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V/0511/2017

Verbindlicher kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2017 - 2020

Vorlagen 02.08.2017

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Anlage zu Vorlage V-0511-2017

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Anlage zu Vorlage V-0511-2017

83911 Zeichen

Kommunaler Pflegebedarfsplan  
für Münster 
2017 – 2020  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
Anlage zu  
Vorlage V/0511/2017

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020   
 
 
 
 
 
Inhalt 
 
1. Einleitung ................................ ................................ ................................ .......................... 3 
 
2. Zielsetzung der Pflegebedarfsplanung................................ ................................ ............... 5 
 
3. Pflegesituation in Münster ................................ ................................ ................................ . 7 
 
4. Pflegeinfrastruktur in Münster ................................ ................................ ...........................11 
4.1 Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster ................................ ................................ 12 
4.2 Kurzzeitpflege ................................ ................................ ................................ .................15 
4.3 Tagespflege ................................ ................................ ................................ ....................18 
4.4 Ambulant betreute Pflege-Wohngemeinschaften ................................ ............................20 
4.5 Ambulante Pflege ................................ ................................ ................................ ...........22 
4.6 Betreuungs- und Unterstützungsangebote nach § 45 SGB XI ................................ ........25 
 
5 Sozialräumliche Pflegeinfrastruktur in Münster ................................ ................................ ..29 
5.1 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Mitte ................................ ............................30 
5.2 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-West ................................ ............................34 
5.3 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Nord ................................ ............................37 
5.4 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Ost ................................ ............................... 40 
5.5 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Südost ................................ .........................42 
5.6 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Hiltrup ................................ ..........................44 
 
6. Zukünftige Entwicklung der Nachfrage von Pflegeleistungen in Münster ..........................46 
 
7. Pflegebedarfsfeststellung 2017 - 2020................................ ................................ ..............48 
 
8. Ausblick ................................ ................................ ................................ ............................50 
 
Anlage 1 - Beratung des Kommunalen Pflegebedarfsplans für Münster 2017 – 2020  
in der Sitzung der Konferenz Alter und Pflege am 14.06.2017 (Bericht/Votum) ....................52 
Anlage 2 - Entwicklung der älteren Bevölkerung in Münster ................................ .................53

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020  3 
 
1. Einleitung 
 
Das am 16.10.2014 in Kraft getretene neue Alten - und Pflegegesetz NRW (APG NRW) eröf f-
net kreisfreien Städten und Kreisen die Möglichkeit, mit dem Instrument der Bedarfsbestät i-
gung auf der Grundlage einer verbindlichen und kriteriengeleiteten Pflegeplanung die qua n-
titative Entwicklung der voll - und teilstationären Angebote der lokalen Pflegeinfrastruktur 
mittelbar zu steuern. Hat sich die Kommune für diese Möglichkeit entschieden, ist eine so l-
che Bedarfsbestätigung Voraussetzung für die Landesförderung der betreffenden Einric h-
tungen bzw. ihrer neuen Plätze. Mit diesem Zusatzinstrument können Kommunen in die G e-
staltung der lokalen Pflegeinfrastruktur regulierend eingreifen, was die weiteren Gestal-
tungsmöglichkeiten wie Information, Beratung und Überzeugung wesentlich ergänzt. Die 
Gestaltungsrolle der Stadt wird gestärkt. 
 
Mit dem gesetzlichen Rahmen des GEPA NRW 1 wird ein Paradigmenwechsel gefördert weg 
von traditionellen Großeinrichtungen im alten Stil hin zu ambulanten Wohn - und Verso r-
gungsarrangements in den Wohnquartieren , die auch eine umfassende Pflege bieten. Der 
Blick richtet sich damit auf eine umfassende  Versorgungssicherheit im gewohnten Umfeld 
bzw. an dem Ort, wo die Menschen leben und wohnen wollen. Das Gesetz bietet dabei auch 
eine Grundlage zur Stärkung der Selbstbestimmung und Teilhabe der Menschen mit Pflege - 
und Unterstützungsbedarf sowie deren Angehö rigen. Die auch in diesem Rahmen aufgegri f-
fenen klaren Vorgaben der UN -Behindertenrechtskonvention hinsichtlich des Anspruchs auf 
Selbstbestimmung gilt es bei der Pflegebedarfsplanung besonders zu berücksichtigen.  
 
Die Entscheidung für die Option, in Müns ter künftig eine verbindliche Pflegebedarfsplanung 
(gem. § 7 Abs. 6 APG NRW) vorzuhalten und damit eine Grundlage für die Erteilung oder 
Versagung einer Bedarfsbestätigung zu haben, unterstützt das Vorhaben ein gesamtstädt i-
sches Quartiersentwicklungskonzept zu erarbeiten (s. Vorlage V/0835/2013). Im Rahmen der 
Quartiersentwicklung sollen mittel - bis langfristig in allen Teilgebieten Münsters Bedingu n-
gen geschaffen werden, die die Anforderungen an altengerechte Quartiere erfüllen. Ziel ist 
die Abkehr von ein em weiteren Ausbau von großen  (Spezial-)Einrichtungen, stattdessen die 
Hinwendung zu individuellen Unterstützungsmodulen für das Leben zu Hause sowie zu qua r-
tiersbezogenen Wohn- und Pflegeangeboten, wozu auch die sog. neuen Wohnformen zä h-
len. Die für ein l ebenslanges Wohnen im Quartier relevante Infrastruktur soll in Zusamme n-
arbeit der Träger und Anbieter von Dienstleistungen, der bürgerschaftlichen Akteure und der 
Stadt vor Ort gestaltet werden. Mit der verbindlichen Pflegebedarfsplanung werden  daher 
wichtige Rahmenbedingungen geschaffen, die die Entwicklung auch der pflegerischen Infr a-
struktur im Rahmen von Quartiersentwicklung begünstigen.  
 
Die verbindliche Bedarfsplanung als Grundlage von Bedarfsbestätigungen muss zuvor vom 
Rat beschlossen und öffentlich bekannt gemacht werden (§ 11 Abs. 7 S. 2 APG NRW), um als 
zusätzliche Fördervoraussetzung gem. § 11 Abs. 7 APG NRW wirksam zu werden. Der B e-
schluss bezieht sich auf alle Plätze, für die der Einrichtungsträger in der Zeit nach dem Rat s-
beschluss erstmals eine Förderung beantragt. Die Entscheidung des Rates muss festlegen, ob 
sich die Bedarfsbemessung auf das gesamte Stadtgebiet beziehen oder ein i n der Bedarf s-
planung ausgewiesener sozialräumlicher Bedarf Grundlage sein soll. Die Stadt Münster be-
                                                
1 Gesetz zur Entwicklung und Stärkung einer demographiefesten, teilhabeorientierten Infrastruktur und 
zur Weiterentwicklung und Sicherung der Qualität von Wohn- und Betreuungsangeboten für ältere 
Menschen, pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen

4 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 
 
zieht in die verbindliche Pflegebedarfsplanung nur die Plätze in vollstationären Einrichtungen 
ein. Somit ist die teilstationäre Pflege (Tagespflege, Nachtp flege) von der verbindlichen Be-
darfsplanung ausgenommen, der Bedarf muss dann bei Neuvorhaben von der Konferenz 
Alter und Pflege festgestellt werden. 
 
Da ein Konzept für eine verbindliche Bedarfsplanung weder gesetzlich vorgegeben noch a n-
derweitig verfügbar ist, müssen die interessierten Kreise und Städte diese Planungsbasis mit 
den entsprechenden Kriterien und Bezugsgrößen selbst entwickeln.  
 
Mit dem im März 2015 von der Verwaltung vorgelegten ersten Pflegebedarfsplan wurde 
zunächst eine  gesamtstädtisch angelegte Bedarfsermittlung  erstellt, der im Jahr 2016  um 
weitere Aspekte  ergänzt und spez ifiziert wurde. Der Planungszeitraum betrifft immer die 
kommenden drei Jahre  ab Beschlussfassung . So wird mit dem vorliegenden Pflegebedarfs-
plan der Zeitraum 2017 – 2020 für die verbindliche Planung abgedeckt. 
 
Perspektivisch soll en in der Weiterentwicklung des Pflegebedarfsplans weitere Angebote 
aufgenommen und dokumentiert werden, die einen möglichst langen Verbleib in der eig e-
nen Wohnung oder im Stadtteil ermöglichen. Unterstützt wird dies durch den am 22.03.2017 
vom Rat der Stadt Münster verabschiedeten „Masterplan altengerechte, inklusive Quartie-
re“, auf dessen Basis die Angebote in den Quartieren zur siche ren Versorgung und alternat i-
ve Pflegeangebote weiterentwickelt werden sollen. So sollen dann auch die weiteren Beda r-
fe älterer Menschen mit und ohne Pflegebedarf in der Planung neuer Konzepte stadtteilor i-
entiert berücksichtigt und integriert werden. Ein erstes Modellprojekt für eine altengerechte 
Quartiersentwicklung hat die Stadt Münster in Hiltrup -Ost begonnen, welches vom Land 
NRW im Rahmen des Landesförderplans Alter und Pflege gefördert wird. Dazu haben sowohl 
der Caritas-Verband, die Diakonie und auch eine Altenpflegeeinrichtung ein Quartiers projekt 
gestartet, weitere sind in Planung.

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020  5 
 
2. Zielsetzung der Pflegebedarfsplanung 
 
Die Stadt Münster will sich mit der verbindlichen Pflegebedarfsplanung ein zusätzliches 
Steuerungsinstrument erschließen, um gemeinsam mit anderen Akteuren, vor allem  mit der 
Kommunalen Konferenz Alter und Pflege an der Entwicklung der örtlichen Pflegeinf rastruk-
tur aktiv mitzuwirken. Leitbild ist eine vielseitige, bedarfs - wie nachfragegerechte Angebots-
landschaft, die den verschiedenen Präferenzen Pflegebedürftiger Rechnung trägt, gegenüber 
geänderten Bedarfen, Struktur - und Qualitätsanforderungen anpassungsfähig ist und deren 
Angebote finanzierbar sind. Die verbindliche Pflegebedarfsplanung soll außerdem die alte n-
gerechte Quartiersentwicklung flankieren . Dabei sollen b estehende Pflegeinfrastruktur und 
künftige Quartiersstrukturen nicht als Gegeneinander , sondern synergetisch verstanden 
werden.  
 
Die verbindliche Pflegebedarfsplanung ist Grundlage für die Bedarfsbestätigung für die Ne u-
errichtung von stationären Pflegeeinrichtungen und dient der Konferenz Alter und Pflege als 
Grundlage für neue  teilstationäre Einrichtungen  bzw. zusätzliche Plätze in solchen Einric h-
tungen, wenn deren Träger die Förderung von Pflegeeinrichtungen nach dem APG  in A n-
spruch nehmen wollen (§ 11 Abs. 7 und § 14 Abs. 1 APG NRW). Der konkrete Zweck des vom 
Rat für verbindlich erklärten Pflegebedarfsplans besteht daher darin, eine überprüfbare En t-
scheidungsgrundlage für die Erteilung oder Versagung der kommunalen Bedarfsbes tätigung 
bereitzustellen; sie ist Zugangsöffner für die Landesförderung. Damit hat die verbindliche 
Pflegebedarfsplanung vor allem eine instrumentelle Funktion. Belastbare empirische Auss a-
gen über Zahlen fehlender Plätze, die (noch) errichtet werden müssen , um eine tatsächlich 
zu erwartende bzw. prognostizierte Inanspruchnahme mit zusätzlichen Kapazitäten an voll - 
oder teilstationären Plätzen zu bedienen, lassen sich aus einem Pflegebedarfsplan mit dieser 
Funktion dagegen nicht entnehmen. Um gültige Aussage n treffen zu können, inwieweit Pfl e-
gekapazitäten fehlen, die sich allein durch zusätzliche teil - oder vollstationäre Plätze auffü l-
len lassen, müsste dem Pflegebedarfsplan ein Messkonzept unterlegt werden, das auf der 
einen Seite sämtliche Pflegeangebote mi t ihren Ka pazitäten und Auslastungen  auch unter 
Berücksichtigung der Angebotsqualitäten und -bandbreiten abgreift, auf der anderen Seite 
die gegenwärtigen und künftig erwartbaren Individualbedürfnis se implementiert . Derart 
anspruchsvolle Konzepte gehen jedoch weit über die gesetzliche Funktion der verbindlichen 
Pflegebedarfsplanung hinaus. Zugleich könnte ihre auf klassische Pflegeangebote begrenzte 
Sicht nicht die Effekte erfassen oder abbilden, die sich  aus der Entwicklung wohnortnaher, 
umfassender Versor gungsinfrastruktur(en) für die Bedarfe an jenen Pflegeangeboten erg e-
ben. 
 
Dennoch enthält der vorliegende Pflegebedarfsplan auch (Bestands -)Informationen über 
andere Bereiche des Pflegesektors, um den Blick auf ein integriertes und den Bedarfen a n-
gepasstes Pflegeangebot zu richten. Genauere Aussagen über Abhängigkeiten zwischen voll - 
und teilstationärer Pflege einerseits und anderen Pflegeangeboten andererseits werden j e-
doch erst im Rahmen der Weiterentwicklung der Pflegebedarfsplanung getroffen werden 
können. Dabei werden neben der klassischen P flege auch alternative bzw. neu  entwickelte 
Angebote und Modelle einbezogen.  Abgesehen von ambulanter Pflege gehören dazu u. a. 
Demenz-Wohngruppen, neue Wohnformen sowie vor allem quartiersbezogene Angebote 
und Verso rgungsstrukturen. Da ambulante Pflege oder alternative Pflegemodelle wie z. B. 
die Demenz-Wohngruppen nicht in jedem Einzelfall mit im Vergleich zur stationären Pflege 
geringeren Kosten verbunden sind, muss auch der Kostengesichtspunkt im Blick bleiben,

6 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 
 
wenngleich Vergleiche zwischen stationären und anderen Pflegeformen Aspekte der persö n-
lichen Situation nicht ausblenden dürfen. Die stationäre Pflege kämpft zudem mit einem 
kritischen Ruf, der durch Berichte in den Medien immer wieder angefacht wird. Die wei t 
überwiegende Zahl der Menschen will ihr Leben bis ins hohe Alter in der vertrauten Umg e-
bung ihres Wohnquartieres verbringen. Auch bei eintretender Pflegebedürftigkeit besteht 
der Wunsch nach einem Wohn - und Pflegeangebot, das eine eigene Häuslichkeit wie  auch 
eine Versorgungssicherheit bietet. Bei der Weiterentwicklung der Pflegeinfrastruktur und 
Quartiersentwicklung muss dies mit einbezogen werden. 
 
