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V/0815/2012

Umweltdaten Münster 2010/11

Vorlagen 30.10.2012

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Anlage 1: Umweltdaten Münster 2010/ 2011

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage 1: Umweltdaten Münster 2010/ 2011

53508 Zeichen

ÖKOPROFIT-Betriebe 
Gesamtzahl und  Anzahl im Auszeichnungsjahr [Betrie be] 
24 
40 
61 
9
16 10 14 12 12 14 
73 
49 
0
20 
40 
60 
80 
2001 2003 2004 2006 2008 2010 
pro Jahr 
gesamt 
Umweltdaten Münster 2010/2011 
 
  
 
Anlage 1

2 
Inhaltsverzeichnis 
1.  Umweltindikatoren für Münster............................................................................ 3 
2.  Fortschreibung von Umweltdaten und -zielen ..................................................... 3 
3.  Umweltindikatoren im Überblick..................... ..................................................... 5 
4.  Die Umweltmedien im Detail ............................................................................... 7 
Abfall....................................................................................................................... 7 
Abwasser........................................... ................................................................... 10  
Biodiversität .......................................................................................................... 13  
Boden/Fläche ....................................................................................................... 16  
Grün...................................................................................................................... 19  
Klima / Energie ..................................................................................................... 21  
Lärmimmissionen.................................................................................................. 24  
Luftschadstoffe ..................................................................................................... 27  
Natur und Landschaft ........................................................................................... 30  
Umweltmanagement................................... .......................................................... 33  
Verkehr/Mobilität................................................................................................... 35  
Wasser ................................................................................................................. 38  
Anhang 1: Ratsbeschluss vom 16.02.2011 .............................................................. 41

3 
1. Umweltindikatoren für Münster 
Mit den Umweltdaten 2009 hat die Stadt Münster erst mals Umweltindikatoren 
festgelegt, mittels derer die Umweltsituation in Mü nster regelmäßig beobachtet und 
gesteuert werden kann. Mit Beschluss des Rates der Stadt Münster vom 16.02.2011 
(V 0697/2010/1) werden die Umweltdaten jährlich for tgeschrieben, um jeweils einen 
schnellen Überblick über Zustand, Entwicklung und S teuerungsnotwendigkeiten der 
Umwelt zu erlangen. 
Zielsetzung der Umweltindikatoren im Überblick 
• Zusammenschau der relevanten Umweltbelange 
• Kontinuierliche Umweltbeobachtung und –dokumentat ion 
• Darstellung von Entwicklungstrends 
• Abgleich mit festgelegten Zielsetzungen zum Umwel tschutz 
• Ableitung von Handlungserfordernissen 
2. Fortschreibung von Umweltdaten und -zielen 
Die vorliegende Fortschreibung der Umweltdaten umfa sst in dieser Ausgabe die 
beiden Jahre 2010 und 2011. Die Doppelausgabe wurde  erforderlich, um den 
erweiterten Anforderungen gemäß Ratsbeschlusses vom  16.02.2011 (siehe Seite 
42) umfassend gerecht zu werden. Als Neuerung gegen über den Umweltdaten 2009 
sind erstmals für alle Umweltmedien qualitative und  quantitative Zielvorgaben 
(Zielwerte bzw. Orientierungswerte) formuliert word en. Ferner wurde das Thema 
„Biodiversität“ als eigenständiges Thema neu aufbereitet. Schließlich werden die zur 
Zielerreichung erforderlichen Maßnahmen und Kosten dargestellt, sofern diese zum 
gegenwärtigen Zeitpunkt bereits abzusehen sind. Die  barrierefreie Aufbereitung der 
Daten für das Internet hat darüber hinaus zu einer anderen Gestaltung der 
Umweltdaten geführt. 
Für folgende Umweltmedien liegen nunmehr Umweltindikatoren vor: 
• 
Abfall 
• Abwasser 
• Biodiversität 
• Boden/Fläche 
• Grün 
• Klima/Energie 
• Lärm  
• Luft  
• Natur und Landschaft 
• Umweltmanagement 
• Verkehr/Mobilität 
• Wasser 
Die quantitativen Zielsetzungen ergeben sich zum ei nen aus gesetzlichen Vorgaben 
oder Beschlüssen der Stadt Münster (z.B. Luftqualit ät, Klimaschutz). Zum anderen 
werden Zielvorgaben aus Vergleichen mit anderen Ind ikatorsystemen (z.B. Land 
NRW) gewonnen oder basieren auf fachlicher Einschät zung des Amtes für 
Grünflächen und Umweltschutz bzw. der beteiligten Fachämter.

4 
Die Umweltdaten 2010/2011 sind zwar in allen Bereic hen um entsprechende 
quantitative Vorgaben ergänzt worden, jedoch ist di e darauf aufbauende 
Aussagefähigkeit vor dem Hintergrund des Steuerungs anspruchs nicht einheitlich 
belastbar. So ist z.B. im Bereich der Grünflächenve rsorgung das Spektrum der zu 
berücksichtigenden Faktoren zu hoch, als dass es üb er einzelne Indikatoren 
abgedeckt werden könnte. Die quantitativen Ziele si nd aus diesem Grund in einigen 
Bereichen mehr als Orientierungswerte, denn als harte Zielvorgaben zu verstehen. 
Die Dokumentation der Umweltindikatoren und –ziele wird zukünftig alle 2 Jahre in 
den „Umweltdaten Münster“ fortgeschrieben. 
Um die Übersichtlichkeit der Umweltdaten zu bewahre n, beschränkt sich 
insbesondere die Beschreibung erforderlicher Maßnah men und Kosten auf den 
groben Rahmen bzw. entsprechende Verweise auf laufe nde Programme. Eine 
detaillierte Aufschlüsselung der Maßnahmen, wie die se z.B. mit dem 
„Handlungskonzept zur Umsetzung des Klimaschutzkonz eptes 2020 in Münster“ 
vorliegt, würde den Rahmen dieser Zusammenschau sprengen.

5 
3. Umweltindikatoren im Überblick 
Umwelt- 
medium 
Indikator Letzter 
Ist-Wert 
(Jahr) 
Neuer 
Ist-Wert 1 
2010 / 
2011 
 
Soll-Wert  
 
(Zieljahr) 
Abfall Abfälle und Wertstoffe aus 
Haushalten [kg/EW*a] 
475 
 
(2009)  
468 /  425  
(2020)  
Stickstoff-Emissionen aus 
Kläranlagen / Nges-Ablauffracht 
[t/a]. 
121 
 
(2009)  
143 / 139  120  
(2010)  
Kupfer in Klärschlämmen [mg/kg] 387  
(2009)  
384 / 388  550  
(2010)  
Abwasser 
 
Zink in Klärschlämmen [mg/kg] 387 
 
(2009)  
496 / 468  1.400  
(2010)  
Boden/Fläche  Jährlicher Zuwachs der Siedlungs- 
und Verkehrsfläche  [ha/a] 
117 
 
(2009)  
63 / 156  wird noch 
festgelegt  
Biodiversität 
 
Bestandentwicklung ausgewählter 
Indikatorarten  
- Wiesenschaumkraut 
Anzahl der Induviduen 
- Laubfrosch 
Anzahl Individuen / besiedelter 
Gewässer 
 
 
k.A.  
(2004)  
 
 
k.A.  
k.A.  
 
 
wird noch 
festgelegt  
Grün Eingriffe in das Grünsystem [St./a] k.A  k.A.  0 
(ab 2013) 
Kohlendioxid-Emissionen [t/EW*a] 7,4  
(2009) 
7,4 / 7,0  5,4  
(2020)  
Klima / 
Energie 
Anteil der erneuerbaren Energien 
am Energieverbrauch der Stadt [%] 
 
2,0  
(2009) 
2,3 / 2,6  20  
(2020)  
Natur und 
Landschaft 
Fläche der Naturschutzgebiete [ha] 
 1.905  
(2009)  
1.905  
/ 1.905  
4.612  
 
                                            
1 Nicht für jeden Indikator liegt eine jährliche Fortschreibung vor.

6 
Umwelt- 
medium 
Indikator Letzter 
Ist-Wert 
(Jahr) 
Neuer 
Ist-Wert 1 
2010 / 
2011 
 
Soll-Wert  
 
(Zieljahr) 
Lärmbelastung an 
Hauptverkehrsstraßen 
L
den  >55 dB(A) [Einwohner tags] 
29.074  
(2008)  
k.A.  Liegt noch 
nicht vor  
Lnight >50 dB(A) nachts  
[Einwohner nachts] 
19.454  
(2008)  
k.A.  Liegt noch 
nicht vor  
Lden  >70 dB(A) tags [Einwohner 
tags] 
6.450  
(2008)  
k.A.  Liegt noch 
nicht vor  
Lärm-
immissionen 
L
night  >60 dB(A) nachts  
[Einwohner nachts] 
6.862  
(2008)  
k.A.  Liegt noch 
nicht vor  
Stickstoffdioxid -Immissionen 
[µg/m³] 
51 
 
(2009)  
47 / 46  40  
(ab 2010)  
Feinstaub-Immissionen 
[Überschreitungstage mit  
> 50 µg/m³ (24 Std.-Mittel)] 
22 
 
(2009)  
22 / 22  <36  
(ab 2011)  
Luftschad-
stoffe 
Ozon-Immissionen 
[Überschreitungstage mit 120 
µg/m³ (8 Std.-Mittel)] 
8
 
(2009)  
18 / 20  <26  
(ab 2010)  
Umwelt-
management 
ÖKOPROFIT-Betriebe  
[Anzahl Staffeln / 2 Jahre] 
1
 
(2009/ 
2010) 
1 
(2011/  
2012)  
1 
(ab 2011) 
Anteil Umweltverbund am Modal 
Split [%] 
53,7 
 
(2007)  
k.A.  70  
(2025)  
Verkehr / 
Mobilität 
Anteil des Kfz-Anteils im  
Regionalverkehr [%] 
80 
 
(2007)  
k.A.  75 
(2025)  
Wasser Anteil der Fließgewässer mit 
Gewässergüteklasse II-III oder 
besser [%] 
89 
 
(2008)  
89 / k.A.  100  
(2020)

