V/0815/2012
Umweltdaten Münster 2010/11
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Anlage 1: Umweltdaten Münster 2010/ 2011
53508 Zeichen
ÖKOPROFIT-Betriebe
Gesamtzahl und Anzahl im Auszeichnungsjahr [Betrie be]
24
40
61
9
16 10 14 12 12 14
73
49
0
20
40
60
80
2001 2003 2004 2006 2008 2010
pro Jahr
gesamt
Umweltdaten Münster 2010/2011
Anlage 1
2
Inhaltsverzeichnis
1. Umweltindikatoren für Münster............................................................................ 3
2. Fortschreibung von Umweltdaten und -zielen ..................................................... 3
3. Umweltindikatoren im Überblick..................... ..................................................... 5
4. Die Umweltmedien im Detail ............................................................................... 7
Abfall....................................................................................................................... 7
Abwasser........................................... ................................................................... 10
Biodiversität .......................................................................................................... 13
Boden/Fläche ....................................................................................................... 16
Grün...................................................................................................................... 19
Klima / Energie ..................................................................................................... 21
Lärmimmissionen.................................................................................................. 24
Luftschadstoffe ..................................................................................................... 27
Natur und Landschaft ........................................................................................... 30
Umweltmanagement................................... .......................................................... 33
Verkehr/Mobilität................................................................................................... 35
Wasser ................................................................................................................. 38
Anhang 1: Ratsbeschluss vom 16.02.2011 .............................................................. 41
3
1. Umweltindikatoren für Münster
Mit den Umweltdaten 2009 hat die Stadt Münster erst mals Umweltindikatoren
festgelegt, mittels derer die Umweltsituation in Mü nster regelmäßig beobachtet und
gesteuert werden kann. Mit Beschluss des Rates der Stadt Münster vom 16.02.2011
(V 0697/2010/1) werden die Umweltdaten jährlich for tgeschrieben, um jeweils einen
schnellen Überblick über Zustand, Entwicklung und S teuerungsnotwendigkeiten der
Umwelt zu erlangen.
Zielsetzung der Umweltindikatoren im Überblick
• Zusammenschau der relevanten Umweltbelange
• Kontinuierliche Umweltbeobachtung und –dokumentat ion
• Darstellung von Entwicklungstrends
• Abgleich mit festgelegten Zielsetzungen zum Umwel tschutz
• Ableitung von Handlungserfordernissen
2. Fortschreibung von Umweltdaten und -zielen
Die vorliegende Fortschreibung der Umweltdaten umfa sst in dieser Ausgabe die
beiden Jahre 2010 und 2011. Die Doppelausgabe wurde erforderlich, um den
erweiterten Anforderungen gemäß Ratsbeschlusses vom 16.02.2011 (siehe Seite
42) umfassend gerecht zu werden. Als Neuerung gegen über den Umweltdaten 2009
sind erstmals für alle Umweltmedien qualitative und quantitative Zielvorgaben
(Zielwerte bzw. Orientierungswerte) formuliert word en. Ferner wurde das Thema
„Biodiversität“ als eigenständiges Thema neu aufbereitet. Schließlich werden die zur
Zielerreichung erforderlichen Maßnahmen und Kosten dargestellt, sofern diese zum
gegenwärtigen Zeitpunkt bereits abzusehen sind. Die barrierefreie Aufbereitung der
Daten für das Internet hat darüber hinaus zu einer anderen Gestaltung der
Umweltdaten geführt.
Für folgende Umweltmedien liegen nunmehr Umweltindikatoren vor:
•
Abfall
• Abwasser
• Biodiversität
• Boden/Fläche
• Grün
• Klima/Energie
• Lärm
• Luft
• Natur und Landschaft
• Umweltmanagement
• Verkehr/Mobilität
• Wasser
Die quantitativen Zielsetzungen ergeben sich zum ei nen aus gesetzlichen Vorgaben
oder Beschlüssen der Stadt Münster (z.B. Luftqualit ät, Klimaschutz). Zum anderen
werden Zielvorgaben aus Vergleichen mit anderen Ind ikatorsystemen (z.B. Land
NRW) gewonnen oder basieren auf fachlicher Einschät zung des Amtes für
Grünflächen und Umweltschutz bzw. der beteiligten Fachämter.
4
Die Umweltdaten 2010/2011 sind zwar in allen Bereic hen um entsprechende
quantitative Vorgaben ergänzt worden, jedoch ist di e darauf aufbauende
Aussagefähigkeit vor dem Hintergrund des Steuerungs anspruchs nicht einheitlich
belastbar. So ist z.B. im Bereich der Grünflächenve rsorgung das Spektrum der zu
berücksichtigenden Faktoren zu hoch, als dass es üb er einzelne Indikatoren
abgedeckt werden könnte. Die quantitativen Ziele si nd aus diesem Grund in einigen
Bereichen mehr als Orientierungswerte, denn als harte Zielvorgaben zu verstehen.
Die Dokumentation der Umweltindikatoren und –ziele wird zukünftig alle 2 Jahre in
den „Umweltdaten Münster“ fortgeschrieben.
Um die Übersichtlichkeit der Umweltdaten zu bewahre n, beschränkt sich
insbesondere die Beschreibung erforderlicher Maßnah men und Kosten auf den
groben Rahmen bzw. entsprechende Verweise auf laufe nde Programme. Eine
detaillierte Aufschlüsselung der Maßnahmen, wie die se z.B. mit dem
„Handlungskonzept zur Umsetzung des Klimaschutzkonz eptes 2020 in Münster“
vorliegt, würde den Rahmen dieser Zusammenschau sprengen.
5
3. Umweltindikatoren im Überblick
Umwelt-
medium
Indikator Letzter
Ist-Wert
(Jahr)
Neuer
Ist-Wert 1
2010 /
2011
Soll-Wert
(Zieljahr)
Abfall Abfälle und Wertstoffe aus
Haushalten [kg/EW*a]
475
(2009)
468 / 425
(2020)
Stickstoff-Emissionen aus
Kläranlagen / Nges-Ablauffracht
[t/a].
121
(2009)
143 / 139 120
(2010)
Kupfer in Klärschlämmen [mg/kg] 387
(2009)
384 / 388 550
(2010)
Abwasser
Zink in Klärschlämmen [mg/kg] 387
(2009)
496 / 468 1.400
(2010)
Boden/Fläche Jährlicher Zuwachs der Siedlungs-
und Verkehrsfläche [ha/a]
117
(2009)
63 / 156 wird noch
festgelegt
Biodiversität
Bestandentwicklung ausgewählter
Indikatorarten
- Wiesenschaumkraut
Anzahl der Induviduen
- Laubfrosch
Anzahl Individuen / besiedelter
Gewässer
k.A.
(2004)
k.A.
k.A.
wird noch
festgelegt
Grün Eingriffe in das Grünsystem [St./a] k.A k.A. 0
(ab 2013)
Kohlendioxid-Emissionen [t/EW*a] 7,4
(2009)
7,4 / 7,0 5,4
(2020)
Klima /
Energie
Anteil der erneuerbaren Energien
am Energieverbrauch der Stadt [%]
2,0
(2009)
2,3 / 2,6 20
(2020)
Natur und
Landschaft
Fläche der Naturschutzgebiete [ha]
1.905
(2009)
1.905
/ 1.905
4.612
1 Nicht für jeden Indikator liegt eine jährliche Fortschreibung vor.
6
Umwelt-
medium
Indikator Letzter
Ist-Wert
(Jahr)
Neuer
Ist-Wert 1
2010 /
2011
Soll-Wert
(Zieljahr)
Lärmbelastung an
Hauptverkehrsstraßen
L
den >55 dB(A) [Einwohner tags]
29.074
(2008)
k.A. Liegt noch
nicht vor
Lnight >50 dB(A) nachts
[Einwohner nachts]
19.454
(2008)
k.A. Liegt noch
nicht vor
Lden >70 dB(A) tags [Einwohner
tags]
6.450
(2008)
k.A. Liegt noch
nicht vor
Lärm-
immissionen
L
night >60 dB(A) nachts
[Einwohner nachts]
6.862
(2008)
k.A. Liegt noch
nicht vor
Stickstoffdioxid -Immissionen
[µg/m³]
51
(2009)
47 / 46 40
(ab 2010)
Feinstaub-Immissionen
[Überschreitungstage mit
> 50 µg/m³ (24 Std.-Mittel)]
22
(2009)
22 / 22 <36
(ab 2011)
Luftschad-
stoffe
Ozon-Immissionen
[Überschreitungstage mit 120
µg/m³ (8 Std.-Mittel)]
8
(2009)
18 / 20 <26
(ab 2010)
Umwelt-
management
ÖKOPROFIT-Betriebe
[Anzahl Staffeln / 2 Jahre]
1
(2009/
2010)
1
(2011/
2012)
1
(ab 2011)
Anteil Umweltverbund am Modal
Split [%]
53,7
(2007)
k.A. 70
(2025)
Verkehr /
Mobilität
Anteil des Kfz-Anteils im
Regionalverkehr [%]
80
(2007)
k.A. 75
(2025)
Wasser Anteil der Fließgewässer mit
Gewässergüteklasse II-III oder
besser [%]
89
(2008)
89 / k.A. 100
(2020)
7
4. Die Umweltmedien im Detail
Umweltmedium/Ressource:
Abfall
Indikator:
Abfälle und Wertstoffe aus Haushalten
Definition:
Abfallaufkommen (nur Haushalte) pro Kopf der Bevölkerung. [kg/EW*Jahr]
Erläuterung:
Die Haushaltabfälle (Hausmüll, Sperrmüll, Wertstoff e u.ä.) stellen einen Teil der
insgesamt anfallenden Siedlungsabfälle dar. Zu den sonstigen Siedlungsabfällen
gehören zudem Baurestabfälle, Rückstände der Stadtreinigung und Gewerbeabfälle.