Generell benötigt die Pflege eine Imageaufbesserung, sowohl für die Pflege im Heim (Nu t-
zerperspektive) als auch für den Arbeitsmarkt Pflege. Es wird bereits jetzt und nicht erst in 
Zukunft eine deutlich höhere Anzahl an Pflegekräften benötigt, es finden sich aber nicht g e-
nügend Interessierte. Aus diesem Grund hat die Landesregierung 2012 die Altenpflegeuml a-
ge wieder eingeführt. So erhalten die tatsächlich ausbildenden Einrichtungen die Ausbi l-
dungsvergütung aus einem Ausbildungsfonds erstattet, in den alle Pflegeeinrichtungen ei n-
zahlen müssen. Damit konnte von 2012 bis heute (2016) die Anzahl der Auszubildenden in 
der Altenpflege um rund 75 Prozent gesteigert werden.

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020  7 
 
3. Pflegesituation in Münster 
 
Seit 1999 wird in NRW  von Information und Technik Nordrhein -Westfalen (IT.NRW) als st a-
tistischem Landesamt anhand der Daten der Leistungsempfänger/innen der Pflegeversiche-
rung in NRW die Pflegestatistik erstellt. Die Sta tistik wird im Abstand von zwei Jahren jeweils 
zum 31. Dezember durchgeführt. Die aktuellsten Daten liegen für 2015 vor.  
 
Tabelle 1 
Leistungsempfänger/-innen der Pflegeversicherung in Nordrhein-Westfalen 
(im Dezember 2015) 
Verwaltungsbezirk 
––––––––––––––– 
Pflegestufe1) 
Leistungsempfänger/-innen der Pflegeversicherung 
insgesamt 
davon erhielten 
ambulante 
Pflege 
vollstationäre 
Pflege Pflegegeld2) 
Nordrhein-
Westfalen   
     Pflegestufe I   372 980   90 379   64 497   218 104  
 Pflegestufe II   194 058   46 757   64 374   82 927  
 Pflegestufe III   69 594   14 230   34 291   21 073  
 
bisher noch keiner 
Pflegestufe zugeordnet     1 471  –   1 471  –  
 Insgesamt   638 103   151 366   164 633   322 104  
  100 % 23,7 % 275,8 % 50,8 % 
Reg.-Bez. Münster    
     Pflegestufe I   54 076   14 337   9 841   29 898  
 Pflegestufe II   26 734   6 965   9 310   10 459  
 Pflegestufe III   8 398   1 750   4 251   2 397  
 
bisher noch keiner 
Pflegestufe zugeordnet      238  –    238  –  
 Insgesamt   89 446   23 052   23 640   42 754  
  100 % 25,8 % 26,4 % 47,8 % 
Münster, Stadt        
     Pflegestufe I   4 126   1 196   1 151   1 779  
 Pflegestufe II   2 013    488    920    605  
 Pflegestufe III    714    160    402    152  
 
bisher noch keiner 
Pflegestufe zugeordnet      80  –    80  –  
 Insgesamt   6 933   1 844   2 553   2 536  
  100 % 26,6 % 36,8 % 36,6 % 
1) Pflegestufe III: einschl. Härtefälle; 2) ohne Empfänger von Pflegegeld, die zusätzlich ambulante 
Pflege erhalten (diese werden bei der ambulanten Pflege berücksichtigt) 
Quelle: Information und Technik NRW 
 
Mit zunehmender Pflegestufe verschiebt sich die Pflege in den vollstationären Bereich. Im 
Vergleich zu Gesamt-NRW und dem Regierungsbezirk Münster fällt auf, dass Münster einen 
deutlich höheren Anteil an stationärer Pflege und sehr viel niedrigeren Anteil an Pflegegeld 
(Pflege von Angehörigen) aufweist. Die Ursache kann in der Lage und Funktion der S tadt

8 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 
 
Münster als Oberzentrum liegen, Einfluss haben möglicherweise auch die eher städtischen 
Gesellschaftsstrukturen im Vergleich zum ländlichen Raum.  
 
Tabelle 2 
Leistungsempfänger/-innen der Pflegeversicherung 
in Nordrhein-Westfalen 2011, 2013 und 2015 (jeweils im Dezember) 
Verwaltungsbezirk 
––––––––––––––– 
Pflegestufe1) 
Leistungsempfänger/-innen der Pflegeversicherung 
20112) 2013 2015 
Veränderung 
2015  
geg. 2013 
Nordrhein-
Westfalen       
 Pflegestufe I   305 098   331 262  372 980 +  12,6 %    
 Pflegestufe II   176 633   181 488  194 058 +  6,9 %    
 Pflegestufe III   65 138   66 678  69 594 +  4,4 %    
 
bisher noch keiner Pfle-
gestufe zugeordnet      964   2 064  1 471 - 28,7 %    
 Insgesamt   547 833   581 492  638 103 +  9,7 %    
Reg.-Bez. 
Münster        
 Pflegestufe I   44 684   47 833  54 076 +  13,1 %    
 Pflegestufe II   24 921   24 877  26 734 + 7,5 %    
 Pflegestufe III   8 028   8 168  8 398 +  2,8 %    
 
bisher noch keiner Pfle-
gestufe zugeordnet      109    352  238 - 32,4 %    
 Insgesamt   77 742   81 230  89 446 +  10,1 %    
Münster, 
Stadt            
 Pflegestufe I   3 526   3 820  4 126 +  8,0 %    
 Pflegestufe II   1 909   2 064  2 013 - 2,5 %    
 Pflegestufe III    660    696  714 +  2,6 %    
 
bisher noch keiner Pfle-
gestufe zugeordnet      25    48  80 + 66,7 %    
 Insgesamt   6 120   6 628  6 933 +  4,6 %    
1) Pflegestufe III: einschl. Härtefälle; 2) Vergleichbarkeit zu den Vorjahren eingeschränkt 
Quelle: Information und Technik NRW 
 
Die Entwicklung der  Pflegebedürftigkeit nach Pflegestufen zeigt die größte Zunahme in der 
Pflegestufe I auf, wobei im Vergleich in Münster auch die Zunahme in Pflegestufe II sich äh n-
lich entwickelt. Insgesamt ist eine deutliche Zunahme der Leistungsempfänger /-innen der 
Pflegeversicherung festzustellen , was auch einen erhöhten Bedarf an Pflegeinfrastruktur 
erfordert.

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020  9 
 
Tabelle 3 
Leistungsempfänger/-innen der Pflegeversicherung in Münster 
Jahr Insgesamt je 1 000 Ein-
wohner 
davon erhielten am 15.12. Pflegegeld am 
ambulante Pflege stationäre Pflege1)  31.12.2) 
1999 5 447  21 1 295 1 849 2 303  
2001 5 395  20 1 352 1 740 2 143  
2003 5 187  19 1 349 2 112 1 726  
2005 5 294  20 1 339 2 221 1 734  
2007 5 714  21 1 605 2 343 1 766  
2009 5 573  20 1 534 2 130 1 909  
2011 6 120 21 1 686 2 280 2 154 
2013 6 628 22 1 941 2 365 2 322 
2015 6 933 22 1 844 2 553 2 536 
1) Bei der Ermittlung der Gesamtzahl der Pflegebedürftigen in Einrichtungen werden ab der Erhe-
bung 2009 die Besucher von Tagespflegeeinrichtungen nicht mehr addiert. 
2) Ohne Empfänger und Empfängerinnen von Kombinationsleistungen, die bereits bei der ambulan-
ten 
    oder stationären Pflege berücksichtigt sind. 
Quelle: Information und Technik Nordrhein-Westfalen 
 
 
Tabelle 4 
Pflegebedürftige nach Versorgungsart in Münster, Entwicklung von 2013 zu 2015 
  Pflegebedürftige 2013 Pflegebedürftige 2015 Veränderung 
2015 geg. 2013 
Stationäre Pflege 2 365 35,7 % 2 553 36,8 % + 7,9 % 
Pflege zu Hause 4 263 64,3 % 4 380 63,2 % + 2,8 % 
-  durch Angehörige 2 322 35,0 % 2 536 36,6 % + 9,2 % 
-  mit bzw. durch ambu-
lante Pflegedienste 1 941 29,3 % 1 844 26,6 % - 5,0 % 
Insgesamt 6 628 100 % 6 933 100 % + 4,6 % 
Quelle: Information und Technik Nordrhein-Westfalen 
 
 
Die Daten in Tabelle 4 machen die Entwicklung der Pflege deutlich. Durch die Pflege mit a m-
bulanten Pflegediensten kann der Wunsch vieler Pflegebedürftiger, in der eigenen Wohnung 
oder in bekanntem Umfeld ggf. bei Angehörigen zu verbleiben, ermöglicht werden. Häufig 
können pflegende Angehörige eine Entlastung wahrnehmen oder auch ggf. berufstätig blei-
ben sowie andere familiäre Verpflichtungen wahrnehmen. Dennoch zeigt sich hier erstmals 
ein Rückgang in der professionellen Pflege zu Hause, in der stationären Pflege dagegen eine 
leichte Zunahme.

10 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 
 
 
 
 
Tabelle 5 
Leistungsempfänger/-innen aus der Pflegeversicherung in Münster nach Altersstufen 
am 15.12.15 
Alter von … 
bis unter… 
insgesamt ambulante 
Pflege 
vollstationäre Pflege Pflege-
geld 1) 
nachr.: 
teilstatio-
näre Pfle-
ge 2) 
zusammen Dauer-
pflege 
Kurzzeit-
pflege 
Tages-
pflege 
Insgesamt  6 933 1 845 2 553 2 430  123 2 535  222 
0 - 65 Jahre 1 101  168  150  141  12  777  9 
65 - 70 Jahre  252  66  69  63 6  117  3 
70 - 75 Jahre  444  120  162  156  9  159  9 
75 - 80 Jahre  903  273  306  288  18  324  48 
80 - 85 Jahre 1 149  357  444  414  30  351  54 
85 - 90 Jahre 1 554  450  642  612  33  459  60 
90 - 95 Jahre 1 131  294  573  552  18  264  33 
95 Jahre und 
älter   399  114  207  207  0  81  6 
1) Ohne Empfänger/-innen von Pflegegeld, die zusätzlich auch ambulante Pflege erhalten. Diese 
werden bei der ambulanten  Pflege berücksichtigt. Stichtag: 31.12.2015. Zudem ohne Empfänger/-
innen von Kurzzeit- bzw. Verhinderungspflege. Diese werden bereits bei der vollstationären bzw. 
ambulanten Pflege erfasst. 
2) Empfänger/-innen von Tages- und Nachtpflege erhalten in der Regel auch Pflegegeld oder am-
bulante Pflege. Sie sind dadurch bereits bei der Zahl der Pflegebedürftigen insgesamt erfasst und 
werden hier nur nachrichtlich ausgewiesen. 
Quelle: Information und Technik Nordrhein-Westfalen 
 
 
Der Aufgliederung der Empfängerinnen und Empfänger von Pflegeversicherungsleistungen 
nach Altersstufen zeigt, dass die Pflegebedürftigkeit bei Menschen über 80 Jahren am größ-
ten ist (vgl. Tab. 5). Deutlich wird hier auch, dass die Pflege zu Hause mit zunehmendem Al-
ter schwieriger wird. Dies mag zum einen auch am zunehmenden Alter der Angehörigen 
bzw. ihrem Fehlen liegen, da der Partner oder die Partnerin bereits verstorben ist, zum an-
deren der Grad der Pflegebedürftigkeit sich erhöht.

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020  11 
 
4. Pflegeinfrastruktur in Münster 
 
Die Pflegeinfrastruktur setzt sich in Münster vielfältig zusammen und ist in stetigem Wach s-
tum, wie aus Tabelle 6 ersichtlich wird: 
 
Tabelle 6 
Pflegerische Infrastruktur in Münster 
Am 
31.12. 
Stationäre 
Pflegeplätze 
Plätze in ambulant be-
treuten Wohngemein-
schaften 
Tages- 
pflegeplätze 
Kurzzeit- 
pflegeplätze  
Anzahl 
1999 1 875   20   84   67  
2000 1 960   20   104   78  
2001 2 100   20   104   93  
2002 2 100   20   104   93  
2003 2 145   20   116   105  
2004 2 145   20   122   116  
2005 2 171   29   107   114  
2006 2 261   58   107   131  
2007 2 416   77   95   152  
2008 2 406   110   113   163  
2009 2 481   118   113   183  
2010 2 508   136   113   198  
2011 2 607   136   152   184  
2012 2 647   136   152   190  
2013 2 667   147   152   199  
2014 2 637   171   164   210  
2015 2 646   180   180   221  
2016 2 646 206 193 233 
Quelle: Stadt Münster - Sozialamt 
 
Nachfolgend werden zunächst die Einrichtungen im gesamten Gebiet der Stadt Münster mit 
ihren Angeboten aufge führt. Eine sozialräumliche Darstellung erfolgt in Kapitel 5  auf Stadt-
bezirksebene.

12 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 
 
4.1 Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster 
 
In Münster gibt es derzeit 33 vollstationäre Pflegeheime . In vielen Einrichtungen wird auch Kurzzeitpflege  angeboten (s. 4.2). Einige Einrichtungen 
haben auch weitere Pflegeangebote im bzw. am Haus angebunden.  
 
