V/0527/2013
Trägerausschreibung für die Kindertageseinrichtungen an der Dreifaltigkeitsschule (Uppenberg)und Schmittingheide (Mauritz-Ost)
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Anlage 5.3 ISS Konzeption
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Köln, 16.04.2013 Konzeption der ISS-Mehrsprachigen Kindertagesstätten „Weltkinder“ Interkultureller Sozialer Service ISS-Mehrsprachige Kita gGmbH Interkultureller Sozialer Service Genovevastraße 94, 51063 Köln Tel +49 (0)221 / 97 77 48 – 0 Fax +49 (0)221 / 97 77 48 – 29 info@iss-netzwerk.de www.iss-netzwerk.de Seite 2 von 15 |Konzept zur ersten integrativen „Weltkinder“ Kindertagesstätte der ISS Mehrsprachige Kita gGmbH| |Mehrsprachigkeit durch Immersion| |Integration ab dem ersten Lebensjahr| |Familienzentrum| |Bewegungsfreiräume| Partizipation – Gleichbehandlung – Inklusion: Mit diesem Dreiklang stellt sich die ISS Mehrsprachige Kita gGmbH den Herausforderungen eines grundlegenden und wei t- reichenden Wandels hin zu einer inklusiven Gesellschaft in Deutschland. Dazu leistet neben einer Willk ommens- und Anerkennungskultur auch eine Veran t- wortungskultur einen wichtigen Beitrag und gelingt, wenn sich aller Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt identifizieren; Identifikation wiederum gelingt durch Chancengleichheit, Anerkennung und gleichberechtigte Teilhabe in der Stadtgesellschaft; Diese Haltung rückt den Menschen in den Mittelpunkt und lässt nicht zu, dass sowohl neu Ankommende als auch bereits hier Lebende Ent -Individualisiert werden, sondern begreift sie mit ihren Potentialen als wichtige Ressource für unsere gemeinsame gesellschaftliche Entwicklung; Dieses Selbstverständnis zeigt auf, dass in einer Stadtg esellschaft Frieden, Respekt, gegenseitiges Verständnis und Solidarität auf der Grundlage einer gemeinsamen Werteordnung möglich sind, wenn dem Gegenüber Vertrauen, Akzeptanz und das aufrichtige Angebot der Partizipation zur aktiven Gesta l- tung entgegen gebracht wird. Ein Handeln, das sein Selbstverständnis in dem Ausdruck „Verantwortungskultur“ findet. Wegweisend hierfür ist der Grundsatz der ISS Mehrsprachigen Kita, der davon aus- geht, dass nur eine integrative und für Veränderung offe ne Gesellschaft für alle g e- winnbringend die Herausforderungen der globalisierten Zukunft bewältigen kann. Seite 3 von 15 Im Sinne des Inklusions - und Genderansatzes berücksichtigen alle integrationsfö r- dernden Maßnahmen der ISS Mehrsprachigen Kita , dass Verschiedenheit der No r- malfall ist. Jeder einzelne Mensch soll in seiner Besonderheit akzeptiert werden und seine Potentiale einbringen können. Integrati on verstanden als gleichberechtigte Teilhabe an allen Lebensbereichen erfordert die gemeinsame Auseinanderset zung der Gesellschaft mit den Chancen, Herausforderungen und Problemen, die mit Z u- wanderung verbunden sind. Sprachliche Kompetenzen – gemeint sind diejenigen in der deutschen und herkunfts- bzw. familienbezogenen Sprache – sind der entscheidende Schlüssel im Bildungs - und Integrationsprozess hierzulande. Gerade die frühen Jahre haben für die weitere Entwicklung von Sprach- und Lesekompetenzen eine entscheidende Bedeutung. Der Elementarbereich bildet dabei das zentrale Fundament aller Bildungsprozesse. Viele Menschen aus der ganzen Welt sind in den letzten 60 Jahren aus verschied e- nen Gründen nach Deutschland gekommen. Sie suchten hier ein besseres Leben in Freiheit und Sicherheit, gesellschaftliche n und b eruflichen Aufstieg. Sie wurden als Arbeitskräfte gebraucht und haben entscheidend zum Wohlstand des Landes beig e- tragen. Viele, die zunächst nur vorübe rgehend kamen, haben hier eine neue Heimat gefunden. Sie und ihre Kinder gehören zu Deutschland, g enau wie ihre Herkunft s- sprachen auch. Heimat ist nicht mehr nur eine Schicksalsgemeinschaft, die sich aus einer gemei n- samen Vergangenheit definiert, sondern eine Gemeinschaft der Zukunft. Wir hoffen sehr, dass unsere mehrsprachige Kita „Weltkinder“ hier zu einen Beitrag leisten kann – als ein Ort der Begegnung, des interkulturellen Lernens und Dialogs. I n h a l t : 1. Bedarfs- und Situationsanalyse 2. Trägerprofil, Ziele, Leitlinien 3. Mehrsprachigkeit durch Immersion 3.1 Förderung der nicht-deutschen Muttersprache 3.2 Einführung der Zweitsprache 3.3 Literalitätsansatz 3.4 Elternarbeit 3.5 Überprüfen der Sprachentwicklung 4. Integration ab dem ersten Lebensjahr 5. Familienzentrum mit Familienberatung und Familienbildung 6. Rahmenbedingungen (Öffnungszeiten, Gruppenzahl, Binnendifferenz) 7. Bewegungsfreiräume durch moderner Raumgestaltung 8. Pädagogischer Ansatz 9. Beobachtung und Dokumentation durch Portfolio 10. Teamarbeit 11. Kooperation mit dem Träger 12. Verantwortlichkeit des Trägers Seite 4 von 15 1. Bedarfs- und Situationsanalyse Die Ergebnisse der Pisa -Studien zeigen wiederkehrend, dass rund 40% aller Kinder mit einer Migrationsgeschichte in Deutschland geringe bis kaum Chancen auf einen guten Schulabschluss und eine Berufsausbildung haben. Diese Kinder liegen gegen- über gleichaltrigen deutschen Kindern in ihren Leistungen im D urchschnitt 2 Jahre zurück. Ein entscheidender Grund für die schlechten Ergebnisse sind häufig sprac h- liche Defizite. Wenn die Eltern dieser Kinder ein nur mangelndes Bildungsinteresse haben, fällt es ihnen schwer, ihre Kinder sprachlich zu fördern. So sind Kindergarten und Schule gefragt in der Sprachförderung bei mehrsprachigen Kindern. Bei deu t- schen Kindern ist zu beobachten, dass sie trotz des langjährigen Fremdsprachenu n- terrichts in den weiterführenden Schulen selten über ausreichende Sprachkenntnisse verfügen. Die Europäische Union hat eine 3 -Sprachenformel als Ziel vorgabe definiert . De m- nach sollen alle Kinder in der EU die Chance bekommen, wenigstens 3 Spra chen sicher sprechen zu können. Um dieses Ziel zu erreichen, ist das immersive Lernen (detaillierte Darstellung weiter unten) schon im Kindergarten einzuführen. Hier lernen alle Kinder, ob sie von Behinderung betroffen sind oder nicht, ob sie eine Migration s- biographie haben oder nicht spielerisch und selbstverständlich eine fremde Sprache, die vor allem Flexibilität und Toleranz im Denken und Handeln fördert. In Gesprächen mit dem Jugendamt der Stadt Köln und unter Berücksichtigung des städtischen Jugendhilfeplanes ist der Bedarf für eine Kita mit 6 Gruppen und Plä tzen für insgesamt 42 Kinder unte r drei Jahren im Bezirk Rodenkirchen/ Stadtteil Marie n- burg gegeben. Ebenfalls gibt es den Bedarf für 10 integrative Plätze. Gleichzeitig mit dem Kitaneubau entstehen um die Kita herum 500 neue Wohnungen für Familien. 2. Trägerprofil – Ziele – Leitlinien – gesetzlicher Auftrag Träger der Kindertagesstätte „Weltkinder“ ist die ISS Mehrsprachige Kita gGmbH, eine Toc htergesellschaft des ISS Netzwerkes. Der „Interkulturelle Soziale Service“ (kurz ISS Netzwerk) ist seit 2003 als gemeinnütziger Träger in den Ber eichen „Kin- der- und Jugendhilfe“, „ambulante Erziehungshilfe“ „Sozialpädagogische Familienhil- fe“ sowie zu den Querschnittsthemen „Integratio n – Migration – Partizipation – Inklu- sion“ in Köln und NRW tätig. Im Jahre 2008 wurde die ISS-Netzwerk gGmbH als Dachgesellschaft der ISS Kinder- und Jugendhilfe gGmbH sowie der ISS Bildungsakademie gegründet. Erst jüngs t – im Jahre 2011 – kam die ISS Mehrsprachige Kindertagesstätten gGmbH als weitere Tochtergesellschaft hinzu. Die ISS Hilfs - und Betreuungsangebote richten sich in ihrer interkulturellen Schwe r- punktsetzung an Familien mit und ohne Migrationsgeschichte , Kinder, Jugendliche und derer Familien und an Einzelpersonen, die bei der Bewältigung von Krisen, E r- ziehungsschwierigkeiten sowie konkreten Alltagsprobleme n sozialpädagogische U n- terstützung und Hilfen benötigen. Dabei sollen vor all em die Selbsthilfepotentiale der Klienten gestärkt und gefördert werden. Seite 5 von 15 ISS arbeitet im Rahmen von Leistungsvereinbarung en mit unterschiedlichen J u- gendämtern (Köln, Bonn, Erftstadt, Remscheid, Wuppertal etc.) in Nordrhein - Westfalen zusammen. Zusätzlich engagiert sich ISS im schulischen sowie auße r- schulischen Bereich. Hierzu gehören auch Kooperationen mit Behörden, Schulen, Jugendeinrichtungen, interkulturellen Diensten, im Migrati onsbereich tätigen Vere i- nen und Institutionen. Mit zwei EU-Projekten engagiert sich ISS im Bereich der Berufswahlorientierung und Sprachförderung von Jugendl ichen und ihren El tern mit Migrationsgeschichte. Ein Ziel des Trägers ist es, Menschen mit Migratio nsgeschichte in Köln zu integrieren. Dies g elingt ihm durch Akzeptanz und Anerkennung der kulturellen Unterschiede, aber auch durch die Begleitung und Heranführung an das deutsche Schul - und Bil- dungssystem. Alle Gliederungen des ISS Netzwerkes, so auch die ISS Mehrsprachige Kita gGmbH arbeiten: systemisch: Auf der Basis einer offenen und wertschätzenden Grundh altung nehmen wir Wechselwirkungen und Beziehungsdynamik en – im interkulturellen Kontext – in den Blick. ressourcen- und lebensweltorientiert: Respektvoll gegenüber „anderen" Lebenswirklichkeiten und Verhaltensweisen verfolgen wir das Ziel, die Interessen, Fähigkeiten und Stärken unserer Klienti n- nen und Klienten als Kundinnen und Kunden zu entdecken und zu aktivieren. integrativ und vernetzend: Kulturelle Vielfalt fassen wir als Ressource und Bereicherung auf und fördern den (interkulturellen) Austausch und die Zusammenarbeit im Sozialraum. orientiert an universellen Werten: Wir arbeiten politisch und konfessionell neutral auf der Basis der freiheitlich de- mokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland, der UN -Kinder- rechtskonvention, der UN - Behindertenrechtskonvention und des Gender - Mainstreaming-Prinzips. Diese Herang ehensweise eröffnet eine diffe renzierte und individuelle Integration s- möglichkeit und verhindert konfliktbeladene Formen der Selbstethnisierung. In der interkulturellen Arbeit setzt ISS folgende Schwerpunkte: Stärkung von Selbsthilfepotentialen und Erschließung lebensweltbezogener Ressourcen; Förderung sozialer Kompetenzen und Nutzb armachung spezieller Ressou r- cen im Zusammenhang mit Migration; Verbesserung der Lebensqualität durch Eingliederung in bedarfsorientierte Angebote im Sozialraum; Förderung des lebenslangen Lernens zur Erschließung, Nutzbarmachung und Erhaltung individueller Kompetenzen Alle Mitarbeitenden der ISS verfügen über eine fundierte fachliche Ausbildung und bilden sich permanent weiter. Sowohl die Kommunikation als auch die Zusammenar- Seite 6 von 15 beit sind von einer transparenten, verlässli chen, wertschätzenden und respektvollen Haltung geprägt. Um die Qualität der Arbeit zu sichern, sind die Arbeitsabläufe, Qualitätskri terien und Bewertungsverfahren in einem Qualitätsmanagementsystem festgeschrieben. Die stetige Überprüfung der Arbeit hilft Arbeitsabläufe zu optimieren und dien t d er Qualitätsentwicklung der angebotenen Dienstleistung. Wir wollen, dass unsere Ku n- den (Kl ienten und Auftraggeber) zufrieden sind. Ihre Zufriedenheit ist Maßstab für unsere Quali tätsziele. Die mit dem Qualitätsmanagement -Prozess zusammenhä n- gende st etige Optimierung der angebo tenen Leistungen soll darüber hinaus neue Kundenbedarfe ermitteln und unsere Offenheit zur Einführung und Umsetzung neuer innovativer Hilfeangebote sicherstellen. Die kulturelle Vielfalt sowohl der Fachkräfte der ISS Mehrsprachige Kita als auch der von ihnen betreuten Menschen verstehen wir als Ressource und Bereicherung der pädagogischen ( Bildungs-) Arbeit. Sie ist wesentlicher Bestandteil des Selbstve r- ständnisses und des pädagogischen Profils der ISS Mehrsprachige Kita. Mit unseren Handlungsansatz tragen wir im gesellschaftlichen Kontext zur interkultureller Öffnung und Integration bei. Die transkulturelle Zusammensetzung des Teams des Leistungserbringers spielt im Kontext einer durch Vielfalt geprägten Gesellschaft und Klientelgrup pe eine zentrale Rolle. Indem Menschen of Color und mit Migrationshintergrund als Hauptamtliche nach innen (Träger, Team) und nach außen (Klientel, Institutionen, Gremien) auftr e- ten, wird ihre Sichtbarkeit und Hörbarkeit konsequent vergrößert. Es ist ein p oliti- sches Signal, da hierdurch Zugänge zu gesellschaftlicher Teilhabe geschaffen we r- den. Zudem ist dies in der Praxis oftmals Ausdruck eines qualifizierten multiperspe k- tivischen Beratungs- und Betreuungsangebotes. ISS Netzwerk möchte bilingualen und mehrs prachigen Familien und Familien mit Migrationsgeschichte neben den ambulanten Hilfen zur Erziehung und den Integrat i- onskursen auch mehrsprachige Kindertagesstätten anbieten. Sie sollen diesen Fami- lien und ihren Kindern helfen, den Anschluss an das deutsche Bildungssystem zu finden. Nur so kann das Recht auf Bildung für jedes Kind gewährleistet werden. Bi l- dung wiederum ist Grundlage für die Entwicklung zu einem selbstständigen Leben in Deutschland. Es hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass hier eine wic htige Vo- raussetzung für Integration in Deutschland ist liegt. Der ISS wählt dabei einen Ansatz, der sich von der gängigen monolithischen B e- trachtungsweise nationaler Kulturen löst, die sozial bedingte unterschiedliche No r- men und Wertvorste llungen von Angeh örigen der gleichen Nation ignoriert. Der ISS geht davon aus, dass die Normen, Werte und Bräuche in gesellschaftlicher Koopera- tion g eschaffen werden und von den jeweiligen konkreten Lebensumständen und Umweltbedingungen der Menschen abhängig sind. Sie könn en als Orientierungssys- tem im Zusammenleben der Menschen ihren Sinn verlieren. Diese Herangehenswe i- se eröffnet u.E. eine differenzierte und individuelle Integrationsmöglichkeit und ve r- hindert konfliktbeladene Formen der Selbstethnisierung. Kulturelle Unterschiede im Hinblick auf Erziehungsziele, geschlechtsspezifische Ro l- lenerwartungen und den zwischenmenschlichen Umgang finden in der pädagog i- schen Arbeit von ISS besondere Beachtung. Kulturspezifische Umgangsformen we r- den grundsätzlich respektiert. Dies gil t allerdings nur, sofern die betreffenden kultu r- spezifischen Umgangsformen mit dem Grundgesetz in Einklang zu bringen sind. Die Rechte eines Kindes dürfen nicht kulturell relativiert werden. Wesentlicher Bestan d- teil der fachl ichen Arbeit ist es, die eigene Sozialisation zu reflektieren und eigene verinnerlichte Werte und No rmen im Hinblick darauf kritisch zu hinterfragen, ob sie der Benachteiligung eines Kindes Vorschub leisten können. Seite 7 von 15 Der ISS hat in dem Kooperationsprojekt MiBoCap (Migration und Handicap) mit der Gesamtschule Hol weide über mehrere Jahre mit Jugendlichen gearbeitet, die von Behinderung betroffen waren und auf dem Weg von der Schule in den Beruf begleitet wurden. Der ISS hat in diesem Projekt sehr gute Erfahrungen gesammelt in der Z u- sammenarbeit mit betroffenen Kindern, ihren Eltern und beteiligten Institutionen. Es ist dem ISS gelungen, jugendlichen MigrantInnen und ihren Familien bei der Integra- tion zu unterstützen und ihnen zu einer höchstmöglichen Selbstständigkeit zu verhel- fen. Dieses Zie l will auch diese mehrsprachige und integrative/inklusive Kita erre i- chen. Der ISS arbeitet überkonfessionell und überparteilich. Der Träger orientiert sich au s- schließlich am deutschen Grundgesetz, an der Kinderrechtskonvention und am e u- ropäischen Recht auf Bildung (darin enthalten die 3 -Sprachenformel, die besagt, dass jedes Kind ein Recht auf das Erlernen von 3 Sprachen haben soll). Desweiteren ergeben sich die Aufgaben für den Betrieb der ISS Kitas aus dem Kinderbildungsg e- setz NRW (Kibiz) und der Bildungs vereinbarung zwischen der nordrhein- westfälischen Landesregierung und den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege. Kindertageseinrichtungen haben gem. § 3 Abs. 1 KiBiz einen eigenständigen Bi l- dungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag. In der Bildungsvereinb arung zwischen der Landesregierung und den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege heißt es: „J e- des Kind hat Anspruch auf E rziehung und Bildung. Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuerst ihnen obliegenden Pflicht [...] Er- gänzend führen die Tageseinrichtungen für Kinder die Bildungsarbeit mit Kindern aller Altersgruppen im Rahmen des eigenständigen Erziehungs - und Bildungsau f- trags […] durch […] Das Kind ist während seines gesamten Aufenthaltes in der T a- geseinrichtung bildungsfördernd zu begleiten […].“ In der vorliegenden Konzeption sind die gesetzlichen Vorgaben und die in der Bi l- dungsvereinbarung enthaltenen Grundsätze berücksichtigt. 3. Mehrsprachigkeit durch Immersion („Sprachbad“) Damit die Integration von Kinder n mit Migrationsgeschichte gelingen kann, wurden wissenschaftliche Untersuchungen aus Skandinavien, Canada, dem Elsaß und aus Norddeutschland (an der dänischen Grenze) hinzugezogen und dem vorliegenden Konzept zugrunde gelegt (nach: Wode: Frühes Fremdsprac henlernen in Kindergä r- ten und Grundschulen, 2009). Die Immersionsmethode (kurz: IM) im Sinne von „Eintauchens in eine Sprache“, wird seit den 1960er Jahren an verschiedenen Orten der Welt praktiziert. Es gibt ausre i- chend viele und gute wissenschaftliche B elege für ihren beispiellosen Erfolg. „Sie ist weltweit als das mit Abstand erfolgreichste Sprac hlehrverfahren“ (Wode, S. 18) und wird in Deutschland zurzeit in mehr als 100 Kindertagesstätten angewendet. Die IM „erfordert keine zusätzlichen Stunden und L ehrkräfte, ist also in diesen Pun k- ten kostenneutral“ (Wode, S. 18). So wie die 3-Sprachenformel der EU vorsieht, dass jedes Kind drei Sprachen lernen soll, so will ISS auch den deutschsprachigen Ki n- dern schon im Kindergarten eine weitere Sprache anbieten. Sie haben die Möglic h- keit englisch, französisch, spanisch oder andere Sprachen zusätzlich zum Deutschen zu lernen. Dieses Sprachenlernen geschieht immersiv. Es spricht eine Erzieherin deutsch und eine spricht die zweite Sprache. Seite 8 von 15 3.1 Förderung der nicht-deutschen Muttersprache Zunächst ist wichtig zu verstehen, dass Kinder eine Zweitsprache erst lernen, wenn ihre Muttersprache altersgemäß ausgebildet ist. Ein neuer Begriff kann erst in eine fremde Sprache übersetzt werden, wenn er in der Muttersprache vers tanden wird. Diese Transferleistung muss insbesondere Kindern mit Migrationsbiographie ermö g- licht werden, indem sie Gelegenheit bekommen, ihre Muttersprache altersgemäß auszubilden. Außerdem müssen die Kinder erfahren, dass ihre Muttersprache wic h- tig, wertvoll und ausdrücklich erlaubt ist. Wenn sie in der Kita von Anfang an au s- schließlich mit Deutsch konfrontiert werden, entwickeln sie häufig Widerstände g e- gen die alte und die neue Sprache. Die Kinder sollen also deshalb zunächst intensiv ihre Muttersprache sprechen und sie sicher beherrschen lernen. So wie gleichaltrige deutsche Kinder die deutsche Sprache beherrschen. Zur Unterstützung werden Ki n- derbücher in die Muttersprache übersetzt und als Hörspiel aufgenommen. Auch Li e- der in der Muttersprache gehören dazu. Wenn Kinder ihre Muttersprache sicher b e- herrschen und ein natürliches Interesse an Sprache und Bildung entwickeln, sind sie bereit für das Erlernen einer zwe iten Sprache. Um die sprachliche Entwicklung zu fördern und das Interesse an Literatur zu wec ken, gibt es in der Kita eine Literatu r- ecke mit zahlreichen Büchern und dazugehörigen Hörspielen in beiden Sprachen. Erfahrungsgemäß sind die Bücher in beiden Sprachen von Anfang an interessant für die Kinder und erfreuen sich großer Beliebtheit auch bei d en Eltern, die sich Bücher und CDs ausleihen können. Einige Eltern mit Migrationsgeschichte leben in der zweiten oder dritten Generation in Deutschland. Sie sprechen ihre Muttersprache oft nur rudimentär und bevorzugen im Kontakt mit ihren Kindern die deut sche Sprache als Verkehrssprache. Sie können wählen, ob ihr Kind die Muttersprache altersgemäß sprechen lernen soll. Wichtig ist für alle Kinder, dass sie und auch ihre Eltern Int eresse an Bildung entwickeln. Dann gelingen das Sprachenlernen und auch die spätere Schulentwicklung. Für die deutschsprachigen Kinder bedeutet Immersion, in eine zweite Sprache „ei n- zutauchen“. In ihrer Gruppe wird deutsch und eine Fremdsprache gleichzeitig g e- sprochen. Jeweils eine Erzieherin spricht eine Sprache. Das frühe Fremdsp rachen- lernen führt dazu, dass die Kinder am Ende ihrer Kindergartenzeit für die fremde Sprache das gleiche Hörverständnis entwickelt haben wie für die deutsche Sprache. Die Vorstellung, dass die Muttersprache bei der Methode der Immersion zu kurz kommt, wurde als unhaltbares Vorurteil entlarvt. Solange die Kinder weiterhin in ihrer Muttersprache sprechen und hören dürfen, entwickelt sich ihre Sprache weiterhin altersgemäß. Hierzu sagt Prof. Wode: „…die inzwischen vorliegenden wissenschaf t- lichen Studien inklusive der Studien zur IM (zeigen) überdeutlich, das bei früher (und späterer) Mehrsprachigkeit die Entwicklung der L1 (Muttersprache) nicht nur nicht beeinträchtigt, sondern in der Regel sogar gefördert wird. Das gilt für die mündliche Entwicklung genauso wie für die schriftliche.“ (ebd., 2009, S. 51) 3.2 Einführung der Zweitsprache Sobald die Kinder ihre Muttersprache hörbar gut entwickelt haben, wird die zweite Sprache immersiv eingeführt. Dabei wird die neue Sprache zum besseren Verstän d- nis immer mit ei nem Tun und/oder mit Gesten begleitet. Nur langsam wird von der gewohnten in die neue Sprache gewechselt. Jetzt , wo die Kinder in der Mutterspr a- che auf dem altersgemäßen Sprachniveau angekommen sind, gelingen ihnen Trans- ferleistungen in die neue Sprache le ichter. Immersiv deutsch oder eine andere Zweitsprache lernen gelingt da, wo eine Erzieherin die Muttersprache der Kinder und eine weitere Erzieherin die zweite Sprache spricht. Seite 9 von 15 3.3 Literalitätsansatz Erzieherinnen die gleiche Kultur - und Spracherfahrungen haben wie die Eltern der Kindergartenkinder, erleben oft eine höhere Akzeptanz als deutschsprachige Erzi e- herinnen. Es ist ihnen eher möglich, die Eltern von der Notwendigkeit einer Zusa m- menarbeit zum Wohle der Sprachentwicklung und schulischen Entwicklung ihrer Kin- der zu überzeugen. Die Eltern werden ermutigt mit den Kindern zu Hause nur die Muttersprache zu sprechen und ihnen Bilderbücher in derselben vorzulesen. Die Bücher und Hörspiele der Kita ermöglichen den Kindern eine frühe Bildung, die sie in Thema und Tempo selbstständig in die Hand nehmen können. Die Erfahrungen be i- spielsweise in der Kita Mosaik in Kiel haben gezeigt, dass die Kinder auf diesem Weg ein immer stärkeres Interesse an Bildung entwickeln. Von diesem Literalitätsansatz haben dort in zwischen hunderte von Kindern pro fitiert. Er hat sich bewährt. (nachzulesen bei Prof. Apeltauer Publikationen, Uni Flensburg). Kinder mit Deutsch als Erstsprache, die immersiv eine Zweitsprache im Kindergarten lernen, werden ebenfalls durch den Literalitä tsansatz gefördert. Auch sie verfügen in ihrer Gruppe über eine Literatur - und Hörwerkstatt, in der Bücher und Hörspiele in beiden Sprachen angeboten werden. Die Literalität baut wie alle Angebote im Ki n- dergarten auf die Neugier und das Interesse der Kinde r an Geschichten, Phänom e- nen und Projektionsflächen für eigene Anliegen, Bedürfnisse und Phantasien. Kinder haben ein sicheres Gespür für Themen, die ihrem Alter entsprechen. Sie suchen sich Bücher und Geschichten, die ihnen hier und heute etwas bedeuten, selbst aus. Sie werden nicht in die Bücherecke geschickt oder zum Lernen angehalten. 3.4 Elternarbeit Um die Sprachentwicklung der Kinder optimal fördern zu können und auch um dem Bildungsinteresse der Kinder und dem ihrer Eltern zu entsprechen oder dies es noch zu steigern, ist die Zusammenarbeit mit den Eltern unerlässlich. Ohne die Unterstüt- zung der Eltern werden die Kinder nur schwerlich Bildungsangebote annehmen kön- nen. Der Lernerfolg für eine Zweitsprache ist längerfristig größer, wenn zunächst die stär- kere Sprache (Herkunfts- bzw. Familiensprache) gefördert wird. Dadurch geschieht zum einen die notwendige Sozialisation und zum anderen kann nur so eine altersg e- rechte kognitive Entwicklung in Gang gesetzt werden. Das müssen zunächst die E l- tern – wie auch die ErzieherInnen – erfassen und nachvollziehen können. Elterna r- beit in Form von regelmäßigen Elternabenden und Elterngesprächen ist deshalb u n- erlässlich. Für deutschsprachige Familien ist von Anfang an wichtig zu verstehen, dass die mehrsprachige Kita den Kindern spielerisch eine neue Sprache vermittelt. Die Kita ist keine vorgezogene Schule. Eltern, die für ihre Kindern den frühen Zweitspracherwerb nicht wünschen, weil sie eine Überforderung für die Kinder fürchten, können ihre Kinder für die nur deutschsprachige Gruppe anmelden. Wenn Eltern sich für eine Fremdsprachengruppe entscheiden, dann werden sie d a- rauf hingewiesen, dass sich das Sprachenlernen langsam vollzieht. Erst in der Grundschule, wo die Kinder schreiben lernen und die Zweitsprache gezielt einsetzen, werden sie auch die Zweitsprache benutzen. Das ist im Kindergartenalter noch weni- ger zu erwarten. Hier entwickelt sich zunächst das Hörverständnis. 3.5 Überprüfen der Sprachentwicklung Um die Sprachentwicklung zu beobachten und die Qualität d er Immersion und die Wirkung der Literalität sicher zu stellen, werden regelmäßige Überprüfungen vorg e- nommen. Dazu bedarf es neuer Kontrollsysteme, ähnlich derer, die in bilingualen Seite 10 von 15 (englisch-deutschen) Kitas mit Muttersprache Deutsch seit Jahren eingesetz t we r- den. Um die Entwicklung genau beobachten zu können, wurde in einer anderen ISS- Kita die Zusammenarbeit mit dem Sprac hwissenschaftler Professor Apeltauer aus Flensburg durchgeführt. Die Ergebnisse und das Ve rfahren zur Sprachförderung dieser Kita werden in die Kita in der Gaedestraße übertragen und angewendet. 4. Integration/Inklusion ab dem ersten Lebensjahr Diese Kita wird wie oben beschrieben nicht nur Integration auf der sprachlichen Eb e- ne fördern, sondern auch Integration der von Behinderung betroffenen Menschen mit und ohne Migrationsbiographie. Es ist ISS ein großes Anliegen, an Inklusion und Integration mitzuwirken. Sie sieht in der Kombination beider Aufgaben eine Herau s- forderung der modernen Gesellschaft die Chancengleichheit und Solidarität k onse- quent erfahrbar macht. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, das jedes Kind die Möglichkeit erhält, sich vollstä n- dig und gleichberechtigt am alltäglichen Leben in der Kita zu beteiligen – und zwar von Anfang an und unabhängig von seinen individuellen Fähigk eiten, seiner ethn i- scher wie sozialer Herkunft oder seines Geschlechtes. Sämtliche pädagogische Aktivitäten und Leistungen, die in dieser Konzeption b e- schrieben werden, beziehen immer auch die individuellen Fertig - und Fähigkeiten des beteiligten Kindes mi t ein, sind fallbezogen in der Arbeit mit dem Kind, der D o- kumentation, aber auch fallübergreifend, wenn es z.B. um Weiterbildung, Kooperat i- on und Weiterentwicklung der inklusiven Konzeption geht. Da in der Entwicklung der von Behinderung betroffenen Kinder ein großes Verände- rungspotential liegt, sollten diese Kinder möglichst in einer Kita aufwachsen, die auf jede Behinderungsform, räumlich und personell vorbereitet ist. Der Grad der Behi n- derung ändert sich zu keiner Zeit mehr, als im Kleinkindalter. Hier k önnen Behinde- rungen auftreten und überwunden werden, hier können Störungen auftreten, die sich wieder auflösen. Im Kleinkindalter sind unglaubliche Entwicklungen möglich, die aufmerksam wahrgenommen und optimal begleitet und gefördert werden sollen. Kinder ab dem ersten Lebensjahr werden seltener in Kitas betreut, wenn sie von B e- hinderung betroffen sind. Eltern wollen den Kindern nicht zu früh eine Fremdbetre u- ung zumuten. Manche Familien haben ein ausgeprägtes soziales Netzwerk von F a- milienangehörigen und F reunden, das es ihnen ermöglicht, trotz der besonderen Aufgabe der Betreuung noch Freir äume zu schaffen. Manche Kinder, die von Behin- derung betroffen sind, werden z.B. von den Großeltern mit betreut oder von hilfre i- chen Freu nden. Nicht alle Familien haben diese Netzwerke und können mit ihnen eine optimale Förderung ihres Kindes gewährleisten. Deshalb kann es schon früh notwendig sein, die Kinder in einer Kindertagesstätte betreuen zu lassen. Hier arbe i- ten kompetente PädagogInnen und TherapeutInnen, die sowo hl die alltägliche B e- treuung als auch die besonderen Therapien sicher stellen. Wenn die Kinder am Nachmittag nach Hause gehen, müssen die Eltern nicht noch externe Therapeuten aufsuchen, sondern haben Zeit für „das ganz normale Familienleben.“ In der Kita a rbeiten zwei MitarbeiterInnen aus den Fachbereichen: Logopädie und Physiotherapie (Krankengymnastik oder Motopädie) und evt l. Ergotherapie. Sie sind neben dem übrigen Fachpersonal dafür verantwortlich, dass alle Kinder am alltägl i- chen Leben vollständig und gleichberechtigt teilnehmen können. Gleichzeitig sind sie Teil eines Netzwerkes von Fachleuten, innerhalb und außerhalb der Kita, die die i n- dividuelle Förderung des Kindes koordinieren und/ oder durchführen. Seite 11 von 15 5. Familienzentrumsarbeit durch Familienberatung und Fa- milienbildung ISS plant in der neu zu errichtenden integrativen und mehrsprachigen Kita ein Fam i- lienzentrum einzurichten. Die Mitarbeitenden des Trägers sind in wichtigen Bere i- chen der Hilfen zur Erziehung und der sozialen Beratung bereits tätig. Sie sind Teil der sozialen Netzwerke in Köln. Die Familienzentrumsarbeit ist ihnen und dem Tr ä- ger vertraut. Der ISS verfügt hier personell, inhal tlich und fachlich über Ressourcen, die eine qualifizierte Arbeit im Familienzentrum möglich machen. 6. Rahmenbedingungen (Öffnungszeiten, Gruppenzahl, Bin- nendifferenz) Die integrative und mehrsprachige 6 -gruppige Kita hat die üblichen Öffnungszeiten (07:30 – 16:30 Uhr). Die Betreuungszeiten werden mit den Eltern gemäß den Vorg a- ben des KiBiz vertraglich festgeleg t. Die Eltern können 35 oder 45 Wochenstunden buchen. Die B etreuungszeiten sind entsprechend von 07:30 -14:30 bzw. bis 16:30 Uhr. In immer mehr Familien gehen Vater und Mutter einer Vollzeitbeschäftigung nach. Weil sie es wollen und/oder weil sie es aus fi nanziellen Gründen müssen. Demg e- genüber stehen immer noch zu wenig flexible Arbeitszeitmodelle. Die Kita versucht zum einen, durch rege lmäßige Abfragen bei den Eltern einen Überblick über den Betreuungsbedarf zu erhalten und die vorhandenen Zeit- und Personalressourcen so effektiv wie möglich einzusetzen, zum anderen, bei der Lösung individueller, manchmal nur zeitlich begrenzter Betreuungsprobleme zu he lfen. Maßgabe ist hier immer, dass der Personaleinsatz zuerst der pädagogischen Arbeit mit den Kindern dient und nicht der reinen Betreuung. Wenn von den Eltern eine Randbetreuung (von 16:30-18:00 Uhr) gewünscht wird, dann wird diese Betreuungszeit in Kooperation mit Tagesmüttern in den Räumen der Kindertagesstätte angeboten. Die Gruppenformen der Kita-Gaedestraße entsprechend der KiBiz- Vorgaben: 2 Gruppen GT I: mit jeweils zwei Plätzen für Kinder mit Behinderung 3 Gruppen GT II : 10 Kinder von 0-3 Jahre mit jeweils zwei Plätzen für Kinder mit Behinderung 1 Gruppe GT III: 25 Kinder von 3- 6 Jahre Insgesamt werden in der Kita 95 Kinder betreut, davon sind 10 Plätze integrativ. 7. Bewegungsfreiräume durch moderner Raumgestaltung In unserer mehrsprachigen und integrativen Kita wird besonderen Wert gelegt auf ganzheitliches Lernen sowie ganzheitliche Entwicklung der Kinder. Dazu sind Bew e- gung und Kreativität zwei wichtige Bestandteile. Seite 12 von 15 Es wird Bildungsräume geben, wie sie durch Pikler, Reggio und von der Beek vorg e- stellt und erfahrbar gemacht wurden.Der Gru ppenraum dient als Basisstation, in dem Spiel, Wahrnehmung, Sprache und Rückzug angesiedelt sind. Hier haben die Kinder Gelegenheit, sich ihre „Bewegungsanlässe selbst zu bauen“ (vg l. von der Beek u.a., 2007). D en Kindern stehen Bauelemente zur Verfügung, die sich beliebig zusa m- menfügen lassen. So entstehen k indgerechte Bewegungsbaustellen, die zum Schaukeln, Schwingen, Schleudern und Gedreht -Werden anregen. Sie entsprechen dem kindlichen Bedürfnis nach vestibulären Bewegungsreizen. Die schon fertigen Hochetagen im Gruppenraum si nd so gesichert, dass auch die ganz kleinen Kinder sie erklettern und bespielen können. Die Hochetagen best ehen fast ausschließlich aus verschiedenen Naturmaterialien (Holz, Kork, Stein, Stoff, Se i- len) wie sie von verschiedenen Schreinern schon erfolgreich gebaut wurden. Ein zusätzlicher Atelierraum, der gruppenübergreifend genutzt wird, ermöglicht, Kunst und Kreativität zu erleben und zum Ausdruck zu bringen. In diesem Raum gibt es flexible Tische, keine Stühle. An den niedrigen Tischen und wahlweise auf dem leicht waschbaren Boden malen und basteln auch die Kleinsten der Kita. Der Raum bietet genauso reichlich Platz für Theater und musikalische Angebote. Im Speise - und Mehrzweckraum werden zu festen Zeiten gemeinsame Mahlzeiten eingenommen. Hier stehen Tische und Stühle, die auch für and ere Zwecke genutzt werden können. Die Sanitärräume sind sehr groß und ermöglichen ausgiebiges Waschen, Planschen und Matschen. Die Waschbecken sind größer als herkömmliche Becken. Es gibt eine Wasserrinne, um sich beim und nach dem Matschen leicht sauber m achen zu kö n- nen. Es gibt eine Dusche ohne Wannenrand. Alle Gefahrenstellen werden reduziert und es wird dem kindlichen Bedürfnis nach basalen Körpererfahrungen Rechnung getragen. Der geplante große Garten wird von allen Kitakindern genutzt. Er ermöglicht B ewe- gung und Entdeckungen, wie sie für Kindergartenkinder notwendig sind. Es befinden sich ausreichend Sand- und Grünflächen (die bei Bedarf umgeformt werden können), sowie Klettergerüste und liegende Baumstämme. Auch ein kleiner Nutzgarten, sowie ein Blumenbeet gehören in die Nähe der Kinder, damit die Kinder etwas wachsen lassen und ernten können. Für die Kinder unter drei Jahren ist ein optisch abgetrenn- ter Bereich vorgesehen um Rückzugsmöglichkeiten und Ruhe zu bieten. 8. Pädagogischer Ansatz Das zugrunde gelegte Menschenbild in dieser Kita ist geprägt von Respekt und Ac h- tung vor dem Kind und seinen Bedürfnissen. Ein Entwicklungsbün dnis mit dem Kind als autonomes Subjekt ist notwendig, um das Kind nicht zum Objekt von Erzi e- hungsbemühungen werden zu lassen. Wir beteiligen alle Kinder so früh wie möglich an Entscheidungsprozessen und übe r- geben ihnen ihrem Alter, ihrem Entwicklungsstand und ihren individuellen körperl i- chen und kognitiven Fähigkeiten entsprechend, Verantwortung. So lernen sie Kreat i- vität, Ausdauer und Weitsicht. Indem sie als eigenständige Wesen respektiert we r- den, stärken wir ihr Selbstbewusstsein. Auch im Sinne der Inklusion, verinnerlichen sie demokratische Prozesse und lernen, Rüc ksicht zu nehmen, Kompromisse zu schließen und Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Die Kinder machen die Erfahrung, dass man sich engagieren muss, um etwas zu bewirken, und lernen, mit Seite 13 von 15 Frustration umzugehen . Die ErzieherInnen sind verlässliche B ezugspersonen und BegleiterInnen, die klare Regeln aufstellen und für deren Einhaltung Sorge tragen. Die ErzieherInnen verstehen sich als Erweiterung der Herkunftsfamilie und respektie- ren kulturelle Unterschiede. Sie verstehen sich als ErziehungspartnerInnen, erke n- nen die Erziehungsleistung der Eltern an und bemühen sich um eine dialogische, prozessorientierte und lebensweltorientierte Beziehung zu den Eltern. Um mit den Eltern ein gelungenes Arbeitsbündnis herzustellen ist es erforderlich, dass Informat i- onen fließen und dass Eltern Mitbestimmungsrechte bekommen und Mitarbeitsmög- lichkeiten. Dazu ist die Gründung eines Fördervereins denkbar. Wie bedeutend Eltern für die Kindergartenzeit der Kinder sind, erlebt man in der Ei n- gewöhnungsphase. Hier sollen die Erwachsenen zugunsten der kle inen Einsteiger behutsam und in gu ter Absprache zusammenarbeiten. Die Kinder kommen anfangs mit den Eltern in die Kita und werden von ihnen unterstützt. Oft ist es erst nach ein i- gen Tagen möglich, dass die Mutter oder der Vater, der das Kind in der Eingewö h- nungsphase begleitet, den Gruppenraum für kurze Zeit verlässt. Manchmal dauert es einige Wochen, bis ein Kind das angestrebte Ziel von 35 oder 45 Stunden pro Woche gut schaffen kann. Ein festes Gruppengefüge ist in dieser mehrsprachigen Kita (deutsch, englisch, itali- enisch) mit den unters chiedlichen sprachlichen Erfordernissen angebracht. So we r- den zwar einige Räume von allen genutzt (Atelierraum und Garten) und es wird auch wöchentlich im großen Kitakreis gesungen und musiziert, dennoch arbeiten die Gruppen s eparat. Die Kinder können sich untereinander besuchen, sie wechseln aber nicht die Gruppe. Nur in einer festen Gruppe kann sich eine psychosoziale D y- namik entwickeln, die dem ei nzelnen Kind soziale Kompetenzen abverlangt und sie damit fördert. Wenn die Kinder keiner festen Gruppe und G ruppenstruktur angehö- ren, verlieren sie leicht die Übersicht und damit Sicherheit. Um den Horizont der Kinder frühzeitig zu erweitern sind Ausflüge und E xkursionen geplant, sowohl in nahe Naturschutzgebiete als auch in Einric htungen wie Museen, Zoologische Gärten und Theater . Von dort werden M aterialien mitgebracht, die ein Nacharbeiten, Wiederholen und Vertiefen des Erlebten unterstützen. Die Kinder so l- len auf diesem Weg frühzeitig Interesse an Naturwissenschaften entwickeln und i h- ren Forschergeist entfalten können. 9. Beobachten und dokumentieren durch Portfolio Bei Portfolio geht es um die dokumentierte Entwicklung des Kindes. Mit Hilfe eines Fragebogens beschäftigt sich die/der ErzieherIn mit dem einzelnen Kind beobac h- tend und notiert seine momentanen E rfahrungen und seine Lernprozesse. Dazu f o- tografiert der Erziehende das Kind, wann immer er eine besondere oder neue Han d- lung beim Kind beobachtet. Gemalte Bilder und Bastelergebnisse werden in die Portfoliomappe oder in einen dazugehörigen Schuhkarton gel egt (der z.B. mit dem Kind verschönert werden kann). Zweimal jährlich wird die Dokumentation mit dem Kind und seinen Eltern bespr o- chen. Diese Dokumentation soll dem Erziehenden helfen, den Entwic klungsstand des Kindes immer wieder neu zu erfassen und für die Eltern nachvollziehbar zu m a- chen. Auch das Kind selbst bekommt so die Möglic hkeit, eigene Veränderungen zu sehen und deren Wertschätzung durch die Erwachsenen zu e rleben. Hier ist nicht entscheidend, was das Kind gelernt hat und was es schon alles kann oder auch nicht. Es geht darum, Entwicklungen sichtbar zu machen. Wenn Entwicklungsdefizite Seite 14 von 15 und Entwicklungsstörungen vorliegen, können sie auf diesem Weg rechtzeitig wah r- genommen und behandelt werden. In der Regel verhilft Portfolio auch zur Gelasse n- heit. Denn Eltern und manche ErzieherInnen wundern sich hin und wieder über Ve r- haltensweisen, Auffälligkeiten oder scheinbare Fixierungen beim Kind, die nach lä n- gerem Beobachten doch nur als vorübergehende Phase erkannt werden. Um Missverständnissen vorzubeugen sei erklärt, dass Behinderungen nicht relativiert oder positiv umformuliert werden. Sie sind können aber nicht von Anfang an und für immer festgelegt werden, weil das Entwicklungspotential sonst keine Chance hat sich zu entfalten. 10. Teamarbeit Das mu ltiprofessionelle Team besteht aus insgesamt 16 Mitarbeitenden aus den Berufsgruppen: Diplom Pädagogik, Logopädie, Physiotherapie, Elementarerziehung und Kinderpflege. Das Team tagt wöchentlich, um pädagogische und organisator i- sche Themen zu besprechen. Üb er die Kinder, die von Behinderung betroffen sind, wird regelmäßig eine professionelle „Fallbesprechung“ zusammen mit den Therapeu- tInnen durchgeführt. Für das gesamte Team gibt es regelmäßig Fortbildungen und Supervisionen, die den Mitarbeitenden helfen so llen, ihre Arbeit zu reflektieren und noch sicherer im Umgang mit den besonderen Herausford erungen ihrer Gruppe und der Kinder zu werden. 11. Kooperations- und Netzwerkarbeit Mit dem Bekenntnis zur integrativen/ inklusiven Arbeit erweitern sich die Aufgab en der pädagogischen Fachkräfte im Bereich der Kooperation mit externen Fachkräften, der interdi sziplinären Zusammenarbeit und der Bereitschaft, sich fachliche Hilfe zu erschließen. Der angemessene Kontakt zu Beratungsstellen, Ärzten, Frühdiagnostikzentren, Früh- förderstellen usw. und die Zusammenarbeit mit anderen integrativ arbeitenden Ei n- richtungen werden als selbstverständlich vorausgesetzt und vom ISS als Träger b e- gleitet und gefördert. Ebenfalls beabsichtigen wir einen guten und regelmäßigen Kontakt z u den Grun d- schulen in der Umgebung herzustellen, um den Übergang zwischen Kita und Schule zu erleichtern. 12. Verantwortlichkeit des Trägers Der ISS als Träger der Kita hält Kontakt zum Stadtteil, in dem sich die Kita befindet. Der Träger bespricht sich rege lmäßig mit seinem Dachverband, um seine Arbeit transparent zu machen und um auf Veränderungen und Anfragen von städtischer Seite eingehen zu können. Seite 15 von 15 ISS wacht als Träger über die Ziele und Einhaltung der Vorgaben und ist verantwor t- lich für Personalangelegenheiten. ISS bestimmt über Absprachen und Entscheidungsbefugnisse. K ö l n , i m J u n i 2 0 1 2
