Mandari Insight

V/0527/2013

Trägerausschreibung für die Kindertageseinrichtungen an der Dreifaltigkeitsschule (Uppenberg)und Schmittingheide (Mauritz-Ost)

Vorlagen 09.07.2013

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Anlage 5.3 ISS Konzeption

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Anlage 1.0

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Anlage 6.4 OUTLAW Interessensbekundung Kita Schmittingheide

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Anlage 6.5 OUTLAW Konzept für KIta Schmittingheide

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Anlage 6.0

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Anlage 4.0

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Anlage 5.1 ISS Bewerbung

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Anlage 2.2 DRK Lageplan Kita an der Dreifaltigkeitsschule

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Anlage 1.3 AWO Interessensbekundung für Kita Schmittingheide

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Anlage 2.4 DRK Konzeption für Kita an der Dreifaltigkeitsschule

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Beschlussvorlage

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Anlage 2.8 DRK Konzeption für Kita Schmittingheide

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Anlage 2.3 DRK Interessensbekundung für Kita an der Dreifaltigkeitsschule

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Anlage 3.1 Educcare Bewerbung für Kita an der Dreifaltigkeitsschule

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Anlage 3.4 Educcare Interessensbekundung für Kita Schmittingheide

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Anlage 6.2 OUTLAW Interessensbekundung KIta an der Dreifaltigkeitsschule

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Anlage 6.3 OUTLAW Konzept für Kita an derDreifaltigkeitsschule

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Anlage 1.1 AWO Bewerbung

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Anlage 2.1 DRK Bewerbung für Kita an der Dreifaltigkeitsschule

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Anlage 3.3 Educcare Bewerbung für Kita Schmittingheide

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Anlage 4.2 Evangelischer Kirchenkreis Interessensbekundung

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Anlage 3.5 Educcare Konzept

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Anlage 6.1 OUTLAW Bewerbung

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Anlage 5.0

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Anlage 2.6 DRK Lageplan Kita Schmittingheide

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Anlage 2.7 DRK Interessensbekundung für Kita Schmittingheide

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Anlage 1.2 AWO Interessensbekundung für Kita an der Dreifaltigkeitsschule

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Anlage 3.2 Educcare Interessensbekundung für Kita an der Dreifaltigkeitsschule

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Anlage 1.4 AWO Konzeption

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Anlage 4.1 Evangelischer Kirchenkreis Bewerbung

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Anlage 5.2 ISS Interessensbekundung

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Anlage 2.5 DRK Bewerbung für Kita Schmittingheide

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Anlage 3.0

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Anlage 4.3 Evangelischer Kirchenkreis Konzeption für Kita Schmittingheide

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Anlage 5.3 ISS Konzeption

41544 Zeichen

Köln, 16.04.2013 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Konzeption der ISS-Mehrsprachigen 
Kindertagesstätten „Weltkinder“ 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Interkultureller Sozialer Service 
 
 
ISS-Mehrsprachige Kita gGmbH 
Interkultureller Sozialer Service  
 
Genovevastraße 94, 51063 Köln  
Tel +49 (0)221 / 97 77 48 – 0 
Fax +49 (0)221 / 97 77 48 – 29 
info@iss-netzwerk.de 
www.iss-netzwerk.de

Seite 2 von 15 
 
 
 
 
 
 
 
|Konzept zur ersten integrativen „Weltkinder“  
Kindertagesstätte der ISS Mehrsprachige Kita gGmbH| 
 
|Mehrsprachigkeit durch Immersion| 
|Integration ab dem ersten Lebensjahr| 
|Familienzentrum| 
|Bewegungsfreiräume| 
 
Partizipation – Gleichbehandlung – Inklusion: Mit diesem Dreiklang stellt sich die ISS 
Mehrsprachige Kita gGmbH den Herausforderungen eines grundlegenden und wei t-
reichenden Wandels hin zu einer inklusiven Gesellschaft in Deutschland. 
Dazu leistet neben einer Willk ommens- und Anerkennungskultur auch eine Veran t-
wortungskultur einen wichtigen Beitrag und gelingt, 
 wenn sich aller Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt identifizieren; 
 Identifikation wiederum gelingt durch Chancengleichheit, Anerkennung und 
gleichberechtigte Teilhabe in der Stadtgesellschaft; 
 Diese Haltung rückt den Menschen in den Mittelpunkt und lässt nicht zu, dass 
sowohl neu Ankommende als auch bereits hier Lebende Ent -Individualisiert 
werden, sondern begreift sie mit ihren Potentialen als wichtige Ressource für 
unsere gemeinsame gesellschaftliche Entwicklung; 
 Dieses Selbstverständnis zeigt auf, dass in einer Stadtg esellschaft Frieden, 
Respekt, gegenseitiges Verständnis und Solidarität auf der Grundlage einer 
gemeinsamen Werteordnung möglich sind, wenn dem Gegenüber Vertrauen,  
Akzeptanz und das aufrichtige Angebot der Partizipation zur aktiven Gesta l-
tung entgegen gebracht wird. Ein Handeln, das sein Selbstverständnis in dem 
Ausdruck „Verantwortungskultur“ findet. 
Wegweisend hierfür ist der Grundsatz der ISS Mehrsprachigen Kita, der davon aus-
geht, dass nur eine integrative und für Veränderung offe ne Gesellschaft für alle g e-
winnbringend die Herausforderungen der globalisierten Zukunft bewältigen kann.

Seite 3 von 15 
Im Sinne des Inklusions - und Genderansatzes berücksichtigen alle integrationsfö r-
dernden Maßnahmen der ISS Mehrsprachigen Kita , dass Verschiedenheit der No r-
malfall ist. Jeder einzelne Mensch soll in seiner Besonderheit akzeptiert werden und 
seine Potentiale einbringen können. Integrati on verstanden als gleichberechtigte 
Teilhabe an allen Lebensbereichen erfordert die gemeinsame Auseinanderset zung 
der Gesellschaft mit den Chancen, Herausforderungen und Problemen, die mit Z u-
wanderung verbunden sind. 
Sprachliche Kompetenzen – gemeint sind diejenigen in der deutschen und herkunfts- 
bzw. familienbezogenen Sprache – sind der entscheidende Schlüssel im Bildungs - 
und Integrationsprozess hierzulande. Gerade die frühen Jahre haben für die weitere 
Entwicklung von Sprach- und Lesekompetenzen eine entscheidende Bedeutung. Der 
Elementarbereich bildet dabei das zentrale Fundament aller Bildungsprozesse.  
Viele Menschen aus der ganzen Welt sind in den letzten 60 Jahren aus verschied e-
nen Gründen nach Deutschland gekommen. Sie suchten hier ein besseres Leben in 
Freiheit und Sicherheit, gesellschaftliche n und b eruflichen Aufstieg. Sie wurden als 
Arbeitskräfte gebraucht und haben entscheidend zum Wohlstand des Landes beig e-
tragen. Viele, die zunächst nur vorübe rgehend kamen, haben hier eine neue Heimat 
gefunden. Sie und ihre Kinder gehören zu Deutschland, g enau wie ihre Herkunft s-
sprachen auch. 
Heimat ist nicht mehr nur eine Schicksalsgemeinschaft, die sich aus einer gemei n-
samen Vergangenheit definiert, sondern eine Gemeinschaft der Zukunft. Wir hoffen 
sehr, dass unsere mehrsprachige Kita „Weltkinder“ hier zu einen Beitrag leisten kann 
– als ein Ort der Begegnung, des interkulturellen Lernens und Dialogs. 
 
I n h a l t : 
 
1. Bedarfs- und Situationsanalyse 
2. Trägerprofil, Ziele, Leitlinien 
3. Mehrsprachigkeit durch Immersion 
3.1 Förderung der nicht-deutschen Muttersprache 
3.2 Einführung der Zweitsprache 
3.3 Literalitätsansatz 
3.4 Elternarbeit 
3.5 Überprüfen der Sprachentwicklung 
4. Integration ab dem ersten Lebensjahr 
5. Familienzentrum mit Familienberatung und Familienbildung 
6. Rahmenbedingungen (Öffnungszeiten, Gruppenzahl, Binnendifferenz) 
7. Bewegungsfreiräume durch moderner Raumgestaltung 
8. Pädagogischer Ansatz 
9. Beobachtung und Dokumentation durch Portfolio 
10. Teamarbeit 
11. Kooperation mit dem Träger 
12. Verantwortlichkeit des Trägers

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1. Bedarfs- und Situationsanalyse 
Die Ergebnisse der Pisa -Studien zeigen wiederkehrend, dass rund 40% aller Kinder 
mit einer Migrationsgeschichte in Deutschland geringe bis kaum Chancen auf einen 
guten Schulabschluss und eine Berufsausbildung haben. Diese Kinder liegen gegen-
über gleichaltrigen deutschen Kindern in ihren Leistungen im D urchschnitt 2 Jahre 
zurück. Ein entscheidender Grund für die schlechten Ergebnisse sind häufig sprac h-
liche Defizite. Wenn die Eltern dieser Kinder ein nur mangelndes Bildungsinteresse 
haben, fällt es ihnen schwer, ihre Kinder sprachlich zu fördern. So sind Kindergarten 
und Schule gefragt in der Sprachförderung bei mehrsprachigen Kindern. Bei deu t-
schen Kindern ist zu beobachten, dass sie trotz des langjährigen Fremdsprachenu n-
terrichts in den weiterführenden Schulen selten über ausreichende Sprachkenntnisse 
verfügen.  
Die Europäische Union hat eine 3 -Sprachenformel als Ziel vorgabe definiert . De m-
nach sollen alle Kinder in der EU die Chance bekommen, wenigstens 3 Spra chen 
sicher sprechen zu können. Um dieses Ziel zu erreichen,  ist das immersive Lernen 
(detaillierte Darstellung weiter unten) schon im Kindergarten einzuführen. Hier lernen 
alle Kinder, ob sie von Behinderung betroffen sind oder nicht, ob sie eine Migration s-
biographie haben oder nicht spielerisch und selbstverständlich eine fremde Sprache, 
die vor allem Flexibilität und Toleranz im Denken und Handeln fördert. 
In Gesprächen mit dem Jugendamt der Stadt Köln und unter Berücksichtigung des 
städtischen Jugendhilfeplanes ist der Bedarf für eine Kita mit 6 Gruppen und Plä tzen 
für insgesamt 42 Kinder unte r drei Jahren im Bezirk Rodenkirchen/ Stadtteil Marie n-
burg gegeben. Ebenfalls gibt es den Bedarf für 10 integrative Plätze. Gleichzeitig mit 
dem Kitaneubau entstehen um die Kita herum 500 neue Wohnungen für Familien.  
2. Trägerprofil – Ziele – Leitlinien – gesetzlicher Auftrag 
Träger der Kindertagesstätte „Weltkinder“ ist die ISS Mehrsprachige Kita gGmbH, 
eine Toc htergesellschaft des ISS Netzwerkes. Der „Interkulturelle Soziale Service“ 
(kurz ISS Netzwerk) ist seit 2003 als gemeinnütziger Träger in den Ber eichen „Kin-
der- und Jugendhilfe“, „ambulante Erziehungshilfe“ „Sozialpädagogische Familienhil-
fe“ sowie zu den Querschnittsthemen „Integratio n – Migration – Partizipation – Inklu-
sion“ in Köln und NRW tätig. 
Im Jahre 2008 wurde die ISS-Netzwerk gGmbH als Dachgesellschaft der ISS Kinder- 
und Jugendhilfe gGmbH sowie der ISS Bildungsakademie gegründet. Erst jüngs t – 
im Jahre 2011 – kam die ISS Mehrsprachige Kindertagesstätten gGmbH als weitere 
Tochtergesellschaft hinzu. 
Die ISS Hilfs - und Betreuungsangebote richten sich in ihrer interkulturellen Schwe r-
punktsetzung an Familien mit und ohne Migrationsgeschichte , Kinder, Jugendliche 
und derer Familien und an Einzelpersonen, die bei der Bewältigung von Krisen, E r-
ziehungsschwierigkeiten sowie konkreten Alltagsprobleme n sozialpädagogische U n-
terstützung und Hilfen benötigen. Dabei sollen vor all em die Selbsthilfepotentiale der 
Klienten gestärkt und gefördert werden.

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ISS arbeitet im Rahmen von Leistungsvereinbarung en mit unterschiedlichen J u-
gendämtern (Köln, Bonn, Erftstadt, Remscheid, Wuppertal etc.) in Nordrhein -
Westfalen zusammen. Zusätzlich engagiert sich ISS im schulischen sowie auße r-
schulischen Bereich. Hierzu gehören auch Kooperationen mit Behörden, Schulen, 
Jugendeinrichtungen, interkulturellen Diensten, im Migrati onsbereich tätigen Vere i-
nen und Institutionen. 
Mit zwei EU-Projekten engagiert sich ISS im Bereich der Berufswahlorientierung und 
Sprachförderung von Jugendl ichen und ihren El tern mit Migrationsgeschichte. Ein 
Ziel des Trägers ist es, Menschen mit Migratio nsgeschichte in Köln zu integrieren. 
Dies g elingt ihm durch Akzeptanz und Anerkennung der kulturellen Unterschiede, 
aber auch durch die Begleitung und Heranführung an das deutsche Schul - und Bil-
dungssystem. 
Alle Gliederungen des ISS Netzwerkes, so auch die  ISS Mehrsprachige Kita gGmbH 
arbeiten: 
 systemisch: 
Auf der Basis einer offenen und wertschätzenden Grundh altung nehmen wir 
Wechselwirkungen und Beziehungsdynamik en – im interkulturellen Kontext – in 
den Blick. 
 ressourcen- und lebensweltorientiert: 
Respektvoll gegenüber „anderen" Lebenswirklichkeiten und Verhaltensweisen 
verfolgen wir das Ziel, die Interessen, Fähigkeiten und Stärken unserer Klienti n-
nen und Klienten als Kundinnen und Kunden zu entdecken und zu aktivieren. 
 integrativ und vernetzend: 
Kulturelle Vielfalt fassen wir als Ressource und Bereicherung auf und fördern den 
(interkulturellen) Austausch und die Zusammenarbeit im Sozialraum. 
 orientiert an universellen Werten: 
Wir arbeiten politisch und konfessionell neutral auf der Basis der freiheitlich de-
mokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland, der UN -Kinder-
rechtskonvention, der UN - Behindertenrechtskonvention und des Gender -
Mainstreaming-Prinzips. 
Diese Herang ehensweise eröffnet eine diffe renzierte und individuelle Integration s-
möglichkeit und verhindert konfliktbeladene Formen der Selbstethnisierung. 
In der interkulturellen Arbeit setzt ISS folgende Schwerpunkte: 
 Stärkung von Selbsthilfepotentialen und Erschließung lebensweltbezogener 
Ressourcen; 
 Förderung sozialer Kompetenzen und Nutzb armachung spezieller Ressou r-
cen im Zusammenhang mit Migration; 
 Verbesserung der Lebensqualität durch Eingliederung in bedarfsorientierte 
Angebote im Sozialraum; 
 Förderung des lebenslangen Lernens zur Erschließung, Nutzbarmachung 
und Erhaltung individueller Kompetenzen 
Alle Mitarbeitenden der ISS verfügen über eine fundierte fachliche Ausbildung und 
bilden sich permanent weiter. Sowohl die Kommunikation als auch die Zusammenar-

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beit sind von einer transparenten, verlässli chen, wertschätzenden und respektvollen 
Haltung geprägt. 
Um die Qualität der Arbeit zu sichern, sind die Arbeitsabläufe, Qualitätskri terien und 
Bewertungsverfahren in einem Qualitätsmanagementsystem festgeschrieben.  
Die stetige Überprüfung der Arbeit hilft Arbeitsabläufe zu optimieren und dien t d er 
Qualitätsentwicklung der angebotenen Dienstleistung. Wir wollen, dass unsere Ku n-
den (Kl ienten und Auftraggeber) zufrieden sind. Ihre Zufriedenheit ist Maßstab für 
unsere Quali tätsziele. Die mit dem Qualitätsmanagement -Prozess zusammenhä n-
gende st etige Optimierung der angebo tenen Leistungen soll darüber hinaus neue 
Kundenbedarfe ermitteln und unsere Offenheit zur Einführung und Umsetzung neuer 
innovativer Hilfeangebote sicherstellen.  
Die kulturelle Vielfalt sowohl der Fachkräfte der ISS Mehrsprachige Kita als auch der 
von ihnen betreuten Menschen verstehen wir als Ressource und Bereicherung der 
pädagogischen ( Bildungs-) Arbeit. Sie ist wesentlicher Bestandteil des Selbstve r-
ständnisses und des pädagogischen Profils der ISS Mehrsprachige Kita. Mit unseren 
Handlungsansatz tragen wir im gesellschaftlichen Kontext zur interkultureller Öffnung 
und Integration bei. 
Die transkulturelle Zusammensetzung des Teams des Leistungserbringers spielt im 
Kontext einer durch Vielfalt geprägten Gesellschaft und Klientelgrup pe eine zentrale 
Rolle. Indem Menschen of Color und mit Migrationshintergrund als Hauptamtliche 
nach innen (Träger, Team) und nach außen (Klientel, Institutionen, Gremien) auftr e-
ten, wird ihre Sichtbarkeit und Hörbarkeit konsequent vergrößert. Es ist ein p oliti-
sches Signal, da hierdurch Zugänge zu gesellschaftlicher Teilhabe geschaffen we r-
den. Zudem ist dies in der Praxis oftmals Ausdruck eines qualifizierten multiperspe k-
tivischen Beratungs- und Betreuungsangebotes. 
ISS Netzwerk möchte bilingualen und mehrs prachigen Familien und Familien mit 
Migrationsgeschichte neben den ambulanten Hilfen zur Erziehung und den Integrat i-
onskursen auch mehrsprachige Kindertagesstätten anbieten. Sie sollen diesen Fami-
lien und ihren Kindern helfen, den Anschluss an das deutsche  Bildungssystem zu 
finden. Nur so kann das Recht auf Bildung für jedes Kind gewährleistet werden. Bi l-
dung wiederum ist Grundlage für die Entwicklung zu einem selbstständigen Leben in 
Deutschland. Es hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass hier eine wic htige Vo-
raussetzung für Integration in Deutschland ist liegt. 
Der ISS wählt dabei einen Ansatz, der sich von der gängigen monolithischen B e-
trachtungsweise nationaler Kulturen löst, die sozial bedingte unterschiedliche No r-
men und Wertvorste llungen von Angeh örigen der gleichen Nation ignoriert. Der ISS 
geht davon aus, dass die Normen, Werte und Bräuche in gesellschaftlicher Koopera-
tion g eschaffen werden und von den jeweiligen konkreten Lebensumständen und 
Umweltbedingungen der Menschen abhängig sind. Sie könn en als Orientierungssys-
tem im Zusammenleben der Menschen ihren Sinn verlieren. Diese Herangehenswe i-
se eröffnet u.E. eine differenzierte und individuelle Integrationsmöglichkeit und ve r-
hindert konfliktbeladene Formen der Selbstethnisierung. 
Kulturelle Unterschiede im Hinblick auf Erziehungsziele, geschlechtsspezifische Ro l-
lenerwartungen und den zwischenmenschlichen Umgang finden in der pädagog i-
schen Arbeit von ISS besondere Beachtung. Kulturspezifische Umgangsformen we r-
den grundsätzlich respektiert. Dies gil t allerdings nur, sofern die betreffenden kultu r-
spezifischen Umgangsformen mit dem Grundgesetz in Einklang zu bringen sind.  Die 
Rechte eines Kindes dürfen nicht kulturell relativiert werden. Wesentlicher Bestan d-
teil der fachl ichen Arbeit ist es, die eigene  Sozialisation zu reflektieren und eigene 
verinnerlichte Werte und No rmen im Hinblick darauf kritisch zu hinterfragen, ob sie 
der Benachteiligung eines Kindes Vorschub leisten können.

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Der ISS hat in dem Kooperationsprojekt MiBoCap (Migration und Handicap) mit der 
Gesamtschule Hol weide über mehrere Jahre mit Jugendlichen gearbeitet, die von 
Behinderung betroffen waren und auf dem Weg von der Schule in den Beruf begleitet 
wurden. Der ISS hat in diesem Projekt sehr gute Erfahrungen gesammelt in der Z u-
sammenarbeit mit betroffenen Kindern, ihren Eltern und beteiligten Institutionen. Es 
ist dem ISS gelungen, jugendlichen MigrantInnen und ihren Familien bei der Integra-
tion zu unterstützen und ihnen zu einer höchstmöglichen Selbstständigkeit zu verhel-
fen. Dieses Zie l will auch diese mehrsprachige und integrative/inklusive Kita erre i-
chen. 
Der ISS arbeitet überkonfessionell und überparteilich. Der Träger orientiert sich au s-
schließlich am deutschen Grundgesetz, an der Kinderrechtskonvention und am e u-
ropäischen Recht auf  Bildung (darin enthalten die 3 -Sprachenformel, die besagt, 
dass jedes Kind ein Recht auf das Erlernen von 3 Sprachen haben soll). Desweiteren 
ergeben sich die Aufgaben für den Betrieb der ISS Kitas aus dem Kinderbildungsg e-
setz NRW (Kibiz) und der Bildungs vereinbarung zwischen der nordrhein-
westfälischen Landesregierung und den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege.  
Kindertageseinrichtungen haben gem. § 3 Abs. 1 KiBiz einen eigenständigen Bi l-
dungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag. In der Bildungsvereinb arung zwischen 
der Landesregierung und den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege heißt es: „J e-
des Kind hat Anspruch auf E rziehung und Bildung. Pflege und Erziehung der Kinder 
sind das natürliche Recht der Eltern und die zuerst ihnen obliegenden Pflicht  [...] Er-
gänzend führen die Tageseinrichtungen für Kinder die Bildungsarbeit mit Kindern 
aller Altersgruppen im Rahmen des eigenständigen Erziehungs - und Bildungsau f-
trags […] durch […] Das Kind ist während seines gesamten Aufenthaltes in der T a-
geseinrichtung bildungsfördernd zu begleiten […].“ 
In der vorliegenden Konzeption sind die gesetzlichen Vorgaben und die in der Bi l-
dungsvereinbarung enthaltenen Grundsätze berücksichtigt.  
3. Mehrsprachigkeit durch Immersion („Sprachbad“) 
Damit die Integration von Kinder n mit Migrationsgeschichte gelingen kann, wurden 
wissenschaftliche Untersuchungen aus Skandinavien, Canada, dem Elsaß und aus 
Norddeutschland (an der dänischen Grenze) hinzugezogen und dem vorliegenden 
Konzept zugrunde gelegt (nach: Wode: Frühes Fremdsprac henlernen in Kindergä r-
ten und Grundschulen, 2009).  
Die Immersionsmethode (kurz: IM) im Sinne von „Eintauchens in eine Sprache“, wird 
seit den 1960er Jahren an verschiedenen Orten der Welt praktiziert. Es gibt ausre i-
chend viele und gute wissenschaftliche B elege für ihren beispiellosen Erfolg. „Sie ist 
weltweit als das mit Abstand erfolgreichste Sprac hlehrverfahren“ (Wode, S. 18) und 
wird in Deutschland zurzeit in mehr als 100 Kindertagesstätten angewendet.  
Die IM „erfordert keine zusätzlichen Stunden und L ehrkräfte, ist also in diesen Pun k-
ten kostenneutral“ (Wode, S. 18). So wie die 3-Sprachenformel der EU vorsieht, dass 
jedes Kind drei Sprachen lernen soll, so will ISS auch den deutschsprachigen Ki n-
dern schon im Kindergarten eine weitere Sprache anbieten. Sie haben die Möglic h-
keit englisch, französisch, spanisch oder andere Sprachen zusätzlich zum Deutschen 
zu lernen. Dieses Sprachenlernen geschieht immersiv. Es spricht eine Erzieherin 
deutsch und eine spricht die zweite Sprache.

Seite 8 von 15 
3.1 Förderung der nicht-deutschen Muttersprache 
Zunächst ist wichtig zu verstehen, dass Kinder eine Zweitsprache erst lernen, wenn 
ihre Muttersprache altersgemäß ausgebildet ist. Ein neuer Begriff kann erst in eine 
fremde Sprache übersetzt werden, wenn er in der Muttersprache vers tanden wird. 
Diese Transferleistung muss insbesondere Kindern mit Migrationsbiographie ermö g-
licht werden, indem sie Gelegenheit bekommen, ihre Muttersprache altersgemäß 
auszubilden. Außerdem müssen die Kinder erfahren, dass ihre Muttersprache wic h-
tig, wertvoll und ausdrücklich erlaubt ist. Wenn sie in der Kita von Anfang an au s-
schließlich mit Deutsch konfrontiert werden, entwickeln sie häufig Widerstände g e-
gen die alte und die neue Sprache. Die Kinder sollen also deshalb zunächst intensiv 
ihre Muttersprache sprechen und sie sicher beherrschen lernen. So wie gleichaltrige 
deutsche Kinder die deutsche Sprache beherrschen. Zur Unterstützung werden Ki n-
derbücher in die Muttersprache übersetzt und als Hörspiel aufgenommen. Auch Li e-
der in der Muttersprache gehören dazu. Wenn Kinder ihre Muttersprache sicher b e-
herrschen und ein natürliches Interesse an Sprache und Bildung entwickeln, sind sie 
bereit für das Erlernen einer zwe iten Sprache. Um die sprachliche Entwicklung zu 
fördern und das Interesse an Literatur zu wec ken, gibt es in der Kita eine Literatu r-
ecke mit zahlreichen Büchern und dazugehörigen Hörspielen in beiden Sprachen. 
Erfahrungsgemäß sind die Bücher in beiden Sprachen von Anfang an interessant für 
die Kinder und erfreuen sich großer Beliebtheit auch bei d en Eltern, die sich Bücher 
und CDs ausleihen können. 
Einige Eltern mit Migrationsgeschichte leben in der zweiten oder dritten Generation in 
Deutschland. Sie sprechen ihre Muttersprache oft nur rudimentär und bevorzugen im 
Kontakt mit ihren Kindern die deut sche Sprache als Verkehrssprache. Sie können 
wählen, ob ihr Kind die Muttersprache altersgemäß sprechen lernen soll. Wichtig ist 
für alle Kinder, dass sie und auch ihre Eltern Int eresse an Bildung entwickeln. Dann 
gelingen das Sprachenlernen und auch die spätere Schulentwicklung. 
Für die deutschsprachigen Kinder bedeutet Immersion, in eine zweite Sprache „ei n-
zutauchen“. In ihrer Gruppe wird deutsch und eine Fremdsprache gleichzeitig g e-
sprochen. Jeweils eine Erzieherin spricht eine Sprache. Das frühe Fremdsp rachen-
lernen führt dazu, dass die Kinder am Ende ihrer Kindergartenzeit für die fremde 
Sprache das gleiche Hörverständnis entwickelt haben wie für die deutsche Sprache. 
Die Vorstellung, dass die Muttersprache bei der Methode der Immersion zu kurz 
kommt, wurde als unhaltbares Vorurteil entlarvt. Solange die Kinder weiterhin in ihrer 
Muttersprache sprechen und hören dürfen, entwickelt sich ihre Sprache weiterhin 
altersgemäß. Hierzu sagt Prof. Wode: „…die inzwischen vorliegenden wissenschaf t-
lichen Studien inklusive der Studien zur IM (zeigen) überdeutlich, das bei früher (und 
späterer) Mehrsprachigkeit die Entwicklung der L1 (Muttersprache) nicht nur nicht 
beeinträchtigt, sondern in der Regel sogar gefördert wird. Das gilt für die mündliche 
Entwicklung genauso wie für die schriftliche.“ (ebd., 2009, S. 51) 
 
3.2 Einführung der Zweitsprache 
Sobald die Kinder ihre Muttersprache hörbar gut entwickelt haben, wird die zweite 
Sprache immersiv eingeführt. Dabei wird die neue Sprache zum besseren Verstän d-
nis immer mit ei nem Tun und/oder mit Gesten begleitet. Nur langsam wird von der 
gewohnten in die neue Sprache gewechselt. Jetzt , wo die Kinder in der Mutterspr a-
che auf dem altersgemäßen Sprachniveau angekommen sind, gelingen ihnen Trans-
ferleistungen in die neue Sprache le ichter. Immersiv deutsch oder eine andere 
Zweitsprache lernen gelingt da, wo eine Erzieherin die Muttersprache der Kinder und 
eine weitere Erzieherin die zweite Sprache spricht.

Seite 9 von 15 
3.3 Literalitätsansatz 
Erzieherinnen die gleiche Kultur - und Spracherfahrungen haben wie die Eltern der 
Kindergartenkinder, erleben oft eine höhere Akzeptanz als deutschsprachige Erzi e-
herinnen. Es ist ihnen eher möglich, die Eltern von der Notwendigkeit einer Zusa m-
menarbeit zum Wohle der Sprachentwicklung und schulischen Entwicklung ihrer Kin-
der zu überzeugen. Die Eltern werden ermutigt mit den Kindern zu Hause nur die 
Muttersprache zu sprechen und ihnen Bilderbücher in derselben vorzulesen. Die 
Bücher und Hörspiele der Kita ermöglichen den Kindern eine frühe Bildung, die sie in 
Thema und Tempo selbstständig in die Hand nehmen können. Die Erfahrungen be i-
spielsweise in der Kita Mosaik in Kiel haben gezeigt, dass die Kinder auf diesem 
Weg ein immer stärkeres Interesse an Bildung entwickeln. Von diesem 
Literalitätsansatz haben dort in zwischen hunderte von Kindern pro fitiert. Er hat sich 
bewährt. (nachzulesen bei Prof. Apeltauer Publikationen, Uni Flensburg).  
Kinder mit Deutsch als Erstsprache, die immersiv eine Zweitsprache im Kindergarten 
lernen, werden ebenfalls durch den Literalitä tsansatz gefördert. Auch sie verfügen in 
ihrer Gruppe über eine Literatur - und Hörwerkstatt, in der Bücher und Hörspiele in 
beiden Sprachen angeboten werden. Die Literalität baut wie alle Angebote im Ki n-
dergarten auf die Neugier und das Interesse der Kinde r an Geschichten, Phänom e-
nen und Projektionsflächen für eigene Anliegen, Bedürfnisse und Phantasien. Kinder 
haben ein sicheres Gespür für Themen, die ihrem Alter entsprechen. Sie suchen sich 
Bücher und Geschichten, die ihnen hier und heute etwas bedeuten, selbst aus. Sie 
werden nicht in die Bücherecke geschickt oder zum Lernen angehalten. 
 
3.4 Elternarbeit 
 
Um die Sprachentwicklung der Kinder optimal fördern zu können und auch um dem 
Bildungsinteresse der Kinder und dem ihrer Eltern zu entsprechen oder dies es noch 
zu steigern, ist die Zusammenarbeit mit den Eltern unerlässlich. Ohne die Unterstüt-
zung der Eltern werden die Kinder nur schwerlich Bildungsangebote annehmen kön-
nen.  
Der Lernerfolg für eine Zweitsprache ist längerfristig größer, wenn zunächst die stär-
kere Sprache (Herkunfts- bzw. Familiensprache) gefördert wird. Dadurch geschieht 
zum einen die notwendige Sozialisation und zum anderen kann nur so eine altersg e-
rechte kognitive Entwicklung in Gang gesetzt werden. Das müssen zunächst die E l-
tern – wie auch die ErzieherInnen – erfassen und nachvollziehen können. Elterna r-
beit in Form von regelmäßigen Elternabenden und Elterngesprächen ist deshalb u n-
erlässlich. 
Für deutschsprachige Familien ist von Anfang an wichtig zu verstehen, dass die 
mehrsprachige Kita den Kindern spielerisch eine neue Sprache vermittelt. Die Kita ist 
keine vorgezogene Schule. Eltern, die für ihre Kindern den frühen Zweitspracherwerb 
nicht wünschen, weil sie eine Überforderung für die Kinder fürchten, können ihre 
Kinder für die nur deutschsprachige Gruppe anmelden. 
Wenn Eltern sich für eine Fremdsprachengruppe entscheiden, dann werden sie d a-
rauf hingewiesen, dass sich das Sprachenlernen langsam vollzieht. Erst in der 
Grundschule, wo die Kinder schreiben lernen und die Zweitsprache gezielt einsetzen, 
werden sie auch die Zweitsprache benutzen. Das ist im Kindergartenalter noch weni-
ger zu erwarten. Hier entwickelt sich zunächst das Hörverständnis. 
 
3.5 Überprüfen der Sprachentwicklung 
Um die Sprachentwicklung zu beobachten und die Qualität d er Immersion und die 
Wirkung der Literalität sicher zu stellen, werden regelmäßige Überprüfungen vorg e-
nommen. Dazu bedarf es neuer Kontrollsysteme, ähnlich derer, die in bilingualen

Seite 10 von 15 
(englisch-deutschen) Kitas mit Muttersprache Deutsch seit Jahren eingesetz t we r-
den. Um die Entwicklung genau beobachten zu können, wurde in einer anderen ISS-
Kita die Zusammenarbeit mit dem Sprac hwissenschaftler Professor Apeltauer aus 
Flensburg durchgeführt. Die Ergebnisse und das Ve rfahren zur Sprachförderung 
dieser Kita werden in die Kita in der Gaedestraße übertragen und angewendet. 
4. Integration/Inklusion ab dem ersten Lebensjahr 
Diese Kita wird wie oben beschrieben nicht nur Integration auf der sprachlichen Eb e-
ne fördern, sondern auch Integration der von Behinderung betroffenen Menschen mit 
und ohne Migrationsbiographie. Es ist ISS ein großes Anliegen, an Inklusion und 
Integration mitzuwirken. Sie sieht in der Kombination beider Aufgaben eine Herau s-
forderung der modernen Gesellschaft die Chancengleichheit und Solidarität k onse-
quent erfahrbar macht.  
Wir haben uns zum Ziel gesetzt, das jedes Kind die Möglichkeit erhält, sich vollstä n-
dig und gleichberechtigt am alltäglichen  Leben in der Kita zu beteiligen – und zwar 
von Anfang an und unabhängig von seinen individuellen Fähigk eiten, seiner ethn i-
scher wie sozialer Herkunft oder seines Geschlechtes. 
Sämtliche pädagogische  Aktivitäten und Leistungen, die in dieser Konzeption b e-
schrieben werden, beziehen immer auch die individuellen Fertig - und Fähigkeiten 
des beteiligten Kindes mi t ein, sind fallbezogen in der Arbeit mit dem Kind, der D o-
kumentation, aber auch fallübergreifend, wenn es z.B. um Weiterbildung, Kooperat i-
on und Weiterentwicklung der inklusiven Konzeption geht. 
Da in der Entwicklung der von Behinderung betroffenen Kinder  ein großes Verände-
rungspotential liegt, sollten diese Kinder möglichst in einer Kita aufwachsen, die auf 
jede Behinderungsform, räumlich und personell vorbereitet ist. Der Grad der Behi n-
derung ändert sich zu keiner Zeit mehr, als im Kleinkindalter. Hier k önnen Behinde-
rungen auftreten und überwunden werden, hier können Störungen auftreten, die sich 
wieder auflösen. Im Kleinkindalter sind unglaubliche Entwicklungen möglich, die 
aufmerksam wahrgenommen und optimal begleitet und gefördert werden sollen. 
Kinder ab dem ersten Lebensjahr werden seltener in Kitas betreut, wenn sie von B e-
hinderung betroffen sind. Eltern wollen den Kindern nicht zu früh eine Fremdbetre u-
ung zumuten. Manche Familien haben ein ausgeprägtes soziales Netzwerk von F a-
milienangehörigen und F reunden, das es ihnen ermöglicht, trotz der besonderen 
Aufgabe der Betreuung noch Freir äume zu schaffen. Manche Kinder, die von Behin-
derung betroffen sind, werden z.B. von den Großeltern mit betreut oder von hilfre i-
chen Freu nden. Nicht alle Familien haben diese Netzwerke und können mit ihnen 
eine optimale Förderung ihres Kindes gewährleisten. Deshalb kann es schon früh 
notwendig sein, die Kinder in einer Kindertagesstätte betreuen zu lassen. Hier arbe i-
ten kompetente PädagogInnen und TherapeutInnen, die sowo hl die alltägliche B e-
treuung als auch die  besonderen Therapien sicher stellen. Wenn die Kinder am 
Nachmittag nach Hause gehen, müssen die Eltern nicht noch externe Therapeuten 
aufsuchen, sondern haben Zeit für „das ganz normale Familienleben.“ 
In der Kita a rbeiten zwei MitarbeiterInnen aus den Fachbereichen: Logopädie und 
Physiotherapie (Krankengymnastik oder Motopädie) und evt l. Ergotherapie. Sie sind 
neben dem übrigen Fachpersonal dafür verantwortlich, dass alle Kinder am alltägl i-
chen Leben vollständig und gleichberechtigt teilnehmen können. Gleichzeitig sind sie 
Teil eines Netzwerkes von Fachleuten, innerhalb und außerhalb der Kita, die die i n-
dividuelle Förderung des Kindes koordinieren und/ oder durchführen.

Seite 11 von 15 
5. Familienzentrumsarbeit durch Familienberatung und Fa-
milienbildung 
ISS plant in der neu zu errichtenden integrativen und mehrsprachigen Kita ein Fam i-
lienzentrum einzurichten. Die Mitarbeitenden des Trägers sind in wichtigen Bere i-
chen der Hilfen zur Erziehung und der sozialen Beratung bereits tätig. Sie sind Teil 
der sozialen Netzwerke in Köln. Die Familienzentrumsarbeit ist ihnen und dem Tr ä-
ger vertraut. Der ISS verfügt hier personell, inhal tlich und fachlich über Ressourcen, 
die eine  qualifizierte Arbeit im Familienzentrum möglich machen. 
6. Rahmenbedingungen (Öffnungszeiten, Gruppenzahl, Bin-
nendifferenz) 
Die integrative und mehrsprachige 6 -gruppige Kita hat die üblichen Öffnungszeiten 
(07:30 – 16:30 Uhr). Die Betreuungszeiten werden mit den Eltern gemäß den Vorg a-
ben des KiBiz vertraglich festgeleg t. Die Eltern können 35 oder 45 Wochenstunden 
buchen. Die B etreuungszeiten sind entsprechend von 07:30 -14:30 bzw. bis 16:30 
Uhr.  
In immer mehr Familien gehen Vater und Mutter einer Vollzeitbeschäftigung nach. 
Weil sie es wollen und/oder weil sie es aus fi nanziellen Gründen müssen. Demg e-
genüber stehen immer noch zu wenig flexible Arbeitszeitmodelle. Die Kita versucht 
zum einen, durch rege lmäßige Abfragen bei den Eltern einen Überblick über den 
Betreuungsbedarf zu erhalten und die vorhandenen Zeit- und Personalressourcen so 
effektiv wie möglich einzusetzen, zum anderen, bei der Lösung individueller, 
manchmal nur zeitlich begrenzter Betreuungsprobleme zu he lfen. Maßgabe ist hier 
immer, dass der Personaleinsatz zuerst der pädagogischen Arbeit mit den Kindern 
dient und nicht der reinen Betreuung. Wenn von den Eltern eine Randbetreuung (von 
16:30-18:00 Uhr) gewünscht wird, dann wird diese Betreuungszeit in Kooperation mit  
Tagesmüttern in den Räumen der Kindertagesstätte angeboten. 
Die Gruppenformen der Kita-Gaedestraße entsprechend der KiBiz- Vorgaben: 
 2 Gruppen GT I:  mit jeweils zwei Plätzen für Kinder mit Behinderung 
 3 Gruppen GT II : 10 Kinder von 0-3 Jahre mit jeweils zwei Plätzen  
für Kinder mit Behinderung 
 1 Gruppe GT III: 25 Kinder von 3- 6 Jahre 
Insgesamt werden in der Kita 95 Kinder betreut, davon sind 10 Plätze integrativ. 
7. Bewegungsfreiräume durch moderner Raumgestaltung 
In unserer mehrsprachigen und integrativen Kita wird besonderen Wert gelegt auf 
ganzheitliches Lernen sowie ganzheitliche Entwicklung der Kinder. Dazu sind Bew e-
gung und Kreativität zwei wichtige Bestandteile.

Seite 12 von 15 
Es wird Bildungsräume geben, wie sie durch Pikler, Reggio und von der Beek vorg e-
stellt und erfahrbar gemacht wurden.Der Gru ppenraum dient als Basisstation, in dem 
Spiel, Wahrnehmung, Sprache und Rückzug angesiedelt sind. Hier haben die Kinder 
Gelegenheit, sich ihre „Bewegungsanlässe selbst zu bauen“ (vg l. von der Beek u.a., 
2007). D en Kindern stehen Bauelemente zur Verfügung, die sich beliebig zusa m-
menfügen lassen. So entstehen k indgerechte Bewegungsbaustellen, die zum 
Schaukeln, Schwingen, Schleudern und Gedreht -Werden anregen. Sie entsprechen 
dem kindlichen Bedürfnis nach vestibulären Bewegungsreizen. 
Die schon fertigen Hochetagen im Gruppenraum si nd so gesichert, dass auch die 
ganz kleinen Kinder sie erklettern und bespielen können. Die Hochetagen best ehen 
fast ausschließlich aus verschiedenen Naturmaterialien (Holz, Kork, Stein, Stoff, Se i-
len) wie sie von verschiedenen Schreinern schon erfolgreich gebaut wurden. 
Ein zusätzlicher  Atelierraum, der gruppenübergreifend genutzt wird, ermöglicht, 
Kunst und Kreativität zu erleben und zum Ausdruck zu bringen. In diesem Raum gibt 
es flexible Tische, keine Stühle. An den niedrigen Tischen und wahlweise auf dem 
leicht waschbaren Boden malen  und basteln auch die Kleinsten der Kita. Der Raum 
bietet genauso reichlich Platz für Theater und musikalische Angebote. 
Im Speise - und Mehrzweckraum werden zu festen Zeiten gemeinsame  Mahlzeiten 
eingenommen. Hier stehen Tische und Stühle, die auch für and ere Zwecke genutzt 
werden können. 
Die Sanitärräume sind sehr groß und ermöglichen ausgiebiges Waschen, Planschen 
und Matschen. Die Waschbecken sind größer als herkömmliche Becken. Es gibt eine 
Wasserrinne, um sich beim und nach dem Matschen leicht sauber m achen zu kö n-
nen. Es gibt eine Dusche ohne Wannenrand. Alle Gefahrenstellen werden reduziert 
und es wird dem kindlichen Bedürfnis nach basalen Körpererfahrungen Rechnung 
getragen. 
Der geplante große Garten wird von allen Kitakindern genutzt. Er ermöglicht B ewe-
gung und Entdeckungen, wie sie für Kindergartenkinder notwendig sind. Es befinden 
sich ausreichend Sand- und Grünflächen (die bei Bedarf umgeformt werden können), 
sowie Klettergerüste und liegende Baumstämme. Auch ein kleiner Nutzgarten, sowie 
ein Blumenbeet gehören in die Nähe der Kinder, damit die Kinder etwas wachsen 
lassen und ernten können. Für die Kinder unter drei Jahren ist ein optisch abgetrenn-
ter Bereich vorgesehen um Rückzugsmöglichkeiten und Ruhe zu bieten. 
8. Pädagogischer Ansatz 
Das zugrunde gelegte Menschenbild in dieser Kita ist geprägt von Respekt und Ac h-
tung vor dem Kind und seinen Bedürfnissen. Ein Entwicklungsbün dnis mit dem Kind 
als autonomes Subjekt ist notwendig, um das Kind nicht zum Objekt von Erzi e-
hungsbemühungen werden zu lassen.  
Wir beteiligen alle Kinder so früh wie möglich an Entscheidungsprozessen und übe r-
geben ihnen ihrem Alter, ihrem Entwicklungsstand und ihren individuellen körperl i-
chen und kognitiven Fähigkeiten entsprechend, Verantwortung. So lernen sie Kreat i-
vität, Ausdauer und Weitsicht. Indem sie als eigenständige Wesen respektiert we r-
den, stärken wir ihr Selbstbewusstsein. Auch im Sinne der Inklusion, verinnerlichen 
sie demokratische Prozesse und lernen, Rüc ksicht zu nehmen, Kompromisse zu 
schließen und Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Die Kinder machen die 
Erfahrung, dass man sich engagieren muss, um etwas zu bewirken, und lernen, mit

Seite 13 von 15 
Frustration umzugehen . Die ErzieherInnen sind verlässliche B ezugspersonen und 
BegleiterInnen, die klare Regeln aufstellen und für deren Einhaltung Sorge tragen. 
Die ErzieherInnen verstehen sich als Erweiterung der Herkunftsfamilie und respektie-
ren kulturelle Unterschiede. Sie verstehen sich als ErziehungspartnerInnen, erke n-
nen die Erziehungsleistung der Eltern an und bemühen  sich um eine dialogische, 
prozessorientierte und lebensweltorientierte Beziehung zu den Eltern. Um mit den 
Eltern ein gelungenes Arbeitsbündnis herzustellen ist es erforderlich, dass Informat i-
onen fließen und dass Eltern Mitbestimmungsrechte bekommen und Mitarbeitsmög-
lichkeiten. Dazu ist die Gründung eines Fördervereins denkbar. 
Wie bedeutend Eltern für die Kindergartenzeit der Kinder sind, erlebt man in der Ei n-
gewöhnungsphase. Hier sollen die Erwachsenen zugunsten der kle inen Einsteiger 
behutsam und in gu ter Absprache zusammenarbeiten. Die Kinder kommen anfangs 
mit den Eltern in die Kita und werden von ihnen unterstützt. Oft ist es erst nach ein i-
gen Tagen möglich, dass die Mutter oder der Vater, der das Kind in der Eingewö h-
nungsphase begleitet, den Gruppenraum für kurze Zeit verlässt. Manchmal dauert es 
einige Wochen, bis ein Kind das angestrebte Ziel von 35 oder 45 Stunden pro Woche 
gut schaffen kann. 
Ein festes Gruppengefüge ist in dieser mehrsprachigen Kita (deutsch, englisch, itali-
enisch) mit den unters chiedlichen sprachlichen Erfordernissen angebracht. So we r-
den zwar einige Räume von allen genutzt (Atelierraum und Garten) und es wird auch 
wöchentlich im großen Kitakreis gesungen und musiziert, dennoch arbeiten die 
Gruppen s eparat. Die Kinder können sich  untereinander besuchen, sie wechseln 
aber nicht die Gruppe. Nur in einer festen Gruppe kann sich eine psychosoziale D y-
namik entwickeln, die dem ei nzelnen Kind soziale Kompetenzen abverlangt und sie 
damit fördert. Wenn die Kinder keiner festen Gruppe und G ruppenstruktur angehö-
ren, verlieren sie leicht die Übersicht und damit Sicherheit. 
Um den Horizont der Kinder frühzeitig zu erweitern sind Ausflüge und E xkursionen 
geplant, sowohl in nahe Naturschutzgebiete als auch in Einric htungen wie Museen,  
Zoologische Gärten und Theater . Von dort werden M aterialien mitgebracht, die ein 
Nacharbeiten, Wiederholen und Vertiefen des Erlebten unterstützen. Die Kinder so l-
len auf diesem Weg frühzeitig Interesse an Naturwissenschaften entwickeln und i h-
ren Forschergeist entfalten können. 
9. Beobachten und dokumentieren durch Portfolio 
Bei Portfolio geht es um die dokumentierte Entwicklung des Kindes. Mit Hilfe eines 
Fragebogens beschäftigt sich die/der ErzieherIn mit dem einzelnen Kind beobac h-
tend und notiert seine momentanen E rfahrungen und seine Lernprozesse. Dazu f o-
tografiert der Erziehende das Kind, wann immer er eine besondere oder neue Han d-
lung beim Kind beobachtet. Gemalte Bilder und Bastelergebnisse werden in die 
Portfoliomappe oder in einen dazugehörigen Schuhkarton gel egt (der z.B. mit dem 
Kind verschönert werden kann).  
Zweimal jährlich wird die Dokumentation mit dem Kind und seinen Eltern bespr o-
chen. Diese Dokumentation soll dem Erziehenden helfen, den Entwic klungsstand 
des Kindes immer wieder neu zu erfassen und für die Eltern nachvollziehbar zu m a-
chen. Auch das Kind selbst bekommt so die Möglic hkeit, eigene Veränderungen zu 
sehen und deren Wertschätzung durch die Erwachsenen zu e rleben. Hier ist nicht 
entscheidend, was das Kind gelernt hat und was es schon alles kann  oder auch 
nicht. Es geht darum, Entwicklungen sichtbar zu machen. Wenn Entwicklungsdefizite

Seite 14 von 15 
und Entwicklungsstörungen vorliegen, können sie auf diesem Weg rechtzeitig wah r-
genommen und behandelt werden. In der Regel verhilft Portfolio auch zur Gelasse n-
heit. Denn Eltern und manche ErzieherInnen wundern sich hin und wieder über Ve r-
haltensweisen, Auffälligkeiten oder scheinbare Fixierungen beim Kind, die nach lä n-
gerem Beobachten doch nur als vorübergehende Phase erkannt werden.  
Um Missverständnissen vorzubeugen sei erklärt, dass Behinderungen nicht relativiert 
oder positiv umformuliert werden. Sie sind können aber nicht von Anfang an und für 
immer festgelegt werden, weil das Entwicklungspotential sonst keine Chance hat 
sich zu entfalten. 
10. Teamarbeit 
Das mu ltiprofessionelle Team besteht aus insgesamt 16 Mitarbeitenden aus den 
Berufsgruppen: Diplom Pädagogik, Logopädie, Physiotherapie, Elementarerziehung 
und Kinderpflege. Das Team tagt wöchentlich, um pädagogische und organisator i-
sche Themen zu besprechen. Üb er die Kinder, die von Behinderung betroffen sind, 
wird regelmäßig eine professionelle „Fallbesprechung“ zusammen mit den Therapeu-
tInnen durchgeführt. Für das gesamte Team gibt es regelmäßig Fortbildungen und 
Supervisionen, die den Mitarbeitenden helfen so llen, ihre Arbeit zu reflektieren und 
noch sicherer im Umgang mit den besonderen Herausford erungen ihrer Gruppe und 
der Kinder zu werden. 
11. Kooperations- und Netzwerkarbeit 
Mit dem Bekenntnis zur integrativen/ inklusiven Arbeit erweitern sich die Aufgab en 
der pädagogischen Fachkräfte im Bereich der Kooperation mit externen Fachkräften, 
der interdi sziplinären Zusammenarbeit und der Bereitschaft, sich fachliche Hilfe zu 
erschließen.  
Der angemessene Kontakt zu Beratungsstellen, Ärzten, Frühdiagnostikzentren, Früh-
förderstellen usw. und die Zusammenarbeit mit anderen integrativ arbeitenden Ei n-
richtungen werden als selbstverständlich vorausgesetzt und vom ISS als Träger b e-
gleitet und gefördert. 
Ebenfalls beabsichtigen wir einen guten und regelmäßigen Kontakt z u den Grun d-
schulen in der Umgebung herzustellen, um den Übergang zwischen Kita und Schule 
zu erleichtern. 
12. Verantwortlichkeit des Trägers 
Der ISS als Träger der Kita hält Kontakt zum Stadtteil, in dem sich die Kita befindet.  
Der Träger bespricht sich rege lmäßig mit seinem Dachverband, um seine Arbeit 
transparent zu machen und um auf Veränderungen und Anfragen von städtischer 
Seite eingehen zu können.

