V/0511/2017
Verbindlicher kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2017 - 2020
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Anlage zu Vorlage V-0511-2017
83911 Zeichen
Kommunaler Pflegebedarfsplan
für Münster
2017 – 2020
Anlage zu
Vorlage V/0511/2017
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020
Inhalt
1. Einleitung ................................ ................................ ................................ .......................... 3
2. Zielsetzung der Pflegebedarfsplanung................................ ................................ ............... 5
3. Pflegesituation in Münster ................................ ................................ ................................ . 7
4. Pflegeinfrastruktur in Münster ................................ ................................ ...........................11
4.1 Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster ................................ ................................ 12
4.2 Kurzzeitpflege ................................ ................................ ................................ .................15
4.3 Tagespflege ................................ ................................ ................................ ....................18
4.4 Ambulant betreute Pflege-Wohngemeinschaften ................................ ............................20
4.5 Ambulante Pflege ................................ ................................ ................................ ...........22
4.6 Betreuungs- und Unterstützungsangebote nach § 45 SGB XI ................................ ........25
5 Sozialräumliche Pflegeinfrastruktur in Münster ................................ ................................ ..29
5.1 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Mitte ................................ ............................30
5.2 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-West ................................ ............................34
5.3 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Nord ................................ ............................37
5.4 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Ost ................................ ............................... 40
5.5 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Südost ................................ .........................42
5.6 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Hiltrup ................................ ..........................44
6. Zukünftige Entwicklung der Nachfrage von Pflegeleistungen in Münster ..........................46
7. Pflegebedarfsfeststellung 2017 - 2020................................ ................................ ..............48
8. Ausblick ................................ ................................ ................................ ............................50
Anlage 1 - Beratung des Kommunalen Pflegebedarfsplans für Münster 2017 – 2020
in der Sitzung der Konferenz Alter und Pflege am 14.06.2017 (Bericht/Votum) ....................52
Anlage 2 - Entwicklung der älteren Bevölkerung in Münster ................................ .................53
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 3
1. Einleitung
Das am 16.10.2014 in Kraft getretene neue Alten - und Pflegegesetz NRW (APG NRW) eröf f-
net kreisfreien Städten und Kreisen die Möglichkeit, mit dem Instrument der Bedarfsbestät i-
gung auf der Grundlage einer verbindlichen und kriteriengeleiteten Pflegeplanung die qua n-
titative Entwicklung der voll - und teilstationären Angebote der lokalen Pflegeinfrastruktur
mittelbar zu steuern. Hat sich die Kommune für diese Möglichkeit entschieden, ist eine so l-
che Bedarfsbestätigung Voraussetzung für die Landesförderung der betreffenden Einric h-
tungen bzw. ihrer neuen Plätze. Mit diesem Zusatzinstrument können Kommunen in die G e-
staltung der lokalen Pflegeinfrastruktur regulierend eingreifen, was die weiteren Gestal-
tungsmöglichkeiten wie Information, Beratung und Überzeugung wesentlich ergänzt. Die
Gestaltungsrolle der Stadt wird gestärkt.
Mit dem gesetzlichen Rahmen des GEPA NRW 1 wird ein Paradigmenwechsel gefördert weg
von traditionellen Großeinrichtungen im alten Stil hin zu ambulanten Wohn - und Verso r-
gungsarrangements in den Wohnquartieren , die auch eine umfassende Pflege bieten. Der
Blick richtet sich damit auf eine umfassende Versorgungssicherheit im gewohnten Umfeld
bzw. an dem Ort, wo die Menschen leben und wohnen wollen. Das Gesetz bietet dabei auch
eine Grundlage zur Stärkung der Selbstbestimmung und Teilhabe der Menschen mit Pflege -
und Unterstützungsbedarf sowie deren Angehö rigen. Die auch in diesem Rahmen aufgegri f-
fenen klaren Vorgaben der UN -Behindertenrechtskonvention hinsichtlich des Anspruchs auf
Selbstbestimmung gilt es bei der Pflegebedarfsplanung besonders zu berücksichtigen.
Die Entscheidung für die Option, in Müns ter künftig eine verbindliche Pflegebedarfsplanung
(gem. § 7 Abs. 6 APG NRW) vorzuhalten und damit eine Grundlage für die Erteilung oder
Versagung einer Bedarfsbestätigung zu haben, unterstützt das Vorhaben ein gesamtstädt i-
sches Quartiersentwicklungskonzept zu erarbeiten (s. Vorlage V/0835/2013). Im Rahmen der
Quartiersentwicklung sollen mittel - bis langfristig in allen Teilgebieten Münsters Bedingu n-
gen geschaffen werden, die die Anforderungen an altengerechte Quartiere erfüllen. Ziel ist
die Abkehr von ein em weiteren Ausbau von großen (Spezial-)Einrichtungen, stattdessen die
Hinwendung zu individuellen Unterstützungsmodulen für das Leben zu Hause sowie zu qua r-
tiersbezogenen Wohn- und Pflegeangeboten, wozu auch die sog. neuen Wohnformen zä h-
len. Die für ein l ebenslanges Wohnen im Quartier relevante Infrastruktur soll in Zusamme n-
arbeit der Träger und Anbieter von Dienstleistungen, der bürgerschaftlichen Akteure und der
Stadt vor Ort gestaltet werden. Mit der verbindlichen Pflegebedarfsplanung werden daher
wichtige Rahmenbedingungen geschaffen, die die Entwicklung auch der pflegerischen Infr a-
struktur im Rahmen von Quartiersentwicklung begünstigen.
Die verbindliche Bedarfsplanung als Grundlage von Bedarfsbestätigungen muss zuvor vom
Rat beschlossen und öffentlich bekannt gemacht werden (§ 11 Abs. 7 S. 2 APG NRW), um als
zusätzliche Fördervoraussetzung gem. § 11 Abs. 7 APG NRW wirksam zu werden. Der B e-
schluss bezieht sich auf alle Plätze, für die der Einrichtungsträger in der Zeit nach dem Rat s-
beschluss erstmals eine Förderung beantragt. Die Entscheidung des Rates muss festlegen, ob
sich die Bedarfsbemessung auf das gesamte Stadtgebiet beziehen oder ein i n der Bedarf s-
planung ausgewiesener sozialräumlicher Bedarf Grundlage sein soll. Die Stadt Münster be-
1 Gesetz zur Entwicklung und Stärkung einer demographiefesten, teilhabeorientierten Infrastruktur und
zur Weiterentwicklung und Sicherung der Qualität von Wohn- und Betreuungsangeboten für ältere
Menschen, pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen
4 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020
zieht in die verbindliche Pflegebedarfsplanung nur die Plätze in vollstationären Einrichtungen
ein. Somit ist die teilstationäre Pflege (Tagespflege, Nachtp flege) von der verbindlichen Be-
darfsplanung ausgenommen, der Bedarf muss dann bei Neuvorhaben von der Konferenz
Alter und Pflege festgestellt werden.
Da ein Konzept für eine verbindliche Bedarfsplanung weder gesetzlich vorgegeben noch a n-
derweitig verfügbar ist, müssen die interessierten Kreise und Städte diese Planungsbasis mit
den entsprechenden Kriterien und Bezugsgrößen selbst entwickeln.
Mit dem im März 2015 von der Verwaltung vorgelegten ersten Pflegebedarfsplan wurde
zunächst eine gesamtstädtisch angelegte Bedarfsermittlung erstellt, der im Jahr 2016 um
weitere Aspekte ergänzt und spez ifiziert wurde. Der Planungszeitraum betrifft immer die
kommenden drei Jahre ab Beschlussfassung . So wird mit dem vorliegenden Pflegebedarfs-
plan der Zeitraum 2017 – 2020 für die verbindliche Planung abgedeckt.
Perspektivisch soll en in der Weiterentwicklung des Pflegebedarfsplans weitere Angebote
aufgenommen und dokumentiert werden, die einen möglichst langen Verbleib in der eig e-
nen Wohnung oder im Stadtteil ermöglichen. Unterstützt wird dies durch den am 22.03.2017
vom Rat der Stadt Münster verabschiedeten „Masterplan altengerechte, inklusive Quartie-
re“, auf dessen Basis die Angebote in den Quartieren zur siche ren Versorgung und alternat i-
ve Pflegeangebote weiterentwickelt werden sollen. So sollen dann auch die weiteren Beda r-
fe älterer Menschen mit und ohne Pflegebedarf in der Planung neuer Konzepte stadtteilor i-
entiert berücksichtigt und integriert werden. Ein erstes Modellprojekt für eine altengerechte
Quartiersentwicklung hat die Stadt Münster in Hiltrup -Ost begonnen, welches vom Land
NRW im Rahmen des Landesförderplans Alter und Pflege gefördert wird. Dazu haben sowohl
der Caritas-Verband, die Diakonie und auch eine Altenpflegeeinrichtung ein Quartiers projekt
gestartet, weitere sind in Planung.
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 5
2. Zielsetzung der Pflegebedarfsplanung
Die Stadt Münster will sich mit der verbindlichen Pflegebedarfsplanung ein zusätzliches
Steuerungsinstrument erschließen, um gemeinsam mit anderen Akteuren, vor allem mit der
Kommunalen Konferenz Alter und Pflege an der Entwicklung der örtlichen Pflegeinf rastruk-
tur aktiv mitzuwirken. Leitbild ist eine vielseitige, bedarfs - wie nachfragegerechte Angebots-
landschaft, die den verschiedenen Präferenzen Pflegebedürftiger Rechnung trägt, gegenüber
geänderten Bedarfen, Struktur - und Qualitätsanforderungen anpassungsfähig ist und deren
Angebote finanzierbar sind. Die verbindliche Pflegebedarfsplanung soll außerdem die alte n-
gerechte Quartiersentwicklung flankieren . Dabei sollen b estehende Pflegeinfrastruktur und
künftige Quartiersstrukturen nicht als Gegeneinander , sondern synergetisch verstanden
werden.
Die verbindliche Pflegebedarfsplanung ist Grundlage für die Bedarfsbestätigung für die Ne u-
errichtung von stationären Pflegeeinrichtungen und dient der Konferenz Alter und Pflege als
Grundlage für neue teilstationäre Einrichtungen bzw. zusätzliche Plätze in solchen Einric h-
tungen, wenn deren Träger die Förderung von Pflegeeinrichtungen nach dem APG in A n-
spruch nehmen wollen (§ 11 Abs. 7 und § 14 Abs. 1 APG NRW). Der konkrete Zweck des vom
Rat für verbindlich erklärten Pflegebedarfsplans besteht daher darin, eine überprüfbare En t-
scheidungsgrundlage für die Erteilung oder Versagung der kommunalen Bedarfsbes tätigung
bereitzustellen; sie ist Zugangsöffner für die Landesförderung. Damit hat die verbindliche
Pflegebedarfsplanung vor allem eine instrumentelle Funktion. Belastbare empirische Auss a-
gen über Zahlen fehlender Plätze, die (noch) errichtet werden müssen , um eine tatsächlich
zu erwartende bzw. prognostizierte Inanspruchnahme mit zusätzlichen Kapazitäten an voll -
oder teilstationären Plätzen zu bedienen, lassen sich aus einem Pflegebedarfsplan mit dieser
Funktion dagegen nicht entnehmen. Um gültige Aussage n treffen zu können, inwieweit Pfl e-
gekapazitäten fehlen, die sich allein durch zusätzliche teil - oder vollstationäre Plätze auffü l-
len lassen, müsste dem Pflegebedarfsplan ein Messkonzept unterlegt werden, das auf der
einen Seite sämtliche Pflegeangebote mi t ihren Ka pazitäten und Auslastungen auch unter
Berücksichtigung der Angebotsqualitäten und -bandbreiten abgreift, auf der anderen Seite
die gegenwärtigen und künftig erwartbaren Individualbedürfnis se implementiert . Derart
anspruchsvolle Konzepte gehen jedoch weit über die gesetzliche Funktion der verbindlichen
Pflegebedarfsplanung hinaus. Zugleich könnte ihre auf klassische Pflegeangebote begrenzte
Sicht nicht die Effekte erfassen oder abbilden, die sich aus der Entwicklung wohnortnaher,
umfassender Versor gungsinfrastruktur(en) für die Bedarfe an jenen Pflegeangeboten erg e-
ben.
Dennoch enthält der vorliegende Pflegebedarfsplan auch (Bestands -)Informationen über
andere Bereiche des Pflegesektors, um den Blick auf ein integriertes und den Bedarfen a n-
gepasstes Pflegeangebot zu richten. Genauere Aussagen über Abhängigkeiten zwischen voll -
und teilstationärer Pflege einerseits und anderen Pflegeangeboten andererseits werden j e-
doch erst im Rahmen der Weiterentwicklung der Pflegebedarfsplanung getroffen werden
können. Dabei werden neben der klassischen P flege auch alternative bzw. neu entwickelte
Angebote und Modelle einbezogen. Abgesehen von ambulanter Pflege gehören dazu u. a.
Demenz-Wohngruppen, neue Wohnformen sowie vor allem quartiersbezogene Angebote
und Verso rgungsstrukturen. Da ambulante Pflege oder alternative Pflegemodelle wie z. B.
die Demenz-Wohngruppen nicht in jedem Einzelfall mit im Vergleich zur stationären Pflege
geringeren Kosten verbunden sind, muss auch der Kostengesichtspunkt im Blick bleiben,
6 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020
wenngleich Vergleiche zwischen stationären und anderen Pflegeformen Aspekte der persö n-
lichen Situation nicht ausblenden dürfen. Die stationäre Pflege kämpft zudem mit einem
kritischen Ruf, der durch Berichte in den Medien immer wieder angefacht wird. Die wei t
überwiegende Zahl der Menschen will ihr Leben bis ins hohe Alter in der vertrauten Umg e-
bung ihres Wohnquartieres verbringen. Auch bei eintretender Pflegebedürftigkeit besteht
der Wunsch nach einem Wohn - und Pflegeangebot, das eine eigene Häuslichkeit wie auch
eine Versorgungssicherheit bietet. Bei der Weiterentwicklung der Pflegeinfrastruktur und
Quartiersentwicklung muss dies mit einbezogen werden.
