V/0591/2018
Verlängerung "Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte"
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Beschlussvorlage
16382 Zeichen
V/0591/2018
V/0591/2018
Öffentliche Beschlussvorlage
Betrifft
Verlängerung des Projektes "Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für
Neuzugewanderte - Sport, Sprache, Integration"
Beratungsfolge
04.09.2018 Integrationsrat Anhörung
05.09.2018 Sportausschuss Vorberatung
05.09.2018 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung
11.09.2018 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung
12.09.2018 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit,
Verbraucherschutz und Arbeitsförderung
Vorberatung
18.09.2018 Ausschuss für Personal, Organisation, Sicherheit, Ordnung und
E-Government
Vorberatung
19.09.2018 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung
19.09.2018 Rat Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
1. Der Rat beauftragt die Verwaltung, beim Bundesministerium für Bildung und Forschung
(BMBF) die dort für das Förderprogramm „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote
für Neuzugewanderte“ avisierte Projektverlängerung um weitere zwei Jahre zu beantragen.
2. Der Rat beauftragt die Verwaltung, mit der Projektverlängerung die Weiterführung der
Aufgaben im Sinne der BMBF-Förderrichtlinien (Transparenzschaffung, Vernetzung,
Koordinierung, Beratung) zu verfolgen, und insbesondere den nachhaltigen Transfer in die
operative Ebene unter Beteiligung der Neuzugewanderten und relevanter Akteurinnen und
Akteure zu unterstützen.
Amt für Schule und
Weiterbildung
Sportamt
15.08.2018
Ihre Ansprechpartner:
Herr Ehling
Telefon: 492-4000
Ehling@Stadt-Muenster.de
Herr Willnath
Telefon: 492-5200
Willnath@Stadt-Muenster.de
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II. Finanzielle Auswirkungen:
Für die Maßnahmen entstehen folgende Erträge und Aufwendungen im Teilergebnisplan:
Produktgruppe 0301 – Leistungen für Schulen
Pos. Nr. Bezeichnung Bedarf 2019 Bedarf 2020 Bedarf 2021
Zeile 02 Zuwendungen und
allgemeine Umlagen 123.030,00 € 172.960,00 € 42.470,00 €
Erträge gesamt 123.030,00 € 172.960,00 € 42.470,00 €
Zeile 11 Personalaufwendungen 117.780,00 € 165.960,00 € 40.720,00 €
Zeile 16 Sonstige ordentliche
Aufwendungen 5.250,00 € 7.000,00 € 1.750,00 €
Aufwand gesamt 123.030,00 € 172.960,00 € 42.470,00 €
Saldo 0,00 € 0,00 € 0,00 €
Bisher sind keine Mittel für die Verlängerung der Maßnahme im Etatentwurf 2019 enthalten. Sie
werden über Veränderungsblätter in die Etatberatungen 2019 eingebracht.
Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass es sich bei dem Vorhaben um eine 100 % -Finanzierung des
Bundes handelt, sodass keine zusätzlichen kommunalen Aufwendungen entstehen.
Nicht separat aufgeführt und auch nicht förderfähig sind die pauschal nach KGSt zu
berücksichtigenden Arbeitsplatzkosten (Raum inklusive Büroarbeitsplatz) sowie Kosten für die
administrative Begleitung des Projektes durch das Amt für Schule und Weiterbildung.
III Begründung
Ausgangslage
Projektverlauf von März 2017 bis März 2019
Im Jahr 2015 hat das BMBF das damals zweijährige Förderprogramm „Kommunale Koordinierung der
Bildungsangebote für Neuzugewanderte“ aufgelegt. Hinterg rund dieses Programms war die Absicht,
auf kommunaler Ebene Bildungsangebote zu koordinieren und mit dem Ziel transparent zu machen,
dass Entscheidungsträger Steuerungshilfen zur Verfügung haben . So können die Akteurinnen und
Akteure wie auch die Neuzugewanderten bzgl. Sprachförder - und Integrationsmaßnahmen davon
profitieren.
