Mandari Insight

V/0963/2017

Regionalumfrage 2017: Wie attraktiv ist Münster für die Region?

Vorlagen 08.11.2017

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 31.01.2018, TOP 17

Berichtsvorlage

· application/pdf

Ansehen

V_0963_2017_Anlage_1_Foliensatz

· application/pdf

Ansehen

V_0963_2017_Anlage_2_Methodik

· application/pdf

Ansehen

Berichtsvorlage

17217 Zeichen

V/0963/2017 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Regionalumfrage 2017: Wie attraktiv ist Münster für die Region? 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
28.11.2017 Betriebsausschuss Münster Marketing Bericht 
25.01.2018 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen Bericht 
31.01.2018 Haupt- und Finanzausschuss Bericht 
31.01.2018 Rat Bericht 
 
 
Bericht: 
1. Regionalumfrage 2017: Ermittlung der Attraktivität von Münster aus regionaler Sicht 
(50 – 75 km-Radius) 
Mit Beschluss der Vorlage V/0598/2016 hat der Betriebsausschuss Münster Marketing die Ve r-
waltung beauftragt, eine Umfrage zur „Bedeutung und Attraktivität von Münster aus Sicht der 
Region“ durchzuführen. Hiermit sollen aktuelle Informationsgrundlagen für das Stadtmarketing 
und für die Gestaltung des touristischen Angebotes sowie für die Stadt entwicklung geschaffen 
werden. Im Mittelpunkt der Umfrage standen folgende Fragekomplexe: 
 Wie häufig kommen die Menschen aus der Region nach Münster? 
 Mit welchem Verkehrsmittel kommen die Besucherinnen und Besucher? 
 Aus welchen Gründen kommen die Besucherinnen und Besucher? 
 Wird die Innenstadt als attraktives Stadtzentrum bewertet? 
 Welche Auswirkungen hat der Online-Einkauf auf die Besuchsfrequenzen?  
 Was sind die touristischen Highlights? 
 Welches Image hat Münster? Was gefällt besonders gut, was überhaupt nicht? 
 Welche anderen Städte werden regelmäßig zum Einkaufen/für weitere Aktivitäten besucht? 
 
Im Frühjahr 2017 wurden im 50 – 75 km-Radius um Münster 3.104 Personen mit finanzieller U n-
terstützung der Initiative Starke Innenstadt (ISI) und der Wirtschaftsf örderung Münster GmbH 
telefonisch befragt. Dabei bezieht das Untersuchungsgebiet das Münsterland und angrenzende 
Gebiete, die benachbarten Oberzentren Osnabrück, Dortmund und Bielefeld sowie die niederlän-
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0963/2017 
Auskunft erteilt: 
Herr Prof. Dr. Hauff 
Ruf: 
492-6135 
E-Mail: 
HauffTho@stadt-muenster.de 
Datum: 
20.11.2017 
Öffentliche Berichtsvorlage

2 
V/0963/2017 
 
dischen Partner im Städtenetzwerk MONT (Netwerkstad Twente) und weitere angrenzende ni e-
derländische Kommunen der EUREGIO ein. Mit den rd. 3.100 Interviews weist die Regionalu m-
frage 2017 für Gesamtaussagen ein entsprechendes Vertrauensintervall auf; bezüglich einzelner 
Teilregionen liefert die Umfrage aufgru nd der jeweiligen Stichprobengröße eher Tendenzauss a-
gen (vgl. Anlage 1, Folien 3-5; vgl. zur Methodik Anlage 2).  
 
2. Zentrale Ergebnisse im Überblick (vgl. Anlage 1, Foliensatz) 
2.1 Wie häufig kommen die Menschen aus der Region nach Münster? (vgl. Folie 6) 
 Stadtregion (11 Gemeinden in direkter Nachbarschaft zu Münster): Rd. 80 % der Befragten 
fahren „mindestens 1 x pro Monat und häufiger“ nach Münster. Rd. 39 % fahren sogar „1 x pro 
Woche und häufiger“ nach Münster. 
 Angrenzende Münsterlandkreise Coesfeld, Steinfu rt und Warendorf: Bezogen auf die B e-
suchsfrequenz „mindestens 1 x pro Monat und häufiger“ liegen hier die Werte bei rd. 68 % 
„Kreis Warendorf“, bei rd. 67 % „Kreis Coesfeld“ und bei rd. 56 % „ Kreis Steinfurt“. Für den 
Kreis Borken, der nicht direkt an Münster grenzt, liegt diese Besuchsfrequenz bei rd. 39 %.  
 Andere Teilregionen: Häufig gaben 40 % und mehr an, „nicht in den letzten 12 Monaten oder 
noch nie Münster besucht“ zu haben. 
 