7 
4. Die Umweltmedien im Detail 
Umweltmedium/Ressource: 
Abfall 
Indikator: 
Abfälle und Wertstoffe aus Haushalten 
Definition: 
Abfallaufkommen (nur Haushalte) pro Kopf der Bevölkerung. [kg/EW*Jahr] 
Erläuterung: 
Die Haushaltabfälle (Hausmüll, Sperrmüll, Wertstoff e u.ä.) stellen einen Teil der 
insgesamt anfallenden Siedlungsabfälle dar. Zu den sonstigen Siedlungsabfällen 
gehören zudem Baurestabfälle, Rückstände der Stadtreinigung und Gewerbeabfälle. 
Der Bezug auf die Bevölkerungszahl stellt die relative Vergleichsmöglichkeit sicher.  
Datenlage/Grafik: 
Abfallaufkommen (Haus-/ Sperrmüll + Wertstoffe) pro  Kopf [kg/EW] 
459 468 478 478 485 476 
464 
0
100 
200 
300 
400 
500 
600 
2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 
Sonstige Wertstoffe 
Glas 
Verpackungen 
Papier 
Bio-/Grünabfälle 
Haus-/Sperrmüll 
 
Zielwert: 425 kg/EW*a (2020)  
Siedlungsabfälle Verwertung/Deponierung [t] 
0
25.000 
50.000 
75.000 
100.000 
125.000 
150.000 
2006 2007 2008 2009 2010 2011 
deponierte Abfälle 
Verw ertung

8 
Qualitative Ziele: 
Abfallvermeidung schont Ressourcen; aber Abfall ist  auch “Rohstoff”. Durch 
ordnungsgemäße Verwertung können Abfallpotenziale g enutzt werden. Durch die 
schadlose Beseitigung nicht verwertbarer Abfälle we rden Umweltschäden 
vermieden. Eine nachvollziehbare Überwachung der Ab fallströme sichert den 
sorgsamen Umgang mit Abfall. 
• Prioritäre Vermeidung von Abfall 
• Optimierte Verwertung von Abfällen durch Weiteren twicklung des 
stoffstromoptimierten Abfallwirtschaftskonzeptes 
• Entsorgung der in Münster anfallenden Abfälle nur  im Rahmen abfallrechtlicher 
Vorgaben 
Quantitative Ziele: 
Senkung des Abfallaufkommens der Haushalte auf 425 kg/EW*a. 
Der Zielwert wurde im Rahmen der Beratung der Umwel tdaten 2009 als Prüfwert 
festgelegt. Aus Sicht der Abfallwirtschaftsbetriebe  ist eine Reduzierung des Abfall- 
und Wertstoffaufkommens aus Haushalten um 10.000 t zum Erreichen des 
Zielwertes von 425 kg/EW*a auch bei Durchführung de r unten aufgeführten 
Maßnahmen nicht zu realisieren (vgl. Vorlage V/0223/2011).  
Entwicklung 
: 
In 2010 und 2011 ist das Abfallaufkommen der Hausha lte gegenüber dem Schnitt 
der letzten Jahre leicht gesunken. Ein genereller Trend ist daraus nicht ableitbar.  
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Einrichtung einer Tauschbörse auf der Homepage de r Abfallwirtschaftsbetriebe 
Münster 
• Tipps zur Abfallvermeidung auf der Hompage der Ab fallwirtschaftsbetriebe 
Münster (Eigenkompostierung, Secondhand, etc.) 
• Thematisierung des Themas „Abfallvermeidung“ im R ahmen der Kampagne „Das 
große Ziel“ 
Adressaten: 
Bürgerinnen und Bürger 
Kosten: 
Umlage über Gebühren  
Datenherkunft/Zuständigkeit 
: 
Geschäftsberichte / Abfallbilanz der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster

9 
Aktualisierung: 
Jährlich 
Weitere Daten zum Umweltmedium 
: 
 2006  2007  2008  2009  2010  2011  
Gesamtaufkommen 
Siedlungsabfälle [t] 
173.631  165.961  173.653  195.414  221.042  178.371  
Anteil verwertete 
Siedlungsabfälle [%] 
84% 
 85%  83%  83%  84% 81%

10  
Umweltmedium/Ressource : 
Abwasser 
Indikator : 
Stickstoff-Emissionen aus Kläranlagen 
Definition : 
Der Indikator gibt die jährlich aus den Kläranlagen  in die Vorfluter emittierte Fracht 
an Stickstoff an. Die Angabe erfolgt als Gesamtstickstoff in Tonne pro Jahr [t/a]. 
Erläuterung :  
Stickstoff führt zur Eutrophierung von Gewässern. D ie Verringerung der Stickstoff-
Emissionen führt zu einer Verbesserung der Gewässergüte. 
Erläuterung : 
Datenlage/Grafik : 
Stickstoffemissionen als Gesamtstickstoff Nges [t/a ] 
98 
139 143 
121 111 123 
0
50 
100 
150 
2006 2007 2008 2009 2010 2011 
 
Zielwert: 120 t/a  
Qualitative Ziele: 
Die Wasserrahmenrichtlinie schafft einen Rahmen für den Schutz der Gewässer. Zur 
Erreichung der anspruchsvollen Ziele der WRRL trägt  auch eine leistungsfähige 
Abwasserbehandlung bei.  
Ziele: 
• Fortführung des Qualitäts- und Umweltmanagements in der Stadtentwässerung. 
• Elimination von Nährstoffen aus dem Abwasser 
• Schrittweise Reduzierung der Verschmutzung durch prioritäre Stoffe und 
schrittweises Einstellen von Einleitungen, Emission en und Verlusten prioritärer 
gefährlicher Stoffe in Oberflächengewässer sowie Verhindern und Begrenzen der 
Einleitung von Schadstoffen in das Grundwasser.

11  
Quantitative Ziele : 
Integrierendes Ziel ist die Einhaltung der Zielvorgaben der WRRL (vgl. Wasser) 
• Ziel hinsichtlich der Stickstoffemission ist eine  Nges-Ablauffracht von ca. 120 t/a.  
• Ziel hinsichtlich der Klärschlämme ist die Einhal tung des QLA Gütezeichens für 
Kupfer und Zink (Cu = 550 mg/kg, Zn = 1.400 mg/kg] 
Entwicklung : 
Der Zielwert der Stickstoff-Emission von 120 t/a wu rde nicht erreicht. Die 
Reinigungsleistung war jedoch bei deutlicher Unters chreitung der 
Überwachungswerte hinsichtlich der Eliminationsrate  von 92,2 % (2010: 91,9 %) 
konstant. 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
Eine Studie zur Vorbehandlung stark stickstoffhalti ger Prozesswässer auf der 
Hauptkläranlage liegt vor und soll ab 2013 realisie rt werden. Dadurch werden die 
Prozesswässer separat und energieeffizient entfrach tet werden. Dies wird zu einer 
Reduzierung der emittierten N-Frachten führen.  
Die Zielwerte für Klärschlämme wurden erreicht. Die  Konsequenzen, die sich ggf. 
aus der Novellierung der Düngemittelverordnung und der Novellierung der 
Abfallklärschlammverordnung 
 ergeben, werden im Entsorgungskonzept 
berücksichtigt. 
Adressaten: 
Stadt Münster 
Kosten: 
2010: 16.500 € 
2011: 17.000 
€  
Datenherkunft/Zuständigkeit : 
Tiefbauamt 
Weitere Daten zum Umweltmedium 
: 
 2008  2009  2010  2011  
Eliminationsrate Stickstoff [%] 92,7  92,4  91,9  92,2  
CSB-Emissionen [t/a] 713,9  662  726  696  
Eliminationsrate CSB [%] 93,7  94,6  95,6  94,3  
Phosphor-Emissionen [t/a] 7,3  4,4  8 7 
Eliminationsrate Phosphor [%] 96,4  97,9  97,1  97,1

12  
Angeschlossene Einwohnerwerte [EW]  370.300  373.500  373.500  367.300  
Kupfer im Klärschlamm HKA [mg/kg] 392  387  384  388  
Zink im Klärschlamm HKA [mg/kg] 460  463  496  468

13  
Umweltmedium/Ressource : 
Biodiversität 
Indikator : 
Repräsentative Arten 
Definition : 
Für ausgewählte Indikatorarten erfolgt im 3-5 jähri gen Turnus im Auftrag der Stadt 
Münster eine Erhebung der Bestandssituation bzw. de r Populationsentwicklung in 
Münster durch die NABU-Naturschutzstation Münsterla nd e.V.. Die Indikatorarten 
geben stellvertretend Hinweise auf die Entwicklung der Biodiversität der wichtigsten 
Lebensraumtypen: 
1. Jahr: Wiesenschaumkraut (frische-feuchte Wiesen), Laubfrosch (Stillgewässer) 
Für die Folgejahre sind folgende weitere Arten ange dacht: Kiebitz, Kammmolch, 
Kornblume, heimischen Orchideen-Arten. 
Erläuterung 
: 
Die Bestandsentwicklung der repräsentativen Arten s teht stellvertretend für die 
Bestandsentwicklung vieler anderer Arten. Sie zeigt  die Qualität von Biotopen und 
die Eignung der Landschaft als Lebensraum.  
Datenlage/Grafik 
: 
 
Abbildung: Anzahl der Individuen des Wiesenschaumkr autes in verschiedenen 
Biotoptypen in ausgewählten, repräsentativen Quadra nten des amtlichen Stadtplans 
von Münster (Stand 2012) -  NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.

14  
Abbildung: Bestandserfassung des Laubfrosches im un d um das Stadtgebiet 2012 - 
NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V. (Rote Punk te geben die Anzahl der 
rufenden Laubfrösche nach Größenklassen wider. Grün e Fläche = Naturschutz-
gebiet) 
Qualitative Ziele 
: 
Die Stadt Münster hat in der Sitzung des Hauptaussc husses am 29.09.2010 
beschlossen, dem „Bündnis für biologische Vielfalt“  im Rahmen der Deklaration 
„Biologische Vielfalt in Kommunen“ beizutreten. Die Stadt verpflichtet sich damit die 
Biodiversität im Bereich folgender Bereiche zu fördern. 
• Grün- und Freiflächen im Siedlungsbereich 
• Arten und Biotopschutz 
• Nachhaltige Nutzung  
• Bewusstseinsbildung und Kooperation  
Die Zielsetzung weiterer Umweltmedien/Ressourcen si nd auch im Sinne der 
Biodiversität von Relevanz (z.B. Boden/Fläche, Wasser, Grünflächen) 
Quantitative Ziele 
: 
Erreichung nachhaltiger Populationsgrößen bzw. Sied lungsdichten der gewählten 
Referenzarten. Für die ausgewählten Arten müssen di e Zielgrößen im Rahmen des 
weiteren Monitorings der Arten noch entwickelt werd en. Auf der Grundlage der 
bislang vorliegenden Daten ist eine entsprechende Festlegung noch nicht möglich.