Tabelle 7  
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster, Stand 2016 
  Einrichtung Straße PLZ Stadtbezirk Stadtteil Plätze EZ DZ EZ-Quote 
1 Achatius-Haus Wolbeck Münsterstr. 24 b/c 48167 Südost Wolbeck 66 66 0 100,0 
2 Alexianer - Haus Heidhorn Westfalenstr. 490 48165 Hiltrup Amelsbüren 52 52 0 100,0 
3 Alexianer – Haus Thomas Alexianerweg 8 48163 Hiltrup Amelsbüren 54 46 4 92,0 
4 Altenheim Friedrichsburg Offenbergstraße 19 48151 Mitte Pluggendorf 138 114 12 90,5 
5 Altenheim St. Elisabeth Südlohnweg 1 48161 West Gievenbeck 92 92 0 100,0 
6 Altenwohnheim St. Lamberti Scharnhorststr. 4-8 48151 Mitte Pluggendorf 83 65 9 87,4 
7 Altenhilfe-Zentrum d. Missionsschwes-
tern 
Haus Franziska 
Westfalenstr. 109 48165 Hiltrup Hiltrup-Mitte 60 60 0 100,0 
8 Altenzentrum Klarastift (incl. Casa Vitae) Andreas-Hofer-Str. 70 48145 Mitte Herz-Jesu 119 113 3 97,4 
9 Cohaus-Vendt-Stift Krumme Str. 39/40 48143 Mitte Aegidii 82 82 0 100,0 
10 DKV-Residenz am  
Tibusplatz Tibusplatz 1 48143 Mitte Buddenturm 49 43 3 93,5 
11 Ev. Altenhilfezentrum 
Meckmannshof Meckmannweg 74 48163 West Mecklenbeck 171 59 56 51,3 
12 Ev. Seniorenzentrum Handorfer Hof Handorfer Str. 24 48157 Ost Handorf 78 78 0 100,0 
13 Friederike-Fliedner-Haus Coerdestr. 56 48147 Mitte Kreuz 80 70 5 93,3 
14 Fritz-Krüger-Seniorenzentrum  Gartenbreie 1 48151 West Gievenbeck 81 81 0 100,0 
15 Haus für ältere Mitbürger 
Wohnen in Pastors Garten Alte Dorfstr. 10 48161 West Roxel 40 40 0 100,0 
16 Haus Maria Trost Sankt-Mauritz-Freiheit 52 48145 Mitte Herz-Jesu 80 80 0 100,0

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020  13 
 
  Einrichtung Straße PLZ Stadtbezirk Stadtteil Plätze EZ DZ EZ-Quote 
17 Haus v. Guten Hirten,  Bereich Pflege  Mauritz-Lindenweg 61 48145 Mitte Herz-Jesu 20 16 2 88,9 
18 Haus Wilkinghege Wilkinghege 55 48159 Nord Kinderhaus West 65 65 0 100,0 
19 Johanniter-Stift Münster Weißenburgstr. 48 48151 Mitte Geist 80 80 0 100,0 
20 Kardinal-von-Galen-Stift Clemens-August-Platz 8a 48167 Südost Angelmodde 66 54 6 90,0 
21 LWL Pflegezentrum Münster Friedr.-W.-Weber-Str. 30 48147 Mitte Uppenberg 80 72 4 94,7 
22 Maria-Hötte-Stift Düesbergweg 143 48153 Mitte Düesberg 123 97 13 88,2 
23 Marienheim An der Alten Kirche 5 48165 Hiltrup Hiltrup-Mitte 83 71 6 92,2 
24 Meyer-Suhrheinrich-Haus Marktallee 42 48165 Hiltrup Hiltrup-Mitte 42 42 0 100,0 
25 Papst-Johannes-Paul-Stift Culmer Str. 16 48157 Nord Coerde 72 72 0 100,0 
26 Perthes-Haus Münster Wienburgstr. 60 48147 Mitte Uppenberg 87 56 16 77,8 
27 Residenz Aaseehof Pottkamp 25 48149 Mitte Schloss 80 72 4 94,7 
28 Schölling-Lentze-Heim Bohlweg 5 48147 Mitte Schlachthof 21 21 0 100,0 
29 Seniorenresidenz  
Kastanienhof Ostmarkstr. 9 48145 Mitte Mauritz-Mitte 62 44 9 83,0 
30 Seniorenzentrum Albachten Rottkamp 49 48163 West Albachten 66 56 5 91,8 
31 Seniorenzentrum Haus Simeon Am Berg Fidel 70 48153 Hiltrup Berg-Fidel 149 149 0 100,0 
32 Seniorenzentrum Martin-Luther-Haus Fliednerstr. 17 48149 West Sentrup 151 133 9 93,7 
33 Wohnstift am Südpark Clevornstraße 5 48153 Mitte Schützenhof 74 58 8 87,9 
 Gesamt     2.646 2.299 174 93 
 
Ausgewiesene Sonderformen 
1. Stationäre Hausgemeinschaftsangebote für an Demenz Erkrankte: Klarastift, Meyer-Suhrheinrich-Haus (ausschließlich), DKV Residenz 
2. Angebot für Wachkomapatienten, 16 Plätze im Klarastift (Casa Vitae) 
3. Angebote für junge Pflegebedürftige, 18 Plätze im Achatius-Haus Wolbeck 
4. Christopher-Haus Münster-Hiltrup, Westfalenstr. 176, ambulante Pflege durch Air Vital, 70 Plätze, Menschen mit Dauerbeatmung 
5. Intensivpflege-Angebot im Mathildenstift, DRK-Schwesternschaft, 9 Plätze 
6. Pflege für ältere Menschen mit Behinderungen: Alexianer - Haus Thomas, LWL-Pflegezentrum

14 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 
 
 
 
Grafik 1 
Karte Vollstationäre Einrichtungen in Münster

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020  15 
 
4.2 Kurzzeitpflege 
 
Mit der Kurzzeitpflege wird vorübergehende Pflegebedürftigkeit z. B. nach einem Kranke n-
hausaufenthalt oder bei Verhinderung der pflegenden Angehörigen die Pflege abgedeckt. Es 
gibt solitäre Kurzzeitpflegeangebote  und eingestreute Kurzzeitpflege bei vielen Altenpfleg e-
einrichtungen. 
 
Tabelle 8 
Kurzzeitpflege, Stand 2016 
eingestreute Kurzzeitpflege      
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadt-
bezirk 
Stadtteil Plätze 
1 Achatius-Haus Wolbeck Münsterstr. 24 b/c 48167 Südost Wolbeck 4 
2 Alexianer - Haus Heid-
horn 
Westfalenstr. 490 48165 Hiltrup Amelsbüren 6 
3 Alexianer – Haus Thomas Alexianerweg 8 48163 Hiltrup Amelsbüren 4 
4 Altenheim Friedrichsburg Offenbergstraße 19 48151 Mitte Pluggendorf 8 
5 Altenheim St. Elisabeth Südlohnweg 1 48161 West Gievenbeck 5 
6 Altenwohnheim  
St. Lamberti 
Scharnhorststr. 4-8 48151 Mitte Pluggendorf 2 
7 Altenzentrum Klarastift Andreas-Hofer-Str. 
70 
48145 Mitte Herz-Jesu 3 
8 Cohaus-Vendt-Stift Krumme Str. 39/40 48143 Mitte Aegidii 3 
9 Ev. Altenhilfezentrum 
Meckmannshof 
Meckmannweg 74 48163 West Mecklenbeck 15 
10 Friederike-Fliedner-Haus Coerdestr. 56 48147 Mitte Kreuz 10 
11 Haus für ältere Mitbürger 
Wohnen in Pastors Gar-
ten 
Alte Dorfstr. 10 48161 West Roxel 4 
12 Haus Maria Trost Sankt-Mauritz-
Freiheit 52 
48145 Mitte Herz-Jesu 5 
13 Johanniter-Stift Münster Weißenburgstr. 48 48151 Mitte Geist 10 
14 Kardinal-von-Galen-Stift Clemens-August-
Platz 8a 
48167 Südost Angelmodde 2 
15 LWL Pflegezentrum  
Münster 
Friedr.-W.-Weber-
Str. 30 
48147 Mitte Uppenberg 2 
16 Maria-Hötte-Stift Düesbergweg 143 48153 Mitte Düesberg 6 
17 Marienheim An der Alten Kirche 5 48165 Hiltrup Hiltrup-Mitte 1 
18 Seniorenzentrum 
Martin-Luther-Haus 
Fliednerstr. 17 48149 West Sentrup 8 
19 Papst-Johannes-Paul-Stift Culmer Str. 16 48157 Nord Coerde 2 
20 Perthes-Haus Münster Wienburgstr. 60 48147 Mitte Uppenberg 4 
21 Residenz Aaseehof Pottkamp 25 48149 Mitte Schloss 15 
22 Seniorenresidenz  
Kastanienhof 
Ostmarkstr. 9 48145 Mitte Mauritz-
Mitte 
8

16 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 
 
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadt-
bezirk 
Stadtteil Plätze 
23 Seniorenzentrum  
Albachten 
Rottkamp 49 48163 West Albachten 10 
24 Ev. Seniorenzentrum  
Handorfer Hof 
Handorfer Str. 24 48157 Ost Handorf 8 
25 Seniorenzentrum  
Haus Simeon 
Am Berg Fidel 70 48153 Hiltrup Berg-Fidel 8 
26 Wohnstift am Südpark Clevornstraße 5 48153 Mitte Schützenhof 4 
Gesamt     157 
Solitäre Kurzeitpflege 
     
27 Altenhilfe-Zentrum der 
Missionsschwestern 
Haus Maria 
Westfalenstr. 109 48165 Hiltrup Hiltrup-Mitte 20 
28 Clemenshospital Düesbergweg 143 48153 Mitte Düesberg 18 
29 Fritz-Krüger-
Seniorenzentrum  
Gartenbreie 1 48161 West Gievenbeck 15 
30 Raphaelsklinik Loerstr. 23 48143 Mitte Dom 23 
Gesamt     76 
 
Ergänzung: 
Ambulantes Angebot „Zimmer im Garten“, Laerer Landweg 177, 48145 Münster (2 Plätze)

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020  17 
 
Grafik 3 
Karte Kurzzeitpflege in Münster

18 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 
 
 
4.3 Tagespflege 
 
Mit der Tage spflege werden insbesondere für dement e Pflegebedürftige Angebote gescha f-
fen, die es ihnen ermöglichen , tagsüber eine Betreuung und Pflege in Anspruch zu nehmen 
und trotzdem in der vertrauten Umgebung wohnen bleibe n zu können. Dies ermöglicht den 
Angehörigen häufig die weitere Berufstätigkeit u nd entlastet von einem Teil der pfleger i-
schen Verantwortung. In Münster gibt es derzeit folgende Tagespflege-Angebote: 
 
Tabelle 9 
Tagespflege, Stand 2016 
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadt- 
bezirk Stadtteil Plätze 
1 Achatiushaus Wolbeck Münsterstr.  48167 Südost Wolbeck 12 
2 Altenheim St. Elisabeth  Südlohnweg 1 48161 West Gievenbeck 15 
3 Altenhilfe-Zentrum  
St. Clemens Kortumweg 56 48165 Hiltrup Hiltrup-Mitte 15 
4 Clemens-Wallrath-Haus Josefstr. 4 48151 Mitte Josef 20 
5 Ev. Altenhilfezentrum 
Meckmannshof 
Meckmannweg 
74 48163 West Mecklenbeck 24 
6 Friederike-Fliedner-Haus  Coerdestr. 56 48147 Mitte Kreuz 12 
7 Haus Benteler Prozessionsweg 
54 48145 Mitte Mauritz-
Mitte 12 
8 Papst-Johannes-Paul-Stift Culmer Str. 16 48157 Nord Coerde 15 
9 pro.cura Tagespflege Wolbecker Str. 
226 48155 Ost Mauritz-Ost 16 
10 Tagespflege Akticom Twenhövenweg 
18 48167 Südost Angelmodde 12 
11 Tagespflege Mathildenstift Münzstr. 38 48143 Mitte Buddenturm 12 
12 Wohnstift 
am Südpark Clevornstr. 5 48153 Mitte Schützenhof 15 
13 Tagespflege Mauritz-Palais 
(Klarastift) 
Andreas-Hofer-
Str. 70 48145 Mitte Herz-Jesu 13 
Gesamt     193 
 
 
Mit Einführung des Pflegestärkungsgesetzes I haben die Pflegebedürftigen seit dem 
01.01.2015 die Möglichkeit, Tagespflege in einem bestimmten Rahmen von der Pflegevers i-
cherung erstattet  zu bekommen, ohne Kürzungen des ambulanten Pflegeanspruches.

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020  19 
 
Grafik 2 
Karte Tagespflege in Münster

20 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 
 
4.4 Ambulant betreute Pflege-Wohngemeinschaften 
 
In ambulant betreuten Wohngemeinschaften können demente Pflegebedürftige ein Leben in 
häuslicher Gemeinschaft führen, die allein durch die Größe einen familiäreren Charakter als 
eine stationäre Pflegeinrichtung vermittelt. Das Angebot richtet sich bisher meistens an De-
menz-Erkrankte, es gibt auch Wohngruppen für Menschen mit geringem oder speziellem 
Pflegebedarf.  
 
Tabelle 10 
Ambulant betreute Wohngemeinschaften in Münster, Stand 2016 
Nr. Wohngemeinschaften Straße PLZ Stadt-
bezirk Stadtteil Plätze 
1 Casa Mauritz 
Klarastift Service GmbH Andreas-Hofer-Str. 86 48145 Mitte Herz-Jesu 15 
2 Haus Elisabeth 
Alexianer Herrenstr. 10 48167 Südost Wolbeck 12 
3 Haus Genius 
DKV Residenz Tibusplatz 1 - 7 48143 Mitte Buddenturm 8 
4 Haus Taubenstraße 
Alexianer Taubenstraße 12 48149 Mitte Herz-Jesu 8 
5 Hausgemeinschaft Nien-
berge (2), CBM 
Kirmstr. 
18/Gartenstiege 6 48161 West Nienberge 7 / 7 
6 Hof Schultmann 
Alexianer Stratmannweg 21 48163 West Mecklenbeck 12 
7 Irmgard Buschmann Haus 
(2), Klarastift Service GmbH Am Küchenbusch 15 48161 West Gievenbeck 11 / 8 
8 Villa Hittorfstraße 
Alexianer Hittorfstraße 10 48149 Mitte Schloss 10 
9 Villa Kahmann Gremmendorfer Weg 
44 48167 Südost Gremmen-
dorf-Ost 11 
10 Villa Mauritz 
Alexianer 
Kaiser-Wilhelm-Ring 
34 48145 Mitte Mauritz-
Mitte 10 
11 WG Arche Noah 
Amb. Dienste Klarastift 
Manfred-von-Richt-
hofen-Str. 45 48145 Mitte Mauritz-
Mitte 12 
12 WG Arche Sarah 
Amb. Dienste Klarastift 
Manfred-von-Richt-
hofen-Str. 45 48145 Mitte Mauritz-
Mitte 12 
13 
WG Josef-Beckmann-Str., 
DRK (Wechsel zu WG Er-
phobogen in 2017) 
Josef-Beckmann-
Straße 5 - 7 48159 Nord Kinderhaus 10 
14 WG Mathildenstift 
DRK Schwesternschaft  Münzstr. 38 48143 Mitte Buddenturm 9 
15 WG Schulstraße (2) 
Diakonie Münster Schulstr. 47 48149 Mitte Kreuz 10 / 8 
Gesamt     180 
Planung/Bau      
16 WG Erphobogen, DRK Bohlweg 48147 Mitte Schlachthof 12 
17 WGs „Mitten in Mauritz“ 
(2), Sander-Pflege Mondstr. 104-106 48155 Ost Mauritz-Ost 10 / 10

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020  21 
 
 
 
Grafik 4 
Karte ambulant betreute Wohngemeinschaften in Münster

22 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 
 
4.5 Ambulante Pflege 
 
Der Großteil der Pflege wird ambulant durchgeführt, in den Räumlichkeiten der Pflegeb e-
dürftigen oder ihrer Angehörigen. Besteht nicht oder nur teilweise die Möglichkeit, die Pfl e-
ge von Angehörigen durchführen zu lassen, wird ein professioneller Pfl egedienst zumindest 
unterstützend hinzugezogen. Mit dem zunehmenden Pflegebedarf ist auch der Markt der 
ambulanten Pflegedienste gewachsen . Das Angebot reicht von hauswirtschaftlichen Hilfen, 
pflegerischen Leistungen bis hin zu Anleitung und Betreuung für Personen mit eingeschränk-
ter Alltagskompetenz nach § 45b SGB XI . Da die Angebote (fast immer) stadtweit erfolgen, 
ist die räumliche Verteilung mittels einer Karte hier nicht weiterführend. 
Nachfolgende ambulante Pflegedienste bieten in Münster Versorgungsangebote an: 
 