Im Zuge der vermehrten Zuwanderung von geflüchteten Menschen 2015/16 entstand in Münster, wie
in anderen Kommunen, eine Fülle von I nitiativen und Maßnahmen und damit einhergehend
Unübersichtlichkeit. Es war trotz bereits ausgeprägter Netzwerkstrukturen hinsichtlich der
Integrationsprozesse kaum möglich, die Vielzahl der verschiedenen Maßnahmen, die sich zudem an
unterschiedliche Zielg ruppen richteten (unterschiedliche Rechtskreise, unterschiedliche
Altersgruppen, unterschiedliche Herkunftsländer und damit Bleibeperspektiven) zu überblicken.
Ausdrücklich setzt das BMBF -Programm mit seinem strategischen und konzeptionellen Ansatz
zunächst darauf, für die Akteurinnen und Akteure einen Mehrwert dadurch zu schaffen, dass
Unübersichtlichkeit aufgelöst und Transparenz geschaffen wird : für die Akteure, die Anbieter und
letztlich für die Neuzugewanderten selbst. Aufbauend darauf können Be darfe identifiziert,
Parallelstrukturen abgebaut, Angebotslücken geschlossen und praktische Arbeitshilfen abgeleitet
werden. Diese Arbeitshilfen fußen auf Best-Practice-Beispielen und einer Analyse ihrer besonderen
Gelingensbedingungen. Insbesondere letzte re sind für eine Übertragung auf andere kleinräumige
Strukturen hilfreich.
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Aufgabenfelder nach den Vorgaben des Bundes sind
- die Initiierung und Koordinierung von Austausch zwischen den Akteurinnen und Akteuren (Auf-
bzw. Ausbau kommunaler Koordinierungsstrukturen),
- die Identifizierung der Akteurinnen und Akteure und deren Angebote (stadtweit und
sozialräumlich),
- die Schaffung von Transparenz (ggf. Entwicklung entsprechender Instrumente) und
- die Beratung von Entscheidungsinstanzen (z.B. im Hinblick auf Angebotslücken und
passgenaue Ausgestaltung von Angeboten),
um auf diese Weise auch Entscheidungshilfen für Politik und Verwaltungsführung, ggf. auch Dritte, zu
liefern.
Die Stadt Münster hat sich mit besonderem Fokus auf zwei definierte Handlungsfelder Sport und
Sprache an dem Projekt beteiligt (vgl. V/0656/2016). Dabei wird neben der Sprachförderung auch der
Sport als Initiator für gelingende Integration verstanden. Deshalb trägt das Projekt in Münster den
Zusatz „Sport, Sprache, Integration“. Besonders hinsichtlich der Verbindung von Sport und Sprache,
aber auch in den einzelnen Handlungsfeldern , sollen interessierte Vereine, Institutionen, etc. durch
die Bildungskoordination unterstützt werden. Beteiligte sind in Münster deshalb nicht nur
Sprachanbieter, sondern in besonderer Weise auch die Sportvereine, der Stadtsportbund Münster
e.V. (SSB), der Hochschulsport und die Sportwissenschaften der WWU Münster.
In der bisherigen Projektlaufzeit (vgl. Zwischenbericht nach dem ersten Projektjahr V/0179/2018)
wurden zunächst Grundlagen gelegt, Rechercheaufgaben verfolgt und Kontakte hergestellt sowie
Netzwerke und Koordinierungsstrukturen auf- und ausgebaut. Zur Förderung von Transparenz tragen
im Besonderen das dezernatsübergreifende Gremium Fachübergreifende K oordination der
Integrationsprojekte sowie die in Vorbereitung befindliche Übersicht über die Bildungslandschaft für
Neuzugewanderte bei. Bei den Gesprächen und Recherchen in den Stadtteilen/Sozialräumen wurden
insbesondere die Bedarfe der Neuzugewanderten identifiziert, wie z.B. Qualifizierungsangebote für
Neuzugewanderte sowie Fortbildungen zum Umgang mit Traumata in Sport - und Sprachangeboten
für Bildungsakteurinnen und -akteure, die mit Neuzugewanderten arbeiten.