Der Bezug auf die Bevölkerungszahl stellt die relative Vergleichsmöglichkeit sicher.
Datenlage/Grafik:
Abfallaufkommen (Haus-/ Sperrmüll + Wertstoffe) pro Kopf [kg/EW]
459 468 478 478 485 476
464
0
100
200
300
400
500
600
2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011
Sonstige Wertstoffe
Glas
Verpackungen
Papier
Bio-/Grünabfälle
Haus-/Sperrmüll
Zielwert: 425 kg/EW*a (2020)
Siedlungsabfälle Verwertung/Deponierung [t]
0
25.000
50.000
75.000
100.000
125.000
150.000
2006 2007 2008 2009 2010 2011
deponierte Abfälle
Verw ertung
8
Qualitative Ziele:
Abfallvermeidung schont Ressourcen; aber Abfall ist auch “Rohstoff”. Durch
ordnungsgemäße Verwertung können Abfallpotenziale g enutzt werden. Durch die
schadlose Beseitigung nicht verwertbarer Abfälle we rden Umweltschäden
vermieden. Eine nachvollziehbare Überwachung der Ab fallströme sichert den
sorgsamen Umgang mit Abfall.
• Prioritäre Vermeidung von Abfall
• Optimierte Verwertung von Abfällen durch Weiteren twicklung des
stoffstromoptimierten Abfallwirtschaftskonzeptes
• Entsorgung der in Münster anfallenden Abfälle nur im Rahmen abfallrechtlicher
Vorgaben
Quantitative Ziele:
Senkung des Abfallaufkommens der Haushalte auf 425 kg/EW*a.
Der Zielwert wurde im Rahmen der Beratung der Umwel tdaten 2009 als Prüfwert
festgelegt. Aus Sicht der Abfallwirtschaftsbetriebe ist eine Reduzierung des Abfall-
und Wertstoffaufkommens aus Haushalten um 10.000 t zum Erreichen des
Zielwertes von 425 kg/EW*a auch bei Durchführung de r unten aufgeführten
Maßnahmen nicht zu realisieren (vgl. Vorlage V/0223/2011).
Entwicklung
:
In 2010 und 2011 ist das Abfallaufkommen der Hausha lte gegenüber dem Schnitt
der letzten Jahre leicht gesunken. Ein genereller Trend ist daraus nicht ableitbar.
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung:
• Einrichtung einer Tauschbörse auf der Homepage de r Abfallwirtschaftsbetriebe
Münster
• Tipps zur Abfallvermeidung auf der Hompage der Ab fallwirtschaftsbetriebe
Münster (Eigenkompostierung, Secondhand, etc.)
• Thematisierung des Themas „Abfallvermeidung“ im R ahmen der Kampagne „Das
große Ziel“
Adressaten:
Bürgerinnen und Bürger
Kosten:
Umlage über Gebühren
Datenherkunft/Zuständigkeit
:
Geschäftsberichte / Abfallbilanz der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
9
Aktualisierung:
Jährlich
Weitere Daten zum Umweltmedium
:
2006 2007 2008 2009 2010 2011
Gesamtaufkommen
Siedlungsabfälle [t]
173.631 165.961 173.653 195.414 221.042 178.371
Anteil verwertete
Siedlungsabfälle [%]
84%
85% 83% 83% 84% 81%
10
Umweltmedium/Ressource :
Abwasser
Indikator :
Stickstoff-Emissionen aus Kläranlagen
Definition :
Der Indikator gibt die jährlich aus den Kläranlagen in die Vorfluter emittierte Fracht
an Stickstoff an. Die Angabe erfolgt als Gesamtstickstoff in Tonne pro Jahr [t/a].
Erläuterung :
Stickstoff führt zur Eutrophierung von Gewässern. D ie Verringerung der Stickstoff-
Emissionen führt zu einer Verbesserung der Gewässergüte.
Erläuterung :
Datenlage/Grafik :
Stickstoffemissionen als Gesamtstickstoff Nges [t/a ]
98
139 143
121 111 123
0
50
100
150
2006 2007 2008 2009 2010 2011
Zielwert: 120 t/a
Qualitative Ziele:
Die Wasserrahmenrichtlinie schafft einen Rahmen für den Schutz der Gewässer. Zur
Erreichung der anspruchsvollen Ziele der WRRL trägt auch eine leistungsfähige
Abwasserbehandlung bei.
Ziele:
• Fortführung des Qualitäts- und Umweltmanagements in der Stadtentwässerung.
• Elimination von Nährstoffen aus dem Abwasser
• Schrittweise Reduzierung der Verschmutzung durch prioritäre Stoffe und
schrittweises Einstellen von Einleitungen, Emission en und Verlusten prioritärer
gefährlicher Stoffe in Oberflächengewässer sowie Verhindern und Begrenzen der
Einleitung von Schadstoffen in das Grundwasser.
11
Quantitative Ziele :
Integrierendes Ziel ist die Einhaltung der Zielvorgaben der WRRL (vgl. Wasser)
• Ziel hinsichtlich der Stickstoffemission ist eine Nges-Ablauffracht von ca. 120 t/a.
• Ziel hinsichtlich der Klärschlämme ist die Einhal tung des QLA Gütezeichens für
Kupfer und Zink (Cu = 550 mg/kg, Zn = 1.400 mg/kg]
Entwicklung :
Der Zielwert der Stickstoff-Emission von 120 t/a wu rde nicht erreicht. Die
Reinigungsleistung war jedoch bei deutlicher Unters chreitung der
Überwachungswerte hinsichtlich der Eliminationsrate von 92,2 % (2010: 91,9 %)
konstant.
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung:
Eine Studie zur Vorbehandlung stark stickstoffhalti ger Prozesswässer auf der
Hauptkläranlage liegt vor und soll ab 2013 realisie rt werden. Dadurch werden die
Prozesswässer separat und energieeffizient entfrach tet werden. Dies wird zu einer
Reduzierung der emittierten N-Frachten führen.
Die Zielwerte für Klärschlämme wurden erreicht. Die Konsequenzen, die sich ggf.
aus der Novellierung der Düngemittelverordnung und der Novellierung der
Abfallklärschlammverordnung
ergeben, werden im Entsorgungskonzept
berücksichtigt.
Adressaten:
Stadt Münster
Kosten:
2010: 16.500 €
2011: 17.000
€
Datenherkunft/Zuständigkeit :
Tiefbauamt
Weitere Daten zum Umweltmedium
:
2008 2009 2010 2011
Eliminationsrate Stickstoff [%] 92,7 92,4 91,9 92,2
CSB-Emissionen [t/a] 713,9 662 726 696
Eliminationsrate CSB [%] 93,7 94,6 95,6 94,3
Phosphor-Emissionen [t/a] 7,3 4,4 8 7
Eliminationsrate Phosphor [%] 96,4 97,9 97,1 97,1
12
Angeschlossene Einwohnerwerte [EW] 370.300 373.500 373.500 367.300
Kupfer im Klärschlamm HKA [mg/kg] 392 387 384 388
Zink im Klärschlamm HKA [mg/kg] 460 463 496 468
13
Umweltmedium/Ressource :
Biodiversität
Indikator :
Repräsentative Arten
Definition :
Für ausgewählte Indikatorarten erfolgt im 3-5 jähri gen Turnus im Auftrag der Stadt
Münster eine Erhebung der Bestandssituation bzw. de r Populationsentwicklung in
Münster durch die NABU-Naturschutzstation Münsterla nd e.V.. Die Indikatorarten
geben stellvertretend Hinweise auf die Entwicklung der Biodiversität der wichtigsten
Lebensraumtypen:
1. Jahr: Wiesenschaumkraut (frische-feuchte Wiesen), Laubfrosch (Stillgewässer)
Für die Folgejahre sind folgende weitere Arten ange dacht: Kiebitz, Kammmolch,
Kornblume, heimischen Orchideen-Arten.
Erläuterung
:
Die Bestandsentwicklung der repräsentativen Arten s teht stellvertretend für die
Bestandsentwicklung vieler anderer Arten. Sie zeigt die Qualität von Biotopen und
die Eignung der Landschaft als Lebensraum.
Datenlage/Grafik
:
Abbildung: Anzahl der Individuen des Wiesenschaumkr autes in verschiedenen
Biotoptypen in ausgewählten, repräsentativen Quadra nten des amtlichen Stadtplans
von Münster (Stand 2012) - NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
14
Abbildung: Bestandserfassung des Laubfrosches im un d um das Stadtgebiet 2012 -
NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V. (Rote Punk te geben die Anzahl der
rufenden Laubfrösche nach Größenklassen wider. Grün e Fläche = Naturschutz-
gebiet)
Qualitative Ziele
:
Die Stadt Münster hat in der Sitzung des Hauptaussc husses am 29.09.2010
beschlossen, dem „Bündnis für biologische Vielfalt“ im Rahmen der Deklaration
„Biologische Vielfalt in Kommunen“ beizutreten. Die Stadt verpflichtet sich damit die
Biodiversität im Bereich folgender Bereiche zu fördern.
• Grün- und Freiflächen im Siedlungsbereich
• Arten und Biotopschutz
• Nachhaltige Nutzung
• Bewusstseinsbildung und Kooperation
Die Zielsetzung weiterer Umweltmedien/Ressourcen si nd auch im Sinne der
Biodiversität von Relevanz (z.B. Boden/Fläche, Wasser, Grünflächen)
Quantitative Ziele
:
Erreichung nachhaltiger Populationsgrößen bzw. Sied lungsdichten der gewählten
Referenzarten. Für die ausgewählten Arten müssen di e Zielgrößen im Rahmen des
weiteren Monitorings der Arten noch entwickelt werd en. Auf der Grundlage der
bislang vorliegenden Daten ist eine entsprechende Festlegung noch nicht möglich.
