Mandari Insight

V/0565/2021

Überleitung der außerunterrichtlichen Angebote (OGS) der Marienschule Roxel

Vorlagen 13.08.2021

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Outlaw_OGS Konzept Marienschule Roxel

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AWO Bewerbungsunterlagen Marienschule Roxel (002)

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Caritas_Trägerschaft OGS Roxel

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Outlaw_OGS Konzept Marienschule Roxel

74900 Zeichen

KONZEPT  
 
OGS  
MARIENGRUNDSCHULE  
ROXEL 
 
 
 
 
Stand: Juni 2021

SEITE 1 KONZEPT – OGS MARIENGRUNDSCHULE ROXEL  
 
 
INHALTSVERZEICHNIS 
1 ALLGEMEINER TEIL ................................ ................................................... ................................. 3 
1.1 Träger ........................................ ................................................... .......................................... 3 
1.2 Angebotsvielfalt .............................. ................................................... .................................. 3 
1.3 Grundkonzept „Kita & More“ .................... ................................................... ...................... 4 
1.4 „Outlaw macht Schule“ – Referenzen ............ ................................................... ................ 5 
2 PERSONAL......................................... ................................................... ....................................... 6 
2.1 OGS-Koordinator*in ............................ ................................................... .............................. 6 
2.2 Angestellte Mitarbeiter*innen ................. ................................................... ...................... 8 
2.3 Freie Mitarbeiter*innen ....................... ................................................... ............................ 8 
2.4 Hauswirtschaftskräfte ......................... ................................................... ............................. 8 
2.5 Fachgebietsleitung ............................ ................................................... ............................... 8 
2.6 Ausbildungsort ................................ ................................................... .................................. 9 
3 ZUSAMMENARBEIT MIT DER SCHULE ................... ................................................... .............. 9 
3.1 Schulleitung .................................. ................................................... ..................................... 9 
3.2 Lehrerkollegium ............................... ................................................... ................................. 9 
4 BIS-MITTAG-BETREUUNG ............................ ................................................... ........................ 10 
5 PÄDAGOGISCHE ARBEIT ............................. ................................................... ......................... 10 
5.1 Bild vom Kind ................................. ................................................... .................................. 10 
5.2 Freizeitangebote im Alltag .................... ................................................... ........................ 11 
5.3 Hausaufgabenbetreuung ......................... ................................................... ...................... 11 
5.4 Fördergruppen ................................. ................................................... ............................... 13 
5.5 Arbeitsgemeinschaften (AGs) ................... ................................................... .................... 13 
5.6 Ferienprogramm ................................ ................................................... ............................. 14 
5.7 Tagesablauf ................................... ................................................... ................................... 15 
5.8 Partizipation ................................. ................................................... .................................... 16 
5.9 Kinderkonferenz................................ ................................................... .............................. 16 
5.10 Kinderrechte ................................. ................................................... ................................... 17 
5.11 Gestaltung von Übergängen .................... ................................................... ..................... 17 
5.12 Integration/Inklusion ........................ ................................................... .............................. 18 
5.13 Interkulturalität ............................ ................................................... ................................... 18 
6 MITTAGESSEN...................................... ................................................... .................................. 19

SEITE 2 KONZEPT – OGS MARIENGRUNDSCHULE ROXEL  
 
 
7 ERZIEHUNGS- UND BILDUNGSPARTNERSCHAFT ........... ...................................................  19 
7.1 Elternarbeit .................................. ................................................... .................................... 19 
7.2 Elternversammlungen ........................... ................................................... ......................... 20 
7.3 Beschwerdemanagement .......................... ................................................... .................... 20 
7.4 Anlassbezogene Elternabende ................... ................................................... .................. 21 
8 VEREINBARKEIT VON FAMILIE UND BERUF ............. ................................................... ....... 21 
8.1 Öffnungszeiten................................. ................................................... ............................... 22 
9 NETZWERKARBEIT UND KOOPERATIONEN ................ ................................................... .... 22 
10 QUALITÄTSMANAGEMENT ............................ ................................................... ..................... 23 
10.1 Fortbildung .................................. ................................................... ..................................... 23 
10.2 Teamsitzungen ................................ ................................................... ................................ 24 
11 ANSPRECHPARTNER*INNEN .......................... ................................................... .................... 26 
12 ORGANIGRAMM MÜNSTER ............................ ................................................... ..................... 27

SEITE 3 KONZEPT – OGS MARIENGRUNDSCHULE ROXEL  
 
 
1 ALLGEMEINER TEIL 
1.1  Träger 
„Outlaw“ – so hieß der Zweimastschoner, mit dem alles begann und der als Namensgeber für unser 
1987 gegründetes Unternehmen fungierte. Auf dem Schiff und in zwei Wohngruppen im Münster- 
land wurden damals als besonders schwierig geltende Jugendliche betreut. Der Name steht seit Be- 
ginn für unser Bemühen, Kindern und Jugendlichen sowie deren Familien zu ihrem Recht zu verhel- 
fen. Und zwar gerade dann, wenn sie sich in schwierigen Lebenssituationen befinden. Gewachsen 
aus dem Tätigkeitsfeld der erzieherischen Hilfen hat sich so ein breites Angebotsspektrum entwi- 
ckelt.  
Die Outlaw gGmbH ist ein freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe und Mitglied im Paritätischen 
Wohlfahrtsverband. Dezentral über mehrere Bundeslän der organisiert bieten wir an den einzelnen 
Standorten sozialräumliche und flexibel organisierte Angebote an – konfessionell und weltanschau- 
lich unabhängig. Ob familienanaloge Wohngruppen, sozialpädagogische Lebensgemeinschaften und 
Erziehungsstellen, ob klassische Kinder- und Jugendhilfe in Wohngruppen oder ambulante Betreu- 
ung, ob Kindertagesbetreuungsangebote, Jugendzentren, Schulverweigerungsprojekte, Horte oder 
Mehrgenerationenprojekte – unser Ziel ist es immer, den Menschen, dort wo sie leben, so viele 
Chancen wie möglich zu eröffnen. 
1.2  Angebotsvielfalt 
An den einzelnen Standorten bieten wir sozialräumli che und flexibel organisierte Angebote. In 
Münster sind wir vielfältig aufgestellt. Hilfen zur Erziehung, Schulprojekte, Kitas, Familienzentren, 
freizeitpädagogische Arbeit mit Familien mit Flucht erfahrung, Fansozialarbeit, Streetwork, Interkul- 
turelle Angebote, Offene Kinder- und Jugendarbeit u nd auch enge Kooperationen mit Grundschu- 
len im Bereich der OGS. 
Hilfen zur Erziehung  von Outlaw greifen genau dort, wo sie gebraucht werden: In den Anlaufstel- 
len und Wohngemeinschaften, zu Hause in der Familie, in familienanalogen Wohngruppen, sozialpä- 
dagogischen Lebensgemeinschaften und Erziehungsstellen. In Münster bieten wir eine Mädchen- 
wohngruppe, Außenwohnplätze und eine Mädchen-Inobhu tnahmestelle an. Wir bieten Hilfen zur 
Erziehung aus einer Hand und reagieren so auf sich ändernde Bedürfnisse junger Menschen, ohne 
dass es, wenn möglich, zu einem Wechsel der Einrichtung oder der Betreuungspersonen kommen. 
Kita & More 
Jedes Kind hat das Recht auf eine glückliche Kindheit und eine individuelle Förderung seiner Fähig- 
keiten und Potenziale – unabhängig von äußeren Rahm enbedingungen, Herkunft, Geschlecht, Woh- 
nort, Weltanschauung etc. Dafür stehen wir ein!  In Münster sind wir Träger für acht bestehende 
Kitas und zwei weitere sind derzeit im Aufbau. Unsere Kitas sind alle Familienzentren, und wir bie- 
ten im Rahmen unseres Konzeptes in jeder Kita auch Kitasozialarbeit an. 
Kultur, Bildung, Freizeit 
Ob in der Schule, im Freizeittreff oder auf den Straßen und Plätzen: Wir gehen dorthin, wo die Kids 
und ihre Familien sind. In ihrem direkten Lebensumfeld möchten wir ihnen so viele Chancen wie 
möglich eröffnen – ob in der offenen Arbeit, in Jugend und Stadtteilzentren, in Schulprojekten und 
Kooperationen, in der Mehrgenerationenarbeit, in klassischer mobiler und aufsuchender Arbeit und

SEITE 4 KONZEPT – OGS MARIENGRUNDSCHULE ROXEL  
 
 
mit Ferien- und Begegnungsangeboten. Wir sind überzeugt, dass alle ein Recht auf Teilhabe und 
Entwicklung haben und betrachten die offene Kinder- und Jugendarbeit als Pflichtaufgabe gemäß § 
11 des SGB VIII - nicht als eine freiwillige Leistung.  
Wann immer möglich, setzen wir hier auch gezielt eigene Ressourcen ein. Gleichzeitig ist es unser 
Ziel, uns bei jugendhilfepolitischen Entscheidungen, Haushaltsdebatten und Prozessen der Jugend- 
hilfeplanung einzubringen, uns zu positionieren und diese im Sinne der Kinder, Jugendlichen und 
Familien zu gestalten. 
In Münster sind wir Träger von zwei Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit, der sozial- 
pädagogischen Fananlaufstelle von Preußen Münster, sowie Schulsozialarbeit an vier Schulstandor- 
ten. Unsere Angebote erstrecken sich von Jugendzentrums- und Bauspielplatzarbeit, und Fansozial- 
arbeit über Schulsozialarbeit und verlässlichen Kooperationsangeboten im OGS-Bereich bis hin zu 
außerschulischen Bildungsarbeit an den unterschiedlichsten Standorten in Münster. Wir bieten frei- 
zeitpädagogische Angebote für Familien mit Fluchterfahrung und sind in vielen Stadtteilen sehr ak- 
tiv.  
Diese Vielfalt der unterschiedlichen Angebote im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe bedeutet für 
die verschiedenen Standorte und für unsere Mitarbei ter*innen eine bereichsübergreifende Vernet- 
zung, die Möglichkeit zur Zusammenarbeit mit Menschen unterschiedlichster Fachrichtung und da- 
her für unsere Klient*innen vor Ort die bestmöglichste Betreuung der Familien zu gewährleisten 
und die Qualität der pädagogischen Arbeit am jeweiligen Standort zu bereichern. 
1.3  Grundkonzept „Kita & More“  
Die Rahmenbedingungen für die Arbeit mit Kindern sind in Deutschland sehr unterschiedlich. Um 
dennoch in all unseren Einrichtungen eine gleich hohe Betreuungsqualität und die Beachtung der 
Outlaw-Prinzipien und -Werte zu garantieren, arbeiten alle Einrichtungen nach dem einheitlichen 
"Grundkonzept Kita & More". Dieses Konzept garantiert, dass die Qualität der Arbeit ständig gesi- 
chert, überprüft und weiterentwickelt wird. Wir erfüllen unseren Auftrag zur Bildung, Erziehung und 
Betreuung, indem wir jedes Kind unterstützen, sich zu einer selbstständigen, verantwortungsbe- 
wussten, gemeinschafts- und entscheidungsfähigen Persönlichkeit zu entwickeln – und wirken da- 
mit jeder Benachteiligung entgegen. An oberster Stelle steht die Sicherung des Kindeswohls. 
 
Unsere Prinzipien 
 
Spielend lernen!  Bei uns finden alle Mädchen und Jungen vielfältige Bildungsanregungen, die ihre 
natürliche Freude am Entdecken und Lernen wecken.  
 
Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern:  Eltern sind Teil der kontinuierlichen Erzie- 
hung und Bildung ihrer Kinder und somit unsere "natürlichen" Bildungs- und Erziehungspartner.  
 
Sozialraum-Bezug:  Eine konsequente sozialräumliche Orientierung dien t der Verbesserung der Le- 
bensbedingungen für Kinder, Jugendliche und Familien. 
 
Integration und Inklusion:  Sowohl Integration als auch Inklusion sind wichtig e Grundlagen der pä- 
dagogischen Arbeit und Haltung bei Kita & More und bei Outlaw. Wo Menschen ausgegrenzt wer- 
den, ist Integration unbedingt erforderlich und Inklusion das Ziel.

SEITE 5 KONZEPT – OGS MARIENGRUNDSCHULE ROXEL  
 
 
Geschlechterorientierung:  Unsere geschlechterdifferenzierte Pädagogik bietet Möglichkeiten, die 
eigene Geschlechteridentität kennenzulernen und Rol lenklischees zu hinterfragen.  
 
Partizipation und Kooperation:  Die Kinder in unseren Einrichtungen sollen ihrem Entwicklungs- 
stand entsprechend in allen Angelegenheiten, die sie betreffen, beteiligt werden. 
 
Gestaltung von Übergängen: Sämtliche Übergangsprozesse werden von den pädagogi schen Mitar- 
beiterinnen und Mitarbeitern individuell begleitet - im engen Austausch mit den Eltern wird die Ba- 
sis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gelegt. 
 
Strukturelle und inhaltliche Qualität:  Wir legen Wert auf bestmögliche Aus- und Weiterbil dung 
unserer pädagogischen Fachkräfte, regelmäßigen fachlichen Austausch und Fachberatungen, team- 
orientiertes Arbeiten, ein klar definiertes Beschwerdemanagement und vieles mehr! 
1.4  „Outlaw macht Schule“ – Referenzen 
Ob Stärkung der Sozialkompetenz, individuelle schul ische Förderung, erlebnispädagogische Ange- 
bote, Überwindung von Entwicklungsschwierigkeiten o der Vermeidung von Schulabbrüchen: Mit 
unseren vielfältigen, bundesweiten Schulprojekten a rbeiten wir an der Schnittstelle von Schule und 
Jugendhilfe. Ziel ist es immer, den Kindern und Jugendlichen in ihrer schulischen Entwicklung so 
viele Chancen wie möglich zu eröffnen. 
NRW  
 Offene Ganztagsschulen: 
Seit dem 01. August 2010 betreibt die Outlaw gGmbH die OGS Regenbogenschule in  
Bochum-Höntrop und seit August 2015 sind wir Träger von insgesamt sechs OGS Standorten 
in Bochum. 
 
Münster 
 
 Kooperationsangebote mit zwei offenen Ganztagsschul en in Münster. Seit vielen Jahren 
sind wir mit dem Jugendzentrum Sprakel und auch dem  Bauspieltreff Holtrode Wolbeck in 
einer engen Kooperation mit den Grundschulen im Stadtteil verbunden und bieten wö- 
chentliche (bis zu vier Angebote pro Woche), in unserer Einrichtung an. Wir sind verlässlicher 
Partner, wenn es um Randzeiten bzw. Brückentagsbetreuungen geht. Ebenfalls können wir 
auf viele Jahre OGS-Ganztagsferienbetreuung zurückblicken. 
 
 Bildungsarbeit an Schulen: Cybermobbing@fairer Umgang im Netz (Münster), 
Das Projekt Cybermobbing findet zurzeit regelmäßig in der Realschule Wolbeck, dem Jo- 
hann-Conrad-Schlaun Gymnasium, der Gesamtschule Münster Mitte und dem Pascalgymna- 
sium wie auch dem Schillergymnasium statt. Andere Schulen in Münster und Umgebung 
können das Projekt buchen. 
 
 AG-Angebote an der Hauptschule Münster Wolbeck: 
An zwei Nachmittagen in der Woche bieten Mitarbeiter*innen der Outlaw gGmbH und ver- 
schiedene Kooperationspartner AGs aus verschiedenen Bereichen (Sport, Musik, kreatives 
Gestalten etc.) an. Alle Schüler*innen der Hauptschule Wolbeck nehmen verpflichtend an 
einem Angebot teil.

SEITE 6 KONZEPT – OGS MARIENGRUNDSCHULE ROXEL  
 
 
 Übermittagsbetreuung an der Realschule Wolbeck: 
Montags bis donnerstags von 13:20 Uhr bis 15:20 Uhr betreuen bis zu sieben pädagogische 
Mitarbeiter*innen von Outlaw die Schülerinnen und S chüler der Klassen 5 bis 8 der Real- 
schule Wolbeck. Nach einem gemeinsamen Mittagessen können die Kinder zwischen einem 
kurzen kreativen, sportlichen, entspannenden oder aktiven Angebot wählen. Danach wer- 
den sie eine Stunde lang bei den Hausaufgaben begleitet. 
 
 
2 PERSONAL 
Gutes Personal kann auch gute Arbeit machen. Wir sehen unsere Mitarbeiter*innen als wichtigste 
Ressource. Aus diesem Grund ist die qualifizierte Besetzung für uns ein wichtiges und zentrales 
Qualitätsmerkmal. Wir setzen auf qualifizierte Mitarbeiter*innen und legen viel Wert auf stetige 
Fort- und Weiterbildung. 
2.1  OGS-Koordinator*in 
Die Stelle der OGS-Koordinator*innen erfordert mindestens eine abgeschlossene Ausbildung 
zum/zur staatlich anerkannten Erzieher*in oder ein sozialpädagogisches Studium. Die gesetzlichen 
Regelungen des Landes NRW sind zu wahren. Betriebsw irtschaftliches Grundverständnis sowie ein- 
schlägige Berufserfahrung innerhalb des Arbeitsfeldes oder einer vergleichbaren Einrichtung, in der 
die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten erworben wurden, sind erforderlich. Um Abwesenhei- 
ten und Krankheiten abzusichern ist eine Vertretung trägerseits festgelegt. Diese wird in Absprache 
mit den Leiter*innen der Münsteraner Einrichtungen im gesamten Fachgebiet gesichert und ge- 
meinsam vereinbart (z.B. Tandemregelung).  
Die Aufgabenbereiche umfassen die Säulen der Netzwe rkarbeit, Führungsverantwortung, Personal- 
entwicklung, Pädagogik, Elternarbeit, Zusammenarbei t mit der Schule und die administrative Tätig- 
keiten. 
Führungsverantwortung 
Hier besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Fachg ebietsleitung und der/des OGS-Koordina- 
tor*in. Sie repräsentiert den Träger und vertritt dessen Haltung und Werte nach außen. Sie setzt das 
Grundkonzept Kita & More sowie das Konzept der OGS um und lebt das Führungsleitbild mit seinen 
Grundsätzen („Wertschätzung und Kritikfähigkeit - essentiell für unser Miteinander“ oder „Unsere 
Beziehungen – Konstruktiv und vertrauensvoll“) aktiv. Trägerinterne Belehrungen (Kinderschutz, 
Hygiene, IfSG, usw.) setzt sie um und achtet darauf, dass alle Mitarbeiter*innen diese einhalten. Ge- 
meinsam mit der Fachgebietsleitung beteiligt sich der/die OGS-Koordinator*in an der Personalaus- 
wahl. 
Personalentwicklung 
Mit dem Ziel einer konstruktiven Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team sorgt die OGS Ko- 
ordinator*in für eine positive Teamatmosphäre und schafft hierdurch den erforderlichen Rahmen, 
um sich gemeinsam kritisch mit der pädagogischen Ar beit auseinanderzusetzen. Die Motivation der 
Mitarbeiter*innen, gerade auch hinsichtlich Fort- und Weiterbildung, obliegt ihrem Verantwortungs- 
bereich. Sie koordiniert die (pädagogischen) Abläufe aller Mitarbeiter*innen, plant und führt regel- 
mäßige Teambesprechungen durch und interveniert bei  eventueller Konfliktsituation, auch unter

SEITE 7 KONZEPT – OGS MARIENGRUNDSCHULE ROXEL  
 
 
Einbeziehung der Fachgebietsleitung, professionell. Jährlich führt sie die trägerseits geforderten 
Mitarbeiter*innen-Gespräche und legt gemeinsam mit dem Mitarbeiter individuelle Zielvereinbarun- 
gen fest. 
Pädagogischer Aufgabenbereich 
Die Mitarbeit im OGS-Alltag ist für die OGS-Koordinator*in wichtig, damit sie einen Eindruck erhal- 
ten kann, wie die Pädagogik praktisch von den Mitarbeiter*innen umgesetzt wird und in welchen 
Bereichen mögliche Umstrukturierungen oder Veränderungen sinnvoll wären. Dadurch wird ein ge- 
meinsames Planen der Bildungsarbeit sichergestellt. Weiter ist der/die OGS-Koordinator*in für die 
Sicherstellung der Aufsichtspflicht verantwortlich und klärt erforderliche Maßnahmen (z.B. Minder- 
besetzung des Personals wegen Krankheit) mit der Fachgebietsleitung ab. Die Weiterentwicklung 
der Konzeption, gemeinsam mit den Mitarbeiter*innen, gehört ebenfalls in ihren Aufgabenbereich. 
Elternzusammenarbeit als wichtige Säule der OGS versteht sie als Selbstverständlichkeit und be- 
zieht die Eltern in die Arbeit der OGS mit ein. Die Bildung eines Elternbeirates ist hier wünschens- 
wert und förderlich. Regelmäßige Elternbriefe und andere Arten der Informationsweitergabe ma- 
chen den Auftrag der OGS für die Eltern transparent und unterstützen eine gelungene Kommunika- 
tion.  
Zusammenarbeit mit der Schule 
Der/Die OGS-Koordinator*in steht im engen und regel mäßigen Austausch mit der Schulleitung. Täg- 
liche Kurzabsprachen werden geführt. Die Teilnahme an Konferenzen ist ein wichtiger Bestandteil in 
der Zusammenarbeit. Gemeinsam werden Aktionen und F estlichkeiten geplant und umgesetzt. Sie 
informiert die Schulleitung regelmäßig zu OGS-Abläufen und bezieht sie in ihre Planungen mit ein. 
Wenn es erwünscht ist, nimmt sie an Elterngesprächen teil. 
Administrative Tätigkeiten 
Das Führen der Barkasse und des Kassenbuches und di e betriebswirtschaftliche Verantwortung des 
OGS-Budgets obliegen der OGS-Koordinator*in. Sie fertigt die Betreuungsverträge an, An- und Ab- 
meldungen der Schüler*innen, sowie das Pflegen der Warteliste (bei Bedarf) führt sie durch. Unter- 
stützt wird sie durch die internen Services (Personalverwaltung, Finanzbuchhaltung, Rechtsabtei- 
lung usw.) des Trägers. Anfragen seitens des Schulverwaltungsamtes werden durch der/die Koordi- 
nator*in bearbeitet. Freie Plätze werden auch kurzfristig neu vergeben. Der/Die OGS-Koordina- 
tor*in gestaltet den Dienstplan, unter Berücksichtigung der gesetzlichen Auflagen und organisiert 
die Urlaubsplanung aller Mitarbeiter*innen. 
Netzwerkarbeit 
Die Pflege der Kontakte im Sozialraum und darüber hinaus, genauso wie das Repräsentieren der 
OGS in der Öffentlichkeit (Stadtteilfeste) und die Teilnahme an Sozialraumkonferenzen, ist unab- 
dingbar für eine erfolgreiche Arbeit der OGS und li egt daher im Aufgabenbereich der OGS-Koordina- 
tor*in. Sie nimmt an allen relevanten AGs und AKs teil. 
Unterstützt wird der/die OGS-Koordinator*in bei der Wahrung und Umsetzung ihrer Aufgaben 
durch die Fachgebietsleitung des Trägers. Regelmäßig nimmt sie an den internen Leitungsrunden 
der Region NRW/NN bzw. Standort Münster teil und tauscht sich dort mit Leiter*innen anderer Ein- 
richtungen, aus den Bereichen OKJA, Schule und Fansozialarbeit, aus.

SEITE 8 KONZEPT – OGS MARIENGRUNDSCHULE ROXEL  
 
 
2.2  Angestellte Mitarbeiter*innen 
Unsere Mitarbeiter stellen für uns die wichtigste Ressource dar. Wir achten auf Mitarbeiterpflege 
und legen bei unseren Mitarbeitern Wert auf Reflexi on und Austausch lokal aber auch überregional. 
Teamtage, Supervision und regelmäßige (auch fachbereichsübergreifende) Austauschtreffen sind 
für uns selbstverständlich und zählen als Qualitätsmerkmal. 
Wir beschäftigen an unseren aktuellen OGS-Standorten Mitarbeiter*innen mit den unterschiedlichs- 
ten beruflichen Professionen und beruflichen Stationen. Sozialpädagogische Fachkräfte und Erzie- 
her*innen, Ergänzungskräfte, Mitarbeiter*innen als Quereinsteigerinnen ohne einschlägige Berufs- 
ausbildung in einem sozialpädagogischen Bereich.  
Wir erwarten von unseren Mitarbeiter*innen die Umse tzung des Trägergrundkonzeptes Kita & More 
und der OGS. Sie identifizieren sich mit den Werten und Haltungen des Trägers, füllen diese im All- 
tag in der OGS mit Leben, begegnen und begleiten Kinder auf ihrem Lebensweg mit Engagement 
und Leidenschaft. 
2.3  Freie Mitarbeiter*innen 
Die Übernahme und Durchführung verschiedener AG´s w ird unter anderem von freien Mitarbei- 
ter*innen durchgeführt. Freie Mitarbeiter*innen haben einen Honorarvertrag mit dem Träger. Un- 
sere AG-Kräfte bringen verschiedene berufliche Facetten und Biographien mit, studieren zurzeit 
noch an der Universität/Fachhochschule, oder sind bereits aus dem aktiven Berufsleben ausgeschie- 
den. Die OGS-Koordinator*innen trifft die Auswahl und die Beschäftigung der AG-Kräfte vor Ort. Die 
Inhalte der AG werden mit ihnen abgesprochen und reflektiert. Alle an der OGS tätigen Personen 
müssen ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Je nach den Bedarfen werden jährlich neue freie 
Mitarbeiter*innen für AGs eingestellt bzw. die AG-Kräfte weiter beschäftigt. 
2.4  Hauswirtschaftskräfte 
Unsere Hauswirtschaftskräfte übernehmen in der OGS den Bereich der Vor- und Nachbereitung der 
Küche, halten die Hygienestandards ein und organisi eren das Mittagessen. Auch berufsfremde Mit- 
arbeiter*innen sind uns als Küchenkräfte willkommen. Für die OGS Grundschule Am Kinderbach 
muss auf Grund des Neubaus konzeptionell neu gedacht werden, wie die Koordination mit der ge- 
meinsam genutzten Küche (Realschule und Grundschule) organisiert werden kann. Bestehende Sys- 
teme können gut genutzt und ergänzt werden. 
2.5  Fachgebietsleitung 
Die Dienst- und Fachaufsicht über alle Einrichtungen der OGS, Schulsozialarbeit, Fansozialarbeit und 
OKJA in Münster wird vor Ort von einer Fachgebietsleitung übernommen. Dies bringt ein fachbe- 
reichsübergreifendes Austauschgremium auf Leitungsebene mit sich. Gemeinsamkeiten und Syner- 
gien können auch kurzfristig erkannt und gearbeitet werden. Die Stelle der Fachgebietsleitung 
dient der übergeordneten, eigenständigen Leitung un d Steuerung der Einrichtungen, ist Teil des 
mittleren Managements bei Outlaw und ist im engen Kontakt mit der Bereichsleitung in Münster 
sowie der regionalen Geschäftsleitung. Die Fachgebietsleitung ist die direkte Ansprechperson für 
die Einrichtungsleitungen. Sie nimmt punktuell an den Teamsitzungen der OGS teil und unterstützt 
bspw. in Krisensituationen den/die OGS-Koordinator*in und das Team. Weiter ist sie für die

SEITE 9 KONZEPT – OGS MARIENGRUNDSCHULE ROXEL  
 
 
betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) und Budgetverwaltung verantwortlich. Auch die Perso- 
nalgewinnung und Einstellung, gemeinsam mit der Schulleitung, übernimmt die Fachgebietsleitung 
mit der Koordinator*in, sie steht im regelmäßigen Kontakt, genauso wie der/die OGS-Koordina- 
tor*in, zur Schulleitung. In Abwesenheitszeiten des/der Koordinator*in übernimmt die Fachgebiets- 
leitung vertretend die Zuständigkeiten und stellt die Rückkopplung zum Träger sicher. 
2.6  Ausbildungsort 
Die OGS als Ausbildungsort sehen wir als zentrales Instrument, die zukünftige Generation der Fach- 
kräfte zu fördern. Qualifizierte Mitarbeiter*innen übernehmen hierbei die Anleitung und stehen im 
engen Austausch mit den weiterführenden Schulen bzw . Fachschulen für Sozialpädagogik. Besonde- 
res Augenmerk liegt auch auf die Ausbildung angehender Sozialpädagog*innen im Rahmen eines 
Hochschulstudiums. Hier arbeiten wir eng mit den verschiedenen Fachbereichen der IU, FH und Ka- 
tho Münster zusammen. Die Ausbildung von Erzieher*i nnen im Berufsanerkennungsjahr ist uns be- 
sonders wichtig. Zeitgleich werden maximal zwei Praktikant*innen aufgenommen. Über die Auswahl 
wird gemeinsam mit der Schulleitung entschieden. 
 
3 ZUSAMMENARBEIT MIT DER SCHULE 
Die Grundschule und OGS bilden eine zentrale Schnit tstelle, begleiten Kinder und Familien aktiv im 
Bildungsprozess und stellen ihnen die erforderlichen Ressourcen für ein erfolgreiches Lernen zur 
Verfügung. Zentrale Aufgabe ist es, dass alle Bildungsakteure entsprechende Ziele für ein gemein- 
sames Schulleben verfolgen und Maßnahmen zur Förderung einer positiven Atmosphäre, wie z.B. 
gemeinsame Aktivitäten und Feierlichkeiten umsetzen . 
3.1  Schulleitung 
Ein vertrauensvoller und wertschätzender Umgang ist für die Zusammenarbeit der/die  OGS-Koordi- 
nator*in mit der Schulleitung unabdingbar. Ein regelmäßiger Austausch, sei es in „Tür- und Angel-
Gesprächen“ und zu terminierten Besprechungen, sind  die Basis für eine gut funktionierende Arbeit 
im Schulbetrieb und in der OGS. Der/Die OGS-Koordinator*in verständigt sich fortlaufend mit allen 
zum Schulleben gehörenden Akteuren und transportier t die Informationen an die Mitarbeiter*innen 
der OGS. Ebenso werden die Informationen der OGS zu r Schulleitung und zum Lehrerkollegium wei- 
tergegeben. Die Teilnahme an Lehrer- und Schulkonferenzen ist selbstverständlich. Für eine gelun- 
gene Zusammenarbeit sehen wir die sporadische Teilnahme der Schulleitung an den Teambespre- 
chungen der OGS als förderlich an. Gerne führen wir gemeinsame Gespräche hinsichtlich erforderli- 
cher Personaleinstellungen und halten Rücksprache b ei der Aufnahme etwaiger Praktikanten*innen 
in der OGS. Der Informationsabend der neuen Lernanfänger*innen wird in Kooperation und gemein- 
schaftlicher Vorbereitung durchgeführt. 
3.2  Lehrerkollegium 
Ein gemeinsamer Austausch und gegenseitige Unterstützung prägen die Zusammenarbeit der OGS-
Mitarbeiter*innen und den Lehrerkolleg*innen. Sofer n es erforderlich sein sollte, nehmen die päda- 
gogischen Mitarbeiter*innen gerne an Elterngesprächen mit den Lehrer*innen teil. Die Durchfüh- 
rung der Hausaufgabenbetreuung erfolgt in Kooperati on mit den Lehrer*innen. Klare Absprachen,

SEITE 10 KONZEPT – OGS MARIENGRUNDSCHULE ROXEL  
 
 
wie z.B. die Hausaufgabenbetreuung umzusetzen ist, sorgen bei Mitarbeiter*innen und Kindern für 
Struktur und geben Sicherheit. 
Sonderpädagog*innen und Schulsozialarbeiter*innen s ind weitere wichtige Kooperationspersonen 
im OGS Alltag und daher ist eine enge Zusammenarbeit äußerst wichtig. Ein regelmäßiger Aus- 
tausch z.B. zum Lernfortschritt einzelner Schüler*innen sollte erfolgen, und es könnten Absprachen 
hinsichtlich gemeinsamer Förderungsmöglichkeiten getroffen werden. 
 
4 BIS-MITTAG-BETREUUNG 
Im Rahmen der Trägerschaft übernehmen wir die Organisation der Bis-Mittag-Betreuung ebenfalls. 
Hier wird das bestehende Personal der OGS durch zusätzliche Mitarbeiter*innen (NTK´s, Aushilfen 
usw.) ergänzt. Im Falle der Mariengrundschule gehen wir von ca. 80-90 Bis-Mittag-Kinder aus. Um 
diesen Kindern eine gute Zeit zu gestalten, begrüßen wir das bestehende System der Betreuung mit 
einer klaren An- und Abmeldung der Kinder an einem zentralen Ort sehr. Dies ist aus pädagogischer, 
organisatorischer und auch räumlicher Sicht sinnvoll. Die Betreuungszeit für Kinder in diesem Rah- 
men ist für Eltern nach den üblichen (durch die Kommune) festgelegten Gebühren kostenpflichtig. 
Darüber hinaus können sich Eltern z.B. bei Brückentagsangeboten anmelden (kostenpflichtig). Hier 
halten wir ein buntes Programm aus freizeitpädagogischen Angeboten und Ausflügen an unter- 
schiedlichen Standorten vor. An diesen Tagen kooperieren wir gern mit Einrichtungen im Stadtteil 
oder eigenen Partnereinrichtungen z.B. der OKJA.  
 
5 PÄDAGOGISCHE ARBEIT 
Die Offene Ganztagsschule stellt ein Bildung-, Erziehungs- und Betreuungsangebot für Grundschul- 
kinder dar. Die pädagogische Arbeit verfolgt das Ziel, Kinder in ihrer Selbst-, Sozial-, Sach- und Wer- 
tekompetenz zu fördern und zu stärken. Die Eltern erhalten durch die OGS ein zuverlässiges Betreu- 
ungsangebot, sowie eine Ergänzung und Unterstützung  in ihrer Erziehungsarbeit. Die pädagogische 
Gruppenarbeit, die Begleitung der Hausaufgaben, das gemeinsamen Mittagessen sowie vielfältige 
AGs und Projekte aus verschiedenen Bildungsbereichen sind wichtige Bausteine unserer Arbeit. Un- 
ter Einbeziehung des sozialen und kulturellen Umfeldes der Schule unterstützen wir die Persönlich- 
keitsentwicklung eines jeden einzelnen Kindes. Die OGS soll ein geschützter Raum sein, in der die 
Kinder gemeinsam Lernen und ein friedvolles Miteina nder von allen Beteiligten vorgelebt bekom- 
men. Füreinander da sein, auf den anderen zu achten und niemanden auszugrenzen bilden die Basis 
unserer pädagogischen Arbeit in der OGS. 
5.1  Bild vom Kind 
Im Mittelpunkt steht das einzelne Kind mit seinen i ndividuellen Bedürfnissen, Interessen, Erfahrun- 
gen, Wünschen, Fähigkeiten und Schwächen. Hierbei lernt es auf seine spezielle Art und Weise und 
benötigt individuelle Unterstützung durch die Fachkräfte.

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Wir sehen Kinder als eigenständige Persönlichkeiten mit individuellen Eigenschaften und Fähigkei- 
ten und geben ihnen Impulse, damit sie die Möglichkeit haben, ihr eigenständiges Handeln zu entwi- 
ckeln. Sie bekommen von uns genügend Zeit, um sich in ihrem Selbstkonzept entfalten zu können. 
Wir stehen dem Kind begleitend zur Seite und schaffen den Rahmen, damit sich die Kinder zu eigen- 
ständigen Persönlichkeiten entfalten können. Kern unserer Arbeit liegt dabei im Beobachten, Zuhö- 
ren, Anregen, Herausfordern und Begleiten. Ziel mus s sein: jedes Kind hat Zugang zu einem auf sich 
selbst passenden Angebot.  
5.2  Freizeitangebote im Alltag 
Einen hohen Stellenwert nimmt im Alltag der OGS die Förderung der Freizeitgestaltung ein. In die- 
ser Zeit erhalten Kinder selbstbestimmt die Möglichkeit, vielfältige Spiel- und Handlungserfahrun- 
gen zu sammeln und gleichzeitig ihre Sozialkompeten z zu erweitern. Sie entscheiden selbständig 
über Spielpartner, Spielort und Spielmaterial. In den Freispielphasen beachten und leben die Kinder 
die Regeln des sozialen Miteinanders. Sie übernehmen Verantwortung für sich selbst und andere. 
Die Mitarbeiter*innen erhalten gerade in der Freispielzeit die Möglichkeit, die Stärken und Schwä- 
chen der einzelnen Kinder zu beobachten. Aus den gewonnenen Erkenntnissen lassen sich Rück- 
schlüsse ziehen, aus denen die Mitarbeiter*innen Impulsangebote kreieren, bei denen die Kinder 
individuell gefördert werden können.  
Während der Freispielzeit stehen den Kindern in verschiedenen (Funktions-)Räumen der OGS, sowie 
dem Außengelände verschiedene Impulsangebote zur Ve rfügung. Die Kinder erhalten hierbei die 
Möglichkeit zum jahrgangsübergreifenden Lernen, und es entstehen viele spontane altersunabhän- 
gige Spielgruppen und gemeinsame Aktivitäten. 
5.3  Hausaufgabenbetreuung 
Fester Bestandteil und weiterer Baustein im Alltag der OGS ist die Hausaufgabenbegleitung. Die 
Hausaufgabenzeit bietet den Schüler*innen ein intensives Lernfeld. Sie erhalten hierbei die Möglich- 
keit, sich im Bereich des eigenständigen und selbstverantwortlichen Lernens zu üben und weiterzu- 
entwickeln. Hierfür sind klare Organisationstrukturen und Rituale zwischen allen Bildungsakteuren 
abzusprechen. 
Während der Hausaufgabenzeit übernehmen Schüler*inn en Verantwortung für rücksichtsvolles Ar- 
beiten und stärken ihr Sozialverhalten. Sie lernen zügig, ordentlich und strukturiert zu arbeiten. Sie 
erlangen Routine und Kontinuität bei der Erledigung der Hausaufgaben. Schüler*innen erlernen 
Techniken zur Selbstkontrolle, erlangen Sicherheit in der Handlungsplanung und entwickeln Ver- 
trauen in sich selbst. 
Die fachliche Begleitung und Unterstützung in diese m komplexen Lernprozess obliegt den Leh- 
rer*innen und den OGS-Kräften. Hierfür ist eine transparente Aufgabenverteilung und Klärung der 
gegenseitigen Erwartungshaltung unabdingbar. Hierzu sind Absprachen hinsichtlich räumlicher, 
zeitlicher, organisatorischer, personenbezogener Ressourcen, sowie zum allgemeinen Regelver- 
ständnis während der Hausaufgabenzeit gemeinsam zu treffen und mit allen Beteiligten, besonders 
natürlich mit den Schüler*innen und Eltern die Rahmenbedingungen zu kommunizieren. 
Uns ist es besonders wichtig, dass die Hausaufgabenzeit von qualifizierten Mitarbeiter*innen, ent- 
weder mit sozialpädagogischer Ausbildung oder einschlägiger Weiterbildung im Bereich

SEITE 12 KONZEPT – OGS MARIENGRUNDSCHULE ROXEL  
 
 
Hausaufgaben übernommen wird. Sie haben ein pädagogisches Wissen über den Entwicklungsstand 
der jeweiligen Alters- und Lernstufe, kennen die Formen möglicher Unterstützung und wenden 
diese an. Im besten Fall werden die Hausaufgaben du rch den/die Lehrer*in durchgeführt und über 
die eingeplanten Lehrerstunden abgedeckt. Weiter sollen die Kinder Kontinuität während der Haus- 
aufgabenbetreuung erfahren, sodass ein ständiger Wechsel der Fachkräfte hierdurch weitgehend 
vermieden werden könnte. 
Unsere OGS-Hausaufgabenkräfte leisten im individuel len Lernprozess der Schüler*innen Hilfe zur 
Selbsthilfe und schaffen den Rahmen, in dem die Hausaugaben erledigt werden können. Ihr Aufga- 
benbereich sieht u.a. folgende Aufgaben vor: 
 Sie sorgen für eine ruhige Arbeitsatmosphäre, in der die Kinder selbständig arbeiten kön- 
nen, geben bei Bedarf Impulse zur Problemlösung und leisten Hilfestellung bei Verständnis- 
fragen. Sie motivieren die Kinder fortlaufend und beaufsichtigen die Lerngruppe. 
 Sie achten darauf, dass die Hausaufgabenzeit pünktlich beginnt und eingehalten wird. 
 Sie leiten die Kinder zu einem ordentlichen Arbeitsumfeld an, achten auf eine individuell 
sinnvolle Zeiteinteilung und sorgen dafür, dass die Kinder mit dem Material pfleglich umge- 
hen. 
 Die Einhaltung des friedvollen Miteinanders wird um gesetzt, die Regeln werden von allen 
Beteiligten eingehalten und auf Störungen von außen wird entgegengewirkt. 
 Sie fördern die Kinder in ihrer Selbständigkeit, sprechen wertschätzendes Lob und Anerken- 
nung zu den gezeigten Leistungen aus und unterstützen die sozialen Beziehungen unterei- 
nander. 
 Die Erledigung der Aufgaben werden von den OGS-Kräften im genutzten Medium (Wochen-
Planer, Aufgabenheft, o.Ä.) dokumentiert. 
 