2.2 Mit welchem Verkehrsmittel kommen die Besucherinnen/Besucher?  
 Verkehrsmittelwahl: 71,7 % PKW als Selbstfahrer und 7,2 % im PKW als Mitfahrer; Bahn 15,5 
%; Bus 4,3 % (Grundlage: Besuchsfrequenz „mindestens 1 x im Monat nach Münster und häu-
figer“) (vgl. Folie 7). 
 Für einzelne Teilregionen kann die Verkehrsmittelwahl variieren: Üb erdurchschnittlich hohe 
Bahnanteile für Befragte aus Osnabrück (36 %) und Dortmund (25 %); überdurchschnittlich 
hohe Busanteile bei Befragten aus dem Kreis Steinfurt (10 %) und aus dem Kreis Coe sfeld (8 
%) (vgl. Folie 8). 
 Zufriedenheit der Erreichbarkeit v on Münster mit dem PKW  (regelmäßige PKW-Nutzer/innen) 
(vgl. Folie 9): Die Mehrzahl der Teilregionen liegt zwischen „sehr zufrieden“ (1,0) und „zufri e-
den“ (2,0). Höchste Zufriedenheitswerte äußerten Befragte aus Dortmund (1,5) und Osna -
brück (1,6); die nied rigsten Zufriedenheitswerte im Hinblick auf die Erreichbarkeit mit dem 
PKW kamen von Befragten aus dem Kreis Warendorf (2,2), aus den einbezogenen Teilen des 
Kreises Gütersloh (2,2) und aus dem Kreis Borken (2,5). Insgesamt liegend auch die „schlech-
testen“ Bewertungen noch deutlich über „teils/teils“ (3) und gehen in Richtung „zufrieden“ (2). 
 
2.3 Aus welchen Gründen kommen die Besucherinnen und Besucher? (vgl. Folie 10) 
Anhand eines umfangreichen Kataloges wurden die Gründe für den Besuch von Münster erh o-
ben. Drei Besuchsmotive stehen im Vordergrund: 
 83,2 % „Einkaufen – in der Innenstadt“; 82,5 % „Essen gehen/Kaffee trinken in der Inne n-
stadt“, 72,3 % „Besuch von Weihnachtsmärkten“.  
 Daran schließt sich eine Gruppe von Motiven an, auf die Werte zwischen 40 % und  50 % ent-
fallen. Auch hier spielt die Innenstadt eine wichtige Rolle wie z.B. „Besuch von Sehenswürdi g-
keiten in der Innenstadt“ (46,5 %), „Besuch des Wochenmarktes auf dem Domplatz“ (41,2 %) 
und „Besuch von Events/Festen in der Innenstadt“ (41,1 %).

3 
V/0963/2017 
 
 Zu de r zweitstärksten Motivgruppe gehören auch „Besuch von Museen und Ausstellungen“ 
(44,4 %), „Besuch von Theater, Konzerten, Musikveranstaltungen“ (43,4 %), „Freude/ Ve r-
wandte besuchen“ (43,1 %) und „Besuch des Allwetterzoos“ (42,1 %).  
 