15  
Entwicklung : 
Der Bestand des Wiesenschaumkrautes ist nach Beobac htung des NABU stark 
rückläufig. Der Bestand des Laubfrosches in Münster  ist seit der konsequenten 
Förderung der Art relativ stabil. Die Art ist in ho hem Maße von Naturschutz-
maßnahmen, z.B. der Neuanlage und Pflege von Gewäss ern, abhängig. Defizite 
sind im westlichen Stadtgebiet zu verzeichnen. 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Maßnahmen sind im Zuge des weiteren Monitorings u nd nach Festlegung von 
Zielgrößen noch festzulegen. 
Adressaten: 
Stadt Münster, Landwirte und sonstige Grundeigentüm er, NABU-Naturschutzstation 
Münsterland e.V. u.a. 
Kosten: 
Noch nicht bezifferbar. 
Datenherkunft/Zuständigkeit 
: 
NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V. im Auftrag  des Amtes für Grünflächen 
und Umweltschutz. 
Weitere Daten:  Jahresstatistik des Amtes für Stadtentwicklung, Sta dtplanung, 
Verkehrsplanung 
Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Wes tfalen (IT.NRW), 
Landwirtschaftszählung 2010 
Weitere Daten zum Umweltmedium 
: 
 2001 2003 2005 2007  2010*  
Anteil der Ackerflächen an der 
landwirtschaftlich genutzten Gesamtfläche [%] 
80,3 
 80,9  80,8  81,4  82,8  
Anteil der Grünlandflächen an der 
landwirtschaftlich genutzten Gesamtfläche [%] 
17,7 
 17,6  17,9  17,4  
 
16,0  
* Daten 2010 ggü. den Vorjahren mit leicht veränderter Erhebungsmethodik

16  
Umweltmedium/Ressource : 
Boden/Fläche 
Indikator : 
Siedlungs- und Verkehrsfläche 
Definition : 
Die Siedlungs- und Verkehrsfläche beinhaltet die Ge bäude- und Freiflächen, 
Betriebsflächen (ohne Abbauland), Erholungs-, Verke hrs- und Friedhofsflächen. Die 
Angabe erfolgt in Hektar und stellt die Veränderung  gegenüber dem Vorjahr für die 
einzelnen Flächennutzungsarten und in der Gesamtsumme dar. 
Erläuterung : 
Die Entwicklung der Siedlungs- und Verkehrsfläche stellt als Summenindikator einen 
Maßstab für den Verlust von Freiflächen und die Ver änderung von Böden durch 
Siedlungs- und Verkehrszwecke dar. Bisherige Nutzun gsfunktionen wie 
Landwirtschaft, Erholungsmöglichkeiten, Biotope ode r Frischluftkorridore gehen 
verloren. Durch den hohen Versiegelungsgrad von Sie dlungs- und Verkehrsflächen 
(NRW 58%, Stand 2009) werden natürliche Bodenfunktionen in erheblichem Umfang 
zerstört. Diese Flächeninanspruchnahme – allgemein häufig auch als  
„Flächenverbrauch“ bezeichnet - ist jedoch nicht mit Versiegelung gleichzusetzen, da 
auch unbebaute Erholungsflächen und Gärten zur Sied lungs- und Verkehrsfläche 
zählen.  
Datenlage/Grafik 
: 
Entwicklung der Siedlungs- und Verkehrsfläche der Jahre 2002-2011 
nach Flächennutzungsarten 
+156 
+63 
+117 
+178 
+81 
+44 
+79 
+60 +95 
+68 
-50 
-25 
0
25 
50 
75 
100 
125 
150 
175 
200 
2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 
Jahr 
in ha 
Gebäude- und Freifläche Verkehrsfläche Erholungsfläche Betriebsfläche Friedhof 
 
  Zielwert: (wird noch festgelegt)

17  
 
 
Qualitative Ziele 
: 
Der Boden ist aufgrund seiner vielfältigen Funktion en im Naturhaushalt ein 
unverzichtbares Gut. Sein Verlust ist nicht ausglei chbar. Münster trägt auch als 
Mitglied der „Allianz für die Fläche“ Verantwortung. 
Ziele: 
• Reduktion der Inanspruchnahme von Freiflächen für  Siedlungs- und 
Verkehrszwecke 
• Erhaltung natürlicher Böden 
• Sicherung besonders schutzwürdiger Böden 
• Reduzierung von einwirkenden Belastungen  
Quantitative Ziele 
: 
Bezogen auf das Ziel des Landes NRW, den Zuwachs an  Siedlungs- und 
Verkehrsfläche bis 2020 auf 5 ha pro Tag zu verring ern, ergibt sich bezogen auf die 
heutige Einwohnerzahl von Münster eine Zielvorgabe von ca. 30,3 ha pro Jahr. 
Aufgrund der Funktion Münsters als Oberzentrum sowi e der prognostizierten 
Einwohner- und Beschäftigtenzuwächse ist für Münste r ist dieser landesweite 
Durchschnittswert spezifisch für Münster auszugesta lten.. Die Verwaltung hat hierzu 
einen Vorschlag vorgelegt (vgl. Vorlage V/0288/2012 ). Die parlamentarische 
Beratung ist noch nicht abgeschlossen. 
Entwicklung 
: 
Die jährliche Inanspruchnahme für Siedlungs- und Ve rkehrsflächen befindet sich in 
den letzten Jahren auf einem relativ hohen Niveau. In den letzten Jahren beruht die 
erhebliche Steigerung der Siedlungs- und Verkehrsfl ächen zu einem großen Teil auf 
der Zunahme der Erholungsflächen (2008: 128 ha, 200 9: 93 ha, 2011: 82 ha). Dabei 
ist zu berücksichtigen, dass es sich dabei nicht nu r um eine tatsächliche 
Ausdehnung der Erholungsflächen in diesem Umfang ha ndelt, sondern für den 
Anstieg auch methodische Gründe (statistische Umsch lüsselungen von Flächen) 
ausschlaggebend waren.  
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
Maßnahmen gemäß Vorlage V/0288/2012, die ca. 127 ha  städtebauliches 
Wiedernutzungspotenzial bieten (kontinuierliche For tschreibung entsprechend den 
vorhandenen Potenzialen, zur Verfügung stehenden Re ssourcen und 
parlamentarischen Zielsetzungen)  
• Wiedernutzung der aufgegebenen britischen Kaserne nstandorte und 
Wohnstandorte 
• Umstrukturierung des Bereiches zwischen Meckmannw eg und Schwarzer Kamp 
zu einem attraktiven Wohnquartier

18  
• Weitgehende Umnutzung der ehemaligen OSMO-Flächen  nördlich des 
Stadthafens 1 in ein innerstädtisches Wohnquartier 
• Städtebauliche Entwicklung des bisher als Parkrau m genutzten Bereichs 
zwischen Hörsterstraße / Sonnenstraße / Korduanenstraße / Bült  
• Weitere Stärkung der inneren Entwicklung im Berei ch Wohnen gemäß Vorlage 
V/0006/2011 (Erfassung und Bewertung von Entwicklun gspotenzialen; 
modellhafte Erprobung von Aktivierungs- und Prozess strategien in zwei 
Quartieren) 
• Qualifizierung des Flächenmonitorings durch Hinzu ziehung weiterer Quellen (z. 
B. Luftbilder) und Nutzung laufender Verwaltungspro zesse (z. B. Fortschreibung 
der Deutschen Grundkarte), um ein realistisches Bil d der realen 
Flächennutzungsveränderungen zu erhalten 
Adressaten: 
Stadt Münster, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben  (BIMA), externe 
Maßnahmenträger, Private Grundstücks- und Immobilieneigentümer. 
Kosten: 
Zur Zeit noch nicht bezifferbar 
Datenherkunft/Zuständigkeit 
: 
IT.NRW (Flächenerhebung nach Art der tatsächlichen Nutzung) auf der Basis von 
Angaben des Vermessungs- und Katasteramtes der Stad t Münster (Auswertung des 
Automatisierten Liegenschaftsbuches); Jahres-Statis tik des Amtes für 
Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung    
Weitere Daten:  Amt für Grünflächen und Umweltschutz 
Weitere Daten zum Umweltmedium : 
 2007 2008  2009  2010  2011  
Siedlungs- und Verkehrsfläche [ha] 9.491  9.669  9.785  9.849 10.004  
Anzahl erfasster Altlasten-/Verdachtsflächen 
[Stück] 
592 
 600  678  618  642  
Noch nicht bewertete Altlasten-
/Verdachtsflächen [%] 
7% 
 8%  7%  
 
8%  7%

19  
Umweltmedium/Ressource : 
Grün 
Indikator : 
Bauliche Eingriffe in das Grünsystem 
Definition : 
Der Indikator gibt die jährliche Anzahl der baulich en Eingriffe in das Grünsystem der 
Stadt Münster an. Berücksichtigt werden Eingriffe ( > 500 m² versiegelte Fläche) in 
die Grünzüge sowie den 1. und 2. Grünring gemäß Grünordnung der Stadt Münster.  
Erläuterung : 
Das Grünsystem der Stadt Münster ist von maßgeblich er Bedeutung für die 
Freiraumsicherung. Es stellt die Grundvoraussetzung  dafür dar, dass der Freiraum 
seine Funktionen für Freizeit und Erholung einersei ts sowie Natur-/ 
Landschaftsschutz und Stadtökologie andererseits er füllen kann. Flächenverluste in 
diesen Bereichen führen zu nachhaltigen Beeinträcht igungen der 
Freiraumfunktionen. 
Datenlage/Grafik 
: 
Wird ab 2013 neu erhoben. Eine Grafik liegt noch nicht vor. 
Qualitative Ziele : 
Sicherung des kohärenten Systems der städtischen Grünzüge und Grünringe gemäß 
Grünordnung. 
Weitere Ziele mit Bezug zu öffentlichen Grünflächen:  
• Sicherstellung der Erreichbarkeit und Vernetzung von Grünflächen 
• Bereitstellung geeigneter Angebote für alle Nutze rgruppen 
• Ausstattung aller Stadtteile mit qualitativ hochw ertigen und bedarfsgerechten 
Grünflächen 
• Bedarfsgerechte Pflege zur nachhaltigen Sicherste llung der Funktionalität 
• Gewährleistung der stadtökologischen Funktionen v on Grünflächen, z.B. für das 
Stadtklima  oder als Lebensraum für Tiere und Pflanzen 
Quantitative Ziele 
: 
Als maßgeblicher Indikator soll zukünftig die Anzah l der baulichen Eingriffe in das 
Grünsystem der Stadt Münster erhoben werden. Ziel i st es, derartige Eingriffe 
vollständig zu vermeiden. 
Von der Festlegung eines Zielwertes für die Größe d er öffentlichen Grünflächen pro 
Einwohner wurde Abstand genommen, da sich maßgebend e Faktoren wie 
Aufenthaltsqualitäten, räumliche Vernetzung oder st adtökologische Funktionen 
quantitativ nicht hinreichend abbilden lassen. Der Orientierungswert des Deutschen 
Rates für Landespflege (DRL 1992) liegt bei 15 m²/Einwohner.