Eine Gruppengröße von 12 bis max. 15 Kinder ist wünschenswert, und im besten Fall sind die Grup- 
pen im Klassenverbund organisiert und finden im Klassenraum statt. Wir halten es für sinnvoll, dass 
die erbrachten Leistungen während der Hausaufgabenz eit in einem zentralen Medium wie z.B. Wo- 
chenplaner, Rückmeldeheft, usw. dokumentiert werden. Dadurch wird für alle Beteiligten transpa- 
rent, wie die Hausaufgabenzeit genutzt werden konnte.  
Da Schüler*innen in den unterschiedlichsten Bereichen immer durch Erwachsene bewertet werden, 
ist unser Selbstverständnis der Bewertung bei den Hausaufgaben aus der Perspektive des Kindes 
gedacht, und wir legen Wert darauf, die individuelle Leistung des Kindes abzubilden und somit die 
individuelle Entwicklung aller Schüler*innen einzeln zu fördern. Die Schüler*innen sollen die Mög- 
lichkeit haben, sich selbst einzuschätzen und sich in einem großen Maße selbst zu reflektieren. Die- 
ser Reflexionsrahmen wird durch gemeinsame Gespräche mit der Hausaufgabenbetreuer*in beglei- 
tet. Unsere Mitarbeiter*innen nehmen sich die Zeit, mit jeder/jedem Schüler*in ein kurzes reflexives 
Gespräch zu den Hausaufgaben zu führen. 
Wir bevorzugen ein Bewertungssystem, in dem die Schüler*innen sich zu folgenden Leitfragen äu- 
ßern können, ein: 
- Bin ich mit meiner Leistung zufrieden? 
- Habe ich meine Aufgaben erfüllen können? 
- Was war für mich leicht?

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- Was hat mich gefordert? 
- Was hat mir besonders Spaß gemacht?  
- Was war für mich nicht gut? 
- Wo möchte ich mich verbessern? 
- Was könnte mich unterstützen, um mein Vorhaben zu erreichen? 
 
Diese Leitfragen bieten den Schüler*innen die Möglichkeit, ihr eigenes Arbeiten bei den Hausaufga- 
ben zu reflektieren und zu bewerten. Es lässt sie selbst einschätzen, was sie schon gut können und 
in welchen Bereichen ihre eigenen Talente liegen.  
 
Die Form der Darstellung dieser o.g. Rückmeldung de r Schüler*innen darf durch ein Stempelsystem 
oder Ausformulierungen oder auch ein Ankreuzsystem durch die Schüler selbst entschieden wer- 
den. Hierzu stehen den Kindern verschiedene Methode n zur Verfügung. 
 
Eine zusätzliche Hausaufgaben-Lernzeit von ca. 15 Minuten wäre für uns, in Absprache mit den Leh- 
rer*innen nach der regulären Lernzeit vorstellbar um einzelne Schüler*innen gezielt und individuell 
fördern zu können. 
Wir präferieren gemeinsame Gesprächssettings mit dem Lehrerkolleg*innen, die in einem festgeleg- 
ten Rhythmus stattfinden sollte, damit ein regelmäßiger Austausch und Feedback zur Hausaufga- 
benzeit entstehen kann. Unsere OGS-Hausaufgabenkräfte sollen hierbei ihre Erfahrungen zurück- 
melden, um eventuell notwendige erforderliche Veränderungsprozesse gemeinsam zu initiieren. 
Sofern es erwünscht ist, teilen wir unsere Erfahrungen mit einzelnen Schüler*innen gerne in ge- 
meinsamen Gesprächen mit den Eltern mit. Wiederkehrende Probleme mit den Hausaufgaben soll- 
ten unbedingt in einem gemeinsamen Gespräch zwischen Lehrer*innen, OGS-Fachkräften und Eltern 
besprochen werden, um Lösungswege aufzudecken und erforderliche Vereinbarungen zu treffen. 
5.4  Fördergruppen 
In Absprache mit dem Lehrerkolleg*innen besteht die Möglichkeit, dass im Vormittags- bzw. im frü- 
hen Mittagsbereich einzelne Schüler*innen in verschiedenen Bereichen auch von OGS-Kräften ge- 
fördert werden. 
5.5  Arbeitsgemeinschaften (AGs) 
Die Arbeitsgemeinschaften (AGs) sind ein wichtiger Bestandteil der OGS-Arbeit am Nachmittag. Im 
Zeitraum von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr, mit eventuell unterschiedlicher Anfangs- und Endzeit, finden 
unsere AGs statt. Wir achten bei der Auswahl der AGs auf Vielfältigkeit und binden die Kinder parti- 
zipativ mit ein, indem sie ihre Wünsche für mögliche AG-Inhalte uns vorab mitteilen. Die AGs werden 
von kompetenten freien Mitarbeiter*innen, den OGS-K räften, den Lehrer*innen sowie von externen 
Kooperationspartnern geleitet. Wir achten auf ein gutes Maß von Kooperationen und eigenen Mit- 
arbeitern, um eine möglichst hohe Vielfalt in den Angeboten und auch ein Höchstmaß der Verläss- 
lichkeit zu generieren. Die Kinder und Familien erhalten eine Übersicht der verschiedenen AGs. Die 
Angebote sind breit gefächert und reichen von Kunst -AGs bis hin zu verschiedenen Sportarten und 
lebenspraktischen Aktivitäten, wie beispielsweise Kochen, Werken und Forschen. Die Kinder können 
gemeinsam mit ihrer Familie und mit Unterstützung des OGS-Teams die AGs auswählen, an denen 
sie teilnehmen möchten. Die Lernanfänger entscheiden über ihre AG-Teilnahme erst nach der Einge- 
wöhnungszeit in der OGS, entweder nach den Herbstferien oder zum Beginn des 2. Schulhalbjahres.

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Für die Jahrgangsstufen Eins und Zwei und für alle neuen AGs ist ein Ausprobieren (Schnuppern) 
vorgesehen.  
Nach der Standortanalyse, selbstverständlich unter Einbeziehung der Kinder, entscheiden wir über 
die Laufzeiten der AGs. Die Teilnahme an den AGs erfolgt durch die Bestätigung der Eltern und ist 
für das Schulhalbjahr verbindlich. 
Mögliches AG-Programm der OGS Grundschule Am Kinder bach: 
 Fußball-AG 
 Garten-AG 
 Kreativ-AG 
 Schach-AG 
 Schwimm-AG 
 Spiele- und Bewegungs-AG 
 Turn-AG 
 Tanz-AG 
 Werk-AG 
 Forscherwerkstatt 
 Trendsport-AG 
 Naturspiele-AG 
 
Die Aufzählungen sind Ideen für Mögliche Kooperatio nen. Sämtliche bestehende Kooperationen 
bleiben bestehen und werden durch unsere Ideen nach Bedarf ergänzt. 
5.6  Ferienprogramm 
Ein weiterer wichtiger Baustein in der OGS ist die verlässliche Ferienbetreuung. Es ist die Zeit, in der 
die Kinder ohne den täglichen „Schulstress“ ihren Interessen und Neigungen nachgehen können. 
Das spannende und abwechslungsreiche Programm wird von den Mitarbeiter*innen, teils auch 
vorab partizipativ mit den Kindern, geplant und vorbereitet. Unser Ziel ist es, gerade auch in der Fe-
rienbetreuung, den Kindern den Sozialraum zu eröffnen, um ihnen die vielfältigen und kostenfreien 
Freizeitmöglichkeiten in ihrer direkten Umgebung näher zu bringen. Die Eltern erhalten alle erfor- 
derlichen Informationen zur Ferienbetreuung rechtzeitig und melden ihre Kinder zur Teilnahme 
schriftlich an. Die Ferienbetreuung wird von den NTK´s, GFB und Übungsleitern durchgeführt. Sie 
wird im Vorfeld der Ferien gemeinsam mit dem hauptamtlichen Personal organisiert und vorberei- 
tet. Als Träger können wir auf viele Jahre Erfahrung in diesem Bereich zurückgreifen. Speziell im 
Stadtteil Kinderhaus sind Absprachen mit anderen Anbietern von Ferienbetreuungen unabdingbar. 
Wir gehen aktiv auf die derzeitigen Akteure zu und ergänzen die schon bestehenden Angebote.  
Einzelne Projekte und Themenwochen werden auf die Bedürfnisse der Kinder hin abgestimmt. 
Spiele, Ausflüge und unterschiedliche Aktionen dürfen hierbei nicht fehlen, wobei im Vorfeld immer 
ein alternatives „Regenprogramm“ vorbereitet wird. Während der Schulferien ist die Betreuung der 
Kinder von 07:30 Uhr (Vereinbarkeit von Familie und  Beruf) bis min. 16:00 Uhr sichergestellt. Im An- 
schluss der Betreuung begleiten wir Übergänge in An gebote anderer Stadtteilakteure.

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Gestartet wird jeden Morgen mit dem Freispiel (bis 9:00 Uhr). Im Anschluss gibt es den gemeinsa- 
men Start in den Tag mit dem gemeinsamen Frühstück. Entweder bringen die Kinder ihr Frühstück 
selber mit, oder es gibt ein gestelltes (Schlemmer-)Frühstück von der OGS. Generell wird Obst und 
Rohkost den Kindern zum Frühstück angeboten. Anschließend haben die Kinder die Möglichkeit, die 
vorbereiteten Angebote interessensbezogen zu wählen und daran teilzunehmen. Jede Betreuungs- 
woche steht bei uns unter einem Motto (z.B. Zirkus oder Piraten). Das Mittagessen wird gegen 12:30 
Uhr gemeinsam eingenommen. Die Abholzeiten ändern sich ggf. während der Ferienbetreuung auf 
Wunsch der Elternschaft. Einen Tag in der Woche macht die Gesamtgruppe einen größeren Tages- 
ausflug. Exkursionen und kleine Ausflüge (z.T. in Kleingruppen) im Stadtteil dürfen selbstverständ- 
lich im Ferienprogramm nicht fehlen. Die Angebote und Ausflüge sind für die OGS Eltern grundsätz- 
lich kostenlos.  
Mögliche Tagesausflüge: 
 Walderlebnisschule 
 Erlebnisbauernhof Bauer Bernd Borgholzhausen/Heupferdchen Lüdinghausen 
 Ketteler Hof 
 Wildfreigehege Saerbeck 
 Maxipark Hamm 
 Indoorspielplätze in der näheren Umgebung. 
 Planetarium 
 Zoo 
 Mühlenhof 
 Spielplatztage (z.B. an der Sentruper Höhe) 
 
5.7  Tagesablauf außerhalb der Ferien (Regelbetrieb) 
Für die OGS der Mariengrundschule könnte der Tagesablauf folgendermaßen aussehen: 
Nach Unterrichtsschluss begleiten die Betreuer*innen (je nach Klassenstufe) die Kinder ab 11:30 Uhr 
in die OGS-Räume. Der begleitete Übergang ist insofern wichtig, da Lehrer*innen und Gruppenlei- 
tungen sich über den Vormittag austauschen können u nd ggf. gemeinsam an Konflikten aus dem 
Vormittag arbeiten können. Die älteren Kinder gehen in die Hofpause und finden sich selbstständig 
in den ihnen zugeordneten Räumen ein. Die Gruppen, die im Wuddi untergebracht sind, werden 
durch die Betreuer*innen begleitet. Bis zum Mittagessen haben die Kinder Zeit für freies Spiel. In 
dieser Zeit wird durch die Mitarbeiter*innen in unterschiedlichen Räumen interessante, für die Kin- 
der freiwillige, Angebotsimpulse angeboten.  
Aufgrund der hohen Kinderanzahl wird es wahrscheinl ich mehrere Essensgruppen geben. Während 
des Essens werden sie von ihren Betreuer*innen begleitet und unterstützt. Nach dem Mittagessen 
findet die Lernzeit (Hausaufgaben werden gemacht) d urch feste Mitarbeiter*innen (Absprachen mit 
den Lehrer*innen) im Klassenraum statt.  
Während der Betreuungszeit in der OGS haben die Kinder, außerhalb der verpflichtenden Angebote 
wie Hausaufgaben, die Möglichkeit, die verschiedenen (Funktions-)Bereiche zu nutzen, sich an freien 
Angeboten zu beteiligen oder zu spielen. Besonders wichtig ist uns, dass die Kinder viel Zeit drau- 
ßen verbringen. So sind täglich, unabhängig vom Wetter, immer ausreichend Angebote im Freien

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fest eingeplant. Die AGs beginnen ab ca. 14:00 Uhr, und die Kinder nehmen an diesen verbindlich für 
ein Schulhalbjahr teil. Ab 15:00 Uhr besteht die Möglichkeit, die Kinder nach Hause zu entlassen. Ab- 
sprachen bezüglich fester Abholzeiten zwischen 15:0 0 und 16:00 Uhr müssen gemeinsam nach der 
Standortanalyse getroffen werden. Die Eltern haben die Zeiten den Mitarbeiter*innen schriftlich 
oder gegebenenfalls auch kurzfristig telefonisch mitgeteilt. Um 16:00 Uhr endet der Betreuungstag 
der Kinder in der OGS. Im Anschluss an die OGS Zeit bieten wir Eltern eine Randzeitbetreuung an. 
Diese kann in Kooperation mit Einrichtungen und Vereinen im Stadtteil (z.B. begleitete Übergänge 
in kinderpädagogische Bereiche des örtlichen Kinder- und Jugendzentrums Anne-Jakobi-Haus des 
CVJM) oder in den Räumlichkeiten der Schule durch das Personal der OGS gestellt werden. Hierzu 
wird mit der Schulleitung je nach Bedarf der Kinder und ihren Eltern ein jährlich zu überprüfendes 
schulbezogenes Konzept erstellt. Einzelne Angebote können im Bereich der Randzeitenbetreuung 
kostenpflichtig sein.  
5.8  Partizipation 
Partizipation ist bei Outlaw keine Aufgabe, sondern eine Frage der Haltung. Wir sind grundsätzlich 
Partizipativ organisiert. Wir verstehen Partizipation als unabdingbar im Kontext der Demokratisie- 
rung unserer heranwachsenden Generation. In unseren  Einrichtungen schaffen die Fachkräfte die 
Voraussetzungen und geben Kindern den Raum, sich im  Alltag aktiv zu beteiligen und mitzubestim- 
men. Auf diese Weise lernen sie, ihr Leben eigenverantwortlich und gemeinschaftsfähig zu gestal- 
ten. Unser Ziel ist es alle Kinder zu mündigen Individuen auszubilden. Dabei werden alle Kinder ent- 
sprechend ihres Alters- und Entwicklungsstandes mit einbezogen. Sie lernen eigene Wünsche und 
Interessen wahrnehmen und zu formulieren. Gleichzeitig lernen sie, die Interessen der Gruppe wahr- 
zunehmen und zu akzeptieren. Die Gestaltung von solidarischen Entscheidungsprozessen wird den 
Kindern vermittelt. Ritualisierte Vorgehensweisen bspw. bei Mehrheitsentscheidungen gibt den Kin- 
dern die notwendige Sicherheit. 
Bei uns findet Partizipation unter anderem statt: 
 Gestaltung von Regeln des Zusammenlebens 
 Verteilung von Ressourcen (Material, Geld, Zeit, etc.) 
 “Wo möchte ich spielen?”, “Mit wem möchte ich spielen?” 
 Auswahl des Mittagsessens 
 Entscheidungen über das eigene festgelegte Kinderbu dget 
 Kinderkonferenz 
 Thema der Ferienbetreuungswochen 
 Mitbestimmung bei der Auswahl der Ausflugsorte für z.B. Ferien 
 AGs – Inhalte & Teilnahme 
 
5.9  Kinderkonferenz 
Ein weiteres Instrument, Kinder an basisdemokratischen Prozessen zu beteiligen und somit aktiv im 
Alltag der OGS zu partizipieren, ist die Kinderkonferenz. Gerne würden wir diese in der OGS der 
Grundschule Am Kinderbach einführen und einmal monatlich stattfinden lassen. Wir begrüßen die 
städtischen Strukturen des Jugendrates in Münster, sowie die bestehenden Beteiligungsstrukturen 
in unseren Kitas, die wir gerne für den Schulalltag übertragen möchten. Wir können uns vorstellen, 
die Teilnehmer*innen des Jugendrates des Stadtbezirkes in das Programm mit ein zu binden um

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Schüler*innen auf eben diese tolle demokratische Möglichkeit aufmerksam zu machen und zu zei- 
gen, was für Kinder und Jugendliche in Münster Mitbestimmung bedeuten kann.  
Über die gewählten Vertreter*innen der OGS wird, zu  Beginn des Schuljahres, z.B. in einem vorange- 
gangenen Wahlkampf mit Steckbriefen und anschließen der Stimmabgabe samt Auswertung, ent- 
schieden.  
Der/Die Vertreter*innen der Kinderkonferenz bilden das Sprachrohr und reden aktiv mit: 
 Feedback zum OGS-Alltag 
 Entscheidungen über Ressourcen (Zeit, Angebote, Mat erialien) 
 Ferienvorplanung 
 AG-Inhalte 
 uvm. 
 
5.10  Kinderrechte 
Kinderrechte sind Menschenrechte. Dieser Grundsatz sollte für alle Kinder auf der Welt gelten. Die 
Vereinten Nationen haben sich das zum Ziel gesetzt und die Rechte der Kinder in der Kinderrechts- 
konvention festgelegt. Das Abkommen wurde am 20. November 1989 von der Generalversammlung 
der Vereinten Nationen verabschiedet und ist am 2. September 1990 in Kraft getreten. 
Jedes Kind hat das Recht auf eine glückliche Kindheit und eine individuelle Förderung seiner Fähig- 
keiten und Potenziale – unabhängig von äußeren Rahm enbedingungen, Herkunft, Geschlecht, Woh- 
nort, Weltanschauung etc.  Dafür stehen wir ein! 
Das von Outlaw selbst entwickelte Bilderbuch 
Mein Recht – in echt!  vermittelt den Kindern ihre 
Rechte. Das Bilderbuch ist fester Bestandteil aller Outlaw OGSen. Jedes Kind bekommt ein 
Exemplar mit nach Hause und die Einrichtungen greifen das Thema immer wieder in Projekten, aber 
auch im Alltag (z.B. durch unsere Kinderrechtetafeln) auf. 
5.11  Gestaltung von Übergängen 
Die Gestaltung von Übergängen zwischen Familie und Bildungseinrichtungen, aber auch innerhalb 
einer Einrichtung (Wechsel des Gebäudes) und insbesondere der Übergang von einer Kindertages- 
einrichtung in die Grundschule und die außerschulis che Betreuung der OGS haben eine wichtige Be- 
deutung. 
Übergänge werden von allen Kindern und ihren Eltern in unterschiedlicher Intensität er- und gelebt 
und sind mit verschiedenen Emotionen, wie z. B. Unsicherheit, Angst, Neugierde, besetzt. Die Ein- 
schätzungen und Bedürfnisse aller Beteiligten werde n dabei von den pädagogischen Mitarbeiter*in- 
nen sehr ernst genommen. Geschaffene Sicherheiten, gewohnte Abläufe, Strukturen und Rituale 
sind Ausgangsbedingungen, die die Öffnung zu Neuem erleichtern können. Grundlage ist das ge- 
naue Beobachten der Kinder und konkrete Reflexionen im Team. 
In der OGS der Mariengrundschule könnten wir in der  ersten Jahreshälfte den Informationsabend 
für die Eltern der zukünftigen Lernanfänger*innen durchführen, oder mit den Familien im Einzelkon- 
takt ein Erstgespräch, mit gleichzeitiger Unterstützung beim Ausfüllen der Verträge und weiterer 
erforderlicher Dokumente, führen.

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Im Sommer des Jahres, kurz vor den Ferien kann ein Kennenlern-Nachmittag, gerne auch in Koope- 
ration mit der Grundschule, stattfinden. Die Kinder haben die Möglichkeit, die Räumlichkeiten und 
das Team der OGS kennenzulernen und verschaffen sic h einen ersten Überblick. Besonders wichtig 
ist es uns, dass die Kinder auch individuelle Kennlernangebote wahrnehmen können. Hierzu verein- 
baren die Mitarbeiter*innen mit den Eltern individu elle Termine zum „reinschnuppern“. Wir stellen 
uns hier eine enge Kooperation mit den örtlichen Kindertagesstätten vor. 
Am ersten Betreuungstag in der OGS werden alle neuen Kinder von den Mitarbeiter*innen der OGS 
begrüßt. Jedes Kind erhält ein Namensschild, damit sie jederzeit angesprochen werden können. In- 
tensiv werden Ihnen die verschiedenen Spiel- und Lernbereiche vorgestellt, Regeln und Rituale der 
OGS vermittelt und die Möglichkeit gegeben, anzukom men. Ab der Einschulung werden die Lernan- 
fänger*innen in den ersten Wochen von Mitarbeiter*i nnen der OGS täglich, nach dem Unterricht, in 
den Klassen abgeholt und in die OGS begleitet.  
Wir favorisieren das Paten-Modell. Hier übernehmen Kinder der dritten oder vierten Klasse die Pa- 
tenschaft für einen Lernanfänger. Der Aspekt der hi erdurch erlernbaren soziale Kompetenzen steht 
dabei ebenso im Fokus wie das gute Ankommen der neuen Schüler*in 
Die Übergangsgestaltung der Viertklässler*innen zur weiterführenden Schule wird jedes Jahr mit 
einer großen Abschlussparty gefeiert. Die Schüler*innen werden in den Planungsprozess integriert. 
Umgesetzt wird dieses, in Rücksprache mit dem/der Klassenlehrer*innen, kurz vor den Sommerfe- 
rien. Nach Möglichkeit bauen wir eine enge Kooperation mit den weiterführenden Schulen im Stadt- 
teil auf, um den Schüler*innen ein begleitendes Kennenlernen der neuen Schulen zu ermöglichen.   
5.12  Integration/Inklusion 
Wir verstehen Inklusion als eine Frage der Haltung unserer Mitarbeiter*innen. In unserer Einrichtung 
begegnen sich Mitarbeiter*innen, Kinder und Familie n und mit den unterschiedlichsten Boigraphien 
und Erfahrungen. Ziel ist es, dass die Kinder sich unabhängig von ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten 
entwickeln, die sie für das soziale und kulturelle Leben in unserer Gesellschaft benötigen. Daher 
brauchen Kinder Erwachsene als Vorbild. Kinder sind von Geburt an vorurteilsfrei und sehen „An- 
dersartigkeit“ als normale Gegebenheit an. So erleben sie die Mitarbeiter*innen als unterschiedlich 
und divers, akzeptierend und weltoffen. Offenheit, Akzeptanz, Einfühlungsvermögen, Toleranz, Res- 
pekt und Wertschätzung gegenüber vielfältigen Leben seinstellungen und –formen bilden für uns 
die Grundlage.  
5.13  Interkulturalität 
Kinder, Familien und Fachkräfte aus unterschiedlichen Kulturen, Alters, Herkunft und Sprache prä- 
gen das Bild in unseren Einrichtungen, in der sich vielfältige Persönlichkeiten täglich begegnen. Wir 
erleben dieses als Bereicherung für das gemeinsame Leben in der OGS. Dieses erfordert Offenheit 
und ein respektvolles Miteinander aller Beteiligten.  
Die Mitarbeiter*innen spiegeln dieses in ihrer Haltung wieder und sind somit Wegbereiter*innen für 
Kinder, sich in einer multikulturellen Gesellschaft zu integrieren. Eine Outlaw OGS ist ein Ort, an 
dem Offenheit und die Achtung vor anderen Kulturen gelebt und die eigene kulturelle und religiöse 
Identität gewahrt wird.

SEITE 19 KONZEPT – OGS MARIENGRUNDSCHULE ROXEL  
 
 
6 MITTAGESSEN 
Die Mittagsverpflegung dient nicht nur der Nahrungsaufnahme, sondern fördert die soziale Ent- 
wicklung der Kinder. Das Decken und Abräumen des Ti sches wird gemeinsam mit den Kindern durch- 
geführt. Eine angenehm gestaltete Umgebung, ohne Störungen von außen sorgt für ein entspann- 
tes und genussvolles Essen ohne Zeitdruck. Die Kinder bedienen sich selbst und lernen dadurch 
Mengen einzuschätzen. Begleitet werden hierbei die Kinder von ein bis zwei Fachkräften. Diese 
schaffen unter anderem Raum für gemeinsame Tischgespräche und Informationsaustausch, unter- 
stützen die Kinder beim selbständigen Essen mit Messer und Gabel und geben, sofern erforderlich, 
Hilfestellung. 
Gesunde Ernährung ist für uns selbstverständlich. Zum einen verstehen wir unter gesund, dass es 
abwechslungsreich sein muss und zum anderen, dass das bereitgestellte Mittagessen durch täglich 
wechselndes Obst und Rohkost ergänzt wird. Ganztägi g steht den Kindern an der Getränkestation 
Mineralwasser und Tee zur Verfügung. Im Nachmittags bereich steht den Schüler*innen eine kleine 
Snackrunde, zudem es ebenfalls Obst und Rohkost gibt, zur Verfügung. 
Um sie an der Planung ihrer Ernährung teilhaben zu lassen, werden die Kinder an der Menüplanung 
aktiv beteiligt. Wir stellen uns vor, dass die Kinder an einem oder zwei Tagen in der Woche mitbe- 
stimmen können. 
Die Nutzung der Mensa/Küche am Standort soll nach Möglichkeit unter den Aspekten „Nachhaltig- 
keit“ und „Zero Waste“ organisiert werden. Gute Planungen sollen helfen, Synergien zu ermögli- 
chen, um Lebensmittelverschwendung weitestgehend zu  vermeiden.  
Selbstverständlich beachten wir religiöse Hintergründe und Lebensmittelunverträglichkeiten in un- 
serem Speiseangebot. 
 
7 ERZIEHUNGS- UND BILDUNGSPARTNERSCHAFT 
7.1  Elternarbeit 
Eine vertrauensvolle und transparente Zusammenarbeit mit den Familien ist uns besonders wichtig. 
Ein enger Austausch, geprägt von Offenheit und Ehrlichkeit, bildet die notwendige Vertrauensbasis, 
um die bestmögliche Förderung für das Kind zu gewährleisten. Wir verstehen uns als familienergän- 
zende Einrichtung, in der die Familien im Bereich Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder un- 
terstützt werden. Wechselseitiger Respekt, Achtung und ein wertschätzender Umgang miteinander 
sind die Grundvoraussetzung für eine gelungene Erziehungs- und Bildungspartnerschaft. 
Die Einbeziehung und Mitwirkung der Eltern ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal für die pädago- 
gische Arbeit in unseren Einrichtungen. Eltern sollen bei der Erziehung ihrer Kinder entlastet und 
unterstützt werden. Wir beraten sie in Erziehungsfragen und lassen sie in schwierigen Situationen 
nicht alleine, z. B. bei der Suche nach Beratungsstellen. Unsere Vielfalt an unterschiedlichen Einrich- 
tungen lässt uns bei vielen Beratungsthemen innerhalb unseres eigenen Trägers auf bestehende 
Angebote zurückgreifen. Durch unsere Familienzentre n im Nachbarstadtteil gibt es viele

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bestehende Kooperationen, auf die wir ebenfalls zurückgreifen können. Zusätzlich ist unsere neue 
Kita am Nottulner Landweg derzeit in der Neugründun g und baut verschiedene Kooperationen neu 
auf. 
Selbstverständlich werden die schon bestehenden Koo perationen gerne weitergeführt und durch 
unsere Ideen ergänzt.  
Es ist es für uns von großer Bedeutung, jedes Kind und seine Lebenssituation zu kennen und indivi- 
duell zu berücksichtigen. Dafür ist ein regelmäßiger Austausch wichtig. Im Elterngremium haben die 
Eltern ihre Vertretung. Von dort sollen Impulse ausgehen und in die OGS wirken. Wir wünschen und 
freuen uns über die Mitarbeit der Familien in unserer Einrichtung im Rahmen ihrer Ressourcen und 
Möglichkeiten. 
Erziehungs- und Bildungspartnerschaft verstehen wir als aktive Teilhabe von Eltern, aktives Zusam- 
menwirken von pädagogischen Fachkräften und Eltern, Familienberatung und Familienbildung und 
Unterstützung im Aufbau und Nutzung von Netzwerken.  
Modelle der Elternarbeit an unseren Standorten: 
 Planung und Durchführung verschiedener Feste 
 Familien-/ Eltern-Café 
 Elternbriefe 
 “Neues aus der OGS” – Elternpost als Newsletter (mind. alle drei Monate) 
 Nachmittag der offenen OGS 
 Präsentation verschiedenen AGs 
 Elternbeirat 
 Beratungsangebote (in Präsenz und Digital) 
 Elterninformationsabende 
 
7.2  Elternversammlungen 
Einmal jährlich findet meist im September, nach Beginn des neuen Schuljahres, die Elternvollver- 
sammlung  statt. Inhalte der Vollversammlung sind u.a. die Termine des 1. Schulhalbjahres, wichtige 
pädagogische Informationen zum OGS-Geschehen und di e Wahl dem/der Elternvertreter*innen. 
Der  Elternbeirat  besteht aus ein bis zwei Eltern pro Jahrgang. Er trifft sich alle zehn bis zwölf Wo- 
chen, bei Bedarf auch häufiger, und fungiert als Sprachrohr zwischen Elternschaft und OGS. 
7.3  Beschwerdemanagement 
Für alle Einrichtungen der Outlaw gGmbH wurde bundesweit ein Mindeststandard für Beschwerde- 
möglichkeiten entwickelt. Individuelle und informel le Beschwerdemöglichkeiten werden zusätzlich 
weiterhin als Option vorgehalten. Der Mindeststandard besteht aus einem Beschwerdeflyer für Kin- 
der bzw. ihren Familien und dem Bilderbuch Mein Recht-in echt!  Der Beschwerdeflyer nennt interne 
sowie externe Beschwerdestellen, an die die Kinder und ihre Familien sich bei Beschwerden wenden 
können. Das Bilderbuch erklärt den Kindern und ihren Familien, welche Rechte Kinder haben. Beide 
Broschüren erhalten die Familien mit der Begrüßungsmappe zur Aufnahme in die OGS und liegen an 
einem jederzeit für die Kinder und ihren Familien zugänglichen Ort aus. Eine

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Verfahrensbeschreibung regelt den Prozess der Beschwerdebearbeitung. Alle Beschwerden werden 
turnusmäßig ausgewertet; die Ergebnisse fließen in Planungsprozesse ein. 
Wir verstehen Beschwerden als ein wichtiges Instrument zur Sicherung bzw. Überprüfung der Quali- 
tät der pädagogischen Prozesse und als unverzichtba ren Bestandteil der professionellen Arbeitsbe- 
ziehung zwischen Fachkräften, Eltern und Kindern. Oberstes Ziel dabei ist, die Belange ernst zu neh- 
men, den Beschwerden nachzugehen, diese möglichst abzustellen und Lösungen zu finden, die alle 
mittragen können. Beschwerden können von Eltern und Mitarbeiter*innen in Form von Kritik, Ver- 
besserungsvorschlägen, Anregungen oder Anfragen wei tergegeben werden. Dies ist in einem direk- 
ten Gespräch mit der jeweiligen Fachkraft oder OGS-Koordinator*innen jederzeit möglich. Ebenso 
können Anliegen an die Elternvertreter*innen oder die Fachgebietsleitung weitergeleitet werden. 
Selbstverständlich kann auch ein möglicher vorhandene Briefkasten für Anliegen jeder Art genutzt 
werden. Besonderen Wert legen wir darauf, dass die Kinder eine Stimme bekommen. Hierzu haben 
die Kinder die Möglichkeit, mit der Unterstützung der Fachkräfte ihre Anliegen in der Kinderkonfe- 
renz anzubringen. 
7.4  Anlassbezogene Elternabende 
Thematische Informationsveranstaltungen, mit Theori e- und Praxisanteilen ergänzen unser Ange- 
bot einer gewinnbringenden Elternarbeit. Verschiedene interessante Themen, die die Lebenswelt 
der Familien beschäftigen, werden von uns initiiert, aber auch durch Rückmeldungen des Elternbei- 
rates hin ausgesucht, vorbereitet und durchgeführt. Wir planen eine enge Kooperation mit unserem 
örtlichen Familienzentrum in der Kita Kinderbachtal. Die Angebote sind grundsätzlich Kostenlos und 
können je nach Bedarf in Präsenz und Digital stattfinden. 
Unsere Beispiele für Elterninformationsabende: 
 Informationsabend für die neuen Lernanfänger*innen 
 Selbstbehauptung 
 Medienkonsum 
 Tischspiele neu entdeckt 
 Angemessene Freizeitgestaltung für Kinder im Grundschulalter 
 Taschengeld – wie mache ich es richtig. 
 Kinderrechte 
 
 
8 VEREINBARKEIT VON FAMILIE UND BERUF 
Unser Angebot orientiert sich an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien und ermöglicht 
den Müttern und Vätern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Orientiert an den jeweiligen 
Standort reagieren wir, nach Auswertung regelmäßiger Bedarfsabfragen, in vorheriger Rücksprache 
mit der Schulleitung und dem Schulverwaltungsamt, und passen die Öffnungszeiten der OGS an.  
Viele Eltern arbeiten nicht im Stadtteil, in dem sie wohnen, und daher ist eine gute Unterstützung 
durch Betreuungseinrichtungen sehr wichtig. Flexibi lität ist unsere Stärke – Randzeiten und Extra- 
zeit sowie Frühbetreuung sind aus diesem Grund für uns grundsätzlich selbstverständlich. Gerne

SEITE 22 KONZEPT – OGS MARIENGRUNDSCHULE ROXEL  
 
 
bieten wir auch kurzfristig verlässliche Betreuungssettings für die Eltern an. Hier können wir auf gut 
funktionierende konzeptionelle Grundlagen aus unserem Kitabereich zurückgreifen.  
8.1  Öffnungszeiten 
Eine Sicherstellung der Betreuungszeiten an der OGS Grundschule Am Kinderbach würde zu folgen- 
den Zeiten vorgehalten werden: 
 OGS-Betreuung:  ab 11:30 Uhr bis 16:00 Uhr (je nach  Unterrichtsschluss) 
 Bis-Mittag-Betreuung:   ab 11:15 Uhr bis 13:30 Uhr (je nach Unterrichtsschluss) 
 Extrazeit    so wie Eltern einen Bedarf anmelden. 
 
Die Extrazeit kann z.B. durch eigenes Personal abgesichert werden. Denkbar sind für uns aber auch 
Kooperationsangebote mit und an anderen Einrichtung en (z.B. der Kinder- und Jugendarbeit) an 
den jeweiligen anderen Standorten. Hier würden wir den Übergang durch unser Personal verlässlich 
begleitet gestalten. 
 
 
9 NETZWERKARBEIT UND KOOPERATIONEN 
Outlaw steht für eine sozialräumliche Kinder- und Jugendhilfe. Unsere Einrichtungen sind elementa- 
rer Bestandteil der jeweiligen Sozialräume. Sie sind fester Bestandteil des öffentlichen Lebens und 
gleichzeitig geschützte Räume für Kinder. Es gehört zu den Aufgaben der pädagogischen Mitarbei- 
ter*innen, die Kinder mit ihrer räumlichen Umgebung vertraut und diese für sie altersgerecht be- 
greifbar zu machen. Für die Lebenswelt der Kinder ist zweierlei von großer Bedeutung: Zum einen 
die Kenntnis des Sozialraums und zum anderen das Wissen um die Ressourcen. Die Lebensweltori- 
entierung der Kinder in den Fokus zu nehmen heißt, die individuelle Ausgestaltung des Lebens der 
Kinder, aber auch der Eltern und Familien, zu berücksichtigen und zu respektieren. Die Lebenswel- 
ten hängen dabei auch von Lebensverhältnissen ab, die ihrerseits wiederum durch den Sozialraum 
geprägt oder bestimmt sein können. Unsere Kinder un d Familien profitieren von der Vernetzung im 
Stadtteil und von dem Zusammenschluss verschiedener  Kooperationspartner*innen. Verschiedene 
Fachdienste unterschiedlicher Profession lassen einen breiten Blickwinkel zu und helfen allen betei- 
ligten Akteuren, zum Wohle des Kindes und dessen Familien. bspw. durch kurzfristiges Intervenie- 
ren in Krisensituationen oder Installieren vielfältiger Unterstützungsangebote für die Familie. 
Der Ausbau unserer Netzwerke für die OGS Grundschul e Am Kinderbach ist elementarer Bestandteil 
und wird angestrebt. 
Mögliche Netzwerke & Kooperationen: 
 
 Trägerinterne Leitungsrunde 
 Jugendamt der Stadt Münster - Sozialer Dienst – Jugendförderung 
 Arbeitskreise im Stadtteil 
 Beratungsstellen 
 BSV Roxel 
 Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit Anne-Jakobi-Haus (CVJM) 
 Vereine/Initiativen im Stadtteil 
 Tanzsportverein

SEITE 23 KONZEPT – OGS MARIENGRUNDSCHULE ROXEL  
 
 
 Weiterführende Schulen 
 Musikschule 
 Stadtteilbücherei 
 
Die Vernetzung im stadtweiten Trägertreffen ist eine Selbstverständlichkeit. Unsere Mitarbeiter*in- 
nen bringen sich mit der Teilnahme an verschiedenen Arbeitskreisen der Stadt bzw. dem Stadtteil 
ein.  
 