2.4 Wird die Innenstadt als attraktives Stadtzentrum bewertet? 
 Entspricht die Münsteraner Innenstadt den Vorstellungen von einem attraktiven Stad tzentrum 
oder gibt es Dinge, die fehlen oder verbessert werden müssten?  (vgl. Folie 11): 85,1 % „Ja, 
entspricht meinen Vorstellungen“; 8,6 % „teils/teils“; 2,5 % „Nein“; 3,1 % „weiß nicht“ (Befragte, 
die in den letzten 12 Monaten mindestens einmal die Innenstadt besucht haben). 
 Diejenigen, die mit „Nein“ (2,5 %) oder „teils/teils“ (8,6 %) geantwortet haben, haben folgende 
Verbesserungsvorschläge gemacht bzw. auf folgende fehlende Angebote verwiesen (vgl. Folie 
12): Parkplätze – zu wenig: 13,1 %; Parkplätze – allgemein: 12,9 %; Geschäfte – Art (negativ): 
11,2 %; Verkehr – allgemein: 5,4 %; Innenstadt – Gestaltung/Optik: 4,8 %. 
 Bewertung der Eigenschaften der Münsteraner Innenstadt  („1 = sehr gut“ bis „6 = ungen ü-
gend“) (vgl. Folien 13 - 14):  
o Beste Werte erhielt das „Stadtbild“ (1,9), gefolgt von der „Ausstattung mit Cafés, Resta u-
rants“ (2,0), dem „Warenangebot“ (2,0), der „Gestaltung der Gesc häfte“ (2,0) sowie der 
„Sauberkeit auf Straßen/Plätzen/Grünanlagen“ (2,1) und der „Öffentlichen Sicherheit auf 
Straßen/Plätzen“ (2,1). 
o Am Ende der Skala mit Werten von „befriedigend“ und leicht besser rangieren die „Erreic h-
barkeit mit dem Bus“ (2,8), die „ Parkraumsituation in der Innenstadt“ (3,0) und die „Erreic h-
barkeit mit dem Fahrrad“ (3,0). 
 Entwicklung der Attraktivität der Innenstadt in den letzten 5 Jahren (alle Befragten, die mindes-
tens einmal bereits persönlich in Münster waren) (vgl. Folie 15): 21 % „Insgesamt besser g e-
worden“; 62 % „Gleich geblieben“; 2 % „Schlechter geworden“; 14 % „Weiß nicht/keine An t-
wort“. 
 
2.5 Welche Auswirkungen hat der Online-Einkauf auf die Besuchsfrequenzen? 
Auswirkungen des Online-Handels auf die Besuchsfrequenz (vgl. Folie 16):  
 17,2 %: Ja, ich kaufe online ein und besuche daher die Innenstadt seltener zum Einkaufen 
 55,6 %: Nein, ich kaufe online ein und besuche deswegen die Innenstadt von Münster nicht 
weniger zum Einkaufen 
 Eine Differenzierung der Ergebnisse nach Altersgruppen (Folie 16) und Teilregionen (Folie 17) 
macht deutlich, dass die Verringerung der Besuchsfrequenzen durch die Möglichkeit, online 
einzukaufen, bei den jüngeren Altersgruppen und den angrenzenden Kreisen (einschließlich 
der Stadtregion) noch deutlich höher liegt (ca. 24 %).  
 
2.6 Was sind die touristischen Highlights? 
 „Welche Großveranstaltungen besuchen Sie regelmäßig in Münster?“  (Offene Frage) (vgl. 
Folie 18): 52,5 % „Weihnachtsmarkt“; 14,7 % „Send“; 12,0 % „Stadtfest/Euro -City-Fest“; 10,2 
%: „Hafenfest“. 
 Bezogen auf die Teilregionen ist festzustellen, dass der Besuch des Weihnachtsmarktes in s-
besondere für die angrenzenden Niederlande von noch höherer Bedeutung ist (74,2 %).

4 
V/0963/2017 
 
 „Was sind für Sie die größten touristischen Attraktionen in Münster?“ (Offene Frage) (vgl. Folie 
19): 28,4 % „Dom“; 19,9 % „Aasee“; 19,7 % „Allwetterzoo“; 17,1 % „Weihnachtsmarkt“; 16,2 % 
„Altstadt/Innenstadt“; 12,4 % „Prinzipalmarkt“; 10,0 % „Schloss“.  
 