20  
Entwicklung : 
Eine Entwicklung ist noch nicht ablesbar.  
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Vermeidung von Eingriffen in das Grünsystem. 
Adressaten: 
Stadt Münster 
Kosten: 
keine 
Datenherkunft/Zuständigkeit 
:  
Amt für Grünflächen und Umweltschutz 
Aktualisierung 
: 
Jährlich 
Weitere Daten zum Umweltmedium 
: 
 2006  2008 2009  2010  2011  
Öffentliche Grünflächen [ha] 323  341  348  354  355  
Öffentliche Grünflächen je Einwohner 11,9  12,5  12,6  12,7  12,3  
Spielplatzflächen [ha] 59  61  63  64  64  
Anzahl Spielplätze [Stück] 317  325  330  334  336  
Einzelbäume / überwiegend 
Straßenbäume gemäß Baumdatei   
[Stück] 
43.950 
 45.968  46.554  47.209  47.816

21  
Umweltmedium/Ressource : 
Klima / Energie 
Indikator : 
Kohlendioxid-Emissionen 
Definition : 
Der Indikator gibt die lokale CO 2-Emission pro Einwohner durch die Nutzung fossiler 
Energieträger an. Die Emissionen umfassen energiebe dingte Emissionen 
(Raumwärme, Prozesswärme, Elektrizität) und persone nverkehrsbedingte 
Emissionen. Die Angabe erfolgt in Tonnen pro Einwohner und Jahr [t/EW*a]. 
Erläuterung : 
Der Indikator zeigt den Beitrag der Stadt Münster an der Klimaproblematik durch das 
Treibhausgas CO 2 an.  
Datenlage/Grafik : 
CO 2-Emissionen 
 [t/EW*a] 
7,0 
7,4 7,4 
9,1 8,8 8,7 
8,1 
5,0 
6,0 
7,0 
8,0 
9,0 
10,0 
1990 1995 2000 2006 2009 2010 2011 
 
  Zielwert 2020: < 5,4 t/EW*Jahr  
Qualitative Ziele : 
Der Treibhauseffekt zwingt zum Handeln. Durch den r ationellen Einsatz von Energie 
und die Nutzung regenerativer Energien kann der Aus stoß klimaschädlicher CO 2-
Emissionen begrenzt werden.  
Ziele: 
• Reduzierung der CO 
2-Emissionen durch Senkung des Energieverbrauchs im 
Bereich Wärme, Strom und Verkehr 
• Steigerung des Anteils der Nutzung und Erzeugung regenerativer Energien 
Quantitative Ziele : 
• Senkung der CO 2-Emissionen bis 2020 um mindestens 40 % (ggü. dem S tand 
1990 von 9,1 t/EW *a um mindestens 3,7 t/EW*a auf < 5,4 t/EW*a)

22  
• Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien am E nergieverbrauch der Stadt bis 
2020 auf 20% 
Entwicklung :  
Kontinuierliche Abnahme der CO 2-Emissionen im gesamten Abbildungszeitraum. Bis 
2005 leichte Reduzierung der CO 2-Emissionen um gut 5% durch die Initiierung einer 
Vielzahl an Klimaschutzmaßnahmen. Mit dem Bau des G uD-Kraftwerkes Ende 2005 
erfolgte eine weitere Reduzierung um 10%. Mit dem d eutlichen Ausbau der 
Klimaschutzaktivitäten sowohl auf kommunaler Ebene als auch auf Bundesebene 
konnte bis 2011 eine Reduzierung der CO 2-Emissionen um 18% erreicht werden. 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Maßnahmen gemäß „Handlungskonzept zur Umsetzung d es 
Klimaschutzkonzeptes 2020 in Münster“ (vgl. Vorlage  V/0592/2010 und 
V/0592/2010/E1) 
Adressaten: 
Stadt Münster, Stadtwerke Münster GmbH, IHK, Handwe rk, Wohnungswirtschaft, 
Energieberater, Busunternehmer, u.a. 
Kosten: 
6.625.000 € bis zum Jahr 2020 
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
Stadtwerke Münster GmbH / Amt für Grünflächen und Umweltschutz  
Aktualisierung 
: 
Von 1990 bis 2005 alle 5 Jahre. Ab 2009 (nach Änderung der Systematik) jährlich. 
Weitere Daten zum Umweltmedium : 
 2007  2008  2009  2010  2011  
Sonnenenergie Photovoltaik [kWp] 4.351  5.766  7.667  11.765  19.974  
Sonnenenergie Thermie  
(m² Kollektorfläche) 
10.708 
 13.494  15.212  18.155  20.493  
 
 2000 
 2005  2009  2010  2011  
Stromverbrauch [kWh/Einw./Jahr] 4.418  5.012  5.181  5.187  4.972  
Heizenergiebedarf [kWh/Einw./Jahr] 13.326  13.087  11.466  11.433  10.559  
Kommunaler Heizenergiebedarf  77,0  63,8  58,2  59,6  -

23  
[Mio kWh/Jahr] 
Stromverbrauch kommunale 
Einrichtungen [Mio kWh/Jahr] 
15,3 
 14,8  15,6  16,6  - 
Anteil erneuerbarer Energien am 
Gesamt-Energieverbrauch der Stadt 
[%] 
0,6 
 1,5 2,0  2,3  2,6

24  
Umweltmedium/Ressource : 
Lärmimmissionen 
Indikator : 
 Lärmbelastung an Hauptverkehrsstraßen  
Definition : 
Geschätzte Anzahl der Menschen an Hauptverkehrsstra ßen, d.h. Straßen mit mehr 
als 6 Mio. Kfz/Jahr, die in Häusern wohnen mit Schallpegeln an der Fassade von  
Lden  >55 dB(A) tags oder L night >50 dB(A) nachts bzw. 
Lden  >70 dB(A) tags oder L night  >60 dB(A) nachts  
[Einwohner tags/nachts] 
Erläuterung 
: 
In Münster werden auf der Grundlage der Umgebungslä rmrichtlinie die Gebiete 
ermittelt, bei denen die Lärmbelastung durch Verkeh r besonders hoch ist. Bei der 
erstmaligen Erhebung 2007 beschränkte sich die Kart ierung auf Bundes- und 
Landesstraßen im Hauptverkehrsstraßennetz. Zukünfti g wird das gesamte 
Straßennetz analog der Ballungsräume erfasst.  
Zum Vergleich: Die vorsorgeorientierten Orientierun gswerten der DIN 18005 für 
Allgemeine Wohngebiete betragen 55 dB(A) tags und 4 5 dB(A) nachts. 
Lärmimmissionen >70 dB(A) tags und >60dB(A) nachts spiegeln die Schwelle der 
Gesundheitsgefährdung wider. 
Datenlage/Grafik 
: 
Geschätzte Gesamtzahl Menschen an Hauptverkehrstraßen mit Lärmbelastung 
> 55 dB(A) tags bzw. > 50 dB(A) nachts 
> 70 dB(A) tags bzw. > 60 dB(A) nachts 
29074 
19454 
6450 6862 
0
5000 
10000 
15000 
20000 
25000 
30000 
2008 2013 
tags > 55 
nachts > 50 
tags > 70 
nachts > 60 
 
Qualitative Ziele : 
Der allgegenwärtige Lärm hat sich zu einem zentrale n Umweltschutzthema 
entwickelt. Die Gesundheit gefährdende oder die Leb ensqualität mindernde 
Lärmpegel sollen daher vermieden werden.