Anlage 1.0
41 Zeichen
Anlage 1 Bewerbungs- unterlagen AWO
Anlage 6.4 OUTLAW Interessensbekundung Kita Schmittingheide
1305 Zeichen
AA OUTLAW Gesellschaft für Kinder- und Jugendhife gGmbH - Anıder Gemania Brauerei 6 - 8 - 48159 Münster Stadt Münster ‚Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Anna Pohl Hafenstraße 30 48145 Münster Wir finden den Weg. Gemeinsam, law Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe 35mbH Region West An der Germania Brauerei 6 - 8 48159 Münster Tel. 02 51/28 92 38-0 6 b Fax 02 51/2892 38-69 ' www.oautlaw-iusendhilfe,de resion-west@outlaw-jugendhilfe.de N Münster, 4.06.2013 Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung Mauritz-Ost, Schmittingheide Sehr geehrte Frau Pohl, gerne möchten wir unser Engagement im Bereich der Kindertagesbetreuung in Münster ausweiten und übersenden Ihnen unsere Bewerbungsunterlagen für die Kindertageseinrichtung in Mauritz-Ost, Schmittingheide. Wir sind bereit einen Trägeranteil von voraussichtlich 1,5 % zu leisten. Wir freuen uns mit unserem Konzept Ihr Interesse zu wecken und hoffen auf eine positive Rückmeldung. Für weitere Informationen und Gespräche stehen wir Ihnen selbstverständlich zur Verfügung. Mit freundlic n Grüßen f ! x za: DER PARITÄTISCHE Geschäftsführer: Theodor Boomgaarden Amtsgericht Steinfurt . Handelsregisternummer: HRB 2853 UNSER SPITZENVERBAND Bankverbindung: Bank für Sozialwirtschaft Köln - BLZ 370 205 00 . Kto 7082 100
Anlage 6.5 OUTLAW Konzept für KIta Schmittingheide
19247 Zeichen
Bewerbung für die Trägerschaft der Kindertagseinrichtung Mauritz-Ost-Schmittingheide Kindertagseinrichtung Mauritz-Ost, Schmittingheide 2 Inhaltsverzeichnis 1. Vorstellung des Trägers Seite 3 1.1 Die OUTLAW gGmbH Seite 3 1.2 Kita&More Seite 3 2. Pädagogisches Konzept Seite 5 2.1 Situationsorientierter Ansatz Seite 5 2.2 Partizipation Seite 5 2.3 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft Seit e 6 2.4 Eingewöhnung und Gestaltung von Übergängen Seite 6 2.5 Integration/Inklusion Seite 7 2.6 Sprachförderung Seite 8 2.7 Spielend lernen Seite 8 2.8 Bewegung Seite 9 2.9 Sozialraumorientierung Seite 9 2.10 Geschlechterorientierung Seite 10 3. Flexible Betreuungszeiten Seite 10 4. Raumkonzept Seite 11 Kindertagseinrichtung Mauritz-Ost, Schmittingheide 3 1. Vorstellung des Trägers 1.1 OUTLAW gGmbH Die OUTLAW gGmbH – das sind bundesweit mehr als 150 Teams und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, in denen über 3.500 Kinder Jugendliche und Familien Unterstützung und Beratung erfahren. „OUTLAW“ – so hieß der Zweimastschoner, mit dem all es begann und der als Namensgeber für unser 1987 gegründetes Unternehmen fungierte. Auf dem Sch iff – und in zwei Wohngruppen im Raum Greven – wurden damals als besonders schwierig gelt ende Jugendliche betreut. Der Name steht seit Beginn für unser Bemühen, Kinder und Jugendlichen sowie deren Familien zu ihrem Recht zu verhelfen. Und zwar gerade dann, wenn sie sich in schwierigen Lebenssituationen befinden. Gewachsen aus dem Tätigkeitsfeld der Erzieherischen Hilfen hat sich eine Firmengruppe mit einem breiten Angebotsspektrum entwickelt, deren weitere tragende Säule die Kindertagesbetreuungsangebote sind. Ein Blick auf d ie aktuellen Angebote zeigt, dass die Einrichtung seit ihrer Gründung mit dynamischen Entwicklungs- un d Veränderungsprozessen lebt. In diese Prozesse sind sowohl die Erfahrungen eingeflossen, die die MitarbeiterInnen in ihrer Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien gemacht haben, als auch v eränderte gesellschaftliche Bedingungen und daraus resultierende Anforderungen an die Kinder- u nd Jugendhilfe, die Einflüsse auf die Rahmenbedingungen der Arbeit haben. Die OUTLAW gGmbH ist ein bundesweit anerkannter frei er Träger der Kinder- und Jugendhilfe und Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband. 1.2 Kita&More Die Angebote im Bereich der Kindertagesbetreuung sind bei OUTLAW unter der Überschrift Kita&More zusammen gefasst. In der Region West begann unser E ngagement im Bereich der Kindertagesbetreuung im Jahr 2007 mit der Übernahme der Kita Gescherweg in Münster. Seither ist dieses Arbeitsfeld kontinuierlich gewachsen durch d ie Übernahme weiterer Kitas und den Bau neuer Einrichtungen in OUTLAW Trägerschaft. Kindertagseinrichtung Mauritz-Ost, Schmittingheide 4 In Münster und im Münsterland sind wir an folgenden Standorten vertreten: Sprakel, Wolbeck, Ostbevern-Brock, Ochtrup, Altenberge (ab August 2013) und Ostbevern (ab August 2013). Unsere Angebote beziehen sich immer auf die jeweiligen Bedingungen vor Ort, also auf die Bedarfe der Kinder und Eltern, den Sozialraum, die Vorstellung der Partner in Politik, Wirtschaft und Verwaltung, die Kooperationsmöglichkeiten, die unterschiedlichen Traditionen, die es in der Kindertagesbetreuung gibt. Kita & More steht nicht nur für die Betreuung von Kindern in K indertageseinrichtungen, sondern umfasst alle Angebote frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung. Diese Angebote wirken in den Sozialraum hinein und richten sich konsequent nach den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Eltern. Kita & More unterstützt Familien bei Problemen nach individuel len Lösungen zu suchen und begleitet deren Umsetzung. Kita & More ist Partner für Eltern, Kommunen und andere Einric htungen. Im Vordergrund steht für uns die Lösung von Problemen, im Sinne der Erfüllung von Bedarfen, gleichgültig wer die Unterstützung anbietet. Kita & More engagiert sich im Sozialraum und arbeitet in Netzw erken und Gremien mit. Die aktuellen Fachdiskussionen fließen in unsere Arbeit mit ein. Wir stehen für eine fachlich qualifizierte Frühkindpädagogik. Kita & Mor e steht für eine moderne Kinderbetreuung. Bei Planu ng und Finanzierung von neuen Einrichtungen kennen wir uns aus, Baumaßnahmen führ en wir in Kooperation mit den Kommunen und anderen zu beteiligenden Institutionen so eigenständig wie möglich durch. Kindertagseinrichtung Mauritz-Ost, Schmittingheide 5 2. Pädagogisches Konzept Die pädagogische Arbeit in unseren Einrichtungen ori entiert sich an den gesetzlichen Grundlagen gemäß KiBiz und an der Bildungsvereinbarung NRW. Die dort beschriebenen Inhalte und Bildungsbereiche fließen in unsere Arbeit ein und f inden Berücksichtigung bei der Konzeptentwicklung. Das pädagogische Konzept einer Kindertageseinrichtun g ist für uns ein wesentliches Qualitätsmerkmal. Es spiegelt die pädagogische Grundorientierung der Einrichtung wider, mit der sie dem Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag besondere Wirkung verleiht. 2.1 Situationsorientierter Ansatz Wir arbeiten in unseren Kindertageseinrichtungen ge mäß des Situationsorientierten Ansatzes. Bei dem Situationsorientierten Ansatz steht für uns das Kind mit seinen individuellen Bedürfnissen im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit. Die ErzieherInnen beobacht en das Kind in seinen sensiblen Entwicklungsphasen und stimmen die pädagogischen An gebote darauf ab. Aus diesen Beobachtungen entwickeln sich Projekte, die themati sch in der Gruppe erarbeitet werden. Sach- und Fachgebiete werden auf diese Weise vertieft und dem Kind nahe gebracht. Unter der Einbeziehung der verschiedenen Kompetenzen (Sachkompetenz, Sozia lkompetenz und Selbstkompetenz), Sprache, mathematische Grundlagen sowie Wahrnehmung sbereiche und Motorik, wird die ganzheitliche Förderung des einzelnen Kindes unterstützt, begleitet und gesichert. Durch diesen Ansatz lernen die Kinder, Erlebnisse un d Erfahrungen aus ihrem Alltag zu verstehen und zu verarbeiten. In künftigen Lebenssituationen sind sie in der Lage, diese mit Kompetenz und Verantwortungsgefühl zu bewältigen. 2.2 Partizipation Eine konsequente Beteiligung der Kinder und Mitbest immungsmöglichkeiten für sie sind zentrale Anliegen in unseren Kitas. Beteiligungsprozesse för dern die Entscheidungsfähigkeit, das Verantwortungsbewusstsein, die Kommunikationsfähigk eit und die Problemlösekompetenz. Partizipation bedeutet im Kita-Alltag immer wieder eine Herausforderung, weil unterschiedliche Interessen verhandelt werden müssen und Grenzen neu festgelegt werden müssen. Kindertagseinrichtung Mauritz-Ost, Schmittingheide 6 Die Aushandlungsprozesse stärken das Gemeinschaftsgefühl und bringen den Mädchen und Jungen demokratisches Handeln näher. 2.3 Bildungs- und Erziehungspartnerschaften Das Ziel der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft m it den Eltern ist das gemeinsame Engagement für das Kind, der vereinte Blick auf die Entwicklung un d den Bildungsstand des Kindes und der regelmäßige Austausch mit ihnen und allen beteiligt en Fachkräften. Dies soll ermöglichen, die Kompetenzen und das Wohl des Kindes optimal zu unte rstützen. Wir achten besonders darauf die elterliche Kompetenz nicht mit unserem professionel len Erziehungs- und Bildungsauftrag und unseren fachlichen pädagogischen Kompetenzen in Konkurrenz zu setzen. Eltern sollen bei der Erziehung ihrer Kinder entlas tet und unterstützt werden. Wir beraten sie in Erziehungsfragen und lassen sie in schwierigen Situ ationen (z.B. bei Erkrankung der Kinder, ungewöhnlichen Arbeitszeiten oder prekären familiär en Situationen) nicht alleine. Wir orientieren uns an den Bedürfnissen der Familien und entsprechen na ch Möglichkeit den Wünschen und Bedarfen hinsichtlich der Gestaltung der Angebote. Eine erfolgreiche Bildungs- und Erziehungspartnerschaft bedeutet für uns: Aktive Teilhabe von Eltern Aktives Zusammenwirken von pädagogischen Fachkräften und Eltern Familienberatung und Familienbildung Aufbau und Nutzung von Netzwerken 2.4 Eingewöhnung und Gestaltung von Übergängen Jeder Übergangsprozess bedeutet für das Kind und se ine Familie eine große Herausforderung. Es müssen Strategien entwickelt werden, um mit dem Neu en, Unbekannten umgehen zu können. Folgende Übergänge sind innerhalb unserer Einrichtungen relevant: Von der Familie in die Kindertageseinrichtung Von der Kindertagespflege in die Kindertageseinrichtung Innerhalb der Kindertageseinrichtung in eine andere (Alters-)Gruppe Von der Kindertageseinrichtung in die Schule Kindertagseinrichtung Mauritz-Ost, Schmittingheide 7 Für viele Kinder und Eltern ist der Eintritt in die Kita oftmals die erste Trennungserfahrung, die sie machen. Deshalb ist es uns wichtig für einen guten, sicheren Start in die neue Lebensphase der Kinder zu sorgen. An Schnuppertagen können sich Eltern, di e auf der Suche nach einer Kita sind, unsere Einrichtungen ansehen. Der Eingewöhnungszeit wird be sonders viel Aufmerksamkeit gewidmet. Mit Respekt, Anerkennung und Wertschätzung des Kindes u nd seiner Familie, wenden sich die ErzieherInnen den „neuen“ Kindern in der Kita zu. S icherheit, das Gefühl angenommen zu sein, Geborgenheit und Vertrauen sowie ein geregelter Tagesablauf und Rituale, helfen den Kindern, sich auf Neues einzulassen und sich die Welt anzueignen. Während der gesamten Eingewöhnungszeit werden die Kinder und ihre Eltern/ Bezugspersonen kontinuierlich von einer/m ErzieherIn begleitet. Wir arbeiten dabei mit dem „Berliner Eingewöhnungsmodell“. Neben dem Wechsel innerhalb der Einrichtung, von de m Kinder ebenfalls betroffen sein können, ist der Übergang von der Tageseinrichtung in die Grunds chule ein weiterer bedeutender Prozess, dem wir viel Beachtung zukommen lassen. Im Mittelpunkt steht dabei das Kind mit seiner individuellen Entwicklungs- und Bildungsbiografie, mit seinen Kompetenzen und Stärken. Daher halten wir eine enge, kontinuierliche Kooperation mit der jeweils zuständ igen Grundschule diesbezüglich für unerlässlich. In unseren Augen nutzt die Grundschule idealer Weise d ie Informationen, die sie aus der Bildungsdokumentation, dem Austausch mit Fachkräfte n der Einrichtung sowie den Eltern gewinnen kann und setzt mit der Förderung und Begleitung des weiteren Lernprozesses an dieser Stelle an. 2.5 Integration/Inklusion Die integrative pädagogische Arbeit und Haltung hat bei OUTLAW eine lange Tradition. Schon die ersten Projekte basierten auf dem Grundwert angemessene Teilhabe zu ermöglichen. Im Alltag unserer Kindertagseinrichtungen begegnen sich Kinder unterschiedlichen Alters und Geschlechts, Kinder mit und ohne Behinderung sowie unterschiedlicher Kulturen, Religionen, sozialer und ethnischer Herkunft und Nationalität. Die Mädche n und Jungen erleben im täglichen Miteinander ganz selbstverständlich, dass Menschen verschieden sind. Das Erleben von Unterschiedlichkeiten ist von unschätzbarem Wert für ihre Entwicklung. In der frühen Sozialisation werden die Grundsteine gelegt für den Umgang mit Vielfalt, für den Respekt gegenüber Menschen, die sich von uns unterscheiden, für die Entdeckung von Gemeinsamkeiten. Kindertagseinrichtung Mauritz-Ost, Schmittingheide 8 Dafür ist eine Pädagogik unabdingbar, die die Teilha be aller Kinder, ihre individuellen Ausgangslagen und Lernstrategien wie ihre gemeinsame Sozialisation mit anderen Kindern im Auge hat. 2.6 Sprachförderung Sprachförderung ist ein selbstverständlich in die a lltägliche pädagogische Arbeit integriertes Element und kommt allen Kindern zugute und nicht nur den Ki ndern, die einer weiteren Unterstützung und besonderen Förderbedarf ihres Sprachvermögens bedür fen. Sie verlangt eine differenzierte Vorgehensweise, die individuelle Unterschiede der K inder berücksichtigt und Besonderheiten des Lebensumfeldes mit beachtet. Dies bedeutet für uns, dass die Ansatzpunkte zur Sprachförderung von Kind zu Kind unterschiedlich sein können. Anknüpfungspunkte hierfür bekommen die ErzieherInne n, indem sie viel Wissen über die aktuelle und allgemeine Lebenssituation eines Kindes gewinnen. Er fahren Kinder ein echtes Interesse an ihren Bedürfnissen, Fragen, Entdeckungen und Erfahrungen, werden sie sich mitteilen wollen und dabei zugleich Sprache üben. Daher ist uns besonders wicht ig, dass die ErzieherInnen eine vertrauensvolle Beziehung zu den Kindern aufbauen, die es den Mädch en und Jungen ermöglicht und motiviert, ihren Wortschatz zu erweitern, um noch besser verstanden zu werden. Das Sprachförderung für uns ein wichtiges Anliegen ist, zeigt sich auch daran, dass unsere Münsteraner Kitas Gescherweg, Sprakel und Holtrode Teile der Bu ndesinitiative „Schwerpunkt Kita Sprache & Integration“ sind. Die Kita Gescherweg hat sich dara uf aufbauend erfolgreich als „Konsultationskita“ beworben und dient damit anderen Einrichtungen als Modell für die bewusste Gestaltung der sprachpädagogischen Arbeit mit Kindern im Alter bis zu drei Jahren. 2.7 Spielend lernen Wir fördern alle Kinder in der Entwicklung zu eigen ständigen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten, indem wir ihnen entsprechende Spi el- Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten anbieten. Hierzu zählen großzügig gestaltete Spiel- und Erprobungsräume sowie gruppenübergreifende und ergänzende Angebote. Durch das Spiel werden Lernprozesse angeregt, und Kompetenzen, wie z.B. Kommunikationsfähigkeit, Selbstbewusstsein, Entscheidungsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Konfliktfähigkeit gestärkt. Kindertagseinrichtung Mauritz-Ost, Schmittingheide 9 In diesem Sinne begreifen wir das Spiel als eine Form von Bildung. Die kognitive und sozial-emotionale Entwicklung sowie die Kreativität und Sprachentwicklung des Kindes werden von der Vielfältigkeit der Spielmöglichkeiten entscheidend beeinflusst. Kinder brauchen Bedingungen, die ihnen ein intensives Spielen erlauben und Menschen, die sich als aktive MitspielerInnen von Kindern verstehen. Beides bieten wir den Mädchen und Jungen in unseren Kindertagseinrichtungen. 2.8 Bewegung Das Kind erschließt sich seine Welt durch Bewegung. Bewegung hat grundlegenden Einfluss auf die Gesamtentwicklung der Mädchen und Jungen: Bewegen f ördert die Intelligenz und hat auch Auswirkungen auch die Sprachentwicklung, Denkfähigkeit und Psychomotorik. Bewegungserziehung ist nicht nur auf eine Förderung der motorischen Entwicklung ausgerichtet, sondern sie unterstützt das Kind in seiner emotiona len, sozialen, geistigen und körperlichen Entwicklung. Gerade weil wir wissen, dass Kinder he ute mit unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen und Vorerfahrungen in die Kindertag eseinrichtung kommen, wie z.B. Bewegungsarmut, fehlende Freiräume, ausschweifender Medienkonsum, unausgewogene Ernährung, sehen wir uns im Sinne einer umfassenden Gesundheit sprävention verpflichtet, Bedingungen zu schaffen, die Kinder zur Bewegung anregen und somit in allen Entwicklungsbereichen fördern. Wir bieten den Kindern eine angemessene Umgebung, um ihrem Bewegungsdrang nachzukommen. Zum Bewegungskreislauf gehört neben Anspannung auch Entspannung. Die Kinder können sich jederzeit zurückziehen und Entspannung erleben, z.B . in Traumstundenzeiten oder bei Körperwahrnehmungsspielen. 2.9 Sozialraumorientierung Ausgehend von inhaltlichen, konzeptionellen und str ukturellen Grundsätzen zeichnet sich OUTLAW insbesondere durch das Prinzip kontextbezogener Konz eption aus. Dies bedeutet, dass sich unsere Angebote immer auf die jeweiligen Bedingungen vor Ort beziehen. Kindertagseinrichtung Mauritz-Ost, Schmittingheide 10 Die sozialräumliche Orientierung ist uns wichtig, da die Kindertageseinrichtungen und deren Angebote in ihrem jeweiligen Stadtviertel verortet sind. Es gehört zu unseren Aufgaben, die Kinder mit ihrer räumlichen Umgebung vertraut und diese altersgerech t begreifbar zu machen. Die Ressourcen des Stadtteils sind dabei ein wichtiger Baustein der Arbeit. Wir verstehen unsere Kindertageseinrichtungen als m oderne Service-Zentren für Familien. So gibt es Eltern-Cafés, Elternberatung, Kinder-Elternnachmitt age, Workshops und Kurse zu familienspezifischen Themen, Familientrödel usw. 2.10 Geschlechterorientierung Wir fördern die Gleichstellung von Mädchen und Jung en und berücksichtigen die spezifischen Entwicklungsaufgaben. Geschlechterdifferenzierte Pä dagogik bietet Möglichkeiten, die eigene Geschlechteridentität kennen zu lernen und Rollenkl ischees zu hinterfragen. Um dies zu gewährleisten streben wir einen deutlich höheren von männlichen Fachkräften an. Informationen für Eltern richten sich bewusst an Mü tter und Väter, denn sie sind beide für die Erziehung ihrer Kinder zuständig und eingeladen, di e Arbeit und den Alltag in der Kindertagseinrichtung mitzugestalten. 3. Flexible Betreuungszeiten In unseren Einrichtungen richten wir die Betreuungs - und Öffnungszeiten am Bedarf der Familien und gleichzeitig am Kindeswohl aus. Allen Kindern und Familien gewährleisten wir ein fachlich pädagogisches Betreuungsangebot, mit guter Qualität, unabhängig von der gebuchten Betreuungsze it. Wir bieten den Eltern flexible Buchungsmöglichkeiten und ein verlässliches Betreuu ngsangebot, dass es ihnen ermöglicht Beruf und Familie gut miteinander zu vereinbaren. Die Kita wird ganzjährig geöffnet sein, auch während der Ferienzeit halten wir eigene Feriengruppen vor. Gleichwohl legen wir viel Wert darauf, dass je des Kind im Verlauf des Jahres mindestens zwei Wochen Urlaub von der Kita hat. Kindertagseinrichtung Mauritz-Ost, Schmittingheide 11 4. Raumkonzept Für die Kinder ist die Tageseinrichtung ein täglich er Lebensraum, in dem sie spielen, essen, mit Freunden zusammen sind oder einen persönlichen Rückzugsraum finden. Bei der Förderung frühkindlicher Bildungsprozesse s pielt die räumliche Umgebung eine wesentliche Rolle. Denn Räume, sowohl Innen- wie auch Außenräume , wirken auf Kinder unmittelbar und nachhaltig. Wenn Gestaltung und Ausstattung kindlic he Bedürfnisse berücksichtigen, können sie die Entwicklung der Mädchen und Jungen fördern, Neugier wecken und vielfältige Anregungen geben. Gleichzeitig können Räume eine angenehme Atmosphäre vermitteln, die den Kindern Schutz und Geborgenheit bieten. Um zu erreichen, dass die Räume allen Lebensbedürfni ssen gerecht werden, müssen sie einerseits bestimmten Funktionen Rechnung tragen, andererseits aber Flexibilität, etwa durch bewegliche Elemente ermöglichen, um z.B. an die mit dem Alter veränderten Interessen, oder auch für Kinder mit einem Handicap, angepasst werden können. Sie sollte n übersichtlich sein, aber doch Vielfalt ermöglichen. Sie sollen geschützte Bereiche (Nische n) für die Jüngsten, für ihre Einzelaktivitäten und Spiele zu zweit oder dritt bieten, die anspruchsvol len Tätigkeiten der älteren Kinder von Störungen abschirmen und gleichzeitig auch Raum geben, für di e gesamte Gruppe. Diese Anforderungen berücksichtigen wir bei der Gestaltung der Räume.
Anlage 6.0
45 Zeichen
Anlage 6 Bewerbungs- unterlagen OUTLAW
Anlage 4.0
66 Zeichen
Anlage 4 Bewerbungs- unterlagen Evangelischer Kirchenkreis
Anlage 5.1 ISS Bewerbung
745 Zeichen
7 Mehrsprachige Kindertagesstätt MEHRSPRACHIGE-KITA 15S- Mehrsprachige-Kita gGmbH Genovevastr. 94 51063 Köln Stadt Münster nf / Genovevastr. 94 51063 Köln Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Voroh per Taıt Tel.: 0221/9777480 48217 Münster ANA. 43 kita@iss-netzwerk.de www.iss.netzwerk.de Köln, 17.07..2013 Bewerbung um die Trägerschaft für die neuen Kindertageseinrichtungen in Münster Dreifaltigkeitsschule und Mauritz Ost/ Schmittingheide Sehr geehrte Frau Pohl, wie besprochen, möchten wir nun verbindlich erklären, dass wir die Trägerschaft für die oben genannten Einrichtungen, bei Zusage durch den Rat der Stadt Münster, mit einem Trägeranteil von 5% übernehmen werden. Mit freundlichen Grüßen Ali Koban Geschäftsführer
Anlage 2.2 DRK Lageplan Kita an der Dreifaltigkeitsschule
1803 Zeichen
A Asseimann ji Ringe, ® Hochherz /hlilze “ Yi 3 & " au £ 1 Lem], 3 g Ostht 7 I } % Ä a. Nienberge 3 jemann a 5 ” 152 Frjßpng" Nord k7 Fi & ER Ran & endorf Sudmühle" Handorf EL] RORFER: Erz Roe, " E Holt. $ %, B SE Wermeling 2 Kloster" Feidmeier" 4, Spar K2] GEN cp, i % bauer "ee, . ind RL Giewenbeck" kr ® Divest Itbrock h . , ee Haus Rn E Sankt Veit. , an Ei Mauritz %ı ver & 3% $ . sua® i $ Ei . 4 Way, Rotarp Ri = Or = henfeld St, Her Loer & Me; ® eimann Altenraxel” 851 re, 5 P > age © er ’ Budde” ka Loddenheide u re Beckmann“ Dherort RS 5 Sremmenderf Pro f =; er Straße ed FH N jeckTenDeck & 2 ” E ” Ba] \ Hoffschulte A43 ' i ven N — hr. Münsier Sud) i "= Ingeimadde", RBrirap a ha E = % E H Loorelinglah ” = jemaon" © Haus . E 12 = a Hiltraper Seral x #2} 5 Loevelingloh _ E 5. 3 Be: : a 5 \ 5 e” „sd ware Oster Haus - rding Fl Hiltrups, Baht & Eickenhoff” (x 2] Kl; Br 2 tachtrup " Nermanı \ Specht“ & Linke atermann Fr Wiißrenag“ Nie, RD Kı] Bach entrup mi St e ß Eee; u san Deutsches Rotes Kreuz DRK-Kreisverband Münster e.V. und DRK Münster gemeinnützige Pflege und Service GmbH Autismus-Therapiezentrum Erste Hilfe-Ausbildung Hausnotruf Sozialstation Verwaltung @ Zumsandestr. 24/27 Die neue Kita: @ Dreifaltigkeit Ärztliche Kinderschutzambulanz @ Melchersstraße 55 Freiwilligendienste @ Berliner Platz 33 Katastrophenschutz-Zentrum (Wache 4) @ Kesslerweg 43a Kindertageseinrichtungen An der Meerwiese 11 (Coerde) Horstmarer Landweg 85 (Gievenbeck) @ Lindenbreie 43 (Gievenbeck) @ Rilkeweg 43 (Hiltrup) Migrationszentrum/Jugendtreff Coerde @ Hamannplatz 38 Wohngemeinschaften für Demenzerkrankte @ Gremmendorfer Weg 44 @ Josef-Beckmann-Straße 7 Ortsverein Hiltrup @ Friedhofstr. 15a Ortsverein Nienberge ® Sebastianstr. Ortsverein Roxel/Albachten @ Lise-Meitner-Straße 8
Anlage 1.3 AWO Interessensbekundung für Kita Schmittingheide
1591 Zeichen
Unterbezirk
ünsterland-
Ss 1 AWO Recklinghausen
AWO UB Münsterland-Recklinghausen » Clemensstr. 2-4 - 45699 Herten Geschäftsstelle Herten
Stadt Münster
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Frau A. Pohl
Clemensstraße 2-4
45699 Herten
Tel.: 02366/10910
’ : 1109160
48127 Münster Fax: 02366
Ihre Zeichen / Ihr Schreiben vom Unsere Zeichen Durchwahl E-Mail Datum
51 12 0022 -17 d.strzedula@awo-msl-re.de 23.05.2013
Bewerbung um die Trägerschaft für eine neue Kindertageseinrichtung
an der Schmittingheide, Mauritz-Ost
Sehr geehrte Frau Pohl,
hiermit bewerben wir uns um die o.g. Trägerschaft der neuen sechsgruppigen
Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide in Mauritz-Ost.
Als Betreiber von z. Zt. 69 Kindertageseinrichtungen in unserem Einzugsgebiet, davon
8 Einrichtungen in Münster, haben wir ein starkes Interesse, unser Angebot für die Stadt
Münster zu erweitern.
Als anerkannter armer Träger sind wir allerdings nicht in der Lage Trägeranteile an den
Betriebskosten zu übernehmen.
Wir würden uns freuen, wenn wir dennoch bei der Vergabe berücksichtigt werden würden.
Für Rückfragen und weitere Unterlagen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung und
verbleiben
mit freundlichen Grüße
M__oh
Uwe Hildebrandt
- Geschäftsführer -
Vorsitzender: Mitglied im AWO-Bezirksverband Eintrag unter VR 1598 Von der Körperschaftssteuer
Christlan Bugzel Westliches Westfalen e.V. Amtsgericht Dortmund befreit. Gemäß $ 5{1} Nr. 9 KStG
Geschäftsführer: Geschäftsführer: Steuer-Nr. 3597573113679 als gemeinnützig anerkannt,
Uwe Hildebrandt Wolfgang Altenbernd Finanzamt Marl
Anlage 2.4 DRK Konzeption für Kita an der Dreifaltigkeitsschule
32726 Zeichen
DRK-Kreisverband Münster e.V.
Zumsandestraße 25/27
48145 Münster
www.DRK-muenster.de
Juni 2013
Pädagogische Konzeption
zur Bewerbung als Träger der
Kindertageseinrichtung an der
Dreifaltigkeitsschule, Uppenberg
DRK-Kreisverband Münster e.V.
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule, Uppenberg 2
Die pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen in NRW erfolgt auf der Grundlage des
Gesetzes zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (KiBiz). Die dort genannten
Anforderungen bilden die rechtliche Basis für die Arbeit in den Kindertageseinrichtungen des
Deutschen Roten Kreuzes. Neben den gesetzlichen Bemühungen bilden die Grundsätze des
Roten Kreuzes eine Leitlinie in unserer pädagogischen Arbeit. Die Auseinandersetzung mit
diesen Grundsätzen wirkt sich zum einen auf die Persönlichkeit, das Selbstverständnis und das
Verhalten der Erzieherin / des Erziehers aus, zum anderen ergeben sich Konsequenzen für die
inhaltliche Arbeit.
Unsere pädagogische Arbeit ist auf die ganzheitliche Entwicklung des Kindes angelegt, um ihre
Persönlichkeits- und Sozialkompetenzen, das Sprach- und Sachvermögen sowie ihre Kreativität
zu fördern. Dabei werden die individuellen Kompetenzen jedes Kindes berücksichtigt werden.
Zum Erlangen dieser Kompetenzen bieten wir umfassende Entwicklungsmöglichkeiten auch im
weiteren Umfeld der Familie an. Für unter dreijährige Kinder stellt die Kindertageseinrichtung oft
der Ort für erste Erfahrungen außerhalb des Elternhauses dar.
Erziehung, Bildung und Betreuung gehören zum familienergänzenden und
familienunterstützenden Angebot einer jeden DRK -Kindertageseinrichtung. Die DRK-
Kindertageseinrichtungen in Trägerschaft des DRK -Kreisverbandes Münster e.V. kooperieren
mit allen Institutionen und Personen, die bei der Erfüllung der Ziele und Aufgaben hilfreich s ind.
Die Öffnung der Einrichtung zum Gemeinwesen spiegelt die Einstellung wider, dass sich die
Lebenswelten der Kinder und ihrer Familien in allen ihren Facetten in der Einrichtung
wiederfinden sollen.
Leitbild und Konzeption
der DRK-Kindertageseinrichtungen
DRK-Kreisverband Münster e.V.
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule, Uppenberg 3
Die Grundsätze des Deutschen Roten Kreuzes in der pädagogischen Arbeit
Menschlichkeit Der Grundsatz der Menschlichkeit hat für die pädagogisch e Arbeit und ihre
Umsetzung die größte Bedeutung. Kinder sind von Beginn an unverwechselbare individuelle
und soziale Persönlichkeiten. Sie haben alle Kompetenzen, die sie brauchen, um die nächsten
ihnen wichtigen Entwicklungsschritte zu initiieren. Auf ih rem Entwicklungsweg brauchen sie
immer wieder Hilfestellungen. Das Maß der Hilfe können sie jedoch selbst artikulieren. Alle
Kinder sind neugierig und wollen die Welt, die sie umgibt, erfahren und begreifen. Dabei legen
sie selbst fest, was ihre Neugierde, ihr Interesse weckt. Unsere Aufgabe ist es, ihnen dafür
Raum und Sicherheit zu geben, ihnen Erfahrungsräume zu öffnen und sie in ihrer Entwicklung
begleitend und ermutigend zu unterstützen. Akzeptanz und Wertschätzung prägen dabei die
pädagogische Grundha ltung. Die Kindertageseinrichtung bietet den Ort, Achtung und
Verständnis für andere zu entwickeln und freundschaftliche Beziehungen aufzubauen.
Unparteilichkeit Die Vielfalt der Lebensentwürfe von Familien, die geprägt sind von kulturellen
Einflüssen, a ber auch durch ihre sozialen Bedingungen, bieten große Chancen für die
pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen. Hier treffen viele Kinder zusammen, die
aufgrund ihrer körperlichen und geistigen Verfassung, aber auch durch unterschiedliche
Familienkulturen individuelle Bedingungen mitbringen. Es gehört zur Aufgabe des Teams,
dieses Zusammenleben als wechselseitiges Lernen aller Beteiligten aktiv zu unterstützen.
Neutralität Die Vielfalt der Lebensbedingungen und der Wertevorstellungen, an denen sic h
Familien orientieren, werden durch die Mitarbeiterinnen in unseren Einrichtungen beobachtend
und bewertungsfrei wahrgenommen. Die Einnahme einer neutralen Position macht es möglich,
Vertrauen zu bilden, Vermittlungsversuche zu initiieren und Konfliktlösu ngen zu erarbeiten.
Diese neutrale Haltung bildet die Grundlage dafür, dass alle Kinder und Erwachsenen, die
unsere Einrichtung besuchen oder in ihr arbeiten, das Gefühl entwickeln können, ernst
genommen zu werden.
Unabhängigkeit Im Rahmen der gesetzlich en Bestimmungen und Rahmenbedingungen
bewahren wir uns das Maß an Eigenständigkeit, das uns gestattet, jeweils nach den
Grundsätzen des Roten Kreuzes Erziehungs - und Bildungsarbeit zu gewährleisten. Eigene
Aufnahmekriterien und ein selbst entwickeltes Konzept dokumentieren dies.
Freiwilligkeit Wir ermöglichen den Kindern Partizipation: das heißt, Kinder werden
entsprechend ihrem Entwicklungsstand an allen sie betreffenden Fragen und Entscheidungen
beteiligt.
Einheit Unser Team besteht aus vielen pädago gischen Mitarbeitern, die ihre eigene
Persönlichkeit und Individualität einbringen. Diese Vielseitigkeit wird in gemeinsame Ziele
gefasst. Das von uns erstellte Konzept dient als Grundlage für unser einheitliches
pädagogisches Handeln. Zwischen Eltern und Erzieherinnen besteht eine
Erziehungspartnerschaft, bei der sie sich gegenseitig als Erziehungsexperten akzeptieren und
in der die jeweiligen Unterschiede ihre Wertschätzung finden.
Universalität Wir sind durch unsere Konzeption ideell und aktiv in die universelle Gemeinschaft
des DRK eingebunden. Lebensbedingungen anderer Menschen werden den Kindern in
geeigneter Form nahe gebracht und sie werden zu Offenheit, Akzeptanz und Hilfsbereitschaft
motiviert.
DRK-Kreisverband Münster e.V.
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Der situationsorientierte Ansatz
Unter den der zeit praktizierten methodischen Richtungen in der Pädagogik der
Kindertageseinrichtungen biete n sich zur Verwirklichung unserer Grundwerte und der
formulierten pädagogischen Ziele die Grundaussagen des situationsorientierten Ansatzes an.
Den pädagogischen Fachkräften der Einrichtung fällt in diesem Zusammenhang die Aufgabe
zu, ausgehend von ihren Beobachtungen und Schlussfolgerungen, das, was die Kinder an
Fragen, Problemen und Informationen einbringen, aufzugreifen und die darin enthaltenen
Lernmöglichkeiten und Erfahrungsräume zu erschließen. Die Ziel - und Inhaltsfindung dieser
sozialpädagogischen Arbeit in Kindertageseinrichtungen erfolgt aus der Alltagspraxis und ist
lebensnahes Lernen in und aus alltäglichen Situationen. Der Grundsatz des
situationsorientierten Ansatzes lautet: „Lernen in Zusammenhängen“. Hierbei werden alle
Dimensionen des Wahrnehmens und Erlebens (kognitiv, sinnlich, körperlich, psychisch -
emotional, individuell und sozial) und des Ausdrucks (sprachlich, motorisch, musisch und
kreativ) einbezogen. Kinder können sich freiwillig, selbst - und auch fremdmotiviert ohne
Leistungsdruck mitgestaltend einbringen. Dieses soll durch ein individuelles Betreuungskonzept
ermöglicht werden. Unser Betreuungskonzept basiert auf dem grundlegenden Erziehu ngs-,
Betreuungs- und Bildungsauftrag und ermöglicht eine modulare Erweiterung des Angebots.
Dazu zählen beispielsweise:
Modulare Angebote des DRK-Kreisverbandes Münster e.V.:
DRK-Kreisverband Münster e.V.
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Das Betreuungsangebot der Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule
In der heutigen Zeit müssen die Angebote in der Kinderbetreuung den Bedürfnissen der Eltern
angepasst werden, um junge Familien bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu
unterstützen. Die Betreuungszeiten richten sich nach diesem Grun dsatz und werden in
Kooperation mit den Eltern und den Mitarbeitern festgelegt.
Bei der Kindertageseinrichtung an der
Dreifaltigkeitsschule wird es sich um ein DRK -
Familienzentrum mit dem Schwerpunkt der
Stärkung der Bildungs- und Erziehungsqualität und
der Verbesserung des Übergangs von der Kita in
die Schule handeln.
Die Kindertageseinrichtung verfügt insgesamt über
6 Gruppen mit 100 Plätzen für Kinder im Alter von
0-6 Jahren.
Zwei Gruppen haben jeweils 20 Plätze für 2 -6
jährige Kinder. In zwei weiteren Gruppe n werden
insgesamt 2 0 Kinder im Alter von 0 -3 Jahren
betreut. Zwei weitere Gruppen werden je 20 Kinder
im Alter von 3-6 Jahren umfassen.
Alle 100 Kita-Plätze verfügen über eine Betreuungszeit von 45 Stunden.
Tägliche Regel-Öffnungszeiten und flexible erweiterte Betreuungszeiten:
Die Kernbetreuungszeiten richten sich nach den Grundlagen des Kinderbildungsgesetzes und
liegen in der Zeit zwischen 07: 00 bis 17:00 Uhr. Darüber hinaus wird eine tägliche Öffnung von
6:00 bis 19:00 Uhr angeboten, wenn der Elternbedarf besteht. Die Planung der flexiblen und
erweiterten Öffnungszeiten erfolgt unter Berücksichtigung der Bedarfe der Kinder, Eltern und
eventuell entsprechender Firmen.
Jahresöffnungszeiten:
Mögliche Schließungszeiten in den Schulferi enzeiten bzw. eine durchgängige jährliche
Öffnungszeit der Kindertageseinrichtung werden ebenfalls mit den jeweiligen Eltern über
Bedarfsabfragen ermittelt und abgestimmt werden.
Das DRK kann durch seine vielfältigen bereits bestehenden Angebotsstrukture n bei Bedarf den
Eltern weitere Betreuungsmöglichkeiten anbieten, beispielsweise durch die Vermittlung unserer
DRK Partner-Kindertageseinrichtung in Münster. Außerdem streben wir Partnerschaften mit den
umliegenden Kindertageseinrichtungen an, wie wir es a uch bereits mit unseren bestehenden
Kindertageseinrichtungen in den anderen Stadtteilen in Münster erfolgreich umsetzen.
Die flexiblen Betreuungszeiten werden die bestehenden Öffnungszeiten passgenau ergänzen.
Ein dadurch entstehender zusätzlicher Persona lbedarf kann zeitnah bedient werden, so dass
das Ziel der Vereinbarkeit von Familie und Beruf stets erreicht wird. Der Einsatz von
qualifiziertem Betreuungspersonal ist für uns von besonderer Bedeutung, um in der
pädagogischen Arbeit zum Wohle des Kindes, insbesondere des Kleinstkindes
Beziehungsaufbau, Betreuungsqualität und Bildungsansprüche sicherstellen zu können.
Eine gute Balance zwischen der von den Eltern gewünschten Flexibilität, dem Recht des Kindes
auf eine gesunde Entwicklung und der Kindertage seinrichtung, die Betreuungs - und
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Bildungsansprüche garantiert, ist Grundvoraussetzung für eine gute Qualität der pädagogischen
Arbeit.
Pädagogische Ziele
Als wichtigste Basis in unserer pädagogischen Arbeit sehen wir eine vertrauensvolle und
liebevolle Beziehung zu jedem Kind.
Jedes Kind soll sich in seiner Einzigartigkeit angenommen fühlen und sich in unserer
Einrichtung wohl fühlen.
Als grundlegende Ziele sehen wir darüber hinaus:
• Stärkung des Selbstvertrauens und Selbstbewusstseins
• Förderung zum selbstständigen und eigenverantwortlichen Handeln
• Vermittlung von Lebensfreude
• Förderung des Sozialverhaltens, wie z.B. Rücksichtnahme
• Förderung und Weiterentwicklung der kognitiven und kreativen Fähigkeiten
• Förderung der motorischen Entwicklung
• Förderung und Weiterentwicklung des Sprach- und Sprechverhaltens
Unsere formulierten Ziele finden sich in den
vorgeschriebenen Bildungsbereichen wieder:
1. Bewegung
2. Spielen und Gestalten
3. Sprache und Sprachförderung
4. Musischer Bereich
5. Natur und Umwelt
6. Interkulturelle Erziehung
Bewegung
Wir möchten die Kinder in ihrer natürlichen Bewegungsfreude stärken. Die Kinder bekommen
täglich die Möglichkeit und den Raum sich im Innen- und Außenbereich zu bewegen.
Im angeleiteten Turnangebot in der Turnhalle unserer Kita, können die Kinder verschiedene
Turngeräte ausprobieren und kennen lernen.
Im Außenbereich haben die Kinder die Möglichkeit, verschiedene Spielgeräte und Fahrzeuge
zu nutzen.
Dadurch werden die Kinder in ihrer Körperwahrneh mung gefördert und bekommen die
Möglichkeit, ihren Körper besser zu spüren und einzuschätzen.
Spielen und Gestalten
Durch eine offene Raumgestaltung und ein vielfältiges Angebot von anregenden
Spielmaterialien möchten wir das freie, kreative Spielen fördern und unterstützen.
Besonders das freie Spiel bietet Raum für die Verwirklichung und Entwicklung eigener Ideen
und Kreativität der Kinder.
Beim angeleiteten Spielen wie zum Beispiel Stuhlkreisspiele und Gesellschaftsspiele werden
Regeln erlernt und Sozialkompetenzen vermittelt.
Genauso wie beim freien Spiel wollen wir den Kindern beim bildnerischen Gestalten durch
vielseitige Materialien kreatives Schaffen ermöglichen. Kinder malen, kritzeln und matschen
nach ihren eigenen individuellen Vorstellungen und Fertigkeiten.
Für uns steht nicht das Produkt im Vordergrund, sondern die Freude kreativ tätig zu sein und
sich auszudrücken. Vorgegebene Schablonen werden von uns bewusst selten eingesetzt.
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Sprache und Sprachförderung
Eine Sprache zu erlernen ist für jedes Kind eine wichtige Herausforderung in seiner
Persönlichkeitsentwicklung, denn Sprache ist das wichtigste Werkzeug im Umgang mit anderen
Menschen. Mit Sprache äußern Kinder ihre Wünsche, sie stellen Fragen, geben Antworten, sie
treten in Kontakt m it anderen Kindern und bauen Beziehungen auf. Sprache ermöglicht jedem
einzelnen Kind sich weiterzuentwickeln und seine sozialen Kompetenzen auszubauen.
