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0969/2021

Monitoring Streuobstwiesen Köln

Mitteilung Ausschuss 16.03.2021

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Förderung Streuobstwiesen 2020

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Mitteilung Ausschuss

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Förderung Streuobstwiesen 2020

63101 Zeichen

1 
 
 
   
 
 
18/12/2020  
 
 
 
NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln 
Volker Unterladstetter 
Sönke Geske 
 
Förderung  
Streuobstwiesen  
Stadt Köln  
 
Förderzeitraum  
11/2019 – 11/2020 
Textlicher Teil

2 
 
 
Zusammenfassung 
Die NABU-Naturschutzstation (fortan „Station“) hat mit dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen 
(fortan „Grünflächenamt“) 2019 eine Vereinbarung über die Förderung der Baum- und Biotoppflege auf 28 
Kölner Streuobstwiesen abgeschlossen. Diese Vereinbarung wurde 2020 noch einmal erweitert und umfasst 
zum Zeitpunkt der Berichtserstellung 30 städtische Streuobstbestände. Die maximale Fördersumme beträgt 
35.000 € pro Jahr. Dieser Bericht fasst die im Förderzeitraum 2019/20 durch die Station erbrachten Leistungen 
zusammen und ist als Erläuterung des tabellarischen Maßnahmenplans gedacht.  
Der Förderzeitraum umfasst alle Leistungen, die vom 16.11.2019 bis zum 15.11.2020 erbracht worden sind. Mit 
dem Stichtag 15.11.2020 erfolgt der Verwendungsnachweis nach Beginn der Wintersaison 2020/21, so dass der 
Berichtszeitraum sowohl Teile der Wintersaison 2018/19 als auch den Beginn des Winters 2019/20 abdeckt. 
Daher ist in den Bereichen Winterschnitt und Jungbaumpflanzung zu berücksichtigen, dass zum Stichtag erst 
ein Teil der für die Wintersaison 2020/21 geplanten Arbeiten umgesetzt worden ist. Gleiches gilt umgekehrt für 
die vergangene Wintersaison. 
Erläuterung der Förderkategorien 
Die Verwendungsnachweis der durch die Station erbrachten Leistungen erfolgt auf dem tabellarischen 
Maßnahmenplan nach ingesamt 12 aus der Fördervereinbarung entnommenen Kategorien, die in 4 
Handlungsfeldern zusammengefasst sind. Diese Handlungsfelder umfassen (1) Berichtswesen, Monitoring, 
Planung, (2) Pflege der Streuobstbestände, (3) Betreuung, Öffentlichkeitsarbeit, Werbung, und (4) Sachkosten. 
Sofern die Leistungen einzelnen Streuobstbeständen zuzuordnen waren, listet der tabellarische 
Maßnahmenplan diese flächenspezifisch auf. Ein Teil der erbrachten Leistungen konnte jedoch nicht 
stundengenau auf Einzelflächen umgerechnet werden. In diesen Fällen erfolgt die Auflistung 
flächenübergreifend. 
Insgesamt wurden mit der Pflege der Kölner Streuobstbestände sowie im Rahmen der konzeptuellen Arbeit 
2020 fünf hauptamtliche Mitarbeiter der Station (anteilig) beschäftigt: Volker Unterladstetter (Planung, 
Projektbetreuung, Baum- und Biotoppflege), Sönke Geske (Planung, Projektbetreuung und Abrechnung), Olaf 
Schluck (Baum- und Biotoppflege), Max Appelshoffer (Baum- und Biotoppflege) sowie Max Eggers (Baum- und 
Biotoppflege). Daneben beschäftigt die Station einen Pool aus fünf Freiwilligen und Hilfsmitarbeitern, die 
ebenfalls zum Einsatz kommen 
Mit Gärtnermeister Marcus Nitzsche wurde zudem ein weiterer Hauptamtlicher extern beauftragt. Er fungierte 
als Anleiter bei den Einsätzen des ehrenamtlichen Arbeitskreises Streuobst und war darüber hinaus im Bereich 
Baum- und Biotoppflege tätig. Damit sind zum Zeitpunkt der Berichtsabfassung insgesamt sechs feste 
Mitarbeiter der Naturschutzstation mit der Pflege der Kölner Streuobstbestände befasst, darunter fünf Personen 
mit praktischer Baum- und Biotoppflege. 
Im Folgenden werden die Kategorien und die darunter verbuchten Leistungen erläutert. 
1.1 Begehungen & Baumkartierungen 
Unter diese Kategorie fallen folgende Leistungen:

3 
 
— Ortstermine mit Vertretern der Fachämter zur Maßnahmenplanung und –begleitung 
— Flächenbegehungen im Rahmen der allgemeinen Betreuung 
— Erfassungen der Baumbestände anhand von standardisierten Parametern 
Nach Möglichkeit wurden die Begehungen den einzelnen Flächen zugeordnet. Bei routinemäßigen Begehungen 
mehrerer Flächen hintereinander (was typischerweise zeiteffizienter ist) wurde allerdings auf eine 
flächengenaue Umrechnung der gesamten Begehungszeit verzichtet. Im Förderzeitraum 2019/20 erfolgten viele 
Begehungen auf Wiesen, die aufgrund des ungünstigen Pflegezustands in den kommenden Jahren besondere 
bzw. besonders intensive Maßnahmen erfordern. Dies trifft zum Beispiel auf die Obstbestände im Nüssenberger 
Busch (406.01 und 606.02), die Waldwiese Kreuzfeld (610.01), den Mennweg (602.01) sowie die Biotopwiese 
Bitzgen (Langel rrh.; 715.04) zu, die sich allesamt in Brachestadien unterschiedlichen Alters und Ausmaßes 
befinden.   
Bei den Kartierungen der Baumbestände werden Merkmale wie Obstbaumart, Altersklasse, Vitalitätsstufe, 
Obstsorte (soweit ermittelbar) etc erfasst. Im Zuge dieser Kartierungen kommt es fortlaufend zu einer 
Vergrößerung des Datensatzes, und damit zu neuen Erkenntnissen über Größe und Zustand der 
Streuobstbestände. Dies schlägt sich unter anderem in teilweise veränderten Baumzahlen bei der Besprechung 
der Einzelflächen nieder. 
1.2 Floristische Erfassungen 
Floristische Erfassungen wurden im Förderzeitraum 2018/19 vor allem durch ehrenamtliche Arbeit sowie durch 
Arbeiten im Rahmen von Praktika geleistet. 2020 fand eine erste Auswertung der erhobenen floristischen 
Daten statt. Weitergehende floristische Erfassungen sind im Förderzeitraum 2019/20 nicht erfolgt. Allerdings 
wurden auf einigen Obstwiesen im Rahmen anderer Projekte (Mahdgutübertragungen/ Förderung durch 
NABU-Insektenschutzfond) Daten zur Entwicklung der Flora gesammelt. 
1.3 Konzeptuelle Arbeit, GIS 
Unter dieser Kategorie werden folgende Leistungen zusammengefasst: 
— Arbeiten am Gesamtkonzept Streuobstpflege Köln 
— Arbeiten an den „Pflege- und Entwicklungsplänen“ für die Einzelflächen 
— Arbeiten an den jährlichen Pflegeempfehlungen für die Wiesenpflege der Einzelflächen 
— GIS-Arbeiten (KOK – Kölner Obstwiesenkataster; Punktgenaue Erfassung der Obstbäume auf den 
Projektflächen; Datenverarbeitung der Baumkartierungen; Erstellen von kartographischen 
Darstellungen der vorgeschlagenen Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen) 
— Planung von Baumpflegemaßnahmen und –nachpflanzungen; 
— Planung der Pflegeeinsätze; Organisation und Planung der Aktivitäten des Arbeitskreises 
Im Förderzeitraum 2019/20 standen vor allem die konzeptuelle Arbeit im Rahmen der Restauration 
brachgefallener Obstwiesen (602.01 Mennweg, 406.01 Nüssenberger Busch West und 606.02 Nüssenberger 
Busch Ost), die Erstellung von Pflege- und Entwicklungsplänen sowie umfangreiche GIS-Arbeiten im 
Vordergrund. Einen wesentlichen Anteil an dieser Kategorie hat desweiteren auch die Organisation des 
ehrenamtlichen Arbeitskreises sowie die Planung der Arbeitseinsätze.

4 
 
1.4 Berichte und Nachweise 
Unter diese Kategorie fällt die Dokumentation der geleisteten Arbeiten, die Erstellung des Maßnahmenplans als 
Verwendungsnachweis sowie die allgemeine Datenverarbeitung im Rahmen der Projektplanung (Zeiterfassung, 
Kostenaufstellung, Rechnungs- und Auftragsabwicklung). 
2.1 Obstbaumpflege und –neupflanzung 
Diese Kategorie umfasst die eigentlichen Arbeiten an den Obstbäumen: 
— Baumschnitt (im Wesentlichen Erziehungsschnitt von Jungbäumen, Erhaltungsschnitt im Ertragsalter, 
Erneuerungsschnitt bei Altbäumen und allgemein vergreisten Bäumen mit verminderter Vitalität; die 
Schnittmaßnahmen erfolgen mit jeweils baumspezifischer Analyse und Zielsetzung) 
— Verwertung von Schnittgut (wo möglich als biologisch wertvolle Totholzstrukturen/ Benjeshecken auf 
der Fläche, ansonsten Entsorgung bzw. Häckseln vor Ort) 
— Nachpflanzung von Jungbäumen (neben der eigentlichen Pflanzung Errichtung von Verbissschutz und 
Anbringen von Wühlmausschutz) 
— Baumscheibenpflege bei Jungbäumen (Aufhacken der Baumscheibe, Ausmähen bzw. Freimähen der 
Baumscheibenumgebung zur Vermeidung von Wühlmausschäden) 
— Wässerung bei Jungbäumen (im Fall von längeren Trockenphasen während der Wachstumszeit) 
Von den 30 Projektflächen konnten im Förderzeitraum 2019/20 insgesamt 16 Streuobstbestände 
baumpflegerisch bearbeitet werden (die Bearbeitung der Obstwiese 612.02 Krebelshof Ost wurde wegen des 
dort mit MitarbeiterInnen des Grünflächenamts durchgeführten Schnittkurses zum Teil unter Kategorie 3.1 
Umweltbildungsmaßnahmen aufgeführt). 
Wintersaison 2019/ … 5 Bäume 
Beginn Förderzeitraum 16.11.2019 
… 2020 31 Bäume  
Wintersaison 2020/ … 8 Bäume  
… 2021 ca. 27 Bäume 
Ende Förderzeitraum 15.11.2020 
Abbildung 1: Schematische Abbildung der Wintersaisons, Berichtsjahre und der in den jeweiligen Förderzeiträumen gepflanzten 
Jungbäume. 
Im Rahmen von Nachpflanzungen konnten im Berichtszeitraum insgesamt 39 hochstämmige Obstbäume auf 
städtischen Streuobstbeständen nachgepflanzt werden. Davon entfielen 31 Bäume auf die Wintersaison 2019/20 
(nach dem Stichtag 15.11.2019) und 8 Bäume auf den Beginn der Wintersaison 2019/20. Der Schwerpunkt bei 
der Sortenauswahl lag auf seltenen historischen Kulturobstsorten, viele davon regionaltypisch für das 
Rheinland oder angrenzende Regionen (vgl. Tab. 1).  
Sortenname Obstart Kategorie 
Bäumchensapfel (2x) Apfel H, R 
Berezki Birnenquitte Quitte H 
Bergischer Herrenapfel Apfel H, R 
Biesterfelder Renette (2x) Apfel H 
Coulons Renette Apfel H