10  QUALITÄTSMANAGEMENT 
Die Outlaw gGmbH verfügt über ein personell ausgestattetes zentrales Qualitätsmanagement, das 
hinsichtlich der strategischen Planung und Umsetzung unmittelbar der Geschäftsführung zugeord- 
net ist. Für das zentrale Qualitätsmanagement wird eine jährliche Maßnahmenplanung sowie eine 
Zielvereinbarung mit der Geschäftsführung vereinbart, die sich auf die Geschäftsbereiche der Ge- 
samtorganisation beziehen. In drei Qualitätszirkeln werden für die pädagogischen Arbeitsfelder und 
die Verwaltung jährlich Qualitätsziele für das Folgejahr als Empfehlung für die Geschäftsführung 
entwickelt. Die Geschäftsführung priorisiert jährli ch Qualitätsziele für das Gesamtunternehmen und 
konkretisiert die Umsetzung in Arbeitsaufträgen u.a. für die Qualitätszirkel und das zentrale Quali- 
tätsmanagement, aber auch für andere Abteilungen un d Funktionsbereiche. Auf dieser Grundlage 
werden Verfahrensweisen und Standards entwickelt, Prozesse überprüft und kontinuierlich verbes- 
sert. Durch die dezentrale Struktur des Unternehmens kann so auf unterschiedliche regionale Rah- 
menbedingungen und interne Anforderungen sowie ggf.  externe Vorgaben zur QE flexibel passge- 
nau reagiert werden.  
Als Teil der übergeordneten Qualitätsentwicklung wu rden u.a. entwickelt: 
 Trägerkonzept 
 Grundkonzepte für die pädagogischen Arbeitsfelder 
 Schlüsselprozesse für die pädagogischen Arbeitsfelder 
 Internes Evaluationssystem für die Umsetzung von Sc hlüsselprozesse 
 Stellenprofile 
 Führungsleitbild 
 Personalentwicklungskonzept 
 Standards zur Einarbeitung von neuen Mitarbeiter*innen 
 Partizipationsstandards für Mitarbeiter*innen (Feedbackmanagement) 
 Partizipationsstandards für Adressat*innen (Beschwerdemanagement) 
 Standards zum Kinderschutz (Dienstanweisungen) 
 Jahresplanung/Zielvereinbarungen 
 Mitarbeiter*innen-Befragung 
 
10.1  Fortbildung 
Der Träger legt besonderen Wert darauf, dass sich die Fachkräfte regelmäßig weiter- und fortbil- 
den. Die Bereitschaft hierzu wird bereits durch den geschlossenen Arbeitsvertrag von den

SEITE 24 KONZEPT – OGS MARIENGRUNDSCHULE ROXEL  
 
 
Mitarbeiter*innen abverlangt. Jede/r Mitarbeiter*in hat ein Fortbildungsetat zur Verfügung, wel- 
ches nach Absprache mit der OGS-Koordinator*innen u nd Fachgebietsleitung ausgeschöpft werden 
soll. 
Akademie Lernbar: 
Unsere Mitarbeiter*innen genießen die Vorzüge einer internen Fortbildungs-Akademie, welche ein 
breites Spektrum an Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung stellt. 
Die Akademie Lernbar bietet u. a. folgende Fortbildungsinhalte an: 
 Kinderrechte, Kinderschutz, Partizipation für Kitas, OGS und Hilfen zur Erziehung 
 Interkulturalität in den unterschiedlichsten Kontexten der Kinder- und Jugendhilfe 
 Führen & Leiten 
 Kommunikation & Gesprächsführung 
 Methoden der Sozialen Arbeit 
 Kollegiale Beratung 
 Zertifikatskurs Kinderschutz §8a 
 Umgang mit digitalen Medien 
 
Um die pädagogischen Mitarbeiter*innen vor dem Hintergrund der vielfältigen und anspruchsvollen 
Anforderungen in ihrer Tätigkeit zu unterstützen, bieten wir ihnen regelmäßige Gelegenheit zum 
fachlichen Austausch z. B. auf den bundesweit stattfindenden Tagungen sowie Leitungskonferen- 
zen und regionalen Fachtagen, wie z.B. Kinderrechte, Marte Meo, usw.  
Die Mitarbeiter*innen erhalten hierdurch die Möglichkeit, durch Best Practice-Beispiele anderer 
Fachbereiche ihr eigenes Fachwissen zu erweitern. Jedes Team hat die Möglichkeit, individuelle 
Teamfindungsprozesse durch innovative erlebnispädagogische Angebote zu initiieren, um dadurch 
die Zusammenarbeit im Team zu fördern. 
Nicht jeder Teamfindungsprozess verläuft reibungslos und ohne die eine oder andere Schwierigkeit 
ab. Daher haben die Teams an unseren Standorten die  Möglichkeit, von der BMC-Ambulanz der 
Fachhochschule Münster in diesem Prozess begleitet und unterstützt zu werden. 
Die BMC-Ambulanz ist in Deutschland bislang einzigartig. Sie bietet den Teams die Möglichkeit, 
durch fortgeschrittene berufs- und lebenserfahrende Studierende des weiterbildenden Masterstu- 
diengangs M.A. Beratung Mediation Coaching (BMC) in  Bezug auf das individuelle Anliegen eine Be- 
ratung, Mediation oder ein Coaching zu erhalten. Lehrende der Fachhochschule Münster begleiten 
die Studierenden eng, um einen qualitativ hochwertigen Prozess sicherzustellen. 
Teamcoaching, Teambildung und Konfliktklärung in den Teams sind dabei mögliche Einsatzgebiete 
der BMC-Ambulanz. Das Angebot der BMC-Ambulanz steh t exklusiv den Mitarbeiter*innen der Out- 
law gGmbH und einem anderen Träger der Kinder- und Jugendhilfe zur Verfügung. 
10.2  Teamsitzungen 
Gemeinsame Teamsitzungen tragen zu einem positiven Miteinander bei und steigern die qualitative  
Arbeit innerhalb der OGS. Wir streben die Durchführ ung wöchentlicher Kurzteambesprechungen

SEITE 25 KONZEPT – OGS MARIENGRUNDSCHULE ROXEL  
 
 
(1 Stunde) und einmal im Monat eine Langteambesprechung (2,5 Stunden) an. 
Thematisiert werden in den Sitzungen u. a. folgende Inhalte: 
 Kollegiale Beratung 
 Fallbesprechungen 
 Dienstplanung  
 Planung des Ferienprogramms 
 Implementierung von Fort- und Weiterbildungen 
 Gemeinsame Zielsetzungen zur zukünftigen Ausrichtun g der OGS 
 Umsetzung gemeinsamer Aktivitäten mit den Eltern 
 Rückmeldung verschiedener Informationen von den Schulkonferenzen 
 Terminplanung 
 
Im Schuljahr werden ein bis zwei ganztägige Konzeptionstage stattfinden. Themen hierbei sind so- 
wohl trägerseits vorgegeben, als auch teamintern gewünscht. Vorbereitet werden diese in der Re- 
gel von der OGS-Koordinator*innen und Fachgebietsleitung. Inhalte in der Vergangenheit waren 
bspw. Kinderrechte, Raumgestaltung, Schlüsselprozesse, Partizipationsmethoden und konzeptionel- 
les Weiterdenken uvm.

SEITE 26 KONZEPT – OGS MARIENGRUNDSCHULE ROXEL  
 
 
11  ANSPRECHPARTNER*INNEN 
Wir freuen uns, wenn Sie Rückfragen, Ergänzungen oder Wünsche zu unseren in diesem Konzept 
verschriftlichten Inhalten haben. 
Das Konzept wurde von der Fachgebietsleitung Sebastian Geeraedts, in Zusammenarbeit und Ab- 
sprache mit der Bereichsleitung Juliane Wieching erarbeitet. 
 
Fachgebietsleitung - Sebastian Geeraedts 
Outlaw gGmbH 
Idenbrockplatz 27 
48159 Münster  
 
Mobil 0176 22 81 77 10 
sebastian.geeraedts@outlaw-ggmbh.de  
 
 
Bereichsleitung – Juliane Wieching 
Outlaw gGmbH 
Idenbrockplatz 27 
48159 Münster 
 
Mobil 0171 78 71 12 6 
juliane.wieching@outlaw-ggmbh.de  
 
 
Outlaw gGmbh 
Johann-Krane-Weg 18 
48149 Münster 
 
Tel. 0251  3835660 
Fax. 0251  38356699 
info@outlaw-ggmbh.de  
www.outlaw-ggmbh.de

SEITE 27 KONZEPT – OGS MARIENGRUNDSCHULE ROXEL  
 
 
12  ORGANIGRAMM MÜNSTER

Anlage1 Kriterienkatalog

4940 Zeichen

1 
Interessensbekundungsverfahren 
für die außerschulischen Angebote der 
Offenen Ganztagsschulen (OGS) 
Kriterienkatalog

2
1. Verfahren 
o Eine Bewerbung ist anerkannten Trägern der Kinder- und Jugendhilfe unter Einhaltung 
der veröffentlichten Fristen gestattet. 
o Die Träger haben ihr grundsätzliches Interesse an einer Übernahme der Trägerschaft 
bereits bekundet und schriftlich mitgeteilt.  
o Das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien teilt den Trägern mit, welche Schulen 
zur Überleitung zum neuen Schuljahr / Schulhalbjahr wechseln. 
o Die Träger haben die Möglichkeit, ein verbindliches, schriftliches schulscharfes Kon-
zept für die Übernahme der Trägerschaft beim Amt für Kinder, Jugendliche und Fami-
lien einzureichen.  
o Grundsätzlich gilt, dass nur Träger in dem weiteren und entscheidenden Trägeraus-
wahlverfahren berücksichtigt werden, die die geforderten Unterlagen innerhalb der ver-
öffentlichten Frist einreichen. 
o Die Unterlagen werden gemeinsam mit der jeweiligen Schulleitung und den Beteiligten 
aus dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien nach einem Kriterienkatalog geprüft 
und bewertet.  
o In einem Auswahlverfahren werden mit jedem Träger Gespräche geführt. Als Grund-
lage für die Bewertung der Bewerbung dienen das ausführliche Bewerbungsgespräch 
sowie die eingereichten Bewerbungsunterlagen bzw. OGS-Fachkonzepte. 
o Zum Abschluss des Verfahrens wird anhand der vorliegenden Bewerbungsunterlagen 
und des geführten Bewerbungsgespräches von Seiten der Verwaltung ein Vorschlag 
zur Vergabe der Trägerschaft getroffen.  
o Den politischen Gremien der Stadt Münster wird im Rahmen einer Beschlussvorlage 
die Entscheidung zur Trägerauswahl vorgelegt. 
2. Kriterien 
o Fachlichkeit/Pädagogik 
Die Fachlichkeit/Pädagogik wird anhand der nachfolgenden Auswahlkriterien ausge-
wertet. Den Kriterien sind jeweils zu beachtende Standards und Orientierungsrahmen 
zugrunde gelegt: 
 Qualitätsstandards der Offenen Ganztagsschule in Münster
 Entsprechende Erlasse des Landes NRW in den aktuell gültigen Fassungen 
Im Folgenden werden die Kriterien erläutert:  
o Pädagogisches Konzept/Leistungsbeschreibung  
Das Konzept, das die gesetzlichen Grundlagen (BASS), aktuelle gesellschaftlichen Er-
fordernisse und die Grundhaltung des Trägers sowie dessen Arbeitsweisen verdeut-
licht, muss vorliegen und ist Grundvoraussetzung für die Trägerschaft einer OGS.

3
o Besondere Betreuungsformen 
Das Konzept beinhaltet Aussagen zur erweiterten Randzeiten- und Ferienbetreuung. 
o Querschnittsaufgaben 
Der Zuzug und die Integration von Migrantinnen und Migranten stellen an Träger der 
OGS besondere Anforderungen. Sprachliche und kulturelle Barrieren müssen gemeis-
tert, schnelle und kompetente Integrationsangebote erarbeitet und entwickelt werden. 
Gleiches gilt für die Themen der Inklusion von Kindern mit Behinderungen und der 
Genderthematik. Informelle und soziale Bildung als Querschnittsthema ist grundsätz-
lich enthalten. Zentrales Ziel von Bildung ist die Befähigung des Kindes, ein selbstbe-
stimmtes und eigenverantwortliches Leben zu führen und umfassend am sozialen und 
ökonomischen Leben und der gesellschaftlichen Entwicklung partizipieren zu können.  
o Mitbestimmung (Partizipation) 
Der freie Träger der OGS soll ein beteiligungsorientiertes, pädagogisches Konzept mit 
einem angemessenen Maß an Partizipation darlegen. 
o Kooperationsstrukturen 
Bereits vorhandene räumliche Bezüge zu bestehenden Einrichtungen im Sozialraum 
der Einrichtung ermöglichen die Nutzung von Synergien, die die Wirtschaftlichkeit einer 
OGS erhöhen. Sozialraumbezogene Angebote werden bedarfsgerecht aufeinander ab-
gestimmt und weiterentwickelt, wenn die Akteure des Sozialraums sich hierzu entspre-
chend vernetzen. 
o Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen 
Die Anforderungen an Träger der Offenen Ganztagsschulen befinden sich, analog zur 
gesellschaftlichen Entwicklung, laufend im Wandel. Neue Herausforderungen sind kon-
tinuierlich mit neuen Antworten und Konzepten zu begegnen. Aus diesem Grund ist 
eine funktionierende und sich weiterentwickelnde Trägerstruktur eine notwendige Vo-
raussetzung für den Betrieb einer OGS. 
Implementierte Qualitätsentwicklungs- und Sicherungsprozesse mit inkludierten Ver-
fahrensabläufen in Bezug auf den Kinderschutz und die Zusammenarbeit mit der städ-
tischen OGS-Fachberatung ist ein notwendiger Standard. 
o Besondere Merkmale des Trägers 
Bei diesem Kriterium können weitere besondere Angebote des Trägers in die Bewer-
tung einfließen, die über die zuvor benannten Kriterien und Orientierungsrahmen nicht 
abgedeckt werden, jedoch eine Bereicherung für die Angebote der OGS darstellen. 
Gleichzeitig kann der Punkt der gewünschten Trägerpluralität/Trägervielfalt in Münster 
in der Bewertung berücksichtigt werden sowie besondere Anforderungen, welche aus 
den Bedarfen der Schule und des Stadtteils entstehen. 
Münster, den 01.05.2021

Ev. Jugendhilfe Münsterland - Konzept Marienschule Roxel (003)

25446 Zeichen

Konzept  
für den Offenen Ganztag der Marienschule Münster-Roxel  
 
Juni 2021 
Ev. Jugendhilfe Münsterland gGmbH 
Viefhoek 17 Tel. 02551/9343-0 
48565 Steinfurt Fax 02551/9343-43 
 
 
Ansprechpartner*innen 
Fachkoordination Schule Andrea Kestermann; kestermann@ev-jugendhilfe.de 
Tel. 02571/567175 
 
Pädagogische Leitung Mirko Blome; blome@ev-jugendhilfe.de 
 Tel. 02551/9343-14 
 Beate Schürmann; schuermann@ev-jugendhilfe.de 
 Tel. 02551/9343-22

2                                        OGS-Konzept Marienschule Münster-Roxel Juni 2021 
 
  
  
  
Inhaltsverzeichnis 
 
1. Warum wir?  
2. Unsere Betreuungsangebote an Schulen 
3. Auftrag und Zielsetzung 
4. Gestaltung des Ganztags 
Offenes Konzept 
Mittagessen 
Lernzeit 
Individuell wählbare Angebote 
Fördermöglichkeiten 
Klare Strukturen und Rituale 
Gestaltungs- und Entwicklungsmöglichkeit 
5. Organisation/ Rahmen 
6. Partizipation 
7. Integration/Inklusion 
8. Übermittagsbetreuung (BiMi/ÜMI) 
9. Randzeitenbetreuung in der OGS 
10. Teamarbeit 
Teambesprechungen 
Fort- und Weiterbildungsmöglichkeit 
Zusammenarbeit mit dem Lehrerkollegium und dem Träger 
11. Kooperation mit der Schule und dem Schulträger 
12. Kooperation mit Eltern/Erziehungsberechtigten 
13. Zusammenarbeit vor Ort 
Ev. Jugendhilfe Münsterland im Sozialraum Münster 
14. Qualitätssicherung 
Jährliches Evaluierungsgespräch 
OGS Qualitätszirkel 
15. Kinderschutz 
16. Schlussbemerkung 
 
Anlagen:  
Anlage 1 - Handlungsleitlinie „Partizipation/Beschwerde/Grenzwahrender Umgang für Mit-
arbeiter“  
Anlage 2 - Flyer „Alle Kinder haben Rechte“ für Kinder in offenen Ganztagen

3                                        OGS-Konzept Marienschule Münster-Roxel Juni 2021

4                                        OGS-Konzept Marienschule Münster-Roxel Juni 2021 
 
1. Warum wir?  
Die Evangelische Jugendhilfe Münsterland (EJHM) verbindet seit vielen Jahren ihre Komp e-
tenz als Jugendhilfeträger mit dem Arbeits- und Lebensfeld Schule.  
So ist sie Trä ger von 16  Offenen Ganztagsbetreuungen an Regelschulen und an Schulen des 
gemeinsamen Lernens im Kreis Steinfurt sowie im Kreis Borken.  
Unsere qualifizierten Mitarbeiter *innen arbeiten in Kindertagesstätten, Offenen Ganztag s-
schulen und in spezialisierten Angeboten, wie in Wohngruppen oder in Familienhilfen. 
Durch die regionale  Anbindung an unsere Projekte kö nnen z.B. ein verlässlicher Austau sch, 
enge Zusammenarbeit, gemeinsame (Ferien-)Projekte und gegenseitige Unterstützung statt-
finden. 
Mit der Anbindung der OGS an die EJHM stellen wir eine „Fachkoordination Schule“ sicher, 
die die Professionalisierung der Mitarbeitenden durch gegenseitigen Austausch, Ber atungs- 
und Fortbildungsangebote gewährleistet. 
 Wir haben mehr als 15-jährige OGS-Erfahrung!  
 
 Wir kennen uns aus mit dem Thema OGS -Trägerwechsel und bringen die nötige 
Sensibilität für das Bestehende und Innovationskraft für den Neustart mit! 
 
 Wir begreifen OGS als ganzheitlichen Bildungsort. 
 
 Wir halten weitere Angebote rund um Münster vor: z.B. zwei Wohngruppen Müns-
ter, ambulante erzieherische Hilfen, drei Kindertagesstätten 
 
 Wir zahlen fairen Tariflohn nach BAT – KF mit kirchlicher Zusatzversorgung (KZVK). 
 
 Verlässliche Ferienbetreuung, 6 Wochen im Jahr 
 
 Fort- und Weiterbildung werden gefördert, unterstützt und vom Träger initiiert. 
 
 Wir bilden aus: Praxisintegrierte Ausbildung für Erzieher*innen, Anerkennungs-
praktikant*innen, Praxissemester für Sozialpädag*innen, FOS- Praktikant*innen 
 
 Ausgebildete Kolleg*innen im Coolnesstraining für Projektarbeit im Bereich der s o-
zialen Kompetenzentwicklung („Coole Kids im Ganztag“) 
 
 Mitgliedschaft im neuen Fachverband „Offener Ganztag“  der Diakonie RWL sorgt 
für überregionale Qualitätsentwicklung

5                                        OGS-Konzept Marienschule Münster-Roxel Juni 2021 
 
2. Unsere Betreuung- und Beratungssangebote exemplarisch an Schulen im Kreis Steinfurt 
 
 
 
 
 
 
 
OGS   Offene Ganztagsschule 
ÜMI   Übermittagsbetreuung 
HAB  Hausaufgabenbetreuung 
SSA   Schulsozialarbeit 
BuT   Bildung und Teilhabe 
BiG   Beratung in Grundschulen 
 
Weitere Schul- und Beratungsangebote befinden sich darüber hinaus in den Kreisen Borken 
und Coesfeld.

6                                        OGS-Konzept Marienschule Münster-Roxel Juni 2021 
 
3. Auftrag und Zielsetzung 
Als Evangelische Jugendhilfe Münsterland verstehen wir den Auftrag einer offenen Gan z-
tagsschule einerseits als Betreuungsmöglichkeit zur besseren Vereinba rkeit von Familie und 
Beruf und andererseit s als Angebot zur Bildungs - und Entwicklungsförderung und Erziehung  
der Kinder . Folgende Aspekte beschreiben, was für uns zu einer gut aufgestellten OGS g e-
hört: 
 
 
4. Gestaltung des Ganztags 
Welche Ideen wir zur Gestaltung eines Ganztages haben, möchten wir im Folgenden konkre-
tisieren:  
 
Offenes Konzept  
Ein offenes pädagogisches Konzept im Ganztag bietet den Kindern mit seinen differenzierten 
Räumen hervorragende Möglichkeiten ihren individuellen Bedürfnisse nach zu gehen . So 
können sie entsprechend ihres Entwicklungsstandes zu Kindern der eigenen, aber auch zu 
Kindern anderer Altersgruppen Kontakt aufnehmen, voneinander lernen, gemeinsame Inte-
ressen verfolgen und an Projekten arbeiten.  Hierbei werden Angebote unterschiedlicher 
 Sozial und intellektuell anregende  Umgebung mit Rückzugsmöglichkeiten als V o-
raussetzung für erfolgreiches Lernen und eine gesunde Entwicklung  
 
 Gestaltung der OGS als Lebensort, in dem eine Beheimatung mit vertrauten Pers o-
nen Sicher heit und Geborgenheit bietet. Die Kinder sollen sich in der OGS wohl 
und gut aufgehoben fühlen!  
 
 Erweiterung der sozialen Kompetenzen durch Erfahrungen in Gruppe und Gemei n-
schaft  
 
 Individuelle Förderung der sozialen, emotionalen, schulischen und persönli chen 
Entwicklung der Kinder 
 Sicherheit und Verbindlichkeit  durch positive Automatismen wie Rituale im Alltag, 
Rhythmisierung und transparente Regeln 
 
 Partizipation der Kinder  durch Kinderteams, Arbeitsgruppen, individuelle Kinde r-
sprechtage, Kinderparlament usw. 
 
 Aktiv gestaltete, wertschätzende Team- und Kooperationsstrukturen für ein gutes 
Schulklima 
 
 Eltern-Beteiligungsmöglichkeiten in OGS und Schule, z.B. OGS -Elternrat, Beteil i-
gung an besonderen Festen

7                                        OGS-Konzept Marienschule Münster-Roxel Juni 2021 
 
Bildungsthemen gemacht.  Dieses Konzept lässt viel Kreativität, Eigenaktivität und Gesta l-
tungsmöglichkeiten zu. Es ermöglicht gleichzeitig aber auch Ruhe zu finden, zu beobac hten 
und sich zu orientieren. 
Für Teilgruppen  der Schülerinnen und Schüler sind ergänzend  spezielle Räumlichkeit en 
denkbar. Besuchen beispielsweise viele Erstklässler den Offenen Ganztag könnte ein Raum 
als feste Anlaufstelle für sie reserviert sein. Mit diesem Konzeptbaustein hätten die Kinder 
selbst die Möglichkeit zu entscheiden , ab wann sie im Ganztag auf Entdec kungsreise gehen 
und „sich aus ihrem Nest fortbewegen und flü gge“ werden . Zu begrüßen ist  ein eigener 
Raum für „die Großen“, also für Kinder des 4. Schuljahres. Der Raum könnte von den Kindern 
selbst gestaltet werden und als Rückzugsmöglichkeit sowie zur E ntwicklung der Eigenve r-
antwortung beitragen.  
Für die Kinder gibt es verlässliche Ansprechpartner in den einzelnen Bildungsräumen. 
 
Mittagessen  
Das Mittagessen ist ein zentraler Bestandteil des OGS -Alltags. Unsere Mitarbeiter*innen 
begleiten die Kinder zu m Mittagessen und essen gemeinsam mit ihnen. Neben einer gesu n-
den und ausgewogenen Ernährung ist es uns wichtig, eine gemütliche und entspannte Atmo-
sphäre herzustellen. So können die Kinder ihre Mahlzeit mit Genuss und in Ruhe einnehmen 
und haben dabei auch Raum für Gespräche und Gemeinschaft. 
 
Lernzeit 
Die Hausaufgaben /Lernzeiten finden in den Klassenräumen statt und werden von den B e-
treuer*innen auf kleine Fehler und Sorgfalt kontrolliert und z.T. durch Lehrer*innen beglei-
tet und unterstützt . Dadurch wird ein Austausch zwischen allen Beteiligten auf kurzen W e-
gen gewährleistet. Schülerinnen und Schüler profitieren von zeitnahen effektiven Unterstü t-
zungsangeboten.  
 
Individuell wählbare Angebote 
Jedes Kind hat die Möglichkeit an Arbeitsgemeinschaften (AG) od er kurzfristigen Aktivitäten 
teilzunehmen. Je nach Neigung und Interesse können die Kinder aus einem vielfältigen und 
abwechslungsreichen Angebot wählen, das möglichst viele Bildungsbereiche abdeckt: spor t-
lich, musisch, kreativ, künstlerisch, ökologisch, technisch, Medien usw.  
Das Angebot orientiert sich an den Wünschen und Bedürfnissen der Ki nder. Sie entscheiden 
selbst über die Teilnahme, die nach der Anmeldung jedoch verbindlich ist.  
Hier einige Beispiele: 
 Sportangebote: Ringen und Raufen, Skateboard  
 Koch- und Backschule 
 Tanzprojekte 
 Forscher- AG 
 Digi-Kids: Mit Tablets Comics erstellen, Videoclips und Zeichentrickfilme drehen 
 Kreativangebote 
Eine breite Angebotspalette gelingt durch Kooperationen mit den sozialräumlichen Partnern. 
Vom inklusiven Gedanken und an den Stärken jedes Kindes orientiert kann in den AG´s auch 
individuelle Förderung umgesetzt werden. So kann beispielsweise ein Kind, das noch Unte r-

8                                        OGS-Konzept Marienschule Münster-Roxel Juni 2021 
 
stützung beim Lesen oder Schreiben benötigt, an einer Geschichtenwerkstatt teilne hmen 
oder sein Lieblingsbuch als „Buch des Monats“ vorstellen.  
Neben erlebnispädagogischen Aktionen oder Coolness -Trainings können auch Angebote der 
tiergestützten Pädagogik vorgehalten werden, die zur sozial emotionalen Entwicklung ei n-
zelner Kinder, aber auch zur Entwicklung des Sozialverhaltens in Gruppen beitragen.  
 
Verlässliche Ansprechpartner 
Für Kinder, Eltern, Mitarbeitende und das Lehrerkollegium sind klare Zuständigkeiten im 
Sinne von verläßlichen Ansprechpartnern geregelt. So können Mitarbeitende für einze lne 
Klassen, ganze Jahrgänge oder auch Jahrgangsübergreifend zuständig sein, entscheidend ist 
die Transparenz für alle Beteiligten. 
 
Klare Strukturen und Rituale  
Ein Wechsel zwischen Aktion und Entspannung kommt dem natürlichen Bedürfnis der Kinder 
entgegen. Die klare Gliederung des Tages in zeitliche Ab schnitte und die Übernahme der 
Schulregeln auch während der OGS -Betreuung, gibt den Kin dern Sicherheit und Orienti e-
rung. Feste Rituale bestimmen den Jahresverlauf und den Alltag, z.B. abgestimmte Spr üche, 
Lieder und Spiele zum Mittagsessen, Verabschiedung usw.  
 
Gestaltungs- und Entwicklungsmöglichkeit 
Entsprechend dem offenen pädgogischen Konzept sind die Räume der OGS Marienschule - 
Roxel schon mit Bildungsschwerpunkten versehen. Es gibt unter anderem bereits einen  Ru-
heraum, Spieleraum, Musikraum und Werkraum. Zusätzlich besteht eventuell die Möglic h-
keit eine Forscherwerkstatt oder einen Bereich für Rollenspiele mit den Kindern zu entw i-
ckeln. 
 
5. Organisation/Rahmen 
 
6. Partizipation 
Die Evangelische Jugendhilfe Münsterland legt einen Schwerpunkt ihrer Arbeit auf das Th e-
ma Partizipation. So gibt es beim Träger eine Anregungs- und Beschwerdestelle (siehe Anla-
ge 1 & 2), an die sich alle Kinder, Jugendlichen und Angehörigen mit ihren Belangen wenden 
können. Hierfür ist eine Mitarbeiterin beim Träger angestellt und nimmt sich allen Anfragen 
entsprechend an. 
 Öffnungszeiten OGS: nach der 4. Stunde bis 16.00 Uhr 
 Abholzeiten OGS: 15.00 Uhr und 16.00 Uhr 
 Öffnungszeiten Übermittag (ÜMI): 11.30 Uhr bis 13.25 Uhr 
 Abholzeiten ÜMI: 13.00 Uhr und 13.30 Uhr 
 Ferienbetreuung: 6 Wochen: 4 Wochen Sommer -, 1 Woche Oster -, 1 Woche 
Herbstferien 
Von 8.00-16.00 Uhr 
 Eine Betreuung findet an allen Schultagen, auch wenn der Unterricht ausfällt, statt.

9                                        OGS-Konzept Marienschule Münster-Roxel Juni 2021 
 
Eltern und Kinder werden regelmäßig mit Abschluss der Betreuungsverträge über diese 
Möglichkeit und die entsprechenden Kontaktdaten informiert. 
 
Um die Gemeinschaft und den Zusammenhalt der Kinder untereinander zu stärken, sind wei-
tergehende Beteiligungsmodule  in Form von  Medien-, Theater - oder Kunstprojekte n mög-
lich. 
 
Partizipation als grundlegendes Recht nimmt Kinder ernst , bezieht sie mit ein , lässt Kinder 
mitgestalten und mitentscheiden. Sie fördert so ihre individuellen Kompetenzen. Der Aus-
einanderstzung mit den Kinderrechten kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. 
Partizipation wird zudem in ihrer vielfältige n Form als Ressource und Chance zur Qualitäts-
verbesserung unserer Arbeit genutzt. 
 
7. Integration/Inklusion 
In der OGS werden Kinder mit besonderem Förderbedarf bestmöglich unterstützt und geför-
dert. Ausgehend von den Stärken jedes Kindes werden schulische Förderpläne auf die Mö g-
lichkeiten der OGS übertragen. 
In sonderpädagogischen Konferenzen, mit den Beteiligten Akteuren, werden  die individuel-
len Unterstützungsmöglichkeiten und Förderziele für diese Kinder besprochen. Diese werden 
sowohl im Schulunterricht als auch im  OGS-Alltag umgesetzt. Vielfach lassen sich unterricht-
liche Förderziele auf die Angebote am Nachmittag übertragen. Transparenz sowie die Bete i-
ligung der Eltern ist in diesem Prozess von großer Bedeutung. Nur so können sie ihr Kind im 
häuslichen Umfeld in der Entwicklung unterstützen. Die Beteiligung der Eltern ist hierbei von 
großer Bedeutung.  
Für einige Kinder sind jedoch zusätzliche Einzel - und/oder Gruppenangebote durch Heilp ä-
dagog*innen in der Förderinsel eine hilfreiche Unterstützung. Insbesondere Kinder mit soz i-
al-emotionalem Fö rderbedarf brauchen einerseits einen nachvollziehbaren Rahmen und 
feste Strukturen, um sich zu orientieren und Sicherheit zu erlangen und andererseits gen ü-
gend Freiraum, in dem sie sich ausprobieren dürfen. Auch die Förderung der kognitiven 
Wahrnehmung, der Grob - und Feinmotorik, des schulischen Lernens usw. können in der 
Lerninsel notwendig sein. Eine enge Kooperation mit den Mitarbeitenden der heilpädagog i-
schen Förderinsel ist daher besonders bedeutsam und in Übergangsphasen unabdingbar. 
Unsere Partizipationskultur berücksichtigt und evaluiert die individuellen Bedürfnisse, 
Wünsche und Anregungen der einzelnen Kinder und beinhaltet folgende Beteil i-
gungsmöglichkeiten: 
 Tägliche Gesprächsrunden 
 Feedbacks 
 Individuelle Kindersprechtage  
 Kinderteams, die von gewählten Kindersprechern geleitet werden können 
 Kinderparlament 
 OGS-Sprecher*innen: vertreten die Bedarfe und Interessen  der OGS in schul i-
schen Gremien, z.B. im Schülerparlament der Schule

10                                        OGS-Konzept Marienschule Münster-Roxel Juni 2021 
 
Mehrsprachigkeit wird als zu kunftsfähige Kompetenz betrachtet, dennoch bedarf sie einer 
besonderen Unterstützung die dem individuellen Sprachstand angepasst ist. Spezifische A n-
gebote oder Kleingruppen sind beim Spracherwerb grundsätzlich hilfreich. Auch in diesem 
Förderbereich ist ei ne enge Abstimmung bezüglich der Methoden und des Materials mit 
weiteren Akteuren zielführend. In allen  Fragen zum Thema Migration können die Angebote 
des Trägers, der  Arbeitskreis Migration und der Jugendmigrationsdienst , beratend unte r-
stützen.  
Zusätzlich dazu können interne Kooperationen genutzt werden. So gibt es die Möglichkeit 
den psychologischen Dienst der EJHM für konkrete Beratungsanliegen anzufragen, Ko l-
leg*innen mit ausgebildeten Therapiehunden in die Arbeit zu integrieren und die grundsät z-
liche interne kollegiale Fallberatung zu nutzen.  
Die Landesmittel für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf und Migrationshinte r-
grund werden in zusätzliche Personalstunden umgesetzt. 
 
8. Übermittagsbetreuung (BiMi/ÜMI) 
Die Übermittagsbetreuung in der Zei t nach Sch ulschluss bis 13.25 Uhr findet in den Betre u-
ungsräumen der ÜMI, auf dem Schulhof  und den gemeinschaftlich genutzten Räumen der 
OGS statt. 
Die Mitarbeiter*innen der ÜMI und der OGS sind Teil eines Team, wodurch auch die daraus 
entstehenden Synergieeffekte genutzt werden können,  z.B. gegenseitige Vertretung , päda-
gogischer Austausch, gemeinsame Planung von Projekten usw. 
 
9. Randzeiten Betreuung in der OGS 
Zusätzlich zu den „normalen“ Betreuungszeiten der OGS gibt es eine Absicherung der sog e-
nannten Randzeiten. Dies beinhaltet die Betreuung  nach 16.00 Uhr. Nach Rücksprache mit 
der Schulleitung und den Mitarbeiter *innen der OGS kann dieses vor Schuljahresbeginn , 
entsprechend der Rahmendbedingungen , beantragt und durch die Mitarbeiter der OGS a b-
gedeckt werden. 
 
10. Teamarbeit 
Wir beschäftigen möglichst ausgebildete Fachkräfte, Erzieher*innen, Sozialpädagog*innen 
oder vergleichbarer Ausbildung und pädagogische Ergänzungskräfte. Nach Möglichkeit ist 
das Team heterogen zusammenge setzt. Ältere und jüngere  Pädagog*innen ergänzen eina n-
der in ihren Methoden, Kompetenzen und Erfahrungen. Dem Team steht Zeit für Teamarbeit 
zur Verfügung. Zusätzlich kommen FSJ`ler und andere Unterstützungskräfte hinzu.  
 
Teambesprechungen 
Die Teambesprechungen beinhalten sowohl pädagogische als auch organisatorische Themen 
und orientieren sich konsequent am pädagogischen Konzept. Weiterhin stehen Zeiten für die 
Zusammenarbeit mit dem Lehrerkollegium oder schulinterne Fallbesprechungen zur Verf ü-
gung. Regelmäßig wird das Gesamtteam durch die Fachberatung Schule der EJHM begleitet. 
Es besteht bei Bedarf die Möglichkeit Team- und Fallsupervision zu nutzen.

11                                        OGS-Konzept Marienschule Münster-Roxel Juni 2021 
 
Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten 
Uns ist es  wichtig, den Teams die Möglichkeit zu geben, sich stetig fort- und weiterzubilden, 
um die Qualität unserer Arbeit zu gewährleisten. Dazu werden trägerinterne Fortbi ldungen 
oder Fachtage angeboten , z.B. OGS -Teamleitungsschulung, „Handlungssicher in Konflikten“, 
Elterngespräche führen. 
Weiterhin nehmen unsere Mitarbeiter*innen an externen F ort- und Weiterbildungsmöglich-
keiten teil.  
 
Zusammenarbeit mit dem Lehrerkollegium und dem Träger 
Das pädagogische Konz ept wird eng mit der Schule abgestimmt und ggfls. in gemeins amen 
pädagogischen Fachtagen überarbeitet und modifiziert. Gemeinsame Leitid een werden hier 
auf Entwicklungsziele und Alltagshandeln „heruntergebrochen“ . Ein Planungstag pro Hal b-
jahr ist für das O GS-Team vorgesehen, der z.B. an betreuungsfreien Ferientagen  durchge-
führt werden kann. 
Die internen Strukturen der Ev. Jugendhilfe Münst erland unterstützen diese wertvolle z u-
sammenarbeit durch: 
 
 Begleitung durch die Fachberatung 
 Treffen der OGS-Projektleiter*innen (1x pro Monat) 
 Fallberatung  
 Regioteam (1x pro Monat) aller Betreuungs - und Erziehungshilfeprojekte der Region: 
Austausch träge rrelevanter Informationen,  pädagogische Themen  sozialräumliche 
Vernetzung usw. 
 
11. Kooperation mit der Schule und dem Schulträger 
Eine enge Kooperation str eben wir mit der Stadt Münster als Schulträger an, bei der , neben 
organisatorischen Belangen, Inform ations- und Qualitätsgespräche von zentraler B edeutung 
sind. 
Die Marienschule in Roxel verfügt bereits über lang jährig bestehende offene Ganztagstru k-
turen. Dabei ist uns wichtig , gut funktionierende Aspekte weiter zu stärken und perspekt i-
visch, gemeinschaftlich mit der Schulleitung, Mitarbeiter *innen und Elternvertreter*innen 
sowie der Stadt Münster die OGS weiter zu entwickeln. Dies geschieht immer bedarfsgerecht 
und im Sinne der Kinder. 
In unserer Arbeit pflegen wir eine wertschätzende Kommunikation in mu ltiprofessionellen 
Teams, bei der uns e ine enge Kooperation mit allen Beteiligten ausgesprochen wic htig ist. 
Dazu zählen: 
 
 Besprechungen zwischen Schul- und OGS-Koordination (möglichst 1x pro Woche) zur 
pädagogischen Vernetzung und Erkennung kurzfristiger Handlungsbedarfe 
 Teilnahme an Lehrerkonferenzen 
 Möglichkeit der Teilnahme der Lehrer*innen am OGS Team 
 Fallberatungen und Fördergespräche zwischen Klassenlehrer*in und OGS -
Mitarbeiter*in, Förderkonferenzen 
 Auswertungsgespräche mit dem Träger, Schulleitung und OGS-Koordination 
 Gemeinschaftliche Öffentlichkeitsarbeit

12                                        OGS-Konzept Marienschule Münster-Roxel Juni 2021 
 
 Beteiligung des OGS-Teams an Schulfesten 
 Teilnahme an regionalen und überregionalen Fortbildungen 
 Beteiligung und ggfs. Mitorganisation des Fachtages OGS der Stadt Münster 
 
12. Kooperation mit Eltern/Erziehungsberechtigten 
Die Beteiligung von Eltern ist für uns sehr wichtig , aufgrund deren unterschiedlicher Res-
sourcen sind diese in vielfälftiger Form gern gesehen.  
Ideen für die Elternbeteiligung:  
 Mitarbeit in Gremien, z.B. im Qualitätszirkel (siehe unter 12) 
 Eigene Eltern-AG-Angebote (z.B. Bauernhoftag in den Ferien oder Lese-AG) 
 Mitwirkung beim  Abschlussfest 
 Mitwirkung in Projektwochen 
 Nutzung elterlicher Ressourcen (Imkern, Fahrradwerkstatt etc.) 
Gemeinsame Aktionen tragen zur Identifikation von Eltern und Kin dern mit der Schule und 
der OGS bei.  
Die Aufnahme des Kindes in die OGS ist die Grundlage einer Bildungs - und Erziehungspart-
nerschaft, die in regelmäßigen und auch anlassbezogenen Elterngesprächen vertieft wird. 
 
13. Zusammenarbeit vor Ort  
Eine gute Kooperation und Zusammena rbeit mit allen beteiligten Akteu ren vor Ort ist uns 
stets ein Anliegen und wichtig. Kinder sollen über die Möglichkeiten ihrer Freizeitgestaltung 
in ihrem Soziaraum informiert werden und diese ausprobieren können. 
Daher streben wir an , für die gemeinschaftliche Arbeit an der Marienschule bestehende Ko-
operationsflächen zu verstetigen und neue Partner vor Ort in Münster-Roxel zu gewinnen. 
Darüber hinaus stehen wir a ls Jugendhilfeträger in der Stadt Münster in einem guten  Kon-
takt mit dem Jugendamt, so dass im Bedarfsfall erforderliche sozialräumliche Gruppenange-
bote oder familienunterstützende Maßnahmen abgestimmt werden könnten.  
An Sozialraumtreffen, Kooperationstreffen Schule/Kita oder trägerübergreifenden Gremien , 
z.B. in Kinderschutzfragen, würden wir uns selbstverständlich beteiligen und engagieren.

13                                        OGS-Konzept Marienschule Münster-Roxel Juni 2021 
 
Ev. Jugendhilfe Münsterland im Sozialraum Münster 
 
 
 
 
 
Wikamo  Präventionstraining für werdende Schulkinder in Kindertageeinrichtungen  
(„Ich will - Ich kann - Ich möchte“) 
InsoFa   „Insofern erfahrene Fachkraft“ - Ausgebildete Kinderschutzfachkraft 
AAT/CT Antiagressivitäts- und Coolnesstraining

14                                        OGS-Konzept Marienschule Münster-Roxel Juni 2021 
 
14. Qualitätssicherung 
Eine gut ge plante Qualitätsentwicklung dient der Sicherung der erlangten Schulqualität. Ge-
meinsam mit der Schulleitung wird in der OGS diese Aufgabe von der OGS -Koordination 
wahrgenommen. In gemeinsamer Verantwortung werden für die Offene Ganztagsschule 
Leitideen definiert und Entwicklungsziele beschlossen. Dabei legen wir großen Wert a uf eine 
aktive Beteiligung der Kinder, der Eltern sowie der Lehrkräfte.  
 
Jährliches Evaluierungsgespräch 
Auf der Leitungsebene finden gemeinsam mit der Schulleitung und der zuständigen pädago-
gischen Leitung der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland  jährliche Evalu ationsgespräche 
statt. Für jedes Schuljahr wird ein Sachbericht er stellt, der die Leistungen, Herausforderun-
gen und künftigen Handlungsfelder beschreibt. Über das konkrete Alltagsg eschehen in der 
OGS ist die pädagogische Leitung durch ihre Teilnah me an unterschiedlichen Gremien stets 
informiert. Besondere Vorfälle werden durch die OGS- Koordination sowohl der Schulleitung, 
als auch der pädagogischen Leitung, unverzüglich gemeldet.  
 
OGS-Qualitätszirkel 
Ein aus Schulleitung, OGS-Koordination, Eltern und Schulträger bestehender Qualitätszirkel 
kann ein hervorragendes Instrument der Qualitätsentwicklung  sein. In jedem Schuljahr kann 
in g emeinsamer Ver antwortung ein Evaluations - und Qualitätsentwicklungsschwerpunkt, 
z.B. die Zufriedenheit von Eltern und  Kindern, Teamentwicklung oder Elternarbeit gewählt 
werden. Durch konkrete Zielvereinbarungen wird ein hohes Maß an Verbindlichkeit e rreicht 
und die Weiterentwicklung wird für alle am Schulleben Beteiligten transparent und sicherg e-
stellt.  
Daher ist es uns ein wichtiges Anliegen, gemeinsam mit der Schule und der Stadt Münster, 
die jährliche OGS-Fachtagung aktiv mit zu gestalten und zu beleben. 
 
15. Kinderschutz 
Die EJHM hat ein eigenes Kinderschutzkonzept entwickelt, das eine  Anregungs- und Be-
schwerdestelle für Kinder, Jugendliche, Eltern, Mitarbeiter*innen und sonstige beteiligte 
Personen vorhält. Außerdem arbeiten bei uns ausgebildete  und zertifizierte Kinderschut z-
fachkräfte (InsoFa), die bei der Einschätzung von Kinderschutzfällen behilflich sein können. 
Es gibt ein mit der Schule abgestimmtes Kinderschutzverfahren nach §8a SGB XII. 
Alle Mitarbeitenden, auch Honor arkräfte, sind mit polizeilichen Führungszeu gnissen ausge-
stattet. 
 