Tabelle 11 
Ambulante Dienste, Stand 2016 
Nr. Pflegedienst Straße PLZ Ort 
1 "die Mobilen" 
Ambulanter sozialpflegerischer Dienst Augustastr. 28 48153 Münster 
2 ADVITALIS Pflegedienst Hanses-Ketteler-Str. 2 48165 Münster 
3 AKTI-MED Pflegedienst GmbH Westfalenstr. 171 48165 Münster 
4 Aktive-Pflege-Münster 
Snábl Schmidtke GbR Hohenzollernring 30 48145 Münster 
5 AKTI-VITAL Pflegedienst GmbH Merkureck 14 48165 Münster 
6 Alexianer Ambulant Pia Causa GmbH Achtermannstr. 11 48143 Münster 
7 Ambulante Dienste e.V. Bohlweg 10 48147 Münster 
8 Ambulante Dienste e.V.  
Quartiersstützpunkt an der Aa Rjasanstr. 21 48147 Münster 
9 Ambulante Dienste e.V. 
Quartiersstützpunkt Gievenbeck Toppheideweg 9 48161 Münster 
10 Ambulante Dienste e.V. 
Quartiersstützpunkt am Platanenhof Hammer Str. 137 48153 Münster 
11 Ambulante Dienste Klarastift GmbH Andreas-Hofer-Str. 72 48145 Münster 
12 Ambulante Pflege Lindenhof Idenbrockplatz 21 48159 Münster 
13 Ambulante Psychiatrische Pflege 
Psycho-Soziales Zentrum Geiststr. 37 48151 Münster 
14 Ambulanter Krankenpflegedienst Julia 
GmbH Rüschhausweg 149 48161 Münster 
15 Ambulanter Pflegedienst AKTICOM GmbH Dirk-von-Merveldt-Str. 47 48167 Münster 
16 Ambulante Krankenpflege der Raphaels-
klinik Münster GmbH Loerstr. 23 48143 Münster 
17 Ambulanter Pflegedienst des Clemens-
hospitals Düesbergweg 124 48153 Münster 
18 ASB-Ambulante Pflegedienste Gustav-Stresemann-Weg 
62 48155 Münster

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020  23 
 
Nr. Pflegedienst Straße PLZ Ort 
19 Care aktiv GbR An den Loddenbüschen 
77 48155 Münster 
20 Cathamed Pflege GmbH Gremmendorfer Weg 26 48167 Münster 
21 CBM mbH Ambulante Pflege Josefstr. 2 48151 Münster 
22 Comfort Pflege Ostviertel GmbH Hohenzollernring 67 48145 Münster 
23 Diakoniestation GmbH 
Diakonie Münster Wichernstr. 22 48147 Münster 
24 DRK Münster gemeinnützige Pflege und 
Service GmbH Zumsandestr. 25-27 48145 Münster 
25 Eins:Eins Intensivpflege GmbH Osttor 74 48165 Münster 
26 Erste Hilfe Ambulanter Pflegedienst 
GmbH Schlossplatz 22 48143 Münster 
27 Häusliche Pflege der DRK-
Schwesternschaft Westfalen e.V. Münzstr. 38 48143 Münster 
28 HUMANITAS Pflegedienste GmbH 
-Pflegedienst Münster- Grevener Str. 105 48159 Münster 
29 
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. 
Pflege- u. Gesundheitsdienste Münster 
Süd 
Geringhoffstr.45-47 48163 Münster 
30 Lange Pflege 
Ihr Centrum für ambulante Dienste Salzmannstr. 64 48147 Münster 
31 Leben-Erleben 
Amb. Kranken- u. Altenpflege GmbH Wolbecker Str. 140 b 48155 Münster 
32 
Lebens Nah 
Birgit Kahl 
Mobile Kranken- und Altenpflege 
Letterhausweg 103 48167 Münster 
33 miCura Pflegedienste Münster GmbH Tibusplatz 6 48143 Münster 
34 Münster Pflege 
Ambulanter Pflegedienst Gartenbreie 62 48161 Münster 
35 Pflegebüro Bahrenberg Münster-Mitte Augustastr. 34 48153 Münster 
36 Pflegebüro Bahrenberg Münster-Nord Kanalstr. 30 48147 Münster 
37 Pflegebüro Meinert Pantaleonplatz 24 48161 Münster 
38 Pflegebüro Schmidt Marktallee 66 48165 Münster 
39 Pflegedienst Herms GmbH Feldstiege 100 48161 Münster 
40 Pflegeteam miteinander GmbH Coerdestr. 45 48147 Münster 
41 pro.cura Pflegeteam Münster Wolbecker Str. 224 48155 Münster 
42 Regenbogen Häusliche Kinder- u.  
Krankenpflege Coerdestiege 71 48157 Münster

24 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 
 
Nr. Pflegedienst Straße PLZ Ort 
43 UNITAS Intensivpflege GmbH Gustav-Tweer-Weg 15 48167 Münster 
44 
Vis Vitalis 
Amb. Kranken-, Kinderkranken-, Alten- 
und Familienpflege 
Sophienstraße 1-3 48145 Münster 
45 VITA-MED Pflegedienst GmbH Krögerweg 14 48155 Münster 
46 ZMD 
Zentrum Mobiler Dienste Münster Pottkamp 19 48149 Münster 
     
Spezialangebote/außerhalb Münsters    
 air vital Intensivpflegedienst Nordstr. 66 59269 Beckum 
 
Cathamed Pflegedienst und Service 
GmbH 
Kinderintensivpflege 
Oststr. 57 48231 Warendorf 
 Familienpflege Hermann Meinert Münsterstr. 12 48727 Billerbeck 
 jederzeit ambulante Pflege GmbH 
ambulante Intensivpflege Kirchstr. 6 48268 Greven

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020  25 
 
4.6 Betreuungs- und Unterstützungsangebote nach § 45 SGB XI 
 
Für an Demenz erkrankte Menschen besteht die Möglichkeit,  Betreuungs- und Unterstü t-
zungsangebote nach  § 45 SGB XI zu nutzen. Die meisten ambulanten Pflegedienste bieten 
Unterstützungsleistungen an. Daneben gibt es auch andere Angebote mit häuslichen Bes u-
chen und Unterstützung. Außerhalb der Wohnung bieten anerkannte niedrigschwellige B e-
treuungsgruppen eine Anregung der Menschen mit Demenz und Entlastu ng ihrer Angehör i-
gen. Diese Gruppen haben bis zu 9 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, werden von einer 
Fachkraft geleitet und von geschulten Ehrenamtlichen begleitet und unterstützt. Meistens 
kann ein Fahrdienst zu diesen Gruppen, die vormittags oder nachmitt ags stattfinden, organi-
siert werden. 
 
 
Tabelle 12 
Häusliche Besuche und Unterstützung nach § 45 SGB XI, Stand 2016 
Nr.  Anbieter Straße PLZ Ort 
1 
Betreuung und Begleitung 
Dipl.-Sozialarbeiter Dietmar Preuß 
Mobiler Alltagsservice für Senioren und  
hilfsbedürftige Menschen 
Mecklenbecker  
Straße 133 48151 Münster 
2 CARA Seniorenhilfe 
Susanne Hilbig Brockmannstr. 62 48163 Münster 
3 
Doris Pällmann 
Betreuung für Senioren, Begleitung für  
Angehörige & individuelle Lebensberatung 
Kriegerweg 48153 Münster 
4 FAC’Tmobil – Haushalts- und Betreuungsservice 
im Alltag Hohenzollernring 56 48145 Münster 
5 
HaDi Foppe GmbH & Co.KG 
Mobile Seniorenbetreuung, 
Fachbetrieb für senioren- und behinderten-
gerechte Installation  
Mecklenbecker Str. 
387 48163 Münster 
6 
Hand in Hand, individuelle Seniorenbegleitung 
und Förderung 
Träger: Priv. Gew. Ulrike Ventker 
Bonnenkamp 28 48167 Münster 
7 
Häusliche Kreativbetreuung  
„mein Poesiealbum“ 
Brigitte Kraneburg 
Lühnstiege 2 48151 Münster 
8 Kati`s Betreuungs Dienst Hammer Straße 213 48153 Münster 
9 Lebenshilfe Münster e. V. Windthorststr. 7 48143 Münster 
10 Petra Sokolowsky Eichenweg 11 a 48161 Münster 
11 Seniorenservice Münster 
Johannes Gorschlüter Piusallee 194 48147 Münster 
12 Stift Tilbeck GmbH Tilbeck 2 48329 Havixbeck

26 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 
 
Nr.  Anbieter Straße PLZ Ort 
13 Zauberfrau Zuhornstr. 26 48147 Münster 
14 Betreuungsdienst Marie mobil 
Träger: Meyer-Suhrheinrich-Stiftung Patronatsstr. 2 48165 Münster 
15 PAGU Betreuungsservice Hansestr. 51 48165 Münster 
16 Seniorenassistenz Gude Kortumweg 21 48165 Münster 
17 Heuermann Seniorendienste Melchersstr. 80 48149 Münster 
18 Marlis Marchand 
Dipl. Sozialpädagogin, Musiktherapeutin Haus Angelmodde 2 48167 Münster 
19 Mittendrin SeHt Münster e.V. Dechaneistr. 14 48145 Münster 
 
 
 
Tabelle 13 
wohnortnahe niedrigschwellige Betreuungsgruppen nach § 45 SGB XI, Stand 2016 
Nr. Anbieter Straße PLZ Stadt-
bezirk Stadtteil 
1 „ Ein Vormittag im Alex-Dorftreff“ 
Alexianer Münster GmbH Zum Häpper 1 48163 Hiltrup Amelsbüren 
2 
„Café Auszeit“ 
Humanitas Pflegedienste GmbH 
Standort Münster 
Grevener Str. 
105 48159 Mitte Uppenberg 
3 
„Café Wigbold“ 
Betreuungsnachmittag für Demenz-
kranke 
Träger: Kath. Kirchengemeinde St. Niko-
laus Münster und die Alexianer Haus 
Heidhorn GmbH 
Herrenstr. 17 48167 Südost Wolbeck 
4 
„Miteinander" Betreuungsgruppe für 
demenziell erkrankte Menschen in Kin-
derhaus und Sprakel 
Annette Mandelartz  
Kristiansand-
straße 70 48159 Nord Kinderhaus-
West 
5 Alzheimer Gesellschaft Münster e. V. Tannenbergstr. 
1 48147 Mitte Kreuz 
6 Betreuungsgruppe „Hand in Hand“ Alfersheide 19 48157 Ost Gelmer-
Dyckburg 
7 
Café Malta 
Thomas-Gemeinde 
Träger: Malteser Hilfsdienst e.V. 
Von-Ossietzky-
Strasse 16 48163 Mitte Aaseestadt 
8 
Café Nostalgie, Betreuungsnachmittag 
für demenzkranke Menschen  
Kath. Kirchengemeinde St. Franziskus 
Pfarrbezirk St. Norbert 
Schneidemühler 
Str. 23 48157 Nord Coerde

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020  27 
 
Nr. Anbieter Straße PLZ Stadt-
bezirk Stadtteil 
9 
Doris Pällmann 
Betreuung für Senioren, Begleitung für 
Angehörige & individuelle Lebensbera-
tung 
Betreuungsgruppe für demenziell er-
krankte Menschen im Ludwig-Steil-Haus 
der Gnadenkirche 
Düesbergweg 
102 48153 Mitte Düesberg 
10 Gemeinde Cafe 
Ev. Gemeindehaus 
Leisnerstraße 
17/Pater-Kolbe-
Straße 
48163 Hiltrup Amelsbüren 
11 Gruppe D 
Im Haus der Begegnung St. Ida 
Nachtigallen-
weg 25 48167 Südost Gremmen-
dorf-Ost 
12 Projekt LichtBlick  Josefstr. 4 48151 Mitte Josef

28 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 
 
 
 
Grafik 5 
Karte wohnortnahe niedrigschwellige Betreuungsgruppen nach § 45 SGB XI

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020  29 
 
5 Sozialräumliche Pflegeinfrastruktur in Münster 
 
In den vergangenen Jahren ist in Münster bereits ein vielfältiges Spektrum an neuen Woh n-
formen für pflegebedürftige und ältere Menschen entstanden, bei denen die Sicherung der 
Selbstbestimmung und der eigenen Häuslichkeit im Vordergrund stehen (u. a. integriertes 
Wohnen, Mehrgenerationenwohnen, selbst organisierte oder betreute Wohngemeinscha f-
ten sowie Hausgemeinschaften für Menschen mit Demenz oder Pflegewohnungen im 
Wohnquartier). Es sind zumeist quartiersbezogene Wohn - und Pflegeversorgungskonzepte, 
die verschiedene Wohn - und Betreuungsformen kleinräumig vernetzen. Durch das Engag e-
ment von Initiativen  und Trägern sowie des städtischen Wohnungsunternehmens 
Wohn+Stadtbau GmbH und anderer Wohnungsbauträger in Münster sind in den letzten Ja h-
ren bereits eine Reihe von entsprechenden Angeboten entstanden. Dies gilt es weiter au s-
zubauen und perspektivisch stadtweit Quartierskonzepte zu entwickeln. 
 
Die sozialpolitischen und sozialrechtlichen Neuorientierungen bieten durch die Novellierung 
des Landespflegegesetzes NRW sowie des Wohn - und Teilhabegesetzes NRW, durch den 
Aktionsplan „Inklusives NRW“, die – überschaubaren – Fördermöglichkeiten über das Wo h-
nungsförderprogramm und die Vorgaben und Richtlinien für quartiersnahe Wohn - und Be-
treuungsformen eine Menge an Entwicklungspotential zur Weiterentwicklung der Pflegein f-
rastruktur und Gestaltung von Quartierskonze pten, um die selbstständige und selbstb e-
stimmte Lebensführung in den Stadtteilen und Quartieren positiv zu gestalten und sicherz u-
stellen. Alle diese Elemente bilden eine solide Unterlage für die (Stadt)Gesellschaft, die G e-
staltungsanforderungen vor dem Hin tergrund des demographischen Wandels zu meistern. 
Dabei gilt es, die Potentiale und Ressourcen einer älter werdenden Bevölkerung wertz u-
schätzen, zu nutzen und durch professionelle Begleitung und Unterstützung in die Net z-
werkprozesse einfließen zu lassen. 
 
