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3700/2024

Abschlussbericht und weiteres Vorgehen betreffend "Masterplan Kommunale Sicherheit (MaKoS)"

Beschlussvorlage Ausschuss 31.01.2025

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Nächste Beratung: Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales, Sitzung am 19.05.2025, TOP 10.2

Beschlussvorlage Ausschuss

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Ansehen

Anlage 2 - Lokale Agenda

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Anlage 4_Beantwortung Anfragen Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren

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Anlage 7 - Top 5.1_Auszug aus dem Beschlussprotokoll

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Anlage 5_Erläuterungen von Herrn Prof. Schubert zur Quartiersauwahl

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Anlage 6 - Niederschrift ASSS 23.01.2024 zu 3700_2024

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Anlage 3- Maßnahmenempfehlungen schulische Kriminalprävention

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Anlage 8 - AG78 Stellungnahme Masterplan_final 2.0

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Anlage 1 - MaKoS-Schlussbericht

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Ansehen

Beschlussvorlage Ausschuss

11033 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
I/I-3 
 
Vorlagen-Nummer 
 3700/2024 
Freigabedatum 19.12.2024 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Abschlussbericht und weiteres Vorgehen betreffend "Masterplan Kommunale 
Sicherheit (MaKoS)"  
Beschlussorgan 
Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales beauf-
tragt die Verwaltung 
 
1. das Verfahren des Masterplans Kommunale Sicherheit als Frühwarnsystem weiterzu-
entwickeln und in bestehende Strukturen dauerhaft zu implementieren. 
2. den Masterplan Kommunale Sicherheit in mittelfristigen Abständen (drei bis fünf Jah-
ren) unter Berücksichtigung aktueller Daten fortzuschreiben.  
3. die entwickelte „Lokale Agenda“ für die ausgewählten Quartiere in Kalk und Ehrenfeld 
(Anlage 2) im Rahmen des Fachkreises Plätze mit besonderem Handlungsbedarf 
(PmbH) des Kriminalpräventiven Rates umzusetzen. Die gemeinsamen Schnittstellen 
mit dem Masterplan Sauberkeit (1674/2024) haben dabei erhöhte Priorität. 
4. sukzessive weitere Bereiche/Quartiere aus den Erkenntnissen des Masterplanes Kom-
munale Sicherheit heraus zu identifizieren und im Rahmen des Fachkreises PmBH ab-
zuarbeiten.  
5. die entwickelten Empfehlungen für die schulische Kriminalprävention (Anlage 3) unter 
Beteiligung der entsprechenden Stakeholder mit dem Ziel der Umsetzung zu erörtern. 
 
Integrationsrat 21.01.2025 
Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 23.01.2025 
Bezirksvertretung 8 (Kalk) 23.01.2025 
Ausschuss Schule und Weiterbildung 27.01.2025 
Gesundheitsausschuss 28.01.2025 
Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 03.02.2025 
Jugendhilfeausschuss 04.02.2025 
Stadtentwicklungsausschuss 06.02.2025 
Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / In-
ternationales 24.03.2025

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung 
 
Bisherige Schritte  
Im Mai 2022 hat der Rat der Stadt Köln die V erwaltung beauftragt, einen „Masterplan Kommu-
nale Sicherheit“ zu erstellen. Als Ziel soll der Masterplan – unter Einbeziehung der einschlägi-
gen Stakeholder – geeignete Maßnahmen entwickeln und in einen Umsetzungsprozess brin-
gen, der im öffentlichen Raum der Stadt Köln zu einer Erhöhung des Sicherheitsgefühls und 
zur V erbesserung der Aufenthaltsqualität beiträgt.  
Zur V orbereitung wurden Untersuchungen im Rahmen eines Mixed-Method-Ansatzes durch-
geführt. Mittels eines quantitativen Zugriffs wurde die objektive Sicherheitslage und im Rah-
men eines qualitativen Zugriffs wurden Hinweise ermittelt, wie sich die subjektive Sicherheits-
wahrnehmung im räumlichen Kontext von Kölner Quartieren darstellt. Die V erwaltung wurde 
bei der Erstellung des Masterplans durch Herrn Prof. Dr. Schubert von „Sozial Raum Manage-
ment“ (Büro für Forschung und Beratung) aus Hannover fachlich und methodisch unterstützt. 
V or diesem Hintergrund wurde für die weitere Ausgestaltung des „Masterplans Kommunale 
Sicherheit“ ein Satz von Indikatoren zusammengestellt, die den Fokus auf die Früherkennung 
von Sicherheitsproblemen richten: 
 Bevölkerungsfluktuation;  
 Ordnungswidrigkeiten und soziale Unordnung; 
 Erhöhte Häufigkeit von Polizeieinsätzen an Schulen der Sekundarstufe I, 
 Entwicklung der Straßenkriminalität laut Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) und 
 Schwerpunkte der Problemimmobilien. 
Die V erwaltung hatte zuletzt mit der Mitteilung 1474/2024 über den seinerzeitigen Bearbei-
tungsstand berichtet.  
 
Wesentliche Ergebnisse 
Der Masterplan Kommunale Sicherheit wird eine Funktion als Frühwarnsystem erfüllen kön-
nen. Insbesondere durch den kleinräumigen Blickwinkel, lassen sich bestehende und sich ent-
wickelnde Probleme frühzeitig erkennen. Seine Tiefenschärfe stellt ein besonderes Qualitäts-
merkmal dar, da adäquate abgeleitete Maßnahmen fokussiert werden können und nicht in der 
Breite gestreut werden müssen.  
Der Masterplan ist dreistufig aufgebaut:  
1. In der ersten Stufe wurde eine Indikatoren-Analyse über die 570 statistischen Quar-
tiere in Köln durchgeführt, um die Stadtgebiete mit einem besonderen Handlungsbe-
darf zu identifizieren. Berücksichtigt wurden die Indikatoren der objektiven Sicherheits-
lage, indem PKS-Daten sowie Einsatzdaten der Kölner Polizei, aber auch Informatio-

3 
nen des Amtes für öffentliche Ordnung über Phänomene der Unordnung in den öffent-
lichen Räumen ausgewertet wurden.  
Neben der Straßenkriminalität und Zeichen der Unordnung (wie z.B. die Müllbelastung 
im öffentlichen Raum) kamen weitere Indikatoren zur Anwendung: eine – mangels 
Ortsbindung – geringe Verantwortungsübernahme der Bewohnerschaft (infolge einer 
hohen Bevölkerungsfluktuation) und die Häufigkeit von Polizeieinsätzen sowie Strafta-
ten in und an Schulen. 
Es wurden somit Quartiersbezogene Datensets ermittelt, die verschiedene Auswer-
tungsmöglichkeiten zulassen.  
2. In der zweiten Stufe wurden die gewonnenen Ergebnisse im Austausch mit Fachex-
perten der Kriminalprävention sowie Schlüsselpersonen der Kölner Stadtverwaltung 
bewertet.  
Mit schulbezogenen Akteuren wurde in einem Workshop am 23. Mai 2024 herausgear-
beitet, wie Wege der schulexternen Kooperation ausgebaut werden können, um die 
Schulen bei der Bewältigung der zunehmenden Gewaltthematik besser zu unterstüt-
zen, und welche Ansätze der Kriminalprävention in den Schulen für notwendig erachtet 
werden.  
In einem raumbezogenen Workshop am 16. Mai 2024 wurden Gebiete für vertiefende 
Analysen ausgewählt, die im Jahr 2023 durch eine sehr hohe Fluktuationsrate und 
sehr hohe Kriminalitätsbelastung aufgefallen sind.  
3. In der dritten Stufe wurden vertiefende Untersuchungen in den Kalker Quartieren Trim-
bornstraße und Vorsterstraße (im Umfeld des Bahnhofs Trimbornstraße und der 
Kalker Post), in den Ehrenfelder Quartieren Leo-Amann-Park und Hansemannstraße 
(im Umfeld des Bahnhofs Ehrenfeld) sowie in der Siedlung Madaus – Auf dem Eichen-
brett durchgeführt.  
Das eingesetzte Instrumentarium klärte die Sicherheitslage anhand von fünf Baustei-
nen auf:  
 die Identifizierung von lokalen Hotspots – differenziert nach Straßen – auf der 
Basis der Polizeilichen Kriminalstatistik,  
 die Durchführung von Audits der städtebaulichen Kriminalprävention zur Be-
wertung der Raum- und Beleuchtungsqualitäten, 
 Interviews mit Passanten zur Ermittlung der Ausprägung affektiver und konati-
ver Kriminalitätsfurcht,  
 die Sammlung von Hintergrundinformationen im Gespräch mit lokalen Stake-
holdern und  
 einige Beobachtungen im öffentlichen Raum zur Abbildung des Nutzungsver-
haltens.  
Auf dieser Grundlage wurden Maßnahmen für die Quartiere in Kalk und Ehrenfeld zur 
Verringerung der Straßenkriminalität und der affektiven Kriminalitätsfurcht abgeleitet 
und nach vier Handlungsperspektiven gegliedert: 
 Empfehlungen zur Gestaltung des öffentlichen Raumes 
 Empfehlungen zum Umgang mit problembehafteten Schnittstellen zwischen 
privaten und öffentlichen Räumen 
 Empfehlungen zum Dialog mit der Wohnbevölkerung und den Gewerbetreiben-
den im Allgemeinen sowie mit problemverursachenden Gruppen im Besonde-
ren 
 Empfehlungen zur Erhöhung der formellen Kontrollen  
Aufgezeigt wurden auch die Schnittstellen mit dem Masterplan Sauberkeit.

4 
In einem abschließenden interdisziplinären Austausch mit Schlüsselpersonen der Kölner Äm-
ter, der Bezirksregierung und der Kölner Polizei am 25. September 2024 wurden das dreistu-
fige MaKoS-Verfahren und die gewonnenen Erkenntnisse für ein ressortübergreifend abge-
stimmtes Handeln positiv bewertet.  
Die Ergebnisse des Masterplanes Sicherheit können der beigefügten Anlage 1 entnommen 
werden.  
 
Weiteres Vorgehen  
Aus den Erkenntnissen des Masterplanes Sicherheit heraus werden fünf weitere Arbeitspa-
kete durch die Verwaltung zur Bearbeitung vorgeschlagen: 
1. Weiterentwicklung als Frühwarnsystem und Implementierung in bestehende Struk-
turen  
2. Fortschreibung in mittelfristigen Abständen (drei bis fünf Jahren)  
3. Umsetzung der „Lokalen Agenda“ für die ausgewählten Quartiere in Kalk und Eh-
renfeld  
4. Identifizierung weiterer Bereiche/Quartiere und Erarbeitung im Rahmen des Fachkrei-
ses  
5. Erörterung der entwickelten Empfehlungen für die schulische Kriminalprävention unter 
Beteiligung der entsprechenden Stakeholder  
Zu 1. und 2.  
Der Masterplan Kommunale Sicherheit ist als Frühwarnsystem für Köln zu verstehen: In ge-
fährdeten Quartieren können frühzeitig Strategien zur Erhöhung der objektiven Sicherheit und 
zur Verringerung der affektiven Kriminalitätsfurcht unter sensiblen Bewohnergruppen entwi-
ckelt und weitergehend passgenaue Präventionsmaßnahmen abgeleitet werden. In der mittel-
fristigen Wiederholungsperspektive ist der Masterplan Kommunale Sicherheit fortschreibungs-
fähig. 
Eine Stärke des Masterplan-Verfahrens besteht darin, dass die Verfahrensschritte im Abstand 
von drei bis fünf Jahren wiederholt werden können. Dabei können weitere Quartiere, in denen 
sich eine negative Entwicklung der Sicherheit abzeichnet, identifiziert werden. Unter einer 
Evaluationsperspektive lässt sich aber auch überprüfen, ob die Maßnahmen in zuvor vertieft 
betrachteten Teilräumen Wirkung gezeigt haben. 
Zu 3.  
Die aus dem Masterplan Kommunale Sicherheit gewonnenen Erkenntnisse wurden für die Be-
reiche Kalk und Ehrenfeld bereits in erste Maßnahmenempfehlungen im Sinne einer Lokalen 
Agenda überführt.  
Zielsetzung ist es nun, diese Lokale Agenda im Rahmen des Fachkreises „Plätze mit beson-
derem Handlungsbedarf“ (PmbH) in erprobten und methodisch leistungsfähigen Strukturen 
(Arbeitsgruppen-Format) weiterzuentwickeln und umzusetzen. Auch wenn es sich bei den 
Quartieren nicht um Plätze im eigentlichen Sinne handelt, so sind aus Sicht der Verwaltung 
diese etablierten Strukturen des PmbH geeignet um effizient die notwendigen Maßnahmen 
umzusetzen.  
Zu 4.  
Der Masterplan Kommunale Sicherheit enthält auch die Betrachtung weiterer Räume und 
Quartiere. Im Rahmen einer verwaltungsinternen Analyse soll geprüft werden, ob hier auch 
weitere Maßnahmenbündel gefunden werden können, die – wie unter 3. beschrieben – abge-
arbeitet werden können.  
Zu 5.

5 
Wie in Anlage 3 dargestellt wurden Maßnahmen identifiziert, die den schulischen bzw. päda-
gogischen Bereich betreffen. Diese Maßnahmen werden durch das Zentrum für Kriminalprä-
vention und Sicherheit mit den maßgeblichen Akteur*innen analysiert und hinsichtlich der Um-
setzungsfähigkeit und -notwendigkeit erörtert.  
 
Evaluation  
Die Verwaltung wird Ende 2025 über die Umsetzung der vorgenannten Maßnahmen in den 
zuständigen Gremien berichten.  
  
Anlagen: 
 Anlage 1:  Abschlussbericht „Masterplan Kommunale Sicherheit“ (MaKoS) 
 Anlage 2:  Lokale Agenda für die ausgewählten Quartieren Kalk und Ehrenfeld 
 Anlage 3:  Maßnahmenempfehlungen „Schulische Kriminalprävention“

Anlage 2 - Lokale Agenda

10500 Zeichen

Lokale Agenda für die 
ausgewählten Quartiere in 
Kalk und Ehrenfeld
Handlungsempfehlung aus dem Masterplan 
„Kommunale Sicherheit“ 
Zentrum für Kriminalprävention und Sicherheit I/3

Beschreibung
In den Stadtteilen Ehrenfeld und Kalk werden an folgenden Bereichen bessere 
Beleuchtungen benötigt, um Angsträume zu reduzieren. 
Die Lampen der Laternen sollten unterhalb der Baumkronen angebracht werden 
(Überprüfung und ggf. Rückschnitt). Anbringung von smarten Lampen (LED)
Kalk:
 Eine bessere Ausleuchtung im 
Umfeld des S-Bahnhofs 
Trimbornstraße (DHL-
Abholstation) und smartgeführte 
Lichtanbringung in Richtung Kalk 
Post 
Ehrenfeld: 
 Heliosstraße und Bartholomäus-
Schink-Straße
 in den öffentlichen Zonen 
unmittelbar hinter den Ausgängen 
aus dem Bahnhof Ehrenfeld
 in der Unterführung der Venloer
Straße
 auf der Vogelsanger Straße 
(Bessere Beleuchtung für 
Schüler*innen)
Beleuchtung
Priorität
hoch mittel niedrig
Akteur*innen
 64-2 Öffentliche Beleuchtung
 67 - Amt für Landschaftspflege und 
Grünflächen
 Rheinenergie
Umsetzung
Kurzfristig
< 3 Monate
Mittelfristig
3-9 Monate
Langfristig
> 9 Monate
Wirkung
Durch eine bessere Ausleuchtung werden Angsträume abends, nachts und in 
den frühen Morgenstunden verringert. Eine bessere Ausleuchtung der 
Bereiche führt zu einer besseren Einsicht der Wege und zu einem gesteigerten 
Sicherheitsgefühl. 
1
2

Beschreibung
Ein Rückschnitt von Baumkronen ist essenziell, um die Beleuchtungssituation vor 
Ort zu verbessern und ggf. die Höhe der Laternenmasten anzupassen.  Eine 
jährliche Begehung/Überprüfung der Baumkronen ist notwendig. 
Kalk:
 Prüfung der 
Beleuchtungssituation (Fehlendes 
Licht durch zu hoch gewachsene 
Baumkronen in ganz Kalk)
Ehrenfeld: 
 Auf der Venloer Str.
 Ausgang Bahnhof Ehrenfeld
Rückschnitt von Baumkronen
Priorität
hoch mittel niedrig
Akteur*innen
 64-2 Öffentliche Beleuchtung
 67 - Amt für Landschaftspflege und 
Grünflächen
 Rheinenergie
Umsetzung
Kurzfristig
< 3 Monate
Mittelfristig
3-9 Monate
Langfristig
> 9 MonateWirkung
Wenn die Baumkronen zurückgeschnitten sind, fällt mehr Licht auf die 
Gehwege. Durch eine bessere Ausleuchtung werden Angsträume abends, 
nachts und in den frühen Morgenstunden verringert. Eine bessere 
Ausleuchtung der Bereiche führt zu einer besseren Einsicht der Wege und zu 
einem gesteigerten Sicherheitsgefühl. 
2
3

Beschreibung
In Kalk und Ehrenfeld gibt es Verbesserungsmöglichkeiten in Bezug auf Sauberkeit 
(intensive und bedarfsgerechte Hotspotreinigung). 
Prüfung für Pilotisierung in Kalk und Ehrenfeld mit anschließender Ausweitung auf 
das gesamte Stadtgebiet. 
Kalk:
 Prüfung der Sauberkeit 
in Köln Kalk (ggf. 
häufigere Reinigung, 
mehr Papierkörbe, To-
Go-Reste)
Ehrenfeld: 
 im Umfeld des Bahnhofs Ehrenfeld. 
 Anbieter von Imbissen, Fast Food und To-Go-
Produkten zur Einführung eines 
Mehrwegsystems für Behälter zu verpflichten 
oder zur Übernahme selbst organisierter 
täglicher Reinigung der Umgebung ihrer 
Standorte
 Mehr Abfallkörbe
 Häufigere Reinigungs- und Leerungszyklen
Sauberkeit
Priorität
hoch mittel niedrig
Akteur*innen
 AWB
 VIII
 32
Umsetzung
Kurzfristig
< 3 Monate
Mittelfristig
3-9 Monate
Langfristig
> 9 Monate
Wirkung
Sauberkeit und Sicherheit sind zwei Aspekte, die untrennbar sind (s. Broken-
Windows-Theorie). Ein sauberes Umfeld führt zur Steigerung des 
Sicherheitsgefühls und Verbesserung der Aufenthaltsqualität. 
Schnittstelle 
zu 
Masterplan 
Sauberkeit
Vorschlag I/3  Projekt 
„Stadtmeister“ Hilden
3
4

Beschreibung
In einigen Bereichen fehlen öffentliche Toilettenanlagen. 
Kalk:
 Im Bereich der Kalker
Hauptstraße/Trimbornstraße
fehlt eine öffentliche Toilette 
(m/w/d). 
 Gastronomen für das Konzept 
„Happy Toilet“ gewinnen. 
Ehrenfeld: 
 Venloer Str. 
Toiletten
Priorität
hoch mittel niedrig
Akteur*innen
 AWB
 VIII
Umsetzung
Kurzfristig
< 3 Monate
Mittelfristig
3-9 Monate
Langfristig
> 9 MonateWirkung
Prävention und Vermeidung von Verunreinigung durch Kot und Urin. 
Schnittstelle 
zu 
Masterplan 
Sauberkeit
4
5

Beschreibung
Kriminalpräventive Kampagnen zur Verhaltensprävention bei 
Diebstahl und anderen Gefahren. Unter Berücksichtigung der beiden 
Quartiere (Kalk und Ehrenfeld) ist eine stadtweite Kampagne 
zielführender. 
Kalk:
 Zielgruppenspezifische 
Präventionsmaßnahmen (u. a. 
an der Trimbornstraße)
 Schulprävention
Ehrenfeld:
 Zielgruppenspezifische 
Präventionsmaßnahmen
 Partymilieu
 Schulprävention
Kriminalpräventive Kampagnen
Priorität
hoch mittel niedrig
Akteur*innen
 Polizei Köln
 I/3 
 Streetwork/ASC
 Schulpsychologischer Dienst
Umsetzung
Kurzfristig
< 3 Monate
Mittelfristig
3-9 Monate
Langfristig
> 9 MonateWirkung
Präventive Maßnahmen zum Selbstschutz steigern das 
Sicherheitsgefühl und erschweren Tätern in Besitz von Diebesgut zu 
gelangen. 
5
6

Beschreibung
Die Sicherheit von Bürger*innen und Passant*innen muss an den Haltestellen 
gewährleistet werden. Eine Vermeidung von Angsträumen, eine Übersicht 
über Fluchtwege und einsehbare Gestaltung sind hier von essenzieller 
Bedeutung. 
Kalk:
 Städtebauliche Aufwertung 
der Achse Trimbornstraße
und Kalk Post
 Verbesserung der 
Beschilderung
Ehrenfeld:
 Neues Nutzungs- und Gestaltungs-
konzept der Bahnbögen in der 
Bartholomäus-Schink-Straße
 Elektronische Anzeigen (Displays) in den 
Ein- und Ausgangstunneln des Bahnhofs 
Ehrenfeld
 Wegeleitsystem für Fußgänger 
entwickeln (Bahnhofsdreieck DB, KVB-U-
Bahn, KVB-Ringe-Bahn)
Verbesserung der Situation anHaltestellen
Priorität
hoch mittel niedrig
Akteur*innen
 KVB
 Deutsche Bahn
 Ggf. Einschätzung Polizei
 Ggf. Einschätzung 32
 Ggf. Einschätzung I/3
Umsetzung
Kurzfristig
< 3 Monate
Mittelfristig
3-9 Monate
Langfristig
> 9 Monate
Wirkung
Eine Verbesserung der Gesamtsituation an Haltestellen führen zu 
einer besseren Orientierung von Passant*innen und einem 
gesteigerten Sicherheitsgefühl (positive Außenwirkung in der 
Besucherschaft.) 
6
7

Beschreibung
Städtebauliche Kriminalprävention ist ein wesentlicher Bestandteil in 
der Verhinderung von Straftaten. Die Gestaltung öffentlicher 
Bereiche mit besserer Einsicht führt zur Beseitigung von 
Angsträumen und damit zu einem erhöhten Sicherheitsgefühl.  
Kalk:
 Erhöhung der 
Transparenz (z.B. 
Entfernen von Nischen, 
Verringerung des 
ruhenden Verkehrs)
 Sicherstellung breiter 
Fußwege in 
Wohnstraßen
Ehrenfeld:
 Eingeschränkt durchgeführte 
Einbahnstraßenregelung auf weitere 
Abschnitte der Venloer Straße erweitern, um 
Platz für Aufenthaltsräume zu schaffen und 
die Unfallbelastung wegen der 
Verkehrssituation zu verringern. 
 Ecke Bartholomäus-Schink-Straße befindet 
sich die Brache des ehemaligen Postamts 
(vermittelt abends einen Angstraum)
Städtebauliche Kriminalprävention
Priorität
hoch mittel niedrig
Akteur*innen
 Stadtplanungsamt 61
 Einschätzung Polizei Köln
 Ggf. Einschätzung 32
 Ggf. Einschätzung I/3
Umsetzung
Kurzfristig
< 3 Monate
Mittelfristig
3-9 Monate
Langfristig
> 9 Monate
Wirkung
Öffentliche Bereiche/Räume die kriminalpräventiv gestaltet sind, 
steigern das Sicherheitsgefühl von Bürger*innen und können 
Straftaten vorbeugen.
7
8

Beschreibung
Schrottfahrräder in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn 
kurzfristig entfernen. 
Fahrradstellplätze überprüfen und ggf. neue Standorte festlegen
Fahrradstellplätze und Entfernung von Schrottfahrrädern
Priorität
hoch mittel niedrig
Akteur*innen
 32 „sag‘s uns!“
 Fahrradbeauftragter
 AWB? 
 Dez. III
Umsetzung
Kurzfristig
< 3 Monate
Schrottfahrräder
Mittelfristig
3-9 Monate
Fahrradstellplätze
Langfristig
> 9 Monate
Wirkung
Das Gesamtbild der Stadt wirkt aufgeräumter, weniger verwahrlost 
und ordentlicher. Fahrräder können bei mehr Fahrradstellplätzen 
ordnungsgemäß angebracht werden und damit diebstahlsicher 
abgestellt werden. Eine Ansammlung von Schrottfahrrädern führt zu 
einer vermehrten Anhäufung weiterer Schrottfahrräder (Broken-
Windows-Effekt). 
8
9

Beschreibung
Für wohnungslose, alkoholabhängige als auch drogenkonsumierende 
Personen sollten mehr Hilfsangebote geschaffen werden. 
Kalk:
 Wohnungslose und 
alkoholabhängige 
Personen im Umfeld der 
Kalker Hauptstraße zur 
bestehenden Anlaufstelle 
vermitteln.
Ehrenfeld:
 Wohnungslose und 
drogenabhängige Personen im 
Umfeld der Kalker Hauptstraße zu 
den bestehenden Anlaufstellen 
vermitteln. (siehe dazu: Protokoll 
des Abschlussworkshops)
Schaffung von Ausweichorten für obdachlose und/oder abhängige Personen
Priorität
hoch mittel niedrig
Akteur*innen
 Dezernat V
 Gesundheitsamt 53 
 ASC 535 
 Streetwork 51
 Amt für Soziales 50
Umsetzung
Kurzfristig
< 3 Monate
Mittelfristig
3-9 Monate
Langfristig
> 9 Monate
Wirkung
Der Drogenkonsum wird medizinisch begleitet und findet nicht im 
öffentlichen Raum statt. Obdachlose Personen finden Schutz vor 
Umwelteinflüssen (Z.B. Regen, Hitze, Kälte). 
9
10

Beschreibung
Bürger*innen fühlen sich an bestimmten Bereichen in Kalk und 
Ehrenfeld unsicher. Security-Dienstleister, Kontaktbeamte der Polizei, 
Präsenz vom OD oder Kümmer*innen würden das Unsicherheits-
gefühl in den Bereichen verringern. 
Kalk:
 Security-Dienst im Bürgerhaus 
Kalk
 Aufnahme des Bürgerhauses 
Kalk im „Kriminalpräventiven Rat 
Kalk“
 Einführung von Kontaktbeamten
Ehrenfeld:
 Mehr Sicherheitspersonal 
im Bereich Bahnhof 
Ehrenfeld an den 
Wochenenden. 
 Kümmer-Personen. 
Sicherheitsdienste/Kümmer*innen
Priorität
hoch mittel niedrig
Akteur*innen
 Bürgeramt Kalk 02
 KPR Kalk 
 KVB Sicherheitspersonal
 Polizei Köln 
 32 
 I/3 (Kümmer*innen)
 Externe Dienstleister
Umsetzung
Kurzfristig
< 3 Monate
Mittelfristig
3-9 Monate
Langfristig
> 9 Monate
Wirkung
Sicherheit wird durch Ansprechpartner*innen vor Ort vermittelt. 
Vorschlag I/3 
gemeinsame 
Bestreifung KVB, 32 
Polizei
Vorschlag I/3 
gemeinsame 
Anlaufstellen inkl. 
Kümmer*innen
10
11

Beschreibung
Vermüllung, Vandalismus und Lagern können durch 
Schließungen/Umzäunungen der Spielplätze/Grünflächen reduziert 
werden. 
Beispielsweise könnten Spielplatzpatenschaften wie in Ehrenfeld 
vergeben werden.
Kalk:
 Spielflächen im Breuerpark (Ostseite) 
verbessern; Unsicherheitsgefühl der 
Durchgänge verringern
 Schließung von Parks von späten 
Abendstunden bis zum frühen Morgen
Ehrenfeld:
 Förderung von 
Spielplatzinitiativen
Grünflächen und Spielplätze
Priorität
hoch mittel niedrig
Akteur*innen
 51
 32
Umsetzung
Kurzfristig
< 3 Monate
Mittelfristig
3-9 Monate
Langfristig
> 9 Monate
Wirkung
Weniger Vermüllung der Spielplätze zum Schutz der Kinder (z.B. 
weniger Drogenabfälle, wie Spritzen)
11
12

Anlage 4_Beantwortung Anfragen Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren

5864 Zeichen

Anlage 4 zur Vorlage 3700/2024 „Abschlussbericht und weiteres Vorgehen 
betreffend "Masterplan Kommunale Sicherheit (MaKoS)“ 
 
Beantwortung der Anfragen von Frau Dr. Klein, Herrn  Rudolph und Frau 
Glashagen aus der 29. Sitzung des Ausschusses für S oziales, Seniorinnen und 
Senioren vom 23.01.2025 (Antworten der Verwaltung in Kursivdruck) 
 
Frau Dr. Köhler (Seniorenvertreterin): 
 
1. Was verbirgt sich unter der Überschrift „ Straftatsdelikte“ insgesamt, und mit wieviel 
Prozent und weswegen sind Senioren*innen betroffen? 
Dem Masterplan Kommunale Sicherheit der Stadt Köln liegen die Straftaten der 
Straßenkriminalität aus der Polizeilichen Kriminals tatistik (PKS) zu Grunde. Der 
Ersteller hat sich bei der Betrachtung dieser Straf taten am PKS-Schlüssel des 
Landeskriminalamts NRW orientiert. Dieser definiert e Schlüssel umfasst Straftaten, 
die regelmäßig die Tatörtlichkeit Straße ausweisen.  Die entsprechenden Delikte sind 
der Nr. 2.4 des Abschlussberichts (S. 22) zu entnehmen. 
Bei der Darstellung der Straftaten in den 570 Quartieren ist eine Differenzierung nach 
Alter der Opfer bzw. verschiedenen Bevölkerungsgruppen nicht vorgesehen. Vielmehr 
stellen die Straftaten der PKS im Kontext nur einen  Teil der Indikatoren des 
Masterplans dar, die im weiteren Verlauf der Bewert ungen den (möglichen) 
Handlungsbedarf in den Quartieren erkennbar machen sollen. 
 
2. Wie erklären Sie die erheblichen Zuwächse von 20 18 bis 2023, nach 
Lagebezeichnungen bzw. Straßenbezeichnungen und wel che Maßnahmen sind 
seitens des Ordnungsdienstes und der Polizei beabsichtigt? 
Der Masterplan Kommunale Sicherheit der Stadt Köln bietet keinen Erklärungsansatz 
für steigende Kriminalität. Die Entwicklung und Bew ertung der Straftaten in den 
Quartieren soll in erster Linie Quartiere mit Handl ungsbedarf identifizieren und 
Anhaltspukte für erforderliche Präventionsmaßnahmen durch Netzwerke bieten. Durch 
die Ergebnisse des Masterplans sollen insbesondere Netzwerke identifiziert und 
ausgebaut werden. 
Die beabsichtigen Maßnahmen der Verwaltung und Stak eholder (u. a. 
Präventionsdienststellen der Polizei) sind in der lokalen Agenda dargestellt. Sie sollen 
ständig überprüft und fortgeschrieben werden. 
 
Herr Rudolph (Bündnis 90/Die Grünen): 
 
1. Wie wird sichergestellt, dass es zu keiner Verdrängung von obdachlosen Menschen 
kommt?

Das Thema Obdachlosigkeit wird im Masterplan Kommun ale Sicherheit in 
Zusammenhang mit dem dialogischen Ansatz des „allpa rteilichen 
Konfliktmanagements Köln“ (AKIK) betrachtet.  
Hierbei wird besonders die Wichtigkeit hervorgehoben, dass wohnungslose Personen 
ein Dach über dem Kopf haben und regelmäßig auf Hilfeangebote sowie Anlaufstellen 
hingewiesen werden.  
So bieten beispielsweise der Fachberatungsdienst Wohnungsnot / Wohnhilfen Köln in 
der Kalk-Mülheimer Straße 177 in Kalk (Träger: Diak onie Michaelshoven Soziale 
Hilfen gGmbH) sowie die Kontakt- und Beratungsstelle für Wohnungslose „Rochus“ in 
der Bartholomäus-Schink-Straße 6 in Köln-Ehrenfeld Hilfen im Wohnungsnotfall an 
(Träger: Sozialdienst Katholischer Männer e.V./ SKM Köln).  
Mit dem Projekt AKIK sollen quartiersbezogene Nutzu ngskonflikte sowie deren 
Herausforderungen im öffentlichen Raum gemeinsam mi t den Betroffenen gelöst 
werden. 
 
2. Wurden die Bedürfnisse und Sorgen von obdachlosen Menschen bei der Erstellung 
des Konzeptes einbezogen, wurden also auch mit den obdachlosen Menschen 
gesprochen oder nur über obdachlose Menschen? 
Bei den Befragungen des Masterplans wurden keine ob dachlosen Personen befragt, 
jedoch Vertreter*innen der Sozialraumkoordinationen  und Trägern, die mit 
obdachlosen Personen arbeiten. Darüber hinaus war das Amt für Soziales, Arbeit und 
Senioren an dem Masterplan-Prozess in den Workshops  stellvertretend auch für 
diesen Personenkreis beteiligt. 
Im Rahmen der Bewertung der Ergebnisse des Masterplanes Kommunale hat das Amt 
betont, dass die Wohnungslosen nicht aus ihren Quar tieren verdrängt werden sollen. 
Teilnehmende Beobachtungen im Zusammenhang mit den Erhebungen des 
Masterplans haben verdeutlicht, dass an den Anlaufpunkten der örtlichen Fachstellen 
attraktive Angebote erforderlich sind, damit diesem  Personenkreis Alternativen zum 
ungeschützten Aufenthalt auf Spielplätzen (z.B. in der Bartholomäus-Schink-Straße) 
oder auf Parkflächen (z.B. Breuerpark in Kalk) geboten werden können. 
 
3. Können Sie uns ein Update zum allparteilichen Konfliktmanagement geben? 
Derzeit ist das allparteiliche Konfliktmanagement K öln (AKIK) beim Amt für Soziales, 
Arbeit und Senioren angegliedert. Weitere Berichte können voraussichtlich im Laufe 
des Jahres erfolgen. 
 
Frau Glashagen (Volt-Fraktion): 
1. Ist es richtig, dass es keine Haushaltmäßige Auswirkungen gibt? Oder bedeutet die 
Ankreuzung von "Nein", dass die Maßnahmen der versc heidenden Beschlusspunkte 
incl. der Anlagen die durch den Beschlusspunkt mitbeschlossen werden, im Haushalt 
2025/2026 einhalten sind und es deswegen keine Mittelfreigabe  geben muss.

Es ist in der Tat korrekt, dass es zunächst keine d irekten haushaltsmäßigen 
Auswirkungen gibt. Es handelt sich um Maßnahmenempf ehlungen und keine 
unmittelbaren – mit Finanzmitteln – hinterlegten Be schlüsse. Die jeweiligen 
Finanzierungen müssen für die einzelnen Maßnahmen g esondert betrachtet werden, 
es stehen keine konsumtiven Mittel unmittelbar zur Verfügung.  
Es ist allerdings zwischen Maßnahmen des Geschäfts der laufenden Verwaltung zu 
unterscheiden (wie z.B. der Rückschnitt von Baumkro nen und Verstärkung von 
Sicherheitskooperationen) für die keine gesonderten Mittel eingestellt werden müssen 
und Maßnahmen mit z.B. städtebaulichen Veränderunge n, die zunächst genau 
definiert und dann auch mit Mitteln hinterlegt werd en müssen. Für größere 
Umsetzungen müssen somit Mittel im Haushalt gesondert hinterlegt werden.

Anlage 7 - Top 5.1_Auszug aus dem Beschlussprotokoll

1618 Zeichen

Geschäftsführung  
Gesundheitsausschuss 
Frau Niemeyer 
Telefon: (0221) 221 23820 
Fax:  (0221)  
E-Mail: Sabine.Niemeyer@STADT-
KOELN.DE 
Datum: 31.01.2025 
Auszug 
aus dem Beschlussprotokoll der 29. Sitzung des 
Gesundheitsausschusses  vom 28.01.2025  
öffentlich 
5.1 Abschlussbericht und weiteres Vorgehen betreffend "Masterplan Kom-
munale Sicherheit (MaKoS)" 
3700/2024 
 
 
Beschluss: 
Der Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 
beauftragt die Verwaltung 
 
1. das Verfahren des Masterplans Kommunale Sicherheit als Frühwarnsystem 
weiterzuentwickeln und in bestehende Strukturen dauerhaft zu implementieren. 
2. den Masterplan Kommunale Sicherheit in mittelfristigen Abständen (drei bis 
fünf Jahren) unter Berücksichtigung aktueller Daten fortzuschreiben.  
3. die entwickelte „Lokale Agenda“ für die ausgewählten Quartiere in Kalk und Eh-
renfeld (Anlage 2) im Rahmen des Fachkreises Plätze mit besonderem Hand-
lungsbedarf (PmbH) des Kriminalpräventiven Rates umzusetzen. Die gemein-
samen Schnittstellen mit dem Masterplan Sauberkeit (1674/2024) haben dabei 
erhöhte Priorität. 
4. sukzessive weitere Bereiche/Quartiere aus den Erkenntnissen des Masterpla-
nes Kommunale Sicherheit heraus zu identifizieren und im Rahmen des Fach-
kreises PmBH abzuarbeiten.  
5. die entwickelten Empfehlungen für die schulische Kriminalprävention (Anlage 
3) unter Beteiligung der entsprechenden Stakeholder mit dem Ziel der Umset-
zung zu erörtern. 
 
Ohne Votum in nachfolgende Gremien weitergegeben. 
 
Die Vorlage soll auch dem Jugendhilfeausschuss zur Verfügung gestellt werden.

Anlage 5_Erläuterungen von Herrn Prof. Schubert zur Quartiersauwahl

1557 Zeichen

Anlage 5 zur Vorlage 3700/2024 „Abschlussbericht und weiteres Vorgehen 
betreffend "Masterplan Kommunale Sicherheit (MaKoS)“ 
 
Erläuterungen von Herrn Prof. Schubert zur Quartiersauwahl in Ehrenfeld 
(Beantwortung einer Anfrage aus dem Kriminalpräventiven Rat vom 20.01.2025) 
 
Für die Auswahl der Quartiere in Ehrenfeld und Kalk sprachen folgende Argumente: 
• Mit dem Blick auf ein links- und ein rechtsrheinisches Gebiet wurde eine 
Stigmatisierung von nur rechtsrheinischen Quartieren vermieden. 
• Die Bewohner- und Nutzerstruktur der beiden Untersuchungszonen unterscheidet 
sich nach sozialen Milieus (Partypublikum vs. Drogenszene) - das zeigte die 
Vielfalt der lokalen Belastungsformen auf und beugte ebenfalls einer 
Stigmatisierung der „üblichen Verdächtigen“ vor. Auf diesem Weg konnte auch 
verdeutlicht werden, dass im Masterplan Kommunale Sicherheit nicht 
Standardverfahren für die gesamte Stadt aufgezählt werden können, sondern 
dass die Empfehlungen der jeweils ortsspezifischen Belastungssituation gerecht 
werden müssen. 
• Nach der Datenanalyse der ersten Stufe konzentrieren sich die Belastungen im 
Umfeld von (S-) Bahnhöfen - die ausgewählten Quartiere repräsentieren 
Quartiere in der Umgebung stark frequentierter Bahnhöfe. 
• Anhand der beiden Untersuchungsräume ließen sich die Schnittstellenprobleme 
im öffentlichen Raum transparent machen - wie z.B. zwischen DB und Stadt Köln. 
Um belastete Quartiere in Köln zukünftig sicherer gestalten bzw. managen zu 
können, verlangen diese Schnittstellenaspekte besondere Beachtung.

Anlage 6 - Niederschrift ASSS 23.01.2024 zu 3700_2024

2053 Zeichen

Geschäftsführung  
Ausschuss für Soziales, 
Seniorinnen und Senioren 
Herr Krämer 
Telefon:  (0221) 221-27467 
Fax:   (0221) 221-27447 
E-Mail:  sozialamt.ausschuss@stadt-
koeln.de 
Datum: 24.01.2025 
Auszug 
aus dem Entwurf der Niederschrift der 29. Sitzung des Ausschusses 
für Soziales, Seniorinnen und Senioren vom 23.01.2025 
öffentlich 
6.1 Abschlussbericht und weiteres Vorgehen betreffend "Masterplan Kom-
munale Sicherheit (MaKoS)" 
3700/2024 
Frau Dr. Köhler (Seniorenvertreterin), bittet die Verwaltung um die Beantwortung 
folgender Fragen: 
 
1. Was verbirgt sich unter der Überschrift „ Straftatsdelikte“ insgesamt, und mit wieviel 
Prozent und weswegen sind Senioren*innen betroffen? 
2. Wie erklären Sie die erheblichen Zuwächse von 2018 bis 2023, nach Lagebezeichnun-
gen bzw. Straßenbezeichnungen und welche Maßnahmen sind seitens des Ordnungs-
dienstes und der Polizei beabsichtigt? 
Herr Rudolph (Bündnis 90/Die Grünen) bittet die Verwaltung um die Beantwortung 
folgender Fragen: 
 
1. Wie wird sichergestellt, dass es zu keiner Verdrängung von obdachlosen Men-
schen kommt? 
2. Wurden die Bedürfnisse und Sorgen von obdachlosen Menschen bei der Er-
stellung des Konzeptes einbezogen, wurden also auch mit den obdachlosen 
Menschen gesprochen oder nur über obdachlose Menschen? 
3. Können Sie uns ein Update zum allparteilichen Konfliktmanagement geben? 
 
Frau Glashagen (Volt-Fraktion) bittet die Verwaltung um die Beantwortung folgender 
Frage: 
 
1. Ist es richtig, dass es keine Haushaltmäßige Auswirkungen gibt? Oder bedeutet 
die Ankreuzung von "Nein", dass die Maßnahmen der verscheidenden Be-
schlusspunkte incl. der Anlagen die durch den Beschlusspunkt mitbeschlossen 
werden, im Haushalt 2025/2026 einhalten sind und es deswegen keine Mittel-
freigabe geben muss.

Im Rahmen der Beschlussfassung über die Festsetzung der Tagesordnung würde ein-
stimmig beschlossen die Vorlage, wegen Beratungsbedarfs der FDP-Fraktion, zurück 
zu stellen und die Beratungsfolge um den Gesundheitsausschuss zu erweitern. 
 
Zurückgestellt.

Anlage 3- Maßnahmenempfehlungen schulische Kriminalprävention

1678 Zeichen

Maßnahmenempfehlungen
für schulische 
Kriminalprävention
Handlungsempfehlung aus dem Masterplan 
„Kommunale Sicherheit“ 
Zentrum für Kriminalprävention und Sicherheit I/3

Maßnahmen, die finanzielle Mittel benötigen
Mehr Sozialarbeiter*innen
Präventionstrainer*innen an jeder Schule, Etablierung von „sozialen Trainings“ 
Niederschwellige therapeutische Hilfsangebote an den Schulstandorten
Unterstützung der Schulen aus den Quartieren und Sozialräumen heraus, z.B. Einbindung der Fachkräfte 
der Sozialraumkoordination
Ausweitung des Konzepts der "Familiengrundschulzentren" auf Familienschulzentren, die die Eltern in ihrer 
Rolle als Bildungsbegleiter auch in der SEK I stärken
Zentrum für Kriminalprävention und Sicherheit I/3 2

Maßnahmen, die keine finanziellen Mittel benötigen
Vernetzung der Schlüsselakteur*innen mit Schule Polizei, Jugendamt, etc. 
Zusammenarbeit mit Jugendgerichtshilfe und Rechtsanwälten; Besuch von Jugendstrafverfahren
Erfassung und Auswertung der räumlichen und inhaltlichen Anfragen der Kölner Schulen bei dem 
Schulpsychologischen Krisenteam der Bezirksregierung für z.B. 6 Monate zu besseren Übersicht
ZeMAG (Zentrales Melde-und Auskunftssystem bei Gefährdungen) für Lehrerschaft
Netzwerkkatalog (alle Schule mit Präventionsangeboten und externen Angeboten)
Mehr Präsenz der Polizei in Schulen in Bezug auf Workshops oder Vorträgen
Auf Grundlage des Schulsozialindex erhalten die Schulen mit Belastung durch soziale Probleme mehr 
Ressourcen, ggf. Faktor Kriminalitätsbelastung in den Index aufnehmen lassen
Fachlicher Austausch mit Stakeholdern und ggf. Umsetzung der Maßnahmenempfehlungen.
Zentrum für Kriminalprävention und Sicherheit I/3 3

Anlage 8 - AG78 Stellungnahme Masterplan_final 2.0

16831 Zeichen

1 
 
         Köln, den 29.04.2025  
 
Stellungnahme der AG § 78 SGB VIII Gewaltprävention zum Masterplan für 
kommunale Sicherheit in Köln  
 
An die Fraktionsvorsitzenden und Mitglieder des Ausschusses für Verwaltung, 
Rechtsfragen und Internationales 
 
1. Einleitung  
Die AG § 78 SGB VIII Gewaltprävention1 wurde über den Prozess und die Erstellung des Mas-
terplans für kommunale Sicherheit informiert, als das Konzept den vorberatenden Fachaus-
schüssen vorgelegt wurde, sowie über die begleitende Berichterstattung in der Lokalpresse.  
In der Sitzung der AG 78 Gewaltprävention am 19.03.2025 informierten die Geschäftsführerin 
der AG 78 Gewaltprävention (Fachstelle Gewaltprävention) und die Sprecherin der AG 78 Ge-
waltprävention die anwesenden Vertreter*innen über den Masterplan, der am 24.03.2025 dem 
Ausschuss für Verwaltung, Rechtsfragen und Internationales zur Entscheidung vorgelegt 
wurde. Es erfolgte eine Aussprache und eine dringliche einstimmige Bitte der AG 78 Gewalt-
prävention, den Beschluss des Masterplans zu verschieben, um Gelegenheit zu erhalten, aus 
fachlicher Sicht im Rahmen ihrer gesetzlichen Aufgabenstellung zur Gewährleistung der Prä-
ventionsarbeit für Kinder und Jugendliche bzw. Schülerinnen und Schüler eine Stellungnahme 
zu verfassen.  
Die AG 78 Gewaltprävention begrüßt die Entwicklung eines Masterplans zur kommunalen Si-
cherheit der Stadt Köln, der durch gezielte Maßnahmen das Sicherheitsgefühl in den öffentli-
chen Räumen der Stadt Köln stärkt und die Aufenthaltsqualität verbessern soll. 
Da der „Masterplan Kommunale Sicherheit“ durch die Verwaltung als prozessorientiertes Ver-
fahren entwickelt wurde, möchte die AG 78 Gewaltprävention die Gelegenheit nutzen, ihre 
Perspektive aktiv in den Prozess einzubringen. Es hat uns irritiert, dass unser Gremium in der 
bisherigen Planung nicht berücksichtigt wurde. Für die Zukunft wünschen wir uns eine stärkere 
Einbindung. 
Im Folgenden sind einige wichtige fachliche Impulse zusammengefasst, die aus unserer Sicht 
für eine nachhaltige und wirksame Sicherheitsstrategie unerlässlich sind, vor allem in Bezug 
auf Maßnahmen, die Kinder und Jugendliche berücksichtigen. 
Die Stellungnahme erfolgt im Besonderen im Blick auf die Maßnahmenempfehlungen für schu-
lische Kriminalprävention.  
 
 
1 Im folgenden Textverlauf wird für die bessere Lesbarkeit anstatt „AG § 78 SGB VIII Gewaltprävention“ die Formulierung „AG 
78 Gewaltprävention“ gewählt

2 
 
2. Historie und Auftrag der AG 78 Gewaltprävention  
Am 27.03.2007 hat der Rat der Stadt Köln einen umfangreichen Beschluss zur Bekämpfung 
der Jugendkriminalität in Köln gefasst. Hintergrund der Beschlussfassung war die seinerzeit 
veröffentlichte Kriminalitätsstatistik und die verübten massiven Gewalttaten von Jugendlichen 
bzw. jungen Erwachsenen in Köln. Durch eine breite politische Diskussion entstanden Forde-
rungen nach systematischer Prävention und Intervention. Die Verwaltung wurde beauftragt 
darzulegen, welche Konzepte zum Thema „Jugendkriminalität“ von den verschiedenen Akteu-
ren bislang verfolgt und welche Erfahrungen bisher gemacht wurden.  In einem interdisziplinä-
ren Hearing am 21.05.2007 wurde verdeutlicht, wie individuelle Dispositionen bei Kindern und 
Jugendlichen ineinander greifen mit gesellschaftspolitisch beeinflussbaren Faktoren in Sozial-
, Wohnungs-, Ordnungs-, Schul- und Arbeitsmarktpolitik. Hier wurde über notwendige Initiati-
ven zur Bekämpfung der Jugendkriminalität beraten und wenige Monate später ein Maßnah-
menpaket beschlossen, das folgende Module berücksichtigte:  
• Ausweitung der Schulsozialarbeit  
• Steuerung und Intervention durch Streetwork  
• Aufnehmendes Suchtclearing  
• Mitternachtssport  
• Gründung des Hauses des Jugendrechts 
Nach Ablauf eines mehrjährigen Projektzeitraumes hat der Kölner Rat am 13.10.2011 ein Kon-
zept zur Gewaltprävention im Kinder- und Jugendschutz beschlossen, das zuvor vom Amt für 
Kinder, Jugend und Familie gemeinsam mit Trägern, Schulen und Vertreter*innen der Polizei 
erarbeitet worden war.2 Hier wurden Arbeitsansätze für alle Entwicklungsphasen von Kindern 
und Jugendlichen beginnend im Elementarbereich beschrieben. Die Einrichtung der Fachstelle 
Gewaltprävention für die Stadt Köln sowie die operative Struktur einer Arbeitsgemeinschaft 
nach § 78 SGB VIII Gewaltprävention war Bestandteil dieses Ratsbeschlusses, der am 
11.12.2012 nach einjähriger Pilotphase erneut vom Rat bestätigt wurde. 
Die AG  78 Gewaltprävention stellt seither neben den oben beschriebenen fachlichen Modulen 
ein politisch beschlossenes Gremium dar, in dem durch die kontinuierliche engagierte Zusam-
menarbeit zwischen der Stadt Köln, Trägern der freien Jugendhilfe, Schulen und der Polizei in 
einem Zeitraum von mehreren Jahren die beiden „Gesamtkonzepte zur Gewaltprävention im 
Kinder- und Jugendschutz der Stadt Köln“ entwickelt wurden. Die Bereitstellung dieser Ge-
samtkonzepte ergeben Ressourcen für Konzeptentwicklung, Fortbildung und Supervision der 
pädagogischen Mitarbeiter*innen sowie für die Netzwerkarbeit in Köln. Die AG 78 Gewaltprä-
vention hat es sich zum Ziel gesetzt, fachliche Standards für eine systematische Präventions-
arbeit bei Kindern und Jugendlichen zu setzen, eine verzahnte Abstimmung und somit die 
Wirksamkeit von Maßnahmen zu gewährleisten und gemeinsam auf aktuelle Ereignisse im  
Kontext Jugendgewalt in Köln zu reagieren und bedarfsgerechte Angebote der Gewaltpräven-
tion in Köln aufzulegen. 
 
 
2 https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=30810

3 
 
3. Fachliche Impulse der AG 78 Gewaltprävention für die Maßnahmenempfehlungen 
für schulische Kriminalprävention 
a) Fehlende Berücksichtigung der Perspektiven junger Menschen 
Die Analyse des Masterplans zeigt, dass die Perspektiven junger Menschen an mehreren Stel-
len nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Kinder und Jugendliche werden nicht gleichwer-
tig mit anderen Bürger*innen einbezogen, sondern primär im Kontext von Problemen an Schu-
len thematisiert. Dies halten wir für problematisch – sowohl im Hinblick auf das Grundgesetz 
(Art. 2 und 3 GG) als auch auf die UN-Kinderrechtskonvention (insbesondere Art. 12 und 31), 
die das Recht auf Mitbestimmung und eine kindgerechte Umgebung garantieren. 
Besonders bedauerlich ist dieser Umstand, da Kinder und Jugendliche eine vulnerable Gruppe 
darstellen und somit eine besondere Berücksichtigung in sicherheitspolitischen Planungen er-
forderlich wäre.  
 
b) Kritische Reflexion der Kriminalitätsstatistik als Entscheidungsgrundlage 
Ein zentraler Bestandteil des Masterplans sind Maßnahmen, die auf den Ergebnissen von 
Workshops sowie auf der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) basieren. Hier sehen wir die 
Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtung. Ein ige Aspekte, die wir für die Einordnung 
besonders relevant finden, haben wir hier zusammengestellt. 
Einschränkungen der PKS: Die PKS erfasst nur Tatverdächtige, nicht aber verurteilte Täter*in-
nen. Zudem handelt es sich um eine anzeige nbasierte Statistik, die nur bekannt  gewordene 
Straftaten abbildet – das sogenannte Dunkelfeld bleibt unberücksichtigt. 
Steigende Anzeigebereitschaft: Nach der Einführung des 16. Schulrechtsänderungsgesetzes 
sind Schulen verpflichtet, Schutzkonzepte zu entwickeln. Dadurch sind Eltern, Schüler*innen 
und Schulen beispielsweise sensibilisierter für Kriminalität und zeigen Straftaten häufiger an. 
Das bedeutet nicht zwangsläufig eine reale Zunahme von Gewalt oder Kriminalität, sondern 
kann auch ein Zeichen für eine verbesserte Problemwahrnehmung sein.  
Polizeiliche Kontrollintensität: Die Erfassung von Straftaten wird auch durch das Maß polizei-
licher Kontrolle beeinflusst. Eine höhere Polizeipräsenz in bestimmten Stadtteilen oder an 
Schulen kann zu einer scheinbaren Zunahme von Straftaten führen, ohne dass die tatsächli-
che Kriminalitätsrate gestiegen ist. 
Auch ist anzumerken, dass der Anstieg der Straftaten möglicherweise als Folge der Pandemie 
zu verstehen ist – etwa durch Nachholeffekte, eingeschränkte Möglichkeiten zur Entwicklung 
sozialer Kompetenzen und ähnliche Faktoren. Dieser Aspekt wird im Bericht jedoch kaum the-
matisiert.  
Grundsätzlich finden wir bedenklich, wie Kinder und Jugendlichen in diesem Kontext darge-
stellt werden. Es entsteht der Eindruck, als würden junge Menschen zunehmend krimineller

4 
 
werden (Vgl. S. 120-1213). Ein Blick auf die Kriminalstatistik im Zehnjahresvergleich zeigt je-
doch, dass sich dieser Eindruck nicht belegen lässt: 
https://www.dji.de/veroeffentlichungen/aktuelles/news/article/1308-mehr-junge-tatverdaech-
tige.html  
 
c) Prävention als pädagogische Aufgabe – Keine Verlagerung auf die Polizei 
Der Wunsch nach mehr polizeilicher Kriminalprävention ist nachvollziehbar, jedoch ist dies in 
NRW derzeit nicht vorgesehen – und das aus guten Gründen. Die Arbeit mit Kindern und Ju-
gendlichen gehört in die Hände pädagogischer Fachkräfte. Polizei, Jugendhil fe und Schule 
sind zur Kooperation angehalten, doch es ist nicht vorgesehen, dass Polizist*innen präventiv 
pädagogische Aufgaben übernehmen.  
Der Erlass zur Zusammenarbeit bei der Verhütung und Bekämpfung der Jugendkriminalität  
(ein gemeinsamer Erlass verschiedener NRW -Ministerien) führt aus, welche Chance n und 
Grenzen die Zusammenarbeit hat.  
 
d) Berücksichtigung von Qualitätsstandards für wirkungsvolle Maßnahmen  
Für eine nachhaltige und effektive Präventionsarbeit sollten unter anderem folgende Quali-
tätsstandards berücksichtigt werden: 
• Zielklarheit und theoretische Fundierung 
• Die Ziele der Maßnahmen müssen klar definiert sein 
• Die Kriminalitätsphänomene, denen sie entgegenwirken sollen, müssen präzise benannt 
werden 
• Ein begründetes Wirkmodell sollte vorliegen, das darlegt, wie die Maßnahmen auf Ursa-
chen und Folgen einwirken, um Risiken zu senken und Schutz zu erhöhen. Im Wirkmo-
dell ist theoretisch festgehalten, mit welchen Wirkungen man durch bestimmte Angebote 
oder Maßnahmen zu rechnen hat.  
• Ganzheitlicher Mehr-Ebenen-Ansatz: Maßnahmen sollten Risiko- und Schutzfaktoren auf 
mehreren Ebenen adressieren (Individuum, Familie, Schule, Nachbarschaft). 
• Sowohl Verhaltensprävention (individuelle Ebene) als auch Verhältnisprävention (struktu-
relle Veränderungen im Umfeld) müssen integriert sein. 
• Die Maßnahmen müssen zeitlich ausreichend sein und sich über mehrere Tage oder Wo-
chen erstrecken. 
• Interaktive und aktivierende Methoden sollten dominieren, während rein wissensvermit-
telnde Formate reduziert werden. 
 
 
 
3 Prof. Dr. Dr Herbert Schubert, Masterplan Kommunale Sicherheit, Verfahren und Erprobung, Schlussbericht, 02.10.2024 (im 
Auftrag der Stadt Köln Zentrum der Kriminalprävention und Sicherheit)

5 
 
4. Fachliche und strukturelle Fragestellungen  
“Ziel war es, unter Einbeziehung der einschlägigen  Stakeholder, geeignete Maßnahmen zu 
entwickeln und in einen Umsetzungsprozess zu bringen, der im öffentlichen Raum zu einer  
Erhöhung des Sicherheitsgefühls und zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität beiträgt.” (Zitat 
aus der Pressemitteilung der Stadt Köln zum Masterplan).  
Aus dem Blickwinkel der Fachexpert*innen der AG 78 Gewaltprävention und der Kinder- und 
Jugendhilfe stellen sich uns besonders im Hinblick auf die Maßnahmenempfehlungen für die 
schulische Kriminalprävention folgende Fragen. Für eine weitere erfolgreiche Umsetzung des 
Masterplans erachten wir eine kritische Prüfung dieser Fragen als unerlässlich:  
• Fehlende Einbindung von Fachstellen: Ist eine Einbindung der „einschlägigen Stakehol-
der” wie der AG 78 Gewaltprävention, des Jugendamtes und anderer vorgesehen? 
• Unzureichende Berücksichtigung des Jugendbereichs: Warum wurde die besondere 
Bedeutung von Gewaltprävention im Jugendalter nicht ausreichend thematisiert oder in 
konkrete Maßnahmen übersetzt? 
• Finanzielle Realisierbarkeit: Liegt ein Budget für die Umsetzung des Masterplans vor? 
Wie und wer finanziert die Maßnahmen, d ie finanzielle Mittel benötigen  (z.B. Sozialtrai-
nings an Schulen)? Ist eine Umsetzung der kostenpflichten Maßnahmen vor allem nach 
der nicht lang zurückliegenden Haushaltsdebatte der Stadt Köln realistisch?  
• Keine Prüfung der Wirksamkeit: Ist es vorgesehen die bereits bestehenden schulischen 
Maßnahmen zur Gewaltprävention und gewachsenen Netzwerke, die in den Maßnahmen-
empfehlungen aufgelistet sind, auf ihre Wirksamkeit zu prüfen, zu evaluieren und weiter-
zuentwickeln? (z.B. NEIS-Konferenzen)  
• Wirkungslogik: Liegen Überlegungen zu einer Wirkungslogik vor? Welche Form und Me-
thode zur Analyse von Ursache und Wirkung sollen angewendet werden?  
• Mangelhafte Berücksichtigung des Schutzkonzeptes: Wird die Erstellung und Imple-
mentierung des Schutzkonzeptes, zu dem Kinder- und Jugendhilfe und Schulen gesetzlich 
verpflichtet sind, in den Maßnahmenempfehlungen für die schulische Kriminalprävention 
berücksichtigt? 
• Fehlende Synergien zwischen Jugendhilfe und Schulen: Sind Synergien zwischen Ju-
gendhilfe und Schule berücksichtigt worden? Kooperationen zwischen Jugendhilfe und 
Schulen sind essenziell, der schulische und außerschulische Maßnahmen zur Prävention 
sollten gut vernetzt sein. Warum wird die Prävention des außerschulischen Bereichs wenig 
thematisiert? 
• Ignorierung der Überforderung von Schulen: Sind Unterstützungsstrukturen für Lehr-
kräfte und Schulen zur Implementierung von Kriminalprävention an Schulen mitgedacht 
worden?

6 
 
• Fehlende Beachtung von bestehenden Beschlüssen: In welcher Form konnten Ergeb-
nisse aus den folgenden Stadt-Strategien in der Entwicklung des Masterplans eingebun-
den und verwertet werden? 
– Kölner Kinder- und Jugendförderplan 2021-2025 (insbesondere Kapitel 3.1: Ge-
walt/Jugendschutz -Ratsinformationssystem: 1805/2021) 
– Stadtstrategie “Kölner Perspektive 2030+” (Handlungsempfehlungen zu Stärkung von 
Quartieren: S. 88 ff: Sicherheit, Unterhalt, Sauberkeit - Ratsinformationssystem: 
2794/2017) 
– Kölner Kinder stärken - 184 Tausend: Landesprogramm Kommunale Präventionsket-
ten (Ratsinformationssystem 3437/2019) 
– Aktionsplan Kinderfreundliche Kommune (Kapitel 5.5: Kinder- und Jugendschutz - 
Ratsinformationssystem 3580/2019) 
 
5. Empfehlungen der AG 78 Gewaltprävention zur weiteren Vorgehensweise 
Wir plädieren für eine differenzierte Betrachtung von Jugendkriminalität  im Masterplan 
Kommunale Sicherheit. Eine einseitige Fokussierung auf polizeiliche Maßnahmen birgt das 
Risiko, junge Menschen primär als Problemgruppe zu betrachten, anstatt ihre Perspektiven 
und Bedürfnisse in die Planung einzubeziehen. Prävention muss pä dagogisch fundiert, evi-
denzbasiert und interdisziplinär erfolgen. Wir fordern daher eine stärkere Berücksichtigung 
dieser Aspekte in der weiteren Ausgestaltung des Masterplans. 
Wir raten zu fachlichen Einbindung der Fachstelle für Gewaltprävention der Stadt Köln in den 
relevanten Unterarbeitsgruppen (UAGs) für die weitere Zusammenarbeit der Akteur*innen.  
Wir empfehlen die Einbindung von mehr Akteur*innen bei der Mitarbeit, die Teil der AG 78 
Gewaltprävention sind. Eine verstärkte Vernetzung mit relevanten Facharbeitskreisen und 
Akteur*innen der Kinder- und Jugendhilfe im schulischen und außerschulischen Bereich sind 
unerlässliche Gelingensfaktoren für den Kinder- und Jugendschutz.4  
Wir wünschen uns, um die Wirksamkeit des Masterplans für Kinder und Jugendliche zu er-
höhen, im Sinne des Kinder- und Jugendschutzes zu handeln, den Bedarfen dieser Zielgruppe 
gerecht zu werden und eine kritische Auseinandersetzung mit der bisherigen Vorgehensweise 
unter Berücksichtigung praxisnaher Expertise. 
 
Mit freundlichen Grüßen 
Sprecherin der AG § 78 SGB VIII Gewaltprävention 
Deborah Helmbold 
 
 
4 siehe Kapitels B 1.8 „Überblick über die bestehenden Präventionskonzepte und Präventionsmaßnahmen“  
und im Kapitel B 3 „Schulbezogene Perspektiven“ im Schlussbericht der Agentur MaKoS

7 
 
Folgende Akteur*innen sind Mitglieder der AG 78 Gewaltprävention 
– Kinderschutzbund Köln 
– Kölner Jugendring 
– AWO Köln Fachbereich Gewaltprävention  
– Caritas Köln 
– Diakonie Michaelshoven 
– FAIR.STÄRKEN e.V. 
– Familienberatung und Schulpsychologischer Dienst 
– Stadtsportbund Köln 
– Lobby für Mädchen e.V. 
– Amt für Schulentwicklung, Fachbereich Schulsozialarbeit 
– 180 Grad Wende e.V. 
– Fanprojekt e.V.  
– Koordination Haus des Jugendrechts 
– Sportjugend Köln 
– Koordination Streetwork 
– Vertreter*in für die Bezirksjugendpflege der Stadt Köln 
– Vertreter*in der AGOT Köln (Arbeitsgemeinschaft der Offenen Türen Köln) 
– Polizei Köln, Fachbereich Kriminalprävention und Opferschutz 
– AJS NRW 
– Reinflanke gGmbH 
– Jugendzentren Köln gGmbH 
– Körbe für Köln e.V. 
– Zartbitter e.V. 
– Amt für Kinder, Jugend und Familie, Sachgebiet Jugendförderung und Jugendschutz, 
Fachstelle Gewaltprävention

Anlage 1 - MaKoS-Schlussbericht

574226 Zeichen

1 
 
 
 
 
 
 
 
 
Masterplan Kommunale Sicherheit 
Verfahren und Erprobung 
 
Schlussbericht 
 
 
 
 
im Auftrag von: 
 
  
Zentrum für Kriminalprävention und Sicherheit

MaKoS  
Verfahren und Erprobung 2 
Das Zentrum für Kriminalprävention und Sicherheit der Stadt Köln hat das Büro Sozial • 
Raum • Management in Hannover beauftragt, das Konzept für den Masterplan Kommu-
nale Sicherheit in Köln [Akronym: MaKoS] zu entwickeln und zu erproben. 
 
 
AUTOR 
Herbert Schubert, Prof. Dr. Dr. 
Büro Sozial l Raum l Management [Hannover] 
www.sozial-raum-management.de 
 
 
FOTOS 
Sämtliche Fotos: © Herbert Schubert 
 
BEGLEITENDER ARBEITSKREIS 
Die Entwicklung und Erprobung des „Masterplans Kommunale Sicherheit in Köln“ wurde 
vom Team des Zentrums für Kriminalprävention und Sicherheit der Stadt Köln unterstützt: 
• Verena Becker, 
• Dolores Burkert, 
• Katharina Mauerer, 
• Melina Midden, 
• Ramona Tauber. 
Seitens des Polizeipräsidiums Köln wirkten mit: 
• Stefan Halbe, 
• Nikolai Kirch. 
 
STAND 
Entwurfsstand: 02. Oktober 2024 
 
HINWEIS 
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei Personenbezeichnungen das generische Maskulinum 
genutzt. Wenn nicht abweichend darauf hingewiesen wird, so gelten diese Formulierungen für jedes 
Geschlecht.

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 3 
Inhalt 
Vorbemerkung zum Verfahren ______________________________________________ 5 
Zusammenfassung der Erprobung ___________________________________________ 6 
 
Teil A:  Verfahren des Masterplans Kommunale Sicherheit _____________________ 12 
A1. Verfahren des Masterplans Kommunale Sicherheit ________________________ 12 
A1.1 Drei Stufen des Verfahrens _______________________________________________ 12 
A1.2 Gliederungsstruktur für die Empfehlungen ____________________________________ 14 
A2. Stufe I: MaKoS-Indikatoren zur Früherkennung ___________________________ 18 
A2.1 Bevölkerungsfluktuation in den Quartieren ___________________________________ 19 
A2.2 Ordnungswidrigkeiten und soziale Unordnung in den Quartieren _________________ 20 
A2.3 Polizeieinsätze und Straftaten an Kölner Schulen ______________________________ 21 
A2.4 Entwicklung der Straßenkriminalität laut PKS  _________________________________ 22 
A2.5 Schwerpunkte der Problemimmobilien in den Stadtquartieren ____________________ 23 
A2.6 Systematik der Indikatoren: „Eisberg der Unsicherheit“ _________________________ 24 
A3. Stufe II: Workshop zur Bewertung der Ergebnisse _________________________ 25 
A3.1 Konzept für den raumbezogenen Workshop _________________________________ 25 
A3.2 Konzept für den schulbezogenen Workshop __________________________________ 29 
A3.3 Anforderungen der Moderationsmethode ____________________________________ 29 
A4. Stufe III: Vertiefende empirische Untersuchungen in ausgewählten Quartieren 29 
A4.1 Methodisches Profil der vertiefenden Raumanalysen ___________________________ 30 
A4.2 Lokale Hotspots der Straßenkriminalität laut PKS  ______________________________ 31 
A4.3 Audits der städtebaulichen Kriminalprävention ________________________________ 31 
A4.4 Passanteninterviews im öffentlichen Raum ____________________________________ 32 
A4.5 Hintergrundgespräche mit lokalen Stakeholdern _______________________________ 32 
A4.6 Beobachtungen zur Abbildung von Nutzungsverhalten _________________________ 33 
 
Teil B: Erprobung des Masterplan-Verfahrens ________________________________ 34 
B1. Erprobung der Indikatoren der Früherkennung ___________________________ 34 
B1.1 Kölner Räume mit hoher Bevölkerungsfluktuation ______________________________ 34 
B1.2 Schwerpunkte der Unordnung in Köln _______________________________________ 37 
B1.3 Polizeieinsätze und Straftaten an den Standorten der Kölner Schulen ______________ 55 
B1.4 Ausprägung der Straßenkriminalität in den Kölner Quartieren  ____________________ 62 
B1.5 Integrierte Betrachtung: Korrespondenzanalyse zur Suche nach Interferenzen _______ 84 
B1.6 Zwischenergebnisse nach Analyse der Indikatoren ___________________________ 103 
B1.7 Deliktprofile der ausgewählten Quartiere im Jahr 2023 _______________________ 104 
B1.8 Überblick über die bestehenden Präventionskonzepte und Präventionsmaßnahmen  _ 109 
B2. Workshop: Raumbezogene Perspektiven der Stakeholder für den Masterplan 
Kommunale Sicherheit ________________________________________________ 110 
B2.1 Teilnehmende ________________________________________________________ 110 
B2.2 Bewertungen und Rückschlüsse __________________________________________ 110 
B2.3 Perspektiven für das weitere Vorgehen ____________________________________ 112

MaKoS  
Verfahren und Erprobung 4 
B3. Workshop: Schulbezogene Perspektiven für den Masterplan Kommunale 
Sicherheit ____________________________________________________________ 115 
B3.1 Teilnehmende ________________________________________________________ 115 
B3.2 Aktuelle Belastungen __________________________________________________ 116 
B3.3 Erwartungen an den Masterplan Kommunale Sicherheit _______________________ 118 
B3.4 Perspektiven für die schulexterne Kooperation ______________________________ 120 
B4. Ausgewählte Teilräume der vertiefenden Erhebungen ____________________ 122 
B4.1 Umfeld Bahnhof Ehrenfeld ______________________________________________ 122 
B4.2 Umfeld Bahnhof Trimbornstraße, Kalk Post und Kalker Hauptstraße _____________ 123 
B4.3 Neubebauung der Madausbrache _______________________________________ 124 
B4.4 Vergleich der Quartiere anhand kommunalstatistischer Daten __________________ 125 
B5. Vertiefende Erhebungen in Köln Kalk ___________________________________ 130 
B5.1 Schwerpunkte der Straßenkriminalität  _____________________________________ 130 
B5.2 Audits der städtebaulichen Kriminalprävention ______________________________ 134 
B5.3 Passanteninterviews zur Sammlung von Nutzerperspektiven ___________________ 154 
B5.4 Hintergrundgespräche mit lokalen Stakeholdern _____________________________ 167 
B5.5 Beobachtungen im öffentlichen Raum _____________________________________ 173 
B5.6 Integrierte Bewertung der Ergebnisse in Köln Kalk ___________________________ 176 
B6. Vertiefende Erhebungen in Köln Ehrenfeld ______________________________ 185 
B6.1 Schwerpunkte der Straßenkriminalität  _____________________________________ 185 
B6.2 Audits der städtebaulichen Kriminalprävention ______________________________ 188 
B6.3 Passanteninterviews zur Sammlung von Nutzerperspektiven ___________________ 226 
B6.4 Hintergrundgespräche mit lokalen Stakeholdern _____________________________ 237 
B6.5 Beobachtungen im öffentlichen Raum _____________________________________ 241 
B6.6 Integrierte Bewertung der Ergebnisse in Köln Ehrenfeld _______________________ 243 
B7. Schnittstelle zum Masterplan Sauberkeit ________________________________ 253 
B8. Vertiefte Betrachtung der Siedlung Madaus _____________________________ 255 
 
Anhang 1: Audits der städtebaulichen Kriminalprävention ____________________ 257 
Anhang 2: Instrumente der Passantenbefragung ____________________________ 265 
Anhang 3: Beobachtungs- und Zählungsbogen ______________________________ 269 
Anhang 4: Leitfaden für Gespräche mit lokalen Stakeholdern _________________ 271 
 
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis _______________________________________ 272

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 5 
Vorbemerkung zum Verfahren 
Im Mai 2022 hatte der Rat der Stadt Köln die Verwaltung beauftragt, einen „Masterplan 
Kommunale Sicherheit“ zu erstellen. Unter Einbeziehung der einschlägigen Stakeholder 
soll der Masterplan zu geeigneten Maßnahmen führen, in deren Umsetzung in den öffentli-
chen Räumen der Stadt Köln das Sicherheitsgefühl erhöht und die Aufenthaltsqualität ver-
bessert werden. In Abstimmung mit der Kölner Stadtdirektorin Andrea Blome wurde der 
„Masterplan Kommunale Sicherheit“ als prozessorientiertes Verfahren angelegt und an-
schließend in ausgewählten Kölner Räumen erprobt. Das Verfahren besteht aus drei Stu-
fen:  
Auf der ersten Stufe [I] wird eine Indikatorenanalyse über die 570 statistischen Quar-
tiere in Köln durchgeführt, um die Stadtgebiete mit einem besonderen Handlungsbedarf zu 
identifizieren. Besondere Berücksichtigung findet dabei die objektive Sicherheitslage, in-
dem PKS-Daten sowie Einsatzdaten der Kölner Polizei ausgewertet werden, aber auch In-
formationen des Amtes für öffentliche Ordnung über Phänomene der Unordnung in den 
öffentlichen Räumen werden analysiert. Neben der Straßenkriminalität kommen Indikato-
ren zur Anwendung, die nur indirekt – d.h. teilweise visuell im Straßenraum, teilweise 
strukturell anhand der demographischen Statistik und teilweise nur von Insidern der Institu-
tionen – wahrgenommen werden können. Es sind: Zeichen der Unordnung (wie z.B. die 
Müllbelastung im öffentlichen Raum), eine – mangels Ortsbindung – geringe Verantwor-
tungsübernahme der Bewohnerschaft (infolge hoher Bevölkerungsfluktuation) und Konflikte 
im Sozialisationsprozess von Kindern und Jugendlichen (erfasst anhand einer erhöhten 
Häufigkeit von Polizeieinsätzen und Straftaten in sowie an Schulen). 
Auf der zweiten Stufe [II] werden die gewonnenen Ergebnisse im Austausch mit den 
einschlägigen Expertinnen und Experten der Kriminalprävention sowie mit Schlüsselperso-
nen der Kölner Stadtverwaltung bewertet. Auf dieser Grundlage werden Quartiere ausge-
wählt, in denen einer sich abzeichnenden negativen Entwicklung der Sicherheit mit geeig-
neten Maßnahmen der sekundären oder auch tertiären Prävention Einhalt geboten werden 
soll. 
Auf der dritten Stufe [III] werden in den ausgewählten Quartieren vertiefende Untersu-
chungen durchgeführt. Sie dienen der tiefenscharfen Ermittlung, welche Maßnahmen zur 
Verringerung der Straßenkriminalität und der affektiven Kriminalitätsfurcht an diesen Orten 
abgeleitet werden können. Das Instrumentarium der vertiefenden empirischen Untersuchun-
gen klärt die Sicherheitslage anhand von fünf methodischen Zugängen auf: die Identifizie-
rung von lokalen Hotspots – differenziert nach Straßen – auf der Basis der Polizeilichen 
Kriminalstatistik, die Durchführung von Audits der städtebaulichen Kriminalprävention zur 
Bewertung der Raum- und Beleuchtungsqualitäten, Interviews mit Passanten zur Ermittlung 
der Ausprägung affektiver und konativer Kriminalitätsfurcht in den Quartieren, die Samm-
lung von Hintergrundinformationen im Gespräch mit lokalen Stakeholdern und einige Be-
obachtungen im öffentlichen Raum zur Abbildung des Nutzungsverhaltens. 
In diesem abschließenden  Bericht werden zuerst das Verfahren und anschließend die Er-
gebnisse seiner Erprobung in ausgewählten Quartieren vorgestellt.

MaKoS  
Verfahren und Erprobung 6 
Zusammenfassung der Erprobung 
Die Indikatorenanalyse der ersten Stufe A wurde in der Erprobungsphase von Ja-
nuar bis März 2024 durchgeführt. Es wurde gezielt betrachtet, ob es Zusammenhänge 
gibt: hinsichtlich einer sehr hohen Kriminalitätsbelastung je Einwohner im Jahr 2023 sowie 
sehr hohen Wachstumsraten der Straßenkriminalität von 2019 auf 2023 ; einer überdurch-
schnittlichen Ausprägung der Bevölkerungsfluktuation; einer hohen Belastung mit Unord-
nung und eines erhöhten Deliktaufkommens an Schulstandorten. Im Rahmen dieser Be-
trachtung wurden folgende Typen der Belastung in Köln identifiziert:  
I. 28 heterogene Innenstadtquartiere [Definition: Lage im Stadtbezirk Innenstadt]; 
II. fünf studentische Quartiere [Definition: Quartiere in Hochschulnähe mit Einrichtun-
gen für studentisches Wohnen und mit Freizeitangeboten für Studierende]; 
III. 15 belastete Wohnquartiere in den Stadtteilen Ehrenfeld, Kalk und Mülheim [Defini-
tion: Quartiere mit einer sehr hohen Fluktuationsrate und einer sehr hohen Belas-
tung mit kriminellen Delikten je Einwohner]; 
IV. elf Schulstandorte mit einer stark überdurchschnittlichen Häufigkeit polizeilicher 
Einsätze in den Jahren 2022 und 2023. 
Durch die Indikatorenanalyse wurde u.a. transparent, dass sich die Zahl der Straftaten im 
Schulbetrieb in Köln von 2022 bis 2023 nahezu verdoppelt hatte. Besonders stark – näm-
lich um 137 Prozent – hatten die Rohheitsdelikte im Schulalltag in Köln zugenommen. 
Diese Einsicht verlangte für die zweite Stufe B eine Y-Strategie: Auf dem einen Strang 
wurde ein räumlich ausgerichteter Workshop durchgeführt; auf dem anderen Strang 
wurde in einem schulbezogenen Workshop nach Handlungsansätzen gesucht, wie sich die 
Sicherheitssituation in den Kölner Schulen präventiv verbessern lässt.  
Im raumbezogenen Workshop „Perspektiven der Stakeholder für den Masterplan 
Kommunale Sicherheit“ am 16. Mai 2024 bewerteten die teilnehmenden Expertinnen und 
Experten der Kriminalprävention sowie die Schlüsselpersonen der Kölner Stadtverwaltung 
die Ergebnisse und schlugen vor, Gebiete in Ehrenfeld, Kalk oder Mülheim für die vertie-
fenden Analysen auszuwählen, die im Jahr 2023 durch eine sehr hohe Fluktuationsrate 
und sehr hohe Kriminalitätsbelastung gekennzeichnet waren. Im Kontrast dazu wurde an-
geregt, auch das Quartier Madaus in Merheim zu berücksichtigen, welches zu den sieben 
Quartieren mit dem höchsten Anstieg der Straßenkriminalität von 2019 bis 2023 gehört. 
Im schulbezogenen Workshop wurde am 23. Mai 2024 mit schulischen Akteuren her-
ausgearbeitet, wie Wege der schulexternen Kooperation ausgebaut werden können, um 
die Schulen besser zu unterstützen, und welche Ansätze der Kriminalprävention in den 
Schulen für notwendig erachtet werden. 
Die vertiefenden Untersuchungen der dritten Stufe C wurden in Abstimmung mit 
dem Zentrum für Kriminalprävention und Sicherheit der Stadt Köln in den Kalker Quartie-
ren Trimbornstraße und Vorsterstraße [im Umfeld des Bahnhofs Trimbornstraße und der 
Kalker Post], in den Ehrenfelder Quartieren Leo-Amann-Park und Hansemannstraße [im

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 7 
Umfeld des Bahnhofs Ehrenfeld] sowie in der Siedlung Madaus – Auf dem Eichenbrett 
durchgeführt. 
Ergebnisse der Untersuchungen in den Kalker Quartieren 
Die Delikte der Straßenkriminalität  bündelten sich im Jahr 2023 in den Kalker Quar-
tieren Vorsterstraße und Trimbornstraße in wenigen Straßen:  Auf der Kalker Hauptstraße 
als Nahtstelle wurden im Jahr 2023 rund zwei Drittel aller Straftaten in den beiden Quar-
tieren registriert. Die Trimbornstraße verbindet den gleichnamigen S -Bahnhof mit Kalk Post 
und den Köln Arcaden. Auf diesem Straßenabschnitt  wurde im Jahr 2023 über die Hälfte 
aller Straftaten der Straßenkriminalität im Quartier Trimbornstraße erfasst. Zwei Drittel al-
ler Straftaten der Straßenkriminalität, die im Quartier Vorsterstraße im Jahr 2023 doku-
mentiert wurden, entfielen auf den Straßenabschnitt der Kalk -Mülheimer Straße bis zum 
Bürgerhaus Kalk. 
Unter den befragten Passanten ist die affektive Kriminalitätsfurcht stark ausge-
prägt: Drei Viertel der befragten Frauen gaben an, sich unsicher fühlen, wenn sie im Dun-
keln allein im Umfeld der Kalker Hauptstraße , aber auch im Bereich des S-Bahnhofs Trim-
bornstraße  unterwegs sind. Dass auch fast die Hälfte der befragten Männer solche Unsi-
cherheitsgefühle im Dunkeln zugab, verdeutlicht die Problematik. Einige Straßen und Orte 
werden besonders gemieden (konative Kriminalitätsfurcht): Neben der Kalk-Mülheimer 
Straße und den Innenhöfen – wie z.B. Breuerpark und Aldi-Parkplatz – wurde die Trim-
bornstraße  genannt. In Audits der städtebaulichen Kriminalprävention wurden 
Hinweise gewonnen, was diese Orte unattraktiv macht. Im Rahmen des Beleuchtungsau-
dits wurden zahlreiche Hinweise gesammelt, wie sich die Beleuchtung verbessern lässt, um 
Unsicherheitsgefühlen mit Licht vorzubeugen. 
Im Gespräch mit Passanten wurden Vorschläge gesammelt, was getan werden sollte, 
um die Sicherheitssituation im Veedel zu verbessern. Die meisten Vorschläge bezogen sich 
auf den Müll auf den Straßen und Fußwegen und andere Merkmale der öffentlichen Ord-
nung, aber auch auf die Verbesserung von Aufenthalts- und Nutzungsqualitäten in den 
Quartieren rund um die Kalker Hauptstraße . 
Auf der Basis der vertiefenden Untersuchungen in den Kalker Quartieren Vorsterstraße 
und Trimbornstraße  wurden folgende Empfehlungen abgeleitet:  
• Empfehlungen zur Gestaltung des öffentlichen Raumes: städtebauliche 
Aufwertung der Achse der Trimbornstraße zwischen S -Bahnhof und Platz Kalk Post; 
eine Sicherstellung hinreichend breiter Fußwege in den Wohnstraßen ; eine Verbes-
serung des Zustands der Spielflächen im Breuerpark im Rahmen einer Freiraumpla-
nung; Stärkung der Sichtachsen als weitere Maßnahme der städtebaulichen Krimi-
nalprävention auf der Kalk-Mülheimer Straße zur Förderung der informellen sozia-
len Kontrolle.  
• Empfehlungen zur Beleuchtung: teilweiser Rückschnitt des Blattgrüns der 
Baumkronen, die die Straßenlaternen verdeck en, dadurch den Lichteinfall ein-
schränken und den Fußweg verschatten.

MaKoS  
Verfahren und Erprobung 8 
• Empfehlungen zum Umgang mit problembehafteten Schnittstellen zwi-
schen privaten und öffentlichen Räumen: Bedarf von Maßnahmen z ur Erhö-
hung des Sicherheitsgefühls an der Schnittstelle der DB-Privatfläche des S-Bahnhofs 
zum öffentlichen Raum der Trimbornstraße ; Aufforderung der Deutschen Bahn (DB) 
durch die Stadt Köln, den Übergang vom Bahnhofsausgang in die Trimbornstraße  
neu zu ordnen – notwendig sind insbesondere: sichtbare Markierung des Weges 
zum Fahrstuhl; Orientierungshinweise für die Wege der Fahrgäste der S-Bahn und 
die bessere lichttechnische Abstufung des Übergangs.  
• Empfehlungen zum Dialog mit Zielgruppen in den Quartieren: gezielte 
Vermittlung der Wohnungslosen zu den Hilfen des „Fachberatungsdienstes Woh-
nungsnot / Wohnhilfen Köln“ der Diakonie Michaelshoven Soziale Hilfen gGmbH 
in der Kalk-Mülheimer Straße 177; Dialog mit  problemverursachenden Gruppen 
über Sprachmittler bzw. Gatekeeper; die Gewinnung von Gastronomen auf der 
Kalker Hauptstraße für das Kölner Konzept der „HappyToilet“ , die Stärkung des 
Zusammenhalts unter den Eigentümern und Gewerbetreibenden im Kontext der 
Standortgemeinschaft Kalker Hauptstraße . 
• Empfehlungen zur Erhöhung der formellen Kontrollen: Wiederbelebung 
des Modells des Kontaktbeamten im Umfeld der Kalker Hauptstraße, um das Si-
cherheitsgefühl in der Bevölkerung zu stärken; sichtbare Erhöhung der Kontroll-
dichte durch Kräfte der Polizei und des Ordnungsdienstes im Bereich der Kalker 
Hauptstraße und der Kalk- Mülheimer Straße;  stundenweiser Einsatz eines Sicher-
heitsdienstes im Bürgerhaus Kalk; Aufnahme das Bürgerhaus Kalk in den „Kriminal-
präventiven Rat Kalk“; Schließung des  Breuerparks an den Durchgängen in den 
Nachtzeiten. 
Ergebnisse der Untersuchungen in den Ehrenfelder Quartieren 
Die Delikte der Straßenkriminalität  ereigneten sich 2023 vor allem an den wenigen 
Schnittstellen der Quartiere zu öffentlichen Verkehrsmitteln: Ein Drittel der Straftaten wur-
den auf der quer durch die Quartiere Leo-Amann-Platz und Hansemannstraße  verlaufen-
den Venloer Straße registriert. Fast 60 Prozent der Straßenkriminalität im Jahr 2023 entfie-
len auf das Umfeld des Bahnhofs Ehrenfeld – von der Stammstraße mit dem Gerhard -
Wilczek-Platz über die Bartholomäus-Schink-Straße bis zur Venloer Straße mit den KVB -
Haltestellen. Laut dem Expertengespräch in der Polizeiinspektion 3 hängt dies mit dem 
„Partyviertel“ zusammen, das vom „Club Bahnhof Ehrenfeld“ in der Bartholomäus-Schink-
Straße über weitere Treffpunkte auf dieser Straße und in der Heliosstraße bis zur „Live 
Music Hall“ in der Lichtstraße reicht.  
Die affektive Kriminalitätsfurcht ist vor allem unter Frauen ausgeprägt. In der Passan-
tenbefragung gaben rund 40 Prozent der befragten Frauen an, sich unsicher zu fühlen, 
wenn sie im Dunkeln allein in den beiden Quartieren im Umfeld des Ehrenfelder Bahnhofs 
unterwegs sind; unter den Männern betrifft das weniger als ein Zehntel. Viele verkehrsbe-
zogene Orte rund um den Bahnhof – wie die Bahnbögen an der Hüttenstraße und d ie Bar-

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 9 
tholomäus-Schink-Straße – gehören nach den Angaben der Befragten auch zu den Meide-
orten. Einen Einfluss hat die Verschmutzungssituation rund um den Bahnhof Ehrenfeld, die 
von drei Viertel der Befragten als sehr negativ eingestuft wird.  
Die Audits der städtebaulichen Kriminalprävention fanden in den Straßen der 
Quartiere Leo-Amann-Platz und Hansemannstraße  statt. Insbesondere das Umfeld des Eh-
renfelder Bahnhofs wurde schlechter bewertet, weil die unklaren Übergänge zwischen den 
verschiedenen Haltepunkten Kriminalitätsfurcht auslösen können. Das Beleuchtungsau-
dit verdeutlichte, dass die Wegeführung durch die öffentlichen Laternen nicht das Format 
aufweist, das ein so stark frequentierter Bereich erfordert. 
Auf der Basis der vertiefenden Untersuchungen in den Ehrenfelder Quartieren Hansemann-
straße und Leo- Amann-Park wurden folgende Empfehlungen abgeleitet:  
• Empfehlungen zur Gestaltung des öffentlichen Raumes: weitere Maßnah-
men der städtebaulichen Kriminalprävention auf der Venloer Straße, um Platz für 
Aufenthaltsorte zu schaffen; städtebauliche Entwicklungsplanung für den Bereich 
der Brache des ehemaligen Postamts an der Ecke der Bartholomäus-Schink-Straße 
zum Ehrenfeldgürtel; Suche nach einem neuen Standort für die Müllcontainer am 
Ein-/Ausgang auf der südöstlichen Seite des Bahnhof Ehrenfelds; auf die Perspekti-
ven von Schülerinnen und Schüler zugeschnittene Wegeführung in der Vogelsanger 
Straße nach der Fertigstellung des Neubaus der Heliosschule.  
• Empfehlungen zur Beleuchtung: Installation einer smarten Beleuchtung zur 
stärkeren Ausleuchtung der Wege des Partypublikums; Verbesserung der Beleuch-
tung in den öffentlichen Zonen unmittelbar hinter den Ausgängen aus dem Bahnhof 
Ehrenfeld und in der Unterführung der Venloer Straße ; Rückschnitt der Baumkronen 
auf der Venloer Straße hinter dem südwestlichen Ausgang des Bahnhofs Ehrenfeld  
zur Beseitigung der Verschattungen des Fußweges; auf die Wege von Schülerinnen 
und Schüler zugeschnittene Beleuchtung in der Vogelsanger Straße n ach der Fertig-
stellung des Neubaus der Heliosschule.  
• Empfehlungen zum Umgang mit problembehafteten Schnittstellen zwi-
schen privaten und öffentlichen Räumen: Aufforderung der Deutschen Bahn 
durch die Stadt Köln, gemeinsam mit der kommunalen Stadtplanung ein neues Nut-
zungs- und Gestaltungskonzept für die Bahnbögen in der Bartholomäus-Schink-
Straße und in der Hüttenstraße auszuarbeiten; Installation von elektronischen An-
zeigen (Displays) in den Tunnelbereichen des Bahnhofs Ehrenfeld vor den Aufgän-
gen zu den Bahnsteigen durch die DB; kooperative Entwicklung eines Wegeleitsys-
tems für das Bahnhofsdreieck [DB-Bahnsteige, KVB-U-Bahn, KVB-Ringbahn] durch 
DB, KVB und Stadt Köln; Klärung des Ausbaus der Kapazität der Fahrradstellplätze 
und der Entfernung von „Schrottfahrräder“ im Umfeld des Bahnhofs Ehrenfeld zwi-
schen DB und Stadt Köln. 
• Empfehlungen zum Dialog mit Zielgruppen in den Quartieren: eine ver-
haltensorientierte kriminalpräventive Kampagne in sozialen Medien, die sich an 
das feiernde Partypublikum richtet; Verpflichtung der Anbieter von Imbissen, Fast

MaKoS  
Verfahren und Erprobung 10 
Food und To-Go-Produkten zur Einführung eines Mehrwegsystems für Ihre Behälter; 
Stärkung der nachbarlichen Verbundenheit in den Wohnstraßen und Förderung des 
bürgerschaftlichen Engagements [Referenzbeispiele Körnerstraße und ehrenamtli-
cher Spielplatzpate in der Glasstraße ]; gezielte Vermittlung der Wohnungslosen zu 
den Hilfen der Kontakt- und Beratungsstelle für Wohnungslose „Rochus“ des Sozial-
dienstes Katholischer Männer e.V./ SKM Köln in der Bartholomäus-Schink-Straße  6. 
• Empfehlungen zur Erhöhung der formellen Kontrollen: Erhöhung des Ein-
satzes von Sicherheitspersonal und Kümmer-Personen im Umfeld des Bahnhofs Eh-
renfeld an den Tagen des hohen Aufkommens von Partypublikum. 
Ergebnis in der Siedlung Madaus 
Die straßenweise Auswertung der PKS -Daten des Jahres 2023 hat aufgezeigt, dass nicht 
der Bereich mit der neuen Wohnbebauung, sondern der Einzelhandels-Hotspot und die 
beiden stationären Gesundheitseinrichtungen für das relativ hohe Aufkommen von 
Straftaten der Straßenkriminalität verantwortlich sind.  
Kriminalpräventive Strategien betreffen folglich nicht das Wohnquartier, sondern die Un-
ternehmensstandorte Kaufland Köln Merheim, Krankenhaus Merheim und LVR-Klinik in der 
Wilhelm-Griesinger-Straße. Im Jahr 2023 entfielen insgesamt 93 Prozent der Straftaten auf 
diese drei Standorte. Es wird empfohlen, die Kliniken dabei zu unterstützen, Tatgelegen-
heiten zu beseitigen, und den großflächigen Einzelhandel zu beraten, wie der Standort 
und die Waren besser geschützt werden können. 
Schnittstellen zum Masterplan Sauberkeit 
Die Erprobung des Verfahrens „Masterplan Kommunale Sicherheit“ in ausgewählten 
Quartieren der Stadtteile Ehrenfeld und Kalk hat verdeutlicht, dass Themen der Sauberkeit 
und Ordnung im öffentlichen Raum in der Sicherheitswahrnehmung der Bürgerinnen und 
Bürger eine große Rolle spielen. Daraus lassen sich Anhaltspunkte zur Konkretisierung der 
Schnittstellen zwischen den Masterplänen Sicherheit auf der einen Seite und Sauberkeit 
auf der anderen Seite ableiten: 
• Sowohl in den Kalker als auch in den Ehrenfelder Quartieren korrespondieren die 
Hotspots der Straßenkriminalität mit den Hotspots der Verschmutzung im Umfeld 
der Bahnhöfe. Dort kann der AWB eine intensive und bedarfsgerechte (Hotspot-) 
Reinigung erproben, die von einer bedarfsgerechteren Reinigung und Leerung der 
Papierkörbe bis zur Einführung von Pfandsystemen im Umfeld der Imbiss-Restau-
rants reichen kann. 
• Das bestehende Papierkorbkonzept sollte in Zusammenarbeit zwischen der AWB 
und der Deutschen Bahn als Träger der Bahnhöfe Ehrenfeld und Trimbornstraße 
überprüft werden, um auf dieser Grundlage ein innovatives und bedarfsorientierte-
res Papierkorbkonzept zu entwickeln.  
• In den Kalker und Ehrenfelder Quartieren sollten Angebote zur Einbindung der Be-
wohnerschaft gemacht werden. Sie sollten allerdings nicht monothematisch auf das

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 11 
Thema Sauberkeit fokussiert werden, sondern weiter gefasst auf Patenschaften von 
Spielplätzen, Nachbarschaftszonen in der Straße oder auch die Pflege von Baum-
scheiben gerichtet werden.  
• Die Bahnhofsumfelder in Ehrenfeld und Kalk Trimbornstraße weisen sowohl hinsicht-
lich der Sauberkeit als auch der Sicherheit einen besonderen Handlungsbedarf auf. 
An solchen Orten sollten die notwendigen Maßnahmen an einem „Runden Tisch" 
der Verantwortlichen von DB, AWB, Ordnungsamt, Polizei und Zentrum für Krimi-
nalprävention und Sicherheit abgestimmt werden. 
• In den Quartieren rund um Kalk Post wurden „Obdachlose“ und „Drogenkonsu-
menten“ häufig als Probleme genannt. Vor diesem Hintergrund sollten sich das So-
zialamt, das Gesundheitsamt, das Ordnungsamt, die AWB und lokale Kümmer-Per-
sonen sowie Stakeholder des Stadtteils gemeinsam über Lösungsansätze verständi-
gen, wie dieser Personenkreis wirkungsvoller an die Hilfen der örtlichen Beratungs-
stellen für Wohnungslose, aber auch an die Angebote von VISION e.V. – Verein 
für innovative Drogenselbsthilfe herangeführt werden kann. 
• Die Ansprache besonderer Zielgruppen muss nach Quartieren und Institutionen dif-
ferenziert erfolgen. Während im Umfeld des Bahnhofs Ehrenfeld vor allem das Par-
typublikum am Wochenende mit geeigneten Kampagnen angesprochen werden 
muss, überwiegen im Umfeld des S-Bahnhofs Trimbornstraße Personengruppen mit 
unterschiedlichen Migrationsgeschichten, deren Sprachbarrieren durch den Einsatz 
von Sprachmittlern überwunden werden können. In den Schulen sind Präventions-
maßnahmen notwendig, die Kinder und Jugendliche mi t Veranstaltungen, Filmen 
und Postings in den sozialen Netzwerken erreichen. 
• Das „HappyToilet“-Angebot sollte in den Ehrenfelder und Kalker Quartieren weiter-
entwickelt werden. In den Kalker Quartieren gibt es bisher nur die Standorte: Bür-
gerhaus Kalk, Bezirksrathaus Kalk und Kalk Karree. In den Ehrenfelder Quartieren 
fällt das Angebot breiter aus: Toilette U-Bahnstation Venloer Straße/Gürtel, Bezirks-
rathaus Ehrenfeld, Bumann & Sohn, Piccola Essen und Trinken und Van Dyck Röste-
rei in der Körnerstraße. Es bedarf einer Strategie, wie weitere Gastronomen und 
Einzelhändler im Bereich der Kalker Hauptstraße und der Venloer Straße für das 
Konzept der HappyToilet gewonnen werden können.