In der Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule wollen wir die Sprachentwicklung
eines jeden Kindes positiv beeinflussen. Dies passiert in jeder Alltagssituation und im täglichen
Miteinander- bei gemeinsamen Aktionen, beim Singen und Vorlesen, Erzählen von Geschichten
und Erlebnissen, im Dialog in der Klein -und Gesamtgruppe. Besonders das vorbil dhafte
Sprechverhalten der Erzieherin ist hier von großer Bedeutung.
Folgende Ziele stehen dabei im Vordergrund:
• die Freude am Sprechen wecken
• den Grundwortschatz zu erweitern
• das Sprachverständnis der Kinder und die
Ausdrucksfähigkeit zu fördern
• die Sprache als Kommunikationsmittel zu erleben
• das grammatikalische Verständnis erweitern
Diese geschieht durch Bewegungs - und Rollenspiele,
Kreisspiele und Lieder, bei kreativen angeboten, Bild - und
Bilderbuchbetrachtungen, Tastspielen usw..
Musischer Bereich
Durch rhythmisches Sprechen, Spielen in Verbindung mit
Musik und Singen von Liedern im täglichen Stuhlkreis fördern
wir die Musikalität.
Die Freude an Geräuschen und Klängen fördern wir durch
den Einsatz von verschiedenen Musikinstrumenten.
Natur und Umwelt
Kinder entdecken täglich ihr unmittelbares Umfeld.
Wir unterstützen die Kinder in ihrer kindlichen Neugier, indem wir ihnen Raum und Materialien
zum Entdecken, Beobachten und Experimentieren geben. Die Kinder werden so vertr aut
gemacht mit naturwissenschaftlichen Phänomenen. Durch Ausflüge in den Wald, in die
Bücherei, zur Polizei, zur Bäckerei usw. erkunden die Kinder ihre nähere und weitere
Umgebung und werden so mit verschiedenen Themen vertraut und erweitern ihr Sachwissen.
Interkulturelle Erziehung
Da unsere Einrichtung von Kindern unterschiedlicher Kulturen besucht wird, deren Eltern aus
unterschiedlichen Ländern kommen, lernen wir häufig neue Sitten und Bräuche kennen. Wir
versuchen täglich diese verschiedenen Kultur en mit einzubeziehen und zu berücksichtigen.
Zudem lernen auch wir immer wieder gerne in gemeinsamen Gesprächen etwas über die
Muttersprache der Kinder, ihre religiösen Feste und Esskulturen.
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Integrative Erziehung
In der gemeinsamen Erziehung behinderte r
(und von Behinderung bedrohter) und nicht
behinderter Kinder werden Kinder mit
Entwicklungsverzögerungen, Behinderungen
und/ oder sozialen Auffälligkeiten betreut und
unterstützt. Ein Ziel der integrativen Arbeit im
Kindergarten ist die Vermittlung vo n sozialen,
emotionalen, kognitiven und motorischen
Fertigkeiten/ Fähigkeiten.
Die Kinder erleben im Kindergartenalltag wie
sie sich gegenseitig unterstützen und
ergänzen können damit ein soziales
miteinander entsteht. Sie sind Spielpartner
und geben sich wichtige Lernimpulse.
Ein wichtiges Anliegen in der integrativen Arbeit besteht darin, Kinder zu befähigen, mit
unterschiedlichen Fähigkeiten einander zu respektieren. Die Kinder nehmen
Entwicklungsauffälligkeiten, Behinderungen aber auch Ressourcen wahr und lernen damit
umzugehen. In diesem Zusammenhang sollen alle Kinder ihre eigenen Stärken und Schwächen
und die der Anderen erfahren. Wir möchten die Vorurteilslosigkeit der Kinder nutzen, um
Toleranz und Akzeptanz zu fördern und zu stärken.
Die Integrati onskinder erfahren in der Kindergartengruppe eine kontinuierliche konsequente
Spielbegleitung von der Integrationskraft und den Erzieherinnen.
Bei Aktivitäten wie z.B. Psychomotorik, Bilderbuchbetrachtungen in der Gruppe und anderen
Projekten entsteht ein gemeinsamer Prozess von behinderten und nicht behinderten Kindern.
Alle Kinder sollen gestärkt werden und wichtige Entwicklungsreize bekommen, damit sie ihr
Potenzial entfalten können.
Die pädagogische Arbeit mit schulpflichtigen Kindern
Die gesamte Kin dergartenzeit ist auch Vorbereitung auf die Schulzeit und führt die Kinder in
ihrer Entwicklung zur Schulfähigkeit. Die Fähigkeit zu sozialem Verhalten und zur
Selbstständigkeit wird ganzheitlich in ihrer Entwicklung gefördert. Diese Förderung findet
individuell im Freispiel und in Kleingruppen auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt statt.
Durch gezielte Beobachtungen wird die Entwicklung jedes Kindes eingeschätzt und in
Elterngesprächen besprochen.
Im letzten Kindergartenjahr wird bei diesen Beobachtun gen dann besonders auf die
Entwicklung der Fähigkeiten geachtet, die für
die Einschulung notwendige Voraussetzung
sind, wie zum Beispiel Konzentration,
Aufgabenverständnis, Sprachverhalten,
Durchsetzungsvermögen, etc..
Durch ein gemeinsames Übernachtungsfe st
mit den Vorschulkindern und Erzieherinnen
wird der Ausklang der Kindergartenzeit
deutlich.
Zusätzlich arbeiten wir besonders eng mit de r
Dreifaltigkeitsgrundschule zusammen. Diese
Aktivitäten werden in regelmäßigen Abständen
reflektiert und neu geplant.
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Bildungsdokumentation und Portfolio
Zum Ende der Kindergartenzeit bekommen die Eltern für ihre Kinder eine
Bildungsdokumentation ausgehändigt. Inhalt dieser Dokumentation ist eine
Zusammenfassung der Entwicklung in den verschiedenen Bereichen, wie ko gnitiver,
motorischer, sozialer und sprachlicher Bereich.
In diesem Bericht geben wir Empfehlungen für die weitere Förderung, die individuell für jedes
Kind als sinnvoll gesehen wird. Durch die Miteinbeziehung des einzelnen Kindes in sein
eigenes Portfolio, können die Kinder ihre eigene Entwicklung verfolgen und ihre Ich -Kompetenz
damit stärken. Zum Ende der Kindergartenzeit bekommen die Kinder den Ordner mit nach
Hause.
Mahlzeiten
Frühstück
Jedes Kind bringt von zu Hause sein eigenes Frühstück mit. Hie rbei wird auf ein gesundes und
ausgewogenes Frühstück wertgelegt. Getränke wie Wasser und Früchtetee stehen in den
Gruppen zur Verfügung.
Bis 10.00 Uhr können die Kinder das offene Frühstücksangebot wahrnehmen. So haben sie
täglich die Möglichkeit zu entsc heiden wann und mit welchen Freunden sie gemeinsam essen
möchten.
Mittagessen
Unsere Hauswirtschaftskraft bereitet täglich ein ausgewogenes Mittagessen für die
Tagesstättenkinder zu was zum größten Teil frisch zubereitet wird. An einigen Tagen wird es
durch vorbereitete Tiefkühlkost ergänzt.
Die Kinder der 6 Gruppen essen in der Zeit von 11.30 bis 13.00 Uhr . Sie werden in den
jeweiligen Gruppen von zwei Erzieherinnen beim Essen begleitet. An einem von den Kindern
schön gedeckten Tisch werden die Mahlzeiten eingenommen.
Die Mahlzeiten werden mit frischem Salat, Rohkost oder Gemüse ergänzt. Zum Nachtisch
erhalten die Kinder frisches Obst, Joghurt oder eine Quarkspeise.
Ruhephasen
Nach dem Mittagessen und dem Zähneputzen beginnt für die Kinder die Ruhephase.
In dieser Zeit werden in de n Gruppe oder de n Nebenräumen altersentsprechend Geschichten
und Musik zur Entspannung gehört. Die Kinder können sich auf Decken und Kissen ausruhen
und zwei Erzieherinnen begleiten die Phase, um eine gemütliche und ruhige Atm osphäre zu
schaffen.
Raumkonzept
Die Räume sind hell und bewegungsfreundlich für die Kinder eingerichtet.
In großen Nebenräumen befinden sich z.B. ein Bällebad, sowie eine Sprossenwand und eine
Hängematte.
Zur Förderung der Wahrnehmung steht im Nebenra um eine Sandwanne, in der die Kinder
ungestört experimentieren können, bereit.
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Im Gruppenraum befinden sich Bau - und Konstruktionsbereiche, sowie Rollenspielbereiche
und Kreativbereiche.
In allen Bereichen der Gruppen können die Kinder
durch spielen, a usprobieren und wahrnehmen
Erfahrungen mit Material, Formen und Größe
sammeln.
Im Schlafraum befinden sich Kinderbetten, die jedes
Kind individuell mit Kissen, Stofftieren, Spieluhren
etc., einrichten kann. Garderobe, Eigentumsfächer,
sowie Bereiche des W aschraumes sind mit Fotos der
Kinder gekennzeichnet, so dass sie sich stets
eigenständig zurecht finden.
Geplant sind für diese sechs Gruppen- Einrichtung
folgende Räumlichkeiten:
- 6 Gruppenräume, incl. Garderobenbereiche
- 6 Nebenräume
- 6 Wasch-WC-Räume mit Wickelbereiche
- 1 Duschbereich
- 6 Garderoben
- 6 Abstellräume
- 8 Schlaf- bzw. Differenzierungsräume
- 1 Mehrzweckraum plus Abstellraum
- 1 Personalraum
- 3 Personal-WC incl. Dusche
- 1 Beratungsraum
- 1 Büro
- 1 Küche incl. Abstellraum
- weitere Räumlichkeiten
- eine Gesamtfläche von 811 qm
- Außengelände mit ca. 1800 qm
Elternarbeit
In den Gruppen ist gegenseitiges Vertrauen zwischen Eltern und Erzieherinnen von großer
Bedeutung. Auch der stetige Austa usch über die heutige Schlaf - oder Essensituationen ist
besonders wichtig. Da gerade die jüngeren Kinder ihren Gemütszustand aufgrund ihres Alters
nicht immer verbal äußern können, ist es uns wichtig, über für das Kind bedeutende
Geschehnisse informiert zu werden.
Eingewöhnungszeit
Bei der Aufnahme von Kindern unter 3 Jahren bedarf es einer besonders behutsamen und
individuellen Eingewöhnungszeit. Dabei spielt das langsame Heranführen an den Gruppenalltag
und die Unterstützung der Eltern eine wichtige Rolle.
In unserer Einrichtung bekommen die Kinder keine „Bezugserzieherin“ zugewiesen, da die
Kinder die Möglichkeit haben sollen, sich ihre Bezugspersonen selbst auszuwählen. Dies wird
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meist nach sehr kurzer Zeit deutlich. Die nun ausgewählte Erzieherin des Kindes ist ab jetzt für
die weitere Eingewöhnungszeit und als Hauptansprechpartnerin der Eltern zuständig.
In kleinen, weiteren Schritten wird das Kind durch die Anfangszeit begleitet, dabei werden die
einzelnen Schritte der Eingewöhnungsphase individuell auf das Kind abgestimmt.
Dies bedeutet, dass Tageszeit, Dauer der Anwesenheit usw. am Anfang der Kindergartenzeit
jeden Tag neu abgesprochen wird.
Besonders wichtig ist der Austausch zwischen Eltern und Erzieherinnen gerade in der
Anfangsphase. Nach Abschluss der Eingewöhnungsphase erfolgt eine behutsame Entwicklung
der Selbstständigkeit des Kindes.
Eine enge Zusammenarbeit zwischen Eltern und dem Kindergartenteam schafft eine optimale
Basis für gutes pädagogisches Handeln, die Offenheit und gegenseit iges Vertrauen mit
einschließt. Dadurch wird eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zugunsten der Kinder
ermöglich.
Elternarbeit bedeutet für uns, Eltern zu begleiten, ihnen ggf. Erziehungshilfen anzubieten und
sensibel zu sein für ihre jeweilige Situation. Die Mitarbeiterinnen sind Ansprechpartner für
Fragen zur Entwicklung des Kindes.
In einer aktiven Zusammenarbeit mit den Eltern ist es uns daher sehr wichtig, eine ganzheitliche
Erziehung und Förderung zum Wohle des Kindes zu gewährleisten, in der die fami liäre
Situation und die Stärken und Defizite des Kindes berücksichtigt werden.
Um eine möglichst umfangreiche gemeinsame Grundlage für die Erziehung der Kinder zu
gewährleisten, informieren wir die Eltern umfassend über unsere Arbeit.
Dies geschieht durch:
• Aufnahmegespräche
• Hospitationen
• Elternsprechtage / Elternabende
• Tür- und Angelgespräche
• Hausbesuche
Wir ermöglichen den Eltern einen Einblick in unsere pädagogische Arbeit durch:
• Infowände im Eingangsbereich
• Infowände vor den Gruppen
• Elternbriefe
• Fotodokumentationen über einzelne Projekte / Ausflüge
• Faltblatt mit Informationen über die jeweilige Gruppe
Gemeinsam erleben wir:
• Elternnachmittage
• Feste
• Ausflüge
Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt in unserer Elternarbeit liegt in der engen Zusammenarbeit
mit den gewählten Elternvertretern, die im Elternrat und im Elternbeirat vertreten sind. Hierzu
werden zu Beginn des Kindergartenjahres jeweils zwei Elternvertreter pro Gruppe in der
Elternvollversammlung gewählt.
In diesen Gremien werden Eltern über unsere aktuellen Inhalte und die pädagogische Arbeit
informiert. Zusätzlich bekommen die Eltern die Möglichkeit aktiv das Kindergartenleben
mitzugestalten.
DRK-Kreisverband Münster e.V.
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Zusammenarbeit des Teams
Unsere Arbeit basiert auf den 7 Grundsätzen des De utschen Roten Kreuzes, die in den
Statuten der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung enthalten sind:
• Menschlichkeit
• Unparteilichkeit
• Neutralität
• Unabhängigkeit
• Freiwilligkeit
• Einheit
• Universalität
Diese Leitlinie bestimmt sowohl unser pädagogisches Handeln als auch das Miteinander im
Team. Teamarbeit ist die Grundlage für eine gute pädagogische Arbeit innerhalb der
Einrichtung. Gegenseitige Unterstützung, Flexibilität, Offenheit, Verlässlichkeit, genaue
Absprachen und gegenseitige Akzeptanz halten wir für unerlässlich.
Wöchentlich treffen sich alle Mitarbeiterinnen zu einer gemeinsamen Teamsitzung. Alles
Wichtige, die Vor - und Nachbereitung sämtlicher Aktivitäten, Fallanalysen und das Abstimmen
von Terminen werden dann besprochen.
Regelmäßig werden 2-3 Konzeptionstage im Jahr durchgeführt. An diesen Tagen ist die
Einrichtung für die Kinder geschlossen. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, im Gesamtteam
wesentliche Grundlagen pädagogischer Arbeit zu planen oder unter Beteiligung e ines
Referenten (Fachberatung) relevante Themen zu erarbeiten.
Regelmäßig finden einmal wöchentlich Kleinteamsitzungen in den einzelnen Gruppen statt.
Diese dienen dem Austausch und der Reflexion des Gruppengeschehens und der weiteren
Planung.
Fortbildungen und Fachtagungen werden regelmäßig von den Mitarbeiterinnen
wahrgenommen.
Zusammenarbeit mit dem Träger und anderen Institutionen
In Übereinstimmung mit geltendem Landesrecht sorgt der Träger für die Einhaltung
quantitativer und qualitativer Standar ds auch bei der B esetzung des Personals. Er ist
verantwortlich für die Einstellung, Weiterqualifizierung, Fortbildung, Fachberatung und
Supervision der pädagogischen MitarbeiterInnen.
In Zusammen arbeit mit dem Träger erfolgt die Abstimmung der pädagogische n und
organisatorischen Arbeit. Dazu ist ein regelmäßiger Austausch zwischen Leitung und Träger
über wichtige Belange der Arbeit in der Einrichtung notwendig. Auch Hilfestellungen bei
administrativen Aufgaben sowie bei der Unterstützung und Förderung des P ersonals gehören
zur gemeinsamen Zusammenarbeit.
Selbstverständlich profitieren wir auch von weiteren Arbeitsfeldern des DRK-Kreisverbandes
Münster wie zum Beispiel der ärztlichen Kinderschutzambulanz oder des Autismus -
Therapiezentrums, deren Dienste wir bei Bedarf in Anspruch nehmen.
DRK-Kreisverband Münster e.V.
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Zusammenarbeit mit dem Jugendamt
Als übergeordnete Behörde unterstützt uns das örtliche Jugendamt bei der Einhaltung aller
gesetzlichen Vorgaben und der Umsetzung des Bildungsauftrages.
Zusammenarbeit mit anderen DRK Kindertageseinrichtungen
Die DRK-Kindertageseinrichtungen in Münster stehen im regelmäßigen Dialog miteinander. Sie
unterstützen sich gegenseitig bei der Weiterentwicklung ihres pädagogischen Angebotes.
Hilfestellungen erfahren sie dabei auch durch die Fachberatung des DRK-Landesverbandes.
Stadtteilbezogene Zusammenarbeit
Auch die im Stadtteil vertretenen Kindertageseinrichtungen arbeiten trägerübergreifend
zusammen. Das geschieht zum einem in einem Arbeitskreis auf Leitungsebene und zum
anderen im päda gogischen Arbeitskreis, wo alle Institutionen vertreten sind, die im Stadtteil in
pädagogischer Hinsicht zusammenarbeiten. Dabei werden die kulturellen, sozialen un d alle
anderen Einrichtungen im Umfeld der Kita als Erfahrungsorte für die Kinder genutzt.
Zusammenarbeit mit Fachdiensten
Wir arbeiten regelmäßig mit verschiedenen Fachdiensten zusammen, die wir als wertvolle
Unterstützung unserer Arbeit ansehen:
• den Kinderärzten
• den Logopäden
• den Ergotherapeuten
• der Frühförderstelle
• dem Kommunalen Sozialdienst ( KSD )
• Hebammensprechstunde
• der Ärztlichen Kinderschutzambulanz
• der Bezirkspolizei
• und vielen weiteren
Unsere DRK-Kindertageseinrichtungen in Münster präsentieren sich gemeinsam mit unserem
DRK- Kreisverband Münster e.V. und den dazugehörigen Einrichtungen auf unserer Homepage
im Internet unter www.DRK-muenster.de.
DRK-Kreisverband Münster e.V.
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Unsere Zielsetzungen für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule
(Fotos: DRK)
Familien-
nahe
Beratungs-
angebote
selbstbe-
wusst
agierende
Kinder
multipro-
fessionelles
Team
fördernde
Bildungs-
angebote
alters-
gerechte
päd.
Konzepte
kindgerechte
pädago-
gische
Übergänge
Zielsetzungen
der DRK-Kita
Dreifaltigkeitsschule
familien-
unter-
stützende
Netzwerke
Vereinbar-
keit von
Familie und
Beruf
Beschlussvorlage
33787 Zeichen
V/0527/2013
DER OBERBÜRGERMEISTER
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Betrifft
Trägerausschreibung für die Kindertageseinrichtungen an der Dreifaltigkeitsschule
(Uppenberg)und Schmittingheide (Mauritz-Ost)
Beratungsfolge
10.09.2013 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung
11.09.2013 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung
12.09.2013 Bezirksvertretung Münster-Ost Anhörung
25.09.2013 Hauptausschuss Vorberatung
25.09.2013 Rat Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
1. Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaften für die oben genannten Kindertagesein-
richtungen wie folgt (siehe Begründung zu Ziffer 3):
1.1. Dem Kinder- und Jugendhilfeträger OUTLAW Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe
gGmbH wird die Betriebsträgerschaft für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltig-
keitsschule im Stadtbezirk Münster Mitte (Uppenberg) übertragen.
Voraussichtlicher Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung ist im Dezember 2014.
1.2. Dem Kinder- und Jugendhilfeträger Evangelischer Kirchenkreis Münster wird die Be-
triebsträgerschaft für die Kindertageseinrichtung Schmittingheide im Stadtbezirk Münster
Ost (Mauritz-Ost) übertragen.
Voraussichtlicher Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung ist im Oktober 2014.
2. Zur Regelung der gegenseitigen Rechte und Pflichten werden folgende vertragliche Vereinba-
rungen entsprechend der nachfolgenden Punkte getroffen:
2.1. Für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule werden vertragliche Regelun-
gen zur Trägerschaft (Leistungsvereinbarung) zwischen dem Träger OUTLAW Gesellschaft für
Kinder- und Jugendhilfe gGmbH und der Stadt Münster getroffen.
Mietvertragliche Regelungen werden zwischen der Stadt Münster (Vermieter) und dem Träger
OUTLAW Gesellschaft für Kinder- Jugendhilfe gGmbH (Mieter) getroffen.
Vorlagen-Nr.:
V/0527/2013
Auskunft erteilt:
Frau Eschert, Herr Philipp, Frau
Kratz-Trutti
Ruf:
492-5616
E-Mail:
EschertM@stadt-muenster.de
Datum:
23.08.2013
Öffentliche Beschlussvorlage
- 2 -
V/0527/2013
2.2. Für die Kindertageseinrichtung Schmittingheide werden vertragliche Regelungen zur Trä-
gerschaft (Leistungsvereinbarung) zwischen dem Träger Evangelischer Kirchenkreis Münster
und der Stadt Münster getroffen.
Mietvertragliche Regelungen werden zwischen der Wohn und Stadtbau GmbH (Vermieter) und
dem Träger Evangelischer Kirchenkreis Münster (Mieter) getroffen.
II. Finanzielle Auswirkungen:
Auswirkungen auf Transferaufwendungen im Teilergebnisplan (hier: städtischer Anteil an den B e-
triebskostenzuschüssen)
Zu 1 Betriebsträgerschaft für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule
Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule betragen auf der
Grundlage der unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen
für Dezember 2014 = 79.271,75 €
für 2015ff. = 957.206,43 €
Die Kosten teilen sich wie folgt auf Land, Stadt und Träger auf:
Träger Betriebskostenzuschuss Trägeranteil Städt.
Anteil BKZ
gesamt
Gesamt
Land Stadt Gesamt,
gesetzlicher
Trägeranteil
Angebot Stadt
(Erforderlicher
Zuschuss)
1 2 3 4 5 6 7
Outlaw 91,0% 36,0 % 55,0 % 9,0% 1,5% 7,5% 62,5%
Dezember 2014 2015
Träger Trägeranteil Städtischer
Anteil
gesamt
Trägeranteil Städtischer
Anteil BKZ
gesamt
Angebot Stadt. (erfor-
derlicher
Zuschuss)
Angebot Stadt. erfor-
derlicher Zu-
schuss
5 6 7 5 6 7
Outlaw 1.189,08 € 5.945,38 € 49.544,85 € 14.358,10 € 71.790,48 € 598.254,02 €
Zu 2 Betriebsträgerschaft für die Kindertageseinrichtung Schmittingheide
Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung Schmittingheide betragen auf der Grundlage der
unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen
für Oktober bis Dezember 2014 = 237.815,26 €
für 2015ff. = 957.206,43 €
Die Kosten teilen sich wie folgt auf Land, Stadt und Träger auf:
Träger Betriebskostenzuschuss Trägeranteil Städt.
Anteil
BKZ ge-
samt
Gesamt
Land Stadt Gesamt
gesetzlicher
Trägeranteil
Angebot Stadt
(Erforderlicher
Zuschuss)
1 2 3 4 5 6 7
Ev. KK 88,0% 36,5% 51,5% 12,0% 1,0% 11,0% 62,5%
Oktober – Dezember 2014 2015
Träger Trägeranteil Städtischer
Anteil
gesamt
Trägeranteil Städtischer
Anteil BKZ
gesamt
Angebot Stadt. (erfor-
derlicher
Zuschuss)
Angebot Stadt. erfor-
derlicher Zu-
schuss
5 6 7 5 6 7
Ev. KK 2.378,15 € 26.159,68 € 148.634,54 € 9.572,06 € 105.292,71 € 598.254,02 €
- 3 -
V/0527/2013
III. Finanzierung/Mittelbereitstellung
Die o. g. Sachentscheidung wird durch freiwillige städtische Zuschüsse (FwZ) zum Trägeranteil an
den Betriebskosten wie folgt finanziert:
Teilergebnisplan - Aufwendungen
Nr. Bezeichnung Haush.-
jahr
Betrag
€
Bemerkungen
Produktgruppe 0601 Förderung von Kindern in T a-
gesbetreuung
Zeile 15 Transferaufwendungen
1.1 FWZ Kita an der Dreifaltig-
keitsschule
2014
2015ff.
5.950
71.790
Deckung der
BKZ aus
Ansatz 2014:
67.996.340 €
Ansatz 2015:
68.826.430 €
1.2 FWZ Kita Schmittingheide 2014
2015ff.
26.160
105.290
Insgesamt 2014
2015ff.
32.110
177.080
209.190
Begründung:
1. Ausgangslage
Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung dieser zwei neuen Kindertagesein-
richtungen beschlossen (Vorlage V/0940/2012 und Vorlage V/0948/2012).
Diese Kindertageseinrichtungen beginnen zunächst mit folgenden Gruppen.
Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule
2 Gruppen für je 20 Kinder im Alter von 2-6 Jahren (G1)
2 Gruppen für je 10 Kinder im Alter von 0-3 Jahren (G2)
2 Gruppen für je 20 Kinder im Alter von 3-6 Jahren (G3)
Kindertageseinrichtung Schmittingheide
2 Gruppen für je 20 Kinder im Alter von 2-6 Jahren (G1)
2 Gruppen für je 10 Kinder im Alter von 0-3 Jahren (G2)
2 Gruppen für je 20 Kinder im Alter von 3-6 Jahren (G3)
Die jeweiligen Gruppenstrukturen werden auf der Grundlage der jährlich zu vereinbarenden Rah-
menstrukturen bedarfsgerecht weiterentwickelt.
Im Rahmen der oben genannten Errichtungsbeschlüsse hat der Rat der Stadt Münster beschlos-
sen, die Trägerschaft für diese Einrichtungen an einen geeigneten freien Träger der Kinder- und
Jugendhilfe zu vergeben.
2. Verbindliche Bewerbung freier Träger zur Übernahme der Trägerschaft
Entsprechend der Mitteilung im Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien vom 17.04.2013
ist am 23.05.2013 mit dem Ausschreibungsverfahren für die Betriebsträgerschaft der neuen Ein-
richtungen begonnen worden.
- 4 -
V/0527/2013
Die Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster sowie die in der Arbeitsgemeinschaft gem.
§ 78 SGB VIII (AG 5 – Kindertagesbetreuung) tätigen Träger und der Träger ISS, der sich zu dem
Zeitpunkt im Bewerbungsverfahren für Kindertageseinrichtungen in Münster befand, wurden über
die Planungen der Stadt Münster zum Neubau dieser Einrichtungen informiert und gebeten bis
zum 07.06.2013 ihr Interesse an einer Übernahme der Trägerschaft mitzuteilen. Diesbezüglich
erfolgte eine Pressemitteilung am 24.05.2013.
Ihr Interesse bekundet haben (in alphabetischer Reihenfolge):
Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen, Clemensstr.2-4, 45699 Herten
Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Münster e.V., Zumsandestraße 25/27, 48145 Münster
Educcare, Alter Markt 36-42. 50667 Köln
Evangelischer Kirchenkreis Münster, An der Apostelkirche 3, 48143 Münster
ISS Mehrsprachige-Kita gGmbH, Genovevastraße 94, 51063 Köln
OUTLAW Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH, An der Germaniabrauerei 6-8,
48159 Münster
Mit diesen Trägern wurden zwischen dem 19.06.2013 und 04.07.2013 Gespräche geführt.
Die Frist zur Abgabe einer daran anschließenden, verbindlichen Bewerbung war der 19.07.2013.
Alle oben genannten Träger haben sich nach der Interessenbekundung und den Gesprächen für
die Übernahme der Trägerschaft für folgende Kindertageseinrichtungen verbindlich beworben:
Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen, Clemensstr.2-4, 45699 Herten
○ für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule
○ für die Kindertageseinrichtung Schmittingheide
Bewerbung für eine der beiden Einrichtungen, 1. Priorität bei der Kindertagseinrichtung Schmit-
tingheide
Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Münster e.V., Zumsandestraße 25/27, 48145 Münster
○ für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule
○ für die Kindertageseinrichtung Schmittingheide
Educcare, Alter Markt 36-42. 50667 Köln
○ für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule
○ für die Kindertageseinrichtung Schmittingheide
Evangelischer Kirchenkreis Münster, An der Apostelkirche 3, 48143 Münster
○ für die Kindertageseinrichtung Schmittingheide
ISS Mehrsprachige-Kita gGmbH, Genovevastraße 94, 51063 Köln
○ für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule
○ für die Kindertageseinrichtung Schmittingheide
OUTLAW Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH, An der Germaniabrauerei 6-8,
48159 Münster
○ für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule
○ für die Kindertageseinrichtung Schmittingheide
- 5 -
V/0527/2013
3. Trägerauswahl
3.1. Kriterien für den Entscheidungsvorschlag
Mit der Bewerbung haben die Träger Konzeptionen übersandt, die der Anlage 1-6 zu entnehmen
sind.
Die Verwaltung hat mit allen Bewerbern umfangreiche Trägergespräche an Hand der nachfolgen-
den Kriterien geführt.
Kriterium: Referenzen der Träger bezüglich vergleichbarer Einrichtungen
Erfahrungen des Trägers auf dem Gebiet der Kindertagesbetreuung
Betrieb von Kindertageseinrichtungen durch den Träger
Durch die gesetzlichen Vorgaben des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) müssen Träger hohe Anfor-
derungen im Rahmen der Kindertagesbetreuung erfüllen. Die Kenntnis der Anforderungen an
frühkindliche Pädagogik, das Vorhalten von qualifizierter Fachberatung und die Flexibilität zwi-
schen mehreren Einrichtungen (z. B. Personalflexibilisierung bei Ausfallzeiten etc.) sind heute
wichtige Voraussetzungen, um diese gesetzlichen Standards erfüllen zu können. Für den Betrieb
einer Einrichtung ist das Vorhalten aktueller Referenzeinrichtungen deshalb ein wesentliches Krite-
rium.
Bei Trägern, die bereits Kitas in Münster betreiben, liegen zusätzlich Rückmeldungen von Eltern
vor. Erfahrungen in der Kooperation mit dem Träger liegen dem öffentlichen Jugendhilfeträger
ebenfalls vor.
Kriterium: Fachliches Konzept:
Fachliche Konzepte für die Kindertagesbetreuung
Aussagen zu flexiblen Kindertagesbetreuungsangeboten
Fachliche Konzepte, die sich an aktuellen gesellschaftlichen Erfordernissen und einem umfassen-
den Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrag ausrichten, sind Grundvoraussetzung für den
Betrieb einer Einrichtung.
Aussagen wie z. B. zu Möglichkeiten von flexiblen Kindertagesbetreuungsangeboten oder aber
Erfahrungen eines Trägers in diesem Bereich ermöglichen Eltern eine bessere Vereinbarkeit von
Familie und Beruf und fließen als Entscheidungskriterium mit ein.
Insbesondere bei der Vergabe der Trägerschaft der Kita an der Dreifaltigkeitsschule sind zur Ko-
operation von Kita und Grundschule wegen der direkten Nähe Erfahrungen in diesem Bereich
sinnvoll.
Kriterium: Einbeziehung der Stadtteilakteure und ihrer Ressourcen:
Bereitschaft, die Arbeit an den Bedürfnissen der Kinder und Eltern im Sozialraum unter Berüc k-
sichtigung und Einbeziehung vorhandener Infrastrukturangebote auszurichten
Kooperationsbezüge und Vernetzungsbestrebungen im Stadtteil, und zu anderen Professionen
( z.B. Grundschulen, Gesundheitswesen……)
Einbeziehung gewachsener Strukturen und anderer Anbieter aus dem Stadtteil,
Bedarfsgerechte und abgestimmte Weiterentwicklung der stadtteilbezogenen Angebote
Bereits vorhandene räumliche Bezüge zu bestehenden Einrichtungen ermöglichen die Nutzung
von Synergien, die die Wirtschaftlichkeit einer Einrichtung erhöhen (siehe auch Wirtschaftlichkeit).
Stadtteilbezogene Angebote werden bedarfsgerecht ausgebaut und weiterentwickelt, wenn die
Akteure des Stadtteils sich hierzu entsprechend regelmäßig vernetzten. Vernetzung kann u.a. in
Stadtteilarbeitskreisen oder auch Familienzentren erfolgen.
Bereits vorhandene Erfahrungen in der Konzeptentwicklung von Kitas zu Familienzentren verdeut-
lichen ergänzend ein hohes Interesse im Bereich der Vernetzung.
- 6 -
V/0527/2013
Kriterium: Wirtschaftlichkeit:
verbindliche Aussagen über den zu erwartenden Trägeranteil für den Betrieb der Einrichtung.
Unter dem aktuellen Gebot der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit des Haushaltes der Stadt Müns-
ter sind Aussagen zu dem erwartenden Trägeranteil ein Kriterium zur Entscheidung für einen Trä-
ger.
Daneben entstehen Synergien in diesem Bereich bei Trägern, die mehrere Kitas in Münster betrei-
ben. Dann können beispielsweise gemeinsame Fortbildungen und Fachberatung der Erzieher vor
Ort stattfinden. Im Krankheitsfall von Erziehern können hohe Vertretungskosten vermieden werden
(KiBiz-Budget). Personal kann flexibel eingesetzt werden. Vorhandene Synergien können finanziell
einen Ausgleich zu nominal höheren Trägeranteilen bieten.
V/0527/2013
3.2. Detaillierte Übersicht über die trägerbezogene Kriterienerfüllung
1. Kriterium:
Referenzen
2. Kriterium:
Fachliches Konzept
3. Kriterium:
Synergien im Stadtteil
4. Kriterium:
Wirtschaftlichkeit
Arbeiterwohlfahrt
Münsterland-
Recklinghausen
(Bewerbung
für Kita an der Dreifal-
tigkeitsschule oder
Schmittingheide)
Kitas in Münster
Acht Kitas
Rückmeldungen der Eltern
Gute Rückmeldung Eltern
Kooperation mit der Stadt
Münster
Gute Erfahrungen in Zusa m-
menarbeit mit der Stadt Müns-
ter
fachliche Ausrichtung
Alle fachlichen Anforderungen
umfassend erfüllt
Öffnungszeiten
Bedarfsgerechte Öffnungsze i-
ten (ca 07.00-17.00 Uhr)
Randzeiten und flexible Ang e-
bote
Angemessene Betreuung
während der Ferien und
Schließtage
Kooperation Kita und Schule
Erfahrung in der Kooperation
Kooperationsbezüge im Stad t-
teil und Einbeziehung g e-
wachsener Strukturen und
anderer Anbi eter aus dem
Stadtteil
sollen entwickelt werden,
bereits vorhandene sozi ale
Dienste und spezielle Ber a-
tungsdienste wie ambula nte
Hilfen zur Erziehung (Star t-
Punkt Münster) oder psych o-
logische Beratungsste lle C o-
erde
Weiterentwicklung der stad t-
teilbezogenen Angebote
Träger hat bereits mehrere
umfangreiche Konzepte zur
Weiterentwicklung von Kitas
zu Familienzentren en twickelt
und strebt weitere Entwicklu n-
gen oder Mitarbeit im Verbund
an
Trägeranteil
0 %
125.000€ aus der Rückl age
der in Münster bestehenden
Kitas we rden einmalig für
Erstausstattung angeboten
Synergien durch
Gemeinsame Fortbildu n-
gen für Erzieher
Fachberatung vor Ort
Vermeidung hoher Vertr e-
tungskosten im Kran k-
heitsfall von Erzieher/ -
innen (KiBizbudgets) durch
flexiblen Personaleinsatz
- 8 -
V/0527/2013
1. Kriterium:
Referenzen
2. Kriterium:
Fachliches Konzept
3. Kriterium:
Synergien im Stadtteil
4. Kriterium:
Wirtschaftlichkeit
DRK Kreisverband
Münster
(Bewerbung
für Kita an der Dreifal-
tigkeitsschule und
Schmittingheide)
Kitas in Münster
Fünf Kitas , inclusive neue Kita
Yorkkaserne ab Oktober 2013
Rückmeldungen der Eltern
Gute Rückmeldung Eltern
Kooperation mit der Stadt
Münster
Gute Erfahrungen in Zusa m-
menarbeit mit der Stadt Mün s-
ter
fachliche Ausrichtung
Alle fachlichen Anford erungen
umfassend erfüllt
Öffnungszeiten
Regelöffnungszeiten:
07.00-17.00 Uhr Kita an der
Dreifaltigkeitsschule
07.15 -16.30 Uhr Kita Schmi t-
tingheide
Randzeiten und flexible Ang e-
bote
darüber hinaus gehende fl e-
xible Buchungsangebote
06.00-19.00 Uhr
Schließzeiten bzw jährliche
Öffnungszeiten nach Absti m-
mung mit Elternbedarf
Kooperation Kita und Schule
Erfahrung in der Kooperation
Kooperationsbezüge im Stad t-
teil und Einbeziehung g e-
wachsener Strukturen und
anderer Anbi eter aus dem
Stadtteil
sollen entwickelt werden,
bereits vorhandene sozi ale
Dienste und spezielle Ber a-
tungsdienste wie Kinde r-
schutzambulanz und
Autismuszentrum
Weiterentwicklung der stad t-
teilbezogenen Angebote
Träger strebt Entwicklung zu
Familienzentren an, Träger hat
bislang in Münster keine E r-
fahrung in der Entwicklung zu
Familienzentren
Trägeranteil
1,5 % für Kita an der Dreifa l-
tigkeitsschule
1 % für Kita Schmittingheide
Synergien durch
Gemeinsame Fortbildu ngen
für Erzieher
Fachberatung vor Ort
Vermeidung hoher Vertr e-
tungskosten im Kran kheitsfall
von Erzieher/ -innen (KiBi z-
budgets) durch flexiblen Pe r-
sonaleinsatz
- 9 -
V/0527/2013
1. Kriterium:
Referenzen
2. Kriterium:
Fachliches Konzept
3. Kriterium:
Synergien im Stadtteil
4. Kriterium:
Wirtschaftlichkeit
Educcare
(Bewerbung
für Kita an der Dreifal-
tigkeitsschule und
Schmittingheide)
Kitas in Münster
Eine Betriebskita in Mün s-
ter(BASF)
Rückmeldungen der Eltern
Gute Rückmeldung der Eltern
Kooperation mit der Stadt
Münster
Gute Erfahrungen in Zusa m-
menarbeit mit der Stadt Mün s-
ter in Zusa mmenhang mit der
bestehenden betrieblichen
Kita
fachliche Ausrichtung
Alle fachlichen Anford erungen
umfassend erfüllt
Öffnungszeiten
Öffnungszeiten von ca 9 Stu n-
den täglich im ersten Jahr,
danach ca 10 Stunden
Randzeiten und flexible Ang e-
bote
flexible Betreuung, s ofern
Qualitätsstandards eingeha l-
ten werden
Kooperation Kita und Schule
Erfahrung in der Kooperation
Kooperationsbezüge im Stad t-
teil und Einbeziehung g e-
wachsener Strukturen und
anderer Anbi eter aus dem
Stadtteil
sollen entwickelt werden
Weiterentwicklung der stad t-
teilbezogenen Angebote
Träger strebt Entwicklung zu
Familienzentren an, Träger hat
bislang in Münster keine E r-
fahrung in der Entwicklung zu
Familienzentren
Trägeranteil
1 %
Synergien
begrenzt, da eine nur we itere
Kita in Münster
- 10 -
V/0527/2013
1. Kriterium:
Referenzen
2. Kriterium:
Fachliches Konzept
3. Kriterium:
Synergien im Stadtteil
4. Kriterium:
Wirtschaftlichkeit
Evangelischer Ki r-
chenkreis Münster
(Bewerbung
für Kita Schmittin g-
heide)
Kitas in Münster
14 Kitas
Rückmeldungen der Eltern
Gute Rückmeldung Eltern
Kooperation mit der Stadt
Münster
Gute Erfahrungen in Zusa m-
menarbeit mit der S tadt Müns-
ter
fachliche Ausrichtung
Alle fachlichen Anford erungen
umfassend erfüllt
Öffnungszeiten
07.00-17.00 Uhr
Randzeiten und flexible Ang e-
bote
Ganzjährige Öffnung mit Paul -
Schneider-Haus
Erprobung von Randzeite nbe-
treuung in der L ukas-Kita im
Rahmen des M odellprojektes
flexible Kindertagesbetreuung,
Angebot der Randzeite nbe-
treuung auch hier
Kooperation Kita und Schule
Erfahrung in der Kooperation
Kooperationsbezüge im Stad t-
teil und Einbeziehung g e-
wachsener Strukturen und
anderer Anbi eter aus dem
Stadtteil
Bestehende Kooperationen im
Stadtteil durch Tr ägerschaft
der Kita Paul -Schneider-Haus
und die ev Auferstehungsg e-
meinde
soziale Dienste und sp ezielle
Beratungsdienste werden
durch die Diakonie angeboten,
u.a. ambulante und teilstati o-
näre Hilfen zur Erziehung
Weiterentwicklung der stad t-
teilbezogenen Angebote
Träger hat bereits mehrere
umfangreiche Konzepte zur
Weiterentwicklung von Kitas
zu Familienzentren entwickelt
und strebt weitere Entwicklu n-
gen oder Mitarbeit im Verbund
an
Trägeranteil
1 %
Erhöhung des Trägera nteils
auf 3 %, sofern Kita Paul -
Schneider-Haus au fgegeben
wird
Synergien durch
Gemeinsame Fortbildu ngen
für Erzieher
Fachberatung vor Ort
Vermeidung hoher Vertr e-
tungskosten im Kran kheitsfall
von Erzieher/ -innen (KiBi z-
budgets) du rch flexiblen Pe r-
sonaleinsatz
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V/0527/2013
1. Kriterium:
Referenzen
2. Kriterium:
Fachliches Konzept
3. Kriterium:
Synergien im Stadtteil
4. Kriterium:
Wirtschaftlichkeit
ISS Mehrspr achige
–Kita gGmbH
(Bewerbung
für Kita an der Dreifal-
tigkeitsschule und
Schmittingheide)
Kitas in Münster
Keine Kita in Münster, eine
Kita in Köln, Eröffnung e iner
weiteren Kita Ende 2013 in
Köln
Rückmeldungen der Eltern
Keine Referenzen (außer
Konzept und Vorstellung ster-
min), da in Münster unbekann-
ter Träger
Kooperation mit der Stadt
Münster
Keine Referenzen (außer
Konzept und Vorstellung ster-
min), da in Münster unbekann-
ter Träger
fachliche Ausrichtung
Schwerpunkt der fachl ichen
Ausrichtung im multikulturellen
Bereich, andere fachliche
Themen sind im Konzept w e-
niger angesprochen
Öffnungszeiten
07.00-17.00 Uhr
Randzeiten und flexible Ang e-
bote
Bei Wunsch der Eltern, strebt
Träger eine Betreuungszeit bis
18:00 Uhr durch Tage smütter
an
Kooperation Kita und Schule
Geringe Erfahrung in der K o-
operation, da neue Kita in Köln
Kooperationsbezüge im Stad t-
teil und Einbeziehung g e-
wachsener Strukturen und
anderer Anbi eter aus dem
Stadtteil
sollen entwickelt werden
Weiterentwicklung der stad t-
teilbezogenen Angebote
Träger strebt Entwicklung zu
Familienzentren an, Träger hat
bislang in Münster keine E r-
fahrung in der Entwicklung zu
Familienzentren
Trägeranteil
5 %
Synergien
fehlen, höhere KiBi zkosten
durch mangelnde Vertr e-
tungsmöglichkeiten vor Ort, da
keine weitere Kita in Münster
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V/0527/2013
1. Kriterium:
Referenzen
2. Kriterium:
Fachliches Konzept
3. Kriterium:
Synergien im Stadtteil
4. Kriterium:
Wirtschaftlichkeit
OUTLAW Gesel l-
schaft für Kinder -
und Jugendhilfe
(Bewerbung
für Kita an der Dreifal-
tigkeitsschule und
Schmittingheide)
Kitas in Münster
Vier Kitas inclusive neue Kita
Kinderbachtal ab Frühjahr
2014
Rückmeldungen der Eltern
Gute Rückmeldung Eltern
Kooperation mit der Stadt
Münster
Gute Erfahrungen in Zusa m-
menarbeit mit der Stadt Mün s-
ter
fachliche Ausrichtung
Alle fachlichen Anford erungen
umfassend erfüllt
Öffnungszeiten
ca 10 Stunden tä glich
Randzeiten und flexible Ang e-
bote
Ganzjährige bedarfsg erechte
Öffnung, Feriengruppen
Erprobung von Randzeite nbe-
treuung in der Kita Sprakel
im Rahmen des Modellproje k-
tes flexible Kindertage sbe-
treuung,
Angebot der Randzeite nbe-
treuung auch hier
Kooperation Kita und Schule
Erfahrung in der Kooperation
Kooperationsbezüge im Stad t-
teil und Einbeziehung g e-
wachsener Strukturen und
anderer Anbi eter aus dem
Stadtteil
sollen entwickelt werden
bereits vorhandene sozi ale
Dienste un d spezielle Ber a-
tungsdienste wie flexible a m-
bulante Hilfen Mädche nhaus
Mia
Weiterentwicklung der stad t-
teilbezogenen Angebote
Träger hat bereits mehrere
umfangreiche Konzepte zur
Weiterentwicklung von Kitas
zu Familienzentren entw ickelt
und strebt weitere Entwicklun-
gen oder Mitarbeit im Verbund
an
Trägeranteil
1,5 %
Synergien durch
Gemeinsame Fortbildu ngen
für Erzieher
Fachberatung vor Ort
Vermeidung hoher Vertr e-
tungskosten im Kran kheitsfall
von Erzieher/ -innen (KiBi z-
budgets) durch flexiblen Pe r-
sonaleinsatz
V/0527/2013
3.2.1. Analyse der Wirtschaftlichkeit
3.2.1.1. Kita an der Dreifaltigkeitsschule
Bezüglich des gesetzlichen Trägeranteils gibt es für die Trägerschaft folgende Angebote:
Die Angebote der Träger zum Eigenanteil des Trägers an den Betriebskosten sind der folgenden
Tabelle zu entnehmen. Zur Bewertung der Angebote ist dort zusätzlich der prozentuale Anteil für
den gesamten städtischen Zuschuss dargestellt (= Gesetzlicher Förderanteil am Betriebskosten-
zuschuss + freiwilliger städtischer Zuschussanteil am Eigenanteil des Trägers).
a) Vergleichstabelle: Prozentuale Aufteilung der Betriebskosten
Träger Betriebskostenzuschuss Trägeranteil Städt.