25  
Ziele:  
Senkung der Anzahl der Münsteraner, die von gesundh eitsgefährdenden bzw. 
erheblich belästigenden Lärmimmissionen betroffen sind.  
Kurzfristig:  Vermeidung von Gesundheitsgefährdung (> 65 dB(A) / 55 dB(A)) 
Mittelfristig: Minderung der erheblichen Belästigun g (>60 dB(A) / 50 dB(A)) 
Langfristig : Vermeidung von erheblicher Belästigun g (>55 dB(A) /45 dB(A)) 
     [ Immissionswerte = L den  / L night  ] 
Quantitative Ziele : 
Eine quantitative Zielvorgabe (konkrete Anzahl an b etroffenen Personen) wird im 
Rahmen der Lärmaktionsplanung erst ab dem Jahr 2012 entwickelt. 
Entwicklung: 
Noch keine Entwicklung ablesbar. 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Maßnahmen werden im Rahmen der Lärmaktionsplanung  erst ab dem Jahr 2012 
entwickelt. 
Adressaten: 
Noch festzulegen 
Kosten: 
Noch festzulegen 
Datenherkunft/Zuständigkeit 
: 
LANUV NRW / Amt für Grünflächen und Umweltschutz  
Aktualisierung 
: 
5-jährlich 
Weitere Daten zum Umweltmedium 
: 
 2008  2013  
Geschätzte Zahl der von Umgebungslärm durch Schienenlärm der 
Eisenbahnen des Bundes in ihren Wohnungen belasteten 
Menschen (von der DB im Jahr 2009 ggü. dem Stand des 
Vorjahres korrigierte Zahlen): 
  
LDEN      > 55 dB(A) tags 14.600   
LNIGHT    > 50 dB(A) nachts 12.100

26  
LDEN      > 70 dB(A) tags   1.630   
LNIGHT    > 60 dB(A) nachts   2.790

27  
Umweltmedium/Ressource : 
Luftschadstoffe 
Indikator : 
Stickstoffdioxid- und Feinstaub-Immissionen 
Definition : 
Jahresmittel für NO 2 [µg/m³] und Anzahl der Tage mit Überschreitung des  
Tagesgrenzwertes für PM 10 [Überschreitungstage > 5 0 µg/m³] an der 
Verkehrsstation Weseler Straße (bis 2006 Steinfurter Straße). 
Erläuterung : 
Der Grenzwert für das NO 2-Jahresmittel liegt bei 40 µg/m³ (ab 2010). Seit 20 05 gilt 
für PM 10 ein Tagesgrenzwert von 50 µg/m³, der maxi mal an 35 Tagen pro Jahr 
überschritten werden darf. PM 10 umfasst Feinstäube  < 10 Mikrometer, die als 
gesundheitsgefährdend einzustufen sind. Zentrale Qu elle für lokale Feinstaub- und 
Stickstoffdioxidbelastungen ist der Straßenverkehr. 
Datenlage/Grafik : 
Jahresmittelwert N0 2  [µg/m³] 
46 
64 62 
51 47 
30 
40 
50 
60 
70 
2007 2008 2009 2010 2011 
 
Zielwert 2010: 40 µg/m³ 
Überschreitungstage PM 10 > 50 µg/m³ [Tage] 
22 
31 
22 22 
38 
0
10 
20 
30 
40 
50 
2007 2008 2009 2010 2011 
 
Zielwert 2010: < 36 Überschreitungstage

28  
Qualitative Ziele : 
Ozon, Feinstäube und Stickoxide stehen im Brennpunk t der aktuellen Diskussionen 
zu Luftschadstoffen. Um mögliche Gesundheitsgefahre n und nachteilige 
Umweltfolgen zu mindern ist es erforderlich, dass d ie entsprechenden 
Luftbelastungen gemindert werden.  
Ziele:  
• Einhaltung der Grenzwerte zum Schutz der menschli chen Gesundheit der EU-
Luftqualitätsrichtlinie für die Leitsubstanzen Ozon, PM10 und NO 
2 
• Verringerung der flächenhaften Stickstoffdepositi onen 
Quantitative Ziele 
• Einhaltung des EU-Grenzwertes für NO 
2 von 40 µg/m³ als Jahresmittelwert ab 
2010 
• Einhaltung des EU-Grenzwertes für PM10 von < 36 Ü berschreitungstage mit  
> 50 µg/m³ (24 Std.-Mittel) 
• Einhaltung des EU-Grenzwertes für Ozon von < 26 Ü berschreitungstage mit 120 
µg/m³ (8 Std.-Mittel) 
Entwicklung : 
Seit dem 1. Januar 2010 ist der Stadtkern in Münste r eine Umweltzone. Die 
deutliche Reduzierung der Schadstoffbelastung in der Weseler Straße in den Jahren 
2009 bis 2011 in der Weseler Straße ist nicht zulet zt auf die Witterungsbedingungen 
zurückzuführen. Aus der Entwicklung der Schadstoffb elastung kann jedoch 
abgelesen werden, dass die Wahrscheinlichkeit der Ü berschreitung des 
Grenzwertes für Feinstaub zukünftig sehr gering sei n wird und bei Stickstoffdioxid 
auch nach 2011 weiterhin von Überschreitungen ausgegangen werden muss.  
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Mit Hilfe des Luftqualitätsplans (2008) wurden Ma ßnahmen zur Minderung der 
Belastungen eingeleitet (z.B. Umweltzone).  
Adressaten: 
Stadt Münster, Stadtwerke Münster, Bürgerinnen und Bürger 
Kosten: 
Gemäß Vorlage: V/1072/2008 
• erstmalige Beschilderung für die Einrichtung eine r Umweltzone (50.000,-€) 
• begleitende Öffentlichkeitsarbeit (50.000,- €) 
• Einnahmen für Bewilligung von Genehmigungen im Ra hmen der Umweltzone  
(jährliche Erträgen von ca. 30.000,- €)

29  
Datenherkunft/Zuständigkeit : 
LANUV NRW 
Aktualisierung 
: 
jährlich 
Weitere Daten zum Umweltmedium 
: 
 2007  2008 2009  2010  2011  
Ozon-Immissionen Münster Geist  
[Überschreitungstage mit 120 µg/m³  
(8 Std.-Mittel)] 
18 
 12  8 18  20  
Ozon-Immissionen (Jahresmittelwert) 
Münster-Geist [µg/m³] 
41 
 39  39  41  41

30  
Umweltmedium/Ressource : 
Natur und Landschaft 
Indikator : 
Schutzgebiete 
Definition : 
Fläche der Schutzgebiete (Naturschutzgebiete / Landschaftsschutzgebiete) in Hektar 
[ha]. 
Erläuterung 
: 
Der Indikator gibt den Stand der Sicherung der für Natur und Landschaft 
bedeutsamen Landschaftsbestandteile wieder. Nicht e nthalten sind die Geschützten 
Landschaftsbestandteile, die seit 1998 unverändert die gleiche Gesamtgröße 
aufweisen (107,6 ha). 
Datenlage/Grafik 
: 
 
Naturschutzgebiete und Landschaftschutzgebiete [ha]
1905 1905 1905 1905 
8780 8766 8763 8763 
1905 
8766 
0
2000 
4000 
6000 
8000 
10000 
2004 2006 2008 2010 2011 
NSG 
LSG 
 
Orientierungswert: 4.612 ha Naturschutzgebiete 
(Bereiche für den Schutz der Natur gemäß Regionalplan-Entwurf) 
Qualitative Ziele 
: 
Die unterschiedlichen Naturräume und Nutzungsformen  haben zur Ausbildung der 
für Münster typischen Landschaften und Lebensräume geführt. Diese gilt es zu 
sichern und zu optimieren.  
Ziele: 
• Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen 
• Schutz der bedeutsamen Natur- und Kulturlandschaf ten

31  
• Erhaltung und Entwicklung der natürlichen Vielfal t der Tier- und Pflanzenwelt / 
Biodiversität von Arten und Lebensgemeinschaften 
• Anreicherung strukturarmer Landschaftsräume mit g liedernden und belebenden 
Elementen 
• Sicherung der Landschaft für die Erholung des Men schen 
Quantitative Ziele : 
Als Zielmaßstab für die Größe der zu schützenden Gebiete wird näherungsweise auf 
die Flächen, die im Entwurf des Regionalplans als „ Bereiche für den Schutz der 
Natur (BSN)“ dargestellt sind, zurück gegriffen. Dabei handelt es sich um „ökologisch 
hochwertige und daher schutzwürdige und schutzbedür ftige Gebiete, die entweder 
bereits als NSG ausgewiesen sind… oder künftig als solche ausgewiesen werden 
sollen“ (Entwurf Regionalplan 2011). Der Regionalplan verzeichnet insgesamt 4.612 
ha als BSN-Flächen. Dabei ist zu berücksichtigen, d ass es einerseits zu 
maßstabsbedingten Ungenauigkeiten kommt und anderer seits die Konkretisierung 
über die Landschaftspläne zu erfolgen hat. Ziel ist  daher auch eine flächendeckende 
Landschaftsplanung für den Außenbereich von Münster. 
Entwicklung : 
Die Entwicklung zeigt bis 2004 einen Anstieg der Na turschutzgebietsflächen bei 
gleichzeitigem Rückgang der Landschaftsschutzgebiet sfläche im annähernd 
gleichen Umfang. Der Anstieg beruht auf der Ausweis ung von Flora-Fauna-Habitat 
(FFH)-Gebieten als Naturschutzgebiet (z.B. Wolbecke r Tiergarten). Da diese 
Flächen zuvor meistens unter Landschaftsschutz stan den, erklärt sich die 
entsprechende Abnahme der LSG-Flächen. Weitere geri ngfügige Verringerungen 
der LSG-Flächen beruhen auf Entlassungen im Zuge de r baulichen Entwicklung. Im 
Vergleich zu den BSN-Flächen des Regionalplans sind  bislang ca. 41% als 
Naturschutzgebiet ausgewiesen. 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Umsetzung der Landschaftspläne 3 und 4  
Adressaten: 
Stadt Münster 
Kosten: 
Geschätzte Kosten für Umsetzung des LP 3 (Maßnahmen realisierung und 
Grunderwerb): 1,2 Mill. € 
Datenherkunft/Zuständigkeit 
: 
Amt für Grünflächen und Umweltschutz 
Weitere Daten:  
Jahresstatistik des Amtes für Stadtentwicklung, Sta dtplanung, Verkehrsplanung / 
Amt 61

32  
Aktualisierung : 
Jährlich 
Weitere Daten zum Umweltmedium 
: 
 2007  2008  2009 2010  2011  
Waldfläche [ha] 4.709  4.769  4.798  4.843  5.297  
Landwirtschaftliche Fläche [ha] 14.611  14.123  13.881  13.968  14.030  
Anzahl der Naturdenkmale 331  331  331  329  329

33  
Umweltmedium/Ressource : 
Umweltmanagement 
Indikator : 
ÖKOPROFIT-Betriebe  
Definition : 
Anzahl der Betriebe, die sich am Projekt ÖKOPROFIT der Stadt Münster beteiligen.  
Erläuterung : 
Seit 2001 unterstützt die Stadt Münster im Rahmen d es Projektes ÖKOPROFIT 
Unternehmen bei der Erarbeitung und Umsetzung von Umweltschutzmaßnahmen im 
Bereich Energie, Abfall, Wasser und Rohstoffe.  Der Indikator ist ein Maßstab für das 
Umweltengagement von Unternehmen in Münster. 
Datenlage/Grafik 
: 
ÖKOPROFIT-Betriebe 
Gesamtzahl und  Anzahl im Auszeichnungsjahr [Betrie be] 
40 
49 
73 
12 916 10 12 12 24 
85 
61 
0
20 
40 
60 
80 
100 
2003 2004 2006 2008 2010 2012 
pro Jahr 
gesamt 
 
Qualitative Ziele : 
Betriebliche Prozesse haben erheblichen Einfluss au f die Umwelt. Durch 
Optimierung dieser Prozesse kann die Umwelt entlast et werden (z.B. reduzierter 
Wasserverbrauch, Energieeinsparung, Abfallvermeidung u.a.m.)  
Ziele: 
• Förderung des betrieblichen Umweltschutzes in Mün steraner Unternehmen 
• Ausbau des Umweltmanagements im Konzern Stadt Mün ster 
Quantitative Ziele 
: 
Eine konkrete Zielvorgabe für die Anzahl der Betrie be, die sich pro Jahr am 
ÖKOPROFIT beteiligen, lässt sich nicht benennen. Pr imäres Ziel ist es, das 
erfolgreiche ÖKOPROFIT-Projekt dauerhaft in Münster zu etablieren.

