V/0532/2019
Eine attraktive Bäderlandschaft für Münster
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Anlage A
1900 Zeichen
Anlage A zur V/0532/2019 Kurzüberblick Der Betrieb der städtischen Schwimmbäder wird im Sinne der öffentlichen Daseinsvorsorge wei- terentwickelt. Die Öffnungszeiten, die Sauberkeit und die Aufenthaltsqualität werden optimiert, es soll städtische Schwimmkurse geben. Die Bäder werden zeitgemäß als kostengünstige Freizeit- und Gesundheitseinrichtungen für alle Bevölkerungs- und Altersgruppen aufgestellt. Zudem wer- den die Bädertarife erstmals seit 2010 angepasst. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Durch die vorgesehenen Maßnahmen wird das Ziel einer bewegungsaktiven Stadtgesellschaft mit sozialverträglicher Teilhabe aller Interessierten erreicht. Durch die vorgesehenen Angebotsver- besserungen werden die veränderten Bedarfe der Badegäste aufgegriffen und zusätzliche Besu- cherpotenziale erschlossen. Mit der Stärkung des Bäderangebotes trägt die Stadt Münster dazu bei, den Lebenswert Münsters im Sport zu erhalten und auszubauen. Finanzierung Produktgruppe: 0802 Bäder Auswirkungen auf den Ergebnisplan x Ja Nein Auswirkungen auf den Finanzplan x Ja Nein Im beschlossenen Haushaltsplan 2019 enthalten? Ja x Nein teilw. In den Entwurf des Haushaltsplanes 2020 aufzunehmen? x Ja Nein Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? x Ja Nein Bereits veranschlagt? Ja x Nein Die Höhe der Aufwendungen oder Auszahlungen sind unabhängig von der vorhandenen Mittelbe- reitstellung im Beschlussvorschlag zu nennen. Eine Angabe an dieser Stelle oder bei den Zielen reicht nicht aus. Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig x überwiegend freiwillig vollständig freiwillig Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Das Bäderangebot muss auch mit Blick auf die demografischen Entwicklungen stetig angepasst werden.
Beschlussvorlage
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V/0532/2019
V/0532/2019
Öffentliche Beschlussvorlage
Betrifft
Eine attraktive Bäderlandschaft für Münster
Beratungsfolge
13.06.2019 Bezirksvertretung Münster-Ost Anhörung
13.06.2019 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Anhörung
18.06.2019 Bezirksvertretung Münster-Nord Anhörung
18.06.2019 Bezirksvertretung Münster-Südost Anhörung
25.06.2019 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung
27.06.2019 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wo h-
nen
Vorberatung
27.06.2019 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung
02.07.2019 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung
02.07.2019 Ausschuss für Personal, Organisation, Sicherheit, Ordnung und E -
Government
Vorberatung
02.07.2019 Sportausschuss Vorberatung
03.07.2019 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung
03.07.2019 Rat Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
Der Rat der Stadt Münster beschließt:
1. Um eine attraktive Bäderlandschaft in Münster im Sinne der öffentlichen Daseinsvorsorge zu
gewährleisten, werden die Angebote in den einzelnen Bädern künftig stetig weiterentwickelt.
Die Bäder sind entsprechend ihrer Schwerpunktsetzungen Freibäder, Schul - und Vereinsbä-
der, Familienbäder und Bäder für den vereinsungebundenen Sport und zur Gesundheitsförde-
rung auszurichten.
Sportamt
06.06.2019
Ihr/e Ansprechpartner/in:
Herr Reher
Herr Meyer
Telefon: 492-5220
Telefon: 492-7057
Reher@stadt-muenster.de
MeyerF@stadt-muenster.de
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V/0532/2019
2. Die Öffnungszeiten der städtischen Bäder werden vorbehaltlich einer ausreichenden Pers o-
nalgewinnung wie folgt angepasst:
a. Die Bäder Mitte, Ost, Hiltrup und Kinderhaus erweitern werktag s ihre Öffnungszeit
von 6:30 Uhr bis 8:00 Uhr und samstags und sonntags von 8:00 bis 20:00 Uhr s o-
wie in Roxel und Wolbeck samstags und sonntags von 8:00 – 18:00 Uhr.
b. Das Freibad Stapelskotten erweitert seine Öffnungszeiten im laufenden Jahr von
täglich 8:00 – 20:30 Uhr während der achtwöchigen Hallenbadschließzeit; während
dieser Zeit öffnet nur ein Hallenbad.
c. Die Freibäder Hiltrup und Stapelskotten erweitern ab der Saison 20 20 ihre Öf f-
nungszeiten während der achtwöchigen Hallenbadschließzeit von Sonntag bis
Mittwoch von 7:00 bis 20:00 Uhr und von Donnerstag bis Samstag von 7:00 bis
21.30 Uhr. Während dieser Zeit öffnet nur ein Hallenbad.
d. Um weitere Öffnungszeiten für die Bevölkerung zu ermöglichen, werden die Grund-
reinigungszeiten vor oder nach den allgemeinen Öffnungszeiten durchgeführt.
3. Die Wassertemperaturen in den Schwimmerbecken der Hallenbäder werden auf 28 Grad a n-
gehoben. Im Ostbad bleibt die Temperatur bei 27 Grad. Im Gegenzug werden die Warmbad e-
tage in den Hallenbädern nicht weiter angeboten.
4. Die baulichen und technischen Voraussetzungen für eine Erreichung einer konstanten Was-
sertemperatur im Freibad Hiltrup werden möglichst zur Freibadsaison 2020 vorbereitet. Hierzu
wird die Verwaltung einen Baub eschluss herbeiführen. Eine Machbarkeitsstudie zu den Mö g-
lichkeiten einer Beckenwasserbeheizung im Freibad Stapelskotten wird durchgeführt. Über die
Umsetzung der Ergebnisse wird der Rat in einer gesonderten Vorlage entscheiden.
5. Zur Verbesserung der Ku ndenfreundlichkeit w ird im Hallenba d Ost eine personenbesetzte
Kasse eingeführt.
6. In Ergänzung der bestehenden Angebote durch die schwimmsporttreibenden Vereine soll in
den Bädern ein städtisches Kurssystem (Schwimmkurse, Aquafitness etc.) aufgebaut werden.
7. Um die Bäder künftig besser auf die Bedürfnisse der Schwimmer und Schwimmerinnen au s-
richten zu können, beauftragt die Stadtverwaltung eine Kundenbefragung.
Die Maßnahmen und ihre Umsetzung stehen in Abhängigkeit einer erfolgreichen Personalgewinnung.
Die Verwaltung berichtet dazu im Sportausschuss und im Ausschuss für Personal, Organisation, S i-
cherheit, Ordnung und E-Government.
8. Für den sich aus den Ziffern 1 und 2 ergebende n Personalbedarf werden im Stellenplan, Teil-
ergebnisplan 0802, zum 01.07.2019 folgende Planstellen eingerichtet:
a) für die Badaufsicht
zunächst:
4,00 EGr. 8 Schwimmmeister/-innen
4,00 EGr. 7 Schichtleiter/-innen
4,00 EGr. 5 Fachangestellte für Bäderbetriebe
Zusätzlich werden für die Badaufsicht eingerichtet und gleichzeitig gesperrt:
4,00 EGr. 8 Schwimmmeister/-innen
4,00 EGr. 7 Schichtleiter/-innen
4,00 EGr. 5 Fachangestellte für Bäderbetriebe
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Hier ist für eine Entsperrung und Besetzung zu prüfen, ob die reine Abdeckung der
erweiterten Öffnungszeiten auskömmlich sein kann und sich personell abdecken
lässt. Für den Fall, dass sich ein rein öffnungszeitenbezogener Personalbedarf nicht
realisieren lässt, erarbeitet die Verwaltung ein Konzept, wie möglicherweise erfo r-
derliche personelle Über hänge wirtschaftlich und sinnvoll genutzt werden können
(siehe Ziffer 6.). Die Entsperrung erfolgt auf dieser Basis durch den Ausschuss für
Personal, Organisation, Sicherheit, Ordnung und E -Government nach Vorberatung
durch den Sportausschuss.
b) für personenbesetzte Kasse im Hallenbad Ost
2,50 EGr. 4 Mitarbeiter/-innen Kasse
c) für den administrativen Bereich
1,00 BesGr. A 10 Sachbearbeiter/-in Marketing
1,00 BesGr. A 8 Sachbearbeiter/-in Schul- und Vereinsschwimmen, Kurse
Die angegebenen Stellenwerte sind vorläufige W erte, die noch im Detail zu prüfen sind. A n-
passungen erfolgen ggfls. zum Stellenplan 2020. Soweit möglich wird auch versucht, Personal
über das Programm „Teilhabe am sozialen Arbeitsmarkt“ nach dem SGB II zu gewinnen.