Seite 15 von 15 
ISS wacht als Träger über die Ziele und Einhaltung der Vorgaben und ist verantwor t-
lich für Personalangelegenheiten.  
ISS bestimmt über Absprachen und Entscheidungsbefugnisse. 
 
K ö l n ,  i m  J u n i  2 0 1 2

Anlage 1.0

41 Zeichen

Anlage 1 
 
Bewerbungs-
unterlagen 
 
AWO

Anlage 6.4 OUTLAW Interessensbekundung Kita Schmittingheide

1305 Zeichen

AA

OUTLAW Gesellschaft für Kinder- und Jugendhife gGmbH - Anıder Gemania Brauerei 6 - 8 - 48159 Münster

Stadt Münster

‚Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Anna Pohl

Hafenstraße 30

48145 Münster

Wir finden den Weg. Gemeinsam,

law

Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe 35mbH

Region West

An der Germania Brauerei 6 - 8

48159 Münster

Tel. 02 51/28 92 38-0

6 b Fax 02 51/2892 38-69
' www.oautlaw-iusendhilfe,de
resion-west@outlaw-jugendhilfe.de

N

Münster, 4.06.2013

Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung Mauritz-Ost, Schmittingheide

Sehr geehrte Frau Pohl,

gerne möchten wir unser Engagement im Bereich der Kindertagesbetreuung in Münster ausweiten und

übersenden Ihnen unsere Bewerbungsunterlagen für die Kindertageseinrichtung in Mauritz-Ost,

Schmittingheide. Wir sind bereit einen Trägeranteil von voraussichtlich 1,5 % zu leisten.

Wir freuen uns mit unserem Konzept Ihr Interesse zu wecken und hoffen auf eine positive

Rückmeldung. Für weitere Informationen und Gespräche stehen wir Ihnen selbstverständlich zur

Verfügung.

Mit freundlic n Grüßen
f

! x
za: DER PARITÄTISCHE

Geschäftsführer: Theodor Boomgaarden
Amtsgericht Steinfurt . Handelsregisternummer: HRB 2853

UNSER SPITZENVERBAND Bankverbindung: Bank für Sozialwirtschaft Köln - BLZ 370 205 00 . Kto 7082 100

Anlage 6.5 OUTLAW Konzept für KIta Schmittingheide

19247 Zeichen

Bewerbung für die Trägerschaft der  
Kindertagseinrichtung Mauritz-Ost-Schmittingheide

Kindertagseinrichtung Mauritz-Ost, Schmittingheide  2 
 
Inhaltsverzeichnis  
 
1. Vorstellung des Trägers       Seite 3 
1.1 Die OUTLAW gGmbH        Seite 3 
1.2 Kita&More         Seite 3 
2. Pädagogisches Konzept       Seite 5 
2.1 Situationsorientierter Ansatz       Seite 5 
2.2 Partizipation         Seite 5 
2.3 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft      Seit e 6 
2.4 Eingewöhnung und Gestaltung von Übergängen     Seite 6 
2.5 Integration/Inklusion        Seite 7 
2.6 Sprachförderung        Seite 8 
2.7 Spielend lernen         Seite 8 
2.8 Bewegung         Seite 9 
2.9 Sozialraumorientierung        Seite 9 
2.10 Geschlechterorientierung       Seite 10 
3. Flexible Betreuungszeiten       Seite 10 
4. Raumkonzept         Seite 11

Kindertagseinrichtung Mauritz-Ost, Schmittingheide  3 
 
1. Vorstellung des Trägers 
1.1 OUTLAW gGmbH 
Die OUTLAW gGmbH – das sind bundesweit mehr als 150 Teams und Einrichtungen der Kinder- und 
Jugendhilfe, in denen über 3.500 Kinder Jugendliche  und Familien Unterstützung und Beratung 
erfahren.  
„OUTLAW“ – so hieß der Zweimastschoner, mit dem all es begann und der als Namensgeber für unser 
1987 gegründetes Unternehmen fungierte. Auf dem Sch iff – und in zwei Wohngruppen im Raum 
Greven – wurden damals als besonders schwierig gelt ende Jugendliche betreut. Der Name steht seit 
Beginn für unser Bemühen, Kinder und Jugendlichen sowie deren Familien zu ihrem Recht zu verhelfen. 
Und zwar gerade dann, wenn sie sich in schwierigen Lebenssituationen befinden.  
Gewachsen aus dem Tätigkeitsfeld der Erzieherischen  Hilfen hat sich eine Firmengruppe mit einem 
breiten Angebotsspektrum entwickelt, deren weitere tragende Säule die 
Kindertagesbetreuungsangebote sind. Ein Blick auf d ie aktuellen Angebote zeigt, dass die Einrichtung 
seit ihrer Gründung mit dynamischen Entwicklungs- un d Veränderungsprozessen lebt. In diese 
Prozesse sind sowohl die Erfahrungen eingeflossen, die die MitarbeiterInnen in ihrer Arbeit mit Kindern, 
Jugendlichen und Familien gemacht haben, als auch v eränderte gesellschaftliche Bedingungen und 
daraus resultierende Anforderungen an die Kinder- u nd Jugendhilfe, die Einflüsse auf die 
Rahmenbedingungen der Arbeit haben.  
Die OUTLAW gGmbH ist ein bundesweit anerkannter frei er Träger der Kinder- und Jugendhilfe und 
Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband. 
 
1.2 Kita&More 
Die Angebote im Bereich der Kindertagesbetreuung sind bei OUTLAW unter der Überschrift Kita&More 
zusammen gefasst. In der Region West begann unser E ngagement im Bereich der 
Kindertagesbetreuung im Jahr 2007 mit der Übernahme  der Kita Gescherweg in Münster. Seither ist 
dieses Arbeitsfeld kontinuierlich gewachsen durch d ie Übernahme weiterer Kitas und den Bau neuer 
Einrichtungen in OUTLAW Trägerschaft.

Kindertagseinrichtung Mauritz-Ost, Schmittingheide  4 
 
In Münster und im Münsterland sind wir an folgenden  Standorten vertreten: Sprakel, Wolbeck, 
Ostbevern-Brock, Ochtrup, Altenberge (ab August 2013) und Ostbevern (ab August 2013). 
Unsere Angebote beziehen sich immer auf die jeweiligen Bedingungen vor Ort, also auf 
 die Bedarfe der Kinder und Eltern, 
 den Sozialraum, 
 die Vorstellung der Partner in Politik, Wirtschaft und Verwaltung, 
 die Kooperationsmöglichkeiten, 
 die unterschiedlichen Traditionen, die es in der Kindertagesbetreuung gibt. 
 
Kita & More  steht nicht nur für die Betreuung von Kindern in K indertageseinrichtungen, sondern 
umfasst alle Angebote frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung. Diese Angebote wirken in den 
Sozialraum hinein und richten sich konsequent nach den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Eltern.  
Kita & More  unterstützt Familien bei Problemen nach individuel len Lösungen zu suchen und begleitet 
deren Umsetzung.  
Kita & More  ist Partner für Eltern, Kommunen und andere Einric htungen. Im Vordergrund steht für uns 
die Lösung von Problemen, im Sinne der Erfüllung von  Bedarfen, gleichgültig wer die Unterstützung 
anbietet.  
Kita & More  engagiert sich im Sozialraum und arbeitet in Netzw erken und Gremien mit. Die aktuellen 
Fachdiskussionen fließen in unsere Arbeit mit ein. Wir stehen für eine fachlich qualifizierte 
Frühkindpädagogik.  
Kita & Mor e steht für eine moderne Kinderbetreuung. Bei Planu ng und Finanzierung von neuen 
Einrichtungen kennen wir uns aus, Baumaßnahmen führ en wir in Kooperation mit den Kommunen und 
anderen zu beteiligenden Institutionen so eigenständig wie möglich durch.

Kindertagseinrichtung Mauritz-Ost, Schmittingheide  5 
 
2. Pädagogisches Konzept 
Die pädagogische Arbeit in unseren Einrichtungen ori entiert sich an den gesetzlichen Grundlagen 
gemäß KiBiz und an der Bildungsvereinbarung NRW. Die  dort beschriebenen Inhalte und 
Bildungsbereiche fließen in unsere Arbeit ein und f inden Berücksichtigung bei der 
Konzeptentwicklung. 
Das pädagogische Konzept einer Kindertageseinrichtun g ist für uns ein wesentliches Qualitätsmerkmal. 
Es spiegelt die pädagogische Grundorientierung der Einrichtung wider, mit der sie dem Bildungs-, 
Erziehungs- und Betreuungsauftrag besondere Wirkung verleiht.  
 
2.1  Situationsorientierter Ansatz 
Wir arbeiten in unseren Kindertageseinrichtungen ge mäß des Situationsorientierten Ansatzes. Bei dem 
Situationsorientierten Ansatz steht für uns das Kind mit seinen individuellen Bedürfnissen im Mittelpunkt 
der pädagogischen Arbeit. Die ErzieherInnen beobacht en das Kind in seinen sensiblen 
Entwicklungsphasen und stimmen die pädagogischen An gebote darauf ab. Aus diesen 
Beobachtungen entwickeln sich Projekte, die themati sch in der Gruppe erarbeitet werden. Sach- und 
Fachgebiete werden auf diese Weise vertieft und dem  Kind nahe gebracht. Unter der Einbeziehung 
der verschiedenen Kompetenzen (Sachkompetenz, Sozia lkompetenz und Selbstkompetenz), 
Sprache, mathematische Grundlagen sowie Wahrnehmung sbereiche und Motorik, wird die 
ganzheitliche Förderung des einzelnen Kindes unterstützt, begleitet und gesichert. 
Durch diesen Ansatz lernen die Kinder, Erlebnisse un d Erfahrungen aus ihrem Alltag zu verstehen und 
zu verarbeiten. In künftigen Lebenssituationen sind sie in der Lage, diese mit Kompetenz und 
Verantwortungsgefühl zu bewältigen. 
 
2.2  Partizipation 
Eine konsequente Beteiligung der Kinder und Mitbest immungsmöglichkeiten für sie sind zentrale 
Anliegen in unseren Kitas. Beteiligungsprozesse för dern die Entscheidungsfähigkeit, das 
Verantwortungsbewusstsein, die Kommunikationsfähigk eit und die Problemlösekompetenz. 
Partizipation bedeutet im Kita-Alltag immer wieder eine Herausforderung, weil unterschiedliche 
Interessen verhandelt werden müssen und Grenzen neu festgelegt werden müssen.

Kindertagseinrichtung Mauritz-Ost, Schmittingheide  6 
 
Die Aushandlungsprozesse stärken das Gemeinschaftsgefühl und bringen den Mädchen und Jungen 
demokratisches Handeln näher. 
2.3 
Bildungs- und Erziehungspartnerschaften 
Das Ziel der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft m it den Eltern ist das gemeinsame Engagement für 
das Kind, der vereinte Blick auf die Entwicklung un d den Bildungsstand des Kindes und der 
regelmäßige Austausch mit ihnen und allen beteiligt en Fachkräften. Dies soll ermöglichen, die 
Kompetenzen und das Wohl des Kindes optimal zu unte rstützen. Wir achten besonders darauf die 
elterliche Kompetenz nicht mit unserem professionel len Erziehungs- und Bildungsauftrag und unseren 
fachlichen pädagogischen Kompetenzen in Konkurrenz zu setzen. 
Eltern sollen bei der Erziehung ihrer Kinder entlas tet und unterstützt werden. Wir beraten sie in 
Erziehungsfragen und lassen sie in schwierigen Situ ationen (z.B. bei Erkrankung der Kinder, 
ungewöhnlichen Arbeitszeiten oder prekären familiär en Situationen) nicht alleine. Wir orientieren uns 
an den Bedürfnissen der Familien und entsprechen na ch Möglichkeit den Wünschen und Bedarfen 
hinsichtlich der Gestaltung der Angebote.  
Eine erfolgreiche Bildungs- und Erziehungspartnerschaft bedeutet für uns: 
 Aktive Teilhabe von Eltern 
 Aktives Zusammenwirken von pädagogischen Fachkräften und Eltern 
 Familienberatung und Familienbildung 
 Aufbau und Nutzung von Netzwerken 
 
2.4  Eingewöhnung und Gestaltung von Übergängen 
Jeder Übergangsprozess bedeutet für das Kind und se ine Familie eine große Herausforderung. Es 
müssen Strategien entwickelt werden, um mit dem Neu en, Unbekannten umgehen zu können. 
Folgende Übergänge sind innerhalb unserer Einrichtungen relevant: 
 Von der Familie in die Kindertageseinrichtung 
 Von der Kindertagespflege in die Kindertageseinrichtung 
 Innerhalb der Kindertageseinrichtung in eine andere (Alters-)Gruppe 
 Von der Kindertageseinrichtung in die Schule

Kindertagseinrichtung Mauritz-Ost, Schmittingheide  7 
 
Für viele Kinder und Eltern ist der Eintritt in die  Kita oftmals die erste Trennungserfahrung, die sie  
machen. Deshalb ist es uns wichtig für einen guten, sicheren Start in die neue Lebensphase der Kinder 
zu sorgen. An Schnuppertagen können sich Eltern, di e auf der Suche nach einer Kita sind, unsere 
Einrichtungen ansehen. Der Eingewöhnungszeit wird be sonders viel Aufmerksamkeit gewidmet. Mit 
Respekt, Anerkennung und Wertschätzung des Kindes u nd seiner Familie, wenden sich die 
ErzieherInnen den „neuen“ Kindern in der Kita zu. S icherheit, das Gefühl angenommen zu sein, 
Geborgenheit und Vertrauen sowie ein geregelter Tagesablauf und Rituale, helfen den Kindern, sich auf 
Neues einzulassen und sich die Welt anzueignen. Während der gesamten Eingewöhnungszeit werden 
die Kinder und ihre Eltern/ Bezugspersonen kontinuierlich von einer/m ErzieherIn begleitet. Wir arbeiten 
dabei mit dem „Berliner Eingewöhnungsmodell“. 
 
Neben dem Wechsel innerhalb der Einrichtung, von de m Kinder ebenfalls betroffen sein können, ist 
der Übergang von der Tageseinrichtung in die Grunds chule ein weiterer bedeutender Prozess, dem 
wir viel Beachtung zukommen lassen. Im Mittelpunkt steht dabei das Kind mit seiner individuellen 
Entwicklungs- und Bildungsbiografie, mit seinen Kompetenzen und Stärken. Daher halten wir eine enge, 
kontinuierliche Kooperation mit der jeweils zuständ igen Grundschule diesbezüglich für unerlässlich. In  
unseren Augen nutzt die Grundschule idealer Weise d ie Informationen, die sie aus der 
Bildungsdokumentation, dem Austausch mit Fachkräfte n der Einrichtung sowie den Eltern gewinnen 
kann und setzt mit der Förderung und Begleitung des weiteren Lernprozesses an dieser Stelle an. 
 
2.5 Integration/Inklusion 
Die integrative pädagogische Arbeit und Haltung hat bei OUTLAW eine lange Tradition. Schon die 
ersten Projekte basierten auf dem Grundwert angemessene Teilhabe zu ermöglichen.  
Im Alltag unserer Kindertagseinrichtungen begegnen sich Kinder unterschiedlichen Alters und 
Geschlechts, Kinder mit und ohne Behinderung sowie unterschiedlicher Kulturen, Religionen, sozialer 
und ethnischer Herkunft und Nationalität. Die Mädche n und Jungen erleben im täglichen Miteinander 
ganz selbstverständlich, dass Menschen verschieden sind. Das Erleben von Unterschiedlichkeiten ist 
von unschätzbarem Wert für ihre Entwicklung. In der  frühen Sozialisation werden die Grundsteine 
gelegt für den Umgang mit Vielfalt, für den Respekt  gegenüber Menschen, die sich von uns 
unterscheiden, für die Entdeckung von Gemeinsamkeiten.

Kindertagseinrichtung Mauritz-Ost, Schmittingheide  8 
 
Dafür ist eine Pädagogik unabdingbar, die die Teilha be aller Kinder, ihre individuellen Ausgangslagen 
und Lernstrategien wie ihre gemeinsame Sozialisation mit anderen Kindern im Auge hat.  
 
2.6  Sprachförderung 
Sprachförderung ist ein selbstverständlich in die a lltägliche pädagogische Arbeit integriertes Element  
und kommt allen Kindern zugute und nicht nur den Ki ndern, die einer weiteren Unterstützung und 
besonderen Förderbedarf ihres Sprachvermögens bedür fen. Sie verlangt eine differenzierte 
Vorgehensweise, die individuelle Unterschiede der K inder berücksichtigt und Besonderheiten des 
Lebensumfeldes mit beachtet. Dies bedeutet für uns, dass die Ansatzpunkte zur Sprachförderung von 
Kind zu Kind unterschiedlich sein können.  
Anknüpfungspunkte hierfür bekommen die ErzieherInne n, indem sie viel Wissen über die aktuelle und 
allgemeine Lebenssituation eines Kindes gewinnen. Er fahren Kinder ein echtes Interesse an ihren 
Bedürfnissen, Fragen, Entdeckungen und Erfahrungen,  werden sie sich mitteilen wollen und dabei 
zugleich Sprache üben. Daher ist uns besonders wicht ig, dass die ErzieherInnen eine vertrauensvolle 
Beziehung zu den Kindern aufbauen, die es den Mädch en und Jungen ermöglicht und motiviert, ihren 
Wortschatz zu erweitern, um noch besser verstanden zu werden. 
Das Sprachförderung für uns ein wichtiges Anliegen ist, zeigt sich auch daran, dass unsere Münsteraner 
Kitas Gescherweg, Sprakel und Holtrode Teile der Bu ndesinitiative „Schwerpunkt Kita Sprache & 
Integration“ sind. Die Kita Gescherweg hat sich dara uf aufbauend erfolgreich als „Konsultationskita“ 
beworben und dient damit anderen Einrichtungen als Modell für die bewusste Gestaltung der 
sprachpädagogischen Arbeit mit Kindern im Alter bis zu drei Jahren. 
 
2.7 Spielend lernen 
Wir fördern alle Kinder in der Entwicklung zu eigen ständigen und gemeinschaftsfähigen 
Persönlichkeiten, indem wir ihnen entsprechende Spi el- Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten 
anbieten. Hierzu zählen großzügig gestaltete Spiel-  und Erprobungsräume sowie 
gruppenübergreifende und ergänzende Angebote. Durch  das Spiel werden Lernprozesse angeregt, 
und Kompetenzen, wie z.B. Kommunikationsfähigkeit, Selbstbewusstsein, Entscheidungsfähigkeit, 
Verantwortungsbewusstsein und Konfliktfähigkeit gestärkt.

Kindertagseinrichtung Mauritz-Ost, Schmittingheide  9 
 
In diesem Sinne begreifen wir das Spiel als eine Form von Bildung. Die kognitive und sozial-emotionale 
Entwicklung sowie die Kreativität und Sprachentwicklung des Kindes werden von der Vielfältigkeit der 
Spielmöglichkeiten entscheidend beeinflusst. Kinder brauchen Bedingungen, die ihnen ein intensives 
Spielen erlauben und Menschen, die sich als aktive MitspielerInnen von Kindern verstehen. Beides 
bieten wir den Mädchen und Jungen in unseren Kindertagseinrichtungen. 
 
2.8  Bewegung 
Das Kind erschließt sich seine Welt durch Bewegung. Bewegung hat grundlegenden Einfluss auf die 
Gesamtentwicklung der Mädchen und Jungen: Bewegen f ördert die Intelligenz und hat auch 
Auswirkungen auch die Sprachentwicklung, Denkfähigkeit und Psychomotorik.  
Bewegungserziehung ist nicht nur auf eine Förderung  der motorischen Entwicklung ausgerichtet, 
sondern sie unterstützt das Kind in seiner emotiona len, sozialen, geistigen und körperlichen 
Entwicklung. Gerade weil wir wissen, dass Kinder he ute mit unterschiedlichen körperlichen 
Voraussetzungen und Vorerfahrungen in die Kindertag eseinrichtung kommen, wie z.B. 
Bewegungsarmut, fehlende Freiräume, ausschweifender  Medienkonsum, unausgewogene Ernährung, 
sehen wir uns im Sinne einer umfassenden Gesundheit sprävention verpflichtet, Bedingungen zu 
schaffen, die Kinder zur Bewegung anregen und somit  in allen Entwicklungsbereichen fördern.  Wir 
bieten den Kindern eine angemessene Umgebung, um ihrem Bewegungsdrang nachzukommen. 
Zum Bewegungskreislauf gehört neben Anspannung auch  Entspannung. Die Kinder können sich 
jederzeit zurückziehen und Entspannung erleben, z.B . in Traumstundenzeiten oder bei 
Körperwahrnehmungsspielen. 
 
2.9 Sozialraumorientierung 
Ausgehend von inhaltlichen, konzeptionellen und str ukturellen Grundsätzen zeichnet sich OUTLAW 
insbesondere durch das Prinzip kontextbezogener Konz eption aus. Dies bedeutet, dass sich unsere 
Angebote immer auf die jeweiligen Bedingungen vor Ort beziehen.

Kindertagseinrichtung Mauritz-Ost, Schmittingheide  10  
 
Die sozialräumliche Orientierung ist uns wichtig, da die Kindertageseinrichtungen und deren Angebote 
in ihrem jeweiligen Stadtviertel verortet sind. Es gehört zu unseren Aufgaben, die Kinder mit ihrer 
räumlichen Umgebung vertraut und diese altersgerech t begreifbar zu machen. Die Ressourcen des 
Stadtteils sind dabei ein wichtiger Baustein der Arbeit. 
Wir verstehen unsere Kindertageseinrichtungen als m oderne Service-Zentren für Familien. So gibt es 
Eltern-Cafés, Elternberatung, Kinder-Elternnachmitt age, Workshops und Kurse zu familienspezifischen 
Themen, Familientrödel usw.  
 
2.10  Geschlechterorientierung 
Wir fördern die Gleichstellung von Mädchen und Jung en und berücksichtigen die spezifischen 
Entwicklungsaufgaben. Geschlechterdifferenzierte Pä dagogik bietet Möglichkeiten, die eigene 
Geschlechteridentität kennen zu lernen und Rollenkl ischees zu hinterfragen. Um dies zu gewährleisten 
streben wir einen deutlich höheren von männlichen Fachkräften an.  
Informationen für Eltern richten sich bewusst an Mü tter und Väter, denn sie sind beide für die 
Erziehung ihrer Kinder zuständig und eingeladen, di e Arbeit und den Alltag in der 
Kindertagseinrichtung mitzugestalten. 
 
3. Flexible Betreuungszeiten 
In unseren Einrichtungen richten wir die Betreuungs - und Öffnungszeiten am Bedarf der Familien und 
gleichzeitig am Kindeswohl aus. 
Allen Kindern und Familien gewährleisten wir ein fachlich pädagogisches Betreuungsangebot, mit guter 
Qualität, unabhängig von der gebuchten Betreuungsze it. Wir bieten den Eltern flexible 
Buchungsmöglichkeiten und ein verlässliches Betreuu ngsangebot, dass es ihnen ermöglicht Beruf und 
Familie gut miteinander zu vereinbaren. 
Die Kita wird ganzjährig geöffnet sein, auch während  der Ferienzeit halten wir eigene Feriengruppen 
vor. Gleichwohl legen wir viel Wert darauf, dass je des Kind im Verlauf des Jahres mindestens zwei 
Wochen Urlaub von der Kita hat.

Kindertagseinrichtung Mauritz-Ost, Schmittingheide  11  
 
4. Raumkonzept 
Für die Kinder ist die Tageseinrichtung ein täglich er Lebensraum, in dem sie spielen, essen, mit 
Freunden zusammen sind oder einen persönlichen Rückzugsraum finden. 
Bei der Förderung frühkindlicher Bildungsprozesse s pielt die räumliche Umgebung eine wesentliche 
Rolle. Denn Räume, sowohl Innen- wie auch Außenräume , wirken auf Kinder unmittelbar und 
nachhaltig. Wenn Gestaltung und Ausstattung kindlic he Bedürfnisse berücksichtigen, können sie die 
Entwicklung der Mädchen und Jungen fördern, Neugier  wecken und vielfältige Anregungen geben. 
Gleichzeitig können Räume eine angenehme Atmosphäre  vermitteln, die den Kindern Schutz und 
Geborgenheit bieten. 
Um zu erreichen, dass die Räume allen Lebensbedürfni ssen gerecht werden, müssen sie einerseits 
bestimmten Funktionen Rechnung tragen, andererseits  aber Flexibilität, etwa durch bewegliche 
Elemente ermöglichen, um z.B. an die mit dem Alter veränderten Interessen, oder auch für Kinder mit 
einem Handicap, angepasst werden können. Sie sollte n übersichtlich sein, aber doch Vielfalt 
ermöglichen. Sie sollen geschützte Bereiche (Nische n) für die Jüngsten, für ihre Einzelaktivitäten und  
Spiele zu zweit oder dritt bieten, die anspruchsvol len Tätigkeiten der älteren Kinder von Störungen 
abschirmen und gleichzeitig auch Raum geben, für di e gesamte Gruppe. Diese Anforderungen 
berücksichtigen wir bei der Gestaltung der Räume.

Anlage 6.0

45 Zeichen

Anlage 6 
 
Bewerbungs-
unterlagen  
 
OUTLAW

Anlage 4.0

66 Zeichen

Anlage 4 
 
Bewerbungs-
unterlagen  
 
Evangelischer 
Kirchenkreis

Anlage 5.1 ISS Bewerbung

745 Zeichen

7

Mehrsprachige Kindertagesstätt

MEHRSPRACHIGE-KITA

15S- Mehrsprachige-Kita gGmbH Genovevastr. 94 51063 Köln

Stadt Münster nf
/ Genovevastr. 94 51063 Köln

Amt für Kinder, Jugendliche und

Familien Voroh per Taıt Tel.: 0221/9777480

48217 Münster ANA. 43 kita@iss-netzwerk.de

www.iss.netzwerk.de

Köln, 17.07..2013

Bewerbung um die Trägerschaft für die neuen Kindertageseinrichtungen in Münster
Dreifaltigkeitsschule und Mauritz Ost/ Schmittingheide

Sehr geehrte Frau Pohl,

wie besprochen, möchten wir nun verbindlich erklären, dass wir die Trägerschaft für die oben
genannten Einrichtungen, bei Zusage durch den Rat der Stadt Münster, mit einem
Trägeranteil von 5% übernehmen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Ali Koban

Geschäftsführer

Anlage 2.2 DRK Lageplan Kita an der Dreifaltigkeitsschule

1803 Zeichen

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Deutsches Rotes Kreuz

DRK-Kreisverband Münster e.V. und
DRK Münster gemeinnützige Pflege und Service GmbH

Autismus-Therapiezentrum
Erste Hilfe-Ausbildung
Hausnotruf
Sozialstation
Verwaltung

@ Zumsandestr. 24/27

Die neue Kita:

@ Dreifaltigkeit

Ärztliche Kinderschutzambulanz
@ Melchersstraße 55

Freiwilligendienste
@ Berliner Platz 33

Katastrophenschutz-Zentrum (Wache 4)
@ Kesslerweg 43a

Kindertageseinrichtungen
An der Meerwiese 11 (Coerde)
Horstmarer Landweg 85 (Gievenbeck)
@ Lindenbreie 43 (Gievenbeck)
@ Rilkeweg 43 (Hiltrup)

Migrationszentrum/Jugendtreff Coerde
@ Hamannplatz 38

Wohngemeinschaften für Demenzerkrankte
@ Gremmendorfer Weg 44
@ Josef-Beckmann-Straße 7

Ortsverein Hiltrup
@ Friedhofstr. 15a

Ortsverein Nienberge
® Sebastianstr.

Ortsverein Roxel/Albachten
@ Lise-Meitner-Straße 8

Anlage 1.3 AWO Interessensbekundung für Kita Schmittingheide

1591 Zeichen

Unterbezirk

ünsterland-
Ss 1 AWO Recklinghausen

AWO UB Münsterland-Recklinghausen » Clemensstr. 2-4 - 45699 Herten Geschäftsstelle Herten

Stadt Münster
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Frau A. Pohl

Clemensstraße 2-4
45699 Herten

Tel.: 02366/10910

’ : 1109160
48127 Münster Fax: 02366

Ihre Zeichen / Ihr Schreiben vom Unsere Zeichen Durchwahl E-Mail Datum
51 12 0022 -17 d.strzedula@awo-msl-re.de 23.05.2013

Bewerbung um die Trägerschaft für eine neue Kindertageseinrichtung
an der Schmittingheide, Mauritz-Ost
Sehr geehrte Frau Pohl,

hiermit bewerben wir uns um die o.g. Trägerschaft der neuen sechsgruppigen
Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide in Mauritz-Ost.

Als Betreiber von z. Zt. 69 Kindertageseinrichtungen in unserem Einzugsgebiet, davon
8 Einrichtungen in Münster, haben wir ein starkes Interesse, unser Angebot für die Stadt
Münster zu erweitern.

Als anerkannter armer Träger sind wir allerdings nicht in der Lage Trägeranteile an den
Betriebskosten zu übernehmen.

Wir würden uns freuen, wenn wir dennoch bei der Vergabe berücksichtigt werden würden.

Für Rückfragen und weitere Unterlagen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung und
verbleiben

mit freundlichen Grüße

M__oh

Uwe Hildebrandt

- Geschäftsführer -
Vorsitzender: Mitglied im AWO-Bezirksverband Eintrag unter VR 1598 Von der Körperschaftssteuer
Christlan Bugzel Westliches Westfalen e.V. Amtsgericht Dortmund befreit. Gemäß $ 5{1} Nr. 9 KStG
Geschäftsführer: Geschäftsführer: Steuer-Nr. 3597573113679 als gemeinnützig anerkannt,

Uwe Hildebrandt Wolfgang Altenbernd Finanzamt Marl

Anlage 2.4 DRK Konzeption für Kita an der Dreifaltigkeitsschule

32726 Zeichen

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
Zumsandestraße 25/27 
48145 Münster 
www.DRK-muenster.de 
 
                                                                                            
 
 
                            
  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Juni 2013 
 
 
Pädagogische Konzeption  
 
zur Bewerbung als Träger der 
Kindertageseinrichtung an der 
Dreifaltigkeitsschule, Uppenberg

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule, Uppenberg 2 
 
 
Die pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen in NRW erfolgt auf der Grundlage des 
Gesetzes zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (KiBiz). Die dort genannten 
Anforderungen bilden die rechtliche Basis für die Arbeit in den Kindertageseinrichtungen des 
Deutschen Roten Kreuzes.  Neben den gesetzlichen Bemühungen bilden die Grundsätze des 
Roten Kreuzes eine Leitlinie in unserer pädagogischen Arbeit. Die Auseinandersetzung mit 
diesen Grundsätzen wirkt sich zum einen auf die Persönlichkeit, das Selbstverständnis und das 
Verhalten der Erzieherin / des Erziehers aus, zum anderen ergeben sich Konsequenzen für die 
inhaltliche Arbeit.  
 
 
 
Unsere pädagogische Arbeit ist auf die ganzheitliche Entwicklung des Kindes angelegt, um ihre 
Persönlichkeits- und Sozialkompetenzen, das Sprach- und Sachvermögen sowie ihre Kreativität 
zu fördern. Dabei werden die individuellen Kompetenzen jedes Kindes berücksichtigt werden. 
Zum Erlangen dieser Kompetenzen bieten wir umfassende Entwicklungsmöglichkeiten auch im 
weiteren Umfeld der Familie an. Für unter dreijährige Kinder stellt die Kindertageseinrichtung oft 
der Ort für erste Erfahrungen außerhalb des Elternhauses dar. 
 
Erziehung, Bildung und Betreuung gehören zum familienergänzenden und 
familienunterstützenden Angebot einer jeden DRK -Kindertageseinrichtung. Die DRK-
Kindertageseinrichtungen in Trägerschaft des DRK -Kreisverbandes Münster e.V. kooperieren 
mit allen Institutionen und Personen, die bei der Erfüllung der Ziele und Aufgaben hilfreich s ind. 
Die Öffnung der Einrichtung zum Gemeinwesen spiegelt die Einstellung wider, dass sich die 
Lebenswelten der Kinder und ihrer Familien in allen ihren Facetten in der Einrichtung 
wiederfinden sollen.  
Leitbild und Konzeption 
der DRK-Kindertageseinrichtungen

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule, Uppenberg 3 
Die Grundsätze des Deutschen Roten Kreuzes in der pädagogischen Arbeit  
 
Menschlichkeit Der Grundsatz der Menschlichkeit hat für die pädagogisch e Arbeit und ihre 
Umsetzung die größte Bedeutung. Kinder sind von Beginn an unverwechselbare individuelle 
und soziale Persönlichkeiten. Sie haben alle Kompetenzen, die sie brauchen, um die nächsten 
ihnen wichtigen Entwicklungsschritte zu initiieren. Auf ih rem Entwicklungsweg brauchen sie 
immer wieder Hilfestellungen. Das Maß der Hilfe können sie jedoch selbst artikulieren. Alle 
Kinder sind neugierig und wollen die Welt, die sie umgibt, erfahren und begreifen. Dabei legen 
sie selbst fest, was ihre Neugierde,  ihr Interesse weckt. Unsere Aufgabe ist es, ihnen dafür 
Raum und Sicherheit zu geben, ihnen Erfahrungsräume zu öffnen und sie in ihrer Entwicklung 
begleitend und ermutigend zu unterstützen. Akzeptanz und Wertschätzung prägen dabei die 
pädagogische Grundha ltung. Die Kindertageseinrichtung bietet den Ort, Achtung und 
Verständnis für andere zu entwickeln und freundschaftliche Beziehungen aufzubauen.  
 
Unparteilichkeit Die Vielfalt der Lebensentwürfe von Familien, die geprägt sind von kulturellen 
Einflüssen, a ber auch durch ihre sozialen Bedingungen, bieten große Chancen für die 
pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen. Hier treffen viele Kinder zusammen, die 
aufgrund ihrer körperlichen und geistigen Verfassung, aber auch durch unterschiedliche 
Familienkulturen individuelle Bedingungen mitbringen. Es gehört zur Aufgabe des Teams, 
dieses Zusammenleben als wechselseitiges Lernen aller Beteiligten aktiv zu unterstützen.  
 
Neutralität Die Vielfalt der Lebensbedingungen und der Wertevorstellungen, an denen sic h 
Familien orientieren, werden durch die Mitarbeiterinnen in unseren Einrichtungen beobachtend 
und bewertungsfrei wahrgenommen. Die Einnahme einer neutralen Position macht es möglich, 
Vertrauen zu bilden, Vermittlungsversuche zu initiieren und Konfliktlösu ngen zu erarbeiten. 
Diese neutrale Haltung bildet die Grundlage dafür, dass alle Kinder und Erwachsenen, die 
unsere Einrichtung besuchen oder in ihr arbeiten, das Gefühl entwickeln können, ernst 
genommen zu werden.  
 
Unabhängigkeit Im Rahmen der gesetzlich en Bestimmungen und Rahmenbedingungen 
bewahren wir uns das Maß an Eigenständigkeit, das uns gestattet, jeweils nach den 
Grundsätzen des Roten Kreuzes Erziehungs - und Bildungsarbeit zu gewährleisten. Eigene 
Aufnahmekriterien und ein selbst entwickeltes Konzept dokumentieren dies.  
 
Freiwilligkeit Wir ermöglichen den Kindern Partizipation: das heißt, Kinder werden 
entsprechend ihrem Entwicklungsstand an allen sie betreffenden Fragen und Entscheidungen 
beteiligt.  
 
Einheit  Unser Team besteht aus vielen pädago gischen Mitarbeitern, die ihre eigene 
Persönlichkeit und Individualität einbringen. Diese Vielseitigkeit wird in gemeinsame Ziele 
gefasst. Das von uns erstellte Konzept dient als Grundlage für unser einheitliches 
pädagogisches Handeln. Zwischen Eltern und Erzieherinnen besteht eine 
Erziehungspartnerschaft, bei der sie sich gegenseitig als Erziehungsexperten akzeptieren und 
in der die jeweiligen Unterschiede ihre Wertschätzung finden.  
 
Universalität Wir sind durch unsere Konzeption ideell und aktiv in die universelle Gemeinschaft 
des DRK eingebunden. Lebensbedingungen anderer Menschen werden den Kindern in 
geeigneter Form nahe gebracht und sie werden zu Offenheit, Akzeptanz und Hilfsbereitschaft 
motiviert.

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule, Uppenberg 4 
Der situationsorientierte Ansatz  
 
Unter den der zeit praktizierten methodischen Richtungen in der Pädagogik der 
Kindertageseinrichtungen biete n sich zur Verwirklichung unserer Grundwerte und der 
formulierten pädagogischen Ziele die Grundaussagen des situationsorientierten Ansatzes an.  
Den pädagogischen Fachkräften der Einrichtung fällt in diesem Zusammenhang die Aufgabe 
zu, ausgehend von ihren Beobachtungen und Schlussfolgerungen, das, was die Kinder an 
Fragen, Problemen und Informationen einbringen, aufzugreifen und die darin enthaltenen 
Lernmöglichkeiten und Erfahrungsräume zu erschließen. Die Ziel - und Inhaltsfindung dieser 
sozialpädagogischen Arbeit in Kindertageseinrichtungen erfolgt aus der Alltagspraxis und ist 
lebensnahes Lernen in und aus alltäglichen Situationen. Der Grundsatz des 
situationsorientierten Ansatzes lautet: „Lernen in Zusammenhängen“. Hierbei werden alle 
Dimensionen des Wahrnehmens und Erlebens (kognitiv, sinnlich, körperlich, psychisch -
emotional, individuell und sozial) und des Ausdrucks (sprachlich, motorisch, musisch und 
kreativ) einbezogen. Kinder können sich freiwillig, selbst - und auch fremdmotiviert ohne 
Leistungsdruck mitgestaltend einbringen. Dieses soll durch ein individuelles Betreuungskonzept 
ermöglicht werden. Unser Betreuungskonzept basiert auf dem grundlegenden Erziehu ngs-, 
Betreuungs- und Bildungsauftrag und ermöglicht eine modulare Erweiterung des Angebots. 
Dazu zählen beispielsweise:  
 
Modulare Angebote des DRK-Kreisverbandes Münster e.V.:

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule, Uppenberg 5 
Das Betreuungsangebot der Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule 
 
In der heutigen Zeit müssen die Angebote in der Kinderbetreuung den Bedürfnissen der Eltern 
angepasst werden, um junge Familien bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu 
unterstützen. Die Betreuungszeiten richten sich nach diesem Grun dsatz und werden in 
Kooperation mit den Eltern und den Mitarbeitern festgelegt.  
 
Bei der Kindertageseinrichtung an der 
Dreifaltigkeitsschule  wird es sich um ein DRK -
Familienzentrum mit dem Schwerpunkt der 
Stärkung der Bildungs- und Erziehungsqualität und 
der Verbesserung des Übergangs von der Kita in 
die Schule handeln.  
 
Die Kindertageseinrichtung verfügt insgesamt über 
6 Gruppen mit 100 Plätzen für Kinder im Alter von 
0-6 Jahren.  
 
Zwei Gruppen haben jeweils 20 Plätze für 2 -6 
jährige Kinder. In zwei weiteren Gruppe n werden 
insgesamt 2 0 Kinder im Alter von 0 -3 Jahren 
betreut. Zwei weitere Gruppen werden je 20 Kinder 
im Alter von 3-6 Jahren umfassen. 
Alle 100 Kita-Plätze verfügen über eine Betreuungszeit von 45 Stunden.  
 
 
Tägliche Regel-Öffnungszeiten und flexible erweiterte Betreuungszeiten:  
 
Die Kernbetreuungszeiten richten sich nach den Grundlagen des Kinderbildungsgesetzes und 
liegen in der Zeit zwischen 07: 00 bis 17:00 Uhr. Darüber hinaus wird eine tägliche Öffnung von 
6:00 bis 19:00 Uhr angeboten, wenn der Elternbedarf besteht. Die Planung der flexiblen und 
erweiterten Öffnungszeiten erfolgt unter Berücksichtigung der Bedarfe der Kinder, Eltern und 
eventuell entsprechender Firmen.  
 
 
Jahresöffnungszeiten: 
 
Mögliche Schließungszeiten in den Schulferi enzeiten bzw. eine durchgängige jährliche 
Öffnungszeit der Kindertageseinrichtung  werden ebenfalls mit den jeweiligen Eltern über 
Bedarfsabfragen ermittelt und abgestimmt werden.  
Das DRK kann durch seine vielfältigen bereits bestehenden Angebotsstrukture n bei Bedarf den 
Eltern weitere Betreuungsmöglichkeiten anbieten, beispielsweise durch die Vermittlung unserer 
DRK Partner-Kindertageseinrichtung in Münster. Außerdem streben wir Partnerschaften mit den 
umliegenden Kindertageseinrichtungen an, wie wir es a uch bereits mit unseren bestehenden 
Kindertageseinrichtungen in den anderen Stadtteilen in Münster erfolgreich umsetzen.  
Die flexiblen Betreuungszeiten werden die bestehenden  Öffnungszeiten passgenau ergänzen. 
Ein dadurch entstehender zusätzlicher Persona lbedarf kann zeitnah bedient werden, so dass 
das Ziel der Vereinbarkeit von Familie und Beruf stets erreicht wird. Der Einsatz von 
qualifiziertem Betreuungspersonal ist für uns von besonderer Bedeutung, um in der 
pädagogischen Arbeit zum Wohle des Kindes, insbesondere des Kleinstkindes 
Beziehungsaufbau, Betreuungsqualität und Bildungsansprüche sicherstellen zu können.  
Eine gute Balance zwischen der von den Eltern gewünschten Flexibilität, dem Recht des Kindes 
auf eine gesunde Entwicklung und der Kindertage seinrichtung, die Betreuungs - und

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule, Uppenberg 6 
Bildungsansprüche garantiert, ist Grundvoraussetzung für eine gute Qualität der pädagogischen 
Arbeit. 
 
 
Pädagogische Ziele 
 
Als wichtigste Basis in unserer pädagogischen Arbeit sehen wir eine vertrauensvolle und 
liebevolle Beziehung zu jedem Kind. 
Jedes Kind soll sich in seiner Einzigartigkeit angenommen fühlen und sich in unserer 
Einrichtung wohl fühlen.  
Als grundlegende Ziele sehen wir darüber hinaus: 
• Stärkung des Selbstvertrauens und Selbstbewusstseins 
• Förderung zum selbstständigen und eigenverantwortlichen Handeln 
• Vermittlung von Lebensfreude 
• Förderung des Sozialverhaltens, wie z.B. Rücksichtnahme  
• Förderung und Weiterentwicklung der kognitiven und kreativen Fähigkeiten 
• Förderung der motorischen Entwicklung 
• Förderung und Weiterentwicklung des Sprach- und Sprechverhaltens 
 
Unsere formulierten Ziele finden sich in den 
vorgeschriebenen Bildungsbereichen wieder:  
 
1. Bewegung 
2. Spielen und Gestalten      
3. Sprache und Sprachförderung 
4. Musischer Bereich  
5. Natur und Umwelt 
6. Interkulturelle Erziehung 
 
 
Bewegung 
Wir möchten die Kinder in ihrer natürlichen Bewegungsfreude stärken. Die Kinder bekommen 
täglich die Möglichkeit und den Raum sich im Innen- und Außenbereich zu bewegen. 
Im angeleiteten Turnangebot in der Turnhalle unserer Kita, können die Kinder verschiedene 
Turngeräte ausprobieren und kennen lernen.  
Im Außenbereich haben die Kinder die Möglichkeit,  verschiedene Spielgeräte und Fahrzeuge 
zu nutzen.  
Dadurch werden die Kinder in ihrer Körperwahrneh mung gefördert und bekommen die 
Möglichkeit, ihren Körper besser zu spüren und einzuschätzen.  
 
 
Spielen und Gestalten 
Durch eine offene Raumgestaltung und ein vielfältiges Angebot von anregenden 
Spielmaterialien möchten wir das freie, kreative Spielen fördern und unterstützen.  
Besonders das freie Spiel bietet Raum für die Verwirklichung und Entwicklung eigener Ideen 
und Kreativität der Kinder.  
Beim angeleiteten Spielen wie zum Beispiel Stuhlkreisspiele und Gesellschaftsspiele werden 
Regeln erlernt und Sozialkompetenzen vermittelt.  
Genauso wie beim freien Spiel wollen wir den Kindern beim bildnerischen Gestalten durch 
vielseitige Materialien kreatives Schaffen ermöglichen. Kinder malen, kritzeln und matschen 
nach ihren eigenen individuellen Vorstellungen und Fertigkeiten.  
Für uns steht nicht das Produkt im Vordergrund, sondern die Freude kreativ tätig zu sein und 
sich auszudrücken. Vorgegebene Schablonen werden von uns bewusst selten eingesetzt.