Generell benötigt die Pflege eine Imageaufbesserung, sowohl für die Pflege im Heim (Nu t-
zerperspektive) als auch für den Arbeitsmarkt Pflege. Es wird bereits jetzt und nicht erst in
Zukunft eine deutlich höhere Anzahl an Pflegekräften benötigt, es finden sich aber nicht g e-
nügend Interessierte. Aus diesem Grund hat die Landesregierung 2012 die Altenpflegeuml a-
ge wieder eingeführt. So erhalten die tatsächlich ausbildenden Einrichtungen die Ausbi l-
dungsvergütung aus einem Ausbildungsfonds erstattet, in den alle Pflegeeinrichtungen ei n-
zahlen müssen. Damit konnte von 2012 bis heute (2016) die Anzahl der Auszubildenden in
der Altenpflege um rund 75 Prozent gesteigert werden.
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 7
3. Pflegesituation in Münster
Seit 1999 wird in NRW von Information und Technik Nordrhein -Westfalen (IT.NRW) als st a-
tistischem Landesamt anhand der Daten der Leistungsempfänger/innen der Pflegeversiche-
rung in NRW die Pflegestatistik erstellt. Die Sta tistik wird im Abstand von zwei Jahren jeweils
zum 31. Dezember durchgeführt. Die aktuellsten Daten liegen für 2015 vor.
Tabelle 1
Leistungsempfänger/-innen der Pflegeversicherung in Nordrhein-Westfalen
(im Dezember 2015)
Verwaltungsbezirk
–––––––––––––––
Pflegestufe1)
Leistungsempfänger/-innen der Pflegeversicherung
insgesamt
davon erhielten
ambulante
Pflege
vollstationäre
Pflege Pflegegeld2)
Nordrhein-
Westfalen
Pflegestufe I 372 980 90 379 64 497 218 104
Pflegestufe II 194 058 46 757 64 374 82 927
Pflegestufe III 69 594 14 230 34 291 21 073
bisher noch keiner
Pflegestufe zugeordnet 1 471 – 1 471 –
Insgesamt 638 103 151 366 164 633 322 104
100 % 23,7 % 275,8 % 50,8 %
Reg.-Bez. Münster
Pflegestufe I 54 076 14 337 9 841 29 898
Pflegestufe II 26 734 6 965 9 310 10 459
Pflegestufe III 8 398 1 750 4 251 2 397
bisher noch keiner
Pflegestufe zugeordnet 238 – 238 –
Insgesamt 89 446 23 052 23 640 42 754
100 % 25,8 % 26,4 % 47,8 %
Münster, Stadt
Pflegestufe I 4 126 1 196 1 151 1 779
Pflegestufe II 2 013 488 920 605
Pflegestufe III 714 160 402 152
bisher noch keiner
Pflegestufe zugeordnet 80 – 80 –
Insgesamt 6 933 1 844 2 553 2 536
100 % 26,6 % 36,8 % 36,6 %
1) Pflegestufe III: einschl. Härtefälle; 2) ohne Empfänger von Pflegegeld, die zusätzlich ambulante
Pflege erhalten (diese werden bei der ambulanten Pflege berücksichtigt)
Quelle: Information und Technik NRW
Mit zunehmender Pflegestufe verschiebt sich die Pflege in den vollstationären Bereich. Im
Vergleich zu Gesamt-NRW und dem Regierungsbezirk Münster fällt auf, dass Münster einen
deutlich höheren Anteil an stationärer Pflege und sehr viel niedrigeren Anteil an Pflegegeld
(Pflege von Angehörigen) aufweist. Die Ursache kann in der Lage und Funktion der S tadt
8 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020
Münster als Oberzentrum liegen, Einfluss haben möglicherweise auch die eher städtischen
Gesellschaftsstrukturen im Vergleich zum ländlichen Raum.
Tabelle 2
Leistungsempfänger/-innen der Pflegeversicherung
in Nordrhein-Westfalen 2011, 2013 und 2015 (jeweils im Dezember)
Verwaltungsbezirk
–––––––––––––––
Pflegestufe1)
Leistungsempfänger/-innen der Pflegeversicherung
20112) 2013 2015
Veränderung
2015
geg. 2013
Nordrhein-
Westfalen
Pflegestufe I 305 098 331 262 372 980 + 12,6 %
Pflegestufe II 176 633 181 488 194 058 + 6,9 %
Pflegestufe III 65 138 66 678 69 594 + 4,4 %
bisher noch keiner Pfle-
gestufe zugeordnet 964 2 064 1 471 - 28,7 %
Insgesamt 547 833 581 492 638 103 + 9,7 %
Reg.-Bez.
Münster
Pflegestufe I 44 684 47 833 54 076 + 13,1 %
Pflegestufe II 24 921 24 877 26 734 + 7,5 %
Pflegestufe III 8 028 8 168 8 398 + 2,8 %
bisher noch keiner Pfle-
gestufe zugeordnet 109 352 238 - 32,4 %
Insgesamt 77 742 81 230 89 446 + 10,1 %
Münster,
Stadt
Pflegestufe I 3 526 3 820 4 126 + 8,0 %
Pflegestufe II 1 909 2 064 2 013 - 2,5 %
Pflegestufe III 660 696 714 + 2,6 %
bisher noch keiner Pfle-
gestufe zugeordnet 25 48 80 + 66,7 %
Insgesamt 6 120 6 628 6 933 + 4,6 %
1) Pflegestufe III: einschl. Härtefälle; 2) Vergleichbarkeit zu den Vorjahren eingeschränkt
Quelle: Information und Technik NRW
Die Entwicklung der Pflegebedürftigkeit nach Pflegestufen zeigt die größte Zunahme in der
Pflegestufe I auf, wobei im Vergleich in Münster auch die Zunahme in Pflegestufe II sich äh n-
lich entwickelt. Insgesamt ist eine deutliche Zunahme der Leistungsempfänger /-innen der
Pflegeversicherung festzustellen , was auch einen erhöhten Bedarf an Pflegeinfrastruktur
erfordert.
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 9
Tabelle 3
Leistungsempfänger/-innen der Pflegeversicherung in Münster
Jahr Insgesamt je 1 000 Ein-
wohner
davon erhielten am 15.12. Pflegegeld am
ambulante Pflege stationäre Pflege1) 31.12.2)
1999 5 447 21 1 295 1 849 2 303
2001 5 395 20 1 352 1 740 2 143
2003 5 187 19 1 349 2 112 1 726
2005 5 294 20 1 339 2 221 1 734
2007 5 714 21 1 605 2 343 1 766
2009 5 573 20 1 534 2 130 1 909
2011 6 120 21 1 686 2 280 2 154
2013 6 628 22 1 941 2 365 2 322
2015 6 933 22 1 844 2 553 2 536
1) Bei der Ermittlung der Gesamtzahl der Pflegebedürftigen in Einrichtungen werden ab der Erhe-
bung 2009 die Besucher von Tagespflegeeinrichtungen nicht mehr addiert.
2) Ohne Empfänger und Empfängerinnen von Kombinationsleistungen, die bereits bei der ambulan-
ten
oder stationären Pflege berücksichtigt sind.
Quelle: Information und Technik Nordrhein-Westfalen
Tabelle 4
Pflegebedürftige nach Versorgungsart in Münster, Entwicklung von 2013 zu 2015
Pflegebedürftige 2013 Pflegebedürftige 2015 Veränderung
2015 geg. 2013
Stationäre Pflege 2 365 35,7 % 2 553 36,8 % + 7,9 %
Pflege zu Hause 4 263 64,3 % 4 380 63,2 % + 2,8 %
- durch Angehörige 2 322 35,0 % 2 536 36,6 % + 9,2 %
- mit bzw. durch ambu-
lante Pflegedienste 1 941 29,3 % 1 844 26,6 % - 5,0 %
Insgesamt 6 628 100 % 6 933 100 % + 4,6 %
Quelle: Information und Technik Nordrhein-Westfalen
Die Daten in Tabelle 4 machen die Entwicklung der Pflege deutlich. Durch die Pflege mit a m-
bulanten Pflegediensten kann der Wunsch vieler Pflegebedürftiger, in der eigenen Wohnung
oder in bekanntem Umfeld ggf. bei Angehörigen zu verbleiben, ermöglicht werden. Häufig
können pflegende Angehörige eine Entlastung wahrnehmen oder auch ggf. berufstätig blei-
ben sowie andere familiäre Verpflichtungen wahrnehmen. Dennoch zeigt sich hier erstmals
ein Rückgang in der professionellen Pflege zu Hause, in der stationären Pflege dagegen eine
leichte Zunahme.
10 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020
Tabelle 5
Leistungsempfänger/-innen aus der Pflegeversicherung in Münster nach Altersstufen
am 15.12.15
Alter von …
bis unter…
insgesamt ambulante
Pflege
vollstationäre Pflege Pflege-
geld 1)
nachr.:
teilstatio-
näre Pfle-
ge 2)
zusammen Dauer-
pflege
Kurzzeit-
pflege
Tages-
pflege
Insgesamt 6 933 1 845 2 553 2 430 123 2 535 222
0 - 65 Jahre 1 101 168 150 141 12 777 9
65 - 70 Jahre 252 66 69 63 6 117 3
70 - 75 Jahre 444 120 162 156 9 159 9
75 - 80 Jahre 903 273 306 288 18 324 48
80 - 85 Jahre 1 149 357 444 414 30 351 54
85 - 90 Jahre 1 554 450 642 612 33 459 60
90 - 95 Jahre 1 131 294 573 552 18 264 33
95 Jahre und
älter 399 114 207 207 0 81 6
1) Ohne Empfänger/-innen von Pflegegeld, die zusätzlich auch ambulante Pflege erhalten. Diese
werden bei der ambulanten Pflege berücksichtigt. Stichtag: 31.12.2015. Zudem ohne Empfänger/-
innen von Kurzzeit- bzw. Verhinderungspflege. Diese werden bereits bei der vollstationären bzw.
ambulanten Pflege erfasst.
2) Empfänger/-innen von Tages- und Nachtpflege erhalten in der Regel auch Pflegegeld oder am-
bulante Pflege. Sie sind dadurch bereits bei der Zahl der Pflegebedürftigen insgesamt erfasst und
werden hier nur nachrichtlich ausgewiesen.
Quelle: Information und Technik Nordrhein-Westfalen
Der Aufgliederung der Empfängerinnen und Empfänger von Pflegeversicherungsleistungen
nach Altersstufen zeigt, dass die Pflegebedürftigkeit bei Menschen über 80 Jahren am größ-
ten ist (vgl. Tab. 5). Deutlich wird hier auch, dass die Pflege zu Hause mit zunehmendem Al-
ter schwieriger wird. Dies mag zum einen auch am zunehmenden Alter der Angehörigen
bzw. ihrem Fehlen liegen, da der Partner oder die Partnerin bereits verstorben ist, zum an-
deren der Grad der Pflegebedürftigkeit sich erhöht.
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 11
4. Pflegeinfrastruktur in Münster
Die Pflegeinfrastruktur setzt sich in Münster vielfältig zusammen und ist in stetigem Wach s-
tum, wie aus Tabelle 6 ersichtlich wird:
Tabelle 6
Pflegerische Infrastruktur in Münster
Am
31.12.
Stationäre
Pflegeplätze
Plätze in ambulant be-
treuten Wohngemein-
schaften
Tages-
pflegeplätze
Kurzzeit-
pflegeplätze
Anzahl
1999 1 875 20 84 67
2000 1 960 20 104 78
2001 2 100 20 104 93
2002 2 100 20 104 93
2003 2 145 20 116 105
2004 2 145 20 122 116
2005 2 171 29 107 114
2006 2 261 58 107 131
2007 2 416 77 95 152
2008 2 406 110 113 163
2009 2 481 118 113 183
2010 2 508 136 113 198
2011 2 607 136 152 184
2012 2 647 136 152 190
2013 2 667 147 152 199
2014 2 637 171 164 210
2015 2 646 180 180 221
2016 2 646 206 193 233
Quelle: Stadt Münster - Sozialamt
Nachfolgend werden zunächst die Einrichtungen im gesamten Gebiet der Stadt Münster mit
ihren Angeboten aufge führt. Eine sozialräumliche Darstellung erfolgt in Kapitel 5 auf Stadt-
bezirksebene.
12 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020
4.1 Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster
In Münster gibt es derzeit 33 vollstationäre Pflegeheime . In vielen Einrichtungen wird auch Kurzzeitpflege angeboten (s. 4.2). Einige Einrichtungen
haben auch weitere Pflegeangebote im bzw. am Haus angebunden.