MaKoS 
 
Verfahren und Erprobung 12 
Teil A:  
Verfahren des Masterplans Kommunale Sicherheit 
A1. Verfahren des Masterplans Kommunale Sicherheit 
A1.1 Drei Stufen des Verfahrens 
Auf der ersten Stufe [I] werden fünf Indikatoren – differenziert nach den 570 statistischen 
Quartieren Kölns und fokussiert auf zurückliegende Jahre – analysiert, um Sicherheitsprob-
leme erkennen zu können. Metaphorisch kann das Bündel der Indikatoren als „Eisberg 
der Unsicherheit“ bezeichnet werden: Oberhalb der Wasseroberfläche befindet sich der In-
dikator der strafbewehrten Straßenkriminalität (dokumentiert durch die Polizeiliche Krimina-
litätsstatistik). Darunter sind Indikatoren zu finden, die nur indirekt – d.h. teilweise visuell im 
Straßenraum, teilweise strukturell anhand der demographischen Statistik und teilweise nur 
von Insidern der Institutionen – wahrgenommen werden können. Es sind: Zeichen der Un-
ordnung (wie z.B. die Müllbelastung im öffentlichen Raum), eine – geringe Ortsbindung – 
infolge hoher Bevölkerungsfluktuation und Konflikte im Sozialisationsprozess von Kindern 
und Jugendlichen (erfasst anhand einer erhöhten Häufigkeit von Polizeieinsätzen und Straf-
taten in sowie an Schulen).  
Nach der Einzelbetrachtung der Indikatoren werden Korrespondenzen zwischen ihnen be-
trachtet. Der Blick wird darauf gerichtet, welche Zusammenhänge es im Bezugsjahr gab: 
zum Beispiel hinsichtlich einer sehr hohen Kriminalitätsbelastung je Einwohner sowie sehr 
hoher Wachstumsraten der Straßenkriminalität über mehrere Jahre; einer starken Bevölke-
rungsfluktuation; einer hohen Belastung mit Unordnung und eines erhöhten Polizeieinsatzes 
und überdurchschnittlicher Delikthäufigkeiten an Schulstandorten.  
 
Abbildung 1: Drei Stufen des Verfahrens „Masterplan Kommunale Sicherheit“ 
Stufe 1: Indikatorenanalyse über 570 Kölner 
Quartiere
Stufe 2: Bewertungsworkshop und Auswahl 
von Quartieren für Vertiefungen
Stufe 3: vertiefende Untersuchungen in den 
Quartieren und Ableitung von Empfehlungen

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 13 
Die Ergebnisse der Indikatorenanalyse werden aufbereitet für die Bewertung durch ein-
schlägige Stakeholder. Auf der zweiten Stufe [II] werden dazu Workshops zur Be-
wertung der Ergebnisse durchgeführt. In einem raumbezogenen Workshop mit Exper-
tinnen und Experten der Kriminalprävention sowie mit Schlüsselpersonen der Kölner Stadt-
verwaltung werden die Auffälligkeiten unter die Lupe genommen, die nach der Analyse der 
Indikatoren in den Ergebnisprofilen zu erkennen sind. Das Ziel des Bewertungsprozesses 
der zweiten Stufe besteht aus einer Auswahl von (auffälligen) Quartieren, in denen 
im Rahmen vertiefender Untersuchungen herausgearbeitet werden soll, welche Maßnahmen 
zur Verringerung der Straßenkriminalität und der affektiven Kriminalitätsfurcht notwendig 
sind. In einem schulbezogenen Workshop kann parallel thematisiert werden, welche An-
sätze der Gewaltprävention in den Schulen umgesetzt werden sollen und wie Wege der 
schulexternen Kooperation ausgebaut werden können, um die Schulen besser zu unterstüt-
zen. 
 
Abbildung 2: Übersicht über das Verfahren „Masterplan Kommunale Sicherheit“  
Auf der dritten Stufe [III] kommt in den ausgewählten Quartieren ein Instrumentarium 
für vertiefende empirische Untersuchungen zum Einsatz, das dem methodologischen 
Prinzip der Triangulation entspricht, weil die Sicherheitslage im Rahmen von voneinander 
unabhängigen methodischen Zugängen aufgeklärt wird. Die Bausteine sind: die Identifizie-
rung von lokalen Hotspots – differenziert nach Straßen – auf der Basis der Polizeilichen Kri-
minalstatistik, die Durchführung von Audits der städtebaulichen Kriminalprävention zur Be-
wertung der Raum- und Beleuchtungsqualitäten, Interviews mit Passanten zur Ermittlung der 
Ausprägung affektiver und konativer Kriminalitätsfurcht in den beiden Quartieren, die

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 14 
Sammlung von Hintergrundinformationen im Gespräch mit lokalen Stakeholdern und einige 
Beobachtungen im öffentlichen Raum zur Abbildung des Nutzungsverhaltens. Nach der Ver-
knüpfung der verschiedenen Ergebnisse erfolgt die Ableitung von Empfehlungen, wie 
sich die Sicherheitssituation verbessern und die affektive Kriminalitätsfurcht in Bevölkerungs-
kreisen verringern lässt (vgl. als Gesamtübersicht Abbildung 2). 
Die zugrundeliegende Masterplan-Logik besteht nicht darin, nur einmal das skizzierte 
Verfahren zur Anwendung zu bringen. Den Plan-Charakter weist nicht das Ergebnis der ein-
maligen Durchführung auf, sondern die regelmäßige Wiederholung  des Verfahrens. Die 
kontinuierliche mittelfristige Wiederholung der drei Stufen stellt somit ein Schlüssel-
merkmal des Masterplans Kommunale Sicherheit dar. Als Praxis folgt daraus, die Verfah-
rensschritte im Abstand von drei bis fünf Jahren zu wiederholen. Das bedeutet, den 
Prozess der Indikatoren-Analyse mit aktuellen Daten, des Bewertungsworkshops und der 
vertiefenden Untersuchungen in ausgewählten Quartieren vor Ort immer wieder neu zu ge-
stalten. Dabei können einerseits neue Quartiere identifiziert werden, in denen vertiefende 
Untersuchungen an die Analyse der Indikatoren anschließen. Andererseits kann in einer 
Evaluation überprüft werden, ob die Maßnahmen in zuvor vertieft betrachteten 
Teilräumen Wirkung gezeigt haben, indem sowohl die Zahl der Straftaten als auch die 
Unsicherheitsgefühle im öffentlichen Raum eine rückläufige Tendenz aufweisen. 
Mit dem Masterplan Kommunale Sicherheit können in Köln Strategien zur Erhöhung der ob-
jektiven Sicherheit und zur Verringerung der affektiven Kriminalitätsfurcht unter sensiblen 
Bewohnergruppen im Quartierskontext entwickelt und weitergehend passgenaue Hand-
lungs- und Präventionsmaßnahmen abgeleitet werden. In der mittelfristigen Wiederholungs-
perspektive ist der Masterplan Kommunale Sicherheit fortschreibungsfähig. 
A1.2 Gliederungsstruktur für die Empfehlungen 
Am Ende der Entwicklungs- und Erprobungsphase des Verfahrens des Masterplans Kommu-
nale Sicherheit wurden am 25. September 2024 in einem abschließende n Austausch mit 
Schlüsselpersonen der Kölner Ämter , der Bezirksregierung und der Kölner Polizei:  
• das gesamte, dreistufige MaKoS-Verfahren positiv bewertet und 
• Eckpunkte für die abgeleiteten Empfehlungen vereinbart. 
An der Zusammenkunft nahmen unter der Moderation des Zentrums für Kriminalprävention 
und Sicherheit folgende Fachperspektiven der Stadt Köln teil: das Amt für öffentliche Ord-
nung; das Amt für Recht, Vergabe und Versicherungen; das Amt für Integration und Vielfalt; 
das Gesundheitsamt; das Amt für Kinder, Jugend und Familie; das Amt für Schulentwick-
lung; das Amt für Soziales, Arbeit und Senioren; das Amt für Verkehrsmanagement und öf-
fentliche Beleuchtung; das Dezernat VIII/Klima, Umwelt, Grün, Liegenschaften sowie die 
Gesamtschwerbehindertenvertretung. Dabei waren auch das schulische Krisenteam der Be-
zirksregierung Köln und die Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH.

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 15 
Im Austausch wurden vier Perspektiven für die Strukturierung der Empfehlungen 
des Masterplans herausgearbeitet: 
(1) Dialogorientierung 
Am Beispiel des Umgangs mit den Ordnungsstörungen von Wohnungslosen stellte das Amt 
für Soziales, Arbeit und Senioren der Stadt Köln den dialogischen Ansatz AKIK vor (Allpar-
teiliches Konfliktmanagement in Köln). 
• Den Ausgangspunkt bildete die Tatsache, dass das Lagern, Campieren und Über-
nachten von Wohnungslosen auf öffentlichen Flächen – wie z.B. dem Breuerpark in 
Kalk oder dem Spielplatz an der Bartholomäus-Schink-Straße in Ehrenfeld – nach ei-
ner Landesverordnung nicht erlaubt seien. Die Flächen werden dadurch übernutzt 
und der Lebensalltag der anderen Bürger eingeschränkt. Die Obdachlosigkeit dürfe 
nicht verstetigt werden, indem Flächen im öffentlichen Raum bereitgestellt werden, 
wohin Wohnungslose ihren Lebensmittelpunkt verlegen können.  
• Vorrang wird dem Ziel zugeschrieben, dass dieser Personenkreis ein Dach über dem 
Kopf hat. Deshalb werden die Wohnungslosen regelmäßig auf Hilfeangebote beson-
derer Anlaufstellen hingewiesen. So bieten beispielsweise sowohl der „Fachbera-
tungsdienst Wohnungsnot / Wohnhilfen Köln“ in der Kalk-Mülheimer Straße 177 in 
Kalk (Träger: Diakonie Michaelshoven Soziale Hilfen gGmbH) als auch die Kontakt- 
und Beratungsstelle für Wohnungslose „Rochus“ in der Bartholomäus-Schink-Straße 
6 in Köln-Ehrenfeld Hilfen im Wohnungsnotfall an (Träger: Sozialdienst Katholischer 
Männer e.V./ SKM Köln). Es wird fortwährend daran gearbeitet, die Attraktivität 
solcher Einrichtungen zu steigern.  
• Leider leisten einige Bewohner durch Spenden und Sachmittel (wie z.B. Naturalien) 
einen Beitrag dazu, dass sich die Wohnungslosen an Orten in öffentlichen Raum 
wohlfühlen und dort dauerhaft verbleiben. In der Konsequenz nehmen die Woh-
nungslosen die Angebote der Kontakt- und Beratungsstellen nicht wahr, so dass ihre 
Lebenssituation nicht nachhaltig verändert werden kann. 
Vor diesem Hintergrund wird der Dialog mit der Bürgerschaft als notwendig erachtet, um 
aufzuklären, wie das Thema gemeinsam angegangen werden kann. Dafür werden aktuell in 
einem interdisziplinären Gremium der Kölner Stadtverwaltung im Rahmen des innovativen 
Ansatzes AKIK (Allparteiliches Konfliktmanagement in Köln) neue Maßnahmen entwickelt, 
die im Laufe des Jahres 2025 erprobt werden sollen. Das Konzept beruht darauf, die Be-
wohnerinnen und Bewohner, die sich durch Wohnungslose im öffentlichen Raum gestört füh-
len, aber auch diejenigen, die Obdachlosen Zuwendungen im öffentlichen Raum zukommen 
lassen, im Rahmen eines dialogischen Konfliktmanagements zu unterstützen. Das AKIK-Mo-
dell stellt eine wichtige Schnittstelle zum Masterplan Kommunale Sicherheit dar, weil quar-
tiersbezogene Nutzungskonflikte in Grünanlagen, Parks oder auf Plätzen mit diesem Ansatz 
gelöst werden sollen. Ein Einsatz der Polizei zu Ordnungsthemen wie Lärm, Müll, wildes 
Urinieren oder respektvolles Verhalten von Wohnungslosen ist nicht verhältnismäßig – des-
halb werden Fachkräfte zukünftig moderierend und vermittelnd Impulse geben, wie mit die-
sen Herausforderungen vor Ort umgegangen werden kann.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 16 
Das Dezernat VIII/Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften der Stadt Köln und die Abfall-
wirtschaftsbetriebe AWB hoben einen zentralen Erfolgsfaktor des Gelingens von Dialogen 
mit den Verursachern der Unordnung und Verschmutzung hervor. Über herkömmliche Dia-
logformate wurden bisher nur die interessierten Kreise der Bewohner und Nutzer erreicht, 
nicht aber besondere Milieus und anderssprachige Communities. Im Masterplan muss daher 
berücksichtigt werden, dass bestimmte Gruppen nur über Personen mit einem ähnlichen Hin-
tergrund angesprochen werden können. Die Ansprache muss durch Peers – d.h. durch Glei-
che – erfolgen, die dem jeweiligen Milieu nahestehen. Dafür sind geeignete Personen mit 
einem Zugang (Sprachmittler) zu gewinnen, die als „Fürsprecher“ die andere Seite verbind-
lich spiegeln können. 
Aus dem Kreis des schulischen Krisenteams der Bezirksregierung Köln wird der Wunsch ge-
äußert, die Schulen bei der Planung, aber auch Umsetzung von kriminalpräventiven Maß-
nahmen und Aktionen mit einzubeziehen. Als Ansatzpunkte können Programme der Demo-
kratieförderung in den Schulen genutzt werden. Es werden Gelegenheiten für die Partizipa-
tion und Mitgestaltung der Schüler in den Sozialräumen der Stadt gebraucht.  
(2) Kontrollorientierung 
Aus der Sicht der Kölner der Polizei dürfen die Vorschläge des Masterplans nicht nur Men-
schen im Blick nehmen, die im Wertesystem der Mehrheitsgesellschaft sozialisiert worden 
sind (in der Regel: deutschsprachig, weiß, christlich, heterosexuell, ohne Beeinträchtigung, 
ohne Armutserfahrungen oder binärgeschlechtlich). Im Masterplan muss die komplexe Ge-
sellschaftsstruktur Kölns umfassend berücksichtigt werden. In den Kölner Quartieren sind 
auch Personenkreise mit vollständig anderen Werteorientierungen und -vorstellungen anzu-
treffen. Um auf deren abweichende Verhaltensweisen Einfluss zu nehmen, werden Dialog-
programme und städtebauliche Interventionen nicht ausreichen. Auf polizeilicher Seite seien 
bereits viele Maßnahmen unternommen worden, die jedoch oft nur zu einer Verschiebung 
der Probleme statt zu dauerhaften Lösungen geführt hätten. Neben der Suche des Dialogs 
mit diesen Personenkreisen, muss im Masterplan Anerkennung finden, dass auch der Kon-
trolldruck (d.h. die Intervention durch Kräfte der Polizei und des kommunalen Ordnungs-
dienstes) erhöht werden muss. 
(3) Raumorientierung 
Seitens des Amtes für Integration und Vielfalt der Stadt Köln wird betont: Verantwortlich für 
kriminelle Delikte sind oftmals nicht die Werthaltungen, sondern der sozioökonomische Hin-
tergrund der Lebenslagen, die das Verhalten Personengruppen beeinflussen. Von der Histo-
rie her hatten sich um Industriestandorte – wie zum Beispiel Kalk – Menschen unterschiedli-
cher Herkunft angesiedelt, so dass die Bevölkerungsstruktur heute sehr viele internationale 
Hintergründe aufweist (teilweise bereits in der 3./4. Generation). Aus der Perspektive des 
Amtes für Integration und Vielfalt der Stadt Köln wird angeregt, das Thema der Kriminalität 
vom Migrationskontext und seinen Wertestrukturen zu trennen, damit der Masterplan keine 
Stigmatisierung betreibt. Stattdessen soll der Masterplan die städtebauliche Vernachlässi-
gung von Orten in der Stadt herausstellen, die zu Hotspots der Unordnung und Kriminalität 
verkommen. An solchen Stellen in der Stadt zeigt sich ein „Broken Windows“-Effekt, weil 
die Verschmutzung und Vernachlässigung eine Spirale weiterer Vermüllung nach sich zieht,

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 17 
und weil die Nutzer dort in der Folge vermehrt unerwünschte Verhaltensweisen zeigen. In 
Köln gibt es zu viele solcher verwahrlosten Orte, die für niemanden mehr einen Wert ha-
ben. 
Die Gesamtschwerbehindertenvertretung der Stadt Köln unterstützt diesen Blickwinkel und 
betont, dass Wegeleitsysteme gebraucht werden, die auf barrierefreie – d.h. im umfassen-
den Verständnis inklusive – Wege führen. Im Umfeld von S-Bahn- und U-Bahnstationen feh-
len oftmals Aufzüge oder sind defekt. Im weiteren Prozess müssen die Bezirksvertretungen, 
die Bürgerhäuser und lokalen Bürgerinitiativen mitgenommen und aktiviert werden, damit 
die Bewohnerschaft die öffentlichen Räume wieder „zurückerobern“ und beleben kann. 
Auch die Gewerbetreibenden müssen gezielt eingebunden und motiviert werden, Verant-
wortung für den öffentlichen Raum im Umfeld ihrer Geschäfte zu übernehmen. Andererseits 
muss die Rechtsordnung konsequent durchgesetzt werden, wenn Menschen sich weigern, 
ein rechtskonformes Verhalten zu zeigen.  
Das Amt für Verkehrsmanagement und öffentliche Beleuchtung regte an, im Masterplan 
auch auf die Möglichkeit hinzuweisen, defekte Straßenlaternen  in Köln über die Website 
der RheinEnergie zu melden: www.rheinenergie.com/defekteleuchte; oder auch über das 
städtische Meldeportale „Sags‘ uns“ unter Beleuchtung@Stadt-Koeln.de und Auf dem PC, 
Tablet oder Mobiltelefon kann die betroffene Leuchte auf einer Karte direkt markiert wer-
den. Nach dem Versenden des Miniformulars an das RheinEnergie-Team „Öffentliche Be-
leuchtung“ wird die Meldung dort bearbeitet. Bis zum Jahr 2035 wird die gesamte Straßen-
beleuchtung im öffentlichen Raum in Köln auf LED-Technik umgestellt. Diese Leuchtmittel wer-
den smart sein, so dass die Lampen sowohl gedimmt als auch in ihrer Lichtstärke erhöht wer-
den können. Eine mögliche Erhöhung von Lichtstärken an problematischen Orten wie etwa 
Hotspots ist in Einklang mit den Interessen der Anwohner zu bringen, die das Licht als Beein-
trächtigung durch Blendungen wahrnehmen könnten.. 
(4) Schnittstelle privat-öffentlich im Fokus 
Das Amt für öffentliche Ordnung der Stadt Köln empfahl, die Schnittstelle zwischen privaten 
und öffentlichen Räumen im Masterplan prominent darzustellen. Viele Problembereiche be-
finden sich im Übergang von rechtlich öffentlichen zu öffentlich genutzten Flächen im Privat-
eigentum – wie zum Beispiel die Flächen der Deutschen Bahn (DB) oder der KVB im Umfeld 
von Bahnhöfen. Der Stadt Köln sind in diesen Bereichen die Hände gebunden, da sie in das 
Privateigentum nicht kriminalpräventiv eingreifen kann. Deshalb sind die Privateigentümer in 
belasteten Zonen gezielt in die Entwicklung kriminalpräventiver Maßnahmen einzubezie-
hen. An solchen Orten muss als Konsequenz aber auch die Kontrolldichte erhöht werden, 
was personalintensiv ist. Insofern werden dafür mehr Ressourcen benötigt, als sie zurzeit be-
reitgestellt werden.  
Aus dem Polizeipräsidium Köln wurde dazu angemerkt, dass die Stadt Köln die DB auf der 
Grundlage des Masterplans zu Gesprächen aufzufordern soll, um die Problematik an den 
Schnittstellen von rechtlich öffentlichen zu öffentlich genutzten Flächen im Privateigentum – 
wie zum Beispiel im Umfeld der Bahnhöfe Ehrenfeld und Trimbornstraße – gemeinsam lösen 
zu können.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 18 
Fazit 
• Die erhöhte Kriminalität und Unordnung an Hotspots verweist häufig auf ein Schnitt-
stellenproblem zwischen dem regulären öffentlichen Raum und nur öffentlich genutz-
ten Flächen, die sich im Privateigentum befinden. Im Blickpunkt stehen insbesondere 
die Schnittstellen der Stadt mit den Verkehrsinfrastrukturen der DB und der KVB.  
• Die Empfehlungen sollen Antworten auf die städtebauliche Vernachlässigung von 
Orten in der Stadt und ihre Karriere als Hotspots der Unordnung und Kriminalität ge-
ben. 
• Die Ordnungsproblematik der Raumaneignung durch Wohnungslose lässt sich nicht 
auf der Ebene der Raumgestaltung lösen. Im Vordergrund stehen Strategien, den Zu-
gang zu den bestehenden Kontakt- und Beratungsstellen für Wohnungslose zu ver-
bessern. 
• Eine dialogische Umsetzung des Masterplans Kommunale Sicherheit soll die Bezirks-
vertretungen, die Bürgerhäuser, die lokale Bürgerinitiativen, die Gewerbetreibenden 
und die örtlichen Schulen einbeziehen. Für den Dialog mit den Verursachern von Un-
ordnung und Kriminalität werden Sprachmittler gebraucht, die einen Zugang zu den 
unterschiedlichen sozialen Milieus und anderssprachigen Communities haben. 
• In den Empfehlungen ist eine Balance zwischen dialogorientierten bzw. partizipativ 
ausgerichteten Ansätzen der Kriminalprävention und erhöhten, personalintensiveren 
Kontrollmaßnahmen zu finden.  
Konsequenzen für Gliederung der Empfehlungen 
Vor diesem Hintergrund liegt es nahe, die Empfehlungen des Masterplans Kommunale Si-
cherheit nach der folgenden Logik zu strukturieren: 
(I.) Empfehlungen zur Gestaltung des öffentlichen Raumes 
(II.) Empfehlungen zum Umgang mit problembehafteten Schnittstellen zwischen privaten 
und öffentlichen Räumen 
(III.) Empfehlungen zum Dialog mit der Wohnbevölkerung und den Gewerbetreibenden 
im Allgemeinen sowie mit problemverursachenden Gruppen im Besonderen 
(IV.) Empfehlungen zur Erhöhung der formellen Kontrollen  
A2. Stufe I: MaKoS-Indikatoren zur Früherkennung 
Dem Verfahren des „Masterplans Kommunale Sicherheit“ liegt ein Satz von Indikatoren zu-
grunde, damit es als Frühwarnsystem ausgerichtet werden kann. Mittels der Indikatoren 
können in regelmäßigen stadtweiten Analysen frühzeitig diejenigen Stadtgebiete identifi-
ziert werden, in denen einer sich abzeichnenden negativen Entwicklung mit geeigneten 
Maßn ahmen der sekundären oder auch tertiären Prävention Einhalt geboten werden kann. 
Als Raumbezug für die Analysen wird das Quartier gewählt. Die für Stadtentwicklung zu-
ständigen Ministerinnen und Minister der EU-Mitgliedsstaaten hatten im Dezember 2020 die 
Neue Leipzig-Charta verabschiedet. Darin wird neben der Kommune mit ihren funktional zu-

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 19 
sammenhängenden Räumen und – übergeordnet – der Region das Stadtquartier als zent-
rale darunter liegende räumliche Handlungsebene hervorgehoben. Mit der Neuen Leipzig-
Charta wird das Ziel verfolgt, das Gemeinwohl durch „verlässliche öffentliche Dienstleistun-
gen der Daseinsvorsorge sowie die Verringerung und Vermeidung von neuen Formen der 
Ungleichheit in sozialer, wirtschaftlicher, ökologischer und räumlicher Hinsicht“ zu stärken. 
Stadtplanung und Städtebau sollen durch „qualitativ hochwertige, für alle offene und si-
chere öffentliche Räume“ und „gut ausgebaute Infrastrukturen“ die Städte „lebendig“ ma-
chen.
1  
Im Folgenden werden die Indikatoren erläutert, die im Rahmen der Erprobung auf der 
Grundlage aktueller Daten und unter Bezugnahme auf die statistischen Quartiere in Köln [N 
= 570] ausgewertet wurden. Das Modell beinhaltet fünf Indikatoren, von denen vier in der 
Erprobungsphase zur Anwendung gebracht wurden: 
• Bevölkerungsfluktuation;  
• Ordnungswidrigkeiten und soziale Unordnung; 
• Erhöhte Häufigkeit von Polizeieinsätzen und Straftaten an Schulen, 
• Entwicklung der Straßenkriminalität laut PKS und 
• Schwerpunkte der Problemimmobilien. 
A2.1 Bevölkerungsfluktuation in den Quartieren 
Eine hohe Fluktuation führt im Wohnquartier oft zu einer Verringerung der informellen sozi-
alen Kontrolle. Vor diesem Hintergrund wird das Ausmaß des Bevölkerungswechsels inner-
halb eines Jahres als Indikator im Masterplan Kommunale Sicherheit berücksichtigt. Analy-
siert werden Daten der Bevölkerungsstatistik, mit denen sich das Ausmaß der räumlichen 
Migrationsbewegungen erfassen lässt. Folgende Merkmale werden in die Betrachtung ein-
bezogen: (1.) die Bevölkerungszahl am Jahresende; (2.) die Fernfortzüge und Fernzuzüge 
während des Jahres (über die deutschen Außengrenze n), (3.) die Fort- und Zuzüge inner-
halb Deutschlands während des Jahres (über die Kölner Stadtgrenzen) und (4.) die Um-
züge innerhalb des Kölner Stadtgebiets. Der Indikator „Fluktuation“ wird gebildet aus der 
Summe der internen Umzüge, der Wanderungen über die Kölner Stadtgrenze und über die 
deutschen Außengrenzen, die anschließend in die Relation zur Wohnbevölkerung gesetzt  
wird. Der Fluktuationsindikator bildet somit alle Zu- und Fortzüge aus Wohnungen eines 
Quartiers je 100 Einwohner ab. 
Für die Erarbeitung des „Masterplans Kommunale Sicherheit“ stellt die Abteilung Statistik 
und Informationsmanagement im Kölner Amt für Stadtentwicklung und Statistik folgende 
Merkmale der Bevölkerungsstatistik im Excel-Datenformat – räumlich differenziert nach 
neun Stadtbezirken, 86 Stadtteilen und 570 statistischen Quartieren – für zu nennende 
Jahre zur Verfügung: 
  
 
1 Vgl. Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (Hrsg.) (2020). Neue Leipzig-Charta. Die transforma-
tive Kraft der Städte für das Gemeinwohl. Verabschiedet beim Informellen Ministertreffen Stadtentwicklung im 
Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft am 30. November 2020, Berlin, S.3.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 20 
• A0409A – Fortzüge nach unbekannt 
• A0409S – Fortzüge nach unbekannt je 100 Einwohner/innen 
• A0410A – Zuzüge aus Deutschland 
• A0410S – Zuzüge aus Deutschland je 100 Einwohner/innen 
• A0412A – Zuzüge aus dem Ausland 
• A0412S – Zuzüge aus dem Ausland je 100 Einwohner/innen 
• Binnenwanderungen (Zu- und Fortzüge) 
• Binnenwanderungen (Zu- und Fortzüge) je 100 Einwohner/innen 
• A0413A – Auslandswanderungen (Zu- und Fortzüge) 
• A0413S – Auslandswanderungen (Zu- und Fortzüge) je 100 Einwohner/innen 
• A0414A – Inlandswanderungen über die Stadtgrenze (Zu- und Fortzüge) 
• A0414S – Inlandswanderungen über die Stadtgrenze (Zu- und Fortzüge) je 100 Ein-
wohner/innen 
• A0012S – Zu- und Fortzüge je 100 Einwohner/innen [Schlüsselmerkmal] 
Quelle: Abteilung „Statistik und Informationsmanagement“ im Kölner Amt für Stadtentwick-
lung und Statistik; Zeitraum: das jeweils vorangegangene Jahr. 
A2.2 Ordnungswidrigkeiten und soziale Unordnung in den Quartieren 
Ein überdurchschnittliches Niveau von Ordnungswidrigkeiten zeigt eine Verletzung allge-
meiner Verhaltensregeln und -normen an, die noch nicht den Status von Kriminalität aufwei-
sen. In diesen Fällen sind Maßnahmen der sekundären Prävention notwendig.  
Das Bündel der Indikatoren zur „Unordnung“ besteht aus fünf Ordnungswidrigkeiten, die in 
der Kölner Stadtordnung von 2017 (KSO) definiert wurden: 
• Verunreinigung von öffentlichen Flächen mit Müll und Abfällen (§ 3 KSO);  
• Ruhestörungen (§ 8 KSO);  
• störendes Verhalten in der Öffentlichkeit (§ 11 KSO) wie verschiedene Formen des 
Bettelns, wiederkehrende Ansammlungen von Personen, die den Raum verunreinigen 
oder Passanten belästigen, Verrichten der Notdurft und Störungen in Verbindung mit 
Alkohol- oder Drogenkonsum; 
• Fehlverhalten auf öffentlichen Spiel- und Bolzplätzen (§ 25 KSO) und  
• „nicht sachgemäßes“ Grillen (§ 26  KSO).  
Für die fünf Merkmale werden die räumlichen Hotspots erfasst, an denen die Ordnungswid-
rigkeiten und Formen sozialer Unordnung einerseits in überdurchschnittlicher Weise und an-
dererseits kontinuierlich wiederkehrend stattfinden. 
Für die Erarbeitung des „Masterplans Kommunale Sicherheit“ stellt das Sachgebiet Außen-
dienst des Ordnungsdienstes im Amt für öffentliche Ordnung Informationen zur Verfügung, 
an welchen Orten in Köln in den beiden vergangenen Jahren besonders hohe Belastungen 
durch die genannten Ordnungswidrigkeiten zu verzeichnen waren.

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 21 
Quelle: Sachgebiet Außendienst des Ordnungsdienstes im Amt für öffentliche Ordnung; 
Zeitraum: die beiden jeweils vorangegangenen Jahre. 
A2.3 Polizeieinsätze und Straftaten an Kölner Schulen  
Ein hohes Konfliktniveau in Schulen zeigt anomische Tendenzen an, d.h. einen möglichen 
Zustand fehlender oder schwacher Einhaltung von Regeln und Normen im Schulalltag. 
Wenn präventiv daran angesetzt wird, könnte frühzeitig Straftaten vorgebeugt werden, die 
ansonsten im weiteren Heranwachsen der jungen Menschen virulent werden können. 
Vor diesem Hintergrund wertet das Polizeipräsidium Köln die Häufigkeiten der polizeilichen 
Einsätze an den Standorten von Schulen aus. In Köln kommen in Betracht: 
• 13 Hauptschulen,  
• 20 Gesamtschulen, 
• 23 Förderschulen, 
• 24 Realschulen, 
• 41 Gymnasien.  
Die Schülerinnen und Schüler der Haupt- und Gesamtschulen stammen in der Regel aus dem 
Stadtteil. Obwohl sich das Einzugsgebiet der Realschulen und Gymnasien über die gesamte 
Stadt und bis in die Nachbargemeinden erstreckt, werden diese Schulen ebenfalls in die 
Analyse einbezogen, weil auch daraus Erkenntnisse gewonnen werden können. Das Kölner 
Amt für Schulentwicklung hatte empfohlen, auch die Förderschulen in die Analyse einzube-
ziehen. Nicht berücksichtigt werden die Berufskollegs, weil sie berufliche Qualifikationen 
vermitteln. 
Die Auswertung erfolgt durch das Kölner Polizeipräsidium im Rahmen des Einsatzleitsystems 
CEBIUS (Akronym: Computer Einsatz Bearbeitungs-, Informations- und Unterstützungs-Sys-
tem). Es wird in der zentralen Leitstelle zur Annahme und Überprüfung der Informationen 
benutzt, die unter dem Notruf 110 eingehen. Als Analysefokus fungiert allein die Schula-
dresse. Straßenabschnitte, die das Schulareal umgeben, werden ausgeschlossen. Die Aus-
wertung der CEBIUS-Daten wird auf folgenden Indikator fokussiert: stark überdurchschnittli-
che Häufigkeit der polizeilichen Einsätze an Schulstandorten. Als Auswahlkriterium gilt, dass 
in den Beobachtungsjahren mindestens das Zweifache der durchschnittlichen Zahl von Poli-
zeieinsätzen an Kölner Schulen vorgelegen haben muss. 
Ergänzend werden für die beiden vergangenen Jahre schulbezogene Daten der Polizeili-
chen Kriminalstatistik analysiert: 
• die Delikte am Schulstandort als Tatort,  
• die Delikte im Schulbetrieb und  
• die – im Kontext des Schulstandortes – erfassten tatverdächtigen Kinder und Jugend-
lichen.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 22 
Für diese Vertiefung stellt das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen die genannten PKS-
Merkmale im Excel-Datenformat – räumlich differenziert nach den sechs Kölner Polizeiin-
spektionen – jahresbezogen zur Verfügung. 
Quellen: CEBIUS-Ergebnisse des Kölner Polizeipräsidiums; PKS-Daten des Landeskriminal-
amtes Nordrhein-Westfalen [LKA NRW]. 
A2.4 Entwicklung der Straßenkriminalität laut PKS 
Im Gegensatz zu den Ordnungswidrigkeiten, die auch als Incivilities2 bezeichnet werden, 
stellen Delikte der Straßenkriminalität objektiv schwerere, rechtswidrige Verletzungen von 
Gesetzen und Normen im öffentlichen Raum dar. Mit dem Indikator der Straßenkriminalität 
sollen Stadträume identifiziert werden, in denen ein überdurchschnittliches Niveau solcher 
Straftaten festgestellt wurde. Für besonders belastete Räume sind Maßnahmen der sekundä-
ren und tertiären Prävention in Betracht zu ziehen.  
Laut Polizeilicher Kriminalstatistik repräsentieren folgende 16 Deliktarten die Merkmale der 
Straßenkriminalität:  
• sexuelle Belästigung;  
• Handtaschenraub;  
• sonstige Raubüberfälle auf Straßen, Wegen oder Plätzen ;  
• gefährliche und schwere Körperverletzung auf Straßen, Wegen oder Plätzen ;  
• sonstiger „einfacher“ Diebstahl;  
• Diebstahl von Kraftwagen;  
• Diebstahl von Mopeds und Krafträdern;  
• Diebstahl von Fahrrädern;  
• einfacher Ladendiebstahl;  
• Wohnungseinbruchdiebstahl;  
• Diebstahl an/aus Kraftfahrzeugen;  
• Sachbeschädigung an Kraftfahrzeugen;  
• sonstige Sachbeschädigung auf Straßen, Wegen oder Plätzen ;  
• Taschendiebstahl;  
• Rauschgiftkriminalität;  
• Widerstand gegen und tätlicher Angriff auf die Staatsgewalt, Straftaten gegen die 
öffentliche Ordnung (inkl. Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte / tätlicher An-
griff auf Vollstreckungsbeamte). 
 
2 Mit dem Begriff der „Incivilities“ werden im kriminologischen Fachdiskurs urbane Erscheinungen der Unord-
nung (Disorder) bezeichnet, die aus abweichendem Verhalten resultieren – wie z.B. Drogenkonsum, Betteln und 
Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit. Das Sp ektrum reicht über verwahrloste Wohngebäude, Graffiti und herum-
liegende Abfälle bis zu Personengruppen, die sich ziel- und planlos im öffentlichen Raum versammeln.

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 23 
Im Indikator „Straßenkriminalität“ werden diese Merkmale zusammengefasst. Dazu wird 
die Summe der Straftaten dieser Merkmale gebildet und in die Relation zur Wohnbevölke-
rung gesetzt. Aus dem Indikator wird als Index gebildet, wie viele Ereignisse der Straßenkri-
minalität rechnerisch auf einen Einwohner des Quartiers entfallen. Ein zweiter Index veran-
schaulicht, ob die Kriminalität im Lauf der Betrachtungsjahre in den Kölner Quartieren zu- 
oder abgenommen hat. 
Für die Erarbeitung des „Masterplans Kommunale Sicherheit“ stellt das Landeskriminalamt 
Nordrhein-Westfalen die genannten PKS-Merkmale im Excel-Datenformat – räumlich diffe-
renziert nach den 570 Kölner statistischen Quartieren – für definierte Jahre zur Verfügung. 
Quelle PKS: Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen [LKA NRW]. – Quelle der verwende-
ten Einwohnerzahlen: Abteilung „Statistik und Informationsmanagement“ im Kölner Amt für 
Stadtentwicklung und Statistik. 
A2.5 Schwerpunkte der Problemimmobilien in den Stadtquartieren 
Bei der Durchsuchung von Problemimmobilien werden immer wieder Rechtsverstöße zu 
Tage gefördert. Einerseits stellen oft die Vermietungsbedingungen ein kriminelles Geschäfts-
feld dar; andererseits ziehen die informellen Wohnverhältnisse Personengruppen an, die 
teilweise ein abweichendes Verhalten zeigen. Die Standorte von Problemimmobilien können 
in Anlehnung an den Ansatz der „Broken Windows“ als Hinweis auf vernachlässigte Orte 
interpretiert werden. 
Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung beschreibt die Problematik folgender-
maßen:
 3  
• „Eine Problemimmobilie ist eine nicht angemessen genutzte und/oder bauliche Miss-
stände (Verwahrlosung) aufweisende Liegenschaft, die negative Ausstrahlungsef-
fekte auf ihr Umfeld verursachen kann und die eine Gefahr für die öffentliche Sicher-
heit und Ordnung darstellt oder den geltenden Vorschriften zu Umgang, Nutzung 
und Bewirtschaftung nicht entspricht oder städtebaulichen Entwicklungszielen bzw. 
wohnungspolitischen Zielsetzungen nicht entspricht“.
   
• Es handelt sich einerseits um (langfristig) leerstehende Wohnimmobilien, die auf-
grund ihres schlechten baulichen Zustandes nicht (mehr) bewohnbar sind. (Die Kenn-
zeichen baulicher Mängel und einer ausbleibenden Instandhaltung durch den Eigen-
tümer sind: z.B. herabfallender Putz, defekte Haustür, fehlende Scheiben, schadhaf-
tes Dach, Schäden an der Elektro- oder Sanitärinstallation, Wasserschäden, gesund-
heitsgefährdende Schimmelbildung, fehlende Sicherung von Hauseingangs- und Kel-
lertüren etc.).  
• Andererseits stehen Wohnimmobilien im Blickpunkt, die infolge einer Überbelegung 
übernutzt werden, in denen gravierende Mängel in der Ausstattung bestehen und in 
 
3 Vgl. BBSR / Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (Hrsg.): Leitfaden zum Umgang mit Problemim-
mobilien. Bonn, 2020, ISBN 978-3-87994-255-8, S. 21.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 24 
denen notwendige Instandsetzungsmaßnahmen nicht stattfinden. In vielen Großs täd-
ten spielen die zugrundeliegenden Vermietungskonzepte im Wohnungsbestand – 
wie z.B. die Vermietung der Wohnungen über Mittelsmänner oder die zimmerweise 
Vermietung an Armutsmigranten – eine Rolle. Die privaten Einzeleigentümer, WEG-
Wohnungseigentümergemeinschaften oder Erbengemeinschaften, die solche skrupel-
losen Bewirtschaftungsstrategien verfolgen, sind nur erschwert oder gar nicht für 
eine direkte Ansprache erreichbar. 
Vor diesem Hintergrund eignet sich der Blick auf Standorte von Problemimmobilien als Indi-
kator für den Masterplan Kommunale Sicherheit. Dazu müsste in Köln erhoben werden, in 
welchen Stadtquartieren Immobilien festzustellen sind, die den o.g. Zuständen entsprechen. 
Allerdings ist dazu ein Austausch zwischen verschiedenen Fachbereichen der Kölner Stadt-
verwaltung erforderlich, weil die Thematik nur interdisziplinär aufgeklärt werden kann. 
Denn das Sachgebiet Zweckentfremdung, Wohnungsaufsicht, Mietpreiskontrolle im Amt für 
Wohnungswesen kümmert sich um Einzelfälle, in denen der Zustand und die Ausstattung ei-
ner Wohnung nicht den gesetzlichen Mindeststandards entsprechen oder in denen Wohn-
raum zweckentfremdet genutzt wird. Dabei geht es im Regelfall um einzelne Wohnungen, 
nicht um komplette Immobilien oder gar ihr Umfeld. Das Amt für Wohnungswesen sorgt vor 
diesem Hintergrund dafür, dass der gesetzliche Mindeststandard einer Wohnung wiederher-
gestellt bzw. eine festgestellte Zweckentfremdung von Wohnraum beendet wird. 
Bisher hat kein Fachbereich der Kölner Stadtverwaltung die Aufgabe, „Problemimmobilien“ 
zu identifizieren. Vor dem Hintergrund der o.g. Definition des BBSR ist eine Definition zu 
entwickeln, die der besonderen Situation eines angespannten Wohnungsmarktes in der 
Stadt Köln gerecht wird. Da eine entsprechende interdisziplinäre Abstimmung zwischen Köl-
ner Fachbereichen zur Thematik der Problemimmobilien erst noch erfolgen muss, kann die-
ser Indikator vorerst nicht zur Anwendung gebracht werden. 
A2.6 Systematik der Indikatoren: „Eisberg der Unsicherheit“ 
Metaphorisch bilden die fünf Indikatoren insgesamt den „Eisberg der Unsicherheit“ ab (vgl. 
Abbildung 3): Die Eisbergspitze oberhalb der Wasseroberfläche (siehe gestrichelte Linie) 
wird durch den Indikator der strafbewehrten Straßenkriminalität repräsentier t, die öffentlich 
im Rahmen der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik (PKS) dokumentiert wird. Unterhalb der 
Wasseroberfläche befinden sich die Indikatoren, die nur indirekt – d.h. teilweise visuell im 
Straßenraum, teilweise strukturell anhand der demograph ischen Statistik und teilweise nur 
von Insidern der Institutionen – wahrgenommen werden können. Es handelt sich dabei um 
Zeichen der Unordnung (d.h. von Verwahrlosungen des Stadtraumes), um eine mangelhafte 
Verantwortungsübernahme der Bewohnerschaft für das Wohnumfeld infolge einer geringen 
Ortsbindung, die durch eine hohe Bevölkerungsfluktuation ausgelöst wird, und um Konflikte 
im Sozialisationsprozess von Kindern und Jugendlichen.

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 25 
 
Eigene Darstellung 
Abbildung 3: Indikatoren als Repräsentation des „Eisbergs der Unsicherheit“ 
A3. Stufe II: Workshop zur Bewertung der Ergebnisse 
Auf der zweiten Stufe wird die Methode des „moderierten Workshops“ eingesetzt, um ei-
nen interdisziplinären Austausch zur Bewertung der Ergebnisse zu generieren, die aus der 
Analyse der Indikatoren gewonnen wurden. 
A3.1 Konzept für den raumbezogenen Workshop 
Die raumbezogenen Ergebnisse der Indikatorenanalyse werden in einem Workshop bewer-
tet, zu dem die lokalen Expertinnen und Experten der Kriminalprävention sowie Schlüssel-
personen der Kölner Stadtverwaltung eingeladen werden. Die Konzeption des Ablaufpla-
nes sieht einen Zeitbedarf von rund drei Stunden vor (vgl. Tabelle 1). Nach einer intensiven 
Reflektion der vorgelegten Tabellenanalysen werden die Teilnehmenden angeregt, eine 
Reihe von Quartieren ausgewählt, in denen die Sicherheitslage – auf Basis des Ergebnispro-
fils der Indikatoren-Analyse – eine vertiefte Betrachtung erfordert. In den ausgewählten Ge-
bieten wird in der dritten Stufe in tiefenschärferen Untersuchungen herausgearbeitet, welche 
Maßnahmen zur Verringerung der Straßenkriminalität und der affektiven Kriminalitätsfurcht 
beitragen können.  
 
Indikator: objektive 
Straßenkriminalität
Indikator: Polizeieinsätze 
im Umfeld der lokalen Schulen / 
Sekundarstufe I [Regeldevianz]
Indikator: Unordnung durch Müll 
[Incivilities]
Indikator: Problemimmobilien [Broken Windows]
Indikator: Fluktuation [geringe Ortsbindung]

MaKoS 
 
Verfahren und Erprobung 26 
Tab.1: Ablaufplan für den raumbezogenen Workshop 
Zeit Ziel Inhalt Methode Moderation 
00:00 Begrüßung und Einleitung  Ziele des Masterplans: (1) Status-Quo-Bericht zur Sicherheitssitua-
tion in Köln; (3) Austausch mit den relevanten Kölner Stakeholdern 
über den Handlungsbedarf; (4) Ableitung kurzfristig umsetzbarer 
Maßnahmen . 
Vorstellung des Workshop-Programms  
Kurze Vorstellungsrunde: Name und Institution 
Impulse  
 
N.N. 
00:15 Vermittlung von Ergebnissen Präsentation des Indikatoren-Modells und Vermittlung der Kerner-
gebnisse der Indikatoren-Analyse 
Folienpräsentation N.N. 
00:45 Sammlung von Einschätzun-
gen 
Leitfragengestützte Bewertung der vorgestellten Ergebnisse 
• Wie bewerten Sie die mit dem Indikatorenmodell erzielten Er-
gebnisse über die Sicherheitssituation in den Kölner Quartie-
ren? 
• Welche Rückschlüsse ziehen Sie für Strategien der Kriminal-
prävention? 
Rundgespräch mit visuel-
lem Protokoll auf Zwei-
Felder-Tafel 
(a) Bewertung 
(b) Rückschlüsse 
Befestigung auf Pinn-
wand 1 
N.N. 
01:00 Vertiefung: Vorschläge für 
Konsequenzen 
Differenzierung der identifizierten Teilräume 
(1.) Welche der identifizierten belasteten Kölner Teilräume stehen 
bereits im Fokus von Maßnahmen der Kriminalprävention?  
(2.) Welche stehen bisher noch nicht im Fokus? 
Bedarf der Weiterentwicklung von Präventionsstrategien und -in-
strumenten 
(3.) Welche Kölner Teilräume sollten – im Sinn einer Früherken-
nung – für vertiefende Analysen priorisiert und ausgewählt 
werden? 
(4.) Welche Handlungsansätze – der polizeilich-repressiven Inter-
vention und der kommunalen sowie zivilgesellschaftlichen Prä-
vention – sind dort bereits etabliert? 
(5.) Welche weiteren Handlungsansätze müssen ergänzt und auf 
die spezifischen Deliktprofile zugeschnitten werden?  
 
Ad (1 & 2): Abfrage auf 
Zuruf à Protokoll Pinn-
wand 2 
Bildung Nachbarcluster 
von 2 bis 3 Personen zur 
Klärung von (3) bis (5) 
Ad (3 bis 5): Kartenab-
frage à Clustern auf 
Pinnwand 3 und 4 
 
N.N.

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 27 
01:45 Kurze Pause  
02:00 Entscheidung Auswahl von Quartieren, die im weiteren Verfahren vertieft be-
trachtet werden sollen 
Auszählung der (drei) Quartiere, die in der Abstimmung priorisiert 
und für vertiefende Analysen ausgewählt wurden 
Mehr-Punkt-Abfrage à 
Protokoll Pinnwand 1 
(Rückseite) 
N.N. 
 Klärung Abfrageergebnis Aufklärung der Gründe für die Punktvergabe 
Sammlung von Empfehlungen: Was sollen wir beim weiteren Vor-
gehen berücksichtigen? 
Diskussion mit visuellem 
Protokoll auf dem Flip-
Chart 
N.N. 
02:45 Fazit Zusammenfassung der Ergebnisse Kurzbericht N.N. 
 Blitzlicht Stimmungsbild der Teilnehmenden Feedbackrunde N.N. 
 Verabschiedung Hinweise zum Umgang mit den Ergebnissen und zum Versand des 
Protokolls 
Schlusswort N.N. 
03:00 Ende Schluss des Workshops 
Tab.2: Ablaufplan für den schulbezogenen Workshop 
Zeit Ziel Inhalt Methode Moderation 
00:00 Begrüßung und Einleitung  Ziele des Masterplans: (1) Status-Quo-Bericht zur Sicherheitssitua-
tion in Köln; (3) Austausch mit den relevanten Kölner Stakeholdern 
über den Handlungsbedarf; (4) Ableitung kurzfristig umsetzbarer 
Maßnahmen . 
Vorstellung des Workshop-Programms  
Kurze Vorstellungsrunde: Name und Institution 
Impulse  
 
N.N. 
00:15 Vermittlung von Ergebnissen Präsentation des Indikatoren-Modells und Vermittlung von Kerner-
gebnissen der Indikatoren-Analyse 
Folienpräsentation N.N. 
01:00 Sammlung von Einschätzun-
gen 
Leitfragengestützte Bewertung der vorgestellten Ergebnisse 
• Wie bewerten Sie die mit dem Indikatorenmodell erzielten Er-
gebnisse über die Sicherheitssituation in Kölner Schulen? 
Rundgespräch mit visuel-
lem Protokoll auf Zwei-
Felder-Tafel 
(c) Bewertung 
(d) Belastungen 
N.N.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 28 
• Welchen besonderen Belastungen unterliegt in Ihrem Schulall-
tag die Sicherheitssituation? Deckt sich die [laut PKS] Zunahme 
der Rohheitsdelikte mit Ihrer Beobachtung? 
Ausgangssituation und Erwartungen: 
• Verfügen Sie über ein „Sicherheitskonzept der Schule“? Wel-
che Maßnahmen der Kriminalprävention bringen Sie im Schul-
alltag zur Anwendung? 
• Was erwarten Sie vom „Masterplan Kommunale Sicherheit“? 
Wie könnte er zur Verbesserung der Sicherheitssituation in 
den Schulen beitragen? 
Befestigung auf Pinn-
wand 1 
Fortsetzung mit weiterer 
Zwei-Felder-Tafel 
(e) Sicherheitskonzept 
(f) Erwartungen 
Befestigung auf Pinn-
wand 2 
01:45 Kurze Pause  
02:00 Vertiefung: Vorschläge für 
Konsequenzen 
Frage 1 à Schulinterne Kooperation 
(6.) Wie können die Schulleitung, der Lehrkörper, die Schulsozial-
arbeit, Fachkräfte der Stadtverwaltung und die Polizei zusam-
menarbeiten, damit die Bewältigung der Probleme in den 
Schulen besser gelingt?  
(7.) Welche Verfahren der schulinternen Kooperation schlagen Sie 
vor, damit die Lage besser bewältigt werden kann? 
Frage 2 à Schulexterne Kooperation 
(8.) Wie sollten Wege der schulexternen Kooperation ausgebaut 
werden und welche Anlauf-/Kontaktpunkte werden gebraucht, 
um die Schulen besser zu unterstützen? 
(9.) Welche Ansätze und Projektformate der Kriminalprävention 
halten Sie in Ihren Schulen für notwendig? Welche Unterstüt-
zung brauchen Sie dabei? 
 
Bildung Nachbarcluster 
von 2 bis 3 Personen zur 
Klärung  
Ad (1 & 2): Abfrage auf 
Zuruf à Protokoll Pinn-
wand 3 
Ad (3 bis 5): Kartenab-
frage à Clustern auf 
Pinnwand 3 und 4 
 
N.N. 
02:45 Fazit Zusammenfassung der Ergebnisse Kurzbericht N.N. 
 Blitzlicht Stimmungsbild der Teilnehmenden Feedbackrunde N.N. 
 Verabschiedung Hinweise zum Umgang mit den Ergebnissen und zum Versand des 
Protokolls 
Schlusswort N.N. 
03:00 Ende Schluss des Workshops

MaKoS 
 
Verfahren und Erprobung 29 
A3.2 Konzept für den schulbezogenen Workshop 
Die Einladungen zum schulbezogenen Workshop zielen auf Akteure, die innerhalb der 
Schulen und in deren Umfeld tätig sind. Anzustreben ist ein Austausch unter: Lehrkräften 
und Fachkräften der Schulsozialarbeit aus belasteten Kölner Förderschulen, Gesamtschulen 
und weiteren Schulformen; Schlüsselpersonen des Kölner Amts für Schulentwicklung; Vertre-
tungen der Bezirksjugendämter, des Schulamts für die Stadt Köln (als untere staatliche 
Schulaufsichtsbehörde) und des Schulpsychologischen Dienstes der Bezirksregierung Köln; 
Vertretungen der Jugendgerichtshilfe der Stadt Köln und des Hauses des Jugendrecht; so-
wie des Kölner Polizeipräsidiums [Bezirksdienste und PeRiskoP/Früherkennung und Umgang 
mit Personen mit Risikopotenzial]. Die Konzeption des Ablaufplanes sieht einen Zeitbedarf 
von rund drei Stunden vor (vgl. Tabelle 2). Nach einer intensiven Reflektion der vorgeleg-
ten Tabellenanalysen werden die Teilnehmenden angeregt zu klären, wie Wege der schul-
externen Kooperation ausgebaut werden können, um die Schulen besser zu unterstützen, 
und welche Ansätze der Gewaltprävention in den Schulen umgesetzt werden sollen.  
A3.3 Anforderungen der Moderationsmethode 
Die Moderationsmethode stellt besondere Anforderungen an den Raum. So wird empfoh-
len, die Tische in U-Form anzuordnen. Von besonderer Bedeutung ist auch eine angemes-
sene Ausstattung. Benötigt werden: ein Beamer bzw. eine entsprechende Technik mit einer 
Projektionsfläche – außerdem:  vier Pinnwände, ein Flipchart und ein vollständig gefüllter 
Moderationskoffer. (vollständig gefüllt bedeutet: eine hinreichende Zahl von mehrfarbigen 
Moderationskarten (grün, gelb/orange, hellblau), schwarzen Filzschreibern (mindestens 
30) und von roten Klebepunkten im Durchmesser von 20 mm für die Mehr-Punkt-Abfrage 
(mindestens 10 Punkte je teilnehmender Person). 
A4. Stufe III: Vertiefende empirische Untersuchungen in ausge-
wählten Quartieren 
Für die dritte Stufe wurde ein Instrumentarium zusammengestellt, das vertiefende empirische 
Untersuchungen ermöglicht, auf deren Grundlage Empfehlungen abgeleitet werden können, 
wie sich die lokale Sicherheitssituation verbessern und die affektive Kriminalitätsfurcht in be-
stimmten Bevölkerungskreisen verringern lässt (vgl. Abbildung 4). 
Methodisch erfolgt dies im Rahmen von Quartiersbegehungen, von Gesprächen mit Quar-
tiersakteuren und von Beobachtungen des öffentlichen Lebens. Im Rahmen der Quartiersbe-
gehungen kommt ein Kriterienkatalog zur architektonischen und städtebaulichen Quartiers-
gestaltung zur Anwendung, um die qualitative Erfüllung von Schlüsselkriterien raumbezogen 
zu bewerten. Die Gespräche mit Schlüsselpersonen des Quartiers dienen dazu, einerseits 
Entwicklungsperspektiven für die Verbesserung der Sicherheitssituation im Quartier zu er-
kunden und andererseits mit Blick auf das Zusammenleben die Maßnahmen zur Befähigung

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 30 
eigenverantwortlichen Handelns und zur Förderung der sozialen Kohäsion im Quartier zu 
beleuchten. 
 
Eigene Darstellung 
Abbildung 4: Instrumentelle Perspektiven auf der dritten Stufe des Masterplans 
A4.1 Methodisches Profil der vertiefenden Raumanalysen 
Das Instrumentarium der vertiefenden empirischen Untersuchungen entspricht in methodolo-
gischer Hinsicht den Anforderungen der „Triangulation“. Mit dem Begriff der Triangulation 
wird die Betrachtung eines Untersuchungsgegenstandes über mindestens zwei voneinander 
unabhängige methodische Zugänge bezeichnet. 4 In den vertiefenden Untersuchungen wer-
den fünf Daten miteinander kombiniert, die aus unterschiedlichen Quellen und Perspektiven 
gewonnen werden.  
Folgender Instrumentenkatalog wird in den ausgewählten Quartieren eingesetzt (vgl. Abbil-
dung 4): 
• Auswertung von – nach Straßen differenzierte n – Daten der Polizeilichen Kriminal-
statistik (PKS) zur Identifizierung der lokalen Hotspots für Straßenabschnitte und 
Plätze in den Quartieren nach relevanten Deliktarten. 
• Bewertung der Raum- und Beleuchtungsqualitäten bzw. der Tatgelegenheitsstruktu-
ren im Rahmen von Audits der städtebaulichen Kriminalprävention nach fünf Katego-
rien: (1) räumliche An-/Zuordnung und gestalterische Klarheit; (2) Aufenthaltsquali-
täten im Freiraum [inkl. Rückzugsorte]; (3) Orientierung, Transparenz, Sichtachsen 
und Wegeführung; (4) Abstellmöglichkeiten und Möblierung sowie (5) Beleuchtungs-
situation im Dunkeln. 
 
4 Vgl. Flick, Uwe (2011). Triangulation – eine Einführung. Wiesbaden: VS Verlag. 
Hotspots der 
Straßenkriminalität 
im Quartier
Audits der städtebaulichen 
Kriminalprävention
Interviews mit Passanten über affektive und 
konative Kriminalitätsfurcht
Hintergrundinformationen im Gespräch mit lokalen 
Stakeholdern
Beobachtungen im öffentlichen Raum zur Abbildung des 
Nutzungsverhaltens

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 31 
• Gespräche mit Personen im öffentlichen Raum im Rahmen von Passanteninterviews 
zur Erkundung des Niveaus der subjektiven Sicherheitswahrnehmung [Kriminalitäts-
furcht] und zur Bewertung der informellen bzw. formellen Kontroll-Strukturen. 
• Hintergrundinformationen im vertieften Austausch mit Schlüsselpersonen von lokalen 
Stakeholdern und 
• Beobachtungen im öffentlichen Raum zur Abbildung des Nutzungsverhaltens sowie 
der Aktivitäten und zur Übereinstimm ung der gebauten Umwelt mit den Nutzungsan-
forderungen. 
A4.2 Lokale Hotspots der Straßenkriminalität laut PKS 
Im Rahmen der Indikatoren-Analyse auf der ersten Stufe werden die Quartiere identifiziert, 
in denen ein überdurchschnittliches Niveau von Straftaten der Straßenkriminalität herrscht. 
Erfahrungsgemäß verteilen sich die Delikte der Straßenkriminalität nicht gleichmäßig über 
die Straßen in einem  Quartier – die Straftaten bündeln sich stattdessen an wenigen Orten. 
Im Schritt III werden daher Daten der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) vertieft ausgewer-
tet, um transparent zu machen, in welchen Straßen und an welchen Orten  sich die Schwer-
punkte der Straftaten befinden. In den ausgewählten Quartieren sollen die Straßenab-
schnitte und Plätze, die als lokale Hotspots angesehen werden können, – differenziert nach 
relevanten Deliktarten – identifiziert werden. 
A4.3 Audits der städtebaulichen Kriminalprävention 
Die Audits erfolgen im Rahmen systematischer Begehungen durch die Straßen der ausge-
wählten Quartiere. Dabei kommen Kriterien der architektonischen und städtebaulichen 
Quartiersgestaltung sowie der Beleuchtung zur Anwendung: Bewertet werden: 
• die räumliche An-/Zuordnung sowie gestalterische Klarheit,  
• die Aufenthaltsqualitäten im öffentlichen Raum,  
• die Orientierung, Transparenz, Sichtachsen sowie Wegeführung,  
• die Abstellmöglichkeiten sowie die Möblierung im öffentlichen Raum und  
• die Beleuchtungssituation in den späten Abendstunden.  
Als instrumentelle Grundlage dient der „Leitfaden Lebenswertes Quartier“, den die Sicher-
heitspartnerschaft im Städtebau in Niedersachsen im Sommer 2023 veröffentlicht 
(https://www.sipa-niedersachsen.de/html/download.cms?id=47) und in zwei Städten er-
probt hatte (https://www.sipa-niedersachsen.de/html/download.cms?id=46). 
Den Kriterien liegt der Ansatz der „situativen Kriminalprävention“ zugrunde, in dem durch 
die Gestaltung des Stadtraums sowohl das Sicherheitsgefühl der Bewohner gestärkt als 
auch zur Vermeidung von Straftaten beigetragen werden kann. Im Allgemeinen soll die prä-
ventive Stadtgestaltung menschliches Verhalten im Raum positiv beeinflussen und kritische 
Verhaltensweisen oder Ereignisse verhindern. Unter der Bewohnerschaft von Quartieren soll 
durch die städtebaulichen, architektonischen und freiraumarchitektonischen Planungen die

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 32 
natürliche (informelle) soziale Kontrolle gefördert werden. Die Gestaltungsansätze reichen 
exemplarisch:  
• von einer räumlichen Anordnung der Gebäude mit Fenstern zur Straße und zum 
Fußweg , so dass viele Augen auf das Wohnumfeld gerichtet sind, und  
• einer Sicherheit fördernden Wegeführung mit Sichtachsen, Transparenz und Blickbe-
ziehungen im öffentlichen und halböffentlichen Raum  
• über eine kleinteilige Zonierung des Siedlungsraumes mit gut erkennbaren Grenzen, 
Markierungen und symbolischen Barrieren und 
• über sozial kontrollierte Parkplätze für Kraftfahrzeuge und Abstellmöglichkeiten von 
Fahrrädern 
• bis hin zu einer Gestaltung von attraktiven Freiräumen mit einer hohen Aufenthalts-
qualität und  
• einer angenehmen Beleuchtung des öffentlichen Raums in den Abend- und Nacht-
stunden.  
Solche positiven Effekte unterbleiben, wenn zum Beispiel:  
• Gebäude und Straßenzüge unzureichend beleuchtet sind,  
• der öffentliche Raum nur eingeschränkt aus den angrenzenden Häusern einsehbar ist 
und unübersichtlich strukturiert ist,  
• die Parkplätze von den Gebäuden isoliert sind und nicht von Wohnungen sichtbar 
sind oder 
• nicht einsehbare Bereiche eine illegale Abfallentsorgung und Verschmutzung in sol-
chen Ecken ermöglichen.  
Der partizipative Einbezug und vor allem das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern 
stärken das Sicherheitsgefühl und fördern die Verantwortlichkeit im Wohnumfeld, sich um 
die Einhaltung von Ordnung und Sauberkeit zu kümmern.  
A4.4 Passanteninterviews im öffentlichen Raum 
Vor Ort im Quartier werden die Perspektiven der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der 
Nutzerinnen und Nutzer in einer Interviewform gesammelt. Das Instrument der „Passanten-
befragung“ wird genutzt, um einerseits die Informationen aus dem Kreis von vor Ort ange-
troffenen Personen als qualitativen Kontrast zu den Ergebnissen der Auditbögen verwenden 
zu können, vor allem aber um andererseits Hinweise zu Ausprägungen der affektiven und 
konativen Kriminalitätsfurcht sowie zu deren Gründen zu bekommen. 
A4.5 Hintergrundgespräche mit lokalen Stakeholdern 
Als Ergänzung zu den Beobachtungen im Rahmen der Audits der städtebaulichen Kriminal-
prävention und der Befragung von Passanten im öffentlichen Raum der Straßen sowie im

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 33 
Bahnhofsbereich werden auch einige Gespräche mit Schlüsselpersonen lokaler Stakeholder 
geführt, um den Hintergrund aus verschiedenen professionellen Perspektiven auszuleuchten. 
A4.6 Beobachtungen zur Abbildung von Nutzungsverhalten 
Neben der Raumbewertung im Rahmen der Audits der städtebaulichen Kriminalprävention 
und den Hintergrundgesprächen mit lokalen Stakeholdern kommt auch die Methode der teil-
nehmenden Beobachtung zum Einsatz, um die Nutzungsstrukturen bestimmter Quartiersbe-
reiche abzubilden. Mit der Methode der verdeckt teilnehmenden Beobachtung wird erfasst, 
wie „lebendig“ ein Quartier ist und welche Konflikte im Alltag bestehen. Ein reges Leben im 
öffentlichen Raum gilt als eine Voraussetzung, dass Menschen sich dort sicher fühlen. In An-
lehnung an die Methodik des dänischen Stadtplaners Jan Gehls werden mit einem „Be-
obachtungsbogen“ die Nutzerinnen und Nutzer an spezifischen Orten gezählt und die Nut-
zungsformen dokumentiert.5 Außerdem werden  wahrnehmbare Nutzungsspuren wie nut-
zungsbedingte Erosionen und Nutzungszeichen im (halb-) öffentlichen Raum dokumentiert 
  
 
5 Gehl, Jan & Svarre, Birgitte (2013). How To Study Public Life. Washington: Island Press.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 34 
Teil B: Erprobung des Masterplan-Verfahrens 
B1. Erprobung der Indikatoren der Früherkennung 
B1.1 Kölner Räume mit hoher Bevölkerungsfluktuation 
In Quartieren mit einer sehr hohen Fluktuation verringert sich die Ortsbindung der Bewoh-
ner. Durch den häufigeren Wechsel der Haushalte werden Nachbarn teilweise als Fremde 
wahrgenommen. Das kann in der Folge dazu führen, dass das Vertrauen in die Nachbar-
schaft schwindet und die informelle soziale Kontrolle im Wohnumfeld nachlässt. In solchen 
Bereichen der Stadt besteht das Risiko der Anomie, weil Normen und Regeln einerseits nur 
eingeschränkt aus dem Kreis der Bewohnerschaft sozial kontrolliert und andererseits in der 
Konsequenz im öffentlichen Raum weniger beachtet werden.  
Die Abteilung „Statistik und Informationsmanagement“ im Kölner Amt für Stadtentwicklung 
und Statistik hat Daten der Bevölkerungsstatistik in kleinräumiger Tiefenschärfe zur Verfü-
gung gestellt: Es wurde die Summe der Fort- und Zuzüge während des Jahres 2022 sowohl 
über die deutschen Außengrenze n als auch innerhalb Deutschlands (über die Kölner Stadt-
grenze) als auch der Umzüge innerhalb des Kölner Stadtgebiets gebildet. Die Summe der 
internen Umzüge, der Wanderungen über die Kölner Stadtgrenze und über die deutschen 
Außengrenzen wu rde in die Relation zur Wohnbevölkerung gesetzt.  
Der Fluktuationsindikator beinhaltet die Zu- und Fortzüge aus Wohnungen eines Quartiers 
je 100 Einwohner. Die Daten der Bevölkerungsstatistik wurden für die 570 Kölner Statisti-
schen Quartiere der Größe nach geordnet. In der Auswertung wurden die Quartiere ausge-
wählt, in denen der Fluktuationsindikator anzeigt, dass 33 Prozent und mehr der Wohnbe-
völkerung im Jahr 2022 den Wohnstandort im Quartier verlassen oder neu bezogen haben 
(siehe Tabelle 3). Die identifizierten 62 Quartiere repräsentieren knapp 11 Prozent aller 
570 Kölner Quartiere – das heißt: Sie stellen das obere Dezil der nach der Größe geord-
neten Verteilung dar.  
Nach einer Überprüfung , wodurch die hohen Quoten ausgelöst werden, verwiesen die Ab-
teilung Statistik und Informationsmanagement im Amt für Stadtentwicklung und Statistik und 
das Polizeipräsidium Köln auf folgende Faktoren:  
• Die Innenstadtquartiere in der Altstadt und Neustadt weisen wegen der zentralen 
Lage traditionell eine erhöhte Wanderungsquote auf. 
• In einer Reihe von statistischen Quartieren lösen Einrichtungen wie Wohnheime für 
Asylbewerber – zum Beispiel: statistische Quartiere GE Bayenthal, Rodenkir-
chen/Mildred-Scheel-Straße, Bruder-Klaus-Siedlung, Junkersdorf/Feldblumenweg 
und Lindweiler/Kirburger Weg – oder wie Pflegeheime für ältere Menschen – zum 
Beispiel: statistisches Quartier Riehler Heimstätten – die erhöhte räumliche Mobilität 
aus. 
• Andere Quartiere werden von einer Bevölkerung mit Migrationshintergrund be-
stimmt – wie etwa in den statistischen Quartieren Kalk-Nord/Lüttringhauser Straße 
und Ostheim-Süd.

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 35 
• Die Fluktuation in den Hochschulquartieren Uni-Center in Sülz und Fachhochschule 
Deutz – Messe wird vor allem vom Fort- und Zuzug Studierender beeinflusst. Ähnlich 
wird die Situation im Quartier „Neu-Müngersdorf“ eingeschätzt. Ein große s Studen-
tenwohnheim wurde renoviert und ist inzwischen wieder bewohnbar.  
• Und im statistischen Quartier Schlachthof-Süd spielt möglicherweise das Personal der 
ansässigen Bordelle Pascha und Eros-Center eine Rolle bei der Fluktuation. 
Tab.3: Oberes Dezil der Kölner Quartiere mit der höchsten Fluktuation im Jahr 2022 
Rang-
Nr. Statistisches Quartier in Köln 
Fluktuation – Zu- / 
Fortzüge je 100 EW 
1.  201040001 / GE Bayenthal 283,8 
2.  503020001 / Riehler Heimstätten 62,5 
3.  402030001 / Schlachthof-Süd 58,3 
4.  305040001 / Neu-Müngersdorf 57,1 
5.  103050001 / City - St. Martin 54,8 
6.  105060001 / Fachhochschule Deutz - Messe 53,8 
7.  805020001 / Ostheim-Süd 52,7 
8.  302060001 / Uni-Center 48,2 
9.  102040001 / Südbahnhof-Viertel 47,0 
10.  102030001 / Studenten-Viertel 45,9 
11.  102060001 / Rathenau-Viertel - Rathenauplatz 44,5 
12.  103070001 / Ursula-Viertel 43,1 
13.  104020002 / Stadtgarten-Viertel - Bismarckstr. 42,6 
14.  101030001 / Cäcilien-Viertel - Josef-Haubrich-Hof 42,5 
15.  103020001 / Eigelstein-Viertel 41,7 
16.  901060001 / Bruder-Klaus-Siedlung - Siedlung Neurath 41,6 
17.  302050001 / Justiz-Viertel 41,5 
18.  401010004 / Ehrenfeld-West - Leo-Amann-Park 41,3 
19.  205040001 / Zollstock - Höninger Weg 41,0 
20.  302020002 / Sülz - Schiller-Gymnasium 40,6 
21.  103030001 / Gereons-Viertel - St. Gereon 40,6 
22.  205050002 / Zollstock-Nord - Bernhard-Feilchenfeld-Str. 40,2 
23.  401010008 / Ehrenfeld-West - Hackländerstr. 40,0 
24.  303010001 / Alt-Lindenthal - Wittgensteinstr. 39,5 
25.  103040001 / Neumarkt-Viertel - St. Andreas 39,4 
26.  406040001 / Ossendorf-Nord 39,4 
27.  208050001 / Rodenkirchen - Mildred-Scheel-Str. 39,3 
28.  802040004 / Kalk-Nord - Lüttringhauser Str. 39,0 
29.  802010006 / Kalk - Trimbornstr. 39,0 
30.  306010004 / Junkersdorf - Feldblumenweg 38,9 
31.  101050001 / Georgs-Viertel 38,5 
32.  102020003 / Volksgarten-Viertel - Pfälzer Str. 37,5 
33.  101010001 / Kapitol-Viertel 37,5

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 36 
Rang-
Nr. Statistisches Quartier in Köln 
Fluktuation – Zu- / 
Fortzüge je 100 EW 
34.  401030002 / Ehrenfeld - Hansemannstr. 36,8 
35.  402020001 / Neuehrenfeld - Herkules Hochhaus 36,7 
36.  101040001 / Pantaleons-Viertel - Humboldt Gymnasium 36,7 
37.  102050001 / Komponisten-Viertel - Jean-Claude-Letist-Platz 36,5 
38.  102050002 / Komponisten-Viertel - Yitzhak-Rabin-Platz 36,4 
39.  103010001 / Kuniberts-Viertel - St. Kunibert 36,2 
40.  102050003 / Komponisten-Viertel - Aachener Str. 36,1 
41.  102060002 / Rathenau-Viertel - Dasselstr. 35,9 
42.  801010004 / Humboldt - Wattstr. 35,8 
43.  401040003 / Vogelsanger Str. - Keplerstr. 35,7 
44.  901030006 / Mülheim - Liebfrauen-Kirche 35,7 
45.  104010003 / Belgisches Viertel - Bismarckstr. 35,6 
46.  102050004 / Komponisten-Viertel - Lützowstr. 35,3 
47.  303020001 / Uni-Viertel - Kliniken 35,2 
48.  208030002 / Flußviertel - Urftstr. 35,1 
49.  101040002 / Pantaleons-Viertel - St. Pantaleon 34,9 
50.  104040001 / Media-Park 34,8 
51.  303010004 / Alt-Lindenthal - St. Hildegardis Krankenhaus 34,7 
52.  401020001 / Ehrenfeld - Lichtstr. 34,6 
53.  101020002 / Mauritius-Viertel - Weyerstr. 34,6 
54.  401020003 / Ehrenfeld - Leyendeckerstr. 34,5 
55.  101020001 / Mauritius-Viertel - Mauritiuskirchplatz 33,9 
56.  802040001 / Kalk-Nord - Eythstr. 33,7 
57.  306010007 / Junkersdorf - Stüttgerhofweg 33,5 
58.  101060006 / Severins-Viertel - Karl-Berbuer-Platz 33,5 
59.  104010002 / Belgisches Viertel - Lütticher Str. 33,5 
60.  401040004 / Vogelsanger Str. - Neptunplatz 33,0 
61.  103090001 / Apostel-Viertel 32,8 
62.  901040002 / Keupstr. - Holweider Str. 32,7 
à Durchschnitt der Stadt Köln 22,4 
Quelle: Amt für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Köln; eigene Berechnungen

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 37 
B1.2 Schwerpunkte der Unordnung in Köln 
Bei der Analyse von Ordnungswidrigkeiten stehen nicht kriminelle Ereignisse im Blickpunkt, 
sondern die sogenannten „Social Incivilities“. Sie werden im Allgemeinen als unzivilisiertes 
Verhalten verstanden, das im öffentlichen Raum als Verfallserscheinung der sozialen Ord-
nung wahrgenommen wird. Das Spektrum solcher Formen der sozialen Desorganisation 
reicht von undiszipliniertem Verkehrsverhalten, Alkoholkonsum mit lautem Feiern im Stadt-
raum über Verschmutzung sowie Müllablage, Betteln auf der Straße  und Graffitis auf den 
Häuserwänden bis hin zu verwahrlosten Problemimmobilien. Dadurch werden erfahrungs-
gemäß subjektive Unsicherheitsgefühle unter Bewohnern und Passanten ausgelöst. Dies wie-
derum führt zu einer Einschränkung der informellen sozialen Kontrolle, weil sich Teile der 
Bewohnerschaft – vor allem Kinder, Frauen und ältere Menschen – angesichts des sozialen 
Zerfalls aus dem öffentlichen Raum zurückziehen. Es gibt Anhaltspunkte, dass auch das Ver-
trauen und die Solidarität in der Nachbarschaft darunter zu leiden scheinen. Sukzessiv kann 
sich dann die Auffassung und Zuschreibung verbreiten, die benachbarten Bewohner seien 
„kriminell“, so dass zunehmend vermieden wird, Straßen, Plätze und Parks aufzusuchen 
und sich dort aufzuhalten. 
Um „Unordnung“ im öffentlichen Raum angemessen abzubilden, wurden die fünf in der Köl-
ner Stadtordnung von 2017 (KSO) definierten Ordnungswidrigkeiten herangezogen: [1] 
Müll und Abfälle (gemäß § 3 KSO); [2] Ruhestörungen (gemäß § 8 KSO); [3] störendes 
Verhalten in der Öffentlichkeit (gemäß § 11 KSO); [4] Fehlverhalten auf öffentlichen Spiel- 
und Bolzplätzen (gemäß § 25 KSO) und [5] störendes Grillen (gemäß § 26 KSO).  
Das Sachgebiet Außendienst des Ordnungsdienstes im Amt für öffentliche Ordnung stellte 
Informationen zur Verfügung, an welchen Orten in Köln in den Jahren 2022 und 2023 be-
sonders hohe Belastungen durch die Verletzung der fünf KSO-Vorschriften verzeichnet wur-
den. Sie wurden im Rahmen von Beschwerden angezeigt und durch Überprüfungen des Au-
ßendienstes festgestellt. In den nachfolgenden Übersichten werden die räumlichen Hotspots 
dokumentiert, an denen diese Formen sozialer Unordnung einerseits in überdurchschnittli-
cher Weise und andererseits kontinuierlich wiederkehrend stattfinden.  
In der Zusammenschau wurden in den Jahren 2022 und 2023 im gesamten Kölner Stadtge-
biet insgesamt 128 besonders belastete Orte festgestellt. Rechnerisch entfallen im Durch-
schnitt rund 14 solcher Orte auf jeden Stadtbezirk – allerdings verteilen sie sich nicht gleich-
mäßig über die Stadt; denn über die Hälfte haben ihre Standorte in drei Stadtbezirken: Die 
meisten –ein Viertel dieser Plätze (33; 26 %) – befinden sich in der Innenstadt. Überdurch-
schnittlich viele entfallen auch auf die Stadtbezirke Nippes (19; 15 %) und Mülheim (15; 
12%). Wenn diese Orte differenziert werden nach den Verstößen gegen die genannten 
KSO-Vorschriften, ergeben sich insgesamt 278 Problemorte der Unordnung im Kölner Stadt-
gebiet (vgl. Tabelle 4): Verunreinigungen von öffentlichen Flächen mit Abfällen machen da-
runter ein Drittel (34%) aus – die Hälfte davon entfiel auf die Bezirke Innenstadt, Nippes 
und Mülheim. Jeweils ein Viertel der Orte werden durch störendes Verhalten in der Öffent-
lichkeit (26%) und Ruhestörungen (23 %) gekennzeichnet. Bei einem guten Zehntel der 
Orte wird Fehlverhalten auf öffentlichen Spiel- und Bolzplätzen gezeigt (13%). Störendes

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 38 
Grillen spielt eine geringere Rolle, weil es nur auf Grünflächen, in Parks und Rheinauen ver-
breitet ist (5%) – allerdings befindet sich fast die Hälfte dieser Orte im Stadtbezirk Kalk.  
Tab. 4: Problemorte der Unordnung in den Kölner Stadtbezirken in den Jahren 2022 und 2023 
Ordnungsprobleme 
nach KSO Müll Ruhestörung 
Störung in 
Öffentlichkeit  
Fehlver-
halten 
Spiel-
platz 
wildes 
Grillen Summe 
Stadtbezirke 
§3 §8 §11 §25 §26 
  
Innenstadt 18 12 25 11 1 67 
in % der Spalte 19,4 18,8 35,2 29,7 7,7 24,1 
in % aller Störungen 26,9 17,9 37,3 16,4 1,5 100,0 
Rodenkirchen 4 2 1 0 1 8 
in % der Spalte 4,3 3,1 1,4 0 7,7 2,9 
in % aller Störungen 50,0 25,0 12,5 0,0 12,5 100,0 
Lindenthal 11 12 1 7 0 31 
in % der Spalte 11,8 18,8 1,4 18,9 0 11,2 
in % aller Störungen 35,5 38,7 3,2 22,6 0,0 100,0 
Ehrenfeld 7 6 4 4 1 22 
in % der Spalte 7,5 9,4 5,6 10,8 7,7 7,9 
in % aller Störungen 31,8 27,3 18,2 18,2 4,5 100,0 
Nippes 16 10 15 3 1 45 
in % der Spalte 17,2 15,6 21,1 8,1 7,7 16,2 
in % aller Störungen 35,6 22,2 33,3 6,7 2,2 100,0 
Chorweiler 9 8 3 3 1 24 
in % der Spalte 9,7 12,5 4,2 8,1 7,7 8,6 
in % aller Störungen 37,5 33,3 12,5 12,5 4,2 100,0 
Porz 6 2 5 6 1 20 
in % der Spalte 6,5 3,1 7,0 16,2 7,7 7,2 
in % aller Störungen 30,0 10,0 25,0 30,0 5,0 100,0 
Kalk 13 10 12 1 6 42 
in % der Spalte 14,0 15,6 16,9 2,7 46,2 15,1 
in % aller Störungen 31,0 23,8 28,6 2,4 14,3 100,0 
Mülheim 9 2 5 2 1 19 
in % der Spalte 9,7 3,1 7,0 5,4 7,7 6,8 
in % aller Störungen 47,4 10,5 26,3 10,5 5,3 100,0 
         
Köln insgesamt 93 64 71 37 13 278 
in % der Spalte 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 
in % aller Störungen 33,5 23,0 25,5 13,3 4,7 100,0 
Quelle: Amt für öffentliche Ordnung der Stadt Köln

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 39 
Die Schwerpunkte der Ordnungsprobleme nach der KSO sind die Innenstadt (24%), Nip-
pes (16%) und Kalk (15%) – über die Hälfte der Verstöße fand an Orten in diesen drei 
Stadtbezirken statt. 
In einer tiefenscharfen Betrachtung lässt sich herausarbeiten, wie sich die Problemorte der 
Unordnung über die Stadtteile und statistischen Quartiere in Köln verteilen. In der nachfol-
genden Tabelle 5 wird durch die Markierung „X“ das Vorhandensein von Problemorten be-
zeichnet, über das quantitative Ausmaß der Belastung hat das Amt für öffentliche Ordnung 
keine verlässlichen Daten: 
• Im Stadtbezirk Innenstadt weist jeder der sechs Stadtteile Ereignisorte der Unord-
nung auf. Betroffen sind vor allem 18 der 63 Quartiere (29%). 
• Auch im Stadtbezirk Nippes sind alle sieben Stadtteile in der Auflistung der Hotspots 
vertreten. Die Orte befinden sich in 17 der 61 Quartiere (28%). 
• Im Stadtbezirk Chorweiler werden in der Übersicht nur fünf der 12 Stadtteile ge-
nannt. Betroffen sind neun der 43 Quartiere (21%). 
• Im Stadtbezirk Kalk verteilen sich die Hotspots der Unordnung auf sechs der neun 
Stadtteile. Sie konzentrieren sich in neun der 55 Quartiere (16%). Ähnlich verhält es 
sich im Stadtbezirk Mülheim. Dort verteilen sich die Orte der Unordnung ebenfalls 
auf sechs der neun Stadtteile. Sie befinden sich in 12 der 75 Quartiere (16%). Im 
Stadtbezirk Ehrenfeld sind die Orte mit Verstößen gegen KSO -Vorschriften in vier 
der sechs Stadtteile – dort in zehn der 62 Quartiere – vorzufinden (16%). 
• Im Stadtbezirk Porz wurden Hotspots in sechs von 16 Stadtteilen identifiziert – sie 
konzentrieren sich in acht von 60 Quartieren (13%). Im Stadtbezirk Lindenthal befin-
den sich Hotspots der Unordnung in fünf der neun Stadtteile. Diese Orte entfallen 
konzentriert auf neun der 86 Quartiere (10%). Und im Stadtbezirk Rodenkirchen 
weisen nur vier der 13 Stadtteile solche Orte auf. Betroffen sind nur vier der 58 
Quartiere (7%). 
Die höchsten Belastungen weisen die Quartiere der Innenstadt auf. Sie sind von einer hohen 
Nutzungsmischung gekennzeichnet, die von Wohnen über Einzelhandel und Verkehr bis zu 
Kultur und Freizeit reichen. In der Folge treffen viele Menschen mit unterschiedlichen Verhal-
tensweisen an den zentralen Orten und Plätzen aufeinander. Die Orte der Unordnung sind 
in den Quartieren der Innenstadt deshalb besonders stark von störendem Verhalten betrof-
fen, das laut § 11 KSO Ausdruck findet in verschiedenen Formen des Bettelns, in wiederkeh-
renden Ansammlungen von Personen, die den Raum verunreinigen oder Passanten belästi-
gen, in Verrichten der Notdurft im öffentlichen Raum und in Störungen in Folge von Alkohol- 
oder Drogenkonsum. In den Quartieren des Stadtbezirks Nippes spielen diese Probleme 
auch eine Rolle, aber am stärksten sind die Hotspots dort von Verunreinigungen öffentlicher 
Flächen mit Müll und Abfällen betroffen. Im Stadtbezirk Ehrenfeld ist der Stadtteil Ehrenfeld 
besonders betroffen. Die Hälfte aller Quartiere mit Hotspots der Unordnung befindet sich im 
Umfeld des S-Bahnhofs Ehrenfeld. Es sind die Quartiere entlang der Venloer Straße zw i-
schen der Inneren Kanalstraße und der Äußere n Kanalstraße – also auf beiden Seiten des 
S-Bahnhofs Ehrenfeld.

MaKoS 
 
Verfahren und Erprobung 40 
Tab. 5: Problemorte der Unordnung in den Kölner Quartieren in den Jahren 2022 und 2023 
Verletzte KSO-Vorschriften  Müll Ruhestörung 
Störung in 
Öffentlichkeit  
Fehlverhalten 
Spielplatz 
wildes 
Grillen Stadtteil Quartier 
Ereignisorte  §3 §8 §11 §25 $26 Nr.  Name   
Hohe Straße X  X   101 Altstadt/Süd City, Kapitol-Viertel 
Josef-Haubrich-Hof X  X   101 Altstadt/Süd Cäcilienviertel 
Mauritiuskirchplatz X  X   101 Altstadt/Süd Mauritiusviertel 
Stollwerckviertel (Karl-Korn-
Str, Trude-Herr-Park) X     101 Altstadt/Süd Severinsviertel 
Schaafenstr. X X X   101 Altstadt/Süd Mauritiusviertel 
Rubensstr    X  101 Altstadt/Süd Mauritiusviertel 
Aachener Weiher/Hiroshima-
Nagasaki-Park  X  X  102 Neustadt/Süd  
Aachener Str. X X X   102 Neustadt Süd Komponisten-Viertel 
Rathenauplatz   X X  102 Neustadt/Süd Rathenau-Viertel 
Zülpicher Str. / Zülpicher 
Platz X X X   102 Neustadt/Süd Studentenviertel 
Zülpicher Viertel (Karneval 
und 11.11.) X X X X  102 Neustadt/Süd Studentenviertel

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 41 
 
Verletzte KSO-Vorschriften  Müll Ruhestörung 
Störung in 
Öffentlichkeit  
Fehlverhalten 
Spielplatz 
wildes 
Grillen Stadtteil Quartier 
Ereignisorte  §3 §8 §11 §25 $26 Nr.  Name   
Chlodwigplatz X  X   102 Neustadt/Süd Südstadt 
Volksgarten inkl. Vorgebirgs-
wall im Bereich der Not-
schlafstelle X  X  X 102 Neustadt/Süd Volksgarten-Viertel 
Elsaßstr.     X  102 Neustadt/Süd Südstadt 
Schildergasse/Krebsgasse X  X   103 Altstadt/Nord City, Neumarkt-Viertel 
Appellhofplatz   X   103 Altstadt/Nord Neumarkt-Viertel 
Neumarkt X  X   103 Altstadt/Nord Neumarkt-Viertel 
Kronengasse   X   103 Altstadt/Nord Neumarktviertel 
Auf dem Berlich    X  103 Altstadt/Nord Neumarkt-Viertel 
HBF: Vorplatz - Breslauer 
Platz – Umfeld X  X   103 Altstadt/Nord  
Domplatte X  X   103 Altstadt/Nord

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 42 
Verletzte KSO-Vorschriften  Müll Ruhestörung 
Störung in 
Öffentlichkeit  
Fehlverhalten 
Spielplatz 
wildes 
Grillen Stadtteil Quartier 
Ereignisorte  §3 §8 §11 §25 $26 Nr.  Name   
Klingelpützpark   X X  103 Altstadt/nord Gereonsviertel 
Hildeboldplatz X X X   103 Altstadt/Nord Gereonsviertel 
Ebertplatz / Eigelstein-Tor-
burg  X X   104 Neustadt/Nord Agnesviertel 
Riehler Straße    X   104 Neustadt/Nord 
Gerichts-, Agnes-, Vil-
lenviertel 
Neusser Platz  X X   104 Neustadt/Nord Agnes-Viertel 
August-Sander-Park    X  104 Neustadt/Nord Media-Park 
Stadtgarten  X X X  104 Neustadt/Nord Stadtgarten-Viertel 
Kaiser-Wilhelm-Ring X X X   104 Neustadt/Nord 
Stadtgarten-Viertel, Me-
dia-Park 
Hohenzollernring X X X   104 Neustadt/Nord 
Belgisches Viertel, 
Stadtgarten-Viertel 
Brüsseler Platz  X  X  104 Neustadt/Nord Belgisches Viertel

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 43 
Verletzte KSO-Vorschriften  Müll Ruhestörung 
Störung in 
Öffentlichkeit  
Fehlverhalten 
Spielplatz 
wildes 
Grillen Stadtteil Quartier 
Ereignisorte  §3 §8 §11 §25 $26 Nr.  Name   
Deutzer Freiheit X  X   105 Deutz 
Ottoplatz, St. Heribert, 
Mathildenstr., Reischpl. 
Arminiusstraße     X  105 Deutz St.Heribert 
Stadtbezirk Innenstadt 18 12 25 11 1 67     
in % aller Störungen  26,9 17,9 37,3 16,4 1,5 100,0   
         
Robinienweg 
X     204 Raderthal  
Vorgebirgstraße  
X X X  X 205 Zollstock 
GE Zollstock, Zollstock-
höfe 
Uferstr. 
X X    208 Rodenkirchen Auenviertel 
An der Fuhr / Kölnberg  
X     213 Meschenich Kölnberg 
Stadtbezirk  
Rodenkirchen 4 2 1 0 1 8     
in % aller Störungen 50,0 25,0 12,5 0,0 12,5 100,0

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 44 
Verletzte KSO-Vorschriften  Müll Ruhestörung 
Störung in 
Öffentlichkeit  
Fehlverhalten 
Spielplatz 
wildes 
Grillen Stadtteil Quartier 
Ereignisorte  §3 §8 §11 §25 $26 Nr.  Name   
Rosengarten (Klettenberg-
park)  X X    301 Klettenberg 
Klettenberg - Kletten-
bergpark  
Spielplatz Klettenbergpark 
(Nord + Süd)    X X  X  301 Klettenberg 
Klettenberg - Kletten-
bergpark  
Platz der Kinderrechte        X X    302 Sülz 
Beethovenpark - Platz 
der Kinderrechte 
Beethovenpark (Pilzberg)    X X    302 Sülz 
Beethovenpark - Platz 
der Kinderrechte 
De-Noel-Platz Spielplatz X X  X  302 Sülz Sülz - De-Noël-Platz 
Bolzplatz Sülzburgstr./Müns-
tereifeler Str.   X    302 Sülz Sülz 
Nikolausplatz Spielplatz    X X  X  302 Sülz Sülz - St. Nikolaus 
Spiel- und Bolzplatz Müns-
tereifeler Str X X  X  302 Sülz  
Technoparty Ort (zw. Hönin-
ger Weg & Luxemburger Str) X X    302 Sülz Südbahnhofsviertel 
Karl-Schwering Platz (mit-
Spielplatz und Grünfläche)  X X  X  303 Lindenthal 
Alt-Lindenthal - Dürener 
Str.  
Alphons-Silbermann-Weg 
(Uniwiesen) X X X   303 Lindenthal

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 45 
Verletzte KSO-Vorschriften  Müll Ruhestörung 
Störung in 
Öffentlichkeit  
Fehlverhalten 
Spielplatz 
wildes 
Grillen Stadtteil Quartier 
Ereignisorte  §3 §8 §11 §25 $26 Nr.  Name   
Spielplatz Alsdorfer Str.    X  304 Braunsfeld 
Braunsfeld - Alsdorfer 
Str. 
Neue Sandkaul Spielplatz      X X  X  309 Widdersdorf 
Neu-Widdersdorf - Alte 
Sandkaul 
Stadtbezirk Lindenthal 11 12 1 7 0 31     
in % aller Störungen  35,5 38,7 3,2 22,6 0,0 100,0   
         
Spielplatz Bartholomäus-
Schink-Str Ecke Schönstein-
straße      X X   401 Ehrenfeld 
Ehrenfeld-West - Leo-
Amann-Park  
Hansemann Straße/ Stamm-
straße/ Philippstraße  X X   X   401 Ehrenfeld 
Ehrenfeld - Hanse-
manns  
Fröbelplatz und Fröbelstraße    X   X   401 Ehrenfeld 
Vogelsanger Str. - Frö-
belplatz 
Neptunplatz X X       401 Ehrenfeld 
Vogelsanger Str. - Nep-
tunplatz 
Venloer Straße (zwischen In-
nere Kanalstr. und Äußere 
Kanalstr.) X         401 Ehrenfeld 
vor und hinter S-Bahn-
hof 
Leo-Amann-Park     X X   401 Ehrenfeld 
Ehrenfeld-West - Leo-
Amann-Park

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 46 
Verletzte KSO-Vorschriften  Müll Ruhestörung 
Störung in 
Öffentlichkeit  
Fehlverhalten 
Spielplatz 
wildes 
Grillen Stadtteil Quartier 
Ereignisorte  §3 §8 §11 §25 $26 Nr.  Name   
Lenauplatz X X X   402 Neuehrenfeld 
Neuehrenfeld - Lenau-
platz 
Takufeld X X    402 Neuehrenfeld 
Takufeld - Barbarabrun-
nen  
Takuplatz  X X   402 Neuehrenfeld Takufeld - Takuplatz  
Rochusplatz X     403 Bickendorf 
Bickendorf - Rochuska-
pelle 
Garzweiler Weg und Spen-
rather Weg X    X 405 
Bocklemünd/ 
Mengenich 
Mengenich - BioCam-
pus  
Stadtbezirk Ehrenfeld 7 6 4 4 1 22     
in % aller Störungen  31,8 27,3 18,2 18,2 4,5 100,0   
         
Leipziger Platz  X X X   501 Nippes 
Nippes - Leipziger 
Platz  
Neusser Straße in Nippes  / 
wechselnde Örtlichkeiten    X   501 Nippes Nippes - Baudriplatz

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 47 
Verletzte KSO-Vorschriften  Müll Ruhestörung 
Störung in 
Öffentlichkeit  
Fehlverhalten 
Spielplatz 
wildes 
Grillen Stadtteil Quartier 
Ereignisorte  §3 §8 §11 §25 $26 Nr.  Name   
Lohsepark X X X   501 Nippes Nippes - Holbeinstr. 
Werkstattstraße  X X X   501 Nippes Sechzig-Viertel 
Johannes-Gisbert-Park  X X X   501 Nippes Clouth-Gelände 
Nordpark X    X 501 Nippes 
Nordpark - Xantener 
Str. 
Nippeser Tälchen    X  501 Nippes 
Nippes - Erzberger-
platz  
Neusser Straße Gürtel vor 
dem Bezirksrathaus  X X X   502 Mauenheim Grüner Hof  
Stammheimer Straße  X X X   503 Riehl 
Zoo-Flora; Naumann-
Viertel; Mathias-Schlei-
den-Viertel 
Rheinwiese zwischen Zoobrü-
cke und Mülheimer Brücke  X  X   503 Riehl 
Riehler Heimstätten; 
Niederländerviertel 
Kuhweg/ Am Molenkopf  X  X   504 Niehl 
Hafen NiehlLongericher 
Str 
Industriepark Nord X  X   504 Niehl 
Niehl - St. Agatha Kran-
kenhaus

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 48 
Verletzte KSO-Vorschriften  Müll Ruhestörung 
Störung in 
Öffentlichkeit  
Fehlverhalten 
Spielplatz 
wildes 
Grillen Stadtteil Quartier 
Ereignisorte  §3 §8 §11 §25 $26 Nr.  Name   
Scarletallee X X X   504 Niehl 
Niehl - St. Agatha Kran-
kenhaus 
Am Molenkopf X X X   504 Niehl Hafen Niehl  
Neusser Straße/ HGK Gleis  X  X   505 Weidenpesch 
Merheim (lrh.) - 
Mönchsgasse 
An den Kreutzmorgen    X  505 Weidenpesch 
Merheim (lrh.) - Schei-
benstr  
Militärringstr. / Johannesstr. X X X   506 Longerich 
Neu-Longerich - Lüttich-
Kaserne 
Longericher Straße entlang 
ICE Ausbesserungswerk X     507 Bilderstöckchen 
Bilderstöckchen - Hein-
rich-Pesch-Str. 
Blücherpark X X X X  507 Bilderstöckchen 
Parkgürtel-Nord - Drei-
königsgymnasium 
Stadtbezirk Nippes 16 10 15 3 1 45     
in % aller Störungen 35,6 22,2 33,3 6,7 2,2 100,0

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 49 
Verletzte KSO-Vorschriften  Müll Ruhestörung 
Störung in 
Öffentlichkeit  
Fehlverhalten 
Spielplatz 
wildes 
Grillen Stadtteil Quartier 
Ereignisorte  §3 §8 §11 §25 $26 Nr.  Name   
Langel Fähre X X    601 Merkenich 
Langel (lrh.) – Rhein-
kassel  
Rudi-Jaehnen-Str. / Techno-
Tunnel X X    601 Merkenich 
Merkenich - Spoerkel-
hof 
Fuhligsweg X X X   601 Merkenich  
Fühlinger See und die an-
grenzenden Parkplätze X X   X 602 Fühlingen Fühlingen 
Escher See/ Pescher See X X X   606 Pesch Pesch - St. Elisabeth  
Liverpooler Platz X     609 Chorweiler Chorweiler - Turkuplatz 
Osloerstr. / Stockholmer Al-
lee  X     609 Chorweiler Chorweiler - Osloer Str. 
Krebelspfad / St.-Tönnis-Str X X  X  612 Worringen 
Neu-Worringen - Kre-
belspfad 
Bolligstr.  X X X X  612 Worringen 
Alt-Worringen - An den 
Kaulen  
Alte Str./Hackenbroicher Str  X  X  612 Worringen 
Neu-Worringen - Bütt-
gener Weg  
Stadtbezirk Chorweiler 9 8 3 3 1 24     
in % aller Störungen 37,5 33,3 12,5 12,5 4,2 100,0

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 50 
Verletzte KSO-Vorschriften  Müll Ruhestörung 
Störung in 
Öffentlichkeit  
Fehlverhalten 
Spielplatz 
wildes 
Grillen Stadtteil Quartier 
Ereignisorte  §3 §8 §11 §25 $26 Nr.  Name   
Alfred-Schütte-Allee X X X   701 Poll Poll - Weingartengasse  
Rather Str. + Umgebung X   X  704 
Gremberg-
hoven 
Gremberghoven - 
Rather Str.  
Spielplatz Auf dem Streit-
acker   X X  704 
Gremberg-
hoven 
Gremberghoven - Auf 
dem Streitacker  
Glashüttenstr. X X    706 Porz 
Porz-Mitte - Glashütten-
str. 
Porz City   X   706 Porz Porz-Mitte - Zentrum  
Spielplatz Am Bahnhof   X X  711 Wahn Wahn - Schloss Wahn  
Spielplatz Auf dem Acker   X X  711 Wahn Wahn - Schloss Wahn  
Christrosenweg + Umgebung X   X  714 Zündorf 
Zündorf-Nord - Rosen-
hügel  
Finkenberg X   X  716 Finkenberg insgesamt 
Grünfläche Theo-Heuss-Str. X    X 716 Finkenberg 
Finkenberg - Gesamt-
schule 
Stadtbezirk Porz 6 2 5 6 1 20     
in % aller Störungen 30,0 10,0 25,0 30,0 5,0 100,0

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 51 
Verletzte KSO-Vorschriften  Müll Ruhestörung 
Störung in 
Öffentlichkeit  
Fehlverhalten 
Spielplatz 
wildes 
Grillen Stadtteil Quartier 
Ereignisorte  §3 §8 §11 §25 $26 Nr.  Name   
Kalk-Mülheimer-Str. / Durch-
gang Vorsterstr. & Vietorstr. X X X   802 Kalk Kalk - Vorsterstr.  
Kalker Hauptstraße (zw . 
Rolshover & Kapellenstr.) X   X     802 Kalk Kalk - Trimbornstr.  
Steprathstr. (Spielplatz, vor 
Bezirksrathaus, Kapellenstr) X  X X  802 Kalk Kalk - Vorsterstr. 
Bürgerpark X X 1  X 802 Kalk Köln Arcaden  
Breuerpark X X X  X 802 Kalk Kalk - Vorsterstr.  
Stadtgarten Kalk X X X  X 802 Kalk Kalk - Vorsterstr.  
Dreieck: Bamberger / Würz-
burger / Miltenberger Str.  X X X   803 Vingst Vingst - Ansbacher Str. 
Merheimer Heide X X X  X 804 Höhenberg 
Höhenberg - St. Elisa-
beth 
Sportpark Höhenberg & Um-
feld  (Glas- und Dosenverbot)  X  X   804 Höhenberg 
Germania-Siedlung - 
Frankfurter Str.  
Frankfurter Straße Ecke 
Ostheimer Straße  X X X   805 Ostheim Ostheim-Süd  
Hardtgenbuscher Kirchweg  X X   X 805 Ostheim Ostheim-Süd  
Ostmerheimer Straße und nä-
here Umgebung  X X X   806 Merheim Merheim

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 52 
Verletzte KSO-Vorschriften  Müll Ruhestörung 
Störung in 
Öffentlichkeit  
Fehlverhalten 
Spielplatz 
wildes 
Grillen Stadtteil Quartier 
Ereignisorte  §3 §8 §11 §25 $26 Nr.  Name   
Flehbachaue X X X  X 807 Brück Brück 
Stadtbezirk Kalk 13 10 12 1 6 42     
in % aller Störungen 31,0 23,8 28,6 2,4 14,3 100,0   
         
Wiener Platz X  X   901 Mülheim Mülheimer Stadtgarten 
Keupstraße, Holweider 
Straße X   X  901 Mülheim 
Keupstr. - Holweider 
Str. 
Berliner Straße i n Mülheim & 
angrenzende Nebenstraßen  X     901 Mülheim 
Mülheim-Nord - Berliner 
Str.  
Jugendpark   X   901 Mülheim 
Mülheim - Deutz-Mülhei-
mer Str.  
Jan-Wellem-Str. / Mülheimer-
Stadtgarten  X   X 901 Mülheim 
Mülheimer Stadtgarten 
- Jan-Wellem-Str.  
Frankfurter Str. im Stadtteil 
Mülheim   X   901 Mülheim  Mülheimer Stadtgarten  
Remscheider Str. X     902 Buchforst

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 53 
Verletzte KSO-Vorschriften  Müll Ruhestörung 
Störung in 
Öffentlichkeit  
Fehlverhalten 
Spielplatz 
wildes 
Grillen Stadtteil Quartier 
Ereignisorte  §3 §8 §11 §25 $26 Nr.  Name   
Burchforst – Unterkünfte für 
Geflüchtete  X     902 Buchforst  
Kalkweg X     905 Dellbrück Blumen-Siedlung  
Rommerscheider Str    X  905 Dellbrück Thurn - Gemarkenstr. 
Dünnwalder Kommunalweg X     906  Höhenhaus 908 Stammheim 
Höhenfelder See X X    906 Höhenhaus  
Grüner Kuhweg X     907 Dünnwald Siedlung Klosterhof  
Flittarder Rheinaue   X   909 Flittard Flittard 
Von-Diergardt-See   X   909 Flittard 
Bayer-Siedlung - Rog-
gendorfstr. 
Stadtbezirk Mülheim 9 2 5 2 1 19     
in % aller Störungen 47,4 10,5 26,3 10,5 5,3 100,0

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 54 
Verletzte KSO-Vorschriften  Müll Ruhestörung 
Störung in 
Öffentlichkeit  
Fehlverhalten 
Spielplatz 
wildes 
Grillen 
Ereignisorte  §3 §8 §11 §25 $26 
Köln insgesamt: 278 93 64 71 37 13 
in % aller Störungen 33,5 23,0 25,5 13,3 4,7 
      
Nicht berücksichtigt           
Altstadt (Karneval, 11.11., 
Silvester usw.) X X X     
Innerer Grüngrürtel   X   X X 
Südstadt (Karneval, 11.11.) X X X X   
RheinEnergieStadion und Um-
feld (Fußball / Konzerte – 
Glas- und Dosenverbot)  X   X     
Naturschutzgebiete und 
Landschaftsschutzgebiete 
(entlang des Rheins) X X X     
P8 Tunnel Industriestr.  X X X     
Quelle: Amt für öffentliche Ordnung der Stadt Köln

MaKoS 
 
Masterplan Kommunale Sicherheit 55 
B1.3 Polizeieinsätze und Straftaten an den Standorten der Kölner 
Schulen 
Zur Ermittlung von Kölner Schulen, in bzw. an denen in den Jahren 2022 und 2023 über-
durchschnittlich häufig polizeiliche Einsätze stattfanden, wertete das Kölner Polizeipräsi-
dium Informationen des Einsatzleitsystems CEBIUS aus (Akronym: Computer Einsatz Bear-
beitungs-, Informations- und Unterstützungs-System). Über alle Hauptschulen, Realschulen, 
Förderschulen, Gesamtschulen und Gymnasien wurde für die Jahre 2022 und 2023 kombi-
niert ein Mittelwert der Anzahl der Polizeieinsätze gebildet. Es wurden nur Einsätze einbe-
zogen, die in den Wochentagen zwischen 07 und 16 Uhr stattfanden, und die Tage wäh-
rend der Schulferien wurden ausgeschlossen.  
Die elf Schulstandorte verteilen sich über fünf Kölner Stadtbezirke. Sie befinden sich somit 
in etwas mehr als der Hälfte – 56 Prozent – der neun Stadtbezirke (vgl. Tabelle 6): 
• ein Schulstandort im Stadtbezirk Rodenkirchen,  
• drei Schulstandorte im Stadtbezirk Chorweiler,  
• zwei Schulstandorte im Stadtbezirk Porz,  
• ein Schulstandort im Stadtbezirk Kalk und  
• vier Schulstandorte im Stadtbezirk Mülheim. 
Einsätze der Polizei fanden an 93 Schulen in Köln statt. Die in Tabelle 6 dokumentierten 
11 Standorte stellen 12 Prozent dieser Schulen dar. Dort machte die Anzahl der Einsätze 
mindestens das Zweifache des Mittelwerts aller Schulen aus. Darunter befindet sich kein 
Förderschule, weil die Häufigkeit der Polizeieinsätze an diesem Schultyp deutlich unterhalb 
des zweifachen Mittelwerts blieb. (Eine auf die Anzahl der Schüler Bezug nehmende Rela-
tionierung wurde nicht berechnet.) 
Tab. 6: Kölner Schulen mit stark überdurchschnittlicher Häufigkeit von Polizeieinsätzen in den Jah-
ren 2022 und 2023 
Wilhelm-Busch-Realschule, Heerstr. 7  
Gesamtschule Rodenkirchen, Sürther Straße 191   
Gesamtschule Holweide, Burgwiesenstraße 125   
Nelson-Mandela-Schule, Wuppertaler Straße 19   
Lise-Meitner-Gesamtschule, Stresemannstraße 36  
Albert-Schweitzer-Realschule, Hardtgenbuscher Kirchweg 100  
Gustav-Heinemann-Schule, Karl-Marx-Allee 3  
Ursula-Kuhr-Schule, Volkhovener Weg 140  
Heinrich-Böll-Gesamtschule, Merianstraße 11 -15  
Willy-Brandt-Gesamtschule, Im Weidenbruch 214  
Johann-Bendel Realschule, Danzierstraße 146a  
Quelle: Einsatzleitsystem CEBIUS des Polizeipräsidiums Köln  
Keine überdurchschnittlich häufigen Polizeieinsätze waren 2022 und 2023 in den Stadtbe-
zirken Innenstadt, Lindenthal, Ehrenfeld und Nippes zu verzeichnen.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 56 
In der räumlichen Zuordnung fällt auf, dass sich die Schulen auf 11 der 86 Kölner Stadt-
teile (13 %) konzentrieren. Sie befinden überwiegend rechtsrheinisch: 
• Stadtbezirk Mülheim: Stadtteile Mülheim, Buchheim, Holweide, Höhenhaus;  
• Stadtbezirk Kalk: Stadtteil Ostheim;  
• Stadtbezirk Porz: Stadtteile Zündorf, Finkenberg. 
Im Norden und im Süden des Stadtgebiets liegen: 
• Stadtbezirk Chorweiler: der Siedlungszusammenhang der Stadtteile Seeberg, Hei-
mersdorf, Chorweiler und  
• Stadtbezirk Rodenkirchen: Stadtteil Rodenkirchen 
Im Kölner Lebenslagenbericht von 2020 wurden Lebenslagetypen gebildet. Der Typ „po-
tenziell stark erhöhte Problemlagen“ prägt das soziale Profil von 16 Kölner Stadtteilen. 
Aus dem Kreis der elf Schulstandorte mit einer überdurchschnittlichen Häufigkeit von Poli-
zeieinsätzen in den Jahren 2022 und 2023 befinden sich Buchheim, Chorweiler, Seeberg, 
Finkenberg, Mülheim und Ostheim darunter (vgl. Abbildung 6). Die genannten sechs Köl-
ner Räume repräsentieren 38 Prozent der Stadtteile mit Problemlagen und über die Hälfte 
der Schulstandorte mit überdurchschnittlich häufigen Polizeieinsätzen (55 %). 
 