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule, Uppenberg 7 
 
Sprache und Sprachförderung 
Eine Sprache zu erlernen ist für jedes Kind eine wichtige Herausforderung in seiner 
Persönlichkeitsentwicklung, denn Sprache ist das wichtigste Werkzeug im Umgang mit anderen 
Menschen. Mit Sprache äußern Kinder ihre Wünsche, sie stellen Fragen, geben Antworten, sie 
treten in Kontakt m it anderen Kindern und bauen Beziehungen auf. Sprache ermöglicht jedem 
einzelnen Kind sich weiterzuentwickeln und seine sozialen Kompetenzen auszubauen. 
In der Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule  wollen wir die Sprachentwicklung 
eines jeden Kindes positiv beeinflussen. Dies passiert in jeder Alltagssituation und im täglichen 
Miteinander- bei gemeinsamen Aktionen, beim Singen und Vorlesen, Erzählen von Geschichten 
und Erlebnissen, im Dialog in der Klein -und Gesamtgruppe. Besonders das vorbil dhafte 
Sprechverhalten der Erzieherin ist hier von großer Bedeutung. 
 
Folgende Ziele stehen dabei im Vordergrund: 
• die Freude am Sprechen wecken 
• den Grundwortschatz zu erweitern 
• das Sprachverständnis der Kinder und die     
            Ausdrucksfähigkeit zu fördern 
• die Sprache als Kommunikationsmittel zu erleben 
• das grammatikalische Verständnis erweitern 
 
Diese geschieht durch Bewegungs - und Rollenspiele, 
Kreisspiele und Lieder, bei kreativen angeboten, Bild - und 
Bilderbuchbetrachtungen, Tastspielen usw.. 
 
 
Musischer Bereich 
Durch rhythmisches Sprechen, Spielen in Verbindung mit 
Musik und Singen von Liedern im täglichen Stuhlkreis fördern 
wir die Musikalität. 
Die Freude an Geräuschen und Klängen fördern wir durch 
den Einsatz von verschiedenen Musikinstrumenten. 
 
 
Natur und Umwelt 
Kinder entdecken täglich ihr unmittelbares Umfeld. 
Wir unterstützen die Kinder in ihrer kindlichen Neugier, indem wir ihnen Raum und Materialien 
zum Entdecken, Beobachten und Experimentieren geben. Die Kinder werden so vertr aut 
gemacht mit naturwissenschaftlichen Phänomenen. Durch Ausflüge in den Wald, in die 
Bücherei, zur Polizei, zur Bäckerei usw. erkunden die Kinder ihre nähere und weitere 
Umgebung und werden so mit verschiedenen Themen vertraut und erweitern ihr Sachwissen.  
 
 
Interkulturelle Erziehung 
Da unsere Einrichtung von Kindern unterschiedlicher Kulturen besucht wird, deren Eltern aus 
unterschiedlichen Ländern kommen, lernen wir häufig neue Sitten und Bräuche kennen. Wir 
versuchen täglich diese verschiedenen Kultur en mit einzubeziehen und zu berücksichtigen. 
Zudem lernen auch wir immer wieder gerne in gemeinsamen Gesprächen etwas über die 
Muttersprache der Kinder, ihre religiösen Feste und Esskulturen.

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule, Uppenberg 8 
Integrative Erziehung 
In der gemeinsamen Erziehung behinderte r  
(und von Behinderung bedrohter)  und nicht 
behinderter Kinder werden Kinder mit 
Entwicklungsverzögerungen, Behinderungen 
und/ oder sozialen Auffälligkeiten betreut und 
unterstützt. Ein  Ziel der integrativen Arbeit im 
Kindergarten ist die Vermittlung vo n sozialen, 
emotionalen, kognitiven und motorischen 
Fertigkeiten/ Fähigkeiten. 
Die Kinder erleben im Kindergartenalltag wie 
sie sich gegenseitig unterstützen und 
ergänzen können damit ein soziales 
miteinander entsteht. Sie sind Spielpartner 
und geben sich wichtige Lernimpulse. 
 
Ein wichtiges Anliegen in der integrativen Arbeit besteht darin, Kinder zu befähigen, mit 
unterschiedlichen Fähigkeiten einander zu respektieren. Die Kinder nehmen 
Entwicklungsauffälligkeiten, Behinderungen aber auch Ressourcen wahr und lernen damit 
umzugehen. In diesem Zusammenhang sollen alle Kinder ihre eigenen Stärken und Schwächen 
und die der Anderen erfahren. Wir möchten die Vorurteilslosigkeit der Kinder nutzen, um 
Toleranz und Akzeptanz zu fördern und zu stärken. 
Die Integrati onskinder erfahren in der Kindergartengruppe eine kontinuierliche konsequente 
Spielbegleitung von der Integrationskraft und den Erzieherinnen. 
Bei Aktivitäten wie z.B. Psychomotorik, Bilderbuchbetrachtungen in der Gruppe und anderen 
Projekten entsteht ein gemeinsamer Prozess von behinderten und nicht behinderten Kindern. 
Alle Kinder sollen gestärkt werden und wichtige Entwicklungsreize bekommen, damit sie ihr 
Potenzial entfalten können. 
 
 
Die pädagogische Arbeit mit schulpflichtigen Kindern 
 
Die gesamte Kin dergartenzeit ist auch Vorbereitung auf die Schulzeit und führt die Kinder in 
ihrer Entwicklung zur Schulfähigkeit. Die Fähigkeit zu sozialem Verhalten und zur 
Selbstständigkeit wird ganzheitlich in ihrer Entwicklung gefördert. Diese Förderung findet 
individuell im Freispiel und in Kleingruppen auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt statt. 
Durch gezielte Beobachtungen wird die Entwicklung jedes Kindes eingeschätzt und in 
Elterngesprächen besprochen. 
Im letzten Kindergartenjahr wird bei diesen Beobachtun gen dann besonders auf die 
Entwicklung der Fähigkeiten geachtet, die für 
die Einschulung notwendige Voraussetzung 
sind, wie zum Beispiel Konzentration, 
Aufgabenverständnis, Sprachverhalten, 
Durchsetzungsvermögen, etc.. 
Durch ein gemeinsames Übernachtungsfe st 
mit den Vorschulkindern und Erzieherinnen 
wird der Ausklang der Kindergartenzeit 
deutlich. 
 
Zusätzlich arbeiten wir besonders eng mit de r 
Dreifaltigkeitsgrundschule zusammen. Diese 
Aktivitäten werden in regelmäßigen Abständen 
reflektiert und neu geplant.

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule, Uppenberg 9 
 
Bildungsdokumentation und Portfolio 
 
Zum Ende der Kindergartenzeit bekommen die Eltern für ihre Kinder eine 
Bildungsdokumentation ausgehändigt. Inhalt dieser Dokumentation ist eine  
Zusammenfassung der Entwicklung in den verschiedenen Bereichen, wie ko gnitiver, 
motorischer, sozialer und sprachlicher Bereich. 
 
In diesem Bericht geben wir Empfehlungen für die weitere Förderung, die individuell für jedes 
Kind als sinnvoll gesehen wird. Durch die Miteinbeziehung des einzelnen Kindes in sein 
eigenes Portfolio, können die Kinder ihre eigene Entwicklung verfolgen und ihre Ich -Kompetenz 
damit stärken. Zum Ende der Kindergartenzeit bekommen die Kinder den Ordner mit nach 
Hause. 
 
 
Mahlzeiten 
 
Frühstück 
Jedes Kind bringt von zu Hause sein eigenes Frühstück mit. Hie rbei wird auf ein gesundes und 
ausgewogenes Frühstück wertgelegt. Getränke wie Wasser und Früchtetee stehen in den 
Gruppen zur Verfügung. 
Bis 10.00 Uhr können die Kinder das offene Frühstücksangebot wahrnehmen. So haben sie 
täglich die Möglichkeit zu entsc heiden wann und mit welchen Freunden sie gemeinsam essen 
möchten. 
 
Mittagessen 
Unsere Hauswirtschaftskraft bereitet täglich ein ausgewogenes Mittagessen für die 
Tagesstättenkinder zu was zum größten Teil frisch zubereitet wird. An einigen Tagen wird es 
durch vorbereitete Tiefkühlkost ergänzt. 
Die Kinder der 6  Gruppen essen in der Zeit von 11.30 bis 13.00 Uhr . Sie werden in den 
jeweiligen Gruppen von zwei Erzieherinnen beim Essen begleitet. An einem von den Kindern 
schön gedeckten Tisch werden die Mahlzeiten eingenommen. 
 
Die Mahlzeiten werden mit frischem Salat, Rohkost oder Gemüse ergänzt. Zum Nachtisch 
erhalten die Kinder frisches Obst, Joghurt oder eine Quarkspeise. 
 
 
Ruhephasen 
 
Nach dem Mittagessen und dem Zähneputzen beginnt für die Kinder die Ruhephase. 
In dieser Zeit werden in de n Gruppe oder de n Nebenräumen altersentsprechend Geschichten 
und Musik zur Entspannung gehört. Die Kinder können sich auf Decken und Kissen ausruhen 
und zwei Erzieherinnen begleiten die Phase, um eine gemütliche und ruhige Atm osphäre zu 
schaffen. 
 
 
Raumkonzept 
 
Die Räume sind hell und bewegungsfreundlich für die Kinder eingerichtet. 
In großen Nebenräumen befinden sich z.B. ein Bällebad, sowie eine Sprossenwand und eine 
Hängematte.  
Zur Förderung der Wahrnehmung steht im Nebenra um eine Sandwanne, in der die Kinder 
ungestört experimentieren können, bereit.

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule, Uppenberg 10 
Im Gruppenraum befinden sich Bau - und Konstruktionsbereiche, sowie  Rollenspielbereiche 
und Kreativbereiche. 
 
In allen Bereichen der Gruppen können die Kinder 
durch spielen, a usprobieren und wahrnehmen 
Erfahrungen mit Material, Formen und Größe 
sammeln.  
Im Schlafraum befinden sich Kinderbetten, die jedes 
Kind individuell mit Kissen, Stofftieren, Spieluhren 
etc., einrichten kann. Garderobe, Eigentumsfächer, 
sowie Bereiche des W aschraumes sind mit Fotos der 
Kinder gekennzeichnet, so dass sie sich stets 
eigenständig zurecht finden.  
 
Geplant sind für diese sechs Gruppen- Einrichtung 
folgende Räumlichkeiten: 
 
- 6 Gruppenräume, incl. Garderobenbereiche 
- 6 Nebenräume  
-    6 Wasch-WC-Räume mit Wickelbereiche  
-    1 Duschbereich  
-          6 Garderoben  
- 6 Abstellräume 
- 8 Schlaf- bzw. Differenzierungsräume 
- 1 Mehrzweckraum plus Abstellraum 
- 1 Personalraum 
-          3 Personal-WC incl. Dusche   
-          1 Beratungsraum 
- 1 Büro 
- 1 Küche incl. Abstellraum 
- weitere Räumlichkeiten  
- eine Gesamtfläche von 811 qm 
- Außengelände mit ca. 1800 qm 
 
 
 
Elternarbeit 
 
In den Gruppen ist gegenseitiges Vertrauen zwischen Eltern und Erzieherinnen von großer 
Bedeutung. Auch der stetige Austa usch über die heutige Schlaf - oder Essensituationen ist 
besonders wichtig. Da gerade die jüngeren Kinder ihren Gemütszustand aufgrund ihres Alters 
nicht immer verbal äußern können, ist es uns wichtig, über für das Kind bedeutende 
Geschehnisse informiert zu werden.  
 
 
 
Eingewöhnungszeit 
 
Bei der Aufnahme von Kindern unter 3 Jahren bedarf es einer besonders behutsamen und 
individuellen Eingewöhnungszeit. Dabei spielt das langsame Heranführen an den Gruppenalltag 
und die Unterstützung der Eltern eine wichtige Rolle.  
In unserer Einrichtung bekommen die Kinder keine „Bezugserzieherin“ zugewiesen, da die 
Kinder die Möglichkeit haben sollen, sich ihre Bezugspersonen selbst auszuwählen. Dies wird

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule, Uppenberg 11 
meist nach sehr kurzer Zeit deutlich. Die nun ausgewählte Erzieherin des Kindes ist ab jetzt für 
die weitere Eingewöhnungszeit und als Hauptansprechpartnerin der Eltern zuständig.  
 
In kleinen, weiteren Schritten wird das Kind durch die Anfangszeit begleitet, dabei werden die 
einzelnen Schritte der Eingewöhnungsphase individuell auf das Kind abgestimmt. 
Dies bedeutet, dass Tageszeit, Dauer der Anwesenheit usw. am Anfang der Kindergartenzeit 
jeden Tag neu abgesprochen wird. 
Besonders wichtig ist der Austausch zwischen Eltern und Erzieherinnen gerade in der 
Anfangsphase. Nach Abschluss der Eingewöhnungsphase erfolgt eine behutsame Entwicklung 
der Selbstständigkeit des Kindes. 
Eine enge Zusammenarbeit zwischen Eltern und dem Kindergartenteam schafft eine optimale 
Basis für gutes pädagogisches Handeln, die Offenheit und gegenseit iges Vertrauen mit 
einschließt. Dadurch wird eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zugunsten der Kinder 
ermöglich. 
 
Elternarbeit bedeutet für uns, Eltern zu begleiten, ihnen ggf. Erziehungshilfen anzubieten und 
sensibel zu sein für ihre jeweilige Situation. Die Mitarbeiterinnen sind Ansprechpartner für 
Fragen zur Entwicklung des Kindes. 
In einer aktiven Zusammenarbeit mit den Eltern ist es uns daher sehr wichtig, eine ganzheitliche 
Erziehung und Förderung zum Wohle des Kindes zu gewährleisten, in der die fami liäre 
Situation und die Stärken und Defizite des Kindes berücksichtigt werden. 
Um eine möglichst umfangreiche gemeinsame Grundlage für die Erziehung der Kinder zu 
gewährleisten, informieren wir die Eltern umfassend über unsere Arbeit. 
 
Dies geschieht durch: 
• Aufnahmegespräche 
• Hospitationen 
• Elternsprechtage /  Elternabende 
• Tür- und Angelgespräche 
• Hausbesuche 
 
Wir ermöglichen den Eltern einen Einblick in unsere pädagogische Arbeit durch: 
• Infowände im Eingangsbereich 
• Infowände vor den Gruppen 
• Elternbriefe 
• Fotodokumentationen über einzelne Projekte / Ausflüge 
• Faltblatt mit Informationen über die jeweilige Gruppe 
 
Gemeinsam erleben wir: 
• Elternnachmittage 
• Feste 
• Ausflüge 
 
 
Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt in unserer Elternarbeit liegt in der engen Zusammenarbeit 
mit den gewählten Elternvertretern, die im Elternrat und im Elternbeirat vertreten sind. Hierzu 
werden zu Beginn des Kindergartenjahres jeweils zwei Elternvertreter pro Gruppe in der 
Elternvollversammlung gewählt. 
In diesen Gremien  werden Eltern über unsere aktuellen Inhalte und die pädagogische Arbeit 
informiert. Zusätzlich bekommen die Eltern die  Möglichkeit aktiv das Kindergartenleben 
mitzugestalten.

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule, Uppenberg 12 
Zusammenarbeit des Teams 
 
Unsere Arbeit basiert auf den 7 Grundsätzen des De utschen Roten Kreuzes, die in den 
Statuten der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung enthalten sind: 
• Menschlichkeit 
• Unparteilichkeit 
• Neutralität 
• Unabhängigkeit 
• Freiwilligkeit 
• Einheit 
• Universalität 
 
Diese Leitlinie bestimmt sowohl unser pädagogisches Handeln als auch das Miteinander im 
Team. Teamarbeit ist die Grundlage für eine gute pädagogische Arbeit innerhalb der 
Einrichtung. Gegenseitige Unterstützung, Flexibilität, Offenheit, Verlässlichkeit, genaue 
Absprachen und gegenseitige Akzeptanz halten wir für unerlässlich.  
 
Wöchentlich treffen sich alle Mitarbeiterinnen zu einer gemeinsamen Teamsitzung. Alles 
Wichtige, die Vor - und Nachbereitung sämtlicher Aktivitäten, Fallanalysen und das Abstimmen 
von Terminen werden dann besprochen. 
 
Regelmäßig werden 2-3 Konzeptionstage im Jahr durchgeführt. An diesen Tagen ist die 
Einrichtung für die Kinder geschlossen. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, im Gesamtteam 
wesentliche Grundlagen pädagogischer Arbeit zu planen oder unter Beteiligung e ines 
Referenten (Fachberatung) relevante Themen zu erarbeiten. 
 
Regelmäßig finden einmal wöchentlich Kleinteamsitzungen in den einzelnen Gruppen statt. 
Diese dienen dem Austausch und der Reflexion des Gruppengeschehens und der weiteren 
Planung. 
 
Fortbildungen und Fachtagungen werden regelmäßig von den Mitarbeiterinnen 
wahrgenommen. 
 
 
Zusammenarbeit mit dem Träger und anderen Institutionen 
 
In Übereinstimmung mit geltendem Landesrecht sorgt der Träger für die Einhaltung 
quantitativer und qualitativer Standar ds auch bei der B esetzung des Personals. Er ist 
verantwortlich für die Einstellung, Weiterqualifizierung, Fortbildung, Fachberatung und 
Supervision der pädagogischen MitarbeiterInnen. 
In Zusammen arbeit mit dem Träger erfolgt die Abstimmung der pädagogische n und 
organisatorischen Arbeit. Dazu ist ein regelmäßiger Austausch zwischen Leitung und Träger 
über wichtige Belange der Arbeit in der Einrichtung notwendig. Auch Hilfestellungen bei 
administrativen Aufgaben sowie bei der Unterstützung und Förderung des P ersonals gehören 
zur gemeinsamen Zusammenarbeit. 
Selbstverständlich profitieren wir auch von weiteren Arbeitsfeldern des DRK-Kreisverbandes 
Münster wie zum Beispiel der ärztlichen Kinderschutzambulanz oder des Autismus -
Therapiezentrums, deren Dienste wir bei Bedarf in Anspruch nehmen.

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule, Uppenberg 13 
Zusammenarbeit mit dem Jugendamt 
 
Als übergeordnete Behörde unterstützt uns das örtliche Jugendamt bei der Einhaltung aller 
gesetzlichen Vorgaben und der Umsetzung des Bildungsauftrages. 
 
 
Zusammenarbeit mit anderen DRK Kindertageseinrichtungen 
 
Die DRK-Kindertageseinrichtungen in Münster stehen im regelmäßigen Dialog miteinander. Sie 
unterstützen sich gegenseitig bei der Weiterentwicklung ihres pädagogischen Angebotes. 
Hilfestellungen erfahren sie dabei auch durch die Fachberatung des DRK-Landesverbandes. 
 
 
Stadtteilbezogene Zusammenarbeit 
 
Auch die im Stadtteil vertretenen Kindertageseinrichtungen arbeiten trägerübergreifend 
zusammen. Das geschieht zum einem in einem Arbeitskreis auf Leitungsebene und zum 
anderen im päda gogischen Arbeitskreis, wo alle Institutionen vertreten sind, die im Stadtteil in 
pädagogischer Hinsicht zusammenarbeiten. Dabei werden die kulturellen, sozialen un d alle 
anderen Einrichtungen im Umfeld der Kita als Erfahrungsorte für die Kinder genutzt. 
 
 
Zusammenarbeit mit Fachdiensten 
 
Wir arbeiten regelmäßig mit verschiedenen Fachdiensten zusammen, die wir als wertvolle 
Unterstützung unserer Arbeit ansehen: 
• den Kinderärzten 
• den Logopäden 
• den Ergotherapeuten 
• der Frühförderstelle 
• dem Kommunalen Sozialdienst ( KSD ) 
• Hebammensprechstunde 
• der Ärztlichen Kinderschutzambulanz 
• der Bezirkspolizei 
• und vielen weiteren 
 
 
Unsere DRK-Kindertageseinrichtungen in Münster präsentieren sich gemeinsam mit unserem 
DRK- Kreisverband Münster e.V. und den dazugehörigen Einrichtungen auf unserer Homepage 
im Internet unter www.DRK-muenster.de.

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule, Uppenberg 14 
Unsere Zielsetzungen für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(Fotos: DRK) 
Familien-
nahe 
Beratungs-
angebote  
 
selbstbe-
wusst 
agierende 
Kinder 
 
multipro-
fessionelles 
Team 
 
fördernde 
Bildungs-
angebote 
alters-
gerechte 
päd. 
Konzepte 
 
kindgerechte 
pädago-
gische 
Übergänge 
 
Zielsetzungen 
der DRK-Kita 
Dreifaltigkeitsschule 
familien-
unter-
stützende 
Netzwerke  
Vereinbar- 
keit von 
Familie und 
Beruf

Beschlussvorlage

33787 Zeichen

V/0527/2013 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Trägerausschreibung für die Kindertageseinrichtungen an der Dreifaltigkeitsschule 
(Uppenberg)und Schmittingheide (Mauritz-Ost) 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
10.09.2013 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 
11.09.2013 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 
12.09.2013 Bezirksvertretung Münster-Ost Anhörung 
25.09.2013 Hauptausschuss Vorberatung 
25.09.2013 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaften für die oben genannten Kindertagesein-
richtungen wie folgt (siehe Begründung zu Ziffer 3): 
 
1.1. Dem Kinder- und Jugendhilfeträger OUTLAW Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe 
gGmbH wird die Betriebsträgerschaft für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltig-
keitsschule im Stadtbezirk Münster Mitte (Uppenberg) übertragen. 
Voraussichtlicher Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung ist im Dezember 2014. 
 
1.2. Dem Kinder- und Jugendhilfeträger Evangelischer Kirchenkreis Münster wird die Be-
triebsträgerschaft für die Kindertageseinrichtung Schmittingheide im Stadtbezirk Münster 
Ost (Mauritz-Ost) übertragen. 
Voraussichtlicher Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung ist im Oktober 2014. 
 
 
2. Zur Regelung der gegenseitigen Rechte und Pflichten werden folgende vertragliche Vereinba-
rungen entsprechend der nachfolgenden Punkte getroffen:  
 
2.1. Für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule werden vertragliche Regelun-
gen zur Trägerschaft (Leistungsvereinbarung) zwischen dem Träger OUTLAW Gesellschaft für 
Kinder- und Jugendhilfe gGmbH  und der Stadt Münster getroffen.  
Mietvertragliche Regelungen werden zwischen der Stadt Münster (Vermieter) und dem Träger 
OUTLAW Gesellschaft für Kinder- Jugendhilfe gGmbH (Mieter) getroffen. 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0527/2013 
Auskunft erteilt: 
Frau Eschert, Herr Philipp, Frau 
Kratz-Trutti 
Ruf: 
492-5616 
E-Mail: 
EschertM@stadt-muenster.de  
Datum: 
23.08.2013 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0527/2013 
2.2. Für die Kindertageseinrichtung Schmittingheide werden vertragliche Regelungen zur Trä-
gerschaft (Leistungsvereinbarung) zwischen dem Träger Evangelischer Kirchenkreis Münster 
und der Stadt Münster getroffen. 
Mietvertragliche Regelungen werden zwischen der Wohn und Stadtbau GmbH (Vermieter) und 
dem Träger Evangelischer Kirchenkreis Münster (Mieter) getroffen. 
 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Auswirkungen auf Transferaufwendungen im Teilergebnisplan (hier: städtischer Anteil an den B e-
triebskostenzuschüssen) 
 
Zu 1 Betriebsträgerschaft für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule 
 
Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule betragen auf der 
Grundlage der unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen 
 für Dezember 2014 = 79.271,75 € 
 für 2015ff. =  957.206,43 € 
 
Die Kosten teilen sich wie folgt auf Land, Stadt und Träger auf: 
 
Träger Betriebskostenzuschuss  Trägeranteil Städt. 
Anteil BKZ 
gesamt 
Gesamt 
 
Land Stadt Gesamt, 
gesetzlicher 
Trägeranteil 
Angebot Stadt 
(Erforderlicher 
Zuschuss) 
 1 2 3 4 5 6 7 
Outlaw 91,0% 36,0 % 55,0 % 9,0% 1,5% 7,5% 62,5% 
 
 Dezember 2014 2015 
Träger Trägeranteil Städtischer  
Anteil  
gesamt 
Trägeranteil Städtischer  
Anteil  BKZ 
gesamt 
Angebot Stadt. (erfor-
derlicher 
Zuschuss) 
Angebot Stadt. erfor-
derlicher Zu-
schuss 
 5 6 7 5 6 7 
Outlaw 1.189,08 € 5.945,38 € 49.544,85 € 14.358,10 € 71.790,48 € 598.254,02 € 
 
Zu 2 Betriebsträgerschaft für die Kindertageseinrichtung Schmittingheide 
 
Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung Schmittingheide betragen auf der Grundlage der 
unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen 
 für Oktober bis Dezember 2014 = 237.815,26 €  
 für 2015ff. =  957.206,43 € 
Die Kosten teilen sich wie folgt auf Land, Stadt und Träger auf: 
 
Träger Betriebskostenzuschuss  Trägeranteil Städt. 
Anteil 
BKZ ge-
samt 
Gesamt 
 
Land Stadt Gesamt 
gesetzlicher 
Trägeranteil 
Angebot Stadt  
(Erforderlicher 
Zuschuss) 
 1 2 3 4 5 6 7 
Ev. KK 88,0% 36,5% 51,5% 12,0% 1,0% 11,0% 62,5% 
 
 Oktober – Dezember 2014 2015 
Träger Trägeranteil Städtischer  
Anteil  
gesamt 
Trägeranteil Städtischer  
Anteil BKZ 
gesamt 
Angebot Stadt. (erfor-
derlicher 
Zuschuss) 
Angebot Stadt. erfor-
derlicher Zu-
schuss 
 5 6 7 5 6 7 
Ev. KK 2.378,15 € 26.159,68 € 148.634,54 € 9.572,06 € 105.292,71 € 598.254,02 €

- 3 - 
V/0527/2013 
III. Finanzierung/Mittelbereitstellung 
 
Die o. g. Sachentscheidung wird durch freiwillige städtische Zuschüsse (FwZ) zum Trägeranteil an 
den Betriebskosten wie folgt finanziert: 
 
Teilergebnisplan - Aufwendungen 
 
 Nr. Bezeichnung Haush.- 
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkungen 
 
Produktgruppe 0601 Förderung von Kindern in T a-
gesbetreuung 
   
Zeile 15 Transferaufwendungen    
  1.1 FWZ Kita an der Dreifaltig-
keitsschule 
2014 
2015ff. 
5.950 
71.790 
Deckung der 
BKZ aus 
Ansatz 2014: 
67.996.340 € 
Ansatz 2015: 
68.826.430 € 
 
 
1.2 FWZ Kita Schmittingheide 2014 
2015ff. 
26.160 
105.290 
Insgesamt   2014 
2015ff. 
32.110 
177.080 
 
    209.190  
 
Begründung: 
 
1. Ausgangslage 
 
Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung dieser zwei neuen Kindertagesein-
richtungen beschlossen (Vorlage V/0940/2012 und Vorlage V/0948/2012). 
 
Diese Kindertageseinrichtungen beginnen zunächst mit folgenden Gruppen.  

Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule 
 2 Gruppen für je 20 Kinder im Alter von 2-6 Jahren (G1) 
 2 Gruppen für je 10 Kinder im Alter von 0-3 Jahren (G2) 
 2 Gruppen für je 20 Kinder im Alter von 3-6 Jahren (G3) 
 
Kindertageseinrichtung Schmittingheide 
 2 Gruppen für je 20 Kinder im Alter von 2-6 Jahren (G1) 
 2 Gruppen für je 10 Kinder im Alter von 0-3 Jahren (G2) 
 2 Gruppen für je 20 Kinder im Alter von 3-6 Jahren (G3) 
 
Die jeweiligen Gruppenstrukturen werden auf der Grundlage der jährlich zu vereinbarenden Rah-
menstrukturen bedarfsgerecht weiterentwickelt. 
Im Rahmen der oben genannten Errichtungsbeschlüsse hat der Rat der Stadt Münster beschlos-
sen, die Trägerschaft für diese Einrichtungen an einen geeigneten freien Träger der Kinder- und 
Jugendhilfe zu vergeben. 
 
 
2. Verbindliche Bewerbung freier Träger zur Übernahme der Trägerschaft 
 
Entsprechend der Mitteilung im Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien vom 17.04.2013 
ist am 23.05.2013 mit dem Ausschreibungsverfahren für die Betriebsträgerschaft der neuen Ein-
richtungen begonnen worden.

- 4 - 
V/0527/2013 
 
Die Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster sowie die in der Arbeitsgemeinschaft gem.  
§ 78 SGB VIII (AG 5 – Kindertagesbetreuung) tätigen Träger und der Träger ISS, der sich zu dem 
Zeitpunkt im Bewerbungsverfahren für Kindertageseinrichtungen in Münster befand, wurden über 
die Planungen der Stadt Münster zum Neubau dieser Einrichtungen informiert und gebeten bis 
zum 07.06.2013 ihr Interesse an einer Übernahme der Trägerschaft mitzuteilen. Diesbezüglich 
erfolgte eine Pressemitteilung am 24.05.2013. 
Ihr Interesse bekundet haben (in alphabetischer Reihenfolge): 
 
 Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen, Clemensstr.2-4, 45699 Herten 
 
 Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Münster e.V., Zumsandestraße 25/27, 48145 Münster 
 
 Educcare, Alter Markt 36-42. 50667 Köln 
 
 Evangelischer Kirchenkreis Münster, An der Apostelkirche 3, 48143 Münster 
 
 ISS Mehrsprachige-Kita gGmbH, Genovevastraße 94, 51063 Köln 
 
 OUTLAW Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH, An der Germaniabrauerei 6-8, 
48159 Münster 
 
Mit diesen Trägern wurden zwischen dem 19.06.2013 und 04.07.2013 Gespräche geführt. 
Die Frist zur Abgabe einer daran anschließenden, verbindlichen Bewerbung war der 19.07.2013. 
 
Alle oben genannten Träger haben sich nach der Interessenbekundung und den Gesprächen für 
die Übernahme der Trägerschaft für folgende Kindertageseinrichtungen verbindlich beworben: 
 
 Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen, Clemensstr.2-4, 45699 Herten 
○ für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule 
○ für die Kindertageseinrichtung Schmittingheide  
Bewerbung für eine der beiden Einrichtungen, 1. Priorität bei der Kindertagseinrichtung Schmit-
tingheide 
 
 Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Münster e.V., Zumsandestraße 25/27, 48145 Münster 
○ für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule 
○ für die Kindertageseinrichtung Schmittingheide 
 
 Educcare, Alter Markt 36-42. 50667 Köln 
○ für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule 
○ für die Kindertageseinrichtung Schmittingheide 
 
 Evangelischer Kirchenkreis Münster, An der Apostelkirche 3, 48143 Münster 
○ für die Kindertageseinrichtung Schmittingheide 
 
 ISS Mehrsprachige-Kita gGmbH, Genovevastraße 94, 51063 Köln 
○ für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule 
○ für die Kindertageseinrichtung Schmittingheide 
 
 OUTLAW Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH, An der Germaniabrauerei 6-8, 
48159 Münster 
○ für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule 
○ für die Kindertageseinrichtung Schmittingheide

- 5 - 
V/0527/2013 
3. Trägerauswahl 
 
3.1. Kriterien für den Entscheidungsvorschlag  
 
Mit der Bewerbung haben die Träger Konzeptionen übersandt, die der Anlage 1-6 zu entnehmen 
sind. 
Die Verwaltung hat mit allen Bewerbern umfangreiche Trägergespräche an Hand der nachfolgen-
den Kriterien geführt. 
 
Kriterium: Referenzen der Träger bezüglich vergleichbarer Einrichtungen 
 Erfahrungen des Trägers auf dem Gebiet der Kindertagesbetreuung  
 Betrieb von Kindertageseinrichtungen durch den Träger 
 
Durch die gesetzlichen Vorgaben des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) müssen Träger hohe Anfor-
derungen im Rahmen der Kindertagesbetreuung erfüllen. Die Kenntnis der Anforderungen an 
frühkindliche Pädagogik, das Vorhalten von qualifizierter Fachberatung und die Flexibilität zwi-
schen mehreren Einrichtungen (z. B. Personalflexibilisierung bei Ausfallzeiten etc.) sind heute 
wichtige Voraussetzungen, um diese gesetzlichen Standards erfüllen zu können. Für den Betrieb 
einer Einrichtung ist das Vorhalten aktueller Referenzeinrichtungen deshalb ein wesentliches Krite-
rium. 
Bei Trägern, die bereits Kitas in Münster betreiben, liegen zusätzlich Rückmeldungen von Eltern 
vor. Erfahrungen in der Kooperation mit dem Träger liegen dem öffentlichen Jugendhilfeträger 
ebenfalls vor. 
 
Kriterium: Fachliches Konzept: 
 Fachliche Konzepte für die Kindertagesbetreuung 
 Aussagen zu flexiblen Kindertagesbetreuungsangeboten 
 
Fachliche Konzepte, die sich an aktuellen gesellschaftlichen Erfordernissen und einem umfassen-
den Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrag ausrichten, sind Grundvoraussetzung für den 
Betrieb einer Einrichtung. 
Aussagen wie z. B. zu Möglichkeiten von flexiblen Kindertagesbetreuungsangeboten oder aber 
Erfahrungen eines Trägers in diesem Bereich ermöglichen Eltern eine bessere Vereinbarkeit von 
Familie und Beruf und fließen als Entscheidungskriterium mit ein. 
Insbesondere bei der Vergabe der Trägerschaft der Kita an der Dreifaltigkeitsschule sind zur Ko-
operation von Kita und Grundschule wegen der direkten Nähe Erfahrungen in diesem Bereich 
sinnvoll. 
 
Kriterium: Einbeziehung der Stadtteilakteure und ihrer Ressourcen: 
 Bereitschaft, die Arbeit an den Bedürfnissen der Kinder und Eltern im Sozialraum unter Berüc k-
sichtigung und Einbeziehung vorhandener Infrastrukturangebote auszurichten 
 Kooperationsbezüge und Vernetzungsbestrebungen im Stadtteil, und  zu anderen Professionen 
( z.B. Grundschulen, Gesundheitswesen……) 
 Einbeziehung gewachsener Strukturen und anderer Anbieter aus dem Stadtteil, 
 Bedarfsgerechte und abgestimmte Weiterentwicklung der stadtteilbezogenen Angebote 
 
Bereits vorhandene räumliche Bezüge zu bestehenden Einrichtungen ermöglichen die Nutzung 
von Synergien, die die Wirtschaftlichkeit einer Einrichtung erhöhen (siehe auch Wirtschaftlichkeit). 
Stadtteilbezogene Angebote werden bedarfsgerecht ausgebaut und weiterentwickelt, wenn die 
Akteure des Stadtteils sich hierzu entsprechend regelmäßig vernetzten. Vernetzung kann u.a. in 
Stadtteilarbeitskreisen oder auch Familienzentren erfolgen. 
Bereits vorhandene Erfahrungen in der Konzeptentwicklung von Kitas zu Familienzentren verdeut-
lichen ergänzend ein hohes Interesse im Bereich der Vernetzung.

- 6 - 
V/0527/2013 
Kriterium: Wirtschaftlichkeit: 
 verbindliche Aussagen über den zu erwartenden Trägeranteil für den Betrieb der Einrichtung. 
 
Unter dem aktuellen Gebot der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit des Haushaltes der Stadt Müns-
ter sind Aussagen zu dem erwartenden Trägeranteil ein Kriterium zur Entscheidung für einen Trä-
ger. 
Daneben entstehen Synergien in diesem Bereich bei Trägern, die mehrere Kitas in Münster betrei-
ben. Dann können beispielsweise gemeinsame Fortbildungen und Fachberatung der Erzieher vor 
Ort stattfinden. Im Krankheitsfall von Erziehern können hohe Vertretungskosten vermieden werden 
(KiBiz-Budget). Personal kann flexibel eingesetzt werden. Vorhandene Synergien können finanziell 
einen Ausgleich zu nominal höheren Trägeranteilen bieten.

V/0527/2013 
 
3.2. Detaillierte Übersicht über die trägerbezogene Kriterienerfüllung  
 
 1. Kriterium: 
Referenzen 
2. Kriterium: 
Fachliches Konzept 
3. Kriterium: 
Synergien im Stadtteil 
4. Kriterium: 
Wirtschaftlichkeit 
Arbeiterwohlfahrt 
Münsterland-
Recklinghausen 
 
(Bewerbung  
für Kita an der Dreifal-
tigkeitsschule oder 
Schmittingheide) 
Kitas in Münster 
Acht Kitas  
 
Rückmeldungen der Eltern 
Gute Rückmeldung Eltern 
 
Kooperation mit der Stadt 
Münster 
Gute Erfahrungen in Zusa m-
menarbeit mit der Stadt Müns-
ter  
 
fachliche Ausrichtung 
Alle fachlichen Anforderungen 
umfassend erfüllt 
 
Öffnungszeiten 
Bedarfsgerechte Öffnungsze i-
ten (ca 07.00-17.00 Uhr) 
 
Randzeiten und flexible Ang e-
bote 
Angemessene Betreuung 
während der Ferien und 
Schließtage 
 
Kooperation Kita und Schule 
Erfahrung in der Kooperation  
 
Kooperationsbezüge im Stad t-
teil und Einbeziehung g e-
wachsener Strukturen und 
anderer Anbi eter aus dem 
Stadtteil 
sollen entwickelt werden,  
bereits vorhandene sozi ale 
Dienste und spezielle Ber a-
tungsdienste wie ambula nte 
Hilfen zur Erziehung (Star t-
Punkt Münster) oder psych o-
logische Beratungsste lle C o-
erde 
 
Weiterentwicklung der stad t-
teilbezogenen Angebote 
Träger hat bereits mehrere 
umfangreiche Konzepte zur 
Weiterentwicklung von Kitas 
zu Familienzentren en twickelt 
und strebt weitere Entwicklu n-
gen oder Mitarbeit im Verbund 
an 
 
 
 
 
 
 
 
Trägeranteil 
0 % 
125.000€ aus der Rückl age 
der in Münster bestehenden 
Kitas we rden einmalig für 
Erstausstattung angeboten 
 
Synergien durch 
 Gemeinsame Fortbildu n-
gen für Erzieher 
 Fachberatung vor Ort 
 Vermeidung hoher Vertr e-
tungskosten im Kran k-
heitsfall von Erzieher/ -
innen (KiBizbudgets) durch 
flexiblen Personaleinsatz

- 8 - 
V/0527/2013 
 
 1. Kriterium: 
Referenzen 
2. Kriterium: 
Fachliches Konzept 
3. Kriterium: 
Synergien im Stadtteil 
4. Kriterium: 
Wirtschaftlichkeit 
DRK Kreisverband 
Münster 
 
(Bewerbung  
für Kita an der Dreifal-
tigkeitsschule  und 
Schmittingheide) 
 
 
Kitas in Münster 
Fünf Kitas , inclusive neue Kita  
Yorkkaserne ab Oktober 2013 
 
Rückmeldungen der Eltern 
Gute Rückmeldung Eltern 
 
Kooperation mit der Stadt 
Münster 
Gute Erfahrungen in Zusa m-
menarbeit mit der Stadt Mün s-
ter  
 
fachliche Ausrichtung 
Alle fachlichen Anford erungen 
umfassend erfüllt 
 
Öffnungszeiten 
Regelöffnungszeiten:  
07.00-17.00 Uhr Kita an der 
Dreifaltigkeitsschule 
07.15 -16.30 Uhr Kita Schmi t-
tingheide 
 
Randzeiten und flexible Ang e-
bote 
darüber hinaus gehende fl e-
xible Buchungsangebote 
06.00-19.00 Uhr 
Schließzeiten bzw jährliche 
Öffnungszeiten nach Absti m-
mung mit Elternbedarf 
 
Kooperation Kita und Schule 
Erfahrung in der Kooperation  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kooperationsbezüge im Stad t-
teil und Einbeziehung g e-
wachsener Strukturen und 
anderer Anbi eter aus dem 
Stadtteil 
sollen entwickelt werden,  
bereits vorhandene sozi ale 
Dienste und spezielle Ber a-
tungsdienste wie Kinde r-
schutzambulanz und  
Autismuszentrum 
 
Weiterentwicklung der stad t-
teilbezogenen Angebote 
Träger strebt Entwicklung zu 
Familienzentren an, Träger hat 
bislang in Münster keine E r-
fahrung in der Entwicklung zu 
Familienzentren 
Trägeranteil 
1,5 % für Kita an der Dreifa l-
tigkeitsschule 
1 % für Kita Schmittingheide 
 
Synergien durch 
Gemeinsame Fortbildu ngen 
für Erzieher 
Fachberatung vor Ort 
Vermeidung hoher Vertr e-
tungskosten im Kran kheitsfall 
von Erzieher/ -innen (KiBi z-
budgets) durch flexiblen Pe r-
sonaleinsatz

- 9 - 
V/0527/2013 
 
 1. Kriterium: 
Referenzen 
2. Kriterium: 
Fachliches Konzept 
3. Kriterium: 
Synergien im Stadtteil 
4. Kriterium: 
Wirtschaftlichkeit 
Educcare 
 
(Bewerbung  
für Kita an der Dreifal-
tigkeitsschule  und 
Schmittingheide) 
 
 
Kitas in Münster 
Eine Betriebskita in Mün s-
ter(BASF) 
 
Rückmeldungen der Eltern 
Gute Rückmeldung der Eltern 
 
Kooperation mit der Stadt 
Münster 
Gute Erfahrungen in Zusa m-
menarbeit mit der Stadt Mün s-
ter in Zusa mmenhang mit der 
bestehenden betrieblichen 
Kita 
 
 
fachliche Ausrichtung 
Alle fachlichen Anford erungen 
umfassend erfüllt 
 
Öffnungszeiten 
Öffnungszeiten von ca 9 Stu n-
den täglich im ersten Jahr, 
danach ca 10 Stunden  
 
Randzeiten und flexible Ang e-
bote 
flexible Betreuung, s ofern  
Qualitätsstandards eingeha l-
ten werden 
 
Kooperation Kita und Schule 
Erfahrung in der Kooperation  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kooperationsbezüge im Stad t-
teil und Einbeziehung g e-
wachsener Strukturen und 
anderer Anbi eter aus dem 
Stadtteil 
sollen entwickelt werden 
 
Weiterentwicklung der stad t-
teilbezogenen Angebote 
Träger strebt Entwicklung zu 
Familienzentren an, Träger hat 
bislang in Münster keine E r-
fahrung in der Entwicklung zu 
Familienzentren 
Trägeranteil 
1 %  
 
Synergien 
begrenzt, da eine nur we itere 
Kita in Münster

- 10 - 
V/0527/2013 
 
 1. Kriterium: 
Referenzen 
2. Kriterium: 
Fachliches Konzept 
3. Kriterium: 
Synergien im Stadtteil 
4. Kriterium: 
Wirtschaftlichkeit 
Evangelischer Ki r-
chenkreis Münster 
 
(Bewerbung  
für Kita Schmittin g-
heide) 
 
 
Kitas in Münster 
14 Kitas  
 
Rückmeldungen der Eltern 
Gute Rückmeldung Eltern 
 
Kooperation mit der Stadt 
Münster 
Gute Erfahrungen in Zusa m-
menarbeit mit der S tadt Müns-
ter  
 
fachliche Ausrichtung 
Alle fachlichen Anford erungen 
umfassend erfüllt 
 
Öffnungszeiten 
07.00-17.00 Uhr 
 
Randzeiten und flexible Ang e-
bote 
Ganzjährige Öffnung mit Paul -
Schneider-Haus 
Erprobung von Randzeite nbe-
treuung in der L ukas-Kita im 
Rahmen des M odellprojektes 
flexible Kindertagesbetreuung, 
Angebot der Randzeite nbe-
treuung auch hier 
 
Kooperation Kita und Schule 
Erfahrung in der Kooperation  
 
Kooperationsbezüge im Stad t-
teil und Einbeziehung g e-
wachsener Strukturen und 
anderer Anbi eter aus dem 
Stadtteil 
 
Bestehende Kooperationen im 
Stadtteil durch Tr ägerschaft 
der Kita Paul -Schneider-Haus 
und die ev Auferstehungsg e-
meinde  
soziale Dienste und sp ezielle 
Beratungsdienste werden 
durch die Diakonie angeboten, 
u.a. ambulante und teilstati o-
näre Hilfen zur Erziehung 
 
Weiterentwicklung der stad t-
teilbezogenen Angebote 
Träger hat bereits mehrere 
umfangreiche Konzepte zur 
Weiterentwicklung von Kitas 
zu Familienzentren entwickelt 
und strebt weitere Entwicklu n-
gen oder Mitarbeit im Verbund 
an 
 
 
 
 
 
 
 
 
Trägeranteil 
1 % 
Erhöhung des Trägera nteils 
auf 3 %, sofern Kita Paul -
Schneider-Haus au fgegeben 
wird 
 
Synergien durch 
Gemeinsame Fortbildu ngen 
für Erzieher 
Fachberatung vor Ort 
Vermeidung hoher Vertr e-
tungskosten im Kran kheitsfall 
von Erzieher/ -innen (KiBi z-
budgets) du rch flexiblen Pe r-
sonaleinsatz

- 11 - 
V/0527/2013 
 
 1. Kriterium: 
Referenzen 
2. Kriterium: 
Fachliches Konzept 
3. Kriterium: 
Synergien im Stadtteil 
4. Kriterium: 
Wirtschaftlichkeit 
ISS Mehrspr achige 
–Kita gGmbH 
 
(Bewerbung  
für Kita an der Dreifal-
tigkeitsschule  und 
Schmittingheide) 
 
 
Kitas in Münster 
Keine Kita in Münster, eine 
Kita in Köln, Eröffnung e iner 
weiteren Kita Ende 2013 in 
Köln 
 
Rückmeldungen der Eltern 
Keine Referenzen (außer 
Konzept und Vorstellung ster-
min), da in Münster unbekann-
ter Träger 
 
Kooperation mit der Stadt 
Münster  
Keine Referenzen (außer 
Konzept und Vorstellung ster-
min), da in Münster unbekann-
ter Träger 
 
fachliche Ausrichtung 
Schwerpunkt der fachl ichen 
Ausrichtung im multikulturellen 
Bereich, andere fachliche 
Themen sind im Konzept w e-
niger angesprochen 
 
Öffnungszeiten 
07.00-17.00 Uhr 
 
Randzeiten und flexible Ang e-
bote 
Bei Wunsch der Eltern, strebt 
Träger eine Betreuungszeit bis 
18:00 Uhr durch Tage smütter 
an 
 
Kooperation Kita und Schule 
Geringe Erfahrung in der K o-
operation, da neue Kita in Köln 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kooperationsbezüge im Stad t-
teil und Einbeziehung g e-
wachsener Strukturen und 
anderer Anbi eter aus dem 
Stadtteil 
sollen entwickelt werden 
 
Weiterentwicklung der stad t-
teilbezogenen Angebote 
Träger strebt Entwicklung zu 
Familienzentren an, Träger hat 
bislang in Münster keine E r-
fahrung in der Entwicklung zu 
Familienzentren 
Trägeranteil 
5 %  
 
Synergien 
fehlen, höhere KiBi zkosten 
durch mangelnde Vertr e-
tungsmöglichkeiten vor Ort, da 
keine weitere Kita in Münster

- 12 - 
V/0527/2013 
 
 1. Kriterium: 
Referenzen 
2. Kriterium: 
Fachliches Konzept 
3. Kriterium: 
Synergien im Stadtteil 
4. Kriterium: 
Wirtschaftlichkeit 
OUTLAW Gesel l-
schaft für Kinder - 
und Jugendhilfe 
 
(Bewerbung  
für Kita an der Dreifal-
tigkeitsschule  und 
Schmittingheide) 
 
 
Kitas in Münster 
Vier Kitas inclusive neue Kita 
Kinderbachtal ab Frühjahr 
2014 
 
Rückmeldungen der Eltern 
Gute Rückmeldung Eltern 
 
Kooperation mit der Stadt 
Münster 
Gute Erfahrungen in Zusa m-
menarbeit mit der Stadt Mün s-
ter  
 
fachliche Ausrichtung 
Alle fachlichen Anford erungen 
umfassend erfüllt 
 
Öffnungszeiten 
ca 10 Stunden tä glich 
 
Randzeiten und flexible Ang e-
bote 
Ganzjährige bedarfsg erechte 
Öffnung, Feriengruppen 
Erprobung von Randzeite nbe-
treuung in der Kita Sprakel 
im Rahmen des Modellproje k-
tes flexible Kindertage sbe-
treuung, 
Angebot der Randzeite nbe-
treuung auch hier 
 
Kooperation Kita und Schule 
Erfahrung in der Kooperation 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kooperationsbezüge im Stad t-
teil und Einbeziehung g e-
wachsener Strukturen und 
anderer Anbi eter aus dem 
Stadtteil 
sollen entwickelt werden 
bereits vorhandene sozi ale 
Dienste un d spezielle Ber a-
tungsdienste wie flexible a m-
bulante Hilfen Mädche nhaus 
Mia 
 
Weiterentwicklung der stad t-
teilbezogenen Angebote 
Träger hat bereits mehrere 
umfangreiche Konzepte zur 
Weiterentwicklung von Kitas 
zu Familienzentren entw ickelt 
und strebt weitere Entwicklun-
gen oder Mitarbeit im Verbund 
an 
Trägeranteil 
1,5 %  
 
Synergien durch 
Gemeinsame Fortbildu ngen 
für Erzieher 
Fachberatung vor Ort 
Vermeidung hoher Vertr e-
tungskosten im Kran kheitsfall 
von Erzieher/ -innen (KiBi z-
budgets) durch flexiblen Pe r-
sonaleinsatz

V/0527/2013 
3.2.1. Analyse der Wirtschaftlichkeit  
 
3.2.1.1. Kita an der Dreifaltigkeitsschule 
 
Bezüglich des gesetzlichen Trägeranteils gibt es für die Trägerschaft folgende Angebote: 
 
Die Angebote der Träger zum Eigenanteil des Trägers an den Betriebskosten sind der folgenden 
Tabelle zu entnehmen. Zur Bewertung der Angebote ist dort zusätzlich der prozentuale Anteil für 
den gesamten städtischen Zuschuss dargestellt (= Gesetzlicher Förderanteil am Betriebskosten-
zuschuss + freiwilliger städtischer Zuschussanteil am Eigenanteil des Trägers).  
 
a) Vergleichstabelle: Prozentuale Aufteilung der Betriebskosten 
Träger Betriebskostenzuschuss  Trägeranteil Städt. 
Anteil BKZ 
gesamt 
Gesamt 
 
Land Stadt Gesamt, 
gesetzlicher 
Trägeranteil 
Angebot Stadt 
(erforderlicher 
Zuschuß) 
 1 2 3 4 5 6 7 
AWO 
91,0% 36,0 % 55,0 % 9,0% 
0,0% 9,0% 64,0% 
DRK 1,5% 7,5% 62,5% 
Educcare 1,0% 8,0% 63,0% 
ISS 5,0% 4,0% 59,0% 
OUTLAW 1,5% 7,5% 62,5% 
 
Die jährlichen Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeit sschule betragen 
ab 2015ff.  957.206,43 € und teilen sich dementsprechend wie folgt auf: 
 
b) Vergleichstabelle: Beträge Trägeranteil/Freiwilliger städt. Zuschuss/Städtischer Gesamtanteil BKZ  
 Jährliche Kosten ab 2015 ff 
Träger Trägeranteil Städtischer  
Anteil BKZ 
gesamt 
Angebot Stadt. (FWZ) 
% € % € % € 
 5 6 7 
AWO 0,0% 0,00 € 9,0% 86.148,58 € 64,0% 612.612,11 € 
DRK 1,5% 14.358,10 € 7,5% 71.790,48 € 62,5% 598.254,02 € 
Educcare 1,0% 9.572,06 € 8,0% 76.576,51 € 63,0% 603.040,05 € 
ISS 5,0% 47.860,32 € 4,0% 38.288,26 € 59,0% 564.751,79 € 
OUTLAW 1,5% 14.358,10 € 7,5% 71.790,48 € 62,5% 598.254,02 € 
 
Rein rechnerisch bietet der Träger ISS den höchsten Trägeranteil an, gefolgt vom DRK und OUT-
LAW mit identischen Angeboten. Darauf folgt Educcare und dann die AWO ohne Angebot für die 
Übernahme eines Eigenanteils. 
 
