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V/0183/2022

Teilfortschreibung 3. Nahverkehrsplan - Beschluss zum Beteiligungsverfahren

Vorlagen 10.03.2022

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Anlage A

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Beschlussvorlage

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Anlage A

2255 Zeichen

Anlage A zur V/0183/2022
Kurzüberblick
Die Vorlage bietet die Grundlage für ein umfassendes, öffentliches Beteiligungsverfahren zur T eil-
Fortschreibung des 3. Nahverkehrsplans Stadt Münster. Inhalt des Beteiligungsverfahrens sind
Überlegungen zur Anpassung der Linienführung des Stadtbuskonzeptes in Norden
(Stadtbuslinien 6 und 8) in Verbindung mit einer Neuordnung der Hauptachsen des
Stadtbusverkehrs 6 und 8 sowie 15 und 16. Erst im Anschluss an das Beteiligungsverfahren wird
den politischen Gremien das Konzept zur Entscheidung vorgelegt.
Ziele/Teilziele/Zielerreichung
Der angesprochene Linientausch stellt einen ersten Schritt in Richtung eines zukunfts- und
leistungsfähigen ÖPNV-Angebotes dar. Die Maßnahme bietet deutlich verkürzte Reisezeiten bei
Aufrechterhaltung der Anbindung für die Außenstadtteile an die Innenstadt.
Vor der Entscheidung der Maßnahme sollen neben den Nutzern der Stadtbuslinien insbesondere
die Bewohner in den Außenstadtteilen, Sozialverbünde und –verbände und Anwohner der Kanal-
straße eingebunden werden. Ziel ist die Herstellung eines umfassendes Meinungsbildes der
Nutzer:innen.
Die zur Diskussion gestellte Maßnahme ist der Einstieg in die strategisch notwendige, leistungs-
fähigere Entwicklung des Stadtbusnetzes.
Finanzierung
Produktgruppe: 1201 Bereitstellung von Verkehrsflächen und –anlagen
Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja Nein
Auswirkungen auf den Finanzplan Ja X Nein
Im beschlossenen Haushaltsplan 2022 enthalten? X Ja Nein teilw.
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja X Nein
Bereits veranschlagt? Ja X Nein
Pflichtigkeitsgrad
Die Maßnahme/Leistung ist X vollständig
pflichtig
überwiegend
pflichtig
überwiegend
freiwillig
vollständig
freiwillig
Der Aufgabenträger Stadt Münster ist gemäß Regionalisierungsgesetz Nordrhein-Westfalen
(RegG NW) im Rahmen der Daseinsvorsorge verpflichtet, das ÖPNV-Angebot bei Bedarf
fortzuschreiben.
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration)
Die Maßnahmen dienen der weiteren Verbesserung des ÖPNV und damit insgesamt der
Stärkung des Umweltverbundes. Es ist zu erwarten, dass weitere Fahrgäste für den ÖPNV
gewonnen werden können und die Nutzung des eigenen PKW weiter abnimmt.

Beschlussvorlage

14899 Zeichen

V/0183/2022
V/0183/2022
Öffentliche Beschlussvorlage
Betrifft
T eilfortschreibung3. Nahverkehrsplan - Beschluss zum Beteiligungsverfahren
Beratungsfolge
30.03.2022 Ausschuss für Verkehr und Mobilität Vorberatung
06.04.2022 Hauptausschuss Vorberatung
06.04.2022 Rat Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
1. Die Verwaltung wird beauftragt, vor der Entscheidung über eine mögliche Neuordnung der
ÖPNV-Hauptachsen Albersloher Weg - Coerde / Weseler Straße – Kinderhaus, ein
umfassendes Beteiligungsverfahren durchzuführen.
2. Die Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens werden den politischen Gremien zur Vorbereitung
der Fortschreibung des 3. Nahverkehrsplanes zur Beschlussfassung vorgelegt.
II. Finanzielle Auswirkungen:
Es wird zur Kenntnis genommen, dass der Stadt Münster durch das Beteiligungsverfahren Kosten in
Höhe von ca. 10.000 € entstehen.
Die v.g. Sachentscheidung ist wie folgt zu finanzieren:
Teilergebnisplan
Nr. Bezeichnung Haush.-
jahr
Betrag
€
Bemerkungen
Produktgruppe 1201 Bereitstellung von
Verkehrsflächen und -anlagen
Zeile 16 Sonstige ordentliche
Aufwendungen
2022 10.000
Amt für Mobilität und Tiefbau
16.03.2022
Ihr/e Ansprechpartner/in:
Herr König
T elefon:492-6501
KoenigD@stadt-muenster.de