2.7 Welches Image hat Münster? Was gefällt besonders gut, was überhaupt nicht? 
 Was gefällt den Befragten besonders gut an Münster und was gefällt den Befragten überhaupt 
nicht an Münster? (vgl. Folie 20). Bei dieser offenen Frage (mit Mehrfachantworten) bleibt z u-
nächst festzuhalten, dass deutlich mehr positive Nennungen (3.696 Nennungen von 2.480 Be-
fragten) als negative Nennungen (2.303 Nennungen von 2.212 Befragten) abgegeben wurden. 
o Folgendes gefällt besonders gut an Münster (über 5 % der Nennungen): 23 % „Al t-
stadt/Innenstadt“; 17 % „Einkaufen“; 10,3 % „Aasee“; 7,8 % „Atmosphäre/Flair“; 5,2  % „Lo-
kale/Gastronomie“; 5,1 % „Weihnachtsmarkt“  
o Folgendes gefällt überhaupt nicht an Münster (über 5 % der Nennungen): 14,4 % „Par k-
platzsituation (allgemein)“; 7,9 % „(zu viel) Verkehr/Ampeln“; 5,8 % „Fahrradfa h-
rer/Fahrräder“  
 Bild von Münster: „Was fällt Ihnen spontan ein, wenn Sie an Münster denken?“  (vgl. Folie 21): 
17,8 % „Universität(en)/Studierende“; 13,9 % „Fahrradstadt“; 13,0 % „Dom/Domplatz“; 12,4 % 
„Positive Eigenschaften“; 10,6 % „Grüne Stadt/Umgebung, Aasee, Promenade“  
 Diese Ergebnisse decken  sich grundsätzlich mit den Erkenntnissen aus der deutschlandwe i-
ten Imageumfrage 20081. Allerdings werden die „positiven Eigenschaften“ aus regionaler Sicht 
und in der aktuellen Umfrage noch deutlich stärker benannt. Ebenso werden bei der Regi o-
nalumfrage 2 017 die Imagefacetten „Weihnachtsmarkt“ (8,4 %) und „Einkauf s-
stadt/Einkaufsmöglichkeiten“ (7,8 %) deutlich höher gewichtet.  
 Interessante Einsichten liefert auch die Differenzierung der Spontanassoziationen nach den 
deutschen und niederländischen Teilregio nen. Aus Sicht der niederländischen Befragten en t-
fallen überdurchschnittlich hohe Nennungen vor allem auf folgende Facetten des Münster -
Bildes: „positive Eigenschaften“ (21 %), „Weihnachtsmarkt“ (16,5 %), „Westfälischer Fri e-
de/Stadt mit Geschichte“ (11,1 %) (vgl. Folie 22). 
 Ermittlung der Gesamtattraktivität:  „Ist Münster eine attraktive Großstadt oder fehlt aus Ihrer 
Sicht insgesamt noch etwas?“  (vgl. Folie 23): 73% „Ja, ist aus meiner Sicht attraktiv“; 7 %: 
„teils/teils“; 2 %: „Nein, keine attraktive Stad t, es fehlt noch etwas“; „5 % „Sehe Münster nicht 
als Großstadt an“; 13 % „kenne Münster kaum/keine Angabe“. 
 Insbesondere in den Teilregionen mit besonders starker Besuchsfrequenz nach Münster we r-
den die bereits hohen Attraktivitätsbewertungen von gesamt 7 3 % noch deutlich übertroffen: 
„Stadtregion“ 84 %, „Kreis Warendorf“ 85 %, „Kreis Coesfeld“ 84 %. 
 Diejenigen, die mit „Nein“ (2 %), „teils/teils“ (7 %) oder „sehe Münster nicht als Gro ßstadt an“ 
(5 %) geantwortet haben, haben folgende Verbesserungsvorschläge gemacht, damit Münster 
eine attraktive Großstadt bleibt bzw. wird  (vgl. Folie 24): Thema „Verkehr – Parken“ 13,6 %; 
Thema „Verkehr – allgemein“ 7,8 %; „Größe (zu klein)/keine Großstadt“ 7,6 %; „Cafés fe h-
len/mehr Außengastronomie“ 2,9 %; „Geschäfte fehle n – großes Einkaufszentrum“ 2,9 %; 
„Sonstiges“ 28,9 %; „Nichts/weiß nicht“ 36,5 %. 
 
                                                
1 http://www.stadt-muenster.de/fileadmin//user_upload/stadt-
muenster/61_stadtentwicklung/pdf/umfrage/2008_image-umfrage.pdf (Folie 5)