Zusätzlich zum Trägeranteil sind erzielte Synergieeffekte der Träger zu berücksichtigen. 
Synergieeffekte sind unter anderem bei der flexiblen Nutzung von Personal, insbesondere auch 
bei kurzfristigem Personalausfall, sowie in der Nutzung von Fachberatung des Trägers vor Ort zu 
sehen. 
 
Bezüge auf die Trägerschaft der Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule bezogen sind 
insbesondere durch die räumliche Nähe folgender Träger zu bereits bestehenden Trägerschaften 
gegeben: 
 
Trägers Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen zur bestehenden 
Trägerschaft der Kindertageseinrichtungen Fürstenbergstrasse, Hammer Strasse, Lublinring und 
Korbmacherweg in Roxel

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V/0527/2013 
DRK Kreisverband Münster zur bestehenden Trägerschaft der Kindertagesein-
richtung Wolkenburg in Gievenbeck und Horstmarer Landweg in Sentrup 
 
Educcare zur bestehenden Betriebsträgerschaft der Kita BASF in Hiltrup 
 
OUTLAW Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH zur bestehenden 
Trägerschaft der Kindertageseinrichtungen in Sprakel, Kinderhaus und Gievenbeck  
 
Damit bieten die Träger  
 DRK Kreisverband Münster  
 OUTLAW Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH  
neben einem Trägeranteil von 1,5 % , viele Synergien durch bereits vorhandene Träger-
schaften in Münster. 
 
3.2.1.2. Kita Schmittingheide 
 
Bezüglich des gesetzlichen Trägeranteils gibt es für die Trägerschaft folgende Angebote: 
 
Die Angebote der Träger zum Eigenanteil des Trägers an den Betriebskosten sind der folgenden 
Tabelle zu entnehmen. Zur Bewertung der Angebote ist dort zusätzlich der Betrag für den gesam-
ten städtischen Zuschussanteil dargestellt (= Gesetzlicher Förderanteil am Betriebskostenzu-
schuss + freiwilliger städtischer Zuschussanteil am Eigenanteil des Trägers).  
 
a) Vergleichstabelle: Prozentuale Aufteilung der Betriebskosten 
 
Träger Betriebskostenzuschuss  Trägeranteil Städt. 
Anteil BKZ 
gesamt 
Gesamt 
 
Land Stadt Gesamt, 
gesetzlicher 
Trägeranteil 
Angebot Stadt 
(erforderlicher 
Zuschuß) 
 1 2 3 4 5 6 7 
AWO 
91,0% 36,0 % 55,0 % 9,0% 
0,0% 9,0% 64,0% 
DRK 1,0% 8,0% 63,0% 
Educcare 1,0% 8,0% 63,0% 
ISS 5,0% 4,0% 59,0% 
OUTLAW 1,5% 7,5% 62,5% 
Ev. Kir-
chenkreis 88,0% 36,5% 51,5% 12,0% 1,0% 11,0% 62,5% 
3,0% 9,0% 60,5% 
 
Die jährlichen Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung Schmittingheide betragen ab 2015ff. 
957.206,43 € und teilen sich dementsprechend wie folgt auf: 
 
b) Vergleichstabelle: Beträge Trägeranteil/Freiwilliger städt. Zuschuss/Städtischer Gesamtanteil BKZ  
 
 Jährliche Kosten ab 2015 ff 
Träger Trägeranteil Städtischer  
Anteil BKZ 
gesamt 
Angebot Stadt. (FWZ) 
% € % € % € 
 5 6 7 
AWO 0,0% 0,00 € 9,0% 86.148,58 € 64,0% 612.612,11 € 
DRK 1,0% 9.572,06 € 8,0% 76.576,51 € 63,0% 603.040,05 € 
Educcare 1,0% 9.572,06 € 8,0% 76.576,51 € 63,0% 603.040,05 € 
ISS 5,0% 47.860,32 € 4,0% 38.288,26 € 59,0% 564.751,79 € 
OUTLAW 1,5% 14.358,10 € 7,5% 71.790,48 € 62,5% 598.254,02 € 
Ev. Kirchen-
kreis 
1,0% 9.572,06 € 11,0% 105.292,71 € 62,5% 598.254,02 € 
3,0% 28.716,19 € 9,0% 86.148,58 € 60,5% 579.109,89 €

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V/0527/2013 
Rein rechnerisch bietet der Träger ISS den höchsten Trägeranteil an, gefolgt von OUTLAW und 
dann von DRK, Edducare und dem Ev. Kirchenkreis mit identischen Angeboten. Dann folgt die 
AWO ohne Angebot für die Übernahme eines Eigenanteils. Bei Eintreten der Option, dass die Kita 
Paul-Schneider-Haus geschlossen werden kann, bietet der Evangelischen Kirchenkreis den zweit-
höchsten Anteil.   
Beim Vergleich der Beträge für die freiwilligen Zuschüsse fällt auf, dass für den ev. Kirchenkreis 
bei einem Angebot von 1% der höchste Betrag anfällt. Dies ist den unterschiedlichen gesetzlichen 
öffentlichen Fördersätzen geschuldet (siehe Tabelle a): freie Träger erhalten eine öffentliche För-
derung von 91% und haben damit einen gesetzlichen Trägeranteil von 9%; konfessionelle Träger 
erhalten eine Förderung von 88% und haben einen gesetzlichen Trägeranteil von 12%). Um die 
Auswirkung der Angebote richtig werten zu können, muss deswegen der Prozentsatz des städti-
schen Gesamtanteils betrachtet werden. Danach ergibt sich, dass nach dem Träger ISS der Evan-
gelische Kirchenkreis und OUTLAW das finanziell beste Angebot machen. Bei Eintreten der o. g. 
Option macht der Evangelische Kirchenkreis das zweitbeste Angebot.   
 
Zusätzlich zum Trägeranteil sind erzielte Synergieeffekte der Träger zu berücksichtigen. 
Synergieeffekte sind unter anderem bei der flexiblen Nutzung von Personal, insbesondere auch 
bei kurzfristigem Personalausfall, sowie in der Nutzung von Fachberatung des Trägers vor Ort zu 
sehen. 
 
Bezüge auf die Trägerschaft der Kindertageseinrichtung Schmittingheide bezogen sind insbeson-
dere durch die räumliche Nähe folgender Träger zu bereits bestehenden Trägerschaften gegeben: 
 
Trägers Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen zur bestehenden 
Trägerschaft der Kindertageseinrichtungen Fürstenbergstrasse, Hammer Strasse, Nerzweg und 
Marderweg in Coerde 
 
DRK Kreisverband Münster zur bestehenden Trägerschaft der Kindertagesein-
richtung An der Meerwiese in Coerde. 
 
Educcare zur bestehenden Betriebsträgerschaft der Kita BASF in Hiltrup 
 
rs Evangelischer Kirchenkreis Münster zur bestehenden Trägerschaft der Kinder-
tageseinrichtung Paul-Schneider-Haus in Mauritz-Ost, sowie der Sternkita, Kita Friesenring und  
Kita Epiphanias. 
 
OUTLAW Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH zur bestehenden 
Trägerschaft der Kindertageseinrichtung in Wolbeck. 
 
Damit  
 bietet der Träger OUTLAW Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH einen 
Trägeranteil von 1,5 %, neben vielen Synergien durch bereits vorhandene Träger-
schaften in Münster.  
 bietet der Träger Evangelischer Kirchenkreis Münster zunächst einen Trägeranteil 
von 1 %, bei möglicher Aufgabe des Paul-Schneider-Hauses 3%, neben vielen Sy-
nergien durch bereits vorhandene Trägerschaften in Münster an. 
 
 
4. Gesamtbewertung 
 
Kita an der Dreifaltigkeitsschule 
 
Wie unter 3.2. dargestellt bietet der Träger OUTLAW Gesellschaft für Kinder - und Jugendhilfe 
gGmbH einen hohen Trägeranteil in Verbindung mit umfassenden Synergien an.  
Zusätzlich verfügt der Träger  bereits über Modellerfahrungen im B ereich der flexiblen Betreuung, 
wofür es am Standort an der Dreifaltigkeitsschule einen hohen Bedarf geben wird.

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V/0527/2013 
Der Träger hat bereits mehrere umfangreiche Konzepte zur Weiterentwicklung von Kitas zu Fami-
lienzentren entwickelt und strebt weitere Entwicklungen oder eine Mitarbeit im Verbund von Fami-
lienzentren an. 
 
 
Kita Schmittingheide 
 
Wie unter 3.2. dargestellt bietet der Träger  Evangelischer Kirchenkreis Münster  vielfältige Sy-
nergien in Verbindung mit der bestehenden Trägerschaft der Kita Paul-Schneider-Haus an.  
Zusätzlich verfügt der Träger  bereits über Modellerfahrungen im Bereich  der flexiblen Betreuung, 
wofür es am Standort Schmittingheide einen hohen Bedarf geben wird. 
Der Träger hat bereits mehrere umfangreiche Konzepte zur Weiterentwicklung von Kitas zu Fami-
lienzentren entwickelt und strebt weitere Entwicklungen oder eine Mitarbeit im Verbund von Fami-
lienzentren an. 
 
 
 
 
Die Verwaltung schlägt daher abschließend vor,  
 
 dem Träger OUTLAW Gesellschaft für Kinder - und Jugendhilfe gGmbH  die Träge r-
schaft für die Kindertageseinrichtung an der Dreifaltigkeitsschule 
 
 dem Träger Evangelischer Kirchenkreis Münster  die Trägerschaft für die Kindert a-
geseinrichtung Schmittingheide  
 
zu übertragen. 
 
Mit diesem Beschluss wird rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einr ichtungen ein Träger gefunden, 
so dass weitere Detailplanungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden 
können. 
I. V. 
Gez. 
 
Reinkemeier 
Stadtkämmerer 
 
Anlagen: Bewerbungsschreiben und Konzeptunterlagen der Träger 
 
1. Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen für die Kindertageseinrichtungen an 
der Dreifaltigkeitsschule und Schmittingheide 
 
2. Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Münster e.V. für die Kindertageseinrichtungen an der 
Dreifaltigkeitsschule und Schmittingheide 
 
3. Educcare für die Kindertageseinrichtungen an der Dreifaltigkeitsschule und Schmittingheide 
 
4. Evangelischer Kirchenkreis Münster für die Kindertageseinrichtung Schmittingheide 
 
5. ISS Mehrsprachige-Kita gGmbH für die Kindertageseinrichtungen an der Dreifaltigkeitsschule 
und Schmittingheide 
 
6. OUTLAW Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH für die Kindertageseinrichtungen an 
der Dreifaltigkeitsschule und Schmittingheide

Anlage 2.8 DRK Konzeption für Kita Schmittingheide

33314 Zeichen

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
Zumsandestraße 25/27 
48145 Münster 
www.DRK-muenster.de 
 
                                                                                            
 
 
                            
  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Juni 2013 
 
Pädagogische Konzeption  
 
zur Bewerbung als Träger der 
Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide,  
Münster, Mauritz-Ost

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide, Mauritz-Ost 2 
 
 
Die pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen in NRW erfolgt auf der Grundlage des 
Gesetzes zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (KiBiz). Die dort genannten 
Anforderungen bilden die rechtliche Basis für die Arbeit in den Kindertageseinrichtungen des 
Deutschen Roten Kreuzes.  Neben den gesetzlichen Bemühungen bilden die Grundsätze des 
Roten Kreuzes eine Leitlinie in unserer pädagogischen Arbeit. Die Auseinandersetzung mit 
diesen Grundsätzen wirkt sich zum einen auf die Persönlichkeit, das Selbstverständnis und das 
Verhalten der Erzieherin / des Erziehers aus, zum anderen ergeben sich Konsequenzen für die 
inhaltliche Arbeit.  
 
 
 
Unsere pädagogische Arbeit ist auf die ganzheitliche Entwicklung des Kindes angelegt, um ihre 
Persönlichkeits- und Sozialkompetenzen, das Sprach- und Sachvermögen sowie ihre Kreativität 
zu fördern. Dabei werden die individuel len Kompetenzen jedes Kindes berücksichtigt werden. 
Zum Erlangen dieser Kompetenzen bieten wir umfassende Entwicklungsmöglichkeiten auch im 
weiteren Umfeld der Familie an. Für unter dreijährige Kinder stellt die Kindertageseinrichtung oft 
der Ort für erste Erfahrungen außerhalb des Elternhauses dar. 
 
Erziehung, Bildung und Betreuung gehören zum familienergänzenden und 
familienunterstützenden Angebot einer jeden DRK -Kindertageseinrichtung. Die DRK-
Kindertageseinrichtungen in Trägerschaft des DRK -Kreisverbandes Münster e.V. kooperieren 
mit allen Institutionen und Personen, die bei der Erfüllung der Ziele und Aufgaben hilfreich s ind. 
Die Öffnung der Einrichtung zum Gemeinwesen spiegelt die Einstellung wider, dass sich die 
Lebenswelten der Kinder und ihrer Famil ien in allen ihren Facetten in der Einrichtung 
wiederfinden sollen.  
Leitbild und Konzeption 
der DRK-Kindertageseinrichtungen

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide, Mauritz-Ost 3 
Die Grundsätze des Deutschen Roten Kreuzes in der pädagogischen Arbeit  
 
Menschlichkeit Der Grundsatz der Menschlichkeit hat für die pädagogische Arbeit und ihre 
Umsetzung die größte Bede utung. Kinder sind von Beginn an unverwechselbare individuelle 
und soziale Persönlichkeiten. Sie haben alle Kompetenzen, die sie brauchen, um die nächsten 
ihnen wichtigen Entwicklungsschritte zu initiieren. Auf ihrem Entwicklungsweg brauchen sie 
immer wied er Hilfestellungen. Das Maß der Hilfe können sie jedoch selbst artikulieren. Alle 
Kinder sind neugierig und wollen die Welt, die sie umgibt, erfahren und begreifen. Dabei legen 
sie selbst fest, was ihre Neugierde, ihr Interesse weckt. Unsere Aufgabe ist es , ihnen dafür 
Raum und Sicherheit zu geben, ihnen Erfahrungsräume zu öffnen und sie in ihrer Entwicklung 
begleitend und ermutigend zu unterstützen. Akzeptanz und Wertschätzung prägen dabei die 
pädagogische Grundhaltung. Die Kindertageseinrichtung bietet de n Ort, Achtung und 
Verständnis für andere zu entwickeln und freundschaftliche Beziehungen aufzubauen.  
 
Unparteilichkeit Die Vielfalt der Lebensentwürfe von Familien, die geprägt sind von kulturellen 
Einflüssen, aber auch durch ihre sozialen Bedingungen, b ieten große Chancen für die 
pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen. Hier treffen viele Kinder zusammen, die 
aufgrund ihrer körperlichen und geistigen Verfassung, aber auch durch unterschiedliche 
Familienkulturen individuelle Bedingungen mitbringen . Es gehört zur Aufgabe des Teams, 
dieses Zusammenleben als wechselseitiges Lernen aller Beteiligten aktiv zu unterstützen.  
 
Neutralität Die Vielfalt der Lebensbedingungen und der Wertevorstellungen, an denen sich 
Familien orientieren, werden durch die Mi tarbeiterinnen in unseren Einrichtungen beobachtend 
und bewertungsfrei wahrgenommen. Die Einnahme einer neutralen Position macht es möglich, 
Vertrauen zu bilden, Vermittlungsversuche zu initiieren und Konfliktlösungen zu erarbeiten. 
Diese neutrale Haltung bildet die Grundlage dafür, dass alle Kinder und Erwachsenen, die 
unsere Einrichtung besuchen oder in ihr arbeiten, das Gefühl entwickeln können, ernst 
genommen zu werden.  
 
Unabhängigkeit Im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen und Rahmenbedingungen 
bewahren wir uns das Maß an Eigenständigkeit, das uns gestattet, jeweils nach den 
Grundsätzen des Roten Kreuzes Erziehungs - und Bildungsarbeit zu gewährleisten. Eigene 
Aufnahmekriterien und ein selbst entwickeltes Konzept dokumentieren dies.  
 
Freiwilligkeit Wir ermöglichen den Kindern Partizipation: das heißt, Kinder werden 
entsprechend ihrem Entwicklungsstand an allen sie betreffenden Fragen und Entscheidungen 
beteiligt.  
 
Einheit  Unser Team besteht aus vielen pädagogischen Mitarbeitern, die ihre eigene 
Persönlichkeit und Individualität einbringen. Diese Vielseitigkeit wird in gemeinsame Ziele 
gefasst. Das von uns erstellte Konzept dient als Grundlage für unser einheitliches 
pädagogisches Handeln. Zwischen Eltern und Erzieherinnen besteht eine 
Erziehungspartnerschaft, bei der sie sich gegenseitig als Erziehungsexperten akzeptieren und 
in der die jeweiligen Unterschiede ihre Wertschätzung finden.  
 
Universalität Wir sind durch unsere Konzeption ideell und aktiv in die universelle Gemeinschaft 
des DRK eingebunden . Lebensbedingungen anderer Menschen werden den Kindern in 
geeigneter Form nahe gebracht und sie werden zu Offenheit, Akzeptanz und Hilfsbereitschaft 
motiviert.

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide, Mauritz-Ost 4 
Der situationsorientierte Ansatz  
 
Unter den derzeit praktizierten methodischen Richtungen in der Pädagogik der 
Kindertageseinrichtungen biete n sich zur Verwirklichung unserer Grundwerte und der 
formulierten pädagogischen Ziele die Grundaussagen des situationsorientierten Ansatzes an.  
Den pädagogischen Fachkräften der Einrichtung fällt in diese m Zusammenhang die Aufgabe 
zu, ausgehend von ihren Beobachtungen und Schlussfolgerungen, das, was die Kinder an 
Fragen, Problemen und Informationen einbringen, aufzugreifen und die darin enthaltenen 
Lernmöglichkeiten und Erfahrungsräume zu erschließen. Die  Ziel- und Inhaltsfindung dieser 
sozialpädagogischen Arbeit in Kindertageseinrichtungen erfolgt aus der Alltagspraxis und ist 
lebensnahes Lernen in und aus alltäglichen Situationen. Der Grundsatz des 
situationsorientierten Ansatzes lautet: „Lernen in Zusam menhängen“. Hierbei werden alle 
Dimensionen des Wahrnehmens und Erlebens (kognitiv, sinnlich, körperlich, psychisch -
emotional, individuell und sozial) und des Ausdrucks (sprachlich, motorisch, musisch und 
kreativ) einbezogen. Kinder können sich freiwillig,  selbst- und auch fremdmotiviert ohne 
Leistungsdruck mitgestaltend einbringen. Dieses soll durch ein individuelles Betreuungskonzept 
ermöglicht werden. Unser Betreuungskonzept basiert auf dem grundlegenden Erziehungs -, 
Betreuungs- und Bildungsauftrag und e rmöglicht eine modulare Erweiterung des Angebots. 
Dazu zählen beispielsweise:  
 
Modulare Angebote des DRK-Kreisverbandes Münster e.V.: 
 
 
 
 
 
Dieses sozialraumorientierte Kita-Betreuungsangebot  wird durch bestehende  Angebote des 
DRK-Kreisverbandes Münster  e.V. sinnvoll und bedarfsorientiert ergänzt. Unsere ärztliche 
Kinderschutzambulanz, der DRK -Freiwilligendienst, das Autismus -Therapiezentrum, sowie 
weitere Einrichtungen in unserer Trägerschaft bieten der Kindertageseinrichtung ein großes 
Unterstützungspotenzial an. Diese bestehenden DRK -Netzwerke geben wichtige Impulse zur 
Umsetzung der pädagogischen Arbeit in der Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide. 
Das pädagogische Team , die Kinder und Eltern  dieser neuen Kindertageseinrichtung k önnen 
somit vo n den bewährten Kooperationsstrukturen unserer bereits bestehenden DRK -
Institutionen besonders profitieren.

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide, Mauritz-Ost 5 
Das Betreuungsangebot der Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide 
 
In der heutigen Zeit müssen die Angebote in der Kinderbetreuung den Bed ürfnissen der Eltern 
angepasst werden, um junge Familien bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu 
unterstützen. Die Betreuungszeiten richten sich nach diesem Grundsatz und werden in 
Kooperation mit den Eltern und den Mitarbeitern festgelegt.  
 
Bei d er Kindertageseinrichtung 
an der Schmittingheide   wird es 
sich um ein DRK -
Familienzentrum mit dem 
Schwerpunkt der besseren 
Vereinbarkeit von Familie und 
Beruf handeln.  
 
Die Kindertageseinrichtung 
verfügt ins gesamt über 6  
Gruppen mit 100 Plätzen für 
Kinder im Alter von 0-6 Jahren.  
 
Zwei Gruppen haben jeweils 20 
Plätze für 2 -6 jährige Kinder. In 
zwei weiteren Gruppe n werden 
insgesamt 2 0 Kinder im Alter 
von 0 -3 Jahren betreut.  Zwei weitere Gruppen werden je 20 Kinder im Alter von 3 -6 Jahren 
umfassen. 
Alle 100 Kita-Plätze verfügen über eine Betreuungszeit von 45 Stunden.  
 
 
Tägliche Regel-Öffnungszeiten und flexible erweiterte Betreuungszeiten:  
 
Die Kernbetreuungszeiten richten sich nach den Grundlagen des Kinderbildungsgesetzes und 
liegen in der Zeit zwischen 07:15 bis 16:30 Uhr. Darüber hinaus wird eine tägliche Öffnung von 
6:00 bis 19:00 Uhr angeboten, wenn der Elternbedarf besteht. Die Planung der flexiblen und 
erweiterten Öffnungszeiten erfolgt unter Berücksichtigung der Bedarfe der Kinder, Eltern und 
eventuell entsprechender Firmen.  
 
 
Jahresöffnungszeiten: 
 
Mögliche Schließungszeiten in den Schulferienzeiten bzw. eine durchgängige jährliche 
Öffnungszeit der Kindertageseinrichtung  werden ebenfalls mit den jeweiligen Eltern über 
Bedarfsabfragen ermittelt und abgestimmt werden.  
Das DRK kann durch seine vielfältigen bereits bestehenden Angebotsstrukturen bei Bedarf den 
Eltern weitere Betreuungsmöglichkeiten anbieten, beispielsweise durch die Vermittlung unserer 
DRK Partner-Kindertageseinrichtung in Münster. Außerdem streben wir Partnerschaften mit den 
Kindertageseinrichtungen in Mauritz und Umgebung  an, wie wir es auch bereits mit unseren 
bestehenden Kindertageseinrichtungen in den anderen Stadtteilen in Münster erfolgreich 
umsetzen.  
Die flexiblen Betreuung szeiten werden die bestehenden  Öffnungszeiten passgenau ergänzen. 
Ein dadurch entstehender zusätzlicher Personalbedarf kann zeitnah bedient werden, so dass 
das Ziel der Vereinbarkeit von Familie und Beruf stets erreicht wird. Der Einsatz von 
qualifiziertem Betreuungspersonal ist für uns von besonderer Bedeutung, um in der

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide, Mauritz-Ost 6 
pädagogischen Arbeit zum Wohle des Kindes, insbesondere des Kleinstkindes 
Beziehungsaufbau, Betreuungsqualität und Bildungsansprüche sicherstellen zu können.  
Eine gute Balance zwischen der von den Eltern gewünschten Flexibilität, dem Recht des Kindes 
auf eine gesunde Entwicklung und der Kindertageseinrichtung, die Betreuungs - und 
Bildungsansprüche garantiert, ist Grundvoraussetzung für eine gute Qualität der pädagogischen 
Arbeit. 
 
 
Pädagogische Ziele 
 
Als wichtigste Basis in unserer pädagogischen Arbeit sehen wir eine vertrauensvolle und 
liebevolle Beziehung zu jedem Kind. 
Jedes Kind soll sich in seiner Einzigartigkeit angenommen fühlen und sich in unserer 
Einrichtung wohl fühlen.  
Als grundlegende Ziele sehen wir darüber hinaus: 
• Stärkung des Selbstvertrauens und Selbstbewusstseins 
• Förderung zum selbstständigen und eigenverantwortlichen Handeln 
• Vermittlung von Lebensfreude 
• Förderung des Sozialverhaltens, wie z.B. Rücksichtnahme  
• Förderung und Weiterentwicklung der kognitiven und kreativen Fähigkeiten 
• Förderung der motorischen Entwicklung 
• Förderung und Weiterentwicklung des Sprach- und Sprechverhaltens 
 
Unsere formulierten Ziele finden sich in den vorgeschriebenen Bildungsbereichen wieder:  
 
1. Bewegung 
2. Spielen und Gestalten      
3. Sprache und Sprachförderung 
4. Musischer Bereich  
5. Natur und Umwelt 
6. Interkulturelle Erziehung 
 
 
Bewegung 
Wir möchten die Kinder in ihrer 
natürlichen Bewegungsfreude 
stärken. Die Kinder bekomme n 
täglich die Möglichkeit und den 
Raum sich im Innen - und 
Außenbereich zu bewegen. 
Im angeleiteten Turnangebot in der 
Turnhalle unserer Kita, können die 
Kinder verschiedene Turngeräte 
ausprobieren und kennen lernen.  
Im Außenbereich haben die Kinder 
die Mö glichkeit,  verschiedene 
Spielgeräte und Fahrzeuge zu 
nutzen.  
 
Dadurch werden die Kinder in ihrer Körperwahrnehmung gefördert und bekommen die 
Möglichkeit, ihren Körper besser zu spüren und einzuschätzen.

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide, Mauritz-Ost 7 
Spielen und Gestalten 
Durch eine offene Raumge staltung und ein vielfältiges Angebot von anregenden 
Spielmaterialien möchten wir das freie, kreative Spielen fördern und unterstützen.  
Besonders das freie Spiel bietet Raum für die Verwirklichung und Entwicklung eigener Ideen 
und Kreativität der Kinder.  
Beim angeleiteten Spielen wie zum Beispiel Stuhlkreisspiele und Gesellschaftsspiele werden 
Regeln erlernt und Sozialkompetenzen vermittelt.  
Genauso wie beim freien Spiel wollen wir den Kindern beim bildnerischen Gestalten durch 
vielseitige Materialien kr eatives Schaffen ermöglichen. Kinder malen, kritzeln und matschen 
nach ihren eigenen individuellen Vorstellungen und Fertigkeiten.  
Für uns steht nicht das Produkt im Vordergrund, sondern die Freude kreativ tätig zu sein und 
sich auszudrücken. Vorgegebene Schablonen werden von uns bewusst selten eingesetzt.  
 
 
Sprache und Sprachförderung 
Eine Sprache zu erlernen ist für jedes Kind eine wichtige Herausforderung in seiner 
Persönlichkeitsentwicklung, denn Sprache ist das wichtigste Werkzeug im Umgang mit anderen 
Menschen. Mit Sprache äußern Kinder ihre Wünsche, sie stellen Fragen, geben Antworten, sie 
treten in Kontakt mit anderen Kindern und bauen Beziehungen auf. Sprache ermöglicht jedem 
einzelnen Kind sich weiterzuentwickeln und seine sozialen Kompetenzen auszubauen. 
In der Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide   wollen wir die Sprachentwicklung eines 
jeden Kindes positiv beeinflussen. Dies passiert in jeder Alltagssituation und im täglichen 
Miteinander- bei gemeinsamen Aktionen, beim Singen und Vorlesen, Erzählen von Geschichten 
und Erlebnissen, im Dialog in der Klein -und Gesamtgruppe. Besonders das vorbildhafte 
Sprechverhalten der Erzieherin ist hier von großer Bedeutung. 
 
Folgende Ziele stehen dabei im Vordergrund: 
• die Freude am Sprechen wecken 
• den Grundwortschatz zu erweitern 
• das Sprachverständnis der Kinder und die 
Ausdrucksfähigkeit zu fördern 
• die Sprache als Kommunikationsmittel zu erleben 
• das grammatikalische Verständnis erweitern 
 
Diese geschieht durch Bewegungs - und Rollenspiele, 
Kreisspiele und Lieder, bei kreativen angeboten, Bild - und 
Bilderbuchbetrachtungen, Tastspielen usw.. 
 
 
Musischer Bereich 
Durch rhythmisches Sprechen, Spielen in Verbindung mit 
Musik und Singen von Liedern im täglichen Stuhlkreis fördern 
wir die Musikalität. 
Die Freude an Geräuschen und Klängen fördern wir durch 
den Einsatz von verschiedenen Musikinstrumenten. 
 
 
Natur und Umwelt 
Kinder entdecken täglich ihr unmittelbares Umfeld. 
Wir unterstützen die Kinder in ihrer kindlichen Neugier, indem wir ihnen Raum und Materialien 
zum Entdecken, Beobachten und Experimentieren geben. Die Kinder werden so vertraut 
gemacht mit naturwissenschaftlichen Phänomenen. Durch Ausflüge in den Wald, in die 
Bücherei, zur Polizei, zur Bäckerei usw. erkunden die Kinder ihre nähere und w eitere 
Umgebung und werden so mit verschiedenen Themen vertraut und erweitern ihr Sachwissen.

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
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Interkulturelle Erziehung 
Da unsere Einrichtung von Kindern unterschiedlicher Kulturen besucht wird, deren Eltern aus 
unterschiedlichen Ländern kommen, lernen w ir häufig neue Sitten und Bräuche kennen. Wir 
versuchen täglich diese verschiedenen Kulturen mit einzubeziehen und zu berücksichtigen. 
Zudem lernen auch wir immer wieder gerne in gemeinsamen Gesprächen etwas über die 
Muttersprache der Kinder, ihre religiösen Feste und Esskulturen. 
 
 
Integrative Erziehung 
In der gemeinsamen Erziehung behinderter  
(und von Behinderung bedrohter)  und nicht 
behinderter Kinder werden Kinder mit 
Entwicklungsverzögerungen, Behinderungen 
und/ oder sozialen Auffälligkeiten betreut  und 
unterstützt. Ein  Ziel der integrativen Arbeit im 
Kindergarten ist die Vermittlung von sozialen, 
emotionalen, kognitiven und motorischen 
Fertigkeiten/ Fähigkeiten. 
Die Kinder erleben im Kindergartenalltag wie 
sie sich gegenseitig unterstützen und 
ergänzen können damit ein soziales 
miteinander entsteht. Sie sind Spielpartner 
und geben sich wichtige Lernimpulse. 
 
Ein wichtiges Anliegen in der integrativen Arbeit besteht darin, Kinder zu befähigen, mit 
unterschiedlichen Fähigkeiten einander zu respektiere n. Die Kinder nehmen 
Entwicklungsauffälligkeiten, Behinderungen aber auch Ressourcen wahr und lernen damit 
umzugehen. In diesem Zusammenhang sollen alle Kinder ihre eigenen Stärken und Schwächen 
und die der Anderen erfahren. Wir möchten die Vorurteilslosig keit der Kinder nutzen, um 
Toleranz und Akzeptanz zu fördern und zu stärken. 
Die Integrationskinder erfahren in der Kindergartengruppe eine kontinuierliche konsequente 
Spielbegleitung von der Integrationskraft und den Erzieherinnen. 
Bei Aktivitäten wie z.B . Psychomotorik, Bilderbuchbetrachtungen in der Gruppe und anderen 
Projekten entsteht ein gemeinsamer Prozess von behinderten und nicht behinderten Kindern. 
Alle Kinder sollen gestärkt werden und wichtige Entwicklungsreize bekommen, damit sie ihr 
Potenzial entfalten können. 
 
 
Die pädagogische Arbeit mit schulpflichtigen Kindern 
 
Die gesamte Kindergartenzeit ist auch Vorbereitung auf die Schulzeit und führt die Kinder in 
ihrer Entwicklung zur Schulfähigkeit. Die Fähigkeit zu sozialem Verhalten und zur 
Selbstständigkeit wird ganzheitlich in ihrer Entwicklung gefördert. Diese Förderung findet 
individuell im Freispiel und in Kleingruppen auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt statt. 
Durch gezielte Beobachtungen wird die Entwicklung jedes Kindes eingeschätzt u nd in 
Elterngesprächen besprochen. 
Im letzten Kindergartenjahr wird bei diesen Beobachtungen dann besonders auf die 
Entwicklung der Fähigkeiten geachtet, die für die Einschulung notwendige Voraussetzung sind, 
wie zum Beispiel Konzentration, Aufgabenverstän dnis, Sprachverhalten, 
Durchsetzungsvermögen, etc..

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide, Mauritz-Ost 9 
Durch ein gemeinsames 
Übernachtungsfest mit den 
Vorschulkindern und Erzieherinnen 
wird der Ausklang der Kindergartenzeit 
deutlich. 
 
Zusätzlich arbeiten wir eng mit den 
umliegenden Grundschule n 
zusammen. Diese Aktivitäten werden 
in regelmäßigen Abständen reflektiert 
und neu geplant. 
 
 
 
 
Bildungsdokumentation und Portfolio 
 
Zum Ende der Kindergartenzeit bekommen die Eltern für ihre Kinder eine 
Bildungsdokumentation ausgehändigt. Inhalt dieser Dokumentation ist eine  
Zusammenfassung der Entwicklung in den verschiedenen Bereichen, wie kognitiver, 
motorischer, sozialer und sprachlicher Bereich. 
 
In diesem Bericht geben wir Empfehlungen für die weitere Förderung, die individuell für jedes 
Kind als sinnvoll geseh en wird. Durch die Miteinbeziehung des einzelnen Kindes in sein 
eigenes Portfolio, können die Kinder ihre eigene Entwicklung verfolgen und ihre Ich -Kompetenz 
damit stärken. Zum Ende der Kindergartenzeit bekommen die Kinder den Ordner mit nach 
Hause. 
 
 
Mahlzeiten 
 
Frühstück 
Jedes Kind bringt von zu Hause sein eigenes Frühstück mit. Hierbei wird auf ein gesundes und 
ausgewogenes Frühstück wertgelegt. Getränke wie Wasser und Früchtetee stehen in den 
Gruppen zur Verfügung. 
Bis 10.00 Uhr können die Kinder das of fene Frühstücksangebot wahrnehmen. So haben sie 
täglich die Möglichkeit zu entscheiden wann und mit welchen Freunden sie gemeinsam essen 
möchten. 
 
Mittagessen 
Unsere Hauswirtschaftskraft bereitet täglich ein ausgewogenes Mittagessen für die 
Tagesstättenkinder zu was zum größten Teil frisch zubereitet wird. An einigen Tagen wird es 
durch vorbereitete Tiefkühlkost ergänzt. 
Die Kinder der 6  Gruppen essen in der Zeit von 11.30 bis 13.00 Uhr . Sie werden in den 
jeweiligen Gruppen von zwei Erzieherinnen beim Essen  begleitet. An einem von den Kindern 
schön gedeckten Tisch werden die Mahlzeiten eingenommen. 
 
Die Mahlzeiten werden mit frischem Salat, Rohkost oder Gemüse ergänzt. Zum Nachtisch 
erhalten die Kinder frisches Obst, Joghurt oder eine Quarkspeise.

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Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide, Mauritz-Ost 10 
Ruhephasen 
 
Nach dem Mittagessen und dem Zähneputzen beginnt für die Kinder die Ruhephase. 
In dieser Zeit werden in de n Gruppe oder de n Nebenräumen altersentsprechend Geschichten 
und Musik zur Entspannung gehört. Die Kinder können sich auf Decken und Kissen ausr uhen 
und zwei Erzieherinnen begleiten die Phase, um eine gemütliche und ruhige Atmosphäre zu 
schaffen. 
 
 
Raumkonzept 
 
Die Räume sind hell und bewegungsfreundlich für die Kinder eingerichtet. 
In großen Nebenräumen befinden sich z.B. ein Bällebad, sowie eine  Sprossenwand und eine 
Hängematte.  
Zur Förderung der Wahrnehmung steht im Nebenraum eine Sandwanne, in der die Kinder 
ungestört experimentieren können, bereit.  
Im Gruppenraum befinden sich Bau - und Konstruktionsbereiche, sowie  Rollenspielbereiche 
und Kreativbereiche. 
 
In allen Bereichen der Gruppen können die Kinder 
durch spielen, ausprobieren und wahrnehmen 
Erfahrungen mit Material, Formen und Größe 
sammeln.  
Im Schlafraum befinden sich Kinderbetten, die jedes 
Kind individuell mit Kissen, Stofftieren, Spieluhren 
etc., einrichten kann. Garderobe, Eigentumsfächer, 
sowie Bereiche des Waschraumes sind mit Fotos der 
Kinder gekennzeichnet, so dass sie sich stets 
eigenständig zurecht finden.  
 
Geplant sind für diese sechs Gruppen- Einrichtung 
folgende Räumlichkeiten: 
 
- 6 Gruppenräume, incl. Garderobenbereiche 
- 6 Nebenräume  
-    6 Wasch-WC-Räume mit Wickelbereiche  
-    1 Duschbereich  
- 6 Abstellräume 
- 8 Schlaf- bzw. Differenzierungsräume 
- 1 Mehrzweckraum 
- 1 Personalraum 
-          3 Personal-WC incl. Dusche   
-          1 Beratungsraum 
- 1 Büro 
- 1 Küche incl. Abstellraum 
- weitere Räumlichkeiten  
- eine Gesamtfläche von 811 qm 
- Außengelände mit ca. 1800 qm

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Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide, Mauritz-Ost 11 
Elternarbeit 
 
In den Gruppen ist gegenseitiges Vertrauen zwischen Eltern und Erzieherinnen vo n großer 
Bedeutung. Auch der stetige Austausch über die heutige Schlaf - oder Essensituationen ist 
besonders wichtig. Da gerade die jüngeren Kinder ihren Gemütszustand aufgrund ihres Alters 
nicht immer verbal äußern können, ist es uns wichtig, über für das Kind bedeutende 
Geschehnisse informiert zu werden.  
 
 
 
Eingewöhnungszeit 
 
Bei der Aufnahme von Kindern unter 3 Jahren bedarf es einer besonders behutsamen und 
individuellen Eingewöhnungszeit. Dabei spielt das langsame Heranführen an den Gruppenalltag 
und die Unterstützung der Eltern eine wichtige Rolle.  
In unserer Einrichtung bekommen die Kinder keine „Bezugserzieherin“ zugewiesen, da die 
Kinder die Möglichkeit haben sollen, sich ihre Bezugspersonen selbst auszuwählen. Dies wird 
meist nach sehr kurzer Zeit deutlich. Die nun ausgewählte Erzieherin des Kindes ist ab jetzt für 
die weitere Eingewöhnungszeit und als Hauptansprechpartnerin der Eltern zuständig.  
 
In kleinen, weiteren Schritten wird das Kind durch die Anfangszeit begleitet, dabei werden die 
einzelnen Schritte der Eingewöhnungsphase individuell auf das Kind abgestimmt. 
Dies bedeutet, dass Tageszeit, Dauer der Anwesenheit usw. am Anfang der Kindergartenzeit 
jeden Tag neu abgesprochen wird. 
Besonders wichtig ist der Austausch zwischen Eltern und Erzie herinnen gerade in der 
Anfangsphase. Nach Abschluss der Eingewöhnungsphase erfolgt eine behutsame Entwicklung 
der Selbstständigkeit des Kindes. 
Eine enge Zusammenarbeit zwischen Eltern und dem Kindergartenteam schafft eine optimale 
Basis für gutes pädagogi sches Handeln, die Offenheit und gegenseitiges Vertrauen mit 
einschließt. Dadurch wird eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zugunsten der Kinder 
ermöglich. 
 
Elternarbeit bedeutet für uns, Eltern zu begleiten, ihnen ggf. Erziehungshilfen anzubieten und 
sensibel zu sein für ihre jeweilige Situation. Die Mitarbeiterinnen sind Ansprechpartner für 
Fragen zur Entwicklung des Kindes. 
In einer aktiven Zusammenarbeit mit den Eltern ist es uns daher sehr wichtig, eine ganzheitliche 
Erziehung und Förderung zum Wohle de s Kindes zu gewährleisten, in der die familiäre 
Situation und die Stärken und Defizite des Kindes berücksichtigt werden. 
Um eine möglichst umfangreiche gemeinsame Grundlage für die Erziehung der Kinder zu 
gewährleisten, informieren wir die Eltern umfassend über unsere Arbeit. 
 
Dies geschieht durch: 
• Aufnahmegespräche 
• Hospitationen 
• Elternsprechtage /  Elternabende 
• Tür- und Angelgespräche 
• Hausbesuche 
 
Wir ermöglichen den Eltern einen Einblick in unsere pädagogische Arbeit durch: 
• Infowände im Eingangsbereich 
• Infowände vor den Gruppen 
• Elternbriefe 
• Fotodokumentationen über einzelne Projekte / Ausflüge 
• Faltblatt mit Informationen über die jeweilige Gruppe

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide, Mauritz-Ost 12 
 
Gemeinsam erleben wir: 
• Elternnachmittage 
• Feste 
• Ausflüge 
 
 
Ein weiterer wichtiger Sch werpunkt in unserer Elternarbeit liegt in der engen Zusammenarbeit 
mit den gewählten Elternvertretern, die im Elternrat und im Elternbeirat vertreten sind. Hierzu 
werden zu Beginn des Kindergartenjahres jeweils zwei Elternvertreter pro Gruppe in der 
Elternvollversammlung gewählt. 
In diesen Gremien werden Eltern über unsere aktuellen Inhalte und die pädagogische Arbeit 
informiert. Zusätzlich bekommen die Eltern die  Möglichkeit aktiv das Kindergartenleben 
mitzugestalten. 
 
 
 
Zusammenarbeit des Teams 
 
Unsere A rbeit basiert auf den 7 Grundsätzen des Deutschen Roten Kreuzes, die in den 
Statuten der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung enthalten sind: 
• Menschlichkeit 
• Unparteilichkeit 
• Neutralität 
• Unabhängigkeit 
• Freiwilligkeit 
• Einheit 
• Universalität 
 
Diese Leitlinie bestimmt sowohl unser pädagogisches Handeln als auch das Miteinander im 
Team. Teamarbeit ist die Grundlage für eine gute pädagogische Arbeit innerhalb der 
Einrichtung. Gegenseitige Unterstützung, Flexibilität, Offenheit, Verlässli chkeit, genaue 
Absprachen und gegenseitige Akzeptanz halten wir für unerlässlich.  
 
Wöchentlich treffen sich alle Mitarbeiterinnen zu einer gemeinsamen Teamsitzung. Alles 
Wichtige, die Vor - und Nachbereitung sämtlicher Aktivitäten, Fallanalysen und das Abs timmen 
von Terminen werden dann besprochen. 
 
Regelmäßig werden 2-3 Konzeptionstage im Jahr durchgeführt. An diesen Tagen ist die 
Einrichtung für die Kinder geschlossen. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, im Gesamtteam 
wesentliche Grundlagen pädagogischer  Arbeit zu planen oder unter Beteiligung eines 
Referenten (Fachberatung) relevante Themen zu erarbeiten. 
 
Regelmäßig finden einmal wöchentlich Kleinteamsitzungen in den einzelnen Gruppen statt. 
Diese dienen dem Austausch und der Reflexion des Gruppengesche hens und der weiteren 
Planung. 
 
Fortbildungen und Fachtagungen werden regelmäßig von den Mitarbeiterinnen 
wahrgenommen.