Anteil BKZ
gesamt
Gesamt
Land Stadt Gesamt,
gesetzlicher
Trägeranteil
Angebot Stadt
(erforderlicher
Zuschuß)
1 2 3 4 5 6 7
AWO
91,0% 36,0 % 55,0 % 9,0%
0,0% 9,0% 64,0%
DRK 1,5% 7,5% 62,5%
Educcare 1,0% 8,0% 63,0%
ISS 5,0% 4,0% 59,0%
OUTLAW 1,5% 7,5% 62,5%
Die jährlichen Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeit sschule betragen
ab 2015ff. 957.206,43 € und teilen sich dementsprechend wie folgt auf:
b) Vergleichstabelle: Beträge Trägeranteil/Freiwilliger städt. Zuschuss/Städtischer Gesamtanteil BKZ
Jährliche Kosten ab 2015 ff
Träger Trägeranteil Städtischer
Anteil BKZ
gesamt
Angebot Stadt. (FWZ)
% € % € % €
5 6 7
AWO 0,0% 0,00 € 9,0% 86.148,58 € 64,0% 612.612,11 €
DRK 1,5% 14.358,10 € 7,5% 71.790,48 € 62,5% 598.254,02 €
Educcare 1,0% 9.572,06 € 8,0% 76.576,51 € 63,0% 603.040,05 €
ISS 5,0% 47.860,32 € 4,0% 38.288,26 € 59,0% 564.751,79 €
OUTLAW 1,5% 14.358,10 € 7,5% 71.790,48 € 62,5% 598.254,02 €
Rein rechnerisch bietet der Träger ISS den höchsten Trägeranteil an, gefolgt vom DRK und OUT-
LAW mit identischen Angeboten. Darauf folgt Educcare und dann die AWO ohne Angebot für die
Übernahme eines Eigenanteils.
Zusätzlich zum Trägeranteil sind erzielte Synergieeffekte der Träger zu berücksichtigen.
Synergieeffekte sind unter anderem bei der flexiblen Nutzung von Personal, insbesondere auch
bei kurzfristigem Personalausfall, sowie in der Nutzung von Fachberatung des Trägers vor Ort zu
sehen.
Bezüge auf die Trägerschaft der Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule bezogen sind
insbesondere durch die räumliche Nähe folgender Träger zu bereits bestehenden Trägerschaften
gegeben:
Trägers Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen zur bestehenden
Trägerschaft der Kindertageseinrichtungen Fürstenbergstrasse, Hammer Strasse, Lublinring und
Korbmacherweg in Roxel
- 14 -
V/0527/2013
DRK Kreisverband Münster zur bestehenden Trägerschaft der Kindertagesein-
richtung Wolkenburg in Gievenbeck und Horstmarer Landweg in Sentrup
Educcare zur bestehenden Betriebsträgerschaft der Kita BASF in Hiltrup
OUTLAW Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH zur bestehenden
Trägerschaft der Kindertageseinrichtungen in Sprakel, Kinderhaus und Gievenbeck
Damit bieten die Träger
DRK Kreisverband Münster
OUTLAW Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH
neben einem Trägeranteil von 1,5 % , viele Synergien durch bereits vorhandene Träger-
schaften in Münster.
3.2.1.2. Kita Schmittingheide
Bezüglich des gesetzlichen Trägeranteils gibt es für die Trägerschaft folgende Angebote:
Die Angebote der Träger zum Eigenanteil des Trägers an den Betriebskosten sind der folgenden
Tabelle zu entnehmen. Zur Bewertung der Angebote ist dort zusätzlich der Betrag für den gesam-
ten städtischen Zuschussanteil dargestellt (= Gesetzlicher Förderanteil am Betriebskostenzu-
schuss + freiwilliger städtischer Zuschussanteil am Eigenanteil des Trägers).
a) Vergleichstabelle: Prozentuale Aufteilung der Betriebskosten
Träger Betriebskostenzuschuss Trägeranteil Städt.
Anteil BKZ
gesamt
Gesamt
Land Stadt Gesamt,
gesetzlicher
Trägeranteil
Angebot Stadt
(erforderlicher
Zuschuß)
1 2 3 4 5 6 7
AWO
91,0% 36,0 % 55,0 % 9,0%
0,0% 9,0% 64,0%
DRK 1,0% 8,0% 63,0%
Educcare 1,0% 8,0% 63,0%
ISS 5,0% 4,0% 59,0%
OUTLAW 1,5% 7,5% 62,5%
Ev. Kir-
chenkreis 88,0% 36,5% 51,5% 12,0% 1,0% 11,0% 62,5%
3,0% 9,0% 60,5%
Die jährlichen Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung Schmittingheide betragen ab 2015ff.
957.206,43 € und teilen sich dementsprechend wie folgt auf:
b) Vergleichstabelle: Beträge Trägeranteil/Freiwilliger städt. Zuschuss/Städtischer Gesamtanteil BKZ
Jährliche Kosten ab 2015 ff
Träger Trägeranteil Städtischer
Anteil BKZ
gesamt
Angebot Stadt. (FWZ)
% € % € % €
5 6 7
AWO 0,0% 0,00 € 9,0% 86.148,58 € 64,0% 612.612,11 €
DRK 1,0% 9.572,06 € 8,0% 76.576,51 € 63,0% 603.040,05 €
Educcare 1,0% 9.572,06 € 8,0% 76.576,51 € 63,0% 603.040,05 €
ISS 5,0% 47.860,32 € 4,0% 38.288,26 € 59,0% 564.751,79 €
OUTLAW 1,5% 14.358,10 € 7,5% 71.790,48 € 62,5% 598.254,02 €
Ev. Kirchen-
kreis
1,0% 9.572,06 € 11,0% 105.292,71 € 62,5% 598.254,02 €
3,0% 28.716,19 € 9,0% 86.148,58 € 60,5% 579.109,89 €
- 15 -
V/0527/2013
Rein rechnerisch bietet der Träger ISS den höchsten Trägeranteil an, gefolgt von OUTLAW und
dann von DRK, Edducare und dem Ev. Kirchenkreis mit identischen Angeboten. Dann folgt die
AWO ohne Angebot für die Übernahme eines Eigenanteils. Bei Eintreten der Option, dass die Kita
Paul-Schneider-Haus geschlossen werden kann, bietet der Evangelischen Kirchenkreis den zweit-
höchsten Anteil.
Beim Vergleich der Beträge für die freiwilligen Zuschüsse fällt auf, dass für den ev. Kirchenkreis
bei einem Angebot von 1% der höchste Betrag anfällt. Dies ist den unterschiedlichen gesetzlichen
öffentlichen Fördersätzen geschuldet (siehe Tabelle a): freie Träger erhalten eine öffentliche För-
derung von 91% und haben damit einen gesetzlichen Trägeranteil von 9%; konfessionelle Träger
erhalten eine Förderung von 88% und haben einen gesetzlichen Trägeranteil von 12%). Um die
Auswirkung der Angebote richtig werten zu können, muss deswegen der Prozentsatz des städti-
schen Gesamtanteils betrachtet werden. Danach ergibt sich, dass nach dem Träger ISS der Evan-
gelische Kirchenkreis und OUTLAW das finanziell beste Angebot machen. Bei Eintreten der o. g.
Option macht der Evangelische Kirchenkreis das zweitbeste Angebot.
Zusätzlich zum Trägeranteil sind erzielte Synergieeffekte der Träger zu berücksichtigen.
Synergieeffekte sind unter anderem bei der flexiblen Nutzung von Personal, insbesondere auch
bei kurzfristigem Personalausfall, sowie in der Nutzung von Fachberatung des Trägers vor Ort zu
sehen.
Bezüge auf die Trägerschaft der Kindertageseinrichtung Schmittingheide bezogen sind insbeson-
dere durch die räumliche Nähe folgender Träger zu bereits bestehenden Trägerschaften gegeben:
Trägers Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen zur bestehenden
Trägerschaft der Kindertageseinrichtungen Fürstenbergstrasse, Hammer Strasse, Nerzweg und
Marderweg in Coerde
DRK Kreisverband Münster zur bestehenden Trägerschaft der Kindertagesein-
richtung An der Meerwiese in Coerde.
Educcare zur bestehenden Betriebsträgerschaft der Kita BASF in Hiltrup
rs Evangelischer Kirchenkreis Münster zur bestehenden Trägerschaft der Kinder-
tageseinrichtung Paul-Schneider-Haus in Mauritz-Ost, sowie der Sternkita, Kita Friesenring und
Kita Epiphanias.
OUTLAW Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH zur bestehenden
Trägerschaft der Kindertageseinrichtung in Wolbeck.
Damit
bietet der Träger OUTLAW Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH einen
Trägeranteil von 1,5 %, neben vielen Synergien durch bereits vorhandene Träger-
schaften in Münster.
bietet der Träger Evangelischer Kirchenkreis Münster zunächst einen Trägeranteil
von 1 %, bei möglicher Aufgabe des Paul-Schneider-Hauses 3%, neben vielen Sy-
nergien durch bereits vorhandene Trägerschaften in Münster an.
4. Gesamtbewertung
Kita an der Dreifaltigkeitsschule
Wie unter 3.2. dargestellt bietet der Träger OUTLAW Gesellschaft für Kinder - und Jugendhilfe
gGmbH einen hohen Trägeranteil in Verbindung mit umfassenden Synergien an.
Zusätzlich verfügt der Träger bereits über Modellerfahrungen im B ereich der flexiblen Betreuung,
wofür es am Standort an der Dreifaltigkeitsschule einen hohen Bedarf geben wird.
- 16 -
V/0527/2013
Der Träger hat bereits mehrere umfangreiche Konzepte zur Weiterentwicklung von Kitas zu Fami-
lienzentren entwickelt und strebt weitere Entwicklungen oder eine Mitarbeit im Verbund von Fami-
lienzentren an.
Kita Schmittingheide
Wie unter 3.2. dargestellt bietet der Träger Evangelischer Kirchenkreis Münster vielfältige Sy-
nergien in Verbindung mit der bestehenden Trägerschaft der Kita Paul-Schneider-Haus an.
Zusätzlich verfügt der Träger bereits über Modellerfahrungen im Bereich der flexiblen Betreuung,
wofür es am Standort Schmittingheide einen hohen Bedarf geben wird.
Der Träger hat bereits mehrere umfangreiche Konzepte zur Weiterentwicklung von Kitas zu Fami-
lienzentren entwickelt und strebt weitere Entwicklungen oder eine Mitarbeit im Verbund von Fami-
lienzentren an.
Die Verwaltung schlägt daher abschließend vor,
dem Träger OUTLAW Gesellschaft für Kinder - und Jugendhilfe gGmbH die Träge r-
schaft für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule
dem Träger Evangelischer Kirchenkreis Münster die Trägerschaft für die Kindert a-
geseinrichtung Schmittingheide
zu übertragen.
Mit diesem Beschluss wird rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einr ichtungen ein Träger gefunden,
so dass weitere Detailplanungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden
können.
I. V.
Gez.
Reinkemeier
Stadtkämmerer
Anlagen: Bewerbungsschreiben und Konzeptunterlagen der Träger
1. Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen für die Kindertageseinrichtungen an
der Dreifaltigkeitsschule und Schmittingheide
2. Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Münster e.V. für die Kindertageseinrichtungen an der
Dreifaltigkeitsschule und Schmittingheide
3. Educcare für die Kindertageseinrichtungen an der Dreifaltigkeitsschule und Schmittingheide
4. Evangelischer Kirchenkreis Münster für die Kindertageseinrichtung Schmittingheide
5. ISS Mehrsprachige-Kita gGmbH für die Kindertageseinrichtungen an der Dreifaltigkeitsschule
und Schmittingheide
6. OUTLAW Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH für die Kindertageseinrichtungen an
der Dreifaltigkeitsschule und Schmittingheide
Anlage 2.8 DRK Konzeption für Kita Schmittingheide
33314 Zeichen
DRK-Kreisverband Münster e.V.
Zumsandestraße 25/27
48145 Münster
www.DRK-muenster.de
Juni 2013
Pädagogische Konzeption
zur Bewerbung als Träger der
Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide,
Münster, Mauritz-Ost
DRK-Kreisverband Münster e.V.
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide, Mauritz-Ost 2
Die pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen in NRW erfolgt auf der Grundlage des
Gesetzes zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (KiBiz). Die dort genannten
Anforderungen bilden die rechtliche Basis für die Arbeit in den Kindertageseinrichtungen des
Deutschen Roten Kreuzes. Neben den gesetzlichen Bemühungen bilden die Grundsätze des
Roten Kreuzes eine Leitlinie in unserer pädagogischen Arbeit. Die Auseinandersetzung mit
diesen Grundsätzen wirkt sich zum einen auf die Persönlichkeit, das Selbstverständnis und das
Verhalten der Erzieherin / des Erziehers aus, zum anderen ergeben sich Konsequenzen für die
inhaltliche Arbeit.
Unsere pädagogische Arbeit ist auf die ganzheitliche Entwicklung des Kindes angelegt, um ihre
Persönlichkeits- und Sozialkompetenzen, das Sprach- und Sachvermögen sowie ihre Kreativität
zu fördern. Dabei werden die individuel len Kompetenzen jedes Kindes berücksichtigt werden.
Zum Erlangen dieser Kompetenzen bieten wir umfassende Entwicklungsmöglichkeiten auch im
weiteren Umfeld der Familie an. Für unter dreijährige Kinder stellt die Kindertageseinrichtung oft
der Ort für erste Erfahrungen außerhalb des Elternhauses dar.
Erziehung, Bildung und Betreuung gehören zum familienergänzenden und
familienunterstützenden Angebot einer jeden DRK -Kindertageseinrichtung. Die DRK-
Kindertageseinrichtungen in Trägerschaft des DRK -Kreisverbandes Münster e.V. kooperieren
mit allen Institutionen und Personen, die bei der Erfüllung der Ziele und Aufgaben hilfreich s ind.
Die Öffnung der Einrichtung zum Gemeinwesen spiegelt die Einstellung wider, dass sich die
Lebenswelten der Kinder und ihrer Famil ien in allen ihren Facetten in der Einrichtung
wiederfinden sollen.
Leitbild und Konzeption
der DRK-Kindertageseinrichtungen
DRK-Kreisverband Münster e.V.
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide, Mauritz-Ost 3
Die Grundsätze des Deutschen Roten Kreuzes in der pädagogischen Arbeit
Menschlichkeit Der Grundsatz der Menschlichkeit hat für die pädagogische Arbeit und ihre
Umsetzung die größte Bede utung. Kinder sind von Beginn an unverwechselbare individuelle
und soziale Persönlichkeiten. Sie haben alle Kompetenzen, die sie brauchen, um die nächsten
ihnen wichtigen Entwicklungsschritte zu initiieren. Auf ihrem Entwicklungsweg brauchen sie
immer wied er Hilfestellungen. Das Maß der Hilfe können sie jedoch selbst artikulieren. Alle
Kinder sind neugierig und wollen die Welt, die sie umgibt, erfahren und begreifen. Dabei legen
sie selbst fest, was ihre Neugierde, ihr Interesse weckt. Unsere Aufgabe ist es , ihnen dafür
Raum und Sicherheit zu geben, ihnen Erfahrungsräume zu öffnen und sie in ihrer Entwicklung
begleitend und ermutigend zu unterstützen. Akzeptanz und Wertschätzung prägen dabei die
pädagogische Grundhaltung. Die Kindertageseinrichtung bietet de n Ort, Achtung und
Verständnis für andere zu entwickeln und freundschaftliche Beziehungen aufzubauen.
Unparteilichkeit Die Vielfalt der Lebensentwürfe von Familien, die geprägt sind von kulturellen
Einflüssen, aber auch durch ihre sozialen Bedingungen, b ieten große Chancen für die
pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen. Hier treffen viele Kinder zusammen, die
aufgrund ihrer körperlichen und geistigen Verfassung, aber auch durch unterschiedliche
Familienkulturen individuelle Bedingungen mitbringen . Es gehört zur Aufgabe des Teams,
dieses Zusammenleben als wechselseitiges Lernen aller Beteiligten aktiv zu unterstützen.
Neutralität Die Vielfalt der Lebensbedingungen und der Wertevorstellungen, an denen sich
Familien orientieren, werden durch die Mi tarbeiterinnen in unseren Einrichtungen beobachtend
und bewertungsfrei wahrgenommen. Die Einnahme einer neutralen Position macht es möglich,
Vertrauen zu bilden, Vermittlungsversuche zu initiieren und Konfliktlösungen zu erarbeiten.
Diese neutrale Haltung bildet die Grundlage dafür, dass alle Kinder und Erwachsenen, die
unsere Einrichtung besuchen oder in ihr arbeiten, das Gefühl entwickeln können, ernst
genommen zu werden.
Unabhängigkeit Im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen und Rahmenbedingungen
bewahren wir uns das Maß an Eigenständigkeit, das uns gestattet, jeweils nach den
Grundsätzen des Roten Kreuzes Erziehungs - und Bildungsarbeit zu gewährleisten. Eigene
Aufnahmekriterien und ein selbst entwickeltes Konzept dokumentieren dies.
Freiwilligkeit Wir ermöglichen den Kindern Partizipation: das heißt, Kinder werden
entsprechend ihrem Entwicklungsstand an allen sie betreffenden Fragen und Entscheidungen
beteiligt.
Einheit Unser Team besteht aus vielen pädagogischen Mitarbeitern, die ihre eigene
Persönlichkeit und Individualität einbringen. Diese Vielseitigkeit wird in gemeinsame Ziele
gefasst. Das von uns erstellte Konzept dient als Grundlage für unser einheitliches
pädagogisches Handeln. Zwischen Eltern und Erzieherinnen besteht eine
Erziehungspartnerschaft, bei der sie sich gegenseitig als Erziehungsexperten akzeptieren und
in der die jeweiligen Unterschiede ihre Wertschätzung finden.
Universalität Wir sind durch unsere Konzeption ideell und aktiv in die universelle Gemeinschaft
des DRK eingebunden . Lebensbedingungen anderer Menschen werden den Kindern in
geeigneter Form nahe gebracht und sie werden zu Offenheit, Akzeptanz und Hilfsbereitschaft
motiviert.
DRK-Kreisverband Münster e.V.
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide, Mauritz-Ost 4
Der situationsorientierte Ansatz
Unter den derzeit praktizierten methodischen Richtungen in der Pädagogik der
Kindertageseinrichtungen biete n sich zur Verwirklichung unserer Grundwerte und der
formulierten pädagogischen Ziele die Grundaussagen des situationsorientierten Ansatzes an.
Den pädagogischen Fachkräften der Einrichtung fällt in diese m Zusammenhang die Aufgabe
zu, ausgehend von ihren Beobachtungen und Schlussfolgerungen, das, was die Kinder an
Fragen, Problemen und Informationen einbringen, aufzugreifen und die darin enthaltenen
Lernmöglichkeiten und Erfahrungsräume zu erschließen. Die Ziel- und Inhaltsfindung dieser
sozialpädagogischen Arbeit in Kindertageseinrichtungen erfolgt aus der Alltagspraxis und ist
lebensnahes Lernen in und aus alltäglichen Situationen. Der Grundsatz des
situationsorientierten Ansatzes lautet: „Lernen in Zusam menhängen“. Hierbei werden alle
Dimensionen des Wahrnehmens und Erlebens (kognitiv, sinnlich, körperlich, psychisch -
emotional, individuell und sozial) und des Ausdrucks (sprachlich, motorisch, musisch und
kreativ) einbezogen. Kinder können sich freiwillig, selbst- und auch fremdmotiviert ohne
Leistungsdruck mitgestaltend einbringen. Dieses soll durch ein individuelles Betreuungskonzept
ermöglicht werden. Unser Betreuungskonzept basiert auf dem grundlegenden Erziehungs -,
Betreuungs- und Bildungsauftrag und e rmöglicht eine modulare Erweiterung des Angebots.
Dazu zählen beispielsweise:
Modulare Angebote des DRK-Kreisverbandes Münster e.V.:
Dieses sozialraumorientierte Kita-Betreuungsangebot wird durch bestehende Angebote des
DRK-Kreisverbandes Münster e.V. sinnvoll und bedarfsorientiert ergänzt. Unsere ärztliche
Kinderschutzambulanz, der DRK -Freiwilligendienst, das Autismus -Therapiezentrum, sowie
weitere Einrichtungen in unserer Trägerschaft bieten der Kindertageseinrichtung ein großes
Unterstützungspotenzial an. Diese bestehenden DRK -Netzwerke geben wichtige Impulse zur
Umsetzung der pädagogischen Arbeit in der Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide.
Das pädagogische Team , die Kinder und Eltern dieser neuen Kindertageseinrichtung k önnen
somit vo n den bewährten Kooperationsstrukturen unserer bereits bestehenden DRK -
Institutionen besonders profitieren.
DRK-Kreisverband Münster e.V.
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide, Mauritz-Ost 5
Das Betreuungsangebot der Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide
In der heutigen Zeit müssen die Angebote in der Kinderbetreuung den Bed ürfnissen der Eltern
angepasst werden, um junge Familien bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu
unterstützen. Die Betreuungszeiten richten sich nach diesem Grundsatz und werden in
Kooperation mit den Eltern und den Mitarbeitern festgelegt.
Bei d er Kindertageseinrichtung
an der Schmittingheide wird es
sich um ein DRK -
Familienzentrum mit dem
Schwerpunkt der besseren
Vereinbarkeit von Familie und
Beruf handeln.
Die Kindertageseinrichtung
verfügt ins gesamt über 6
Gruppen mit 100 Plätzen für
Kinder im Alter von 0-6 Jahren.
Zwei Gruppen haben jeweils 20
Plätze für 2 -6 jährige Kinder. In
zwei weiteren Gruppe n werden
insgesamt 2 0 Kinder im Alter
von 0 -3 Jahren betreut. Zwei weitere Gruppen werden je 20 Kinder im Alter von 3 -6 Jahren
umfassen.
Alle 100 Kita-Plätze verfügen über eine Betreuungszeit von 45 Stunden.
Tägliche Regel-Öffnungszeiten und flexible erweiterte Betreuungszeiten:
Die Kernbetreuungszeiten richten sich nach den Grundlagen des Kinderbildungsgesetzes und
liegen in der Zeit zwischen 07:15 bis 16:30 Uhr. Darüber hinaus wird eine tägliche Öffnung von
6:00 bis 19:00 Uhr angeboten, wenn der Elternbedarf besteht. Die Planung der flexiblen und
erweiterten Öffnungszeiten erfolgt unter Berücksichtigung der Bedarfe der Kinder, Eltern und
eventuell entsprechender Firmen.
Jahresöffnungszeiten:
Mögliche Schließungszeiten in den Schulferienzeiten bzw. eine durchgängige jährliche
Öffnungszeit der Kindertageseinrichtung werden ebenfalls mit den jeweiligen Eltern über
Bedarfsabfragen ermittelt und abgestimmt werden.
Das DRK kann durch seine vielfältigen bereits bestehenden Angebotsstrukturen bei Bedarf den
Eltern weitere Betreuungsmöglichkeiten anbieten, beispielsweise durch die Vermittlung unserer
DRK Partner-Kindertageseinrichtung in Münster. Außerdem streben wir Partnerschaften mit den
Kindertageseinrichtungen in Mauritz und Umgebung an, wie wir es auch bereits mit unseren
bestehenden Kindertageseinrichtungen in den anderen Stadtteilen in Münster erfolgreich
umsetzen.
Die flexiblen Betreuung szeiten werden die bestehenden Öffnungszeiten passgenau ergänzen.
Ein dadurch entstehender zusätzlicher Personalbedarf kann zeitnah bedient werden, so dass
das Ziel der Vereinbarkeit von Familie und Beruf stets erreicht wird. Der Einsatz von
qualifiziertem Betreuungspersonal ist für uns von besonderer Bedeutung, um in der
DRK-Kreisverband Münster e.V.
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide, Mauritz-Ost 6
pädagogischen Arbeit zum Wohle des Kindes, insbesondere des Kleinstkindes
Beziehungsaufbau, Betreuungsqualität und Bildungsansprüche sicherstellen zu können.
Eine gute Balance zwischen der von den Eltern gewünschten Flexibilität, dem Recht des Kindes
auf eine gesunde Entwicklung und der Kindertageseinrichtung, die Betreuungs - und
Bildungsansprüche garantiert, ist Grundvoraussetzung für eine gute Qualität der pädagogischen
Arbeit.
Pädagogische Ziele
Als wichtigste Basis in unserer pädagogischen Arbeit sehen wir eine vertrauensvolle und
liebevolle Beziehung zu jedem Kind.
Jedes Kind soll sich in seiner Einzigartigkeit angenommen fühlen und sich in unserer
Einrichtung wohl fühlen.
Als grundlegende Ziele sehen wir darüber hinaus:
• Stärkung des Selbstvertrauens und Selbstbewusstseins
• Förderung zum selbstständigen und eigenverantwortlichen Handeln
• Vermittlung von Lebensfreude
• Förderung des Sozialverhaltens, wie z.B. Rücksichtnahme
• Förderung und Weiterentwicklung der kognitiven und kreativen Fähigkeiten
• Förderung der motorischen Entwicklung
• Förderung und Weiterentwicklung des Sprach- und Sprechverhaltens
Unsere formulierten Ziele finden sich in den vorgeschriebenen Bildungsbereichen wieder:
1. Bewegung
2. Spielen und Gestalten
3. Sprache und Sprachförderung
4. Musischer Bereich
5. Natur und Umwelt
6. Interkulturelle Erziehung
Bewegung
Wir möchten die Kinder in ihrer
natürlichen Bewegungsfreude
stärken. Die Kinder bekomme n
täglich die Möglichkeit und den
Raum sich im Innen - und
Außenbereich zu bewegen.
Im angeleiteten Turnangebot in der
Turnhalle unserer Kita, können die
Kinder verschiedene Turngeräte
ausprobieren und kennen lernen.
Im Außenbereich haben die Kinder
die Mö glichkeit, verschiedene
Spielgeräte und Fahrzeuge zu
nutzen.
Dadurch werden die Kinder in ihrer Körperwahrnehmung gefördert und bekommen die
Möglichkeit, ihren Körper besser zu spüren und einzuschätzen.
DRK-Kreisverband Münster e.V.
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide, Mauritz-Ost 7
Spielen und Gestalten
Durch eine offene Raumge staltung und ein vielfältiges Angebot von anregenden
Spielmaterialien möchten wir das freie, kreative Spielen fördern und unterstützen.
Besonders das freie Spiel bietet Raum für die Verwirklichung und Entwicklung eigener Ideen
und Kreativität der Kinder.
Beim angeleiteten Spielen wie zum Beispiel Stuhlkreisspiele und Gesellschaftsspiele werden
Regeln erlernt und Sozialkompetenzen vermittelt.
Genauso wie beim freien Spiel wollen wir den Kindern beim bildnerischen Gestalten durch
vielseitige Materialien kr eatives Schaffen ermöglichen. Kinder malen, kritzeln und matschen
nach ihren eigenen individuellen Vorstellungen und Fertigkeiten.
Für uns steht nicht das Produkt im Vordergrund, sondern die Freude kreativ tätig zu sein und
sich auszudrücken. Vorgegebene Schablonen werden von uns bewusst selten eingesetzt.
Sprache und Sprachförderung
Eine Sprache zu erlernen ist für jedes Kind eine wichtige Herausforderung in seiner
Persönlichkeitsentwicklung, denn Sprache ist das wichtigste Werkzeug im Umgang mit anderen
Menschen. Mit Sprache äußern Kinder ihre Wünsche, sie stellen Fragen, geben Antworten, sie
treten in Kontakt mit anderen Kindern und bauen Beziehungen auf. Sprache ermöglicht jedem
einzelnen Kind sich weiterzuentwickeln und seine sozialen Kompetenzen auszubauen.
In der Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide wollen wir die Sprachentwicklung eines
jeden Kindes positiv beeinflussen. Dies passiert in jeder Alltagssituation und im täglichen
Miteinander- bei gemeinsamen Aktionen, beim Singen und Vorlesen, Erzählen von Geschichten
und Erlebnissen, im Dialog in der Klein -und Gesamtgruppe. Besonders das vorbildhafte
Sprechverhalten der Erzieherin ist hier von großer Bedeutung.
Folgende Ziele stehen dabei im Vordergrund:
• die Freude am Sprechen wecken
• den Grundwortschatz zu erweitern
• das Sprachverständnis der Kinder und die
Ausdrucksfähigkeit zu fördern
• die Sprache als Kommunikationsmittel zu erleben
• das grammatikalische Verständnis erweitern
Diese geschieht durch Bewegungs - und Rollenspiele,
Kreisspiele und Lieder, bei kreativen angeboten, Bild - und
Bilderbuchbetrachtungen, Tastspielen usw..
Musischer Bereich
Durch rhythmisches Sprechen, Spielen in Verbindung mit
Musik und Singen von Liedern im täglichen Stuhlkreis fördern
wir die Musikalität.
Die Freude an Geräuschen und Klängen fördern wir durch
den Einsatz von verschiedenen Musikinstrumenten.
Natur und Umwelt
Kinder entdecken täglich ihr unmittelbares Umfeld.
Wir unterstützen die Kinder in ihrer kindlichen Neugier, indem wir ihnen Raum und Materialien
zum Entdecken, Beobachten und Experimentieren geben. Die Kinder werden so vertraut
gemacht mit naturwissenschaftlichen Phänomenen. Durch Ausflüge in den Wald, in die
Bücherei, zur Polizei, zur Bäckerei usw. erkunden die Kinder ihre nähere und w eitere
Umgebung und werden so mit verschiedenen Themen vertraut und erweitern ihr Sachwissen.
DRK-Kreisverband Münster e.V.
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide, Mauritz-Ost 8
Interkulturelle Erziehung
Da unsere Einrichtung von Kindern unterschiedlicher Kulturen besucht wird, deren Eltern aus
unterschiedlichen Ländern kommen, lernen w ir häufig neue Sitten und Bräuche kennen. Wir
versuchen täglich diese verschiedenen Kulturen mit einzubeziehen und zu berücksichtigen.
Zudem lernen auch wir immer wieder gerne in gemeinsamen Gesprächen etwas über die
Muttersprache der Kinder, ihre religiösen Feste und Esskulturen.
Integrative Erziehung
In der gemeinsamen Erziehung behinderter
(und von Behinderung bedrohter) und nicht
behinderter Kinder werden Kinder mit
Entwicklungsverzögerungen, Behinderungen
und/ oder sozialen Auffälligkeiten betreut und
unterstützt. Ein Ziel der integrativen Arbeit im
Kindergarten ist die Vermittlung von sozialen,
emotionalen, kognitiven und motorischen
Fertigkeiten/ Fähigkeiten.
Die Kinder erleben im Kindergartenalltag wie
sie sich gegenseitig unterstützen und
ergänzen können damit ein soziales
miteinander entsteht. Sie sind Spielpartner
und geben sich wichtige Lernimpulse.
Ein wichtiges Anliegen in der integrativen Arbeit besteht darin, Kinder zu befähigen, mit
unterschiedlichen Fähigkeiten einander zu respektiere n. Die Kinder nehmen
Entwicklungsauffälligkeiten, Behinderungen aber auch Ressourcen wahr und lernen damit
umzugehen. In diesem Zusammenhang sollen alle Kinder ihre eigenen Stärken und Schwächen
und die der Anderen erfahren. Wir möchten die Vorurteilslosig keit der Kinder nutzen, um
Toleranz und Akzeptanz zu fördern und zu stärken.
Die Integrationskinder erfahren in der Kindergartengruppe eine kontinuierliche konsequente
Spielbegleitung von der Integrationskraft und den Erzieherinnen.
Bei Aktivitäten wie z.B . Psychomotorik, Bilderbuchbetrachtungen in der Gruppe und anderen
Projekten entsteht ein gemeinsamer Prozess von behinderten und nicht behinderten Kindern.
Alle Kinder sollen gestärkt werden und wichtige Entwicklungsreize bekommen, damit sie ihr
Potenzial entfalten können.
Die pädagogische Arbeit mit schulpflichtigen Kindern
Die gesamte Kindergartenzeit ist auch Vorbereitung auf die Schulzeit und führt die Kinder in
ihrer Entwicklung zur Schulfähigkeit. Die Fähigkeit zu sozialem Verhalten und zur
Selbstständigkeit wird ganzheitlich in ihrer Entwicklung gefördert. Diese Förderung findet
individuell im Freispiel und in Kleingruppen auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt statt.
Durch gezielte Beobachtungen wird die Entwicklung jedes Kindes eingeschätzt u nd in
Elterngesprächen besprochen.
Im letzten Kindergartenjahr wird bei diesen Beobachtungen dann besonders auf die
Entwicklung der Fähigkeiten geachtet, die für die Einschulung notwendige Voraussetzung sind,
wie zum Beispiel Konzentration, Aufgabenverstän dnis, Sprachverhalten,
Durchsetzungsvermögen, etc..
DRK-Kreisverband Münster e.V.
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide, Mauritz-Ost 9
Durch ein gemeinsames
Übernachtungsfest mit den
Vorschulkindern und Erzieherinnen
wird der Ausklang der Kindergartenzeit
deutlich.
Zusätzlich arbeiten wir eng mit den
umliegenden Grundschule n
zusammen. Diese Aktivitäten werden
in regelmäßigen Abständen reflektiert
und neu geplant.
Bildungsdokumentation und Portfolio
Zum Ende der Kindergartenzeit bekommen die Eltern für ihre Kinder eine
Bildungsdokumentation ausgehändigt. Inhalt dieser Dokumentation ist eine
Zusammenfassung der Entwicklung in den verschiedenen Bereichen, wie kognitiver,
motorischer, sozialer und sprachlicher Bereich.
In diesem Bericht geben wir Empfehlungen für die weitere Förderung, die individuell für jedes
Kind als sinnvoll geseh en wird. Durch die Miteinbeziehung des einzelnen Kindes in sein
eigenes Portfolio, können die Kinder ihre eigene Entwicklung verfolgen und ihre Ich -Kompetenz
damit stärken. Zum Ende der Kindergartenzeit bekommen die Kinder den Ordner mit nach
Hause.
Mahlzeiten
Frühstück
Jedes Kind bringt von zu Hause sein eigenes Frühstück mit. Hierbei wird auf ein gesundes und
ausgewogenes Frühstück wertgelegt. Getränke wie Wasser und Früchtetee stehen in den
Gruppen zur Verfügung.
Bis 10.00 Uhr können die Kinder das of fene Frühstücksangebot wahrnehmen. So haben sie
täglich die Möglichkeit zu entscheiden wann und mit welchen Freunden sie gemeinsam essen
möchten.
Mittagessen
Unsere Hauswirtschaftskraft bereitet täglich ein ausgewogenes Mittagessen für die
Tagesstättenkinder zu was zum größten Teil frisch zubereitet wird. An einigen Tagen wird es
durch vorbereitete Tiefkühlkost ergänzt.
Die Kinder der 6 Gruppen essen in der Zeit von 11.30 bis 13.00 Uhr . Sie werden in den
jeweiligen Gruppen von zwei Erzieherinnen beim Essen begleitet. An einem von den Kindern
schön gedeckten Tisch werden die Mahlzeiten eingenommen.
Die Mahlzeiten werden mit frischem Salat, Rohkost oder Gemüse ergänzt. Zum Nachtisch
erhalten die Kinder frisches Obst, Joghurt oder eine Quarkspeise.
DRK-Kreisverband Münster e.V.
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide, Mauritz-Ost 10
Ruhephasen
Nach dem Mittagessen und dem Zähneputzen beginnt für die Kinder die Ruhephase.
In dieser Zeit werden in de n Gruppe oder de n Nebenräumen altersentsprechend Geschichten
und Musik zur Entspannung gehört. Die Kinder können sich auf Decken und Kissen ausr uhen
und zwei Erzieherinnen begleiten die Phase, um eine gemütliche und ruhige Atmosphäre zu
schaffen.
Raumkonzept
Die Räume sind hell und bewegungsfreundlich für die Kinder eingerichtet.
In großen Nebenräumen befinden sich z.B. ein Bällebad, sowie eine Sprossenwand und eine
Hängematte.
Zur Förderung der Wahrnehmung steht im Nebenraum eine Sandwanne, in der die Kinder
ungestört experimentieren können, bereit.
Im Gruppenraum befinden sich Bau - und Konstruktionsbereiche, sowie Rollenspielbereiche
und Kreativbereiche.
In allen Bereichen der Gruppen können die Kinder
durch spielen, ausprobieren und wahrnehmen
Erfahrungen mit Material, Formen und Größe
sammeln.
Im Schlafraum befinden sich Kinderbetten, die jedes
Kind individuell mit Kissen, Stofftieren, Spieluhren
etc., einrichten kann. Garderobe, Eigentumsfächer,
sowie Bereiche des Waschraumes sind mit Fotos der
Kinder gekennzeichnet, so dass sie sich stets
eigenständig zurecht finden.
Geplant sind für diese sechs Gruppen- Einrichtung
folgende Räumlichkeiten:
- 6 Gruppenräume, incl. Garderobenbereiche
- 6 Nebenräume
- 6 Wasch-WC-Räume mit Wickelbereiche
- 1 Duschbereich
- 6 Abstellräume
- 8 Schlaf- bzw. Differenzierungsräume
- 1 Mehrzweckraum
- 1 Personalraum
- 3 Personal-WC incl. Dusche
- 1 Beratungsraum
- 1 Büro
- 1 Küche incl. Abstellraum
- weitere Räumlichkeiten
- eine Gesamtfläche von 811 qm
- Außengelände mit ca. 1800 qm
DRK-Kreisverband Münster e.V.
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide, Mauritz-Ost 11
Elternarbeit
In den Gruppen ist gegenseitiges Vertrauen zwischen Eltern und Erzieherinnen vo n großer
Bedeutung. Auch der stetige Austausch über die heutige Schlaf - oder Essensituationen ist
besonders wichtig. Da gerade die jüngeren Kinder ihren Gemütszustand aufgrund ihres Alters
nicht immer verbal äußern können, ist es uns wichtig, über für das Kind bedeutende
Geschehnisse informiert zu werden.
Eingewöhnungszeit
Bei der Aufnahme von Kindern unter 3 Jahren bedarf es einer besonders behutsamen und
individuellen Eingewöhnungszeit. Dabei spielt das langsame Heranführen an den Gruppenalltag
und die Unterstützung der Eltern eine wichtige Rolle.
In unserer Einrichtung bekommen die Kinder keine „Bezugserzieherin“ zugewiesen, da die
Kinder die Möglichkeit haben sollen, sich ihre Bezugspersonen selbst auszuwählen. Dies wird
meist nach sehr kurzer Zeit deutlich. Die nun ausgewählte Erzieherin des Kindes ist ab jetzt für
die weitere Eingewöhnungszeit und als Hauptansprechpartnerin der Eltern zuständig.
In kleinen, weiteren Schritten wird das Kind durch die Anfangszeit begleitet, dabei werden die
einzelnen Schritte der Eingewöhnungsphase individuell auf das Kind abgestimmt.
Dies bedeutet, dass Tageszeit, Dauer der Anwesenheit usw. am Anfang der Kindergartenzeit
jeden Tag neu abgesprochen wird.
Besonders wichtig ist der Austausch zwischen Eltern und Erzie herinnen gerade in der
Anfangsphase. Nach Abschluss der Eingewöhnungsphase erfolgt eine behutsame Entwicklung
der Selbstständigkeit des Kindes.
Eine enge Zusammenarbeit zwischen Eltern und dem Kindergartenteam schafft eine optimale
Basis für gutes pädagogi sches Handeln, die Offenheit und gegenseitiges Vertrauen mit
einschließt. Dadurch wird eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zugunsten der Kinder
ermöglich.
Elternarbeit bedeutet für uns, Eltern zu begleiten, ihnen ggf. Erziehungshilfen anzubieten und
sensibel zu sein für ihre jeweilige Situation. Die Mitarbeiterinnen sind Ansprechpartner für
Fragen zur Entwicklung des Kindes.
In einer aktiven Zusammenarbeit mit den Eltern ist es uns daher sehr wichtig, eine ganzheitliche
Erziehung und Förderung zum Wohle de s Kindes zu gewährleisten, in der die familiäre
Situation und die Stärken und Defizite des Kindes berücksichtigt werden.
Um eine möglichst umfangreiche gemeinsame Grundlage für die Erziehung der Kinder zu
gewährleisten, informieren wir die Eltern umfassend über unsere Arbeit.
Dies geschieht durch:
• Aufnahmegespräche
• Hospitationen
• Elternsprechtage / Elternabende
• Tür- und Angelgespräche
• Hausbesuche
Wir ermöglichen den Eltern einen Einblick in unsere pädagogische Arbeit durch:
• Infowände im Eingangsbereich
• Infowände vor den Gruppen
• Elternbriefe
• Fotodokumentationen über einzelne Projekte / Ausflüge
• Faltblatt mit Informationen über die jeweilige Gruppe
DRK-Kreisverband Münster e.V.
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide, Mauritz-Ost 12
Gemeinsam erleben wir:
• Elternnachmittage
• Feste
• Ausflüge
Ein weiterer wichtiger Sch werpunkt in unserer Elternarbeit liegt in der engen Zusammenarbeit
mit den gewählten Elternvertretern, die im Elternrat und im Elternbeirat vertreten sind. Hierzu
werden zu Beginn des Kindergartenjahres jeweils zwei Elternvertreter pro Gruppe in der
Elternvollversammlung gewählt.
In diesen Gremien werden Eltern über unsere aktuellen Inhalte und die pädagogische Arbeit
informiert. Zusätzlich bekommen die Eltern die Möglichkeit aktiv das Kindergartenleben
mitzugestalten.
Zusammenarbeit des Teams
Unsere A rbeit basiert auf den 7 Grundsätzen des Deutschen Roten Kreuzes, die in den
Statuten der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung enthalten sind:
• Menschlichkeit
• Unparteilichkeit
• Neutralität
• Unabhängigkeit
• Freiwilligkeit
• Einheit
• Universalität
Diese Leitlinie bestimmt sowohl unser pädagogisches Handeln als auch das Miteinander im
Team. Teamarbeit ist die Grundlage für eine gute pädagogische Arbeit innerhalb der
Einrichtung. Gegenseitige Unterstützung, Flexibilität, Offenheit, Verlässli chkeit, genaue
Absprachen und gegenseitige Akzeptanz halten wir für unerlässlich.
Wöchentlich treffen sich alle Mitarbeiterinnen zu einer gemeinsamen Teamsitzung. Alles
Wichtige, die Vor - und Nachbereitung sämtlicher Aktivitäten, Fallanalysen und das Abs timmen
von Terminen werden dann besprochen.
Regelmäßig werden 2-3 Konzeptionstage im Jahr durchgeführt. An diesen Tagen ist die
Einrichtung für die Kinder geschlossen. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, im Gesamtteam
wesentliche Grundlagen pädagogischer Arbeit zu planen oder unter Beteiligung eines
Referenten (Fachberatung) relevante Themen zu erarbeiten.
Regelmäßig finden einmal wöchentlich Kleinteamsitzungen in den einzelnen Gruppen statt.
Diese dienen dem Austausch und der Reflexion des Gruppengesche hens und der weiteren
Planung.
Fortbildungen und Fachtagungen werden regelmäßig von den Mitarbeiterinnen
wahrgenommen.
DRK-Kreisverband Münster e.V.
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide, Mauritz-Ost 13
Zusammenarbeit mit dem Träger und anderen Institutionen
In Übereinstimmung mit geltendem Landesrecht sorgt der Träger für die Einh altung
quantitativer und qualitativer Standards auch bei der B esetzung des Personals. Er ist
verantwortlich für die Einstellung, Weiterqualifizierung, Fortbildung, Fachberatung und
Supervision der pädagogischen MitarbeiterInnen.
In Zusammen arbeit mit dem T räger erfolgt die Abstimmung der pädagogischen und
organisatorischen Arbeit. Dazu ist ein regelmäßiger Austausch zwischen Leitung und Träger
über wichtige Belange der Arbeit in der Einrichtung notwendig. Auch Hilfestellungen bei
administrativen Aufgaben so wie bei der Unterstützung und Förderung des Personals gehören
zur gemeinsamen Zusammenarbeit.
