 9 Anlage 1: Beobachtungsbogen .......................................................................................................... 11 Anlage 2: Interner Beratungsplan ..................................................................................................... 12 Anlage 3: GeŵeiŶsaŵer BeratuŶgs‐ uŶd HilfeplaŶ ........................................................................... 13 Anlage 4: Überprüfung der Zielvereinbarungen im Hilfeplanverfahren ........................................... 12 Anlage 5: Inanspruchnahme der externen Fachkraft vorbereiten .................................................... 13 Anlage 6: Handlungsleitfaden bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdungen durch eigene Mitarbeiter/-innen (inkl. Praktikant/-innen, Ehrenamtliche, Bundesfreiwillige etc.) ....................... 14 Anlage 7: Verfahrensablauf bei vermuteten Machtmissbrauch durch Fachkräfte in Institutionen vom Paritätischen .............................................................................................................................. 16 3 Präambel Jedes Kind hat geŵäß der UN‐KiŶderreĐhtskoŶǀeŶtioŶ eiŶ ReĐht auf: eine gewaltfreie Erziehung die Entfaltung seiner Persönlichkeit staatliche Unterstützung bei Erziehungsproblemen Beteiligung bei Entscheidungen, die sie betreffen Fürsorge Ernährung Partizipation Meinungsäußerung Schutz vor körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt. Der Schutz dieser Rechte und des Wohls der Kinder ist Bestandteil des gesetzlichen ErziehuŶgs‐, BilduŶgs‐ uŶd BetreuuŶgsauftrages der KiŶdertageseiŶriĐhtuŶg ;§ ϮϮ Aďs. ϯ SGB VIII). Die nachfolgenden Verfahrensweisen stellen entsprechend der Vereinbarung gemäß § 8a Abs.2 SGB VIII zur Wahrnehmung des Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung sicher, dass der gesetzliche Auftrag zum Schutz des Kindeswohls von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stepke‐Kitas‐EiŶriĐhtuŶgeŶ uŵgesetzt wird. Der Träger ist verantwortlich für die Umsetzung dieses Schutzkonzeptes und regelt die in ternen ZustäŶdig‐ und Verantwortlichkeiten. Er sorgt dafür, dass alle Beschäftigten der Kindertageseinrichtungen mit dem Schutzkonzept vertraut gemacht und im Umgang mit Frag en zum Kinderschutz kontinuierlich fortgebildet werden. Die Handhabung des Schutzkonzeptes und die Fallbearbeitung erfordern in jedem Fall eine schriftliche Dokumentation der vorgegebenen Verfahrensabläufe. Die Überprüfung der persönlichen Eignung gemäß § 72a, SGB VIII betrifft alle Mitarb eiterinnen und Mitarďeiter der Stepke‐Kitas‐EiŶriĐhtuŶgeŶ, die direkt ŵit KiŶderŶ arďeiteŶ bzw. mit diesen in Kontakt kommen. 4 Der Gesetzeswortlaut - § 8a SGB VII Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung (1) Werden dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls ein es Kindes oder Jugendlichen bekannt, so hat es das Gefährdungsrisiko im Zusammenwirken mehrerer Fachkräft e abzuschätzen. Dabei sind die Personensorgeberechtigten sowie das Kind oder der Jugendl iche einzubeziehen, soweit hierdurch der wirksame Schutz des Kindes oder des Jugendlichen nicht in Frage gestellt wird. Hält das Jugendamt zur Abwendung der Gefährdung die Gewährung von Hilfen für geeignet und notwendig, so hat es diese den Personensorgeberechtigten oder den Erziehungsberechtigten anzubieten. (2) In Vereinbarungen mit den Trägern von Einrichtungen und Diensten, die Leistungen nach diesem Buch erbringen, ist sicherzustellen, dass deren Fachkräfte den Schutzauftrag nach Absatz 1 in entsprechender Weise wahrnehmen und bei der Abschätzung des Gefährdungsrisikos eine insoweit erfahrene Fachkraft hinzuziehen. Insbesondere ist die Verpflichtung aufzunehmen, dass die Fachkräfte bei den Personensorgeberechtigten oder den Erziehungsberechtigten auf die Inanspruchnahme vo n Hilfen hinwirken, wenn sie diese für erforderlich halten, und das Jugendamt informi eren, falls die angenommenen Hilfen nicht ausreichend erscheinen, um die Gefährdung abzuwenden. 5 1. Kinderschutzauftrag 1.1 Vorgehensweisen im Überblick 1. Schritt: Gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung wahrnehmen und überprüfen 2. Schritt: Gemeinsame Gefährdungseinschätzung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft (Kinderschutzfachkraft) vornehmen. 3. Schritt: Bei den Personensorgeberechtigten auf die Annahme geeigneter Hilfen hinwirken und Hilfen überprüfen. 4. Schritt: Das Jugendamt/den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) informieren, falls Hilfen nicht in Anspruch genommen werden oder wirkungslos bleiben. 1.2 Ausführungen 1. Schritt: Gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung wahrnehmen und überprüfen. Sobald eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter Hinweise auf Kindeswohlgefährdung wahrnim mt, beruft sie/er unverzüglich (ggf. auch außerhalb der Teamsitzungen) eine kollegiale Beratung ein. Di e Einschätzung der Kindeswohlgefährdung soll unbedingt im Zusammenwirken mehrerer pädagogischer Fachkräfte vorgenommen werden. Die Hausleitungen und die fallverantwortliche Fachkraft übernehmen die Verantwortung für die Einhaltung des Verfahrens und klären zu Beginn der kollegialen Beratung die Zuständigkeiten für Moderation und Dokumentation. Das Ergebnis der kol legialen BeratuŶg ǁird iŶ Forŵ des „iŶterŶeŶ BeratuŶgsplaŶs" ;AŶlageͿ dokuŵeŶtiert uŶd zur KiŶd erakte genommen. Die kollegiale Beratung ist verbindlich durchzuführen. Während der Beratung werden gewichtig e Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Kindeswohlgefährdung im Hinblick auf Vernachlässigung körperliche und seelische Misshandlung sexuellen Missbrauch Partnerschaftsgewalt Entzug von Chancen überprüft. Kommen die pädagogischen Fachkräfte am Ende der kollegialen Beratung oder zu einem späte ren Zeitpunkt zu der Einschätzung, dass eine akute Gefahr des Kindes vorliegt und somit ein sofortiges Tätigwerden erforderlich ist, muss unverzüglich das zuständige Jugendamt/der ASD informiert werden. Mit der Benachrichtigung des Jugendamtes geht die Fallverantwortung auf das Jugendamt über. Über die Information des Jugendamtes/ASD sind die Personensorgeberechtigten in Kenntni s zu setzen, außer wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. Der Träger wird über das Vorgehen zeitnah informiert. Die Mitwirkung und Beteiligung der Sorgeberechtigten und des Kindes (entsprechend seines Alters) ist für die Einschätzung des Gefährdungsrisikos gesetzlich verpflichtet und im Rahmen einer Erziehungspartnerschaft wichtig. Es muss daher so früh wie möglich ein Gespräch mit den Sorgeberechtigten geführt werden, um die Eindrücke besser einordnen zu können. Von diesem Gespräch kann nur dann abgesehen werden, wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. Sind aufgrund der kollegialen Beratung Anhaltspunkte für eine drohend e Gefährdung festgestellt worden, muss eine insoweit erfahrene Fachkraft zeitnah hinzugezogen werden (siehe Liste Anhang). Die Hausleitungen bzw. die fallverantwortliche Fachkraft organisiert die Hinz uziehung und setzt den Träger darüber umgehend in Kenntnis. 6 2. Schritt: Gemeinsame Gefährdungseinschätzung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft (Kinderschutzfachkraft) vornehmen. Die hinzugezogene Kinderschutzfachkraft nimmt aufgrund der vorliegenden Dokumentation(en) u nd Schilderungen des pädagogischen Teams eine gemeinsame Problemdefinition und Risikoeinschätzung vor. Dabei wird geprüft, ob und wie die Gefährdung im Rahmen der einrichtungseigenen Ressourcen wirksam begegnet werden kann, oder ob eine Inanspruchnahme anderer geeigneter Hi lfen (z.B. Erziehungsberatung) notwendig erscheint. Auf der Grundlage der gemeinsamen Einschätzung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft (anhand der Checkliste) treffen die Beteiligten eine Entscheidung über das weitere Vorgehen und entwickeln Vorschläge, wie das Gefährdungsrisiko abzuwenden ist. Die Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung in sachlicher und zeitlicher Hinsicht werden geŵeiŶsaŵ ďeǁertet uŶd die ŶäĐhsteŶ SĐhritte iŶ Forŵ des „iŶterŶeŶ Beratungsplans" vereinbart, dokumentiert und zur Kinderakte genommen. 3. Schritt Bei den Personensorgeberechtigten auf die Annahme geeigneter Hil fen hinwirken und Hilfen überprüfen. Zwei pädagogische Fachkräfte führen auf der Grundlage des erarbeiteten internen Beratungsplans zeitnah ein Gespräch mit den Sorgeberechtigten. Das betroffene Kind wird in altersgerechter Weise und nach entsprechender fachlicher Einschätzung einbezogen. Dieses Gespräch kann auch zusammen mit der Kinderschutzfachkraft erfolgen. In diesem Gespräch wird über die Gefährdungseinschätzung durch die Kindertageseinrichtung informiert und bei den Personensorgeberechtigten auf die Inanspruchnahme der im S chutzplan entwickelten Hilfen hingewirkt. Von diesem Schritt kann nur abgewichen werden, wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt sein sollte. Mit den Sorgeberechtigten werden verbindliche und konkrete Absprachen über das weitere Vorgehen vereinbart und im individuellen Schutzplan dokumentiert, von allen Gesprächsteiln ehmern unterschrieben und zur Kinderakte genommen. Handelt es sich dabei um Hilfen, die nu r über das Jugendamt/den ASD gewährt werden können, müssen die Eltern über ihren Anspruch auf Hilfen zur Erziehung informiert werden. Fehlen den Personensorgeberechtigten die sprachlichen Voraussetzungen für ein umfassendes Verständnis des Besprochenen, muss die Einrichtung eine zuverlässige und professionelle Übersetzung (auf keinen Fall minderjährige Angehörige) sicherstellen. Das pädagogische Team begleitet über einen vorher zu definierenden Zeitraum die Umsetzu ng des Schutzplans, schätzt die Wirkungen der durchgeführten Hilfsmaßnahmen ein, nimmt ggf. Änderungen iŵ SĐhutzplaŶ ǀor uŶd defiŶiert Erfolgs‐ ǁie AďďruĐhkriterieŶ. Dies ǁird iŶ d er ÜďerprüfuŶg der Zielvereinbarung im Hilfeplanverfahren" dokumentiert. 4. Schritt Das Jugendamt/den Allgemeinen sozialen Dienst (ASD) infor mieren, falls Hilfen nicht in Anspruch genommen werden oder wirkungslos bleiben. Wenn eine angebotene Hilfe nicht angenommen wurde oder nicht geeignet war, um eine nachhaltige Verbesserung der Situation durch die Hilfe zu erreichen, wird eine erneute Risikoabschätzung unter Hinzuziehung der Kinderschutzfachkraft durchgeführt oder direkt das Jugendamt/der ASD informiert. Anhaltspunkte für mangelnde MitǁirkuŶgsďereitsĐhaft uŶd ‐fähigkeit siŶd ǀor alleŵ: die KiŶdesǁohlgefährduŶg ist durĐh ErziehuŶgs‐ oder aŶdere PersoŶeŶsorgeďereĐhtigte nicht abwendbar. Es besteht auf Elternseite eine fehlende Problemsicht, eine unzureichende Kooperationsbereitschaft oder eine eingeschränkte Fähigkeit, Hilfe(n) anzunehmen. Bisherige Unterstützungsversuche waren bislang unzureichend und es können einrichtungsintern keine weiteren Hilfen angeboten oder vermittelt werden. 7 Wenn die Ziele des Schutzplans nicht erreicht werden konnten und die Personensorgeberec htigten den für erforderlich erachteten Kontakt zum Jugendamt von sich aus ablehnen, infor miert die Einrichtungsleitung bzw. die pädagogische Fachkraft das Jugendamt/den ASD auch gegen den Willen der Personensorgeberechtigten. Mit der Benachrichtigung des Jugendamtes geht die Fallverantwortung auf das Jugendamt über. Über die Information des Jugendamtes/ ASD sind die Personensorgeberechtigten i n Kenntnis zu setzen, außer wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. Zur Vorbereitung und Dokumentation dieser Entscheidung wird der Bogen „IŶaŶspruĐhŶahŵe des ASD vorbereiten" genutzt. Über dieses Vorgehen werden die Personensorgeberechtigten in Kenntnis gesetzt. Der Träger wird von den Hausleitungen bzw. einer pädagogischen Fachkraft unverzü glich informiert. Dem Jugendamt/ ASD werden folgende Informationen übermittelt: Angaben zu den gewichtigen Anhaltspunkten für die Kindeswohlgefährdung Angaben zu der mit der insoweit erfahrenen Fachkraft vorgenommenen Risikoeinschätzung Angaben zu den gegenüber den Personensorgeberechtigten benannten Hilfen und darüber, inwieweit die erforderlichen Hilfen nicht bzw. nicht ausreichend angenommen wurden. 2. Datenschutz Der Träger ist zur Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen, die sich nach den §§ 61 bis 65 SGB VIII ergeben, verpflichtet. Die im Rahmen dieses Verfahrens erstellten Dokumentationsbögen sind vor dem unbefugten Zugriff in besonderer Weise zu schützen. Die Weitergabe von Informationen an das Jugendamt/den ASD unterliegt stets dem besonderen Vertrauensschutz und ist i.d.R. n ur mit ausdrüĐkliĐher EiŶǁilliguŶg der BetroffeŶeŶ ŵögliĐh. AufďeǁahruŶgsďefugŶisse, ‐ǀerpfliĐhtuŶgeŶ uŶd ‐ fristeŶ ǁerdeŶ ŶoĐh datenschutzrechtlich überprüft. 3. Persönliche Eignung gemäß § 72a SGB VIII Der Träger stellt durch ein geregeltes Einstellungsverfahren sicher, dass bei neuem Personal neben der fachlichen Qualifikation auch die persönliche Eignung vorliegt. Dazu wird ei n erweitertes Führungszeugnis gern. § 30a BZRG angefordert, das erneut in Abstand von längstens fünf Jahren vorgelegt werden muss. Vorlage und Wiedervorlage des erweiterten Führungszeugnisses m uss auch durch das bereits beschäftigte Personal erfolgen. Alle Mitarbeiter unterschreiben ei ne Belehrung zu ihren Pflichten gemäß § 72a SGB VIII (Anlage zum Arbeitsvertrag}. 8 Anlagenverzeichnis zum Prozess Kinderschutz in Einrichtungen • Dokumentation nach SGB VII, §8 a – Ablaufdiagramm • Anlage 1: Beobachtungsbogen • Anlage 2: Interner Beratungsplan (Hausleitungen in Zusammenarbeit mit Team) • AŶlage ϯ: GeŵeiŶsaŵer BeratuŶgs‐ uŶd Hilfeplan • Anlage 4: Überprüfung der Zielvereinbarungen im Hilfeplanverfahren (Hausleitungen und Kinderschutzfachkraft in Zusammenarbeit Team) • Anlage 5: Inanspruchnahme des ASD vorbereiten (Hausleitungen und Kinderschutzfachkraft) • Anlage 6: Handlungsleitfaden bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdungen durch eigene Mitarbeiter/-innen (inkl. Praktikant/-innen, Ehrenamtliche, Bundesfreiwillige etc.) • Anlage 7: Verfahrensablauf bei vermuteten Machtmissbrauch durch Fachkräfte in Institutionen 9 Dokumentation nach SGB VIII, § 8 a ‐Aďlaufdiagraŵŵ Verantwort- lichkeiten Eingabe (Input) Ablaufdiagramm Ausgabe (Output) MA L FK Arbeitshilfe des Paritätischen Anlage 1: Beobachtungsbogen Anlage 2: Interner Beratungsplan Regionale Datei Der Fachbehörde Anlage 3: Gemeinsamer Beratungs- Und Hilfeplan Anlage 3: Gemeinsamer Beratungs- und Hilfeplan Anlage 1 Ausgefüllt Anlage 2 Ausgefüllt Anlage 3 ausgefüllt Verdacht auf Kindswohlgefährdung Schritt 1 Erkennen und Dokumentieren Von Anhaltspunkten Schritt 2 Information an Leitung Und Team Schritt 3 Einschaltung der insoweit erfahrenen Fachkraft Schritt 4 Gemeinsame Risikoabschätzung Gesprächsvorbereitung Schritt 5 Gespräch mit Eltern / anderen Sorgeberechtigten 10 Verantwort- lichkeiten Eingabe (Input) Ablaufdiagramm Ausgabe (Output) MA L FK Anlage 4: Überprüfung der Zielvereinbarungen Im Hilfe-planverfahren Alle Dokumente Anlage 5: Inanspruchnahme der Fachbehörde vorbereiten Anlage 3 ausgefüllt und unter- zeichnet Anlage 4 Ausgefüllt / Gesprächs- protokoll Protokoll und Beschluss Anlage 5 Ausgefüllt und unterzeichnet Schritt 6 Aufstellen eines Beratungs-/ Hilfeplans = Zielvereinbarungen Schritt 7 Maßnahmen der Zielvereinbarungen erreicht Gespräch mit Eltern / Sorgeberechtigten zur weiteren Stabilisierung der Situation und weitere Beobachtung Schritt 8 Gemeinsame Risikoabschätzung und Absprachen über das weitere Vorgehen Schritt 10 Weiterleitung an Fachbehörde mit zeitgleicher Benachrichtigung der Eltern 1 1 Anlage 1: Beobachtungsbogen Datum: Name: 1. Beobachtung: □ eigene Beobachtung Name: □ Kollege □ Kollegin Adresse: □ andere Eltern □ sonstige: Telefon: 2. Angaben zum Kind: Name: Alter: Adresse: 3. Angaben zur Familie: Name: Adresse: Telefon: Sonstiges: 4. Inhalt der Beobachtung: 5. Nächste Schritte: □ Überprüfung im Team □ Einschaltung der insoweit erfahrenen Fachkraft…. geplant am: □ Gespräch mit Eltern / Sorgeberechtigten……………..geplant am: ☐ sonstiges ………………………………………………………………………………………………………………………….. 12 Anlage 2: Interner Beratungsplan Datum: Name: 1. Beteiligte: □ Pädagogin □ Kollege/in □ Leitung □ externe Fachkraft □ sonstige: 2. Angaben zum Kind: Name: Alter: 3. Einschätzung: 5. Maßnahmen: Weitere Beobachtung durch: □ Hinzuziehung externe Fachkraft…………………………...geplant am: □ Gespräch mit Eltern / Sorgeberechtigten……………..geplant am: □ Kontaktaufnahme z.B. Beratungsstelle: (Datenschutz beachten) □ sonstiges: 1 3 AŶlage 3: GeŵeiŶsaŵer BeratuŶgs‐ uŶd HilfeplaŶ Datum: Name: 1. Beteiligte: □ Eltern / Sorgeberechtigte □ Pädagogin □ Kollege/in □ Leitung □ externe Fachkraft □ sonstige: 2. Angaben zum Kind: Name: Alter: ……………………………………………………………….. …………………………….……………………………………. Unterschrift der Eltern / Sorgeberechtigte Vertreter/in der Einrichtung 3. Absprachen: 4. Zeitstruktur: 12 Anlage 4: Überprüfung der Zielvereinbarungen im Hilfeplanverfahren Datum: Wer: Wann: Ergebnis: Nächster Schritt: Verantwortlicher: Datum: Name : Name des Kindes 13 Anlage 5: Inanspruchnahme der externen Fachkraft vorbereiten Datum: Name: 1. Angaben zum Kind: Name: Alter: 2. Wann wurde entschieden: 3. Wer hat entschieden: □ Eltern / Sorgeberechtigte □ Leitung □ Externe Fachkraft □ sonstige: 4. Informationsfluss: Informationen an Eltern / Sorgeberechtigte ☐ per Post am: ………………………………………………….................................................................. ☐ per Telefonat am: …………………………………………………………………………………………….. ☐ per persönlichem Gespräch am: ………………………………………………………………………. ☐ sonstiges: …………………………………………………………………………………………………………. Durch: □ Pädagogin □ hinzugezogene Fachkraft □ Leitung □ sonstige: ……………………………………………………………………………………………………………………………….. Information der externen Fachkraft durch: □ hinzugezogene Fachkraft □ Leitung □ sonstige: 14 Anlage 6: Handlungsleitfaden bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdungen durch eigene Mitarbeiter/-innen (inkl. Praktikant/-innen, Ehrenamtliche, Bundesfreiwillige etc.) Unser Schutzauftrag gegenüber den Kindern geht über die Intervention bei Kindswohlgefährdung i m familiären Bereich hinaus. Mit diesem Handlungsleitfaden möchten wir die Vorgehensweise bei übergriffigen Verhalten unserer Mitarbeiter darstellen. 1. Unser Leitbild Durch die grundlegenden Organisationsbedürfnisse der Stepke Kitas wird mit allen Mitarbeitern der wertschätzende Umgang untereinander und vor allem den Kindern gegenüber vereinbart. Die Integrität der Organisation der Stepke-Kitas wird als kollektives Ganzes entwickelt, was bedeutet, dass jeder Mitarbeiter mit den Zielen und Werten unseres Unternehmens im Einklang ist. Diese Übereinstimmung gilt es immer wieder zu überprüfen. Es ist uns ein großes Bedürfnis, allen kleinen und großen Menschen in den Stepke Kitas mit ei nem hohen Maß an Wertschätzung, Respekt und Toleranz zu begegnen. Unser im pädagogischen Konzept verankertes Bild vom Kind als eigenständige un d individuelle Persönlichkeit als Mitglied der Gesellschaft mit eigenen Rechten, setzt einen wertschätzenden Umgang mit den Kindern voraus. 2. Präventive Maßnahmen Um Mitarbeiter für das Thema zu sensibilisieren und eine fachliche Expertise zu schaffen, ermögl icht Stepke Kitas die Teilnahme an Fort- und Weiterbildungen zu den Themen Sexual pädagogik und Kinderschutz. Dafür nutzen wir unter anderem die Angebote der SFFB. In den internen Teamsitzungen wird der Kinderschutz in regelmäßigen Abständen thematisiert. Weiterhin bietet Stepke Kitas im Rahmen der Familienbildung Seminare für Eltern zu den oben genannten Themen in Zusammenarbeit mit weiterbildenden Institutionen an. 3. Grenzverletzendes Verhalten Stepke Kitas und seine Einrichtungen verpflichten sich zum sofortigen Einschreiten bei ü bergriffigen Verhaltensweisen von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Als übergriffige Verhaltensweisen werden Machtmissbrauch, respektloses Verhalten gegenüber Kindern, Übergriffe und Gewalt in den eigenen Einrichtungen angesehen. Dazu zählen unter anderem Zwang, unangemessene Sprache, alle Form en körperlicher Gewalt (Festhalten, Ohrfeigen), sexualisierte Gewalt, seelische Grausamkeiten sowie Stigmatisierungen. Stepke Kitas zieht bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung unverzüglich Konsequenzen, um das Wohl des Kindes sicher zu stellen. 15 4. HaŶdluŶgsleitfadeŶ ;siehe auĐh „VerfahreŶsaďlauf ďei ǀerŵuteteŶ MaĐhtŵissďrauĐh durch Fachkräfte in Institutionen„ ǀoŵ ParitätisĐheŶ iŶ der AŶlageͿ 1. Besteht der Verdacht von übergriffigen Verhaltensweisen, bzw. werden diese durch andere Mitarbeiter wahrgenommen, so ist sofort die Leitung (betrifft der Verdacht die Leitung, der Träger) zu informieren. Die Leitung informiert entsprechend den Träger. 2. Die Gefährdung wird durch die Leitung und Vertretern des Trägers zunächst intern eingeschätzt und auf Plausibilität geprüft. 3. Bei Bestätigung beziehungsweise Verhärtung des Verdachts wird eine externe fachliche Einschätzung durch kooperierende Beratungsdienste, ǁie ďeispielsǁeise „Der ParitätisĐhe“ eingeholt. 4. In einem Gespräch wird der Sachverhalt von den betroffenen Mitarbeitern geschildert. 5. Die Eltern des betroffenen Kindes werden über den Sachverhalt informiert. Die Elternvertreter werden zeitnah über die Vorfälle, unter Gewährung der Persönlichkeitsrechte und des Opferschutzes, in Kenntnis gesetzt. 6. Der Mitarbeiter wird während des Klärungsprozesses durch Stepke Kitas vom Dienst freigestellt. 7. Bestätigt sich der Verdacht führt dies zu einer unverzüglichen Kündigung und ggf. einer Anzeige bei der Strafverfolgungsbehörde 8. Bestätigt sich der Verdacht nicht, sorgt Stepke Kitas für entsprechende Rehabilitationsmaßnahmen zur Wiederherstellung der Reputation und der Arbeitsfähigkeit des Mitarbeiters. 9. Der Vorfall wird im Nachgang mit dem Team reflektiert. 16 Anlage 7: Verfahrensablauf bei vermuteten Machtmissbrauch durch Fachkräfte in Institutionen vom Paritätischen 17 18 Notizen: 19 15 Stand: 01.03.2017 Dieses Schutzkonzept dient dem Wohle des Kindes in unseren Einrichtungen stepke‐kitas.de Step Kids KiTas gGmbH Am Friedrichshain 22 10407 Berlin Stepke-KiTas Zweigstelle NRW Wittener Straße 324 42279 Wuppertal Tel.: +49 202 281 943 0 Fax: + 49 202 281 943 19 f.schittek@stepke-kitas.de Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, 40190 Düsseldorf Step Kids Kitas gGmbH vertreten durch Herrn Rechtsanwalt Björn Wengenmeier Am Friedrichshain 22 10407 Berlin 15 . Dezember 2016 Seite 1 von 2 Aktenzeichen 313-3.6102.5/B bei Antwort bitte angeben Gabriele Aabaslama Telefon 0211 837-2555 Telefax 0211 837-662555 gabriele.aabaslama@mfkjks.nrw.de Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe gemäß 75 SGB VIII Ihr Antrag vom 08.02.2016 auf unbefristete Anerkennung Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Wengenmeier, nach Prüfung Ihrer Unterlagen wird gemäß § 75 Achtes Buch Sozialge¬ setzbuch - Kinder und Jugendhilfe - in der Fassung der Bekanntma¬ chung vom 14. Dezember 2006 (BGBl. I S. 3134), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 28. Oktober 2015 (BGBl. I S. 1802), in Verbindung mit § 25 Abs. 1 des Ersten Gesetzes zur Ausführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes - AG - KJHG - vom 12. Dezember 1990 (GV. NRW. S. 664), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 17. Juni 2014 (GV. NRW. S. 336), der Träger Step Kids Kitas gemeinnützige GmbH Sitz: Berlin (am 15. Dezember 2016) unbefristet als Träger der freien Jugendhilfe gemäß §75 SGB VIII in Nordrhein-Westfalen anerkannt. Die vorgelegten Antragsunterlagen sind Gegenstand dieses Beschei¬ des. Es wird darauf hingewiesen, dass die Anerkennung nach § 25 Abs. 4 AG-KJHG widerrufen oder zurückgenommen werden kann, wenn die Voraussetzungen nicht Vorgelegen haben oder nicht mehr vorliegen. Ich bitte, mir jedes Jahr zum Stichtag 31. Dezember bis zum 31. März des darauf folgenden Jahres einen ausführlichen Bericht über die Angebote und Arbeit des Trägers vorzulegen. Dienstgebäude und Lieferanschrift: Haroldstraße 4 40213 Düsseldorf Telefon 0211 837-02 Telefax 0211 837-2200 poststelle@mf jks.nrw.de www.mfkjks.nrw.de Öffentliche Verkehrsmittel: Rheinbahn Linien 704, 709, 719 Haltestelle Poststraße Seite 2 von 2 Künftige Änderungen Ihrer Satzung, den beabsichtigten Wechsel des Vereinssitzes oder einen Wechsel im Vorstand bitte ich, mir umgehend mitzuteilen. Im Auftrag
Anlage A
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Anlage A zur V/0138/2019 Kurzüberblick Die Verwaltung schlägt vor, dem Träger Katholische Kirchengemeinde St. Lamberti die Träger- schaft für die Kindertageseinrichtung an der Neubrückenstraße im Stadtteil Altstadt zu übertra- gen. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Die Bundesregierung hat für den Ausbau von bedarfsgerechten Betreuungsangeboten in Deutschland einen gesetzlichen Rechtsanspruch geschaffen. Dieser Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz gilt seit dem 1. August 2013 für alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebens- jahr. Die Stadt Münster greift die Pflichtaufgabe zum bedarfsgerechten Ausbau der Kindertagesbe- treuung in der Produktgruppe 0601 „Förderung von Kindern in Tagesbetreuung“ in zwei Zielen auf. Zum einen ist der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für Kinder im Alter von 3 - 6 Jah- ren sicherzustellen und weiterhin sollen Tagesbetreuungsangebote für unter 3-jährige Kinder mit einer Versorgungsquote von bis zu 50 % ausgebaut werden. Mit dem Erreichen dieser Werte werden die ISM Leitziele „Wir werden einer der führenden Bildungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungsstandorte in Europa“ und „Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität mit hohem Wohn- wert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft weiterentwickeln“ for- ciert. Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung der Kindertageseinrichtung an der Neubrückenstraße und die anschließende Trägervergabe mit der Vorlage V/0782/2018 beschlos- sen. Die Verwaltung schlägt vor, dem Träger Katholische Kirchengemeinde St. Lamberti die Träger- schaft für die Kindertageseinrichtung an der Neubrückenstraße im Stadtteil Altstadt zu übertra- gen. Mit dem Beschluss über die Trägerschaft der Kindertageseinrichtung an der Neubrückenstraße wird rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtung ein Träger bestimmt, so dass weitere Detail- planungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden können. Finanzierung Produktgruppe: 0601 Förderung von Kindern in Tagesbetreuung Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja X Nein Im beschlossenen Haushaltsplan 2019 enthalten? X Ja Nein . Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? X Ja Nein Bereits veranschlagt? X Ja Nein Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung an der Neubrückenstraße betragen auf der Grundlage der unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen August bis Dezember 2021 347.100 € und 2022 ff. 838.100 €. Der städtische Betriebskostenanteil liegt für August bis De- zember 2021 bei 178.756,50 € und für 2022 ff. bei 431.621,50 €. Die Betriebskostenzuschüsse wur- den bereits mit dem Errichtungsbeschluss V/0782/2018 dargestellt. Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist x vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig Vollständig frei- willig Gesetzliche Grundlagen: SGB VIII §§ 22 – 26, insbesondere § 24 Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Münster gehört zu den am stärksten wachsenden Städten in Nordrhein-Westfalen. Nach aktuellen städtischen Vorausberechnungen könnte die Bevölkerung bis 2030 ohne starke Flüchtlingszuzü- ge im Basisszenario "Dynamischer Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort" auf 326.000 Einwoh- ner steigen. Unter Berücksichtigung zusätzlicher Flüchtlingszuwanderungen könnte das Wachs- tum noch deutlich stärker ausfallen und Münster in 2030 bis zu 347.000 Einwohner zählen. Die wachsende Stadt, die alle Bereiche des Lebens betrifft, ist eine zentrale Herausforderung, der sich Münster stellen muss. Die demographische Entwicklung der Stadt Münster ist ein grundlegender Bestandteil der Kita- ausbauplanung. Alle Maßnahmen zum Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder orientieren sich an der kleinräumi- gen Bevölkerungsprognose der Stadt Münster und sind darauf ausgerichtet, eine familienfreundli- che Stadtentwicklung zu fördern. Dazu tragen insbesondere die bedarfsgerechte Schaffung von Plätzen zur Erfüllung des Rechtsanspruchs für ü3-Kinder und der Ausbau von u3-Plätzen bei. Im Rahmen der unterschiedlichen Arbeitsfelder der Kindertagesbetreuung werden wichtige As- pekte wie Barrierefreiheit, Inklusion, Sprachförderung und Qualifizierung differenziert berücksich- tigt und unterstützen eine familienfreundliche Entwicklung in Münster. Weiterhin steht der Ausbau von Kindertagesbetreuungsangeboten im Einklang mit der Ausrichtung Münsters als führender Wirtschaftsstandort.
Anlage 2 Auswertungsformulare aller Träger V 0138 2019
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Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster
Auswertungsformular
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Neubrückenstraße im Stadtteil Altstadt
Name und Adresse des Trägers:
Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V.
Gustav-Stresemann-Weg 62
48155 Münster
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit,
Leitbild etc.
- Gründung des ASB Kreisverbandes Münsterland e.V.: 1972
- Anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe
- Betreibt bereits eine Kita in Münster, ab 2019 zwei weitere (Regina-Protman n-Straße,
Dahlweg) und in 2020 ebenfalls zwei weitere Kitas (Alt Angelmodde und Petersheide)
- Der ASB ist eine Hilfsorganisation und ein Wohlfahrtsverband
- Der ASB setzt sich aus dem Bundesverband, den Landesverbänden sowie Kreis- und
Ortsverbänden zusammen
- Die Grundlage der Arbeit bilden humanitäre und demokratische Grundsätze
- Der ASB arbeitet parteipolitisch neutral und konfessionell ungebunden
- Der ASB Kreisverband arbeitet am Leitbild der Gesamtorganisation
- Der ASB ist in der Flüchtlingsarbeit in Münster tätig
- Der Träger bietet ein breites Spektrum an Leistungen an und nutzt daher Sy nergieef-
fekte in diesen Bereichen (z.B. Einsatz eines Musiktherapeuten)
- Der ASB ist bestrebt den Bereich Kinder- und Jugendhilfe in Münster auszubauen
2. Wirtschaftlichkeit
Angebotener Trägeranteil
4,00% Trägeranteil
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben.
3. Fachlichkeit / Pädagogik
3.1. Rahmenkonzept
Fachliche Ausrichtung:
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kindert agesbe-
treuung liegen vor
- Situationsorientierter Ansatz mit Freispielgestaltung
- Jedes Kind soll den gleichen Zugang zur Bildung erhalten
- Potentiale und Ressourcen der Kinder durch ganzheitliches Lernen fördern
- Raumgestaltung: Aufteilung in Funktionsbereiche
- Schwerpunkte im Bereich Bewegung und gesunder Ernährung
- Sprachförderung im Kitaalltag
- Bildungsdokumentationskonzept liegt vor
Flexible Betreuung:
- Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der Eltern eingerichtet werden
- Öffnungszeiten: 07.00 - 16.30 Uhr , bei Bedarf bis 20.00 Uhr
2
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus:
- Aufnahme von Kindern mit und ohne Behinderung ist erwünscht, personelle Re ssour-
cen stehen dafür zur Verfügung (Inklusionsfachkräfte)
- Multikulturelle und multiprofessionelle Teams
- Inklusive, altersgemischte Gruppen
- Die individuellen Bedürfnisse der Kinder und Familien stehen im Vordergrund
- Partizipation und Integration grundlegend in der Arbeit verankert (Beschwerdem a-
nagement für Kinder)
- Träger hat bereits Erfahrungen im Bereich der Flüchtlingshilfe und in der Betreuung
von Kindern / Flüchtlingskindern
3.3. Gesundheitsförderung
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus:
- Bewegungsförderung steht im Vordergrund
- Gesundes Essen: Belieferung mit Frischkost (aus bestehender ASB Kita Gr ünschleife)
angestrebt
- Frühstücksbuffet, Kinder werden aktiv einbezogen
- Projekte zum Thema Ernährung / Gesundheit im Kitaalltag
- Kooperation mit Ärzten und Zahnärzten
- Angebote zur Verkehrserziehung / Unfallprävention
- Schulung der Mitarbeiter/-innen hinsichtlich Themen wie Hygiene, Pflege, Saube rkeit
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner
Bereits bestehende Vernetzungen:
- Vernetzung mit bestehenden Einrichtungen des ASB
Geplante Vernetzungen:
- Vernetzungen mit Pädagogen, Therapeuten, Ärzten, Psychologen, Frühför derstellen,
familienentlastenden Diensten etc.
- Kooperation mit Schulen (z.B. Schulbesuche)
- Kooperation mit Tagespflegepersonen im Stadtteil
- Generationenübergreifende Projekte mit Seniorengruppen geplant
- Kooperation mit Eltern-Kind-Grupp en, Familienbildungsstätten etc.
- Kooperation mit Fachschulen für Sozialpädagogik
- Aktive Teilnahme an Stadtteilarbeitskreisen, Fachgremien und AGs ist geplant
3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor.
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus:
- Kita als familienergänzende und -unterstützende Einrichtung
- Individuelles Eingewöhnungskonzept am Kind orientiert
- Strukturierte Elternarbeit findet statt
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende usw. finden statt
- Elternhospitationen möglich
- Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat
- Feste und Aktionen für Familien
- Hilfestellung und Begleitung von Familien in besonderen Lebenslagen
- Jährliche Abfrage der Betreuungszeiten
3
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß-
nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus:
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, Flexibilität des personellen Einsatzes durch
mehrere Einrichtungen in Münster zukünftig gegeben
- Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mitarbeiter/-innen (5 Bildungsta ge pro
Jahr)
- Regionale Fachberatung
- Bestehendes Qualitätsmanagement
- Regelmäßige Befragungen und Evaluationen
- Betriebliches Gesundheitsmanagement für alle Mitarbeiter/-innen
- Bezahlung der Mitarbeiter/-innen in Anlehnung an den TVöD
- Online gestütztes Arbeitsmaterial für Mitarbeiter/-innen zur Entlastung
- Kinderschutzkonzept liegt vor
4. Besondere Merkmale / Eignung
- Ausbau des stadtweiten Angebotes von Leistungen für Familien
- Durch ein breites Angebotsspektrum können Dienste und Ressourcen der Einrichtu n-
gen innerhalb der Hilfsorganisation verknüpft werden
- Einsatz eines Musiktherapeuten in den Einrichtungen
- Bei Bedarf Erweiterung der Öffnungszeiten bis 20.00 Uhr
1
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster
Auswertungsformular
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Neubrückenstraße im Stadtteil Altstadt
Name und Adresse des Trägers:
educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH
Alter Markt 36-42
50667 Köln
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit,
Leitbild etc.
- educcare ist ein gemeinnütziger Träger, häufige Kooperationen mit Unternehmen
- Gründung 2001; der Träger ist seit 2002 bundesweit anerkannter Träge r der freien
Kinder- und Jugendhilfe
- Betreiber von aktuell 34 Kindertageseinrichtungen in fünf Bundesländern mit über 900
Mitarbeiter/-innen
- Seit 2013 Betreiber der Betriebskita „Lacki Kids“ in Münster-Hiltrup
- Ab dem 1.8.2019 Betreiber der Kindertageseinrichtung an der Middelerstraße (Wo l-
beck)
- Weiterer Ausbau der Kindertagesbetreuungsangebote in Münster, um stadtweit Syner-
gien zu schaffen
- Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung liegt vor
2. Wirtschaftlichkeit
Angebotener Trägeranteil
6,00% Trägeranteil
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben
3. Fachlichkeit / Pädagogik
3.1. Rahmenkonzept
Fachliche Ausrichtung:
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kinderta gesbe-
treuung liegen vor
- Bildungs- und Betreuungskonzept als Grundlage der Arbeit
- Kita wird als zweites Zuhause für Kinder gesehen
- Individuelle Bildung mit partizipativem Ansatz
- „Ein Kind ist, was in ihm steckt“ ist Grundlage aller Zielformulierungen
- Angebote und Impulse für Kinder aufgrund eines bestimmten Beobachtungssystems
- Bilinguale Erziehung kann angeboten werden
- Gruppenübergreifende Arbeit in allen Gruppen- und Altersstrukturen
- Raum als „dritter Erzieher“ / Reggiopädagogik / sozialkonstruktivistischer Ansatz
- Einsatz verschiedener Beobachtungs- und Bildungsdokumentationsverfahren
Flexible Betreuung:
- Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der Eltern eingerichtet werden, z.B. B u-
chung von Zusatzstunden innerhalb und außerhalb der Öffnungszeiten (ExtraZeit)
- Regelöffnungszeiten : 07.00 Uhr - 19.00 Uhr, Betreuung max. 9 Std./Tag
- Ca. 20 Schließtage im Jahr
2
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus:
- Toleranz und Demokratie sind die Grundwerte des Trägers
- Jedes Kind wird individuell wahrgenommen und entsprechend seiner Bedürfnisse g e-
fördert - auch hinsichtlich Integration / Inklusion und Migration
- Erfahrungen in der inklusiven Betreuung von Kindern
- Barrierefreie Raumgestaltung
- Interdisziplinäre Fortbildungen für Fachkräfte
- Hohe Bedeutung interkultureller Kompetenz in Einrichtungen
- Partizipation im Kitaalltag integriert (z.B. Kinderkonferenzen)
- Genderpädagogik: Raumangebote mit ausgewogenen Spielmaterialien
- Einsatz von multiprofessionellen / multikulturellen Teams
3.3. Gesundheitsförderung
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus:
- Bewegungs- und Gesundheitsförderung durch verschiedene pädagogische Bausteine
- Individuelle Verpflegungskonzepte und Angebotsgestaltung je nach Kita (Zusamme n-
arbeit mit einem Caterer)
- Ernährung, Umgang mit Lebensmitteln, gemeinsames Kochen mit den Kindern
- Körpererfahrungen sammeln
- Kooperation mit Ärzten, Zahnärzten und Therapeuten
- Unfall-, Gewalt- und Suchtprävention
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner
Bestehende Vernetzungen
- Kooperationen mit den Kitas Lacki Kids in Hiltrup und Middelerstraße in Wolbeck
Geplante Vernetzungen:
- Zusammenarbeit mit Schulen und umliegenden Kitas im Sozialraum
- Vernetzung mit anderen Kitas und Trägern im Sozialraum: Gemeinsame Feste, g e-
meinsame Projekte, gegenseitige Besuche usw.
- Kooperationen mit Vereinen, Institutionen, anderen Trägern
- Kooperation mit Ärzten, Therapeuten, sonderpädagogischen Einrichtungen
- Ort familiärer Unterstützung (familienzentrumähnliche Strukturen)
- Kontakte mit bestehenden Kindertagespflegepersonen / Großtagespfleges tellen denk-
bar
- interkulturelle und generationenübergreifende Angebote
- Weiterentwicklung als Familienzentrum denkbar, Angebote je nach Bedarfen der Fa mi-
lien im Stadtteil
3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor.
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus:
- Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Vordergrund
- Individuelles Eingewöhnungskonzept am Kind orientiert (Berliner Modell)
- Fokus auf familienunterstützender Arbeit (Familie im Fokus)
- Strukturierte Elternarbeit findet statt
- Regelmäßige Elterngespräc he, Informationsgespräche, Tür- und Angelgespräche, El-
ternabende/-nachmittage usw. finden statt
- Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat
- Halbjährliche Elternbefragung
3
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernden
Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus:
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben / Flexibilität des personellen Einsatzes durch
mehrere Einrichtungen in Münster zukünftig gegeben
- Syne rgieeffekte mit bestehender Einrichtung „Lacki Kids“ und zukünftiger Einrichtung
an der Middelerstraße
- Coach als Fachberatung und Bindeglied zwischen zentralem Träger und Einrichtung
- Begleitung, Moderation und Beratung für Mitarbeiter/-innen, Leitung, Eltern
- Coach hat i.d.R. einen zusätzlichen fachlichen Schwerpunkt (z.B. Sprache, Naturwis-
senschaften etc.) und ist für die Vermittlung dieser Inhalte an andere Coaches und Lei-
tungen zuständig ist
- Fortbildungsangebote für Mitarbeiter/-innen
- 7 Teamtage pro Jahr für jede Einrichtung
- Verschiedene Evaluationsmöglichkeiten für Mitarbeiter/-innen und Eltern
- Personalentwicklungskonzept (z.B. durch Coaching)
- Bezahlung der Mitarbeiter/-innen nach Tarif
- Kinderschutzkonzept liegt vor
4. Besondere Merkmale des Trägers
- Ausbau der stadtweiten Angebote in Münster (Synergieeffekte hinsichtlich Persona l-
einsatz und Fachberatung)
- Flexible Öffnungszeiten; Vereinbarkeit von Familie und Beruf
- Insbesondere Erfahrung bei Betriebskitas
- Bilingualer Kita-Alltag wird angestrebt
1
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster
Auswertungsformular
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Neubrückenstraße im Stadtteil Altstadt
Name und Adresse des Trägers:
FRÖBEL Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbH
Komödienstraße 18-24
50667 Köln
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit,
Leitbild etc.
- FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH mit Sitz in Berlin ist eine Tochtergesellschaft
des FRÖBEL e.V.
- Anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe und Mitglied im paritätisc hen Gesamt-
verband
- Bundesweit tätiger Träger im Bereich der Kinderbetreuung und Hilfen zur Erziehung
(insgesamt über 180 Kitas in Deutschland, rund 60 davon in NRW)
- Philosophie des Friedrich Fröbel (Kinder verfügen über individuelles Bildungspotential)
- Pädagogisches Leitbild, Führungsleitbild und Unternehmensleitbild liegen vor
- In 2019 Eröffnung der Kindertageseinrichtungen Emmy-Herzog-Platz (Markweg) und
2020 der Kita Landsberger Straße in Amelsbüren
- Ab 01.08.2021 Betreiber der Kindertageseinrichtung im Zentrum Nord
2. Wirtschaftlichkeit
Angebotener Trägeranteil
9,00% Trägeranteil
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben.
3. Fachlichkeit / Pädagogik
3.1. Rahmenkonzept
Fachliche Ausrichtung:
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kinderta gesbe-
treuung liegen vor
- Arbeit mit offenem Konzept, Raumgestaltung in Funktionsbereiche
- Konzeptioneller Schwerpunkt Neubrückenstraße : Theater und Medienpädagogik
- Schwerpunkt Bilingualität
- Alltagsintegrierte Sprachbildung und -förderung
- Einsatz verschiedener Beobachtungs- und Bildungsdokumentationsverfahren
- Individualisierung und Partizipation von Kindern
Flexible Betreuung:
- Regelöffnungszeiten: 07.00 Uhr - 17.00 Uhr
- Flexible Öffnungszeiten, an den Bedürfnissen der Eltern ausgerichtet.
- Durchgängige Betreuung - auch während der Ferienzeit
2
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus:
- Aufnahme von Kindern unterschiedlicher Herkunft / Konfessionen
- Partizipation als konzeptioneller Schwerpunkt (Rechte durch die EU-
Kinderrechtskonvention)
- Kinder werden für verschiedene Weltanschauungen sensibilisiert und in ihrer interku l-
turellen Kompetenz gefördert
- Ideen zur Nutzung neuer Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit Beh inderun-
gen
- Einsatz von multikulturellen / multiprofessionellen Teams
- Einsatz von männlichen Fachkräften
- Pädagogisches Handeln orientiert sich an den Bedürfnissen und Ressourcen der Ki n-
der
- Fröbelberatungsstelle / Fröbelfon als übergeordnete Soforthilfe immer erreichb ar
3.3. Gesundheitsförderung
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus:
- Als zentrale Aufgabe: Eine lebensweltbezogene und ganzheitliche Gesundheitsförd e-
rung
- Das Ernährungskonzept sieht eine ausgewogene, altersentsprechende und hochwert i-
ge Ernährung vor
- Frischkost durch Einrichtung einer Frischkostküche (sofern bauliche Umsetzu ng in Ab-
stimmung mit dem Investor möglich); Beteiligung der Kinder, Erleben der Essenskultur,
Erlernen von Essenszubereitung
- Einrichtung von Ruhezonen zur Förderung der körperlichen / seelischen Entspannung
und Ruhe
- Bereits Erfahrung in der Zertifizierung von Bewegungskitas
- Gewalt- und Suchtprävention
- Betriebliches Gesundheitsmanagement für Mitarbeiter/-innen
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner
Bestehende Vernetzungen:
- Kindertageseinrichtung am Emmy-Herzog-Platz (Markweg) ab dem 01.09.2019 in B e-
trieb, Eröffnung der Kita Zentrum Nord zum 01.08.2021
Geplante Vernetzungen:
- Offener Zugang auf alle vorhandenen Sozialraumakteure ist geplant
- Kooperation mit der Martinigrundschule und der Martin-Luther-Schule , um einen rei-
bungslosen Übergang vom Kindergarten in die Grundschule zu ermöglichen und ge-
meinsame Projekte durchzuführen
- Kooperation mit der Kindertagespflege, um Übergänge zu gestalten; Erfah rungen
durch die Übernahme einer Tagespflege mit angestellten Tagespflegepersonen
- Aufgrund des Schwerpunktes „Theater und Medienpädagogik“ sind Kooperationen mit
dem Theater und Jungen Theater Münster, sowie dem LWL Museum für Kunst und
Kultur und dem Picasso-Museum geplant
- Kooperationen mit Künstlern im Kontext der Skulptur Projekte
- Exkursionen und Ausflüge im Sozialraum
- Weiterentwicklung zum Familienzentrum bei Bedarf gewünscht
3
3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor.
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus:
- Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Bemühen um die Entwicklung und das Wohlb e-
finden des Kindes
- Eingewöhnung nach dem Berliner oder Münchener Eingewöhnungsmodell
- Strukturierte Elternarbeit findet statt
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende usw. finden statt
- Elternhospitationen möglich
- Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat
- Regelmäßige Elternbefragungen
- Einbindung und Beteiligung der Eltern an pädagogischen Aktivitäten
- Errichtung einer Lounge, die Eltern zum Austausch und Verweilen einlädt
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß-
nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus:
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben / Flexibilität des personellen Einsatzes durch
mehrere Einrichtungen in Münster zukünftig gegeben
- Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mitarbeiter/-innen
- Konzept zum betrieblichen Gesundheitsmanagement
- Externe Qualitätsentwicklung durch PädQuis (einem pädagogischen Qualitäts- und In-
formationssystem)
- Interne Evaluation anhand des Nationalen Kriterienkataloges (NKK)
- Jährliche Evaluation der pädagogischen Arbeit
- Durchführung regelmäßiger Qualitätszirkel zu pädagogischen Themen
- Zentrales Beschwerdemanagement für Eltern sowie Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
- Kinderschutzkonzept liegt vor
- Bezahlung der Mitarbeiter/-innen nach eigenem Haustarifvertrag
- Betreiber einer Fachschule für Sozialpädagogik
4. Besondere Merkmale des Trägers
- Durchgängige Betreuungszeiten - auch in den Ferien
- Ausbau des Standortes Münster, um Synergieeffekte zu nutzen (hier mit den na hege-
legenen Kitas in der Innenstadt am Emmy-Herzog-Platz (Markweg) und im Zentrum
Nord)
- Eröffnung einer Geschäftsstelle in Münster ab Juni 2019
- Erfahrungen als Träger in der Kindertagespflege
1
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster
Auswertungsformular
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Neubrückenstraße im Stadtteil Altstadt
Name und Adresse des Trägers:
Global Education gGmbH
Tochtergesellschaft der: pme Familienservice gGmbH
Friesenring 50
48147 Münster
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit,
Leitbild etc.
- Global Education gGmbH ist eine 100%ige Tochterge sellschaft der pme Familienser-
vice gGmbH
- Die pme Familienservice Gruppe ist an mehr als 30 Standorten in Deutschland, Öster-
reich, der Schweiz und Tschechien vertreten
- Betreibt über 60 betriebsnahe Kinderbetreuungsein richtungen in Deutschland (Kinder-
gärten, Kinderkrippen, Back-up-Einrichtungen, Familienkrippen, Schülerbetreuungen)
- In Münster mit einer Geschäftsstelle und einem Ba ck-up-Service vertreten
- Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung li egt vor
2. Wirtschaftlichkeit
Angebotener Trägeranteil
4,50% Trägeranteil
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben.
3. Fachlichkeit / Pädagogik
3.1. Rahmenkonzept
Fachliche Ausrichtung:
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kindertagesbe-
treuung liegen vor
- Orientierung am modernen Familien- und Arbeitsleb en, Verständnis als Dienstleister
- Bedürfnisse von Eltern und Kindern im Mittelpunkt
- Kind als „autonomer und individueller Akteur sein er Entwicklung“ (ressourcenorientiert,
Resilienz fördernd), Fachkraft bzw. Erwachsener als Begleiter der Entwicklungspro-
zesse
- Teilnahme „Haus der kleinen Forscher“ (Forschende s Lernen)
- Tiergestützte Pädagogik
- Alltagsintegrierte Sprachbildung
- Bildungsdokumentationskonzept liegt vor
Flexible Betreuung:
- Öffnungs- und Schließzeiten sind an Bedürfnissen der Eltern orientiert
- Flexible Betreuungsmodelle möglich
2
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus:
- Einsatz von multikulturellen / multiprofessionell en Teams mit verschiedenen Migrati-
onshintergründen
- Hoher Anteil von männlichen Fachkräften
- Erfahrungen in der inklusiven Betreuung von Kinde rn
- Bereits Erfahrungen mit dem Thema Migration / Par tizipation
- Schulungen der Mitarbeiter/-innen zu den einzeln en Themenfeldern (Experten)
3.3. Gesundheitsförderung
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus:
- Gesunde Ernährung und Bewegung als Schwerpunkt
- Frische und selbstständige Zubereitung in Kochküc he (Frischkostküche, sofern bauli-
che Umsetzung in Abstimmung mit dem Investor möglich)
- Regionale und saisonale Lebensmittel
- Bewegungsangebote innerhalb und außerhalb der Kit a
- Hygieneerziehung und Zahngesundheit sind Bestandt eile der Gesundheitsförderung
- Beratung der Familien / Eltern zu Themen der Gesu ndheitsförderung
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner
Geplante Vernetzungen:
- Zusammenarbeit mit Schulen ist konzeptionell vorg esehen
- Teilnahme an Fachgremien und Arbeitsgemeinschafte n
- Kontakte zu Beratungs- und Frühförderstellen
- Kontakte zum Jugendamt, sozialpädiatrischen Zentr en, Zahnärzten, Therapeuten
- Kooperation mit anderen Kindertagesstätten im Soz ialraum (z. B. Projekte)
- Sozialraumorientierung bei Ausflügen
- Die Übergänge zwischen Tagespflege, Kita und Schu le werden sensibel begleitet
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor.
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus:
- Eingewöhnung nach Berliner Eingewöhnungsmodell
- Jährlich stattfindende Elternbefragungen
- Strukturierte Elternarbeit findet statt
- Feedback als Chance für die Weiterentwicklung
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elt ernabende usw. finden statt
- Regelmäßige Newsletter für die Eltern
- Beschwerdemanagementkonzept liegt vor
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß-
nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus:
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben
- Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mi tarbeiter/-innen
- Bezahlung der Mitarbeiter/-innen nach Tarif
- Betriebliches Gesundheitsmanagement
- Kitamanagement und Fachberatung bei pme Familiens ervice gGmbH angesiedelt
- internes pme Familienservice – Wikipedia als Plat tform für Fachkräfte
- Kinderschutzkonzept liegt vor
3
- Beschwerdemanagementkonzept liegt vor
- Qualitätssicherung nach DIN ISO-Zertifizierung so wie anhand des Nationalen Kriteri-
enkatalogs (NKK)
4. Besondere Merkmale / Eignung
- Schwerpunkt Vereinbarkeit von Familie und Beruf
- Erfahrungen mit flexiblen und erweiterten Betreuu ngszeiten
- Bildungsschwerpunkt: „Haus der kleinen Forscher“, Ernährung, Bewegung
- Lokaler Bezug durch die Geschäftsstelle in Münste r
1
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster
Auswertungsformular
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Neubrückenstraße im Stadtteil Altstadt
Name und Adresse des Trägers:
Kinderzentren Kunterbunt gGmbH
Carl-Schwemmer-Straße 9
90427 Nürnberg
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit,
Leitbild etc.
- Gemeinnütziger Träger der freien Jugendhilfe mit Sitz in Nürnberg
- 1998 als Elterninitiative gegründet
- Spezialisiert auf Kinderbetreuung, Weiterbildung und frühkindliche Erziehun g
- Idee: Erweiterte und ganzjährige Öffnungszeit zur Vereinbarkeit von Fami lie und Beruf
- Seit 2004 / 2005 eingetragen als gGmbH
- Aktuell Träger von bundesweit 80 Kitas – hiervon 30 in NRW (hauptsächlich Köln /
Bonn)
- Betreiber von zwei Einrichtungen in Telgte (Eröffnung 09/2018 und 09/2019, als Par t-
nereinrichtungen dienend)
- Übergeordnete Rahmenkonzeption – individuelle Konzeptentwicklung am Standort an-
hand der Bedarfe und Ressourcen
- Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung liegt vor
2. Wirtschaftlichkeit
Angebotener Trägeranteil
4,00 % Trägeranteil
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben.
3. Fachlichkeit / Pädagogik
3.1. Rahmenkonzept
Fachliche Ausrichtung:
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kinderta gesbe-
treuung liegen vor
- Übergeordnetes Rahmenkonzept
- Ko-konstruktive Arbeit in den Kitas, Lernen durch Zusammenarbeit
- Schwerpunkte werden individuell am Standort entwickelt anhand der Bedarfe und Re s-
sourcen
- Träger hat bisher noch wenig Erfahrungen mit Familienzentren, steht dem aber offen
gegenüber und plant in zwei Einrichtungen aktuell die Weiterentwicklung zum Familien-
zentrum
- Teiloffenes Konzept (angepasst auf altersspezifische Differenzen)
Flexible Betreuung:
- Regelöffnungszeiten: 07.30 Uhr – 17.00 Uhr
- Flexibles Stundenbuchungssystem
- Öffnungszeiten werden anhand von Bedarfsabfragen angepasst
- Zusätzliches Angebot von flexiblen Buchungsstunden (ExtraZeit)
2
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus:
- Inklusion als wichtiger Faktor für gelingende Bildungs- und Betreuungsarbei t im ganz-
heitlichen Sinne (Kinder, Familie, Fachkräfte)
- Qualitätsleitungen betreuen jeweils 15 Kitas in päd. Fragen und allen Querschn ittsfra-
gen
- Konzept der Ko-Konstruktion: Individuelle Betrachtung und Partizipation des Kindes
(z.B. Kinderkonferenz)
- Beteiligung der Eltern und Kinder in Entscheidungsprozessen
- Möglichst gemischtgeschlechtliche Zusammensetzung des Teams
3.3. Gesundheitsförderung
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus:
- Bereits in bestehenden Kitas ist der Bereich der Gesundheitsförderung ein Schwe r-
punkt
- Aktive Arbeit im Bereich Bewegung und Ernährung
- Hygiene und Zahngesundheit konzeptionell verankert
- Beratung und Angebote für Familien zum Thema Gesundheitsförderung
- Kräutergarten im Außenbereich
- Angebote für Eltern zu diesen Themen
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner
Geplante Vernetzungen:
- Kooperation mit z.B. Jugendamt, Grundschulen, Kindergärten, Büchereien im Stadtteil
- Vernetzung mit Kindertagespflege gewünscht, Übernahme der Trägerschaft ei ner Groß-
tagespflegestelle vom Träger gut vorstellbar
- Teilnahme an AKs und AGs ist gewünscht
- Synergien mit Partnereinrichtungen in Telgte (u.a. Vertretungsregelungen)
3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor.
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus:
- Eingewöhnung nach dem Münchener Eingewöhnungsmodell
- Ko-Kunstruktion in der Elternarbeit durch die aktive Beteiligung der Eltern und Kinder in
Entscheidungsprozessen
- Sicherstellung der Partnerschaft durch gemeinsame Gremienarbeit
- Offener Austausch mit Eltern (Transparenz)
- Feedbackgespräche bei Verlassen der Kita
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernden
Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus:
- Interne und externe Fortbildungen für Mitarbeiter/-innen
- Interne Fortbildungen durch Inklusionsfachberaterin
- Vier Fortbildungstage pro Mitarbeiter/-innen / Jahr
- Bezahlung der Mitarbeiter in Anlehnung an den TVöD
- Jährliche anonyme Mitarbeiter/-innen sowie Elternbefragung
- Feedbackgespräche sind jederzeit möglich
- Facilitymanagement zur kurzfristigen Behebung von Sachmängeln
3
4. Besondere Merkmale / Eignung
- Ausbau der Angebote in Ballungszentren / Raum Westfalen
- Angebot der erweiterten und ganzjährigen Öffnungszeiten
1
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster
Auswertungsformular
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Neubrückenstraße im Stadtteil Altstadt
Name und Adresse des Trägers:
Kleine Riesen Nord gGmbH
Esslinger Straße 69
73732 Esslingen
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit,
Leitbild etc.
- Kleine Riesen Nord gGmbH ist ein Tochterunternehmen der Giant Leap GmbH und Co
KG
- Gemeinnütziger Träger der Kinder- und Jugendhilfe
- Betreiber von bundesweit aktuell 30 Kindertageseinrichtungen und Kinderkrippen
- Seit 2018 Betreiber von drei Kindertageseinrichtungen Willingrott, H ermannschule, und
Interims-Pavillon Albachten (dauerhafte Folgeeinrichtung in Albachten-Ost) und in
2019 Inbetriebnahme von drei weiteren Einrichtungen (Meyerbeerstraße, Eichendorff-
straße, Pavillon Beckstraße)
- Implementierung einer anteiligen Fachberatung in Münster
- Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung liegt vor
2. Wirtschaftlichkeit
Angebotener Trägeranteil
9,00% Trägeranteil
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben.
3. Fachlichkeit / Pädagogik
3.1. Rahmenkonzept
Fachliche Ausrichtung:
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kinderta gesbe-
treuung liegen vor
- Individuelle Förderung und Entwicklung des Kindes
- Entwicklung des Schwerpunktes der Einrichtung anhand der bestehenden Bedarfe und
Ressourcen des Teams, der Eltern und Kinder
- Geschlossenes Konzept mit festen Bezugserziehern für die Kinder
- Sprachförderung im Kitaalltag
- Bildungsdokumentationskonzept (quartalsweise Entwicklungsprofile) liegt vor
- Bei Bedarf soll Bilingualität angeboten werden
Flexible Betreuung:
- Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der Eltern eingerichtet werden, Einstieg
in das Modell ExtraZeit / FlexiZeit vorstellbar
- Regelöffnungszeiten : 07.00 Uhr - 16.00 Uhr
2
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus:
- Bereits Erfahrungen mit dem Thema Migration / Partizipation
- Jedes Kind wird individuell wahrgenommen
- Einsatz von multikulturellen / multiprofessionellen Teams mit verschi edenen Migrati-
onshintergründen
- Externe und interne Schulungen der Mitarbeiter/-innen in Bezug auf Migration / Inklusi-
on
- Erfahrungen in der inklusiven Betreuung von Kindern
- Möglichst Einsatz von männlichen Fachkräften
3.3. Gesundheitsförderung
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus:
- Der Träger bietet Essen vom Zulieferer in Kombination mit frischen Lebensmittel n an
nach DGE-Standards
- Gemeinsame Essenssituation als schöner und besonderer Moment im Kitaaltag
- Projekte zur Gesundheitserziehung und Zahngesundheit in Kooperation mit dem G e-
sundheitsamt
- Bewegungsangebote innerhalb und außerhalb der Kita, auch in Kooperation mit Vere i-
nen im Stadtteil
- Beratung der Familien / Eltern zu Themen der Gesundheitsförderung
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner
Geplante Vernetzungen:
- Zusammenarbeit mit Schulen (z.B. Martin-Luther Grundschule, Kreuzschule) im Sozi-
alraum
- Zusammenarbeit mit Frühförderung in den Räumlichkeiten der Kindertageseinrichtung
- Vernetzung mit anderen Kitas im Sozialraum: Gemeinsame Feste, gemeinsame Pr o-
jekte usw.
- Kooperation mit Sportvereinen im Sozialraum geplant
- Kooperation mit der Tagespflegepersonen im Stadtteil
- Zertifizierung zum Familienzentrum nach Entwicklungsphase in Münster anvisiert
- Weitere Zusammenarbeit mit Musikschulen, der Bücherei, Ärzten, Betri eben und ande-
ren Akteuren im Sozialraum geplant
- Teilnahme an Arbeitskreisen und AGs ist geplant
3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor.
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus:
- Individuelles Eingewöhnungskonzept nach dem Berliner Modell am Kind orientiert
- Strukturierte Elternarbeit findet statt
- Stichwortartige Tagesdokumentation bei den u3-Kindern
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende usw. finden statt
- Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat
- Jährliche Elternbefragung
- Beschwerdemanagementkonzept liegt vor
3
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernden
Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus:
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, Flexibilität des personellen Einsatzes durch
mehrere Einrichtungen in Münster zukünftig gegeben
- Implementierung einer anteiligen Fachberatung in Münster
- Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mitarbeiter/-innen
- Fünf Konzeptionstage pro Einrichtung im Jahr
- Bezahlung der Mitarbeiter/-innen in Anlehnung an den TVöD
- Qualitätssicherung anhand der 6-SIGMA-DMAIC Methode
- Teilnahme an Fachgremien und AGs ist geplant
- Kinderschutzkonzept liegt vor
4. Besondere Merkmale des Trägers
- Möglichkeit verschiedener Schwerpunktbildungen anhand sozialräumlicher Bedarfe
(Bilingualität, Naturwissenschaftliche Bildung, usw.)
- Erfahrungen in der Arbeit der Interkulturalität und mit bildungsfe rnen Familien
- Ausbau des Standortes Münster, um Synergieeffekte (Vertretungsregelungen, Fachbe-
ratung vor Ort) zu erzielen
1
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster
Auswertungsformular
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Neubrückenstraße im Stadtteil Altstadt
Name und Adresse des Trägers:
Outlaw gemeinnützige Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe mbH (Outlaw gGmbH)
Johann-Krane-Weg 18
48149 Münster
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild
etc.
- Gründung des Unternehmens in 1987, seit 10 Jahren in Münster tätig
- Die Outlaw gGmbH ist ein bundesweit anerkannter freier Träger der Kinder- und J u-
gendhilfe und Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband
- In Münster ist der Träger mit 7 Kindertageseinrichtungen und einer Dependance ver-
treten, in der Region West mit 40 Einrichtungen
- Die Angebote im Bereich der Kindertagesbetreuung s ind bei Outlaw mit der Überschrift
„Kita und More“ zusammengefasst und stehen nicht nur für die Betreuung von Kindern
in Kindertageseinrichtungen, sondern umfassen alle Angebote frühkindlicher Bildung,
Betreuung und Erziehung
2. Wirtschaftlichkeit
Angebotener Trägeranteil
5,50% Trägeranteil
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben.
3. Fachlichkeit / Pädagogik
3.1. Rahmenkonzept
Fachliche Ausrichtung:
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kindert agesbe-
treuung liegen vor.
- Pädagogisches Konzept wird an die jeweiligen Rahmenbedingungen des Sozia lraums
angepasst
- Kita als zweites Zuhause für Kinder
- Leitgedanke: spielend lernen
- Alltagsintegrierte Bildung, individuelle Förderung des Kindes
- Videobasierte Bildungsdokumentation
- Weiterentwicklung zum Familienzentrum gewünscht
- Alle Kitas arbeiten bereits in familienzentrumähnlichen Strukturen
- „Kita-Sozialarbeit“ wird auch in Münster verankert (Unterstützung, Beratung, Angebote
und Projekte für Familien)
2
Flexible Angebote:
- Angebot von flexiblen Öffnungszeiten, Teilnahme an den Modellprojekten Flexi Zeit und
ExtraZeit
- Regelöffnungszeit nach Bedarfen der Eltern
- In den Ferien eingeschränkte Öffnungszeiten
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders hervor:
- Integration ist gelebter Alltag
- Erfahrung in der Betreuung von Kindern mit Behinderung in allen Einrichtungen
- Multiprofessionelle und multikulturelle Teams
- Ca. 15-20 % Anteil männliche Erzieher
- Angebote und deren Vermittlung für Familien hinsichtlich Sprachkurse etc. (Famili en-
zentrumähnliche Angebote)
- Fortbildungen für Mitarbeiter/-innen entsprechend der Bedarfe
- Partiz ipation hat hohen Stellenwert (Kinderparlament, Kinderkonferenz; „Paul“ stellv.
für den Stellenwert und Bedeutung der Partizipation)
- Förderung der individuellen Entwicklung von Jungen und Mädchen
3.3. Gesundheitsförderung
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders hervor:
- Zahlreiche Bewegungsangebote
- Nutzen der umliegenden Spielplätze, Waldtage , Sportangebote
- Kooperation mit Ärzten und dem Gesundheitsamt hinsichtlich Hygiene
- Erste-Hilfe-Angebote auch für Kinder
- Gesunde Ernährung und bedarfsgerechte Angebote zur Verpflegung
- Das Mittagessen wird von einem Caterer bezogen, der seinen Menüplan auf die b e-
sonderen Essgewohnheiten und Bedarfe der Kinder (Religion, Allergien, Vegetarier)
ausrichtet
- Es soll ein verlässliches kindgerechtes Angebot von Ernährung, Bewegung und En t-
spannung im pädagogischen Alltag geschaffen werden
- Ressourcen im Team geschaffen (Logopädie und Motopädie)
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner
Geplante Vernetzungen:
- Flexible Betreuungszeiten sollen passgenau auf die Bedürfnisse der Familien abg e-
stimmt werden (FlexiZeit, ExtraZeit)
- Zusammenarbeit mit umliegenden Kitas, Grundschulen, Sportvereinen
- Mitarbeit im Stadtteilarbeitskreis und AGs
- Übergang Kita und Schule durch Hospitationen, gemeinsame Feste, Aktionen und r e-
gelmäßiger Austausch der Akteure, Kinder sollen den Schulweg kennenlernen
- Kooperation mit der Kindertagespflege, Übergänge sollen sicher gestaltet w erden,
Entwicklung von Konzepten mit der Kindertagespflege
- Synergien und Kooperationen mit der Kita Uppenberg / Wienburgstraße
- Weiterentwicklung zum Familienzentrum denkbar
3
3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor.
Der Träger garantiert:
- Individuelle Eingewöhnungskonzept e nach dem Berliner Modell
- Bedarfe der Kinder durch regelmäßigen Austausch mit den Eltern erkennen, Entwi ck-
lungsgespräche zwei Mal jährlich
- Transparente Kommunikation mit den Eltern
- Beschwerde- und Feedbackmanagement für Eltern und Mitarbeiter/-innen
- Elternbeirat und Elternabende finden regelmäßig statt
- Unterstützung der Familien im Aufbau von Netzwerken
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß-
nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor:
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, Freistellung der Leitung auch in kleinen Einric h-
tungen
- Springerkrä fte für alle Einrichtungen in Münster
- Pädagogische Fachberatung als Bereichsleitung
- Regelmäßige interne und externe Fortbildungen für Mitarbeiter/-innen
- Transparentes und kommunikatives Führungsleitbild wird gelebt
- Erarbeitung eines eigenen Qualitätsmanagementsystems (angelehnt an QuaMS)
- Leitungsrunden und AGs finden regelmäßig zum Austausch statt
- Ausbildung von Erzieher/-innen im Anerkennungsjahr, praxisintegrierte Ausbi ldung,
Berufspraktikanten
- Kinderschutzkonzept liegt vor
4. Besondere Merkmale / Eignung
- Langjährige Erfahrungen mit Kindertagesbetreuungsangeboten in untersc hiedlichen
Stadtteilen in Münster
- Weitere ergänzende Angebote im Stadtteil, insbesondere die Vermittlung v on gezielten
Angeboten im Bereich der flexiblen Betreuungszeiten mit FlexiZeit und ExtraZeit
- „Kita-Sozialarbeit“ wird auch in Münster verankert (Unterstützung, Beratung, Angebote
und Projekte für Familien)
- Synergien und Kooperationen mit der Kita Uppenberg / Wienburgstraße
- Ausbau der Kindertagesbetreuung in Münster
1
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster
Auswertungsformular
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Neubrückenstraße im Stadtteil Altstadt
Name und Adresse des Trägers:
Kath. Kirchengemeinde St. Lamberti
Kirchherrngasse 14
48143 Münster
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild
etc.
- Die Kath. Kirchengemeinde St. Lamberti ist bereits Träger von zwei Ki ndertagesein-
richtungen (St. Lamberti und St. Ludgeri)
- Insgesamt 43 Kitas in kath. Trägerschaft im Stadtdekanat Münster
- Die Neubrückenstraße liegt im Gemeindegebiet St. Martini
- Schwerpunkt der Gemeinde ist der Bereich Familie, Kinder, und Jugend
- Einrichtung wird als Ergänzung im Gemeindegebiet St. Martini angesehen
- Christliches Wertebild: Mensch als Person mit seiner unverlierbaren, von Gott g e-
schenkten Würde
2. Wirtschaftlichkeit
Angebotener Trägeranteil
12,0% Trägeranteil im Rahmen des kirchlichen Grundbestandes.
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben.
3. Fachlichkeit / Pädagogik
3.1. Rahmenkonzept
Fachliche Ausrichtung:
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kindert agesbe-
treuung liegen vor
- Grundhaltung: Unantastbarkeit der Würde des Menschen
- Individuelle Bedürfnisse und Stärken des Kindes im Mittelpunkt
- Religion und Ethik: religionspädagogische Angebote zur Vermittlung einer offenen und
akzeptierenden Weltanschauung
- Pädagogische Schwerpunktthemen werden nach Start der Einrichtung je nach Res-
sourcen entwickelt
- Alltagsintegrierte Sprachförderung (BasiK)
- Weiterentwicklung zum Familienzentrum (im Verbund) gewünscht
Flexible Angebote:
- Regelöffnungszeit: 7.00 Uhr – 17.00 Uhr
- ca. 15 Schließtage im Jahr
- Notfallbetreuung in den Ferien durch die Kitas in den Kirchengemeinden abgedeckt
2
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthemati k
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus:
- Pädagogisches Handeln orientiert sich an den Bedürfnissen und Ressourcen der Ki n-
der
- Partizipation als Grundlage der pädagogischen Arbeit (z. B. demokrati sche Abstim-
mung)
- Interkulturelle Bildung und Förderung in der Einrichtung
- Einsatz eines multiprofessionellen Team
- Langjährige Erfahrung in der inklusiven Betreuung von Kindern
- Beratung und Hilfestellung für Familien hinsichtlich anderer Fachdienste (Familien zent-
rumähnliche Angebote)
3.3. Gesundheitsförderung
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus:
- Zahlreiche Bewegungsangebote im Alltag
- Gesunde Ernährung und bedarfsgerechte Angebote zur Verpflegung (Zubereitungsart
wird noch geprüft)
- Kooperation mit Ärzten und dem Gesundheitsamt hinsichtlich Hygiene, Zahngesun d-
heit und Impfaufklärung
- Schlaf- und Ruhephasen der Kinder nach den individuellen Bedürfnissen
- Körperliches und seelisches Wohlbefinden steht im Vordergrund
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner
Geplante Vernetzungen:
- Lage der Kita liegt im Gemeindegebiet St. Lamberti
- Vorhandene Kooperationen können intensiviert und übernommen werden
- Vernetzungen und Kooperationen mit der Martinigrundschule für den Übergang in die
Grundschule
- Kooperation mit Großtagespflegestellen und weiteren Kitas gewünscht
- Kooperation mit der Bücherei der Kirchengemeinde
- Martinikirche bietet Kinderkatechese und Familienangebote
- Kooperationen mit dem Haus der Familie
- Einbindung der Ordensschwestern (Träger einer Fachschule für Sozialpädagogik in
Coesfeld)
- Zusammenarbeit mit dem Bischöflichen Berufskolleg Hildegardisschule und den unte r-
schiedlichen Fachschulen im sozialpädagogischen Bereich
- Entwicklung zum Familienzentrum in Kooperation mit den Kitas St. Lam berti und St.
Ludgeri gewünscht
3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor.
Der Träger garantiert:
- Individuelle Eingewöhnungskonzept e nach dem Berliner Modell
- Partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Eltern
- Strukturierte Bildungsdokumentation
- Aufnahmegespräche, Kennenlernen-Nachmittage, Hausbesuche, Eltern-Kind-
Nachmittage, Feste und Feiern, Entwicklungsgespräche, Elternabende usw. finden
statt
- Beschwerde- und Feedbackmanagement für Eltern und Mitarbeiter/-innen
- Kritik als Bereicherung für eine positive Weiterentwicklung
3
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß-
nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus:
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben
- Fachberatung durch Diözesan Caritasverband
- Qualitätsentwicklung durch QualiCa (Zertifizierungsprojekt der Cariats)
- Regelmäßige interne und externe Fortbildungen für Mitarbeiter/-innen
- Regelmäßige Konzeptionstage in den Einrichtungen
- Zentralrendantur als gemeinsame Verwaltung der Kitas in Münster
- Anbindung des Kirchenvorstandes ist fest verankert
- Bezahlung nach KAVO analog zum TVöD, plus KZVK
- Kinderschutzkonzept liegt vor
4. Besondere Merkmale / Eignung
- Langjährige Erfahrungen mit Kindertagesbetreuungsangeboten im Bezirk Altstadt
- Lage der zukünftigen Einrichtung im Gemeindegebiet St. Martini (Schwerpunkt Famili-
enangebote)
- Als katholische Einrichtung besteht eine enge Anbindung zu den Ordensschwestern
- Nutzung von Synergien durch eine weitere Einrichtung innerhalb der Kirchengemeinde
1
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster
Auswertungsformular
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Neubrückenstraße im Stadtteil Altstadt
Name und Adresse des Trägers:
Step Kids KiTas gGmbH
Am Friedrichshain 22
10407 Berlin
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit,
Leitbild etc.
- Step Kids Kitas gGmbH ist ein Tochterunternehmen der Step Kids Education GmbH –
ein bundesweit tätiger Träger von aktuell 15 Kindertageseinrichtungen in NRW und
Brandenburg / Berlin
- Anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe
- Angebot von Brückenprojekten: Mobile Kitas (für Kinder mit Fluchthinterg rund)
- Seit April 2017 gehört Stepke zur AcadeMedia Gruppe
- Überkonfessioneller und diskriminierungsfreier Träger
- Ausbau der Angebote in NRW
- Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung liegt vor
2. Wirtschaftlichkeit
Angebotener Trägeranteil
9,00% Trägeranteil
In Münster entfallen sowohl die Aufnahmegebühr als auch die Zusatzbeiträge.