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide, Mauritz-Ost 13 
Zusammenarbeit mit dem Träger und anderen Institutionen 
 
In Übereinstimmung mit geltendem Landesrecht sorgt der Träger für die Einh altung 
quantitativer und qualitativer Standards auch bei der B esetzung des Personals. Er ist 
verantwortlich für die Einstellung, Weiterqualifizierung, Fortbildung, Fachberatung und 
Supervision der pädagogischen MitarbeiterInnen. 
In Zusammen arbeit mit dem T räger erfolgt die Abstimmung der pädagogischen und 
organisatorischen Arbeit. Dazu ist ein regelmäßiger Austausch zwischen Leitung und Träger 
über wichtige Belange der Arbeit in der Einrichtung notwendig. Auch Hilfestellungen bei 
administrativen Aufgaben so wie bei der Unterstützung und Förderung des Personals gehören 
zur gemeinsamen Zusammenarbeit. 
Selbstverständlich profitieren wir auch von weiteren Arbeitsfeldern des DRK-Kreisverbandes 
Münster wie zum Beispiel der ärztlichen Kinderschutzambulanz oder des A utismus-
Therapiezentrums, deren Dienste wir bei Bedarf in Anspruch nehmen. 
 
 
Zusammenarbeit mit dem Jugendamt 
 
Als übergeordnete Behörde unterstützt uns das örtliche Jugendamt bei der Einhaltung aller 
gesetzlichen Vorgaben und der Umsetzung des Bildungsauftrages. 
 
 
Zusammenarbeit mit anderen DRK Kindertageseinrichtungen 
 
Die DRK-Kindertageseinrichtungen in Münster stehen im regelmäßigen Dialog miteinander. Sie 
unterstützen sich gegenseitig bei der Weiterentwicklung ihres pädagogischen Angebotes. 
Hilfestellungen erfahren sie dabei auch durch die Fachberatung des DRK-Landesverbandes. 
 
 
Stadtteilbezogene Zusammenarbeit 
 
Auch die im Stadtteil vertretenen Kindertageseinrichtungen arbeiten trägerübergreifend 
zusammen. Das geschieht zum einem in einem Arbeitskreis auf Leitungsebene und zum 
anderen im pädagogischen Arbeitskreis, wo alle Institutionen vertreten sind, die im Stadtteil in 
pädagogischer Hinsicht zusammenarbeiten. Dabei werden die kulturellen, sozialen un d alle 
anderen Einrichtungen im Umfeld der Kita als Erfahrungsorte für die Kinder genutzt. 
 
 
Zusammenarbeit mit Fachdiensten 
 
Wir arbeiten regelmäßig mit verschiedenen Fachdiensten zusammen, die wir als wertvolle 
Unterstützung unserer Arbeit ansehen: 
• den Kinderärzten 
• den Logopäden 
• den Ergotherapeuten 
• der Frühförderstelle 
• dem Kommunalen Sozialdienst ( KSD ) 
• Hebammensprechstunde 
• der Ärztlichen Kinderschutzambulanz 
• der Bezirkspolizei 
• und vielen weiteren

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide, Mauritz-Ost 14 
Unsere DRK-Kindertageseinrichtungen in Münster präsentieren sich gemeinsam mit unserem 
DRK- Kreisverband Münster e.V. und den dazugehörigen Einrichtungen auf unserer Homepage 
im Internet unter www.DRK-muenster.de. 
 
 
Unsere Zielsetzungen für die Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(Fotos: Eram/DRK, Heckmann/DRK, Zelck/DRK) 
Familien-
nahe 
Beratungs-
angebote  
 
selbstbe-
wusst 
agierende 
Kinder 
 
multipro-
fessionelles 
Team 
 
fördernde 
Bildungs-
angebote 
alters-
gerechte 
päd. 
Konzepte 
 
flexible  
Betreuungs-
angebote 
 
Zielsetzungen 
der DRK-Kita Schmittingheide 
familien-
unter-
stützende 
Netzwerke  
Vereinbar- 
keit von 
Familie und 
Beruf

Anlage 2.3 DRK Interessensbekundung für Kita an der Dreifaltigkeitsschule

1366 Zeichen

Deutsches
Rotes
Kreuz

Aus Liebe zum Menschen.

DRK-Kreisverband
DRK-Kreisverband Münster e.V. Zumsandestraße 25/27 48145 Münster Münster e.V.

Die Kreisgeschäftsführerin

Stadt Münster
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Zumsandestraße 25/27
Frau Anna Pohl 48145 Münster
Tel. 0251 37 880
Hafenstraße 30 : . Fax 0251 37 8855
48127 Münster www.DRK-muenster.de
info@DRK-muenster.de
Bearbeiterin

Gudrun Sturm

Tel. 0251 37 88 27

Fax 0251 37 88 55

9.sturm@DRK-muenster.de
Münster, 06.06.2013 . .

Vereinsregister VR1456

Amtsgericht Münster

Ausschreibung der Trägerschaft für eine neue Kindertageseinrichtung apa ’kanse Münsterland-Ost

in Uppenberg an der Dreifaltigkeitsschule Konto 57 109
Angebot zur Übernahme der Trägerschaft
Ihr Zeichen: 51 12 0022

Sehr geehrte Frau Pohl,

wir freuen uns über die positiven Entwicklungen im Bereich der Kindertages-
stätten in Münster und beteiligen uns gerne an der Ausschreibung der
Trägerschaft für eine neue Kindertageseinrichtung in Uppenberg an der
Dreifaltigkeitsschule.

Wir sind bereit, einen Trägeranteil von 1 % zu leisten.

In unserer pädagogischen Konzeption haben wir eine Kooperation zwischen der
Kindertageseinrichtung und der Grundschule zur Stärkung der Bildungs- und
Erziehungsqualität berücksichtigt.

Für weiterführende Gespräche stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Anlage
Pädagogische Konzeption

Anlage 3.1 Educcare Bewerbung für Kita an der Dreifaltigkeitsschule

2188 Zeichen

[1]

educcare

educcare + Alter Markt 36-42 + 50667 Köln

Stadt Münster

Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Leiterin des Amtes

Frau

Anna Pohl

48127 Münster

Köfn, 6. Juni 2013

Interessensbekundungsverfahren für die Kindertagesstätte Uppenberg, Dreifaltigkeitsschule

Sehr geehrte Frau Pohl,

vielen Dank für die Zusendung der Unterlagen für das Interessensbekundungsverfahren der
Kindertagesstätte an der Dreifaltigkeitsschule in Uppendorf.

Hiermit möchten wir unser Interesse an der Übernahme der Trägerschaft dieser Kindertagesstätte
bekunden.

Den gewünschten Trägeranteil von 9% der Betriebskosten könnte educcare allerdings nicht
übernehmen. Um den qualitativen Standard des educcare Bildungskonzeptes umzusetzen, wäre für
die Kita eine öffentliche Förderung von 99% notwendig.

Das pädagogische educcare Kurzkonzept liegt Ihnen aus vorangegangenen Bewerbungen vor.

Wir setzen flexible Betreuung in unseren Kitas weitestgehend um, vorausgesetzt, dass die educcare
Qualitätsstandards eingehalten werden. So werden wir den heutigen Lebenswelten von Familien
gerecht und schaffen für ihre Kinder ein zweites Zuhause.

In den educcare Kitas wird großer Wert auf den Übergang Kita — Schule gelegt und dieser, wenn
möglich, auch durch eine enge Zusammenarbeit mit den Grundschulen im Stadtteil unterstützt.
Gerne erörtern wir weitere Aspekte des Bildungskonzeptes in einem persönlichen Gespräch.

educcare versteht sich mit der Übernahme von Trägerschaften als ein Mosaikstein in der
Bildungslandschaft der Stadt Münster.

Wir würden uns freuen, wenn wir uns mit der Übernahme der Trägerschaft der Kita an der
Dreifaltigkeitsschule in die Trägerlandschaft Münsters einbringen könnten.

Freundliche Grüße

Iris Lategahn
Projektentwicklung

educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH + Alter Markt 36-42 + 50667 Köln + Telefon 0 221 466 194 00 - Fax 0 221 466 194 99 - Email info@educcare.de
Bankverbindung: Sparkasse KölnBonn - BLZ 370 501 98 » Konto 144 862 850

Geschäftsführer: Marcus Bracht, Axe! Theien - AG Köln HRB 48030 - USt-Idnr DE228823572 » Beirat: Prof. Gisela Lück, Fiona Stollmann, Dr. Patrick Adenauer,
Dr. Günter Bulk, Dr. Ronald Bemecker, Prof. Dr. Henning Wods

Anlage 3.4 Educcare Interessensbekundung für Kita Schmittingheide

2164 Zeichen

Le}

educcare

educcare + Alter Markt 36-42 » 50667 Köln

Stadt Münster

Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Leiterin des Amtes

Frau

Anna Pohl

48127 Münster

Köln, 6. Juni 2013

Interessensbekundungsverfahren für die Kindertagesstätte Mauritz-Ost, Schmittingheide

Sehr geehrte Frau Pohl,

vielen Dank für die Zusendung der Unterlagen für das Interessensbekundungsverfahren der
Kindertagesstätte Schmittingheide in Mauritz.

Hiermit möchten wir unser Interesse an der Übernahme der Trägerschaft dieser Kindertagesstätte
bekunden.

Den gewünschten Trägeranteil von 9% der Betriebskosten könnte educcare allerdings nicht
übernehmen. Um den qualitativen Standard des educcare Bildungskonzeptes umzusetzen, wäre für
die Kita eine öffentliche Förderung von 99% notwendig.

Das pädagogische educcare Kurzkonzept liegt Ihnen aus vorangegangenen Bewerbungen vor.

Wir setzen flexible Betreuung in unseren Kitas weitestgehend um, vorausgesetzt, dass die educcare
Qualitätsstandards eingehalten werden. So werden wir den heutigen Lebenswelten von Familien
gerecht und schaffen für ihre Kinder ein zweites Zuhause.

In den educcare Kitas wird großer Wert auf den Übergang Kita - Schule gelegt und dieser, wenn
möglich, auch durch eine enge Zusammenarbeit mit den Grundschulen im Stadtteil unterstützt.
Gerne erörtern wir weitere Aspekte des Bildungskonzeptes in einem persönlichen Gespräch

educcare versteht sich mit der Übernahme von Trägerschaften als ein Mosaikstein in der
Bildungsiandschaft der Stadt Münster.

Wir würden uns freuen, wenn wir uns mit der Übernahme der Trägerschaft der Kita Schmittingheide in
die Trägerlandschaft Münsters einbringen könnten.

Freundliche Grüße

ef KrR?
Iris Lategahn
Projektentwicklung

sduccare Bildungskindertagesstätten gGmbH + Alter Markt 36-42 + 50667 Köln + Telefon 0 221 466 194 00 » Fax 0.221 466 194 99 - Email info@educcare.de
Bankverbindung: Sparkasse KölnBonn - BLZ 370 501 98 + Konto 144 862 950

Geschäftsführer: Marcus Bracht, Axel Thelen - AG Köln HRB 48030 - USt-Idnr DE226823572 + Beirat: Prof. Gisela Lück, Fiona Stollmann, Dr. Patrick Adenauer,
Dr. Günter Bulk, Dr. Ronatd Bernscker, Prof. Dr. Henning Wode

Anlage 6.2 OUTLAW Interessensbekundung KIta an der Dreifaltigkeitsschule

1367 Zeichen

Wir finden den Weg. Gemeinsam.

law

Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe sGmoH

RL

OUTLAW Geselschaft für Kinder- und Jugendhife g6mbH « An der Germanis Brauerei 6- 8 - 48159 Münster R egi on West

An der Germania Brauerei 6 - 8

. 48159 Münster

Stacit Münster \ f Tel. 02 51/28 92 38-0

Amt für Kinder, Jugendliche und Familien j Fax 02 51 /28 92 38-69

Anna Pohl j www.outlaw-jugendhilfe.de

Hafenstraße 30 resion-west@outlaw-iugenchilfe,de
48145 Münster

Münster, 4.06.2013

Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung in Uppenberg an der Dreifaltigkeitsschule

Sehr geehrte Frau Pohl,

gerne möchten wir unser Engagement im Bereich der Kindertagesbetreuung in Münster ausweiten und
übersenden Ihnen unsere Bewerbungsunterlagen für die Kindertageseinrichtung in Uppenberg an der

Dreifaltigkeitsschule. Wir sind bereit einen Trägeranteil von voraussichtlich 1,5 % zu leisten.

Wir freuen uns mit unserem Konzept Ihr Interesse zu wecken und hoffen auf eine positive
Rückmeldung. Für weitere Informationen und Gespräche stehen wir Ihnen selbstverständlich zur

Verfügung.

4
Mit freundlichen Grüßen

Dr. Fri Höfener

Geschäftsführer Region West

1 . Geschäftsführer: Theodor Boomgaarden
DER PARITÄTISCHE Amtsgericht Steinfurt - Handelsregisternummer: HRB 2853
UNSER SPITZENVERBAND Bankverbindung: Bank für Sozialwirtschaft Köln - BLZ 370 205 00 . Kto 7082 100

Anlage 6.3 OUTLAW Konzept für Kita an derDreifaltigkeitsschule

19297 Zeichen

Bewerbung für die Trägerschaft der  
Kindertagseinrichtung in Uppenberg an der Dreifaltigkeitsschule

Kindertagseinrichtung in Uppenberg    2 
 
Inhaltsverzeichnis  
 
1. Vorstellung des Trägers       Seite 3 
1.1 Die OUTLAW gGmbH        Seite 3 
1.2 Kita&More         Seite 3 
2. Pädagogisches Konzept       Seite 5 
2.1 Situationsorientierter Ansatz       Seite 5 
2.2 Partizipation         Seite 5 
2.3 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft      Seit e 6 
2.4 Eingewöhnung und Gestaltung von Übergängen     Seite 6 
2.5 Integration/Inklusion        Seite 7 
2.6 Sprachförderung        Seite 8 
2.7 Spielend lernen         Seite 8 
2.8 Bewegung         Seite 9 
2.9 Sozialraumorientierung        Seite 9 
2.10 Geschlechterorientierung       Seite 10 
3. Flexible Betreuungszeiten       Seite 10 
4. Raumkonzept         Seite 11

Kindertagseinrichtung in Uppenberg    3 
 
1. Vorstellung des Trägers 
1.1 OUTLAW gGmbH 
Die OUTLAW gGmbH – das sind bundesweit mehr als 150 Teams und Einrichtungen der Kinder- und 
Jugendhilfe, in denen über 3.500 Kinder Jugendliche  und Familien Unterstützung und Beratung 
erfahren.  
„OUTLAW“ – so hieß der Zweimastschoner, mit dem all es begann und der als Namensgeber für unser 
1987 gegründetes Unternehmen fungierte. Auf dem Sch iff – und in zwei Wohngruppen im Raum 
Greven – wurden damals als besonders schwierig gelt ende Jugendliche betreut. Der Name steht seit 
Beginn für unser Bemühen, Kinder und Jugendlichen sowie deren Familien zu ihrem Recht zu verhelfen. 
Und zwar gerade dann, wenn sie sich in schwierigen Lebenssituationen befinden.  
Gewachsen aus dem Tätigkeitsfeld der Erzieherischen  Hilfen hat sich eine Firmengruppe mit einem 
breiten Angebotsspektrum entwickelt, deren weitere tragende Säule die 
Kindertagesbetreuungsangebote sind. Ein Blick auf d ie aktuellen Angebote zeigt, dass die Einrichtung 
seit ihrer Gründung mit dynamischen Entwicklungs- un d Veränderungsprozessen lebt. In diese 
Prozesse sind sowohl die Erfahrungen eingeflossen, die die MitarbeiterInnen in ihrer Arbeit mit Kindern, 
Jugendlichen und Familien gemacht haben, als auch v eränderte gesellschaftliche Bedingungen und 
daraus resultierende Anforderungen an die Kinder- u nd Jugendhilfe, die Einflüsse auf die 
Rahmenbedingungen der Arbeit haben.  
Die OUTLAW gGmbH ist ein bundesweit anerkannter frei er Träger der Kinder- und Jugendhilfe und 
Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband. 
 
1.2 Kita&More 
Die Angebote im Bereich der Kindertagesbetreuung sind bei OUTLAW unter der Überschrift Kita&More 
zusammen gefasst. In der Region West begann unser E ngagement im Bereich der 
Kindertagesbetreuung im Jahr 2007 mit der Übernahme  der Kita Gescherweg in Münster. Seither ist 
dieses Arbeitsfeld kontinuierlich gewachsen durch d ie Übernahme weiterer Kitas und den Bau neuer 
Einrichtungen in OUTLAW Trägerschaft.

Kindertagseinrichtung in Uppenberg    4 
 
In Münster und im Münsterland sind wir an folgenden  Standorten vertreten: Sprakel, Wolbeck, 
Ostbevern-Brock, Ochtrup, Altenberge (ab August 2013) und Ostbevern (ab August 2013). 
Unsere Angebote beziehen sich immer auf die jeweiligen Bedingungen vor Ort, also auf 
 die Bedarfe der Kinder und Eltern, 
 den Sozialraum, 
 die Vorstellung der Partner in Politik, Wirtschaft und Verwaltung, 
 die Kooperationsmöglichkeiten, 
 die unterschiedlichen Traditionen, die es in der Kindertagesbetreuung gibt. 
 
Kita & More  steht nicht nur für die Betreuung von Kindern in K indertageseinrichtungen, sondern 
umfasst alle Angebote frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung. Diese Angebote wirken in den 
Sozialraum hinein und richten sich konsequent nach den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Eltern.  
Kita & More  unterstützt Familien bei Problemen nach individuel len Lösungen zu suchen und begleitet 
deren Umsetzung.  
Kita & More  ist Partner für Eltern, Kommunen und andere Einric htungen. Im Vordergrund steht für uns 
die Lösung von Problemen, im Sinne der Erfüllung von  Bedarfen, gleichgültig wer die Unterstützung 
anbietet.  
Kita & More  engagiert sich im Sozialraum und arbeitet in Netzw erken und Gremien mit. Die aktuellen 
Fachdiskussionen fließen in unsere Arbeit mit ein. Wir stehen für eine fachlich qualifizierte 
Frühkindpädagogik.  
Kita & Mor e steht für eine moderne Kinderbetreuung. Bei Planu ng und Finanzierung von neuen 
Einrichtungen kennen wir uns aus, Baumaßnahmen führ en wir in Kooperation mit den Kommunen und 
anderen zu beteiligenden Institutionen so eigenständig wie möglich durch.

Kindertagseinrichtung in Uppenberg    5 
 
2. Pädagogisches Konzept 
Die pädagogische Arbeit in unseren Einrichtungen ori entiert sich an den gesetzlichen Grundlagen 
gemäß KiBiz und an der Bildungsvereinbarung NRW. Die  dort beschriebenen Inhalte und 
Bildungsbereiche fließen in unsere Arbeit ein und f inden Berücksichtigung bei der 
Konzeptentwicklung. 
Das pädagogische Konzept einer Kindertageseinrichtun g ist für uns ein wesentliches Qualitätsmerkmal. 
Es spiegelt die pädagogische Grundorientierung der Einrichtung wider, mit der sie dem Bildungs-, 
Erziehungs- und Betreuungsauftrag besondere Wirkung verleiht.  
 
2.1  Situationsorientierter Ansatz 
Wir arbeiten in unseren Kindertageseinrichtungen ge mäß des Situationsorientierten Ansatzes. Bei dem 
Situationsorientierten Ansatz steht für uns das Kind mit seinen individuellen Bedürfnissen im Mittelpunkt 
der pädagogischen Arbeit. Die ErzieherInnen beobacht en das Kind in seinen sensiblen 
Entwicklungsphasen und stimmen die pädagogischen An gebote darauf ab. Aus diesen 
Beobachtungen entwickeln sich Projekte, die themati sch in der Gruppe erarbeitet werden. Sach- und 
Fachgebiete werden auf diese Weise vertieft und dem  Kind nahe gebracht. Unter der Einbeziehung 
der verschiedenen Kompetenzen (Sachkompetenz, Sozia lkompetenz und Selbstkompetenz), 
Sprache, mathematische Grundlagen sowie Wahrnehmung sbereiche und Motorik, wird die 
ganzheitliche Förderung des einzelnen Kindes unterstützt, begleitet und gesichert. 
Durch diesen Ansatz lernen die Kinder, Erlebnisse un d Erfahrungen aus ihrem Alltag zu verstehen und 
zu verarbeiten. In künftigen Lebenssituationen sind sie in der Lage, diese mit Kompetenz und 
Verantwortungsgefühl zu bewältigen. 
 
2.2  Partizipation 
Eine konsequente Beteiligung der Kinder und Mitbest immungsmöglichkeiten für sie sind zentrale 
Anliegen in unseren Kitas. Beteiligungsprozesse för dern die Entscheidungsfähigkeit, das 
Verantwortungsbewusstsein, die Kommunikationsfähigk eit und die Problemlösekompetenz. 
Partizipation bedeutet im Kita-Alltag immer wieder eine Herausforderung, weil unterschiedliche 
Interessen verhandelt werden müssen und Grenzen neu festgelegt werden müssen.

Kindertagseinrichtung in Uppenberg    6 
 
Die Aushandlungsprozesse stärken das Gemeinschaftsgefühl und bringen den Mädchen und Jungen 
demokratisches Handeln näher. 
2.3 
Bildungs- und Erziehungspartnerschaften 
Das Ziel der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft m it den Eltern ist das gemeinsame Engagement für 
das Kind, der vereinte Blick auf die Entwicklung un d den Bildungsstand des Kindes und der 
regelmäßige Austausch mit ihnen und allen beteiligt en Fachkräften. Dies soll ermöglichen, die 
Kompetenzen und das Wohl des Kindes optimal zu unte rstützen. Wir achten besonders darauf die 
elterliche Kompetenz nicht mit unserem professionel len Erziehungs- und Bildungsauftrag und unseren 
fachlichen pädagogischen Kompetenzen in Konkurrenz zu setzen. 
Eltern sollen bei der Erziehung ihrer Kinder entlas tet und unterstützt werden. Wir beraten sie in 
Erziehungsfragen und lassen sie in schwierigen Situ ationen (z.B. bei Erkrankung der Kinder, 
ungewöhnlichen Arbeitszeiten oder prekären familiär en Situationen) nicht alleine. Wir orientieren uns 
an den Bedürfnissen der Familien und entsprechen na ch Möglichkeit den Wünschen und Bedarfen 
hinsichtlich der Gestaltung der Angebote.  
Eine erfolgreiche Bildungs- und Erziehungspartnerschaft bedeutet für uns: 
 Aktive Teilhabe von Eltern 
 Aktives Zusammenwirken von pädagogischen Fachkräften und Eltern 
 Familienberatung und Familienbildung 
 Aufbau und Nutzung von Netzwerken 
 
2.4  Eingewöhnung und Gestaltung von Übergängen 
Jeder Übergangsprozess bedeutet für das Kind und se ine Familie eine große Herausforderung. Es 
müssen Strategien entwickelt werden, um mit dem Neu en, Unbekannten umgehen zu können. 
Folgende Übergänge sind innerhalb unserer Einrichtungen relevant: 
 Von der Familie in die Kindertageseinrichtung 
 Von der Kindertagespflege in die Kindertageseinrichtung 
 Innerhalb der Kindertageseinrichtung in eine andere (Alters-)Gruppe 
 Von der Kindertageseinrichtung in die Schule

Kindertagseinrichtung in Uppenberg    7 
 
Für viele Kinder und Eltern ist der Eintritt in die  Kita oftmals die erste Trennungserfahrung, die sie  
machen. Deshalb ist es uns wichtig für einen guten, sicheren Start in die neue Lebensphase der Kinder 
zu sorgen. An Schnuppertagen können sich Eltern, di e auf der Suche nach einer Kita sind, unsere 
Einrichtungen ansehen. Der Eingewöhnungszeit wird be sonders viel Aufmerksamkeit gewidmet. Mit 
Respekt, Anerkennung und Wertschätzung des Kindes u nd seiner Familie, wenden sich die 
ErzieherInnen den „neuen“ Kindern in der Kita zu. S icherheit, das Gefühl angenommen zu sein, 
Geborgenheit und Vertrauen sowie ein geregelter Tagesablauf und Rituale, helfen den Kindern, sich auf 
Neues einzulassen und sich die Welt anzueignen. Während der gesamten Eingewöhnungszeit werden 
die Kinder und ihre Eltern/ Bezugspersonen kontinuierlich von einer/m ErzieherIn begleitet. Wir arbeiten 
dabei mit dem „Berliner Eingewöhnungsmodell“. 
 
Neben dem Wechsel innerhalb der Einrichtung, von de m Kinder ebenfalls betroffen sein können, ist 
der Übergang von der Tageseinrichtung in die Grunds chule ein weiterer bedeutender Prozess, dem 
wir viel Beachtung zukommen lassen. Im Mittelpunkt steht dabei das Kind mit seiner individuellen 
Entwicklungs- und Bildungsbiografie, mit seinen Kompetenzen und Stärken. Daher halten wir eine enge, 
kontinuierliche Kooperation mit der jeweils zuständ igen Grundschule diesbezüglich für unerlässlich. In  
unseren Augen nutzt die Grundschule idealer Weise d ie Informationen, die sie aus der 
Bildungsdokumentation, dem Austausch mit Fachkräfte n der Einrichtung sowie den Eltern gewinnen 
kann und setzt mit der Förderung und Begleitung des  weiteren Lernprozesses an dieser Stelle an. 
Aufgrund der Nähe zur Dreifaltigkeitschule werden wi r zu dieser Schule eine besonders enge 
Kooperation pflegen, mit dem Ziel die Bildungs- und Erziehungsqualität zu stärken. 
2.5 Integration/Inklusion 
Die integrative pädagogische Arbeit und Haltung hat bei OUTLAW eine lange Tradition. Schon die 
ersten Projekte basierten auf dem Grundwert angemessene Teilhabe zu ermöglichen.  
Im Alltag unserer Kindertagseinrichtungen begegnen sich Kinder unterschiedlichen Alters und 
Geschlechts, Kinder mit und ohne Behinderung sowie unterschiedlicher Kulturen, Religionen, sozialer 
und ethnischer Herkunft und Nationalität. Die Mädche n und Jungen erleben im täglichen Miteinander 
ganz selbstverständlich, dass Menschen verschieden sind. Das Erleben von Unterschiedlichkeiten ist 
von unschätzbarem Wert für ihre Entwicklung. In der  frühen Sozialisation werden die Grundsteine 
gelegt für den Umgang mit Vielfalt, für den Respekt  gegenüber Menschen, die sich von uns 
unterscheiden, für die Entdeckung von Gemeinsamkeiten.

Kindertagseinrichtung in Uppenberg    8 
 
Dafür ist eine Pädagogik unabdingbar, die die Teilha be aller Kinder, ihre individuellen Ausgangslagen 
und Lernstrategien wie ihre gemeinsame Sozialisation mit anderen Kindern im Auge hat.  
 
2.6  Sprachförderung 
Sprachförderung ist ein selbstverständlich in die a lltägliche pädagogische Arbeit integriertes Element  
und kommt allen Kindern zugute und nicht nur den Ki ndern, die einer weiteren Unterstützung und 
besonderen Förderbedarf ihres Sprachvermögens bedür fen. Sie verlangt eine differenzierte 
Vorgehensweise, die individuelle Unterschiede der K inder berücksichtigt und Besonderheiten des 
Lebensumfeldes mit beachtet. Dies bedeutet für uns, dass die Ansatzpunkte zur Sprachförderung von 
Kind zu Kind unterschiedlich sein können.  
Anknüpfungspunkte hierfür bekommen die ErzieherInne n, indem sie viel Wissen über die aktuelle und 
allgemeine Lebenssituation eines Kindes gewinnen. Er fahren Kinder ein echtes Interesse an ihren 
Bedürfnissen, Fragen, Entdeckungen und Erfahrungen,  werden sie sich mitteilen wollen und dabei 
zugleich Sprache üben. Daher ist uns besonders wicht ig, dass die ErzieherInnen eine vertrauensvolle 
Beziehung zu den Kindern aufbauen, die es den Mädch en und Jungen ermöglicht und motiviert, ihren 
Wortschatz zu erweitern, um noch besser verstanden zu werden. 
Das Sprachförderung für uns ein wichtiges Anliegen ist, zeigt sich auch daran, dass unsere Münsteraner 
Kitas Gescherweg, Sprakel und Holtrode Teile der Bu ndesinitiative „Schwerpunkt Kita Sprache & 
Integration“ sind. Die Kita Gescherweg hat sich dara uf aufbauend erfolgreich als „Konsultationskita“ 
beworben und dient damit anderen Einrichtungen als Modell für die bewusste Gestaltung der 
sprachpädagogischen Arbeit mit Kindern im Alter bis zu drei Jahren. 
 
2.7 Spielend lernen 
Wir fördern alle Kinder in der Entwicklung zu eigen ständigen und gemeinschaftsfähigen 
Persönlichkeiten, indem wir ihnen entsprechende Spi el- Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten 
anbieten. Hierzu zählen großzügig gestaltete Spiel-  und Erprobungsräume sowie 
gruppenübergreifende und ergänzende Angebote. Durch  das Spiel werden Lernprozesse angeregt, 
und Kompetenzen, wie z.B. Kommunikationsfähigkeit, Selbstbewusstsein, Entscheidungsfähigkeit, 
Verantwortungsbewusstsein und Konfliktfähigkeit gestärkt.

Kindertagseinrichtung in Uppenberg    9 
 
In diesem Sinne begreifen wir das Spiel als eine Form von Bildung. Die kognitive und sozial-emotionale 
Entwicklung sowie die Kreativität und Sprachentwicklung des Kindes werden von der Vielfältigkeit der 
Spielmöglichkeiten entscheidend beeinflusst. Kinder brauchen Bedingungen, die ihnen ein intensives 
Spielen erlauben und Menschen, die sich als aktive MitspielerInnen von Kindern verstehen. Beides 
bieten wir den Mädchen und Jungen in unseren Kindertagseinrichtungen. 
 
2.8  Bewegung 
Das Kind erschließt sich seine Welt durch Bewegung. Bewegung hat grundlegenden Einfluss auf die 
Gesamtentwicklung der Mädchen und Jungen: Bewegen f ördert die Intelligenz und hat auch 
Auswirkungen auch die Sprachentwicklung, Denkfähigkeit und Psychomotorik.  
Bewegungserziehung ist nicht nur auf eine Förderung  der motorischen Entwicklung ausgerichtet, 
sondern sie unterstützt das Kind in seiner emotiona len, sozialen, geistigen und körperlichen 
Entwicklung. Gerade weil wir wissen, dass Kinder he ute mit unterschiedlichen körperlichen 
Voraussetzungen und Vorerfahrungen in die Kindertag eseinrichtung kommen, wie z.B. 
Bewegungsarmut, fehlende Freiräume, ausschweifender  Medienkonsum, unausgewogene Ernährung, 
sehen wir uns im Sinne einer umfassenden Gesundheit sprävention verpflichtet, Bedingungen zu 
schaffen, die Kinder zur Bewegung anregen und somit  in allen Entwicklungsbereichen fördern.  Wir 
bieten den Kindern eine angemessene Umgebung, um ihrem Bewegungsdrang nachzukommen. 
Zum Bewegungskreislauf gehört neben Anspannung auch  Entspannung. Die Kinder können sich 
jederzeit zurückziehen und Entspannung erleben, z.B . in Traumstundenzeiten oder bei 
Körperwahrnehmungsspielen. 
 
2.9 Sozialraumorientierung 
Ausgehend von inhaltlichen, konzeptionellen und str ukturellen Grundsätzen zeichnet sich OUTLAW 
insbesondere durch das Prinzip kontextbezogener Konz eption aus. Dies bedeutet, dass sich unsere 
Angebote immer auf die jeweiligen Bedingungen vor Ort beziehen.

Kindertagseinrichtung in Uppenberg    10  
 
Die sozialräumliche Orientierung ist uns wichtig, da die Kindertageseinrichtungen und deren Angebote 
in ihrem jeweiligen Stadtviertel verortet sind. Es gehört zu unseren Aufgaben, die Kinder mit ihrer 
räumlichen Umgebung vertraut und diese altersgerech t begreifbar zu machen. Die Ressourcen des 
Stadtteils sind dabei ein wichtiger Baustein der Arbeit. 
Wir verstehen unsere Kindertageseinrichtungen als m oderne Service-Zentren für Familien. So gibt es 
Eltern-Cafés, Elternberatung, Kinder-Elternnachmitt age, Workshops und Kurse zu familienspezifischen 
Themen, Familientrödel usw.  
 
2.10  Geschlechterorientierung 
Wir fördern die Gleichstellung von Mädchen und Jung en und berücksichtigen die spezifischen 
Entwicklungsaufgaben. Geschlechterdifferenzierte Pä dagogik bietet Möglichkeiten, die eigene 
Geschlechteridentität kennen zu lernen und Rollenkl ischees zu hinterfragen. Um dies zu gewährleisten 
streben wir einen deutlich höheren von männlichen Fachkräften an.  
Informationen für Eltern richten sich bewusst an Mü tter und Väter, denn sie sind beide für die 
Erziehung ihrer Kinder zuständig und eingeladen, di e Arbeit und den Alltag in der 
Kindertagseinrichtung mitzugestalten. 
 
3. Flexible Betreuungszeiten 
In unseren Einrichtungen richten wir die Betreuungs - und Öffnungszeiten am Bedarf der Familien und 
gleichzeitig am Kindeswohl aus. 
Allen Kindern und Familien gewährleisten wir ein fachlich pädagogisches Betreuungsangebot, mit guter 
Qualität, unabhängig von der gebuchten Betreuungsze it. Wir bieten den Eltern flexible 
Buchungsmöglichkeiten und ein verlässliches Betreuu ngsangebot, dass es ihnen ermöglicht Beruf und 
Familie gut miteinander zu vereinbaren. 
Die Kita wird ganzjährig geöffnet sein, auch während  der Ferienzeit halten wir eigene Feriengruppen 
vor. Gleichwohl legen wir viel Wert darauf, dass je des Kind im Verlauf des Jahres mindestens zwei 
Wochen Urlaub von der Kita hat.

Kindertagseinrichtung in Uppenberg    11  
 
4. Raumkonzept 
Für die Kinder ist die Tageseinrichtung ein täglich er Lebensraum, in dem sie spielen, essen, mit 
Freunden zusammen sind oder einen persönlichen Rückzugsraum finden. 
Bei der Förderung frühkindlicher Bildungsprozesse s pielt die räumliche Umgebung eine wesentliche 
Rolle. Denn Räume, sowohl Innen- wie auch Außenräume , wirken auf Kinder unmittelbar und 
nachhaltig. Wenn Gestaltung und Ausstattung kindlic he Bedürfnisse berücksichtigen, können sie die 
Entwicklung der Mädchen und Jungen fördern, Neugier  wecken und vielfältige Anregungen geben. 
Gleichzeitig können Räume eine angenehme Atmosphäre  vermitteln, die den Kindern Schutz und 
Geborgenheit bieten. 
Um zu erreichen, dass die Räume allen Lebensbedürfni ssen gerecht werden, müssen sie einerseits 
bestimmten Funktionen Rechnung tragen, andererseits  aber Flexibilität, etwa durch bewegliche 
Elemente ermöglichen, um z.B. an die mit dem Alter veränderten Interessen, oder auch für Kinder mit 
einem Handicap, angepasst werden können. Sie sollte n übersichtlich sein, aber doch Vielfalt 
ermöglichen. Sie sollen geschützte Bereiche (Nische n) für die Jüngsten, für ihre Einzelaktivitäten und  
Spiele zu zweit oder dritt bieten, die anspruchsvol len Tätigkeiten der älteren Kinder von Störungen 
abschirmen und gleichzeitig auch Raum geben, für di e gesamte Gruppe. Diese Anforderungen 
berücksichtigen wir bei der Gestaltung der Räume.

Anlage 1.1 AWO Bewerbung

1393 Zeichen

A] On. StR

. SAT we?
Unterbezirk aA hl
Münsterland-

Ss 1 AW 0 Recklinghausen

AWO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen - Clemensstraße 2 - 4 - 45699 Herten Geschäftsstelle Herten
Stadt Münster j BE . — Clemensstraße 2 - 4
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien‘. ; ar | 45699 Herten
Frau Pohl u |
48127 Münster Tel.: 02366/10910
Fax: 02366/109160
ihre Zeichen / Ihr Schreiben vom Unsere Zeichen Durchwahl E-Mail Datum

-13 u.brueggenhorst@awo-msi-re.de 27.06.2013

Ausschreibung Trägerschaft für neue Kindertageseinrichtungen in Münster
Sehr geehrte Frau Pohl,

wir möchten Ihnen verbindlich erklären, dass wir unser Angebot zur Übernahme einer der
beiden Kindertageseinrichtung in Münster aufrechterhalten. Prioritär interessieren wir uns für

die Kita Schmittingheide.

Wie wir Ihnen bereits darlegten, können wir keinen Trägeranteil übernehmen, bieten Ihnen
jedoch an, 125.000 € aus der Rücklage für die Erstausstattung der Kita einzubringen.

Wir freuen uns über einen positiven Bescheid.

Mit freundli

da

Uwe Hildebrandt

en Grüßen

Geschäftsführer

Vorsitzender: Mitglied im AWO-Bezirksverband Eintrag unter VR 1598 Von der Körperschaftssteuer
Christian Bugzel Westliches Westfalen e.V. Amtsgericht Dortmund befreit. Gemäß 5 5(1) Nr. 9 KStG
Geschäftsführer: Geschäftsführer: Steuer-Nr. 3597573173679 als gemeinnützig anerkannt.

Uwe Hildebrandt Wolfgang Altenbernd Finanzamt Marl

Anlage 2.1 DRK Bewerbung für Kita an der Dreifaltigkeitsschule

1205 Zeichen

Aus Liebe zum Menschen.

DRK-Kreisverband Münster e.V. Zumsandestraße 25/27 48145 Münster

Stadt Münster

Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Frau Anna Pohl

Hafenstraße 30

48127 Münster

Münster, 18.07.2013

Ausschreibung der Trägerschaft für eine neue Kindertageseinrichtung
in Uppenberg an der Dreifaltigkeitsschule

Angebot zur Übernahme der Trägerschaft

Ihr Zeichen: 51 12 0022

Sehr geehrte Frau Pohl,

für Ihr Interesse an unserer Bewerbung und das freundliche Gespräch am
04.07.2013 herzlichen Dank.

Der DRK-Kreisverband Münster e.V. ist gerne bereit, die Trägerschaft für die

neue Kindertageseinrichtung in Uppenberg an der Dreifaltigkeitsschule zu
übernehmen und einen Trägeranteil von 1,5 % zu leisten.

Für Fragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit ffeundlichem Gruß

Deutsches
Rotes
Kreuz

DRK-Kreisverband
Münster e.V.

Die Kreisgeschäftsführerin

Zumsandestraße 25/27
48145 Münster

Tel. 0251 37 880

Fax 0251 37 8855
www.DRK-muenster.de
info@DRK-muenster.de

Bearbeiterin
Gudrun Sturm

Tel. 0251 37 88 27
Fax 0251 37 88 55
9.sturm@DRK-muenster.de

Vereinsregister VR1456
‚Amtsgericht Münster

Sparkasse Münsterland-Ost
BLZ 400 501 50
Konto 57 109

Anlage 3.3 Educcare Bewerbung für Kita Schmittingheide

926 Zeichen

am

educcare

educcare + Alter Markt 38-42 - 50687 Köln

Stadt Münster

‚Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Leiterin des Amtes

Frau

Anna Pohl

48127 Münster

Köln, 1. Juli 2013

Interessensbekundungsverfahren an der Kindertagesstätte Schmittingheide, Mauritz

Sehr geehrte Frau Pohl,

ich möchte hiermit unsere Interessensbekundung für die Kita an der Schmittingheide, Mauritz unter

den genannten Bedingungen bestätigen.

Freundliche Grüße

as N
Iris Latega
Projektentwicklun:

eduecare Bildungskindertagesstätten gGmbH + Alter Markt 36-42 » 50667 Köln + Telefon 0 221 466 194 00 + Fax 0 221 466 194 99 - Email info@educcare.de
Bankverbindung: Sparkasss KölnBonn » BLZ 370 501 38 + Konto 144 862 350
Geschäftsführer: Marcus Bracht, Axel Thelen + AG Köln HRB 48030 + USt-Idnr DE226823572 - Beirat: Prof. Gisela Lück, Fiona Stollmann, Dr. Patrick Adenauer,

Dr. Günter Bulk, Dr. Ronald Bernecker, Prof. Dr. Henning Wode

Anlage 4.2 Evangelischer Kirchenkreis Interessensbekundung

2369 Zeichen

Ev. Kirchenkreis Münster - Postfach 3046 + 48016 Münster

Stadt Münster

Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Hafenstraße 30

48153 Münster

Münster, 05. Juni 2013

Ausschreibung der Trägerschaft für die neue Kindertageseinrichtung
in Mauritz-Ost, Schmittingheide

Sehr geehrte Frau Pohl,
sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihr Schreiben zur o.g. Trägerausschreibung.

Hiermit bekunden wir Ihnen unser Interesse an der Übernahme der
Kindertageseinrichtung Schmittingheide in Mauritz-Ost und bewerben uns
um die Trägerschaft.

Nachdem der Evangelische Kirchenkreis Münster mit der Einführung des
Kinderbildungsgesetzes NRW im Jahr 2008 die Trägerschaft für
inzwischen 14 Kindertageseinrichtungen übernommen hat und sich mit
diesen am Ausbau und der Weiterentwicklung der Kindertagesbetreuung
in Münster beteiligt, würden wir uns freuen, die Trägerverantwortung für
eine neue Kindertageseinrichtung übernehmen zu können.

Eine qualifizierte pädagogische Arbeit mit Kindern und Familien, die
Kooperation und Vernetzung im Stadtteil sowie die Einbindung von
Bausteinen der flexiblen Kindertagesbetreuung im Hinblick auf die
Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind für uns selbstverständlich. Auch
für eine neue Kindertageseinrichtung würden wir von einer Personal-
besetzung ausgehen, die entsprechend dem KiBiz NRW die Freistellung
der Leitung berücksichtigt. Die fachliche Begleitung und
Weiterentwicklung ist durch Fachberatung und regelmäßige Fortbildungen
gewährleistet.

Tageseinrichtungen für Kinder

Evangelischer
Kirchenkreis
Münster

Tageseinrichtungen für
Kinder

An der Apostelkirche 3
48143 Münster
Postfach 3046

Auskunft erteilt:
Sabine-Busch-Böckmann

Ruf (02 51) 510 28 460
Fax (02 51) 510 28 9 460

sabine.busch-
boeckmann@ev-
kirchenkreis-muenster.de

Eine Vorstellung des Evangelischen Kirchenkreises Münster als Träger
von Kindertageseinrichtungen, Bausteine für die pädagogische Konzeption
sowie unsere Möglichkeiten zur Übernahme des Trägeranteils sind in der
beigefügten Bewerbung aufgezeigt.

Wir hoffen, in das Gespräch über die Trägerentscheidung mit einbezogen
zu werden und
verbleiben mit freundlichen Grüßen

(Sabine Busch-B: )

Anlagen:

«e Bewerbung mit Konzeptbausteinen für die neue Kindertageseinrichtung
« Leitbild und Qualitätsentwicklung der Kindertageseinrichtungen und
Familien im Evangelischen Kirchenkreis Münster

Anlage 3.5 Educcare Konzept

60703 Zeichen

Kurzkonzept 
 
 
educcare Bildungs- und Betreuungskonzept  
Kurzfassung für Eltern

2

3    
INHALT  
 
 
1. educcare – Selbstverständnis und Verantwortung    
1.1 Zweites Zuhause für Kinder und Eltern    8 
1.2 Elementare Bildungseinrichtung    9 
 
2. Erziehungs- und Bildungsziele    
2.1 Definition und Verständnis   10 
2.2  Schatzkiste der Kompetenzen  10 
2.3 Klassische Bildungsbereiche  15 
 
3. Wege zum Ziel       
3.1 Wie Kinder die Welt erfassen  22 
3.2 Methodisches Vorgehen   25 
3.3 Exkurs – eine von vielen Möglichkeiten  29 
 
4. Wege sicherstellen    
4.1 educcare Bildungskindertagesstätten –  
     Qualität und Gewissheit   30 
4.2 educcare als Träger –  
      Verbindlichkeit und Sicherheit  34 
4.3 educcare und Eltern – 
      gemeinsam Verantwortung tragen  36 
 
5. Dynamik der Konzeption   37 
 
6. Kontakt und Verantwortlichkeiten   38

4    
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
               EIN KIND IST,  
              WAS IN IHM STECKT

5    
EINIGE WORTE VORWEG  
Kinder sind Forscher, Erfinder, Entdecker, Dichter,  Musiker und Maler, Wortak-
robaten und Philosophen, Physiker und Mathematiker.  Sie stellen eine Menge 
an, ihren Wissensdurst zu stillen und stürzen sich mit Wagemut und einge-
schaltetem Turbo in das tägliche Abenteuer der Entd eckung ihrer Welt. Eine 
Vorstellung von Ursache und Wirkung erhalten bereit s Säuglinge, wenn sie 
eine Rassel durch Strampeln in Bewegung bringen. Wa hre Höchstleistungen 
vollbringen sie, aus den unzähligen Lauten der ande ren sinnvolle Silben- und 
Wortkombinationen zu erfinden. Vergnüglich kommenti eren sie Flugbahnen 
und Fallgeschwindigkeiten, wenn sie Dinge durch die  Gegend werfen. In ihren 
Köpfen führen Versuch und Irrtum zu immer neuen Her ausforderungen. 
Spielend sammeln sie Erkenntnisse in der Badewanne zu Schwimmen und 
Sinken und - nicht immer zum Vergnügen der Erwachse nen - zur Wasserver-
drängung. Mit Leidenschaft nehmen sie einen Wecker auseinander oder 
unterziehen die neue Puppe einer dringenden Operati on. Kinder lieben es, 
Dinge in ihre Bestandteile zu zerlegen, sie zu unte rsuchen und aus ihren 
Forschungsergebnissen überraschende und überzeugend e Schlussfolgerun-
gen zu ziehen. Sie demonstrieren uns täglich: „Hier  bin ich und so ist die Welt!“  
Und all dies tun sie ab ihrem ersten Schrei unabläs sig auf ihre ganz individuelle 
Art und Weise – so vielfältig und unterschiedlich w ie Kinder nun mal sind. 
Einfach nicht vergleichbar.  
Dieses Bild vom Kind ist eine Herausforderung für u ns Erwachsene. Es 
verlangt von uns, die Individualität eines jeden Ki ndes bedingungslos anzuer-
kennen und ihr gerecht zu werden. Wir müssen mit ih m ab Geburt auf die 
rasante Entdeckungsreise gehen und gleichzeitig Lie be und Schutz gewähren, 
damit es sich von den „Strapazen“ des Weltentdecken s immer wieder in 
unseren Armen erholen kann. 
Eine großartige und verantwortungsvolle Aufgabe für  alle Beteiligten - für Eltern 
und das educcare Team gemeinsam. 
 
Mit dem vorliegenden educcare Bildungs- und Betreuu ngskonzept möchten wir 
Ihnen unser Verständnis darlegen, welches Bild wir von den Kindern haben, 
welche Bedeutung wir der frühkindlichen Bildung für  eine glückliche und selbst-
bestimmte Zukunft beimessen und welche Verantwortun g wir für uns daraus 
ableiten. 
Damit wollen wir Sie bei der wichtigen Entscheidung  unterstützen, ob educcare 
der richtige Partner für Ihr einzigartiges Kind und Sie ist.  
 