Nachfolgend wird die Pflegeinfrastruktur auf Stadtbezirksebene dargestellt, jedoch noch 
nicht in Bezugnahme zur Bevölkerungsstruktur. Dies wird in der Weiterentwicklung  des 
Pflegebedarfsplans angestrebt. Die Darstellung auf Stadtbezirksebene dient ledigli ch einer 
ersten Orientierung. Auch wenn zukünftig die Bevölkerungsstruktur in die Planung mit ein-
bezogen wird, müssen möglicherweise andere Bezugsräume in Betracht gezogen werden, da 
die gelebten Bezüge sich von den räumlichen Zuschnitten der Gebietsgliederung unterschei-
den, für ein bedarfsgerechtes Angebot aber zu berücksichtigen sind.

30 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 
 
5.1 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Mitte 
 
Der Stadtbezirk Mitte hat von allen Bezirken flächenbezogen die feinteiligste Gliederung. Er 
gesteht aus insgesamt 23 Stadtteilen (statistische Bezirke). Die Altstadt allein hat fünf Stadt-
teile: Aegidii, Überwasser, Dom, Buddenturm, Martini. Der Innenstadtring setzt sich aus 9 
Stadtteilen zusammen: Pluggendorf, Josef, Bahnhof, Hansaplatz, Mauritz-West, Schlachthof, 
Kreuz, Neutor, Schloss. Mitte-Süd umfasst die Stadtteile Aaseestadt, Geist, Schützenhof und 
Düesberg. Der Teilbereich Innenstadt-Nordost besteht aus den Stadtteilen Hafen, Herz-Jesu, 
Mauritz-Mitte, Rumphorst und Uppenberg. 
 
In Münster-Mitte finden sich alle Pflegeformen wieder. Das Angebot ist hier im Vergleich mit 
den anderen Stadtteilen am dichtesten. 
 
 
Tabelle 14 
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster-Mitte, Stand 2016 
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Altenheim Friedrichsburg Offenbergstraße 19 48151 Pluggendorf 138 
2 Altenwohnheim St. Lamberti Scharnhorststr. 4-8 48151 Pluggendorf 83 
3 Altenzentrum  
Klarastift (inc. Casa Vitae) 
Andreas-Hofer-Str. 
70 48145 Herz-Jesu 119 
4 Cohaus-Vendt-Stift Krumme Str. 39/40 48143 Aegidii 82 
5 DKV-Residenz am 
Tibusplatz Tibusplatz 1 48143 Buddenturm 49 
6 Friederike-Fliedner-Haus Coerdestr. 56 48147 Kreuz 80 
7 Haus Maria Trost Sankt-Mauritz-
Freiheit 52 48145 Herz-Jesu 80 
8 Haus v. Guten Hirten 
Bereich Pflege 
Mauritz-Lindenweg 
61 48145 Herz-Jesu 20 
9 Johanniter-Stift  
Münster Weißenburgstr. 48 48151 Geist 80 
10 LWL Pflegezentrum  
Münster 
Friedr.-W.-Weber-
Str. 30 48147 Uppenberg 80 
11 Maria-Hötte-Stift Düesbergweg 143 48153 Düesberg 123 
12 Perthes-Haus Münster Wienburgstr. 60 48147 Uppenberg 87 
13 Residenz Aaseehof Pottkamp 25 48149 Schloss 80 
14 Schölling-Lentze-Heim Bohlweg 5 48147 Schlachthof 21 
15 Seniorenresidenz 
Kastanienhof Ostmarkstr. 9 48145 Mauritz-Mitte 62 
16 Wohnstift am Südpark Clevornstraße 5 48153 Schützenhof 74 
Gesamt    1.258

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020  31 
 
 
Tabelle 15 
Kurzzeitpflege in Münster-Mitte, Stand 2016 
eingestreute Kurzzeitpflege     
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Altenheim Friedrichsburg Offenbergstraße 19 48151 Pluggendorf 8 
2 Altenwohnheim St. Lamberti Scharnhorststr. 4-8 48151 Pluggendorf 2 
3 Altenzentrum  
Klarastift 
Andreas-Hofer-Str. 
70 
48145 Herz-Jesu 3 
4 Cohaus-Vendt-Stift Krumme Str. 39/40 48143 Aegidii 3 
5 Friederike-Fliedner-Haus Coerdestr. 56 48147 Kreuz 10 
6 Haus Maria Trost Sankt-Mauritz-
Freiheit 52 
48145 Herz-Jesu 5 
7 Johanniter-Stift Münster Weißenburgstr. 48 48151 Geist 10 
8 LWL Pflegezentrum Münster Friedr.-W.-Weber-
Str. 30 48147 Uppenberg 2 
9 Maria-Hötte-Stift Düesbergweg 143 48153 Düesberg 6 
10 Perthes-Haus Münster Wienburgstr. 60 48147 Uppenberg 4 
11 Residenz Aaseehof Pottkamp 25 48149 Schloss 15 
12 Seniorenresidenz  
Kastanienhof Ostmarkstr. 9 48145 Mauritz-Mitte 8 
13 Wohnstift am Südpark Clevornstraße 5 48153 Schützenhof 4 
Gesamt    80 
Solitäre Kurzeitpflege      
 Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
14 Clemenshospital Düesbergweg 143 48153 Düesberg 18 
15 Raphaelsklinik Klosterstr. 75 48143 Dom 23 
Gesamt    43 
 
 
Tabelle 16 
Tagespflege in Münster-Mitte, Stand 2016 
Nr.  Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Clemens-Wallrath-Haus Josefstr. 4 48151 Josef 20 
2 Friederike-Fliedner-Haus  Coerdestr. 56 48147 Kreuz 12 
3 Haus Benteler Prozessionsweg 54 48145 Mauritz-Mitte 12 
4 Tagespflege  
Mathildenstift Münzstr. 38 48143 Buddenturm 12 
5 Wohnstift 
am Südpark Clevornstr. 5 48153 Schützenhof 15 
 Tagespflege Mauritz-Palais 
(Klarastift) 
Andreas-Hofer-Str. 
70 48145 Herz-Jesu 13 
Gesamt      84

32 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 
 
 
Tabelle 17 
Ambulant betreute Wohngemeinschaften in Münster-Mitte, Stand 2016 
Nr. Wohngemeinschaften Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Casa Mauritz 
Klarastift Service GmbH Andreas-Hofer-Str. 86 48145 Herz-Jesu 15 
2 Haus Genius 
DKV Residenz Tibusplatz 1 - 7 48143 Buddenturm 8 
3 Haus Taubenstraße 
Alexianer Taubenstraße 12 48149 Herz-Jesu 8 
4 Villa Hittorfstraße 
Alexianer Hittorfstraße 10 48149 Schloss 10 
5 Villa Mauritz 
Alexianer Kaiser-Wilhelm-Ring 34 48145 Mauritz-
Mitte 10 
6 WG Arche Noah 
Ambulante Dienste Klarastift 
Manfred-von-Richthofen-
Str. 45 48145 Mauritz-
Mitte 12 
7 WG Arche Sarah 
Ambulante Dienste Klarastift 
Manfred-von-Richthofen-
Str. 45 48145 Mauritz-
Mitte 12 
8 WG Mathildenstift 
DRK Schwesternschaft  Münzstr. 38 48143 Buddenturm 8 
9 WG Schulstraße (2) 
Diakonie Münster Schulstr. 47 48149 Kreuz 10/8 
Gesamt    101 
Planung/Bau     
 WG Erphobogen, DRK, 
ehem. Winkhaus-Gelände Bohlweg 48147 Schlachthof 12 
 
 
Tabelle 18 
wohnortnahe niedrigschwell ige Betreuungsgruppen nach § 45  SGB XI  in Münster -Mitte, 
Stand 2016 
Nr. Anbieter Straße PLZ Stadtteil 
1 Alzheimer Gesellschaft Münster e. V. Tannenbergstr. 1 48147 Kreuz 
2 
„Café Auszeit“ 
Humanitas Pflegedienste GmbH 
Standort Münster 
Grevener Str. 105 48159 Uppenberg 
3 
Café Malta 
Thomas-Gemeinde 
Träger: Malteser Hilfsdienst e.V. 
Von-Ossietzky-
Strasse 16 48163 Aaseestadt 
4 
Doris Pällmann - Betreuung für Senioren, Be-
gleitung für Angehörige & individuelle Le-
bensberatung 
Betreuungsgruppe für demenziell erkrankte 
Menschen im Ludwig-Steil-Haus der Gnaden-
kirche 
Düesbergweg 102 48153 Düesberg 
5 Projekt LichtBlick  Josefstr. 4 48151 Josef

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020  33 
 
 
Grafik 6 
Karte pflegerische Infrastruktur im Stadtbezirk Münster-Mitte

34 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 
 
 
5.2 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-West 
 
Der Stadtbezirk Münster -West besteht aus den sechs Stadtteilen Gievenbeck, Sentrup, 
Mecklenbeck, Albachten, Roxel und Nienberge. Der Stadtteil Sentrup grenzt direkt an den 
Stadtbezirk Mitte an und orienti ert sich auch in diese Richtung . Die Stadtteile Alba chten, 
Roxel und Nienberge liegen im Außenbereich. Gievenbeck ist ein stark wachsender Stadtteil. 
 
Im Stadtbezirk Münster -West sind alle Pflegeformen vertreten. Eine wohnortnahe Betre u-
ungsgruppe für an Demenz erkrankte Menschen nach §45 SGB XI wird hier (n och) nicht a n-
geboten. 
 
 
Tabelle 19 
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster-West, Stand 2016 
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Altenheim St. Elisabeth Südlohnweg 1 48161 Gievenbeck 92 
2 Ev. Altenhilfezentrum 
Meckmannshof Meckmannweg 74 48163 Mecklenbeck 156 
3 Fritz-Krüger-Seniorenzentrum  Gartenbreie 1 48151 Gievenbeck 81 
4 Haus für ältere Mitbürger  
Wohnen in Pastors Garten Alte Dorfstr. 10 48161 Roxel 40 
5 Seniorenzentrum  
Albachten Rottkamp 49 48163 Albachten 66 
6 Seniorenzentrum 
Martin-Luther-Haus Fliednerstr. 17 48149 Sentrup 151 
Gesamt    586 
 
 
Tabelle 20 
Kurzzeitpflege in Münster-West, Stand 2016 
eingestreute Kurzzeitpflege 
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Altenheim St. Elisabeth Südlohnweg 1 48161 Gievenbeck 5 
2 Ev. Altenhilfezentrum  
Meckmannshof Meckmannweg 74 48163 Mecklenbeck 15 
3 Haus für ältere Mitbürger  
Wohnen in Pastors Garten Alte Dorfstr. 10 48161 Roxel 4 
4 Seniorenzentrum   
Albachten Rottkamp 49 48163 Albachten 10 
5 Seniorenzentrum 
Martin-Luther-Haus Fliednerstr. 17 48149 Sentrup 8 
Gesamt    42 
Solitäre Kurzzeitpflege 
6 Fritz-Krüger-Seniorenzentrum  Gartenbreie 1 48161 Gievenbeck 15 
Gesamt    15

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020  35 
 
 
 
Tabelle 21 
Tagespflege in Münster-West, Stand 2016 
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Altenheim St. Elisabeth  Südlohnweg 1 48161 Gievenbeck 15 
2 Ev. Altenhilfezentrum 
Meckmannshof 
Meckmannweg 
74 48163 Mecklenbeck 24 
Gesamt      39 
 
 
Tabelle 22 
Ambulant betreute Wohngemeinschaften in Münster-West, Stand 2016 
Nr. Wohngemeinschaften Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Hausgemeinschaft Nien-
berge (2), CBM 
Kirmstr. 18/  
Gartenstiege 6 48161 Nienberge 7/7 
2 Hof Schultmann 
Alexianer Stratmannweg 21 48163 Mecklenbeck 12 
3 
Irmgard Buschmann 
Haus (2)/Klarastift Service 
GmbH 
Am Küchenbusch 
15 48161 Gievenbeck 11/8 
Gesamt    45

36 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 
 
 
Grafik 9 
Karte pflegerische Infrastruktur im Stadtbezirk Münster-West

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020  37 
 
 
5.3 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Nord 
 
Der Stadtbezirk Münster -Nord besteht aus den Stadtteilen Coerde, Kinderhaus -Ost, Kinder-
haus-West und Sprakel. Bis auf Sprakel grenzen alle Stadtteile an den Stadtbezirk Mitte an. 
Der Stadtteil Sprakel verfügt über die größten Flächen, diese sind aber ländl icher Struktur 
mit dem verhältnismäßig kleinen Ort Sprakel. 
 
 
Tabelle 23 
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster-Nord, Stand 2016 
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Haus Wilkinghege Wilkinghege 55 48159 Kinderhaus 
West 65 
2 Papst-Johannes-Paul-Stift Culmer Str. 16 48157 Coerde 72 
Gesamt    137 
 
 
Tabelle  
Kurzzeitpflege in Münster-Nord, Stand 2016 
eingestreute Kurzzeitpflege     
Nr Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Papst-Johannes-Paul-Stift Culmer Str. 16 48157 Coerde 2 
Gesamt    2 
 
 
Tabelle 24 
Tagespflege in Münster-Nord, Stand 2016 
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Papst-Johannes-Paul-Stift Culmer Str. 16 48157 Coerde 15 
Gesamt      15 
 
 
Tabelle 25 
Ambulant betreute Wohngemeinschaften in Münster-Nord, Stand 2016 
Nr. Wohngemeinschaften Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 WG Josef-Beckmann-Str., 
DRK 
Josef-Beckmann-
Straße 5 - 7 48159 Kinderhaus 10 
Gesamt    10

38 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 
 
 
Tabelle 26 
wohnortnahe niedrigschwellige Betreuungsgruppen nach § 45  SGB XI  in Münster -Nord, 
Stand 2016 
Nr. Anbieter Straße PLZ Stadtteil 
1 
Café Nostalgie, Betreuungsnachmittag für demenz-
kranke Menschen  
Kath. Kirchengemeinde St. Franziskus 
Pfarrbezirk St. Norbert 
Schneidemühler 
Str. 23 48157 Coerde 
2 
„Miteinander" Betreuungsgruppe für demenziell 
erkrankte Menschen in Kinderhaus und Sprakel, 
Annette Mandelartz  
Kristiansandstr. 
70 48159 Kinder-
haus-West

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020  39 
 
 
Grafik 10 
Karte pflegerische Infrastruktur im Stadtbezirk Münster-Nord

40 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 
 
 
5.4 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Ost 
 
Der Stadtbezirk Münster-Ost besteht aus den drei Stadtteilen Mauritz-Ost, Gelmer-Dyckburg 
und Handorf. Dieser Stadtbezirk ist sehr ländlich geprägt. Der Stadtteil Mauritz -Ost grenzt an 
den Bezirk Mitte, der Kanal bildet die Grenze. Dieser Stadtteil weist durch die Nähe und d i-
rekte Anbindung an Münster -Mitte noch städtische Strukturen auf und die Orientierung der 
Bewohnerinnen und Bewohner richtet sich auch vorwiegend auf die Innen stadt aus. Im 
Stadtteil Gelmer -Dyckburg finden sich die Ort e Gelmer, Sudmühle und Mariendorf. Der 
Stadtteil Handorf umfasst neben einem großen Anteil ländlicher Flächen auch den Ort Ha n-
dorf.  
 