16.Schlussbemerkung 
Wir würden uns freuen, mit der spannenden  Aufgabe der Weitergestaltung des Offenen 
Ganztags der Marienschule in Münster -Roxel beauftragt zu werden! Unsere Erfahrungen 
und Qualifikationen aus der Erziehungshilfe , aus den Kindertagesstätten  und dem Of fenen 
Ganztag verbinden wir  mit dem Auftrag, ein innovatives Bild ungs-, Erziehungs- und Förder-
angebot umzusetzen.

Lebenshilfe MS_KonzeptOGSMarienschule

35454 Zeichen

Off  ene Ganztagsschule 
Konzept der Lebenshilfe Münster 
für die 
Marienschule in Roxel

OGS - KONZEPT DER LEBENSHI LFE MÜNSTER  FÜR DIE  MARIENSCHULE IN 
ROXEL  
1. Einleitung ................................................................................................................................. 2 
1.1 Träger ........................................................................................................................................ 2 
1.2 Unsere Expertise für die Übernahme der OGS .......................................................... 3 
1.3 OGS an der Marienschule Roxel ...................................................................................... 5 
2. Ziele ........................................................................................................................................... 6 
2.1 Strukturelle Ziele bei der Übernahme der OGS an der Marienschule Roxel .. 6 
2.2 Pädagogische Ziele in der OGS ....................................................................................... 7 
3. Leitlinien und Leitprinzipien .............................................................................................. 7 
3.1  Partizipation ............................................................................................................................ 8 
3.2  Vielfalt ....................................................................................................................................... 8 
3.3  Inklusion ................................................................................................................................... 9 
3.4 Kooperation und Soziales Umfeld ................................................................................... 9 
4. Leistungen in der OGS an der Marienschule Roxel ................................................ 10 
4.1  Öffnungszeiten und Randzeitenbetreuung ................................................................ 10 
4.2  Lernen ..................................................................................................................................... 10 
4.3  Tagesablauf ........................................................................................................................... 11 
4.4  Ferienbetreuung .................................................................................................................. 12 
4.5  Vertretungspool ................................................................................................................... 12 
4.6  Schulsozialarbeit ................................................................................................................. 13 
4.7  Kinderschutz ......................................................................................................................... 13 
4.8  Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigen ................................................. 13 
4.9 Mulitprofessionelle Teams ............................................................................................... 14 
5. Qualitätssicherung .............................................................................................................. 14 
6. Wir in der OGS ..................................................................................................................... 15

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                                                                                                                Konzept OGS 
                                                                                                                   Stand: 09.06.2021 
 
1. EINLEITUNG   
Besonders normal. Das sind wir.  
Die Lebenshilfe Münster ist ein mittelständisches Unternehmen mit mehr als 6 50 
Mitarbeitenden. Durch unseren Fachdienst Schulbegleitung  blicken wir auf eine 
jahrelange und enge Zusammenarbeit mit vielen Schulen in Münster. Dies 
möchten wir zum Anlass nehmen , uns auch in dem Angebot der Offenen 
Ganztagsschulen (im Folgenden OGS) in Münster zu engagieren.   
Wir freuen uns, Ihnen unser Konzept für die Übernahme des Offenen Ganztags der 
Marienschule Roxel vorstellen zu dürfen. Grundlage dieses Konzepts ist die 
Expertise der Lebenshilfe Münster, die wir im Weiteren auf die Umsetzung in der 
Marienschule Roxel spezifizieren.  
1.1  TRÄGER  
Die Lebenshilfe Münster wurde 1961 als Eltern-Selbsthilfeorganisation gegründet. 
Sie zählt heute ca. 520 Mitglieder. Mittlerweile ist die Lebenshilfe Münster sowohl 
ein anerkannter Träger in der Münsterschen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe 
und Eingliederungshilfe als auch eine Selbsthilfevereinigung, in der Menschen mit 
geistiger Behinderung ihre Interessen selbst vertreten.  In allen Bereichen lag 
schon immer ein Fokus auf der Unterstützung von Familien und deren Kindern.   
Von Wohnhilfen über Familienbegleitung bis hin zur Organisation von 
Freizeitangeboten werden Freiräume eröffnet, die fördern, motivieren, 
entspannen, erfreuen, nachdenklich machen und inspirieren. 
Die operative Verantwortung für die Fach dienste Schulbegleitung und 
Sozialpädagogische/Heilpädagogische Familienhilfe ( SPFH/HPFH) sowie für den 
gesamten Bereich Wohnen wurde 2016 auf die neu gegründete Lebenshilfe 
Münster gGmbH übertragen, deren alleiniger Gesellschafter der Lebenshilfe 
Münster e.V. ist. Zu den Kernaufgaben des Vereins gehören weiterhin der 
Familienunterstützende Dienst (FUD) sowie der Bereich Freizeit (FZB). 
Die Organisation des Fachdienstes OGS ist unter dem Dach der gGmbH geplant.

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                                                                                                                Konzept OGS 
                                                                                                                   Stand: 09.06.2021 
 
1.2  UNSERE EXPERTISE  FÜR DIE ÜBERNAHME DER OGS  
Durch unsere verschiedenen Fachdienste im Kinder - und Jugendbereich  
(Schulbegleitung, HPFH/SPFH, Freizeit, FUD, Wohnnest , Fachstelle Inklusion und 
Projekt NetzStecker) sind wir seit vielen Jahren ein verlässlicher und erfahrener 
Partner in der Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Münster. 
Insbesondere in diesen Tätigkeitsfeldern bestehen teilweise schon seit Jahren enge 
Kooperationen mit Schulen und anderen Trägern aus den Stadtbezirken. Unser Ziel 
ist es , die Zusammenarbeit weiter auszubauen. Durch unser umfassendes 
Angebotsspektrum können wir auf differenziertes Fachwissen, langjährige 
Erfahrungen und  solide Kooperationsstrukturen zurückgreifen. Dies festigt und 
untermauert unseren Neueinstieg in das Angebotsfeld Offener Ganztag und bringt 
diverse Synergieeffekte mit sich.  
Die Tätigkeitsbereiche und ihre Schnittstellen zur OGS bilden sich wie folgt ab: 
Der Schulalltag ist vielfältig - für Schüler*innen mit besonderem 
Unterstützungsbedarf kann eine Schulbegleitung die notwendige  Hilfe sein, in 
vollem Umfang daran teilzunehmen. Unsere Schulbegleiter*innen ermöglichen die 
Teilnahme und Teilhabe am Schulalltag (Unterricht und OGS), sie fördern u.a. die 
Selbstständigkeit, Kommunikation und Orientierung der Schüler *innen. In 
Konfliktsituationen begle iten und beraten sie. Bei Bedarf  übernehmen die 
Schulbegleiter*innen pflegerische Aufgaben. Eine enge Zusammenarbeit mit den 
Klassenteams und de n Klassen- und Schulleitungen ist in diesem Tätigkeitfeld 
selbstverständlich.  
Der Fachdienst Schulbegleitung arbeitet eng mit den Jugend - und Sozialämtern 
der Kommunen zusammen. Dieses Netzwerk wird auch für den Bereich der OGS 
genutzt und erweitert. Uns ist es ein Anliegen , die Hilfsnetzwerke und 
Kooperationen durchlässig zu gestalten sowie Synergieeffekte herzu stellen. Wir 
fördern die gemeinsame Ausarbeitung von Konzepten zur Zusammenarbeit mit 
anderen Schulen, Trägern, dem Fachdienst Schulbegleitung sowie anderen 
Akteur*innen der jeweiligen Schule. 
In der Schulbegleitung werden zurzeit 10 Schüler*innen mit Unterstützungsbedarf 
von 9 Schulbegleitungen an der Marienschule Roxel begleitet. Drei Schüler*innen 
bekommen auch in der OGS Unterstützung durch die Schulbegleitung. Hier ist eine

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                                                                                                                Konzept OGS 
                                                                                                                   Stand: 09.06.2021 
 
noch engere Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeiter*innen im Vor - und 
Nachmittag geplant.  
Um Schule als Ganzes zu gestalten und Synergieeffekte nutzen zu können, würden 
wir gerne  auch die Schulsozialarbeit der Mariengrundschule Roxel in das 
Angebotsspektrum mit aufnehmen.  
Durch das multiprofessionelle Team der Schulbegleitung kann ein großes 
Spektrum an Fachlichkeit und pädagogischen Impulsen aus dem Unterricht in die 
OGS vermittelt und sowohl v on den Kindern als auch von den Mitarbeiter *innen 
genutzt werden. Unser Team versteht sich als Einheit in der Schule. So setzen wir 
Mitarbeiter*innen aus dem Bereich Schulbegleitung der jeweiligen Schule auch in 
der OGS ein. Die Kinder erfahren durch die Präsenz von gleichbleibenden Personen 
im Vormittags- und Nachmittagsbereich Kontinuität. Ein weiterer großer Vorteil ist, 
dass die Schulbegleiter*innen das Kollegium und die Unterrichtsinhalte gut kennen 
und mittragen können. Die Mitarbeiter*innen können aufgrund des möglichen 
Einsatzes in beiden Bereichen umfassend den gesamten Schulalltag der Kinder  
begleiten. Zudem wird es möglich, attraktivere Arbeitsverträge sowohl in Teilzeit- 
als auch Vollzeit (in der Schulbegleitung und/oder in der OGS) anbieten zu können. 
Dies fördert die Personal- und Beziehungsstabilität. 
Eine zentrale Grundlage der OGS ist nicht nur die Zusammenarbeit von Schule und 
OGS sondern auch von  Kinder- und Jugendhilfe und den gemeinwohlorientierten 
Institutionen und Organisationen aus den Bereichen Kultur und Sport  sowie 
weiteren außerschulischen Partnern. Hier bilden  der Freizeitbereich und der 
Fachdienst Inklusion der Lebenshilfe die Schnittstelle. 
Ein Team von haupt -, neben - und ehrenamtlich Mitarbeitenden schafft 
organisatorische Rahmenbedingungen, gibt Impulse und begleitet Kinder, 
Jugendliche und Erwachsene bei der Gestaltung ihrer Freizeit , insbesondere im 
Rahmen von Ferienbetreuung und abwechslungsreichen Freizeitangeboten.  
Die Lebenshilfe kann somit auch für die OGS beispielsweise in Bezug auf Projekte 
und AGs auf ein breites Netzwerk an Kooperationen von anderen Anbietern aus 
den Bereichen Kultur  und Sport und das Fachwissen zur Organisation und 
Umsetzung von Freizeitangeboten einbringen.

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                                                                                                                Konzept OGS 
                                                                                                                   Stand: 09.06.2021 
 
Der Fachdienst Inklusion ist die Schnittstelle zwischen Jugendhilfe und 
Behindertenhilfe und dient als Brückenbauer zwischen unterschiedlichen 
Akteur*innen.  
Es werden sowohl Familien als auch Einrichtungen beraten und unterstützt, damit 
in Münster inklusive Ferien- und Freizeitangebote stattfinden. Im Stadtteil Roxel 
arbeitet der Fachdienst Inklusion der Lebenshilfe Münster bereits mit dem Anna -
Krückmann-Haus zusammen. Die Kooperation ziel te vor allem auf die Beratung 
und Umsetzung eines inklusiven Ferienangebots ab. 
Außerdem bieten wir seit vielen Jahren eigene , zum Großteil inklusive 
Ferienmaßnahmen an. Durch diese Expertise kann die Lebenshilfe auch im Bereich 
OGS wohnortnahe, inklusive und familienfreundliche Ferienbetreuungs -angebote 
vorhalten. Wir planen, auch hier weitere Synergien zu nutzen  - so können die 
Mitarbeitenden aus dem Schulalltag auch in den Ferien eingesetzt werden.  
Die erfahrenen und qualifizierten Fachkräfte aus den Bereichen SPFH/HPFH, FUD, 
FZB und Wohnnest machen es sich auch in der OGS zur Aufgabe, Hilfen und 
Unterstützungsangebote für Familien zu vernetzen. Darüber hinaus stehen sie 
auch zu spezifischen Themen für Familien, Lehrer und Mitarbeitenden beratend zur 
Verfügung.   
1.3  OGS  AN DER MARIENSCHULE ROXEL  
Die katholische Marienschule ist die einzige Grundschule im Stadtteil Roxel. 
Gegenüber der Grundschule liegen die Räumlichkeiten der „Uppe“. Aktuell ist noch 
die auslaufende Sekundarschule Roxel in der unmittelbaren Nähe ansässig.  
Im Schuljahr 2020/2021 werden insgesamt 300 Kinder (davon 70 Schüler*innen 
in der Über-Mittag-Betreuung) in der OGS der Marienschule Roxel begleitet. Die 
Grundschule arbeitet nach einem offenen Konzept, bei dem es keine feste 
Gruppenkonstellation gibt. Die Kinder melden sich bei der Anmeldetheke an und 
ab. Sie können selbst entscheiden, in welche m Raum sie sich aufhalten möchten 
und mit welchen Kindern sie in Kontakt kommen. Durch das offene Konzept werden 
klassen- und altersübergreifende Angebote geschaffen, die neue Freundschaft en 
und Erfahrungen mit anderen Kindern möglich machen. Die Viertklässler werden 
in den Räumlichkeiten der Uppe betreut. Das Mittagessen wird in der Mensa 
eingenommen.

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                                                                                                                Konzept OGS 
                                                                                                                   Stand: 09.06.2021 
 
Die OGS der Marienschule befindet sich – unter andere m aufgrund von 
pandemiebedingten Erfahrungen - in einem Veränderungsprozess. Das offene 
Konzept wird beibehalten, soll aber in gewissem Maße für bestimmte 
Schüler*innen strukturiert werden. Gerade jüngeren Schüler*innen  soll dadurch 
die anfängliche Orientierung innerhalb des OGS-Systems erleichtert werden.  
Auch räumlich verändert sich die Marienschule Roxel zukünftig, sodass die 
Viertklässler, die aktuell in der Uppe begleitet werden, besser am offenen Konzept 
in den Räumlichkeiten der Schule teilnehmen können.  
Da die Überleitung zum freien Träger im laufenden Schuljahr erfolgt,  würden wir  
die Gruppenkonstellation und bereits eingeleitete Prozesse und Veränderungen 
entsprechend übernehmen. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit dem aktuellen 
Team der Mitarbeitenden der OGS und dem gesamten Kollegium der Marienschule 
vorhandene Ressourcen zu nutzen, bewährte Systeme zu übernehmen und neue 
Prozesse in Gang zu bringen. Dieser Überleitungsprozess soll durch Mitbestimmung 
und Teilhabe von Kindern und Mitarbeitenden  geprägt sein. Bei diesem Proze ss 
möchten wir flexibel auf die Bedarfe eingehen und teamorientiert arbeiten. 
2. ZIELE  
 
2.1  STRUKTURELLE ZIELE BEI DER ÜBERNAHME DER OGS  AN DER 
MARIENSCHULE ROXEL  
Durch die Übernahme der OGS an der Marienschule Roxel verfolgen wir folgende 
organisatorischen Ziele für die Schule.  
• Sanfter Übergang vom städtischen Träger zur Trägerschaft der Lebenshilfe 
Münster 
• Einbindung des gesamten Kollegium s, der Schüler*innen, Eltern und 
Kooperationspartner*innen 
• Ausschöpfen der Synergien für Schule, Kinder und Mitarbeite nde im Sinne 
des Grundsatzes „Eine Schule, ein Träger“  
• Erhalt von erprobten Systemen und Weiterentwicklung von Konzepten

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                                                                                                                Konzept OGS 
                                                                                                                   Stand: 09.06.2021 
 
 
2.2  PÄDAGOGISCHE ZIELE  IN DER OGS  
Aus unserem Fachwissen ergibt sich die logische Konsequenz, die Expertisen der 
einzelnen Bereiche zu bündeln und im Rahmen des Offenen Ganztags umzusetzen. 
Daraus ergeben sich in Bezug auf die Schüler*innen und deren Familien folgende 
Ziele: 
• Ganzheitliche Bildung durch Verknüpfung von formellen und informelle n 
Formen der individuellen Kompetenzförderung 
• Befähigung der Kinder , ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches 
Leben zu führen 
• Stärkung von Familiensystemen durch das Schaffen von 
Rahmenbedingungen, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
ermöglichen 
• Ermöglichung von Kontinuität für die Schüler*innen durch Leistungen „aus 
einer Hand“ und in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen aus dem 
unmittelbaren Sozialraum der Kinder (systemische Netzwerkarbeit) 
• Förderung von Inklusion  
Um die Ziele zu erreichen, setzt die Lebenshilfe die gesetzlichen Grundlagen des 
Landes NRW der Offenen Ganztagsschule um. Außerdem erfolgt die Umsetzung in 
Form von mehreren Leitlinien, welche im folgenden Abschnitt erläutert werden. 
3. LEITLINIEN UND LEITPRI NZIPIEN  
Die Lebenshilfe Münster sieht jeden Menschen als einzigartig, eigenständig und 
gleichwertig an. Es ist normal, verschieden zu sein. 
Die Leitlinie der Marienschule Roxel lautet: Lernen, lachen, lebendig sein. Die 
Lebenshilfe Münster schließt sich an und ergänzt das WIR aus dem Leitbild der 
Lebenshilfe. Wir wollen die Lernfreude der Kinder an der Marienschule Roxel 
gemeinsam lebendig gestalten.  
Die Lernfreude der Kinder wi rd durch einen freundlichen und respektvollen 
Umgang miteinander unterstützt und durch die Verbindung von Vor - und 
Nachmittag über den ganzen Tag gestärkt.  
Wir setzen diese Haltung in der Durchführung der Angebote um. So können  
partnerschaftlich-dialogische Beziehungen in der Arbeit entstehen.

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                                                                                                                Konzept OGS 
                                                                                                                   Stand: 09.06.2021 
 
3.1  PARTIZIPATION  
Wir werden getragen von Ideen, Wünschen, Anregungen der Menschen, die wir 
unterstützen. Wir arbeiten füreinander. Und wir arbeiten miteinander. 
Durch unser pädagogisches Handeln motivieren wir die Kinder zu einem 
konstruktiven Freizeitverhalten und binden sie aktiv in die Planung und Umsetzung 
ein. Die Berücksichtigung der Wünsche und Interessen der Kinder ist ein leitendes 
Kriterium bei der Programmgestaltung. Die Beteiligung der Kinder an 
Entscheidungsprozessen gehört zum Alltag.  In der Umsetzung bedeutet dies 
beispielsweise eine Beteiligung der Kinder bei der Planung und Auswahl der AGs 
und beim Mittagessen. Auch ein Ideenkoffer, der von den Kindern gefüllt werden 
kann, soll zum Alltag gehören und genutzt werden.  
Der Kinderrat der Marienschule Roxel wird von uns in die Arbeit eingebunden und 
im Monatsforum verankert bleiben. Die Kinder lernen damit schon früh, ihre eigene 
Meinung einzubringen und zu vertreten. Die Teilhabe der Schüler*innen be i der 
Gestaltung des Schullebens wird erhöht.  
3.2  VIELFALT  
Wir sind überzeugt, dass Verschiedenheit eine Bereicherung ist. Dafür stehen wir 
ein. 
Interkulturelle Bildung gehört ebenso zum Alltag wie die Gendersensibilisierung. 
Die Kinder lernen gemeinsam, unabhängig von ihrer Nationalität, Religion, ihrem 
Geschlecht und ihrem familiären Hintergrund. Die Sensibilisierung für 
unterschiedliche Kulturen oder die Auseinandersetzung mit kultureller Vielfalt ist 
ein wesentlicher Faktor im Zusammenleben der Menschen im Stadtteil und des 
Alltags in den Treffpunkten wie der OGS.  
Wir fördern einen reflektierten und respektvollen Umgang mit Vielfalt. Losgelöst 
von klassischen „geschlechtsspezifischen“ Angeboten entwickeln wir gemeinsam 
mit Kindern bedarfsorientierte Angebo te. Die Förderung der Gleichstellung aller 
Geschlechter und ihrer Akzeptanz ist eine wesentliche Zielsetzung unserer Arbeit. 
Wir verstehen es als unsere Aufgabe, Bildungschancen zu erhöhen, indem Vielfalt 
als Ressource gelebt wird und Vorurteile und Barrieren abgebaut werden. Sprache 
und Kultur fließen als Bildungsfeld in den Alltag ein und werden bewusst in den

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                                                                                                                Konzept OGS 
                                                                                                                   Stand: 09.06.2021 
 
Angeboten der OGS verankert. Dabei greifen wir auch auf unsere Erfahrungen bei 
der Vermittlung in einfacher Sprache zurück, um sprachliche Barrieren abzubauen. 
Unter dem Stichwort Vielfalt möchten wir auch die Konfessionsgebundenheit der 
Marienschule mitgestalten. Auch wenn die Lebenshilf e Münster selbst nicht 
konfessionsgebunden ist, möchten wir die Gestaltung von christlichem Festen der 
Schule unterstützen. Da die Marienschule Roxel unabhängig von der Konfession 
offen für alle Kinder ist, möchten wir die interkulturelle Bildung der Schüler*innen 
in den Alltag einfließen lassen. Die familienkulturelle und religiöse Vielfalt der 
Schule ist ein Teil des sozialen Lernens. Daher möchten wir neben den christlichen 
Festen auch den Feiern aus anderen Kulturen Beachtung schenken. Das Wissen 
über und Erleben von Religion soll insbesondere im Stadtteil Roxel zum Abbau von 
interkulturellen Barrieren beitragen.  
3.3  INKLUSION  
Wir sind neugierig auf andere Menschen. Jeder ist bei uns willkommen.  
Alle regulären Programmpunkte sollen von Kindern mit körperlicher, seelischer, 
geistiger- oder Sinnesbeeinträchtigung genutzt werden können. Die Toleranz und 
Sensibilisierung für die besonderen Bedürfnisse von Kindern mit 
Unterstützungsbedarf werden durch das Miteinander im Alltag gefördert. Inklusion 
und Vielfalt ist ein Selbstverständnis für alle Mitarbeitenden der Lebenshilfe 
Münster. Für die Umsetzung nu tzen wir u.a. die Expertise unseres Fachdienstes 
Inklusion, der Schulbegleitung und der SPFH.  
3.4 KOOPERATION UND SOZIALES UMFELD  
Wir sind ein Teil von Münster. Wir arbeiten gemeinsam mit anderen Vereinen, 
Organisationen und Bürger*innen unserer Stadt für ein gutes Morgen.  
Bereits erwähnt wurde die enge Zusammenarbeit unserer Fachdienste wie auch 
die bereits bestehenden Kooperationen mit anderen Organisationen im gesamten 
Stadtgebiet. Die Kooperationen der OGS der Marienschule werden erhalten und 
nach den Bedarfen ausgebaut.  
Wir beziehen  in die Planung unserer Angebote das soziale Bezugssystem  der 
Kinder, Jugendlichen und Familien  ein. Die Verbesserung der Chancengleichheit 
für alle Kinder sowie eine sinnvolle Freizeitgestaltung mit dem Ziel der individuellen

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                                                                                                                Konzept OGS 
                                                                                                                   Stand: 09.06.2021 
 
Persönlichkeitsentwicklung sind für uns zentrale Bestandteile in der pädagogischen 
Arbeit. 
Mit der Übernahme der OGS der Mar ienschule möchte n wir Kontakt zu allen 
bestehenden Kooperationspartner*innen in Roxel aufnehmen, um die 
Zusammenarbeit im Stadtteil weiter auf- und, nach Möglichkeit, auszubauen.  
4. LEISTUNGEN IN DER OGS  AN DER MARIENSCHULE  ROXEL  
 
4.1  ÖFFNUNGSZEITEN UND RANDZEITENBETREUUNG  
Im Schuljahr 2021/2022 werden 230 Kinder in der OGS  und 70 Kinder aus der 
Übermittagsbetreuung gemeinsam betreut. Die OGS-Kinder können entweder bis 
15.00 oder 16.00 Uhr begleitet werden und abwechslungsreiche Impulse erleben. 
Da der Trägerwechsel im laufenden Schuljahr 2021/2022 erfolg en soll , 
übernehmen wir die zu diesem Zeitpunkt begleiteten Kinder, auch in der dann 
gegebenenfalls vorhandenen (Gruppen-)Einteilung.  
Wir bieten für berufstätige Eltern und Eltern mit besonderen 
Unterstützungsbedarfen Betreuung nach der allgemeinen OGS bis 17.00 Uhr und 
eine Frühbetreuung ab 7.00 Uhr an. Dazu wird jährlich vor den Sommerferien eine 
Befragung der Eltern zu den Bedarfen für das neue Schuljahr durchgeführt. Damit 
fördern wir die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und gehen auf  die aktuellen 
Bedürfnisse der Familien ein.  
4.2  LERN EN 
Unsere OGS fördert sowohl formelles als auch informelles Lernen.  
Durch die sogenannte Ler nzeit erhalten Kinder Unterstützung beim Lösen von 
Aufgaben aus dem Unterricht und können Gelerntes vertiefen. Gezielte 
Anregungen führen dazu, dass die Kinder ihre Fähigkeit zum selbstständigen 
Lernen und Gestalten weiter ausbauen können. Die Lernzeit wird dabei auch durch 
Lehrer*innenstunden begleitet, die von der Schule bereitgestellt werden. Wir 
unterstützen diese Zusammenarbeit  mit all unseren Möglichkeiten , um die 
Verbindung von Vor- und Nachmittag im Sinne der Kinder weiter zu vertiefen.  
Die informellen Bildungsprozesse werden in der OGS durch das soziale Miteinander 
der Kinder in Gang gesetzt  und haben Angebotscharakter . So greift das 
Zusammenspiel von formeller und informeller Bildung ineinander. Wir unterstützen

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                                                                                                                Konzept OGS 
                                                                                                                   Stand: 09.06.2021 
 
durch informelles, soziales Lernen die  individuelle Kompetenz - und 
Persönlichkeitsentwicklung der Kinder. Die Angebote orientieren sich dabei an der 
Lebenswelt der Kinder (siehe Punkt 3). 
 
4.3  TAGESABLAUF  
Trotz des offenen Konzepts soll der Tag für die Schüler*innen möglichst 
rhythmisiert und strukturiert sein. Klare und einfache Abläufe erleichtern den 
Kindern die Orientierung in der OGS und schaffen einen optimalen Lernort. Die 
Kinder erstellen sich selbst einen Wochenplan (mit AGs und Projekten) , bei dem 
sie ihre individuellen Interessen und Fähigkeiten ausbauen können. Die individuelle 
Förderung nach den Interessen der Kinder steh t im Fokus. Dabei soll eine 
strukturierte Mischung aus Mittagessen, Lernzeit, feste n AGs, freiwillige n 
Angeboten sowie dem Freispiel angeboten werden.   
Das Mittagessen wird zukünftig durch den Gastroservice Remuß geliefert. Dieser 
versteht sich als Inklusionsbetrieb, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, 
Schüler*innen nicht nur mit einem Mittagessen zu versorgen, sondern diese auch 
ganz behutsam an neue und unbekannte Speisen heranzuführen. Das Essen 
besteht aus fr ischer und regionaler Kost und wird für die Kinder nach dem 
Unterricht angeboten. Nach dem Essen begeben sich die Kinder in feste 
Kleingruppen, um dort die Lernzeit zu verbringen. 
Die AGs und Projekte decken die Entwicklungsbereiche Gesundheit & Ernährung,  
Medien, Technik & Handwerk, Spiel & Sport & Bewegung, Musik & Gestaltung, 
Sprache und Kultur ab. Die Ideen und Interessen der Kinder werden 
partizipatorisch bei der Planung vom Angebot der AGs berücksichtigt. Die 
Durchführung der AGs und Kurzprojekte währ end des Schuljahres werden von 
OGS-Mitarbeitenden, Honorartätigen und Lehrern umgesetzt. Für alle Angebote 
stehen die Räumlichkeiten der Schule , insbesondere die OGS Räume in einem 
separaten Trakt des Schulgebäudes, zur Verfügung.  
Ein besonders fokussiertes Thema ist die Medienkompetenz und -bildung. Durch 
das Projekt „NetzStecker - Büro für inklusive Medienbildung“ haben wir es uns zur 
Aufgabe gemacht, Medien einfach zu erklären. Wir schreiben und informieren 
darüber, wie man Soziale Medien gut und sicher nutzen kann.

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                                                                                                                Konzept OGS 
                                                                                                                   Stand: 09.06.2021 
 
Die AGs bestehen  überwiegend aus festen Gruppen , welche  in bestimmten 
Abständen neu zusammengestellt werden. So können die Kinder unterschiedliche 
Kompetenzbereiche entdecken und erproben. Wir schaffen damit einen frei 
wählbaren Lern- und Erfahrungsraum mit zeitweise geschlossenen Gruppen und 
festen Bezugspersonen.  
4.4  FERIENBETREUUNG  
Sobald die Ferienbetreuung an die Träger der OGS übergeht, bieten w ir eine  
Betreuung in den Herbstferien sowie für die Hälfte der Oster - und Sommerferien 
an. Weiterhin decken wir die beweglichen Ferientage hab. Aus unseren 
Beobachtungen und aus Impulsen der Kinder entwickelt das Personal 
themenbezogene Projekte. Diese sind geken nzeichnet durch Angebote, Ausflüge 
und Workshops verschiedener Kooperationspartner. Die projektbezogenen 
Ferienangebote finden in der Schule statt, sodass die Kinder sich in ihrer 
gewohnten Umgebung bewegen.  
Je nach Kapazitäten und Interessen der Schüler*innen, der Eltern und der Schule 
werden Ferienangebote im Sinne von Ferienfreizeiten angeboten. Die gesamte 
Ferienbetreuung greift auf jahrelange Erfahrungen bei der Konzipierung und 
Umsetzung von Ferienangeboten des Freizeitbereichs und dem Fachdienst 
Inklusion der Lebenshilfe Münster zurück.  
Gerne arbeiten wir auch bei der Ferienbetreuung mit Kooperationspartnern 
zusammen. Ebenso möchten wir die Freizeitangebote  nutzen, die der Stadtteil 
Roxel bietet. 
4.5  VERTRETUNGSPOOL  
Der Vertretungspool kann durch die Zusammenarbeit und Kombination mit dem 
Fachdienst Schulbegleitung sehr effizient gestaltet werden und bietet den Schulen 
und Kindern somit viel Sicherheit und Beständigkeit. Wünschenswert wäre hierzu 
auch im Bereich Schulbegleitung eine Poolbildung an der jeweiligen Schule. 
Auch der FUD der Lebenshilfe bietet eine große Ressource für die Personalakquise 
in Vertretungssituationen.

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                                                                                                                Konzept OGS 
                                                                                                                   Stand: 09.06.2021 
 
4.6  SCHULSOZIALARBEIT  
Sehr gute Synergieeffekte werden erzielt, wenn auch die Schulsozialarbeit von der 
Lebenshilfe Münster an der Schule umgesetzt wird. Hier könnten Projekte wie 
Soziales Kompetenz -Training, Konzentrations - und Selbstsicherheitstrainings 
sowohl im Vormittags- als auch im Nachmittagsbereich umgesetzt werden.  
4.7  KINDERSCHUTZ  
Die Lebenshilfe Münster hat mehrere erfahrene und  ausgebildete 
Kinderschutzfachkräfte. Sie steh en zur Beratung von Familien, Lehrenden, 
Schulleitungen und Mitarbeitenden bei Fragen zum Kin derschutz zur Verfügung.  
Die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt wird von uns bereits jetzt umgesetzt. 
Untermauert wird das Thema Kinderschutz durch ein Schutzkonzept, welches u.a. 
die Zusammenarbeit zwischen Schule und der Lebenshilfe Münster beim Verdacht 
auf Kindeswohlgefährdungen beschreibt.  
In unserem internen Fortbildungsprogramm legen wir Wert auf das Thema 
Kinderschutz und bieten hierzu regelmäßig unterschiedliche Fortbildungsformate 
an. Wir kooperieren hierzu insbesondere mit dem Kinderschutzbund Münster.  
4.8  ZUSAMMENARBEIT MIT D EN E RZI EHUNGSBERECHTIGEN  
Die Elternmitwirkung besitzt für uns  eine große Bedeutung. Die Wurzeln der 
Lebenshilfe Münster sind die des Elternselbsthilfevereins. Wir sehen Eltern immer 
als Experten ihrer Kinder und beziehen sie daher gezielt in die Arbeit ein. Es gi bt 
Informationsabende für Eltern, Elternbriefe zur Information und zur Verständigung 
sowie eine Pinnwand mit Informationen über die aktuellen Themen. Gerne nehmen 
wir Kritik, weitere Vorschläge und Wünsche zur Mitwirkung entgegen.  
Die vorhandenen Veransta ltungen der Marienschule Roxel (wie der jährliche 
Elternabend und das Elterncafé) werden von uns weiter mit unterstützt. Die Eltern 
und Erziehungsberechtigen sind immer willkommen, sich bei besonderen Anlässen 
und Festen einzubringen.  
Kurze Rücksprachen zwischen Eltern, Erziehungsberechtige n und den 
Mitarbeitenden sind täglich bei der Abholung möglich. Gerne vereinbaren wir bei 
Bedarf auch Gesprächstermine.

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                                                                                                                Konzept OGS 
                                                                                                                   Stand: 09.06.2021 
 
4.9  MULITPROFESSIONELLE TEAMS  
Die pädagogischen Teams bestehen aus Koordination, Gruppenleitung  und 
Teilzeitkräften. Wir fördern eine Mischung aus verschiedenen Professionen. Gerne 
beschäftigen wir junge Menschen im FSJ/BFD und bieten eine kompetente 
Anleitung. Die Zusammenarbeit mit Fachschulen und die Anstellung im 
Anerkennungsjahr sollen in der OGS umgesetzt werden, zum Beispiel auch durch 
die Unterstützung dualer Ausbildungsgänge.  
Grundsätzlich halten wir multiprofessionelle Teams mit heterogener Alters - und 
Geschlechtsstruktur für besonders leistungs- und qualitätsfähig. 
5. QUALITÄTSSICHERUNG  
Wir möchten  in allen Bereichen hohe Qualitätsstandards erzielen und sichern:  
Neben der Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen stehen dabei die Bedarfe der 
Kinder im Mittelpunkt. Alle Mitarbeitenden können auf das Qualitätsmanagement-
Handbuch der Lebenshilfe Münster  zur Unterstützung und Absicherung des 
Arbeitsalltages zugreifen. 
Die Qualitätsentwicklung und -sicherung wird intern gestützt durch: 
• Monatliche Teamleitungsrunden 
• Regelmäßige Teamsitzungen der hauptamtlich Mitarbeitenden 
• Regelmäßige Gespräche zwischen Teamleitung und unseren Mitarbeitenden 
• Regelmäßige Teilnahme bei Besprechungen der OGS-Koordination mit dem 
Kollegium 
• Supervision  
• Beratung durch zwei interne Deeskalationstrainer*innen 
• Regelmäßige Teamsitzungen mit Hauptamtlichen, Praktikant *innen und 
FSJ/BFD´ler*innen 
• Regelmäßige verpflichtende Fortbildungen für die Mitarbeitenden 
• Fachliche Begleitung von Praktikant*innen 
• kollegiale Beratung innerhalb der Teams, sowie teamübergreifend 
• Dokumentation von Prozessen und Leistungen (z.B. Teamprotokolle , 
Jahresplanung) 
• Wissensmanagement u.a. durch die Verzahnung von den unterschiedlichen 
Tätigkeitsbereichen der Lebenshilfe  
Die Qualitätsentwicklung und -sicherung wird extern gestützt durch:

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                                                                                                                Konzept OGS 
                                                                                                                   Stand: 09.06.2021 
 
• Teilnahme an fachspezifischen bzw. sozialraumbezogenen pädagogis chen 
Arbeitskreisen (z.B. AFM  = Arbeitskreis der Freizeitpädagogen im 
Münsterland, regionalen Lebenshilfetreffen, Arbeitskreise des Paritätischen, 
AG 2 nach § 78, Regionalkonferenz) 
• Teilnahme am kommunalen Wirksamkeitsdialog zur qualitativen 
Weiterentwicklung der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Münster 
• Regelmäßige Treffen zur Umsetzung der Handlungsempfehlungen im 
Rahmen des Kinder- und Jugendförderplans 
• Wirksamkeitsdialog 
• Durchführung von Elterngesprächen 
• Beteiligung/Mitwirkung der Eltern 
• Enge Zusammenarbeit mit den Schulen/Schulleitung 
6. WIR  IN DER O GS 
Wir - sind Selbstvertreter*innen. Eltern. Mitarbeiter*innen. Geschwister. 
Freund*innen. Ehrenamtlich Engagierte. Fachleute. 
Wir verstehen uns als Einheit in und mit der Schule.  
Wir bieten … 
… ein optimales Lernklima. 
...   ein hohes Maß an individuellen Gestaltungsmöglichkeiten. Bildung und 
Erziehung haben bei uns Angebotscharakter.  
… Kontinuität durch bekannte Mitarbeitende in der Schulbegleitung, OGS und 
Ferienbetreuung.  
…  den Kindern einen rh ythmisierten, strukturierten Tagesablauf  mit einer 
möglichst festen Gruppenzugehörigkeit. 
… ein besonderes Netzwerk an internen und externen Kooperationen. 
Wir sind Experten für viele allgemeine und spezielle Fragen der Familienhilfe. 
Wir gestalten zusammen Zukunft und bleiben in Bewegung

Anlage A

3949 Zeichen

Anlage A zur V/0565/2021 
Kurzüberblick 
Die Verwaltung und die Schulleitung schlagen mit dem Schulkonferenzbeschluss einstimmig vor, 
dem Träger Diakonie für die Offenen Ganztagsschule in der Marienschule Roxel zum 2. Schul-
halbjahr 2021/2022 zu übertragen. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Die Verwaltung wurde mit dem Antrag A-R/0039/2016 „Qualitätsoffensive die gute (offene) Ganz-
tagsschule“ beauftragt, ein Gesamtkonzept der Offenen Ganztagsschulen zu entwickeln und 
mehr als 25% der Offenen Ganztagsschulen in die Trägerschaft anerkannter freier Träger der 
Jugendhilfe überzuleiten. Der Rat hat daraufhin in seiner Sitzung vom 26.08.2020 mit der Vorlage 
V/330/2020 beschlossen, alle Offenen Ganztagsschulen sukzessive in die freie Trägerschaft zu 
überführen.  
 
Mit dem Erreichen dieser Werte werden wir die ISM Leitziele „Wir werden einer der führenden 
Bildungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungsstandorte in Europa“ und „Wir werden 
Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwickeln. 
 
Die Verwaltung und die Marienschule Roxel schlagen vor, dem Träger Diakonie die Trägerschaft 
für die Offene Ganztagsschule zum 2. Schulhalbjahr 2021/22 zu übertragen. 
 
Weitere Detailplanungen (Dienstvereinbarung) werden in Kooperation mit dem Träger, der Schul-
leitung und der Verwaltung vor der Übernahme getroffen. 
 
 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 0602 Kinder- und Jugendarbeit 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja  Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja X Nein   
Im beschlossenen Haushaltsplanentwurf 2022 enthalten? X Ja  Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? X Ja  Nein   
Bereits veranschlagt? X Ja  Nein   
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
 
X 
überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
 vollständig 
freiwillig 
„Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe sind verpflichtet, Plätze für die Kinder und Jugendlichen 
im schulpflichtigen Alter bedarfsgerecht in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege vorzuhal-
ten (§24 Absatz 4 SGB III).  
 
Die Kommune kann diese Verpflichtung auch durch entsprechende Angebote an Schulen erfüllen, 
soweit die Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebote nach den Grundsätzen des SGB VIII 
gestaltet werden (§5 Absatz 1 KiBiz).“ RdErl. D. Ministeriums für Schule und Weiterbildung v. 
23.12.2010 (ABI.NRW.01/11 S.38, berichtigt 02/11 S.85)

Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Münster gehört zu den am stärksten wachsende Städten in Nordrhein-Westfalen. Nach aktuellen 
städtischen Vorausberechnungen könnte die Bevölkerung bis 2030 ohne starke Flüchtlingszuzü-
ge 
im Basisszenario „Dynamischer Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort“ auf 326.000 Einwohner 
steigen. Unter Berücksichtigung zusätzlicher Flüchtlingszuwanderungen könnte das Wachstum 
noch deutlich stärker ausfallen und Münster in 2030 bis zu 347.000 Einwohner zählen. Die wach-
sende Stadt, die alle Bereiche des Lebens betrifft, ist eine zentrale Herausforderung, der sich 
Münster stellen muss. 
 
Die demographische Entwicklung der Stadt Münster ist ein grundlegender Bestandteil des weite-
ren Ausbaus der Offenen Ganztagsschule (OGS). Alle Maßnahmen zum Ausbau der OGS orien-
tieren sich an der kleinräumigen Bevölkerungsprognose der Stadt Münster und sind darauf aus-
gerichtet, eine familienfreundliche Stadtentwicklung zu fördern. 
 