Aus: Kölner Lebenslagenbericht von 2020, S. 296 
Abbildung 6: Kölner Stadtteile nach Verteilung von Lebenslagetypen

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 57 
Auf der Grundlage des Einsatzleitsystems CEBIUS des Kölner Polizeipräsidiums wurden die 
Kölner Schulen mit den häufigsten polizeilichen Einsätzen ausgewählt. Es ist allerdings 
fraglich, ob nur einige Schulen in Köln von Sicherheitsproblemen betroffen sind oder ob 
die ausgewählten Schulen nur die Spitze einer Entwicklung abbilden, die viele Schulen be-
trifft. Um dies transparent zu machen, wurden auf Basis der Polizeilichen Kriminalstatistik 
die Entwicklung der Delikte am Schulstandort als Tatort, die Straftaten im Schulbetrieb 
(während schulischer Veranstaltungen) und die – im Kontext des Schulstandortes – erfass-
ten tatverdächtigen Kinder und Jugendlichen vom Jahr 2022 auf das Folgejahr 2023 aus-
gewertet. 
Die Straftaten im schulischen Kontext haben in Köln von 2022 bis 2023 um knapp ein Drit-
tel zugenommen (vgl. Tabelle 7). Der Anstieg von Delikten im Schulbetrieb fällt deutlich 
stärker aus als die Erhöhung der Straftaten am Schulstandort (d.h. außerhalb des Schulbe-
triebs). Mit einem Anstieg um 137 Prozent haben die Rohheitsdelikte im Schulalltag in Köln 
besonders stark zugenommen. Verdoppelt haben sich im Schulbetrieb die Straftatbestände 
gemäß Strafgesetzbuch, und Diebstahlsformen erhöhten sich in den Schul en um fast drei 
Viertel. 
Insgesamt nahmen die Straftaten in und an Schulen von rund 1.500 im Jahr 2022 auf über 
2.000 im Jahr 2023 zu. Differenziert nach den Polizeiinspektionen zeigt sich folgendes 
Bild (vgl. Tabelle 7): 
• Die meisten Delikte an Schulen wies die Polizeiinspektion Nordost auf, wo die Straf-
taten in und an Schulen von rund 340 im Jahr 2022 auf 450 im Jahr 2023 anstie-
gen. Geographisch umfasst die PI Nordost vor allem den Stadtbezirk Mülheim bzw. 
die Stadtteile Mülheim, Buchforst, Buchheim, Dellbrück, Dünnwald, Flittard, Höhen-
haus, Holweide, Stammheim und Deutz.  
• Besonders viele solcher Ereignisse wurden auch in der Polizeiinspektion Südwest 
diagnostiziert – dort nahmen die Straftaten in und an Schulen von rund 350 im 
Jahr 2022 auf 375 Delikte im Jahr 2023 zu. Betroffen waren Schulen in den Stadt-
teilen Bayenthal, Godorf, Hahnwald, Immendorf, Hochkirchen, Marienburg, 
Meschenich, Raderberg, Raderthal, Rodenkirchen, Rondorf, Sürth, Weiß, Zollstock, 
Lindenthal, Sülz und Klettenberg. 
• Ähnlich stellt sich die Situation in der Polizeiinspektion Südost dar, die sich über die 
Stadtteile Kalk, Brück, Höhenberg, Humboldt-Gremberg, Merheim, Rath-Heumar, 
Neubrück, Ostheim, Vingst, Porz, Eil, Elsdorf, Ensen, Finkenberg, Gremberghoven, 
Grengel, Poll, Langel, Libur, Lind, Porz, Urbach, Wahn, Wahnheide, Westhoven 
und Zündorf erstreckt. Die Zunahme der Delikte in und an Schulen erhöhte sich von 
rund 290 im Jahr 2022 auf 355 im Jahr 2023. 
Die Polizeiinspektion Mitte, zu der in der Innenstadt die Stadtteile Altstadt Nord, Altstadt 
Süd, Neustadt Süd und Neustadt Nord gehören, verzeichnete – trotz niedrigem Ausgangs-
wert im Jahr 2022 – innerhalb eines Jahres einen bemerkenswerten Anstieg der Rohheits-
delikte um 350 Prozent.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 58 
Tabelle 7: Straftaten im Schulkontext in den Jahren 2022 und 2023 in den Kölner Polizeiinspektionen 
Polizei- 
inspektion 
Köln 
Schulkontext6 
  
Delikte insgesamt   
Tendenz  
in % 
Rohheitsdelikte7   
Tendenz  
in % 
Diebstahlsdelikte Tendenz 
in % 
Delikte gemäß 
StGB8 
  
Tendenz 
in % 
Sonstige  
Straftaten9 
  
Tendenz 
in % 2022 2023 2022 2023 2022 2023 2022 2023 2022 2023 
Mitte  am Standort  101  137    35,6    20   39  
           
95,0      47   59           25,5      24     33           37,5      10     6  -         40,0  
 im Schulbetrieb    27   70  159,3     6   27          350,0       17    28           64,7        2      11         450,0          2    4          100,0  
 zusammen   128   207    61,7    26    66          153,8       64     87           35,9       26     44           69,2     12    10  -         16,7  
 Anteil Schule % 21,1  33,8  60,3    23,1   40,9  
           
77,3    26,6   32,2           21,2      7,7   25,0         225,0    16,7   40,0          140,0  
Südwest am Standort      255    223  -  12,5        48     51      6,3        122    101  -  17,2         61        61           -              24  
          
8  -         66,7  
  im Schulbetrieb        99   152            53,5       22   50          127,3          55   69           25,5       15      29       93,3         7      4  -         42,9  
  zusammen      354   375               5,9       70    101      44,3      177   170  -  4,0        76       90       18,4         31    12  -         61,3  
  Anteil Schule %     28,0   40,5            44,9     31,4   49,5  
           
57,5         31,1   40,6           30,6       19,7     32,2       63,3        22,6  
   
33,3            47,6  
West am Standort     160   176        10,0       29  
       
48  
           
65,5  
              
81  
        
79  -  2,5  
            
40  
         
35  -        12,5            11  
       
14            27,3  
  im Schulbetrieb     49   113      130,6      14    46      228,6         27      43         59,3         7      13           85,7        1    11      1.000,0  
  zusammen      209    289       38,3        43   94       118,6      108   122           13,0        47      48              2,1       12   25          108,3  
  Anteil Schule %     23,4    39,1       66,8  
        
32,6  
   
48,9  
           
50,3  
          
25,0  
    
35,2           41,0  
        
14,9  
     
27,1           81,8           8,3  
   
44,0          428,0  
Nordwest am Standort 
            
150  
      
196          30,7  
            
44  
       
67  
           
52,3  
              
54  
        
68           25,9  
            
41  
         
49           19,5            11  
       
12  
             
9,1  
  im Schulbetrieb        71   131         84,5       27    52        92,6          22       48         118,2         17      24           41,2         5       7            40,0  
  zusammen       221   327        48,0        71   119      67,6         76   116         52,6         58       73           25,9     16   19            18,8  
  Anteil Schule % 
           
32,1  
     
40,1            24,7  
        
38,0  
   
43,7  
           
14,9  
          
28,9  
    
41,4           42,9  
        
29,3  
     
32,9           12,2        31,3  
   
36,8            17,9  
Nordost am Standort 
            
256  
      
270               5,5  
          
115  
    
119  
             
3,5  
              
65  
        
80           23,1  
            
57  
         
50  -  12,3            19  
       
21          10,5  
  im Schulbetrieb        88   180       104,5       49   100      104,1       24     43      79,2          9       27  200,0        6       10          66,7  
  zusammen      344   450        30,8      164    219   33,5       89   123        38,2        66        77        16,7            25     31          24,0  
  Anteil Schule % 
           
25,6  
     
40,0            56,4  
        
29,9  
   
45,7  
           
52,8  
          
27,0  
    
35,0           29,6  
        
13,6  
     
35,1         157,1        24,0  
   
32,3            34,4  
  
 
6 Unterschieden wird die „Tatörtlichkeit“ des Schulstandortes von Delikten im Rahmen der schulischen „Veranstaltungen“ wie Unterricht etc. 
7 insbesondere Körperverletzung und Raub 
8 Straftatbestände gemäß Strafgesetzbuch sind u.a. Sachbeschädigungen, Erpressung, Widerstand gegen die Staatsgewalt, Delikte gegen die öffentliche Ordnung, Störungen, 
Hausfriedensbruch, Brandstiftung, Beleidigung, Missbrauch des Notrufs 
9 u.a. Delikte gegen die sexuelle Selbstbestimmung, Betrug, Rauschgiftdelikte

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 59 
 
Südost am Standort 
            
229  
      
221  -            3,5  
            
68  
       
78  
           
14,7  
              
86  
        
89              3,5  
            
51  
         
39  -  23,5            24  
       
15  -  37,5  
  im Schulbetrieb         60    134       123,3         25      61      144,0        18     52      188,9         9      14       55,6         8         7  -  12,5  
  zusammen       289     355         22,8         93   139       49,5       104    141        35,6       60       53  -  11,7        32       22  - 31,3  
  Anteil Schule % 
           
20,8  
     
37,7            81,8  
        
26,9  
   
43,9  
           
63,3  
          
17,3  
    
36,9         113,1  
        
15,0  
     
26,4           76,1        25,0  
   
31,8            27,3  
Köln 
insgesamt  am Standort 
         
1.152  
   
1.233       7,0  
          
324  
    
406  
           
25,3  
            
456  
     
481          5,5  
         
274  
       
269  - 1,8            98  
       
77  - 21,4  
 im Schulbetrieb      395   784      98,5     143   339     137,1      164    284       73,2          59     118     100,0       29    43       48,3  
 zusammen      1.547  2.017      30,4       467   745      59,5       620   765      23,4       333     387       16,2          127    120  - 5,5  
 Anteil Schule % 
           
25,5  
     
38,9            52,2  
        
30,6  
   
45,5  
           
48,6  
          
26,5  
    
37,1           40,3  
        
17,7  
     
30,5           72,1        22,8  
   
35,8            56,9  
Quelle: PKS 2022 und 2023, LKA NRW – eigene Berechnungen 
 
Tabelle 8: Tatverdächtige an Schulstandorten in den Jahren 2022 und 2023 in den Kölner Polizeiinspektionen 
Polizei- Tatörtlichkeit Schulstandort 
Tatverdächtige nach den Altersgruppen ... inspektion 
Köln unter 14 Jahre  Tendenz 14 bis unter 18 Jahre  Tendenz 18 bis unter 21 Jahre  Tendenz 
  *2022 *2023 in % *2022 *2023 in % *2022 *2023 in % 
PI Mitte 6 14 133,3 17 38 123,5 4 4 0,0 
                 
PI Südwest 42 41 -2,4 42 24 -42,9 7 7 0,0 
                 
PI West 13 26 100,0 30 47 56,7 2 5 150,0 
                 
PI Nordwest 41 47 14,6 44 36 -18,2 5 5 0,0 
                 
PI Nordost 69 59 -14,5 85 81 -4,7 12 6 -50,0 
                 
PI Südost 48 43 -10,4 64 57 -10,9 8 13 62,5 
                 
Köln insges. 219 230 5,0 282 283 0,4 38 40 5,3 
2023: 533                   
Quelle: PKS 2022 und 2023, LKA NRW – eigene Berechnungen

MaKoS 
 
Verfahren und Erprobung 60 
Ähnlich verhielt es sich im Bereich der Polizeiinspektion West, wo die Rohheitsdelikte im 
Schulalltag von 2022 auf 2023 um fast 230 Prozent zunahmen. Auch wenn die Ausgangs-
zahlen im Jahr 2022 vergleichsweise niedrig waren, zeigt es doch eine starke Verrohung 
des Umgangs unter Schülern an. Die Polizeiinspektion West umfasst größtenteils den Stadt-
bezirk Ehrenfeld mit den Stadtteilen Bickendorf, Bocklemünd/Mengenich, Braunsfeld, Eh-
renfeld, Junkersdorf, Lindenthal, Lövenich, Neuehrenfeld, Neustadt-Nord, Müngersdorf, 
Ossendorf, Vogelsang, Weiden und Widdersdorf. 
Da die Rohheitsdelikte im Schulalltag in allen Polizeiinspektionen einen großen Entwick-
lungssprung machen, ist davon auszugehen, dass es nicht „einzelne „schwarze Schafe“ 
von Schulen sind, in denen das Problem vorherrscht, sondern dass es sich um einen allge-
meinen Struktureffekt handelt, von dem alle Schulen in Köln betroffen sind. Von daher sind 
gezielt Maßnahmen der Gewaltprävention an den Schulen zu verankern.  In allen Inspekti-
onen nahmen auch die Diebstahlsdelikte im Schulalltag von 2022 auf 2023 zu. Hier sind 
ebenfalls Präventionshilfen notwendig, wie das schulische, aber auch das persönliche Ei-
gentum der Schüler und Lehrer besser geschützt werden können. 
Über alle Polizeiinspektionen hinweg ist im Schulbetrieb auch ein deutlicher Anstieg der 
Straftatbestände gemäß Strafgesetzbuch zu verzeichnen. Hier sind Präventionsmaßnah-
men zu vertiefen, die beispielsweise vor Sachbeschädigungen und Graffiti schützen. In den 
Sicherheitskonzepten der Schulen könnte evtl. auch der Umgang mit Erpressung und Belei-
digungen unter Schülern definiert werden. Auch die Vorbeugung von Störungen der öffent-
lichen Ordnung bedarf einer Strategie. 
In der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) werden auch „Tatverdächtige“ erfasst. Im Rah-
men der polizeilichen Ermittlungen gelten sie als verdächtig, eine rechtswidrige Straftat be-
gangen zu haben. Tatverdächtige mit mehreren Fällen der gleichen Straftat werden statis-
tisch nur einmal gezählt. Sie repräsentieren allerdings nur das Hellfeld der registrierten Kri-
minalität, weil bei vielen Delikten das Dunkelfeld der nicht feststellbaren Tatverdächtigen 
sehr hoch ist.  
Nach Veröffentlichungen des Bundeskriminalamtes (BKA) hat sich die Zahl der Tatverdäch-
tigen in der PKS von 2022 bis 2023 um über 7 Prozent erhöht. Darunter waren im Jahr 
2023 knapp 5 Prozent Kinder bis unter 14 Jahre und 9 Prozent Jugendliche zwischen 14- 
und unter 18-Jahren. Das BKA führt dazu aus: „Insgesamt gibt es bei der Anzahl der er-
fassten Kinder und Jugendliche deutliche Steigerungen im Vergleich zum Vorjahr (Kinder: 
+12,0 Prozent; Jugendliche: +9,5 Prozent). Die Anzahl der tatverdächtigen Kinder liegt im 
Jahr 2023 deutlich über dem Niveau des letzten Jahres ohne Corona-bedingte Einschrän-
kungen 2019 (... 2019/2023: +43,0 Prozent). Die Anzahl der als tatverdächtig registrier-
ten Jugendlichen liegt im Jahr 2023 um 17,0 Prozent über der Anzahl im Jahr 2019 (...). 
Der Anstieg bei den Kindern und Jugendlichen zeigt sich vor allem bei den nichtdeutschen 
Tatverdächtigen.“
10 
 
10 Vgl. Bericht des Bundeskriminalamtes zur Polizeilichen Kriminalstatistik 2023 unter: 
https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/PolizeilicheKriminalstatistik/PKS2023/Polizeili-
che_Kriminalstatistik_2023/Polizeiliche_Kriminalstatistik_2023.html  [Zugriff: 25.04.2024].

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 61 
Im Zusammenhang mit dem Schulstandort als Tatort wurden in der PKS 2023 für Köln ins-
gesamt 553 Tatverdächtige registriert. Gegenüber den 539 Tatverdächtigen, die laut PKS 
2022 im Jahr zuvor an Schulstandorten ermittelt worden waren, entspricht das einem An-
stieg um 2,6 Prozent. Bezogen auf die insgesamt festgestellten 1.233 Straftaten an Kölner 
Schulen im Jahr 2023 stellen die 488 den Tatverdächtigen zugeschriebenen Delikte das 
Hellfeld von 39,6 Prozent dar. Eine Übersicht der Tatverdächtigen von Delikten, die sich 
im Schulbetrieb (z.B. während der Unterrichts- und Pausenzeiten) auf dem Schulgelände 
ereigneten, ist nicht verfügbar. 
Die höchste Zunahme der tatverdächtigen Kinder unter 14 Jahren [um 133 %] vollzog sich 
von 2022 auf 2023 an Schulstandorten im Bereich der Polizeiinspektion Mitte – ebenso 
der tatverdächtigen Jugendlichen im Alter von 14 bis unter 18 Jahren [um 124 %]; im Blick 
stehen dabei die Schulstandorte in den Stadtteilen Altstadt Nord, Altstadt Süd, Neustadt 
Süd und Neustadt Nord (vgl. Tabelle 8). 
Eine bemerkenswerte Verdopplung der tatverdächtigen Kinder und eine Zunahme der tat-
verdächtigen Jugendlichen um 57 Prozent fand auch in der PI West statt – d.h. im Stadtbe-
zirk Ehrenfeld (vgl. Tabelle 8).  
Im Bereich der Polizeiinspektion Nordwest, die sich über den Stadtbezirk Chorweiler – mit 
den Stadtteilen Auweiler, Blumenberg, Chorweiler, Esch, Feldkassel, Fühlingen, Heimers-
dorf, Langel, Lindweiler, Merkenich, Pesch, Rheinkassel, Roggendorf/Thenhoven, Seeberg, 
Volkhoven/Weiler, Worringen, Bilderstöckchen, Longerich, Mauenheim, Niehl, Nippes, 
Riehl, Weidenpesch und Agnesviertel – erstreckt, hatte sich von 2022 auf 2023 allein die 
Zahl der tatverdächtigen Kinder erhöht (um 15 %). 
Demgegenüber hat sich die Anzahl der tatverdächtigen Kinder und Jugendlichen in den 
Polizeiinspektionen Südwest, Nordost und Südost vom Jahr 2022 bis zum Jahr 2023 ver-
ringert. Möglicherweise hängt das damit zusammen, dass die Anzahl der Straftaten an 
den Schulstandorten in den Polizeiinspektionen Südwest – mit vielen Stadtteilen der Be-
zirke Rodenkirchen und Lindenthal – und Südost – d.h. in den Stadtbezirken Kalk und 
Porz – in dieser Zeit rückläufig war.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 62 
B1.4 Ausprägung der Straßenkriminalität in den Kölner Quartieren 
Im Rahmen der folgenden Tabellenanalysen von Daten der Polizeilichen Kriminalitätsstatis-
tik (PKS) wurden die Kölner Quartiere unter zwei Perspektiven differenziert: 
• Höchste Belastung mit Delikten der Straßenkriminalität je Einwohner in den Jahren 
2022 und 2023 sowie 
• überdurchschnittliche Zunahme der Deliktsumme an Straßenkriminalität im Verlauf 
der Jahre von 2019 bis 2023. 
Im Blickpunkt stehen die Quartiere, in denen Delikte der Straßenkriminalität im Verlauf der 
vergangenen Jahre erstens das höchste Niveau aufweisen und zweitens am stärksten zuge-
nommen haben. Als statistisches Kriterium werden empirische Quantile verwendet – z.B. 
die oberen 10 Prozent (Dezil) oder die oberen 20 Prozent (Quintil) der nach der Größe 
des berechneten Wertes geordneten 570 statistischen Quartieren der Stadt Köln. Es wer-
den jeweils zwischen 60 und 120 Quartiere mit der höchsten Zunahme bzw. mit dem 
höchsten Belastungsindex ausgewählt und hinsichtlich auffallender Differenzen bewertet. 
Die Berechnung des Index der durchschnittlichen Kriminalitätsbelastung je Ein-
wohner ergab im Jahr 2022 für die gesamt Stadt Köln den Wert von 0,05. Im Jahr 2023 
hatte sich der Wert auf 0,06 erhöht – das heißt: auf 100 Kölner Einwohner entfielen im 
Jahr 2023 rund 6 Straftaten der Straßenkriminalität. Im Jahr 2022 wiesen 106 statistische 
Quartiere überdurchschnittliche Werte ab 0,06 auf – es handelt sich knapp um das obere 
Quintil (18,6 %) aller Kölner Quartiere (vgl. Tabelle 9A). Im Jahr 2023 wurden über-
durchschnittliche Werte in 101 Quartieren festgestellt (vgl. Tabelle 9B). Überdurchschnittli-
che Quoten der Straßenkriminalität je Einwohner konzentrierten sich in diesem Jahr auf 
17,7 Prozent der Kölner Quartiere. 
Das obere Dezil umfasste im Jahr 2023 insgesamt 59 Quartiere (rund 10 % aller Quar-
tiere) mit einem Indexwert von 0,11 und höher – das heißt: 11 oder mehr Straftaten der 
Straßenkriminalität auf 100 Kölner Einwohner :  
• Darunter dominieren Gebiete der Innenstadt. Die 28 Quartiere repräsentieren fast 
die Hälfte (47,5%) innerhalb des oberen Zehntels mit der höchsten Kriminalitätsbe-
lastung je Einwohner. 
• Es folgt der Stadtbezirk Mülheim mit 7 Quartieren (12 %). Jeweils 5 Quartiere 
(9%) gehören dem Stadtbezirk Porz und dem Stadtbezirk Kalk an – zusammen stel-
len diese rechtsrheinischen Quartiere knapp ein Drittel der Stadträume mit der 
höchsten Kriminalitätsbelastung je Einwohner dar. 
• Zum Stadtbezirk Ehrenfeld gehören ebenfalls 7 der besonders belasteten Quartiere 
(12 %) und zum Stadtbezirk Lindenthal 4 Gebiete (7 %), die allerdings auf den hin-
teren Rängen liegen. In diesem linksrheinischen Bereich sind somit rund ein Fünftel 
der Stadträume mit der höchsten Kriminalitätsbelastung je Einwohner vorzufinden. 
• Den Stadtbezirken Rodenkirchen, Nippes und Chorweiler gehört jeweils nur ein 
Quartier mit einer sehr hohen Kriminalitätsbelastung je Einwohner an (zusammen 5 
%).

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 63 
Tab. 9A: Straßenkriminalität je Einwohner in den Kölner Quartieren i m Jahr 2022 
Rang- 
Platz 
2022 
Quartiere in Köln  
Delikte der 
Straßen-  
kriminalität 
2022 
Einwohner 
31.12.2022  
Straßen- 
kriminalität 
je Einwohner 
1 103040001 / Neumarkt-Viertel - St. Andreas 4508 2.566 1,76 
2 103050001 / City - St. Martin 3409 2.362 1,44 
3 
101030001 / Cäcilien-Viertel - Josef-Haubrich-
Hof 1682 1.583 1,06 
4 709010001 / Alt-Grengel 737 1.714 0,43 
5 
101020001 / Mauritius-Viertel - Mauritiuskirch-
platz 670 2.112 0,32 
6 802020001 / Köln Arcaden 1003 3.195 0,31 
7 105010001 / Deutz - Ottoplatz 624 2.277 0,27 
8 802010002 / Kalk - Vorsterstr. 633 2.590 0,24 
9 
901020003 / Mülheimer Stadtgarten - Jan-Wel-
lem-Str. 642 2.636 0,24 
10 104030003 / Agnes-Viertel - Lupusstr. 563 2.356 0,24 
11 102030001 / Studenten-Viertel 554 2.455 0,23 
12 104020002 / Stadtgarten-Viertel - Bismarckstr. 278 1.349 0,21 
13 
901020002 / Mülheimer Stadtgarten - Rhodius-
str. 360 1.786 0,20 
14 901030006 / Mülheim - Liebfrauen-Kirche 285 1.418 0,20 
15 802010004 / Kalk - St. Marien 450 2.266 0,20 
16 104020001 / Stadtgarten-Viertel - Colonius 365 1.882 0,19 
17 
806020001 / Siedlung Madaus - Auf dem Ei-
chenbrett 374 1.950 0,19 
18 802010006 / Kalk - Trimbornstr. 344 1.869 0,18 
19 
102050002 / Komponisten-Viertel - Yitzhak-
Rabin-Platz 402 2.209 0,18 
20 105060001 / Fachhochschule Deutz - Messe 450 2.579 0,17 
21 401040004 / Vogelsanger Str. - Neptunplatz 350 2.061 0,17 
22 609010001 / Chorweiler - Turkuplatz 456 2.711 0,17 
23 401010004 / Ehrenfeld-West - Leo-Amann-Park 290 1.786 0,16 
24 101060003 / Severins-Viertel - Krankenhaus 268 1.663 0,16 
25 104010003 / Belgisches Viertel - Bismarckstr. 209 1.305 0,16 
26 103090001 / Apostel-Viertel 332 2.132 0,16 
27 104040001 / Media-Park 372 2.404 0,15 
28 102060001 / Rathenau-Viertel - Rathenauplatz 291 1.887 0,15 
29 305040001 / Neu-Müngersdorf 183 1.245 0,15 
30 103010001 / Kuniberts-Viertel - St. Kunibert 266 1.834 0,15 
31 103020001 / Eigelstein-Viertel 360 2.488 0,14 
32 
405040004 / Neu-Bocklemünd - Auferstehungs-
kirche 183 1.291 0,14 
33 104060001 / Villen-Viertel - Theodor-Heuss-Ring 188 1.347 0,14

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 64 
Rang- 
Platz  
Quartiere in Köln  
Delikte der 
Straßen-  
kriminalität 
2022 
Einwohner 
31.12.2022  
Straßen- 
kriminalität 
je Einwohner 
34 102050003/Komponisten-Viertel/Aachener Str 238 1.725 0,14 
35 705020001 / Eil - St.-Rochus-Str. 395 2.864 0,14 
36 401020001 / Ehrenfeld - Lichtstr. 283 2.102 0,13 
37 706010001 / Porz-Mitte - Zentrum 253 1.964 0,13 
38 504060001 / Hafen Niehl 160 1.267 0,13 
39 102020003 / Volksgarten-Viertel - Pfälzer Str. 203 1.636 0,12 
40 104010002 / Belgisches Viertel - Lütticher Str. 280 2.271 0,12 
41 104010001 / Belgisches Viertel - Brüsseler Platz 344 2.824 0,12 
42 401030002 / Ehrenfeld - Hansemannstr. 226 1.904 0,12 
43 103030001 / Gereons-Viertel - St. Gereon 217 1.854 0,12 
44 
704010001 / Gremberghoven - Auf dem Streit-
acker 166 1.419 0,12 
45 307020005 / Neu-Weiden - Einkaufszentrum 284 2.437 0,12 
46 303020001 / Uni-Viertel - Kliniken 280 2.481 0,11 
47 208050003 / Rodenkirchen - Rathaus 144 1.277 0,11 
48 901040001 / Keupstr. - Schanzenstr. 232 2.097 0,11 
49 903020005 / Buchheim - Hermann-Kunz-Str. 192 1.755 0,11 
50 
901020004 / Mülheimer Stadtgarten - Monta-
nusstr. 251 2.329 0,11 
51 402030001 / Schlachthof-Süd 194 1.816 0,11 
52 901030004 / Mülheim - Deutz-Mülheimer Str. 305 2.869 0,11 
53 102010004 / Südstadt - Kurfürstenstr. 262 2.549 0,10 
54 
802030001 / Technologie- und Industriepark 
Kalk-Süd 143 1.443 0,10 
55 802010005 / Kalk - Thumbstr. 186 1.880 0,10 
56 306020001 / Stadtwaldsiedlung - Marsdorf 228 2.331 0,10 
57 302050001 / Justiz-Viertel 131 1.373 0,10 
58 101060005 / Severins-Viertel - St. Severin 137 1.438 0,10 
59 706010004 / Porz-Mitte - Rathaus 130 1.390 0,09 
60 102040001 / Südbahnhof-Viertel 223 2.393 0,09 
61 
101030002 / Cäcilien-Viertel - Großer Griechen-
markt 147 1.589 0,09 
62 
102050001 / Komponisten-Viertel - Jean-Claude-
Letist-Platz 161 1.821 0,09 
63 104030001 / Agnes-Viertel - Aquinostr. 244 2.852 0,09 
64 501020009 / Nippes - Gellertstr. 183 2.155 0,08 
65 701020003 / Poll - Jakob-Kneip-Str. 91 1.098 0,08 
66 201010001 / Bayenthal - Mathiaskirchplatz 160 1.980 0,08 
67 101010001 / Kapitol-Viertel 135 1.682 0,08 
68 101050001 / Georgs-Viertel 206 2.590 0,08 
69 406030001 / Siedlung Butzweiler Hof 213 2.703 0,08 
70 101060006 / Severins-Viertel - Karl-Berbuer-Platz 104 1.345 0,08

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 65 
Rang- 
Platz  
Quartiere in Köln  
Delikte der 
Straßen-  
kriminalität 
2022 
Einwohner 
31.12.2022  
Straßen- 
kriminalität 
je Einwohner 
71 404040001 / Vogelsang-Nord - Kolkrabenschule 101 1.316 0,08 
72 501020005 / Nippes - Wilhelmplatz 103 1.348 0,08 
73 701030001 / Poll-Ost - TÜV Rheinland  93 1.237 0,08 
74 105010002 / Deutz - St. Heribert 124 1.655 0,07 
75 102020002 / Volksgarten-Viertel - Burgunderstr. 110 1.477 0,07 
76 302010002/Weißhaus -Viertel - Räuberwald 100 1.360 0,07 
77 303060002 / Melaten - Clarenbachkanal 113 1.585 0,07 
78 
901020001 / Mülheimer Stadtgarten - Rendsbur-
ger Platz 151 2.160 0,07 
79 206030001 / Rondorf-West - Höningen 122 1.772 0,07 
80 711010002 / Wahn - Schloss Wahn 166 2.428 0,07 
81 507050001 / Schlachthof-Nord 110 1.610 0,07 
82 802040003 / Kalk-Nord - Krankenhaus 121 1.774 0,07 
83 801020001 / Gremberg 142 2.113 0,07 
84 905010002 / Dellbrück - Von-Quadt-Str. 122 1.823 0,07 
85 103030002 / Gereons-Viertel - Klingelpützpark 91 1.370 0,07 
86 401040005 / Vogelsanger Str. - Berufskolleg 129 1.956 0,07 
87 304040001 / GE Braunsfeld 126 1.911 0,07 
88 707010004 / Urbach - Fauststr. 113 1.720 0,07 
89 102020001 / Volksgarten-Viertel - Pauluskirche 166 2.549 0,07 
90 211010001 / Godorf 170 2.657 0,06 
91 102010002 / Südstadt - Campus Südstadt 145 2.270 0,06 
92 
507010002 / Bilderstöckchen - Heinrich-Pesch-
Str. 106 1.663 0,06 
93 302060001 / Uni-Center 94 1.482 0,06 
94 805010001 / Ostheim-Nord - Rösrather Str. 160 2.528 0,06 
95 801010002 / Humboldt - Gießener Str. 121 1.929 0,06 
96 101020002 / Mauritius-Viertel - Weyerstr. 122 1.949 0,06 
97 105030001 / Hafen-Viertel 150 2.399 0,06 
98 102070001 / GE Südstadt 115 1.870 0,06 
99 901030005 / Mülheim - Herz-Jesu-Kirche 71 1.157 0,06 
100 101060004 / Severins-Viertel - St. Katharinen 120 1.974 0,06 
101 104030005 / Agnes-Viertel - Alte Feuerwache 137 2.339 0,06 
102 213010001 / Alt-Meschenich - Kirche 86 1.481 0,06 
103 403050001 / Bickendorf - Gewerbegebiet 99 1.708 0,06 
104 804030002 / Höhenberg - Münchener Str. 103 1.780 0,06 
105 104050001 / Gerichts-Viertel 141 2.515 0,06 
106 207030001 / Hahnwald 113 2.028 0,06 
570 Köln 2022 insgesamt 59233 1.092.118 0,05 
Quelle: PKS 2022, LKA NRW – eigene Berechnungen

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 66 
Tab. 9B: Straßenkriminalität je Einwohner in den Kölner Quartieren i m Jahr 2023 
Rang- 
Platz 
2023 
Quartiere in Köln  
Delikte der 
Straßen-  
kriminalität 
2023 
Einwohner 
31.12.2023  
Straßen- 
kriminalität 
je Einwohner 
Rang- 
Platz 
2022 
1  103040001 / Neumarkt-Viertel - St. An-
dreas 5.037 2.527 1,99 1 
2  103050001 / City - St. Martin 4.000 2.351 1,70 2 
3  101030001 / Cäcilien-Viertel - Josef-Hau-
brich-Hof 2.362 1.568 1,51 3 
4  709010001 / Alt-Grengel 1.015 1.724 0,59 4 
5  802020001 / Köln Arcaden 1.314 3.172 0,41 6 
6  105010001 / Deutz - Ottoplatz 842 2.245 0,38 7 
7  104030003 / Agnes-Viertel - Lupusstr. 876 2.373 0,37 10 
8  802010002 / Kalk - Vorsterstr. 850 2.589 0,33 8 
9  901020003 / Mülheimer Stadtgarten - 
Jan-Wellem-Str. 814 2.642 0,31 9 
10  101020001 / Mauritius-Viertel - Mauriti-
uskirchplatz 647 2.110 0,31 5 
11  104020002 / Stadtgarten-Viertel - Bis-
marckstr. 372 1.368 0,27 12 
12  901020002 / Mülheimer Stadtgarten - 
Rhodiusstr. 450 1.843 0,24 13 
13  101060003 / Severins-Viertel - Kranken-
haus 402 1.694 0,24 24 
14  802010006 / Kalk - Trimbornstr. 437 1.893 0,23 18 
15  105060001 / Fachhochschule Deutz - 
Messe 559 2.562 0,22 20 
16  901030006 / Mülheim - Liebfrauen-Kir-
che 304 1.430 0,21 14 
17  104020001 / Stadtgarten-Viertel - Colo-
nius 394 1.865 0,21 16 
18  104010003 / Belgisches Viertel - Bis-
marckstr. 271 1.331 0,20 25 
19  609010001 / Chorweiler - Turkuplatz 522 2.624 0,20 22 
20  802010004 / Kalk - St. Marien 454 2.291 0,20 15 
21  104060001 / Villen-Viertel - Theodor-
Heuss-Ring 255 1.325 0,19 33 
22  806020001 / Siedlung Madaus - Auf 
dem Eichenbrett 362 1.908 0,19 17 
23  102050002 / Komponisten-Viertel - Yitz-
hak-Rabin-Platz 420 2.238 0,19 19 
24  901030004 / Mülheim - Deutz-Mülheimer 
Str. 534 2.861 0,19 52 
25  103020001 / Eigelstein-Viertel 453 2.467 0,18 31 
26  401010004 / Ehrenfeld-West - Leo-
Amann-Park 330 1.812 0,18 23 
27  103010001 / Kuniberts-Viertel - St. Kuni-
bert 323 1.837 0,18 30 
28  401040004 / Vogelsanger Str. - Neptun-
platz 349 2.048 0,17 21

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 67 
Rang- 
Platz 
2023 
Quartiere in Köln  
Delikte der 
Straßen-  
kriminalität 
2023 
Einwohner 
31.12.2023  
Straßen- 
kriminalität 
je Einwohner 
Rang- 
Platz 
2022 
29  102050003 / Komponisten-Viertel - 
Aachener Str. 286 1.705 0,17 34 
30  102030001 / Studenten-Viertel 413 2.482 0,17 11 
31  504060001 / Hafen Niehl 204 1.235 0,17 38 
32  704010001 / Gremberghoven - Auf dem 
Streitacker 262 1.620 0,16 44 
33  903020005 / Buchheim - Hermann-Kunz-
Str. 276 1.709 0,16 49 
34  104040001 / Media-Park 392 2.440 0,16 27 
35  901020004 / Mülheimer Stadtgarten - 
Montanusstr. 369 2.312 0,16 50 
36  103030001 / Gereons-Viertel - St. Ge-
reon 279 1.829 0,15 43 
37  401030002 / Ehrenfeld - Hansemannstr. 294 1.972 0,15 42 
38  103090001 / Apostel-Viertel 320 2.152 0,15 26 
39  102020003 / Volksgarten-Viertel - Pfäl-
zer Str. 231 1.619 0,14 39 
40  208050003 / Rodenkirchen - Rathaus 169 1.249 0,14 47 
41  306020001 / Stadtwaldsiedlung - Mars-
dorf 301 2.305 0,13 56 
42  307020005 / Neu-Weiden - Einkaufszent-
rum 317 2.440 0,13 45 
43  102040001 / Südbahnhof-Viertel 293 2.336 0,13 60 
44  102060001 / Rathenau-Viertel - 
Rathenauplatz 230 1.899 0,12 28 
45  101030002 / Cäcilien-Viertel - Großer 
Griechenmarkt 188 1.580 0,12 61 
46  901040001 / Keupstr. - Schanzenstr. 247 2.082 0,12 48 
47  706010001 / Porz-Mitte - Zentrum 240 2.028 0,12 37 
48  303020001 / Uni-Viertel - Kliniken 289 2.462 0,12 46 
49  104010002 / Belgisches Viertel - Lütti-
cher Str. 266 2.267 0,12 40 
50  104010001 / Belgisches Viertel - Brüsse-
ler Platz 329 2.817 0,12 41 
51  402030001 / Schlachthof-Süd 217 1.860 0,12 51 
52  405040004 / Neu-Bocklemünd - Auferste-
hungskirche 146 1.290 0,11 32 
53  706010004 / Porz-Mitte - Rathaus 163 1.441 0,11 59 
54  102020002 / Volksgarten-Viertel - Bur-
gunderstr. 164 1.450 0,11 75 
55  401020001 / Ehrenfeld - Lichtstr. 247 2.194 0,11 36 
56  305040001 / Neu-Müngersdorf 142 1.294 0,11 29 
57  101050001 / Georgs-Viertel 280 2.602 0,11 68 
58  701030001 / Poll-Ost - TÜV Rheinland  134 1.273 0,11 73 
59  406030001 / Siedlung Butzweiler Hof 289 2.750 0,11 69 
60  104030001 / Agnes-Viertel - Aquinostr. 295 2.826 0,10 63

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 68 
Rang- 
Platz 
2023 
Quartiere in Köln  
Delikte der 
Straßen-  
kriminalität 
2023 
Einwohner 
31.12.2023  
Straßen- 
kriminalität 
je Einwohner 
Rang- 
Platz 
2022 
61  802010005 / Kalk - Thumbstr. 190 1.828 0,10 55 
62  802030001 / Technologie- und Industrie-
park Kalk-Süd 146 1.454 0,10 54 
63  101010001 / Kapitol-Viertel 164 1.697 0,10 67 
64  211010001 / Godorf 264 2.756 0,10 90 
65  501020009 / Nippes - Gellertstr. 204 2.135 0,10 64 
66  101060006 / Severins-Viertel - Karl-Ber-
buer-Platz 127 1.356 0,09 70 
67  901030002 / Mülheim - Gymnasiumstr. 163 1.749 0,09 - - - 
68  805010001 / Ostheim-Nord - Rösrather 
Str. 237 2.563 0,09 94 
69  102050001 / Komponisten-Viertel - Jean-
Claude-Letist-Platz 169 1.837 0,09 63 
70  302050001 / Justiz-Viertel 124 1.351 0,09 57 
71  101060004 / Severins-Viertel - An St. Ka-
tharinen 177 1.966 0,09 100 
72  303060002 / Melaten - Clarenbachkanal 142 1.580 0,09 77 
73  208050001 / Rodenkirchen - Mildred-
Scheel-Str. 156 1.760 0,09 - - - 
74  102070001 / GE Südstadt 163 1.846 0,09 98 
75  101060005 / Severins-Viertel - St. Se-
verin 125 1.430 0,09 58 
76  102010004 / Südstadt - Kurfürstenstr. 215 2.542 0,08 53 
77  201010001 / Bayenthal - Mathiaskirch-
platz 164 1.977 0,08 66 
78  701020003 / Poll - Jakob-Kneip-Str. 89 1.075 0,08 65 
79  303010003 / Alt-Lindenthal - Dürener 
Str. 107 1.301 0,08 - - - 
80  105010002 / Deutz - St. Heribert 133 1.623 0,08 74 
81  105030001 / Hafen-Viertel 195 2.404 0,08 97 
82  801020001 / Gremberg 167 2.119 0,08 83 
83  501020005 / Nippes - Wilhelmplatz 106 1.353 0,08 72 
84  103030002 / Gereons-Viertel - Klingel-
pützpark 107 1.370 0,08 85 
85  101020002 / Mauritius-Viertel - Weyer-
str. 151 1.955 0,08 96 
86  208100001 / Sürther Feld - Michaels-
hoven 197 2.607 0,08 - - - 
87  705020001 / Eil - St.-Rochus-Str. 223 2.973 0,08 35 
88  205050001 / Zollstock-Nord - Zollstock 
Arkaden 127 1.722 0,07 - - - 
89  707010004 / Urbach - Fauststr. 123 1.678 0,07 88 
90  206030001 / Rondorf-West - Höningen 132 1.806 0,07 79 
91  903010001 / Siedlung Buchheim 155 2.146 0,07 - - - 
92  104030005 / Agnes-Viertel - Alte Feuer-
wache 167 2.321 0,07 101

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 69 
Rang- 
Platz 
2023 
Quartiere in Köln  
Delikte der 
Straßen-  
kriminalität 
2023 
Einwohner 
31.12.2023  
Straßen- 
kriminalität 
je Einwohner 
Rang- 
Platz 
2022 
93  805020001 / Ostheim-Süd 202 2.873 0,07 - - - 
94  901020001 / Mülheimer Stadtgarten - 
Rendsburger Platz 151 2.158 0,07 78 
95  609010002 / Chorweiler - Uppsalasteig 87 1.258 0,07 - - - 
96  103070001 / Ursula-Viertel 148 2.151 0,07 - - - 
97  507050001 / Schlachthof-Nord 113 1.647 0,07 81 
98  102010002 / Südstadt - Campus Süd-
stadt 152 2.230 0,07 91 
99  102020001 / Volksgarten-Viertel - Pau-
luskirche 166 2.476 0,07 89 
100  205060001 / GE Zollstock - Zollstock-
höfe 156 2.344 0,07 - - - 
101  802040003 / Kalk-Nord - Krankenhaus 115 1.762 0,07 82 
102  KÖLN 2023  insgesamt 66.825 1.095.520 0,06 0,05 
Quelle: PKS 2023, LKA NRW – eigene Berechnungen 
Am stärksten war in den Jahren 2022 und 2023 der Innenstadtbereich zwischen 
Neumarkt und Domplatte belastet. Dort entfielen durchschnittlich 15 bis 20 kriminelle 
Delikte auf 100 Einwohner, wobei davon auszugehen ist, dass diese Ereignisse nicht nur 
von Bewohnern, sondern auch von Besucherinnen und Besuchern dieses hochfrequentier-
ten Stadtbereichs verursacht wurden.  
Auffallend ist, dass das peripher gelegene Quartier Alt-Grengel den Rangplatz 4 be-
legt: Darin sind überwiegend Delikte enthalten, die im Bereich des Kölner Flughafens 
begangen wurden. 
In einer näheren Betrachtung lassen sich für das Jahr 2023 die 28 Quartiere im Stadtbe-
zirk Innenstadt strukturell grob unterscheiden:  
• Neben den Bereichen am Neumarkt, um den Dom herum und an den Ringen ent-
lang bis zum Media-Park, die zu verschiedenen Tages- und Wochenzeiten durch un-
terschiedliche Besucherverkehre hochfrequentiert sind,  
• spielen auch zentrale Wohnquartiere im Umfeld von Plätzen eine Rolle wie der 
Mauritius-Kirch-Platz, der Stadtgarten, der Ebertplatz zwischen Eigelstein-Viertel 
und Agnes-Viertel, das Umfeld des Brüsseler Platzes im Belgischen Viertel, der 
Chlodwigplatz im Severins-Viertel und der Ottoplatz in Deutz. 
• Darüber hinaus werden einige Bereiche durch studentischen Besucherverkehr ge-
kennzeichnet wie etwa die Bereiche am Anfang der Luxemburger Straße (Studen-
ten-Viertel, das Südbahnhofviertel und das Volksgarten-Viertel) sowie das Quartier 
an der Technischen Hochschule in Deutz. 
Nach der Innenstadt weist der Stadtbezirk Mülheim die höchste Zahl an belasteten 
Quartieren auf. Sie bündeln sich um den Stadtgarten (Quartier Jan-Wellem-Straße auf

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 70 
Rang 9, Rhodiusstraße auf Rang 12 und Montanusstraße auf Rang 35). In der Nähe befin-
det sich das Quartier Liebfrauenkirche (Rang 16). Unter dem oberen Zehntel der Stadt-
räume mit der höchsten Kriminalitätsbelastung je Einwohner ist auch das Gewerbequartier 
Keupstraße/Schanzenstraße  zu finden, wo einige TV-Studios  mit Besucherverkehr ihren 
Standort haben. Auch der Bereich an der Deutz-Mülheimer Straße gehört – auf Rang 24 – 
dazu.  
Im Stadtbezirk Kalk gehören die benachbarten Quartiere Köln-Arcaden (Rang 5) und 
Vorsterstraße (Rang 8) zur Spitzengruppe der Stadträume mit der höchsten Kriminalitäts-
belastung je Einwohner. Auf der anderen Seite der Kalker Hauptstraße kann die S -Bahn-
Station Trimbornstraße (Rang 14) zu dem Gebietscluster hinzugerechnet werden. Darüber 
hinaus zählt der Technologie- und Industriepark Kalk-Süd im Umfeld der Kalk-Mülheimer 
Straße (St. Marien, Rang 20) dazu.  
Überraschenderweise liegt das Quartier Siedlung Madaus – Auf dem Eichenbrett 
im Stadtteil Merheim auf Rangplatz 22: In diesem Neubauareal, das östlich der Nord-
Süd-Autobahn auf der ehemaligen Madaus-Brache im Laufe des vergangenen Jahrzehnts 
entstanden ist, wurde als durchschnittliche Kriminalitätsbelastung je Einwohner sowohl im 
Jahr 2022 als auch im Jahr 2023 ein Indexwert von 0,19 ermittelt, was mehr als dem Drei-
fachen der Kölner Durchschnittsbelastung im Jahr 2023 entspricht – je 100 Einwohner 
ergibt das somit 19 Straftaten. 
Im Stadtbezirk Ehrenfeld ist das Quartiersbündel Neptunplatz (Rang 28), Leo-Am-
mann-Park (Rang 26), Hansemannstraße (Rang 37) und Lichtstraße (Rang 55) Teil des 
oberen Dezils der Stadträume mit der höchsten Kriminalitätsbelastung je Einwohner. Au-
ßerdem zählen die Quartiere Schlachthof -Süd (Rang 51), Neu-Bocklemünd (Rang 52) und 
der benachbarten Siedlung Butzweiler Hof (Rang 59) im Ossendorfer Gewerbegebiet – 
allerdings im hinteren Teil der Verteilung – dazu. 
Die Quartiere im Stadtbezirk Lindenthal liegen in der hinteren Hälfte der Verteilung. 
Es sind die periphere Stadtwaldsiedlung Marsdorf in der Nähe des Rhein-Energie-Stadions 
(Rang 41), der Bereich um das Einkaufszentrum in Neu-Weiden (Rang 42), das Klinikvier-
tel an der Universität (Rang 48) und das Quartier Neu-Müngersdorf (Rang 56). 
Quartiere mit einer sehr hohen Kriminalitätsbelastung je Einwohner sind im Stadtbezirk 
Porz verteilt über das Zentrum Porz-Mitte (Rang 47 und 53), Alt-Grengel im Osten am 
Flughafen (Rang 4), Poll-Ost (Rang 58) und die Siedlung Auf dem Streitacker (Rang 32), 
die formal zum Stadtteil Gremberghoven gehört, aber an Finkenberg angrenzt. Abgese-
hen vom Flughafenquartier Alt-Grengel liegen die Porzer Stadträume nicht im vorderen 
Feld der Verteilung. 
Im Stadtbezirk Chorweiler fällt nur das Quartier um den zentralen Turkuplatz (Rang 
19) unter die Kölner Stadträume mit der höchsten Kriminalitätsbelastung je Einwohner. Im 
Stadtbezirk Nippes zählt allein das Quartier Hafen Niehl (Rang 31) und im Stadtbe-
zirk Rodenkirchen das Rathausquartier (Rang 40) zu diesen besonders belasteten Ge-
bieten.

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 71 
Wenn die Rangplätze der Quartiere in den Jahren 2022 und 2023 miteinander 
verglichen werden, ist auf den vorderen Plätzen eine Stabilität zu erkennen. Auch in der 
weiteren Verteilung verändern sich die Platzierungen nur geringfügig (zwischen drei und 
neun Rangplätzen). Relativ stabil befinden sich unter den vorderen 40 Rangplätzen Quar-
tiere der Stadtbezirke Innenstadt, Kalk, Mülheim und Ehrenfeld. 
Bemerkenswert größere Sprünge waren von 2022 auf 2023 bei den folgenden Quartieren 
im Stadtbezirk Innenstadt zu beobachten: 
• Um 21 Rangplätze [von 75 auf 54] steigt das Volksgarten-Viertel – Burgunder-
straße  in der Verteilung nach oben. Entfielen im Jahr 2022 rund 7 Delikte auf 100 
Einwohner, so waren es im Jahr 2023 mit 11 deutlich mehr.  
• Das Südbahnhof-Viertel macht einen Sprung von 17 Plätzen von Rangplatz 60 (mit 
einer Kriminalitätsbelastung von 0,09 je Einwohner) auf Rangplatz 43 (Zunahme 
der Belastung auf 0,13). 
• Um jeweils 16 Plätze springen das Cäcilien-Viertel – Großer Griechenmarkt  [von 
Rang 61 auf Rang 45 – Erhöhung der Belastung von 0,09 auf 0,12] und das Ha-
fen-Viertel [von Rang 97 auf Rang 81 – Erhöhung der Belastung von 0,06 auf 
0,08]. 
• Eine Veränderung von 12 Plätzen ist beim Villen-Viertel – Theodor-Heuss-Ring fest-
zustellen [von Rang 33 auf Rang 21 – Erhöhung der Belastung von 0,14 auf 0,19]. 
• Um jeweils 11 Plätze verändern sich das Severins-Viertel – Krankenhaus [von Rang 
24 auf Rang 13 – Erhöhung der Belastung von 0,20 auf 0,24] und das Georgs-
Viertel [von Rang 68 auf Rang 57 – Erhöhung der Belastung von 0,08 auf 0,11]. 
Eine Veränderung um 26 Rangplätze kennzeichnet das Quartier Godorf im Stadtbezirk 
Rodenkirchen; der Sprung von Rang 90 auf Rang 64 bedeutet eine Erhöhung der Krimina-
litätsbelastung von 0,06 auf 0,10 je Einwohner. Im Stadtbezirk Kalk fand von 2022 auf 
2023 eine ähnliche Veränderung im Quartier Ostheim-Nord – Rösrather Straße statt  [von 
Rang 94 auf Rang 68 – Erhöhung der Belastung von 0,06 auf 0,09]. Im Stadtbezirk Mül-
heim veränderte sich die Position des Quartiers Mülheim – Deutz-Mülheimer Straße um 28 
Plätze von 52 auf 24 [Erhöhung der Belastung von 0,11 auf 0,19]. Ein ähnlicher Sprung 
vollzog sich im Quartier Buchheim – Hermann-Kunz-Straße  [von Rang 49 auf Rang 33 – 
Erhöhung der Belastung von 0,11 auf 0,16]. 
Bei nur zwei Quartieren vollzieht sich die Veränderung in die andere Richtung: Die Posi-
tion des Quartiers Mülheimer Stadtgarten – Montanusstraße  verringert sich um 20 Plätze 
von Rang 15 auf Rang 35. Eine ähnliche Abstufung kennzeichnet das Quartier Studenten-
Viertel, das von Rang 11 im Jahr 2022 auf Rang 30 im Jahr 2023 fällt [Abnahme der der 
Kriminalitätsbelastung von 0,23 auf 0,17 je Einwohner]. 
Die zweite Tabellenanalyse richtet das Augenmerk auf die Entwicklung der Stra-
ßenkriminalität in den Kölner Quartieren in den zwei Jahren von 2022 bis 
2023. Nach den Daten der Polizeilichen Kriminalstatistik hat sich die Zahl von Delikten

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 72 
der Straßenkriminalität in Köln im Zeitraum der Jahre 2022 und 2023 um 12,8 Prozent er-
höht.  
In 62 statistischen Quartieren fiel die Zunahme mehr als viermal so hoch wie der Stadt-
durchschnitt von 12,8 Prozent aus. Es handelt sich um knapp 11 Prozent aller 570 Quar-
tiere; sie repräsentieren das obere Dezil der – nach dem Ausmaß der Entwicklung geord-
neten – Verteilung (vgl. Tabelle 10). Die meisten dieser Quartiere mit einer außeror-
dentlich hohen Deliktzunahme liegen in den folgenden Stadtbezirken: 
• Lindenthal (16 Quartiere; 25,8%),  
• Mülheim (15 Quartiere; 24,2%) sowie  
• Porz (10 Quartiere; 16,1%) und  
• Rodenkirchen (8 Quartiere; 12,9%).  
Jeweils vier Quartiere gehören zu den Stadtbezirken Chorweiler und Kalk, drei befinden 
sich im Stadtbezirk Ehrenfeld und jeweils ein Quartier in den Stadtbezirken Innenstadt und 
Nippes (zusammen 21% der 62 Quartiere mit einer besonders starken Deliktzunahme). 
Das stärkste Wachstum der Straftaten von 100 Prozent und mehr vollzog sich von 
2022 auf 2023 in den folgenden Stadtbezirken und Quartieren: 
• im Stadtbezirk Ehrenfeld à das Quartier Ehrenfeld-West – Hackländerstraße;  
• im Stadtbezirk Mülheim à die Quartiere Buchheim – St. Mauritius, Mülheim – 
Gymnasiumstraße und Höhenhaus – Gesamtschule; 
• im Stadtbezirk Lindenthal à die Quartiere Widdersdorf-Süd – Im Toennesfeld, 
Stenzelbergstraße, Lövenich -Ost – Siedlung Haus Közal und Lövenich-West – Gut 
Keuschhof; 
• im Stadtbezirk Porz à das Quartier Wahnheide – Gudrunstraße;  
• im Stadtbezirk Kalk à die Quartiere Rath – An der Mollburg, Ostheim-Süd und die 
Siedlung Madaus – Hopfenstraße.  
Auf der anderen Seite der Verteilung stehen 202 Quartiere mit einer Verringerung der 
Delikthäufigkeit. In rund einem Drittel aller Kölner Quartiere (35,4%) hat die An-
zahl von Delikten der Straßenkriminalität vom Jahr 2022 zum Jahr 2023 abgenommen. 
Darunter hat sich die Anzahl der Straftaten in 47 Raumeinheiten (8,2% aller Kölner Quar-
tiere) um mehr als 25 Prozent verringert (vgl. Tabelle 11). Diese Quartiere verteilen sich 
über alle Kölner Stadtbezirke (Stadtbezirk Nippes: 10 Quartiere; Lindenthal: 6 Quartiere; 
Ehrenfeld: 6 Quartiere; Chorweiler: 6 Quartiere; Kalk: 7 Quartiere; Mülheim: 6 Quartiere; 
Rodenkirchen: 3 Quartiere; Porz: 3 Quartiere; Innenstadt: 2 Quartiere). In den meisten 
Fällen handelt es sich um periphere Teilräume mit geringeren Deliktfrequenzen. In einigen 
Quartieren vollzog sich die Abnahme aber auf einer hohen Deliktfrequenz: wie zum Bei-
spiel im Studentenviertel in der Innenstadt oder im Quartier Rochusstraße im 
Stadtteil Finkenberg sowie im Bereich Vogelsanger Straße in Ehrenfeld  und im 
Kalker Stadtteil Humboldt-Gremberg.

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 73 
Tab. 10: Statistische Quartiere in Köln mit einer besonders hohen Zunahme von Delikten der Stra-
ßenkriminalität im Zeitraum der Jahre 2022 und 2023  
Rang Statistische Quartiere in Köln 
Delikte der Straßenkriminalität 
im Jahr 
2023 
im Jahr 
2022 
Entwicklung 
in % 
1  401010008 / Ehrenfeld-West - Hackländerstr. 82 34 141,2 
2  903020004 / Buchheim - St. Mauritius 33 14 135,7 
3  901030002 / Mülheim - Gymnasiumstr. 163 70 132,9 
4  309050003 / Widdersdorf-Süd - Im Toennesfeld 9 4 125,0 
5  301010002 / Klettenberg - Stenzelbergstr. 31 14 121,4 
6  308030002 / Lövenich-Ost - Siedlung Haus Közal 13 6 116,7 
7  710010004 / Wahnheide - Gudrunstr. 41 19 115,8 
8  308040003 / Lövenich-West - Gut Keuschhof 27 13 107,7 
9  906030001 / Höhenhaus - Gesamtschule 60 29 106,9 
10  808020004 / Rath - An der Mollburg 49 24 104,2 
11  805020001 / Ostheim-Süd 202 101 100,0 
12  806020002 / Siedlung Madaus - Hopfenstr. 14 7 100,0 
13  705020002 / Eil - Pfaffengäßchen  55 28 96,4 
14  307020003 / Neu-Weiden - Sportplatz 25 13 92,3 
15  703010003 / Ensen - Evastr. 38 20 90,0 
16  903020006 / Buchheim - Arnsberger Str. 69 37 86,5 
17  212010001 / Immendorf 41 22 86,4 
18  504040002 / Niehl - St. Katharina 134 72 86,1 
19  302020007 / Sülz - Auerbachplatz 61 33 84,8 
20  303030003 / Neu-Lindenthal - Krieler Dom 31 17 82,4 
21  302010001 / Weißhaus -Viertel - Weißhaus  67 37 81,1 
22  905020002 / Hagedorn - Talstr. 69 39 76,9 
23  303010003 / Alt-Lindenthal - Dürener Str. 107 61 75,4 
24  901030004 / Mülheim - Deutz-Mülheimer Str. 534 305 75,1 
25  405040005 / Neu-Bocklemünd - Börnestr. 40 23 73,9 
26  903020003 / Buchheim - Johanniterstr. 33 19 73,7 
27  205060001 / GE Zollstock - Zollstockhöfe 156 90 73,3 
28  709040002 / Neu-Grengel - Kantstr. 38 22 72,7 
29  902020001 / Siedlung Blauer Hof - Heidelberger 
Str. 152 89 70,8 
30  905010003 / Dellbrück - Ernastr. 29 17 70,6 
31  307020007 / Neu-Weiden - Alte Post 17 10 70,0 
32  603010004 / Seeberg-Nord - Ludwig-Gies-Str. 39 23 69,6 
33  302020001 / Sülz - Marsiliusstr. 61 36 69,4 
34  707010007 / Urbach - Auf dem Stallberg 22 13 69,2 
35  904020004 / Holweide-Ost - Franz-Werfel-Str. 22 13 69,2 
36  805010003 / Ostheim-Nord - Steinrutschweg 96 58 65,5 
37  713010001 / Libur 23 14 64,3 
38  208050001 / Rodenkirchen - Mildred-Scheel-Str. 156 96 62,5

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 74 
Rang Statistische Quartiere in Köln 
Delikte der Straßenkriminalität 
im Jahr 
2023 
im Jahr 
2022 
Entwicklung 
in % 
39  606010004 / Pesch - Heribert-Klar-Platz 34 21 61,9 
40  708010001 / Elsdorf 50 31 61,3 
41  307020001 / Neu-Weiden - Danziger Str. 64 40 60,0 
42  401030001 / Ehrenfeld - Bezirkssportanlage Mitte 80 50 60,0 
43  903020001 / Buchheim - Wuppertaler Str. 78 49 59,2 
44  901060001 / Bruder-Klaus-Siedlung - Siedlung 
Neurath 95 60 58,3 
45  706030001 / Porz-Ost - Alfred-Nobel-Str. 87 55 58,2 
46  704010001 / Gremberghoven - Auf dem Streit-
acker 262 166 57,8 
47  907020001 / Dünnwald - Von-Diergardt-Str. 41 26 57,7 
48  710010003 / Wahnheide - Scheuermühlenstr. 77 49 57,1 
49  603010001 / Seeberg-Nord - Gustav-Heinemann-
Schule 69 44 56,8 
50  302040004 / Kriel - Am Beethovenpark 47 30 56,7 
51  903010001 / Siedlung Buchheim 155 99 56,6 
52  203010001 / Rheinsteinstr. 39 25 56,0 
53  302020003 / Sülz - Manderscheider Platz 131 84 56,0 
54  104030003 / Agnes-Viertel - Lupusstr. 876 563 55,6 
55  211010001 / Godorf 264 170 55,3 
56  905080002 / Thurn - Gemarkenstr. 80 52 53,8 
57  205030001 / Vorgebirgspark - Schwalbacher Str. 46 30 53,3 
58  205030002 / Vorgebirgspark - Fritz-Hecker-Str. 55 36 52,8 
59  609010002 / Chorweiler - Uppsalasteig 87 57 52,6 
60  302020004 / Sülz - Remigiusstr. 32 21 52,4 
61  208100001 / Sürther Feld - Michaelshoven 197 130 51,5 
62  302020008 / Sülz - Kyllburger Str. 53 35 51,4 
250 Stadt Köln insgesamt 66.825 59.233 12,8 
Quelle: PKS 2022 und 2023, LKA NRW – eigene Berechnungen 
Tabelle 11: Statistische Quartiere in Köln mit einer besonders starken Verringerung von Delikten 
der Straßenkriminalität im Zeitraum der Jahre 2022 und 2023  
Statistische Quartiere in Köln 
Delikte der Straßenkriminalität 
im Jahr 
2023 
im Jahr 
2022 
Entwicklung 
in % 
901030005 / Mülheim - Herz-Jesu-Kirche 53 71 -25,4 
102030001 / Studenten-Viertel 413 554 -25,5 
603010002 / Seeberg-Nord - Henry-Ford-Realschule 23 31 -25,8 
401040001 / Vogelsanger Str. - Fröbelplatz 45 61 -26,2 
803010001 / Schweden-Siedlung - Thorwaldsenstr. 42 57 -26,3 
209020001 / Alt-Weiß  11 15 -26,7 
801010002 / Humboldt - Gießener Str.  88 121 -27,3 
403030001 / Bickendorf - Am Rosenhof 55 76 -27,6 
502010001 / Nibelungen-Siedlung - Kriemhildplatz 41 57 -28,1

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 75 
Statistische Quartiere in Köln 
Delikte der Straßenkriminalität 
im Jahr 
2023 
im Jahr 
2022 
Entwicklung 
in % 
502030001 / Grüner Hof 48 67 -28,4 
801040001 / Siedlung Humboldt 32 45 -28,9 
504010002 / Gelsenkirchener Str. - Erich Kästner-
Gymnasium 39 55 -29,1 
209010001 / Neu-Weiß - Friedhof 17 24 -29,2 
502010002 / Nibelungen-Siedlung - St. Quirinus 17 24 -29,2 
504010001 / Gelsenkirchener Str. - Monika-Plonka-
Platz 38 54 -29,6 
707010001 / Urbach - Am Urbacher Wall 35 50 -30,0 
714010002 / Zündorf - Hauptstr. 44 63 -30,2 
908030001 / Stammheim 59 85 -30,6 
504030001 / Wohnpark Niehl 49 71 -31,0 
403030005 / Bickendorf - Am Rosengarten 17 25 -32,0 
605010002 / Lindweiler - Krombachweg 23 34 -32,4 
807010001 / Brück 60 89 -32,6 
209010003 / Neu-Weiß - Heinrichstr. 24 36 -33,3 
902030001 / Siedlung Weiße Stadt - Kopernikusstr. 60 91 -34,1 
303010006 / Alt-Lindenthal - St. Stephan 29 44 -34,1 
401040005 / Vogelsanger Str. - Berufskolleg 84 129 -34,9 
103010002 / Kuniberts-Viertel - Thürmchenswall 60 94 -36,2 
612040001 / Neu-Worringen - Krebelspfad 30 48 -37,5 
906030003 / Höhenhaus - Honschaftsstr. 30 49 -38,8 
807040001 / Siedlung Lehmbacher Weg 43 72 -40,3 
503020001 / Riehler Heimstätten 36 62 -41,9 
309020001 / Alt-Widdersdorf 11 19 -42,1 
907060001 / Siedlung Am Donewald 22 38 -42,1 
807060001 / Siedlung Klausenberg 30 52 -42,3 
612010003 / Alt-Worringen - Hackhauser Weg 17 30 -43,3 
705020001 / Eil - St.-Rochus-Str. 223 395 -43,5 
603040001 / Seeberg-Mitte 40 72 -44,4 
807050001 / Waldtier-Siedlung 20 36 -44,4 
404040001 / Vogelsang-Nord - Kolkrabenschule 56 101 -44,6 
405040002 / Neu-Bocklemünd - Lasker-Schüler-Str. 24 44 -45,5 
501060002 / Nippes - Am Alten Stellwerk 13 24 -45,8 
309050001 / Widdersdorf-Süd - Golfplatz 7 13 -46,2 
309010002 / Neu-Widdersdorf - Indianapolis-Str. 10 19 -47,4 
504020002 / Niehl-Süd - Petrikirche 30 58 -48,3 
306010007 / Junkersdorf - Stüttgerhofweg 22 43 -48,8 
606010003 / Pesch - Marienstr. 15 31 -51,6 
309010001 / Neu-Widdersdorf - Gut Burghof 12 25 -52,0 
905060001 / Siedlung Mielenforst 14 30 -53,3 
501030002 / Nordpark - Am Nordpark 14 34 -58,8 
Quelle: PKS 2022 und 2023, LKA NRW – eigene Berechnungen

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 76 
Eine dritte Tabellenanalyse richtet das Augenmerk auf die Entwicklung der Stra-
ßenkriminalität in den Kölner Quartieren von 2019 bis 202 3. Berechnet wurde 
die relative Veränderung innerhalb der vier Jahre. Im Folgenden wird das obere Dezil 
(Zehntel) dargestellt (vgl. Tabelle 12) – es enthält die 52 statistischen Quartiere der Stadt 
Köln (9 % aller 570 Quartiere), die in der relativen Kriminalitätszunahme von 2019 bis 
2023 mindestens das Vierfache des Kölner Durchschnitts aufweisen. Bezogen auf alle 570 
Kölner Quartiere hat sich die Delikthäufigkeit in dem Zeitraum im Durchschnitt um 23,7 
Prozent erhöht – eine Zunahme um 95 Prozent entspricht dem Vierfachen. Dieser Durch-
schnittswert wird dadurch beeinflusst, dass in 180 Quartieren – das entspricht einem knap-
pen Drittel der Quartiere (31,6 %) – die Deliktzahlen im Vergleich zwischen den Jahren 
2019 und 2023 rückläufig waren. 
Die vorderen Rangplätze der überdurchschnittlichen relativen Entwicklung der Straßenkri-
minalität in den Kölner Quartieren von 2019 bis 2023 werden nur teilweise von den Quar-
tieren eingenommen, die zuvor als Gebiete mit sehr hoher Kriminalitätsbelastung je Ein-
wohner identifiziert wurden (vgl. Tabelle 12): 
Unter Berücksichtigung des absoluten Niveaus der Straftaten sind drei Quartiere in der 
Innenstadt hervorzuheben: 
• Auf Rang 11 liegt das Neumarkt-Viertel St. Andreas, in dem von 2019 bis 2023 
eine Erhöhung von 1.770 Delikten auf 5.037 Straftaten stattfand. 
• Das Komponisten-Viertel – Aachener Straße ist auf  Rang 45 zu finden – dort nah-
men die Delikte von 139 auf 286 Straftaten zu. 
• Das Quartier Südstadt – Elsaßstr aße steht – infolge einer Erhöhung der Delikte von 
51 auf 100 – auf dem Rang 51.  
Die größte Anzahl von elf Quartieren mit einer besonders hohen Zunahme von Delikten 
der Straßenkriminalität im Zeitraum von 2019 bis 2023 entfällt auf den Stadtbezirk 
Mülheim: 
• Im Stadtteil Mülheim weisen die Quartiere Mülheimer Stadtgarten – Rendsburger 
Platz (Rang 44 – Erhöhung von 73 auf 151 Delikte) und Mülheim – Gymnasium-
straße (Rang 13 – Erhöhung von 63 auf 163 Delikte) eine überproportionale Ten-
denz auf. 
• Die Bruder-Klaus-Siedlung in Neurath landet mit einem Anstieg von 26 auf 95 Straf-
taten auf Rang 3. 
• In der Siedlung Blauer Hof – Heidelberger Straße (Rang 4) in Buchforst erhöhte 
sich die Anzahl der Delikte um 262 Prozent. Im benachbarten Quartier Buchheim 
(Rang 20) erhöhte sich die Frequenz der Delikte von 65 auf 155 Straftaten. 
• Betroffen sind auch: das Quartier Thurn – Gemarkenstraße (Rang 41) in Dellbrück, 
das Quartier Hagedorn – Talstraße (Rang 9) zwischen Dellbrück und Holweide, 
die Oststraßen -Siedlung (Rang 27) in Höhenhaus, die Quartiere An der Walkmühle 
(Rang 46) und Von-Diergardt-Straße (Rang 47) in Dünnwald  sowie die Bayer-Sied-
lung – Rungestraße (Rang 15) in Flittard.

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 77 
Eine auffallend hohe Anzahl von neun Quartieren mit einer starken Erhöhung der Straßen-
kriminalität in den Jahren von 2019 bis 2023 ist auch im Stadtbezirk Porz festzustellen: 
• An vorderster Stelle ist das Quartier Alt-Grengel (Rang 2) zu nennen, zu dem der 
Flughafen gehört, wo eine Zunahme von 182 Delikten auf 1.015 Straftaten ver-
zeichnet wurde. Aber auch im Nachbarquartier Neu-Grengel – Kantstraße (Rang 
7) erhöhte sich die Ereigniszahl deutlich – wenngleich auf einem deutlich niedrige-
ren Niveau. 
• Auch die Quartiere Urbach – Fauststraße (Rang 16 –  Anstieg von 49 auf 123 De-
likte) und Urbach – Gronaustraße (Rang 18) sind im vorderen Bereich der Vertei-
lung platziert. 
• Im zentralen Quartier Porz-Mitte – Rathaus (Rang 38) nahm die Deliktanzahl in 
den Jahren 2019 bis 2023 von 77 auf 163 Straftaten zu. 
• Betroffen ist auch das Einfamilienhausgebiet Elsdorf (Rang 17) in der Porzer Peri-
pherie. 
• Im Kölner Südosten gehört auch das Quartier Wahnheide – Scheuermühlenstraße 
(Rang 36) zu den Gebieten, in denen sich die Straßenkriminalität von 2019 bis 
2023 relativ stark erhöht hat. 
• Die beiden Quartiere Evastraße (Rang 40) und Hohe Straße (Rang 50) des Stadt-
teils Ensen am Rhein weisen auch eine starke relative Zunahme der Straßenkrimina-
lität von 2019 bis 2023 auf. 
Eine ebenfalls große Zahl von s ieben Quartieren mit einer besonders hohen Zunahme von 
Delikten der Straßenkriminalität im Zeitraum von 2019 bis 2023  stammt aus dem Stadt-
bezirk Rodenkirchen: 
• Ein zusammenhängendes Gebietscluster fällt im Stadtteil Zollstock auf. Auf Rang 6 
steht das Quartier Zollstock-Nord – Zollstock Arkaden, auf Rang 24 das Quartier 
Vorgebirgspark – Schwalbacher Straße, auf Rang 34 das Quartier Zollstock -Nord 
– Bernhard-Feilchenfeld-Straße und auf Rang 39 das Quartier Vorgebirgspark – 
Fritz-Hecker-Straße. Die Zunahme der Delikte streut zwischen 243 Prozent und 112 
Prozent. 
• In Rodenkirchen sind das Flussviertel – Gymnasium (Rang 32), wo ein Anstieg der 
Straftaten von 30 auf 65 verzeichnet wurde, und Rodenkirchen – Rathaus (Rang 
49) betroffen, bei dem sich die Deliktanzahl von 84 auf 169 erhöhte. 
• Im Stadtteil Sürth hat eine beträchtliche Zunahme von 94 auf 197 Delikte im Quar-
tier Sürther Feld – Michaelshoven stattgefunden (Rang 42): 
Weitere sieben Quartiere mit einer starken Erhöhung der Straßenkriminalität in den Jahren 
von 2019 bis 2023 befinden sich im Stadtbezirk Kalk: 
• Ein besonders hohes absolutes Niveau Köln stell der Anstieg in den Kalk Arcaden 
von 715 auf 1.314 Delikten dar. Das betrifft auch das Quartier Kalk – Trimborn-
straße (Rang 5), wo die Straftaten von 127 auf 437 anstiegen.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 78 
• Bemerkenswert sind auch die benachbarten Quartiere Ostheim-Süd (Rang 22) und 
Ostheim-Nord – Rösrather Straße , wo eine Zunahme von 196 auf 439 Straftaten 
festgestellt wurde. 
• Darüber hinaus sind die folgenden Quartiere vertreten: Siedlung Lehmbacher Weg 
(Rang 26), Vingst – Homarstraße (Rang 30), Höhenberg – Gesamtschule (Rang 
35) und Rath – An der Mollburg (Rang 48). Die absoluten Ausprägungen verblei-
ben allerdings auf einem niedrigen Niveau. 
Sechs Quartiere gehören zum Stadtbezirk Lindenthal: 
• Im Quartier Alt-Lindenthal – Dürener Straße entspricht die Zunahme von 11 auf 
107 Delikte fast 900 Prozent (Rangplatz 1). 
• Die anderen Quartiere streuen über mehrere Stadtteile: Junkersdorf – Am Kloster-
garten (Rang 12), Sülz – Manderscheider Platz (Rang 14), Neu-Lindenthal – Feuer-
wache (Rang 28), Lövenich (Rang 37) und Braunsfeld – Alsdorfer Straße (Rang 
43). Die Zunahme der Delikte streut zwischen 177 Prozent und 107 Prozent. 
Ebenfalls sechs Quartiere sind dem Stadtbezirk Nippes zuzurechnen: 
• Im Stadtteil Nippes ist das Quartier am Wilhelmplatz mit einem Anstieg von 49 auf 
106 Straftaten betroffen (Rang 33). 
• Eine überdurchschnittliche Erhöhung fand auch in den linksrheinischen Quartieren 
Merheim – Mönchsgasse (Rang 8) und Merheim – Am Ginsterpfad (Rang 52) statt. 
• Im Stadtteil Niehl betrifft die starke Zunahme die Quartiere St. Katharina (Rang 10) 
und Niehl-Süd – Erlenhofstraße (Rang 25).  
• Das neue Stadtviertel auf dem ehemaligen Clouth-Gelände (Rang 19) und am Jo-
hannes-Giesberts-Park weist auch einen besonders hohen relativen Anstieg auf. 
Nur wenige Quartiere im Stadtbezirk Ehrenfeld weisen eine überproportionale Zu-
nahme der Straßenkriminalität von 2019 bis 2023 auf: Es betrifft lediglich das Quartier  
Neuehrenfeld – Lukasstraße (Rang 21) und Ehrenfeld – Bezirkssportanlage Mitte (Rang 
29). Auch in diesen Gebieten verbleiben die absoluten Ausprägungen auf einem niedrigen 
Niveau. 
Im Stadtbezirk Chorweiler ist bei nur einem Quartier ein entsprechender relativer Anstieg 
festzustellen. Es ist das Quartier Merkenich – Spoerkelhof (Rang 23). 
In einer weiteren ergänzenden Tabellenanalyse wird die absolute Entwicklung der 
Straßenkriminalität in den Kölner Quartieren von 2019 bis 202 3 betrachtet. Im 
Durchschnitt der 570 Quartiere nahm die Zahl der Delikte innerhalb der vier Jahre um 22 
Straftaten zu. Für die Analyse wurden diejenigen Räume ausgewählt, die in der absoluten 
Kriminalitätszunahme von 2019 bis 2023 mindestens das Dreifache des Kölner Durch-
schnitts aufweisen (vgl. Tabelle 13). In 49 Quartieren hat die Zahl der Delikte im Betrach-
tungszeitraum um 67 und mehr zugenommen; diese 49 statistischen Quartiere bilden einen 
Ausschnitt von knapp 9 Prozent aller Kölner Quartiere.

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 79 
Tabelle 12: Statistische Quartiere in Köln mit einer besonders hohen relativen Zunahme von Delik-
ten der Straßenkriminalität im Zeitraum der Jahre 2019 bis 2023  
Rang Statistische Quartiere in Köln 
Delikte der Straßenkriminalität 
im Jahr 
2023 
im Jahr 
2019 
Entwicklung 
in % 
1  303010003 / Alt-Lindenthal - Dürener Str. 107 11 872,7 
2  709010001 / Alt-Grengel 1015 182 457,7 
3  901060001 / Bruder-Klaus-Siedlung - Siedlung 
Neurath 95 26 265,4 
4  902020001 / Siedlung Blauer Hof - Heidelber-
ger Str. 152 42 261,9 
5  802010006 / Kalk - Trimbornstr. 437 127 244,1 
6  205050001 / Zollstock-Nord - Zollstock Arka-
den 127 37 243,2 
7  709040002 / Neu-Grengel - Kantstr. 38 12 216,7 
8  505040003 / Merheim (lrh.) - Mönchsgasse 53 17 211,8 
9  905020002 / Hagedorn - Talstr. 69 24 187,5 
10  504040002 / Niehl - St. Katharina 134 47 185,1 
11  103040001 / Neumarkt-Viertel - St. Andreas 5037 1770 184,6 
12  306010002 / Junkersdorf - Am Klostergarten 36 13 176,9 
13  901030002 / Mülheim - Gymnasiumstr. 163 63 158,7 
14  302020003 / Sülz - Manderscheider Platz 131 51 156,9 
15  909030001 / Bayer-Siedlung - Rungestr. 28 11 154,5 
16  707010004 / Urbach - Fauststr. 123 49 151,0 
17  708010001 / Elsdorf 50 20 150,0 
18  707010002 / Urbach - Gronaustr. 41 17 141,2 
19  501050001 / Clouth-Gelände 55 23 139,1 
20  903010001 / Siedlung Buchheim 155 65 138,5 
21  402020002 / Neuehrenfeld - Lukasstr. 78 33 136,4 
22  805020001 / Ostheim-Süd 202 87 132,2 
23  601030001 / Merkenich - Spoerkelhof 37 16 131,3 
24  205030001 / Vorgebirgspark - Schwalbacher 
Str. 46 20 130,0 
25  504020001 / Niehl-Süd - Erlenhofstr. 43 19 126,3 
26  807040001 / Siedlung Lehmbacher Weg 43 19 126,3 
27  907010001 / Oststraßen -Siedlung 52 23 126,1 
28  303030004 / Neu-Lindenthal - Feuerwache 47 21 123,8 
29  401030001 / Ehrenfeld - Bezirkssportanlage 
Mitte 80 36 122,2 
30  803030002 / Vingst - Homarstr. 40 18 122,2 
31  805010001 / Ostheim-Nord - Rösrather Str. 237 109 117,4 
32  208030001 / Flußviertel - Gymnasium 65 30 116,7 
33  501020005 / Nippes - Wilhelmplatz 106 49 116,3 
34  205050002 / Zollstock-Nord - Bernhard-Feil-
chenfeld-Str. 43 20 115,0 
35  804030003 / Höhenberg - Gesamtschule 43 20 115,0 
36  710010003 / Wahnheide - Scheuermühlenstr. 77 36 113,9 
37  308010001 / Lövenich 17 8 112,5

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 80 
Rang Statistische Quartiere in Köln 
Delikte der Straßenkriminalität 
im Jahr 
2023 
im Jahr 
2019 
Entwicklung 
in % 
38  706010004 / Porz-Mitte - Rathaus 163 77 111,7 
39  205030002 / Vorgebirgspark - Fritz-Hecker-Str. 55 26 111,5 
40  703010003 / Ensen - Evastr. 38 18 111,1 
41  905080002 / Thurn - Gemarkenstr. 80 38 110,5 
42  208100001 / Sürther Feld - Michaelshoven 197 94 109,6 
43  304010003 / Braunsfeld - Alsdorfer Str. 29 14 107,1 
44  901020001 / Mülheimer Stadtgarten - Rends-
burger Platz 151 73 106,8 
45  102050003 / Komponisten-Viertel - Aachener 
Str. 286 139 105,8 
46  907020003 / Dünnwald - An der Walkmühle 39 19 105,3 
47  907020001 / Dünnwald - Von-Diergardt-Str. 41 20 105,0 
48  808020004 / Rath - An der Mollburg 49 24 104,2 
49  208050003 / Rodenkirchen - Rathaus 169 84 101,2 
50  703010002 / Ensen - Hohe Str. 64 32 100,0 
51  102010001 / Südstadt - Elsaßstr.  100 51 96,1 
52  505040002 / Merheim (lrh.) - Am Ginsterpfad 90 46 95,7 
261 Stadt Köln insgesamt 66.825 54.012 23,7 
Quelle: PKS 2019 und 2023, LKA NRW – eigene Berechnungen 
Auf den vorderen Rangplätzen der überdurchschnittlichen absoluten Entwicklung der Stra-
ßenkriminalität von 2019 bis 202 3 befinden sich schwerpunktmäßig Quartiere, die zuvor 
als Gebiete mit sehr hoher Kriminalitätsbelastung je Einwohner identifiziert wurden (vgl. 
Tabelle 13): 
• Insgesamt gehören 16 Quartiere zum Stadtbezirk Innenstadt (rund 33%). Die 
stärkste absolute Zunahme (um mehr als 3.200 Fälle) fand im Neumarkt-Viertel – 
St. Andreas – d.h. um den Neumarkt herum – statt. Auffallend hohe Werte betra-
fen auch das Quartier am Ottoplatz in Deutz, das Agnes-Viertel sowie das Eigel-
stein-Viertel am Ebertplatz, das Mauritius-Viertel am Mauritiuskirchplatz, das Stadt-
garten-Viertel, das Gereons-Viertel, das Komponisten-Viertel am Yitzhak-Rabin-Platz 
und am Aachener Weiher, das Severins-Viertel, aber auch das Studenten-Viertel 
und das Südbahnhof-Viertel. 
• Weitere 6 Quartiere sind Teil des Stadtbezirks Rodenkirchen (12%). Neben 
den Sürther Quartier Michaelshoven weisen die Quartiere Zollstock Arkaden und 
Zollstockhöfe im Stadtteil Zollstock sowie das Rathausquartier und das Quartier an 
der Mildred-Scheel-Straße im Stadtteil Rodenkirchen , aber auch im Umfeld des 
Rheinhafens bei Godorf eine überdurchschnittliche Zunahme der Deliktzahlen im 
Zeitraum von 2019 bis 2023 auf. 
• Im Stadtbezirk Lindenthal gehören nur zwei Quartiere dazu. Es sind das Quar-
tier am Manderscheider Platz in Sülz und der Bereich um die Dürener Straße in Alt-
Lindenthal.