9. Die in der Anlage 1 dargestellte Tarifstruktur tritt zum 01.01.2020 in Kraft.
10. Der Antrag „Endlich konstruktive Antworten zur Weiterentwicklung der Bäderlandschaft geben“
(A-R/0022/2019) der CDU -Fraktion und Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/GAL ist damit a b-
schließend bearbeitet.
II. Finanzielle Auswirkungen:
Mit der Umsetzung der Beschlusspunkte 1. – 9. sind folgende zusätzlichen Erträge und Aufwendun-
gen sowie investive Auszahlungen verbunden:
Teilergebnisplan
Nr. Bezeichnung
Haush.-
jahr
Betrag
€ Bemerkungen
Produkt-
gruppe 0111 Immobilienmanagement
Zeile 13 Aufwendungen für Sach- und
Dienstleistungen 2020ff 350.000
50.000
Reinigung (Aus-
schreibung)
Strom Wärme-
pumpe
14 Bilanzielle Abschreibungen 2020
2021ff
17.750
25.500
Abschreibung für
Beckenab-
deckung und
Wärmepumpe
Summe 2020
2021ff
417.750
425.500
Produkt-
gruppe 0802 Bäder
Zeile 05 Privatrechtliche Leistungsent-
gelte
2020
2021
2022
2023
316.500
321.750
327.000
332.250
Tarifanpassung
zum 01.01.2020,
grds. Änderungen
Tarifstruktur, Kurs-
und Kioskerträge
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11 Personalaufwendungen
2019
2020
2021
2022
2023
760.920
1.545.490
1.584.190
1.623.780
1.664.400
Anpassung der
Öffnungszeiten
(Bad-Personal),
Kassenpersonal,
Verw.-Personal
13 Aufwendungen für Sach- und
Dienstleistungen
2020
2021
2022
2023
10.000
15.000
20.000
25.000
Anpassung der
Unterhaltungsmit-
tel Angebotsaus-
weitung (HB Süd
bzw. Traglufthalle
FB Coburg)
16 Sonstige ordentliche Aufwen-
dungen
2020
2021
2022
2023
115.000
82.500
62.500
65.000
Gutachten (Kun-
denbefragung in
2020), Anpassung
Werbung und Be-
triebsmittel nach
Angebotsauswei-
tung
Saldo
2019
2020
2021
2022
2023
760.920
1.353.990
1.359.940
1.379.280
1.422.150
Gesamtsaldo
2019
2020
2021
2022
2023
760.920
1.771.740
1.785.440
1.804.780
1.847.650
Teilfinanzplan
Nr. Bezeichnung Haush.-
jahr
Betrag
€ Bemerkungen
Produktgruppe 0802 Bäder
Investitions-
maßnahme 0100 Beschaffungen v. Geräten
und Fahrzeugen
ab 2020
ab 2022
1.500
5.200
Anpassung der
investiven An-
sätze nach
Angebotsaus-
weitung (HB
Süd bzw. Trag-
lufthalle FB
Coburg),
Umrüstung
Kassenanlage
0200 Besch. Betriebsvorrichtun-
gen /-ausstattung
2020
2021
2022
2023
165.000
15.000
20.000
25.000
Neu
Einbau Beckenabdeckungen
in den Freibädern
2020
2021
2022
255.000
200.000
310.000
Hiltrup
255.000 €,
Stapelskotten
200.000 €,
Coburg
310.000 €
Neu Einbau von Wärmepumpen
im Freibad Hiltrup 2020 100.000
Summe aller Auszahlungen
2020 521.500
2021 216.500
2022 335.200
2023 30.200
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Die in 2019 entstehenden Personalaufwendungen werden im Wege der flexiblen Haushaltsführung
im stadtweiten Personalbudget und etwaige Sachaufwendungen aus vorhandenen Mitteln der Pr o-
duktgruppe 0802 – Bäder – aufgefangen.
Die ab 2020 zur Finanzierung erforderlichen E rmächtigungen werden im Haushaltsplan -Entwurf
2020 bei den o. g. Produktgruppen veranschlagt. Es wird zur Kenntnis genommen, dass mit diesem
Beschluss eine Belastung künftiger Haushaltsjahre vor den eigentlichen Etatberatungen erfolgt.
Begründung:
1. Einleitung
In den vergangenen Jahren ist die Nachfrage nach öffentlichen Bädern stetig gestiegen. Sie galten
zunächst als Orte für das Erlernen des Schwimmens, für das Schulschwimmen und für die Au s-
übung des Schwimmsports. Die Anforderungen an die einzelnen Bä der haben sich in den verga n-
genen Jahren darüber hinaus stetig weiterentwickelt. Sie werden als Treffpunkte für unterschiedl i-
che Bevölkerungsschichten genutzt und bieten kostengünstige Freizeit- und Gesundheitsangebote
für alle Bevölkerungs- und Altersgruppen an. In öffentlichen Schwimmbädern finden so bspw. n e-
ben dem klassischen „Bahnschwimmen“ Prävention und Rehabilitation, sportorientiertes Schwi m-
men, Tauchsport, Kind-Eltern-Schwimmen, Seniorenschwimmen und die Rettungsschwimmeraus-
bildung statt. „Gesundheitsförderung“ ist daher der meist genannte Begriff für die Zukunftsperspek-
tive der Bäder.
Um den Ansprüchen der Bevölkerung, der Vereine sowie den Anforderungen an den Schwimmu n-
terricht an eine zeitgemäße Bäderinfrastruktur gerecht zu werden, ist daher d ie Bäderlandschaft in
Münster unter Berücksichtigung einer wachsenden Stadt weiter zu entwickeln. Im Folgenden wird
daher zunächst die Zielsetzung für die Weiterentwicklung der städtischen Bäder sowie eine daraus
abgeleitete Profilierung des Bäderangebots dargestellt. Der Punkt 4. stellt die Maßnahmen dar, die
für die dargestellte Zielerreichung erforderlich sind.
2. Die Bäderlandschaft in Münster attraktiver machen
Die bestehende Bäderstruktur kann als ein gewachsenes Angebot der Daseinsvorsorge beschri e-
ben werden. In den vergangenen Jahrzehnten wurde sie stets an den Bedarf und die Wünsche der
einzelnen Nutzergruppen angepasst. Neben den Ansprüchen und dem geänderten Bedarf der
Nutzerinnen und Nutzer hat sich auch die Bevölkerungsentwicklung geändert. So is t derzeit von
einer wachsenden Bevölkerungszahl und damit einer potentiell wachsenden Besucherzahl für die
städtischen Bäder auszugehen.
Aus diesen Entwicklu ngen lassen sich folgende Ziele bzw. Erfordernisse für die künftige Bäde r-
landschaft in Münster ableiten:
Gewährleistung von ausreichend Wasserflächen für den Schulunterricht und die ver-
einsgebundene Nutzung
Sicheres Schwimmen trägt dazu bei, Kinder und Jugendliche vor dem Ertrinken zu schü t-
zen. Während der Unterrichtszeiten werden Schwimmkenntnisse erworben, aufgefrischt
und vertieft. Daher ist die Kommune auch gesetzlich verpflichtet, ausreichend Wasserfl ä-
chen zur Verfügung zu stellen, um den Schwimmunterricht zu gewährleisten. Ebenso b e-
sitzen die Schwimmvereine eine große Bedeutung bei der Schwimma usbildung. Viele Kin-
der erwerben das Seepferdchen und die späteren Schwimmabzeichen bereits vor der
Schule bzw. außerhalb der Schulzeiten, indem Kursangebote von lokalen Vereinen g e-
nutzt werden. Darüber hinaus bilden Schwimmvereine den Rahmen, um für Wettk ämpfe
und in Richtung Leistungssport zu trainieren sowie die Ausbildung von Rettungsschwi m-
mern/-innen zu gewährleisten.