Tabelle 7
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster, Stand 2016
Einrichtung Straße PLZ Stadtbezirk Stadtteil Plätze EZ DZ EZ-Quote
1 Achatius-Haus Wolbeck Münsterstr. 24 b/c 48167 Südost Wolbeck 66 66 0 100,0
2 Alexianer - Haus Heidhorn Westfalenstr. 490 48165 Hiltrup Amelsbüren 52 52 0 100,0
3 Alexianer – Haus Thomas Alexianerweg 8 48163 Hiltrup Amelsbüren 54 46 4 92,0
4 Altenheim Friedrichsburg Offenbergstraße 19 48151 Mitte Pluggendorf 138 114 12 90,5
5 Altenheim St. Elisabeth Südlohnweg 1 48161 West Gievenbeck 92 92 0 100,0
6 Altenwohnheim St. Lamberti Scharnhorststr. 4-8 48151 Mitte Pluggendorf 83 65 9 87,4
7 Altenhilfe-Zentrum d. Missionsschwes-
tern
Haus Franziska
Westfalenstr. 109 48165 Hiltrup Hiltrup-Mitte 60 60 0 100,0
8 Altenzentrum Klarastift (incl. Casa Vitae) Andreas-Hofer-Str. 70 48145 Mitte Herz-Jesu 119 113 3 97,4
9 Cohaus-Vendt-Stift Krumme Str. 39/40 48143 Mitte Aegidii 82 82 0 100,0
10 DKV-Residenz am
Tibusplatz Tibusplatz 1 48143 Mitte Buddenturm 49 43 3 93,5
11 Ev. Altenhilfezentrum
Meckmannshof Meckmannweg 74 48163 West Mecklenbeck 171 59 56 51,3
12 Ev. Seniorenzentrum Handorfer Hof Handorfer Str. 24 48157 Ost Handorf 78 78 0 100,0
13 Friederike-Fliedner-Haus Coerdestr. 56 48147 Mitte Kreuz 80 70 5 93,3
14 Fritz-Krüger-Seniorenzentrum Gartenbreie 1 48151 West Gievenbeck 81 81 0 100,0
15 Haus für ältere Mitbürger
Wohnen in Pastors Garten Alte Dorfstr. 10 48161 West Roxel 40 40 0 100,0
16 Haus Maria Trost Sankt-Mauritz-Freiheit 52 48145 Mitte Herz-Jesu 80 80 0 100,0
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 13
Einrichtung Straße PLZ Stadtbezirk Stadtteil Plätze EZ DZ EZ-Quote
17 Haus v. Guten Hirten, Bereich Pflege Mauritz-Lindenweg 61 48145 Mitte Herz-Jesu 20 16 2 88,9
18 Haus Wilkinghege Wilkinghege 55 48159 Nord Kinderhaus West 65 65 0 100,0
19 Johanniter-Stift Münster Weißenburgstr. 48 48151 Mitte Geist 80 80 0 100,0
20 Kardinal-von-Galen-Stift Clemens-August-Platz 8a 48167 Südost Angelmodde 66 54 6 90,0
21 LWL Pflegezentrum Münster Friedr.-W.-Weber-Str. 30 48147 Mitte Uppenberg 80 72 4 94,7
22 Maria-Hötte-Stift Düesbergweg 143 48153 Mitte Düesberg 123 97 13 88,2
23 Marienheim An der Alten Kirche 5 48165 Hiltrup Hiltrup-Mitte 83 71 6 92,2
24 Meyer-Suhrheinrich-Haus Marktallee 42 48165 Hiltrup Hiltrup-Mitte 42 42 0 100,0
25 Papst-Johannes-Paul-Stift Culmer Str. 16 48157 Nord Coerde 72 72 0 100,0
26 Perthes-Haus Münster Wienburgstr. 60 48147 Mitte Uppenberg 87 56 16 77,8
27 Residenz Aaseehof Pottkamp 25 48149 Mitte Schloss 80 72 4 94,7
28 Schölling-Lentze-Heim Bohlweg 5 48147 Mitte Schlachthof 21 21 0 100,0
29 Seniorenresidenz
Kastanienhof Ostmarkstr. 9 48145 Mitte Mauritz-Mitte 62 44 9 83,0
30 Seniorenzentrum Albachten Rottkamp 49 48163 West Albachten 66 56 5 91,8
31 Seniorenzentrum Haus Simeon Am Berg Fidel 70 48153 Hiltrup Berg-Fidel 149 149 0 100,0
32 Seniorenzentrum Martin-Luther-Haus Fliednerstr. 17 48149 West Sentrup 151 133 9 93,7
33 Wohnstift am Südpark Clevornstraße 5 48153 Mitte Schützenhof 74 58 8 87,9
Gesamt 2.646 2.299 174 93
Ausgewiesene Sonderformen
1. Stationäre Hausgemeinschaftsangebote für an Demenz Erkrankte: Klarastift, Meyer-Suhrheinrich-Haus (ausschließlich), DKV Residenz
2. Angebot für Wachkomapatienten, 16 Plätze im Klarastift (Casa Vitae)
3. Angebote für junge Pflegebedürftige, 18 Plätze im Achatius-Haus Wolbeck
4. Christopher-Haus Münster-Hiltrup, Westfalenstr. 176, ambulante Pflege durch Air Vital, 70 Plätze, Menschen mit Dauerbeatmung
5. Intensivpflege-Angebot im Mathildenstift, DRK-Schwesternschaft, 9 Plätze
6. Pflege für ältere Menschen mit Behinderungen: Alexianer - Haus Thomas, LWL-Pflegezentrum
14 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020
Grafik 1
Karte Vollstationäre Einrichtungen in Münster
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 15
4.2 Kurzzeitpflege
Mit der Kurzzeitpflege wird vorübergehende Pflegebedürftigkeit z. B. nach einem Kranke n-
hausaufenthalt oder bei Verhinderung der pflegenden Angehörigen die Pflege abgedeckt. Es
gibt solitäre Kurzzeitpflegeangebote und eingestreute Kurzzeitpflege bei vielen Altenpfleg e-
einrichtungen.
Tabelle 8
Kurzzeitpflege, Stand 2016
eingestreute Kurzzeitpflege
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadt-
bezirk
Stadtteil Plätze
1 Achatius-Haus Wolbeck Münsterstr. 24 b/c 48167 Südost Wolbeck 4
2 Alexianer - Haus Heid-
horn
Westfalenstr. 490 48165 Hiltrup Amelsbüren 6
3 Alexianer – Haus Thomas Alexianerweg 8 48163 Hiltrup Amelsbüren 4
4 Altenheim Friedrichsburg Offenbergstraße 19 48151 Mitte Pluggendorf 8
5 Altenheim St. Elisabeth Südlohnweg 1 48161 West Gievenbeck 5
6 Altenwohnheim
St. Lamberti
Scharnhorststr. 4-8 48151 Mitte Pluggendorf 2
7 Altenzentrum Klarastift Andreas-Hofer-Str.
70
48145 Mitte Herz-Jesu 3
8 Cohaus-Vendt-Stift Krumme Str. 39/40 48143 Mitte Aegidii 3
9 Ev. Altenhilfezentrum
Meckmannshof
Meckmannweg 74 48163 West Mecklenbeck 15
10 Friederike-Fliedner-Haus Coerdestr. 56 48147 Mitte Kreuz 10
11 Haus für ältere Mitbürger
Wohnen in Pastors Gar-
ten
Alte Dorfstr. 10 48161 West Roxel 4
12 Haus Maria Trost Sankt-Mauritz-
Freiheit 52
48145 Mitte Herz-Jesu 5
13 Johanniter-Stift Münster Weißenburgstr. 48 48151 Mitte Geist 10
14 Kardinal-von-Galen-Stift Clemens-August-
Platz 8a
48167 Südost Angelmodde 2
15 LWL Pflegezentrum
Münster
Friedr.-W.-Weber-
Str. 30
48147 Mitte Uppenberg 2
16 Maria-Hötte-Stift Düesbergweg 143 48153 Mitte Düesberg 6
17 Marienheim An der Alten Kirche 5 48165 Hiltrup Hiltrup-Mitte 1
18 Seniorenzentrum
Martin-Luther-Haus
Fliednerstr. 17 48149 West Sentrup 8
19 Papst-Johannes-Paul-Stift Culmer Str. 16 48157 Nord Coerde 2
20 Perthes-Haus Münster Wienburgstr. 60 48147 Mitte Uppenberg 4
21 Residenz Aaseehof Pottkamp 25 48149 Mitte Schloss 15
22 Seniorenresidenz
Kastanienhof
Ostmarkstr. 9 48145 Mitte Mauritz-
Mitte
8
16 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadt-
bezirk
Stadtteil Plätze
23 Seniorenzentrum
Albachten
Rottkamp 49 48163 West Albachten 10
24 Ev. Seniorenzentrum
Handorfer Hof
Handorfer Str. 24 48157 Ost Handorf 8
25 Seniorenzentrum
Haus Simeon
Am Berg Fidel 70 48153 Hiltrup Berg-Fidel 8
26 Wohnstift am Südpark Clevornstraße 5 48153 Mitte Schützenhof 4
Gesamt 157
Solitäre Kurzeitpflege
27 Altenhilfe-Zentrum der
Missionsschwestern
Haus Maria
Westfalenstr. 109 48165 Hiltrup Hiltrup-Mitte 20
28 Clemenshospital Düesbergweg 143 48153 Mitte Düesberg 18
29 Fritz-Krüger-
Seniorenzentrum
Gartenbreie 1 48161 West Gievenbeck 15
30 Raphaelsklinik Loerstr. 23 48143 Mitte Dom 23
Gesamt 76
Ergänzung:
Ambulantes Angebot „Zimmer im Garten“, Laerer Landweg 177, 48145 Münster (2 Plätze)
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 17
Grafik 3
Karte Kurzzeitpflege in Münster
18 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020
4.3 Tagespflege
Mit der Tage spflege werden insbesondere für dement e Pflegebedürftige Angebote gescha f-
fen, die es ihnen ermöglichen , tagsüber eine Betreuung und Pflege in Anspruch zu nehmen
und trotzdem in der vertrauten Umgebung wohnen bleibe n zu können. Dies ermöglicht den
Angehörigen häufig die weitere Berufstätigkeit u nd entlastet von einem Teil der pfleger i-
schen Verantwortung. In Münster gibt es derzeit folgende Tagespflege-Angebote:
Tabelle 9
Tagespflege, Stand 2016
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadt-
bezirk Stadtteil Plätze
1 Achatiushaus Wolbeck Münsterstr. 48167 Südost Wolbeck 12
2 Altenheim St. Elisabeth Südlohnweg 1 48161 West Gievenbeck 15
3 Altenhilfe-Zentrum
St. Clemens Kortumweg 56 48165 Hiltrup Hiltrup-Mitte 15
4 Clemens-Wallrath-Haus Josefstr. 4 48151 Mitte Josef 20
5 Ev. Altenhilfezentrum
Meckmannshof
Meckmannweg
74 48163 West Mecklenbeck 24
6 Friederike-Fliedner-Haus Coerdestr. 56 48147 Mitte Kreuz 12
7 Haus Benteler Prozessionsweg
54 48145 Mitte Mauritz-
Mitte 12
8 Papst-Johannes-Paul-Stift Culmer Str. 16 48157 Nord Coerde 15
9 pro.cura Tagespflege Wolbecker Str.
226 48155 Ost Mauritz-Ost 16
10 Tagespflege Akticom Twenhövenweg
18 48167 Südost Angelmodde 12
11 Tagespflege Mathildenstift Münzstr. 38 48143 Mitte Buddenturm 12
12 Wohnstift
am Südpark Clevornstr. 5 48153 Mitte Schützenhof 15
13 Tagespflege Mauritz-Palais
(Klarastift)
Andreas-Hofer-
Str. 70 48145 Mitte Herz-Jesu 13
Gesamt 193
Mit Einführung des Pflegestärkungsgesetzes I haben die Pflegebedürftigen seit dem
01.01.2015 die Möglichkeit, Tagespflege in einem bestimmten Rahmen von der Pflegevers i-
cherung erstattet zu bekommen, ohne Kürzungen des ambulanten Pflegeanspruches.
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 19
Grafik 2
Karte Tagespflege in Münster
20 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020
4.4 Ambulant betreute Pflege-Wohngemeinschaften
In ambulant betreuten Wohngemeinschaften können demente Pflegebedürftige ein Leben in
häuslicher Gemeinschaft führen, die allein durch die Größe einen familiäreren Charakter als
eine stationäre Pflegeinrichtung vermittelt. Das Angebot richtet sich bisher meistens an De-
menz-Erkrankte, es gibt auch Wohngruppen für Menschen mit geringem oder speziellem
Pflegebedarf.
Tabelle 10
Ambulant betreute Wohngemeinschaften in Münster, Stand 2016
Nr. Wohngemeinschaften Straße PLZ Stadt-
bezirk Stadtteil Plätze
1 Casa Mauritz
Klarastift Service GmbH Andreas-Hofer-Str. 86 48145 Mitte Herz-Jesu 15
2 Haus Elisabeth
Alexianer Herrenstr. 10 48167 Südost Wolbeck 12
3 Haus Genius
DKV Residenz Tibusplatz 1 - 7 48143 Mitte Buddenturm 8
4 Haus Taubenstraße
Alexianer Taubenstraße 12 48149 Mitte Herz-Jesu 8
5 Hausgemeinschaft Nien-
berge (2), CBM
Kirmstr.
18/Gartenstiege 6 48161 West Nienberge 7 / 7
6 Hof Schultmann
Alexianer Stratmannweg 21 48163 West Mecklenbeck 12
7 Irmgard Buschmann Haus
(2), Klarastift Service GmbH Am Küchenbusch 15 48161 West Gievenbeck 11 / 8
8 Villa Hittorfstraße
Alexianer Hittorfstraße 10 48149 Mitte Schloss 10
9 Villa Kahmann Gremmendorfer Weg
44 48167 Südost Gremmen-
dorf-Ost 11
10 Villa Mauritz
Alexianer
Kaiser-Wilhelm-Ring
34 48145 Mitte Mauritz-
Mitte 10
11 WG Arche Noah
Amb. Dienste Klarastift
Manfred-von-Richt-
hofen-Str. 45 48145 Mitte Mauritz-
Mitte 12
12 WG Arche Sarah
Amb. Dienste Klarastift
Manfred-von-Richt-
hofen-Str. 45 48145 Mitte Mauritz-
Mitte 12
13
WG Josef-Beckmann-Str.,
DRK (Wechsel zu WG Er-
phobogen in 2017)
Josef-Beckmann-
Straße 5 - 7 48159 Nord Kinderhaus 10
14 WG Mathildenstift
DRK Schwesternschaft Münzstr. 38 48143 Mitte Buddenturm 9
15 WG Schulstraße (2)
Diakonie Münster Schulstr. 47 48149 Mitte Kreuz 10 / 8
Gesamt 180
Planung/Bau
16 WG Erphobogen, DRK Bohlweg 48147 Mitte Schlachthof 12
17 WGs „Mitten in Mauritz“
(2), Sander-Pflege Mondstr. 104-106 48155 Ost Mauritz-Ost 10 / 10
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 21
Grafik 4
Karte ambulant betreute Wohngemeinschaften in Münster
22 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020
4.5 Ambulante Pflege
Der Großteil der Pflege wird ambulant durchgeführt, in den Räumlichkeiten der Pflegeb e-
dürftigen oder ihrer Angehörigen. Besteht nicht oder nur teilweise die Möglichkeit, die Pfl e-
ge von Angehörigen durchführen zu lassen, wird ein professioneller Pfl egedienst zumindest
unterstützend hinzugezogen. Mit dem zunehmenden Pflegebedarf ist auch der Markt der
ambulanten Pflegedienste gewachsen . Das Angebot reicht von hauswirtschaftlichen Hilfen,
pflegerischen Leistungen bis hin zu Anleitung und Betreuung für Personen mit eingeschränk-
ter Alltagskompetenz nach § 45b SGB XI . Da die Angebote (fast immer) stadtweit erfolgen,
ist die räumliche Verteilung mittels einer Karte hier nicht weiterführend.