Selbstverständlich profitieren wir auch von weiteren Arbeitsfeldern des DRK-Kreisverbandes
Münster wie zum Beispiel der ärztlichen Kinderschutzambulanz oder des A utismus-
Therapiezentrums, deren Dienste wir bei Bedarf in Anspruch nehmen.
Zusammenarbeit mit dem Jugendamt
Als übergeordnete Behörde unterstützt uns das örtliche Jugendamt bei der Einhaltung aller
gesetzlichen Vorgaben und der Umsetzung des Bildungsauftrages.
Zusammenarbeit mit anderen DRK Kindertageseinrichtungen
Die DRK-Kindertageseinrichtungen in Münster stehen im regelmäßigen Dialog miteinander. Sie
unterstützen sich gegenseitig bei der Weiterentwicklung ihres pädagogischen Angebotes.
Hilfestellungen erfahren sie dabei auch durch die Fachberatung des DRK-Landesverbandes.
Stadtteilbezogene Zusammenarbeit
Auch die im Stadtteil vertretenen Kindertageseinrichtungen arbeiten trägerübergreifend
zusammen. Das geschieht zum einem in einem Arbeitskreis auf Leitungsebene und zum
anderen im pädagogischen Arbeitskreis, wo alle Institutionen vertreten sind, die im Stadtteil in
pädagogischer Hinsicht zusammenarbeiten. Dabei werden die kulturellen, sozialen un d alle
anderen Einrichtungen im Umfeld der Kita als Erfahrungsorte für die Kinder genutzt.
Zusammenarbeit mit Fachdiensten
Wir arbeiten regelmäßig mit verschiedenen Fachdiensten zusammen, die wir als wertvolle
Unterstützung unserer Arbeit ansehen:
• den Kinderärzten
• den Logopäden
• den Ergotherapeuten
• der Frühförderstelle
• dem Kommunalen Sozialdienst ( KSD )
• Hebammensprechstunde
• der Ärztlichen Kinderschutzambulanz
• der Bezirkspolizei
• und vielen weiteren
DRK-Kreisverband Münster e.V.
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide, Mauritz-Ost 14
Unsere DRK-Kindertageseinrichtungen in Münster präsentieren sich gemeinsam mit unserem
DRK- Kreisverband Münster e.V. und den dazugehörigen Einrichtungen auf unserer Homepage
im Internet unter www.DRK-muenster.de.
Unsere Zielsetzungen für die Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide
(Fotos: Eram/DRK, Heckmann/DRK, Zelck/DRK)
Familien-
nahe
Beratungs-
angebote
selbstbe-
wusst
agierende
Kinder
multipro-
fessionelles
Team
fördernde
Bildungs-
angebote
alters-
gerechte
päd.
Konzepte
flexible
Betreuungs-
angebote
Zielsetzungen
der DRK-Kita Schmittingheide
familien-
unter-
stützende
Netzwerke
Vereinbar-
keit von
Familie und
Beruf
Anlage 2.3 DRK Interessensbekundung für Kita an der Dreifaltigkeitsschule
1366 Zeichen
Deutsches Rotes Kreuz Aus Liebe zum Menschen. DRK-Kreisverband DRK-Kreisverband Münster e.V. Zumsandestraße 25/27 48145 Münster Münster e.V. Die Kreisgeschäftsführerin Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Zumsandestraße 25/27 Frau Anna Pohl 48145 Münster Tel. 0251 37 880 Hafenstraße 30 : . Fax 0251 37 8855 48127 Münster www.DRK-muenster.de info@DRK-muenster.de Bearbeiterin Gudrun Sturm Tel. 0251 37 88 27 Fax 0251 37 88 55 9.sturm@DRK-muenster.de Münster, 06.06.2013 . . Vereinsregister VR1456 Amtsgericht Münster Ausschreibung der Trägerschaft für eine neue Kindertageseinrichtung apa ’kanse Münsterland-Ost in Uppenberg an der Dreifaltigkeitsschule Konto 57 109 Angebot zur Übernahme der Trägerschaft Ihr Zeichen: 51 12 0022 Sehr geehrte Frau Pohl, wir freuen uns über die positiven Entwicklungen im Bereich der Kindertages- stätten in Münster und beteiligen uns gerne an der Ausschreibung der Trägerschaft für eine neue Kindertageseinrichtung in Uppenberg an der Dreifaltigkeitsschule. Wir sind bereit, einen Trägeranteil von 1 % zu leisten. In unserer pädagogischen Konzeption haben wir eine Kooperation zwischen der Kindertageseinrichtung und der Grundschule zur Stärkung der Bildungs- und Erziehungsqualität berücksichtigt. Für weiterführende Gespräche stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Anlage Pädagogische Konzeption
Anlage 3.1 Educcare Bewerbung für Kita an der Dreifaltigkeitsschule
2188 Zeichen
[1] educcare educcare + Alter Markt 36-42 + 50667 Köln Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Leiterin des Amtes Frau Anna Pohl 48127 Münster Köfn, 6. Juni 2013 Interessensbekundungsverfahren für die Kindertagesstätte Uppenberg, Dreifaltigkeitsschule Sehr geehrte Frau Pohl, vielen Dank für die Zusendung der Unterlagen für das Interessensbekundungsverfahren der Kindertagesstätte an der Dreifaltigkeitsschule in Uppendorf. Hiermit möchten wir unser Interesse an der Übernahme der Trägerschaft dieser Kindertagesstätte bekunden. Den gewünschten Trägeranteil von 9% der Betriebskosten könnte educcare allerdings nicht übernehmen. Um den qualitativen Standard des educcare Bildungskonzeptes umzusetzen, wäre für die Kita eine öffentliche Förderung von 99% notwendig. Das pädagogische educcare Kurzkonzept liegt Ihnen aus vorangegangenen Bewerbungen vor. Wir setzen flexible Betreuung in unseren Kitas weitestgehend um, vorausgesetzt, dass die educcare Qualitätsstandards eingehalten werden. So werden wir den heutigen Lebenswelten von Familien gerecht und schaffen für ihre Kinder ein zweites Zuhause. In den educcare Kitas wird großer Wert auf den Übergang Kita — Schule gelegt und dieser, wenn möglich, auch durch eine enge Zusammenarbeit mit den Grundschulen im Stadtteil unterstützt. Gerne erörtern wir weitere Aspekte des Bildungskonzeptes in einem persönlichen Gespräch. educcare versteht sich mit der Übernahme von Trägerschaften als ein Mosaikstein in der Bildungslandschaft der Stadt Münster. Wir würden uns freuen, wenn wir uns mit der Übernahme der Trägerschaft der Kita an der Dreifaltigkeitsschule in die Trägerlandschaft Münsters einbringen könnten. Freundliche Grüße Iris Lategahn Projektentwicklung educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH + Alter Markt 36-42 + 50667 Köln + Telefon 0 221 466 194 00 - Fax 0 221 466 194 99 - Email info@educcare.de Bankverbindung: Sparkasse KölnBonn - BLZ 370 501 98 » Konto 144 862 850 Geschäftsführer: Marcus Bracht, Axe! Theien - AG Köln HRB 48030 - USt-Idnr DE228823572 » Beirat: Prof. Gisela Lück, Fiona Stollmann, Dr. Patrick Adenauer, Dr. Günter Bulk, Dr. Ronald Bemecker, Prof. Dr. Henning Wods
Anlage 3.4 Educcare Interessensbekundung für Kita Schmittingheide
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Le} educcare educcare + Alter Markt 36-42 » 50667 Köln Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Leiterin des Amtes Frau Anna Pohl 48127 Münster Köln, 6. Juni 2013 Interessensbekundungsverfahren für die Kindertagesstätte Mauritz-Ost, Schmittingheide Sehr geehrte Frau Pohl, vielen Dank für die Zusendung der Unterlagen für das Interessensbekundungsverfahren der Kindertagesstätte Schmittingheide in Mauritz. Hiermit möchten wir unser Interesse an der Übernahme der Trägerschaft dieser Kindertagesstätte bekunden. Den gewünschten Trägeranteil von 9% der Betriebskosten könnte educcare allerdings nicht übernehmen. Um den qualitativen Standard des educcare Bildungskonzeptes umzusetzen, wäre für die Kita eine öffentliche Förderung von 99% notwendig. Das pädagogische educcare Kurzkonzept liegt Ihnen aus vorangegangenen Bewerbungen vor. Wir setzen flexible Betreuung in unseren Kitas weitestgehend um, vorausgesetzt, dass die educcare Qualitätsstandards eingehalten werden. So werden wir den heutigen Lebenswelten von Familien gerecht und schaffen für ihre Kinder ein zweites Zuhause. In den educcare Kitas wird großer Wert auf den Übergang Kita - Schule gelegt und dieser, wenn möglich, auch durch eine enge Zusammenarbeit mit den Grundschulen im Stadtteil unterstützt. Gerne erörtern wir weitere Aspekte des Bildungskonzeptes in einem persönlichen Gespräch educcare versteht sich mit der Übernahme von Trägerschaften als ein Mosaikstein in der Bildungsiandschaft der Stadt Münster. Wir würden uns freuen, wenn wir uns mit der Übernahme der Trägerschaft der Kita Schmittingheide in die Trägerlandschaft Münsters einbringen könnten. Freundliche Grüße ef KrR? Iris Lategahn Projektentwicklung sduccare Bildungskindertagesstätten gGmbH + Alter Markt 36-42 + 50667 Köln + Telefon 0 221 466 194 00 » Fax 0.221 466 194 99 - Email info@educcare.de Bankverbindung: Sparkasse KölnBonn - BLZ 370 501 98 + Konto 144 862 950 Geschäftsführer: Marcus Bracht, Axel Thelen - AG Köln HRB 48030 - USt-Idnr DE226823572 + Beirat: Prof. Gisela Lück, Fiona Stollmann, Dr. Patrick Adenauer, Dr. Günter Bulk, Dr. Ronatd Bernscker, Prof. Dr. Henning Wode
Anlage 6.2 OUTLAW Interessensbekundung KIta an der Dreifaltigkeitsschule
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Wir finden den Weg. Gemeinsam. law Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe sGmoH RL OUTLAW Geselschaft für Kinder- und Jugendhife g6mbH « An der Germanis Brauerei 6- 8 - 48159 Münster R egi on West An der Germania Brauerei 6 - 8 . 48159 Münster Stacit Münster \ f Tel. 02 51/28 92 38-0 Amt für Kinder, Jugendliche und Familien j Fax 02 51 /28 92 38-69 Anna Pohl j www.outlaw-jugendhilfe.de Hafenstraße 30 resion-west@outlaw-iugenchilfe,de 48145 Münster Münster, 4.06.2013 Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung in Uppenberg an der Dreifaltigkeitsschule Sehr geehrte Frau Pohl, gerne möchten wir unser Engagement im Bereich der Kindertagesbetreuung in Münster ausweiten und übersenden Ihnen unsere Bewerbungsunterlagen für die Kindertageseinrichtung in Uppenberg an der Dreifaltigkeitsschule. Wir sind bereit einen Trägeranteil von voraussichtlich 1,5 % zu leisten. Wir freuen uns mit unserem Konzept Ihr Interesse zu wecken und hoffen auf eine positive Rückmeldung. Für weitere Informationen und Gespräche stehen wir Ihnen selbstverständlich zur Verfügung. 4 Mit freundlichen Grüßen Dr. Fri Höfener Geschäftsführer Region West 1 . Geschäftsführer: Theodor Boomgaarden DER PARITÄTISCHE Amtsgericht Steinfurt - Handelsregisternummer: HRB 2853 UNSER SPITZENVERBAND Bankverbindung: Bank für Sozialwirtschaft Köln - BLZ 370 205 00 . Kto 7082 100
Anlage 6.3 OUTLAW Konzept für Kita an derDreifaltigkeitsschule
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Bewerbung für die Trägerschaft der Kindertagseinrichtung in Uppenberg an der Dreifaltigkeitsschule Kindertagseinrichtung in Uppenberg 2 Inhaltsverzeichnis 1. Vorstellung des Trägers Seite 3 1.1 Die OUTLAW gGmbH Seite 3 1.2 Kita&More Seite 3 2. Pädagogisches Konzept Seite 5 2.1 Situationsorientierter Ansatz Seite 5 2.2 Partizipation Seite 5 2.3 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft Seit e 6 2.4 Eingewöhnung und Gestaltung von Übergängen Seite 6 2.5 Integration/Inklusion Seite 7 2.6 Sprachförderung Seite 8 2.7 Spielend lernen Seite 8 2.8 Bewegung Seite 9 2.9 Sozialraumorientierung Seite 9 2.10 Geschlechterorientierung Seite 10 3. Flexible Betreuungszeiten Seite 10 4. Raumkonzept Seite 11 Kindertagseinrichtung in Uppenberg 3 1. Vorstellung des Trägers 1.1 OUTLAW gGmbH Die OUTLAW gGmbH – das sind bundesweit mehr als 150 Teams und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, in denen über 3.500 Kinder Jugendliche und Familien Unterstützung und Beratung erfahren. „OUTLAW“ – so hieß der Zweimastschoner, mit dem all es begann und der als Namensgeber für unser 1987 gegründetes Unternehmen fungierte. Auf dem Sch iff – und in zwei Wohngruppen im Raum Greven – wurden damals als besonders schwierig gelt ende Jugendliche betreut. Der Name steht seit Beginn für unser Bemühen, Kinder und Jugendlichen sowie deren Familien zu ihrem Recht zu verhelfen. Und zwar gerade dann, wenn sie sich in schwierigen Lebenssituationen befinden. Gewachsen aus dem Tätigkeitsfeld der Erzieherischen Hilfen hat sich eine Firmengruppe mit einem breiten Angebotsspektrum entwickelt, deren weitere tragende Säule die Kindertagesbetreuungsangebote sind. Ein Blick auf d ie aktuellen Angebote zeigt, dass die Einrichtung seit ihrer Gründung mit dynamischen Entwicklungs- un d Veränderungsprozessen lebt. In diese Prozesse sind sowohl die Erfahrungen eingeflossen, die die MitarbeiterInnen in ihrer Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien gemacht haben, als auch v eränderte gesellschaftliche Bedingungen und daraus resultierende Anforderungen an die Kinder- u nd Jugendhilfe, die Einflüsse auf die Rahmenbedingungen der Arbeit haben. Die OUTLAW gGmbH ist ein bundesweit anerkannter frei er Träger der Kinder- und Jugendhilfe und Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband. 1.2 Kita&More Die Angebote im Bereich der Kindertagesbetreuung sind bei OUTLAW unter der Überschrift Kita&More zusammen gefasst. In der Region West begann unser E ngagement im Bereich der Kindertagesbetreuung im Jahr 2007 mit der Übernahme der Kita Gescherweg in Münster. Seither ist dieses Arbeitsfeld kontinuierlich gewachsen durch d ie Übernahme weiterer Kitas und den Bau neuer Einrichtungen in OUTLAW Trägerschaft. Kindertagseinrichtung in Uppenberg 4 In Münster und im Münsterland sind wir an folgenden Standorten vertreten: Sprakel, Wolbeck, Ostbevern-Brock, Ochtrup, Altenberge (ab August 2013) und Ostbevern (ab August 2013). Unsere Angebote beziehen sich immer auf die jeweiligen Bedingungen vor Ort, also auf die Bedarfe der Kinder und Eltern, den Sozialraum, die Vorstellung der Partner in Politik, Wirtschaft und Verwaltung, die Kooperationsmöglichkeiten, die unterschiedlichen Traditionen, die es in der Kindertagesbetreuung gibt. Kita & More steht nicht nur für die Betreuung von Kindern in K indertageseinrichtungen, sondern umfasst alle Angebote frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung. Diese Angebote wirken in den Sozialraum hinein und richten sich konsequent nach den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Eltern. Kita & More unterstützt Familien bei Problemen nach individuel len Lösungen zu suchen und begleitet deren Umsetzung. Kita & More ist Partner für Eltern, Kommunen und andere Einric htungen. Im Vordergrund steht für uns die Lösung von Problemen, im Sinne der Erfüllung von Bedarfen, gleichgültig wer die Unterstützung anbietet. Kita & More engagiert sich im Sozialraum und arbeitet in Netzw erken und Gremien mit. Die aktuellen Fachdiskussionen fließen in unsere Arbeit mit ein. Wir stehen für eine fachlich qualifizierte Frühkindpädagogik. Kita & Mor e steht für eine moderne Kinderbetreuung. Bei Planu ng und Finanzierung von neuen Einrichtungen kennen wir uns aus, Baumaßnahmen führ en wir in Kooperation mit den Kommunen und anderen zu beteiligenden Institutionen so eigenständig wie möglich durch. Kindertagseinrichtung in Uppenberg 5 2. Pädagogisches Konzept Die pädagogische Arbeit in unseren Einrichtungen ori entiert sich an den gesetzlichen Grundlagen gemäß KiBiz und an der Bildungsvereinbarung NRW. Die dort beschriebenen Inhalte und Bildungsbereiche fließen in unsere Arbeit ein und f inden Berücksichtigung bei der Konzeptentwicklung. Das pädagogische Konzept einer Kindertageseinrichtun g ist für uns ein wesentliches Qualitätsmerkmal. Es spiegelt die pädagogische Grundorientierung der Einrichtung wider, mit der sie dem Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag besondere Wirkung verleiht. 2.1 Situationsorientierter Ansatz Wir arbeiten in unseren Kindertageseinrichtungen ge mäß des Situationsorientierten Ansatzes. Bei dem Situationsorientierten Ansatz steht für uns das Kind mit seinen individuellen Bedürfnissen im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit. Die ErzieherInnen beobacht en das Kind in seinen sensiblen Entwicklungsphasen und stimmen die pädagogischen An gebote darauf ab. Aus diesen Beobachtungen entwickeln sich Projekte, die themati sch in der Gruppe erarbeitet werden. Sach- und Fachgebiete werden auf diese Weise vertieft und dem Kind nahe gebracht. Unter der Einbeziehung der verschiedenen Kompetenzen (Sachkompetenz, Sozia lkompetenz und Selbstkompetenz), Sprache, mathematische Grundlagen sowie Wahrnehmung sbereiche und Motorik, wird die ganzheitliche Förderung des einzelnen Kindes unterstützt, begleitet und gesichert. Durch diesen Ansatz lernen die Kinder, Erlebnisse un d Erfahrungen aus ihrem Alltag zu verstehen und zu verarbeiten. In künftigen Lebenssituationen sind sie in der Lage, diese mit Kompetenz und Verantwortungsgefühl zu bewältigen. 2.2 Partizipation Eine konsequente Beteiligung der Kinder und Mitbest immungsmöglichkeiten für sie sind zentrale Anliegen in unseren Kitas. Beteiligungsprozesse för dern die Entscheidungsfähigkeit, das Verantwortungsbewusstsein, die Kommunikationsfähigk eit und die Problemlösekompetenz. Partizipation bedeutet im Kita-Alltag immer wieder eine Herausforderung, weil unterschiedliche Interessen verhandelt werden müssen und Grenzen neu festgelegt werden müssen. Kindertagseinrichtung in Uppenberg 6 Die Aushandlungsprozesse stärken das Gemeinschaftsgefühl und bringen den Mädchen und Jungen demokratisches Handeln näher. 2.3 Bildungs- und Erziehungspartnerschaften Das Ziel der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft m it den Eltern ist das gemeinsame Engagement für das Kind, der vereinte Blick auf die Entwicklung un d den Bildungsstand des Kindes und der regelmäßige Austausch mit ihnen und allen beteiligt en Fachkräften. Dies soll ermöglichen, die Kompetenzen und das Wohl des Kindes optimal zu unte rstützen. Wir achten besonders darauf die elterliche Kompetenz nicht mit unserem professionel len Erziehungs- und Bildungsauftrag und unseren fachlichen pädagogischen Kompetenzen in Konkurrenz zu setzen. Eltern sollen bei der Erziehung ihrer Kinder entlas tet und unterstützt werden. Wir beraten sie in Erziehungsfragen und lassen sie in schwierigen Situ ationen (z.B. bei Erkrankung der Kinder, ungewöhnlichen Arbeitszeiten oder prekären familiär en Situationen) nicht alleine. Wir orientieren uns an den Bedürfnissen der Familien und entsprechen na ch Möglichkeit den Wünschen und Bedarfen hinsichtlich der Gestaltung der Angebote. Eine erfolgreiche Bildungs- und Erziehungspartnerschaft bedeutet für uns: Aktive Teilhabe von Eltern Aktives Zusammenwirken von pädagogischen Fachkräften und Eltern Familienberatung und Familienbildung Aufbau und Nutzung von Netzwerken 2.4 Eingewöhnung und Gestaltung von Übergängen Jeder Übergangsprozess bedeutet für das Kind und se ine Familie eine große Herausforderung. Es müssen Strategien entwickelt werden, um mit dem Neu en, Unbekannten umgehen zu können. Folgende Übergänge sind innerhalb unserer Einrichtungen relevant: Von der Familie in die Kindertageseinrichtung Von der Kindertagespflege in die Kindertageseinrichtung Innerhalb der Kindertageseinrichtung in eine andere (Alters-)Gruppe Von der Kindertageseinrichtung in die Schule Kindertagseinrichtung in Uppenberg 7 Für viele Kinder und Eltern ist der Eintritt in die Kita oftmals die erste Trennungserfahrung, die sie machen. Deshalb ist es uns wichtig für einen guten, sicheren Start in die neue Lebensphase der Kinder zu sorgen. An Schnuppertagen können sich Eltern, di e auf der Suche nach einer Kita sind, unsere Einrichtungen ansehen. Der Eingewöhnungszeit wird be sonders viel Aufmerksamkeit gewidmet. Mit Respekt, Anerkennung und Wertschätzung des Kindes u nd seiner Familie, wenden sich die ErzieherInnen den „neuen“ Kindern in der Kita zu. S icherheit, das Gefühl angenommen zu sein, Geborgenheit und Vertrauen sowie ein geregelter Tagesablauf und Rituale, helfen den Kindern, sich auf Neues einzulassen und sich die Welt anzueignen. Während der gesamten Eingewöhnungszeit werden die Kinder und ihre Eltern/ Bezugspersonen kontinuierlich von einer/m ErzieherIn begleitet. Wir arbeiten dabei mit dem „Berliner Eingewöhnungsmodell“. Neben dem Wechsel innerhalb der Einrichtung, von de m Kinder ebenfalls betroffen sein können, ist der Übergang von der Tageseinrichtung in die Grunds chule ein weiterer bedeutender Prozess, dem wir viel Beachtung zukommen lassen. Im Mittelpunkt steht dabei das Kind mit seiner individuellen Entwicklungs- und Bildungsbiografie, mit seinen Kompetenzen und Stärken. Daher halten wir eine enge, kontinuierliche Kooperation mit der jeweils zuständ igen Grundschule diesbezüglich für unerlässlich. In unseren Augen nutzt die Grundschule idealer Weise d ie Informationen, die sie aus der Bildungsdokumentation, dem Austausch mit Fachkräfte n der Einrichtung sowie den Eltern gewinnen kann und setzt mit der Förderung und Begleitung des weiteren Lernprozesses an dieser Stelle an. Aufgrund der Nähe zur Dreifaltigkeitschule werden wi r zu dieser Schule eine besonders enge Kooperation pflegen, mit dem Ziel die Bildungs- und Erziehungsqualität zu stärken. 2.5 Integration/Inklusion Die integrative pädagogische Arbeit und Haltung hat bei OUTLAW eine lange Tradition. Schon die ersten Projekte basierten auf dem Grundwert angemessene Teilhabe zu ermöglichen. Im Alltag unserer Kindertagseinrichtungen begegnen sich Kinder unterschiedlichen Alters und Geschlechts, Kinder mit und ohne Behinderung sowie unterschiedlicher Kulturen, Religionen, sozialer und ethnischer Herkunft und Nationalität. Die Mädche n und Jungen erleben im täglichen Miteinander ganz selbstverständlich, dass Menschen verschieden sind. Das Erleben von Unterschiedlichkeiten ist von unschätzbarem Wert für ihre Entwicklung. In der frühen Sozialisation werden die Grundsteine gelegt für den Umgang mit Vielfalt, für den Respekt gegenüber Menschen, die sich von uns unterscheiden, für die Entdeckung von Gemeinsamkeiten. Kindertagseinrichtung in Uppenberg 8 Dafür ist eine Pädagogik unabdingbar, die die Teilha be aller Kinder, ihre individuellen Ausgangslagen und Lernstrategien wie ihre gemeinsame Sozialisation mit anderen Kindern im Auge hat. 2.6 Sprachförderung Sprachförderung ist ein selbstverständlich in die a lltägliche pädagogische Arbeit integriertes Element und kommt allen Kindern zugute und nicht nur den Ki ndern, die einer weiteren Unterstützung und besonderen Förderbedarf ihres Sprachvermögens bedür fen. Sie verlangt eine differenzierte Vorgehensweise, die individuelle Unterschiede der K inder berücksichtigt und Besonderheiten des Lebensumfeldes mit beachtet. Dies bedeutet für uns, dass die Ansatzpunkte zur Sprachförderung von Kind zu Kind unterschiedlich sein können. Anknüpfungspunkte hierfür bekommen die ErzieherInne n, indem sie viel Wissen über die aktuelle und allgemeine Lebenssituation eines Kindes gewinnen. Er fahren Kinder ein echtes Interesse an ihren Bedürfnissen, Fragen, Entdeckungen und Erfahrungen, werden sie sich mitteilen wollen und dabei zugleich Sprache üben. Daher ist uns besonders wicht ig, dass die ErzieherInnen eine vertrauensvolle Beziehung zu den Kindern aufbauen, die es den Mädch en und Jungen ermöglicht und motiviert, ihren Wortschatz zu erweitern, um noch besser verstanden zu werden. Das Sprachförderung für uns ein wichtiges Anliegen ist, zeigt sich auch daran, dass unsere Münsteraner Kitas Gescherweg, Sprakel und Holtrode Teile der Bu ndesinitiative „Schwerpunkt Kita Sprache & Integration“ sind. Die Kita Gescherweg hat sich dara uf aufbauend erfolgreich als „Konsultationskita“ beworben und dient damit anderen Einrichtungen als Modell für die bewusste Gestaltung der sprachpädagogischen Arbeit mit Kindern im Alter bis zu drei Jahren. 2.7 Spielend lernen Wir fördern alle Kinder in der Entwicklung zu eigen ständigen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten, indem wir ihnen entsprechende Spi el- Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten anbieten. Hierzu zählen großzügig gestaltete Spiel- und Erprobungsräume sowie gruppenübergreifende und ergänzende Angebote. Durch das Spiel werden Lernprozesse angeregt, und Kompetenzen, wie z.B. Kommunikationsfähigkeit, Selbstbewusstsein, Entscheidungsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Konfliktfähigkeit gestärkt. Kindertagseinrichtung in Uppenberg 9 In diesem Sinne begreifen wir das Spiel als eine Form von Bildung. Die kognitive und sozial-emotionale Entwicklung sowie die Kreativität und Sprachentwicklung des Kindes werden von der Vielfältigkeit der Spielmöglichkeiten entscheidend beeinflusst. Kinder brauchen Bedingungen, die ihnen ein intensives Spielen erlauben und Menschen, die sich als aktive MitspielerInnen von Kindern verstehen. Beides bieten wir den Mädchen und Jungen in unseren Kindertagseinrichtungen. 2.8 Bewegung Das Kind erschließt sich seine Welt durch Bewegung. Bewegung hat grundlegenden Einfluss auf die Gesamtentwicklung der Mädchen und Jungen: Bewegen f ördert die Intelligenz und hat auch Auswirkungen auch die Sprachentwicklung, Denkfähigkeit und Psychomotorik. Bewegungserziehung ist nicht nur auf eine Förderung der motorischen Entwicklung ausgerichtet, sondern sie unterstützt das Kind in seiner emotiona len, sozialen, geistigen und körperlichen Entwicklung. Gerade weil wir wissen, dass Kinder he ute mit unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen und Vorerfahrungen in die Kindertag eseinrichtung kommen, wie z.B. Bewegungsarmut, fehlende Freiräume, ausschweifender Medienkonsum, unausgewogene Ernährung, sehen wir uns im Sinne einer umfassenden Gesundheit sprävention verpflichtet, Bedingungen zu schaffen, die Kinder zur Bewegung anregen und somit in allen Entwicklungsbereichen fördern. Wir bieten den Kindern eine angemessene Umgebung, um ihrem Bewegungsdrang nachzukommen. Zum Bewegungskreislauf gehört neben Anspannung auch Entspannung. Die Kinder können sich jederzeit zurückziehen und Entspannung erleben, z.B . in Traumstundenzeiten oder bei Körperwahrnehmungsspielen. 2.9 Sozialraumorientierung Ausgehend von inhaltlichen, konzeptionellen und str ukturellen Grundsätzen zeichnet sich OUTLAW insbesondere durch das Prinzip kontextbezogener Konz eption aus. Dies bedeutet, dass sich unsere Angebote immer auf die jeweiligen Bedingungen vor Ort beziehen. Kindertagseinrichtung in Uppenberg 10 Die sozialräumliche Orientierung ist uns wichtig, da die Kindertageseinrichtungen und deren Angebote in ihrem jeweiligen Stadtviertel verortet sind. Es gehört zu unseren Aufgaben, die Kinder mit ihrer räumlichen Umgebung vertraut und diese altersgerech t begreifbar zu machen. Die Ressourcen des Stadtteils sind dabei ein wichtiger Baustein der Arbeit. Wir verstehen unsere Kindertageseinrichtungen als m oderne Service-Zentren für Familien. So gibt es Eltern-Cafés, Elternberatung, Kinder-Elternnachmitt age, Workshops und Kurse zu familienspezifischen Themen, Familientrödel usw. 2.10 Geschlechterorientierung Wir fördern die Gleichstellung von Mädchen und Jung en und berücksichtigen die spezifischen Entwicklungsaufgaben. Geschlechterdifferenzierte Pä dagogik bietet Möglichkeiten, die eigene Geschlechteridentität kennen zu lernen und Rollenkl ischees zu hinterfragen. Um dies zu gewährleisten streben wir einen deutlich höheren von männlichen Fachkräften an. Informationen für Eltern richten sich bewusst an Mü tter und Väter, denn sie sind beide für die Erziehung ihrer Kinder zuständig und eingeladen, di e Arbeit und den Alltag in der Kindertagseinrichtung mitzugestalten. 3. Flexible Betreuungszeiten In unseren Einrichtungen richten wir die Betreuungs - und Öffnungszeiten am Bedarf der Familien und gleichzeitig am Kindeswohl aus. Allen Kindern und Familien gewährleisten wir ein fachlich pädagogisches Betreuungsangebot, mit guter Qualität, unabhängig von der gebuchten Betreuungsze it. Wir bieten den Eltern flexible Buchungsmöglichkeiten und ein verlässliches Betreuu ngsangebot, dass es ihnen ermöglicht Beruf und Familie gut miteinander zu vereinbaren. Die Kita wird ganzjährig geöffnet sein, auch während der Ferienzeit halten wir eigene Feriengruppen vor. Gleichwohl legen wir viel Wert darauf, dass je des Kind im Verlauf des Jahres mindestens zwei Wochen Urlaub von der Kita hat. Kindertagseinrichtung in Uppenberg 11 4. Raumkonzept Für die Kinder ist die Tageseinrichtung ein täglich er Lebensraum, in dem sie spielen, essen, mit Freunden zusammen sind oder einen persönlichen Rückzugsraum finden. Bei der Förderung frühkindlicher Bildungsprozesse s pielt die räumliche Umgebung eine wesentliche Rolle. Denn Räume, sowohl Innen- wie auch Außenräume , wirken auf Kinder unmittelbar und nachhaltig. Wenn Gestaltung und Ausstattung kindlic he Bedürfnisse berücksichtigen, können sie die Entwicklung der Mädchen und Jungen fördern, Neugier wecken und vielfältige Anregungen geben. Gleichzeitig können Räume eine angenehme Atmosphäre vermitteln, die den Kindern Schutz und Geborgenheit bieten. Um zu erreichen, dass die Räume allen Lebensbedürfni ssen gerecht werden, müssen sie einerseits bestimmten Funktionen Rechnung tragen, andererseits aber Flexibilität, etwa durch bewegliche Elemente ermöglichen, um z.B. an die mit dem Alter veränderten Interessen, oder auch für Kinder mit einem Handicap, angepasst werden können. Sie sollte n übersichtlich sein, aber doch Vielfalt ermöglichen. Sie sollen geschützte Bereiche (Nische n) für die Jüngsten, für ihre Einzelaktivitäten und Spiele zu zweit oder dritt bieten, die anspruchsvol len Tätigkeiten der älteren Kinder von Störungen abschirmen und gleichzeitig auch Raum geben, für di e gesamte Gruppe. Diese Anforderungen berücksichtigen wir bei der Gestaltung der Räume.
Anlage 1.1 AWO Bewerbung
1393 Zeichen
A] On. StR . SAT we? Unterbezirk aA hl Münsterland- Ss 1 AW 0 Recklinghausen AWO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen - Clemensstraße 2 - 4 - 45699 Herten Geschäftsstelle Herten Stadt Münster j BE . — Clemensstraße 2 - 4 Amt für Kinder, Jugendliche und Familien‘. ; ar | 45699 Herten Frau Pohl u | 48127 Münster Tel.: 02366/10910 Fax: 02366/109160 ihre Zeichen / Ihr Schreiben vom Unsere Zeichen Durchwahl E-Mail Datum -13 u.brueggenhorst@awo-msi-re.de 27.06.2013 Ausschreibung Trägerschaft für neue Kindertageseinrichtungen in Münster Sehr geehrte Frau Pohl, wir möchten Ihnen verbindlich erklären, dass wir unser Angebot zur Übernahme einer der beiden Kindertageseinrichtung in Münster aufrechterhalten. Prioritär interessieren wir uns für die Kita Schmittingheide. Wie wir Ihnen bereits darlegten, können wir keinen Trägeranteil übernehmen, bieten Ihnen jedoch an, 125.000 € aus der Rücklage für die Erstausstattung der Kita einzubringen. Wir freuen uns über einen positiven Bescheid. Mit freundli da Uwe Hildebrandt en Grüßen Geschäftsführer Vorsitzender: Mitglied im AWO-Bezirksverband Eintrag unter VR 1598 Von der Körperschaftssteuer Christian Bugzel Westliches Westfalen e.V. Amtsgericht Dortmund befreit. Gemäß 5 5(1) Nr. 9 KStG Geschäftsführer: Geschäftsführer: Steuer-Nr. 3597573173679 als gemeinnützig anerkannt. Uwe Hildebrandt Wolfgang Altenbernd Finanzamt Marl
Anlage 2.1 DRK Bewerbung für Kita an der Dreifaltigkeitsschule
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Aus Liebe zum Menschen. DRK-Kreisverband Münster e.V. Zumsandestraße 25/27 48145 Münster Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Frau Anna Pohl Hafenstraße 30 48127 Münster Münster, 18.07.2013 Ausschreibung der Trägerschaft für eine neue Kindertageseinrichtung in Uppenberg an der Dreifaltigkeitsschule Angebot zur Übernahme der Trägerschaft Ihr Zeichen: 51 12 0022 Sehr geehrte Frau Pohl, für Ihr Interesse an unserer Bewerbung und das freundliche Gespräch am 04.07.2013 herzlichen Dank. Der DRK-Kreisverband Münster e.V. ist gerne bereit, die Trägerschaft für die neue Kindertageseinrichtung in Uppenberg an der Dreifaltigkeitsschule zu übernehmen und einen Trägeranteil von 1,5 % zu leisten. Für Fragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Mit ffeundlichem Gruß Deutsches Rotes Kreuz DRK-Kreisverband Münster e.V. Die Kreisgeschäftsführerin Zumsandestraße 25/27 48145 Münster Tel. 0251 37 880 Fax 0251 37 8855 www.DRK-muenster.de info@DRK-muenster.de Bearbeiterin Gudrun Sturm Tel. 0251 37 88 27 Fax 0251 37 88 55 9.sturm@DRK-muenster.de Vereinsregister VR1456 ‚Amtsgericht Münster Sparkasse Münsterland-Ost BLZ 400 501 50 Konto 57 109
Anlage 3.3 Educcare Bewerbung für Kita Schmittingheide
926 Zeichen
am educcare educcare + Alter Markt 38-42 - 50687 Köln Stadt Münster ‚Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Leiterin des Amtes Frau Anna Pohl 48127 Münster Köln, 1. Juli 2013 Interessensbekundungsverfahren an der Kindertagesstätte Schmittingheide, Mauritz Sehr geehrte Frau Pohl, ich möchte hiermit unsere Interessensbekundung für die Kita an der Schmittingheide, Mauritz unter den genannten Bedingungen bestätigen. Freundliche Grüße as N Iris Latega Projektentwicklun: eduecare Bildungskindertagesstätten gGmbH + Alter Markt 36-42 » 50667 Köln + Telefon 0 221 466 194 00 + Fax 0 221 466 194 99 - Email info@educcare.de Bankverbindung: Sparkasss KölnBonn » BLZ 370 501 38 + Konto 144 862 350 Geschäftsführer: Marcus Bracht, Axel Thelen + AG Köln HRB 48030 + USt-Idnr DE226823572 - Beirat: Prof. Gisela Lück, Fiona Stollmann, Dr. Patrick Adenauer, Dr. Günter Bulk, Dr. Ronald Bernecker, Prof. Dr. Henning Wode
Anlage 4.2 Evangelischer Kirchenkreis Interessensbekundung
2369 Zeichen
Ev. Kirchenkreis Münster - Postfach 3046 + 48016 Münster Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Hafenstraße 30 48153 Münster Münster, 05. Juni 2013 Ausschreibung der Trägerschaft für die neue Kindertageseinrichtung in Mauritz-Ost, Schmittingheide Sehr geehrte Frau Pohl, sehr geehrte Damen und Herren, vielen Dank für Ihr Schreiben zur o.g. Trägerausschreibung. Hiermit bekunden wir Ihnen unser Interesse an der Übernahme der Kindertageseinrichtung Schmittingheide in Mauritz-Ost und bewerben uns um die Trägerschaft. Nachdem der Evangelische Kirchenkreis Münster mit der Einführung des Kinderbildungsgesetzes NRW im Jahr 2008 die Trägerschaft für inzwischen 14 Kindertageseinrichtungen übernommen hat und sich mit diesen am Ausbau und der Weiterentwicklung der Kindertagesbetreuung in Münster beteiligt, würden wir uns freuen, die Trägerverantwortung für eine neue Kindertageseinrichtung übernehmen zu können. Eine qualifizierte pädagogische Arbeit mit Kindern und Familien, die Kooperation und Vernetzung im Stadtteil sowie die Einbindung von Bausteinen der flexiblen Kindertagesbetreuung im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind für uns selbstverständlich. Auch für eine neue Kindertageseinrichtung würden wir von einer Personal- besetzung ausgehen, die entsprechend dem KiBiz NRW die Freistellung der Leitung berücksichtigt. Die fachliche Begleitung und Weiterentwicklung ist durch Fachberatung und regelmäßige Fortbildungen gewährleistet. Tageseinrichtungen für Kinder Evangelischer Kirchenkreis Münster Tageseinrichtungen für Kinder An der Apostelkirche 3 48143 Münster Postfach 3046 Auskunft erteilt: Sabine-Busch-Böckmann Ruf (02 51) 510 28 460 Fax (02 51) 510 28 9 460 sabine.busch- boeckmann@ev- kirchenkreis-muenster.de Eine Vorstellung des Evangelischen Kirchenkreises Münster als Träger von Kindertageseinrichtungen, Bausteine für die pädagogische Konzeption sowie unsere Möglichkeiten zur Übernahme des Trägeranteils sind in der beigefügten Bewerbung aufgezeigt. Wir hoffen, in das Gespräch über die Trägerentscheidung mit einbezogen zu werden und verbleiben mit freundlichen Grüßen (Sabine Busch-B: ) Anlagen: «e Bewerbung mit Konzeptbausteinen für die neue Kindertageseinrichtung « Leitbild und Qualitätsentwicklung der Kindertageseinrichtungen und Familien im Evangelischen Kirchenkreis Münster
Anlage 3.5 Educcare Konzept
60703 Zeichen
Kurzkonzept
educcare Bildungs- und Betreuungskonzept
Kurzfassung für Eltern
2
3
INHALT
1. educcare – Selbstverständnis und Verantwortung
1.1 Zweites Zuhause für Kinder und Eltern 8
1.2 Elementare Bildungseinrichtung 9
2. Erziehungs- und Bildungsziele
2.1 Definition und Verständnis 10
2.2 Schatzkiste der Kompetenzen 10
2.3 Klassische Bildungsbereiche 15
3. Wege zum Ziel
3.1 Wie Kinder die Welt erfassen 22
3.2 Methodisches Vorgehen 25
3.3 Exkurs – eine von vielen Möglichkeiten 29
4. Wege sicherstellen
4.1 educcare Bildungskindertagesstätten –
Qualität und Gewissheit 30
4.2 educcare als Träger –
Verbindlichkeit und Sicherheit 34
4.3 educcare und Eltern –
gemeinsam Verantwortung tragen 36
5. Dynamik der Konzeption 37
6. Kontakt und Verantwortlichkeiten 38
4
EIN KIND IST,
WAS IN IHM STECKT
5
EINIGE WORTE VORWEG
Kinder sind Forscher, Erfinder, Entdecker, Dichter, Musiker und Maler, Wortak-
robaten und Philosophen, Physiker und Mathematiker. Sie stellen eine Menge
an, ihren Wissensdurst zu stillen und stürzen sich mit Wagemut und einge-
schaltetem Turbo in das tägliche Abenteuer der Entd eckung ihrer Welt. Eine
Vorstellung von Ursache und Wirkung erhalten bereit s Säuglinge, wenn sie
eine Rassel durch Strampeln in Bewegung bringen. Wa hre Höchstleistungen
vollbringen sie, aus den unzähligen Lauten der ande ren sinnvolle Silben- und
Wortkombinationen zu erfinden. Vergnüglich kommenti eren sie Flugbahnen
und Fallgeschwindigkeiten, wenn sie Dinge durch die Gegend werfen. In ihren
Köpfen führen Versuch und Irrtum zu immer neuen Her ausforderungen.
Spielend sammeln sie Erkenntnisse in der Badewanne zu Schwimmen und
Sinken und - nicht immer zum Vergnügen der Erwachse nen - zur Wasserver-
drängung. Mit Leidenschaft nehmen sie einen Wecker auseinander oder
unterziehen die neue Puppe einer dringenden Operati on. Kinder lieben es,
Dinge in ihre Bestandteile zu zerlegen, sie zu unte rsuchen und aus ihren
Forschungsergebnissen überraschende und überzeugend e Schlussfolgerun-
gen zu ziehen. Sie demonstrieren uns täglich: „Hier bin ich und so ist die Welt!“
Und all dies tun sie ab ihrem ersten Schrei unabläs sig auf ihre ganz individuelle
Art und Weise – so vielfältig und unterschiedlich w ie Kinder nun mal sind.
Einfach nicht vergleichbar.
Dieses Bild vom Kind ist eine Herausforderung für u ns Erwachsene. Es
verlangt von uns, die Individualität eines jeden Ki ndes bedingungslos anzuer-
kennen und ihr gerecht zu werden. Wir müssen mit ih m ab Geburt auf die
rasante Entdeckungsreise gehen und gleichzeitig Lie be und Schutz gewähren,
damit es sich von den „Strapazen“ des Weltentdecken s immer wieder in
unseren Armen erholen kann.
Eine großartige und verantwortungsvolle Aufgabe für alle Beteiligten - für Eltern
und das educcare Team gemeinsam.
Mit dem vorliegenden educcare Bildungs- und Betreuu ngskonzept möchten wir
Ihnen unser Verständnis darlegen, welches Bild wir von den Kindern haben,
welche Bedeutung wir der frühkindlichen Bildung für eine glückliche und selbst-
bestimmte Zukunft beimessen und welche Verantwortun g wir für uns daraus
ableiten.
Damit wollen wir Sie bei der wichtigen Entscheidung unterstützen, ob educcare
der richtige Partner für Ihr einzigartiges Kind und Sie ist.
Hier bin ich und so
ist die Welt
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1 EDUCCARE - SELBSTVERSTÄNDNIS UND VERANTWORTUNG
Kinder, Eltern, Erzieherinnen, engagierte Arbeitgeb er sowie innovative
Jugendämter stellen berechtigterweise hohe Anforder ungen an Kindertages-
stätten. Diese Anforderungen begründen unser Selbstverständnis:
educcare Bildungskindertagesstätten sind für Kinde r und Eltern ein
zweites Zuhause
sie verstehen sich als elementare Bildungseinricht ung
sie unterstützen Eltern partnerschaftlich bei der Erziehung und der
Vereinbarkeit von Beruf und Familie
sie leisten einen wesentlichen Beitrag zur Aufwert ung und
Weiterentwicklung des Erzieherinnenberufes
sie tragen gesellschaftspolitische / gemeindliche Verantwortung
Das den educcare Bildungskindertagesstätten zugrund eliegende Bildungs- und
Betreuungskonzept basiert auf dem aktuellen Stand d er Bildungsforschung und
der besten Praxis in nationalen und internationalen Kindertagesstätten. Dies
bedeutet, dass die Bestandteile des Konzeptes wisse nschaftlich gesichert und
in der Praxis erfolgreich erprobt sind. Theoretisch e Grundlagen bilden z. B.
aktuelle entwicklungspsychologische
und lerntheoretische Erkenntnisse aus
der Neurobiologie und Neurophysiologie sowie aus de n Erziehungswissen-
schaften.