Mit ihrem Angebot an Trainingszeiten und Kursangeboten fördern die Schwimmvereine
zudem die körperliche Fitness und stärken die G esundheitsförderung. Im Hinblick auf die
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demographische Entwicklung ist festzustellen, dass zunehmend mehr Menschen sich aktiv
fit halten und auch im höheren Alter Sport treiben.
Es ist daher als Ziel zu formulieren, dass auch künftig ausreichend Bäder und Wasse rflä-
chen in Münster vorgehalten werden, die neben dem gesetzlich verankerten Schwimmu n-
terricht auch das vereinsgebundene Schwimmen fördern. Um für Wettkämpfe trainieren zu
können und das Schwimmen auch unter dem Aspekt des Leistungssports betreiben zu
können, ist mittelfristig eine ganzjährig nutzbare 50-Meter-Bahn erforderlich.
Anpassung der Öffnungszeiten der Bäder in Münster
Neben den Trainingszeiten in den Vereinen sowie dem Schwimmunterricht dienen die B ä-
der der sportlichen Aktivität sowie der Vertiefung und Festigung der Schwimmkenntnisse ,
insbesondere bei Kindern auch im Rahmen von vereinsungebundenen Aktivitäten. Ob am
Wochenende, frühmorgens oder im Feierabendbereich, die Bäder werden in den Zeiten
vor und nach Arbeitsbeginn verstärkt von ak tiven Schwimmerinnen und Schwimmern fre-
quentiert. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich die Arbeitszeiten in den vergangenen
Jahren u.a. durch Gleitzeitregelungen geändert haben. Darüber hinaus ist festzustellen,
dass die Anzahl der Menschen, die vereins ungebunden in ihrer Freizeit Sport treiben, st e-
tig wächst. Hierdurch entsteht auch ein steigendes Besucherpotential für die Bäderlan d-
schaft in Münster.
Die sich verändernden Arbeitszeiten und der Wunsch nach einer verstärkten Gesundheits-
förderung machen sich in einem geänderten Freizeitverhalten bemerkbar.
Aus diesem Grunde sind die Öffnungszeiten an den sich ändernden Bedarf der Nutze r-
gruppen anzupassen. Unter Berücksichtigung von Unterrichts - und Trainingszeiten sind
die Öffnungszeiten daher insbesondere in den Tagesrandzeiten sowie am Wochenende
nach Möglichkeit zu erweitern. Zur Steigerung der Transparenz ist ebenfalls eine Verei n-
heitlichung der Öffnungszeiten anzustreben.
Steigerung der Aufenthaltsqualität in den Bädern
Für die Besucherinnen und Besuc her der städtischen Bäder ist die Aufenthaltsqualität in
den Umkleideflächen, Sanitäranlagen sowie den allgemeinen Aufenthaltsbereichen von
besonderer Bedeutung. Für eine gute Aufenthaltsqualität, ist ein hohes Maß an Sauberkeit
durch entsprechende Reinigungsintervalle erforderlich. Ebenso besteht der Wunsch nach
einer ansprechenden Gestaltung, Ausstattung und Pflege der Aufenthaltsflächen auße r-
halb der Schwimmbecken.
Schaffung eines Kursangebotes in den Bädern
Bereits heute werden in den städtischen Bäder n durch Vereine oder städtische Bäde r-
fachangestellte außerhalb ihrer Dienstzeiten Schwimmkurse für Kinder angeboten. In der
Vergangenheit kam es jedoch häufig zu langen Wartezeiten, so dass Kinder auf An bieter
ausweichen mussten oder das Schwimmen erst wäh rend des Schwimmunterrichts erle r-
nen konnten. Da das Absolvieren des Seepferdchens sowie de s Schwimmabzeichens
Bronze wichtiger Bestandteil einer kommunalen Daseinsvorsorge sind, wird die Stadt künf-
tig die bestehenden Angebote durch weitere Kurse ergänzen. Diese sind speziell auf das
Alter und die Bedürfnisse der Kinder auszurichten, um die Freude am Schwimmen zu fö r-
dern.
Mit der stärkeren Nachfrage nach Angeboten der Gesundheitsprävention sowie der Stär-
kung der individuellen Fitness gehen auch geänderte Nutzungswünsche für Bäder einher.
Zusätzlich zum klassischen Bahnen-Schwimmen in den Schwimmbecken besteht ein ste i-
gender Bedarf nach Kursangeboten für unterschiedliche Altersgruppen. Durch die Nutzung
der bestehenden Wasserflächen in den städtischen Halle nbädern kann diesem Bedürfnis
entsprochen werden. Durch den Aufbau eines entsprechenden Aquafitnessangebots soll
künftig im Sinne der öffentlichen Daseinsvorsorge die allgemeine Gesundheit der Bevölke-
rung verbessert werden. Zugleich können neue Besucher - und Einnahmepotentiale hier-
durch erschlossen werden.
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V/0532/2019
Steigerung der Besucherzahlen
Um eine erhöhte Auslastung der Bäderkapazitäten und damit einen erhöhten Kostend e-
ckungsgrad zu erreichen, sollen die Besucherzahlen weiter gesteigert werden. Hierzu sind
die genannten Ziele zu verwirklichen.
Darüber hinaus soll durch geeignete Marketingmaßnahmen und gezielte Kooperationen
auf das Bäderangebot aufmerksam gemacht werden, um so neue Besucherinnen und Be-
sucher für die Bäder zu gewinnen.
3. Mein Schwimmbad – stets unverwechselbar
Um die dargestellten Ziele erreichen zu können, ist es sinnvoll, eine Profilbildung der bestehenden
Bäder entlang von Schwerpunktsetzungen zu schaffen und voneinander abzugrenzen. Hierzu sol-
len die bestehenden und bereits in Planung bzw. im Bau befindlichen Bäder entsprechend ihrer
Möglichkeiten gezielt weiterentwickelt und die Angebote entsprechend der Schwerpunktsetzung
ausgebaut werden. Eine sich zum Teil überschneidende Nutzung ist nicht auszuschließen.
Unter der Berücksichtigung der Zielsetzung und der bestehenden Trends werden künftig folgende
Schwerpunkte gesetzt:
Schwerpunkt: Schul- und Vereinsschwimmen
Schulen (im Rahmen des Schulunterrichts) und Vereine (im Rahmen ihrer Trainingszeiten) nu t-
zen Bäder grundsätzlich ganztätig und konzentrieren sich auf das aktive Schwimmen. Am W o-
chenende werden die Bäder ergänzend für die Öffentlichkeit geöffnet. Durch diese Ausrichtung
reduziert sich der Personalbedarf für die Wasseraufsicht sowie für den best ehenden Rein i-
gungsaufwand. Die Ausstattung der Bäder ist funktional auszurichten. Die Bäder Wolbeck und
Roxel eignen sich für diesen Schwerpunkt.
Schwerpunkt: Familienschwimmen
Familien nutzen die Bäder insbesondere im späteren Nachmittagsbereich bzw. a m Wochenen-
de. Am Vormittag bis in den Nachmittag hinein werden die Bäder von Schulen genutzt. Zusät z-
lich sind (Misch -)Nutzungen für Vereinstrainingszeiten (insbesondere in den Abendstunden)
möglich. Aufgrund der Ausrichtung auf Familien und Kinder sind in diesem Schwerpunkt erhöh-
te Aufwendungen an die Aufenthaltsqualität und Sauberkeit sowie Wassertemperaturen zu ste l-
len. Es werden zusätzliche Angebote wie bspw. (Schwimm-)Kurse oder Spielgeräte geschaffen.
Die Bäder Kinderhaus, Hiltrup und Mitte eignen sich für diesen Schwerpunkt.