15
Entwicklung :
Der Bestand des Wiesenschaumkrautes ist nach Beobac htung des NABU stark
rückläufig. Der Bestand des Laubfrosches in Münster ist seit der konsequenten
Förderung der Art relativ stabil. Die Art ist in ho hem Maße von Naturschutz-
maßnahmen, z.B. der Neuanlage und Pflege von Gewäss ern, abhängig. Defizite
sind im westlichen Stadtgebiet zu verzeichnen.
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung:
• Maßnahmen sind im Zuge des weiteren Monitorings u nd nach Festlegung von
Zielgrößen noch festzulegen.
Adressaten:
Stadt Münster, Landwirte und sonstige Grundeigentüm er, NABU-Naturschutzstation
Münsterland e.V. u.a.
Kosten:
Noch nicht bezifferbar.
Datenherkunft/Zuständigkeit
:
NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V. im Auftrag des Amtes für Grünflächen
und Umweltschutz.
Weitere Daten: Jahresstatistik des Amtes für Stadtentwicklung, Sta dtplanung,
Verkehrsplanung
Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Wes tfalen (IT.NRW),
Landwirtschaftszählung 2010
Weitere Daten zum Umweltmedium
:
2001 2003 2005 2007 2010*
Anteil der Ackerflächen an der
landwirtschaftlich genutzten Gesamtfläche [%]
80,3
80,9 80,8 81,4 82,8
Anteil der Grünlandflächen an der
landwirtschaftlich genutzten Gesamtfläche [%]
17,7
17,6 17,9 17,4
16,0
* Daten 2010 ggü. den Vorjahren mit leicht veränderter Erhebungsmethodik
16
Umweltmedium/Ressource :
Boden/Fläche
Indikator :
Siedlungs- und Verkehrsfläche
Definition :
Die Siedlungs- und Verkehrsfläche beinhaltet die Ge bäude- und Freiflächen,
Betriebsflächen (ohne Abbauland), Erholungs-, Verke hrs- und Friedhofsflächen. Die
Angabe erfolgt in Hektar und stellt die Veränderung gegenüber dem Vorjahr für die
einzelnen Flächennutzungsarten und in der Gesamtsumme dar.
Erläuterung :
Die Entwicklung der Siedlungs- und Verkehrsfläche stellt als Summenindikator einen
Maßstab für den Verlust von Freiflächen und die Ver änderung von Böden durch
Siedlungs- und Verkehrszwecke dar. Bisherige Nutzun gsfunktionen wie
Landwirtschaft, Erholungsmöglichkeiten, Biotope ode r Frischluftkorridore gehen
verloren. Durch den hohen Versiegelungsgrad von Sie dlungs- und Verkehrsflächen
(NRW 58%, Stand 2009) werden natürliche Bodenfunktionen in erheblichem Umfang
zerstört. Diese Flächeninanspruchnahme – allgemein häufig auch als
„Flächenverbrauch“ bezeichnet - ist jedoch nicht mit Versiegelung gleichzusetzen, da
auch unbebaute Erholungsflächen und Gärten zur Sied lungs- und Verkehrsfläche
zählen.
Datenlage/Grafik
:
Entwicklung der Siedlungs- und Verkehrsfläche der Jahre 2002-2011
nach Flächennutzungsarten
+156
+63
+117
+178
+81
+44
+79
+60 +95
+68
-50
-25
0
25
50
75
100
125
150
175
200
2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011
Jahr
in ha
Gebäude- und Freifläche Verkehrsfläche Erholungsfläche Betriebsfläche Friedhof
Zielwert: (wird noch festgelegt)
17
Qualitative Ziele
:
Der Boden ist aufgrund seiner vielfältigen Funktion en im Naturhaushalt ein
unverzichtbares Gut. Sein Verlust ist nicht ausglei chbar. Münster trägt auch als
Mitglied der „Allianz für die Fläche“ Verantwortung.
Ziele:
• Reduktion der Inanspruchnahme von Freiflächen für Siedlungs- und
Verkehrszwecke
• Erhaltung natürlicher Böden
• Sicherung besonders schutzwürdiger Böden
• Reduzierung von einwirkenden Belastungen
Quantitative Ziele
:
Bezogen auf das Ziel des Landes NRW, den Zuwachs an Siedlungs- und
Verkehrsfläche bis 2020 auf 5 ha pro Tag zu verring ern, ergibt sich bezogen auf die
heutige Einwohnerzahl von Münster eine Zielvorgabe von ca. 30,3 ha pro Jahr.
Aufgrund der Funktion Münsters als Oberzentrum sowi e der prognostizierten
Einwohner- und Beschäftigtenzuwächse ist für Münste r ist dieser landesweite
Durchschnittswert spezifisch für Münster auszugesta lten.. Die Verwaltung hat hierzu
einen Vorschlag vorgelegt (vgl. Vorlage V/0288/2012 ). Die parlamentarische
Beratung ist noch nicht abgeschlossen.
Entwicklung
:
Die jährliche Inanspruchnahme für Siedlungs- und Ve rkehrsflächen befindet sich in
den letzten Jahren auf einem relativ hohen Niveau. In den letzten Jahren beruht die
erhebliche Steigerung der Siedlungs- und Verkehrsfl ächen zu einem großen Teil auf
der Zunahme der Erholungsflächen (2008: 128 ha, 200 9: 93 ha, 2011: 82 ha). Dabei
ist zu berücksichtigen, dass es sich dabei nicht nu r um eine tatsächliche
Ausdehnung der Erholungsflächen in diesem Umfang ha ndelt, sondern für den
Anstieg auch methodische Gründe (statistische Umsch lüsselungen von Flächen)
ausschlaggebend waren.
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung:
Maßnahmen gemäß Vorlage V/0288/2012, die ca. 127 ha städtebauliches
Wiedernutzungspotenzial bieten (kontinuierliche For tschreibung entsprechend den
vorhandenen Potenzialen, zur Verfügung stehenden Re ssourcen und
parlamentarischen Zielsetzungen)
• Wiedernutzung der aufgegebenen britischen Kaserne nstandorte und
Wohnstandorte
• Umstrukturierung des Bereiches zwischen Meckmannw eg und Schwarzer Kamp
zu einem attraktiven Wohnquartier
18
• Weitgehende Umnutzung der ehemaligen OSMO-Flächen nördlich des
Stadthafens 1 in ein innerstädtisches Wohnquartier
• Städtebauliche Entwicklung des bisher als Parkrau m genutzten Bereichs
zwischen Hörsterstraße / Sonnenstraße / Korduanenstraße / Bült
• Weitere Stärkung der inneren Entwicklung im Berei ch Wohnen gemäß Vorlage
V/0006/2011 (Erfassung und Bewertung von Entwicklun gspotenzialen;
modellhafte Erprobung von Aktivierungs- und Prozess strategien in zwei
Quartieren)
• Qualifizierung des Flächenmonitorings durch Hinzu ziehung weiterer Quellen (z.
B. Luftbilder) und Nutzung laufender Verwaltungspro zesse (z. B. Fortschreibung
der Deutschen Grundkarte), um ein realistisches Bil d der realen
Flächennutzungsveränderungen zu erhalten
Adressaten:
Stadt Münster, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA), externe
Maßnahmenträger, Private Grundstücks- und Immobilieneigentümer.
Kosten:
Zur Zeit noch nicht bezifferbar
Datenherkunft/Zuständigkeit
:
IT.NRW (Flächenerhebung nach Art der tatsächlichen Nutzung) auf der Basis von
Angaben des Vermessungs- und Katasteramtes der Stad t Münster (Auswertung des
Automatisierten Liegenschaftsbuches); Jahres-Statis tik des Amtes für
Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung
Weitere Daten: Amt für Grünflächen und Umweltschutz
Weitere Daten zum Umweltmedium :
2007 2008 2009 2010 2011
Siedlungs- und Verkehrsfläche [ha] 9.491 9.669 9.785 9.849 10.004
Anzahl erfasster Altlasten-/Verdachtsflächen
[Stück]
592
600 678 618 642
Noch nicht bewertete Altlasten-
/Verdachtsflächen [%]
7%
8% 7%
8% 7%
19
Umweltmedium/Ressource :
Grün
Indikator :
Bauliche Eingriffe in das Grünsystem
Definition :
Der Indikator gibt die jährliche Anzahl der baulich en Eingriffe in das Grünsystem der
Stadt Münster an. Berücksichtigt werden Eingriffe ( > 500 m² versiegelte Fläche) in
die Grünzüge sowie den 1. und 2. Grünring gemäß Grünordnung der Stadt Münster.
Erläuterung :
Das Grünsystem der Stadt Münster ist von maßgeblich er Bedeutung für die
Freiraumsicherung. Es stellt die Grundvoraussetzung dafür dar, dass der Freiraum
seine Funktionen für Freizeit und Erholung einersei ts sowie Natur-/
Landschaftsschutz und Stadtökologie andererseits er füllen kann. Flächenverluste in
diesen Bereichen führen zu nachhaltigen Beeinträcht igungen der
Freiraumfunktionen.
Datenlage/Grafik
:
Wird ab 2013 neu erhoben. Eine Grafik liegt noch nicht vor.
Qualitative Ziele :
Sicherung des kohärenten Systems der städtischen Grünzüge und Grünringe gemäß
Grünordnung.