5 
V/0963/2017 
 
2.8 Welche anderen Städte werden regelmäßig zum Einkaufen oder für weitere Aktivitäten 
besucht? 
 Konkurrenzstandorte zu Münster (ohne Wohnort der Befragten):  „Gibt es andere Stä dte, die 
sie regelmäßig aufsuchen, um dort einzukaufen oder um andere Aktivitäten auszuüben?“ In s-
gesamt 58 % der Befragten gaben an, andere Städte ohne Berücksichtigung des eigenen 
Wohnortes regelmäßig aufzusuchen.  
 Neben Münster werden von den Befragten n och am stärksten aufgesucht (vgl. Folie 25): 
Dortmund (9,8 %), Osnabrück (7, 6 %), Essen (6,0 %), Oberhausen (5, 8 %), Enschede (3,3 
%).  
 Eine Auswertung der Konkurrenzstandorte von Münster nach einzelnen Teilregionen verdeu t-
licht, dass bei Teilregionen an den Rändern des Untersuchungsgebiets deutlich höhere Anteile 
auf die Konkurrenzstandorte bezogen sind (vgl. Folie 26). Beispielsweise besuchen 47,7 % 
aus den angrenzenden niedersächsischen Landkreisen und 32,5 % aus dem Kreis Steinfurt 
regelmäßig Osnabrück. Aus Hamm und den einbezogenen Teilen der Kreise Soest und Unna 
besuchen 49,6 % regelmäßig Dortmund. Aus den einbezogenen Kommunen des Kreises G ü-
tersloh besuchen 38,2 % regelmäßig Bielefeld. 
 Hauptgründe, um neben Münster regelmäßig auch andere Städte aufzu suchen (vgl. Folie 27): 
„Nähe“ 41,7 %; „Einkaufen – allgemein“ 33,9 %; „Heimatort/ Familie/ Freude“ 26,3 %; „Stadt ist 
attraktiv – allgemein“ 11,6 %. 
 
3. Verwendung der Ergebnisse und Ausblick 
Mit der Regionalumfrage 2017 werden aktuelle Informationsgrundlage n für das Stadtma rketing 
und für die Gestaltung des touristischen Angebotes sowie die Stadtentwicklung zur Verfügung 
gestellt. Weitergehende tabellarische Aufbereitungen nach soziodemograf ischen Strukturdaten 
stehen im Internetangebot des Amtes für Stadten twicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung2 be-
reit.  
 
Die Ergebnisse machen deutlich, dass Münster von den Befragten eine attraktive Inne nstadt (85 
%) mit positiver Entwicklungstendenz bescheinigt wird. So erhält auch die Innenstadt von Mün s-
ter in vielen Punkten bessere Werte als die Innenstadt von Karlsruhe in einer vergleichbaren U n-
tersuchung3 (vgl. Folie 14). Ebenso wird Münster als attraktive Großstadt (73 %) bewertet, von 
der die Befragten ein eindeutig positives Bild haben. Wichtige Gründe für den Besuc h von Müns-
ter sind die Innenstadt als Einkaufs -, Gastronomie-, Veranstaltungs- und touristischer Standort. 
Hinzu kommen Aasee und Allwetterzoo. Wichtigste Veranstaltung ist eindeutig der Weihnacht s-
markt, gefolgt mit großem Abstand von Send, Stadtfest und Hafenfest. 
 
Gleichwohl wird aber auch deutlich, welche Auswirkungen der Online -Handel auf einen Rüc k-
gang der Besuchsfrequenzen der Innenstadt hat (17 % kaufen online und kommen weniger nach 
Münster). Zugleich besitzen die benachbarten Oberzentren „Dortmund“ , „Osnabrück“, „Bielefeld“ 
und „Enschede“, aber auch „Essen“ und „Oberhausen“ mit zunehmender Entfernung von Münster 
eine beachtliche Attraktivität für die Befragten.  
 
                                                
2 www.stadt-muenster.de/stadtentwicklung/kommunale-umfragen.html  
3 
https://web3.karlsruhe.de/Stadtentwicklung/afsta/Stadtentwicklung/download/afsta_heft_49_Regionsumfra
ge_2016.pdf (S. 28, Abb. 4.1)

6 
V/0963/2017 
 
Damit rücken die Verbesserungsvorschläge der Befragten im Hinblick auf die Innenstadt a ls at-
traktive Innenstadt und im Hinblick auf Münster als attraktive Großstadt in den F okus, auch wenn 
sie nur von einer deutlichen Minderheit der Befragten geäußert wurden. Diese konzentrieren sich 
im Wesentlichen auf Verkehrs - und Einzelhandelsfragen. Dab ei kann es sich um „Leistungs -
lücken“ (im Sinne von „Angebotslücken“) und/oder um „Kommunikationslücken“ handeln.  
 