Schwerpunkt: vereinsungebundener Sport und Gesundheitsförderung
Viele Besucherinnen und Besucher ohne Vereinsanbindung wollen sportlich trainieren und ihre
Gesundheit gezielt fördern. Insbesondere in den Tagesrandzeiten (bspw. f rüh morgens und in
den Abendstunden) sowie am Wochenende ist mit einem erhöhten Besucheraufkommen zu
rechnen. Die Öffnungszeiten sind daher entsprechend für die Öffentlichkeit (z. B. Arbeitnehme-
rinnen, Arbeitnehmer, Studierende, Sportbegeisterte usw.) verlängert anzubieten. Am Vormi t-
tag bis in den Nachmittag hinein werden die Bäder von Schulen genutzt. Zusätzlich sind (Misch-
)Nutzungen für Vereinstrainingszeiten möglich. Aufgrund der Ausrichtung auf individuelle Sport-
treibende und fitnessorientierte Schwim mer und Schwimmerinnen besteht ein hoher Anspruch
an Sauberkeit und die Aufenthaltsqualität. Zusätzlich entsteht ein Kursangebot für Aquafitness,
Schwimmkurse für „ Jung und Alt“ sowie „freie Schwimmgruppen“. Damit wird die Entwicklung
zu stärker individuel l-sportlichen Aktivitäten aufgegriffen und entsprechend ermöglicht. Insb e-
sondere das Ostbad sowie das Hallenbad Mitte eignen sich für diesen Schwerpunkt.
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Schwerpunkt: Freibäder
Überwiegend Familien und Jugendliche verbringen ihre Freizeit in den Freibädern. Zudem nut-
zen erwachsene Schwimmerinnen und Schwimmer diese Bäder für ihr individuelles Training.
Die Saison der Freibäder erstreckt sich in der Regel von Mai bis September eines jeden Jahres.
Das Besucheraufkommen ist dabei stark witterungsabhä ngig, Besucherspitzen sind insbeso n-
dere an den Wochenenden und Feiertagen sowie in den Ferienzeiten festzustellen. Aufgrund
der intensiven Nutzung und der langen Aufenthaltsdauer besteht ein erhöhter Aufwand zur S i-
cherung der hygienischen Standards. Durch ihre weitläufigen Außenbereiche und Spielflächen
wie bspw. für Beachsoccer oder -volleyball oder klassische Spielplätze bieten sie zusätzliche
Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung während des Badbesuchs. Die Bäder Hiltrup, Stapelskotten
und Coburg gehören zu diesem Schwerpunkt.
Entlang der dargestellten Schwerpunktsetzung sollen die einzelnen Bäderstandorte gezielt ausgerich-
tet und entsprechende Angebote geschaffen werden. Mit der Errichtung der Traglufthalle im Freibad
Coburg sowie der Errichtung des Südbades werden die Bäderstandorte und damit die Möglichkeiten
weiter ergänzt.
Durch die gewählte Schwerpunktsetzung gelingt es, dass basierend auf dem dezentralen Bädera n-
gebot in Münster, ein vielfältiges Angebot geschaffen wird, welches in den vorhandenen bzw. in den
in der Realisierung befindlichen Standorten möglich ist.
4. Mein Schwimmbad – stets im Wandel
Um auch künftig eine zeitgemäße Bäderlandschaft mit bedarfsorientierten Angeboten zu ermöglichen,
sind die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen. Da s gilt insbesondere in den Bereichen Öf f-
nungszeiten, Wassertemperaturen, Reinigung und Service/Aufenthaltsqualität. Die folgenden Ma ß-
nahmen werden hierzu umgesetzt:
4.1 Ein Tag voller Badespaß - Erweiterung der Öffnungszeiten…
… in den Hallenbädern
Zukünftig werden die Hallenbäder mit dem Schwerpunkt Familienschwimmen (Mitte, Kinde r-
haus, Hiltrup) und vereinsungebundener Sport (Ostbad) samstags und sonntags einheitlich
von 8:00 – 20:00 Uhr geöffnet sein. Von montags bis freitags besteht ab 6.30 Uhr zu dem in
diesen Hallenbädern die Möglichkeit des Frühschwimmens. Ausnahmen können sich durch
die Vereinsnutzung sowie die erforderliche Grundreinigung ergeben. Darüber hinaus sollen
zielgruppenspezifische Öffnungszeiten wie bspw. einer monatlich stattfindend en „Studi -
Nacht“ mit einer Öffnungszeit bis 24:00 Uhr oder der „best-ager-time“ ausprobiert werden.
Die Hallenbäder Roxel und Wolbeck als Bäder für das Schul- und Vereinsschwimmen öffnen
am Wochenende in der Zeit von 08:00 bis 18:00 für die Öffentlichkeit. Von Montag bis Fre i-
tag werden keine öffentlichen Badezeiten mehr vorgesehen. Die dort frei werdenden öffentli-
chen Schwimmzeiten werden stattdessen für das Schul- oder Vereinsschwimmen genutzt.
Perspektivisch wird das Ziel verfolgt, die nach DIN 19643 z wingende Grundreinigung (in j e-
dem Bad mindestens 3 Stunden pro Woche), die bislang die öffentlichen Schwimmzeiten
einschränkt, außerhalb gängiger Öffnungszeiten (vor 6:00 Uhr oder nach 22:00 Uhr) durc h-
zuführen und dadurch weitere Öffnungszeiten zu generieren.
In der Anlage 2 wird in einem Szenario dargestellt, wie sich die Öffnungszeiten entwickeln
werden. Aufgrund von individuell zu berücksichtigenden Nutzungszeiten von Vereinen und
Schulen können sich hieraus noch Änderungen ergeben.
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… in den Freibädern
Ab 2020 werden in den Freibädern Hiltrup und Stapelskotten während der Dauer der Halle n-
badschließzeit (8 Wochen: eine Woche vor und eine Woche nach den Sommerferien und
während der Sommerferien) einheitlich erweiterte Öffnungszeiten von Sonntag bis Mittwoch
von 7:00 bis 20:00 Uhr und Donnerstag bis Samstag von 7:00 bis 21:30 Uhr angeboten. Im
Gegenzug wird in dem genannten Zeitraum nur ein Hallenbad zur Verfügung stehen.
Eine Ausdehnung der Öffnungszeiten in der Coburg innerhalb der Woche ist n icht möglich,
weil in der Zeit ab ca. 20:00 Uhr Vereine das Bad nutzen. Das Angebot ist etabliert und sollte
beibehalten werden, zumal das Freibad Coburg aufgrund seines Zuschnitts insbesondere für
den Vereinssport genutzt werden kann. Samstags und sonntags soll eine Öffnungszeit wie in
Hiltrup und Stapelskotten angeboten werden.
Im Hinblick auf die schwankende Wetterlage soll in den kommenden Jahren die Möglichkeit
geschaffen werden, flexibel reagieren zu können. In eher regnerischen und kalten Perioden
sollen so eine verkürzte Öffnungszeit bzw. im Falle von besonders sonnigem und warmem
Wetter verlängerte Öffnungszeiten möglich sein. Voraussetzung für diese Flexibilisierung ist
neben den arbeitsrechtlichen Bestimmungen auch die Möglichkeit, über den W eg einer Bä-
derapp, social-media-Kanälen sowie der Bäderhomepage über die tagesaktuellen Öffnung s-
zeiten zu informieren.
Schon in diesem Jahr sollen im Freibad Stapelskotten erweiterte Öffnungszeiten von täglich
8:00 bis 20:30 Uhr statt wie bisher von 09:00 b is 20:00 Uhr angeboten werden. Um dieses
erweiterte Angebot möglich zu machen, wird in der 8 -wöchigen Sommerschließzeit nur ein
Hallenbad geöffnet bleiben (07.07. – 03.08. Hallenbad Ost, 04.08. – 31.08. Hallenbad Mitte).
… nach der Realisierung einer Traglufthalle im Freibad Coburg sowie Inbetriebnahme des
neuen Südbades
Das Freibad Coburg soll entsprechend der vom Rat aufgegriffenen Bürgeranregung 2016 -
00171 vom 20.10.2016 eine Traglufthalle erhalten, so dass dort auch ein Winterbetrieb mö g-
lich sein wird. Durch die Möglichkeit der Traglufthalle entsteht somit ein zusätzlicher
Schwimmbadstandort, der in den Wintermonaten ähnlich wie die Schul - und Vereinsbäder
Roxel und Wolbeck genutzt werden wird. So soll die Coburg von Montag bis Freitag von O k-
tober bis April zunächst ausschließlich für das Schul - und Vereinsschwimmen genutzt we r-
den. Aufgrund ihrer Lage kann eine Nutzung insbesondere durch Schulen und Vereine erfo l-
gen, die bisher im Einzugsgebiet der Bäder Mitte und Kinderhaus liegen. Frei werdende Ze i-
ten in diesen Hallenbädern werden dann in zusätzliche öffentliche Schwimmzeiten umg e-
wandelt werden.