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V/0183/2022
Ergebnis 10.000
Die zur Finanzierung erforderlichen Ermächtigungen sind im Haushaltsplan 2022 bei der
o. g. Produktgruppe veranschlagt:
Begründung:
Zielsetzung und Prämissen
Der ÖPNV in Münster steht vor großen Herausforderungen, soll und muss er doch im sogenannten
Umweltverbundes zusammen mit dem Fußgänger- und Radverkehr eine deutlich stärke Rolle
einnehmen und damit wesentlich zum Mobilitätswandel sowie dem Erreichen der Klimaziele
beitragen. In unmittelbarer Konkurrenz zum motorisierten Individualverkehr muss er daher schneller
und verlässlicher werden, sind doch bei der Wahl des Verkehrsmittels neben dem Komfort
insbesondere die Reisezeit und Verlässlichkeit ein vorrangige Entscheidungskriterien für die
Verkehrsteilnehmer:innen.
Bereits im 3. Nahverkehrsplan der Stadt Münster wurde die Konzentration des Liniennetzes auf
Hauptachsen mit einer möglichst gestreckten, d.h. direkten und schnellen Linienführung sowie die
Sicherstellung der Erreichbarkeit der Altstadt wie auch des Hauptbahnhofes als zentrale Zielsetzung
der Gestaltung des Stadtbusnetzes genannt. Dabei versteht der Nahverkehrsplan unter Erreichbarkeit
der Altstadt mindestens die Bedienung einer der Haltestellen Ludgeriplatz, Domplatz und
Altstadt/Bült. Unter Berücksichtigung dieser Zielsetzung lassen sich daraus folgende
Planungsprämissen für die zukünftige, leistungsfähige Gestaltung des Stadtbusnetzes herleiten:
Als verlässliche Alternative zum motorisierten Individualverkehr und damit zur Generierung von
Wachstumspotenzialen:
• sollen die Linien des Stadtbusnetzes mit einer gestreckten Führung auf leistungsfähigen und
zu beschleunigenden Hauptachsen im Straßennetz konzentriert werden,
• werden die Achsen im Kernstadtbereich – aufgrund der Netzdichte – gestreckt und mit der
Bedienung einer „Altstadthaltestelle“ (Altstadt/Bült / Ludgeriplatz / Domplatz) geführt,
• erfolgt eine Differenzierung des Liniennetzes in Hochleistungslinien, die mindestens im 10‘-
T akt die Hauptachsen bedienen und Ergänzungslinien, die vor allem die verdichteten
Zwischenräume im Kernstadtbereich erschließen bzw. die Verbindung zwischen den
Außenstadtteilen sicherstellen,
• wird die Flächenerschließung – vor allem in den Außenbereichen - durch On-Demand- bzw.
Angebote der Nahmobilität ergänzt und
• erfolgt die Abstimmung und „physische“ Verknüpfung der vorgenannten Produkte des
Stadtbusverkehrs mit dem regionalen Bus- und Bahnangebot sowie mit weiteren
Mobilitätsangeboten, wie z.B. Carsharing, über Mobilstationen.
Verkehrsversuche als Basis weiterer Überlegungen
Erste Hinweise und positive Erfahrungen einer solchen strategischen Neuausrichtung des ÖPNV-
Netzes lassen sich aus den Verkehrsversuchen im Sommer/Herbst 2021 ableiten (vgl. Vorlage
V/0108/2022). Primäre Zielsetzung des Verkehrsversuches „Hörster Straße/Bült“ war die
Verbesserung der Aufenthaltsqualität, Belebung des Quartiers und Erhöhung der Verkehrssicherheit
in einem altstadtnahen Quartier. Dazu sollte vor allem der Durchgangs- und Parksuchverkehr im
Bereich Hörsterstraße/Martiniviertel unterbunden werden. Für die Dauer dieses Verkehrsversuches
wurden die Stadtbuslinien 6/8 sowie die Nachtbuslinie N82 ab der Haltestelle Eisenbahnstraße nicht
mehr über die Haltestelle Altstadt/Bült und über die Kanalstraße, sondern im Innenstadtbereich