3. Fachlichkeit / Pädagogik
3.1. Rahmenkonzept
Fachliche Ausrichtung:
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kinderta gesbe-
treuung liegen vor
- Situationsorientierter und systemischer Ansatz
- Konzeptausrichtung: Best Practice Ansatz abhängig vom Sozialraum
- Konzeptionsschwerpunkte z.B. Schwimmen, Wald- und Wiesentage, Musik, Bew e-
gung, Natur, Ernährung
- Bilingualität durch Native Speaker in allen Einrichtungen
- Alltagsintegrierte Sprachbildung, Kommunikationskultur
- Bildungsdokumentationskonzept liegt vor
Flexible Betreuung:
- Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der Eltern eingerichtet werden, Einstieg
in die Modellprojekte ExtraZeit / FlexiZeit vorstellbar
- Regelöffnungszeiten: 07.00 Uhr - 17.00 Uhr
- Bei Bedarf 11 Stunden Öffnungszeit möglich
2
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthemat ik
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus:
- Individuelle Arbeit mit jedem Kind entsprechend seiner Bedarfe
- Gleichbehandlung aller Kinder hinsichtlich Integration / Inklusion / Migration un d Ge-
schlechtsidentität
- Barrierefreie Kitas
- Schulung der Mitarbeiter/-innen im Bereich der Querschnittsaufgaben (z.B. Sprachliche
Begleitung aller Handlungen - Sprachförderung im Alltag)
- Einsatz von multiprofessionellen Teams (Diversität)
- Hoher Stellenwert von Partizipation auch im u3-Bereich (Kinderparlament, Einbezug
bei Stuhlkreisen)
- Bereits Erfahrung mit dem Thema Migration: Mobile Kita im Rahmen de r Brückenpro-
jekte für Flüchtlingskinder
3.3. Gesundheitsförderung
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus:
- Einrichtung einer Frischkostküche (sofern bauliche Umsetzung in Abstimmung mit dem
Investor möglich)
- Ganztägiges freies Angebot von Obst und Gemüse
- Regelmäßiges Schwimmen, regelmäßige Wald- und Wiesentage
- Bewegungsangebote innerhalb und außerhalb der Kita
- Kräuter- und Gemüsegarten
- Zahngesundheit (tägliches Zähneputzen, Kooperation mit Gesundheitsamt)
- Entspannung in Form von Ruhephasen und Schaffung von Rückzugsorten durch g e-
zielte Ausstattung der Räume
- Unfallprävention in Kooperation mit der Polizei
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner
Geplante Vernetzungen:
- Vernetzung im Stadtteil durch Teilnahme an Stadtteilarbeitskreisen und Integra tions-
sowie Brückenprojekten geplant
- Niederschwellige Öffnung der Kita durch Kooperationen im Stadtteil (z.B. Fami lien-
/Jugendzentren, Sporteinrichtungen)
- Kooperation mit anderen Kindertageseinrichtungen und Schulen sowie umliegender
Trägerlandschaft und sozialen Institutionen des Stadtteils angestrebt
- Regelmäßiger Austausch mit den Grundschulen, um die Vorschulgruppen an den B e-
darfen der Schule auszurichten
- Kontakt mit Tagespflegepersonen ist wünschenswert, um guten Übergan g in die Kita
zu schaffen
- Intergenerative Zusammenarbeit mit der Seniorenresidenz am Tibusplatz
- Ausbau zum Familienzentrum gewünscht
3
3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor.
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus:
- Eingewöhnung in Anlehnung an das Berliner Modell
- Strukturierte Elternarbeit findet statt
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende, Elternstammt ische,
gemeinsame Aktionen und (interkulturelle) Feste usw. finden statt
- Transparente Elterninformationen durch TV im Eingangsbereich, Dokumentationen etc .
- Regelmäßige Feste und Aktionen sollen stattfinden
- Elternhospitationen möglich
- Teilnahme an Fachgremien und AGs ist geplant
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß-
nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus:
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, freigestellte Leitung, drei Vollzeitkräfte pro
Gruppe
- Einarbeitung neuer Leitungskräfte ein halbes Jahr vor Inbetriebnahme der Kita
- Jährliche Fachtagungen für alle Fachkräfte
- Regionalbüro in Wuppertal
- Ein Qualitätsentwicklungskonzept liegt vor und wird vor Ort in den Kitas u mgesetzt
- Regelmäßige Evaluationen durch Eltern- und Mitarbeiterumfragen
- Kostenfreie Fortbildungsangebote für alle Mitarbeiter/-innen in der Stepke Akadem ie zu
aktuellen Themen
- Bezahlung der Mitarbeiter/-innen in Anlehnung an den TVöD
- Kinderschutzkonzept liegt vor
4. Besondere Merkmale / Eignung
- Eigene Akademie mit Fortbildungsangeboten für Mitarbeiter/-innen und Ext erne
- Regelmäßige Angebote, wie Schwimmen und Wald- und Wiesentage
- Bilingualität
Anlage 3.2 Konzeption ASB
42933 Zeichen
Verfasst von: A. Vieren/ M. Brosch/B. Gedenk
Pädagogische Konzeption
Arbeiter – Samariter - Bund
Regionalverband Münsterland e.V.
ASB Kindertageseinrichtung
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Vorwort
Der Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. ist anerkannter Träger in der
Kinder- und Jugendhilfe und betreibt eine weitere Kindertageseinrichtung im Stadtgebiet
Münster.
Dieses Konzept wird bei jeder Veränderung angepasst.
Konzept
1.0 Träger
Träger der Kindertageseinrichtung ist der
Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V.
Gustav-Stresemann-weg 62
48155 Münster
Tel.: 0251-2897-0
Fax: 0251-297-118
Homepage: www.asb-muenster.de
E-Mail: m.brosch@asb-muenster.de
1.1 Allgemeines Leitbild des Arbeiter-Samariter-Bundes
Der Arbeiter -Samariter-Bund ist eine Hilfsorganisation un d Wohlfahrtsverband. Er ist ein
gemeinnütziger Verein mit Vorsitz des Bundesvorstandes, dessen Mitglieder die Entwicklung
mitbestimmen und kontrollieren.
Der ASB setzt sich aus dem Bundesverband, Land esverbänden sowie Kreis- und Ortverbände
zusammen.
Humanitäre und demokratische Grundsätze bilden die Basis der Arbeit des ASB im In- und
Ausland.
Der ASB war, ist und bleibt eine parteipolitische neutrale und konfessionelle ungebundene
Organisation, die Menschen in Not helfen ohne Ansehen ihrer politischen, rassischen,
nationalen oder religiösen Zugehörigkeit.
Da wir eine Einric htung des Arbeiter -Samariter-Bundes sind arbeiten wir a m Leitbild der
Gesamtorganisation orientiert.
1.2 Lage
Die Kindertagesstätte liegt in der Neubrückenstraße in Münster-Altstadt.
1.3. Aufnahmekriterien
Wir entscheiden bei der Aufnahme nicht nach Nationalität, Konfession, politischer Einstellung
oder ethnischer Zugehörigkeit. Sondern wir entscheiden bei der Aufnahme nach sozialen
Kriterien.
Aufnahmekriterien:
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Kinder aus dem Einzugsgebiet
Geschwisterkinder
Kinder berufstätiger Eltern
1.4 Gruppen/Gruppenstruktur
In der Kindertagesstätte werden
in 2 Gruppen Kinder im Alter von 2-6 Jahren betreut (G 1)
in 1 Gruppe Kinder im Alter von 0-3 Jahren betreut (G 2)
in 1 Gruppe Kinder im Alter von 3-6 Jahren betreut (G 3)
1.5 Team und Personalstruktur
Die personelle Besetzung richtet sich nach der Vereinbarung zu den Grundsätzen über die
Qualifikation und den Personalschlüssel nach § 26 Abs. 2 Nr. 3 des Gesetzes zur frühen Bildung
und Förderung von Kindern (KiBiz). Zu unserem Selbstverständnis gehört es, innerhalb unserer
Einrichtung Praktikanten während ihrer Ausbildung praxisnah zu begleiten und anzuleiten.
Ein partnerschaftliches Miteinander, Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung sind
Grundlagen einer guten Zusammenarbeit in unse rem Team . Ein kollegialer Austausch,
gruppenübergreifendes Arbeiten und der Einsatz der eigenen Persönlichkeit sind ebenso
gefordert, wie das Engagement und die Offenheit gegenüber der gesamten Arbeit.
Gemeinsame Zielabsprachen und ein aufgabenorientiertes Aufeinander-Zuarbeiten und
Transparenz sind für eine erfolgreiche Teamarbeit unabdingbar.
In unserem Team arbeiten:
1 Einrichtungsleitung (mit anteiliger Freistellung)
pro Gruppe 1 Erzieher/in als Gruppenleitung sowie 1 weitere Fachkraft
1 Auszubildende in der praxisintegrierten Ausbildung zur Erzieherin
1 Küchenkraft (Teilzeit)
Nach Möglichkeit stellen wir jemanden für ein Freiwilliges Soziales Jahr und/oder ein/e
Anerkennungspraktikant/in ein.
Die Aufgabe als Leitung wahren wir durch einen partnerschaftlichen Leitungsstil: dazu zählen
Teamgespräche, Einzelgespräche, fachliche Anleitung und Beratung, Delegation von Aufgaben
und Übertragen von Verantwortung.
Wertschätzung, Offenheit und Kritikfähigkeit sind Voraussetzungen für eine gute
Zusammenarbeit mit Kindern, Eltern, dem Träger und anderen Partnern.
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1.6 Öffnungszeiten
Unter Berücksichtigung des Wohles der Kinder, der berechtigten Belange der
Erziehungsberechtigten sowie der personellen und örtlichen Gegebenheiten, setzt der Träger
nach Anhörung des Elternrates die Öffnungszeiten fest (§ 9 Abs. 4 KiBiz).
Unsere Öffnungszeiten lauten (45 Std.):
Montag bis Donnerstag 7:00 Uhr – 16:30 Uhr
Freitag 7:00 Uhr – 15:00 Uhr
Nach Absprache mit dem Jugendamt und nach Anhörung des Elternrats wird geprüft, ob ein
Bedarf besteht, erweiterte Öffnungszeiten von
Montag bis Freitag 6:30 Uhr – 20:00 Uhr anzubieten.
2.0 Gesetzliche Grundlagen und Grundsätze
Für die Kindertagesbetreuung relevanten Paragrafen:
Sozialgesetzbuch, Achtes Buch, Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII)
§ 22a - 25 SGB VIII Angebote zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen
Gesetz zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (Kinderbildungsgesetz - KiBiz) –
Viertes Gesetz zur Ausführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes SGB VIII
Personalvereinbarung der Trägerzusammenschlüsse der freien und öffentlichen
Jugendhilfe
Die Rechte der Kinder
2.1 Finanzielle Beiträge der Eltern
Die Erziehungsberechtigten haben laut § 90 SGB VIII, entsprechend ihrer wirtschaftlichen
Leistungsfähigkeit, monatlich öffentlich -rechtliche Beiträge zu den Jahres -Betriebskosten zu
entrichten.
Für die Teilnahme eines Kindes am Mittagstisch (12:00 Uhr) ist ein zusätzlicher Beitrag an den
Träger der Einrichtung zu entrichten. Bei regelmäßiger Teilnahme wird ein fester Beitrag
monatlich erhoben (unabhängig von den Schließzeiten):
Tägliches Mittagessen 70,- €
(45 Stunden Buchungszeit/35 Stunden Block-Buchungszeit mit täglichem Mittagessen)
2 Tage Mittagessen 30,- €
(35 Stunden Block-Buchungszeit mit zwei langen Betreuungstagen)
Pro Einzelmahlzeit ist ein Beitrag von z. Zt. 3,50 € an den Träger der Einrichtung zu zahlen.
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Für Frühstück, Nachmittag-Snack und Getränke entrichten die Eltern pro Kind in unserer
Einrichtung einen Beitrag von 10,- € monatlich an den Träger der Einrichtung.
3.0 Fachleitbild und pädagogische Arbeit der Tagesstätten des Arbeiter-Samariter-Bundes
Als ASB -Einrichtungen haben wir einen sozialen und wertschätzenden Auftrag, der unser
Handeln prägt und beeinflusst.
Unsere Kindertagesstätte ist ein Platz an dem die Kinder sich mit Hilfe der Erzieher/inne n
individuell entfalten und entwickeln können. Hier können die Kinder Freundschaften
schließen, sich gegenseitig motivieren Neues zu lernen.
Die pädagogische Konzeption de r Kindertagesstätte basiert auf dem Grundverständnis, dass
die Kindertagesstätte Lebens - und Erfahrungsraum für alle Kinder und Familien mit ihren
individuellen Bedürfnissen ist.
Mit dem Ziel für alle Kinder ein partnerschaftliches, demokratisches, tolerantes und
gleichberechtigtes Miteinander zu erlernen.
Durch die gemeinsame Erziehung bekommen alle Kinder vielfältige Entwicklungsanreize und
können im Zusammenleben Unterschiede und Ähnlichkeiten erleben, wodurch sich eine
Atmosphäre sozialer Toleranz entwickelt, die jedem Kind ung eachtet seiner Fähigkeiten ein
positives Selbstwertgefühl vermittelt.
Grundlage der pädagogischen Arbeit ist die Überzeugung, dass jedes Kind die Potentiale zu
einer konstruktiven Entwicklung in sich trägt.
Ganzheitliches Lernen, ausgerichtet auf das Erleben der Kinder, d.h. Vorbereitung auf
gegenwärtige und zukünftige Lebenssituationen und Befähigung, diese zu bewältigen
Ressourcenorientiertes Arbeiten anhand der Stärken und Fähigkeiten
Entlastung und Unterstützung der Familien durch Schaffung eines sozialen Netzwerkes
Toleranz, Vielfalt und Offenheit im Zusammenleben von unterschiedlichen Menschen
als Grundlage für ein Miteinander
3.1 Fachlichkeit
Um die Arbeit mit einer bunt gemischten Klientel in der Einrichtung qualitativ gut zu gestalten,
bedarf es eine r hohen Fachlichkeit der Mitarbeiter, die regelmäßige Fort - und
Weiterbildungen, Fachtagungen und Supervision voraussetzt.
Die Erziehungsberechtigten sind hauptverantwortlich für die Erziehung des Kindes . Die
Begegnung und Zusammenarbeit ist wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit. Die
Einrichtungen sind Orte für das Entstehen sozialer Kontakte und bieten den
Erziehungsberechtigten pädagogische Unterstützung durch Elternabende, Gesprächskreise,
Vorträge und Beratung an.
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Grundlage geeigneter fachspezifischer Maßnahmen und Zielsetzung ist die ganzheitliche
Sichtweise. Eines unserer Ziele ist es, dass die Kinder gegenwärtige und zukünftige Situationen
mit größtmöglicher Selbständigkeit bewältigen können
3.2 Selbstverständnis
Wir beobachten kontinuierlich die Bedürfnisse, Fähigkeiten und Entwicklung der Kinder
angelehnt an den Situationsorientierter Ansatz . Wir erkennen im ständigen Diskurs mit
Kindern, Erziehungsberechtigten und anderen Erwachsenen lebensgeschichtlich bedeutsame
Situationen, analysieren und gestalten auf dieser Grundlage ganzheitliche Lernprozesse.
Die Erziehungsberechtigte und wir gehen eine vertrauensvolle, partnerschaftliche Beziehung
zugunsten der Betreuung, Bildung und Erziehung der Ki nder ein. Sie umfasst die Ergänzung
und Unterstützung des Kindes und dessen sozialen Netzwerkes durch Information und
Beratung der Erziehungsberechtigten.
Die Kinder haben die Möglichkeit ihre eigene soziale Rolle innerhalb der Gruppe zu finden.
Kinder lernen mit- und voneinander. Deshalb ermöglichen wir den Kindern, im gemeinsamen
Tun ihre vielfältigen Erfahrungen und Kompetenzen aufeinander zu beziehen. Entsprechend
ihrer Entwicklung werden die individuellen Bedürfnisse und Entwicklungsaufgaben erkannt
und der Bildungsauftrag gezielt und altersentsprechend berücksichtigt und umgesetzt.
In erster Linie werden die Kinder, entsprechend ihrer Möglichkeiten, aktiv an der
pädagogischen Planung beteiligt „Was sie selbst tun können, wird ihnen zugetraut und
zugemutet.“
Um den Kindern die Gelegenheit zu geben, sich im Spiel mit ihrer Lebenswelt auseinander
setzen zu können, schaffen wir ein anregendes, vielfältiges pädagogisches Umfeld. Wir
eröffnen den Kindern Lern - und Erfahrungsräume, die über ihre bis dah in gemachten
Erfahrungen hinausgehen und bieten ihnen neue Entwicklungsmöglichkeiten. Neugier,
Interesse, Entdeckerlust und Experimentierfreude der Kinder werden unterstützt, so dass
vielseitige Wahrnehmungs- und Ausdrucksmöglichkeiten -Selbstbildungspotentiale- gefördert
werden.
Das Zusammenleben von Kindern mit verschiedenen Herkunfts -, Entwicklungs - und
Leistungsvoraussetzungen bietet uns die Möglichkeit, anhand von vielfältigen Lernsituationen
das Selbstvertrauen aller Kinder zu stärken, sowie ihre bes ondere Begabung und das
Verständnis untereinander zu fördern.
Wir vernetzen uns im Rahmen der Familienzentrumsarbeit mit unterschiedlichen
Einrichtungen, Vereinen und Institutionen des Gemeinwesens.
Kontinuierlich reflektieren wir sowohl die gesellschaftliche als auch die kindliche Entwicklung.
Die Einrichtungskonzeption wird fortlaufend im Team überdacht und die pädagogische Arbeit
evaluiert.
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3.3 Partizipation
Partizipation ist ein grundlegendes Recht der Menschen (Artikel 1 und 2 Grundgesetz) und als
Auftrag der Tageseinrichtung gesetzlich festgelegt im Sozialgesetzbuch (SGB).
Im Wesentlichen geht es darum, Kindern und Eltern die Mitsprache bei Planungs -,
Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen zu ve rschaffen, die direkten oder auch indirekten
Einfluss auf ihre Lebenswelten haben.
Durch frühes Einbeziehen in Entscheidungen entwickeln Kinder Problemlösungsstrategien
und üben sich in deren Umgang umso das Gefühl zu entwickeln selbstwirksam zu sein. Durch
die Übernahme von kleinen Verantwortlichkeiten und Aufgaben und deren erfolgreiche
Bewältigung entwickeln sie Vertrauen in eigene Fähigkeiten, lernen eigenverantwortliches
Handeln und erhalten Respekt vor anderen Personen.
Partizipation ermöglicht:
Kindern Mitbestimmung und Mitverantwortung zu erlernen und zu tragen
Kindern die Auswirkungen ihres Engagements zu sehen, nachzuvollziehen und sich
damit identifizieren zu können.
Kindern und Erzieherinnen gemeinsam Entscheidungen und Lösungen für Probleme zu
finden
Wir legen besonderes Augenmerk auf die Motivation der Kinder und auf die Auswahl der
Methoden der Beteiligung. Partizipation soll Spaß machen, da sie sonst schnell ihre
Anziehungskraft verliert.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Partizipation ist, dass die Erwachsenen die Äußerungen
aller Kinder wertschätzend beachten, sie ernst nehmen und sie auf der Suche nach eigenen
Lösungen unterstützen. Kinder erhalten so die Chance, sich zu starken individu ellen
Persönlichkeiten, engagierten und kritischen Bürgern/innen in einer demokratischen
Gesellschaft zu entwickeln.
In unserer Einrichtung sind unterschiedliche Formen der Partizipation vorhanden, z.B. :
Teilhabe an einfachen dialogischen Gespräch ssituationen (Spiel-und Gesprächskreisen) ,
spontane Gesprächs runden, Bewältigung von Ko nfliktsituationen, Wahl des Elternrates,
Freispiel, Elternversammlungen, Frühstücksbuffet.
3.3.1 Beschwerdemanagement für Kinder
Die Kinder haben die Möglichkeit zu jeder Zeit ihre Bedürfnisse, Wünsche sowie Beschwerden
zu äußern. Sie können und dürfen sich an einen ihnen vertrauten Mitarbeiter wenden . Im
morgendlichen Sing- und Gesprächskreis haben die Kinder z.B. die Möglichkeit sich und ihre
Beschwerde vorzubringen. Ebenso können sie im persönlichen Gespräch ihre Anliegen
formulieren.
Hier werden alle Kinder ernst genommen und unterstützt das Vorgebrachte umzusetzen.
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Die Selbstwahrnehmung und das Selbstbewusstsein werden damit gestärkt.
Kommunikationsfähigkeit und Vertr auen wird gefördert, Achtung vor dem Anderen und
Wertschätzung erlernt.
Kinder nutzten je nach ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen unterschiedliche Formen der
Beschwerde z.B.: Nonverbale-, Ermöglichungs-, Verhinderungs-, Spontan-, Indirekte- sowie
Einzelbeschwerde.
3.4 Inklusive altersgemischte Gruppen
Die verschiedenen Interessen und Bedürfnisse der Kinder in den inklusiven altersgemischten
Gruppen sind eine Bereicherung für das Gruppenleben. Durch das Zusammenleben der Kinder
werden soziale Verhaltensweisen, wie Rücksichtnahme, Toleranz und Verantwortung
besonders unterstützt.
Die Altersmischung in unseren Gruppen ermöglicht eine individuelle Betreuung der einzelnen
Kinder, weil sich durch diese Mischung die Entwicklungs - und Betreuungsansprüche der
Kinder ergänzen.
Die schwierige Phase der Eingewöhnung ist durch die ausgewogene Altersstruktur erleichtert.
Die inklusiven a ltersgemischten Gruppen bieten eine anregungsreiche Atmosphäre: Die
jüngeren Kinder lernen von den „Großen“ wodurch Eigenaktivität, Selbstständigkeit und
Sprache angeregt werden. Die älteren Kinder können im gemeinsamen Spiel mit den Jüngeren
Fertigkeiten und Fähigkeiten erproben und vertiefen, indem sie ihnen Dinge zeigen,
Sachverhalte erklären und bei alltäglichen Schwierigkeiten helfen.
Alle Kinder können leichter ihren Platz in der Kindergemeinschaft finden und ihr
Selbstwertgefühl stärken. Die Kind er lernen Kompromisse einzugehen und kommunikative
Mittel einzusetzen, damit ein gemeinsames Spiel möglich ist.
Mit steigendem Alter können die Kinder sich eher gleichaltrigen Spielpartnern zuwenden, die
gleiche Interessen haben. Hierbei werden die Kinde r vor andere Herausforderungen gestellt,
Konflikte werden gleichrangig und gleichberechtigt ausgetragen.
Kinder im Alter von 0 -3 Jahren brauchen entsprechend ihrem Entwicklungsstand mehr
Zuwendung, Pflege, Aufmerksamkeit und Nähe als ältere Kinder.
Geborgenheit und Vertrauen als positive Lebensgrundstimmung, sowie eine kontinuierliche
Betreuung sind für die Gesamtentwicklung des Kindes von entscheidender Bedeutung.
Das unmittelbare und sensible Eingehen auf die Bedürfnisse des Kindes gibt diesem eine
Lebenssicherheit, eine Reserve an positiven Erfahrungen, die hilft Enttäuschungen und
Belastungen besser zu bewältigen.
D. h. für uns als Tageseinrichtung ist eine erste Kontaktaufnahme des Kindes zu einer festen
Bezugsperson wichtig. Diese kümmert sich in der Eingewöhnungszeit -in Anwesenheit einer
familiären Bezugsperson- bevorzugt um das Kind, wickelt es, füttert es und bringt es ins Bett
(vgl. Eingewöhnung und Aufnahme).
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Die daraus gewonnene Sicherheit ermöglicht dem Kind, intensivere Kontakte zu weiteren
Bezugspersonen aufzubauen.
Für Erziehungsberechtigte die wieder ins Berufsleben zurückkehren, ist die Betreuung d es
Kindes innerhalb unserer Kindertagesstätte eine professionelle, konstante Institu tion der
Erziehung und Bildung.
Ziel der inklusiven Arbeit ist es daher, ein Förderangebot zu gestalten, dass Potentiale weckt
und Entwicklungsprozesse anbahnt und zulässt. Unsere Gruppen sind umfassende
Lernsituation für K inder, ein Lebens - und Erfahrungs raum, der kein Kind ausschließt. Jedes
Kind wird in seiner Individualität und Einzigartigkeit wahrgenommen und respektiert.
Das Zusammenleben im Alltag, sprich das Miteinander, ist von großem Wert und bietet allen
Beteiligten ein breites Lernspektrum.
Kinder machen früh die Erfahrung, dass ein Anderssein nicht ein besser oder schlechter
bedeutet, sondern mit Individualität und Persönlichkeit einhergeht.
3.5 Regeln
Um den Interessen und Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden und ein
partnerschaftliches Miteinander zu schaffen, gehören Regeln zur päd. Arbeit. Die Regeln gibt
es aus unterschiedlichen Gründen, z.B. Schutz der körperlichen und seelischen
Unversehrtheit, Partizipation, Lernen, Wertvorstellung und um den Tagesablauf zu
strukturieren.
Einige Richtlinien sind verbindlich, z. B. „Der Gruppenraum darf nicht ohne das Wissen und die
Erlaubnis der Erzieherin verlassen werden“.
Zudem gibt es Regeln, die situa tionsabhängig und altersentsprechend von den Kindern
selbständig aufgestellt werden, z. B. einigen sich die Kinder auf eine bestimmte Zahl von
Mitspielern innerhalb eines Spielbereiches.
Darüber hinaus können im Rahmen der Selbständigkeitserziehung Regeln individuell in
Abhängigkeit von Alter, Tagesform und Verhalten der Kinder abgewandelt werden.
Regeln und Rituale geben sowohl sichere Orientierung, als auch Halt.
3.6 Freispiel
Die Freispielzeit ist ein wichtiges Element im Kindertagesstättenalltag. Das Kind entscheidet in
den Freispielphasen - selbstinitiierte Lernprozesse -, je nach seinen Interessen und
Bedürfnissen
was
wann und wie lange
wo
wie
und mit wem es spielt.
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Die Zeit für das Freispiel wird im Alltag durch die Erzieher /innen ermöglicht. Im freien Spiel
werden Normen und Strategien des Zusammenlebens ausprobiert, Konkurrenz und Streit,
Solidarität und Kooperation sowie Integration und Ausgrenzung können erfahren werden.
Durch Eigeninitiative und auch durch Beobachtung v on anderen findet ein kindlicher
Lernprozess statt. Im gemeinsamen Spiel lernt das Kind, Konflikte zu lösen, eigene Interessen
zu verfolgen aber auch konkurrierende Interessen zu respektieren, Kompromisse zu schließen,
zu teilen, zu kooperieren, selbstbewusst zu werden.
Diese Entscheidungsmöglichkeiten bieten dem Kind Freiräume, die in so starkem Ausmaß im
späteren Leben (Schulzeit) nicht immer gegeben werden.
Durch die verschiedenen zur Verfügung stehenden Spiel - Bastelmaterialien und gesetzten
Spielimpulse kann das Kind konstruktiv, kreativ und schöpferisch tätig sein.
Bereits erfahrene Eindrücke/Erlebnisse werden verarbeitet, z. B. beim Nachspielen von
Alltagssituationen im Rollenspiel.
Kinder lernen bei jedem Spiel.
„Alle Momente, die effizientes L ernen ausmachen, sind im Spiel vorhanden. Das Spiel ist die
ideale Form des Lernens, weil die Kinder dabei in höchstem Maße aktiv sind, mit Intensität
und Eifer aus eigenem Antrieb sich spontan damit beschäftigen, was sie gerne können
möchten. Ihr Lernen ist im Spiel individuell und freiwillig.
Es dauert so lange, bis ein Lernprozess abgeschlossen oder die Lust an etwas verloren
gegangen ist.
Solches Lernen ist nicht planbar. Es ist im Kind selbst angelegt. Das Kind weiß sich die Situation
im Spiel so ein zu richten, dass es Schwierigkeiten, die eintreten können, selbst meistern kann.
Es verfügt über Muster der Wirklichkeitsbewältigung, mit denen es sich in seiner
Fortentwicklung selbst hervorbringen kann.“
(Zitat: G. Schäfer, 1989)
3.7 Projekte und AGs
Im Laufe eines Kindergartenjahres werden unterschiedliche Themen in Form von
gruppeninternen und/oder gruppenübergreifenden Projekten bearbeitet.
Durch die Erweiterung des Umfeldes bedeutet die Projektarbeit eine ganzheitliche
Wissensvermittlung und entspricht dem Anliegen des Bildungsauftrages.
Teil des Projektes ist neben dem Prozess selbst, die abschließe nde Präsentation der
Ergebnisse.
AGs sind Arbeitsgemeinschaften, an denen die Kinder, je nach ihren persönlichen Interessen,
teilnehmen und in denen sie an die unterschiedlichsten Lebensbereiche herangeführt werden.
In den AGs werden Schwächen abgebaut und die Stärken einzelner Kinder, ebenso wie die
Gemeinschaft untereinander, gefördert.
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Abhängig vom Angebot und dessen Ergebnis, gib t es offene und g eschlossene AG s, die zu
festen Zeitpunkten und Wochentagen stattfinden.
Durch das gruppenübergreifende Angebot ist die Begegnung vielschichtiger Kulturen und
Altersstufen möglich.
In den AG-Stunden lernen die Kinder, kurzfristige Ziele zu verfolgen. AGs können nach Bedarf
auch an ein Projekt angegliedert werden.
3.8 Bildung/päd. Arbeit
Lernen ist der dauerhafte Erwerb einer neuen oder Veränderung einer schon vorhandenen
Fähigkeit, Fertigkeit oder Einstellung. Lernen kann jeder Mensch nur selbst.
Bildung ist mehr als Lernen. Bildung beschreibt eine gewisse Qualität von Lernprozessen -
nicht nur die Aneignung von Wissen und Fertigkeiten - ein Lernen mit allen Sinnen, bei dem
die ganze Breite der Selbstbildungspotentiale der Kinder zum Tragen kommt.
Begleitung, Förderung und Herausforderung der Kinder insbesondere in den sensorischen,
motorischen, emotionalen ästhetischen, kognitiven, sprachlichen und mathematischen
Entwicklungsbereichen.
Das Lernen untereinander ist geprägt von: Unsicherheiten abba uen, Akzeptanz,
Kompromissbereitschaft, Rücksichtnahme, Entwicklung von Selbständigkeit, Kennenlernen
der eigenen Grenzen, Selbstbehauptung und Disziplin, Einordnung - und
Durchsetzungsfähigkeit, Übernahme von Verantwortung für sich, das Spielmaterial und
schließlich auch für andere Kinder.
3.9 Kommunikation und Sprache
Der Einsatz verbaler und nonverbaler Ausdrucksmöglichkeiten ist ein grundlegendes Bedürfnis
jedes Menschen.
Die Sprache entwickelt sich auf der Grundlage wechselseitiger Beeinflussung von
Bewegungserfahrungen, Sinneserfahrungen, kognitiven und sozial-emotionalen Prozessen.
Die körperliche und geistige Entwicklung und die Bildung eines Kindes lassen sich nicht von
Sprache trennen, da diese ein wichtiges Werkzeug ist, um Entwicklungsprozesse in Gang zu
setzen.
Sprache wird nicht nur benutzt, um eigene Emotionen, Gedanken, Pläne und Wünsche
auszudrücken, sondern auch, um andere Menschen verstehen zu können und damit
Beziehungsstrukturen zu bilden.
Einige wichtige Ziele im Sprachbereich sind : Dinge und Sachverhalte benennen zu können,
Gefühle auszudrücken, Freude am Sprechen und Erzählen zu entdecken, verbale
Aufgabenstellungen zu verstehen und umzusetzen und zuhören zu können.
Sprache wird in jeglichen Alltagssituationen erprobt, erforscht und gefördert.
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Bei Kindern mit besonderem Förderbedarf werden in Kooperation mit einer Frühförderstelle
spezielle Förderangebote eingeleitet.
3.10 Bewegung
Es liegt in der Natur eines jeden Kindes sich zu bewegen.
Wir bieten den Kinder Raum und Zeit sich selbst darin zu fördern was ihnen zurzeit Spaß
bereitet. Spezielle Möbel unterstütze n die Lernprozesse der Kinder und steigern ihre
Bewegungsfreude.
Durch altersentsprechendes Spielmaterial, angeleitete Bewegungseinheiten, Sing - und
Bewegungsspiele fordern wir die Kinder spielerisch dazu auf ihre bereits erlernten Fähigkeiten
zu vertiefen und zu erweitern.
3.11 Maxi-Gruppe
Die Förderung von Schulfähigkeit beginnt - ebenso wie die Bildung - nicht erst im letzten
Kindergartenjahr. „Bildung beginnt mit der Geburt .“ (Zitat Schäfer, 2003 Literaturliste:
Bildung beginnt mit der Geburt, Gerd Schäfer, Beltz Verlag ) Wir unterstützen die
Erziehungsberechtigten ab Kindergarteneintritt in der Förderung und Entwicklung ihrer
Kinder.
Die Kinder werden sprachlich, emotional, geistig und körperlich auf den Übergang von der
Kindertageseinrichtung zur Schule vorbereitet.
Wichtig ist uns, dass ein Kind nach Möglichkeit vor Schuleintritt über folgende Kompetenzen
verfügt:
Vermitteln von Lernkompetenz (das Lernen lernen, Selbständigkeit, Orientierungs -
und Lernfähigkeit)
Förderung von Sozialkompetenz (Selbstvertrauen und Selbstsicherheit)
Sprachförderung (Sich über Erlebtes und Erfahrenes in vielfältiger Form ausdrücken)
Logisches, mathematisches sowie räumlich es Denken (Zahlenverständnis im
Zahlenraum bis 10 sowie geometrische Formen)
Stärkung der Konzentration und Ausdauer (mehrfach Aufträge erledigen)
Intensivierung des selbständigen Handelns und der Eigenverantwortlichkeit (zuhören,
sich mitteilen, die eig ene Meinung vertreten, sich mit anderen Auffassungen
auseinandersetzen)
Abbau von Ängsten/Hemmungen vor dem Schuleintritt (Enttäuschung und
Misserfolge verkraften)
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Spezielle Schulung der Fein- und Grobmotorik (Stifthaltung, Kraftdosierung, etc.)
Verkehrserziehung (geltende Regeln verstehen und situationsangemessen anwenden
und ggf. verändern)
In der Maxi -Gruppe werden die Kinder, zusätzlich zu ihrer individuellen Förderung in der
Gruppe, zielbewusst in Hinbli ck auf die Schulreife gefördert . Alle Kinder, die im
darauffolgenden Jahr eingeschult werden, dürfen teilnehmen.
Die Maxi-Gruppe befasst sich mit Kindern der Altersstufe von 4 – 6 Jahren.
In der Regel findet die Maxi -Gruppe einmal wöchentlich (je nach Inhalt vormittags oder
nachmittags) statt.
Anhand von Aktionen und Exkursionen lernen die Kinder bei altersgerechtem Tempo,
miteinander Aufgaben zu lösen, die speziell auf sie, ihren momentanen Entwicklungsstand
und ihre speziellen Wünschen zugeschnitten sind.
3.12 Eingewöhnung und Aufnahme
Um einen für Kinder und Erziehungsberechtigten gleichermaßen erfolgreichen und positiv
erlebten Start in die neue Lebensphase zu ermöglichen, sind die Eingewöhnung und das
Aufnahmeverfahren von besonderer Bedeutung.
Jedes Kind wird individuell eingewöhnt.
In unserer Einrichtung ist das Kind der Akteur seiner Eingewöhnung.
Sollte ein Kind mehr Zeit brauchen um sich von den Erziehungsberechtigte zu lösen erhält es
diese. Kinder, die sich leichter von ihren Erziehungsberechtigten trennen können, haben somit
eine kurze Eingewöhnungsphase.
Hierin liegt die Basis sowohl für das dauerhafte Wohlbefinden der Kinder, als auch für den
Erfolg unserer pädagogischen Arbeit.
In der Eingewöhnungsphase sammeln die Kinder neue soziale, emotionale und kognitive
Erfahrungen. Diese beinhalten einen neuen Tagesablauf, viele neue Menschen und Räume,
neue Spielmöglichkeiten und Materialien sowie Regeln. Auf Grund der Individualität eines
jeden Kindes wird von uns in dieser Phase viel Zeit, Geduld, Verständnis und eine besonde re
Aufmerksamkeit erbracht.
In der Eingewöhnungsphase stellen wir folgende Punkte in den Vordergrund unserer Arbeit:
Beachtung der aktuellen Familiensituation und Lebensumstände
Berücksichtigung des Alters und Entwicklungsstandes der Kinder
Schnuppertage zum Kennenlernen
Information über den Geburtsverlauf
Wir achten darauf - wenn möglich - dass die Gruppen ausgewogen zusammengesetzt werden,
damit die Kinder weder unterfordert noch überfordert werden.
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3.13. Interkulturelle Orientierung
Die K indertagesstätte versteht sich als Begegnungsstätte zur Auseinandersetzung und
Integration unterschiedlicher Kulturen und sozialer Gefüge.
Da immer mehr Nationalitäten in den Stadtteilen zusammenleben, ist im Kontext der
Chancenangleichung der betreuten Kinder die Sensibilisierung für eigene und fremdländische
Kulturen unausweichlich.
Wir legen den Grundstein für ein demokratisches Zusammenleben und wecken die Neugier
Einblick in verschiedene Kulturen zu nehmen.
Verständnisvolles und friedliches Miteinander begünstigt die Entwicklung zum weltoffenen
toleranten Menschen.
Ausgehend von unserer Leitorientierung versteht sich die Umsetzung der genannten Ziele
zunächst als Haltung aller am Erziehung-Bildung-und Betreuungsprozess Beteiligten.
Daraus leitet sich d ie Kontinuität in der Auseinandersetzung ab, lässt aber auch genügend
Raum aktuelle Anlässe, Feste und Feiern im Jahreskreis zum interkulturellen pädagogischen
Programm zu erklären. Beteiligung an dem gesamten Prozess erwarten wir von allen
sozialpädagogischen Fachkräften wünschen uns diese aber auch von den
Erziehungsberechtigten und anderen Interessierten aus den Gemeinden.
3.14 Ernährung
Die meisten Kinder unserer Einrichtung verbringen einen Großteil des Tages in der
Kindertagesstätte. Montag bis Freitag werden mit Frühstück, Mittagessen und dem
Nachmittag-Snack drei Mahlzeiten gereicht.
Die Einnahme der Mahlzeiten erfolgt in der Gemeinschaft mit den Kindern und uns.
Daraus leitet sich eine besondere Verantwortung ab. Bei allen Mahlzeiten wird dar auf
geachtet, dass die Kinder Achtung vor Lebensmitteln bekommen. Wir bieten eine gesunde,
ausgewogene und kindgerechte Ernährung, welche die Entwicklung, Leistungsfähigkeit und
das Wohlbefinden der Kinder unterstützt.
Unter Berücksichtigung der Vorlieben und Abneigungen der Kinder und den Ansprüchen der
Erziehungsberechtigten, sorgen wir im ständigen Team -Dialog für ein e abwechslungsreiche
Ernährung angelehnt an die Anforderungen der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung
e.V.).
Vielfalt und Selbstbesti mmung zeichnen das Konzept (Partizipation) des Frühstücksbüfetts
aus. Die Kinder können selbst entscheiden, was und wann (8:00 h – 9:30 h) sie essen möchten.
Die Kinder erlernen hier sich bei der Zubereitung ihres Frühstücks frei zu entfalten und üben
ihre Selbstständigkeit. Ebenso lernen sie welche Lebensmittel zu einer vielseitigen Ernährung
gehören. Das Mittagessen wird in der Regel so gereicht, dass alle Kinder einer Gruppe als
Gemeinschaft essen.
Von allen Gruppen werden Projekte zum Thema „Ernährung“ (z.B. Kochen, Lebensmittelkunde
usw.) durchgeführt.
Bei der Gestaltung der Mahlzeiten ergibt es sich gelegentlich, dass die Kinder einbezogen
werden. So wird elementares Erleben ermöglicht um die Nahrungsmittel in unverarbeiteter
Form kennen zu lernen. Es ist uns wichtig, dass man nicht nur zu Tisch geht, um etwas zu
essen, sondern auch, um sich anderen mitzuteilen und Gemeinschaft zu erleben.
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Gemeinsame Mahlzeiten erfordern zudem Rücksichtnahme auf andere und die Einhaltung
von Regeln.
Das Essen der Mittagsmahlzeit wird uns aus der Küche unserer bereits bestehenden Kit a am
Carlo-Schmid-Weg geliefert. Dort kochen eine Hauswirtschafterin und eine Küchenkraft das
Essen täglich frisch. Damit stellen wir eine sensorische und ernährungsphysiologische Qualität
des Essens sicher.
Wir können den Kindern Mahlzeiten mit einem hohen Anteil an regionalen und/oder
ökologisch erzeugten Produkten anbieten. Durch den Synergieeffekt der beiden Kitas können
Ernährungseinschränkungen einzelner Kinder gezielt berücksichtigt werden, der Einfluss auf
die Qualität ist unmittelbar möglich.
4.0 Räume
Kinder wollen sich und anderen begegnen, sich selbst und den Raum entdecken und
verändern, etwas nach außen sichtbar machen, malen, gestalten, sich bewegen und zur Ruhe
kommen.
Uns ist es wichtig, innerhalb der Einrichtung eine angenehme, an regungsreiche und
gemütliche Atmosphäre zu schaffen, in der sich Kinder altersentsprechend entfalten können,
in der ihre Selbständigkeit und Eigenaktivität gefördert werden, sie sich in einer Gemeinschaft
erleben und ihr Sozialverhalten entsprechende Unterstützung erfährt.
Die übersichtlichen Gruppenräume sind in Funktionsbereiche unterteilt, lassen jedoch
bewusst Freiräume zur flexiblen Umgestaltung offen. Rücksichtnahme, Selbstachtung und das
Selbstbewusstsein der Kinder werden gestärkt.
Die Erfahrung unterschiedlicher Raumaufteilungen, Ebenen und Bodenbeschaffenheiten
ermöglicht vielfältiges Lernen, z.B. mal das Gruppengeschehen aus einer anderen Perspektive
zu verfolgen.
Durch gesonderte Nebe nräume und Teilbereiche, wie Kuschelecke, Schlafraum, Lese - und
Sitzecke, können sich die Kinder jederzeit zurückziehen.
Im situationsorientierten A nsatz wird die Gestaltung der Räume selbstverständlich an den
Bedürfnissen und Interessen der Kinder angepasst.
Die Gruppenräume sind altersentsprechend und anregend möbliert. Tische, Schrän ke und
Regale, Stühle, Podeste, Teppiche, Freiflächen und Kuschelnester laden zum Verweilen ein
und fordern die Kinder auf, die u nterschiedlichsten Materialien im Kre ativ-, Bewegungs -,
Konstruktions-, Rollenspiel - und Entspannungsbereich zu nutzten. Sowohl diese
differenzierten Materialien als auch die Gegenstände des täglichen Lebens werden immer
wieder kindgemäß präsentiert und entsprechend den Bedürfnissen, Erforder nissen und
Wünschen der Kinder ausgewechselt und gepflegt. Thematische Raumdekorationen spiegeln
wieder, womit die Kinder sich gerade beschäftigen.
Ihrem Bewegungsdrang können die Kinder speziell im Mehrzweckraum durch Nutzung
unterschiedlicher Materialie n, wie Bewegungsmodule, Matten, Bälle, Seile, Sprossenwand
oder Trampolin, etc. nachkommen.
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Die Flurbereiche dienen der Information sowie Dokumentation der Einrichtungsarbeit.
Die Eltern nutzen bei Bedarf den Flurbereich als Wartezone sowie zum Info -Austausch mit
anderen Eltern.
Die Pflegebedürfnisse der Kinder werden in Sanitärräumen mit Wickelbereich, individuellen
Pflegeartikeln, Eigentumsfächern und Kinderbetten erfüllt.
Musik- und Rhythmik Instrumente sowie verschiedene Medienträger stehen zur Verfügung.
4.1 Raum Plan
Das derzeitige Raumkonzept der Einrichtung entspricht den allgemeinen Empfehlungen und
gesetzlichen Bestimmungen.
Die Flurbereiche werden als Spiel- und Bewegungsräume mit einbezogen.
2 Außengelände bis zur Fertigstellung
Die Einrichtung verfügt ein entsprechendes Außengelände, dass den allgemeinen
Empfehlungen und gesetzlichen Bestimmungen entspricht.
5.0 Interdisziplinäre und institutionelle Kooperation
Für eine optimale Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern sowie der Unterstützung und
Förderung von Familien ist eine enge Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Fachkräften und
Institutionen nötig. Kontakt und Austausch mit Pädagogen, Therapeuten, Ärzten, Psychologen
sowie einer institutionellen Kooperation von Frühförderstellen und Behörden, Kliniken sowie
familienentlastenden sozialen Diensten gehören zu unseren täglichen Aufgaben.
Mit den Lehrern der Grund -, Sonderschulen stehen wir, soweit die E rziehungsberechtigten
uns dieses genehmigt haben, im Rahmen der Einschulung in Kontakt.
Besuche in den Schulen und umgekehrt gehören zum Angebot unserer Arbeit. In dem
Arbeitskreis (AK) Grundschule und Kita werden Konzeptionen erörtert sowie Übergänge von
Kita zur Grundschule und gemeinsame Veranstaltungen geplant.
Zu den Fachschulen für Sozialpädagogik und den Regel- und Weiterführenden Schulen pflegen
wir im Rahmen der regelmäßigen Praktikantenbetreuung und Praktikantenanleitung einen
regen Austausch in Form von Besuchen der Praxisleitertreffen, Praxisbesuchen der Lehrkräfte,
Hospitationen der Schüler unterschiedlicher Jahrgangsstufen usw..
5.1 Öffentlichkeitsarbeit
Unter Öffentlichkeitsarbeit verstehen wir alle Formen der Präsentation der Einrichtung in Bild
und Schrift sowie im Rahmen von öffentlichen Auftritten.
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Außenstehende können so das Kinderhaus kennen lernen und erhalten ein Bild der Arbeit und
des Einrichtungsprofils.
Im Rahmen dessen werden
Materialien zur Präsentation der Einrichtung wie Flyer, Projektmappen, Info-Stände,
Qualitätshandbuch erstellt und nach Absprache mit dem Träger veröffentlicht
Artikel in der Mitarbeiterzeitschrift des Arbeiter-Samariter-Bund veröffentlicht
Plakate und Aushänge zu besonderen Veranstaltungen, z. B. dem
Kinderhaus-Sommerfest verteilt, sowie die Presse informiert und eingeladen
Exkursionen und Ausflüge veranstaltet
Beteiligungen an Planungen von gemeinsamen Aktionen mit anderen Tagesstätten,
Einrichtungen und Verbänden vorgenommen ( vgl. Interdisziplinäre
Zusammenarbeit)
Einladungen an andere soziale Einrichtungen ausgesprochen
6.0 Qualitätsmanagement
s. Qualitätshandbuch
Dieses ist mit den zukünftigen Mitarbeitern noch zu erstellen, ein Beauftragte r für das
Qualitätsmanagement (QB) ist zu benennen.
6.1 Hygiene
Alle Maßnahmen, die der Gesundheit von Kindern, E rziehungsberechtigten, Besuchern und
Mitarbeitern sowie der Prävention von Erkrankungen dienen, werden unter dem Begriff
„Hygiene“ verstanden. Grundlegende Ziele der Einrichtung sind:
Technische und bauliche Anforderungen bezüglich der allgemeinen
Hygienevorschriften öffentlicher Einrichtungen werden erfüllt
Allgemeine Hygienevorschriften sind den Mitarbeiter /innen bekannt und werden zur
bestmöglichen Vorsorge beachtet
Mögliche Gefahrenquellen und der en gesundheitlichen Auswirkungen werden den
Kindern vermittelt.
Bei der Aufnahme in unsere Einrichtung ist eine Eingangsuntersuchung und eine Beratung in
Bezug auf einen vollständigen, altersgemäßen, nach den Empfehlungen der ständigen
Impfkommission ausreichenden Impfschutz für alle Kinder durch einen Arzt erforderlich. Bei
ansteckenden Krankheiten wie z. B. Röteln wird das Gesundheitsamt sofort von uns
informiert. Erkrankte Kinder können unsere Einrichtung erst wieder besuchen, wenn durch
eine ärztliche Bescheinigung eine Ansteckung anderer ausgeschlossen wird.
Mit den Kindern werden allgemeine Maßnahmen hygienischer Vorsorge erarbeitet, wie z. B.
Händewaschen nach dem Aufsuchen der Toilette.
Die Mitarbeiter /innen werden regelmäßig über Hygienevorschrif ten und
Hygienemaßnahmen belehrt. Regelmäßige Begehungen stellen sicher, dass technische und
bauliche Einrichtungen den hygienischen Anforderungen entsprechen. Alle Mitarbeiter/innen
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wissen um die Bedeutung von möglichen und sinnvollen Vorsorgemaßnahmen, um
gesundheitliche Schäden bzw. eine mögliche Ausbreitung zu verhindern.
Mitgeltende Unterlagen
Infektionsschutzgesetz
Bestimmungen des Gesundheitsamtes
7. Prävention und Sicherheit
Sicherheit umfasst alle Vorsorgemaßnahmen, die dem Schutz der Kinder und
Mitarbeiter/innen in uns erer Einrichtung dienen. Wir lassen uns von den grundlegenden
Zielen leiten:
Kinder, Mitarbeiterinnen, Erziehungsberechtigte und Besucher vor Verletzungen
zu bewahren
Potentielle Gefahrenquellen vorausschauend zu erkenn en und rechtzeitig zu
beheben
Bestmögliche Hilfestellung bei Unfällen zu bieten und durch gezielte Maßnahmen
zur Abhilfe eine Wiederholungsgefahr zu vermeiden
Bei der Aufnahme der Kinder wird zwischen der Einrichtung und den Erziehungsberechtigten
vereinbart, wer befugt ist das Kind abzuholen.
In der Bring - und Abholsituation wird durch verlässliche Regelungen eine sichere Übergabe
des Kindes gewährleistet.
Die Erzieher/innen stellen im gesamten Tagesablauf die not wendige Aufsichtspflicht sicher.
Eine regelmäßige Gebäude - und Außengelände begehung findet mit und ohne die
Sicherheitsbeauftragte der Einrichtung statt. Die dabei festgestellten Sicherheitsmängel
werden umgehend behoben . Die Sicherheitsbeauftragte besucht entsprechende Seminare
und leitet Vorgaben an das Team weiter.
Die Kinder werden regelmäßig wiederkehrend über mögliche Gefahrenquellen i m Haus und
im Garten informiert. Gemeinsam mit den Kindern werden Verhaltensregeln für potentiell
gefährliche Bereiche erarbeitet.
Für die Kinder frei verf ügbare Materialien werden so untergebracht, dass für die Kinder kein
Sicherheitsrisiko entsteht.
Im Bereich der Ersten Hilfe nimmt das Personal regelmäßig an entsprechenden Schulungen
teil.
Neue Mitarbeiter /innen werden im Hinblick auf Sicherheits -, Gesu ndheits- und
Notfallmaßnahmen eingearbeitet.
Gemeinsam achten alle Mitarbeiter /innen darauf, dass sich sämtliche Personen, die unsere
Einrichtung betreten, auch gefahrlos in ihr bewegen können.
Mitgeltende Unterlagen:
Vorschriften der zuständigen Unfallversicherung
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Vorgaben der Sicherheitsbeauftragten
Gewährleistung der Aufsichtspflicht
Checkliste Gefährdungsbeurteilung mit dazugehörigen Gesetzestexten
Seite 19 von 20
8. Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1. Träger Seite 1
1.1 Allgemeines Leitbild Seite 1
1.2 Lage Seite 1
1.3 Aufnahmekriterien Seite 1
1.4 Gruppen/ Gruppenstruktur Seite 2
1.5 Team und Personalstruktur Seite 2
1.6 Öffnungszeiten Seite 3
2. Gesetzliche Grundlagen und Grundsätze Seite 3
2.1 Finanzielle Beiträge der Eltern Seite 3
3. Fachleitbild und pädagogische Arbeit der Tagesstätten des Seite 4
Arbeiter-Samariter-Bundes
3.1 Fachlichkeit Seite 4
3.2 Selbstverständnis Seite 5
3.3 Partizipation Seite 6
3.3.1 Beschwerdemanagement Seite 6
3.4 Inklusive altersgemischte Gruppen Seite 7
3.5 Regeln Seite 8
3.6 Freispiel Seite 8
3.7 Projekte und AGs Seite 9
3.8 Bildung/ päd. Arbeit Seite 10
3.9 Kommunikation und Sprache Seite 10
3.10 Bewegung Seite 11
3.11 Maxi- Gruppe Seite 11
3.12 Eingewöhnung und Aufnahme Seite 12
3.13 Interkulturelle Orientierung Seite 13
3.14 Ernährung Seite 13
4. Räume Seite 14
4.1 Raumplan Seite 15
4.2 Außengelände bis Fertigstellung Seite 15
5. Interdisziplinäre und institutionelle Kooperation Seite 15
5.1 Öffentlichkeitsarbeit Seite 16
6. Qualitätsmanagement Seite 16
Seite 20 von 20
6.1 Hygiene Seite 16
7.0 Prävention und Sicherheit Seite 17
8.0 Inhaltsverzeichnis Seite 19
Anlage 7.1 Bewerbung St. Lamberti
1307 Zeichen
Sankt Lamberti, Kirchherrngasse 14, 48143 Münster Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Z. Hd. Frau Gerick / Frau Tigger Hafenstr. 30 48127 Münster “ g [4 Sankt Lamberti Katholische Gemeinde + Citykirchen in Münster Kirchherrngasse 14 48143 Münster Kontakt Tel.: (02 51) 48 29 47 97 Fax: (02 51) 48 16 40 19 Mail: stlamberti-muenster@ bistum-muenster.de 05.02.2019 Bewerbung - Kita Neubrückenstraße Ausschreibungsnummer 10/2018 Sehr geehrte Damen und Herren, wie bereits per Mail von Frau Fiege am 13.12.2018 bekundet, bewirbt die Kath. Kirchengemeinde St. Lamberti sich mit diesem Schreiben auf die Trägerschaft der neu zu errichtenden Kindertageseinrichtung an der Neubrückenstraße (Stadtteil Altstadt — Ausschreibungs-Nr. 10/2018). Als freier Träger bestätigt die Kirchengemeinde im Falle einer positiven Trägerschaftsentscheidung den im Kinderbildungsgesetz verankerten Trägeranteil an den entstehenden Betriebskosten in Höhe von 12 Prozent im Rahmen des kirchlichen Grundbestandes zu übernehmen. Ferner übersenden wir Ihnen mit diesem Schreiben unser konzeptionellen Unterlagen. Über die Möglichkeit, unsere Überlegungen und Konzeption in einem persönlichem Gespräch zu erörtern, freuen wir uns. Mi Grüßen AR Hans-Bernd Köppen, nu KATHOLISCHE KIRCHE BISTUM MÜNSTER
Anlage 8.3 Kurzkonzept Kinderzentren Kunterbunt
13395 Zeichen
- 1 - Pädagogische Kurz-Konzeption für den Betrieb einer Kin- dertagesstätte Die Grundlage der pädagogischen Arbeit in der Einrichtung wird in unserem allgemeinen Be- treuungskonzept ausführlich dargestellt. Unsere strategischen Zielvorstellungen sind unserem Leitbild zu entnehmen. Sowohl das allgemeine Betreuungskonzept als auch unser Leitbild sind unter www.kinderzentren.de einsehbar. Das Bildungskonzept orientiert sich an der Bildungs- vereinbarung Nordrhein-Westfalens. Gruppenstruktur Kinderzentren Kunterbunt bietet die Gruppenform I (2-6 Jahre), die Gruppenform II (0-3 Jahre) und die Gruppenform III (3-6 Jahre) an. Die Gruppenstruktur wird entsprechend der baulichen Voraussetzungen und der Nachfrage im sozialen Raum in Absprache mit dem jeweiligen Ju- gendamt angepasst. Personal Das Personal orientiert sich an den Vorgaben des Kinderbildungsgesetzes, Anlage zu § 19, ausgewiesene Fach- bzw. Ergänzungskraftstunden und der anteiligen Leitungsfreistellung. Jedem Mitarbeiter der KiKu -Familie steht ein festes Ausbildungsbudget zur Verfügung über das er sich weiterentwickeln kann. Hierzu führen unsere Qualitätsleitungen mit den Mitarbei- tern Zielvereinbarungsgespräche. Eingewöhnung Bei der Eingewöhnung orientieren wir uns am „Münchener Eingewöhnungsmodell“, dieses sieht eine sanfte, gestaffelte Eingewöhnung vor die sich am individuellen Bedürfnis des Kindes orientiert. Bei jedem Kind wird die Eingewöhnungszeit protokolliert und auf einem dafür vorge- sehen Formblatt dokumentiert. Bildungspartnerschaft mit Eltern Eltern sind Experten für ihre Kinder. Mit ihnen gehen wir eine Partnerschaft ein, die das Ziel verfolgt, gemeinsam den Bildungsprozess ihres Kindes optimal zu unterstützen und begleiten. Inklusion Inklusion ist ein international abgesicherter Rechtsanspruch. Natürlich ist es für uns ein selbst- verständliches Anliegen, eine gelebte Inklusion fest im Elementarbereic h zu verankern und den Kerngedanken der Inklusion in unseren Kindertagesstätten zu leben. - 2 - Gelebte Inklusion mit den Kindern Wir wollen Kinder mit „Leuchteaugen“, unabhängig davon ob eine sprachliche, körperliche o- der sonstige Benachteiligung vorliegt. Dazu gehört, dass wir kein Kind ausgrenzen oder als Fürsorgeobjekt sehen, sondern sie an allem teilhaben lassen und ressourcenorientiert fördern. Durch diese inklusive Haltung schätzen wir alle Kinder gleichermaßen, was dazu führt, dass das Resilienzvermögen der Kinder gestärkt und gefestigt wird. Wir machen es uns zur Auf- gabe, sowohl für Kinder als auch für Eltern als „Resilientin“ wirksam zu werden und die „seeli- schen Widerstandskräfte“ der Kinder zu wecken. Dafür schaffen wir Alltagssituationen in de- nen die Kompetenzen der Kinder im Vordergrund stehen und erweitert werden. Die Kinder erhalten so eine Basis, sich als „starke Kinder“ erfahren. Sie erleben und spüren, dass sie etwas bewirken können, gebraucht werden und den Alltag mit bestimmen können. Gelebte Inklusion unter den Fachkräften Wir verstehen die gelebte Inklusion nicht nur als Arbeitsprinzip sondern als Lebensprinzip. In diesem Zusammenhang ist die ständige Überprüfung der eigenen Haltungen eine Grund- voraussetzung, um eine gute Zusammenarbeit mit den Kindern sicherzustellen. Wir legen Wert darauf, dass die pädagogischen Fachkräfte eine engagierte, lebendige und begeisterungsfä- hige Haltung ausstrahlen. Durch eine Inklusionsfachberaterin finden außerdem interne Fort- bildungen statt, in denen der inklusive Blick und die pädagogische Alltagsgestaltung im Vor- dergrund stehen. Unser Ziel ist es, das unsere Fachkräfte eine inklusive Pädagogik gestalten, die neugierig, bunt, individuell, spannend und den Alltag der Kinder immer wieder zu einem Abenteuer werden lässt. In diesem Sinne ist es für uns von Interesse die derzeit bereits tätigen, erfahrenen und engagierten Fachkräfte einzubinden und weiter zu fördern. Gelebte Inklusion in der Bildungsarbeit mit den Eltern Um eine wertschätzende und bereichernde Bildungsarbeit mit den Eltern zu praktizieren, be- gegnen wir den Eltern mit einer hohen professionellen Aufmerksamkeit. Schon immer galten die Eltern in unseren Einrichtungen als die Experten ihrer Kinder. Im Zuge der Inklusion haben wir neue Interventionen für eine noch optimalere Bildungsarbeit mit den Eltern entwickelt. Für die Entwicklungsgespräche benutzen wir unter anderem als Dokumentationsvorlage einen Baum, die Wurzel füllen wir mit den schon vorhandenen Stärken der Kinder, dabei holen wir die Eltern aktiv ins Boot, indem sie die Stärken ihrer Kinder benennen. Im Baumstamm werden die noch nicht vorhandenen Fähigkeiten benannt, welches das Kind noch erlernen muss. In der Baumkrone wird dann das individuelle Handlungskonzept mit den Eltern gemeinsam ent- wickelt, welche Handlungsmöglichkeiten wir, als Einrichtung haben, und was die Familie zu Hause tun kann, um das Kind positiv in seiner Entwicklung begleiten zu können. Durch die veränderte Sichtweise, dass die Kinder keine Probleme mit sich bringen, sondern noch unge- lernte Fähigkeiten, können wir als Team, sowie auch die Eltern, erneut den Kindern eine in- klusive Haltung vermitteln, die sich positiv auf die Entwicklung der Kinder auswirkt. Wir bieten ganzheitliche Elternabende zum Thema „Inklusion“ an. Um die Eltern optimal in den Prozess zur Entstehung einer inklusiven Kindertagesstätte einzubinden, entwickeln wir praktische Me- thoden, die den Eltern das Verständnis für gelebte Inklusion näher bringt. In unserer pädagogischen Arbeit heißt Inklusion auch, die Unterschiede aller Kinder und Eltern wahrzunehmen, um Beteiligung unter Berücksichtigung der individuellen spezifischen Beson- derheiten erkennen und entwickeln zu können. - 3 - Teiloffen und kokonstruktiv Die Einrichtung wird teiloffen geführt. D.h. dass jedes Kind einer Gruppe zugeordnet ist, diese durch gemeinsame Mahlzeiten und Aktivitäten auch als soziales Zuhause erlebt und sich mit dieser Gruppe identifiziert, dabei aber auf offene Türen im Hause trifft, die Raum für Begeg- nung und gruppenübergreifendes Spiel ermöglichen. Daneben können Kinder zu bestimmten Zeiten am Tag an gruppenübergreifenden Angeboten z.B. in den Funktionsräumen teilneh- men. In Anlehnung an die Bildungsvereinbarung NRW bieten wir neben Einzel- und Gruppenange- boten auch gr uppenübergreifende Angebote und Projek te an. Die Spiel - und Bildungsange- bote werden hierdurch erweitert und Kontakte über die eigene Gruppe hinaus ermöglicht. Dadurch lernen die Kinder Akzeptanz und Alternativen wahr - und anzunehmen. Sie bauen Kontakte zu Kindern anderer Gruppen und Mitarbeiter/innen auf und lassen sich auf „Neues“ ein. Hierbei wird ihre soziale Kompetenz gestärkt. Sie lernen, sich in anderen Räumlichkeiten und weniger vertrauten Umgebungen zurechtzufinden. Durch diese Form der pädagogischen Arbeit werden verschiedene Fähigkeiten der Kinder und besondere Neigungen gefördert. Unser Ziel ist, eine altersgerechte Entwicklung durch eine entwicklungsstandgerechte Förde- rung zu ermöglichen und dabei den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden. Die Grund- bedürfnisse sowohl im körperlichen, kognitiven, emotionalen als auch sozialen Bereich der Kinder von 0-3 Jahren unterscheiden sich wesentlich von denen der 3 - bis 6-Jährigen. Die unter dreijährigen Kinder benötigen in allen Belangen eine noch engere Begleitung im Alltag. Kindergartenkinder ab drei Jahren sind bereits selbstständiger und haben somit andere Mög- lichkeiten zu agieren, gefordert und gefördert zu werden. Beispiele dafür sind u.a. die motori- schen und sprachlichen Fähigkeiten, die Sauberkeitserziehung und der Schlafrhythmus. Auf diese Unterschiede wird bei uns in der Raumgestaltung, der pädagogischen Ausrichtung, den bereit gestellten Materialien und durch das geschulte Fachpersonal eingegangen. So lernen die unter dreijährigen Kinder die teiloffene Arbeit z.B. durch gruppenübergreifende Projekte für eine Altersgruppe oder auch durch das Nutzen des Ateliers „der Großen“ für ge- zielte Angebote kennen. Für die Kindergartenkinder ab drei Jahren ist es erforderlich, dass die Funktionsbereiche differenzierter und täglich nutzbar sind, um ihre große Wissbegierde befrie- digen zu können. In unserer Arbeit ist es uns wichtig, die Kinder nicht voneinander in Gruppen zu isolieren. Begegnungen, gruppen- und altersüberreifend, sind daher möglich. Im Tagesablauf ermöglichen die pädagogischen Fachkräfte abwechslungsreiche und span- nende Projekte. Hier werden die Kinder mit Lebenssituationen konfrontiert, in denen sie kog- nitive, soziale und emotionale Kompetenzen erwerben können. Wichtig ist dabei, dass die Be- dürfnisse und Wünsche der Kinder berücksichtigt werden. Das betrifft sowohl das Thema des Projektes als auch seine Dauer, welche am Interesse der Kinder orientiert sind. Die Kinder wählen ihr Projekt im Rahmen von Kinderkonferenzen selber aus , dabei spielen Selbstbestimmung und Eigenverantwortlichkeit eine große Rolle. In einer solchen Kinderkon- ferenz schlagen die Kindergartenkinder Themen vor, über die in einer demokratischen Wahl entschieden wird . Auch in den Gruppenformen II können Kinder schon Mit entscheidungs- rechte wahrnehmen. Die Inhalte sind überschaubarer und die Wahl -Methoden altersentspre- chend. - 4 - Die Entwicklung der Kinder im Alter von 0 Jahren bis zur Einschulung ist wesentlich durch das Einüben und Erlangen von Selbstständigkeit geprägt. Beiderseitige Besuche und gemeinsame Aktivitäten von unter dreijährigen - und Kindergartenkindern erleichtern den jungen Kindern den Übergang in die Kindergartengruppen. Aber auch die Kindergartenkinder profitieren, in- dem sie neue Freundschaften weiter pflegen können. Neben den Berührungspunkten, die sich aus der Gemeinschaft der Kinder ergeben, wie z.B. gemeinsam genutzte Räume, das Außen- gelände, wird die Kooperation von Gruppen für unter dreijährige Kinder und Kindergarten- gruppen vor allem bei der Planun g und Durchführung von gemeinsamen Feiern und Festen gepflegt. Kindergartenkinder können auch Patenschaften für Krippenkinder übernehmen. Hierdurch werden die sozialen und die emotionalen Kompetenzen, sowie die Werteorientierung en der Kinder gefördert. Emotionale und soziale Kompetenzen sind Voraussetzungen, damit ein Kind lernt, sich in soziale Gemeinschaften zu integrieren. Soziales Verständnis setzt voraus, dass sich ein Kind in andere einfühlen, hineinversetzen und deren Perspektive (wie Gefühle, Wün- sche, Bedürfnisse) erkennen kann. Die Kindergartenkinder üben sich in Verantwortung, Rück- sichtnahme und Toleranz. Zur Spiel- und Freizeitgestaltung stehen den Kindern die vielfältig en Möglichkeiten des Frei- spiels zur Verfügung. Neben den Gruppenräumen mit altersgemäßen Spielen, Literatur und Rollenspielmaterialien bieten die Funktionsräume eine Auswahl an Bastel- und Werkmateria- lien, Forscherutensilien, Musik- und Rhythmusinstrumenten. In der Einrichtung gibt es für die Kinder verschiedene Rückzugsmöglichkeiten, so dass sie mit ihren Freunden auch ungestört spielen können. Für unbeobachtete Spielsituationen bestehen Regeln, die mit den Kindern vereinbart und die eingehalten werden müssen. An die Nutzung solcher Spielräume werden sie langsam herangeführt. Partizipation von Kindern Unter Partizipation verstehen wir die Teilhabe von Personen an Entscheidungsprozessen und Handlungsabläufen. Für das Heranwachsen zu einer selbständigen Persönlichkeit ist es wich- tig, Standpunkte beziehen zu können und in seinen Entscheidungen ernst genommen zu wer- den. In der Kita ermöglichen wir den Kindern viele Mitsprache- und Mitwirkungsmöglichkeiten. Bei den im Alltag anfallenden Entscheidungsprozessen wie z. B. Auswahl des Frühstücks in Kinderkrippe sowie Kindergarten (bei Angebot eines Frühstücksbuffets) und bei der Wahl des Spielbereichs/Spielpartners, etc. können die Kinder ihre Wünsche einbringen. Die Spielzeuge und Gebrauchsgegenstände sind frei zugänglich für die Kinder ebenso die Mögli chkeit zum Rückzug. Das Kind entscheidet selbst, wann es welchen Bedürfnissen nachkommen möchte. Größten Wert legen wir auf die Beteiligung von Kindern an Planungen für die Gestaltung der Räumlichkeiten, der Projekte und der verschiedenen Veranstaltungen. Die Pädagogen/innen beteiligen die Kinder bei sämtlichen Entscheidungsprozessen und unterstützen sie, eigene Strategien/Ergebnisse herbeizuführen. Sozialraumorientierung In der Einrichtung greifen wir die Gegebenheiten des Sozialraumes auf und machen sie zum Gegenstand der pädagogischen Arbeit. Wir verstehen uns als Teil eines Bildungsnetzwerkes für Kinder und kooperieren mit Institutionen, wie z.B. Jugendamt, Grundschulen, Kindergärten, Büchereien, Beratungsstellen, Sport- und Bürgervereinen, Ärzten, Therapeuten, etc - 5 - Versorgungssystem Das Mittagessen wird durch die Firma Hofmann tiefgekühlt angeliefert und in einem Convec- tomaten schonend erhitzt. Die Mahlzeiten sind kindgerecht. Es werden überwiegend Produkte in Bio-Qualität verarbeitet. Es gibt täglich Obst, Salat und/oder Gemüse aus Bio -Anbau. Es wird auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung großen Wert gelegt. Als Getränke stehen den Kindern Wasser und ungesüß te Tees ständig zur Verfügung. Unsere Einrichtungen werden nach dem HACCP Hygiene-Standard geführt.