5 
 
Degeers Renette Apfel H, R, S 
Eifeler Rambur Apfel H, R 
Feys Gelbe Hauszwetsche Pflaume H, R 
Feys Rekord Apfel H, R 
Finkenwerder Prinzenapfel Apfel H 
Förster Sauer Apfel H, R 
Früher vom Hainich Apfel H, S 
Gräfin von Paris Birne H 
Grahams Jubiläumsapfel Apfel H 
Grevenbroicher Knorpel Süßkirsche H, R 
Gute Graue Birne H 
Himbeerapfel von Holovousy Apfel H, S 
Landsberger Renette Apfel H 
Lotemer Suure Sauerkirsche H, R 
Marange Pflaume H, R 
Martini Apfel H, S 
Martinsbirne Birne H, R 
Mirakosa Pflaume H, R 
Mutterapfel Apfel H, S 
Prinz Albrecht von Preußen Apfel H 
Purpurroter Zwiebelapfel Apfel H, S 
Puspasbirne Birne H, R 
Rheinbirne Birne H, R 
Rheinische Kaiserkirsche Süßkirsche H, R 
Rheinisches Seidenhemdchen Apfel H, R 
Schicks Rheinischer Landapfel Apfel H, R 
Schöner aus Burscheid (2x) Apfel H, R 
Tulpenapfel Apfel H, R 
Wachendorfer Renette Apfel H, R 
Weißer Klarapfel Apfel H 
Zuccalmaglio-Renette Apfel H, R 
Tabelle 1: Nachgepflanzte Obstbäume im Förderzeitraum 2019/20. H – Historische Sorte (Entstehung vor 
1950), R – Regionalsorte (aus dem Rheinland oder angrenzenden Kulturräumen), S – Seltene Sorte 
(überregional selten in Streuobstbeständen) 
 
2.2 Hecken- und Zaunpflege, sowie Anlage 
Diese Kategorie umfasst die eigentlichen Arbeiten an den Umgrenzungen der Streuobstbestände, d.h. der 
vorhandenen Hecken und Zäune (mit inbegriffen ist das eventuelle Errichten weiterer Hecken und Zäune nach 
Absprache mit dem Grünflächenamt). Daneben wurden hier auch weitere allgemeine Biotoppflegearbeiten 
inkludiert, die nicht mit der Baum- oder Wiesenpflege zusammenhängen. Die Heckenpflege spielt derzeit bei 
verbrachten Altbeständen wie etwa dem Mennweg (602.01) eine wichtige Rolle, da durchgewachsene 
Althecken trotz ihrer eigenen ökologischen Wertigkeit einen erheblichen negativen Einfluss auf die 
Baumgesundheit bzw. Vitalität der Obstbäume sowie auf die Ausprägung der Artenvielfalt in der Krautschicht 
der Wiesen ausübt. Auf einigen Wiesen besteht darüber hinaus die Aufgabe, vorgerückte Gehölzbestände 
zurückzudrängen und Obstbäume wieder freizustellen. 
2.3 Wiesenentwicklung 
Unter diese Kategorie fallen alle Maßnahmen, die die Pflege bzw. ökologische Weiterentwicklung der Wiesen 
beinhalten. Im ersten Förderjahr wurde vorgeschlagen, einige der kleineren Streuobstbestände in den 
kommenden Jahren durch das Landschaftspflegeteam der Station zu betreuen, besonders auf ökologisch 
besonders wertvollen Flächen, die einer (groß)maschinellen Pflege kaum zugänglich sind. Dies konnte 2020 auf 
den Streuobstwiesen 207.01 Unter den Birken, 601.01 N4 Rheinaue Worringen Nord, 601.05 N1 Kasselberger 
Weg sowie 602.01 Mennweg erstmals erfolgreich umgesetzt werden. Zudem halfen haupt- und ehrenamtliche 
Mitarbeiter bei der fachgerechten Pflege der Streuobstwiese in 208.01 Finkens Garten.

6 
 
3.1 Umweltbildungsmaßnahmen 
Umweltbildungsmaßnahmen im engeren Sinne umfassen: 
— Baum- und Biotoppflegemaßnahmen mit Schulklassen, Jugendzentren und sonstigen Kindergruppen 
— Offene Schnittkurse für Mitarbeiter des Grünflächenamts, interessierte Anwohner und sonstige Dritte 
— Führungen bzw. Exkursionen über ausgewählte Streuobstwiesen 
Daneben sind die Arbeitseinsätze des Arbeitskreises Streuobst neben der eigentlichen Baum- und Biotoppflege 
auch als Umweltbildungsmaßnahmen im weiteren Sinne zu verstehen, die allen interessierten Kölnerinnen und 
Kölnern offenstehen. Die Mitarbeit im AK ermöglicht den teilnehmenden Ehrenamtlern (über längere 
Zeiträume) einen oftmals erheblichen Wissenszuwachs in den Themen Baum- und Biotoppflege, Obsternte und 
–vermarktung, sowie Obstsortenkunde. Die Pflegeeinsätze des AKs wurden im Verwendungsnachweis jedoch 
unter ihrer primären Funktion als Pflegeeinsätze aufgeführt. 
Aktuell wird der größte Teil der Umweltbildung, insbesondere das naturschutzpädagogische Programm, noch 
über das LVR-Projekt "Streuobstwiesen in der Großstadt" finanziert (Laufzeit 2019-2021). 
3.2 Werbung, Presse, Beschilderung 
Diese Kategorie umfasst die (geplanten) Arbeiten an der Außendarstellung der Kölner Obstwiesenpflege. 
Angedacht sind Infotafeln, die an den Streuobstwiesen aufgestellt werden sollen sowie eine neutrale Webseite 
(Landing page), die über das Thema Streuobstwiesen in Köln informiert und interessierte Nutzerinnen und 
Nutzer an die unterschiedlichen Akteure und Vereine verweist, die in Köln in der Streuobstwiesenpflege 
engagiert sind. 
Im Rahmen eines Artikels im Kölner Magazin Stadtrevue vom 16.10.2020 konnte die Arbeit an den Kölner 
Streuobstwiesen einem breiteren Publikum vorgestellt werden. 
3.3 Kommunikation (Stadt, Pächter, dritte Akteure) 
In dieser Kategorie werden alle Leistungen rund um die Kommunikation mit den Projektpartnern und weiteren 
relevanten Akteuren abgerechnet. Darunter fallen: 
— Präsentationen und Mitarbeit an der Kölner Obstwiesenkommission 
— Kommunikation mit dem Grünflächenamt und weiteren Fachämtern (UNB, Umweltamt); 
Präsentationen im Beirat der UNB 
— Kommunikation und Abstimmung von Pflegemaßnahmen mit Flächenpächtern (Vereine, 
Bürgergruppen, private Pächter etc.) 
— Kommunikation mit der Politik und zivilgesellschaftlichen Initiativen (bspw. "Essbare Stadt") 
— Kommunikation mit und Beratung von interessierten Bürgerinnen und Bürgern; Bearbeitung von 
Anfragen zu Kölner Streuobstwiesen 
— Kommunikation mit ehrenamtlichen Mitarbeitern, Koordination der verschiedenen Baumpflegeteams

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4.1 Pflanzen und Material für Pflanzung 
Diese Kategorie umfasst die Materialkosten für Jungbäume, Edelreiser, Pflanzmaterial wie Verbiss- und 
Wühlmausschutz, Pflanzpfähle und Anbinder, organischen Dünger und Arbeitsgeräte. 
4.2 Aufträge an Externe 
In dieser Kategorie sind im Wesentlichen die Kosten durch die Beauftragung von Marcus Nitzsche aufgeführt. 
Sie umfassen neben der Arbeitszeit auch Material, das durch ihn beschafft worden ist.

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Darstellung der Projektflächen 
Die aktuell 30 städtischen Streuobstbestände verteilen sich über das gesamte Kölner Stadtgebiet. Abbildung 2 
veranschaulicht ihre Lage in den Bezirken und Stadtteilen. Mit Ausnahme von Bezirk 1 Innenstadt findet die 
Projektarbeit damit in allen Kölner Bezirken statt. 
 
Abbildung 2: Kartographische Darstellung der im Förderprogramm enthaltenen Streuobstbestände (Stand 12/2020).