Auch für den Tourismus und das Stadtmarketing liefert die Erhebung wichtige, auch tei lräumlich 
differenzierte Hinweise. So wird noch einmal die hohe Bedeutung der Weihnachtsmärkte unte r-
strichen. Auch stellt sich die Frage nach dem Potenzial der weiteren profilbildenden Veransta l-
tungen. Letztlich wäre zu diskutieren, ob es gelingen kann, das Interesse für einen Münsterb e-
such bei denjenigen zu w ecken, die noch nicht nie in Münster waren (Durchschnitt 17 %/  Teilre-
gionen deutlich höher) bzw. die im letzten Jahr nicht in Münster waren (Durchschnitt 23 %/  Teil-
regionen deutlich höher). 
 
Die inhaltlichen Schlussfolgerungen aus den Umfrageergebnissen so llen im Rahmen der Fac h-
planungen diskutiert werden (z.B. Fortschreibung und Umsetzung Einzelhandelskonzept, Mas-
terplan Mobilität). Ebe nso werden die Ergebnisse mit denjenigen Akteuren handlungsorientiert 
diskutiert, die sich für die Entwicklung von Münster als attraktive Großstadt und für eine attraktive 
Innenstadt einsetzen. Hier sind die Wirtschaftsförderung Münster GmbH und die Initiative Starke 
Innenstadt (ISI) zu nennen, die die Regionalumfrage 2017 finanziell unterstützt haben, aber auch 
weitere Akteu re (z.B. Runder Tisch der Innenstadtkaufleute). Es wird angestrebt, die Regi o-
nalumfrage 2017 in einigen Jahren zu wiederholen, um entsprechende Entwicklungsverläufe auf-
zuzeigen. 
 
 
I.V. 
 
gez. 
 
Denstorff 
Stadtbaurat 
 
 
Anlagen: 
Anlage 1: Foliensatz 
Anlage 2: Hinweise zur Methodik

V_0963_2017_Anlage_1_Foliensatz

4355 Zeichen

Ergebnisse der Regionalumfrage 2017:
Wie attraktiv ist Münster? (Überblick)
Anlage 1 zur Vorlage V/0963/2017
Folie 2
Zentrale Ergebnisse „Regionalumfrage 2017“
- Untersuchungsdesign (Folien 3 - 5)
- Wie häufig kommen die Menschen aus der Region nach 
Münster?  (Folie 6) 
- Mit welchem Verkehrsmittel kommen die Besucherinnen und 
Besucher? (Folien 7 - 9)
- Aus welchen Gründen kommen die Besucherinnen und 
Besucher? (Folie 10) 
- Wird die Innenstadt als attraktives Stadtzentrum bewertet? 
(Folien 11 - 15)
- Welche Auswirkungen hat der Online-Einkauf auf die 
Besuchsfrequenzen? (Folie 16 - 17)
- Was sind die touristischen Highlights? (Folien 18 - 19)
- Welches Image hat Münster? (Folien 20 - 24)
- Welche anderen Städte werden besucht? (F. 25 - 27)

• Untersuchungsziel:
Wahrnehmung der Attraktivität von Münster aus Sicht der 
Regionsbevölkerung (V/0598/2016)
• Telefonische Umfrage (Festnetz) mit Zufallsstichprobe
• Verteilung der Interviews grundsätzlich quotiert nach Verteilung der 
Wohnbevölkerung in Region unter Beachtung der Alters- und 
Geschlechterverteilung und unter Beachtung der Haushaltegrößen 
• Abweichungen in einzelnen Altersgruppen durch Gewichtung behoben
• Verstärkung der Stichprobe für Kommunen der Stadtregion (durch 
Designgewichtung an Quote der Wohnbevölkerung angepasst)
• Untersuchungsregion: 50 – 75 km-Radius (11 Teilregionen)
• Befragte: 3.100 (18 Jahre und älter)
• Laufzeit: 29.03.2017 – 27.05.2017 (Pause: Osterferien 10.04. – 23.04.)
• Finanzielle Unterstützung:
Initiative Starke Innenstadt, Wirtschaftsförderung Münster GmbH
Regionalumfrage 2017 - Untersuchungsdesign
Folie 3
Untersuchungsgebiet mit Teilregionen  
(ca. 5,2 Mio. Menschen)
Folie 4
Hinweis: Nachrichtliche Darstellung der Stadtregion als zusätzliche Auswertungseinheit
Folie 4