Anlage 3.1 Bewerbung ASB
1598 Zeichen
ASB-RV Münsterland e.V. · Gustav-Stresemann-Weg 62 · 48155 Münster Bank für Sozialwirtschaft BIC: BFSWDE33XXX / IBAN: DE28 3702 0500 0007 2723 00 Sparkasse Münsterland-Ost BIC.: WELADED1MST / IBAN: DE67 4005 0150 0000 2903 38 Steuernummer: 336 / 5754 / 4041 - IK-Nummer: 500 552 690 Vorstand (§ 26 BGB): André Weber (Vorstandsvorsitzender), Clemens Schröder (stellv. Vorsitzender), Ingo Schild (Technischer Leiter), Alexander Schmidt (Finanzvorstand), Andre Dahlhaus (Vorstand) Eingetragen im Vereinsregister beim Amtsgericht Münster: VR 3984 Regionalverband Münsterland e.V. Gustav-Stresemann-Weg 62 48155 Münster Zentrale: 0251 / 2897 - 0 Fax: 0251 / 2897 - 219 Verwaltung: 0251 / 2897 - 100 Fax: 0251 / 2897 - 119 Mail: info@asb-muenster.de Internet: www.asb-muenster.de 0251 -2897 381 29.01.2019 Sehr geehrte Damen und Herren, bezugnehmend auf unser Gespräch vom 24.01.2019 teilen wir Ihnen verbindlich mit, dass wir un- ser Angebot zur Übernahme der Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung an der Neubrücken- straße im Stadtteil Altstadt aufrechterhalten. Für den Betrieb dieser Kindertageseinrichtung erklären wir verbindlich , Trägeranteile von 4% zu übernehmen. Für Rückfragen steht Ihnen Frau Elisabeth Hegele unter der oben genannten Durchwahl gerne zur Verfügung. Freundliche Grüße gez. Dirk Winter Geschäftsführer Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Hafenstraße 30 48153 Münster Ihr Zeichen Unser Zeichen Telefon Durchwahl Datum
Anlage 5.3 Rahmenkonzept Fröbel
71329 Zeichen
FRÖBEL-Rahmenkonzeption 2., überarbeitete Auflage Impressum Herausgeber: FRÖBEL e.V., Stefan Spieker (Vorstandsvorsitzender), Alexanderstraße 9, 10178 Berlin Redaktion: Jule Marx, Elisa Steinfeldt Autorinnen: Annegret Kieschnick, Jule Marx, Elisa Steinfeldt Beteiligte: Henrike Früchtenicht, Dr. Gudrun Rannacher, Pia Schnadt, Christine Ulbrich Satz und Grafik: LOVETO. Kommunikation, die bewegt. www.loveto.de Druck: Buch- und Offsetdruckerei H. Heenemann GmbH & Co. KG Alle verwendeten Fotos sind in FRÖBEL-Krippen, -Kindergärten und -Horten entstanden. Copyright FRÖBEL e. V. Oktober 2015, 2., überarbeitete Auflage Keine unerlaubte Vervielfältigung oder Verbreitung. Wir wünschen … … allen Kolleginnen und Kollegen viel Freude beim Lesen der zweiten Auflage der FRÖBEL- Rahmenkonzeption und Impulse, die die pädagogische Arbeit in den Kindertagesein - richtungen bei FRÖBEL bereichern. www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Seite 3 Inhalt FRÖBEL ................................................................................................................................................................................................................... 05 Kompetenz für Kinder ........................................................................................................................................................................ 05 Wie wir organisiert sind ...................................................................................................................................................................... 05 Unser Namensgeber: Friedrich Fröbel .................................................................................................................................. 07 Gemeinsame Orientierung und Vielfalt ..................................................................................................................................... 08 Leitbild und Werte ................................................................................................................................................................................. 09 Die Beteiligten: Kinder, Familien und pädagogische Fachkräfte .................................................................. 09 Was Bildung für uns ist ........................................................................................................................................................................ 11 Beziehung als Prinzip .................................................................................................................................................................... 12 Individualisierung als Prinzip ................................................................................................................................................... 13 Partizipation als Prinzip ............................................................................................................................................................... 13 Inklusion – Individualität, Vielfalt und Gemeinsamkeit ............................................................................................ 14 Das pädagogische Profil von FRÖBEL .......................................................................................................................................... 16 Fachlicher Orientierungsrahmen .............................................................................................................................................. 16 FRÖBEL-Standards ................................................................................................................................................................................. 17 FRÖBEL-Schwerpunkt Bilinguale Erziehung ....................................................................................................................... 17 Einrichtungsschwerpunkte ............................................................................................................................................................. 18 Umsetzung des pädagogischen Profils ............................................................................................................................... 19 Gestaltung des pädagogischen Alltags .................................................................................................................................... 20 Übergänge ................................................................................................................................................................................................. 21 Beobachtung und Dokumentation im Dialog ............................................................................................................... 23 Alltagsintegrierte Sprachförderung ........................................................................................................................................ 24 Zusammenarbeit mit der Grundschule ................................................................................................................................ 24 Zusammenarbeit mit Familien ..................................................................................................................................................... 25 Leitung und Team ................................................................................................................................................................................. 26 Kinderschutz ............................................................................................................................................................................................... 27 Ehrenamtliche im Alltag ................................................................................................................................................................... 29 Vereinbarkeit von Familie und Beruf ...................................................................................................................................... 30 Qualität und Qualitätsentwicklung ................................................................................................................................................ 31 Fortbildung und Wissenstransfer ....................................................................................................................................................... 33 Unterstützung vor Ort: FRÖBEL-Fachberatung ........................................................................................................................ 34 Seite 5 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 FRÖBEL Kompetenz für Kinder „Kompetenz für Kinder“ bedeutet zum einen, Kindern kompetente Er - wachsene als Bildungsbegleiterinnen und Bildungsbegleiter zur Seite zu stellen. Des Weiteren wird das Ziel von FRÖBEL deutlich, Kindern zu ermöglichen, sich in einem offenen Miteinander zu selbständigen, selbst- bewussten, vorurteilsbewussten und verantwortungsvollen Mitgliedern einer demokratischen Gesellschaft zu entwickeln. Wir nehmen damit den Auftrag wahr, Orte für Kinder und ihre Familien zu gestalten, in denen sie willkommen sind und im Mittelpunkt stehen. Chancengleichheit Gelebte Chancengleichheit heißt für uns, dass jedes Kind die Möglich - keiten erhält, die eigenen Kompetenzen zu entdecken und zu stärken und dadurch individuelle Potenziale ausbauen kann. Wir sind davon überzeugt, dass es der richtige Weg ist, hohe Qualität in der frühpä- dagogischen Bildung, Erziehung und Betreuung allen Kindern und ihren Familien zu ermöglichen. Wir leben ein inklusives Verständnis von Pädagogik, das auf einer Kultur des wertschätzenden, gleichberechtigten Miteinanders und der Teil- habe aller Kinder und Familien in der Einrichtung basiert und von Teams und Fachkräften im täglichen Handeln umgesetzt und weiterent- wickelt wird. Dazu gehört es, Gemeinsamkeiten ebenso wie Unter- schiede zu erkennen und individuelle Voraussetzungen wahrzunehmen, um das pädagogische Handeln vorurteilsbewusst daran auszurichten. à mehr unter „Inklusion – Individualität, Vielfalt und Gemeinsamkeit“ S. 14 Wie wir organisiert sind Die FRÖBEL Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbH mit Sitz in Berlin ist eine Tochtergesellschaft des FRÖBEL e. V., anerkannter freier Träger der Jugendhilfe und Mitglied im PARITÄTISCHEN Gesamtverband. FRÖBEL betreibt Krippen, Kindergärten, Horte und weitere Einrichtungen aus dem Bereich Hilfen zur Erziehung in mehreren Bundesländern Deutschlands sowie in Australien, in der Türkei und in Polen. Gegenwärtig werden circa 12.500 Kinder von mehr als 2.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in über 145 Einrichtungen betreut. Alle FRÖBEL-Krippen, -Kindergärten und -Horte sind regionalen Ge - schäftsstellen zugeordnet, die von regionalen Geschäftsleitungen Seite 6 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 geführt werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden dort direkte An - sprechpartnerinnen und Ansprechpartner in fachlichen und organisatori- schen Fragen der Region. Die fachliche Begleitung der Einrichtung findet durch eine regionale Fachberatung statt. Regionalübergreifende Themen werden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Hauptgeschäftsstelle in Berlin bearbeitet. Hierzu gehören neben den Verwaltungs- und Organi- sationsbereichen wie Personal, Controlling und Elternbeitragsverwaltung sowie Bau, Softwareentwicklung/IT und Unternehmenskommunikation/ Marketing auch die Fachabteilungen für Pädagogik und Qualitätsent - wicklung, Personalentwicklung und Fortbildung sowie Qualitätssicherung, Ehrenamt und Beschwerdemanagement. In regelmäßig stattfindenden Geschäftsleitungs- sowie Fachberatungs - konferenzen werden aktuelle Themen und Entwicklungen diskutiert und Entscheidungen für FRÖBEL getroffen. Die regionale Information und Bearbeitung von Themen erfolgt in monatlichen Leitungskonferenzen zwischen regionaler Geschäftsleitung, Fachberatung und Einrichtungs - leitung. Weitere Informationen zu FRÖBEL, Ansprechpartnerinnen und Ansprech- partnern sowie die einzelnen Standorte finden Sie unter: www.froebel-gruppe.de Seite 7 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Unser Namensgeber: Friedrich Fröbel Friedrich Wilhelm August Fröbel (1782–1852) gilt als Vater des Kinder- gartens und Pionier der Reformpädagogik. Als internationaler Ideen - geber war er Verfechter einer kindgerechten Bildung und Entwicklung. Sein Erziehungsziel war der „freie, denkende, selbsttätige Mensch“. Er forderte daher für Kinder eine Umgebung, die ihnen Handlungs-, Ge - staltungs- und Entscheidungsspielraum lässt. In dieser Umgebung hielt Friedrich Fröbel eine Erziehung von Körper, Geist und Seele, die alle Stärken des Menschen anregt, weckt und fördert, für das Beste. Friedrich Fröbel gründete Kindergärten, in denen seine Ideen von Erzie - hung umgesetzt wurden. Im Unterschied zu dem Personal der damals bestehenden Bewahranstalten für Kinder beschäftigte Friedrich Fröbel Kindergärtnerinnen, die er nach seinen pädagogischen Vorstellungen ausbildete. Hiermit legte er einen wichtigen Grundstein für die Qualifikati- on pädagogischer Fachkräfte. Das ausgebildete Personal war bereits zu dieser Zeit nicht allein für die Bildung und Erziehung der Kinder verantwort- lich. Vielmehr ging Friedrich Fröbel davon aus, dass die Kindererziehung von Familien und Bildungsinstitutionen gemeinsam gestaltet wird. Die pädagogischen Fachkräfte von FRÖBEL schaffen täglich eine an - regende Umgebung für die Kinder, um den pädagogischen Grundge - danken von Friedrich Fröbel, „freie, denkende, selbsttätige Menschen“ zu erziehen, umzusetzen und eine lebensweltorientierte Arbeit im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe wirksam zu unterstützen. Familien werden aktiv in diese Ausgestaltung eingebunden und haben die Gelegenheit, diese pädagogische Grundorientierung kennenzulernen. So können Familie und Kindertageseinrichtung als zentrale Lebensmittelpunkte von Kindern eine gemeinsame Werteorientierung ausbilden. Seite 8 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Gemeinsame Orientierung und Vielfalt Unsere Krippen, Kindergärten und Horte erstrecken sich über weite Teile der Bundesrepublik, nach Australien, Polen und in die Türkei. Den Rah - men bildet unsere gemeinsame pädagogische Orientierung, die alle Einrichtungen miteinander verbindet und zusammenhält. Diese Gemeinsamkeit ist im FRÖBEL-Leitbild beschrieben und wird in dieser FRÖBEL-Rahmenkonzeption konkretisiert. Hier sind neben Prinzipien des Umgangs und der pädagogischen Arbeit mit Kindern und deren Familien gemeinsame fachliche Themen beschrieben, die für alle FRÖBEL-Einrich - tungen eine hohe Verbindlichkeit besitzen und dabei unterstützen, den pädagogischen Alltag mit dem Anspruch bester Fachpraxis zu gestalten. Alle FRÖBEL-Einrichtungen sind individuell: schon allein deswegen, weil sie in jeweils unterschiedlich geprägten Umgebungen liegen und weil die Menschen, die sich in den Häusern aufhalten und miteinander agieren, verschieden sind. Jede Krippe, jeder Kindergarten und jeder Hort ver - fügt über eine eigene Einrichtungskonzeption. Die dort beschriebenen Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit werden von den pädagogi - schen Fachkräften zusammen mit der Leitung entwickelt. Dabei finden die Bedürfnisse aller Kinder und ihrer Familien Berücksichtigung. Die Einrichtungskonzeptionen sind darüber hinaus konkret an standortge - bundenen Voraussetzungen und Bedingungen ausgerichtet und werden kontinuierlich geprüft und entsprechend weiterentwickelt. LEITBILD EINRICHTUNGS- KONZEPTION RAHMEN- KONZEPTION Seite 9 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Leitbild und Werte Das Leitbild von FRÖBEL setzt sich aus drei Elementen zusammen: dem Unternehmensleitbild, dem Führungsleitbild und dem pädagogischen Leitbild. Das pädagogische Leitbild ist das Herzstück der Pädagogik. Es betont die Rechte von Kindern im pädagogischen Alltag in allen FRÖ - BEL-Krippen, -Kindergärten und -Horten. So unterstützen wir Kinder darin, sich zu Menschen zu entwickeln, die in gemeinsamen Aushandlungspro - zessen ihren Alltag und ihre Umgebung mitgestalten. Die Beteiligten: Kinder, Familien und pädagogische Fachkräfte In FRÖBEL-Einrichtungen ist immer viel los, denn bei uns gestalten alle Akteurinnen und Akteure das Leben in Krippe, Kindergarten und Hort gemeinsam. Kinder Kinder sind die Hauptpersonen in unseren Krippen, Kindergärten und Hor- ten. Sie sind von Natur aus neugierig und haben Lust, sich ihre Umwelt mit all ihren Facetten selbst anzueignen und diese zu gestalten. Sie wollen aktiv sein und sich bewegen und erobern sich Stück für Stück mit allen Sinnen die Welt. Kinder lernen durch eigenes Tätigsein, insbesondere auch im Spiel, indem sie ausprobieren, Erfahrungen sammeln und sich als soziale Wesen im Kontakt mit anderen Kindern und Erwachsenen erleben. Kinder wollen Spaß haben, Freunde finden, spielen und so ihre Bildungsprozesse selbst gestalten. Kinder bringen viele Fähigkeiten mit, brauchen aber andere Kinder und kompetente Erwachsene, die ihnen Anreize bieten, sie bei ihren Entde - ckungen ernst nehmen und ihre Entwicklung begleiten. FRÖBEL-Einrichtungen werden von Kindern unterschiedlichen Alters be - sucht. Die Spannbreite ist dabei sehr groß und kann von acht Wochen bis zu zwölf Jahren reichen. Der individuelle Entwicklungsstand eines jeden Kindes ist handlungsleitend für die pädagogischen Fachkräfte in unseren Einrichtungen. So wird jedes Kind in seinem persönlichen Bildungsprozess angeregt und in seiner Entwicklung dort abgeholt, wo es gerade steht. LEITBILD DER FRÖBEL-GRUPPE Unternehmensleitbild Pädagogisches Leitbild Führungsleitbild Seite 10 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Eltern und Familien Zuhause sind es in der Regel die Eltern und Familien der Kinder, die den Kindern Orientierung in ihrer Entwicklung bieten, ihnen Schutz und Ge - borgenheit geben und Bildungssituationen für sie schaffen. Zu ihnen wird das Kind immer eine besondere Beziehung haben. Aufgabe der päda - gogischen Fachkräfte ist es, diese Beziehung zu stützen und Eltern und Familien an der institutionellen Bildung, Erziehung und Betreuung ihrer Kinder zu beteiligen. à mehr unter „Zusammenarbeit mit Familien“, S. 25 Pädagogische Fachkräfte Bei der Teamzusammensetzung achten wir darauf, dass Menschen ver - schiedener Generationen, Kulturen und Ausbildungen sowie unterschied- lichen Geschlechts zusammenarbeiten. Eine respektvolle, empathische und ressourcenorientierte Grundhaltung unserer pädagogischen Fach - kräfte ist selbstverständlicher Bestandteil ihres professionellen Habitus. Das Handeln unserer pädagogischen Fachkräfte orientiert sich dabei an den Bedürfnissen der Kinder und deren Familien. Wo die Rechte von Kindern im Vordergrund stehen, fängt die Verantwortung und Herausfor- derung für die pädagogischen Fachkräfte an. In ihrem pädagogischen Selbstverständnis verstehen sie sich als Begleiterinnen, Gesprächspartner, Beobachterinnen, Lernende, Sicherheitsgeberinnen, Fragensteller und Unterstützerinnen. In unseren Krippen, Kindergärten und Horten arbeiten liebevolle und zugewandte Erwachsene, die sich ideenreich und fach - kompetent mit Kindern beschäftigen. Sie sind mit aktuellen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsthemen vertraut, bilden sich stetig fort und suchen den Erfahrungsaustausch mit ihren Kolleginnen und Kollegen. à mehr unter „Fortbildung und Wissenstransfer“, S. 33 Seite 11 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Was Bildung für uns ist Kinder haben ein natürliches Bedürfnis nach Bildung und Entwicklung und ein Recht darauf, dass sie auf diesem Weg begleitet und unterstützt werden. Sie gestalten ihre Bildungsprozesse aktiv, indem sie mit ihrer Um- gebung und den Menschen um sich herum in Kontakt treten und die Welt mit allen Sinnen entdecken und erforschen. Auf diesem Weg eignen sie sich die Welt selbsttätig an und entwickeln so ihre eigene Persönlichkeit. Wir verstehen kindliche Bildung als einen Prozess, der sowohl das Entwi - ckeln sozialer und emotionaler Kompetenzen als auch das Ausbilden motorischer, sprachlicher und kognitiver Fähigkeiten umfasst. Bildungs - prozesse von Kindern sind komplexe und ganzheitliche Prozesse, an de - nen Sinnesorgane, Körper, Sprache, Gefühle, Denken und Erinnerung beteiligt sind. Diese Bildungsprozesse vollziehen sich bei Kindern vor allem im Spiel. Wenn Kinder spielen, dann ist das nicht nur Spielerei, sondern vielmehr die Gelegenheit, sich auszuprobieren, eigene Grenzen zu erfahren, mit anderen – Kindern und Erwachsenen – in Kontakt zu treten. Die Verantwortung der pädagogischen Fachkräfte liegt darin, die räum- liche Umgebung und vor allem die Interaktionen so zu gestalten, dass die Kinder vielfältige Erfahrungen machen können. Das Selbst- und Weltverständnis von Kindern entwickelt sich immer auch in einem sozialen Kontext. Indem Kinder ihre Handlungen auf andere Menschen beziehen und ihre eigenen Handlungen bei anderen Reso - nanzen erzeugen, entdecken Kinder Selbstwirksamkeit. Wenn Kinder das Gefühl haben, dass ihnen vertraut und ihnen etwas zugetraut wird, dann gewinnen sie Sicherheit, sich Unbekanntem zuzu - wenden und sich in neuen Situationen und immer wieder anderen Kons- tellationen zurechtzufinden. Sie erleben so ihre Stärken und Möglichkeiten und gestalten mithilfe anderer Kinder und erwachsener Bezugspersonen ihre eigenen Bildungsprozesse. Aus diesem Grund sehen unsere pädagogischen Fachkräfte ihre Aufgabe darin, auf die Kinder abgestimmte Bildungsanlässe und Lernsituationen zu schaffen und so jedes Kind in seiner individuellen Entwicklung zu unter- stützen. Seite 12 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 In unseren Krippen, Kindergärten und Horten schaffen wir auf der Basis von drei Prinzipien die notwendigen Voraussetzungen, damit diese kom- plexen Bildungsprozesse angeregt und begleitet werden. ▲ Beziehung als Prinzip ▲ Individualisierung als Prinzip ▲ Partizipation als Prinzip Die Art und Weise, wie mit Kindern umgegangen wird, wie sie entspre - chend ihrer individuellen Persönlichkeit ihre Erfahrungen mitgestalten können, wie ernst sie genommen werden und mitbestimmen können, das alles sind dabei bedeutsame Faktoren. ▲ Beziehung als Prinzip Stabile emotionale und soziale Beziehungen geben dem Kind Sicherheit. Von dieser sicheren Basis aus können Kinder aktiv mit ihrer Umwelt in Kon- takt treten und diese mit all ihren Sinnen erforschen und auch verändern. Deswegen haben Kinder ein Recht auf verlässliche Beziehungen, denn diese bilden die Voraussetzung für gelingende Bildungs- und Entwick - lungsprozesse. Durch die Feinfühligkeit und emotionale Verfügbarkeit unserer pädagogischen Fachkräfte unterstützen wir diesen so bedeu - tenden Beziehungsaufbau. In den ersten Lebensjahren baut das Kind zunächst primäre Bindungen zu den Personen auf, die auf seine körperlichen und psychischen Be - dürfnisse regelmäßig eingehen. Es handelt sich dabei zumeist um die Eltern-Kind-Bindung. Zugleich entwickelt das Kind individuelle Beziehun - gen zu anderen Erwachsenen, die sich in ihrer Intensität von der Bindung zu seinen Hauptbezugspersonen unterscheiden, aber nicht weniger wichtig sind. Der Besuch einer Kindertageseinrichtung ermöglicht es einem Kind, sich in einer sozialen Gemeinschaft zu erleben, die sich vom Zusammenleben in der Familie unterscheidet. Es trifft dort auf Kinder verschiedenen Alters und verschiedener Kulturen und Herkunftsfamilien, die zum Teil gleiche, aber auch teils andere Vorstellungen und Interessen haben. Gemein - sam mit ihnen Spielideen zu besprechen, Freundschaften zu knüpfen, über die Welt zu philosophieren, aber auch Konflikte zu lösen, fördert die Persönlichkeit eines Kindes und die Entwicklung sozial-emotionaler Kompetenzen. Unsere pädagogische Aufgabe besteht darin, Kindern das Erleben trag - fähiger Beziehungen zu ermöglichen. Wir gestalten den Alltag in unseren Krippen, Kindergärten und Horten so, dass Kinder vielfältige Erfahrungen Seite 13 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 machen und sich in unterschiedlichen Beziehungen, Rollen und Formen des sozialen Miteinanders erleben können. ▲ Individualisierung als Prinzip Kinder haben ein Recht darauf, dass ihre Persönlichkeit und ihre Bildungs- und Lernprozesse berücksichtigt werden. Die pädagogische Arbeit orien - tiert sich deshalb an den Themen und Interessen der Kinder. Jedes Kind ist in der Krippe, dem Kindergarten und dem Hort Teil einer Gemeinschaft. Daraus ergeben sich Möglichkeiten, aber auch Grenzen im Hinblick auf individuelle Vorlieben und Interessen. Nicht immer können die pädagogi - schen Fachkräfte alle Bedürfnisse jedes Kindes erfüllen – entscheidend ist, dass die pädagogischen Fachkräfte diese wahrnehmen und den Kindern signalisieren, dass sie diese grundsätzlich anerkennen. Wenn sie auf die Bedürfnisse zu diesem Zeitpunkt nicht eingehen können, erklären sie die Gründe dafür. Im Sinne einer Individualisierung der pädagogischen Arbeit haben Kinder die Gelegenheit, Angebote wahrzunehmen, Materialien selbständig zu nutzen und sich für oder gegen eine Gruppenaktivität im Tagesverlauf zu entscheiden. Indem alle pädagogischen Fachkräfte die spezifischen Be- dürfnisse sowie Bildungs- und Entwicklungsthemen der Kinder erkennen, gestalten sie eine Umgebung, die die Individualität und die Bildungspro - zesse eines jeden Kindes in den Mittelpunkt stellt. ▲ Partizipation als Prinzip Kinder haben ein Recht auf Selbstbestimmung und Mitbestimmung. Sie sind zu Entscheidungen und Urteilen fähig und werden bei uns ermutigt, dies in die Gemeinschaft einzubringen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden. So entwickeln sie Vertrauen in ihre eigenen Kräfte und lernen sich selbst, aber auch das Wohl und die Wünsche anderer zu achten. Demokratie wird so schon früh erlebbar, indem Kinder die Gele- genheit haben, sich in einer von demokratischen Strukturen geprägten Umwelt auszuprobieren und diese mitzugestalten. Jedes Kind soll die Chance haben, seine Bereitschaft, seine Fähigkeiten und seine Möglichkeiten in die Entwicklung der Gemeinschaft einzubrin - gen. Dies setzt eine partizipative Grundhaltung voraus. In unseren Kinder- tageseinrichtungen schaffen wir deshalb verschiedene Situationen der Teilhabe von Kindern. Kinder werden so als Expertinnen und Experten ihrer eigenen Lebenswelt ernst genommen. Hierbei ist es wichtig, Kinder nicht einfach sich selbst zu überlassen, sondern sie entwicklungsangemessen in ihren Entscheidungsprozessen zu begleiten. Seite 14 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Durch Öffnungsprozesse in unseren Krippen, Kindergärten und Horten er- weitern wir die Erfahrungs- und Entscheidungsmöglichkeiten von Kindern, in denen sie sich erproben und zunehmend ihre Handlungsspielräume erweitern können. So unterstützen wir ihr Streben nach Unabhängigkeit und Eigenverantwortung und schaffen einen Erfahrungsraum, in dem ein selbstbestimmtes Leben innerhalb einer Gemeinschaft möglich ist. Inklusion – Individualität, Vielfalt und Gemeinsamkeit Die Heterogenität von Menschen – Kindern und Erwachsenen – ist unsere Normalität und Fundgrube für das Gestalten einer inklusiven Pädago - gik. Dort, wo Menschen zusammenkommen, treffen immer Personen unterschiedlicher Kulturen, Sprachen, Nationalitäten, Temperamenten, sozioökonomischen Hintergründen und Lebenswelten, Fähigkeiten und (biologischen und sozialen) Geschlechtern aufeinander. Wir sehen diese Heterogenität als Chance, die vielfältige Lernerfahrungen ermöglicht und neue Horizonte eröffnet. In einem offenen, wertschätzenden und gleichberechtigten Miteinander wirken wir so Benachteiligung und Dis - kriminierung aufgrund von Verschiedenheit aktiv entgegen. Wir sehen es als unseren Auftrag, die gleichberechtigte Teilhabe und ganzheitliche Förderung aller Kinder in unseren Einrichtungen zu sichern. Im pädagogischen Alltag wird die Vielfalt von Menschen in Gesprächen, Projekten, der Raum- und Materialgestaltung sowie im Spiel aufgegriffen. Mit Neugierde, Anerkennung und Wertschätzung wird Gemeinsamkeiten und Unterschieden begegnet. Kinder und ihre Familien sowie die päd - agogischen Fachkräfte sind mit ihren unterschiedlichen Kompetenzen, Stärken, Interessen und Sichtweisen in unseren Einrichtungen willkommen. Haben Kinder einen besonderen Förderbedarf, ermöglichen wir bei ent - sprechend vorhandenen Rahmenbedingungen eine bedürfnisgerechte Betreuung. Sozioökonomische Vielfalt Kinder wachsen in Familien mit vielfältigen bildungs- und sozioökono - mischen Hintergründen und Lebensformen auf. Dies bedeutet, dass die Lebenslagen der Kinder von unterschiedlichen finanziellen Ressourcen, Wohn- und Lebensumständen und Alltagserfahrungen geprägt sind. Mögliche sozioökonomische Risikolagen von Kindern und ihren Familien werden von unseren pädagogischen Fachkräften berücksichtigt, indem der pädagogische Alltag entsprechend gestaltet wird. So können pä - dagogische Angebote von allen Kindern wahrgenommen werden. Es gibt keine zusätzlichen kostenpflichtigen Angebote Dritter, es sei denn, die Teilhabe aller Kinder ist z. B. durch Spenden/Fördermitgliedschafts - beiträge oder Bildungs- und Teilhabepakete gesichert. Seite 15 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Kulturelle und religiöse Vielfalt FRÖBEL ist ein weltoffener Träger. In unseren Kindertageseinrichtungen kommen Kinder und Erwachsene unterschiedlicher Nationalitäten, Kul - turen, Ethnien und Religionen zusammen. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir mit den Kindern über verschiedene Kulturen und Religionen sprechen, sodass sie diese kennenlernen können. Wir möchten für verschiedene Weltanschauungen sensibilisieren und in - terkulturelle und religiöse Kompetenzen der Kinder und Erwachsenen för- dern. Ermöglicht wird dies über Gespräche, das Erleben unterschiedlicher Traditionen, durch das Feiern von Festen wie Ostern, Weihnachten oder dem Zuckerfest sowie durch die Präsenz der in der Einrichtung vertretenen Familiensprachen an Wänden, als Beschriftungen von Gegenständen oder in mehrsprachigen Büchern. Kinder mit besonderem Förderbedarf Alle Kinder sind in ihrer Entwicklung individuell und einzigartig. Kogniti - ve, motorische, sprachliche sowie soziale und emotionale Fertig- und Fähigkeiten werden unterschiedlich schnell entwickelt, variieren im Ent - wicklungsverlauf und sind stets verschieden stark ausgeprägt. Diese Un - terschiedlichkeit ist nicht nur zwischen Kindern, sondern auch zwischen den Entwicklungsbereichen eines jeden Kindes zu beobachten. In FRÖBEL-Einrichtungen werden alle Kinder so gefördert, dass sie ihr Entwicklungspotenzial ausschöpfen können. Sie werden dort abgeholt, wo sie in ihrer Entwicklung gerade stehen. Fördereinheiten für Kinder mit einem besonderen Förderbedarf werden, wenn möglich, in den nor - malen Alltag integriert, sodass diese nicht als separate Angebote erlebt werden, sondern als Bereicherung für alle Kinder. Geschlechtssensible Pädagogik Ein sensibler, gleichberechtigter Umgang mit Mädchen und Jungen im pädagogischen Alltag ist für uns selbstverständlich. Es geht uns darum, Mädchen und Jungen gleichermaßen alle Aktivitäten zu ermöglichen, sie dabei zu unterstützen, sich zu behaupten, sich in ihrer Geschlechts - entwicklung zurechtzufinden und eine positive Geschlechtsidentität her - auszubilden. Dabei werden ganz bewusst weder Mädchen noch Jungen von Aktivitäten ausgeschlossen, sondern explizit aufgefordert, sich zu beteiligen, sich auszuprobieren und Dinge zu wagen. Sie werden darin begleitet, eine eigenständige, selbstbestimmte Sexualität zu entwickeln und sich Freiräume zu schaffen, in denen sie Eigenständigkeit entwickeln und neue Erfahrungen erleben können. Seite 16 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Das pädagogische Profil von FRÖBEL Unser pädagogisches Profil ist durch einen verbindlichen Rahmen ge - kennzeichnet, der für alle FRÖBEL-Einrichtungen gilt. So ergibt sich eine gemeinsame Orientierung, durch die Qualität gesichert und Zusammen - gehörigkeit ausgedrückt wird. Darüber hinaus gibt es individuelle Aus - prägungen, die jede FRÖBEL-Einrichtung zu etwas Besonderem machen. Fachlicher Orientierungsrahmen Grundlage der pädagogischen Arbeit in unseren Krippen, Kindergärten und Horten sind die jeweiligen Landesgesetze und Verordnungen sowie die Bildungsprogramme der Bundesländer. Die Regelungen des SGB VIII weisen dabei Kindertageseinrichtungen bundesweit einen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag zu. Da FRÖBEL in verschiedenen Bundesländern Krippen, Kindergärten und Horte betreibt, dient der „Gemeinsame Rahmen der Länder für die frühe Bildung in Kindertageseinrichtungen“ der Jugendministerkonferenz und der Kultusministerkonferenz aus dem Jahr 2004 mit folgenden Bildungs - bereichen für uns als überregionale Orientierung: ▲ Sprache, Schrift, Kommunikation ▲ Personale und soziale Entwicklung, Werteerziehung ▲ Mathematik, Naturwissenschaft, (Informations-)Technik ▲ Musische Bildung/Umgang mit Medien ▲ Körper, Bewegung, Gesundheit ▲ Natur und kulturelle Umwelten Diese Bildungsbereiche werden von all unseren Einrichtungen je nach Ausprägung innerhalb des jeweils gültigen Bildungsprogramms umge - setzt. Unsere Aufgabe als Träger ist es, die fachlichen Kompetenzen unserer pädagogischen Fachkräfte zur professionellen Arbeit mit den Bildungsprogrammen zu stärken. Neben den Bildungsprogrammen bilden die vorliegende Rahmenkon - zeption sowie das pädagogische Leitbild einen verbindenden Rahmen für die tägliche Arbeit aller pädagogischen Fachkräfte von FRÖBEL. Seite 17 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Eine zusätzliche Orientierung gibt der Nationale Kriterienkatalog „Päda - gogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder“ (NKK; Tietze & Vierni- ckel, 20151). In ihm wird beste Fachpraxis in Kindertageseinrichtungen in sogenannten Qualitätsbereichen beschrieben. Dabei wird die konkrete Handlungspraxis von pädagogischen Fachkräften angesprochen, wobei vielfältige Themen der frühkindlichen Bildung, Erziehung und Betreuung fokussiert werden. Wiederkehrende und strukturierende Leitgesichtspunk- te gliedern die Themenkomplexe und lenken den Blick auf bedeutsame Faktoren pädagogischer Praxis, wie Erzieherin-Kind-Interaktion, Partizi - pation und Individualisierung. FRÖBEL-Standards Pädagogische Qualitätskriterien, die als sogenannte FRÖBEL-Standards einen verbindenden Charakter für alle Einrichtungen haben, konkreti - sieren das pädagogische Profil bei FRÖBEL. Unabhängig von den bun - desslandspezifischen Bildungsprogrammen finden sich so Querschnitts- themen, die in der pädagogischen Praxis in jeder Krippe, in jedem Kindergarten und in jedem Hort verankert sind. Zu den FRÖBEL-Standards gehören: ▲ Zusammenarbeit mit Familien ▲ Gesunde Ernährung ▲ Übergänge ▲ Ausstattung ▲ Beobachtung und Dokumentation ▲ Beziehung ▲ Individualisierung ▲ Partizipation ▲ Qualitätsentwicklung FRÖBEL-Schwerpunkt Bilinguale Erziehung FRÖBEL ist bestrebt, Kindern die Möglichkeit zu geben, frühzeitig eine Fremdsprache kennenzulernen. Deshalb ist bereits in einem Teil unserer Einrichtungen der FRÖBEL-Schwerpunkt Bilinguale Erziehung durch fremd- sprachige pädagogische Fachkräfte fest verankert. Zumeist können die Kinder beim Besuch einer solchen Einrichtung mit der englischen Sprache in Kontakt treten, aber auch Polnisch, Italienisch und Spanisch werden vereinzelt angeboten. Perspektivisch wird dieser Schwerpunkt in allen 1 Tietze, W. & Viernickel, S. (Hrsg.) (2015). Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder. Ein nationaler Kriterienkatalog (5., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage). Weimar, Berlin: verlag das netz. Seite 18 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 FRÖBEL-Einrichtungen aufgebaut. Das frühe Heranführen an eine weitere Sprache fördert kommunikative und sprachliche Kompetenzen der Kinder sowie die Offenheit und Fähigkeit für das Erlernen von Sprachen im Allge- meinen. Bilinguale Erziehung bietet darüber hinaus die Chance, andere Kulturen kennenzulernen und interkulturelle Kompetenzen zu erwerben. Uns kommt es darauf an, dass die Kinder in unseren Krippen, Kinder - gärten und Horten spielerisch und nach dem Prinzip „Eine Person, eine Sprache" in ihrem Alltag mit der Fremdsprache in Kontakt kommen. Auf diese Weise können sie diese Sprache beiläufig und nach den Prinzipien des Muttersprachenerwerbs kennenlernen. In Einrichtungen mit dem FRÖBEL-Schwerpunkt Bilinguale Erziehung wer - den die Kinder daher sowohl von deutschsprachigen als auch einem Anteil fremdsprachiger pädagogischer Fachkräfte begleitet. Damit sind zwei Sprachen selbstverständlicher Teil des pädagogischen Alltags und die Kinder können in Form eines „Sprachbads“ in eine Fremdsprache ein- tauchen. In der Sprachwissenschaft und Pädagogik wird dieses Konzept Immersion (lat. „Eintauchen/Einbetten“) genannt. Durch die Integration der weiteren Sprache in den Alltag ermöglichen wir allen Kindern den Zugang zu diesem Angebot – unabhängig von der finanziellen und sozi - alen Situation der Familie. Einrichtungsschwerpunkte Jede FRÖBEL-Einrichtung hat ein individuelles Profil, das sich durch Ein - richtungsschwerpunkte ausdrückt. Diese Schwerpunkte liegen z. B. im Bereich Musik, Bewegung, Medien oder stellen andere Bildungsthemen in den Mittelpunkt. Das Profil orientiert sich an den Interessen der Kinder und ihrer Familien, dem standortspezifischen Bedarf und den individu - ellen Fähigkeiten der pädagogischen Fachkräfte. Es wird fortlaufend weiterentwickelt, angepasst und in der eigenen Einrichtungskonzeption festgehalten. So unterscheiden sich FRÖBEL-Einrichtungen trotz des ge - meinsamen Orientierungsrahmens über ihr individuell ausgestaltetes und gelebtes Einrichtungsprofil. Seite 19 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Umsetzung des pädagogischen Profils Verantwortlichkeit der pädagogischen Fachkräfte Die Gestaltung des pädagogischen Alltags nach den Bildungsprogram - men, der FRÖBEL-Rahmenkonzeption, den sogenannten FRÖBEL-Stan - dards, dem Leitbild von FRÖBEL und dem Nationalen Kriterienkatalog (NKK; Tietze & Viernickel, 20152) liegt in der Verantwortung der pädago - gischen Fachkräfte in den Kindertageseinrichtungen. Durch eine qua - lifizierte Ausbildung sowie gezielte Fort- und Weiterbildungen besitzen sie die fachliche Kompetenz, um die Inhalte in den Alltag zu integrieren. Kooperationen zur Ergänzung des pädagogischen Angebots In bestimmten Bildungsbereichen arbeiten wir darüber hinaus mit ver - schiedenen Kooperationspartnern zusammen. Diese stellen fachlich fundierte Materialien zu speziellen Themenbereichen für unsere päda - gogischen Fachkräfte zur Verfügung. In Bezug auf Sprach- und Leseförderung kooperiert FRÖBEL mit der Stif - tung Lesen und entwickelt gemeinsam ergänzende Materialien für den Einsatz in der Praxis. Um den Bereich Naturwissenschaften, Mathematik und Technik zu stär - ken, kooperieren wir mit der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. Unsere pädagogischen Fachkräfte erhalten umfangreiche Anregungen, wie sie diesen Bildungsbereich noch stärker in den Alltag verankern können. Über die Möglichkeiten des naturwissenschaftlichen Experimentierens greifen sie das Bedürfnis der Kinder auf, sich die (Um-)Welt aktiv zu erschließen. Nicht zuletzt hat jede Einrichtung ein eigenes Netzwerk mit verschiede - nen Kooperationspartnern, um die Einrichtungskonzeption und eigene pädagogische Schwerpunkte zu leben. 2 Tietze, W. & Viernickel, S. (Hrsg.) (2015). Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder. Ein nationaler Kriterienkatalog (5., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage). Weimar, Berlin: verlag das netz. Seite 20 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Gestaltung des pädagogischen Alltags In FRÖBEL-Einrichtungen richtet sich die Gestaltung des pädagogischen Alltags nach den Bedürfnissen und Interessen der Kinder. Er ist geprägt durch eine Offenheit, die den Kindern die Entfaltung ihrer Persönlichkeit ermöglicht, Zeit für individuelle Bildungs- und Entwicklungsprozesse gibt und den Kontakt zu anderen Kindern und Erwachsenen fördert. Den Rahmen dafür bilden Tagesstrukturen, die durch Beständigkeit und Fle - xibilität gekennzeichnet sind, sowie anregend gestaltete Räumlichkeiten. Offen sein In unseren Kindertageseinrichtungen wird eine offene Pädagogik gelebt. Die pädagogische Arbeit ist gekennzeichnet durch eine gute Balance von Kontinuität und Veränderung, die sich am jeweiligen Bedarf der Beteiligten entwickelt. Pädagogische Fachkräfte ermöglichen aktives, selbstgesteuertes Lernen, indem sie die Bedürfnisse und Interessen der Kinder wahrnehmen und auf diese reagieren. Das bedeutet, dass sie aufbauend auf individuellen Beobachtungen Impulse setzen und dem Kind zutrauen, geleitet von seiner Neugier, selbst Interessen nachzuge - hen und sich auf diesem Weg eigene Bildungskontexte und -inhalte zu schaffen. Sie sind offen für die Ideen der Kinder und stehen ihnen über den gesamten Tag als Bezugspersonen zur Verfügung. Tagesstruktur Bei der gemeinsamen Planung von Tagesabläufen, dem Ausloten von unterschiedlichen Interessen und im Aushandeln von Konflikten erleben Kinder Wertschätzung, fühlen sich ernst genommen und lernen, Verant - wortung zu übernehmen. Wir schaffen vielfältige Möglichkeiten für die Kinder, eigenständig und spielerisch zu handeln und zu experimentieren. Zudem gibt es feste Elemente im Tagesverlauf, die den Kindern Orientie- rung und Struktur bieten. Zeit für Entwicklung Die pädagogischen Fachkräfte richten die Angebote und die Ausstat - tung an dem individuellen Entwicklungsstand der Kinder aus. Jedes Kind hat ausreichend Zeit, sich in seinem Tempo mit Inhalten und Themen zu beschäftigen, die es interessieren. Seite 21 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Gruppen von Kindern Dort, wo Menschen aufeinandertreffen, entstehen automatisch und spon- tan Gruppen. So finden sich auch in Kindertageseinrichtungen im Laufe des Tages immer wieder Gruppen von Kindern zusammen, die – zum Teil begleitet von Erwachsenen – mit einer Sache beschäftigt sind. In unseren Krippen, Kindergärten und Horten entstehen diese Gruppen nach den Interessen der Kinder und variieren im Tagesablauf in ihrer Größe und Zusammensetzung. Spielpartnerinnen und Spielpartner sind selbst ge - wählt. Über die Anregung der pädagogischen Fachkräfte können gezielt Angebote für Gruppen von Kindern unter Beachtung der individuellen Bildungsthemen gestaltet werden. Sich in einer Gruppe zu erleben, bedeutet, am sozialen Leben teilzuneh - men. In diesen vielfältigen sozialen Kontexten können Kinder wiederum neue Erfahrungen machen, verschiedene Rollen einnehmen und eigene Möglichkeiten und Grenzen erproben. Offene Räume Unsere Kindertageseinrichtungen sind auch daran zu erkennen, dass sich die Gestaltung der Räume durch eine möglichst flexible Struktur und ei - nen hohen Anregungsgehalt auszeichnet. Sie lassen zu, dass die Kinder im Laufe des Tages unterschiedlichen Interessen nachgehen können. Durch Räume mit verschiedenen Themen- und Möglichkeitsbereichen können Kinder vielfältigen Tätigkeiten nachgehen. Die Räumlichkeiten werden immer wieder den aktuellen Bedürfnissen und Interessen der Kinder, die aktiv an der Umgestaltung beteiligt sind, angepasst. Übergänge Das Leben eines Kindes ist von vielfältigen Übergängen geprägt – so auch von den klassischen Übergängen, wie zum Beispiel von der Familie in eine Kindertageseinrichtung oder von der Kindertageseinrichtung in die Schule. Auch im Tagesverlauf gibt es für ein Kind viele kleinere Über - gänge, die aus pädagogischer Sicht ebenfalls von Bedeutung sind. All diese Übergänge werden von unseren pädagogischen Fachkräften ernst genommen und professionell begleitet. Eingewöhnung Ein bedeutender Übergang im Leben eines Kindes und dessen Familie ist der von der Familie in die Krippe bzw. in den Kindergarten. Er stellt für alle Beteiligten eine große Herausforderung dar. Bei uns wird diese Zeit kompetent in Form einer individuellen Eingewöhnung begleitet. Seite 22 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Während der Eingewöhnungszeit hat das Kind ausreichend Gelegenheit, sich mit der neuen Umgebung, den dazugehörigen Personen in der Kin - dertageseinrichtung und ihren Abläufen vertraut zu machen. Auch die Familien bekommen während dieser Zeit die Möglichkeit, die Kindertages- einrichtung, die Strukturen und ihre Ansprechpersonen kennenzulernen. Eine Eingewöhnung ist dann gelungen, wenn das Kind Sicherheit und Vertrauen in seine neue Umgebung und zu seinen neuen Bezugspersonen entwickeln konnte. Auch für die Familien ist diese Zeit besonders wichtig, damit sie ihr Kind in verlässlichen Händen wissen und die pädagogischen Fachkräfte als kompetente und aussagefähige Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für ihr Kind wahrnehmen. Ein konzeptionell begründetes Eingewöhnungskonzept, das sich beispiels- weise am Berliner Eingewöhnungsmodell orientiert, erleichtert in unseren Einrichtungen diesen Übergang für alle Beteiligten. Alltägliche Übergänge Neben zeitlich begrenzten Übergängen gibt es zudem solche, die ein Kind jeden Tag durchlebt. Die morgendliche Trennung beim Bringen des Kindes muss genauso wie das Abholen professionell begleitet werden. Eine angenehme Atmosphäre, individuelle Rituale und die Gelegenheit zum Austausch erleichtern diese Übergangssituation für Kinder und Fa - milien gleichermaßen. Übergänge im Haus Um Kindern auch bei Übergängen innerhalb eines Hauses Orientierung und Sicherheit zu geben, erhalten sie die Möglichkeit, sich allmählich an die bevorstehende Veränderung zu gewöhnen. Gemeinsam mit der aktuellen pädagogischen Bezugsperson können sie die neue Umgebung erschließen, Beziehungen zu den neuen pädagogischen Fachkräften aufbauen und erste Kontakte zu neuen Spielkameraden knüpfen. Übergang in die Grundschule Ein weiterer bedeutsamer Schritt ist für jedes Kind der Übergang in die Grundschule. Daher hat die Vorbereitung auf die Schule im letzten Kin - dergartenjahr einen wichtigen Stellenwert. Wenngleich im letzten Jahr im Kindergarten Themen, die mit der Schule verbunden sind, an Bedeu - tung gewinnen, so gilt für uns immer, dass Kinder während der gesamten Krippen- und Kindergartenzeit Kompetenzen erwerben, die sie auf die Schule und auf das Leben vorbereiten. Seite 23 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Auch für die Familien ist das letzte Jahr im Kindergarten häufig mit Aufre- gung verbunden und Eltern fragen sich, ob ihr Kind ausreichend auf die Schule vorbereitet ist. Durch Entwicklungsgespräche und Veranstaltun - gen werden den Familien in dieser Zeit bedarfsgerechte Informationen zu dem Thema Übergang in die Grundschule angeboten, um dieser Sorge kompetent zu begegnen. à mehr unter „Zusammenarbeit mit der Grundschule“, S. 24 Obgleich die Neugier auf die Schule bei den meisten Kindern überwiegt, stellt der Austritt aus dem Kindergarten auch eine Trennung von Gewohn- tem und Liebgewonnenem dar. Kindern diesen Abschied von Freundin - nen und Freunden und von vertrauten erwachsenen Bezugspersonen zu erleichtern, ist Aufgabe im letzten Kindergartenjahr. Beobachtung und Dokumentation im Dialog Beobachtung und Dokumentation bildet die Grundlage für das profes - sionelle Handeln von pädagogischen Fachkräften. Wenn Kinder regel - mäßig und systematisch beobachtet werden, können ihre Bildungs- und Entwicklungsprozesse, Interessen, Stärken, Themen und Zugangswege zur Welt erkannt und von pädagogischen Fachkräften für die Gestaltung und Anregung von Projekten, Räumen, Angeboten etc. genutzt werden. Zur systematischen Beobachtung werden in FRÖBEL-Einrichtungen aner - kannte Verfahren genutzt, die individuelle Bildungs- und Entwicklungspro- zesse von Kindern abbilden können. Je nachdem, welches Ziel bei einer Beobachtung verfolgt wird, setzen unsere pädagogischen Fachkräfte ein dafür geeignetes Verfahren ein. Die Beobachtungsergebnisse werden festgehalten und bilden die Grundlage für das Ableiten pädagogischer Schritte. Auf diesem Weg können pädagogische Fachkräfte individuelle Angebote und Projekte an den Themen der Kinder ausrichten. Wichtig ist dabei, dass die Beobachtungen in erster Linie den Stärken, Interessen und Bedürfnissen der Kinder folgen. Beobachtungen werden von pädagogischen Fachkräften auch genutzt, um mit den Kindern in einen Dialog zu treten. Dadurch entsteht oft ein intensiver Austausch mit dem Kind, der zusätzliche Einblicke in seine aktuellen Interessen und Wünsche gibt. In regelmäßigen Teamsitzungen besprechen die pädagogischen Fachkräfte ihre Beobachtungen und tauschen sich zu unterschiedlichen Erfahrungen und Einschätzungen aus. Der Blickwinkel auf das Kind wird zudem durch Gespräche mit den Familien erweitert. Gleichzeitig sind die Beobachtungen Grundlage für die jährlich stattfindenden Entwicklungsgespräche. Seite 24 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Teile der Beobachtungen werden für die Kinder und Familien in einer individuellen Dokumentation der Bildungs- und Entwicklungsprozesse zu - sammengefasst. Dabei liegt das Augenmerk darauf, das Kind und dessen Familie aktiv in den Prozess einzubinden und gemeinsam zu entscheiden, welche Inhalte präsentiert und dokumentiert werden sollen. Alltagsintegrierte Sprachförderung Sprachliche Kompetenzen sind eine Schlüsselqualifikation in der Bildung von Kindern. Sie sind entscheidend, um mit anderen in Kontakt zu treten, sich mitzuteilen und um andere zu verstehen. Sprachförderung ist somit eine grundlegende Aufgabe aller Kindertageseinrichtungen. Den ge - samten Alltag für Sprachförderung zu nutzen, trägt zu einer erfolgreichen Entwicklung sprachlicher und kommunikativer Kompetenzen von Kindern bei. Dazu gehört, dass pädagogische Fachkräfte als sprachliches Vor - bild Alltagssituationen begleiten, Gespräche initiieren, weiterführende Fragen stellen, mit den Kindern zusammen denken, ihnen zuhören und ihre Themen und Interessen sprachlich aufgreifen. Auch die Gestaltung von Räumen durch Schriftzüge, Bezeichnung von Gegenständen und Darbietung von Büchern sind ein wichtiges Element der alltagsintegrier - ten Sprachförderung. Zusammenarbeit mit der Grundschule Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule ist für Kinder, deren Familien und die pädagogischen Fachkräfte ein bedeutender Schritt. Ihn gemeinsam zu bewältigen, sehen wir als spezielle Entwicklungsaufgabe im letzten Kindergartenjahr. In diesem Zeitraum unterstützen wir die an - gehenden Schulkinder mit Projekten und Ausflügen zum Themengebiet Einschulung. Dabei kooperieren die Kindergärten mit den Grundschulen der Umgebung. Besonders durch Besuche der Grundschule lernen die Kinder die neue Bildungseinrichtung kennen und können sich ein Bild davon machen, was es heißt, ein Schulkind zu sein. Begleitet und unterstützt wird dies von den pädagogischen Fachkräften aus der Einrichtung des Kindes. Parallel dazu wird angestrebt, dass Lehrerinnen und Lehrer den Kindergarten besuchen und so ein Austausch mit Kindern und den pädagogischen Fachkräften stattfindet. Familien im letzten Jahr vor der Schule intensiv zu begleiten, gelingt zum Beispiel über Elternabende und Entwicklungsgespräche, die den Schuleintritt der Kinder thematisieren. Hier haben Familien Gelegenheit, Fragen zu stellen, Ängste zu besprechen und eine kompetente Beratung durch die pädagogischen Fachkräfte in Anspruch zu nehmen. Seite 25 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Zusammenarbeit mit Familien Kinder sind immer Teil eines Familiensystems. Sie wachsen mit Mutter und Vater, bei einem alleinerziehenden Elternteil, bei einem Elternteil in neuer Partnerschaft, mit zwei Müttern oder zwei Vätern, mit Geschwistern, mit den Großeltern oder in anderen Familienkonstellationen auf. Vor dem Hintergrund vieler verschiedener Familienformen beziehen wir mehr Menschen ein, als der Begriff Eltern fasst. Die wichtigsten Bezugspersonen und Expertinnen und Experten für das Kind sind jene, die von zu Hause bekannt sind. Bildungs- und Erziehungsprozesse in Krippe, Kindergarten und Hort gelingen daher am besten, wenn sie in enger und vertrauens - voller Zusammenarbeit mit diesen Menschen erfolgen. Bildungs- und Erziehungspartnerschaft Zusammenarbeit mit Familien bedeutet für uns immer eine Bildungs- und Erziehungspartnerschaft, die zwischen pädagogischen Fachkräften, Leitung und den Familien im Sinne der Kinder besteht. Sie basiert auf einer wertschätzenden Grundhaltung, die die individuellen Erziehungs- kompetenzen der Eltern anerkennt und die Unterschiedlichkeit der fami - lialen Lebensbedingungen und Lebensentwürfe respektiert. Eine stabile Zusammenarbeit wächst in vielen kleinen Schritten des Miteinanders und der gemeinsamen Freude und braucht eine gute Gesprächskultur. FRÖ - BEL-Krippen, -Kindergärten und -Horte sind Lebens- und Erfahrungswelten von und für Kinder – und Orte, an denen Familien selbstverständlicher Teil des Geschehens sind. Dialog als Basis gelingender Zusammenarbeit Wesentlich für diese Zusammenarbeit ist zum einen der regelmäßige Dialog über die Entwicklung und die Bildungsinteressen des Kindes. Zum anderen ist es aber auch eine Verständigung über gegenseitige Erwar - tungen, familiale und kindliche Bedürfnisse sowie mögliche Probleme. Diese Gespräche finden regelmäßig und geplant statt, orientieren sich an den Themen der Kinder und nehmen den Bedarf der Familien und der Einrichtung auf. Den grundlegenden Rahmen bilden ein ausführli - ches Aufnahmegespräch zur Vorbereitung der Eingewöhnung sowie das mindestens einmal jährlich stattfindende Entwicklungsgespräch, in dem aktuelle Themen, Stärken und Entwicklungspotenziale des Kindes bespro- chen werden. Der Erziehungsdialog lebt von gegenseitigem Vertrauen, guten Kommunikationsstrukturen und dem Anspruch, dass die Bezugs - personen des Kindes kontinuierlich über die pädagogische Arbeit und das Alltagsgeschehen in der Kindertageseinrichtung informiert werden. Die transparente Gestaltung der pädagogischen Arbeit gehört ebenso zu den Eckpfeilern einer gelingenden Zusammenarbeit. Anhand von Dokumentationen in Form von Fotostrecken oder -reihen, Projektmappen Seite 26 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 oder kurzen Alltagsanekdoten werden Erlebnisse, Projekte und Momente des Alltags sichtbar gemacht. Beteiligung von Familien Familien sind willkommen, sich in die Gestaltung des pädagogischen All- tags einzubringen und eingeladen, an Bildungsangeboten mitzuwirken. à mehr unter „Ehrenamtliche im Alltag“, S. 29 Unsere Krippen, Kindergärten und Horte sind als Bildungseinrichtungen auch immer Begegnungsräume für Eltern und Familien. Sie ermöglichen den Aufbau von Kontakten und Netzwerken. Dazu tragen auch ge - meinsame Veranstaltungen wie Feste, Elternabende und gemeinsame Projekte bei. Die Beteiligung der Eltern erfolgt darüber hinaus in Mitwir - kungsgremien, die durch die jährliche Wahl der Elternvertretungen und Gesamtelternvertretungen (Elternbeirat) besetzt werden. Elternbeschwerden werden im Rahmen des FRÖBEL-Beschwerdema - nagements auf allen Ebenen zeitnah, verantwortungsbewusst und aufklä- rend bearbeitet und als Impuls zur Veränderung unserer Arbeit gewertet. Leitung und Team Eine funktionierende Zusammenarbeit aller Mitarbeiterinnen und Mit - arbeiter einer Einrichtung ist Grundlage für die Qualität des Alltags. Die Verantwortung hierfür liegt bei der Leitung und bei jeder einzelnen pä - dagogischen Fachkraft, die sich engagiert und eigenverantwortlich in den gesamten Prozess einbringt. Die Herausbildung einer gemeinsamen Teamkultur sowie einer ressourcenorientierten Zusammenarbeit, die die gesamte Einrichtung in den Blick nimmt, ist dabei ein anspruchsvoller Prozess, zu dem Leitung, pädagogische Fachkräfte, Küchenpersonal wie auch technische Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen einen Beitrag leisten. Alle sind durch ihre Haltung und ihre Handlungen Vorbilder für Kinder und deren Familien. Sie sorgen für eine offene und beteiligungsfreundliche Atmosphäre, in der die Bedürfnisse der Kinder wahrgenommen werden und in der eine Partizipationskultur im Team, mit den Kindern und ihren Familien entsteht. Kinder erhalten außerdem die Möglichkeit, ihre Rech - te, wie sie im Leitbild formuliert sind, kennenzulernen und zu leben. Bei Veränderungen im Haus wird die Perspektive der Kinder stets mitgedacht. Die pädagogischen Aufgaben und Ziele werden durch eine interne Organisationsstruktur unterstützt, die den Informationsfluss zwischen den Teammitgliedern sicherstellt und einen regelmäßigen fachlichen Aus - tausch sowie gemeinsame Reflexionen ermöglicht. Seite 27 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Die Einrichtungsleitung nimmt in der Planung und Gestaltung aller Prozesse eine besondere Rolle ein. Ihre Aufgabe ist es, durch transparentes und klares Führungshandeln alle Beteiligten einzubinden und Impulse für die (Weiter-)Entwicklung der pädagogischen Arbeit zu geben. Sie trägt die Verantwortung dafür, die Bedingungen für eine fachlich hochwertige Pädagogik bei FRÖBEL bereitzustellen, die die gesamte Einrichtung und die Kinder mit ihren Familien in den Blick nimmt und so optimale Bildungs- und Entwicklungschancen der Kinder ermöglicht. Kinderschutz Das Wohl und der Schutz der uns anvertrauten Kinder ist für uns oberstes Gebot. In allen Krippen, Kindergärten und Horten gilt das FRÖBEL-Kin - derschutzkonzept: „Kinder schützen – Eltern unterstützen – Erzieherinnen und Erzieher stärken“. Handeln bei Anzeichen von Kindeswohlgefährdung Ein FRÖBEL-Kinderschutzordner dient als Nachschlagewerk und Orien - tierungshilfe. Dort sind die Verantwortlichkeiten auf Einrichtungsebene und im FRÖBEL-Kinderschutznetzwerk, die Verfahrensabläufe und die Dokumentation sowie ggf. die Meldung an das zuständige Jugendamt verbindlich geregelt. Bei Anzeichen einer möglichen Kindeswohlge - fährdung bei von uns betreuten Kindern und Familien erfolgt eine Risiko- abschätzung unter Hinzuziehung der internen regionalen FRÖBEL-Kin - derschutzfachkräfte und ggf. der zentralen Kinderschutzkoordinatorin sowie externer Fachstellen vor Ort. Ziel ist es, durch die vertrauensvolle Einbeziehung der Familien die Gefährdung abzuwenden. Sollte dies nicht gelingen, werden weitere Wege aufgezeigt. Im Kontakt mit dem zustän- digen Jugendamt streben die FRÖBEL-Fachkräfte eine Lotsenfunktion an. Gewaltfreie Erziehung bei FRÖBEL Kinderschutz heißt für uns auch, dass alle in den FRÖBEL-Einrichtungen Tätigen selbstverständlich gewaltfrei mit den ihnen anvertrauten Kindern umgehen. In einem gemeinsamen Fachaustausch und dem kontinuierlich geführten Reflexionsprozess im Team überprüfen sie ihre Haltung sowie die Wirkung ihrer Worte und ihres Handelns. Dieser in allen FRÖBEL-Einrich- tungen installierte Teamprozess stellt sicher, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich der Thematik sowie ihrer Verantwortung bewusst sind und sich nicht nur aus akutem Anlass damit auseinandersetzen. Zusätzlich zu diesem Teamprozess geht FRÖBEL über die gesetzliche For - derung nach der Vorlage des erweiterten Führungszeugnisses hinaus. So verpflichten sich die pädagogischen Fachkräfte sowie die längerfristig Seite 28 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 tätigen Praktikantinnen oder Praktikanten bei FRÖBEL mit einer „Persön- lichen Erklärung zum Kinderschutz“, das Recht der Kinder auf gewaltfreie Erziehung und ihren Schutz vor Missbrauch in jeglicher Form anzuerken - nen und umzusetzen. Kindliche Sexualität und körperliche Selbstbestimmung Das FRÖBEL-Kinderschutzkonzept und das FRÖBEL-Leitbild bieten auch den Rahmen für die ganzheitliche Bearbeitung von Themen der ge - schlechtersensiblen Pädagogik und Sexualpädagogik sowie zum fairen Miteinander der Kinder und zur Problematik sexueller Übergriffe von Kin - dern untereinander. Es geht darum, dass die pädagogischen Fachkräfte im Team zunächst eine gemeinsame Haltung entwickeln, altersangemes- sene sexuelle Aktivitäten von Übergriffen unterscheiden sowie zeitnah und angemessen darauf reagieren können. Sexuelle Übergriffe werden als Gewaltthema mit besonderer Spezifik betrachtet. Konfliktpräventions- und Konfliktlösungsstrategien werden ebenso gemeinsam mit den Kindern erarbeitet wie die Regeln zu den sogenannten Doktorspielen. Kinder und auch deren Familien sollen die Erwachsenen zu diesen Problematiken als offen und ansprechbar wahrnehmen, die ihr Anliegen ernst nehmen und ihnen Sicherheit bieten. Präventiver Kinderschutz Pädagogische Arbeit bewegt sich oft im Spannungsfeld zwischen Nähe und Distanz. Die Sicherheit für Kinder und das Handeln der Fachkräfte werden gestärkt, wenn es im Team ein Bewusstsein für risikobelastete Alltagssituationen gibt und regelmäßige Reflexionsprozesse stattfinden. Darüber hinaus gibt es in allen Einrichtungen verbindliche Regeln im täglichen Umgang, z. B. dass Kinder nicht mit Koseworten angesprochen werden oder unbekleidet umherlaufen. Grenzsetzungen sind pädagogisch begründet und werden im Team und im Dialog mit den Eltern abgestimmt. Unbeabsichtigte grenzwerti - ge Situationen werden gegenüber den Kindern und ihren Eltern zeitnah und proaktiv kommuniziert. Das schafft Vertrauen und beugt Missver - ständnissen vor. Wenn Grenzverletzungen gegenseitig niedrigschwellig angesprochen werden, erfahren Kinder dadurch ihr Recht auf körperliche Selbstbestimmung. Eltern erleben, dass die Fachkräfte mit den ihnen anvertrauten Kindern verantwortlich umgehen. Seite 29 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Umgang mit Beschwerden Beschwerden im Rahmen des Kinderschutzes werden vertrauensvoll, verantwortlich und immer mit der nötigen Ernsthaftigkeit behandelt. Ziel ist es, jederzeit den Schutz der Kinder in den Krippen, Kindergärten und Horten zu gewährleisten, Missstände schnellstmöglich abzubauen und in der Konsequenz präventiv zu wirken. Gemeinsam mit den Kindern werden entwicklungsangemessene Formen der Beteiligung und offenen Kommunikation gefunden und etabliert. So bekommen sie die Möglich - keit, sich zu äußern, wenn ihnen etwas unangenehm ist und sie in ihren Gefühlen verletzt sind. Auch für die Familienangehörigen der Kinder sind innerhalb der FRÖBEL-Gruppe klare Strukturen vorhanden, die es ihnen ermöglichen, auf direktem Wege Bedenken und Beschwerden zu äußern. Ehrenamtliche im Alltag Die pädagogische Arbeit in unseren Krippen, Kindergärten und Horten kann und soll durch ehrenamtliche Tätigkeiten von Familien und anderen Freiwilligen unterstützt und bereichert werden. Auf diese Weise werden zusätzliche Bildungsmöglichkeiten und Erfahrungen für Kinder geschaf - fen. Die Förderung ehrenamtlichen Engagements gehört daher zum Selbstverständnis jeder FRÖBEL-Einrichtung – sie soll die hauptamtliche pädagogische Tätigkeit ergänzen, nicht ersetzen. Eltern und Familien erhalten durch eigenes ehrenamtliches Engagement die Möglichkeit, den Alltag des eigenen Kindes mitzuerleben und aktiv zu bereichern. Darüber hinaus begrüßen wir in unseren Kindertageseinrich - tungen Menschen aller Altersgruppen, aus verschiedenen Kulturen und Berufen, die Interesse an einer ehrenamtlichen Tätigkeit haben. Im pädagogischen Alltag unterstützen ehrenamtlich Tätige bei besonde- ren Projekten. Sie bringen ihre Kompetenzen und Fähigkeiten beispielswei- se im Sport oder durch musikalische Aktivitäten ein oder lesen Kindern vor. Ehrenamtliche werden in FRÖBEL-Einrichtungen in die bestehenden Struk- turen eingebunden, fachlich vorbereitet und begleitet. Auf diese Weise erhalten sie wichtige Informationen und werden in die Teams der Krippen, Kindergärten und Horte integriert. Seite 30 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Vereinbarkeit von Familie und Beruf Viele Familien stehen vor der besonderen Herausforderung, Berufsleben und Familienleben miteinander in Einklang zu bringen. Um diese Ansprü - che verwirklichen zu können, brauchen sie Unterstützung vonseiten der Kindertageseinrichtung. Als familienunterstützender Dienstleister nehmen wir die damit verbundene Verantwortung wahr und reagieren engagiert auf die Wünsche und Bedürfnisse berufstätiger Eltern. Wir passen unsere Angebote und Öffnungszeiten an die Familien an. Schließtage aufgrund von Teamfortbildungen oder Brückentagen wer - den langfristig angekündigt, damit Familien sich darauf einstellen können. Kooperationen mit Unternehmen Unser Ziel ist es auch, Wünsche und Belange von Unternehmen sowie berufstätiger Eltern in eine optimale Betreuungslösung zu integrieren. Vor diesem Hintergrund haben viele unserer Einrichtungen Partnerschaften zu Unternehmen aufgebaut. Arbeitgeber und Kindertageseinrichtung arbeiten gemeinsam daran, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. Seite 31 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Qualität und Qualitätsentwicklung Kinder, die eine Krippe, einen Kindergarten oder einen Hort der FRÖBEL-Gruppe besuchen, erhalten ein hochwertiges pädagogisches Angebot. Die Qualität der pädagogischen Arbeit ist durch einen gemein- samen Orientierungsrahmen definiert und wird durch die FRÖBEL-Stan - dards betont. Durch den Einsatz verschiedener Verfahren zur internen und externen Evaluation wird die pädagogische Qualität stetig weiter - entwickelt und gesichert. Damit sind Qualitätsentwicklungsmaßnahmen verankert, die zwei unterschiedliche Perspektiven auf das System einer Kindertageseinrichtung ermöglichen und sich sinnvoll ergänzen. Interne und externe Evaluation Einen fachlichen Rahmen für die Qualitätsentwicklung und -sicherung bildet der NKK (Tietze & Viernickel, 2015 3). In seinen Qualitätsbereichen wird beste Fachpraxis durch konkrete Handlungsempfehlungen für pä- dagogische Fachkräfte beschrieben. Mittels der Checklisten des dazuge- hörigen Handbuchs „Pädagogische Qualität entwickeln“ (Tietze, 2013 4) schätzen die Teams ihre pädagogische Arbeit selbst ein. Durch diese regelmäßig durchgeführten internen Evaluationen werden verstärkt die Verantwortung und die fachliche Kompetenz des pädagogischen Per - sonals unseren Kindertageseinrichtungen für die Sicherung der Qualität ihrer Arbeit betont. Mithilfe verschiedener Methodenbausteine des Hand- buchs werden auf Basis der Ergebnisse Qualitätsentwicklungsprozesse angestoßen, die in Zielvereinbarungen festgelegt und durch geplante Umsetzungsschritte ausgeführt werden. Auf der anderen Seite wird die externe Evaluation als fester Bestandteil der Qualitätsentwicklung und -sicherung genutzt. Durch eine objektive und unabhängige Expertensicht von außen erhalten die Teams weitere wertvolle Impulse als Ausgangspunkt zur Weiterentwicklung der päda - gogischen Arbeit. 3 Tietze, W. & Viernickel, S. (Hrsg.) (2015). Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder. Ein nationaler Kriterienkatalog (5., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage). Weimar, Berlin: verlag das netz. 4 Tietze, W. (Hrsg.) (2013). Pädagogische Qualität entwickeln. Praktische Anleitung und Methoden - bausteine für die Bildung, Betreuung und Erziehung in Tageseinrichtungen für Kinder von 0-6 Jahren (3., Auflage). Berlin: Cornelsen. Seite 32 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Eltern- und Mitarbeiter*innenbefragung Des Weiteren ist die regelmäßig stattfindende Eltern- und Mitarbeiter*in - nenbefragung fester Bestandteil des Systems der Qualitätsentwicklung und -sicherung. Die Ergebnisse der Befragungen geben wertvolle Rück - meldungen, aus denen sich durch kritische Auseinandersetzungen Verän- derungen entwickeln lassen, die wiederum als verbesserte Bedingungen nicht nur Kindern und deren Familien, sondern auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zugutekommen. Seite 33 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Fortbildung und Wissenstransfer Um Kindern die Möglichkeit zu geben, sich ihren Bedürfnissen und Inter - essen entsprechend entwickeln zu können, arbeiten wir in einem stetigen Prozess an der Weiterentwicklung und Verbesserung unserer Qualität. Dazu gehören insbesondere auch Angebote zur Fort- und Weiterbildung sowie eine gemeinsame Reflexion des pädagogischen Handelns und fachliche Profilierung in den Teams der FRÖBEL-Einrichtungen. Mit dem 2014 eingeführten FRÖBEL-Curriculum haben alle Mitarbeiterin - nen und Mitarbeitern die Möglichkeit, die Grundlagen der pädagogi - schen Arbeit bei FRÖBEL sowie spezifische Themengemeinsam in ihren Teams oder auch in überregionalen und damit teamübergreifenden Seminaren zu diskutieren und zu reflektieren. Darüber hinaus stehen in unserem jährlichen Fortbildungsprogramm Seminarangebote für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von FRÖBEL, auch denjenigen aus Verwaltung, Küche und Hauswirtschaft sowie Tech- nik, zur Verfügung. Sie erhalten über diesen Seminarkatalog die Chance, ihre Kompetenzen individuell in ausgewählten Themenschwerpunkten zu vertiefen und so eine Fachkarriere anzustreben. Ebenso besteht die Möglichkeit, eine Führungskarriere einzuschlagen, um sich langfristig auf eine Leitungstätigkeit vorzubereiten. Durch dieses umfangreiche Bildungsangebot für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können diese ihre Kompetenzen auf Basis aktueller wis - senschaftlicher Erkenntnisse mit dem Ziel stetiger Qualitätsverbesserung der pädagogischen Arbeit systematisch weiterentwickeln. Seite 34 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Unterstützung vor Ort: FRÖBEL-Fachberatung Seit Juli 2010 gibt es in allen regionalen Geschäftsstellen bei FRÖBEL Fachberaterinnen und Fachberater, die die pädagogische Arbeit der Krippen, Kindergärten und Horte unterstützen. Übergeordnetes Ziel der Fachberaterinnen und Fachberater ist es, durch den direkten Kontakt zu den Leitungen und Teams die Entwicklung der Kindertageseinrichtungen im Sinne bestmöglicher Bildung, Erziehung und Betreuung vertrauensvoll zu begleiten. Ebenso werden in Gesprächen zwischen Fachberatung und regionaler Geschäftsleitung aktuelle Themen aus der Praxis aufgegriffen, diskutiert und gemeinsam Entwicklungen angestoßen. Die Fachberaterinnen und Fachberater sind Begleitende der pädago - gischen Fachkräfte und bieten durch professionelle Beratungsange - bote Hilfe zur Selbsthilfe. Vornehmliche Aufgabe ist es, die Fachkräfte in den Einrichtungen so zu stärken, dass sie befähigt sind, nicht nur die pädagogische Qualität voranzutreiben und zu sichern, sondern auch die einrichtungsbezogenen Abläufe zu optimieren. Fachberatung bei FRÖBEL ist dabei gekennzeichnet von einer hohen frühpädagogischen Fachkompetenz. Mit Zusatzqualifikationen aus den Bereichen Beratung und Coaching bringen sie in verschiedenen Settings ihre Expertise ein. In dem engen Kontakt zu den Teams der Krippen, Kindergärten und Horte liegt die Chance, konkrete und auf die Bedürfnisse der Kindertagesein - richtung abgestimmte Unterstützungsleistungen zu erbringen. So werden Qualitätsentwicklungsprozesse systematisch begleitet und methodisch unterstützt. Die Fachberaterinnen und Fachberater beraten bei der pä - dagogischen Profilbildung der Einrichtungen, bei der Erarbeitung von Einrichtungskonzeptionen und bei der Umsetzung unternehmensspezi - fischer Anforderungen. Zur fachlichen Unterstützung der Teams bieten sie Fortbildungen zu verschiedenen pädagogischen Themen an oder initiieren und moderieren regionale Arbeitskreise, die dem kollegialen Austausch dienen sowie die Fachkompetenz der pädagogischen Fach - kräfte erweitern. Um den überregionalen Austausch unter den regional angesiedelten Fachberaterinnen und Fachberatern sicherzustellen, finden in regelmä - ßigen Abständen Fachberatungskonferenzen statt. Diese werden von dem Team Pädagogik und Qualitätsentwicklung ausgestaltet und dienen darüber hinaus als Rückmeldeinstanz, um eine Optimierung der von dort aus gesteuerten Unterstützungsleistungen für FRÖBEL zu erreichen. FRÖBEL e.V. Alexanderstr. 9 10178 Berlin info@froebel-gruppe.de www.froebel-gruppe.de
Anlage 9.1 Bewerbung Kleine Riesen
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Bilinguale Kindertagesstätten Kletne Rtesen Nord gGmbH I Esslmger Straße 69 I 73732 Esslmgen PER EXPRESS Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Famile 48127 Münster VORAB PER MAll gerick@stadt-muenster.de VORAB PER FAX (0251} 4927909 Ihr Zetchen, Ihre Nachrtcht vom Unsere Zetchen, unsere Nachncht vom Telefon, Name (0711) 35 116 40, PW Kindertagesstätten Datum 06.02.2019 Aufrechterhaltung der Bewerbung als Träger für die Kindertag~seinrichtung Neubrückenstraße im Stadtteil Altstadt Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren, hiermit zeigen wir an, dass wir unser Interesse an der Übernahme der Trägerschaft der Kindertagesstätte "Neubrückenstraße im Stadtteil Altstadt" aufrechterhalten. Den Eigenanteil des Trägers in Höhe von 9 Prozent können sicherstell~n. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. l'vlit freundlichen Grüßen 7 , 1vl PeterWahler f Geschäftsführer Kleine Riesen Nord gemeinnützige GmbH I Essilnger Straße 69 I 73732 Esslmgen I Telefon. (0711) 35 115 40 I Telefax: (0711) 35 116 417 I www.littlegiants.de I info@littlegiants.de Geschäftsführer 1 Otpl.-lng. Jelena Wahler, MBA (Duke) I Otpl.-lng. Peter Wahler, MBA (Duke) Sitz der Gesellschaft I Esslmgen am Neckar I Amtsgencht Stuttgart HRB 7393 Bankverbindung I Volksbank Essl1ngen eG I I BAN OE17 6119 0110 0244 0280 01 I BIC GENODESlESS
Anlage 9.2 Konzeption Kleine Riesen
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Anlage 6.2 Konzeption pme