Dazu trägt insbesondere der bedarfsgerechte Ausbau der OGS bei. Im Rahmen der unterschied-
lichen Arbeitsfelder der OGS werden wichtige Aspekte wie Barrierefreiheit, Inklusion, Sprachför-
derung und Qualifizierung differenziert berücksichtigt und unterstützen eine familienfreundliche 
Entwicklung in Münster. Weiterhin steht der quantitative und qualitative Ausbau von Angeboten 
der Offenen Ganztagsschulen im Einklang mit der Ausrichtung als führender Wirtschaftsstandort.

Diakonie_Konzeption für die OGS der Marienschule Roxel

51593 Zeichen

Konzeption 
für das außerschulische Angebot 
der Offenen Ganztagsschule (OGS) 
der Marienschule Roxel 
 
der Kinder-, Jugend- und Familiendienste GmbH 
der Diakonie Münster e.V. 
 
im Rahmen der Überleitung der OGS 
in freie Trägerschaft

Inhal t 
 
1 Einleitung ........................................................................................................................................... 1 
1.1 Trägerbeschreibung ......................................................................................................................... 1 
1.2 Schulbeschreibung ........................................................................................................................... 2 
2 Ziele .................................................................................................................................................... 2 
2.1 Unsere Leitlinien und Ziele .............................................................................................................. 2 
2.2 Zielgruppe.......................................................................................................................................... 2 
2.3 Übergeordnete Ziele ........................................................................................................................ 2 
2.4 Rechtliche Grundlagen ..................................................................................................................... 3 
3 Struktur des offenen Ganztags ....................................................................................................... 3 
3.1 Anzahl der Plätze .............................................................................................................................. 3 
3.2 Betreuungszeiten .............................................................................................................................. 3 
3.3 Teamstruktur ..................................................................................................................................... 3 
3.4 Räumliche Ausstattung .................................................................................................................... 4 
3.5 Tagesablauf Marienschule ............................................................................................................... 4 
3.6 Außerschulische Aktivität – KinderUni ........................................................................................... 5 
3.7 Ferienangebote ................................................................................................................................. 6 
3.8 Sanfter Übergang – ein Konzept für Schule und Ganztag .......................................................... 6 
4 Ganzheitliche Bildung ...................................................................................................................... 6 
4.1 Spiel und Bewegung......................................................................................................................... 7 
4.2 Gestaltung und Kreativität ............................................................................................................... 7 
4.3 Musische Förderung ......................................................................................................................... 7 
4.4 Emotionale und soziale Bildung ..................................................................................................... 7 
4.5 Diversität und Integration ................................................................................................................ 8 
4.6 Gender ................................................................................................................................................ 9 
4.7 Mediale Kompetenzen / Digitalisierung ........................................................................................ 9 
4.8 Ökologie und Nachhaltigkeit .......................................................................................................... 9 
5 Individuelle Förderung ..................................................................................................................... 9 
6 Inklusion ...........................................................................................................................................10 
6.1 Inklusion von Kindern mit Behinderungen/Entwicklungsrückständen ....................................10 
6.2 Ausblick: Bildung eines Inklusions(fach)kräftepools ..................................................................10 
7 Partizipation .....................................................................................................................................11 
7.1 Kinder ...............................................................................................................................................11

7.2 Eltern/Personensorgeberechtigte .................................................................................................11 
8 Kooperation und Vernetzung .......................................................................................................12 
8.1 Multiprofessionelle Kooperation in der Schule ..........................................................................12 
8.2 Vernetzung im Sozialraum ............................................................................................................12 
8.3 Kooperation mit kommunalen Trägern .......................................................................................13 
9 Kinderschutz ....................................................................................................................................13 
10 Qualitätsmanagement ....................................................................................................................13 
10.1 Qualitätssicherungsgrundsätze .....................................................................................................14 
10.2 Qualitätssicherung ..........................................................................................................................14 
10.3 Qualitätsentwicklung ......................................................................................................................14 
11 Personal ............................................................................................................................................15 
11.1 Integration, Inklusion und Gender ...............................................................................................15 
11.2 Fort- und Weiterbildungen ...........................................................................................................15 
11.3 Vereinbarkeit von Familie und Beruf ............................................................................................16 
11.4 Mitarbeitendenbindung/Benefits .................................................................................................16 
12 Besondere Trägermerkmale ..........................................................................................................16

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Kinder-, Jugend- und Familiendienste GmbH 
  
1 
1 Einleitung 
Familien sehen sich heutzutage mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert. 
Gesellschaftliche Veränderungsprozesse erfordern mehr denn je die stetige Anpassung 
an unsere Umwelt. Migration wegen Krieg oder Armut, Veränderung der Lebensgrund-
lage bspw. durch Digitalisierung der Arbeitswelt oder eine Pandemie sind nur einige Bei-
spiele dafür, wie sich unsere Welt ständig verändert. Hinzu kommen Themen der Alltags-
bewältigung wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, gesunde  Lebensführung, die 
finanzielle Situation, die Veränderung von medialen Kommunikations- und Spielformen 
oder eine pädagogisch angemessene Freizeitbeschäftigung. 
Die Diakonie Münster will als sozialer Dienst der evangelischen Kirche dazu beitragen, 
die vielfältigen Herausforderungen zu meistern. 
1.1 Trägerbeschreibung 
Die Diakonie Münster ist mit über 1.000 Mitarbeitenden in Münster und über 75 Jahren  
Erfahrung einer der großen sozialen Dienstleister. 
Die Kinder-, Jugend- und Familiendienste GmbH der Diakonie Münster sind vielschichtig 
im Aufgabengebiet der Jugendhilfe tätig. Die Angebote reichen von den Hilfen zur Erzie-
hung über die offene Kinder- und Jugendarbeit bis hin zur Schulsozialarbeit. In konzep-
tionell ausdifferenzierten Angebotsformen und Bereichen werden mehr als 300 Kinder, 
Jugendliche sowie junge Erwachsene und Familien stationär, teilstationär und ambulant 
betreut und gefördert. 
Als Teil einer Holdingstruktur besteht eine enge Kooperation mit dem Beratungs - und 
BildungsCentrum BBC. Gemeinsam bietet die Diakonie Menschen Hilfestellung bei einer 
Vielzahl von konkreten Fragestellungen des Alltags, in persönlichen Umbruch - und Kri-
sensituationen.

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2 
1.2 Schulbeschreibung 
Die Marienschule Roxel ist eine vier - bis fünfzügige katholische Grundschule  der Stadt 
Münster. Zentral im Stadtteil gelegen, werden hier etwa 400 Kinder an zwei benachbarten 
Standorten in 17 Klassen unterrichtet. Seit 2006 ist die Marienschule eine Offene Ganz-
tagsschule (OGS). 
2 Ziele 
2.1 Unsere Leitlinien und Ziele 
Der offene Ganztag der Marienschule Roxel hat den Anspruch, allen Kindern , in enger 
Kooperation mit der Schule, einen an regenden, ihrem individuellen Entwicklungsstand 
entsprechenden Lern- und Lebensort zu bieten. 
In einer wertschätzenden Atmosphäre sollen Kinder spielerisch positive Lernerfahrungen 
durch Freispiel sowie einzel- und gruppenpädagogische Angebote sammeln, ihre moto-
rischen Kompetenzen, ihre Sprach- und Ausdrucksfähigkeit und ihre sozialen Kompeten-
zen erweitert und so in ihren Selbstwirksamkeitserleben gestärkt werden. 
Dies ist eine Voraussetzung für die gelingende, selbstbestimmte Teilhabe am gesell-
schaftlichen Leben. Durch Beteiligung sollen Kinder ein Bewusstsein  für demokratische 
Prozesse und Selbstwirksamkeit entwickeln. 
Im Rahmen der Hausaufgabenbetreuung sollen die Kinder ihre individuellen Lernkom-
petenzen wie Konzentration, Motivation und Leistungsfähigkeit steigern.  Um die Nach-
haltigkeit der Lernprozesse zu erhöhen, streben die Fachkräfte der OGS eine Erziehungs-
partnerschaft mit den Personensorgeberechtigten und den Lehrkräften an. 
Besondere Berücksichtigung finden Kinder m it Problemstellungen, wie sozio ökonomi-
schen Herausforderungen, Sprachbarrieren oder Fluchterfahrungen. Ein professionelles, 
möglichst multikulturelles Team soll dabei helfen, alle Kinder bestmöglich zu unterstüt-
zen und vor allem Kinder (und ihre Eltern) aus anderen Kulturen zu integrieren. 
Gerade Kinder mit (Teil-)Leistungsstörungen sowie Behinderungen sind im besonderen 
Maße zu fördern und in die Gemeinschaft zu inkludieren. 
Gemeinsam mit der Schule und den Kooperationspartnern wie Vereinen, anderen sozia-
len Trägern und Therapeuten im Stadtteil besteht eine Verzahnung, die allen Kindern ein 
entwicklungsförderndes Setting bietet, Chancengleichheit fördert und Teilhabe ermög-
licht. 
2.2 Zielgruppe 
 Grundschulkinder der katholischen Mariengrundschule Roxel 
 Personensorgeberechtigte der o.g. Grundschulkinder 
 Kooperationspartner 
2.3 Übergeordnete Ziele 
 Verbesserung der Bildungsqualität und der individuellen Entwicklung 
 Vereinbarkeit von Schule und Beruf für Eltern/Personensorgeberechtigte 
 Vielfältige und kooperative Ganztagsangebote unter dem Dach der Schule  
(vgl. Qualitätsstandards der offenen Ganztagsschule, Stadt Münster)

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3 
2.4 Rechtliche Grundlagen 
 § 9 Absatz 3 Schulgesetz 
 Runderlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 23.12.2010; 
(ABl. NRW. 01/11 S. 38, berichtigt 02/11 S. 85)1 
 Runderlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 16.02.2018; 
Erlass 12-63 Nr.2 
 Runderlass des Ministeriums für Schule und Bildung vom 14.12.2020; 
(ABl. NRW. 12/20) Erlass 11-02 Nr. 37 
 Qualitätsstandards der Offenen Ganztagsschule in Münster der Stadt Münster 
3 Struktur des offenen Ganztags 
Die Ganztagsbetreuung der Marienschule Roxel arbeitet nach einem offenen Konzept. 
Das bedeutet, dass die Kinder keinen festen Gruppen zugeteilt sind, sondern frei wählen 
können, in welchen Räumen sie sich aufhalten und welche Angebote sie annehmen wol-
len. Auf diese Weise können sie ihren Interessen nachgehen und jahrgangs -übergrei-
fende Freundschaften knüpfen und pflegen. Dabei nehmen wir auch Kinder in den Blick, 
die in solch komplexen Gruppensettings zu Überforderung neigen und für die ein offenes 
Konzept eine große Herausforderung ist. 
3.1 Anzahl der Plätze 
Zum Schuljahr 2021/2022 besuchen werden voraussichtlich 82 Kinder die Über-Mittag-
Betreuung und etwa 2 18 Schülerinnen und Schüler den Offenen Ganztag  besuchen. 
(Stand: Juni 2021) 
3.2 Betreuungszeiten 
Grundsätzlich gibt es zwei Betreuungsformen: 
In der Übermittagsbetreuung werden die Kinder von 11:40 Uhr bis 13:25 Uhr in schuli-
schen Räumlichkeiten betreut. 
Im Offenen Ganztag werden die Kinder je nach Bedarf von 11:40 Uhr bis 15:00 Uhr oder 
bis 16:00 Uhr betreut. 
Eine Betreuung an beweglichen Ferientagen und Schulkonferenzen ist von 8:00 Uhr bis 
16:00 Uhr sichergestellt. 
Eine Bis-Mittag-Betreuung kann bei Bedarf eingerichtet werden. 
Randzeiten 
Eine Ausweitung der Betreuungszeiten von 7:00 Uhr/bis 17:00 Uhr zur Verbesserung der 
Vereinbarkeit von Familie und Beruf richtet sich nach den Bedarfen vor Ort. 
3.3 Teamstruktur 
Die Teamstruktur sieht entsprechend der Anzahl an Kindern 
 eine Koordination (Sozialpädagog*in), 
 8 Gruppenleitungen (Erzieher*innen oder Sozialpädagog*innen) sowie 
 8 Unterstützungskräfte vor.

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4 
Dem Team steht eine Heilpädagogin (im Rahmen der Förderinsel) zur Seite. 
Unterstützt wird das Kernteam des Offenen Ganztags von mehreren Lehrkräften, Hono-
rarkräften, Ehrenamtlichen und Praktikant*innen. 
Durch die Ergänzung von Mitarbeitenden im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes so-
wie Jahrespraktikant *innen sind kurzfristige Krankheitsvertretungen zur Sicherstellung 
der Betreuungs- und Angebotsstruktur vorgesehen. 
Längerfristige Erkrankungen sollten möglichst über temporäre Stundenerhöhung von in-
teressierten Mitarbeitenden aus der Mitarbeiterschaft des Trägers oder über befristete 
Einstellungen ausgeglichen werden. 
3.4 Räumliche Ausstattung 
Aktuell verfügt die OGS an der Marie nschule über fünf Gruppenräume, einen Bewe-
gungsraum, einen Werkraum, einen Musikraum einen Ruheraum und eine/n Küche/Spei-
seraum. Zudem kann die Schulturnhalle im Rahmen der OGS verwendet werden. Des 
Weiteren wird der Schulhof, die Pausenhalle (vor allem an  regnerischen Tagen) und die 
Turnhalle vom Offenen Ganztag genutzt. 
Eine Erweiterung der Räumlichkeiten, die den aktuellen Bedarfen Rechnung trägt, ist in 
Planung. Die Fertigstellung ist für das 2023 vorgesehen. 
3.5 Tagesablauf Marienschule 
Anmeldung 
Die Anmeldetheke im Eingangsbereich des Offenen Ganztags ist die zentrale Anlaufstelle 
für Kinder, Eltern, Lehrkräfte und OGS-Mitarbeitende. Alle Kinder, die den Offenen Ganz-
tag besuchen, sind dort mit einem Foto aufgeführt. Nach dem Unterricht kommt jedes 
Kind zur Anmeldung, um sich anzumelden. 
Anschließend stärken sich die Kinder beim Mittagessen. Wenn die Kinder nach Hause 
gehen oder abgeholt werden, melden sie sich an der Anmeldetheke auch ab. 
Darüber hinaus werden im Anmeldebereich Besonderheiten wie Schul-AGs, Förderunter-
richt oder therapeutisches Reiten vermerkt. 
Mittagessen 
Im Anschluss an den Unterricht und nach der Anmeldung erhalten die Kinder ein warmes 
Mittagessen im Speiseraum. Dabei werden die Kinder bei der Ausgabe und beim Essen 
von unserem OGS-Team begleitet. Die Kinder können jeden Tag zwischen zwei unter-
schiedlichen Gerichten wählen, wobei die Auswahl der Gerichte immer mindestens eine 
Woche im Voraus stattfindet. Das OGS-Personal unterstützt die Kinder bei der Auswahl 
des Essens. 
Das Mittagessen w ird von einem regionalen Caterer fertig zubereitet geliefert. Bei der 
Zubereitung der Speisen werden individuelle Belange wie Allergien, Unverträglichkeiten 
oder kulturelle Erfordernisse berücksichtigt. Neben einem ausgewogenen Mittagessen 
werden nachmittags noch Snacks, wie Obst und Rohkost bereitgestellt.

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5 
Hausaufgaben 
Die Hausaufgabenzeit beginnt um 13:25 Uhr. 
Die Kinder erledigen die Hausaufgaben im 
Klassenverband in Gruppen von 8 bis 16 Kin-
dern in ihren Klassenräumen und werden da-
bei von ein bis zwei p ädagogischen Kräften 
begleitet und unterstützt. Idealerweise be-
treuen diese die Kinder von der ersten bis zur 
vierten Klasse gemeinschaftlich mit den 
Lehrkräften.   
Die Hausaufgabenzeit beträgt für die ersten und zweiten Klassen 30 Minuten, für die 
dritten und vierten Klassen 45 Minuten. Die Kinder erledigen ihre Hausaufgaben eigen-
ständig und an einem festen Arbeitsplatz. Nach Beendigung ihrer Aufgaben bleiben die 
Kinder bis zum Ende der Hausaufgabenzeit in ihrem Klassenraum. 
Kinder des zweiten, dritten u nd vierten Schuljahres mit Fluchthintergrund und entspre-
chenden Sprachbarrieren werden in der Hausaufgabenzeit in eigenen Gruppen betreut 
und zum Teil zusätzlich von Ehrenamtlichen individuell unterstützt. 
An Tagen, an denen es keine Hausaufgaben gibt, geh en die Kinder trotzdem zur Haus-
aufgabenzeit in ihre Klassen. Die Zeit wird genutzt, um in der Gruppe etwas zu bespre-
chen, zu malen oder zu spielen. 
Freispiel 
Dem Freispiel kommt eine besondere Bedeutung zu. Neben den angeleiteten Anboten 
können die Kinder auch frei spielen. Hier können sie ihre Interessen allein, zu zweit oder 
mit mehreren Kindern nach ihren individuellen und tagesaktuellen Wünschen ausleben. 
Bei Bedarf können sich die Kinder auch mal zurückziehen und im Ruheraum entspannen. 
AG-Konzept 
Die OGS legt großen Wert darauf, dass die Kinder die Möglichkeit erhalten, Neues aus-
zuprobieren und eigene Fähigkeiten und Interessen erkennen und entwickeln. Daher bie-
tet der Offene Ganztag am Nachmittag zwischen 14:00 Uhr und 16:00 Uhr (freitags zwi-
schen 13:00 Uhr und 15:00 Uhr) ein breit gefächertes Angebot an Aktivitäten aus dem 
sportlichen, kreativen, naturkundlichen und musischen Bereich, zum Beispiel Einrad- und 
Waveboardfahren, Theaterspielen, Clownerie, Töpfern, Kochen und Backen, Experimente 
durchführen, den Lebensraum Wald kennenlernen und vieles mehr. Die AGs werden von 
Mitarbeitenden der OGS, Lehrkräften, Kooperationspartnern und externen Kräften wie 
Sportübungsleiter*innen, Musikleiter *innen sowie Kunstpädagog *innen durchgeführt 
und dabei immer wieder verändert und durch Kurzprojekte ergänzt. 
Die Kinder können drei - bis viermal im Schuljahr eine neue AG wählen, an der sie im 
vorgesehenen Zeitraum regelmäßig teilnehmen sollen. Die Eltern werden jeweils über die 
Wahl ihres Kindes informiert. 
3.6 Außerschulische Aktivität – KinderUni 
Die Westfälische Wilhelms -Universität Münster bietet jedes Semester Vorlesungen für 
Kinder an (KinderUni).

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6 
Diese finden etwa einmal im Monat freitags von 16:15 Uhr bis 17:00 Uhr in einem Hörsaal 
der Universität zu wechselnden Themen statt. Die Kinder aus den vierten Klassen haben 
die Möglichkeit, in Begleitung von Mitarbeitenden aus dem Offenen Ganztag an diesem 
Angebot teilzunehmen. 
3.7 Ferienangebote 
Kinder mit einem Platz in der OGS, haben einen Anspruch auf Ferienbetreuung von i ns-
gesamt 6 Wochen im Jahr. 
Bestehende und gut funktionierende Angebote im Stadtteil sollten auch bei einem Trä-
gerwechsel fortgeführt werden.  
Daher ist mit der Überleitung im Sinn der Kooperation im Stadtteil zu prüfen, in welcher 
Form die Ferienbetreuung fortgeführt werden kann. In jedem Fall richtet sich ein Konzept 
für die Ferienbetreuung nach den oben genannten Leitlinien aus. 
Nach Möglichkeit sollten Mitarbeitende der OGS entsprechend ihrer individuellen Situa-
tion wählen können, ob sie in den Ferien frei haben oder die Ferienbetreuung mitgestal-
ten wollen. 
3.8 Sanfter Übergang – ein Konzept für Schule und Ganztag 
Wir haben den Anspruch, den Kindern den Übergang von der Kita in die Grundschule zu 
erleichtern. In kleinen Gruppen besuchen sie bereits vor der Ei nschulung mehrmals die 
Schule und bekommen Einblicke in den Schulalltag. 
Die Mitarbeiter des Offenen Ganztags begleiten und unterstützen den sanften Übergang 
in folgender Form: 
 In Begleitung eines Mitarbeitenden lernen die Kinder die Räumlichkeiten des Offenen 
Ganztags kennen. 
 Die Mitarbeitenden der OGS und die Klassenlehrkräfte präsentieren sich am ersten 
Elternabend vor den Sommerferien als Team. Die Eltern werden über den Ablauf und 
das Programm der OGS informiert. 
 Die Hausaufgabenbetreuer der OGS nehmen am Kennenlernnachmittag teil, der vor 
den Sommerferien stattfindet. An diesem Nachmittag lernen die Kinder ihren zukünf-
tigen Klassenlehrer sowie die Hausaufgabenbetreuenden aus der OGS kennen. 
 Am Einschulungstag bekommen die Eltern, deren Kinder den Offenen Ganztag besu-
chen, im Klassenverband Informationen zum organisatorischen Ablauf in der OGS. 
 In den ersten Tagen werden die Kinder nach dem Unterricht in ihren Klassenräumen 
abgeholt, in den OGS-Bereich begleitet und engmaschig betreut. 
4 Ganzheitliche Bildung 
Wir verstehen Bildung als Auftrag zur ganzheitlichen Betrachtung der Kinder in Ihren Le-
benswelten und unter Beachtung ihrer Bezugssysteme einschließlich ihrer Kultur und ih-
res Sozialraumes. Wir wollen die Kinder gemeinsam mit den Eltern/Personen -sorgebe-
rechtigten und den Lehrkräften in ihrer Persönlichkeitsentwicklung fördern. Dabei haben 
wir die Entwicklungsthemen im Blick und betrachten vor allem die unterschiedlichen Vo-
raussetzungen und individuellen Ressourcen der Kinder (Kompetenz- statt Defizitansatz). 
Dieser Prozess wird von den Mitarbeitenden bewusst begleitet.

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7 
4.1 Spiel und Bewegung 
Kinder wollen sich ausprobieren und ihre Fähigkeiten erweitern. Gerade der motorischen 
Entwicklung kommt im Grundschulalter eine besondere Bedeutung zu. Daher bieten wir 
gemeinsam mit wichtigen Kooperationspartnern wie dem BSV-Roxel u.a. folgende Spiel- 
und Bewegungsangebote:  
AG-Angebote aus dem sportlichen Bereich wie Handball, Fußball, Floorball, Schwimmen, 
Akrobatik und Tanzen; Spielmöglichkeiten auf dem Schulhof wie zum Beispiel Kletter-
spinne, Turnstangen, Hüpfstangen, Springseile, Pedalos, Roller, Fußball, Tischtennis, Ho-
ckey, Stelzen und vieles mehr. 
4.2 Gestaltung und Kreativität 
Zur Förderung der Individualität und Gestaltungskompetenz bieten wir zahlreiche Krea-
tivangebote, wie z.B.: 
Basteln (Malen, Ausschneiden, Aufkleben), Bügelperlenbilder, Handarbeiten wie zum Bei-
spiel Häkeln, Armbänder knüpfen, Webrahmen und P erlenarmbänder anfertigen, Puz-
zeln, Spielen mit Lego, AG-Angebote wie Theater, Laubsägen, Töpfern. Das Angebot wird 
regelmäßig angepasst und erweitert. 
4.3 Musische Förderung 
 
Zukünftig sollen die K inder auch eine 
musisch/instrumentale Förderung er-
halten. Dazu finden aktuell Gespräche 
zwischen der Schule und OGS sowie ei-
nem Kooperationspartner statt. 
4.4 Emotionale und soziale Bildung 
Kinder wollen geliebt und gelobt werden. Sie brauchen Bestätigung und Anerkennung 
und gleichzeitig Führung in schwierigen Situationen. 
Wir fühlen uns der Aufgabe verpflichtet, die Kinder darin zu unterstützen, ihre Entwick-
lungsthemen zu bewältigen. 
Emotionale Kompetenzen 
Durch einen wertschätzenden Umgang, eine klare Struktur und einen nachvollziehbaren 
Regelrahmen schaffen wir ein verlässliches Umfeld, dass den Kindern die Sicherheit bie-
tet, die es braucht, um sich unbekümmert entwickeln zu können. 
Die Kinder sollen durch zahlreiche Angebote die Gelegenheit bekommen, vielfältige Er-
fahrungen zu sammeln. Die permanente Erweiterung ihrer Kompetenzen soll die Kinder 
in ihrem Selbstbewusstsein stärken, um die individuelle Resilienz der Kinder zu steigern.

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Sozialen Kompetenzen 
Das Zusammenspiel von verschiedenen Kindern in einer Gemeinschaft und die Auslotung 
eigener und fremder Interessen muss gelernt, pädagogisch geführt und trainiert werden. 
Grundlage einer Gemeinschaft sind der respektvolle und gewaltfreie Umgang miteinan-
der. Die gemeinsam mit den Kindern erarbeiteten Regeln bilden das Fundament des Zu-
sammenlebens in der OGS. Dennoch gehören Konflikte untereinander dazu. Gründe da-
für sind u.a. noch nicht ausgereiftes Empathievermögen oder kommunikative Missver-
ständnisse. Daher begleiten wir diese Konflikte und geben den beteiligten Kinder n die 
Gelegenheit, ihre Wahrnehmung und Emotionen gegenseitig darzustellen  und eine Lö-
sung zu besprechen. Dabei gilt das Prinzip der Wiedergutmachung statt  Strafe. So för-
dern wir die Selbstlösekompetenz, das Annehmen anderer Wahrnehmungen und damit 
auch die Teamfähigkeit. Bei Bedarf werden die Eltern/Personensorgeberechtigten und 
ggf. Lehrkräfte beteiligt. 
Gerade im Bereich der emotionalen und sozialen Bildu ng bringen wir als Träger der Ju-
gendhilfe unsere pädagogische Expertise und Methodenkompetenz im besonderen 
Maße ein. 
4.5 Diversität und Integration 
Das f riedliche und tolerante Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen und Weltan-
schauungen ist uns ein Anliegen . Um allen Kindern die Teilhabe am gesellschaftlichen 
Leben zu ermöglichen, unterstützen wir die Integration von Kindern mit Migrationserfah-
rung unter Beachtung ihrer eigenen kulturellen Identität.  Unterschiedliche kulturelle 
Feste und ihre Hintergründe finden im Rahmen überkonfessioneller Bildung im Alltag der 
OGS Beachtung. 
Eine wesentliche Grundlage zur Teilhabe ist die Überwindung von Sprachbarrieren und 
der Kontakt zu anderen Kindern. 
Daher erhalten geflüchtete Kinder bei der Schulanmeldung grundsätzlich einen Platz im 
Offenen Ganztag. Somit ist gewährleistet, dass sie schnell Kontakte zu den anderen Kin-
dern knüpfen und zudem mit der deutschen Sprache vertraut werden. Die Eltern erhalten 
eine Beschreibung des strukturierten Tagesablaufs der OGS in ihrer  Sprache. Das gibt 
ihnen eine Vorstellung davon, was auf ihre Kinder zukommt. Die Kinder werden engma-
schig von den Mitarbeitern des Offenen Ganztages betreut und unterstützt. Zurzeit (Juni 
2021) besuchen 24 geflüchtete Kinder die Marienschule. 
Die Kinder des ersten Schuljahres erledigen ihre Hausaufgaben im Klassenverband, die 
Kinder der zweiten bis vierten Klassen werden in jahrgangsbezogenen Gruppen von einer 
Fachkraft betreut. Dabei werden sie an einzelnen Tagen von Ehrenamtlichen individuell 
unterstützt. 
Die Kinder wählen und besuchen gemeinsam mit den anderen Kindern die Angebote am 
Nachmittag. Bei Aktivitäten wie zum Beispiel Kochen, Töpfern und Fußballspielen werden 
sie in ihrem Integrationsprozess unterstützt. 
Ein Bundesfreiwilligendienstleistender, der über den Sportverein BSV Roxel angestellt ist, 
unterstützt die Kinder im OGS-Alltag und begleitet sie am Nachmittag zu den Angeboten 
des Sportvereins. Er ist ein wichtiges Bindeglied zwischen der OGS und den geflüchteten 
Familien.

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4.6 Gender 
Wir achten auf die Gleichstellung unterschiedlicher Geschlechter. 
Dabei ist der angemessene Sprachgebrauch ein Lernfeld, mit dem wir uns im Alltag aus-
einandersetzen. Besondere Bedeutung kommt dem Vorleben von Rollenbildern durch 
Mitarbeitende der OGS zu. In speziellen Angeboten für Mädchen und Jungen themati-
sieren wir dies und regen die Kinder zum Austausch dazu an. 
4.7 Mediale Kompetenzen / Digitalisierung 
Die Digitalisierung und der angemessene Umgang mit digitalen Kommunikationsformen 
und Medien fordert Kinder im besonderen Maße heraus. Daher unterstützen wir die Kin-
der in diesem Lernfeld durch Auseinandersetzung mit den Themen Internet, Messenger, 
PC-, Konsolen- und Handyspiele. 
Zudem wollen wir Kindern im Rahmen der Hausaufgabenbetreuung die Möglichkeit bie-
ten, bei entsprechender Aufgabenstellung eine begleitete Internetrecherche durchzufüh-
ren und so ihre Handlungskompetenz zu erweitern. 
4.8 Ökologie und Nachhaltigkeit 
Das Kennenlernen von Natur und Umwelt 
und Entdecken von Zusammenhängen un-
tereinander ist Voraussetzung für einen 
achtsamen Umgang mit den Ressourcen 
die uns unser Planet bietet. 
Wir fördern ein ökologisches Bewusstsein 
durch Vorleben und Thematisieren ressour-
censchonender Verhaltensweisen. 
Unser Naturforscher-Projekt unterstreicht 
diesen Ansatz.  
5 Individuelle Förderung 
Besondere Beachtung benötigen entwicklungsverzögerte oder benachteiligte Kinder, so-
wie Kinder mit Lerndefiziten. Daher gibt es im Nachmittagsbereich das Angebot der „För-
derinsel“. Kinder, die Unterstützung in den Bereichen Wahrnehmung, Motorik, Konzent-
ration und/oder im sozialen Miteinander benötigen, finden hier durch die Begleitung ei-
ner Heilpädagogin die nötige Förderung.  Die Teilnahme erfolgt auch hier, wie bei den 
anderen Fördermaßnahmen an der Schule, in Absprache mit Eltern, OGS - Mitarbeiten-
den, Lehrkräften und der Schulleitung. Die Förderung findet als Begleitung im Schulalltag 
oder als Einzel- bzw. Gruppenförderung im Nachmittagsbereich statt. 
Außerdem gibt es das Angebot des therapeutischen Reitens, das in Kooperation mit ei-
nem Reiterhof stattfindet. 
Weitere individuelle Förderangebote werden von Mitarbeitern des Offenen Ganztages 
am Vor- und Nachmittag durchgeführt: 
 motorische Förderung (1. Schuljahr) 
 Wahrnehmungsförderung (1. Schuljahr) 
 Lesetraining (2. Schuljahr) 
 1x1-Training (3. Schuljahr)

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6 Inklusion 
6.1 Inklusion von Kindern mit Behinderungen/Entwicklungsrückständen 
Die Inklusion von Kindern mit Behinderungen oder Entwicklungsrückständen in die Ge-
meinschaft, ist ein erklärtes Ziel der Kinder-, Jugend- und Familiendienste. Dazu werden 
in Absprache mit der Schule und den Eltern die Bedarfe dieser Kinder ermittelt und ge-
meinsam entschieden, wie die Kinder im Rahmen der OGS unterstützt werden sollen. 
Wir verstehen Inklusion als Haltung. Diese Haltung ist auch mit den Kindern, die die OGS 
besuchen, zum Thema zu machen und aktiv vorzuleben , um ein Bewusstsein dafür zu 
schaffen, dass jedes Kind etwas Besonderes ist. Im Rahmen des Programms „Meine Stär-
ken – Deine Stärken“, wollen wir den Blick nicht auf die Behinderung oder Einschränkung, 
sondern auf die Fähigkeiten aller Kinder lenken um dazu beizutragen, Spielpartnerschaf-
ten von Kindern mit und ohne Einschränkungen zu begünstigen. 
Da der Unterstützungsbedarf der Kinder durch I -Kräfte nicht mit Unterrichtsschluss en-
det, ist eine Vernetzung mit den I -Kräften aus dem Vormittag  wichtig, um bei Bedarf 
tagesaktuelle Absprachen zu den entsprechenden Kindern treffen und die Kinder gut in 
die OGS überleiten zu können. Durch die enge Kooperation mit der Schule und der Hos-
pitation der OGS -Mitarbeitenden in den  Klassen sollen die Kommunikationswege ver-
kürzt werden. 
6.2 Ausblick: Bildung eines Inklusions(fach)kräftepools 
Die Erfahrung der letzten Jahre zum Thema Inklusion zeigt, dass die von der Politik be-
schlossenen Maßnahmen zur Inklusion häufig unzureichend sind. 
Um den Kindern einen reibungslosen Übergang von der Schule in die OGS zu ermögli-
chen, wünschen wir uns nicht nur eine strukturelle, sondern auch eine personelle Ver-
knüpfung von Vor- und Nachmittag. 
Im Rahmen eines Inklusions(fach)kräftepools befürworten wir den Ansatz, jede Klasse mit 
einer zusätzlichen (Fach-)Kraft auszustatten. Über diese (Fach-)Kraft wäre je nach indivi-
duellem Inklusionsbedarf die Begleitung mehrerer Kinder i m Schulalltag möglich. Mit 
dem Wissen um die aktuellen Themenstellungen der Kinder aus dem Vormittag wäre ein 
Transfer in den Nachmittag leichter möglich. Kinder, die an einem Tag besondere Her-
ausforderungen zu meistern haben, könnten so störungsfreier in der OGS angedockt und 
bei Bedarf begleitet werden. Die Gefahr von Konflikten mit anderen Kindern und die da-
mit verbundenen Misserfolgserfahrungen ließen sich so reduzieren. 
Zudem unterstützen wir dieses Modell, u m Mitarbeitenden gerade im Bereich der OGS 
attraktivere Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf anbieten zu kö nnen 
und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. 
Dazu setzen wir uns mit Entscheidungsträgern zusammen und wollen gemeinsam eine 
Lösung erarbeiten.

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7 Partizipation 
Wir verstehen Partizipation als umfassenden Lernprozess zur Teilhabe und Mitgestaltung 
der Welt in der wir leben. 
7.1 Kinder 
Nicht nur die UN-Kinderrechtskonvention sieht vor, Kinder entsprechend ihres Entwick-
lungsstandes an allen sie betreffenden Themenfeldern zu beteiligen.  
In der OGS sichern wir dies durch den OGS -Kinder-Rat. Im Rahmen der Hausaufgaben-
gruppen wählen die Kinder jeweils zwei Kinder aus, die für sie sprechen und ihre Stand-
punkte vertreten können. Die gewählten Kinder treffen sich einmal im Monat mit der 
Koordinatorin und besprechen Themen aus dem OGS-Alltag, die ihnen wichtig sind. Sor-
gen, Wünsche und Anregungen der Kinder können in diesem Rahmen eingebracht wer-
den. Die Ergebnisse werden für alle Kinder sichtbar präsentiert.  So wollen wir ein Be-
wusstsein für demokratische Prozesse wecken und fördern. 
Um allen Kindern ein Gefühl der Selbstwirksamkeit in einer Gemeinschaft zu geben, wol-
len wir regelmäßige Interessensbefragungen durchführen. Darüber hinaus haben die Kin-
der die Möglichkeit, sich mit ihren Sorgen und mit Kritik an zwei von Ihnen aus dem 
Kollegium der OGS-Mitarbeitenden gewählte Vertrauenspersonen zu wenden. Diese soll-
ten paritätisch besetzt werden. 
Da es vorkommen kann, dass Kinder sich (zunächst) nicht trauen, einen Erwachsenen an-
zusprechen, bieten wir Kindern die Möglichkeit, uns auch anonym zu kontaktieren. 
Über unsere VIB-Kästen können uns die Kinder Verbesserungsvorschläge, Informationen 
oder auch Beschwerden zukommen lassen. Diese Eingaben werden immer bearbeitet.  
Beschwerden werden gesondert gesammelt und im Rahmen des trägerinternen Be-
schwerdemanagements dokumentiert und ausgewertet. 
7.2 Eltern/Personensorgeberechtigte 
Die Beteiligung von Eltern ist uns ein großes Anliegen. 
Um die Kinder bestmöglich begleiten und fördern zu können, ist eine enge Kooperation 
zwischen Eltern, Lehrkräften, Schulsozialarbeiter*innen, I-Kräften und der OGS erforder-
lich. Information, Transparenz und eine akzeptierende Haltung bilden die Grundlage ei-
ner positiven Beziehungsgestaltung mit den Eltern. Dies entspricht unserer systemischen 
Sichtweise und unserem ganzheitlichen Bildungsverständnis. 
Im Herbst, wenige Wochen vor der Schulanmeldung, findet ein Informationsabend für 
die Eltern der zukünftigen Lernanfänger statt. An diesem Elternabend nehmen Mitarbei-
tende des Offenen Ganztags teil. 
Am Tag der offenen Tür haben die Eltern die Möglichkeit, si ch bei den Mitarbeite nden 
bezüglich der Struktur des Offenen Ganztags zu informieren und die Räumlichkeiten ge-
meinsam mit ihren Kindern anzuschauen und kennenzulernen.  
Etwa sechs Wochen nach der Einschulung findet ein erster Elternabend für die Eltern des 
ersten Jahrgangs statt. 
Über grundsätzliche Veränderungen und Neuerungen, die die Konzeption oder Räum-
lichkeiten betreffen, werden die Eltern aller Jahrgänge auf einem Elternabend informiert. 
Die zentrale „Anmeldung“ im Eingangsbereich des Offenen Ganztags ist eine verlässliche

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12 
Anlaufstelle für alle Eltern. Es besteht jederzeit die Möglichkeit für einen kurzen Aus-
tausch mit den Mitarbeite nden. Im Rahmen der Elternarbeit können individuelle Ge-
sprächstermine auch kurzfristig vereinbart werden.  
Auf einer Elterninfo-Wand im Eingangsbereich finden die Eltern unter anderem Informa-
tionen zur Ferienbetreuung oder zu Veranstaltungen und Vorträgen zu bestimmten The-
men, die sie interessieren könnten. Neben der Anmeldetheke hängt eine Übersicht über 
alle AGs, die im Rahmen des Offenen Ganztags stattfinden. Diese Übersicht wird fortlau-
fend aktualisiert, sodass die Eltern sich jederzeit einen Überblick darüber verschaffen 
können, welche Angebote es gibt oder geplant werden. 
Bei Veranstaltungen, Festen und Feiern der Schule sind die Mitarbeitenden des Offenen 
Ganztags präsent und bringen sich aktiv ein. 
Darüber hinaus haben die Eltern über die Elternvertreter*innen der Schule die Möglich-
keit, Anregungen, Wünsche und Kritik einzubringen und die OGS mitzugestalten.  
Im Rahmen des Beteiligungs- und Beschwerdemanagements des Trägers, können sich 
Eltern aber auch einzeln an die OGS -Koordination oder die zuständige Bereichsleitung 
des Trägers wenden. Ein festgelegtes Verfahren regelt den Umgang mit entsprechenden 
Eingaben und Beschwerden. Bei Problemen werden gemeinsam Lösungsmöglichkeiten 
besprochen und festgelegt. 
8 Kooperation und Vernetzung 
8.1 Multiprofessionelle Kooperation in der Schule 
Die gute Zusammenarbeit und enge Verzahnung zwischen der Schulleitung, den Lehr-
kräften, der Schulsozialarbeit, den I-Kräften und dem Team des Offenen Ganztags ist eine 
wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche, pädagogische Arbeit. Das gemeinsame Ziel 
ist eine enge Verknüpfung zwischen Vor- und Nachmittag und ein multiprofessioneller 
Blick auf die Themenstellungen der Kinder. 
 Die OGS-Koordination arbeitet eng mit der Schulleitung zusammen und steht mit ihr 
in regelmäßigem Austausch. Sie nimmt an den Sitzungen der Lehrerkonferenz, der 
Schulpflegschaft und der Schulkonferenz teil.  
 Wir fördern eine Bildungs- und Erziehungspartnerschaft statt Verinselung. 
 Gemeinsame Fortbildungen tragen zu einer gelungenen Zusammenarbeit bei. 
 Die Schule verfügt zurzeit über 24 Lehrerstunden für den Offenen Ganztag. Die Lehrer 
sind überwiegend in der Hausaufgabenbetreuung eingesetzt, wenn möglich in ihrer 
eigenen Klasse. Einzelne Lehrkräfte bieten eine AG am Nachmittag an. 
 Die Teams aus Klassenleitung und Hausaufgabenbetreuung bleiben nach Möglich-
keit über vier Jahre konstant. 
 Individuelle Problemlagen von Kindern könn en durch gute Kooperation mit der 
Schulsozialarbeit bearbeitet werden. 
8.2 Vernetzung im Sozialraum 
Sowohl die Kinder-, Jugend- und Familiendienste als auch die OGS der Marienschule sind 
über jeweils eigene Strukturen vielfältig im Sozialraum eingebunden. Gemeinsam verfü-
gen wir nicht nur im Sozialraum, sondern auch in der sonstigen Hilfe - und Trägerland-
schaft über ein Netzwerk mit a nderen Vereinen, (Bildungs -)Trägern, Institutionen, wie

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13 
dem Kommunalen Sozialdienst der Stadt Münster, der schulpsychologischen Beratungs-
stelle, der Kinderschutzambulanz, der Tagesklinik und weiteren Leistungserbringern, das 
dem Unterstützungsbedarf der Familien und Ihrer Kinder Rechnung tragen und sie mög-
lichst zielgerichtet und umfassend zu unterstützen vermag. 
Zudem ist die Marienschule Mitglied im Arbeitskreis Roxel und beteiligt sich an den re-
gelmäßigen Sitzungen des Arbeitskreises. 
8.3 Kooperation mit kommunalen Trägern 
Aufgrund der engen Verzahnung von Diakonie, OGS und Schule und den damit verbun-
denen Themenfeldern ist eine funktio nale Kooperation zwischen dem Träger der OGS 
und den städtischen Ämtern und Behörden unerlässlich. Gemeinsam mit dem Amt für 
Schule und Weiterbildung, dem Amt für Kinder- Jugendliche und Familien und allen wei-
teren Behörden sind aktuelle Entwicklungen und Bedarfslagen zu besprechen und Lö-
sungen zu erarbeiten.  Dazu nutzen wir als langjährig erfahrener und bekannter Träger 
die vorhandenen Strukturen. 
9 Kinderschutz 
Der Schutz von Kindern stellt eine besondere Anforderung dar. Bei Verdacht auf eine 
Kindeswohlgefährdung nach § 8a SGB VIII ist in Abstimmung mit dem Amt für Kinder -, 
Jugendliche und Familien und ggf. unter Beteiligung der trägereigenen Kinderschutz-
fachkräfte eine Gefährdungsbeurteilung nach den  mit der Stadt Münster vereinbarten 
Standards durchzuführen. Die Ergebnisse sind den Eltern/Personensorgeberechtigten 
mitzuteilen und gemeinsam mit dem zuständigen k ommunalen Sozialdienst Lösungen 
zu Abwendung der Gefährdung zu besprechen. Kindeswohlgefährdung zu erkennen ist 
mitunter schwierig. Ein achtsamer Blick der Fachkräfte kann dazu beitragen diese aufzu-
decken und somit abzuwenden. Im Rahmen von Inhouse -Schulungen sollen alle Fach-
kräfte der OGS zu dieser Thematik geschult werden. 
Darüber hinaus bieten unsere trägereigenen Kinderschutzfachkräfte bereits im  Vorfeld 
die Möglichkeit einer Fallberatung zur ersten Einschätzung und ggf. frühzeitigen Bera-
tung zur Vermeidung einer Gefährdungslage. 
Bei der Einstellung verlangen wir von allen Mitarbeitenden (auch Ehrenamtlichen) ein 
erweitertes Führungszeugnis nach § 72a SGB VIII und überprüfen dies in regelmäßigen 
Abständen. 
10 Qualitätsmanagement 
Der Erfolg pädagogischer Arbeit ist von unterschiedlichsten Faktoren abhängig. 
Diese möglichst umfassend zu erfassen und zielgerichtete Verbesserungsmaßnahmen zu 
erarbeiten, ihr Ergebnis zu bewerten, zu überprüfen und ggf. anzupassen ist der Zweck 
des Qualitätsmanagements (QM). In unserem Qualitätsmanagementhandbuch (QMH) 
werden Prozesse in QM -Zirkeln, bestehend aus Bereichsleitung, Mitarbeitenden und 
Qualitätsmanagementbeauftragten beschrieben, Handlungsableitungen festgeschrieben 
und Zuständigkeiten klar geregelt.