Nachfolgende ambulante Pflegedienste bieten in Münster Versorgungsangebote an:
Tabelle 11
Ambulante Dienste, Stand 2016
Nr. Pflegedienst Straße PLZ Ort
1 "die Mobilen"
Ambulanter sozialpflegerischer Dienst Augustastr. 28 48153 Münster
2 ADVITALIS Pflegedienst Hanses-Ketteler-Str. 2 48165 Münster
3 AKTI-MED Pflegedienst GmbH Westfalenstr. 171 48165 Münster
4 Aktive-Pflege-Münster
Snábl Schmidtke GbR Hohenzollernring 30 48145 Münster
5 AKTI-VITAL Pflegedienst GmbH Merkureck 14 48165 Münster
6 Alexianer Ambulant Pia Causa GmbH Achtermannstr. 11 48143 Münster
7 Ambulante Dienste e.V. Bohlweg 10 48147 Münster
8 Ambulante Dienste e.V.
Quartiersstützpunkt an der Aa Rjasanstr. 21 48147 Münster
9 Ambulante Dienste e.V.
Quartiersstützpunkt Gievenbeck Toppheideweg 9 48161 Münster
10 Ambulante Dienste e.V.
Quartiersstützpunkt am Platanenhof Hammer Str. 137 48153 Münster
11 Ambulante Dienste Klarastift GmbH Andreas-Hofer-Str. 72 48145 Münster
12 Ambulante Pflege Lindenhof Idenbrockplatz 21 48159 Münster
13 Ambulante Psychiatrische Pflege
Psycho-Soziales Zentrum Geiststr. 37 48151 Münster
14 Ambulanter Krankenpflegedienst Julia
GmbH Rüschhausweg 149 48161 Münster
15 Ambulanter Pflegedienst AKTICOM GmbH Dirk-von-Merveldt-Str. 47 48167 Münster
16 Ambulante Krankenpflege der Raphaels-
klinik Münster GmbH Loerstr. 23 48143 Münster
17 Ambulanter Pflegedienst des Clemens-
hospitals Düesbergweg 124 48153 Münster
18 ASB-Ambulante Pflegedienste Gustav-Stresemann-Weg
62 48155 Münster
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 23
Nr. Pflegedienst Straße PLZ Ort
19 Care aktiv GbR An den Loddenbüschen
77 48155 Münster
20 Cathamed Pflege GmbH Gremmendorfer Weg 26 48167 Münster
21 CBM mbH Ambulante Pflege Josefstr. 2 48151 Münster
22 Comfort Pflege Ostviertel GmbH Hohenzollernring 67 48145 Münster
23 Diakoniestation GmbH
Diakonie Münster Wichernstr. 22 48147 Münster
24 DRK Münster gemeinnützige Pflege und
Service GmbH Zumsandestr. 25-27 48145 Münster
25 Eins:Eins Intensivpflege GmbH Osttor 74 48165 Münster
26 Erste Hilfe Ambulanter Pflegedienst
GmbH Schlossplatz 22 48143 Münster
27 Häusliche Pflege der DRK-
Schwesternschaft Westfalen e.V. Münzstr. 38 48143 Münster
28 HUMANITAS Pflegedienste GmbH
-Pflegedienst Münster- Grevener Str. 105 48159 Münster
29
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Pflege- u. Gesundheitsdienste Münster
Süd
Geringhoffstr.45-47 48163 Münster
30 Lange Pflege
Ihr Centrum für ambulante Dienste Salzmannstr. 64 48147 Münster
31 Leben-Erleben
Amb. Kranken- u. Altenpflege GmbH Wolbecker Str. 140 b 48155 Münster
32
Lebens Nah
Birgit Kahl
Mobile Kranken- und Altenpflege
Letterhausweg 103 48167 Münster
33 miCura Pflegedienste Münster GmbH Tibusplatz 6 48143 Münster
34 Münster Pflege
Ambulanter Pflegedienst Gartenbreie 62 48161 Münster
35 Pflegebüro Bahrenberg Münster-Mitte Augustastr. 34 48153 Münster
36 Pflegebüro Bahrenberg Münster-Nord Kanalstr. 30 48147 Münster
37 Pflegebüro Meinert Pantaleonplatz 24 48161 Münster
38 Pflegebüro Schmidt Marktallee 66 48165 Münster
39 Pflegedienst Herms GmbH Feldstiege 100 48161 Münster
40 Pflegeteam miteinander GmbH Coerdestr. 45 48147 Münster
41 pro.cura Pflegeteam Münster Wolbecker Str. 224 48155 Münster
42 Regenbogen Häusliche Kinder- u.
Krankenpflege Coerdestiege 71 48157 Münster
24 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020
Nr. Pflegedienst Straße PLZ Ort
43 UNITAS Intensivpflege GmbH Gustav-Tweer-Weg 15 48167 Münster
44
Vis Vitalis
Amb. Kranken-, Kinderkranken-, Alten-
und Familienpflege
Sophienstraße 1-3 48145 Münster
45 VITA-MED Pflegedienst GmbH Krögerweg 14 48155 Münster
46 ZMD
Zentrum Mobiler Dienste Münster Pottkamp 19 48149 Münster
Spezialangebote/außerhalb Münsters
air vital Intensivpflegedienst Nordstr. 66 59269 Beckum
Cathamed Pflegedienst und Service
GmbH
Kinderintensivpflege
Oststr. 57 48231 Warendorf
Familienpflege Hermann Meinert Münsterstr. 12 48727 Billerbeck
jederzeit ambulante Pflege GmbH
ambulante Intensivpflege Kirchstr. 6 48268 Greven
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 25
4.6 Betreuungs- und Unterstützungsangebote nach § 45 SGB XI
Für an Demenz erkrankte Menschen besteht die Möglichkeit, Betreuungs- und Unterstü t-
zungsangebote nach § 45 SGB XI zu nutzen. Die meisten ambulanten Pflegedienste bieten
Unterstützungsleistungen an. Daneben gibt es auch andere Angebote mit häuslichen Bes u-
chen und Unterstützung. Außerhalb der Wohnung bieten anerkannte niedrigschwellige B e-
treuungsgruppen eine Anregung der Menschen mit Demenz und Entlastu ng ihrer Angehör i-
gen. Diese Gruppen haben bis zu 9 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, werden von einer
Fachkraft geleitet und von geschulten Ehrenamtlichen begleitet und unterstützt. Meistens
kann ein Fahrdienst zu diesen Gruppen, die vormittags oder nachmitt ags stattfinden, organi-
siert werden.
Tabelle 12
Häusliche Besuche und Unterstützung nach § 45 SGB XI, Stand 2016
Nr. Anbieter Straße PLZ Ort
1
Betreuung und Begleitung
Dipl.-Sozialarbeiter Dietmar Preuß
Mobiler Alltagsservice für Senioren und
hilfsbedürftige Menschen
Mecklenbecker
Straße 133 48151 Münster
2 CARA Seniorenhilfe
Susanne Hilbig Brockmannstr. 62 48163 Münster
3
Doris Pällmann
Betreuung für Senioren, Begleitung für
Angehörige & individuelle Lebensberatung
Kriegerweg 48153 Münster
4 FAC’Tmobil – Haushalts- und Betreuungsservice
im Alltag Hohenzollernring 56 48145 Münster
5
HaDi Foppe GmbH & Co.KG
Mobile Seniorenbetreuung,
Fachbetrieb für senioren- und behinderten-
gerechte Installation
Mecklenbecker Str.
387 48163 Münster
6
Hand in Hand, individuelle Seniorenbegleitung
und Förderung
Träger: Priv. Gew. Ulrike Ventker
Bonnenkamp 28 48167 Münster
7
Häusliche Kreativbetreuung
„mein Poesiealbum“
Brigitte Kraneburg
Lühnstiege 2 48151 Münster
8 Kati`s Betreuungs Dienst Hammer Straße 213 48153 Münster
9 Lebenshilfe Münster e. V. Windthorststr. 7 48143 Münster
10 Petra Sokolowsky Eichenweg 11 a 48161 Münster
11 Seniorenservice Münster
Johannes Gorschlüter Piusallee 194 48147 Münster
12 Stift Tilbeck GmbH Tilbeck 2 48329 Havixbeck
26 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020
Nr. Anbieter Straße PLZ Ort
13 Zauberfrau Zuhornstr. 26 48147 Münster
14 Betreuungsdienst Marie mobil
Träger: Meyer-Suhrheinrich-Stiftung Patronatsstr. 2 48165 Münster
15 PAGU Betreuungsservice Hansestr. 51 48165 Münster
16 Seniorenassistenz Gude Kortumweg 21 48165 Münster
17 Heuermann Seniorendienste Melchersstr. 80 48149 Münster
18 Marlis Marchand
Dipl. Sozialpädagogin, Musiktherapeutin Haus Angelmodde 2 48167 Münster
19 Mittendrin SeHt Münster e.V. Dechaneistr. 14 48145 Münster
Tabelle 13
wohnortnahe niedrigschwellige Betreuungsgruppen nach § 45 SGB XI, Stand 2016
Nr. Anbieter Straße PLZ Stadt-
bezirk Stadtteil
1 „ Ein Vormittag im Alex-Dorftreff“
Alexianer Münster GmbH Zum Häpper 1 48163 Hiltrup Amelsbüren
2
„Café Auszeit“
Humanitas Pflegedienste GmbH
Standort Münster
Grevener Str.
105 48159 Mitte Uppenberg
3
„Café Wigbold“
Betreuungsnachmittag für Demenz-
kranke
Träger: Kath. Kirchengemeinde St. Niko-
laus Münster und die Alexianer Haus
Heidhorn GmbH
Herrenstr. 17 48167 Südost Wolbeck
4
„Miteinander" Betreuungsgruppe für
demenziell erkrankte Menschen in Kin-
derhaus und Sprakel
Annette Mandelartz
Kristiansand-
straße 70 48159 Nord Kinderhaus-
West
5 Alzheimer Gesellschaft Münster e. V. Tannenbergstr.
1 48147 Mitte Kreuz
6 Betreuungsgruppe „Hand in Hand“ Alfersheide 19 48157 Ost Gelmer-
Dyckburg
7
Café Malta
Thomas-Gemeinde
Träger: Malteser Hilfsdienst e.V.
Von-Ossietzky-
Strasse 16 48163 Mitte Aaseestadt
8
Café Nostalgie, Betreuungsnachmittag
für demenzkranke Menschen
Kath. Kirchengemeinde St. Franziskus
Pfarrbezirk St. Norbert
Schneidemühler
Str. 23 48157 Nord Coerde
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 27
Nr. Anbieter Straße PLZ Stadt-
bezirk Stadtteil
9
Doris Pällmann
Betreuung für Senioren, Begleitung für
Angehörige & individuelle Lebensbera-
tung
Betreuungsgruppe für demenziell er-
krankte Menschen im Ludwig-Steil-Haus
der Gnadenkirche
Düesbergweg
102 48153 Mitte Düesberg
10 Gemeinde Cafe
Ev. Gemeindehaus
Leisnerstraße
17/Pater-Kolbe-
Straße
48163 Hiltrup Amelsbüren
11 Gruppe D
Im Haus der Begegnung St. Ida
Nachtigallen-
weg 25 48167 Südost Gremmen-
dorf-Ost
12 Projekt LichtBlick Josefstr. 4 48151 Mitte Josef
28 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020
Grafik 5
Karte wohnortnahe niedrigschwellige Betreuungsgruppen nach § 45 SGB XI
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 29
5 Sozialräumliche Pflegeinfrastruktur in Münster
In den vergangenen Jahren ist in Münster bereits ein vielfältiges Spektrum an neuen Woh n-
formen für pflegebedürftige und ältere Menschen entstanden, bei denen die Sicherung der
Selbstbestimmung und der eigenen Häuslichkeit im Vordergrund stehen (u. a. integriertes
Wohnen, Mehrgenerationenwohnen, selbst organisierte oder betreute Wohngemeinscha f-
ten sowie Hausgemeinschaften für Menschen mit Demenz oder Pflegewohnungen im
Wohnquartier). Es sind zumeist quartiersbezogene Wohn - und Pflegeversorgungskonzepte,
die verschiedene Wohn - und Betreuungsformen kleinräumig vernetzen. Durch das Engag e-
ment von Initiativen und Trägern sowie des städtischen Wohnungsunternehmens
Wohn+Stadtbau GmbH und anderer Wohnungsbauträger in Münster sind in den letzten Ja h-
ren bereits eine Reihe von entsprechenden Angeboten entstanden. Dies gilt es weiter au s-
zubauen und perspektivisch stadtweit Quartierskonzepte zu entwickeln.
Die sozialpolitischen und sozialrechtlichen Neuorientierungen bieten durch die Novellierung
des Landespflegegesetzes NRW sowie des Wohn - und Teilhabegesetzes NRW, durch den
Aktionsplan „Inklusives NRW“, die – überschaubaren – Fördermöglichkeiten über das Wo h-
nungsförderprogramm und die Vorgaben und Richtlinien für quartiersnahe Wohn - und Be-
treuungsformen eine Menge an Entwicklungspotential zur Weiterentwicklung der Pflegein f-
rastruktur und Gestaltung von Quartierskonze pten, um die selbstständige und selbstb e-
stimmte Lebensführung in den Stadtteilen und Quartieren positiv zu gestalten und sicherz u-
stellen. Alle diese Elemente bilden eine solide Unterlage für die (Stadt)Gesellschaft, die G e-
staltungsanforderungen vor dem Hin tergrund des demographischen Wandels zu meistern.
Dabei gilt es, die Potentiale und Ressourcen einer älter werdenden Bevölkerung wertz u-
schätzen, zu nutzen und durch professionelle Begleitung und Unterstützung in die Net z-
werkprozesse einfließen zu lassen.
Nachfolgend wird die Pflegeinfrastruktur auf Stadtbezirksebene dargestellt, jedoch noch
nicht in Bezugnahme zur Bevölkerungsstruktur. Dies wird in der Weiterentwicklung des
Pflegebedarfsplans angestrebt. Die Darstellung auf Stadtbezirksebene dient ledigli ch einer
ersten Orientierung. Auch wenn zukünftig die Bevölkerungsstruktur in die Planung mit ein-
bezogen wird, müssen möglicherweise andere Bezugsräume in Betracht gezogen werden, da
die gelebten Bezüge sich von den räumlichen Zuschnitten der Gebietsgliederung unterschei-
den, für ein bedarfsgerechtes Angebot aber zu berücksichtigen sind.