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zwischen den Haltestellen Eisenbahnstraße und Pumpenhaus über die Fürstenbergstraße und
Gartenstraße in und aus Richtung Coerde bzw. zum Hauptbahnhof geführt. Die Erschließung des
Martini- und Kreuzviertel erfolgte im ca. 300 bis 400m Einzugsradius über die Haltestellen auf der
Gartenstraße bzw. über die Haltestellen auf der Nordstraße mit den Stadtbuslinien 15 und 16 (vgl. Bild
1).
Bild 1: Erschließungsqualität des Nordvierteles
Die nachfolgenden Aussagen sind dem Evaluationsbericht „Endbericht zur Evaluierung der
Verkehrsversuche Münster 2021“ entnommen und fassen die wesentlichen Erkenntnisse aus dem
Verkehrsversuch „Hörster Straße/Bült“ in Bezug auf die veränderte Führung der Stadtbuslinien 6/8
zusammen:
Seite 77 Evaluationsbericht:
…
Als weitere wichtige Erkenntnis lassen sich die Ergebnisse der gestreckten Linienführung der
Buslinien 6, 8 und N82 über die Achse Gartenstraßen / Fürstenbergstraße festhalten. Durch die
gestreckte Linienführung wurde der Linienweg deutlich verkürzt, wodurch sich die Fahrtzeiten
zwischen Hauptbahnhof und Coerde erheblich verringerten. In Fahrtrichtung Hauptbahnhof konnten
durch die geänderte Linienführung 5 Minuten Fahrzeit eingespart werden, in Fahrtrichtung Coerde
belief sich die Fahrzeitersparnis auf 7 Minuten. Diese Fahrtzeitersparnisse wurden im Abschnitt
Coerde – Hauptbahnhof während des Verkehrsversuches entsprechend in den Fahrplänen
berücksichtigt. Zudem zeigen die Daten der Stadtwerke, dass die Fahrgastzahlen während der
Linienverlegung stabil geblieben sind (Bild 2). Dem Rückgang der Ein- und Ausstiegszahlen an der
Kanalstraße steht sogar ein etwas höherer Zuwachs an Ein- und Ausstiegen an den Haltestellen
entlang der Gartenstraße /Fürstenbergstraße / Eisenbahnstraße gegenüber, wobei hier berücksichtigt

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werden muss, dass die Erhebungen zu unterschiedlichen Zeiträumen (Frühsommer / Spätsommer,
Schulzeit / Ferienzeit) stattfanden und dieser Fahrgastzuwachs somit nicht verlässlich nachgewiesen
werden kann.
Bild 2: Ein- und Aussteiger nach Haltestellen im Vergleich vor und während des
Verkehrsversuches (werktags, alle Linien, Quelle: Stadtwerke Münster)
Seite 102 Evaluationsbericht:
…
Bei den qualitativen Bewertungen wurde deutlich, dass eine Mehrzahl der Befragten die ÖPNV-
Erreichbarkeit der Innenstadt, insbesondere aus den Außenstadtteilen, durch den Verkehrsversuch
und die damit verbundene Umleitung des Buslinien 6, 8 und N82 negativ beeinflusst sahen. Diese
überwiegende Reaktion deckt sich mit früheren Erfahrungen der Stadt Münster bei der Veränderung
von Linienwegen im ÖPNV-Netz, da solche Eingriffe zu Beginn meist eine vergleichsweise starke
Ablehnung durch die Nutzer*innen hervorrufen. Die regelmäßige Nutzung des ÖPNV ist in der Regel
eng mit persönlichen, gewohnten Wegeketten und Zielen verknüpft, die sich aufgrund der
bestehenden ÖPNV-Anbindung bildeten bzw. ausgewählt wurden. Verändert sich diese ÖPNV-
Anbindung, verschlechtert sich für viele aktuelle Nutzer*innen aus subjektiver Perspektive zunächst
die ÖPNV-Anbindung des jeweils persönlich bestehenden Ziels – unabhängig davon, ob objektiv
gesehen ein Qualitätsgewinn erzielt wird, wie etwa die schnellere und zuverlässigere Verknüpfung
eines Außenstadtteils mit dem Hauptbahnhof. Im Gegensatz dazu bleibt positives Feedback von
Nutzer*innen, die von der Liniennetzänderung profitieren, in der Regel aus – was sich auch in der
Online-Umfrage zum Verkehrsversuch zeigte, in der geringen Anzahl positiver Rückmeldungen zur
Buslinienverlegung zu verzeichnen waren.
Seite 107 Evaluationsbericht:
…
Im Rahmen dieses Planverfahrens zur dauerhaften Verlegung der Linienwege müssen auch die
Auswirkungen auf die ÖPNV-Erreichbarkeit der Innenstadt sowie des Kreuz- und Martiniviertels