 
 
Hier bin ich und so  
ist die Welt

6    
1 EDUCCARE - SELBSTVERSTÄNDNIS UND VERANTWORTUNG  
 
Kinder, Eltern, Erzieherinnen, engagierte Arbeitgeb er sowie  innovative 
Jugendämter stellen berechtigterweise hohe Anforder ungen an Kindertages-
stätten. Diese Anforderungen begründen unser Selbstverständnis: 
 educcare Bildungskindertagesstätten sind für Kinde r und Eltern ein 
zweites Zuhause 
 sie verstehen sich als elementare Bildungseinricht ung 
 sie unterstützen Eltern partnerschaftlich bei der Erziehung und der 
Vereinbarkeit von Beruf und Familie  
 sie leisten einen wesentlichen Beitrag zur Aufwert ung und 
Weiterentwicklung des Erzieherinnenberufes 
 sie tragen gesellschaftspolitische / gemeindliche Verantwortung  
 
Das den educcare Bildungskindertagesstätten zugrund eliegende Bildungs- und 
Betreuungskonzept basiert auf dem aktuellen Stand d er Bildungsforschung und 
der besten Praxis in nationalen und internationalen  Kindertagesstätten. Dies 
bedeutet, dass die Bestandteile des Konzeptes wisse nschaftlich gesichert und 
in der Praxis erfolgreich erprobt sind. Theoretisch e Grundlagen bilden z. B. 
aktuelle entwicklungspsychologische 
 und lerntheoretische Erkenntnisse aus 
der Neurobiologie und Neurophysiologie sowie aus de n Erziehungswissen-
schaften.    
 
Die Tatsache, dass Kinder zwischen 2.500 und 10.000  wache Stunden bis zur 
Einschulung in der Tagesstätte verbringen und in ih ren ersten sechs 
Lebensjahren vielfältige und in Teilen einmalige En twicklungsmöglichkeiten 
und –chancen haben, unterstreicht die Notwendigkeit  fundierter Praxis.  
Wir verstehen die Vorschulzeit ausdrücklich als prä gende Bildungszeit und 
schätzen sie in ihrer Bedeutung für das spätere Leb en und Lebensglück 
mindestens ebenso hoch ein wie die darauf folgenden (Bildungs)Jahre. 
Gerade vor dieser Bedeutung setzt sich educcare – u nterstützt von seinem Bei-
rat – für einen Zugang unabhängig von Herkunft, Ein kommen und Religion ein. 
Hochwertige Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten  müssen allen Kindern 
offen stehen.  
 
 
 
 
 
Die Tatsache, dass 
Kinder bis zu 10.000 
Stunden in der Tages- 
stätte verbringen 
unterstreicht die Not- 
wendigkeit fundierter 
Praxis 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hochwertige Bildungs- 
und Entwicklungs-
möglichkeiten müssen 
allen Kindern 
zugänglich sein

7    
Das educcare Konzept ist ein verbindlicher Orientie rungsrahmen für die 
pädagogische Arbeit in der einzelnen educcare Bildu ngskindertagesstätte. 
Damit wird Sicherheit für alle Beteiligten erzeugt – für Kinder und Eltern, für 
Erzieherinnen und für den Träger.  
Beispiele für die Verbindlichkeit sind die laufende  Beobachtung und Dokumen-
tation der Entwicklung eines jeden Kindes, der kont inuierliche Austausch mit 
den Eltern über die individuelle Entwicklung und di e pädagogischen Angebote 
sowie auf Mitarbeiterseite regelmäßige Entwicklungs gespräche und intensive 
Fort- und Weiterbildung. 
 
Dem einzelnen engagierten educcare Bildungskinderta gesstättenteam wird 
damit eine solide Basis für eine professionelle päd agogische Arbeit geschaffen. 
Die Umsetzung und Ausgestaltung der Arbeit, d.h. An passung an die 
spezifischen Gegebenheiten vor Ort, liegt bei eben diesem Team 
. Damit 
ermöglicht das Konzept den notwendigen Freiraum, de r genutzt werden kann 
für Individualität, Flexibilität und Kreativität. 
 
Zur Verwirklichung dieser Vorstellungen bedarf es –  gemäss des partnerschaft-
lichen Verständnisses - von den beteiligten Eltern dreierlei:  
 des gemeinsamen aktiven Gestaltens mit dem educcar e Team 
 der umgehenden und offenen Rückmeldung, sofern etw as besonders gut 
läuft oder verbessert werden kann 
 der anfänglichen Geduld, da wir hier gemeinsam etw as Neues aufbauen 
und dies aufgrund der Komplexität seine Zeit benötigt  
 
 
Ein verbindlicher 
Orientierungsrahmen  
bedeutet Sicherheit 
für alle Beteiligten

8    
1.1 Zweites Zuhause für Kinder und Eltern 
 
Der Duft von Äpfeln, die Schmusedecke, auf einem Sc hoß einschlafen, Opas 
Sessel, mit jemandem Gespenster vertreiben oder zum  Mond fliegen, eine 
Kissenschlacht, ein englisches Schlaflied, ein ital ienischer Reim, durchgekitzelt 
werden, jemand, der zuhört, sich ein Loch in die Mü tze freuen, ein großer 
Schokoladenmund, ein Platz für sich allein, trösten de Worte in mein Ohr 
geflüstert, Buchstabensuppe, Lärm machen, träumen, die Lieblingsgeschichte 
dreimal hintereinander hören,  ... 
 
Fügen Sie Ihre eigenen Bilder hinzu und Sie werden sehen: So individuell und 
verschieden sie sind, so einig zeigen sie sich in i hrer (Be)Deutung, was für ein 
zweites Zuhause gefordert und notwendig ist: 
 eine Atmosphäre der Geborgenheit 
 Beachtung, Zuwendung und Anerkennung 
 die Erfüllung grundlegender Bedürfnisse 
 
Wir gehen davon aus, dass das einzelne Kind nur dan n das Vertrauen und die 
Sicherheit gewinnt, um sich mit der weiteren Welt p ositiv auseinander zu 
setzen, wenn es sich rundherum wohlfühlt und die Ki ndertagesstätte als 
zweites Zuhause empfindet. Dafür übernehmen wir Verantwortung. 
 
Im Tagesstättenablauf  bedeutet diese besondere Aufgabe für uns 
 liebevolle,  individuelle und sorgfältige Eingewöh nung in die neue 
Umgebung „Kindertagesstätte“ für jedes einzelne Kin d sicherstellen  
 täglich herzliche und authentische Begrüßung und V erabschiedung der 
Kinder und Eltern 
 das einzelne Kind so annehmen, wie es ist und es i n seinen Handlungen 
bedingungslos wertschätzen 
 durch die Teilhabe am Geschehen seine Mitwirkung u nd die Übernahme 
von Verantwortung ermöglichen 
 dem Kind eine sichere Ausgangsbasis für die Erkund ung der Welt bieten 
 
 
 
Zuhause ist der Duft von  
Äpfeln, die Lieblings- 
geschichte ...

9    
1.2 Elementare Bildungseinrichtung 
 
Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung, und zwar von Geburt an. 
 
Verstehen wir Bildung als Begriff, der eine bestimm te Qualität von 
Lernprozessen beschreibt, heißt Bildung in educcare Tagesstätten: 
 Selbstbildung – die auch soziales Miteinander, akt ive Anregung und 
Unterstützung benötigt 
 dem Lernen einen persönlichen Sinn geben 
 eigene Wege finden und gehen 
 Denken, Handeln, Fühlen, Werte mit sich und andere n in Einklang 
bringen 
 Selbstbilder und Weltbilder entwickeln und verknüp fen 
 
Kinder sind in hohem Maße lernbegierig und eignen s ich mit dem Einsatz ihrer 
ganzen Person neues Wissen über die Welt an. Sie fo lgen ihrer Neugier und 
bringen in individuellen Bildungsprozessen Handeln,  Empfinden, Fühlen, 
Denken und Werte in für sie sinnvolle Zusammenhänge . Sie sind offen für und 
in Teilen angewiesen auf Lernimpulse von Erwachsene n als auch von anderen 
Kindern. 
 
Sie entwickeln sich mit einer scheinbaren Selbstver ständlichkeit, die uns 
beeindruckt, uns in Atem hält und im gleichen Augen blick herausfordert, es 
ihnen gleich zu tun. Als Weggefährten und Wegbereit er von Kindern stellen wir 
uns gemeinsam der Entdeckung der Welt, muten ihnen Abenteuer, Fragen und 
Antworten zu und erleben ihre Begeisterung an ungla ublichen, phantastischen 
und realen Lösungsideen. Zumuten heißt für uns vertrauen, fordern und fördern 
- nicht überfordern. Es heißt: „Ich weiß, dass du d as schaffst. Und ich bin da.“ 
 
educcare berücksichtigt mit diesem Verständnis das hohe Selbstbildungspo-
tenzial von Kindern und bezieht gleichzeitig die No twendigkeit professioneller 
Begleitung durch Erzieherinnen ein. Kindern Raum zu r Eigenentfaltung zu 
geben, ihrer Einzigartigkeit Rechnung zu tragen und  ihnen vielfältige 
Erfahrungsräume zu öffnen, ist Aufgabe von frühkind licher Bildung und 
Erziehung. Diesem Verständnis von Bildung nicht zu entsprechen bedeutet, 
individuelle Entwicklungsmöglichkeiten einzuschränken. 
 
 
 
 
 
 
Bildung heißt Selbst- 
bildung mit aktiver  
verantwortlicher  
Begleitung

10    
2 ERZIEHUNGS - UND BILDUNGSZIELE  
 
2.1 Definition und Verständnis 
 
Ziele beschreiben grundsätzlich einen angestrebten,  zukünftigen Zustand der 
Entwicklung, Verhaltensweisen oder Tätigkeiten von Kindern. Sie sind Leit-
normen, die auf den Lern- und Erziehungsprozess aus gerichtet sind und sie 
sind Voraussetzung für geplantes und reflektiertes pädagogisches Handeln. 
 
educcare beschreibt Ziele als „Muss“ in der pädagog ischen Arbeit mit dem kon-
sequenten Blick „vom Kind aus“. Ziele sind Vorausse tzung, damit Bildungs-
arbeit, d.h. die Entwicklung von Kindern hin zu wel toffenen, fröhlichen, 
selbstbewussten Menschen sowie zu verantwortungsvol len Mitgliedern einer 
Gemeinschaft, stattfinden und gelingen kann.  
 
Zu sein, was in einem steckt, ist Grundverständnis aller Zielformulierungen. 
 
2.2 Die Schatzkiste der Kompetenzen  
 
Jedes Kind – unabhängig von Kultur, Religion, sozia lem Status - muss die 
Möglichkeit haben, sich umfassend zu entfalten und seine Persönlichkeit sowie 
individuellen Potenziale unbeschwert zu entwickeln.  Vertrauen in das eigene 
Können, Kreativität und die prägenden Erfahrungen v on Selbstwirksamkeit sind 
die angestrebten Grundlagen, die das Kind befähigen , das eigene Leben aktiv 
zu gestalten. Sie fühlen sich sicher durch ein Bewu sstsein der Zugehörigkeit 
und in dem Wissen, dass sie einen wertwollen Beitra g zur Welt darstellen. Die 
Vielfalt der Erfahrungen, der Umgang mit Versuch un d Irrtum sowie die 
Fähigkeit der Selbstmotivation sind ein unschätzbar er innerer Reichtum, auch 
oder gerade in einer schnelllebigen, sich ständig verändernden Welt. 
 
Verstehen wir Kompetenz als eine sich lebenslang fü llende Schatzkiste, finden 
wir in ihr die Gesamtheit an Einsichten und Fertigk eiten, über die ein Mensch 
verfügt. „Einsichten“ bedeutet ein Stück Wirklichke it begreifen und 
„Fertigkeiten“ der aktive Umgang mit ihnen. 
  
 
 
 
 
 
 
 
Zu sein was in einem 
steckt, ist Grund- 
verständnis aller  
Zielformulierungen

11    
Zu den einzelnen „Juwelen“ in dieser Schatzkiste ge hören  
 Lernkompetenzen (das Lernen lernen)  
 und Lebenskompetenzen (die Entwicklung grundlegend er sozialer und 
emotionaler  Fähigkeiten) 
 
sowie die „Perlen“ aus den klassischen Bildungsbere ichen  
 Bewegung und Körpererfahrung 
 Sprache und Kommunikation 
 Kunst und Musik 
 Natur und ihre Phänomene 
 Medien und Technik

12    
2.2.1 Das Lernen lernen  
Kinder jeden Alters finden täglich neue Wege, in di e Welt des Wissens 
aufzubrechen. Das, was vorrangig spielerisch ersche int, wird bei näherer 
Beobachtung systematisch, konzentriert und 
 unbeirrbar konsequent. Der 
„heilige Ernst“, mit dem Kinder lernen und ihre - m itunter widersprüchlichen - 
Erfahrungen in neuen Zusammenhängen anwenden, finde t sein Gegenüber im 
mit-forschenden, mit-konstruierenden Erwachsenen . Die individuellen „Wege 
des Lernens“ stellen eine eigene Qualität dar, sind  niemals falsch oder 
unvollständig und auch keine „Primitivform“ des erw achsenen Denkens. Sie 
geben Einblick in die Art und Weise, wie Kinder ler nen und ihre Eindrücke nach 
außen tragen. Im Wechselspiel mit dem begleitenden Erwachsenen finden die 
Kinder heraus, dass sie lernen, was sie lernen, wie  sie lernen und wie sie es 
sinnbringend nutzen können. 
 
Auf lernmethodische Kompetenz zurückgreifen zu könn en bedeutet, sich auf 
neue Situationen, veränderte Anforderungen und/oder  Rahmenbedingungen in 
Alltags- und später im Berufsleben kurzfristig eins tellen zu können und kreativ 
zu (re)agieren.  
 
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen: 
 Unterstützung individueller Lernformen und -wege 
 Fähigkeit, das eigene Lernen einzuschätzen und erf olgreich 
anzuwenden 
 Wissen zu erwerben und zu organisieren 
 Entwicklung von Handlungsstrategien 
 Fähigkeit, Wissen und Erfahrungen kreativ zur Lösu ng von Problemen 
einzusetzen 
 
Eine effiziente und nachhaltige Vermittlung dieser Kompetenzen setzt 
voraus, dass  Kinder Wissen von Anfang an in lebens nahen, sozialen und 
fachübergreifenden Kontexten erwerben und anwenden können. 
Schwerpunkte der ersten Lebensjahre bilden die Entf altung aller Sinne, 
Wahrnehmung und Bewegung. Erfahrungen mit der Leben sumwelt, und 
Selbsterfahrung in sozialen Bezügen sind eingebette t in ganzheitliche 
Lernangebote. Dies findet eine besondere Ausprägung  in internationalen 
Kindertagesstätten, deren tägliche Arbeit die versc hiedenen Kulturen,  die 
in der Einrichtung vertreten sind, einbindet und widerspiegelt.  
 
Die individuellen Wege 
des Lernens sind eine 
eigene Qualität

13    
2.2.2 Lebenskompetenzen (Ich-sein-wollen und Du-sein-können)  
 
Kinder benötigen grundlegende Kompetenzen im sozial en und emotionalen 
Bereich, um besonderen Anforderungen gewachsen zu s ein. Der Entwicklung 
von „Lebenskompetenzen“ ist eines der zentralen Zie le, Kinder nicht nur im 
Hier-und-Jetzt zu unterstützen, sondern sie auch au f ein Bestehen in der 
„Gesellschaft von morgen“ vorzubereiten. 
 
Entwicklung von Lebenskompetenzen richtet sich auf individuumsbezogene 
Kompetenzen (persönlich, kognitiv, emotional) und  Kompetenzen zum 
Handeln im sozialen Kontext. 
Einen besonderen Schwerpunkt bilden interkulturelle  Erziehung und 
Beteiligung von Kindern als Lernfeld für gelebte De mokratie (z. B. 
Kinderkonferenzen). 
 
Die Entwicklung interkultureller Kompetenz betrifft Kinder und Erwachsene.  
Sie ist Grundlage für ein konstruktives und friedli ches Miteinander von 
Individuen, Gruppen und Gruppierungen mit unterschi edlichen kulturellen und 
sprachlichen Traditionen. Anders-Sein als Chance un d Bereicherung 
anzuerkennen ist notwendig zur Entwicklung einer kulturellen Identität.  
Wir verstehen interkulturelle Kompetenz als komplex en Entwicklungsprozess, 
der auf verschiedenen Ebenen – Wissen, Einstellunge n, Emotionen und 
Handlungen - angesiedelt ist. Er lässt Widersprüche  zu und befähigt durch den 
Wechsel der Perspektiven, mit verschiedenen Erwartu ngen und Normen 
konstruktiv umzugehen. Kinder entwickeln ein Bewuss tsein für unterschiedliche 
Lebensformen und für selbstverständliches Zusammenl eben unterschiedlicher 
Kulturen. 
 
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen: 
 Entwicklung bzw. Verstärkung eines positiven Selbs tkonzeptes (positive 
Selbsteinschätzung, Selbstvertrauen und -wirksamkei t, kulturelle 
Identität) 
 Fähigkeit zur Selbstregulation (eigene Fähigkeiten  und Möglichkeiten 
nutzen, etwas ausdenken und verwirklichen, sich ent scheiden und 
organisieren, zurückblicken können ...) 
 Soziale Fähigkeiten (Verantwortungsbewusstsein und  –übernahme für 
sich selbst, für andere, für Natur und Umwelt, geschärftes Bewusstsein  
 
 
 
 
Die Entwicklung von 
Lebens-kompetenz ist 
die Voraussetzung für 
das Bestehen in der 
Zukunft

14    
für kulturelle Unterschiede, Kontakt mit den eigenen Gefühlen und 
Erlebnissen, Einfühlungsvermögen und Perspektivenwechsel, stabile 
emotionale Beziehungen zu Bezugspersonen, positive Beziehungen zu 
Gleichaltrigen, Interessen zurückstellen und kooperieren können ...)  
 Kommunikations- und Konfliktfähigkeit (Nutzung ver baler und non-
verbaler Ausdrucksformen, zuhören, erzählen, eigene Ideen zum 
Ausdruck bringen, konstruktives Denken, Problembewusstsein, Konflikte 
gewaltfrei bewältigen, Mehrsprachigkeit...) 
 Kreativität und Explorationslust (gedankliche und gestalterische 
Spielräume einsetzen, Blickwinkel verändern, Positi onen wechseln, 
etwas herausfinden, hinterfragen und auf den Grund gehen können...)

15    
2.3 Klassische Bildungsbereiche 
 
2.3.1 Von der Stelle kommen  
(Bewegung und Körpererfahrung) 
 
Kinder entdecken und erforschen ihre Umwelt, indem sie sich bewegen. Sie 
erhalten zahlreiche Informationen über die Sinnessy steme und den Körper und 
machen dadurch Erfahrungen über sich selbst und ihr e Umgebung. Sie erleben 
durch ihre Aktivität, dass sie imstande sind, etwas  zu leisten und etwas zu 
bewirken. Sie erfahren, dass sie durch körperliche Handlungen Selbstständig-
keit und damit auch Unabhängigkeit erreichen können.  
Bewegung und Wahrnehmung sind die ersten Instrument e zur Bildung des 
Selbstkonzeptes und mithin auch die prägendsten Erf ahrungen für die 
Identitätsentwicklung. Damit ist Bewegung nicht nur  Grundvoraussetzung für 
eine körperliche Entwicklung, sondern auch für die geistige und emotionale 
Entfaltung. 
 
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen: 
Die Förderung der Grobmotorik umfasst unter anderem  
 Entwicklung des Körperschemata (den eigenen Körper  spüren und 
wahrnehmen, sich seiner Relation zur Umwelt bewusst  sein, innere 
Empfindungen spüren...) 
 Einsatz und Steuerung des Körpers in unterschiedli chen Situationen (Ko-
ordination verschiedener Körperteile, Anspannung-En tspannung, zielge-
richteter Einsatz der Muskulatur, balancieren, den Ball werfen, rückwärts 
laufen...) 
 
Die Förderung der Feinmotorik umfasst unter anderem  
 Förderung der Fingerfertigkeit / Handgeschicklichk eit (gezieltes be-
wegen, greifen-loslassen, Handhabung unterschiedlic her Gegenstände 
und Materialien, Klavier spielen, jonglieren, beidh ändig zeichnen, 
Mandelsplitter auf einem Kuchen dekorieren....) 
 Auge-Hand-Koordination (einen Faden in die Nadel f ädeln, Flüssigkeit in 
unterschiedliche Gefäße schütten, einen Ball aus der Luft fangen...) 
 Vorfreude auf alles, was ein Mensch lebenslang han dhaben kann 
 
 
 
 
 
Bewegung und Wahr-
nehmung sind die 
ersten Instrumente zur 
Bildung des 
Selbstkonzeptes

16    
2.3.2 Spielzeug Sprache 
(Kommunikation und Sprache) 
 
Kommunikation umfasst die verbale und auch die nonv erbale Kommunikation, 
wie Gestik, Mimik, Körpersprache, Tonfall, Rhythmus . Besonders im frühen 
Alter der Kinder besitzt die nonverbale Kommunikati on eine nochmals 
gesteigerte Bedeutung.  
 
Dem Kind vermittelt sich die Sprache (solange es no ch nicht lesen und 
schreiben kann) nur über das Ohr. Es sind die Wörte r der anderen, die das 
Kind wahrnimmt und nachahmt. Es versucht, die Bedeu tung zu verstehen und 
ihren Gebrauch zu übernehmen. Es brabbelt und lallt  nach, bis es irgendwann 
das erste Wort formt. Damit hat Spracherwerb als „P roduktion von Lauten“ 
etwas Spielerisches, Experimentelles und in gleichem Maße Sinnstiftendes. 
 
Sprache als ein Mittel der Kommunikation erfordert ein komplexes 
Zusammenspiel geistiger und motorischer Fähigkeiten: 
 die Sprache ist eine motorische Höchstleistung. Si e ist demnach 
Bewegung 
 sie ermöglicht Verständigung 
 sie erweitert körpersprachliche Möglichkeiten wie Gebärden, Mimik und 
Gestik. Sprache macht unabhängig von Raum und Zeit 
 Sprache ermöglicht es, unsere Gedanken zu zentrier en und uns mit 
einer Sache besonders auseinander zu setzen. Sprach e steuert, lenkt 
und zentriert die Aufmerksamkeit 
 Sprache ermöglicht es, über unsere eigene Person, unser Denken, 
unser Handeln und seine Auswirkungen nachzudenken. Sprache schafft 
bewusstes Sein -  Bewusstsein 
 Sprache fasst zusammen, ermöglicht Assoziationen u nd Generali-
sierungen. Sprache strukturiert das Denken – die Ko gnition 
 
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen: 
 Korrekter, bewusster und kritischer Umgang mit der  deutschen 
Sprache und - in einigen educcare Tagesstätten - ei ner zweiten 
Sprache  
 Vergrößerung des allgemein angewandten Wortschatze s 
 
 
Sprache ermöglicht 
Verständigung und 
schafft bewusstes Sein

17    
 altersgemäße grammatikalische Kompetenz  
 Stärken des einzelnen Kindes in seiner Beziehung z ur Welt (Erfahrungen 
und Gedanken verbal ausdrücken und andere verstehen können) 
 
Sprache ist – im Unterschied zu Krabbeln, Laufen, K lettern, ... – die einzige 
Fähigkeit die nur im beständigen, unmittelbaren Kon takt zu einem Menschen 
gelernt und verfestigt werden kann. Kinder finden i n educcare Tagesstätten 
daher gute Vorbilder, die sie freundlich und anerke nnend unterstützen, ihre 
Sprechfreude anregen, Artikulation, Wortschatz und Grammatik durch ihre 
Sprechweise vermitteln und Kritik sowie Nichtachtung vermeiden. 
 
Bilingualität – Let’s have some fun .… Bienvenue   …  Merhaba .... 
Eine zweite Sprache ist ein Geschenk. Sie schafft Z ugang zu anderen 
Menschen und Kulturen. Sie ist der Anfang von Inter nationalität. Gerade in den 
ersten Lebensjahren sind die Möglichkeiten eines sp ielerischen Spracherwerbs 
so gut wie nie wieder. Dies gilt es den Kindern zu ermöglichen.  Ferner 
eröffnen gute Sprachkenntnisse den Menschen Chancen  in der persönlichen 
Entwicklung.  
 
Im Kindergartenalter ist es eine Hauptaktivität der  Kinder neue Worte, Sätze 
und Wendungen zu entschlüsseln. Damit stellt das Le ben in der Tagesstätte 
auch für den Zweitspracherwerb eine ideale Vorausse tzung dar. Gelernt wird 
im sog. „Sprachbad“, durch Hören, Nachahmen, beglei tende Aktivität.  
 
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen: 
 spielerisches natürliches Kennenlernen, Verstehen und Gebrauchen der 
zweiten Sprache 
 Zweitspracherwerb nach den selben Prinzipien wie d as Erlernen der 
ersten Sprache  (Verständnis der Situation durch die Aktivität) 
 Unterstützung des Selbstbildungspotenzials von Kin dern, indem kreative 
Strategien der Kinder aufgegriffen werden, die es i hnen erleichtern, sich 
im „Dschungel“ fremder Laute und Worte zurechtzufin den 
 ausschließliche Nutzung von Fähigkeiten, über die Kinder ohnehin 
verfügen 
 
 
 
 
 
 
 
 
Eine zweite Sprache 
schafft Zugang zu 
anderen Menschen  
und Kulturen

18    
2.3.3 Manchmal fliegt eine Kuh vorbei  
(Kunst und Musik) 
 
Kinder kommen mit einer Fülle von Phantasie und Vor stellungskraft auf die 
Welt. Ihre Entwicklung lebt von Sinneserfahrungen u nd ist eng verknüpft mit 
dem Drang nach Ausdruck, Gestaltung und Kommunikation. 
Der Aufbau von musischen und künstlerischen Fähigke iten ist ästhetische 
Bildung. Sie schafft Vertrauen zu sich selbst und d urch das musische 
Zusammenspiel auch zu anderen Kindern.  
 
Vor diesem Hintergrund räumen educcare Tagesstätten  den Kindern den 
größtmöglichen Spielraum für die eigene Phantasie e in. Sie stellen den Kinder 
Materialien bereit, mit denen sie wirklich gut arbe iten können und schaffen 
ihnen den Platz, der ihrem kindlichen Bedürfnis nac h persönlichem Ausdruck 
und raumgreifender Aktivität Rechnung trägt. Kunst und Musik als „Sprache der 
Emotion“ ist ein schöpferischer Prozess, in dem die  Kinder Empfindungen, 
Gefühlen, Beziehungen, Problemen, vorübergehenden T heorien, Ideen von 
etwas Möglichem wie offensichtlich Unmöglichem Gestalt geben.  
 
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen: 
 aktives gestalterisches Lernen  
 genussvolles Spiel mit Zeichen, Symbolen, Farben, Formen, Materialien, 
dem eigenen Körper... 
 experimenteller Umgang mit unterschiedlichen Ausdr ucksformen 
 Spuren hinterlassen 
 Entwicklung einer persönlichen Bildersprache (auf Papier, in Ton/Stein, 
aus Klang, als Bewegung...) 
 Erweiterung der Lebenskompetenzen 
 
In besonderer Weise werden die Sinne unterstützt. D ie integrative Kunst- und 
Musikförderung betrifft  
 
 den Gehörsinn (z. B. Fähigkeit Laute differenziert  zu hören, Entwicklung 
von Sprachrhythmus und -melodie) 
 den Sehsinn (z. B. Raumorientierung, Wahrnehmung v on Strukturen, 
visuelles Gedächtnis) 
 
 
 
Mit Phantasie über-
fliegen Kinder Grenzen, 
mit Ihren  Erfahrungen 
sammeln Sie Wissen an, 
aus der Verknüpfung 
ziehen sie tiefe 
Befriedigung

19    
 den Tast-, Spür- und Gleichgewichtssinn (z. B. Bew egungswahrnehm-
ung, taktile Wahrnehmung, Orientierung und räumlich es Vorstellungs-
vermögen) 
 
Kreative Medien haben in educcare Tagesstätten eine n hohen Stellenwert. Sie 
verbinden Spaß, Genuss und Erkenntnisgewinn auf bes ondere Weise. Mit Ihrer 
Phantasie überfliegen Kinder Grenzen, mit ihrer Erf ahrung sammeln sie 
Wissen an, aus der Verknüpfung ziehen sie tiefe Befriedigung.  
Und machen (von) sich ein neues Bild...

20    
2.3.4 Am Anfang ist das Staunen  
(Natur und ihre Phänomene) 
 
Kinder haben starkes Interesse an Fragen und Antwor ten aus dem Bereich der 
Natur. Sie wollen die Zusammenhänge ihres lebenswel tlichen Umfeldes 
ergründen. Dieses Interesse gilt es aufzunehmen und  Raum für Entfaltung und 
Ergründung zu schaffen. Den Kindern werden in ihrer  experimentellen 
Forschertätigkeit naturwissenschaftliche Fragen bew usst, aus denen sie mit 
Hilfe der Erwachsenen für sie einleuchtende und nat urwissenschaftlich 
stimmige Erklärungen ableiten. 
 
Ein besonderer Schwerpunkt wird in educcare Tagesst ätten auf den Bereich 
der unbelebten Natur gelegt. Mit der experimentelle n Einführung der 
Phänomene eröffnen sich den Kindern vielfältige Deu tungsmöglichkeiten. 
Staunen - als Ausgangspunkt - regt die Neugier an, weckt den „Forschergeist“ 
und unterstützt die Kinder, ihr intuitives Wissen o der die diffuse Kenntnis von 
„etwas“ zu überprüfen. Ihre Deutungen und Erkenntni sse übertragen sie auf 
andere Phänomene, um ihr Wissen weiter aufzubauen. 
 
Die Systematik ihrer Vorgehensweise finden die Kind er in beispielhaften 
Versuchsreihen wieder. Auswahlkriterium für die unt erschiedlichen 
Experimente ist stets das Interesse der Kinder, ihr  (intuitives) Wissen und der 
hohe Alltagsbezug. 
 
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen: 
Einbettung naturwissenschaftlicher Themen in die pädagogische Arbeit, wie: 
 Lichtspiele und Seh-Abenteuer (Versuche mit Licht und Schatten, 
Linsen, Lupen...) 
 Experimente mit Luffffffffffffft (Taucherglocke, L öschen einer Kerze durch 
Sauerstoffentzug, den Wind fangen...) 
 Schwimmen und Sinken (Erfahrungen zur Dichte von S toffen) 
Kraftspiele (Versuche mit Magneten, Kompass, Schwerkraft...) 
 
 
 
 
Staunen ist der Aus-
gangspunkt für 
Forschung

21    
2.3.5 Mit Knopf und Maus ein Stück von Welt  
(Medien und Technik) 
 
Kinder wachsen von Geburt an mit Medien und Technik  auf. Sie zeigen Inter-
esse an Funktionen und Verwendung. Bereits von Anfa ng an begeistern sie 
sich für das Telefon, den 
 Cassettenrecorder oder den Kühlschrank. Ihre ersten  
Kontrollerfahrungen machen sie, indem sie Geräte ei n- und ausschalten, 
Knöpfe drücken und sehen, was passiert. Sie haben u nterschiedlichen Zugang 
zu Fernsehern, Computern und Videospielen und nicht s verschließt sich ihrer 
Neugier. Entsprechend verantwortungsbewusst müssen Erwachsene planen, 
agieren und reagieren. 
 
Kinder verstehen die  Bedeutung unterschiedlicher t echnischer Geräte am 
besten, wenn sie sie als nützliches Werkzeug im All tag erfahren. Radio, CD-
Player, Cassettenrecorder, Telefon, Kamera, PC sind  nur einige Beispiele aus 
der Informations- und Kommunikationstechnik, mit de nen Kinder heute selbst-
verständlich aufwachsen. Medien und Technik müssen als  Bestandteile kind-
licher Erfahrenswelten in die pädagogische Arbeit integriert werden.  
 
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen: 
 spielerisch-forschender Zugang zu Medien und Techn ik 
 Vermittlung eines sachgerechten, selbstbestimmten und verantwort-
lichen Umgangs mit technischen Geräten und Medien 
 Förderung der Kommunikation und Kooperation durch die gemeinsame 
Auseinandersetzung mit Technik und deren Nutzung 
 Entwicklung altersentsprechender Medienkompetenz i n den Bereichen  
o Druckmedien (Bücher, Zeitungen, Briefe...),  
o Hörmedien (Radio, Cassettenrecorder...) 
o visuelle Medien (Dias, overhead-Projektionen...) 
o audiovisuelle Medien (Fernsehen, Film, Computer... )   
 
 
 
Medien und Technik 
gehören zu den 
Erfahrungswelten 
von Kindern

22    
3 WEGE ZUM ZIEL  
 
3.1  Wie Kinder die Welt erfassen 
 
3.1.1  ALLE SINNE AUF EMPFANG   
Bis zum sechsten Lebensjahr bildet  sich die Grunds truktur der Nervenverbin-
dungen im Kopf eines neuen Erdenbürgers. In den ers ten zwei Jahren wird 
nahezu alles mit allem verdrahtet und im Kopf eines  Säuglings können bis zu 
zwei Millionen neue Kontakte entstehen - und zwar p ro Sekunde. Alle Sinne 
sind ausgerichtet,  die Welt möglichst unmittelbar und umfassend zu erkunden. 
 
Individuelles  Denken und Fühlen bildet sich zwischen dem dritten  und siebten 
Lebensjahr aus. Dann wird im Kopf sortiert. Nervenv erbindungen, die häufig 
gefordert werden, verstärken sich, wenig genutzte V erbindungen werden 
teilweise unwiederbringbar „eingeschmolzen“. So ent stehen und verschwinden 
Möglichkeiten.  
 
Kenntnisse hierüber erachten wir als notwendige Vor aussetzung für hoch-
wertiges pädagogisches Planen und Handeln. Langewei le und Unterforderung 
beeinträchtigen die gesunde Entwicklung des Gehirns.  
 
Lernangebote und Anregungen erfordern darüber hinau s eine enge Anbindung 
an Gefühle. Was nicht berührt, hat keine Dauer. Je mehr Sinne angesprochen 
und miteinander verknüpft werden, umso nachhaltiger  ist der Effekt des 
Lernens und Verstehens, des Behaltens und Erinnerns . Die Abbildung eines 
Feuers beeindruckt kaum, im Vergleich zum praktisch en Tun des 
Feuermachens. Die Flammen zu sehen, die Wärme zu sp üren, den Rauch 
riechen, das Knistern zu hören und vielleicht noch einer Geschichte in der 
Gemeinschaft zu lauschen, bedeutet eine eigene Erlebnisqualität.  
 
 
 
 
 
In einer Sekunde  
entstehen bis zu  
zwei Millionen neue 
Nervenverbindungen 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Nur was durch die Sinne 
geht, ist von Dauer

23    
3.1.2 Individualität als erzieherische Herausforderung 
 
Jedes Kind hat innerhalb seines genetischen Rahmens  „sein Entwicklungs-
potenzial“. Diese individuelle Ausprägung schafft d ie Grundvoraussetzungen, 
damit sich Fähigkeiten und Verhaltensweisen ausbild en können.  Um sie zum 
Ausdruck zu bringen, zu erproben und weiter zu entw ickeln, ist die Umwelt 
erforderlich. 
 
educcare Tagesstätten sind „Orte des Lernens und de r Entwicklung“. Sie sind 
aufregende Werkstätten, in denen Kinder - und zwar stets individuell und damit 
dem jeweiligen Entwicklungsschritt und der -geschwi ndigkeit angemessen - 
Selbst- und Weltbilder entwerfen. Sie schöpfen aus einer Vielzahl von 
Möglichkeiten, in der jede Frage und jede Antwort e ine Anregung zum 
Weiterdenken bedeutet.  
 
Es gibt kein Entwicklungsmerkmal, das bei gleichalt rigen Kindern gleich ausge-
prägt wäre. Die Vielfalt bei gleichaltrigen Kindern  entsteht, weil Eigenschaften 
und Fähigkeiten von Kind zu Kind unterschiedlich an gelegt sind und unter-
schiedlich rasch ausreifen. Nicht das Alter ist ent scheidend für die Förderung, 
sondern die individuelle Entwicklung des Kindes. Er ziehung 
 zur Individualität 
bedeutet folglich: Das Kind kann seine Stärken entf alten und lernt, seine 
Schwächen anzunehmen. 
 
Damit Kinder umfassend lernen und sich entwickeln k önnen, finden sie in 
educcare Bildungskindertagestätten eine vorbereitet e, zum Entdecken einla-
dende Umgebung und Weggefährten, die Verantwortung übernehmen für eine 
kindorientierte, individuelle Ausgestaltung der pädagogischen Arbeit vor Ort. 
 
 
Das Kind kann seine 
Stärken entfalten und 
lernt sein Schwächen 
anzunehmen

24    
3.1.3 Exkurs - wie Lernen nicht sein sollte  
 
Es gab einmal eine Zeit, da hatten die Tiere einen Kindergarten. Das 
Bildungsprogramm bestand aus Rennen, Klettern, Flie gen und Schwimmen 
und alle Tiere wurden in allen Fächern gebildet. 
 
Die Ente war gut im Schwimmen, besser sogar als die  Erzieher. Im Fliegen war 
sie durchschnittlich, aber im Rennen war sie ein be sonders 
 hoffnungsloser Fall. 
Da sie in diesem Bereich so schlecht war, musste si e immer wieder rennen, um 
das Rennen zu üben, und durfte nicht mit zum Schwim men gehen. Das tat sie 
so lange, bis sie auch im Schwimmen nur noch durchs chnittlich war. 
Durchschnittlich war aber akzeptabel, deshalb macht e sich niemand Gedanken 
darüber - nur die Ente. 
Das Kaninchen war zuerst im Laufen an der Spitze de r Gruppe, aber es bekam 
einen Nervenzusammenbruch und musste vom Kindergart en 
 abgemeldet 
werden – wegen der vielen Förderstunden im Schwimme n.  
Das Eichhörnchen war Bester im Klettern, aber der E rzieher ließ die 
Flugstunden des Eichhörnchens am Boden beginnen sta tt im Baumwipfel. Das 
Eichhörnchen bekam Muskelkater durch Überanstrengun g bei den 
Startübungen und wurde immer schlechter im Klettern und im Rennen. 
Die mit Sinn fürs Praktische begabten Präriehunde g aben ihre Jungen zum 
Dachs in die Gruppe, als die Bildungskommission es ablehnte, das Buddeln in 
die  Bildungsvereinbarung aufzunehmen.  
Am Ende des Jahres hielt ein anormaler Aal, der gut  schwimmen und etwas 
rennen, klettern und fliegen konnte, die Schlussansprache in zwei Sprachen. 
(Verfasser unbekannt) 
 
 
 
Die Ente musste immer 
wieder rennen, um das 
Rennen zu üben und 
durfte nicht mit zum 
Schwimmen gehen

25    
3.2 Methodisches Vorgehen 
 
 
3.2.1 Spielen, spielen, spielend lernen  
 
Das spielerische Treiben macht  – und das ist wicht ig – für das Kind Sinn.  
Was dem unbeteiligten Erwachsenen oftmals wie ein z ielloses oder will-
kürliches Hantieren mit Dingen und Materialien ersc heint, ist für das Kind eine 
ernste und wichtige Angelegenheit, und zwar unabhän gig von seinem Alter. 
Das Kind arbeitet. Es forscht, probiert aus, unters ucht, spielt mit seinen 
Möglichkeiten. Das Erkunden von Gegenständen über M und, Hände und 
Augen gibt z. B. Aufschluss über Größe, Formen und Eigenschaften. Dem 
wiederholten Herunterwerfen von Dingen kann das The ma „Flugdauer“ 
zugrunde liegen und ein ausdauernd im Kreis laufend es Kind setzt sich 
möglicherweise gerade mit Körper und Raum auseinand er. Wichtig bleibt: die 
Handlung an sich und die Erfahrungen, die das Kind beim Spielen sammelt, 
machen den Sinn seines Spiels aus.  
 
Es übt Verhaltensweisen ein. 
Es erwirbt Fähigkeiten.  
Es eignet sich Wissen an. 
 
Spielen ist universal. Der Ausdruck  des Spiels jedoch ist zeit- und kulturge-
bunden und damit verschieden von Generation zu Generation und von Gesell-
schaft zu Gesellschaft. 
 
Dieses Verständnis schafft die Basis für eine hohe Wertschätzung kindlichen 
Spielverhaltens.  
In educcare Tagesstätten wird der kindliche Spiel- und Erkundungstrieb alters-
entsprechend unterstützt durch: 
 eine Tages- und Zeitstruktur,  
die Raum für „freies“ Spielen ausdrücklich betont 
 ein anregendes Raumangebot,  
das dem Kind ermöglicht, seine spielerischen Aktivi täten frei zu 
wählen, selbstständig aufzunehmen, zu initiieren un d zu 
genießen 
 
 
 
Spielen ist „heiliger 
Ernst“ und unendlicher 
Spaß

26    
 durch „Spielsachen“  
und damit gemeint sind alle Dinge, die sich zum Spi elen 
eignen. Hierfür haben wir die profiliertesten Exper ten an 
unserer Seite: die Kinder 
 durch Erwachsene, die „aktiv mitspielen“, 
indem sie sich - wie im „freien Spiel“ - einlassen und vom Kind 
führen lassen. Initiative und Kontrolle bleiben beim Kind oder 
indem sie - wie in geplanten Angeboten - aktiv Vera ntwortung 
für die Steuerung des Prozesses übernehmen. Die Met hodik 
„Spiel“ wird zur Unterstützung individueller Entwic klungsschritte 
und Interessen oder zur Realisierung von Zielvorste llungen 
genutzt 
 
Während des „freien Spiels“ kommen der Haltung der Erzieherin im Sinne der 
„aktiven Begleiterin“ verschiedene Bedeutungen zu: 
 Sie ist Beobachterin 
Ihre Aufmerksamkeit und ihr „detektivischer Spürsin n“, entspringen 
dem echten Interesse, das Kind näher kennen und ver stehen zu 
lernen. Es gibt keine unwichtigen Fragen oder Theme n, sondern nur 
intensive und sinnvolle Lernprozesse. Was genau int eressiert das 
Kind? Was hat es vor und wie geht es vor? Wie drückt es sich aus? 
 Sie ist „ Weggefährtin und Wegbereiterin“ 
Sie begleitet, agiert, reagiert unter der „Regie“ d es Kindes. Sie mutet 
dem Kind Herausforderungen zu. Sie setzt Impulse un terschiedlicher 
Art, die die Engagiertheit von Kindern fördert und erhöht. Sie belehrt 
nicht. Sie teilt mit dem Kind Interesse und Erstaunen. 
 Sie ist Zuhörerin 
Sie ist da für Kinder, die in unterschiedlichen Sit uationen Rat und 
Unterstützung benötigen. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Es gibt keine 
unwichtigen Fragen

27    
3.2.2 Gezielte / strukturierte Angebote 
 
Die Planung konkreter Aktivitäten verfolgt das Ziel , das einzelne Kind und/oder 
eine (Teil)Gruppe im jeweiligen Entwicklungsprozess  zu bestärken. Ein 
besonderes Augenmerk ist dabei gerichtet auf: 
 die Unterstützung individueller Interessen und Stä rken  
 die gezielte Förderung von Entwicklungseinheiten u nd Kompetenzen  
 das Aufgreifen gruppenspezifischer Themen und Unte rstützung der 
Kinder bei der Verwirklichung  
 Beteiligung an Entscheidungsprozesses, Lernen in e iner lebendigen 
Demokratie (z. B. Kinderkonferenzen)  
 die Einbindung präventiver Interventionen (z. B. i n Themen  Motorik, 
Sprache, Gesundheit, Konfliktfähigkeit, Ich-Stärkung...)  
 
educcare hat in seinem Bildungs- und Betreuungskonz ept konkrete Ziele 
festgelegt, die sich aus der Verantwortung für eine  gesunde Entwicklung des 
Kindes ableiten. Der Erwerb bestimmter Lebenskompet enzen und die 
Erfahrungen des Lernens in unterschiedlichen Bildun gsbereichen sollen Kinder 
befähigen, Schritt für Schritt der selbstbestimmten  Gestaltung ihres Lebens 
näher zu kommen.  
Kinder lernen bei educcare in komplexen realen Lebe nssituationen. Daher sind 
Überschneidungen in den Bildungsbereichen notwendig  und gewollt. Gezielte 
Angebote zeichnen sich durch den Direktbezug zu den  Interessen der Kinder 
und durch die Fokussierung auf das aktuelle Thema a us. Ob das Erforschen in 
altersgemischten, in alters- oder entwicklungshomog enen Gruppen stattfindet 
wird je nach Ziel, Thema und Vorkenntnissen entschieden.  
Im pädagogischen Alltag bedeutet dies: 
 das einzelne Kind benennt / die Kinder benennen „i hr“ Thema und er-
fahren die Unterstützung des Erwachsenen auf dem We g der Weiter-
entwicklung und Verwirklichung 
 die ErzieherInnen formulieren ein Angebot aufgrund  von Beobachtung 
und Auswertung 
 die Erzieherinnen formulieren ein Angebot aus den vereinbarten 
Entwicklungs- und Bildungszielen 
  äußere Anlässe (der Bagger vor der Tür, ein Gebur tstag, kulturelle 
Anlässe...) schaffen ein Thema von Interesse und be gründen gezielte 
Angebote 
 
 
 
 
Kinder lernen in 
komplexen realen 
Lebenssituationen

28    
3.2.3 Projektarbeit 
 
In der pädagogischen Arbeit gibt es Ziele, die für alle gelten, aber es gibt kein 
„Programm“, das für alle gleich ist. Projekte, die beim Interesse der Kinder 
gestartet und individuell weiter auf-/ausgebaut werden, sind fester Bestandteil. 
 
Auf- und Ausbau machen deutlich, dass Projekte läng erfristig angelegt sind, 
um eine vertiefende Auseinandersetzung mit den jewe iligen Themen zu 
ermöglichen. Projektarbeit ist ausdrücklich prozess orientiert. Nicht nur das 
Verständnis, die Fertigkeit oder der erstellte Gege nstand stehen im Vorder-
grund, sondern auch der Weg dorthin besitzt höchste Bedeutung.  
 
Dies schließt ein: 
 Untersuchungen (z. B. von Beschaffenheiten, Strukt uren, Größen) 
 systematische Planung (z. B. Entwicklung von Handl ungsstrategien, 
aufeinander aufbauende Arbeitsschritte, Organisatio n von Material, 
unterstützende Ressourcen.... ) 
 Erprobung unterschiedlicher (Lösungs)Wege 
 Abstecher in analoge Bereiche (beispielweise kann ein Projekt „Mein 
Weg zum Kindergarten“ für Kinder interessante Exkur se einbetten z. B. 
zu Licht und Schatten - Sonne, Ampel, Scheinwerfer - zu 
Bodenbeschaffenheiten - Teer, Pflaster, Lehm - zu m athematischen 
Größen und Vorstellungen von Geschwindigkeit... usw.)  
 
Lernen durch forschendes Tun und lernen durch Wisse n finden in Projekten 
eine ideale Ergänzung. 
 
Entsprechend ist die Vorgehensweise der Erzieherinnen in der Projektarbeit ein 
andauerndes, dialogisches Wechselspiel zwischen Kin dern und Erwachsenen. 
Jedes Problem, jede Frage verdient Respekt und Beac htung. Dafür gibt es kein 
vorgeschriebenes Lerntempo. 
 
Die Erziehung von „Welt-Erkundern“ macht jede Erzie herin unweigerlich selber 
zur Forscher- und Entdeckerin. Es gilt zum einem da s Interesse der Kinder 
aufzugreifen und zum anderen - aus der Fürsorgepfli cht heraus - in wichtigen 
Bereichen, die Kinder nicht erkennen können, dieses  Interesse zu erzeugen. 
Das ist mitunter anstrengend, aber der Spaß,  „das gute Gefühl“,  ist - sofern 
man sich darauf einlässt - garantiert, auf beiden Seiten. 
 
Jedes Problem, jeder 
Gedanke, jede Frage 
verdient Respekt

29    
3.3 Exkurs - eine von vielen Möglichkeiten  
 
 
Stellen Sie sich vor, Ihr Kind entdeckt eines Morge ns auf dem Weg zum 
Kindergarten einen Stein.  
Oder einen schillernden Knopf. 
Oder eine Schneckenschleimspur. 
 
Sie kennen das gut. Kinder entdecken unaufhörlich ä ußerst wichtige Dinge. Sie 
forschen, experimentieren, stellen Vermutungen an u nd fragen uns zuweilen 
Löcher in den Bauch. Sie lachen, streiten, versöhne n sich, sind aktiv und voll 
unbändiger Neugier. Mit enormer Energie und unbestr eitbarem Vergnügen 
widmen sie sich der Auseinandersetzung mit ihrer Um welt, mit Menschen und 
Dingen. Ihre Wirklichkeit ist spannend, ihr Ausdruc k vielschichtig. Und Kinder 
überraschen uns - immer wieder neu.  
 
