V/0443/2006
Verbandsstützpunkt Hockey, Sanierung des Hockeyplatzes und Ausbau der vereinseigenen Hockeyanlage
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Beschlussvorlage
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V/0443/2006 DER OBERBÜRGERMEISTER Sportamt Betrifft Verbandsstützpunkt Hockey, Sanierung des Hockeyplatzes und Ausbau der vereinseigenen Hockeyanlage hier: Projektförderung der Stadt Münster Beratungsfolge 10.08.2006 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung 23.08.2006 Sportausschuss Vorberatung 23.08.2006 Hauptausschuss Vorberatung 23.08.2006 Rat Entscheidung 1. Die Stadt Münster fördert mit einem Baukostenzuschuss aus dem Sportetat die 500.000 € Aufwand, den der Tennis- und Hockeyclub Münster e. V. für die Modernisierung des Hockey- spielfelds und den Ausbau der vereinseigenen Hockeyanlage am Dingbängerweg haben wird. 2. Die Stadt Münster stellt dem Tennis- und Hockeyclub Münster e. V. im Jahr 2006 dafür 250.000 € Baukostenzuschuss zur Verfügung. 3. Die Stadt Münster wird dem Tennis- und Hockey club Münster e. V. für den zweckgerechten Betrieb der modernisierten und ausgebauten vereinseigenen Hockeyanlage am Dingbänger- weg auch weiterhin einen Betriebskostenzuschuss nach der Sportförderrichtlinie zahlen. Kosten/Folgekosten 4. Es wird zur Kenntnis genommen, dass der Stadt Münster zur Finanzierung der Beschlussvor- schläge gem. Ziffer 1. und Ziffer 2. Kosten von 250.000 € entstehen werden. 5. Es wird zur Kenntnis genommen, dass der Stadt Münster zur Finanzierung des Beschlussvor- schlages gem. Ziffer 3. Kosten entsprechend der Richtsätze für die Betriebskostenförderung nach der Sportförderrichtlinie entstehen werden. Finanzierung/Mittelbereitstellung 6. Die Stadt Münster wird 2006 die 250.000 € Baukostenzuschuss aus den Mitteln finanzieren, die ihr das Land NRW als Sportpauschale zugewiesen hat und die bei der Haushaltsstelle Vorlagen-Nr.: V/0443/2006 Auskunft erteilt: Frau Klein Ruf: 492 52 11 E-Mail: Barbara.Klein@stadt-muenster.de Datum: 17.07.2006 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0443/2006 5640.940.0100.X, „Investitionen in Neubau- und Sanierungsmaßnahmen, kommunale Sport- stätten und Vereinsprojekte“ (mit besonderer Bedeutung) zur Verfügung stehen. 7. Die Betriebskosten werden über die bestehende Haushaltsstelle 5510.718.2100.2, „Betriebs- kostenzuschüsse aufgrund von Richtlinien“ bereitgestellt. Begründung: 1. Die vereinseigene Hockeyanlage am Dingbängerweg Der Tennis- und Hockeyclub Münster e. V. betreibt am Dingbängerweg seit 1991 das einzige Ho- ckeystadion in Münster. Die gesamte Anlage ist nach ihrem Alter und wegen der starken Auslas- tung vollständig sanierungsbedürftig und entspricht daher und von der Ausrüstung her nur bedingt den Anforderungen an eine zeitgemäße Sportstätte. 1.1 Die Nutzung Aktuell ist die Vereinsanlage zwischen Mitte März und Ende Oktober mit dem Training der Vereins- jugend und Mannschaften mit älteren Mitgliedern, dem Wettkampfbetrieb und durch Vereinskoope- rationen mit der Westfälischen Wilhelms-Universität ausgelastet. Der Tennis- und Hockeyclub Münster e. V. arbeitet im Hockey mit der Münsteraner Bodelschwingh-Schule zusammen, die Ausweitung der Aktivitäten auf die Waldorfschule Münster ist eingeleitet. Projekte mit dem städti- schen Gymnasium