Mit dem eigens gegründeten Beirat Sport, Sprache, Integration, der zur Etablierung eines Netzwerks
mit der Verbindung Sport und Sprache beiträgt, wurden bereits Maßnahmen zur Deckung dieser
Bedarfe angestoßen. Erste Erfolge konnten bspw. bereits durch die Initiierung einer sprachsensiblen
Übungsleiter-C-Ausbildung für Neuzugewanderte unter Federführung des SSB und Hochschulsports
der WWU Münster verzeichnet werden. Diese soll eingebettet in das von der Staatskanzlei finanzierte
Modellprojekt BOLAS (Berufliche Orientierung und Lizenz -Ausbildung S port)1 ab Januar 2019 in
Münster stattfinden. Ebenso konnte in Anlehnung an den ermittelten Bedarf an Fortbildungen zum
Umgang mit Traumata in Sport - und Sprachangeboten eine Fortbildung für das Ehrenamt initiiert
werden. Diese wird am 06.11.2018 unter dem Titel Flucht und Trauma: Stress - und
Traumasensibilität im Umgang mit geflüchteten Menschen von dem SSB angeboten.
Zur Förderung der lokalen Netzwerkbildung von Sprachkursträgern, ehrenamtlichen
Sprachförderkräften, Lehrkräften, Sportvereinen, Flüchtlin gsinitiativen etc. organisieren die
Bildungskoordinatorinnen am 31.10.2018 eine Fachtagung zum Thema Sprachförderung und
Bewegung/Sport im Rathaus/Stadtweinhaus . Hier erhalten die Teilnehmenden neben einem
fachlichen Input auch die Möglichkeit, Beispiele g elungener Praxis mit der Verbindung
1 BOLAS besteht aus verschiedenen Qualifizierungsbausteinen: Jugendintegrationskurs, Sportw o-
che/Teambuilding, C -Lizenz-Ausbildung (SSB/LSB), Kompetenzfeststellung, Berufssprachkurs B2, Bewe r-
bungscoaching und Praktikum.
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Sprachförderung und Bewegung/Sport 2 kennenzulernen und für ihre Institutionen, Vereine etc.
anzupassen.
Zu 1.:
Beantragung der Projektverlängerung
Aufgrund der weitreichenden Arbeitsfelder und deren Inhalte kann das Ziel der Förderschiene
innerhalb von zwei Jahren nicht hinreichend erreicht werden. Deshalb wurde das Förderprogramm
zur kommunalen Bildungskoordination für Neuzugewanderte bereits um wei tere zwei Jahre vom
BMBF verlängert. Alle geförderten Kreise und kreisfreien Städte (insgesamt ca. 325) wurden
aufgefordert, eine Verlängerung zu beantragen.
Dies ist auch für die Stadt Münster sehr sinnvoll: Einerseits ist der eigentliche Projektauftrag noch
fortzuführen; es bedarf vor allem für die Erfassung der Angebote sowie der stadtteilspezifischen
Strukturen weiterer Recherche und Gespräche. Entscheidend ist aber für die zweite Förderphase,
aus der Analyse der Bildungslandschaft stadtteilspezifisch sowie stadtteilübergreifend Maßnahmen
entstehen zu lassen und ein Wirksamwerden vor Ort zu erreichen. Die Übertragung in praktische
Unterstützung steht in der zweiten Förderphase im Mittelpunkt.
Insbesondere das aufgebaute Netzwerk Sport und Sprache, aus dem in kürzester Zeit konkrete
Maßnahmen erwachsen sind, gilt es über das Projekt hinaus nachhaltig zu verstetigen.