30 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020
5.1 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Mitte
Der Stadtbezirk Mitte hat von allen Bezirken flächenbezogen die feinteiligste Gliederung. Er
gesteht aus insgesamt 23 Stadtteilen (statistische Bezirke). Die Altstadt allein hat fünf Stadt-
teile: Aegidii, Überwasser, Dom, Buddenturm, Martini. Der Innenstadtring setzt sich aus 9
Stadtteilen zusammen: Pluggendorf, Josef, Bahnhof, Hansaplatz, Mauritz-West, Schlachthof,
Kreuz, Neutor, Schloss. Mitte-Süd umfasst die Stadtteile Aaseestadt, Geist, Schützenhof und
Düesberg. Der Teilbereich Innenstadt-Nordost besteht aus den Stadtteilen Hafen, Herz-Jesu,
Mauritz-Mitte, Rumphorst und Uppenberg.
In Münster-Mitte finden sich alle Pflegeformen wieder. Das Angebot ist hier im Vergleich mit
den anderen Stadtteilen am dichtesten.
Tabelle 14
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster-Mitte, Stand 2016
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Altenheim Friedrichsburg Offenbergstraße 19 48151 Pluggendorf 138
2 Altenwohnheim St. Lamberti Scharnhorststr. 4-8 48151 Pluggendorf 83
3 Altenzentrum
Klarastift (inc. Casa Vitae)
Andreas-Hofer-Str.
70 48145 Herz-Jesu 119
4 Cohaus-Vendt-Stift Krumme Str. 39/40 48143 Aegidii 82
5 DKV-Residenz am
Tibusplatz Tibusplatz 1 48143 Buddenturm 49
6 Friederike-Fliedner-Haus Coerdestr. 56 48147 Kreuz 80
7 Haus Maria Trost Sankt-Mauritz-
Freiheit 52 48145 Herz-Jesu 80
8 Haus v. Guten Hirten
Bereich Pflege
Mauritz-Lindenweg
61 48145 Herz-Jesu 20
9 Johanniter-Stift
Münster Weißenburgstr. 48 48151 Geist 80
10 LWL Pflegezentrum
Münster
Friedr.-W.-Weber-
Str. 30 48147 Uppenberg 80
11 Maria-Hötte-Stift Düesbergweg 143 48153 Düesberg 123
12 Perthes-Haus Münster Wienburgstr. 60 48147 Uppenberg 87
13 Residenz Aaseehof Pottkamp 25 48149 Schloss 80
14 Schölling-Lentze-Heim Bohlweg 5 48147 Schlachthof 21
15 Seniorenresidenz
Kastanienhof Ostmarkstr. 9 48145 Mauritz-Mitte 62
16 Wohnstift am Südpark Clevornstraße 5 48153 Schützenhof 74
Gesamt 1.258
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 31
Tabelle 15
Kurzzeitpflege in Münster-Mitte, Stand 2016
eingestreute Kurzzeitpflege
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Altenheim Friedrichsburg Offenbergstraße 19 48151 Pluggendorf 8
2 Altenwohnheim St. Lamberti Scharnhorststr. 4-8 48151 Pluggendorf 2
3 Altenzentrum
Klarastift
Andreas-Hofer-Str.
70
48145 Herz-Jesu 3
4 Cohaus-Vendt-Stift Krumme Str. 39/40 48143 Aegidii 3
5 Friederike-Fliedner-Haus Coerdestr. 56 48147 Kreuz 10
6 Haus Maria Trost Sankt-Mauritz-
Freiheit 52
48145 Herz-Jesu 5
7 Johanniter-Stift Münster Weißenburgstr. 48 48151 Geist 10
8 LWL Pflegezentrum Münster Friedr.-W.-Weber-
Str. 30 48147 Uppenberg 2
9 Maria-Hötte-Stift Düesbergweg 143 48153 Düesberg 6
10 Perthes-Haus Münster Wienburgstr. 60 48147 Uppenberg 4
11 Residenz Aaseehof Pottkamp 25 48149 Schloss 15
12 Seniorenresidenz
Kastanienhof Ostmarkstr. 9 48145 Mauritz-Mitte 8
13 Wohnstift am Südpark Clevornstraße 5 48153 Schützenhof 4
Gesamt 80
Solitäre Kurzeitpflege
Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
14 Clemenshospital Düesbergweg 143 48153 Düesberg 18
15 Raphaelsklinik Klosterstr. 75 48143 Dom 23
Gesamt 43
Tabelle 16
Tagespflege in Münster-Mitte, Stand 2016
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Clemens-Wallrath-Haus Josefstr. 4 48151 Josef 20
2 Friederike-Fliedner-Haus Coerdestr. 56 48147 Kreuz 12
3 Haus Benteler Prozessionsweg 54 48145 Mauritz-Mitte 12
4 Tagespflege
Mathildenstift Münzstr. 38 48143 Buddenturm 12
5 Wohnstift
am Südpark Clevornstr. 5 48153 Schützenhof 15
Tagespflege Mauritz-Palais
(Klarastift)
Andreas-Hofer-Str.
70 48145 Herz-Jesu 13
Gesamt 84
32 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020
Tabelle 17
Ambulant betreute Wohngemeinschaften in Münster-Mitte, Stand 2016
Nr. Wohngemeinschaften Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Casa Mauritz
Klarastift Service GmbH Andreas-Hofer-Str. 86 48145 Herz-Jesu 15
2 Haus Genius
DKV Residenz Tibusplatz 1 - 7 48143 Buddenturm 8
3 Haus Taubenstraße
Alexianer Taubenstraße 12 48149 Herz-Jesu 8
4 Villa Hittorfstraße
Alexianer Hittorfstraße 10 48149 Schloss 10
5 Villa Mauritz
Alexianer Kaiser-Wilhelm-Ring 34 48145 Mauritz-
Mitte 10
6 WG Arche Noah
Ambulante Dienste Klarastift
Manfred-von-Richthofen-
Str. 45 48145 Mauritz-
Mitte 12
7 WG Arche Sarah
Ambulante Dienste Klarastift
Manfred-von-Richthofen-
Str. 45 48145 Mauritz-
Mitte 12
8 WG Mathildenstift
DRK Schwesternschaft Münzstr. 38 48143 Buddenturm 8
9 WG Schulstraße (2)
Diakonie Münster Schulstr. 47 48149 Kreuz 10/8
Gesamt 101
Planung/Bau
WG Erphobogen, DRK,
ehem. Winkhaus-Gelände Bohlweg 48147 Schlachthof 12
Tabelle 18
wohnortnahe niedrigschwell ige Betreuungsgruppen nach § 45 SGB XI in Münster -Mitte,
Stand 2016
Nr. Anbieter Straße PLZ Stadtteil
1 Alzheimer Gesellschaft Münster e. V. Tannenbergstr. 1 48147 Kreuz
2
„Café Auszeit“
Humanitas Pflegedienste GmbH
Standort Münster
Grevener Str. 105 48159 Uppenberg
3
Café Malta
Thomas-Gemeinde
Träger: Malteser Hilfsdienst e.V.
Von-Ossietzky-
Strasse 16 48163 Aaseestadt
4
Doris Pällmann - Betreuung für Senioren, Be-
gleitung für Angehörige & individuelle Le-
bensberatung
Betreuungsgruppe für demenziell erkrankte
Menschen im Ludwig-Steil-Haus der Gnaden-
kirche
Düesbergweg 102 48153 Düesberg
5 Projekt LichtBlick Josefstr. 4 48151 Josef
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 33
Grafik 6
Karte pflegerische Infrastruktur im Stadtbezirk Münster-Mitte
34 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020
5.2 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-West
Der Stadtbezirk Münster -West besteht aus den sechs Stadtteilen Gievenbeck, Sentrup,
Mecklenbeck, Albachten, Roxel und Nienberge. Der Stadtteil Sentrup grenzt direkt an den
Stadtbezirk Mitte an und orienti ert sich auch in diese Richtung . Die Stadtteile Alba chten,
Roxel und Nienberge liegen im Außenbereich. Gievenbeck ist ein stark wachsender Stadtteil.
Im Stadtbezirk Münster -West sind alle Pflegeformen vertreten. Eine wohnortnahe Betre u-
ungsgruppe für an Demenz erkrankte Menschen nach §45 SGB XI wird hier (n och) nicht a n-
geboten.
Tabelle 19
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster-West, Stand 2016
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Altenheim St. Elisabeth Südlohnweg 1 48161 Gievenbeck 92
2 Ev. Altenhilfezentrum
Meckmannshof Meckmannweg 74 48163 Mecklenbeck 156
3 Fritz-Krüger-Seniorenzentrum Gartenbreie 1 48151 Gievenbeck 81
4 Haus für ältere Mitbürger
Wohnen in Pastors Garten Alte Dorfstr. 10 48161 Roxel 40
5 Seniorenzentrum
Albachten Rottkamp 49 48163 Albachten 66
6 Seniorenzentrum
Martin-Luther-Haus Fliednerstr. 17 48149 Sentrup 151
Gesamt 586
Tabelle 20
Kurzzeitpflege in Münster-West, Stand 2016
eingestreute Kurzzeitpflege
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Altenheim St. Elisabeth Südlohnweg 1 48161 Gievenbeck 5
2 Ev. Altenhilfezentrum
Meckmannshof Meckmannweg 74 48163 Mecklenbeck 15
3 Haus für ältere Mitbürger
Wohnen in Pastors Garten Alte Dorfstr. 10 48161 Roxel 4
4 Seniorenzentrum
Albachten Rottkamp 49 48163 Albachten 10
5 Seniorenzentrum
Martin-Luther-Haus Fliednerstr. 17 48149 Sentrup 8
Gesamt 42
Solitäre Kurzzeitpflege
6 Fritz-Krüger-Seniorenzentrum Gartenbreie 1 48161 Gievenbeck 15
Gesamt 15
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 35
Tabelle 21
Tagespflege in Münster-West, Stand 2016
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Altenheim St. Elisabeth Südlohnweg 1 48161 Gievenbeck 15
2 Ev. Altenhilfezentrum
Meckmannshof
Meckmannweg
74 48163 Mecklenbeck 24
Gesamt 39
Tabelle 22
Ambulant betreute Wohngemeinschaften in Münster-West, Stand 2016
Nr. Wohngemeinschaften Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Hausgemeinschaft Nien-
berge (2), CBM
Kirmstr. 18/
Gartenstiege 6 48161 Nienberge 7/7
2 Hof Schultmann
Alexianer Stratmannweg 21 48163 Mecklenbeck 12
3
Irmgard Buschmann
Haus (2)/Klarastift Service
GmbH
Am Küchenbusch
15 48161 Gievenbeck 11/8
Gesamt 45
36 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020
Grafik 9
Karte pflegerische Infrastruktur im Stadtbezirk Münster-West
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 37
5.3 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Nord
Der Stadtbezirk Münster -Nord besteht aus den Stadtteilen Coerde, Kinderhaus -Ost, Kinder-
haus-West und Sprakel. Bis auf Sprakel grenzen alle Stadtteile an den Stadtbezirk Mitte an.
Der Stadtteil Sprakel verfügt über die größten Flächen, diese sind aber ländl icher Struktur
mit dem verhältnismäßig kleinen Ort Sprakel.
Tabelle 23
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster-Nord, Stand 2016
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Haus Wilkinghege Wilkinghege 55 48159 Kinderhaus
West 65
2 Papst-Johannes-Paul-Stift Culmer Str. 16 48157 Coerde 72
Gesamt 137
Tabelle
Kurzzeitpflege in Münster-Nord, Stand 2016
eingestreute Kurzzeitpflege
Nr Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Papst-Johannes-Paul-Stift Culmer Str. 16 48157 Coerde 2
Gesamt 2
Tabelle 24
Tagespflege in Münster-Nord, Stand 2016
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Papst-Johannes-Paul-Stift Culmer Str. 16 48157 Coerde 15
Gesamt 15
Tabelle 25
Ambulant betreute Wohngemeinschaften in Münster-Nord, Stand 2016
Nr. Wohngemeinschaften Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 WG Josef-Beckmann-Str.,
DRK
Josef-Beckmann-
Straße 5 - 7 48159 Kinderhaus 10
Gesamt 10
38 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020
Tabelle 26
wohnortnahe niedrigschwellige Betreuungsgruppen nach § 45 SGB XI in Münster -Nord,
Stand 2016
Nr. Anbieter Straße PLZ Stadtteil
1
Café Nostalgie, Betreuungsnachmittag für demenz-
kranke Menschen
Kath. Kirchengemeinde St. Franziskus
Pfarrbezirk St. Norbert
Schneidemühler
Str. 23 48157 Coerde
2
„Miteinander" Betreuungsgruppe für demenziell
erkrankte Menschen in Kinderhaus und Sprakel,
Annette Mandelartz
Kristiansandstr.
70 48159 Kinder-
haus-West
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 39
Grafik 10
Karte pflegerische Infrastruktur im Stadtbezirk Münster-Nord
40 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020
5.4 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Ost
Der Stadtbezirk Münster-Ost besteht aus den drei Stadtteilen Mauritz-Ost, Gelmer-Dyckburg
und Handorf. Dieser Stadtbezirk ist sehr ländlich geprägt. Der Stadtteil Mauritz -Ost grenzt an
den Bezirk Mitte, der Kanal bildet die Grenze. Dieser Stadtteil weist durch die Nähe und d i-
rekte Anbindung an Münster -Mitte noch städtische Strukturen auf und die Orientierung der
Bewohnerinnen und Bewohner richtet sich auch vorwiegend auf die Innen stadt aus. Im
Stadtteil Gelmer -Dyckburg finden sich die Ort e Gelmer, Sudmühle und Mariendorf. Der
Stadtteil Handorf umfasst neben einem großen Anteil ländlicher Flächen auch den Ort Ha n-
dorf.