9 
 
Erläuterung der flächenbezogenen 
Maßnahmen 
207.01 Unter den Birken 
Bezirk:  Rodenkirchen Flächengröße: 0,39 ha 
Stadtteil:  Hahnwald Anzahl Bäume: 25 Bäume 
 
Folgende Pflegemaßnahmen sind im Förderzeitraum durchgeführt worden: 
— Baumscheibenpflege am 10.06.2020 
— Wässern der Jungbäume am 10.06.2020 
— Wiesenmahd am 10.06.2020 
— Wässern der Jungbäume am 18.08.2020 
— Wiesenmahd am 23.09.2020 
— Wässern der Jungbäume am 23.09.2020 
Es besteht ein zum Teil erheblicher Pflegerückstand im Bereich Kronenpflege bei den Obstbäumen. Dieser 
Rückstand ist durch die Maßnahmen im Förderzeitraum 2018/19 sowie 2019/20 bisher nur teilweise behoben 
worden. Weitere Einsätze sind in den kommenden Jahren notwendig, um die Naturkronenbildung bei den 
Obstbäumen zu korrigieren. Durch die Lage inmitten von Wald- bzw. Gehölzbeständen leidet die Obstwiese 
unter einer starken Verbuschung bzw. einer Verschattung durch den vorrückenden Waldrand. Hier werden in 
den kommenden Jahren Eingriffe in den Waldrand notwendig sein, um die Fläche in ihrer derzeitigen Form 
offenzuhalten. Im Rahmen von Biotoppflegeeinsätzen wurden bereits erste randliche Brombeer- und 
Gehölzbestände gemulcht und in diesem Jahr im Rahmen der Wiesenmahd weiter zu mähbaren Grasbeständen 
entwickelt.  
Die Wiesenpflege konnte 2019/20 erstmals durch das Landschaftspflegeteam der Station durchgeführt werden. 
Durch die schonende Bearbeitung mit Balkenmäher und Handsense kann erwartet werden, dass die pflanzliche 
und tierische Vielfalt dieser Fläche in den kommenden Jahren deutlich gesteigert werden kann. Der nächste 
Baumpflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2020/21 geplant. 
208.01 Finkens Garten 
Bezirk:  Rodenkirchen Flächengröße: 0,59 ha 
Stadtteil:  Rodenkirchen Anzahl Bäume: 75 Bäume 
 
Im Förderzeitraum sind folgende Pflegemaßnahmen durchgeführt worden: 
— Winterschnitt/ Baumpflege am 04.03.2020

10 
 
— Wiesenmahd am 11.05.2020 (Mahd von Teilflächen mit der Handsense) 
— Wiesenmahd am 18.06.2020 (Mahd von Teilflächen mit der Handsense) 
— Wiesenmahd am 02.07.2020 (Mahd von Teilflächen mit der Handsense) 
Der Streuobstbestand in Finkens Garten zählt zu den alten, besonders wertvollen Beständen in Köln. 
Dementsprechend anspruchsvoll stellt sich die Arbeit an den Altbäumen dar. Aufgrund zu geringer 
Baumpflegemaßnahmen in der Vergangenheit besteht ein moderater Pflegerückstand im Bereich Kronenpflege. 
Die durchgeführten Maßnahmen in den Berichtsjahren 2018/19 und 2019/20 konnten diesen Rückstand noch 
nicht beheben, so dass in den kommenden Jahren weitere Pflegeeinsätze notwendig sind.  
Bei der Pflege der Wiesenflächen konnte die Station dieses Jahr ebenfalls unterstützen. Die Wiesen in Finkens 
Garten werden aktuell im Rahmen eines Wiesenkonzepts weiterentwickelt und zeigen sich im zweiten 
Projektjahr bereits deutlich kräuterreicher und vielfältiger. Dies gilt auch für die Streuobstwiese, die sich damit 
langsam aber sicher zu einem Vorzeigebestand entwickelt. 
 
Abbildung 3: Streuobstwiese in 208.01 Finkens Garten. Zottige 
Baumveteranen mit urigen Kronenbildern prägen insbesondere 
den hinteren Teil des Bestands. Hier kann der Baumschnitt nur 
noch den Altersprozess begleiten (März 2020). 
 
Abbildung 4: Die Wiesenmahd mit der Handsense ist gerade auf 
kleinen Streuobstwiesen ein geeignetes Mittel, um Teilbereiche 
besonders schonend zu mähen. In Finkens Garten ist die 
Sommermahd mit der Sense für Gartenbesucherinnen und –
besucher aber auch eine besondere Attraktion (Juni 2020). 
Der nächste Baumpflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2020/21 vorgesehen. Die Station steht mit der Leitung 
von Finkens Garten in Kontakt und plant die Maßnahmen in enger Abstimmung. 
212.01 Am Moosberg 
Bezirk:  Rodenkirchen Flächengröße: 0,49 ha 
Stadtteil:  Immendorf Anzahl Bäume: 21 Bäume 
 
Es besteht ein moderater Pflegerückstand im Bereich Kronenpflege/ -formierung der Jungbäume auf der Fläche. 
Aufgrund der fehlenden Schnittpflege war bei einigen Bäumen der Beginn einer physiologischen (vorzeitigen) 
Vergreisung zu beobachten. Diese Entwicklung konnte durch die Pflegemaßnahmen im Berichtsjahr 2018/19 
teilweise korrigiert werden. Aufgrund der diesjährigen Trockenheit fiel die Triebreaktion der Bäume allerdings 
äußerst dürftig aus. Die nächste Baumpflege ist für die Wintersaison 2020/21 vorgesehen.

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Abbildung 5: Mahdgutübertragungsstreifen mit Blick in den noch 
jungen Streuobstbestand 212.01 Am Moosberg. Im Vordergrund 
dominiert Zottiger Klappertopf den Bestand (Juli 2020). 
 
Abbildung 6: Mahdgutübertragungsstreifen mit Blick auf die 
Straße Vor dem Dorf. Die großen gelben Blütenstände des 
Östlichen Bocksbarts schaukeln im Wind. Sie öffnen sich nur 
vormittags. (Juli 2020). 
Die 2019 angelegten Mahdgutübertragungsstreifen haben sich im Berichtsjahr 2019/20 zum ersten Mal blühend 
gezeigt. Dabei konnte beobachtet werden, dass die Ausprägung der Streifen sehr heterogen ist. Dies liegt 
vermutlich an der Ausbringung von Spenderheu von verschiedenen Flächen. Trotz relativ hoher Anteile von 
Beikräutern und –gräsern konnten bereits in diesem Jahr etliche Zielarten in den Streifen nachgewiesen 
werden. Vor allem Zottiger Klappertopf (Rhinanthus alectorolophus), Skabiosen-Flockenblume (Centaurea 
scabiosa) und Östlicher Bocksbart (Tragopogon orientalis) waren in einigen Bereich stark vertreten. Dies lässt 
auf eine gute weitere Entwicklung in den kommenden Jahren hoffen. 
212.02 Vor dem Dorf 
Bezirk:  Rodenkirchen Flächengröße: 0,12 ha 
Stadtteil:  Immendorf Anzahl Bäume: 19 Bäume 
 
Die Baumreihe befindet sich aktuell in einem guten Pflegezustand. Die Bäume stehen gesund, die 
Kronenentwicklung ist günstig. Der nächste Pflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2020/21 geplant. 
213.01 Am Alt Engeldorfer Hof 
Bezirk:  Rodenkirchen Flächengröße: 1,5 ha 
Stadtteil:  Meschenich Anzahl Bäume: 91 Bäume 
 
Folgende Pflegemaßnahmen konnten im Förderzeitraum durchgeführt werden: 
— Baumpflanzung von sechs Jungbäumen mit der Internationalen Schule St. Georges in Rondorf am 
04.12.2019 
— Winterschnitt/ Baumpflege am 18.03.2020 
— Winterschnitt/ Baumpflege am 25.03.2020 
— Baumscheibenpflege am 11.05.2020

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— Sommerschnitt/ Baumpflege Süßkirschen am 24.06.2020 
— Wässern der Jungbäume am 24.06.2020 
— Baumscheibenpflege/ Kontrolle von Stamm- und Stockausschlägen am 24.06.2020 
— Wässern der Jungbäume am 18.08.2020 
— Heckenpflege/ Gehölzrückschnitt am 28.10.2020 
Der Streuobstbestand gehört zu den ersten Flächen, die von der Station bearbeitet wurden. Daher konnten in 
den Vorjahren schon relativ umfangreiche Vorarbeiten geleistet werden. Im Bereich Kronenpflege der 
Obstbäume besteht jedoch immer noch ein moderater bis erheblicher Pflegerückstand, der in den kommenden 
Jahren durch weitere Pflegeeingriffe nach und nach aufgelöst werden muss.  
 
Abbildung 7: Apfelbaum im Ertragsstadium auf der Obstwiese 
213.01 Am Alt Engeldorfer Hof. Die Krone ist weitgehend ohne 
fachgerechte Schnittmaßnahmen herangewachsen. An solchen 
Bäumen zeigt sich die ganze Problematik von Naturkronen: 
Abgekippte Leitäste, eine überbaute Krone mit starken 
Konkurrenzästen zur Stammverlängerung. Durch den starken 
Wuchs der Sorte haben sich an der Oberseite der ihrerseits 
abgekippten Konkurrenzäste über die Jahre viele Reiter gebildet. 
Die Kronenhierarchie hat sich weitgehend aufgelöst. Am 
Stammfuß ist eine alte Verletzung zu erkennen, möglicherweise 
ein Anfahrschaden (März 2020). Bild: Christoph Iven 
 
Abbildung 8: Erhaltungsschnitt am Birnbaum. Viele Birnensorten 
zeigen eine starke Dominanz der Mittelachse. Sie führt bei 
unterlassener Schnittpflege zu schlanken, säulenartigen Kronen. 
Die Leitäste sind dann nur schwach ausgebildet oder fehlen ganz. 
Ab einem bestimmten Alter können solche Bäume oft nicht mehr 
auf günstigere Kronenmodelle umgestellt werden, ohne einen 
erheblichen Schaden an Holzgerüst und Habitus des Baumes zu 
riskieren. (März 2020). Bild: Christoph Iven

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Abbildung 9: Blick über die Obstwiese 213.01 Am Alt Engeldorfer 
Hof im Vorfrühling. Im Hintergrund die stimmungsvolle 
Hochspannungsleitung. Sie erschwert stellenweise die 
Baumpflege, da darunter aus Gründen der Arbeitssicherheit nicht 
mit Teleskopwerkzeugen gearbeitet werden kann (März 2020). 
Bild: Christoph Iven 
 
Abbildung 10: Vorbereiter Mahdgutübertragungsstreifen auf der 
Obstwiese 213.01 Am Alt Engeldorfer Hof. Fehlt nur noch das 
Spendermahdgut. (Mai 2020). 
Die Wiese stellt sich als mäßig kräuter- und artenreiche Glatthaferwiese auf tonigem Untergrund dar. Zur 
ökologischen Aufwertung wurde im Sommer 2020 auf einem zuvor gefrästen Streifen eine 
Mahdgutübertragung durchgeführt. Die finanziellen Mittel wurden vom NABU-Insektenschutzfond zur 
Verfügung gestellt. Im Herbst 2020 konnten bereits zahlreiche Keimlinge von Zielarten gefunden werden, so 
dass sich in den kommenden Jahren ein guter Erfolg einstellen dürfte. 
Der nächste Pflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2020/21 geplant. 
213.02 Langenackerstraße 
Bezirk:  Rodenkirchen Flächengröße: 0,09 ha 
Stadtteil:  Meschenich Anzahl Bäume: 19 Bäume 
 