Weitere Ziele mit Bezug zu öffentlichen Grünflächen:
• Sicherstellung der Erreichbarkeit und Vernetzung von Grünflächen
• Bereitstellung geeigneter Angebote für alle Nutze rgruppen
• Ausstattung aller Stadtteile mit qualitativ hochw ertigen und bedarfsgerechten
Grünflächen
• Bedarfsgerechte Pflege zur nachhaltigen Sicherste llung der Funktionalität
• Gewährleistung der stadtökologischen Funktionen v on Grünflächen, z.B. für das
Stadtklima oder als Lebensraum für Tiere und Pflanzen
Quantitative Ziele
:
Als maßgeblicher Indikator soll zukünftig die Anzah l der baulichen Eingriffe in das
Grünsystem der Stadt Münster erhoben werden. Ziel i st es, derartige Eingriffe
vollständig zu vermeiden.
Von der Festlegung eines Zielwertes für die Größe d er öffentlichen Grünflächen pro
Einwohner wurde Abstand genommen, da sich maßgebend e Faktoren wie
Aufenthaltsqualitäten, räumliche Vernetzung oder st adtökologische Funktionen
quantitativ nicht hinreichend abbilden lassen. Der Orientierungswert des Deutschen
Rates für Landespflege (DRL 1992) liegt bei 15 m²/Einwohner.
20
Entwicklung :
Eine Entwicklung ist noch nicht ablesbar.
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung:
• Vermeidung von Eingriffen in das Grünsystem.
Adressaten:
Stadt Münster
Kosten:
keine
Datenherkunft/Zuständigkeit
:
Amt für Grünflächen und Umweltschutz
Aktualisierung
:
Jährlich
Weitere Daten zum Umweltmedium
:
2006 2008 2009 2010 2011
Öffentliche Grünflächen [ha] 323 341 348 354 355
Öffentliche Grünflächen je Einwohner 11,9 12,5 12,6 12,7 12,3
Spielplatzflächen [ha] 59 61 63 64 64
Anzahl Spielplätze [Stück] 317 325 330 334 336
Einzelbäume / überwiegend
Straßenbäume gemäß Baumdatei
[Stück]
43.950
45.968 46.554 47.209 47.816
21
Umweltmedium/Ressource :
Klima / Energie
Indikator :
Kohlendioxid-Emissionen
Definition :
Der Indikator gibt die lokale CO 2-Emission pro Einwohner durch die Nutzung fossiler
Energieträger an. Die Emissionen umfassen energiebe dingte Emissionen
(Raumwärme, Prozesswärme, Elektrizität) und persone nverkehrsbedingte
Emissionen. Die Angabe erfolgt in Tonnen pro Einwohner und Jahr [t/EW*a].
Erläuterung :
Der Indikator zeigt den Beitrag der Stadt Münster an der Klimaproblematik durch das
Treibhausgas CO 2 an.
Datenlage/Grafik :
CO 2-Emissionen
[t/EW*a]
7,0
7,4 7,4
9,1 8,8 8,7
8,1
5,0
6,0
7,0
8,0
9,0
10,0
1990 1995 2000 2006 2009 2010 2011
Zielwert 2020: < 5,4 t/EW*Jahr
Qualitative Ziele :
Der Treibhauseffekt zwingt zum Handeln. Durch den r ationellen Einsatz von Energie
und die Nutzung regenerativer Energien kann der Aus stoß klimaschädlicher CO 2-
Emissionen begrenzt werden.
Ziele:
• Reduzierung der CO
2-Emissionen durch Senkung des Energieverbrauchs im
Bereich Wärme, Strom und Verkehr
• Steigerung des Anteils der Nutzung und Erzeugung regenerativer Energien
Quantitative Ziele :
• Senkung der CO 2-Emissionen bis 2020 um mindestens 40 % (ggü. dem S tand
1990 von 9,1 t/EW *a um mindestens 3,7 t/EW*a auf < 5,4 t/EW*a)
22
• Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien am E nergieverbrauch der Stadt bis
2020 auf 20%
Entwicklung :
Kontinuierliche Abnahme der CO 2-Emissionen im gesamten Abbildungszeitraum. Bis
2005 leichte Reduzierung der CO 2-Emissionen um gut 5% durch die Initiierung einer
Vielzahl an Klimaschutzmaßnahmen. Mit dem Bau des G uD-Kraftwerkes Ende 2005
erfolgte eine weitere Reduzierung um 10%. Mit dem d eutlichen Ausbau der
Klimaschutzaktivitäten sowohl auf kommunaler Ebene als auch auf Bundesebene
konnte bis 2011 eine Reduzierung der CO 2-Emissionen um 18% erreicht werden.
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung:
• Maßnahmen gemäß „Handlungskonzept zur Umsetzung d es
Klimaschutzkonzeptes 2020 in Münster“ (vgl. Vorlage V/0592/2010 und
V/0592/2010/E1)
Adressaten:
Stadt Münster, Stadtwerke Münster GmbH, IHK, Handwe rk, Wohnungswirtschaft,
Energieberater, Busunternehmer, u.a.
Kosten:
6.625.000 € bis zum Jahr 2020
Datenherkunft/Zuständigkeit:
Stadtwerke Münster GmbH / Amt für Grünflächen und Umweltschutz
Aktualisierung
:
Von 1990 bis 2005 alle 5 Jahre. Ab 2009 (nach Änderung der Systematik) jährlich.
Weitere Daten zum Umweltmedium :
2007 2008 2009 2010 2011
Sonnenenergie Photovoltaik [kWp] 4.351 5.766 7.667 11.765 19.974
Sonnenenergie Thermie
(m² Kollektorfläche)
10.708
13.494 15.212 18.155 20.493
2000
2005 2009 2010 2011
Stromverbrauch [kWh/Einw./Jahr] 4.418 5.012 5.181 5.187 4.972
Heizenergiebedarf [kWh/Einw./Jahr] 13.326 13.087 11.466 11.433 10.559
Kommunaler Heizenergiebedarf 77,0 63,8 58,2 59,6 -
23
[Mio kWh/Jahr]
Stromverbrauch kommunale
Einrichtungen [Mio kWh/Jahr]
15,3
14,8 15,6 16,6 -
Anteil erneuerbarer Energien am
Gesamt-Energieverbrauch der Stadt
[%]
0,6
1,5 2,0 2,3 2,6
24
Umweltmedium/Ressource :
Lärmimmissionen
Indikator :
Lärmbelastung an Hauptverkehrsstraßen
Definition :
Geschätzte Anzahl der Menschen an Hauptverkehrsstra ßen, d.h. Straßen mit mehr
als 6 Mio. Kfz/Jahr, die in Häusern wohnen mit Schallpegeln an der Fassade von
Lden >55 dB(A) tags oder L night >50 dB(A) nachts bzw.
Lden >70 dB(A) tags oder L night >60 dB(A) nachts
[Einwohner tags/nachts]
Erläuterung
:
In Münster werden auf der Grundlage der Umgebungslä rmrichtlinie die Gebiete
ermittelt, bei denen die Lärmbelastung durch Verkeh r besonders hoch ist. Bei der
erstmaligen Erhebung 2007 beschränkte sich die Kart ierung auf Bundes- und
Landesstraßen im Hauptverkehrsstraßennetz. Zukünfti g wird das gesamte
Straßennetz analog der Ballungsräume erfasst.
Zum Vergleich: Die vorsorgeorientierten Orientierun gswerten der DIN 18005 für
Allgemeine Wohngebiete betragen 55 dB(A) tags und 4 5 dB(A) nachts.
Lärmimmissionen >70 dB(A) tags und >60dB(A) nachts spiegeln die Schwelle der
Gesundheitsgefährdung wider.
Datenlage/Grafik
:
Geschätzte Gesamtzahl Menschen an Hauptverkehrstraßen mit Lärmbelastung
> 55 dB(A) tags bzw. > 50 dB(A) nachts
> 70 dB(A) tags bzw. > 60 dB(A) nachts
29074
19454
6450 6862
0
5000
10000
15000
20000
25000
30000
2008 2013
tags > 55
nachts > 50
tags > 70
nachts > 60
Qualitative Ziele :
Der allgegenwärtige Lärm hat sich zu einem zentrale n Umweltschutzthema
entwickelt. Die Gesundheit gefährdende oder die Leb ensqualität mindernde
Lärmpegel sollen daher vermieden werden.
25
Ziele:
Senkung der Anzahl der Münsteraner, die von gesundh eitsgefährdenden bzw.
erheblich belästigenden Lärmimmissionen betroffen sind.
Kurzfristig: Vermeidung von Gesundheitsgefährdung (> 65 dB(A) / 55 dB(A))
Mittelfristig: Minderung der erheblichen Belästigun g (>60 dB(A) / 50 dB(A))
Langfristig : Vermeidung von erheblicher Belästigun g (>55 dB(A) /45 dB(A))
[ Immissionswerte = L den / L night ]
Quantitative Ziele :
Eine quantitative Zielvorgabe (konkrete Anzahl an b etroffenen Personen) wird im
Rahmen der Lärmaktionsplanung erst ab dem Jahr 2012 entwickelt.
Entwicklung:
Noch keine Entwicklung ablesbar.
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung:
• Maßnahmen werden im Rahmen der Lärmaktionsplanung erst ab dem Jahr 2012
entwickelt.