 
Tabelle 27 
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster-Ost, Stand 2016 
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Ev. Seniorenzentrum  
Handorfer Hof Handorfer Str. 24 48157 Handorf 78 
Gesamt    78 
 
 
Tabelle 28 
Kurzzeitpflege in Münster-Ost, Stand 2016 
eingestreute Kurzzeitpflege 
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Ev. Seniorenzentrum  
Handorfer Hof Handorfer Str. 24 48157 Handorf 8 
Gesamt    8 
 
 
Tabelle 29 
Tagespflege in Münster-Ost, Stand 2016 
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 pro.cura Tagespflege Wolbecker Str. 226 48155 Mauritz-
Ost 16 
Gesamt      16 
 
 
Tabelle 30 
wohnortnahe niedrigschwell ige Betreuungsgruppen nach § 45  SGB XI  in Münster -Ost, 
Stand 2016 
Nr. Anbieter Straße PLZ Stadtteil 
1 Betreuungsgruppe „Hand in Hand“ Alfersheide 19 48157 Gelmer-Dyckburg

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020  41 
 
 
Grafik 7 
Karte pflegerische Infrastruktur im Stadtbezirk Münster-Ost

42 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 
 
 
5.5 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Südost 
 
Der Stadtbezirk Münster -Südost besteht aus den vier Stadtteilen Gremmendorf -West, 
Gremmendorf-Ost, Angelmodde und Wolbeck, wobei einzig Wolbeck als solitärer Stadtteil 
gesehen werden kann. Die anderen drei Stadtteile gehen ineinander über, ausgenommen 
Alt-Angelmodde, welcher mit dörflicher Struktur zwischen Gremmendorf/Angelmodde und 
Wolbeck liegt.  
 
 
Tabelle 31 
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster-Südost, Stand 2016 
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Achatius-Haus Wolbeck Münsterstr. 24 b/c 48167 Wolbeck 66 
2 Kardinal-von-Galen-Stift Clemens-August-
Platz 8a 48167 Angelmodde 66 
Gesamt    132 
 
 
Tabelle 32 
Kurzzeitpflege in Münster-Südost, Stand 2016 
eingestreute Kurzzeitpflege 
Nr Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Achatius-Haus Wolbeck Münsterstr. 24 b/c 48167 Wolbeck 3 
2 Kardinal-von-Galen-Stift Clemens-August-
Platz 8a 48167 Angelmodde 4 
Gesamt    7 
 
 
Tabelle 33 
Tagespflege in Münster-Südost, Stand 2016 
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Achatius-Haus  Wolbeck Münsterstr.  48167 Wolbeck 12 
2 Tagespflege Akticom Twenhövenweg 18 48167 Angelmodde 12 
Gesamt      24 
 
 
Tabelle 34 
Ambulant betreute Wohngemeinschaften in Münster-Südost, Stand 2016 
Nr. Wohngemeinschaften Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Haus Elisabeth 
Alexianer Herrenstr. 10 48167 Wolbeck 12 
2 Villa Kahmann Gremmendorfer 
Weg 44 48167 Gremmendorf 11 
Gesamt    23

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020  43 
 
 
Tabelle 35 
wohnortnahe niedrigschwellige Betreuungsgruppen nach § 45  SGB XI in Münster-Südost, 
Stand 2016 
Nr. Anbieter Straße PLZ Stadtteil 
1 
„Café Wigbold“ - Betreuungsnach-
mittag für Demenzkranke 
Träger: Kath. Kirchengemeinde St. 
Nikolaus Münster und die Alexianer 
Haus Heidhorn GmbH 
Herrenstr. 17 48167 Wolbeck 
2 Gruppe D 
Im Haus der Begegnung St. Ida Nachtigallenweg 25 48167 Gremmendorf-
Ost 
 
 
 
Grafik 11 
Karte pflegerische Infrastruktur im Stadtbezirk Münster-Südost

44 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 
 
 
5.6 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Hiltrup 
 
Der Stadtbezirk Münster -Hiltrup besteht aus den fünf Stadtteilen Berg Fidel, Hiltrup -Ost, 
Hiltrup-Mitte, Hiltrup -West und Amelsbüre n. Der Stadtteil Berg Fidel grenzt an die Inne n-
stadt und erfährt durch die durchgehende Bebauung eine direkte Anbindung und auch Or i-
entierung der Bewohnerinnen und Bewohner in diese Richtung. Organisatorisch erfolgt diese 
verwaltungsseitig allerdings in Ri chtung Hiltrup. Hiltrup selber ist in drei statistische Bezirke 
(Stadtteile) auf Grund seiner Größe eingeteilt. Amelsbüren ist von ländlicher Struktur umg e-
ben. 
 
Der Stadtbezirk Hiltrup verfügt über eine vielfältige Pflegeinfrastruktur, die sich hauptsäc h-
lich im Ortsteil Hiltrup vorfindet. Der Schwerpunkt liegt hier im vollstationären Pflegeb e-
reich. 
 
Tabelle 36 
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster-Hiltrup, Stand 2016 
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Alexianer - Haus Heidhorn Westfalenstr. 490 48165 Amelsbüren 52 
2 Alexianer - Haus Thomas Alexianerweg 8 48163 Amelsbüren 54 
3 Altenhilfezentrum der Missions-
schwestern - Haus Franziska Westfalenstr. 109 48165 Hiltrup-Mitte 60 
4 Marienheim An der Alten Kirche 5 48165 Hiltrup-Mitte 83 
5 Meyer-Suhrheinrich-Haus Marktallee 42 48165 Hiltrup-Mitte 42 
6 Seniorenzentrum Haus Simeon Am Berg Fidel 70 48153 Berg-Fidel 149 
Gesamt   440 
 
 
Tabelle 37 
Kurzzeitpflege in Münster-Hiltrup, Stand 2016 
eingestreute Kurzzeitpflege    
Nr Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Alexianer - Haus Heidhorn Westfalenstr. 490 48165 Amelsbüren 6 
2 Alexianer - Haus Thomas Alexianerweg 8 48163 Amelsbüren 4 
3 Marienheim An der Alten Kirche 5 48165 Hiltrup-Mitte 1 
4 Seniorenzentrum Haus Simeon Am Berg Fidel 70 48153 Berg-Fidel 8 
Gesamt    19 
Solitäre Kurzeitpflege    
Nr Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 
Altenhilfe-Zentrum der Missions-
schwestern 
Haus Maria 
Westfalenstr. 109 48165 Hiltrup-Mitte 20 
Gesamt    20

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020  45 
 
Tabelle 38 
Tagespflege in Münster-Hiltrup, Stand 2016 
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Altenhilfe-Zentrum  
St. Clemens Kortumweg 56 48165 Hiltrup-
Mitte 15 
Gesamt      15 
 
 
Tabelle 39 
wohnortnahe niedrigschwellige Betreuungsgruppen nach § 45  SGB XI in Münster-Hiltrup, 
Stand 2016 
Nr. Anbieter Straße PLZ Stadtbezirk Stadtteil 
1 „ Ein Vormittag im Alex-Dorftreff“ 
Alexianer Münster GmbH Zum Häpper 1 48163 Hiltrup Amelsbüren 
2 Gemeinde Cafe 
Ev. Gemeindehaus 
Leisnerstraße 
17/Pater-
Kolbe-Straße 
48163 Hiltrup Amelsbüren 
 
 
Grafik 8 
Karte pflegerische Infrastruktur im Stadtbezirk Münster-Hiltrup

46 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 
 
6. Zukünftige Entwicklung der Nachfrage von Pflegeleistungen in Münster 
 
Für die zukünftige Entwicklung der Nachfrage stehen  als Grundlage die Daten von IT. NRW 
mit der Bevölkerungsprognose und den Modellrechnungen zur Entwicklung der Pflegeb e-
dürftigkeit in NRW (Auswirkungen des demografischen Wandels, Modellrechnungen zur 
Entwicklung der Pflegebe dürftigkeit in NRW, Statistische Analysen und Studien, Band 76 , 
2013 (IT.NRW)) zur Verfügung. IT.NRW veröffentlichte im Dezember 2016 d ie aktualisierten 
Modellrechnungen auf Basis der Daten von 2013, zudem wurden die Modellrechnungen bis 
zum Jahr 2040/2060 ausgeweitet (Statistische Berichte: Modellrechnung zur Entwicklung der 
Pflegebedürftigkeit in Nordrhein-Westfalen, 2013 bis 2040/2060).  
 
Zur Auswirkung der d emografischen Entwicklung steht  vom städtischen Amt für Stadten t-
wicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung die kleinräumige Bevölkerungsprognose zur Verf ü-
gung (s. Anlage). Die Bevölkerungsent wicklung von IT. NRW berücksichtigt die Bewohneri n-
nen und Bewohner mit Erstwohnsitz, die münstersche  Bevölkerungsprognose berücksichtigt 
auch die Bewohnerinnen und Bewohner mit Zweitwohnsitz, lässt aber Aussagen auf kleinere 
Bezugsräume zu. In der Anlage dieses Pflegebedarfsplans sind Informationen aus der Bevö l-
kerungsprognose der Stadt Münster zur Infor mation beigefügt. Eine Anwendung der alter s-
bezogenen Daten wird in diesem Pflegebedarfsplan nicht vorgenommen. 
 
Für die zukünftige Entwicklung  der Pflegebedürftigkeit hat IT. NRW Modellrechnungen 
durchgeführt, die räumlich bezogen auf die Kreise und kreisfreien Städte bis zum Jahr 204 0 
erstellt wurden . Die Entwicklung der Pflegebedürftigkeit wird durch die Bevölkerungsen t-
wicklung und das bestehende Pflegerisiko beeinflusst. Für die Modellrechnungen wurden als 
Datenbasis die Ergebnisse der Bevölkerungs vorausberechnung und die Statistik der Pfleg e-
versicherung verwendet.  
 
Es wurden zwei Modellrechnungen durchgeführt, eine sogenannte konstante Variante und 
eine Trendvariante. Bei der konstanten Variante wird der Fokus ausschließlich auf die dem o-
grafischen Veränderungen gelegt und ein gleichbleibendes Pflegerisiko unterstellt. Basis sind 
die alters - und geschlechtsspezifischen Pflegehäufigkeiten (Pflegequoten) der Jahre 2007, 
2009, 2011 und 2013, die konstant auf den gesa mten Berechnungszeitraum bis 204 0 ange-
wandt werden. Die Trendvariante geht dagegen von einer Abnahme des Pflegerisikos aus. 
Basierend auf aktuellen Studien wird angenommen, dass mit einer steigenden Lebenserwa r-
tung auch eine bessere Gesundheit verbunden sein wird, also von einem Anstieg de r pflege-
bedürftigkeitsfreien Lebenszeit auszugehen ist. Für die Berechnung der Trendvariante wurde 
analog der Steigerung der Lebenserwartung eine Verschiebung der Pflegequoten  durchge-
führt. Beide Modellrechnungen sind a ls Schätzungen einzustufen, die keine feststehenden 
Ergebnisse voraussagen können.  
 
In der Modellrechnung für Pflegebedürftige nach Geschlecht und Altersgruppen (s. Tabelle 
40) zeigt sich insbesondere, dass sich in den Altersgruppen der 80 bis unter 90jährigen und 
der über 90jährigen die Anzahl der Pflegebedürftigen nach der konstanten Variante deutlich 
erhöht, in der Trendvariante dagegen nur leicht erhöht.

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020  47 
 
 
Tabelle 40 
Pflegebedürftige in Münster nach Geschlecht und Altersgruppen  
Ergebnisse für 2013 und für die Modellrechnungsjahre 2020, 2025, 2030, 2035 und 2040 
 
   Konstante Variante  Trendvariante 
  2013  2020 2025 2030 2035 2040  2020 2025 2030 2035 2040 
  Anzahl  1000  1000 
Männlich                      
unter 60 431  0,5 0,5 0,5 0,5 0,5  0,4 0,4 0,4 0,4 0,4 
60 bis unter 70 232  0,3 0,4 0,4 0,4 0,3  0,3 0,3 0,3 0,2 0,2 
70 bis unter 80 574  0,5 0,6 0,7 0,9 0,9  0,5 0,5 0,6 0,7 0,7 
80 bis unter 90 776  1,0 1,2 1,1 1,3 1,7  0,9 1,0 1,0 1,2 1,5 
90 und mehr 250  0,3 0,4 0,6 0,6 0,7  0,3 0,4 0,6 0,6 0,6 
Weiblich                     
unter 60 419  0,4 0,4 0,4 0,4 0,4  0,4 0,4 0,4 0,4 0,4 
60 bis unter 70 191  0,2 0,3 0,3 0,3 0,2  0,2 0,2 0,3 0,2 0,2 
70 bis unter 80 720  0,6 0,7 0,8 0,9 1,0  0,5 0,6 0,6 0,7 0,8 
80 bis unter 90 1 880  2,2 2,4 2,1 2,3 2,9  1,9 2,1 1,9 2,1 2,5 
90 und mehr 1 155  1,2 1,2 1,6 1,7 1,6  1,1 1,2 1,5 1,5 1,5 
                      
Zusammen 6 628  7,3 7,9 8,6 9,2 10,2  6,6 7,1 7,6 8,1 8,9 
 
 
In den Modellberechnungen für Pflegebedürftige nach Geschlecht und Art der Pflegeleistung 
zeigt sich in der konstanten Variante eine kontinuierliche Zunahme in der ambulanten Pflege 
sowohl bei Männer wie auch Frauen gleichermaßen. In der stationären Pflege wird hier bei 
den weiblichen Pflegebedürftigen eine stärkere Zunahme als bei den männlichen Pflegeb e-
dürftigen erwartet. In der Trendvariante zeigen sich diese Unterschiede nicht so deutlich. 
 