Die Projektverlängerung ist bis Ende September 2018 beim Bund zu beantragen.
Zu 2.:
Weiterführung des Projekts „Kommunale Koordini erung der Bildungsangebote für
Neuzugewanderte—Sport, Sprache, Integration“
Im Zeitraum 2019 – 2021 wird sich die Bildungskoordination in Münster der Weiterführung und
Vervollständigung ihrer bisherigen Aufgaben im Rahmen der Förderrichtlinie des BMBF (siehe oben
Ausgangslage) widmen: So z.B. der weiteren Erfassung und Abbildung von Bildungsangeboten und
Netzwerkstrukturen in den Stadtteilen, um Transparenz herzustellen und Möglichkeiten der
Vernetzung und Kooperation auf operativer Ebene zu erweitern, der Verstetigung des Netzwerkes
Sport und Sprache und der Ausgestaltung der im Beirat entwickelten Ideen (bspw. der Ausbildung
von Sport - und Sprachlotsen) sowie der Beratung von Entscheidungsinstanzen im Hinblick auf
Angebotslücken, die besonderen Netzwerkst rukturen in den Stadtteilen und die Übertragbarkeit von
Beispielen gelungener Praxis auf Stadtteile ähnlicher Strukturen.
Um das Projekt wirksam werden zu lassen, werden die Ergebnisse in praktische Hilfen für die
Akteurinnen und Akteure vor Ort übersetz t (Übersicht über die Angebote, Hilfen zur Kommunikation
und Ansprache der Zielgruppe etc.). Dieser Transfer ist für die Bildungskoordination in der
Verlängerungsphase ein wesentliches Ziel. Für die operative Umsetzung von Maßnahmen spielen in
den zwei Ha ndlungsfeldern Sport und Sprache besonders der SSB, die Sportvereine, der
Hochschulsport, die Sprachkursanbieter, ehrenamtliche Initiativen, Sozial - und Wohlfahrt sverbände
etc. eine wichtige Rolle.
So wird vor allem die enge Zusammenarbeit mit dem Sportam t und dem SSB genutzt, um Integration
durch Sport auf operativer Ebene durch diese Partner weiter voranzutreiben. Denn im Handlungsfeld
Sport zeigte sich bspw., dass es trotz der bereits erfolgten Öffnung vieler Sportvereine für die
Bedarfe Neuzugewanderter und dem Leben von Willkommenskultur immer noch Hindernisfaktoren für
Neuzugewanderte gibt, bestehende Sportangebote wahrzunehmen. In Kooperation mit dem
Kommunalen Integrationszentrum (KI) und Studierenden der Fachhochschule für öffentliche
Verwaltung (FHöV) konnten hierzu mittels Befragungen von Geflüchteten, Flüchtlingsinitiativen und
Sozialarbeitern bereits erste Hindernisfaktoren, wie eingeschränkte Möglichkeiten der
2 Folgende Workshops werden angeboten: 1) „Bewegte Sprache“, 2) „heim:ART“ interkulturelles Integration s-
projekt, 3) Sprachsensibler Sportunterricht
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Kinderbetreuung, die Unkenntnis über hiesige Vereinsstrukturen, zeitlich verbindliche Kurs-
/Trainingszeiten ausgemacht werden. Diesen wird bereits durch Maßnahmen der Ämter, Vereine,
Flüchtlingsinitiativen etc. im Rahmen ihrer Möglichkeiten begegnet. Um der Unkenntnis über die
hiesigen Vereinsstrukturen entgegenzuwirken, gibt der SSB Ende 2018 beispielsweise eine
Broschüre heraus, die die bestehende Auflistung des Sportamts über Angebote und Kontakte der
Sportvereine um mehrsprachige Erläuterungen zu der hiesigen Sportvereinskultur ergänzt (Wie
funktioniert Sport im Sportverein, warum ist e s sinnvoll Sport im Verein zu betreiben etc.) und
Sportarten beschreibt.