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Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 1 von 15 Die Einrichtungen des pme Familienservice Konzept für die Betreuung in unseren Kindertageseinrichtungen von 0-6 Jahren Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 2 von 15 Die Einrichtungen der Global Education – pme Familienservice Gruppe Konzept für die Betreuung in unseren Kindertageseinrichtungen von 0 bis 6 Jahren Vorwort Dieses Rahmenkonzept stellt die Überlegungen und Planungen des Trägers Global Education (Teil von pme Familienservice) dar. Unsere pädagogischen Teams, die vor Ort in unseren Kindertagesstätten tätig sind, greifen dieses Konzept auf, um es in einem kontinuierlichen Prozess den lokalen Gegebenheiten anzupassen, weiterzuentwickeln und gezielt eigene Schwerpunkte zu setzen. Bei uns steht das Kind im Mittelpunkt. In unserer pädagogischen Arbeit bieten wir allen Kindern viel Raum für Kreativität und Fantasie. Die Raumgestaltung und der Tagesablauf orientieren sich an den Bedürfnissen sowohl der Gruppe als auch der einzelnen Kinder. Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Familien ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Alle tragen zum Wohl des Kindes bei und bringen gemeinsam ihre Kompetenzen ein, um jedem Kind die besten Entwicklungschancen zu geben. Wir freuen uns, wenn wir Kinder und ihre Familien ein Stück auf dem Lebensweg begleiten dürfen, und möchten mit dem vorliegenden Konzept unsere pädagogische Grundhaltung näherbringen. Stand: August 2018 Inhalt Vorstellung des Trägers und Entstehung der Einrichtungen ............................................. 3 Allgemeines Selbstverständnis und unser Bild vom Kind ................................................. 3 Beschreibung der Rahmenbedingungen ........................................................................... 4 Öffnungszeiten und Betreuungsmodelle .................................................................................. 4 Raumkonzept ..................................................................................................................... 5 Pädagogisches Fachteam ...................................................................................................... 5 Gesunde Ernährung der Kinder ............................................................................................. 5 Ziele und Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit .......................................................... 6 Beteiligungsverfahren für Kinder – ein Grundrecht ................................................................... 6 Inklusive Bildung ................................................................................................................ 7 Eingewöhnung der Kinder ..................................................................................................... 8 Bildungsziele ...................................................................................................................... 8 Bildungsschwerpunkte ....................................................................................................... 10 Qualitätssicherung ............................................................................................................ 11 Unser Kinderschutzauftrag ................................................................................................. 11 Partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Familien .......................................................... 12 Bedarfserhebung und Mitwirkung von Familien ...................................................................... 13 Entwicklungsbegleitung und Dokumentation: „BeDo“ ............................................................. 13 Beschwerdeverfahren für Kinder und Sorgeberechtigte ........................................................... 13 Literatur ........................................................................................................................ 14 Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 3 von 15 Vorstellung des Trägers und Entstehung der Einrichtungen Der pme Familienservice beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit dem Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ und sieht es als eine seiner Kernaufgaben, die Lebenssituation von berufstätigen Eltern und ihren Kindern zu erleichtern. Hierbei arbeiten wir mit Unternehmen und Institutionen zusammen, die durch Aktivitäten im Bereich Work-Life-Balance ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen möchten. Seit unserer Entstehung im Jahr 1991 haben wir unser Netzwerk kontinuierlich ausgebaut. Die pme Familienservice Gruppe ist an mehr als 30 Standorten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Tschechien vertreten und betreibt über 60 betriebsnahe Kinderbetreuungseinrichtungen. Die Kindertagesstätten des pme Familienservice stellen einen innovativen Beitrag für die Kinderbetreuungslandschaft in den einzelnen Regionen dar. Ende 1999 haben wir mit Unterstützung der Commerzbank in Frankfurt „Kids & Co. Back-up“ eröffnet – Europas erste Back- up-Einrichtung zur Betreuung von Kindern im Alter von acht Wochen bis ca. 12 Jahren in Ausnahmefällen. Inzwischen hat sich der pme Familienservice als Träger von betriebsnahen, bedarfsorientierten sowie öffentlich geförderten Kinderbetreuungseinrichtungen etabliert. Heute betreiben wir über 60 Einrichtungen in ganz Deutschland – Kindergärten, Kinderkrippen, Back-up- Einrichtungen, Familienkrippen und Schülerbetreuungen. Die Global-Education-Einrichtungen der pme Familienservice Gruppe sind speziell auf öffentlich zugängliche, institutionelle Kinderbetreuung ausgerichtet. Der Standort Münster des pme Familienservice betreibt zwei Regeleinrichtungen, welche beide durch das KiBiz finanziert werden. Sowohl die sechsgruppige Einrichtung Kids World im Kreis Gütersloh, als auch die viergruppige (eine fünfte Gruppe startet 2019) Einrichtung Kita Ideenreich haben ein erweiteretes Öffnungszeitenkonzept. Dieses wird durch eine Unternehmensbeteiligung refinanziert. In Münster und Gütersloh betreiben wir des Weiteren Einrichtungen für den Ausnahmefall, sogenannte Back-up Center. Hier werden Kinder bei Bedarf betreut, wenn die Regelbetreuung ausfällt (Unternehmensgebunden). Allgemeines Selbstverständnis und unser Bild vom Kind Zufriedene Kinder bedeuten zufriedene Mütter und Väter – dies gilt auch im Umkehrschluss. In unseren Kinderbetreuuungseinrichtungen stehen die Bedürfnisse von Eltern und ihrer Kinder im Mittelpunkt. Unser Ziel ist es, dass Eltern mit gutem Gewissen ihrer Arbeit nachgehen können und ihre Kinder bestens betreut wissen. Wir orientieren uns inhaltlich und strukturell an den Bedingungen eines modernen Familien- und Arbeitslebens und verstehen uns als Dienstleister, der lebendige, zuverlässige und nachhaltige Bildungsorte für Kinder schafft. Das vorliegende pädagogische Konzept der Kindertageseinrichtungen knüpft an die Ergebnisse der Nationalen Qualitätsinitiative (NQI) des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) an (Tietze/Viernickel 2002). Die neueren wissenschaftlichen Erkenntnisse der Krippenforschung, der Gleichaltrigenforschung und der Hirnforschung (vgl. Beller 1995; Dornes 1993; Schneider/Wüstenberg 1996; Singer 2004) sowie die nationale und internationale Diskussion zum Thema „Häuser für Kinder und Familien“, ausgelöst von den in Großbritannien gegründeten Einrichtungen zur frühkindlichen Erziehung „Early Excellence Centers“ (vgl. Hebenstreit-Müller 2003; Seehausen 2004) gehen in dieses Konzept ein. Unser Verständnis von Kleinstkind- und Elementarpädagogik geht von einem grundsätzlichen Bild vom Kind aus, bei dem Kinder heranwachsende Menschen und von Geburt an eigenständige Persönlichkeiten sind, die als „Akteure ihrer Entwicklung“ zu respektieren sind. Die Säuglings- und Kleinkindforschung der letzten Jahrzehnte hat deutlich gemacht, dass jedes Kind mit einer Vielzahl an Kompetenzen und Bedürfnissen auf die Welt kommt. Kinder sind fähig, mit dem Rückhalt einer Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 4 von 15 Bezugsperson eigenaktiv die Welt mit allen Sinnen zu entdecken und zu erkunden. Sie eignen sich dabei Wissen an, das ihr Weltbild tagtäglich komplexer werden lässt. Wir verstehen Bildung und Erziehung als einen Prozess, bei dem die Erwachsenen die Kinder auf ihrem jeweiligen Entwicklungsweg begleiten, unterstützen und motivieren, ihnen Lob und Anerkennung geben und sie in ihren „Stärken stärken“. Der Erwachsene sieht sich als aufmerksamer, wacher Begleiter des Kindes und seiner Entwicklungsprozesse. Er ist nicht aktiv eingreifender Förderer der Entwicklung, sondern seine innere Haltung ist geprägt von Respekt und Achtsamkeit gegenüber der Eigenständigkeit seiner Mitmenschen. In unserer täglichen Arbeit respektieren wir die Autonomie und Individualität des Kindes und unterstützen den Entwicklungsprozess, indem wir emotionale Sicherheit, Geborgenheit und Schutz bieten und die Umgebung und die Tagesstruktur so gestalten, dass ein ganzheitliches Lernen und ein Einfinden in die soziale Welt ermöglicht wird. Wir beobachten und erkennen die individuellen Lern- und Entwicklungsthemen des einzelnen Kindes und knüpfen in der pädagogischen Arbeit daran an. Die autonome Bewegungsentwicklung, das freie Spiel und die beziehungsvolle, kooperative Pflege sind Grundthemen der Pikler/Hengstenberg-Pädagogik und wesentliche Elemente in unserem Verständnis des Bildes vom Kind. Sie prägen den Umgang mit dem einzelnen Kind. (Kleinst-)Kinder lernen permanent mit all ihren Sinnen durch Imitation, Beobachtung, Zuhören und auch durch Ruhephasen. Wichtig ist ein geregelter Tagesablauf, der Freiräume zum aktiven Erkunden zulässt, Entwicklungsanreize gibt und nötige Ruhephasen bietet, damit die vielen Erlebnisse und Eindrücke verarbeitet werden können. Jedes Kind folgt seinem eigenen Entwicklungsplan. Diese Selbstbildungsprozesse unterliegen dem individuellen Tempo und orientieren sich an kindlichen Interessen. Kinder sind Forscher und Gestalter ihrer Lebenswelt. Deshalb brauchen sie · die Möglichkeit, mit allen Sinnen die Welt zu erfahren und begreifen zu können, · eine Welt, die ihnen ganzheitliche Erfahrungen ermöglicht, · Spiel- und Bewegungsräume, die sie in ihrer Tätigkeit und Fantasie anregen und ihnen Herausforderungen und gleichzeitig Schutz bieten, · Zeit zum Einfinden in neue Situationen, Zeit für Übergänge, Zeit für individuelle Lernerfahrungen, Zeit zum eigenständigen Ausprobieren und Zeit für Zuneigung, Ruhe und Pflege, · andere Kinder, mit denen sie auf Entdeckungsreise gehen, an denen sie sich messen und denen sie helfen können und · Erwachsene, die auf die Signale der Kinder im Dialog eingehen, sich Zeit nehmen und Halt und Orientierung bieten. Beschreibung der Rahmenbedingungen Die beschriebenen Rahmenbedingungen gelten grundsätzlich für alle unsere Einrichtungen. Lokale Unterschiede ergeben sich durch Vorgaben und Richtlinien der Kommunen. Öffnungszeiten und Betreuungsmodelle Die Global Education bietet den Eltern nach Möglichkeit eine bedarfsorientierte Kinderbetreuung an. Die Öffnungs- und Schließzeiten der Einrichtungen richten sich nach den regionalen Vorgaben und nach Möglichkeit an den Bedürfnissen der Eltern. Wir bieten eine „Flexizeit“ an, d.h. Eltern können bei ungeplantem Betreuungsbedarf, der über die regulär gebuchten Zeiten hinaus geht, kurzfristig Entlastung erfahren. Unsere Personalplanung und pädagogischen Konzepte unterstützen eine lange Öffnungszeit. Mit Ausnahme der gesetzlichen Feiertage und der regional festgelegten Schließzeiten (20 Schließtage in vier Perioden) wird die Einrichtung ganzjährig geöffnet sein. In den Einrichtungen der Global Education können Kinder im Alter von ca. einem Jahr bis zum Schuleintritt ganztags betreut werden, wobei auf eine ausgewogene Altersmischung geachtet wird. Die Global Education legt besonderen Wert auf einen positiven Übergang zu weiterführenden Betreuungslösungen. Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 5 von 15 Raumkonzept Jede Einrichtung der Global Education verfügt über ein individuelles Raumkonzept, das sich an den Bedarfen der jeweiligen Altersgruppe orientiert. Räume als „dritter Erzieher“ haben eine große Bedeutung für die Entwicklung der Kinder und müssen vor allem für Kinder, die sich ganztags in Kitas aufhalten, eine Reihe von Funktionen bereithalten. Wir konzipieren flexible Raumkonzepte, die sich an die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder anpassen und den nötigen Sicherheitsstandards gerecht werden. Hierbei arbeiten wir mit den Jugendämtern und pädagogischen Fachberaterinnen und Fachberatern, mit Unfallkassen und Feuerwehren zusammen. Pädagogisches Fachteam Bei der Personalauswahl achten wir auf ein hohes Ausbildungsniveau und auf einschlägige pädagogische Erfahrung. Wertgelegt wird auf eine hohe Bildungsorientierung und Motivation in Bezug auf lebenslanges Lernen. Die Leitung der Einrichtung wird von einer pädagogischen Fachkraft (nach Möglichkeit mit Studienabschluss) übernommen. Für fachliche Fragen steht eine Fachberatung zur Verfügung. Wir verstehen uns als Lern- und Lehrbetrieb und ermöglichen eine Vielzahl von Praktika und berufsbegleitende pädagogische Ausbildungen. Wir möchten das in unserem Leitbild verankerte Ziel von Vielfältigkeit/Diversity in unserer Mitarbeiterschaft auch fördern. Da wir auch als Arbeitgeber Vorbild sein möchten, ist es für Einrichtungen der Global Education selbstverständlich, im Rahmen von Selbstevaluationsprozessen die Qualität der Arbeitspraxis zu überprüfen. Wir geben unseren Fachkräften · Zeit für kollegialen Erfahrungsaustausch, · Verfügungszeit zur Kooperation mit Eltern und mit anderen Einrichtungen, · flexible Arbeitszeiten für eigene Interessen und die familiäre Lebenssituation, · Beratungs- und Fortbildungsmöglichkeiten und · Zeit zur Beteiligung an Forschungsprojekten. · Eine Personalentwicklung –begleitung hat in der Gesamtorganisation einen hohen Stellenwert. Festlegungen und Dokumente für die Fortbildungsteilnahme, für Mitarbeitergespräche, für Fachsupervision, für soziale Betreuung und Lebensphasenorientierung stehen allen Führungskräften, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in unserem pme Familienservice –Wikipedia zur Verfügung. Eine Ausstattung der Einrichtungen mit ausreichenden Personalstunden wird auf der Basis einer Kalkulation hergestellt, die eine Ausfallquote durch Krankheit, Urlaub und Fortbildung berücksichtigt. Dabei werden im Personalgerüst Springerstunden ausgewiesen, die in der Personalplanung und –einstellung berücksichtigt werden. Die Einrichtungsleitung und Kolleginnen und Kollegen vernetzen sich innerhalb der Kommune und nehmen an Fachgremien und Arbeitsgemeinschaften teil. Unser Leitbild („unsere Gene“) berücksichtigt die Werte Herz und Verstand, Flexibilität, Respekt, Weiterentwicklung, Vielfältigkeit, Vertrauen und Profssionalität. Eine Übesicht befindet sich am Ende der Konzeption. Gesunde Ernährung der Kinder Essen ist für uns mehr als Nahrungsaufnahme. Essen bedeutet für uns Gemeinsamkeit, Wohlbefinden und Austausch. Deshalb nehmen wir unsere Mahlzeiten gemeinsam ein, richten sie bei Bedarf jedoch an den individuellen Zeiten und Bedürfnisse der Kinder aus. In unseren Einrichtungen legen wir großen Wert auf eine gesunde, kindgerechte, ausgewogene und vitaminreiche Ernährung. Wir setzen uns für eine Errichtung einer Kochküche ein, um frisch und selbständig für die Kinder unserer Einrichtungen zu kochen. Neben dem Mittagessen versorgen wir alle Kinder mit Frühstück und einem Snack am Nachmittag. Dies dient auch der besseren Vereinabrkeit von Beruf und Privatleben. Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 6 von 15 Ziele und Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit Die Einrichtungen der Global Education möchten als außerfamiliäres System das Heranwachsen in der Familie ergänzen. Aufgabe der Einrichtung ist es, den Kindern neue, vielfältige Erfahrungen außerhalb der Familie zu ermöglichen. In der Kommunikation und im Zusammenleben in einer Kindergruppe sollen die Kinder emotionale Sicherheit erhalten, Anregungen für die Auseinandersetzung mit der Umwelt erleben und altersgemäße Erfahrungsräume für ihre Entwicklung kennenlernen. Klare zeitliche Strukturen und räumliche Vielfalt unterstützen diesen Prozess. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen den Kindern als zuverlässige und kontinuierlich tätige Bezugspersonen zur Seite. Geborgenheit und Orientierungshilfen stehen im Vordergrund des Umgangs mit dem Kind. In Erziehungspartnerschaft mit den Eltern wollen wir die Persönlichkeit des Kindes fördern, mit ihm seine Umgebung für selbstständige Betätigungsmöglichkeiten vorbereiten. Das Kind wird unterstützt, eine fröhliche und an seiner Umwelt interessierte Person zu werden, die lernt, in der Gruppe mit anderen Kindern zu spielen, seine Umwelt zu entdecken und Verantwortung zu übernehmen. In den Einrichtungen der Global Education werden Kinder mit Beeinträchtigungen oder mit speziellem Förderbedarf im Rahmen von Einzelintegrationsmaßnahmen in den pädagogischen Alltag integriert. Die Einrichtungen der Global Education arbeiten im Rahmen des Schutzauftrages nach § 8a SGB VIII zum Wohle des Kindes mit den Sorgeberechtigten und gegebenenfalls mit den örtlichen öffentlichen Behörden zusammen, um einem begründeten Verdacht auf Kindeswohlgefährdung bestmöglich zu begegnen. Die pme Familienservice Gruppe verfügt über ausgebildete Kinderschutzfachkräfte und jede Einrichtung über eigene Kinderschutzbeauftragte. Beteiligungsverfahren für Kinder – ein Grundrecht Die aktive Teilhabe der Kinder an allen sie betreffenden Abläufen ist konzeptionelles Gestaltungsmerkmal in unseren Kindertagesstätten. Jedes Kind erhält die Möglichkeit, Eigenverantwortung zu übernehmen und eigene Aktivitäten zu gestalten, soweit sich dies mit seinem Wohl und dem der Gruppe vereinbaren lässt. Je jünger Kinder sind, desto weniger können sie selbst Beteiligungsrechte einfordern. Umso größer ist die Verantwortung der Erwachsenen, Kindern Partizipation zu ermöglichen. Eine partizipative Grundhaltung unserer pädagogischen Fachkräfte zeigt sich darin, dass Kinder in die Gestaltung des Lebens in der Einrichtung eingebunden werden. Wir begegnen den Kindern mit einer zugewandten und interessierten Haltung, hören ihnen zu und nehmen sie als Individuen mit spezifischen Bedürfnissen und Rechten ernst. Wir achten · die Selbstbestimmungsrechte der Kinder, insbesondere das Recht auf körperliche Selbstbestimmung, · die Grundbedürfnisse der Kinder, · das Recht des Kindes auf freie Meinungsäußerung, · das Recht des Kindes, als Individuum gesehen zu werden, und · das Recht des Kindes auf die Wahl seiner Kontaktpersonen. Erste Partizipationserfahrungen können Kleinstkinder machen, wenn sie in alltäglichen Situationen erleben, dass sie mit ihren Signalen und Bedürfnissen wahrgenommen und respektiert werden, zum Beispiel beim Essen, Schlafen und Anziehen. Die Teilhabe und Mitgestaltung an Entscheidungen und Abläufen reicht vom täglichen Tisch decken über die Gestaltung der Räume bis zur Mitsprache an Regeln im pädagogischen Gruppenalltag. Kinder werden dabei unterstützt, ihre Bedürfnisse und Wünsche auszudrücken – bzw. je nach Alter der Kinder müssen diese sensibel von den Fachkräften „erfragt“ und beobachtet werden. Babys benötigen aufgrund der noch fehlenden verbalen Fähigkeiten eine individuellere Prozessbegleitung. Unser pädagogisches Personal verfügt über ein hohes Maß an Feinfühligkeit, um die nonverbalen Mitteilungen der Kleinstkinder wahrzunehmen, richtig zu interpretieren und angemessen zu reagieren. Hierfür werden unsere Fachkräfte auch in entsprechenden Seminaren zu „Feinzeichen“ geschult. Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 7 von 15 Durch die Methode der Projektarbeit werden Themen und Vorhaben für den Alltag gemeinsam mit den Kindern ausgehandelt, entschieden, geplant und bearbeitet. Im Rahmen der Projektarbeit gibt es offene Beteiligungsformen, die den Kindern die Möglichkeit gibt, sich an Aktionen zu beteiligen. Voraussetzung dafür ist ein dialogisches Verständnis der Kommunikation zwischen dem Betreuerteam und den Kindern. So werden Kinder bei Konflikten begleitet und unterstützt. Lösungsmöglichkeiten werden nicht vorgegeben, sondern gemeinsam im Dialog gefunden. Je nach Alter und Entwicklungsstand der Kinder werden unterschiedlichste Beteiligungsformen in den Kita-Alltag integriert, zum Beispiel: · Kinderkonferenzen · Stuhlkreise/Morgenkreise · Kindersprecher · Beobachtung und Dokumentation (Portfolio) So werden beispielsweise im Stuhlkreis freie Aktionen für den Tag vorgestellt, die meist in Kleingruppen angeboten werden. Die Kinder können selbst entscheiden, ob und woran sie teilnehmen möchten, oder können eigene Vorschläge einbringen, die gerne aufgegriffen werden. Durch eine partizipative Haltung und gut entwickelte Strukturen in unseren Teams sichern wir das Recht der Kinder auf Schutz vor Unrecht. Wir verstehen es als unseren Auftrag, Kindern die Beteiligung zu ermöglichen, um sie dadurch zu stärken. Dies ist auch Bestandteil eines präventiven Kinderschutzes, denn starke Kinder sind besser vor möglichen Gefährdungen geschützt. Inklusive Bildung Kinder mit Beeinträchtigungen Die Pädagogik der Vielfalt will eine Kultur der Akzeptanz und der demokratischen Teilhabe von Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen und mit unterschiedlichen Lebenswelten fördern und stärken. Dieser Gedanke stellt uns alle vor die Herausforderung, uns mit dem Fremden und dem Anderssein aktiv auseinanderzusetzen – frei von Vorurteilen und daraus resultierender Ablehnung. Kinder mit speziellen Bedürfnissen werden in die Einrichtungen der Global Education integriert. Alle Kinder, ob mit Erschwernissen oder nicht, finden in unseren heterogenen Gruppen stimulierende Spielpartner und Gegebenheiten, die für ihre Bildungsprozesse förderlich sind. In der Gemeinschaft erfahren Kinder die Andersartigkeit als Lernmöglichkeit und Bereicherung. Die Einrichtungen der Global Education sind Orte, an denen Gemeinschaft und Solidarität gepflegt und gelebt wird. Im Vordergrund stehen die Möglichkeiten und Kompetenzen der Kinder, nicht deren Defizite. Dabei werden Spiel - und Lernangebote genutzt, bei denen Kinder mit unterschiedlicher Ausgangslage unter Berücksichtigung ihrer individuellen Kompetenzen gemeinsam aktiv werden können. Ein wertschätzender Umgang zwischen Mitarbeiter/in und Kind setzt das tiefe Vertrauen in das Entwicklungsinteresse, die Eigenaktivität und die Persönlichkeit des Kindes voraus. Die Kinder sind Ausgangspunkt, Bezugspunkt und Mitgestalter der pädagogischen Planung des Alltags. Wichtig ist die Unterstützung der Eltern in einem behutsamen Umgang mit Vielfalt und unterschiedlichen Entwicklungsverläufen. Ausgehend von Vorgesprächen und der Beobachtung erfolgt eine individuel-le klare, überschaubare, ggf. individuelle Regeln und Grenzen für das soziale Zusammenleben und den Alltag werden mit den Kindern erarbeitet, festgehalten und weiterentwickelt, dabei werden die Kinder aktiv mit einbezogen. In unseren Fachteams wird mindestens eine Fachkraft zur Fachkraft für Inklusion weitergebildet. Mädchen und Jungen Bereits im Kindergartenalter eifern Kinder unterschiedlichen Geschlechtsmustern nach und haben in der Regel unterschiedliche Interessengebiete. Was sich im Laufe ihrer Entwicklung als typisch mädchen- oder jungenhaft zeigt, ist ein multifaktorelles Zusammenspiel von genetischen Veranlagungen und neurobiologischen Prozessen und vor allem das Ergebnis der entsprechenden Sozialisation. Es wird in der ständigen Interaktion und Kommunikation mit anderen Kindern, besonders aber mit Erwachsenen verstärkt. Vor diesem Hintergrund begleiten wir die Kinder, individuelle Wege bei ihrer Identitätsentwicklung zu finden. Wichtig sind hierbei Vorbilder, die beiden Geschlechtern angehören. Viele unserer Kitas zeichnen sich durch eine hohe Männerquote aus, die wir dadurch erreichen, dass wir Männer als pädagogisches Fachpersonal, als Honorarkräfte und als zusätzliches Betreuungspersonal einstellen. Dabei wird die Genderkompetenz sowohl durch Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 8 von 15 die Anwesenheit beider Geschlechter als auch in der Auseinandersetzung im Betreuungsteam und in der Elternschaft in unseren Einrichtungen gefördert. Kulturelle Herkunft Die Global Education steht in ihrer gesamten Ausrichtung für eine Pädagogik der Vielfalt. Dies zieht sich als roter Faden durch sämtliche Arbeitsfelder. In unseren Einrichtungen sind Familien mit unterschiedlichen Familienkulturen eine Selbstverständlichkeit und werden stets als Bereicherung angesehen. Wir schätzen die unterschiedlichen Erfahrungen, Sprachen und interkulturellen Zusammenhänge und unterstreichen dies sowohl in unserem erzieherischen Alltag als auch in vielfältiger Projektarbeit und Festgestaltung („Diversity-Kalender“). Dazu zählen beispielsweise fremd- und zweisprachige Bücher in der Leseecke, Begrüßungsformeln und Mitteilungen am Informationsbrett in den jeweiligen Familiensprachen und feste Tage mit dem Motto: „Heute lerne ich eine andere Sprache“. Auch unser pädagogisches Team versuchen wir interkulturell zusammenzustellen. Regelmäßig nehmen Kolleginnen und Kollegen an internen Weiterbildungsmaßnahmen teil. Die Einrichtungsleitung knüpft aktiv Kontakte zu Beratungsstellen, um geeignete Unterstützungsmaßnahmen in die Wege zu leiten. Eingewöhnung der Kinder Bei der Eingewöhnung der Kinder orientieren wir uns an dem Berliner Eingewöhnungsmodell (Laewen 2002; Pikler 1988). Die Dauer des Ablösungsprozesses gestaltet sich variabel und orientiert sich grundsätzlich am Kind und seinen Erfahrungen. Auch für die Eltern stellt der Start in einer Kindertageseinrichtung oder der Wechsel in eine andere Betreungsform den Beginn einer neuen Lebensphase dar. Eine Eingewöhnungsphase, die den individuellen Bedürfnissen der Kinder und gleichermaßen den beruflichen Anforderungen der Eltern gerecht wird, ist die Basis für eine positive Entwicklung des Betreuungsverhältnisses. Bildungsziele Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen die Kinder mit ihren Bedürfnissen und Interessen. Die pädagogische Zielrichtung und die Methoden werden bestimmt von altersgemäßen Entwicklungsthemen wie Identitätsbildung, Selbstständigkeit, Autonomiesuche, Bewältigen von Ängsten, Erforschen und Entdecken der eigenen Fähigkeiten und Grenzen. Die Zielsetzungen der lokalen Konzepte orientieren sich stets an den Bildungsplänen und -programmen der einzelnen Bundesländer. Als Querschnittsthema ist die Gesundheitsförderung ein Anliegen unserer Einrichtungen. Neben der grundsätzlichen Bewegungsförderung nutzen wir als Baustein in der Körpererfahung die Bewegungsförderung nach Pikler Hengstenberg. Eine gesunde Ernährung wird durch die Versorgung durch unsere Kochküche und durch Angebote in den einzelnen Gruppen geleistet. Alle nachgeführten Bereiche dienen allgemein der Prävention. Dabei nutzen wir auch Angebote von Anbietern in der Gesundheitsförderung. Aus dem Bereich Hygiene und Qualitätssicherung befindet sich als Beispiel am Ende der Konzeption ein Prozesskette „Händewaschen“. Sinnliche und körperliche Erfahrungen Körperliche, geistige und soziale Empfindungen in Einklang zu bringen, heißt den eigenen Körper mit allen Sinnen kennenzulernen und die Freude an Bewegung und körperlicher Herausforderung zu entdecken. Dabei ist die Ausbildung des körpereigenen Schemas und das Erleben, was Psyche und Körper gesund hält, von besonderer Bedeutung. Außderm ist es wichtig, dass Kinder ihre kindliche Sexualität entwickeln. Der Umgang mit der körperlichen Neugier von Kindern im Krippen- und Kindergartenalter ist ein zentraler Baustein der kindlichen Entwicklung, der viele Lebensbereiche innerhalb Kita und Familie berührt. Kinder sind von Geburt an geschlechtliche Wesen mit körperlichen Wünschen, Bedürfnissen und Interessen. Sie mögen es zu kuscheln, zu schmusen, berührt zu werden und auch den eigenen Körper zu berühren. Eine Trennung zwischen Zärtlichkeit, Sinnlichkeit und Sexualität gibt es bei Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 9 von 15 Kindern nicht. Sie erleben Schmusen, Kuscheln und Berührungen ihres Körpers als lustvoll und sinnlich. Sexualität ist nicht nur Genitalität. Die Entwicklung der Sexualität ist ein fortlaufender Prozess und vollzieht sich im Laufe der kindlichen Entwicklung immer wieder, entweder als bewusste Mitteilung über Sachverhalte auf dem jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes oder aber als „Lernen am Modell“. Zu einer ganzheitlichen Förderung in unseren Einrichtungen zählt auch der bewusste Umgang mit der Sexualentwicklung. In einer geschützten und liebevollen Atmosphäre dürfen Kinder ihren Körper auf ihre eigene, kindgerechte Art und Weise kennenlernen und erleben. Nur wenn ein Kind seinen Körper, seine Gefühle und auch seine Grenzen kennt, kann es diese deutlich machen, benennen und einfordern. Dies ist ein grundlegender Aspekt in der Prävention vor sexuellen Übergriffen. Außerdem wird die Sensibilität im Hinblick auf die Einschätzung der Gefühle anderer gestärkt und gelernt, deren Grenzen zu wahren, zu respektieren und zu achten. Eine gute Zusammenarbeit mit Eltern in diesem sensiblen Entwicklungsbereich ist ein wichtiger Grundsatz in der sexualpädagogischen Arbeit. Sorgen und Bedenken dürfen bzw. müssen unbedingt angesprochen werden, damit Kinder nicht verunsichert werden und sich auch bei der Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper gut begleitet und unterstützt fühlen. Emotionale Entwicklung Ich-Kompetenz als Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung der Persönlichkeit und psychosoziales Wohlbefinden: · Eigene Bedürfnisse kennen und adäquat ausdrücken können · Selbstbewusstsein entwickeln · Selbstverantwortung für das eigene Handeln übernehmen · Gemeinschaftssinn entwickeln · Neugier, Kreativität und Spontaneität ausleben Soziales und interkulturelles Lernen Bindung und soziale Beziehungen als Grundstock für Bildung und Lernen: · Wertschätzung und Empathie entgegenbringen · Unterschiedlichkeiten erkennen und anerkennen · Regeln des Zusammenlebens kennen · Konflikt- und Kompromissfähigkeit ausbilden · Demokratieverständnis und Solidarität entwickeln Sprechen und Denken als Einheit Sprache als Schlüssel, um die Welt zu begreifen: · Lust und Freude an Austausch und Sprache allerart · Mit anderen Menschen Kontakt aufnehmen, zuhören können · Wortschatz ausbauen, auch Mehrsprachigkeit erleben · Unterschiedlichkeit der Kommunikation erfahren · Medienkompetenz entwickeln Kreativität und Musik Kreativität und Musikalität als Bestandteil des Lebens: · Eigene Ausdrucksmöglichkeiten erleben · Erfahrungen mit unterschiedlichen Materialien, Beschaffenheiten usw. · Spaß am Musizieren, an Melodien und Rhythmus · Wissen über Lieder, Tänze und deren Bedeutung · Fantasie und Kreativität als Motor für weiteres Lernen erfahren Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 10 von 15 Mathematik und Naturwissenschaften Naturwissenschaftliche Auseinandersetzung als Grunderfahrung: · Spaß am Umgang mit Zahlen und Formen · Grundverständnis für Ordnungsstrukturen bekommen · Lust entwickeln, Dingen auf den Grund zu gehen · Zusammenhänge von Natur und Technik sehen · Gemeinsames Forschen und Erkunden Bildungsschwerpunkte „Kleine Forscher“ In unseren Einrichtungen arbeiten wir nach dem Konzept des „Haus der kleinen Forscher“. Jedem Kind werden damit Möglichkeiten eröffnet, seine Neigungen, Interessen und Begabungen für Naturwissenschaften und Technik zu entdecken und die spannende Welt um sich herum zu erkunden. Es geht dabei nicht primär um die Vermittlung naturwissenschaftlicher Inhalte, sondern um das Wecken der Neugierde der Kinder und die Auseinandersetzung mit entsprechenden Themen wie Formen, Farben, Muster und Strukturen, Größen oder Entfernungen im Alltag. Bewegungsförderung nach Pikler und Hengstenberg In unsere Einrichtungen legen wir besonders großes Augenmerk auf die Möglichkeiten einer gezielten Bewegungsförderung von Anfang an. Wir orientieren uns dabei an den Konzepten von Emmi Pikler und Elfriede Hengstenberg, die die individuelle Entwicklung des einzelnen Kindes in den Vordergrund stellen. Jedes Kind erhält in unseren Kitas gemäß seinem individuellen Entwicklungsstand die Möglichkeit, Bewegungsabläufe in seinem eigenen Tempo zu entfalten und zu entwickeln. Bewegung ist in unseren Einrichtungen ein fester Bestandteil und in vielfältigen Formen vorhanden: spontan, als gezieltes Angebot, im Freispiel, während „Bewegungseinheiten “, drinnen und draußen, alleine und in der Gruppe. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Global Education erhalten spezielle Schulungen zum Bewegungskonzept nach Pikler und Hengstenberg. Tiergestützte Pädagogik Wir ermöglichen den Kindern in unseren Einrichtungen, eine Beziehung zu Tieren aufzubauen und eröffnen ihnen somit neue Lernchancen. Empirische Befunde bestätigen den positiven Einfluss von Tieren auf die kindliche Entwicklung: Die geistige, emotionale und körperliche Entwicklung wird gefördert. Die Einrichtungen stellen den Bezug zu den Tieren auf unterschiedliche Weise her. Wenn möglich haben die Einrichtungen der Global Education ein eigenes Tier (Wüstenrennmäuse, Fische, Schnecken etc) Die Kinder haben die Möglichkeit, das Tier zu versorgen und zu pflegen und den täglichen Kontakt zu suchen. Dabei wird auf die artgerechte Haltung des Tieres besonders viel Wert gelegt. Andere Einrichtungen suchen den Kontakt zu Tieren durch regelmäßige Zoobesuche, Ausflüge zu Kleintierzuchtvereinen, Waldausflüge oder Hofbesuche. Der direkte Kontakt zu Tieren wird durch eine tiergestützte Arbeitsweise in Form von Bilderbuchbetrachtungen, thematisch bezogenen Kreisspielen, Bastelangeboten, Kontaktaufnahme mit Experten (Tierpfleger, Tierärzte etc.) und Kreisgesprächen begleitet. Alltagsintegrierte Sprachbildung In unseren Einrichtungen leben wir eine gezielte alltagsintegrierte und durchgängige Sprachbil-dung, die sich an alle Kinder richtet. In Zusammenarbeit zwischen dem pme Familienservice und der Stiftung Zuhören haben wir ein Konzept geschaffen, das die kindliche Sprachentwicklung auch auf der Ebene der Zuhörkompetenz stärkt. Alltagsintegrierte Sprachbildung bedeutet für uns, den gesamten Alltag sprachlich anregend zu gestalten und Sprache durch einen wertschätzenden, fein-fühligen Dialog als wichtiges Kommunikationsmittel erfahrbar zu machen. Kinder können sich in der Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 11 von 15 deutschen, englischen wie auch in anderen Sprachen in vielfältiger Weise ausprobieren und mit Sprache experimentieren und erleben sich dadurch selbstwirksam und kompetent. Nachhaltigkeit In unserem Konzept für nachhaltige Entwicklung geht es um Verantwortung für unsere Umwelt und darum, Position zu beziehen für einen bewussteren Umgang mit vorhandenen Ressourcen. Wir möchten gemeinsam mit allen Generationen, die mit unseren Kitas zu tun haben (vom Krippenkind über Eltern bis zu Erzieherinnen und Erziehern), ein Bewusstsein für einen Wertewandel im Umgang mit der Natur und unseren Lebensgrundlagen schaffen. Gestaltung des Übergangs vom Kindergarten zur Grundschule Die ganzheitliche Schulvorbereitung der Kinder beginnt mit dem ersten Tag in unseren Kindertageseinrichtungen. Sie bezieht sich sowohl auf die Stärkung von Basiskompetenzen als auch auf die Entwicklung schulnaher Kompetenzen, auf die die Schule aufbauen kann (z. B. Sprachentwicklung, Begegnung mit der Schriftkultur, mathematische Bildung, naturwissenschaftlich-technische Bildung). Bei jedem Kind besteht das Interesse, die Vorfreude und somit auch die Bereitschaft, ein Schulkind zu werden. Im Jahr vor der Einschulung intensiviert sich die Schulvorbereitung durch gezielte Angebote und Aktivitäten. Durch Schulbesuche, Kindergartenbesuche von Lehrkräften und regelmäßige Informationsgespräche mit den Kindern und das Eingehen auf ihre Fragen geben wir den Kindern die Gelegenheit, den Lebensraum Schule frühzeitig kennenzulernen. Zu den Aufgaben der pädagogischen Fachkräfte zählt auch die Übergangsbegleitung der Eltern. Frühzeitige Gespräche thematisieren sowohl die Kompetenzen und Probleme der Kinder als auch die Erwartungen, Hoffnungen und Befürchtungen der Eltern. Vernetzung im Sozialraum Die Kindertageseinrichtung ist immer auch ein Teil des Sozialraumes und kooperiert mit verschie-denen Institutionen in der Stadt. Kontakte zum örtlichen Jugendamt, z.B. auf Trägerkonferenzen, sind obligatorisch. Auch die Kooperation mit sozialpädriatischen Zentren, Frühförderstellen, Zahn-ärzten, Therapeuten, Kooperationen mit dem Gesundheitswesen und anderen Kindertagesstätten in Münster sind Bestandteil der Arbeit in der Einrichtung. Regelmäßige Ausflüge in die nähere Umgebung oder das Einbeziehen der Kinder bei Alltäglichen Erledigungen (z.B. Einkauf beim Bäcker, Besuche bei der Post) helfen dabei, den Kindern eine Ori-entierung zu geben. Die Kindertagesstätte strebt an, Kooperationen mit den Akteuren in Münster einzugehen und diese Kontakte kontinuierlich zu pflegen. Dies kann beispielsweise in Form von Beteiligungen an Stadt-teilarbeitskreisen, Kinder- oder Ortsteilfesten, gegenseitigen Besuchen, gemeinsamen Ausflügen, sowie Informationsveranstaltungen geschehen. Unsere Einrichtungen werden nach Möglichkeit zum Familienzentrum weiterentwickelt, um eine Vernetzung im Stadtteil auszubauen. Dabei greifen wir auf die Unterstützung und die Konatkte aus unserem Beratungs- und Bildungsbereich der pme Familienservicefamilie zurück. In Münster findet sich am Friesenring eine Niederlassung. Qualitätssicherung Die Qualität unserer pädagogischen Arbeit überprüfen die Teams und Fachberatungen kontinuierlich anhand der Kriterien des Nationalen Kriterienkatalogs (NKK) und entwickeln sie daraufhin weiter. Darüber hinaus orientieren wir uns an den jeweiligen Bildungsprogrammen mit den entsprechenden Vorgaben zur Qualitätsentwicklung. Unser Kinderschutzauftrag Jedes Kind hat gemäß der UN-Kinderrechtskonvention ein Recht auf · eine gewaltfreie Erziehung · die Entfaltung seiner Persönlichkeit · staatliche Unterstützung bei Erziehungsproblemen · Beteiligung bei Entscheidungen, die es selbst betrifft Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 12 von 15 · Fürsorge · Ernährung · Partizipation · Meinungsäußerung · Schutz vor körperlicher, seelischer oder sexueller Gewalt Der Schutz dieser Rechte und des Kindeswohls ist Bestandteil des gesetzlichen Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrags von Kindertageseinrichtungen (§ 22 Abs.3 SGB VIII). Unser Schutzkonzept stellt sicher, dass der gesetzliche Auftrag zum Schutz des Kindeswohls von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Global-Education-Einrichtungen umgesetzt wird. Mit dem Schutzkonzept von Global Education stellen wir sicher, dass Kinder nach §1 Abs. 3 Nr. 3 SGB VIII vor Gefahren für ihr Wohl geschützt werden. Gleichfalls stellen wir damit und mit den hieraus resultierenden innerbetrieblichen Maßnahmen sicher, dass die übernommenen Verpflichtungen durch die jeweils geschlossenen Vereinbarungen mit den zuständigen Ämtern eingehalten werden. Alle Beschäftigten unserer Kindertageseinrichtungen sind mit dem Schutzkonzept vertraut und werden im Umgang mit Fragen zum Kinderschutz kontinuierlich fortgebildet. Jede Einrichtung verfügt über mindestens eine/n intern geschulte/n Kinderschutzbeauftragte/n, welche/r in Verdachtsfällen die Teammitglieder unterstützt und den weiteren Prozess steuert, ggf. gemeinsam mit der Einrichtungsleitung Kontakt zur insoweit erfahrenen Fachkraft aufnimmt. Unsere Fachkräfte dokumentieren die Wahrnehmung der Aufgaben und Verpflichtungen aus diesem Schutzkonzept umgehend schriftlich und nachvollziehbar. Diese Dokumentationspflicht erfasst alle Verfahrensschritte und muss bei jedem dieser Schritte mindestens beinhalten: · Beteiligte Fachkräfte · Zu beurteilende Situation · Ergebnis der Beurteilung · Art und Weise der Ermessensausübung (Gefährdungseinschätzung) · Weitere Entscheidungen · Definition der Verantwortlichkeiten für den nächsten Schritt · Zeitvorgaben und Überprüfungen Die pme Familienservice Gruppe hat eigene „insoweit erfahrene Fachkräfte“ zur Erfüllung des § 8b Abs. 1 SGB VIII, welche die bundesweiten Einrichtungen beraten und betreuen. Sie haben die Ausbildung zur IseF mit entsprechender Zertifizierung bei einem anerkannten Träger absolviert und verfügen über folgende Qualifikationen: · Einschlägige Berufsausbildung · Qualifizierung durch nachgewiesene Fortbildung · Praxiserfahrung im Umgang mit Kindeswohlgefährdung und Problemfamilien · Kompetenz zur kollegialen Beratung · Persönliche Eignung (z. B. Belastbarkeit, professionelle Distanz, Urteilsfähigkeit) Die Überprüfung der persönlichen Eignung gemäß § 72a, SGB VIII betrifft alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Global-Education-Einrichtungen, die direkt mit Kindern arbeiten bzw. mit diesen in Kontakt kommen. Das Schutzkonzept wurde im Sommer 2005 implementiert und wird seither fortlaufend gemäß den neuesten gesetzlichen Bestimmungen aktualisiert. Partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Familien Familien werden als wesentliche Partner im Bildungs- und Erziehungsprozess geachtet. Sie werden mit ihren individuellen Interessen, Bedürfnissen und besonderen Lebensverhältnissen ernst genommen. In unseren Kitas werden alle familialen Lebensformen gleichwertig anerkannt und unterstützt. Insbesondere werden die Väter der Kinder wahrgenommen und in die Arbeit der Kita einbezogen. Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 13 von 15 Wir sind an vertrauensvollen und kontinuierlichen Beziehungen zu unseren Eltern und der Eltern untereinander interessiert. Bedarfserhebung und Mitwirkung von Familien Jährlich stattfindende Elternbefragungen sollen die Bewertung und Zufriedenheit über die Angebote und die pädagogische Qualität der Einrichtung feststellen. Die Ergebnisse der Erhebungen werden für die Weiterentwicklung des Angebots genutzt. Die Einbindung der Eltern ist uns wichtig: · Kommunikation und Information auf vielen Ebenen (regelmäßige News, E-Mails, Fotos ...) · Jährlich gewählte Elternvertretungen · Eltern können im Alltag der Einrichtungen mitarbeiten (z. B. Ausflüge, Feiern) Die Global Education bietet verschiedene Veranstaltungen für Eltern: · Themenbezogene Elternabende nach Bedarf der Eltern · Informationen z. B. über psychosoziale Dienste, Bildungs-, Kultur- und Freizeitangebote Entwicklungsbegleitung und Dokumentation: „BeDo“ Die Kitas der Global Education möchten ihre pädagogische Arbeit den Eltern gegenüber veröffentlichen und eine gute Kommunkation und Transparenz herstellen. Dies geschieht durch vielfältige Gespräche bereits bei der Eingewöhnung und in den regelmäßig stattfindenden Entwicklungsgesprächen. Anhand unserer Beobachtungen über den Entwicklungsstand der einzelnen Kinder bieten wir den Eltern ausführliche Gespräche an. Das Kind wird seinem Entwicklungsstand entsprechend einbezogen. Ziel dieser Gespräche ist, die Sichtweise der Eltern auf die Entwicklung ihres Kindes in die tägliche Arbeit einzubeziehen. „BeDo“ – die Beobachtungsdokumentation für Eltern und Kind Mit „BeDo“ haben wir speziell für unsere Kitas ein Beobachtungs- und Dokumentationsinstrument für Kinder und Eltern entwickelt. Nach der Beobachtung des Kindes wird beim Erstellen des BeDo- Bogens der Schwerpunkt auf Stärken und Interessen des einzelnen Kindes gelegt. Die Beobachtungen zu allen Entwicklungsbereichen sowie zu speziellen Themen, die das Kind beschäftigen, werden mit zahlreichen Fotos unterlegt. Zudem wird für jedes Kind ein sogenannter BeDo-Ordner bzw. ein Portfolio angelegt. Hierbei handelt es sich um einen Ordner, in dem neben selbstgemalten Werken des Kindes auch Themenblätter Platz finden, die gemeinsam mit dem Kind bearbeitet werden. Diese werden mit Fotos, die die Kinder selbst auswählen, wörtlichen Zitaten, Geschichten über die Kinder und ihr Leben in der Kita und zu Hause bestückt. Beschwerdeverfahren für Kinder und Sorgeberechtigte Die Familien werden bei der Global Education als wesentliche Partner im Bildungs- und Erziehungsprozess geachtet und mit ihren individuellen Interessen, Bedürfnissen und besonderen Lebensverhältnissen ernst genommen. Kinder werden hierbei besonders sensibel wahrgenommen. Sie äußern ihre Beschwerden entsprechend ihrem Alter und ihren entwicklungsbedingten Fähigkeiten noch nicht mit Worten, sondern z. B. durch Rückzug, Verweigerung, Aggression. Unser pädagogisches Personal wird hierfür durch geeignete Schulungsmaßnahmen für eine professionelle Wahrnehmung und eine professionelle Responsivität im Umgang mit Kindern sensibilisiert. Durch eine partizipative Grundhaltung und durch unterschiedliche Kommunikationsmöglichkeiten wie Kinderkonferenzen, Gesprächsrunden oder Einzelgespräche werden den Kindern Möglichkeiten gegeben, ihre Wünsche und Bedürfnisse einzubringen. Hierbei werden auch Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 14 von 15 Unzufriedenheitsäußerungen der Kinder bewusst wahrgenommen und durch das Personal konkretisiert. Gemeinsam mit den Kindern wird dann nach Lösungen gesucht. Im Team wird gemeinsam reflektiert, in welcher Form Beschwerden wahrgenommen werden und wie damit umgegangen wird. In Protokollen werden diese dokumentiert und eventuelle Handlungsmaßnahmen festgehalten. Die Sorgeberechtigten erhalten vielfältige Möglichkeiten, Beschwerden einzubringen. Sie haben jederzeit die Möglichkeit, Beschwerden direkt an die Fachkräfte, die Leitung oder auch den Träger zu richten, sei es persönlich oder über den Elternbeirat. In den regelmäßig stattfindenden Entwicklungsgesprächen und bei Feedbackrunden an Elternabenden werden die Sorgeberechtigten nach ihrem Befinden in der Einrichtung befragt. Zusätzlich findet einmal im Jahr eine Online-Elternbefragung zur Zufriedenheit statt. Verbesserungsvorschläge werden auch hier entgegengenommen und als Anlass gesehen, die Beziehung zu den Sorgeberechtigten und die Erziehungspartnerschaft anzupassen und zu verbessern. Die Eltern erfahren u. a. im Anmeldegespräch von der Möglichkeit, Beschwerden an Fachkräfte, Leitungen oder Träger zu richten. Zusätzlich bieten wir für unsere Kunden an jedem unserer Standorte eine/n Ansprechpartner/in im Bereich Beschwerdemanagement an. Der/Die jeweilige Ansprechpartner/in erfasst alle relevanten Informationen über den Beschwerdefall und leitet diese zeitnah an den betroffenen Bereich weiter. Folgende Punkte werden aufgenommen, um eine reale Problemlösung bewirken zu können: · Identität des Beschwerdeführers/Angaben zur Person und Firma · Erreichbarkeit des Beschwerdeführers · Verärgerungsgrad/Verhaltenskonsequenz des Beschwerdeführers · Erst- oder Folgebeschwerde · Art des Problems · Genaue Umstände des Beschwerdevorfalls/Problemursache. Literatur · · Bundesjugendkuratorium (Hrsg.): Bildung fängt vor der Schule an. Zur Förderung von Kindern unter sechs Jahren. Bonn 2004 · Dornes, Martin: Der kompetente Säugling. Frankfurt/M. 1993 · Erler, Gisela: Diesseits und jenseits der Kindergruppe: Das Kinderbetreuungspuzzle der postindustriellen Welt. In: KiTa-aktuell Bayern, Heft 2/2000, S. 29-35 · Frankfurter Agentur für Innovation und Forschung/Commerzbank AG (Autor Harald Seehausen): Das Modellprojekt Kids & Co. Kinderbetreuung in Ausnahmefällen. Evaluationsstudie. Frankfurt am Main 2004 · Gutknecht, Dorothee: Bildung in der Kinderkrippe. Wege zur professionellen Responsivität. Stuttgart Kohlhammer 2015 · Hauser, Bernhard: Spielen. Frühes Lernen in Familie, Krippe und Kindergarten. 2. Auflage. Suttgart 2016 · Hebenstreit-Müller, Sabine: Ein Blick zu unseren Nachbarn am Beispiel des Pen-Green Centre – Aufbau eines Early Excellence Centres in Berlin. In: Verein für Kommunalwissenschaften e.V. (Hrsg.): Nicht nur gut aufgehoben. Kindestagesbetreuung als zukunftsorientierte Dienstleistung. Tagungsdokumentation. Berlin 2003, S. 20-30 · Kasten, Hartmut (Hrsg.): Entwicklungspsychologie. Lehrbuch. Europa-Lehrmittel 2014 · Knauf, Tassilio: Beobachtung und Dokumentation: Stärken statt Defizitorientierung. In: KiTa- aktuell, BW Heft 2/2005, S.28-33 · Krabbelstube „Dreikäsehoch“ (Hrsg.): Kleinstkind und außerfamiliäre Betreuung. Konzeption frühkindliche Pädagogik der Krabbelstube an der Fachhochschule Frankfurt am Main. Frankfurt am Main 1999 · Krappmann, Lothar: Keine Angst vor Flexibilisierung: In: Kiga heute, Heft 11-12/2001, S. 6-13. Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 15 von 15 · Kronberger Kreis für Qualitätsentwicklung in Kindertageseinrichtungen: Qualität im Dialog entwickeln. Wie Kindertageseinrichtungen besser werden. Seelze/Velber 1998 · Laewen, Hans-Joachim/Andres, Beate (Hrsg.): Forscher, Künstler, Konstrukteure. Werkstattbuch zum Bildungsauftrag von Kindertageseinrichtungen. Weinheim 2002 · Laewen, Hans-Joachim/Andres, Beate (Hrsg.): Das infans-Konzept der Frühpädagogik. Bildung und Erziehung in der Kindertagessätte. Verlag Das Netz 2011 · Laewen, Hans-Joachim/Andres, Beate/Hédervari, Éva: Die ersten Tage: Ein Modell zur Eingewöhung in der Krippe und Tagespflege. 7., überarbeitete Auflage. Berlin 2011 · Lorenz, Jens-Holger. Kinder begreifen Mathematik. Frühe mathematische Bildung und Förderung. 2. Auflage Stuttgart 2016 · Pikler, Emmi: Lasst mir Zeit. Die selbständige Bewegungsentwicklung bis zum freien Gehen. 3. Auflage. München 2001 · Ruberg, Tobias & Rothweiler, Monika. Spracherwerb und Sprachförderung in der KiTa. Stuttgart: Kohlhammer 2012 · Rühl, Monika/Seehausen, Harald: Flexibilisierung von Arbeits- und Betreuungszeiten. Chancen und Risiken für Kinder, Eltern, Unternehmen. In: Hagemann/Kreß/Seehausen 1999, S. 77-98 · Schäfer, Gerd. E. (Hrsg.): Bildung beginnt mit der Geburt. Förderung von Bildungsprozessen in den ersten sechs Lebensjahren. Weinheim 2003 · Schneider, Kornelia/Wüstenberg, Wiebke: Soziale Kompetenz bei Kindern unter drei Jahren. In: Engelhard, Dorothee u.a. (Hrsg.): Handbuch der Elementarerziehung. Ergänzungslieferung 1.4. Seelze-Velber 1996 · Schneider, Kornelia: Qualitätskriterien zur Förderung sozialer und kognitiver Kompetenz von Kindern unter 3 Jahren. Manuskript. München. November 2004 · Tietze, Wolfgang/Viernickel, Susanne (Hrsg.): Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder. Ein Nationaler Kriterienkatalog. 5. Auflage. Weinheim 2016 · Seehausen, Harald: Zukunftsmodell „Haus des Kindes in Melsungen“. Ergebnis-Dokumentation. Abschlussbericht. Frankfurt/M/Berlin/Melsungen 2004 · Singer, Wolf: „Was kann ein Mensch wann lernen?“ In: KiTa-aktuell HRS, Heft. 2/2004, S. 27- 34 § Stamm, Margit/Doris Edelmann (Hrsg.): Handbuch frühkindlicher Bildungsforschung. Wiesbaden 2013 · Trägerverbund frei gemeinnütziger Träger Frankfurt (Hrsg.): Die ersten gemeinsamen Schritte in die Welt. Lüneburg 2004 Herz und Verstand – leiten uns und sind bei all unseren Entscheidungen dabei Im Herzen entstand die Idee, so- ziale Dienstleistungen in der freien Wirtschaft anzubieten. Heute wird sie rentabel umgesetzt. Wir arbeiten mit Herz und Verstand, um unsere Kunden in emotionalen Bereichen zu unter- stützen, ökonomische Potenziale aufzudecken und unser Unter- nehmen wirtschaftlich zu führen. Flexibilität – ist unsere Stärke und unser Anspruch an uns selbst Wir gehen auf die Wünsche unserer Kunden flexibel ein und finden effektive und Nutzen spen- dende Lösungen. Von unseren Teammitgliedern fordern wir Ein- satzbereitschaft auf vielfältige Weise und gehen gleichzeitig mit variablen Möglichkeiten der Work-Life-Balance auf sie ein. Respekt – vor den Werten und Lebensentwürfen jedes Einzelnen bestimmt unsere Arbeit Respekt prägt unseren Umgang mit den Kunden, innerhalb unseres Unternehmens und mit den Individuen in der Gesellschaft. Im Gegenzug erwarten wir respektvollen Umgang von unseren Auftraggeberinnen und Auftraggebern sowie von unseren Partnerinnen und Partnern. Wir respek- tieren Privatleben und Lebensstile des Einzelnen sowie die individuellen Bedürfnisse und Talente der uns anvertrauten Men- schen. Vertrauen – ist die Grundlage unserer Beziehungen Von unseren Teammitgliedern sowie von unseren Partnerinnen und Partnern erwarten wir volles Vertrauen und Zuverlässigkeit, wäh- rend wir ihnen dies als Unternehmen schenken. Gegenüber unseren Kun- den fördern wir durch Transpa- renz und Diskretion die vertrau- ensvolle Beziehung beider Seiten. Weiter- entwicklung – ist unser Ideal und unsere Verantwortung Wir tragen die Verantwortung, unse- re Produkte ständig weiterzuentwickeln. Damit unterstützen wir die Entwicklung unserer Kunden und unseres Unterneh- mens. Wir fördern die Menschen und Ta- lente bei uns, bei unseren Kunden und insbesondere bei den uns anvertrauten Kindern. Wir geben unseren Team- mitgliedern Freiräume und Verant- wortung zur beruflichen und persönlichen Weiterent- wicklung. Professionalität – zeichnet unsere Lösungen und Konzepte aus Wir besitzen die Kompetenz, qualitativ hochwertige Konzepte im Bereich Work-Life-Balance und Diversity zu entwickeln, internatio- nal erprobte Konzepte dem Markt anzupassen und diese einer im- mer breiter werdenden Öf- fentlichkeit zugänglich zu machen. Vielfältigkeit – leben wir, denn sie bestimmt unseren Erfolg Wir respektieren Unterschiede und fördern bewusst die Verschieden- artigkeit in unserem Unternehmen. Wir möchten aktiv dazu beitragen, dass Di- versity auch in anderen Unternehmen und der Gesellschaft als sinnvoll und förder- lich verstanden wird. Gemeinsam wol- len wir diese Werte auch in unserem wachsenden Unternehmen und in einer sich verändernden Kultur leben und vertiefen. unser leitbild Weiterentwicklung Vertrauen Respekt Flexibilität Herz und Verstand Vielfältigkeit Professionalität Händewaschen Kita Legende: Beginn/Ende Prozessschritt Entscheidung© pme Familienservice Gruppe Output, Input, MaterialStand: 01.06.2013 kleinere Kinder und Betreuerinnen/Betreuer gehen gemein- sam zum Händewaschen in kleinen Gruppen • die Kinder waschen sich unter der begleitenden Anleitung durch die Be- treuerin/den Betreuer die Hände Ende pädagogische Aspekte den Kinder beschreiben/erklären, was gemacht wird und warum • die Kinder soviel wie möglich selbst machen lassen • auch die Erwachsenen waschen sich sichtbar die Hände, sie sind Vorbild für das Händewaschen • je nach Situation: beim Waschen auch auf ökologische Aspekte kindgerecht hinweisen (nur soviel Seife/Wasser, wie nötig, v.a. bei äl- teren Kindern) • andererseits auch auf die Experi- mentierfreude der Kinder mit Wasser eingehen und ihre Handlungen in vertretbarem Rahmen zulassen vor und nach dem Mittagessen, nach dem Raus- gehen, Malen/Basteln, nach dem Toilettengang Hände nass machen, danach das Wasser abdrehen Hände gut abwaschen, dass sie frei von Seifenresten sind Hände abtrocknen (CWS-Rollen) Sicherheits-Aspekte geeignete Seife wird von der Einrich- tung zur Verfügung gestellt • Seife nach Gebrauch ggf. wegstellen • den Nachfüllbehälter für Seifen- spender an einem für die Kinder nicht zu erreichenden Ort stellen Hygieneplan der Einrichtung Seife in den Händen gut verreiben und richtig einseifen, auch zwischen den Fingern den Kindern (nach Bedarf) geeignete Seife in die Hände geben oder selbst entnehmen lassen
Anlage 10.2 Konzeption Outlaw
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GRUND- KONZEPT KITA & MORE Stand: März 2017 Seite 1 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 INHALTSVERZEICHNIS 1 KITA & MORE – SPIElEND lERNEN! ............................................................................................ 2 2 ANGEBOT UND RAHMENBEDINGUNGEN ................................................................................ 3 2.1 Gesetzliche Grundlagen ....................................................................................................... 3 2.2 Ziele ........................................................................................................................................ 3 2.3 Kontextbezogene Konzeption ............................................................................................ 4 3 KONZEPTIONEllE UND METHODISCHE GRUNDSÄTZE .......................................................... 5 3.1 Das Bild vom Kind ................................................................................................................. 5 3.2 Selbstbildungsprozesse – Spielend lernen! ....................................................................... 5 3.3 Individualität und Heterogenität ........................................................................................ 7 3.4 Partizipation .......................................................................................................................... 8 3.5 Sozialraumorientierung ....................................................................................................... 8 3.6 Integration und Inklusion ..................................................................................................... 9 3.7 Geschlechterorientierung .................................................................................................. 10 3.8 Beobachtung und Dokumentation .................................................................................. 11 3.9 Gestaltung von Übergängen ............................................................................................. 11 3.10 Raumgestaltung .................................................................................................................. 12 3.11 Bildungs- und Erziehungspartnerschaften ...................................................................... 13 4 ROllE UND AUFGABE PÄDAGOGISCHER FACHKRÄFTE .......................................................14 5 SICHERUNG DES KINDESWOHLS .............................................................................................15 6 QUALITÄT ...................................................................................................................................16 6.1 Inhaltliche Qualität ............................................................................................................. 16 6.2 Strukturelle Qualität .......................................................................................................... 18 6.3 Ergebnisqualität .................................................................................................................. 18 7 SCHLUSSWORT ..........................................................................................................................19 Seite 2 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 1 KITA & MORE – SPIELEND LERNEN! Spielend lernen! So heißt ein Standpunkt der Outlaw gGmbH für den Fachbereich Kita & More. Er ist zugleich handlungsleitend für unsere pädagogischen Mitarbeiter*innen zur Ausgestaltung ihres Arbeitsbereiches als auch fachliche Positionierung in der anhaltenden politischen Bildungsdebatte. Aus der Entwicklungspsychologie wissen wir um die Bedeutung des Spiels in der kindlichen Entwicklung. Kinder haben in ihrem Kindsein das Recht darauf, das was sie ausmacht, zu sein: Kinder, die den Herausforderungen des Lebens spielerisch begegnen. Das, was sie brauchen, um sich zu entwickeln, sollen sie in unseren Einrichtungen bekommen: Ausreichend Freiräume, ihrem selbst- bestimmten Tun nachzufolgen. Basis ist unser tiefes Vertrauen in das uneingeschränkte Bedürfnis des Kindes zu lernen und sich entwickeln zu wollen. Jedes Kind lernt anders - das macht es für uns nicht unbedingt einfach in der Ausgestaltung der pädagogischen Arbeit, aber es ist auch die Sicherheit zugleich, dass jedes Kind seinen Weg im Leben gehen wird, wenn wir es zugewandt und mit unserem fachlichen Wissen begleiten. Diese Grundhaltung zieht sich wie ein roter Faden durch das Grundkonzept des Fachbereiches Kita & More, in dem wir die Arbeit der pädagogischen Mitarbeiter*innen beschreiben und definieren. Dies erfolgt in dem Bewusstsein, dass wir jeden Tag neu daran arbeiten müssen, Kindern die bestmögliche Förderung auch unter den sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen in der bundesweiten Kitalandschaft zu ermöglichen. Das Kind als Individuum steht für uns nicht alleine im Fokus. Es lebt in seinem familiären Kontext und innerhalb seines Sozialraumes. Es ist unsere Aufgabe, das Kind nicht nur innerhalb der Kita zu betrachten, sondern immer im Kontext, in dem es lebt. Wenn wir das alles tun, dann unterstützen wir die Kinder darin, eine kindgerechte Kindheit zu haben und zuversichtlich in neue Herausforderungen zu gehen! Die Outlaw gGmbH hat mit Kita & More 2009 einen eigenen Fachbereich geschaffen, zu der neben der Betreuung von Kindern in Kindertageseinrichtungen auch die Kindertagespflege sowie die Betreuung von Schulkindern im außerschulischen Bereich und Familienzentren gehören. Seite 3 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 2 ANGEBOT UND RAHMENBEDINGUNGEN Kita & More umfasst alle Angebote frühkindlicher Bildung, Erziehung und Betreuung. Alle Kita &- More-Einrichtungen sind Orte für Kinder und ihre Familien, in denen sie sich akzeptiert und respektiert fühlen. Wir verstehen die Arbeit unserer Einrichtungen als einen Teil der gesellschaftlichen Verantwortung. Unter Kita & More haben sich neben Kindertageseinrichtungen weitere Angebote entwickelt und etabliert: die Betreuung und Begleitung von Kindertagespflege Familienzentren die Betreuung von Schulkindern gemäß der Landes Gesetzgebung die Vernetzung mit anderen Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe z. B. offene Kinder- und Jugendarbeit, Beratungsstellen etc. Diese Angebote wirken in den Sozialraum hinein und orientieren sich an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Eltern. Wir beziehen in unsere Arbeit die Lebenswelt der Menschen und ihre soziale Bezüge ein. Kita & More ist Partner von Eltern, Kommunen und anderen Einrichtungen, engagiert sich im Sozialraum und arbeitet in Netzwerken und Gremien mit. Die aktuellen Fachdiskussionen fließen in unsere Arbeit und Konzepte mit ein. Wir stehen für eine fachlich qualifizierte Frühkindpädagogik. 2.1 Gesetzliche Grundlagen Die rechtlichen Grundlagen sind im SGB VIII verankert. § 22 regelt die Grundsätze der Förderung in Tageseinrichtungen und der Kindertagespflege. In ihm ist der Auftrag zur Bildung, Erziehung und Betreuung geregelt (Absatz 3). Die jeweiligen Länder regeln die spezifische Kitagesetzgebung vor Ort. Die gesetzlichen Bestimmungen und Vorgaben zum Kindesschutz (vgl. § 8a SGB VIII; Bundeskinderschutzgesetz) werden in besonderer Weise berücksichtigt. Auf der Basis des Bundeskinderschutzgesetzes werden Maßnahmen gemäß der rechtlichen Vorgaben ergriffen, um den Schutz des Kindeswohles zu sichern. Die UN-Kinderrechtskonvention und die UN-Menschenrechtskonvention sind die verbindliche Grundlage zur Wahrung der Grundrechte der Familien. 2.2 Ziele Wir erfüllen unseren Auftrag zur Bildung, Erziehung und Betreuung, in dem wir aus Sicht der Kinder ihrer Entwicklung entsprechend und spielerisch auf das Leben vorbereiten. Wir unterstützen jedes Seite 4 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 Kind darin, sich zu einer selbstständigen, verantwortungsbewussten, gemeinschafts- und entscheidungsfähigen Persönlichkeit entwickeln zu können und wirken somit Benachteiligung entgegen. Unsere Angebote orientieren sich an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien. Wir unterstützen die Mütter und Väter in ihren Erziehungsaufgaben und stehen mit unserem Fachwissen und unseren Beobachtungen und Erkenntnissen in der Erziehung ihrer Kinder begleitend zur Seite. Durch unser Angebot ermöglichen wir den Müttern und Vätern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Unsere Kitas sind für alle Kinder und Familien offen, unabhängig von ihrer sozialen, kulturellen, ethnischen oder religiösen Herkunft. Dort, wo Rahmenbedingungen es ermöglichen, arbeiten wir integrativ und betreuen Kinder mit Förderbedarf. 2.3 Kontextbezogene Konzeption Die Kita & More-Einrichtungen in den verschiedenen Outlaw-Regionen verteilen sich auf Standorte, die durch teils sehr unterschiedliche Gegebenheiten gekennzeichnet sind. Für die pädagogischen Mitarbeiter*innen bedeutet das, sich auf die Besonderheiten des Sozialraumes einzulassen und diese aktiv in die Konzeption und die pädagogische Tätigkeit aufzunehmen. Die Bedarfe der Kinder und ihrer Familien, die dort leben, werden bei der Planung der pädagogischen und organisatorischen Arbeit einbezogen. Aus diesem Grund ist es für jede Kita & More-Einrichtung unerlässlich über eine kontextbezogene Einrichtungskonzeption zu verfügen und den verschiedenen Zielgruppen (Eltern, Jugendamt, Öffentlichkeit, pädagogischen Mitarbeiter*innen) als Orientierung zugänglich zu machen. Die konzeptionellen Planungen sind dabei immer zielgerichtet auf die Kompetenzerweiterung der Kinder und basieren daher auf einem hohen Maß an Offenheit, die Wünsche, Ideen und Bedürfnisse der Kinder wertzuschätzen und partizipativ aufzugreifen. Innerhalb des Einrichtungskonzeptes werden Schwerpunkte und spezifische Zielsetzungen der pädagogischen Arbeit verdeutlicht. Durch die jeweiligen Lebenssituationen der Familien sowie durch die rechtlichen, politischen, sozialräumlichen und lebensweltlichen Rahmenbedingungen begründet sich die konkrete Ausgestaltung dieser konzeptionellen Schwerpunkte und Zielsetzungen. Bei der Ausgestaltung der kontextbezogenen Konzeption berücksichtigen wir, dass diese keine Spezialisierung anstrebt. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall: Unsere Einrichtungen müssen ein größtmögliches Maß an Wahlmöglichkeiten und Verwirklichungsoptionen auf der Basis der konzeptionellen Grundlagen, Grundprinzipien und Haltungen gewährleisten. Somit ist gesichert, dass bedarfsangemessene Angebote basierend auf einem gemeinsamen Wertekanon vor Ort zur Verfügung gestellt werden können. Besonderen Wert legen wir auf die für alle Zielgruppen verständliche Verschriftlichung der Einrichtungskonzeption sowie auf die regelmäßige Fortschreibung. Seite 5 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 3 KONZEPTIONELLE UND METHODISCHE GRUNDSÄTZE 3.1 Das Bild vom Kind Die Lebensphase Kindheit hat eine eigenständige Bedeutung. Für uns steht das Kind mit seinen individuellen und aktuellen Bedürfnissen und Entwicklungserfordernissen im Vordergrund. Wir bereiten die Kinder auf das weitere Leben vor. Jedes Kind lernt von sich aus und benötigt eine bestimmte, individuelle Unterstützung zur Entfaltung seiner Potentiale. Das setzt jedoch voraus, dass diese Potentiale erkannt, wertgeschätzt und nutzbar gemacht werden. Hierfür muss das Kind von den Fachkräften in seiner Sicht des Erlebten ernst genommen werden. Das Kind als Akteur seines Selbst braucht für seine Entwicklung Gelegenheiten, mit allem, was das Zusammenleben ausmacht, in Berührung zu kommen, um sich ein Bild von der Welt zu konstruieren. Ein zentrales Feld für Bildungserfahrungen sind die Beziehungen der Kinder untereinander. Das Sich- Arrangieren mit gleichberechtigten Anderen, das Aushandeln von Gruppenregeln, Gruppenstatus und der Umgang mit Konflikten enthalten zentrale Lern- und Bildungsgelegenheiten, für die der erforderliche Freiraum bereitgestellt werden muss. Kindheit ist heute in einem hohen Maß institutionalisiert. Kinder brauchen Orte und Räume für eigenständige Erfahrungen. Unsere Einrichtungen sind pädagogische Orte, die es ermöglichen, dem Bedürfnis der Kinder nach Selbsttätigkeit und freiem Spiel mit Gleichaltrigen nachzukommen und dafür ausreichend Anlässe bereitstellen. Jedes Kind muss die Möglichkeit haben, seinen Platz in der Gesellschaft zu finden und zu gestalten. Bildung ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass dies gelingen kann. Kinder haben ein unmittelbares Recht auf Bildung als Grundvoraussetzung für Chancengleichheit. Die Bildungschancen der Kinder hängen jedoch von biologischen, psychischen und sozialen wie gesellschaftlichen, politischen und strukturellen Faktoren und Voraussetzungen ab. Diese unterschiedlichen Voraussetzungen in ihrer hohen Varianz erfordern eine direkte Berücksichtigung im pädagogischen Alltag, um nicht stigmatisierend und benachteiligend zu wirken. Unsere Einrichtungen haben durch den ihnen zugesprochenen Auftrag zur Bildung, Erziehung und Betreuung die Verpflichtung, allen Kindern entsprechend der rechtlichen Rahmenbedingungen vor Ort die bestmögliche Förderung zukommen zu lassen. 3.2 Selbstbildungsprozesse – Spielend lernen! Spiel ist die Hauptaneignungstätigkeit der Kinder von Geburt an. Kinder werden mit Entdecker- und Forscherdrang geboren, sie wollen lernen und ihre Welt erkunden. Die sie (an)treibenden Kräfte sind ihre Neugier und Eigenaktivität. Seite 6 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 Eine entscheidende Voraussetzung für gelingendes lernen in unseren Einrichtungen ist eine an- regende, freundliche und wertschätzende Atmosphäre, die bewusst durch alle Mitarbeiter*innen gestaltet wird. Viele Kompetenzen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, auf die es im Leben ankommt, eignen Kinder sich durch ein auf eigenen Erfahrungen basiertes lernen an. Kinder lernen besser, wenn sie sich sicher und geborgen fühlen. Dazu brauchen sie Spiel- und Lernräume, die ihnen Entdeckungen ermöglichen sowie Erfolgserlebnisse. So erfahren sie, dass lernen Freude macht. Je intensiver Kinder freudige Ereignisse mit lernen verbinden, desto umfangreicher werden sie dazu befähigt, selbstbewusst und zielstrebig an die Lösung von Problemen heranzugehen. Die pädagogischen Mitarbeiter*innen verstehen Bildung daher als sozialen Prozess, dem das Bild eines kompetenten Kindes zugrunde liegt, das seine Lernumwelt aktiv konstruiert. Die von Geburt an vorhandenen Eigenschaften des Kindes, wie Neugier, Interesse, Begeisterung und Mut stehen im Mittelpunkt und bilden die Basis für jegliches Entdecken und Forschen. Selbstwirksamkeitserfahrungen („ich kann das“) über das freie Spielen, die Freude am Tun und am Gelingen schaffen eine nachhaltige Motivation bei den Kindern, Dinge auszuprobieren, Mut zu Neuem zu entwickeln und konzentriert bei der Sache zu bleiben. Wenn Kinder die Möglichkeit haben, immer wieder eigene Lösungsmöglichkeiten für die selbst gestellten Aufgaben entwickeln zu können, entwickeln sie Handlungskompetenz auch für Aufgaben, die sich in der Zukunft stellen werden. Erleben Kinder in der frühen Kindheit dabei Erwachsene, die ihr Spiel mit Interesse begleiten, die die Wichtigkeit der kindlichen Aktivität sehen, die die Kinder ermuntern und anregen, so erleben Kinder Freude und Bestätigung. Spielen und lernen ist insbesondere in den ersten Lebensjahren identisch - Spielzeit ist Bildungszeit. Das Spiel erlaubt dem Kind, neue Fertigkeiten zu erproben, Lösungen und Strategien für immer komplexere Herausforderungen und Probleme zu (er)finden und emotionale Konflikte zu bewältigen. Für die Arbeit der pädagogischen Mitarbeiter*innen heißt das, die Kinder im Spiel zunächst bewusst und aufmerksam zu beobachten. Auf dieser Basis gilt es dann, die Spiele der Kinder zu entdecken und gegebenenfalls auch mitzuspielen. Die Spielideen der Kinder werden aufgegriffen und andere Kinder angeregt, über die Bedeutung des jeweiligen Spiels ihrem Entwicklungsstand angemessen zu reflektieren. Kinder bleiben nur dann Entdecker, wenn ihnen die Möglichkeit zum selbstbestimmten Lernen gegeben wird. Trotz Anstrengung und gelegentlicher Frustration wird das Spiel für das Kind zu einer unersetzbaren Quelle von Zufriedenheit, Selbstsicherheit und positivem Selbstwertgefühl. Fördern lässt sich dieser Prozess dadurch, dass in unseren Einrichtungen Spiel- und Erfahrungsräume sowie Gelegenheiten geschaffen werden, in denen Kinder sich selbst, ihre Grenzen und Möglichkeiten erproben können. Diese Räume und Gelegenheiten bieten auch ausreichend Platz für Fehler und unangemessene Selbsteinschätzungen. Kinder der heutigen Gesellschaft sind einer sich schnell wandelnden Umgebung ausgesetzt, die mit komplexen und vielfältigen Anforderungen verbunden ist. Auch das müssen die Fachkräfte im pädagogischen Alltag berücksichtigen. Sie müssen sich darauf einstellen und entsprechende Angebote machen. Ob Sprachen lernen, Vermittlung kognitiven Lernens oder der Umgang mit Medien – Kinder wollen vieles verstehen und begreifen. Nicht als reine Wissensvermittlung, sondern eingebettet in Kreativität und Projekte. Das, was erfahren und beobachtet wird, kann mit den unterschiedlichsten Methoden und Materialien festgehalten werden, vom gemalten Bild bis zur selbst Seite 7 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 gestalteten Fotocollage. Gleichzeitig nimmt der Stress unter Kindern zu. Das Pendant zu diesem schnellen lernen muss die gezielte Entspannung sein, das lustvolle „Sich-hängen-lassen“ auf der Schaukel, in der Hängematte oder das Träumen über dem Bilderbuch. Lernen findet in einem Zusammenspiel von emotionalen, sozialen und kognitiven Aktivitäten statt. Für erfolgreiches lernen ist die Erfahrung vieler komplexer Situationen erforderlich: Lernen in Kindertageseinrichtungen vollzieht sich meist in einer Kindergruppe. Kinder können so schon früh voneinander lernen, miteinander agieren, Probleme aufwerfen und gemeinsam nach Lösungen suchen, ohne dabei die Hilfe von Erwachsenen in Anspruch zu nehmen. Den pädagogischen Mitarbeiter*innen kommt die Aufgabe zu, die vorgenannten Aktivitäten als Voraussetzung für gelingende Lernprozesse mit Interesse und Empathie zu verfolgen. Hierzu müssen sie in Teamsitzungen und anderen Besprechungssettings ihre Haltung zu Lernprozessen von Kindern sowie die eigene Lernweise reflektieren und weiterentwickeln. 