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 81 
Tab. 13: Statistische Quartiere in Köln mit einer überdurchschnittlichen absoluten Entwicklung der 
Straßenkriminalität von 2019 bis 2023 
Rang Quartiere in Köln 
Straßenkriminalität 
absolute Delikte 
Entwicklung 
2019 > 2023 
2023 2019 Absolut 
1  103040001 / Neumarkt-Viertel - St. Andreas 5037 1770 3267 
2  709010001 / Alt-Grengel 1015 182 833 
3  802020001 / Köln Arcaden 1314 715 599 
4  105010001 / Deutz - Ottoplatz 842 497 345 
5  802010006 / Kalk - Trimbornstr. 437 127 310 
6  802010002 / Kalk - Vorsterstr. 850 560 290 
7  104030003 / Agnes-Viertel - Lupusstr. 876 664 212 
8  101020001 / Mauritius-Viertel - Mauritiuskir-
chplatz 647 460 187 
9  102050002 / Komponisten-Viertel - Yitzhak-
Rabin-Platz 420 235 185 
10  102050003 / Komponisten-Viertel - Aache-
ner Str. 286 139 147 
11  901020003 / Mülheimer Stadtgarten - Jan-
Wellem-Str. 814 668 146 
12  101060003 / Severins-Viertel - Krankenhaus 402 262 140 
13  102030001 / Studenten-Viertel 413 278 135 
14  805010001 / Ostheim-Nord - Rösrather Str. 237 109 128 
15  901020002 / Mülheimer Stadtgarten - Rhodi-
usstr. 450 329 121 
16  805020001 / Ostheim-Süd 202 87 115 
17  104060001 / Villen-Viertel - Theodor-Heuss-
Ring 255 141 114 
18  102040001 / Südbahnhof-Viertel 293 182 111 
19  901030006 / Mülheim - Liebfrauen-Kirche 304 193 111 
20  902020001 / Siedlung Blauer Hof - Heidel-
berger Str. 152 42 110 
21  903020005 / Buchheim - Hermann-Kunz-Str. 276 168 108 
22  104030001 / Agnes-Viertel - Aquinostr. 295 187 108 
23  208100001 / Sürther Feld - Michaelshoven 197 94 103 
24  901030002 / Mülheim - Gymnasiumstr. 163 63 100 
25  211010001 / Godorf 264 164 100 
26  103020001 / Eigelstein-Viertel 453 354 99 
27  104020002 / Stadtgarten-Viertel - Bis-
marckstr. 372 274 98 
28  303010003 / Alt-Lindenthal - Dürener Str. 107 11 96 
29  706010001 / Porz-Mitte - Zentrum 240 146 94 
30  806020001 / Siedlung Madaus - Auf dem Ei-
chenbrett 362 271 91 
31  205050001 / Zollstock-Nord - Zollstock Ar-
kaden 127 37 90 
32  903010001 / Siedlung Buchheim 155 65 90 
33  406030001 / Siedlung Butzweiler Hof 289 200 89

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 82 
Rang Quartiere in Köln 
Straßenkriminalität 
absolute Delikte 
Entwicklung 
2019 > 2023 
2023 2019 Absolut 
34  103030001 / Gereons-Viertel - St. Gereon 279 191 88 
35  504040002 / Niehl - St. Katharina 134 47 87 
36  401030002 / Ehrenfeld - Hansemannstr. 294 207 87 
37  706010004 / Porz-Mitte - Rathaus 163 77 86 
38  208050003 / Rodenkirchen - Rathaus 169 84 85 
39  501020009 / Nippes - Gellertstr. 204 121 83 
40  302020003 / Sülz - Manderscheider Platz 131 51 80 
41  901020001 / Mülheimer Stadtgarten - 
Rendsburger Platz 151 73 78 
42  707010004 / Urbach - Fauststr. 123 49 74 
43  504060001 / Hafen Niehl 204 130 74 
44  208050001 / Rodenkirchen - Mildred-Scheel-
Str. 156 85 71 
45  104030005 / Agnes-Viertel - Alte Feuerwa-
che 167 96 71 
46  205060001 / GE Zollstock - Zollstockhöfe 156 86 70 
47  901020004 / Mülheimer Stadtgarten - Mon-
tanusstr. 369 299 70 
48  901060001 / Bruder-Klaus-Siedlung - Sied-
lung Neurath 95 26 69 
49  104050001 / Gerichts-Viertel 146 79 67 
177 Durchschnitt der 570 Kölner Quartiere 117 95 22 
 Quelle: PKS 2019 und 2023, LKA NRW – eigene Berechnungen 
 
• Eine ähnliche Struktur liegt im Stadtbezirk Ehrenfeld vor. Neben dem Quartier 
Hansemannstraße im Stadtteil  Ehrenfeld fällt die Deliktentwicklung in der Siedlung 
Butzweiler Hof auf. 
• Aus dem Stadtbezirk Porz liegt das Quartier Alt-Grengel am Flughafen sehr weit 
vorn. Dort hat sich die Zahl der jährlichen Delikte von 2019 bis 2023 um 833 Fälle 
erhöht (von 182 auf 1.015 Straftaten). Überdurchschnittliche Entwicklungssprünge 
sind in Porz-Mitte in den Quartieren Zentrum und Rathaus zu diagnostizieren. Unter 
den Quartieren mit der sehr hohen Deliktentwicklung sind auch der Bereich der 
Fauststraße in Urbach vorzufinden.  
• Die Quartiere aus dem Stadtbezirk Kalk liegen in der Verteilung überwiegend 
weit vorn. Besonders zu nennen ist das Quartierscluster der Köln Arcaden (Anstieg 
um 599 von 715 auf 1.314 Straftaten), Kalk – Trimbornstr (Anstieg um 310 von 
127 auf 437 Straftaten) und Kalk – Vorsterstr (Anstieg um 290 von 560 auf 850 
Delikte). Einen weiteren räumlichen Zusammenhang bilden die Quartiere Ostheim-
Nord – Rösrather Straße und Ostheim-Süd. Darüber hinaus fällt noch die absolute 
Zunahme der Delikte in der Siedlung Madaus – Auf dem Eichenbrett auf. 
• Ein großer Teil – 10 Quartiere – gehört dem Stadtbezirk Mülheim an – sie sind 
allerdings mehr im Mittelfeld der Verteilung platziert. Im Stadtteil Mülheim rund um

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 83 
den Mülheimer Stadtgarten betrifft das die Quartiere Rendsburger Platz, Rhodius-
straße,  Jan-Wellem-Straße, Montanusstraße und auf der anderen Seite des Clevi-
schen Rings den Zusammenhang der benachbarten Quartiere Gymnasiumstraße 
und Liebfrauen-Kirche in Rheinnähe. Außerdem sind die zwei Quartiere Siedlung 
Buchheim und Hermann-Kunz-Straße im Stadtteil Buchheim dazuzuzählen.  Schließ-
lich tauchen noch die Bruder-Klaus-Siedlung in Neurath und die Siedlung Blauer 
Hof – Heidelberger Straße in Buchforst unter den ersten fünfzig Quartieren auf.  
• Der Stadtbezirk Nippes ist in der Verteilung nur schwach vertreten. Im Stadtteil 
Nippes gehört das Quartier Gellertstraße und im Stadtteil Niehl die Quartiere St. 
Katharina und Hafen Niehl zu den Kölner Gebieten mit einer überdurchschnittli-
chen absoluten Entwicklung der Straßenkriminalität in den Jahren  2019 bis 2023 
Wenn die relative und absolute überdurchschnittliche Entwicklung der Straßenkriminalität 
von 2019 bis 2023 integriert betrachtet wird, ergibt sich für die besonders starke Zu-
nahme von Delikten die folgende Rangfolge von Quartieren:  
(1.) Alt-Grengel 
(2.) Kalk – Trimbornstr 
(3.) Neumarkt-Viertel - St. Andreas 
(4.) Siedlung Blauer Hof - Heidelberger 
Str 
(5.) Zollstock-Nord - Zollstock Arkaden 
(6.) Mülheim – Gymnasiumstr 
(7.) Ostheim Süd 
(8.) Ostheim-Nord - Rösrather Str 
(9.) Komponisten-Viertel – Aachener 
Straße   
(10.) Niehl - St. Katharina 
(11.) Bruder-Klaus-Siedlung - Siedlung 
Neurath 
(12.) Siedlung Buchheim 
(13.) Sülz - Manderscheider Platz 
(14.) Urbach – Fauststr 
(15.) Sürther Feld – Michaelshoven 
(16.) Porz-Mitte – Rathaus 
(17.) Mülheimer Stadtgarten - Rendsbur-
ger Platz 
(18.) Rodenkirchen - Rathaus 
Worauf der außerordentlich starke Anstieg der Straßenkriminalität in diesen Quartieren 
zurückzuführen ist, lässt sich anhand der Verteilung über die einzelnen Deliktarten der 
Straßenkriminalität interpretieren. Möglicherweise hängt das Profil mit Standorte n des Ein-
zelhandels zusammen. Denn die Quote der Ladendiebstähle fiel in diesen Gebieten dop-
pelt so hoch aus wie im Kölner Durchschnitt. Auch der Anteil der Rauschgiftkriminalität 
weist im Vergleich mit der gesamten Kölner Verteilung ein deutlich höheres Niveau aus. 
Die Quote der Taschendiebstähle und der einfachen Diebstähle war im Jahr 2023 leicht 
erhöht. Sachbeschädigungen, Körperverletzungen, Fahrraddiebstähle und Diebstähle aus 
Kraftfahrzeugen waren in diesen 18 Quartieren dagegen nur unterdurchschnittlich ausge-
prägt.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 84 
B1.5 Integrierte Betrachtung: Korrespondenzanalyse zur Suche nach 
Interferenzen 
In der Korrespondenzanalyse wird analysiert, ob zwischen den Quartieren Interferenzen 
der Indikatoren bestehen. Das heißt: Es werden Zusammenhänge gesucht zwischen:  
• erstens einer sehr hohen Kriminalitätsbelastung je Einwohner im Jahr 2022 sowie 
sehr hohen Wachstumsraten der Straßenkriminalität von 2019 auf 2023 ; 
• zweitens überdurchschnittlichen Ausprägungen der Bevölkerungsfluktuation; 
• drittens der Belastung mit Hotspots der Unordnung und  
• viertens einer erhöhten Deliktanzahl an Schulstandorten in der Nähe.  
Im Rahmen der integrierten Betrachtung sollen auch typologische Unterschiede zwischen 
den identifizierten Quartieren herausgearbeitet werden, um die abzuleitenden Präventions-
perspektiven differenzierter ausrichten zu können. Typologisch weisen die identifizierten 
Räume folgende Profile auf (vgl. Tabelle 14):  
I. heterogene Innenstadtquartiere [Definition: Lage im Stadtbezirk Innenstadt]; 
II. Quartiere mit besonderer sozialer Infrastruktur [Definition: Quartiere, die laut An-
gaben des Amtes für Stadtentwicklung und Statistik über stationäre Einrichtungen 
für Geflüchtete und Asylbewerber und über Einrichtungen für ältere Menschen ver-
fügen]; 
III. studentische Quartiere [Definition: Quartiere in Hochschulnähe mit Einrichtungen für 
studentisches Wohnen und mit Freizeitangeboten für Studierende]; 
IV. belastete Wohnquartiere [Definition: Quartiere in äußeren Stadtbezirken mit einer 
sehr hohen Fluktuationsrate und einer sehr hohen Belastung mit kriminellen Delikten 
je Einwohner]. 
Nur als Einzelfälle kommen die Sondertypen V (Problemimmobilienquartier) und VI (Bor-
dellquartier) vor.  
Typ I: Heterogene Innenstadtquartiere 
Für die integrierte Betrachtung wurden 28 Quartiere des Stadtbezirks Innenstadt ausge-
wählt. Sie wiesen sowohl hohe Raten der Bevölkerungsfluktuationsraten im Jahr 2022 als 
auch der Kriminalitätsbelastung im Jahr 2023 auf. Das heißt: Im Durchschnitt sind dort im 
Jahr 2022 rund 36 Prozent der Wohnbevölkerung fort- sowie zugezogen und zugleich wa-
ren sie im Jahr 2023 von einer sehr hohen Belastung mit kriminellen Delikten je Einwohner 
gekennzeichnet (vgl. Tabelle 14).  
• Über 40 Prozent  dieser Quartiere (43%) sind außerdem durch Unordnung belastet. 
Dazu gehören: die Verunreinigung von öffentlichen Flächen mit Müll und Abfällen 
(nach § 3 KSO); Ruhestörungen (nach § 8 KSO); ein störendes Verhalten in der 
Öffentlichkeit (nach § 11 KSO); ein Fehlverhalten auf öffentlichen Spiel- und Bolz-
plätzen (nach § 25 KSO) und ein „nicht sachgemäßes“ Grillen (nach § 26 KSO).

MaKoS 
 
Verfahren und Erprobung 85 
Tabelle 14: Hohe Fluktuationsquoten, Belastung durch Unordnung, Schulen mit erhöhtem Polizeieinsatz und Rangplätze im polizeilichen Vorgangsbearbeitungs-
system nach statistischen Quartieren in Köln – sortiert nach einer Raumtypologie 
Raum  
Zu- und Fort-
züge je 100 
EW 
2022 
Belastung 
durch Unord-
nung  
(nach KSO) 
2023 
Schulen mit  
erhöhtem Po-
lizeieinsatz 
2022/2023 
Rang PKS*) 
Kriminalitäts-
belastung   
Typologie 
103050001 / City - St. Martin 54,8 0 --- 2 
Typ I: Heterogene Innen-
stadt 
102060001 / Rathenau-Viertel - Rathenau-
platz 44,5 
Rathenauplatz: §§ 
11, 25 --- 44 
Typ I: Heterogene Innen-
stadt 
104020002 / Stadtgarten-Viertel - Bis-
marckstr. 42,6 
Ringe, Stadtgarten: 
§§ 3, 8, 11 --- 11 
Typ I: Heterogene Innen-
stadt 
101030001 / Cäcilien-Viertel - Josef-Hau-
brich-Hof 42,5 
Josef-Haubrich-Hof: 
§§ 3, 11 --- 3 
Typ I: Heterogene Innen-
stadt 
103020001 / Eigelstein-Viertel 41,7 Torburg: §§ 3, 11 --- 25 
Typ I: Heterogene Innen-
stadt 
103030001 / Gereons-Viertel - St. Gereon 40,6 
Klingelpützpark, Hil-
deboldplatz: §§ 3, 8, 
11, 25 --- 36 
Typ I: Heterogene Innen-
stadt 
103040001 / Neumarkt-Viertel - St. An-
dreas 39,4 0 --- 1 
Typ I: Heterogene Innen-
stadt 
101050001 / Georgs-Viertel 38,5 0 --- 57 
Typ I: Heterogene Innen-
stadt 
102020003 / Volksgarten-Viertel - Pfälzer 
Str. 37,5 
Volksgarten: §§ 3, 
11, 26 --- 39 
Typ I: Heterogene Innen-
stadt 
101010001 / Kapitol-Viertel 37,5 Hohe Str.: §§ 3, 11 --- 63 
Typ I: Heterogene Innen-
stadt 
102050001 / Komponisten-Viertel - Jean-
Claude-Letist-Platz 36,5 0 --- 69 
Typ I: Heterogene Innen-
stadt

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 86 
Raum  
Zu- und Fort-
züge je 100 
EW 
2022 
Belastung 
durch Unord-
nung  
(nach KSO) 
2023 
Schulen mit  
erhöhtem Po-
lizeieinsatz 
2022/2023 
Rang PKS*) 
Kriminalitäts-
belastung   
Typologie 
102050002 / Komponisten-Viertel - Yitzhak-
Rabin-Platz 36,4 0 --- 23 
Typ I: Heterogene Innen-
stadt 
103010001 / Kuniberts-Viertel - St. Kunibert 36,2 0 --- 27 
Typ I: Heterogene Innen-
stadt 
102050003 / Komponisten-Viertel - Aache-
ner Str. 36,1 
Aachener Str.: §§ 3, 
8, 11 --- 29 
Typ I: Heterogene Innen-
stadt 
104010003 / Belgisches Viertel - Bis-
marckstr. 35,6 0 --- 18 
Typ I: Heterogene Innen-
stadt 
104040001 / Media-Park 34,8 
August-Sander-Park, 
Kaiser-Wilhelm-Ring: 
§§ 3, 8, 11, 25 --- 34 
Typ I: Heterogene Innen-
stadt 
101020002 / Mauritius-Viertel - Weyerstr. 34,6 0 --- 85 
Typ I: Heterogene Innen-
stadt 
101020001 / Mauritius-Viertel - Mauritius-
kirchplatz 33,9 
Mauritiuskirchplatz: 
§§ 3, 8, 11, 25 --- 10 
Typ I: Heterogene Innen-
stadt 
101060006 / Severins-Viertel - Karl-Ber-
buer-Platz 33,5 
Stollwerck, Trude-
Herr-Park: § 3 --- 66 
Typ I: Heterogene Innen-
stadt 
104010002 / Belgisches Viertel - Lütticher 
Str. 33,5 
Brüsseler Platz, Ho-
henzollernring: §§ 3, 
8, 11, 25 --- 49 
Typ I: Heterogene Innen-
stadt 
103090001 / Apostel-Viertel 32,8 0 --- 38 
Typ I: Heterogene Innen-
stadt 
103030002 / Gereons-Viertel - Klingelpütz-
park 32,1 §§ 11, 25 --- 84 
Typ I: Heterogene Innen-
stadt 
101060005 / Severins-Viertel - St. Severin 31,7 0 --- 75 
Typ I: Heterogene Innen-
stadt

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 87 
Raum  
Zu- und Fort-
züge je 100 
EW 
2022 
Belastung 
durch Unord-
nung  
(nach KSO) 
2023 
Schulen mit  
erhöhtem Po-
lizeieinsatz 
2022/2023 
Rang PKS*) 
Kriminalitäts-
belastung   
Typologie 
104010001 / Belgisches Viertel - Brüsseler 
Platz 31,4 
Brüsseler Platz, Ho-
henzollernring: §§ 3, 
8, 11, 25 --- 50 
Typ I: Heterogene Innen-
stadt 
104030001 / Agnes-Viertel - Aquinostr. 31,1 0 --- 60 
Typ I: Heterogene Innen-
stadt 
102020002 / Volksgarten-Viertel - Burgun-
derstr. 30,7 0 --- 54 
Typ I: Heterogene Innen-
stadt 
101060004 / Severins-Viertel - An St. Ka-
tharinen 30,5 0 --- 71 
Typ I: Heterogene Innen-
stadt 
105010001 / Deutz - Ottoplatz 28,5 0 --- 6 
Typ I: Heterogene Innen-
stadt 
 Durchschnitt Belastete Zonen in % Anzahl Durchschnittsrang 
 
28 Quartiere in der Innenstadt  36,4 42,9 0 40 Summe Typ I 
201040001 / GE Bayenthal 283,8 0 --- [218] ud 
Typ II: mit besonderer so-
zialer Infrastruktur 
805020001 / Ostheim-Süd 52,7 
Frankfurter/Ostheimer 
Str: §§ 3, 8, 11 
Albert-Schweitzer-
Realschule 93 
Typ II: mit besonderer so-
zialer Infrastruktur 
901060001 / Bruder-Klaus-Siedlung - Sied-
lung Neurath 41,6 0 --- [207] ud 
Typ II: mit besonderer so-
zialer Infrastruktur 
208050001 / Rodenkirchen - Mildred-
Scheel-Str. 39,3 0 
Gesamtschule Ro-
denkirchen 73 
Typ II: mit besonderer so-
zialer Infrastruktur 
306010004 / Junkersdorf - Feldblumenweg 38,9 0 --- [330] ud 
Typ II: mit besonderer so-
zialer Infrastruktur 
503020001 / Riehler Heimstätten 62,5 Rheinwiese: §§ 3, 11 --- [489] ud 
Typ II: mit besonderer so-
zialer Infrastruktur 
 Durchschnitt Belastete Zonen in % Anzahl Durchschnittsrang 
 
6 Quartiere des Typ II 80,3 33,3 2 235 Summe Typ II

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 88 
Raum  
Zu- und Fort-
züge je 100 
EW 
2022 
Belastung 
durch Unord-
nung  
(nach KSO) 
2023 
Schulen mit  
erhöhtem Po-
lizeieinsatz 
2022/2023 
Rang PKS*) 
Kriminalitäts-
belastung   
Typologie 
102030001 / Studenten-Viertel 45,9 
Zülpicher Platz: §§ 3, 
8, 11 --- 30 
Typ III: studentisches 
Quartier 
102040001 / Südbahnhof-Viertel 47,0 
Luxemburger 
Str./Techno: §§ 3,8 --- 43 
Typ III: studentisches 
Quartier 
105060001 / FH Deutz - Messe 53,8 0 --- 15 
Typ III: studentisches 
Quartier 
302060001 / Uni-Center 48,2 0 --- [134] ud 
Typ III: studentisches 
Quartier 
305040001 / Neu-Müngersdorf 57,1 0 --- 56 
Typ III: studentisches 
Quartier 
303020001 / Uni-Viertel - Kliniken 35,2 0 --- 48 
Typ III: studentisches 
Quartier 
 Durchschnitt Belastete Zonen in % Anzahl Durchschnittsrang 
 
6 studentische Quartiere  45,6 33,3 0 54 [38] Summe Typ III 
302050001 / Justiz-Viertel 41,5 Riehler Str.: § 11 --- 70 
Typ IV: belastetes Wohn-
gebiet 
304040001 / GE Braunsfeld 30,0 0 --- 106 
Typ IV: belastetes Wohn-
gebiet 
401010004 / Ehrenfeld-West - Leo-Amann-
Park 41,3 §§ 11, 25 --- 26 
Typ IV: belastetes Wohn-
gebiet 
401020001 / Ehrenfeld - Lichtstr. 34,6 0 --- 55 
Typ IV: belastetes Wohn-
gebiet 
401030002 / Ehrenfeld - Hansemannstr. 36,8 
Hansemannstr.: §§ 3, 
8, 25 --- 37 
Typ IV: belastetes Wohn-
gebiet 
401040004 / Vogelsanger Str. - Neptun-
platz 33,0 
Neptunplatz: §§ 3, 
11 --- 28 
Typ IV: belastetes Wohn-
gebiet

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 89 
Raum  
Zu- und Fort-
züge je 100 
EW 
2022 
Belastung 
durch Unord-
nung  
(nach KSO) 
2023 
Schulen mit  
erhöhtem Po-
lizeieinsatz 
2022/2023 
Rang PKS*) 
Kriminalitäts-
belastung   
Typologie 
802010002 / Kalk - Vorsterstr. [27,3] 
Kalker Hauptstr.: §§ 
3, 11 --- 8 
Typ IV: belastetes Wohn-
gebiet 
802010004 / Kalk - St. Marien 31,5 
Kalker Hauptstr.: §§ 
3, 11 --- 20 
Typ IV: belastetes Wohn-
gebiet 
802010006 / Kalk - Trimbornstr. 39,0 
Kalker Hauptstr.: §§ 
3, 11 --- 14 
Typ IV: belastetes Wohn-
gebiet 
802020001 / Köln Arcaden [18,5] 
Kalker Hauptstr.: §§ 
3, 11 --- 5 
Typ IV: Umfeld des 
Wohngebiets 
804030002 / Höhenberg - Münchener Str. 30,1 
Germania Siedlung: 
§§ 3, 11 --- [137] ud 
Typ IV: belastetes Wohn-
gebiet 
406030001 / Siedlung Butzweiler Hof 31,9 0 --- 59 
Typ IV: belastetes Wohn-
gebiet 
901020003 / Mülheimer Stadtgarten - Jan-
Wellem-Str. [26,7] 0 --- 9 
Typ IV: belastetes Wohn-
gebiet 
901020002 / Mülheimer Stadtgarten - Rho-
diusstr. [26,9] 0 --- 12 
Typ IV: belastetes Wohn-
gebiet 
901030006 / Mülheim - Liebfrauen-Kirche 35,7 0 
Johann-Bendel Re-
alschule 16 
Typ IV: belastetes Wohn-
gebiet 
901030004 / Mülheim - Deutz-Mülheimer 
Str. [26,0] 0 
Johann-Bendel Re-
alschule 24 
Typ IV: belastetes Wohn-
gebiet 
901020004 / Mülheimer Stadtgarten - 
Montanusstr. 29,8 0 --- 35 
Typ IV: belastetes Wohn-
gebiet 
901040001 / Keupstr. - Schanzenstr. [24,7] 0 --- 46 
Typ IV: belastetes Wohn-
gebiet 
 Durchschnitt Belastete Zonen in % Anzahl Durchschnittsrang 
 
18 belastete Wohnquartiere  31,4 50,0 1 39 Summe Typ IV

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 90 
213020002 / Kölnberg - Brühler Landstr. 29,2 § 3 --- [184] ud 
Typ V: Quartier mit Prob-
lemimmobilien 
402030001 / Schlachthof-Süd 58,3 0 --- 51 Typ VI: Bordellquartier 
0 / Stadt Köln 22,4     
*) Die Rangplätze 1 bis 106 kennzeichneten eine überdurchschnittliche Kriminalitätsbelastung je Einwohner; weitere Rangplätze werden nicht berücksichtigt. 
Quellen: Amt für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Köln; Amt für öffentliche Ordnung der Stadt Köln; PKS 2023, LKA NRW – eigene Berechnungen 
 
ud = unterdurchschnittliche Kriminalitätsbelastung je Einwohner im Jahr 2023 (Quote 0,05 und geringer)

MaKoS 
 
Masterplan Kommunale Sicherheit 91 
• Nach den Daten der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) wurde eine Rangreihe der 
Kölner Quartiere hinsichtlich einer sehr hohen Kriminalitätsbelastung je Einwohner 
im Jahr 2023 gebildet (vgl. Tabelle 9B). Insgesamt zeigten 101 Kölner Quartiere 
überdurchschnittliche Ausprägungen der Kriminalitätsbelastung je Einwohner. Als 
Durchschnittsrang der 28 Innenstadtquartiere wurde 40 errechnet. Das heißt: Die  
28 Quartiere repräsentieren die vorderen 40 Prozent der Kölner Teilräume mit ei-
ner überdurchschnittlichen Kriminalitätsbelastung je Einwohner im Jahr 2023. 
Durch die urbane Zentralität der 28 Innenstadtquartiere treffen dort aus unterschiedlichen 
Motiven sehr viele und verschiedene Menschen zusammen, was zu der starken Fluktuation 
der Wohnbevölkerung und zur hohen Belastung durch unerwünschte Ereignisse beiträgt.  
Nach Untersuchungen des Bundesamtes für Bau-, Stadt- und Raumforschung stellt die In-
nenstadt insbesondere für die Altersklassen der jungen Bildungswanderinnen und -wande-
rer (18- bis 24-Jährige) sowie Berufseinsteigerinnen und -einsteiger (25- bis 29-Jährige) ei-
nen beliebten Wohnstandort dar. Von dort ziehen nach einer Zeit viele um in andere 
Stadtteile bzw. Stadtbezirke. Als typisches Wanderungsmuster gilt: „Ankunft in zentralen 
Stadtteilen, danach Umzug in äußere Stadtteile und teilweise Fortzug aus der Stadt “.11 
Darüber hinaus stellen Quartiere in der Innenstadt Zielorte dar: für Berufspendler, die all-
täglich ihre Arbeitsstätten aufsuchen, für Konsumenten, die wegen des breiten Warenange-
bots des Handels in die Kölner City kommen, für Stadttouristen, die einzigartige Kölner 
Kulturstätten sehen möchten, und für Erlebnisorientierte, die zahlreiche Freizeitinfrastruktu-
ren in Köln am Abend oder am Wochenende besuchen. Darunter befinden sich auch Per-
sonen, die diesen Mix von Nutzergruppen als Gelegenheitsstruktur nutzen, um kriminelle 
Handlungen zu begehen, oder die angesichts der Personen- und Ereignisdichte unordentli-
ches Verhalten zeigen und sich gehen lassen. 
Typ II: Quartiere mit besonderen sozialen Infrastruktureinrichtungen  
Es wurden sechs Quartiere identifiziert, deren sehr hohe Fluktuationsraten auf stationäre 
Einrichtungen einerseits für geflüchtete Menschen sowie Asylbewerber und andererseits für 
ältere Menschen zurückzuführen ist (vgl. Tabelle 14):  
• Im Durchschnitt sind dort innerhalb eines Jahres (2022) der sehr große Anteil von 
80 Prozent der Wohnbevölkerung fort- und zugezogen. Als Sonderfall kann 
Bayenthal eingeordnet werden: Die außerordentlich hohe Fluktuationsquote von 
284 Prozent zeigt einen sehr häufigen Wechsel des Wohnstandortes von Geflüchte-
ten und Asylbewerbern an. 
• Ein Drittel dieser Quartiere (33%) ist auch durch Unordnung (nach §§ 3, 8, 11 
KSO) belastet, und  
 
11 Kölner Statistische Nachrichten – 20/2021: Zuzüge, Fortzüge und Umzüge in Köln 2020 – Über Muster 
beim Wanderungsverhalten. https://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf15/statistik-einwohner-und-
haushalte/ksn_20_2021_zuzuege_fortzuege_und_umzuege_in_koeln_2020.pdf [Zugriff: 29.02.2024], S. 13-
15.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 92 
• in zwei Quartieren wurden Schulstandorte mit überdurchschnittlich vielen Einsätzen 
der Polizei in den Jahren 2022 und 2023 ermittelt.  
Diese Quartiere werden vor allem von den starken Wanderungsbewegungen von Geflüch-
teten und Asylbewerbern geprägt. Nach den PKS-Daten des Jahres 2023 sind diese Ge-
biete nicht von einer überdurchschnittlichen Kriminalitätsbelastung je Einwohner betroffen. 
In zwei Dritteln dieser Stadträume lag die Kriminalitätsbelastung sogar unter dem Kölner 
Durchschnitt. Wahrscheinlich stellen Sicherheitsdienste innerhalb der Einrichtungen und in 
deren Umfeld die Ordnung sicher. 
Typ III: Studentische Quartiere  
Aufgefallen sind sechs weitere Quartiere, die infolge der Nähe zur Universität bzw. zur 
Technischen Hochschule und den damit verbundenen Wohnangeboten für Studierende 
sehr hohe Fluktuationsraten aufweisen. Im Durchschnitt ist in diesen Quartieren fast die 
Hälfte der Wohnbevölkerung im Jahr 2023 fort- und zugezogen (46%) (vgl. Tabelle 14).  
• Etwa ein Drittel dieser Quartiere (33%) ist durch Unordnung (nach §§ 3, 8, 11 
KSO) belastet. Darunter sind insbesondere auch Orte rund um die Partymeile an 
der Luxemburger Straße vertreten. 
• In der Rangreihe der 101 Kölner Quartiere mit einer überdurchschnittlichen und ho-
hen Kriminalitätsbelastung je Einwohner im Jahr 2023 gehören nur fünf der studen-
tischen Quartiere – ähnlich wie die zuvor genannten Innenstadtbereiche – auch zu 
den vorderen 40 Prozent der Kölner Teilräume mit einer überdurchschnittlichen Kri-
minalitätsbelastung je Einwohner im Jahr 2022. Als Durchschnittsrang der fünf stu-
dentischen Quartiere wurde 38 errechnet, wenn das Quartier Uni-Center nicht mit-
berücksichtigt wird. (Für die sechs Quartiere mit dem Uni-Center ergibt sich die 
durchschnittliche Rangposition 54.)  
Diese Quartiere werden von den Wanderungsbewegungen der jungen Menschen beein-
flusst, die zum Studium nach Köln kommen und nach einigen Semestern andere Städte 
bzw. andere Wohnstandorte aufsuchen. Zugleich sind einige mit einer „Feier-Infrastruktur“ 
ausgestattet, die eine hohe Anziehungskraft ausübt und eine Gelegenheitsstruktur für krimi-
nelle Handlungen und unordentliches Verhalten darstellt.  
Typ IV: Belastete Wohngebiete  
Insgesamt wurden in den äußeren Stadtbezirken 18 Quartiere identifiziert, die im Jahr 
2022 eine sehr hohe Fluktuationsrate hatten und zugleich sehr hoch mit kriminellen Delik-
ten je Einwohner im Jahr 2023 belastet waren (vgl. Tabelle 14):  
• Im Durchschnitt ist dort über ein knappes Drittel der Wohnbevölkerung im Jahr 
2022 fort- und zugezogen (31%). 
• Die Hälfte dieser Quartiere (50%) weist auch Hotspots der Unordnung (nach §§ 3, 
8, 11, 25 KSO) auf.

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 93 
• In der Rangreihe der 101 Kölner Quartiere mit einer überdurchschnittlichen und ho-
hen Kriminalitätsbelastung je Einwohner im Jahr 2023 repräsentieren weitere 18 
Wohnquartiere – in derselben Weise wie die studentischen und die Innenstadtberei-
che – ebenfalls den vorderen Teil der Verteilung der Kölner Teilräume mit einer 
überdurchschnittlichen Kriminalitätsbelastung je Einwohner. Als Durchschnittsrang 
dieser 18 belasteten Wohnquartiere wurde 39 errechnet. 
Bei der näheren Betrachtung der Wohnquartiere ist zu erkennen, dass sie überwie-
gend einen urbanen Charakter haben. Die hohen Wanderungsbewegungen verdeutlichen 
die Attraktivität der Quartiere und ihrer Stadtteile. Der tiefenschärfere Blick auf die Quar-
tiersebene hat veranschaulicht, dass besonders Räume mit einer hohen Nutzungsmischung 
betroffen sind. Solche Quartiere, in denen Wohnen, Einzelhandel, Kultur und Freizeit viele 
Menschen mit unterschiedlichen Verhaltensweisen an zentralen Orten zusammenbringen, 
fallen besonders in den Stadtteilen Ehrenfeld, Kalk und Mülheim auf. Dort 
wurde in einigen Quartieren in überdurchschnittlicher Weise festgestellt, dass sie Hotspots 
von Verunreinigungen öffentlicher Flächen mit Müll und Abfällen, von störendem Verhalten 
und auch Ruhestörungen am Abend sind. 
Im Kontext mit der überdurchschnittlichen bzw. hohen Kriminalitätsbelastung je Einwohner 
(laut PKS-Statistik 2023) und mit der Bündelung von Hotspots der Unordnung werden im 
Folgenden die identifizierten Quartiere in den Stadtteilen Ehrenfeld, Kalk und Mülheim vor-
gestellt: 
 
Quelle: Karten 3.0 von Apple 
Abbildung 7: Siedlungsbereich der vier belasteten Quartiere in Ehrenfeld

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 94 
(1) Vier Quartiere verteilen sich im Stadtteil Ehrenfeld um den S-Bahnhof Köln Ehrenfeld 
herum (vgl. Tabelle 14: gelbe Markierung; vgl. Abbildung 7):  
• das Westquartier mit dem Leo-Amann-Park (Kriminalitätsindex je Einwohner: 0,18); 
• das Quartier im Bereich der Hansemannstraße  (Kriminalitätsindex je Einwohner: 
0,15);  
• das Quartier im Umfeld der Lichtstraße (Kriminalitätsindex je Einwohner: 0,11) und  
• das Quartier im Bereich von Neptunplatz und Vogelsanger Straße  (Kriminalitätsin-
dex je Einwohner: 0,17).  
In den Ehrenfelder Quartieren wird die Fluktuation überwiegend durch jüngere Personen 
geprägt. Beispielsweise bieten im Umfeld des S-Bahnhofs Ehrenfeld Boarding Houses und 
Apartmenthäuser Wohnmöglichkeiten auf Zeit an: Das „JOYN Cologne“ auf der Venloer 
Straße 241- 245 in Ehrenfeld wirbt im Internet damit, dass „die 112 neuen Serviced Apart-
ments im denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen Fabrik von 4711“ im „Multikulti-
Veedel“ alles bieten, was „für geschäftliche Aufenthalte auf Zeit oder private Städtetrips“ 
gebraucht wird. Auf der Vogelsanger Str. 206 (Ecke Heliosstraße) bietet das „STAYERY 
Köln“ eine „Mischung aus Hotel und privater Wohnung“ an. 
 
Quelle: Karten 3.0 von Apple 
Abbildung 8: Siedlungsbereich der vier belasteten Quartiere in Kalk 
(2) Vier weitere Quartiere im Stadtteil Kalk haben ihre Standorte auf den beiden Seiten 
der Kalker Hauptstraße und um den S-Bahnhof Köln Trimbornstraße  herum (vgl. Tabelle 
14: graue Markierung; vgl. Abbildung 8):

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 95 
• das Quartier Köln Arcaden (Kriminalitätsindex je Einwohner: 0,41); 
• das Quartier Vorsterstraße (Kriminalitätsindex je Einwohner: 0, 33);  
• das Quartier -Trimbornstraße (Kriminalitätsindex je Einwohner: 0, 23) und  
• das Quartier St. Marien (Kriminalitätsindex je Einwohner: 0,20). 
Die peripher in Merheim liegende Siedlung Madaus – Auf dem Eichenbrett weist ebenfalls 
eine sehr hohe Kriminalitätsbelastung je Einwohner auf, gehört aber nicht zu dem Bereich 
um die Kalker Hauptstraße herum (Kriminalitätsindex je Einwohner: 0,19).  
 
Quelle: Karten 3.0 von Apple 
Abbildung 9: Siedlungsbereich der fünf belasteten Quartiere in Mülheim 
(3) Sieben Quartiere bilden einen Siedlungszusammenhang in Mülheim (teilweise rund 
um den Wiener Platz – vgl. Tabelle 14, grüne Markierung; Abbildung 9):  
• drei benachbarte Quartiere in Rheinnähe – das Umfeld der Liebfrauenkirche (Krimi-
nalitätsindex je Einwohner: 0,21), der Herz-Jesu-Kirche (Index 0,19) und der 
Deutz-Mülheimer-Straße ( Index je Einwohner: 0,19);

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 96 
• die Quartiere am Mülheimer Stadtgarten wie Rhodiusstraße  (Kriminalitätsindex je 
Einwohner: 0,24), Jan-Wellem-Straße (Kriminalitätsindex je Einwohner: 0,31) und 
Montanusstraße (Kriminalitätsindex je Einwohner: 0, 16). 
• Auch das angrenzende Quartier Keup-/Schanzenstraße weist eine hohe Belastung 
auf (Kriminalitätsindex je Einwohner: 0,12). 
Im Jahr 2017 hatte die Stadt Köln die Verwaltung beauftragt, einen Aktionsplan für die Er-
langung des Siegels „Kinderfreundliche Kommune“ zu erstellen. Als Konsequenz fand im 
Jahr 2022 das Pilotprojekt „HEY Mülheim“ statt. In einer crossmedialen Sozialraumbege-
hung mittels eines Kartendialogs und mit einem anschließenden  Großgruppenformat „Vee-
dels-Konferenz“ in Köln-Mülheim wurden Kinder und Jugendliche beteiligt. Sie wurden mo-
tiviert, ihren Lebensraum zu erkunden und aus ihrer Perspektive zu bewerten. Einen gro-
ßen Stellenwert nahmen Einschätzungen zur Sicherheitssituation ein (vgl. Abbildung 10). 
Laut der Dokumentation des Prozesses bezog sich der größte Anteil aller Beiträge auf den  
Stadtteil Mülheim (38%) – dabei stand vor allem die Situation rund um den Wiener Platz 
im Fokus. 
Die dokumentierten Antworten können als Hinweis auf ein hohes Niveau der affektiven Kri-
minalitätsfurcht unter Kinder und Jugendlichen interpretiert werden. Die Aussagen bezie-
hen sich überwiegend auf die sechs Quartiere, die in der vorliegenden Analyse identifi-
ziert wurden. 
 
Quelle: Michels, M.; Hebecker, M. & Stenzhorn, V. (2022): Online-Kartendialog HEY Mülheim. Digitale Sozialraumbege-
hung mit Kindern und Jugendlichen im Rahmen des Aktionsplans „Kinderfreundliche Kommune Köln“. Bonn, S. 20.  
Abbildung 10: Stellungnahmen von Kindern und Jugendlichen zur Sicherheitssituation in Mülheim 
im Rahmen des Online-Kartendialogs HEY Mülheim

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 97 
 
 
Abbildung 11: Kölner Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord im Rahmen des Pro-
gramms „Starke Veedel – Starkes Köln“ zur Verbesserung der Lebensbedingungen 
Schulen mit überdurchschnittlich häufigen Polizeieinsätzen 
Die Zunahme der Straftaten an und in Schulen im Zeitraum von 2022/2023 – insbeson-
dere von Rohheitsdelikten – unterstreicht, dass diese Institution in der Präventionsstrategie 
des Masterplans besonders Beachtung finden sollte. Zu Beginn sollte das Augenmerk auf

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 98 
die Schulstandorte gerichtet werden, wo in den Jahren 2022 und 2023 überdurchschnitt-
lich häufig polizeiliche Einsätze registriert wurden. Sie befinden sich überwiegend in Quar-
tieren, in deren Umfeld weder die Fluktuationsrate noch die Quote der kriminellen Delikte 
je Einwohner auffallend hoch ausgeprägt ist. Es ist häufiger eine Korrespondenz mit prob-
lembehafteten Lebenslagen festzustellen: Sechs der 11 Schulen gehören nach dem Kölner 
Lebenslagenbericht von 2020 zum Typ „potenziell stark erhöhte Problemlagen“: Es sind 
die Schulstandorte in Buchheim, Chorweiler, Seeberg, Finkenberg, Mülheim und Ostheim.  
• Drei Schulstandorte liegen in den benachbarten Stadtteilen Chorweiler, Hei-
mersdorf und Seeberg, deren städtebauliche Struktur teilweise vom Großwohnsied-
lungsbau der 1970er Jahre geprägt wird. Die Quartiere in der Umgebung der Gus-
tav-Heinemann-Schule in Seeberg-Nord wiesen in der Kriminalitätsbelastung 2023 
nur hintere Rangpositionen auf. Das Quartier Heimersdorf-Nord, in dem die Ursula-
Kuhr-Schule angesiedelt ist, grenzt unmittelbar an Seeberg an. In der Verteilung 
der Kriminalitätsbelastung je Einwohner liegt es sehr weit hinten. Die Heinrich-Böll-
Gesamtschule gehört dem Quartier Chorweiler-Nord an. Die umgebenden Quar-
tiere weisen mit einer Ausnahme ebenfalls Ränge ein, die einen unterdurchschnittli-
chen Belastungsgrad anzeigen. Die Quartiere im Umfeld der Schulstandorte weisen 
zwar überwiegend unterdurchschnittliche Kriminalitätsbelastungen je Einwohner 
und Fluktuationsquoten auf, aber Chorweiler und Seeberg-Nord bilden (zusammen 
mit Blumenberg) einen Sozialraum mit besonderem Entwicklungsbedarf (vgl. Abbil-
dung 11). Weil in den monofunktionalen Großwohnsiedlungen der Quartiere keine 
urbane Lebensqualität entstanden sei und über die Jahre eine segregative soziale 
Entmischung stattgefunden habe, wurde der Bereich im Rahmen des Programms 
„Starke Veedel – Starkes Köln“ zum „Sozialraum Blumenberg, Chorweiler 
und Seeberg-Nord“ erklärt, in dem mit dem Ziel einer positiven Entwicklung sta-
bilisierende Maßnahmen angestoßen wurden. In rund zwei Drittel der Haushalte 
leben Kinder, die jedoch häufig in schwierigen finanziellen Verhältnissen aufwach-
sen. Die Eltern von etwa der Hälfte der jungen Menschen unter 15 Jahren sind auf 
Leistungen des Jobcenters angewiesen. 
• Bei einem Schulstandort, der Lise-Meitner-Gesamtschule, im Stadtteil Finkenberg 
stellt sich die Situation ähnlich dar. Die überdurchschnittlich häufigen polizeilichen 
Einsätze in den Jahren 2022 und 2023 korrespondieren weder mit einer hohen 
Fluktuationsrate noch mit einer hohen Quote der kriminellen Delikte je Einwohner. 
Die Quartiere im Umfeld nahmen im Jahr 2023 nur hintere Rangpositionen ein. 
Auch Finkenberg gehört einem Sozialraum mit besonderem Entwicklungsbedarf an 
– es ist der „Sozialraum Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
(vgl. Abbildung 12). Die Bewohnerschaft weist ein multikulturelles Profil auf, denn 
rund 60 Prozent aller Einwohnerinnen und Einwohner – und fast 80 Prozent der un-
ter 18-Jährigen – haben einen Migrationshintergrund. Ein Viertel der Bewohnerin-
nen und Bewohner bezieht Leistungen des Jobcenters und von den unter 15-Jähri-
gen gehören mehr als zwei Drittel „Bedarfsgemeinschaften“ an [Definition im Rah-
men des Bürgergeld-Bezuges: Gemeinschaft von Menschen, die zusammenleben

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 99 
und gemeinsam wirtschaften]. In Finkenberg gibt es Hochhäuser, die sich teilweise 
im Übergang zu Problemimmobilien befinden. Die Treppenhäuser, Aufzüge, Gara-
gen, Keller- und Außenanlagen sollen teilweise technische Mängel haben und in ei-
nem verwahrlosten Zustand sein. 
 
Abbildung 12: Kölner Sozialraum Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil im Rahmen des 
Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ zur Verbesserung der Lebensbedingungen 
• Ein Schulstandort, die Johann-Bendel Realschule im Stadtteil Mülheim, liegt im 
Quartier der Herz-Jesu-Kirche. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich die 
Quartiere Liebfrauenkirche und Deutz-Mülheimer-Straße, für die 202 3 ein sehr ho-

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 100 
her Kriminalitätsindex je Einwohner errechnet wurde. Auch die in der Nähe liegen-
den Quartiere um den Wiener Platz und am Mülheimer Stadtgarten – 
wie Rhodiusstraße , Jan-Wellem-Straße und Montanusstraße –  wiesen im Jahr 2023 
eine überdurchschnittlich hohe Kriminalitätsquote je Einwohner auf. Die Quartiere 
in der Umgebung liegen von den Rängen der Kriminalitätsbelastung einerseits unter 
den 101 Quartieren mit überdurchschnittlichen Werten und gehören andererseits 
zu den eher durchschnittlich belasteten Gebieten. Dieser Bereich ist nicht Teil ei-
nes Sozialraums mit besonderem Entwicklungsbedarf. 
 
Abbildung 13: Kölner Sozialraum Buchheim, Buchforst, Mülheim-Nord und Keupstraße im Rahmen 
des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ zur Verbesserung der Lebensbedingungen

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 101 
• Ein weiterer Schulstandort, die Nelson-Mandela-Schule im Quartier Buchheim 
– Wuppertaler Straße, das dem Stadtteil Buchheim angehört, weist eine der höchs-
ten Einsatzquoten der Polizei auf: Dort gab es in den Jahren 2022 und 2023 rech-
nerisch rund einen Einsatz pro Monat. Unter den Quartieren im Umfeld weist nur 
das Quartier Hermann-Kunz-Straße eine überdurchschnittlich hohe Kriminalitätsbe-
lastung je Einwohner auf. Die Bewohnerschaft in Buchheim gilt als sozial stark be-
lastet und die Wohnungsbestände entsprechen nur einer einfachen, durchschnittli-
chen Qualität. Der Anteil der Bewohnerinnen und Bewohner mit einem Migrations-
hintergrund liegt deutlich über dem städtischen Durchschnitt. Wegen der sozialen 
Problemlagen und wegen des städtischen Handlungsbedarfs wurde Buchheim im 
Kontext des „Sozialraumes Buchheim, Buchforst sowie Mülheim-
Nord, Keupstraße “ in das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ aufgenom-
men (vgl. Abbildung 13). Die zuvor genannten Quartiere um die Johann-Bendel Re-
alschule und die Herz-Jesu-Kirche im Stadtteil Mülheim wurden nicht in diesen Sozi-
alraumzuschnitt aufgenommen. 
• Der Schulstandort der Albert-Schweitzer-Realschule befindet sich im Quartier 
Ostheim-Süd, den zwar ein sehr hohes Fluktuationsniveau kennzeichnet (52,7 %), 
in dessen Umfeld die Quote der kriminellen Delikte je Einwohner aber nur durch-
schnittlich ausgeprägt ist. Auch Ostheim-Süd ist wegen der sozialer Problemlagen 
Teil des „Sozialraumes Ostheim und Neubrück“ im Rahmen des Programms 
„Starke Veedel – Starkes Köln“ geworden (vgl. Abbildung 14). Dort leben über-
durchschnittlich viele Familien mit Kindern, auch der Anteil der Alleinerziehenden 
fällt erhöht aus. Und die Zahl der über 65-Jährigen liegt ebenfalls über dem Durch-
schnitt der Gesamtstadt. Ein Drittel der Bevölkerung im Sozialraum wird nach Infor-
mationen der Sozialraumkoordination durch Leistungen des Jobcenters unterstützt – 
unter den Kindern unter 15 Jahren betrifft das die Hälfte. 
• Vier Schulstandorte verteilen sich über die Stadtteile Holweide sowie Höhen-
haus im Stadtbezirk Mülheim und den Stadtteil Zündorf im Stadtbezirk Porz. Diese 
Gebiete gelten nach dem Kölner Lebenslagenbericht von 2020 als „durchschnitt-
liche Stadtteile“ – der Stadtteil Rodenkirchen im Stadtbezirk Rodenkirchen sogar 
als „gut aufgestellter Stadtteil“. Im Umfeld der Wilhelm-Busch-Realschule im 
Quartier Zündorf – Wahner Straße, der Gesamtschule Holweide im Quartier Sied-
lung Wichheim, der Willy-Brandt-Gesamtschule im Quartier Höhenhaus – Gesamt-
schule und im Umfeld der Gesamtschule Rodenkirchen im Quartier Sürther Feld – 
Michaelshoven wurden im Rahmen der Indikatorenanalyse weder hohe Fluktuati-
onsraten noch hohe Belastungen durch kriminelle Delikte je Einwohner festgestellt. 
Dennoch weisen die Wilhelm-Busch-Realschule in Zündorf, die Gesamtschule Hol-
weide und die Gesamtschule Rodenkirchen unter allen aufgezählten Schulen beson-
ders hohe Einsatzquoten der Polizei auf: Dort gab es in den Jahren 2022 und 
2023 rechnerisch rund einen Einsatz pro Monat.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 102 
Von den elf Schulstandorten mit überdurchschnittlich häufigen polizeilichen Einsätzen in 
den Jahren 2022 und 2023 liegen sieben in Sozialräumen mit besonderem sozialen Ent-
wicklungsbedarf (64 %), nur vier Schulen in „durchschnittlichen“ und „gut aufgestellten“ 
Stadtgebieten (36 %). Alle Gebiete fallen nicht durch die demographische Fluktuation und 
auch nicht durch die Kriminalitätsbelastung auf, sondern durch die Konflikthäufigkeit zwi-
schen Schülerinnen und Schülern im Schulalltag. Folglich scheinen dort andere Präventions-
strategien notwendig zu sein, als in den hochmobilen und mit kriminellen Delikten belaste-
ten Kölner Quartieren. 
 
Abbildung 14: Kölner Sozialraum Ostheim und Neubrück im Rahmen des Programms „Starke Vee-
del – Starkes Köln“ zur Verbesserung der Lebensbedingungen

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 103 
B1.6 Zwischenergebnisse nach Analyse der Indikatoren 
Um den „Masterplan Kommunale Sicherheit“ in Köln auf einer gesicherten Datengrund-
lage entwickeln zu können, wurde ein Indikatoren-Modell gewählt, mit dem die kriti-
schen Entwicklungen der Sicherheit in Köln frühzeitig erkannt werden können. Als Zwi-
schenergebnis der Datenanalysen lässt sich hier festhalten:  
• Die beiden Indikatoren der jährlichen Bevölkerungsfluktuation und der jährlichen 
Belastung mit Delikten der Straßenkriminalität je Einwohner  korrespondieren in be-
stimmten statistischen Quartieren. Unter diesem verknüpften Blickwinkel können die 
Kölner Teilräume, die einen besonderen Präventionsbedarf aufweisen, schlüssig 
nachvollziehbar abgeleitet werden. 
• Auch der Indikator der Häufigkeit von polizeilichen Einsätzen an Schulen (mit der 
Sekundarstufe I) hat sich als tragfähig erwiesen. Er scheint für die Früherkennung 
negativer Tendenzen unter jungen Menschen sehr geeignet zu sein. Aber es zeigte 
sich auch, dass die Schulen über keine Verfahren und Konzepte verfügen, wie in 
Fällen einer überdurchschnittlichen Einsatzhäufigkeit mit den Belastungen umgegan-
gen werden kann. Vor rund zwei Jahrzehnten wurde mit dem Ansatz der „Selbstän-
digen Schule“ die alltägliche Schulorganisation neugestaltet. Der Zugewinn von „Ei-
genverantwortung“ hat aber möglicherweise zu einer Verinselung der Schulen bei-
getragen. Wenn kritische Ereignisse und Delikte im Schulalltag auftreten, scheinen 
die Abläufe sowohl des internen Austausches zwischen Schulleitung, Lehrkörper 
und Schulsozialarbeit als auch für externe Wege einer Kooperation mit der Polizei 
und mit einschlägigen Stellen der Stadtverwaltung ungeregelt zu sein. Daran muss 
im weiteren Prozess des Masterplans angesetzt werden. 
• In vielen deutschen Städten wurden im Umfeld von Problemimmobilien zahlreiche 
Rechtsverstöße festgestellt, weil die – teilweise undurchsichtigen informellen – Ver-
mietungsbedingungen in diesen Beständen Personengruppen mit abweichendem 
Verhalten anziehen. In Köln stehen zurzeit weder Informationen über die Standorte 
von Wohngebäuden mit dem Charakter von Problemimmobilien noch die Anzahl 
der Wohnungen an solchen Standorten zur Verfügung. Daher konnte auf der 
Grundlage dieses Indikators keine Analyse durchgeführt werden. Als Zwischener-
gebnis lässt sich somit der Vorschlag ableiten, innerhalb der Kölner Stadtverwal-
tung in einen interdisziplinären Austausch einzutreten, um zu klären, wie das Merk-
mal „Problemimmobilie“ zukünftig auf der Ebene der statistischen Quartiere quanti-
tativ und qualitativ erfasst und dokumentiert werden kann.  
• Auch die Datengrundlage zur Unordnung im öffentlichen Raum war für die beab-
sichtigte Analyse nicht hinreichend. Die ausgewählten fünf Ordnungswidrigkeiten 
der Kölner Stadtordnung von 2017 (KSO) lassen sich zurzeit weder quantitativ 
vom Umfang her noch raumdifferenziert tiefenscharf auf der Quartiersebene dar-
stellen. Wenn diese Bedingungen nicht erfüllt sind, bleibt die Suche nach einer Kor-
respondenz mit der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik sehr unscharf. Es wird vermu-
tet, dass die Verzahnung mit dem „Masterplan Sauberkeit“ nur gelingen kann,

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 104 
wenn die Entwicklung der Unordnung bzw. die Erfolge ihrer Beseitigung indikato-
rengestützt abbildbar werden und teilräumlich bis auf Quartiers- und Straßenab-
schnittsebene transparent zugeordnet werden kann. Auch dazu wird angeregt, in-
nerhalb der Kölner Stadtverwaltung einen Prozess der Klärung einzuleiten. 
B1.7 Deliktprofile der ausgewählten Quartiere im Jahr 2023 
Im Rahmen der Indikatoren-Analyse wiesen 48 Quartiere Belastungsmerkmale auf. Sie re-
präsentieren rund 8 Prozent aller 570 statistischen Quartiere in Köln und verteilen sich ty-
pologisch über (I) 28 belastete Innenstadtquartiere, (II) fünf studentische Quartiere, (III) 
vier belastete Quartiere in Ehrenfeld, (IV) vier belastete Quartiere in Kalk und (V) sieben 
belastete Quartiere in Mülheim. 
Ad I: Die 28 Innenstadtquartiere, die durch hohe Fluktuationsquoten, durch eine sehr 
hohe Kriminalitätsbelastung je Einwohner und durch überdurchschnittlich viele Orte der Un-
ordnung gekennzeichnet sind, lassen sich räumlich in folgender Weise zuordnen:  
• 15 linksrheinische Quartiere innerhalb der Ringe : Neumarkt-Viertel – St. Andreas, 
Cäcilien-Viertel – Josef-Haubrich-Hof, City – St. Martin, Apostel-Viertel, Kapitol-Vier-
tel, Georgs-Viertel, Kuniberts-Viertel – St. Kunibert, Eigelstein-Viertel, Gereons-Vier-
tel – St. Gereon, Gereons-Viertel – Klingelpützpark, Mauritius-Viertel – Mauritius-
kirchplatz, Mauritius-Viertel – Weyerstraße , Severins-Viertel – Karl-Berbuer-Platz, 
Severins-Viertel – St. Severin, Severins-Viertel - An St. Katharinen. 
• sieben Quartiere westlich außerhalb der Ringe mit Nähe zum Hahnentor: 
Rathenau-Viertel – Rathenauplatz, Komponisten-Viertel – Yitzhak-Rabin-Platz, Kom-
ponisten-Viertel – Jean-Claude-Letist-Platz, Komponisten-Viertel – Aachener Str., Bel-
gisches Viertel – Bismarckstr., Belgisches Viertel – Lütticher Str., Belgisches Viertel – 
Brüsseler Platz. 
• drei nördliche Neustadt-Viertel: Stadtgarten-Viertel – Bismarckstraße , Media-Park, 
Agnes-Viertel – Aquinostraße am Ebertplatz . 
• zwei Quartiere südlich außerhalb der Ringe: Volksgarten-Viertel – Pfälzer Straße 
und Volksgarten-Viertel – Burgunderstraße.  
• ein Quartier rechtsrheinisch um den Ottoplatz in Deutz. 
Fast 19.000 kriminelle Ereignisse der Straßenkriminalität sind im Jahr 2023 in den 28 
Quartieren bekannt geworden (durchschnittlich 672 Delikte je Quartier). Fast ein Viertel 
der Delikte werden von Ladendiebstählen (24 %) und ein Fünftel von Taschendiebstählen 
(21 %) geprägt. Die hohe Zahl der Standorte des Einzelhandels und die dichten Kunden-
ströme bieten dafür die Gelegenheitsstrukturen. Zusammen mit anderen einfachen Dieb-
stählen (16 %) und Rauschgiftdelikten (10 %) markieren die vier Deliktarten zwei Drittel 
der Straßenkriminalität in diesen Innenstadtquartieren (vgl. Tabelle 15).

MaKoS 
 
Masterplan Kommunale Sicherheit 105 
 
Tab. 15: Prozentuale Verteilung von Delikten der Straßenkriminalität in den belasteten Kölner Quartieren im Jahr 2023 
Belastete Quartiere 
in Köln 
Prozentwerte von Delikten der Straßenkriminalität  
nach den ausgewählten Quartiersbündeln im Jahr 2023 Absolute An-
zahl aller De-
likte 
Index:  
Kriminalität  
je EW 
 
andere 
Delikte 
Diebstahl 
Fahrrad 
Diebstahl 
aus Kfz 
Taschen-
diebstahl 
Raubüber-
fälle 
Körperver-
letzung Diebstahl Laden-
diebstahl 
Woh-
nungsein-
bruch 
Sachbe-
schäd. 
Kfz 
Sachbe-
schäd. all-
gemein 
Rauschgift  
28 belastete Innen-
stadtquartiere 3,3 8,1 6,1 21,0 1,3 4,4 15,6 23,8 0,7 2,5 3,5 9,5 18.818 0,34 
 
33 restliche Innenstadt-
quartiere 4,4 20,3 15,5 7,1 0,9 3,0 9,9 7,1 2,5 5,9 5,7 17,8 5.025 0,08 
 
5 studentische Quar-
tiere 5,6 14,4 16,1 19,7 2,1 5,9 11,4 1,6 2,0 6,2 4,4 10,6 1.330 0,12 
 
4 belastete Quartiere 
in Ehrenfeld 5,0 13,0 5,0 12,6 0,6 3,7 11,6 28,0 0,8 5,5 7,6 6,6 1.220 0,22 
 
4 belastete Quartiere 
in Kalk 3,9 4,5 4,2 17,3 1,0 2,6 7,6 33,9 0,5 2,7 2,2 19,7 3.055 0,32 
 
7 belastete Quartiere 
in Mülheim 3,9 6,0 9,7 12,1 1,2 4,0 16,9 17,0 1,1 3,5 3,5 21,0 2.360 0,17 
 
Quelle: PKS 2023, LKA NRW – eigene Berechnungen

MaKoS 
 
Verfahren und Erprobung 106 
Wenn die anderen 34 Quartiere des Stadtbezirks Innenstadt dazu in Relation gesetzt wird, 
ist eine deutliche Differenz zu erkennen. Der Umfang von rund 5.000 Delikten der Straßen-
kriminalität fiel dort im Jahr 2023 deutlich niedriger aus – die durchschnittlich errechneten 
152 Delikte je Quartier entsprechen nur einem Fünftel des Straftatendurchschnitts in den 28 
Schwerpunktquartieren. Auch das Profil der Delikte unterscheidet sich: Es dominieren Fahr-
raddiebstähle (20 %) und Diebstähle aus Kraftfahrzeugen (16 %), aber auch Rauschgiftde-
likte (18 %). 
Ad II bis V: Im Rahmen der Analyse wurden weitere Quartierstypen ermittelt (vgl. Ta-
belle 15): 
• In fünf studentischen Quartieren wurden im Jahr 2023 über1.300 kriminelle 
Ereignisse der Straßenkriminalität registriert (durchschnittlich 266 Delikte je Quar-
tier). Allerdings hat sich das die Anzahl der Straftaten gegenüber dem Jahr 2022 
verringert, in dem noch 297 Delikte je Quartier errechnet wurden. In der Verteilung 
der Delikte dominieren verschiedene Formen des Diebstahls: Die Taschendiebstähle 
(20 %), die Fahrraddiebstähle (16 %), die Diebstähle aus Kraftfahrzeugen (16 %) 
und die einfachen Diebstähle (11 %) stellen fast zwei Drittel aller Delikte in diesen 
Quartieren dar. In keinem der anderen Quartierstypen war im Jahr 2023 die Quote 
der Körperverletzungen so hoch (6 %). 
• In den vier Ehrenfelder Quartieren fanden 2023 rund 1.200 kriminelle Ereig-
nisse der Straßenkriminalität statt (durchschnittlich 305 Delikte je Quartier). Über ein 
Viertel machen darunter Ladendiebstähle aus (28 %). Einen bemerkenswerten Stel-
lenwert mit – zusammen rund einem weiteren Viertel – nehmen der Fahrraddiebstahl 
(13 %) und der Taschendiebstahl (13 %) ein. 
• In den vier Quartieren in Kalk sind 2023 über 3.000 kriminelle Ereignisse der 
Straßenkriminalität aktenkundig geworden. Der damit verbundene Durchschnitt von 
fast 763 Delikten je Quartier übertrifft sogar die Kriminalitätsquote in den 28 belas-
teten Innenstadtquartieren. Rund 70 Prozent des Profils werden durch drei Deliktar-
ten geprägt: Ein Drittel wird von den Ladendiebstählen bestimmt (34 %), und die Ta-
schendiebstähle stellen unter den Delikten fast ein Fünftel (17 %). Ein weiteres Fünf-
tel machen Rauschgiftdelikte aus (20 %)  
• In den sieben Quartieren in Mülheim wurden im Jahr 2023 über 2.300 krimi-
nelle Ereignisse der Straßenkriminalität gezählt. Der Durchschnitt von 337 Delikten 
je Quartier liegt deutlich über den studentischen und Ehrenfelder Quartieren, aber 
weit unterhalb des sehr hohen Niveaus in den vier Quartieren des Stadtteils Kalk. 
Die Reihenfolge des Profils beginnt mit Rauschgiftdelikten (21 %) – eine so hohe 
Quote wurde in keinem anderen Quartierstyp festgestellt. Sie setzt sich fort mit La-
dendiebstählen (16 %), einfachen Diebstählen (17 %), Taschendiebstählen (12 %) 
und Diebstählen aus Fahrzeugen (10 %) 
Die 48 Quartiere mit einer hohen Fluktuation und Kriminalitätsbelastung bilden erstens das 
Kölner Zentrum ab, zweitens die rechtsrheinische Achse Mülheim-Kalk und drittens Ehren-
feld im Westen (vgl. Abbildung 15). Andere das Kölner Zentrum rahmende Stadtteile wie 
beispielsweise Nippes und Lindenthal gehören nicht dazu.

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 107 
Insgesamt zeigen sich signifikante Unterschiede: In den Gebieten von Kalk und Mülheim 
spielt der Anteil der Rauschgiftdelikte im öffentlichen Raum der Stadtplätze eine beson-
dere Rolle. In den Quartieren von Ehrenfeld und Kalk sind die Ladendiebstähle in au-
ßerordentlicher Weise ausgeprägt, so dass die Ladeninhaber zu wirksameren Präventions-
maßnahmen motiviert werden könnten. Dies betrifft in besonderer Weise auch die Inhaber 
des Einzelhandels in den 28 herausgefilterten Quartieren der Innenstadt. Präventionsmaß-
nahmen sind auch gegen den Fahrraddiebstahl notwendig, der sowohl in einigen Quar-
tieren der Innenstadt als auch in den studentischen Quartieren und in den Ehrenfel-
der Quartieren überdurchschnittlich ausgeprägt ist. 
 
Abbildung 15: Verteilung der 45 identifizierten Quartiere mit einer hohen Fluktuation und Kriminali-
tätsbelastung über die Kölner Stadtteile

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 108 
Wenn die Indikatoren der Bevölkerungsfluktuation und der Unordnung nicht berücksichtigt 
werden und der Fokus nur auf den Indikator der Straßenkriminalität  gerichtet 
wird, lassen sich noch acht weitere Kölner Teilräume auflisten: 
• Im Quartier Alt-Grengel, das den Kölner Flughafen einschließt, hat sich die 
Zahl der Straftaten um 458 Prozent von 182 im Jahr 2019 auf 1015 Delikte im Jahr 
2023 erhöht. Die Belastungsquote von 0,59 Straftaten der Straßenkriminalität je Ein-
wohner war im Jahr 2023 außerordentlich hoch. Das Profil der Delikte wurde zu 
zwei Drittel durch Rauschgiftdelikte (69%) bestimmt; daneben betraf ein Zehntel der 
Delikte einfachen Diebstahl (13%). 
• Im Quartier Chorweiler – Turkuplatz wurden im Jahr 2023 insgesamt 522 De-
likte der Straßenkriminalität verzeichnet , was 0,20 Straftaten je Einwohner ent-
spricht. Es dominierten mit 46 Prozent der Ladendiebstahl und mit 22 Prozent der Ta-
schendiebstahl. 
• Im Quartier Madaus – Auf dem Eichenbrett, das im Stadtbezirk Mülheim vor 
einigen Jahren auf einer alten Industriebrache neu errichtet wurde, nahmen die De-
likte von 271 (im Jahr 2019) auf 362 Straftaten im Jahr 2023 zu. Rechnerisch ergibt 
das 0,19 Straftaten je Einwohner. Das Profil war im Jahr 2023 gekennzeichnet von 
Ladendiebstahl (46%), einfachem Diebstahl (15%) und Diebstahl aus Kraftfahrzeu-
gen (13%). 
• Auffallend sind auch zwei Ostheimer Quartiere. In Ostheim-Süd erhöhten sich 
die Straftaten der Straßenkriminalität  um 132 Prozent von 87 im Jahr 2019 auf 202 
Delikte im Jahr 2023. Das Profil wird geprägt von: Diebstahl aus Kfz (36%), Woh-
nungseinbruch (11%), einfachem Diebstahl (11%) und Fahrraddiebstahl (10%). Im 
Quartier Ostheim-Nord – Rösrather Straße entwickelte sich die Straßenkriminalität 
um 117 Prozent von 109 Delikten im Jahr 2019 auf 237 im Jahr 2023. Im Profil do-
minieren Diebstahl aus Kfz (24%), einfacher Diebstahl (17%), Wohnungseinbruch 
(12%) und Fahrraddiebstahl (12%). 
• Im Stadtbezirk Mülheim befindet sich die Siedlung Blauer Hof – Heidelberger 
Straße. Dort erhöhten sich die Straftaten zwischen 2019 und 2023 um 262 Prozent 
von 42 auf 152 Delikte. Besonders auffallend ist, dass mit einem Drittel das Delikt 
Widerstand gegen die Staatsgewalt (32%) dominiert. 
• Im Stadtbezirk Rodenkirchen kann noch das Quartier Zollstock-Nord – Zoll-
stock Arkaden erwähnt werden. Dort nahmen die Delikte um 243 Prozent von 37 
(2019) auf 127 (2023) zu. Im Vordergrund stehen Straftaten des Ladendiebstahls 
(40%) und des Fahrraddiebstahl (17%). Jeweils rund ein Zehntel machen der Ta-
schendiebstahl (9%) und der einfache Diebstahl (11%) aus. 
• Der höchste Anstieg im Zeitraum von 2019 bis 2023 fand im Quartier Alt-Lin-
denthal – Dürener Straße  statt. Prozentual betrug das Wachstum der Straftaten 
873 Prozent. Einschränkend muss allerdings angemerkt werden, dass diese Entwick-
lung mit dem niedrigen Niveau der absoluten Zahlen zusammenhängt. Denn die De-

Schlussbericht  
Masterplan Kommunale Sicherheit 109 
likte nahmen innerhalb der vier Jahre von 11 auf 107 Straftaten zu. Auch hier ste-
hen Straftaten des Ladendiebstahls (40%), des Fahrraddiebstahl (19%) und des ein-
fachen Diebstahls (16%) im Vordergrund. 
B1.8 Überblick über die bestehenden Präventionskonzepte und Prä-
ventionsmaßnahmen  
Die Stabsstelle „Zentrum für Kriminalprävention und Sicherheit“ im Dezernat „Allgemeine 
Verwaltung und Ordnung“ verfügt über eine Übersicht , in der dargestellt wird, welche Prä-
ventionsmaßnahmen in Köln bereits implementiert und welche Akteure dabei – teilweise 
verantwortlich – eingebunden wurden: 
• Das zentrale Instrument stellt der „Präventionsatlas“ dar, in dem die Kölner Präventi-
onslandschaft in kontinuierlicher Fortschreibung dargestellt wird. 
• Nach dem aktuellen Stand sind darin 110 Institutionen, Organisationen, Engagierte, 
Gremien wie Runde Tische und Arbeitskreise von Professionellen enthalten und auf 
einer Geodatenkarte im Stadtgebiet verortet. 
• Der Präventionsatlas ist gegliedert nach den Kategorien: sozialraumorientierte Netz-
werke; Akteure im Feld der Sicherheit, Ordnung und Strafverfolgung; Antirassismus 
und Integration; Extremismus; sexualisierte Gewalt; Drogen und Sucht; Kinder, Ju-
gendliche und Schule; Seniorinnen und Senioren; Wirtschaft, Wohnen und Verkehr. 
• Das aktuelle Konzept der Schulsozialarbeit. 
Im Kölner Präventionsatlas wurden diejenigen Akteure, Institutionen und Fachkreise in Köln 
aufgeführt, die einerseits im Umfeld der Schulen und andererseits im Umkreis der Quartiere 
kriminalpräventiv tätig sind.  
Im Rahmen der Umsetzung von Empfehlungen des Masterplans Kommunale Sicherheit in 
Kölner Teilräumen können aus dem Präventionsatlas diejenigen Kreise ausgewählt werden, 
die daran örtlich beteiligt werden sollen.

Verfahren und Erprobung 110 
B2. Workshop: Raumbezogene Perspektiven der Stakeholder für 
den Masterplan Kommunale Sicherheit 
Das Ziel des Workshops bestand darin, die Ergebnisse der Erprobung des Indikatoren-Mo-
dells einzuordnen, um auf dieser Grundlage Schlussfolgerungen für die weiteren vertiefen-
den Schritte zu ziehen.  
B2.1 Teilnehmende 
Am Workshop, der am 16. Mai 2024 unter dem Vorsitz der Kölner Stadtdirektorin Andrea 
Blome stattfand, wirkten Schlüsselpersonen aus unterschiedlichen Feldern mit: 
• Neun Führungskräfte der Kölner Stadtverwaltung [Amt für Liegenschaften, Vermes-
sung und Kataster (23) sowie Amt für Recht, Vergabe und Versicherungen (30), Ab-
fallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln im Dezernat für Klima, Umwelt, Grün und Lie-
genschaften (VIII/3), Amt für öffentliche Ordnung (32), Amt für Soziales, Arbeit und 
Senioren (50), Amt für Wohnungswesen (56), Stadtplanungsamt (61), Amt für Ver-
kehrsmanagement (64)]; 
• vier Personen der Kölner Zentralstelle für Kriminalprävention und Sicherheit (I/3); 
• zwei Schwerbehindertenvertretungen der Kölner Stadtverwaltung; 
• eine Vertretung des Aufsuchenden Suchtclearings (ASC – als Kooperation zwischen 
dem Gesundheitsamt der Stadt Köln und drei Suchthilfeträgern); 
• fünf Vertretungen aus dem Kölner Polizeipräsidium [Vertreterin Direktion Kriminali-
tät, Vertreter Kriminalkommissariat Kriminalprävention/Opferschutz, Leiter Bezirks-
dienst Polizeiinspektion 2];  
• drei Vertretungen der Abfallwirtschaftsbetriebe Köln (AWB) und der Kölner Ver-
kehrsbetriebe (KVB); 
• eine Vertretung der Industrie- und Handelskammer zu Köln (IHK). 
B2.2 Bewertungen und Rückschlüsse 
Nach der Präsentation der empirischen Ergebnisse, die im Rahmen der Erprobung des Indi-
katoren-Modells gewonnen worden sind, wurden die anwesenden Expertinnen und Exper-
ten bzw. Führungskräfte gebeten, einerseits das Indikatoren-Modell sowie andererseits die 
herausgearbeiteten empirischen Strukturbilder zu bewerten und auf dieser Basis erste Rück-
schlüsse aus ihrer fachlichen Perspektive zu ziehen.  
Sowohl Frau Stadtdirektorin Blome als auch die anderen Teilnehmenden stimmten dem ge-
wählten Indikatoren-Ansatz vollständig zu. Das Vorgehen der Verknüpfung mehrerer Indika-
toren habe plausible Erkenntnisse geliefert, an denen gut weiter angesetzt werden könne. 
Der Bezug zum Quartier als räumliche Grundeinheit – nach der Logik der Neuen Leipzig-
Charta – wurde angesichts der Tatsache, dass Köln über 570 statistische Quartiere verfügt,

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 111 
als sehr aufwändig eingeschätzt. Es wurde aber auch anerkannt, dass der Stadtteil als Be-
trachtungsraum zu grob sei und dass nur die kleinere Einheit des Quartiers den unmittelba-
ren alltäglichen Lebens- und Aktionsraum der Bewohnerinnen und Bewohner repräsentiere. 
Die Ursachen von Störungen der objektiven Sicherheitssituation und der subjektiven Sicher-
heitswahrnehmung lassen sich am besten im Wohnumfeld-Radius des Quartiers erkennen 
und bearbeiten. Auch wenn die Kategorie des „statistischen Quartiers“ nicht in allen Fällen 
deckungsgleich mit den Bezugsräumen der Wohnbevölkerung sein muss, gebe es keine 
raumstrukturelle Alternative dazu. 
Ein besonderes Augenmerk wurde in der Diskussion auf den Indikator „Problemimmobilien“ 
gerichtet. Die Eignung von Problemimmobilien als Indikator für den Masterplan Kommunale 
Sicherheit wurde nicht in Zweifel gezogen. Aber in Köln müsse erst noch erhoben werden, 
in welchen Stadtquartieren solche Immobilien festzustellen sind. Bisher hatte kein Fachbe-
reich der Kölner Stadtverwaltung die Aufgabe erhalten, Problemimmobilien zu identifizie-
ren. Vom Amt für Wohnungswesen wurde darauf hingewiesen, dass beispielsweise das 
Sachgebiet Zweckentfremdung, Wohnungsaufsicht, Mietpreiskontrolle Aufgaben mit einem 
anderen Fokus wahrnimmt: Im Blickpunkt stehen Einzelfälle, in denen der Zustand und die 
Ausstattung einer Wohnung nicht den gesetzlichen Mindeststandards entsprechen oder in 
denen Wohnraum zweckentfremdet genutzt wird. Im Regelfall geht es um einzelne Woh-
nungen, nicht um komplette Immobilien oder gar ihr Umfeld.  
Vor diesem Hintergrund scheint es notwendig zu sein, verschiedene Fachbereiche der Köl-
ner Stadtverwaltung in einen Austausch zu bringen, um interdisziplinär aufzuklären, wie das 
Phänomen der „Problemimmobilien“ – etwa unter der besonderen Situation des angespann-
ten Wohnungsmarktes in der Stadt Köln – definiert und operationalisiert werden könne. Ins-
gesamt wurde betont, dass es einer Definition bedürfe, was in Köln unter Problemimmobi-
lien zu verstehen sei.  
Aus dem Amt für öffentliche Ordnung wurde zur Auswertung von Schwerpunkten der Un-
ordnung Stellung genommen. Die Ordnungswidrigkeiten nach der Kölner Stadtordnung 
können im Stadtraum nicht systematisch erfasst werden; denn die Ressourcen des Außen-
dienstes seien begrenzt und müssen auf die Kernaufgaben fokussiert werden. Es sei aber 
durchaus wünschenswert, wenn die Informationen über die Unordnung im öffentlichen Raum 
digital kleinräumig zur Verfügung stünden. Interessant sei der Zusammenhang unterschiedli-
cher Merkmale, die von der Einsatzlage von Polizei über die Erkenntnisse des Ordnungs-
dienstes und der Fachkräfte des Jugendamtes bis hin Beobachtungen im Raum – z.B. ille-
gale Prostitution, baufällige Gebäude und die lokale Gewerbestruktur betreffend – reichen. 
Die Erfahrungen des Amtes für öffentliche Ordnung unterstreichen, dass vor allem kommer-
zielle Orte – wie zum Beispiel als Gewerbe angemeldete Shisha-Bars – als potenzielle Tat-
gelegenheiten besondere Beachtung verdienen. 
Die Abfallwirtschaftsbetriebe Köln wiesen darauf hin, dass die Beschwerden und Meldun-
gen von Mängeln zur Absicherung des Indikators „Unordnung“ stadtteilbezogen – und 
möglicherweise auch straßenbezogen – ausgewertet werden können (siehe Beschwerdefor-
mular unter: https://www.stadt-koeln.de/service/onlinedienste/beschwerden/?f=VIII-3 und

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 112 
Internetseite „Sag´s uns“: https://sags -uns.stadt-koeln.de/). Von Seiten des Amtes für öffent-
liche Ordnung wurde auf eine verzerrte Darstellung der Beschwerdelage aufmerksam ge-
macht: So, wie die Daten der PKS nur das Hellfeld der Straftaten abbilden, hänge die 
Kenntnis des Fachbereichs, wo Ereignisse der Unordnung häufig festzustellen sind, vom 
Meldeverhalten ab. In besser situierten Quartieren sei das Beschwerdeaufkommen höher 
als in Quartieren mit sozialen Problemlagen. Insofern sei die reine Zahl der Beschwerden 
nur teilweise aussagekräftig. Weil die Wahrnehmungssensibilität und weitergehend die Be-
reitschaft, Brennpunkte der Unordnung zu melden, von der sozialen Lage und räumlich von 
der Sozialstruktur beeinflusst werde, müsse bei der Beschwerdestatistik von einem Dunkel-
feld in benachteiligten Quartieren ausgegangen werden. Es werde damit gerechnet, dass 
im Jahr 2024 die digitale Datenerfassung der Beschwerden eingeführt wird. 
An dem Hinweis auf den Einfluss der Sozialstruktur setzte ein Beitrag des Amtes für Sozia-
les, Arbeit und Senioren an. Viele der rechtsrheinisch identifizierten Quartiere mit einer ho-
hen Fluktuation und Kriminalitätsbelastung werden zugleich von Merkmalen der Armut ge-
prägt. Beispielsweise werden sowohl Finkenberg als auch Kalk von „Armutsquartieren“ ge-
prägt. Die Daten des aktuellen „Kölner Lebenslagenberichts“ veranschaulichen den Zusam-
menhang nachdrücklich.  
Aus dem Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster sowie dem Amt für Recht, 
Vergabe und Versicherungen wurde angeregt, bei der Wiederholung der Untersuchungen 
gezielt auch städtische Immobilien mit in den Blick zu nehmen. Falls ihre Bewirtschaftung 
vernachlässigt wird, können sie als problematische Gebäudestrukturen den Charakter von 
Tatgelegenheiten annehmen. Somit können sich auch vernachlässigte städtische Immobilien 
im Zustand einer Problemimmobilie befinden. Zur Gefahrenabwehr in solchen Beständen 
seien insbesondere auch rechtliche Instrumente der ordnungsbehördlichen Gefahrenabwehr 
zu betrachten, die vom Instandsetzungs- und Modernisierungsgebot gemäß § 177 BauGB 
über bauordnungsrechtliche Abbruch- oder Beseitigungsanordnungen bis zur Ausübung des 
Vorkaufsrechts nach § 24 BauGB in privaten Nachbarbeständen reichen können. Eine sol-
che Herangehensweise könne bis zu der Frage führen, ob die Standorte der Wochenmärkte 
präventiv gestaltet sind oder das Begehen von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten be-
günstigen.  
Aus dem Kreis des Amtes für Verkehrsmanagement wurde angeregt, im Rahmen der weite-
ren Untersuchungsschritte auch die Beleuchtungssituation im Bereich der Quartiere mit einer 
hohen Kriminalitätsbelastung zu bewerten. 
B2.3 Perspektiven für das weitere Vorgehen  
Mit einer Mehrpunktabfrage wurde eine kollektive Entscheidung herbeigeführt, welche der 
im ersten Schritt identifizierten Quartiere mit Belastungen im weiteren Verfahrensablauf ver-
tiefend betrachtet werden sollen. Zur Auswahl standen elf Quartiere bzw. Quartiersbündel. 
Es handelte sich um:

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 113 
• die – mit einer sehr hohen Fluktuationsrate und sehr hohen Belastung Straftaten-
quote je Einwohner – belasteten Bündel von Wohnquartieren in den Stadtteilen Eh-
renfeld, Kalk und Mülheim 
• studentische Quartiere in Hochschulnähe mit Einrichtungen für studentisches Wohnen 
und mit Freizeitangeboten für Studierende und 
• die sieben Quartiere mit dem höchsten Anstieg der Straßenkriminalität von 2019 bis 
2023 
Jede Person erhielt fünf Klebepunkte, um zu kennzeichnen, welche Kölner Teilräume in der 
vertieften Analyse berücksichtigt werden sollen. Insgesamt gaben 22 Teilnehmende ein Vo-
tum ab. Von den 110 vergebenen Punkten entfielen die meisten auf das Kalker Quartiers-
bündel (27), auf die Mülheimer Quartiere um die Deutz-Mülheimer-Straße (19) und auf die 
Quartiere in Ehrenfeld (18) Diese 64 Punkte repräsentieren mehr als die Hälfte aller abge-
gebenen Wahlen (58,2%). 
Nach der Auszählung der Punkteverteilung regten einige Teilnehmende an, das Interesse 
nicht nur auf die bereits im Blickpunkt stehenden Quartiere zu richten, sondern auch ein be-
lastetes Quartier in den vertiefenden Analysen zu berücksichtigen, das bisher noch nicht im 
Blickfeld der Kriminalprävention stand. In dem Sondervotum, das allgemeine Zustimmung 
fand, wurde vorgeschlagen, auch das Quartier Madaus in Merheim in den vertiefenden 
Schritten zu berücksichtigen. Denn dieses Quartier wurde erst im Laufe der 2010er Jahre 
auf der Brache des ehemaligen Madaus-Geländes neu errichtet. Der Stadtentwicklungsaus-
schuss der Stadt Köln hatte im Dezember 2013 den Beschluss gefasst, ein entsprechendes 
Verfahren für die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans einzuleiten. Das 
Neubaugebiet auf dem Madausareal grenzt direkt an die Flächen des Krankenhauses Köln-
Merheim an: es liegt zwischen Hibiskusweg, Ostmerheimer Straße, Auf dem Eichenbrett und 
Salbeiweg. Der Investor Interhomes hat auf der rund 15.000 Quadratmeter großen Fläche 
Reihenhäuser und Mehrfamilienhäuser gebaut. 
Aus dem Blickwinkel der IHK zu Köln wurde bemängelt, dass die besonders belasteten 
Quartiere der Innenstadt nicht zur Wahl standen. Aus dem Kreis der Teilnehmenden wurde 
darauf hingewiesen, dass es bereits zahlreiche Bestrebungen gebe, die Sicherheitssituation 
dort zu verbessern. So stehe im Präsenzkonzept des Polizeipräsidiums Köln die Polizeiarbeit 
an fünf Brennpunkten der Kölner Innenstadt im Fokus: (1) Dom/HBF/Breslauer Platz, (2) 
Ebertplatz, (3) Alter Markt/Heumarkt, (4) Neumarkt, (5) Ringe. An diesen Orten sollen ei-
nerseits das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung durch sichtbare Polizeipräsenz – losgelöst 
von konkreten Einsätzen – gestärkt und andererseits die Verfestigung von kriminellen Struk-
turen verhindert werden. Darüber beschäftige sich der Fachkreis „Plätze mit besonderem 
Handlungsbedarf“ mit der Thematik: Im Zusammenwirken mit verschiedenen Akteuren setze 
die Stadtverwaltung in der Folge verschiedene Maßnahmen an den Innenstadtplätzen um, 
um die Sicherheit zu steigern und die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Seitens der IHK 
wurde betont, dass der Einzelhandel weiterhin von Bettelei und dem längeren Verweilen 
von Wohnungslosen in den Einkaufsstraßen betroffen sei. Die Ordnungspartnerschaft in der 
Kölner Innenstadt und der Fachkreis „Plätze mit besonderem Handlungsbedarf“ solle sich

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 114 
weiter mit der Aufgabe auseinandersetzen, wie diese Problematik wirkungsvoll verringert 
werden könne. 
Quartiere und Quartiersbündel Vergebene 
Punkte: 
Ehrenfeld: Leo-Amann-Park – Hansemann-
straße – Lichtstraße – Neptunplatz/Vogels-
anger Str. 
18 
Kalk: Vorsterstraße – Trimbornstraße – St. 
Marien – Köln Arcaden 
27 
Mülheim: Liebfrauenkirche – Herz-Jesu-Kirche 
– Deutz-Mülheimer-Straße 
19 
Mülheimer Stadtgarten: Rhodiusstraße – Jan-
Wellem-Straße – Montanusstraße – Keup-
/Schanzenstraße 
12 
Studenten-Viertel – Südbahnhof-Viertel 2 
Alt-Grengel 3 
Chorweiler – Turkuplatz 3 
Quartier Madaus – Auf dem Eichenbrett  3 
Ostheim-Süd & Ostheim-Nord 4 
Siedlung Blauer Hof – Heidelberger Straße  8 
Zollstock-Nord – Zollstock Arkaden 11 
Foto: H. Schubert 
Abbildung 16: Priorisierung von Quartieren für die vertiefenden Analysen durch die Teilnehmenden 
des raumbezogenen Workshops 
Der Austausch unter einschlägigen Expertinnen und Experten der Kriminalprävention und 
Schlüsselpersonen der Kölner Stadtverwaltung führte zu den folgenden Empfehlungen des 
Workshops „Perspektiven der Stakeholder für den Masterplan Kommunale Sicherheit“ am 
16. Mai 2024:  
Auswahl von Quartieren 
• Berücksichtigung einiger Wohnquartiere in den Gebieten von Kalk, Ehrenfeld oder 
Mülheim, die durch eine sehr hohe Fluktuationsrate und sehr hohe Kriminalitätsbelas-
tung gekennzeichnet.

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 115 
• Im Kontrast dazu auch die Berücksichtigung des Quartiers Madaus in Merheim, wel-
ches zu den sieben Quartieren mit dem höchsten Anstieg der Straßenkriminalität von 
2019 bis 2023 gehört. 
Die finale Abstimmung, in welchen der vorgeschlagenen Quartiere die vertiefenden Analy-
seschritte stattfinden werden, erfolgte im weiteren Austausch mit dem Zentrum für Kriminal-
prävention und Sicherheit der Stadt Köln. 
B3. Workshop: Schulbezogene Perspektiven für den Masterplan 
Kommunale Sicherheit 
Die beiden Ziele dieses Workshops bestanden darin, die Ergebnisse des schulbezogenen 
Indikators einzuordnen, um daraus Schlussfolgerungen für die Präventionsstrategien an den 
Kölner Schulen zu ziehen. Im Zentrum stand die Frage, wie sich die Kooperation mit exter-
nen Institutionen und Organisationen zur Prävention kritischer Ereignisse und Delikte im 
Schulalltag entwickeln lässt, damit der sehr hohe Anstieg der Rohheitsdelikte in den Kölner 
Schulen innerhalb des Jahres von 2022 bis 2023 zügig gestoppt werden kann. Dazu wur-
den folgende Feinziele verfolgt: 
• Bericht aus den Schulen, welchen besonderen Belastungen die Sicherheitssituation im 
Schulalltag unterliegt; 
• Darstellung von Konzepten der Prävention, die im Schulalltag zur Anwendung kom-
men sollten; 
• Sammlung von Anforderungen an die außerschulische Kooperation, um die Unter-
stützung zu verbessern. 
Aus den gewonnenen Ergebnissen wurden Perspektiven abgeleitet, wie die Unterstützung 
der Schulen bei der Früherkennung negativer Tendenzen unter jungen Menschen ausgebaut 
werden kann. 
B3.1 Teilnehmende 
Am schulbezogenen Workshop am 23. Mai 2024 wirkten folgende Schlüsselpersonen mit: 
• eine Vertreterin der Förderschule Berliner Straße;  
• zwei Fachkräfte der Gesamtschule Rodenkirchen; 
• ein Schulsozialarbeiter der Gesamtschule Holweide; 
• die Leiterin des Sachgebiets „Schulsozialarbeit“ im Amt für Schulentwicklung der 
Stadt Köln; 
• eine Vertreterin des Bezirksjugendamtes Mülheim der Stadt Köln; 
• eine Vertreterin der Bezirksregierung Köln (Schulpsychologie); 
• zwei Vertretungen des Schulamts für die Stadt Köln (Untere staatliche Schulaufsichts-
behörde).;

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 116 
• zwei Vertretungen der Jugendgerichtshilfe der Stadt Köln und des Hauses des Ju-
gendrechts; 
• vier Personen der Kölner Zentralstelle für Kriminalprävention und Sicherheit; 
• zwei Vertreter des Kölner Polizeipräsidium [Leiter Bezirksdienst Polizeiinspektion 2, 
PeRiskoP: Früherkennung und Umgang mit Personen mit Risikopotenzial].  
B3.2 Aktuelle Belastungen 
Im Rahmen der Präsentation der empirischen Ergebnisse des Indikatoren-Modells wurde be-
tont, dass sich die Zahl der Straftaten im Schulbetrieb in Köln von 2022 bis 2023 nahezu 
verdoppelt habe. Besonders stark haben die Rohheitsdelikte im Schulalltag in Köln zuge-
nommen. Der weitere Umgang mit den Ergebnissen verlangte die Strategie, auf zwei paral-
lelen Pfaden zu Lösungen zu kommen (vgl. Abbildung 17): Auf einem Pfad wurden – räum-
lich ausgerichtet – weitere vertiefende Analysen in ausgewählten belasteten Quartieren 
durchgeführt; auf dem anderen Pfad wurden – institutionell ausgerichtet – Handlungsan-
sätze gesucht, wie sich die Sicherheitssituation in den Kölner Schulen präventiv verbessern 
lässt. Seitens der Schulpsychologie der Bezirksregierung Köln wurde dieses Vorgehen mit 
dem Hinweis unterstützt, dass ein großer Teil der Schülerschaft an Kölner S chulen nicht im 
unmittelbaren Quartiersumfeld wohnt. Weil die Schulen große Einzugsgebiete haben, fallen 
die Überschneidungen mit den kriminalitätsbelasteten Quartieren nur gering aus.  
 
Abbildung 17: Strategie der parallelen Pfade zu einer raumbezogenen und schulbezogenen Prä-
vention 
Die anwesenden Expertinnen und Experten wurden um Rückmeldungen zum Indikatoren-
Modell und den ermittelten empirischen Strukturbildern gebeten. Insgesamt wurden das In-
dikatoren-Modell und besonders die für den schulischen Kontext herausgearbeiteten Er-
kenntnisse positiv bewertet. Der Indikator der Polizeieinsätze an Schulen und der Straftaten 
im Schulbetrieb habe Perspektiven eröffnet, an denen weiter konstruktiv angesetzt werden 
könne.

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 117 
Um die Ausgangslage in den Schulen zu verstehen, wurde nach den Belastungen im Schul-
betrieb gefragt, welche die Sicherheitssituation betreffen. In den Antworten wurden fol-
gende Aspekte genannt: 
• Die Zunahme der Meldungen von Kindeswohlgefährdungen korrespondiere mit der 
Zunahme von Rohheitsdelikten an den Schulen. Im Stadtbezirk Mülheim habe die 
Zahl dieser Gefährdungslagen im Laufe der vergangenen Jahre um etwa ein Zehntel 
zugenommen. Weil viele Hilfestrukturen und -angebote im Bereich der Jugendhilfe in 
diesem Zeitraum zugleich wegfielen, sei die Perspektivklärung einer Inobhutnahme 
schwieriger geworden. Eine Inobhutnahme könne nur erfolgen, wenn ein freier Platz 
in einer Gruppe zur Verfügung steht. Mangels eines ausreichenden Platzangebots, 
wo diese Kinder längerfristig untergebracht werden könnten, bleiben sie an den 
Schulen und werden dort weiter auffällig. Im Durchschnitt gebe es 60 Anfragen für 
einen Platz in einer Intensivwohngruppe. In den Hauptschulen sei in diesem Zusam-
menhang auch die Anzahl der sogenannten Intensivtäter/innen angestiegen. 
• Neben dem Fehlen von Leistungsangeboten der Jugendhilfe mangele es auch an 
schulpsychiatrischer Unterstützung. Insofern fehle es auch an Angeboten der medizi-
nischen und psychologischen Diagnostik. Teilweise warten die Kinder und ihre Fami-
lien mehrere Jahre auf einen Platz mit diagnostischen und therapeutischen Angebo-
ten. Notwendig seien niedrigschwellige therapeutische Hilfeangebote am Schulstand-
ort. 
• Die geringere Hemmschwelle von Schülerinnen und Schülern, Rohheitsdelikte – wie 
Körperverletzung, Raub oder auch Erpressung – zu begehen, spiegele im gewissen 
Sinn auch Entwicklungen in der Gesamtgesellschaft wider. Einerseits könne es als un-
beabsichtigte Folge der Isolation in der Corona-Zeit verstanden werden, andererseits 
wachsen viele Schülerinnen und Schülern in Milieus auf, in denen sie nur wenige 
Grenzsetzungen und Vermittlungen eines Regelkanons erleben. Weil sie im Alltag 
kaum noch Sanktionen ausgesetzt seien, verlieren diese ihre Korrektivfunktion. 
Wenn unter den Eltern kein Rechtsbewusstsein ausgeprägt sei und die Sozialisation 
vermehrt über die Nutzung digitaler Endgeräte erfolge, fehle den Kindern eine 
trennscharfe Vorstellung, was falsch und richtig sei. Und wenn die Eltern mit den Kin-
dern nur wenig kommunizieren, verkümmere bei den Kindern die soziale Bindung, 
aber auch die Empathie für die Opfer ihres Handelns. Oft werden die Eltern und ihr 
Kind nach einer Straftat in die Schule zu einem Gespräch eingeladen: in den meisten 
Fällen fehle auf beiden Seiten die Einsicht in die Regelverletzung. Teilweise spielen 
der Migrationshintergrund, Fluchterfahrungen oder auch eigene Gewalterlebnisse 
für das Fehlen des Rechtsbewusstseins eine Rolle. 
• Eine Corona-Folge sei, dass die Kinder nicht gelernt haben, sich in die Klassen-
gruppe und deren Tagesablauf zu integrieren. Viele empfinden das Zusammensein 
mit den anderen in der Klasse als anstrengend. Aus dem Alltag der Gesamtschule 
Holweide wurde berichtet, dass interaktive Situationen schnell eskalieren: zuerst 
komme es zu einem Streit – als zweites falle ein Reizwort (wie z.B. „Hurensohn“) – 
als drittes folge die Gewaltanwendung. Weil für ca. 1.800 Schülerinnen und Schüler

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 118 
nur drei Fachkräfte der Schulsozialarbeit zur Verfügung stünden, könne nicht an al-
len Schulorten präventiv interveniert, und die betroffenen Schüler können nicht päda-
gogisch begleitet werden.  
• Die Problematik mangelnder Impulskontrolle zeige sich inzwischen auch schon in 
den Grundschulklassen. Die Zunahme der Delikte werde auch durch die Mitnahme 
von Waffen in die Schule verursacht; der Umgang mit solchen Schülern stelle für die 
Lehrkräfte im Schulbetrieb eine hohe Belastung dar. Einen negativen Einfluss habe 
zusätzlich die neue Kulturform, gewalttätige Auseinandersetzungen und Körperver-
letzungen mit dem Mobilphone zu filmen und anschließend auf Plattformen der sozi-
alen Medien hochzuladen. Aus dem Alltag der Förderschule Berliner Straße wurde 
berichtet, dass die Schulleitung angesichts dieser Entwicklungen fast täglich im Aus-
tausch mit der Polizei stehe. 
• Schließlich wurde noch kritisch angemerkt, dass in den Quartieren teilweise Einrich-
tungen der sozialen Infrastrukturen für Kinder und Jugendliche fehlen. Die Möglich-
keiten, in der Freizeit außerhalb der Schule Regeln des Miteinanders zu lernen, ha-
ben sich außerhalb der Schule verringert. Oft werden nur temporär Projekte durch-
geführt, die nicht zum Aufbau nachhaltiger Strukturen beitragen. 
B3.3 Erwartungen an den Masterplan Kommunale Sicherheit 
In der zweiten Diskussionsrunde wurde erkundet, wie im Fall von Sicherheitsproblemen im 
Schulalltag verfahren wird. Anschließend wurde gesammelt, welche Erwartungen die Teil-
nehmenden an den „Masterplan Kommunale Sicherheit“ in Köln haben.  
Grundlage des Umgangs mit der Sicherheit in der Schule bilde der Notfallordner „Hinsehen 
und Handeln“, den das Ministerium für Schule und Bildung NRW gemeinsam mit der Unfall-
kasse NRW erarbeitet und allen Schulen in NRW zur Verfügung gestellt hat. Er enthalte das 
Sicherheitskonzept zur schulischen Gewaltprävention und ein Begleitheft mit Empfehlungen 
zur Krisenintervention. Der Notfallordner bestehe aus zwei Teilen. Der Interventionsteil
 
gebe Hinweise, wie der Ablauf für verschiedene Krisenfälle zu gestalten sei. Der Krisenprä-
ventionsteil befinde sich in einem eigenständigen Handbuch mit Handlungsempfehlungen für 
das schulische Fachpersonal und für die Nutzung von Unterstützungssystemen der Kom-
mune – wie zum Beispiel Fachberatungsstellen der Kinder- und Jugendhilfe.  
Der Notfallordner gibt eine Orientierung, wie im Krisenfall vorzugehen ist. Der darin skiz-
zierte standardisierte Handlungsablauf in Notfällen, die von Unfällen über kriminelle Delikte 
bis zu Amokläufen reichen, werde in den Schulen in der Regel befolgt. So gebe es im Allge-
meinen auch das im Notfallordner geforderte Schulteam für Beratung, Gewaltprävention 
und Krisenintervention, in dem neben der Schulleitung, (Beratungs-) Lehrkräfte, Fachkräfte 
der Schulsozialarbeit und anderes schulisches Personal bis hin zur Schülervertretung mitwir-
ken. Die Schlüsselpersonen dieser Teams besuchen regelmäßig Fortbildungen, um für den 
Umgang mit Rohheitsdelikten oder Vorformen gewappnet zu sein.