Adressaten:
Noch festzulegen
Kosten:
Noch festzulegen
Datenherkunft/Zuständigkeit
:
LANUV NRW / Amt für Grünflächen und Umweltschutz
Aktualisierung
:
5-jährlich
Weitere Daten zum Umweltmedium
:
2008 2013
Geschätzte Zahl der von Umgebungslärm durch Schienenlärm der
Eisenbahnen des Bundes in ihren Wohnungen belasteten
Menschen (von der DB im Jahr 2009 ggü. dem Stand des
Vorjahres korrigierte Zahlen):
LDEN > 55 dB(A) tags 14.600
LNIGHT > 50 dB(A) nachts 12.100
26
LDEN > 70 dB(A) tags 1.630
LNIGHT > 60 dB(A) nachts 2.790
27
Umweltmedium/Ressource :
Luftschadstoffe
Indikator :
Stickstoffdioxid- und Feinstaub-Immissionen
Definition :
Jahresmittel für NO 2 [µg/m³] und Anzahl der Tage mit Überschreitung des
Tagesgrenzwertes für PM 10 [Überschreitungstage > 5 0 µg/m³] an der
Verkehrsstation Weseler Straße (bis 2006 Steinfurter Straße).
Erläuterung :
Der Grenzwert für das NO 2-Jahresmittel liegt bei 40 µg/m³ (ab 2010). Seit 20 05 gilt
für PM 10 ein Tagesgrenzwert von 50 µg/m³, der maxi mal an 35 Tagen pro Jahr
überschritten werden darf. PM 10 umfasst Feinstäube < 10 Mikrometer, die als
gesundheitsgefährdend einzustufen sind. Zentrale Qu elle für lokale Feinstaub- und
Stickstoffdioxidbelastungen ist der Straßenverkehr.
Datenlage/Grafik :
Jahresmittelwert N0 2 [µg/m³]
46
64 62
51 47
30
40
50
60
70
2007 2008 2009 2010 2011
Zielwert 2010: 40 µg/m³
Überschreitungstage PM 10 > 50 µg/m³ [Tage]
22
31
22 22
38
0
10
20
30
40
50
2007 2008 2009 2010 2011
Zielwert 2010: < 36 Überschreitungstage
28
Qualitative Ziele :
Ozon, Feinstäube und Stickoxide stehen im Brennpunk t der aktuellen Diskussionen
zu Luftschadstoffen. Um mögliche Gesundheitsgefahre n und nachteilige
Umweltfolgen zu mindern ist es erforderlich, dass d ie entsprechenden
Luftbelastungen gemindert werden.
Ziele:
• Einhaltung der Grenzwerte zum Schutz der menschli chen Gesundheit der EU-
Luftqualitätsrichtlinie für die Leitsubstanzen Ozon, PM10 und NO
2
• Verringerung der flächenhaften Stickstoffdepositi onen
Quantitative Ziele
• Einhaltung des EU-Grenzwertes für NO
2 von 40 µg/m³ als Jahresmittelwert ab
2010
• Einhaltung des EU-Grenzwertes für PM10 von < 36 Ü berschreitungstage mit
> 50 µg/m³ (24 Std.-Mittel)
• Einhaltung des EU-Grenzwertes für Ozon von < 26 Ü berschreitungstage mit 120
µg/m³ (8 Std.-Mittel)
Entwicklung :
Seit dem 1. Januar 2010 ist der Stadtkern in Münste r eine Umweltzone. Die
deutliche Reduzierung der Schadstoffbelastung in der Weseler Straße in den Jahren
2009 bis 2011 in der Weseler Straße ist nicht zulet zt auf die Witterungsbedingungen
zurückzuführen. Aus der Entwicklung der Schadstoffb elastung kann jedoch
abgelesen werden, dass die Wahrscheinlichkeit der Ü berschreitung des
Grenzwertes für Feinstaub zukünftig sehr gering sei n wird und bei Stickstoffdioxid
auch nach 2011 weiterhin von Überschreitungen ausgegangen werden muss.
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung:
• Mit Hilfe des Luftqualitätsplans (2008) wurden Ma ßnahmen zur Minderung der
Belastungen eingeleitet (z.B. Umweltzone).
Adressaten:
Stadt Münster, Stadtwerke Münster, Bürgerinnen und Bürger
Kosten:
Gemäß Vorlage: V/1072/2008
• erstmalige Beschilderung für die Einrichtung eine r Umweltzone (50.000,-€)
• begleitende Öffentlichkeitsarbeit (50.000,- €)
• Einnahmen für Bewilligung von Genehmigungen im Ra hmen der Umweltzone
(jährliche Erträgen von ca. 30.000,- €)
29
Datenherkunft/Zuständigkeit :
LANUV NRW
Aktualisierung
:
jährlich
Weitere Daten zum Umweltmedium
:
2007 2008 2009 2010 2011
Ozon-Immissionen Münster Geist
[Überschreitungstage mit 120 µg/m³
(8 Std.-Mittel)]
18
12 8 18 20
Ozon-Immissionen (Jahresmittelwert)
Münster-Geist [µg/m³]
41
39 39 41 41
30
Umweltmedium/Ressource :
Natur und Landschaft
Indikator :
Schutzgebiete
Definition :
Fläche der Schutzgebiete (Naturschutzgebiete / Landschaftsschutzgebiete) in Hektar
[ha].
Erläuterung
:
Der Indikator gibt den Stand der Sicherung der für Natur und Landschaft
bedeutsamen Landschaftsbestandteile wieder. Nicht e nthalten sind die Geschützten
Landschaftsbestandteile, die seit 1998 unverändert die gleiche Gesamtgröße
aufweisen (107,6 ha).
Datenlage/Grafik
:
Naturschutzgebiete und Landschaftschutzgebiete [ha]
1905 1905 1905 1905
8780 8766 8763 8763
1905
8766
0
2000
4000
6000
8000
10000
2004 2006 2008 2010 2011
NSG
LSG
Orientierungswert: 4.612 ha Naturschutzgebiete
(Bereiche für den Schutz der Natur gemäß Regionalplan-Entwurf)
Qualitative Ziele
:
Die unterschiedlichen Naturräume und Nutzungsformen haben zur Ausbildung der
für Münster typischen Landschaften und Lebensräume geführt. Diese gilt es zu
sichern und zu optimieren.
Ziele:
• Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen
• Schutz der bedeutsamen Natur- und Kulturlandschaf ten
31
• Erhaltung und Entwicklung der natürlichen Vielfal t der Tier- und Pflanzenwelt /
Biodiversität von Arten und Lebensgemeinschaften
• Anreicherung strukturarmer Landschaftsräume mit g liedernden und belebenden
Elementen
• Sicherung der Landschaft für die Erholung des Men schen
Quantitative Ziele :
Als Zielmaßstab für die Größe der zu schützenden Gebiete wird näherungsweise auf
die Flächen, die im Entwurf des Regionalplans als „ Bereiche für den Schutz der
Natur (BSN)“ dargestellt sind, zurück gegriffen. Dabei handelt es sich um „ökologisch
hochwertige und daher schutzwürdige und schutzbedür ftige Gebiete, die entweder
bereits als NSG ausgewiesen sind… oder künftig als solche ausgewiesen werden
sollen“ (Entwurf Regionalplan 2011). Der Regionalplan verzeichnet insgesamt 4.612
ha als BSN-Flächen. Dabei ist zu berücksichtigen, d ass es einerseits zu
maßstabsbedingten Ungenauigkeiten kommt und anderer seits die Konkretisierung
über die Landschaftspläne zu erfolgen hat. Ziel ist daher auch eine flächendeckende
Landschaftsplanung für den Außenbereich von Münster.
Entwicklung :
Die Entwicklung zeigt bis 2004 einen Anstieg der Na turschutzgebietsflächen bei
gleichzeitigem Rückgang der Landschaftsschutzgebiet sfläche im annähernd
gleichen Umfang. Der Anstieg beruht auf der Ausweis ung von Flora-Fauna-Habitat
(FFH)-Gebieten als Naturschutzgebiet (z.B. Wolbecke r Tiergarten). Da diese
Flächen zuvor meistens unter Landschaftsschutz stan den, erklärt sich die
entsprechende Abnahme der LSG-Flächen. Weitere geri ngfügige Verringerungen
der LSG-Flächen beruhen auf Entlassungen im Zuge de r baulichen Entwicklung. Im
Vergleich zu den BSN-Flächen des Regionalplans sind bislang ca. 41% als
Naturschutzgebiet ausgewiesen.
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung:
• Umsetzung der Landschaftspläne 3 und 4
Adressaten:
Stadt Münster
Kosten:
Geschätzte Kosten für Umsetzung des LP 3 (Maßnahmen realisierung und
Grunderwerb): 1,2 Mill. €
Datenherkunft/Zuständigkeit
:
Amt für Grünflächen und Umweltschutz
Weitere Daten:
Jahresstatistik des Amtes für Stadtentwicklung, Sta dtplanung, Verkehrsplanung /
Amt 61
32
Aktualisierung :
Jährlich
Weitere Daten zum Umweltmedium
:
2007 2008 2009 2010 2011
Waldfläche [ha] 4.709 4.769 4.798 4.843 5.297
Landwirtschaftliche Fläche [ha] 14.611 14.123 13.881 13.968 14.030
Anzahl der Naturdenkmale 331 331 331 329 329
33
Umweltmedium/Ressource :
Umweltmanagement
Indikator :
ÖKOPROFIT-Betriebe
Definition :
Anzahl der Betriebe, die sich am Projekt ÖKOPROFIT der Stadt Münster beteiligen.
Erläuterung :
Seit 2001 unterstützt die Stadt Münster im Rahmen d es Projektes ÖKOPROFIT
Unternehmen bei der Erarbeitung und Umsetzung von Umweltschutzmaßnahmen im
Bereich Energie, Abfall, Wasser und Rohstoffe. Der Indikator ist ein Maßstab für das
Umweltengagement von Unternehmen in Münster.