Ebenso wie die Bäder Roxel und Wolbeck, öffnet die Coburg während der Tragluftsaison für
die allgemeinen Badegäste am Wochenende von 8:00 bis 18:00 Uhr. Unter Berücksichtigung
der für einen Traglufthallenbetrieb erforderlichen baulichen Maßnahmen (erforderliche Au s-
schreibung, Planung und Bauzeit eines Massivgebäudes) kann die Aufnahme des Winterb e-
triebes voraussichtlich zum 01.11.2022 eingeplant werden. Über die notwendigen Umse t-
zungsmaßnahmen wird der Rat der Stadt Münster zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen
eines Errichtungsbeschlusses entscheiden.
Für die Errichtung der Traglufthalle hat der Rat einen Betrag von 50.000 € (Planungskosten)
für das Haushaltsjahr 2019 und 2 Mio. € (Investitionskosten) für das Haushaltsjahr 2020 zur
Verfügung gestellt.
Am Ort des früheren Südbades wird die Bädermanagement GmbH der Stadtwerke Münster
GmbH ein neues Südbad bauen. Die Stadt Münster wird das Hallenbad mieten und betrei-
ben. Entsprechend dem vorliegenden Ratsbeschluss ist beabsichtigt, das neue Südbad
überwiegend mit Schul - und Vereinsschwimmen zu belegen. Eine Eröffnung kann im Jahr
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2022 erwartet werden. Eine konkrete Öffnungszeitenplanung inkl. einer Schul - und Vereins-
belegung, die größere Auswirkungen auf die Belegung der anderen Hallenbäder haben und
neue Öffnungskorridore in den Bestandsbädern öffnen wird, erfolgt rechtzeitig vor der Inb e-
triebnahme. Hierzu werden die Ergebnisse einer Kundenanalyse herangezogen (vgl. Punkt
6.).
4.2 Erhöhung der Wassertemperaturen…
… in den Hallenbädern
Die Wassertemperaturen in den Hallenbädern sollen von derzeit 27 Grad auf 28 Grad in den
Schwimmerbecken erhöht werden (mit Ausnahme des Ostbades). Im Gegenzug entfällt der
Warmbadetag (29 Grad). Die bisher bereits angebotenen höheren Wassertemperaturen in den
anderen Becken (z.B. Kinderbecken, Brodelbecken Mittebad, Solebecken Ostbad) bleiben unve r-
ändert. Das Schwimmerbecken des Ostbades wird auf 27 Grad Wassertemperatur geh eizt und
bietet damit für sportliches Schwimmen eine angemessene Wassertemperatur.
Durch diese nutzerfreundliche Maßnahme entstehen nur unwesentliche, nicht konkret bezifferbare
Mehrkosten, für die keine zusätzlichen Haushaltsmittel eingestellt werden müssen.
… in den Freibädern
Um eine verlässliche Freibadsaison vom 01.05. bis 30.09. wie bereits in der Coburg anbieten zu
können, wird die Wassertemperatur in den Freibädern Stapelskotten und Hiltrup in der Regel auf
mindestens 23 Grad erhöht. Hierfür m üssen zunächst die technischen und baulichen
Voraussetzungen geschaffen werden:
Freibad Hiltrup
Die Verwaltung prüft derzeit den Einsatz einer Luft -Wärmepumpe, um auch bei fehlender
Sonneneinstrahlung eine ausreichende Wassertemperatur zu erreichen und sieht gute
Möglichkeiten einer Umsetzung, ggfls. schon zur Saison 2020. Der Erfolg, auf diesem Wege
verlässliche und höhere Wassertemperaturen zu erreichen, kann nur in Verbindung mit einer
Beckenabdeckung erreicht werden, weil die Dimensionierung der technischen Anlage im
Freibad Hiltrup das stetige Auskühlen des Beckens bei tieferen Nachttemperaturen nicht
auffangen kann und gegen eine leistungsstärkere ausgetauscht werden müsste. Die
Investitionskosten für die Anschaffung und Installation der Pumpentechnik sind mit ca.
100.000 € zu beziffern. Eine Kostenschätzung für die Beckenabdeckungen beläuft sich auf
255.000 €. Hinzu kommen jährliche Heizkosten von ca. 50.000 €.
Freibad Stapelskotten
Zurzeit wird geprüft, ob überschüssige Wärme aus einer nahe gelegenen Biogasanlage für die
Beheizung des Beckenwassers nutzbar gemacht werden kann. Die Verwaltung steht zu
Fragen einer Realisierungsmöglichkeit bereits mit der Fachhochschule Münster in Verbindung.
Die Überprüfung einer Umsetzbarkeit umfasst auch den Einsatz einer Beckenabdeckung. Weil
noch offen ist, auf welchem Wege eine Beckenwasserbeheizung erfolgen soll, ist mi t einer
Umsetzung der Maßnahme frühestens zur Saison 2021 zu rechnen. Aus diesen Gründen
können aktuell mit Ausnahme einer Beckenabdeckung (ca. 200.000 €) auch noch keine
Aussagen über entstehende Kosten gemacht werden.
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Freibad Coburg
Durch den vorhandenen Fernwärmeanschluss erreicht das Freibad Coburg bereits heute
verlässlich Wassertemperaturen von mindestens 23 Grad. Auch hier würde die Installation
einer Beckenabdeckung zu einem wirtschaftlicheren und ökologisch optimierten Betrieb
führen, weil die nächtliche Auskühlung des Beckens minimiert würde. Es ist deshalb geplant,
im Zuge der Überdachung des Freibades Coburg mit einer Traglufthalle auch eine
Beckenabdeckung anzuschaffen. Die Investitionskosten werden auf 310.000 € geschätzt.
4.3 Wohlfühlen in den städtischen Bädern durch zusätzlichen Service
Neben den Öffnungszeiten, der Wassertemperatur und der Sauberkeit in den städtischen Bädern
sind die Stärkung des angebotenen Services und eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität für
die Gewinnung neuer Badegäste von besonderer Bedeutung. Als Maßnahmen sind hierzu vorg e-
sehen:
Einführung einer personenbesetzten Kasse
Es wird eine personenbesetzte Kasse zunächst im Hallenbad Ost eingerichtet. Dadurch wird die
Kundenorientierung gestärkt (z . B. persönliche Ansprache, Beratungsleistungen, Aufnahme von
Beschwerden und Hinweisen der Besucher), aber auch durch die vorhandene Einlasskontrolle
die missbräuchliche Nutzung von Eintrittsermäßigungen minimiert. Im Hallenbad Ost ist eine i n-
tensivere Kundenbetreuung notwendig, weil allein in diesem Hallenbad zwei „Zahlzonen“ (Spor t-
bad, Solebereich) eingerichtet sind, die einen höheren Erläuterungsbedarf bei den Badegästen
auslösen.
Die bauliche Voraussetzung für eine personenbesetzte Kasse im Hallenbad Ost ist bereits vo r-
handen.
Einführung eines Kioskangebotes
Mit der Einrichtung der personenbesetzten Kasse im Hallenbad Ost ist zudem die Einrichtung ei-
nes kleinen Kioskangebot es möglich. Das Sportamt prüft eine mögliche Angebotspalette (bspw.
ein Eisangebot, Badeutensilien, Kaffee etc.), für die es eine Nachfrage bei den Besucherinnen
und Besuchern der Bäder gibt. Zudem können hierdurch in geringem Umfang zusätzliche Ei n-
nahmepotentiale erschlossen werden.
Bargeldloser Schwimmkartenverkauf
In den städtischen Bädern besteht eine wachsende Nachfrage nach einem bargeldlosen
Schwimmkartenverkauf. De rzeit wird geprüft, ob der bargeldlose Zahlungsverkehr eingeführt
werden soll. Hierbei ist zu berücksichtigen, ob im Falle von personenbesetzten Kassen weiterhin
Ticketautomaten vorgehalten werden müssen, um bspw. Randzeiten abzudecken.
Für die technische Umsetzung in den vorhandenen Kassenkomponenten für einen bargeldlosen
Ticketverkauf fallen einmalig ca. 150.000 € Kosten an. Zusätzlich werden in einigen Hallenbädern
neue Komponenten erforderlich.