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 119 
Wichtige Schritte des Handlungsablaufs betreffen die Aktivierung externer Unterstützung – 
z.B. bei Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Schulträger und Bezirksregierung. In einem Be-
darfsfall spricht die Schulleitung das schulpsychologische Krisenteam bei der Bezirksregie-
rung Köln an. Dort bietet der Schulpsychologische Dienst den Schulen in Krisenfällen eine 
Unterstützung an – wie z.B. Beratungsgespräche mit betroffenen Lehrkräften, Schüler/innen 
und betroffenen Eltern. Nach einer groben Schätzung treffen aus dem gesamten Regie-
rungsbezirk Köln pro Tag ca. zwölf solcher Anfragen ein. Es wurde vorgeschlagen, dass 
die aus Kölner Schulen eingehenden Anfragen der Krisenintervention in der Bezirksregie-
rung über etwa drei Monate räumlich und inhaltlich erfasst werden, um einen weiteren Eck-
punkt für den Masterplan zu haben. 
Im weiteren Gesprächsverlauf wurde nach den Erwartungen gefragt, die sich aus den Schu-
len an den Masterplan richten. Folgende Aspekte wurden genannt: 
• Es gebe Trainingsprogramme für schulische Akteure, die gewaltpräventive Maßnah-
men in Schulklassen umsetzen möchten. Sie sollen Kompetenzen zur Deeskalation 
von Konflikten aufbauen. Oft umfassen sie die Schwerpunkte: Umgang mit Emotio-
nen, soziale Wahrnehmung, Handlungskompetenz und Einübung einer gemäßigten  
Praxis. Die Teilnehmenden wünschen, dass im Rahmen des Masterplans die Ausbil-
dung von Präventionstrainer/innen an jeder Schule ermöglicht werde. 
• Für belastete Schulen werde auch die Etablierung von Formen des „sozialen Trai-
nings“ als notwendig erachtet, in denen Schülerinnen und Schüler im Austausch un-
tereinander lernen, ihre persönlichen Stärken einzubringen und Konflikte zu lösen. 
Das Training ist geeignet, gut funktionierende Klassengemeinschaften zu schaffen. 
Der Masterplan solle die Voraussetzungen schaffen, dass Angebote des „sozialen 
Trainings“ an Kölner Schulen – möglichst für alle Altersstufen – durchgeführt werden 
können. Gebraucht werde eine Übersicht der Anbieter und der Angebote solcher 
Trainings, aus der ausgewählt werden kann. 
• Aufgeworfen wurde als Schlüsselfrage: Was kann außerhalb der Schulen zur Unter-
stützung getan werden, damit die Schulen mit der Problematik wachsender Strafta-
ten im Schulbetrieb nicht allein gelassen werden? In diesem Zusammenhang wurde 
angeregt, dass die Schulen aus den Quartieren und Sozialräumen heraus unterstützt 
werden – beispielsweise können die Fachkräfte der Sozialraumkoordination in die 
Präventionsarbeit mit eingebunden werden. 
• Eine weitere, daran anknüpfende Anregung betraf die Ausweitung des Konzepts der 
Familiengrundschulzentren (vgl. https://www.familiengrundschulzentren-nrw.de) auf 
„Familienschulzentren“, die in benachteiligten (Armuts-) Quartieren die Eltern in ih-
rer Rolle als Bildungsbegleiterinnen und -begleiter der Kinder auch in der Sekundar-
stufe I stärken. 
• Der „Schulsozialindex“ des Landes Nordrhein-Westfalen bildet die soziale Struktur 
der Schülerschaft einer Schule ab (vgl. https://www.schulministerium.nrw/schulso-
zialindex). Auf der Grundlage dieses Index erhalten Schulen, die mit sozialen Prob-
lemlagen belastet sind, mehr Ressourcen, um den damit verbundenen besonderen

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 120 
Herausforderungen gerecht zu werden. Es wurde angeregt, im Index auch die Krimi-
nalitätsbelastung als Faktor aufzunehmen. 
• Schließlich wurde zur Entlastung der Schulen noch der  Ausbau der Vernetzung mit 
externen Schlüsselakteuren wie Polizei und Jugendamt in Präventionsfragen themati-
siert. 
B3.4 Perspektiven für die schulexterne Kooperation 
Das Thema der schulexternen Kooperation wurde auch behandelt. Der Umgang mit Krimi-
nalität und Krisen im Schulbetrieb sei durch den standardisierten Handlungsablauf des Not-
fallordners „Hinsehen und Handeln“ des Ministeriums für Schule und Bildung NRW hinrei-
chend geregelt und werde durch das schulpsychologische Team der Bezirksregierung Köln 
gut unterstützt. Die Kommunikations- und Kooperationswege beim Auftreten von Krisen und 
Notfällen seien interinstitutionell verankert und im Allgemeinen bekannt. Das Interesse der 
Teilnehmenden zielte daher auf eine bessere Begleitung und Ausstattung der schulischen 
Kriminalprävention von außen.  
In der weiteren Vertiefung wurde darüber nachgedacht, wie die Wege der schulexternen 
Kooperation ausgebaut werden könnten und welche Anlauf-/Kontaktpunkte gebraucht wer-
den, um die Schulen besser zu unterstützen. Diskutiert wurde darüber hinaus, welche An-
sätze und Projektformate der Kriminalprävention in den Schulen gebraucht werden. 
Vorgeschlagen wurde die Erarbeitung eines integrierten Konzepts der Begleitung von Eltern 
und Kindern – quasi eine Begleitung vom Kinderwillkommenspaket über die Kindertagesbe-
treuung und die Grundschule bis in die schulischen Sekundarstufen hinein. Außerdem wurde 
eine regelmäßige ASD -Sprechstunde vor Ort in der Schule mit einer festen Ansprechperson 
angeregt; eine regelmäßige Sprechstunde am Schulstandort wird auch als Beitrag des 
Schulpsychologischen Dienstes gewünscht. Schließlich seien in den Schulen auc h regelmä-
ßige Schulungen und Workshops durch polizeiliche Fachkräfte zu Präventionsthemen not-
wendig. Um hinsichtlich der Fortbildungen eine hohe Flexibilität zu gewährleisten, brauchen 
die Schulen eine Ressourcenausstattung, auf die bei Bedarf direkt zugegriffen werden 
könne. 
Es wurde weiterhin angeregt, die Zusammenarbeit der Schulen mit der Jugendgerichtshilfe 
wiederzubeleben. Im Sinn der Primärprävention können Fachkräfte der Jugendgerichtshilfe 
oder Rechtsanwälte in den Unterricht eingeladen werden, um die Folgen von Straftaten zu 
vermitteln. Denkbar sei auch der gemeinsame Besuch von Jugendstrafverfahren, damit 
nachvollzogen werden könne, welche Konsequenzen Kriminalität nach sich zieht. Die Be-
zirksbeamten der Polizei sollen mehr Zeit zur Betreuung einiger Schulen erhalten, damit sie 
für Präventionsfragen besser ansprechbar sind. Zur Stärkung der Kinder und Jugendlichen 
in ihrem Lebensumfeld eigne sich die gesetzliche Einführung der Kindergartenpflicht (quasi 
als Vorschulpflicht).  
Eine andere Stellungnahme wurde darauf fokussiert, die Personalressourcen der Polizei für 
Präventionsmaßnahmen in den Schulen zu erhöhen. In der Folge einer Organisationsände-
rung im Polizeipräsidium Köln im Bereich des Bezirksdienstes könne die Präventionsarbeit

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 121 
der Bezirksbeamten an den Kölner Schulen zurzeit nur eingeschränkt erfolgen. Aus der Ge-
samtschule Rodenkirchen wurde dazu rückgemeldet, ohne Unterstützung der Polizei fühle 
man sich in der Präventionsarbeit allein gelassen.  
Die Aufmerksamkeit wurde außerdem auf schnellere Verfahren der Verurteilung von Inten-
sivtäter/innen und auf eine engere Verzahnung von Streetwork und Schulsozialarbeit ge-
lenkt. Gewünscht werden zudem mehr präventive Angebote des ASD an den Schulen. Un-
terstützende Funktionen sollen auch Fachkräfte der Psychologie in den Schulen wahrneh-
men, indem sie geeignete Therapien anbieten. 
Eine Teilnehmerin formulierte: „Wenn die Kinder unsere kostbarste Ressource sind, sollten 
wir mehr in sie investieren! à Mehr Personen, mehr Unterstützung, weniger Segregation. In 
runtergekommenen Gebäuden, auf kaputten Stühlen, in desaströsen Räumen wächst kein 
klarer Geist und kein Bewusstsein für Respekt.“ Als Fazit wurde daraus abgeleitet, „Lern-
landschaften“ in der Mitte der Quartiere zu schaffen, die sich nicht nur an Schulkinder rich-
ten, sondern auch eine Anlaufstelle für die Eltern und für die Erwachsenenbildung darstellen 
und nicht zuletzt auch Funktionen der Frühförderung kleiner Kinder wahrnehmen. 
Schließlich wurde noch ein Aufweichen der Restriktionen des Datenschutzes als notwendig 
erachtet, wenn die enge Zusammenarbeit zwischen Schulen und externen unterstützenden 
Organisationen von Erfolg gekrönt sein soll. 
Nachfolgend werden die Empfehlungen des schulbezogenen Workshops in der Abbildung 
18 zusammengefasst. 
 
Abbildung 18: Zusammenfassung der Empfehlungen des schulbezogenen Workshops

Verfahren und Erprobung 122 
B4. Ausgewählte Teilräume der vertiefenden Erhebungen 
Im Rahmen des Workshops „Perspektiven der Stakeholder für den Masterplan Kommunale 
Sicherheit“ am 16. Mai 2024 hatten die beteiligten Expertinnen und Experten der Kriminal-
prävention und die Schlüsselpersonen der Kölner Stadtverwaltung die Auswahl von Vertie-
fungsräumen in Ehrenfeld, Kalk und Mülheim vorgeschlagen, die in den vergangenen Jah-
ren durch eine sehr hohe Fluktuationsrate und sehr hohe Kriminalitätsbelastung gekenn-
zeichnet waren. Im Kontrast dazu wurde auch das Quartier Madaus in Merheim berücksich-
tigt, das von 2019 bis 2023 einen sehr hohen Anstieg der Straßenkriminalität aufwies. 
Unter Berücksichtigung des zeitlichen Rahmens wurde in Abstimmung mit dem Zentrum für 
Kriminalprävention und Sicherheit der Stadt Köln folgende operative Auswahl für die empi-
rischen Erhebungen vor Ort getroffen: 
(1.) die Quartiere Leo-Amann-Park und Hansemannstraße im Umfeld des Bahnhofs 
Ehrenfeld; 
(2.) die Quartiere Trimbornstraße und Vorsterstraße im Umfeld des Bahnhofs Trim-
bornstraße und de s Platzes Kalk Post; 
(3.) die Siedlung Madaus – Auf dem Eichenbrett. 
B4.1 Umfeld Bahnhof Ehrenfeld 
Quartier 401010004 Ehrenfeld-West: Quartier Leo-Amann-Park 
• Dort hatte die Anzahl von Straftaten der Straßenkriminalität im Zeitraum von 2019 
[294 Delikte] bis 2023 [330 Delikte] um 12 Prozent zugenommen.  
• Der Index „Straßenkriminalität je Einwohner“ im Jahr  2023 war mit einem Wert von 
0,18 stark überdurchschnittlich ausgeprägt. 
• Das Profil der Straßenkriminalität wird von den folgenden häufigsten Straftaten ge-
prägt: Taschendiebstahl 19%, Fahrraddiebstahl 15 %, Diebstahl allgemein 12%, 
Rauschmitteldelikt 12%, Körperverletzung 7% (Kölner Durchschnitt: 3%). 
In die Untersuchung wurden folgende Straßen bzw. Straßenabschnitte einbezogen:  
Bartholomäus-Schink-Straße: 45 – 75; 2 – 6a  
Christianstraße ; 1 – 25; 2 – 82  
Ehrenfeldgürtel: 79 – 133  
Heliosstraße : 2 – 16  
Herbrandstraße: 1 – 11; 10 
Leo-Amann-Park 
Marienstraße : 2e – 2f  
Schönsteinstraße : 33 – 63; 10 – 28  
Subbelrather Straße: 243 – 257; 238 – 264a  
Venloer Straße : 377 – 453; 350a – 354e  
Vogelsanger Straße : 206 – 224

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 123 
Quartier 401030002 Ehrenfeld: Quartier Hansemannstraße  
• Dort hatte die Anzahl von Straftaten der Straßenkriminalität im Zeitraum von 2019 
[207 Delikte] bis 2023 [294 Delikte] um 42 Prozent zugenommen.  
• Der Index „Straßenkriminalität je Einwohner“ im Jahr  2023 war mit einem Wert von 
0,15 ebenfalls überdurchschnittlich ausgeprägt. 
• Das Profil der Straßenkriminalität wird von den folgenden häufigsten Straftaten ge-
prägt: Taschendiebstahl 16%, Fahrraddiebstahl 16 %, Ladendiebstahl 16%, Dieb-
stahl allgemein 14%, Sachbeschädigung 12%, Körperverletzung 5% (Kölner Durch-
schnitt: 3%). 
In die Untersuchung wurden folgende Straßen bzw. Straßenabschnitte einbezogen:  
Ehrenfeldgürtel: 76 – 126   
Gerhard-Wilczek-Platz 
Glasstraße : 7 – 31; 2 – 30  
Gravenreuthstraß e: 1 – 25; 2 – 10  
Hansemannstraße : 1 – 49; 2 – 54  
Hüttenstraße: 13 – 35; 2 – 36  
Ottostraße  : 1 – 9; 2 – 4c  
Philippstraße : 1 – 71 
Stammstraße : 1 – 23; 2a – 28  
Subbelrather Straße: 175 – 221; 180 – 234   
Venloer Straße : 308 – 350   
B4.2 Umfeld Bahnhof Trimbornstraße, Kalk Post und Kalker Haupt-
straße 
Quartier 802010006 Kalk: Trimbornstraße  
• Dort hatte die Anzahl von Straftaten der Straßenkriminalität im Zeitraum von 2019 
[127 Delikte] bis 2023 [437 Delikte] um 244 Prozent zugenommen.  
• Der Index „Straßenkriminalität je Einwohner“ im Jahr  2023 war mit einem Wert von 
0,23 stark überdurchschnittlich ausgeprägt. 
• Das Profil der Straßenkriminalität wird von den folgenden häufigsten Straftaten ge-
prägt: Taschendiebstahl 37%, Rauschmitteldelikt 17%, Ladendiebstahl 16%, Dieb-
stahl allgemein 9%, Diebstahl aus Kfz 6%, Körperverletzung 7% (Kölner Durch-
schnitt: 3%), Fahrraddiebstahl 6 %. 
In die Untersuchung wurden folgende Straßen bzw. Straßenabschnitte einbezogen: 
Antoniastraße : 1 – 5    
Dillenburger Straße : 1 – 19; 4 – 40  
Johann-Mayer-Straße: 1 – 17; 2 – 18  
Kalker Hauptstraße : 1 – 49; 62 – 94  
Robertstraße : 1 – 25; 2 – 24  
Rolshover Straße :  2 – 70  
Trimbornstraße : 1 – 27; 2 – 38

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 124 
Quartier 802010002 Kalk: Vorsterstraße  
• Dort hatte die Anzahl von Straftaten der Straßenkriminalität im Zeitraum von 2019 
[560 Delikte] bis 2023 [850 Delikte] um 52 Prozent zugenommen.  
• Der Index „Straßenkriminalität je Einwohner“ im Jahr  2023 war mit einem Wert von 
0,33 außerordentlich überdurchschnittlich ausgeprägt.  
• Das Profil der Straßenkriminalität wird von den folgenden häufigsten Straftaten ge-
prägt: Ladendiebstahl 30%, Taschendiebstahl 19%, Rauschmitteldelikt 24%, Dieb-
stahl allgemein 9%. 
In die Untersuchung wurden folgende Straßen bzw. Straßenabschnitte einbezogen:  
Breuerstraße : 3 – 41; 2 – 40  
Josephskirchstraße : 1 – 31; 2 – 20  
Kalker Hauptstraße : 101 – 245  
Kalk-Mülheimer Straße : 1 – 47; 2 – 60  
Kapitelstraße : 4 – 26  
Markt: 6 – 24  
Steprathtraße: 1 – 33 
Vietorstraße : 2 – 40  
Vorsterstraße : 65a – 103; 38 – 86e  
B4.3 Neubebauung der Madausbrache 
Im Rahmen des Workshops hatten einige Teilnehmende angeregt, auch ein belastetes Quar-
tier in den vertiefenden Analysen zu berücksichtigen, das bisher noch nicht im Blickfeld der 
Kriminalprävention stand. In dem Sondervotum wurde vorgeschlagen, das Quartier Ma-
daus in Merheim in die vertiefende Analyse mit aufzunehmen.  
Quartier 806020001 Siedlung Madaus: Auf dem Eichenbrett  
• Dort hatte die Anzahl von Straftaten der Straßenkriminalität im Zeitraum von 2019 
[271 Delikte] bis 2023 [362 Delikte] um 33 Prozent zugenommen.  
• Der Index „Straßenkriminalität je Einwohner“ im Jahr  2023 war mit einem Wert von 
0,19 deutlich überdurchschnittlich ausgeprägt. 
• Das Profil der Straßenkriminalität wird von den folgenden häufigsten Straftaten ge-
prägt: Ladendiebstahl 46%, Taschendiebstahl 19%, Diebstahl allgemein 19%, Dieb-
stahl aus Kfz 13%, Rauschmitteldelikt 10%. 
In die Untersuchung wurden folgende Straßen bzw. Straßenabschnitte einbezogen:  
Fenchelweg: 1 – 19  
Hopfenstraße : 1 – 13; 2 – 22  
       55 – 79; 70 – 76  
Madausstraße : 1 – 7; 2 – 6  
Olpener Straße : 612 – 618  
Ostmerheimer Straße : 198 – 228  
Walnussweg: 1 – 3; 2  
Wilhelm-Griesinger-Straße: 9 – 23 
Am Sonnenhut: 31 – 283; 30 – 54  
Arnikaweg: 3; 2 – 32

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 125 
Auf dem Eichenbrett: 1 – 3; 2 
Für die angrenzende Ostmerheimer Straße ist  eine Ordnungspartnerschaft bekannt zwi-
schen: Außendienst des Ordnungsamtes, Polizei und Amt für Soziales, Arbeit und Senioren.  
B4.4 Vergleich der Quartiere anhand kommunalstatistischer Daten 
Von der Bevölkerungszahl her weisen die fünf betrachteten Quartiere im Jahr 2023 eine 
ähnliche Größenordnung von ca. 1.800 bis 1.900 Einwohner auf. Lediglich das Kalker 
Quartier Vorsterstraße liegt mit rund 2.600 Einwohnern deutlich darüber. Das demographi-
sche Profil lässt sich folgendermaßen zusammenfassen (vgl. Tabelle 16 ).  
• Der Anteil männlicher Bewohner liegt – abgesehen vom Quartier Ehrenfeld 
West/Leo-Amann-Park – deutlich über dem Stadtdurchschnitt. In den Quartieren Eh-
renfeld/Hansemannstraße, Kalk/Trimbornstraße, Kalk/Vorsterstraße und Mer-
heim/Siedlung Madaus machen männliche Einwohner mehr als die Hälfte der Be-
wohnerschaft aus (Kölner Stadtdurchschnitt 2023: ca. 49 Prozent). 
• Der Bevölkerungsanteil mit Migrationshintergrund fällt nur im Quartier Ehren-
feld/Hansemannstraße unterdurchschnittlich aus (Kölner Stadtdurchschnitt 2023: ca. 
42 Prozent). In den drei Quartieren in Kalk und Merheim beträgt der Anteil 2023 
über 60 Prozent. 
• Die junge Bevölkerung im Alter bis 18 Jahre (Kölner Stadtdurchschnitt 2023: ca. 16 
Prozent) macht in der Neubausiedlung Madaus fast ein Viertel der Wohnbevölke-
rung aus. Stark unterdurchschnittlich – d.h. mit etwa nur einem Zehntel an der Bevöl-
kerung – fällt ihr Anteil in den Quartieren Ehrenfeld West/Leo-Amann-Park, Ehren-
feld/Hansemannstraße und Kalk/Vorsterstraße aus. In den Kalker und Ehrenfelder 
Quartieren sind vor allem die 18 bis unter 45-jährigen überrepräsentiert; sowohl die 
älteren Bewohnergruppen als auch Kinder und Jugendliche sind hingegen unterre-
präsentiert. 
• Die überdurchschnittliche Haushaltsgröße in der Neubausiedlung Madaus verdeut-
licht, dass dort viele Familien sesshaft geworden sind; in etwas mehr als einem Drittel 
leben Kinder mit in den Haushalten. In den Quartieren Ehrenfeld/Hansemannstraße, 
Kalk/Trimbornstraße, Kalk/Vorsterstraße liegt die Haushaltsgröße im Mittel weit un-
ter dem Kölner Stadtdurchschnitt (2023: ca. 1,9 Personen). In den Ehrenfelder und 
Kalker Quartieren übertrifft die Quote der Einpersonenhaushalte deutlich den Kölner 
Stadtdurchschnitt – auch der Anteil der Haushalte mit Kindern liegt klar unter dem 
städtischen Mittelwert. 
• Die Fluktuationsquote liegt in den Ehrenfelder und Kalker Quartieren weit über dem 
Stadtdurchschnitt. Werden von den Zuzügen aber die Fortzüge abgezogen, so wei-
sen nur die Ehrenfelder Quartiere ein Wachstum auf – in den Kalker Quartieren 
steht die Wanderungsbilanz unter einem negativen Vorzeichen.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 126 
Tabelle 16: Demographisches Profil der Untersuchungsquartiere in den Stadtteilen Ehrenfeld, Kalk 
und Merheim im Jahr 2023 
 
 
 
 
Demographisches Profil im Jahr 
2023 
Stadt Köln Quartiere 
im Stadtteil Ehrenfeld im Stadtteil Kalk Merheim 
Ehrenfeld-
West: Leo-
Amann-
Park 
Ehrenfeld: 
Hansemann-
straße  
Trim-
born-
straße  
Vorster-
straße  
Siedlung 
Madaus 
Einwohnerzahl insgesamt 1.095.520 1.812 1.972 1.893 2.589 1.908 
Anteil männlicher Einwohner 48,8 48,3 51,7 52,9 52,0 50,9 
Anteil weiblicher Einwohnerinnen  51,2 51,7 48,3 47,1 48,0 49,1 
Bevölkerungsanteil mit Migrations-
hintergrund 
42,4 44,5 37,0 63,3 60,4 64,6 
Bevölkerungsanteil im Alter von 0 
bis unter 18 Jahre  
16,1 10,7 12,9 16,1 12,9 23,2 
Bevölkerungsanteil im Alter von 18 
bis unter 30 Jahre 
16,2 29,4 22,7 26,4 25,3 16,8 
Bevölkerungsanteil im Alter von 30 
bis unter 45 Jahre 
22,9 26,8 34,5 29,1 28,4 27,1 
Bevölkerungsanteil im Alter von 45 
bis unter 65 Jahre 
27,0 18,4 21,4 19,2 22,1 25,2 
Bevölkerungsanteil ab 65 Jahre 17,8 14,8 8,5 9,2 11,3 7,8 
Zahl der Haushalte 571.643 915 1.238 1.131 1.619 739 
Durchschnittliche Haushaltsgröße  1,9 2,0 1,6 1,7 1,6 2,6 
Anteil (alleinerziehender) Elternteil -
Haushalte mit Kind(ern)  
4,1 3,6 2,9 4,6 3,4 7,6 
Anteil Haushalte ohne Kind(er) 82,0 86,4 87,5 85,2 88,0 64,7 
Anteil Haushalte mit Kindern 18,0 13,6 12,5 14,8 12,0 35,3 
Anteil Einpersonenhaushalte 51,7 59,5 67,9 65,5 66,0 32,2 
Anteil Zweipersonenhaushalte  26,4 24,9 18,3 17,9 19,4 27,9 
Anteil Dreipersonenhaushalte 10,7 8,2 6,8 8,6 7,0 15,6 
Anteil Vierpersonenhaushalte 7,8 5,4 4,8 4,7 4,9 16,5 
Anteil Fünf- und Mehrpersonenhaus-
halte 
3,4 2,1 2,1 3,3 2,7 7,8 
Wanderungsbilanz (Binnenzuzüge 
+ Außenzuzüge – Binnenfortzüge + 
Außenfortzüge) je 100 Einwohner  
0,4 4,9 1,6 – 0,3  – 0,5 – 3,1 
Fortzüge (Binnen- und Außenfort-
züge) je 100 Einwohner 
10,6 14,2 16,1 17,5 14,1 10,5 
Zuzüge (Binnen- und Außenzuzüge) 
je 100 Einwohner 
11,0 19,2 17,7 17,3 13,6 7,4 
Quelle: Amt für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Köln; eigene Berechnungen

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 127 
Tabelle 17: Sozialleistungen in den Untersuchungsquartieren der Stadtteile Ehrenfeld, Kalk und 
Merheim im Jahr 2023 
 
 
 
Sozialleistungen im Jahr 2023 
Stadt Köln Quartiere 
im Stadtteil Ehrenfeld im Stadtteil Kalk Merheim 
Ehrenfeld-
West: Leo-
Amann-
Park 
Ehrenfeld: 
Hanse-
mann-
straße  
Trimborn-
straße  
Vorster-
straße  
Siedlung 
Madaus 
SGB II, Leistungsberechtigte 112.526 217 157 394 452 202 
Anteil SGB II- Leistungsberechtigte 
im Alter 0 bis unter die Alters-
grenze zum Renteneintritt an allen 
Einwohnern mit Hauptwohnung im 
gleichen Alter 
12,4 14,1 8,7 22,9 19,6 11,5 
Sozialleistungen zur Sicherung des 
Lebensunterhaltes (SGB II & SGB 
XII) 
139.424 280 195 463 531 231 
Anteil Leistungsberechtigte mit Si-
cherung des Lebensunterhaltes (Re-
gelleistungsberechtigte nach SGBII, 
Leistungsberechtigte nach SGBXII, 
3./4. Kapitel) an allen Einwohnern 
mit Hauptwohnsitz 
12,8 15,6 9,9 24,6 20,6 12,2 
Anteil Personen mit Leistungsbezug 
AsylbewLG an allen Einwohnern 
mit Hauptwohnung 
0,7 0 3,2 1,0 0,8 0,8 
Anteil SGBXII-Leistungsberechtigten 
mit Grundsicherung bei Erwerbs-
minderung an allen Einwohnern mit 
Hauptwohnung im Alter von 18 bis 
unter die Altersgrenze zum Renten-
eintritt 
1,1 1,3 0,8 1,4 1,2 0,6 
Anteil SGBXII-Leistungsberechtigte 
mit Grundsicherung im Alter an al-
len Einwohnern mit Hauptwohnung 
ab der Altersgrenze zum Rentenein-
tritt und älter 
9,2 15,7 13,7 25,8 17,0 15,9 
Sozialleistungen zur Sicherung des 
Lebensunterhaltes, erweitert (SGB II 
& SGB XII & AsylbewLG) 
146.780 280 257 482 551 233 
Anteil Leistungsberechtigte mit Si-
cherung des Lebensunterhaltes (Re-
gelleistungsberechtigte nach SGBII, 
Leistungsberechtigte nach SGBXII, 
3./4. Kapitel und Leistungsberech-
tigte nach AsylbewLG) an allen Ein-
wohnern mit Hauptwohnsitz 
13,5 15,6 13,1 25,6 21,4 12,3 
Arbeitslose (SGB II & SGB III) 52.488 119 110 198 253 65 
Arbeitslosenquote insgesamt (SGB 
II & SGB III) 
8,6 10,9 8,8 16,5 15,3 5,6 
Quelle: Amt für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Köln 
Sozialleistungen dienen der sozialen Sicherung der Bevölkerung. Nach dem Zwölften Sozi-
algesetzbuch geht es vor allem um: Hilfe zum Lebensunterhalt (§§ 27 - 40 SGB XII), Grund-
sicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (§§ 41 - 46b SGB XII), Hilfen zur Gesundheit

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 128 
(§§ 47 - 52 SGB XII), Hilfe zur Pflege (§§ 61 - 66 SGB XII) und Hilfe zur Überwindung be-
sonderer sozialer Schwierigkeiten (§§ 67 - 69 SGB XII). Im zweiten Buch des Sozialgesetz-
buchs (SGB II) wird die Grundsicherung für Arbeitssuchende (Bürgergeld) geregelt, die Per-
sonen – sowie ihre Familienhaushalte – erhalten, die sich in Deutschland aufhalten, nicht äl-
ter als 67 Jahre alt und erwerbsfähig sind, aber einen Hilfebedarf nachweisen können.  
Das Bedarfsprofil in den fünf betrachteten Räumen im Jahr 2023 lässt sich auf der Grund-
lage der Kommunalstatistik folgendermaßen zusammenfassen (vgl. Tabelle 17). 
• Sowohl der Anteil von SGB II- Leistungsberechtigten an allen Einwohnern mit Haupt-
wohnung im gleichen Alter als auch der Anteil der Leistungsberechtigten mit Siche-
rung des Lebensunterhaltes an allen Einwohnern mit Hauptwohnsitz in Köln fällt ins-
besondere in den beiden Kalker Quartieren stark überdurchschnittlich aus (Kölner 
Stadtdurchschnitt 2023: ca. 12-13 Prozent). Im Ehrenfelder Quartier Hansemann-
straße liegt die Quote demgegenüber darunter – im Quartier Ehrenfeld-West/Leo-
Amann-Park nur geringfügig darüber. 
• Die höchste Quote von Personen mit Leistungsbezug nach dem AsylbewLG an allen 
Einwohnern mit Hauptwohnung in Köln verzeichnet das Quartier Ehrenfeld/Hanse-
mannstraße.  
• Die Anteile der SGBXII-Leistungsberechtigten mit Grundsicherung im Alter an allen 
Kölner Einwohnern nach dem Renteneintritt fallen in sämtlichen Quartieren höher als 
der Stadtdurchschnitt aus – außerordentlich stark im Quartier Trimbornstraße. Ob-
wohl die ältere Bevölkerung dort unterdurchschnittlich vertreten ist, weist sie einen 
überdurchschnittlichen Hilfebedarf auf. 
• Die Arbeitslosenquote repräsentiert den prozentualen Anteil der arbeitslos Gemelde-
ten an der Gesamtzahl der zivilen Erwerbspersonen.
 In den Quartieren Ehrenfeld-
West/Leo-Amann-Park und Kalk/Trimbornstraße sowie Kalk/Vorsterstraße liegt die 
Arbeitslosenquote deutlich über dem Kölner Durchschnitt von 8,6 Prozent. 
Abschließend werden auf der Grundlage der Kommunalstatistik von 2023 einige Merkmale 
der Bildungssituation in den fünf betrachteten Räumen zusammengefasst (vgl. Tabelle 18). 
• Im Ehrenfelder Quartier Hansemannstraße und im Kalker Quartier gibt es keine För-
derschüler der Klassenstufen 7 bis 9. Im Quartier Kalk-Vorsterstraße fällt ihre Zahl 
hingegen überdurchschnittlich aus. 
• Der Anteil von Schülern in den Klassen 7 bis 9 an Gymnasien weist – gemessen an 
allen Schülern der Stufe 7 bis 9 – in den Quartieren ein unterdurchschnittliches Ni-
veau auf. In den beiden Kalker Quartieren macht die Quote nur die Hälfte des Stadt-
durchschnitts aus. Folglich sind dort die Anteile der Hauptschüler in den Klassen 7 
bis 9 an allen Schülern dieser Stufen überdurchschnittlich ausgeprägt. 
• Dieses Ergebnis korrespondiert auch mit der Quote der Abgänger ohne Schulab-
schluss an allen Schulabgängen. Im Stadtteil Kalk beträgt er rund das Sechsfache 
des Stadtdurchschnitts, während dieser Anteil im Stadtbezirk Ehrenfeld unter dem 
Stadtdurchschnitt liegt.

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 129 
• Das Strukturmuster zeigt sich auch bei den Grundschulempfehlungen: Während über 
die Hälfte der Grundschüler im Stadtteil Ehrenfeld 2023 eine Empfehlung für das 
Gymnasium erhalten hatten, galt das für weniger als ein Fünftel der Grundschüler im 
Stadtteil Kalk. Aber auch die Grundschüler aus dem Stadtteil Merheim weisen eine 
unterdurchschnittliche Quote auf. Dieses Muster wiederholt sich auch bei den tat-
sächlich vollzogenen Schulübergängen. 
Tabelle 18: Bildungssituation in den Untersuchungsquartieren der Stadtteile Ehrenfeld, Kalk und 
Merheim im Jahr 2023 
 
 
 
Bildungssituation im Jahr 2023 
Stadt Köln Quartiere 
im Stadtteil Ehrenfeld im Stadtteil Kalk Merheim 
Ehrenfeld-
West: Leo-
Amann-
Park 
Ehrenfeld: 
Hanse-
mann-
straße  
Trimborn-
straße  
Vorster-
straße  
Siedlung 
Madaus 
Förderschüler (räumliche Verortung 
nach Wohnort), Klasse 7-9 
932 *k.A. 0 0 8 *k.A. 
Anteil Gymnasiasten Stufe 7-9 an 
allen Schülern Stufe 7-9 (räumliche 
Verortung nach Wohnort) 
42,6 41,7 34,2 20,6 20,5 40,5 
Anteil Hauptschüler Stufe 7-9 an al-
len Schülern Stufe 7-9 (räumliche 
Verortung nach Wohnort) 
8,6 *k.A. 15,8 20,6 20,5 6,8 
Anteil Abgänger ohne Schulab-
schluss an allen Abgängen (räumli-
che Verortung nach Schulstandort)  
3,1 2,6 [Bezirk Ehrenfeld] 17,6 [Stadtteil Kalk] k.A. 
Anteil der Grundschulempfehlung 
für das Gymnasium an allen Grund-
schulempfehlungen (räumliche Ver-
ortung nach Schulstandort) 
43,3 51,9 [Stadtteil Ehrenfeld] 19,2 
[Stadtteil 
Kalk] 
12,7 35,4 
[Stadtteil 
Merheim] 
Anteil der Schulübergänge von der 
Grundschule zum Gymnasium an 
allen Schulübergängen zu weiter-
führenden Schulen (räumliche Ver-
ortung nach Standort abgebender 
Grundschule) 
49,1 54,2 [Stadtteil Ehrenfeld] 25,4 
[Stadtteil 
Kalk] 
21,1 40,4 
[Stadtteil 
Merheim] 
Quelle: Amt für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Köln

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 130 
B5. Vertiefende Erhebungen in Köln Kalk 
Die vertiefenden empirischen Erhebungen in den Kalker Quartieren Vorsterstraße und Trim-
bornstraße fanden schwerpunktmäßig in der 29. Kalenderwoche statt:  
• Das Audit der Beleuchtung des öffentlichen Raumes wurde am 16. und 17. Juli 2024 
in den späten Abendstunden von 22:00 bis 23.45 Uhr durchgeführt. 
• Die anderen Audits der Städtebaulichen Kriminalprävention und die Beobachtungen 
von Nutzungsmustern im öffentlichen Raum fanden am 18. und 19. Juli 2024 statt. 
An diesen Tagen wurden auch Gespräche mit lokalen Stakeholdern geführt. 
• Die Interviews mit Passanten führte Prof. Schubert am 17. Juli 2024 von 9:00 bis 
18:00 Uhr und 19. Juli 2024 von 8:30 Uhr bis 12:30 Uhr. Die Kriminologin und Po-
litikwissenschaftlerin Lara Schartau-Engelking unterstützte die Erhebungen. Sie be-
fragte Passanten am 17., 19. und 26. Juli 2024 von 9:00 bis 18:00 Uhr. 
Zur Vorbereitung der Informationssammlung vor Ort wurden Daten der Polizeilichen Krimi-
nalstatistik PKS analysiert. Die Straßenkriminalität im jeweiligen Quartier wurde differenziert 
nach den Straßen betrachtet. Dabei konnte unterschieden werden, wo sich die Straftaten 
häufen und in welchen Bereichen des Quartiers kaum Delikte vorkommen. 
B5.1 Schwerpunkte der Straßenkriminalität 
Die Delikte der Straßenkriminalität verteilten sich im Jahr 2023 nicht gleichmäßig über die 
Straßen in den Kalker Quartieren Vorsterstraße und Trimbornstraße. Die Straftaten bündel-
ten sich an wenigen Orten (vgl. Tabelle 19):  
• Hotspot 1: Kalker Hauptstraße  (als Nahtstelle zwischen den Quartieren Vor-
sterstraße und Trimbornstraße)  von Kalk Post bis zum Bezirksrathaus/Ecke Kapellen-
straße  – inkl. der Vietorstraße  vor den Köln Arcaden; 
• Hotspot 2: vorderer Teil der Kalk-Mülheimer Straße  bis zum Bürgerhaus Kalk; 
• Hotspot 3: Trimbornstraße  inkl. S-Bahnhof Trimbornstraße. 
Auf der Kalker Hauptstraße und Vietorstraße  [Hotspot 1] wurden im Jahr 2023 rund 
zwei Drittel aller Straftaten in den beiden Quartieren Vorsterstraße und Trimbornstraße  re-
gistriert (abs. 965; 64,3 Prozent aller 1.500 Delikte). Knapp die Hälfte davon machten La-
dendiebstähle aus (abs. 452; 46,8 Prozent der Delikte im Hotspot 1) und ein Viertel Ta-
schendiebstähle (abs. 233; 24,1 Prozent der Delikte im Hotspot 1). Fahrraddiebstähle (abs. 
38), einfache Diebstähle (abs. 57) und Diebstähle aus Kfz (abs. 27) waren ebenfalls über-
durchschnittlich ausgeprägt – außerdem 54 Rauschgiftdelikte.  Im Jahr 2023 wurden 24 
Körperverletzungen in diesem Straßenbereich  festgestellt. 
Die Kalk-Mülheimer Straße  [Hotspot 2] repräsentiert den Hotspot im Quartier Vorster-
straße: zwei Drittel aller Straftaten  der Straßenkriminalität , die im Quartier Vorsterstraße im 
Jahr 2023 dokumentiert wurden, entfielen auf den vorderen Straßenabschnitt mit den Haus-
nummern 1 bis 47 und 2 bis 60 (abs. 198; 66,0 Prozent der Delikte im Quartier Vorster-
straße).

Verfahren und Erprobung 131 
Tabelle 19: Verteilung von Delikten der Straßenkriminalität über die Straßen der Kalker Quartieren Vorster - und Trimbornstraße im Jahr 2023  
Straßen in den aus-
gewählten Quartie-
ren 
Diebstahl Andere Delikte 
Summe 
Zeilen in % 
von Kfz 
von Mo-
peds 
etc. 
Fahrrä-
der aus Kfz Taschen-
diebst. 
Einfach. 
Diebst. 
Laden-
diebst. 
Whg.-
Einbruch Raub Körper-
verletz. 
Wider-
stand 
gegen 
Staat 
Sachbe-
schäd 
Kfz 
Sonst. 
Sachbe-
schäd. 
Sexuelle 
Beläst. 
Rausch-
gift 
                  
Kalker Hauptstraße 
98 – 298 0 2 13 4 60 22 215 1 5 5 4 4 5 1 13 354 36,7 
Kalker Hauptstraße 
101 – 245 0 0 11 11 51 24 232 1 1 6 3 4 2 0 24 370 38,3 
Kalker Hauptstraße 
62 – 94 0 3 9 9 68 6 2 0 5 13 5 1 3 1 17 142 14,7 
Vietorstraße 2 – 40 0 0 5 3 54 5 3 1 5 0 0 0 2 0 21 99 10,3 
Kalker Haupt-
straße insgesamt 0 5 38 27 233 57 452 3 16 24 13 9 10 2 54 965 100,0 
 In Prozent 0,0 0,5 3,9 2,8 24,1 5,9 46,8 0,3 1,7 2,5 1,3 0,9 1,0 0,2 5,6 100,0  
                  
Kalk-Mülheimer 
Straße 1 – 47 0 0 5 2 9 12 3 0 1 9 0 1 1 0 89 132 44,0 
Kalk-Mülheimer 
Straße 2 – 60 0 0 5 7 2 11 1 1 1 2 1 2 1 0 32 66 22,0 
Breuerstraße 0 0 4 4 0 4 0 0 1 2 0 4 3 1 6 29 9,7 
Josephskirchstraße 0 1 3 2 0 0 0 0 0 1 0 1 0 0 0 8 2,7 
Kapitelstraße 0 0 1 1 0 0 0 0 0 0 0 1 0 0 1 4 1,3 
Markt 0 0 1 1 0 0 0 1 0 1 0 0 1 0 0 5 1,7 
Steprathstraße 0 0 2 0 2 2 9 0 0 1 0 0 1 0 5 22 7,3 
Vorsterstraße 0 0 0 10 1 0 0 1 0 0 0 5 2 0 15 34 11,3 
Quartier Vor-
sterstraße 0 1 21 27 14 29 13 3 3 16 1 14 9 1 148 300 100,0 
in Prozent 0,0 0,3 7,0 9,0 4,7 9,7 4,3 0,9 0,9 5,3 0,3 4,7 3,0 0,3 49,3 100,0

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 132 
                  
Straßen in den aus-
gewählten Quartie-
ren 
Diebstahl Andere Delikte 
Summe  
Zeilen in % 
von Kfz 
von Mo-
peds 
etc. 
Fahrrä-
der aus Kfz Taschen-
diebst. 
Einfach. 
Diebst. 
Laden-
diebst. 
Whg.-
Einbruch Raub Körper-
verletz. 
Wider-
stand 
gegen 
Staat 
Sachbe-
schäd 
Kfz 
Sonst. 
Sachbe-
schäd. 
Sexuelle 
Beläst. 
Rausch-
gift 
                  
Trimbornstraße 0 2 7 6 44 16 0 0 1 10 2 3 7 3 21 122 51,9 
Dillenburger Straße 
1 – 19 0 1 3 3 1 0 0 2 0 0 0 1 0 0 1 12 5,1 
Dillenburger Straße 
4 – 40 1 0 1 0 0 1 0 0 0 0 0 1 0 0 4 8 3,4 
Antoniastraße 0 0 0 1 0 1 1 0 1 0 0 0 1 0 0 5 2,1 
Johann-Mayer-
Straße 1 0 4 3 5 1 0 1 0 0 0 0 3 0 6 24 10,2 
Robertstraße 1 0 5 7 9 7 1 0 1 3 2 0 1 0 10 47 20,0 
Rolshover Straße 0 0 2 1 4 0 1 0 0 2 0 1 1 0 5 17 7,3 
Quartier Trim-
bornstraße 3 3 22 21 63 26 3 3 3 15 4 6 13 3 47 235 100,0 
 In Prozent 1,3 1,3 9,4 8,9 24,1 11,1 1,3 1,3 1,3 6,4 1,7 2,6 5,5 1,3 20,0 100,0  
                  
Insgesamt 3 9 81 75 310 112 468 9 22 55 18 29 34 6 270 1.500 100,0 
in Prozent 0,2 0,6 5,4 5,0 20,7 7,5 31,2 0,6 1,5 3,7 1,2 1,9 2,3 0,4 18,0 100,0  
Quelle: PKS 2023, LKA NRW – eigene Berechnungen

MaKoS 
 
Masterplan Kommunale Sicherheit 133 
Bezogen auf den gesamten Untersuchungsbereich der beiden Quartiere stellen die Strafta-
ten auf der Kalk-Mülheimer Straße nur ein Zehntel dar (13,2 Prozent aller 1.500 Delikte). 
Die Ereignisdichte liegt deutlich unter dem Deliktvorkommen im Bereich der Kalker Haupt-
straße. Den Schwerpunkt bildeten im Jahr 2023 Rauschgiftdelikte ( abs. 121; 40,3 Prozent 
der Delikte im Quartier Vorsterstraße). Auch die Häufigkeit von 9 Körperverletzungen kann 
als überdurchschnittlich bewertet werden. 
Die zentrale Funktion der Trimbornstraße  [Hotspot 3] besteht darin, den gleichnamigen 
S-Bahnhof mit Kalk Post und den Köln Arcaden zu verbinden. In diesem Zusammenhang ist 
auf diesem Straßenabschnitt eine Häufung von Delikten der Straßenkriminalität festzustel-
len: Über die Hälfte aller Straftaten im Quartier Trimbornstraße wurden im Jahr 2023 auf 
dieser Straße erfasst ( abs. 122; 51,9 Prozent der Delikte im Quartier Trimbornstraße). Be-
zogen auf den gesamten Untersuchungsbereich der beiden Quartiere stellen diese Strafta-
ten weniger als ein Zehntel dar (8,1 Prozent aller 1.500 Delikte). Den Schwerpunkt – d.h. 
fast die Hälfte aller Delikte – bildeten im Jahr 2023 Taschendiebstähle (abs. 44; 18,7 Pro-
zent der Delikte im Quartier), Diebstähle von Fahrrädern, aus Kraftfahrzeugen und einfa-
che Diebstähle (abs. 29; 12,3 Prozent der Delikte im Quartier), Rauschgiftdelikte (abs. 21; 
8,9 Prozent der Delikte im Quartier) und Körperverletzungen (abs. 10; 6,4 Prozent der De-
likte im Quartier). 
In der Zusammenschau (vgl. Abbildung 19) ist zu erkennen, dass zwei Drittel der Straßen-
kriminalität im Jahr 2023 auf die Kalker Hauptstraße und die Vietorstraße entfielen (Hot-
spot 1) und nur ein Fünftel auf die beiden Hotspots Kalk-Mülheimer Straße und Trimborn-
straße. Es bleibt nur ein Siebtel der Straftaten, die 2023 in den restlichen Straßen der bei-
den Quartiere registriert wurden. 
 
Quelle: PKS 2023, LKA NRW – eigene Berechnungen 
Abbildung 19: Verteilung der Straßenkriminalität über die Straßen der Kalker Quartiere Vorster - 
und Trimbornstraße im Jahr 2023  
  
102
113
122
198
965
0 200 400 600 800 1000 1200
Reststraßen Quartier Vorsterstraße
Reststraßen Quartier Trimbornstraße
Hotspot 3: Trimbornstraße/S-Bahnhof
Hotspot 2: Kalk-Mülheimer-Straße
Hotspot 1: Kalker
Hauptstraße/Vietorstraße
Straftaten der Straßenkriminalität 
in den Kalker Quartieren im Jahr 2023

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 134 
Unter den Straßen des Quartiers Trimbornstraße wiesen die Johann -Meyer-Straße und die 
Robertstraße im Jahr 2023 eine leicht überdurchschnittliche Häufung von Straftaten auf. 
Das kann als Ausstrahlungseffekt des Platzes Kalk Post an der Kalker Hauptstraße interpre-
tiert werden, in den diese Straßen münden. Im Quartier Vorsterstraße zeigt sich eine ähnli-
che Situation auf der Vorsterstraße, Breuerstraße und Steprathstraße. Auch in diesen Fällen 
können die leicht erhöhten Werte möglicherweise auf Ausstrahlungseffekte der Kalker-
Hauptstraße und der Kalk -Mülheimer Straße zurückgeführt werden. 
B5.2 Audits der städtebaulichen Kriminalprävention 
Die Audits bei Tageslicht wurden in den Straßen der Quartiere Trimbornstraße und Vor-
sterstraße in Köln Kalk am 18. und 19. Juli 2024 durchgeführt. In den Quartieren herrscht 
das städtebauliche Muster der geschlossenen Bauweise vor; denn an den seitlichen Grund-
stücksgrenzen wurden die Gebäude aneinandergebaut. Die an den Fußwegen angren-
zende Blockrandbebauung vermittelt eine urbane Atmosphäre. Besonders enge Straßen-
querschnitte ergeben sich dadurch in den Wohnstraßen sowohl des Vorsterquartiers als 
auch des Trimbornquartiers. Bei dieser Form der räumlichen Anordnung sind Fenster von 
Wohn- und Aufenthaltsräumen überwiegend auf den Fußweg und die Straße ausgerichtet. 
In der straßenbegleitenden Bebauung sind zugleich d ie Grenzen zwischen halböffentlichen 
und öffentlichen Bereichen gut erkennbar. Deshalb wurden in der Dimension „Räumli-
che An-/Zuordnung, gestalterische Klarheit“ die Anforderung vollständig oder na-
hezu vollständig erfüllt (vgl. Tabelle 20). 
In der Dimension „Aufenthaltsqualitäten im Freiraum“ wurden die Anforderungen 
des Audits teilweise bis gar nicht erfüllt. Lediglich die Freiflächen, die im Rahmen der Nach-
verdichtung auf ehemaligen Industrie- bzw. Gewerbearealen – z. B. zwischen der Rolsho-
ver, der Dillenburger und der Robertstraße, aber auch im Bereich der Grünebergstraße – 
geschaffen wurden, erhielten hohe Punktbewertungen. Dort befanden sich einladend und 
leicht zugänglich Aufenthaltsorte, die nicht den Charakter eines Angstraumes aufweisen und 
ausreichend sozial kontrolliert sind, und die Ausstattungsgegenstände machten einen ge-
pflegten Eindruck. Im Umfeld des S-Bahnhofs Trimbornstraße, am Platz Kalk Post, entlang 
der Kalker Hauptstraße und auch in den Wohnstraßen des Vorsterquartiers traf das nicht 
zu. Selbst auf der West- und auf der Ostseite des Breuerparks wurde die Aufenthaltsqualität 
nur teilweise erfüllt. 
Durch das orthogonale Straßenraster in Verbindung mit der Blockrandbebauung ist der 
Raum gut zu verstehen. In der Dimension „Orientierung, Transparenz, Sichtachsen 
und Wegeführung“ wurde deshalb die zweitbeste Bewertung erreicht: In den meisten 
räumlichen Situation werden die Anforderungen nahezu vollständig erreicht.

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 135 
Tabelle 20: Audits der städtebaulichen Kriminalprävention in den Kalker Veedel Trimbornstraße 
und Vorsterstraße  
Straßen in den ausgewählten Quartieren von Köln 
Kalk 
Räuml. An-/Zuordnung, ge-
stalterische Klarheit 
Aufenthaltsqualitäten im 
Freiraum 
Orientierung, Transparenz, 
Sichtachsen, Wegeführung 
Abstellmöglichkeiten, Möb-
lierung 
Beleuchtungssituation am 
späten Abend 
Quartier Trimbornstraße      
Trimbornstraße  5,0 - - - 3,5 2,7 2,5 
Umfeld S-Bahnhof 5,0 3,0 3,7 3,7 3,3 
Robertstraße  5,0 5,0 4,0 4,2 5,0 
Antoniastraße  3,0 - - - 4,2 3,0 4,0 
Johannes-Mayer-Straße 4,7 - - - 4,2 3,0 4,2 
Grünebergstraße  4,0 5,0 4,4 5,0 4,8 
Dillenburger Straße  5,0 5,0 4,0 4,2 3,0 
Insgesamt 4,5 4,5 4,0 3,7 3,8 
Quartier Vorsterstraße      
Vietorstraße  4,0 3,0 4,0 3,0 4,3 
Vorsterstraße  5,0 1,0 3,6 2,0 4,3 
Josephskirchstraße  5,0 3,3 3,8 3,3 3,6 
Kapitelstraße  5,0 - - - 4,2 2,7 4,5 
Markt 5,0 3,7 5,0 2,4 4,0 
Breuerstraße  5,0 2,7 4,0 2,0 3,8 
Breuerpark Ostseite 3,7 2,7 3,5 4,0 4,6 
Breuerpark Westseite 3,7 4,3 2,6 3,7 4,6 
Parkplatz hinter Aldi 1,0 1,0 2,0 2,0 1,8 
Steprathstraße  5,0 3,0 3,6 2,7 4,0 
Insgesamt 4,2 2,7 3,6 2,8 4,0 
Belebte Verbindungsachsen      
Platz Kalker Post 4,7 3,5 4,4 2,5 4,4 
Kalker Hauptstraße 5,0 3,7 4,3 4,2 2,6 
Kalk-Mülheimer Straße  5,0 - - - 4,3 3,7 2,4 
Rolshover Straße 5,0 - - - 4,2 3,7 2,8 
Insgesamt 4,9 3,6 4,3 3,5 3,0 
Bewertungsspektrum: Vollständige Erfüllung der Anforderung: 5 Punkte; nahezu vollständige Erfüllung der Anforderung: 4 Punkte ; 
teilweise Erfüllung der Anforderung: 3 Punkte; geringe Erfüllung der Anforderung: 2 Punkte; Anforderung nicht erfüllt: 1 Punkt  
Eigene Erhebungen im Juli 2024 
Deutlich schlechter wurden die Orientierung und Wegeführung in der Trimbornstraße und 
im Umfeld des S-Bahnhofs bewertet. Das Auffinden der Richtungen – insbesondere des Ziel-
punkts Kalk Post / Köln Arcaden – wird nicht unterstützt. Es gibt lediglich Hinweisschilder 
für Fahrradfahrende mit regionalen Zielangaben, aber keine konsequente Beschilderung

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 136 
zur Kalker Hauptstraße.  Fremde Besucher müssen deshalb andere Passanten befragen. An-
gesichts des Hauptverkehrsstroms über die Trimbornstraße von und zur S-Bahn weisen die 
straßenbegleitende Gehweg e Schwächen auf; teilweise wird die Mindestbreite von 2,50 
Metern gemäß RASt (Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen) nicht erfüllt. 
Schwache Bewertungen erhielten auch die Innenhofnutzungen zwischen der Vorsterstraße 
und der Kalker Hauptstraße. Der Breuerpark (sowohl auf der Ost- als auch auf der West-
seite) und der darauffolgende Parkplatz hinter Aldi erfüllen die Anforderungen nur in gerin-
gem Maße. Zwischen den Gebäuden, Aufenthaltsflächen bzw. Parkplätzen bestehen keine 
hinreichenden Sichtbeziehungen. 
Die Fußwege sind überwiegend barrierefrei und werden 
von Bäumen beschattet. Es gibt auch keine Konflikte zwischen Fahrrädern und zu Fuß Ge-
henden – denn die ausreichend breite Wegefläche lässt allen genug Platz. Die vorgefunde-
nen Tunnel und Durchgänge durch Häuserfronten, um in den Innenbereich zu gelangen, bo-
ten eine gute Durchsicht, werden aber nur teilweise aus Gebäuden im Umfeld kontrolliert. 
Die insgesamt schwächste Bewertung erfolgte in der Dimension „Abstellmöglichkei-
ten“. In einigen Straßenabschnitten schränkte der im öffentlichen Raum parkende (ru-
hende) Verkehr die Raumqualitäten ein – das betrifft vor allem die Verbindungsachse zwi-
schen dem S-Bahnhof und Kalk Post über die Trimbornstraße. Generell waren nicht in aus-
reichendem Maß Gelegenheiten zum Abstellen des Fahrrads verfügbar  und die vorgefun-
dene Situation von abgestellten Fahrrädern war meistens unordentlich. Einige der bewerte-
ten Raumsituationen werden im Folgenden näher betrachtet und visuell veranschaulicht: 
• Der S-Bahnhof Trimbornstraße wird im Laufe des Tages von sehr vielen Fahrgästen 
frequentiert. Das Audit der städtebaulichen Kriminalprävention hat verdeutlicht, dass 
die Schnittstelle des S-Bahnhofs zur Trimbornstraße  einen gestalterischen 
Entwicklungsbedarf aufweist. 
• Um die objektive Sicherheitslage im Blick behalten zu können, hat die Kölner Polizei 
vor Ort eine Videoanlage installiert. Das Umfeld des S-Bahnhofs gilt, wie die PKS-
Daten veranschaulicht haben, als Hotspot und wird deshalb in besonderer Weise 
überwacht. Dem Ausgang des S-Bahnhofs stehen an der Ecke Trimbornstraße und 
Dillenburger Straße Wohnhäuser gegenüber, aus deren Fenster das Geschehen 
wahrnehmbar ist. Von der städtebaulichen Grundstruktur (Blockrandbebauung) und 
der technischen Videoausstattung her betrachtet wird die Raumsituation tendenziell 
den Anforderungen gerecht. 
• Aber beim Verlassen des S-Bahnhofs oder bei der Annäherung nimmt die subjektive 
Wahrnehmung verstörende Aspekte wahr, die Kriminalitätsfurcht auslösen können. 
Die Deutsche Bahn hat zwar einige Büsche gerodet, um die Sichtbeziehungen zu 
verbessern, aber es sind weitere Maßnahmen z ur Erhöhung des Sicherheitsgefühls 
an der Schnittstelle des S-Bahnhofs zur Trimbornstraße  erforderlich. Es bedarf einer 
gut wahrnehmbaren räumlichen Zonierung – anzustreben sind: eine Neuordnung 
der bisher ungeordnet abgestellten E-Scooter, Leih- und Privatfahrräder, aber auch 
eine gut sichtbare Markierung des Weges zum Fahrstuhl. Außerdem  mangelt es an 
Orientierungshinweisen, wie die Fahrgäste der S-Bahn zu Fuß zu den Köln Arcaden 
und zum Platz Kalk Post gelangen können (vgl. Abbildungen 20, 21 und 22).

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 137 
  
  
Abbildung 20: Schnittstellen des S-Bahnhofs zur Trimbornstraße  
   
   
Abbildung 21: Fehlende Orientierungshilfen beim Verlassen des S-Bahnhofs Trimbornstraße

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 138 
  
     
Abbildung 22: Unstrukturierte Situation am S-Bahnhof und Trimbornstraße als Verbindungsachse 
  
Abbildung 23: Aufstellung von Wanderbäumen durch engagierte Nachbarn 
• Bisher sind im Bereich des S-Bahnhofs an verschiedenen Stellen nur unkoordiniert 
Wegweiser für Fahrradfahrende und für Besucher der Halle Kalk befestigt. Der An-
schluss an die U-Bahn am Haltepunkt Kalk Post wird auf dem Bahnsteig nur als Pikto-
gramm ohne Richtungshinweis angezeigt.

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 139 
• Engagierte Bewohner auf der Trimbornstraße haben zur Verbesserung der Aufent-
haltsqualität erste, selbst organisierte Maßnahmen durchgeführt. Es wurden „Wan-
derbäume“ aufgestellt – das sind bepflanzte und mobile Module des Kölner Projekts 
„WanderbaumAllee“ [https://wanderbaumallee-koeln.de/]. Die Sitzgelegenheiten 
an den jungen Bäumen sollen Nachbarn und Passanten zum Verweilen einladen 
(vgl. Abbildung 23). 
• Der Platz Kalk Post weist aus der Perspektive der städtebaulichen Kriminalpräven-
tion sowohl Stärken als auch Schwächen auf. Die Anordnung der Blockrandbebau-
ung ermöglicht Sichtbeziehungen von drei Seiten – die gastronomischen Nutzungen 
im Erdgeschossbereich stärken die informelle soziale Kontrolle. Durch die Offenheit 
des Platzes können sich Nutzer gut orientieren; es bestehen Sichtbeziehungen so-
wohl in angrenzende Straßen als auch in den Abgang zur U -Bahnstation als auch 
zum Haupteingang der Köln Arcaden (vgl. Abbildung 24). Allerdings erfüllten die 
Abstellsituation der Fahrräder und die Orientierungshinweise, welche Wege wohin 
führen, nicht die Anforderungen. Der Weg zum S-Bahnhof Trimbornstraße und an-
dere fußläufigen Verbindungen werden nur unzureichend angezeigt. In der Ein-
gangssituation der Köln Arcaden wurde professionelles Betteln beobachtet. 
• Vor diesem Hintergrund liegt nahe, die Achse der Trimbornstraße zwischen S -
Bahnhof und Platz Kalk Post integriert weiterzuentwickeln. 
• Angesichts der schmalen Straßenquerschnitte  weisen die straßenbegleitende n Geh-
wege teilweise nicht die Mindestbreite von 2,50 Metern gemäß RASt (Richtlinien für 
die Anlage von Stadtstraßen) auf. Exemplarisch lässt sich die Steprathstraße nen-
nen (vgl. Abbildung 25): Dort verengen Poller, die vorbeugend das wilde Parken 
auf dem Fußweg verhindern sollen, die Breite deutlich ein. Durch morgendlichen Lie-
ferverkehr und Werbeaufsteller der Läden im Erdgeschoss wird der Weg nochmals 
verengt. 
• Der Innenhof zwischen der Breuerstraße und Steprathstraße wird im vorderen Teil 
als Parkplatz für den ruhenden Verkehr und im hinteren Teil als Grünfläche – der so-
genannte Breuerpark (Ostseite) – genutzt. Wegen des ungepflegten Zustands 
sind die Spielflächen über den gesamten Tag verwaist. Stattdessen haben sich Woh-
nungslose und Alkoholabhängige einen Teil am Rand des Parks angeeignet. An 
Sommertagen nächtigen einige Obdachlose dort auch (vgl. Abbildung 26). 
• Durch die engen Zugänge in den benachbarten Breuerpark (Westseite) (vgl. 
Abbildung 27) zwischen der Breuerstraße und Josephskirchstraße wird die Grünflä-
che nur mäßig besucht (überwiegend von Hundehaltern).  
• Die soziale Kontrolle des öffentlichen Raumes wird erschwert, wenn in der Erdge-
schosszone keine Fenster auf die Straße gerichtet sind (verbreitet sind z.B. Gebäude 
mit Garagentoren im Erdgeschoss – vgl. Abbildung 28). Passanten entwickeln ange-
sichts anonymer, fensterloser Gebäudefronten eher Kriminalitätsfurcht. Auf der 
Breuerstraße wurde ein kleiner (Pocket-) Platz gefunden, der aus den angrenzen-
den Gebäuden nur schwach sozial kontrolliert wird (z.B. wegen heruntergelassener

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 140 
Rollläden – vgl. Abbildung 29). Der Ort ist sehr verschmutzt, das Abstellen von 
Fahrrädern folgt keinem Ordnungsprinzip.  
 
 
  
Abbildung 24: Impressionen vom Platz Kalk Post

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 141 
  
    
Abbildung 25: Enge Fußwege auf der Steprathstraße  
  
  
Abbildung 26: Erneuerungsbedarf im Breuerpark (Ostseite) zwischen Breuer- und Steprathstraße

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 142 
  
   
Abbildung 27: Enger Durchgang in den Breuerpark (Westseite) zwischen Breuer- und Josephskirch-
straße  
  
Abbildung 28: Erdgeschosszone ohne auf die Straße gerichtet e Fenster  
   
Abbildung 29: Unordnung im öffentlichen Raum der Breuerstraße

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 143 
• Aus der Sicht der Kölner Polizei bildet die Kalk-Mülheimer Straße  das Zentrum 
des „rechtsrheinischen Brennpunkts mit Betäubungsmittel- und Eigentumsdelikten“ 
[Quelle: https://koeln.polizei.nrw/artikel/razzia-im-brennpunkt-kalk-bilanz, 
01.08.2024]. In den vergangenen Jahren wurden gezielt Razzien durchgeführt, so 
dass die Straße in der Kölner Öffentlichkeit ein sehr negatives Image besitzt.  Im Jahr 
2022 wurden wegen der starken Kriminalitätsbelastung 26 Überwachungskameras 
rund um die Kalk-Mülheimer Straße installiert. Dadurch sollen sich anbahnende 
Straftaten frühzeitig erkannt und durch den schnellen Einsatz von Polizeikräften ver-
hindert werden.  
• Zur Entschärfung dieses Hotspots wurde die Kalk-Mülheimer Straße umgestaltet. Ab 
der Kalker Hauptstraße wurde die zweispurige Fahrbahn auf eine 2,75 Meter breite 
Einzelspur für den Kraftverkehr mit einer Einbahnstraßenregelung  in Fahrtrichtung 
Buchforst reduziert. Es wurde ein Radfahrstreifen mit Sicherheitsabstand zum Längs-
parkstreifen am Gehweg in beiden Fahrrichtungen markiert. Vor diesem Hintergrund 
wurde die räumliche An- und Zuordnung sowie die bestehenden Sichtachsen im Rah-
men des Audits positiv bewertet. Aufgefallen sind dabei die vielen Personen, die den 
gesamten Tag über vor Cafés, Bars und Kiosken stehen und teilweise den Gehweg 
verengen (vgl. Abbildung 30). 
  
  
Abbildung 30: Hotspot Kalk-Mülheimer Straße

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 144 
  
  
Abbildung 31: Gelungene Nachverdichtungen auf ehemaligen Industriebrachen zwischen der Rols-
hover, Dillenburger sowie Robertstraße  und im Bereich der Grünebergstraße  
 
  
Abbildung 32: Kalker Markt

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 145 
• Die Anforderungen der städtebaulichen Kriminalprävention wurden größtenteils im 
Wohnungsbau der Nachverdichtung auf ehemaligen Industrie- und Gewerbe-
arealen erfüllt. Besonders zu nennen sind die Kleinquartiere zwischen Rolshover, 
Dillenburger und Robertstraße  und im Bereich der Grünebergstraße  (vgl. 
Abbildung 31). Sowohl die städtebauliche Anordnung der Gebäude als auch die 
Sichtachsen und die Wegeführung, aber auch die Aufenthaltsqualitäten und die 
Möblierung im Wohnumfeld erfüllten die Erwartungen. 
• Der Kalker Markt wurde in den vergangenen Jahren neugestaltet, um die Aufent-
haltsqualität zu verbessern (vgl. Abbildung 32). Abgesehen von den verwitterten, 
ungepflegten Bänken am Rand unter den Bäumen (unbenutzbar, weil die Kleidung 
verschmutzt wird) wurde der neue Spielplatz in der Mitte attraktiv gestaltet. Mor-
gens wurde eine intensive Reinigung des Platzes durch Fachkräfte der AWB beo-
bachtet – im Laufe des Tages hielten sich dort viele Familien und Kinder (auf robus-
ten Sitzgelegenheiten) auf.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 146 
Ergebnisse des Beleuchtungsaudits in der Nacht 
Das Beleuchtungsaudit in den Straßen der Quartiere Trimbornstraße und Vorsterstraße in 
Köln Kalk fand am späten Abend des 16. und 17. Juli 2024 zwischen 22:00 und 23:45 
Uhr statt. Bewertet wurde, ob die vorauslaufenden Wege und Straßen durch die Lichtfüh-
rung gut erkennbar sind, ob der Lichteinfall durch Baumkronen nicht eingeschränkt 
wird, ob die Wahrnehmung des Gesichtsausdrucks entgegenkommender Passan-
ten in einer Entfernung von 20 bis 10 Meter erkennbar und in einer Entfernung von 10 bis 
5 Meter detailscharf wahrzunehmen ist. Darüber hinaus wurde darauf geachtet, ob Abstell-
bereiche für Fahrräder beleuchtet sind, ob die Beleuchtungssituation an Haltestellen des 
ÖPNV als angenehm ein zuschätzen ist und öffentliche Plätze gut ausgeleuchtet werden. 
Im Folgenden werden die wichtigsten Ergebnisse skizziert: 
• Der Wege- und Straßen verlauf war in allen untersuchten Straßen durch die 
Lichtführung gut erkennbar. Allerdings gab es zahlreiche Straßenabschnitte, in de-
nen die Laternen durch das Blattgrün der Baumkronen verdeckt wurden, so dass sich 
Schattenbereiche bildeten, in denen entgegenkommende Personen nicht im erforder-
lichen Maße wahrgenommen w erden konnten. 
   
Abb. 33: Wenige Beeinträchtigungen des Lichteinfalls durch Bogenlampen sowie Standorte gegen-
über von Bäumen  
• Positiv wurden Straßenabschnitte bewertet, in denen die Laternen nicht auf der Seite 
der Bäume platziert sind und in denen Bogenlampen aus den Baumkronen herausra-
gen (vgl. Abbildung 33).  
• Betroffen von der Verschattungsproblematik sind Teile der Vietorstraße, Vor-
sterstraße, Josephskirchstraße, Steprathstraße, Kalker Hauptstraße, Kalk-Mülheimer 
Straße und Dillenburger Straße (vgl. Abbildung 34). Dort wurden die Anforderun-

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 147 
gen nur in geringem Maße erfüllt, weil das Blattgrün der Bäume die Straßen teil-
weise über längere Abschnitte verschattet. Das Gesicht entgegenkommender Passan-
ten war nicht im erforderlichen Maße zu erkennen.  
  
  
Abb. 34: Beispiele für Verschattungen durch Baumkronen in der Kalk-Mülheimer Straße , Steprath-
straße, Kalker Hauptstraße und Dillenburger Straße  
• Dabei wirken zwei Faktoren zusammen: Erstens befindet sich der Standort der Lam-
pen auf derselben Seite wie die Bäume. Zweitens handelt es sich um sehr hohe Stra-
ßenlaternen, die den gesamten Straßenraum ausleuchten sollen. Weil mittlerweile 
auch die Bäume sehr groß gewachsen sind, kommt es zu einer Konkurrenzsituation, 
bei der die Lichtquelle teilweise von den Baumkronen verdeckt wird, so dass der 
Lichteinfall eingeschränkt wird.  
• Besonders geeignet sind Lampen, deren Leuchtpunkt unterhalb der Baum-
kronen bleibt. Exemplarisch erfüllen das die Bogenlampen im Umfeld des Bezirks-
rathauses Kalk. Eine besonders hohe Qualität weisen kleinformatige Laternen 
auf, die auf die Maßstäblichkeit des Fußgängerverkehrs  ausgerichtet sind.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 148 
Ein gutes Beispiel solcher Laternen wurde auf dem Ottmar-Pohl-Platz vorgefunden 
(vgl. Abbildung 35). Demgegenüber sind die sehr hohen Straßenlaternen auf die 
Straße fokussiert und beleuchten den Fußweg nur nachrangig. Wenn sie von Baum-
kronen überdeckt werden, leidet darunter insbesondere die Beleuchtungssituation 
auf dem Fußweg der anderen Straßenseite. An der Kalker Hauptstraße wird das 
kompensiert durch die abendliche Beleuchtung der Läden und gastronomischen An-
gebote im Erdgeschossbereich. In den Wohnstraßen sind solche Effekte auf der 
Höhe des Erdgeschosses nicht zu beobachten. 
  
   
Abb. 35: Hohe Straßenlaternen an der Kalker Hauptstraße und niedrigere Lampen im Fußgänger-
format am Ottmar-Pohl-Platz sowie am Bezirksrathaus in der Steprathstraße  
• Besondere Aufmerksamkeit fand die Beleuchtungssituation zwischen den ÖPNV -Hal-
testellen des S-Bahnhofs Trimbornstraße und des U -Bahnhofs Kalk Post. Die Trim-
bornstraße erfüllt die Funktion, den S-Bahnhof mit Kalk Post und den Köln Arcaden 
zu verbinden. Die Beleuchtungssituation war jedoch nicht zufriedenstellend; denn ein 
großer Bereich der Straße war dunkel, weil eine Straßenlaterne defekt ausgefal-
len war (vgl. Abbildung 36). 
• Auch das unmittelbare Umfeld des S-Bahnhofs Trimbornstraße  erfüllte nicht 
die Anforderungen des Beleuchtungsaudits (vgl. Abbildung 37). Einerseits wird der 
Weg zum Aufzug nur unzureichend ausgeleuchtet, da die Nische der DHL-Ab-
holstation davor im Dunkeln bleibt. Andererseits sollte der Kontrast des Übergangs 
vom hell erleuchteten Bahnhofsausgang der DB in den öffentlichen Raum der Trim-
bornstraße lichttechnisch besser abgestuft werden. Es fehlt ein lichtgeführter Über-
gang, der eine gute Orientierung bis zum Platz Kalk Post bietet.

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 149 
• Auf der Basis des Konzepts „Schaffung von Lichtpassagen“ (im Kölner Licht-
masterplan) wird die DB-Unterführung Trimbornstraße  seit dem Jahr 2019 mit 
türkisfarbener Beleuchtung aufgewertet. 
  
Abb. 36: Dunkler Straßenabschnitt durch defekte Beleuchtung in der Trimbornstraße  
  
Abb. 37: Reduzierte Umfeldbeleuchtung am S-Bahnhof Trimbornstraße  
• Der Platz Kalk Post wird demgegenüber hinreichend beleuchtet (vgl. Abbil-
dung 38). Es gibt keinen störenden Kontrast zwischen dem Ausgang aus der U-Bahn-
station und dem Lichteinfall auf den Platz. Die Außenbeleuchtung der angrenzenden 
Gastronomie verstärkt den positiven Eindruck. 
• Das Gegenteil bietet der große Parkplatz hinter dem Geschäft von Aldi Süd , 
der über die Vorsterstraße erreichbar ist und seinen Standort im Innenhof zwischen 
der Kalk-Mülheimer Straße und der Josephskirchstraße hat (vgl. Abbildung 39). Die 
hohen Laternen werden fast vollständig vom dichten Baumbestand ver-
deckt, so dass der Platz überwiegend im Lichtschatten liegt. Durch die dichte Anei-
nanderreihung parkender Kraftfahrzeuge ist weder ein gesamträumlicher Überblick 
zu bekommen noch sind Personen auf dem Areal gut zu erkennen.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 150 
  
 
Abb. 38: Hinreichende Ausleuchtung des Platzes Kalk Post – ergänzt um die Außenbeleuchtung der 
angrenzenden Gastronomie  
  
Abb. 39: Schlechte Beleuchtungsqualität auf dem Parkplatz hinter dem Geschäft von Aldi Süd

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 151 
   
  
   
Abb. 40: Gute Lichtführung (aber auch defekte Lampen) in den Innenhöfen des Breuerparks und in 
den hineinführenden Durchgängen 
• In östlicher Richtung folgen zwei weitere Innenhöfe mit einem parkähnlichen Grund-
riss. Es handelt sich zwischen der Josephskirch- und der Breuerstraße um die West-
seite des Breuerparks und zwischen der Breuerstraße und der Steprathstraße 
um die Ostseite des Breuerparks. Die Hausdurchgänge auf diese Flächen wer-
den nur von einer Lichtquelle erleuchtet, aber auf den Parkflächen weisen kleinfor-
matige, auf die Maßstäblichkeit des Fußgängerverkehrs ausgerichtete

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 152 
Laternen eine gute Lichtführung auf. Die Wegeverbindungen sind nahezu vollstän-
dig einsehbar (vgl. Abbildung 40). Leider blieb ein Teilstück des Weges im Dunkeln, 
weil das defekte Leuchtmittel einer Laterne noch nicht ausgetauscht worden ist. 
   
  
Abb. 41: Gute Beleuchtungssituationen in den Nachverdichtungen an der Ecke Robert-/Dillenburger 
Straße und in der Grünebergstraße – ergänzende Lichtquellen im Erdgeschoss sowie im halböffentli-
chen Bereich  
• Eine besondere Ausleuchtung von Fahrradabstellplätzen wurde nicht festgestellt. Bis 
auf wenige Zonen – zum Beispiel vor dem Bürgerhaus Kalk, an der Ecke Kalker 
Hauptstraße/Rolshover Straße und im verkehrsberuhigten Bereich der Josephskirch-
straße – wurden keine besonderen Flächen ausgewiesen, um Fahrräder 
sicher abstellen zu können. Aber auch diese Zonen wurden nicht gezielt be-
leuchtet. Fahrräder wurden nachts auf dem Platz Kalk Post vor dem Eingang zur U-
Bahnstation abgestellt, aber vor dem S-Bahnhof wurde im Dunkeln eine ungeordnete 
Art des Abstellens festgestellt. In den meisten anderen Straßen wurden Fahrräder

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 153 
vereinzelt an den Pfählen von Verkehrsschildern festgekettet oder auf Baumscheiben 
geparkt – oft so, dass sie im Lichtkegel einer Straßenlaterne stehen.  
• Auf ehemaligen gewerblichen Brachflächen an der Ecke Robert-/Dillenburger Straße 
und in der Grünebergstraße fand eine Nachverdichtung mit Wohnungsbau  
statt. Diese Wohnanlagen erfüllen die Anforderungen an die Beleuchtungs-
situation teilweise vollständig (vgl. Abbildung 41). Einerseits wurden die Fußwege 
dort zwar nicht vollständig ausgeleuchtet, und es waren Verschattungen durch die 
(jungen) Bäume festzustellen. Andererseits wirkt sich die Beleuchtung der Eingänge 
im Erdgeschossbereich und im halböffentlichen Erschließungsraum der Wohnanlage 
an der Ecke Robert-/Dillenburger Straße aber positiv auf die Wahrnehmung aus. 
Die Spielräume, die Lichtsituation in den Straßen zu verändern, sind nur gering. Das Kölner 
Amt für Verkehrsmanagement und öffentliche Beleuchtung macht darauf aufmerksam, dass 
sich die Höhe der Lichtmasten an den Straßengegebenheiten  orientieren und den gesamten 
Straßenraum (Fußwege und Straßen) beleuchten muss. Der Einsatz von niedrigeren Leuch-
ten stellt nicht die DIN-gerechte Ausleuchtung des gesamten Straßenraumes sicher.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 154 
B5.3 Passanteninterviews zur Sammlung von Nutzerperspektiven 
Passanteninterviews zur Kriminalitätsfurcht 
Das Instrument der „Passantenbefragung“ wurde genutzt, um einerseits die Informationen 
aus dem Kreis von vor Ort angetroffenen Personen als qualitativen Kontrast zu den Ergeb-
nissen der Auditbögen verwenden zu können, vor allem aber um andererseits Hinweise zu 
Ausprägungen von Kriminalitätsfurcht und deren Gründen zu bekommen. Die Kalker 
Stichprobe umfasst insgesamt 51 Frauen und 47 Männer (N = 98). 
Um eine gleichwertige Verteilung der Geschlechter zu erhalten, wurde darauf geachtet, 
Frauen und Männer abwechselnd zu befragen. Zudem wurde versucht, eine ausgeglichene 
Verteilung anderer Merkmale wie Alter und Migrationsgeschichte einzubeziehen. Im Stadtteil 
Kalk gestaltete es sich als sehr herausfordernd, diese Mischung zu erreichen, da die Teilnah-
mebereitschaft – insbesondere von Menschen mit einer Zuwanderungsgeschichte – geringer 
ausfiel als in Ehrenfeld. Auf zwei realisierte Befragungen kam eine Verweigerung. Viele 
der angesprochenen Personen verweigerten eine Teilnahme mit dem Hinweis auf fehlende 
Sprachkenntnisse oder Zeit knappheit. Die verweigernden Personen  im Umfeld der  Kalker 
Straße wiesen das folgende Profil auf: 
• Personen ohne Erfahrungen mit Befragungen, die einer (staatlich vermuteten) Informa-
tionssammlung kritisch gegenüberstehen;  
• Personen, die fest im Alltag eingebunden sind und bei ihren Erledigungen und Wegen 
unter Zeitdruck stehen, 
• Personen, die in ihrem Alltag unauffällig bleiben wollen. 
Aus der Sicht der Interviewer verweigerten in Kalk insbesondere Personen die Teilnahme, die 
die deutsche Sprache nicht beherrschten – d.h.: Menschen aus der Ukraine/Russland, People 
of Colour sowie junge Frauen mit türkischem oder arabischem Migrationshintergrund. Dass 
gerade letztere, die mutmaßlich in der zweiten oder dritten Generation in Deutschland leben, 
eine Teilnahme ablehnten, war überraschend, weil sich die männlichen Passanten derselben 
Gruppe deutlich offener für eine Teilnahme zeigten.  
Im Mittelpunkt des eingesetzten Instruments steht die subjektive Kriminalitäts-
furcht. Das Phänomen weist im Allgemeinen drei Dimensionen auf: die affektive, die kogni-
tive und die konative Dimension. Im Fokus der affektiven Dimension steht die emotionale 
Empfindung von Gefahren durch Kriminalität, in der kognitiven Perspektive wird die Wahr-
scheinlichkeit eingeschätzt, Opfer einer Straftat zu werden, und unter dem konativen Blick 
geht es um die Frage, welches Schutz- und Vermeidungsverhalten aufgrund der antizipier-
ten Gefahren praktiziert wird. Im Rahmen der Passantenbefragung wurden die Standardin-
dikatoren zur Ermittlung der affektiven Kriminalitätsfurcht genutzt, die die Aufmerksamkeit 
auf das Sicherheitsgefühl im Wohnquartier sowohl tagsüber als auch nach Einbruch der

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 155 
Dunkelheit richten. Als Referenzrahmen wurden Formulierungen von Oberwittler und Gerst-
ner verwendet.12 Um einen Hinweis zur konativen Kriminalitätsfurcht zu erhalten, wurde 
nach Meideorten im Viertel gefragt. 
Als qualitative Merkmale wurden erhoben: 
• positive und negative Bewertungen des Veedels;  
• Meideorte im Veedel; 
• die Wahrnehmung von Problemen durch Schmutz und Unordnung im Veedel; 
• die Beobachtung von Konflikten zwischen Gruppen im Veedel und  
• Vorschläge, wie sich die Sicherheitssituation im Veedel verbessern lässt. 
Demographische Strukturen der Befragten  
Unter den Frauen, die in einem Veedel rund um die Kalker Hauptstraße wohnen, gaben 
knapp drei Viertel an (73,0%), gern in ihrem Wohnquartier zu wohnen (vgl. Tabelle 21). 
Bei den befragten Männern traf das auf weniger als zwei Drittel zu (60,0%). Rund ein Vier-
tel der befragten Männer (25,5%) und Frauen (27,5%) stammten nicht aus den Vierteln 
rund um die Kalker Hauptstraße, sondern suchte das Gebiet auf, um dort einzukaufen, eine 
medizinische Dienstleistung in Anspruch zu nehmen oder Freunde zu besuchen. 
Bei einem Viertel der befragten Frauen war ein migrantischer Hintergrund zu erkennen 
(25,5%); unter den befragten Männern machte dieser Anteil fast ein Drittel aus (31,9%). 
Auch die geschätzte Altersverteilung zeigte – nach Geschlecht differenziert – einen Unter-
schied: Unter den befragten Frauen gehörte ein Fünftel den Jungen im Alter unter 30 Jahren 
an (21,6%) und ein knappes Drittel den Älteren im Alter über 60 Jahre (3 1,4%). Unter den 
befragten Männern zählten über ein Zehntel der jüngeren Altersgruppe an (14,9%) – fast 
die Hälfte gehörte der Altersgruppe von 30 bis 60 Lebensjahren an (48,9%). 
Was den Befragten im Veedel besonders gut gefällt [N = 60 Nennungen] 
Auf die Frage, was in den Veedeln rund um die Kalker Hauptstraße besonders gut gefällt, 
werden am häufigsten die infrastrukturellen Stärken hervorgehoben, aber auch die Leben-
digkeit und das „bunt gemischte“ Zusammenleben: 
• 23 Nennungen: Angebote von Einzelhandel, Dienstleistungen und Gastronomie 
[38,3% von allen 60 Nennungen]. 
• 19 Nennungen: zentrale Lage; Verkehrsanbindung an ÖPNV [ 31,7%]. 
  
 
12 Vgl. Oberwittler, Dietrich & Gerstner, Dominik (2016): Kriminalitätsfurcht in großstädtischen Wohngebieten: 
wie sozialräumliche Bedingungen die Unsicherheitswahrnehmungen beeinflussen. In P. Zoche, S. Kaufmann, & 
H. Arnold (Hrsg.), Grenzenlose Sicherheit? Gesellschaftliche Dimensionen der Sicherheitsforschung (S. 95-116). 
Berlin: Lit-Verlag; Oberwittler, Dietrich, Gerstner, Dominik & Janssen, Heleen J. (2016): Ergebnisse der SEN-
SIKO-Studie zur Sicherheitslage und Sicherheitswahrnehmung im Alter. Projektberichte Nr. 4, MPI: Freiburg; vgl. 
auch Schubert, Herbert; Oberwittler, Dietrich; Schartau, Lara; Planer, Nina; Nutz, Anna; Spieckermann, Holger; 
Gerstner, Dominik & Janssen, Heleen (2017): Sicherheitsempfinden älterer Menschen. Ein Praxishandbuch für 
die Soziale Arbeit. Köln: Verlag Sozial • Raum • Management.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 156 
Tab. 21: Passantenbefragung in den Kalker Veedel im Umfeld des S-Bahnhofs Trimbornstraße  
Nr.  Im Veedel befragte Passanten insgesamt 
weiblich in % männlich in % abs. in % 
1 Person wohnt ... 
gern im Veedel 
 
27 
 
27,6 
 
21 
 
21,4 
 
48 
 
49,0 
 nicht gern im Veedel 10 10,2 14 14,3 24 24,5 
 außerhalb des Veedels  14 14,3 12 12,2 16 16,3 
 insgesamt 51 52,0 47 48,0 98 100,0 
2 Person fühlt sich tagsüber allein 
im Veedel ... 
sehr unsicher 
 
 
7 
 
 
13,7 
 
 
2 
 
 
4,3 
 
 
9 
 
 
9,2 
 eher unsicher 3 5,9 4 8,6 7 7,1 
 eher sicher 30 58,8 19 40,3 49 50,0 
 sehr sicher 11 21,6 22 46,8 33 33,7 
 insgesamt 51 100,0 47 100,0 98 100,0 
3 Person fühlt sich im Dunkeln allein 
im Veedel ... 
sehr unsicher 
 
 
24 
 
 
47,0 
 
 
13 
 
 
27,7 
 
 
37 
 
 
37,8 
 eher unsicher 16 31,4 9 19,1 25 25,5 
 eher sicher 4 7,8 12 25,5 16 16,3 
 sehr sicher 1 2,0 10 21,3 11 11,2 
 Keine Angabe 6 11,8 3 6,4 9 9,2 
 insgesamt 51 100,0 47 100,0 98 100,0 
4 Im Veedel gibt es Bereiche, die 
gemieden werden. 
Ja 
 
 
27 
 
 
52,9 
 
 
26 
 
 
55,3 
 
 
53 
 
 
54,1 
 Nein 19 37,3 18 38,3 37 37,8 
 Keine Angabe 5 9,8 3 6,4 8 8,1 
 insgesamt 51 100,0 47 100,0 98 100,0 
5 Im Veedel gibt es Probleme mit 
Schmutz und Unordnung. 
Ja 
 
 
47 
 
 
92,2 
 
 
39 
 
 
83,0 
 
 
86 
 
 
87,8 
 Nein 4 7,8 8 17,0 12 12,2 
 insgesamt 51 100,0 47 100,0 98 100,0 
6 Es gibt Auseinandersetzungen, 
Konflikte zwischen Gruppen. 
Ja 
 
 
21 
 
 
41,1 
 
 
21 
 
 
44,7 
 
 
42 
 
 
42,9 
 Nein 29 56,9 23 48,9 52 53,1 
 Keine Angabe (weiß nicht)  1 2,0 3 6,4 4 4,0 
 insgesamt 51 100,0 47 100,0 98 100,0 
7 Demographische Merkmale 1) 
Deutscher Hintergrund 
 
33 
 
64,7 
 
26 
 
55,3 
 
59 
 
60,2 
 Migrantischer Hintergrund 13 25,5 15 31,9 28 28,6 
 Junge (unter 30 Jahren) 11 21,6 7 14,9 18 18,4 
 Befragte zwischen 30 und 60 J. 23 45,1 23 48,9 46 46,9 
 Ältere (über 60 Jahre)  16 31,4 15 31,9 31 31,6 
 insgesamt 51 100,0 47 100,0 98 100,0 
1) Der Hintergrund und das Alter der fehlenden Fälle konnten nicht eingeschätzt werden.  Eigene Erhebungen im Juli 2024

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 157 
 
• 9 Nennungen: Vielfalt; Multikulti; bunte Mischung; Lebendigkeit [15,0% von allen 
60 Nennungen].  
• 3 Nennungen: Wohnsituation; preiswerte Mietwohnungen [5,0% von allen 60 Nen-
nungen]. 
• 6 sonstige Nennungen: „Ich bin hier aufgewachsen“; Zusammenhalt der verbliebe-
nen deutschen Bevölkerung; Nachbarschaft in der eigenen Wohnstraße ; italienisches 
Viertel; linke Szene mit ihren Cafés [10,0% von allen 60 Nennungen]. 
Was den Befragten im Veedel nicht so gut gefällt [N = 50 Nennungen] 
Die positiven Angaben machten rund 55 Prozent von allen Nennungen (N = 110) aus; 45 
Prozent entfielen auf Antworten, was nicht so gut gefällt. Unter den negativen Aussagen do-
minieren Aspekte der Sicherheit und Ordnung: 
• 30 Nennungen: Dreck und Lärm; „merkwürdige“ Menschen; Drogenkonsum und 
Junkies; nächtliche Unruhe; Kriminalität; aggressives und rücksichtsloses Verhalten im 
öffentlichen Raum [60,0% von allen 50 Nennungen]. 
• 10 Nennungen: Fehlender Zusammenhalt, zu wenig Gemeinschaft; kein Vertrauen 
unter Nachbarn; Wegzug der deutschen Bevölkerung; keine Familienfreundlichkeit 
[20,0% von allen 50 Nennungen]. 
• 7 Nennungen: Zunahme der Migranten, insbesondere der arabischen Bevölkerung; 
Ausländeranteil; Kommunikationsprobleme mit den „Fremden“; „nur noch Ausländer 
auf den Straßen“; „man kann abends nicht mehr rausgehen“ [ 14,0% von allen 37 
Nennungen]. 
• 3 sonstige Nennungen betreffen den Mangel an Grünflächen, die Verkehrssituation 
und den Zustand der Haltestellen des ÖPNV [6,0% von allen 50 Nennungen]. 
Die Proportion von 60 positiven Nennungen zu 50 negativen Hinweisen zeigt an, dass die 
positiven Einschätzungen und die negativen Zuschreibungen der Quartiere rund um Kalk 
Post nicht sehr weit auseinanderklaffen.  
Affektive und konative Kriminalitätsfurcht  
Die Frage nach der affektiven Kriminalitätsfurcht ergab folgendes Strukturbild (vgl. 
Tabelle 21): 
• Ein Fünftel der befragten Frauen (19,6%) fühlt sich unsicher, wenn sie tagsüber al-
lein im Veedel unterwegs sind, aber nur ein Achtel der befragten Männer (12,9%). 
• Der Anteil der Frauen, die sich unsicher fühlen, wenn sie im Dunkeln allein im Umfeld 
der Kalker Hauptstraße unterwegs sind, lag deutlich höher – über drei Viertel 
(78,4%) empfinden diese Unsicherheitsgefühle. Unter den befragten Männern fiel 
dieser Anteil zwar niedriger aus, liegt aber deutlich über den Durchschnittswerten in 
Deutschland (46,8%).

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 158 
Das Strukturbild der Unsicherheit im Dunkeln kann als außerordentlich hoch und überdurch-
schnittlich interpretiert werden. Auf der Basis des Eurobarometers fühlen sich in deutschen 
Großstädten etwa 26 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner „etwas unsicher“ oder 
„sehr unsicher“, wenn sie nach Einbruch der Dunkelheit allein zu Fuß in Ihrer Wohngegend 
unterwegs sind oder wären. Im Kriminalitätsmonitor des nordrhein-westfälischen Landeskri-
minalamtes gaben während der letzten Befragungsrunde im Landesdurchschnitt nur etwa 19 
Prozent der Befragten an, sich in ihrem Wohngebiet abends im Dunkeln eher unsicher bis 
sehr unsicher zu fühlen. Laut dem Viktimisierungssurvey von 2017 fühlen sich in Deutschland 
im Schnitt rund 22 Prozent der Bürgerinnen und Bürger unsicher. 13 
Um Anhaltspunkte zur konativen Kriminalitätsfurcht zu bekommen, wurde nach Bereichen 
und Ecken im Veedel gefragt, wo die Befragten nicht hingehen, weil sie ihnen nicht geheuer 
sind. Auf diese Frage nach Orten, wo sich die Befragten nicht wohlfühlen, wurden überwie-
gend Straßenbereiche aufgezählt  (N = 92):  
• 27 Nennungen: Kalk-Mülheimer Straße [29,3% von allen 78 Nennungen].  
• 16 Nennungen: Innenhöfe mit den beiden Seiten des Breuerparks, Aldi-Parkplatz 
und KiTa sowie Moschee zwischen Vietor- und Kalk-Mülheimer Straße – außerdem 
der Bürgerpark [17,4% von allen 92 Nennungen].  
• 15 Nennungen: Trimbornstraße inkl. der Zugänge zum S -Bahnhof und der Unterfüh-
rung zur Taunusstraße [ 16,3% von allen 92 Nennungen].  
• 15 Nennungen: Kalk Post [16,3% von allen 92 Nennungen].  
• 19 sonstige Nennungen betreffen die Kalker Hauptstraße ( 8); den Kalk Markt beim 
Supermarkt Norma (3); Kalk Kapelle (4); die Neuerburgstraße mit dem neuen 
Standort von Vision e.V. (3) und die Halle Kalk (1) [17,4% von allen 92 Nennun-
gen]. 
Die Trimbornstraße und Kalk Post stellen die wichtige Verbindungsachse zwischen dem S -
Bahnhof, dem U-Bahnanschluss der KVB und der Köln Arcaden dar. Dort wurden die größ-
ten Menschenströme im Laufe des Tages gezählt. Vor diesem Hintergrund verdient beson-
dere Beachtung, dass ein Drittel der negativ etikettierten Bereiche [30 Nennungen: 32,6% 
von allen 92 Nennungen] diese wichtige Fußwegverbindung betreffen.  
Probleme im Veedel durch Schmutz und Unordnung [N = 174 Nennungen] 
Die 98 Befragten gaben 174 Antworten zum Thema Schmutz und Unordnung – das ent-
spricht rund 1,7 Problemnennungen je befragter Person: 
• 68 Nennungen erklärten die mangelnde Sauberkeit bzw. die Vermüllung der Quar-
tiere zu einem relevanten Problem. Besonders herausgestellt wurden Urin, Exkre-
mente und Speichel im öffentlichen Raum [39,1% von allen 174 Nennungen].  
 
13 vgl. Landeskriminalamt NRW (2018): Kriminalitätsmonitor NRW. Kriminalitätsfurcht. Düsseldorf, S. 10; Birkel, 
Christoph; Church, Daniel; Hummelsheim-Doss, Dina; Leitgöb-Guzy, Nathalie; Oberwittler, Dietrich (2019): Der 
Deutsche Viktimisierungssurvey 2017. Opfererfahrungen, kriminalitätsbezogene Einstellungen sowie die Wahr-
nehmung von Unsicherheit und Kriminalität in Deutschland. Bundeskriminalamt, Wiesbaden, S. 46 ff.