3.3 Individualität und Heterogenität Unsere Einrichtungen sind Orte der Begegnung, die von Toleranz und Verständnis geprägt sind. Kindern und Eltern ist es möglich, Menschen aus verschiedenen Kulturen zu begegnen, sich kennen zu lernen und in den Austausch zu gehen. Die Vielfalt, die sich den Kindern in unseren Einrichtungen bietet, wird ihnen in alltäglichen Situationen und in gezielten pädagogischen Projekten näher gebracht. Verschiedene Lebensformen, Kulturen und Sprachen erleben die Kinder als selbstverständlich und Bereicherung. Kinder beobachten und erkunden ihr Lebensumfeld und setzen sich mit der eigenen Identität und der Vielfalt in ihrem Sozialraum auseinander. Jedes Kind wird bei der persönlichen Entwicklung des individuellen Lebensstils unterstützt, ohne dabei den Blick auf die Akzeptanz anderer Lebensstile zu verlieren. Die pädagogischen Mitarbeiter*innen gestalten die Erlebnis- und Erfahrungsräume, in denen die Kinder ihre eigene Herkunft vorstellen können und die individuellen Lebenswelten der anderen Kinder aktiv miterleben können. Durch die Reflexion der gewonnenen Eindrücke mit Kindern durch die pädagogischen Mitarbeiter*innen erfahren die Kinder den Reichtum der verschiedenen Lebenswelten der Familien und können Unterschiedlichkeiten feststellen, einordnen und akzeptieren. Durch eine intensive Begleitung der Erwachsenen entwickeln sie dabei parallel eine Vorstellung der eigenen Individualität, die ihr Selbstvertrauen stärkt. Um ein soziales Miteinander entstehen zu lassen, werden Regeln für das Zusammenleben in der Gruppe gemeinsam mit den pädagogischen Mitarbeiter*innen entwickelt. Die verschiedenen Meinungen und Bedürfnisse, die in den Kindergruppen zusammenfließen, erfordern ein konstruktives Konfliktverhalten, eine Auseinandersetzung und stetige Abstimmung, um einen gemeinsamen Konsens zu entwickeln. Die Kinder lernen, die eigenen Bedürfnisse, Interessen und ihre Meinung zu vertreten sowie die Bedürfnisse, Meinungen und Interessen der anderen Kinder und Erwachsenen zu respektieren. Kinder lernen in diesen Zusammenhängen, die eigenen Interessen mit denen aus ihrer Gemeinschaft zu vereinen und verantwortlich zu handeln. Seite 8 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 3.4 Partizipation Teilhabe an demokratischen Prozessen zur Ausgestaltung der eigenen Lebenswelt gehört zu den Grundrechten eines jeden Menschen. Die Kinder in unseren Einrichtungen sollen ihrem Entwicklungsstand entsprechend in allen Angelegenheiten, die sie betreffen, beteiligt werden. Den pädagogischen Mitarbeiter*innen kommt hierbei eine wichtige Aufgabe zu: Sie müssen ihrer Haltung entsprechend den Kindern vorleben und verdeutlichen, dass sie ihre Meinung äußern und sich aktiv in die Gestaltung ihres Tagesablaufes mit einbringen sollen! Es geht vor allem darum, Kinder zu befähigen, ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse und die der/ des anderen wahrzunehmen und im zweiten Schritt, diese gegenüber Kindern und Erwachsenen zu äußern. Gemeinsam geht es dann darum, in einem Aushandlungsprozess Lösungen und Strategien für das gemeinsame Kitaleben zu finden und umzusetzen. So erlebt sich das Kind als wichtiger Teil einer Gemeinschaft und erkennt, welchen Einfluss es selbst auf die Gestaltung seiner Umgebung nehmen kann. Schließlich lernt das Kind, wie Aushandlungsprozesse zwischen den eigenen und den Bedürfnissen der anderen gestaltet werden können. Partizipation findet in unseren Einrichtungen je nach Entwicklungsstand in verschiedenen Bereichen statt, wie z. B.: Gestaltung von Angeboten und Projekten Gestaltung der Umgebung (Außengelände, Gruppenräume etc.) Gestaltung von Regeln des Zusammenlebens Verteilung von Ressourcen (Material, Geld, Zeit etc.) 3.5 Sozialraumorientierung Outlaw steht für eine sozialräumliche Kinder- und Jugendhilfe. Insbesondere Kita & More bietet vor diesem konzeptionellen Hintergrund eine besonders umfassende Wirkfläche: Unsere Einrichtungen sind elementarer Bestandteil der jeweiligen Sozialräume. Sie sind fester Bestandteil des öffentlichen Lebens und gleichzeitig geschützte Räume für Kinder. Die gesamte Bandbreite familiärer und gesellschaftlich bedingter Herausforderungen, Probleme und Fragen, sowie Chancen und Ressourcen sind präsent und repräsentiert. Die Einrichtungen sind demnach Sozialisationsfelder, die ein Abbild, einen Ausschnitt des jeweiligen Sozialraumes, in dem sie sich befinden, zur Verfügung stellen. Es gehört zu den Aufgaben der pädagogischen Mitarbeiter*innen, die Kinder mit ihrer räumlichen Umgebung vertraut und diese für sie altersgerecht begreifbar zu machen. Für die Lebenswelt der Kinder ist zweierlei von großer Bedeutung: Zum einen die Kenntnis des Sozialraums und zum anderen das Wissen um die Ressourcen. Unsere Einrichtungen vernetzen sich in ihren jeweiligen Sozialräumen mit anderen Einrichtungen wie Sportvereinen, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen und weiteren Institutionen. Auch Kinder- und Familienzentren schaffen Ressourcen im Sozialraum, indem sie niedrigschwellige Hilfen zur Erziehung direkt in unseren Einrichtungen integrieren. Die Sozialraumorientierung hat unter anderem „Empowerment“ (Befähigung, Ermutigung) zum Ziel. „Empowerment“ meint, den Grad an Selbstbestimmung und Autonomie durch Ermächtigung von Seite 9 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 Menschen zu erhöhen und auf einem individuell erreichbaren Niveau zu maximieren. Dies betrifft sowohl die Kinder in unseren Einrichtungen, aber auch die Eltern und Familienangehörigen. Hier wird ein problemorientierter Blick auf diese Menschen überwunden, und durch einen ressourcen- und fähigkeitsorientierten Ansatz ersetzt. Im Kern geht es um die Befähigung von Menschen, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten und eigene Entscheidungen zu treffen. Lebensweltorientierung bei Kita & More heißt, die individuelle Ausgestaltung des Lebens der Kinder, aber auch der Eltern und Familien, zu berücksichtigen und zu respektieren. Die Lebenswelten hängen dabei auch von Lebensverhältnissen ab, die ihrerseits wiederum durch den Sozialraum geprägt oder bestimmt sein können. Darüber hinaus fordert Lebensweltorientierung aber auch die strikte Orientierung an Bedürfnissen, Wünschen und Bedarfen sowie Ideen und Vorstellungen zur und von der eigenen Lebensgestaltung und den Respekt vor dem freien Willen der Kinder, Eltern und Familien. 3.6 Integration und Inklusion Sowohl Integration als auch Inklusion sind wichtige Grundlagen der pädagogischen Arbeit und Haltung bei Kita & More. Das Grundverständnis von Integration bei Outlaw basiert schon immer auf inklusiven Gedanken und Haltungen. Integration beschreibt dabei die unbedingte Notwendigkeit, die Menschen, die ausgeschlossen und ausgegrenzt werden, wieder einzubeziehen. Diese Ausgrenzung, diese Segregation, basiert auf der Wahrnehmung von Unterschiedlichkeit und Andersartigkeit. Diese Andersartigkeit kann sich sowohl in physischen, psychischen wie sozialen Dimensionen zeigen. Sie definiert sich beispielsweise über Kategorien wie Geschlecht, Herkunft, Sprache, kognitive und emotionale Fähigkeiten, körperliche Voraussetzungen, Gesundheit, Krankheit und Behinderung oder Religion. Inklusion beschreibt die Grundlage der umfassenden Akzeptanz dieser konstruierten Andersartigkeit und der Anerkennung einer nicht-kategorial gedachten und gelebten Vielfalt. Ein inklusives System macht Integration überflüssig. So lange jedoch segregiert und kategorisiert wird, ist Integration unbedingt erforderlich und Inklusion das Ziel. Auch Kinder schließen aus, sie (re-)konstruieren Unterschiede und Unterschiedlichkeit, definieren ihr Selbstbild auch über die Konstituierung von Andersartigkeit und Gleichheit - wenn auch häufig auf eine andere Art und Weise, als Erwachsene dies tun. Aber auch Kinder haben Vorurteile und (be-)urteilen andere anhand von kategorialen Merkmalen. Das erfordert eine pädagogische Haltung, die vorurteilsbewusst ausgestaltet sein muss. Eine derart ausgestaltete vorurteilsbewusste und integrative Pädagogik akzeptiert Kinder in ihrer Persönlichkeit, in ihren emotionalen, kognitiven und sozialen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kompetenzen grundlegend und ist nicht stigmatisierend. Sie muss auch in der Lage sein, Kindern diese Haltung zu vermitteln und dort, wo Kinder ausschließen und vorverurteilen, einzugreifen und integrativ zu wirken. Unsere Einrichtungen sind Orte für alle Kinder und sollen den Kindern die Möglichkeiten bieten, gemeinsam in respektvollem Miteinander aufzuwachsen. So ist es jedem Kind möglich, eine individuelle Entwicklung vor dem Hintergrund der jeweiligen biologischen, psychischen und sozialen Seite 10 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 Voraussetzungen zu durchlaufen. Andersartigkeit und Unterschiedlichkeit werden dabei zur Normalität. Dies erfordert pädagogisch die Wahrnehmung von individuellen Voraussetzungen, Ressourcen, Interessen, Fähigkeiten und Möglichkeiten sowie gegenseitige Wertschätzung und Vertrauen. Auch die vorurteils- und segregationssensible Beobachtung der sozialen Interaktionen der Kinder untereinander sind eine grundlegende Voraussetzung für das Gelingen einer inklusiven Pädagogik. In der Elternarbeit müssen diese Aspekte umfassend berücksichtigt werden. 3.7 Geschlechterorientierung Unsere Einrichtungen sind Orte, die die Mädchen und Jungen bei der Entwicklung ihrer Identität beeinflussen. Sie sind Orte, die bestehende Geschlechterverhältnisse sowohl reproduzieren als auch mitgestalten. Unsere geschlechterdifferenzierte Pädagogik bietet Möglichkeiten, die eigene Geschlechteridentität kennen zu lernen und Rollenklischees zu hinterfragen. Das soziale Miteinander in der Kindertageseinrichtung eröffnet neue Interaktionsfelder, Lebens- und Bildungsräume, die Mädchen und Jungen aktiv mitgestalten, individuell nutzen und für sich erfahrbar machen. Für die pädagogischen Mitarbeiter*innen gilt es, sowohl sensibel mit Unterschiedlichkeiten umzugehen - zum Beispiel in Bezug auf Herkunft oder Geschlecht - als auch unterschiedliche Ressourcen von Jungen und Mädchen wahrzunehmen, um entsprechende Bildungschancen für alle anzubieten. Die Kindertageseinrichtung ist eine vor allem weibliche geprägte Domäne in Bezug auf erwachsene Vorbilder und Bezugspersonen. Deshalb streben wir einen deutlich höheren Anteil von männlichen Fachkräften in unseren Einrichtungen an. Die pädagogischen Mitarbeiter*innen lassen die Geschlechterthemen der Entwicklung der Kinder entsprechend in Projekte einfließen. Die dort stattfindenden Prozesse werden beobachtet, dokumentiert und reflektiert. Diese Reflexion erfolgt, je nach Entwicklungsstand und individueller Voraussetzung, insbesondere auch mit den Kindern zusammen. Anscheinend selbstverständliche Rollenvorstellungen und Rollenverinnerlichungen treten so an die Oberfläche und können auch im Team der Mitarbeiter*innen konstruktiv thematisiert und reflektiert werden. Die kindliche Sexualität spielt eine wichtige Rolle. Im geeigneten Zusammenhang greifen wir Fragen, Erfahrungen usw. behutsam auf und gehen altersentsprechend darauf ein. Die pädagogischen Mitarbeiter*innen treffen eine gezielte Medien-, Bücher- und Liederauswahl, damit Kinder moderne Rollenverteilungen- und Möglichkeiten kennen lernen. Informationen für Eltern richten sich bewusst an Mütter und Väter, denn beide sind für die Erziehung ihrer Kinder verantwortlich und werden zur Mitarbeit im Rahmen der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft motiviert. Seite 11 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 3.8 Beobachtung und Dokumentation Beobachtung und Dokumentation sind wichtige Elemente der pädagogischen Planung für das einzelne Kind sowie Gruppen von Kindern. Die pädagogischen Mitarbeiter*innen gewinnen daraus wichtige Informationen über die individuellen und zielgerichteten Bildungs-, Lern- und Entwicklungsprozesse von Kindern. Hierzu ist das Erkennen und Wahrnehmen der Ressourcen jedes Kindes sowie das Beobachten und Beurteilen seiner Fähigkeiten und Kompetenzen vor dem Hintergrund des jeweiligen Entwicklungsstandes eine wichtige Grundlage. Im Vordergrund der Bildungsbegleitung steht daher für die pädagogischen Mitarbeiter*innen das Entdecken und Forschen: Es geht darum, begreifen zu wollen, welche Wünsche, Bedürfnisse, Interessen und Impulse das Kind bewegen. Auch die jeweiligen Bewertungen dieser Aspekte und die Zuschreibungen des Kindes müssen fester Bestandteil dieses Blickes sein. Ein weiterer Aspekt umfasst dabei die Rekonstruktion der individuell von den Kindern konstruierten und rekonstruierten Vorstellung von Alltag, Welt und Sinngebung. Die Kinder müssen darüber hinaus dazu angeregt und unterstützt werden, sich auf Neues einzulassen, darauf zuzugehen, eigene Grenzen zu erkennen, sich heranzutasten und gegebenenfalls auch zu überschreiten. Um verantwortlich mit diesen Aspekten der kindlichen Entwicklung umgehen zu können sowie die Bildungs-, Lern- und Entwicklungsprozesse des einzelnen Kindes und der Gruppe zu erfassen, verfügen die pädagogischen Mitarbeiter*innen über ein grundlegendes Wissen über systematische Beobachtung und Dokumentation. Der Ausgangspunkt jeder Beobachtung muss ein differenzierter Blick auf die Fähigkeiten und Stärken des Kindes vor dem Hintergrund der Reflexion der eigenen Haltung sein. Hier benötigen die pädagogischen Mitarbeiter*innen eine vorurteilsbewusste Sicht, die Fähigkeit und ein Interesse daran, sich dem Kind mit Offenheit zuzuwenden. Im Prozess der Bildungsdokumentation für jedes einzelne Kind werden die regelmäßigen Beobachtungen des Entwicklungs- und Bildungsprozesses schriftlich festgehalten und dienen als Grundlage für einen professionellen und differenzierten Austausch im Team sowie innerhalb der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern, um mit diesen weitere Schritte zur Unterstützung der Bildungs-, Lern- und Entwicklungsprozesse ihres Kindes zu beraten. Die aus unseren Beobachtungen gewonnenen Erkenntnisse und deren Dokumentation sollen dem Entwicklungsstand der Kinder entsprechend mit ihnen besprochen werden und Maßnahmen ermöglichen, die anschließend in die pädagogische Planung einfließen. 3.9 Gestaltung von Übergängen Die Gestaltung von Übergängen zwischen Familie und Bildungseinrichtungen, aber auch innerhalb einer Einrichtung (Gruppenwechsel) und insbesondere der Übergang von einer Kindertageseinrichtung in die Grundschule und die außerschulische Betreuung (Hort, OGS etc.) haben eine wichtige Bedeutung. Übergänge werden von allen Kindern und ihren Eltern in unterschiedlicher Intensität er- und gelebt und sind mit verschiedenen Emotionen, wie z. B. Unsicherheit, Angst, Neugierde, besetzt. Die Einschätzungen und Bedürfnisse aller Beteiligten werden dabei von den pädagogischen Seite 12 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 Mitarbeiter*innen sehr ernst genommen. Geschaffene Sicherheiten, gewohnte Abläufe, Strukturen und Rituale sind Ausgangsbedingungen, die die Öffnung zu Neuem erleichtern können. Grundlage ist das genaue Beobachten der Kinder, die gewonnen Erkenntnisse aus Entwicklungsgesprächen mit den Eltern und konkrete Reflexionen im Team. Sämtliche Übergangsprozesse werden von den pädagogischen Mitarbeiter*innen individuell begleitet. Im engen Austausch mit den Eltern wird die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gelegt. Trotz der Sorge um das Wohl des Kindes und der elterlichen Unsicherheiten, Fragen und Bedenken, werden Übergänge für alle Beteiligten als Bereicherung erlebt; dies ist eine Voraussetzung dafür, dass diese positive Grundhaltung (un-)bewusst von den Eltern auf ihr Kind übertragen wird. Wenn sich die Kinder sicher und geborgen fühlen, verfügen sie über eine wesentliche Grundlage für gelingende Bildungs- und Entwicklungsprozesse. So lernen Kinder, freudig und zuversichtlich auf neue Gruppen zuzugehen, veränderte Lebenssituationen auch als Lernchancen zu erfahren und diese für ihre eigene Weiterentwicklung zu nutzen. 3.10 Raumgestaltung Die Räume in unsere Einrichtungen sind Lebensräume, Spielräume, Erfahrungsräume, Rückzugs- räume und Bildungsräume für Kinder. Kinder und pädagogische Mitarbeiter*innen verbringen den Großteil des Tages gemeinsam. Ein Innen- sowie Außenraum und dessen Ausgestaltung stellen eine wesentliche Ressource für seelisches, körperliches und geistiges Wohlbefinden dar. Kinder nehmen ihre Umwelt mit allen Sinnen auf. Daher ist es bei der Raumplanung wesentlich, dass alle Wahrnehmungsbereiche angesprochen und diese bei der Möblierung und der Gestaltung beachtet werden. Neben der Gruppe und den pädagogischen Mitarbeiter*innen wird der Raum oft als dritte/r Erzieher/in bezeichnet, der eine Wirkung auf die Kinder hat. Er muss Kindern daher entwicklungsangemessen vielfältige Anregungen, Mitgestaltungsmöglichkeiten und Bildungsanreize bieten. Bei der Raumgestaltung achten die pädagogischen Mitarbeiter*innen auf ausreichend Rückzugsmöglichkeiten für die Kinder sowie Nischen, die den Kindern ein ungestörtes Spiel ermöglichen. Eine Reizüberflutung durch zu viele Materialien oder Dekoration wird von den pädagogischen Mitarbeiter*innen vermieden. Auch in Hinblick auf die Selbstbildungsprozesse der Kinder ist eine durchdachte Raumgestaltung von Bedeutung. Räume sind so ausgestattet, dass sie Kindern die Möglichkeit der Selbstbildung durch Begreifen, Erleben und Erfahren ermöglichen. Die Gestaltung der Räume nach unterschiedlichen Schwerpunkten berücksichtigt die individuellen Bedürfnisse der Kinder. Damit haben die Kinder die Gelegenheit, entweder zur Ruhe und Entspannung zu kommen oder sich Aktivitäten hinzugeben, wie Bewegung, kreatives Gestalten, Entdecken, Forschen, Experimentieren oder Rollenspiel. Wir schaffen für die Kinder großzügige Spielflächen, die mit anregenden Spielmaterialien ausgestattet sind. Ein gelungenes Raumkonzept ist die Umsetzung dieser Grundlagen in die Praxis. Alle Planungen zur sinnvollen Raumgestaltung basieren auf der Haltung, dass das Spiel die wesentliche Ausdrucks- und Seite 13 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 Erlebnisform der Kinder darstellt. Da Kinder sich ihre Umwelt über das Spiel aneignen, ist eine spielfreundliche Umgebung somit gleichzeitig auch immer eine lernfreundliche Umgebung. Die pädagogischen Mitarbeiter*innen haben die Aufgabe, die Kinder ihrem Entwicklungsstand entsprechend aktiv in die Raumgestaltung einzubeziehen. So können sich die Kinder die Räume der Kita in Begleitung der pädagogischen Mitarbeiter*innen und dann zunehmend alleine erschließen. Dies gilt sowohl für alle Räume der Kita als auch für das Außengelände als eigenständiger pädagogischer Raum. 3.11 Bildungs- und Erziehungspartnerschaften Primär sind die Eltern für die Erziehung ihrer Kinder verantwortlich. Eine enge Zusammenarbeit mit ihnen ist für uns daher selbstverständlich und für eine erfolgreiche Bildungs- und Erziehungs- partnerschaft unerlässlich. Bei den unterschiedlichen Lebensbedingungen der Familien ist es uns wichtig, die Eltern zu stärken und ihnen zu verdeutlichen, dass wir uns als Partner in Fragen der Erziehung und Bildung ihrer Kinder verstehen. Wir arbeiten mit den Eltern zum Wohle der Kinder zusammen. Die Einbeziehung und Mitwirkung der Eltern ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal für die pädagogische Arbeit in unseren Einrichtungen. Eltern sollen bei der Erziehung ihrer Kinder entlastet und unterstützt werden. Wir beraten sie in Erziehungsfragen und lassen sie in schwierigen Situationen nicht alleine, z. B. bei Erkrankung ihrer Kinder, ungewöhnlichen Arbeitszeiten oder prekären familiären Situationen: Wir vermitteln z. B. zwischen den Eltern, die sich gegenseitig Hilfestellungen bei der Betreuung von Kindern außerhalb der Öffnungszeit der Kita geben können und unterstützen bei der Suche nach Beratungsstellen. Wir orientieren uns an den Bedürfnissen der Familien und entsprechen nach Möglichkeit den Wünschen und Bedarfen hinsichtlich der Gestaltung des Angebotes. Von unserem Angebot profitieren also nicht nur die Kinder, sondern auch deren Eltern. Es ist es für uns von großer Bedeutung, jedes Kind und seine Lebenssituation zu kennen und individuell zu berücksichtigen. Dafür sind regelmäßige Elterngespräche notwendig. Die Eltern haben dabei die Möglichkeit, Fragen zur Entwicklung ihres Kindes zu stellen. Gemeinsam können dann Vereinbarungen getroffen werden, die zur positiven Entwicklung des Kindes beitragen. Jederzeit haben die Eltern die Möglichkeit über die aktiv geführte Dokumentation der Bildungsprozesse zu sprechen. Im Elterngremium haben die Eltern ihre Vertretung. Von dort sollen Impulse ausgehen und in die Einrichtung wirken. In gemeinsamen Aushandlungsprozessen mit der engagierten Elternschaft im Stadtteil gilt es, diese individuellen Ressourcen einzubinden und einzufordern. Die Eltern werden motiviert, das Leben in „ihrer Kindertageseinrichtung“ mitzugestalten. Erziehungs- und Bildungspartnerschaft verstehen wir als aktive Teilhabe von Eltern aktives Zusammenwirken von pädagogischen Fachkräften und Eltern Familienberatung und Familienbildung Unterstützung im Aufbau und Nutzung von Netzwerken Seite 14 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 4 ROLLE UND AUFGABE PÄDAGOGISCHER FACHKRÄFTE Je nach Landesgesetzgebung sind im Fachbereich Kita & More Mitarbeiter*innen mit unterschiedlichen Berufsabschlüssen tätig. Die staatlich anerkannten Erzieher*innen arbeiten gemeinsam mit Sozialpädagog*innen sowie Heilpädagog*innen (Diplom, Bachelor, Master), qualifizierten Tagespflegepersonen sowie Kinderpfleger*innen und Sozialassistent*innen zusammen im Team. Die Interdisziplinarität innerhalb eines Hauses ermöglicht allen pädagogischen Mitarbeiter*innen einen weiter gefassten Blick auf pädagogische Inhalte, deren Umsetzung und Reflexion. Pädagogisches Fachwissen der Mitarbeiter*innen aus den unterschiedlichen Perspektiven wird auf diese Weise gebündelt und mündet in einer differenzierten und vielfältigen Wahrnehmung und Umsetzung vor Ort. Unsere pädagogischen Mitarbeiter*innen verfügen über Kompetenzen, die eine Pädagogik entsprechend unserer im Trägerkonzept formulierten Grundprinzipien ermöglichen. Ihre Aufgabe ist es, Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten. Sie unterstützen und geben Anregungen wenn es notwendig ist und halten sich zurück wo es möglich ist. Dabei ist es wichtig, dass sie authentisch und empathisch sind und sich auf Beziehungen zu den Kindern soweit einlassen, wie es die Kinder fordern und erlauben. Sie nehmen die Bedürfnisse und Belange der Kinder wahr und reagieren der Situation angemessen. Hierfür müssen sie ein hohes Maß an Flexibilität, Reflexionsfähigkeit und Engagement für das einzelne Kind mitbringen. Die pädagogischen Mitarbeiter*innen haben viele verschiedene und vielfältige Rollen in unseren Einrichtungen zu gestalten und selbstbewusst zu leben: Die pädagogischen Mitarbeiter*innen gehen Beziehungen mit Kindern ein! Die pädagogischen Mitarbeiter*innen stellen sich aktiv als Bezugspersonen zur Verfügung. Sie akzeptieren, mit wem die Kinder in Beziehung treten möchten, wem sie sich anvertrauen möchten. Kinder jeden Alters suchen sich ihre Bezugsperson selbst aus. Kita & More ist mit einer stabilen und möglichst kontinuierlichen personellen Ausstattung versehen, um so einen kontinuierlichen und langfristigen Beziehungsaufbau zu ermöglichen. Die pädagogischen Mitarbeiter*innen sind Expert*innen für frühkindliches Lernen! Es ist Aufgabe der pädagogischen Mitarbeiter*innen, Kinder in ihren Entwicklungs- und Selbstbildungsprozessen kompetent zu begleiten und zu unterstützen. Mit ihrem Fachwissen stellen sie sicher, dass alle entwicklungs- und lernförderlichen Faktoren im Einklang stehen und Beachtung finden. Die pädagogischen Mitarbeiter*innen fördern die Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern! Gemeinsam mit Eltern begeben sich die pädagogischen Mitarbeiter*innen in einen Lernprozess, dessen Ziel es ist, herauszufinden, wie für das Kind die bestmöglichen Entwicklungschancen geschaffen und genutzt werden können. Sie hören zu, beraten und vermitteln an Beratungs- oder Frühförderstellen, Kinderärzte etc. falls andere Fachkompetenzen erforderlich sind. Zum Wohle des Kindes und seiner Familie arbeiten sie kooperativ mit den genannten Institutionen zusammen. Die pädagogischen Mitarbeiter*innen beobachten und dokumentieren! Seite 15 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 Gemäß der Bildungscurricula der verschiedenen Bundesländer nehmen sie sich viel Zeit, die Kinder zu beobachten und diese Beobachtungen zu dokumentieren. Hierdurch gelingt es ihnen, in die Welt der Kinder einzutauchen, die kindliche Denkweise und das daraus resultierende Handeln zu begreifen. Es ist wichtig, dass sie, trotz aller nötigen Gewissenhaftigkeit, gelassen den Alltag mit Kindern gestalten. Die pädagogischen Mitarbeiter*innen sind Netzwerker*innen! Unsere Einrichtungen sind Zentren für Familien. Dieser Gedanke wird von unseren pädagogischen Mitarbeiter*innen gelebt, indem sie Kontakte im sozialräumlichen Umfeld zu anderen Institutionen, wie etwa Schulen, Seniorenheimen, Vereinen etc. aufbauen und pflegen. Das Wohl der Kinder und Familien steht bei allen Kooperationen und Kontakten immer im Mittelpunkt. In dieser Vielfalt schaffen sie Bedingungen für Kinder, in denen sie sich entsprechend ihrer Bedürfnisse, ihrer individuellen Fähigkeiten und im Rahmen ihrer sozialen und kulturellen Umwelt entwickeln können. Sie verstehen sich als Fachkräfte für Erziehung, Bildung und Betreuung. Sie verfügen über ein erziehungswissenschaftliches und erziehungspraktisches Fundament, vor dessen Hintergrund sie das Erziehungs- und Bildungsgeschehen kritisch bedenken und entsprechend gestalten. Um die pädagogischen Mitarbeiter*innen vor dem Hintergrund der vielfältigen und anspruchsvollen Anforderungen in ihrer Tätigkeit zu unterstützen, bieten wir ihnen regelmäßige Gelegenheit zum fachlichen Austausch z. B. auf den bundesweit stattfindenden Tagungen sowie Leitungskonferenzen und regionalen Beratungstagen. 5 SICHERUNG DES KINDESWOHLS Nach § 8a SGB VIII sind alle Träger der freien Jugendhilfe verpflichtet, für den organisatorischen Rahmen des Schutzauftrages hinsichtlich einer Kindeswohlgefährdung zu sorgen. Die Outlaw gGmbH hat eine Dienstanweisung auf dieser Grundlage erstellt, die die genaue Vorgehensweise bei Kindeswohlgefährdung regelt. Sie gilt für alle pädagogischen Mitarbeiter*innen, die regelmäßig Kontakt mit Kindern, Jugendlichen und Familien haben. Jede/r neue Mitarbeiter/in erhält die Dienstanweisung mit dem Arbeitsvertrag und im ersten Monat der Tätigkeit eine Belehrung zur Dienstanweisung durch dafür verantwortliche Leitungskräfte. In jeder Einrichtung ist die Dienstanweisung zugänglich. Das Verfahren der internen Dienstanweisung berücksichtigt dabei die jeweils gültigen Vereinbarungen gemäß SGB VIII § 8a mit den öffentlichen Trägern der Jugendhilfe. Outlaw stellt innerbetrieblich insoweit erfahrene Fachkräfte, die im Verdachtsfall eine Beratung mit den beteiligten Fachkräften durchführen. Dabei wird das Gefährdungsrisiko abgeschätzt, der Einbezug der Beteiligten besprochen und weitere Handlungsschritte werden festgelegt. Gerade der Umgang mit der Thematik Kindeswohlgefährdung bedarf eines abgestimmten, adäquaten Verfahrens zum Wohle der Kinder und Jugendlichen. Das interne Verfahren bei dem Verdacht einer Kindeswohlgefährdung sieht vor, dass die verantwortliche Leitungskraft von der/dem pädagogischen Mitarbeiter/in informiert wird, sobald Hinweise auf eine Kindeswohlgefährdung vorliegen. Gemeinsam wird die Situation reflektiert und es erfolgt eine Einschätzung darüber, welcher Handlungsbedarf besteht. Bestätigt sich der Verdacht, wird eine entsprechende Beratung nach § 8a durch die pädagogische Fachkraft organisiert, die den Hinweis erhalten hat bzw. durch eine damit Seite 16 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 beauftragte Person. In der Beratung erfolgt begleitet durch die insoweit erfahrene Fachkraft eine Gefährdungsabschätzung sowie die daraus resultierende Planung des weiteren Vorgehens. Weiterhin sind regelmäßige Erfolgskontrollen in Form von Beratungen durch mehrere Fachkräfte durchzuführen, bis die Gefährdung abgewendet ist. Der sachgerechte Umgang mit Kindeswohlgefährdung erfordert eine sorgfältige Dokumentation. Diese dient der professionellen Bearbeitung sowie der rechtlichen Überprüfbarkeit. 6 QUALITÄT Die Verpflichtung und Anforderungen zur Qualitätsentwicklung und -Sicherung für Einrichtungen, die zum Fachbereich Kita & More gehören, sind auf Landes- und Kommunalebene geregelt und werden von unseren Einrichtungen entsprechend umgesetzt. Qualitätsentwicklung ist in sämtliche Strukturen und Abläufe im Fachbereich integriert und eine fortlaufende Aufgabe sämtlicher Führungskräfte und aller weiteren Fachkräfte, die an den relevanten Prozessen beteiligt sind. Qualitätsentwicklung bei Kita & More ist unmittelbarer Bestandteil und Fokus der pädagogischen und organisatorischen Arbeit und Verantwortung. Qualitätsentwicklung hat dabei immer kurzfristige und unmittelbare, wie auch mittel- und langfristige Perspektiven und Ansätze und ist auf allen hierarchischen Ebenen fest verankert. Zentrale Aussagen und Setzungen zur Qualität sind integrale Bestandteile aller Konzepte und konzeptionellen Ansätze. Demnach ist der Anspruch an die Konzepte bei Kita & More, die relevanten Prozesse, Herangehensweisen, Sichtweisen und Ansätze deutlich hervorzuheben und zu beschreiben. Dies ist insbesondere notwendig, da Qualität in diesem Sinne immer der Pädagogik als Ganzem zu dienen hat und sie sich demnach an den in diesem Konzept beschriebenen Grundlagen ausrichten muss. Aus diesen Grundlagen lassen sich Qualitätsstandards ableiten, die in diesem Kapitel beschrieben werden. Es ist eine wesentliche Aufgabe, die Umsetzung dieser Standards sicherzustellen. Dies erfordert die Interpretation vor dem Hintergrund des jeweiligen Einzelfalles sowie die Nutzbarmachung für den pädagogischen Alltag und die Konkretisierung. Die Einrichtungskonzepte müssen entsprechend ausgestaltet sein. Die übergreifenden Qualitätsstandards bei Kita & More sind in drei Dimensionen gegliedert und werden jeweils durch Qualitätsmerkmale konkretisiert. 6.1 Inhaltliche Qualität Konzept – Es existiert für alle Angebote bei Kita & More ein schlüssiges, begründetes, fachliches, handlungsleitendes, überprüfbares und verbindliches Konzept. Alle Einrichtungskonzepte Seite 17 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 orientieren sich verbindlich am Grundkonzept. Die in diesem Konzept beschriebenen Grundlagen zu Menschenbild, Haltungen und pädagogischem Ansatz und werden verbindlich in allen Einrichtungen umgesetzt. Die Einrichtungskonzepte beschreiben Ziele, Methoden und die Schwerpunkte des jeweiligen Angebotes und begründen den Zusammenhang zwischen Bedarfslage und pädagogischer Leistung. Die Konzepte werden kontinuierlich fortgeschrieben, regelmäßig evaluiert und überprüft. Dabei erfolgt ein Abgleich von Konzept und pädagogischer Praxis und daraus folgend gegebenenfalls Anpassungen. Steuerung über Zielvereinbarungen – Die in den Einrichtungskonzepten festgeschriebenen Ziele werden in Jahres- und Projektplanungen operationalisiert und mit entsprechenden Indikatoren zur Zielerreichung untersetzt. Diese operationalisierten Ziele bilden die Grundlage für die jährlichen Zielvereinbarungen. Zielvereinbarungen werden sowohl mit den Teams der jeweiligen Einrichtung als auch mit den einzelnen Mitarbeiter*innen geschlossen. Teamorientierung – Die pädagogische Arbeit ist in Teams organisiert. Die Teamarbeit ist elementarer Bestandteil aller Angebote und betrifft alle Tätigkeiten, die zur Umsetzung der jeweiligen Angebote notwendig sind. Sie dient der Planung und Weiterentwicklung des gemeinsamen pädagogischen Angebots. Die individuellen Kompetenzen, Qualifikationen und Fähigkeiten sind den Mitarbeiter*innen der jeweiligen Teams bekannt. Sie werden sinnvoll eingesetzt. Benötigte Ressourcen für eine gelingende Teamorientierung werden bereitgestellt. Das sind in erster Linie Zeit und Mittel zur Reflexion, Teamberatung, Supervision und Fortbildung. Fachberatung – Unsere Einrichtungen erhalten Fachberatung durch die Bereichsleiter*innen, die auch die Fachaufsicht sicherstellen; ein Austausch zwischen den Bereichsleitungen findet in regelmäßigen Abständen sowie im Einzelfall nach Bedarf statt. Beschwerdemanagement – Wir gewährleisten die alters- und entwicklungsgerechte Information von Kindern und ihren Familien/Sorgeberechtigten über bestehende Beschwerderechte und -Möglichkeiten. Informationsmaterial über Rechte, Möglichkeiten und konkrete Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sind in unseren Angeboten und Einrichtungen verfügbar und zugänglich. Es besteht ein einheitlicher Verfahrensstandard zur Annahme und Bearbeitung von Beschwerden. In unseren Einrichtungen und Angeboten fördern wir darüber hinaus informelle Beschwerdewege und -Möglichkeiten. Sicherung des Kindeswohls – Zum Schutzauftrag nach § 8a SGB VIII setzen alle Mitarbeiter*innen der Outlaw gGmbH eine Dienstanweisung um, die die genaue Vorgehensweise bei Kindeswohlgefährdung regelt. Alle Mitarbeiter*innen erhalten jährlich und unmittelbar mit Beginn des Arbeitsverhältnisses eine Belehrung zur Dienstanweisung. In jeder Einrichtung ist die Dienstanweisung zugänglich und das Ablaufschema bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung hängt aus. Outlaw stellt innerbetrieblich insoweit erfahrene Fachkräfte zur Verfügung, die im Verdachtsfall eine Beratung mit den beteiligten Fachkräften durchführen. Dabei wird eine Gefährdungseinschätzung vorgenommen, der Einbezug der Beteiligten besprochen und weitere Handlungsschritte werden festgelegt. Alle Mitarbeiter*innen haben ein erweitertes Führungszeugnis vorgelegt. Eine Einstellung erfolgt nur dann, wenn das erweiterte Führungszeugnis bereits vorliegt. Sozialräumlichkeit – Sozialräumlichkeit und Sozialraumorientierung realisieren sich über verschiedene Zugänge und Methoden, die in den Einrichtungskonzepten kontextbezogen konkretisiert werden. Dies umfasst beispielsweise: Die Beteiligung in Gremien, die Einmischung in Diskussionen und Auseinandersetzungen auf verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Ebenen, das bewusste Agieren im und Gestalten des Sozialraumes, die deutliche Positionierung zu Themen und Entwicklungen. Wir leiten unsere Mitarbeiter*innen an, den Sozialraum auch über den einzelnen Fall hinaus wahrzunehmen, ihn zu kennen sowie darüber zu informieren. Die Ressourcen Seite 18 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 des Sozialraumes werden aktiv in die pädagogische Arbeit eingebunden und einbezogen, Netzwerke werden aufgebaut und genutzt. Interkulturalität – Unsere Angebote sind grundsätzlich offen für Interkulturalität. Menschen aller Nationen, Kulturen und Sprachen sind in unseren Angeboten willkommen. Unsere Mitarbeiter*innen verfügen über interkulturelle Kompetenzen und leisten kulturelle Übersetzungsarbeit. Wir schaffen Angebote, die konkrete Lernfelder schaffen, um sich mit unterschiedlichen Lebensentwürfen, Kulturen und Haltungen auseinanderzusetzen. Eine differenzierte Betrachtung ethnischer, kultureller und sozialer Bedingungen und Konflikte wird gefördert. Geschlechterorientierung – Geschlechtsspezifische Lebenslagen und Bedürfnisse werden in den Einrichtungskonzepten angemessen berücksichtigt. Die Angebote lassen individuelle Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen zu, ohne dass daraus Benachteiligungen entstehen. 6.2 Strukturelle Qualität Personal – Alle pädagogisch tätigen Mitarbeiter*innen sind als pädagogische Fachkräfte qualifiziert. Das Fachkräftegebot und Qualifikationsanforderungen von Aufsichtsbehörden sowie die geltenden Fachstandards werden berücksichtigt. Dies umfasst insbesondere eine entsprechende Berufsausbildung bzw. ein entsprechendes Hochschulstudium, aber auch eine regelmäßige Fort- und Weiterbildung. Auch Berufserfahrung sowie weitere in der Person liegende Eigenschaften, Erfahrungen und Ressourcen finden hierbei Berücksichtigung. Dienst- und Fachaufsicht – Die Dienst- und Fachaufsicht wird inhaltlich, personell und strukturell durch die Führungskräfte auf den verschiedenen Ebenen sichergestellt. Klare Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten der verschiedenen Führungsebenen sowie transparente Vertretungsregelungen sind sichergestellt. Anstellungs- und Arbeitsbedingungen – Es gibt ein professionelles Bewerbungs- und Auswahlverfahren für neue Mitarbeiter*innen. Alle Mitarbeiter*innen sind in der Regel zu in Betriebsvereinbarungen festgeschriebenen Bedingungen angestellt. Fachlicher Austausch – Regelmäßig stattfindende Bereichsleitungskonferenzen, Ausschusssitzungen, Bundestagungen sowie der fachliche Austausch ggf. über elektronische Kommunikationssysteme (z. B. Telefonkonferenzen) stellen einen kontinuierlichen, wie auch zeitnahen und direkten Austausch zu aktuellen fachlichen Herausforderungen, Themen, pädagogischen Ansätzen und notwendigen Klärungen in pädagogischen Prozessen sicher. Supervision, Fortbildung – Das personelle Anforderungsprofil ist über den fachlich kollegialen Austausch, fortlaufende Qualifikation und Weiterbildung stetig weiterzuentwickeln. Supervision steht den Teams bzw. Fachkräften bei Bedarf zur Verfügung. Sie dient der fortlaufenden Reflexion von Prozessen, um eigene Haltungen, Herangehensweisen und pädagogische Ideen und Konzepte überprüfen und anpassen zu können. Fort- und Weiterbildung werden nicht nur durch flexible Freistellungen und finanzielle Zuwendungen gefördert, sondern auch erwartet, da sie Voraussetzung für stetige inhaltliche Entwicklung sind und somit der Erweiterung der Angebotsvielfalt in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit dienen. 6.3 Ergebnisqualität Selbstevaluation – Wir verstehen uns als lernende Organisation und haben einen nachhaltigen Verbesserungsprozess in Form einer kontinuierlichen Selbstevaluation installiert. Seite 19 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 Beobachtung und Dokumentation – Die Beobachtung und Dokumentation von Entwicklungsprozessen stellen eine Grundlage für die Auswertung der pädagogischen Arbeit sicher. Sie dient als Grundlage für die Evaluation von pädagogischen Prozessen und Konzepten. Qualitätsziele – Die Einrichtungen entwickeln auf der Basis des Grundkonzeptes Qualitätsziele, legen Maßnahmen zur Erreichung der Ziele fest, setzen diese um und werten die Ergebnisse aus. Die Qualitätsziele werden in Schlüsselprozessen operationalisiert. Daraus werden überprüfbare Indikatoren abgeleitet, die in einem Soll-Ist-Abgleich prozesshaft fortlaufend evaluiert werden. Zielerreichung und Evaluation – Die erarbeiteten Indikatoren zur Zielerreichung werden mit geeigneten Instrumenten überprüft. Die Methoden der Evaluation orientieren sich an der jeweiligen Einrichtung und der Zielgruppe. Die Ergebnisse werden zur zielgerichteten Beeinflussung der Arbeitsprozesse und zur Entwicklung neuer und weiterführen der Ziele genutzt. In diesem Zusammenhang werden auch die Adressatinnen und Adressaten sowie die öffentlichen Träger aktiv in den Evaluationsprozess einbezogen. 7 SCHLUSSWORT Das Grundkonzept Kita & More wurde von Fach- und Leitungskräften aus verschiedenen Standorten erarbeitet. Unter Berücksichtigung der konzeptionellen Grundlagen und unserer Werte bündelt es die vielfältigen und umfangreichen Erfahrungen unserer Arbeit im Feld der frühkindlichen Erziehung. Allen Mitarbeiter*innen, die an der Erarbeitung mitgewirkt haben, sei an dieser Stelle gedankt. Rückmeldungen, Gedanken und Anregungen sind uns willkommen, um die gewünschte Lebendigkeit des Austausches zwischen den Fachkräften zu Konzepttheorie und Praxis zu fördern.
Anlage 5.2 Konzeption Fröbel
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Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft an der Neubrückenstraße im Stadtteil Altstadt (Ausschreibungsnummer: 10/2018) Zeichen: 51 10 0014 / 51.10.0013 08.01.2019 FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH Geschäftsstelle Nordrhein-Westfalen Komödienstraße 18-24 50667 Köln Internet: www.froebel-gruppe.de Ihre Ansprechpartner bei FRÖBEL sind: Oliver Just, Leiter Projektentwicklung und Vertrieb Region West Komödienstraße 18-24 50667 Köln Telefon 0221 29 99 42 71 just@froebel-gruppe.de Bärbel Klünter, Geschäftsleiterin Komödienstraße 18-24 50667 Köln Telefon 0221 29 99 42 62 kluenter@froebel-gruppe.de www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte an der Neubrückenstraße 08.01.2019 2 2 Der FRÖBEL e.V. betreibt über die Tochtergesellschaft FRÖBEL Bildung und Erziehung ge- meinnützige GmbH mittlerweile rund 180 Einrichtungen in zehn Bundesländern. In einem stetigen Prozess entwickelt FRÖBEL innovative Wege, um Kindern und ihren Familien das beste Angebot für Bildung, Erziehung und Betreuung zu bieten. Im Mittelpunkt all unseres Handelns stehen dabei das Wohl des Kindes und die optimale Förderung seiner Entwick- lung. Zugleich sind die Unterstützung von Familien und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wesentliche Ziele. Unseren Ansatz, qualitativ hochwertige Bildungseinrichtungen für Kinder anzubieten, setzen wir bisher in 57 Kinderg ärten in NRW um. Von diesen 57 Einrichtungen sind neunzehn als Familienzentren zertifiziert. Gern möchten wir unser Angebot durch die Betriebsträgerschaft der neuen Kinderta- gesstätte an der Neubrückenstraße in Münster erweitern. Nicht zuletzt wird diese Kita von den Synergieeffekten sowie dem fachlichen Austausch mit den bereits neu entstehen- den Kindergärten – insbesondere denen im Am Emmy-Herzog-Platz sowie im Zentrum- Nord - profitieren und umgekehrt. Von besonderer Attraktivität für die Stadt Münster dürfte dabei unsere langjährige Erfahrung in der Betreuung von Kindern unter drei Jah- ren, unsere an die Bedürfnisse der Familien flexibel anzupassende Öffnungszeit sowie unsere durchgängige Betreuung auch in der Ferienzeit sein. Für den Start einer neuen Einrichtung im Stadtteil Altstadt steht ein Expertenteam aus unserem pädagogischen, planerischen und kaufmännischen Bereich zur Verfügung. Sie übernehmen vor Ort die Aufgaben, die im Zusammenhang mit den Vorbereitungen zur Inbetriebnahme anfallen. Unterstützt von den Bereichen Kommunikation und Marketing sowie der Rechtsabteilung in der Hauptgeschäftsstelle in Berlin werden die Personalak- quise und der Abschluss von Arbeitsverträgen vorbereitet. Für die Aufnahme der Kinder stehen rechtzeitig Betreuungsverträge und sämtliche Mittel für die Elternkommunikation zur Verfügung. Um die besonders herausfordernde Anfangszeit beim Aufbau einer Kin- dertageseinrichtung reibungslos zu gestalten, setzt FRÖBEL ferner auf die professionelle Begleitung durch die interne Fachberatung. Die Teams erhalten außerdem die Möglich- keit und Unterstützung, eine gemeinsame inhaltliche Orientierung auf Grundlage der FRÖBEL-Rahmenkonzeption (siehe Beilage FRÖBEL -Rahmenkonzeption), des FRÖBEL - Leitbilds (siehe Beilage FRÖBEL-Leitbild) und der FRÖBEL-Standards zu erarbeiten. Zur Un- terstützung in fachlichen Fragen und Verwaltungsabläufen steht der Leitung und dem Team ein inhaltlich vielfältig aufgestelltes Beraterteam zur Verfügung. Dabei kann so- wohl auf regionale Unterstützung aus der Geschäftsstelle der Region Rhein-Ruhr als auch auf Unterstützung aus der Hauptgeschäftsstelle in Berlin zurückgegriffen werden. In der folgenden Bewerbung finden Sie eine Vorstellung von FRÖBEL als Träger und In- formationen zu unserem pädagogischen Konzept, im Anhang eine Angabe zum Finan- zierungsrahmen, einen Ausschnitt aus dem FRÖBEL-Haustarifvertrag und eine Referenz- liste sowie als Beilage unsere FRÖBEL-Rahmenkonzeption (Anlage 1), das FRÖBEL-Leitbild (Anlage 2) und unser Leporello „FRÖBEL als Arbeitgeber“ mit einem Überblick der be- sonderen Leistungen für Mitarbeiter*innen (Anlage 3). Für Rückfragen stehen wir jeder- zeit zur Verfügung und freuen uns auf Ihre Rückmeldung. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte an der Neubrückenstraße 08.01.2019 3 3 Inhalt 1 Trägerhintergrund .............................................................................................................. 4 1.1 Organisation und Struktur .......................................................................................... 4 1.2 FRÖBEL als Träger ........................................................................................................ 4 1.3 Trägerkonzeption ........................................................................................................ 4 2 Fachlichkeit ........................................................................................................................ 6 2.1 Rahmenkonzept, Zielgruppen, Ziele der Entwicklung ........................................... 6 2.1.1 Bezug zu Friedrich Fröbel ......................................................................... 6 2.1.2 Was Bildung für uns ist .............................................................................. 6 2.1.3 Umsetzung des nordrhein-westfälischen Bildungsprogramms .......... 7 2.1.4 Partizipation .............................................................................................. 7 2.1.5 Beobachtung und Dokumentation ....................................................... 8 2.1.6 Alltagsintegrierte Sprachförderung und bilinguale Erziehung ........... 8 2.2 Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Gender ............................ 9 2.3 Gesundheitsförderung ............................................................................................. 11 2.4 Sozialraumorientierung und Kooperationspartner ............................................... 12 2.5 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft .................................................................. 13 2.5.1 Gestaltung von Übergängen ............................................................... 15 2.6 Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen ............................... 16 2.6.1 Interne Selbstevaluation ....................................................................... 17 2.6.2 Externe Evaluation ................................................................................. 17 2.6.3 Fachberatung ........................................................................................ 17 2.6.4 Mitarbeiter*innenbefragung ................................................................ 18 2.6.5 Elternbefragung ..................................................................................... 18 2.6.6 Personalmanagement .......................................................................... 18 2.6.7 Kinderschutz ............................................................................................ 19 3 Finanzmanagement ........................................................................................................ 21 4 Finanzierung ..................................................................................................................... 22 4.1 FRÖBEL-Haustarifvertrag .......................................................................................... 23 5 Referenzliste ..................................................................................................................... 24 www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte an der Neubrückenstraße 08.01.2019 4 4 1 Trägerhintergrund 1.1 Organisation und Struktur Der FRÖBEL e.V., anerkannter Träger der freien Jugendhilfe und Mitglied im PARITÄTI- SCHEN Wohlfahrtsverband, betreibt über seine FRÖBEL Bildung und Erziehung gemei n- nützige GmbH bundesweit rund 180 Krippen, Kindergärten und Horte sowie Einrichtun- gen im Bereich Hilfen zur Erziehung. Bei uns betreuen 3.600 Mitarbeiter*innen rund 16.000 Kinder in Kindertageseinrichtungen in Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Schleswig -Holstein sowie in Australien und Polen. Durch die Unterschiede im Hinblick auf Bildungspläne, Sozial- räume, unterschiedliche Anzahl an Menschen mit Migrationshintergrund und verschie- dene kulturelle Bezüge haben wir vielfältige Erfahrungen in der Umsetzung und Gewähr- leistung pädagogischer Qualität im Rahmen institutioneller Betreuung von Kindern. 1.2 FRÖBEL als Träger Als erfahrenes gemeinnütziges Unternehmen wissen wir um die Herausforderungen, die sich im Aufbau neuer Kindertages einrichtungen und in der Übernahme einer Träger- schaft – konzeptionell und organisatorisch – ergeben. Auf der Grundlage unseres päda- gogischen Profils und unseres Unternehmensleitbilds ist es für uns selbstverständlich, dass wir alle beteiligten Akteure in diesen Aufbauprozess einbinden. Die Verwaltung von FRÖBEL ist in vielerlei Hinsicht erfahren. Allen Einrichtungen steht ein professionell aufgestelltes, internes und interdisziplinäres Beraterteam aus dem pädago- gischen, kaufmännischen und juristischen Bereich zur Verfügung. Bei der Übernahme einer Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte an der Neubrücken- straße in Münster wird diese in die Region Rhein-Ruhr eingegliedert. Alle buchhalterisch notwendigen Abrechnungen sowie die Umsetzung der landesspezifischen Bildungs- schwerpunkte werden durch die Geschäftsleitung und Fachberatung vor Ort sowie Mit- arbeiter*innen der Hauptgeschäftsstelle in Berlin sichergestellt und koordiniert. Neben Verwaltungsaufgaben wie der Elternbeitragsverwaltung, Lohnabrechnung, Mittelve r- waltung und dem Controlling gibt es in der Hauptgeschäftsstelle auch eine zentrale fachliche Beratung, Qualitätssicherung und Fortbildungsorganisation. Ebenso stellt FRÖ- BEL als Träger die Fach- und Dienstaufsicht über das Personal sicher. Mit dieser Einbindung des Kindergartens in unsere Trägerstruktur sowie unserer langjähri- gen Erfahrung als Träger von Kindertageseinrichtungen können wir verbindlich zusichern, die landesspezifische Gesetzgebung sowie sämtliche Vorgaben hinsichtlich der Abrech- nungssysteme zu erfüllen. 1.3 Trägerkonzeption Ein ausgeprägtes fachliches Profil ist für FRÖBEL als Träger und für jede FRÖBEL -Einrich- tung ausschlaggebend, um eine verlässliche und qualitativ hohe Bildung, Erziehung und Betreuung für alle Kinder anzubieten und sicherzustellen. Das Profil einer Kindertagesein- richtung bei FRÖBEL bewegt sich dabei im Spannungsfeld von Gemeinsamkeit auf der einen und Individualität auf der anderen Seite. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte an der Neubrückenstraße 08.01.2019 5 5 Die Gemeinsamkeit aller FRÖBEL -Einrichtungen ist gekennzeichnet durch einen fachli- chen Orientierungsrahmen, der verschiedene verbindende Elemente beinhaltet. Ne- ben der Umsetzung der durch die Länder vorgegebenen Bildungsprogramme , für Ein- richtungen in Münster die „Bildungsgrundsätze für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kinderta- gesbetreuung und Schulen im Prima rbereich in Nordrhein -Westfalen“ geben die FRÖ- BEL-Rahmenkonzeption (siehe Beilage FRÖBEL-Rahmenkonzeption) und das Leitbild von FRÖBEL (siehe Beilage FRÖBEL-Leitbild) eine inhaltliche Orientierung für die pädagogi- sche Arbeit. Das Leitbild setzt sich aus drei Elementen zusammen: dem Unternehmens- leitbild, dem Führungsleitbild und dem pädagogischen Leitbild. Das pädagogische Leit- bild stellt dabei das Herzstück unserer Pädagogik dar. Es betont die Rechte von Kindern im pädagogischen Alltag in allen FRÖBEL-Einrichtungen. So ist es unser oberstes Ziel, Kin- der bei ihren Bildungs- und Entwicklungsprozessen zu begleiten, sie im Wahrnehmen ihrer Rechte zu unterstützen und sie in den Einrichtungen durch gemeinsame Aushandlungs- prozesse ihren Alltag mitgestalten zu lassen. Einen weiteren Orientierungsrahmen gibt der Nationale Kriterienkatalog „Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder“ (NKK; Tietze/Viernickel, 2016). Zudem werden in neun FRÖBEL-Standards praxisnahe Qualitätskriterien formuliert, die den pädagogi- schen Fachkräften in allen FRÖBEL -Einrichtungen nicht nur eine fachliche Orientierung in der Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder geben, sondern gleichzeitig ein Leis- tungsversprechen gegenüber den betreuten Kindern und ihren Familien darstellen. Der- zeit werden mit den FRÖBEL -Standards folgende Themen abgedeckt: Übergänge, Be- obachtung und Dokumentation, Qualitätsentwicklung , Zusammenarbeit mit Familien, gesunde Ernährung, Beziehung, Individualisierung, Partizipation sowie Ausstattung. Die Individualität einer FRÖBEL-Einrichtung ist einerseits durch die unterschiedlichen So- zialräume und die verschiedenen Menschen, die in der Einrichtung aufeinandertreffen, und andererseits durch ihre eigenen konzeptionellen Ausrichtungen gepr ägt. So kann eine FRÖBEL-Einrichtung ihr Profil mit dem Fokus auf bilingualer Erziehung oder Musik, Be- wegung, Medien oder ande re Bildungsthemen ausbilden. Das individuelle Profil orien- tiert sich dabei an den Interessen der Kinder und ihrer Familien, dem standortspezifischen Bedarf und den Schwerpunktthemen der pädagogischen Fachkräfte und wird in der Einrichtungskonzeption festgeschrieben. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte an der Neubrückenstraße 08.01.2019 6 6 2 Fachlichkeit 2.1 Rahmenkonzept, Zielgruppen, Ziele der Entwicklung 2.1.1 Bezug zu Friedrich Fröbel Der FRÖBEL e.V. und seine Tochtergesellschaft, die FRÖBEL Bildung und Erziehung ge- meinnützige GmbH, tragen den Namen jenes Pädagogen, der Begründer des Kinder- gartens und einer anthropologischen Pädagogik der frühen Kindheit war – Friedrich Frö- bel. Seine Pädagogik der frühen Kindheit, eine kindzentrierte und auf das Spiel begrün- dete Pädagogik mit dem Blick auf die Ganzheitlichkeit des Kindes, ist neben den Auf- fassungen anderer Reformpädagogen Ausgangspunkt aktueller wissenschaftlicher For- schung. In der Tradition Friedrich Fröbels stehend, betrachten wir Bildung als eine aktive Tätigkeit, bei der sich das Kind die Welt selbstständig aneignet. Bildung ist ein lebenslanger Prozess, der von der Initiative und Eigenaktivität des Menschen angetrieben wird. Bildungspro- zesse sind somit Selbstbildungsprozesse, in denen Ich-, Sozial- und Sachkompetenzen er- worben werden. Die Ganzheitlichkeit in der Bildung, also die Bildung der Sinne sowie die Bildung des Körpers, des Geistes und der Gefühle, verhilft den Kindern zu einer ästheti- schen und kognitiven Grundbildung, die für ein sensibles Empfinden der Umwelt und für das Zusammenleben in der Gesellschaft notwendig ist. 2.1.2 Was Bildung für uns ist Kinder haben ein natürliches Bedürfnis nach Bildung und Entwicklung und ein Recht da- rauf, dass sie auf diesem Weg begleitet und unterstützt werden. Sie gestalten ihre Bil- dungsprozesse aktiv, indem sie mit ihrer Umgebung und den Menschen um sich herum in Kontakt treten und die Welt mit allen Sinnen entdecken und erforschen. Auf diesem Weg eignen sie sich die Welt selbsttätig an und entwickeln so ihre eigene Persönlichkeit. Wir verstehen kindliche Bildung als einen Prozess, der sowohl die Entwicklung sozialer und emotionaler Kompetenzen als auch das Ausbilden motorischer, sprachlicher und kogni- tiver Fähigkeiten umfasst. Bildungsprozesse von Kindern sind komplexe und ganzheitliche Prozesse, an denen Sinnesorgane, Körper, Sprache, Gefühle, Denken und Erinnerung beteiligt sind. Von übergeordneter Bedeutung ist dabei das Spiel der Kinder. In diesem eignen sie sich die Welt an, setzen sich in sozialen Prozessen mit anderen Kindern auseinander und ent- decken oder erproben ihre eigenen Fähigkeiten. Die pädagogischen Fachkräfte sorgen dafür, dass die Kinder ihre Spielumgebung, ihre Spielpartner*innen und auch die unter- schiedlichsten Spielmaterialien frei wählen können. Sie setzen sich mit den Spielideen der Kinder auseinander und nutzen diese für ihre pädagogischen Planungen. Wenn Kinder das Gefühl haben, dass ihnen vertraut und ihnen etwas zugetraut wird, dann gewinnen sie Sicherheit, sich Unbekanntem zuzuwenden und sich in neuen Situa- tionen und immer wieder anderen Konstellationen zurechtzufinden. Sie erleben so ihre Stärken und Möglichkeiten und gestalten mithilfe anderer Kinder und erwachsener Be- zugspersonen ihre eigenen Bildungsprozesse. Aus diesem Grund sehen unsere pädago- gischen Fachkräfte ihre Aufgabe darin, auf die Kinder abgestimmte Bildungsanlässe und Lernsituationen zu schaffen und so jedes Kind in seiner individuellen Entwicklung zu un- terstützen. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte an der Neubrückenstraße 08.01.2019 7 7 In unseren Kindertageseinrichtungen schaffen wir auf der Basis von drei Prinzipien die notwendigen Voraussetzungen, damit Bi ldungs- und Entwicklungs prozesse angeregt und begleitet sowie die Bedürfnisse der Kinder wahrgenommen und aufgegriffen wer- den. Diese sind: Beziehung als Prinzip, Individualisierung als Prinzip sowie Partizipation als Prinzip. Die Art und Weise, wie mit Kindern umgegangen wird, wie sie entsprechend ihrer Persönlichkeit ihre Erfahrungen mitgestalten können, wie er nst sie genommen werden und mitbestimmen können, das alles sind für uns bedeutsame Faktoren in der Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern (für eine ausführliche Erklärung siehe Beilage FRÖ- BEL-Rahmenkonzeption S. 12 ff.). 2.1.3 Umsetzung des nordrhein-westfälischen Bildungsprogramms Die Bildungsgrundsätze von Nordrhein-Westfalen geben der Bildungsarbeit in unseren Kindertageseinrichtungen in Nordrhein -Westfalen einen verbindlichen Orientierungs - und Bezugsrahmen und definieren ein gemeinsames Bildungsverständnis. Die zehn Lernbereiche und Erfahrungsfelder, ▲ Bewegung, ▲ Körper, Gesundheit und Ernährung, ▲ Sprache und Kommunikation, ▲ Soziale und (inter-)kulturelle Bildung, ▲ Musisch-ästhetische Bildung, ▲ Religion und Ethik, ▲ Mathematische Bildung, ▲ Naturwissenschaftlich-technische Bildung, ▲ Ökologische Bildung, ▲ Medien, werden nicht losgelöst voneinander betrachtet, sondern finden sich verzahnt miteinan- der im pädagogischen Alltag wieder. Gemeinsam mit den Kindern planen die pädago- gischen Fachkräfte Aktivitäten und Projekte und setzen diese – immer basierend auf den Themen und Interessen der Kinder – um. Durch eine anregend gestaltete Umgebung haben Kinder die Möglichkeit, sich vielfälti- gen Themen und Materialien zu widmen. Liebevoll gestaltete Räumlichkeiten sprechen die Sinne an, regen Aktiv itäten an und fördern damit kindliche Bildungs - und Entwick- lungsprozesse. Bei der Gestaltung der Räume wird auf ein ausgewogenes Verhältnis zwi- schen Bewegungs-, Ruhe-, Begegnungs- und Rückzugsorten geachtet. Sie sind immer wieder durch Kinder und Fachkräfte veränderbar, sodass eine flexible Nutzung möglich ist. 2.1.4 Partizipation Kinder werden von Anfang an als eigenständige und kompetente Persönlichkeiten wahrgenommen und respektiert. Das bedeutet, dass ihnen zugetraut wird, eigene Ent- scheidungen zu treffen, sich offen und neugierig zu bewegen, damit sie die Welt aktiv www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte an der Neubrückenstraße 08.01.2019 8 8 kennenlernen. Weiterhin werden sie ermutigt, sich aktiv in die Gemeinschaft der Kinder- tageseinrichtung einzubringen. Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte ist es, Kinder in ihrer Entwicklung zu unterstützen und gemeinsam mit ihnen herauszufinden, welche Ent- scheidungsprozesse auch für die jüngsten Kinder entwicklungsangemessen sind. Kinder sollen die Erfahrung machen, dass ihre Rechte, wie sie in der UN-Kinderrechtskon- vention beschrieben sind, aner kannt und gelebt werden, denn nur so entwickeln sie Vertrauen in ihre eigenen Kräfte, lernen sich selbst, aber auch die Bedürfnisse und Wün- sche anderer zu achten und wachsen auf diesem Weg ganz selbstverständlich in de- mokratische Strukturen hinein. In der Gemeinschaft einer Kindertageseinrichtung ist es alltäglich, dass viele verschie- dene Kinder viele unterschiedliche Sachen wollen oder auch nicht wollen. Es gilt immer, situationsabhängig abzuwägen, was geht oder nicht geht, auszuhandeln, ggf. Alterna- tiven anzubieten, gemeinsame Regeln zu formulieren, zu erklären und zu begründen. Damit Kinder mitbestimmen können, bieten sich vielfältige Möglichkeiten an. Grundsätz- lich lässt die Gestaltung des pädagogischen Alltags überall die Mitbestimmung der Kin- der zu – z. B. bei der Wahl der Aktivitäten, der Gestaltung der Mahlzeiten, der Vorberei- tung und Durchführung besonderer Aktivitäten (Projekte, Ausflüge, Feiern u.v.m.). Dar- über hinaus haben alle Kinder die Möglichkeit, sich z. B. in Erzähl - und Morgenkreisen oder in so genannten Kinderkonferenzen bzw. Kinderparlamenten einzubringen. 2.1.5 Beobachtung und Dokumentation Verschiedene Beobachtungs- und Dokumentationsverfahren sind das Handwerks zeug pädagogischer Fachkräfte, um Entwicklungsverläufe und Bildungsprozesse der Kinder zu erfassen und auf dieser Grundlage die pädagogische Arbeit (Raum- und Materialge- staltung, Tagesablauf, Angebote, Projekte etc.) gemeinsam mit den Kindern zu planen und ggf. zu verändern. Jedes Kind erhält außerdem seine eigene Bildungsdokume ntation, die es aktiv mit ge- stalten kann. Sie besteht aus Beobachtungen, Fotos, Zeichnungen und vielem mehr. Ein solches Portfolio macht im Sinne eines „Buch des Kindes“ individuelle Bildungs- und Lern- prozesse für Kinder und Erwachsene sichtbar und unterstützt die Entwicklung lernmetho- discher Kompetenzen, da die K inder so ihren eigenen Lernfort schritt selbst beurteilen können. Die Bildungsdokumentation kann außerdem für Gespräche mit Familien genutzt werden und dient zur Veranschaulichung der Entwicklung des Kindes. Um die pädagogische Arbeit transparent zu gestalten, werden verschiedene Doku - mentationsformen zur Visualisierung des pädagogischen Alltags, wie z. B. Dokumentati- onswände und Schaukästen, genutzt, in denen aktuelle und vergangene Aktivitäten der Kinder anhand von Fotos und Beschriftungen dargestellt werden. 2.1.6 Alltagsintegrierte Sprachförderung und bilinguale Erziehung Sprachliche Kompetenzen sind eine Schlüsselqualifikation in der Bildung von Kindern. Sie sind entscheidend, um mit anderen in Kontakt zu treten, sich mitzuteilen und um andere zu verstehen. Sprachbildung und -förderung ist somit eine grundlegende Aufgabe von Tageseinrichtungen – sowohl für Kinder mit deutscher als auch für Kinder mit nicht-deut- scher Familiensprache. Im Sinne einer alltagsintegrierten Sprachbildung und -förderung wird das gesamte Geschehen in der Einrichtung als sprachanregendes Setting genutzt. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte an der Neubrückenstraße 08.01.2019 9 9 Dies trägt zu einer erfolgreichen Entwicklung sprachlicher und kommunikativer Kompe- tenzen von Kindern bei. Pädagogische Fachkräf te begleiten Alltagssituationen als sprachliche Vorbilder, initiieren Gespräche, stellen weiterführende Fragen, hören Kin- dern zu und greifen ihre Themen und Interessen sprachlich auf. Auch die Gestaltung von Räumen durch Schriftzüge, Bezeichnungen von Gegenständen und die Darbietung von Büchern sind wichtige Elemente der alltagsintegrierten Sprachbildung und -förderung. Um die sprachlichen Kompetenzen von Kindern zu erweitern, unterstützt FRÖBEL weiter- hin den frühzeitigen Kontakt zu einer Fremdsprache. Diese ist dabei in das ganzheitliche Konzept von alltagsintegrierter Sprachbildung und -förderung eingebettet. Neben der bewussten sprachförderlichen Ausgestaltung des Alltags in deutscher Sprache wird eine weitere Fremdsprache ins pädagogische Geschehen eingebunden. Voraussetzung da- für ist, dass unter den pädagogischen Fachkräften Muttersprachler*innen der jeweiligen Fremdsprache der Einrichtung sind. So findet der Kontakt mit einer Fremdsprache nicht durch isolierte Programme statt, sondern ist in den Alltag der Kinder integriert. Durch die sie umgebende Fremdsprache kommen die Kinder ganz selbstverständlich in Kontakt mit dieser. Entscheidend dafür ist, dass Kinder durch die Gestaltung des Alltags selbst beeinflussen können, wie intensiv sie mit der Fremdsprache in Berührung kommen. Damit stärken wir die Selbstwirksamkeit und Freude der Kinder beim Sprachenlernen. Denn nur wenn Kindern die Möglichkeit gegeben wird, selbstständig zu entscheiden und ihren In- teressen nachzugehen, werden Bedingungen für Selbstbild ungsprozesse von Kindern geschaffen. 2.2 Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Gender FRÖBEL nimmt die Verantwortung wahr, allen Kindern die bestmögliche Bildung, Erzie- hung und Betreuung zukommen zu lassen. Kindertageseinrichtungen bieten als erste Bil- dungsinstitutionen die Möglichkeiten des gemeinsamen Aufwachsens und Lernens von Kindern. Uns als Träger sowie unseren pädagogischen Fachkräften kommt damit bei der Überwindung von Benachteiligungen, Ungleichheit und Ausgrenzung und der Erhöhung von Chancengleichheit in der Teilhabe von Kindern an Bildung und Gesellschaft eine große Bedeutung zu. Inklusive Pädagogik ist die konzeptionelle Grundlage unserer Arbeit. Damit schließen wir uns den im Index für Inklusion formulierten Kernaussagen und den in ternational aner- kannten Prinzipien der UN -Kinderrechtskonvention an. Heterogenität als Lebensrealität in all ihren Erscheinungsformen bedeutet für den Alltag in unseren Kindertageseinrich- tungen Individualität in Bezug auf soziale und ökonomische Lebenslage n, das Ge- schlecht, die ethnisch-kulturelle Herkunft und Sprachen, auf körperliche, emotionale und kognitive Fähigkeiten und Voraussetzungen von Kindern. In allen FRÖBEL -Einrichtungen ist deshalb das pädagogische Handeln orientiert an den unterschiedlichen Bedürfnissen und Ressourcen von Kindern und damit sehr individuell abgestimmt. Handlungsleitend sind dabei Erkenntnisse aus strukturierten Bildungs - und Entwicklungsbeobachtungen, die bei uns alle pädagogischen Fachkräfte durchführen und in entsprechenden Doku- mentationen nachhalten. Über eine enge Bildungs - und Erziehungspartnerschaft mit den Familien erfahren wir Besonderheiten über das Kind und seine Lebensumwelt, die dann in den Prozessen innerhalb der Einrichtung berücksichtigt werden. Im Beratungsfall steht Familien und Kindern sowie Mitarbeiter*innen ein FRÖBEL-internes Beratungssystem www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte an der Neubrückenstraße 08.01.2019 10 10 zur Verfügung. Zudem ist der Kontakt zu örtlichen Stellen der Kinder- und Jugendhilfe ein fester Bestandteil bei FRÖBEL, um im Bedarfsfall gemeinsam passgenaue Hilfe - und Handlungspläne zu erstellen. Als weltoffener und international aktiver Träger von Kindertageseinrichtungen kommen bei FRÖBEL Kinder und Erwachsene unterschiedlicher Nationalitäten, Kulturen, Ethnien und Religionen zusammen. Kinder mit Migrationshintergrund sind selbstverständlicher Teil der Kindergruppe. Das Verständnis, dass alle Kinder und ihre Familien gleichwertig und gleichberechtigt in ihren Bedürfnissen betrachtet werden, bedeutet für die Einrichtung und die Fachkräfte, nicht aus Angst vor Stigmatisierung und Diskriminierung Unterschiede zu leugnen, sondern fordert dazu auf, sich Unterschiede bewusst zu machen und auch als relevant für Bildungs - und Lernprozesse einzelner Kinder anzuerkennen. Wir achten sensibel darauf, ob die Tatsache der Migrationsgeschichte (des Kindes bzw. der Familie) den Zugang des Kindes zu Bildung und Erziehung erschwert. Sollte Kindern z. B. aufgrund ihrer nicht-deutschen Familiensprache die Teilhabe an Bildungsinhalten erschwert sein, findet eine gezielte alltagsintegrierte Sprachförderung statt, um Faktoren von Benach- teiligung (präventiv) entgegenzuwirken. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir mit den Kindern über verschiedene Kulturen und Religionen sprechen, sodass sie diese kennen- lernen. Darüber hinaus erleben die Mädchen und Jungen bei uns unterschiedliche Tra- ditionen, beispielsweise durch das Feiern von Festen wie Ostern, Weihnachten oder dem Zuckerfest. Die in der Einrichtung vertretenen Familiensprachen bzw. Sprachen im Allge- meinen werden an Wänden, als Beschrif tungen von Gegenständen oder in mehrspra- chigen Büchern aufgegriffen. Durch diese Elemente werden Kinder und Erwachsene für verschiedene Weltanschauungen sensibilisiert und gleichzeitig in ihren interkulturellen Kompetenzen gefördert. Es geht uns darum, Mädchen und Jungen alle Aktivitäten zu ermöglichen, sie dabei zu unterstützen, sich in ihrer Geschlechtsentwicklung zurechtzufinden und eine positive Ge- schlechtsidentität herauszubilden. Dabei werden ganz bewusst weder Mädchen noch Jungen von Aktivitäten ausgeschlossen, sondern explizit aufgefordert, sich zu beteiligen, sich auszuprobieren und Dinge zu wagen. Unsere pädagogischen Fachkräfte sind an- gehalten, sich mit ihrer eigenen Haltung und möglicherweise vorhandenen Vorurteilen auseinanderzusetzen und diese ggf. zu überwinden. Mädchen und Jungen haben nicht nur die gleichen Rechte, sondern dürfen sich auch spielerisch mit der Rolle des jeweils anderen Geschlechts auseinandersetzen. Selbstverständlich ist bei uns „erlaubt“, dass z. B. Jungen Mädchenkleider oder Mädchen Anzüge und Krawatten anziehen, das Spiel mit Puppen ablehnen und es vorziehen, Fußball zu spielen etc. Weiterhin unterstützen unsere Fachkräfte sensibel und aufmerksam Mädchen und Jungen darin, handlungs- kompetent, konflikt- und entscheidungsfähig zu sein bzw. zu werden. Sie werden darin begleitet und unterstützt, eine eigenständige, selbstbestimmte Sexualität zu entwickeln und sich Freiräume zu schaffen, in denen sie Eigenständigkeit entwickeln und neue Er- fahrungen erleben kö nnen. Im Bereich „Soziale und emotionale Entwicklung“ werden im Nationalen Kriterienkatalog zudem Kriterien zur Entwicklung einer resilienten Persön- lichkeit beschrieben, die die geschlechtssensible Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern untermauern. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte an der Neubrückenstraße 08.01.2019 11 11 2.3 Gesundheitsförderung Eine lebensweltbezogene und ganzheitliche Gesundheitsförderung ist eine zentrale Auf- gabe in unseren Kindertageseinrichtungen und hat zum Ziel, die individuellen Ressour- cen eines Kindes, einer Familie und des pädagogischen Personals zu stärken. Ein ganz- heitlicher Ansatz von Gesundheitsförderung beinhaltet u. a. Bewegungs - und Ernäh- rungserziehung sowie die Förderung von Resilienz und Unfall-, Gewalt- und Suchtpräven- tion. Bewegung hat in dieser Hinsicht in der Entwicklung der Kinder einen besonderen Stellen- wert, denn es besteht ein enger Zusammenhang zwischen psychischem und physi- schem Wohlbefinden, der Entwicklung kognitiver Fähigkeiten und dem Beherrschen mo- torischer Abläufe. Eine zentrale Aufgabe ist es daher, Kindern sowohl in den In nenräu- men als auch auf dem Außengelände großzügige und anregende Bewegungsräume für Spiele und motorische Aktivitäten zur Verfügung zu stellen. Für Kinder sind Entspannung und Erholung wichtige Voraussetzungen für ihr Wohlbefin- den und ihre Gesundheit. Kinder brauchen hier zum einen Unterstützung bei der Stress- regulation in der Interaktion mit der Bezugsperson und zum anderen Ruheräume und verschiedenste Schlafmöglichkeiten entsprechend ihren individuellen Schlaf- und Rück- zugsbedürfnissen. Im pädagogisch ge führten Angebot bieten Sinnesübungen, Ge- schichten etc. den Kindern einen Raum, ihre eigene Körperwahrnehmung zu entwickeln und Selbstregulation der eigenen Gefühle zu erlernen. Unsere Ernährungskonzeption sieht für die Kinder eine ausgewogene, altersentsp re- chende hochwertige Ernährung vor, die sich an den Empfehlungen der Deutschen Ge- sellschaft für Ernährung orientiert. Dabei werden die unterschiedlichen ethnischen und religiösen Hintergründe der Kinder und ihrer Familien berücksichtigt sowie den Ki ndern im Bedarfsfall Allergiker gerechte Mahlzeiten angeboten. Als Getränke stehen Tafelwas- ser und ungesüßte Früchtetees zur Verfügung. Um direkten Einfluss auf die Zubereitung der Speisen zu haben, gehen wir davon aus, dass eine Frischküche vorgesehen ist. Essen und Trinken ist aber viel mehr als bloße Nahrungsaufnahme, denn die Atmosphäre, die die Kinder während der Mahlzeiten erleben, beeinflusst ihre Ernährungsgewohnheiten und ihre Fähigkeit, etwas zu genießen. Der Einbezug der Eltern durch Informationsveran- staltungen, Aushänge und Mitmachaktionen unterstützt die Zusammenarbeit und er- höht die Chancen, dass im familiären Alltag Aspekte der Gesundheitsförderung inte- griert werden. Erklärtes Ziel im Rahmen des Kinderschutzes ist es, Kinder zu schützen, Miss- handlungen und Vernachlässigung vorzubeugen und proaktiv zu handeln. FRÖBEL hat dazu ein eigenes Kinderschutzkonzept (siehe auch Abschnitt Kinderschutz) entwickelt und geht damit weit über die üblichen Standards hinaus (§ 8a SGB VIII). Wichtiger Be- standteil des FRÖBEL-Kinderschutzkonzepts ist die fortlaufende Qualifizierung und Sensi- bilisierung der pädagogischen Fachkräfte und die Bildung regionaler Kinderschutz- teams. Außerdem gibt es eine klare Positionierung zur Prävention als eine Notwendigkeit, Kinder wirksam vor Gefahren zu schützen. Um die Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Personals in FRÖBEL-Einrichtungen zu stär- ken, wurde ein eigenes Konzept zum betrieblichen Gesundheitsmanagement entwi- ckelt. Dieses beinhaltet u. a. eine Arbeitszeitentlastung ab dem 56. bzw. 61. Lebensjahr der Mitarbeiter*innen. Weiterhin gehören dazu diagnostische Methoden wie Mitarbei- ter*innenbefragungen und Gefährdungsbeurteilungen, eine ergonomische Ausstattung des Arbeitsplatzes, betriebsärztliche Untersuchungen zur Impfprophylaxe sowie Arbeits- schutzberatungen, Betriebsvereinbarungen zum Wiedereingliederungsmanagement www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte an der Neubrückenstraße 08.01.2019 12 12 sowie zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, tariflich vereinbarte Zeiten für die mittel- bare pädagogische Arbeit sowie trägerinterne Fortbildungsangebote. 