Gleichzeitig wird eine Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Münster GmbH im Bereich der Pl u-
sCard geprüft. Bereits heute können ihre Kunden und Kundinnen mit der PlusCard zahlreiche
Angebote bargeldlos nutzen. Di ese bequeme Form der Bezahlung des Eintritts oder etwaiger
Angebote im Kiosk kann für die Schwimmerinnen und Schwimmer attraktiv sein. Zusätz lich kann
ein Kundenbindungseffekt - sowohl für die Stadtwerke Münster als auch für die städtischen Bäder
- zu den Kundinnen und Kunden gefördert werden.
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Austausch der Garderobenschränke im Ostbad
Aufgrund des bestehenden batteriegestützten Systems kam es bei den Garderobenschränken im
Ostbad häufig zu technischen Defekten. Die betroffenen Schränke standen in diesen Zeiten nicht
für eine Nutzung zur Verfügung. Diese werden nun kurzfristig ausgetauscht und an den Net z-
strombetrieb angeschlossen. Eine umfängliche Nutzung der Garderobenschränke wird dadurch
zeitnah möglich sein.
Aufbau eines städtischen Kurssystems
Die Nachfrage nach Gesundheitsförderung und Prävention sowie Schwimmkursen ist in den ve r-
gangenen Jahren stetig gestiegen. Zum Erlernen von Schwimmfähigkeiten bestehen seit gera u-
mer Zeit Wartelisten, sodass nicht alle Kinder wunschgemäß an einem Schwimmkurs teilnehmen
können. Zugleich steigt die Nachfrage nach Schwimmkursen bzw. Auffrischungskursen für E r-
wachsene. Als größter Wachstumsbereich gilt die Nachfrage nach Aquafitnesskursen, die der
Gesundheitsförderung und der Prävention dienen. Altersspezifische Angebote sowie unterschied-
liche sportliche Ausrichtungen werden hier immer wieder nachgefragt.
Aus diesem Grunde soll in Ergänzung zu den Angeboten der Schwimmsport treibenden Vereine
ein zusätzliches städtisches Kurssystem mit Schwerpunkt Schwimmkurse u nd Aquafitness au f-
gebaut werden. Mit der Etablierung eines Kurssystems können zusätzliche Besucher gewonnen
werden und ein Einnahmepotential von ca. 60.000 € erwartet werden.
Events
Bereits zur Wintersaison sind besondere Events in den Schwimmbädern vor gesehen. Sie sollen
gezielt die verschiedenen Besuchergruppen (Familien, Kinder, Jugendliche, Studierende, ggfls.
auch Senioren) ansprechen und zur (Wieder-)Entdeckung der städtischen Hallenbäder einladen.
In der Sommersaison wird es in den Freibädern entsprechende Angebote geben. Aufgrund der
Saisonabhängigkeit ist eine frühzeitige Planung erforder lich. Ein Erfolg solcher Angebote ist i m-
mer witterungsabhängig. Die Verwaltung wird sich aufgrund der sicherheitstechnischen Anford e-
rungen und der personellen Aufwände ausschließlich Angeboten externer Anbieter bedienen.
4.4 Sauberkeit in den Bädern ist die Voraussetzung für einen ungetrübten Badetag
Um die Aufenthaltsqualität in den städtischen Bädern zu verbessen, wird die Reinigung der B ä-
derstandorte zum 01.01.2020 ausgeschrieben. In diesem Zusammenhang wird die aufgrund ak u-
ter Sauberkeitsmängel bereits eingeführte Zwischenreinigung im Laufe eines Betriebstages in den
Hallenbädern Mitte und Ost fest verankert. Zusätzlich zur Reinigung der Hallenbäder soll die Rei-
nigung der Freibäder ab der Saison 2020 Bestandteil der Neuausschreibung sein.
Die Ausschreibung wird mit einem erweiterten/optimierten Leistungsverzeichnis erfolgen, welches
die mitgeteilten Bedarfe (Leistungsbeschreibung) der Schwimmbäder umfass t. U. a. wird die Re i-
nigungsleistung so strukturiert werden, dass auch Reinigungszeiten während der Öffnungszeiten
generiert werden können. Die bisher zusätzlich durchgeführten ineffizienten Zwischenreinigungen
sollen dadurch ersetzt werden. Durch die enge Zusammenarbeit der beteiligten Fachbereiche
(Amt für Immobilienmanagement und Sportamt) an der Ausschreibungsvorbereitung wird die Rei-
nigungsqualität insgesamt wesentlich erhöht. Die Vergabe an einen Dienstleister für alle städt i-
schen Bäder bietet den Vorteil, dass ein so gewonnener Gesamtdienstleister hinsichtlich des M a-
terial- und Personaleinsatzes wirtschaftlicher und flexibler planen kann, sowie ggf ls. zusätzliche
sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse generiert werden können. Die Neuaus-
schreibung wird nach ersten , noch nicht fundierten Einschätzungen und unter dem Vorbehalt der
konkreten Detailanforderungen an die Bäderreinigung voraussichtlich ein finanzielles Volumen
von ca. 700.000 € jährlich erreichen und bedeutet eine Steigerung von ca. 350.000 €.
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Da durch die Ausweitung der Öffnungszeiten in den städtischen Hallenbädern zusätzliches Pe r-
sonal benötigt wird, kann die Grundreinigung auch künftig durch eigenes Personal erfolgen. S o-
bald die Stellenbesetzung erfolgt ist, wird die Grundreinigung voraussichtlich früh morgens (z.B.
ab 4:30 Uhr) oder spät abends (bis nach Mitternacht) stattfinden. Eine externe Vergabe der
Grundreinigungsleistungen ist vor diesem Hintergrund der wahrscheinlich abdeckbaren Aufwände
durch eigenes Personal zunächst nicht beabsichtigt.
4.5 Die Badegäste unmittelbar über ihre Bäder informieren – Öffentlichkeitsarbeit für die städtischen
Bäder
In den vergangenen Jahren sind die Anforderungen an eine angemessene Information der Ö f-
fentlichkeit über die Angebote und Öffnungszeiten der Bäder stetig gestiegen. Während die kla s-
sischen Presseorgane wie die lokale Tageszeitung immer weniger Leser innen und Leser finden,
greifen die Menschen in verstärktem Maße auf digitale Informationswege wie social -media-
Kanäle (bspw. Facebook, Instagram, Twitter u. w.), Apps und Websites zurück. Diese Entwic k-
lung ist eine Chance für die städtischen Bäder, ihre Nutzer und Nutzerinnen unmittelbar zu erre i-
chen. In Echtzeit können über diese Wege Informationen auf die Wünsche und Bed ürfnisse der
Schwimmerinnen und Schwimmer ausgerichtet werden und zusätzliche Angebote wie bspw.
Events oder das Kursangebot zielgerichtet beworben werden.
Um dieses Potential nutzen und den Ansprüchen der Nutzer innen und Nutzer entsprechen zu
können, bedarf es für einen professionellen Auftritt des notwendigen Know-hows. Hierzu zählen
neben den sprac hlichen Anforderungen technische Kenntnisse über die Anwendung und Nu t-
zung der jeweiligen Kanäle. Für eine professionelle Öffentlichkeitsarbeit, die neben der Erstellung
von Inhalten auch die Pflege und Anwendung der heterogenen Verbreitungskanäle übernimmt,
ist eine Aufstockung der Bäderfachstelle um 1,5 VZÄ erforderlich. Für werbewirksame Aktionen
ist zudem ein Etat von 50.000 € erforderlich.
5. Mein Schwimmbad hat seinen Preis – einen fairen
Die Bädertarife sind letztmalig im Juli 2010 angepasst worden. Aus diesem Grunde schlägt die
Verwaltung vor, die Bädereintritte ab dem 01.01.2020 - wie aus der Anlage 1 ersichtlich - festzu-
setzen. Die Tari fe erhöhen sich je nach Tarifart zwischen 12,5 % und 19 %. Die Einzeleintritt s-
preise bleiben unverändert.
Durch die Tarifanpassung werden Mehreinnahmen von 120.000 € im Jahr erwartet.
In einem weiteren Schritt soll die Tarifstruktur mit dem Ziel einer V ereinfachung, einer höheren
Transparenz und einem stärkeren Fokus auf Wirtschaftlichkeit überprüft werden. Dazu werden im
Rahmen einer Kundenanalyse auch die Bürgerinnen und Bürger befragt und die Tarifstruktur a n-
derer öffentlicher Schwimmbäder zu Rate gezogen.