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 159 
• 42 Nennungen sprachen den Handel und Konsum illegaler Drogen an (32), das 
Herumliegen leerer Spritzen (7), den Drogenhandel unter Videobeobachtung der 
Polizei (3) zu schwerwiegenden Problemen [24,1% von allen 174 Nennungen].  
• 39 Nennungen bezogen sich auf: das ganztägige „Herumlungern“ von Männern 
vor Cafés sowie von Obdachlosen in den Parks (19) und deren hohen Alkoholkon-
sum (8) und das aggressive Betteln (12) [22,4% von allen 174 Nennungen].  
• 8 Nennungen betonten die Aggressivität im Umgang miteinander. So werde auf 
dem Fußweg kein Platz gemacht, man werde belästigt und angepöbelt. Meistens 
werden in diesem Zusammenhang Menschen mit Migrationshintergrund genannt, die 
sich nicht an die Regeln halten [4,6% von allen 174 Nennungen]. 
• 17 sonstige Nennungen: Scherben (5); ungepflegte Häuser/Fassaden (2); Diebstahl 
(2); Kisten „Zu verschenken“ auf dem Fußweg (1); Parken von Kraftfahrzeugen in 
der zweiten Reihe (1); Schalen von Sonnenblumenkernen (1); Graffiti (4); Ratten (1) 
[9,8% von allen 174 Nennungen]. 
Weniger als ein Zehntel der befragten Frauen hält den Verschmutzungsgrad im Veedel für 
normal (7,8%); unter den Männern ist der Anteil doppelt so hoch (17,0%). Vor allem Men-
schen im mittleren und höheren Alter, die schon lange in den Kalker Veedel leben, nehmen 
die Verschmutzungssituation als beängstigend wahr. 
Auseinandersetzungen oder Konflikte zwischen Gruppen im Veedel [N = 52 
Nennungen] 
• 28 Nennungen – also rund die Hälfte – haben bereits verbale Auseinandersetzun-
gen im öffentlichen Raum erlebt [53,8% von allen 52 Nennungen]. Im Einzelnen 
werden genannt: Auseinandersetzungen und Geschrei zwischen Drogenabhängigen 
und unter Alkoholabhängigen, aber auch Revierkämpfe unter Jugendlichen und 
Streit zwischen Ethnien (z.B. Türken vs. Syrer; Italiener vs. Türken).  
• 21 Nennungen betreffen die Beobachtung von Gewaltanwendung zwischen diesen 
Gruppierungen [40,4% von allen 52 Nennungen]. 
• 3 Einzelnennungen betreffen Nachbarschaftskonflikte und das Tragen von Messern 
[5,8% von allen 52 Nennungen]. 
Vorschläge, was getan werden sollte, um die Situation im Veedel zu verbes-
sern [N = 101 Nennungen] 
• 44 Nennungen beziehen sich auf den Bereich der ORDNUNG: Ausweitung der Vi-
deoüberwachung (7); mehr Personal des Ordnungsamtes und der Polizei vor Ort im 
Einsatz, d.h. Erhöhung ihrer Präsenz im öffentlichen Raum (18 – darunter der 
Wunsch nach persönlich erlebbaren „Veedelspolizisten und -polizistinnen“ bzw. 
mehr Fußstreifen statt Streifen im Dienstwagen); mehr Razzien und Kontrollen im 
Sinn konsequenter und ereignisnaher Intervention, auch der Behörden im Allgemei-
nen; darunter: Ausweisen einer Waffenverbotszone mit Stichprobenkontrollen (9 – 
darunter der Wunsch nach einem veränderten Auftreten der Polizei: „nicht weggu-
cken“, „keine Larifari-Polizei“). Gewünscht wurde auch die Wiedereinführung einer

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 160 
„Mobilen Wache“ (1), und das Ordnungsamt solle konsequent überprüfen, ob Neu-
ankömmlinge ihren Wohnsitz angemeldet hätten (1). Für die Verschmutzung des öf-
fentlichen Raumes mit Müll solle der Ordnungsdienst verstärkt Bußgeldbescheide er-
teilen (1); die vielen „Essbuden“ (Imbisse) sollen zur täglichen Reinigung ihres Um-
feldes bzw. der liegen gelassenen Verpackungsabfälle ihrer verkauften Speisen ver-
pflichtet werden (1), und die AWB sollen häufiger die öffentlichen Räume reinigen 
und Mülltonnen leeren (5). Es wird auch angeregt, in den Parks in hinreichender 
Zahl Tütenspender für Hundehalter zur Beseitigung von Hundekot zu installieren (1) 
[43,6% von allen 101 Nennungen]. 
• 17 Nennungen beziehen sich auf den Bereich der HILFEANGEBOTE  und der IN-
TEGRATION : Für die Drogenabhängigen wird die Einrichtung einer Anlaufstelle als 
notwendig erachtet, wie sie Vision e.V. gerade in der Neuerburgstraße 25 eröffnet 
hat, aber auch ein Drogenkonsumraum (Druckraum), um den Konsum aus dem öf-
fentlichen Raum – wie z.B. U-Bahnstation Kalk Post – herauszubekommen (5). Vor-
schläge regen auch die Verbesserung der Integrationsangebote an – es solle mehr 
Streetwork auf Jugendliche und ihre Szenen ausgerichtet werden, um das Gemein-
schaftsgefühl im Veedel zu stärken (12) [16,8% von allen 101 Nennungen]. 
• 14 Nennungen wünschen sich ein hartes Durchgreifen der POLITIK. Die Politik solle 
sich insgesamt mehr engagieren (2): Beispielsweise solle durch den sozialen Woh-
nungsbau eine bessere soziale Mischung erreicht werden; die Hausbesitzer und die 
Unternehmen der Wohnungswirtschaft (mit Hausmeisterdiensten) sollen aktiviert wer-
den, sich mehr um das Ordnungsverhalten der Mieter kümmern (5). Gewünscht wird 
auch ein Standortmanagement der kommunalen Wirtschaftsförderung, weil es bei-
spielsweise nur noch einen deutschen Bäcker gebe (1). Aber unter den Antworten 
der Befragten befanden sich auch schärfere Töne wie: „Ausländer raus!“, „Ver-
scheuchen der Drogenabhängigen“, „Abschieben der Dealer“, „Grenzen schließen“ 
oder „AFD wählen!“ (6) [13,9% von allen 101 Nennungen]. 
• 12 Nennungen beziehen sich auf die Verbesserung von AUFENTHALTS-  und NUT-
ZUNGSQUALITÄTEN : Neugestaltung der Trimbornstraße (1); Schließung der Parks 
am Abend (1); Instandhaltung der Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum (1); inten-
sive Grünpflege und Schaffung von mehr kleinen grünen Inseln (2); Instandsetzung 
von Problemimmobilien (1); Bereitstellung einer öffentlichen Toilette (1); Umgestal-
tung der Kalker Hauptstraße zur Fußgängerzone (2) und eine bessere Beleuchtung 
des Umfeldes am S-Bahnhof Trimbornstraß e sowie die schnellere Reparatur defekter 
Rolltreppen und Fahrstühle in den ÖPNV -Haltepunkten (3) [11,9% von allen 101 
Nennungen]. 
• 10 Nennungen sind Ausdruck eines FATALISMUS : so äußerten 10 Befragte Zweifel, 
dass die Probleme noch in den Griff zu bekommen seien [11,8% von allen 85 Be-
fragten]. Zitate aus diesen Gesprächen: „Es ist inzwischen zu spät“. „Es wird doch 
sowieso nichts unternommen“. „Selbst für die Polizei ist es hier zu gefährlich“. „Ich 
bleibe abends einfach zuhause“. „Diese Leute haben keine Angst vor der Polizei – 
sie haben hier längst die Macht“ [9,9% von allen 101 Nennungen].

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 161 
• 4 Nennungen zielen auf die ZIVILGESELLSCHAFT , indem mehr „Kümmerer“ in der 
Nachbarschaft gewünscht werden (2). Ein Kommentar dazu lautete: „Mehr Polizei-
präsenz ist es nicht! Wir brauchen mehr Miteinander“ (1). Eine andere Anregung 
wünschte mehr Verantwortungsübernahme durch die Kioskbesitzer [4,0% von allen 
101 Nennungen]. 
Zitate aus den Passanteninterviews in den Veedeln um Kalk Post: 
• „Es ist nicht mehr so, wie es mal war“. 
• „Früher war es schöner“. 
• „Kalk ist eine Katastrophe geworden. Die Stadt hat versagt, das in Ordnung zu brin-
gen“ (ehemaliger jugoslawischer Gastarbeiter, seit 1971 in Köln). 
• „Ich würde meine Tochter hier abends nicht allein auf die Straße lassen“.  
• „Ich kann meine 9-jährige Tochter nicht vor die Tür lassen“. 
• „Ich gehe gar nicht mehr raus“. 
• „Abends fahre ich nur noch mit dem Auto“. 
• „Ich fühle mich als Deutscher hier nicht mehr willkommen“. 
• „Wenn ich könnte, würde ich nach Bayern auswandern“. Entgegnung des Intervie-
wers zu der alteingesessenen Kölnerin mit zwei Kindern: „Wo bleibt das kölsche 
Jeföhl?“ Antwort: „Das gibt es nicht mehr“. 
• „Das Zusammenleben der Kulturen stimmt nicht mehr. Wir müssen tun, was uns die 
Migranten vorschreiben, ansonsten werden wir bedroht“. 
• „Kalk wird von Männern dominiert“. 
• „Alle leeren Geschäfte werden durch Araber übernommen. Wer braucht so viele Im-
bisse und Friseure?“ 
• „Meine Frau kommt nicht mehr mit (aus Poll). Ich muss allein auf der Kalker Haupt-
straße einkaufen“. 
• „Man muss aufpassen! Die meisten Leute hier haben keine Arbeit und leben von 
Diebstählen“. 
• „Mir wurde der Rollator weggetreten“. 
Weniger pessimistische Einschätzungen waren: 
• „Ich habe keine Angst. Ich kann mich wehren“. 
• „Insgesamt sind wir in Kalk nicht so schlecht dran“. 
• Antwort auf die Frage nach Verbesserungsvorschlägen: „Dat weiß ich nit. Wenn ich 
dat wüsste, wär´  ich Politiker“.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 162 
Passanteninterviews zur Bahnhofsqualität 
Mit einem entsprechend angepassten Instrument der „Passantenbefragung“ wurden auch 
die Perspektiven der Nutzerinnen und Nutzer des S-Bahnhofs Trimbornstraße  erhoben. Dort 
wurden insgesamt 20 Frauen und 17 Männer befragt (N = 37). 
Demographische Strukturen am S-Bahnhof  
Unter den Frauen, die zur Bahnhofssituation befragt wurden, gaben fast zwei Drittel an 
(64,8%), den S-Bahnhof Trimbornstraße häufig zu benutzen (vgl. Tabelle 22). Unter den 
befragten Männern nutzen den S-Bahnhof drei Viertel häufig (76,5%).  
Über ein Drittel  der befragten Frauen (35,0%) und der befragten Männer wiesen einen 
migrantischen Hintergrund auf (41,2%). Die Altersverteilung enthält folgende geschlechts-
spezifischen Unterschiede: Die befragten Frauen gehörten zu einem Fünftel den unter 30-
jährigen an, über die Hälfte der Altersgruppe von 30 bis 60 Lebensjahren (60,0%) und ein 
Fünftel den Älteren im Alter über 60 Jahre. Unter den  befragten Männern machten die un-
ter 30-jährigen ein Drittel aus (35,3%) und die Altersgruppe von 30 bis 60 Lebensjahren 
die Hälfte (52,9%); die Älteren im Alter über 60 Jahre waren nur schwach vertreten 
(5,9%).  
Affektive und konative Kriminalitätsfurcht  
Die Befragten gaben mehrheitlich an, dass der S-Bahnhof Trimbornstraße sicher sei (70% 
der Frauen und 59% der Männer) – die kognitive Dimension der Kriminalitätsfurcht ist dem-
nach nur gering ausgeprägt. Die große Mehrheit der befragten Frauen hatte im Bahnhofs-
bereich auch noch nie die Verübung von Straftaten beobachtet (95%). Unter den Männern 
erklärte demgegenüber ein Drittel (35,3%), Straftaten wahrgenommen zu haben. Genannt 
wurden: der Handel mit Drogen, zwei Körperverletzungen, Schubsen am Rand des Bahn-
steigs, ein Fahrraddiebstahl und Respektlosigkeit von Jugendlichen gegenüber dem Bahn-
personal (vgl. Tabelle 22). 
Die Frage nach der affektiven Kriminalitätsfurcht am S-Bahnhof Trimbornstraße ergab ein 
Strukturbild, das teilweise positiv, aber teilweise auch negativ von den Unsicherheitsgefüh-
len in den Quartieren rund um die Kalker Hauptstraße abwich (vgl. Tabelle 22): 
• Nur 5 Prozent der befragten Frauen fühlen sich tagsüber allein auf dem S-Bahnhof 
unsicher. Unter den befragten Männern gab es niemanden, der sich dort zu Tages-
zeiten unsicher fühlt (0,0%). 
• Drei Viertel der befragten Frauen fühlen sich im Dunkeln im Bereich des S-Bahnhofs 
unsicher (75,0%). Unter den Männern bekannten sich über 40 Prozent (41,2%) zu 
solchen Unsicherheitsgefühlen in den dunklen Abendstunden.  
Das Strukturbild der Unsicherheit im Dunkeln weist im Vergleich zum Kriminalitätsmonitor 
des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamtes außerordentlich hohe Werte auf. In NRW

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 163 
gaben im Landesdurchschnitt weniger als ein Fünftel der Befragten an, sich abends im Dun-
keln in ihrem Wohngebiet eher unsicher bis sehr unsicher zu fühlen.14 
Was den Befragten im Bereich des S-Bahnhofs gut gefällt [N = 10 Nennun-
gen] 
Den Befragten fallen nur wenige positive Aspekte zum S-Bahnhof ein: Zwei Personen gefal-
len die Sitzgelegenheiten, zwei weitere finden die Nähe bzw. den kurzen Weg zum Ar-
beitsplatz gut und einer anderen Befragten gefällt die Graffitikunst, die vom Bahnsteig aus 
an einer Hauswand zu erkennen ist (vgl. Abbildung 42). Positiv wird auch die Nähe zur U-
Bahnstation Kalk Post und zu den Köln Arcaden eingeschätzt. Weiteren Befragten gefallen 
der nahe Kiosk und das Funktionieren des Aufzuges. 
 
Abb. 42: Sichtbeziehung vom S-Bahnhof Trimbornstraße auf ein Wandgraffiti nach Caspar David 
Friedrichs „Wanderer über dem Nebelmeer“ in einem Köln-Kontext 
Was den Befragten im Bahnhofsbereich nicht so gut gefällt [N = 43 Nennun-
gen] 
• 28 Nennungen betreffen: Dreck, Müll, Schmutz und Gestank – besonders kritisch 
werden Zigarettenreste und „Wildpinkeln“ hervorgehoben [65,1% von allen 43 
Nennungen]. 
• In 9 Nennungen wird über Zugausfälle und Verspätungen der S-Bahn geklagt, aber 
auch über den zu engen Bahnsteig und das Fehlen einer Rolltreppe [20,9% von al-
len 43 Nennungen]. 
• Weitere 6 Nennungen bemängeln die Treppensituation des Ausgangs zur Trimborn-
straße, die schlechten Lichtverhältnisse im Ausgangsbereich und das Antreffen von 
Obdachlosen und Trinkern auf der Bank vor dem Treppenauf-/abgang [13,9% von 
allen 43 Nennungen]. 
  
 
14 vgl. Landeskriminalamt NRW (2018): Kriminalitätsmonitor NRW. Kriminalitätsfurcht. Düsseldorf, S. 10

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 164 
Tab. 22: Ergebnisse der Befragung im Umfeld des Kalker S-Bahnhofs Trimbornstraße  
Nr.  Im S-Bahnhof befragte Passanten insgesamt 
weiblich in % männlich in % abs. in % 
1 Person benutzt den S-Bahnhof ...       
 häufig 11 29,7 13 35,1 24 64,8 
 ab und zu 9 24,3 4 10,8 13 35,1 
 insgesamt 20 58,6 17 45,9 37 100,0 
2 S-Bahnhof Trimbornstraße ist ...        
 sicher 14 70,0 10 58,8 24 64,9 
 nicht sicher 2 10,0 4 23,5 6 16,2 
 kann nicht beurteilt werden 4 20,0 3 17,7 7 18,9 
 insgesamt 20 100,0 17 100,0 37 100,0 
3 Im Bahnhofsbereich beobachtet...       
 Straftaten 1 5,0 6 35,3 7 18,9 
 Keine Straftaten 19 95,0 11 64,7 30 81,1 
 insgesamt 20 100,0 17 100,0 37 100,0 
4 Person fühlt sich tagsüber allein 
im S-Bahnhof Trimbornstraße ...  
sehr unsicher 
 
 
0 
 
 
0,0 
 
 
0 
 
 
0,0 
 
 
0 
 
 
0,0 
 eher unsicher 1 5,0 0 0,0 1 2,7 
 eher sicher 13 65,0 8 47,1 21 56,8 
 sehr sicher 6 30,0 9 52,9 15 40,5 
 insgesamt 20 100,0 17 100,0 37 100,0 
5 Person fühlt sich im Dunkeln allein 
im S-Bahnhof Trimbornstraße  ... 
sehr unsicher 
 
 
6 
 
 
30,0 
 
 
2 
 
 
11,8 
 
 
8 
 
 
21,7 
 eher unsicher 9 45,0 5 29,4 14 37,8 
 eher sicher 1 5,0 6 35,3 7 18,9 
 sehr sicher 3 15,0 3 17,6 6 16,2 
 Keine Angabe 1 5,0 1 5,9 2 5,4 
 insgesamt 20 100,0 17 100,0 37 100,0 
6 Im Bahnhof gibt es Bereiche, die 
gemieden werden. 
Ja 
 
 
9 
 
 
45,0 
 
 
9 
 
 
52,9 
 
 
18 
 
 
48,6 
 Nein 11 55,0 8 47,1 19 51,4 
 insgesamt 20 100,0 17 100,0 37 100,0 
7 Im Bahnhof gibt es Probleme mit 
Schmutz und Unordnung. 
Ja 
 
 
16 
 
 
80,0 
 
 
13 
 
 
76,5 
 
 
29 
 
 
78,4 
 Nein 4 20,0 4 23,5 8 21,6 
 insgesamt 20 100,0 17 100,0 37 100,0 
8 Es gibt Auseinandersetzungen, 
Konflikte zwischen Gruppen. 
Ja 
 
 
4 
 
 
20,0 
 
 
1 
 
 
5,9 
 
 
5 
 
 
13,5 
 Nein 16 80,0 16 94,1 32 86,5 
 insgesamt 20 100,0 17 100,0 37 100,0

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 165 
9 Demographische Merkmale 1) 
Deutscher Hintergrund 
 
11 
 
55,0 
 
6 
 
35,3 
 
17 
 
45,9 
 Migrantischer Hintergrund 7 35,0 7 41,2 14 37,8 
 Junge (unter 30 Jahren) 4 20,0 6 35,3 10 27,0 
 Befragte zwischen 30 und 60 J. 12 60,0 9 52,9 21 56,8 
 Ältere (über 60 Jahre) 4 20,0 1 5,9 5 13,5 
 insgesamt 20 100,0 17 100,0 37 100,0 
1) Der Hintergrund und das Alter der fehlenden Fälle konnten nicht eingeschätzt werden.   Eigene Erhebungen im Juli 2024 
Die Proportion von positiven Nennungen und negativen Hinweisen in der Bewertung des S-
Bahnhofs ist eindeutig. Es werden viermal so viele Dinge aufgezählt, die nicht so gut gefal-
len, als positive Merkmale.  
Bereiche und Ecken im Bahnhofsbereich, wo Befragte nicht hingehen, weil sie 
ihnen nicht geheuer sind [N = 20 Nennungen] 
Ungefähr die Hälfte der Befragten verbindet mit dem S-Bahnhof Trimbornstraße „mulmige“ 
Gefühle. Dabei gibt es kaum einen Unterschied zwischen Frauen und Männern. Einerseits 
erzeugt der gesamte Bahnhofsbereich die Empfindung des Unwohlseins und andererseits 
treten diese Gefühle besonders stark auf, wenn die Personen am Abend allein am Bahnsteig 
auf einen Zug warten [4 – 20,0% von allen 20 Nennungen]. Besonders oft wird die Trim-
bornstraße als Ankunftsort genannt: sie erzeuge eher Unsicherheitsgefühle als eine  ange-
nehme Wahrnehmung des Ortes [14 – 70,0% von allen 20 Nennungen]. Zwei Befragte 
meiden den Fahrstuhl, weil dort oft wohnungslose Menschen mit ihren Habseligkeiten ge-
nächtigt haben. Weitere Aussagen von Befragten waren: „Ich steige am Abend hier nicht 
aus, sondern fahre durch bis Deutz, weil ich mich dort sicherer fühle“ (Als Grund gibt die 
junge Frau mit Migrationshintergrund an, der Bahnsteig sei am Abend zu unbelebt). Eine 
andere junge Frau berichtet von der Furcht, „auf das Gleisbett geschubst zu werden“. 
Probleme im Bahnhofsbereich durch Schmutz und Unordnung [N = 60 Nen-
nungen] 
• 33 Nennungen kritisierten die mangelnde Sauberkeit (21). Besonders herausgestellt 
wurden Verunreinigungen durch Erbrochenes, Urin sowie Exkremente im Bahnhofs-
bereich und die damit verbundene Geruchsbelästigung (12) [55,0% von allen 60 
Nennungen].  
• 23 Nennungen hoben Beeinträchtigungen durch den Konsum illegaler Drogen, das 
Herumliegen leerer Spritzen, Alkoholkonsum, bettelnde Personen, andere Belästi-
gungen und im überdachten Bereich lagernde Obdachlose hervor [38,3% von allen 
60 Nennungen].  
• 4 Nennungen betrafen bahnbezogene Defizite wie die Verschmutzung und der De-
fekt des Aufzuges, aber auch kaputte Anzeigen des Zugbetriebs [6,7% von allen 60 
Nennungen].

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 166 
Vorschläge, was getan werden sollte, um die Situation im Bereich des S-
Bahnhofs Trimbornstraße zu verbessern [N = 46 Nennungen] 
Rund die Hälfte der Vorschläge (52,2%) fokussieren die Verbesserung des Sicherheitsmana-
gements im Bereich des S-Bahnhofs Trimbornstraße. Insgesamt wurden  die folgenden As-
pekte in der Befragung zu Protokoll gegeben: 
• Ausweitung des Einsatzes von Sicherheitspersonal der Deutschen Bahn im S-Bahnhof 
Trimbornstraße –  insbesondere am Abend und an den Wochenenden [12 – 26,1% 
von allen 46 Nennungen]. 
• Ausbau der Kameraüberwachung sowohl auf dem Bahnsteig als auch im Bereich des 
Zugangs [5 – 10,9% von allen 46 Nennungen]. 
• Durchführung von mehr Kontrollen im Umfeld des S-Bahnhofs durch den Ordnungs-
dienst der Stadt Köln – wirkungsvolle „Abschreckung“ [7 – 15,2% von allen 46 
Nennungen]. 
• Erhöhung der Aufenthaltsqualität auf dem Bahnsteig [4 – 8,7% von allen 46 Nen-
nungen]. 
• Mehr Licht, bessere Beleuchtung [3 – 6,5% von allen 46 Nennungen]. 
• Keine Vernachlässigung der Reinigungsarbeiten und der Leerung von Abfallbehäl-
tern – übers Wochenende fallen sehr viele Flaschen, Essens- und Raucherreste auf 
der Treppe und auf dem Vorplatz der Trimbornstraße an [ 3 – 6,5% von allen 46 
Nennungen]. 
• Installation einer Rolltreppe als Zugang zum Bahnsteig des S-Bahnhofs Trimborn-
straße [ 2 – 4,3% von allen 46 Nennungen]. 
• Dringend erforderlich sei eine nutzerfreundliche Umgestaltung der Trimbornstraße 
als vertrauenerweckende Ankunftsadresse [1 – 2,2% von allen 46 Nennungen]. 
• Einrichtung einer öffentlichen Toilette im Umfeld des Bahnhofs [1 – 2,2% von allen 
46 Nennungen]. 
• Schaffung eines „sicheren Hafens“ für Jugendliche in den Kalker Quartieren [1 – 
2,2% von allen 46 Nennungen]. 
Bürgerinitiative Trimbornstraße  
Während der Passantenbefragung sind die Interviewer auch mit einem Vertreter der „Bür-
gerinitiative Trimbornstraße“ in Kontakt gekommen. Am 02. September 2023 hatte der 
Kreis der engagierten Bewohnerinnen und Bewohner ein Straßenfest für die Nachbarschaft 
der Trimbornstraße veranstaltet. An einer kleinen Umfrage zur Situation auf der Straße nah-
men 71 Besucher teil. Als wichtigste Ergebnisse wurden im Interview genannt: 
• Ein Drittel fühlt sich nicht mehr wohl auf der Trimbornstraße; 60 Prozent kritisierten 
den Schmutz und die Abfälle, die von den Passanten zwischen Kalk Post und S-Bahn-
hof hinterlassen werden. 
• Rund ein Viertel der Befragten findet die Straße zu eng – es bleibe zu wenig Platz 
für Fußgänger und Radfahrer.

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 167 
• Fast drei Viertel wünschen sich, dass die Trimbornstraße autofrei wird.  
Es liegt nahe, das Bürgerengagement auf der Trimbornstraße aufzugreifen, um diese hoch-
frequentierte Wegeverbindung aufzuwerten und sicherer zu gestalten. Wenn Bürger sich für 
das Wohnumfeld engagieren, nimmt die informelle soziale Kontrolle zu. Die Passanten neh-
men das wahr, kontrollieren ihr Verhalten stärker und fühlen sich dort sicherer. 
B5.4 Hintergrundgespräche mit lokalen Stakeholdern 
Als Ergänzung zu den Beobachtungen im Rahmen der Audits der städtebaulichen Kriminal-
prävention und der Befragung von Passanten im öffentlichen Raum der Straßen sowie im 
Bahnhofsbereich wurden auch einige Gespräche mit Schlüsselpersonen lokaler Stakeholder 
geführt, um den Hintergrund aus verschiedenen professionellen Perspektiven auszuleuchten. 
Die Gespräche wurden geführt mit: 
• Peter Frauenkron, Leiter der rechtsrheinischen Polizeisonderdienste in der Polizeiin-
spektion 6, am 17. Juli 2024;  
• Tine Pfeil, Leiterin des Bürgerhaus Kalk, und Ute Asselborn, verantwortlich für Ver-
waltung, Vermietungen und Öffentlichkeitsarbeit im Bürgerhaus Kalk , am 18. Juli 
2024; 
• Alexander Tschechowski, verantwortlich beim Kinderschutzbund Köln für die Sozial-
raumkoordination im Sozialraum Kalk [im Rahmen des Programms „Lebenswerte Ve-
edel – Bürger- und Sozialraumorientierung in Köln“], am 19. Juli 2024. 
Gespräch mit Peter Frauenkron in der Kölner Polizeiinspektion 6 
Der Einsatz von Polizeisonderdiensten (PSD) erfolgt in den Kölner Stadtgebieten, die eine 
erhöhte Belastung durch Straftaten der Straßenkriminalität  aufweisen. Zurzeit gebe es 
Teams in der Kölner Innenstadt, in Ehrenfeld und Kalk, die sich sowohl aus uniformierten als 
auch zivilen Beamten zusammensetzen. Die Einsatzstrategien in Kalk werden aus den aktu-
ellen Problemlagen abgeleitet. 
Die Videobeobachtung rund um die Kalker Hauptstraße und die Kalk -Mülheimer Straße 
wurde im Jahr 2022 eingerichtet: Die Bereiche, die mittels Videokameras beobachtet wer-
den, erstrecken sich sowohl über das Quartier Trimbornstraße als auch auf das Quartier 
Vorsterstraße (vgl. Abbildung 43). 
Im Austausch über die Verteilung von Delikten der Straßenkriminalität über die Straßen auf 
beiden Seiten der Kalker Hauptstraße (vgl. Kapitel 2.1) wird betont, dass es sich überwie-
gend um Beschaffungskriminalität handele – d.h. um strafbare Handlungen zum Erwerb 
oder zur Finanzierung von Betäubungsmitteln. Nahezu alle Eigentumsdelikte, die in der PKS 
ausgewiesen werden, lassen sich auf diesen Hintergrund zurückführen. Die Personengrup-
pen, die im Straßenverkauf auf der Kalk -Mülheimer Straße Drogen erwerben, begehen im 
Umfeld der Kalker Hauptstraße Delikte, um den illegalen Drogenerwerb finanzieren zu kön-
nen. Die Videoüberwachung solle einer Verschärfung der Situation vorbeugen. Es werde 
sogar der Parkplatz hinter dem Aldi-Markt überwacht, weil dort zahlreiche Verstecke ange-
legt wurden.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 168 
Die Videobeobachtung des Stadtraums führe aber auch zu Verdrängungseffekten: So verla-
gerten sich Drogengeschäfte aus dem Bürgerpark in das angrenzende Parkhaus der Köln 
Arcaden. 
 
Quelle: https://koeln.polizei.nrw/medien/standorte-der-videobeobachtung-in-koeln [02.08.2024]  
Abbildung 43: Beobachtungsbereiche und Kamerastandorte der polizeilichen Videoüberwachung in 
Köln Kalk 
Die Straßen rund um Kalk Post können auf eine lange Geschichte als Drogenumschlag sort 
zurückblicken: In den 1980er Jahren befand sich der Drogenhandel in den Händen der ita-
lienischen Szene, später übernahmen türkische Gruppierungen das Geschäft, und es folgten 
albanische, bulgarische und nordafrikanische Szenen. Der Straßenverkauf erfolg e über Ver-
mittler, die den gesamten Tag über vor den Cafés, Bars und Kiosken stehen. Während die 
Polizei vor allem diese Kreise des Drogenhandels in den Blick nehme, biete der Verein „Vi-
sion e.V.“ Hilfen für die Drogenabhängigen in der Neuerburgstraße an.  Aktuell bündele 
sich eine nordafrikanische Szene in der Taunusstraße und benutze den nahen S -Bahnhof 
Trimbornstraße, um schnell in die Innenstadt zu gelangen und dort Delikte zu begehen.  
Die informelle soziale Kontrolle sei in den Nachbarschaften der Quartiere Vorsterstraße 
und Trimbornstraße nur schwach ausgeprägt. Teilweise gebe es zwischen den Haushalten 
sprachliche Barrieren und zum anderen treffen oft unterschiedliche Wertesysteme aufeinan-
der. Unter diesen Bedingungen müsste die formelle Kontrolle der Polizei die Schwäche der 
informellen Kontrollen im Wohnumfeld kompensieren. Aber sie sei dafür personell zu 
schwach aufgestellt. Unter einer realistischen Sicht „doktore“ die Polizei an den Symptomen 
nur herum: Die Situation werde quasi „verwaltet“, statt die Ursachen zu bearbeiten: „Der 
Deckel soll auf dem Topf bleiben, darf nicht überkochen“. 
Einerseits fehle ein abschreckendes Strafrecht; die üblicherweise ausgesprochenen Strafen 
seien nicht abschreckend. Eine freundliche Polizei werde nicht ernst genommen – insbeson-
dere seitens der nord- und schwarzafrikanischen Szene werde gegenüber der Polizei kein

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 169 
Respekt gezeigt. Andererseits fehlen Strategien der Jugendberufshilfe, um die jungen Dea-
ler – unabhängig vom ausländerrechtlichen Status – in Arbeitsverhältnisse zu überführen. 
Und drittens seien kriminalpräventive Raumanpassungen notwendig, damit das Wohnumfeld 
besser einsehbar ist und eine höhere Raumidentifikation unter den Bewohnern fördert. Die 
Nachverdichtungen im Wohnungsbau in der Grünebergstraße und an der Rolshover Ecke 
Dillenburger Straße seien in dieser Hinsicht positive Beispiele.  Auch Eingriffe in die Ver-
kehrsführung – wie die Einbahnstraßenregelung der Kalk-Mülheimer Straße – können krimi-
nalpräventiv wirken. 
Die Inspektion 6 koordiniere den „Kriminalpräventiven Rat Kalk“, in dem Schlüsselpersonen 
der lokalen Politik und der Stadtverwaltung mit der Sozialraumkoordination, dem Verein Vi-
sion e.V. und anderen Bürgerinitiativen zusammenarbeiten. 
Gespräch mit Führungskräften des Bürgerhaus Kalk 
Das Bürgerhaus wird seit 35 Jahren städtisch auf der Kalk-Mülheimer Straße 58 geführt. 
Ehemalige Besucherinnen und Besucher kommen nicht mehr zu Veranstaltungen im Bürger-
haus Kalk, weil ihnen der Weg sowohl über die Kalker Hauptstraße als auch über die Kalk-
Mülheimer Straße zu unsicher sei. Insbesondere ältere Personen besuchen das Bürgerhaus 
aus Gründen der Kriminalitätsfurcht nicht mehr. Infolge eigener körperlicher Einschränkun-
gen und der Furcht, dadurch Opfer zu werden, werde ein Besuch vermieden. 
Mittlerweile habe das Problem ein größeres Ausmaß angenommen, so dass traditionelle 
Gruppentreffen nicht mehr stattfinden können. Und der 80-köpfige Chor habe ein Problem 
damit, dass ängstlichen Chormitgliedern kein Parkplatz unmittelbar vor dem Bürgerhaus ge-
boten werden könne. 
Neben der Sorge um die Besucherschaft machen sich die Führungskräfte des Bürgerhauses 
auch Sorgen um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (6 städtische Fachkräfte; weitere freie 
und ehrenamtliche Kräfte – am Standort befinden sich auch Fachkräfte der Caritas Wertar-
beit, des Bundesprogramms „Bürgerarbeit“ nach § 16i SGB II und Integrationsjobber). Das 
Konzept des „offenen“ Bürgerhauses führe zu der Schattenseite, dass den gesamten Tag 
über auch Personen mit einer Suchtproblematik durch das Haus gehen und Diebstahloptio-
nen „ausspähen“. Wenn sie angesprochen werden, zeigen sie schnell ein aggressives Ver-
halten. Es habe schon Fälle der Gewaltanwendung gegeben, als beispielsweise jemand der 
Leiterin das Mobiltelefon aus der Hand geschlagen hat, als sie die Polizei benachrichtigen 
wollte. Es werde auch beobachtet, dass Drogengeschäfte ins Bürgerhaus verlagert werden, 
um sich der Videobeobachtung auf der Kalk-Mülheimer Straße zu entziehen.  
Inzwischen wurde das Eingangstor als räumliche Anpassungsmaßnahme weiter nach vorn 
versetzt, weil morgens dort immer die Überreste der Übernachtung von Wohnungslosen be-
seitigt werden mussten. Schließlich müss en immer wieder auch Ressourcen aus dem knap-
pen Budget des Bürgerhauses aufgewendet werden, um die Schäden von Einbrüchen zu be-
seitigen. Das hintere Tor des Hofdurchgangs sei inzwischen dauerhaft verschlossen, um sich 
vor Einbrüchen zu schützen. Die Toiletten bleiben ständig verschlossen, um Vandalismus 
vorzubeugen. Täglich werde der Sandkasten im Hof nach Spritzenresten abgesucht.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 170 
Bisher habe sich das Bürgerhaus mit den Anliegen der zunehmenden Unsicherheit an die 
Stadtteilkonferenz gewandt. Die Führungskräfte des Bürgerhauses würden es begrüßen, 
wenn sie mit ihren Anliegen im „Kriminalpräventiven Rat Kalk“ mitwirken könnten. 
Ein Problem bestünde darin, dass es in den Abendstunden keinen Pförtnerdienst gebe, wie 
das beispielsweise im Bezirksrathaus der Fall sei. Es fehlen auch Schutzmechanismen, wenn 
Familien oder Freundeskreise Räume des Bürgerhauses für private Feiern oder Tagungen 
anmieten. Notwendig sei auch eine technische Aufwertung der Türen und Fahrstühle – sie 
sollten höheren Widerstandsklassen entsprechen (RC2 oder RC 3). Gewünscht werde die 
Möglichkeit, stundenweise einen Security-Dienst einsetzen zu können. 
Es fehle der „Dorfsheriff“: Früher habe der örtliche Kontaktbeamte regelmäßig das Bürger-
haus besucht. Das habe positive Auswirkungen auf das Sicherheitsgefühl der Besucher ge-
habt. Aber seit einigen Jahren halte die Polizei keinen Kontakt mehr zum Bürgerhaus, mög-
licherweise weil sie mit der Bekämpfung der Drogenkriminalität ausgelastet ist. 
Insgesamt sei es schwierig, nachhaltige Beziehungen in die türkischen und arabischen Mili-
eus aufzubauen. Unter der Besucherschaft überwiegen Deutsche ohne Migrationshinter-
grund. Mit der alljährlichen Imagekampagne „StraßenGold “ gehe das Bürgerhaus auf die 
Kalk-Mülheimer Straße, um die Öffentlichkeit zum Verweilen, zum Austausch und zum Mit-
machen einzuladen. Am Aktionstag, den 14. September 2024, konnten nachmittags ehema-
lige Saalstühle des Bürgerhauses Kalk entlang der Kalk-Mülheimer Straße auf verschiedene 
Weise aufgestellt werden, um sich den öffentlichen Raum anzueignen und kulturelle Per-
spektiven zu vermitteln. 
Gespräch mit dem Sozialraumkoordinator im Sozialraum Kalk 
Der Sozialraumkoordinator Alexander Tschechowski wirkt bereits seit vielen Jahren im Sozi-
alraum Kalk mit. Die Sicherheitssituation sei eines der zentralen Themen im Aufgabenfeld 
der Sozialraumkoordination – die Lage werde vor allem durch den Drogenhandel und Dro-
genkonsum geprägt. Die Innenhofbereiche zwischen der Vorsterstraße und der Kalker 
Hauptstraße seien sozial kaum zu kontrollieren. In einem Innenhof (zwischen der Vietor-, 
Vorster-, Kalk-Mülheimer- und Kalker Hauptstraße) wurden Durchgangsmöglichkeiten (mit 
einem Bauschild) geschlossen, um den dortigen Standort einer Kindertageseinrichtung zu 
schützen. Das Auftreten von Personengruppen mit hoher krimineller Energie auf der einen 
Seite und die Razzien der Polizei auf der anderen Seite beeinträchtigen das Sicherheitsge-
fühl der Wohnbevölkerung und der Besucher von Einkaufsgelegenheiten auf der Kalker 
Hauptstraße. Vor allem Alteingesessene und ältere Bewohner sind in ihrem Sicherheitsge-
fühl beeinträchtigt. 
Als kurzfristige Maßnahme sei eine Handreichung für die Bevölkerung ausgearbeitet wor-
den, die als Postwurfsendung in alle Briefkästen gesteckt wurde. Darin werde erläutert, wie 
mit der Drogenbelastung in den Quartieren umgegangen wird. Die Informationen reichen 
von der Einrichtung eines Drogenkonsumraumes bei Vision e.V. in der Neuerburgstraße bis 
zur Angabe von Kontakt- und Anlaufstellen im Stadtteil Kalk, an die sich Bewohner mit ihren 
Fragen und Anregungen wenden können.

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 171 
Als mittel- bis längerfristige Maßnahmen sei es notwendig, die Beleuchtungssituation zu ver-
bessern und die Durchgänge auf die Innenhöfe attraktiver zu gestalten. Es sei vorgesehen, 
dies im Rahmen des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes „Kalker Mitte“ umzusetzen, für 
das Städtebauförderungsmittel durch das Amt für Stadtentwicklung und Statistik beantragt 
worden seien. Das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen der Stadt Köln befinde sich 
bereits in der Vorplanung, wie die Innenhöfe – insbesondere die Zonen des Breuerparks – 
aufgewertet und sicherer gestaltet werden können. Anschließend werde die Phase der Bür-
gerbeteiligung folgen. 
Auf der Ost- und der Westseite des Breuerparks seien bereits das „Aufsuchende Suchtclea-
ring“ (ASC) – eine Kooperation zwischen dem Gesundheitsamt und den Suchthilfeträgern 
Sozialdienst Katholischer Männer (SKM), Drogenhilfe Köln und Vision e.V. – und das 67er 
Streetwork-Team der Diakonie Michaelshoven mehrmals wöchentlich im Einsatz. Vor Ort 
werde Kontakt mit den Konsumenten aufgenommen und Hilfe angeboten. Außerdem ent-
sorgt das Projekt „Needle Jumper“ von Vision e.V. dort mehrmals in der Woche gebrauchte 
Spritzen und andere Reste der Drogenkonsums. 
Neben der Sicherheitsproblematik spiele der soziale Zusammenhalt in der Sozialraumkoor-
dination eine besondere Rolle. In den Kalker Quartieren leben über 80 Ethnien zusammen. 
Wegen der Sprach- und Kulturbarrieren finde eher ein segregatives Nebeneinander statt 
eines integrierten Miteinanders statt. Es gebe „Blasen“, die nichts miteinander zu tun haben 
und gegenseitige Ressentiments schüren. Diese negativen Perspektiven gelte es zu überwin-
den. Beispielsweise wurde der Kalker Karnevalsverein, der aus Altersgründen der vorheri-
gen Protagonisten brachlag, von jungen Familien aus dem Umfeld einer Kindertagesstätte 
wiederbelebt, um den traditionellen Kalker „Dienstagszoch“ fortzuführen. Die Initiatoren 
seien deutsche Familien, die sich bemühen, auch Familien mit Migrationshintergrund für das 
kölsche Karnevalsleben zu gewinnen. 
Die professionellen Akteure seien gut über die Stadtteilkonferenz vernetzt. Gemeinsam 
werde das „KalkFest“ und der „Tag des guten Lebens“ veranstaltet. Agora, ein Netzwerk 
aus 160 Akteuren, führte am 7. September 2024 in Zusammenarbeit mit der Stadtteilkonfe-
renz Kalk die gemeinsame Veranstaltung: „KalkFest trifft Tag des Guten Lebens“ unter dem 
Motto „Zeig mir deine Welt“ durch. Der Ansatz solle Begegnungen unter Nachbarn initiie-
ren, das Zusammenleben thematisieren und dadurch den sozialen Zusammenhalt stärken. 
Damit die Begegnungen im öffentlichen Raum störungsfrei erfolgen können, blieben einige 
Straßen an dem Tag autofrei. 
Eine Schlüsselrolle spielen in der Sozialraumkoordination auch Bildungsfragen. Es gehe da-
rum, die Sprach- und Verhaltensprobleme von Kindern aus bildungsfernen Milieus – in Zu-
sammenarbeit mit den Eltern – schon in der Kindertageseinrichtung zu überwinden, damit 
der Übergang in das Schulwesen erfolgreich sein könne.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 172 
Kein Gespräch mit der Standortgemeinschaft Kalker Hauptstraße 
Ein Gespräch mit der Standortgemeinschaft Kalker Hauptstraße ist nicht zustande gekom-
men. Der Einkaufsbereich der Kalker Hauptstraße reicht über ca. 800 Meter von den Köln 
Arcaden im Westen bis zur Sünner Brauerei im Osten. Die Standortgemeinschaft von Unter-
nehmen auf diesem Straßenabschnitt verfolgt die Ziele, Leerstände auf der Kalker Haupt-
straße  zu vermeiden, das Sicherheitsgefühl der Kunden zu stärken und die Attraktivität der 
Kalker Straße als Einkaufszentrum zu erhöhen. Die Standortgemeinschaft der Kalker Haupt-
straße  arbeitet mit dem Bürgerverein und der Stiftung KalkGestalten zusammen. Gemein-
same Aktionen betrafen bisher: die Bepflanzung und Pflege von Baumscheiben, die künstle-
rischen Gestaltung von Stromkästen, Aufstellen einzelner Bänke in Verweilzonen, Säube-
rungsaktionen im öffentlichen Raum, die Veranstaltung eines Straßenfest es, das Kümmern 
um die Verbesserung der Parkplatzsituation und die Organisation der Weihnachtsbeleuch-
tung. „Jedes Jahr sorgt die StandortGemeinschaft für eine attraktive Beleuchtung der 
Kalker Hauptstraße. Wie immer ist die Umsetzung mit viel Arbeit und Verwaltungsaufwand 
verbunden. Viele Händler, Firmen und auch Privatpersonen beteiligen sich gern an den 
Kosten. Trotzdem ist das Einsammeln der Beträge in jedem Jahr sehr aufwändig und zeitin-
tensiv“ [Quelle: https://koeln-kalk.de/standortgemeinschaft-kalk-ziele.php, 03.08.2024]. 
Nach dem Internetauftritt der Standortgemeinschaft machen weniger als zehn Unternehmen 
bei dieser Kooperation aktiv mit. Es sind: zwei Apotheken, ein PC- und Internet-Service, die 
Köln Arcaden, ein Hörakustik-Geschäft, ein Raumausstatter und der Taxi-Ruf Köln [Quelle: 
https://koeln-kalk.de/index.php, 03.08.2024]. Offensichtlich scheint es besonders schwie-
rig zu sein, Inhaber von Läden und gastronomischen Angeboten mit einem migrantischen 
Hintergrund zur Mitwirkung in der Standortgemeinschaft zu gewinnen. Da sie wichtige Bei-
träge zur örtlichen Wirtschaft leisten, bemüht sich die Gemeinschaft, auch diese Unterneh-
men in ein konzertiertes Handeln zu integrieren, um die Wirtschaftsleistung des Standorts zu 
steigern. 
Im Internetauftritt lobt die Standortgemeinschaft die Initiativen der Stadtentwicklung der ver-
gangenen Jahre: Die Errichtung von Verwaltungsgebäuden auf dem ehemaligen CFK-Ge-
lände (Polizeidirektion Köln) und auf dem ehemaligen KHD-Gelände (Kalk Karree) durch 
die Stadt Köln haben positive Impulse gesetzt, genauso wie zum Beispiel der Wohnungsbau 
auf dem ehemaligen Maltesergelände durch die GAG (Kleinquartier Grünebergstraße) . 
Nach dem nordrhein-westfälischen Gesetz über Immobilien- und Standortgemeinschaften 
(ISGG NRW) von 2008 kann für ein räumlich abgegrenztes Gebiet eine Immobilien- und 
Standortgemeinschaft gegründet werden. Sie verbindet die Grundeigentümer und Erbbau-
berechtigten der im Gebiet gelegenen Grundstücke, aber auch die ansässigen Gewerbetrei-
benden sowie freiberuflich Tätigen und dient der Entwicklung gemeinsamer Maßnahmen - 
und Finanzierungspläne. Der Rat der Stadt beschließt die Festlegung des Gebiets der 
Kalker Hauptstraße für eine Immobilien - und Standortgemeinschaft als Satzung nur, wenn 
sich mindestens drei Viertel der genannten Akteure beteiligen. Auf dieser Grundlage könn-
ten die städtebauliche Attraktivität, die Angebotsstruktur und die Aufenthalts- und Erlebnis-
qualität erhöht werden. Erfahrungsgemäß würde  dadurch der Wert der Gebäude und 
Grundstücke steigen, aber auch die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Ein Dutzend

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 173 
Initiatoren hatte versucht, auch die Eigentümer und Gewerbetreibenden der Kalker Haupt-
straße für eine solche formale Immobilien- und Standortgemeinschaft zu gewinnen. Die Be-
mühungen sind allerdings gescheitert, weil die gesetzlich vorgeschriebene Mindestmitwir-
kung von 75 Prozent in der Kalker Hauptstraße verfehlt wurde.  
Die Inhaberin des Eiscafés Friuli, das seit 13 Jahren in der Kalker Hauptstraße angesiedelt 
ist, wurde gefragt, warum sie sich nicht an dem Händlerverbund beteilige. Sie antwortete, 
dass sie keinen Nutzen für ihr Geschäft erkennen könne. Etwas fatalistisch merkte sie an: 
Kalk sei auf dem „Abstellgleis“ – als ob es sich nicht mehr lohnen würde, für den Standort 
aktiv einzutreten. Zugleich beklagte sie sich über die Unsicherheitssituation: Einer Kundin sei 
schon einmal eine Perlenkette vom Hals gerissen worden. 
Den Gewerbetreibenden und Grundstückseigentümern scheint es somit an einem Gemein-
schaftsgeist zu mangeln. Um zusammen Maßnahmen zur Sicherheit, Sauberkeit und Ord-
nung („SOS: Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit“) umsetzen zu können, wird so eine 
Grundhaltung aber gebraucht. 
B5.5 Beobachtungen im öffentlichen Raum 
Neben der Raumbewertung im Rahmen der Audits der städtebaulichen Kriminalprävention 
und den Hintergrundgesprächen mit lokalen Stakeholdern kam auch die Methode der teil-
nehmenden Beobachtung zum Einsatz, um die Nutzungsintensität bestimmter Quartiersberei-
che zu erfassen. In Anlehnung an die Methodik des dänischen Stadtplaners Jan Gehls wur-
den in einem „Beobachtungsbogen“ die Nutzerinnen und Nutzer an spezifischen Orten ge-
zählt und die Nutzungsformen dokumentiert.15  
Am 18. und am 25. Juli 2024 wurden 14 Zählungen und Beobachtungen an folgenden Or-
ten durchgeführt: 
• Platz Kalk Post 
• Eingangsbereich S-Bahnhof Trimbornstraße  
• Kalk-Mülheimer Straße, Ecke Vorsterstraße  
• Kalker Hauptstraße, Ecke Vietorstraße (vor den Köln Arcaden)  
• Kalker Hauptstraße, zwischen dem Durchgang neben dem Imbiss Mangal und Aldi 
Süd 
In einem 10-Minuten-Intervall wurde auf dem Platz Kalk Post am frühen Nachmittag des 
18. Juli 2024 ermittelt, wie stark der Fußgängerfluss in der Richtung zu den Köln Arcaden 
ausfällt. Gezählt wurden: 
• 62 Frauen und 6 Kinder in Bewegung, 
• 66 Männer und 2 Kinder in Bewegung, 
• 3 verweilende Frauen im Gespräch und ein Kind, 
 
15 Gehl, Jan & Svarre, Birgitte (2013). How To Study Public Life. Washington: Island Press.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 174 
• zwischen 3 und 5 Männern, die allein wartend vor dem Postgebäude (im Schatten) 
verweilten. 
In der Extrapolation bedeutet das, dass in einer Stunde rund 370 Frauen (48%), 400 Män-
ner (52%) und 50 Kinder dort unterwegs sind. Den Hauptstrom stellten Fußgänger  dar, die 
von der S-Bahnstation durch die Trimbornstraße in Richtung Köln Arcaden gehen. Die Bewe-
gungen eines geringeren Anteils standen mit der U-Bahnstation in Verbindung. Die Verwei-
lenden blieben stehen, weil es keine Sitzgelegenheiten auf dem Platz gibt. Der Fußgänger-
fluss wurde teilweise von ungeordnet auf dem Platz abgestellten E-Scootern gestört. 
In einem weiteren 10-Minuten-Intervall wurden am Nachmittag des 18. Juli 2024 vor dem 
Eingangsbereich S-Bahnhof Trimbornstraße  Beobachtungen vorgenommen. Auch 
dort wurde ein reger Fußgängerverkehr  festgestellt. Gezählt wurden: 
• 55 Frauen und 7 Kinder, die mit der S-Bahn angekommen waren oder auf dem Weg 
zum Bahnsteig waren, sowie  
• 49 Männer in Bewegung, 
• eine Frau und zwischen 2 und 3 Männern verweilten im Bereich vor der Treppe zum 
Bahnsteig, 
• 10 Fahrradfahrende fuhren vorbei und 
• 20 Kraftfahrzeuge. 
Bezogen auf eine Stunde erzeugt der S-Bahnhof eine Frequenz von rund 330 Frauen 
(52%), 300 Männern (48%) und 40 Kindern. Die meisten Fußgänger such ten die Trimborn-
straße in Richtung Köln Arcaden auf. Nur sehr wenige Personen gingen durch die Unterfüh-
rung in die Taunusstraße oder in die Dillenburger Straße . Die Verweilenden saßen auf dem 
Rand des Treppenaufgangs, auf einem Sitzstein oder auf der Bank vor dem Treppenauf-
gang. Eine der verweilenden Personen führte einen kleinen Pinscher mit sich und bettelte die 
Passanten vor der Treppe an; die Person machte einen psychisch beeinträchtigten Eindruck. 
Der Fußgängerfluss wurde teilweise von ungeordnet abgestellten Leihfahrrädern gestört. 
Tab. 23: Passantenströme zwischen S-Bahnhof Trimbornstraße und Kalk Post an drei Zeitpunkten 
Nr. Zeitpunkt S-Bahnhof Trimbornstraße:  
Passanten in/aus Richtung ... 
Platz Kalk Post:  
Passanten in Richtung ... 
Bahn-
steig 
in % Kalk 
Post 
in % Bahnhof in % Arcaden in % 
1 09:30 Uhr 27 49,1 14 43,8 38 63,3 65 76,5 
2 12:05 Uhr 64 116,4 30 93,8 68 113,3 92 108,2 
3 15:45 Uhr 75 136,4 53 165,6 74 123,3 98 115,3 
4 Durchschnitt 55 100,0 32 100,0 60 100,0 85 100,0 
Eigene Erhebungen im Juli 2024 
In drei ergänzenden Zählungen am 25. Juli 2024 wurde die Verflechtung der Passan-
tenströme zwischen dem Platz Kalk Post und dem S-Bahnhof Trimbornstraße  
erfasst (vgl. Tabelle 23). Rund ein Drittel aller Passanten im Umfeld des Bahnhofs und des 
Platzes Kalk Post benutzten die Trimbornstraße auf ihrem weiteren Weg:

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 175 
• 36,8 Prozent des Stroms der Fahrgäste, die im Durchschnitt vom Bahnsteig des S-
Bahnhofs herunterkamen, bewegte sich über die Trimbornstraße in Richtung Kalk 
Post. 
• 41,4 Prozent der auf dem Platz Kalk Post beobachteten Passanten suchten die Trim-
bornstraße auf und gingen in die Richtung des S -Bahnhofs. 
Diese Zahlen belegen die hohe Bedeutung der Trimbornstraße als Wegeverbindung in 
Kalk. 
Gesondert beobachtet wurde die Ecke Kalk-Mülheimer Straße  / Vorsterstraße  in ei-
nem 10-Minuten-Intervall am Nachmittag des 18. Juli 2024. Der Fußgängerverkehr fiel dort 
deutlich schwächer aus. Gezählt wurden: 
• 18 Frauen und 33 Männer in Bewegung; 
• vor gastronomischen Einrichtungen verweilten eine Frau und 18 Männer; 
• 11 Fahrradfahrende nutzten die Kalk-Mülheimer Straße und 
• 55 Kraftfahrzeuge. 
Hochgerechnet auf eine Stunde ist auf den Gehwegen mit einer Frequenz von rund 100 
Frauen (33%), 200 Männern (67%) zu rechnen. Insgesamt waren doppelt so viele Männer 
wie Frauen wahrzunehmen – möglicherweise wird diese Straße von Frauen eher vermie-
den. Auch unter den Verweilenden dominierten männliche Personen. Laut dem Hintergrund-
gespräch in der Polizeiinspektion 6 handele es sich um „Vermittler“, die den ganzen Tag 
vor ihren Cafés, Bars und Kiosken stehen, um den Straßenverkauf von Drogen zu organisie-
ren. Im Stil von „Türstehern“ üben sie im Nahraum eine Kontrollfunktion aus (Situationskon-
trolle in Abgrenzung zur polizeilichen Videoüberwachung). 
Eine weitere Zählung wurde an der Ecke Kalker Hauptstraße / Vietorstraße  (vor den 
Köln Arcaden) durchgeführt (in einem 10-Minuten-Intervall um die Mittagszeit des 18. Juli 
2024. Der Fußgängerverkehr fiel dort deutlich schwächer aus. Gezählt wurden:  
• 113 Frauen und 79 Männer in Bewegung; 
• wegen der Enge der Gehwege und dem starken Fußgängerstrom  gab es keine ver-
weilenden Personen. 
Extrapoliert ergeben sich in einer Stunde knapp 700 Frauen (58%) und knapp 500 Männer 
(42%). Die Köln Arcaden wurden zum Beobachtungszeitpunkt vermehrt von Frauen aufge-
sucht. Offensichtlich scheint das ein Ort zu sein, an dem sich Frauen sicher fühlen. Der An-
teil der Personen, die aus der U-Bahnstation kamen, fiel im Vergleich sehr gering aus. 
Schließlich fand noch eine Zählung auf der Kalker Hauptstraße  statt (in einem 10-Minu-
ten-Intervall am späteren Nachmittag des 18. Juli 2024 zwischen dem Durchgang neben 
dem Imbiss Mangal und Aldi Süd). Vor den Geschäften herrschte ein reger Fußgängerver-
kehr. Gezählt wurden: 
• 71 Frauen und 12 Kinder in Bewegung, 
• 85 Männer in Bewegung; 
• dort verweilten 3 Frauen und 5 Männer.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 176 
Bezogen auf eine Stunde lassen sich rund 430 Frauen (46%) und 510 Männer (54%) er-
rechnen. Im Unterschied zu den Köln Arcaden wurden auf der Kalker Hauptstraße mehr 
Männer als Frauen beobachtet. Vor den Geschäften standen Angestellte oder Inhaber und 
beobachteten auch das Geschehen auf dem Gehweg oder warteten auf Kundschaft. Drei 
Passanten waren für eine kurze Zeit in ein Gespräch vor dem Aldi-Markt vertieft. Die bei-
den Frauen saßen auf der Metallbank, die dort als kleiner Aufenthaltsbereich aufgestellt 
wurde.  
Der Koordinator des Sozialraumes Kalk hatte in dem Hintergrundgespräch formuliert, dass 
es eher ein segregatives Nebeneinander statt eines Miteinanders gebe. Viele Quartierbe-
wohner lebten in „Blasen“, die nichts miteinander zu tun haben. Dafür wurden einige 
exemplarische Belege gefunden: So befand sich im syrischen Restaurant Almahabba auf 
dem Platz Kalk Post nur syrisches Publikum, im Imbiss Saman To Go um die Ecke auf der 
Kalker Hauptstraße wurden nur türkisch stämmige Besucher angetroffen und im Café Rot-
kehlchen in der Breuerstraße nur jüngere Gäste mit einem „biodeutschen“ Hintergrund. 
B5.6 Integrierte Bewertung der Ergebnisse in Köln Kalk 
Im Rahmen des „Masterplans Kommunale Sicherheit“ wurde in ersten Schritten die Sicher-
heitslage in den 570 statistischen Quartieren der Stadt Köln anhand von Indikatoren analy-
siert. Auf dieser Grundlage wurden einige der besonders belasteten Quartiere – mit Strafta-
ten der Straßenkriminalität, mit hoher demographischer Fluktuation und Unordnung – für 
weitere Untersuchungen ausgewählt. Im Stadtteil Kalk fiel die Auswahl auf die Quartiere 
Trimbornstraße und Vorsterstraße . Dort wurden die folgenden vertiefenden empiri-
schen Schritte durchgeführt: 
• Identifizierung der lokalen Hotspots – differenziert nach Straßen – in den Quartie-
ren auf der Basis von Daten der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS); 
• Durchführung von Audits der städtebaulichen Kriminalprävention zur Bewertung der 
Raum- und Beleuchtungsqualitäten; 
• Interviews mit Passanten zur Ermittlung der Ausprägung affektiver und konativer Kri-
minalitätsfurcht in den beiden Quartieren; 
• Sammlung von Hintergrundinformationen im Gespräch mit lokalen Stakeholdern und  
• Beobachtungen im öffentlichen Raum zur Abbildung des Nutzungsverhaltens 
Ein Blick in die Kommunalstatistik verdeutlichte, dass die männlichen Einwohner in 
den Kalker Quartieren Trimbornstraße und Vorsterstraße im Jahr 2023 mehr als die Hälfte 
der Bewohnerschaft ausmachten. Überrepräsentiert waren vor allem die 18 bis unter 45 -
jährigen. Wegen der hohen Quote der Einpersonenhaushalte blieb die Haushaltsgröße 
deutlich unter dem Kölner Stadtdurchschnitt. Der Bevölkerungsanteil mit Migrationshinter-
grund lag 2023 in den beiden Quartieren über 60 Prozent. Die Fluktuationsquote übertraf 
hingegen den Kölner Stadtdurchschnitt; allerdings stand steht die Wanderungsbilanz der 
Zu- und Fortzüge in den beiden Quartieren unter einem negativen Vorzeichen. 
Der Anteil von SGB II- Leistungsberechtigten an allen gleichaltrigen Einwohnern und der An-
teil der Leistungsberechtigten mit Sicherung des Lebensunterhaltes an allen Einwohnern mit

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 177 
Hauptwohnsitz in Köln Kalk wies in den beiden Quartieren überdurchschnittliche Werte auf. 
Und die Arbeitslosenquote lag im Jahr 2023 im Quartier Trimbornstraße mit 17,3 Prozent 
und im Quartier Vorsterstraße mit 13,6 Prozent auch deutlich über dem Kölner Durchschnitt 
von 8,6 Prozent.  
Schließlich verdeutlicht die Kölner Bildungsstatistik, dass der Anteil von Schülern in den 
Klassen 7 bis 9 an Gymnasien – gemessen an allen Schülern der Stufe 7 bis 9 – in den bei-
den Kalker Quartieren nur die Hälfte des Stadtdurchschnitts ausmacht. Die Quote der Ab-
gänger ohne Schulabschluss an allen Schulabgängen betrug im Stadtteil Kalk rund das 
Sechsfache des Stadtdurchschnitts. Ein ähnliches Strukturmuster zeigte sich im Jahr 2023 
auch bei den Grundschulempfehlungen: Im Stadtteil Kalk erhielten weniger als ein Fünftel 
der Grundschüler eine Empfehlung für das Gymnasium. 
Die überdurchschnittlich mit Straßenkriminalität belasteten Quartiere Trimbornstraße und 
Vorsterstraße gehören vor diesem Hintergrund zu den benachteiligten Gebieten in Köln  sie 
weisen „potenziell stark erhöhte Problemlagen“ auf, wie es im Kölner Lebenslagen-
bericht von 2020 heißt . Dies betrifft auch den sozialen Zusammenhalt. Der Kalker Sozial-
raumkoordinator betonte im Interview, dass wegen der Sprach- und Kulturbarrieren zwi-
schen Bevölkerungskreisen eher ein segregatives Nebeneinander statt eines integrierten Mit-
einanders stattfinde. Die verschiedenen Bewohnermilieus verbleiben in ihren „Blasen“, die 
nichts miteinander zu tun haben und gegenseitige Ressentiments schüren.  
Die Delikte der Straßenkriminalität  bündelten sich in den Kalker Quartieren Vorster-
straße und Trimbornstraße im Jahr 2023 in wenigen Straßen:  
• Hotspot 1: Auf der Kalker Hauptstraße (als Nahtstelle zwischen den Quartieren 
Vorsterstraße und Trimbornstraße) wurden im Jahr 2023 im Bereich von Kalk Post 
bis zum Bezirksrathaus/Ecke Kapellenstraße – inkl. der Vietorstraße vor den Köln 
Arcaden – rund zwei Drittel aller Straftaten in den beiden Quartieren registriert.  
• Hotspot 2: Zwei Drittel aller Straftaten der Straßenkriminalität, die im Quartier Vor-
sterstraße im Jahr 2023 dokumentiert wurden, entfielen auf den Straßenabschnitt 
der Kalk-Mülheimer Straße bis zum Bürgerhaus Kalk.  
• Hotspot 3: Die Trimbornstraße verbindet den gleichnamigen S -Bahnhof mit Kalk 
Post und den Köln Arcaden. Auf diesem Straßenabschnitt wurde im Jahr 2023  über 
die Hälfte aller Straftaten der Straßenkriminalität im Quartier Trimbornstraße erfasst. 
Insgesamt entfielen zwei Drittel der Straßenkriminalität im Jahr 2023 auf die Kalker Haupt-
straße und die Vietorstraße, ein Fünftel auf die beiden Hotspots Kalk -Mülheimer Straße und 
Trimbornstraße, und nur ein Siebtel der Straftaten wurde in den restlichen Straßen der bei-
den Quartiere registriert. Im Hintergrundgespräch mit der zuständigen Polizeiinspektion 6 
wurde deutlich, dass die erhöhte Quote der Straßenkriminalität überwiegend auf Beschaf-
fungskriminalität zurückzuführen ist. Die strafbaren Handlungen werden begangen, um 
Betäubungsmittel finanzieren und erwerben zu können. Die Polizei führt eine Videoüberwa-
chung durch, um einer Verschärfung der Situation vorzubeugen. Allerdings führe die Vide-
obeobachtung der Straßen auch zu Verdrängungseffekten der Droge ngeschäfte in Höfe 
und Parkhäuser.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 178 
Laut dem Expertengespräch in der Polizeiinspektion 6 sei die informelle soziale Kon-
trolle in den Nachbarschaften der Quartiere Vorsterstraße und Trimbornstraße nur 
schwach ausgeprägt. Wegen der sprachlichen Barrieren und unterschiedliche Wertesys-
teme unter den Haushalten müsse die formelle Kontrolle der Polizei in einem großen Um-
fang die Schwäche der informellen Kontrollen kompensieren. Dafür sei sie allerdings perso-
nell zu schwach aufgestellt, so dass die Regeln in den beiden Quartieren nicht konsequent 
durchgesetzt werden können. 
Eine große Mehrheit der befragten Passanten, deren Wohnung in den Veedel rund um die 
Kalker Hauptstraße liegt, wohnen gern in ihrem Wohnquartier. Viele der befragten Passan-
ten, die nicht aus den Vierteln rund um die Kalker Hauptstraße stammten, suchten das  Ge-
biet auf, um dort einzukaufen, eine medizinische Dienstleistung in Anspruch zu nehmen 
oder Freunde zu besuchen. Es wurde aber immer wieder angemerkt, dass viele nur vormit-
tags kämen, weil sie sich auf der Kalker Hauptstraße ab dem Nachmittag nicht mehr wohl-
fühlen. Die starke Ausprägung der affektiven Kriminalitätsfurcht unterstreicht das: 
Drei Viertel der befragten Frauen gaben an, sich unsicher fühlen, wenn sie im Dunkeln al-
lein im Umfeld der Kalker Hauptstraße , aber auch im Bereich des S-Bahnhofs Trimborn-
straße  unterwegs sind. Dass auch fast die Hälfte der befragten Männer solche Unsicher-
heitsgefühle im Dunkeln zugab, verdeutlicht die Problematik. Das Niveau der Unsicherheits-
gefühle liegt dort somit weit über den Durchschnittswerten der einschlägigen wissenschaftli-
chen Befragungen, wie Personen die Sicherheitslage einschätzen, wenn sie nach Einbruch 
der Dunkelheit allein zu Fuß in ihrer Wohngegend unterwegs sind.  
Aus Sicht der weiblichen Interviewerin war es auffällig, wie viele Männer in den Interviews 
schilderten, dass sie sich selbst sehr sicher fühlen, aber zugleich anmerkten, dass die Situa-
tion für Frauen (und teils auch für Ältere) natürlich eine ganz andere sei. Nach Forschungen 
über die Unsicherheitswahrnehmung von Menschen mit einem Migrationshintergrund
16 ist 
davon auszugehen, dass das Furchtniveau in Kalk sogar unterschätzt werden könnte: Die 
Sonderauswertung des Viktimisierungssurveys deutet darauf hin, dass Migranten aus dem 
nichteuropäischen Ausland, die eine Teilnahme an der Passantenbefragung häufig verwei-
gerten, wahrscheinlich eine höhere Kriminalitätsfurcht aufweisen. Als Gründe werden die 
fehlende Integration, rassistische Erfahrungen und mit dem Migrationsprozess einherge-
hende Unsicherheiten (wie etwa der rechtliche Aufenthaltsstatus) vermutet. 
Die meisten Frauen und Männer, die am Bahnhof befragt wurden, benutzen den S-Bahnhof 
Trimbornstraße häufig. Alle befragten Frauen erklärten, sich im Dunkeln im Bereich des S -
Bahnhofs unsicher zu fühlen. Unter den Männern bekannte sich ein Drittel zu solchen Unsi-
cherheitsgefühlen.  
Eine Rolle spielt dabei auch die mangelnde Sauberkeit in den Quartieren. In den Pas-
santeninterviews beklagten viele Befragte den Müll auf den Straßen und Fußwegen, aber 
 
16 Oberwittler, Dietrich & Zirnig, Christopher. (2016). Unsicherheitsgefühle von Migranten in Deutschland. In: 
Christoph Birkel, Dina Hummelsheim-Doss, Nathalie Leitgöb-Guzy & Dietrich Oberwittler. Opfererfahrungen und 
kriminalitätsbezogene Einstellungen in Deutschland. Vertiefende Analysen des Deutschen Viktimisierungssurvey 
2012 unter besonderer Berücksichtigung des räumlichen Kontextes (S. 201-240). Wiesbaden: BKA. Polizei + 
Forschung (Band 49).

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 179 
erklärten auch den Handel und Konsum illegaler Drogen unter Videobeobachtung der Poli-
zei zu einem Hauptproblem. 
Bei der konativen Kriminalitätsfurcht geht es darum, dass bestimmte Straße und Orte 
gemieden werden. Für die meisten Befragten stellt die Kalk-Mülheimer Straße  einen 
Meideort dar. An zweiter Stelle wurden Innenhöfe genannt wie z.B. die beiden Teile 
des Breuerparks und der Aldi-Parkplatz. An dritter Stelle folgte die Trimbornstraße –  ins-
besondere im Kontext der Zugänge zum S-Bahnhof und der Unterführung zur Taunusstraße. 
Der Platz Kalk Post wurde nicht so häufig hervorgehoben. 
Die teilnehmende Beobachtung an dem Meideort an der Ecke Kalk-Mülheimer Straße / Vor-
sterstraße verdeutlichte, dass dort insgesamt doppelt so viele Männer wie Frauen dort unter-
wegs waren. Dass im Gegensatz zu anderen Beobachtungsorten Frauen nur ein Drittel der 
Passanten repräsentierten, lässt sich als Indiz des Vermeidungsverhaltens interpretieren. Vor 
den Cafés, Bars und Kiosken stehen viele männliche Personen den ganzen Tag herum, die 
vermutlich den Straßenverkauf von Drogen organisieren und den Nahraum im Blick behal-
ten. 
In den Audits der städtebaulichen Kriminalprävention wurden Hinweise gewonnen, 
dass einige Orte verwahrlost und unattraktiv sind: Zwischen den Gebäuden, Aufenthaltsflä-
chen bzw. Parkplätzen bestehen in den Innenhöfen zwischen der Vorsterstraße und 
der Kalker Hauptstraße keine hinreichenden Sichtbeziehungen. Schwache Bewertun-
gen erhielten der Breuerpark (sowohl auf der Ost- als auch auf der Westseite) und der da-
rauffolgende Parkplatz hinter Aldi; d
ie Tunnel und Durchgänge durch die Häuserfronten, 
um in den Innenbereich zu gelangen, werden nicht aus Gebäuden im Umfeld kontrolliert. 
Die Schnittstelle des S-Bahnhofs zur Trimbornstraße  weist einen gestalterischen Ent-
wicklungsbedarf auf. Beim Verlassen des S-Bahnhofs oder bei der Annäherung wird die sub-
jektive Wahrnehmung durch Aspekte verstört, die Kriminalitätsfurcht auslösen können. Als 
Maßnahmen zur Erhöhung des Sicherheitsgefühls an  der Schnittstelle des S-Bahnhofs zur 
Trimbornstraße bedarf es einer gut wahrnehmbaren räumlichen Zonierung. Dazu gehören: 
eine Neuordnung der bisher ungeordnet abgestellten E-Scooter, Leihfahrräder und Privat-
fahrräder, aber auch eine gut sichtbare Markierung des Weges zum Fahrstuhl. Außerdem 
mangelt es an Orientierungshinweisen, wie die Fahrgäste der S-Bahn zu Fuß zu den Köln 
Arcaden und zum Platz Kalk Post gelangen können. Das Auffinden der Richtungen und 
Ziele erfordert in der Trimbornstraße und im Umfeld des S -Bahnhofs die Einrichtung eines 
konsequenten Wegeleitsystems. 
Im Umfeld des S-Bahnhofs Trimbornstraße, am Platz Kalk Post und entlang der Kalker 
Hauptstraße wurden die Anforderungen einer Aufenthaltsqualität nur teilweise er-
füllt. Der Platz Kalk Post wurde ambivalent bewertet: Die Anordnung der Blockrandbe-
bauung ermöglicht Sichtbeziehungen von drei Seiten und die gastronomischen Nutzungen 
im Erdgeschossbereich stärken die informelle soziale Kontrolle. Durch die Offenheit des 
Platzes können sich Nutzer gut orientieren; es bestehen Sichtbeziehungen sowohl in angren-
zende Straßen als auch in den Abgang zur U -Bahnstation als auch zum Haupteingang der

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 180 
Köln Arcaden. Allerdings erfüllten die Abstellsituation der Fahrräder und die Orientierungs-
hinweise, welche Wege wohin führen, nicht die Anforderungen. Der Weg zum S-Bahnhof 
Trimbornstraße und andere fußläufigen Verbindungen werden nur unzureichend angezei gt.  
Die Zählungen und Beobachtungen auf dem Platz Kalk Post und vor dem Eingangsbe-
reich des S-Bahnhofs Trimbornstraße haben verdeutlicht, dass die Achse der Trimbornstraße 
je Tagesstunden von rund 300 bis 400 Männern sowie etwa 50 Kindern frequentiert wird. 
Da die Zählung während der Sommerferien durchgeführt wurde, kann im Allgemeinen von 
einer noch höheren Frequenz ausgegangen werden. 
Die bereits erfolgte Umgestaltung der Kalk-Mülheimer Straße  hat die Transparenz 
erhöht. Die Reduzierung der zweispurigen Fahrbahn auf eine Einzelspur als Einbahnstraße 
für den Kraftverkehr und die Einrichtung breiter Radfahrstreifen in beiden Fahrrichtungen 
haben die Sichtachsen auf der Straße verbessert.  
Im Rahmen des Beleuchtungsaudits war der Wege- und Straßenverlauf  in allen Straßen 
der Quartiere Trimbornstraße und Vorsterstraße durch die Lichtführung zwar erkennbar, 
aber es gab zahlreiche Straßenabschnitte, in denen die Lichtquellen durch das Blattgrün der 
Baumkronen verdeckt wurden, so dass sich Schattenbereiche bildeten, in denen entgegen-
kommende Personen nicht im erforderlichen Maße wahrgenommen werden konnten. Wenn 
die sehr hohen, auf die Straße fokussierten Straßenlaternen von Baumkronen überdeckt 
werden, leidet darunter insbesondere die Beleuchtungssituation auf dem Fußweg – insbe-
sondere auf der anderen Straßenseite. Positiv wurden Straßenabschnitte bewertet, in denen 
die Laternen nicht auf der Seite der Bäume platziert sind, in denen Bogenlampen aus den 
Baumkronen herausragen und in denen der Leuchtpunkt unterhalb der Baumkronen bleibt. 
Die Beleuchtungssituation in der Trimbornstraße war nicht zufriedenstellend, weil ein großer 
Bereich der Straße wegen einer defekten Straßenlaterne dunkel war. 
Auf dem großen Parkplatz hinter dem Geschäft von Aldi Süd , der über die Vorster-
straße erreichbar ist und seinen Standort im Innenhof zwischen der Kalk -Mülheimer Straße 
und der Josephskirchstraße hat, wurden die hohen Laternen fast vollständig vom dichten 
Baumbestand verdeckt, so dass der Platz überwiegend im Lichtschatten liegt. Durch die 
dichte Aneinanderreihung der parkenden Kraftfahrzeuge war weder ein gesamträumlicher 
Überblick zu bekommen noch waren Personen auf dem Areal gut zu erkennen.  
Das Bürgerhaus Kalk wird als städtische Einrichtung seit 35 Jahren auf der Kalk-Mülhei-
mer Straße 58 geführt. In einem Hintergrundgespräch wurde darüber geklagt, dass ehema-
lige Besucherinnen und Besucher nicht mehr zu Veranstaltungen kommen, weil ihnen der 
Weg sowohl über die Kalker Hauptstraße als auch über die Kalk -Mülheimer Straße zu unsi-
cher ist. Insbesondere ältere Personen besuchen das Bürgerhaus aus Gründen der Kriminali-
tätsfurcht nicht mehr. Ein Problem sei, dass es in den Abendstunden keinen Pförtnerdienst 
gebe, wie das beispielsweise im Bezirksrathaus der Fall sei. Es fehlen auch Schutzmechanis-
men, wenn Familien oder Freundeskreise Räume des Bürgerhauses für private Feiern oder 
Tagungen anmieten.

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 181 
Im Gespräch mit den Passanten wurden auch Vorschläge gesammelt, was getan werden 
sollte, um die Sicherheitssituation im Veedel zu verbessern. Die meisten Vorschläge bezo-
gen sich auf die öffentliche Ordnung: Im Mittelpunkt steht der Wunsch, dass das Ord-
nungsamt und die Polizei ihre Präsenz im öffentlichen Raum erhöhen. Angeregt wurden per-
sönlich erlebbare „Veedelspolizisten und -polizistinnen“ bzw. Fußstreifen , die bei Regelver-
letzungen ereignisnah und konsequent intervenieren können, statt Streifen im Dienstwagen. 
Früher habe der örtliche Kontaktbeamte beispielsweise regelmäßig das Bürgerhaus besucht, 
was positive Auswirkungen auf das Sicherheitsgefühl der Besucher hatte. Weil das Personal 
der Polizei möglicherweise mit der Bekämpfung der Drogenkriminalität ausgelastet sei, 
gehe der alltägliche Kontakt zwischen Polizei und Bürgern verloren. 
Weitere Vorschläge betrafen das Engagement der Kommunalpolitik und Stadtver-
waltung: Es wurde eine politische Initiative angeregt, die Hausbesitzer und die Unterneh-
men der Wohnungswirtschaft (mit Hausmeisterdiensten) stärker zu aktivieren, damit sie sich 
mehr um das Ordnungsverhalten der Mieter kümmern. 
Thematisiert wurde auch die Verbesserung von Aufenthalts- und Nutzungsqualitäten 
in den Quartieren rund um die Kalker Hauptstraße: Damit die Sitzgelegenheiten im öffentli-
chen Raum besser instandgehalten werden, solle eine Schließung der Parks vom späten 
Abend bis zum frühen Morgen erprobt werden. Dass es keine öffentliche Toilette gebe und 
nur das Urinal für Männer am S-Bahnhof Trimbornstraße, fanden ältere Frauen nicht ange-
messen. 
Die Standortgemeinschaft Kalker Hauptstraße  verfolgt unter anderem die Ziele, das 
Sicherheitsgefühl der Kunden zu stärken und die Attraktivität der Kalker Straße zu erhöhen. 
Aber es engagieren sich nur wenige in diesem Unternehmensnetzwerk. Die Initiative eines 
kleinen Kreises, die große Zahl der E igentümer und Gewerbetreibenden der Kalker Haupt-
straße für eine Immobilien - und Standortgemeinschaft zu gewinnen, scheiterte vor einigen 
Jahren, weil die gesetzlich vorgeschriebene Mindestmitwirkung von 75 Prozent der Akteure 
in der Kalker Hauptstraße verfehlt  wurde. 
Auf der Basis der vertiefenden Untersuchungen in den Kalker Quartieren Vorsterstraße und 
Trimbornstraße  werden nachfolgend Empfehlungen unter fünf Perspektiven abgeleitet.  
Empfehlungen zur Gestaltung des öffentlichen Raumes: 
• Es wird eine städtebauliche Aufwertung der Achse der Trimbornstraße 
zwischen S-Bahnhof und Platz Kalk Post empfohlen. Im Rahmen einer Neuge-
staltung ist die Wegebeziehung so anzupassen, dass der rege Fußgängerverkehr 
über genug Platz verfügt und eine sichere Verbindung vorfindet. [mittel- bis länger-
fristiger Zeithorizont] 
• Es wird empfohlen, den Zustand der Spielflächen im Breuerpark (Ostseite) im 
Rahmen einer Freiraumplanung zu verbessern. Dabei sind auch die Ein- bzw. 
Durchgänge in die Parks so zu gestalten, dass Unsicherheitsgefühle verringert 
werden. [mittel- bis längerfristiger Zeithorizont]

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 182 
• Es wird eine Sicherstellung hinreichend breiter Fußwege in den Wohnstra-
ßen empfohlen. Angesichts der schmalen Straßenquerschnitte weisen die straßenbe-
gleitenden Gehwege teilweise nicht die Mindestbreite von 2,50 Metern auf. Teil-
weise engen Poller den Fußweg ein.  [längerfristiger Zeithorizont] 
• Zur Verbesserung der sozialen Kontrolle auf der Kalk-Mülheimer Straße  
wird empfohlen, weitere Maßnahmen der städtebaulichen Kriminalpräven-
tion durchzuführen. Die räumliche Zuordnung, die Orientierung und die Sichtachsen 
wurden bereits verbessert. Es wird empfohlen, zu einer Erhöhung der Transpa-
renz im Rahmen von Maßnahmen der städtebaulichen Kriminalprävention weiter 
beizutragen wie z.B. Entfernen von Nischen und Verringerung des ruhenden Ver-
kehrs. [längerfristiger Zeithorizont] 
Empfehlungen zur Beleuchtung: 
• Der Weg in den öffentlichen Raum von der Trimbornstraße  zum Platz Kalk 
Post erfordert eine smarte lichtgeführte Lenkung – d.h. im Winterhalbjahr 
wird die Lichtstärke in den Hauptverkehrszeiten erhöht und in den Nachtstunden ge-
dimmt. [mittel- bis längerfristiger Zeithorizont] 
• Es wird ein Rückschnitt des Blattgrüns der Baumkronen auf den Straßen als 
notwendig erachtet, in denen die Straßenlaternen vom Blattgrün verdeckt werden , 
so dass der Lichteinfall eingeschränkt und der Fußweg verschattet wird.  [kurzfristiger 
Zeithorizont] 
• In jährlichen Begehungen ist zu prüfen, wo solche Rückschnitte infolge des 
Baumwuchses erforderlich sind. [kurzfristiger Zeithorizont] 
• Es wird empfohlen, an den Masten der Straßenlaternen QR -Codes anzubringen, 
über die Passanten auf ihrem Mobiltelefon die Meldung des Standorts defek-
ter Straßenlaternen auf die Website der RheinEnergie senden können: 
www.rheinenergie.com/defekteleuchte. [mittelfristiger Zeithorizont] 
• Darüber bedarf es einer regelmäßigen  (jährlichen) Prüfung des Zustands 
der Beleuchtung in den Straßen , damit defekte Leuchtmittel, die nicht gemeldet 
werden, zeitnah ersetzt werden können. [kurzfristiger Zeithorizont] 
Empfehlungen zum Umgang mit problembehafteten Schnittstellen zwischen 
privaten und öffentlichen Räumen: 
• Die Deutsche Bahn (DB) muss durch die Stadt Köln aufgefordert werden, an Maß-
nahmen zur Erhöhung des Sicherheitsgefühls an der Schnittstelle der DB-
Privatfläche des S-Bahnhofs zum öffentlichen Raum der Trimbornstraße  
mitzuwirken. [kurzfristiger Zeithorizont] 
• Die Zusammenarbeit zwischen DB und Stadt Köln muss sich erstens auf eine 
verbesserte räumliche Zonierung beziehen – anzustreben sind: eine Neuord-
nung der bisher ungeordnet abgestellten E-Scooter, Leih- und Privatfahrräder, aber 
auch eine gut sichtbare Markierung des Weges zum Fahrstuhl. [mittelfristiger 
Zeithorizont]

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 183 
• Zweitens bedarf es im unmittelbaren Umfeld des S-Bahnhofs Trimbornstraße  einer 
besseren Ausleuchtung des Weges zum Aufzug – unter Einbezug der Nische 
der DHL-Abholstation. [mittelfristiger Zeithorizont] 
• Drittens sind Orientierungshinweise für die Wege der Fahrgäste von der S-
Bahn zu Zielorten in den Kalker Quartieren im Rahmen eines Wegeleitsystems zu 
geben. [mittelfristiger Zeithorizont] 
Empfehlungen zum Dialog mit Zielgruppen in den Quartieren: 
• Es wird empfohlen, gezielt mit problemverursachenden Gruppen in einen 
(fordernden) Dialog zu treten. Dafür sind Sprachmittler zu gewinnen, die über 
einen Zugang zu den jeweiligen Szenen, Milieus und Communities verfügen. [mittel-
fristiger Zeithorizont] 
• Es wird vorgeschlagen, den innovativen Ansatz AKIK (Allparteiliches Konflikt-
management in Köln) im Kontext der Kalker Quartiere zu erproben, um quar-
tiersbezogene Nutzungskonflikte in Grünanlagen, Parks und auf Plätzen im dialogi-
schen Austausch mit Bewohnerinnen und Bewohnern zu klären. 
• Der Personenkreis der Wohnungslosen muss konsequent zu den Hilfen des 
Fachberatungsdienstes Wohnungsnot / Wohnhilfen Köln der Diakonie Michaels-
hoven Soziale Hilfen gGmbH in der Kalk-Mülheimer Straße 177 hingeführt werden. 
Die Attraktivität der Angebote ist dahingehend zu steigern, dass öffentliche Parkflä-
chen nicht mehr dauerhaft in Anspruch genommen werden. [kurzfristiger Zeithori-
zont] 
• Es wird empfohlen, das Bürgerhaus Kalk zu befähigen, die verschiedenen Bevöl-
kerungskreise in den Quartieren in Kontakt zu bringen, damit aus dem Nebeneinan-
der der „Blasen“ ein Miteinander mit gemeinsamer Ortsbindung entstehen 
kann. [kurzfristiger Zeithorizont] 
• Gewünscht wird die Aufnahme des Bürgerhauses Kalk im „Kriminalprä-
ventiven Rat Kalk“. [mittel- bis längerfristiger Zeithorizont] 
• Angeregt wird eine kommunalpolitische Initiative, die die Hausbesitzer und 
die Unternehmen der Wohnungswirtschaft (mit Hausmeisterdiensten) zu einer 
konzertierten Aktion zusammenführt, die das Ziel verfolgt, stärker Einfluss auf 
das Ordnungsverhalten der Mieter zu nehmen und die informelle soziale 
Kontrolle zu stärken. [mittelfristiger Zeithorizont] 
• Es ist notwendig, unter den Gewerbetreibenden und Grundstückseigentü-
mern den Gemeinschaftsgeist zu wecken. Mit so einer Grundhaltung können sie zu-
sammen Maßnahmen zur Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung umsetzen. 
Es ist zu prüfen, wie die Wirtschaftsförderung einen Prozess initiieren kann, in 
dem der Zusammenhalt unter den Eigentümern und Gewerbetreibenden im Kontext 
der Standortgemeinschaft Kalker Hauptstraße  entwickelt wird. [mittel- bis 
längerfristiger Zeithorizont] 
• Während der Öffnungszeiten der Köln Arcaden suchen viele die Toiletten in dieser 
Shopping Mall auf. Es fehlt aber eine öffentliche Toilette im Bereich der Kalker

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 184 
Hauptstraße, die zu allen Tageszeiten aufgesucht werden kann. Es wird empfohlen, 
Gastronomen auf der Kalker Hauptstraße für das  Kölner Konzept der „Happy-
Toilet“ zu gewinnen. [kurzfristiger Zeithorizont] 
Empfehlungen zur Erhöhung der formellen Kontrollen: 
• Es wird eine sichtbare Erhöhung der Kontrolldichte durch Kräfte der Poli-
zei und des Ordnungsdienstes im Bereich der Kalker Hauptstraße und der Kalk -
Mülheimer Straße empfohlen. [kurz- bis mittelfristiger Zeithorizont] 
• In diesem Zusammenhang sollte das Modell des Kontaktbeamten im Umfeld 
der Kalker Hauptstraße wiederbelebt werden, um das Sicherheitsgefühl in der Bevöl-
kerung zu stärken. [kurz- bis mittelfristiger Zeithorizont] 
• Im Bürgerhaus Kalk ist der stundenweise Einsatz eines Security-Dienstes not-
wendig. [kurzfristiger Zeithorizont] 
• Es wird empfohlen, bei Erneuerungsmaßnahmen  im Bürgerhaus Kalk die Tü-
ren und Fahrstühle mit einer höheren Widerstandsklasse (RC2 oder RC 3) aus-
zustatten. [mittel- bis längerfristiger Zeithorizont] 
• Es wird eine Schließung der Breuerparks an den Durchgängen in den 
Nachtzeiten (d.h. vom späten Abend bis zum frühen Morgen) empfohlen, um sau-
bere und gepflegte Aufenthalts- und Nutzungsqualitäten während der Tageszeiten 
zu bieten. [mittel- bis längerfristiger Zeithorizont]

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 185 
B6. Vertiefende Erhebungen in Köln Ehrenfeld 
Die vertiefenden Erhebungen in den Ehrenfelder Quartieren Leo-Amann-Platz und Hanse-
mannstraße  wurden in der 28. Kalenderwoche durchgeführt: 
• Das Audit der Beleuchtung des öffentlichen Raumes in den späten Abendstunden 
wurde am 10. und 11. Juli 2024 von 22:00 bis 23.45 Uhr durchgeführt. 
• Die anderen Audits der Städtebaulichen Kriminalprävention und die Beobachtungen 
von Nutzungsmustern im öffentlichen Raum fanden am 10. und 11. Juli 2024 von 
8:30 bis 18:30 Uhr statt. In diesem Zeitraum wurden auch Gespräche mit Schlüssel-
personen lokaler Stakeholder geführt. 
• Die Interviews mit Passanten führte Prof. Schubert am 10. Juli 2024 von 9:00 bis 
18:00 Uhr und 12. Juli 2024 von 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr. Die Kriminologin und Po-
litikwissenschaftlerin Lara Schartau-Engelking unterstützte die Erhebungen. Sie be-
fragte Passanten am 10., 12. und 25. Juli 2024 von 9:00 bis 18:00 Uhr. 
Zur Vorbereitung der Informationssammlung vor Ort wurden Daten der Polizeilichen Krimi-
nalstatistik PKS analysiert. Die Straßenkriminalität im jeweiligen Quartier wurde differenziert 
nach den Straßen betrachtet. Dabei konnte unterschieden werden, wo sich die Straftaten 
häufen und in welchen Bereichen des Quartiers kaum Delikte vorkommen. 
B6.1 Schwerpunkte der Straßenkriminalität 
Die Delikte der Straßenkriminalität verteilten sich im Jahr 2023 nicht gleichmäßig über die 
Straßen in den Ehrenfelder Quartieren Leo -Amann-Platz und Hansemannstraße. Die Strafta-
ten bündelten sich vor allem an den wenigen Schnittstellen der Quartiere zu öffentlichen 
Verkehrsmitteln (vgl. Tabelle 24):  
• Hotspot 1: Die quer durch die Quartiere Leo-Amann-Platz und Hansemannstraße  
verlaufende Venloer Straße mit dem Hauptausgang des Bahnhofs Ehren-
feld und den Umsteigepunkten der KVB [U-Bahn und Straßenbahn] . 
• Hotspot 2: Der vordere Teil der Stammstraße mit dem Gerhard-Wilczek-Platz – 
dort befinden sich der südöstliche Aus- und Eingang in den Bahnhof Ehrenfeld. 
• Hotspot 3: Die Bartholomäus-Schink-Straße – sie grenzt an den nordwestlichen 
Aus-- und Eingang in den Bahnhof Ehrenfeld. 
Die meisten Straftaten fanden im Jahr 2023 auf der – quer durch die Quartiere Leo-Amann-
Platz und Hansemannstraße  verlaufenden – Venloer Straße  statt [Hotspot 1]. Im Jahr 
2023 wurden dort über ein Drittel aller Straftaten, die sich in den beiden Quartieren Leo-
Amann-Platz und Hansemannstraße  ereigneten, festgestellt (abs. 187; 36,6 Prozent aller 
511 Delikte). Ein Drittel davon machten Ladendiebstähle aus (abs. 63; 33,7 Prozent der De-
likte im Hotspot 1) und ein Viertel Taschendiebstähle sowie Sachbeschädigungen (jeweils 
abs. 24; 12,8 Prozent der Delikte im Hotspot 1). Darüber wiesen 2023 folgende Delikte 
eine überdurchschnittliche Häufigkeit auf: einfache Diebstähle (abs. 18), Rauschgiftdelikte 
(abs. 16) und Fahrraddiebstähle (abs. 15).

MaKoS 
 
Verfahren und Erprobung 186 
Tabelle 24: Verteilung von Delikten der Straßenkriminalität über die Straßen der Ehrenfelder Quartiere Leo -Amann-Platz und Hansemannstraße im Jahr 2023  
Straßen in den Ehrenfelder 
Quartieren Leo-Amann-Park 
und Hansemannstraße  
Diebstähle Andere Delikte 
Summe 
Zeilen in % Einfacher 
Diebstahl Fahrrad Taschen-
diebstahl 
Laden-
diebstahl 
Diebstahl 
aus Kfz 
Diebstahl  
Mopeds 
etc. 
Whgs.-
Einbruch 
Sachbe-
schäd. 
Rausch-
gift 
Körper-
verlet-
zung 
Raub 
Wider-
stand ge-
gen Staat 
Sexuelle 
Belästig. 
Ehrenfeldgürtel 76 – 133 7 2 7 8 2 0 0 4 7 1 1 0 2 42 8,3 
Bartholomäus-Schink-Str. 10 12 8 0 2 0 0 3 4 3 1 0 3 46 9,0 
Stammstraße 1 – 23 / 
Gerhard-Wilczek-Platz 17 3 24 0 0 1 0 9 6 6 0 1 0 67 13,1 
Stammstraße 2a – 28 1 4 0 0 2 0 0 3 0 1 1 0 0 12 2,4 
Glasstraße  1 3 1 0 2 2 0 2 1 0 0 0 0 12 2,4 
Schönsteinstraße 9 1 1 0 2 1 0 3 3 0 0 1 0 21 4,1 
Hüttenstraße  2 7 1 0 0 1 1 5 1 1 0 0 0 19 3,7 
Herbrandstraße  4 5 1 0 0 1 0 2 2 0 0 0 0 15 2,9 
Christianstraße  2 5 0 0 0 1 1 3 2 0 0 0 0 14 2,7 
Subbelrather Str 175–264a  1 8 5 0 1 3 0 3 0 1 1 0 1 24 4,8 
Venloer Str. 308 – 453 18 15 24 63 7 1 0 24 16 12 0 5 2 187 36,6 
Philippstraße 1 – 71 1 1 0 0 1 0 0 13 0 0 1 0 0 17 3,3 
Hansemannstraße  3 2 0 0 4 0 0 3 1 1 0 1 0 15 2,9 
Vogelsanger 206 – 224 0 0 0 0 2 1 0 0 0 0 0 0 0 3 0,6 
Heliosstraße  0 3 0 0 1 0 2 1 0 0 0 0 0 7 1,4 
Gravenreuthstraße  2 2 0 0 1 1 0 0 0 1 0 0 0 7 1,4 
Ottostraße  0 1 0 0 1 1 0 0 0 0 0 0 0 3 0,6 
Summe Spalten 78 74 72 71 28 14 4 79 43 27 5 8 8 511 100,0 
in Prozent 15,3 14,5 14,1 13,9 5,5 2,7 0,8 15,5 8,4 5,3 1,0 1,6 1,6 100,0  
Quelle: PKS 2023, LKA NRW – eigene Berechnungen

MaKoS 
 
Masterplan Kommunale Sicherheit 187 
Im Jahr 2023 ereigneten sich im Bereich der Venloer Straße die meisten Körperverletzun-
gen, die in den beiden Quartieren Leo-Amann-Platz und Hansemannstraße  bekannt gewor-
den sind (12 abs.; 44,4 Prozent aller 27 Körperverletzungen). Dabei ist zu berücksichtigen, 
dass sich im Bereich der Kreuzungen mit dem Gürtel und der Bahnunterführung der Haupt-
ausgang des Bahnhofs Ehrenfeld und die Umsteigepunkte der KVB befinden [U-Bahn und 
Straßenbahn , Haltestelle Venloer Straße/Gürtel ]. 
Am Anfang der Stammstraße liegt der Gerhard-Wilczek-Platz – dort befindet sich der 
südöstliche Ausgang des Bahnhofs Ehrenfeld [Hotspot 2]. Im Jahr 2023 wurden rund ein 
Achtel aller Straftaten in den beiden Quartieren Leo-Amann-Platz und Hansemannstraße  in 
diesem Bereich registriert (abs. 67; 13,1 Prozent aller 511 Delikte). Weit über die Hälfte 
davon machten Taschendiebstähle (abs. 24; 35,8 Prozent der Delikte im Hotspot 2) und ein-
fache Diebstähle (abs. 17; 25,4 Prozent der Delikte im Hotspot 2) aus. Im Jahr 2023 wur-
den 6 Körperverletzungen in diesem Straßenbereich  festgestellt (22,2 Prozent aller 27 Kör-
perverletzungen).  
 
Quelle: PKS 2023, LKA NRW – eigene Berechnungen 
Abbildung 44: Verteilung der Straßenkriminalität über die Straßen der Ehrenfelder Quartiere Leo-
Amann-Park und Hansemannstraße  im Jahr 2023 
Auf der nördlichen Seite der Bahnlinie verläuft die Bartholomäus-Schink-Straße – die 
Straße verläuft parallel zur Strecke der Deutschen Bahn und weist keine Wohnbebauung 
auf [Hotspot 3]. Im Jahr 2023 hat sich knapp ein Zehntel aller Straftaten in den beiden 
Quartieren Leo-Amann-Platz und Hansemannstraße  dort ereignet (abs. 46; 9,0 Prozent al-
ler 511 Delikte). Auf die Bartholomäus-Schink-Straße führt der nordwestliche Ausga ng des 
Bahnhofs Ehrenfeld. An dieser infrastrukturellen Schnittstelle stellen viele Bahnkunden ge-
mäß der P+R -Logik ihre Fahrräder ab. Folglich waren 2023 Fahrraddiebstähle überdurch-
schnittlich ausgeprägt (abs. 12; 26,1 Prozent der Delikte im Hotspot 3). In der Bartholo-
mäus-Schink-Straße befinden sich auch einige Partylocations; ihnen können wahrscheinlich 
die einfachen Diebstähle (abs. 10; 21,7 Prozent der Delikte im Hotspot 3) und vereinzelten 
Taschendiebstähle (abs. 8; 17,4 Prozent der Delikte im Hotspot 3) zugeordnet werden. 
57
61
66
46
67
187
0 20 40 60 80 100 120 140 160 180 200
Reststraßen Quartier Leo-Amann-Park
Reststraßen Quartier Hansemannstraße
Ehrenfeldgürtel, Subbelrather Straße
Hotspot 3: Bartolomäus-Schink-Straße
Hotspot 2: Stammstraße/Gerhard-Wilczek-…
Hotspot 1: Venloer Straße
Straftaten der Straßenkriminalität 
in den Ehrenfelder Quartieren im Jahr 2023

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 188 
Zwei weitere Hauptverkehrsstraßen verdienen es, wegen leicht überdurchschnittlichen De-
likthäufungen ebenfalls genannt zu werden: Der Ehrenfeldgürtel zwischen den Kreuzun-
gen mit der Subbelrather und der Venloer Straße (abs. 42; 8,3 Prozent aller 511 Delikte) 
und der Abschnitt der Subbelrather Straße  von der Unterführung an der Liebigstraße bis 
zum St. Franziskus-Hospital (abs. 24; 4,8 Prozent aller 511 Delikte).  
In der Zusammenschau (vgl. Abbildung 44) ist zu erkennen, dass fast 60 Prozent der Stra-
ßenkriminalität im Jahr 2023 auf das Umfeld des Bahnhofs Ehrenfeld – von der Stamm-
straße mit dem Gerhard -Wilczek-Platz über die Bartholomäus-Schink-Straße bis zur Venloer 
Straße mit den KVB- Haltestellen – entfielen (Hotspot 1, 2 und 3). Nur etwas mehr als ein 
Viertel der Straftaten wurde 2023 in den restlichen Straßen der beiden Quartiere regis-
triert. 
B6.2 Audits der städtebaulichen Kriminalprävention 
Ergebnisse der Audits bei Tageslicht 
Die Audits wurden in den Straßen der Quartiere Leo-Amann-Platz und Hansemannstraße  in 
Köln Ehrenfeld am 10. und 11. Juli 2024 durchgeführt. In den Quartieren herrscht das städ-
tebauliche Muster der geschlossenen Bauweise vor; denn an den seitlichen Grundstücks-
grenzen wurden die Gebäude aneinandergebaut. Die an den Fußwegen angrenzende 
Blockrandbebauung vermittelt eine urbane Atmosphäre. Dadurch ergeben sich engere Stra-
ßenquerschnitte einerseits in den Wohnstraßen des Quartiers Hansemannstraße  – wie z.B. 
in der Stamm-, Glas-, Philipp- und Hansemannstraße – und andererseits des Quartiers Leo-
Amann-Platz – wie z.B. Schönstein-, Marien- oder auch Senefelder Straße . Bei dieser Form 
der räumlichen Anordnung sind Fenster von Wohn- und Aufenthaltsräumen überwiegend 
auf den Fußweg und die Straße ausgerichtet. In der straßenbegleitenden Bebauung sind zu-
gleich die Grenzen zwischen halböffentlichen und öffentlichen Bereichen gut erkennbar. 
Deshalb wurden in der Dimension „Räumliche An-/Zuordnung, gestalterische 
Klarheit“ die Anforderung vollständig oder nahezu vollständig erfüllt (vgl. Tabelle 25). 
In der Dimension „Aufenthaltsqualitäten im Freiraum“ wurden die Anforderungen 
des Audits teilweise bis gar nicht erfüllt. Deshalb gab es in dieser Dimension die insgesamt 
schwächste Bewertung. In einigen Straßen scheinen solche Orte des Aufenthalts und der 
nachbarlichen Begegnung gar nicht vorgesehen zu sein. Es gibt nur wenige einladende und 
leicht zugängliche Aufenthaltsorte, die nicht den Charakter eines Angstraumes aufweisen 
und ausreichend sozial kontrolliert sind – exemplarisch können der Leo-Amann-Park, der 
Gerhard-Wilczek-Platz und der Spielplatz in der Glasstraße hervorgehoben werden. Dort 
machten die Ausstattungsgegenstände einen robusten Eindruck. Im unmittelbaren Umfeld 
des Bahnhofs Ehrenfeld traf das nicht zu. Auch der Spielplatz zwischen der Hansemann- 
und der Philippstraße machte einen ungepflegten, vernachlässigten Eindruck. Die Spuren 
des Drogenkonsums wurden dort über mehrere Tage nicht beseitigt.