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berücksichtigt und planerisch beantwortet werden. Besonderes Augenmerk muss dabei auch auf die
individuellen Sorgen und Ängste der Menschen gelegt werden, die von den Angebotsveränderungen
direkt betroffen sind, insbesondere auch mit Blick auf die Außenstadtteile Coerde, Gremmendorf und
Wolbeck.
Diesen Hinweisen folgend, beabsichtigt die Verwaltung im Jahr 2022 ein umfassendes und breit
angelegtes Beteiligungsverfahren durchzuführen. Dabei sollen neben den Nutzern der
Stadtbuslinien insbesondere die Bewohner in den Außenstadtteilen, Sozialverbünde und –verbände
und Anwohner der Kanalstraße eingebunden werden. Die Beteiligungen sollen auf Basis des
nachfolgend beschriebenen Konzeptes stattfinden, welches schon Hinweise aus den
Verkehrsversuchen aufnimmt.
Konzept als Diskussionsgrundlage
Vor dem Hintergrund der vorgenannten Zielsetzung, das Stadtbusnetz auf schnellen Hauptachsen zu
bündeln und damit zukunfts- und leistungsfähiger zu gestalten sowie den Erfahrungen aus den
Verkehrsversuchen, leiten sich konkrete Maßnahmen zum grundlegenden Einstieg in die Neuordnung
des Liniennetzes ab. Entsprechend der Erfahrungen und Ergebnisse des Verkehrsversuches
Hörsterstraße/Bült ist aus Sicht der Verwaltung in Abstimmung mit der Stadtwerke Münster GmbH
bieten sich hierfür die Stadtbuslinien 6/8 sinnvoll und zielführend an.
Eine wesentliche Erkenntnis der Verkehrsversuche war, dass auf der Achse der Stadtbuslinien 6/8 mit
der direkten Linienführung über Fürstenbergstraße / Gartenstraße in Fahrtrichtung Coerde 5 Minuten
und in Fahrtrichtung Hauptbahnhof 7 Minuten eingespart werden können. Weitere Fahrzeitgewinne
können sich durch die Auflassung der Piusallee ergeben. Hier lassen sich zusätzlich 3 Minuten
Fahrzeitgewinn zwischen Coerde und der Innenstadt gewinnen. Unter konsequenter Ausnutzung der
ÖPNV-Beschleunigung können somit Fahrtzeitgewinne, die bis fast hin zu einer Halbierung der
heutigen Fahrzeit gehen, erreicht werden.
Ein Hauptkritikpunkt während des Verkehrsversuches war, dass mit der Verlegung der Stadtbuslinien
6/8 aus der Kanalstraße in die Achse Gartenstraße/Fürstenbergstraße diese Stadtbuslinien keine der
vorgenannten altstadtnahen Haltestellen (Ludgeriplatz, Altstadt/Bült oder Domplatz) bedienen. Damit
würden die Stadtteile Wolbeck, Gremmendorf, Angelmodde und Coerde signifikant schlechter als die
übrigen Außenstadtteile an den zentralen Altstadtbereich angebunden. Dieser Nachteil lässt sich
durch einen T auschder Linienäste in den Korridoren Coerde (6/8) und Kinderhaus (15/16) beheben.
Aufgrund der fahrplantechnischen Überlagerung von zwei 20minütigen Grundtakten auf der Achse
Albersloher Weg sowie dem Stadtteil Coerde über den Hohen Heckenweg, gewähren die
Stadtbuslinien 6/8 heute einen 10‘-T akt.Dem hohen Fahrgastaufkommen folgend wurde die Linie 6
über den Albersloher Weg bereits auf einen 10’-T aktverdichtet. Die maximale Fahrgastnachfrage im
Querschnitt auf diesen Hauptachsen des Stadtbusnetzes liegt bei ca. 10.000 Fahrgästen pro
Werktag. Ein Großteil der Fahrgäste nutzt dabei im Status Quo vor allem den Hauptbahnhof zum Ein-
/Aus- oder Umstieg sowie die altstadtnahen Haltestellen Altstadt/Bült bzw. Ludgeriplatz.
Mit dem im Folgenden beschriebenen T ausch der Achsenzuordnung würde der Grundsatz erfüllt,
dass jede Hauptachse im Stadtbusverkehr zusätzlich zum Hauptbahnhof entweder über die
Haltestelle Altstadt/Bült oder Ludgeriplatz geführt wird. Der Südast der Stadtbuslinien 6/8 soll
demnach ab Hauptbahnhof mit dem Nordast der Linien 15/16 verknüpft und damit über die Haltstelle
Altstadt/Bült geführt werden. Der Nordast der Linien 6/8 dagegen soll mit dem Südast der Linien 15/16
verknüpft und damit über die altstadtnahe Haltestelle Ludgeriplatz geführt werden. Mit dem T ausch
der Linienäste werden diese Hauptachsen des Stadtbusnetzes deutlich gestreckter durch den
Innenstadtbereich geführt und stellen gleichzeitig die altstadtnahe Anbindung über Altstadt/Bült bzw.
Ludgeriplatz für die Fahrgäste aus und in Richtung Coerde bzw. über den Albersloher Weg sicher an
die Haltstelle Altstadt/Bült sicher (Bild 3).