2.4 Sozialraumorientierung und Kooperationspartner Die Vernetzung im und die Einbindung in den Sozialraum sowie die direkte Zusammen- arbeit mit der Kommune sind uns äußerst wichtig. Wie in allen bereits vertretenen Regio- nen dient uns der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband als Dachverband. Die künftige Einrichtung wird in der Neubrückenstraße , Stadtbezirk Münster-Mitte, von einem Investor als eingeschossiger Anbau an die ehemalige Student*innenburse errich- tet. Im nahen Umkreis befinden sich weitere Kindertagesstätten anderer Träger sowie die Grundschulen Martinischule und Martin -Luther-Schule, mit denen wir eine Zusam- menarbeit anstreben: Gegenseitige Besuche, gegebenenfalls gemeinsame Projekte so- wie ein enger pädagogischer Austausch ermöglichen einen reibungslosen Übergang vom Kindergarten in die Grundschule. Die Teilnahme am „Kita-Navigator“ ist für FRÖBEL selbstverständlich. Die Leistungsvereinbarung umfasst aktuell die Übernahme der Trägerschaft einer vier- gruppigen Kindertageseinrichtung mit einem Angebot von insgesamt 70–75 Plätzen, die sich in 22 U3-Plätze und 48–53 Ü3-Plätze aufgliedern. Für die Aufnahme von Kindern unter drei Jahren hat FRÖBEL ein speziell ausgerichtetes Konzept, das unter anderem eine sanfte Eingewöhnung nach dem Berliner oder Münchener Eingewöhnungsmodell, so- genannte Nestgruppen für die ganz Kleinen sowie stabile, liebevolle Beziehungen zu Be- zugserzieher*innen vorsieht. In fast allen FRÖBEL-Einrichtungen können Kinder ab einem Alter von acht Wochen betreut werden, sodass wir im Gebiet der U3-Betreuung umfas- sende Erfahrungen besitzen, die auf die neue Einrichtung übertragen werden. Bei der Gestaltung der Öffnungszeiten und Angebotsstruktur orientieren wir uns an den Bedürf- nissen der Familien und ermöglichen so eine bessere Vereinbarkeit von „Familie und Be- ruf“. Schließtage durch Teamfortbildungen und Konzeptionstage werden langfristig an- gekündigt. Die sozialräumliche Einbindung der Einrichtung als Ort der Begegnung von Familien ist für uns von großer Bedeutung. Sie soll ein kommunikativer Schnittpunkt von Lebens- und Alltagsthemen der Familien sein. Deshalb betrachten wir die Zusammenarbeit mit den Familien und damit deren Beteiligung sowie die Gemeinwesensorientierung als grundle- gende Elemente der pädagogischen Arbeit und können auch hier auf Erfahrungen ei- gener Einrichtungen als Familienzentren zurückgreifen. Familienmitglieder können bei- spielsweise Ausflüge begleiten und mitgestalten, mit dem Team Feste und Feiern orga- nisieren oder sich als Lesepaten in den pädagogischen Alltag einbringen. Neben den zehn verankerten Bildungsbereichen der „Grundsätze zur Bildungsförderung für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kindertagesbetreuung und Schulen im Primarbereich in Nordrhein-Westfalen“ wird ein spezielles Thema in den Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit rücken, das sich wie ein roter Faden im täglichen Geschehen in der Kindertages- einrichtung zeigt. Bei der Nähe der Einrichtung zum Stadttheater Münster liegt der Schwerpunkt Theater auf der Hand . Die freie und spielerische Auseinandersetzung mit ästh etischen Formen und inhaltlichen Konzepten, mit Sprache und Körper aber auch mit Kunst und Handwerk www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte an der Neubrückenstraße 08.01.2019 13 13 (z.B. Bühnenbild/Bühne) bietet vielfältiges kreatives Entfaltungspotential für die Kinder . Eine Kooperation, insbesondere mit dem Team des Jungen Theaters Münster, bietet an diesem Standort eine gute Möglichkeit, den Schwerpunkt auch außerhalb der Einrich- tung mit Leben zu füllen und zu gestalten. Vom Theater ist es ein kleiner Schritt zur Kunst – im übertragenen Sinne wie auch im wortwörtlichen: Das Kunstmuse um Pablo Picasso und auch das LWL-Museum für Kunst und Kultur sind lediglich rund 850m vom Standort entfernt. Das Kunstmuseum Pablo Picasso bietet zum Beispiel Mal- und Bastelstunden für Kinder, Puppentheater-Workshops und Kinderführungen an. In einer Koop eration kann auf dieses Angebot zurückgegriffen und dieses gegebenenfalls sogar für die Einrichtung ausgebaut werden – vielleicht können Museums- und Kunstpädagog*innen als Pat*in- nen für die Einrichtung gewonnen werden, die regelmäßig gemeinsam mit den Kindern in der Einrichtung aktiv werden. Auch in der Inneneinrichtung der Kita werden die Themen Kunst und Theater aufgegrif- fen. Im Atelier und Kreativraum finden die Kinder neben vielfältigen Kreativmaterialien auch Staffeleien und eine Auswahl an Stiften, Farben und Malwerkzeugen. Neben der Malerei können sich die Kinder aber auch an der Drehscheibe kreativ mit Ton beschäf- tigen (pädagogische Arbeit am Ton/ Arbeit am Tonfeld). Die gefertigten Gefäße, Skulp- turen und anderen getöpferten Gegenstände werden im eigenen Brennofen in der Kita gehärtet. Die Kunstwerke der Kinder werden auf den großzügigen Präsentationsflächen und Schaukästen in den Fluren und Räumen der Einrichtung präsentiert. Auch eine ganze (Tafel-)Wand kann von den Kindern künstlerisch gestaltet werden. Im Atelier ha- ben die Kinder zudem die Möglichkeit, Bühnenbilder für ihre Theaterinszenierungen her- zustellen, die dann auf der Bühne im Mehrzweckraum aufgeführt werden – die techni- sche Ausstattung mit entsprechenden Licht - und Tonsystemen sorgt für die entspre- chende Atmosphäre. Im Rollenspielraum stehen den Kindern darüber hinaus vielfältige Verkleidungsutensilien zur Verfügung. Aber nicht nur die Kinder selbst können auf der Bühne auftreten – auch Puppentheater oder Schattentheater sind kreative Aus drucks- formen, die im Kitaalltag ihren Platz haben. Im Außenbereich kann landschaftlich und/oder baulich ein Amphitheater geschaffen werden, das Theaterinszenierungen im Freien ermöglicht. Angelehnt an die Skulptur-Pro- jekte der Stadt Münster könnte im Auße nbereich der Einrichtung auch ein Skulpturen- garten mit von den Kindern selbst erschaffenen Skulpturen entstehen – eine entspre- chende Skulpturenwerkstatt kann in einem Häuschen auf dem Außengelände einge- richtet und gegebenenfalls mit Unterstützung des LWL-Museums für Kunst und Kultur als Betreiber des Kultur Projekte Archivs gemeinsam mit den Kindern betrieben werden. Neben dem Netzwerkaufbau zur Profilbildung der Einrichtung sehen wir eine Vernetzung mit weiteren im Sozialraum verankerten Institutionen sowie der Teilnahme an entspre- chenden Fachgremien vor. 2.5 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft Die Einbindung von sowie der Austausch mit den Familien sind für die Bildung und Erzie- hung der Kinder von wesentlicher Bedeutung. Im Mittelpunkt dieser Zusammenarbeit steht das gemeinsame Bemühen um die Entwicklung und das Wohlbefinden des Kindes. Ziel ist es, diese Zusammenarbeit in eine Erziehungspartnerschaft münden zu lassen, in der www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte an der Neubrückenstraße 08.01.2019 14 14 sich alle Beteiligten über die Belange der Kinder, der Familien und der Tagesein- richtung austauschen und kooperieren, die Bedeutsamkeit der beiden Lebenswelten (Familie und Kindertageseinrich- tung) anerkannt wird, die Verantwortung für die Förderung des Kindes von Familien und Kindertages- einrichtung wahrgenommen wird, die Beteiligten partnerschaftlich handeln, um eine individuelle Lernumgebung zu schaffen und eine individuelle Förderung zu ermöglichen. Im Sinne einer auf diese Art gestalteten Partnerschaft übernehmen Kindertageseinrich- tung und Familie gleichermaßen Verantwor tung für die Bildung und Erziehung des Kin- des. Zu berücksichtigen ist hierbei selbstverständlich die Akzeptanz unterschiedlicher Wertvorstellungen, kultureller bzw. religiöser Vorstellungen und Lebensentwürfe. Neben den rechtlichen Vorgaben zur Beteiligung von Familien und Kindern an Entscheidungen der Einrichtung verstehen wir unter einer qualitativ hochwertigen pädagogischen Arbeit auch die entsprechende Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse von Familien und Kindern - beides bedingt sich. In der konkreten Zusammenarbeit mit Familien sind daher neben Elternabenden, Tür - und Angelgesprächen, gemeinsamen Ausflügen und Festen insbesondere folgende Ko- operationsangebote vorgesehen: Intensive Gespräche in der Eingewöhnungszeit, um das Kind und deren Familie und damit deren gelebte Familienkultur (Familienform, Sprache/n, Religion, Ge- wohnheiten etc.) und Lebenslage besser einschätzen und entsprechend darauf eingehen zu können. Regelmäßige Entwicklungsgespräche, die den Austausch und die fachliche Ein- schätzung des Entwicklungsstandes, der Interessen und Neigungen des Kindes sowie geplante Maßnahmen zu seiner Förderung zum Inhalt haben. Dies ge- schieht auf der Grundlage der Entwicklungs- und Bildungsdokumentationen und der Beobachtungen und Deutungen der Eltern. Die Einrichtung einer Lounge, welche die Familien zum Verweilen in der Kinder- tageseinrichtung und zum Austausch mit anderen Eltern einlädt. Die Einbindung und Beteiligung der Eltern an pädagogischen Aktivitäten wie Vorlesepatenschaften oder die Durchführung naturwissenschaftlicher Projekte. Transparenz der pädagogischen Arbeit durch Einladung zu Hospitationen und Besuchstagen sowie regelmäßige Information und Dokumentation pädagogi- scher Aktivitäten und Projekte. Die Beratung in erzieherischen Fragen rund um Themen wie Ernährung, Schla- fen, Interessen und Neigungen des Kindes. Themenbezogene Elternabende zur Elternbildung und zum Erfahrungsaustausch der Eltern untereinander. Die Beteiligung erfolgt darüber hinaus in Mitwirkungsgremien, die durch die jähr liche Wahl der Elternvertretungen und Gesamtelternvertretungen (Elternbeirat) besetzt wer- den. Elternbeschwerden werden im Rahmen des FRÖBEL -Beschwerdemanagements www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte an der Neubrückenstraße 08.01.2019 15 15 auf allen Ebenen zeitnah, verantwortungsbewusst und aufklärend bearbeitet und als Impuls zur Weiterentwicklung unserer Arbeit gewertet. 2.5.1 Gestaltung von Übergängen Eingewöhnung Während der Eingewöhnungszeit hat das Kind ausreichend Gelegenheit, sich mit der neuen Umgebung, den dazugehörigen Personen in der Kindertageseinrichtung und ih- ren Abläufen ve rtraut zu machen. Auch die Familien bekommen während dieser Zeit die Möglichkeit, die Kindertageseinrichtung, die Strukturen und ihre Ansprechpersonen kennenzulernen. Eine Eingewöhnung ist dann gelungen, wenn das Kind Sicherheit und Vertrauen in seine neue Umgebung und zu seinen neuen Bezugspersonen entwickeln konnte. Auch für die Familien ist diese Zeit besonders wichtig, damit sie ihr Kind in verlässlichen Händen wissen und die pädagogischen Fachkräfte als kompetente und aussagefähige Ansprechpart- ner*innen für ihr Kind wahrnehmen. Ein konzeptionell begründetes Eingewöhnungskonzept, das sich entweder am Berliner oder Münchener Eingewöhnungsmodell orientiert, erleichtert bei uns diesen Übergang für alle Beteiligten. Alltägliche Übergänge Neben zeitlich begr enzten Übergängen gibt es zudem solche, die ein Kind jeden Tag durchlebt. Die morgendliche Trennung beim Bringen des Kindes muss genauso wie das Abholen professionell begleitet werden. Eine angenehme Atmosphäre, individuelle Ri- tuale und die Gelegenheit zum Austausch erleichtern diese Übergangssituation für Kin- der und Familien gleichermaßen. Übergänge im Haus Um Kindern auch bei Übergängen innerhalb eines Hauses Orientierung und Sicherheit zu geben, erhalten sie die Möglichkeit, sich allmählich an die bevorstehende Verände- rung zu gewöhnen. Gemeinsam mit der aktuellen Bezugsperson können sie die neue Umgebung erschließen, Beziehungen zu den neuen pädagogischen Fachkräften auf- bauen und erste Kontakte zu neuen Spielpartner*innen knüpfen. Übergang in die Grundschule Auch der Übergang in die Grundschule wird von unseren Fachkräften kompetent vor- bereitet. Wenngleich die gesamte Zeit in der Kindertageseinrichtung als Schulvorberei- tung gilt, gewinnen Themen, die mit der Schule verbunden sind, im letzten Kindergarten- jahr an Bedeutung. Eine erfolgreiche Gestaltung des Übergangs zeichnet sich dadurch aus, dass es sowohl Angebote für die Kinder als auch für ihre Familien gibt. Die Kindertageseinrichtung ar- beitet eng mit der ortsansässigen Grundschule zusammen. Sie planen z. B. gemeinsame Elternabende, die Kinder haben die Gelegenheit, die Grundschule kennenzulernen und die zukünftigen Lehrer*innen besuchen die Kinder im Kindergarten. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte an der Neubrückenstraße 08.01.2019 16 16 Obgleich die Neugier auf die Schule bei den meisten Kindern überwiegt, stellt der Austritt aus der Kindertageseinrichtung auch eine Trennung von Gewohntem und Liebgewon- nenem dar. Kindern diesen Abschied von Freundinnen und Freunden und von vertrau- ten erwachsenen Bezugspersonen zu erleichtern, ist ebenso Aufgabe im letzten Jahr. 2.6 Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen Durch den Einsatz verschiedener Verfahren wird die pädagogische Qualität von FRÖ- BEL-Einrichtungen stetig weiterentwickelt und gesichert. Das Team „Pädagogik und Qualitätsentwicklung“ in der FRÖBEL -Hauptgeschäftsstelle ist zentral ver antwortlich für das Qualitätsmanagement bei FRÖBEL. Das Qualitätsmanagement umfasst folgende wesentliche Elemente bzw. Instrumente: Jährliche interne Evaluation der pädagogischen Arbeit in unseren Einrichtungen durch die Teams mit Hilfe der Arbeitsmaterialien zum Nationalen Kriterienkatalog (NKK) in Kindertageseinrichtungen. Systematische und regelmäßige Qualifizierung aller Fachberater*innen und aller Leitungskräfte in sogenannten FRÖBEL-Kursen zur Qualitätsentwicklung zu päda- gogischen Inhalten und systematischem Vorgehen in Qualitätsentwicklungspro- zessen mit dem Ziel nachhaltig beste Fachpraxis in unseren Einrichtungen sicher- zustellen. Durchführung externer Evaluationen durch unabhängige Evaluator*innen unter Anwendung der anerkannten Evaluationsinstrumente KRIPS-R, KES-R und HUGS. Jährliche Bearbeitung der Checklisten Hygiene und Sicherheit zur Wahrung der Vorgaben der Rahmenhygienepläne sowie regelmäßige Sicherheitsbegehun- gen. Durchführung regelmäßiger Qualitätszirkel zu zentralen pädagogischen The- men, aber insbesondere auch zu den Themenbereichen Kinderschutz, Sicher- heit, Hygiene und Datenschutz. Begleitung und Beratung der FRÖBEL-Einrichtungen durch qualifizierte Fachbe- rater*innen zur Unterstützung der Qualitätsentwicklungsprozesse, aber auch, um aktuelle Entwicklungen (z. B. neues Kinderschutzgesetz) zügig umzusetzen und wesentliche Entwicklungen in einzelnen Bundesländern zu etablieren (z. B. ver- pflichtende externe Evaluation in Berlin). Systematische Fortbildung der pädagogischen Fachkräfte vor dem Hintergrund der gesetzten Qualitätsziele im Rahmen einer zentralen Qualitätsentwicklungs- strategie. Zentrales Beschwerdemanagement für Eltern sowie Mitarbeiter*innen, das ge- meinsam mit den Betriebsräten umgesetzt wird, um Verbesserungspotentiale zu erschließen. Befragung der Mitarbeiter*innen in einem zweijährigen Turnus und anschlie- ßende intensive Auswertung der Ergebnisse mit Leitung, Team und Eltern in allen Einrichtungen. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte an der Neubrückenstraße 08.01.2019 17 17 Jährliche Elternbefragung mit anschließender Auswertung der Ergebnisse mit Leitung, Team und Eltern in allen Einrichtungen. 2.6.1 Interne Selbstevaluation Einen fachlichen Rahmen für die Qualitätsentwicklung und -sicherung bildet der Natio- nale Kriterienkatalog „Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder“ (NKK; Tietze/Viernickel, 2016). In seinen Qualitätsbereichen wird beste Fachpraxis durch kon- krete Handlungsempfehlungen für pädagogische Fachkräfte beschrieben. Mittels der Checklisten des dazugehörigen Handbuchs „Pädagogische Qualität entwickeln“ (Tietze/Viernickel, 2016) schätzen die Teams ihre pädagogische Arbeit selbst ein. Durch diese regelmäßig durchgeführten internen Evaluationen wird verstärkt die Verantw or- tung und die fachliche Kompetenz des pädagogischen Personals unserer Kindertages- einrichtungen für die Sicherung der Qualität ihrer Arbeit betont. Mithilfe verschiedener Methodenbausteine des Handbuchs werden auf Basis der Ergebnisse Qualitätsentwick- lungsprozesse angestoßen, die in Zielvereinbarungen festgelegt und durch geplante Umsetzungsschritte ausgeführt werden. 2.6.2 Externe Evaluation FRÖBEL lässt als erster Träger deutschlandweit seine Kindertageseinrichtungen durch ei- nen kompetenten Partner extern evaluieren. In einem ersten Projektzeitraum von Okto- ber 2016 bis April 2021 werden die Einrichtungen von erfahrenen und geschulten Evalu- ator*innen der Institute EduCert GmbH und PädQUIS gGmbH anhand der Krippen-, Kin- dergarten- bzw. Hort- und Ganztagsangebote-Skala (KRIPS-R, KES-R und HUGS) in ihrer pädagogischen Arbeit eingeschätzt. Ziel ist es, das seit 2010 in Berlin bestehende System einer verpflichtenden externen Evaluation im Fünf-Jahres-Zyklus auf alle FRÖBEL-Einrich- tungen auszuweiten. Damit stellt FRÖBEL sicher, dass der interne Blick auf die Qualität durch einen externen und objektivierten Blick ergänzt wird. Die ressourcenorientierten Rückmeldungen werden in den bestehenden Qualitätsentwicklungsprozess der Einrich- tungen integriert und durch die Fachberat ung inhaltlich unterstützt. So wird sicherge- stellt, dass vorhandene Qualität gesichert und Potenziale weiterentwickelt werden. Neue FRÖBEL-Einrichtungen werden systematisch in die bestehenden Strukturen inte- griert. 2.6.3 Fachberatung Fachberater*innen sind eine wichtige fest installierte Instanz innerhalb bei FRÖBEL. Sie sind an Entwicklungen des Trägers im Bereich des pädagogischen Profils und des Quali- tätsmanagements eng beteiligt und fungieren als Multiplikatoren dieser Maßnahmen. So stützen unsere Fachberatungen die Qualitätsentwicklung und -sicherung und die pä- dagogische Arbeit direkt vor Ort. Die Fachberatung bei FRÖBEL ist gekennzeichnet von einer hohen frühpädagogischen Fachkompetenz. Mit Zusatzqualifikationen aus den Be- reichen Beratung und Coaching bringen sie in verschiedenen Settings ihre Expertise ein. Vornehmliche Aufgabe der Fachberaterinnen und Fachberater ist es, die Fachkräfte in den Einrichtungen im Sinne eines kollegialen Beratungssystems zu stärken. Dieses syste- mische Beratungsangebot in engem Kontakt zu den Teams ermöglicht es, konkrete und auf die Bedürfnisse der Kindertageseinrichtung abgestimmte Unterstützungsleistungen zu erbringen. Durch die Arbeit mit den Teams an inhaltlichen Themen stellen die Fach- beratungen sicher, dass der pädagogische Orientierungsrahmen in den Einrichtungen www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte an der Neubrückenstraße 08.01.2019 18 18 von allen Beteiligten umgesetzt wird. Dienstrechtliche Eingriffe übernimmt die Fachbe- ratung bei FRÖBEL nicht. 2.6.4 Mitarbeiter*innenbefragung Die alle zwei Jahre stattfindende Mitarbeiter*innenbefragung ist als partizipatives Ele- ment fester Bestandteil des Systems der Qualitätsentwicklung und -sicherung. Sie stellt sicher, dass alle zu Wort kommen und an Entwicklungen beteiligt werden. Die Ergebnisse der Befragung geben wertvolle Rückmeldungen, aus denen sich durch kriti sche Ausei- nandersetzungen Veränderungen entwickeln lassen, die wiederum als verbesserte Be- dingungen Mitarbeiter*innen zugutekommen. 2.6.5 Elternbefragung Eine regelmäßig stattfindende Elternbefragung ist als partizipatives Element fester Be- standteil des Systems der Qualitätsentwicklung und -sicherung. Sie ergänzt damit als Strukturmoment den täglichen persönlichen Austausch zwischen Eltern und pädagogi- schen Fachkräften. Die Ergebnisse der Befragungen geben wertvolle Rückmeldungen, aus denen sich durch kritische Auseinandersetzungen Veränderungen entwickeln lassen, die allen Ak- teur*innen des Systems zugutekommen. Am Standort an der Neubrückenstraße wird ein- mal jährlich eine Elternbefragung mittels Fragebogen stattfinden. Eltern haben durch die Befragung die Möglichkeit, Feedback zu geben, ihre Bedarfe und Bedürfnisse fokus- siert zu formulieren und so dem Grad ihrer Zufriedenheit und der Zufriedenheit ihres Kin- des/ihrer Kinder Ausdruck zu verleihen. Selbstverständlich erfolgt die Auswertung in ano- nymisierter Form und Rückschlüsse auf einzelne Personen sind nicht möglich. 2.6.6 Personalmanagement Die personelle Ausstattung unserer Kindertageseinrichtungen bezüglich Anzahl sowie Qualifikation der Fachkräfte und Leitungen richtet sich nach den jeweiligen landesge- setzlichen Vorgaben. Die Personalauswahl erfolgt dezentral für die jeweilige Kinderta- geseinrichtung. Den Bewerbungsgesprächen liegt ein einheitlicher Gesprächsleitfaden zu Grunde, der die Zuverlässigkeit der Auswahlentscheidung unterstützt. Sowohl für pä- dagogische Fachkräfte als auch für Leitungskräfte gibt es Stellenbeschreibungen, die sie vor Beginn ihrer Tätigkeit in einer FRÖBEL-Einrichtung erhalten. Eine gute pädagogische Fachpraxis erfordert reflektiertes pädagogisches Handeln, die Auseinandersetzung mit aktuellen w issenschaftlichen Erkenntnissen, die Vertiefung der eigenen berufsbezogenen Kompetenzen sowie die Weiterentwicklung professioneller Haltungen. Um unsere Fachkräfte darin zu unterstützen, bietet FRÖBEL über das FRÖBEL- Bildungswerk ein umfangreiches Qualifizierungsprogramm an. Individuelle berufsbegleitende Fort- und Weiterbildungen, Teamfortbildungen, kontinu- ierlicher kollegialer Fachaustausch sowie die Möglichkeit von Zusatzausbildungen und akademischen Berufsabschlüssen sind weitere wesentliche Elemente un seres Personal- entwicklungskonzepts. Ebenfalls können Fachkräfte in anderen FRÖBEL -Einrichtungen hospitieren und sich in regionalen Arbeitskreisen zu pädagogischen Fragestellungen www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte an der Neubrückenstraße 08.01.2019 19 19 austauschen. Eine besondere Möglichkeit zur Fachkräftequalifizierung wurde mithilfe ei- nes Konzepts von Fach- und Führungskarrieren realisiert, das eine Karrieremöglichkeit bei FRÖBEL darstellt. Für sämtliche Fort- und Weiterbildungsaktivitäten unserer Mitarbeiter*innen besteht ein tariflich verankertes Recht auf Freistellung von de r Arbeit für den Besuch dieser Veran- staltungen mit einem Umfang von mindestens drei Arbeitstagen pro Jahr. Schließtage im Zuge der Fortbildungsinitiative des FRÖBEL -Curriculums ermöglichen den Teams ge- meinsames Diskutieren, Reflektieren und Verständigen. F RÖBEL-interne Fortbildungen sind für unsere Mitarbeiter*innen kostenlos. Neben Fortbildungen gehören zu den systematisch genutzten Instrumenten der Perso- nalführung und -entwicklung: Strukturierte Einarbeitung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Regelmäßig stattfindende Teamberatungen Jährliches Personalentwicklungsgespräch Fachtage Einrichtungsleitungen sind bei FRÖBEL Führungskräfte und werden auf die Tätigkeit vor- bereitet und unterstützt. Sie arbeiten effizient und auf den Standort abgestimmt mit ei- nem eigenen Jahresbudget. Die Leitung arbeitet nach einem transparenten Leitungs- konzept, für das unser Führungsleitbild (siehe Beilage FRÖBEL -Leitbild) Rahmen und Ori- entierung bietet. Die Leitungen werden zudem durch regelmäßigen Austausch unter- stützt: Monatliche Besprechungen aller Leitungskräfte mit der Geschäftsleitung und Fachberatung Individuelle Besprechungen der Leitung mit der Geschäftsleitung Regelmäßige Beratung, Begleitung und Unterstützung durch Fachberatung Spezielle Fortbildungsangebote und Trainingsmaßnahmen Darüber hinaus steht jeder Leitung im Rahmen der Wirtschaftsplanung ein Jahresbudget für Supervision zur Verfügung. FRÖBEL bietet pädagogischen Fachkräften die Möglich- keit, bei Fachfragen direkt, vertraulich und unbürokratisch ein Coaching wa hrzuneh- men. Dazu wurde bei der vom FRÖBEL e.V. getragenen Erziehungs - und Familienbera- tungsstelle CONRAT das „FRÖBEL-Fon“ eingerichtet. 2.6.7 Kinderschutz Das Wohl und der Schutz der Kinder ist in unseren Einrichtungen oberstes Gebot und ist im FRÖBEL -Kinderschutzkonzept „Kinder schützen – Eltern unterstützen – Erzieherinnen www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte an der Neubrückenstraße 08.01.2019 20 20 und Erzieher stärken“ festgeschrieben. Das FRÖBEL-Kinderschutzkonzept wurde erstma- lig 2008/2009 entwickelt und ist mit dem Inkrafttreten des Bundeskinderschutzgesetzes 2012 erweitert worden. Grundsätzlich werden drei Bereiche erfasst: ▲ Das gesetzlich vorgeschriebene Kinderschutzverfahren bei Kinderschutzfällen nach § 8a – Reaktion auf Anzeichen einer Kindeswohlgefährdung außerhalb der Einrichtung: Hierzu arbeitet ein internes Kinderschutznetzw erk mit verantwortli- chen Kinderschutzbeauftragten und intern ausgebildeten Fachkräften vor Ort in den Regionen. Der Ablauf und die Dokumentation sind verbindlich geregelt. ▲ Der institutionelle Kinderschutz – das Vorgehen, wenn die Kindeswohlgefährdung vermutlich von Mitarbeiter*innen an den zu betreuenden Kindern ausgeht. Grundlegend sind dabei die gesetzlich vor geschriebenen Voraussetzungen (er- weitertes Führungszeugnis) sowie die bei FRÖBEL zusätzlich gültigen Maßnahmen wie der Handlungsrahmen bzw. die „Persönliche Erklärung zum Kinderschutz“. Darüber hinaus sind vorrangig die präventiven Maßnahmen, auch in Verbindung mit dem FRÖBEL-Curriculum und der Umsetzung des Leitbildes und der Rahmen- konzeption, umzusetzen. Das Ablaufverfahren im Falle einer vermutlichen Kinder- schutzproblematik, ausgehend von Mitarbeiter*innen, steht in Verbindung mit dem professionellen Umgang mit diesbezüglichen Elternbeschwerden und akti- viert in der Regel das Krisenmanagement von FRÖBEL. ▲ Das Sexualpädagogische Konzept in Kindertagesstätten (sowie in anderen Berei- chen der „Hilfen zur Erziehung“, insbesondere für die Tagesgruppe und die Wohn- gruppe) und der Umgang mit sexuellen Übergriffen unter Kindern. Ein FRÖBEL-Kinderschutzordner dient als Na chschlagewerk und Orientierungshilfe. Dort sind die Verantwortlichkeiten, die Verfahrensabläufe und die Dokumentation sowie ggf. die Meldung an das zuständige Jugendamt verbindlich geregelt. Bei Anzeichen einer möglichen Kindeswohlgefährdung bei von FRÖBEL betreuten Kindern und Familien er- folgt eine Risikoabschätzung unter Hinzuziehung der internen regionalen FRÖBEL-Kinder- schutzfachkräfte und ggf. der zentralen Kinderschutzkoordinatorin sowie externer Fach- stellen vor Ort. Kinderschutz heißt auch, dass selbstverständlich gewaltfrei mit den uns anvertrauten Kin- dern umgegangen wird. In einem gemeinsamen Fachaustausch und dem kontinuierlich geführten Reflexionsprozess im Team werden Haltung sowie die Wirkung von Worten und Handlungen geprüft. Dieser fest installierte Teamprozess stellt sicher, dass sich alle Mitar- beiter*innen der Thematik sowie ihrer Verantwortung bewusst sind und sich nicht nur aus akutem Anlass damit auseinandersetzen. Beschwerden im Rahmen des Kinderschutzes werden vertrauensvoll, verantwortlich und immer mit der nötigen Ernsthaftigkeit behandelt. Ziel ist es, jederzeit den Schutz der Kin- der zu gewährleisten, Missstände schnellstmöglich abzubauen und in der Konsequenz präventiv zu wirken. Vor diesem Hintergrund wurde in Nordrhein -Westfalen der Bereich Kinderschutz mit einer eigenen Stelle ausgeprägt. Als Kinderschutzbeauftragte ist Frau Carmen Breitsch zentrale Ansprechpartnerin für alle FRÖBEL-Kindergärten. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte an der Neubrückenstraße 08.01.2019 21 21 3 Finanzmanagement Das Finanzmanagement für die geplante Einrichtung wird in enger Absprache zwischen der regionalen Geschäftsleitung und der Controlling-Abteilung sowie der Buchhaltung von FRÖBEL in der Hauptgeschäftsstelle in Berlin durchgeführt. Über ein monatliches Budgetcontrolling, Berichtswesen und eine Liquiditätsplanung ist eine solide kaufmänni- sche Führung gewährleistet. Der FRÖBEL-Haustarifvertrag FRÖBEL bietet als Arbeitgeber attraktive Leistungen, die eine Tätigkeit bei FRÖBEL für viele Bewerber*innen interessant gestalten. Hierzu gehört der im November 2009 mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) abgeschlossene Haustarifvertrag, der die arbeitsvertraglichen Bedingungen für alle Beschäftigten bei FRÖBEL regelt. Betriebli- che Altersversorgung, Jahresarbeitszeitkonten, Regelungen zur Höhergruppierung auf der Grundlage e iner fachlichen Qualifikation (Fort - und Weiterbildung) sowie die Zah- lung eines Mindestlohns auch für Hilfs - und Wirtschaftskräfte sind nur einige Eckpunkte dieses Tarifvertrags. Die Eingruppierung des Personals erfolgt gemäß der Position und der Qualifikation. Um eine Kontinuität in der Betreuung zu gewährleisten und dem Personal eine langfristige Perspektive zu bieten, schließt FRÖBEL vor allem unbefristete Arbeitsver- träge ab. Ein Stufenaufstieg ist über den Besuch von Fort- und Weiterbildungen möglich, für die entsprechend Fortbildungspunkte (FP) zuerkannt werden. Einen Einblick in die aktuelle Entgelttabelle für pädagogisches und technisches Personal des Haustarifvertrages von F RÖBEL mit Gültigkeit ab 01. Januar 2019 (in EUR) befindet sich im Anhang (siehe 4.1 FRÖBEL -Haustarifvertrag). Weitere Leistungsmerkmale des Haustarifvertrages haben wir in einem Leporello zusammengefasst, welches Sie als An- lage zu dieser Interessenbekundung erhalten. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte an der Neubrückenstraße 08.01.2019 22 22 4 Finanzierung Als frei gemeinnütziger Träger bestätigt FRÖBEL im Falle einer positiven Trägerschaftsent- scheidung den im Kinderbildungsgesetz verankerten Trägeranteil an den entstehenden Betriebskosten in Höhe von 9 Prozent. FRÖBEL erklärt, die erforderlichen Mittel für die Anschaff ung von Möblierung und Spiel- material des neuen Kindergartens aus Eigenmitteln bereitzustellen. Sofern zum Zeitpunkt der angedachten Eröffnung des Kindergartens ein Fördermittelprogramm für die Aus- stattung des Kindergartens erreichbar ist, wird FRÖBEL einen Antrag auf investive Förder- mittel stellen um den Anteil der Eigenfinanzierung zu reduzieren. Die Refinanzierung des Trägeranteils erfolgt durch die anrechenbaren Eigenleistungen als auch durch Spenden. Die Kostenanteile für Verwaltung und Overhead entsprechen den im Kinderbildungsgesetz festgeschriebenen Maximalwerten. Sofern die Stadt Müns- ter der Bereitstellung von Belegplätzen an Unternehmen im Rahmen der besseren Ver- einbarkeit von Familie und Beruf positiv gegenüber steht, so stünden dem Kindergarten weitere finanzielle Mittel zur Verfügung, die in die weit ere Ausprägung von Bildungs- schwerpunkten investiert werden können. Zur Refinanzierung der Frischküche erhebt FRÖBEL ein Essensgeld welches pro Kind rund 60 Euro im Monat beträgt. Hinzukommen Einnahmen für Verpflegung von eigenen Beschäftigten. Das Angebot einer Frischküche ist in allen von FRÖBEL neu eröffneten Kindertageseinrichtungen fester Bestandteil und Teil einer ganzheitlichen Gesundheitsförderung. FRÖBEL hat allein in den letzten zwei Jahren elf neue Kindergärten eröffnet und verfügt über ein hohes Maß an Erfahrung. Unsere hauseigenen Architekten unterstützen die Pla- nungsprozesse daher fundiert und praxisnah. FRÖBEL steht für diese Trägerschaft als Mie- ter und für eine zielgerichtete Abstimmung und Projektentwicklung für den Umbau mit dem Investor, der Kongregation der Schwestern Unserer lieben Frau e.V. zur Verfügung. Ferner ist die Annahme, dass die geplanten Raumgrößen den durch das Kinderbildungs- gesetz refinanzierten Werten entsprechen und al s Planungsgrundlage dienen. Sofern eine Überschreitung der refinanzierten Mie tflächen bzw. Quadratmeter vorliegt, geht FRÖBEL davon aus, dass die entstehenden Mehrkosten durch eine kommunale Sonder- förderung ausgeglichen werden. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte an der Neubrückenstraße 08.01.2019 23 23 4.1 FRÖBEL-Haustarifvertrag *) Bezogen auf das jeweilige Landesmodell - Tätigkeitsvergütung einschließlich Freistellung für die Ausbildung Gruppe Stellenbezeichnung Stufe A Stufe B Stufe C Stufe D Stufe E Stufe F 1 Jahr 4Jahre 5 Jahre 5 Jahre 3 Jahre Einstieg 3 FP 9 FP 15 FP 15 FP 9 FP P10 Kindergartenleitung mehr als 17 Mitarbeiterinnen (VbE)3.689,86 3.815,57 3.951,30 4.077,01 4.202,73 4.346,42 P9 Kindergartenleitung bis 17 Mitarbeiterinnen (VbE) 3.312,71 3.438,42 3.574,16 3.699,86 3.825,57 3.969,28 P8 Kindergartenleitung bis 8 Mitarbeiterinnen (VbE) 3.182,93 3.308,62 3.444,36 3.570,08 3.695,78 3.839,48 P7 Koordinatorin 2.935,56 3.061,27 3.197,00 3.322,71 3.448,42 3.592,12 Erzieherin mit besonderen Aufgaben/Multiplikatorin mit abgeschlossenem FRÖBEL-Curriculum - 2.961,48 3.097,21 3.222,93 3.348,62 3.492,33 Erzieherin mit besonderen Aufgaben/Multiplikatorin 2.805,77 2.931,48 3.067,21 3.192,93 3.318,62 3.462,33 Erzieherin im Regeldienst mit Zusatzqualifikation und abgeschlossenem FRÖBEL-Curriculum - 2.879,04 3.024,74 3.150,47 3.266,19 3.409,88 Erzieherin im Regeldienst 2.723,31 2.849,04 2.994,74 3.120,47 3.236,19 3.379,88 Erzieherin im Regeldienst mit abgeschlossenem FRÖBEL-Curriculum - 2.818,59 2.984,31 3.110,02 3.205,74 3.349,45 Erzieherin im Regeldienst 2.662,86 2.788,59 2.954,31 3.080,02 3.175,74 3.319,45 Erziehungshelferin/Kinderpflegerin mit abgeschlossenem FRÖBEL-Curriculum - 2.525,55 2.661,28 2.786,99 2.912,70 3.056,39 Erziehungshelferin/Kinderpflegerin 2.369,84 2.495,55 2.631,28 2.756,99 2.882,70 2.026,39 P2 Berufsbegleitende Ausbildung "PiA-Modell" *) 1.093,29 1.201,30 entfällt entfällt entfällt entfällt P1 Erziehungshelferin ohne Ausbildung 1.862,89 1.988,60 entfällt entfällt entfällt entfällt P4 P3 Beschäftigungszeit: Pädagogischer Bereich P6 P5 1 Jahr 4 Jahre 5 Jahre 5 Jahre 3 Jahre Einstieg 1 FP 4 FP 4 FP 4 FP 3 FP T4 Küchenleitung ab 5 Regel-Beschäftigten 2.217,05 2.342,77 2.468,47 2.594,19 2.719,92 2.863,62 T3 Köchin/ technische Koordinatorin 2.157,17 2.282,91 2.408,62 2.534,32 2.660,05 2.803,75 T2 Wirtschaftsdienst/Haushandwerkerin/Reinigerin 1.666,89 1.729,76 1.792,60 1.855,46 1.981,18 2.124,89 T1 Ungelernte Reinigungskräfte/Hauswirtschaftshelferin 1.643,93 entfällt entfällt entfällt entfällt entfällt Beschäftigungszeit: Technischer Bereich www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte an der Neubrückenstraße 08.01.2019 24 24 5 Referenzliste Berlin Herr Sven Nachmann Abteilungsleitung Jugend und Familie, Senatsverwaltung Bildung, Wissenschaft und Forschung Stadt Berlin, Tel. 030 - 90 22 75 503 Hamburg Herr Dr. Dirk Bange Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration Hamburg, Tel. 040 - 428 63 2438 Bonn und Rheinland Frau Carolin Krause Dezernentin Dezernat für Soziales, Bildung und Gesundheit der Bundesstadt Bonn Tel. 0228 – 77 2030 Leipzig Herr Dr. Nicolas Tsapos Jugendamt Stadt Leipzig, Tel. 0341 – 1234683 München Frau Dr. Susanne Herrmann Leitung Abteilung KITA, Referat für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München, Tel. 089 – 239 84440
Anlage 8.4 Referenzliste Kinderzentren Kunterbunt
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1 Referenzen Derzeit betreibt die Kinderzentren Kunterbunt gGmbH in NRW 30 und deutschlandweit rund 80 Kinderbildungseinrichtungen. Für die nächsten Jahre sind zudem bereits weitere neue Standorte fest geplant. Im Folgenden finden Sie unsere Referenzenliste für NRW. Nordrhein-Westfalen » Kindertagesstätte „KiKu Kinderland“, Brühl / 70 Plätze Herr Lorenz Schmitz, 02232/794600 2 Gruppen GFI, 1 Gruppe GFII, 1 Gruppe GFIII Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr » Kindertagesstätte „KiKu Kinderland 1 u. 2“, Bonn / 115 Plätze (in Koop. mit der Deutschen Post) Frau Rieck, 0228/18253068 (Deutsche Post) 2 Gruppen GF III, 3 Gruppen GFI, 5 Gruppen GFII Öffnungszeiten: 7.30 - 18.30 Uhr » Kindertagesstätte „Xkids“, Leverkusen / 50 Plätze (in Koop. mit LANXESS) Frau Dr. Peilstöcker (Lanxess) 1 Gruppe GFII, 1 Gruppe GF I, 1 Gruppe GFIII Öffnungszeiten: 7.30 - 18.30 Uhr » Kindertagesstätte „KiKu Kinderland“ und „KiKu Wäldchen“ Troisdorf / jeweils 30 Plätze Herr Dr. Markus Wüst , 02241/900551 jeweils 1 Gruppe GFI, 1 Gruppe GFIII Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr » Kindertagesstätte „KiKu Zauberwald“, Troisdorf / 55 Plätze Herr Dr. Markus Wüst , 02241/900551 1 Gruppe GFI, 1 Gruppe GFII, 1 Gruppe GFIII Erweiterung um 2 Gruppen in 2018/19 Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr » Kindertagesstätte „KiKu Apfelbäumchen“, St. Augustin / 55 Plätze Frau Sandra Clauß und Herr Marcus Lübken, 02241/243225 1 Gruppe GFI, 1 Gruppe GFII, 1 Gruppe GFIII Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr » Kindertagesstätte „KiKu Wunderland“, St. Augustin / 70 Plätze Frau Sandra Clauß und Herr Marcus Lübken, 02241/243225 3 Gruppen GFIII, Umzug und Erweiterung in Planung Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr » Kindertagesstätte „KiKu Seepferdchen“, Gütersloh / 80 Plätze Herr Karsten Amshoff, 0524 /822365 1 Gruppe GFI, 2 Gruppen GFII, 2 Gruppen GFIII Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr 2 » Kindertagesstätte „KiKu Sonnenschein“, Hennef / 90 Plätze Frau Miriam Immisch 02242-888-399 2 Gruppen GFII, 3 Gruppen GFIII Öffnungszeiten: 7:30 -17:00 Uhr » Kindertagesstätte „KiKu Wolkenburg“, Hennef / 65 Plätze Frau Miriam Immisch 02242-888-399 1 Gruppe GFI, 2 Gruppen GFIII Öffnungszeiten: 7:30 -17:00 Uhr » Kindertagesstätte „KiKu Kinderland“ und „KiKu Hoppelhasen“ (weitere Kita in 2018/19) Pulheim / jeweils 40 Plätze Frau Gabriele Tatas, 02238/808303 jeweils 4 Gruppen GF I Öffnungszeiten: 7.30 - 16.30 Uhr » Kindertagesstätte „KiKu NePoMuK“, Meerbusch / 110 Plätze Frau Smittmanns, 02159/916571 2 Gruppen GFI, 2 Gruppen GFII, 2 Gruppen GFIII Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr » Kindertagesstätte „KiKu Kinderland“ Alfter / 70 Plätze Herr Dr. Rolf Schumacher, 0228/6484141 2 Gruppen GFI (1x integrativ), 1 Gruppe GFII, 1 Gruppe GFIII Öffnungszeiten: 7.30 - 16.30 Uhr » Kindertagesstätte „KiKu Kinderland“ Köln / 110 Plätze Herr Gringmuth-Held Jeweils 2 Gruppen GFI, 2 Gruppen GFII, 2 Gruppen GFIII Öffnungszeiten: 7.30 - 16.30 Uhr » Kindertagesstätte „Kiku Bärenbande“ und „KiKu Rheinpiraten“ Köln / jeweils 60-70 Plätze Herr Gringmuth-Held, 0221/22129153 Jeweils 2 Gruppen GFII, 2 Gruppen GFIII Öffnungszeiten: 7.30 - 16.30 Uhr » Zwei Kindertagesstätten in Euskirchen 3 und 4 Gruppen Herr Alfred Jaax , 02251/14386 Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr » Kindertagesstätte KiKu-Kinderland Mülheim / 110 Plätze Frau Bode-Brock, 0208/4554558 Jeweils 1 Gruppe GF II und III und 4 Gruppen GF I Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr » Kindertagesstätte KiKu Burgmäuse (Koop. mit ALDI Süd) in Mülheim a. d. Ruhr / 100 Plätze Frau Bode-Brock, 0208/4554558 und Herr Pina Nell, 0208/89925000 Jeweils 2 Gruppen GF I, II und III Öffnungszeiten: 7 - 18 Uhr 3 » Kita/FamZ Wasserwerk/ 45 Plätze 3 inklusive Gruppen GF III und FamZ Herr Dr. Markus Wüst , 02241/900551 » Kindertagesstätte KiKu Grasshüpfer in Swisttal/ 52 Plätze Frau Adamek 02255/309530 Jeweils 1 Gruppe GF I, II und III Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr » Kindertagesstätte KiKu Waldwichtel in Neuss/ 70 Plätze Frau Kaup 02131/905157 Jeweils 1 Gruppe GF II und III sowie 2 Gruppen GF I Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr » Kindertagesstätte „KiKu Bullerbü“, Harsewinkel / 44 Plätze Frau Tröster, 05241/85 2434 2 Gruppen GFIII (Erweiterung um 2 Gruppen im Nov. 2019) Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr » Kindertagesstätte Kiku Emspiraten in Telgte Frau Schnur 02504/13301 3 Gruppen » Kindertagesstätten Kiku Lüttenland in Telgte 4 Gruppen, (Eröffnung Mai 2019) Frau Schnur 02504/13301 » Neue Kindertagesstätte in Kleve (Eröffnung Sept. 2018/19) Erweiterung für 1-3 Gruppen für 2020/21 geplant Herr Träder 02821/99799-625 » Neue Kindertagesstätten in Euskirchen, 3 Gruppen (Eröffnung Jan. 2019) Herr Alfred Jaax , 02251/14386 » Zwei neue Kindertagesstätten in Langenfeld, 4 und 6 Gruppen (Eröffnung 2019/20) Frau Oberfranc 02173/794-3301 » Neue Kindertagesstätte Mülheim-Barbarastraße, 5 Gruppen (Eröffnung März 2020) Frau Bode-Brock, 0208/4554558 » Neue Kindertagesstätte in Köln, 4 Gruppen (Eröffnung 2019/20) Herr Gringmuth-Held, 0221/22129153 » Neue Kindertagesstätte in Essen-Krey (Koop. mit ALDI Nord), 4 Gruppen (Eröffnung 2020/21) Frau Mees 0201/88-51586 » Neue Kindertagesstätte in Essen-Kettwig, 3 Gruppen (Eröffnung 2020/21) Frau Mees 0201/88-51586
Beschlussvorlage
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V/0138/2019 V/0138/2019 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Trägervergabe für die Kindertageseinrichtung an der Neubrückenstraße im Stadtteil Altstadt Beratungsfolge 12.03.2019 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 27.03.2019 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 03.04.2019 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 03.04.2019 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaft für die viergruppige Kindertageseinrichtung an der Neubrückenstraße im Stadtteil Altstadt dem Kinder- und Jugendhilfeträger Katholische Kir- chengemeinde St. Lamberti (siehe Begründung zu Ziffer 3). Der voraussichtliche Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung ist zum 01.08.2021 geplant. 2. Zur Regelung der gegenseitigen Rechte und Pflichten werden folgende vertragliche Vereinbarun- gen entsprechend getroffen: 2.1 Für die Kindertageseinrichtung werden vertragliche Regelungen zur Trägerschaft (Leistungsver- einbarung) zwischen dem Träger Katholische Kirchengemeinde St. Lamberti und der Stadt Münster getroffen. Es wird ein Trägeranteil von 12,0% vereinbart. 2.2 Mietvertragliche Regelungen werden zwischen der „Kongregation der Schwestern Unserer Lieben Frau e. V.“ (Vermieter) und dem Träger Katholische Kirchengemeinde St. Lamberti getroffen. Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 27.02.2019 Ihr/e Ansprechpartner/in: Frau Gerick, Frau Tigger, Frau Kratz-Trutti, Frau Pohl Telefon: 492-5528 -5768 Gerick@stadt-muenster.de Tigger@stadt-muenster.de - 2 - V/0138/2019 II. Finanzielle Auswirkungen: Auswirkungen auf Transferaufwendungen im Teilergebnisplan (hier: städtischer Anteil an den B e- triebskostenzuschüssen) Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung an der Neubrückenstraße betragen auf der Grund- lage der unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen für August bis Dezember 2021 = 347.100 € für 2022 ff. = 838.100 € Die Kosten teilen sich wie folgt auf Land, Stadt und Träger auf: Träger Betriebskostenzuschuss Trägeranteil Städt. An- teil BKZ gesamt Gesamt Land Stadt Gesamt, ge- setzlicher Trägeranteil Angebot Stadt (Erforderlicher Zuschuss) 1 2 3 4 5 6 7 Kath. KG St. Lamberti 88,0% 36,5% 51,5% 12,0% 12,0% 0,0% 51,5% Aug. - Dez. 2021 2022ff. Träger Trägeranteil Städtischer Trägeranteil Städtischer Anteil Anteil BKZ Angebot Stadt. (erfor- derlicher Zu- schuss) gesamt Angebot Stadt. erfor- derlicher Zu- schuss gesamt 5 6 7 5 6 7 Kath. KG St. Lamberti 41.652,00 € 0,00 € 178.756,50 € 100.572,00 € 0,00 € 431.621,50 € III. Finanzierung/Mittelbereitstellung Die Betriebskostenzuschüsse (Transferaufwendungen) wurden bereits mit dem Errichtungsbeschluss V/0782/2018 dargestellt. Es wird zur Kenntnis genommen, dass mit diesem Beschluss eine hau s- haltsmäßige Belastung der kommenden Jahre noch vor den eigentlichen Etatberatungen für die Jahre 2021ff. erfolgt. Begründung: 1. Ausgangslage Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung dieser Kindertageseinrichtung mit der Vorlage V/0782/2018 beschlossen: Die Kindertageseinrichtung in der Altstadt beginnt zunächst mit folgenden Gruppen: 2 Gruppen für Kinder im Alter von 2-6 Jahren (G1) 1 Gruppe für Kinder im Alter von 0-3 Jahren (G2) 1 Gruppe für Kinder im Alter von 3-6 Jahren (G3) - 3 - V/0138/2019 Die jeweilige Gruppenstruktur wird auf der Grundlage der jährlich zu vereinbarenden Rahmenstru k- turen bedarfsgerecht weiterentwickelt. Neben dem Angebot einer wöchentlichen Betreuung von 45 Stunden werden ebenfalls elterliche Bedarfe nach einer wöchentlichen Betreuung von 25 Stunden und 35 Stunden mit Übermittagsbe- treuung (Blocköffnungszeit) flexibel angeboten. Im Rahmen des oben genannten Errichtungsbeschlusses hat der Rat der Stadt Münster beschlossen, die Trägerschaft für diese Einrichtung an einen geeigneten freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe zu vergeben. Im Rahmen der Trägerausschreibung wurden die Träger darauf hingewiesen, dass abhängig von den Bedarfen, Angebote des Modellprojektes ExtraZeit/FlexiZeit zu prüfen sind, um so den Eltern die Möglichkeit zu geben, flexible Öffnungszeiten der Kita wahrzunehmen. 2. Verbindliche Bewerbung freier Träger zur Übernahme der Trägerschaft Die Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster sowie die in der Arbeitsgemeinschaft gem. § 78 SGB VIII (AG 5 – Kindertagesbetreuung) tätigen Träger wurden am 03.12.2018 über die Pla- nungen der Stadt Münster zum Neubau dieser Einrichtung und über das Ausschreibungsverfahren für die Betriebsträgerschaft informiert und gebeten, bis zum 11.01.2019 ihr Interesse an einer Übernah- me der Trägerschaft mitzuteilen. Gleichzeitig erfolgten diesbezüglich eine Pressemitteilung am 03.12.2018 und eine Veröffentlichung der Ausschreibung auf der Internetseite des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien. Die Träger, die ihr Interesse bekundet haben, legten zwischen dem 21.01. und 06.02.2019 ihre Konzepte und trägerschaftlichen Vorstellungen entsprechend der in Kapitel 3 genannten Kriterien dar. Die Frist zur Abgabe einer daran anschließenden, verbindlichen Bewerbung war der 08.02.2019. Folgende Träger haben anschließend eine verbindliche Bewerbung abgegeben (in alphabetischer Reihenfolge): Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. (ASB), Gustav-Stresemann-Weg 62, 48155 Münster educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH (educcare), Alter Markt 36-42, 50667 Köln FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH (Fröbel), Komödienstraße 18-24, 50667 Köln Global Education gGmbH (Global Education), Friesenring 50, 48147 Münster Katholische Kirchengemeinde St. Lamberti (KG St. Lamberti), Kirchherrngasse 14, 48143 Münster Kinderzentren Kunterbunt gGmbH (Kinderzentren Kunterbunt), Carl-Schwemmer-Straße 9, 90427 Nürnberg Kleine Riesen Nord gGmbH (Kleine Riesen Nord), Esslinger Straße 69, 73732 Esslingen Outlaw gGmbH (Outlaw), Johann-Krane-Weg 18, 48149 Münster Step Kids KiTas gGmbH (Step Kids), Am Friedrichshain 22, 10407 Berlin - 4 - V/0138/2019 3. Trägerauswahl 3.1. Kriterien für den Entscheidungsvorschlag Mit der Bewerbung haben die Träger Konzeptionen übersandt, die den Anlagen zu entnehmen sind. Die Verwaltung hat mit allen Bewerbern umfangreiche Trägergespräche anhand des in der Vorlage V/0089/2018 beschriebenen Gesprächsleitfadens geführt und die folgenden, in der Vorlage darge- stellten Auswahlkriterien zur Bewertung der Gespräche/Konzepte herangezogen: - Wirtschaftlichkeit - Fachlichkeit/Pädagogik o Rahmenkonzept o Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik o Gesundheitsförderung o Sozialraumorientierung und Kooperationspartner o Erziehungs- und Bildungspartnerschaften o Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen - Besondere Merkmale des Trägers Die Zusammenfassung der Gesprächsdokumentation sowie die Informationen aus den ausführlichen Gesamtkonzeptionen der Träger sind dem im Anhang beigefügten Auswertungsformular zu entneh- men. 3.2. Analyse der Wirtschaftlichkeit Im Rahmen dieser Analyse werden jeweils die jährlichen Kosten für den durchgängigen Betrieb einer Kindertageseinrichtung dargestellt. Die anteiligen Betriebskosten ab Inbetriebnahme der Einrichtun- gen werden unter „II. Finanzielle Auswirkungen“ aufgeführt. Trägeranteile Bezüglich des gesetzlichen Trägeranteils gibt es für die Trägerschaft folgende Angebote: Die Angebote der Träger zum Eigenanteil des Trägers an den Betriebskosten sind der folgenden Ta- belle zu entnehmen. Zur Bewertung der Angebote ist dort zusätzlich der prozentuale Anteil für den gesamten städtischen Zuschuss dargestellt (= Gesetzlicher Förderanteil am Betriebskostenzuschuss + freiwilliger städtischer Zuschussanteil am Eigenanteil des Trägers). a) Vergleichstabelle: Prozentuale Aufteilung der Betriebskosten Träger Betriebskostenzuschuss Trägeranteil Städt. An- teil BKZ gesamt Gesamt Land Stadt Gesamt, gesetzlicher Trägeranteil Angebot Stadt (erforderlicher Zuschuss) 1 2 3 4 5 6 7 ASB 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 4,0% 5,0% 60,0% educcare 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 6,0% 3,0% 58,0% Fröbel 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 9,0% 0,0% 55,0% Global Educ a- tion 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 4,5% 4,5% 59,5% Kath. KG St. Lamberti 88,0% 36,5% 51,5% 12,0% 12,0% 0,0% 51,5% Kinderzentren Kunterbunt 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 4,0% 5,0% 60,0% - 5 - V/0138/2019 Kleine Riesen Nord 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 9,0% 0,0% 55,0% Outlaw 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 5,5% 3,5% 58,5% Step Kids 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 9,0% 0,0% 55,0% Die jährlichen Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung an der Neubrückenstraße betragen ab 2022ff. 838.100 € und teilen sich dementsprechend wie folgt auf: b) Vergleichstabelle: Beträge Trägeranteil/Freiwilliger städt. Zuschuss/Städtischer Gesamtanteil BKZ Jährliche Kosten ab 2022 ff. Träger Trägeranteil Städtischer Anteil BKZ Angebot Stadt. (FWZ) gesamt % € % € % € 5 6 7 ASB 4,0 33.524,00 5,0 41.905,00 60,0 502.860,00 educcare 6,0 50.286,00 3,0 25.143,00 58,0 486.098,00 Fröbel 9,0 75.429,00 0,0 0,00 55,0 460.955,00 Global Educ a- tion 4,5 37.714,50 4,5 37.714,50 59,5 498.669,50 Kath. KG St. Lamberti 12,0 100.572,00 0,0 0,00 51,5 431.621,50 Kinderzentren Kunterbunt 4,0 33.524,00 5,0 41.905,00 60,0 502.860,00 Kleine Riesen Nord 9,0 75.429,00 0,0 0,00 55,0 460.955,00 Outlaw 5,5 46.095,50 3,5 29.333,50 58,5 490.288,50 Step Kids 9,0 75.429,00 0,0 0,00 55,0 460.955,00 Die Träger Fröbel, KG St. Lamberti, Kinderzentren Kunterbunt, Kleine Riesen Nord und Step Kids bieten den vollen Trägeranteil von 9,0% (freier Träger) bzw. 12,0% (kirchlicher Träger) für den Betrieb der Kindertageseinrichtung an. Die Träger ASB, educcare, Global Education und Outlaw bieten einen geringeren Trägeranteil an, sodass ein freiwilliger städtischer Zuschuss notwendig wird. 3.3. Analyse der Fachlichkeit/Pädagogik Anhand der in der Vorlage V/0089/2018 beschriebenen Auswahlkriterien zum Thema der Fachlich- keit/Pädagogik wurden die Konzepte und Bewerbungsgespräche der interessierten Träger ausgewer- tet (siehe hierzu auch die ausführlichen Auswertungsformulare im Anhang dieser Vorlage). Alle Bewerber bestätigten, dass eine Bezahlung in Anlehnung an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) getätigt wird. Der Träger: ASB Regionalverband Münsterland e.V. Der Träger betreibt seit März 2017 die Kindertageseinrichtung Grünschleife in Kinderhaus und ab dem Kitajahr 2019/2020 zwei weitere Einrichtungen am Dahlweg und an der Regina-Protmann- Straße. Weiterhin wurden die Trägerschaften für die Kita Alt Angelmodde und die Kita Petersheide übertragen. Zudem ist er Träger von Großtagespflegestellen mit angestellten Tagespflegepersonen. Er ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im Be- werbungsverfahren zudem das Thema Migration als einen grundsätzlichen Bestandteil der pädagogi- - 6 - V/0138/2019 schen Aufgabenstellung in einer Kindertageseinrichtung. Ein weiterer konzeptioneller Schwerpunkt liegt im Bereich der Gesundheit, Ernährung und Bewegung. Der Träger: educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH Die educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH ist ein in Münster ansässiger Träger. Zurzeit be- treibt educcare eine Kindertageseinrichtung (Betriebskita Lacki Kids in Hiltrup) und ab dem 01.08.2019 die Einrichtung an der Middelerstraße in Wolbeck. Bundesweit ist educcare Betreiber von aktuell 34 Kindertageseinrichtungen und ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren das Angebot einer bilingualen Spracherzie- hung. Weitere konzeptionelle Schwerpunkte stellen die Bewegungsförderung und Naturwissenschaf- ten dar. Zudem bietet educcare flexible Öffnungszeiten nach den Bedarfen der Eltern an. Der Träger benannte darüber hinaus seine Offenheit für eine Vernetzung im Stadtteil sowie der Kooperation mit der Kindertagespflege. Darüber hinaus ergeben sich durch den Ausbau weiterer Standorte in Münster Synergien zu den Einrichtungen in Hiltrup und Wolbeck. Der Träger: FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH Dem Träger sind in Münster bislang drei Einrichtungen übertragen worden Die Kita am Emmy- Herzog-Platz (Markweg) eröffnet in 2019, die Einrichtung an der Landsberger Straße in 2020 und die Kita im Zentrum Nord wird zum 01.08.2021 in Betrieb genommen. Ab Mitte 2019 eröffnet der Träger eine Geschäftsstelle in Münster, um für Familien als Ansprechpartner vor Ort zu sein. Der Träger be- treibt aktuell bundesweit rund 180 Kindertageseinrichtungen und ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der päda- gogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren für diesen Standort zudem Schwerpunkte im Bereich Theater und Medien. Darüber hinaus sollen Vernetzungen und enge Kooperationen mit den nahegelegenen Kitas am Emmy-Herzog-Platz (Markweg) und Zentrum Nord entstehen, um Synergieeffekte zu nutzen. Durch den Ausbau weiterer Einrichtung im Stadtgebiet soll der Standort Münster etabliert werden. Der Träger: Global Education gGmbH (pme Familienservice) Die pme Familienservice Gruppe ist an mehr als 30 Standorten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Tschechien vertreten (davon 3 in NRW). Eine Geschäftsstelle besteht in Münster. Die Global Education gGmbH ist eine Tochtergesellschaft mit dem Fokus auf öffentliche Kindertagesein- richtungen und ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. In Münster betreibt der Träger ein Back-up Center für Unternehmen. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Konzeptionelle Schwerpunkte liegen bei der Global Education gGmbH im Bereich der Bewegungsför- derung, tiergestützter Pädagogik und auch Naturwissenschaften und Technik. Der Träger strebt an, Kooperationen mit verschiedenen Akteuren im Stadtteil einzugehen und diese Kontakte kontinuierlich zu pflegen. Zudem bietet der Träger flexible Öffnungszeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf an. Der Träger: Katholische Kirchengemeinde St. Lamberti Die katholische Kirchengemeinde St. Lamberti ist bereits Träger von zwei Kindertageseinrichtungen im Stadtteil Altstadt (St. Lamberti und St. Ludgeri) und ist als Träger der Kinder- und Jugendhilfe an- erkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Aus- richtung darlegen. Die Schwerpunktthemen sollen anhand der Ressourcen im Team und vor Ort ent- wickelt werden. Vernetzungen im Stadtteil, insbesondere mit den zwei Kitas der Kirchengemeinde sowie den Grund- schulen sind geplant. Durch die enge Anbindung an die St. Martini-Kirche können Kooperationen hin- sichtlich verschiedener Familienangebote entstehen. Darüber hinaus besteht bereits jetzt eine enge Anbindung zu den Ordensschwestern in der künftigen Einrichtung. - 7 - V/0138/2019 Durch eine zusätzliche Kindertageseinrichtung innerhalb der Kirchengemeinde entstehen Synergieef- fekte für alle drei Standorte. Der Träger: Kinderzentren Kunterbunt gGmbH Der Träger mit Sitz in Nürnberg ist bislang nicht als Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster tätig. Er ist ein bundesweit tätiger Träger mit insgesamt 80 Einrichtungen, davon 30 in Nordrhein- Westfalen. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Zusätzlich hat der Träger Erfahrung im Bereich der flexiblen Betreuung und bietet verlän- gerte Öffnungszeiten, analog zum Modellprojekt ExtraZeit/FlexiZeit, an. Die Vernetzung und Koopera- tion im Stadtteil ist geplant. Darüber hinaus sollen zwei neue Einrichtungen in Telgte als Partnerein- richtungen zur Verfügung stehen. Der Träger: Kleine Riesen Nord gGmbH Der Träger betreibt bereits drei Kitas in Münster (Willingrott, Hermannschule, Pavillon Albachten-Ost). In 2019 werden die Einrichtungen an der Meyerbeerstraße, an der Eichendorffstraße und der Pavillon Beckstraße hinzukommen. Zudem hat Kleine Riesen Nord eine anteilige Fachberatung in Münster eingesetzt. Der Träger betreibt aktuell bundesweit 30 Kindertageseinrichtungen und ist als freier Trä- ger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren zudem das mögliche Angebot von Bilingualität in der Kita und das Thema Migration als einen grund- sätzlichen Bestandteil der pädagogischen Aufgabenstellung in einer Kindertageseinrichtung. Der Trä- ger plant darüber hinaus eine konkrete Zusammenarbeit mit den im Sozialraum ansässigen Kitas, Schulen, Sportvereinen und stellte seine Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Kindertagespflegestel- len vor. Für diesen Standort ergeben sich Synergien zu den trägereigenen Einrichtungen Hermann- schule und Beckstraße in der Innenstadt. Der Träger: Outlaw gGmbH Der Träger ist in Münster verortet und betreibt im Stadtgebiet zurzeit sieben Kindertageseinrichtungen und eine Dependance in verschiedenen Stadtteilen. Außerdem betreibt er zusätzlich bundesweit in anderen Städten Kindertageseinrichtungen und ist als freier Träger der Kinder - und Jugendhilfe aner- kannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädago gischen Aus- richtung darlegen. Darüber hinaus entwickelt der Träger zurzeit ein sozialraumbezogenes Projekt „Kita-Sozialarbeit“, um Eltern und Familien individuelle Hilfen anbieten zu können. Zusätzlich verfügt die Outlaw gGmbH bereits über Erfahrungen im Bereich der flexiblen Betreuung, u.a. durch die Teil - nahme an dem Modellprojekt ExtraZeit/FlexiZeit und unterstützt damit die Weiterentwicklung der fle - xiblen Kindertagesbetreuung in Münster. Zudem benannte der Träger für diesen Standort die mögl i- chen Kooperationen zu den umliegenden Kitas Uppenberg und Wienburgstraße sowie weitere Syner- gien durch den Ausbau weiterer Kitas in Münster. Der Träger: Step Kids KiTas gGmbH Der Träger ist bislang nicht als Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster tätig. Der Träger mit Sitz in Berlin betreibt aktuell bundesweit 15 Kindertageseinrichtungen (Schwerpunkt Berlin und NRW) und ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren zudem Schwerpunkte im Bereich der Gesundheit und regelmäßiger Bewe- gungsangebote, wie Schwimmen und Wald- und Wiesentage. Darüber hinaus wird auch eine bilin- guale Spracherziehung in den Einrichtungen angeboten. In Münster werden die Aufnahmegebühr sowie die Servicepauschale für Zusatzangebote entfallen. - 8 - V/0138/2019 4. Gesamtbewertung / Fazit Die Verwaltung schlägt abschließend vor, dem Träger Katholische Kirchengemeinde St. Lamberti die Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung an der Neubrückenstraße im Stadtteil Altstadt zu übertragen, da der Träger den vollen Trägeranteil von 12,0% für den Betrieb der Kindertagesein- richtung anbietet, ein umfassendes pädagogisches Konzept vorgelegt hat und über langjährige Erfah- rungen im Bereich der Kindertagesbetreuung verfügt. Durch die Übertragung der Trägerschaft kann die Kirchengemeinde zukünftig in Münster an drei Standorten in der Innenstadt aktiv in der Kinderta- gesbetreuung arbeiten. Die Trägerübernahme durch die Kirchengemeinde St. Lamberti eröffnet weitere Synergieeffekte (z. B. Personaleinsatz) für diesen Standort durch Kooperationen mit den nahegelegenen Kitas St. Lamberti und St. Ludgeri. Zudem plant der Träger eine enge Vernetzung zu den Ordensschwestern in der künf- tigen Einrichtung sowie vielfältige Familienangebote in Zusammenarbeit mit der St. Martini-Kirche in unmittelbarer Nachbarschaft. Im Verfahren wurde beachtet, dass sowohl die Katholische Kirchengemeinde St. Lamberti, als auch die Träger FRÖBEL Bildung und Erziehung GmbH, Kleine Riesen Nord gGmbH und Step Kids KiTas gGmbH ebenfalls den vollen Trägeranteil bieten. Aufgrund der oben beschriebenen Gründe wird die Übernahme der Trägerschaft an den Träger Ka- tholische Kirchengemeinde St. Lamberti von der Verwaltung vorgeschlagen. Mit einer weiteren Ein- richtung innerhalb der Kirchengemeinde im Stadtteil Altstadt wird der Träger in die Lage versetzt, wei- tere Synergien (u. a. Vertretungsregelungen) zu schaffen. Der Träger bezahlt nach Tarif. Mit diesem Beschluss wird rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtung ein Träger gefunden, so dass weitere Detailplanungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden können. Das Verfahren zeigt weiterhin das Interesse freier Träger an einer Trägerschaft von Kitas in dieser Stadt. Gleichzeitig zeigt das Verfahren auch, dass erneut neue Träger mit einem hohen Trägeranteil bereit sind, sich zu engagieren. Das gesamte Auswahlverfahren belegt zudem eine hohe Fachlichkeit der Träger, die sich abschlie- ßend für eine Trägerschaft verbindlich beworben haben. Der Verwaltungsvorschlag hatte die Aufgabe, aus neun Bewerbern unter der gleichgewichteten Wür- digung der Fachlichkeit / Pädagogik und der Wirtschaftlichkeit einen Vorschlag darzustellen. Das in der Vorlage V/0089/2018 beschriebene Verfahren zur Trägerauswahl liegt der Bewertung der Bewer- ber zu Grunde. I.V. Gez. Thomas Paal Stadtdirektor - 9 - V/0138/2019 Anlagen: 1. Anlage A 2. Auswertungsformulare aller Träger 3. Bewerbungsunterlagen: Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V., Gustav- Stresemann-Weg 62, 48155 Münster 4. Bewerbungsunterlagen: educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH, Alter Markt 36-42, 50667 Köln 5. Bewerbungsunterlagen: FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH, Komödienstraße 18-24, 50667 Köln 6. Bewerbungsunterlagen: Global Education gGmbH , Friesenring 50, 48147 Münster 7. Bewerbungsunterlagen: Katholische Kirchengemeinde St. Lamberti, Kirchherrngasse 14, 48143 Münster 8. Bewerbungsunterlagen: Kinderzentren Kunterbunt gGmbH, Carl-Schwemmer-Straße 9, 90427 Nürnberg 9. Bewerbungsunterlagen: Kleine Riesen Nord gGmbH, Esslinger Straße 69, 73732 Esslingen 10. Bewerbungsunterlagen: Outlaw gGmbH, Johann-Krane-Weg 18, 48149 Münster 11. Bewerbungsunterlagen: Step Kids KiTas gGmbH, Am Friedrichshain 22, 10407 Berlin Hinweis: Die umfangreichen Bewerbungsunterlagen der einzelnen Träger (Anlagen 3 bis 11: Anschreiben und Konzepte) stehen ausschließlich als pdf-Dateien im Ratsinformationssystem der Stadt Münster als Download unter der Vorlagennummer V/0138/2019 zur Verfügung. Link: https://www.stadt-muenster.de/sessionnet/sessionnetbi/infobi.php
Anlage 5.4 Leitbild Fröbel
10824 Zeichen
Die Rechte von Kindern sind Fundament unserer
Arbeit. Schon unser Namensgeber Friedrich Fröbel stell
te als Innovator der Pädagogik das Kind als eigen
ständiges Individuum in den Mittelpunkt seiner päda
gogischen Idee. Diesem Ideal und dieser Tradition füh
len wir uns auch in Zukunft verpflichtet.
Wir sind ein zuverlässiger Partner für Eltern und ihre Kin
der und gewährleisten eine beziehungsbasierte und lie
bevolle Erziehung und Betreuung. Wir legen Wert dar
auf, Menschen zu bilden, um sie darin zu unterstützen,
selbstständige, selbstbewusste, vorurteilsbewusste
und verantwortungsvolle Mitglieder einer demokrati
schen Gesellschaft zu werden. Wir unterstützen Kinder
dabei, eigene Wertmaßstäbe zu entwickeln.
Wir stehen für eine interkulturelle Offenheit in unseren
Krippen, Kindergärten und Horten, um Menschen mit
vielfältigen kulturellen und sprachlichen Lebenswelten
an der Bildung, Erziehung und Betreuung zu beteiligen.
Wir leben alle Facetten einer inklusiven Pädagogik –
Verschiedenheit ist unsere Normalität.
Wir leisten einen aktiven Beitrag zu einer chancenge
rechten Gesellschaft, indem wir Kindern aus Familien
aller Schichten bestmögliche Start und Bildungschan
cen ermöglichen. Dies schließt die Unterstützung der
Eltern und Familien mit ein. Die Gemeinschaft unserer
Fördermitglieder und ehren amtlichen Unterstützer ist
hierbei eine wesentliche und wertvolle Ressource.
Wir engagieren uns für die Anerkennung der Profession
von Erzieherinnen und Erziehern im Bereich der Aus
und Weiterbildung, insbesondere durch moderne
Fortbildungsangebote und die Förderung der akade
mischen Qualifikation in der Frühpädagogik - auch
dafür steht unser Motto „Kompetenz für Kinder“.
Wir verstehen uns als Partner aller, die für eine bildungs
gerechte Gesellschaft eintreten. In diesem Sinne setzen
wir uns gemeinsam mit Verbänden, wissenschaftlichen
Organisationen, Unternehmen und öffentlichen Trägern
für optimale Bedingungen des Aufwachsens von Kin
dern ein. Auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf le
gen wir großen Wert und schaffen dafür die notwendi
gen Rahmenbedingungen.
Wir handeln verantwortungsbewusst vor dem
Hintergrund der Größe und des Wachstums unserer
Organisation. In diesem Bewusstsein wollen wir als inno
vativer und gesellschaftspolitisch engagierter Akteur
Maßstäbe für eine hohe Qualität in der Früh
pädagogik setzen.
FRÖBEL steht als Marke für eine qualitativ hochwertige
Pädagogik. Diese wollen wir möglichst vielen Kindern
und ihren Familien in Deutschland zugänglich machen.
Wir nehmen als überregionaler Träger die Herausforde
rung an, die in Deutschland etablierten pädagogi
schen Standards international zu verbreiten.
Unser Leitbild gibt es auch zum Download unter
www.froebel-gruppe.de/leitbild.
UNTERNEHMENSLEITBILD
„Kompetenz für Kinder“: Mit diesem Leitgedanken betreiben wir als ge-
meinnütziger, überregionaler Träger Krippen, Kindergärten, Horte und
bieten familienunterstützende Leistungen an. Unsere Einrichtungen sind
Orte für alle Kinder und ihre Familien, unabhängig von sozialer und kul tu r-
eller Herkunft, von individuellem Förderbedarf und vom Geschlecht.
Unser Leitbild gibt es auch zum Download unter
www.froebel-gruppe.de/leitbild.© 2018, 1. Auflage
FÜHRUNGSLEITBILD
Motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Eigeninitiative und Engage-
ment als grundlegende Prinzipien ihres Arbeitens verinnerlicht haben, sind
die wichtigste Ressource von FRÖBEL. Alle Führungskräfte bei FRÖBEL
tragen die Verantwortung, die dafür notwendigen Bedingungen bereitzu-
stellen.
Führungskräfte bei FRÖBEL schaffen durch transparen
tes und klares Führungshandeln ein von Vertrauen ge
prägtes Arbeitsklima und binden Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter frühzeitig in für sie relevante Veränderungs
prozesse ein. Dabei planen, strukturieren und organisie
ren unsere Führungskräfte die Arbeitsprozesse so, dass
alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich mitverant
wortlich einbringen können.
Führungskräfte bei FRÖBEL achten darauf, dass in ihren
Teams unterschiedliche Qualifikationen und Persönlich
keiten vertreten sind. Sie legen beson deren Wert auf
heterogene Teams, in denen Menschen verschiedener
Generationen und Kulturen, mit verschiedenen Aus
bildungen und fach lichen Hintergründen sowie unter
schiedlichen Geschlechts zusammen arbeiten.
Führungskräfte bei FRÖBEL bilden damit die Grundlage
für einen vorurteilsbewussten Umgang miteinander und
für eine inklusive Pädagogik.
Führungskräfte bei FRÖBEL erfüllen ihren Auftrag, gezielt
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auszuwählen, die sich
mit Begeisterung für Kinder engagieren, die deren Ent
wicklung planen und fördern und sich für eine hohe
Qualität in der Kindertagesbetreuung einsetzen.
Führungskräfte bei FRÖBEL geben als qualifizierte
Leitungspersonen fachliche Orientierung und Impulse
für die Weiterentwicklung ihrer Teams.
Führen bedeutet, offen zu kommunizieren, eigenver
antwortlich zu entscheiden und unternehmerisch zu
handeln. Darüber hinaus reflektieren Führungskräfte
bei FRÖBEL ihr Handeln und setzen sich konstruktiv mit
eigenen Fehlern und Fehlern ihrer Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter auseinander.
Führungskräfte bei FRÖBEL begreifen innovative päda
gogische Konzepte als herausfordernde Arbeitsfelder
und stehen aktuellen Bildungsthemen aufgeschlossen
gegenüber. Sie sind neugierig, entwickeln Ideen und
sind offen für Veränderungen. Im Sinne eines lebenslan
gen Lernens vertiefen und stärken sie durch regel
mäßige Fort- und Weiterbildung ihre fachliche Qualifi
kation und ihre Kompetenzen in der Personal und Team
entwicklung.
Führungskräfte bei FRÖBEL engagieren sich für optima
le Start und Bildungschancen aller Kinder. Sie stehen für
eine interkulturelle Offenheit und leben das pädagogi
sche Leitbild und das Unternehmensleitbild. Führungs
kräfte folgen in ihrem Anspruch und ihrem Handeln den
Rechten der Kinder und setzen sich täglich für diese ein.
Führungshandeln bei FRÖBEL bedeutet, Modelle zur
Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verwirklichen
und damit gesellschaftspolitische Akzente zu setzen.
Führungskräfte bei FRÖBEL sind Teil einer Gemeinschaft,
die offen für Kooperationen mit Dritten ist. Sie schaffen
Netzwerke mit und für Familien und kooperieren mit
Politik, Verbänden und anderen Trägern, um ein stabi
les Fundament für Bildung in unserer Gesellschaft zu
schaffen.
Führungskräfte bei FRÖBEL übernehmen als Expertin
nen und Experten Verantwortung und erfüllen ihre
Vorbildfunktion für eine hohe Qualität in der institutio
nellen Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern.
Mit unserem Leitbild greifen wir diese Rechte auf und erweitern und akzentuieren sie für unseren pädagogischen
Alltag. Kinder erfahren in unseren Einrichtungen Gemeinschaft und lernen dadurch soziales Handeln. Im Mitein-
ander erkennen sie die Grenzen ihrer Rechte darin, dass andere Menschen gleichermaßen anzuerkennende
und zu respektierende Rechte haben.
Bei uns sollen Kinder erfahren, was es heißt, eigene Rechte zu haben, und erleben, dass diese sowohl für
sie selbst als auch für Erwachsene verbindliche Maßstäbe im Umgang miteinander sind. Damit sind für uns wesent-
liche und täglich wiederkehrende Herausforderungen verbunden:
Die Herausforderung, die Individualität des einzelnen
Kindes, seine Besonderheiten, seinen Willen und seine
Rechte im pädagogischen Alltag jederzeit zu achten
und zu wahren und die Grenzen des eigenen Verhal-
tens dabei zu erkennen.
Die Herausforderung, Vielfalt und Gemeinsamkeit für
Kinder erlebbar zu machen und vorurteilsbewusst zu
gestalten.
Die Herausforderung, Kinder in ihrem familiären Umfeld
wahrzunehmen und Eltern und Familien aktiv einzube-
ziehen und zu beteiligen.
Die Herausforderung, dass alle Kinder an der sozialen
Gemeinschaft im Kindergarten teilhaben und die
Rechte der jeweils anderen Kinder von allen geachtet
und respektiert werden.
Die Herausforderung, die Qualität unserer Arbeit
stets im Sinne dieser Rechte und der bestmöglichen
Förderung der Kinder laufend weiterzuentwickeln.
Die Herausforderung, Kinder dabei zu be gleiten, anzu-
regen und zu unterstützen, ihre eigenen Fragen und In-
teressen zu verfolgen, um sich so ein Bild von sich und
der Welt zu machen.
Die Herausforderung, Kindern gerade im hektischen
Alltag liebevolle und stabile Beziehungen und einen
sicheren Erfahrungsraum zu bieten.
Die Herausforderung, das eigene pädag ogische
Handeln immer wieder zu hinterfragen -
ren und uns fortzubilden.
In unseren Krippe n , Kindergärten
und Horten füllen wir
die Rechte von Kindern
täglich neu mit Leben.
Kinder haben das Recht auf Bildung und die
Entfaltung ihrer Persönlichkeit. Sie haben ein Recht
auf die Zeit, die sie brauchen, um die Welt zu erfor-
schen und ihre eigenen Ideen zu verfolgen. Kinder
haben das Recht, Fragen zu stellen und eigene
Kinder haben das Recht, frei von Gewalt und mit
Achtung ihrer persönlichen Würde aufzuwachsen.
Dazu gehört das Recht auf Hilfe, wenn ihre
Grenzen nicht respektiert werden.
Kinder haben das Recht auf Selbstbestimmung .
Dazu gehört das Recht, eigenen Bedürfnissen und
Interessen nachgehen zu können, Nein zu sagen
und sich zurückzuziehen, wach zu bleiben, wenn sie
nicht müde sind, zu essen, wenn sie hungrig sind und
das zu essen, was ihnen schmeckt.
Kinder haben das Recht auf Partizipation. Dazu
gehört, Teil einer sozialen Gemeinschaft zu sein,
eigene Entscheidungen zu treffen, die mit ihnen
selbst und dem Leben in der Gemeinschaft zu tun
haben, und den Alltag aktiv mitzugestalten.
Kin der haben das Recht auf kompetentes
pädagogisches Personal sowie eine hohe Qualität
der pädagogischen Arbeit.
Kinder haben das Recht, so zu sein, wie sie sind:
Junge oder Mädchen, schüchtern, mutig, ängst-
lich, wild, unordentlich, kreativ, mit ihren individuel-
len Fähigkeiten, ihrer jeweiligen Sprache, ihrer
sozialen und kulturellen Herkunft und ihrer familiären
Lebensweise.
PÄDAGOGISCHES LEITB ILD
Kinder sollen in unseren Krippen, Kindergärten und Horten die Erfahrung
machen, dass ihre Rechte, wie sie in der UN-Kinderrechtskonvention
beschrieben sind, anerkannt und gelebt werden. So unterstützen wir Kinder
darin, selbstständige, selbstbewusste, vorurteilsbewusste und verantwor-
tungsvolle Mitglieder einer demokratischen Gesellschaft zu werden.
Kinder haben das Recht auf eigene Erfahrungen.
Dies bedeutet auch, zu lernen mit Risiken und
Herausforderungen umzugehen.
Kinder haben das Recht auf verlässliche und
vertrauensvolle Beziehungen zu Erwachsenen, auf
Kontakte und Freundschaften mit anderen Kindern
und auf gemeinsam vereinbarte Regeln, die
Orientierung und Sicherheit bieten.