Tabelle 27
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster-Ost, Stand 2016
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Ev. Seniorenzentrum
Handorfer Hof Handorfer Str. 24 48157 Handorf 78
Gesamt 78
Tabelle 28
Kurzzeitpflege in Münster-Ost, Stand 2016
eingestreute Kurzzeitpflege
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Ev. Seniorenzentrum
Handorfer Hof Handorfer Str. 24 48157 Handorf 8
Gesamt 8
Tabelle 29
Tagespflege in Münster-Ost, Stand 2016
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 pro.cura Tagespflege Wolbecker Str. 226 48155 Mauritz-
Ost 16
Gesamt 16
Tabelle 30
wohnortnahe niedrigschwell ige Betreuungsgruppen nach § 45 SGB XI in Münster -Ost,
Stand 2016
Nr. Anbieter Straße PLZ Stadtteil
1 Betreuungsgruppe „Hand in Hand“ Alfersheide 19 48157 Gelmer-Dyckburg
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 41
Grafik 7
Karte pflegerische Infrastruktur im Stadtbezirk Münster-Ost
42 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020
5.5 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Südost
Der Stadtbezirk Münster -Südost besteht aus den vier Stadtteilen Gremmendorf -West,
Gremmendorf-Ost, Angelmodde und Wolbeck, wobei einzig Wolbeck als solitärer Stadtteil
gesehen werden kann. Die anderen drei Stadtteile gehen ineinander über, ausgenommen
Alt-Angelmodde, welcher mit dörflicher Struktur zwischen Gremmendorf/Angelmodde und
Wolbeck liegt.
Tabelle 31
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster-Südost, Stand 2016
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Achatius-Haus Wolbeck Münsterstr. 24 b/c 48167 Wolbeck 66
2 Kardinal-von-Galen-Stift Clemens-August-
Platz 8a 48167 Angelmodde 66
Gesamt 132
Tabelle 32
Kurzzeitpflege in Münster-Südost, Stand 2016
eingestreute Kurzzeitpflege
Nr Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Achatius-Haus Wolbeck Münsterstr. 24 b/c 48167 Wolbeck 3
2 Kardinal-von-Galen-Stift Clemens-August-
Platz 8a 48167 Angelmodde 4
Gesamt 7
Tabelle 33
Tagespflege in Münster-Südost, Stand 2016
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Achatius-Haus Wolbeck Münsterstr. 48167 Wolbeck 12
2 Tagespflege Akticom Twenhövenweg 18 48167 Angelmodde 12
Gesamt 24
Tabelle 34
Ambulant betreute Wohngemeinschaften in Münster-Südost, Stand 2016
Nr. Wohngemeinschaften Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Haus Elisabeth
Alexianer Herrenstr. 10 48167 Wolbeck 12
2 Villa Kahmann Gremmendorfer
Weg 44 48167 Gremmendorf 11
Gesamt 23
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 43
Tabelle 35
wohnortnahe niedrigschwellige Betreuungsgruppen nach § 45 SGB XI in Münster-Südost,
Stand 2016
Nr. Anbieter Straße PLZ Stadtteil
1
„Café Wigbold“ - Betreuungsnach-
mittag für Demenzkranke
Träger: Kath. Kirchengemeinde St.
Nikolaus Münster und die Alexianer
Haus Heidhorn GmbH
Herrenstr. 17 48167 Wolbeck
2 Gruppe D
Im Haus der Begegnung St. Ida Nachtigallenweg 25 48167 Gremmendorf-
Ost
Grafik 11
Karte pflegerische Infrastruktur im Stadtbezirk Münster-Südost
44 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020
5.6 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Hiltrup
Der Stadtbezirk Münster -Hiltrup besteht aus den fünf Stadtteilen Berg Fidel, Hiltrup -Ost,
Hiltrup-Mitte, Hiltrup -West und Amelsbüre n. Der Stadtteil Berg Fidel grenzt an die Inne n-
stadt und erfährt durch die durchgehende Bebauung eine direkte Anbindung und auch Or i-
entierung der Bewohnerinnen und Bewohner in diese Richtung. Organisatorisch erfolgt diese
verwaltungsseitig allerdings in Ri chtung Hiltrup. Hiltrup selber ist in drei statistische Bezirke
(Stadtteile) auf Grund seiner Größe eingeteilt. Amelsbüren ist von ländlicher Struktur umg e-
ben.
Der Stadtbezirk Hiltrup verfügt über eine vielfältige Pflegeinfrastruktur, die sich hauptsäc h-
lich im Ortsteil Hiltrup vorfindet. Der Schwerpunkt liegt hier im vollstationären Pflegeb e-
reich.
Tabelle 36
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster-Hiltrup, Stand 2016
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Alexianer - Haus Heidhorn Westfalenstr. 490 48165 Amelsbüren 52
2 Alexianer - Haus Thomas Alexianerweg 8 48163 Amelsbüren 54
3 Altenhilfezentrum der Missions-
schwestern - Haus Franziska Westfalenstr. 109 48165 Hiltrup-Mitte 60
4 Marienheim An der Alten Kirche 5 48165 Hiltrup-Mitte 83
5 Meyer-Suhrheinrich-Haus Marktallee 42 48165 Hiltrup-Mitte 42
6 Seniorenzentrum Haus Simeon Am Berg Fidel 70 48153 Berg-Fidel 149
Gesamt 440
Tabelle 37
Kurzzeitpflege in Münster-Hiltrup, Stand 2016
eingestreute Kurzzeitpflege
Nr Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Alexianer - Haus Heidhorn Westfalenstr. 490 48165 Amelsbüren 6
2 Alexianer - Haus Thomas Alexianerweg 8 48163 Amelsbüren 4
3 Marienheim An der Alten Kirche 5 48165 Hiltrup-Mitte 1
4 Seniorenzentrum Haus Simeon Am Berg Fidel 70 48153 Berg-Fidel 8
Gesamt 19
Solitäre Kurzeitpflege
Nr Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
1
Altenhilfe-Zentrum der Missions-
schwestern
Haus Maria
Westfalenstr. 109 48165 Hiltrup-Mitte 20
Gesamt 20
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 45
Tabelle 38
Tagespflege in Münster-Hiltrup, Stand 2016
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Altenhilfe-Zentrum
St. Clemens Kortumweg 56 48165 Hiltrup-
Mitte 15
Gesamt 15
Tabelle 39
wohnortnahe niedrigschwellige Betreuungsgruppen nach § 45 SGB XI in Münster-Hiltrup,
Stand 2016
Nr. Anbieter Straße PLZ Stadtbezirk Stadtteil
1 „ Ein Vormittag im Alex-Dorftreff“
Alexianer Münster GmbH Zum Häpper 1 48163 Hiltrup Amelsbüren
2 Gemeinde Cafe
Ev. Gemeindehaus
Leisnerstraße
17/Pater-
Kolbe-Straße
48163 Hiltrup Amelsbüren
Grafik 8
Karte pflegerische Infrastruktur im Stadtbezirk Münster-Hiltrup
46 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020
6. Zukünftige Entwicklung der Nachfrage von Pflegeleistungen in Münster
Für die zukünftige Entwicklung der Nachfrage stehen als Grundlage die Daten von IT. NRW
mit der Bevölkerungsprognose und den Modellrechnungen zur Entwicklung der Pflegeb e-
dürftigkeit in NRW (Auswirkungen des demografischen Wandels, Modellrechnungen zur
Entwicklung der Pflegebe dürftigkeit in NRW, Statistische Analysen und Studien, Band 76 ,
2013 (IT.NRW)) zur Verfügung. IT.NRW veröffentlichte im Dezember 2016 d ie aktualisierten
Modellrechnungen auf Basis der Daten von 2013, zudem wurden die Modellrechnungen bis
zum Jahr 2040/2060 ausgeweitet (Statistische Berichte: Modellrechnung zur Entwicklung der
Pflegebedürftigkeit in Nordrhein-Westfalen, 2013 bis 2040/2060).
Zur Auswirkung der d emografischen Entwicklung steht vom städtischen Amt für Stadten t-
wicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung die kleinräumige Bevölkerungsprognose zur Verf ü-
gung (s. Anlage). Die Bevölkerungsent wicklung von IT. NRW berücksichtigt die Bewohneri n-
nen und Bewohner mit Erstwohnsitz, die münstersche Bevölkerungsprognose berücksichtigt
auch die Bewohnerinnen und Bewohner mit Zweitwohnsitz, lässt aber Aussagen auf kleinere
Bezugsräume zu. In der Anlage dieses Pflegebedarfsplans sind Informationen aus der Bevö l-
kerungsprognose der Stadt Münster zur Infor mation beigefügt. Eine Anwendung der alter s-
bezogenen Daten wird in diesem Pflegebedarfsplan nicht vorgenommen.
Für die zukünftige Entwicklung der Pflegebedürftigkeit hat IT. NRW Modellrechnungen
durchgeführt, die räumlich bezogen auf die Kreise und kreisfreien Städte bis zum Jahr 204 0
erstellt wurden . Die Entwicklung der Pflegebedürftigkeit wird durch die Bevölkerungsen t-
wicklung und das bestehende Pflegerisiko beeinflusst. Für die Modellrechnungen wurden als
Datenbasis die Ergebnisse der Bevölkerungs vorausberechnung und die Statistik der Pfleg e-
versicherung verwendet.
Es wurden zwei Modellrechnungen durchgeführt, eine sogenannte konstante Variante und
eine Trendvariante. Bei der konstanten Variante wird der Fokus ausschließlich auf die dem o-
grafischen Veränderungen gelegt und ein gleichbleibendes Pflegerisiko unterstellt. Basis sind
die alters - und geschlechtsspezifischen Pflegehäufigkeiten (Pflegequoten) der Jahre 2007,
2009, 2011 und 2013, die konstant auf den gesa mten Berechnungszeitraum bis 204 0 ange-
wandt werden. Die Trendvariante geht dagegen von einer Abnahme des Pflegerisikos aus.
Basierend auf aktuellen Studien wird angenommen, dass mit einer steigenden Lebenserwa r-
tung auch eine bessere Gesundheit verbunden sein wird, also von einem Anstieg de r pflege-
bedürftigkeitsfreien Lebenszeit auszugehen ist. Für die Berechnung der Trendvariante wurde
analog der Steigerung der Lebenserwartung eine Verschiebung der Pflegequoten durchge-
führt. Beide Modellrechnungen sind a ls Schätzungen einzustufen, die keine feststehenden
Ergebnisse voraussagen können.
In der Modellrechnung für Pflegebedürftige nach Geschlecht und Altersgruppen (s. Tabelle
40) zeigt sich insbesondere, dass sich in den Altersgruppen der 80 bis unter 90jährigen und
der über 90jährigen die Anzahl der Pflegebedürftigen nach der konstanten Variante deutlich
erhöht, in der Trendvariante dagegen nur leicht erhöht.
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 47
Tabelle 40
Pflegebedürftige in Münster nach Geschlecht und Altersgruppen
Ergebnisse für 2013 und für die Modellrechnungsjahre 2020, 2025, 2030, 2035 und 2040
Konstante Variante Trendvariante
2013 2020 2025 2030 2035 2040 2020 2025 2030 2035 2040
Anzahl 1000 1000
Männlich
unter 60 431 0,5 0,5 0,5 0,5 0,5 0,4 0,4 0,4 0,4 0,4
60 bis unter 70 232 0,3 0,4 0,4 0,4 0,3 0,3 0,3 0,3 0,2 0,2
70 bis unter 80 574 0,5 0,6 0,7 0,9 0,9 0,5 0,5 0,6 0,7 0,7
80 bis unter 90 776 1,0 1,2 1,1 1,3 1,7 0,9 1,0 1,0 1,2 1,5
90 und mehr 250 0,3 0,4 0,6 0,6 0,7 0,3 0,4 0,6 0,6 0,6
Weiblich
unter 60 419 0,4 0,4 0,4 0,4 0,4 0,4 0,4 0,4 0,4 0,4
60 bis unter 70 191 0,2 0,3 0,3 0,3 0,2 0,2 0,2 0,3 0,2 0,2
70 bis unter 80 720 0,6 0,7 0,8 0,9 1,0 0,5 0,6 0,6 0,7 0,8
80 bis unter 90 1 880 2,2 2,4 2,1 2,3 2,9 1,9 2,1 1,9 2,1 2,5
90 und mehr 1 155 1,2 1,2 1,6 1,7 1,6 1,1 1,2 1,5 1,5 1,5
Zusammen 6 628 7,3 7,9 8,6 9,2 10,2 6,6 7,1 7,6 8,1 8,9
In den Modellberechnungen für Pflegebedürftige nach Geschlecht und Art der Pflegeleistung
zeigt sich in der konstanten Variante eine kontinuierliche Zunahme in der ambulanten Pflege
sowohl bei Männer wie auch Frauen gleichermaßen. In der stationären Pflege wird hier bei
den weiblichen Pflegebedürftigen eine stärkere Zunahme als bei den männlichen Pflegeb e-
dürftigen erwartet. In der Trendvariante zeigen sich diese Unterschiede nicht so deutlich.
Tabelle 41
Pflegebedürftige in Münster nach Geschlecht und Art der Pflegeleistung
Ergebnisse für 2013 und für die Modellrechnungsjahre 2020, 2025, 2030, 2035 und 2040
Konstante Variante Trendvariante
2013 2020 2025 2030 2035 2040 2020 2025 2030 2035 2040
Anzahl 1000 1000
Männlich
ambulante Pflege 653 0,8 0,9 1,0 1,1 1,2 0,7 0,7 0,8 0,9 1,0
stationäre Pflege 584 0,7 0,8 0,9 1,0 1,1 0,6 0,7 0,8 0,9 1,0
Pflegegeld-
empfänger 1 026 1,2 1,3 1,4 1,5 1,7 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5
Weiblich
ambulante Pflege 1 288 1,3 1,4 1,5 1,6 1,8 1,2 1,3 1,3 1,4 1,5
stationäre Pflege 1 781 2,0 2,1 2,2 2,4 2,6 1,8 1,9 2,0 2,1 2,3
Pflegegeld-
empfängerinnen 1 296 1,4 1,5 1,5 1,6 1,7 1,3 1,3 1,4 1,5 1,6
Zusammen 6 628 7,3 7,9 8,6 9,2 10,2 6,6 7,1 7,6 8,1 8,9
48 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020
7. Pflegebedarfsfeststellung 2017 - 2020
Für die Ermittlung des erforderlichen Pflegebedarfs für die stationäre Pflege werden die vo r-
handenen Pflegeplätze in Münster, die städtische Bevölkerungsprognose und die Model l-
rechnungen zur zukünftigen Entwicklung der Nachfrage nach Pflegeleistungen (s. Kap. 6)
gegenüber gestellt. Die Modellrechnungen von IT.NRW zur Entwicklung der Pflegebedürfti g-
keit gehen in der konstanten Variante von einer gleichbleibenden Entwicklung aus, in der
Trendvariante von einer Verzögerung der Pflegebedürftigkeit durch längere Gesundheit bei
zunehmendem Alter und damit einhergehend einem geringeren Anstieg des Bedarfs und
einer Verschiebung zur Professionalisierung der Pflege zu Hause und Nutzung von ambulan-
ten Hilfs- und Pflegeangeboten (Ambulantisierung).