Für die zweite Projektphase ist in Kooperation mit dem SSB, dem Sportamt und den
Sportwissenschaften der WWU Münster eine intensivere Befragung von Sportvereinen (u.a. SC
Westfalia Kinderhaus, Wasser + Freizeit e.V. und Münsters Stützpunktvereinen wie SC Münster 08,
BSV Roxel, Frauensportverein Münster) und Neuzugewanderten geplant. Diese wird sowohl
genderspezifische als auch soziokulturelle Aspekte genauer in den Fokus nehmen (z.B. die genauen
Bedarfe von neuzugewanderten Frauen im Hinblick auf Sportangebote) , um daran anschließend
Weiterentwicklungen bedarfsorientiert an den Wünschen der Vereine sowie der Neuzugewanderten
zu forcieren. Ein Ziel hierbei ist es u.a., die Hindernis faktoren für Neuzugewanderte, an
Sportangeboten teilzunehmen, weiter abzubauen. Die Bildungskoordination wird diesen Prozess
konzeptionell begleiten, z.B. anknüpfend an den ermittelten Bedarfen Gelingensbedingungen ableiten
und diese an kommunale Entscheidungsträger sowie an Sportvereine, Begegnungszentren,
ehrenamtliche Initiativen etc. in den Sozialräumen kommunizieren.
Im Bereich der Sprachförderung haben sich ebenfalls deutliche Bedarfe herausgestellt, deren
Deckung von der Bildungskoordination angestoßen wird. Diese bestehen beispielsweise bei
neuzugewanderten Schülerinnen und Schülern im Übergang Schule und Beruf: Trotz ihrer zum Teil
sehr ho hen Motivation und der ausgeprägten Hilfsbereitschaft der Lehrenden erreichen viele von
ihnen nicht oder nur schwer die für die Ausbildung oder den Berufseinstieg vorgesehenen
Sprachniveaustufen (B1, ggf. B2). Selbst diejenigen, die diese erreichen, haben zum größten Teil
erhebliche Schwierigkeiten, im theoretischen Teil der Ausbildung zu bestehen.
Hier geht es darum, weitere Unterstützungsmöglichkeiten (wie beispielsweise die
Einstiegsqualifizierung plus Sprache) zu ermitteln, diese an Entscheidungsträger zu kommunizieren
und ressortübergreifend anzusetzen.
Im Hinblick auf die Gestaltung sprachlicher Bildungsangebote soll zudem die Perspektive
(Neu)Zugewanderter eine stärkere Berücksichtigung finden, um Partizipation am gesellschaftlichen
Leben zu förder n. Hierfür wird eine intensivere Zusammenarbeit mit Migrantenselbstorganisationen
angestrebt. Bereits in einem Fachgespräch mit dem KI, einer MSO und einem Begegnungszentrum
wurde zusammen u.a. eine gute Verankerung im Quartier entwickelt um künftig als MSO erfolgreicher
wirksam zu werden.
Das BMBF fördert zu 100 % die kompletten Arbeitgeberbruttokosten für zwei Stellen E 13
(Vollzeitäquivalent) sowie erforderliche Reise - und Fortbildungskosten, denn dem Bund geht es mit
diesem Förderprogramm darum, eine zentrale kommunale Koordinierung der Bildungsarbeit im Sinne
der Integration Neuzugewanderter zu etablieren. Unterstützt wird die Arbeit durch die Transferagentur
für Großstädte. Die Verwaltung wird nach der Zustimmung des Rates zu dieser Vorlage für das
Projekt (Antragsschluss: 30.09.2018) den Verlängerungsantrag beim BMBF stellen.
I.V. I.V.
gez. gez.