Es besteht ein moderater Pflegerückstand bei der Kronenformierung der Obstbäume. Die Bäume stehen 
allerdings überwiegend gesund und weisen noch genügend Vitalität auf. Im Berichtsjahr musste einer der 
Bäume aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt werden, da er eine deutliche Schieflage zur Straße aufwies. 
Er wird im Zuge der nächsten Baumpflanzungen in der Wintersaison 2021/22 ersetzt. Die nächste Baumpflege 
ist für die Wintersaison 2020/21 geplant. 
305.01 Belvederestraße 
Bezirk:  Lindenthal Flächengröße: 1,25 ha 
Stadtteil:  Müngersdorf Anzahl Bäume: 41 Bäume 
 
Folgende Pflegemaßnahmen konnten im Förderzeitraum durchgeführt werden: 
— Winterschnitt/ Baumpflege am 08.04.2020 
— Winterschnitt/ Baumpflege am 04.11.2020

14 
 
Es besteht nach wie vor ein moderater Pflegerückstand bei der Kronenpflege der Obstbäume. Im 
Berichtszeitraum konnte im Rahmen von zwei Arbeitseinsätzen der Großteil des Baumbestandes einmal 
durchpflegt werden. Die Arbeit an den zum Teil stark vernachlässigten Kronen wird in den kommenden Jahren 
fortgeführt. Bei den schiefstehenden Bäumen ergeben sich darüber hinaus stellenweise Probleme mit der 
Baumstatik. Einer der Bäume ist im Laufe des Jahres umgekippt.  
Die trockenen Sommer der letzten Jahre haben bei den bereits leicht vergreisten Bäumen eine Reduktion der 
Kronenausdehnung zur Folge gehabt. Es bilden sich zum Teil sekundäre „Dürrekronen“, die ähnlich wie bei 
Sekundärkronen von Altbäumen aus einem kompakten Zentralbereich um die Stammverlängerung bestehen. 
Die äußeren Kronenteile werden von den Bäumen nach und nach aufgegeben und vertrocknen. In den 
kommenden Jahren werden diese Dürrekronen verstärkt analysiert und baumpflegerisch bearbeitet werden 
müssen, um die Bäume beim Aufbau eines neuen Leitastsystems zu unterstützen. 
 
Abbildung 11: Blick über die Obstwiese 305.01 Belvederestrasse 
zum Beginn der Apfelblüte. Viele der Obstbäume weisen relativ 
dichte Naturkronen auf…  (März 2020).  
 
Abbildung 12: …andere stehen mehr oder weniger deutlich schief. 
Ursache könnten alte Wühlmausschäden aus der Anfangszeit 
sein. Aber auch der Boden unter der Fläche ist nicht optimal: Er 
weist eine wasserundurchlässige Tonschicht im Unterboden auf 
(April 2020). 
Die Station steht mit den Verantwortlichen der FreiLuGa in Kontakt und plant die Maßnahmen in enger 
Abstimmung. Der nächste Pflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2021/22 geplant. 
406.01 Nüssenberger Busch West 
Bezirk:  Ehrenfeld Flächengröße: 0,43 ha 
Stadtteil:  Ossendorf Anzahl Bäume: 41 Bäume 
 
Folgende Pflegearbeiten sind im Förderzeitraum durchgeführt worden: 
— Baumscheibenpflege am 06.04.2020 
— Wässern der Jungbäume am 03.06.2020 
— Baumscheibenpflege am 28.07.2020 
— Sommerschnitt/ Süßkirschen am 28.07.2020 
— Wässern der Jungbäume am 05.08.2020

15 
 
— Wässern der Jungbäume am 16.09.2020 
Der Streuobstbestand Nüssenberger Busch West befand sich zu Beginn der Pflegearbeiten in einem Zustand 
fortgeschrittener Brache. Aufgrund der angrenzenden Waldränder stellte die zunehmde Beschattung bzw. das 
Vorrücken von Wildgehölzen in die Fläche ein erhebliches Problem dar. Im Winter 2018/19 wurde der 
Waldrand daher in Zusammenarbeit zwischen Grünflächenamt, UNB und Station zurückgesetzt und 
maschinelle Entbuschungsmaßnahmen durchgeführt. Weitere Entbuschungsmaßnahmen sind im 
Berichtszeitraum 2019/20 erfolgt und darüber hinaus für die Wintersaison 2020/21 vorgesehen. Im Rahmen der 
nächsten Gehölzentnahmen soll darüber hinaus eine Aufwertung der Wiese durch Ansaat bzw. 
Mahdgutübertragung erfolgen.  
Im Sommer 2020 konnten bereits drei Mahdgutstreifen mit Spenderheu aus der Rheinaue Merkenich beschickt 
werden. Finanziert wurde die Maßnahme durch Gelder aus dem NABU-Insektenschutzfond. Im Herbst 2020 
konnten auf den Streifen bereits erste Zielarten nachgewiesen werden. 
 
Abbildung 13: Mahd der Spenderfläche in der Rheinaue Merkenich. 
Um den Bröckelverlust so gering wie möglich zu halten, wird das 
Heu direkt nach der Mahd mit dem Ladewagen aufgenommen, für 
den Transport komprimiert und abgefahren (Juni 2020).  
 
Abbildung 14: An der Zielfläche angekommen wird das grüne 
Heu auf dem gefrästen Streifen ausgebracht. Die Feinverteilung 
erfolgte bei schweißtreibenden Temperaturen mit Heugabel 
und Harke (Juni 2020). Bild: UNB Köln/ Simone Weil 
Durch die weit zurückliegende Nutzungsaufgabe befinden sich die Kronen der Obstbäume in einem 
ungenügenden Zustand mit starker Verdichtung und Naturkronenausprägung. Durch die Pflegearbeiten im 
Förderzeitraum 2018/19 und 2019/20 konnten diese Entwicklungen zum Teil korrigiert werden. Hier werden 
jedoch in den kommenden Jahren noch umfangreiche Arbeiten notwendig sein, um eine Kronenregeneration 
bzw. Neuformierung zu erreichen. Einige der kräftigeren Apfelbäume im hinteren Bereich der Lichtung weisen 
allerdings derart verwachsene Kronenbilder auf, dass eine Umstellung auf günstigere Kronenmodelle kaum 
mehr möglich ist, ohne baumschädigende Eingriffe vorzunehmen. Besonders die mächtigen Reiter, mit denen 
die Bäume aufgrund des zunehmenden Lichtmangels ihre Kronen nach oben getrieben haben, lassen sich längst 
nicht mehr entnehmen.

16 
 
 
Abbildung 15: Nach den ersten Freistellungsmaßnahmen im 
Winter 2018/19 kamen skurrile Obstbaumkronen zum Vorschein. 
Dieser wüchsige Apfelbaum hat während der langen Jahre im 
Dunkel des Waldrandes mächtige Steiltriebe ausgebildet. Die 
Krone ist in diesem Stadium nur noch über eine Reihe von 
Auslichtungsschnitten zu bearbeiten. Für eine Umstellung ist es 
längst zu spät  (April 2019).  
 
Abbildung 16: Freigestellte Birne am Waldrand. Die 
sortentypische Dominanz der Mittelachse wurde durch die 
jahrelange Verdunkelung noch gefördert. Hier könnte die 
Stammverlängerung noch auf einen günstig stehenden 
schwächeren Konkurrenzast abgesetzt werden, ohne einen 
baumschädigenden Eingriff in Kauf nehmen zu müssen  (April 
2019). 
Der nächste Pflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2020/21 geplant. 
507.01 KlimaPark Bilderstöckchen 
Bezirk:  Nippes Flächengröße: 0,87 ha 
Stadtteil:  Bilderstöckchen Anzahl Bäume: 47 Bäume 
 
Folgende Pflegearbeiten sind im Förderzeitraum durchgeführt worden: 
— Winterschnitt/ Baumpflege am 07.03.2020 
Die Station unterstützt die KlimaPark-Gruppe bei Ihrer Arbeit an den Obstbäumen. Nach eher verhaltenen 
Schnittmaßnahmen in den ersten Standjahren konnte 2020 die erforderliche Erziehungsarbeit an den noch 
jungen Baumkronen intensiviert werden. Dabei zeigte sich wieder einmal, dass die gängige Praxis, bevorzugt 
große Obstbäume (3xv Ballenware) zu pflanzen, kritisch zu hinterfragen ist. Diese Bäume werden in der 
Baumschule meist wie Alleebäume aufgeschult und weisen bereits bei der Pflanzung ein sehr dichtes 
Kronengerüst auf. Dieses muss dann in den Folgejahren aufwändig „zurückgebaut“ werden, um die Umstellung 
auf ein günstigeres Kronenmodell zu ermöglichen. Zeitsparender und finanziell deutlich günstiger wäre hier 
die Pflanzung von wurzelnackter 2xv-Pflanzware, wie es die Station im Rahmen ihrer Streuobstwiesenpflege 
betreibt.

17 
 
 
Abbildung 17: Arbeitseinsatz mit Haupt- und Ehrenamtlern auf 
der Obstwiese 507.01 KlimaPark Bilderstöckchen. Die Obstbäume 
wurden bereits groß gepflanzt (3xv-Qualität). Statt des erhofften 
Vorsprungs bedürfen die dichten Baumschulkronen allerdings 
zunächst einer starken Korrektur. Besonders die Zahl der Leitäste 
muss massiv reduziert werden. Dies wurde in den ersten 
Standjahren versäumt…  (März 2020).  
 