Als Modellrechnung wurde in der Pflegebedarfsfeststellung 2015 – 2018 die konstante Vari-
ante als Berechnungsbasis ausgewählt. In der letzten und auch hier vorgelegten Ermittlung
des künftigen Pflegebedarfs für 201 7 – 2020 wird die Trendvariante zu Grunde gelegt, da
sich Münster für eine Stärkung der Pflege zu Hause ausgesprochen hat und im Rahmen der
altengerechten Quartiersentwicklung Strukturen und Angebote schaffen will, die dies ve r-
mehrt ermöglichen. Zudem sollen neue Wohn - und Pflegearrangements entwickelt werden,
die auch eine umfassende Pflege ermöglichen , somit individuell eine vollstationäre Pflege
vermeiden, und im Gesamtkontext das tatsächliche Eintreten der Trendvariante unterstütz-
ten.
Eine weitere Basis für die Bedarfsermittlung bietet die Belegungsrate der Einrichtungen. Bei
einer Auslastung von 9 8 % wird von einer Vollauslastung ausgegangen. Für den Pflegeb e-
dürftigen soll eine Wahlmöglichkeit aus unterschiedlichen Pflegeangeboten auch unte r-
schiedlicher Einrichtungen bestehen.
Tabelle 42
Auslastung in vollstationären Pflegeeinrichtungen in %
zum 1.1. 1.4. 1.7. 1.10.
2011 93,9 97,0 97,3 95,6 96,0
2012 93,6 96,3 96,8 96,7 95,9
2013 96,0 96,0 93,7 95,5 95,3
2014 96,7 95,7 96,5 95,8 96,2
2015 96,7 96,2 96,4 96,5 96,5
2016 96,5 96,0 96,8 96,5 96,5
Quelle: eigene Erhebung
Ergänzt wird die Auslastungsquote durch die Meldequote von freien Plätzen an das Infobüro
Pflege des Sozialamtes im Gesundheitshaus. Hier können freie Plätze zur Vermittlung gemel-
det werden, es erfolgt ergänzend eine zweimal wöchentliche Abfrage. Da die Meldung der
freien Plätze nicht verpflichtend ist und sie auch nicht von allen Einrichtungen genutzt wird,
kann sie nur ergänzend zur Bewertung herangezo gen werden. Bisher standen im Durc h-
schnitt rund 45 Plätze monatlich zur Vermittlung zur Verfügung . Auf Anfragen nach Pfleg e-
plätzen konnten immer unterschiedliche Einrichtungen mit freien Plätzen benannt werden.
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 49
Für die weitere Bedarfsermittlung muss berücksichtigt werden, dass freie Plätze nicht immer
wiederbelegt werden können, weil teilweise das Personal nicht in erforderlichem Umfang
vorhanden ist. Neben der Ausweitung des Pflegeangebotes (sowohl ambulant als auch stat i-
onär) stellt der Mangel an Fa chkräften schon jetzt eine wesentliche und zunehmende He r-
ausforderung dar.
Die Modellberechnungen von IT.NRW besagen für Münster nach der konstanten Variante für
2020 einen Bedarf von 2 .700 Plätzen für stationäre Pflege , für 2025 einen Anstieg auf 2. 900
Plätze. Die Modellberechnung Trendvariante sagt für 20 20 einen Bedarf von 2. 400 Plätzen
für stationäre Pflege und für 2025 einen Bedarf von 2.600 Plätzen aus.
Tabelle 43
Bedarfsermittlung für umfassende Pflege
Jahr
Empfängerinnen und Empfänger von Leistungen aus der
Pflegeversicherung in Münster
Einwohner/
-innen Gesamt davon
stationäre Pflege
davon ambu-
lante Pflege
Pflegegeld-
empfänger/innen
IST
2009 275 543 5,6 2 130 1 534 1 909
2011 291 754 6,1 2 280 1 686 2 154
2013 299 708 6,6 2 365 1 941 2 322
2015 310 039 6,9 2 553 1 844 2 536
Trend-PROGNOSE (in Tausend)
2020 6,5 2,5 1,9 1,9
2025 7,0 2,7 1,9 2,3
2030 7,5 3,0 2,1 2,4
2040 8,9 3,3 2,5 3,1
Datenquelle IT.NRW
Unter Zugrundelegung der Trendvariante für die Jahre 201 7 – 2020 zeigt sich, dass das vo r-
handene vollstationäre Pflegeangebot in Münster mit aktuell 2.646 v ollstationären Plätzen
(plus 193 Plätze Tagespflege und 76 Plätze solitäre Kurzzeitpflege) in Münster bis 20 20 in
ausreichendem Umfang vorhanden ist . Dies wird unterstützt durch die Auslastungsquote,
wonach mit einer Auslastung von 96,5 % im Jahresdurchschnitt 2.553 vollstationäre Plätze
belegt sind und damit rund 90 Plätze zur Verfügung stehen. Eine Wahlfreiheit der Pflegebe-
dürftigen zwischen unterschiedlichen vollstationären Einrichtungen ist in ausreichendem
Maß gegeben. Somit besteht derzeit kein Bedarf an zusätzlichen vollstationären Plätzen.
50 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020
8. Ausblick
Mit dem vorliegenden Pflegebedar fsplan für die Jahre 2017 – 2020 wird die Berechnung
bezogen auf die gesamte Stadt Münster vorgelegt. Die Darstellung der vorhandenen Ang e-
bote wird ergänzend auf die Stadtbezirke bezogen dargestellt , von der Ermittlung eines
rechnerischen Pflegebedarfs auf Stadtbezirksebene wird aber vorerst abgesehen . Die ge-
samtstädtische Bedarfsermittlung zeigt aktuell für die Jahre 2017 – 2020 keinen weiteren
Bedarf an zusätzlichen vollstationären Plätzen auf. Wie aber die stetig zunehmende Ausla s-
tungsquote zeigt und auch der Trend über d ie zu planenden drei Jahre hinaus, wird zahlen-
mäßig der Bedarf an umfassender Pflege analog des demografischen Wandels zunehmen.
Wenn dieser Bedarf festgestellt wird, ist seitens der Stadt Münster eine Ausschreibung für
ein diskriminierungsfreies Vergabeve rfahren erforderlich (APG DVO). Daher ist es erforde r-
lich, bereits in den nächsten Jahren in Vorbereitung hierzu Modelle alternativer Wohn- und
Pflegearrangements und Einrichtungen mit flexiblen Angeboten zu entwickeln. Hiermit be-
schäftigt sich eine AG der Konferenz Alter und Pflege.
Die Weiterentwicklung des Pflegebedarfsplans geht einher mit der Umsetzung des „Master-
plans altengerechte , inklusive Quartiere für Münster “. D ie Pflegebedarfsplanung der ko m-
menden Jahre soll kleinräumigere Betrachtungen ein beziehen und im Weiteren dann auch
die Einbindung der Pflege mit allen Sektoren der altengerechten Quartiersentwicklung. Auch
spezifische Bedarfe wie Geschlecht, Konfession, Migrationsgeschichte sollen differenziert
betrachtet werden. Auf dieser Basis soll en komplementäre Hilfen, alternative Wohn - und
Pflegeformen, zielgruppenspezifische Angebote unter Einbezug der örtlichen Infrastruktur
weiter- und neuentwickelt werden. Hierbei ist auch die Mitwirkung der Seniorinnen und S e-
nioren als auch der vor Ort akti ven Akteure wichtig. Eine gute Basis bilden die jetzt schon in
vielen Stadtbezirken und /oder Stadtteilen tätigen Arbeitskreise „Älter werden in Münster“,
die gemeinsam von der Kommunalen Seniorenvertretung und den Wohlfahrtsverbänden
moderiert werden. Ein Produkt dieser Arbeitskreise sind stadtteilorientierte Broschüren mit
den Angeboten vor Ort für älter werdende Menschen.
Bereits jetzt gibt es einen zunehmenden Bedarf an ambulant verfassten Wohn- und Pflegear-
rangements, mit denen eine umfassende Pflege gesichert werden kann . Hierzu eignen sich
u. a. anbieterverantwortete Wohngemeinschaften oder andere Wohnformen, die mit einer
umfassenden Pflege - und Unterstützungsstruktur eine umfassende Versorgungssicherheit
bieten. Dabei soll auch dem vielfach gehegten Wunsch Rechnung getragen werden, auch bei
Pflege- und Unterstützungsbedarf in ihrer eigenen Häuslichkeit – ob alleine oder in einer
gemeinschaftlichen Wohnform mit entsprechenden Pflege - und Unterstützungsleistungen –
wohnen bleiben zu können.
Die für ein lebenslanges Wohnen im Quartier wichtige Infrastruktur, die auch eine Verso r-
gungsicherheit bei Pflegebedarf ermöglicht, soll in Zusammenarbeit der Träger und Anbieter
von Dienstleistungen, der bürgerschaftlichen Akteure und der Stadt vor Ort gestaltet wer-
den.
Darüber hinaus müssen die weiteren Auswirkungen des steigenden Pflegebedarfs auf den
gesamten Sektor Pflege erörtert werden. So werden die bereits jetzt bestehenden Probleme
des fehlenden Pfleg epersonals sich noch drastischer auswirken. Daher gilt es , sich auch di e-
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 51
sem Bereich angefangen beim Image der Altenpflege über die Ausbildung bis hin zum A r-
beitsmarkt offensiv zu widmen.
52 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020
Anlage 1
Beratung des Kommunalen Pflegebedarfsplans für Münster 2017 – 2020
in der Sitzung der Konferenz Alter und Pflege am 14.06.2017 (Bericht/Votum)
Die kommunale Konferenz Alter und Pflege Münster stimmt dem vorgelegten Kommunalen
Pflegebedarfsplan für Münster 201 7 – 2020 zur Feststellung des Pflegebedarfs im station ä-
ren Bereich zu.
Die Kommunikation der festgestellten Bedarfe und das Auswahlverfahren und die Entsche i-
dungskriterien für den Fall, dass mehrere Träger Interesse anzeigen, sollen im weiteren Ve r-
lauf entwickelt und transparent dargestellt werden.
Die Pflegekonferenz unterstützt den sukzessiven Ausbau der Pflegebedarfsplanung unter
Berücksichtigung der UN -Behindertenrechtskonvention in den kommenden Jahren. Dieser
wird den gesamten Pflegesektor in den Blick nehmen, womit auch die Pflege zu Hause mit
oder ohne professionelle Unter stützung einbezogen wird. Alternative Wohn - und Pflegefor-
men sollen quartiersbezogen entwickelt werden und unter Einbezug der Strukturen in den
Quartieren mit Nachbarschaft, Initiativen und Organisationen in die Quartiersentwicklung
implementiert werde n. D abei sind die Belange älter werdender Menschen, Menschen mit
Behinderungen und ihre Angehörigen einzubeziehen. Vorhandene Pflegeeinrichtungen wo l-
len und sollen in diesen Prozess einbezogen werden.
Sollen alternative Wohn - und Pflegeformen weiter entwickel t und ausgebaut werden, so
fehlt jedoch eine unterstützende Gesetzgebung.
Alle an der Bildungsarbeit und an der Diskussion um Wohn-/Pflege- und Betreuungskonzepte
sowie deren Finanzierung Beteiligte müssen zusammen Vielfalt, Nachhaltigkeit, Personalb e-
darf und Finanzierbarkeit in einen gemeinsamen Rahmen setzen. Hinzukommen müssen
unumgänglich Strategien zur Darstellung der Wichtigkeit und zur Steigerung der Attraktivität
pflegerischer Berufe. Hierzu wurde das Bündnis für Pflege gegründet.
An erster Stelle soll die Frage stehen: Was wollen die Menschen? Diese Frage wird sowohl an
die Pflegebedürftigen, die Angehörigen und die Pflegenden in allen Pflegeformen gestellt,
aber auch an die noch nicht Pflegebedürftigen, damit für die Zukunft an die Bedürfnisse und
Wünsche der Menschen angepasste Wohn - und Pflegeformen entwickelt und aufgebaut
werden können, in der sich Pflegebedürftige und Pflegende gut aufgehoben fühlen.
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 53
Anlage 2
Entwicklung der älteren Bevölkerung in Münster
Die vom Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Verkehrsplanung durchgeführte Be-
völkerungsprognose bis 2030 wurde zum 30.06.2014 aktualisiert
Stadt Münster - Amt für Stadtentw icklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung
01 0002 0003 0004 000
99
96
93
90
87
84
81
78
75
72
69
66
63
60
57
54
51
48
45
42
39
36
33
30
27
24
21
18
15
12
9
6
3
0
0 1 000 2 000 3 000 4 000
1
3
5
7
9
11
13
15
17
19
21
23
25
27
29
31
33
35
37
39
41
43
45
47
49
51
53
55
57
59
61
63
65
67
69
71
73
75
77
79
81
83
85
87
89
91
93
95
97
99
10 1
Alter
Männer Frauen
Bestand 31.12.2013
Prognose 2020
Einwohnerzahl, absolut
54 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020
Wohnberechtigte Bevölkerung über 70 Jahre nach Altersgruppen in der Stadt Münster
1995 bis 2020 (Differenzen in den Summen durch Runden)
Jahre
jew. 31.12.
Wohnberechtigte B e v ö l k e r u n g in der Stadt Münster
insgesamt darunter im Alter von ... bis unter ... Jahre
70 - 75 75 - 80 80 - 85 85 - 90 90 u. ä.
IST
1995 279 632 10 590 6 290 6 336 3 424 1 368
2000 279 461 11 061 8 946 4 789 3 805 1 776
2005 278 925 10 698 9 497 6 881 3 065 2 065
2010 285 180 13 858 9 529 7 590 4 589 2 018
2011 296 440 14 124 10 036 7 592 4 703 2 252
2012 296 536 13 715 10 671 7 471 4 802 2 376
2013 298 518 13 301 11 425 7 275 5 018 2 525
PROGNOSE
2014 300 893 12 676 12 041 7 523 5 241 2 746
2015 303 787 11 459 12 515 7 850 5 424 2 992
2016 305 633 10 778 12 761 8 318 5 501 3 248
2017 307 190 10 660 12 422 8 892 5 530 3 463
2018 308 581 10 557 12 102 9 518 5 510 3 740
2019 309 834 10 819 11 574 10 028 5 708 3 948
2020 310 995 11 632 10 520 10 422 5 967 4 149
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung
Quelle: Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Verkehrsplanung
7 415
6 620
4 557
3 421
2 015
6 336 6 071 6 339
3 951
3 069
5 886
4 805
2 718
1 597
510
5 297
4 449
4 083
2 016
1 080
0
1 000
2 000
3 000
4 000
5 000
6 000
7 000
8 000
70 - 75 75 - 80 80 - 85 85 - 90 90 u.ä.