Thomas Paal Cornelia Wilkens
Stadtdirektor Stadträtin
Anlage:
Anlage A
Anlage A
3702 Zeichen
Anlage A zur V/0591/2018 Kurzüberblick Verlängerung des Projekts „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte – Sport, Sprache, In- tegration“ Ziele/Teilziele/Zielerreichung Mit der Vorlage wird die Verlängerung des Projekts „Kommunale Koordinierung der Bildungsan- gebote für Neuzugewanderte – Sport, Sprache, Integration“ verfolgt. Teilziele lauten: 1) Weiterführung der Aufgaben im Sinne der Förderrichtlinien (Identifizierung, Transparenzschaf- fung, Koordinierung, Beratung) 2) Nachhaltiger Transfer in die operative Ebene unter der dortigen Beteiligung von Neuzuge- wanderten und der relevanten Bildungsakteurinnen und -akteure der Handlungsfelder Sport und Sprache Zielerreichung: In der bisherigen Projektlaufzeit seit März 2017 wurden Koordinierungs- und Netzwerkstrukturen in den Handlungsfeldern Sport und Sprache auf- und ausgebaut und es wurde an der Herstellung von Transparenz über die Bildungslandschaft für Neuzugewanderte gearbeitet. Darauf aufbauend wurden Angebotslücken identifiziert, über diese informiert und ihre Schließung angestoßen (vgl. Zwischenbericht nach dem ersten Projektjahr V/0179/2018). Mit der Fortführung der Aufgaben im Sinne der Förderrichtlinien des Bundesministeriums für Bil- dung und Forschung (BMBF) soll die nachhaltige Verstetigung der aufgebauten Koordinierungs- und Netzwerkstrukturen erzielt werden. Zudem soll die Schaffung von Transparenz über die ge- samtstädtische und stadtteilspezifische Bildungslandschaft für Neuzugewanderte mit der Veröf- fentlichung einer webbasierten Übersicht über die Bildungsakteurinnen und -akteure abgeschlos- sen werden. Aufbauend auf den ermittelten Angeboten, Bedarfen und stadtteilspezifischen Strukturen soll die Projektverlängerung zudem gezielt dazu genutzt werden, konzeptionelle Hilfestellungen bei der operativen Umsetzung (weiter)entwickelter Sport- und Sprachförderangebote in den Stadtteilen wie auch stadtweit zu geben. Dies unter Beteiligung von Neuzugewanderten und relevanten Bil- dungsakteurinnen und -akteure. Die Vollfinanzierung der zwei tätigen Bildungskoordinatorinnen durch das BMBF für die beiden Folgejahre wird bis Ende September 2018 beim Bund beantragt. Finanzierung Produktgruppe: 0301 Leistungen für Schulen Auswirkungen auf den Ergebnisplan x Ja Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja x Nein Im beschlossenen Haushaltsplan 2018 enthalten? Ja x Nein Im Entwurf des Haushaltsplan 2019 enthalten? Ja x Nein Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja x Nein Bereits veranschlagt? Ja x Nein Die Mittel werden über Veränderungsblätter in die Etatberatungen für 2019 eingebracht. Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig x vollständig frei- willig Grundlage dieses Projektes: Ratsbeschluss vom 28.09.2016 zur Vorlage V/0656/2016 „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte, Sport, Sprache, Integration – Antrag der Stadt Münster“. Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Die Vorlage macht Aussagen zu den Querschnittsthemen Migration und Gleichstellung: Sie stellt auszugsweise dar, welche Angebotslücken im Bereich der Sprachförderung und des Sports für Neuzugewanderte in Münster zum derzeitigen Projektzeitpunkt zu verzeichnen sind und mit welcher Methodik deren Schließung angestrebt wird. Zudem beschreibt sie die Initiierung und konzeptionelle Begleitung einer Befragung von Sportver- einen und Neuzugewanderten, die u.a. genderspezifische und soziokulturelle Aspekte in den Blick nehmen wird.
Beratungsverlauf (8)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungOrte (1)
- Kinderhaus
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Details
- Aktenzeichen
- V/0591/2018
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 17.07.2018
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37