34  
Entwicklung : 
Im Durchgang 2012 wurden erneut 12 Betriebe neu aus gezeichnet. Darüber hinaus 
wurden 4 Betrieb rezertifiziert, d.h. sie unterzoge n sich einer erneuten Überprüfung 
ihrer Maßnahmen im Umweltschutz. Seit Beginn des Pr ojektes steigt die Anzahl der 
Gesamtbetriebe kontinuierlich auf gegenwärtig 85 Be triebe an. Bislang konnte die 
Kontinuität im Sinne der Zielfestlegung erhalten bleiben. 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Einwerbung weiterer Betriebe.  
Adressaten: 
Stadt Münster, Gewerbebetriebe / Münsteraner Unternehmen 
Kosten: 
ca. 16.000,- € je Durchgang (nach Abzug von Landesmitteln) 
Datenherkunft/Zuständigkeit 
: 
Amt für Grünflächen und Umweltschutz  
Aktualisierung 
: 
2-jährlich 
Weitere Daten zum Umweltmedium 
: 
 2007  2008 2009  2010  2011  
Anzahl Kontakte in der Umweltberatung 
[Stück] 
13.179 
 12.693  12.035  12.081  10.286  
Hinweis: 2010 Daten nur vom 04.01.-17.12.2010 wegen  der Verlagerung der 
Umweltberatung vom Kundenzentrum des Stadthauses 3 zum Stadtwerke-City-
Shop. Die Daten für 2011 umfassen die Kontakte im e rweiterten telefonischen 
Umweltservice. Eröffnung der Umweltberatung am 19.1 1.2011 im Stadtwerke-City-
Shop.

35  
Umweltmedium/Ressource : 
Verkehr/Mobilität 
Indikator : 
Anteil Umweltverbund am Modal Split 
Definition : 
Anteil des Umweltverbundes (Fußgänger, Radfahrer, Ö PNV/SPNV) am Modal Split 
in Prozent. [%] 
Erläuterung 
: 
Der Modal Split bezeichnet die Verteilung des Verke hrs auf die verschiedenen 
Verkehrsträger. Für den Indikator relevant ist der Anteil des Umweltverbundes 
(Fußgänger, Radfahrer, ÖPNV/SPNV) am Gesamtverkehr.  Darüber hinausgehend 
sind für die langfristige Bewertung des Verkehrs un ter Nachhaltigkeitsaspekten aber 
auch künftige Anteile der Elektromobilität im Kfz-V erkehr sowie der 
Fahrzeugbesetzungsgrad, der zurzeit in Münster 1,25  Personen/Pkw beträgt, von 
Relevanz. Die Beeinflussung dessen ist jedoch wesen tlich von bundesweiten 
Rahmenvorgaben abhängig und weniger auf kommunaler Ebene steuerbar. 
Datenlage/Grafik : 
 
Qualitative Ziele : 
Der Verkehr wirkt sich maßgeblich auf viele Bereich e der Umwelt aus. So hängt die 
Belastung durch Luftschadstoffe, Lärm oder der CO 2-Ausstoß in erheblichem Maße 
von der Wahl des Verkehrsmittels ab. Daher soll der  Umweltverbund im Modal Split 
gestärkt werden.

36  
• Erhöhung des Wegeanteils des Fußgängerverkehrs  
• Weitere Stärkung des Fahrradverkehrs  
• Stärkung des ÖPNV/SPNV 
• Minderung des Kfz-Anteils im Regionalverkehr (Pen dler) 
Quantitative Ziele 
: 
Zielwerte für das Jahr 2025: 
70 % des Verkehrs der Münsteraner entfallen auf den Umweltverbund, davon 
• 40 % Rad 
• 18 % Fuß 
• 12 % ÖPNV/SPNV 
Im Regionalverkehr Minderung des Kfz-Anteils von z.Zt. ca. 80% auf ca. 75 %. 
Entwicklung 
: 
Die Entwicklung in Münster seit 1982 zeigt im Mitte l einen Anstieg des 
Umweltverbundes. 2007 ist der Anteil des Umweltverb undes gegenüber der 
Autonutzung nochmals deutlich gestiegen, so dass de r Kfz-Anteil erstmals deutlich 
unter 40% lag und vom Fahrrad als Verkehrsträger Nr.1 überholt wurde.  
Im Regionalverkehr, der den Einfluss der Pendler ve rdeutlicht, gibt es eine 
gegenläufige Tendenz mit einem gegenüber dem ÖPNV/S PNV überproportional 
steigendem Kfz-Anteil. 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
Maßnahmen gemäß des in Arbeit befindlichen verkehrlichen Rahmenplans „Mobilität 
Münster 2025“ (ehemals Verkehrsentwicklungsplan Mün ster 2025, V/0266/2007, 
V/0982/2007, V/1019/2008 und V/0625/2010) mit den T eilbausteinen Fortschreibung 
3. Nahverkehrsplan Stadt Münster (Aufstellungsbesch luss V/0417/2011), 
Fortschreibung P&R-Konzept (in Bearbeitung), Fortsc hreibung Radverkehrskonzept 
(in Bearbeitung)) 
Adressaten: 
Stadt Münster, Stadtwerke Münster GmbH, Regionalbus unternehmen, 
Zweckverband SPNV Münsterland, angrenzende Kreise, Nachbargemeinden u. a. 
Kosten: 
keine Angaben möglich, zumal der o. g. Mobilitätspl an im Wesentlichen 
Programmaussagen enthalten wird, die anschließend i n Planungen umgesetzt und 
dann auch erst mit Kosten belegt werden können und b) Kostenangaben zum 
jetzigen Zeitpunkt eine aufwendige wissenschafts-th eoretische Modellierung 
erforden, die extern vergeben werden müsste.                                                                               
                                                                                                                                                                                                                                                                
Datenherkunft/Zuständigkeit : 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung:

37  
• Verkehrsverhalten und Verkehrsmittelwahl der Müns teraner -  Ergebnisse einer 
Haushaltsbefragung im November 2007, Beiträge zur S tadtforschung, 
Stadtentwicklung, Stadtplanung 1/2008  
• Zwischenbericht Verkehrsentwicklungsplan Münster 2025, Vorlage V/1019/2008 
• Expertise 2025 (V/0625/20120) 
Weitere Daten: Stadtwerke Münster 
Aktualisierung 
: 
Erfassung des Modal Split in unregelmäßigen Zeitabs tänden mittels 
Haushaltsbefragungen zum Mobilitätsverhalten der Mü nsteraner. Die nächste ist für 
das Jahr 2013 geplant, so dass hierzu im Jahr 2014 Ergebnisse vorliegen. 
Weitere Daten zum Umweltmedium : 
 2007  2008  2009 2010  2011  
Entwicklung der Fahrgastnachfrage auf den 
Stadtbussen [Fahrgäste in Mio./Jahr] 
1)  
32,8  33,2  31,9  32,2  35,2  
Länge der Radwege [km] 2)  -  
 
313  457*  459  460  
(* ab 2009 veränderter Berechnungsmodus) 
 
 
 1982  1990  2007   
Anteil des Umweltverbundes am regionalen 
Verkehr (Einpendler) [%] 
3)  
 24,3  21,9  19,1   
Anteil des Umweltverbundes am 
Gesamtverkehr [%] 
3)  
 54,3  52,9  52,1   
Quellenangaben: 
1) Geschäftsberichte Stadtwerke Münster  
2) Jahresstatistik Stadt Münster 2010/2011 
3) Verkehrsentwicklungsplan Münster 2025

38  
Umweltmedium/Ressource : 
Wasser 
Indikator : 
Guter ökologischer und chemischer Zustand (Gewässergüteklasse II-III oder 
besser) bzw. Potenzial für alle Fließgewässer (gem. EG-WRRL) 
Definition : 
Der gute ökologische Zustand der Fließgewässer ist ein zentrales Ziel der EG-
Wasserrahmenrichtlinie. Die Zustandbewertung und Zi elerreichung wird durch ein 
regelmäßiges Monitoring seitens des Landes NRW durc hgeführt. In diesem 
Verfahren sind die größeren Fließgewässer (Aa, Wers e, Angel, Mecklenbach, 
Kinderbach, Emmerbach, Kreuzbach, Getterbach, Floth bach, Offerbach und 
Kannenbach) eingebunden. 
Für die übrigen kleineren Gewässer wird der Indikat or der Gewässergüte auf der 
Grundlage eigener Untersuchungen herangezogen. 
Dieser Indikator gibt den Anteil der Gewässerabschn itte von Fließgewässern an, 
deren Gewässergüteklasse mit der Klasse II-III (kri tisch belastet) oder besser 
bewertet wird. Die Angabe erfolgt in Prozent. [%] 
Erläuterung 
: 
Die "biologische Gewässergüte" lässt vor allem die Beeinträchtigung der Gewässer 
durch biologisch leicht abbaubare Stoffe und die si ch daraus ergebenden Defizite im 
Sauerstoffhaushalt erkennen. Bei der Überwachung de r Fließgewässer ist die 
biologische Gewässergüte ein Leitparameter für die Beschaffenheit des Gewässers. 
Datenlage/Grafik : 
Anteil der Fließgewässerabschnitte 
mit Gewässergüteklasse II-III oder besser 
[in % der Fließgewässerabschnitte] 
81,0% 83,0% 
73,0% 74,0% 
89,0% 89,0% 86,0% 
84,0% 
50,0% 
60,0% 
70,0% 
80,0% 
90,0% 
100,0% 
1996 1998 2000 2002 2004 2006 2008 2010 
 