Abbildung 18: …dann aber 2020 nachgeholt. Nicht alle 
Korrekturen konnten dabei während des ersten Schnitteingriffs 
vorgenommen werden. Im Bild zu sehen ist die Kronenkorrektur 
an einem jungen Birnbaum. Die sortentypische Dominanz der 
Mittelachse ist deutlich erkennbar, sie kann in diesem Alter aber 
noch leicht „eingefangen“ werden (März 2020). 
Beide Seiten beabsichtigen die erfolgreiche Zusammenarbeit auch in den kommenden Jahren fortzusetzen. Der 
nächste Pflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2020/21 geplant. 
601.01 N4 Rheinaue Worringen Nord 
Bezirk:  Chorweiler Flächengröße: 0,09 ha 
Stadtteil:  Merkenich Anzahl Bäume: 12 Bäume 
 
Folgende Pflegearbeiten sind im Förderzeitraum durchgeführt worden: 
— Baumpflanzung am 22.01.2020 
— Baumscheibenpflege am 16.04.2020 
— Wässern der Jungbäume am 03.06.2020 
— Wiesenmahd am 15.07.2020 
— Sommerschnitt/ Baumpflege/ Ausdünnen von starkem Fruchtbehang am 15.07.2020 
— Wässern der Jungbäume am 15.08.2020 
— Wässern der Jungbäume am 16.09.2020

18 
 
Die kleine Obstwiese in der Rheinaue Worringen liegt am Rand des Naturschutzgebietes N4 und ist umgeben 
von Grünland und Äckern. In den letzten Dürrejahren hat gerade diese Fläche besonders leiden müssen, was 
durch den sandig-kiesigen, sehr wenig wasserbindigen Alluvialboden der Aue bedingt ist. Die Wiese stellte sich 
bisher als nur mäßig artenreiche Glatthaferwiese dar, konnte aber durch  eine händische und sehr schonende 
Wiesenmahd in den letzten Jahren bereits strukturell verbessert werden, so dass 2020 der Kräuteranteil durch 
offenen Bodenstellen leicht erhöht war. Durch die etwas artenreicheren Nachbarbestände besteht die 
Hoffnung, dass noch fehlende Grünlandarten in den nächsten Jahren ihren Weg auf die kleine Obstwiese 
finden werden. 
 
Abbildung 19: 601.01 N4 Rheinaue Worringen Nord, vom 
Rheindeich aus betrachtet. Bereits im Mai zeigt die 
Wiesenvegetation deutliche Trockenschäden und kleidet sich in 
irdene Savannenfarben. Die Obstbäume werden auch diesen 
Dürresommer überstehen, auch wenn die Bodenverhältnisse auf 
der Fläche extrem sind. Von den nachgepflanzten Jungbäumen 
wird hingegen einer am Ende des Sommers das Zeitliche segnen 
(Mai 2020).  
 
Abbildung 20: Durch einen Planungsfehler bei der ursprünglichen 
Pflanzung gelangten die Bäume zu nah an die Flurgrenze. Die 
Folge ist ein stetiger Abwehrkampf der Bäume gegen den Traktor 
des Landwirtes. Das Resultat sind zum Teil erhebliche 
Anfahrschäden und Astbrüche – im Zeitalter hochgerüsteter 
Agrartechnik gewinnt in solchen Fällen immer die Maschine 
(Oktober 2019). 
Es besteht aktuell ein moderater Pflegerückstand im Bereich Kronenpflege der Obstbäume. Mit den 
Arbeitseinsätzen im Berichtsjahr 2018/19 und 2019/20 konnte dieser Rückstand teilweise behoben werden. Die 
randlich stehenden Obstbäume werden durch landwirtschaftliche Tätigkeit auf dem benachbarten Flurstück im 
Kronen- und Wurzelbereich teilweise erheblich beschädigt. Eine Überprüfung der Flurgrenzen durch die UNB 
hat allerdings überraschend ergeben, dass die Obstbäume zu dicht an die Flurgrenze des benachbarten Ackers 
gesetzt worden sind.  
Der nächste Baumpflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2020/21 geplant. 
601.02 N4 Rheinaue Worringen Süd 
Bezirk:  Chorweiler Flächengröße: 0,28 ha 
Stadtteil:  Merkenich Anzahl Bäume: 23 Bäume

19 
 
Es besteht aktuell ein moderater Pflegerückstand im Bereich Kronenpflege der Obstbäume. Mit den 
Arbeitseinsätzen im Berichtsjahr 2018/19 konnte dieser Rückstand teilweise behoben werden. Die nordöstlich 
angrenzende flächige Gehölzpflanzung steht bereits zu dicht an den randlichen Obstbäumen und sollte in den 
kommenden Jahren an der Grenze zur Obstwiese auf den Stock gesetzt werden. 
Der nächste Arbeitseinsatz ist für die Wintersaison 2020/21 geplant. 
601.04 N1 St. Amandus 
Bezirk:  Chorweiler Flächengröße: 0,58 ha 
Stadtteil:  Merkenich Anzahl Bäume: 49 Bäume 
 
Im Förderzeitraum sind keine Pflegearbeiten erfolgt. In der Wintersaison 2018/19 war von dritter Seite 
(möglicherweise vom ansässigen Landwirt) ein Schnitt der Obstbäume durchgeführt worden. Der erste 
Pflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2020/21 vorgesehen. 
 
601.05 N1 Kasselberger Weg 
Bezirk:  Chorweiler Flächengröße: 0,41 ha 
Stadtteil:  Merkenich Anzahl Bäume: 29 Bäume 
 
Im Förderzeitraum konnten folgende Pflegearbeiten durchgeführt werden: 
— Baumscheibenpflege am 06.04.2020 
— Wiesenmahd (Teilflächen) am 13.05.2020 
— Wiesenmahd (Teilflächen) am 27.05.2020 
— Wässern der Jungbäume am 03.06.2020 
— Wiesenmahd (Teilflächen) am 01.07.2020 
— Sommerschnitt/ Baumpflege am 01.07.2020 
Die Obstwiese am Kasselberger Weg gehört zu den besserentwickelten Streuobstbeständen in Köln. Neben dem 
guten Baumzustand ist vor allem der Artenreichtum der Stromtal-Glatthaferwiese hervorzuheben. Die Mahd ist 
in den vergangenen Jahren durch einen ortsansässigen Landwirt durchgeführt worden. Aufgrund der heute 
üblichen Maschinenbreite konnte sie allerdings nur dürftig durchgeführt werden. Zudem blieb das Mahdgut 
trotz anders lautender Verabredungen immer wieder auf der Fläche liegen. Daher hat die Station 2020 zum 
ersten Mal die Wiesenmahd mit eigenem Personal durchgeführt. Durch die händische Mahd soll einem 
schleichenden Verlust der pflanzlichen Vielfalt auf der Wiese vorgebeugt werden.

20 
 
 
Abbildung 21: Blick über die Obstwiese 601.05 N1 Kasselberger 
Weg Richtung Süden. Mahd der Wiese mit der Handsense. Bei 
entsprechender Technik wird das geschnittene Gras in einem 
sauberen Schwad gelegt. Der Kontrast zum Hightechzeitalter 
könnte nicht größer sein: Die Baustelle der Autobahnbrücke A1 
bei Merkenich produzierte 2020 eine Klangkulisse aus 
Industrielärm (Juni 2020). Bild: Christoph Iven 
 
Abbildung 22: Engagierte Ehrenamtler bei der Arbeit. Mit Planen 
wird das angetrocknete Schnittgut zusammengetragen. Das geht 
erstaunlich gut und sorgt für eine gut durchlüftete Grasnarbe, in 
der die Wiesenpflanzen wieder viel Licht bekommen (Juni 2020). 
Bild: Christoph Iven 
 
 
Abbildung 23: Der Meister beim Schärfen des Sensenblattes. Und 
alle Schüler im Chor: „Wer beim Dengeln schläft, wird beim 
Sensen wach…!“  (Juni 2020). Bild: Christoph Iven 
 
Abbildung 24: Vielleicht die kostbarste Pflanze auf der Fläche: 
Der Schlangenlauch (Allium scorodoprasum) trägt seinen Namen 
zu Recht. Er ist besonders im Stromtal des Rheins noch hier und 
da zu finden (Juni 2020). Bild: Christoph Iven 
Es besteht ein moderater Pflegerückstand im Bereich Kronenpflege der Obstbäume. Durch den fruchtbaren 
Auenboden und die gute Wasserzügigkeit wachsen die Obstbäume auf der Fläche sehr gesund und mit zum 
Teil sehr hohem Jahreszuwachs. Die in der Vergangenheit nicht ausreichende Schnittpflege hat daher zu relativ 
stark verdichteten Naturkronen geführt. Die bisherigen Pflegeeinsätze konnten den Pflegerückstand teilweise 
beheben.  
Der nächste Pflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2020/21 geplant.

21 
 
601.09 N1 Langeler Damm Nord 
Bezirk:  Chorweiler Flächengröße: 0,08 ha 
Stadtteil:  Merkenich Anzahl Bäume: 5 Bäume 
 
Im Förderzeitraum konnten folgende Pflegearbeiten durchgeführt werden: 
— Winterschnitt/ Baumpflege am 26.02.2020 
Die Fläche wurde der Fördervereinbarung erst nachträglich hinzugefügt. Es handelte sich 2020 daher um den 
ersten Baumpflegeeinsatz. Aktuell besteht weiterhin ein moderater Rückstand bei der Kronenpflege der 
Obstbäume, der aber in den kommenden Jahren ohne große Probleme Schnitt für Schnitt aufgelöst werden 
kann. 
Der nächste Pflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2021/22 geplant. 
601.10 N1 Auf dem Werth Nord 
Bezirk:  Chorweiler Flächengröße: 0,14 ha 
Stadtteil:  Merkenich Anzahl Bäume: 16 Bäume 
 
Im Förderzeitraum konnten folgende Pflegearbeiten durchgeführt werden: 
— Winterschnitt/ Baumpflege im Zeitraum 31.03. – 03.04.2020 
Die Fläche wurde der Fördervereinbarung erst nachträglich hinzugefügt. Es handelte sich 2020 daher um den 
ersten Baumpflegeeinsatz. Aktuell besteht weiterhin ein moderater Rückstand bei der Kronenpflege der 
Obstbäume, der aber in den kommenden Jahren ohne große Probleme Schnitt für Schnitt aufgelöst werden 
kann. 
Der nächste Pflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2021/22 geplant. 
601.11 N1 Langeler Damm Süd 
Bezirk:  Chorweiler Flächengröße: 1,43 ha 
Stadtteil:  Merkenich Anzahl Bäume: 40 Bäume 
 
Die Fläche wurde der Fördervereinbarung erst nachträglich hinzugefügt. Aktuell besteht ein zum Teil 
erheblicher Rückstand bei der Kronenpflege der Obstbäume, der in den kommenden Jahren durch mehrere 
Pflegeeingriffe sukzessive aufgelöst werden muss. Durch die letzten Dürrejahre sind einige Bäume abgängig. 
Zudem beeinträchtigt auch die Schattierung durch einige riesige Pappeln am Rand der Fläche den Wuchs der 
Obstbäume. Die Pappeln wurden allerdings im Berichtszeitraum durch städtische Baumpfleger 
zurückgeschnitten, da sie zum Teil erheblich bruchgefährdet waren. 
Einige Flurstücke der Gesamtfläche befinden sich in privatem Besitz und unterliegen bisher keiner vertraglich 
fixierten Vereinbarung zur Pflege durch die Station. Erste Gespräche mit dem Besitzer fanden statt, wurden