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V/0183/2022
Bild 3: Linienzuordnung nach Tausch der Äste
Mit der Führung der Achse der Linien 6/8 über Nordstraße/Grevener Straße bzw. der Linien 15/16 mit
gestrecktem Linienweg über Fürstenbergstraße/Gartenstraße ist die Erschließung des Nordviertels –
einschließlich der Kanalstraße - flächendeckend im 300 bis 400m über die beiden Stadtbusachsen
sichergestellt. Die betrieblich und städtebaulich kritische Linienführung durch das Martiniviertel über
die Hörsterstraße ist nicht mehr erforderlich.
Mit der Verknüpfung des Südastes der Stadtbuslinie 6 mit dem Nordast der Stadtbuslinie 15 kann
eine erste durchgängige Hochleistungslinie im 10‘-T aktentwickelt werden. Beide Linienäste werden
aufgrund der hohen Fahrgastnachfrage im Korridor Albersloher Weg bzw. Kinderhaus schon heute in
der Hauptverkehrszeit im 10’-T akt bedient. Mit der Verknüpfung dieser beiden Linienäste kann ein
betrieblich optimierter, durchlaufender 10‘-T aktrealisiert werden. Dieser 10‘-T aktüber den Albersloher
Weg ist kompatibel zur geplanten Leistungssteigerung im Korridor Albersloher Weg im Sinne des
Bus-Schiene-Konzeptes mit Reaktivierung der WLE (vgl. Vorlage V/0891/2021 „T eilfortschreibung3.
Nahverkehrsplan Stadt Münster“).
Der T auschder Linienäste und die Entwicklung dieser leistungsfähigen Hauptachsen trägt ebenfalls
der Elektrifizierung und damit einem emissionsfreien Stadtbusverkehr Rechnung. Über die
dezentralen Ladestationen an der Endhaltestelle Coerde für die geplante Achse der 15/16 und der
geplanten Ladestation am Bahnhof Hiltrup u.a. für die Stadtbuslinie 6 ist der vollelektrische Betrieb
dieser beiden Hauptachsen des Stadtbusverkehrs sichergestellt.
Mit dem T ausch der Linienäste 6/8 und 15/16 sowie den gestreckten Linienführungen im
Innenstadtbereich gelingt der Einstieg in die strategisch notwendige, leistungsfähigere Entwicklung
des Stadtbusnetzes. Im Zusammenspiel mit der durchlaufenden Busspur vom Ludgeriplatz über
Hauptbahnhof bis zum Landeshaus und der vorgenannten Zielsetzung, können so alle Hauptachsen
im Stadtbusnetz im Hinblick auf die notwendigen Wachstumspotenziale zukunftsfähig weiterentwickelt
werden.

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V/0183/2022
Weiteres Vorgehen
Im Anschluss an das Beteiligungsverfahren wird die Verwaltung in Abstimmung mit der Stadtwerke
Münster GmbH der Politik ein ggf. auf Grundlage des Beteiligungsverfahrens überarbeitetes Konzept
zur Beschlussfassung vorlegen.
In Vertretung
gez.
Robin Denstorff
Stadtbaurat
Anlagen: Anlage A

Beratungsverlauf (3)

30.03.2022 Ausschuss für Verkehr und Mobilität
TOP 6.3 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
06.04.2022 Hauptausschuss
TOP 13 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
06.04.2022 Rat
TOP 20 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (14)

  • Weseler Straße
  • Kanalstraße
  • Gartenstraße
  • Nordstraße
  • Fürstenbergstraße
  • Eisenbahnstraße
  • Hörsterstraße
  • Ludgeriplatz
  • Albersloher Weg
  • Grevener Straße
  • Kinderhaus
  • Domplatz
  • Piusallee
  • Heckenweg

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Details

Aktenzeichen
V/0183/2022
Typ
Vorlagen
Datum
10.03.2022
Erstellt
07.03.2022 17:31