  Zielwert 2020: 100% Gewässergüteklasse II-III ode r besser

39  
Qualitative Ziele : 
Gewässer sind in Münster ein prägendes Element. Die Sicherung und Verbesserung 
des ökologischen Zustandes von Oberflächengewässern  und Grundwasser ist eine 
Herausforderung für die Zukunft. Der Erhalt von Auen und Retentionsräumen schützt 
vor Hochwassergefahren.   
Ziele: 
• Generelle Vermeidung starker Verschmutzungen in a llen Münsteraner 
Gewässern 
• Einhaltung der Qualitätsziele der Wasserrahmenric htlinie (WRRL) 
• Verbesserung der Wasserqualität des Aasees 
• Nachhaltige Sicherung einer guten Qualität und Qu antität des Grundwassers 
Quantitative Ziele 
: 
100% der Fließgewässerabschnitte haben bis 2020 ein e Gewässergüteklasse II-III 
oder besser  
Erläuterung: 
Sanierungsziel gemäß WRRL ist in NRW der gute ökolo gische Zustand für 40% und 
das gute ökologische Potenzial für 60% der Gewässer bis 2027.  
Der gute Zustand ist definiert als ein Zustand, der von eine m "sehr guten" (d.h. 
weitgehend anthropogen unbeeinflussten) Zustand nur  geringfügig abweicht. Er ist 
ausgerichtet auf die Vielfältigkeit vorhandener Pfl anzen- und Tierarten und die 
morphologische Gewässerausprägung. 
Da die Regelungen der WRRL sich in Münster im wesen tlichen auf die 
Hauptgewässer beziehen und die weiteren Gewässer ni cht erfassen, wird als 
Vergleichsmaßstab die Gewässergüte herangezogen, di e für alle namhaften 
Gewässer in Münster regelmäßig geprüft wird. Im Vor dergrund steht die Beseitigung 
von stark verschmutzten Gewässern ab Gewässergütekl asse III. Der zudem 
angestrebten Erhöhung des Anteils von Gewässern mit  Gewässergüteklasse II sind 
z.T. naturräumlich bedingte Grenzen gesetzt. 
Entwicklung 
Ab dem Jahr 2000 ist eine deutliche Verbesserung de r Gewässergüte zu erkennen. 
Die Verbesserung der Gesamtsituation ist in erster Linie auf zahlreiche Maßnahmen 
zurückzuführen, die auf einen konsequenten Gewässer schutz abzielen. Im letzten 
Erhebungsintervall von 2008-2010 stellte sich keine  erneute Verbesserung der 
Gewässergüte ein.  
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Maßnahmen zur Abwasserreinigung und Abwasserablei tung aus dem 
Abwasserbeseitigungskonzept (ABK) 
• Umsetzungsfahrpläne zur WRRL

40  
• Ökologische Verbesserung der kleineren Gewässer 
Adressaten: 
Tiefbauamt, Wasser und Bodenverbände im Stadtgebiet
.  
Kosten: 
Umsetzung des Abwasserbeseitigungskonzeptes (ABK): 73 Mio € 
Umsetzungsfahrpläne WRRL: Diese Kosten können noch nicht beziffert werden. Die 
sind von der Stadt und von den Wasser- und Bodenver bänden aufzubringen. Diese 
Maßnahmen werden zur Zeit mit 80% vom Land gefördert 
Ökologische Verbesserung von kleineren Fließgewässe rn. Die sind von der Stadt 
und von den Wasser- und Bodenverbänden aufzubringen . Diese Maßnahmen 
werden zur Zeit mit 80% vom Land gefördert. 
Datenherkunft/Zuständigkeit 
: 
Tiefbauamt 
Amt für Grünflächen und Umweltschutz  
Stadtwerke Münster 
Aktualisierung 
: 
2-jährlich 
Weitere Daten zum Umweltmedium 
: 
 2007  2008  2009  2010  2011  
Privater Trinkwasserverbrauch * 
[l/Einw. und Jahr] 
49.442 
 47.928  47.149  47.541  46.973  
Nitrat im Trinkwasser (Mittelwert der vier 
Wassergewinnungsgebiete Münster) in 
mg/l 
14,6 
 13,9  11,9  12,8  12,2  
Microcystine (Toxine der Cyanobakterien/ 
„Blaualgen“) im Aasee, Mittelwert der 
Jahresmesswerte [µg/l]  
(ab 2006 Einsatz des Fällungsmittels 
Eisen-III-Chlorid) 
0,7 
 0,9  0,5  0,2  0,4  
* Daten gegenüber 2009 nach Angaben der Stadtwerke Münster korrigiert  
(Bezug: Einwohner am Ort der Hauptwohnung)

41  
Anhang 1: Ratsbeschluss vom 16.02.2011 
Der Rat der Stadt Münster hat am 16.02.2011 über di e ‘Umweltdaten Münster’ 
beraten und den nachfolgend aufgeführten Beschluss gefasst: 
Beschlusstext : 
1. Die ‘Umweltdaten Münster’ in Anlage 1 werden zur Kenntnis genommen und die 
Verwaltung wird beauftragt, diese jährlich fortzuschreiben. Mit der jeweiligen Fort-
schreibung legt die Verwaltung gleichzeitig einen K atalog vor, der die zur Ziel-
erreichung notwendigen konkreten Einzelmaßnahmen be schreibt. Außerdem 
werden auch die Adressaten und verpflichteten Perso nen und Institutionen und 
ferner die der Stadt und Dritten entstehenden Koste n, direkten und indirekten 
Belastungen benannt. 
2. Die in den ‘Umweltdaten Münster’ in Anlage 1 formulierten Ziele werden wie folgt 
erweitert und präzisiert und künftig als Grundlage für zukünftiges 
Verwaltungshandeln festgeschrieben: 
a) ‘Bio-Diversität’ wird als weiteres Umweltmedium aufgenommen. 
b) Sofern nicht schon rechtlich verbindliche quanti tative Ziele existieren (z. B. 
Grenz- und Richtwerte bei den Emissionen etc.), wer den eigene Ziele 
formuliert und in den Umweltdaten fortgeschrieben. 
c) Die Verwaltung wird beauftragt, hierfür geeignet e (oder alternative) Indika-
torensets zu den vorliegenden zu suchen und dem AUB  vorzustellen. Es wird 
hierbei in Kauf genommen, dass ein neues Indikatore nset nicht in allen 
Punkten zwangsläufig mit dem ISM-Konzept übereinsti mmt, wenn so die 
ausgewählten Umweltdaten adäquater genuine Umwelten twicklungen und -
wirkungen – anstelle der subjektiven Kategorie ‘Leb ensqualität’ etwa – 
abbilden können. 
d) Die Verwaltung wird beauftragt, zu überprüfen, o b Möglichkeiten bestehen, 
das Abfallaufkommen pro Haushalt auf 425 kg/EW*a abzusenken. 
3. Die Verwaltung wird beauftragt, die Veröffentlic hung der Umweltdaten auf den 
entsprechenden Seiten der Stadt Münster im Internet  zu ermöglichen (Umwelt-
information). Ein Datensatz in maschinenlesbarer Fo rm wird für alle frei 
zugänglich zur Verfügung gestellt. 
Die in der Anlage 1 dargelegten Umweltdaten Münster  2009 werden hiermit gemäß 
Beschlusspunkt 3 im Internet veröffentlicht. Die Fo rtschreibung der Daten erfolgt 
unter Berücksichtigung der weiteren Beschlüsse des Rates mit den Umweltdaten 
Münster 2010 gegen Ende des Jahres 2011.

Beschlussvorlage

9882 Zeichen

V/0815/2012 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Grünflächen und Umweltschutz 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Umweltdaten Münster 2010/11 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
20.11.2012 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen Vorberatung 
22.11.2012 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Vorberatung 
27.11.2012 Werksausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe Vorberatung 
12.12.2012 Hauptausschuss Vorberatung 
12.12.2012 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Die „Umweltdaten Münster“ in Anlage 1 werden zur Kenntnis genommen. 
 
2.  Die Verwaltung wird beauftragt, diese zukünftig im 2-jährlichen Turnus fortzuschreiben. 
 
3. Die in den „Umweltdaten Münster“ in Anlage 1 formulierten und g egenüber der Vorlage 
V/0697/2010 aktualisierten und erweiterten Ziele werden als Grundlage für zukün ftiges 
Verwaltungshandeln festgeschrieben. 
 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Es wird zur Kenntnis genommen, dass a us dem Beschluss unmittelbar keine Kosten resu ltieren. 
Etwaige spätere Kosten im Rahmen der Umsetzung von Maßnahmen sind noch nicht konkret b e-
zifferbar. Anlage 1 enthält Hinweise auf spätere Kostenansätze. 
Durch diese Vorlage wird keine Entscheidung über die Bereitstellung von Haushaltsermächtigu n-
gen getroffen. Hierüber ist vielmehr zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen der Haushalt s-
planaufstellung für das jeweilige Haushaltsjahr unter Berücksichtigung der d ann gegebenen F i-
nanzlage zu entscheiden. 
 
 
 
 
 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0815/2012 
Auskunft erteilt: 
Herr Kuttenkeuler 
Ruf: 
492 67 44 
E-Mail: 
Kuttenkeuler@stadt-muenster.de  
Datum: 
30.10.2012 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0815/2012 
Begründung: 
 
1. Einleitung 
 
Der Rat der Stadt Münster hat am 10.11.2010 die Umweltdaten Münster 2009 beschlo ssen 
(V/0697/2010). Damit wurde der Grundstein für eine kontinuierliche und gebündelte Erfassung und 
Darstellung von Umweltdaten gelegt. Mittels geeigneter Indikatoren erfolgt eine systematische und 
aggregierte Nachverfolgung der Entwicklung der wichtigsten Umweltbereiche in Münster. Die Ver-
waltung wurde zugleich beauftragt, für alle Umweltindikatoren qua ntitative Zielvorgaben zu entw i-
ckeln. Dabei war ein Katalog vorzulegen, der die zur Zielerreichung notwendigen konkreten Ei n-
zelmaßnahmen beschreibt. Außerdem sollten auch die Adress aten und verpflichteten Personen 
und Institutionen und ferner die der Stadt  und Dritten entstehenden Kosten sowie die direkten und 
indirekten Belastungen benannt werden. 
 