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 189 
Tabelle 25: Audits der städtebaulichen Kriminalprävention in den Ehrenfelder Veedel Leo-Amann-
Park und Hansemannstraße  
Straßen in den ausgewählten Quartieren von Köln 
Ehrenfeld 
Räuml. An-/Zuordnung, ge-
stalterische Klarheit 
Aufenthaltsqualitäten im 
Freiraum 
Orientierung, Transparenz, 
Sichtachsen, Wegeführung 
Abstellmöglichkeiten, Möb-
lierung 
Beleuchtungssituation am 
späten Abend 
Quartier Leo-Amann-Park      
Bartholomäus-Schink-Straße 2,3 3,0 4,0 2,5 2,8 
Nördliches Umfeld Bahnhof 3,0 1,0 3,4 4,0 3,3 
Christianstraße  4,3 3,0 4,2 3,5 4,2 
Heliosstraße  3,7 1,0 3,3 3,3 2,6 
Herbrandstraße  4,3 3,0 4,2 3,5 3,6 
Leo-Amann-Park 4,0 5,0 5,0 3,5 - - - 
Marienstraße  5,0 - - - 3,6 3,7 4,0 
Senefelder Straße  5,0 - - - 3,6 3,7 4,0 
Schönsteinstraße  4,3 3,0 4,4 3,3 4,0 
Insgesamt 4,0 2,7 4,0 3,4 3,6 
Quartier Hansemannstraße      
Stammstraße  5,0 1,0 4,2 3,7 4,0 
Südöstliches Umfeld Bahnhof/ Gerhard-Wilczek-Platz 3,0 4,0 3,5 4,0 4,0 
Glasstraße  5,0 3,3 4,6 3,7 4,0 
Gravenreuthstraß e 4,5 - - - 4,4 3,3 4,0 
Hansemannstraße  4,7 2,3 4,6 3,7 4,0 
Hüttenstraße  3,0 1,0 3,2 2,3 4,0 
Ottostraße  3,7 3,0 4,8 4,0 - - - 
Philippstraße  4,7 2,3 4,6 3,7 4,0 
Insgesamt 4,2 2,4 4,2 3,6 4,0 
Belebte Verbindungsachsen      
Venloer Straße 4,5 4,0 4,3 3,2 3,8 
Ehrenfeldgürtel 3,0 1,0 4,0 3,5 3,8 
Subbelrather Straße 5,0 - - - 3,5 3,3 3,8 
Vogelsanger Straße  4,0 1,0 3,7 3,3 2,4 
Insgesamt 4,1 2,0 3,9 3,3 3,5 
Bewertungsspektrum: Vollständige Erfüllung der Anforderung: 5 Punkte; nahezu vollständige Erfüllung der Anforderung: 4 Punkte; 
teilweise Erfüllung der Anforderung: 3 Punkte; geringe Erfüllung der Anforderung: 2 Punkte; Anforderung nicht erfüllt: 1 Punk t 
Eigene Erhebungen im Juli 2024 
In der Dimension „Abstellmöglichkeiten“ wurden die Anforderungen teilweise erfüllt. 
Generell waren nicht in ausreichendem Maß Gelegenheiten zum Abstellen des Fahrrads 
verfügbar und die vorgefundene Situation von abgestellten Fahrrädern war nicht immer or-
dentlich.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 190 
Durch das orthogonale Straßenraster in Verbindung mit der Blockrandbebauung ist der 
Raum gut zu verstehen. In der Dimension „Orientierung, Transparenz, Sichtachsen 
und Wegeführung“ wurde deshalb eine gute Bewertung erreicht: In den meisten räumli-
chen Situation werden die Anforderungen nahezu vollständig erreicht. Die Straßen bieten 
lange Sichtachsen und geben eine gute Orientierung. 
Deutlich schlechter wurden die Orientierung und Wegeführung im Umfeld des Ehrenfelder 
Bahnhofs bewertet. Das Auffinden der Richtungen – insbesondere zwischen den Bahnstei-
gen der Deutschen Bahn (DB) und zwischen den ober- und unterirdischen Haltepunkten Ven-
loer Straße/ Gürtel der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) – wird nicht hinreichend mit Hinwei-
sen unterstützt. Die Darstellung der KVB im Internet verdeutlicht, über wie viele Schnittstel-
len der ÖPNV im Umfeld des Bahnhofs Ehrenfeld verfügt (vgl. Abbildung 45). Fremde Besu-
cher müssen sich durchfragen: So wurde ein Interviewer bei der Passantenbefragung von 
Gästen aus Kassel nach dem Weg gefragt.  
 
Quelle: https://www.kvb.koeln/haltestellen/download/lageplan/VSG_Lplan_Venloer_Str_Guertel_U_Bf.pdf [07.08.2024]  
Abbildung 45: Schnittstellen des Bahnhofsdreiecks zwischen DB-Bahnhof Ehrenfeld und den beiden 
KVB-Stationen Venloer Straße/Gürtel  
Einige der bewerteten Raumsituationen werden im Folgenden näher betrachtet und visu-
ell veranschaulicht. Zuerst werden die Umfelder der beiden Hotspots der Straßen-
kriminalität im Bereich (1) der östlichen Aus-- und Eingänge in die Stammstraße mit dem 
Gerhard-Wilczek-Platz sowie zum Ehrenfeldgürtel und (2) der westlichen Aus-- und Ein-
gänge des Bahnhofs Ehrenfeld zur Venloer Straße sowie in die Bartholomäus-Schink-Straße 
betrachtet:

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 191 
• Die Schnittstellen des ÖPNV zwischen dem Bahnhof, der U-Bahn und der Gürtel-
bahn weisen einige Stärken auf, aber auch Schwächen, die Kriminalitätsfurcht auslö-
sen können. So war der Zugang über die Rolltreppe von der Venloer Straße  meh-
rere Tage defekt und verschmutzt (vgl. Abbildung 46). 
 
 
   
Abbildung 46: U-Bahnstation Venloer Straße/Gürtel – über mehrere Tage defekte und verunreinigte 
Rolltreppe, aber transparente Sichtachsen mit guter Orientierung

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 192 
• Die Sichtachsen in der U-Bahnstation Venloer Straße/Gürtel bieten eine gute Ori-
entierung. Die Verbindungen zwischen dem DB-Bahnhof und den KVB-Anschlüssen 
blieben jedoch unscharf (vgl. Abbildung 47) – die unklaren Übergänge k önnen Kri-
minalitätsfurcht auslösen, wenn das Zusammenspiel der verschiedenen Haltepunkte 
nicht von vorneherein bekannt ist und die Suche nach dem richtigen Anschluss Ner-
vosität auslöst (vgl. Abbildung 46 und 47). 
  
  
Abbildung 47: Orientierungshinweise für den Weg zur U-Bahn und zum Kölner Busnetz auf den 
Bahnsteigen des Bahnhofs Ehrenfeld  
• Der Bahnhof Ehrenfeld verfügt über jeweils zwei Ausgänge auf der östlichen und 
der westlichen Seite der Bahnsteige. Der Standort des südöstlichen Ausgangs 
liegt an der Stammstraße und neben dem Gerhard-Wilczek-Platz (vgl. Abbildung 
48). Die Ausgangssituation wird auf der einen Seite durch Müllcontainer versperrt, 
und auf der anderen Seite befinden sich große Fahrradabstellbereiche, durch die 
eine schmale Gasse in Richtung der Stamm-, Glas- und Hansemannstraße führt.  Beim 
Audit fehlten Hinweise für ortsunkundige Besucher, wohin die verschiedenen Wege-
möglichkeiten führen.

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 193 
   
  
Abbildung 48: Südöstlicher Ausgang des Bahnhofs Ehrenfeld zur Stammstraße und zum Gerhard -
Wilczek-Platz 
• Auf der anderen, nördlichen Seite führt der Tunnel über den nordöstlichen Aus-
gang des Bahnhofs Ehrenfeld zur Bus-Haltestelle am Ehrenfeldgürtel und in die 
Hüttenstraße (vgl. Abbildung 49). Beim Verlassen des Tunnels sind ebenfalls keine 
Hinweise für ortsunkundige Besucher zu finden, in welche Richtung die verschiede-
nen Wege führen. Durch die stark befahrene Straße des Ehrenfeldgürtels wird die 
räumliche Situation unübersichtlich. Der Weg nach rechts auf die Hüttenstraße führt 
nach wenigen Metern in die vernachlässigte und unordentliche Zone der östlichen 
Bahnbögen. 
• Den Charakter des Hauptausganges hat der Ausgang auf der südwestlichen 
Seite angenommen, an den der Eingang in die U-Bahnstation Venloer Straße/Gür-
tel anschließt (vgl. Abbildung 50). Er wird durch einen farblich betonten und gut be-
leuchteten Kiosk markiert. Die neben dem Eingang zur U-Bahn verbleibende Wege-
fläche zur Venloer Straße und zum dortigen Überweg in die Heliosstraße – er-
scheint angesichts der hohen Frequenzen von Personen, die zum Bahnsteig wollen 
oder von dort kommen, relativ eng. 
• Die Situation der abgestellten Fahrräder und E-Scooter wirkte unordentlich, störte 
aber nicht den Fluss der Ströme von Personen, die auf dem Weg zum ÖPNV -An-
schluss waren oder von dort kamen. 
• Die alltäglichen Kunden der DB und der KVB navigierten souverän auf den Wegen. 
Aber ortsunkundige Besucher finden auch hier keine Hinweise, wohin die verschiede-
nen Wegemöglichkeiten führen, und müssen sich daher durchfragen.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 194 
• Vor den Treppenaufgängen zu den Bahnsteigen des Bahnhofs Ehrenfeld gibt 
es keine (elektronische) Anzeige, auf welchem Gleis wann welcher Zug ein- und ab-
fährt. Die Gleisangabe muss erst auf traditionellen Fahrplänen in Glaskästen heraus-
gesucht werden – oben auf dem Bahnsteig kann einem passieren, dass angezeigt 
wird, der Zug sei auf ein anderes Gleis verlegt worden. 
 
  
Abbildung 49: Nordöstlicher Ausgang aus dem Bahnhof Ehrenfeld auf die Hüttenstraße und die Bus -
Haltestelle am Ehrenfeldgürtel

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 195 
  
 
 
Abbildung 50: Südwestlicher Ausgang des Bahnhofs Ehrenfeld zur Venloer Straße und zur U -Bahn-
station Venloer Straße/Gürtel  
• Der Ausgang auf der nordwestlichen Seite führt auf die Bartholomäus-Schink-
Straße (vgl. Abbildung 51). Auf der Seite der Bahnbögen befinden sich neben (pro-
visorisch anmutenden) Biergärten auch die an Wochenenden stark frequentierte Par-
tylocation „Club Bahnhof Ehrenfeld“. Durch die abschottenden Abdeckplanen wirkt 
das Gebiet unübersichtlich. Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass 
dieser Straßen bereich in den untersuchten Quartieren nach Daten der PKS als ein 
Hotspot der Straßenkriminalität  angesehen werden kann.  
• Der Abstellbereich für Fahrräder machte einen unordentlichen Eindruck. 
• Auf der anderen Straßenseite gibt es keine Wohnnutzungen, sondern ebenfalls nur 
– nach außen abgeschottete – Biergärten und Foodtrucks wie zum Beispiel die Par-
tylocation von Bumann & Sohn im „Industrial-Style“. Außerdem hat die  Caritas Köln

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 196 
dort einen zeilenförmig quer zur Straße gestellten Verwaltungsstandort, dessen Fens-
ter nicht auf die Straße ausgerichtet sind.  Dem Bahnhofsausgang liegt ein Spielplatz 
gegenüber, der einerseits durch die Wohnbevölkerung in Anspruch genommen wird, 
andererseits aber auch ein Aufenthaltsort von Wohnungslosen ist (vgl. Abbildung 
52). Die soziale Kontrolle, die von diesem Spielplatz ausgeht, beschränkt sich nach 
Beobachtungen auf wenige Stunden am Nachmittag.  
  
 
 
Abbildung 51: Nordwestlicher Ausgang des Bahnhofs Ehrenfeld zur Bartholomäus-Schink-Straße  
• Die unübersichtliche städtebauliche Struktur der Bartholomäus-Schink-Straße 
setzt sich an der Ecke zum Ehrenfeldgürtel fort (vgl. Abbildung 53). Die Brache des

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 197 
ehemaligen Postamts wurde im Erdgeschossbereich mit zahlreichen Graffitis und 
Tags übersät. Weil dort keine Fenster aus Wohnhäusern auf den Fußweg ausgerich-
tet sind, macht dieser Bereich der Ecke Bartholomäus-Schink-Straße und Ehrenfeld-
gürtel einen unkontrollierten Eindruck.  
 
  
Abbildung 52: Spielplatz gegenüber dem Ausgang aus dem Bahnhof Ehrenfeld an der Bartholo-
mäus-Schink-Straße Ecke Schönsteinstraße

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 198 
  
  
Abbildung 53: Unübersichtliche städtebauliche Struktur auf der Bartholomäus-Schink-Straße und an 
der Ecke zum Ehrenfeldgürtel 
• Die als Abstellbereich genutzten Bahnbögen an der Ecke der Bartholomäus-Schink-
Straße und d er gegenüberliegende, introvertierte Biergarten sind prädestiniert, bei 
Passanten das Gefühl der Kriminalitätsfurcht auszulösen. Ein im öffentlichen Raum 
abgestellter Einkaufswagen kann als Signal interpretiert werden, dass an diesem Ort 
keine soziale Kontrolle ausgeübt wird. 
• Auf der anderen Seite des Ehrenfeldgürtels führt der nordöstliche Ausgang des 
Bahnhofs Ehrenfeld in den heruntergekommenen Bereich der Bahnbögen in der 
Hüttenstraße  (vgl. Abbildung 54). Die sogenannten Bahnbögen werden von der 
Deutschen Bahn zwar an die Bahnbögen Köln GmbH verpachtet, aber einige stehen 
seit Jahren leer oder wirken durch Nutzungen – wie z.B. einen Schrotthandel – un-
wirtlich. Lediglich der „Afro Shop in den Bahnbögen“ (gegenüber der Einmündung 
der Gravenreuthstraße) wurde während des Audits von Kunden frequentiert. Der 
Kölner Stadtanzeiger hatte am 15.11 2021 berichtet, dass die Bahnbögen in der 
Hüttenstraße undicht seien und weitere bauliche Mängel aufweisen, die eine Nut-
zung praktisch unmöglich machen. Angesichts dieses Missstands und der Ablage von 
Metallschrott auf dem Fußweg nutzen Passanten die Hüttenstraße deshalb bevorzugt 
über den Weg auf der anderen Straßenseite. 
Nach dem Blick ins Umfeld der östlichen Aus-- und Eingänge sowie westlichen Aus-- und Ein-
gänge des Bahnhofs Ehrenfeld, werden im Folgenden Raumsituationen der Venloer 
Straße näher betrachtet, visuell veranschaulicht und bewertet. Nach den Daten der PKS ge-
hört auch die Venloer Straße  zu den Hotspots der Straßenkriminalität  in den bei-
den Quartieren:

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 199 
  
   
  
Abbildung 54: Teilweise ungeordnete Situation auf der Hüttenstraße  
• Die Venloer Straße bietet nur wenige Möglichkeiten zum Aufenthalt. Wenn 
sich Personen beim Zusammentreffen unterhalten wollen, müssen sie sich in Nischen 
zurückziehen, weil zwischen dem Fahrradweg, parkenden Fahrrädern und Fußweg 
kaum Platz für einen Aufenthalt vorgesehen ist (vgl. Abbildung 55).  
• Eine der raren Bänke ist fast immer besetzt – sie befindet sich im Bereich der neuen 
Einbahnstraßenregelung und eröffnet gute Blicke auf das rege Geschehen in der 
Venloer Straße (vgl. Abbildung 55).

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 200 
• Um das Fehlen von Sitzgelegenheiten zu kompensieren, haben engagierte Bürger 
sogenannte Wanderbäume an der Venloer Straße in einer Parknische aufgestellt 
(vgl. Abbildung 55). 
  
  
Abbildung 55: Bedarf an Aufenthaltsmöglichkeiten in der Venloer Straße – teilweise kompensiert 
mit dem Aufstellen von Wanderbäumen durch bürgerschaftliches Engagement  
• Im Unterschied zu Stadtteilen wie Köln Kalk weist Ehrenfeld eine hohe Fahrrad-
dichte auf: Auf den Fahrradwegen herrschte an den Tagen der vertiefenden Erhe-
bungen ein dichter Fahrradverkehr und die Abstellbereiche waren so überfüllt, dass 
die Interviewer keine Stellplätze für ihre Räder fanden.  
• Die Einbahnstraßenregelung  auf einem Abschnitt der Venloer Straße hat zu ei-
ner entspannten Verkehrssituation beigetragen, weil der Fahrradverkehr nicht 
mehr über die engen Radwege am Rand der belebten Fußwege und zwischen unor-
dentlich abgestellten Fahrrädern hindurchgeführt wird (vgl. Abbildung 55, 56).

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 201 
  
  
Abbildung 56: Reger Fahrradverkehr in der Venloer Straße – Mangel an einer ausreichenden Zahl 
von Abstellplätzen für Fahrräder  
  
Abbildung 57: Hohe Quote defekter Fahrräder auf den Abstellplätzen im Bahnhof und in der Ven-
loer Straße

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 202 
• Etwas verwirrend war, dass auf der Venloer Straße eine  (ungenutzte) Stellfläche 
für E-Scooter ausgewiesen wurde, obwohl das Abstellen von E-Scootern auf der 
Venloer Straße verboten sein soll , wie Passanten erklärten (vgl. Abbildung 56). 
• Eine Überprüfung der Fahrräder, die im Ausgangstunnel und im Umfeld des Bahn-
hofs abgestellt waren, ergab, dass rund jedes fünfte Fahrrad defekt war. Diese 
Räder waren schon länger nicht bewegt worden, wie anhand der dicken Staub-
schicht auf dem Sattel abgelesen werden konnte (vgl. Abbildung 57). Angesichts der 
sehr großen Zahl abgestellter Räder scheint es nicht einfach zu sein, das Abstellen 
von Schrotträdern zu sanktionieren. 
• Die Fahrradservicestation im Außenbereich  des Gerhard-Wilczek-Platzes wurde 
zerstört. Die Luftpumpe und die Werkzeuge, die an Drahtseilen befestigt waren, 
wurden gestohlen (vgl. Abbildung 57). 
  
   
Abbildung 58: Auf den Kraftfahrzeugverkehr fokussierte Hinweisschilder auf der Venloer Straße  
• Die Hinweisschilder auf der Venloer Straße, aber auch in den anderen Straßen 
der beiden Quartiere sind auf den Verkehr der Kraftfahrzeuge fokussiert. Lediglich 
im Umfeld des U-Bahnhofs Venloer Straße/Gürtel sind auch Hinweise der KVB für 
Fußgänger zu finden, die auf einen Eingang  in die U-Bahnstation aufmerksam ma-
chen (vgl. Abbildung 58).

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 203 
• Die Tunnel der östlichen und westlichen Ausgänge des Bahnhofs Ehren-
feld werden sowohl von Fußgängern als auch vom Fahrradverkehr genutzt. Die 
Verhaltenshinweise, wie die Durchquerung des Tunnels erfolgen soll, sind kaum 
noch wahrzunehmen (vgl. Abbildung 58). 
  
  
  
Abbildung 59: Geringe soziale Kontrolle aus der straßenbegleitenden Bebauung in der Helios-
straße  – kaum Fenster auf dem Erdgeschossniveau 
• Über d ie Heliosstraße sucht am Wochenende ein großer Strom junger Menschen 
einige der hochfrequentierten Partylocations auf. Solche Anlaufpunkte sind zum Bei-
spiel: „Helios37“ im Heliosviertel sowie die „Live Music Hall“ und der „Sonic Ball-
room“ in der Lichtstraße.  Der Weg vom Bahnhof und von der U-Bahnstation führt 
durch die Heliosstraße, deren Gewerbe-  und Industriebauten den Nachteil haben,

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 204 
dass im Erdgeschoss kaum Fenster auf die Straße ausgerichtet sind  (vgl. Abbildung 
59). Folglich ist dort nur eine geringe informelle soziale Kontrolle ausgeprägt, 
so dass sensible Personen dort am Abend affektive Kriminalitätsfurcht verspüren kön-
nen. 
  
  
    
Abbildung 60: Nachbarschaftlicher Wohnbereich in der Stammstraße  
Den hochfrequentierten Orten des Bahnhofsdreiecks und der Venloer Straße stehen Wohn-
straßen gegenüber , in denen andere Raumsituationen vorgefunden wurden. Nach den 
Daten der PKS wurden im Jahr 2023 dort nur wenige Straftaten der Straßenkriminalität  re-
gistriert. Visuell dokumentiert werden nur einige Straßen:  die Hansemann-, Stamm-, Glas- 
und Philippstraße im Hansemann -Quartier und die Marienstraße und Senefelder Straße im 
Quartier Leo-Amann-Park. Die Aussagen inkludieren aber auch die anderen Straßen wie 
die Gravenreuthstraße und die Schönstein - und Christianstraße.

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 205 
  
   
Abbildung 61: Nachbarschaftlicher Wohnbereich in der Glasstraße  
• Die Wohnstraß en weisen einen engen Querschnitt auf. Durch das Prinzip der 
Straßenrandbebauung  sind die Fenster auf den Straßenraum ausgerichtet und 
die punktuelle Nutzungsmischung trägt dazu bei, dass eine informelle soziale 
Kontrolle auch aus den Läden im Erdgeschoss erfolgt. Als Folge einer Zonierung 
sind die Markierungen von Flächen für den ruhenden Kfz-Verkehr und für das 
Abstellen von Fahrrädern gut zu erkennen (vgl. Abbildung 60, 61, 62, 63). 
• An der Ecke der Stammstraße/Glasstraße öffnet sich das „Goldmund Literatur Café“ 
in den öffentlichen Raum, so dass die informelle soziale Kontrolle bis auf den 
Gerhard-Wilczek-Platz ausstrahlt. Ein Wollladen für den Strickbedarf stellte in der 
Stammstraße Sitzgelegenheiten in den öffentlichen Raum, was nachbarliches Ver-
trauen widerspiegelt (vgl. Abbildung 60). Vor der „Kaffeebud“ in der Glasstraße 
trafen sich Nachbarn und vermittelten den Auditoren, dass man in der Straße gegen-
seitig auf sich achte (vgl. Abbildung 61). 
• Ambivalent sind die Poller auf den Fußwegen  einzuordnen: Sie verhindern 
zwar, dass dort Kraftfahrzeuge abgestellt werden, aber sie beeinträchtigen auch 
den Fußgängerverkehr (vgl. Abbildung 60). Dadurch wird die Mindestbreite von 
straßenbegleitende n Gehwegen – das sind: 2,50 Meter gemäß RASt (Richtlinien für 
die Anlage von Stadtstraßen) – nicht erfüllt. Wenn zwei Fußgänger nebeneinander

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 206 
gehen oder sich begegnen, muss eine Person auf die sehr schmale Seite am Straßen-
rand ausweichen. 
• Auf der Hansemannstraße gibt es Abschnitte mit traditionellen Gewerbearealen. Vor 
diesen abgeschotteten Parzellen ist die informelle soziale Kontrolle des Straßen-
raums eingeschränkt (vgl. Abbildung 62). 
• Während des Audits der städtebaulichen Kriminalprävention fiel das hohe Maß an 
Graffitis und Graffiti Tags an den Hauswänden auf (vgl. Abbildung 60). Zur 
Vorbeugung haben einige Eigentümer den Erdgeschossbereich von professionellen 
Graffitikünstlern gestalten lassen, weil auf solchen Flächen keine Tags – in der Ge-
stalt schnell aufgespritzter Buchstaben – hinterlassen werden (vgl. Abbildung 62, 
63). 
  
  
  
Abbildung 62: Nachbarschaft von Wohn- und Gewerbenutzungen in der Hansemannstraße

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 207 
  
  
 
Abbildung 63: Nachbarschaftlicher Wohnbereich in der Philippstraße  
• Vereinzelt wurden Zeichen bürgerschaftlichen Engagements beobachtet: So 
wurden in der Philippstraße Baumscheiben entdeckt, die von Straßenbewohnern be-
pflanzt wurden und gepflegt werden (vgl. Abbildung 63). 
• Ähnlich stellt sich die Situation in der Marienstraße und in der Senefelder Straße 
dar. Auch dort fällt der Straßenquerschnitt eng aus, und wegen der Straßenrandbe-
bauung wenden sich die Fenster dem Straßenraum zu. Allerdings gibt es mehr Ab-
stellbereiche für Pkw und weniger für Fahrräder (vgl. Abbildung 64). Das Taggen 
von Farbzeichen ist dort genauso verbreitet wie auf der anderen Seite der Venloer 
Straße.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 208 
  
  
   
Abbildung 64: Die Wohnstraßen Marienstraße und Senefelder Straße  
• Ein gutes nachbarliches Miteinander wünschen sich alle Bewohner in den un-
tersuchten Straßen. Die Auditoren kamen häufig mit Personen ins Gespräch, die vor 
dem Haus oder vor einem Café saßen. Mehrfach wurde gewünscht, dass sich die so-
ziale Kohäsion auf der Straße weiterentwickeln soll e. Als Referenzbeispiel wurde 
das Engagement der Bewohnerschaft im öffentlichen Raum der Körner-
straße genannt – „so müsste es bei uns auch sein“, war eine typische Anmerkung 
(vgl. Abbildung 65).

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 209 
• Das gemeinsame Feiern von Straßenfesten, die künstlerische Gestaltung sowie die 
Gartenpflege von Baumscheiben und das Aufstellen von Wanderbäumen, was in der 
Körnerstraße verbreitet ist, wünschen sich viele auch für ihre Nachbarschaft. 
 
  
    
Abbildung 65: Körnerstraße als idealtypisches Referenzbeispiel

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 210 
  
Abbildung 66: Initiative des PhotoBookMuseums in der Körnerstraße  
  
   
Abbildung 67: Herbrandstraße  
• Die einzigartige Qualität des öffentlichen Raumes in der Körnerstraße resultiert auch 
aus dem Konzept des PhotoBookMuseums – es beinhaltet die Präsentation histo-
rischer Portraits aus Kölner Photoateliers als „Streetshow“ an den Hauswänden über 
ca. 800 Meter (vgl. Abbildung 66). Im Internet-Auftritt heißt es dazu: „ The Pho-
toBookMuseum wurde 2014 in Köln gegründet. [...] Als Museum des 21. Jahrhun-
derts versteht es sich als lebendiger, sozialer Ort, der einem breiten Publikum offen-

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 211 
steht. Bisher ohne festes Haus nutzt es innovative mobile Vermittlungs- und Ausstel-
lungsstrategien und lädt fernab des musealen Mainstreams international zur Partizi-
pation ein“ (Quelle: https://www.thephotobookmuseum.com/de/). 
Darüber hinaus wurden Raumsituationen vorgefunden, die nicht so positiv eingeschätzt 
werden konnten wie die genannten Wohnstraßen:  
• In der Herbrandstraße dominieren Standorte des Jugendhilfe Köln e.V. – die Ge-
bäude haben ein fensterloses Gewerbedesign (vgl. Abbildung 67). Die Gebäude ei-
nes Kinos und weiterer Gewerbeunternehmen besitzen keinen Kontakt zur Straße, 
so dass dieser Straßenzug – vor allem am Abend – den Charakter eines Angst-
raumes besitzt. 
• Der Vorplatz des St. Franziskus-Hospitals am Ende der Schönsteinstraße ist 
ein 24-7-Ort. Sowohl während des Tagesaudits als auch während des nächtlichen 
Beleuchtungsaudits war dieser Bereich sehr belebt. An einem derart intensiv genutz-
ten Ort fällt besonders viel Müll an. Leider war er auch am Folgetag noch nicht 
beseitigt worden (vgl. Abbildung 68). 
  
   
Abbildung 68: Vorplatz des St. Franziskus Hospitals 
• Auf dem Spielplatz zwischen der Hansemann- und Philippstraße wurden 
an mehreren Tagen Verunreinigungen durch Drogenkonsum vorgefunden 
(vgl. Abbildung 69). Auch die Grünflächen des Spielplatzes machten einen verwahr-

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 212 
losten Eindruck, weil in der Vegetationsperiode wahrscheinlich keine Grünflächen-
pflege stattgefunden hatte. Bei Besuchen an mehreren Tagen wurden niemals Eltern 
mit Kindern angetroffen – sie meiden diesen Ort, wie eine Mutter anmerkte. 
  
   
Abbildung 69: Verunreinigter Spielplatz zwischen Philipp- und Hansemannstraße 
• Ein positives Gegenbeispiel stellt der Spielplatz an der Glasstraße  dar, des-
sen Standort sich nur ca. 150 Meter weiter östlich befindet. Bei jedem Besuch an ver-
schiedenen Tagen wurden viele Eltern und Kinder angetroffen (vgl. Abbildung 70). 
Die besondere Qualität liegt darin, dass es ein betreuter Platz ist. Der ehrenamtli-
che Spielplatzpate Antonio Pizzuli, dem die Kölner Oberbürgermeisterin Hen-
riette Reker im Jahr 2017 eine Dankes- und Anerkennungsurkunde für bürgerschaftli-
ches Engagement überreicht hatte, kümmert sich auch um die Ordnung auf dem 
Platz. Die Urkunde hängt mit anderen Informationen in einem Schaukasten, dessen 
Glas bisher noch nicht durch Vandalismus zerstört wurde. Herr Pizzuli führt das da-
rauf zurück, dass er auch mit den Jugendlichen im Quartier im Kontakt stehe.  
• Der Spielplatz hat den Charakter eines „Offenen Spielplatztreffs“; d.h. er ist 
mit Spielmaterialien ausgestattet, die an Eltern und Kinder verliehen werden. Im 
Spielhaus befindet sich auch eine Toilette, die Herr Pizzuli bei Bedarf für die Eltern 
und Kinder aufschließt. Die Eltern aus dem Quartier der Hansemannstraße verehren 
den Spielplatzpaten sehr, was die hohen Besucherzahlen unterstreichen.

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 213 
    
  
  
Abbildung 70: Beliebter Spielplatz an der Glasstraße  
• Im benachbarten Quartier wird der Leo-Amann-Park ebenfalls sehr gut angenom-
men. An einem sonnigen Nachmittag wurden viele Besucher gezählt, die unter-
schiedlichen Neigungen nachgingen (vgl. Abbildung 71). Durch den räumlichen An-
schluss an das Bürgerzentrum Ehrenfeld und die Terrasse des Cafés im Bürger-
zentrum ist eine hinreichende informelle soziale Kontrolle gewährleistet.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 214 
• Es soll aber auch hintere Ecken geben, wo sich nach Aussagen von Passanten, Dro-
gendealer treffen. Wenn die PKS-Daten von 2023 herangezogen werden, lassen 
sich keine Anhaltspunkte finden, die solche Aussagen unterstützen. 
  
   
Abbildung 71: Viele Nutzer am Nachmittag im Leo-Amann-Park  
Ergebnisse des Beleuchtungsaudits in der Nacht 
Das Beleuchtungsaudit in den Straßen der Ehrenfelder Quartiere Hansemannstraße und 
Leo-Amann-Park fand am späten Abend des 10. und 11. Juli 2024 zwischen 22:00 und 
23:45 Uhr statt. Bewertet wurde, ob die vorauslaufenden Wege und Straßen durch die 
Lichtführung gut erkennbar sind, ob der Lichteinfall durch Baumkronen nicht einge-
schränkt wird, ob die Wahrnehmung des Gesichtsausdrucks entgegenkommen-
der Passanten in einer Entfernung von 20 bis 10 Meter erkennbar und in einer Entfer-
nung von 10 bis 5 Meter detailscharf wahrzunehmen ist. Darüber hinaus wurde darauf ge-
achtet, ob Abstellbereiche für Fahrräder beleuchtet sind, ob die Beleuchtungssituation an 
Haltestellen des ÖPNV als angenehm ein zuschätzen ist und öffentliche Plätze gut ausge-
leuchtet werden. 
Im Folgenden werden die wichtigsten Ergebnisse skizziert:

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 215 
• Der vorauslaufende Weg und die Straße war en in den meisten untersuchten Straßen 
durch die Lichtführung gut erkennbar.  
  
   
Abbildung 72: Auf die Straße konzentrierte Beleuchtung in der Unterführung der Venloer Straße  
• In der Passantenbefragung wurde die Unterführung der Venloer Straße  als ein 
Ort genannt, der eher gemieden wird. Das Beleuchtungsaudit lieferte eine mögliche 
Erklärung dafür: Weil die vier Leuchtmittel über der Straße platziert wurden, fällt der 
Lichtschein vorwiegend auf die Venloer Straße . Nur wenig Licht erreicht die Fuß-
wege an den Rändern (vgl. Abbildung 72). 
• Das unmittelbare Umfeld am nordwestlichen Ausgang des Bahnhofs Ehren-
feld erfüllte nicht die Anforderungen des Beleuchtungsaudits (vgl. Abbildung 73 und 
74). Beim Heraustreten aus dem hell erleuchteten Tunnel des Bahnhofs muss ein 
dunkler Abschnitt – vorbei an Fahrradabstellplätzen – durchschritten werden. Die 
nächste Straßenlampe befindet sich erst am Zebrastreifen der Bartholomäus-Schink-
Straße.  Der Kontrast des Übergangs vom gut beleuchteten Bahnhofs tunnel der DB in 
den öffentlichen Raum der Bartholomäus-Schink-Straße ist nicht anforderungsgerecht. 
Es wäre wünschenswert, dass der Übergangsbereich lichttechnisch besser abgestuft 
wird. 
• Wer von dort in die Schönsteinstraße gehen möchte, findet in dieser Straße eine 
Beleuchtung durch Bogenlampen vor. Sie neigen sich in den Straßenraum, beleuch-
ten aber auch die Fußwege in hinreichend er Weise.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 216 
• Wer jedoch weiter auf der Bartholomäus-Schink-Straße unterwegs ist, trifft auf 
eine Beleuchtung, die keine gute Lichtführung auf den vorauslaufenden Weg bietet 
(vgl. Abbildung 74). Die Partylocations an den Rändern der Straße werden innen, 
aber nicht außen beleuchtet. Lediglich die Lampe am Eingang des Caritas -Standortes 
strahlt auch auf den Fußweg. Befragte haben die Bartholomäus-Schink-Straße im 
Rahmen der Passantenbefragung als einen Ort bezeichnet, den sie eher meiden. 
  
  
Abbildung 73: Beleuchtungssituation am nordwestlichen Bahnhofsausgang auf die Bartholomäus-
Schink-Straße  
• Die gute Ausleuchtung am südwestlichen Ausgang des Bahnhofs Ehrenfeld 
resultiert aus den privaten Lichtquellen des Kiosks und der Läden im Erdgeschossbe-
reich (vgl. Abbildung 75). Die reine Wegführung durch die öffentlichen Laternen 
weist demgegenüber nicht das Format auf, das ein so stark frequentierter Bereich er-
fordert. So könnten an der Wand der Bahnbögen, die dem Abgang in die U-Bahn-
station gegenüberliegt, mehr Lichtquellen installiert werden, um den Weg lichttech-
nisch besser zu markieren. Auf dem weiteren Weg vom südwestlichen Ausgang 
des Bahnhofs Ehrenfeld zur Venloer Straße  folgt ein Straßenabschnitt, in de m die 
Laternen durch das Blattgrün der Baumkronen verdeckt wurden (vgl. Abbildung 75). 
Dadurch bilden sich Schattenbereiche, in denen entgegenkommende Personen nicht 
im erforderlichen Maße wahrgenommen werden konnten.  Weil sich der Standort 
der Lampen auf derselben Seite wie die Bäume befindet, deren Baumkronen die 
Lichtquelle teilweise verdecken, kommt es zu einer Konkurrenzsituation mit den al-
ten, sehr hoch gewachsenen Bäumen.

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 217 
  
  
Abbildung 74: Beleuchtungssituation auf der Bartholomäus-Schink-Straße  
  
  
Abbildung 75: Beleuchtungssituation am südwestlichen Bahnhofsausgang auf die Venloer Straße

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 218 
• Allerdings betrifft das nicht die gesamte Venloer Straße. In dem Bereich vor der 
Kreuzung der Venloer Straße mit dem Ehrenfeldgürtel  wird der Lichteinfall 
der hohen Straßenlaternen nicht gestört (vgl. Abbildung 76).  Der Bereich der Fuß-
wege profitiert vor allem von der Beleuchtung der Schaufenster und Werbetafeln 
von privaten Geschäftsleuten. 
 
Abbildung 76: Beleuchtungssituation auf der Venloer Straße vor der Kreuzung mit dem Ehrenfeld-
gürtel 
 
• Die östlichen Ausgänge des Bahnhofs Ehrenfeld weisen eine ähnliche Proble-
matik auf wie der nordwestliche Ausgang auf die Bartholomäus-Schink-Straße (vgl. 
Abbildung 77). Auf beiden Seiten fehlen Lichtquellen, die weitere Wege ins Quartier 
lichttechnisch anzeigen. Der Kontrast des Übergangs vom gut beleuchteten Bahn-
hofstunnel der DB in den öffentlichen Raum entsteht durch ein lichttechnisch reduzier-
tes Angebot. An den Außenwänden des Ausgangs zum Gerhard -Wilczek-Platz befin-
den sich zwei Leuchtmittel: Ihr Lichtkegel reicht nur bis zu dem großen, alten Baum, 
der davorsteht; auf dem Weg nach rechts versperren Müllcontainer den nicht direkt 
beleuchteten Weg, und der Fahrradabstellbereich hinter dem Baum wird von hohen 
Straßenlaternen beleuchtet, wie sie auf Parkplätzen für den ruhenden Kfz -Verkehr 
üblich sind.  
• Auf der anderen, nordöstlichen Seite schließt an den Ausgang der Ehrenfeldgürtel 
mit der gut beleuchteten Bushaltestelle an. Der Weg nach rechts in die Hütten-
straße wird lichttechnisch allerdings nicht markiert.

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 219 
  
    
   
Abbildung 77: Beleuchtungssituation der östlichen Bahnhofsausgänge auf den Gerhard-Wilczek-
Platz und zur Bushaltestelle am Ehrenfeldgürtel 
• Positiv wurde die Beleuchtungssituation in den Wohnstraßen  bewertet, weil 
die Bogen- und LED-Lampen die Fußwege kaum durch das Blattgrün der Bäume ver-
schatteten. Hier werden als exemplarische Belege Fotographien der Philipp-, Glas-
, Stamm- und Hansemannstraße  sowie der Marien- und Senefelder 
Straße aufgeführt (vgl. Abbildung 78, 79, 80). Die Situation auf der Christian-
straße stellte sich ähnlich dar. Das  Gesicht entgegenkommender Passanten war bis 
auf wenige Ausnahmen gut zu erkennen. In diesen Wohnstraßen wurden die Anfor-
derungen an die Beleuchtungssituation deshalb nahezu vollständig erfüllt.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 220 
  
Abbildung 78: Beleuchtungssituation auf der Philippstraße  
 
   
Abbildung 79: Beleuchtungssituation auf der Glas-, Stamm- und Hansemannstraße 
• In der Heliosstraße wurden die Anforderungen demgegenüber nur in geringem 
Maße erfüllt  (vgl. Abbildung 81). In einigen Abschnitten der Straße  verschattete das 
Blattgrün der Bäume den Gehweg. Der Gesichtseindruck entgegenkommender Pas-

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 221 
santen konnte nicht im erforderlichen Maße wahrgenommen werden. Das ist inso-
fern problematisch, weil das Feierpublikum an den Wochenenden über die Helios- 
und Lichtstraße beliebte Party -Orte aufsucht, und keine informelle soziale Kontrolle 
wegen fehlender Fenster im Erdgeschoss, aber auch wegen des Fehlens von Wohn-
bevölkerung in diesem Areal zu erwarten ist. 
• Wenn die hohen Straßenlaternen von Baumkronen überdeckt werden , fällt kaum 
Licht auf den Fußweg –  insbesondere auf der anderen Straßenseite.  Die Spielräume, 
die Lichtsituation in den Straßen zu verändern, sind nur gering. Das Kölner Amt für 
Verkehrsmanagement und öffentliche Beleuchtung macht darauf aufmerksam, dass 
sich die Höhe der Lichtmasten an den Straßengegebenheiten  orientieren und den ge-
samten Straßenraum (Fußwege und Straßen) beleuchten muss. Der Einsatz von nied-
rigeren Leuchten stellt nicht die DIN-gerechte Ausleuchtung des gesamten Straßen-
raumes sicher.  
  
Abbildung 80: Beleuchtungssituation auf der Marien- und Senefelder Straße  
  
Abbildung 81: Verschattung des Lichteinfalls auf der Heliosstraße

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 222 
• Auch die Beleuchtungssituation in der Hüttenstraße  blieb hinter den Erwartungen 
zurück (vgl. Abbildung 82). Die LED-Lampen an der Häuserfront, beleuchteten den 
Fußweg, auf dem sie platziert wurden, und die angrenzende Straße zwar hinrei-
chend. Aber an den Bahnbögen auf der anderen Straßenseite gibt es keine Leucht-
mittel. Da dort regelmäßig kleine Lkw und Lieferwagen abgestellt werden und zu-
dem Schrottartikel auf dem Fußweg gelagert werden, w urde der Weg teilweise von 
den großen Fahrzeugen verschattet  und war angesichts der dort wild gelagerten Ar-
tikel nicht barrierefrei. In der Passantenbefragung wurde mehrfach angegeben, dass 
dieser Weg lieber gemieden wird. 
  
Abbildung 82: Beleuchtungssituation in der Hüttenstraße  
   
   
Abbildung 83: Herbrandstraße

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 223 
• Als problematisch wurde auch die Beleuchtungssituation in der Herbrandstraße  
eingeordnet. Abgesehen von dem vorderen Teil, der in die Venloer Straße mündet, 
prägen überwiegend fensterlose Gewerbebauten oder introvertierte Freizeiteinrich-
tungen (Rückseite des Kinos „Cine Nova“ und Biergarten „Herbrands“) das Straßen-
bild (vgl. Abbildung 83). Der Straßenverlauf wird hinreichend beleuchtet, aber es 
gibt keine Randnutzungen, von denen eine informelle soziale Kontrolle ausgeht. 
Man ist auf dieser Straße abends als Fußgänger überwiegend allein und einen Hilfe-
ruf würde niemand hören, weil es im unteren Bereich der Straße keine Wohnbevöl-
kerung gibt. 
 
   
Abbildung 84: Defekte Lampen im Umfeld des Rathauses Ehrenfeld  
• In der Nachbarschaft der Herbrandstraße  befindet sich der Rathausplatz des Be-
zirksrathauses Ehrenfeld. Die Beleuchtungssituation erfüllte die Anforderungen 
des Audits. Allerdings wurden im Umfeld auch defekte Straßenlaternen festgestellt –

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 224 
sie befanden sich im Eingangsbereich zum Platz und am Parkplatz auf der Rückseite 
des Bezirksrathauses (vgl. Abbildung 84).  
• Ein Handlungsbedarf, die Beleuchtungssituation zu verbessern, wurde auf der Vo-
gelsanger Straße  festgestellt. Die Beleuchtung der Straße ist gegenwärtig auf den 
Kfz-Verkehr fokussiert und weist eine entsprechende Bestückung mit hohen Straßen-
laternen auf (vgl. Abbildung 85).  
• Nach Fertigstellung des Neubaus der Heliosschule müssen die Wegeführung 
und die Beleuchtung in besonderer Weise auf die Perspektiven von Schülerin-
nen und Schüler zugeschnitten werden, die in den Morgenstunden der dunklen 
Jahreszeit zu Fuß unterwegs sind oder mit dem Fahrrad kommen.  
  
  
Abbildung 85: Bedarf der Neustrukturierung des Beleuchtungskonzepts auf der Vogelsanger Straße 
Abschließend werden die großen Verkehrsachsen des Gürtels und der Subbelrather 
Straße in den Blick genommen.  
• Die Beleuchtung der Verkehrsachsen, die verschiedene Stadtteile in Köln verbin-
den, ist auf den Strom des Kfz-Verkehrs ausgerichtet; die hohen Straßenlaternen hel-
len den Straßenraum hinreichend auf (vgl. Abbildung 86). Der Lichteinfall auf den 
Fußweg reicht aus, um sich zu orientieren und entgegenkommende Personen wahr-
zunehmen. 
• Im Bereich der KVB-Haltestelle auf dem Gürtel werden die Anforderungen des 
Beleuchtungsaudits vollständig erfüllt (vgl. Abbildung 86). Die kleinformatigen Lam-
pen an den Rändern der Haltestelle nehmen die menschliche Maßstäblichkeit de r

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 225 
Fahrgäste auf. Alle Bereiche der Haltestelle werden beleuchtet, und der Standort ist 
auch aus weiterer Entfernung gut wahrzunehmen. Der Gesichtseindruck der anderen 
wartenden Fahrgäste ist unter diesen Bedingungen sehr gut wahrnehmbar. 
  
 
 
Abbildung 86: Ehrenfeld- und Melatengürtel sowie Subbelrather Straße

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 226 
B6.3 Passanteninterviews zur Sammlung von Nutzerperspektiven 
Passanteninterviews zur Kriminalitätsfurcht 
In Ehrenfeld wurde das Instrument der „Passantenbefragung“ eingesetzt, um sowohl die In-
formationen aus dem Kreis der angetroffenen Personen als qualitativen Kontrast zu den Er-
gebnissen der Auditbögen zu erheben, als auch um Hinweise zu Ausprägungen von Krimi-
nalitätsfurcht und deren Gründen zu bekommen. Die Ehrenfelder Stichprobe umfasst ins-
gesamt 50 Frauen und 48 Männer (N = 98). 
Um eine gleichwertige Verteilung der Geschlechter zu erhalten, wurde darauf geachtet, 
Frauen und Männer abwechselnd zu befragen. Zudem wurde versucht, eine ausgeglichene 
Verteilung anderer Merkmale wie Alter und Migrationsgeschichte einzubeziehen. In Ehren-
feld war die Teilnahmebereitschaft höher als in Kalk; d.h. weniger Personen verweigerten das 
Gespräch. Die angesprochenen Menschen mit Migrationshintergrund stammten tendenziell 
eher aus dem europäischen Ausland oder waren als Studierende im Auslandssemester einzu-
ordnen. Insgesamt kam auf vier realisierte Befragungen eine Verweigerung. 
Im Mittelpunkt des eingesetzten Instruments steht die subjektive Kriminalitäts-
furcht. Das Phänomen weist im Allgemeinen drei Dimensionen auf: die affektive, die kogni-
tive und die konative Dimension. Im Fokus der affektiven Dimension steht die emotionale 
Empfindung von Gefahren durch Kriminalität, in der kognitiven Perspektive wird die Wahr-
scheinlichkeit eingeschätzt, Opfer einer Straftat zu werden, und unter dem konativen Blick 
geht es um die Frage, welches Schutz- und Vermeidungsverhalten aufgrund der antizipier-
ten Gefahren praktiziert wird. Im Rahmen der Passantenbefragung wurden die Standardin-
dikatoren von Oberwittler und Gerstner zur Ermittlung der affektiven Kriminalitätsfurcht ge-
nutzt, die die Aufmerksamkeit auf das Sicherheitsgefühl im Wohnquartier sowohl tagsüber 
als auch nach Einbruch der Dunkelheit richten.
17 Um einen Hinweis zur konativen Kriminali-
tätsfurcht zu erhalten, wurde nach Meideorten im Viertel gefragt. 
Als qualitative Merkmale wurden erhoben: 
• positive und negative Bewertungen des Veedels;  
• Meideorte im Veedel; 
• die Wahrnehmung von Problemen durch Schmutz und Unordnung im Veedel; 
• die Beobachtung von Konflikten zwischen Gruppen im Veedel und  
• Vorschläge, wie sich die Sicherheitssituation im Veedel verbessern lässt. 
  
 
17 Vgl. Oberwittler, Dietrich & Gerstner, Dominik (2016): Kriminalitätsfurcht in großstädtischen Wohngebieten: 
wie sozialräumliche Bedingungen die Unsicherheitswahrnehmungen beeinflussen. In P. Zoche, S. Kaufmann, & 
H. Arnold (Hrsg.), Grenzenlose Sicherheit? Gesellschaftliche Dimensionen der Sicherheitsforschung (S. 95-116). 
Berlin: Lit-Verlag; Oberwittler, Dietrich, Gerstner, Dominik & Janssen, Heleen J. (2016): Ergebnisse der SEN-
SIKO-Studie zur Sicherheitslage und Sicherheitswahrnehmung im Alter. Projektberichte Nr. 4, MPI: Freiburg; vgl. 
auch Schubert, Herbert; Oberwittler, Dietrich; Schartau, Lara; Planer, Nina; Nutz, Anna; Spieckermann, Holger; 
Gerstner, Dominik & Janssen, Heleen (2017): Sicherheitsempfinden älterer Menschen. Ein Praxishandbuch für 
die Soziale Arbeit. Köln: Verlag Sozial • Raum • Management.

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 227 
Demographische Strukturen der Befragten  
Unter den Frauen, die in einem Veedel rund um den Ehrenfelder Bahnhof wohnen, gaben 
über drei Viertel an (80,0%), gern in ihrem Wohnquartier zu wohnen (vgl. Tabelle 26). Bei 
den befragten Männern traf das auf zwei Drittel zu (65,6%). Fast ein Viertel der befragten 
Männer (23,8%) und ein knappes Drittel der befragten Frauen (30,2%) stammten nicht aus 
den Vierteln rund um die Venloer Straße, sondern suchten  das Gebiet auf, um dort einzu-
kaufen, eine medizinische Dienstleistung in Anspruch zu nehmen oder Freunde zu besuchen. 
Ein Viertel der befragten Frauen wies einen migrantischen Hintergrund auf (27,9%); unter 
den befragten Männern machte dieser Anteil fast ein Drittel aus (31,8%). Auch die Alters-
verteilung zeigte – nach Geschlecht differenziert – einen Unterschied: Unter den befragten 
Frauen gehörte fast ein Viertel den unter 30-jährigen an (23,3%) und über ein Drittel den 
Älteren im Alter über 60 Jahre (34,9%). Unter den befragten Männern zählten etwas mehr 
als ein Zehntel der jüngeren Altersgruppe an (14,3%) – die Hälfte gehörte der Alters-
gruppe von 30 bis 60 Lebensjahren an (50,0%). 
Was den Befragten im Veedel besonders gut gefällt [N = 116 Nennungen]: 
• 46 Nennungen: Nette Menschen (10); bunt gemischte Kultur (8); Zusammen-
halt/Freundlichkeit (2); Nachbarschaft (4); Multikulti (3); Vielfalt (4); freie Lebensart 
(2); viele Familien (1); Straßenkunst (19) [ 39,7% von allen 116 Nennungen]. 
• 41 Nennungen: Angebote Einzelhandel, Dienstleistungen (16), Gastronomie (14); 
zentrale Lage (4); alles in der Nähe; Nähe zur Schule der Kinder (je 1); Nähe Köln 
City (2) [35,3% von allen 116 Nennungen]. 
• 14 Nennungen: Verkehrsanbindung ÖPNV und Kfz [12,1% der 116 Nennungen]. 
• 10 Nennungen: Parks; Grünflächen; Grüngürtel [8,6% von allen 116 Nennungen]. 
• 5 sonstige Nennungen: „Ich bin hier aufgewachsen“ (2); Graffiti (1); zivilgesell-
schaftliches Engagement (1); „mein Job“ [4,3% von allen 116 Nennungen]. 
Was den Befragten im Veedel nicht so gut gefällt [N = 16 Nennungen]: 
• 11 Nennungen: zu bunt; Dreck und Lärm; Drogenabfälle; Graffiti [68,8% von allen 
16 Nennungen]. 
• 3 Nennungen: Gentrifizierung; die Menschen haben sich verändert; Wandel der So-
zialstruktur [18,8% von allen 16 Nennungen]. 
• 2 Nennungen: Vermüllung; Respektlosigkeit [12,4% von allen 16 Nennungen]. 
Die Proportion von 116 positiven Nennungen zu 16 negativen Hinweisen kann als Aus-
druck einer starken Identifizierung mit den Quartieren interpretiert werden. Positive Ein-
schätzungen der Quartiere auf den beiden Seiten der Venloer Straße  fallen 7-mal so hoch 
aus wie negative Zuschreibungen.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 228 
Tab. 26: Ergebnisse der Befragung von Passanten in den Veedel im Umfeld des Bahnhofs Ehrenfeld  
Nr.  In Ehrenfeld befragte Passanten insgesamt 
weiblich in % männlich in % abs. in % 
1 Person wohnt ... 
gern im Veedel 
 
39 
 
39,8 
 
33 
 
33,7 
 
72 
 
73,5 
 nicht gern im Veedel 2 2,0 2 2,0 4 4,0 
 außerhalb des Veedels  9 9,2 13 13,3 22 22,5 
 insgesamt 50 51,0 48 49,0 98 100,0 
2 Person fühlt sich tagsüber allein 
im Ehrenfelder Veedel ... 
sehr unsicher 
 
 
3 
 
 
6,0 
 
 
0 
 
 
0,0 
 
 
3 
 
 
3,0 
 eher unsicher 4 8,0 0 0,0 4 4,0 
 eher sicher 11 22,0 13 27,1 24 24,5 
 sehr sicher 32 64,0 35 72,9 67 68,5 
 insgesamt 50 100,0 48 100,0 98 100,0 
3 Person fühlt sich im Dunkeln allein 
im Ehrenfelder Veedel ... 
sehr unsicher 
 
 
10 
 
 
20,0 
 
 
0 
 
 
0,0 
 
 
10 
 
 
10,2 
 eher unsicher 10 20,0 3 6,3 13 13,3 
 eher sicher 15 30,0 20 41,7 35 35,7 
 sehr sicher 15 30,0 25 52,0 40 40,8 
 insgesamt 50 100,0 48 100,0 98 100,0 
4 Im Veedel gibt es Bereiche, die 
gemieden werden. 
Ja 
 
 
29 
 
 
58,0 
 
 
16 
 
 
33,3 
 
 
45 
 
 
45,9 
 Nein 21 42,0 32 66,7 53 54,1 
 insgesamt 50 100,0 48 100,0 98 100,0 
5 Im Veedel gibt es Probleme mit 
Schmutz und Unordnung. 
Ja 
 
 
39 
 
 
78,0 
 
 
31 
 
 
64,6 
 
 
70 
 
 
71,4 
 Nein 11 22,0 17 35,4 28 28,6 
 insgesamt 50 100,0 48 100,0 98 100,0 
6 Es gibt Auseinandersetzungen, 
Konflikte zwischen Gruppen. 
Ja 
 
 
12 
 
 
24,0 
 
 
14 
 
 
14,3 
 
 
26 
 
 
26,5 
 Nein 33 66,0 29 60,4 62 63,3 
 Keine Angabe (weiß nicht)  5 10,0 5 10,4 10 10,2 
 insgesamt 50 100,0 48 100,0 98 100,0 
7 Demographische Merkmale 1) 
Deutscher Hintergrund 
 
40 
 
80,0 
 
28 
 
58,3 
 
68 
 
69,43 
 Migrantischer Hintergrund 9 18,0 11 22,9 20 20,4 
 Junge (unter 30 Jahren) 11 22,0 17 35,4 28 28,6 
 Befragte zwischen 30 und 60 J. 22 44,0 25 52,1 47 48,0 
 Ältere (über 60 Jahre)  16 34,0 5 10,4 21 21,4 
 insgesamt 50 100,0 48 100,0 98 100,0 
1) Der Hintergrund und das Alter der fehlenden Fälle konnten nicht eingeschätzt werden.  Eigene Erhebungen im Juli 2024

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 229 
Affektive und konative Kriminalitätsfurcht  
Die Frage nach der affektiven Kriminalitätsfurcht ergab folgendes Strukturbild (vgl. 
Tabelle 26): 
• Ein Siebtel der befragten Frauen (14,0%) fühlt sich unsicher, wenn sie tagsüber al-
lein im Ehrenfelder Veedel unterwegs sind. Keiner der befragten Männer empfindet 
tagsüber in den Ehrenfelder Quartieren Unsicherheitsgefühle. 
• Der Anteil der Frauen, die sich unsicher fühlen, wenn sie im Dunkeln allein in den 
beiden Quartieren im Umfeld des Ehrenfelder Bahnhofs unterwegs sind, lag mit 40 
Prozent deutlich höher. Unter den befragten Männern fiel dieser Anteil sehr gering 
aus (6,3%). 
• In der Zusammenschau beider Geschlechter nehmen knapp ein Viertel abends allein 
im Dunkeln Unsicherheitsgefühle wahr (23,5%). 
Das Strukturbild der Unsicherheit im Dunkeln ist somit eher als durchschnittlich einzustufen, 
wenn es mit den Ergebnissen des Eurobarometers verglichen wird, nach denen sich in deut-
schen Großstädten etwa 26 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner „etwas unsicher“ 
oder „sehr unsicher“ fühlen, wenn sie nach Einbruch der Dunkelheit allein zu Fuß in Ihrer 
Wohngegend unterwegs sind oder wären. Im Kriminalitätsmonitor des nordrhein-westfäli-
schen Landeskriminalamtes gaben während der letzten Befragungsrunde im Landesdurch-
schnitt rund 19 Prozent der Befragten an, sich in ihrem Wohngebiet abends im Dunkeln 
eher unsicher bis sehr unsicher zu fühlen. Und laut dem Viktimisierungssurvey von 2017 füh-
len sich in Deutschland im Schnitt rund 22 Prozent der Bürgerinnen und Bürger unsicher. 18 
Deshalb wird das Niveau der affektiven Kriminalitätsfurcht in Ehrenfeld nicht als auffällig in-
terpretiert. 
Um Anhaltspunkte zur konativen Kriminalitätsfurcht zu bekommen, wurde nach Berei-
chen und Ecken im Veedel gefragt, wo die Befragten nicht hingehen, weil sie ihnen nicht ge-
heuer sind und sie sich dort nicht wohlfühlen – sogenannte Meideorte. Die Mehrheit der 
befragten Frauen (58,0%), aber nur ein Drittel der befragten Männer (33,3%) meidet be-
stimmte Orte im Umfeld des Bahnhofs Ehrenfeld. Es wurden überwiegend Straßenbereiche 
aufgezählt (N = 50):  
• 32 Nennungen beziehen sich auf verkehrsbezogene Orte rund um den Bahnhof: 
Verkehrssituation/Schulweg/unterwegs mit kleinen Kindern (4); U-Bahnstation (4); 
Venloer Straße und unmittelbares Umfeld des S -Bahnhofs (23); Bahnbögen an der 
Hüttenstraße und der Bartholomäus- Schink-Straße (1) [64 ,0% von allen 50 Nennun-
gen]. Kritische Hinweise betreffen: die Lautstärke der Venloer Straße, das Betteln, 
den Alkoholkonsum und die Notdurftverrichtung im Bereich des westlichen Tunnels 
und der Bahnunterführung. Es seien zu viele Männer unterwegs – vor allem Männer, 
 
18 vgl. Landeskriminalamt NRW (2018): Kriminalitätsmonitor NRW. Kriminalitätsfurcht. Düsseldorf, S. 10; Birkel, 
Christoph; Church, Daniel; Hummelsheim-Doss, Dina; Leitgöb-Guzy, Nathalie; Oberwittler, Dietrich (2019): Der 
Deutsche Viktimisierungssurvey 2017. Opfererfahrungen, kriminalitätsbezogene Einstellungen sowie die Wahr-
nehmung von Unsicherheit und Kriminalität in Deutschland. Bundeskriminalamt, Wiesbaden, S. 46 ff.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 230 
die Frauen belästigen und ihr Territorium markieren, auch zu viele Drogenabhän-
gige. 
• 8 Nennungen beziehen sich auf Grünflächen und deren schlechte Beleuchtung: Leo-
Amann-Park, Takufeld [16,0% von allen 50 Nennungen]. 
• 7 Nennungen beziehen sich auf Wohnstraßen: Lenauplatz und Nebenstraßen (1); 
Marienstraße (1); Verbindung Subbelrather Straße/Ehrenfeldgürtel/Grüner Weg 
(1); Leyendecker Straße (1); düstere Stammstraße am Abend (1); Umfeld von Hoch-
häusern [West-Center an der Kreuzung Venloer Straße/Äußere Kanalstraße und am 
Rochusplatz] (2) [14,0% von allen 50 Nennungen]. 
• 3 Nennungen beziehen sich auf Konsumorte: Kebabstände (1); Orte des nächtlichen 
Feierns/insbesondere am Wochenende (1); Kneipen wie das Iltis-Eck (1) [6,0% von 
allen 50 Nennungen]. 
Etwas weniger als die Hälfte der Befragten (45,9% von 98) nennen Bereiche und Ecken, 
die im unmittelbaren Umfeld des Bahnhofs, aber auch darüber hinaus gehend gemieden 
werden. Zwei Drittel der Nennungen darunter fokussieren verkehrsbezogene Orte rund um 
den Bahnhof Ehrenfeld. 
Probleme im Veedel durch Schmutz und Unordnung [N = 142 Nennungen]: 
• 72 Personen – das entspricht knapp drei Viertel aller 98 Befragten [73,5%] – ord-
nen die Verschmutzungssituation rund um den Bahnhof Ehrenfeld als sehr negativ 
ein. Das Spektrum reicht von der Kritik an Erbrochenem auf dem Fußweg und „Wild-
pinkeln“ in Nischen über die Imbissabfälle rund um Kebabland sowie McDonalds 
und über die Feiernden vor den Clubs an Wochenenden sowie leere Lachgas-Behält-
nisse bis hin zu den „erbärmlichen“ Zuständen der verunreinigten Spielplätze in der 
Bartholomäus-Schink-Straße und in der Hansemannstraße. 
• 30 Nennungen beziehen sich auf besondere Verschmutzungsformen: Hundekot (6); 
Zigarettenstummel (5); Scherben (9); überfüllte Mülltonnen bzw. zu wenige Abfall-
behälter (8), Urinieren im öffentlichen Raum (2) [21,1% von allen 142 Nennungen]. 
• Von 16 Befragten wird die Konkurrenz zwischen den verschiedenen Verkehrsmitteln 
als unzumutbare Unordnung besonders betont – insbesondere auf der Venloer 
Straße [ 16,3% von allen 98 Befragten]. Es wird Bezug genommen auf: zu enge 
Wege für Radfahrer und Fußgänger; ungeordnetes Abstellen von Fahrrädern und E -
Scootern. Durch Außengastronomie w ürden die Wege teilweise noch enger ge-
macht. 
• 23 sonstige Nennungen: Graffiti (3); Drogenkonsum (6); Müll der Trinker (6); Bette-
lei (2); Vandalismus (4); Kriminalität/Diebstahl (2) [16,2% von allen 142 Nennun-
gen]. 
• Eine Person fokussiert auf die fehlende Grünflächenpflege – einige Spielplätze hät-
ten durch große Brennnessel -Areale den Charakter einer „urbanen Wildnis“ [1,0% 
aller 98 Befragten].

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 231 
Im Umkehrschluss hält über ein Viertel der Befragten den Verschmutzungsgrad im Veedel 
für normal (28,6%) – diese Sichtweise war unter Männern (35,4%) stärker ausgeprägt als 
unter Frauen (22,0%). Selbst Graffitis wurden nicht durchweg negativ bewertet. In Gesprä-
chen darüber zeigte sich ein Gewöhnungseffekt. Vor allem jüngere Menschen haben sich 
mit diesen Ausdrucksformen arrangiert, während Personen im mittleren und höheren Alter 
diese Art der Verschmutzung beängstigend wahrnehmen. 
Auseinandersetzungen oder Konflikte zwischen Gruppen im Veedel [N = 52 
Nennungen]: 
Die überwiegende Mehrheit der Befragten nimmt in den öffentlichen Räumen der beiden 
Quartiere und rund um den Bahnhof Ehrenfeld keine Auseinandersetzungen und Kon-
flikte zwischen Gruppen wahr (63,3%). Ein Zehntel – insbesondere Befragte, die nicht in 
den Veedeln wohnen – konnte das nicht beurteilen (10,2%). Nur ein Viertel der Frauen und 
ein Siebtel der Männer gab an, Konflikte zwischen Gruppen wahrgenommen zu haben. 
Ihre Erfahrungen bezogen sich auf die folgenden Aspekte: 
• 23 Nennungen – also knapp die Hälfte – bezogen sich auf den Verstoß gegen Re-
geln und verbale Auseinandersetzungen im öffentlichen Raum [44,2% von allen 52 
Nennungen]. Im Einzelnen werden genannt: Pöbeln im U-Bahnhof, Streit unter Kun-
dinnen beim REWE-Markt, Auseinandersetzungen vor einer Shisha-Bar, rassistische 
Äußerungen. Eine Frau erzählt, dass ihr Sohn in eine Auseinandersetzung unter Ju-
gendlichen im Bahnhofsumfeld verwickelt worden sei. Er sei inzwischen in einen an-
deren Teil von Köln gezogen. Ältere Be fragte fürchten sich vor allem vor Jugendli-
chen mit einem Migrationshintergrund – vereinzelt wird angegeben, angepöbelt 
worden zu sein. Einige nennen in diesem Zusammenhang auch Betrunkene, die am 
Abend im öffentlichen Raum randalieren und untereinander streiten. 
• 6 Nennungen betreffen Konflikte im Straßenverkehr zwischen Fußgängern und Rad-
fahrern [11,5% von allen 52 Nennungen]. 
• 6 Nennungen betreffen Konflikte zwischen Drogendealern (oft: POC/People of Co-
lour) und der Polizei, wegen vermuteter Geldwäsche in Shisha-Bars, in türkischen 
und italienischen Cafés im Kontext von Kleinkriminalität [11,5% von allen 52 Nen-
nungen]. 
• 13 sonstige Nennungen betreffen Konflikte: in der Nachbarschaft (3); mit Hundehal-
tern wegen Kot (1); unter Rockern an der Venloer Straße (2); zwischen den türki-
schen Grauen Wölfen und Kurden (5); wegen Waffenmissbrauchs (1) [25,0% von 
allen 52 Nennungen]. 
• Schließlich wurden  noch Obdachlose (3) sowie Lärm und Gerüche (1) als Auslöser 
von Auseinandersetzungen genannt. 
Vorschläge, was getan werden sollte, um die Situation im Veedel zu verbes-
sern [N = 93 Nennungen]: 
• 27 Nennungen beziehen sich auf den VERKEHR: Fortsetzung der Beruhigung der 
Venloer Straße, Geschwindigkeitskontrollen, Tempolimit und Reduzierung des Kfz-

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 232 
Verkehrs bzw. der Verkehrsdichte auf der Venloer Straße und Schaffung sicherer 
Schulwege zur neuen Heliosschule (7). Die Einbahnstraßenregelung eines Abschnitts 
der Venloer Straße sei ein guter Anfang gewesen  und solle erweitert werden. Schaf-
fung breiterer Wege für Radfahrer und Fußgänger (5); Einrichtung von autofreien 
Flächen; Verbesserung des Radverkehrs, mehr Rücksichtnahme – insbesondere auf 
Menschen mit Beeinträchtigungen; Erneuerung der Straßendecken, inkonsequenter 
Umgang mit E-Scootern auf der Venloer Straße; Markierung der Flächen für E -Scoo-
ter und Leih-Fahrräder; Verbesserung des „Park&Ride“-Angebots (je 1) [29,0% von 
allen 93 Nennungen]. 
• 21 Nennungen beziehen sich auf den Bereich der ORDNUNG: mehr Personal des 
Ordnungsamtes vor Ort im Einsatz (3); Erhöhung der Polizeipräsenz im öffentlichen 
Raum (8). Gewünscht wird eine konsequentere und ereignisnahe Intervention (3). 
Statt einer Fokussierung auf Falschparker soll der Ordnungsdienst verstärkt gegen 
Fehlverhalten im öffentlichen Raum vorgehen (1). Besondere Hinweise betreffen: Zu-
rückdrängung des türkischen Geheimdienstes, damit Ehrenfeld wieder unter deutsche 
Kontrolle gebracht wird (1); härteres Vorgehen gegen Müllverursacher (2); Durch-
setzung der Sperrmüllregeln (1); Intensivierung der Straßenreinigung – besonders 
am Wochenende (2) [22,6% von allen 93 Nennungen]. 
• 16 Nennungen beziehen sich auf die Verbesserung der AUFENTHALTSQUALITÄT : 
Es sollen mehr Sitzgelegenheiten und mehr kleine grüne Flächen (wie Pocket-Parks) 
geschaffen werden (7). Als Referenz gilt die selbstorganisierte Wohnumfeldverbesse-
rung in der Körnerstraße durch die Bewohner und Anlieger. Gewünscht wird auch 
eine Verbesserung der Straßenbeleuchtung (3 ). Das Umfeld des S-Bahnhofs soll so 
gestaltet werden, dass es einen gepflegteren Eindruck macht (2). Die Pflege der 
Spielplätze soll finanziell besser ausgestattet werden (1). Im Rahmen einer Neuord-
nung des öffentlichen Raumes sollen die „Schmuddelecken“ weggeplant und durch 
tragfähigere Lösungen ersetzt werden (1). Die Bahnbögen in der Hüttenstraße und 
in der Bartholomäus-Schink-Straße sind dabei mit zu berücksichtigen – damit es zu 
guten Lösungen kommen kann, soll die Stadt Köln Druck auf die Deutsche Bahn aus-
üben (1). Schließlich sollen Wegeverbindungen belebt werden: Besonders genannt 
wurde das Wegenetz von der Subbelrather Straße zu den U - und S-Bahnhöfen (1) 
[17,2% von allen 93 Nennungen]. 
• 12 Nennungen beziehen sich auf die Stärkung der ZIVILGESELLSCHAFT : Ge-
wünscht wird die Förderung von Bürgerengagement – im Fokus soll die Stärkung der 
„Gemeinschaft“ stehen, eine Vermischung der verschiedenen Kulturen, um Sprach-
barrieren zu überwinden. Als Referenz wird auf die Nachbarschaftsaktivitäten in der 
Körnerstraße hingewiesen, die zu einer positiven Aneignung des öffentlichen Rau-
mes geführt haben: Der Raum wirke gepflegter und die soziale Kontrolle sei ausge-
prägter als anderswo im Veedel. Ein weiteres Referenzbeispiel ist der Spielplatzpate 
Antonio Pizzuli in der Glasstraße. In diesem Kontext könnten auch monatliche Bür-
gergespräche an einem Veedelsplatz geführt werden, um Bürgerinnen und Bürger

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 233 
zur aktiven Mitwirkung zu motivieren. Ein möglicher Anknüpfungspunkt wäre ein Ge-
meinschaftsgarten. In der Folge können mehr Respekt und Freundlichkeit untereinan-
der entstehen. [12,9% von allen 93 Nennungen]. 
• 8 Nennungen beziehen sich auf den Bereich der BILDUNG: Verbesserung der Integ-
rations- und Bildungsangebote, die früher bei den Kindern ansetzen (3); Investitio-
nen in die frühkindliche Bildung und Erziehung (5). [8,6% von allen 93 Nennungen]. 
• 7 Nennungen betreffen den Bereich des WOHNEN: Deckelung der Mietpreise (4); 
bessere Durchmischung, Dämpfung der Gentrifizierung, Vorbeugen einer Segrega-
tion und Ausbau der Infrastruktur für Kinder (3). [7,5% von allen 93 Nennungen]. 
• Jeweils eine Nennung berührt die Bereiche ÖPNV und FRAUEN: Mit Blick auf den 
ÖPNV wird eine sichere Gestaltung der Haltestellen gewünscht und zur Gender -The-
matik wird ein Ausbau des Informationssystems angeregt. Die Rufnummer des Hilfe-
telefons für Frauen, die im öffentlichen Raum belästigt werden bzw. wurden, soll bes-
ser beworben werden.  
Passanteninterviews zur Bahnhofsqualität 
Mit einem entsprechend angepassten Instrument der „Passantenbefragung“ wurden auch 
die Perspektiven der Nutzerinnen und Nutzer des Bahnhofs Ehrenfeld, aber auch der an-
grenzenden U-Bahnstation und oberirdischen Haltestelle „Venloer Straße/Gürtel“ der KVB  
erhoben. Dort wurden insgesamt 17 Frauen und 17 Männer befragt (N = 34). 
Demographische Strukturen am S-Bahnhof  
Sowohl unter den Frauen als auch unter den Männern, die zur Bahnhofssituation befragt 
wurden, gaben zwei Drittel an (64,7%), den Bahnhof Ehrenfeld häufig zu benutzen (vgl. 
Tabelle 27).  
Ein knappes Viertel der befragten Frauen und der befragten Männer (jeweils 23,5%) wie-
sen einen migrantischen Hintergrund auf. Die Altersverteilung zeigte einen geschlechtsspezi-
fischen Unterschied: Unter den befragten Frauen gehörten ein Drittel den unter 30-jährigen 
an (35,3%), etwa 40 Prozent der Altersgruppe von 30 bis 60 Lebensjahren (41,2%) und 
ein knappes Viertel den Älteren im Alter über 60 Jahre  (23,5%). Unter den befragten Män-
nern waren keine über 60-jährige vertreten; die meisten waren im Alter von 30 bis 60 Jah-
ren (70,6%) und die jüngere Altersgruppe umfasste rund 30 Prozent (29,4%). 
Affektive und konative Kriminalitätsfurcht  
Die Befragten gaben mehrheitlich an, dass der Bahnhofsbereich in Ehrenfeld sicher sei 
(71% der Frauen und 94% der Männer in der Dimension der kognitiven Kriminalitätsfurcht). 
Eine große Mehrheit von 97 Prozent der Befragten hatte im Bahnhofsbereich auch noch nie 
die Verübung von Straftaten beobachtet (vgl. Tabelle 27).

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 234 
Tab. 27: Ergebnisse der Befragung im Umfeld des Bahnhofs Ehrenfeld  
Nr.  Zum Bahnhof befragte Passanten insgesamt 
weiblich in % männlich in % abs. in % 
1 Person benutzt den Bahnhof ...       
 häufig 11 32,4 11 32,4 22 64,8 
 ab und zu 6 17,6 6 17,6 12 35,2 
 insgesamt 17 58,6 17 41,4 34 100,0 
2 Der Bahnhof Ehrenfeld ist ...       
 sicher 12 70,6 16 94,0 28 82,4 
 nicht sicher 3 17,6 0 0,0 3 8,8 
 kann nicht beurteilt werden 2 11,8 1 6,0 3 8,8 
 insgesamt 17 100,0 17 100,0 34 100,0 
3 Im Bahnhofsbereich beobachtet...       
 Straftaten 1 5,9 0 0,0 1 3,0 
 Keine Straftaten 16 94,1 17 100,0 33 97,0 
 insgesamt 17 100,0 17 100,0 34 100,0 
4 Person fühlt sich tagsüber allein 
im Bahnhof Ehrenfeld ... 
sehr unsicher 
 
 
0 
 
 
0,0 
 
 
0 
 
 
0,0 
 
 
0 
 
 
0,0 
 eher unsicher 3 17,6 1 6,0 4 11,8 
 eher sicher 7 41,2 8 47,0 15 44,1 
 sehr sicher 7 41,2 8 47,0 15 44,1 
 insgesamt 17 100,0 17 100,0 34 100,0 
5 Person fühlt sich im Dunkeln allein 
im Bahnhof Ehrenfeld... 
sehr unsicher 
 
 
2 
 
 
11,8 
 
 
1 
 
 
6,0 
 
 
3 
 
 
8,8 
 eher unsicher 9 52,8 3 17,6 12 35,3 
 eher sicher 2 11,8 9 52,9 11 32,4 
 sehr sicher 4 23,6 4 23,5 8 23,5 
 insgesamt 17 100,0 17 100,0 34 100,0 
6 Im Bahnhof gibt es Bereiche, die 
gemieden werden. 
Ja 
 
 
9 
 
 
52,8 
 
 
8 
 
 
47,0 
 
 
17 
 
 
50,0 
 Nein 8 47,2 9 53,0 17 50,0 
 insgesamt 17 100,0 12 100,0 34 100,0 
7 Im Bahnhof gibt es Probleme mit 
Schmutz und Unordnung. 
Ja 
 
 
12 
 
 
70,6 
 
 
10 
 
 
58,8 
 
 
22 
 
 
64,7 
 Nein 5 29,4 7 41,2 12 35,3 
 insgesamt 17 100,0 17 100,0 34 100,0 
8 Es gibt Auseinandersetzungen, 
Konflikte zwischen Gruppen. 
Ja 
 
 
5 
 
 
29,4 
 
 
1 
 
 
6,0 
 
 
6 
 
 
17,6 
 Nein 12 70,6 16 94,0 28 82,4 
 insgesamt 17 100,0 17 100,0 34 100,0

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 235 
9 Demographische Merkmale 1) 
Deutscher Hintergrund 
 
12 
 
70,6 
 
12 
 
70,6 
 
24 
 
70,6 
 Migrantischer Hintergrund 4 23,5 4 23,5 8 23,5 
 Junge (unter 30 Jahren) 6 35,3 5 29,4 11 32,4 
 Befragte zwischen 30 und 60 J. 7 41,2 12 70,6 19 55,9 
 Ältere (über 60 Jahre)  4 23,5 0 0,0 4 11,8 
 insgesamt 17 100,0 17 100,0 34 100,0 
1) Der Hintergrund und das Alter der fehlenden Fälle konnten nicht eingeschätzt werden.   Eigene Erhebungen im Juli 2024 
Die Frage nach der affektiven Kriminalitätsfurcht im Bereich des Bahnhofs Ehrenfeld ergab 
ein positives Strukturbild (vgl. Tabelle 27): 
• Weniger als ein Fünftel der befragten Frauen (17,6%) fühlt sich tagsüber allein auf 
dem Bahnhof unsicher. Unter den befragten Männern gab es nur eine Person, die 
sich dort zu den hellen Tageszeiten eher unsicher fühlt (6,0%). 
• Wenn sie allein im Dunkeln unterwegs sind, fühlen sich fast zwei Drittel der Frauen 
im Bereich des Bahnhofs Ehrenfeld unsicher (64,6%). Unter den Männern bekannte 
sich ein knappes Viertel (23,6%) zu solchen Unsicherheitsgefühlen.  
Das Strukturbild der Unsicherheit im Dunkeln weist im Vergleich zum Kriminalitätsmonitor 
des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamtes nur unter den befragten Frauen über-
durchschnittlich hohe Werte auf. In NRW gaben im Landesdurchschnitt weniger als ein Fünf-
tel der Befragten an, sich abends im Dunkeln in ihrem Wohngebiet eher unsicher bis sehr 
unsicher zu fühlen.
19 
Was den Befragten im Bahnhofsbereich besonders gut gefällt [N = 19 Nen-
nungen]: 
• 8 Nennungen heben die Standortqualität hervor: die zentrale Lage, die gute Erreich-
barkeit und die günstige Taktung der S-Bahn und der Stadtbahn [42,1% von allen 
19 Nennungen]. 
• 6 Nennungen heben Ausstattungsqualitäten hervor: Positiv angemerkt werden der 
Anschluss an die U-Bahn der KVB, die „Kioskanbindung“ des S-Bahnhofs, der Auf-
zug, die Nähe zur Polizeiinspektion 3 und der Sicherheitsdienst der DB [31,6% von 
allen 19 Nennungen]. 
• Die restlichen Nennungen heben die „Ursprünglichkeit“ hervor und den Charakter 
eines „normalen Bahnhofs“ [26,3% von allen 19 Nennungen]. 
Was den Befragten im Bahnhofsbereich nicht so gut gefällt [N = 31 Nennun-
gen]:  
• 13 Nennungen betreffen: Dreck, Müll, Schmutz und Sauberkeit [41,9% von allen 31 
Nennungen]. 
• Weitere 14 Nennungen fügen weitere kritische Aspekte dazu: Die neuen Sitzgele-
genheiten wurden im nicht überdachten Abschnitt der Bahnsteige installiert. Es gebe 
 
19 vgl. Landeskriminalamt NRW (2018): Kriminalitätsmonitor NRW. Kriminalitätsfurcht. Düsseldorf, S. 10

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 236 
keine sanitären Anlagen in der Nähe, die Sitzgelegenheiten seien oft vermüllt und 
unsauber; die Aufzüge seien meistens defekt; die Zahl der Sitzgelegenheiten sei zu 
gering; auf dem Boden befinden sich oft Scherben und Spucke. In den Tunneln gebe 
es keine Anzeigen, wann auf welchem Bahnsteig welcher Zug abfährt. Auf dem 
Bahnsteig werde nur unzureichend angezeigt, an welchem Abschnitt die einfahrende 
Bahn anhalten wird. Eine detaillierte Wegweisung zu den Haltestellen der KVB fehle 
[45,1% von allen 31 Nennungen]. 
• 4 Nennungen beziehen sich auf bestimmte Menschen, die sich dort oft aufhalten: Im 
Tunnelbereich werden Obdachlose und Drogenabhängige als Störung wahrgenom-
men – junge Frauen wurden dort zu bestimmten Tageszeiten belästigt [12,9% von 
allen 31 Nennungen]. 
Im Gegensatz zur Veedelsumfrage dreht sich die Proportion von positiven Nennungen und 
negativen Hinweisen in der Bahnhofsumfrage um. Es werden mehr Dinge, die nicht so gut 
gefallen, aufgezählt und weniger gefallende Merkmale. Negative Einschätzungen des 
Bahnhofsbereichs in Ehrenfeld fallen um mehr als das Eineinhalbfache höher aus als positive 
Merkmale.  
Bereiche und Ecken im Bahnhofsbereich, wo Befragte nicht hingehen, weil sie 
ihnen nicht geheuer sind [N = 15 Nennungen]: 
Die Hälfte der Befragten benennt solche Ecken: Ihre Antworten konzentrieren sich die Tun-
neldurchgänge und die jeweiligen Ausgänge in die Bartholomäus-Schink-Straße, zur Ven-
loer Straße und in die Hüttenstraße. Abends treten die Passanten aus dem hell erleuch teten 
Tunnel in den schwächer beleuchteten Straßenbereich. Neben der Unübersichtlichkeit durch 
große unordentlich abgestellte Fahrräder wird auch der Aufenthalt von Obdachlosen und 
Betrunkenen bemängelt, die sich auf dem Spielplatz an der Bartholomäus-Schink-Straße auf-
halten. Insbesondere Betrunkene zeigen im Tunnelbereich eine aggressive Körpersprache – 
Ihre häufigen Streitereien untereinander und das schamlose Verrichten der Notdurft im öf-
fentlichen Raum beeinträchtigen das Sicherheitsgefühl der Passanten.  
Vorschläge, was getan werden sollte, um die Situation im Bahnhofsbereich 
zu verbessern [N = 23 Nennungen]: 
Die Vorschläge beziehen sich auf die folgenden Aspekte: 
• Mehr Licht, bessere Beleuchtung – insbesondere für den Ausgang in die Bartholo-
mäus-Schink-Straße, dem der dunkle Spielplatzbereich gegenüberliegt, wird eine 
bessere Ausleuchtung gewünscht. 
• Schmuddel- und Pinkelecken durch Zaunabgrenzungen unzugänglich machen. 
• Mehr Sicherheitspersonal der Deutschen Bahn – insbesondere im Kontext des Party-
publikums an den Wochenenden. 
• Ansprechpersonen am Bahnhof, da die Polizei dort nur bei schweren Straftaten En-
gagement zeige. 
• Mehr Kontrollen. 
• Mehr Abfallkörbe, häufigerer Reinigungs- und Leerungszyklus.

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 237 
• Bau einer Toilettenanlage im Bereich des S-Bahnhofs. 
• Installation von Kameras. 
• Installation von Notknöpfen. 
• Displays in den Tunneln vor den Aufgängen zu den Bahnsteigen mit der Anzeige, 
wann auf welchem Bahnsteig welcher Zug abfährt. 
• Ansagen, in welchen Abschnitt der Bahnsteige (Ost- und Westseite) die Züge halten 
und abfahren, um hektisches Hin- und Herlaufen zu vermeiden. 
• Zeitnahe Reparatur der Rolltreppen und Aufzüge. 
• Attraktive Ausweichorte für die Alkohol- und Drogenabhängigen, die sich im Tunnel 
bzw. auf den Treppen zu den Bahnsteigen des S-Bahnhofs der DB und im Bereich 
der U-Bahnstation der KVB aufhalten. 
• Platzverweise für Wohnungslose, Betrunkene, Drogenabhängige aus sensiblen Berei-
chen des Zugangs zu den Haltestellen der KVB und der DB. 
• Sicherung der Straßenüberquerung auf der Schönsteinstraße an der Ecke zur Ven-
loer Straße mit einem Zebrastreifen.  
B6.4 Hintergrundgespräche mit lokalen Stakeholdern 
Als Ergänzung zu den Beobachtungen im Rahmen der Audits der städtebaulichen Kriminal-
prävention und der Befragung von Passanten im öffentlichen Raum der Straßen sowie im 
Bahnhofsbereich wurden auch einige Gespräche mit Schlüsselpersonen lokaler Stakeholder 
geführt, um den Hintergrund aus verschiedenen professionellen Perspektiven auszuleuchten. 
Die Gespräche wurden geführt mit: 
• PHK Henkel in der Polizeiinspektion 3 am 11. Juli 2024;  
• Info-Büro des Bürgerzentrums Ehrenfeld am 10. Juli 2024; 
• Seniorenberatung des Caritas-Verbandes Köln in der Bartholomäus-Schink-Straße am 
10. Juli 2024. 
• zwei Inhabern von Geschäften in den Räumen der Bahnbögen in der Hüttenstraße . 
• dem privaten Sicherheitsdienst, der im Bezirksrathaus Ehrenfeld für Ordnung sorgt. 
Gespräch mit PHK Henkel in der Kölner Polizeiinspektion 3 
Im Gespräch wurde die Belastung in Ehrenfeld durch Straftaten der Straßenkriminalität the-
matisiert. Aus Sicht der Polizei hängen die meisten Straftaten mit dem „Partyviertel“ zusam-
men, das vom „Club Bahnhof Ehrenfeld“ in der Bartholomäus-Schink-Straße, dessen Einrich-
tung auf 530 Besucher ausgerichtet ist, über weitere Treffpunkte auf dieser Straße  und in 
der Heliosstraße bis zur „Live Music Hall“ in der Lichtstraße (mit einer Kapazität von 1.200 
bis 1.500 Personen) reicht. Verteilt über diese Locations sind am Wochenende mehrere Tau-
send junge Menschen unterwegs. Beim Tanzen, in den Konzerten oder beim Feiern komme 
es zu einfachen Diebstählen, bei denen beispielsweise das Mobilphone, das Portemonnaie 
oder die Handtasche gestohlen werden. Seitens der Polizei gebe es kaum Interventionsmög-

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 238 
lichkeiten – Abhilfe könne allein durch eine verbesserte Prävention im Verhaltensbereich ge-
schaffen werden (z.B. besser auf seine Gegenstände aufpassen oder sie sicherer in der Klei-
dung verstauen). 
Auch die Sachbeschädigungen – im Sinn von Gewalt gegen Sachen – seien in diesem Kon-
text wahrzunehmen. Als unerwünschter Nebeneffekt der Partykultur und des damit verbun-
denen Alkoholkonsums werden Fahrräder demoliert, Scheiben eingeschlagen, Mülleimer 
kaputtgetreten und Graffiti Tags an die Hauswände gesprüht. Obwohl die Sachbeschädi-
gungen im Jahr 2023 in den beiden Ehrenfelder Quartieren um ein Viertel höher ausfielen 
als in den beiden Kalker Untersuchungsräumen, seien die Zahlen doch zu niedrig, um sie zu 
skandalisieren. 
Die Anzahl der Körperverletzungen sei in Ehrenfeld im Jahr 2023 nur halb so hoch wie in 
den untersuchten Kalker Quartieren gewesen – aus dieser Sicht sei das Umfeld des Ehren-
felder Bahnhofs keine Problemzone, auch wenn die Hemmschwelle aktuell sinke und die 
Gewaltbereitschaft steige. 
Die im Jahr 2023 in den beiden Ehrenfelder Quartieren registrierten Taschendiebstähle ma-
chen weniger als ein Viertel des Deliktaufkommens in den beiden Kalker Untersuchungsge-
bieten aus. Insofern sei auch dieses Niveau als niedrig einzustufen. Bei den Tätern handele 
es sich oft um organisierte Kriminalität von Personen mit einer nichtdeutschen Staatsangehö-
rigkeit, aber auch um rauschgiftsüchtige Gelegenheitstäter. 
Das Niveau der Fahrraddiebstähle im Jahr 2023 unterscheidet sich zwischen den beiden 
Ehrenfelder Quartieren und den beiden Kalker Untersuchungsgebieten kaum. Häufig han-
dele es sich um Gelegenheitstäter, die schnell von A nach B fahren wollen. Aber auch in 
dieser Hinsicht sei Ehrenfeld kein Hotspot. 
Der Ladendiebstahl sei eine typische „Armutskriminalität“. Dass die Ladendiebstähle in den 
beiden Ehrenfelder Quartieren nur etwas mehr als 10 Prozent der Deliktanzahl in den bei-
den Kalker Untersuchungsgebieten ausmachten, unterstreiche, dass Ehrenfeld ein anders so-
zialstrukturelles Profil aufweise. Insofern habe die Nachverdichtung einen positiven Effekt: 
Denn der Wohnungsbau auf ehemaligen Industriearealen oder ihre Umnutzung zu Verwal-
tungsbauten setze die Veränderung der sozialen Mischung und Bewohnerstruktur fort.  
Auch die Einbahnstraßenregelung auf einem Abschnitt der Venloer Straße zeige positive 
Wirkungen, indem die Unfallbelastung gesunken sei. Unfälle auf der Venloer Straße wer-
den im Allgemeinen nicht gern aufgenommen, weil im komplexen Verkehrsgeschehen die 
Schuldfrage oft nur schwer zu klären sei. 
Insgesamt mache die polizeiliche Arbeit in Ehrenfeld Spaß, weil es sich um ein vielfältiges 
Gebiet handele, in dem immer etwas los ist. Das alternative Partypublikum und die verschie-
denen sozialen (inkl. der migrantischen) Milieus haben sich arrangiert und kommen gut mit-
einander aus. 
Einen Präventionsrat gebe es in Ehrenfeld nicht; angesichts des Umfangs der Straftaten be-
stehe kein Bedarf wie etwa in Bocklemünd.

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 239 
Kurzer Austausch mit Fachkräften der Altenhilfe 
Der Standort des „Caritasverbandes Für Die Stadt Köln e.V.“ befindet sich in der Bartholo-
mäus-Schink-Straße 6, grenzt folglich unmittelbar an den Hotspot der Straßenkriminalität 
nördlich des Bahnhofs Ehrenfeld. Dort wurde die Seniorenberaterin Frau Bläsius gefragt, 
wie sie die Sicherheitssituation im Umfeld des Bahnhofs Ehrenfeld für ältere Menschen ein-
schätzt. Sie berichtete, dass einige der Älteren, die bei ihr wegen finanzieller Mittellosigkeit 
Rat suchen, im Aufzug der U-Bahn schon bestohlen worden seien. Aber so etwas komme 
nicht sehr häufig vor. Dennoch wisse sie, dass viele ältere Menschen ihr Haus kaum noch 
verlassen, weil sie sich in Verbindung mit körperlichen Einschränkungen draußen nicht mehr 
sicher fühlen. Wenn ältere Personen sich in der Beratungssituation über kriminelle Ereignisse 
beklagen, werden sie an den Weißen R ing weitervermittelt, der vielen nicht bekannt ist. 
Um die Ecke auf der Schönsteinstraße 33 befindet sich das „Cellitinen -Seniorenhaus Heilige 
Drei Könige“ (in der Nachbarschaft des Cellitinnen-Krankenhauses St. Franziskus). Dort gab 
die Hausleitung Frau Stöckmann an, dass den Bewohnerinnen und Bewohnern des Senio-
renhauses noch nie etwas passiert sei. Das liege daran, dass viele demenziell verändert und 
draußen nicht mehr allein unterwegs seien. Aber Mitarbeitende der Einrichtungen seien im 
Nachtdienst schon Messerangriffen ausgesetzt seien – deshalb gebe es eine latente affek-
tive Kriminalitätsfurcht unter den Fachkräften, wenn sie in den Abend- und Nachtschichten 
eingeteilt seien. Ein Problem sei auch, dass in der Nacht Graffiti Tags auf die Hauswand ge-
sprüht werden oder vor dem Haus Auseinandersetzungen stattfinden, die den Charakter ei-
ner Schlägerei haben. Durch den Vandalismus junger Personen sei auch einmal ein Rollla-
den beschädigt worden, und an einem Wochenende seien Jugendliche auf das Dach des 
Seniorenhauses geklettert. 
Kurzer Besuch im Bürgerzentrum Ehrenfeld 
Im sogenannten BüZe wurde ein kurzes Gespräch mit einem Vertreter des Info-Büros ge-
führt. Nach seinen Darstellungen sei das Bürgerzentrum Ehrenfeld ein Ort, an dem eine 
Vielzahl der unterschiedlichen Milieus von Ehrenfeld zusammentrifft. Das Spektrum reiche 
von etablierten Milieus, die auf der Sonnenterrasse des Cafés bei Kaffee und Kuchen ver-
weilen, bis zu Wohnungslosen, die bei schlechtem Wetter einen trockenen und warmen Un-
terschlupf suchen.  
Manifeste Probleme gebe es nur in der Woche an Freitagen, wenn die „Tafel Köln“ Lebens-
mittel ausgibt. Infolge von „Futterneid“ komme es zu Auseinandersetzungen unter den Be-
dürftigen. 
Immer wieder werden auch Diebstähle im Haus gemeldet – darüber werden aber keine 
Aufzeichnungen festgehalten, weil das nicht so oft der Fall sei. 
Der Innenraum des Info-Büros werde videoüberwacht, um Einbrüchen vorzubeugen. An-
sonsten gebe es kein Präventionskonzept. Wenn es zu Konflikten im Haus komme, werde 
die Polizei gerufen. Ein Streifenwagen sei dann immer schnell da. Im Bedarfsfall werden 
auch Hausverbote ausgesprochen.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 240 
Nach Wünschen zur Verbesserung befragt, wurde angegeben, dass Streifen des Ordnungs-
amtes ab und zu gut sichtbar das BüZe besuchen sollten, um den Besuchern zu signalisie-
ren, dass sie sich dort sicher fühlen können. 
Kurzer Besuch an den Bahnbögen in der Hüttenstraße 
Weil Passanten in Interviews über den Zustand der Bahnbögen in der Hüttenstraße geklagt 
hatten, wurde dort das Gespräch mit zwei Geschäftsinhabern gesucht. 
Der Afro Shop befindet sich seit 2018 in den Bahnbögen in der Hüttenstraße 23. Es werden 
afrikanische Lebensmittel und Kosmetikartikel angeboten. Der Inhaber Herr Abdula Gha-
foor teilte auf Nachfrage mit, es gebe an seinem Standort keine Sicherheitsprobleme. 
Wenige Meter weiter folgt die Hüttenstraße 17. Dort lagert die  Alsancak GmbH in den 
Bahnbögen Schrott und Metalle. Laut Internetauftritt werden die Metallteile fachgerecht ent-
sorgt und recycelt. Auf dem Gehweg standen alte Motorroller, Fahrräder, Heizkörper, Me-
tallstühle und weitere als Altmetall deklarierte Produkte herum, so dass es kaum ein Durch-
kommen gab. Am Straßenrand st and ein Klein-Lkw, mit dem Metallgegenstände abgeholt 
werden – er war vollbeladen mit Metallschrott. Der Inhaber Herr Alsancak wurde ange-
sprochen und erklärte, dass er seine GmbH schon seit 17 Jahren betreibe. Weil der Innen-
raum unter dem Bahnbogen bereits überfüllt sei, stehe auch Altmetall auf dem Fußweg. Er 
sichere die alten Fahrräder und Schrottartikel auf dem Gehweg mit Ketten. Dennoch wer-
den Schlösser immer wieder aufgebrochen und alte Fahrräder sowie Ähnliches gestohlen.  
Stippvisite im Bezirksrathaus Ehrenfeld 
Im Bezirksrathaus Ehrenfeld sorgt seit fünf Jahren ein privater Sicherheitsdienst für Ord-
nung. Am Montag und am Mittwoch können ohne vorherige Terminabsprache Anliegen im 
Kundenzentrum der Bürgerdienste erledigt werden, das für Meldeangelegenheiten, Pässe, 
Ausweise und Führerscheine zuständig ist. Die Dienstleistungen reichen von der Abho-
lung fertiger Ausweisdokumente und der Ausstellung von Melde-/Lebens-/Haushaltsbeschei-
nigungen sowie der Erteilung einer Melderegisterauskunft über Beglaubigungen und die Be-
antragung von Führungszeugnissen bis hin zur Beantragung der Online-Funktion des Perso-
nalausweises. 
Der diensthabende Sicherheitskoordinator teilte mit, dass die Schlangen der Bürger mon-
tags und dienstags bereits vor dem Rathaus nach den verschiedenen Angelegenheiten und 
Zielorten Ausländerbehörde, Jugendamt und Kundenzentrum sortiert und reguliert werden. 
Wenn der Sicherheitsdienst diese Vorauswahl aus der Masse der Besucher nicht träfe, 
würde Chaos im Rathaus herrschen, was wiederum das Sicherheitsgefühl der städtischen 
Fachkräfte beeinträchtigen würde. Nicht alle Kunden nähmen den Sicherheitsdienst ernst, 
aber die Security-Kräfte seien geschult und wissen sich durchzusetzen. Insofern gebe es 
keine Sicherheitsprobleme.