Paulinum, dem Schiller-Gymnas ium und der Realschule Roxel bereitet der Tennis- und Hockeyclub Münster e. V. vor. Außerdem will sich der Tennis- und Hockeyclub Müns- ter e. V. im Rahmen der „Offenen Ganztagssc hule“ weiteren Münsteraner Grundschulen öffnen, sobald die funktionale Ausstattung der Hockeyanlage dies zulässt und die notwendigen Beschlüs- se der interessierten Schulen vorliegen. Der Zulauf zum Tennis- und Hockeyclub Münster e. V. ist rege mit steigender Tendenz, obwohl der Verein wegen der zunehmend unzureichenden Platzverhältnisse seit längerem keine Mitglieder- werbung betreibt. Da das Interesse am Hockeysport im Tennis- und Hockeyclub Münster e. V. zunimmt, die Platzverhältnisse die Nutzungsmög lichkeiten der Sportanlage jedoch stark beschrän- ken, musste der Verein für einige Altersgruppen bis auf weiteres einen Aufnahmestopp ausspre- chen. Die Auslastung der Vereinsanlage könnte bei verbesserten Spielmöglichkeiten wie einem funktio- nalen Spielfeldbelag und künstlicher Beleuchtung des Spielfelds für das Training in den Abend- stunden ausgedehnt werden. Die Senioren könnten verstärkt in den späten Nachmittags- und A- bendstunden trainieren, während die freiwerdenden Trainingszeiten ab mittags für die Jugend ausgeweitet werden könnten. Die U-12- bis U-16-Jährigen könnten ab 16 Uhr trainieren, das Athle- tiktraining könnte ganzjährig auf dem Hockeyplatz ausgetragen werden. 1.2 Der Leistungsstützpunkt Die Sportart Hockey wird in NRW überwiegend im Ruhrgebiet, dem angrenzenden Rheinland und im Raum Aachen/Mönchengladbach intensiv gesp ielt. Der Westdeutsche Hockey-Verband e. V. hat bereits vor längerer Zeit die Notwendigkeit erkannt, die Angebote im Feldhockey in Westfalen über die genannten, relativ gut versorgten Bezirke hinaus in das Münsterland auszuweiten. Wegen der erfolgreichen Vereinsarbeit, insbesondere der leistungsstarken und erfolgreichen Mannschaften hat der Westdeutsche Hockey-Verband e. V. den Tennis- und Hockeyclub Münster e. V. im Juli 2005 zum Verbandsstützpunkt für den Bezirk Westfalen anerkannt. Die Ausweitung des Status zum Leistungszentrum steht bevor. Damit hat sich der Tennis- und Hockeyclub Münster e. V. gegen die Vereine aus anderen Städten durchgesetzt, die sich ebenfalls um die Benennung zu leistungsbezogenen Stützpunkten beworben hatten. - 3 - V/0443/2006 Entgegen der Vereinsabsichten konnte sich der Tennis- und Hockeyclub Münster e. V. 2006 we- gen der schlechten Platzverhältnisse im Hockeystadion nicht – wie vom Westdeutschen Hockey- Verband e. V. angestrebt - um die Ausrichtung des Talentfestes 2006 bewerben. Erklärtes Ver- einsziel ist die Ausrichtung des Talentfestes 2007, wenn der Tennis- und Hockeyclub Münster e. V. sein 60-jähriges Bestehen feiert. Der Westdeutsche Hockey-Verband e. V. stellte in Aussicht, den Tennis- und Hockeyclub Münster e. V. sportfachlich-inhaltlich und ideell zu unterstützen. Auf einer zukunftsgerichtet funktionalen Münsteraner Anlage will der Westdeutsche Hockey-Verband mit seinem „Regionalkonzept“ insbe- sondere die Hockeyjugend der U-12-, U-14-, U-16-Jährigen unterstützen. Damit ist jedoch keine finanzielle Förderung verbunden. 