Tabelle 41 
Pflegebedürftige in Münster nach Geschlecht und Art der Pflegeleistung 
Ergebnisse für 2013 und für die Modellrechnungsjahre 2020, 2025, 2030, 2035 und 2040  
 
   Konstante Variante  Trendvariante 
  2013  2020 2025 2030 2035 2040  2020 2025 2030 2035 2040 
  Anzahl  1000  1000 
Männlich                      
ambulante Pflege 653  0,8 0,9 1,0 1,1 1,2  0,7 0,7 0,8 0,9 1,0 
stationäre Pflege 584  0,7 0,8 0,9 1,0 1,1  0,6 0,7 0,8 0,9 1,0 
Pflegegeld-
empfänger 1 026  1,2 1,3 1,4 1,5 1,7  1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 
Weiblich                     
ambulante Pflege 1 288  1,3 1,4 1,5 1,6 1,8  1,2 1,3 1,3 1,4 1,5 
stationäre Pflege 1 781  2,0 2,1 2,2 2,4 2,6  1,8 1,9 2,0 2,1 2,3 
Pflegegeld-
empfängerinnen 1 296  1,4 1,5 1,5 1,6 1,7  1,3 1,3 1,4 1,5 1,6 
                      
Zusammen 6 628  7,3 7,9 8,6 9,2 10,2  6,6 7,1 7,6 8,1 8,9

48 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 
 
7. Pflegebedarfsfeststellung 2017 - 2020 
 
Für die Ermittlung des erforderlichen Pflegebedarfs für die stationäre Pflege werden die vo r-
handenen Pflegeplätze in Münster, die städtische Bevölkerungsprognose und die Model l-
rechnungen zur zukünftigen Entwicklung der Nachfrage nach Pflegeleistungen (s. Kap. 6) 
gegenüber gestellt. Die Modellrechnungen von IT.NRW zur Entwicklung der Pflegebedürfti g-
keit gehen in der  konstanten Variante  von einer gleichbleibenden Entwicklung aus, in der 
Trendvariante von einer Verzögerung der Pflegebedürftigkeit durch längere Gesundheit bei 
zunehmendem Alter und damit einhergehend einem geringeren Anstieg des Bedarfs und 
einer Verschiebung zur Professionalisierung der Pflege zu Hause und Nutzung von ambulan-
ten Hilfs- und Pflegeangeboten (Ambulantisierung). 
 
Als Modellrechnung wurde in der Pflegebedarfsfeststellung 2015 – 2018  die konstante Vari-
ante als Berechnungsbasis ausgewählt. In der letzten und auch hier vorgelegten Ermittlung 
des künftigen Pflegebedarfs für 201 7 – 2020 wird die Trendvariante zu Grunde gelegt, da 
sich Münster für eine Stärkung der Pflege zu Hause ausgesprochen hat und im Rahmen der 
altengerechten Quartiersentwicklung Strukturen und Angebote schaffen will, die dies ve r-
mehrt ermöglichen. Zudem sollen neue Wohn - und Pflegearrangements entwickelt werden, 
die auch eine umfassende Pflege ermöglichen , somit individuell eine vollstationäre Pflege 
vermeiden, und im Gesamtkontext das tatsächliche Eintreten der Trendvariante unterstütz-
ten. 
 
Eine weitere Basis für die Bedarfsermittlung bietet die Belegungsrate der Einrichtungen. Bei 
einer Auslastung von 9 8 % wird von einer Vollauslastung ausgegangen. Für den Pflegeb e-
dürftigen soll eine Wahlmöglichkeit  aus unterschiedlichen Pflegeangeboten auch unte r-
schiedlicher Einrichtungen bestehen.  
 
 Tabelle 42 
Auslastung in vollstationären Pflegeeinrichtungen in % 
zum 1.1. 1.4. 1.7. 1.10.  
2011 93,9 97,0 97,3 95,6 96,0 
2012 93,6 96,3 96,8 96,7 95,9 
2013 96,0 96,0 93,7 95,5 95,3 
2014 96,7 95,7 96,5 95,8 96,2 
2015 96,7 96,2 96,4 96,5 96,5 
2016 96,5 96,0 96,8 96,5 96,5 
Quelle: eigene Erhebung 
 
Ergänzt wird die Auslastungsquote durch die Meldequote von freien Plätzen an das Infobüro 
Pflege des Sozialamtes im Gesundheitshaus. Hier können freie Plätze zur Vermittlung gemel-
det werden, es erfolgt ergänzend eine zweimal wöchentliche Abfrage. Da die Meldung der 
freien Plätze nicht verpflichtend ist und sie auch nicht von allen Einrichtungen genutzt wird, 
kann sie nur ergänzend zur Bewertung herangezo gen werden.  Bisher standen im Durc h-
schnitt rund 45 Plätze monatlich zur Vermittlung zur Verfügung . Auf Anfragen nach Pfleg e-
plätzen konnten immer unterschiedliche Einrichtungen mit freien Plätzen benannt werden.

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020  49 
 
 
Für die weitere Bedarfsermittlung muss berücksichtigt werden, dass freie Plätze nicht immer 
wiederbelegt werden können, weil teilweise das Personal nicht in erforderlichem Umfang 
vorhanden ist. Neben der Ausweitung des Pflegeangebotes (sowohl ambulant als auch stat i-
onär) stellt der Mangel an Fa chkräften schon jetzt eine wesentliche und zunehmende He r-
ausforderung dar. 
 
Die Modellberechnungen von IT.NRW besagen für Münster nach der konstanten Variante für 
2020 einen Bedarf von 2 .700 Plätzen für stationäre Pflege , für 2025 einen Anstieg auf 2. 900 
Plätze. Die Modellberechnung Trendvariante sagt für 20 20 einen Bedarf von 2. 400 Plätzen 
für stationäre Pflege und für 2025 einen Bedarf von 2.600 Plätzen aus.  
 
Tabelle 43 
Bedarfsermittlung für umfassende Pflege 
Jahr 
 
Empfängerinnen und Empfänger von Leistungen aus der  
Pflegeversicherung in Münster 
Einwohner/ 
-innen Gesamt  davon  
stationäre Pflege 
 davon ambu-
lante Pflege 
Pflegegeld-
empfänger/innen 
 
IST 
2009 275 543 5,6 2 130 1 534 1 909 
2011 291 754 6,1 2 280 1 686 2 154 
2013 299 708 6,6 2 365 1 941 2 322 
2015 310 039 6,9 2 553 1 844 2 536 
Trend-PROGNOSE  (in Tausend) 
2020  6,5 2,5 1,9 1,9 
2025  7,0 2,7 1,9 2,3 
2030  7,5 3,0 2,1 2,4 
2040  8,9 3,3 2,5 3,1 
Datenquelle IT.NRW 
   
Unter Zugrundelegung der Trendvariante für die Jahre 201 7 – 2020 zeigt sich, dass das vo r-
handene vollstationäre Pflegeangebot in Münster mit aktuell 2.646 v ollstationären Plätzen 
(plus 193  Plätze Tagespflege und 76 Plätze solitäre Kurzzeitpflege) in Münster bis 20 20 in 
ausreichendem Umfang vorhanden ist . Dies wird unterstützt durch die Auslastungsquote, 
wonach mit einer Auslastung von 96,5 % im Jahresdurchschnitt 2.553  vollstationäre Plätze 
belegt sind und damit rund 90 Plätze zur Verfügung stehen. Eine Wahlfreiheit der Pflegebe-
dürftigen zwischen unterschiedlichen vollstationären Einrichtungen ist in ausreichendem 
Maß gegeben. Somit besteht derzeit kein Bedarf an zusätzlichen vollstationären Plätzen.

50 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 
 
8. Ausblick 
 
Mit dem vorliegenden Pflegebedar fsplan für die Jahre 2017 – 2020  wird die Berechnung 
bezogen auf die gesamte Stadt Münster vorgelegt.  Die Darstellung der vorhandenen Ang e-
bote wird ergänzend auf die Stadtbezirke bezogen dargestellt , von der Ermittlung eines 
rechnerischen Pflegebedarfs auf Stadtbezirksebene wird aber vorerst abgesehen . Die ge-
samtstädtische Bedarfsermittlung zeigt aktuell für die Jahre 2017  – 2020 keinen weiteren 
Bedarf an zusätzlichen  vollstationären Plätzen auf. Wie aber die stetig zunehmende Ausla s-
tungsquote zeigt und auch der Trend über d ie zu planenden drei Jahre hinaus, wird zahlen-
mäßig der Bedarf an umfassender Pflege analog des demografischen Wandels  zunehmen. 
Wenn dieser Bedarf festgestellt wird, ist seitens der Stadt Münster eine Ausschreibung für 
ein diskriminierungsfreies Vergabeve rfahren erforderlich (APG DVO). Daher ist es erforde r-
lich, bereits in den nächsten Jahren in Vorbereitung hierzu Modelle alternativer Wohn- und 
Pflegearrangements und Einrichtungen mit flexiblen Angeboten  zu entwickeln. Hiermit be-
schäftigt sich eine AG der Konferenz Alter und Pflege. 
 
Die Weiterentwicklung des Pflegebedarfsplans geht einher mit der Umsetzung des „Master-
plans altengerechte , inklusive Quartiere für Münster “. D ie Pflegebedarfsplanung der ko m-
menden Jahre soll kleinräumigere Betrachtungen ein beziehen und im Weiteren dann auch 
die Einbindung der Pflege mit allen Sektoren der altengerechten Quartiersentwicklung. Auch 
spezifische Bedarfe wie Geschlecht, Konfession, Migrationsgeschichte sollen differenziert 
betrachtet werden. Auf dieser Basis soll en komplementäre Hilfen, alternative Wohn - und 
Pflegeformen, zielgruppenspezifische Angebote unter Einbezug der örtlichen Infrastruktur 
weiter- und neuentwickelt werden. Hierbei ist auch die Mitwirkung der Seniorinnen und S e-
nioren als auch der vor Ort akti ven Akteure wichtig. Eine gute Basis bilden die jetzt schon in 
vielen Stadtbezirken und /oder Stadtteilen tätigen Arbeitskreise „Älter werden in Münster“, 
die gemeinsam von der Kommunalen Seniorenvertretung und den Wohlfahrtsverbänden 
moderiert werden. Ein  Produkt dieser Arbeitskreise sind stadtteilorientierte Broschüren mit 
den Angeboten vor Ort für älter werdende Menschen. 
 
Bereits jetzt gibt es einen zunehmenden Bedarf an ambulant verfassten Wohn- und Pflegear-
rangements, mit denen eine umfassende Pflege gesichert werden kann . Hierzu eignen sich 
u. a. anbieterverantwortete Wohngemeinschaften oder andere Wohnformen, die mit einer 
umfassenden Pflege - und Unterstützungsstruktur eine umfassende Versorgungssicherheit 
bieten. Dabei soll auch dem vielfach gehegten Wunsch Rechnung getragen werden, auch bei 
Pflege- und Unterstützungsbedarf in ihrer eigenen Häuslichkeit – ob alleine oder in einer 
gemeinschaftlichen Wohnform mit entsprechenden Pflege - und Unterstützungsleistungen – 
wohnen bleiben zu können.  
 
Die für ein lebenslanges Wohnen im Quartier wichtige Infrastruktur, die auch eine Verso r-
gungsicherheit bei Pflegebedarf ermöglicht, soll in Zusammenarbeit der Träger und Anbieter 
von Dienstleistungen, der bürgerschaftlichen Akteure und der Stadt vor Ort gestaltet wer-
den.  
 
Darüber hinaus müssen die weiteren Auswirkungen des steigenden Pflegebedarfs auf den 
gesamten Sektor Pflege erörtert werden. So werden die bereits jetzt bestehenden Probleme 
des fehlenden Pfleg epersonals sich noch drastischer  auswirken. Daher gilt es , sich auch di e-

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020  51 
 
sem Bereich angefangen beim Image der Altenpflege über die Ausbildung bis hin zum A r-
beitsmarkt offensiv zu widmen.

52 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 
 
Anlage 1  
Beratung des Kommunalen Pflegebedarfsplans für Münster 2017 – 2020  
in der Sitzung der Konferenz Alter und Pflege am 14.06.2017 (Bericht/Votum) 
 
Die kommunale Konferenz Alter und Pflege  Münster stimmt dem vorgelegten Kommunalen 
Pflegebedarfsplan für Münster 201 7 – 2020 zur Feststellung des Pflegebedarfs im station ä-
ren Bereich zu.  
Die Kommunikation der festgestellten Bedarfe und das Auswahlverfahren und die Entsche i-
dungskriterien für den Fall, dass mehrere Träger Interesse anzeigen, sollen im weiteren Ve r-
lauf entwickelt und transparent dargestellt werden. 
Die Pflegekonferenz unterstützt  den sukzessiven Ausbau der Pflegebedarfsplanung unter 
Berücksichtigung der UN -Behindertenrechtskonvention in den kommenden Jahren. Dieser 
wird den gesamten Pflegesektor in den Blick nehmen, womit auch die Pflege zu Hause mit 
oder ohne professionelle Unter stützung einbezogen wird. Alternative Wohn - und Pflegefor-
men sollen quartiersbezogen entwickelt werden und unter Einbezug der Strukturen in den 
Quartieren mit Nachbarschaft, Initiativen und Organisationen in die Quartiersentwicklung 
implementiert werde n. D abei sind die Belange älter werdender  Menschen, Menschen mit 
Behinderungen und ihre Angehörigen einzubeziehen. Vorhandene Pflegeeinrichtungen wo l-
len und sollen in diesen Prozess einbezogen werden.  
Sollen alternative Wohn - und Pflegeformen weiter entwickel t und ausgebaut werden, so 
fehlt jedoch eine unterstützende Gesetzgebung. 
Alle an der Bildungsarbeit und an der Diskussion um Wohn-/Pflege- und Betreuungskonzepte 
sowie deren Finanzierung Beteiligte müssen zusammen Vielfalt, Nachhaltigkeit, Personalb e-
darf und Finanzierbarkeit in einen gemeinsamen Rahmen setzen. Hinzukommen müssen 
unumgänglich Strategien zur Darstellung der Wichtigkeit und zur Steigerung der Attraktivität 
pflegerischer Berufe. Hierzu wurde das Bündnis für Pflege gegründet. 
An erster Stelle soll die Frage stehen: Was wollen die Menschen? Diese Frage wird sowohl an 
die Pflegebedürftigen, die Angehörigen und die Pflegenden in allen Pflegeformen gestellt, 
aber auch an die noch nicht Pflegebedürftigen, damit für die Zukunft an die Bedürfnisse und 
Wünsche der Menschen angepasste Wohn - und Pflegeformen entwickelt und aufgebaut 
werden können, in der sich Pflegebedürftige und Pflegende gut aufgehoben fühlen.