 
2. Fortschreibung der Umweltdaten 2010/2011 
 
Die vorliegenden Umweltdaten 2010/2011 erscheinen in diesem Jahr in einer Doppelau sgabe. 
Hintergrund sind einersei ts die aufwändige Zielfindung für einzelne Umweltthemen (z.B. Fl ä-
che/Boden) und andererseits die notwendige Abstimmung mit der NABU-Naturschutzstation Müns-
terland e.V. hinsichtlich des neu einzuführenden Indikatorensets für das Thema „Biodiversität“.  
 
Mit Blick auf die Beschlusspunkte der Vorlage V/0697/2010 ergibt sich folgender Sachstand: 
 
Beschlusspunkt 1: 
„Die ‘Umweltdaten Münster’ in Anlage 1 werden zur Kenntnis genommen und die Verwa ltung wird 
beauftragt, diese jährlich fortzuschreiben. Mit der jewei ligen Fortschreibung legt die Verwaltung 
gleichzeitig einen Katalog vor, der die zur Ziel erreichung notwendigen konkreten Einzelmaßna h-
men beschreibt. Außerdem werden auch die Adressaten und verpflichteten Personen und Institut i-
onen und ferner die der Stad t und Dritten entstehenden Kosten, direkten und indirekten Belastu n-
gen benannt.“ 
Abweichend von o.g. Beschlusspunkt schlägt die Verwaltung vor, die Fortschreibung und Verö f-
fentlichung der U mweltdaten nur alle 2 Jahre vorzunehmen. Diese Vorgehensweise ersch eint 
zweckmäßig, da bei einer Reihe von Umweltdaten der Erhebungsturnus ohnehin bei 2 Jahren oder 
mehr liegt und zudem die jährliche Veränderung in der Regel nicht so signifikant ist, als dass eine 
jährliche Berichterstattung geboten wäre. Die jährlich for tgeschriebenen Daten werden selbstve r-
ständlich in die Umweltdaten integriert. 
 
Die in den Umweltdaten Münster formulierten Ziele haben ein hohes Abstraktionsniveau, das heißt 
zur Zielerfüllung ist es notwendig, diese Ziele jeweils zu verfeinern und mit ent sprechenden Maß-
nahmenprogrammen zu hinterlegen. Diese konkrete Umsetzung bleibt den jeweiligen Fachdiszipli-
nen, z.B. der Gewässer - oder Verkehrsplanung vorbehalten. Vor diesem Hintergrund können in 
den Umweltdaten nicht alle notwendigen konkreten Einzelmaß nahmen dargestellt und mit Veran t-
wortlichkeiten und Kosten belegt werden. Insofern wurde, um dem Beschlusspunkt 1 gerecht zu 
werden, wenn möglich die Angabe von Maßnahmen, Adressaten und Kosten auf einem entspr e-
chend hohen Aggregationsniveau durchgeführt.  
 
Neu in die Umweltdaten aufgenommen wurde eine 2 -seitige Übersicht der wichtigsten D aten aller 
behandelten Umweltthemen. Für den Leser erschließt sich daraus die Möglichkeit, die Kernfakten 
in Form der formulierten Umweltindikatoren mit Soll- und Ist-Werten auf einen Blick abzugreifen.  
 
Beschlusspunkt 2: 
„Die in den ‘Umweltdaten Münster’ in Anlage 1 formulierten Ziele werden wie folgt erwe itert und 
präzisiert und künftig als Grundlage für zukünftiges Verwaltungshandeln festgeschrieben:

- 3 - 
V/0815/2012 
a) ‘Bio-Diversität’ wird als weiteres Umweltmedium aufgenommen. 
 
b) Sofern nicht schon rechtlich verbindliche quantitative Ziele existieren (z. B. Grenz - und 
Richtwerte bei den Emissionen etc.), werden eigene Ziele formuliert und in den Umweltd a-
ten fortgeschrieben. 
 
c) Die Verwaltung wird beauftragt, hierfür geeignete (oder alternative) Indikatorensets zu den 
vorliegenden zu suchen und dem AUB vorzustellen. Es wird hierbei in Kauf genommen, 
dass ein neues Indikatorenset nicht in allen Punkten zwangsläufig mit dem ISM -Konzept 
übereinstimmt, wenn so die ausgewählten Umweltdaten adäquater genuine Umwelten t-
wicklungen und -wirkungen – anstelle der subjektiven Kategorie ‘Lebensqualität’ etwa – 
abbilden können. 
 
d) Die Verwaltung wird beauftragt, zu überprüfen, ob Möglichkeiten bestehen, das Abf allauf-
kommen pro Haushalt auf 425 kg/EW*a abzusenken.“ 
 
Zu a.: 
Für das neu eingeführte Thema „Biodiversität“ werden als Indikatoren die Bestandsgrößen ausg e-
suchter Indikatorarten herangezogen. Da für diese Arten die Datenerhebung erst anläuft, liegen 
noch keine konkreten Zielwerte vor. Diese sollen nach Erhebung durch die NABU -
Naturschutzstation in den nächsten Jahren sukzessive in die Umweltdaten einfließen. 
 
Zu b./c.: 
Die vorliegenden Umweltdaten beinhalten -mit Ausnahme einer quantitativen Zielvorgabe fü r den 
Flächenverbrauch- für alle Umweltthemen entsprechend dem o.g. Rat sbeschluss qualitative und 
quantitative Zielvorgaben. Für einzelne Themen gestaltete sich die Auswahl und Festlegung ko n-
kreter quantitativer Ziele schwierig. Dies betrifft zum Be ispiel das Thema „Natur und Landschaft“. 
Für dieses Thema sind qualitative Kr iterien vorrangig maßgeblich. Hinsichtlich der Gesamtgröße 
der Naturschutzgebiete wird in den Umweltdaten als Orientierungswert auf den Entwurf des Reg i-
onalplanes abgestellt. Eine Veränderung der dort g enannten Größenordnung für die „Bereiche für 
den Schutz der Natur (BSN)“ ist jedoch möglich, so dass eine entsprechende Anpassung nach 
Beschluss des Regionalplanes a bzuwarten ist. Eine vollständige Überführung der „BSN -Flächen“ 
in Naturschu tzgebiete ist darüber hinaus nicht zwingend, sondern bleibt der städtischen Lan d-
schaftsplanung überlassen. 
Hinsichtlich des Indikators „Siedlungs - und Verkehrsfläche“ ist die Zielfindung noch nicht abg e-
schlossen. Die Ableitung des Zielwertes erfolgt über e ine eigenständige Vorlage der Verwaltung 
(V/0288/2012). Sobald ein Beschluss über den beabsichtigten Zielwert vo rliegt, wird dieser in das 
Set der Umweltdaten integriert. 
 
Zu d.: 
Aus Sicht der Abfallwirtschaftsbetriebe ist eine Reduzierung des Abfall - und Wertstoffaufkommens 
aus Haushalten um 10.000 t zum Erreichen des Zielwertes von 425 kg/  EW*a auch bei Durchfü h-
rung verschiedener Maßnahmen zur Abfallvermeidung nicht zu realisi eren. An dem Zielwert wird 
im Rahmen der Umweltdaten trotzdem festgehalten, um l ängerfristig eine anspruchsvolle Zielpe r-
spektive vorzugeben. 
 
Beschlusspunkt 3: 
Die Verwaltung wird beauftragt, die Veröffentlichung der Umweltdaten auf den entspr echenden 
Seiten der Stadt Münster im Internet zu ermöglichen (Umweltinformation). Ein Datensa tz in m a-
schinenlesbarer Form wird für alle frei zugänglich zur Verfügung gestellt. 
Die Verwaltung hat die bisher beschlossen Umweltdaten 2009 in barrierefreier Form ins Internet 
eingestellt. Die barrierefreie Aufbereitung der Daten für das Internet führt n otwendigerweise zu 
einer anderen Textgestaltung der Umweltdaten 2010/2011. Über im Internet verfügbare Progra m-
me lässt sich eine maschinenlesbare Form der Daten, z.B. zur Übe rtragung in Word- oder Excel-
Formate, gewährleisten.

- 4 - 
V/0815/2012 
 
3. Erfahrungen und Ausblick 
 
In der Erfassung und Zusammenstellung der Umweltdaten haben sich zwischenzeitlich Routinen 
ergeben, so dass die kontinuierliche Fortschreibung in den nächsten Jahren problemlos zu g e-
währleisten ist. Hinsichtlich der Veränderungen von Umweltdaten lassen sich in vielen Fällen noch 
keine belastbaren Trends ableiten. Hierzu ist die Zeitspanne des Vergleichszeitraumes bislang 
noch zu kurz. Zur Validierung der Daten ist daher eine sorgfältige und kontinuierliche Fortschre i-
bung zwingend erforderlich.  
 
Die „Umweltdaten Münster“ haben sich als Instrument der Umwelttransparenz bislang bewährt und 
sind auf dem besten Weg auch eine Steuerungsrelevanz im Sinne des nachha ltigen Natur- und 
Umweltschutzes zu erlangen. 
 
 
I. V. 
gez. 
 
Thomas Paal 
Stadtrat 
 
 
 
 
Anlage 1: Umweltdaten Münster 2010/ 2011

Beratungsverlauf (5)

29.01.2013 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen
TOP 7.1 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
31.01.2013 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft
TOP 6.4 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
17.04.2013 Werksausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe
TOP 4 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
15.05.2013 Hauptausschuss
TOP 23 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
15.05.2013 Rat
TOP 29 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (8)

  • Hörsterstraße
  • Sonnenstraße
  • Korduanenstraße
  • Steinfurter Straße
  • Weseler Straße
  • Schwarzer Kamp
  • Tiergarten
  • Kreuzbach

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Details

Vorlagen-Nr.
V/0815/2012
Typ
Vorlagen
Datum
30.10.2012
Erstellt
06.10.2020 14:37