Die Tatsache, dass Kinder zwischen 2.500 und 10.000 wache Stunden bis zur
Einschulung in der Tagesstätte verbringen und in ih ren ersten sechs
Lebensjahren vielfältige und in Teilen einmalige En twicklungsmöglichkeiten
und –chancen haben, unterstreicht die Notwendigkeit fundierter Praxis.
Wir verstehen die Vorschulzeit ausdrücklich als prä gende Bildungszeit und
schätzen sie in ihrer Bedeutung für das spätere Leb en und Lebensglück
mindestens ebenso hoch ein wie die darauf folgenden (Bildungs)Jahre.
Gerade vor dieser Bedeutung setzt sich educcare – u nterstützt von seinem Bei-
rat – für einen Zugang unabhängig von Herkunft, Ein kommen und Religion ein.
Hochwertige Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten müssen allen Kindern
offen stehen.
Die Tatsache, dass
Kinder bis zu 10.000
Stunden in der Tages-
stätte verbringen
unterstreicht die Not-
wendigkeit fundierter
Praxis
Hochwertige Bildungs-
und Entwicklungs-
möglichkeiten müssen
allen Kindern
zugänglich sein
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Das educcare Konzept ist ein verbindlicher Orientie rungsrahmen für die
pädagogische Arbeit in der einzelnen educcare Bildu ngskindertagesstätte.
Damit wird Sicherheit für alle Beteiligten erzeugt – für Kinder und Eltern, für
Erzieherinnen und für den Träger.
Beispiele für die Verbindlichkeit sind die laufende Beobachtung und Dokumen-
tation der Entwicklung eines jeden Kindes, der kont inuierliche Austausch mit
den Eltern über die individuelle Entwicklung und di e pädagogischen Angebote
sowie auf Mitarbeiterseite regelmäßige Entwicklungs gespräche und intensive
Fort- und Weiterbildung.
Dem einzelnen engagierten educcare Bildungskinderta gesstättenteam wird
damit eine solide Basis für eine professionelle päd agogische Arbeit geschaffen.
Die Umsetzung und Ausgestaltung der Arbeit, d.h. An passung an die
spezifischen Gegebenheiten vor Ort, liegt bei eben diesem Team
. Damit
ermöglicht das Konzept den notwendigen Freiraum, de r genutzt werden kann
für Individualität, Flexibilität und Kreativität.
Zur Verwirklichung dieser Vorstellungen bedarf es – gemäss des partnerschaft-
lichen Verständnisses - von den beteiligten Eltern dreierlei:
des gemeinsamen aktiven Gestaltens mit dem educcar e Team
der umgehenden und offenen Rückmeldung, sofern etw as besonders gut
läuft oder verbessert werden kann
der anfänglichen Geduld, da wir hier gemeinsam etw as Neues aufbauen
und dies aufgrund der Komplexität seine Zeit benötigt
Ein verbindlicher
Orientierungsrahmen
bedeutet Sicherheit
für alle Beteiligten
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1.1 Zweites Zuhause für Kinder und Eltern
Der Duft von Äpfeln, die Schmusedecke, auf einem Sc hoß einschlafen, Opas
Sessel, mit jemandem Gespenster vertreiben oder zum Mond fliegen, eine
Kissenschlacht, ein englisches Schlaflied, ein ital ienischer Reim, durchgekitzelt
werden, jemand, der zuhört, sich ein Loch in die Mü tze freuen, ein großer
Schokoladenmund, ein Platz für sich allein, trösten de Worte in mein Ohr
geflüstert, Buchstabensuppe, Lärm machen, träumen, die Lieblingsgeschichte
dreimal hintereinander hören, ...
Fügen Sie Ihre eigenen Bilder hinzu und Sie werden sehen: So individuell und
verschieden sie sind, so einig zeigen sie sich in i hrer (Be)Deutung, was für ein
zweites Zuhause gefordert und notwendig ist:
eine Atmosphäre der Geborgenheit
Beachtung, Zuwendung und Anerkennung
die Erfüllung grundlegender Bedürfnisse
Wir gehen davon aus, dass das einzelne Kind nur dan n das Vertrauen und die
Sicherheit gewinnt, um sich mit der weiteren Welt p ositiv auseinander zu
setzen, wenn es sich rundherum wohlfühlt und die Ki ndertagesstätte als
zweites Zuhause empfindet. Dafür übernehmen wir Verantwortung.
Im Tagesstättenablauf bedeutet diese besondere Aufgabe für uns
liebevolle, individuelle und sorgfältige Eingewöh nung in die neue
Umgebung „Kindertagesstätte“ für jedes einzelne Kin d sicherstellen
täglich herzliche und authentische Begrüßung und V erabschiedung der
Kinder und Eltern
das einzelne Kind so annehmen, wie es ist und es i n seinen Handlungen
bedingungslos wertschätzen
durch die Teilhabe am Geschehen seine Mitwirkung u nd die Übernahme
von Verantwortung ermöglichen
dem Kind eine sichere Ausgangsbasis für die Erkund ung der Welt bieten
Zuhause ist der Duft von
Äpfeln, die Lieblings-
geschichte ...
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1.2 Elementare Bildungseinrichtung
Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung, und zwar von Geburt an.
Verstehen wir Bildung als Begriff, der eine bestimm te Qualität von
Lernprozessen beschreibt, heißt Bildung in educcare Tagesstätten:
Selbstbildung – die auch soziales Miteinander, akt ive Anregung und
Unterstützung benötigt
dem Lernen einen persönlichen Sinn geben
eigene Wege finden und gehen
Denken, Handeln, Fühlen, Werte mit sich und andere n in Einklang
bringen
Selbstbilder und Weltbilder entwickeln und verknüp fen
Kinder sind in hohem Maße lernbegierig und eignen s ich mit dem Einsatz ihrer
ganzen Person neues Wissen über die Welt an. Sie fo lgen ihrer Neugier und
bringen in individuellen Bildungsprozessen Handeln, Empfinden, Fühlen,
Denken und Werte in für sie sinnvolle Zusammenhänge . Sie sind offen für und
in Teilen angewiesen auf Lernimpulse von Erwachsene n als auch von anderen
Kindern.
Sie entwickeln sich mit einer scheinbaren Selbstver ständlichkeit, die uns
beeindruckt, uns in Atem hält und im gleichen Augen blick herausfordert, es
ihnen gleich zu tun. Als Weggefährten und Wegbereit er von Kindern stellen wir
uns gemeinsam der Entdeckung der Welt, muten ihnen Abenteuer, Fragen und
Antworten zu und erleben ihre Begeisterung an ungla ublichen, phantastischen
und realen Lösungsideen. Zumuten heißt für uns vertrauen, fordern und fördern
- nicht überfordern. Es heißt: „Ich weiß, dass du d as schaffst. Und ich bin da.“
educcare berücksichtigt mit diesem Verständnis das hohe Selbstbildungspo-
tenzial von Kindern und bezieht gleichzeitig die No twendigkeit professioneller
Begleitung durch Erzieherinnen ein. Kindern Raum zu r Eigenentfaltung zu
geben, ihrer Einzigartigkeit Rechnung zu tragen und ihnen vielfältige
Erfahrungsräume zu öffnen, ist Aufgabe von frühkind licher Bildung und
Erziehung. Diesem Verständnis von Bildung nicht zu entsprechen bedeutet,
individuelle Entwicklungsmöglichkeiten einzuschränken.
Bildung heißt Selbst-
bildung mit aktiver
verantwortlicher
Begleitung
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2 ERZIEHUNGS - UND BILDUNGSZIELE
2.1 Definition und Verständnis
Ziele beschreiben grundsätzlich einen angestrebten, zukünftigen Zustand der
Entwicklung, Verhaltensweisen oder Tätigkeiten von Kindern. Sie sind Leit-
normen, die auf den Lern- und Erziehungsprozess aus gerichtet sind und sie
sind Voraussetzung für geplantes und reflektiertes pädagogisches Handeln.
educcare beschreibt Ziele als „Muss“ in der pädagog ischen Arbeit mit dem kon-
sequenten Blick „vom Kind aus“. Ziele sind Vorausse tzung, damit Bildungs-
arbeit, d.h. die Entwicklung von Kindern hin zu wel toffenen, fröhlichen,
selbstbewussten Menschen sowie zu verantwortungsvol len Mitgliedern einer
Gemeinschaft, stattfinden und gelingen kann.
Zu sein, was in einem steckt, ist Grundverständnis aller Zielformulierungen.
2.2 Die Schatzkiste der Kompetenzen
Jedes Kind – unabhängig von Kultur, Religion, sozia lem Status - muss die
Möglichkeit haben, sich umfassend zu entfalten und seine Persönlichkeit sowie
individuellen Potenziale unbeschwert zu entwickeln. Vertrauen in das eigene
Können, Kreativität und die prägenden Erfahrungen v on Selbstwirksamkeit sind
die angestrebten Grundlagen, die das Kind befähigen , das eigene Leben aktiv
zu gestalten. Sie fühlen sich sicher durch ein Bewu sstsein der Zugehörigkeit
und in dem Wissen, dass sie einen wertwollen Beitra g zur Welt darstellen. Die
Vielfalt der Erfahrungen, der Umgang mit Versuch un d Irrtum sowie die
Fähigkeit der Selbstmotivation sind ein unschätzbar er innerer Reichtum, auch
oder gerade in einer schnelllebigen, sich ständig verändernden Welt.
Verstehen wir Kompetenz als eine sich lebenslang fü llende Schatzkiste, finden
wir in ihr die Gesamtheit an Einsichten und Fertigk eiten, über die ein Mensch
verfügt. „Einsichten“ bedeutet ein Stück Wirklichke it begreifen und
„Fertigkeiten“ der aktive Umgang mit ihnen.
Zu sein was in einem
steckt, ist Grund-
verständnis aller
Zielformulierungen
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Zu den einzelnen „Juwelen“ in dieser Schatzkiste ge hören
Lernkompetenzen (das Lernen lernen)
und Lebenskompetenzen (die Entwicklung grundlegend er sozialer und
emotionaler Fähigkeiten)
sowie die „Perlen“ aus den klassischen Bildungsbere ichen
Bewegung und Körpererfahrung
Sprache und Kommunikation
Kunst und Musik
Natur und ihre Phänomene
Medien und Technik
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2.2.1 Das Lernen lernen
Kinder jeden Alters finden täglich neue Wege, in di e Welt des Wissens
aufzubrechen. Das, was vorrangig spielerisch ersche int, wird bei näherer
Beobachtung systematisch, konzentriert und
unbeirrbar konsequent. Der
„heilige Ernst“, mit dem Kinder lernen und ihre - m itunter widersprüchlichen -
Erfahrungen in neuen Zusammenhängen anwenden, finde t sein Gegenüber im
mit-forschenden, mit-konstruierenden Erwachsenen . Die individuellen „Wege
des Lernens“ stellen eine eigene Qualität dar, sind niemals falsch oder
unvollständig und auch keine „Primitivform“ des erw achsenen Denkens. Sie
geben Einblick in die Art und Weise, wie Kinder ler nen und ihre Eindrücke nach
außen tragen. Im Wechselspiel mit dem begleitenden Erwachsenen finden die
Kinder heraus, dass sie lernen, was sie lernen, wie sie lernen und wie sie es
sinnbringend nutzen können.
Auf lernmethodische Kompetenz zurückgreifen zu könn en bedeutet, sich auf
neue Situationen, veränderte Anforderungen und/oder Rahmenbedingungen in
Alltags- und später im Berufsleben kurzfristig eins tellen zu können und kreativ
zu (re)agieren.
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen:
Unterstützung individueller Lernformen und -wege
Fähigkeit, das eigene Lernen einzuschätzen und erf olgreich
anzuwenden
Wissen zu erwerben und zu organisieren
Entwicklung von Handlungsstrategien
Fähigkeit, Wissen und Erfahrungen kreativ zur Lösu ng von Problemen
einzusetzen
Eine effiziente und nachhaltige Vermittlung dieser Kompetenzen setzt
voraus, dass Kinder Wissen von Anfang an in lebens nahen, sozialen und
fachübergreifenden Kontexten erwerben und anwenden können.
Schwerpunkte der ersten Lebensjahre bilden die Entf altung aller Sinne,
Wahrnehmung und Bewegung. Erfahrungen mit der Leben sumwelt, und
Selbsterfahrung in sozialen Bezügen sind eingebette t in ganzheitliche
Lernangebote. Dies findet eine besondere Ausprägung in internationalen
Kindertagesstätten, deren tägliche Arbeit die versc hiedenen Kulturen, die
in der Einrichtung vertreten sind, einbindet und widerspiegelt.
Die individuellen Wege
des Lernens sind eine
eigene Qualität
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2.2.2 Lebenskompetenzen (Ich-sein-wollen und Du-sein-können)
Kinder benötigen grundlegende Kompetenzen im sozial en und emotionalen
Bereich, um besonderen Anforderungen gewachsen zu s ein. Der Entwicklung
von „Lebenskompetenzen“ ist eines der zentralen Zie le, Kinder nicht nur im
Hier-und-Jetzt zu unterstützen, sondern sie auch au f ein Bestehen in der
„Gesellschaft von morgen“ vorzubereiten.
Entwicklung von Lebenskompetenzen richtet sich auf individuumsbezogene
Kompetenzen (persönlich, kognitiv, emotional) und Kompetenzen zum
Handeln im sozialen Kontext.
Einen besonderen Schwerpunkt bilden interkulturelle Erziehung und
Beteiligung von Kindern als Lernfeld für gelebte De mokratie (z. B.
Kinderkonferenzen).
Die Entwicklung interkultureller Kompetenz betrifft Kinder und Erwachsene.
Sie ist Grundlage für ein konstruktives und friedli ches Miteinander von
Individuen, Gruppen und Gruppierungen mit unterschi edlichen kulturellen und
sprachlichen Traditionen. Anders-Sein als Chance un d Bereicherung
anzuerkennen ist notwendig zur Entwicklung einer kulturellen Identität.
Wir verstehen interkulturelle Kompetenz als komplex en Entwicklungsprozess,
der auf verschiedenen Ebenen – Wissen, Einstellunge n, Emotionen und
Handlungen - angesiedelt ist. Er lässt Widersprüche zu und befähigt durch den
Wechsel der Perspektiven, mit verschiedenen Erwartu ngen und Normen
konstruktiv umzugehen. Kinder entwickeln ein Bewuss tsein für unterschiedliche
Lebensformen und für selbstverständliches Zusammenl eben unterschiedlicher
Kulturen.
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen:
Entwicklung bzw. Verstärkung eines positiven Selbs tkonzeptes (positive
Selbsteinschätzung, Selbstvertrauen und -wirksamkei t, kulturelle
Identität)
Fähigkeit zur Selbstregulation (eigene Fähigkeiten und Möglichkeiten
nutzen, etwas ausdenken und verwirklichen, sich ent scheiden und
organisieren, zurückblicken können ...)
Soziale Fähigkeiten (Verantwortungsbewusstsein und –übernahme für
sich selbst, für andere, für Natur und Umwelt, geschärftes Bewusstsein
Die Entwicklung von
Lebens-kompetenz ist
die Voraussetzung für
das Bestehen in der
Zukunft
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für kulturelle Unterschiede, Kontakt mit den eigenen Gefühlen und
Erlebnissen, Einfühlungsvermögen und Perspektivenwechsel, stabile
emotionale Beziehungen zu Bezugspersonen, positive Beziehungen zu
Gleichaltrigen, Interessen zurückstellen und kooperieren können ...)
Kommunikations- und Konfliktfähigkeit (Nutzung ver baler und non-
verbaler Ausdrucksformen, zuhören, erzählen, eigene Ideen zum
Ausdruck bringen, konstruktives Denken, Problembewusstsein, Konflikte
gewaltfrei bewältigen, Mehrsprachigkeit...)
Kreativität und Explorationslust (gedankliche und gestalterische
Spielräume einsetzen, Blickwinkel verändern, Positi onen wechseln,
etwas herausfinden, hinterfragen und auf den Grund gehen können...)
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2.3 Klassische Bildungsbereiche
2.3.1 Von der Stelle kommen
(Bewegung und Körpererfahrung)
Kinder entdecken und erforschen ihre Umwelt, indem sie sich bewegen. Sie
erhalten zahlreiche Informationen über die Sinnessy steme und den Körper und
machen dadurch Erfahrungen über sich selbst und ihr e Umgebung. Sie erleben
durch ihre Aktivität, dass sie imstande sind, etwas zu leisten und etwas zu
bewirken. Sie erfahren, dass sie durch körperliche Handlungen Selbstständig-
keit und damit auch Unabhängigkeit erreichen können.
Bewegung und Wahrnehmung sind die ersten Instrument e zur Bildung des
Selbstkonzeptes und mithin auch die prägendsten Erf ahrungen für die
Identitätsentwicklung. Damit ist Bewegung nicht nur Grundvoraussetzung für
eine körperliche Entwicklung, sondern auch für die geistige und emotionale
Entfaltung.
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen:
Die Förderung der Grobmotorik umfasst unter anderem
Entwicklung des Körperschemata (den eigenen Körper spüren und
wahrnehmen, sich seiner Relation zur Umwelt bewusst sein, innere
Empfindungen spüren...)
Einsatz und Steuerung des Körpers in unterschiedli chen Situationen (Ko-
ordination verschiedener Körperteile, Anspannung-En tspannung, zielge-
richteter Einsatz der Muskulatur, balancieren, den Ball werfen, rückwärts
laufen...)
Die Förderung der Feinmotorik umfasst unter anderem
Förderung der Fingerfertigkeit / Handgeschicklichk eit (gezieltes be-
wegen, greifen-loslassen, Handhabung unterschiedlic her Gegenstände
und Materialien, Klavier spielen, jonglieren, beidh ändig zeichnen,
Mandelsplitter auf einem Kuchen dekorieren....)
Auge-Hand-Koordination (einen Faden in die Nadel f ädeln, Flüssigkeit in
unterschiedliche Gefäße schütten, einen Ball aus der Luft fangen...)
Vorfreude auf alles, was ein Mensch lebenslang han dhaben kann
Bewegung und Wahr-
nehmung sind die
ersten Instrumente zur
Bildung des
Selbstkonzeptes
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2.3.2 Spielzeug Sprache
(Kommunikation und Sprache)
Kommunikation umfasst die verbale und auch die nonv erbale Kommunikation,
wie Gestik, Mimik, Körpersprache, Tonfall, Rhythmus . Besonders im frühen
Alter der Kinder besitzt die nonverbale Kommunikati on eine nochmals
gesteigerte Bedeutung.
Dem Kind vermittelt sich die Sprache (solange es no ch nicht lesen und
schreiben kann) nur über das Ohr. Es sind die Wörte r der anderen, die das
Kind wahrnimmt und nachahmt. Es versucht, die Bedeu tung zu verstehen und
ihren Gebrauch zu übernehmen. Es brabbelt und lallt nach, bis es irgendwann
das erste Wort formt. Damit hat Spracherwerb als „P roduktion von Lauten“
etwas Spielerisches, Experimentelles und in gleichem Maße Sinnstiftendes.
Sprache als ein Mittel der Kommunikation erfordert ein komplexes
Zusammenspiel geistiger und motorischer Fähigkeiten:
die Sprache ist eine motorische Höchstleistung. Si e ist demnach
Bewegung
sie ermöglicht Verständigung
sie erweitert körpersprachliche Möglichkeiten wie Gebärden, Mimik und
Gestik. Sprache macht unabhängig von Raum und Zeit
Sprache ermöglicht es, unsere Gedanken zu zentrier en und uns mit
einer Sache besonders auseinander zu setzen. Sprach e steuert, lenkt
und zentriert die Aufmerksamkeit
Sprache ermöglicht es, über unsere eigene Person, unser Denken,
unser Handeln und seine Auswirkungen nachzudenken. Sprache schafft
bewusstes Sein - Bewusstsein
Sprache fasst zusammen, ermöglicht Assoziationen u nd Generali-
sierungen. Sprache strukturiert das Denken – die Ko gnition
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen:
Korrekter, bewusster und kritischer Umgang mit der deutschen
Sprache und - in einigen educcare Tagesstätten - ei ner zweiten
Sprache
Vergrößerung des allgemein angewandten Wortschatze s
Sprache ermöglicht
Verständigung und
schafft bewusstes Sein
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altersgemäße grammatikalische Kompetenz
Stärken des einzelnen Kindes in seiner Beziehung z ur Welt (Erfahrungen
und Gedanken verbal ausdrücken und andere verstehen können)
Sprache ist – im Unterschied zu Krabbeln, Laufen, K lettern, ... – die einzige
Fähigkeit die nur im beständigen, unmittelbaren Kon takt zu einem Menschen
gelernt und verfestigt werden kann. Kinder finden i n educcare Tagesstätten
daher gute Vorbilder, die sie freundlich und anerke nnend unterstützen, ihre
Sprechfreude anregen, Artikulation, Wortschatz und Grammatik durch ihre
Sprechweise vermitteln und Kritik sowie Nichtachtung vermeiden.
Bilingualität – Let’s have some fun .… Bienvenue … Merhaba ....
Eine zweite Sprache ist ein Geschenk. Sie schafft Z ugang zu anderen
Menschen und Kulturen. Sie ist der Anfang von Inter nationalität. Gerade in den
ersten Lebensjahren sind die Möglichkeiten eines sp ielerischen Spracherwerbs
so gut wie nie wieder. Dies gilt es den Kindern zu ermöglichen. Ferner
eröffnen gute Sprachkenntnisse den Menschen Chancen in der persönlichen
Entwicklung.
Im Kindergartenalter ist es eine Hauptaktivität der Kinder neue Worte, Sätze
und Wendungen zu entschlüsseln. Damit stellt das Le ben in der Tagesstätte
auch für den Zweitspracherwerb eine ideale Vorausse tzung dar. Gelernt wird
im sog. „Sprachbad“, durch Hören, Nachahmen, beglei tende Aktivität.
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen:
spielerisches natürliches Kennenlernen, Verstehen und Gebrauchen der
zweiten Sprache
Zweitspracherwerb nach den selben Prinzipien wie d as Erlernen der
ersten Sprache (Verständnis der Situation durch die Aktivität)
Unterstützung des Selbstbildungspotenzials von Kin dern, indem kreative
Strategien der Kinder aufgegriffen werden, die es i hnen erleichtern, sich
im „Dschungel“ fremder Laute und Worte zurechtzufin den
ausschließliche Nutzung von Fähigkeiten, über die Kinder ohnehin
verfügen
Eine zweite Sprache
schafft Zugang zu
anderen Menschen
und Kulturen
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2.3.3 Manchmal fliegt eine Kuh vorbei
(Kunst und Musik)
Kinder kommen mit einer Fülle von Phantasie und Vor stellungskraft auf die
Welt. Ihre Entwicklung lebt von Sinneserfahrungen u nd ist eng verknüpft mit
dem Drang nach Ausdruck, Gestaltung und Kommunikation.
Der Aufbau von musischen und künstlerischen Fähigke iten ist ästhetische
Bildung. Sie schafft Vertrauen zu sich selbst und d urch das musische
Zusammenspiel auch zu anderen Kindern.
Vor diesem Hintergrund räumen educcare Tagesstätten den Kindern den
größtmöglichen Spielraum für die eigene Phantasie e in. Sie stellen den Kinder
Materialien bereit, mit denen sie wirklich gut arbe iten können und schaffen
ihnen den Platz, der ihrem kindlichen Bedürfnis nac h persönlichem Ausdruck
und raumgreifender Aktivität Rechnung trägt. Kunst und Musik als „Sprache der
Emotion“ ist ein schöpferischer Prozess, in dem die Kinder Empfindungen,
Gefühlen, Beziehungen, Problemen, vorübergehenden T heorien, Ideen von
etwas Möglichem wie offensichtlich Unmöglichem Gestalt geben.
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen:
aktives gestalterisches Lernen
genussvolles Spiel mit Zeichen, Symbolen, Farben, Formen, Materialien,
dem eigenen Körper...
experimenteller Umgang mit unterschiedlichen Ausdr ucksformen
Spuren hinterlassen
Entwicklung einer persönlichen Bildersprache (auf Papier, in Ton/Stein,
aus Klang, als Bewegung...)
Erweiterung der Lebenskompetenzen
In besonderer Weise werden die Sinne unterstützt. D ie integrative Kunst- und
Musikförderung betrifft
den Gehörsinn (z. B. Fähigkeit Laute differenziert zu hören, Entwicklung
von Sprachrhythmus und -melodie)
den Sehsinn (z. B. Raumorientierung, Wahrnehmung v on Strukturen,
visuelles Gedächtnis)
Mit Phantasie über-
fliegen Kinder Grenzen,
mit Ihren Erfahrungen
sammeln Sie Wissen an,
aus der Verknüpfung
ziehen sie tiefe
Befriedigung
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den Tast-, Spür- und Gleichgewichtssinn (z. B. Bew egungswahrnehm-
ung, taktile Wahrnehmung, Orientierung und räumlich es Vorstellungs-
vermögen)
Kreative Medien haben in educcare Tagesstätten eine n hohen Stellenwert. Sie
verbinden Spaß, Genuss und Erkenntnisgewinn auf bes ondere Weise. Mit Ihrer
Phantasie überfliegen Kinder Grenzen, mit ihrer Erf ahrung sammeln sie
Wissen an, aus der Verknüpfung ziehen sie tiefe Befriedigung.
Und machen (von) sich ein neues Bild...
20
2.3.4 Am Anfang ist das Staunen
(Natur und ihre Phänomene)
Kinder haben starkes Interesse an Fragen und Antwor ten aus dem Bereich der
Natur. Sie wollen die Zusammenhänge ihres lebenswel tlichen Umfeldes
ergründen. Dieses Interesse gilt es aufzunehmen und Raum für Entfaltung und
Ergründung zu schaffen. Den Kindern werden in ihrer experimentellen
Forschertätigkeit naturwissenschaftliche Fragen bew usst, aus denen sie mit
Hilfe der Erwachsenen für sie einleuchtende und nat urwissenschaftlich
stimmige Erklärungen ableiten.
Ein besonderer Schwerpunkt wird in educcare Tagesst ätten auf den Bereich
der unbelebten Natur gelegt. Mit der experimentelle n Einführung der
Phänomene eröffnen sich den Kindern vielfältige Deu tungsmöglichkeiten.
Staunen - als Ausgangspunkt - regt die Neugier an, weckt den „Forschergeist“
und unterstützt die Kinder, ihr intuitives Wissen o der die diffuse Kenntnis von
„etwas“ zu überprüfen. Ihre Deutungen und Erkenntni sse übertragen sie auf
andere Phänomene, um ihr Wissen weiter aufzubauen.
Die Systematik ihrer Vorgehensweise finden die Kind er in beispielhaften
Versuchsreihen wieder. Auswahlkriterium für die unt erschiedlichen
Experimente ist stets das Interesse der Kinder, ihr (intuitives) Wissen und der
hohe Alltagsbezug.
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen:
Einbettung naturwissenschaftlicher Themen in die pädagogische Arbeit, wie:
Lichtspiele und Seh-Abenteuer (Versuche mit Licht und Schatten,
Linsen, Lupen...)
Experimente mit Luffffffffffffft (Taucherglocke, L öschen einer Kerze durch
Sauerstoffentzug, den Wind fangen...)
Schwimmen und Sinken (Erfahrungen zur Dichte von S toffen)
Kraftspiele (Versuche mit Magneten, Kompass, Schwerkraft...)
Staunen ist der Aus-
gangspunkt für
Forschung
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2.3.5 Mit Knopf und Maus ein Stück von Welt
(Medien und Technik)
Kinder wachsen von Geburt an mit Medien und Technik auf. Sie zeigen Inter-
esse an Funktionen und Verwendung. Bereits von Anfa ng an begeistern sie
sich für das Telefon, den
Cassettenrecorder oder den Kühlschrank. Ihre ersten
Kontrollerfahrungen machen sie, indem sie Geräte ei n- und ausschalten,
Knöpfe drücken und sehen, was passiert. Sie haben u nterschiedlichen Zugang
zu Fernsehern, Computern und Videospielen und nicht s verschließt sich ihrer
Neugier. Entsprechend verantwortungsbewusst müssen Erwachsene planen,
agieren und reagieren.
Kinder verstehen die Bedeutung unterschiedlicher t echnischer Geräte am
besten, wenn sie sie als nützliches Werkzeug im All tag erfahren. Radio, CD-
Player, Cassettenrecorder, Telefon, Kamera, PC sind nur einige Beispiele aus
der Informations- und Kommunikationstechnik, mit de nen Kinder heute selbst-
verständlich aufwachsen. Medien und Technik müssen als Bestandteile kind-
licher Erfahrenswelten in die pädagogische Arbeit integriert werden.
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen:
spielerisch-forschender Zugang zu Medien und Techn ik
Vermittlung eines sachgerechten, selbstbestimmten und verantwort-
lichen Umgangs mit technischen Geräten und Medien
Förderung der Kommunikation und Kooperation durch die gemeinsame
Auseinandersetzung mit Technik und deren Nutzung
Entwicklung altersentsprechender Medienkompetenz i n den Bereichen
o Druckmedien (Bücher, Zeitungen, Briefe...),
o Hörmedien (Radio, Cassettenrecorder...)
o visuelle Medien (Dias, overhead-Projektionen...)
o audiovisuelle Medien (Fernsehen, Film, Computer... )
Medien und Technik
gehören zu den
Erfahrungswelten
von Kindern
22
3 WEGE ZUM ZIEL
3.1 Wie Kinder die Welt erfassen
3.1.1 ALLE SINNE AUF EMPFANG
Bis zum sechsten Lebensjahr bildet sich die Grunds truktur der Nervenverbin-
dungen im Kopf eines neuen Erdenbürgers. In den ers ten zwei Jahren wird
nahezu alles mit allem verdrahtet und im Kopf eines Säuglings können bis zu
zwei Millionen neue Kontakte entstehen - und zwar p ro Sekunde. Alle Sinne
sind ausgerichtet, die Welt möglichst unmittelbar und umfassend zu erkunden.
Individuelles Denken und Fühlen bildet sich zwischen dem dritten und siebten
Lebensjahr aus. Dann wird im Kopf sortiert. Nervenv erbindungen, die häufig
gefordert werden, verstärken sich, wenig genutzte V erbindungen werden
teilweise unwiederbringbar „eingeschmolzen“. So ent stehen und verschwinden
Möglichkeiten.
Kenntnisse hierüber erachten wir als notwendige Vor aussetzung für hoch-
wertiges pädagogisches Planen und Handeln. Langewei le und Unterforderung
beeinträchtigen die gesunde Entwicklung des Gehirns.
Lernangebote und Anregungen erfordern darüber hinau s eine enge Anbindung
an Gefühle. Was nicht berührt, hat keine Dauer. Je mehr Sinne angesprochen
und miteinander verknüpft werden, umso nachhaltiger ist der Effekt des
Lernens und Verstehens, des Behaltens und Erinnerns . Die Abbildung eines
Feuers beeindruckt kaum, im Vergleich zum praktisch en Tun des
Feuermachens. Die Flammen zu sehen, die Wärme zu sp üren, den Rauch
riechen, das Knistern zu hören und vielleicht noch einer Geschichte in der
Gemeinschaft zu lauschen, bedeutet eine eigene Erlebnisqualität.
In einer Sekunde
entstehen bis zu
zwei Millionen neue
Nervenverbindungen
Nur was durch die Sinne
geht, ist von Dauer
23
3.1.2 Individualität als erzieherische Herausforderung
Jedes Kind hat innerhalb seines genetischen Rahmens „sein Entwicklungs-
potenzial“. Diese individuelle Ausprägung schafft d ie Grundvoraussetzungen,
damit sich Fähigkeiten und Verhaltensweisen ausbild en können. Um sie zum
Ausdruck zu bringen, zu erproben und weiter zu entw ickeln, ist die Umwelt
erforderlich.
educcare Tagesstätten sind „Orte des Lernens und de r Entwicklung“. Sie sind
aufregende Werkstätten, in denen Kinder - und zwar stets individuell und damit
dem jeweiligen Entwicklungsschritt und der -geschwi ndigkeit angemessen -
Selbst- und Weltbilder entwerfen. Sie schöpfen aus einer Vielzahl von
Möglichkeiten, in der jede Frage und jede Antwort e ine Anregung zum
Weiterdenken bedeutet.
Es gibt kein Entwicklungsmerkmal, das bei gleichalt rigen Kindern gleich ausge-
prägt wäre. Die Vielfalt bei gleichaltrigen Kindern entsteht, weil Eigenschaften
und Fähigkeiten von Kind zu Kind unterschiedlich an gelegt sind und unter-
schiedlich rasch ausreifen. Nicht das Alter ist ent scheidend für die Förderung,
sondern die individuelle Entwicklung des Kindes. Er ziehung
zur Individualität
bedeutet folglich: Das Kind kann seine Stärken entf alten und lernt, seine
Schwächen anzunehmen.
Damit Kinder umfassend lernen und sich entwickeln k önnen, finden sie in
educcare Bildungskindertagestätten eine vorbereitet e, zum Entdecken einla-
dende Umgebung und Weggefährten, die Verantwortung übernehmen für eine
kindorientierte, individuelle Ausgestaltung der pädagogischen Arbeit vor Ort.
Das Kind kann seine
Stärken entfalten und
lernt sein Schwächen
anzunehmen
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3.1.3 Exkurs - wie Lernen nicht sein sollte
Es gab einmal eine Zeit, da hatten die Tiere einen Kindergarten. Das
Bildungsprogramm bestand aus Rennen, Klettern, Flie gen und Schwimmen
und alle Tiere wurden in allen Fächern gebildet.
Die Ente war gut im Schwimmen, besser sogar als die Erzieher. Im Fliegen war
sie durchschnittlich, aber im Rennen war sie ein be sonders
hoffnungsloser Fall.
Da sie in diesem Bereich so schlecht war, musste si e immer wieder rennen, um
das Rennen zu üben, und durfte nicht mit zum Schwim men gehen. Das tat sie
so lange, bis sie auch im Schwimmen nur noch durchs chnittlich war.
Durchschnittlich war aber akzeptabel, deshalb macht e sich niemand Gedanken
darüber - nur die Ente.
Das Kaninchen war zuerst im Laufen an der Spitze de r Gruppe, aber es bekam
einen Nervenzusammenbruch und musste vom Kindergart en
abgemeldet
werden – wegen der vielen Förderstunden im Schwimme n.
Das Eichhörnchen war Bester im Klettern, aber der E rzieher ließ die
Flugstunden des Eichhörnchens am Boden beginnen sta tt im Baumwipfel. Das
Eichhörnchen bekam Muskelkater durch Überanstrengun g bei den
Startübungen und wurde immer schlechter im Klettern und im Rennen.
Die mit Sinn fürs Praktische begabten Präriehunde g aben ihre Jungen zum
Dachs in die Gruppe, als die Bildungskommission es ablehnte, das Buddeln in
die Bildungsvereinbarung aufzunehmen.
Am Ende des Jahres hielt ein anormaler Aal, der gut schwimmen und etwas
rennen, klettern und fliegen konnte, die Schlussansprache in zwei Sprachen.
(Verfasser unbekannt)
Die Ente musste immer
wieder rennen, um das
Rennen zu üben und
durfte nicht mit zum
Schwimmen gehen
25
3.2 Methodisches Vorgehen
3.2.1 Spielen, spielen, spielend lernen
Das spielerische Treiben macht – und das ist wicht ig – für das Kind Sinn.
Was dem unbeteiligten Erwachsenen oftmals wie ein z ielloses oder will-
kürliches Hantieren mit Dingen und Materialien ersc heint, ist für das Kind eine
ernste und wichtige Angelegenheit, und zwar unabhän gig von seinem Alter.
Das Kind arbeitet. Es forscht, probiert aus, unters ucht, spielt mit seinen
Möglichkeiten. Das Erkunden von Gegenständen über M und, Hände und
Augen gibt z. B. Aufschluss über Größe, Formen und Eigenschaften. Dem
wiederholten Herunterwerfen von Dingen kann das The ma „Flugdauer“
zugrunde liegen und ein ausdauernd im Kreis laufend es Kind setzt sich
möglicherweise gerade mit Körper und Raum auseinand er. Wichtig bleibt: die
Handlung an sich und die Erfahrungen, die das Kind beim Spielen sammelt,
machen den Sinn seines Spiels aus.
Es übt Verhaltensweisen ein.
Es erwirbt Fähigkeiten.
Es eignet sich Wissen an.
Spielen ist universal. Der Ausdruck des Spiels jedoch ist zeit- und kulturge-
bunden und damit verschieden von Generation zu Generation und von Gesell-
schaft zu Gesellschaft.
Dieses Verständnis schafft die Basis für eine hohe Wertschätzung kindlichen
Spielverhaltens.
In educcare Tagesstätten wird der kindliche Spiel- und Erkundungstrieb alters-
entsprechend unterstützt durch:
eine Tages- und Zeitstruktur,
die Raum für „freies“ Spielen ausdrücklich betont
ein anregendes Raumangebot,
das dem Kind ermöglicht, seine spielerischen Aktivi täten frei zu
wählen, selbstständig aufzunehmen, zu initiieren un d zu
genießen
Spielen ist „heiliger
Ernst“ und unendlicher
Spaß
26
durch „Spielsachen“
und damit gemeint sind alle Dinge, die sich zum Spi elen
eignen. Hierfür haben wir die profiliertesten Exper ten an
unserer Seite: die Kinder
durch Erwachsene, die „aktiv mitspielen“,
indem sie sich - wie im „freien Spiel“ - einlassen und vom Kind
führen lassen. Initiative und Kontrolle bleiben beim Kind oder
indem sie - wie in geplanten Angeboten - aktiv Vera ntwortung
für die Steuerung des Prozesses übernehmen. Die Met hodik
„Spiel“ wird zur Unterstützung individueller Entwic klungsschritte
und Interessen oder zur Realisierung von Zielvorste llungen
genutzt
Während des „freien Spiels“ kommen der Haltung der Erzieherin im Sinne der
„aktiven Begleiterin“ verschiedene Bedeutungen zu:
Sie ist Beobachterin
Ihre Aufmerksamkeit und ihr „detektivischer Spürsin n“, entspringen
dem echten Interesse, das Kind näher kennen und ver stehen zu
lernen. Es gibt keine unwichtigen Fragen oder Theme n, sondern nur
intensive und sinnvolle Lernprozesse. Was genau int eressiert das
Kind? Was hat es vor und wie geht es vor? Wie drückt es sich aus?
Sie ist „ Weggefährtin und Wegbereiterin“
Sie begleitet, agiert, reagiert unter der „Regie“ d es Kindes. Sie mutet
dem Kind Herausforderungen zu. Sie setzt Impulse un terschiedlicher
Art, die die Engagiertheit von Kindern fördert und erhöht. Sie belehrt
nicht. Sie teilt mit dem Kind Interesse und Erstaunen.
Sie ist Zuhörerin
Sie ist da für Kinder, die in unterschiedlichen Sit uationen Rat und
Unterstützung benötigen.
Es gibt keine
unwichtigen Fragen
27
3.2.2 Gezielte / strukturierte Angebote
Die Planung konkreter Aktivitäten verfolgt das Ziel , das einzelne Kind und/oder
eine (Teil)Gruppe im jeweiligen Entwicklungsprozess zu bestärken. Ein
besonderes Augenmerk ist dabei gerichtet auf:
die Unterstützung individueller Interessen und Stä rken
die gezielte Förderung von Entwicklungseinheiten u nd Kompetenzen
das Aufgreifen gruppenspezifischer Themen und Unte rstützung der
Kinder bei der Verwirklichung
Beteiligung an Entscheidungsprozesses, Lernen in e iner lebendigen
Demokratie (z. B. Kinderkonferenzen)
die Einbindung präventiver Interventionen (z. B. i n Themen Motorik,
Sprache, Gesundheit, Konfliktfähigkeit, Ich-Stärkung...)
educcare hat in seinem Bildungs- und Betreuungskonz ept konkrete Ziele
festgelegt, die sich aus der Verantwortung für eine gesunde Entwicklung des
Kindes ableiten. Der Erwerb bestimmter Lebenskompet enzen und die
Erfahrungen des Lernens in unterschiedlichen Bildun gsbereichen sollen Kinder
befähigen, Schritt für Schritt der selbstbestimmten Gestaltung ihres Lebens
näher zu kommen.
Kinder lernen bei educcare in komplexen realen Lebe nssituationen. Daher sind
Überschneidungen in den Bildungsbereichen notwendig und gewollt. Gezielte
Angebote zeichnen sich durch den Direktbezug zu den Interessen der Kinder
und durch die Fokussierung auf das aktuelle Thema a us. Ob das Erforschen in
altersgemischten, in alters- oder entwicklungshomog enen Gruppen stattfindet
wird je nach Ziel, Thema und Vorkenntnissen entschieden.
Im pädagogischen Alltag bedeutet dies:
das einzelne Kind benennt / die Kinder benennen „i hr“ Thema und er-
fahren die Unterstützung des Erwachsenen auf dem We g der Weiter-
entwicklung und Verwirklichung
die ErzieherInnen formulieren ein Angebot aufgrund von Beobachtung
und Auswertung
die Erzieherinnen formulieren ein Angebot aus den vereinbarten
Entwicklungs- und Bildungszielen
äußere Anlässe (der Bagger vor der Tür, ein Gebur tstag, kulturelle
Anlässe...) schaffen ein Thema von Interesse und be gründen gezielte
Angebote
Kinder lernen in
komplexen realen
Lebenssituationen
28
3.2.3 Projektarbeit
In der pädagogischen Arbeit gibt es Ziele, die für alle gelten, aber es gibt kein
„Programm“, das für alle gleich ist. Projekte, die beim Interesse der Kinder
gestartet und individuell weiter auf-/ausgebaut werden, sind fester Bestandteil.
Auf- und Ausbau machen deutlich, dass Projekte läng erfristig angelegt sind,
um eine vertiefende Auseinandersetzung mit den jewe iligen Themen zu
ermöglichen. Projektarbeit ist ausdrücklich prozess orientiert. Nicht nur das
Verständnis, die Fertigkeit oder der erstellte Gege nstand stehen im Vorder-
grund, sondern auch der Weg dorthin besitzt höchste Bedeutung.
Dies schließt ein:
Untersuchungen (z. B. von Beschaffenheiten, Strukt uren, Größen)
systematische Planung (z. B. Entwicklung von Handl ungsstrategien,
aufeinander aufbauende Arbeitsschritte, Organisatio n von Material,
unterstützende Ressourcen.... )
Erprobung unterschiedlicher (Lösungs)Wege
Abstecher in analoge Bereiche (beispielweise kann ein Projekt „Mein
Weg zum Kindergarten“ für Kinder interessante Exkur se einbetten z. B.
zu Licht und Schatten - Sonne, Ampel, Scheinwerfer - zu
Bodenbeschaffenheiten - Teer, Pflaster, Lehm - zu m athematischen
Größen und Vorstellungen von Geschwindigkeit... usw.)
Lernen durch forschendes Tun und lernen durch Wisse n finden in Projekten
eine ideale Ergänzung.
Entsprechend ist die Vorgehensweise der Erzieherinnen in der Projektarbeit ein
andauerndes, dialogisches Wechselspiel zwischen Kin dern und Erwachsenen.
Jedes Problem, jede Frage verdient Respekt und Beac htung. Dafür gibt es kein
vorgeschriebenes Lerntempo.
Die Erziehung von „Welt-Erkundern“ macht jede Erzie herin unweigerlich selber
zur Forscher- und Entdeckerin. Es gilt zum einem da s Interesse der Kinder
aufzugreifen und zum anderen - aus der Fürsorgepfli cht heraus - in wichtigen
Bereichen, die Kinder nicht erkennen können, dieses Interesse zu erzeugen.
Das ist mitunter anstrengend, aber der Spaß, „das gute Gefühl“, ist - sofern
man sich darauf einlässt - garantiert, auf beiden Seiten.
Jedes Problem, jeder
Gedanke, jede Frage
verdient Respekt
29
3.3 Exkurs - eine von vielen Möglichkeiten
Stellen Sie sich vor, Ihr Kind entdeckt eines Morge ns auf dem Weg zum
Kindergarten einen Stein.
Oder einen schillernden Knopf.
Oder eine Schneckenschleimspur.
Sie kennen das gut. Kinder entdecken unaufhörlich ä ußerst wichtige Dinge. Sie
forschen, experimentieren, stellen Vermutungen an u nd fragen uns zuweilen
Löcher in den Bauch. Sie lachen, streiten, versöhne n sich, sind aktiv und voll
unbändiger Neugier. Mit enormer Energie und unbestr eitbarem Vergnügen
widmen sie sich der Auseinandersetzung mit ihrer Um welt, mit Menschen und
Dingen. Ihre Wirklichkeit ist spannend, ihr Ausdruc k vielschichtig. Und Kinder
überraschen uns - immer wieder neu.
Mit diesem Bild vom Kind leben und lernen Kinder in den educcare-
Bildungskindertagesstätten, indem wir sie nehmen un d lassen, wie sie sind.
Darauf haben sie ein Recht. Und es bleibt die ausdr ückliche Verantwortung der
Erzieherinnen vor Ort, den Kindern auf ihren „eigen willigen“ (Lern)Wegen zu
folgen, Erfahrungen zu ermöglichen und die Entfaltu ng und Ausschöpfung ihrer
individuellen Potenziale sicher zu stellen.
Wir sind überzeugt: Wenn Kinder ihre Vorstellungen in Taten und persönliche
Werke umsetzen können, verhilft ihnen dies zu einem großen Glücksgefühl. Es
bestätigt ihre Zuversicht, auf der Welt zu sein, um sie zu gestalten.