Datenlage/Grafik
:
ÖKOPROFIT-Betriebe
Gesamtzahl und Anzahl im Auszeichnungsjahr [Betrie be]
40
49
73
12 916 10 12 12 24
85
61
0
20
40
60
80
100
2003 2004 2006 2008 2010 2012
pro Jahr
gesamt
Qualitative Ziele :
Betriebliche Prozesse haben erheblichen Einfluss au f die Umwelt. Durch
Optimierung dieser Prozesse kann die Umwelt entlast et werden (z.B. reduzierter
Wasserverbrauch, Energieeinsparung, Abfallvermeidung u.a.m.)
Ziele:
• Förderung des betrieblichen Umweltschutzes in Mün steraner Unternehmen
• Ausbau des Umweltmanagements im Konzern Stadt Mün ster
Quantitative Ziele
:
Eine konkrete Zielvorgabe für die Anzahl der Betrie be, die sich pro Jahr am
ÖKOPROFIT beteiligen, lässt sich nicht benennen. Pr imäres Ziel ist es, das
erfolgreiche ÖKOPROFIT-Projekt dauerhaft in Münster zu etablieren.
34
Entwicklung :
Im Durchgang 2012 wurden erneut 12 Betriebe neu aus gezeichnet. Darüber hinaus
wurden 4 Betrieb rezertifiziert, d.h. sie unterzoge n sich einer erneuten Überprüfung
ihrer Maßnahmen im Umweltschutz. Seit Beginn des Pr ojektes steigt die Anzahl der
Gesamtbetriebe kontinuierlich auf gegenwärtig 85 Be triebe an. Bislang konnte die
Kontinuität im Sinne der Zielfestlegung erhalten bleiben.
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung:
• Einwerbung weiterer Betriebe.
Adressaten:
Stadt Münster, Gewerbebetriebe / Münsteraner Unternehmen
Kosten:
ca. 16.000,- € je Durchgang (nach Abzug von Landesmitteln)
Datenherkunft/Zuständigkeit
:
Amt für Grünflächen und Umweltschutz
Aktualisierung
:
2-jährlich
Weitere Daten zum Umweltmedium
:
2007 2008 2009 2010 2011
Anzahl Kontakte in der Umweltberatung
[Stück]
13.179
12.693 12.035 12.081 10.286
Hinweis: 2010 Daten nur vom 04.01.-17.12.2010 wegen der Verlagerung der
Umweltberatung vom Kundenzentrum des Stadthauses 3 zum Stadtwerke-City-
Shop. Die Daten für 2011 umfassen die Kontakte im e rweiterten telefonischen
Umweltservice. Eröffnung der Umweltberatung am 19.1 1.2011 im Stadtwerke-City-
Shop.
35
Umweltmedium/Ressource :
Verkehr/Mobilität
Indikator :
Anteil Umweltverbund am Modal Split
Definition :
Anteil des Umweltverbundes (Fußgänger, Radfahrer, Ö PNV/SPNV) am Modal Split
in Prozent. [%]
Erläuterung
:
Der Modal Split bezeichnet die Verteilung des Verke hrs auf die verschiedenen
Verkehrsträger. Für den Indikator relevant ist der Anteil des Umweltverbundes
(Fußgänger, Radfahrer, ÖPNV/SPNV) am Gesamtverkehr. Darüber hinausgehend
sind für die langfristige Bewertung des Verkehrs un ter Nachhaltigkeitsaspekten aber
auch künftige Anteile der Elektromobilität im Kfz-V erkehr sowie der
Fahrzeugbesetzungsgrad, der zurzeit in Münster 1,25 Personen/Pkw beträgt, von
Relevanz. Die Beeinflussung dessen ist jedoch wesen tlich von bundesweiten
Rahmenvorgaben abhängig und weniger auf kommunaler Ebene steuerbar.
Datenlage/Grafik :
Qualitative Ziele :
Der Verkehr wirkt sich maßgeblich auf viele Bereich e der Umwelt aus. So hängt die
Belastung durch Luftschadstoffe, Lärm oder der CO 2-Ausstoß in erheblichem Maße
von der Wahl des Verkehrsmittels ab. Daher soll der Umweltverbund im Modal Split
gestärkt werden.
36
• Erhöhung des Wegeanteils des Fußgängerverkehrs
• Weitere Stärkung des Fahrradverkehrs
• Stärkung des ÖPNV/SPNV
• Minderung des Kfz-Anteils im Regionalverkehr (Pen dler)
Quantitative Ziele
:
Zielwerte für das Jahr 2025:
70 % des Verkehrs der Münsteraner entfallen auf den Umweltverbund, davon
• 40 % Rad
• 18 % Fuß
• 12 % ÖPNV/SPNV
Im Regionalverkehr Minderung des Kfz-Anteils von z.Zt. ca. 80% auf ca. 75 %.
Entwicklung
:
Die Entwicklung in Münster seit 1982 zeigt im Mitte l einen Anstieg des
Umweltverbundes. 2007 ist der Anteil des Umweltverb undes gegenüber der
Autonutzung nochmals deutlich gestiegen, so dass de r Kfz-Anteil erstmals deutlich
unter 40% lag und vom Fahrrad als Verkehrsträger Nr.1 überholt wurde.
Im Regionalverkehr, der den Einfluss der Pendler ve rdeutlicht, gibt es eine
gegenläufige Tendenz mit einem gegenüber dem ÖPNV/S PNV überproportional
steigendem Kfz-Anteil.
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung:
Maßnahmen gemäß des in Arbeit befindlichen verkehrlichen Rahmenplans „Mobilität
Münster 2025“ (ehemals Verkehrsentwicklungsplan Mün ster 2025, V/0266/2007,
V/0982/2007, V/1019/2008 und V/0625/2010) mit den T eilbausteinen Fortschreibung
3. Nahverkehrsplan Stadt Münster (Aufstellungsbesch luss V/0417/2011),
Fortschreibung P&R-Konzept (in Bearbeitung), Fortsc hreibung Radverkehrskonzept
(in Bearbeitung))
Adressaten:
Stadt Münster, Stadtwerke Münster GmbH, Regionalbus unternehmen,
Zweckverband SPNV Münsterland, angrenzende Kreise, Nachbargemeinden u. a.
Kosten:
keine Angaben möglich, zumal der o. g. Mobilitätspl an im Wesentlichen
Programmaussagen enthalten wird, die anschließend i n Planungen umgesetzt und
dann auch erst mit Kosten belegt werden können und b) Kostenangaben zum
jetzigen Zeitpunkt eine aufwendige wissenschafts-th eoretische Modellierung
erforden, die extern vergeben werden müsste.
Datenherkunft/Zuständigkeit :
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung:
37
• Verkehrsverhalten und Verkehrsmittelwahl der Müns teraner - Ergebnisse einer
Haushaltsbefragung im November 2007, Beiträge zur S tadtforschung,
Stadtentwicklung, Stadtplanung 1/2008
• Zwischenbericht Verkehrsentwicklungsplan Münster 2025, Vorlage V/1019/2008
• Expertise 2025 (V/0625/20120)
Weitere Daten: Stadtwerke Münster
Aktualisierung
:
Erfassung des Modal Split in unregelmäßigen Zeitabs tänden mittels
Haushaltsbefragungen zum Mobilitätsverhalten der Mü nsteraner. Die nächste ist für
das Jahr 2013 geplant, so dass hierzu im Jahr 2014 Ergebnisse vorliegen.
Weitere Daten zum Umweltmedium :
2007 2008 2009 2010 2011
Entwicklung der Fahrgastnachfrage auf den
Stadtbussen [Fahrgäste in Mio./Jahr]
1)
32,8 33,2 31,9 32,2 35,2
Länge der Radwege [km] 2) -
313 457* 459 460
(* ab 2009 veränderter Berechnungsmodus)
1982 1990 2007
Anteil des Umweltverbundes am regionalen
Verkehr (Einpendler) [%]
3)
24,3 21,9 19,1
Anteil des Umweltverbundes am
Gesamtverkehr [%]
3)
54,3 52,9 52,1
Quellenangaben:
1) Geschäftsberichte Stadtwerke Münster
2) Jahresstatistik Stadt Münster 2010/2011
3) Verkehrsentwicklungsplan Münster 2025
38
Umweltmedium/Ressource :
Wasser
Indikator :
Guter ökologischer und chemischer Zustand (Gewässergüteklasse II-III oder
besser) bzw. Potenzial für alle Fließgewässer (gem. EG-WRRL)
Definition :
Der gute ökologische Zustand der Fließgewässer ist ein zentrales Ziel der EG-
Wasserrahmenrichtlinie. Die Zustandbewertung und Zi elerreichung wird durch ein
regelmäßiges Monitoring seitens des Landes NRW durc hgeführt. In diesem
Verfahren sind die größeren Fließgewässer (Aa, Wers e, Angel, Mecklenbach,
Kinderbach, Emmerbach, Kreuzbach, Getterbach, Floth bach, Offerbach und
Kannenbach) eingebunden.
Für die übrigen kleineren Gewässer wird der Indikat or der Gewässergüte auf der
Grundlage eigener Untersuchungen herangezogen.
Dieser Indikator gibt den Anteil der Gewässerabschn itte von Fließgewässern an,
deren Gewässergüteklasse mit der Klasse II-III (kri tisch belastet) oder besser
bewertet wird. Die Angabe erfolgt in Prozent. [%]
Erläuterung
:
Die "biologische Gewässergüte" lässt vor allem die Beeinträchtigung der Gewässer
durch biologisch leicht abbaubare Stoffe und die si ch daraus ergebenden Defizite im
Sauerstoffhaushalt erkennen. Bei der Überwachung de r Fließgewässer ist die
biologische Gewässergüte ein Leitparameter für die Beschaffenheit des Gewässers.