Mit diesem Bild vom Kind leben und lernen Kinder in  den educcare-
Bildungskindertagesstätten, indem wir sie nehmen un d lassen, wie sie sind. 
Darauf haben sie ein Recht. Und es bleibt die ausdr ückliche Verantwortung der 
Erzieherinnen vor Ort, den Kindern auf ihren „eigen willigen“ (Lern)Wegen zu 
folgen, Erfahrungen zu ermöglichen und die Entfaltu ng und Ausschöpfung ihrer 
individuellen Potenziale sicher zu stellen.  
Wir sind überzeugt: Wenn Kinder ihre Vorstellungen in Taten und persönliche 
Werke umsetzen können, verhilft ihnen dies zu einem  großen Glücksgefühl. Es 
bestätigt ihre Zuversicht, auf der Welt zu sein, um sie zu gestalten.  
Diese Vielfalt in ihrem ganzen Ausmaß zu kennen und  als biologische Realität 
zu akzeptieren ist eine grundlegende Voraussetzung dafür, den individuellen 
Bedürfnissen und Eigenschaften der Kinder gerecht werden zu können.  
 
Es ist daher kein Zufall, wenn  
der Stein Ihres Kindes vielleicht die ganze Kindert agesstättengruppe 
schnurstracks zum Steinmetz führt,  
der Knopf plötzlich zum Auge eines Drachens wird,  
die Schneckenschleimspur ausgedehnte Experimente mi t Schmierseife auslöst 
– und dies zum Glück für Sie nicht zu Hause, sonder n in der Tagesstätte.  
 
Und das ist garantiert erst der Anfang...  
 
 
 
 
Wenn Kinder ihre 
Vorstellungen in Taten 
und persönliche Werke 
umsetzen können, 
verhilft ihnen dies zu 
großen Glücksgefühlen

30    
4 WEGE SICHERSTELLEN  
 
4.1 educcare - Bildungskindertagesstätten TM  - Qualität und 
Gewissheit  
 
Gelingen im Umgang mit Kindern bedeutet für uns, wi e Kinder zu sein. 
Unbefangen, neugierig, ausdauernd und selbstkritisc h zu entdecken und zu 
erforschen - und zwar die uns anvertrauten Kinder. Ausgangspunkt bildet daher 
das „verstehen wollen“ der Individualität des Kinde s, dessen Stärken, 
Eigenheiten, Geschwindigkeiten, Potenziale und Ängste.  
Auf der Basis dieser wertvollen Entdeckungen wird d ann die Schatzkiste der 
Kompetenzen für jedes Kind durch individuell passen des pädagogisches 
Handeln gefüllt.  
Das pädagogische Handeln schließt ab mit der konzen trierten und 
selbstkritischen Überprüfung, ob wirklich funktioni ert, was wir erreichen wollten 
und wie wir Dinge verbessern können. Unsere Erfahru ngen sind damit zugleich 
Beginn neuer Entdeckungen. 
 
Um diesen Weg verlässlich und erfolgreich gehen zu können, bestehen bei 
educcare: 
 Strukturen, in denen die pädagogische Arbeit statt findet 
 Prozesse, die die Qualität der pädagogischen Arbei t flankieren 
 ein Umfeld, in das die pädagogische Arbeit eingebe ttet ist 
 
4.1.1 Der Individualität auf der Spur 
Individualität als ein Erfolgsfaktor für Glück und Weiterentwicklung ist 
Ausgangspunkt der Bildungs- und Betreuungsarbeit in  den educcare 
Tagesstätten. Um sie aufzuspüren, zu lesen, zu begr eifen und wirklich zu 
verstehen bedarf es professioneller Vorgehensweisen.  
 
Wahrnehmung und Beobachtung sind daher wichtiges Ha ndlungswerkzeug 
und Entscheidungsbasis bei der pädagogischen Planun g, Lenkung und 
Entwicklung individueller Lernangebote.  
Die Auswertung der verschiedenen Beobachtungen muss  zu einer 
Einschätzung des Kindes führen, wo es in den einzel nen 
Entwicklungsbereichen steht, wo individuelle Intere ssen, Stärken und 
Schwächen existieren.   
 
 
 
 
 
 
Strukturen und  
Prozesse garantieren 
Verlässlichkeit und 
Qualität pädagogischer 
Arbeit

31    
Nahezu täglich treffen ErzieherInnen Entscheidungen , die sich auf Verhaltens-
beurteilungen gründen. Deshalb gehört die Fähigkeit  zum systematischen 
Beobachten und Beurteilen zu den unverzichtbaren Gr undkompetenzen jeder 
pädagogischen Fachkraft in educcare Tagesstätten. D er kollegiale Austausch 
im Team stellt darüber hinaus sicher, dass untersch iedliche Beobachtungen, 
Wahrnehmungen und Sichtweisen in die Beurteilung des Kindes einfließen.  
 
Beobachtung ist in educcare Tagesstätten systematis iert. Dabei wird Beob-
achtung nicht als Kontrolle verstanden, sondern aus drücklich als (Be)Achtung 
dessen, was ein Kind tut, wie es sich verhält, was es sagt. educcare 
Erzieherinnen wollen das Kind in seiner Einzigartigkeit verstehen.  
 
Emotionales Wohlbefinden und Engagiertheit des Kind es sind 
 – entsprechend dem Ziel „zweites Zuhause“ – zu Beg inn vorrangige 
Beobachtungsaspekte. Deren positive Einschätzung is t Grundlage für weiteres 
Lernen und die Formulierung erster differenzierter Bildungsziele. 
 
Die Beobachtungsbögen wurden entwickelt, um Erziehe rinnen zu unterstützen, 
die Entwicklung von Kindern deutlich nachvollziehen  und durch die schriftliche 
Dokumentation laufend überprüfen zu können. Eine ze ntrale Stellung in der 
Beobachtung nehmen die Fragen ein: 
 wo steht das Kind mit seinen individuellen Fähigke iten, Interessen und 
Stärken in den einzelnen Entwicklungsbereichen? 
 entwickelt sich das Kind weiter? 
 welche Folgerungen leiten sich ab für die pädagogi sche Arbeit? 
 
4.1.2 Planen und handeln 
 
Sich auf den Weg machen heißt bei educcare, individ uelle Ausgangs-
situationen mit den pädagogischen Zielen des Konzep tes und den aktuellen 
Notwendigkeiten zu verbinden.  
 
Im Zentrum der Planung steht die „Schatzkiste anges trebter Kompetenzen“. 
Die Aneignung von Fähigkeiten, Wissen, Strukturen, Einstellungen und 
Umsetzungsformen bilden die Grundelemente, an denen  sich Angebote 
orientieren – entsprechend den Standards der Intern ationalen Baccalaureate 
Organisation (IBO). 
Die Fähigkeit zum 
systematischen 
Beobachten und 
Beurteilen gehört zu 
den unverzichtbaren 
Grundkompetenzen 
jeder pädagogischen 
Fachkraft

32    
Die Planung erfordert eine enge Zusammenarbeit der Erzieherinnen 
untereinander als auch verbindliche Schlüsselfragen , die Klarheit über das Ziel 
und die Wege zum Ziel bringen. 
Beispiele solcher Schlüsselfragen sind 
 was wollen wir erforschen, herausfinden, lernen, erreichen? 
 wie können wir überprüfen, dass wir erfolgreich war en? Wie wissen wir, 
was wir gelernt haben? 
 wie können wir es am besten verwirklichen? Wie woll en wir vorgehen? 
Welche Methoden, Medien, Menschen, Orte... unterstützen uns? 
 wie können wir andere daran teilhaben lassen, es fe iern, 
demonstrieren? 
 
Die Kinder sind - entwicklungsentsprechend - in die  Planung aktiv 
eingebunden. Sie erfahren so, dass sie kompetent si nd, dass sie Einfluss 
nehmen, Dinge in Bewegung bringen und Richtungen steuern können. 
Es ist die Bestätigung, mit jeder Ansicht und jeder  Idee wichtig zu sein und 
kleine als auch große Welten gestalten zu können.  
Es ist lebendiges Lernen in einer lebendigen Demokratie. 
 
4.1.3 Reflexion und tatendurstig auf ein Neues 
Die Auswertung der pädagogischen Arbeit bezieht sic h auf den konkreten 
Verlauf des Angebotes, auf methodische als auch per sönliche Kompetenzen 
und die Überprüfung, welche Ziele erreicht wurden. 
 
Rundes Gelingen macht Lust auf Wiederholung. Und we nn das nicht gelingt, 
erhöhen Umwege immerhin die Ortskenntnis und werden  als bedeutsame 
Erfahrung für die nächste, ebenso spannende Forschungsreise gewertet. 
Beides garantiert, zu verstehen wie man lernt. 
  
Beispiele für Schlüsselfragen sind: 
 waren die Kinder engagiert beteiligt? 
 waren die Methoden, Strukturen, Vorgehensweisen angemessen? 
 welche „Juwelen“ aus der „Schatzkiste der Kompetenz en“ waren 
besonders angesprochen? 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Reflexion heißt, Erfolge, 
Umwege und Fehler 
gleichermaßen für neue 
Wege zu nutzen

33    
 was hat am meisten beeindruckt? Was war wichtig? 
 was war von gegenwärtiger, zukünftiger oder exempla rischer 
Bedeutung?  
 welche Entwicklungen sind erfolgt, welche Möglichke iten haben sich 
eröffnet? 
 wie können wir weiter lernen? 
 
 
4.1.4 Dokumentation 
  
 
educcare versteht Dokumentation als „anschaulichen Beweis“ pädagogischer 
Praxis.  Sie bezieht sich auf alle Ebenen der Arbei t als auch auf das einzelne 
Kind. 
 
Für Kinder ist es eine unbändige Lust zu demonstrie ren, was sie gelernt haben. 
Dafür steht ihnen Aktionsraum (Erzählkreis, Atelier , Bewegungsraum...), eben-
so wie Dokumentationsraum (Wände, Regale, „Schau-Fe nster“) zur Verfügung.  
 
Präsentationen in den Räumen der Einrichtung (Werke  der Kinder, Fotos, 
begleitende Texte...)   
 wertschätzen die Kinder in ihrem Tun und ihrer Ent wicklung  
 regen an zu Kommunikation, zu Auseinandersetzung m it Gewesenem, 
zu Wiederholung und Veränderung   
 vermitteln Eltern (und Besuchern der Einrichtung) Anregungen und 
Transparenz  über das Geschehen in der Gruppe 
 spiegeln die vielfältigen Verantwortungen und Aufg aben der 
Erzieherinnen 
 
Ein wichtiges Instrument der Dokumentation der Fort schritte ist das „Ich-Buch“, 
das individuelle Portfolio des Kindes. Hier sind We rke des Kindes, Fotos, 
Episoden, Ergebnisse und „Schritte“ gesammelt, die für das Kind und seine 
Entwicklung von Bedeutung sind. Lernen Kinder ihr „ Ich-Buch“ als eine 
Sammlung von Kostbarkeiten kennen, wählen sie gezie lt aus, was einen Platz 
darin erhalten soll. Entscheidungskriterien sind au sschließlich die persönliche 
Bedeutung des Ergebnisses für das Kind und der Wert, den es ihm zumisst. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Dokumentation ist 
Wertschätzung

34    
4.1.5 Aufzeichnungssysteme in der pädagogischen Arbeit 
 
educcare hat ein aufeinander aufbauendes System ent wickelt, das 
Erzieherinnen fortlaufend bei der Dokumentation von  Entwicklung und ihrer 
Auswertung unterstützt:  
 Tagebuchaufzeichnungen erzählen ein Stück Alltag a us spontaner oder 
zielgerichteter Beobachtung 
 Der individuelle Entwicklungsbogen dokumentiert di e altersgemäße 
Entwicklung des Kindes an konkreten, beobachtbaren Fähigkeiten in den 
verschiedenen Entwicklungsbereichen. Er bedeutet fü r Eltern Sicherheit, 
dass alle Entwicklungsschritte ihres Kindes beachtet werden 
 Die schriftliche Einschätzung des Kindes fasst die  individuelle 
Entwicklung, besondere Interessen, Stärken und pote ntielle 
Entwicklungsdefizite des Kindes zusammen und beschr eibt pädag-
ogische Folgerungen und mit Eltern gemeinsam getrof fene 
Vereinbarungen 
 
Die regelmäßige Dokumentation hat darüber hinaus da s Ziel, Kontinuität auch 
bei Personalwechsel sicherzustellen. 
 
 
4.2 educcare als Träger - Verbindlichkeit und Sicherheit 
 
educcare trägt Verantwortung für verlässliche Rahme nbedingungen, die die 
pädagogische Arbeit der Fachkräfte maximal unterstü tzen. Dazu gehören u. a. 
Gruppenstruktur und Strukturen des Tagesablaufs sow ie Raumkonzepte und 
professionelles Personalmanagement. 
 
4.2.1 Familienvergleichbare Strukturen   
educcare verfolgt den Stammgruppenansatz. Das bedeu tet,  jedes Kind hat 
eine feste Gruppenzugehörigkeit und hier stabile Be ziehungen zu Kindern und 
Erzieherinnen. So entsteht ein „familien-vergleichb ares Umfeld“. 
Der Betreuungsablauf in den educcare Bildungskindertagesstätten 
TM  ist entlang 
der elementaren Bedürfnisse der Kinder strukturiert . Durch Bringzeiten, 
Essenzeiten, Entspannungszeiten und eventuelle Schl afzeiten sowie 
Abholzeiten ist die Grundstruktur festgelegt. Sie g ibt Kindern und Eltern 
verlässliche Orientierung und Sicherheit.  
 
 
Laufende schriftliche 
Aufzeichnungen 
schaffen die Basis für  
fundierte Einschätzun-
gen, für Transparenz 
und Sicherheit

35    
4.2.2 Verantwortung für Mitarbeiter  
Begleitung der Kinder in den wichtigsten Bildungsja hren erfordert mehr als 
Intuition - es erfordert absolute Professionalität bei den Erzieherinnen. Dies  ist 
eine Grundvoraussetzung um den Kindern und Eltern g erecht zu werden. Der 
Träger hat - unserer Meinung nach - durch entsprech ende Rahmenbedingun-
gen sicherzustellen, dass diese Professionalität en tstehen und sich permanent 
weiterentwickeln kann.  
Hierzu zählen genaue Auswahl der Kolleginnen anhand  authentischer 
Begeisterung für die Arbeit mit Kindern, dem erkenn baren Willen zur 
Weiterentwicklung, Bereitschaft und Fähigkeit zur S elbstverantwortung sowie 
Ergänzung des Team hinsichtlich Persönlichkeit und pädagogischer 
Schwerpunkte.  
 
Wofür educcare verantwortlich zeichnet:  
 laufende Mitarbeiter-Entwicklungsgespräche mit kla ren Zielen und 
vereinbarten Fortbildungsmaßnahmen  
 intensive Schulung in den für alle Mitarbeiterinne n obligatorischen 
Bereichen: educcare Konzept, Beobachtung, Dokumenta tion, 
Elterngespräche, Angebotsplanung 
 laufendes pädagogisches Coaching durch Träger Fach beratung 
 Möglichkeiten der Mitwirkung bei der Weiterentwick lung der jeweiligen 
educcare Bildungskindertagesstätte 
 Übernahme von übergreifender Themenverantwortung  
 Entlastung von administrativen Tätigkeiten 
 
 
4.2.3 Räume bilden  
Die Räume in den Kindertagesstätten sind als Erfahr ungswelten konzipiert und 
stellen so die Betätigungsmöglichkeiten sicher, die  Kinder für ihre Bildungs-
prozesse brauchen. Sie unterstützen die Eigenaktivi tät von Kindern, Selbstbe-
stimmung und Verantwortung. Mit ihrem hohen Aufford erungscharakter haben 
sie die Funktion eines „dritten Erziehers“. 
Damit entlasten die Räume auch zugleich die „realen “ Erzieherinnen und 
schaffen Ihnen Freiraum für die Beobachtung oder fü r die Durchführung von 
Angeboten.   
 
 
 
Begleitung der Kinder  
in den wichtigsten 
Bildungsjahren 
erfordert mehr  
als Intuition - es 
erfordert absolute 
Professionalität  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Räume als dritter 
Erzieher schaffen 
Freiraum für die realen 
Erzieherinnen

36    
4.3 educcare und Eltern – gemeinsam Verantwortung t ragen 
 
Eltern sind die Experten ihrer Kinder. Sie sind her zlich willkommen und in das 
Leben der Kindertagesstätte und die Arbeit der Erzieherinnen einbezogen. 
Um das einzelne Kind verstehen und fördern zu könne n und ihm in der 
Einrichtung das Gefühl einer zweiten Familie zu ver mitteln, ist die enge und 
vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern eine entscheidende 
Voraussetzung. Erforderliche Basis ist gegenseitige  Akzeptanz und Vertrauen. 
Der unkomplizierte und ehrliche Umgang, das authent ische Interesse an dem 
einzelnen Kind, eine offene Atmosphäre und Zeit sch affen diese Grundlage. 
Der Austausch beginnt bei der Eingewöhnung und setz t sich sowohl „beim 
spontanen Kaffee“ als auch bei den institutionalisi erten Elterngesprächen und –
abenden fort. Die regelmäßigen Elterngespräche zur Entwicklung ihres Kindes 
erfolgen im Abstand von 3 Monaten.  
Verbindlichkeit und absolute Vertraulichkeit gegenü ber gemeinsam getroffenen 
Vereinbarungen ist selbstverständlich. 
 
Eltern sollen sich - wie ihre Kinder - in der Tages stätte wohlfühlen. Bring- und 
Abholzeiten laufen deshalb ohne Stress. Auch Eltern  haben ein Recht, in 
educcare Tagesstätten ein zweites Zuhause zu finden  und Zeiten, sich zu 
entspannen. Mit einer Weinprobe vielleicht zum Elte rnabend, Beteiligung an 
Arbeitsgruppen sowie der Öffnung für den Besuch der  Großeltern soll dem 
zweiten Zuhause für Eltern Rechnung getragen werden. 
 
 
 
Der unkomplizierte und 
ehrliche Umgang, das 
authentische Interesse 
an dem einzelnen Kind, 
eine offene Atmosphäre 
und Zeit schaffen 
gegenseitige Akzeptanz 
und Vertrauen

37    
5 Dynamik der Konzeption 
 
Unsere Konzeption wird laufend überprüft und angepa sst. Sobald gesicherte 
Erkenntnisse über Verbesserungspotentiale vorliegen , fließen diese ins 
Konzept und über ein gesichertes Realisierungsvorge hen auch in die tägliche 
Arbeit ein. 
Die Überprüfung und die nachhaltige Verbesserung er folgen anhand 
bestimmter Prozesse. Akteure sind sowohl interne Mi tarbeiter als auch externe 
Berater und Organisationen. Den Austausch mit den E xperten der 
Jugendbehörden sehen wir ebenfalls als unerlässlich an. 
 
Ferner unterstützt der educcare Beirat die weitere Entwicklung von educcare. 
Den educcare Beirat bilden herausragende Personen, die ein ernstgemeintes 
Interesse an der Zukunft unserer Kinder und unserer  Gesellschaft verbindet. 
Zum jetzigen Zeitpunkt gehören dazu: 
 Prof. Dr. Gisela Lück, Professorin an der Universi tät Bielefeld, mit dem 
Forschungsschwerpunkt Naturwissenschaftsvermittlung im Vorschulalter 
 Fiona Stollmann, engagierte Bürgerin und Initiator in von Bildungs-
projekten für Kinder und Jugendliche 
 Dr. Patrick Adenauer, engagierter Unternehmer 
 Dr. Günter Bulk, Experte für Qualitätsmanagementsy steme  
 Dr. Traugott Schöfthaler, Generalsekretär der UNES CO Deutschland 
 Prof. Dr. Henning Wode, Begründer und langjähriger  Leiter des 
„Zentrums für Mehrsprachigkeit und Sprachkontakt“ d er Universität Kiel

38    
6 Kontakt und Verantwortlichkeiten 
Geschäftsführung:  
Axel Thelen 
Marcus H. Bracht 
 
educcare Bildungskindertagesstätten gemGmbH 
Alter Markt 36 - 42 
50667 Köln 
Fon: 0221/ 46619400 
Fax: 0221/ 46619499 
E-Mail: 
info@educcare.de

Anlage 6.1 OUTLAW Bewerbung

1361 Zeichen

Wir finden den Weg. Gemeinsam.

law

S ” Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH

Region West

An der Germania Brauerei 6 - 8
48159 Münster

Tel. 02 51 /28 92 38-0

Fax 02 51 /28 92 38-69
www.outlaw-iugendhilfe.de
region-west@outlaw-jugendhilfe.de

OUTLAW Geselschaft für Kindler- und Jugendhilfe gGmbH « An der Germania Brauerei &- B - 48159 Münster

Stadt Münster FR
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Be
Anna Pohl

Hafenstraße 30

48145 Münster

Münster, 16.07.2013

Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung Mauritz-Ost, Schmittingheide und

in Uppenberg an der Dreifaltigkeitsschule

Sehr geehrte Frau Pohl,

vielen Dank für das angenehme Gespräch im Rahmen unserer Bewerbung für die Trägerschaft der
Kindertageseinrichtungen in Mauritz-Ost, Schmittingheide und in Uppenberg an der Dreifaltigkeits-
schule. Gerne übernehmen wir die Trägerschaft für beide Einrichtungen und sind bereit einen Träger-

anteil von 1,5 % zu leisten.

Wir freuen uns über eine positive Rückmeldung und stehen gerne für weitere Informationen und

Gespräche zur Verfügung.

Mit freundlicheh Grüßen

Dr. Friedhelm Höfener
Geschäftsführer Region West

rm \ Geschäftsführer: Theodor Boomgaarden
DER PARITATISCHE Amtsgericht Steinfurt - Handeisregisternummer: HRB 2853
[UNSER SPITZENVERBAND Bankverbindung: Bank für Sozialwirtschaft Köln - BLZ 370 205 00 . Kto 7082 100

Anlage 5.0

42 Zeichen

Anlage 5 
 
Bewerbungs-
unterlagen  
 
ISS

Anlage 2.6 DRK Lageplan Kita Schmittingheide

1897 Zeichen

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Deutsches Rotes Kreuz Ey

DRK-Kreisverband Münster e.V. und
DRK Münster gemeinnützige Pflege und Service GmbH

Autismus-Therapiezentrum Di M
ie neue Kita:
Erste Hilfe-Ausbildung
Hausnotruf @ Schmittingheide
Sozialstation
Verwaltung
@ Zumsandestr. 24/27

Ärztliche Kinderschutzambulanz
@ Melchersstraße 55

Freiwilligendienste
@ Berliner Platz 33

Katastrophenschutz-Zentrum (Wache 4)
@ Kesslerweg 43a

Kindertageseinrichtungen
An der Meerwiese 11 (Coerde)
Horstmarer Landweg 85 (Gievenbeck)
@ Lindenbreie 43 (Gievenbeck)
@ Rilkeweg 43 (Hiltrup)

Migrationszentrum/Jugendtreff Coerde
@ Hamannplatz 38

Wohngemeinschaften für Demenzerkrankte
© Gremmendorfer Weg 44
@ Josef-Beckmann-Straße 7

Ortsverein Hiltrup
@® Friedhofstr. 15a

Ortsverein Nienberge
® Sebastianstr.

Ortsverein Roxel/Albachten
@® Lise-Meitner-Straße 8

Anlage 2.7 DRK Interessensbekundung für Kita Schmittingheide

1187 Zeichen

Deutsches
Rotes
Kreuz

Aus Liebe zum Menschen.

DRK-Kreisverband

DRK-Kreisverband Münster e.V. Zumsandestraße 25/27 48145 Münster Münster e.V.

Die Kreisgeschäftsführerin

Stadt Münster

Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Zumsandestraße 25/27
48145 Münster

Frau Anna Pohl Tel. 0251 37 880

Hafenstraße 30 . Fax 0251 37 88 55

48127 Münster www.DRK-muenster.de

info@DRK-muenster.de

Bearbeiterin
Gudrun Sturm

Tel. 0251 37 8827

Fax 0251 37 8855

g.sturm@DRK-muenster.de
Münster, 06.06.2013
sier, Vereinsregister VR1456
‚Amtsgericht Münster

Ausschreibung der Trägerschaft für eine neue Kindertageseinrichtung eperkasse Münsterland-Ost
in Mauritz-Ost, Schmittingheide Konto 57 109

Angebot zur Übernahme der Trägerschaft
Ihr Zeichen: 51 12 0022

Sehr geehrte Frau Pohl,

wir freuen uns über die positiven Entwicklungen im Bereich der Kindertages-
stätten in Münster und beteiligen uns gerne an der Ausschreibung der
Trägerschaft für eine neue Kindertageseinrichtung in Mauritz-Ost,
Schmittingheide.

Wir sind bereit, einen Trägeranteil von 1 % zu leisten.

Für weiterführende Gespräche stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Kreisgeschäftsführerin

Anlage
Pädagogische Konzeption

Anlage 1.2 AWO Interessensbekundung für Kita an der Dreifaltigkeitsschule

1569 Zeichen

SIA

AWO UB Münsterland-Recklinghausen - Clemensstr, 2-4 » 45699 Herten

Stadt Münster
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Frau A. Pohl

48127 Münster

Ihre Zeichen / Ihr Schreiben vom Unsere Zeichen Durchwahl "E-Mail

51 12.0022 -17

d.strzedula@awo-msi-re.de

Unterbezirk
Münsterland-
Recklinghausen

AWO

Geschäftsstelle Herten

Clemensstraße 2-4
45699 Herten

Tel.: 02366/10910
Fax: 02366/109160

Datum

23.05.2013

Bewerbung um die Trägerschaft für eine neue Kindertageseinrichtung

In Uppenberg an der Dreifaltigkeitsschule

Sehr geehrte Frau Pohl,

hiermit bewerben wir
Kindertageseinrichtung in Uppenberg.

uns um die o.g. Trägerschaft der

neuen sechsgruppigen

Als Betreiber von z. Zt. 69 Kindertageseinrichtungen in unserem Einzugsgebiet, davon
8 Einrichtungen in Münster, haben wir ein starkes Interesse, unser Angebot für die Stadt
Münster zu erweitern.

Als anerkannter armer Träger sind wir allerdings nicht in der Lage Trägeranteile an den
Betriebskosten zu übernehmen.

Wir würden uns freuen, wenn wir dennoch bei der Vergabe berücksichtigt werden würden.

Für Rückfragen und weitere Unterlagen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung und
verbleiben

mit freundlichen Grüße

we Hildebrandt

- Geschäftsführer -
Vorsitzender: Mitglied im AWO-Bezirksverband Eintrag unter VR 1598 Von der Körperschaftssteuer
Christian Bugzel Westliches Westfalen e.V. Amisgericht Dortmund befreit. Gemäß $ 5(1) Nr. 9 KStG
Geschäftsführer: Geschäftsführer: Steuer-Nr. 3595731/3679 als gemeinnützig anerkannt.

Uwe Hildebrandt Wolfgang Altenbernd Finanzamt Marl

Anlage 3.2 Educcare Interessensbekundung für Kita an der Dreifaltigkeitsschule

944 Zeichen

educcare

educcare + Alter Markt 36-42 « 50667 Köln

Stadt Münster

Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Leiterin des Amtes

Frau

Anna Pohl

48127 Münster

Köln, 1. Juli 2013

Interessensbekundungsverfahren an der Kindertagesstätte an der Dreifaltigkeitsschule in Uppendorf

Sehr geehrte Frau Pohl,

ich möchte hiermit unsere Interessensbekundung für die Kita an der Dreifaltigkeitsschule in Uppendorf
unter den genannten Bedingungen bestätigen.

Freundliche Grüße

ns

Iris Lateg:
Projektentwicklun

educcare Bildungskindertagssstätten gGmbH + Alter Markt 38-42 « 50667 Köln » Telefon 0 221 466 194 00 » Fax 0 221 466 194 99 - Email info@educcare.de
Bankverbindung: Sparkasse KölnBonn + BLZ 370 501 98 + Konta 144 862 950

Geschäftsführer: Marcus Bracht, Axel Thelen + AG Köln HRB 48030 + USt-Idnr DE228823572 + Beirat: Prof. Gisela Lück, Fiona Stollmann, Dr. Patrick Adenauer,
Dr. Günter Bulk, Dr. Ronald Bemecker, Prof. Dr. Henning Wode

Anlage 1.4 AWO Konzeption

12928 Zeichen

Bewerbung
Bewerbung zur Übernahme der Trägerschaft 
von städtischen Kindertageseinrichtungen
in der Stadt Münster

2
A WO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen   
Die Arbeiterwohlfahrt 
Unterbezirk Münsterland-
Recklinghausen
Die Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Münsterland-
Recklinghausen (im folgenden A WO) betreibt zur-
zeit in verschiedenen Städten bzw. Gemeinden 
(wie z.B. Münster , Greven, Steinfurt, Coesfeld, 
Borken, Kreis Recklinghausen) 69 Kindertagesein-
richtungen sowie verschiedene offene Kinder- und 
Jugendeinrichtungen. Die Verwaltung der gesam-
ten Kindertagesstätten ist in der Hauptgeschäfts -
stelle in Herten, Clemensstraße 2-4 angesiedelt. 
Dort befinden sich alle Abteilungen mit den Quer-
schnittsaufgaben Personalverwaltung, Rechnung- 
und Finanzwesen sowie die Fachbereichsleitung.
Die Fachberatung für den Bereich Kinderta -
geseinrichtungen hat ihren Sitz bei dem Spitzen -
verband, Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband West-
liches Westfalen e.V . in Dortmund. Dort werden 
Fortbildungen und Fachtagungen zu bestimmten 
Themen durchgeführt.
Die Trägeranbindung aller Kindertageseinrich-
tungen ist gewährleistet durch Leitungsversamm -
lungen mit der Geschäftsführung, regelmäßige 
Regionaltreffen mit der Fachbereichsleitung sowie 
Leitungsrunden unter Federführung der jeweiligen 
Multiplikatorin. Erfahrungen mit Betriebsübergän-
gen von Kindertageseinrichtungen gibt es in Cast-
rop-Rauxel und Münster .
Die A WO organisiert präventive und bedarfs-
gerechte, am Einzelfall orientierte Leistungen. Zum 
Leistungsspektrum gehören Familienzentren, Bewe-
gungskindergärten, nach Sebastian Kneipp zerti-
fizierte sowie integrative Einrichtungen. Ein T eil 
der Kindertageseinrichtungen hat sich erfolgreich 
im Bundesprogramm „Schwerpunkt-Kita Sprache 
und Integration“ positioniert und erhält bis 2014 
zusätzliche Mittel für Sprachförderkräfte. Weitere 
Einrichtungen arbeiten mit Projekten wie Papilio 
und Haus der kleinen Forscher .
Integrative Arbeit wird seit vielen Jahren in einer 
Vielzahl von Einrichtungen umgesetzt und ist 
eine Selbstverständlichkeit. Voraussetzung für 
die erfolgreiche integrative Arbeit ist der Einsatz 
von heilpädagogisch ausgebildetem Fachperso-
nal sowie die Einbindung des psychologischen 
Dienstes der A WO mit Sitz in Münster . Das in der 
Trägerbewerbung aufgeführte Konzept soll in ört-
liche Netzwerke und Kooperationen eingebun-
den werden und deren Ressourcen für die Arbeit 
nutzen.
Das pädagogische Konzept
Frühe Förderung von Kindern in unseren Kin-
dertageseinrichtungen und Familienzentren. Die 
Arbeit in unseren Kindertageseinrichtungen ist 
im Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII §§ 
22-26) in einem eigenen Abschnitt fachlich und 
sozialpolitisch verankert. Dieses Rahmengesetz 
stellt politisch das Recht auf Chancengleichheit 
und individuell das Wohl des Kindes in den Mit-
telpunkt.
Das Kinderbildungsgesetz (KiBiz) in NRW bil-
det die Grundlage für die pädagogische Arbeit.
Unsere Kindertageseinrichtungen sind Bildungs-
stätten für alle Kinder bis zur Einschulung. Sie sind 
auch der Ort für Eltern, an dem sie bei Fragen 
der Erziehung und Förderung ihrer Kinder Unter-
stützung finden. Die Einrichtungen haben einen 
intensiven Sozialraumbezug und bieten ein für 
alle Eltern erreichbares Informations-, Beratungs- 
und Unterstützungsangebot.
Die frühe Förderung von Kindern (bei Bedarf 
auch integrativ) und die Vereinbarkeit von Familie 
und Beruf sind für uns selbstverständlich. Jede ein-
zelne unserer Kindertageseinrichtungen versteht 
sich als ein Zentrum für Familien. Unsere Türen 
stehen allen Generationen offen.

3
A WO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen 
Bildung in unseren 
Kindertageseinrichtungen
Bildung ist ein lebenslanger Entwicklungsprozess 
und die Grundlage für soziale Integration, gesell-
schaftliche T eilhabe, Eigenverantwortung und 
Solidarität. Bildung bedeutet für uns, die natür-
liche Neugierde eines Kindes an seiner Umge-
bung lebendig zu erhalten, herauszufordern und 
zu begleiten.
Grundprinzipien
Grundlage unserer pädagogischen Arbeit ist 
der situationsorientierte Ansatz, der Kinder in 
ihrer unmittelbaren, täglichen Erlebnis-, Lern- und 
Lebenswelt in den Mittelpunkt stellt. Das Spiel ist 
die wichtigste Erfahrungs-, Ausdrucks- und Lern-
form von Kindern. Der situationsorientierte Ansatz 
nimmt immer Bezug auf die vergangene, gegen-
wärtige und zukünftige Lebenssituation der Kin-
der . Dieses stellen wir durch regelmäßig durch-
geführte und dokumentierte Beobachtungen und 
deren Analyse sicher . Wir unterstützen jedes 
Kind in seiner individuellen Entwicklung. Mäd-
chen und Jungen werden im Sinne des Gender-
Mainstreaming gleichermaßen gefördert.
Durch den altersgemischten familiären Grup-
penbezug erfahren unsere Kinder einen geschütz-
ten und sicheren Raum. Dies ist insbesondere für 
unter dreijährige Kinder erforderlich. Um den 
speziellen Bedürfnissen aller Kinder gerecht zu 
werden, bieten wir Projekte für Gleichaltrige 
an. Die Kombination von altersgemischten und 
altershomogenen Gruppen hat sich für unsere Bil-
dungsarbeit bewährt.
Gemeinsame Erziehung 
behinderter und nicht 
behinderter Kinder
Der Erziehungs- und Bildungsauftrag gilt bei der 
A WO gleichermaßen für behinderte und nicht 
behinderte Kinder . Jedes Kind wird in die Lage 
versetzt, seine Entwicklungspotentiale ganzheit-
lich auszuschöpfen. Der Schwerpunkt der A WO 
ist die soziale Integration (Inklusion).
Die A WO setzt sich für die T eilhabe am 
Gemeinschaftsleben ein und übernimmt Lobbyfunk-
tionen für Kinder und Eltern. Behinderte und nicht 
behinderte Kinder begegnen und akzeptieren sich 
in den Kindertageseinrichtungen. Ein erfolgreiches 
integratives Arbeiten setzt eine besondere Fach -
lichkeit ebenso voraus wie die Einbindung des 
gesamten pädagogischen Personals.
In enger Zusammenarbeit mit den Eltern set-
zen sich die Mitarbeiterinnen professionell mit 
Behinderungsformen auseinander und erarbeiten 
gemeinsam mit anderen Fachdiensten einen indi-
viduellen Förderplan. Die Koordination der För-
dermaßnahmen und der therapeutischen Maß-
nahmen werden im pädagogischen Alltag durch 
die Mitarbeiterinnen sichergestellt.
Regelmäßig wird die Wirksamkeit des För-
derkonzeptes überprüft und gegebenenfalls in 
Absprache mit Eltern und Fachdiensten angegli-
chen.

4
A WO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen   
Musik & Medien
Musik erleben, sich zur Musik bewegen, Instru-
mente bauen und spielen, sind Dinge, die Kin-
dern viel Freude bereiten und die fester Bau-
stein im Alltag der Kitas sind.
In der heutigen Flut von Medien ist eine 
elementarpädagogische Medienerziehung 
erforderlich. Die Kinder entwickeln Kompe-
tenzen im Umgang mit Medien durch eigene 
Erfahrungen mit verschiedenen Erscheinungsfor-
men von Lese,- Erzähl- und Schriftkulturen.
Künstlerisches Gestalten
In den Natur ,- Werk und Kreativbereichen und 
dem damit geschaffenen Zugang zu vielfäl-
tigen Materialien werden Kindern Anreize 
und Impulse gegeben, um grund-
legende Fertigkeiten und Fähig-
keiten zu erlernen.
in A W O Kinder t ag eseinr ic htung en
Musik und  
Medien
Int er k ultur elle  
K om pet enz
Et hik/W er t e-  
er ziehung
Spr ac he/ n und  
Spr ac hf ör der ung
Elt er narbeit - Er ziehungspar tner sc haf t und Ber atung
K üns tler isc hes  
Ges t alt en
Gesundheits-  
pr äv ention
N atur und  
U m w elt
N atur wissen-
sc haf t en  
T ec hnik und  
Mat hematik
Über g ang  
Ki T a in die 
Gr undsc hule
Soziale, emo tionale 
K om pe t enz
Bausteine 
pädagogischen 
Handelns
Unser pädagogisches Haus

5
A WO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen 
Natur und Umwelt
Die A WO bietet den Kindern durch vielfältige 
Begegnungen mit Tieren und Pflanzen Möglich-
keiten, die heimische Natur als etwas Wertvol-
les, Liebenswertes und damit Schützenswertes 
kennen zu lernen. Dieses ist die Basis für eine 
gelebte Umwelterziehung.
Interkulturelle Kompetenz
bedeutet für die A WO Gleichberechtigung von 
Kindern mit und ohne Migrationshintergrund, 
Bilinguale Erziehung, Zusammenarbeit mit den 
Eltern, Einbeziehung gesellschaftlicher , kultureller , 
religiöser und familiärer Lebensumstände und ist 
Querschnittsthema für alle Fortbildungen der päd-
agogischen Kräfte.
Ethik / Werteerziehung
Die A WO achtet Werte unabhängig von ethni-
scher Herkunft, Nationalität, Religion, Weltan-
schauung, sozialem Status oder Geschlecht und 
leistet so einen Beitrag zur Friedenserziehung.
Durch das Zusammenleben verschiedener 
Kulturen wird eine Vielfältigkeit und Bereicherung 
erfahren. „Vielfalt macht die Erde bunt“.
Gewalt und Symbole der Gewalt lehnt die 
A WO ab.
Gesundheitsprävention
ist ein wichtiger Baustein der pädagogischen 
Arbeit und umfasst die Bereiche:
  •  Bewegung
  •  Entspannung
  •  Ernährung und
  •  Hygiene
Die A WO sensibilisiert und fördert Kinder in 
ihrem Körper- und Gesundheitsbewusstsein nach 
Erkenntnissen der heutigen Gesundheitswissen-
schaften. Damit steigert die A WO die Eigenver-
antwortung, fördert die gesunde Entwicklung und 
stärkt die Gesundheit der Kinder .
Das Frühstück, Mittagessen sowie der Nach-
mittagssnack werden täglich frisch zubereitet. 
Die Auswahl der Lebensmittel findet unter Berück-
sichtigung kultureller , religiöser und gesundheitli-
cher Aspekte statt.
Naturwissenschaften, Technik 
und Mathematik
Die Kinder in den A WO-Kitas werden für tech-
nische und wissenschaftliche Phänomene und 
deren Prinzipien sensibilisiert.
Im „Haus der kleinen Forscher“ lernen die 
„Forscher-Kids“ gezielt unterschiedliche Berei-
che aus Natur und T echnik kennen. Für diesen 
Bereich werden Patenschaften mit Unternehmen 
angestrebt.

6
A WO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen   
Übergang Kita 
in die Grundschule
Das Kinderbildungsgesetz NRW und das Schul-
gesetz NRW geben eine enge Zusammenarbeit 
zwischen Bildungseinrichtungen im Elementar- & 
Primarbereich vor- alle beteiligten Institutionen 
übernehmen gemeinsame Bildungsverantwor-
tung für die Kinder .
Die A WO beteiligt sich intensiv an regionalen 
Netzwerktreffen, um die Grundlagen für einen 
gelungenen Übergang von der Kita zur Grund-
schule zu schaffen.
Sprache/n und Sprachförderung
Ganzheitliche Sprachförderung findet in den 
A WO-Kitas  motivierend und kindgerecht statt. 
Sie ist ein notwendiger und selbstverständlicher 
Bestandteil aller alltäglichen Abläufe.
Dabei werden die Bereiche Mundmotorik, 
Sprechmelodie, Artikulation, Wortschatz und 
Satzbau durch positive Sprachvorbilder und das 
Handeln mit allen Sinnen gefördert.
Mit den anerkannten Verfahren zur Sprach-
standserhebung (Seldak, Sismik, Bielefelder 
Screening und Delfin4) wird die Sprachentwick-
lung von deutschsprachigen Kindern sowie Kin-
dern mit Migrationshintergrund festgestellt. 
Soziale und 
Emotionale Kompetenz
Die emotionalen Fertigkeiten von Kindern ver-
ändern und erweitern sich in den ersten sechs 
Lebensjahren beträchtlich. Den Grundstein für 
diese bedeutende Entwicklungsaufgabe legen 
die Eltern. Gemeinsam mit den Eltern wird der 
Entwicklungsverlauf der frühen Kindheit gefördert 
und die Fähigkeit eingeübt, mit den eigenen und 
den Gefühlen anderer umzugehen. Sich seiner 
eigenen Gefühle bewusst zu sein, verschiedene 
Gefühlszustände voneinander unterscheiden zu 
können, Gefühle mimisch oder sprachlich zum 
Ausdruck zu bringen und eigenständig zu regu-
lieren sowie die Gefühle anderer Personen zu 
erkennen und zu verstehen, sind dabei die wich-
tigsten FähigkeitenElternarbeit – Erziehungspart-
nerschaft und Beratung
Eltern sind die Experten der Entwicklung ihres 
Kindes. Ihre Erfahrungen in der Familie werden 
in den A WO-Kitas wertgeschätzt und genutzt. 
Darum ist eine partnerschaftliche Kooperation 
zum Wohle des Kindes unabdingbar . So ergän-
zen sich die Kompetenzen der Familien und der 
Kita und bereichern sich wechselseitig.

7
A WO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen 
Die A WO verfügt über verlässliche interne und 
externe Netzwerke aus unterschiedlichen Fach-
richtungen und hat die Möglichkeit Eltern in 
besonderen Lebenssituationen zu beraten, an 
verschiedene Fachkompetenzen zu vermitteln 
und bei Bedarf zu begleiten. Im Mittelpunkt der 
Angebote stehen die individuelle Lebenssituation, 
sozialräumliche Gegebenheiten von Kindern und 
deren Familien. Kindertageseinrichtungen bieten 
ein wohnortnahes Zentrum mit bedarfsgerechten 
Öffnungszeiten und angemessener Betreuung 
während der Ferien und Schließungstage. Die 
Kita ist ein Treffpunkt mit vielfältigen Angeboten 
der Betreuung, Familienberatung und -bildung.
Die Kundenorientierung ist für die A WO ein 
wichtiges Instrument. Bedarfserhebungen und 
Befragungen sind dafür eine Selbstverständlich-
keit und werden als Grundlage für das jeweilige 
Kindergartenjahr zu Grunde gelegt.
Kontakt
Uwe Hildebrandt
Geschäftsführer der A WO
Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen
Clemensstraße 2 – 4 
45699 Herten
T elefon: 0 23 66 - 10 91-17
u.hildebrandt@awo-msl-re.de

www.awo-msl-re.de

Anlage 4.1 Evangelischer Kirchenkreis Bewerbung

1061 Zeichen

Ev. Kirchenkreis Münster - Postfach 3046 + 48016 Münster

Stadt Münster

Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Hafenstraße 30

48153 Münster

Münster, 02. Juli 2013

Ausschreibung der Trägerschaft für die neue Kindertageseinrichtung
in Mauritz-Ost, Schmittingheide

Sehr geehrte Frau Pohl,
sehr geehrter Herr Philipp,

vielen Dank für das freundliche Gespräch am 19. Juni 2013 zur
Trägerausschreibung der Kindertageseinrichtung Schmittingheide in
Mauritz-Ost.

Wir bestätigen Ihnen hiermit unser Interesse und die in unserer
Bewerbung aufgezeigten Konditionen zur Übernahme des Trägeranteils.

Wir würden uns freuen, die Trägerverantwortung für eine neue
Kindertageseinrichtung in Münster übernehmen zu können.

Mit freundlichen Grüßen

euch Yechrramım

= Busch-Bi

Tageseinrichtungen für Kinder

Evangelischer
Kirchenkreis
Münster

Tageseinrichtungen für
Kinder

An der Apostelkirche 3
48143 Münster
Postfach 3046

Auskunft erteilt:
Sabine-Busch-Böckmann

Ruf (02 51) 510 28 460
Fax (02 51) 510 28 9 460

sabine.busch-
boeckmann@ev-
kirchenkreis-muenster.de

Anlage 5.2 ISS Interessensbekundung

7802 Zeichen

Weitkinder

Mehrsprachige Kindertagesstätten

2

MEHRSPRACHIGE-KITA

15S- Mehrsprachige-Kita gGmbH Genovevastr 94 51063 Köln

Stadt Münster

Genovevastr. 94 51063 Köln
Amt für Kinder, Jugendliche und
Familien Tel.: 0221/9777480

48217 Münster kita@iss-netzwerk.de

www.iss.netzwerk.de

Köln, 05.06.2013

Bewerbung um die Trägerschaft für die neuen Kindertageseinrichtungen in Münster
Dreifaltigkeitsschule und Mauritz Ost, Schmittingheide

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

wir, die ISS- Kinder und Jugendhilfe gGmbH Köln, als Träger der freien Jugendhilfe, sind
sehr an der Trägerschaft der von ihnen ausgeschriebenen Kindertagesstätten in Münster-
Dreifaltigkeitsschule und Mauritz Ost, Schmittingheide interessiert. In Zusammenarbeit mit
der 100% digen Tochter, ISS- Mehrsprachigen Kita gGmbH betreiben wir z.Z. eine fünf
Gruppeneinrichtung in Köln/ Kalk und eröffnen Ende diesen Jahres eine weitere sechs
Gruppeneinrichtung in Köln/ Marienburg mit 10 Integrationsplätzen. An Standorten in
Duisburg und Essen sind wir im Gespräch mit den zuständigen Behörden, um evtl. auch dort
Einrichtungen zu eröffnen. Im April diesen Jahres haben wir uns für die Trägerschaft in
Münster, Handorf, Roxel und Gremmendorf beworben.

Unser jetziger Koordinator für Kindertagesstätten, Herr Lohscheller, ist ehemaligen
Münsteraner und Kitaleiter in Münster (bis Okt. 2012 Kita Glühwürmchen) gewesen. Er ist
bestens vertraut mit den örtlichen Gegebenheiten, der Trägerlandschaft und den
Verantwortlichen in Landes- und Stadtjugendamt.

Münster steht für Offenheit, Toleranz und Vielfalt. Die Unterstützung der sozialen Akteure
durch die Politik und Verwaltung in Münster ist von großem Engagement und hoher Qualität
geprägt. Wir glauben, das auf der einen Seite unser Mehrsprachenkonzept für
Kindertagesstätten und der interkulturelle Ansatz des ISS, eine Bereicherung im Angebot der

Münsteraner Trägerlandschaft sein kann. Auf der anderen Seite sind wir sicher, dass
Münster eine Bereicherung für die Arbeit und Weiterentwicklung des ISS ist.