2. Die Entwicklung der Vereinsanlage Die Hauptschwachstellen auf dem Spielfeld, an denen der Hockeyplatz selbst mit regelmäßigen intensiven Pflegemaßnahmen nicht mehr auf einen dauerhaft funktionsfähigen Stand gebracht werden kann, sind abgenutzter Kunststoff, Unebenheiten im Belag, Dellen im Unterbau und Risse an den Nahtstellen der Kunststoffbahnen sowie Algenwuchs und Schimmelbildung unterhalb der Deckschicht. Aus Altersgründen ist eine grundlegende Spielfeldmodernisierung erforderlich. Im Zusammenhang damit stehen weitere Maßnahmen wie die Errichtung einer Flutlichtanlage und die Instandsetzung und Erhöhung des Ballfangzauns. Der Tennis- und Hockeyclub Münster e. V. hat zudem mittelfris- tig vor, den morschen Geräteschuppen zu erneuern, die alten Spielerkabinen zu ersetzen und die Pflasterflächen zu vergrößern. Momentan entwickelt der Tennis- und Hockeyclub Münster e. V. Alternativen einer sportgerechten Nutzung des modernisierten Spielfeldes, um später bei Bedarf aus den eigenen Reihen oder von Kooperationspartnern den Hockeyplatz auch für andere Sportarten funktional nutzen zu können. Die angestrebte Platzmodernisierung ist nach sport- und baufachlicher Bewertung unbestritten notwendig. Die Platzverhältnisse behindern einen funktionalen Spielbetrieb massiv; auch durch kurzfristige Maßnahmen (z. B. Reinigung, Ausbessern schadhafter Stellen) können sie nicht dau- erhaft verbessert werden. Nach der Modernisierung des Hockeyplatzes und dem funktionalen Ausbau des Hockeystadions wird der Tennis- und Hockeyclub Münster e. V. die Auslastung der Anlage bedarforientiert steigern können und das Hockeystadion zukunftsgerichtet führen. 3. Die Finanzierung der geplanten Modernisierung und Erweiterung Der Aufwand für die Modernisierung des Hockeyplatzes, den Bau einer Flutlichtanlage und der Sanierung von Ballfangzaun, Spielfeldumrandung und Schiedsrichterunterstand wird nach Ange- boten von Fachfirmen auf 500.000 € geschätzt. Um den Investitionsaufwand auf das unumgängli- che Maß zu beschränken, hat der Tennis- und Hockeyclub Münster e. V. zunächst nur die Auf- wendungen geschätzt, die zur Funktionsverbesserung aufgebracht müssen. Weitere Verbesserun- gen im Hockeystadion wie der Abbau und Ersatz des baufälligen Geräteschuppens, Pflasterarbei- ten, neue Spieler- und Schiedsrichterkabinen und ein Wetterunterstand für Spielende und Zu- schauende wünscht sich der Tennis- und Hockeyclub Münster e. V. zwar, die Umsetzung lässt sich jedoch zurzeit nicht finanzieren. 3.1 Der Vereinsanteil Der Tennis- und Hockeyclub Münster e. V. wird seinen Eigenanteil für die dringend notwendigen Maßnahmen aus Rücklagen, Sponsorengeldern und Darlehen aufbringen. Geld vom Westdeut- schen Hockeyverband e. V. oder dem Landesportbund gibt es zu den geplanten Investitionen nicht. - 4 - V/0443/2006 3.2 Die städtische Sportförderung Zu dem geschätzten Aufwand beantragte der Tennis- und Hockeyclub Münster e. V. am 03.12.2004 städtische Sportförderung. In der Zwisc henzeit führte das Sportamt mit dem Verein Abstimmungsgespräche zur tragfähigen Planung und Finanzierung der Maßnahme. Das Sportamt berücksichtigte bei den v. g. Beschlussvorschlägen zur möglichen städtischen Förderung nur den Aufwand, der unabdingbar notwendig ist, um den Hockeyplatz fachgerecht zu modernisieren und die funktionalen Anforderungen dauerhaft zu sichern. Sollte wider Erwarten die Förderung anderer Stellen möglich sein, wird die Stadt Münster dies bei der Zuschussgewährung an den Tennis- und Hockeyclub Münster e. V. berücksichtigen, das heißt die städtische Förderung anpassen. Der Tennis- und Hockeyclub Münster e. V. wurde dem entsprechend beraten. 