Altersgruppen
Bevölkerungsprognose Stadt Münster 2013 bis 2020
Altersgruppen ab 70 Jahre 2013 und 2020 nach Geschlecht
Frauen 2013 Frauen 2020 (Prognose) Männer 2013 Männer 2020 (Prognose)
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2017 - 2020 55
Entwicklung der Bevölkerung 2013 - 2020 ab 60 Jahren in Stufen
von 5 Altersjahren (absolut, relativ)
(Differenzen in den Summen durch Runden)
Alters-
gruppen
Bevölkerung insgesamt
31.12.2013
(Bestand)
31.12.2020
(Prognose)
Differenz zu 2013
absolut in %
60 - <65 J. 14 849 18 027 3 178 21,4
65 - <70 J. 11 138 14 595 3 457 31,0
70 - <75 J. 13 301 11 632 -1 669 -12,5
75 - <80 J. 11 425 10 520 - 905 -7,9
80 - <85 J. 7 275 10 422 3 147 43,3
85 - <90 J. 5 018 5 967 949 18,9
90 J. u. ä. 2 525 4 149 1 624 64,3
Quelle: Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und
Verkehrsplanung
Beschlussvorlage
8578 Zeichen
V/0511/2017 DER OBERBÜRGERMEISTER Sozialamt Betrifft Verbindlicher kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2017 - 2020 Beratungsfolge 28.08.2017 Kommunale Seniorenvertretung Vorberatung 06.09.2017 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung Vorberatung 07.09.2017 Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen Vorberatung 20.09.2017 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 20.09.2017 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Rat nimmt den verbindlichen kommunalen Pflegebedarfsplan 2017 – 2020 für Münster (An- lage) zur Kenntnis. 2. Der Rat stimmt zu, dass wie im Pflegebedarfsplan festgestellt kein Bedarf an neuen vollstationä- ren Pflegeangeboten für die Jahre 2017 – 2020 in Münster (gesamt) besteht. Es werden keine Bedarfsbestätigungen für zusätzliche vollstationäre Plätze in Einrichtungen in Münster erteilt. 3. Die Verwaltung wird beauftragt, alternative Angebotsformen wie Wohn - und Hausgemeinschaf- ten und Quartiersangebote zur Sicherung einer umfassenden Pflege zu unterstützen. II. Finanzielle Auswirkungen: keine Begründung: 1. Gesetzliche Ausgangslage Das am 16.10.2014 in Kraft getretene neue Alten- und Pflegegesetz NRW (APG NRW) eröffnet kreis- freien Städten und Kreisen die Möglichkeit, mit dem Instrument der Bedarfsbestätigung auf der Grundlage einer verbindlichen und kriteriengeleiteten Pflegeplanung die quantitative Entwic klung der voll- und teilstationären Angebote der lokalen Pflegeinfrastruktur mittelbar zu steuern. Eine Bedarfs- Vorlagen-Nr.: V/0511/2017 Auskunft erteilt: Frau Menke Ruf: 492-5025 E-Mail: MenkeChristine@stadt-muenster.de Datum: 02.08.2017 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0511/2017 bestätigung ist Voraussetzung für die Landesförderung d er betreffende n Einrich tungen bzw. ihrer neuen Plätze. Mit diesem Zusatzinstru ment können Kommunen in die Ge staltung der lokalen Pfl e- geinfrastruktur regulierend eing reifen, was die weiteren Gesta ltungsmöglichkeiten wie Information, Beratung und Überzeugung wesentlich ergänzt. Die Gestaltungsrolle der Stadt wird gestärkt. Die verbindliche Bedarfsplanung als Grundlage von Bedarfsbestätigungen muss zuvor vom Rat b e- schlossen und öffentlich bekannt gemacht werden, um als zusätzliche Fördervorausse tzung gem. § 11 Abs. 7 AP G NRW wirksam zu werden. Der Be schluss bezieht sich auf alle Plätze, für die der Einrichtungsträger in der Zeit nach dem Ratsbeschluss erstmals eine Förderung beantragt. Die En t- scheidung des Rates muss festlegen, ob sich die Bedarfsbemessung auf das gesamte St adtgebiet beziehen oder ein in der Pflegebedarfsplanung ausgewiesener sozia lräumlicher Bedarf Grundlage sein soll. Der Planungszeitraum betrifft immer die kommenden drei Jahre ab Beschlussfassung. So wird mit dem vorliegenden Pflegebedarfsplan der Zeitraum 2017 – 2020 abgedeckt. 2. Kommunaler Pflegebedarfsplan 2017 – 2020 für Münster Mit dem vorliegenden Pflegebedarfsplan für die Jahre 2017 – 2020 wird die Berechnung bezogen auf die gesamte Stadt Münster aktualisiert. Für die Ermittlung des erforderlichen Pf legebedarfs für die vollstationäre Pflege werden die vorhandenen Pflegeplätze in Münster den Modellrechnungen zur zukünftigen Entwicklung der Nachfrage nach Pflegeleistungen von IT.NRW (s. Kap. 6 Pflegebedarf s- plan) gegenüber gestellt . IT.NRW hat die aktual isierte Pflegestatistik und die bis 2040/2060 ausg e- weiteten Modellrechnungen im Dezember 2016 veröffentlich . Die Modellrechnungen von IT.NRW zur Entwicklung der Pflegebedürftigkeit gehen in der konstanten Variante von einer gleichbleibenden Entwicklung aus, in der Trendvariante von einer Verzögerung der Pflegebedür ftigkeit durch längere Gesundheit bei zunehmendem Alter und damit einhergehend einem geringeren Anstieg des B edarfs und einer Verschiebung zur Professionalisierung der Pflege zu Hause und Nutzung von ambulanten Hilfs- und Pflegeangeboten (Ambulantisierung). Als Berechnungsbasis zur Ermittlung des künftigen Pflegebedarfs für 2017 – 2020 wird die Trendvari- ante zu Grunde gelegt, da sich Münster für eine Stärkung der Pflege zu Hause ausgesprochen hat (s. Vorlage V/0130/2015/1) und im Rahmen der altengerechten Quartiersentwicklung Strukt uren und Angebote schaffen will, die dies vermehrt ermöglichen. Zudem sollen neue Wohn - und Pflegearran- gements entwickelt werden, die auch eine umfassende Pflege ermöglichen, eine vollstationäre Pflege vermeiden können und im Gesamtkontext das tatsächliche Eintreten der Tren dvariante unterstützen. Für Münster sagt die Modellberechnung von IT.NRW nach der Trendvariante für 20 20 einen Bedarf von 2.500 Plätzen für stationäre Pflege voraus. Demgegenüber stehen in Münster aktuell 2.646 Plä t- ze in der stationären Pflege zur Verfügung, dazu kommen noch 193 Tagespflegeplätze und 76 (solitä- re) Kurzzeitpflegeplätze. Eine weitere Grundlage für die Bedarfsermittlung bietet die Belegungs rate (Auslastung) der Einrich- tungen. Bei einer Auslastung von 98 % wird von einer Vollauslastung ausgegangen. Die Entwicklung in den letzten Jahren zeigt, dass die Auslastung von 96,0 % vom Jahr 2011 auf 96,5 % im Jahr 2015 tendenziell zunimmt, 2016 jedoch stagniert. Zusammenfassend zeigt sich u nter Zugrundelegung der Trendvariante für die Jahre 201 7 – 2020, dass das vorhandene vollstationäre Pflegeangebot in Münster mit aktuell 2.646 vollstationären Plä t- zen in Münster bis 2020 in ausreichendem Umfang vorha nden ist. Dies wird unterstützt durch die Auslastungsquote, wonach mit einer Auslastung von 96,5 % im Jahresdurchschnitt 2.553 vollstationä- re Plätze belegt sind und damit rund 90 Plätze zur Verfügung stehen. Eine Wahlfreiheit der Pflegeb e- dürftigen zwischen unterschiedlichen vollstationären Einrichtungen ist in ausreichendem Maß geg e- ben. Somit besteht für die Jahre 2017 – 2020 kein zusätzlicher Bedarf an neuen vollstationären Ei n- richtungen. Die Kommunale Konferenz Alter und Pflege hat in ihrer Sitzung vom 14 .06.2017 den vorliege nden Pflegebedarfsplan beraten und ihm zugestimmt. Es wurde der Hinweis gegeben, dass für den Ausbau alternativer Wohn- und Pflegeformen die gesetzliche Unterstützung fehlt. - 3 - V/0511/2017 3. Ausblick Die Stadt Münster nutzt die verbindliche Pflegebedarfsplanung als zusätzliches Steuerungsinstr u- ment, um gemeinsam mit anderen Akteuren, vor allem mit der Kommunalen Konferenz Alter und Pflege, die Entwicklung der örtlichen Pflegeinfrastruktur aktiv zu gestalten. Leitbild ist eine vielseitige, bedarfs- wie nachfragegerechte Angebotslandschaft, die den verschiedenen Präferenzen Pflegeb e- dürftiger Rechnung trägt, gegenüber geänderten Bedarfen, Struktur - und Qualitätsanforderungen an- passungsfähig ist und deren Angebote finanzierbar sind. Mit der Verzahnung des Pflegebedarfsplans mit dem Masterplan altengerechte, inklusive Quartiere für Münster soll die Pflegeplanung kleinräumigere Betrachtungen einbeziehen und die Pflege mit allen Sektoren in die altengerechte Quartiersentwicklung eingebunden werden. Dabei solle n b estehende Pflegeinfrastruktur und künftige Quartiersstrukturen nicht als Gegene inander, sondern synergetisch verstanden werden. S pezifische Bedarfe wie Geschlecht, Konfession, Migrationsg eschichte sollen möglichst differenziert betrachtet werden. Auf dieser Basis sollen komplementäre Hilfen, alternative Wohn - und Pflegeformen sowie zielgrup- penspezifische Angebote unter Einbezug der örtlichen Infrastruktur weiter- und neuentwickelt werden, um mit einer umfassenden Pflege- und Unterstützungsstruktur weitgehende Versorgungssicherheit zu bieten. Dabei soll auch dem Wunsch des Großteils der Menschen Rechnung getragen we rden, auch bei Pflege- und Unterstützungsbedarf in ihrer eigenen Häuslichkeit – ob alleine oder in einer gemei n- schaftlichen Wohnform mit entsp rechenden Pflege- und Unterstützungsleistungen – wohnen bleiben zu können. Eine Arbeitsgruppe der Konferenz Alter und Pflege hat sich zu diesem Thema gebildet. Die Mitwirkung der Seniorinnen und Senioren und der vor Ort aktiven Akteure ist hierzu wichtig. Eine gute Basis bilden die jetzt schon in vielen Stadtbe zirken und/oder Stadtteilen tätigen Arbeitskreise „Älter werden in Münster“, die gemeinsam von der Kommunalen Seniorenvertretung und den Woh l- fahrtsverbänden begleitet werden. In Vertretung gez. Cornelia Wilkens Stadträtin Anlage: Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2017 - 2020
Beratungsverlauf (5)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (113)
- Westfalenstraße 109
- Andreas-Hofer-Straße 70
- Scharnhorststraße 4
- Alte Dorfstraße 10
- Fliednerstraße 17
- Ostmarkstraße 9
- Handorfer Straße 24
- Coerdestraße 56
- Josef-Beckmann-Straße 5
- Münzstraße 38
- Schulstraße 47
- Achtermannstraße 11
- Rjasanstraße 21
- Loerstraße 23
- Zumsandestraße 25
- Grevener Straße 105
- Geringhoffstraße
- Wolbecker Straße 140b
- Sophienstraße 1
- Oststraße 57
- Windthorststraße 7
- Dechaneistraße 14
- Herrenstraße 17
- Josefstraße 4
- Tannenbergstraße 1
- Kirmstraße 18
- Mauritz-Lindenweg 61
- Meckmannweg 74
- Rottkamp 49
- Laerer Landweg 177
- Südlohnweg 1
- Bohlweg 4814
- Hohenzollernring 30
- Rüschhausweg 149
- Düesbergweg 124
- Gremmendorfer Weg 26
- Schlossplatz 22
- Letterhausweg 103
- Tibusplatz 6
- Gustav-Tweer-Weg 15
- Krögerweg 14
- Kriegerweg 4815
- Bonnenkamp 28
- Hansaplatz
- An der Alten Kirche 5
- Am Berg Fidel 70
- Am Küchenbusch 15
- Zum Häpper 1
- Offenbergstraße 19
- Sankt-Mauritz-Freiheit 52
- Weißenburgstraße 48
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- Hanses-Ketteler-Straße 2
- Dirk-von-Merveldt-Straße 47
- Gustav-Stresemann-Weg 62
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- Mecklenbecker Straße 133
- Von-Ossietzky-Straße 16
- Schneidemühler Straße 23
- Pater-Kolbe-Straße
- Manfred-von-Richthofen-Straße 45
- Kristiansandstraße 70
- Münsterstraße 24b
- Krumme Straße 39
- Culmer Straße 16
- Wienburgstraße 60
- Clevornstraße 5
- Prozessionsweg 54
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- Augustastraße 28
- Hammer Straße 137
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- Salzmannstraße 64
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- Zuhornstraße 26
- Patronatsstraße 2
- Melchersstraße 80
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- Leisnerstraße 17
- Klosterstraße 75
- Alt Angelmodde
- Nachtigallenweg 25
- Alexianerweg 8
- Gartenbreie 1
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- Gartenstiege 6
- Stratmannweg 21
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- Geiststraße 37
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- Marktallee 42
- Pottkamp 25
- Kortumweg 56
- Merkureck 14
- Feldstiege 100
- Lühnstiege 2
- Eichenweg 11a
- Piusallee 194
- Düesberg 123
- Osttor 74
- Neutor
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Details
- Aktenzeichen
- V/0511/2017
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 02.08.2017
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37