Der „Interkulturelle Soziale Service“ (kurz ISS-Netzwerk) ist seit 2003 als gemeinnütziger
Träger in den Bereichen „Kinder- und Jugendhilfe“, sowie zu den Querschnittsthemen
„Integration — Migration — Partizipation — Inklusion“ in Köln und NRW tätig. Die ISS-Netzwerk
gGmbH, sowie die Tochtergesellschaften sind Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtverband.

Im Jahre 2008 wurde das ISS-Netzwerk als Dachgesellschaft der ISS-Kinder- und
Jugendhilfe sowie der ISS-Bildungsakademie gegründet. Erst jüngst - im Jahre 2011 — kam
die ISS-Mehrsprachige Kindertagesstätten als weitere Tochtergesellschaft hinzu.
Geschäftsführer der Dachgesellschaft, als auch der Tochtergesellschaften ist der
Sozialwissenschaftler Ali Koban.

Die ISS eigenen Hilfs- und Betreuungsangebote richten sich in ihrer interkulturellen
Schwerpunktsetzung an Familien mit und ohne Migrationsgeschichte, Kinder, Jugendliche
und derer Familien und an Einzelpersonen, die bei der Bewältigung von Krisen,
Erziehungsschwierigkeiten sowie konkreten Alltagsproblemen sozialpädagogische
Unterstützung und Hilfen benötigen.

Alle Gliederungen des ISS-Netzwerkes arbeiten systematisch, ressourcen- und
lebensweltorientiert, integrativ und vernetzend, und orientiert an universellen Werten und
(Menschen-)Rechten. Wir verstehen uns als überparteilich und religiös neutral.

Die transkulturelle Zusammensetzung des ISS-Teams spielt im Kontext einer durch Vielfalt
geprägten Gesellschaft und Klientelgruppe eine zentrale Rolle. Indem Menschen of Color
und mit Migrationshintergrund als Hauptamtliche nach innen (Träger, Team) und nach außen
(Klientel, Institutionen, Gremien) auftreten, wird ihre Sichtbarkeit und Hörbarkeit konsequent
vergrößert. Es ist ein politisches Signal, da hierdurch Zugänge zu gesellschaftlicher Teilhabe
geschaffen werden. Zudem ist dies in der Praxis oftmals Ausdruck eines qualifizierten
multiperspektivischen Beratungs- und Betreuungsangebotes.

Die kulturelle Vielfalt sowohl der Fachkräfte als auch der von ihnen betreuten Menschen
versteht ISS als Ressource und Bereicherung der pädagogischen (Bildungs-)Arbeit. Sie ist
wesentlicher Bestandteil des Selbstverständnisses und des pädagogischen Profils des ISS-
Netzwerkes. Über unsere Tochtergesellschaft, der ISS- Bildungsakademie gGmbH, aber
auch externe Anbieter, schulen wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter u.a. regelmäßig
im Bereich der interkulturellen Kompetenz.

Im Anhang stellen wir Ihnen die Konzeption unserer Weltkinder- Kita in Köln- Marienburg, in
der wir neben der Mehrsprachigkeit auch integrativ/ inklusiv arbeiten werden, vor.
Ausgehend von diesem Konzept würden wir die Arbeit in den Kitas in Münster den örtlichen
Gegebenheiten anpassen. Das heißt für uns auch, neben einer Deutsch/ Englischen
Gruppe, bedarfsorientiert eine weitere Sprache anzubieten und wenn gewünscht, integrative/
inklusive Plätze schaffen. Unser Mehrsprachenkonzept basiert auf wissenschaftlichen
Erkenntnissen. So ist der Aufbau unserer Einrichtung in Köln- Kalk von Prof. Apeltauer aus
Kiel, der im Bereich Spracherwerb (Zweit- und Drittsprache), insbesondere
Lernsprachentwicklung und Literalität, sowie interkulturelle Kommunikation und Erziehung
arbeitet, begleitet worden. Unser Mehrsprachenkonzept basiert auf der Erkenntnis, dass
Kinder vor allem im Alter bis 4 Jahren, also in der Zeit des grundlegenden Spracherwerbs,
neben dem Erwerb der Muttersprache, ein großes Interesse für Sprachen zeigen. Dh. durch

2

die alltägliche Begegnung mit Sprachen, ist es ihnen in dieser Zeit ein Leichtes, ein
grundlegendes und nachhaltiges Höhrverständnis für Sprache an sich zu entwickeln, dass es
ihnen in ihrem weiteren, dann schulischen Verlauf, ermöglicht, Sprachen besser zu begreifen
und somit schneller zu lernen.

Für uns ist es wichtig zu betonen, dass wir uns nicht als Organisation von Menschen mit
Migrationsgeschichte für Menschen mit Migrationsgeschichte verstehen, sondern uns als
integrativer Bestandteil dieser Gesellschaft sehen und es unser Anliegen ist, Verständnis für
Gemeinsamkeiten und Unterschiede und die Begegnung auf Augenhöhe zu fördern.

Wir sind in der Lage und willens einen Trägeranteil von 5 % zu erbringen. Die dafür
benötigten Mittel generieren wir aus, verschiedenen Quellen. Als Träger der in
verschiedenen Bereichen tätig ist, verfügen wir über die Möglichkeit, Gelder kurzfristig für
unterschiedliche Bereiche einzusetzen. Unser Konzept der Mehrsprachigkeit findet in der
Öffentlichkeit viel Aufmerksamkeit und Zuspruch. Dies ermöglicht uns zum einen Spenden
zu generieren, (in der Weltkinder- Kita Corkstr. haben wir darüber den kompletten
Kreativbereich incl. Atelier einrichten können) und zum Anderen arbeiten wir mit Landes-
Bundes- und EU Fördermittel, im Bereich der Mehrsprachigkeit und Interkulturalität, zb. zur
besonderen Förderung der Elternarbeit. Zur grundsätzlichen Absicherung der Arbeit des ISS
haben wir eine Bank im Hintergrund, die sich bereit erklärt, kurzfristige finanzielle Engpässe,
zu überbrücken. (so haben wir unsere erste Kita im Augst 2012 eröffnet, die ersten
Betriebskostenabschläge aber erst Ende Okt. erhalten. Hier war es für unsere Hausbank
kein Problem einzuspringen) Die Trägeranteile für unseren jetzigen Kitas in Köln sind
langfristig gesichert.

Nachdem wir Frau Pohl, Frau Kratz- Trutti und Herrn Phillip unsere Organisation und unsere
Kitakonzeption persönlich vorstellen durften, würden wir uns freuen, wenn wir nun die
Möglichkeit bekommen, uns auch dem Jugendhilfeausschuss der Stadt Münster zu
präsentieren.

Für weitere Fragen steht ihnen Herr Lohscheller gerne auch telefonisch zur Verfügung:
0221/97774824 (Di. & Fr.)

oder Mobil unter 0151/29256839

frank.lohscheller@iss-netzwerk.de

Mit freundlichen Grüßen

“

Ali Koban

Geschäftsführer

Anlage 2.5 DRK Bewerbung für Kita Schmittingheide

1162 Zeichen

Deutsches
Rotes
Kreuz

Aus Liebe zum Menschen.

DRK-Kreisverband

DRK-Kreisverband Münster e.V. Zumsandestraße 25/27 Aötäs Münster , Münster e.V.
wa f Die Kreisgeschäftsflihrerin
Stadt Münster u rn
Amt für Kinder, Jugendliche und Familie / Zumsandestraße 28/27
Frau Anna Pohl N 48145 Münster
ö Tel. 0251 37 880
Hafenstraße 30 . Fax 0251 37 88 55
48127 Münster www.DRK-muenster.de
info@DRK-muenster.de
Bearbeiterin
Gudrun Sturm
Tel. 0251 37 88 27
Fax 0251 37 88 55
9.sturm@DRK-muenster.de
Ü 18.07.201
Münster, 18.07.2013 Vereinsregister VR1456
Amtsgericht Münster
Ausschreibung der Trägerschaft für eine neue Kindertageseinrichtung Sparkasse Munsterland-Ost
in Mauritz-Ost, Schmittingheide Konto 57 109

Angebot zur Übernahme der Trägerschaft
Ihr Zeichen: 51 12 0022

Sehr geehrte Frau Pohl,

für Ihr Interesse an unserer Bewerbung und das freundliche Gespräch am
04.07.2013 herzlichen Dank.

Der DRK-Kreisverband Münster e.V. ist gerne bereit, die Trägerschaft für die
neue Kindertageseinrichtung in Mauritz-Ost, Schmittingheide, zu übernehmen
und einen Trägeranteil von 1 % zu leisten.

Für Fragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Anlage 3.0

47 Zeichen

Anlage 3 
 
Bewerbungs-
unterlagen  
 
Educcare

Anlage 4.3 Evangelischer Kirchenkreis Konzeption für Kita Schmittingheide

31344 Zeichen

Bewerbung für die Trägerschaft der neuen 
 
 
Kindertageseinrichtung an der Schmittingheide, Mauritz-Ost           
     
                         
Konzeptbausteine

Ev. Kirchenkreis Münster  Seite 2 
 
Inhaltsverzeichnis 
 
 
 
1. Der Evangelische Kirchenkreis Münster als Träger  von 
Kindertageseinrichtungen 
 
2. Fachliches Konzept 
2.1 Bildungs- und Erziehungsauftrag 
2.2 Unser Bild vom Kind 
2.3 Raumgestaltung 
2.4 Zeitliche Gestaltung 
2.5 Beziehungen zwischen Kind und Erzieherin 
2.6 Beobachtung und Dokumentation 
2.7 Kinder unter drei Jahren 
2.8 Integration/Inklusion 
2.9 Sprache und Bewegung 
 
3. Zusammenarbeit mit Familien 
3.1 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft 
3.2 Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
  
4. Kooperation im Sozialraum/Zusammenarbeit mit der  Ev. Auferstehungs-
Kirchengemeinde 
 
5. Qualitätsentwicklung 
 
6. Wirtschaftlichkeit / Übernahme des Trägeranteils

Ev. Kirchenkreis Münster  Seite 3 
1. Der Evangelische Kirchenkreis Münster als Träger von  
    Kindertageseinrichtungen  
 
 
Der Evangelische Kirchenkreis Münster ist eine Geme inschaft von evangelischen 
Kirchengemeinden, Einrichtungen und Diensten mit ca . 105.000 Mitgliedern von 
Greven im Norden bis Olfen im Süden und von Havixbe ck im Westen bis Beelen im 
Osten. Oberzentrum der Region ist die Stadt Münster , die durch den Standort der 
kreiskirchlichen Verwaltung und der Diakonie Münste r auch im Kirchenkreis eine 
besondere Bedeutung hat. Der Evangelische Kirchenkr eis Münster ist Körperschaft 
des öffentlichen Rechts und anerkannter Träger der Jugendhilfe.  
 
Der Evangelische Kirchenkreis Münster lässt sich vo n dem Bild einer Kirche leiten, 
die die Begegnung mit den Menschen sucht. „Gemeinsa m unterwegs“, das heißt für 
uns: Menschen sehen und aufsuchen, hören und wahrne hmen, Begleitende sein, 
nach Wegen suchen und sich Wege zeigen lassen, einl aden und von dem Glauben 
erzählen, der uns hält und trägt. 
 
Dieses Grundverständnis unseres kirchlichen Lebens wird im Evangelischen 
Kirchenkreis Münster in sieben Handlungsfeldern konkret: 
 
- Gottesdienst und Kirchenmusik 
- Öffentlichkeit und Kultur 
- Seelsorge und Beratung 
- Bildung und Erziehung 
- Diakonie und gesellschaftliche Verantwortung 
- Mission und Ökumene 
- Leitung und Verwaltung 
 
Im Handlungsfeld "Bildung und Erziehung" gilt für u ns unter anderem der Grundsatz, 
Menschen zu einem Leben in Freiheit und Verantwortu ng zu ermutigen und zu 
befähigen. Bildung ist ein wesentlicher Teil der Pe rsönlichkeitsentwicklung und 
schafft Zukunftsperspektiven. Wir setzen uns engagi ert für eine umfassende 
Bildungsgerechtigkeit ein. Unabhängig von ihrer soz ialen Herkunft haben alle 
Menschen ein gleiches Recht auf eine umfassende Bildung.  
 
Seit 2008 ist der Evangelische Kirchenkreis Münster  Träger von 21 Kindertages-
einrichtungen in der Stadt Münster (14), der Stadt Greven (2), den Kreisen 
Warendorf (3) und Coesfeld (2). Mit dem Zusammensch luss im Trägerverbund der 
Tageseinrichtungen für Kinder haben die Kirchengeme inden als bisherige 
Trägerinnen der Kindertageseinrichtungen mit dem Zi el einer bedarfsorientierten 
Weiterentwicklung der Einrichtungen und dem gemeins amen wirtschaftlichen 
Handeln auf die Herausforderungen des Kinderbildung sgesetzes (KiBiz) reagiert und 
die Trägerschaft dem Evangelischen Kirchenkreis Mün ster übertragen. Zurzeit 
betreuen wir in unseren Einrichtungen insgesamt 130 0 Kinder im Alter von 1 bis 6 
Jahren in den KiBiz-Gruppenformen I, II und III.  
 
Alle Kindertageseinrichtungen gehören zu einer Kirc hengemeinde und sind ein 
Begegnungsort für alle Generationen. Gemeinsam mit Pfarrerinnen und Pfarrern, 
Presbyterinnen und Presbyter engagieren sie sich fü r Kinder und Familien. Der

Ev. Kirchenkreis Münster  Seite 4 
Stadtteil Mauritz-Ost gehört zur Ev. Auferstehungs- Kirchengemeinde, die bereits 
1960 den Ev. Kindergarten Paul-Schneider-Haus gründete. 
 
Der Leitungsausschuss der Tageseinrichtungen für Ki nder, gewählt von der Synode, 
ist zuständig für Grundsatzfragen, Personal und Fin anzen. Die Verwaltung obliegt 
dem Kreiskirchenamt. Die Geschäftsführung des Träge rverbundes der Tages-
einrichtungen für Kinder wurde der Fachberaterin fü r Kindertageseinrichtungen 
übertragen und damit eine fachlich und organisatori sch verantwortete Weiter-
entwicklung des Arbeitsbereiches gewährleistet. Lei tung und Verwaltung des 
Evangelischen Kirchenkreises Münster geschehen durc h nachvollziehbare und 
transparente Prozesse und Entscheidungen. Die Arbei t mit verlässlichen Leitlinien, 
ausgearbeiteten Konzepten und konkreten Zielorienti erungen ist dafür die 
Grundlage. 
 
 
In der Fachkonferenz der Tageseinrichtungen für Kin der sind die Leitungen der 
Kindertageseinrichtungen organisiert. Darüber hinau s werden regelmäßig 
Arbeitskreise zu thematischen Schwerpunkten (Integr ation, Sprachförderung, …) 
angeboten sowie Fort- und Weiterbildungen auf kreiskirchlicher Ebene. 
 
 
2. Fachliches Konzept 
 
2.1 Bildungs- und Erziehungsauftrag 
 
Evangelische Kindertageseinrichtungen sind Bildungs einrichtungen und haben den 
Anspruch, neue Erkenntnisse mit bewährten Erfahrung en zu Bildungsfragen für 
Kinder von 0 bis 6 Jahren in die jeweilige Praxis u mzusetzen. Auf der Grundlage des 
gemeinsamen Leitbildes und vereinbarter  Qualitätsk riterien hat jede Kindertages-
einrichtung eine einrichtungsspezifische Konzeption  entwickelt und schreibt diese 
kontinuierlich fort. „Vielfalt mit Profil“, so vers tehen sich die evangelischen 
Kindertageseinrichtungen im Evangelischen Kirchenkr eis Münster und nehmen die 
Lebenswelten der Familien und die Besonderheiten de s jeweiligen Sozialraumes in 
die konzeptionelle Weiterentwicklung auf.  
Bildung ist die wichtigste Grundlage, mit der Mensc hen die Gegenwart bewältigen 
und die Zukunft gestalten können. Sie wird immer me hr zur Voraussetzung dafür, 
sich in einer pluralen und medialen Welt zurechtzuf inden und behaupten zu können. 
Unter „Bildung“ verstehen wir nicht nur den Erwerb von Wissen, sondern auch die 
Befähigung, ein selbstbestimmtes Leben zu führen un d sich Selbstbildungs-
möglichkeiten erschließen und aneignen zu können. D abei kommt dem Erwerb von 
Basiskompetenzen eine hohe Bedeutung zu. Bildungspr ozesse sollen die Kräfte zur 
„Aneignung der Welt“ und zur „Entfaltung der Persön lichkeit“ anregen und 
unterstützen.  
 
Die religiöse Dimension ist im pädagogischen Praxis alltag der Kindertages-
einrichtung eingebunden. Religionspädagogik und das  evangelische Selbst-
verständnis sind durchgängige und integrale Bestand teile aller Bildungs-, 
Erziehungs- und Betreuungsangebote und beziehen sic h sowohl auf eine 
Sinnorientierung im Horizont der christlichen Botsc haft als auch auf eine 
Werteorientierung, die christliche Lebenshaltungen vermittelt.

Ev. Kirchenkreis Münster  Seite 5 
Bildungsangebote orientieren sich an der individuel len Entwicklung der Kinder und 
regen sowohl ihr kognitives Denken als auch ihre Wahrnehmung an. 
 
In evangelischen Tageseinrichtungen für Kinder gehö rt die Pflege von Sprache und 
Musik zur pädagogischen Kultur. Singen und Erzählen  mit Kindern sind sich 
beständig wiederholende Elemente im Alltag unserer Einrichtungen. 
 
Die Arbeit  Evangelischer Kindertageseinrichtungen orientiert sich an  
 
• den gesetzlichen Vorgaben des SGB VIII und dem  Kinderbildungsgesetzes 
NRW (KiBiz) 
• den Grundsätzen zur Bildungsförderung für Kinder v on 0 bis 10 Jahren in 
Kindertageseinrichtungen und Schulen im Primarberei ch in Nordrhein-
Westfalen 
• dem Bildungskonzept evangelischer Tageseinrichtung en für Kinder in 
Westfalen und Lippe  
 
Ziele der pädagogischen Arbeit mit Kindern sind die 
 
• Unterstützung und Begleitung der Kinder in der Ges taltung ihrer Bildungs-
prozesse 
• Stärkung kindlicher Autonomie und sozialer Mitvera ntwortung 
• Vermittlung lernmethodischer Kompetenzen 
• Begleitung der Sprachentwicklung, Bilingualität un d Literacy-Erziehung 
• Förderung von Basiskompetenzen und Ressourcen (Res ilienz), die das Kind 
befähigen, mit Belastungen, Veränderungen und Krisen umzugehen 
• Förderung eines naturwissenschaftlichen und musisc hen Grundverständ-
nisses  
• Bewegungs- und Gesundheitserziehung 
 
Grundlage der pädagogischen Arbeit ist die wahrnehm ende Beobachtung und die 
regelmäßige Dokumentation der Bildungsprozesse des Kindes.  
 
 
2.2 Unser Bild vom Kind 
 
Jedes Kind hat seinen eigenen Weg ins Leben.  Deshalb brauchen Kinder 
Erwachsene, die ihnen Vertrauen schenken für unterschiedliche Zeiten ihrer Reifung.  
Das Kind kommt mit einer genetisch angelegten „Scha tztruhe“ zur Welt, die sich in 
den ersten Lebensjahren mit Erfahrungen und Erlebni ssen aus Erziehung und 
Umwelt füllt. Ihre Inhalte sind nur schwer austausc hbar, aber es liegt an uns, sie zu 
mehren und vor allem zum Glänzen zu bringen, also d en Reifungsprozess des 
Kindes liebevoll, beschützend und lenkend zu fördern. 
 
Kinder sind von Geburt an aktive und kreative Gesta lter ihrer eigenen Entwicklung 
und ihrer Beziehung zur Umwelt, sie eignen sich die  Welt an und sorgen für 
Welterkenntnis und -deutung, solange sie den Raum u nd die Zeit dafür bekommen 
und liebevoll von Erwachsenen begleitet werden.  
Verlässliche Beziehungen zu Kindern und Erwachsenen  und eine anregungsreiche 
Umgebung fordern Kinder auf, interessengeleitet ihr e Themen auf eigenen Wegen 
und Umwegen zu erforschen.

Ev. Kirchenkreis Münster  Seite 6 
 
 
2.3 Raumgestaltung 
 
Die Gestaltung der Räume beeinflusst nicht nur die Aktivitäten und das Verhalten der 
Kinder, sondern ist von wesentlicher Bedeutung für ihr Wohlbefinden. Sie orientiert 
sich maßgeblich an den konzeptionellen Zielen in de r Kindertageseinrichtung und 
trägt den Bedürfnissen der Kinder, Eltern und Mitar beitenden Rechnung. Den 
Kindern bietet die Raumgestaltung Anregungen für un terschiedliche Wahr-
nehmungen und Erfahrungen sowie alternative Möglich keiten zur Bewegung und 
Aktivität, Stille und Entspannung. Den Kindern steh t in unseren Einrichtungen 
vielfältiges und ihrem Alter entsprechendes Materia l unterschiedlicher Bildungs-
bereiche zur Verfügung, das zum Entdecken, Forschen , Erproben und 
Experimentieren einlädt. Soziale Interaktionen und Kommunikation werden den 
Kindern in unterschiedlichen Konstellationen ermögl icht ebenso wie Rückzug, Ruhe, 
Stille und Besinnung. Eltern sollten Rückzugsmöglic hkeiten mit entsprechendem 
Mobiliar für Erwachsene vorfinden, um sich zu infor mieren und Gespräche zu führen. 
Wir sind überzeugt, „Kinderräume bilden“ (Angelika van der Beek) und verhindern 
oder ermöglichen die eigenständigen Bildungsprozess e der Kinder. Raumgestaltung 
und Materialauswahl sind daher ein Qualitätskriteri um in unseren Leitsätzen und 
werden regelmäßig überprüft. Das Gebäude und das Ge lände der Kindertages-
einrichtung sollten frei von Barrieren und behindertengerecht gestaltet sein. 
 
 
2.4 Zeitliche Gestaltung 
 
Die Zeit, die Kinder in der Kindertageseinrichtung verbringen, ist prägend und fordert 
einen sorgsamen Umgang mit Zeit. Die zeitliche Gest altung von Tagesabläufen, von 
pädagogischen Angeboten und Aktivitäten in der Woch e, im Monat und übers Jahr 
berücksichtigt den individuellen Entwicklungsstand,  das Alter sowie die kulturellen 
und religiösen Besonderheiten der Kinder und ihrer Familien. Sie gibt Kindern 
Sicherheit und Orientierung und erlaubt wechselnde Phasen zwischen Ruhe und 
Bewegung, Begegnung und Rückzug sowie Aktivität und  Besinnung. Kinder 
brauchen die Möglichkeit, sich entwicklungsspezifisch ihre Zeit selbst einzuteilen und 
eine zeitliche Gestaltung, die ihre individuellen B edürfnisse weitestgehend 
berücksichtigt. Besonders bei flexiblen Betreuungsz eiten und in den sensiblen  
Phasen des Tagesablaufes in der Mittagszeit, dem An kommen und Verabschieden, 
ist die zeitliche Gestaltung und Planung regelmäßig  zu reflektieren und ggf. den 
Bedürfnissen der Kinder anzupassen.  
Feste, Feiern und Rituale des Kirchenjahres, jahres zeitlich bedingte Ereignisse und 
Bräuche sowie die Geburtstage der Kinder sind in de r Planung berücksichtigt und 
machen den Kindern sinnstiftende und strukturierende Ereignisse erfahrbar. 
 
 
2.5 Beziehungen zwischen Kind und Erzieherin 
 
Jedes Kind hat seinen eigenen Weg ins Leben. Deshal b brauchen Kinder 
Erwachsene, die ihnen Vertrauen schenken für unters chiedliche Zeiten ihrer Reifung. 
Verlässliche Beziehungen zu Erwachsenen und Kindern  fordern Kinder auf, 
interessengeleitet ihre Themen auf eigenen Wegen un d Umwegen zu erforschen.

Ev. Kirchenkreis Münster  Seite 7 
Erzieherinnen und Erzieher in evangelischen Kindert ageseinrichtungen  verstehen 
sich  
 
• als Entwicklungsbegleitende mit Kopf, Herz und Han d  
• als zuverlässige Bindungspersonen, die Kindern mit  Respekt und Achtung 
begegnen, 
• als Gestaltende der Lernumgebung und des Lernarran gements 
• als Impulsgeberinnen, die offen sind für die versc hiedenen Zugangswege, die 
selbst Ideen und Lust auf Neues haben und mit Kinde rn gemeinsam die Welt 
entdecken 
• als Beobachtende, die zurückhaltend die Bedürfniss e des Kindes wahr-
nehmen und Freiräume zum selbstständigen Tun eröffnen 
• als Anwälte des Kindes, die das Recht des Kindes a chten und die für diese, 
wo es nötig ist, entschlossen und umsichtig eintreten  
 
 
2.6 Beobachtung und Dokumentation 
 
Die Beobachtung der Entwicklung der Kinder und die Wahrnehmung der Themen, für 
die sie sich interessieren, sind Grundlage zielgeri chteter Bildungsarbeit. Eine in 
diesem Sinne verstandene reflektierende Beobachtung  befähigt pädagogische 
Fachkräfte, die Möglichkeiten, Fähigkeiten und Stär ken, Ideen, Interessen, 
Erfahrungen sowie die individuellen Verhaltensweisen und Problemlösungsstrategien 
der Kinder wahrzunehmen und sie in ihren Bildungsprozessen zu unterstützen. 
 
Die Dokumentation der Beobachtungen macht die konti nuierlich stattfindenden und 
aufeinander aufbauenden Entwicklungsschritte jedes einzelnen Kindes nach-
vollziehbar und ermöglicht es, diese zu unterstützen. 
 
Alle Kindertageseinrichtungen verfügen über ein Beo bachtungssystem und haben 
Formen der Dokumentation vereinbart. 
 
 
2.7 Kinder unter drei Jahren 
 
Der ganzheitliche Bildungsansatz evangelischer Tage seinrichtungen für Kinder 
fördert die Entwicklung auch von Kindern unter drei  Jahren und nimmt die 
unterschiedlichen Bedürfnisse und Bildungsprozesse der Kinder in verschiedenen 
Altersstufen in den Blick. 
 
In der konkreten Umsetzung wird dabei  
 
- ein differenziertes Aufnahmeverfahren 
- die individuelle Eingewöhnung (bezugspersonenorien tiert und elternbegleitet) 
- die Gewährleistung  der Altersmischung und Altersg leichheit in Gruppen 
- eine bedürfnisorientierte und entwicklungsfördernd e Raumgestaltung mit 
Rückzugs- und Spielmöglichkeiten, Ruhe-, Schlaf- und Pflegebereichen  
 
berücksichtigt.

Ev. Kirchenkreis Münster  Seite 8 
2.8 Integration/ Inklusion 
 
In den Kindertageseinrichtungen unseres Kirchenkrei ses schaffen wir vielfältige 
Begegnungs- und Erfahrungsmöglichkeiten zwischen Ki ndern mit Behinderung und 
Kindern ohne Behinderung, so dass alle Kinder eine wohnortsnahe Betreuung 
erhalten können.  
Offenheit, Toleranz und Wertschätzung  zwischen beh inderten und nicht behinderten 
Menschen sind Grundvoraussetzungen für das soziale Miteinander in unserer 
Gesellschaft. Wir sind überzeugt, dass die Grundlagen für diese sozialen Fähigkeiten 
schon im Kindesalter geschaffen werden. Evangelisch e Kindertageseinrichtungen, in 
denen behinderte und nicht behinderte Kinder gemein sam betreut und begleitet 
werden, verpflichten sich diesem Auftrag. 
Die Gemeinsame Erziehung ist ein ganzheitliches Ang ebot der Bildung, Erziehung 
und Betreuung für behinderte und nicht behinderte Kinder in pädagogisch gestalteten 
Lebens- und Erfahrungsräumen. Kinder mit Behinderun gen werden  nicht therapiert 
und ausgesondert. Ausgehend von ihren Kompetenzen w erden alle Kinder in ihrer 
Persönlichkeitsentwicklung  begleitet. Sie erfahren  eine Förderung ihrer individuellen 
Fähigkeiten und lernen von und mit anderen im täglichen Zusammenleben.  
Die Kindertageseinrichtung schafft somit behinderte n und nicht behinderten Kindern  
Begegnungsmöglichkeiten. Sie trägt zum Abbau von Vo rurteilen bei und schafft eine 
bessere Normalität für die Lebenswirklichkeit aller Kinder. 
 
 
2.9 Sprache und Bewegung 
 
Die Bildungsbereiche Sprache und Bewegung sind in a llen Kindertageseinrichtungen 
von zentraler Bedeutung und als „Querschnittsaufgab en“ zu anderen Bildungs-
bereichen zu verstehen.  Bewegung liefert eine opti male Voraussetzung für eine 
soziale, emotionale und motorische Entwicklung. Die  Sinne werden angeregt und 
genutzt. So können Erfahrungen nachhaltig verarbeit et und abgespeichert werden. 
Bewegung und Wahrnehmung stehen in einer untrennbar en Wechselwirkung zu 
einander und sind Basis der menschlichen Entwicklun g. Sprachliche Fortschritte 
stehen in einem engen Zusammenhang mit der Persönli chkeitsentwicklung des 
Kindes. Sprache und Sprachentwicklung muss mit Kind ern im Kindergarten nicht im 
engeren Sinne „geübt“ werden, weil der Spracherwerb  in einer sprechenden 
Umgebung ganz natürlich erfolgt. Genauso wie Kinder  von alleine zu krabbeln, zu 
stehen und zu gehen beginnen, erwerben Kinder auch Sprache ganz natürlich. Der 
Spracherwerb erfolgt dabei immer in Wechselwirkung mit allen anderen 
Entwicklungsbereichen und geschieht mit allen Sinnen. 
Wir geben den Kindern im Kita-Alltag Gelegenheiten eines ganzheitlichen Erlebens, 
Erforschens und Entdeckens, um sprachliches Wissen anzuwenden, zu stabilisieren 
und zu erweitern. Bewegungsanlässe werden zu Sprachanlässen. 
 
Ganzheitliche Sprachförderung in evangelischen Kindertageseinrichtungen 
 
• ist mit der Lebenswelt der Kinder verknüpft 
• bezieht die Interessen und Bedürfnisse der Kinder mit ein  
• beteiligt die Kinder  
• fördert mit allen Sinnen  
• geht spielerisch mit Sprache um  
• bezieht Rhythmus, Musik und Bewegung ein

Ev. Kirchenkreis Münster  Seite 9 
• legt den Schwerpunkt auf den Dialog / das Gespräch  
• erfordert von dem Erwachsenen hohe Sensibilität (A ufmerksamkeit für Kinder-
sprache)  
• stellt die Sprechfreude in den Vordergrund  
 
Darüber hinaus werden gezielte Angebote der Sprachf örderung in Kleingruppen 
durchgeführt, die es ermöglichen, Kinder lustvoll u nd spielerisch, aber dennoch 
zielgerichtet und systematisch zu begleiten, zu unt erstützen und anzuregen. 
Mitarbeiterinnen unserer Einrichtungen sind in der Durchführung des Testverfahrens 
des Bielefelder „Screenings“ und des Förderprogramm s „Hören, Lauschen, Lernen“ 
geschult. Mit „SISMIK“ setzen wir ein Beobachtungsv erfahren ein, um Kinder, die 
zweisprachig aufwachsen, gezielt in der Entwicklung  ihrer deutschsprachigen 
Fähigkeiten zu beobachten.  
Für alle Einrichtungen ist ein gemeinsam erarbeitet es Konzept „Sprachentwicklung 
und -förderung in evangelischen Kindertageseinricht ungen“ verbindlich, das in der 
Anlage eine Handreichung für Eltern enthält, die in  sechs Sprachen übersetzt wurde. 
Seit 2010 bieten wir einmal jährlich eine Fortbildu ng für die in unseren Einrichtungen 
tätigen Sprachförderkräfte an. 
Wir würden auch gerne Bilingualität in unseren Einr ichtungen fördern und bei 
Interesse der Eltern eine entsprechende Gruppe mit einer englischsprachigen Nativ 
Speaker einrichten.  
 
 
3. Zusammenarbeit mit Familien 
 
3.1 Erziehungs- und Bildungspartnerschaften/  
 
Ein enger Kontakt der Mitarbeiterinnen und Mitarbei ter in unseren Einrichtungen mit 
Müttern und Vätern ist uns eine Selbstverständlichk eit und eine Bedingung für die 
gelingende Entwicklung des einzelnen Kindes. Die Zu sammenarbeit mit Eltern 
verstehen wir als wertschätzenden, vertrauensvollen  „Dialog zwischen Experten in 
ihrem jeweiligen System“ und erkennen Mütter und Vä ter als Partner in der 
Wahrnehmung des Erziehungs- und Bildungsauftrages a n. Wir fördern die aktive 
Mitwirkung der Eltern und ermutigen sie, die Arbeit  der Kindertageseinrichtung 
mitzugestalten und die Entwicklung und Bildung der Kinder zu begleiten. Die 
Partizipation der Eltern ist für uns nicht nur Selb stverständlichkeit, sondern eine 
Bereicherung. Dabei sind wir bemüht, den unterschie dlichen Lebenslagen von 
Müttern und Vätern Rechnung zu tragen und bieten in  unseren Kindertages-
einrichtungen oder Gemeindehäusern Möglichkeiten, s ich mit anderen zu treffen und 
auszutauschen.  
 
Als Kindertageseinrichtung unterstützen wir Mütter und Väter dabei, ihre Aufgaben 
wahrzunehmen und ihrer Verantwortung für das Kind gerecht zu werden. Mit unseren 
Angeboten regen wir Eltern an, sich mit Fragen der Bildung und Erziehung 
auseinanderzusetzen.  
 
Der regelmäßige Austausch von Informationen und Ein schätzungen über die 
Entwicklung der Kinder sowie die Beratung der Elter n zu Fragen „rund ums Kind“ ist 
für uns ein Aspekt der Erziehungs- und Bildungspart nerschaft mit Eltern. Dieser 
Austausch kann auf unterschiedliche Weise stattfind en: in Entwicklungsgesprächen 
oder informellen Tür- und Angelgesprächen, in Elter nrunden, aber auch in Form

Ev. Kirchenkreis Münster  Seite 10 
schriftlicher oder mündlicher Information für einze lne Eltern oder die gesamte 
Elternschaft über die Arbeit, Projekte oder besonde re Termine und Feste der 
Kindertageinrichtung. Immer mehr unserer Einrichtun gen nutzen hierzu auch ihre 
Homepage. 
 
Darüber hinaus tauschen sich die pädagogischen Fach kräfte regelmäßig mit Eltern 
über die Bildungs- und Erziehungsziele des Kindes a us, stimmen gemeinsam die 
dafür geeigneten pädagogischen Angebote ab und entwickeln diese weiter. 
 
Wir begleiten und beraten Mütter und Väter in gemei nsamer Verantwortung für das 
Kind, unterstützen sie in der Begleitung von Übergä ngen im Tagesablauf, in 
biografischen Lebensabschnitten und bei familiären Veränderungen, informieren 
über Beratungs- und Bildungsangebote und vermitteln bei Bedarf Kontakte. 
 
In Kooperation mit dem Ev. Beratungs- und Bildungun gsCentrum der Diakonie 
Münster, der Ev. Familienbildungsstätte Münster und  weiterer Kooperationspartner 
halten nicht nur die Familienzentren Angebote vor, die die Arbeit der 
Tageseinrichtung ergänzen, Eltern in ihrer Erziehun gskompetenz stärken und eine 
Begleitung von Familien in unterschiedlichen Lebenssituationen ermöglichen. 
 
Die Zusammenarbeit mit Vätern ist uns ein besondere s Anliegen. So werden in 
vielen unserer Einrichtungen mit großem Erfolg Vate r-Kind-Wochenenden 
angeboten. 
 
 
3.2 Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
 
Die Kindertageseinrichtung muss Angebote machen, da mit Mütter und Väter ihrer 
beruflichen Tätigkeit nachgehen können. Wir sind be müht, hierzu ein bedarfs-
gerechtes und familienorientiertes Angebot vorzuhal ten, erkennen aber auch, dass 
auf Grund der gesetzlichen Vorgaben und strukturell en Rahmenbedingungen nicht 
jede Kindertageseinrichtung jeden Betreuungsbedarf erfüllen kann. 
 
Die Wahrnehmung der Lebenswirklichkeit von Familien  und die Erfassung von 
Wünschen, Bedürfnissen, Einschätzungen und Rückmeldungen der Mütter und Väter 
durch Befragungen, Information und Austausch ist fü r uns Voraussetzung für die 
Entwicklung eines bedarfsgerechten Betreuungsangebotes. 
 
In einer sechsgruppigen Einrichtung gehen wir grund sätzlich von einer Öffnungszeit 
von 7.00 bis 17.00 Uhr aus. Im Ev. Kindergarten Pau l-Schneider-Haus und anderen 
Kindertageseinrichtungen unseres Kirchenkreises hab en wir überaus gute 
Erfahrungen mit dem Angebot der sogenannten Blocköf fnungszeit gemacht. Eltern 
buchen eine Betreuungszeit von 35 Stunden und könne n wählen, ob sie ihr Kind an 
fünf Tagen in der Woche von 7.00 bis 14.00 Uhr, 7.3 0 Uhr bis 14.30 oder 8.00 bis 
15.00 Uhr in der Einrichtung betreuen lassen. Darüb er hinaus können weitere Kinder 
an einzelnen Tagen an der Übermittagsbetreuung teilnehmen.   
Die Blocköffnung ersetzt nicht die Ganztagsbetreuun g in der Kindertageseinrichtung. 
Wir gehen davon aus, dass auch in der neuen Kita Sc hmittingheide ein hoher Bedarf 
an 45-Stunden Plätzen sein wird.

Ev. Kirchenkreis Münster  Seite 11 
Für alle Kinder, die unsere Einrichtungen in der Mi ttagszeit besuchen, werden eine 
warme Mahlzeit und Möglichkeiten zum Schlafen und Ausruhen angeboten.  
 
Eine Randzeitenbetreuung wird angeboten. Zurzeit er proben wir diese mit einem 
Betreuungsangebot an vier Tagen in der Woche bis 18 .00 Uhr in der Ev. Lukas-
Kindertageseinrichtung. Pro Kind und Stunde ist hie rfür ein Betrag von 5,00 € zu 
zahlen. Wir können uns aber auch Kooperationen mit der Kindertagespflege 
vorstellen.  
 
In Kooperation mit dem Ev. Kindergarten Paul-Schnei der-Haus planen wir die 
Kindertageseinrichtung Schmittingheide ganzjährig z u öffnen, damit auch während 
der Ferienzeiten keine Betreuungsschwierigkeiten für Eltern entstehen. 
 
Die Bedarfsermittlung im Anmelde- und Aufnahmeverfa hren der neuen Kita 
Schmittingheide wird für die Entwicklung des Betreu ungsangebotes und der 
Öffnungszeiten grundlegend sein.  
 
 
4. Kooperationen im Sozialraum/ 
    Zusammenarbeit mit der Ev. Auferstehungs-Kirchengemeinde 
 
Durch den Ev. Paul-Schneider-Haus Kindergarten und die Ev. Auferstehungs-
Kirchengemeinde bestehen bereits Kooperationen mit folgenden Institutionen und 
Diensten im Stadtteil:  
 
St. Margareten-Kindergarten  
St. Konrad-Kindergarten 
CVJM Münster 
Kita Merschkamp (z.B. Absprache bei der Verteilung der Kita Plätze) 
Jugendtreff (Ferienbetreuung, Freizeitangebote) 
 
AK Mauritz (Regelmäßiges Treffen von allen sozialen  Einrichtungen aus dem 
Stadtteil, z.B. alle Kitas, Schulen, das Sozialbüro , SeHT e.V., sämtliche Abteilungen 
der Kirchengemeinden) 
 
Sozialbüro 
 
Büchereitage (kleine Bücherei an der Margaretenkirche) 
 
Margaretenschule Münster (sehr intensive Zusammenarbeit) 
Pleisterschule 
Overbergschule 
Bodelschwinghschule 
 
Polizei (Herr Kisnat; Schulwegbegehung, Polizeiauto besichtigung, Besuche im 
Stuhlkreis) 
 
Bildungs- und BeratungsCentrum der Diakonie Münster 
 
Ev. Familienbildungsstätte Münster

Ev. Kirchenkreis Münster  Seite 12 
Ärztinnen und Ärzte, Kinderärztinnen und -ärzte, Ki nderpsychologinnen und –
psychologen 
 
Logopädinnen und Logopäden, Ergotherapeutinnen und -therapeuten, Motopädinnen 
und  Motopäden 
 
Zebra school (kommt einmal in der Woche und spielt in englischer Sprache mit den 
Kindern im Ev. Kindergarten Paul-Schneider-Haus) 
 
Ulrike Rehbein – Musikpädagogin (kommt einmal in de r Woche in den Ev. 
Kindergarten Paul-Schneider-Haus und bietet „Musikalische Früherziehung“ an, weil 
im Stadtteil eine Musikschule fehlt) 
 
Einzelhandel: 
 
dm (unterstützen bei Projekten, z.B. Frühstücksprojekte) 
axa (sponsort einige unserer Feste, Spielzeug u.ä.) 
Bäckerei Schrunz (sponsort z.B. den Weihnachtsbaum) 
 
Die Ev. Auferstehungs-Kirchengemeinde und der Ev. K indergarten Paul-Schneider-
Haus sind im St. Mauritz sehr gut vernetzt. Dafür s teht neben den aufgezeigten 
Kooperationen, die Zusammenarbeit insbesondere mit der Margareten-Schule bei 
Schulgottesdiensten. Im großen Chor der Auferstehun gs-Kirchengemeinde singen 
junge Mütter und Väter aus dem Stadtteil mit, die w ieder Kinder in der Kita haben 
und in den Grundschulen des Viertels. Im ökumenisch en Sozialbüro arbeiten 
Gemeindeglieder der Auferstehungs-Kirchengemeinde mit. 
 
 
5. Qualitätsentwicklung - IQUE 
 
Für die kontinuierliche Weiterentwicklung unseres p ädagogischen Handelns ist das 
Instrument IQUE verbindlich eingeführt. IQUE - dies e Abkürzung steht für „Integrierte 
Qualitäts- und Personalentwicklung“ und 
 ist ein anerkanntes und praxisorientiertes 
Qualitätsentwicklungskonzept in Tageseinrichtungen für Kinder. 
 
Die Leitbegriffe von „IQUE“ lauten Ermutigung , Anregung  und Akzeptanz . Mit dem 
„Handwerkzeug IQUE“ ermutigen wir die Leitungen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 
ziel- und handlungsorientiert die pädagogische Arbe it in ihren Kindertages-
einrichtungen weiter zu entwickeln. Wir geben ihnen  Anregungen zu einem 
kontinuierlichen Verbesserungsprozess, von dem die Eltern, vor allem aber die 
Kinder profitieren und hoffen, dass Akzeptanz und W ertschätzung allen Beteiligten 
gegenüber als handlungsleitende Werte evangelischer Kindertageseinrichtungen das 
Profil stärken. 
 
Die Weiterentwicklung und Sicherung der pädagogisch en Qualität und die 
kontinuierliche Qualifizierung der pädagogischen Fa chkräfte geschieht im IQUE-
Prozess durch die Auseinandersetzung mit pädagogischen Kernprozessen. 
 
Die Qualitätskriterien werden an Hand von Leitsätze n und dazu gehörenden 
Indikatoren erarbeitet. Nach einer differenzierten Bestandsaufnahme werden in den 
Kindertageseinrichtungen konkrete, aus den Leitsätz en und Indikatoren abgeleitete

Ev. Kirchenkreis Münster  Seite 13 
Handlungsziele erarbeitet. Die Ziel- und Qualitätsv ereinbarungen werden schriftlich 
und systematisch dokumentiert und können so regelmäßig überprüft werden. 
 
Die Kernprozesse „Bildungsprozesse in Kindertagesei nrichtungen“, „Zusammen-
arbeit Kindertageseinrichtungen und Familien“ und „ Rituale in evangelischen 
Kindertageseinrichtungen“ werden in allen Kindertag eseinrichtungen des Kirchen-
kreises regelmäßig evaluiert und weiter entwickelt.   
 
Seit Dezember 2013 ergänzen wir diese in einem geme insamen Projekt und 
erarbeiten Führungsprozesse wie Personaleinsatz, Pe rsonalgewinnung, Teament-
wicklung, Umgang mit Beschwerden oder Sicherheit. J ede Einrichtung erstellt ihr 
einrichtungsspezifisches QM-Handbuch. Da mit IQUE b islang nur eine interne 
Evaluation gegeben war, streben wir für alle Einric htungen ein externes Audit 
entsprechend dem Evangelischen Gütesiegel BETA an.  
 
Die neue Kindertageseinrichtung Schmittingheide würde in diesen Prozess mit hinein 
genommen und von den Erfahrungen zum Aufbau eines Q ualitätsmanagement-
systems der anderen Einrichtungen profitieren. 
 
 
6. Wirtschaftlichkeit/ Übernahme des Trägerkostenanteils 
 
Mit 14 Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münste r und dem Kreiskirchenamt als 
zentraler Verwaltungsstelle verfügt der Ev. Kirchen kreis über gute Voraussetzungen 
im Sinne einer wirtschaftlichen Betriebsführung. Da rüber hinaus wird durch die 
Fachberatung der Tageseinrichtungen für Kinder die qualifizierte Weiterentwicklung 
des Betreuungsangebotes gewährleistet. 
 
Die für den Arbeitsbereich Tageseinrichtungen für K inder eingesetzten Finanzmittel 
des Ev. Kirchenkreises Münster sind in der Finanzsa tzung budgetiert und betragen 
8,16 % der Kirchensteuer-Gesamteinnahmen. Damit sin d unsere finanziellen 
Kapazitäten begrenzt.  
 
Da die anerkennungsfähigen Kosten im Overhead nicht  mit den tatsächlich 
aufgewendeten Kosten übereinstimmen, kann für eine weitere Einrichtung der 
gesetzliche Trägeranteil nicht eingebracht werden.  
 
Für die neue Kindertageseinrichtung Schmittingheide  können wir einen Trägeranteil 
in Höhe von einem Prozent der Betriebskosten übernehmen. 
 
Der Ev. Kindergarten Paul-Schneider-Haus bietet zur zeit 50 Plätze in Gruppenform 
III an. Ein Ausbau und eine Umstrukturierung ist au s baulichen Gründen nicht 
möglich. Sollte zu einem späteren Zeitpunkt auf die se Kita-Plätze verzichtet werden 
können, ist für uns ein Trägeranteil für die neue K indertageseinrichtung 
Schmittingheide in Höhe von drei Prozent der Betriebskosten vorstellbar.

Beratungsverlauf (5)

10.09.2013 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 5.8 Anhörung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung
11.09.2013 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 10 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
12.09.2013 Bezirksvertretung Münster-Ost
TOP 4.5 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
25.09.2013 Hauptausschuss
TOP 22 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
25.09.2013 Rat
TOP 25 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (32)

  • Zumsandestraße 25
  • Hafenstraße 30
  • Hammer Straße
  • Melchersstraße 55
  • Josef-Beckmann-Straße 7
  • Friedhofstraße 15a
  • Sebastianstraße
  • Lise-Meitner-Straße 8
  • Lublinring
  • Korbmacherweg
  • Nerzweg
  • Marderweg
  • Berliner Platz 33
  • Kesslerweg 43a
  • Horstmarer Landweg 85
  • Rilkeweg 43
  • Gremmendorfer Weg 44
  • An der Germania Brauerei 6
  • An der Apostelkirche 3
  • An der Meerwiese 11
  • Fürstenbergstraße
  • Schmittingheide 2014
  • Friesenring
  • Lindenbreie 43
  • Loddenheide
  • Loevelingloh
  • Gescherweg
  • Merschkamp
  • Kinderhaus
  • Brock
  • Holtrode
  • Oberort

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Details

Vorlagen-Nr.
V/0527/2013
Typ
Vorlagen
Datum
09.07.2013
Erstellt
06.10.2020 14:37