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14 
10.1 Qualitätssicherungsgrundsätze 
Ein Grundsatz zur Sicherung der Qualität im pädagogischen Handlungsfeld besteht in 
der Vielschichtigkeit der Professionen sowie deren Vernetzung und Klärung von Koope-
rations- und Kommunikationsstrukturen. 
Eine enge Verzahnung von Schule und OGS wird sowohl durch regelmäßige Gespräche 
zwischen Schulleitung, Bereichsleitung und OGS-Koordination, als auch durch die Teil-
nahme der OGS-Koordination an Lehrenden- und Schulkonferenzen sowie an Sitzungen 
der Schulpflegschaft sichergestellt. 
10.2 Qualitätssicherung 
Zur Sicherung der Qualität dienen neben klaren Prozessbeschreibungen insbesondere im 
schnelllebigen pädagogischen Handlungsfeld klar definierte und zielgerichtete Kommu-
nikationsstrukturen. Dies beinhaltet unter anderem Regelungen zu Teamgesprächen und 
Fachberatungen. 
Dazu trifft sich das Team der hautamtlichen OGS-Mitarbeitenden einmal wöchentlich für 
1,5 Stunden und das gesamte Team einmal i m Monat für 2 Stunden zu einer Teamsit-
zung. Zuvor wird eine Tagesordnung erstellt. Absprachen werden ergebnisorientiert pro-
tokolliert. 
Darüber hinaus finden regelmäßig trägerinterne, fachbereichsbezogene Teamkoordina-
tionsgespräche statt. 
Bei Bedarf besteht die Möglichkeit der kollegialen Fallberatung, der regelmäßigen Fach-
beratung und bei komplexeren teaminternen Themen der Supervision über trägereigene 
oder externe Supervisor*innen. 
Über das Beratungs- und BildungsCentrum der Diakonie Münster kann ein kostenloses 
Beratungsangebot bei individueller psychischer Belastung und bei Krisen in Anspruch 
genommen werden. 
(Die Inhalte unterliegen den Anforderungen des Datenschutzes. Der Arbeitgeber erhält 
keine Kenntnisse zu Gesprächs- und Beratungsinhalten). 
10.3 Qualitätsentwicklung 
Personalentwicklung 
Wir setzen auf hohe Fachlichkeit  durch Fort- und Weiterbildungen. Zudem bieten wir 
unseren Mitarbeitenden strukturierte Mitarbeitendengespräche nach festgesetzten Stan-
dards an. 
Konzeptfortschreibung 
Eine bedarfsgerechte Fo rtschreibung unserer Konzepte und Anpassung an aktuelle Er-
fordernisse als ständiger Verbesserungsprozess ist Teil unserer Philosophie. Das betrifft 
in besonderer Weise auch das hier vorgelegte Konzept. 
Darüber hinaus beteiligen wir uns als Träger an den Treffen der Arbeitsgemeinschaften 
nach §78 SGB VIII, am stadtweiten OGS-Treffen sowie im Sozialraum am Arbeitskreis Ro-
xel. Ergebnisse dieser Gremien finden sich in der Weiterentwicklung der Konzepte, Me-
thoden und Angebote wieder.

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15 
 
Thinktank 
Im Rahmen einer aus unterschiedlichen diakonischen Fachkräften des Beratungs - und 
BildungsCentrums und der Kinder-, Jugend- und Familiendienste bestehenden Arbeits-
gruppe „Entwicklung“ betrachten wir Schnittstellen zwischen Hilfen , entwickeln Ange-
bote weiter und erschließe n ggf. neue Handlungsfelder im Bereich von Angeboten für 
Kinder, Jugendliche und Familien. 
11 Personal 
Gutes, qualifiziertes und motiviertes Personal mit einer langfristigen Beschäftigungsper-
spektive bildet die wichtigste Grundlage für die Erfüllung des gesetzlichen Auftrages zur 
Betreuung und Versorgung von Kindern im Rahmen der OGS. Der Stellenschlüssel und 
die Qualifikation richten sich nach den gesetzlichen Vorgaben für die OGS. 
11.1 Integration, Inklusion und Gender 
Die Kinder-, Jugend- und Familiendienste streben in Ihrer Mitarbeiterschaft ein Abbild 
der Gesellschaft an. Dies beinhaltet auch die Vielfalt unterschiedlicher Lebensentwürfe 
und Glaubensrichtungen. Daher fördern wir bewusst die Einstellung von Menschen mit 
Migrationserfahrung. Die Mitgliedschaft in  einer (christlichen) Kirche ist nicht erforder-
lich. Unsere Angebote zur Auseinandersetzung mit Glaubensfragen bestehen für alle Mit-
arbeitenden, eine „Missionierung“ findet jedoch nicht statt. 
Die universellen Werte wie Gerechtigkeit und Toleranz, Verlässlichkeit und Solidarität so-
wie Mitmenschlichkeit und Verantwortlichkeit sich selbst, den Mitmenschen und der Um-
welt gegenüber, sind Voraussetzung für eine Tätigkeit in der Einrichtung. 
 
Schwerbehinderte Personen werden bei gleicher Eignung bevorzugt beschäftigt. 
Darüber hinaus wird die paritätische Verteilung der Geschlechter (unter Berücksichtigung 
diverser Geschlechteridentitäten) angestrebt. 
11.2 Fort- und Weiterbildungen 
Als großer Träger sozialer Dienstleistungen mit langjähriger Erfahrung im Bereich der 
Bildung und Betreuung von Kindern, Jugendlichen und ihren Familiensystemen, wissen 
wir um die hohe Bedeutung fachlichen Handelns. Neben den gesetzlichen Vorgaben zur 
Förderung von Fort- und Weiterbildungen bieten wir sowohl individuelle Fort- und Wei-
terbildungsmöglichkeiten, als auch einrichtungsweite Veranstaltungen im Rahmen von 
themenbezogenen Inhouse-Schulungen. So werden alle hauptamtlich tätigen Mitarbei-
tenden u.a. im Deeskalationstraining nach PART© und Erster Hilfe am Kind geschult. Dar-
über hinaus streben wir regelmäßige Schulungen zum Kinderschutz an. 
Zudem fördern wir systemische Sichtweisen. 
Im Rahmen der OGS besteht d ie Möglichkeit, hauptamtliche Mitarbeitende in der Hal-
tung der „Neuen Autorität“, nach Haim Omer und Arist von Schlippe zu schulen. Diese 
beinhaltet den Ansatz der elterlichen Präsenz und der Erziehungspartnerschaft von El-
tern, Lehrenden und sozialpädagogischen Fachkräften.

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16 
 
11.3 Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
Die Kinder-, Jugend- und Familiendienste unterstützen die Vereinbarkeit von Familie und 
Beruf. Um Mitarbeitenden in Niedrigteilzeitbeschäftigungsverhältnissen individuellere 
berufliche Möglichkeiten anbieten zu können und das Berufsfeld OGS attraktiver zu ge-
stalten, haben wir die Vision der Verknüpfung von Integrationsangebot im sch ulischen 
Vormittag und Ganztagsbetreuung bis zum Nachmittag. In Verbindung mit erweiterten 
Betreuungszeiten ergibt sich so ein breites Spektrum an individuellen Arbeitszeitmodel-
len. 
11.4 Mitarbeitendenbindung/Benefits 
Die Zufriedenheit unserer Mitarbeitenden li egt uns sehr am Herzen.  Und ist durch sehr 
gute Umfrageergebnisse der Mitarbeitendenbefragung auch belegt! 
Neben einer leistungsgerechten Bezahlung nach dem Tarifvertrag BAT-KF mit einer be-
trieblichen Altersvorsorge und einem Kinderzuschlag bieten wir unseren Beschäftigten: 
 Kinderferienbetreuung (3 Wochen in den Sommerferien) 
 Teamtag (2 mal im Jahr) 
 Große Dienstbesprechung (2 mal im Jahr) 
 Mitarbeitendenversammlung (1 mal im Jahr) 
 ein Betriebsfest (alle 2 Jahre) und im Wechsel 
 einen Betriebsausflug (alle 2 Jahre) 
 regelmäßige Newsletter zur Entwicklung der KJFD 
 individuelle E-Mail-Adresse 
Zudem unterstützen wir eine aktive und engagierte Mitarbeitendenvertretung ein-
schließlich Freistellung. 
Wie oben angesprochen, beteiligt sich die Diakonie Münster an wiederkehrenden Mitar-
beitendenbefragungen durch Great Place to Work©. Die Ergebnisse der Befragungen 
werden im Rahmen einer Arbeitsgruppe aus freiwilligen Mitarbeitenden, Interessensver-
tretung und Arbeitgebervertretung analysiert. Gemeinsam werden Maßnahmen und 
Handlungsschritte zur Erhöhung der Mitarbeitendenzufriedenheit und Arbeitsorganisa-
tion entwickelt, abgestimmt und umgesetzt. 
12 Besondere Trägermerkmale 
Als großer Träger von Angeboten aus dem Bereich stationärer Wohnformen, der Heilpä-
dagogischen Tagesgruppen, der Sozialpädagogischen Familienhilfe und der Erziehungs-
beistandschaft, der offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie der aufsuchenden Jugend-
sozialarbeit und der sozialen Gruppenarbeit verfügen wir über langjährige Erfahrungen 
und Fachwissen insbesondere in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien aus 
prekären Verhältnissen und mit besonderen Problemstellungen. 
Darüber hinaus sind wir seit vielen Jahren im Bereich der Schulsozialarbeit/BuT an meh-
reren Schulen im Stadtgebiet tätig und haben Erfahrung i n der Über-Mittag-Betreuung 
an einer weiterführenden Schule. Im Rahmen unseres Jugendzentrums „Mobile“ bieten 
wir OGS-Kindern im Stadtteil Angelmodde eine ansprechende, abwechslungsreiche und 
verlässliche Ferienbetreuung.

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17 
Durch die Ambulanten Hilfen zur E rziehung sind wir in Münster nahezu im gesamten 
Stadtgebiet tätig. Hier begleiten und beraten wir Familiensysteme in herausfordernden 
Lebenslagen und unterstützen Kinder und Jugendliche mit individuellen Bedarfen. 
Besonders hervorzuheben ist die Heilpädago gische Tagesgruppe (HTG) West, die seit 
über 10 Jahren hilfesuchende Familien in Roxel und den angrenzenden Stadtteilen Un-
terstützung bietet. Die HTG-West ist Teil eines weitverzweigten und hochprofessionellen 
Netzwerks im Stadtteil, das Familien individuelle und passgenaue Hilfe bietet und in der 
Vergangenheit Eltern im Rahmen des Kurses: „Starke Eltern – Starke Kinder“ zu allgemei-
nen Erziehungsthemen geschult hat. 
 
Darüber hinaus besteht eine enge Verknüpfung zum Beratungs - und BildungsCentrum 
(BBC) der Diakonie Münster. Dies bietet ratsuchenden Mitarbeitenden und Eltern unbü-
rokratisch und zeitnah Unterstützung in den vielfältigen Bereichen wie Partnerschaft- und 
Lebensberatung, Familien- und Erziehungsberatung, Schwangerschaftsberatung, Schuld-
nerberatung, Suchtberatung, Rechtliche Betreuungen sowie bei Fragestellungen zu Mig-
ration und Integration oder bei Wohnungsnot.

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Kinder-, Jugend- und Familiendienste GmbH 
  
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Impressum  
Diakonie Münster 
Kinder-, Jugend- und Familiendienste GmbH 
Am Blaukreuzwäldchen 31 
48167 Münster 
 
Stand: 11.06.2021

AWO Bewerbungsunterlagen Marienschule Roxel (002)

32090 Zeichen

Marienschule Roxel Münster –  
Bewerbung Trägerschaft OGS und Übermittagbetreuung 
Seite 1 von 12 
 
 
Marienschule Roxel Münster 
 
Bewerbung um die Trägerschaft OGS und Übermit-
tagbetreuung  
AWO UB Münsterland-Recklinghausen

Marienschule Roxel Münster –  
Bewerbung Trägerschaft OGS und Übermittagbetreuung 
Seite 2 von 12 
 
Sehr geehrte Damen und Herren,  
 
hiermit bewerben wir uns offiziell als zukünftiger Kooperationspartner der Stadt Münster 
für Dienstleistungen im Rahmen der Umsetzung der Offenen Ganztagschule sowie der Halb-
tagsbetreuung an der Marienschule Roxel. Rechtsgrundlagen für die Durchführung der 
Maßnahme während der Vertragslaufzeit bilden - in der jeweils aktuellen Fassung - insbe-
sondere: 
 
o das Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (Schlug) vom 15.02.2005, zuletzt 
geändert durch Gesetz vom 02.07.2019 
o der Erlass „Gebundene und offene Ganztagsschulen sowie außerunterrichtliche Ganz-
tags- und Betreuungsangebote in Primarbereich und Sekundarstufe I“ (Runderlass des 
Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 23.12.2010, ABl. NRW. 1/11 S. 38, be-
richtigt 2/11 S. 85; BASS 12-63 Nr. 2) 
o der Erlass „Zuwendungen für die Durchführung außerunterrichtlicher Angebote offener 
Ganztagsschulen im Primarbereich“ (Runderlass des Ministeriums für Schule, Jugend 
und Kinder vom 12.02.2003 (ABl. NRW. S. 43, BASS 11-02 Nr. 19), zuletzt geändert am 
13.12.2018  
 
 
Der AWO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen ist als anerkannter Träger der Freien 
Jugendhilfe seit vielen Jahren in der Schulkindbetreuung engagiert und verfügt hier über 
vielfältige Erfahrungen. In den Kreisen Recklinghausen, Coesfeld und Borken betreuen wir 
zuverlässig über 7.000 Schüler*innen an 67 Standorten im Rahmen der Offenen Ganztags-
schulen und der verlässlichen Übermittagsbetreuung. Daneben begleiten wir an 24 Schulen 
Schüler*innen im Rahmen von Sek. I Projekten und an 4 Schulen die Kinder im Rahmen von 
Schulsozialarbeit. 
 
Angesichts unserer langjährigen Erfahrung in der Gestaltung und Konzeptionierung von 
pädagogischen Betreuungsangeboten würden wir uns freuen, als verlässlicher Partner bei 
der weiteren Ausarbeitung der Offenen Ganztagsschule sowie der Halbtagsbetreuung 
(Schule von 8 - 1) an der Marienschule Roxel mitwirken zu dürfen. 
 
Die Aufgabe der AWO bei der Realisierung des gewünschten Angebots stellt sich für uns wie 
folgt dar:  
o konzeptionelle, strukturelle und organisatorische Weiterentwicklung der OGS aufgrund 
der individuellen Gegebenheiten in enger Kooperation mit der Schule 
o Einstellung von Personal 
o Fortbildung für AWO-Mitarbeiter*innen 
o Krankheitsvertretung für AWO-Mitarbeiter*innen 
o Gewinnung von zusätzlichen externen Kooperationspartnern 
o inhaltlicher Austausch der Mitarbeiter*innen verschiedener Schulen durch Koordinie-
rungskreise 
o vertragliche Einbindung von Honorarkräften und Übungsleiter*innen und finanzielle 
Abwicklung 
o Netzwerkbildung innerhalb der Kommune 
o gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit (Internetauftritt, Flyer etc.) 
o enge Zusammenarbeit mit dem Schulverwaltungsamt in allen organisatorischen Fragen 
o Organisation von regelmäßigen Steuerungsgesprächen zwischen Schule, Träger, Eltern 
und Förderverein 
o finanzielle Abwicklung des Projekts (Erbringung eines Verwendungsnachweises)

Marienschule Roxel Münster –  
Bewerbung Trägerschaft OGS und Übermittagbetreuung 
Seite 3 von 12 
 
Für weitergehende Fragen, insbesondere zur konkreten Umsetzung an Marienschule Roxel in 
Münster, stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung. 
 
Herzliche Grüße 
 
 
i.A. 
Jan-Philipp Zimmermann 
Fachbereichsleitung Schulen Nord 
 
Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk 
Münsterland-Recklinghausen 
Wildermannstr. 69 
45659 Recklinghausen 
www.awo-msl-re.de 
 
Telefon: 02361/ 93167-14 
Mobil: 0152/ 09119234 
Fax: 02361/ 93167-19 
j-p.zimmermann@awo-msl-re.de

Marienschule Roxel Münster –  
Bewerbung Trägerschaft OGS und Übermittagbetreuung 
Seite 4 von 12 
 
Inhalt 
1. Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe ................................ .... 5 
2. Personalkonzept Allgemein ................................ ................................ .... 5 
2.1 Marienschule Roxel: Personalkonzept ................................ ................. 6 
2. AWO Münsterland-Recklinghausen: Erfahrungen, Organisation und 
Qualitätsentwicklung ................................ ................................ ...................... 7 
3.1 Erfahrungen ................................ ................................ ........................ 7 
3.2 Organisation ................................ ................................ ....................... 7 
3.3 Qualitätsentwicklung und -sicherung ................................ ............... 8 
2.2. Fortbildungen ................................ ................................ .............. 9 
2.3. Beschwerdemanagement................................ ............................  9 
4 Pädagogisches Konzept für den Offenen Ganztag und die 
Halbtagsbetreuung ................................ ................................ ......................... 9 
4.1 Unser Leitbild „Ganztag als Bildungsförderung“ ............................  9 
4.2 Inhaltliche Gestaltung: OGS ................................ ............................  10 
4.2.1 Mittagessen ................................ ................................ ................ 11 
4.2.2 Hausaufgaben / Lernzeit ................................ ...........................  11 
4.2.3 Projekte und AG- Angebote ................................ ...................... 11 
4.2.4 Freispiel ................................ ................................ ...................... 11 
4.2.5 Ferienbetreuung und bewegliche Ferientage / pädagogische 
Tage 11 
5 Umgang mit der Corona-Pandemie ................................ ...................... 12 
6 Anlag ................................ ................................ ................................ ....... 12

Marienschule Roxel Münster –  
Bewerbung Trägerschaft OGS und Übermittagbetreuung 
Seite 5 von 12 
 
1. Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe 
Die Anerkennung des AWO Unterbezirks Münsterland-Recklinghausen als Träger der Jugen d-
hilfe existiert seit den 60er Jahren und ist eine Anerkennung der Verbände der Freien Woh l-
fahrtspflege mit ihren Gliederungen. Für die AWO im Bezirk Westliches-Westfalen (seit dem 
18. April 1966) erstreckt sich die Anerkennung auf „ihr e gegenwärtig und zukünftig angeh ö-
renden regionalen Untergliederungen (Unterbezirke, Kreisverbände, Stadtverbände, Ortsve r-
eine) im Lande Nordrhein -Westfalen“ (Bek. d. Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Sozi a-
les v. 28.5.1990 - IV B 2 - 6104.0 (ab 29.7.2010 MFKJKS). Die Anerkennung ist auf der Website 
des Ministerium des Inneren des Landes Nordrhein -Westfalen unter folgendem Link zu erre i-
chen: https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_text_anzeigen?v_id=61020161014172262530 . 
 
2. Personalkonzept Allgemein 
Die personellen Belange der Mitarbeiterschaft der AWO UB Münsterland -Recklinghausen sind 
über den Tarifvertrag AWO NRW geregelt.  Über diesen  Tarifvertrag stehen den Mitarbe i-
ter*innen 30 Tage Erholungsurlaub pro Kalenderjahr zur Verfügung. Darüber hinausgehende 
Schließungszeiten von Einrichtungen werden durch ein Ferienausgleichsmodell geregelt. 
 
Abgestimmt auf die Anforderungen an der  Marienschule Roxel  soll das Personal beda rfsge-
recht eingesetzt werden. Das bedeutet für uns, ausreichende Betreuungskräfte zur Umse t-
zung der pädagogischen Konzepte vor Ort im Einsatz zu haben und gleichzeitig den in unseren 
Qualitätsstandards definierten Betreuungsschlüssel einzuhalten. 
 
In unserem Qualitätshandbuch „OGS in der Praxis“ haben wir uns folgende Standards bezü g-
lich des Personalschlüssels in der OGS sowie der Übermittagsbetreuung gesetzt:  
Je Gruppe mit 25 Kindern steht eine pädagogische Fachkraft mit 20,0 Stunden und eine päd a-
gogische Ergänzungskraft mit 15,0 Stunden zur Verfügung. Nicht vollständige Gruppen erha l-
ten anteilige Personalstunden. 
Die pädagogische Fachkraft in der Funktion der Teamleitung erhält für Verwaltungsaufgaben 
ein Kontingent von 2,5 Wochenstunden pro Gruppe.  Zu den Verwaltungsaufgaben der Tea m-
leitung gehören  neben klassischen Verwaltungsnotwendigkeiten die enge Abstimmung vor 
Ort mit Schulleitung, Mitarbeiter*innen und Honorarkräfte n. Sie übernimmt die Aufgabenab-
stimmung der Angebote, die Übungsleiter*innen, Künstl er*innen etc. durchgeführt werden.  
Außerdem regelt die Teamleitung den regelmäßigen Austausch mit den Lehrkräften , den be-
darfsgerechten Austausch mit Eltern und nimmt bei Bedarf auch an Hilfeplangesprächen teil. 
Eine Freistellung der Teamleitung ist nicht vorgesehen: zum einen ist die Teamleitung als p ä-
dagogische Fachkraft zentraler Bestandteil des pädagogischen Konzepts jeder Einrichtung und 
sollte nach Möglichkeit die Prozesse in der Praxis umsetzen. Zum anderen steht der Teamle i-
tung organisatorische Unte rstützung durch die Ebene n der Koordina tion und der Fachb e-
reichsleitung zur Verfügung.  Daneben werden viele organisatorische Aspekte durch unsere 
leistungsstarke Verwaltung übernommen.  Bestehende, von unseren Standards abwe ichende 
Regelungen, bedürfen einer nach vorheriger Absprache zwischen den Kooperationspartnern. 
 
Jede OGS, in der die AWO als Träger für die Mittagsverpflegung zuständ ig ist, hat Anspruch 
auf eine fest angestellt Hauswirtschaftskraft, die sich um den Verpflegungsbereich kümmert. 
Hier ist für kleinere Einrichtungen in der Regel ein Stundenkontingent von 2,5 Stunden täglich 
ausreichend. Bei größeren OGS (50 bis 125 Kinder ) wird ein Personalkontingent von 15,0 bis 
25,0 Wochenstunden kalkuliert. Auf örtliche Gegebenheiten können wir nach Absprache ei n-
gehen. 
 
Es ist f ür uns selbstverständlich, dass Personaleinstellungen im Ganztag nicht ohne Kenntnis 
der Schulleitungen vorgenommen werden. Dies gilt für fest anzustellendes Personal genauso

Marienschule Roxel Münster –  
Bewerbung Trägerschaft OGS und Übermittagbetreuung 
Seite 6 von 12 
 
wie ggf. für Übungsleiter*innen. 
 
Von Mitarbeiter*innen, einschließlich Übungslei ter*innen, liegen zum Zeitpunkt der Einste l-
lung ein erweitertes Führungszeugnis sowie der Nachweis der Masernimpfung vor. 
Die Belehrung des eingesetzten Personals zum Infektionsschutzgesetz sowie zur Lebensmi t-
telhygiene erfolgt für alle betreffenden Mitarb eiter im regelmäßigen, gesetzlich festgelegten 
Turnus. Die Belehrungen werden entsprechend dokumentiert. 
 
Die AWO als Kooperationspartner garantiert, dass alle  fest eingestellten Mitarbeiter*innen  
der Qualifikation und Aufgabe entsprechende Eingruppierung erhalten. Im Falle einer Übe r-
nahme des derzeitigen Personals aus den Tarifstrukturen des TVöD SuE ist eine Schlechterstel-
lung ausgeschlossen. Dies betrifft auch über unsere Qualitätsstandards hinausgehende Stu n-
denkontingente im Rahmen einer entsprechenden Refinanzierung  
 
Im Bedarfsfall sind wir in der Lage, V ertretungspersonal durch unseren Personalpool zu ste l-
len. 
Gerne sind wir bereit, die bereits vor Ort tätigen Mitarbeiter*innen bei geeigneter Qualifikat i-
on auf Wunsch der Schule und der Mitarbeiter*inn en zu übernehmen. Darüber hinaus gara n-
tieren wir, das nötige Personal zur Erfüllung der Qualitätsstandards zu stellen. 
Um die Übernahme des bereits vor Ort tätigen Personals möglichst reibungslos gestalten zu 
können, gehen wir davon aus, dass die Arbeitszeitkonten der Mitarbeiter*innen ausgeglichen 
sind und die Urlaubsplanung für das gesamte Kalenderjahr abgeschlossen ist. 
 
2.1 Marienschule Roxel: Personalkonzept 
 
 
Der Zeitrahmen der Offenen Ganztagsschule an der Marienschule Roxel erstreckt sich momen-
tan von montags bis freitags . Die Betreuung findet in der Zeit von  ca. 11:30 Uhr bis 16:00 Uhr 
statt. 
In der Mittagszeit findet eine für die OGS-Kinder verpflichtende Mittagsverpflegung statt.  
 
Der Zeitrahmen der Halbtagsbetreuung erstreckt sich während der Unterrichtstage von  
11:55Uhr bis 13:25 Uhr täglich.  
 
 päd. Fachkraft 
als OGS-Leitung 
 Päd. Fachkräfte 
 Päd. 
Ergänzungskräfte 
 Haus-
wirtschaftskräfte 
FSJ/BFD 
Honorarkräfte 
Praktikant*innen 
Kooperations-
partner

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Je nach Bedarfen kann nach vorheriger Absprach und entsprechenden Stundenkontingenten 
auch eine Randzeitenbetreuung vor und nach den oben genannten Zeiten erfolgen. 
 
 
2. AWO Münsterland -Recklinghausen: Erfahrung en, Organisation  und Qualitätsentwic k-
lung 
 
3.1 Erfahrungen 
Als zukünftiger Partner der Marienschule Roxel  in Münster haben wir aufgrund unserer gr o-
ßen Erfahrung in diesem Arbeitsfeld entscheidende Vorteile zu bieten. 
In den zurückliegenden mehr als 15 Jahren haben wir im Verbund mit Schulverwaltungen und 
Schulleitungen erfolgreich viele Kommunen in den Kreisen Recklinghausen, Coesfeld und Bo r-
ken dabei unterstützt, offene Ganztagsangebote auf der Grundlage der Landeserlasse zu etab-
lieren. Damit  verfügen wir als landesweit größter Träger über fundierte Fachkenntnisse auf 
dem Gebiet der Ganztagsschulbetreuung. Diese konnten wir in der Vergangenheit auch e r-
folgreich bei dem A ufbau neuer Pro jekte einbringen und bestehende Projekte weiterentwi-
ckeln. 
 
Unser Anliegen in der Zusammenarbeit mit den schulischen Akteuren ist es, gemeinsam die 
Bedarfe der jeweiligen Schule zu evaluieren, um dann auf dieser Basis zu einer individuellen 
Projektumsetzung zu gelangen. So entstehen auf der Grundlage etablierter Konzepte und 
Instrumentarien vor Ort innovative Projekte, die dem individuellen Profil der Schule Rechnung 
tragen und eine wertvolle Ergänzung des Schullebens darstellen. 
 
3.2 Organisation 
Im Repertoire  der seitens der AWO angebotenen Dienstleistungen nimmt der Bereich der 
Schulkooperationen einen wichtigen Platz ein. Das wird insbesondere dadurch dokumentiert, 
dass wir alle mit dem Thema verknüpften Betreuungs - und Bildungsangebote in einem eig e-
nen Bereich Schule mit mittlerweile rund 1.000 Beschäftigten verbunden haben. Hier bündeln 
wir unsere langjährigen Erfahrungen und Kompetenzen aus den Themenfeldern der BuT -
Schulsozialarbeit, der Schulbegleitung sowie denen aus der pädagogischen Arbeit in Offenen 
Ganztagsschulen und der Betreuung im Bereich der Verlässlichen Halbtagsschule und weite r-
führenden Schulen. 
 
In Münster sind wir als Träger von Kindertageseinrichtungen seit mehreren Jahren vertreten. 
Der Sozialraum um die Marienschule Roxel ist uns durch unsere Kindertagesstätte im Korbma-
cherweg, in unmittelbarer Nähe der Marienschule , bekannt. Hier können wir auf vielfältige 
Erfahrungen in der Umgebung der Schule zurückgreifen und durch eine interne Verzahnung 
für den gelungenen Übergang zwischen Kindergarten und Schule begleiten.  
 
Zur Koordination bereits bestehender Projekte in Münster, dem Kreis Coesfeld und Umgebung 
ist der Bereich Schule des  Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen mit einer Geschäftsstelle 
in Dülmen präsent. Diese befindet sich in der Bahnhofstraße 24, 48249 Dülmen. Die G e-
schäftsstelle in Münster befindet sich in der Hochstraße 12, 48151 Münster , und steht mi t 
ihrer Infrastruktur für Gespräche, Sitzungen oder Fortbildungen zur Verfügung. 
 
Als kompetente Ansprechpartnerin vor Ort steht allen beteiligten Akteuren eine festangestell-
te Koordinatorin im Bereich Offene Ganztagsschu le an 5 Tagen in der Woche  zur Seite.  Die 
Koordinatorin übernimmt die pädagogische Fachberatung der Teams vor Ort und unterstützt 
bei organisatorischen Abläufen.  
Die Koordination  wird seitens der Geschäftsstelle in Recklinghausen durch die Ebene der

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Fachbereichsleitung unterstützt. Das Team aus Fachbereichsleitung und Koordination steht in 
regelmäßigem Austausch und kann so zeitnah und lösungsorientiert auf Eingaben von Schu l-
verwaltung, Schulen, extern er Bildungsträger oder Projektteams vor Ort eingehen.  Eine 
schnelle Reaktion auf Meldungen durch die Schule und/ oder die Stadt ist so  an fünf Tagen in 
der Woche sichergestellt. 
Dazu nutzen wir neben den bewährten Kommunikationswegen auch Angebote zur Videotel e-
fonie. So wird der Austausch von Angesicht zu Angesicht auch in Zeiten von Kontaktverme i-
dungen sichergestellt.  
Darüber hinaus steht die Koordination mit dem Team in der Schule in regelmäßigem Austausch 
und trifft sich mindestens monatlich zum persönlichen Austausch.  
Gerade in der Anfangsphase der Zusammenarbeit ist der Austausch über Schulregeln und 
organisatorische Verfahrensweisen wichtig. 
 
Zu Beginn des Schuljahres 2020/21 hat die neu eingerichtete Stabsstelle „ Gewaltprävention 
und Kinderschutz “ ihre A rbeit im AWO UB Münsterland -Recklinghausen aufgenommen. Die 
Aufgabe der Stabsstelle ist unter anderem die fachliche Beratung rund um Fragestellungen zu 
Gewalt gegen Kinder, Sensibilisierung der Mitarbeiter*innen und Unterstützung bei Fällen von 
Kindeswohlgefährdung nach §8a SGBVIII. Zudem steht die Stabsstelle allen Mitarbeiter*innen  
im Unterbezirk zu allen Fragen rund um das Thema, auch interner, Gewalt zur Verfügung. 
 
3.3 Qualitätsentwicklung und -sicherung 
Neben der Teilnahme an kommunalen Qualitätszirkeln u nd OGS-Steuerungsrunden ist es für 
die AWO seit Jahren selbstverständlich, zur Festlegung, Vereinheitlichung und Weiteren t-
wicklung der eigenen Standards der Ganztagsschulen in Trägerschaft der AWO interne Qual i-
tätsprozesse zu unterhalten. 
 
Im Jahr 2013 hat  der AWO Unterbezirk seine Qualitätsstandards in der landesweit sehr b e-
achteten Broschüre „Praxis Offene Ganztagsschule“ veröffentlicht. Eine Neuauflage mit dem 
Titel „OGS in der Praxis“ ist 2019 erschienen. Dieses finden Sie auch in der Anlage. Neben 
einer Aktualisierung bereits vorhandener Standards und Prozesse werden in der Neuauflage 
zusätzliche Themen, die in den letzten Jahren in der Praxis oder im Rahmen von Qualitätsdi s-
kussionen in den Fokus rückten, beleuchtet. Hierzu gehören konzeptionelle Standa rds zu den 
Themenfeldern Inklusion und die Gestaltung des Übergangs von der Kita in die OGS. Aber 
auch Erfordernisse in der pädagogischen Arbeit mit Geflüchteten in Form von Netzwer k-
kenntnissen, Umgang mit Traumata und Sprachfördermaßnahmen werden dargestellt.  
In der aktuellen Qualitätsdiskussion haben die Themen Digitalisierung und Medienkomp e-
tenz einen hohen Stellenwert und werden umfassend bearbeitet. Hierbei werden Prozesse 
auf Leitungsebene ebenso in den Blick genommen wie der pädagogische Umgang mit dem 
Thema. Fortbildungen zur Medienkompetenz wurden bereits in das Schulungsportfolio für 
die Mitarbeiter*innen aufgenommen.  
 
Ausgangpunkt der Qualitätsprozesse in den AWO -OGS sind vor allem Ideen und Bedarfe, die 
aus der Praxis heraus erwachsen, und dann  in Zusammenarbeit mit Praktikern vor Ort, Koo r-
dinatorinnen und Fachbereichsleitungen aus dem Bereich Schule entwickelt, geprüft und 
umgesetzt werden. 
Die Ergebnisse werden auf der AWO -internen Plattform der Homepage zur Verfügung g e-
stellt. Somit sind ein schneller Verbreitungsweg und eine hohe Transparenz gewährleistet. 
Die Plattform dient zur Information, gibt Sicherheit im Handeln und beinhaltet die Möglic h-
keit, Prozesse aktiv mitzugestalten, indem gute Ideen aus der eigenen OGS eingebracht we r-
den können. Unter dem Motto „Gutes weitergeben und vonein ander lernen“ profitieren die 
67 OGS im AWO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen voneinander und können die Qua-
lität entlang der Bedarfe des eigenen Standortes passgenau weiterentwickeln.

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Die Vernetzung von Schule und OGS ist ein fester Bestandteil in der Qualitätsbetrachtung und 
ein wichtiger Qualitätsfaktor für die Schulstandorte. Schule und OGS sind nicht als zwei g e-
trennte Teile zu verstehen, sondern als Einheit, in der Eltern, Lehrkräfte und OGS -Team ver-
trauensvoll zum Wohle  und zur Förderung der Kinder zusammenarbeiten und in der Kinder 
partizipativ einbezogen werden. 
 
2.2. Fortbildungen 
Fortbildungen der Mitarbeiter*innen sind unerlässlich und Voraussetzung für eine qualitative 
Weiterentwicklung der Projekte. 
Bei der Themenauswahl und der Organisation der Fortbildungen müssen die Bedarfe der zu 
betreuenden Kinder sowie die Besonderheiten der einzelnen Schulstandorte und Schulprofile 
berücksichtigt werden. Außerdem ist darauf zu achten, dass es eine breite Streuung der Ange-
bote gibt, um den unterschiedlichen Professionen und Funktionen in der pädagogischen 
Übermittagsbetreuung bzw. in den Ganztagsangeboten Rechnung zu tragen.  
 
Die AWO verfügt mit dem Lotte-Lemke-Bildungswerk über ein eigenes Fort- und Weiterbil-
dungswerk mit Sitz im Lucy-Romberg-Haus (Marl), so dass hier die Möglichkeit einer engen 
Kooperation besteht und gewünschte Fortbildungsthemen aufgenommen und zeitnah bei Be-
darf auch ortsnah umgesetzt werden können.  
 
Zu den regelmäßigen und bei der AWO etablierten Fortbildungen zählen: 
o OGS-Leitungsschulung 
o Schulung zum Thema Kinderschutz / §8a SGB VIII 
o Schulung der OGS-Teamleitungen und pädagogischen Fachkräfte zum Thema Inklusion  
o vielfältige Angebote zu pädagogischen Themen (z.B. soziales Lernen) auch für Nicht-
Fachkräfte 
o kontinuierlich stattfindende Auffrischungskurse im Bereich „Erste Hilfe“ (2-Jahres-
Rhythmus) 
o Belehrung nach §43 ifSG 
 
2.3.  Beschwerdemanagement 
Die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Dienstleistungen liegt uns sehr am Herzen. Dazu 
gehört auch der Umgang mit Beschwerden. Um diese Prozesse einheitlich zu gestalten, haben 
wir ein verbindlich einzuhaltendes Beschwerdemanagement-System entwickelt. Leitungskräfte 
auf allen Ebenen des Unternehmens werden standardisiert in einem zweitägigen Seminar im 
Beschwerdemanagement geschult. 
 