6. Mein Schwimmbad will mich besser kennenlernen – mit einer Kundenanalyse
Um die Wirkung der dargestellten Maßnahmen messen zu können und zugleich weitere mögliche
Bedarfe und Besucherpotentiale zu identifizieren und zu heben, wird in den kommenden Wochen
eine Kundenbefragung erarbeitet und durchgeführt. Hiermit wird das Sportwissenschaftliche Inst i-
tut der Westfälischen Wilhelms -Universität beauftragt werden. Erste Vorgespräche haben bereits
stattgefunden. Mit der Analyse soll zu Beginn des Jahres 2020 gestartet werden.
Die Ergebnisse werden im Rahmen einer Vorlage dem Rat gegen Ende 2020 vorgelegt. Im Hi n-
blick auf die Inbetriebnahme des Südbades sowie d ie Fertigstellung der Traglufthalle im Freibad
Coburg können dann auch die zusätzlich zur Verfügun g stehenden Wasserflächen be rücksichtigt
werden.
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7. Personalbedarf
Mit den derzeitigen Öffnungszeiten und Angeboten in den städtischen Bädern sind im laufenden
Sommerhalbjahr 76 Personen (incl. Auszubildende und Techniker) mit unterschiedlichen Stu n-
denumfängen (Vollzeit und Teilzeit) und im Winterhalbjahr 65 Personen betraut. Ungeplante Au s-
fälle bspw. durch Krankheit führen nicht selten zu einer akuten Unterdeckung des Aufsichtspers o-
nals, sodass in der Vergangenheit einzelne Bäderstandorte tageweise vollständig geschlossen
werden mussten. Die dargestellten Maßnahmen - insbesondere die Ausweitung der Öffnungsze i-
ten an den Wochenenden - bedeuten daher auch unmittelbar einen steigenden Personalbedarf.
Den geringsten Personalmehrbedarf würde eine punktg enaue Abdeckung allein der zusätzlichen
Öffnungsstunden nach sich ziehen. Das ist jedoch nicht umsetzbar. Die Erfahrungen der verga n-
genen Jahre in der Personalgewinnung von Bäderfachangestellten zeigen, dass die notwendigen
Teilzeitkräfte derzeit nicht auf dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Ein/ -e Bäderfachange-
stellte/-r kann sich in der gegenwärtigen Situation den Arbeitgeber aussuchen und entscheidet
sich daher zumeist, auch im Hinblick auf die tarifliche Eingruppierung, für eine Vollzeitstelle mit
der entsprechenden Bezahlung.
Für die Umsetzung der dargestellten Maßnahmen entsteht daher folgender zusätzlicher Pers o-
nalbedarf:
Zur Erweiterung der Öffnungszeiten in den Hallenbädern Mitte, Ost, Kinderhaus und Hiltrup ist
für die Wochenendöffnungszeit en aufgrund der arbeitszeitrechtlichen Rahmenbedingungen
sowie im Hinblick auf die personelle Mindestbesetzung eine zweite Dienstschicht erforderlich.
Um ein Zweischichtsystem am Wochenende umsetzen zu können, ergibt sich ein
Stellenmehrbedarf von ca. 24 V ollzeitäquivalenten (VZÄ). Da außerhalb des Wochenendes
voraussichtlich weniger Personal notwendig ist, ist die Übernahme zusätzlicher Aufgaben
durch die Mitarbeiter/-innen zu prüfen. In Frage kommen dafür
Schwimmkurse, Wassergymnastik o.ä.
Einlasskontrolle
Intensivierung der Zwischenreinigung des Bades
Beteiligung an der Grundreinigung des Bades (vor der täglichen Öffnung)
Flexibilisierung des Einsatzes hin zu einem bäderübergreifenden Tätigwerden
Abbau bisher angefallener Überstunden/Mehrarbeit.
Ein entsprechendes Konzept ist noch zu erarbeiten. Daher werden von den zu
beschließenden zusätzlichen Planstellen in der Bäderaufsicht zunächst 50 % gesperrt und in
Abhängigkeit des unter den v. g. Gesichtspunkten zu erarbeitenden Konzeptes durch den
Sportausschuss und den Ausschuss für Personal, Organisation, Sicherheit, Ordnung und E -
Government freigegeben.
Für die Einrichtung der personenbesetzten Kasse im Hallenbad Ost sind 2,5 VZÄ erforderlich.
Hinsichtlich der Personalgewinnung wird auch versucht, Kasse npersonal über das Programm
„Teilhabe am sozialen Arbeitsmarkt“ nach dem SGB II zu akquirieren.
Im administrativen Bereich sind zusätzlich 2,0 VZÄ einzurichten: 1,0 VZÄ zum Aufbau und
Koordination des neuen städtischen Kurssystems sowie des Schul - und Vereinsschwimmens;
1,0 VZÄ für die Professionalisierung der Öffentlichkeitsarbeit, Einführung und Pflege eines
Beschwerdemanagements sowie zur Unterstützung der strategischen und baulichen
Weiterentwicklung der Bäderlandschaft Münster.
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Um auch künftig einen effizienten Personaleinsatz gewährleisten zu können, ist der Einsatz einer mo-
dernen Software vorgesehen. Hierdurch soll eine optimierte Jahresplanung unter Berücksichtigung
der arbeitszeitrechtlichen Spielräume und Möglichkeiten, der Urlaubsplanung und der Berücksichti-
gung von Unvorhergesehenem (bspw. Krankheitstagen) in die Planung zum Personaleinsatz einfli e-
ßen. Das bestehende System ist für die Erweiterung der Bäderstandorte sowie den Ausbau des Pe r-
sonals sowie dessen durchzuführende Aufgaben nicht ausgelegt.
8. Münsters Zukunft ist nass – Schwimmspaß in den städtischen Bädern
Die Bäderlandschaft in Münster wird durch seine sechs bestehenden Hallen - und drei Freibäder
geprägt. Sie bilden die Grundlage, um den Schwimmspaß in den kommenden Jahren auf die Be-
dürfnisse der Menschen auszurichten und wieder mehr Menschen zum Schwimmen in die städt i-
schen Schwimmbecken zu locken. Du rch die Profilierung der Bäder werden die einzelnen Stand-
orte gezielt weiterentwickelt und Investitionen entsprechend der jeweiligen Badausrichtung vorge-
nommen. Nicht die Quantität der Angebote, sondern deren Qualität ist künftig handlungsleitend
für die städtischen Bäderstandorte. Die dargestellten Punkte bauen auf den bestehenden Strukt u-
ren auf bzw. können innerhalb dieser angeboten werden.
Zugleich ist die stetige Weiterentwicklung der baulichen Gegebenheiten von großer Bedeutung,
um eine attraktive Bäderlandschaft in Münster anbieten zu können. Folgende Maßnahmen sind in
den kommenden Jahren bereits in der Realisierung bzw. Planung:
Freibad Coburg
Als einziges Schwimmbad mit einer 50 m -Bahn ist das Freibad Coburg für den vereinsgebund e-
nen Schwimmsport von besonderer Bedeutung. Es ist der einzige Standort, an dem de n Ansprü-
chen für den Leistungs - und Wettkampfsport entsprochen werd en kann. Es soll daher mit einer
Traglufthalle auch in den Wintermonaten für den Schwimmbetrieb genutzt werden. Ebenso ist e i-
ne Beckenabdeckung zu installieren, um ein nächtliches Auskühlen der Wasserflächen zu red u-
zieren. Im Haushalt 2019 sind hierfür 50. 000 € Planungskosten sowie 2 Mio. € für investive Ma ß-
nahmen eingestellt. Für die Beckenabdeckung sind ca. 310.000 € einzuplanen.
Realisierung des Südbades
Das neue Südbad anstelle des früheren Bades wird von der Bädermanagementgesellschaft der
Stadtwerke Münster GmbH realisiert. Die Stadt wird das Bad auf eigene Kosten betreiben und
überwiegend für das Schul - und Vereinsschwimmen nutzen. Investitionen sind zunächst nicht zu
tätigen.
Hallenbad Mitte
Das Hallenbad Mitte soll künftig im Sinne eines Schwimmbades für Familien weiterentwickelt wer-
den. Hierzu bedarf es eines Ausbaus der Angebote im Hallenbad selbst. Neben der Beschaffung
von kleineren mobilen Spielgeräten ist auch der Bau von einer oder zwei Großrutschen denkbar.