22 
 
allerdings durch den Beginn der Coronapandemie wieder verhindert. Durch die ungeklärte Pflegesituation 
fanden bisher keine Einsätze statt. 
Der erste Pflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2020/21 geplant, insofern zuvor eine Verständigung mit dem 
Besitzer erfolgt. 
601.12 N1 Auf dem Werth Süd 
Bezirk:  Chorweiler Flächengröße: 0,25 ha 
Stadtteil:  Merkenich Anzahl Bäume: 23 Bäume 
 
Im Förderzeitraum konnten folgende Pflegearbeiten durchgeführt werden: 
— Winterschnitt/ Baumpflege im Zeitraum 06.04. – 08.04.2020 
Die Fläche wurde der Fördervereinbarung erst nachträglich hinzugefügt. Es handelte sich 2020 daher um den 
ersten Baumpflegeeinsatz. Aktuell besteht weiterhin ein moderater Rückstand bei der Kronenpflege der 
Obstbäume, der aber in den kommenden Jahren ohne große Probleme Schnitt für Schnitt aufgelöst werden 
kann. 
Der nächste Pflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2021/22 geplant. 
602.01 Mennweg 
Bezirk:  Chorweiler Flächengröße: 0,66 ha 
Stadtteil:  Fühlingen Anzahl Bäume: 81 Bäume 
 
Im Förderzeitraum konnten folgende Pflegearbeiten durchgeführt werden: 
— Nachpflanzung von vier Jungbäumen am 14.12.2019 
— Biotoppflege/ Abräumen von Schnittgut am 26.03.2020 
— Baumscheibenpflege am 06.04.2020 
— Wiesenmahd (Teilflächen) am 28.04.2020 
— Wiesenmahd (Teilflächen) am 08.05.2020 
— Wässern der Jungbäume am 03.06.2020 
— Wiesenmahd (Teilflächen) am 24.06.2020 
— Wässern der Jungbäume am 05.08.2020 
— Wässern der Jungbäume am 16.09.2020 
Die Obstwiese am Mennweg zählt zu den ältesten Streuobstbeständen im Kölner Stadtgebiet. Entsprechend 
viele Altbäume befinden sich auf der Fläche. In den vergangenen Jahren sind kaum Baum- und

23 
 
Biotoppflegearbeiten durchgeführt worden, so dass sich die Fläche zwischenzeitlich in einem initialen 
Brachstadium befand. Die an den Längsseiten zum Teil gepflanzten, zum Teil wild entstandenen Hecken sind 
zwar ökologisch wertvolle Biotopelemente, greifen jedoch zunehmend auf die Wiesenfläche über und 
beschatten die Obstbäume.  
 
Abbildung 25: Blick über die Obstwiese 602.01 Mennweg 
Richtung Südost. Durch den schlauchartigen Charakter der Fläche 
besteht der Baumbestand aus vier sehr langen Baumreihen, von 
denen zwei in den durchgewachsenen Außenhecken stehen. Im 
Hintergrund erheben sich die Silhouetten der mächtigen alten 
Süßkirschen. Ob sie dem Klimawandel weiterhin trotzen werden 
ist fraglich (März 2020).  
 
Abbildung 26: Der hintere Teil der Wiese ist noch enger als der 
Vorderteil. Viele abgestorbene Obstbäume verleihen der Fläche 
hier das Flair eines Baumfriedhofs. Für zahllose Tiere ist diese 
Menge an stehendem Totholz hingegen ein wahrer Glücksfall – 
und für Kölner Obstwiesen zudem äußerst selten (März 2020).  
Ein wesentlicher Aspekt der Pflegearbeiten wird in den nächsten Jahren das abschnittsweise Auf-den-Stock-
Setzen der Hecken sein. Auch das Entfernen weiterer Überhälter aus den Hecken muss dringend fortgeführt 
werden, um die teilweise massive Beschattung der schmalen Obstwiesenfläche zu reduzieren. Desweiteren 
wird auch der Altbaumschnitt eine zentrale Rolle spielen. Viele der in die Jahre gekommenen Altbäume 
wurden durch die letzten Dürrejahre so in Mitleidenschaft gezogen, dass sie nun nach und nach absterben. 
Dadurch wird eine durchdachte Nachpflanzung von Obstgehölzen in den kommenden Jahren an Wichtigkeit 
gewinnen. Hierzu bereitet die Station ein eigenes Entwicklungskonzept für den Mennweg vor.

24 
 
 
Abbildung 27: Malerisches Windspiel mit angewehtem 
Unkrautvlies. Was hier aussieht wie ein Verhüllungsprojekt von 
Christo und Jean-Claude kam im Vorfrühling 2020 durch starken 
Nordostwind zustande. Wenig später wurde das Vlies von 
Mitarbeitern des ortsansässigen Landwirts aus den Bäumen 
entfernt (März 2020).  
 
Abbildung 28: Familienbild: Alt und Jung, Vergangenheit und 
Zukunft vereint nebeneinander auf der Obstwiese 602.01 
Mennweg. Frühzeitige Nachpflanzungen sichern eine 
ausgeglichene Altersstruktur im Baumbestand. Im Hintergrund 
rechts ein alter Birnbaum, der sukzessive von wild gewachsenen 
Ahornbäumen (hinten links u. ganz rechts) befreit wird. (März 
2020). 
Die Mahd der für Maschinen kaum zugänglichen Fläche konnte 2020 erstmals durch die Station geleistet 
werden. Dabei wurde je nach Entwicklungsgrad der relativ artenarmen Fuchsschwanz-Glatthaferwiese in 
Etappen mit Handsense und Balkenmäher gemäht, um die Vielfalt zu fördern und bessere 
Entwicklungsbedingungen für die Wiese zu schaffen.  
An allen Pflegearbeiten auf der Obstwiese konnten in regelmäßigen Aktionen auch Kinder und Jugendliche des 
Jugendzentrums Northside teilnehmen und so die Streuobstkultur in all ihrer Vielfalt über das Jahr hinweg 
erleben. Die Kooperation mit dem Jugendzentrum soll auch in den kommenden Jahren fortgeführt werden. 
Damit gewinnt am Mennweg neben der naturschutzfachlichen Arbeit auch die naturschutzpädagogische 
Beschäftigung mit dem Thema Streuobst an Bedeutung. 
Mit den Pflegeeinsätzen im Berichtsjahr 2018/19 und 2019/20 konnten erste notwendige Pflegearbeiten 
durchgeführt werden. Weitere Pflegeeinsätze sind noch für die aktuelle Wintersaison 2020/21 geplant. 
606.02 Nüssenberger Busch Ost 
Bezirk:  Chorweiler Flächengröße: 0,31 ha 
Stadtteil:  Pesch Anzahl Bäume: 31 Bäume 
 
Folgende Pflegearbeiten sind im Förderzeitraum durchgeführt worden: 
— Nachpflanzung von sechs Jungbäumen am 11.01.2020 
— Entbuschung/ Entnahme von Wildgehölzen am 11.01.2020

25 
 
— Baumscheibenpflege am 22.04.2020 
— Abräumen von Schnittgut und Anlage von Totholzhecken am Waldrand am 22.04.2020 
— Wässern der Jungbäume am 03.06.2020 
— Sommerschnitt/ Süßkirschen am 28.07.2020 
— Wässern der Jungbäume am 05.08.2020 
— Wässern der Jungbäume am 16.09.2020 
Der Streuobstbestand Nüssenberger Busch Ost befand sich zu Beginn der Pflegearbeiten in einem Zustand 
fortgeschrittener Brache. Aufgrund der angrenzenden Waldränder stellt die zunehmde Beschattung bzw. das 
Vorrücken von Wildgehölzen in die Fläche ein erhebliches Problem dar. In den Berichtsjahren 2018/19 und 
2019/20 wurden am Waldrand und in der Fläche erste Entbuschungsmaßnahmen durchgeführt. Weitere 
Maßnahmen sind für die Wintersaison 2020/21 vorgesehen.  
 
Abbildung 29: Blick in den dichtwüchsigen Altbestand der 
Obstwiese 606.02 Nüssenberger Busch Ost. Die Obstbäume 
wurden in den 1990er Jahren von ehrenamtlichen Naturschützern 
gepflanzt – und gerieten in den 2000ern allmählich in 
Vergessenheit. Trotz erster Entbuschungsmaßnahmen gleicht 
dieser Teil der Fläche weiterhin eher einem lockeren Wald als 
einer Obstwiese. Vorne links der neu aufgestellte Wildbienen-
Niststamm (April 2020).  
 