Datenlage/Grafik :
Anteil der Fließgewässerabschnitte
mit Gewässergüteklasse II-III oder besser
[in % der Fließgewässerabschnitte]
81,0% 83,0%
73,0% 74,0%
89,0% 89,0% 86,0%
84,0%
50,0%
60,0%
70,0%
80,0%
90,0%
100,0%
1996 1998 2000 2002 2004 2006 2008 2010
Zielwert 2020: 100% Gewässergüteklasse II-III ode r besser
39
Qualitative Ziele :
Gewässer sind in Münster ein prägendes Element. Die Sicherung und Verbesserung
des ökologischen Zustandes von Oberflächengewässern und Grundwasser ist eine
Herausforderung für die Zukunft. Der Erhalt von Auen und Retentionsräumen schützt
vor Hochwassergefahren.
Ziele:
• Generelle Vermeidung starker Verschmutzungen in a llen Münsteraner
Gewässern
• Einhaltung der Qualitätsziele der Wasserrahmenric htlinie (WRRL)
• Verbesserung der Wasserqualität des Aasees
• Nachhaltige Sicherung einer guten Qualität und Qu antität des Grundwassers
Quantitative Ziele
:
100% der Fließgewässerabschnitte haben bis 2020 ein e Gewässergüteklasse II-III
oder besser
Erläuterung:
Sanierungsziel gemäß WRRL ist in NRW der gute ökolo gische Zustand für 40% und
das gute ökologische Potenzial für 60% der Gewässer bis 2027.
Der gute Zustand ist definiert als ein Zustand, der von eine m "sehr guten" (d.h.
weitgehend anthropogen unbeeinflussten) Zustand nur geringfügig abweicht. Er ist
ausgerichtet auf die Vielfältigkeit vorhandener Pfl anzen- und Tierarten und die
morphologische Gewässerausprägung.
Da die Regelungen der WRRL sich in Münster im wesen tlichen auf die
Hauptgewässer beziehen und die weiteren Gewässer ni cht erfassen, wird als
Vergleichsmaßstab die Gewässergüte herangezogen, di e für alle namhaften
Gewässer in Münster regelmäßig geprüft wird. Im Vor dergrund steht die Beseitigung
von stark verschmutzten Gewässern ab Gewässergütekl asse III. Der zudem
angestrebten Erhöhung des Anteils von Gewässern mit Gewässergüteklasse II sind
z.T. naturräumlich bedingte Grenzen gesetzt.
Entwicklung
Ab dem Jahr 2000 ist eine deutliche Verbesserung de r Gewässergüte zu erkennen.
Die Verbesserung der Gesamtsituation ist in erster Linie auf zahlreiche Maßnahmen
zurückzuführen, die auf einen konsequenten Gewässer schutz abzielen. Im letzten
Erhebungsintervall von 2008-2010 stellte sich keine erneute Verbesserung der
Gewässergüte ein.
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung:
• Maßnahmen zur Abwasserreinigung und Abwasserablei tung aus dem
Abwasserbeseitigungskonzept (ABK)
• Umsetzungsfahrpläne zur WRRL
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• Ökologische Verbesserung der kleineren Gewässer
Adressaten:
Tiefbauamt, Wasser und Bodenverbände im Stadtgebiet
.
Kosten:
Umsetzung des Abwasserbeseitigungskonzeptes (ABK): 73 Mio €
Umsetzungsfahrpläne WRRL: Diese Kosten können noch nicht beziffert werden. Die
sind von der Stadt und von den Wasser- und Bodenver bänden aufzubringen. Diese
Maßnahmen werden zur Zeit mit 80% vom Land gefördert
Ökologische Verbesserung von kleineren Fließgewässe rn. Die sind von der Stadt
und von den Wasser- und Bodenverbänden aufzubringen . Diese Maßnahmen
werden zur Zeit mit 80% vom Land gefördert.
Datenherkunft/Zuständigkeit
:
Tiefbauamt
Amt für Grünflächen und Umweltschutz
Stadtwerke Münster
Aktualisierung
:
2-jährlich
Weitere Daten zum Umweltmedium
:
2007 2008 2009 2010 2011
Privater Trinkwasserverbrauch *
[l/Einw. und Jahr]
49.442
47.928 47.149 47.541 46.973
Nitrat im Trinkwasser (Mittelwert der vier
Wassergewinnungsgebiete Münster) in
mg/l
14,6
13,9 11,9 12,8 12,2
Microcystine (Toxine der Cyanobakterien/
„Blaualgen“) im Aasee, Mittelwert der
Jahresmesswerte [µg/l]
(ab 2006 Einsatz des Fällungsmittels
Eisen-III-Chlorid)
0,7
0,9 0,5 0,2 0,4
* Daten gegenüber 2009 nach Angaben der Stadtwerke Münster korrigiert
(Bezug: Einwohner am Ort der Hauptwohnung)
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Anhang 1: Ratsbeschluss vom 16.02.2011
Der Rat der Stadt Münster hat am 16.02.2011 über di e ‘Umweltdaten Münster’
beraten und den nachfolgend aufgeführten Beschluss gefasst:
Beschlusstext :
1. Die ‘Umweltdaten Münster’ in Anlage 1 werden zur Kenntnis genommen und die
Verwaltung wird beauftragt, diese jährlich fortzuschreiben. Mit der jeweiligen Fort-
schreibung legt die Verwaltung gleichzeitig einen K atalog vor, der die zur Ziel-
erreichung notwendigen konkreten Einzelmaßnahmen be schreibt. Außerdem
werden auch die Adressaten und verpflichteten Perso nen und Institutionen und
ferner die der Stadt und Dritten entstehenden Koste n, direkten und indirekten
Belastungen benannt.
2. Die in den ‘Umweltdaten Münster’ in Anlage 1 formulierten Ziele werden wie folgt
erweitert und präzisiert und künftig als Grundlage für zukünftiges
Verwaltungshandeln festgeschrieben:
a) ‘Bio-Diversität’ wird als weiteres Umweltmedium aufgenommen.
b) Sofern nicht schon rechtlich verbindliche quanti tative Ziele existieren (z. B.
Grenz- und Richtwerte bei den Emissionen etc.), wer den eigene Ziele
formuliert und in den Umweltdaten fortgeschrieben.
c) Die Verwaltung wird beauftragt, hierfür geeignet e (oder alternative) Indika-
torensets zu den vorliegenden zu suchen und dem AUB vorzustellen. Es wird
hierbei in Kauf genommen, dass ein neues Indikatore nset nicht in allen
Punkten zwangsläufig mit dem ISM-Konzept übereinsti mmt, wenn so die
ausgewählten Umweltdaten adäquater genuine Umwelten twicklungen und -
wirkungen – anstelle der subjektiven Kategorie ‘Leb ensqualität’ etwa –
abbilden können.
d) Die Verwaltung wird beauftragt, zu überprüfen, o b Möglichkeiten bestehen,
das Abfallaufkommen pro Haushalt auf 425 kg/EW*a abzusenken.
3. Die Verwaltung wird beauftragt, die Veröffentlic hung der Umweltdaten auf den
entsprechenden Seiten der Stadt Münster im Internet zu ermöglichen (Umwelt-
information). Ein Datensatz in maschinenlesbarer Fo rm wird für alle frei
zugänglich zur Verfügung gestellt.
Die in der Anlage 1 dargelegten Umweltdaten Münster 2009 werden hiermit gemäß
Beschlusspunkt 3 im Internet veröffentlicht. Die Fo rtschreibung der Daten erfolgt
unter Berücksichtigung der weiteren Beschlüsse des Rates mit den Umweltdaten
Münster 2010 gegen Ende des Jahres 2011.