Nach einer Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2016 müssten hierfür ca. 2,5 Mio. € aufgewandt
werden.
Darüber hinaus steht im Hallenbad Mitte derzeit ein Fitnessraum mit einer geringen Anzahl an
Sportgeräten zur Verfügung. Es ist zu prüfen, ob dieses Angebot am Standort Mitte angemessen
ist, da eine vom Schwimmbetrieb autarke Nutzung im Sinne eines vollständigen Sportstudios nicht
möglich ist. Es soll daher geprüft werden, ob eine Verlagerung in das Ostbad im Sinne der vorg e-
nommenen Profilierung zielführend ist und welche Nutzungsmöglichkeiten sich auf der jetzigen
Fläche ergeben.
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Hallenbad Ost
Die derzeitige Gestaltung des Ruheraums zwischen der alten Schwimmhalle und dem neuen So l-
ebereich entspricht nicht den Anforderungen an eine angemessene Aufenthaltsqualität. Um diese
zu gewährleisten ist eine Neugestaltung anzustreben. Geprüft werden soll daher, ob ein separ a-
ter Eingang und separate Sanitäreinrichtungen für das Solebad zu schaffen sind, um die Nutzung
von der des Schwimmbades unabhängig zu machen. Ebenso ist zu prüfen, ob hier das Angebot
eines vollständigen Sportstudios geschaffen werden kann.
Freibäder Stapelskotten und Hiltrup
In den Freibädern Stapelskotten und Hiltrup ist die Anhebung der Wassertemperatur vorgesehen.
Hierzu sind investive Maßnahmen in der Technik und der baulichen Gegebenheiten erforderlich.
Ebenso bedarf es einer Beckenabdeckung, um ein Auskühlen der Wasserflächen in der Nacht zu
reduzieren.
In die künftige Planung und Weiterentwicklung der städtischen Bäderlandschaft und ihrer Ang e-
botsstruktur werden die Ergebnisse der Kundenanalyse ebenso einfließen wie die Entwicklung
der Bevölkerung in Münster. So ist bereits absehbar, dass die Nachfrage nach mehr Wasserfl ä-
chen durch Schulen und Vereine weiter steigen wird. Zudem besteht insbesondere für leis tungs-
orientierte Schwimmer und Schwimmerinnen eine unmit telbare Nachfrage nach einer 50 m-
Wettkampfbahn, die auch durch die Realisierung der Traglufthalle in der Coburg nicht ausre i-
chend befriedigt werden kann. Aus diesem Grunde ist - insbesondere im Hinblick auf die entst e-
henden Neubaugebiete - der Bau eines zusätzlichen Badstandortes zu prüfen.
I. V.
gez.
Cornelia Wilkens
Stadträtin
Anlagen
Anlage 1: neue Bädertarife
Anlage 2: Öffnungszeitenszenario
Anlage A
Anlage 1 V_0532_2019_Bädertarife_Tabelle neu
1071 Zeichen
Anlage 1 zur Öffentlichen Beschlussvorlage V/0532/2019 Eintrittstarife Bäder ab 01.01.2020 Tarif alt neu Einzelkarte Erwachsene 4 € Unverändert 4 € Einzelkarte Ermäßigt 2 € Unverändert 2 € Einzelkarte Münster-Pass 2 € Unverändert 2 € Zusätzl. Einzeleintritt Sole 3 € Unverändert 3 € Sole ermäßigt (nur Münster-Pass) 1,50 € Unverändert 1,50 € Bonuskarte 21 € (Wert 28 €) 25 € (Wert 28 €) Bonuskarte 36 € (Wert 52 €) 42 € (Wert 52 €) Bonuskarte 165 € (Wert 304 €) 190 € (Wert 304 €) Jahreskarte Erwachsene 180 € 210 € Jahreskarte Ermäßigte 90 € 105 € Jahreskarte Erwachsene Münster-Pass 90 € Unverändert 90 € Spartarif Erwachsene 130 € 150 € Spartarif Münster –Pass 65 € Unverändert 65 € Jahreskarte Familien 150 € 170 € Jahreskarte Familien Münster-Pass 75 € Unverändert 75 € Saisonkarte Freibad Erwachsene 80 € 90 € Saisonkarte Ermäßigte 40 € 45 € Saisonkarte Erwachsene Münster-Pass 40 € Unverändert 40 € Saisonkarte Familien 95 € 110 € Saisonkarte Familien Münster-Pass 47,50 € Unverändert 47,50 €
Anlage 2 V_0532_2019 Erweiterung der Öffnungszeiten in den Hallenbädern ohne Grundreinigung 14.05.19
2070 Zeichen
Tag Uhrzeit aktuell neu aktuell neu aktuell neu aktuell neu aktuell neu aktuell neu aktuell neu Montag 06.30 - 07.00 07.00 - 08.00 08.00 - 09.00 09.00 - 10.00 10.00 - 11.00 11.00 - 12.00 12.00 - 13.00 13.00 - 14.00 14.00 - 15.00 15.00 - 16.00 16.00 - 17.00 17.00 - 18.00 18.00 - 19.00 19.00 - 20.00 20.00 - 21.00 21.00 - 22.00 Dienstag 06.30 - 07.00 07.00 - 08.00 08.00 - 09.00 09.00 - 10.00 10.00 - 11.00 11.00 - 12.00 12.00 - 13.00 13.00 - 14.00 14.00 - 15.00 15.00 - 16.00 16.00 - 17.00 17.00 - 18.00 18.00 - 19.00 19.00 - 20.00 20.00 - 21.00 21.00 - 22.00 Mittwoch 06.30 - 07.00 07.00 - 08.00 08.00 - 09.00 09.00 - 10.00 10.00 - 11.00 11.00 - 12.00 12.00 - 13.00 13.00 - 14.00 14.00 - 15.00 15.00 - 16.00 16.00 - 17.00 17.00 - 18.00 18.00 - 19.00 19.00 - 20.00 20.00 - 21.00 21.00 - 22.00 Donnerstag 06.30 - 07.00 07.00 - 08.00 08.00 - 09.00 09.00 - 10.00 10.00 - 11.00 11.00 - 12.00 12.00 - 13.00 13.00 - 14.00 15.00 - 16.00 16.00 - 17.00 17.00 - 18.00 18.00 - 19.00 19.00 - 20.00 20.00 - 21.00 21.00 - 22.00 Freitag 06.30 - 07.00 07.00 - 08.00 08.00 - 09.00 09.00 - 10.00 10.00 - 11.00 11.00 - 12.00 12.00 - 13.00 13.00 - 14.00 14.00 - 15.00 15.00 - 16.00 16.00 - 17.00 17.00 - 18.00 18.00 - 19.00 19.00 - 20.00 20.00 - 21.00 21.00 - 22.00 Samstag 06.30 - 07.00 07.00 - 08.00 08.00 - 09.00 09.00 - 10.00 10.00 - 11.00 11.00 - 12.00 12.00 - 13.00 13.00 - 14.00 14.00 - 15.00 15.00 - 16.00 16.00 - 17.00 17.00 - 18.00 18.00 - 19.00 19.00 - 20.00 Sonntag 06.30 - 07.00 07.00 - 08.00 08.00 - 09.00 09.00 - 10.00 10.00 - 11.00 11.00 - 12.00 12.00 - 13.00 13.00 - 14.00 14.00 - 15.00 15.00 - 16.00 16.00 - 17.00 17.00 - 18.00 18.00 - 19.00 19.00 - 20.00 14.00 - 15.00 geschlossen Zusätzliche Schließung Öffentlichkeit/ Familien Erweiterte Öffnungszeit Öffentlichkeit/Familien Schulen/Vereine/ander e Institutionen Erweiterung Schulen/Vereine/ andere Institutionen Erweiterung der Öffnungszeiten der Hallenbäder (ohne Grundreinigung in den Öffnungszeiten) Hiltrup Kinderhaus Mitte Ost Sport Ost Sole Roxel Wolbeck Anlage 2 zur Öffentlichen Beschlussvorlage V/0532/2019
Beratungsverlauf (12)
Beschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich abgelehnt
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich geändert beschlossen
Zur SitzungOrte (1)
- Kinderhaus
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Details
- Aktenzeichen
- V/0532/2019
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 04.06.2019
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37