Abbildung 30: Westlich des Altbestands erstreckt sich die 
Erweiterungsfläche mit den ersten neu gepflanzten Jungbäumen. 
Die Wildgehölze wurden auf den Stock gesetzt und werden in den 
kommenden Jahren nach und nach entnommen (April 2020).  
Durch die weit zurückliegende Nutzungsaufgabe befinden sich Kronen der Obstbäume in einem ungenügenden 
Zustand mit starker Verdichtung und Naturkronenausprägung. Durch die Pflegearbeiten im Förderzeitraum 
konnten diese Entwicklungen zum Teil korrigiert werden. Hier werden jedoch in den kommenden Jahren noch 
umfangreiche Arbeiten notwendig sein, um eine Kronenregeneration bzw. Neuformierung zu erreichen. 
610.01 Waldwiese Kreuzfeld 
Bezirk:  Chorweiler Flächengröße: 0,7 ha 
Stadtteil:  Blumenberg Anzahl Bäume: 60 Bäume 
 
Im Berichtszeitraum konnten folgende Arbeitsmaßnahmen durchgeführt werden: 
— Mulchmahd im August 2020

26 
 
Die Streuobstwiese Kreuzfeld gehört zu den stark verbrachten Obstwiesen im Portfolio der Station. Durch ihre 
Lage inmitten eines Waldstückes ergeben sich zwei Jahrzehnte nach der Anlage wachsende Probleme mit dem 
vorrückenden Waldrand. Aus diesem Grund wurde die Unterstützung vom Forst Köln erbeten, um die 
Waldrändern in den kommenden Jahren zu durchpflegen und zurückzuschneiden. Die Obstbäume stehen 
mehrheitlich gut, besitzen aber infolge lange ausbleibender Schnittmaßnahmen zum Teil riesige Naturkronen. 
2018 war das letzte gute Ertragsjahr der Fläche. Aus diesem Jahr resultieren mehrere umfangreiche Astbrüche 
infolge von Vollbehang und ungünstiger Statik. Die Wiese unterhalb der Bäume besteht aus einem relativ 
artenarmen Grasbestand. Sie befindet sich im Beweidungsvertrag mit einem Schafhalter. In den letzten Jahren 
ist die Fläche jedoch ganz offensichtlich brach gefallen, eine Beweidung hat dort seit längerem nicht mehr 
stattgefunden. 
Im Förderzeitraum war eine erste Sommerschnittmaßnahme geplant, die allerdings aufgrund eines erkrankten 
Mitarbeiters nicht durchgeführt werden konnte. Vorbereitend wurde die Fläche im Spätsommer 2020 vom 
Landschaftspflegeteam der Station gemulcht. Der erste Pflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2020/21 geplant. 
612.01 Krebelshof Altbestand 
Bezirk:  Chorweiler Flächengröße: 0,3 ha 
Stadtteil:  Worringen Anzahl Bäume: 21 Bäume 
 
Im Berichtszeitraum konnten folgende Arbeitsmaßnahmen durchgeführt werden: 
— Nachpflanzung von fünf Jungbäumen am 18.12.2019 
— Winterschnitt an Altbäumen am 18.12.2019 
— Baumscheibenpflege am 12.05.2020 
Der Altbestand am Jugendzentrum Krebelshof umfasst derzeit 21 Bäume, von denen die meisten ein Alter von 
mehr als 50 Jahren aufweisen. Die Wiese wird im Sommer als Zeltplatz, Versammlungsort und Spielwiese für 
die Aktivitäten mit Kindern und Jugendlichen genutzt. Die Fläche ist daher als Rasen ausgeprägt und wird 
mehrmals jährlich gemäht. Zukünftig soll allerdings ein Randbereich als Wildblumenwiese von der Rasenpflege 
ausgenommen werden. 
Es besteht derzeit ein moderater Pflegerückstand bei der Altbaumpflege. Manche der Bäume sind abgängig, 
einige fielen bereits vor Jahren um oder wurden im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht gefällt. Die noch 
verbliebenen Altbäume sollen in den kommenden Jahren durch Verjüngungsschnitte (Kronenauslichtung, 
Kronenpflege, moderate Kroneneinkürzung zur Unterstützung einer Sekundärkronenbildung) in ihrem Zustand 
stabilisiert werden. Zudem sollen Jungbäume nachgepflanzt werden, um die Altersstruktur des Baumbestandes 
zu verjüngen. Das Wässern der Jungbäume wird vom Krebelshof gewährleistet. 
Die Station steht mit der Leitung des Jugendzentrums in engem Kontakt und führt die Maßnahmen in 
Kooperation mit den dortigen Mitarbeitern durch. Der nächste Pflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2020/21 
vorgesehen. 
612.02 Krebelshof Ost 
Bezirk:  Chorweiler Flächengröße: 0,7 ha 
Stadtteil:  Worringen Anzahl Bäume: 48 Bäume

27 
 
 
Im Berichtszeitraum konnten folgende Arbeitsmaßnahmen durchgeführt werden: 
— Winterschnitt am 22.01.2020 
— Winterschnitt am 19.02.2020 
Die Fläche Krebelshof Ost besteht aus zwei Teilflächen unterschiedlichen Alters. Am Südostende stehen knapp 
zehn etwa 15 Jahre alte Obstbäume, die infolge einer mangelnden Kronenpflege ziemlich dichte Naturkronen 
ausgebildet haben. Nordwestlich schließen sich weitere 30 Jungbäume an, die in den letzten Jahren im Zuge der 
angrenzenden Wohnbebauung gepflanzt worden sind.  
 
Abbildung 31: Blick über den älteren Teil der Obstwiese 612.02 
Krebelshof Ost. Lange Jahre der Mahd mit dem Mulchmäher 
haben unter den Bäumen eine rasenartige Vegetation entstehen 
lassen. Die Kronenstruktur der Bäume ist dicht und ohne 
erkennbare Hierarchie (Juni 2020).  
 
Abbildung 32: Jungbaumfläche im Frühsommer. Zahlreiche 
Kräuter aus der Ansaat verleihen der Fläche einen kunterbunten 
Blühaspekt (Juni 2020). 
Im Berichtszeitraum konnten zwei erste Winterschnittmaßnahmen erfolgen. Hierbei soll vor allem der zweite 
Termin hervorgehoben werden, der als offener Schnittkurs für Mitarbeiter aus der Gruppe von Grüningenieur 
Johannes Schiefer durchgeführt worden ist und bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf großes 
Interesse stieß.  
Der nächste Pflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2020/21 geplant. 
715.01 Wesselinger Weg 
Bezirk:  Porz Flächengröße: 0,53 ha 
Stadtteil:  Langel Anzahl Bäume: 65 Bäume 
 
Der Streuobstbestand am Wesselinger Weg gehört zu den Kölner Altflächen und geht auf eine alte 
Selbstversorgerkultur zurück. Davon zeugen noch immer zahlreiche niederstämmige Obstbäume im 
fortgeschrittenen Baumalter. Auch die Reste eines alten Fundaments sind noch immer im Gras der Wiese zu 
finden. Nachdem die Fläche zwischenzeitlich als Pferdeweide gedient hatte, fiel sie in den vergangenen Jahren 
zunehmend brach. Mittlerweile konnte die Wiese wieder in einen zweischürigen Pflegerhythmus überführt 
werden.

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Abbildung 33: Viele der Obstbäume auf der Fläche 715.01 
Wesselinger Weg besitzen eine verminderte Vitalität. Die Kronen 
der Edelsorten sind bei den Äpfeln zum Teil abgängig, 
Stammausschläge lassen die Bäume weiterleben (September 
2018).  
 
Abbildung 34: Überwuchertes Ensemble von alten Birnbäumen 
am Flächenrand. Ökologisch eindeutig wertvoll, 
kulturlandschaftlich eher fraglich (September 2018). 
Auf der Basis von Gutachten zum PEPl N11 sowie in daran anschließenden Diskussionen wurde auf die 
schlechten Bodenverhältnisse auf der Fläche hingewiesen. Aufgrund der holozänen Sand- und 
Kiesablagerungen im Bereich der Niederterrasse besteht ein örtlich stark variierendes, meistenteils jedoch sehr 
geringes Wasserspeichervermögen, unter dem viele der Obstbäume gerade in den vergangenen Trockenjahren 
sehr gelitten haben. Im Berichtsjahr 2018/19 konnten erste Instandsetzungsarbeiten an den Bäumen 
durchgeführt werden. Vor allem die stark auftretenden Stamm- und Stockausschläge wurden mehrfach 
beseitigt. 
Aufgrund der relativ stark vergrasten und pflanzlich monotonen Fläche wurde im Berichtszeitraum 2019/20 
eine Mahdgutübertragung durchgeführt. Dazu wurden zwei Querstreifen in der Wiese gefräst und im Juni 
Abschnitte des nahe gelegenen Rheindeichs bei Langel gemäht. Das Spenderheu wurde unmittelbar 
anschließend auf den nur wenige Hundert Meter entfernten Frässtreifen verteilt. Wenn die Maßnahme Erfolg 
hat, kann hier zukünftig eine Kopie der artenreichen trockenen Glatthaferwiesen vom Rheindeich entwickelt 
werden. Finanziert wurde die Maßnahme durch Gelder aus dem NABU-Insektenschutzfond. 
Der nächste Baumpflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2020/21 geplant. 
715.04 Biotopwiese Bitzgen 
Bezirk:  Porz Flächengröße: 0,56 ha 
Stadtteil:  Langel Anzahl Bäume: 25 Bäume 
 
Die Fläche zählt zu den Kölner Altbeständen. Durch die Waldrandlage und eine augenscheinlich bereits lange 
zurückliegende Nutzungsaufgabe befindet sich der Streuobstbestand in einem Zustand fortgeschrittener Brache 
bzw. Verbuschung. Im Berichtszeitraum konnte die Fläche mehrfach gemulcht werden, um eine Baumpflege zu 
ermöglichen.  
Der erste Pflegeeinsatz ist momentan für die Wintersaison 2020/21 geplant. Eine Durchpflegung des 
Waldrandes wird für notwendig erachtet.

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805.01 Waldbadviertel Schwetzinger Straße 
Bezirk:  Kalk Flächengröße: 1,53 ha 
Stadtteil:  Ostheim Anzahl Bäume: 118 Bäume 
 
Im Förderzeitraum konnten folgende Pflegearbeiten durchgeführt werden: 
— Winterschnitt/ Kronenerziehung an Jungbäumen am 28.03.2020 
— Baumscheibenpflege/ Mahd mit der Handsense am 16.05.2020 
— Sommerschnitt/ Süßkirschen am 25.07.2020 
— Baumscheibenpflege am 25.07.2020 
Die etwa 120 Jungbäume auf der Fläche sind im Rahmen einer Ausgleichsmaßnahme für die angrenzende 
GAG-Siedlung Waldbadviertel gepflanzt worden. Ein Pflanzschnitt sowie eine fachgerechte Kronenformierung 
ist in den ersten Jahren nicht erfolgt. Dies konnte in den vergangenen beiden Berichtsjahren teilweise behoben 
werden. Die Baumpflege der Station hat bereits zu sichtbar gestärkten Kronen der Jungbäume geführt. Die 
Umstellung auf eine naturgemäße Obstbaumkrone muss in den kommenden Jahren durch jährliche Schnitte 
weiter verfolgt werden.  
Die Pflegeeinsätze der Station finden in Absprache und mit Unterstützung durch das Grünpflegeteam von Uli 
Schroer statt. Der nächste Pflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2020/21 geplant. 
904.02 Ferdinand-Stücker-Straße 
Bezirk:  Mülheim Flächengröße: 0,56 ha 
Stadtteil:  Hohlweide Anzahl Bäume: 30 Bäume 
 