Anlage 4.2 Konzeption educcare
98943 Zeichen
h RAUM FÜR INDIVIDUELLE MÖGLICHKEITEN Trägerselbstdarstellung zur Interessensbekundung für fünf neue Kindertageseinrichtungen in Münster F a m i l i e n f r e u n d l i c h i s t e r f o l g r e i c h ! Seite 2 von 67 Seite 3 von 67 Seite 4 von 67 Inhalt 1 Ausgangssituation ....................................................................................... 6 2 educcare – frühkindliche Bildung und Betreuung „neu denken“ .................. 8 2.1 Allgemeines ................................................................................. 8 2.2 educcare als Träger von Kindertagesstätten ........................... 8 2.3 educcare als im Sozialumfeld engagierte Organisation ......... 9 2.4 educcare - Begleiter und Netzwerk ........................................... 9 3 Pädagogisches Konzept zum Betreuungs-, Erziehungs- und Bildungsauftrag 10 3.1 educcare Bildungskonzeption als pädagogische Basis ....... 12 3.2 Bild vom Kind und Haltung zum Kind .................................... 12 3.3 Schwerpunkte und Umsetzung der Bildungs-konzeption .... 13 3.3.1 Individuelle Förderung ...................................................................... 14 3.3.2 Partizipation der Kinder .................................................................... 14 3.3.3 Kreativität als Bildungsansatz ........................................................... 15 3.3.4 Angestrebter bilingualer Kita-Alltag ................................................. 17 3.3.5 Bewegungs- und Gesundheitsförderung .......................................... 18 3.3.6 Musikerziehung ................................................................................ 20 3.3.7 Natur und Naturwissenschaften ....................................................... 20 3.3.8 Medien und Technik ......................................................................... 21 3.3.9 Raumnutzung und -gestaltung oder „Raum als dritter Erzieher“ ..... 22 3.3.10 Verpflegung ................................................................................. 24 3.3.11 Öffnungs-, Schließ- und Betreuungszeiten .................................. 26 4 Kinderschutzkonzept ..................................................................................27 5 Integration, Inklusion und Genderthematik ................................................28 5.1 Interkulturelle Arbeit der Kindertageseinrichtungen ............ 31 5.2 Integration und interkulturelle Orientierung .......................... 32 5.3 Integration von Kindern mit Behinderung .............................. 33 6 educcare als im Sozialraum engagierter Träger ...........................................34 Seite 5 von 67 6.1 Zusammenarbeit mit dem Jugendamt .................................... 39 6.2 Zusammenarbeit mit Grundschulen oder „lebenslanges Lernen fördern“ ...................................................................................... 40 6.2.1 Beispiel für Sozialraumorientierung: Zusammenarbeit der educcare Kita Stuttgart Hasenbergstraße mit den Grundschulen Schwabschule und Falkertschule ................................................................................................... 41 6.3 educcare als Partner der Stadt Münster oder „Transparenz herstellen und Kooperation leben“ ...................................................... 42 6.4 Kooperation mit anderen Institutionen ................................... 42 7 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern ...................................... 43 8 Tagesablauf ................................................................................................ 45 9 Organisationskultur, Qualitätsmanagement und Dokumentation .............. 48 9.1 educcare Strukturen und Prozesse zur systemischen Verankerung............................................................................................ 48 9.2 Angaben zur Qualitätssicherung ............................................. 50 9.2.1 Dokumentation der pädagogischen Arbeit und Entwicklung der Kinder 53 10 Personalmanagement ................................................................................ 55 10.1 Grundsätzliches zur educcare Personalentwicklung ............ 56 10.2 Fach- und Dienstaufsicht mittels Coaching ........................... 59 10.3 Personalausstattung, Arbeits- und Vertragsbedingungen, Tarifbindung............................................................................................ 60 11 Beweggründe für die Bewerbung ............................................................... 62 Seite 6 von 67 1 Ausgangssituation Münster ist eine lebendige Großstadt mit vielen Gesichtern – Wissen- schaftsstadt, Skulpturenstadt, Stadt des Westfälischen Friedens, Fahrra d- stadt, Hansestadt – die viel Wert auf Kultur, Bildung und Familienfreundlic h- keit legt. Familien sollen sich in Münster wohlfühlen, deswegen werden die Belange von Familien in den zentralen Mittelpunkt gestellt. Zur Familienförderung werden optimale Rahmenbedingu ngen, Unterstützung und Beratung geb o- ten. Das breitgefächerte Angebot für Familien hat zum Ziel, Eltern in ihrer Erziehungsverantwortung zu stärken und die bunte Vielfalt von Familienl e- ben zu fördern. Kinder- und Familienfreundlichkeit soll in Münster in a llen gesellschaftlichen Bereichen ausgebaut werden und zu einem familienfreundlichen Klima be i- tragen. Münster hat erkannt, dass die Punkte wie Kinder aufwachsen, we l- che Rahmenbedingungen und welches Klima Familien vorfinden, Qualität s- merkmale und zentrale Aufgaben für eine zukunftsfähige Stadt sind. Aktuell hat Münster fünf Kindertageseinrichtungen in den Stadtteilen Al t- stadt, Amelsbüren, Mecklenbeck und Roxel ausgeschrieben und möchte damit die Attraktivität als familienfreundliche Stadt erhöhen. Mit qual itativ hochwertigen Kindertagesstätte n soll der Betreuungsbedarf in Münster wei- ter gedeckt werden. Zudem soll mit hochwertigen Betreuungs - und Bildungseinrichtungen Eltern Angebote und Unterstützung im Bereich Betreuung und früher Bildung zur Verfügung ges tellt werden. Die Einrichtung en sollen den hinzuziehenden Familien das Ankommen sowie die Etablierung in und Identifizierung mit der neuen Umgebung erleichtern. Dafür müssen die Einrichtungen in Konzepti- on, Kultur, Verhalten und durch Angebote auf diese Be darfe und Anford e- rungen zugeschnitten sein. Seite 7 von 67 Folgende Gruppenstrukturen sind für die Einrichtungen aktuell berücksic h- tigt: Eine viergruppige Einrichtung an der Neubrückenstraße im Stadtteil Altstadt: 2 GT-Gruppe 2 bis 6 Jahren 1 GT-Gruppe 0 bis 3 Jahren 1 GT-Gruppe 3 bis 6 Jahren Eine sechsgruppige Einrichtung an der Sonnenstraße im Stadtteil Altstadt: 4 GT-Gruppe 2 bis 6 Jahren 2 GT-Gruppe 0 bis 3 Jahren 1 GT-Gruppe 3 bis 6 Jahren 1 GT-Gruppe für 10 Kinder von 3 bis 6 Jahren Eine viergruppige Einrichtung am Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren: 2 GT-Gruppe 2 bis 6 Jahren 1 GT-Gruppe 0 bis 3 Jahren 1 GT-Gruppe 3 bis 6 Jahren Eine viergruppige Einrichtung am Meckmannweg im Stadtteil Mecklenbeck: 2 GT-Gruppe 2 bis 6 Jahren 1 GT-Gruppe 0 bis 3 Jahren 1 GT-Gruppe 3 bis 6 Jahren Eine sechsgruppige Einrichtung südlich des Nottulner Landwegs im Stadtteil Roxel: 2 GT-Gruppe 2 bis 6 Jahren 2 GT-Gruppe 0 bis 3 Jahren 2 GT-Gruppe 3 bis 6 Jahren Seite 8 von 67 educcare ist mit der Betriebskindertagesstätte der BASF Coatings „Lacki Kids“ in Münster Hiltrup bereits seit 2013 vertreten, die Platz für 60 Kinder im Alter von sechs Monaten bis zur Einschulung bietet und eröffnet im Sommer 2019 eine kommunale sechsgruppige Einrichtung im Stadtteil Wolbeck. Durch die gesammelten Erfahr ungen am Standort Münster und die sich durch mehrere Einrichtungen in direkter Umgebung ergebenden Synergiee f- fekte bewirbt sich educcare als erfahrener Träger für die neue Kindertages- einrichtungen in Münster. Mit der vorliegenden Bewerbung bekundet educcare die Bereitschaft für die Übernahme der Trägerschaften für die neue Kitas. 2 educcare – frühkindliche Bildung und Betreuung „neu denken“ 2.1 Allgemeines educcare wurde von Marcus Bracht und Axel Thelen im Jahr 2001 mit dem o. g. Anspruch des „neu Denkens“ ge gründet. Antrieb sfeder waren persönliche Erfahrungen mit Kindertagesstätten sowie gemeinsame Forderungen von Eltern, Erzieherinnen, Unternehmen und der Politik nach neuen umsetzbaren Ansätzen im frühkindlichen Bereich. In den darauf folgenden Jahren konnte n Personen aus Praxis, Wissenschaft und Verwaltung gewonnen werden, mit dem gemeinsamen Ziel, frühkindliche Bildung und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie signifikant zu verbessern. 2.2 educcare als Träger von Kindertagesstätten Seit 2002 ist educcare bu ndesweit anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. educcare plant, realisiert und betreibt im Auftrag von Seite 9 von 67 innovativen Städten und Unternehmen sogenannte educcare Kindertagesstätten. Diese stellen konsequent die Anforderun gen von Kindern, Eltern, Städten und Unternehmen in den Mittelpunkt ihres professionellen Handelns. Stand Februar 2019 verantwortet educcare 32 eigene Kindertagesstätten in fünf Bundesländern mit insgesamt über 900 engagierten Mitarbeiter/-innen. Beispielhafte Auftraggeber von educcare si nd innovative Kommunen/Städte wie Bergisch Gladbach, Overath, Hennef, Stuttgart, Karlsruhe und Darm- stadt; schnell wachsende Mittelständler wie Grünenthal, FEV, BARBOR und Miltenyi Biotec sowie Konzerne beispielsweise BASF SE, Bayer Crop Science, BMW Group und Bosch. 2.3 educcare als im Sozialumfeld engagierte Organisation educcare unterstützt Kommunen und Regionen im Rahmen von Projekten bei der weiteren Verbesserung frühkindlicher Bildung. Als ein Beispiel verantwortet educcare das Projektdesign und -management des Projektes „Offensive Bildung“. Dieses Projekt hat seit 2005 die Zielsetzung , trägerübergreifend die Qualität frühkindlicher Bildung in inzwischen 250 Kindertagesstätten signifikant, nachhaltig und übertragbar (auf andere Regi- onen und Städte) zu erhöhen. 2.4 educcare - Begleiter und Netzwerk Viele Experten und engagierte Bürger haben sich auch auf den Weg gemacht, frühkindliche Bildung und Unterstützung von Familien zu verbessern. Einige konnten wir gewinnen, den Weg gemeinsam mit uns zu gehen. Sie unterstützen uns mit Rat und Tat im educcare Beirat. Mitglieder des educcare Beirats (Auszug): Dr. Roland Bernecker, Bonn, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission Seite 10 von 67 Prof. Dr. Henning Wode, Kiel, Sprachwissenschaftler am Englischen Seminar der Christian-Albrechts-Universität Kiel Dr. Patrick Adenauer, Köln, Unternehmer und engagierter Bürger 3 Pädagogisches Konzept zum Betreuungs -, Erzi e- hungs- und Bildungsauftrag „Ein Kind ist, was in ihm steckt!“ Im Mittelpunkt steht immer das Kind mit seinen individ uellen Bedürfnissen und seinem Streben nach Entwicklung. Die frühkindliche Entwicklung möchten wir bestmöglich fördern und fordern. Anspruch von educcare ist es, Kindern, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, ein zweites Zuhause und elementarer Bildungsort zu sein Eltern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen, Kommunen bei der Herausforderung von hohen Qualitätsanforderungen und engen Budgets zu unterstützen Unternehmen eine effektive und effiziente betriebsnahe Kinderbetreuung zu ermöglichen eigenen Mitarbeiter/innen Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Mit diesem Engagement möchte educcare etwas in Bewegung setzen, das unser Land dringend benötigt: Eine Bildung, die früh beginnt, die individuellen Potenziale der Kinder zu entwickeln. Seite 11 von 67 educcare beschreibt (Richtungs)ziele als Muss in der pädagogischen Arbeit, prozessbetonend und mit dem kon sequenten Blick vom Kind aus. Gerade weil Bildungsprozesse von Kindern subjektiv und eigensinnig sind, hat Pädagogik die Aufgabe, herauszufinden, welc he Kompetenzen gerade jetzt und in besonderer Ausprägung für das Kind von Bedeutung sind. Ziele, Analyse und Bewertung sind Voraussetzungen, damit Bildungs arbeit, das heißt die Entwicklung von Kindern hin zu weltoffenen, fröh lichen und selbstbewussten Menschen, gelingen kann. Die Haltung „Ein Kind ist, was in ihm steckt“ bildet die Grundlage aller Zielformulierungen. Mit dem Blickwinkel sowohl auf das einzelne Kind als auch auf die Gruppe sind einflussnehmende Faktoren – wie Gruppenstruktur, Raumgestalt ung, Materialangebot, Spiel – und Angebotsformen – im Bildungskonzept näher erläutert. Qualitäten die für ein zweites Zuhause gefordert und notwendig sind: eine Atmosphäre der Geborgenheit Beachtung, Zuwendung und Anerkennung Bindungen und Beziehungen die Erfüllung grundlegender Bedürfnisse. Wir sind davon überzeugt, dass das einzelne Kind nur dann das Vertrauen und die Sicherheit gewinnt, um sich mit der weiteren Welt positiv auseinanderzusetzen, wenn es sich rundherum wohlfühlt und die Kindertagesstätte als zweites Zuhause empfindet. Seite 12 von 67 3.1 educcare Bildungskonzeption als pädagogische Basis Als pädagogische Basis dient die educcare Bildungs - und Erziehungskonzeption. Sie basiert auf dem situationsorientierten Ansatz sowie der Reggio und Montessori Pädagogik. D as Konzept baut auf den fortschrittlichsten nationalen und internationalen Bildungsplänen sowie wegweisenden Methoden zur Umsetzung auf. Die educcare Bildungskonzept ion, unterteilt in die verschiedenen Bildungsbereiche, beschreibt die Ziele und Kompetenze n je Bereich und formuliert Praxisbeispiele für verschiedene Alters - und Entwicklungsstufen. Die Differenzierungen fokussieren Themen und Aufgaben und bieten damit Orientierung. 3.2 Bild vom Kind und Haltung zum Kind Kinder sind Forscher, Erfinder, Entdecker, Dichter, Musiker und Maler, Wortakrobaten und Philosophen, Physiker und Mathematiker. Sie stellen eine Menge an, ihren Wissensdurst zu stillen, und stürzen sich mit Wagemut in das tägliche Abenteuer der Entdeckung ihrer Welt. In ihren Köpfen führen Versuch und Irrtum zu immer neuen Herausforderungen. Spielend sammeln sie Erkenntnisse. Kinder lieben es, Dinge in ihre Bestandteile zu zerlegen, sie zu untersuchen und aus ihren Forschungsergebnissen überraschende und überzeugende Schlussfolgerungen zu ziehen. Sie demonstrieren uns täglich: „Hier bin ich und so ist die Welt!“ All dies tun sie ab ihrem ersten Schrei unablässig auf ihre ganz individuelle Art und Weise – so vielfältig und unterschiedlich wie Kinder nun mal sind. Einfach nicht vergleichbar. Dieses Bild vom Kind ist eine Herausforderung für uns Erwachsene. Es verlangt von uns, die Individualität eines jeden Kindes bedingungslos anzuerkennen und ihr gerecht zu werden. Wir müssen mit ihm ab der Geburt auf rasante Entdeckungsreise gehen und ihm gleichz eitig Liebe und Schutz Seite 13 von 67 gewähren, damit es sich von den ‚Strapazen’ des Weltentdeckens immer wieder in unseren Armen erholen kann. Dies ist eine großartige und verantwortungsvolle Aufgabe für alle Beteiligten – für Eltern, für educcare und für die educcare Mitarbeiterin vor Ort. Wir verstehen die Zeit vor der Schule ausdrücklich als prägende Bildungszeit. In ihrer Bedeutung schätzen wir sie für das spätere Leben und Lebensglück mindestens ebenso hoch ein wie die darauf folgende Bildungszeit in der Schule. 3.3 Schwerpunkte und Umsetzung der Bildungs- konzeption Die im Folgenden dargestellten Schwerpunkte können nur exemplarische Ausschnitte aus de r educcare Bildungskonzept ion darstellen. Es handelt sich hierbei eher um die Grundlagen des pädagogischen Handelns in den Kindertagesstätten als um spezifische Förderangebote, die educcare ebenfalls bei Bedarf bereithält. educcare legt Wert auf eine ganzheitliche Förderung der Lebenskompetenzen sowie der Kompetenzen in den verschiedenen Bildungsbereichen. Individuelle Förderung Partizipation der Kinder Kreativität als Bildungsansatz Angestrebter bilingualer Kita-Alltag Sprachförderung Bewegungs- und Gesundheitsförderung Musikerziehung Natur und Naturwissenschaften Medien und Technik Seite 14 von 67 Raumnutzung und -gestaltung oder „Raum als dritter Erzieher“ 3.3.1 Individuelle Förderung Der educcare Bildungsansatz betont die Individualität des Kindes und geht von seinen Stärken aus. Dabei verfolgt es einen spielerischen und ganzhei t- lichen Ansatz und setzt die Partizipation von Kindern als un abdingbar v o- raus. Die Grundhaltung der Erzieher/innen gegenüber den Kindern und ihrer partizipatorischen Möglichkeiten lässt den Kindern viel Freiraum zum Exp e- rimentieren und um die Welt mit allen Sinnen zu entdecken. Sie stärkt die Selbstbildungskompetenzen des Kindes sowie dessen Selbstbewusstsein, was grundlegend in der heutigen schnelllebigen Gesellschaft ist. Um das einzelne Kind wirklich individuell begleiten zu können, bilden syst e- matische und wertschätzende Beobachtung und Dokumentation sowie la u- fender Austausch mit Eltern wichtige Bausteine im educcare Konzept. Die gemeinsame Einschätzung bildet dann die Grundlage der pädagogischen Förderung, Impulse und Angebote in unterschiedlichen Themen, u.a.: B e- wegung und Wahrnehmung, Kommunikation und Sprache , Kunst und Musik, Natur und deren Phänomene, Lernkompetenzen, soziale und personale Kompetenz sowie Technologie und Medien. Die Förderung erfolgt theme n- übergreifend. 3.3.2 Partizipation der Kinder Kinder haben ein Recht, an allen sie betreffenden Entscheidungen entspre- chend ihrem Entwicklungsstand beteiligt zu werden (vgl. Art. 12 UN - Kinderrechtskonvention). Beteiligung heißt, Kinder als Betroffene einzube- ziehen und ihnen ernsthaft Einflussnahme zuzugestehen. Die geschützte Atmosphäre der Kindertagesstätte ist e in ideales Lern - und Übungsfeld für gemeinschaftliches Handeln und das Einüben demokratischer Prozesse. Beteiligung ist bereits für junge Kinder möglich. Das Kindesalter spielt für die Beteiligungsform eine Rolle, nicht jedoch für die Beteiligung als solch e. Die Erfahrungen zeigen, dass Kinder durchaus fähig sind, ihren Lebensalltag Seite 15 von 67 bewusst und gezielt mitzugestalten. Sie entscheiden z.B., ob und womit sie spielen möchten. Aufgabe der Erzieher/in ist es hier, die individuellen Wü n- sche des Kindes zu e rfragen, zu respektieren und zu berücksichtigen. Auch einen Teller wegräumen bedeutet Beteiligung im Sinne von Verantwortung für sich und andere. Sich auf den Weg machen heißt bei educcare, individuelle Ausgangssituat i- onen mit den pädagogischen Zielen der Konze ption und den aktuellen Not- wendigkeiten zu verbinden. Sie setzt die Partizipation von Kindern als unab- dingbar voraus. Institutionalisierte Instrumente der Partizipation der Kinder sind: Redekreis / Morgenkreis Kinderkonferenz gemeinsame Reflexion mit Kinder im Anschluss von Angeboten Die Kinder erfahren durch ihre aktive Beteiligung, dass sie kompetent sind, Einfluss nehmen, Dinge in Bewegung bringen und Richtungen steuern kön- nen. Es ist die Bestätigung, mit jeder Ansicht und jeder Idee wichtig zu sein und kleine sowie große Welten gestalten zu können. 3.3.3 Kreativität als Bildungsansatz Die educcare Bildungs - und Betreuungskonzept ion formuliert durchgängig ein Bild vom Kind, das dessen Selbstbildungspotenziale, Selbstbestimmung und –bewusstsein, sowie die Freih eit des Denkens und Handelns betont. Auf dem Weg der Persönlichkeitsentwicklung des einzelnen Kindes nimmt die Erfahrung mit bzw. die Übernahme von Verantwortung einen besond e- ren Stellenwert als methodisches Instrument im pädagogischen Alltag ein. Daraus leitet sich die Forderung ab, dass educcare Kindertagesstätten krea- tive, d.h. ergebnisoffene, prozessorientierte und experimentelle Lernorte sein müssen. Seite 16 von 67 So wird „Kreativität“ nicht nur auf das schöpferische Tun innerhalb künstleri- scher Prozesse reduzier t, sondern als „kreative Lernkultur“ im ganz „norma- len“ Alltag gesehen und gefördert. Dies hat zur Folge, dass die Berücksichtigung kindlicher Autonomie und Verantwortung vorrangig betrachtet wird und Angebote primär unter dem Fokus der Entwicklung kreativ en, individuellen Lernens geplant bzw. ausge- wertet werden. Gleichzeitig stuft sich die überwiegende Anzahl von Erzieher/innen als „krea- tiv“ ein. Damit stehen den Kindern „bewusst“ kreative Vorbilder zur Verfü- gung, die eine Verbindung zur Problemlösungskom petenz und zur grund- sätzlichen Haltung von Neugier, Offenheit und Experimentierfreude herstel- len. Hauptziele, die im Projektauftrag Kreativität beschrieben sind und bezüglich der Kinder erreicht werden sollen: Die Kinder in den educcare Einrichtungen vert rauen in ihre Fähi g- keit, schöpferisch zu denken und zu handeln. Sie haben ihre individuellen Einstellungen und Gestaltungskomp e- tenzen maximal entwickelt und nutzen ihr kreatives Potenzial vielfä l- tig und umfassend. Durch die Klientel der Mitarbeiter und M itarbeiterinnen des Auftraggebers könnte sich zusätzlicher Bedarf an die pädagogische Arbeit ergeben: bildungsnahe Familien mit entsprechenden Anforderungen an die Qualität der Einrichtung ausgeprägte Angebote in den Bereichen Musik, Ernährung, Wahrnehmung, Natur / Naturwissenschaft, mathematische Grunderfahrungen, Medien / Technik, … Seite 17 von 67 intensiver und qualifizierter Austausch über Entwicklung des Kindes. Gestaltung und Einbeziehung des Außengeländes (Natur) in den pädagogischen Alltag die Gestaltung des Außengeländes soll zur Bewegung s- freude, Neugier auf neue Bewegungsabläufe und motor i- schen Herausforderungen anregen zu einem späteren Zeitpunkt werden partnerschaftliche K o- operationsmodelle (z.B. mit Kitas im Bereich „Übergänge gestalten“, Frühförderstell en oder Familienberatungen) a n- gestrebt. 3.3.4 Angestrebter bilingualer Kita-Alltag Eine zweite Sprache schafft Zugang zu anderen Menschen und Kulturen. Sie ist der Anfang von Internationalität. Gerade in den ersten Lebensjahren sind die Möglichkeiten eines spie lerischen Sprach erwerbs so gut wie nie wieder. Zugleich eröffnen gute Sprachkenntnisse den Menschen Chancen in der persönlichen Entwicklung. Deshalb gilt es, den Spracherwerb in der Kindertagesstätte gezielt zu fördern. Mehrsprachige Förderung und das Erlernen der Muttersprache bilden keinen Widerspruch, sondern eine Ergänzung. Voraussetzung für den Spracherwerb ist ein möglichst intensiver und anhaltender Umgang mit der Sprache. Im Krippen- und Kindergartenalter ist es eine Hauptaktivität der Kinder, neue Laute, Worte, Sätze und Wendungen zu erfassen und zu entschlüsseln. In diesem Alter ist das Fenster für Sprachen weit geöffnet, und das Leben in der Tages stätte stellt mit seiner Fülle eine ideale Voraussetzung für den Spracherwerb dar. Die Zweitsprache wird – im Grunde wie die Erstsprache – mit der Immersionsmethode erlernt, im sogenannten „Sprachbad“. Dies bedeutet, dass eine der der beiden Gruppenerzieherinnen konsequent mit den Kindern in der Fremdsprache als Alltagssprache – bisher in allen Seite 18 von 67 educcare Kindertagesstätten Englisch – spricht. Diese klaren Sprachtrennungsregeln nach dem Prinzip „eine Person – eine Sprache“ erleichtern den Kindern den (Zweit)Spracherwerb. Die Kommunikation wird – ebenfalls wie in der Muttersprache – unterstützt durch Mim ik, Gestik und begleitende Aktivitäten, die den Kindern weitere sinnstiftende Informationen liefern. Bilingualität (deutsch -englisch) mittels der Immersionsmethode gilt durch ihren natürlichen und spielerischen Ansatz nachweislich als die erfolgreichste Methode des Zweitspracherwerbs. Die englisch sprachige Erzieherin ist eine ausgebildete pädagogische Fachkraft und Muttersprachler/in bzw. Mitarbeiter/in mit annähernd "Native Niveau" und mindestens einem Jahr Auslandsaufenthalt. Die als „Native Speaker“ eingesetzten Erzieher/innen vermitteln mit und neben der Sprache auch die Kultur des Landes. Ausschließlich diese Erzieherinnen sprechen mit den Kindern in der zweiten Sprache, wodurch keine Sprachvermischung zustande kommt. 3.3.5 Bewegungs- und Gesundheitsförderung Bewegungsförderung findet in den educcare Kindertagesstätten täglich auf unterschiedliche Art statt: Auf dem Außengelände, bei (Wald -) Ausflügen, auf Spielplätzen oder in Turnräumen. Unterstützt wird die natürliche Bewe- gungsfreude von Kindern zudem du rch eine Raumgestaltung, die Körperer- fahrung von klein an ermöglicht (z. B. durch Podeste, zweite Ebenen, Hän- geschaukeln) Die Lust an Bewegung zu erhalten und zu fördern ist ein w e- sentlicher Bestandteil de r educcare Bildungs - und Erziehungskonzeption und w ird entsprechend von den Erzieher/innen „selbstverständlich“ in den Tagesablauf eingebunden. Kinder entdecken und erforschen ihre Umwelt, indem sie sich bewegen. Sie erhalten zahlreiche Informationen über die Sinnessysteme und den Körper und machen dadurc h Erfahrungen über sich selbst und ihre Umgebung. Sie Seite 19 von 67 erleben durch ihre Aktivität, dass sie imstande sind, etwas zu leisten und etwas zu bewirken. Sie erfahren, dass sie durch körperliche Handlungen Selbstständigkeit und damit auch Unabhängigkeit erreichen können. Bewegung und Wahrnehmung sind die ersten Instrumente zur Bildung des Selbstkonzeptes und mithin auch die prägenden Erfahrungen für die Identi- tätsentwicklung. Damit ist Bewegung nicht nur Grundvoraussetzung für eine körperliche Entwicklung, sonde rn auch für die geistige und emotionale Ent- faltung. Werden Sinneserfahrungen gering geschätzt oder vernachlässigt, gehen diese Informationen für die innere Verarbeitung verloren. Gesundheitserziehung bedeutet, ein Kind zu befähigen, für sein eigenes Wohlergehen zu sorgen. Körperpflege, vielfältige Bewegungsangebote, Ru- he und Entspannung, gesunde Ernährung und ein unbefangenes Verhältnis zu Körper und Sexualität gehören dazu. Ziele der Bewegungs- und Gesundheitsförderung: Entwicklung des Körperschemas: Den eigenen Körper wahrnehmen, innere Empfindungen spüren, sich wohlfühlen, seiner Möglichkeiten und Grenzen bewusst sein... Einsatz und Steuerung des Körpers in unterschiedlichen Situatio- nen: Koordination, Anspannung –Entspannung, zielgerichteter Ein- satz der Muskulatur Grundverständnis über die Körperfunktionen entwickeln: Wissen darüber erlangen, was dem Körper gut tut und was ihm schadet Bewusstsein der eigenen Entwicklungsmöglichkeiten aufbauen: Z u- sammenhänge erkennen zwischen Bewegung und Wohlbefinden Fingerfertigkeit / Handgeschicklichkeit: Gezieltes Bewegen, greifen und loslassen unterschiedlicher Gegenstände/ Materialien, Auge – Hand–Koordination: Einen Faden in die Nadel fädeln, Flüssigkeit in unterschiedliche Gefäße schütten, einen Ball aus der Luft fangen... Seite 20 von 67 Erfahrungen sammeln: Bewegung an der frischen Luft bei jedem Wetter und zu unterschiedlichen Jahreszeiten als spannend erleben Vorfreude entwickeln: Auf alle Fertigkeiten, die ein Mensch lebens- lang handhaben kann. 3.3.6 Musikerziehung Der Aufbau von musisc hen Fähigkeiten ist ästhetische Bildung. Sie schafft Vertrauen zu sich selbst und durch das musische Zusammenspiel auch zu anderen Kindern. Vor diesem Hintergrund räumen educcare Tagesstätten den Kindern den größtmöglichen Spielraum für die eigene Fantasi e ein. Sie stellen den Ki n- dern Materialien bereit, mit denen sie wirklich gut arbeiten können und schaffen ihnen den Platz, der Ihrem kindlichen Bedürfnis nach persönlichem Ausdruck und raumgreifender Aktivität Rechnung trägt. Kunst und Musik als „Sprach d er Emotion“ ist ein schöpferischer Prozess, in dem die Kinder Empfindungen, Gefühlen, Beziehungen, Problemen, vorübergehenden Th e- orien, Ideen von etwas Möglichem wie offensichtlich Unmöglichem Gestalt geben. Wofür wir uns verantwortlich einsetzen: aktives gestalterisches Lernen Erweiterung der Lebenskompetenzen Die integrative Musikförderung betrifft den Gehörsinn z. B. Fähigkeit Laute differenziert zu hören, Entwicklung von Sprachrhythmus und –melodie. 3.3.7 Natur und Naturwissenschaften Kinder wollen die Zusamm enhänge ihres lebensweltlichen Umfeldes ergrün- den und brauchen dafür Raum. Erfahrungen in und mit der Natur betreffen die belebte Welt – den Umgang mit Pflanzen und Tieren – wie die unbelebte Natur. Die belebte Natur ist traditioneller Bestandteil der pädagogischen Arbeit. Kinder nehmen ihre Welt durch Beobachten, Beschreiben, Vergle i- Seite 21 von 67 chen und Bewerten wahr. Dabei berühren sie ihrem Interesse und ihrer e i- genen Logik folgend Themen aus der Biologie, der Chemie, Physik und Technik: Warum fallen die Blätter von den Bäumen? Was schwimmt da oben auf der Suppe und warum? Woraus besteht ein Regenbogen? Warum kann ich mich nicht von meinem Schatten trennen? Staunen – als Ausgangspunkt – regt die Neugier an, weckt den Forscher- geist und unterstützt die Kinder, ihr int uitives Wissen oder die diffuse Kennt- nis von etwas zu überprüfen. Waldtage, Natur und naturwissenschaftliche Projekte sind mit kindorientier- ten Themen Teil des pädagogischen Alltags – passend zum Entwicklungs- stand des Kindes und mit unmittelbarem Lebensbez ug. So lernen die Kinder in kleinsten bis hin zu übergeordneten Zusammenhängen. Sie erweitern Wissen und Fähigkeiten, übernehmen Verantwortung und entwickeln B e- wusstsein für den Umweltschutz. 3.3.8 Medien und Technik Kinder wachsen von Geburt an mit Medien und T echnik auf. Sie zeigen Inte- resse an deren Funktionen und Verwendungsweisen. Bereits von Anfang an begeistern sie sich für das Telefon, den Lichtschalter oder den Kühlschrank. Ihre ersten Kontrollerfahrungen machen sie, indem sie Geräte ein – und aus- schalten, Knöpfe drücken und sehen, was passiert. Sie haben unterschiedl i- chen Zugang zu Fernsehern, Computern und Videospielen und nichts ver- schließt sich ihrer Neugier. Entsprechend verantwortungsbewusst müssen Erwachsene planen, agieren und reagieren. Kinder ve rstehen die Bedeutung unterschiedlicher technischer Geräte am besten, wenn sie sie als nützliches Werkzeug im Alltag erfahren. Radio, CD – Seite 22 von 67 Player, Telefon, Kamera, PC sind nur einige Beispiele aus der Informations – und Kommunikationstechnik, mit denen Kinde r heute selbstverständlich aufwachsen. Lichtschalter, Waschmaschine, Mixer, Bohrmaschine, Auto und andere Beispiele lassen Kinder erkennen, dass Technik dem Menschen die Arbeit erleichtert oder auch mitunter nicht funktioniert. Kinder setzen die Dinge mit ihrer Erfahrungswelt in Bezug. Kann der Mensch auch einmal nicht funktionieren? Wer repariert ihn dann? Medien und Technik sind in diesem Sinne ein nicht wegzudenkender Teil der pädagogischen Arbeit. Die Fragen liefern die Kinder entwicklungsentsprechend von ganz allein. 3.3.9 Raumnutzung und -gestaltung oder „Raum als dritter Erzieher“ Die Räume in den Kindertagesstätten und in den Außenbereichen sind als Erfahrungswelten konzipiert und stellen so die Betätigungsmöglichkeiten sicher, die Kinder für ihre Bildung sprozesse brauchen. Sie unterstützen die Eigenaktivität von Kindern, Selbstbestimmung und Verantwortung. Entspr e- chend ausgestattet sind die konkreten „Spielräume in der Praxis: funktion s- bereite Materialien, einladend gestaltende Nischen, wechselnde, attrak tive Herausforderungen. Räume haben Ordnungen und bieten damit Orientierung und Verlässlichkeit für Kinder. Ihre Gestaltung fördert Kommunikation, soziales Miteinander, Körpererfahrung und ästhetische Bildung. Bei der Gestaltung der „Spielräume“ sind Abwec hslungsreichtum und Rei z- überflutung sorgsam abzuwägen. Kinder werden durch die Gestaltung der Räumlichkeiten auf den Zeitgeist, Unterschiede zwischen den Kulturen und subjektive Geschmacksvorstellu n- gen aufmerksam. Sie setzen sich mit diesen auseinander, je mehr Einfluss sie auf die Gestaltung nehmen. Die pädagogische Arbeit educcares basiert unter anderem auf der Reggio -Pädagogik, bei der der Raum eine sehr wic h- tige Rolle spielt: „der Raum als dritter Erzieher. Räume wirken als reichhalt i- ge, vorbereitete Um gebung, die den Kindern sowohl Anregung und Herau s- Seite 23 von 67 forderung bieten, als auch Geborgenheit und Rückzugsmöglichkeiten. Sie können als Gruppenräume strukturiert sein, wie auch als Funktionsräume, z.B. Räume für Atelier, Bewegung, Entspannung etc. Einrichtung und Mate- rial haben durch die Präsentation Aufforderungscharakter, bieten ordnende Orientierung, ermöglichen unterschiedliche Perspektiven, fordern verschi e- dene Wahrnehmung heraus und laden zum forschenden Lernen ein.“ Der Raumgestaltung kommt in den educca re Kindertagesstätten eine wichtige Bedeutung zu, denn diese wirkt sich wesentlich auf die Persönlichkeitsen t- wicklung der Kinder aus. Neben den verschiedenen Räumen für Bewegung, Ruhe, Entspannung usw. haben auch die räumlichen Bedingungen wie Licht, Farben und Akustik eine wesentliche Bedeutung. Der Lärmpegel ist in Kindertagesstätten mit ca. 80 Dezibel enorm hoch. Damit sich Kinder in der Einrichtung beim Spielen und der kreativen Entfaltung nicht gestört fühlen sind Schallschutzdecken oder geräuschdämmen de Fußbodenbeläge ein Muss. In den Gruppenräumen wird auf große Fensterfronten geachtet, denn bei Tageslicht ist nicht nur die Sinneswahrnehmung anders geschärft als bei Kunstlicht, sondern das Tageslicht steuert die körperlichen Vorgänge wie Körpertemperatur, Stoffwechsel, Herzschlag, Gehirntätigkeit und Hormo n- produktion. In den Schlafräumen werden gerne sogenannte Hochebenen eingebaut, diese dienen zum einen als platzsparende Schlafmöglichkeit, zum anderen als Spiel- und Kletterobjekt zu Nicht-Schlafenszeiten. Das Außengelände sollte möglichst direkt an die Einrichtung angrenzen. Die Gesamtfläche sollte in verschiedene Funktionsbereiche unterteilt werden: Sand, Wiese, fester Boden, Rückzugsmöglichkeiten, Wasser -/Bachlauf mit Auffang-/Spielbecken und mit Trinkwasser, unterschiedliche Höhen und Tiefen, naturnah (Einbindung vorhandenen Baumbestandes), Wege für Ki n- derfahrzeuge, Klettergerüste (möglichst aus Holz), Spielbereich für Kleins t- kinder. Seite 24 von 67 3.3.10 Verpflegung educcare hat ein umfassendes Verpflegungskonzept entwickelt, das den Leitungen, Teams, Eltern und Auftraggebern zur Verfügung steht. In dem Konzept wird der Umgang mit Speisen, Hygienevorschriften und praktisches Vorgehen im Detail erläutert. Ernährung bedeutet mehr als nur ausreichende Nahrungsaufnahm e. Der Genuss ist wichtig, genauso wie die Versorgung mit wertvollen Nährstoffen. Eine vielfältige und ausgewogene Ernährung fördert die Entwicklung der kognitiven und motorischen Fähigkeiten der Kinder. Bei educcare werden täglich rund 2.200 Kinder (Stan d September 2018) verpflegt – vom Frühstück über das Mittagessen bis hin zum Nachmittagssnack, je nach Angebotsumfang der Kita. Das Verpflegungskonzept soll die Ernährungsversorgung der Kinder in educcare Kindertagesstätten sichern. Es dient übergreifend d er Qualitätssicherung in allen educcare Einrichtungen. educcare Mitarbeitern bietet es einen fachlichen Leitfaden und Eltern eine Informationsgrundlage für die Ernährung ihrer Kinder. Sprachliche Bildung/ Sprachförderung Sprache ist – im Unterschied zu Kr abbeln, Laufen, Klettern usw. – die einzige Fähigkeit, die nur im beständigen, unmittelbaren Kontakt zu einem Menschen gelernt und verfestigt werden kann. Kinder nehmen wahr, wie Menschen miteinander kommunizieren, wie sie einander zuhören und gehört werden. Sprachliche Bildung beginnt in den ersten Lebenswochen. Sie ist ein kontinuierlicher Prozess, der über Kindheit, Schule und Ausbildung hinaus andauert. Kommunikation umfasst die verbale und auch die nonverbale Verständigung wie Gestik, Mimik, Körperspr ache, Tonfall, Rhythmus. Sprechfreude, Entwicklung der Körpersprache, Lautbildung, Neugierde und Seite 25 von 67 Interesse an Reimen, an Geschichten, Büchern und fremden Sprachen, die Erweiterung von Wortbildung und Satzbau, die Fähigkeit zum Ausdruck von Gefühlen und Bed ürfnissen und aktives Zuhören stellen die ersten Bildungsziele in der Sprachentwicklung dar. Im frühen Kindesalter besitzt die nonverbale Kommunikation hohe Bedeutung als Ausdrucksform und Kontaktmittel. Dies stellt entsprechende Anforderungen an den Erwa chsenen, sich einzufühlen, zu verstehen und in den Dialog zu treten. Kinder wollen sich ausdrücken, sich verständlich machen können. Sie brauchen verantwortliche Vorbilder, Anerkennung und Ermutigung für die Nutzung all ihrer sprachlichen Möglichkeiten. K inder ohne die Erfahrung positiver Resonanz verstummen. Spracherwerb hat als „Produktion von Lauten“ etwas Spielerisches, Experimentelles und in gleichem Maße Sinnstiftendes. Sprachentwicklung basiert auf dieser Lust an Tönen, Sprachmelodien und Wortspiele n. Sie bilden im ständigen Dialog die Basis für die Förderung im Alltag. In der Gemeinschaft erleben Kinder, welches Gewicht ihre Stimme hat. Je mehr Kinder in einen Dialog einbezogen sind, umso mehr Anreiz und Motivation erhalten sie, sich sprachlich weiterzuentwickeln. Schriftzeichen stehen für die Laute der gesprochenen Sprache. Kinder lernen, dass diese Zeichen Inhalte vermitteln. Die Entdeckung von Zeichen, Zahlen, Buchstaben sind ein Meilenstein auf dem Weg zum abstrakten Denken. Die Möglichkeit, si ch mitzuteilen, ohne selbst anwesend zu sein, ja sogar die ganze Welt zu erreichen, ist für Kinder ein faszinierender Gedanke. Selbst erfundene Zeichen, der Wunsch, den eigenen Namen sichtbar zu machen, oder auch die Entdeckung von Zahlen auf dem Weg zum Kindergarten sind Ausdruck dieses Entwicklungsschrittes. Seite 26 von 67 Ziele der Sprachförderung: Sprache als persönliches Ausdrucksmittel genießen, sprachliche Vielfalt mit Spaß erleben Stärken des einzelnen Kindes in seiner Beziehung zur Welt: Erfahrun- gen und Gedanken verbal ausdrücken und andere verstehen können kommunikationsoffene und anregende Gestaltung der Atmosphäre und des Raumes sich der Familiensprache als Teil der eigenen Identität bewusst sein Korrekter und bewusster Umgang mit der deutschen Sprache und – in den meisten educcare Tagesstätten – mit einer zweiten Sprache (Vor- bildfunktion) Vergrößerung des Wortschatzes, nach Bedeutungen von Worten fragen, Lernen in Sinn-zusammenhängen altersgemäße grammatikalische Kompetenz phonologisches Bewusstsein (Reime, Silben, einzelne Laute) Schönheit von Sprache(n) und Schrift(en) entdecken, Wahrnehmen und Aufgreifen des Interesses der Kinder an Schriftsprache (eigener Name, Hausnummern, chinesische Zeichen) Zeichen, Ziffern, Symbole, Piktogramme erkennen, eigene Zeichen er- finden 3.3.11 Öffnungs-, Schließ- und Betreuungszeiten Die Betreuungszeiten sollen den Eltern Planungssicherheit und Flexibilität gewähren, aus pädagogischen Gründen jedoch maximal 9 Stunden pro Tag betragen: Öffnungszeiten im Jahresverlauf: In der Regel habe n educcare Einrichtu ng zwanzig jährliche Schließtage . Innerhalb dieser Schließtage können die fünf Fortbildungs -/ Konzept -/ Teamtage für das Team stattfinden. Im ersten Jahr sind für eine qualitative Seite 27 von 67 hochwertige Einarbeitung der Mitarbeiter zwei weitere Te amfortbildungstage vorgesehen, die in der o. g. Schließungszeit stattfinden können. Öffnungszeiten je Tag: Die Öffnungszeiten sollten sich nach den Anforderungen der Eltern richten. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag. Die Uhrzeit kann je nach Bedarf zwischen 7:00 Uhr und 19:00 Uhr festgelegt werden. Hier richtet sich educcare flexibel nach dem Bedarf der Eltern und der Kommune , so dass auch eine spätere oder frühere Öffnung umgesetzt werden kann. Sonstige, ergänzende Betreuungsangebote / Stundenbuchung: Um Flexibilität in der Betreuung zu ermöglichen, kann educcare weitere Möglichkeiten anbieten, die bei Bedarf mit dem Sozial - und Jugendamt besprochen werden können. Dazu gehören z.B. die zeitweilige Buchung von Zusatzstunden innerhalb und außer halb der Öffnungszeiten. Diese werden von den Eltern gebucht und auch bezahlt. Buchungskontingente mit zubuchbaren Stunden (angekündigt wie auch unangekündigt). Notfallbetreuung soweit rechtlich zulässig und gewünscht kann educcare auch Platzsharing einrichten. 4 Kinderschutzkonzept educcare versteht sich als ein Träger, der sich für das Wohlergehen und den Schutz der ihm anvertrauten Kinder verantwortlich fühlt. In der engen Z u- sammenarbeit zwischen Kindern, Eltern, Pädagogen und dem Träger so r- gen wir dafür, dass sich die Kinder sicher, wohl und geborgen fühlen, uns e- rem Anspruch folgend, Kindern, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, ein zweites zu Hause und ein exzellenter Bildungsort zu sein. Seite 28 von 67 educcare hat ein Kinderschutzkonzept entwickelt, dass alle G rundsätze zum Kinderschutz, sowie den praktischen Umgang darstellt. Die educcare Konzeption bildet die Grundlage der pädagogischen Arbeit. Somit ist Sicherheit für alle Beteiligten gewährleistet: für Kinder, sich in anregender und beschützender Umgebung i ndivi- duell entfalten zu können für Eltern, die sich als Erziehungspartner an - und ernstgenommen fühlen für Pädagogen, die die individuelle Ausprägung vor Ort gestalten und sich weiterentwickeln wollen und für den Träger in seiner Gesamtverantwortung. Das Kinderschutzkonzept versteht sich als wichtiger Bestandteil der edu c- care Konzeption. Wir haben ein gemeinsames Verständnis von Kinderschutz geschaffen, welches für alle educcare Einrichtungen verbindlich ist. Ziel des educcare Schutzkonzeptes ist es, den p ädagogischen Fachkräften Orienti e- rung und Handlungssicherheit im Krisenfall zu geben. Neben der Fürsorge für das Wohl des Kindes, haben wir gleichzeitig die Fürsorge der Mitarbe i- tenden im Blick. 5 Integration, Inklusion und Genderthematik Inklusion ist der folgerichtige Schritt auf die Bemühungen der Integration. Sie eröffnet allen Kindern die Möglichkeit, ihr Recht auf die Erreichung ihres individuell höchstmöglichen Bildungszieles wahr zu nehmen. In den UNESCO „Leitlinien für die Bildungspolitik“, die von der Bundesrepublik Deutschland unterschrieben wurden, geht es um die Inklusion von Kindern mit Entwicklungsschwierigkeiten. „Inklusive Bildung bedeutet, es allen Menschen in gleichem Maße zu ermöglichen, an hochwertiger Bildung teilzuhaben und ihr Potentia l zu entwickeln. Dieser Seite 29 von 67 Anspruch ist universal und gilt unabhängig von Geschlecht, sozialen und ökonomischen Voraussetzungen oder besonderen Lebensbedürfnissen.“ educcare Kindertagesstätten stehen allen Kindern offen. Jedes Kind ist willkommen, kein Kind wird ausgegrenzt! Unser Leitsatz „Ein Kind ist, was in ihm steckt“ verdeutlicht die Offenheit und Achtung gegenüber der Verschiedenheit und des Andersseins eines jeden Kindes mit all seinen Potentialen und Herausforderungen. Im Sinne und im Anspruch ermögl icht educcare allen Kindern, insbesondere auch den Kindern mit Benachteiligungen und besonderen Bedürfnissen: Respektierung der eigenen Persönlichkeit Würde und Selbständigkeit Selbstvertrauen und Begeisterung beim Lernen ein ausgeglichenes Lern- und Betreuungsumfeld Geselligkeit, Freundschaft und Zusammenarbeit mit anderen kulturelle Unterschiede und Vielfalt Wohlfühlen im familiären Umfeld. educcare ist der festen Überzeugung, dass es notwendig und sinnvoll ist, behinderte und nichtbehinderte Kinder so fr üh wie möglic h zusammenzuführen, da sich Einstellungen und Vorurteile bereits im Kindergartenalter bilden und da von der Umwelt Bewertungen von Behinderung übernommen werden können. educcare sieht folgende Vorteile gemeinsamen Spielens und Lernens: das Le rnen der Akzeptanz von "Anderssein", das für die Identitätsbildung behinderter Kinder besonders wichtig ist das Verarbeiten von neuen Erfahrungen, die sich für nichtbehinderte Kinder im Kontakt mit behinderten Kindern ergeben die Vermeidung von Vorurteilen das unbefangene Aufeinander zugehen Seite 30 von 67 die Chance, verstärkte soziale Kompetenzen zu entwickeln, die sich für nichtbehinderte Kinder aus der Vielfalt an anderen Kontaktmöglichkeiten ergeben der Anreiz der gegenseitigen Vorbildfunkt ion bei der Ausbildung sozialer, sprachlicher, kognitiver und sensomotorischer Fähigkeiten. educcare–Bildungseinrichtungen beschränken sich nicht auf das Zusammensein von behinderten und nichtbehinderten Kindern an gemeinsamen Spiel - und Lernorten, sondern schließen ein gemeinschaftliches Betreuungsangebot ein. Wir gehen auf die individuellen Bedürfnisse aller Kinder ein, insbesondere derjenigen Kinder, die ohne einen speziellen Aufwand an Betreuung und Pflege nicht zurechtkommen. Voraussetzung ist eine vertrauensvolle Zusammenarbei t mit allen Beteiligten des Netzwerks: mit den Eltern des Kindes, den behandelnden Ärzten und Therapeuten, den sonderpädagogischen Einrichtungen, dem Sozial - und Jugendamt, ggf. auch den Integrationshelfern. educcare Bildungseinrichtungen erfüllen nicht nu r integrative Aufgaben im sozialen Umfeld des Kindes und seiner Familie, sondern sie sind auch eingebunden in eine umfassende Förderung und gemeinsame Erziehung und Bildung. Wir vereinbaren und verfolgen gemeinsame Ziele. Die Erwartungen an das Spielen und das Lernen berücksichtigt den jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes. educcare Erzieher/innen und Mitarbeiter/innen zeichnen sich durch hohe Empathie und Engagement in ihrer Arbeit aus. Sie sehen sich als Ansprechpartner/innen für die Herausforderungen, Unsicherheiten bis zu Ängsten der Eltern, beraten und geben wenn möglich Hilfestellung. Sie verfügen über Kooperationsmöglichkeiten mit verschiedenen Partnern und Institutionen. Seite 31 von 67 Eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Inklusionsarbeit ist neben der interdisziplinären Kooperation die Fort - und Weiterbildung der Mitarbeiter/innen und ihre pädagogische Begleitung. 5.1 Interkulturelle Arbeit der Kindertageseinrichtungen Die educcare Kindertagesstätten orientieren sich in besonderer Weise an den Idee n der internationalen Verständigung, der interkulturellen Bildung und des Lernens gemäß der Leitlinien der UNESCO -Projektschulen/- Bildungseinrichtungen. Die Einrichtungen unterstützen aktiv das Ziel der UNESCO – die Erziehung zu internationaler Verständigu ng und Zusammenarbeit – in allen Bereichen. Die Themen Toleranz, Demokratie, Nachhaltigkeit und globale Entwicklung werden in den educcare Kindertagesstätten bereits intensiv und verlässlich gelebt. So wurde beispielsweise die educcare Kindertagesstätte in der Stuttgarter Hasenbergstraße von der Deutschen UNESCO -Kommission zur „mitarbe i- tenden UNESCO Projektschule“ ernannt. Zielsetzung es ist, Kindern die Fähigkeit, das Wissen und die Verhalten s- weisen zu vermitteln, die sie für eine glückliche und erfolgrei che Zukunft benötigen. Dies schließt die Erziehung zu internationaler Verständigung und Zusammenarbeit ausdrücklich mit ein. Soziale Beziehungen sind die Grundvoraussetzung aller Bildungsprozesse. Die Welt, in der Kinder aufwachsen, ist von kultureller und sprachlicher Viel- falt geprägt. Interkulturelle Kompetenz hat in den educcare Kindertagesstä t- ten eine hohe Bedeutung. Dabei gilt es, kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu entdecken. Mehrsprachigkeit und Multikulturalität werden in den Einrichtunge n als Bereicherung und Chance gelebt. Die Tagesstätten spiegeln die Vielfalt unserer Gesellschaft wider. Verschiedene Familienkult u- ren mit unterschiedlichen Vorstellungen werden durch die Familien und Mi t- arbeiter/innen repräsentiert. Seite 32 von 67 5.2 Integration und interkulturelle Orientierung Weder gegenüber dem einzelnen Kind noch gegenüber der Gesellschaft ist es zu verantworten, dass anforderungsgerechte Betreuung und Bildung nur wenigen zugänglich ist. educcare vertritt entschieden die Auffassung, dass hochwertige Bi ldung allen Kindern und Familien zugänglich sein muss. Durch konsequentes Kostenmanagement gelingt es educcare in der Regel, mit der regulären öffentlichen Förderung für freie Träger die ortsüblichen Elternbeiträge beizubehalten. Neben den Elternbeiträgen sind hier die richt i- ge Ansprache der Familien sowie bedarfsgerechte Angebote entscheidend. Weiterhin ist es für educcare selbstverständlich, Kinder und Familien aufz u- nehmen, bei denen die verantwortlichen Stellen besonderen Handlungsb e- darf sehen. educcare Tagesstätten sind zweites Zuhause für alle Kinder und ihre Familien, unabhängig von Abstammung, Sprache, Herkunft, Welta n- schauung oder Konfession. Die Tür steht für sie stets offen, ob es sich um Betreuungs-, Beratungs-, Gesprächs-, Vermittlungsbedürfnisse handelt oder um öffentliche Veranstaltungen oder private Feiern. Die educcare Einrichtungen sind exzellente Bildungseinrichtungen, in denen jedes Kind in einer Erziehungspartnerschaft mit den Eltern individuell begle i- tet und umfassend gefördert wird. Ansp ruch von educcare ist es, dass die Elternschaft in der Zusammensetzung das soziale Umfeld widerspiegelt. Im Verbund mit lokalen Einrichtungen beteiligt sich die Kita aktiv am kommun a- len Leben und erweitert so das Angebot für Familien. Die interkulturelle O ri- entierung der educcare Kindertagesstätten zeigt sich allein schon durch die bilinguale Ausrichtung jeder educcare Kita (bisher deutsch / englisch), die bei Bedarf z.B. auch deutsch / türkisch sein könnte. Zudem arbeiten die Einrichtungen nach den UNESCO Leitlinien, deren Grundsätze u.a. die Fö r- derung von Demokratie, gegenseitiger Achtung und Toleranz sind. In den Einrichtungen werden die unterschiedlichen Kulturen gelebt und somit ke n- nen gelernt als auch das gegenseitige Verständnis füreinander gefördert. Unterschiede werden als Chance und Ressource betrachtet, den Alltag in Seite 33 von 67 der Kindertagesstätte zu bereichern und für die Kinder weitere Lernmöglic h- keiten zu schaffen. 5.3 Integration von Kindern mit Behinderung educcare Kindertagesstätten stehen konzeptionell allen Kindern, unabhä n- gig von Religion, sozialem Status, kulturellem Hintergrund oder körperlichen/ seelischen Beeinträchtigungen, offen. Leitsätze wie „Jedes Kind ist anders“ und „Ein Kind ist, was in ihm steckt“ verdeutlichen die Offenheit gegenüber der Verschiedenheit und die Achtung des Andersseins mit all den Potenti a- len und Herausforderungen, die eine solche Haltung birgt. Die educcare Kindertagesstätten streben ein Spiegelbild des gesellschaftl i- chen Umfeldes an. Dies bedeutet, jedes Kind ist willkom men, und kein Kind soll ausgegrenzt werden. Jedes Kind wird entsprechend seiner individuellen Entwicklung und seiner individuellen Interessen und Stärken anerkannt und gefördert. Bei Kindern mit besonderem Förderbedarf ist eine intensive Zusammenarbeit mit den Eltern unerlässlich. Eine zusätzliche Förderkraft wird, wenn es die Situation erfordert, angestellt, entweder stundenweise oder alltagsbegleitend. Kinder mit Behinderung in den Alltag der Kindertagesstätte zu integrieren bietet eine besondere Chance, Kinder für individuelle Unterschiede zu se n- sibilisieren und ihnen mit Respekt und Achtsamkeit zu begegnen. Sie erha l- ten die Möglichkeit, den vorurteilslosen Umgang mit Gleichaltrigen zu lernen. Die Integration von Kindern mit besonderem Förderbedarf biete t für alle Kinder wichtige Entwicklungserfahrungen. Die Räumlichkeiten sind, soweit möglich und mit der Stadt abgesprochen, auf die Nutzbarkeit eines Rollstuhlfahrers ausgelegt. Im Grundsatz versuchen wir, allen Kindern einen Kitaplatz anzubieten. Seite 34 von 67 Jeder Fall sollte als Einzelfallentscheidung genauer betrachtet werden, da die Betreuung in einer Regeleinrichtung vom Grad der Behinderung abhängig ist und nicht alle Kinder in einer Regeleinrichtung ausreichend gefördert werden können. Mit den Eltern und den Förderstellen muss abgewogen werden, was sinnvoll ist. Ggf. sind unterstützende Kräfte einzusetzen (i.d.R. nach Absprache mit dem Jugendamt). Erfahrungen aus unserer Einrichtung in Stuttgart Hasenbergstraße: Es gibt zwei Integrationspl ätze. Die Kinder erha lten durch eine unterstützende Kraft entsprechen de Förderung. Die Kräfte werden von der Frühförderstelle finanziert. 6 educcare als im Sozialraum engagierter Träger educcare Kindertagesstätten verstehen sich immer als Teil einer Stadtteilgemeinschaft – mit den damit verbundenen Rechten und Pflichten. Die Aufgabe der Gemeinschaft ist es, den Familien die notwendigen Angebote „auf Augenhöhe und mit passender Ansprache“ zur Verfügung zu stellen, die sie bei der Erfüllung ihres Erziehungsauftrags benötigen. Hier zu möchte educcare verlässlich einen Beitrag leisten. Die educcare Bildungs - und Erziehungskonzeption bildet die fundierte und verbindliche Basis für die pädagogische Arbeit. Der Sozialraum und seine Familien bestimmen die konkrete Ausprägung des Profils d er jeweiligen Kindertagesstätte und der täglichen pädagogischen Arbeit. Der Auftrag der educcare Kindertagesstätte in Münster soll zum einen der Deckung des Bedarfs der Bildung und Betreuung von neu zugezogenen Kindern unter sechs Jahren liegen, zum andere n in der anforderungsgerech- ten Un terstützung der Familien und des Stadtteils . Eine Kindertagesstätte bietet sich hier idealerweise als Treffpunkt für Familien an und kann integri e- rend wirken. Seite 35 von 67 Grundsätzliches zu Münster Die kreisfreie Stadt Münster steht für Familienfreundlichkeit, Fahrradpar a- dies und Studentenstadt. Münster ist in die sechs Stadtbezirke Mitte, Nord (Coerde, Kinderhaus, Sprakel mit Sandrup) , Ost (Gelmer und Handorf), West (Albachten, Gievenbeck, Mecklenbeck, Nienberge, Häger und Roxel) , Süd-Ost (Angelmodde, Gremmendorf und Wolbeck) und Hiltrup (Amelsbü- ren, Berg Fidel und Hiltrup) gegliedert. Münster hat über 180 Kindertageseinrichtungen und ist von einer großen Träger- und Angebotsvielfalt geprägt. Ca. 30 Einrichtungen bieten als Fam i- lienzentrum Angebote für Familien im Bereich der Beratung und Unterstü t- zung. Die Stadt selbst ist Träger von 29 eigenen Kindertageseinrichtungen. Strukturdaten zum Sozialraum Das Stadtgebiet von Münster umfasst ca. 303 km² und hat ca. 310.000 Ein- wohner (Stand Dezember 2015). Stand Juni 2017 gibt es ca. 8.600 Kinder im Alter von 0 -2 Jahren in Münster. Mit den derzeitig vorhandenen Kindertageseinrichtungen kann ca. 42,4% des Betreuungsbedarfes abgedeckt werden. Im Alter von 3 -5 Jahren gibt es ca. 7.700 Kinder. Münster-Mitte – Altstadt Münster ist eine Stadt, die ihre Geschichte lebendig hält. Häuser, Kirchen und Plätze in der restaurierten Altstadt „erzählen“ Geschichten aus ve r- schiedenen Jahrhunderten und schaffen eine Kulisse, die Münster einziga r- tig war. Münster-Mitte, der zentrale und größte Stadtbezirk Münsters, umfasst den Kernbereich der Stadt mit ca. 122.432 Einwohnern (Stand Dezember 2011). Die Gesamtfläche von 23,95 km² wird in die vier Teilbereiche Altstadt, I n- nenstadtring, Mitte -Süd und Mitte -Nordost un tergliedert. Viele Sehenswü r- digkeiten Münsters finden sich in der Altstadt, beispielsweise der Prinzipa l- markt – eine Flaniermeile in historischer Kulisse – der St. Paulus -Dom, das Seite 36 von 67 gotische Rathaus in dem sich der Friedenssaal befindet, sowie der Erbdro s- tenhof – Münsters schönster Adelshof. Das Fürstbischöfliche Schloss der Stadt beherbergt heute die Universität. In unmittelbarer Nähe zur neu entstehenden Kindertageseinrichtung an der Neubrückenstraße gibt es die städtische katholische Martinischule, sowie mehrere Kitas in freier Trägerschaft, beispielsweise die Kindergruppe K o- tenbeis und die Kita Kinderwerkstatt. Nahe der neuen Einrichtung an der Sonnenstraße gibt es zwei Kitas in freier Trägerschaft, die AWO Kindertageseinrichtung Fürstenbergstraße und di e Kita Kinderwerkstatt. Amelsbüren Amelsbüren ist der südlichste Stadtteil von Münster und stark landwirtschaf t- liche geprägt. Amelsbüren ist mit einer Fläche von ca. 43,35 km² der größte Stadtteil und hat aktuell ca. 6.400 Einwohner (Stand Dezember 2015). Auch umfangreiche Waldgebiete wie die Davert und die Hohe Ward gehören zu Amelsbüren. In Amelsbüren gibt es zwei Grundschulen, die Davert Schule Amelsbüren und die Grundschule Loevelingloh, sowie drei Kindertageseinrichtungen: die Kita und Familienzentrum St. Sebastian in Trägerschaft der Kirchengemei n- de St. Clemens, die städtische Kindertageseinrichtung und Familienzentrum Sonnentau, sowie die Einrichtung Pezzettino in Trägerschaft der evangel i- schen Jugendhilfe Münsterland gGmbH. Mecklenbeck Der Stadtteil Mecklenbeck befindet sich im Westen von Münster. Meckle n- beck ist deutlich gegliedert und bietet neben Wohnvierteln auch landwir t- schaftlich genutzte Flächen und Gewerbegebiete. Aktuell leben hier rund 9.300 Einwohner auf einer Fläche von knapp 6,24 km ² und der Stadtteil ent- wickelt sich kontinuierlich weiter. So gibt es verschiedene neue Wohnb e- bauungen in der Mitte Mecklenbecks rund um die St. Anna -Kirche und auch Seite 37 von 67 ein neues Stadtbereichszentrum befindet sich an der Weseler Straße im Bau. Für sportliche Aktivi täten bietet der Stadtteil zwei Fußball - bzw. Sport- vereine, den DJK Wacker Mecklenbeck 1956 e.V. und den 1. FC Meckle n- beck, die beide zusammen auf einer der modernsten Sportanlagen von Münster und Umgebung ihre Sportprogramme ausführen (110.360m²). Hi n- zu k ommt der Skaterpark mit dazugehörigem Fußballplatz und Volleybal l- spielfeld. Für junge Leute gibt es das Kinder - und Jugendmobil, das mit zahlreichen Spiel- und Bastelmaterialien den Kindern viele Möglichkeiten zum kreativen gestalten und spielen bietet, s owie den Jugendtreff am Skaterpark und den Jugendtreff in Gelmer. Es gibt zwei Grundschulen im Stadtteil: die städtische Grundschule am Di n- bängerweg Peter -Wust-Schule und die städtisch katholsiche Grundschule Loevelinglohschule an der Wiedaustraße In unmit telbarer Nähe zur neu entstehenden Einrichtung gibt es drei Kindergärten: die Kita Kotenkotten e.V., die katholische Kindertageseinrichtung Maria Aparecida und die Kita Unter den Eichen der evangelischen Jugendhilfe Münsterland. Roxel Roxel ist ein Wohnbe reich im Stadtbezirk West von Münster . Hier wohnen 9.184 Einwohner (Stand Dezember 2015) auf einer Fläche von 19,92 km². Roxel bietet viele Freizeitangebote, beispielsweise das Roxeler Hallenbad, das Sportzentrum Roxel mit Outdoor - und Hallensportangeboten oder auch die Musikschule in Roxel, die regelmäßig Vorspiel-Konzerte veranstaltet. In Roxel gibt es eine Grundschule: die katholische Marienschule Roxel, die allen Kindern offen steht; sowie vier Kindergärten: die AWO Kindertagesei n- richtung Aloysia Delsen , zwei Einrichtungen des CVJM Münster e.V., Kita auf dem Dorn und das Anne -Jakobi-Haus und die katholische Kindertage s- stätte St. Pantaleon. Das Anne -Jakobi-Haus richtet sich mit den ve r- Seite 38 von 67 schiedensten Angeboten an unterschiedliche Altersgruppen, sowohl an Ki n- der und Jugendliche als auch an Familien. Unter einem Dach befinden sich eine Kindertagesstätte, ein Jugendbereich und ein Familienzentrum. Gerne möchte educcare sich mit den im Stadtteil Roxel vertretenen Akteuren ve r- netzen und gemeinsame Angebote für Fam ilien gestalten. Auch die Koop e- ration von pädagogischem Fachpersonal aus den verschiedenen Einrichtu n- gen sehen wir als selbstverständlich an, zum fachlichen Austausch und zur Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit. Auch die Teilnahme an For t- bildungs- und Qualifikationsveranstaltungen trägt zu einer verbesserten Z u- sammenarbeit bei. Ein „zweites Zuhause“ und exzellenter Bildungsort für Kinder und E l- tern in Münster Kindern und Eltern ein „zweites Zuhause“ und exzellenten Ort der individue l- len Entfaltung in de n Kindertagesstätten Münster zu bieten, heißt für uns ergänzend zu den grundsätzlichen Aussagen i n der educcare Bildungs- und Erziehungskonzeption zum Beispiel: Vernetzung in den Stadtteilen und in den Bezirken aktiv unterstützen u.a. zu umliegenden Kindergärten und Grundschulen kulturelle Verständigung fördern, auch über die Kindertagesstätte hinaus den hinzuziehenden Familien das Ankommen in der neuen Umg e- bung erleichtern , z.B. durch gemeinsame Ankommensfeiern, g e- meinsames Kochen, Elterncafé , sportliche Aktivitäten wie Yogaku r- se, Eltern-Kind-Zelten… Familien die Möglichkeit bieten, Teil der Gemeinschaft zu werden und Verantwortung für sie zu übernehmen Konkret könnten folgende Elemente die Realisierung des Stadtteilbezugs herstellen: Schwabschule Stuttgart Seite 39 von 67 umfeldadäquate Angebote für die Familien zur Kontaktknüpfung (z. B. Eltern-Kind-Spielgruppen, Kurse zur Erziehungspartnerschaft, E l- terncafé; gemeinsame Ausflüge in die Umgebung (beispielsweise an den Aasee, den Wolbecker Tiergarten…) interkulturelle Angebote, Veranstaltungen und Feiern (z. B . als Haus der Kulturen; o.ä.) Ort familiärer Unterstützung z. B. Sprachförderung für die ganze Familie; Bildungsveranstaltungen (Vorträge, Seminare), mehrspr a- chige Informationen, Hilfen zur Erziehung, Unterstützung solidar i- scher Netzwerkbildung z. B. für Alleinerziehende, Studenten... educcare möchte aktiv einen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung in Münster leisten und in enger Zusammenarbeit mit den bereits vertretenen Trägern, Angebote für die Familien in Münster realisieren. In Abstimmung mit den anderen Akteuren können in der Kita familienzentrum -ähnliche Strukturen geschaffen werden, um den Eltern trägerübergreifende Fortbi l- dungs- und Beratungsangebote anzubieten. Im Falle der Auftrag serteilung soll educcare in Münster den Bedarf der Bildung und Betreuung von Kindern im Alter von sechs Monaten bis zum Schuleintritt decken sowie Familien anforderungsgerecht unterstützen. 6.1 Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Das Ziel einer vorbildlichen und zugleich effizienten Bildung und Be treuung ist nur in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt erreichbar. educcare sieht das Ju gendamt als Handlungs partner, welcher die gleichen Ziele mit derselben Beharrlichkeit und gleichem „neue n Denken“ verfolgt. Eine gute Partnerschaft hat educcare schon in a nderen Kommunen in der Vergangenheit unter Beweis gestellt. Seite 40 von 67 Aufbauend auf diesen Erfahrungen würden wir gerne in den folgenden Themen mit dem Jugendamt konkret zusammenarbeiten: gemeinsame Definition und Erprobung von neuen Angeboten und Abläufen gemeinsame Durchführung von Schulungen Erfahrungstransfer aus anderen Kommunen 6.2 Zusammenarbeit mit Grundschulen oder „lebenslanges Lernen fördern“ Einen besonderen Schwerpunkt setzt educcare für Kindergartengruppen auf die Vorbereitung auf die Grundschulzeit. ed uccare entwickelt zusammen mit Grundschulen Prozessbeschreibungen für den Übergang in die Schule. Dem Übergang vom Kindergarten in das Schulsystem kommt ein besonderer Stellenwert zu, denn was bei den Kindern in der Elementar - und Primarbildung grundgelegt – oder aber versäumt – wird, prägt den weiteren Bildungsverlauf und somit auch den Bildungserfolg oder -misserfolg von Kindern und Jugendlichen entscheidend mit. Nicht nur im Hinblick auf individuelle Lebenschancen, sondern auch mit Blick auf die gesamtgesellschaftliche Entwicklung muss somit dem Übergang vom Kindergarten in die Grundschule eine besondere Verantwortung beigemessen werden. Kinder, die in die Schule kommen, stehen in der Kontinuität längst begonnener Bildungsprozesse. Kindertagesstätten und Schule haben die gemeinsame Verantwortung und Verpflichtung, durch ihre Zusammenarbeit eine weitgehende Kontinuität der Entwicklungs - und Lernprozesse für die Kinder zu gewährleisten und gemeinsam mit den Eltern Verantwortung für eine beständige, ganzheitl iche Bildungs - und Erziehungsentwicklung zu übernehmen. Die enge Verzahnung von Elementar- und Primarbereich dient der frühzeitigen und bestmöglichen Förderung für jedes einzelne Kind. Seite 41 von 67 Kindertagesstätte und Schule tragen gemeinsam und gleichberechtigt die Verantwortung dafür, dass ein guter Schulanfang kein punktuelles Ereignis, sondern eine zu gestaltende Übergangsphase ist, dass die persönliche Eigenart des einzelnen Kindes und seine Lerngeschichte berücksichtigt wird und in der Schule zur Geltung kommt, dass wechselseitig und kontinuierlich Informationen ausgetauscht, Fragen aufgenommen und Ideen entwickelt werden. educcare sieht sich deswegen in der Verantwortung, mit Grundschulen in der Umgebung zusammenzuarbeiten und Kindergartenkindern eine gute Vorbereitung auf die Schule zu bi eten. educcare sieht sich in der Verpflic h- tung die umliegende Grundschulen anzusprechen und sich zusammen mit ihnen diesen Aufgaben zu stellen (z.B. durch Kooperationsvereinbarungen, Kooperationskalender, gemeinsame Informa tionsabende, übergreifende Portfolios, Projekte zwischen Kita - und Schulkindern, Evaluierung des Übergangsprozesses). 6.2.1 Beispiel für Sozialraumorientierung: Zusammenarbeit der educcare Kita Stuttgart Hasenbergstraße mit den Grundschulen Schwabschule und Falkertschule Konkret ist es beispielsweise gelungen , an zwei öffen tlichen Schulen im Stuttgarter Westen (Schwabschule und Falkertschule) ein bilinguales Unterrichtsmodell einzuführen. Initiator waren Eltern der educcare Kindertagesstätte Hasenbergstraße. Damit ist in unmittelbarer Nachbarschaft der bilingualen Kita die Weiterführung der Bilingualität in der Schule gewährleistet. Der Erfolg der Eltern und des Trägers ist auch ein Seite 42 von 67 gelungenes Beispiel dafür, wie Kindertagesstätten Bewegung in einen Stadtteil bringen und Schulentwicklung mit gestalten können. 6.3 educcare als Partner der Stadt Münster oder „Transparenz herstellen und Kooperation leben“ Auf Grund entstehender Neubaugebiete und damit verbundenem Zuzug von Familien soll die neue Kita den Eltern anforde rungsgerechte Kinderbildung und -betreuung anbieten. Durch die flexiblen, auf die Bedürfnisse abgestimmten Angebote und Betreuungszeiten ist den Eltern die größtmögliche Planungssicherhe it in der Umsetzung ihres Lebensmodells garantiert. Die Stadt Münster will nicht ausschließlich den Bedarf abdecken, sondern auch eine qualitativ hochwertige, gut kommunizierbare Betreuung und Bildung der jüngsten Bewohner im Stadtteil Münster-Mitte zur Verfügung stellen. Die Wohn- und Lebensqualität sowie Identifikation der Bewohner mit dem Stadtteil we rden mit der Kindertagesstätte als Ort der Begegnung, des Kennenlernens und des Dialogs zusätzlich gestärkt. educcare wird verantwortlich und effizient mit der Stadt Münster zusammenarbeiten und Prozesse und Strukturen stets transparent halten und dynamisch weiterentwickeln. 6.4 Kooperation mit anderen Institutionen Grundgedanke von educcare Kindertagesstätten ist es, Familien – Kinder wie Eltern – als Partner zu sehen. Diese haben unterschiedliche Bedarfe, die sich je nach Lebens situation und Umfeld ändern können. Wir sehen es als unsere Aufgabe, Familien adäquate Angebote anzubieten: von de r hochwertigen Umsetzung unsere r Bildungskonzeption über die Beratung von jungen Eltern oder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bis hin z u offenen, generationenübergreifenden Angeboten. Seite 43 von 67 educcare richtet seine Angebote an den lokalen Anforderungen aus. Dies wird mit Hilfe der Sozialraumanalyse und Elternumfragen sichergestellt und regelmäßig überprüft. Folgende Partnerschaften werden angestrebt: Kooperationsmodelle mit Vereinen, Verbänden; Institutionen (z.B. mit (Grund-)Schulen, Sportvereinen, Museen, Bibliotheken etc.) Zusammenarbeit mit anderen freien Trägern der Jugendhilfe Kindertagesstätten Jugend- und Familienhäusern Hilfen zur Erziehung Sprachförderprojekten Vereinen Vernetzung mit anderen Trägern Austausch über pädagogische Konzepte ggf. gemeinsame Schulungen Bereitstellung der Räumlichkeiten 7 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern Erziehungspartnerschaft von Eltern und Erziehern educcare sieht in der Bildung und Erziehung der Kinder eine gemeinsame Verantwortung mit den Eltern. Das Gelingen gründet auf Respekt und Vertrauen. Voraussetzungen sind authentisches Interesse, individuelles Eingehen, gleiche Augenhöhe so wie Professionalität in der Kommunikation bei den educcare Mitarbeiter/innen. Erzieher/innen in educcare Einrichtungen respektieren Eltern in ihrer Seite 44 von 67 besonderen Bedeutung für ihr Kind. Sie (be)achten individuelle Lebenssituationen, Wertvorstellungen, kulture lle Zusammenhänge und vielfältige Erwartungen, die Eltern in ihrer persönlichen Lebenssituation formulieren. Voneinander erfahren, sich austauschen und gemeinsam Lösungen entwickeln sind unverzichtbare Schritte, damit eine vertrauensvolle Partnerschaft ent stehen und familienergänzend und - entlastend wirken kann. Beteiligung, Verständigung und manchmal auch Auseinandersetzung verlangen von Erzieher/innen besondere Kompetenzen. educcare trägt diesem Aspekt u. a. durch eine sehr sorgfältige Personalauswahl Re chnung. Alle Mitarbeiter/innen in den educcare Einrichtungen werden in Kommunikation und Erwartungsmanagement geschult. Wesentliche Grundeinstellungskriterien sind z. B. Begeisterung für die Arbeit mit Kindern und Eltern, ausgeprägte Hobbys, Spaß am stru kturierten Arbeiten, nachgewiesener Wille zur persönlichen Weiterentwicklung und eine freundliche Ausstrahlung. Ergänzt wird dies um spezifische Kriterien wie kultureller Hintergrund oder spezielle Kenntnisse. Die konkrete Elternarbeit bei educcare beinhaltet z. B.: intensive Vorab-Information über educcare und die Ziele intensives Vorab -Gespräch mit den Eltern über das Kind, seine bisherige Entwicklung, Wünsche und Ängste von Eltern individuelle Eingewöhnung von Kindern und Eltern (Berliner Modell) vier (für Kinder unter 3 Jahren) bzw. zwei (für Kinder über 3 Jahren) ca. einstündige Elterngespräche pro Jahr zum Austausch über die individuelle Entwicklung der Kinder (die “ educcare-Eltern“ lieben diese Gespräche) Seite 45 von 67 halbjährliche Elternbefragung jährliche Mitwirkung von Eltern bei der Ausrichtung und Entwicklung der jeweiligen Kita im Rahmen des „Kickoff“ (u.a. auf Basis der Befragung s- ergebnisse) Einbinden von Elternkompetenzen und Ressourcen in die Bildungsarbeit und den Alltag der Tagesstätte diverse Elternmitwirkungsmöglichkeiten (z. B. Arbeitsgruppen, Elternrat, Projekt-/Themengruppen) lebendige Elternversammlungen mit Themenabenden (z. B. Naturwissenschaften), Vernetzen und Vergnügen, z. B. Kochen Angebote der Beratung und Unterstützung von Familien Angebote für Eltern in gewünschten Themen (z. B. das Elternseminar: „Rituale“, „Grenzen setzen“) 8 Tagesablauf Durch Rituale Orientierung und Halt geben. Strukturierung des Tagesablaufs Ein strukturierter Tagesablauf ist für Kinder im Kindergarten- und besonders im Krippenalter wichtiger Bestandteil für eine gesunde Entwicklung. Den Kindern wird ein Tagesablauf geboten, der Orientierung und damit auch Sicherheit bietet. Hierbei wird stets vom Wohlbefinden des einzelnen Kindes ausgegangen. So ist unser Tage sablauf eine Stütze für das Kind, aber keinesfalls ein Muss (s. „Ein exemplarischer Tag bei den Wasserflöhen“). Feste Rituale und Strukturierungsmerkmale sind dabei täglich der Morgenkreis / Morning Circle mit allen Kindern, das gemeinsame Obstfrühstück, das Mittagsessen sowie die Mittagsruhe und der Seite 46 von 67 nachmittagliche Snack. In den Zwischenzeiten kann der Tag immer wieder neu erfunden werden, ausprobiert und variiert werden. Ein exemplarischer Tag bei den „Wasserflöhen“, der Betriebskindertagesstätte der Bundesanstalt für Wasserbau 7:30-8:00 Uhr Gruppenübergreifende Frühbetreuung: Der entspannte Start in den Tag steht im Vordergrund. Die Kinder werden liebevoll begrüßt und Informationen mit den Eltern ausg e- tauscht. 8:00 Uhr Bringzeit der Kinder in ihre Bez ugsgruppen - erste Fre i- spielphase 8:00-11:15 Uhr individuelle Schlafens- und Ruhezeiten der Kleinsten 9:00-Uhr Start in den Tag: Morning Circle - in der Gruppe anko m- men, begrüßen; gemeinsam schmieden die Kinder Pläne für den Tag; es wird gesungen, getanz t, gelacht und d a- nach gibt es gemeinsames Obstfrühstück 9:30-11:00 Uhr Treffpunkt Piazza, offene Angebote 1. Entdeckerphase: Die Kinder können altersentsprechend frei wählen, ob sie an einem gezielten Angebot (Piazza, Atelier, Bad) tei l- nehmen wollen oder eigenen Wünschen nachgehen: z.B. im Garten spielen, sich ausruhen, kuscheln oder in der Küche nachschauen, was es später zu essen gibt. Die Erzieher/innen unterstützen die Kinder bei der Real i- sierung ihrer Ideen, sie schaffen Anreize und fördern die Kinder mit ihren individuellen Interessen. Sie beobachten und dokumentieren und tauschen sich später mit den E l- tern darüber aus. 11:30 Uhr Mittagessen für die Krippenkinder 12:30 Uhr Mittagessen für die Kita-Kinder. 13:15-15:00 Uhr Mittagsruhe. Es kehrt Ruhe ein im Haus. Seite 47 von 67 Die großen Kinder beschäftig en sich leise, bekommen e t- was vorgelesen oder ruhen und kuscheln miteinander. Die jüngeren Kinder machen sich bettfertig, klettern in ihre Kisten oder auf ihre Matratzen. Wer nicht schlafen kann, ruht. Die Schlafdau er richtete sich individuell nach dem Bedürfnis des Kindes. Wer wach wird, ruft oder kommt a l- lein aus dem Schlafraum und wird von einer Gruppene r- zieherin begrüßt. 15:00 Uhr Treffpunkt Piazza, 2. Freispielphase 15:15 Uhr Der Snack - Energie für den Nachmittag: Dieser kleine Snack variiert täglich. Abgestimmt auf den Mittagstisch, bietet er einen Energienachschub, der die Kinder für Ihre Aktivitäten am Nachmittag stärkt. Je nach Belegung der Gruppen, findet der Imbiss gemeinsam mit Kindern der anderen Gruppen statt. 15:45 Uhr 2. Entdeckerphase: Die Kinder können sich zwischen vereinzelten Angeboten entscheiden, Garten und Fre i- spiel. 17:00 Uhr Ende Der Alltag wird für alle Kinder durchgehend in englischer und deutscher Sprache gestaltet. Der Tagesablauf wi rd natürlich an lange Öffnungszeiten in der Kita oder sonstige Besonderheiten entsprechend verändert und angepasst. Basis des Tagesablaufes bleibt aber immer eine Grundstruktur, in der feste Rituale und Abläufe den Kindern Orientierung und Sicherheit bieten. Seite 48 von 67 9 Organisationskultur, Qualitätsmanagement und Dokumentation 9.1 educcare Strukturen und Prozesse zur systemischen Verankerung Die Strukturen und Prozesse sind aus den pädagogischen Zielen abgeleitet und sichern die verlässliche Erfüllung der Qualitätsvers prechen an Kinder, Eltern und Auftraggeber (z.B. das Jugendamt Stuttgart). Beispiele für definierte Prozesse sind: Prozess der systematischen Beobachtung und Dokumentation Prozess des Austausches mit Eltern über institutionalisierte und fundierte Entwicklungsgespräche mit den Eltern Prozess der individualisierten Entwicklungsbegleitung auf der Basis führender methodischer und inh altlicher Konzepte (Beispiel für Methoden im Rahmen der Angebotsplanung bilden das havard teaching model sowie das Konzept der International Baccalaureate Organisation) Prozess der Auswahl und laufenden Fortbildung der Fachkräfte Die Schwerpunkte der Förderung sind: Förderung der Basisk ompetenzen, wie lernmethodische Kompetenz sowie Lebenskompetenzen Förderung in den klassischen Bereichen, wie Bewegung/ Wahrnehmung, Sprache und Zweitsprache, Kunst und Musik, Naturwissenschaft sowie Technik und MedienPraktische Beispiele für wissenschaftlich fundierte Methoden in den Schwerpunkten sind: Immersion bei der Zweitsprachenförderung (s . auch educcare Beiratsmitglied Herr Prof. Wode) Seite 49 von 67 naturwissenschaftlicher Vorschul -Ansatz (s. auch educcare Beiratsmitglied Frau Prof. Lück) Frühförderkonzept in Sprache nach dem Ansatz von Prof. Tracy, Universität Mannheim Übergangsmodell Kita -Grundschule nach dem Ansatz von Prof. Schumacher, PH Schwäbisch Gmünd Grafik zur Darstellung der pädagogischen Basis, der Methoden und Förderung: educcare Bildungs- und Betreuungskonzept mit Zielen, Teilzielen je Bereich, konkreten Aufgabenbeschreibungen Praxiswerkstatt: mit Anregungen für Raum, Material, Alltag und Projekte… Best practice Methoden Beobachtung & Doku, Reflektion, Ange- botsplanung, -durchführung, …. (Belgien, Australien, USA, Schweiz, …. ) Sozialkonstruktivistischer Ansatz Reggio, Montessori, situationsorientierter Ansatz Elternpartnerschaft Basis- kompetenzen Förder- schwerpunkte Bildungspläne (national und international) Best practice Inhalte Sprache, Bilingualität, Wahrnehmung, Mu- sik, Naturwissenschaft, …. (Kanada, Frankreich, Deutschland, …. ) Seite 50 von 67 9.2 Angaben zur Qualitätssicherung Ein fundiertes pädagogisches Konzept benötigt Strukturen und Prozesse, um eine nachhaltige Umsetzung sicherzustellen. Strukturen und Prozesse geben der täglichen Arbeit Orientierung, Verbindlichkeit und erzeugen eine transparente Qualität. educcare unterscheidet dabei auf der einen Seite in pädagogische und auf der anderen Seit e betriebswirtschaftliche Strukturen und Prozesse. Der betriebswirtschaftliche Teil stellt u.a. sicher, dass die Mittelverwendung hoch effizient ist, um einen breiten demokratischen Zugang zu ermöglichen. Beispiele von zahlreichen pädagogischen Prozessen der Qualitätssicherung: Prozess der Eingewöhnung (nach Berliner Modell) der Beobachtungs - und Dokumen tationsprozess erzeugt z.B. die Transparenz in der Entwicklung des Kindes laufende Umsetzungsreviews dur ch den Träger als Fundament für Qualität und Wirtschaftlichkeit Seite 51 von 67 Grafik zur Übersicht über pädagogische und betriebswirtschaftliche Prozesse: Im Folgenden wird exemplarisch auf die Prozesse „Review“ und Beobachtungsmanagement eingegangen. An ihnen soll die Philosophie und Konsequenz der Umsetzung , und damit die hochwertige und verlässliche Erfüllung der Versprechen dargestellt werden. Gerne stellen wir die anderen Prozesse im Detail dar, dies sowohl vom Konzept als auch in der Praxis in einer educcare Kindertagesstätte vor Ort. Das educcare Team würde sich über das Interesse freuen. Zuverlässige und effiziente Umsetzung von Bildungskonzept und Anforderungen Pädagogisch • Review • Benchmarking • Kooperationen • ....... • Befragungen • Elterngespräche • ........ • Dokumentation • Beobachtung • Betriebswirtschaftlich • Nutzungsanalysen • Arbeitszeitmodelle • Modellförderung • ....... • Personalbedarf • Personalmanagement • ........ • Arbeitsteilung • Raum = 3 Erzieher • Strukturen und Prozesse • Review Seite 52 von 67 Grafik zum Beispielprozess Reviewmanagement: Kern des educcare Qualitätsmanagements ist das Reviewverfahren. Es geht in dem Review darum, zu prüfen ob die richtigen Dinge getan werden (Effektivität) und ob diese richtig getan werden (Effizienz). Dies sichert die kontinuierliche Analyse auf Basis der educcare Bildungskonzeption. Ergänzend zu dem Review, das sich in Selbstevaluation und externe Evaluation trennt, gehen in die Analyse der Arbeit auch noch folgende Informationen ein: jährliche Elternbefragung jährliche Mitarbeiterbefragung jährliche Auftraggeberbefragung (z.B. Jugendamt) An die externe Evaluation schließt sich die Auswertung und gemeinsame Vereinbarung von Zielen und Vorgehen in einem gemeinsamen Kic koff Workshop mit Eltern, Mitarbeitern und Träger an. Seite 53 von 67 Die vereinbarten Ziele und Vorgehen für die nächste Zeitperiode (meistens das kommende Jahr) werden dokumentiert und über das Jahr verfolgt. Über regelmäßige Statusreporte werden die Entwicklungen do kumentiert und an die Beteiligten Informationen verteilt. 9.2.1 Dokumentation der pädagogischen Arbeit und Entwicklung der Kinder Die systematische Beobachtung und Dokumentation ist ein wichtiges Kernelement einer qualitativ hochwertigen Pädagogik. Sie zeichnet verantwortlich handelnde pädagogische Fachkräfte aus und ist Bestandteil ihrer professionellen Haltung. Sie hat zum Ziel, das Kind in seinen Handlungen, seinen Fähigkeiten und seinem Verhalten zu beobachten, die Beobachtungen zu dokumentieren, sie mit Koll eginnen und Kollegen zu reflektieren und die Eltern in regelmäßigen Abständen über die Entwicklungsschritte ihres Kindes zu informieren. Beobachtung und Dokumentation bei educcare heißt: Be(ob)achten mit aller Wertschätzung für die Individualität des Kin- des Beobachten, um Kinder besser zu verstehen Beobachten, um ihre Entwicklung optimal zu begleiten und zu unter- stützen Beobachten, um Transparenz für Eltern zu schaffen Beobachtung und Dokumentation ist eine verpflichtende Aufgabe für alle pädagogischen Fachkräfte. educcare hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesem Qualitätsanspruch gerecht zu werden und entwickelt sein Beobachtungs - und Dokumentationssystem kontinuierlich weiter und greift dabei sowohl auf aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse der Entwicklun gspsychologie als auch auf Erfahrungen aus der Praxis zurück. Eingebettet in ein Seite 54 von 67 Gesamthandlungskonzept werden verschiedene Formen der Beobachtung und Dokumentation umgesetzt: Beobachtung und Begleitung von Kindern (Arbeitsbuch zur Leuve- ner Engagiertheits-Skala) (Vandenbussche & Laevers, 2009), Learning Stories (Carr, 2001), Entwicklungsbeobachtung und –Dokumentation (EBD 3-48 Monate und EBD 48-72 Monate - Petermann, Petermann & Koglin, 2012; 2015). Übersicht über das educcare Beobachtungs - und Dokumentationssystem Seite 55 von 67 10 Personalmanagement Professionelles, engagiertes Personal durch umfangreiche Unterstüt- zungsleistungen und Entwicklungsmöglichkeiten Aufgabe des/der Erzieher /in ist es , das Konzept durch situations - und entwicklungsbezogenes pädagogisches Ha ndeln umzusetzen, das heißt ausgerichtet am einzelnen Kind bzw. den Erfordernissen der Gruppe. Das Wissen um die grundlegenden Entwicklungsschritte des Kindes von der Wahrnehmung zum Denken, Gestalten, Sprechen und forschendem Lernen ist unerlässlich, um f ür das einzelne Kind als auch für entwicklungs - homogene Gruppen passende Impulse setzen und Angebote formulieren zu können. Die Begleitung der Kinder in den wichtigsten Bildungsjahren erfordert nicht nur Begeisterung und Intuition, sie erfordert absolute Professionalität bei den Erzieher/innen. Dies ist eine Grund voraussetzung, um den Kindern und Eltern gerecht zu werden. Der Träger hat – unserer Meinung nach – durch entsprechende Rahmen bedingungen sicherzustellen, dass diese Professio - nalität entstehen und sich permanent weiterentwickeln kann. Zu den professionellen Rahmenbedingungen gehören unter anderem: Eine genaue, kompromisslose Auswahl der Mitarbeiter/innen anhand eines klaren Qualifikationsprofils: authentische Begeisterung für die Arbeit mi t Kindern, erkennbarer und nachgewiesener Wille zur Weiterentwicklung, Bereitschaft un d Fähigkeit zur Selbstverantwor tung sowie Ergänzung des Teams hinsichtlich Persönlichkeit und pädagogischer Schwerpunkte. Eine Kultur des Vertrauens, der Fehlertoleranz u nd des Zutrauens sowie der Selbstverantwortung, ständig aktiv zu initiieren, zu pflegen und zu fordern. Entscheidungen werden vor Ort und in gemeinsamer Verantwortung getroffen, in Ab stimmung zwischen den unterstüt zenden Kräften, den Fachkräften, den Gruppenleitungen und der Kita-Leitung. Seite 56 von 67 Als Träger ist es eine unserer v ornehmsten Aufgaben, mit dieser Kultur des Vertrauens die Basis für eine Entfaltung unserer Kolleginnen und Kollegen zu schaffen. So kann die Einzelne/ der Einzelne aktiv ihren/seinen Weg s uchen und gestalten. Aktiv heißt in diesem Zusammenhang, selbst die Initiative zu übernehmen und die educcare Kultur zu nutzen , selbst nach Ansätzen und Lösungen zu suchen, den Austausch hierüber a nzustoßen und Verantwortung für die Realisierung zu übernehmen – auch mit dem Bewusstsein Fehler machen zu können, was immer bedeutet, lernen zu können. educcare sieht Kultur als einen Prozess, der sich ständig weiterentwickelt und nur durch die Beteiligung aller entsteht. Daher sind alle – insbesondere Erzieherinnen, Eltern, Träger – dazu eingeladen, an dieser Kultur mitzuwirken. Die Arbeit in der Einrichtung ist von flexibler, gruppenübergreifender Arbeit geprägt. Unabdingbar hierfür ist es, dass sich die Mitarbeiter/innen als Team begreifen und die Vorteile eines Teams zu schätzen wissen. Die Leitung ist u.a. dafür verantwortlich, dass sich die Mitarbeiter /innen zu Teams entwickeln können und dies zum Wohle der Kinder und der Einrichtung bemerkbar wird. Die Zusammenarbeit im Team wird erleichtert durch eine Tea mordnung, die Erwartungen und Regeln transparent macht und von allen Teammitgliedern getragen wird. 10.1 Grundsätzliches zur educcare Personalentwicklung Die educcare Personalentwicklung entwickelt und sichert die Kompetenzen, die die Fachkräfte vor Ort für di e verlässliche Leistungserfüllung gegenüber Kindern, Eltern und Auftraggebern benötigen. Seite 57 von 67 Die Personalentwicklung von educcare basiert auf der richtigen Auswahl der Mitarbeiter u.a. hinsichtlich: Persönlichkeit (selbstständig und -tätig, problemlösungsfäh ig und lebenstüchtig), Einstellung zum Kind und zu den Eltern, Leidenschaft zu bestimmten Themen, Qualifikation im Bereich frühkindlicher Bildung. Die Personalentwicklung entwickelt und sichert für den jeweiligen Verantwortungsbereich folgende Kompetenzen: Sachkompetenz Handlungskompetenz Selbstkompetenz Reflektionskompetenz Die Personalentwicklung startet mit dem Tag der Einstellung (in Abgrenzung zu dem ersten Arbeitstag). Präferierte Instrumente der Personalentwicklung bei educcare sind insbesondere: intensive Schulungen, kontinuierliches Coaching sowie laufendes Feedback, Reflektion, Projektarbeit. Personalentwicklung wird nicht nur als Aufgabe der Führungskraft verstanden, sondern als gemeinschaftliche Aufgabe mit unterschiedlichen Rollen. Seite 58 von 67 Grafik zu Rollen in der Personalentwicklung am Beispiel einer einzelnen Fachkraft: Exkurs educcare Commitment Schulungen Je Verantwortungsprofil (z.B. Kita -Leitung oder Gruppenleitung) sind bestimmte Schulungen als Pflichtschulungen definiert. Die Schulungen finden in Form von „ Commitment Schulungen“ statt. Dies im Sinne von Verpflichtungen, die jeder an der Schulung Beteiligte (d.h. teilnehmen de Fachkraft, Kita -Leitung, Träger und Dozent) im Vorfeld, während und nach der Schulung eingeht. Beispiel hier für sind die durch die teilnehmende Fachkraft vorbereitete n Transfergespräche, die nach der Schulung mit der Kita-Leitung stattfinden. In diesen Transfergesprächen werden die Coach Päd. Fachkraft Kollegin/nen Kita Leitung Laufendes FeedbackCoaching Laufendes Feedback Institutionalisierte Reflexion Coaching * Mitarbeiter - gespr äch ** * in Ausnahmefällen, auf Anforderung der Kita Leiterin ** bis Kita Leiterin übernimmt *** Gruppenleiterin für ergänzende Fachkraft Mitarbeiter - gespr äch Coaching *** Coaching Coaching Geschäftsführung Coach Päd. Fachkraft Kollegin/nen Kita Leitung Laufendes FeedbackCoaching Laufendes Feedback Institutionalisierte Reflexion Coaching * Mitarbeiter - gespr äch ** * in Ausnahmefällen, auf Anforderung der Kita Leiterin ** bis Kita Leiterin übernimmt *** Gruppenleiterin für ergänzende Fachkraft Mitarbeiter - gespr äch Coaching *** Coaching Coaching Geschäftsführung Seite 59 von 67 Umsetzung und die Verankerung der Schulungsinhalte in den pädagogischen Alltag be sprochen und festgelegt. Das beschlossene Vorgehen wird protokolliert und u.a. im Rahmen des Reviews auf seine Umsetzung überprüft. Konkret bedeutet dies: erstes Statusgespräch in der Mitte der Probezeit (wird im Arbeitsvertrag bereits terminlich vereinbart), im weiteren Verlauf einmal pro Jahr ein Entwicklungsgespräch mit klaren Zielen und Meilensteinen ; nach fünf bis sechs Monaten ein Statusgespräch bezüglich Zielerreichungsgrad, obligatorische Schulungen sind u.a.: educcare Konzept ion, Grundlagen Bildung und frühkindliche Bildung, Beobachtung, Dokumentation, Elterngespräche, Angebotsplanung, Zeitmanagement. 10.2 Fach- und Dienstaufsicht mittels Coaching Die Coaches der educcare Einrichtungen sind ein weiteres Instrument, um die educcare Erziehungs- und Bildungskonzeption und die hohe Qualität in den Einrichtungen umzusetzen und sicherzustellen. Sie sind ständiger Ansprechpartner für die Einrichtungen, und bilden die Erzieherinnen und das Team stetig fort. Je ein Coach steht für ca. fünf educcare Einrichtun gen, die sich im Aufbau befinden, unterstützend bereit bzw. für ca. zehn Einrichtungen, die bereits mindestens ein Jahr in Betrieb sind. Coaching bedeutet, dass ein Coach die Mitarbeiter /innen sowie die Leitung darin unterstützt, ihren Verantwortungsbereich/ ihre Ziele zu erfüllen, ohne selbst Handlungen zu übernehmen oder direkte Lösungsvorschläge zu geben. Der Coach stärkt Selbstreflexion und –wahrnehmung, Bewusstsein und Verantwortung, um so Hilfe zur Selbsthilfe zu geben und sich selb st überflüssig zu machen. Seite 60 von 67 Verantwortung des Coaches Die educcare Einrichtungen, die durch den Coach betreut werden sind in der Wahrnehmung der Eltern und Kinder ein zweites Zuhause, exzellenter Bildungsort und Raum für verlässlichen Rückhalt. Die benötigten Kompetenzen un d Fachwis sen sind durch die Mitarbeiter/innen in den betreuten Kitas abgedeckt. Jeder Mitarbeiter/innen kennt und arbeitet nach der educcare Konzepti- on. Es existieren Rahmenbedingungen in den Kitas , die es den Mitarbeiter/innen ermöglichen, die an sie gest ellten Anforderungen selbstständig, auf hohem Niveau und mit hoher Arbeitszufriedenheit umzusetzen. Mitarbeiter/innen der betreuten Einrichtungen sehen educcare als attraktiven Arbeitgeber und Arbeitsplatz. Der Coach substituiert sich zunehmend selb st in d er Zusammenarbeit mit der Kita Leitung. Das Bildungs - und Erbringungskonzept (Prozesse und Strukturen) gelten als Best-Practice und werden als Benchmark genutzt. Der Coach selbst leistet ein en Beitrag zur Weiterentwicklung der frühkindlichen Bildung in Deutschland. 10.3 Personalausstattung, Arbeits- und Vertragsbedingun- gen, Tarifbindung Qualität dank Professionalität Für die Betreibung der geplanten Kindertagesstätte n ergibt sich folgendes mögliches Zielprofil in Bezug auf Alter und Betreuungszeiten: Seite 61 von 67 Ganztagsöffnung je nach Bedarf der Stadt, Betreuungszeiten max. 9 Stunden pro Tag Schließung gem. KiBiz (20 Tage pro Jahr) flexible Betreuungsangebote bilinguale Betreuung, falls dies durch qualifiziertes Personal sichergestellt werden kann educcare Bildungskonzeption Notfallbetreuung (optional) Personal: Leitung mit Erfahrung im Neuaufbau von Einrichtungen sowie mit einem besonderen Blick für Familien und das Gemeinwesen / den Sozialraum Team wird nach Möglichkeit entsprechend des Spiege ls des Sozialraums ausgewählt fünf bis acht Tage Fortbildung je Mitarbeiter und Jahr monatliches Coaching der Leitung / des Teams von zwei bis drei Tagen Entgelt angelehnt an TVöD In der Regel unbefristete Arbeitsverhältnisse bei Personalengpässen (z.B. wegen Krankheit / Urlaub) können Fachkräfte aus anderen educcare Einrichtungen einspringen Seite 62 von 67 11 Beweggründe für die Bewerbung Die Beweggründe von educcare , sich für die Trägerschaft en zu bewerben, unterteilen sich in zwei Bereiche. Erstens, grundsätzlich in Münster tätig zu sein, da in Münster durch Verwal- tung und Politik ein Umfeld geschaffen worden ist, welches sich durch die folgenden Eigenschaften auszeichnet: Hohe Transparenz und gute Strukturen im Jugendamt Qualitätsorientierte Ausrichtung Offenheit gegenüber neuen Trägern Interessiert an einer breiten Angebotsvielfalt Verbindlichkeit und sehr starke Leistungsorientierung Vernetzung der Träger Viel Potenzial in Münster durch viele neu hinzuziehende Familien Diese Eigenschaften machen es für educcare sehr erstrebenswert mit den Verantwortlichen der Stadt die Zusammenarbeit zu intensivieren und weitere Kindertagesstätten in Münster zu eröffnen. Zudem ergeben sich mit weiteren Einrichtungen in Münster viele Synergie- effekte in den Bereichen Qualität, Stabilität und Effizient Zu den Synergien bezogen auf die Qualität: Die Synergien liegen in den Verzahnungsmöglichkeiten in den Themen Pädagogik und B e- trieb der Kitas. Konkret u.a. in erweiterten und Kita -übergreifenden Angeboten für Kinder und Eltern, einem Patenmodell der Leitungen und Mitarbeiterinnen sowie gemeinsamen Management mit unte r- schiedlichen Themenschwerpunkten Zu den Synergien bezogen auf die Stabilität: Die Synergien ergeben sich hier durch die Nutzung der erweiterten Kapazitäten und insb e- sondere bei unkomplizierter Aushi lfe bei Personalengpässen Seite 63 von 67 (Krankheit und sonstige Ausfallzeiten) auf Fachkraft - als auch Le i- tungsebene Zu den Synergien bezogen auf die Effizienz: Effizienzen entstehen durch gemeinsames Coaching der Leitungen, Themenaufteilung zwischen den Leitungen, sow ie gemei n- same Schulung der Teams. Durch Nutzung dieser Syne r- gien entstehen Potenziale sich noch intensiver auf pädag o- gische Themen zu konzentrieren Durch die zukünftig enge Zusammenarbeit der bestehenden bzw. im Aufbau befindlichen educcare Kitas in Hiltru p und Wolbeck kann eine neue Kita - insbesondere im Aufbau und später im laufenden Betrieb – sehr gut unterstützt werden, sodass hohe Qualität von Anfang an gewährleistet wird. Wir haben aus gleich gelagerten anderen educcare Kindertagesstä t- ten Erfahrungen, die wir hier zum Nutzen der Familien und der Stadt Münster einbringen können: Beispielweise hat educcare bereits umfangreiche Erfahru n- gen in der Zusammenarbeit mit anderen Kitas und Trägern, so bildet die educcare Kindertagesstätte „Der bunte Luftba l- lon“ in Overath seit vielen Jahren in Kooperation mit der i n- tegrativen Kindertagesstätte „Zauberkiste e.V.“ im Verbund das Familienzentrum Overath -Mitte. Dieses bietet Familien einen Anlaufpunkt zu Beratung in Erziehungsfragen, En t- wicklungsauffälligkeiten, F örderbedarf, Sprach - und Bew e- gungsförderung, Therapieangeboten oder Fragen rund ums Baby und Kleinkind. Zudem vermittelt das Zentrum Kontakte zu Beratungsstellen und Therapeuten, Sprachkursen und Angeboten zu Kindertagespflege und Babysittern. Neben Beratung und Kontaktvermittlung bietet das Familienzen t- rum kreative und sportliche Angebote für Kinder und Eltern, Seite 64 von 67 wie beispielsweise einen Kinderchor, musikalische Frühfö r- derung, einen Lauftreff und viele weitere sportliche Angeb o- te, z.B. Yoga, Zumba… Gerne bringen wir unsere Expertise auch in Familienzentren in Münster mit ein. Das Ankommen und Zusammenwachsen der Menschen in einem schnell wachsenden Wohngebiet durch Angebote und Maßnahmen in der Kita zu unterstützen, ist eine He r- ausforderung, die der educcare Philosophie entspricht Umfangreiche Erfahrungen hinsichtlich Kinderbetreuung, deutsc h- landweit und auch in Münster durch die Kindertagesstätte „ Lacki Kids“ und bald mit einer zweiten Einrichtung mit kommunalem Ve r- sorgungsauftrag im Stadtteil Wolbeck, die sich derzeit im Aufbau be- findet und voraussichtlich 2019 eröffnet Hohe Zufriedenheit der Eltern in Münster in der Kita „ Lacki Kids “: Durch regelmäßige Elternbefragungen (2mal jährlich) kann educcare belegen, dass die Eltern mit der Arbeit in der Kindertages stätte sehr zufrieden sind. Die letzte Befragung im Zeitraum 05.06.2018 – 19.06.2018 hat ergeben, dass bei den befragten Eltern (Teilna h- mequote 61,4%) die Weiterempfehlungsquote bei 92% liegt. d.h. der Standort Münster bietet eine interessante Kombination von bereits erfolgreich Erprobtem sowie noch gemeinsam zu Entwickelndem. Zur Übernahme der Trägerschaften für die Einrichtungen benötigen wir die finanzielle Unterstützung der Stadt Münster. Die Übernahme der Träge r- schaft die die fünf Einrichtung ist für educcare nur unter folgenden Aspekten möglich: Seite 65 von 67 1. Einrichtungen Neubrückenstraße im Stadtteil Altstadt (4 Gruppen): Anrechnung der Wochenstunden für Hauswirtschaftskraft in den päd a- gogischen (Kibiz-)Personalschlüssel Berücksichtigung von 25 – 35 und 45 Stunden Plätzen 3% freiwillige kommunale Förderung notwendig 2. Einrichtung Sonnenstraße im Stadtteil Altstadt (8 Gruppen): Anrechnung der Wochenstunden für Hauswirtschaftskraft in den päd a- gogischen (Kibiz-)Personalschlüssel Berücksichtigung von 25 – 35 und 45 Stunden Plätzen 3% freiwillige kommunale Förderung notwendig. 3. Einrichtung Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren (4 Gruppen) Anrechnung der Wochenstunden für Hauswirtschaftskraft in den päd a- gogischen (Kibiz-)Personalschlüssel Berücksichtigung von 25 – 35 und 45 Stunden Plätzen 3% freiwillige kommunale Förderung notwendig 4. Einrichtung Meckmannweg im Stadtteil Mecklenbeck (4 Gruppen) Anrechnung der Wochenstunden für Hauswirtschaftskraft in den päd a- gogischen (Kibiz-)Personalschlüssel Berücksichtigung von 25 – 35 und 45 Stunden Plätzen 3% freiwillige kommunale Förderung notwendig 5. Einrichtung Nottulner Landweg im Stadtteil Roxel (6 Gruppen) Anrechnung von 50% der Wochenstunden für Hauswirtschaftskraft in den pädagogischen (Kibiz-)Personalschlüssel Berücksichtigung von 25 – 35 und 45 Stunden Plätzen Seite 66 von 67 3% freiwillige kommunale Förderung notwendig Auf Basis der Erfahru ngen von educcare zu kommunalen und betrieblichen Kitas betonen wir hiermit unser außerordentliches Interesse, diese Herau s- forderungen zusammen mit der Stadt Münster annehmen zu dürfen. Köln, 07.02.2019 Axel Thelen Sabrina Klein Geschäftsführer Projektentwicklerin Seite 67 von 67
Anlage 5.1 Bewerbung Fröbel
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FRÖBEL Kompetenz für Kinder & FRÖBEL Bildung und Erziehung - Komödienstr. 18-24 - 50667 Köln Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Frau Anja Gerick Hafenstraße 30 48127 Münster Ausschreibung der Trägerschaft für die neue Kindertageseinrichtung an der Neubrückenstraße (Ausschreibungsnummer: 10/2018), Zeichen: 51 10 0014 / 51 10.0013 Angebot zur Übernahme der Trägerschaft Sehr geehrte Frau Gerick, hiermit geben wir form- und fristgerecht unser verbindliches schriftliches Ange- bot zur Übernahme der Trägerschaft der neuen Kindertageseinrichtung an der Neubrückenstraße ab. Wie in unseren ausführlichen Bewerbungsunterlagen aufgeführt, ist es uns möglich, einen Trägeranteil in Höhe von 9,0 % zu leisten. Für weiterführende Gespräche stehen wir sehr gerne zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen FRÖBEL Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbH » trieb Nordrhein-Westfalen Köln, 05, Februar 2019 Von Oliver Just Tel 022112999 42-71 just@froebel-gruppe.de FRÖBEL Bildung und Erziehung ge- meinnützige GmbH Komödienstr. 18-24 50667 köln Tel 0221|29 9942 60 Fax 0221/29 99 42 80 www.froebel-gruppe.de Geschäftsführung: Dr. Gudrun Rannacher Stefan Spieker (Sprecher) Aufsichisratsvorsitzender Rainer Borgmann-Quade Bank für Sozialwirtschaft IBAN DE72 1002 0500 0003 3635 00 BIC BFSWDE3SBER Amtsgericht Charlottenburg HRB 102668 B Sitz der Gesellschaft: Berlin Steuernummer 27/603/52722 Steuernummer des Organträgers 27/635/52999 Gläubiger-Identifikationsnummer DE1122200000342860
Anlage 8.1 Bewerbung Kinderzentrum Kunterbunt
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Anlage 8.2 Konzeption Kinderzentren Kunterbunt
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Anlage 7.2 Konzeption St. Lamberti
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Kurzkonzeption kath. Kirchengemeinde St. Lamberti Seite 1 Kurzkonzeption der katholischen Kirchengemeinde St. Lamberti Münster für die Bewerbung um die Trägerschaft der neu entstehenden Kindertageseinrichtung an der Neubrückenstraße Kurzkonzeption kath. Kirchengemeinde St. Lamberti Seite 2 Inhalt 1. Vorstellung und Leitbild der katholischen Kirchengemeinde St. Lamberti 2. Ziele der pädagogischen Arbeit 3. Sozialraum 4. Pädagogischer Ansatz 4.1. Die Eingewöhnung 4.2. Die Bildungsbereiche 4.3. Partizipation 4.4. Inklusion 4.5. Bildungs- und Erziehungspartnerschaften 4.6. Qualitätsentwicklung 5. Rahmenbedingungen 5.1. Gruppenstruktur und Personalstruktur 5.2. Öffnungszeiten 5.3. Raumprogramm 6. Schlusswort zur pädagogischen Konzeption 7. Angaben zur Wirtschaftlichkeit - Finanzen Kurzkonzeption kath. Kirchengemeinde St. Lamberti Seite 3 1. Vorstellung und Leitbild der katholischen Kirchengemeinde St. Lamberti Die katholische Kirchengemeinde St. Lamberti ist seit vielen Jahren Träger katholischer Kindertageseinrichtungen in Münster. Bisher sind dies die kath. Kindertageseinrichtungen St. Lamberti und St. Ludgeri. Der Kirchengemeinde ist es wichtig mit dem Angebot der kath. Kindertageseinrichtungen den Familien in ihren vielfältigen Lebenssituationen flexible Möglichkeiten zu bieten und sie in ihrer Erziehungsverantwortung zu unterstützen. Die Kindertageseinrichtungen sind Orte der Begegnung, die das Leben der Gemeinde wiederspiegeln. Wir möchten den Familien ein Gefühl von Heimat und Zusammengehörigkeit in unserem städtischen Sozialraum und in unseren Kirchengemeinden vermitteln. Dies ist geprägt von Offenheit und Respekt vor anderen Konfessionen, Religionen und W eltanschauungen. Die Kindertageseinrichtungen ermöglichen den Kindern frühzeitig aktiv am Gemeindeleben teilzunehmen und sich als Mitglied dieser Gemeinschaft zu erleben. Im Zentrum unserer Kindertageseinrichtungen steht der Mensch als Person mit seiner unverlierbaren, von Gott geschenkten Würde. Die Mitarbeitenden nehmen jedes Kind bedingungslos an und ermöglichen ihm den Aufbau einer vertrauensvollen, auf christlichen Werten gegründeten, Beziehung. Die Kinder sollen in einer Atmosphäre des Vertrauens, der Geborgenheit und der Sicherheit im alltäglichen Miteinander aufwachsen und dadurch ermutigt werden in Freiheit und Verantwortung zu handeln. „Lasst die Kinder zu mir kommen, hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Himmelreich.“ (Mt 19, 13 ff) 2. Ziele der pädagogischen Arbeit Die Ziele der pädagogischen Arbeit unserer Kindertageseinrichtung gründen auf dem Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag aus dem Kinderbildungsgesetz und den Bildungsgrundsätzen für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kindertagesbetreuung und Schulen im Primarbereich in Nordrhein-Westfalen. Die Würde jedes einzelnen Kindes und dessen Unantastbarkeit steht über allem. Jedes Kind soll sich von Beginn an respektiert, akzeptiert und angenommen fühlen, so wie es ist. Es wird in seiner Persönlichkeit und Individualität wahrgenommen, ernstgenommen und gestärkt. Daraus resultierend wird jedes Kind in seiner individuellen Entwicklung gesehen und ganzheitlich begleitet. Jedem Kind wird von Anfang an die Möglichkeit geboten eine Beziehung, die ihm Sicherheit, Halt und Geborgenheit gibt, aufzubauen und darauf gründend Explorationslust zu entwickeln. Jedes Kind kann sich als Teil eines sozialen Miteinanders erleben und tragfähige Beziehungen aufbauen. Es wird von Beginn an als vollwertiges Mitglied der Gemeinschaft anerkannt und an der Gestaltung des Alltags beteiligt. Kurzkonzeption kath. Kirchengemeinde St. Lamberti Seite 4 3. Sozialraum Die Kindertageseinrichtung liegt im Stadtzentrum von Münster innerhalb der Kirchengemeinde St. Lamberti. Die Familien, die die Einrichtung besuchen, wohnen daher im Gemeindegebiet der Kirchengemeinde oder arbeiten hier. Die Vernetzung im Sozialraum ist uns ein großes Anliegen. Durch die Lage innerhalb der Kirchengemeinde ist uns der Sozialraum sehr gut bekannt und vorhandene Verknüpfungen und Kooperationen können intensiviert und übernommen werden. In unmittelbarer Nachbarschaft liegt die Martinischule, die kath. Bücherei St. Martini und die St. Martini Kirche. Die St. Martini Kirche bietet innerhalb der Kirchengemeinde St. Lamberti Raum für Kinderkatechese und Familiengottesdienste zu denen stets alle Familien herzlich eingeladen sind. Im angrenzenden Pfarrsaal findet im Anschluss an die Familiengottesdienste ein gemeinsames Mittagessen statt, das zum Verweilen und Austauschen einlädt. Die Martinischule ist eine von zwei Grundschulen innerhalb der Kirchengemeinde, die von vielen Kindern der Gemeinde besucht wird. Die kath. Bücherei bietet ein breites Angebot und ist für jeden zugänglich. Darüber hinaus befindet sich das bischöfliche Berufskolleg Hildegardisschule in unmittelbarer Nähe. Hier bietet sich eine Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Fachschulen im sozialpädagogischen Bereich an. Ebenso befinden sich das Adolph-Kolping-Berufskolleg, das Stadttheater und das Standesamt in unmittelbarer Nähe und bietet den Kindern spannende Entdeckungsräume und die Möglichkeit zur Kooperation. Des Weiteren ist der Aufbau einer Kooperation mit der Turngemeinde Münster von 1862 eine Möglichkeit das Bewegungsangebot zu erweitern. Innerhalb des Sozialraums befinden sich weitere Kindertageseinrichtungen und Großtagespflegestellen mit denen sich Kooperationen anbieten. Vor allem besteht die Möglichkeit sich in Zukunft in Kooperation mit den kath. Kindertageseinrichtungen St. Lamberti und St. Ludgeri zu einem Familienzentrum zu entwickeln. Fußläufig erreicht man die Promenade, die Aa und Spielplätze, die zu kleinen Ausflügen einladen und den Eltern Möglichkeiten zum Aufenthalt nach der Betreuungszeit bieten. 4. Pädagogischer Ansatz Unsere pädagogische Arbeit ist geprägt von einem optimistischen Bild vom Kind. Jedes Kind trägt Selbstbildungspotenziale und Neugierde in sich, die ihm die Möglichkeit geben Explorationslust zu entwickeln, seine Umwelt aktiv zu erkunden und die Welt zu begreifen. Die Basis allen Lernens ist die Sicherheit, die das Kind aus tragfähigen Beziehungen erfährt und von dort aus seiner natürlichen Neugier und Explorationslust nachgehen kann. Das Kind ist Konstrukteur seiner Entwicklung und seines Wissens und kennt seine dementsprechenden Bedürfnisse. Es ist die Aufgabe der pädagogischen Mitarbeiter das Kind in seiner Persönlichkeit, Individualität und den Ausdrucksformen seiner Bedürfnisse zu sehen und ernst zu nehmen. Hierfür wird dem Kind in der Kindertageseinrichtung Zeit und Raum gegeben. Kurzkonzeption kath. Kirchengemeinde St. Lamberti Seite 5 4.1. Die Eingewöhnung Einer der wichtigsten Abschnitte innerhalb des Erlebens in unserer Kindertageseinrichtung ist die Eingewöhnung. Die Eingewöhnung bildet die Basis für die weitere Zeit in der Kindertageseinrichtung und somit auch die Grundlage für entstehende Explorationslust und intensive Lernerfahrungen der Kinder. Das Eingewöhnungskonzept unserer Kindertageseinrichtung ist angelehnt an das Berliner Eingewöhnungsmodell. Die Kinder lernen zusammen mit ihren Eltern langsam und nach und nach die Kindertageseinrichtung, mit allem was dazu gehört, kennen. Anfangs kommen die Kinder maximal zwei Stunden gemeinsam mit einem Elternteil in die Gruppe und werden dort von einer Bezugsperson begleitet. Der begleitende Elternteil bietet dem Kind Sicherheit und es kann sich von dieser sicheren Basis aus, dem neuen Umfeld zu wenden, die anderen Kinder beobachten und selber erste Spielerfahrungen innerhalb der Gruppe machen. Frühestens am vierten Kitatag findet ein erster kurzer Trennungsversuch statt um zu schauen, wie das Kind auf die Trennung reagiert. Je nachdem wie dieser erste Trennungsversuch verlaufen ist wird der weitere Verlauf der Eingewöhnung geplant. Jede Eingewöhnung orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen des jeweiligen Kindes und seiner Eltern und wird somit im Prozess immer wieder besprochen, reflektiert und neu geplant. Für diesen Prozess sollte von allen Seiten ausreichend Zeit und Ruhe eingeplant werden, damit es für alle Beteiligten ein entspannter Start in einen neuen Lebensabschnitt werden kann. 4.2. Die Bildungsbereiche • Bewegung Ein Kind lebt und lernt in Bewegung. Es erschließt sich seine Umwelt über Bewegung und die Auseinandersetzung mit sich und der Welt. Kinder sind immer in Bewegung. In unserer Kindertageseinrichtung finden die Kinder vielerlei Raum und Möglichkeit ihren natürlichen Bewegungsdrang auszuleben und sich in Bewegung auszudrücken. Die natürliche Bewegungsfreude wird unterstützt und gestärkt. Den Kindern werden vielfältige Möglichkeiten geboten. Im Bewegungsraum bieten Bewegungsbaustellen immer neue Anreize und laden zum Entdecken und Vertiefen ein. Innerhalb der Gruppenbereiche gibt es Raum für Bewegung, bspw. beim Spielen auf unterschiedlichen Ebenen, Schrägen, Podeste, beim Kreativen Gestalten im Prozess der Bewegung an der Staffelei stehend, auf dem Boden liegend, am Tisch sitzend, beim Fahren mit Fahrzeugen, etc. Ebenso bietet das großzügige Außengelände ausreichend Platz für vielfältige Bewegungserfahrungen. Es ist unabdingbar, dass gerade im Bereich der Bewegung dem Kind immer wieder Neues zugetraut wird und in seine Fähigkeiten vertraut wird. Es soll sich gestärkt mit seinen eigenen Fertigkeiten auseinandersetzen können und diese aus dem Zutrauen heraus jederzeit weiterentwickeln können. Kurzkonzeption kath. Kirchengemeinde St. Lamberti Seite 6 • Körper, Gesundheit und Ernährung Jedes Kind setzt sich von Geburt an aktiv mit seinem Körper und dessen Beschaffenheit auseinander. Es entdeckt zunächst seine Hände und als nächstes seinen Mund. Der nächste Schritt ist beides zusammen zu führen und miteinander zu verknüpfen. Hände und Mund erkunden sich gegenseitig und miteinander. So entdeckt jedes Kind nach und nach seinen kompletten Körper und dessen Möglichkeiten. Es entdeckt seine Wirksamkeit und was ihm gut tut oder auch nicht. Es ist uns besonders wichtig jedes Kind in seinem individuellen Befinden und seinen Grenzen ernst zu nehmen und zu stärken. Jedes Kind bestimmt über seinen Körper und wer diesen anfassen darf und auch nicht. Wer darf mich tragen, trösten, wickeln. Dies stärkt jedes Kind in seinem individuellen Gefühl für sich und seinen Körper. Grundlegend hierfür ist eine individuell dem einzelnen Kind angepasste Eingewöhnung (angelehnt an das Berliner Eingewöhnungsmodell). Diese bildet die Grundlage des sicheren Beziehungsaufbaus und hier erlebt das Kind direkt, ich darf so sein wie ich bin und werde ernst genommen. Von Beginn an steht das körperliche und seelische Wohlbefinden des Kindes im Vordergrund und ermöglicht dem Kind sich frei zu entfalten, sein Selbstkonzept und seine Identität weiter zu festigen. Im pädagogischen Alltag bieten sich dem Kind, in der Auseinandersetzung mit Spiegeln, Sinnesmaterialien, Körperwahrnehmungsangeboten, Abgrenzungsmöglichkeiten, Rückzugsorten/Schutzräumen, etc. stetig Möglichkeiten seinen Körper und sich selbst wahrzunehmen und zu entdecken. Die Ernährung hat einen ausschlaggebenden Einfluss auf die körperliche und geistige Entwicklung des Menschen. Vor allem in den ersten Lebensjahren wird der Grundstein für das weitere Essverhalten und den Umgang mit sich und seinem Körper gelegt. Die Kinder können von Beginn an in einer entspannten, freundlichen und ihnen zugewandten Atmosphäre die Mahlzeiten zu sich nehmen. Jedes Kind weiß selber am besten was und wie viel es essen mag. Je freier es dabei ist umso interessierter und neugieriger ist es auf die ihm angebotenen Lebensmittel. Die Kinder nehmen ihre Mahlzeiten in kleinen Tischgruppen, die auf ihre Bedürfnisse abgestimmt sind, zu sich und werden dabei pro Tischgruppe von einem Mitarbeitenden begleitet. Wichtig ist uns, dass die Kinder die Mahlzeiten zu sich nehmen, wenn ihre Kräfte es noch zulassen und sie nicht bereits vollkommen übermüdet sind. Somit werden die Zeiten für das gemeinsame Essen immer wieder den aktuellen Bedürfnissen der Kinder angepasst. Kein Kind muss in einer gestressten oder übermüdeten Situation Essen zu sich nehmen. Ebenso dürfen die Kinder in ihrem individuellen Tempo die Mahlzeiten zu sich nehmen. Es ist ausreichend Zeit eingeplant und es müssen nicht alle gleichzeitig fertig sein. Ein weiteres elementares Bedürfnis des Menschen ist der Schlaf. Jedes Kind darf seinem individuellen Schlafbedürfnis entsprechend schlafen. Dies bedeutet im Einzelnen, dass jedes Kind jederzeit die Möglichkeit hat sich auszuruhen und eine Pause zu machen. Sollte es dabei einschlafen, darf es ausschlafen um im Anschluss erholt und gestärkt am weiteren Gruppenalltag teilnehmen zu können. Kinder werden innerhalb der Kindertageseinrichtung grundsätzlich nicht geweckt oder gar wachgehalten. Neueste Kurzkonzeption kath. Kirchengemeinde St. Lamberti Seite 7 Erkenntnisse der Neurobiologie und der Schlafforschung zeigen welch großen Einfluss der bedürfnisorientierte Schlaf auf die vitalen, kognitiven, motorischen und sozialen Prozesse hat. Dessen sind wir uns bewusst und möchten auch diesbezüglich jedem einzelnen Kind gerecht werden. • Sprache und Kommunikation „Mit der 2. Revision des Kinderbildungsgesetzes ist zum 01.08.2014 auch die gesetzliche Verankerung zur Neuausrichtung der Sprachbildung in NRW in Kraft getreten. Die gesetzlichen Grundlagen der sprachlichen Bildung in Kindertageseinrichtungen werden u.a. im §13c KiBiz formuliert.“ (s. Ergänzung zur Arbeitshilfe Konzeptionsentwicklung des Caritasverbandes S. 4) Innerhalb unserer Kindertageseinrichtung nutzen die pädagogisch Mitarbeitenden als Werkzeug zur Sprachentwicklungsbeobachtung, -dokumentation und –begleitung die Begleitende alltagsintegrierte Sprachentwicklungsbeobachtung in Kindertageseinrichtungen (BasiK). Von Geburt an teilt sich das Kind mit und entdeckt seine sprachlichen Möglichkeiten. Es brummt und quietscht, es beginnt zu lautieren, es entstehen erste zufällige Worte und so setzt sich der kindliche Spracherwerb immer weiter fort. Die Sprachentwicklung erfolgt im sozialen Kontext und der Auseinandersetzung mit seinem Gegenüber und der Welt und ist niemals abgeschlossen. Innerhalb der Kindertageseinrichtung werden die Kinder altersentsprechend und vor allem ihrer individuellen sprachlichen Entwicklung entsprechend begleitet. Jedes einzelne Kind wird, auf seine Individualität abgestimmt, sprachlich begleitet und seiner Entwicklung entsprechende Sprachangebote gemacht. Es wird eine sprachanregende Umgebung geschaffen und dem Kind immer wieder die Möglichkeit gegeben zu Wort zu kommen. Jedes Kind wird von Beginn an dazu eingeladen sich an Gesprächsrunden zu beteiligen und in dem, was es verbal und nonverbal beisteuert, ernstgenommen und respektiert. Sprachförderung findet immer und überall statt, sowohl verbal als auch nonverbal. In allen alltäglichen oder auch nicht alltäglichen Situationen. In Gesprächen mit den Kindern und unter den Kindern. Beim gemeinsamen Spielen, Singen, Bücher anschauen und lesen, etc. Die sprachliche Entwicklung der Kinder wird stets beobachtet, regelmäßig dokumentiert und ausgewertet. (BasiK) Daraus resultiert die weitere individuell abgestimmte sprachliche Entwicklungsförderung für das einzelne Kind. • Soziale und interkulturelle Bildung Die Kindertageseinrichtung ist ein Raum des sozialen Miteinanders. Jeder ist willkommen, egal welcher Kultur oder Religion er angehört. Anders -Sein wird als Chance und Bereicherung gesehen und bietet den Kindern die Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit anderen Kulturen, Religionen, Sprachen. Fragen und Hypothesen der Kinder zu kulturellen, sprachlichen oder religiösen Hintergründen werden aufgegriffen und die Kinder im Prozess der thematischen Auseinandersetzung altersentsprechend und vorurteilsbewusst begleitet. Kurzkonzeption kath. Kirchengemeinde St. Lamberti Seite 8 Im sozialen Kontext unserer Kindertageseinrichtung sammeln die Kinder vielfältige Erfahrungen. Sie lernen sich selbst immer wieder neu und andere kennen. Sie bauen Beziehungen auf und überprüfen diese stetig. Sie freunden sich an und reiben sich. Sie streiten sich und vertragen sich. Sie beobachten sich selbst und gegenseitig, alleine oder gemeinsam. Sie unterstützen und ärgern andere. Sie verbünden sich und öffnen sich wieder. Sie loten aus und lernen andere Sichtweisen kennen. Sie entwickeln Empathie und nehmen Rücksicht. Sie erkennen unterschiedliche Positionen und nehmen selbst unterschiedliche Positionen ein. Sie erkennen Gruppen, Untergruppen und innerhalb derer unterschiedliche Rollen. Sie nehmen unterschiedliche Rollen und Positionen ein. Sie entwickeln (neue) Konfliktlösungsstrategien und verwerfen bisherige. Sie dürfen Konflikte austragen und sich streiten. Sie lernen ihre Gefühle kennen, benennen diese und erfahren, dass jedes Gefühl in Ordnung ist. Sie kümmern sich um andere und nehmen die Bedürfnisse anderer wahr. Sie lernen andere Menschen einzuschätzen und andere Meinungen zu akzeptieren. Sie äußern ihre Meinungen, Wünsche und Bedürfnisse verbal und nonverbal. Sie erleben sich als (selbst-) wirksam. Sie erleben sich als akzeptiertes, respektiertes und toleriertes Gegenüber. • Musisch-ästhetische Bildung Jedes Kind hinterlässt von Geburt an Spuren. Unabsichtlich und zufällig in der Welt und seiner Umwelt. Mit der Zeit werden aus den zufälligen Spuren, gezielte Spuren, gezieltes Gestalten und Darstellen. In unserer Kindertageseinrichtung bieten wir den Kindern vielfältige Möglichkeiten zum Spuren hinterlassen. Sie haben die Möglichkeit ihrem Eindruck auf unterschiedliche Weise Ausdruck zu verleihen und ihn darzustellen. Sowohl im gestalterisch ästhetischen als auch im musischen Bereich bieten sich den Kindern im Alltag und in gezielten Impulsen und Angeboten vielfältige Möglichkeiten sich intensiv mit ihrer Umwelt auseinanderzusetzen, Materialerfahrungen zu sammeln, zu experimentieren und Neues kennenzulernen. Hierbei steht stets der Prozess des Gestaltens und Auseinandersetzens im Vordergrund und nicht das Produkt, das nebenbei entsteht. Das Kind kann jederzeit neue Ideen entwickeln, alte verwerfen oder weiterentwickeln und so selbstständig Neues lernen und sich weiterentwickeln. Dabei ist es die Aufgabe des pädagogischen Personals die Kinder auf ihrem Weg wertfrei zu begleiten und zu erkennen, wann das Kind was braucht um weiterzukommen, ohne ihm etwas vorwegzunehmen. Im Bereich der musischen Bildung können die Kinder vielfältige Erfahrungen im Bereich der Musik sammeln. Sie lernen unterschiedliche Instrumente kennen, probieren diese aus und setzen sich mit ihnen auseinander. Dabei erfahren sie, wie es klingt gemeinsam oder gleichzeitig, laut oder leise zu musizieren. Wie klingt jedes einzelne Instrument und wie alle zusammen. Welchen Klang mag das eine Kind und welchen nicht so. Was liegt dem einen Kind und was liegt eher einem anderen. Mag jedes Kind selber musizieren oder mag ein Kind eher zuhören oder sich zur Musik der anderen bewegen. Mag ein Kind lieber mit seiner eigenen Stimme oder seinem Körper Musik machen ohne ein anderes Instrument hinzu zunehmen. Ein Kind beobachtet erstmal die anderen Kinder und beginnt erst später sich selber aktiv mit den Instrumenten auseinanderzusetzen. Allein die Kurzkonzeption kath. Kirchengemeinde St. Lamberti Seite 9 Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Instrumenten bietet den Kindern bereits vielfältige Möglichkeiten zum Erleben musischer Bildung. Darüber hinaus gehört natürlich die Auseinandersetzung mit der eigenen Stimme, dem Singen, freiem Musizieren ohne Instrumente, Instrumentenbau, etc. ebenfalls zum Bereich der musischen Bildung und bietet den Kindern weitere vielfältige Bildungs- und Erfahrungsräume. • Religion und Ethik In unserer Kindertageseinrichtung spielt die religionspädagogische Arbeit mit den Kindern eine große Rolle. Die tägliche Arbeit ist geprägt vom christlichen Menschenbild und dem Leben der christlichen Werte und Grundhaltungen, wie Liebe, Vertrauen, Geborgenheit, Glaube, Gemeinschaft, Akzeptanz, Toleranz und Verantwortung. Dies ist der Boden für das gemeinsame pädagogische Leben und Erleben innerhalb der Kindertageseinrichtung. Darüber hinaus werden gemeinsam mit den Kindern religiöse Feste und Bräuche im Jahreskreis gestaltet und erlebt. Die Kinder lernen Jesu Güte und Herzlichkeit kennen und erleben diese in der Erzählung, Darstellung und dem gemeinsamen Entdecken der Gleichnisse von Jesus. Die Kinder können Gemeinschaft erleben und sich in Gemeinschaft erleben. Wortgottesdienste werden gemeinsam mit den Kindern in Zusammenarbeit mit dem Pastoralteam vorbereitet, gestaltet und erlebt. Gemeinsam mit den Kindern werden täglich Gebete gesprochen, religiöse Lieder gesungen und Rituale gelebt. Die Kinder erleben ebenso die Offenheit und Akzeptanz anderen Weltanschauungen gegenüber und können ihren eigenen Fragen und Hypothesen zu anderen Weltanschauungen nachgehen. In ihrer philosophischen Auseinandersetzung mit der Welt werden sie vom pädagogischen Personal wertfrei und interessiert begleitet. • Naturwissenschaftliche und technische Bildung Kinder haben großes Interesse an naturwissenschaftlichen und technischen Zusammenhängen. Sie entdecken diese und setzen sich intuitiv mit ihnen auseinander. Es reizt sie die Dinge zu erkunden und die vielen Möglichkeiten zu entdecken. Dazu brauchen sie Raum, Zeit und Möglichkeit. Dies finden sie in unserer Kindertageseinrichtung. Dem voraus geht, dass das pädagogische Personal naturwissenschaftliche Experimente der Kinder erkennt und den Kindern daraufhin Möglichkeiten geschaffen werden, sich intensiver mit diesen Experimenten zu beschäftigen und ihre Erfahrungen zu vertiefen. Dies beginnt im Kleinen, bspw. wirft das junge Kind seine Trinkflasche immer und immer wieder auf den Boden um Schwerkraft und Erdanziehungskraft zu erproben und nicht um seine Bezugsperson zu ärgern. Oder ein Kind füllt Bohnen in unterschiedliche Gefäße und schüttet sie von einem Gefäß ins Nächste, dabei erlebt es erste physikalische Prinzipien. So finden sich im Alltag immer wieder Situationen in denen die Kinder sich mit technischen und naturwissenschaftlichen Fragestellungen auseinandersetzen, erste Experimente durchführen und eigene Hypothesen aufstellen und wieder verwerfen. Kurzkonzeption kath. Kirchengemeinde St. Lamberti Seite 10 Weitere Möglichkeiten bieten sich in unserer Kindertageseinrichtung durch - das Bauen und Konstruieren mit unterschiedlichen Materialien - durch vielfältige Raumerfahrungen (Raumlagebeziehun gen, Raumgrößen, unterschiedliche Ebenen, etc.) - das Kennenlernen und Erleben von und Konstruieren und Experimentieren mit geometrischen Formen, - Raumerfahrungen (Raumlagebeziehungen, Raumgrößen, unterschiedliche Ebenen, etc.) - das Zuordnen und Sortieren, - das Erleben von Größen, Mengen und Gewichten, - vielfältige Schüttexperimente, - erstes abzählen und zählen, - balancieren und rückwärts laufen, - Licht und Schatten Experimente, - vielfältige unterschiedliche Materialien, die die Experimentierfreude wecken. Es ist Aufgabe des pädagogischen Personals die Kinder in ihrem Erleben zu beobachten und Interessen wahrzunehmen. Dies ist die Grundlage für gezielte Impulse oder pädagogische Angebote im Interessensspektrum der Kinder und weckt und verstärkt somit die Experimentierfreude der Kinder. • Ökologische Bildung Das großzügige Außengelände unserer Kindertageseinrichtung, mit seinem alten Baumbestand, lädt die Kinder zur intensiven Beobachtung der Natur ein. Dieser begegnen wir mit Achtsamkeit und Fürsorge. Vögel und Eichhörnchen werden entdeckt und genau beobachtet. Käfer und Insekten werden gefunden und in ihrem natürlichen Lebensraum bestaunt. Die Bäume werden in ihrem Wachstum und dem natürlichen Kreislauf der Jahreszeiten beobachtet und Veränderungen festgestellt. Den Kindern bieten sich vielfältige Möglichkeiten sich mit unserer Natur auseinanderzusetzen, deren vielfältige Funktionen zu erkennen, zu beobachten und ein ökologisches Verständnis zu entwickeln. Ebenso lädt die nahe oder weitere Umgebung zu Ausflügen und Erkundungstouren ein (Promenade, Aa, Spielplätze, Wienburgpark, etc.). • Medien Zur Lebenswirklichkeit der Kinder gehören die unterschiedlichsten Medien, denen die Kinder in ihrem alltäglichen Erleben begegnen und sie, je nach Verfügbarkeit, nutzen. Dazu gehören sowohl die traditionellen Medien wie Bücher, Zeitungen, CDs und Fernseher als auch die neuen Medien wie Computer, Sma rtphones, Tablets, etc. In unserer Kindertageseinrichtung werden Medien bewusst und gezielt eingesetzt. Die Kinder lernen von Anfang an die Möglichkeiten, die ihnen unterschiedliche Medien bieten, kennen und entwickeln somit altersentsprechende Medienkompetenz. Beispielsweise stehen den Kindern innerhalb unserer Kindertageseinrichtung vielzählige Bücher, Hörspiele oder Kurzkonzeption kath. Kirchengemeinde St. Lamberti Seite 11 Musik-CDs zur Verfügung, des Weiteren können sie begleitet den Computer zur Internetrecherche, zum Verfassen von Emails o.Ä. nutzen. 4.3. Partizipation Die Partizipation ist eine der Grundlagen unserer pädagogischen Arbeit. Durch unseren respektvollen und achtsamen Umgang mit den Kindern und der Achtung ihrer Persönlichkeiten und Meinungen ist die Partizipation unabdingbar. Die Kinder haben jederzeit das Recht ihre Meinung, ihre Bedürfnisse, Wünsche und Interessen zu äußern. Dies kann innerhalb der unterschiedlichen Gesprächsrunden oder aber auch jederzeit im Alltag stattfinden. Ebenso hat jedes Kind jederzeit das Recht Beschwerden oder Kritik zu äußern. Dafür ist uns eine Kultur der Offenheit und des miteinander im Gespräch seins sehr wichtig. Die Kinder erlernen von Anfang an, was es heißt gemeinsam Dinge abzusprechen, zu entscheiden und wie demokratische Abstimmungen gelingen können. Jedoch findet Partizipation vor allem auch in vielen kleinen alltäglichen Situationen statt. Zum Beispiel entscheidet jedes Kind, wer ihm beim Toilettengang helfen oder wer es wickeln darf. Jedes Kind hat die Wahl wo, mit was oder mit wem es spielen möchte. Jedes Kind darf aussuchen, wer es trösten darf oder wie es sich von seinen Eltern verabschiedet. Dieses führt sich so fort. Die Kinder sind aktive Gestalter ihrer Entwicklung, daher ist es uns besonders wichtig, dass sie gehört und einbezogen werden und vor allem, dass sie wissen, dass ihre Meinung wichtig ist und gehört wird. 4.4. Inklusion Einer der ureigenen christlichen Werte spiegelt sich in der Inklusion. Jeder Mensch verdient Wertschätzung seiner Person ohne Einschränkung, unabhängig von seiner Entwicklung, seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Jeder ist Teil unserer Gemeinschaft. Inklusives Arbeiten bedeutet für unsere Kindertageseinrichtung jedes Kind individuell und seiner Entwicklung entsprechend zu begleiten und zu unterstützen. Dies bedeutet die Kinder zur Aktivität und Eigeninitiative anzuregen und in ihrer Selbstwahrnehmung, ihrem Selbstvertrauen und ihrem Selbstwertgefühl zu stärken. Die Ressourcen und Stärken der Kinder wahrzunehmen, anzuregen und zu erweitern. Jeder wird so angenommen, wie er ist und ist jederzeit willkommen. Das Konzept der Inklusion sehen wir als große Bereicherung für die gesamte Kindertageseinrichtung. Unterschiedlichkeit wird von Beginn an erlebt, der Umgang mit Vielfalt ist völlig natürlich und Respekt und Achtung jedem Menschen gegenüber selbstverständlich. „Die gemeinsame Erziehung von Kindern mit und ohne Behinderung wird auf der Grundlage der Förderrichtlinien des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe über die Förderung von Kindern mit Behinderung in Kindertageseinrichtungen vom 19.12.2008 in der Fassung vom 01.08.2014 angeboten.“ (Leitfaden Caritasverband, Gemeinsame Erziehung, Stand v. August 2016) Kurzkonzeption kath. Kirchengemeinde St. Lamberti Seite 12 4.5. Bildungs- und Erziehungspartnerschaft Die Eltern sind die Experten für ihre Kinder und deren ganzheitliche Entwicklung ist nur möglich, wenn sich zwischen pädagogischen Personal und Eltern eine ernstzunehmende und respektvolle Bildungs- und Erziehungspartnerschaft aufbaut. Diese ist von gegenseitiger Akzeptanz und Ehrlichkeit geprägt und immer zum Wohle der Kinder ausgerichtet. In Tür- und Angelgesprächen findet ein täglicher Austausch über aktuelle Themen, Interessen und Bedürfnisse der Kinder statt. In regelmäßigen, mindestens einmal jährlichen, Entwicklungsgesprächen ist ausreichend Raum zum Austausch über die Entwicklung und die Lernschritte des Kindes. Dabei bildet die gegenseitige Wertschätzung und das gegenseitige Vertrauen die Grundlage für offene Gespräche, die der Entwicklung des einzelnen Kindes und der Stärkung seiner Familie dienen. Innerhalb der Gespräche ist auch immer Raum für Wünsche, Kritik oder Beschwerden von beiden Seiten. Dies wird stets als Chance zur Weiterentwicklung und Stärkung der Partnerschaft gesehen und im Team konstruktiv weiterbearbeitet. Einen Teil der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft bilden auch die Instrumente der Bildungsdokumentation. Die Portfolios oder BaSiK Dokumentationsbögen können in den Entwicklungsgesprächen besprochen werden und daraus Stärken und Ressourcen des einzelnen Kindes gemeinsam entdeckt und weitere Entwicklungsmöglichkeiten besprochen werden. Von Beginn an haben die Eltern die Möglichkeit den Prozess des Aufbaus der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft aktiv mitzugestalten und unterschiedlichste Angebote wahrzunehmen, wie z.B. Aufnahmegespräche, Kennenlernnachmittage, Hausbesuche, Eltern-Kind-Nachmittage, Feste und Feiern im Jahreskreis, Dokumentationswände, etc. Des Weiteren gibt es für die Eltern die Möglichkeit sich im Rahmen der Elternvollversammlung, des Elternbeirates und des Rates der Kindertageseinrichtung einzubringen. 4.6. Qualitätsentwicklung Die Qualitätsentwicklung und das sich daraus entwickelnde Qualitätsmanagement sind für uns elementar. Dies bedeutet für uns immer besser werden zu wollen und dem Stillstand keinen Raum zu lassen. Ebenso bietet die Festschreibung von Kernprozessen allen Beteiligten Klarheit und Struktur und ermöglicht neuen Mitarbeitern eine strukturierte Einarbeitung. Das QM Projekt „System der Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung in Einrichtungen und Diensten der Caritas“ (QualiCa) bietet sich für uns als katholische Kindertageseinrichtung als Zertifizierungsprojekt an. Kurzkonzeption kath. Kirchengemeinde St. Lamberti Seite 13 5. Rahmenbedingungen 5.1. Gruppenstruktur und Personalstruktur Die Kindertageseinrichtung bietet 70 bis 75 Kindern im Alter von 0 Jahren bis zur Einschulung Platz. Diese teilen sich gegenwärtig in folgende vier Gruppen auf. 2 Gruppen Gruppenform I für Kinder im Alter von 2 Jahren bis zur Einschulung 1 Gruppe Gruppenform II für Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren 1 Gruppe Gruppenform III für Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren Insgesamt gibt es somit 22 Plätze für Kinder im Alter von unter drei Jahren und 48 bis 53 Plätze für Kinder im Alter von über drei Jahren. Das pädagogische Team setzt sich aus Fachkräften und Ergänzungskräften mit verschiedenen Qualifikationen zusammen. Die Mitarbeiter nehmen regelmäßig an Fort- und Weiterbildungen zu unterschiedlichen Themenbereichen, Erste-Hilfe-Kursen und Hygieneschulungen teil und sind verpflichtet sich zum Thema Prävention in regelmäßigen Abständen weiterzubilden. Auf Dauer wird auch die Teilnahme an Arbeitskreisen und Fachgremien angestrebt. In diesem Bereich kann die Vernetzung der anderen beiden Kindertageseinrichtungen der Kirchengemeinde St. Lamberti genutzt werden. (Dekanatsleitungsrunden, Sozialraumtreffen, AG gem. §78 SGB VIII, Arbeitskreis Zusammenarbeit Grundschule und Kindertageseinrichtung, etc.) 5.2. Öffnungszeiten Die Öffnungszeiten orientieren sich am, in regelmäßigen Abständen erfragten, Bedarf der Familien. Aktuell können wir uns folgende Öffnungszeiten vorstellen. Montag bis Freitag 7.00 bis 17.00 Uhr Die Schließtage unserer Kindertageseinrichtung versuchen wir sehr gering zu halten und dadurch den Familien und ihren Bedürfnissen gerecht zu werden. In den Sommerferien schließt die Kindertageseinrichtung 15 Tage, allerdings haben die Eltern, falls nötig, die Möglichkeit die anderen Kindertageseinrichtung der kath. Kirchengemeinde St. Lamberti, nach vorheriger Absprache zu nutzen. Weitere Schließtage fallen für 2 Team -/ Konzeptionstage und einen Betriebsausflug im Kitajahr an. Ergänzend können zwischen Weihnachten und Neujahr Schließtage hinzukommen. In dieser Zeit können wir uns, in Absprache und Kooperation mit den Kindertageseinrichtungen St. Lamberti und St. Ludgeri, die Organisation einer Notfallbetreuung in Form einer einrichtungsübergreifenden Notgruppe vorstellen. Kurzkonzeption kath. Kirchengemeinde St. Lamberti Seite 14 5.3. Raumprogramm Der Haupteingang der Kindertageseinrichtung ist barrierefrei von der Stiftsherrenstraße aus zu erreichen, von der Neubrückenstraße aus gibt es einen Nebeneingang. Der Kindertageseinrichtung steht das Erdgeschoss der ehemaligen Studentinnen Burse der Schwestern unserer lieben Frau inklusive zweier Anbauten zur Verfügung. Insgesamt gibt es vier Gruppenräume mit angeschlossenen Nebenräumen und Schlaf - und Differenzierungsräumen. Des Weiteren kann jede Gruppe einen eigenen Waschraum mit integriertem Wickelbereich und einen Abstellraum nutzen. Im Flurbereich vor den Gruppenräumen befinden sich die Garderoben der Kinder und der Zugang zu einem großzügigen Bewegungsraum inkl. Abstellraum für alle Gruppen. Jede Gruppe hat einen eigenen Zugang zum großzügigen Außengelände. Dies bietet viel Bewegungsfläche und auch im Sommer natürlichen Schatten durch den alten Baumbestand. Zusätzlich gibt es im Eingangsbereich Abstellmöglichkeiten für Kinderwagen und Turtles. Dem pädagogischen Personal steht ein Personalraum und ein Büro zur Verfügung. Ebenso gibt es einen Küchenbereich mit dazugehörigem Abstellraum. Für Personal und Besucher gibt es über den Flur einen Zugang zum Toilettenbereich, direkt daneben befindet sich ein Duschbereich und auch zum barrierefreien Toilettenbereich findet man über den Flur Zugang. Der Kirchengemeinde sind die Vorplanungen zum Umbau des Gebäudes bekannt. Bei einer positiven Entscheidung zur Übernahme der Trägerschaft steht die Kirchengemeinde zur gemeinsamen Finalisierung der Baupläne gerne zur Verfügung. 6. Schlusswort zur pädagogischen Konzeption Wir, als kath. Kirchengemeinde St. Lamberti bewerben uns um die Trägerschaft der neuen Kindertageseinrichtung an der Neubrückenstraße, da diese innerhalb unserer Gemeinde liegt und der Gemeinde, aufgrund ihrer Größe, die Möglichkeit gegeben ist weitere Kindertagesbetreuungsplätze anzubieten. Wir haben bereits langjährige Erfahrung in der Trägerschaft von Kindertageseinrichtungen in Münster. Mit den kath. Kindertageseinrichtungen St. Lamberti und St. Ludgeri haben wir zwei sehr gut aufgestellte Kindertageseinrichtungen, die allerdings beide nicht mehr erweiterbar sind und somit mit jeweils zwei Gruppen der Größe unserer Kirchengemeinde und den damit einhergehenden Platzbedarf nicht gerecht werden. Für den Aufbau der neuen Kindertageseinrichtung können wir aber auf die langjährigen Erfahrungen in der Trägerschaft der anderen Kindertageseinrichtungen und der pädagogischen Arbeit zurückgreifen. Vor allem in den Bereichen der inklusiven Arbeit und der pädagogischen Arbeit mit unter dreijährigen Kindern können wir die Erfahrungen nutzen. Die eingereichte pädagogische Konzeption ist ein Entwurf und wird natürlich vom späteren pädagogischen Team im Prozess weiterentwickelt und konkretisiert werden. Kurzkonzeption kath. Kirchengemeinde St. Lamberti Seite 15 7. Angaben zur Wirtschaftlichkeit – Finanzen Die Kath. Kirchengemeinde St. Lamberti betreibt seit vielen Jahren zwei zweigruppige Kindertageseinrichtungen für Kinder im Alter von 0 Jahren bis zur Einschulung im direkten Innenstadtbereich der Stadt Münster. Diese Einrichtungen können baurechtlich nicht erweitert und ausgebaut werden. Gemeinsam mit den weiteren kath. Kirchengemeinden im Stadtbezirk Münster werden aktuell insgesamt 43 Kindertageseinrichtungen von Kirchengemeinden betrieben. Gemeinsam mit dem Bischöflichen Generalvikariat und der Zentralrendantur als zentrale Verwaltungsstelle kann die Kirchengemeinde eine wirtschaftliche Betriebsführung der neuen Kindertageseinrichtung sicherstellen. Die fachliche Beratung und Begleitung, insbesondere in Fragen rund um die qualitative Weiterentwicklung des Betreuungsangebotes, wird durch die Fachberatung des Diözesan Caritasverbandes (DiCV) sichergestellt. Die Kirchengemeinde ist anerkannter Träger der Jugendhilfe. Als freier Träger bestätigt die Kirchengemeinde im Falle einer positiven Trägerschaftsentscheidung den im Kinderbildungsgesetz verankerten Trägeranteil an den entstehenden Betriebskosten in Höhe von 12 Prozent im Rahmen des kirchlichen Grundbestandes zu übernehmen. Mit dem Bischöflichen Generalvikariat, als zuständige Aufsichtsbehörde, wurde die Bewerbung um eine Trägerschaft im Vorfeld abgestimmt und positiv bewertet. Die Kirchengemeinde steht bei dieser Trägerschaft als Mieter der Immobilie zur Verfügung. Die Vergütung der Mitarbeiter richtet sich nach der Kirchlichen Arbeits - und Vergütungsordnung (KAVO), die weitestgehend den Regelungen im Öffentlichen Dienst ähnelt. Neben dem mtl. Entgelt erhalten die Mitarbeiter eine Jahressonderzahlung (Weihnachtsgeld) sowie ein Leistungsentgelt. Für die Altersabsicherung werden alle Mitarbeiter bei der Kirchlichen Zusatzversicherungskasse (KZVK) zusatzversichert.
Anlage 11.1 Bewerbung Step Kids
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Step Kids KiTas gGmbH Am Friedrichshain 22 10407 Berlin Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin Sitz der Gesellschaft: Berlin Finanzamt für Körperschaften III, Berlin Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg HRB 149735 B Steuernummer: 29/026/630247/69729 Ideenkonzept zum Standort Münster Altstadt (10/2018) Grundlage für den Betrieb unserer KiTas ist unsere pädagogische Basis-Konzeption (siehe Anlage 4). Sie wird in seinen pädagogischen Inhalten vom KiTa- Team, in enger Zusammenarbeit mit der pädagogischen Fachberatung, erstellt. Die KiTa-Konzeption orientiert sich am pädagogischen Konzept des Situationsorientierter Ansatzes und seiner durchgängigen systemischen Bildungs- un d Erziehungsansätze. Der konzeptionelle Grundsatz fü r die Bildungs- und Erziehungsarbeit im Situationsansatz ist die Orientierung der Arbeit mi t den Kindern an ihrer individuellen sozialen und kulturellen Lebenssituation. Dadurch unterstützen wir die Selbstständigkeitsentwicklung jedes Kindes indem wir ihnen die Möglichkeit der aktiven Mitgestaltung geben. Wir verfolgen dafür das Best Practice Modell, welches wir, ähnlich wie in unseren bereits bestehenden KiTa-Einrichtungen, auch in der zukünftigen KiTa in Münster Altstadt umsetzen. Auf diese Themen legen wir besonderen Wert: Vernetzung mit dem Sozialraum und Kooperationspartner In unseren Einrichtungen ist eine Kooperation mit umliegenden Institutionen und Vereinen selbstverständlich. Unsere KiTas sind ein aktiver T eil der sozialen Infrastruktur des jeweiligen Stadtteils/Gemeinde. Durch die Kooperation mit den Fachdiensten der Stadt Münster, mit anderen Institutionen und Initiativen bringen wir die Vernetzung in den Stadtteilen voran. Bei der Sozialraumarbeit der KiTa spielt das Mitwir ken des sozialen Umfelds der Kinder eine wichtige Rolle. Die Nutzung von standortbezogenen C hancen sowie die Einbindung der Eltern in den KiTa-Alltag ist uns ein besonderes Anliegen. Ni cht nur der Einzelfall steht im Fokus, sondern die gesamte Lebenswelt des Kindes, inklusive der rä umlichen Gegebenheiten. Um dies zu gewährleisten wird eine niederschwellige Öffnung der KiTa durch Kooperationen mit umliegenden Familien- und Jugendzentren, der örtlichen Feuerweh r sowie Kultur- und Sporteinrichtungen angestrebt, um diese konstruktiv in die Arbeit mit den Kindern einzubinden. Dadurch sollen die Kinder dazu motiviert werden, ihren Blick auf den umliegenden Sozialraum zu erweitern wodurch sich wertvolle Synergieeffekte für Kinder und Familien ergeben können. Den Kindern können damit außerinstitutionelle Bildungsangebote in Bereichen Bewegung, Natur und Gesellschaft angeboten werden, welche die Bildungsarbeit innerhalb der Einrichtung ergänzt. Umliegende Freizeitangebote wie Spiel- und Sportplä tze bieten sich für die Kita-übergreifende Aktivitäten besonders an. Die zentrale Lage in der Altstadt bietet eine Reihe Möglichkeiten, Bildungsaktivitäten auch außerhalb der KiTa zu gestalten. Die Nähe zu unterschiedlichen Museen und Kultureinrichtungen können abwechslungsreiche A ktivitäten angeboten werden. Positive Synergieeffekte können auch durch eine Clusterbildu ng mit der neuentstehenden 8-gruppigen KiTa-Einrichtung in der Sonnenstraße (09/2018), welche fußläufig erreichbar wäre, sowie weiteren neu entstehenden KiTas, genutzt werden. Durch den B etrieb mehrere Einrichtungen in unmittelbarer Nähe können so gemeinsame Aktivitäten organisiert und durchgeführt werden. Standortspezifische Sozialraumorientierung Step Kids KiTas gGmbH Am Friedrichshain 22 10407 Berlin Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin Sitz der Gesellschaft: Berlin Finanzamt für Körperschaften III, Berlin Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg HRB 149735 B Steuernummer: 29/026/630247/69729 Zusätzlich bietet die Nähe zur DKV-Residenz am Tibu splatz die Möglichkeit eines intergenerativeren Bildungsansatzes . Demografischen Veränderungen wirken sich auf die gegenwärtigen und zukünftigen Generationenbeziehung en aus: Großeltern-, Eltern- und Kindergeneration einer Familie leben nicht mehr unb edingt räumlich zusammen, mit der Folge, dass gemeinsame Alltagserfahrungen und eine wechsel seitige Unterstützung nur noch begrenzt möglich sein können oder aber neue Formen gefunden werden müssen. Daher stellen generationsübergreifende Angebote für junge und alt e Menschen eine enorme Bereicherung für beide Seiten dar. Intergenerative Angebote haben das Ziel, den Dialog zwischen den Generationen zu fördern. Darüber hinaus stellen sie eine Strategie zur Gestaltung des demografischen Wandels dar, indem sie beispielsweise der Isolierung und damit der Ver einsamung von älteren, insbesondere alleinstehenden Menschen vorbeugen. Das Spektrum in tergenerativer Arbeit reicht von offenen Angeboten im Freizeitbereich bis hin zu zeitlich te rminierten Aktivitäten im Bildungsbereich. Ob bei Vorlesenachmittagen, gemeinsamen Ausflügen, Gär tnern im Hochbeet und Bastelnachmittagen – die Möglichkeiten sind vielfäl tig und können in Absprache mit den Bewohnern, KiTa-Leitung und Familien je nach Interesse gestaltet werden. Regelmäßig pflegen wir Kontakt zu: anderen Kindertageseinrichtungen (z.B. Kindergruppe „Kotenbeis“ e.V., AWO Kindertageseirichtung, KiTa Kinderwerkstatt e.V.) Sport- und Schwimmhallen (z.B. Hallenbad Mitte, Turngemeinde Münster e.V.) Jugendamt und Jugendhilfe: Teilnahme an Arbeitskreisen und Netzwerktreffen Kultur-, Familien- und Beratungszentren (z.B. Berat ungsstelle für Erwachsene, Paare und Familien, Beratungsstelle für Entwicklungsfragen im Kindesalter, Stadtmuseum etc. ) Sport und Freizeitangeboten Polizei, Krankenhäuser und Feuerwehr Schulen (z.B. Martinischule Münster) sowie mit (Sprach-)Heilpädagogen, Frühförderstellen, Kinderpsychologen, Kinderärzten, usw.. Den Kindern können damit außerinstitutionelle Bildu ngsangebote in Bereichen Bewegung, Natur und Gesellschaft angeboten werden, welche die Bildungsarbeit innerhalb der Einrichtung ergänzt. Umliegende Freizeitangebote wie Spiel- und Sportplä tze bieten sich für die Kita-übergreifende Aktivitäten besonders an. Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um Vorschläge unsererseits handelt – Kooperationen müssten im Detail mit der anderen Partei besprochen werden. Auch mit der umliegenden Trägerlandschaft wie der Caritas e.V. und dem DRK e.V., sowie umliegenden Kirchengemeinden und Vereinen wie der Evangelische Apostel Kirchengemeinde und Kulturvereinen wie dem Freundeskreis Nepal e.V., ergeben sich, sofern Interesse der anderen Partei besteht, mögliche Kooperationsmöglichkeiten und Synergieeffekte. Getreu dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ erkennen wir in den Beso nderheiten des Gebiets fruchtbare Gestaltungsmöglichkeiten um Best Practice Lösungen zu entwickeln, Erfahrungswerte nutzen oder Step Kids KiTas gGmbH Am Friedrichshain 22 10407 Berlin Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin Sitz der Gesellschaft: Berlin Finanzamt für Körperschaften III, Berlin Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg HRB 149735 B Steuernummer: 29/026/630247/69729 einrichtungsübergreifende Fortbildungen zu vor Ort benötigten Aspekten interkultureller Arbeit wahrzunehmen. Uns ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Stadtteil Mü nster Altstadt und den dort wirkenden Akteuren sehr wichtig. Den Anforderungen wollen wir flexibel und zuverlässig entsprechen. Die Kommunen/Stadtteile in denen Stepk e bereits vertreten ist, können das bestätigen. Ebenso pflegen wir enge Kontakte zu den Eltern und legen Wert auf ein vertrauensvolles, offenes Miteinander. Unsere Kindertagesstätten verstehen sich als Begegn ungsraum, wodurch die Einbeziehung der Stadtteilakteure und vor allem der Eltern für uns b esonders wichtig ist. Daher ist Stepke offen dafür, sich bei Bedarf und dafür vorhandene Gegeben heiten, zum Familienzentrum zu entwickeln und damit einen Beitrag zum sozialen Infrastrukturangebot zu leisten. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften In unserer pädagogischen Praxis wird ein Umfeld geschaffen, in dem Beteiligung von Kindern aller Altersklassen ausdrücklich erwünscht und von den Fa chkräften pädagogisch unterstützt und angeregt wird. Bei der Planung gemeinsamer Projekte , in Gesprächskreisen und fest installierten Kinderkonferenzen bieten wir den Kindern das Recht auf freie Meinungsäußerung . Ziel ist die aktive Beteiligung an den Entscheidungen und Entwic klungen in ihrer Kita und die frühzeitige Übernahme von Verantwortung. Kinder sind aktive und kreative Gestalter ihrer Entwicklung in deren Prozess unsere pädagogischen Fachkräfte sie begleiten und unterstützen. Wir verwirklichen Partizipation, weil es wichtig ist, Kinder bei Entscheidungsproze ssen frühzeitig mit zu beteiligen. Wir schaffen familienbegleitend gemeinsam Bedingung en und Möglichkeiten um individuelle Fähigkeiten und Begabungen zu entdecken, zu entwickeln und die Kinder auf ein gleichberechtigtes Leben in der Gesellschaft vorzubereiten. Bewusst verstehen wir uns als familienergänzende Ei nrichtung, indem wir die Familie als das wichtigste Erziehungsfeld ansehen. Daher ist auch E lternarbeit ein wichtiger Bestandteil unseres pädagogischen Grundverständnisses und wird aktiv ge fördert. Elternstammtische und viele gemeinsame Ausflüge, Aktionen und Feste werden in unseren KiTas regelmäßig angeboten. Elternabende, interkulturelle Elterncafés, Trödelmä rkte und interkulturelle Feste können Barrieren abbauen. Auch das Mitwirken der Eltern im KiTa-Alltag ist un s ein wichtiges Anliegen. Eltern werden dazu angeregt sich in den KiTa-Alltag ihrer Kinder einzu bringen und es werden Ansatzpunkte gegeben das Leben in unseren Häusern aktiv mitzugestalten. So wird die pädagogische Arbeit transparent. Elternaktivitäten werden anhand eines Elternpasses festgehalten. Step Kids KiTas gGmbH Am Friedrichshain 22 10407 Berlin Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin Sitz der Gesellschaft: Berlin Finanzamt für Körperschaften III, Berlin Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg HRB 149735 B Steuernummer: 29/026/630247/69729 Querschnittsaufgaben (Genderthematik, Integration, Inklusion) Die Individualität und die Bedürfnisse der Kinder, ihrer Familien und der in der Einrichtung tätigen Menschen stehen im Mittelpunkt des täglichen Handelns. Der Inklusionsgedanke ist als eine Frage des würdevollen und respektvollen Umgangs miteinander zu verstehen. In unseren Einrichtungen ist jedes Kind willkommen, unabhängig seiner Herkunft, Religion, körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen oder Hautfarbe. Die Anerkennung von Vielfalt und Verschiedenheit der Kinder, ihrer Familienkulturen und -situationen wird als Bereicherung im KiTa- Alltag verstanden. Ziel ist es, allen Kindern die g leichen Möglichkeiten zu geben, sich optimal zu entwickeln, die Umwelt zu erkunden und seinen Interessen nachzugehen. Die Wertschätzung jedes Menschen, und damit auch jedes Kindes als individue lle Persönlichkeit, ist in unserem Leitbild verankert. Unser pädagogisches Konzept beruht auf einer Haltun g, die auf der Anerkennung vielfältiger Lebensweisen basiert und Chancengerechtigkeit und I nklusion betont. Wir haben es uns zum Ziel gemacht in unseren Stepke KiTas unterschiedlichste Entwicklungspotentiale von Kindern frühzeitig zu erkennen und dementsprechend individuell zu fördern. Dies geschieht in gemeinsamer Bildungs- , Erziehungs- und Betreuungsverantwortung gegenüber Kindern mit und ohne Handicaps oder einem speziellen Förderbedarf. Wir wenden dabei das Prinzip integrierter Hilfen aus einer Hand und alltagsintegrierter Förderstrategien an und sorgen für angemessene Rahmenbedingungen. D ies geschieht durch reduzierte Platzzahlen von Kindern, einem zusätzlic hen und bedarfsgerechten Therapieraum in Kombination mit qualifiziertem, interdisziplinärem Fachpersonal sowie barrierefreier Raumgestaltung. Kinder mit Entwicklungsbesonderheiten werden gemeinsam mit anderen Kindern im Haus betreut. Der gemeinsame KiTa-Alltag ermögli cht es, dass alle Kinder voneinander profitieren. Das Ziel der Arbeit nach dem Inklusionsgedanken besteht in der Befähigung aller Kinder mit den eigenen Besonderheiten und denen anderer vo rurteilsbewusst umzugehen und selbständig, selbstbestimmt und aktiv am Leben teilzunehmen. Zusätzlich ist es uns wichtig, Kinder von klein auf für körperliche und/oder geistige Beeinträchtigungen zu sensibilisieren. Mit Projekten im Rahmen von Eingliederungsmaßnahmen erleben die Kinder ein vorurteilsfreies Miteinander. So wird vermeintliche Andersartigkeit „normal“ und zum festen Bestandteil der kindlichen Lebenswelt. Auch ist es uns ein wichtiges Anliegen, Kinder – je nseits von Geschlechterklischees – in ihren individuellen Interessen und Fähigkeiten zu fördern. Teil dessen ist auch, sie bei der Ausgestaltung ihrer individuellen Geschlechtsidentitäten zu unter stützen, unabhängig von den jeweils herrschenden Vorstellungen vom „richtigen Mädchen“ und „richtigen Jungen“. Ein geschlechtsbewusster pädagogischer Zugang beinhalte t, dass Mädchen und Jungen Gelegenheit haben, sich jenseits von Rollenklischees entwickeln zu können. Kinder aus anderen Kulturkreisen werden in die neue Einrichtung aufgenommen und unter Beachtung ihrer eigenen und der Familienbiographie, ihrer Heimatkultur sowie unter Einbeziehung ihrer Eltern in die Kindergemeinschaft integriert. Besonders Kinder mit z.T. traumatischen Vermittlung von Werten Step Kids KiTas gGmbH Am Friedrichshain 22 10407 Berlin Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin Sitz der Gesellschaft: Berlin Finanzamt für Körperschaften III, Berlin Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg HRB 149735 B Steuernummer: 29/026/630247/69729 Erlebnissen und Fluchterfahrungen benötigen Geborge nheit, Anerkennung, Zuwendung und vor allem Sicherheit. Besonders wichtig ist uns dabei, dass die Kinder und ihre Familien erfahren, dass sie bei uns willkommen und anerkannt sind, dass sie am Leben der Einrichtung teilhaben und sich wohlfühlen können. Bei unserer Personalakquise achten wir auf Diversität. Fachkräfte mit Migrationshintergrund mindern Hemmschwellen und Sprachbarrieren v.a. zwischen Eltern und Pädagogen, Fortbildungen ergänzen das Profil unserer Pädagogen. Durch unsere eigene Stepke-Akademie bilden wir unsere Mitarbeiter*innen fort und reagieren damit auf indi viduelle Bedarfe. In unserem aktuellen Akademieprogramm finden sich u.a. „Interkulturelle Zusammenarbeit mit geflüchteten Eltern“, „Das Trauma bei Kindern mit Kriegs- und Fluchterfahrung“ oder „Inklusive Kita – Wie bringe ich alle unter ein Dach?“ (vgl. Anlage 6 „Flyer Akademie 2018“). Step Kids KiTas gGmbH Am Friedrichshain 22 10407 Berlin Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin Sitz der Gesellschaft: Berlin Finanzamt für Körperschaften III, Berlin Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg HRB 149735 B Steuernummer: 29/026/630247/69729 Öffnungszeiten In unseren unterschiedlichen Häusern und Gruppen kö nnen verschiedene Zeitfenster innerhalb der Öffnungszeit gebucht werden. Dies variiert nach Standorten und kann je nach Bedürfnis der Eltern und Kinder angepasst werden. Grundsätzlich öffnen wir unsere Einrichtungen von M ontag bis Freitag bis zu maximal 11 Stunden täglich. Ergänzende Angebote und Notfallbetreuung kann nach Bedarf angeboten werden. Personalgewinnung Zur Gewinnung qualifizierten Personals sind wir sel bstverständlich auf unterschiedlichen Online- Jobplattformen vertreten. Zusätzlich pflegen wir en gen Kontakt mit der Bundesagentur für Arbeit, wodurch wir viele qualifizierte Mitarbeiter*innen v ermittelt bekommen. Wir legen bei der Personalwahl Wert auf Diversität und altersgemischt e Teams. Damit werden unterschiedliche Kompetenzen gebündelt, wodurch zusammen mit einer V ielfalt an Perspektiven Synergieeffekte entstehen können. Gerne kooperieren wir auch mit de r Ev. Sozialpädagogische Ausbildungsstätte Münster gGmbH, um Nachwuchskräfte in Münster zu fördern. In der Personalgewinnung unterscheidet sich Stepke hauptsächlich durch unser zentralisiertes, eigens für Stepke entwickeltes Bewerbersystem. Durch diese bewerberorientierte Software wird der Bewerbungsprozess zum einem für den/die Bewerber*in erleichtert zum anderen so optimiert, dass der gesamte Bewerbungsprozess maximal einen Monat andauert. Unser engagiertes Recruiting-Team sichtet täglich eingehende Bewerbungen, antworten auf diese innerhalb von drei Tagen und leiten sie zeitgleich direkt an die entsprechenden Häuser weiter. Zusätzlich bietet Stepke neben Gehaltsoptimierungsoptionen (vgl. Anlage 7) unbefristete Verträge, da uns eine langfristige Bindung unserer Mitarbeiter*i nnen sehr am Herzen liegt, da nur so die hohe Qualität in unseren Einrichtungen gewährleistet werden kann. Umfang des geplanten Personaleinsatzes Die Auswahl und der Einsatz des pädagogischen Fachpersonals erfolgt auf der Grundlage der aktuellen Gesetzlichkeiten (SGB VIII) sowie dazugehöriger Ver ordnungen und Vereinbarungen für Kindertagesstätten des Landes Nordrhein-Westfalen (KiBiz). Der Einsatz von Leitungspersonal und Erzieher*innen wird entsprechend der vertraglich belegten Plätze nach Alter, betreuungsumfang, Integrationsst atus der Kinder errechnet und vorgehalten. Die Hausleitung wird aufgrund der 4 Gruppen freigestell t und ist in Vollzeit für ihren Aufgabenbereich tätig. Durch den Betrieb mehrere Einrichtungen in Münster, hätten wir in Zeiten personeller Engpässe die Möglichkeit, diese durch Fachpersonal aus anderen Einrichtungen kurzfristig auszugleichen. Zusätzlich können auch positive fachliche Synergieeffekte genutzt werden. Weitere Informationen
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungOrte (36)
- Neubrückenstraße 08
- Hafenstraße 30
- Sonnenstraße
- Middelerstraße
- Meyerbeerstraße
- Wienburgstraße
- Kirchherrngasse 14
- Landsberger Straße
- Eichendorffstraße
- Beckstraße
- Weseler Straße
- Wiedaustraße
- Stiftsherrenstraße
- Nottulner Landweg
- Meckmannweg
- Emmy-Herzog-Platz
- Gustav-Stresemann-Weg 62
- Dahlweg
- Markweg
- Friesenring 50
- Johann-Krane-Weg 18
- Tibusplatz
- Carlo-Schmid-Weg
- Nordkirchenweg
- Regina-Protmann-Straße
- Fürstenbergstraße
- Alt Angelmodde
- Willingrott
- Loevelingloh
- Auf dem Dorn
- Petersheide
- Kinderhaus
- Hohe Ward
- Tiergarten
- Promenade
- Brock
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0138/2019
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 07.02.2019
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37