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 241 
B6.5 Beobachtungen im öffentlichen Raum 
Neben der Raumbewertung im Rahmen der Audits der städtebaulichen Kriminalprävention 
und den Hintergrundgesprächen mit lokalen Stakeholdern kam auch die Methode der teil-
nehmenden Beobachtung zum Einsatz, um die Nutzungsintensität bestimmter Quartiersberei-
che zu erfassen. In Anlehnung an die Methodik des dänischen Stadtplaners Jan Gehls wur-
den in einem „Beobachtungsbogen“ die Nutzerinnen und Nutzer an spezifischen Orten ge-
zählt und die Nutzungsformen dokumentiert.20  
Am 11 Juli 2024 wurden fünf Zählungen und Beobachtungen an folgenden Orten durchge-
führt: 
• Zugang zur Venloer Straße am südwestlichen Ausgang des Bahnhofs Ehrenfeld  
• Ecke Bartholomäus-Schink-Straße/Schönsteinstraße am nordwestlichen Ausgang des 
Bahnhofs Ehrenfeld 
• Gerhard-Wilczek-Platz/Stammstraße 1 am südöstlichen Ausgang des Bahnhofs Eh-
renfeld 
• Leo-Amann-Park 
• Spielplatz Glasstraße  
In einem 10-Minuten-Intervall wurde am südwestlichen Ausgang des Bahnhofs Eh-
renfeld um die Mittagszeit des 11. Juli 2024 ermittelt, wie stark der Fußgängerfluss in der 
Richtung zur Venloer Straße und in den Abgang zur U -Bahnstation Venloer Straße/Gürtel 
ausfällt. Gezählt wurden: 
• 63 Frauen und drei Kinder in Bewegung, 
• 74 Männer und ein Kind in Bewegung, 
• darunter bewegten sich jeweils 20 Frauen bzw. Männer hinab zur U-Bahnstation 
und der Rest strömte weiter zur Venloer Straße.  
In der Extrapolation bedeutet das, dass in einer Stunde rund 820 erwachsenen Personen – 
d.h. 380 Frauen (46%), 440 Männer (54%) – dort unterwegs waren. Ein Drittel des Men-
schenstroms wählt den Weg in die U-Bahnstation und zwei Drittel bewegen sich oberirdisch 
weiter in Richtung Ehrenfeld. Verweilende wurden nicht beobachtet – einerseits gibt es 
keine Sitzgelegenheiten in dem Bereich und andererseits verhielten sich alle Passanten ziel-
orientiert. Der Bereich, in dem Fahrräder vor dem U-Bahneingang abgestellt werden kön-
nen, war überfüllt und wirkte daher unordentlich. 
Es folgte ein 10-Minuten-Intervall am nordwestlichen Ausgang des Bahnhofs Ehren-
feld an der gegenüberliegenden Ecke Bartholomäus-Schink-Straße/Schönsteinstraße. D ort 
wies der Fußgängerverkehr aus dem Bahnhof heraus eine deutlich geringere Dichte  auf. 
Gezählt wurden: 
• 31 Frauen, die aus dem Tunnel des Bahnhofs Ehrenfeld kamen, sowie  
• 21 Männer in Bewegung, 
 
20 Gehl, Jan & Svarre, Birgitte (2013). How To Study Public Life. Washington: Island Press.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 242 
• drei Frauen und ein Mann verweilten vor Ort, 
• 14 Fahrradfahrende fuhren vorbei und 
• 15 Kraftfahrzeuge. 
Bezogen auf eine Stunde erzeugte der nordwestliche Bahnhofsausgang eine Frequenz von 
rund 300 erwachsenen Personen – d.h. 180 Frauen (60%) und 120 Männer (40%). Der 
Tunnel wurde auch als (erlaubte) Fahrradverbindung genutzt, aber es konnte keine Markie-
rung festgestellt werden, die den Weg zwischen den vielen Fußgängern und den Radfah-
renden aufteilt. Der Fußgängerfluss wurde nicht durch abgestellte Fahrzeuge gestört. Die 
Verweilenden saßen auf Bänken im Bereich des Spielplatzes an der Ecke Bartholomäus-
Schink-Straße/Schönsteinstraße.  
In einem weiteren 10-Minuten-Intervall wurde am frühen Nachmittag des 11. Juli 2024 am 
Gerhard-Wilczek-Platz/Stammstraße 1 der südöstliche Ausgang des Bahnhofs Eh-
renfeld beobachtet. Es wurde ermittelt, wie stark der Fußgängerfluss auf dieser Seite des 
Bahnhofs Ehrenfeld ausfällt. Gezählt wurden: 
• 30 Frauen in Bewegung, 
• 31 Männer in Bewegung, 
• 11 Personen suchten auf der anderen Ausgangsseite die Bushaltestelle auf; 
• vier Frauen und fünf Männer verweilten in der Zeit vor Ort; 
• den Tunnel passierten 14 Fahrradfahrende und 
• 15 Kraftfahrzeuge. 
Bezogen auf eine Stunde erzeugte der südöstliche Bahnhofsausgang eine Frequenz von 
rund 360 erwachsenen Personen – d.h. 180 Frauen (50%) und 180 Männer (50%). Der 
Tunnel wurde auch als (erlaubte) Fahrradverbindung genutzt; allerdings gibt es keine Mar-
kierung, die den Weg zwischen den Fußgängern und den Radfahrenden aufteilt. Der Fuß-
gängerfluss wurde nicht durch abgestellte Fahrzeuge gestört. Die Verweilenden saßen auf 
drei robusten Bänken unter einem großen, alten Baum am Gerhard-Wilczek-Platz/Stamm-
straße 1 .  
Am südöstlichen und am nordwestlichen Ausgang des Bahnhofs Ehrenfeld ist die Dichte der 
Fluktuation – insgesamt betrachtet – jeweils nur halb so groß wie am südwestlichen Aus-
gang, der mit der U-Bahnstation der KVB und der Venloer Straße verbunden ist.  Insgesamt 
ist in einer Stunde mit einem Aufkommen von etwa 1.500 Personen zu rechnen. Im Rahmen 
der Beobachtungen wurden keine Konflikte festgestellt – der Fußgänger - und Fahrradfluss 
lief reibungslos ab. 
Eine Beobachtung im Rahmen eines 10-Minuten-Intervalls wurde am frühen Nachmittag des 
11. Juli 2024 auch im Leo-Amann-Park durchgeführt. Bei sonnigem Wetter wurde er gut 
besucht. Gezählt wurden: 
• 16 verweilende Frauen und 
• 23 verweilende Männer.

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 243 
• Auf der anliegenden Terrasse des Bürgerzentrums Ehrenfeld saßen rund 20 Perso-
nen aufgeteilt über verschiedene Tische. 
• Nur eine fahrradfahrende Person kreuzte den Park. 
Viele der Verweilenden saßen auf Bänken und entspannten oder lasen ein Buch. Andere 
hatten auf der Grünfläche Decken ausgebreitet, um sich darauf zu sonnen. Einige junge 
Männer trainierten Kraftsport. An einigen Stellen waren Graffiti Tags zu erkennen. Tags-
über bot der Raum einen guten Überblick und erzeugte keine Unsicherheitsgefühle. Da der 
Park unbeleuchtet ist, wird das von den Bewohnern am Abend anders wahrgenommen. 
Eine letzte Beobachtung wurde am Nachmittag des 11. Juli 2024 auf dem Spielplatz 
Glasstraße  durchgeführt. Bei sonnigem Wetter wurde er gut besucht. Gezählt wurden im 
Rahmen des 10-Minuten-Intervalls: 
• 18 Elternteile mit Kindern und 
• vier andere Verweilende. 
Einige der verweilenden Personen saßen auf Bänken am Rand des Spielplatzes unter schat-
tigen Bäumen. Die Eltern und die Kinder verteilten sich über die verschiedenen Spielobjekte 
und Spielbereiche. Am Spielhaus saß der ehrenamtliche Spielplatzpate Antonio Pizzuli. Er 
hatte für die Eltern und Kinder im Spielhaus die Toilette geöffnet. Außerdem gab er weitere 
Spielmaterialien aus. Es gab zwar einige Graffiti Tags an den Wänden, aber der Ort wirkte 
im Großen und Ganzen gepflegt. Es hieß, d ies sei auf das Engagement des ehrenamtlichen 
Kümmerers zurückzuführen. 
B6.6 Integrierte Bewertung der Ergebnisse in Köln Ehrenfeld 
Im Rahmen des „Masterplans Kommunale Sicherheit“ wurde in ersten Schritten die Sicher-
heitslage in den 570 statistischen Quartieren der Stadt Köln anhand von Indikatoren analy-
siert. Auf dieser Grundlage wurden einige der besonders belasteten Quartiere – mit Strafta-
ten der Straßenkriminalität, mit hoher demographischer Fluktuation und Unordnung – für 
weitere Untersuchungen ausgewählt. Im Stadtteil Ehrenfeld fiel die Auswahl auf die 
Quartiere Hansemannstraße und Leo- Amann-Park. Dort wurden die folgenden ver-
tiefenden empirischen Schritte durchgeführt: 
• Identifizierung der lokalen Hotspots – differenziert nach Straßen – in den Quartie-
ren auf der Basis von Daten der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS); 
• Durchführung von Audits der städtebaulichen Kriminalprävention zur Bewertung der 
Raum- und Beleuchtungsqualitäten; 
• Interviews mit Passanten zur Ermittlung der Ausprägung affektiver und konativer Kri-
minalitätsfurcht in den beiden Quartieren; 
• Sammlung von Hintergrundinformationen im Gespräch mit lokalen Stakeholdern und  
• Beobachtungen im öffentlichen Raum zur Abbildung des Nutzungsverhaltens

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 244 
Ein Blick in die Kommunalstatistik verdeutlichte, dass die männlichen Einwohner im 
Jahr 2023 nur im Quartier Hansemannstraße mehr als die Hälfte der Bewohnerschaft aus-
machten – im Quartier Ehrenfeld West/Leo-Amann-Park war das nicht der Fall. Der Anteil 
der jungen Bevölkerung im Alter bis 18 Jahre lag in den Ehrenfelder Quartieren Leo-
Amann-Park und Hansemannstraße unterhalb des Stadtdurchschnitts . Überrepräsentiert wa-
ren vor allem die 18 bis unter 45-jährigen. Wegen der hohen Quote der Einpersonenhaus-
halte blieb die Haushaltsgröße im Jahr 2023 in den Ehrenfelder Quartieren unter dem Köl-
ner Stadtdurchschnitt. Im Quartier Hansemannstraße fiel auch der Bevölkerungsanteil mit 
Migrationshintergrund unterdurchschnittlich aus. Die Fluktuationsquote lag in den Ehrenfel-
der Quartieren 2023 weit über dem Stadtdurchschnitt: Werden von den Zuzügen die Fort-
züge abgezogen, so zeigte sich ein Wachstum. 
Der Anteil von SGB II- Leistungsberechtigten an allen Einwohnern mit Hauptwohnung im 
gleichen Alter sowie der Anteil der Leistungsberechtigten mit Sicherung des Lebensunterhal-
tes an allen Einwohnern mit Hauptwohnsitz in Köln lag im Jahr 2023 im Quartier Hanse-
mannstraße unter dem Kölner Stadtdurchschnitt – im Quartier Ehrenfeld-West/Leo-Amann-
Park nur geringfügig darüber. Die Arbeitslosenquote 2023 lag nur im Quartier Ehrenfeld-
West/Leo-Amann-Park über dem Kölner Durchschnitt. 
Bei der Quote der Abgänger ohne Schulabschluss an allen Schulabgängen lag der Stadtbe-
zirk Ehrenfeld unter dem Stadtdurchschnitt. Und bei den Grundschulempfehlungen hatte 
2023 über die Hälfte der Grundschüler im Stadtteil Ehrenfeld eine Empfehlung für das Gym-
nasium erhalten. Vor diesem Hintergrund weisen die beiden Quartiere „keine stark er-
höhten Problemlagen“ auf, wenn die Terminologie des Kölner Lebenslagenberichts von 
2020 herangezogen wird. 
Die Delikte der Straßenkriminalität  verteilten sich im Jahr 2023 nicht gleichmäßig 
über die Straßen in den Ehrenfelder Quartieren Leo -Amann-Platz und Hansemannstraße. 
Die Straftaten bündelten sich vor allem an den wenigen Schnittstellen der Quartiere zu öf-
fentlichen Verkehrsmitteln (vgl. Tabelle 9):  
• Hotspot 1: Die quer durch die Quartiere Leo-Amann-Platz und Hansemannstraße  
verlaufende Venloer Straße mit dem Hauptausgang des Bahnhofs Ehrenfeld und den 
Umsteigepunkten der KVB [U-Bahn und Straßenbahn] . 
• Hotspot 2: Der vordere Teil der Stammstraße mit dem Gerhard-Wilczek-Platz – 
dort befinden sich der südöstliche Aus-- und Eingang in den Bahnhof Ehrenfeld. 
• Hotspot 3: Die Bartholomäus-Schink-Straße – sie grenzt an den nordwestlichen 
Aus-- und Eingang in den Bahnhof Ehrenfeld. 
Die meisten Straftaten – d.h. ein Drittel aller Delikte – wurden der – quer durch die Quar-
tiere Leo-Amann-Platz und Hansemannstraße  verlaufenden – Venloer Straße zugewiesen. In 
der Zusammenschau ist zu erkennen, dass fast 60 Prozent der Straßenkriminalität im Jahr 
2023 auf das Umfeld des Bahnhofs Ehrenfeld – von der Stammstraße mit dem Gerhard -
Wilczek-Platz über die Bartholomäus-Schink-Straße bis zur Venloer Straß e mit den KVB-Hal-
testellen – entfielen (Hotspot 1, 2 und 3). Nur etwas mehr als ein Viertel der Straftaten 
wurde 2023 in den restlichen Straßen der beiden Quartiere registriert.

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 245 
Laut dem Expertengespräch in der Polizeiinspektion 3 hängen die meisten Strafta-
ten mit dem „Partyviertel“ zusammen, das vom „Club Bahnhof Ehrenfeld“ in der Bartholo-
mäus-Schink-Straße über weitere Treffpunkte auf dieser Straße und in der Heliosstraße bis 
zur „Live Music Hall“ in der Lichtstraße reicht. Vertei lt über diese Locations sind am Wo-
chenende mehrere Tausend junge Menschen unterwegs. Beim Tanzen, in den Konzerten 
oder beim Feiern kommt es zu einfachen Diebstählen. Seitens der Polizei gebe es kaum In-
terventionsmöglichkeiten – Abhilfe könne allein durch eine verbesserte Prävention im 
Verhaltensbereich geschaffen werden. Auch die Sachbeschädigungen – im Sinn von Ge-
walt gegen Sachen – seien als unerwünschter Nebeneffekt der Partykultur und des damit 
verbundenen Alkoholkonsums wahrzunehmen.  
Die große Mehrheit der befragten Passanten , deren Wohnung in den Veedel rund um 
die Venloer liegt, wohnen gern in ihrem Wohnquartier. Etwa ein Viertel der befragten Pas-
santen stammten nicht aus den beiden Vierteln. Sie suchten das Gebiet auf, um dort einzu-
kaufen, eine medizinische Dienstleistung in Anspruch zu nehmen oder Freunde zu besuchen.  
Die affektive Kriminalitätsfurcht ist vor allem unter Frauen ausgeprägt. Rund 40 Pro-
zent der befragten Frauen fühlen sich unsicher, wenn sie im Dunkeln allein in den beiden 
Quartieren im Umfeld des Ehrenfelder Bahnhofs unterwegs sind; unter den Männern betrifft 
das weniger als ein Zehntel. Obwohl rund 80 Prozent der Befragten die Auffassung vertre-
ten, dass der Bahnhofsbereich in Ehrenfeld sicher sei, wird die Situation teilweise als unan-
genehm wahrgenommen: Denn wenn der Blick auf den engeren Bereich des Bahnhofs Eh-
renfeld fokussiert wird, fühlen sich fast zwei Drittel der Frauen und ein knappes Viertel der 
Männer dort unsicher. Das Strukturbild der Unsicherheit am Abend ist somit nur unter den 
befragten Frauen leicht überdurchschnittlich, wenn es mit den Ergebnissen einschlägiger wis-
senschaftlicher Studien verglichen wird, in denen die Befragten Stellung bezogen, ob sie 
sich in ihrem Wohngebiet abends im Dunkeln unsicher oder sicher fühlen. Bezogen auf den 
unmittelbaren Bahnhofsbereich fällt die Quote unter Frauen hingegen stark überdurch-
schnittlich aus.  
Viele verkehrsbezogene Orte rund um den Bahnhof – wie die Bahnbögen an der Hütten-
straße und die  Bartholomäus-Schink-Straße – gehören nach den Angaben der Befragten 
auch zu den Meideorten. Einen Einfluss hat auch die Verschmutzungssituation rund 
um den Bahnhof Ehrenfeld, die von drei Viertel der Befragten als sehr negativ eingestuft 
wird.  
Die Audits der städtebaulichen Kriminalprävention in den Straßen der Quartiere 
Leo-Amann-Platz und Hansemannstraße  verdeutlichten die urbane Atmosphäre durch die 
vorherrschende Blockrandbebauung in Ehrenfeld. In der Dimension „Räumliche An-/Zuord-
nung, gestalterische Klarheit“ wurden die Anforderungen vollständig oder nahezu vollstän-
dig erfüllt. Fast überall waren die Fenster von Wohn- und Aufenthaltsräumen auf den Stra-
ßenraum ausgerichtet und die Grenzen zwischen halböffentlichen und öffentlichen Berei-
chen waren gut erkennbar. In der Dimension „Aufenthaltsqualitäten im Freiraum“ wurde 
das Anforderungsprofil des Audits teilweise bis gar nicht erfüllt. Es gibt nur wenige einla-
dende und leicht zugängliche Aufenthaltsorte, die nicht den Charakter eines Angstraumes

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 246 
aufweisen und ausreichend sozial kontrolliert sind – exemplarisch haben das die Beobach-
tungen im Leo-Amann-Park, auf dem Gerhard-Wilczek-Platz und auf dem Spielplatz in der 
Glasstraße veranschaulicht . Im unmittelbaren Umfeld des Bahnhofs Ehrenfeld und auf einem 
anderen Spielplatz an der Hansemannstraße traf das nicht zu. Schwach bewertet wurden 
auch die Abstellmöglichkeiten; denn Gelegenheiten zum Abstellen des Fahrrads waren ge-
nerell nicht in ausreichendem Maß verfügbar  und die vorgefundene Situation von abgestell-
ten Fahrrädern war oft nicht ordentlich. Durch das orthogonale Straßenraster in Verbindung 
mit der Blockrandbebauung kann man sich in den Wohnstraßen gut orientieren. Die Stra-
ßen bieten lange Sichtachsen und machen die Wegeführung transparent. Im Umfeld des Eh-
renfelder Bahnhofs wurden die Orientierung und Wegeführung schlechter bewertet, weil 
das Auffinden der Richtungen zwischen den Bahnsteigen der Deutschen Bahn und zwischen 
den ober- und unterirdischen Haltepunkten Venloer Straße/Gürtel der Kölner Verkehrsbe-
triebe kaum mit Hinweisen unterstützt wird. Die unklaren Übergänge können Kriminalitäts-
furcht auslösen, wenn das Zusammenspiel der verschiedenen Haltepunkte nicht von vorne-
herein bekannt ist und die Suche nach dem richtigen Anschluss Nervosität auslöst. Beim Au-
dit fehlten Hinweise für ortsunkundige Besucher, wohin die verschiedenen Wegemöglichkei-
ten führen. Die Hinweisschilder auf der Venloer Straße, aber auch in den anderen Straßen 
der beiden Quartiere sind auf den Verkehr der Kraftfahrzeuge fokussiert. Lediglich im Um-
feld des U-Bahnhofs Venloer Straße/Gürtel wurden Hinweise der KVB für Fußgänger gefun-
den, die auf einen Eingang in die U-Bahnstation aufmerksam machen. 
Darüber hinaus waren die Ausgangssituation auf der östlichen und der westlichen Seite des 
Bahnhof Ehrenfelds teilweise durch Müllcontainer versperrt, durch große Fahrradabstellbe-
reiche unübersichtlich und führten auf der Hüttenstraße in eine vernachlässigte, unordentli-
che Zone.  
Der [nach den Zählungen und Beobachtungen am stärksten frequentierte] Bahnhofsaus-
gang auf der südwestlichen Seite wird durch einen Kiosk – quasi von privater Seite – 
farblich betont und gut beleuchtet markiert. Die Situation der abgestellten Fahrräder und E-
Scooter wirkte dort unordentlich, störte aber nicht den Fluss der Passantenströme. Die gute 
Ausleuchtung am südwestlichen Ausgang des Bahnhofs Ehrenfeld resultiert aus den privaten 
Lichtquellen des Kiosks und von weiteren Läden im Erdgeschossbereich. Die Wegeführung 
durch die öffentlichen Laternen weist demgegenüber nicht das Format auf, das ein so stark 
frequentierter Bereich erfordert. So könnten an der Wand der Bahnbögen, die dem Ab-
gang in die U-Bahnstation gegenüberliegt, mehr smarte Lichtquellen installiert werden, um 
den Weg lichttechnisch besser zu markieren. 
Auf dem Weg vom südwestlichen Ausgang des Bahnhofs Ehrenfeld zur Venloer Straße  
folgt ein Straßenabschnitt, in de m die Laternen während des Audits durch das Blattgrün der 
Baumkronen verdeckt wurden. Dadurch bildeten sich Schattenbereiche, in denen entgegen-
kommende Personen nicht im erforderlichen Maße wahrgenommen werden konnten. Und in 
der Unterführung der Venloer Straße  fiel nur ein Lichtrest auf die Fußwege an den 
Rändern, weil die vier Leuchtmittel über der Straße für den Kfz -Verkehr platziert wurden. 
Am Bahnhofsausgang auf der nordwestlichen Seite befinden sich auf der Bartholo-
mäus-Schink-Straße zahlreiche gastronomische Einrichtungen, deren Abschottungen, Büsche

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 247 
und Abdeckplanen das Gebiet unübersichtlich machen. Dort gibt es keine Wohnnutzungen, 
sondern nur – nach außen abgesch lossene – „Partylocations“. Nach den Daten der PKS 
kann diese Zone auch als ein Hotspot der Straßenkriminalität  angesehen werden. Auch die 
Ecke der Bartholomäus-Schink-Straße zum Ehrenfeldgürtel weist eine unübersichtliche städte-
bauliche Struktur auf. Die Brache des ehemaligen Postamts wurde im Erdgeschossbereich 
mit zahlreichen Graffitis und Tags übersät und nimmt abends den Charakter eines Angstrau-
mes an. Das unmittelbare Umfeld am nordwestlichen Ausgang des Bahnhofs Ehrenfeld er-
füllte auch nicht die Anforderungen des Beleuchtungsaudits. So bietet die Beleuchtung auf 
der Bartholomäus-Schink-Straße keine gute Lichtführung für den vorauslaufenden Weg. 
Beim Heraustreten aus dem hell erleuchteten Tunnel des Bahnhofs muss ein dunkler Ab-
schnitt – vorbei an Fahrradabstellplätzen – durchschritten werden. Eine lichttechnisch bes-
sere Abstufung des Übergangsbereichs erscheint notwendig. 
Der nordöstliche Ausgang des Bahnhofs Ehrenfeld auf der anderen Seite des Ehren-
feldgürtels schließt an den heruntergekommenen Bereich der Bahnbögen in der Hütten-
straße  an, der auch als Meideort genannt wurde. Beide östlichen Ausgänge des Bahnhofs 
Ehrenfeld weisen eine ähnliche Problematik auf wie der nordwestliche Ausgang auf die Bar-
tholomäus-Schink-Straße. Denn es fehlen Lichtquellen, die weitere Wege ins Quartier licht-
technisch markieren. Der Kontrast des Übergangs vom gut beleuchteten Bahnhofs tunnel der 
DB in den öffentlichen Raum entsteht durch ein lichttechnisch reduziertes Angebot. An den 
Außenwänden des Ausgangs zum Gerhard -Wilczek-Platz befinden sich zwei Leuchtmittel: 
Ihr Lichtkegel reicht nur bis zu dem großen, alten Baum, der davorsteht; auf dem Weg nach 
rechts versperren Müllcontainer den nicht direkt beleuchteten Weg. 
Über die Heliosstraße sucht am Wochenende ein großer Strom junger Menschen weitere 
Partylocations auf. Der Weg durch die Heliosstraße ist dadurch gekennzeichnet, dass im 
Erdgeschoss kaum Fenster auf die Straße ausgerichtet sind. Sensible Personen verspüren 
dort am Abend allein affektive Kriminalitätsfurcht, weil es keine Zeichen einer informellen 
sozialen Kontrolle gibt. Beim Beleuchtungsaudit wurden die Anforderungen nur in geringem 
Maße erfüllt , weil das Blattgrün der Bäume die Straße in einigen Abschnitten verschattete. 
Der Gesichtseindruck entgegenkommender Passanten konnte nicht im erforderlichen Maße 
wahrgenommen werden. Das ist insofern problematisch, weil das Feierpublikum an den 
Wochenenden über die Helios- und Lichtstraße beliebte Party -Orte aufsucht, und keine infor-
melle soziale Kontrolle wegen fehlender Fenster im Erdgeschoss, aber auch wegen des Feh-
lens von Wohnbevölkerung in diesem Areal zu erwarten ist. 
Nach der Fertigstellung des Neubaus der Heliosschule müssen die Wegeführung und die 
Beleuchtung in der Vogelsanger Straße  auf die Perspektiven von Schülerinnen und Schü-
ler zugeschnitten werden, die in den Morgenstunden der dunklen Jahreszeit zu Fuß unter-
wegs sind oder mit dem Fahrrad kommen.  
Die Venloer Straße bietet nur wenige Möglichkeiten zum Aufenthalt. Zwischen dem 
Fahrradweg, parkenden Fahrrädern und dem Fußweg verbleibt kaum Platz für einen Auf-
enthalt. Eine der raren Bänke befindet sich im Bereich der neuen Einbahnstraßenregelung.  
Um das Fehlen von Sitzgelegenheiten zu kompensieren, haben engagierte Bürger soge-

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 248 
nannte Wanderbäume an der Venloer Straße in einer Parknische aufgestellt.  Die Einbahn-
straßenregelung auf einem Abschnitt der Venloer Straße hat zu einer entspannten Verkehrs-
situation beigetragen, weil der Fahrradverkehr nicht mehr über die engen Radwege am 
Rand der belebten Fußwege und zwischen unordentlich abgestellten Fahrrädern hindurch-
geführt wird. Dadurch ist Platz für Aufenthaltsgelegenheiten vorhanden. Im Gespräch mit 
der Polizeiinspektion 3 wurde hervorgehoben, dass die Einbahnstraßenregelung auf ei nem 
Abschnitt der Venloer Straße positive Wirkungen  zeige, weil die Unfallbelastung dort ge-
sunken sei.  
Im Unterschied zu Stadtteilen wie Köln Kalk weist Ehrenfeld eine hohe Fahrraddichte 
auf: Auf den Fahrradwegen herrschte an den Tagen der vertiefenden Erhebungen ein dich-
ter Fahrradverkehr und die Abstellbereiche waren überfüllt. Eine Überprüfung der Fahrrä-
der, die im Ausgangstunnel und im Umfeld des Bahnhofs abgestellt waren, ergab, dass 
rund jedes fünfte Fahrrad defekt war. Diese Räder waren schon länger nicht bewegt wor-
den, wie anhand der dicken Staubschicht auf dem Sattel abgelesen werden konnte. 
Die Fenster in den Wohnstraßen  wie die Philipp- oder Hansemannstraße, aber auch die 
Marienstraße und Senefelder Straße sind auf den Straßenraum ausgerichtet und die punktu-
elle Nutzungsmischung trägt dazu bei, dass eine informelle soziale Kontrolle auch aus den 
Läden im Erdgeschoss erfolgt. Vereinzelt wurden Zeichen bürgerschaftlichen Engagements 
beobachtet – wie z.B. Baumscheiben, deren Bepflanzung von Straßenbewohnern gepflegt 
wird. Wenn die Auditoren mit Anwohnern ins Gespräch kamen, die vor dem Haus oder vor 
einem Café saßen, wurde oft ein gutes nachbarliches Miteinander gewünscht. Als Refe-
renzbeispiel (1) wurde das Engagement der Bewohnerschaft im öffentlichen Raum der 
Körnerstraße  genannt – das verbreitete gemeinsame Feiern von Straßenfesten und die 
künstlerische Gestaltung sowie die Gartenpflege von Baumscheiben dort möchten viele auf 
ihre Nachbarschaft übertragen. 
Ein weiteres Referenzbeispiel (2) stellt der Spielplatz an der Glasstraße  dar. Die beson-
dere Qualität liegt darin, dass der Platz von einem ehrenamtlichen Spielplatzpaten betreut 
wird, dem die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker bereits im Jahr 2017 eine Dan-
kes- und Anerkennungsurkunde für bürgerschaftliches Engagement überreicht hatte. Der 
Spielplatz hat den Charakter eines „Offenen Spielplatztreffs“; d.h. er ist mit Spielmateria-
lien ausgestattet, die an Eltern und Kinder verliehen werden. Im Spielhaus befindet sich 
auch eine Toilette, die bei Bedarf für die Eltern und Kinder aufgeschlossen wird. Unter den 
Eltern des Quartiers Hansemannstraße entsteht dadurch ein Beziehungsnetzwerk, das posi-
tive Auswirkungen auf die informelle Kontrolle im Quartier hat. 
Auf der Basis der vertiefenden Untersuchungen in den Ehrenfelder Quartieren Hansemann-
straße und Leo- Amann-Park werden nachfolgend Empfehlungen unter fünf Perspektiven ab-
geleitet.  
Empfehlungen zur Gestaltung des öffentlichen Raumes:  
• Da im Jahr 2023 die meisten Straftaten auf der Venloer Straße  registriert wurden, 
sind dort weitere Maßnahmen der städtebaulichen Kriminalprävention  er-

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 249 
forderlich. Es wird empfohlen, die eingeschränkt durchgeführte Einbahnstraßenre-
gelung auf weitere Abschnitte der Venloer Straße  zu erweitern, um Platz 
für Aufenthaltsorte zu schaffen, die die informelle soziale Kontrolle stärken und 
die Unfallbelastung wegen der entspannten Verkehrssituation verringern. [mittel- bis 
längerfristiger Zeithorizont] 
• An der Ecke der Bartholomäus-Schink-Straße zum Ehrenfeldgürtel befindet sich die 
Brache des ehemaligen Postamts. Die Zone vermittelt abends einen Angst-
raum-Charakter. Es wird eine Überarbeitung der räumlichen Situation im Rahmen ei-
ner städtebaulichen Entwicklungsplanung angeregt. [mittel- bis längerfristiger 
Zeithorizont] 
• Es wird empfohlen, einen geeigneteren Standort für die Müllcontainer am 
Ein-/Ausgang auf der südöstlichen Seite des Bahnhof Ehrenfelds zu suchen. [kurzfris-
tiger Zeithorizont] 
• Nach der Fertigstellung des Neubaus der Heliosschule muss die Wegeführung in 
der Vogelsanger Straße  auf die Perspektiven von Schülerinnen und Schü-
ler zugeschnitten werden, die in den Morgenstunden der dunklen Jahreszeit zu Fuß 
unterwegs sind oder mit dem Fahrrad kommen. [kurz- bis mittelfristiger Zeithorizont] 
• Die Gelegenheiten zum Abstellen des Fahrrads waren generell nicht in ausreichen-
dem Maß verfügbar  und die vorgefundene Situation von abgestellten Fahrrädern 
war oft nicht ordentlich. Es wird empfohlen, die Kapazität der Fahrradstell-
plätze zu erhöhen. [mittelfristiger Zeithorizont] 
Empfehlungen zur Beleuchtung:  
• Empfohlen wird ein Rückschnitt der Baumkronen auf der Venloer Straße  
hinter dem südwestlichen Ausgang des Bahnhofs Ehrenfeld, damit die Straßenl ater-
nen nicht mehr vom Blattgrün verdeckt werden und die Baumkrone nicht mehr den 
Fußweg verschattet. [kurzfristiger Zeithorizont]  
• In jährlichen Begehungen ist zu prüfen, wo solche Rückschnitte infolge des 
Baumwuchses erforderlich sind. [kurzfristiger Zeithorizont] 
• Es wird empfohlen, an den Masten der Straßenlaternen QR -Codes anzubringen, 
über die Passanten auf ihrem Mobiltelefon die Meldung des Standorts defek-
ter Straßenlaternen auf die Website der RheinEnergie senden können: 
www.rheinenergie.com/defekteleuchte. [mittelfristiger Zeithorizont] 
• Darüber bedarf es einer regelmäßigen Prüfung des Zustand s der Beleuch-
tung in den Straßen , damit defekte Leuchtmittel zeitnah ersetzt werden können. 
[kurzfristiger Zeithorizont] 
• Die Wege durch die Heliosstraße und durch die Bartholomäus -Schink-
Straße sind dadurch gekennzeichnet, dass im Erdgeschoss keine Fenster auf die 
Straße ausgerichtet sind. Sensible Personen verspüren dort am Abend allein affek-
tive Kriminalitätsfurcht, weil es keine Zeichen einer informellen sozialen Kontrolle 
gibt. Deshalb wird empfohlen, eine smarte Beleuchtung zu installieren, um den

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 250 
Weg heller auszuleuchten, wenn das Partypublikum dort unterwegs ist, und in 
den Nachtstunden wieder zu dimmen. [mittelfristiger Zeithorizont] 
• Empfohlen wird eine Verbesserung der Beleuchtung in den öffentlichen Zo-
nen unmittelbar hinter den Ausgängen aus dem Bahnhof Ehrenfeld. Auf 
der südwestlichen Seite des Bahnhofsausgangs weisen die öffentlichen Later-
nen nicht das Format auf, das ein so stark frequentierter Bereich erfordert. Es wird 
eine Aufwertung durch die Installation von Lichtquellen empfohlen, so dass der Weg 
lichttechnisch besser markiert wird. [mittelfristiger Zeithorizont] 
• Das gilt auch für den nordwestlichen Ausgang des Bahnhofs Ehrenfeld. 
Dort bietet die Beleuchtung auf der Bartholomäus-Schink-Straße keine gute Lichtfüh-
rung auf die vorauslaufenden Wege. und Straßenführung . Eine lichttechnisch bes-
sere Abstufung des Übergangsbereichs nach dem Eintreten aus dem hell erleuch-
teten Tunnel des Bahnhofs in einen dunklen Abschnitt erscheint notwendig. [mittelfris-
tiger Zeithorizont] 
• Empfohlen wird auch die Installation einer gesonderten Beleuchtung der Fußwege in 
der Unterführung der Venloer Straße . [mittelfristiger Zeithorizont] 
• Nach der Fertigstellung des Neubaus der Heliosschule muss die Beleuchtung in 
der Vogelsanger Straße  auf die Perspektiven von Schülerinnen und Schü-
ler zugeschnitten werden, die in den Morgenstunden der dunklen Jahreszeit zu Fuß 
unterwegs sind oder mit dem Fahrrad kommen. [kurz- bis mittelfristiger Zeithorizont] 
Empfehlungen zum Umgang mit problembehafteten Schnittstellen zwischen 
privaten und öffentlichen Räumen:  
• Die Deutsche Bahn (DB) muss durch die Stadt Köln aufgefordert werden, für die 
Bahnbögen in der Bartholomäus-Schink-Straße und in der Hüttenstraße zusammen 
mit der Stadtplanung der Stadt Köln ein neues Nutzungs- und Gestaltungs-
konzept auszuarbeiten. Das Umfeld des Bahnhofs soll dort so gestaltet werden, 
dass es einen gepflegteren Eindruck macht und so positiv auf das Gefühl der affekti-
ven Kriminalitätsfurcht wirkt. [mittelfristiger Zeithorizont] 
• Die Deutsche Bahn muss darauf hingewiesen werden, dass in den Ein- bzw. 
Ausgangstunneln des Bahnhofs Ehrenfeld vor den Aufgängen zu den Bahnstei-
gen elektronische Anzeigen (Displays) installiert werden müssen, die eine 
schnelle Orientierung geben und die Verunsicherung von Bahnkunden beseitigen, 
wann auf welchem Bahnsteig welcher Zug abfährt. [kurzfristiger Zeithorizont] 
• In der Zusammenarbeit zwischen DB, KVB und Stadt Köln ist für das Bahn-
hofsdreieck [DB-Bahnsteige, KVB-U-Bahn, KVB-Ringbahn] ein Wegeleitsystem 
für Fußgänger  zu entwickeln – es soll das Geflecht der Richtungen zwischen den 
Bahnsteigen der Deutschen Bahn und zwischen den ober- und unterirdischen Halte-
punkten Venloer Straße/Gürtel der Kölner Verkehrsbetriebe leicht verständlich ver-
mitteln. [mittelfristiger Zeithorizont] 
• Nach einer Überprüfung der Fahrräder im Ausgangstunnel und im Umfeld 
des Bahnhofs war rund jedes fünfte Fahrrad defekt. Die Deutsche Bahn (DB) 
muss mit der Stadt Köln und den Kölner Abfallwirtschaftsbetrieben AWB

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 251 
kooperieren, damit solche „Schrottfahrräder“ monatlich identifiziert und mit ei-
nem Zettel markiert werden können. (Nach einer Aufbewahrungszeit von sechs Mo-
naten können die nicht abgeholten, aber in Teilen noch verwertbaren Fahrräder ei-
ner gemeinnützigen Fahrradwerkstatt zur Wiederverwertung übergeben werden.) 
[kurzfristiger Zeithorizont] 
Empfehlungen zum Dialog mit Zielgruppen in den Quartieren:  
• Es wird empfohlen, eine kriminalpräventive Kampagne durchzuführen, die 
über Plakate, Videoclips bei TikTok, Instagram, Youtube, u.ä. darüber aufklärt, wie 
sich das feiernde Partypublikum im Rahmen einer verhaltensorientierten Prä-
vention besser vor Diebstählen und anderen Gefahren im Partymilieu schützen 
kann. [mittelfristiger Zeithorizont] 
• Vor allem unter Frauen ist die affektive Kriminalitätsfurcht im näheren und wei-
teren Umfeld des Bahnhofs Ehrenfeld stark ausgeprägt. Einen hohen Einfluss hat die 
Verschmutzungssituation rund um den Bahnhof Ehrenfeld. Es wird empfohlen, 
die Anbieter von Imbissen, Fast Food und To-Go-Produkten zur Einführung 
eines Mehrwegsystems für Ihre Behälter zu verpflichten, in denen die Lebensmit-
tel ausgegeben werden, oder zur Übernahme selbst organisierter täglicher 
Reinigungen in der Umgebung ihrer Standorte. [kurzfristiger Zeithorizont] 
• Es wird vorgeschlagen, die Erprobung des innovativen Ansatzes AKIK (Allparteili-
ches Konfliktmanagement in Köln) in den Ehrenfelder Quartieren durchzufüh-
ren, um quartiersbezogene Nutzungskonflikte in Grünanlagen, Parks und auf Plät-
zen im dialogischen Austausch mit Bewohnerinnen und Bewohnern zu klären. 
• In den Wohnstraßen äußerten Bewohner den Wunsch, das Miteinander in der Nach-
barschaft zu stärken. Es wird empfohlen, eine Strategie der Gemeinwesenent-
wicklung auszuarbeiten, die die nachbarliche Verbundenheit in den Wohn-
straßen stärkt und bürgerschaftliches Engagement fördert. Als Referenz wurde das 
Engagement der Bewohnerschaft im öffentlichen Raum der Körnerstraße  genannt. 
[mittelfristiger Zeithorizont] 
• In ähnlicher Weise sind auch Spielplatzinitiativen unter den jungen Eltern zu 
fördern. Nach dem Referenzbeispiel des Spielplatzes in der Glasstraße muss die 
Gewinnung von ehrenamtlichen Spielplatzpaten besonders gefördert wer-
den, genauso wie der Ausbau zu einem „Offenen Spielplatztreff“, der mit 
vielfältigen Spielmaterialien ausgestattet ist. [mittelfristiger Zeithorizont] 
• Der Personenkreis der Wohnungslosen muss konsequent zu den Hilfen der 
Kontakt- und Beratungsstelle für Wohnungslose „Rochus“ des Sozialdienstes 
Katholischer Männer e.V./ SKM Köln in der Bartholomäus-Schink-Straße  6 hinge-
führt werden. Die Attraktivität der Angebote ist dahingehend zu steigern, dass öf-
fentliche Parkflächen nicht mehr dauerhaft in Anspruch genommen werden. [kurzfris-
tiger Zeithorizont] 
Empfehlungen zur Erhöhung der formellen Kontrollen:

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 252 
• Im Kontext des hohen Aufkommens von Partypublikum an den Wochenenden wird 
angeregt, im Umfeld des Bahnhofs Ehrenfeld mehr Sicherheitspersonal einzuset-
zen und mehr Kontrollen durch Kräfte der Polizei und des Ordnungs-
dienstes durchzuführen. [kurz- bis mittelfristiger Zeithorizont] 
• Gewünscht wird auch, dass Betroffene aus dem Partypublikum – z.B. als Opfer – 
persönlich eine Kümmer-Person ansprechen können (vor Ort oder per Hotline). 
[mittel- bis längerfristiger Zeithorizont] 
• In diesem Kontext bedarf es auch einer Überprüfung , an welchen Orten mehr Ab-
fallkörbe aufzustellen sind und wo häufigere Reinigungs- und Leerungszyk-
len stattfinden sollten, um das Abfallaufkommen im öffentlichen Raum zu verringern. 
[kurzfristiger Zeithorizont]

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 253 
B7. Schnittstelle zum Masterplan Sauberkeit 
Die Erprobung des Verfahrens „Masterplan Kommunale Sicherheit“ in ausgewählten Quar-
tieren der Stadtteile Ehrenfeld und Kalk hat verdeutlicht, dass Themen der Sauberkeit und 
Ordnung im öffentlichen Raum in der Sicherheitswahrnehmung der Bürgerinnen und Bürger 
eine große Rolle spielen. Vor diesem Hintergrund wurden einige Anhaltspunkte geliefert, 
wie die Schnittstellen zwischen den Masterplänen Sicherheit auf der einen 
Seite und Sauberkeit auf der anderen Seite konkretisiert werden können: 
• Intensive und bedarfsgerechte (Hotspot-)Reinigung: Sowohl in den Kalker 
als auch in den Ehrenfelder Quartieren korrespondieren die Hotspots der Straßenkri-
minalität mit den Hotspots der Verschmutzung. In den Ehrenfelder Quartieren fokus-
siert sich die Problematik auf die Partyzonen im Umfeld des Bahnhofs. In den Kalker 
Quartieren ist auch das Umfeld des S-Bahnhofs betroffen, aber auch die Kalker 
Hauptstraße. Es wird empfohlen, in diesen Quartieren zu erproben, inwieweit der 
Arbeitseinsatz der AWB in diesen Bereichen verändert werden, und wie eine be-
darfsgerechtere Reinigung sowie Leerung von Papierkörben aussehen könnte. Ge-
prüft werden könnte auch die Einführung von Pfandsystemen im Umfeld der Imbiss-
Restaurants in Ehrenfeld, die auf den Wegen des Partypublikums am Wochenende 
liegen. 
• Erarbeitung und Umsetzung eines innovativen und bedarfsorientierten 
Papierkorbkonzepts: Es wird empfohlen, das bestehende Papierkorbkonzept in 
Zusammenarbeit zwischen der AWB und der Deutschen Bahn als Träger der Bahn-
höfe Ehrenfeld und Trimbornstraße zu überprüfen. In den Blick genommen werden 
müssen die Größe  der Körbe, die Standorte und die Intervalle der Leerung (z.B. im 
Rahmen einer standardisierten Prüfung auf Anpassung von Reinigungsintervallen). 
Insbesondere in den Ehrenfelder Straßen der Partylocations sind Strategien notwen-
dig, wie zur aktiven Nutzung der Papierkörbe motiviert werden kann. 
• Verstärkte Zusammenarbeit mit der Bürgerschaft und lokalen Initiati-
ven: Es wird empfohlen, in den Kalker und Ehrenfelder Quartieren Angebote zur 
Einbindung der Bewohnerschaft und zur Zusammenarbeit mit lokalen Initiativen zu 
machen. Dies sollte nicht monothematisch auf das Thema Sauberkeit fokussiert wer-
den, sondern weiter gefasst auf Patenschaften von Spielplätzen, Nachbarschaftszo-
nen in der Straße oder auch Baumscheiben gerichtet werden. Dadurch lässt sich die 
informelle soziale Kontrolle im Wohnnahbereich verbessern. 
• Verzahnung von Sauberkeit und Sicherheit: Die Untersuchungen in den aus-
gewählten Quartieren haben deutlich gemacht, dass die Bahnhofsumfelder in Ehren-
feld und Kalk Trimbornstraße sowohl hinsichtlich der  Sauberkeit als auch der Sicher-
heit einen besonderen Handlungsbedarf aufweisen. Es wird empfohlen, die an sol-
chen Orten zu ergreifenden Maßnahmen an einem „Runden Tisch" der Verantwortli-
chen von AWB, Ordnungsamt, Polizei, DB und Zentrum für Kriminalprävention und 
Sicherheit integriert abzustimmen.

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 254 
• Sauberkeit und Sicherheit im Kontext sozialpolitischer Herausforderun-
gen: In den Quartieren rund um Kalk Post wurden „Obdachlose“ und „Drogenkon-
sumenten“ in den Passanteninterviews häufig als Probleme genannt. Es wird empfoh-
len, dass sich das Sozialamt, das Gesundheitsamt, das Ordnungsamt, die AWB mit 
lokalen Kümmer-Personen und Stakeholdern des Stadtteils auf Lösungsansätze ver-
ständigen. 
• Aufklärung und Einbindung spezifischer Zielgruppen: Die Ansprache be-
sonderer Zielgruppen muss nach Quartieren differenziert erfolgen. Während im Um-
feld des Bahnhofs Ehrenfeld vor allem das Partypublikum am Wochenende mit ge-
eigneten Kampagnen angesprochen werden muss, überwiegen im Umfeld des S-
Bahnhofs Trimbornstraße Personengruppen mit unterschiedlichen Migrationsge-
schichten, deren Sprachbarrieren bei der Ansprache zu berücksichtigen ist. Und in 
den Schulen sind Präventionsmaßnahmen notwendig, die Kinder und Jugendliche mit 
Veranstaltungen, Filmen und Postings in den sozialen Netzwerken erreichen. 
• Ausbau des „HappyToilet“-Angebots: Es wird empfohlen, das bestehende 
Kölner Toilettenkonzept „HappyToilet“, das in anderen Städten als „Nette Toilette“ 
verbreitet ist, in den untersuchten Ehrenfelder und Kalker Quartieren kontinuierlich 
weiterzuentwickeln. In den Kalker Quartieren gibt es bisher nur die Standorte: Bür-
gerhaus Kalk, Bezirksrathaus Kalk und Kalk Karree. Das männerzentriuerte Urinal 
am S-Bahnhof Trimbornstraße  kann nur eingeschränkt mitgezählt werden. In den Eh-
renfelder Quartieren fällt das Angebot breiter aus: Toilette U-Bahnstation Venloer 
Straße/Gürtel, Bezirksrathaus Ehrenfeld, Bumann & Sohn, Piccola Essen und Trinken  
und Van Dyck Rösterei in der Körnerstraße . Die Mobile Toilette am Bahnhof Ehren-
feld kann auch nur eingeschränkt hinzugerechnet werden. Es bedarf einer Strategie, 
wie weitere Gastronomen und Einzelhändler im Bereich der Kalker Hauptstraße und 
der Venloer Straße für das Konzept der HappyToilet gewonnen werden können. Im  
Haushaltsbudget der Stadt Köln sind die dafür notwendigen Mittel einzustellen.

Schlussbericht 
Masterplan Kommunale Sicherheit 255 
B8. Vertiefte Betrachtung der Siedlung Madaus  
Im Jahr 2022 wurden 374 Delikte der Straßenkriminalität registriert, was unter Bezug-
nahme auf die Bevölkerungszahl von 1.950 einem Index von 0,19 Straftaten je Einwohner 
entspricht. Das ist im Stadtdurchschnitt ein stark überdurchschnittlicher Wert. Ein Index von 
0,19 wurde auch im Jahr 2023 aus den PKS-Daten ermittelt – das Niveau blieb hoch.  
Gegenüber 2019 (271 Delikte der Straßenkriminalität) hatte sich die Straftaten bis 2023 
um 33,6 % erhöht. Bezogen auf die 1.925 Einwohner am 31.12.2019 ergibt sich ein Index 
von 0,14 Straftaten je Einwohner, der somit ebenfalls um ein Drittel angestiegen ist. Es kann 
davon ausgegangen werden, dass die Siedlung im Jahr 2019 schon vollständig bezogen, 
also schon Bebauung vorhanden war. Denn die Bevölkerung hatte sich bis 2023 nur um 25 
Personen erhöht. 
Fast die Hälfte der Straßenkriminalität in der Siedlung Madaus wird durch Ladendiebstahl 
und ein Fünftel der Straftaten durch Taschendiebstahl geprägt. Es liegt die Hypothese nahe, 
dass sich diese Ereignisse um wenige Standorte des Einzelhandels und anderer Versor-
gungsfunktionen bündeln. In der straßenweisen Auswertung der PKS -Daten des Jahres 
2023 wurde darüber Klarheit hergestellt. Es wurden zwei Hotspots der Straftaten ermittelt 
(vgl. Tabelle 28): 
• Hotspot 1: die Ostmerheimer Str. 198 mit Kaufland Köln Merheim und die 
Ostmerheimer Str. 200 mit dem Krankenhaus Merheim. Dort finden fast drei 
Viertel aller Delikte statt – es dominieren Ladendiebstähle, einfache Diebstähle und 
Diebstähle aus Kfz, vereinzelt auch Fahrrad, Kfz- und Taschendiebstähle. 
• Hotspot 2: die Wilhelm-Griesinger-Straße 23 mit der LVR-Klinik – dort findet ein 
Fünftel der Delikte statt. Es dominieren Rauschgiftdelikte, einfache Diebstähle und 
Diebstähle aus Kraftfahrzeugen.  
Insgesamt entfallen 93 Prozent der Straftaten auf diese beiden Straßenabschnitte. Gegen-
über den PKS-Daten von 2019 hat sich die Zahl der einfachen Diebstähle im Bereich der 
Ostheimer Straße 198 bis 228 (von 44 auf 33 absolut) um ein Viertel (25 Prozent) ve rrin-
gert. Die Zahl der Ladendiebstähle hatte sich von 2019 bis 2022 hingegen mehr als ver-
dreifacht (von 55 auf 185 Fälle absolut) – von 2022 auf 2023 verringerten sich diese Straf-
taten um ein Zehntel (Abnahme um 10,8 Prozent). 
Die Tabellenanalyse bestätigt, dass nicht der Bereich mit der Wohnbebauung, sondern der 
Einzelhandels-Hotspot und die beiden stationären Gesundheitseinrichtungen für das relativ 
hohe Ereignisniveau verantwortlich sind. Auf weitere vertiefende empirische Untersuchungs-
schritte wurde vor diesem Hintergrund verzichtet. 
Kriminalpräventive Strategien betreffen folglich nicht das Wohnquartier, sondern die ge-
nannten Unternehmensstandorte: Einerseits können die Kliniken dabei unterstützt werden, 
Tatgelegenheiten zu beseitigen, und andererseits kann der großflächige Einzelhandel bera-
ten werden, den Standort und die Waren besser zu schützen.

MaKoS 
 
Verfahren und Erprobung 256 
Tabelle 28: Verteilung von Delikten der Straßenkriminalität über die Straßen des Quartiers Siedlung Madaus – Auf dem Eichenbrett im Jahr 2023 
 
Straßen in der Siedlung 
Madaus/Auf dem Eichen-
brett 
Diebstahl 
Raub  
Körper-
verletz. 
Sachbe-
schäd. 
Widerstand 
gegen 
Staatsge-
walt 
Rausch-
gift 
Sexuelle 
Beläst. 
Summe 
Zeilen in % 
von 
KFZ, 
Moped 
etc. 
aus 
Kfz Fahrrad 
And. 
Dieb-
stahl 
Laden-
dieb-
stahl 
Taschen-
dieb-
stahl  
Einbruch 
in Woh-
nung 
Olpener Straße 612 - 618  0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 0 0 0 1 0,3 
Ostmerheimer Str. 198 - 228 5 24 6 33 165 8 0 0 4 7 1 12 1 266 74,1 
Am Sonnenhut 0 1 0 1 0 0 1 0 0 3 0 0 0 6 1,7 
Arnikaweg 0 0 0 0 0 0 0 0 0 3 0 1 0 4 1,1 
Auf dem Eichenbrett 0 1 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 0,3 
Fenchelweg 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 0 0 0 1 0,3 
Hopfenstraße  0 0 3 0 0 0 1 0 1 1 0 1 0 7 1,9 
Walnussweg 0 4 0 0 0 0 0 0 0 1 0 0 0 5 1,4 
Wilhelm-Griesinger-Straße  0 15 5 20 0 1 0 1 0 1 1 23 1 68 18,9 
Spaltensumme 5 45 14 54 165 9 2 1 5 18 2 37 2 359 100,0 
in Prozent 1,4 12,5 3,9 15,0 46,0 2,5 0,6 0,3 1,4 5,0 0,6 10,3 0,6 100,0  
Quelle: PKS 2023, LKA NRW – eigene Berechnungen

MaKoS 
 
Erhebungsinstrumente 257 
Anhang 1: Audits der städtebaulichen Kriminalprävention 
Datum   07/2024 Quartier:      
(1) Räumliche An-/Zuordnung und ge-
stalterische Klarheit 
Die Straßennamen in die Spalten eintragen.  
          
Die Grenzen zwischen halböffentlichen und öffentli-
chen Bereichen sind erkennbar. 
[5] Vollständige Erfüllung:   5 Punkte 
[4] Nahezu vollständige Erfüllung: 4 Punkte 
[3] Teilweise Erfüllung:   3 Punkte 
[2] Geringe Erfüllung:   2 Punkte 
[1] Anforderung nicht erfüllt:   1 Punkt 
[0] Nicht anwendbar:   0 Punkte 
         
In der straßenbegleitenden Bebauung sind überwie-
gend Fenster von Wohn- und Aufenthaltsräumen auf 
den Fußweg und die Straße ausgerichtet . 
[5] Vollständige Erfüllung:   5 Punkte 
[4] Nahezu vollständige Erfüllung: 4 Punkte 
[3] Teilweise Erfüllung:   3 Punkte 
[2] Geringe Erfüllung:   2 Punkte 
[1] Anforderung nicht erfüllt:   1 Punkt 
[0] Nicht anwendbar:   0 Punkte 
         
Ein öffentlicher Platz ist gut einsehbar und leicht zu-
gänglich. 
[5] Vollständige Erfüllung:   5 Punkte 
[4] Nahezu vollständige Erfüllung: 4 Punkte 
[3] Teilweise Erfüllung:   3 Punkte 
[2] Geringe Erfüllung:   2 Punkte 
[1] Anforderung nicht erfüllt:   1 Punkt 
[0] Nicht anwendbar:   0 Punkte 
         
 
  Summe der Punkte à Division durch 3 (Anzahl Kriterien) à durchschnittliche Punktsumme  
Wahrnehmungen:           
              
Empfehlungen:

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 258 
(2) Aufenthaltsqualitäten im Freiraum Die Straßennamen in die Spalten eintragen. 
          
Im Untersuchungsbereich befinden sich einladend und 
leicht zugänglich Aufenthaltsorte. 
[5] Vollständige Erfüllung:   5 Punkte 
[4] Nahezu vollständige Erfüllung: 4 Punkte 
[3] Teilweise Erfüllung:   3 Punkte 
[2] Geringe Erfüllung:   2 Punkte 
[1] Anforderung nicht erfüllt:   1 Punkt 
[0] Nicht anwendbar:   0 Punkte 
         
Die Aufenthaltsbereiche sind keine Angsträume und 
ausreichend sozial kontrolliert. 
[5] Vollständige Erfüllung:   5 Punkte 
[4] Nahezu vollständige Erfüllung: 4 Punkte 
[3] Teilweise Erfüllung:   3 Punkte 
[2] Geringe Erfüllung:   2 Punkte 
[1] Anforderung nicht erfüllt:   1 Punkt 
[0] Nicht anwendbar:   0 Punkte 
         
Die Ausstattungsgegenstände an den Aufenthaltsor-
ten sind unbeschädigt (gepflegt).  
[5] Vollständige Erfüllung:   5 Punkte 
[4] Nahezu vollständige Erfüllung: 4 Punkte 
[3] Teilweise Erfüllung:   3 Punkte 
[2] Geringe Erfüllung:   2 Punkte 
[1] Anforderung nicht erfüllt:   1 Punkt 
[0] Nicht anwendbar:   0 Punkte 
         
 
  Summe der Punkte à Division durch 3 (Anzahl Kriterien) à durchschnittliche Punktsumme  
 
Wahrnehmungen:           
              
              
Empfehlungen:

Schlussbericht 
Erhebungsinstrumente 259 
(3) Orientierung, Transparenz, 
Sichtachsen und Wegeführung 
Die Straßennamen in die Spalten eintragen.  
          
Das Auffinden von Richtungen und Zielen wird im Un-
tersuchungsbereich konsequent durch eine Wegeleit-
system mit Beschilderung erleichtert. 
[5] Vollständige Erfüllung:   5 Punkte 
[4] Nahezu vollständige Erfüllung: 4 Punkte 
[3] Teilweise Erfüllung:   3 Punkte 
[2] Geringe Erfüllung:   2 Punkte 
[1] Anforderung nicht erfüllt:   1 Punkt 
[0] Nicht anwendbar:   0 Punkte 
         
Zwischen den Gebäuden, Flächen, Parkplätzen beste-
hen Sichtbeziehungen. 
[5] Vollständige Erfüllung:   5 Punkte 
[4] Nahezu vollständige Erfüllung: 4 Punkte 
[3] Teilweise Erfüllung:   3 Punkte 
[2] Geringe Erfüllung:   2 Punkte 
[1] Anforderung nicht erfüllt:   1 Punkt 
[0] Nicht anwendbar:   0 Punkte 
         
Gemäß RASt (Richtlinien f . Anlage v. Stadtstraßen) 
haben die straßenbegleitende n Gehwege eine Min-
destbreite von 2,50 Metern. 
[5] Vollständige Erfüllung:   5 Punkte 
[4] Nahezu vollständige Erfüllung: 4 Punkte 
[3] Teilweise Erfüllung:   3 Punkte 
[2] Geringe Erfüllung:   2 Punkte 
[1] Anforderung nicht erfüllt:   1 Punkt 
[0] Nicht anwendbar:   0 Punkte 
         
Es gibt keine Konflikte zwischen Kfz, Fahrrädern und 
zu Fuß  Gehenden – alle verfügen über ausreichend 
breite Wegeflächen. 
[5] Vollständige Erfüllung:   5 Punkte 
[4] Nahezu vollständige Erfüllung: 4 Punkte 
[3] Teilweise Erfüllung:   3 Punkte 
[2] Geringe Erfüllung:   2 Punkte 
[1] Anforderung nicht erfüllt:   1 Punkt 
[0] Nicht anwendbar:   0 Punkte

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 260 
Die Fußw ege sind barrierefrei. 
[5] Vollständige Erfüllung:   5 Punkte 
[4] Nahezu vollständige Erfüllung: 4 Punkte 
[3] Teilweise Erfüllung:   3 Punkte 
[2] Geringe Erfüllung:   2 Punkte 
[1] Anforderung nicht erfüllt:   1 Punkt 
[0] Nicht anwendbar:   0 Punkte 
         
Die Straßen werden von Bäumen beschattet. 
[5] Vollständige Erfüllung:   5 Punkte 
[4] Nahezu vollständige Erfüllung: 4 Punkte 
[3] Teilweise Erfüllung:   3 Punkte 
[2] Geringe Erfüllung:   2 Punkte 
[1] Anforderung nicht erfüllt:   1 Punkt 
[0] Nicht anwendbar:   0 Punkte 
         
Die vorgefundenen Tunnel und Durchgänge ... 
[ ] ...bieten eine gute Durchsicht.  
[ ] ...werden aus dem Gebäude kontrolliert. 
[ ] ...sind nachts beleuchtet.  
[5] Vollständige Erfüllung:   5 Punkte 
[4] Nahezu vollständige Erfüllung: 4 Punkte 
[3] Teilweise Erfüllung:   3 Punkte 
[2] Geringe Erfüllung:   2 Punkte 
[1] Anforderung nicht erfüllt:   1 Punkt 
[0] Nicht anwendbar:   0 Punkte 
         
 
  Summe der Punkte à Division durch 7 (Anzahl Kriterien) à durchschnittliche Punktsumme  
Wahrnehmungen:           
              
              
Empfehlungen:

Schlussbericht 
Erhebungsinstrumente 261 
 
(4) Abstellmöglichkeiten, Möblierung 
Die Straßennamen in die Spalten eintragen.  
          
Die vorgefundene Möblierung weist keine Zerstö-
rungs- bzw. Vandalismuszeichen auf. 
[5] Vollständige Erfüllung:   5 Punkte 
[4] Nahezu vollständige Erfüllung: 4 Punkte 
[3] Teilweise Erfüllung:   3 Punkte 
[2] Geringe Erfüllung:   2 Punkte 
[1] Anforderung nicht erfüllt:   1 Punkt 
[0] Nicht anwendbar:   0 Punkte 
         
Die vorgefundene Möblierung besteht aus hochwerti-
gen Materialien. 
[5] Vollständige Erfüllung:   5 Punkte 
[4] Nahezu vollständige Erfüllung: 4 Punkte 
[3] Teilweise Erfüllung:   3 Punkte 
[2] Geringe Erfüllung:   2 Punkte 
[1] Anforderung nicht erfüllt:   1 Punkt 
[0] Nicht anwendbar:   0 Punkte 
         
Der im öffentlichen Raum parkende (ruhende) Ver-
kehr schränkt die Raumqualitäten nicht ein. 
[5] Vollständige Erfüllung:   5 Punkte 
[4] Nahezu vollständige Erfüllung: 4 Punkte 
[3] Teilweise Erfüllung:   3 Punkte 
[2] Geringe Erfüllung:   2 Punkte 
[1] Anforderung nicht erfüllt:   1 Punkt 
[0] Nicht anwendbar:   0 Punkte 
         
Es sind in ausreichendem Maß Gelegenheiten zum 
Abstellen des Fahrrads verfügbar. 
[5] Vollständige Erfüllung:   5 Punkte 
[4] Nahezu vollständige Erfüllung: 4 Punkte 
[3] Teilweise Erfüllung:   3 Punkte 
[2] Geringe Erfüllung:   2 Punkte 
[1] Anforderung nicht erfüllt:   1 Punkt 
[0] Nicht anwendbar:   0 Punkte

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 262 
Die vorgefundene Situation von abgestellten Fahrrä-
dern ist ordentlich. 
[5] Vollständige Erfüllung:   5 Punkte 
[4] Nahezu vollständige Erfüllung: 4 Punkte 
[3] Teilweise Erfüllung:   3 Punkte 
[2] Geringe Erfüllung:   2 Punkte 
[1] Anforderung nicht erfüllt:   1 Punkt 
[0] Nicht anwendbar:   0 Punkte 
         
 
  Summe der Punkte à Division durch 5 (Anzahl Kriterien) à durchschnittliche Punktsumme  
Wahrnehmungen:           
              
              
Empfehlungen:            
              
              
Datum   07/2024 Quartier:

Schlussbericht 
Erhebungsinstrumente 263 
Bewertung Beleuchtungssituation #1 Die Straßennamen in die Spalten eintragen.  
          
Die vorauslaufende Wege- und Straßenführung ist 
durch die Lichtführung gut erkennbar. 
[5] Vollständige Erfüllung:   5 Punkte 
[4] Nahezu vollständige Erfüllung: 4 Punkte 
[3] Teilweise Erfüllung:   3 Punkte 
[2] Geringe Erfüllung:   2 Punkte 
[1] Anforderung nicht erfüllt:   1 Punkt 
[0] Nicht anwendbar:   0 Punkte 
         
Bäume/Büsche schränken den Lichteinfall nicht ein. 
[5] Vollständige Erfüllung:   5 Punkte 
[4] Nahezu vollständige Erfüllung: 4 Punkte 
[3] Teilweise Erfüllung:   3 Punkte 
[2] Geringe Erfüllung:   2 Punkte 
[1] Anforderung nicht erfüllt:   1 Punkt 
[0] Nicht anwendbar:   0 Punkte 
         
Die Wahrnehmung des Gesichtsausdrucks entgegen-
kommender Passanten ist in einer Entfernung von 20 
bis 10 Meter erkennbar. 
[5] Vollständige Erfüllung:   5 Punkte 
[4] Nahezu vollständige Erfüllung: 4 Punkte 
[3] Teilweise Erfüllung:   3 Punkte 
[2] Geringe Erfüllung:   2 Punkte 
[1] Anforderung nicht erfüllt:   1 Punkt 
[0] Nicht anwendbar:   0 Punkte 
         
Die detailscharfe Wahrnehmung des Gesichtsaus-
drucks entgegenkommender Passanten ist in einer Ent-
fernung von 10 bis 5 Meter erkennbar. 
[5] Vollständige Erfüllung:   5 Punkte 
[4] Nahezu vollständige Erfüllung: 4 Punkte 
[3] Teilweise Erfüllung:   3 Punkte 
[2] Geringe Erfüllung:   2 Punkte 
[1] Anforderung nicht erfüllt:   1 Punkt 
[0] Nicht anwendbar:   0 Punkte

MaKoS 
 Verfahren und Erprobung 264 
Bewertung Beleuchtungssituation #2 Die Straßennamen in die Spalten eintragen.  
          
Die Abstellbereiche für Fahrräder sind hinreichend 
beleuchtet. 
[5] Vollständige Erfüllung:   5 Punkte 
[4] Nahezu vollständige Erfüllung: 4 Punkte 
[3] Teilweise Erfüllung:   3 Punkte 
[2] Geringe Erfüllung:   2 Punkte 
[1] Anforderung nicht erfüllt:   1 Punkt 
[0] Nicht anwendbar:   0 Punkte 
         
Die Beleuchtungssituation am nahen ÖPNV -Halte-
punkt wird als angenehm wahrgenommen. 
[5] Vollständige Erfüllung:   5 Punkte 
[4] Nahezu vollständige Erfüllung: 4 Punkte 
[3] Teilweise Erfüllung:   3 Punkte 
[2] Geringe Erfüllung:   2 Punkte 
[1] Anforderung nicht erfüllt:   1 Punkt 
[0] Nicht anwendbar:   0 Punkte 
         
Die Beleuchtung eines Platzes/Ortes mit Aufenthalts-
funktionen wird als angenehm wahrgenommen.  
[5] Vollständige Erfüllung:   5 Punkte 
[4] Nahezu vollständige Erfüllung: 4 Punkte 
[3] Teilweise Erfüllung:   3 Punkte 
[2] Geringe Erfüllung:   2 Punkte 
[1] Anforderung nicht erfüllt:   1 Punkt 
[0] Nicht anwendbar:   0 Punkte 
         
 
  Summe der Punkte à Division durch 7 (Anzahl Kriterien) à durchschnittliche Punktsumme  
Wahrnehmungen:           
              
              
Empfehlungen:

MaKoS à Masterplan Kommunale Sicherheit  
Erhebungsinstrumente 265 
Anhang 2: Instrumente der Passantenbefragung Nr:   Datum       07/2024 Quartier/Standort:        Guten Tag! Im Auftrag der Stadt Köln führen wir hier im Veedel eine Umfrage zur Sicherheitssituation durch. (1) Wohnen Sie hier im Veedel? [ ] Ja         [ ] Nein (2) Wenn (1) Ja: Wohnen Sie gern hier? [ ] Ja [ ] Nein 
Wenn (1) Nein: Was macht das Gebiet at-traktiv? Warum kommen Sie hierher?                Wenn (2) Ja: Was gefällt Ihnen hier be-sonders gut?                
Wenn (2) Nein: Was gefällt Ihnen hier nicht so gut?                (3) Wenn Sie hier im Veedel tagsüber allein zu Fuß unterwegs sind, fühlen Sie sich sehr unsicher, eher unsicher, eher sicher oder sehr sicher?  [ ] 1 sehr unsicher  [ ] 2 eher unsicher  [ ] 3 eher sicher [ ] 4 sehr sicher  (4) Und wenn Sie hier im Veedel abends in der Dunkelheit allein zu Fuß unter-wegs sind oder zu Fuß wären, fühlen Sie sich sehr unsicher, eher unsicher, eher si-cher oder sehr sicher?  [ ] 1 sehr unsicher  [ ] 2 eher unsicher  [ ] 3 eher sicher [ ] 4 sehr sicher (5) Gibt es hier im Veedel Bereiche und Ecken, wo Sie nicht hingehen, weil sie Ihnen nicht geheuer sind und Sie sich dort nicht wohlfühlen?  [ ] Ja [ ] Nein Wenn (5) Ja: Wo ist das?                        (6) Gibt es hier im Veedel Probleme durch Schmutz und Unordnung?  Z.B. Müll, Graffiti, Betteln, Belästigung, Vandalismus, Drogen- und Alkoholkonsum [ ] Ja  [ ] Nein Wenn (6) Ja: Welche Probleme sind das im Einzelnen? (Mehrfachnennungen) 
[ ] undisziplinierte Verhalten, Belästi-gung [ ] Abfall, Sperrmüll [ ] Graffiti [ ] Konsum illegaler Drogen

MaKoS à Masterplan Kommunale Sicherheit 
Erhebungsinstrumente 266 
[ ] Alkoholkonsum  
[ ] Betteln 
[ ] Herumlungern 
[ ] Vandalismus, Zerstörungen 
[ ] Anderes, und zwar:    
       
 
 (7) Finden hier im Veedel auch Auseinandersetzungen oder Konflikte zwischen 
Gruppen statt? 
[ ] Ja  [ ] Nein  
Wenn (7) Ja: Um welche Konflikte oder Verstöße handelt es sich? (Mehrfachnennung) 
 [ ] Konflikte unter Nachbarn  
[ ] Konflikte auf der Straße   
[ ] interethn. / interkulturelle Konflikte  
[ ] verbale Auseinandersetzungen  
[ ] Verstoß  gegen Regeln, Vorschriften 
[ ] Gewaltanwendung  
[ ] Störungen (z.B. Immissionen wie 
Lärm, Gerüche) 
[ ] andere:     
      
(8) Was müsste – Ihrer Meinung nach – getan werden, um die Situation hier im 
Veedel zu verbessern? 
             
             
             
Danke für das Gespräch! 
Nicht erfragen, aber über befragte Person notieren: 
Geschlecht  [ ] weiblich  [ ] männlich 
Altersschätzung [ ] unter 20 Jahre  [ ] in den 20er Jahren 
   [ ] 30 bis 60 Jahre [ ] über 60 Jahre  
Migrationskontext [ ] südosteuropäisch [ ] türkisch 
   [ ] deutsch   [ ] anderer Hintergrund 
   [ ] nicht einzuschätzen  
Situation  [ ] Fußgänger/in   [ ] Verweilende (auf Bank o.ä.) 
   [ ] Wartende (Bus/Bahn) [ ] vor öffentlicher Infrastruktur 
   [ ] Kunde vor Geschäft [ ] anderes:     
 
Strichliste über Verweigerungen notieren:

MaKoS à Masterplan Kommunale Sicherheit 
 
Erhebungsinstrumente 267 
 
Nr:   Datum       07/2024 Quartier/Standort:        
Guten Tag! Im Auftrag der Stadt Köln führen wir eine Untersuchung zur Sicher-
heitslage hier im Bahnhofsumfeld durch:  
(1) Benutzen Sie diesen Bahnhof häufig oder nur ab und zu? 
[ ] häufig         [ ] ab und zu 
(2) Was gefällt Ihnen hier? 
       
 
       
Und was gefällt Ihnen hier nicht so gut? 
       
 
        
(3) Ist die S-Bahnstation Ehrenfeld/Trimbornstraße und ihr Umfeld Ihrer Meinung 
nach sicher oder nicht sicher?  
[ ] Sicher    [ ] Nicht sicher      [ ] weiß nicht 
(4) Haben Sie oder jemand, den Sie kennen, hier schon einmal Straftaten erlebt? 
[ ] Ja         [ ] Nein 
Wenn (4) Ja: Was genau ist passiert?         
             
(5) Wenn Sie hier tagsüber allein zu Fuß unterwegs sind, fühlen Sie sich sehr unsi-
cher, eher unsicher, eher sicher oder sehr sicher?  
[ ] 1 sehr unsicher  [ ] 2 eher unsicher  [ ] 3 eher sicher [ ] 4 sehr sicher  
(6) Wenn Sie hier abends im Dunkeln allein zu Fuß unterwegs sind oder zu Fuß 
wären, fühlen Sie sich sehr unsicher, eher unsicher, eher sicher oder sehr sicher?  
[ ] 1 sehr unsicher  [ ] 2 eher unsicher  [ ] 3 eher sicher [ ] 4 sehr sicher 
(7) Gibt es hier im Bahnhofsbereich Ecken, die Ihnen das nicht geheuer ist und die 
Sie meiden?  
[ ] Ja [ ] Nein 
Wenn (7) Ja: Wo ist das?           
             
(8) Gibt es hier im Bahnhofsbereich Probleme durch Schmutz und Unordnung?  
Z.B. Müll, Graffiti, Betteln, Belästigung, Vandalismus, Drogen- und Alkoholkonsum 
[ ] Ja  [ ] Nein 
Wenn (8) Ja: Welche Probleme sind das im Einzelnen? (Mehrfachnennungen) 
[ ] undisziplinierte Verhalten, Belästi-
gung 
[ ] Abfall, Sperrmüll 
[ ] Graffiti

MaKoS à Masterplan Kommunale Sicherheit 
Erhebungsinstrumente 268 
[ ] Konsum illegaler Drogen 
[ ] Alkoholkonsum  
[ ] Betteln 
[ ] Herumlungern 
[ ] Vandalismus, Zerstörungen 
[ ] Anderes, und zwar:    
       
 
 (9) Finden hier im Bahnhofsbereich auch Auseinandersetzungen oder Konflikte 
zwischen Gruppen statt? 
[ ] Ja  [ ] Nein  
Wenn Ja: Um welche Konflikte oder Verstöße handelt es sich? (Mehrfachnennung) 
 [ ] Konflikte unter Nachbarn  
[ ] Konflikte auf der Straße   
[ ] interethn. / interkulturelle Konflikte  
[ ] verbale Auseinandersetzungen  
[ ] Verstoß  gegen Regeln, Vorschriften 
[ ] Gewaltanwendung  
[ ] Störungen (z.B. Immissionen wie 
Lärm, Gerüche) 
[ ] andere:     
      
(10) Was müsste – Ihrer Meinung nach – getan werden, um die Sicherheitssitua-
tion hier im Bahnhofsbereich zu verbessern? 
             
             
             
Danke für das Gespräch! 
Nicht erfragen, aber über befragte Person notieren: 
Geschlecht  [ ] weiblich  [ ] männlich 
Altersschätzung [ ] unter 20 Jahre  [ ] in den 20er Jahren 
   [ ] 30 bis 60 Jahre [ ] über 60 Jahre  
Migrationskontext [ ] südosteuropäisch [ ] türkisch 
   [ ] deutsch   [ ] anderer Hintergrund 
   [ ] nicht einzuschätzen  
Situation  [ ] Fußgänger/in   [ ] Verweilende (auf Bank o.ä.) 
   [ ] Wartende (Bus/Bahn) [ ] vor öffentlicher Infrastruktur 
   [ ] Kunde vor Geschäft [ ] anderes:     
 
Strichliste über Verweigerungen notieren:

MaKoS à Masterplan Kommunale Sicherheit 
 
Erhebungsinstrumente 269 
Anhang 3: Beobachtungs- und Zählungsbogen 
Nr:   Datum        07/2024 Quartier/Standort:        
 
Zählung der Nutzer 
Datum:        Juli 2024 Wetter:       
Zeitintervall von:       bis      Uhrzeit 
Beobachtende Person:          . 
Manuelle Aufzeichnung mit Strichliste: Gleichzeitige Ereignisse in eine Reihe 
Zu Fuß gehende Menschen in Bewegung 
(Fußgängerfluss)  
Verweilende Menschen (in örtlich gebun-
denen Aktivitäten) 
Frauen 
Min. 1 
Min. 2 
Min. 3 
Min. 4 
Min. 5 
Min. 6 
Min. 7 
Min. 8 
Min. 9 
Männer Frauen Männer 
Mit dem Fahrrad Fahrende 
Min. 1 
Min. 2 
Min. 3 
Min. 4 
Min. 5 
Min. 6 
Min. 7 
Min. 8 
Min. 9 
Mit dem Auto Fahrende 
 
 
 
 
 
 
 
Unvorhergesehene Ereignisse: 
 
Punktvergabe: Personen (als Passanten und/oder als Verweilende) festgestellt... 
5 Punkte in jeder Minute des Intervalls (sehr lebendig). 
4 Punkte in mehr als der Hälfte des Zeitintervalls (lebendig). 
3 Punkte in der Hälfte des Zeitintervalls. 
2 Punkte in weniger als der Hälfte des Zeitintervalls (wenig Quartierleben). 
1 Punkte äußerst selten oder gar nicht während des Zeitintervalls (sehr wenig Quartierleben).

MaKoS à Masterplan Kommunale Sicherheit 
Erhebungsinstrumente 270 
 
Anschließende Beobachtung  
Wo im Untersuchungsbereich halten sich Menschen überwiegend auf?    
             
Welche Aktivitäten finden dort statt?  
[ ] Verweilen 
[ ] Interaktion 
[ ] Spielen  
[ ] Aktion auf Grundstück (z.B. Garten) 
[ ] aus dem Fenster schauen  
[ ] andere:    
      
Wie verteilen sich die Geschlechter?  
[ ] Mehr Männer 
[ ] Mehr Frauen 
[ ] Ungefähr gleichmäßig  
Wie verteilen sich die Altersgruppen?  
[ ] überwiegend mittlere Lebensphase 
[ ] überwiegend ältere Personen 
[ ] überwiegend junge Menschen 
[ ] Ungefähr gleichmäßig  
Nutzungsspuren im Untersuchungsbereich:  
[ ] Trampelpfade 
[ ] zurückgelassene Spielsachen 
[ ] stark genutzte Bänke/Spielgeräte 
[ ] benutzte Abfallkörbe 
[ ] überfüllte Abfallkörbe 
[ ] Müll/Abfälle im öffentlichen Raum 
[ ] hermetisch verriegelte Fensterläden  
[ ] leerstehendes Ladenlokal 
[ ] Schäden an Hausfassade, Fenster, Dach   
[ ] verwahrloste Hauseingänge, defekte Klin-
gelschilder 
[ ] Graffiti, Tags, Markierung an Wänden 
[ ] große Abfallmengen im öff. Raum (z.B. 
Sperrmüll)     
     
      
[ ] andere Nutzungszeichen   
      
      
 
Punktvergabe: Einschätzung des Bereichs als ... 
[5] sehr ordentlicher Bereich:        5 Punkte 
[4] überwiegend ordentlicher Bereich mit einigen Verwahrlosungszeichen: 4 Punkte 
[3] trotz vieler Nutzungsspuren noch ordentlicher Bereich:    3 Punkte 
[2] unordentlicher Bereich mit vielen Verwahrlosungsspuren:    2 Punkte 
[1] stark heruntergekommener, verwahrloster Bereich    1 Punkt 
[0] Nicht anwendbar:         0 Punkte

MaKoS à Masterplan Kommunale Sicherheit 
 
Erhebungsinstrumente 271 
Anhang 4: Leitfaden für Gespräche mit lokalen Stakeholdern 
 
Datum      07/2024  Quartier:      
 
Lokale Schlüsselperson          
 
Schlüsselfragen:  
Wie schätzen Sie die Sicherheitssituation hier im Veedel ein?  
             
             
             
Welche Formen von Kriminalität und Unordnung haben Sie im Laufe des Jahres 2024 hier im Veedel 
beobachtet? 
             
             
             
Wer kümmert sich? Wer interveniert und setzt Regeln durch? Auf wen können Sie sich verlassen? 
             
             
             
Was fehlt, um die Sicherheitssituation zu verbessern?  
             
             
             
Welche Veränderungen wünschen Sie sich...? Was müsste hier passieren?

MaKoS à Masterplan Kommunale Sicherheit 
 
Verzeichnisse 272 
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis 
Nr. Abbildungen Seite 
1 Drei Stufen des Verfahrens „Masterplan Kommunale Sicherheit“ 12 
2 Übersicht über das Verfahren „Masterplan Kommunale Sicherheit“  13 
3 Indikatoren als Repräsentation des „Eisbergs der Unsicherheit“ 25 
4 Instrumentelle Perspektiven auf der dritten Stufe des Masterplans 30 
6 Kölner Stadtteile nach Verteilung von Lebenslagetypen 56 
7 Siedlungsbereich der vier belasteten Quartiere in Ehrenfeld 93 
8 Siedlungsbereich der vier belasteten Quartiere in Kalk 94 
9 Siedlungsbereich der fünf belasteten Quartiere in Mülheim 95 
10 Stellungnahmen von Kindern und Jugendlichen zur Sicherheitssituation 
in Mülheim im Rahmen des Online-Kartendialogs HEY Mülheim 96 
11 
Kölner Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord im Rah-
men des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ zur Verbesserung 
der Lebensbedingungen 
97 
12 
Kölner Sozialraum Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil im 
Rahmen des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ zur Verbesse-
rung der Lebensbedingungen 
99 
13 
Kölner Sozialraum Buchheim, Buchforst, Mülheim-Nord und Keupstraße 
im Rahmen des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ zur Verbes-
serung der Lebensbedingungen 
100 
14 
Kölner Sozialraum Ostheim und Neubrück im Rahmen des Programms 
„Starke Veedel – Starkes Köln“ zur Verbesserung der Lebensbedingun-
gen 
102 
15 Verteilung der 45 identifizierten Quartiere mit einer hohen Fluktuation 
und Kriminalitätsbelastung über die Kölner Stadtteile 107 
16 Priorisierung von Quartieren für die vertiefenden Analysen durch die 
Teilnehmenden des raumbezogenen Workshops 
114 
17 Strategie der parallelen Pfade zu einer raumbezogenen und schulbezo-
genen Prävention 
116 
18 Zusammenfassung der Empfehlungen des schulbezogenen Workshops 121 
19 Verteilung der Straßenkriminalität über die Straßen der Kalker Quar-
tiere Vorster- und Trimbornstraße im Jahr 2023  
133 
20 Schnittstellen des S-Bahnhofs zur Trimbornstraße  137

MaKoS à Masterplan Kommunale Sicherheit 
 
Verzeichnisse 273 
21 Fehlende Orientierungshilfen beim Verlassen des S-Bahnhofs Trimborn-
straße  
137 
22 Unstrukturierte Situation vor dem S-Bahnhof und Trimbornstraße als Ver-
bindungsachse 
138 
23 Aufstellung von Wanderbäumen durch engagierte Nachbarn 138 
24 Impressionen vom Platz Kalk Post 140 
25 Enge Fußwege auf der Steprathstraße  141 
26 Erneuerungsbedarf im Breuerpark (Ostseite) zwischen Breuer- und 
Steprathstraße  
141 
27 Enger Durchgang in den Breuerpark (Westseite) zwischen Breuer- und 
Josephskirchstraße  
142 
28 Erdgeschosszone ohne auf die Straße gerichtete Fenster 142 
29 Unordnung im öffentlichen Raum der Breuerstraße  142 
30 Hotspot Kalk-Mülheimer Straße  143 
31 Gelungene Nachverdichtungen auf ehemaligen Industriebrachen zwi-
schen der Rolshover, Dillenburger sowie Robertstraße und im Bereich 
der Grünebergstraße 
144 
32 Kalker Markt 144 
33 Wenige Beeinträchtigungen des Lichteinfalls durch Bogenlampen sowie 
Standorte gegenüber von Bäumen 
146 
34 Beispiele für Verschattungen durch Baumkronen in der Kalk-Mülheimer 
Straße, Steprathstraße, Kalker Hauptstraße und Dillenburger Straße  
147 
35 Hohe Straßenlaternen an der Kalker Hauptstraße und niedrigere Lam-
pen im Fußgängerformat am Ottmar- Pohl-Platz sowie am Bezirksrathaus 
in der Steprathstraße  
148 
36 Dunkler Straßenabschnitt durch defekte Beleuchtung in der Trimborn-
straße  
149 
37 
 
Reduzierte Umfeldbeleuchtung am S-Bahnhof Trimbornstraße  149 
38 Hinreichende Ausleuchtung des Platzes Kalk Post – ergänzt um die Au-
ßenbeleuchtung der angrenzenden Gastronomie  
150 
39 Schlechte Beleuchtungsqualität auf dem Parkplatz hinter dem Geschäft 
von Aldi Süd 
150 
40 Gute Lichtführung (aber auch defekte Lampen) in den Innenhöfen des 
Breuerparks und in den hineinführenden Durchgängen 
151

MaKoS à Masterplan Kommunale Sicherheit 
Verzeichnisse 274 
41 Gute Beleuchtungssituationen in den Nachverdichtungen an der Ecke 
Robert-/Dillenburger Straße und in der Grünebergstraße – ergänzende 
Lichtquellen im Erdgeschoss sowie im halböffentlichen Bereich 
152 
42 Sichtbeziehung vom S-Bahnhof Trimbornstraße auf ein Wandgraffiti 
nach Caspar David Friedrichs „Wanderer über dem Nebelmeer“ in ei-
nem Köln-Kontext 
163 
43 Beobachtungsbereiche und Kamerastandorte der polizeilichen Video-
überwachung in Köln Kalk 
168 
44 Verteilung der Straßenkriminalität über die Straßen der Ehrenfelder 
Quartiere Leo-Amann-Park und Hansemannstraße im Jahr 2023  
187 
45 Schnittstellen des Bahnhofsdreiecks zwischen DB-Bahnhof Ehrenfeld und 
den beiden KVB-Stationen Venloer Straße/Gürtel  
190 
46 U-Bahnstation Venloer Straße/Gürtel – über mehrere Tage defekte und 
verunreinigte Rolltreppe, aber transparente Sichtachsen mit guter Ori-
entierung 
191 
47 Orientierungshinweise für den Weg zur U-Bahn und zum Kölner Busnetz 
auf den Bahnsteigen des Bahnhofs Ehrenfeld 
192 
48 Südöstlicher Ausgang des Bahnhofs Ehrenfeld zur Stammstraße und 
zum Gerhard-Wilczek-Platz 
193 
49 Nordöstlicher Ausgang aus dem Bahnhof Ehrenfeld auf die Hütten-
straße und die Bus -Haltestelle am Ehrenfeldgürtel 
194 
50 Südwestlicher Ausgang des Bahnhofs Ehrenfeld zur Venloer Straße und 
zur U-Bahnstation Venloer Straße/Gürtel  
195 
51 Nordwestlicher Ausgang des Bahnhofs Ehrenfeld zur Bartholomäus-
Schink-Straße  
196 
52 Spielplatz gegenüber dem Ausgang aus dem Bahnhof Ehrenfeld an der 
Bartholomäus-Schink-Straße Ecke Schönsteinstraße  
197 
53 Unübersichtliche städtebauliche Struktur auf der Bartholomäus-Schink-
Straße und an der Ecke zum Ehrenfeldgürtel 
198 
54 Teilweise ungeordnete Situation auf der Hüttenstraße  199 
55 Bedarf an Aufenthaltsmöglichkeiten in der Venloer Straße – teilweise 
kompensiert mit dem Aufstellen von Wanderbäumen durch bürger-
schaftliches Engagement 
200 
56 Reger Fahrradverkehr in der Venloer Straße – Mangel an einer ausrei-
chenden Zahl von Abstellplätzen für Fahrräder 
201 
57 Hohe Quote defekter Fahrräder auf den Abstellplätzen im Bahnhof und 
in der Venloer Straße  
201 
58 Auf den Kraftfahrzeugverkehr fokussierte Hinweisschilder auf der Ven-
loer Straße  
202

MaKoS à Masterplan Kommunale Sicherheit 
 
Verzeichnisse 275 
59 Geringe soziale Kontrolle aus der straßenbegleitenden Bebauung in 
der Heliosstraße –  kaum Fenster auf dem Erdgeschossniveau 
203 
60 Nachbarschaftlicher Wohnbereich in der Stammstraße 204 
61 Nachbarschaftlicher Wohnbereich in der Glasstraße 205 
62 Nachbarschaft von Wohn- und Gewerbenutzungen in der Hansemann-
straße  
206 
63 Nachbarschaftlicher Wohnbereich in der Philippstraße  207 
64 Die Wohnstraßen Marienstraße und Senefelder Straße  208 
65 Körnerstraße als idealtypisches Referenzbeispiel  209 
66 Initiative des PhotoBookMuseums in der Körnerstraße  210 
67 Herbrandstraße  210 
68 Vorplatz des St. Franziskus Hospitals 211 
69 Verunreinigter Spielplatz zwischen Philipp- und Hansemannstraße 212 
70 Beliebter Spielplatz an der Glasstraße  213 
71 Viele Nutzer am Nachmittag im Leo-Amann-Park 214 
72 Auf die Straße konzentrierte Beleuchtung in der Unterführung der Ven-
loer Straße  
215 
73 Beleuchtungssituation am nordwestlichen Bahnhofsausgang auf die Bar-
tholomäus-Schink-Straße  
216 
74 Beleuchtungssituation auf der Bartholomäus-Schink-Straß  217 
75 Beleuchtungssituation am südwestlichen Bahnhofsausgang auf die Ven-
loer Straße  
217 
76 Beleuchtungssituation auf der Venloer Straße vor der Kreuzung mit dem 
Ehrenfeldgürtel 
218 
77 Beleuchtungssituation der östlichen Bahnhofsausgänge auf den 
Gerhard-Wilczek-Platz und zur Bushaltestelle am Ehrenfeldgürtel 
219 
78 Beleuchtungssituation auf der Philippstraße  220 
79 Beleuchtungssituation auf der Glas-, Stamm- und Hansemannstraße 220 
80 Beleuchtungssituation auf der Marien- und Senefelder Straße  221 
81 Verschattung des Lichteinfalls auf der Heliosstraße  221 
82 Beleuchtungssituation in der Hüttenstraße  222 
83 Herbrandstraße  222

MaKoS à Masterplan Kommunale Sicherheit 
Verzeichnisse 276 
84 Defekte Lampen im Umfeld des Rathauses Ehrenfeld 223 
85 Bedarf der Neustrukturierung des Beleuchtungskonzepts auf der Vogels-
anger Straße 
224 
86 Ehrenfeld- und Melatengürtel sowie Subbelrather Straße  225 
 
Nr. Tabellen Seite 
1 Ablaufplan für den raumbezogenen Workshop 26 
2 Ablaufplan für den schulbezogenen Workshop 27 
3 Oberes Dezil der Kölner Quartiere mit der höchsten Fluktuation im Jahr 
2022 35 
4 Problemorte der Unordnung in den Kölner Stadtbezirken in den Jahren 
2022 und 2023 38 
5 Problemorte der Unordnung in den Kölner Quartieren in den Jahren 
2022 und 2023 40 
6 Kölner Schulen mit stark überdurchschnittlicher Häufigkeit von Polizei-
einsätzen in den Jahren 2022 und 2023 55 
7 Straftaten im Schulkontext in den Jahren 2022 und 2023 in den Kölner 
Polizeiinspektionen 58 
8 Tatverdächtige an Schulstandorten in den Jahren 2022 und 2023 in 
den Kölner Polizeiinspektionen 59 
9A Straßenkriminalität je Einwohner in den Kölner Quartieren i m Jahr 
2022 63 
9B Straßenkriminalität je Einwohner in den Kölner Quartieren im Jahr 
2023 66 
10 Statistische Quartiere in Köln mit einer besonders hohen Zunahme von 
Delikten der Straßenkriminalität im Zeitraum der Jahre 2022 und 2023  73 
11 
Statistische Quartiere in Köln mit einer besonders starken Verringerung 
von Delikten der Straßenkriminalität im Zeitraum der Jahre 2022 und 
2023 
74 
12 Statistische Quartiere in Köln mit einer besonders hohen Zunahme von 
Delikten der Straßenkriminalität im Zeitraum der Jahre 2019 bis 2023  79 
13 Statistische Quartiere in Köln mit einer überdurchschnittlichen absoluten 
Entwicklung der Straßenkriminalität von 2019 bis 2023 81 
14 
Hohe Fluktuationsquoten, Belastung durch Unordnung, Schulen mit er-
höhtem Polizeieinsatz und Rangplätze im polizeilichen Vorgangsbear-
beitungssystem nach statistischen Quartieren in Köln – sortiert nach ei-
ner Raumtypologie 
85

MaKoS à Masterplan Kommunale Sicherheit 
 
Verzeichnisse 277 
15 Prozentuale Verteilung von Delikten der Straßenkriminalität in den be-
lasteten Kölner Quartieren im Jahr 2023 105 
16 Demographisches Profil der Untersuchungsquartiere in den Stadtteilen 
Ehrenfeld, Kalk und Merheim im Jahr 2023 
126 
17 Sozialleistungen in den Untersuchungsquartieren der Stadtteile Ehren-
feld, Kalk und Merheim im Jahr 2023 
127 
18 Bildungssituation in den Untersuchungsquartieren der Stadtteile Ehren-
feld, Kalk und Merheim im Jahr 2023 
129 
19 Verteilung von Delikten der Straßenkriminalität über die Straßen der 
Kalker Quartieren Vorster- und Trimbornstraße im Jahr 2023  
131 
20 Audits der städtebaulichen Kriminalprävention in den Kalker Veedel 
Trimbornstraße und Vorsterstraße  
135 
21 Passantenbefragung in den Kalker Veedel im Umfeld des S-Bahnhofs 
Trimbornstraße  
156 
22 Ergebnisse der Befragung im Umfeld des Kalker S-Bahnhofs Trimborn-
straße  
164 
23 Passantenströme zwischen dem S-Bahnhof Trimbornstraße und Kalk Post 
an drei Zeitpunkten 
174 
24 Verteilung von Delikten der Straßenkriminalität über die Straßen der Eh-
renfelder Quartiere Leo-Amann-Platz und Hansemannstraße im Jahr 
2023 
186 
25 Audits der städtebaulichen Kriminalprävention in den Ehrenfelder Vee-
del Leo-Amann-Park und Hansemannstraße  
189 
26 Ergebnisse der Befragung von Passanten in den Veedel im Umfeld des 
Bahnhofs Ehrenfeld 
228 
27 Ergebnisse der Befragung im Umfeld des Bahnhofs Ehrenfeld 234 
28 Verteilung von Delikten der Straßenkriminalität über die Straßen des 
Quartiers Siedlung Madaus – Auf dem Eichenbrett im Jahr 2023 
256

Beratungsverlauf (9)

23.01.2025 Bezirksvertretung 8 (Kalk)
TOP 8.2.6 Anhörung (BV) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
27.01.2025 Ausschuss Schule und Weiterbildung
TOP 6.1 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ohne Votum behandelt

Zur Sitzung
28.01.2025 Gesundheitsausschuss
TOP 5.1 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ohne Votum behandelt

Zur Sitzung
04.02.2025 Jugendhilfeausschuss
TOP 3.1 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ohne Votum behandelt

Zur Sitzung
06.02.2025 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 5.6 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
11.03.2025 Integrationsrat
TOP 8.3 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ohne Votum behandelt

Zur Sitzung
13.03.2025 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 6.2 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ohne Votum behandelt

Zur Sitzung
24.03.2025 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld)
TOP 10.2 Anhörung (BV) Entscheidung

Beschluss: endgültig abgelehnt

Zur Sitzung
19.05.2025 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales
TOP 10.2 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3700/2024
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
31.01.2025
Erstellt
20.11.2024 09:53