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020  53 
 
Anlage 2 
Entwicklung der älteren Bevölkerung in Münster 
 
Die vom Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Verkehrsplanung durchgeführte Be-
völkerungsprognose bis 2030 wurde zum 30.06.2014 aktualisiert  
 
 
 
 
 
Stadt Münster - Amt für Stadtentw icklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung
 01 0002 0003 0004 000
99
96
93
90
87
84
81
78
75
72
69
66
63
60
57
54
51
48
45
42
39
36
33
30
27
24
21
18
15
12
9
6
3
0
 0 1 000 2 000 3 000 4 000
1
3
5
7
9
11
13
15
17
19
21
23
25
27
29
31
33
35
37
39
41
43
45
47
49
51
53
55
57
59
61
63
65
67
69
71
73
75
77
79
81
83
85
87
89
91
93
95
97
99
10 1
Alter
Männer Frauen
Bestand 31.12.2013
Prognose 2020
Einwohnerzahl, absolut

54 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 
 
 
Wohnberechtigte Bevölkerung über 70 Jahre nach Altersgruppen in der Stadt Münster  
1995 bis 2020 (Differenzen in den Summen durch Runden) 
 Jahre 
 jew. 31.12. 
Wohnberechtigte   B e v ö l k e r u n g   in der Stadt Münster 
insgesamt darunter im Alter von ... bis unter ... Jahre 
70 - 75 75 - 80 80 - 85 85 - 90 90 u. ä. 
IST             
         
1995 279 632  10 590  6 290  6 336  3 424  1 368  
2000 279 461  11 061  8 946  4 789  3 805  1 776  
2005 278 925  10 698  9 497  6 881  3 065  2 065  
2010 285 180  13 858  9 529  7 590  4 589  2 018  
2011 296 440  14 124  10 036  7 592  4 703  2 252  
2012 296 536  13 715  10 671  7 471  4 802  2 376  
2013 298 518  13 301  11 425  7 275  5 018  2 525  
    
 
        
PROGNOSE             
         
2014 300 893  12 676  12 041  7 523  5 241  2 746  
2015 303 787  11 459  12 515  7 850  5 424  2 992  
2016 305 633  10 778  12 761  8 318  5 501  3 248  
2017 307 190  10 660  12 422  8 892  5 530  3 463  
2018 308 581  10 557  12 102  9 518  5 510  3 740  
2019 309 834  10 819  11 574  10 028  5 708  3 948  
2020 310 995  11 632  10 520  10 422  5 967  4 149  
              
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 
 
 
 
 
 
Quelle: Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Verkehrsplanung 
7 415  
6 620  
4 557  
3 421  
2 015  
6 336  6 071  6 339  
3 951  
3 069  
5 886  
4 805  
2 718  
1 597  
 510  
5 297  
4 449  
4 083  
2 016  
1 080  
 0
1 000
2 000
3 000
4 000
5 000
6 000
7 000
8 000
70 - 75 75 - 80 80 - 85 85 - 90 90 u.ä.
Altersgruppen 
Bevölkerungsprognose Stadt Münster 2013 bis 2020  
Altersgruppen ab 70 Jahre 2013 und 2020 nach Geschlecht 
Frauen 2013 Frauen 2020 (Prognose) Männer 2013 Männer 2020 (Prognose)

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020  55 
 
 
  
Entwicklung der Bevölkerung 2013 - 2020 ab 60 Jahren in Stufen 
von 5 Altersjahren (absolut, relativ) 
(Differenzen in den Summen durch Runden) 
Alters-
gruppen 
Bevölkerung insgesamt 
31.12.2013 
(Bestand) 
31.12.2020 
(Prognose) 
Differenz zu 2013 
absolut in % 
60 - <65 J. 14 849 18 027 3 178 21,4 
65 - <70 J. 11 138 14 595 3 457 31,0 
70 - <75 J. 13 301 11 632 -1 669 -12,5 
75 - <80 J. 11 425 10 520 - 905 -7,9 
80 - <85 J. 7 275 10 422 3 147 43,3 
85 - <90 J. 5 018 5 967  949 18,9 
90 J. u. ä. 2 525 4 149 1 624 64,3 
 Quelle: Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und 
Verkehrsplanung

Beschlussvorlage

8578 Zeichen

V/0511/2017 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Sozialamt 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Verbindlicher kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2017 - 2020 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
28.08.2017 Kommunale Seniorenvertretung Vorberatung 
06.09.2017 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz  
und Arbeitsförderung Vorberatung 
07.09.2017 Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit  
Behinderungen Vorberatung 
20.09.2017 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 
20.09.2017 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
1. Der Rat nimmt den verbindlichen kommunalen Pflegebedarfsplan 2017 – 2020 für Münster (An-
lage) zur Kenntnis. 
 
2. Der Rat stimmt zu, dass wie im Pflegebedarfsplan festgestellt kein Bedarf an neuen vollstationä-
ren Pflegeangeboten für die Jahre 2017 – 2020 in Münster (gesamt) besteht. Es werden keine 
Bedarfsbestätigungen für zusätzliche vollstationäre Plätze in Einrichtungen in Münster erteilt. 
 
3. Die Verwaltung wird beauftragt, alternative Angebotsformen wie Wohn - und Hausgemeinschaf-
ten und Quartiersangebote zur Sicherung einer umfassenden Pflege zu unterstützen.  
 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
keine 
 
 
 
Begründung: 
1. Gesetzliche Ausgangslage 
Das am 16.10.2014 in Kraft getretene neue Alten- und Pflegegesetz NRW (APG NRW) eröffnet kreis-
freien Städten und Kreisen die Möglichkeit, mit dem Instrument der Bedarfsbestätigung auf der 
Grundlage einer verbindlichen und kriteriengeleiteten Pflegeplanung die quantitative Entwic klung der 
voll- und teilstationären Angebote der lokalen Pflegeinfrastruktur mittelbar zu steuern. Eine Bedarfs-
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0511/2017 
Auskunft erteilt: 
Frau Menke 
Ruf: 
492-5025 
E-Mail: 
MenkeChristine@stadt-muenster.de  
Datum: 
02.08.2017 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0511/2017 
bestätigung ist Voraussetzung für die Landesförderung d er betreffende n Einrich tungen bzw. ihrer 
neuen Plätze. Mit diesem Zusatzinstru ment können Kommunen in die Ge staltung der lokalen Pfl e-
geinfrastruktur regulierend eing reifen, was die weiteren Gesta ltungsmöglichkeiten wie Information, 
Beratung und Überzeugung wesentlich ergänzt. Die Gestaltungsrolle der Stadt wird gestärkt. 
Die verbindliche Bedarfsplanung als Grundlage von Bedarfsbestätigungen muss zuvor vom Rat b e-
schlossen und öffentlich bekannt gemacht werden, um als zusätzliche Fördervorausse tzung gem. 
§ 11 Abs. 7 AP G NRW wirksam zu werden. Der Be schluss bezieht sich auf alle Plätze, für die der 
Einrichtungsträger in der Zeit nach dem Ratsbeschluss erstmals eine Förderung beantragt. Die En t-
scheidung des Rates muss festlegen, ob sich die Bedarfsbemessung auf das gesamte St adtgebiet 
beziehen oder ein in der Pflegebedarfsplanung ausgewiesener sozia lräumlicher Bedarf Grundlage 
sein soll.  
Der Planungszeitraum betrifft immer die kommenden drei Jahre ab Beschlussfassung. So wird mit 
dem vorliegenden Pflegebedarfsplan der Zeitraum 2017 – 2020 abgedeckt. 
 
2. Kommunaler Pflegebedarfsplan 2017 – 2020 für Münster 
Mit dem vorliegenden Pflegebedarfsplan für die Jahre 2017 – 2020 wird die Berechnung bezogen auf 
die gesamte Stadt Münster aktualisiert. Für die Ermittlung des erforderlichen Pf legebedarfs für die 
vollstationäre Pflege werden die vorhandenen Pflegeplätze in Münster  den Modellrechnungen zur 
zukünftigen Entwicklung der Nachfrage nach Pflegeleistungen von IT.NRW (s. Kap. 6 Pflegebedarf s-
plan) gegenüber gestellt . IT.NRW hat die aktual isierte Pflegestatistik und die bis 2040/2060 ausg e-
weiteten Modellrechnungen im Dezember 2016 veröffentlich . Die Modellrechnungen von IT.NRW zur 
Entwicklung der Pflegebedürftigkeit gehen in der konstanten Variante von einer gleichbleibenden 
Entwicklung aus, in der Trendvariante von einer Verzögerung der Pflegebedür ftigkeit durch längere 
Gesundheit bei zunehmendem Alter und damit einhergehend einem geringeren Anstieg des B edarfs 
und einer Verschiebung zur Professionalisierung der Pflege zu Hause und Nutzung von ambulanten 
Hilfs- und Pflegeangeboten (Ambulantisierung). 
Als Berechnungsbasis zur Ermittlung des künftigen Pflegebedarfs für 2017 – 2020 wird die Trendvari-
ante zu Grunde gelegt, da sich Münster für eine Stärkung der Pflege zu Hause ausgesprochen hat (s. 
Vorlage V/0130/2015/1) und im Rahmen der altengerechten Quartiersentwicklung Strukt uren und 
Angebote schaffen will, die dies vermehrt ermöglichen. Zudem sollen neue Wohn - und Pflegearran-
gements entwickelt werden, die auch eine umfassende Pflege ermöglichen, eine vollstationäre Pflege 
vermeiden können und im Gesamtkontext das tatsächliche Eintreten der Tren dvariante unterstützen. 
Für Münster sagt  die Modellberechnung von IT.NRW nach der Trendvariante für 20 20 einen Bedarf 
von 2.500 Plätzen für stationäre Pflege voraus. Demgegenüber stehen in Münster aktuell 2.646 Plä t-
ze in der stationären Pflege zur Verfügung, dazu kommen noch 193 Tagespflegeplätze und 76 (solitä-
re) Kurzzeitpflegeplätze. 
Eine weitere Grundlage für die Bedarfsermittlung bietet die Belegungs rate (Auslastung) der Einrich-
tungen. Bei einer Auslastung von 98 % wird von einer Vollauslastung ausgegangen. Die Entwicklung 
in den letzten Jahren zeigt, dass die Auslastung von 96,0 % vom Jahr 2011 auf 96,5 % im Jahr 2015 
tendenziell zunimmt, 2016 jedoch stagniert. 
Zusammenfassend zeigt sich u nter Zugrundelegung der Trendvariante für die Jahre 201 7 – 2020, 
dass das vorhandene vollstationäre Pflegeangebot in Münster mit aktuell 2.646 vollstationären Plä t-
zen in Münster bis 2020  in ausreichendem Umfang vorha nden ist. Dies wird unterstützt durch die 
Auslastungsquote, wonach mit einer Auslastung von 96,5 % im Jahresdurchschnitt 2.553 vollstationä-
re Plätze belegt sind und damit rund 90 Plätze zur Verfügung stehen. Eine Wahlfreiheit der Pflegeb e-
dürftigen zwischen unterschiedlichen vollstationären Einrichtungen ist in ausreichendem Maß geg e-
ben. Somit besteht für die Jahre 2017  – 2020 kein zusätzlicher Bedarf an neuen vollstationären Ei n-
richtungen. 
Die Kommunale Konferenz Alter und Pflege hat in ihrer Sitzung vom 14 .06.2017 den vorliege nden 
Pflegebedarfsplan beraten und ihm zugestimmt. Es wurde der Hinweis gegeben, dass für den Ausbau 
alternativer Wohn- und Pflegeformen die gesetzliche Unterstützung fehlt.

- 3 - 
V/0511/2017 
 
3. Ausblick 
Die Stadt Münster nutzt die verbindliche  Pflegebedarfsplanung als zusätzliches Steuerungsinstr u-
ment, um gemeinsam mit anderen Akteuren, vor allem mit der Kommunalen Konferenz Alter und 
Pflege, die Entwicklung der örtlichen Pflegeinfrastruktur aktiv zu gestalten. Leitbild ist eine vielseitige, 
bedarfs- wie nachfragegerechte Angebotslandschaft, die den verschiedenen Präferenzen Pflegeb e-
dürftiger Rechnung trägt, gegenüber geänderten Bedarfen, Struktur - und Qualitätsanforderungen an-
passungsfähig ist und deren Angebote finanzierbar sind.  
Mit der Verzahnung des Pflegebedarfsplans mit dem Masterplan altengerechte, inklusive Quartiere 
für Münster soll die Pflegeplanung kleinräumigere Betrachtungen einbeziehen und die Pflege mit allen 
Sektoren in die altengerechte Quartiersentwicklung  eingebunden werden. Dabei solle n b estehende 
Pflegeinfrastruktur und künftige Quartiersstrukturen nicht als Gegene inander, sondern synergetisch 
verstanden werden. S pezifische Bedarfe wie Geschlecht, Konfession, Migrationsg eschichte sollen 
möglichst differenziert betrachtet werden.  
Auf dieser Basis sollen komplementäre Hilfen, alternative Wohn - und Pflegeformen sowie zielgrup-
penspezifische Angebote unter Einbezug der örtlichen Infrastruktur weiter- und neuentwickelt werden, 
um mit einer umfassenden Pflege- und Unterstützungsstruktur weitgehende Versorgungssicherheit zu 
bieten. Dabei soll auch dem Wunsch des Großteils der Menschen Rechnung getragen we rden, auch 
bei Pflege- und Unterstützungsbedarf in ihrer eigenen Häuslichkeit – ob alleine oder in einer gemei n-
schaftlichen Wohnform mit entsp rechenden Pflege- und Unterstützungsleistungen – wohnen bleiben 
zu können. Eine Arbeitsgruppe der Konferenz Alter und Pflege hat sich zu diesem Thema gebildet. 
Die Mitwirkung der Seniorinnen und Senioren und der vor Ort aktiven Akteure ist hierzu wichtig. Eine 
gute Basis bilden die jetzt schon in vielen Stadtbe zirken und/oder Stadtteilen tätigen Arbeitskreise 
„Älter werden in Münster“, die gemeinsam von der Kommunalen Seniorenvertretung und den Woh l-
fahrtsverbänden begleitet werden.  
 
 
In Vertretung 
 
 
gez. 
Cornelia Wilkens 
Stadträtin 
 
 
 
Anlage: 
Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2017 - 2020

Beratungsverlauf (5)

28.08.2017 Kommunale Seniorenvertretung
TOP 2 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
06.09.2017 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung
TOP 10 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
07.09.2017 Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen
TOP 5 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung
20.09.2017 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 26 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
20.09.2017 Rat
TOP 27 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (113)

  • Westfalenstraße 109
  • Andreas-Hofer-Straße 70
  • Scharnhorststraße 4
  • Alte Dorfstraße 10
  • Fliednerstraße 17
  • Ostmarkstraße 9
  • Handorfer Straße 24
  • Coerdestraße 56
  • Josef-Beckmann-Straße 5
  • Münzstraße 38
  • Schulstraße 47
  • Achtermannstraße 11
  • Rjasanstraße 21
  • Loerstraße 23
  • Zumsandestraße 25
  • Grevener Straße 105
  • Geringhoffstraße
  • Wolbecker Straße 140b
  • Sophienstraße 1
  • Oststraße 57
  • Windthorststraße 7
  • Dechaneistraße 14
  • Herrenstraße 17
  • Josefstraße 4
  • Tannenbergstraße 1
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  • Am Küchenbusch 15
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Details

Aktenzeichen
V/0511/2017
Typ
Vorlagen
Datum
02.08.2017
Erstellt
06.10.2020 14:37