4 Pädagogisches Konzept für den Offenen Ganztag und die Halbtagsbetreuung 
4.1  Unser Leitbild „Ganztag als Bildungsförderung“ 
Unsere pädagogische Arbeit orientiert sich am Leitbild der Arbeiterwohlfahrt. Die Grundwerte 
der AWO sind Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit, Toleranz und Solidarität.  
In unserem pädagogischen Alltag ist kulturelle Vielfalt willkommen. Im sozialen Mit einander 
lernen die Kinder vor anderen Lebenseinstellungen Respekt zu haben und gemeinsame Int e-
ressen zu entwickeln.  
Ziel der pädagogischen Nachmittagsbetreuung in unseren Einrichtungen ist es, Schu le als L e-
bensraum zu gestalten.  Die Schule soll als posit iver Ort des Lernen s, der Gemeinschaft, der 
kreativen Entfaltung und der Wahrnehmung individueller Interessen erfahrbar werden. Dies 
entspricht dem Prinzip des Ganzheitlichen Lernens, welches neben der Entwicklung kognitiver 
Fähigkeiten motorische und emotionale Aspekte des Lernens einbezieht. 
Darüber hinaus sollen die Schüler*innen befähigt werden, eigene Bedü rfnisse sowie die der 
Gruppe zu erkennen und eigenverantwortlich damit umzugehen.  
Die Schüler*innen werden mit ihren Ideen und Problemen ernst genom men. Mit steigendem

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Alter bekommt das pädagogische Instrument der Partizipation immer größere Gew ichtung. 
Indem Kinder im möglichen Rahmen an Entscheidungsprozessen (Freizeitgestaltung, Regeln, 
etc.) beteiligt werden, wird ihr Verantwortungsbewusstsein für  sich selbst und ihre Gruppe 
gestärkt. So entsteht ein Zugehörigkeitsgefühl , und das Selbstbewusstsein der Gruppenmi t-
glieder wird gestärkt.  
Die Kinder sollen die Möglichkeit haben sich auszuprobieren, an der inhaltlichen Gestaltung 
der Nachmittage mitzuwirken und ihre Ideen umzusetzen. I ndem Rückzugsmöglichkeiten ge-
schaffen werden und freie Zeit zur eigene n Gestaltung zur Verfügung steht, wird auch dem 
Bedürfnis der Schüler*innen nach Ruhe und Entspannung Rechnung getragen. Ein breit gef ä-
chertes Angebot an  Sport- und Spiel-AGs fördert dabei den natürlichen Bewe gungstrieb der 
Kinder und leitet gleichzeitig zu gegenseitiger Rücksichtname und dem Einhalten von Regeln 
an. 
 
Bei der Zusammenarbeit mit den Eltern ist es uns wichtig, auf die unterschiedlichen familiären 
Situationen, Erwartungen und Bedürfnisse der Eltern einzugehen. Eine tragfähige Basis zw i-
schen Eltern und Mitarbeiter*innen zu entwickeln, die geprägt ist von gegenseitiger Wer t-
schätzung, Akzeptanz und Vertrauen zum Wohle der Kinder, hat für uns  oberste Priorität. Die 
Kontaktdaten werden den Eltern zu Beginn mitgeteilt, die Mitarbeiter*innen stehen nach 
Absprache gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung. 
 
Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei im Themenfeld der Inklusion. Inklusion ist e in Men-
schenrecht. Es regelt, dass „alle Menschen vor dem Gesetz gleich (sind)“ und „niemand (…) 
wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat 
und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen und politischen Anscha uung benachteiligt 
oder bevorzugt wird…“ und „niemand (…) wegen seiner Behinderung benachteiligt werden 
(darf)“ (Grundgesetz, Artikel 3 Absatz 1 und 3.) 
Im Sinne der Inklusion wird bei uns das Ziel verfolgt Kinder unabhängig von ihren Fähigkeiten 
und Ferti gkeiten bestmöglich zu unterstützen. Das Vorhandsein von Unterschieden wird als 
Chance und die Vielfalt als Bereicherung wahrgenommen. 
Etwaige Förderschwerpunkte können dabei je nach Ausrichtung des Schulprogramms unter-
schiedlich sein und werden dementsprechend angepasst. Dennoch lassen sich für die pädago-
gischen Übermittags- und Ganztagsangebote in AWO-Trägerschaft gemeinsame pädagogische 
Ziele formulieren, die durchgängig an allen Standorten Beachtung finden. 
 
Unsere pädagogischen Ziele im Überblick: 
o Förderung des sozialen Lernens und Vermittlung von Alltagskompetenzen 
o Förderung für Flüchtlingskinder / Kinder mit Migrationshintergrund  
o Berücksichtigung unterschiedlicher Lernzugänge bei der Auswahl der Arbeitsgemein-
schaften (Bewegung/Sport, Kultur, Werken, Musik, etc.) 
o Öffnung von Schule zum Sozialraum durch Kooperation mit der Jugendhilfe und loka-
len Akteuren 
o Förderung des Selbstbildungspotentials der Schüler*innen durch entsprechende Lern- 
und Spielmaterialien 
 
4.2  Inhaltliche Gestaltung: OGS 
Als zukünftiger Träger stellt die AWO sicher, dass alle Schüler*innen die Möglichkeit haben, 
weiterhin an der pädagogischen Übermittagsbetreuung bzw. den außerschulischen Ganztags-
angeboten teilzunehmen. Dazu unterstützen wir bedarfsgerecht die vorhandenen Konzepte 
Marienschule Roxel und bauen dies gemeinsam weiter aus. 
 
Die Struktur des Offenen Ganztags gliedert sich in die Elemente  Mittagessen, Hausaufgaben-
betreuung, Projekte und AG-Angebote sowie Freispiel.

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4.2.1 Mittagessen 
In der OGS bekommen die Schüler*innen zunächst die Gelegenheit, ein warmes Mittagessen 
einzunehmen. Das Mittagessen wird montags bis freitags von den Hauswirtschaftskräften 
vorbereitet und an die Schüler*innen ausgegeben. Die Teilnahme für die Schüler*innen ist 
verpflichtend. Die Gestaltung der Essenssituation inklusive Aufsicht und pädagogischer Begle i-
tung ist ein Schwerpunkt der Mittagsfreizeit. Die koordinierende Fachkraft fördert durch 
Schaffung einer angenehmen Atmosphäre eine positive Haltung zur Teilnahme am M ittages-
sen. Dies trägt wissenschaftlich begründet zu einer verbesserten Konzentrationsfähigkeit am 
Schulnachmittag bei. Auf Wunsch können auch weitere Projekte z. B. die Ausgestaltung des 
Speiseraumes oder Projekte zu gesunder Ernährung realisiert werden. 
 
4.2.2 Hausaufgaben / Lernzeit 
Die Hausaufgabenbegleitung findet in Kleingruppen statt. Unser Personal unterstützt die 
Schüler*innen dabei, die Hausaufgaben möglichst selbstständig anzufertigen. Dazu werden 
inhaltliche Hilfestellungen gegeben und die Schüler*inn en in der Selbstorganisation begleitet. 
Bei Bedarf findet ein gezielter Austausch zwischen Betreuungspersonal und Lehrkräften s tatt. 
Die letztendliche Verantwortung zur Erledigung der Hausaufgaben sowie die Beratung zu e t-
waigen Lernschwächen der Kinder obliegen weiterhin den Eltern und Lehrkräften. 
 
4.2.3 Projekte und AG- Angebote 
Die verlässlichen pädagogischen Ganztagsangebote außerhalb der Essenszeit haben eine brei-
te Streuung und umfassen sowohl Kurse/Projekte im sportlichen Bereich als auch künstl e-
risch-kreative sowie handwerkliche Förderangebote.  
Das in erster Linie kognitive Lernen im schulischen Unterricht wird durch Angebote ergänzt, 
die andere Lernzugänge ermöglichen und möglichst alle Sinne ansprechen (Sport und Bew e-
gung, Musik und Tanz, Malen/Werken, Theater etc.). Hier wird auf ein ausgewogenes Verhält-
nis von Bewegung und Aktion auf der einen Seite und Entspannung auf  der anderen Seite 
geachtet.  
Die Durchführung von AG -Angeboten kann dabei sowohl von festangestelltem Personal als 
auch von externen Honorarkräften und Übungsleiter*innen erfolgen. 
 
Der Schulalltag der Kinder wird dabei nicht als Puzzle aus einzelnen Teilbereichen verstanden, 
sondern als Einheit, die zum Wohle der Kinder miteinander arbeitet. Aus diesem Grund befü r-
worten wir nic ht nur möglichst vielfältige Kooperationen, sondern sind zudem interessiert an 
übergreifendem Austausch, um den Bedarfen der Kinder bestmöglich gerecht zu werden. D a-
bei respektieren und schätzen wir die vielfältigen und langjährigen Erfahrungen der einzeln en 
Vereine, Träger und Institutionen und sehen die Vielfalt als Chance und unseren Beitrag als 
Bereicherung. 
 
 
4.2.4 Freispiel 
Ebenso wichtig wie betreute Angebote, ist die Möglichkeit sich entsprechend der eigenen 
Vorlieben im Freispiel zu bewegen. Hier bietet sich den Schüler*innen die Möglichkeit eigene 
Vorlieben kennen zu lernen, die Fantasie anzuregen und Neues auszuprobieren. Unter Au f-
sicht der Mitarbeiter*innen können sich die Kinder in einem geschützten Rahmen frei entfa l-
ten und sich entwickeln. 
 
4.2.5 Ferienbetreuung und bewegliche Ferientage / pädagogische Tage 
Die Ferienbetreuung findet nach aktuellem Konzept ganzjährig statt. Hiervon ausgenommen 
sind eine Drei -Wochen-Schließung während der Sommerferien, die Zeit zwischen Weihnac h-
ten und Neujahr sowie evtl. an beweglichen Ferientagen- 
Die Betreuung an den pädagogischen Tagen der Schule ist ebenfalls sichergestellt. Um die 
pädagogische Arbeit vor Ort weiter zu entwickeln und die Verzahnung zwischen der Betre u-

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ung im Vor-und Nachmittag zu unterstützen, sollte im Einvernehmen mit Kommune und Schu-
le die Möglichkeit zu zwei pädagogischen Tagen der OGS sowie die Möglichkeit zur Teilnahme 
des OGS-Personals an den pädagogischen Tagen der Schule erörtert werden. 
 
5 Umgang mit der Corona-Pandemie 
Die aktuelle Situation, hervorgeru fen durch den pandemischen Ausbruch des Corona-Virus, 
betrifft alle Lebensbereiche und stellt insbesondere auch alle im Umfeld von Schule tätigen 
Personen vor neue Herausforderungen. Diesen stellen wir uns im Unterbezirk täglich auf allen 
Ebenen. 
Der Schutz unserer Mitarbeiter*innen, der uns anvertrauten Kinder sowie aller  weiteren Be-
teiligten der OGS und der 8 -1-Betreuung ist unser oberstes Gebot. Daher haben wir mit B e-
ginn der Pandemie  im Frühjahr 2020  für alle relevanten Bereiche Hygiene -, Pandemie - und 
Notfallpläne entwickelt. Diese werden unter Maßgab e der jeweils geltenden Gesetze  und 
Vorschriften aktualisiert und unseren Einrichtungen zentral zur Verfügung gestellt.  
Durch die enge Kooperation von Schulverwaltung, Schulleitungen und Betreuungstea ms, ist 
sichergestellt, dass alle beteiligten Akteure über die Maßnahmen informiert sind. Beispiele für 
unsere Hygiene-, Pandemie- und Notfallpläne entnehmen Sie bitte der beigefügten Anlage. 
 
6 Anlag 
 Qualitätshandbuch „OGS in der Praxis“

Kreisel e.V. _PädagogischesRahmenkonzeptMarienschuleRoxel

42788 Zeichen

Pädagogisches Rahmenkonzept 
des Kreisel e. V. 
als Bewerbung im Interessenbekundungsverfahren für die 
außerschulischen Angebote der Offenen Ganztagsschulen 
(OGS) 
Offene Ganztagsgrundschule im Primarbereich 
Marienschule Roxel 
erstellt und vorgelegt von  
 
 
 
Friedrichstraße 1-2, 48282 Emsdetten  
Telefon: 02572 88260 
www.kreisel-emsdetten.de 
info@kreisel-emsdetten.de 
 
 
  
Juni 2021

Inhaltsangabe 
 
Trägerdarstellung und Einleitung 
 
3
 
1. Rahmenbedingungen 6 
1.1 Rechtliche und Strukturelle Grundlagen 6 
1.2 Finanzierung 6 
1.3 Personal 6 
1.4 Betreuungszeiten 8 
1.5 Gruppengröße 8 
1.6 Versicherungsschutz 
1.7 Sozialraum 
8
 
9 
2. Leitgedanke 9 
3. Zielgruppe und Ziele 10  
3.1 Zielgruppe 10  
3.2 Ziele 10  
4. Die Säulen des pädagogischen Handelns 11 
4.1 Säule OGS - Kinder 12 
4.2 Säule OGS - Eltern 12  
4.3 Säule OGS - Schule 13  
4.4 Säule OGS – außerschulische Kooperationspartner 14  
5. Tagesstruktur im Offenen Ganztag   15  
5.1 Mittagessen 16 
5.2 Lernzeiten und Hausaufgabenbetreuung 16  
5.3 Nachmittagsangebote 17 
6. Kooperation mit Jugendhilfe 18  
7. Qualitätsentwicklung 19 
7.1 Strukturelle Qualität 19  
7.2 Inhaltliche Qualität 19  
7.3 Ergebnisqualität   20  
 
Anlagen: Bsp. Wochenplan

3 
 
Trägerdarstellung und Einleitung 
 
Der Kreisel e.V. ist ein gemeinnütziger, nach den B estimmungen des Kinder- und Jugend- 
hilfegesetzes anerkannter, freier Träger der Jugend hilfe. Der Verein ist weder parteipoli- 
tisch noch konfessionell gebunden und Mitglied des Deutschen Paritätischen Wohlfahrts- 
verbandes. Zwei hauptamtliche Vorstände verantworte n die Geschäfte und Bereiche des 
Kreisel e.V., welcher aktuell 190 Mitarbeiter:innen beschäftigt. 
Im Jahr 1987 gründete sich der Kreisel e.V. aus ein er Selbsthilfegruppe für Alleinerziehen- 
de und bietet bis heute in Emsdetten als Kontakt- und Beratungsstelle für Mütter, Väter und 
Kinder in unterschiedlichen Familienformen in folge nden Bereichen gemäß des SGB VIII 
Beratung und Unterstützung  an:  
§ 16 I (allgemeine Förderung der Erziehung), § 17 I  (paarstabilisierende Beratung bei Part- 
nerschaftskonflikten), § 17 II (Trennung– und Schei dungsberatung), §§ 18 I, 18 III (Bera- 
tung bei Sorgerechts- und Umgangsfragen) sowie seit  2006 Begleitung in familiengerichtli- 
chen Verfahren gemäß SGB VIII § 50 in Delegation de r Jugendämter der Stadt Emsdetten 
und des Kreises Steinfurt. 
Beginnend im Jahr 2005 etablierte sich ein weiteres  Aufgabenfeld und stellt heute den 
größten Fachbereich des Kreisel e.V. dar - die Offene Ganztagsbetreuung . Inzwischen ist 
der Kreisel e.V. für die Sicherstellung der Betreuu ng der Kinder an drei Grundschulen in 
Emsdetten, nämlich an der Johannesschule, der Schul e Hollingen, und der Josefschule, 
der Paul-Gerhardt-Schule in Mettingen sowie der Gru ndschule Wolbeck-Nord in Münster  
verantwortlich. Die Paul-Gerhardt-Schule arbeitet b ereits seit vielen Jahren inklusiv nach 
dem Konzept des gemeinsamen Lernens (GL). An der Jo sefschule und der Grundschule 
Wolbeck-Nord bieten wir zusätzlich zur OGS auch die Bis-Mittag-Betreuung  an. 
Darüber hinaus ist der Kreisel e.V. seit 2006 Träge r der Offenen Ganztagsbetreuung im 
Förderschulbereich  – aktuell für die Peter-Pan- Förderschule in Rhein e mit den Depen- 
dancen Emsdetten und Dörenthe mit dem Förderschwerpunkt Sprachentwicklung sowie für 
die Michael-Ende-Schule in Borghorst und in Lengeri ch mit dem Förderschwerpunkt der 
emotionalen und sozialen Entwicklung.   
Im Jahr 2012 konnte der Kreisel e.V. eine Erweiteru ng seines Tätigkeitsfeldes mit der Be- 
auftragung durch das Kreisjugendamt Steinfurt für Vereinsvormundschaften  verzeichnen.  
Seit 2013 gewährleistet der Kreisel e.V. an der Kät he-Kollwitz Realschule in Emsdetten die  
inklusive  Übermittagsbetreuung für Schüler:innen mit und ohne Förderbedarf im Seku nd- 
arbereich.

4 
 
Ebenfalls seit 2013 ist er zudem als Träger für die  Offene Kinder- und Jugendarbeit in 
Emsdetten zuständig und somit für das Jugendzentrum  „Treffpunkt 13drei“  verantwort- 
lich.  
Der Kreisel e.V. stellt in Emsdetten einen wesentlichen Bestandteil des Integrationskonzep- 
tes der Stadt Emsdetten dar. So halten wir seit 201 5 drei Brückenprojekte für Flücht- 
lingsfamilien  vor, um den Übergang in die institutionalisierte K indertagesbetreuung zu 
erleichtern: Eine tägliche Loslösegruppe für 0 – 3 jährige Flüchtlingskinder, ein Familientreff 
für Flüchtlingsfamilien (zweimal pro Woche) und ein e wöchentliche Spielgruppe für Flücht- 
lingskinder im Alter von 2 bis 6 Jahren zählen zu u nseren Angeboten im Rahmen der 
Flüchtlingshilfe. 
 
Das Motto des Kreisel e.V. lautet „Stabilität durch Bewegung“ . Das meint, dass sich das 
Leben ständig in Veränderung befindet und Lebenspha sen bewältigt werden müssen, 
wodurch zuweilen auch Krisen verursacht werden können. Wir verstehen Krise als Entwick- 
lungsaufgabe und als Chance. Nicht das starre Festh alten an alten Mustern, sondern viel- 
mehr das Einlassen auf Veränderung und die kontinui erliche Bewegung ermöglichen eine 
gesunde Stabilität. Der Kreisel e.V. lebt als Organ isation aktiv dieses Motto, was anhand 
der oben aufgezeigten Entwicklung des Vereins deutlich wird. 
Unser Selbstverständnis - Stabilität durch Bewegung  - hat wesentlich zu unserem Erfolg 
bezüglich der Offenen Ganztagsbetreuung beigetragen . Der Ausbau von offenen Ganz- 
tagsgrundschulen ist ein landesweites sozialpolitis ches Bestreben mit hohen Innovations- 
ansprüchen, das auf die konzeptionell organisierte Zusammenarbeit von Eltern, Kindern, 
Schule, Jugendhilfe, Kultur und Sport setzt. Da bis her noch keine einheitlichen Qualitäts- 
standards erlassen wurden bzw. zwischen den untersc hiedlichen an der Bildung, Erzie- 
hung, Förderung und Betreuung beteiligten Professio nen existiert, ist dieses Vorhaben auf 
die Bereitschaft zum Dialog angewiesen. Im Bewussts ein um diese Ausgangslage ist der 
Kreisel e.V. als Träger von offenen Ganztagsgrundsc hulen bestrebt, mit allen Beteiligten 
auf eine gemeinsame Annäherung, Präzisierung und Fo rtschreibung der pädagogischen 
Ganztagskonzeption hinzuwirken. 
Die offene Ganztagsgrundschule stellt sich den Hera usforderungen der sich wandelnden 
Lebenswelt, bietet einen verlässlichen Ort und eine n regelmäßigen Tagesablauf. Sie trägt 
mit ihren Angeboten dazu bei, dass die individuelle  ganzheitliche Bildung der Kinder und 
Jugendlichen, die Entwicklung ihrer Persönlichkeit,  der Selbst- und Sozialkompetenzen, 
ihrer, Talente, Fertigkeiten und ihr Wissenserwerb systematisch gestärkt werden.

5 
 
Die Offene Ganztagsbetreuung steht für 
 bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, 
 erleichterte Rückkehr von Frauen in den Beruf, 
 Minderung sozialer Probleme in Familie und Schule,  
 Erziehungspartnerschaft mit Eltern/Erziehungsberec htigten, 
 Unterstützung von Familien in anspruchsvollen Lebe nssituationen, 
 Förderung der Demokratiefähigkeit der Schüler:Inne n durch das Grundprinzip der 
Partizipation, 
 Teilhabe der Kinder an Bildung und Förderangeboten , 
 Teilhabe der Kinder an kulturellen, musischen, spo rtiven und gemeinwohlorientier- 
ten Angeboten, 
 Akzeptanz und Wertschätzung kultureller und persön licher Diversitäten. 
  
Die Gesellschaft ist gekennzeichnet von einem steti gen Wandel, welcher eine permanente 
Anpassung der Rahmenbedingungen zur Bewältigung des  Alltags für Familien, Lebensge- 
meinschaften, Sorgeberechtigte und Kinder erfordert . Die aktuellen konzeptionellen Rah- 
menbedingungen der Offenen Ganztagsbetreuung des Kr eisel e.V. werden im ersten Kapi- 
tel dargelegt.  
Im zweiten Kapitel wird der Leitgedanke, der unsere r Arbeit im Kontext der Offenen Ganz- 
tagsbetreuung zugrunde liegt, kurz erläutert. Das d ritte Kapitel benennt die Ziele, um dann 
darauffolgend im vierten Kapitel unser pädagogische s Handeln darzulegen. Das Kapitel 
fünf beschäftigt sich mit der Tagesstruktur im Offe nen Ganztag. Die letzten beiden Kapitel 
zeigen auf, wie der Kreisel e.V. seine Verantwortun g in Bezug auf Kooperation mit der Ju- 
gendhilfe und Qualitätsmanagement wahrnimmt.  
 
In der Anlage ist ein beispielhafter Wochenplan zu finden.

6 
 
1. Rahmenbedingungen 
 
1.1  Rechtliche und Strukturelle Grundlagen 
Die rechtliche und strukturelle Grundlage des Konze pts richtet sich nach dem Runderlass 
des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 1 6.02.2018 / Erlass 12-63 Nr. 2 „Ge- 
bundene und Offene Ganztagsschulen sowie außerunter richtlicher Ganztags- und Betreu- 
ungsangebote im Primar- und Sekundarstufe I“ und de n Qualitätsstandards der Offenen 
Ganztagsschule in Münster. Diese Ausrichtung beinhaltet bereits alle relevanten rechtlichen 
Grundlagen sowohl des SchulG, des KJFöG, als auch d es SGB VIII. Wir verpflichten uns, 
alle dort genannten Rahmenbedingungen zu beachten und die Verbesserung der Bildungs- 
qualität, den Ausbau der individuellen Förderung, d ie Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
sowie die konstruktive Kooperation mit Schule und außerschulischen Partnern zu verfolgen. 
 
1.2  Finanzierung 
Raum- und Personalkosten werden zu 100 % durch den Schulträger finanziert. Weitere 
Kosten (Overhead, Sachkosten, Förderbudget) werden durch entsprechende Pauschalen 
abgedeckt.  
Der Kreisel e.V. schließt mit den Eltern der am off enen Ganztagsbetrieb teilnehmenden 
Kinder eine Betreuungsvereinbarung ab, woraufhin di e Elternbeiträge durch den Schulträ- 
ger erhoben werden. Die Entscheidung über die Aufna hme in das Angebot trifft die Schule 
in Absprache mit dem Schulträger sowie dem OGS-Träger. 
 
1.3  Personal 
Der Kreisel e.V. gewährleistet, Personal nur nach d en im Leistungsverzeichnis benannten 
Bedingungen der Stadt Münster einzustellen. Das hau ptamtliche Personal ist pädagogisch 
qualifiziert und hat für die Funktion der Koordinat ion eine Berufsausbildung als Sozialpäda- 
gog:in und für die Stelle der Gruppenleitung eine Berufsausbildung mindestens als staatlich 
anerkannte:r Erzieher:in.   
Für die Marienschule Roxel, mit derzeit 220 Kindern  im Offenen Ganztag, ist der/die Koor- 
dinator:in für die Verwaltung und Teamleitung mit 3 4,43 Wochenstunden eingeplant. Für 
die acht Gruppen wird je eine Gruppenleitung (Erzie her:in) mit 21 Wochenstunden einge- 
setzt, wobei der Stundenumfang für die Durchführung  einer eigenen Ferienbetreuung an 
der Marienschule Roxel und/oder bei Bedarf für eine  Randzeitbetreuung erhöht werden 
kann. Pro Gruppe ist eine weitere pädagogische Unte rstützungskraft mit 20,5 Wochenstun- 
den vorgesehen. Darüber hinaus wird angebotsentspre chendes Personal wie z.B. Hono-

7 
 
rarkräfte, Praktikant:innen und Studierende adäquat  eingeplant. Wir achten verantwor- 
tungsbewusst darauf, dass Praktikant:innen und Hono rarkräfte eine adäquate Anleitung 
und Struktur erfahren, damit sie fachlich geschult werden und gleichzeitig einen persönli- 
chen Mehrwert für sich selbst erfahren können.  
Die für die Ganztagsbetreuung zur Verfügung stehend en Lehrkräfte werden sinnvoll hin- 
sichtlich ihrer Qualifizierung in außerunterrichtli chen Angeboten und in Absprache mit der 
Schulleitung eingesetzt. Diese können die Begleitun g der Lernzeit, Durchführung einer ge- 
sonderten Förderung von Kindern oder die Durchführu ng von besonderen Angeboten aus 
dem Bereich Musik, Sport, Kreativität oder Naturwissenschaften einschließen.  
Die Fachaufsicht wird inhaltlich und strukturell du rch unsere Führungskräfte in Form einer 
Fachbereichsleitung gewährleistet. Diese steht in einem permanenten Austausch zur Koor- 
dinator:in der OGS und zur Schulleitung der Schule.  Darüber hinaus steht sie als erste An- 
sprechperson für den Schulträger zur Verfügung und unterrichtet regelmäßig den Vorstand 
des Kreisel e.V. bezüglich des Sachstands und der Bedarfe. 
Das Personal legt vor Aufnahme seiner Tätigkeit ein  erweitertes Führungszeugnis (gem. § 
30a Absatz 1 Bundeszentralregistergesetz) sowie ein en Impfnachweis über einen vollstän- 
digen Masernschutz vor. Im Übrigen gilt § 72 a SGB VIII. Außerdem wird das Personal vor 
erstmaliger Aufnahme seiner Tätigkeit und anschließ end mindestens im Abstand von zwei 
Jahren über die gesundheitlichen Anforderungen und Mitwirkungspflichten nach § 34 Infek- 
tionsschutzgesetz beziehungsweise bei Personal im K üchen- und Mensenbereich nach §§ 
43 und 44 Infektionsschutzgesetz belehrt.  
Für den Fall von längeren Krankheitsausfällen des P ersonals organisiert der Träger eine 
entsprechende Vertretung, um die Betreuung sicher zu stellen. 
Für Mitarbeiter:innen in der offenen Ganztagsgrunds chule sind arbeitsfeldspezifische Fort- 
und Weiterbildungen vorgesehen und werden durch den Träger im Rahmen der finanziellen 
Möglichkeiten systematisch gefördert. 
Der Kreisel e.V. verfügt über eine ausreichende Zah l an zertifizierten Kinderschutzfachkräf- 
ten, so dass verlässlich jedem Standort eine gemäß § 8a SGB VIII insoweit erfahrenen 
Kinderschutzfachkraft zur Verfügung steht. Zusätzliche Kinderschutzfachkräfte werden kon- 
tinuierlich analog zum Wachstum des Fachbereiches ausgebildet.  
Außerdem stehen mehrere Antiaggressions- und Coolne sstrainer zur Verfügung, um die 
Standortteams im Konfliktumgang zu schulen und bei der Erstellung von Konflikthand- 
lungsplänen zu unterstützen.  
Darüber hinaus erfreut sich der Kreisel e.V. über e ine langjährige und multiprofessionelle 
Mitarbeiterschaft, die sich standortübergreifend vernetzt.

8 
 
1.4  Betreuungszeiten 
Der Zeitrahmen offener Ganztagsschulen im Primarbereich (§ 9 Absatz 3 SchulG) erstreckt 
sich in der Regel an allen Unterrichtstagen bis 16 Uhr, mindestens aber bis 15 Uhr. Durch 
eine Randzeitenbetreuung besteht die Möglichkeit, d ie Betreuungszeit bis 17 Uhr zu ver- 
längern. Auch eine Frühbetreuung ist grundsätzlich möglich. Der Zeitrahmen in außerunter- 
richtlichen Ganztags- und Betreuungsangeboten (§ 9 Absatz 2 SchulG) orientiert sich an 
den jeweiligen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuung sbedarfen. Mit der Anmeldung und 
Aufnahme besteht für das Kind somit eine Teilnahmep flicht, die sich in der Regel über fünf 
Wochentage bis mindestens 15.00 Uhr erstreckt.  
An beweglichen Ferientagen und Fortbildungstagen ist die Betreuung ab 8.00 Uhr bis 16.00 
Uhr bzw. bis 17:00 Uhr gewährleistet.  
Der Kreisel e.V. bietet in seinen Einrichtungen für  Schüler:innen eine Ferienbetreuung an 
mindestens 6 Ferienwochen im Schuljahr an. 
Für außerschulische Bildungsangebote, Therapien und  Förderangebote oder außerordent- 
liche familiäre Ereignisse können die Schüler:innen  nach Absprache mit der Schulleitung 
und Koordination freigestellt werden. Die Beantragu ng von regelmäßigen und einmaligen 
Ausnahmen erfolgt schriftlich mit Hilfe eines Antra gsformulars, welches durch Schulleitung 
und Koordination geprüft und genehmigt wird. Der ex plizite Verfahrensweg bezüglich einer 
Freistellungsbeantragung durch die Eltern/Sorgebere chtigten ist gemeinsam zwischen 
Schulleitung und Koordination zu entwickeln. 
 
1.5  Gruppengröße 
Eine OGS Gruppe umfasst 25 Schüler:innen, die bevor zugt im teiloffenen Konzept betreut 
werden. Hierbei existiert eine feste Gruppenanbindu ng, die Kinder können sich jedoch frei 
in den zur Verfügung stehenden Themenräumen ihren j eweiligen Interessen und Bedarfen 
widmen. Dadurch wird das altersübergreifende Lernen  gefördert und Verantwortungsbe- 
wusstsein spielerisch geübt. 
Die Angebotsstruktur wird entsprechend des Themas i n homogene oder gemischte Klein- 
gruppen in Bezug auf Alter und Geschlecht durchgefü hrt. Die konkrete Ausgestaltung wird 
schulscharf gemeinsam mit den Akteuren vor Ort vorgenommen und adäquat angepasst. 
 
1.6  Versicherungsschutz 
Der  Versicherungsschutz richtet sich nach dem Runderla ss „Offene Ganztagsschule im 
Primarbereich“ des Ministeriums für Schule und Weit erbildung vom 26.01.2006 in der der-

9 
 
zeitigen Fassung. Die außerunterrichtlichen Angebot e im Rahmen der OGS gelten als 
schulische Veranstaltungen. 
 
1.7 Sozialraum 
Die Marienschule Roxel liegt im Stadtteil Roxel, etwa 7 km westlich des Stadtzentrums. Die 
Stadtrandlage bietet ein ländliches Einzugsgebiet, gemischt mit großzügiger Einfamilien- 
hausbebauung, welches in den letzten Jahren besonde rs junge Familien angesprochen 
hat. Roxel ist somit ein sehr ‚junger‘ Stadtteil mi t einem im Vergleich zur Stadt Münster 
deutlich höheren Anteil von Kindern und Jugendlichen. 
Die OGS der Grundschule arbeitet vor Ort bereits mi t vielen Akteuren zusammen, z. B. 
BSV Roxel, sowie anderen. Diese Vernetzung soll nic ht nur aufrechterhalten werden, son- 
dern wird bei Übernahme der Trägerschaft durch den Kreisel e.V. weiter intensiviert. 
Synergieeffekte entstehen durch die OGS-Trägerschaf ten an der Melanchthonschule 
Münster und der Grundschule Wolbeck Nord, welche be reits durch den Kreisel e.V. betrie- 
ben werden. 
 
 
2. Leitgedanke 
 
Der Kreisel e. V. möchte eine Verknüpfung von Bildu ng, Erziehung und Betreuung schaf- 
fen, wobei sich das Kind im Zentrum des Handelns be findet. Davon ausgehend entwickelt 
das Team in der Praxis eine Pädagogik, die vom Kinde ausgeht. Diese wird nicht als starre, 
unveränderliche Theorie verstanden, sondern in eine r fortlaufenden Auseinandersetzung 
mit den Bedürfnissen der Kinder hinterfragt, weiter entwickelt und überprüft. Jedes Kind 
bringt eine eigene Geschichte mit. Indem das Team s ignalisiert: „Wir akzeptieren dich so 
wie du bist.“, hat das Kind die besten Voraussetzun gen für eine positive Entwicklung. Das 
Kind wird nicht im Blick auf eine Normvorstellung, sondern als Individuum mit eigenen Fä- 
higkeiten, Stärken und Schwächen verstanden. Ein po sitives und ressourcenorientiertes 
Menschenbild prägt dabei die Haltung der Mitarbeite r:innen. Das bedeutet einen Ansatz, 
der die Trennung von der Person und seiner Handlung  voraussetzt. Die wertschätzende 
Akzeptanz einer Person unabhängig von Herkunft, Rel igion und Weltanschauung oder von 
sozialen und kognitiven Hintergründen öffnet Ressou rcen und Kompetenzen. Dementspre- 
chend stellt Inklusion für uns ein Selbstverständni s dar – wir verstehen unsere Verantwor- 
tung darin, Rahmenbedingungen für eine würdevolle und der Menschen- und Kinderrechts- 
konvention entsprechenden Lebenswelt zu erarbeiten.

10 
 
3. Zielgruppe und Ziele 
 
3.1 Zielgruppe 
Das Angebot der offenen Ganztagsgrundschule richtet  sich an Grundschüler:innen der 
Klassen 1 – 4 Voraussetzung ist, dass die Kinder du rch die Eltern verbindlich angemeldet 
werden und der zu zahlende Beitrag (einkommensgestaffelt) geleistet wird.  
Unter Einbeziehung von gezielten Unterstützungsange boten und zusätzlichen Ressourcen 
wird selbstverständlich auch Kindern mit individuel len Förderbedarfen die Teilnahme am 
offenen Ganztagsangebot begrüßt. 
 
3.2  Ziele 
Die Kinder erhalten in der offenen Ganztagsgrundsch ule auf der Grundlage einer ganzheit- 
lichen Erziehung und den pädagogischen Leitsätzen d es Schulprogramms die Möglichkeit, 
an einer erweiterten Form von Förderung und Betreuu ng, über den regulären Unterrichts- 
rahmen hinaus, teilzunehmen. 
Die grundsätzlichen Leitziele  der OGS des Kreisel e.V. definieren sich wie folgt: 
 Erweiterung von musischen, sportiven, kreativen un d lebenspraktischen Fähigkeiten 
und Fertigkeiten 
 Ermöglichung von mehr Zeit für Bildung und Erziehu ng, individuelle Förderung, Spiel- 
und Freizeitgestaltung sowie eine bessere Rhythmisi erung des Schultages und der 
Lernzeiten  
 Gewährleistung eines umfassenden Angebotes, das si ch partizipativ an den jeweili- 
gen Bedarfen der Kinder und Eltern orientiert und die informelle Bildung fördert  
 Förderung der Demokratiefähigkeit der Schüler:inne n durch das Grundprinzip der 
Partizipation  
 Unterstützung für eine bessere Vereinbarkeit von F amilie und Beruf  
 Unterstützung der Eltern in ihrer Erziehungsverant wortung  
 Förderung der Akzeptanz und Wertschätzung kulturel ler Diversitäten  
 Förderung der Integration von Kindern und Familien  mit Migrationshintergrund inklu- 
sive der Sprachbildung in der deutschen Sprache  
 Schaffung einer wertschätzenden und ressourcenorie ntierten Lebenswelt für alle Kin- 
der – unabhängig von ihrem sozialen und geografisch en Hintergrund und von ihren 
körperlichen, seelischen und kognitiven Ressourcen  
 Förderung des sozialen Lernens und der informellen  Bildung

11 
 
 Ermöglichung und Förderung der Kooperation von Sch ule und Kinder- und Jugendhil- 
fe (Ministerium für Schule und Weiterbildung des La ndes NRW), um positive Syner- 
gieeffekte konstruktiv und effektiv nutzbar zu machen. 
 
Zentral bei dieser Förderung der Persönlichkeitsent wicklung ist das Bestreben, die Eigen- 
verantwortung und Selbstorganisation der Kinder zu fördern, so dass sie durch die Erfah- 
rung von Selbstwirksamkeit zu ganzheitlich kompetenten Lernenden heranwachsen. 
 
 
4. Die Säulen des pädagogischen Handelns in der OGS 
 
Folgende Aspekte stellen die Säulen unseres pädagogischen Handelns dar: 
 Gestaltung des Alltags im Austausch zwischen OGS und Kindern , 
 Erzieherische Zusammenarbeit zwischen OGS und Eltern, 
 Ergänzung des  Bildungsauftrags im Austausch zwischen der OGS und Schule, 
 Zusammenarbeit zwischen der OGS und  außerschulischen Kooperationspartnern  
 
Diese Säulen gestalten und entwickeln in dynamischen Prozessen das pädagogische Han- 
deln der OGS und beruhen auf systemisch wechselseit ige Beziehungen, die durch partizi- 
pierende Prinzipien genutzt werden. 
Zum Aufbau einer tragfähigen Identifikation mit der  offenen Ganztagsgrundschule ist eine 
wertschätzende Beachtung und Einbeziehung der Ideen  und Initiativen der Eltern, Lehre- 
rinnen, Lehrern sowie insbesondere der zu betreuenden Kindern wichtig.  
Der Grundsatz der  Partizipation  ist bereits in der Phase der Konzeptentwicklung be rück- 
sichtigt und wird in der Begleitung und Evaluation des Ganztagsbetriebes konsequent wei- 
tergeführt. Die zustande kommenden Erfahrungen und Ergebnisse der Beteiligung, Mitwir- 
kung und Zusammenarbeit sind für den Prozess der En twicklung und Fortschreibung der 
offenen Ganztagsgrundschule, besonders für die inha ltliche und methodische Gestaltung, 
von besonderer Bedeutung.  
In dieser Perspektive heißt Kooperation: 
 gemeinsame Planung und Konzeptentwicklung 
 miteinander abgestimmte Durchführung und Auswertun g 
 ressourcenorientierte Zusammenarbeit und Klärung v on Zuständigkeiten und Verant- 
wortung 
 Rhythmisierung der Zusammenarbeit

12 
 
 gemeinsame Qualitätssicherung und -entwicklung. 
 
Das Zusammenwirken der Beteiligten bedarf einer Bet eiligungsstruktur, die geprägt ist von 
einem kontinuierlichen Austausch aller und der Bere itschaft zur Weiterentwicklung. Diese 
Struktur wird anhand der genannten Säulen des pädag ogischen Handelns im Folgenden 
dargelegt. 
 
4.1 Säule OGS - Kinder  
In der OGS des Kreisel e.V. gilt das Prinzip der Bi ldungs- und Erziehungspartnerschaft, in 
der die Kinder die OGS als Ort der Partizipation er leben. Sie lernen in haltgebenden und 
entwicklungsförderlichen Strukturen demokratische M itbestimmung, die dem Alter ange- 
messen sind. Sie gestalten aktiv den Alltag mit, üb ernehmen adäquate Aufgaben und Ver- 
antwortungsbereiche und entwickeln in verschiedenen  Beteiligungsformen Ideen und Lö- 
sungen. 
Die Schüler:innen können zum einen ihre Kompetenz z ur Selbststeuerung entsprechend 
ihrer Möglichkeiten entwickeln, zum anderen erfahren sie die Gleichwertigkeit aller Kinder.  
Hierzu werden entsprechende Beteiligungsformen genu tzt. Beispielsweise bestimmen die 
Kinder über die Gestaltung des Gruppenraumes mit, s ie bringen eigene Ideen ein und wir- 
ken an deren Umsetzung mit. Ebenso liefern Projekte  oder andere Anschaffungen zusätzli- 
che Anlässe dafür, die Kinder aktiv und mitentscheidend einzubeziehen.  
Die Kinderkonferenz, der Schülerrat oder das Kinder parlament ermöglicht Kindern einen 
verlässlichen Ort zu geben, an dem sie dauerhaft un d regelmäßig eine Gelegenheit finden, 
an der Gestaltung des Offenen Ganztages mitzuwirken. 
 