Diese Vielfalt in ihrem ganzen Ausmaß zu kennen und als biologische Realität
zu akzeptieren ist eine grundlegende Voraussetzung dafür, den individuellen
Bedürfnissen und Eigenschaften der Kinder gerecht werden zu können.
Es ist daher kein Zufall, wenn
der Stein Ihres Kindes vielleicht die ganze Kindert agesstättengruppe
schnurstracks zum Steinmetz führt,
der Knopf plötzlich zum Auge eines Drachens wird,
die Schneckenschleimspur ausgedehnte Experimente mi t Schmierseife auslöst
– und dies zum Glück für Sie nicht zu Hause, sonder n in der Tagesstätte.
Und das ist garantiert erst der Anfang...
Wenn Kinder ihre
Vorstellungen in Taten
und persönliche Werke
umsetzen können,
verhilft ihnen dies zu
großen Glücksgefühlen
30
4 WEGE SICHERSTELLEN
4.1 educcare - Bildungskindertagesstätten TM - Qualität und
Gewissheit
Gelingen im Umgang mit Kindern bedeutet für uns, wi e Kinder zu sein.
Unbefangen, neugierig, ausdauernd und selbstkritisc h zu entdecken und zu
erforschen - und zwar die uns anvertrauten Kinder. Ausgangspunkt bildet daher
das „verstehen wollen“ der Individualität des Kinde s, dessen Stärken,
Eigenheiten, Geschwindigkeiten, Potenziale und Ängste.
Auf der Basis dieser wertvollen Entdeckungen wird d ann die Schatzkiste der
Kompetenzen für jedes Kind durch individuell passen des pädagogisches
Handeln gefüllt.
Das pädagogische Handeln schließt ab mit der konzen trierten und
selbstkritischen Überprüfung, ob wirklich funktioni ert, was wir erreichen wollten
und wie wir Dinge verbessern können. Unsere Erfahru ngen sind damit zugleich
Beginn neuer Entdeckungen.
Um diesen Weg verlässlich und erfolgreich gehen zu können, bestehen bei
educcare:
Strukturen, in denen die pädagogische Arbeit statt findet
Prozesse, die die Qualität der pädagogischen Arbei t flankieren
ein Umfeld, in das die pädagogische Arbeit eingebe ttet ist
4.1.1 Der Individualität auf der Spur
Individualität als ein Erfolgsfaktor für Glück und Weiterentwicklung ist
Ausgangspunkt der Bildungs- und Betreuungsarbeit in den educcare
Tagesstätten. Um sie aufzuspüren, zu lesen, zu begr eifen und wirklich zu
verstehen bedarf es professioneller Vorgehensweisen.
Wahrnehmung und Beobachtung sind daher wichtiges Ha ndlungswerkzeug
und Entscheidungsbasis bei der pädagogischen Planun g, Lenkung und
Entwicklung individueller Lernangebote.
Die Auswertung der verschiedenen Beobachtungen muss zu einer
Einschätzung des Kindes führen, wo es in den einzel nen
Entwicklungsbereichen steht, wo individuelle Intere ssen, Stärken und
Schwächen existieren.
Strukturen und
Prozesse garantieren
Verlässlichkeit und
Qualität pädagogischer
Arbeit
31
Nahezu täglich treffen ErzieherInnen Entscheidungen , die sich auf Verhaltens-
beurteilungen gründen. Deshalb gehört die Fähigkeit zum systematischen
Beobachten und Beurteilen zu den unverzichtbaren Gr undkompetenzen jeder
pädagogischen Fachkraft in educcare Tagesstätten. D er kollegiale Austausch
im Team stellt darüber hinaus sicher, dass untersch iedliche Beobachtungen,
Wahrnehmungen und Sichtweisen in die Beurteilung des Kindes einfließen.
Beobachtung ist in educcare Tagesstätten systematis iert. Dabei wird Beob-
achtung nicht als Kontrolle verstanden, sondern aus drücklich als (Be)Achtung
dessen, was ein Kind tut, wie es sich verhält, was es sagt. educcare
Erzieherinnen wollen das Kind in seiner Einzigartigkeit verstehen.
Emotionales Wohlbefinden und Engagiertheit des Kind es sind
– entsprechend dem Ziel „zweites Zuhause“ – zu Beg inn vorrangige
Beobachtungsaspekte. Deren positive Einschätzung is t Grundlage für weiteres
Lernen und die Formulierung erster differenzierter Bildungsziele.
Die Beobachtungsbögen wurden entwickelt, um Erziehe rinnen zu unterstützen,
die Entwicklung von Kindern deutlich nachvollziehen und durch die schriftliche
Dokumentation laufend überprüfen zu können. Eine ze ntrale Stellung in der
Beobachtung nehmen die Fragen ein:
wo steht das Kind mit seinen individuellen Fähigke iten, Interessen und
Stärken in den einzelnen Entwicklungsbereichen?
entwickelt sich das Kind weiter?
welche Folgerungen leiten sich ab für die pädagogi sche Arbeit?
4.1.2 Planen und handeln
Sich auf den Weg machen heißt bei educcare, individ uelle Ausgangs-
situationen mit den pädagogischen Zielen des Konzep tes und den aktuellen
Notwendigkeiten zu verbinden.
Im Zentrum der Planung steht die „Schatzkiste anges trebter Kompetenzen“.
Die Aneignung von Fähigkeiten, Wissen, Strukturen, Einstellungen und
Umsetzungsformen bilden die Grundelemente, an denen sich Angebote
orientieren – entsprechend den Standards der Intern ationalen Baccalaureate
Organisation (IBO).
Die Fähigkeit zum
systematischen
Beobachten und
Beurteilen gehört zu
den unverzichtbaren
Grundkompetenzen
jeder pädagogischen
Fachkraft
32
Die Planung erfordert eine enge Zusammenarbeit der Erzieherinnen
untereinander als auch verbindliche Schlüsselfragen , die Klarheit über das Ziel
und die Wege zum Ziel bringen.
Beispiele solcher Schlüsselfragen sind
was wollen wir erforschen, herausfinden, lernen, erreichen?
wie können wir überprüfen, dass wir erfolgreich war en? Wie wissen wir,
was wir gelernt haben?
wie können wir es am besten verwirklichen? Wie woll en wir vorgehen?
Welche Methoden, Medien, Menschen, Orte... unterstützen uns?
wie können wir andere daran teilhaben lassen, es fe iern,
demonstrieren?
Die Kinder sind - entwicklungsentsprechend - in die Planung aktiv
eingebunden. Sie erfahren so, dass sie kompetent si nd, dass sie Einfluss
nehmen, Dinge in Bewegung bringen und Richtungen steuern können.
Es ist die Bestätigung, mit jeder Ansicht und jeder Idee wichtig zu sein und
kleine als auch große Welten gestalten zu können.
Es ist lebendiges Lernen in einer lebendigen Demokratie.
4.1.3 Reflexion und tatendurstig auf ein Neues
Die Auswertung der pädagogischen Arbeit bezieht sic h auf den konkreten
Verlauf des Angebotes, auf methodische als auch per sönliche Kompetenzen
und die Überprüfung, welche Ziele erreicht wurden.
Rundes Gelingen macht Lust auf Wiederholung. Und we nn das nicht gelingt,
erhöhen Umwege immerhin die Ortskenntnis und werden als bedeutsame
Erfahrung für die nächste, ebenso spannende Forschungsreise gewertet.
Beides garantiert, zu verstehen wie man lernt.
Beispiele für Schlüsselfragen sind:
waren die Kinder engagiert beteiligt?
waren die Methoden, Strukturen, Vorgehensweisen angemessen?
welche „Juwelen“ aus der „Schatzkiste der Kompetenz en“ waren
besonders angesprochen?
Reflexion heißt, Erfolge,
Umwege und Fehler
gleichermaßen für neue
Wege zu nutzen
33
was hat am meisten beeindruckt? Was war wichtig?
was war von gegenwärtiger, zukünftiger oder exempla rischer
Bedeutung?
welche Entwicklungen sind erfolgt, welche Möglichke iten haben sich
eröffnet?
wie können wir weiter lernen?
4.1.4 Dokumentation
educcare versteht Dokumentation als „anschaulichen Beweis“ pädagogischer
Praxis. Sie bezieht sich auf alle Ebenen der Arbei t als auch auf das einzelne
Kind.
Für Kinder ist es eine unbändige Lust zu demonstrie ren, was sie gelernt haben.
Dafür steht ihnen Aktionsraum (Erzählkreis, Atelier , Bewegungsraum...), eben-
so wie Dokumentationsraum (Wände, Regale, „Schau-Fe nster“) zur Verfügung.
Präsentationen in den Räumen der Einrichtung (Werke der Kinder, Fotos,
begleitende Texte...)
wertschätzen die Kinder in ihrem Tun und ihrer Ent wicklung
regen an zu Kommunikation, zu Auseinandersetzung m it Gewesenem,
zu Wiederholung und Veränderung
vermitteln Eltern (und Besuchern der Einrichtung) Anregungen und
Transparenz über das Geschehen in der Gruppe
spiegeln die vielfältigen Verantwortungen und Aufg aben der
Erzieherinnen
Ein wichtiges Instrument der Dokumentation der Fort schritte ist das „Ich-Buch“,
das individuelle Portfolio des Kindes. Hier sind We rke des Kindes, Fotos,
Episoden, Ergebnisse und „Schritte“ gesammelt, die für das Kind und seine
Entwicklung von Bedeutung sind. Lernen Kinder ihr „ Ich-Buch“ als eine
Sammlung von Kostbarkeiten kennen, wählen sie gezie lt aus, was einen Platz
darin erhalten soll. Entscheidungskriterien sind au sschließlich die persönliche
Bedeutung des Ergebnisses für das Kind und der Wert, den es ihm zumisst.
Dokumentation ist
Wertschätzung
34
4.1.5 Aufzeichnungssysteme in der pädagogischen Arbeit
educcare hat ein aufeinander aufbauendes System ent wickelt, das
Erzieherinnen fortlaufend bei der Dokumentation von Entwicklung und ihrer
Auswertung unterstützt:
Tagebuchaufzeichnungen erzählen ein Stück Alltag a us spontaner oder
zielgerichteter Beobachtung
Der individuelle Entwicklungsbogen dokumentiert di e altersgemäße
Entwicklung des Kindes an konkreten, beobachtbaren Fähigkeiten in den
verschiedenen Entwicklungsbereichen. Er bedeutet fü r Eltern Sicherheit,
dass alle Entwicklungsschritte ihres Kindes beachtet werden
Die schriftliche Einschätzung des Kindes fasst die individuelle
Entwicklung, besondere Interessen, Stärken und pote ntielle
Entwicklungsdefizite des Kindes zusammen und beschr eibt pädag-
ogische Folgerungen und mit Eltern gemeinsam getrof fene
Vereinbarungen
Die regelmäßige Dokumentation hat darüber hinaus da s Ziel, Kontinuität auch
bei Personalwechsel sicherzustellen.
4.2 educcare als Träger - Verbindlichkeit und Sicherheit
educcare trägt Verantwortung für verlässliche Rahme nbedingungen, die die
pädagogische Arbeit der Fachkräfte maximal unterstü tzen. Dazu gehören u. a.
Gruppenstruktur und Strukturen des Tagesablaufs sow ie Raumkonzepte und
professionelles Personalmanagement.
4.2.1 Familienvergleichbare Strukturen
educcare verfolgt den Stammgruppenansatz. Das bedeu tet, jedes Kind hat
eine feste Gruppenzugehörigkeit und hier stabile Be ziehungen zu Kindern und
Erzieherinnen. So entsteht ein „familien-vergleichb ares Umfeld“.
Der Betreuungsablauf in den educcare Bildungskindertagesstätten
TM ist entlang
der elementaren Bedürfnisse der Kinder strukturiert . Durch Bringzeiten,
Essenzeiten, Entspannungszeiten und eventuelle Schl afzeiten sowie
Abholzeiten ist die Grundstruktur festgelegt. Sie g ibt Kindern und Eltern
verlässliche Orientierung und Sicherheit.
Laufende schriftliche
Aufzeichnungen
schaffen die Basis für
fundierte Einschätzun-
gen, für Transparenz
und Sicherheit
35
4.2.2 Verantwortung für Mitarbeiter
Begleitung der Kinder in den wichtigsten Bildungsja hren erfordert mehr als
Intuition - es erfordert absolute Professionalität bei den Erzieherinnen. Dies ist
eine Grundvoraussetzung um den Kindern und Eltern g erecht zu werden. Der
Träger hat - unserer Meinung nach - durch entsprech ende Rahmenbedingun-
gen sicherzustellen, dass diese Professionalität en tstehen und sich permanent
weiterentwickeln kann.
Hierzu zählen genaue Auswahl der Kolleginnen anhand authentischer
Begeisterung für die Arbeit mit Kindern, dem erkenn baren Willen zur
Weiterentwicklung, Bereitschaft und Fähigkeit zur S elbstverantwortung sowie
Ergänzung des Team hinsichtlich Persönlichkeit und pädagogischer
Schwerpunkte.
Wofür educcare verantwortlich zeichnet:
laufende Mitarbeiter-Entwicklungsgespräche mit kla ren Zielen und
vereinbarten Fortbildungsmaßnahmen
intensive Schulung in den für alle Mitarbeiterinne n obligatorischen
Bereichen: educcare Konzept, Beobachtung, Dokumenta tion,
Elterngespräche, Angebotsplanung
laufendes pädagogisches Coaching durch Träger Fach beratung
Möglichkeiten der Mitwirkung bei der Weiterentwick lung der jeweiligen
educcare Bildungskindertagesstätte
Übernahme von übergreifender Themenverantwortung
Entlastung von administrativen Tätigkeiten
4.2.3 Räume bilden
Die Räume in den Kindertagesstätten sind als Erfahr ungswelten konzipiert und
stellen so die Betätigungsmöglichkeiten sicher, die Kinder für ihre Bildungs-
prozesse brauchen. Sie unterstützen die Eigenaktivi tät von Kindern, Selbstbe-
stimmung und Verantwortung. Mit ihrem hohen Aufford erungscharakter haben
sie die Funktion eines „dritten Erziehers“.
Damit entlasten die Räume auch zugleich die „realen “ Erzieherinnen und
schaffen Ihnen Freiraum für die Beobachtung oder fü r die Durchführung von
Angeboten.
Begleitung der Kinder
in den wichtigsten
Bildungsjahren
erfordert mehr
als Intuition - es
erfordert absolute
Professionalität
Räume als dritter
Erzieher schaffen
Freiraum für die realen
Erzieherinnen
36
4.3 educcare und Eltern – gemeinsam Verantwortung t ragen
Eltern sind die Experten ihrer Kinder. Sie sind her zlich willkommen und in das
Leben der Kindertagesstätte und die Arbeit der Erzieherinnen einbezogen.
Um das einzelne Kind verstehen und fördern zu könne n und ihm in der
Einrichtung das Gefühl einer zweiten Familie zu ver mitteln, ist die enge und
vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern eine entscheidende
Voraussetzung. Erforderliche Basis ist gegenseitige Akzeptanz und Vertrauen.
Der unkomplizierte und ehrliche Umgang, das authent ische Interesse an dem
einzelnen Kind, eine offene Atmosphäre und Zeit sch affen diese Grundlage.
Der Austausch beginnt bei der Eingewöhnung und setz t sich sowohl „beim
spontanen Kaffee“ als auch bei den institutionalisi erten Elterngesprächen und –
abenden fort. Die regelmäßigen Elterngespräche zur Entwicklung ihres Kindes
erfolgen im Abstand von 3 Monaten.
Verbindlichkeit und absolute Vertraulichkeit gegenü ber gemeinsam getroffenen
Vereinbarungen ist selbstverständlich.
Eltern sollen sich - wie ihre Kinder - in der Tages stätte wohlfühlen. Bring- und
Abholzeiten laufen deshalb ohne Stress. Auch Eltern haben ein Recht, in
educcare Tagesstätten ein zweites Zuhause zu finden und Zeiten, sich zu
entspannen. Mit einer Weinprobe vielleicht zum Elte rnabend, Beteiligung an
Arbeitsgruppen sowie der Öffnung für den Besuch der Großeltern soll dem
zweiten Zuhause für Eltern Rechnung getragen werden.
Der unkomplizierte und
ehrliche Umgang, das
authentische Interesse
an dem einzelnen Kind,
eine offene Atmosphäre
und Zeit schaffen
gegenseitige Akzeptanz
und Vertrauen
37
5 Dynamik der Konzeption
Unsere Konzeption wird laufend überprüft und angepa sst. Sobald gesicherte
Erkenntnisse über Verbesserungspotentiale vorliegen , fließen diese ins
Konzept und über ein gesichertes Realisierungsvorge hen auch in die tägliche
Arbeit ein.
Die Überprüfung und die nachhaltige Verbesserung er folgen anhand
bestimmter Prozesse. Akteure sind sowohl interne Mi tarbeiter als auch externe
Berater und Organisationen. Den Austausch mit den E xperten der
Jugendbehörden sehen wir ebenfalls als unerlässlich an.
Ferner unterstützt der educcare Beirat die weitere Entwicklung von educcare.
Den educcare Beirat bilden herausragende Personen, die ein ernstgemeintes
Interesse an der Zukunft unserer Kinder und unserer Gesellschaft verbindet.
Zum jetzigen Zeitpunkt gehören dazu:
Prof. Dr. Gisela Lück, Professorin an der Universi tät Bielefeld, mit dem
Forschungsschwerpunkt Naturwissenschaftsvermittlung im Vorschulalter
Fiona Stollmann, engagierte Bürgerin und Initiator in von Bildungs-
projekten für Kinder und Jugendliche
Dr. Patrick Adenauer, engagierter Unternehmer
Dr. Günter Bulk, Experte für Qualitätsmanagementsy steme
Dr. Traugott Schöfthaler, Generalsekretär der UNES CO Deutschland
Prof. Dr. Henning Wode, Begründer und langjähriger Leiter des
„Zentrums für Mehrsprachigkeit und Sprachkontakt“ d er Universität Kiel
38
6 Kontakt und Verantwortlichkeiten
Geschäftsführung:
Axel Thelen
Marcus H. Bracht
educcare Bildungskindertagesstätten gemGmbH
Alter Markt 36 - 42
50667 Köln
Fon: 0221/ 46619400
Fax: 0221/ 46619499
E-Mail:
info@educcare.de
Anlage 6.1 OUTLAW Bewerbung
1361 Zeichen
Wir finden den Weg. Gemeinsam. law S ” Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH Region West An der Germania Brauerei 6 - 8 48159 Münster Tel. 02 51 /28 92 38-0 Fax 02 51 /28 92 38-69 www.outlaw-iugendhilfe.de region-west@outlaw-jugendhilfe.de OUTLAW Geselschaft für Kindler- und Jugendhilfe gGmbH « An der Germania Brauerei &- B - 48159 Münster Stadt Münster FR Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Be Anna Pohl Hafenstraße 30 48145 Münster Münster, 16.07.2013 Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung Mauritz-Ost, Schmittingheide und in Uppenberg an der Dreifaltigkeitsschule Sehr geehrte Frau Pohl, vielen Dank für das angenehme Gespräch im Rahmen unserer Bewerbung für die Trägerschaft der Kindertageseinrichtungen in Mauritz-Ost, Schmittingheide und in Uppenberg an der Dreifaltigkeits- schule. Gerne übernehmen wir die Trägerschaft für beide Einrichtungen und sind bereit einen Träger- anteil von 1,5 % zu leisten. Wir freuen uns über eine positive Rückmeldung und stehen gerne für weitere Informationen und Gespräche zur Verfügung. Mit freundlicheh Grüßen Dr. Friedhelm Höfener Geschäftsführer Region West rm \ Geschäftsführer: Theodor Boomgaarden DER PARITATISCHE Amtsgericht Steinfurt - Handeisregisternummer: HRB 2853 [UNSER SPITZENVERBAND Bankverbindung: Bank für Sozialwirtschaft Köln - BLZ 370 205 00 . Kto 7082 100
Anlage 5.0
42 Zeichen
Anlage 5 Bewerbungs- unterlagen ISS
Anlage 2.6 DRK Lageplan Kita Schmittingheide
1897 Zeichen
Ri Asseimanm = Ringe, & Hochherz Splilze- “ B; L a E 3 hklau E 4 Le, = e & Osthı 3, E Fi De Nienberge demann u 1 F . 1 523 Fejßfing Nord 5 er) 54 = finderhaus bi Karfendorf Sudrühle” Handorf E® EL KON re Se Er “ =<jB 54)» & u Kor Wermeiing, “, Haus“ Kloster" Feldmeier” 4, Spar Ka 27 co, . " bawer "in, nn fing RI ” ® z i 23 Kos Glevenbeck ® Kaser = Hre ® yes Atkjadt =? \ e, Itbrock ° I R- a zei | ME INSTE gr t dt Haus " Kr ©: adtring am Vehaff _ . ‘ 80 ‚Mauritz Ce 2 € . suo® r Ki y Notarp“ ® 5 Forte, = ‚henfeld En taer, E3 Me; 5 - in peimann Altenroxel" h ern, H 67 K2] 0) Budde hoff, F . Ss Beckmann Oberort" 5 Südost. Sremmendarf Ds Fi ki er Straße $ . n; Hoffschulte # ; ü an Angeimodde FAR un: © = 2 L; 5 Brirap a =; g 3 %, E - B Loeretington® a % ua jemmun 5 Haus = 412 u N Hiltrapef _geral i 78) Ioevelinglon E x & & a 3 [x 32] ar “ u = > [B 54] ee ostt Haus - Bj Markt? Fe Hiltrup‘ a Dahl rding E up, \ R Eickenhoff Kl Po en vuchtrup” n \ Specht“ se Lütke Watermann rn m 2 ärmaı Wilbrenag" Wie, dan rl K1] RB a ch Wentrug k: Schulze. == \ Dss3 CT Schutre- >" Go Deutsches Rotes Kreuz Ey DRK-Kreisverband Münster e.V. und DRK Münster gemeinnützige Pflege und Service GmbH Autismus-Therapiezentrum Di M ie neue Kita: Erste Hilfe-Ausbildung Hausnotruf @ Schmittingheide Sozialstation Verwaltung @ Zumsandestr. 24/27 Ärztliche Kinderschutzambulanz @ Melchersstraße 55 Freiwilligendienste @ Berliner Platz 33 Katastrophenschutz-Zentrum (Wache 4) @ Kesslerweg 43a Kindertageseinrichtungen An der Meerwiese 11 (Coerde) Horstmarer Landweg 85 (Gievenbeck) @ Lindenbreie 43 (Gievenbeck) @ Rilkeweg 43 (Hiltrup) Migrationszentrum/Jugendtreff Coerde @ Hamannplatz 38 Wohngemeinschaften für Demenzerkrankte © Gremmendorfer Weg 44 @ Josef-Beckmann-Straße 7 Ortsverein Hiltrup @® Friedhofstr. 15a Ortsverein Nienberge ® Sebastianstr. Ortsverein Roxel/Albachten @® Lise-Meitner-Straße 8
Anlage 2.7 DRK Interessensbekundung für Kita Schmittingheide
1187 Zeichen
Deutsches Rotes Kreuz Aus Liebe zum Menschen. DRK-Kreisverband DRK-Kreisverband Münster e.V. Zumsandestraße 25/27 48145 Münster Münster e.V. Die Kreisgeschäftsführerin Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Zumsandestraße 25/27 48145 Münster Frau Anna Pohl Tel. 0251 37 880 Hafenstraße 30 . Fax 0251 37 88 55 48127 Münster www.DRK-muenster.de info@DRK-muenster.de Bearbeiterin Gudrun Sturm Tel. 0251 37 8827 Fax 0251 37 8855 g.sturm@DRK-muenster.de Münster, 06.06.2013 sier, Vereinsregister VR1456 ‚Amtsgericht Münster Ausschreibung der Trägerschaft für eine neue Kindertageseinrichtung eperkasse Münsterland-Ost in Mauritz-Ost, Schmittingheide Konto 57 109 Angebot zur Übernahme der Trägerschaft Ihr Zeichen: 51 12 0022 Sehr geehrte Frau Pohl, wir freuen uns über die positiven Entwicklungen im Bereich der Kindertages- stätten in Münster und beteiligen uns gerne an der Ausschreibung der Trägerschaft für eine neue Kindertageseinrichtung in Mauritz-Ost, Schmittingheide. Wir sind bereit, einen Trägeranteil von 1 % zu leisten. Für weiterführende Gespräche stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Kreisgeschäftsführerin Anlage Pädagogische Konzeption
Anlage 1.2 AWO Interessensbekundung für Kita an der Dreifaltigkeitsschule
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SIA AWO UB Münsterland-Recklinghausen - Clemensstr, 2-4 » 45699 Herten Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Frau A. Pohl 48127 Münster Ihre Zeichen / Ihr Schreiben vom Unsere Zeichen Durchwahl "E-Mail 51 12.0022 -17 d.strzedula@awo-msi-re.de Unterbezirk Münsterland- Recklinghausen AWO Geschäftsstelle Herten Clemensstraße 2-4 45699 Herten Tel.: 02366/10910 Fax: 02366/109160 Datum 23.05.2013 Bewerbung um die Trägerschaft für eine neue Kindertageseinrichtung In Uppenberg an der Dreifaltigkeitsschule Sehr geehrte Frau Pohl, hiermit bewerben wir Kindertageseinrichtung in Uppenberg. uns um die o.g. Trägerschaft der neuen sechsgruppigen Als Betreiber von z. Zt. 69 Kindertageseinrichtungen in unserem Einzugsgebiet, davon 8 Einrichtungen in Münster, haben wir ein starkes Interesse, unser Angebot für die Stadt Münster zu erweitern. Als anerkannter armer Träger sind wir allerdings nicht in der Lage Trägeranteile an den Betriebskosten zu übernehmen. Wir würden uns freuen, wenn wir dennoch bei der Vergabe berücksichtigt werden würden. Für Rückfragen und weitere Unterlagen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung und verbleiben mit freundlichen Grüße we Hildebrandt - Geschäftsführer - Vorsitzender: Mitglied im AWO-Bezirksverband Eintrag unter VR 1598 Von der Körperschaftssteuer Christian Bugzel Westliches Westfalen e.V. Amisgericht Dortmund befreit. Gemäß $ 5(1) Nr. 9 KStG Geschäftsführer: Geschäftsführer: Steuer-Nr. 3595731/3679 als gemeinnützig anerkannt. Uwe Hildebrandt Wolfgang Altenbernd Finanzamt Marl
Anlage 3.2 Educcare Interessensbekundung für Kita an der Dreifaltigkeitsschule
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educcare educcare + Alter Markt 36-42 « 50667 Köln Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Leiterin des Amtes Frau Anna Pohl 48127 Münster Köln, 1. Juli 2013 Interessensbekundungsverfahren an der Kindertagesstätte an der Dreifaltigkeitsschule in Uppendorf Sehr geehrte Frau Pohl, ich möchte hiermit unsere Interessensbekundung für die Kita an der Dreifaltigkeitsschule in Uppendorf unter den genannten Bedingungen bestätigen. Freundliche Grüße ns Iris Lateg: Projektentwicklun educcare Bildungskindertagssstätten gGmbH + Alter Markt 38-42 « 50667 Köln » Telefon 0 221 466 194 00 » Fax 0 221 466 194 99 - Email info@educcare.de Bankverbindung: Sparkasse KölnBonn + BLZ 370 501 98 + Konta 144 862 950 Geschäftsführer: Marcus Bracht, Axel Thelen + AG Köln HRB 48030 + USt-Idnr DE228823572 + Beirat: Prof. Gisela Lück, Fiona Stollmann, Dr. Patrick Adenauer, Dr. Günter Bulk, Dr. Ronald Bemecker, Prof. Dr. Henning Wode
Anlage 1.4 AWO Konzeption
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Bewerbung Bewerbung zur Übernahme der Trägerschaft von städtischen Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 2 A WO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen Die Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Münsterland- Recklinghausen Die Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Münsterland- Recklinghausen (im folgenden A WO) betreibt zur- zeit in verschiedenen Städten bzw. Gemeinden (wie z.B. Münster , Greven, Steinfurt, Coesfeld, Borken, Kreis Recklinghausen) 69 Kindertagesein- richtungen sowie verschiedene offene Kinder- und Jugendeinrichtungen. Die Verwaltung der gesam- ten Kindertagesstätten ist in der Hauptgeschäfts - stelle in Herten, Clemensstraße 2-4 angesiedelt. Dort befinden sich alle Abteilungen mit den Quer- schnittsaufgaben Personalverwaltung, Rechnung- und Finanzwesen sowie die Fachbereichsleitung. Die Fachberatung für den Bereich Kinderta - geseinrichtungen hat ihren Sitz bei dem Spitzen - verband, Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband West- liches Westfalen e.V . in Dortmund. Dort werden Fortbildungen und Fachtagungen zu bestimmten Themen durchgeführt. Die Trägeranbindung aller Kindertageseinrich- tungen ist gewährleistet durch Leitungsversamm - lungen mit der Geschäftsführung, regelmäßige Regionaltreffen mit der Fachbereichsleitung sowie Leitungsrunden unter Federführung der jeweiligen Multiplikatorin. Erfahrungen mit Betriebsübergän- gen von Kindertageseinrichtungen gibt es in Cast- rop-Rauxel und Münster . Die A WO organisiert präventive und bedarfs- gerechte, am Einzelfall orientierte Leistungen. Zum Leistungsspektrum gehören Familienzentren, Bewe- gungskindergärten, nach Sebastian Kneipp zerti- fizierte sowie integrative Einrichtungen. Ein T eil der Kindertageseinrichtungen hat sich erfolgreich im Bundesprogramm „Schwerpunkt-Kita Sprache und Integration“ positioniert und erhält bis 2014 zusätzliche Mittel für Sprachförderkräfte. Weitere Einrichtungen arbeiten mit Projekten wie Papilio und Haus der kleinen Forscher . Integrative Arbeit wird seit vielen Jahren in einer Vielzahl von Einrichtungen umgesetzt und ist eine Selbstverständlichkeit. Voraussetzung für die erfolgreiche integrative Arbeit ist der Einsatz von heilpädagogisch ausgebildetem Fachperso- nal sowie die Einbindung des psychologischen Dienstes der A WO mit Sitz in Münster . Das in der Trägerbewerbung aufgeführte Konzept soll in ört- liche Netzwerke und Kooperationen eingebun- den werden und deren Ressourcen für die Arbeit nutzen. Das pädagogische Konzept Frühe Förderung von Kindern in unseren Kin- dertageseinrichtungen und Familienzentren. Die Arbeit in unseren Kindertageseinrichtungen ist im Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII §§ 22-26) in einem eigenen Abschnitt fachlich und sozialpolitisch verankert. Dieses Rahmengesetz stellt politisch das Recht auf Chancengleichheit und individuell das Wohl des Kindes in den Mit- telpunkt. Das Kinderbildungsgesetz (KiBiz) in NRW bil- det die Grundlage für die pädagogische Arbeit. Unsere Kindertageseinrichtungen sind Bildungs- stätten für alle Kinder bis zur Einschulung. Sie sind auch der Ort für Eltern, an dem sie bei Fragen der Erziehung und Förderung ihrer Kinder Unter- stützung finden. Die Einrichtungen haben einen intensiven Sozialraumbezug und bieten ein für alle Eltern erreichbares Informations-, Beratungs- und Unterstützungsangebot. Die frühe Förderung von Kindern (bei Bedarf auch integrativ) und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind für uns selbstverständlich. Jede ein- zelne unserer Kindertageseinrichtungen versteht sich als ein Zentrum für Familien. Unsere Türen stehen allen Generationen offen. 3 A WO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen Bildung in unseren Kindertageseinrichtungen Bildung ist ein lebenslanger Entwicklungsprozess und die Grundlage für soziale Integration, gesell- schaftliche T eilhabe, Eigenverantwortung und Solidarität. Bildung bedeutet für uns, die natür- liche Neugierde eines Kindes an seiner Umge- bung lebendig zu erhalten, herauszufordern und zu begleiten. Grundprinzipien Grundlage unserer pädagogischen Arbeit ist der situationsorientierte Ansatz, der Kinder in ihrer unmittelbaren, täglichen Erlebnis-, Lern- und Lebenswelt in den Mittelpunkt stellt. Das Spiel ist die wichtigste Erfahrungs-, Ausdrucks- und Lern- form von Kindern. Der situationsorientierte Ansatz nimmt immer Bezug auf die vergangene, gegen- wärtige und zukünftige Lebenssituation der Kin- der . Dieses stellen wir durch regelmäßig durch- geführte und dokumentierte Beobachtungen und deren Analyse sicher . Wir unterstützen jedes Kind in seiner individuellen Entwicklung. Mäd- chen und Jungen werden im Sinne des Gender- Mainstreaming gleichermaßen gefördert. Durch den altersgemischten familiären Grup- penbezug erfahren unsere Kinder einen geschütz- ten und sicheren Raum. Dies ist insbesondere für unter dreijährige Kinder erforderlich. Um den speziellen Bedürfnissen aller Kinder gerecht zu werden, bieten wir Projekte für Gleichaltrige an. Die Kombination von altersgemischten und altershomogenen Gruppen hat sich für unsere Bil- dungsarbeit bewährt. Gemeinsame Erziehung behinderter und nicht behinderter Kinder Der Erziehungs- und Bildungsauftrag gilt bei der A WO gleichermaßen für behinderte und nicht behinderte Kinder . Jedes Kind wird in die Lage versetzt, seine Entwicklungspotentiale ganzheit- lich auszuschöpfen. Der Schwerpunkt der A WO ist die soziale Integration (Inklusion). Die A WO setzt sich für die T eilhabe am Gemeinschaftsleben ein und übernimmt Lobbyfunk- tionen für Kinder und Eltern. Behinderte und nicht behinderte Kinder begegnen und akzeptieren sich in den Kindertageseinrichtungen. Ein erfolgreiches integratives Arbeiten setzt eine besondere Fach - lichkeit ebenso voraus wie die Einbindung des gesamten pädagogischen Personals. In enger Zusammenarbeit mit den Eltern set- zen sich die Mitarbeiterinnen professionell mit Behinderungsformen auseinander und erarbeiten gemeinsam mit anderen Fachdiensten einen indi- viduellen Förderplan. Die Koordination der För- dermaßnahmen und der therapeutischen Maß- nahmen werden im pädagogischen Alltag durch die Mitarbeiterinnen sichergestellt. Regelmäßig wird die Wirksamkeit des För- derkonzeptes überprüft und gegebenenfalls in Absprache mit Eltern und Fachdiensten angegli- chen. 4 A WO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen Musik & Medien Musik erleben, sich zur Musik bewegen, Instru- mente bauen und spielen, sind Dinge, die Kin- dern viel Freude bereiten und die fester Bau- stein im Alltag der Kitas sind. In der heutigen Flut von Medien ist eine elementarpädagogische Medienerziehung erforderlich. Die Kinder entwickeln Kompe- tenzen im Umgang mit Medien durch eigene Erfahrungen mit verschiedenen Erscheinungsfor- men von Lese,- Erzähl- und Schriftkulturen. Künstlerisches Gestalten In den Natur ,- Werk und Kreativbereichen und dem damit geschaffenen Zugang zu vielfäl- tigen Materialien werden Kindern Anreize und Impulse gegeben, um grund- legende Fertigkeiten und Fähig- keiten zu erlernen. in A W O Kinder t ag eseinr ic htung en Musik und Medien Int er k ultur elle K om pet enz Et hik/W er t e- er ziehung Spr ac he/ n und Spr ac hf ör der ung Elt er narbeit - Er ziehungspar tner sc haf t und Ber atung K üns tler isc hes Ges t alt en Gesundheits- pr äv ention N atur und U m w elt N atur wissen- sc haf t en T ec hnik und Mat hematik Über g ang Ki T a in die Gr undsc hule Soziale, emo tionale K om pe t enz Bausteine pädagogischen Handelns Unser pädagogisches Haus 5 A WO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen Natur und Umwelt Die A WO bietet den Kindern durch vielfältige Begegnungen mit Tieren und Pflanzen Möglich- keiten, die heimische Natur als etwas Wertvol- les, Liebenswertes und damit Schützenswertes kennen zu lernen. Dieses ist die Basis für eine gelebte Umwelterziehung. Interkulturelle Kompetenz bedeutet für die A WO Gleichberechtigung von Kindern mit und ohne Migrationshintergrund, Bilinguale Erziehung, Zusammenarbeit mit den Eltern, Einbeziehung gesellschaftlicher , kultureller , religiöser und familiärer Lebensumstände und ist Querschnittsthema für alle Fortbildungen der päd- agogischen Kräfte. Ethik / Werteerziehung Die A WO achtet Werte unabhängig von ethni- scher Herkunft, Nationalität, Religion, Weltan- schauung, sozialem Status oder Geschlecht und leistet so einen Beitrag zur Friedenserziehung. Durch das Zusammenleben verschiedener Kulturen wird eine Vielfältigkeit und Bereicherung erfahren. „Vielfalt macht die Erde bunt“. Gewalt und Symbole der Gewalt lehnt die A WO ab. Gesundheitsprävention ist ein wichtiger Baustein der pädagogischen Arbeit und umfasst die Bereiche: • Bewegung • Entspannung • Ernährung und • Hygiene Die A WO sensibilisiert und fördert Kinder in ihrem Körper- und Gesundheitsbewusstsein nach Erkenntnissen der heutigen Gesundheitswissen- schaften. Damit steigert die A WO die Eigenver- antwortung, fördert die gesunde Entwicklung und stärkt die Gesundheit der Kinder . Das Frühstück, Mittagessen sowie der Nach- mittagssnack werden täglich frisch zubereitet. Die Auswahl der Lebensmittel findet unter Berück- sichtigung kultureller , religiöser und gesundheitli- cher Aspekte statt. Naturwissenschaften, Technik und Mathematik Die Kinder in den A WO-Kitas werden für tech- nische und wissenschaftliche Phänomene und deren Prinzipien sensibilisiert. Im „Haus der kleinen Forscher“ lernen die „Forscher-Kids“ gezielt unterschiedliche Berei- che aus Natur und T echnik kennen. Für diesen Bereich werden Patenschaften mit Unternehmen angestrebt. 6 A WO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen Übergang Kita in die Grundschule Das Kinderbildungsgesetz NRW und das Schul- gesetz NRW geben eine enge Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen im Elementar- & Primarbereich vor- alle beteiligten Institutionen übernehmen gemeinsame Bildungsverantwor- tung für die Kinder . Die A WO beteiligt sich intensiv an regionalen Netzwerktreffen, um die Grundlagen für einen gelungenen Übergang von der Kita zur Grund- schule zu schaffen. Sprache/n und Sprachförderung Ganzheitliche Sprachförderung findet in den A WO-Kitas motivierend und kindgerecht statt. Sie ist ein notwendiger und selbstverständlicher Bestandteil aller alltäglichen Abläufe. Dabei werden die Bereiche Mundmotorik, Sprechmelodie, Artikulation, Wortschatz und Satzbau durch positive Sprachvorbilder und das Handeln mit allen Sinnen gefördert. Mit den anerkannten Verfahren zur Sprach- standserhebung (Seldak, Sismik, Bielefelder Screening und Delfin4) wird die Sprachentwick- lung von deutschsprachigen Kindern sowie Kin- dern mit Migrationshintergrund festgestellt. Soziale und Emotionale Kompetenz Die emotionalen Fertigkeiten von Kindern ver- ändern und erweitern sich in den ersten sechs Lebensjahren beträchtlich. Den Grundstein für diese bedeutende Entwicklungsaufgabe legen die Eltern. Gemeinsam mit den Eltern wird der Entwicklungsverlauf der frühen Kindheit gefördert und die Fähigkeit eingeübt, mit den eigenen und den Gefühlen anderer umzugehen. Sich seiner eigenen Gefühle bewusst zu sein, verschiedene Gefühlszustände voneinander unterscheiden zu können, Gefühle mimisch oder sprachlich zum Ausdruck zu bringen und eigenständig zu regu- lieren sowie die Gefühle anderer Personen zu erkennen und zu verstehen, sind dabei die wich- tigsten FähigkeitenElternarbeit – Erziehungspart- nerschaft und Beratung Eltern sind die Experten der Entwicklung ihres Kindes. Ihre Erfahrungen in der Familie werden in den A WO-Kitas wertgeschätzt und genutzt. Darum ist eine partnerschaftliche Kooperation zum Wohle des Kindes unabdingbar . So ergän- zen sich die Kompetenzen der Familien und der Kita und bereichern sich wechselseitig. 7 A WO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen Die A WO verfügt über verlässliche interne und externe Netzwerke aus unterschiedlichen Fach- richtungen und hat die Möglichkeit Eltern in besonderen Lebenssituationen zu beraten, an verschiedene Fachkompetenzen zu vermitteln und bei Bedarf zu begleiten. Im Mittelpunkt der Angebote stehen die individuelle Lebenssituation, sozialräumliche Gegebenheiten von Kindern und deren Familien. Kindertageseinrichtungen bieten ein wohnortnahes Zentrum mit bedarfsgerechten Öffnungszeiten und angemessener Betreuung während der Ferien und Schließungstage. Die Kita ist ein Treffpunkt mit vielfältigen Angeboten der Betreuung, Familienberatung und -bildung. Die Kundenorientierung ist für die A WO ein wichtiges Instrument. Bedarfserhebungen und Befragungen sind dafür eine Selbstverständlich- keit und werden als Grundlage für das jeweilige Kindergartenjahr zu Grunde gelegt. Kontakt Uwe Hildebrandt Geschäftsführer der A WO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen Clemensstraße 2 – 4 45699 Herten T elefon: 0 23 66 - 10 91-17 u.hildebrandt@awo-msl-re.de www.awo-msl-re.de
Anlage 4.1 Evangelischer Kirchenkreis Bewerbung
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Ev. Kirchenkreis Münster - Postfach 3046 + 48016 Münster Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Hafenstraße 30 48153 Münster Münster, 02. Juli 2013 Ausschreibung der Trägerschaft für die neue Kindertageseinrichtung in Mauritz-Ost, Schmittingheide Sehr geehrte Frau Pohl, sehr geehrter Herr Philipp, vielen Dank für das freundliche Gespräch am 19. Juni 2013 zur Trägerausschreibung der Kindertageseinrichtung Schmittingheide in Mauritz-Ost. Wir bestätigen Ihnen hiermit unser Interesse und die in unserer Bewerbung aufgezeigten Konditionen zur Übernahme des Trägeranteils. Wir würden uns freuen, die Trägerverantwortung für eine neue Kindertageseinrichtung in Münster übernehmen zu können. Mit freundlichen Grüßen euch Yechrramım = Busch-Bi Tageseinrichtungen für Kinder Evangelischer Kirchenkreis Münster Tageseinrichtungen für Kinder An der Apostelkirche 3 48143 Münster Postfach 3046 Auskunft erteilt: Sabine-Busch-Böckmann Ruf (02 51) 510 28 460 Fax (02 51) 510 28 9 460 sabine.busch- boeckmann@ev- kirchenkreis-muenster.de
Anlage 5.2 ISS Interessensbekundung
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Weitkinder Mehrsprachige Kindertagesstätten 2 MEHRSPRACHIGE-KITA 15S- Mehrsprachige-Kita gGmbH Genovevastr 94 51063 Köln Stadt Münster Genovevastr. 94 51063 Köln Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Tel.: 0221/9777480 48217 Münster kita@iss-netzwerk.de www.iss.netzwerk.de Köln, 05.06.2013 Bewerbung um die Trägerschaft für die neuen Kindertageseinrichtungen in Münster Dreifaltigkeitsschule und Mauritz Ost, Schmittingheide Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren, wir, die ISS- Kinder und Jugendhilfe gGmbH Köln, als Träger der freien Jugendhilfe, sind sehr an der Trägerschaft der von ihnen ausgeschriebenen Kindertagesstätten in Münster- Dreifaltigkeitsschule und Mauritz Ost, Schmittingheide interessiert. In Zusammenarbeit mit der 100% digen Tochter, ISS- Mehrsprachigen Kita gGmbH betreiben wir z.Z. eine fünf Gruppeneinrichtung in Köln/ Kalk und eröffnen Ende diesen Jahres eine weitere sechs Gruppeneinrichtung in Köln/ Marienburg mit 10 Integrationsplätzen. An Standorten in Duisburg und Essen sind wir im Gespräch mit den zuständigen Behörden, um evtl. auch dort Einrichtungen zu eröffnen. Im April diesen Jahres haben wir uns für die Trägerschaft in Münster, Handorf, Roxel und Gremmendorf beworben. Unser jetziger Koordinator für Kindertagesstätten, Herr Lohscheller, ist ehemaligen Münsteraner und Kitaleiter in Münster (bis Okt. 2012 Kita Glühwürmchen) gewesen. Er ist bestens vertraut mit den örtlichen Gegebenheiten, der Trägerlandschaft und den Verantwortlichen in Landes- und Stadtjugendamt. Münster steht für Offenheit, Toleranz und Vielfalt. Die Unterstützung der sozialen Akteure durch die Politik und Verwaltung in Münster ist von großem Engagement und hoher Qualität geprägt. Wir glauben, das auf der einen Seite unser Mehrsprachenkonzept für Kindertagesstätten und der interkulturelle Ansatz des ISS, eine Bereicherung im Angebot der Münsteraner Trägerlandschaft sein kann. Auf der anderen Seite sind wir sicher, dass Münster eine Bereicherung für die Arbeit und Weiterentwicklung des ISS ist. Der „Interkulturelle Soziale Service“ (kurz ISS-Netzwerk) ist seit 2003 als gemeinnütziger Träger in den Bereichen „Kinder- und Jugendhilfe“, sowie zu den Querschnittsthemen „Integration — Migration — Partizipation — Inklusion“ in Köln und NRW tätig. Die ISS-Netzwerk gGmbH, sowie die Tochtergesellschaften sind Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtverband. Im Jahre 2008 wurde das ISS-Netzwerk als Dachgesellschaft der ISS-Kinder- und Jugendhilfe sowie der ISS-Bildungsakademie gegründet. Erst jüngst - im Jahre 2011 — kam die ISS-Mehrsprachige Kindertagesstätten als weitere Tochtergesellschaft hinzu. Geschäftsführer der Dachgesellschaft, als auch der Tochtergesellschaften ist der Sozialwissenschaftler Ali Koban. Die ISS eigenen Hilfs- und Betreuungsangebote richten sich in ihrer interkulturellen Schwerpunktsetzung an Familien mit und ohne Migrationsgeschichte, Kinder, Jugendliche und derer Familien und an Einzelpersonen, die bei der Bewältigung von Krisen, Erziehungsschwierigkeiten sowie konkreten Alltagsproblemen sozialpädagogische Unterstützung und Hilfen benötigen. Alle Gliederungen des ISS-Netzwerkes arbeiten systematisch, ressourcen- und lebensweltorientiert, integrativ und vernetzend, und orientiert an universellen Werten und (Menschen-)Rechten. Wir verstehen uns als überparteilich und religiös neutral. Die transkulturelle Zusammensetzung des ISS-Teams spielt im Kontext einer durch Vielfalt geprägten Gesellschaft und Klientelgruppe eine zentrale Rolle. Indem Menschen of Color und mit Migrationshintergrund als Hauptamtliche nach innen (Träger, Team) und nach außen (Klientel, Institutionen, Gremien) auftreten, wird ihre Sichtbarkeit und Hörbarkeit konsequent vergrößert. Es ist ein politisches Signal, da hierdurch Zugänge zu gesellschaftlicher Teilhabe geschaffen werden. Zudem ist dies in der Praxis oftmals Ausdruck eines qualifizierten multiperspektivischen Beratungs- und Betreuungsangebotes. Die kulturelle Vielfalt sowohl der Fachkräfte als auch der von ihnen betreuten Menschen versteht ISS als Ressource und Bereicherung der pädagogischen (Bildungs-)Arbeit. Sie ist wesentlicher Bestandteil des Selbstverständnisses und des pädagogischen Profils des ISS- Netzwerkes. Über unsere Tochtergesellschaft, der ISS- Bildungsakademie gGmbH, aber auch externe Anbieter, schulen wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter u.a. regelmäßig im Bereich der interkulturellen Kompetenz. Im Anhang stellen wir Ihnen die Konzeption unserer Weltkinder- Kita in Köln- Marienburg, in der wir neben der Mehrsprachigkeit auch integrativ/ inklusiv arbeiten werden, vor. Ausgehend von diesem Konzept würden wir die Arbeit in den Kitas in Münster den örtlichen Gegebenheiten anpassen. Das heißt für uns auch, neben einer Deutsch/ Englischen Gruppe, bedarfsorientiert eine weitere Sprache anzubieten und wenn gewünscht, integrative/ inklusive Plätze schaffen. Unser Mehrsprachenkonzept basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. So ist der Aufbau unserer Einrichtung in Köln- Kalk von Prof. Apeltauer aus Kiel, der im Bereich Spracherwerb (Zweit- und Drittsprache), insbesondere Lernsprachentwicklung und Literalität, sowie interkulturelle Kommunikation und Erziehung arbeitet, begleitet worden. Unser Mehrsprachenkonzept basiert auf der Erkenntnis, dass Kinder vor allem im Alter bis 4 Jahren, also in der Zeit des grundlegenden Spracherwerbs, neben dem Erwerb der Muttersprache, ein großes Interesse für Sprachen zeigen. Dh. durch 2 die alltägliche Begegnung mit Sprachen, ist es ihnen in dieser Zeit ein Leichtes, ein grundlegendes und nachhaltiges Höhrverständnis für Sprache an sich zu entwickeln, dass es ihnen in ihrem weiteren, dann schulischen Verlauf, ermöglicht, Sprachen besser zu begreifen und somit schneller zu lernen. Für uns ist es wichtig zu betonen, dass wir uns nicht als Organisation von Menschen mit Migrationsgeschichte für Menschen mit Migrationsgeschichte verstehen, sondern uns als integrativer Bestandteil dieser Gesellschaft sehen und es unser Anliegen ist, Verständnis für Gemeinsamkeiten und Unterschiede und die Begegnung auf Augenhöhe zu fördern. Wir sind in der Lage und willens einen Trägeranteil von 5 % zu erbringen. Die dafür benötigten Mittel generieren wir aus, verschiedenen Quellen. Als Träger der in verschiedenen Bereichen tätig ist, verfügen wir über die Möglichkeit, Gelder kurzfristig für unterschiedliche Bereiche einzusetzen. Unser Konzept der Mehrsprachigkeit findet in der Öffentlichkeit viel Aufmerksamkeit und Zuspruch. Dies ermöglicht uns zum einen Spenden zu generieren, (in der Weltkinder- Kita Corkstr. haben wir darüber den kompletten Kreativbereich incl. Atelier einrichten können) und zum Anderen arbeiten wir mit Landes- Bundes- und EU Fördermittel, im Bereich der Mehrsprachigkeit und Interkulturalität, zb. zur besonderen Förderung der Elternarbeit. Zur grundsätzlichen Absicherung der Arbeit des ISS haben wir eine Bank im Hintergrund, die sich bereit erklärt, kurzfristige finanzielle Engpässe, zu überbrücken. (so haben wir unsere erste Kita im Augst 2012 eröffnet, die ersten Betriebskostenabschläge aber erst Ende Okt. erhalten. Hier war es für unsere Hausbank kein Problem einzuspringen) Die Trägeranteile für unseren jetzigen Kitas in Köln sind langfristig gesichert. Nachdem wir Frau Pohl, Frau Kratz- Trutti und Herrn Phillip unsere Organisation und unsere Kitakonzeption persönlich vorstellen durften, würden wir uns freuen, wenn wir nun die Möglichkeit bekommen, uns auch dem Jugendhilfeausschuss der Stadt Münster zu präsentieren. Für weitere Fragen steht ihnen Herr Lohscheller gerne auch telefonisch zur Verfügung: 0221/97774824 (Di. & Fr.) oder Mobil unter 0151/29256839 frank.lohscheller@iss-netzwerk.de Mit freundlichen Grüßen “ Ali Koban Geschäftsführer
Anlage 2.5 DRK Bewerbung für Kita Schmittingheide
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Deutsches Rotes Kreuz Aus Liebe zum Menschen. DRK-Kreisverband DRK-Kreisverband Münster e.V. Zumsandestraße 25/27 Aötäs Münster , Münster e.V. wa f Die Kreisgeschäftsflihrerin Stadt Münster u rn Amt für Kinder, Jugendliche und Familie / Zumsandestraße 28/27 Frau Anna Pohl N 48145 Münster ö Tel. 0251 37 880 Hafenstraße 30 . Fax 0251 37 88 55 48127 Münster www.DRK-muenster.de info@DRK-muenster.de Bearbeiterin Gudrun Sturm Tel. 0251 37 88 27 Fax 0251 37 88 55 9.sturm@DRK-muenster.de Ü 18.07.201 Münster, 18.07.2013 Vereinsregister VR1456 Amtsgericht Münster Ausschreibung der Trägerschaft für eine neue Kindertageseinrichtung Sparkasse Munsterland-Ost in Mauritz-Ost, Schmittingheide Konto 57 109 Angebot zur Übernahme der Trägerschaft Ihr Zeichen: 51 12 0022 Sehr geehrte Frau Pohl, für Ihr Interesse an unserer Bewerbung und das freundliche Gespräch am 04.07.2013 herzlichen Dank. Der DRK-Kreisverband Münster e.V. ist gerne bereit, die Trägerschaft für die neue Kindertageseinrichtung in Mauritz-Ost, Schmittingheide, zu übernehmen und einen Trägeranteil von 1 % zu leisten. Für Fragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Anlage 3.0
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Anlage 3 Bewerbungs- unterlagen Educcare
Anlage 4.3 Evangelischer Kirchenkreis Konzeption für Kita Schmittingheide
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Bewerbung für die Trägerschaft der neuen
Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide, Mauritz-Ost
Konzeptbausteine
Ev. Kirchenkreis Münster Seite 2
Inhaltsverzeichnis
1. Der Evangelische Kirchenkreis Münster als Träger von
Kindertageseinrichtungen
2. Fachliches Konzept
2.1 Bildungs- und Erziehungsauftrag
2.2 Unser Bild vom Kind
2.3 Raumgestaltung
2.4 Zeitliche Gestaltung
2.5 Beziehungen zwischen Kind und Erzieherin
2.6 Beobachtung und Dokumentation
2.7 Kinder unter drei Jahren
2.8 Integration/Inklusion
2.9 Sprache und Bewegung
3. Zusammenarbeit mit Familien
3.1 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft
3.2 Vereinbarkeit von Familie und Beruf
4. Kooperation im Sozialraum/Zusammenarbeit mit der Ev. Auferstehungs-
Kirchengemeinde
5. Qualitätsentwicklung
6. Wirtschaftlichkeit / Übernahme des Trägeranteils
Ev. Kirchenkreis Münster Seite 3
1. Der Evangelische Kirchenkreis Münster als Träger von
Kindertageseinrichtungen
Der Evangelische Kirchenkreis Münster ist eine Geme inschaft von evangelischen
Kirchengemeinden, Einrichtungen und Diensten mit ca . 105.000 Mitgliedern von
Greven im Norden bis Olfen im Süden und von Havixbe ck im Westen bis Beelen im
Osten. Oberzentrum der Region ist die Stadt Münster , die durch den Standort der
kreiskirchlichen Verwaltung und der Diakonie Münste r auch im Kirchenkreis eine
besondere Bedeutung hat. Der Evangelische Kirchenkr eis Münster ist Körperschaft
des öffentlichen Rechts und anerkannter Träger der Jugendhilfe.