3.3 Die Sportförderung des Landes Nordrhein-Westfalen Bei der Haushaltsstelle 5640.940.0100.X, „Investitionen in Neubau- und Sanierungsmaßnahmen, kommunale Sportstätten und Vereinsprojekte mit besonderer Bedeutung“, steht das Geld der Sportpauschale des Landes NRW zur Förderung von städtischen und Vereinsprojekten bereit, die sich positiv von anderen geförderten Maßnahmen abheben – z. B. durch die Art oder Struktur der Sportstätte, die Projektausrichtung oder Außenwirkung des Vereinsangebots. Für die geplante Investition des Tennis- und Hockeyclub Münster e. V. trifft nach der fachlichen Einschätzung der Verwaltung die Einordnung als separat zu förderndes Vereinsprojekt mit beson- derer Bedeutung zu. Zum einen führt der Tennis- und Hockeyclub Münster e. V. die einzige Ho- ckeyanlage in Münster und sein Einzugsgebiet erstreckt sich überregional bis in das Ruhrgebiet. Zum anderen wurde die hervorragende Jugendarbeit und Leistungsstärke des Tennis- und Ho- ckeyclub Münster e. V. vom Fachverband anerkannt. Auch will der Verein entsprechend der Ver- bandsanforderungen die Infrastruktur mit Bezug zu einem leistungsorientierten Sportbetrieb bei Stärkung des eigenen Nachwuchses anpassen, seine Anlage strukturell weiter ausbauen und ein Konzept dafür entwickeln, wie die Anlagen im Falle künftiger Schwerpunktverlagerungen funktional genutzt werden kann. Im Interesse einer sachgemäßen Finanzierung der kommunalen Sportförderung und zur Verdeutli- chung der herausragenden Bedeutung des Projekts vom Tennis- und Hockeyclub Münster e. V. schlägt die Verwaltung vor, den Zuschuss zur Modernisierung des Hockeyfeldes und zum Ausbau des Hockeystadions im ersten Bauabschnitt mit den Projektmitteln aus der Sportpauschale des Landes NRW zu finanzieren. 4. Die Termine Der Tennis- und Hockeyclub Münster e. V. muss die unabdingbar notwendigen Maßnahmen witte- rungsbedingt und aus vereinsorganisatorischen Gründen so schnell als möglich unter Berücksich- tigung der Anforderungen des Spielbetriebs durchführen. Die Stadt Münster hatte dem Verein den förderungsunschädlichen vorzeitigen Baubeginn genehmigt, wodurch er nach seinem Zeitplan un- abhängig von der Zuschussentscheidung der Stadt Münster die Maßnahmen beginnen könnte. Der Tennis- und Hockeyclub Münster e. V. will jedoch die Zuschussentscheidung abwarten, um zur Finanzierung seiner Aufwendungen mit einem städtischen Zuschuss Planungssicherheit zu haben. Der Verein sieht vor, die Hockeyanlage nach der Außenspielzeit zu Beginn der Hallensaison (ca. ab November 2006) zu modernisieren. Das wird voraussichtlich den Spielbetrieb in der Saison 2007 stören. Für den Trainingsbetrieb während der Bauphase und die ersten Wettkampfspiele vor dem Abschluss der Baumaßnahme wird der Tennis- und Hockeyclub Münster e. V. ausreichende Alternativen zur Nutzung des Hockeyplatzes finden. I. V. gez. Dr. Hanke Stadträtin
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (1)
- Dingbängerweg
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0443/2006
- Typ
- Vorlage
- Datum
- 14.07.2006
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37