Die Obstweide liegt östlich der Isenburgwiesen etwas versteckt hinter der Wohnbebauung. Von der Ferdinand-
Stücker-Straße ist sie nur durch einen schmalen Weg zugänglich. Sie wird aktuell als Weidefläche für Pferde 
und Esel genutzt. Die rund 30 Obstbäume befinden sich in unterschiedlichem Alter. Einige von ihnen sind 
bereits Baumveteranen im hohen Alter mit hohem ökologischen Wert. Eine Kronenpflege an den Obstbäumen 
ist erkennbar auf längere Zeit nicht durchgeführt worden. Auch die Baumscheiben und Stammbereiche 
innerhalb der Vierböcke sind länger nicht bearbeitet worden und benötigen dringende Pflege. 
Im Förderzeitraum wurde die Fläche kartiert und auf notwendige Pflegearbeiten hin analysiert. Der Kontakt 
zur Flächenpächterin ist hergestellt worden. Der erste Pflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2020/21 
vorgesehen. 
904.03 Kochwiesenstraße 
Bezirk:  Mülheim Flächengröße: 0,8 ha 
Stadtteil:  Hohlweide Anzahl Bäume: 24 Bäume

30 
 
Die Obstweide an der Kochwiesenstraße wird aktuell durch Rinderbeweidung bewirtschaftet. Im Winter 
kommen die Tiere von der Fläche. Der Baumbestand besteht aus etwa 20 Jahre alten Obstbäumen, die von 
Vierböcken vor Tierfraß geschützt werden. Die Rinderbeweidung hat bei den Bäumen eine unten wie 
abgeschnitten wirkende Kronenform entstehen lassen. Die Stammausschläge haben an einigen Bäumen durch 
den ständigen Verbiss enorme Ausmaße angenommen. Von einigen Ausnahmen abgesehen stehen die Bäume 
mehr oder weniger gesund, allerdings ist an den Baumkronen baumpflegerisch in der Vergangenheit nur wenig 
gearbeitet worden. Eine klare Kronenhierarchie mit steil formierten Leitästen ist nicht erkennbar.  
Im Förderzeitraum wurde die Fläche kartiert und auf notwendige Pflegearbeiten hin analysiert. Der Kontakt 
zur Flächenpächterin ist hergestellt worden. Der erste Pflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2020/21 
vorgesehen. 
907.01 Am Weißen Mönch Süd 
Bezirk:  Mülheim Flächengröße: 1,28 ha 
Stadtteil:  Dünnwald Anzahl Bäume: 102 Bäume 
 
Im Förderzeitraum konnten folgende Pflegearbeiten durchgeführt werden: 
— Winterschnitt im Zeitraum 21.11. – 16.12.2019 
— Winterschnitt im Zeitraum 08.01. – 14.01.2020 
Die Streuobstwiese am Weißen Mönch Süd stellt mit über 100 Obstbäumen einen der größten Kölner 
Streuobstbestände dar. Die weitläufige, in Viereckpflanzung realisierte Wiese mit ihren hochgewachsenen 
Obstbäumen prägt wesentlich die Landschaft entlang des Mutzbaches und lädt zu einem Spaziergang unter den 
Baumkronen ein. Aufgrund unregelmäßiger Kronenpflege besteht aktuell ein moderater Rückstand bei der 
Baumpflege. Die meisten Bäume zeigen ausgeprägte unstrukturierte Naturkronen. Vereinzelte Astbrüche 
deuten darauf hin, dass die Statik der Gerüstäste bei vielen der Bäume leicht bis moderat beeinträchtigt ist. 
Die Wiese unter den Bäumen wird derzeit als Kurzrasenfläche gepflegt und viermal jährlich gemulcht. Dadurch 
bleibt sie in ihrer pflanzlichen Vielfalt weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. Lediglich im Frühjahr ergibt 
sich mit der Blüte von Löwenzahn und Gänseblümchen ein nennenswerter Blühaspekt.

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Abbildung 35: Obstbäume so weit das Auge reicht. Der 
Streuobstbestand 907.01 Weißer Mönch Süd bietet eine reizvolle 
Kulisse für Spaziergänge und Wanderungen. Trotz der 
weitgehend unstrukturierten Kronen ist die Baumgesundheit der 
meisten Bäume nur leicht beeinträchtigt (April 2020).  
 
Abbildung 36: Gerade bei den Pflaumenbäumen sind zahlreiche 
waagrecht gestellte Leitäste mit großer Hebelwirkung zu 
beobachten. Dies führte in den vergangenen Jahren zu einigen 
Astbrüchen. Die Baumpflege wird hier in Zukunft darauf achten 
müssen, die Leitäste nach Möglichkeit steiler zu formieren. Dies 
gestaltet sich bei Steinobst allerdings oft schwieriger als bei 
Kernobst (April 2020).  
Im Förderzeitraum konnte ein Teil des Obstbaumbestandes erstmals durchpflegt werden. Dabei wurde darauf 
geachtet, keine übermäßigen Triebreaktionen bei den Bäumen auszulösen. Die Auslichtung und 
Neuformierung der Kronen wird in den kommenden Jahren auf mehrere Pflegeintervalle verteilt. Der nächste 
Pflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2020/21 vorgesehen. 
907.02 Am Weißen Mönch Nord 
Bezirk:  Mülheim Flächengröße: 0,17 ha 
Stadtteil:  Dünnwald Anzahl Bäume: 15 Bäume 
 
Im Förderzeitraum konnten folgende Pflegearbeiten durchgeführt werden: 
— Winterschnitt am 17.12.2019 
— Winterschnitt am 18.12.2019 
Die Streuobstwiese am Weißen Mönch Nord ist quasi die kleinere Schwester der großen Obstwiese am 
Südende vom Weißen Mönch. Sie besteht derzeit aus 15 Bäumen, die im gleichen Alter sind wie die Bäume auf 
der Südfläche. Auch der Baumzustand unterscheidet sich nicht wesentlich von den Bäumen der großen 
Zwillingsfläche. Im Gegensatz zur größeren Fläche fällt hier vor allem auf, dass die Nähe zu den 
bachbegleitenden Pappelbeständen hier zu einer Schattierung der angrenzenden Obstbäume und einem 
„fliehenden Kronenbild“ geführt hat.

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Abbildung 37: Frühlingsaspekt der Obstwiese 907.02 Weißer 
Mönch Nord. In den Baumscheiben blüht der in Köln gar nicht so 
häufig zu findende Doldenblütler Wiesen-Kerbel (Anthriscus 
sylvestris), eine typische Art der Fettwiesen. Die Bäume zeigen 
ein relativ unstrukturiertes Kronenbild mit vielfachen 
Überbauungen (April 2020).  
 
Abbildung 38: Die Nähe zu den bachbegleitenden Pappeln hat zu 
„fliehenden Baumkronen“ geführt. Im Vordergrund ist zu sehen, 
dass die ursprünglich zum Bach zeigenden Leitäste schon früh in 
ihrer Entwicklung gehemmt wurden. Sie verbleiben als schlecht 
versorgte, flach gestellte Fruchtäste am Baum, bis sie schließlich 
durch die mangelnde Photosyntheseleistung abgeworfen werden 
(April 2020).  
Im Förderzeitraum konnte ein Teil des Obstbaumbestandes erstmals durchpflegt werden. Dabei wurde darauf 
geachtet, keine übermäßigen Triebreaktionen bei den Bäumen auszulösen. Die Auslichtung und 
Neuformierung der Kronen wird in den kommenden Jahren auf mehrere Pflegeintervalle verteilt. Der nächste 
Pflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2020/21 vorgesehen.

Mitteilung Ausschuss

1748 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VI/67/671 
 
Vorlagen-Nummer  16.03.2021 
 0969/2021 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 22.04.2021 
Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 15.03.2021 
Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 15.03.2021 
Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 15.03.2021 
Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 15.03.2021 
Bezirksvertretung 5 (Nippes) 18.03.2021 
Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 15.04.2021 
Bezirksvertretung 8 (Kalk) 22.04.2021 
Bezirksvertretung 7 (Porz) 29.04.2021 
 
Monitoring Streuobstwiesen Köln 
Die NABU-Naturschutzstation hat mit dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen 2019 eine 
Vereinbarung über die Förderung der Baum- und Biotoppflege auf 28 Kölner Streuobstwiesen abge-
schlossen. Diese Vereinbarung wurde 2020 noch einmal erweitert und umfasst zum Zeitpunkt der 
Berichtserstellung 30 städtische Streuobstbestände. Die maximale Fördersumme beträgt 35.000 € 
pro Jahr. Der anliegende Bericht fasst die im Förderzeitraum 2019/20 durch die Station erbrachten 
Leistungen zusammen und ist als Erläuterung des tabellarischen Maßnahmenplans gedacht. 
 
Der Förderzeitraum umfasst alle Leistungen, die vom 16.11.2019 bis zum 15.11.2020 erbracht wor-
den sind. Mit dem Stichtag 15.11.2020 erfolgt der Verwendungsnachweis nach Beginn der Wintersai-
son 2020/21, so dass der Berichtszeitraum sowohl Teile der Wintersaison 2018/19 als auch den Be-
ginn des Winters 2019/20 abdeckt. Daher ist in den Bereichen Winterschnitt und Jungbaumpflanzung 
zu berücksichtigen, dass zum Stichtag erst ein Teil der für die Wintersaison 2020/21 geplanten Arbei-
ten umgesetzt worden ist. Gleiches gilt umgekehrt für die vergangene Wintersaison. 
 
Anlage: Bericht 
 
Gez. Greitemann

Beratungsverlauf (9)

18.03.2021 Bezirksvertretung 5 (Nippes)
TOP 10.2.16 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
15.04.2021 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler)
TOP 10.2.22 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
22.04.2021 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 7.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
22.04.2021 Bezirksvertretung 8 (Kalk)
TOP 10.2.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
26.04.2021 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal)
TOP 11.3.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
29.04.2021 Bezirksvertretung 7 (Porz)
TOP 10.2.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
03.05.2021 Bezirksvertretung 9 (Mülheim)
TOP 10.2.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
03.05.2021 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen)
TOP 10.2.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
31.05.2021 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld)
TOP 12.1.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (13)

  • Langenackerstraße
  • Belvederestraße
  • Ferdinand-Stücker-Straße
  • Kochwiesenstraße
  • Mennweg
  • Kasselberger Weg
  • Langeler Damm
  • Wesselinger Weg
  • Am Moosberg
  • Schwetzinger Straße
  • Unter den Birken
  • Am Weißen Mönch
  • Vor dem Dorf

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Details

Aktenzeichen
0969/2021
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
16.03.2021
Erstellt
10.03.2021 14:56