4.2  Säule OGS - Eltern 
Im Rahmen der gemeinsamen Verantwortung nimmt die Z usammenarbeit von Elternhaus 
und OGS einen hohen Stellenwert ein.  
Die Grundlage dieser Zusammenarbeit bildet der Betr euungsvertrag, in dem die kooperati- 
ve Zusammenarbeit, die pädagogischen Maßnahmen und die grundsätzlichen Rahmenbe- 
dingungen formuliert sind. 
Durch einen regelmäßigen Kommunikationsfluss gestal tet sich eine Bildungs- und Erzie- 
hungspartnerschaft mit den Eltern, die eine Mitgest altung des Offenen Ganztags und 
gleichzeitig den Blick auf das Kind fördert.  
Zudem herrscht ein regelmäßiger Kommunikationsfluss zwischen den Mitarbeiter:innen und 
den Eltern über vereinfachte Informationssysteme wi e einem Hausaufgabenheft, regelmä- 
ßigen Rundschreiben oder einer Programmvorschau. Im  Alltag können beim Abholen der

13 
 
Kinder Gespräche mit den Eltern geführt werden, die  z. B. Informationen hinsichtlich des 
Tagesverlaufs beinhalten. Am Nachmittag sind die Fa chkräfte in der Regel telefonisch er- 
reichbar.  
Darüber hinaus sind weitere Unterstützungsangebote wie individuelle Elterngespräche, auf 
Wunsch auch in Kooperation mit der Schule und ander weitigen Institutionen, Sprechzeiten 
oder Elternsprechtage vorgesehen.  
Diese lösungsorientierten Kommunikationsformen unte rstützen die Eltern dabei, eine opti- 
male Förderung für ihre Kinder zu gestalten. Werden von den Eltern weitergehende Einzel- 
oder Familiengespräche in einem anderen von der off enen Ganztagsgrundschule losgelös- 
ten Rahmen gewünscht, vermittelt das Personal der O GS den Kontakt zu entsprechenden 
Angeboten der Jugendhilfe und Jugendarbeit – selbst verständlich unter Berücksichtigung 
des Datenschutzes. Somit werden niedrigschwellige Z ugänge zu Hilfen für Familien in den 
Fragen und Herausforderungen der Erziehung gewährleistet.  
Die Fachkräfte der offenen Ganztagsgrundschulen ges talten mehrmals im Schuljahr ge- 
meinsame Freizeitaktivitäten für Kinder und Eltern,  die unter besonderen Mottos stehen. 
Der Träger erschließt für Eltern und Sorgeberechtig te weitere Angebote, z. B.: Wochen- 
endaktion an der Schule für Eltern und Kinder, dami t auch stark eingespannte berufstätige 
Eltern die Möglichkeit finden, Spiel, Spaß, Gespräc he, Kontakte und ggf. Unterstützung zu 
entdecken (z.B. das OGS-Sommerfest, der Kreisel - Kinderkulturtag oder das Familienpick- 
nick) 
 Veranstaltungen und Vorträge zu Themen wie Erziehu ng / Lernen / Familie / Partner- 
schaft 
 Hinweise auf Veranstaltungen anderer Jugendhilfetr äger und Jugendverbände oder 
Vereine 
 Elterncafés, in denen auf die Wünsche, Fragen und Vorschläge der Eltern eingegan- 
gen werden und die Möglichkeit zum Austausch mit de n Fachkräften vor Ort und an- 
deren Eltern besteht. 
Der Kreisel e.V. installiert eine Elternvertretung für die Gruppen eines jeden Standortes, 
worauf unter anderem im folgenden Punkt näher eingegangen wird. 
 
4.3 Säule OGS – Schule 
Die OGS als integrierter Bestandteil von Schule bie tet erweiterte Möglichkeiten, alle 
Dimensionen der Förderung und des Unterrichts durch  eine Verknüpfung mit 
außerschulischen Angeboten zu vertiefen und zu bere ichern. Ein verantwortliches 
Zusammenwirken im Rahmen der gemeinsamen Bildungs- und Erziehungsarbeit und somit 
ein kontinuierlicher Austausch zwischen den Lehrkräften und dem pädagogischen Personal

14 
 
der OGS verstehen wir als selbstverständlich. Wir f ördern und pflegen gemeinsame 
Werthaltungen, wir integrieren Erfahrungen, Rituale , Methoden und Vereinbarungen aus 
dem Klassen- und Schulleben in die OGS und wir knüp fen an dem im Unterricht Erlerntem 
an. Hierzu werden den Fachkräften der OGS das Schul programm, die Lehrpläne und 
Unterrichtshilfen sowie ggf. vorhandene weitere Mat erialien zur Verfügung gestellt. Ein 
persönlicher und kollegialer Austausch zwischen OGS und Schule findet auf verschiedenen 
Ebenen und in unterschiedlichen Foren statt: Die OG S Koordinator:in tauscht sich täglich 
mit der Schulleitung und der Verwaltung aus. Außerd em nimmt die OGS Koordinator:in 
oder eine Gruppenleitung in der Regel an Schul-, Le hrer- und Fachkonferenzen sowie bei 
Bedarf an Fallbesprechungen sowie an Elternsprechta gen teil. Regelmäßig stattfindende 
Treffen von Lehrkräften und den Gruppenleitungen de r OGS dienen dem Austausch in 
fachlichen, organisatorischen und individuellen Fra gen. Die Möglichkeit zur gegenseitigen 
Hospitation des Schulunterrichts und des OGS-Alltag s ist wechselseitig gegeben. 
Lehrkräfte der Schule beteiligen sich ebenso an der  Gestaltung des Ganztags, 
beispielsweise durch eine Beratung bei der Organisa tion und Durchführung von 
Förderangeboten, durch das Anbieten von AG‘s sowie durch die Begleitung der Lernzeit.  
Mindestens einmal pro Jahr findet ein Gespräch zwis chen dem Vorstand des Kreisel e.V. 
und der Schulleitung statt. 
Es besteht eine schulinterne Elternvertretung für d ie Gruppen der offenen Ganztagsgrund- 
schule. Bei Bedarf können als weitere Mitglieder di e Schulleitung und die Leitung des Trä- 
gers teilnehmen. Der konkrete Zuständigkeits- und A ufgabenkatalog für die Elternvertre- 
tung wird zwischen der jeweiligen Elternvertretung und dem Träger abgestimmt. 
Für eine solche Kooperation sind wechselseitige Bet eiligungs- und Mitwirkungsformen not- 
wendig, die schulintern zu verabreden sind. 
 
4.4 Säule OGS - außerschulische Kooperationspartner 
An der Durchführung und Weiterentwicklung des außerunterrichtlichen Ganztagsangebotes 
sind verschiedene Kooperationspartner beteiligt, um  eine differenzierte Angebotspalette zu 
schaffen. Die OGS unterstützt die Öffnung von Schule zum Sozialraum und den dort tätigen 
Akteuren und erschließt ein Netzwerk der Zusammenarbeit mit Vereinen und Personen. 
In regelmäßigen Netzwerktreffen zwischen OGS und de n außerschulischen Kooperations- 
partnern werden Zielrichtung, Qualität und Effizien z entwickelt und überprüft. Dazu gehört 
die gemeinsame Planung und Konzeptentwicklung, die miteinander abgestimmte Durchfüh- 
rung und Auswertung der Angebote, die ressourcenori entierte Zusammenarbeit und Klä- 
rung von Zuständigkeiten und Verantwortung, die Rhythmisierung der Zusammenarbeit und 
die gemeinsame Qualitätssicherung und -entwicklung.

15 
 
Kooperationspartner der OGS sind Sportvereine, Musi kschulen, Kunstpädagogen, Ent- 
spannungspädagogen, Jugendverbände (freiwillige Feu erwehr, DRK, Pfadfinder etc.) und 
städtische Einrichtungen (Museen, Bücherei).   
Nach § 1 Abs. 3 SGB VIII zielen diese Angebote effi zienter, entwicklungsförderlicher Hilfs- 
und Unterstützungsmaßnahmen darauf hin, für die Kin der und ihre Familien eine positive 
Lebenswelt zu schaffen und notwendige und geeignete Hilfen zu installieren. 
 
 
5. Tagesstruktur im Offenen Ganztag  
 
Für die Entwicklung der außerunterrichtlichen Angeb ote werden aus Sicht des Trägers vier 
grundsätzliche Kriterien vorausgesetzt: 
 
 Die Angebote sind standortbezogen und sozialraumor ientiert. 
 Die unterschiedlichen Voraussetzungen der Kinder w erden bei der Planung der An- 
gebote berücksichtigt.  
 Die Verlässlichkeit bzw. Kontinuität bei der inhal tlichen und zeitlichen Gestaltung ist 
gesichert. 
 Der Einsatz von qualifiziertem Personal ist gewähr leistet. 
 
Die Angebote im Rahmen der Ganztagsgrundschule basi eren auf einem breiten Aufgaben- 
verständnis. In gebundenen und ungebundenen Angebot en können Schülerinnen und 
Schüler umfangreiche Erfahrungen sammeln, vielfälti ge Kompetenzen erwerben und ler- 
nen, ihre Freizeit sinnerfüllt zu gestalten. Somit weisen die Angebote über das Spektrum 
curricular definierter Unterrichtsziele hinaus. 
So kommen in Arbeitsgemeinschaften allgemeine Kompe tenzen zur Lebensbewältigung 
zum Tragen, ebenso werden spezielle Neigungen und Interessen entwickelt. 
Bei der Zusammenstellung der Angebote ist zu berück sichtigen, dass die Kinder im Ganz- 
tag auch didaktisch-methodisch unstrukturierte Gele genheiten benötigen. Dort können sie 
nach Belieben einzeln oder mit Freunden entspannen,  sprechen und spielen. Sie verarbei- 
ten Eindrücke und schöpfen Energie. Den Schülerinne n und Schülern stehen in diesen 
Freispielphasen anregende Materialen zur Verfügung,  so dass sie sich ihr Wissen und 
Können in einem Prozess der Selbstbildung aneignen.

16 
 
Die konkreten Angebote in der offenen Ganztagsgrund schule setzen sich aus drei Grunde- 
lementen zusammen, nämlich aus dem Mittagessen, den  Lernzeiten / Hausaufgabenbe- 
treuung und den Nachmittagsangeboten. 
 
5.1. Mittagessen 
Das Mittagessen wird von einem Essensanbieter tiefgefroren angeliefert und entspricht den 
Grundsätzen einer ausgewogenen und kindgerechten Er nährung. Spezielle Nahrungsmit- 
telunverträglichkeiten oder einzuhaltende Diäten und kulturelle Besonderheiten können von 
den Eltern bzw. Sorgeberechtigten mit den Fachkräft en der offenen Ganztagsgrundschule 
abgestimmt werden. Die Kinder werden an den Aufgabe n beteiligt, die im Zusammenhang 
mit dem Mittagessen entstehen, z.B. Speiseplanerste llung, Tischdecken und –abräumen. 
Die Kosten für die Eltern liegen aktuell bei ca. 3,20 Euro pro Essen. 
Das Mittagessen findet in der Mensa nach dem Unterricht statt. Während des Mittagessens 
wird auf eine angenehme Atmosphäre geachtet, in der die Kinder Zeit zum Erzählen haben 
und eine angemessene Tischkultur entwickeln können.  
Feste Absprachen und Regeln während des Mittagessens ermöglichen es den Kindern, 
Eigenverantwortung und Selbstständigkeit zu erlernen und soziales Lernen in der Gruppe 
zu üben. 
 
5.2 Lernzeiten / Hausaufgabenbetreuung 
Während der sich anschließenden Lernzeit werden die Kinder in Gruppen durch unsere 
Mitarbeiter:innen, Lehrkräfte oder Honorarkräfte bei der Erledigung der Hausaufgaben be- 
gleitet und bei Bedarf individuell unterstützt (Lernzeit). 
Die Kinder erledigen ihre Hausaufgaben in einem daf ür vorgesehenen Raum in der Regel 
selbständig. Für Fragen stehen die OGS-Mitarbeiter ggfs. auch die Lehrer:innen zur Verfü- 
gung. 
Das Personal achtet auf: 
 eine selbstständige Arbeitshaltung 
 die Förderung und Forderung der einzelnen Kinder 
 eine ruhige Arbeitsatmosphäre 
 die Einhaltung von Arbeitstechniken und Lernstrukt uren  
 
Besonderes Augenmerk legen wir auf Selbstständigkeit und selbstorganisiertes Lernen. 
Das bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler Verantwortung für ihre Aufgaben über- 
nehmen. Sie lernen ihre Arbeitsmaterialien zu organisieren, sie strukturieren die ihnen zur 
Verfügung stehende Zeit und sie nutzen unterschiedliche Lernquellen. Das Fachpersonal,

17 
 
die Lehrkräfte und andere Beauftragte stehen den Schülern beratend bei diesem Lernpro- 
zess zur Verfügung.  
Grundvoraussetzung für ein solches Lernarrangement ist die Akzeptanz der Verantwor- 
tungsteilung auf die beteiligten Personengruppen. A uch die Eltern müssen in ihrer Verant- 
wortung am Lernprozess beteiligt und informiert wer den. Zwischen denen am Lernprozess 
Beteiligten herrscht Transparenz bezüglich der Verantwortungsteilung. Um dies zu gewähr- 
leisten und zu unterstützen wird das Hausaufgabenheft als Kommunikationsmittel zwischen 
Eltern, Lehrkräften und Personal genutzt. Hier schreiben die Kinder täglich ihre Hausaufga- 
ben auf und die Fachkräfte geben ein Feedback über die Arbeitsweise der Schüler und 
Stand der Erledigung der Aufgaben.  
Selbstorganisiertes Lernen ist ein Prozess, der es Schülerinnen und Schülern schrittweise 
ermöglicht, selbstständig und selbstverantwortlich zu lernen und zu arbeiten. 
Bei besonderem Forder- oder Förderbedarf von Kinder n wird Kontakt zum Lehrpersonal, 
Eltern und gegebenenfalls gemeinsam zu anderen Institutionen gesucht. 
 
5.3 Nachmittagsangebote 
Die differenzierte inhaltliche und methodische Ausg estaltung der Angebote wird unter Ein- 
beziehung der Wünsche und Vorstellungen von Kindern, Eltern und Lehrkräften geplant.  
Aus dem Bereich der Methoden werden solche verstärk t eingesetzt, die die Eigenaktivität 
und Experimentierfreudigkeit der Kinder fördern und  gruppenbezogenes Lernen unterstüt- 
zen. Bevorzugt sind somit Projektarbeit, Werkstatta rbeit und soziale Gruppenarbeit. Durch- 
geführt werden sie von unserem Personal, aber auch von Honorarkräften und von qualifi- 
zierten Kräften aus Vereinen. 
Grundsätzlich gilt, dass die Angebotspalette einerseits den Erwerb von Fähigkeiten, Wissen 
und Kompetenzen ermöglicht und zudem Modelle für das außerschulische Freizeitverhalten 
aufzeigt. Andererseits müssen die Besonderheiten de r Ganztagsstruktur berücksichtigt 
werden und Rückzugsmöglichkeiten bestehen. 
Der Kreisel e.V. hält eine Angebotspalette in seine m Programm für die offene Ganztags- 
grundschule vor, die folgende Themenbereiche umfasst: 
 Kreativangebote, Konstruktionsangebote 
 Musische bzw. theaterpädagogische Angebote 
 Bewegung, Spiel und Sport 
 Psychomotorik, kompensatorischer Sport 
 Strategie- und Denkspiele

18 
 
 Entspannungsangebote 
 begabungs- und interessensgeleitete Angebote 
 Forder- und Förderangebote 
 Gruppennachmittage 
 und vieles mehr 
 
Wie bereits unter 4.4. beschrieben, ist es dem Träg er wichtig, dass die außerunterrichtli- 
chen Angebote im Sozialraum verankert werden. Der K reisel e.V. bemüht sich um kon- 
struktive Kooperationen in der Nachbarschaft und im  Stadtgebiet. Um möglichst in allen 
Bereichen Angebote vorzuhalten, werden die Wochenpl äne ca. halbjährlich nach den indi- 
viduellen Wünschen und Interessen der Kinder und de r sozialräumlichen Bedingungen an- 
gepasst.  
Dem Konzept ist als Anlage ein beispielhafter Wochenplan angehängt. 
 
 
6. Kooperation mit Jugendhilfe 
 
Die Konzeptentwicklung der offenen Ganztagsgrundsch ule setzt auf die Zusammenarbeit 
von Schule und Jugendhilfe. Aus dieser Zusammenarbe it erwachsen besondere Chancen 
für eine qualitativ angemessene Betreuung und Förde rung von Kindern. Die Kooperation 
verbindet zwei fachliche Perspektiven - die der Sch ulpädagogik und die der Sozialpädago- 
gik. 
So kann die Jugendhilfe in die offene Ganztagsgrund schule bewährte und praxiserprobte 
Qualitätsmodule einbringen. Diese sind unter anderem 
 Erfahrungen mit individueller Stärkung von Kindern  
 Erfahrungen mit Interaktions-  und Kommunikationsa nsätzen zur Stärkung  des sozia- 
len Verhaltens 
 Erfahrungen mit familienorientierter Beratung und Unterstützungen bis hin zu Hilfen 
zur Erziehung 
 Kooperation mit dem Jugendamt als Steuerungsorgan beim Aufbau kommunaler Bil- 
dungslandschaften 
 Kooperation mit dem Jugendamt als Vernetzungsinsta nz für informelle Bildungspro- 
zesse 
 Kooperation mit dem Jugendamt als Steuerung der Hi lfen zur Erziehung.

19 
 
 
Der Träger Kreisel e.V. setzt sich ein, diese Eleme nte in die konkrete Arbeit an den Schu- 
len einfließen zu lassen, um die wertvollen Ressour cen zu nutzen. So engagiert er sich 
verlässlich in relevanten Facharbeitskreisen, Träge rkonferenzen, Fachtagungen sowie in 
regionalen und landesweiten Qualitätszirkeln und Arbeitsgruppen. 
 
 
7. Qualitätsentwicklung 
 
Der Kreisel e.V. legt großen Wert auf eine prozessh afte Qualitätsentwicklung. Wir unter- 
scheiden in Struktur-, Inhalt- und Ergebnisqualität. 
 
7.1 Strukturelle Qualität  
Die strukturelle Qualität wird mittels des Kooperationsvertrages gemeinsam mit dem Schul- 
träger geregelt und ist bereits unter den Punkten F inanzierung, Personal, Räu- 
me/Ausstattung, Betreuungszeiten, Gruppengröße und Versicherungsschutz beschrieben. 
An dieser Stelle sei lediglich der Verweis zu den entsprechenden Punkten gestattet. 
 
7.2  Inhaltliche Qualität  
Das OGS-Konzept  wird regelmäßig evaluiert und kontinuierlich fortg eschrieben. Alle be- 
reits genannten „Säulen der OGS“ sowie der Schulträ ger werden inhaltlich daran beteiligt. 
Dabei erfolgt stetig ein Abgleich mit der pädagogischen Praxis und daraus folgend gegebe- 
nenfalls Anpassungen.  Die Teamarbeit  ist elementarer Bestandteil der Arbeit und dient der 
Planung und Weiterentwicklung des gemeinsamen pädag ogischen Prozesses. Die päda- 
gogische Arbeit ist im Team anhand wöchentlicher Te ambesprechungen organisiert. Die 
individuellen Kompetenzen der Mitarbeiter:innen wer den sinnvoll eingesetzt. Benötigte 
Ressourcen zur Reflexion und Supervision werden in einem angemessenen Umfang be- 
reitgestellt. Für ein notwendiges Krisenmanagement  kennen die pädagogischen Mitarbei- 
ter:innen die internen und externen Kommunikations-  und Meldewege und arbeiten nach 
dem Mehr-Augen-Prinzip. Interne und externe Hilfean gebote sind bekannt und werden bei 
Bedarf im Rahmen der Krisenintervention genutzt. Zu r Sicherung des Kindeswohls ge- 
währleisten wir ein protokolliertes Verfahren nach §8a (SGBVIII). Wir stellen innerbetrieb- 
lich insoweit erfahrene Kinderschutz-Fachkräfte zur  Verfügung. Zur Qualifizierung unse- 
res Personals  sind externe arbeitsfeldspezifische Fort- und Weit erbildungen vorgesehen 
und werden im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten  gefördert. Zu unserem Qualitäts-

20 
 
standard zählt auch eine jährliche interne Fortbildung zu aktuellen Themen für alle eigenen 
Mitarbeiter:innen und für externe Fachkräfte.  
Der Kreisel e.V. verfügt zudem bereits über einen q ualifizierten Mitarbeiterpool mit unter- 
schiedlichen Zusatzqualifikationen wie zum Beispiel  Inklusionsfachkräfte, Lernberater:in, 
Medientrainer:in, Anti-Aggressivitäts- und Coolness -Trainer:in, Erlebnispädagog:in, tierge- 
stütze Therapeut:in, Tanztherapeut:in, Ernährungsbe rater:in und systemische Familien- 
therapeut:in. Eine vielfältige interdisziplinäre Nu tzung der Qualifikationen wird unter den 
einzelnen Standorten, Fachbereichen und weiteren Vernetzungen ermöglicht.  
Auch ist der Kreisel e. V. daran interessiert in be reits existierenden Arbeitsgremien  und 
Fachtagungen  mitzuwirken bzw. solche zu initiieren. 
 
7.3  Ergebnisqualität  
In jährlich geführten Qualitätsdialogen  mit der Schule und dem Schulträger, werden Jah- 
resplanungen und Ziele entsprechend der Leistungs- und Qualitätsvereinbarungen formu- 
liert, operationalisiert und mit entsprechenden Ind ikatoren zur Messbarkeit der Zielerrei- 
chung konkretisiert. Die erarbeiteten Indikatoren w erden rhythmisiert evaluiert. Die Ergeb- 
nisse werden zur Generierung von Steuerungsimpulsen  und zur Entwicklung neuer und 
weiterführender Ziele genutzt. Sie dienen der kriti schen Reflexion der eigenen Arbeit und 
Wirksamkeit und sie dienen als Grundlage für die An gebotsplanungen und die Optimie- 
rungsprozesse. In diesem Zuge führen wir in vierjäh rigen Abständen Befragungen der Kin- 
der, Eltern und Lehrer:innen durch, und nutzen die Erhebungen für die Evaluation unserer 
Arbeit. 
Jahresgespräche mit dem Stadtelternrat tragen ebenf alls zur Sicherung der Ergebnisquali- 
tät bei.

Beschlussvorlage

12889 Zeichen

V/0565/2021 
V/0565/2021 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Überleitung der außerunterrichtlichen Angebote (OGS) der Marienschule Roxel 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   16.09.2021 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung 
   21.09.2021 Ausschuss für Personal, Digitalisierung, Organisation, Sicherheit 
und Ordnung 
Vorberatung 
   23.09.2021 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 
   28.09.2021 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung 
   28.09.2021 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft Vorberatung 
   29.09.2021 Hauptausschuss Vorberatung 
   29.09.2021 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaft für die Offene Ganztagsschule in der städti-
schen katholischen Marienschule Roxel, Auf dem Dorn 17, zum 2. Halbjahr im Schuljahr 2021/2022 
ab dem 01.02.2022 dem Kinder- und Jugendhilfeträger Diakonie Münster. 
 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Derzeit sind Personalaufwendungen im städtischen Haushalt in Höhe von 175.670 Euro veranschlagt. 
Für den Fall des Betriebsübergangs werden anstelle der Personalaufwendungen Sachaufwendungen 
in gleicher Höhe anfallen.  
 
 
 
 
 
 
 
Amt für Kinder, Jugendliche 
und Familien 
 
06.09.2021 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Herr Paschert 
Telefon: 492-5890 
paschert@stadt-muenster.de  
Frau Schild 
Telefon: 492-5143 
SchildK@stadt-muenster.de

- 2 - 
V/0565/2021 
Begründung: 
 
1. Ausgangslage 
 
Der Rat der Stadt Münster hat mit der Vorlage V/ 0330/2020 die sukzessive Überleitung der 
Offenen Ganztagsschulen zu den Trägern der freien Jugendhilfe beschlossen.  
 
Den freien Jugendhilfeträger n wurde auf einer Informationsveranstaltung am 10.Oktober 
2020 das  Konzept des sogenannten „Interessenbekundungs -verfahrens“ vorgestellt. Sie 
hatten anschließend die Möglichkeit, dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien ihr 
grundsätzliches und verbindliches Interesse an einer Übernahme der Trägerschaft einer 
oder mehrerer Offenen Ganztagsschulen in Münster zu bekunden.  
 
 
2. Die Marienschule Roxel 
 
Die Marienschule Roxel ist die einzige Grundschule im Stadtteil Roxel. Die Aufnahmekapazi-
tät der Schule ist auf vier Eingangsklassen festgelegt und soll voraussichtlich zum Schuljahr 
2024/25 auf fünf Eingangsklassen erhöht werden (V/0705/2018/2, Ziffer 3).  
 
Im Schuljahr 2020/21 besuchten die Schule insgesamt 375 Schülerinnen und Schüler in 17 
Klassen. Zum Schuljahr 2021/2022 wurden 92 Schulanfänger/ -innen aufgenommen, so dass 
im kommenden Schuljahr voraussichtlich 16 Klassen mit rund 355 Kindern gebildet werden.  
 
Seit Beginn des Schuljahres 2006/2007 wird die Schule als Offene Ganztagsschule (OGS) 
geführt. Seitdem hat sich die Anzahl der Kinder, die das Angebot nutzen, ständig erhöht. Von 
den insgesamt 375 Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2020/2021 be suchten 211 Kinder 
die OGS Angebote (56% in acht Gruppen) und 79 Kinder (21%) die sogenannte Bis -Mittag-
Betreuung. Um den vielfältigen Angeboten der Schule genügend Raum zu geben werden 
auch Räumlichkeiten in der ehemaligen Augustin-Wibbelt-Schule genutzt. Dort ist derzeit die 
vollständige vierte Jahrgangsstufe untergebracht, die am Ort auch mittäglich versorgt wird. 
 
Insgesamt neun Fachkräfte, fünf Unterstützungskräfte und 20 Niedrigteilzeitkräfte bilden der-
zeit das T eam der Offenen Ganztagsschule aus dem Amt für Kinder, Jugendliche und Fami-
lien. Die langjährige Koordinatorin wurde am 01.11.2020 in den Ruhestand verabschiedet. 
Die Stelle der Koordination konnte intern  und kommissarisch bis zur Überleitung an den 
freien Träger nachbesetzt werden.  
 
  
3. Das Auswahlverfahren 
 
Am 5. Mai 2021 wurden alle interessierten Träger über die Absicht, die Marienschule Roxel 
zum zweiten Schulhalbjahr 2021/2022 an einen Träger der freien Jugendhilfe überzuleiten, 
schriftlich informiert. Die Träger hatten bis zum 11.06.2021 d ie Möglichkeit, ihr Konzept an-
hand eines Kriterienkataloges (Anlage 2) einzureichen.

- 3 - 
V/0565/2021 
 
Folgende Träger haben sich beworben: 
 
 AWO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen 
Der AWO Unterbezirk Münsterland -Recklinghausen ist als anerkannter Träger der freien Ju-
gendhilfe seit vielen Jahren in der Schulkind -Betreuung engagiert und verfügt hier über viel-
fältige Erfahrungen. In den Kreisen Recklinghausen, Coesfeld und Borken betreut er über 
7.000 Schüler/innen an 67 Standorten im Rahmen der Offenen Ganztagsschulen  und der 
verlässlichen Bis-Mittag-Betreuung. Daneben begleitet er an 24 Schulen Schüler/ -innen im 
Rahmen von Sekundarstufen I Projekten. An vier Münsteraner Schulen ist er Träger der 
Schulsozialarbeit und derzeit noch nicht als Träger einer OGS in Münster tätig. 
 
 Caritasverband für die Stadt Münster e.V. 
Der Caritasverband für die Stadt Münster e.V. wurde 1969 gegründet. Der Verband unterhält 
ein breites Hilfe - und Beratungsangebot, um die Menschen in Münster in den unterschied-
lichsten Lebenslagen zu unters tützen. Die Hilfen werden stadtteilorientiert in sieben Caritas 
vor Ort -Beratungsstellen angeboten. Der Träger ist bereits an der Kompass Schule, der 
Matthias-Claudius-Schule Handorf und der Paul -Schneider-Schule in Kinderhaus als Träger 
der OGS tätig.  Darüber hinaus ist er mit einem breit aufgestellten Fachbereich „Schulnahe 
Jugendhilfe“ als Träger an seinen Schulstandorten mit den Förderinseln, der Schulsozial -
arbeit und der Schulbegleitung gem. § 35a SGB VIII beauftragt. 
 
 Diakonie Münster 
Die Kinder -, Jugend und Familiendienste GmbH ist seit den achtziger Jahren ein etablierter 
diakonischer Jugendhilfeträger an 20 Standorten in Münster und Umgebung mit den unter-
schiedlichsten Angebots- und Hilfeformen im Rahmen des SGB VIII. Die vielfältigen Tätigkei-
ten u mfassen allgemeine präventive und ambulante Jugendhilfeangebote von der offenen 
Kinder- und Jugendarbeit und Schulsozialarbeit sowie aufsuchender Jugendsozialarbeit bis 
hin zu Regelwohngruppen und lntensivhilfen. Der Träger ist bislang nicht als Träger von  Of-
fenen Ganztagsschulen tätig.  
 
 Ev. Jugendhilfe Münsterland gGmbH 
Die Evangelische Jugendhilfe Münsterland ist 1995 aus dem Zusammenschluss von vier 
evangelischen Jugendhilfeeinrichtungen mit zentralen Heimkomplexen  entstanden. In den 
folgenden Jahren ha t die Evangelische Jugendhilfe Münsterland gGmbH ihre Angebote der 
Erzieherischen Hilfen differenziert und professionalisiert sowie durch berufspädagogische 
Hilfen, Tageseinrichtungen für Kinder und Angebote der Offenen Ganztagsschule ergänzt. 
Der Träger v erbindet seit vielen Jahren seine Kompetenz als Jugendhilfeträger mit dem Ar-
beits- und Lebensfeld Schule. Die Evangelische Jugendhilfe Münsterland gGmbH ist inzwi-
schen Trägerin von den außerunterrichtlichen Angeboten an 16 Offenen Ganztagsschulen in 
den Kreisen Steinfurt, Borken und von weiteren schulischen Angeboten im Kreis Coesfeld. In 
Münster ist sie Trägerin ambulanter, erzieherischer Einrichtungen, von drei Kindertagesstät-
ten und zweier Wohngruppen.

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V/0565/2021 
 
 Kreisel e.V. 
Im Jahr 1987 gründete sich der Kreisel e.V. aus einer Selbsthilfegruppe für Alleinerziehende 
und bietet bis heute in Emsdetten als Kontakt - und Beratungsstelle für Mütter, Väter und Kin-
der in unterschiedlichen Familienformen Beratung und Unterstützung an. Seit 2005 etablierte 
er sich als Träger an sechs Offenen Ganztagsschule im Kreis Steinfurt. In 2017 übernahm 
der Träger erstmals in Münster eine Offene Ganztagsschule und ist seither Träger der au-
ßerunterrichtlichen Angebote der Offenen Ganztagsschule an d er Grundschule Wolbeck -
Nord. Zum Schuljahr 2019/2020 übergab die Stadt Münster dem Träger zudem die Träger-
schaft an der Melanchthonschule in Coerde.  
 
 Lebenshilfe Münster  
Die Lebenshilfe Münster wurde 1961 als Eltern -Selbsthilfeorganisation gegründet. Sie  zählt 
heute ca. 520 Mitglieder. Mittlerweile ist die Lebenshilfe Münster sowohl ein anerkannter 
Träger der Jugendhilfe als auch eine Selbsthilfevereinigung, in der Menschen mit geistiger 
Behinderung ihre Interessen selbst vertreten. Die operative Verantwo rtung für die Fachdiens-
te Schulbegleitung und sozial -/heilpädagogische Familienhilfe sowie für den gesamten Be-
reich Wohnen wurde 2016 auf die neu gegründete Lebenshilfe Münster gGmbH übertragen, 
deren alleiniger Gesellschafter der Lebenshilfe Münster e.V. ist. Der Träger ist derzeit noch 
nicht als Träger von Offenen Ganztagsschulen tätig. 
 
 Outlaw gGmbH 
Der Träger ist ein anerkannter Träger der Kinder - und Jugendhilfe und in der klassischen 
Kinder- und Jugendhilfe in Wohngruppen, in ambulanten Betreuungsformen, in der Kinderta-
gesbetreuung, in Jugendzentren und in Schulprojekten tätig. In Münster betreibt Outlaw zur-
zeit sieben Kindertageseinrichtungen. Darüber hinaus verfügt der Träger über Erfahrungen in 
Trägerschaften der Offenen Ganztagsschulen in Bochum.  
 
 Schule, Jugend, Kids & Co e.V. 
Aus einer Initiative Jugendlicher gründete sich der Verein ursprünglich mit dem Ziel , offene 
Kinder- und Jugendarbeit in Münster -Mecklenbeck anzubieten. Im Jahr 2005 übernahm der 
Träger die Offene Ganztagsschule an der Peter -Wust-Schule und ist seit 2009 OGS - Träger 
an der Pleisterschule und seit 2017 an der Grundschule Loevelingloh sowie an vier Schulen 
in Senden. Er ist außerdem Träger der Förderinsel an der Marienschule in Hiltrup. Zum 
Schuljahr 2021/2022 übernimmt der Verein zudem die OGS Trägerschaft der Martin -Luther-
Schule. Der Träger zeichnet sich darüber hinaus seit vielen Jahren a uch durch seine stadt-
weiten, ganztägigen Ferienangebote an mehreren Grundschulen im Stadtgebiet aus. 
Die Verwaltung und die Schulleitung haben die eingereichten Konzepte unter Zuhilfenahme 
der Kriterien gesichtet.  
 
Von allen Bewerbern werden die vom Rat d er Stadt Münster beschlossenen OGS -
Qualitätsstandards akzeptiert und in ihren Konzeptionen umgesetzt. Alle Träger haben ein 
Konzept vorgelegt, das die wesentlichen Eckpunkte ihrer pädagogischen Ausrichtung dar-
legt.

- 5 - 
V/0565/2021 
 
 
Im zeitnahen Anschluss wurde sodann gem einsam mit allen Bewerbern jeweils ein struktu-
riertes Bewerbungsgespräch geführt. Diesem lag ein Gesprächsleitfaden zu Grunde, der in 
Anlehnung an die Qualitätsstandards der Offenen Ganztagsschulen entwickelt wurde. Fol-
gende Auswahlkriterien wurden zur Bewertung herangezogen: 
 
- Pädagogisches Grundverständnis /Leitbild     
- Gesundheitsförderung      
- Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern 
- Kinderschutz 
- Querschnittsaufgaben der Jugendhilfe 
- Sozialraumorientierung 
- Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen 
 
Die gemeinsame Aufgabe von Verwaltung und Schulleitung bestand darin, aus den acht Be-
werbern unter gleichwertiger Würdigung der Fachlichkeit und Pädagogik einen Vorschlag zu 
erstellen. 
 
 
 
4. Gesamtbewertung / Fazit 
 
Die Verwaltung und die Schulleitung schlagen mit einem hohen Konsens abschließend vor, 
dem Träger Diakonie Münster die Trägerschaft für die Offene Ganztagsschule in der städti-
schen katholischen Marienschule Roxel zu übertragen.  
 
Der Träger hat ein umfasse ndes pädagogisches Konzept vorgelegt. Der Träger verfügt über 
vielfältige Erfahrungen im Bereich der Hilfen zur Erziehung und hat sich im Bewerbungsver-
fahren zudem fachlich sehr fundiert und überzeugend präsentiert.  
 
Das Konzept ist geprägt durch einen ga nzheitlichen, inklusiven Ansatz. Der Träger verfügt 
über eine hohe fachliche Kompetenz aller Akteure. Die Fachberatung wird durch eine versier-
te Fachkraft sichergestellt.  
 
Die Trägerübernahme durch die Diakonie eröffnet der Schule die Möglichkeit, von den  lang-
jährigen Erfahrungen des Trägers im Bereich der Hilfen zur Erziehung zu profitieren und die 
langjährige gute Kooperation der Schule mit der heilpädagogischen Tageseinrichtung zu ver-
tiefen und weiter auszubauen. Der Träger sichert ein Vertretungskonz ept zu und bietet eine 
erfahrene Fachberatung, die fundierte Kenntnisse insbesondere im Sozialraum hat und den 
Kindern und ihren Familien in Roxel mit einer inklusiven und systemischen Pädagogik be-
gegnet. 
 
Im Verfahren wurde berücksichtigt, dass der Träger b islang nicht in der OGS, jedoch als Trä-
ger vieler Querschnittsaufgaben der Jugendhilfe in Münster tätig ist.

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V/0565/2021 
 
Die Schule gewinnt mit der Überleitung der ganztägigen außerschulischen Angebote an den 
Träger Diakonie einen verlässlichen und überaus engagierten Partner der Jugendhilfe. 
 
 
 
i.V. 
 
gez. 
 
Thomas Paal 
Stadtdirektor 
 
Anlagen: 
 
Anlage A 
 
Anlage 1: Kriterienkatalog 
Anlage 2: Konzepte der Bewerbungen  
 
Hinweis: 
Die umfangreichen Bewerbungsunterlagen der einzelnen Träger (Anlage 2) stehen ausschließlich als 
pdf-Dateien im Ratsinformationssystem der Stadt Münster als Download unter der Vorlagennummer 
V/0565/2021 zur Verfügung.

Caritas_Trägerschaft OGS Roxel

2609 Zeichen

caritas-ms.de  
 
Bewerbung um die Trägerschaft der OGS an der Marienschule Roxel 
Warum die Marienschule? 
An der Marienschule Roxel gefällt uns besonders das Leitmotiv „Lernen, Lachen, Lebendig 
sein“. 
Dieses Motto drückt aus, wie wichtig gemeinsames Wirken, Erleben und zusammen Lachen für 
einen unbeschwerten und kinderfreundlichen Entwicklungsraum sind. 
 
Diese Haltung entspricht unserer Sicht auf Kinder beziehungsweise auf das Gesamtsystem 
Schule, in dem positive und tragfähige soziale Beziehungen untereinander für alle ein 
Grundstein sind, damit Lernen, Wachsen und Arbeiten miteinander und aneinander gut 
gelingen kann. 
 
Warum die Caritas? 
Wir sind in den Hilfsstrukturen des Stadtteils Roxel als Verband eingebunden und bereits 
vielen Familien bekannt über unsere Frühen Hilfen vor Ort, die Beratung von Kita-Teams in 
Entwicklungs- und Verhaltensfragen oder die Beratung von Eltern bei Herausforderungen 
bezüglich des immer komplexer werdenden Alltags (Paarbeziehung, Vereinbarkeit von Familie 
und Beruf, Erziehungsfragen). Für Familien mit Säuglingen und Kleinkindern halten wir 
unterschiedliche Angebote in Gievenbeck bereit (z.B. das Projekt “Starthilfe” oder die 
“Papazeit”). 
 
Durch die räumliche Nähe zur Caritas-Beratungsstelle in Gievenbeck haben wir das Potential, 
Familien auch über den Ganztag hinaus umfassend zu unterstützen (Erziehungsberatung, 
Sozialberatung, Migrationsberatung). Die bereits erprobte enge Kooperation mit den 
Kolleginnen und Kollegen unserer Erziehungsberatungsstelle wäre auch für unsere Arbeit an 
der Marienschule gewinnbringend. Sowohl das Team der OGS als auch die Eltern könnten zu 
Themen wie Übergang vom Kindergarten in die Schule oder Übergang zur weiterführenden 
Schule sowie weiteren pädagogischen Fragestellungen beraten werden. 
So können Situationen von Familien und Themen von Eltern, die durch die Arbeit in Schule und 
OGS deutlich werden, niederschwellig und zeitnah fachlich kompetent unterstützt werden. 
 
Die Vernetzung auch zu externen im Stadtteil ansässigen Institutionen und Anbietern (wie z.B. 
der Musikschule, dem Sportverein, der freiwilligen Feuerwehr etc.) ist unseres Erachtens nach 
notwendig, um Familien und ihre Kinder dabei zu unterstützen, eigenverantwortlich die 
Angebote im Stadtteil für sich bestmöglich nutzen zu können.    
 
Darüber hinaus haben wir bis jetzt an jedem Standort in Kooperation mit Schulleitungs- und 
OGS-Team die örtlichen Bedarfe eruiert und daraufhin individuelle Konzepte zur Begleitung, 
Betreuung und Freizeitgestaltung entwickelt (z.B. Soziales Lernen, Pausenkonzept etc.).

Beratungsverlauf (7)

16.09.2021 Bezirksvertretung Münster-West
TOP 7.6 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
21.09.2021 Ausschuss für Personal, Digitalisierung, Organisation, Sicherheit und Ordnung
TOP 8 Vorberatung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung
23.09.2021 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 21 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
28.09.2021 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft
TOP 11.5 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
28.09.2021 Ausschuss für Schule und Weiterbildung
TOP 11 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
29.09.2021 Hauptausschuss
TOP 29 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
29.09.2021 Rat
TOP 33 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung

Orte (12)

  • Friedrichstraße 1
  • Bahnhofstraße 24
  • Hochstraße 12
  • Nottulner Landweg
  • Idenbrockplatz 27
  • Johann-Krane-Weg 18
  • Am Blaukreuzwäldchen 31
  • Auf dem Dorn 17
  • Sentruper Höhe
  • Loevelingloh
  • Kinderhaus
  • Holtrode

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0565/2021
Typ
Vorlagen
Datum
13.08.2021
Erstellt
26.07.2021 12:20