Beschlussvorlage
9882 Zeichen
V/0815/2012 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Grünflächen und Umweltschutz Betrifft Umweltdaten Münster 2010/11 Beratungsfolge 20.11.2012 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen Vorberatung 22.11.2012 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Vorberatung 27.11.2012 Werksausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe Vorberatung 12.12.2012 Hauptausschuss Vorberatung 12.12.2012 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Die „Umweltdaten Münster“ in Anlage 1 werden zur Kenntnis genommen. 2. Die Verwaltung wird beauftragt, diese zukünftig im 2-jährlichen Turnus fortzuschreiben. 3. Die in den „Umweltdaten Münster“ in Anlage 1 formulierten und g egenüber der Vorlage V/0697/2010 aktualisierten und erweiterten Ziele werden als Grundlage für zukün ftiges Verwaltungshandeln festgeschrieben. II. Finanzielle Auswirkungen: Es wird zur Kenntnis genommen, dass a us dem Beschluss unmittelbar keine Kosten resu ltieren. Etwaige spätere Kosten im Rahmen der Umsetzung von Maßnahmen sind noch nicht konkret b e- zifferbar. Anlage 1 enthält Hinweise auf spätere Kostenansätze. Durch diese Vorlage wird keine Entscheidung über die Bereitstellung von Haushaltsermächtigu n- gen getroffen. Hierüber ist vielmehr zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen der Haushalt s- planaufstellung für das jeweilige Haushaltsjahr unter Berücksichtigung der d ann gegebenen F i- nanzlage zu entscheiden. Vorlagen-Nr.: V/0815/2012 Auskunft erteilt: Herr Kuttenkeuler Ruf: 492 67 44 E-Mail: Kuttenkeuler@stadt-muenster.de Datum: 30.10.2012 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0815/2012 Begründung: 1. Einleitung Der Rat der Stadt Münster hat am 10.11.2010 die Umweltdaten Münster 2009 beschlo ssen (V/0697/2010). Damit wurde der Grundstein für eine kontinuierliche und gebündelte Erfassung und Darstellung von Umweltdaten gelegt. Mittels geeigneter Indikatoren erfolgt eine systematische und aggregierte Nachverfolgung der Entwicklung der wichtigsten Umweltbereiche in Münster. Die Ver- waltung wurde zugleich beauftragt, für alle Umweltindikatoren qua ntitative Zielvorgaben zu entw i- ckeln. Dabei war ein Katalog vorzulegen, der die zur Zielerreichung notwendigen konkreten Ei n- zelmaßnahmen beschreibt. Außerdem sollten auch die Adress aten und verpflichteten Personen und Institutionen und ferner die der Stadt und Dritten entstehenden Kosten sowie die direkten und indirekten Belastungen benannt werden. 2. Fortschreibung der Umweltdaten 2010/2011 Die vorliegenden Umweltdaten 2010/2011 erscheinen in diesem Jahr in einer Doppelau sgabe. Hintergrund sind einersei ts die aufwändige Zielfindung für einzelne Umweltthemen (z.B. Fl ä- che/Boden) und andererseits die notwendige Abstimmung mit der NABU-Naturschutzstation Müns- terland e.V. hinsichtlich des neu einzuführenden Indikatorensets für das Thema „Biodiversität“. Mit Blick auf die Beschlusspunkte der Vorlage V/0697/2010 ergibt sich folgender Sachstand: Beschlusspunkt 1: „Die ‘Umweltdaten Münster’ in Anlage 1 werden zur Kenntnis genommen und die Verwa ltung wird beauftragt, diese jährlich fortzuschreiben. Mit der jewei ligen Fortschreibung legt die Verwaltung gleichzeitig einen Katalog vor, der die zur Ziel erreichung notwendigen konkreten Einzelmaßna h- men beschreibt. Außerdem werden auch die Adressaten und verpflichteten Personen und Institut i- onen und ferner die der Stad t und Dritten entstehenden Kosten, direkten und indirekten Belastu n- gen benannt.“ Abweichend von o.g. Beschlusspunkt schlägt die Verwaltung vor, die Fortschreibung und Verö f- fentlichung der U mweltdaten nur alle 2 Jahre vorzunehmen. Diese Vorgehensweise ersch eint zweckmäßig, da bei einer Reihe von Umweltdaten der Erhebungsturnus ohnehin bei 2 Jahren oder mehr liegt und zudem die jährliche Veränderung in der Regel nicht so signifikant ist, als dass eine jährliche Berichterstattung geboten wäre. Die jährlich for tgeschriebenen Daten werden selbstve r- ständlich in die Umweltdaten integriert. Die in den Umweltdaten Münster formulierten Ziele haben ein hohes Abstraktionsniveau, das heißt zur Zielerfüllung ist es notwendig, diese Ziele jeweils zu verfeinern und mit ent sprechenden Maß- nahmenprogrammen zu hinterlegen. Diese konkrete Umsetzung bleibt den jeweiligen Fachdiszipli- nen, z.B. der Gewässer - oder Verkehrsplanung vorbehalten. Vor diesem Hintergrund können in den Umweltdaten nicht alle notwendigen konkreten Einzelmaß nahmen dargestellt und mit Veran t- wortlichkeiten und Kosten belegt werden. Insofern wurde, um dem Beschlusspunkt 1 gerecht zu werden, wenn möglich die Angabe von Maßnahmen, Adressaten und Kosten auf einem entspr e- chend hohen Aggregationsniveau durchgeführt. Neu in die Umweltdaten aufgenommen wurde eine 2 -seitige Übersicht der wichtigsten D aten aller behandelten Umweltthemen. Für den Leser erschließt sich daraus die Möglichkeit, die Kernfakten in Form der formulierten Umweltindikatoren mit Soll- und Ist-Werten auf einen Blick abzugreifen. Beschlusspunkt 2: „Die in den ‘Umweltdaten Münster’ in Anlage 1 formulierten Ziele werden wie folgt erwe itert und präzisiert und künftig als Grundlage für zukünftiges Verwaltungshandeln festgeschrieben: - 3 - V/0815/2012 a) ‘Bio-Diversität’ wird als weiteres Umweltmedium aufgenommen. b) Sofern nicht schon rechtlich verbindliche quantitative Ziele existieren (z. B. Grenz - und Richtwerte bei den Emissionen etc.), werden eigene Ziele formuliert und in den Umweltd a- ten fortgeschrieben. c) Die Verwaltung wird beauftragt, hierfür geeignete (oder alternative) Indikatorensets zu den vorliegenden zu suchen und dem AUB vorzustellen. Es wird hierbei in Kauf genommen, dass ein neues Indikatorenset nicht in allen Punkten zwangsläufig mit dem ISM -Konzept übereinstimmt, wenn so die ausgewählten Umweltdaten adäquater genuine Umwelten t- wicklungen und -wirkungen – anstelle der subjektiven Kategorie ‘Lebensqualität’ etwa – abbilden können. d) Die Verwaltung wird beauftragt, zu überprüfen, ob Möglichkeiten bestehen, das Abf allauf- kommen pro Haushalt auf 425 kg/EW*a abzusenken.“ Zu a.: Für das neu eingeführte Thema „Biodiversität“ werden als Indikatoren die Bestandsgrößen ausg e- suchter Indikatorarten herangezogen. Da für diese Arten die Datenerhebung erst anläuft, liegen noch keine konkreten Zielwerte vor. Diese sollen nach Erhebung durch die NABU - Naturschutzstation in den nächsten Jahren sukzessive in die Umweltdaten einfließen. Zu b./c.: Die vorliegenden Umweltdaten beinhalten -mit Ausnahme einer quantitativen Zielvorgabe fü r den Flächenverbrauch- für alle Umweltthemen entsprechend dem o.g. Rat sbeschluss qualitative und quantitative Zielvorgaben. Für einzelne Themen gestaltete sich die Auswahl und Festlegung ko n- kreter quantitativer Ziele schwierig. Dies betrifft zum Be ispiel das Thema „Natur und Landschaft“. Für dieses Thema sind qualitative Kr iterien vorrangig maßgeblich. Hinsichtlich der Gesamtgröße der Naturschutzgebiete wird in den Umweltdaten als Orientierungswert auf den Entwurf des Reg i- onalplanes abgestellt. Eine Veränderung der dort g enannten Größenordnung für die „Bereiche für den Schutz der Natur (BSN)“ ist jedoch möglich, so dass eine entsprechende Anpassung nach Beschluss des Regionalplanes a bzuwarten ist. Eine vollständige Überführung der „BSN -Flächen“ in Naturschu tzgebiete ist darüber hinaus nicht zwingend, sondern bleibt der städtischen Lan d- schaftsplanung überlassen. Hinsichtlich des Indikators „Siedlungs - und Verkehrsfläche“ ist die Zielfindung noch nicht abg e- schlossen. Die Ableitung des Zielwertes erfolgt über e ine eigenständige Vorlage der Verwaltung (V/0288/2012). Sobald ein Beschluss über den beabsichtigten Zielwert vo rliegt, wird dieser in das Set der Umweltdaten integriert. Zu d.: Aus Sicht der Abfallwirtschaftsbetriebe ist eine Reduzierung des Abfall - und Wertstoffaufkommens aus Haushalten um 10.000 t zum Erreichen des Zielwertes von 425 kg/ EW*a auch bei Durchfü h- rung verschiedener Maßnahmen zur Abfallvermeidung nicht zu realisi eren. An dem Zielwert wird im Rahmen der Umweltdaten trotzdem festgehalten, um l ängerfristig eine anspruchsvolle Zielpe r- spektive vorzugeben. Beschlusspunkt 3: Die Verwaltung wird beauftragt, die Veröffentlichung der Umweltdaten auf den entspr echenden Seiten der Stadt Münster im Internet zu ermöglichen (Umweltinformation). Ein Datensa tz in m a- schinenlesbarer Form wird für alle frei zugänglich zur Verfügung gestellt. Die Verwaltung hat die bisher beschlossen Umweltdaten 2009 in barrierefreier Form ins Internet eingestellt. Die barrierefreie Aufbereitung der Daten für das Internet führt n otwendigerweise zu einer anderen Textgestaltung der Umweltdaten 2010/2011. Über im Internet verfügbare Progra m- me lässt sich eine maschinenlesbare Form der Daten, z.B. zur Übe rtragung in Word- oder Excel- Formate, gewährleisten. - 4 - V/0815/2012 3. Erfahrungen und Ausblick In der Erfassung und Zusammenstellung der Umweltdaten haben sich zwischenzeitlich Routinen ergeben, so dass die kontinuierliche Fortschreibung in den nächsten Jahren problemlos zu g e- währleisten ist. Hinsichtlich der Veränderungen von Umweltdaten lassen sich in vielen Fällen noch keine belastbaren Trends ableiten. Hierzu ist die Zeitspanne des Vergleichszeitraumes bislang noch zu kurz. Zur Validierung der Daten ist daher eine sorgfältige und kontinuierliche Fortschre i- bung zwingend erforderlich. Die „Umweltdaten Münster“ haben sich als Instrument der Umwelttransparenz bislang bewährt und sind auf dem besten Weg auch eine Steuerungsrelevanz im Sinne des nachha ltigen Natur- und Umweltschutzes zu erlangen. I. V. gez. Thomas Paal Stadtrat Anlage 1: Umweltdaten Münster 2010/ 2011
Beratungsverlauf (5)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (8)
- Hörsterstraße
- Sonnenstraße
- Korduanenstraße
- Steinfurter Straße
- Weseler Straße
- Schwarzer Kamp
- Tiergarten
- Kreuzbach
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0815/2012
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 30.10.2012
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37