Der Evangelische Kirchenkreis Münster lässt sich vo n dem Bild einer Kirche leiten,
die die Begegnung mit den Menschen sucht. „Gemeinsa m unterwegs“, das heißt für
uns: Menschen sehen und aufsuchen, hören und wahrne hmen, Begleitende sein,
nach Wegen suchen und sich Wege zeigen lassen, einl aden und von dem Glauben
erzählen, der uns hält und trägt.
Dieses Grundverständnis unseres kirchlichen Lebens wird im Evangelischen
Kirchenkreis Münster in sieben Handlungsfeldern konkret:
- Gottesdienst und Kirchenmusik
- Öffentlichkeit und Kultur
- Seelsorge und Beratung
- Bildung und Erziehung
- Diakonie und gesellschaftliche Verantwortung
- Mission und Ökumene
- Leitung und Verwaltung
Im Handlungsfeld "Bildung und Erziehung" gilt für u ns unter anderem der Grundsatz,
Menschen zu einem Leben in Freiheit und Verantwortu ng zu ermutigen und zu
befähigen. Bildung ist ein wesentlicher Teil der Pe rsönlichkeitsentwicklung und
schafft Zukunftsperspektiven. Wir setzen uns engagi ert für eine umfassende
Bildungsgerechtigkeit ein. Unabhängig von ihrer soz ialen Herkunft haben alle
Menschen ein gleiches Recht auf eine umfassende Bildung.
Seit 2008 ist der Evangelische Kirchenkreis Münster Träger von 21 Kindertages-
einrichtungen in der Stadt Münster (14), der Stadt Greven (2), den Kreisen
Warendorf (3) und Coesfeld (2). Mit dem Zusammensch luss im Trägerverbund der
Tageseinrichtungen für Kinder haben die Kirchengeme inden als bisherige
Trägerinnen der Kindertageseinrichtungen mit dem Zi el einer bedarfsorientierten
Weiterentwicklung der Einrichtungen und dem gemeins amen wirtschaftlichen
Handeln auf die Herausforderungen des Kinderbildung sgesetzes (KiBiz) reagiert und
die Trägerschaft dem Evangelischen Kirchenkreis Mün ster übertragen. Zurzeit
betreuen wir in unseren Einrichtungen insgesamt 130 0 Kinder im Alter von 1 bis 6
Jahren in den KiBiz-Gruppenformen I, II und III.
Alle Kindertageseinrichtungen gehören zu einer Kirc hengemeinde und sind ein
Begegnungsort für alle Generationen. Gemeinsam mit Pfarrerinnen und Pfarrern,
Presbyterinnen und Presbyter engagieren sie sich fü r Kinder und Familien. Der
Ev. Kirchenkreis Münster Seite 4
Stadtteil Mauritz-Ost gehört zur Ev. Auferstehungs- Kirchengemeinde, die bereits
1960 den Ev. Kindergarten Paul-Schneider-Haus gründete.
Der Leitungsausschuss der Tageseinrichtungen für Ki nder, gewählt von der Synode,
ist zuständig für Grundsatzfragen, Personal und Fin anzen. Die Verwaltung obliegt
dem Kreiskirchenamt. Die Geschäftsführung des Träge rverbundes der Tages-
einrichtungen für Kinder wurde der Fachberaterin fü r Kindertageseinrichtungen
übertragen und damit eine fachlich und organisatori sch verantwortete Weiter-
entwicklung des Arbeitsbereiches gewährleistet. Lei tung und Verwaltung des
Evangelischen Kirchenkreises Münster geschehen durc h nachvollziehbare und
transparente Prozesse und Entscheidungen. Die Arbei t mit verlässlichen Leitlinien,
ausgearbeiteten Konzepten und konkreten Zielorienti erungen ist dafür die
Grundlage.
In der Fachkonferenz der Tageseinrichtungen für Kin der sind die Leitungen der
Kindertageseinrichtungen organisiert. Darüber hinau s werden regelmäßig
Arbeitskreise zu thematischen Schwerpunkten (Integr ation, Sprachförderung, …)
angeboten sowie Fort- und Weiterbildungen auf kreiskirchlicher Ebene.
2. Fachliches Konzept
2.1 Bildungs- und Erziehungsauftrag
Evangelische Kindertageseinrichtungen sind Bildungs einrichtungen und haben den
Anspruch, neue Erkenntnisse mit bewährten Erfahrung en zu Bildungsfragen für
Kinder von 0 bis 6 Jahren in die jeweilige Praxis u mzusetzen. Auf der Grundlage des
gemeinsamen Leitbildes und vereinbarter Qualitätsk riterien hat jede Kindertages-
einrichtung eine einrichtungsspezifische Konzeption entwickelt und schreibt diese
kontinuierlich fort. „Vielfalt mit Profil“, so vers tehen sich die evangelischen
Kindertageseinrichtungen im Evangelischen Kirchenkr eis Münster und nehmen die
Lebenswelten der Familien und die Besonderheiten de s jeweiligen Sozialraumes in
die konzeptionelle Weiterentwicklung auf.
Bildung ist die wichtigste Grundlage, mit der Mensc hen die Gegenwart bewältigen
und die Zukunft gestalten können. Sie wird immer me hr zur Voraussetzung dafür,
sich in einer pluralen und medialen Welt zurechtzuf inden und behaupten zu können.
Unter „Bildung“ verstehen wir nicht nur den Erwerb von Wissen, sondern auch die
Befähigung, ein selbstbestimmtes Leben zu führen un d sich Selbstbildungs-
möglichkeiten erschließen und aneignen zu können. D abei kommt dem Erwerb von
Basiskompetenzen eine hohe Bedeutung zu. Bildungspr ozesse sollen die Kräfte zur
„Aneignung der Welt“ und zur „Entfaltung der Persön lichkeit“ anregen und
unterstützen.
Die religiöse Dimension ist im pädagogischen Praxis alltag der Kindertages-
einrichtung eingebunden. Religionspädagogik und das evangelische Selbst-
verständnis sind durchgängige und integrale Bestand teile aller Bildungs-,
Erziehungs- und Betreuungsangebote und beziehen sic h sowohl auf eine
Sinnorientierung im Horizont der christlichen Botsc haft als auch auf eine
Werteorientierung, die christliche Lebenshaltungen vermittelt.
Ev. Kirchenkreis Münster Seite 5
Bildungsangebote orientieren sich an der individuel len Entwicklung der Kinder und
regen sowohl ihr kognitives Denken als auch ihre Wahrnehmung an.
In evangelischen Tageseinrichtungen für Kinder gehö rt die Pflege von Sprache und
Musik zur pädagogischen Kultur. Singen und Erzählen mit Kindern sind sich
beständig wiederholende Elemente im Alltag unserer Einrichtungen.
Die Arbeit Evangelischer Kindertageseinrichtungen orientiert sich an
• den gesetzlichen Vorgaben des SGB VIII und dem Kinderbildungsgesetzes
NRW (KiBiz)
• den Grundsätzen zur Bildungsförderung für Kinder v on 0 bis 10 Jahren in
Kindertageseinrichtungen und Schulen im Primarberei ch in Nordrhein-
Westfalen
• dem Bildungskonzept evangelischer Tageseinrichtung en für Kinder in
Westfalen und Lippe
Ziele der pädagogischen Arbeit mit Kindern sind die
• Unterstützung und Begleitung der Kinder in der Ges taltung ihrer Bildungs-
prozesse
• Stärkung kindlicher Autonomie und sozialer Mitvera ntwortung
• Vermittlung lernmethodischer Kompetenzen
• Begleitung der Sprachentwicklung, Bilingualität un d Literacy-Erziehung
• Förderung von Basiskompetenzen und Ressourcen (Res ilienz), die das Kind
befähigen, mit Belastungen, Veränderungen und Krisen umzugehen
• Förderung eines naturwissenschaftlichen und musisc hen Grundverständ-
nisses
• Bewegungs- und Gesundheitserziehung
Grundlage der pädagogischen Arbeit ist die wahrnehm ende Beobachtung und die
regelmäßige Dokumentation der Bildungsprozesse des Kindes.
2.2 Unser Bild vom Kind
Jedes Kind hat seinen eigenen Weg ins Leben. Deshalb brauchen Kinder
Erwachsene, die ihnen Vertrauen schenken für unterschiedliche Zeiten ihrer Reifung.
Das Kind kommt mit einer genetisch angelegten „Scha tztruhe“ zur Welt, die sich in
den ersten Lebensjahren mit Erfahrungen und Erlebni ssen aus Erziehung und
Umwelt füllt. Ihre Inhalte sind nur schwer austausc hbar, aber es liegt an uns, sie zu
mehren und vor allem zum Glänzen zu bringen, also d en Reifungsprozess des
Kindes liebevoll, beschützend und lenkend zu fördern.
Kinder sind von Geburt an aktive und kreative Gesta lter ihrer eigenen Entwicklung
und ihrer Beziehung zur Umwelt, sie eignen sich die Welt an und sorgen für
Welterkenntnis und -deutung, solange sie den Raum u nd die Zeit dafür bekommen
und liebevoll von Erwachsenen begleitet werden.
Verlässliche Beziehungen zu Kindern und Erwachsenen und eine anregungsreiche
Umgebung fordern Kinder auf, interessengeleitet ihr e Themen auf eigenen Wegen
und Umwegen zu erforschen.
Ev. Kirchenkreis Münster Seite 6
2.3 Raumgestaltung
Die Gestaltung der Räume beeinflusst nicht nur die Aktivitäten und das Verhalten der
Kinder, sondern ist von wesentlicher Bedeutung für ihr Wohlbefinden. Sie orientiert
sich maßgeblich an den konzeptionellen Zielen in de r Kindertageseinrichtung und
trägt den Bedürfnissen der Kinder, Eltern und Mitar beitenden Rechnung. Den
Kindern bietet die Raumgestaltung Anregungen für un terschiedliche Wahr-
nehmungen und Erfahrungen sowie alternative Möglich keiten zur Bewegung und
Aktivität, Stille und Entspannung. Den Kindern steh t in unseren Einrichtungen
vielfältiges und ihrem Alter entsprechendes Materia l unterschiedlicher Bildungs-
bereiche zur Verfügung, das zum Entdecken, Forschen , Erproben und
Experimentieren einlädt. Soziale Interaktionen und Kommunikation werden den
Kindern in unterschiedlichen Konstellationen ermögl icht ebenso wie Rückzug, Ruhe,
Stille und Besinnung. Eltern sollten Rückzugsmöglic hkeiten mit entsprechendem
Mobiliar für Erwachsene vorfinden, um sich zu infor mieren und Gespräche zu führen.
Wir sind überzeugt, „Kinderräume bilden“ (Angelika van der Beek) und verhindern
oder ermöglichen die eigenständigen Bildungsprozess e der Kinder. Raumgestaltung
und Materialauswahl sind daher ein Qualitätskriteri um in unseren Leitsätzen und
werden regelmäßig überprüft. Das Gebäude und das Ge lände der Kindertages-
einrichtung sollten frei von Barrieren und behindertengerecht gestaltet sein.
2.4 Zeitliche Gestaltung
Die Zeit, die Kinder in der Kindertageseinrichtung verbringen, ist prägend und fordert
einen sorgsamen Umgang mit Zeit. Die zeitliche Gest altung von Tagesabläufen, von
pädagogischen Angeboten und Aktivitäten in der Woch e, im Monat und übers Jahr
berücksichtigt den individuellen Entwicklungsstand, das Alter sowie die kulturellen
und religiösen Besonderheiten der Kinder und ihrer Familien. Sie gibt Kindern
Sicherheit und Orientierung und erlaubt wechselnde Phasen zwischen Ruhe und
Bewegung, Begegnung und Rückzug sowie Aktivität und Besinnung. Kinder
brauchen die Möglichkeit, sich entwicklungsspezifisch ihre Zeit selbst einzuteilen und
eine zeitliche Gestaltung, die ihre individuellen B edürfnisse weitestgehend
berücksichtigt. Besonders bei flexiblen Betreuungsz eiten und in den sensiblen
Phasen des Tagesablaufes in der Mittagszeit, dem An kommen und Verabschieden,
ist die zeitliche Gestaltung und Planung regelmäßig zu reflektieren und ggf. den
Bedürfnissen der Kinder anzupassen.
Feste, Feiern und Rituale des Kirchenjahres, jahres zeitlich bedingte Ereignisse und
Bräuche sowie die Geburtstage der Kinder sind in de r Planung berücksichtigt und
machen den Kindern sinnstiftende und strukturierende Ereignisse erfahrbar.
2.5 Beziehungen zwischen Kind und Erzieherin
Jedes Kind hat seinen eigenen Weg ins Leben. Deshal b brauchen Kinder
Erwachsene, die ihnen Vertrauen schenken für unters chiedliche Zeiten ihrer Reifung.
Verlässliche Beziehungen zu Erwachsenen und Kindern fordern Kinder auf,
interessengeleitet ihre Themen auf eigenen Wegen un d Umwegen zu erforschen.
Ev. Kirchenkreis Münster Seite 7
Erzieherinnen und Erzieher in evangelischen Kindert ageseinrichtungen verstehen
sich
• als Entwicklungsbegleitende mit Kopf, Herz und Han d
• als zuverlässige Bindungspersonen, die Kindern mit Respekt und Achtung
begegnen,
• als Gestaltende der Lernumgebung und des Lernarran gements
• als Impulsgeberinnen, die offen sind für die versc hiedenen Zugangswege, die
selbst Ideen und Lust auf Neues haben und mit Kinde rn gemeinsam die Welt
entdecken
• als Beobachtende, die zurückhaltend die Bedürfniss e des Kindes wahr-
nehmen und Freiräume zum selbstständigen Tun eröffnen
• als Anwälte des Kindes, die das Recht des Kindes a chten und die für diese,
wo es nötig ist, entschlossen und umsichtig eintreten
2.6 Beobachtung und Dokumentation
Die Beobachtung der Entwicklung der Kinder und die Wahrnehmung der Themen, für
die sie sich interessieren, sind Grundlage zielgeri chteter Bildungsarbeit. Eine in
diesem Sinne verstandene reflektierende Beobachtung befähigt pädagogische
Fachkräfte, die Möglichkeiten, Fähigkeiten und Stär ken, Ideen, Interessen,
Erfahrungen sowie die individuellen Verhaltensweisen und Problemlösungsstrategien
der Kinder wahrzunehmen und sie in ihren Bildungsprozessen zu unterstützen.
Die Dokumentation der Beobachtungen macht die konti nuierlich stattfindenden und
aufeinander aufbauenden Entwicklungsschritte jedes einzelnen Kindes nach-
vollziehbar und ermöglicht es, diese zu unterstützen.
Alle Kindertageseinrichtungen verfügen über ein Beo bachtungssystem und haben
Formen der Dokumentation vereinbart.
2.7 Kinder unter drei Jahren
Der ganzheitliche Bildungsansatz evangelischer Tage seinrichtungen für Kinder
fördert die Entwicklung auch von Kindern unter drei Jahren und nimmt die
unterschiedlichen Bedürfnisse und Bildungsprozesse der Kinder in verschiedenen
Altersstufen in den Blick.
In der konkreten Umsetzung wird dabei
- ein differenziertes Aufnahmeverfahren
- die individuelle Eingewöhnung (bezugspersonenorien tiert und elternbegleitet)
- die Gewährleistung der Altersmischung und Altersg leichheit in Gruppen
- eine bedürfnisorientierte und entwicklungsfördernd e Raumgestaltung mit
Rückzugs- und Spielmöglichkeiten, Ruhe-, Schlaf- und Pflegebereichen
berücksichtigt.
Ev. Kirchenkreis Münster Seite 8
2.8 Integration/ Inklusion
In den Kindertageseinrichtungen unseres Kirchenkrei ses schaffen wir vielfältige
Begegnungs- und Erfahrungsmöglichkeiten zwischen Ki ndern mit Behinderung und
Kindern ohne Behinderung, so dass alle Kinder eine wohnortsnahe Betreuung
erhalten können.
Offenheit, Toleranz und Wertschätzung zwischen beh inderten und nicht behinderten
Menschen sind Grundvoraussetzungen für das soziale Miteinander in unserer
Gesellschaft. Wir sind überzeugt, dass die Grundlagen für diese sozialen Fähigkeiten
schon im Kindesalter geschaffen werden. Evangelisch e Kindertageseinrichtungen, in
denen behinderte und nicht behinderte Kinder gemein sam betreut und begleitet
werden, verpflichten sich diesem Auftrag.
Die Gemeinsame Erziehung ist ein ganzheitliches Ang ebot der Bildung, Erziehung
und Betreuung für behinderte und nicht behinderte Kinder in pädagogisch gestalteten
Lebens- und Erfahrungsräumen. Kinder mit Behinderun gen werden nicht therapiert
und ausgesondert. Ausgehend von ihren Kompetenzen w erden alle Kinder in ihrer
Persönlichkeitsentwicklung begleitet. Sie erfahren eine Förderung ihrer individuellen
Fähigkeiten und lernen von und mit anderen im täglichen Zusammenleben.
Die Kindertageseinrichtung schafft somit behinderte n und nicht behinderten Kindern
Begegnungsmöglichkeiten. Sie trägt zum Abbau von Vo rurteilen bei und schafft eine
bessere Normalität für die Lebenswirklichkeit aller Kinder.
2.9 Sprache und Bewegung
Die Bildungsbereiche Sprache und Bewegung sind in a llen Kindertageseinrichtungen
von zentraler Bedeutung und als „Querschnittsaufgab en“ zu anderen Bildungs-
bereichen zu verstehen. Bewegung liefert eine opti male Voraussetzung für eine
soziale, emotionale und motorische Entwicklung. Die Sinne werden angeregt und
genutzt. So können Erfahrungen nachhaltig verarbeit et und abgespeichert werden.
Bewegung und Wahrnehmung stehen in einer untrennbar en Wechselwirkung zu
einander und sind Basis der menschlichen Entwicklun g. Sprachliche Fortschritte
stehen in einem engen Zusammenhang mit der Persönli chkeitsentwicklung des
Kindes. Sprache und Sprachentwicklung muss mit Kind ern im Kindergarten nicht im
engeren Sinne „geübt“ werden, weil der Spracherwerb in einer sprechenden
Umgebung ganz natürlich erfolgt. Genauso wie Kinder von alleine zu krabbeln, zu
stehen und zu gehen beginnen, erwerben Kinder auch Sprache ganz natürlich. Der
Spracherwerb erfolgt dabei immer in Wechselwirkung mit allen anderen
Entwicklungsbereichen und geschieht mit allen Sinnen.
Wir geben den Kindern im Kita-Alltag Gelegenheiten eines ganzheitlichen Erlebens,
Erforschens und Entdeckens, um sprachliches Wissen anzuwenden, zu stabilisieren
und zu erweitern. Bewegungsanlässe werden zu Sprachanlässen.
Ganzheitliche Sprachförderung in evangelischen Kindertageseinrichtungen
• ist mit der Lebenswelt der Kinder verknüpft
• bezieht die Interessen und Bedürfnisse der Kinder mit ein
• beteiligt die Kinder
• fördert mit allen Sinnen
• geht spielerisch mit Sprache um
• bezieht Rhythmus, Musik und Bewegung ein
Ev. Kirchenkreis Münster Seite 9
• legt den Schwerpunkt auf den Dialog / das Gespräch
• erfordert von dem Erwachsenen hohe Sensibilität (A ufmerksamkeit für Kinder-
sprache)
• stellt die Sprechfreude in den Vordergrund
Darüber hinaus werden gezielte Angebote der Sprachf örderung in Kleingruppen
durchgeführt, die es ermöglichen, Kinder lustvoll u nd spielerisch, aber dennoch
zielgerichtet und systematisch zu begleiten, zu unt erstützen und anzuregen.
Mitarbeiterinnen unserer Einrichtungen sind in der Durchführung des Testverfahrens
des Bielefelder „Screenings“ und des Förderprogramm s „Hören, Lauschen, Lernen“
geschult. Mit „SISMIK“ setzen wir ein Beobachtungsv erfahren ein, um Kinder, die
zweisprachig aufwachsen, gezielt in der Entwicklung ihrer deutschsprachigen
Fähigkeiten zu beobachten.
Für alle Einrichtungen ist ein gemeinsam erarbeitet es Konzept „Sprachentwicklung
und -förderung in evangelischen Kindertageseinricht ungen“ verbindlich, das in der
Anlage eine Handreichung für Eltern enthält, die in sechs Sprachen übersetzt wurde.
Seit 2010 bieten wir einmal jährlich eine Fortbildu ng für die in unseren Einrichtungen
tätigen Sprachförderkräfte an.
Wir würden auch gerne Bilingualität in unseren Einr ichtungen fördern und bei
Interesse der Eltern eine entsprechende Gruppe mit einer englischsprachigen Nativ
Speaker einrichten.
3. Zusammenarbeit mit Familien
3.1 Erziehungs- und Bildungspartnerschaften/
Ein enger Kontakt der Mitarbeiterinnen und Mitarbei ter in unseren Einrichtungen mit
Müttern und Vätern ist uns eine Selbstverständlichk eit und eine Bedingung für die
gelingende Entwicklung des einzelnen Kindes. Die Zu sammenarbeit mit Eltern
verstehen wir als wertschätzenden, vertrauensvollen „Dialog zwischen Experten in
ihrem jeweiligen System“ und erkennen Mütter und Vä ter als Partner in der
Wahrnehmung des Erziehungs- und Bildungsauftrages a n. Wir fördern die aktive
Mitwirkung der Eltern und ermutigen sie, die Arbeit der Kindertageseinrichtung
mitzugestalten und die Entwicklung und Bildung der Kinder zu begleiten. Die
Partizipation der Eltern ist für uns nicht nur Selb stverständlichkeit, sondern eine
Bereicherung. Dabei sind wir bemüht, den unterschie dlichen Lebenslagen von
Müttern und Vätern Rechnung zu tragen und bieten in unseren Kindertages-
einrichtungen oder Gemeindehäusern Möglichkeiten, s ich mit anderen zu treffen und
auszutauschen.
Als Kindertageseinrichtung unterstützen wir Mütter und Väter dabei, ihre Aufgaben
wahrzunehmen und ihrer Verantwortung für das Kind gerecht zu werden. Mit unseren
Angeboten regen wir Eltern an, sich mit Fragen der Bildung und Erziehung
auseinanderzusetzen.
Der regelmäßige Austausch von Informationen und Ein schätzungen über die
Entwicklung der Kinder sowie die Beratung der Elter n zu Fragen „rund ums Kind“ ist
für uns ein Aspekt der Erziehungs- und Bildungspart nerschaft mit Eltern. Dieser
Austausch kann auf unterschiedliche Weise stattfind en: in Entwicklungsgesprächen
oder informellen Tür- und Angelgesprächen, in Elter nrunden, aber auch in Form
Ev. Kirchenkreis Münster Seite 10
schriftlicher oder mündlicher Information für einze lne Eltern oder die gesamte
Elternschaft über die Arbeit, Projekte oder besonde re Termine und Feste der
Kindertageinrichtung. Immer mehr unserer Einrichtun gen nutzen hierzu auch ihre
Homepage.
Darüber hinaus tauschen sich die pädagogischen Fach kräfte regelmäßig mit Eltern
über die Bildungs- und Erziehungsziele des Kindes a us, stimmen gemeinsam die
dafür geeigneten pädagogischen Angebote ab und entwickeln diese weiter.
Wir begleiten und beraten Mütter und Väter in gemei nsamer Verantwortung für das
Kind, unterstützen sie in der Begleitung von Übergä ngen im Tagesablauf, in
biografischen Lebensabschnitten und bei familiären Veränderungen, informieren
über Beratungs- und Bildungsangebote und vermitteln bei Bedarf Kontakte.
In Kooperation mit dem Ev. Beratungs- und Bildungun gsCentrum der Diakonie
Münster, der Ev. Familienbildungsstätte Münster und weiterer Kooperationspartner
halten nicht nur die Familienzentren Angebote vor, die die Arbeit der
Tageseinrichtung ergänzen, Eltern in ihrer Erziehun gskompetenz stärken und eine
Begleitung von Familien in unterschiedlichen Lebenssituationen ermöglichen.
Die Zusammenarbeit mit Vätern ist uns ein besondere s Anliegen. So werden in
vielen unserer Einrichtungen mit großem Erfolg Vate r-Kind-Wochenenden
angeboten.
3.2 Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Die Kindertageseinrichtung muss Angebote machen, da mit Mütter und Väter ihrer
beruflichen Tätigkeit nachgehen können. Wir sind be müht, hierzu ein bedarfs-
gerechtes und familienorientiertes Angebot vorzuhal ten, erkennen aber auch, dass
auf Grund der gesetzlichen Vorgaben und strukturell en Rahmenbedingungen nicht
jede Kindertageseinrichtung jeden Betreuungsbedarf erfüllen kann.
Die Wahrnehmung der Lebenswirklichkeit von Familien und die Erfassung von
Wünschen, Bedürfnissen, Einschätzungen und Rückmeldungen der Mütter und Väter
durch Befragungen, Information und Austausch ist fü r uns Voraussetzung für die
Entwicklung eines bedarfsgerechten Betreuungsangebotes.
In einer sechsgruppigen Einrichtung gehen wir grund sätzlich von einer Öffnungszeit
von 7.00 bis 17.00 Uhr aus. Im Ev. Kindergarten Pau l-Schneider-Haus und anderen
Kindertageseinrichtungen unseres Kirchenkreises hab en wir überaus gute
Erfahrungen mit dem Angebot der sogenannten Blocköf fnungszeit gemacht. Eltern
buchen eine Betreuungszeit von 35 Stunden und könne n wählen, ob sie ihr Kind an
fünf Tagen in der Woche von 7.00 bis 14.00 Uhr, 7.3 0 Uhr bis 14.30 oder 8.00 bis
15.00 Uhr in der Einrichtung betreuen lassen. Darüb er hinaus können weitere Kinder
an einzelnen Tagen an der Übermittagsbetreuung teilnehmen.
Die Blocköffnung ersetzt nicht die Ganztagsbetreuun g in der Kindertageseinrichtung.
Wir gehen davon aus, dass auch in der neuen Kita Sc hmittingheide ein hoher Bedarf
an 45-Stunden Plätzen sein wird.
Ev. Kirchenkreis Münster Seite 11
Für alle Kinder, die unsere Einrichtungen in der Mi ttagszeit besuchen, werden eine
warme Mahlzeit und Möglichkeiten zum Schlafen und Ausruhen angeboten.
Eine Randzeitenbetreuung wird angeboten. Zurzeit er proben wir diese mit einem
Betreuungsangebot an vier Tagen in der Woche bis 18 .00 Uhr in der Ev. Lukas-
Kindertageseinrichtung. Pro Kind und Stunde ist hie rfür ein Betrag von 5,00 € zu
zahlen. Wir können uns aber auch Kooperationen mit der Kindertagespflege
vorstellen.
In Kooperation mit dem Ev. Kindergarten Paul-Schnei der-Haus planen wir die
Kindertageseinrichtung Schmittingheide ganzjährig z u öffnen, damit auch während
der Ferienzeiten keine Betreuungsschwierigkeiten für Eltern entstehen.
Die Bedarfsermittlung im Anmelde- und Aufnahmeverfa hren der neuen Kita
Schmittingheide wird für die Entwicklung des Betreu ungsangebotes und der
Öffnungszeiten grundlegend sein.
4. Kooperationen im Sozialraum/
Zusammenarbeit mit der Ev. Auferstehungs-Kirchengemeinde
Durch den Ev. Paul-Schneider-Haus Kindergarten und die Ev. Auferstehungs-
Kirchengemeinde bestehen bereits Kooperationen mit folgenden Institutionen und
Diensten im Stadtteil:
St. Margareten-Kindergarten
St. Konrad-Kindergarten
CVJM Münster
Kita Merschkamp (z.B. Absprache bei der Verteilung der Kita Plätze)
Jugendtreff (Ferienbetreuung, Freizeitangebote)
AK Mauritz (Regelmäßiges Treffen von allen sozialen Einrichtungen aus dem
Stadtteil, z.B. alle Kitas, Schulen, das Sozialbüro , SeHT e.V., sämtliche Abteilungen
der Kirchengemeinden)
Sozialbüro
Büchereitage (kleine Bücherei an der Margaretenkirche)
Margaretenschule Münster (sehr intensive Zusammenarbeit)
Pleisterschule
Overbergschule
Bodelschwinghschule
Polizei (Herr Kisnat; Schulwegbegehung, Polizeiauto besichtigung, Besuche im
Stuhlkreis)
Bildungs- und BeratungsCentrum der Diakonie Münster
Ev. Familienbildungsstätte Münster
Ev. Kirchenkreis Münster Seite 12
Ärztinnen und Ärzte, Kinderärztinnen und -ärzte, Ki nderpsychologinnen und –
psychologen
Logopädinnen und Logopäden, Ergotherapeutinnen und -therapeuten, Motopädinnen
und Motopäden
Zebra school (kommt einmal in der Woche und spielt in englischer Sprache mit den
Kindern im Ev. Kindergarten Paul-Schneider-Haus)
Ulrike Rehbein – Musikpädagogin (kommt einmal in de r Woche in den Ev.
Kindergarten Paul-Schneider-Haus und bietet „Musikalische Früherziehung“ an, weil
im Stadtteil eine Musikschule fehlt)
Einzelhandel:
dm (unterstützen bei Projekten, z.B. Frühstücksprojekte)
axa (sponsort einige unserer Feste, Spielzeug u.ä.)
Bäckerei Schrunz (sponsort z.B. den Weihnachtsbaum)
Die Ev. Auferstehungs-Kirchengemeinde und der Ev. K indergarten Paul-Schneider-
Haus sind im St. Mauritz sehr gut vernetzt. Dafür s teht neben den aufgezeigten
Kooperationen, die Zusammenarbeit insbesondere mit der Margareten-Schule bei
Schulgottesdiensten. Im großen Chor der Auferstehun gs-Kirchengemeinde singen
junge Mütter und Väter aus dem Stadtteil mit, die w ieder Kinder in der Kita haben
und in den Grundschulen des Viertels. Im ökumenisch en Sozialbüro arbeiten
Gemeindeglieder der Auferstehungs-Kirchengemeinde mit.
5. Qualitätsentwicklung - IQUE
Für die kontinuierliche Weiterentwicklung unseres p ädagogischen Handelns ist das
Instrument IQUE verbindlich eingeführt. IQUE - dies e Abkürzung steht für „Integrierte
Qualitäts- und Personalentwicklung“ und
ist ein anerkanntes und praxisorientiertes
Qualitätsentwicklungskonzept in Tageseinrichtungen für Kinder.
Die Leitbegriffe von „IQUE“ lauten Ermutigung , Anregung und Akzeptanz . Mit dem
„Handwerkzeug IQUE“ ermutigen wir die Leitungen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
ziel- und handlungsorientiert die pädagogische Arbe it in ihren Kindertages-
einrichtungen weiter zu entwickeln. Wir geben ihnen Anregungen zu einem
kontinuierlichen Verbesserungsprozess, von dem die Eltern, vor allem aber die
Kinder profitieren und hoffen, dass Akzeptanz und W ertschätzung allen Beteiligten
gegenüber als handlungsleitende Werte evangelischer Kindertageseinrichtungen das
Profil stärken.
Die Weiterentwicklung und Sicherung der pädagogisch en Qualität und die
kontinuierliche Qualifizierung der pädagogischen Fa chkräfte geschieht im IQUE-
Prozess durch die Auseinandersetzung mit pädagogischen Kernprozessen.
Die Qualitätskriterien werden an Hand von Leitsätze n und dazu gehörenden
Indikatoren erarbeitet. Nach einer differenzierten Bestandsaufnahme werden in den
Kindertageseinrichtungen konkrete, aus den Leitsätz en und Indikatoren abgeleitete
Ev. Kirchenkreis Münster Seite 13
Handlungsziele erarbeitet. Die Ziel- und Qualitätsv ereinbarungen werden schriftlich
und systematisch dokumentiert und können so regelmäßig überprüft werden.
Die Kernprozesse „Bildungsprozesse in Kindertagesei nrichtungen“, „Zusammen-
arbeit Kindertageseinrichtungen und Familien“ und „ Rituale in evangelischen
Kindertageseinrichtungen“ werden in allen Kindertag eseinrichtungen des Kirchen-
kreises regelmäßig evaluiert und weiter entwickelt.
Seit Dezember 2013 ergänzen wir diese in einem geme insamen Projekt und
erarbeiten Führungsprozesse wie Personaleinsatz, Pe rsonalgewinnung, Teament-
wicklung, Umgang mit Beschwerden oder Sicherheit. J ede Einrichtung erstellt ihr
einrichtungsspezifisches QM-Handbuch. Da mit IQUE b islang nur eine interne
Evaluation gegeben war, streben wir für alle Einric htungen ein externes Audit
entsprechend dem Evangelischen Gütesiegel BETA an.
Die neue Kindertageseinrichtung Schmittingheide würde in diesen Prozess mit hinein
genommen und von den Erfahrungen zum Aufbau eines Q ualitätsmanagement-
systems der anderen Einrichtungen profitieren.
6. Wirtschaftlichkeit/ Übernahme des Trägerkostenanteils
Mit 14 Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münste r und dem Kreiskirchenamt als
zentraler Verwaltungsstelle verfügt der Ev. Kirchen kreis über gute Voraussetzungen
im Sinne einer wirtschaftlichen Betriebsführung. Da rüber hinaus wird durch die
Fachberatung der Tageseinrichtungen für Kinder die qualifizierte Weiterentwicklung
des Betreuungsangebotes gewährleistet.
Die für den Arbeitsbereich Tageseinrichtungen für K inder eingesetzten Finanzmittel
des Ev. Kirchenkreises Münster sind in der Finanzsa tzung budgetiert und betragen
8,16 % der Kirchensteuer-Gesamteinnahmen. Damit sin d unsere finanziellen
Kapazitäten begrenzt.
Da die anerkennungsfähigen Kosten im Overhead nicht mit den tatsächlich
aufgewendeten Kosten übereinstimmen, kann für eine weitere Einrichtung der
gesetzliche Trägeranteil nicht eingebracht werden.
Für die neue Kindertageseinrichtung Schmittingheide können wir einen Trägeranteil
in Höhe von einem Prozent der Betriebskosten übernehmen.
Der Ev. Kindergarten Paul-Schneider-Haus bietet zur zeit 50 Plätze in Gruppenform
III an. Ein Ausbau und eine Umstrukturierung ist au s baulichen Gründen nicht
möglich. Sollte zu einem späteren Zeitpunkt auf die se Kita-Plätze verzichtet werden
können, ist für uns ein Trägeranteil für die neue K indertageseinrichtung
Schmittingheide in Höhe von drei Prozent der Betriebskosten vorstellbar.
Beratungsverlauf (5)
Beschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungOrte (32)
- Zumsandestraße 25
- Hafenstraße 30
- Hammer Straße
- Melchersstraße 55
- Josef-Beckmann-Straße 7
- Friedhofstraße 15a
- Sebastianstraße
- Lise-Meitner-Straße 8
- Lublinring
- Korbmacherweg
- Nerzweg
- Marderweg
- Berliner Platz 33
- Kesslerweg 43a
- Horstmarer Landweg 85
- Rilkeweg 43
- Gremmendorfer Weg 44
- An der Germania Brauerei 6
- An der Apostelkirche 3
- An der Meerwiese 11
- Fürstenbergstraße
- Schmittingheide 2014
- Friesenring
- Lindenbreie 43
- Loddenheide
- Loevelingloh
- Gescherweg
- Merschkamp
- Kinderhaus
- Brock
- Holtrode
- Oberort
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0527/2013
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 09.07.2013
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37