Befragungsgebiet (Raumeinheiten) Einwohner
( 31.12.15 )
davon ab
18 Jahre
Realisierte
Stichprobe
Gewichtete
Stichprobe**
Kreis Borken (gesamt) Teilregion 1 369.666 299.978 280 219
Kreis Coesfeld  (gesamt) Teilregion 2 218.401 179.504 446 128
Kreis Steinfurt- (gesamt) Teilregion 3 443.374 361.897 490 261
Kreis Warendorf (gesamt) Teilregion 4 277.431 227.197 384 163
Kreis Recklinghausen (Gladbeck in Teilregion 13) Teilregion 5 542.352 457.953 100 322
Kreis Gütersloh (zum Teil) Teilregion 6 267.184 219.225 100 159
Stadt Hamm, Kreise Soest / Unna (zum Teil) Teilregion 7 631.488 525.249 100 375
Dortmund, Stadt Teilregion 8 586.181 493.186 100 349
Osnabrück, Stadt Teilregion 9 162.403 138.107 200 97
Landkreise in Niedersachsen (zum Teil)
[ LK Grafschaft Bentheim / Emsland / Osnabrück  ] Teilregion 10 315.529 258.016 200 188
NL: Regios Achterhook + Twente (zum Teil) Teilregion 11 624.673 * 515.355 * 304 379
Bielefeld, Stadt Teilregion 12 333.090 276.833 200 197
Gelsenkirchen / Bottrop / Gladbeck Teilregion 13 452.966 378.044 200 269
Befragungsgebiet insgesamt: 5. 224.738 4.330.544 3.104 3.109
*) Einwohnerbestand zum 01.04. 2016
**) Gewichtung erfolgte gemäß dem jeweilgen Einwohneranteil (  Insgesamt, Geschlecht, Altersgruppen )
Regionalumfrage 2017 - Stichprobe
–  Befragungszeitraum: 29.03. - 27.05.2017 –
Durchführung von Telefoninterviews im Münsterland und angrenzenden deutschen und niederländischen 
Raumeinheiten zur Attraktivität und Bedeutung von Münster
Folie 5
Folie 6

Folie 7
Folie 8

Folie 9
Folie 10

Folie 11
Folie 12

Folie 13
Folie 14

Folie 15
Folie 16

Folie 17
Folie 18
(Offene Frage, maximal drei Antworten, Originalnennungen)

(Offene Frage, maximal drei Antworten, Originalnennungen)
Folie 19
Folie 20
(Offene Frage, maximal drei Antworten, Originalnennungen)

Folie 21
Folie 22

Folie 23
Folie 24

Oberhausen
Essen
Düsseldorf
Konkurrenzstandorte für Münster
(Gibt es andere Städte, die Sie regelmäßig aufsuchen, um 
dort einzukaufen  oder um andere Aktivitäten auszuüben?
9,8 %
7,6 %
6,0 %
5,8 %
3,3 %
3,2 %
3,1 %
3,1 %
2,1 %
Enschede
Recklingh.
Folie 25
Hinweis: Nachrichtliche Darstellung des 
Einzugsgebiets von Münster nach 
Comfort GmbH 2017: Städtereport 
Münster, S. 3
Oberhausen
Essen
Düsseldorf
Konkurrenzstandorte für Münster:
Nach Teilregionen (Schwerpunkte)
49,6 %
32,5 %
25,9 %
31,9 %
16,3 %
7,1 %
38,2%
19,4 %/
10,3%
14,5 %/ 
10,4 %
47,7 %
11,8 %
12,4 %
Enschede
Recklingh.
Folie 26
Hinweis: Nachrichtliche Darstellung des 
Einzugsgebiets von Münster nach 
Comfort GmbH 2017: Städtereport 
Münster, S. 3

Folie 27

V_0963_2017_Anlage_2_Methodik

4817 Zeichen

Anlage 2 
zu V/0963/2017 
 
Regionalumfrage 2017: Methodische Hinweise zur Durchführung 
Die Regionalumfrage 2017 wurde als Telefonumfrage d urch ein Marktforschungs- 
institut durchgeführt. Grundlage hierfür war eine ö ffentliche Ausschreibung Anfang 
2017. Die Aufbereitung der Daten und deren Auswertu ng erfolgte im Rahmen der 
Stadtforschung im Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung.  
 
Insgesamt wurden 3.104 repräsentativ ausgewählte Bü rgerinnen und Bürger ab 18 
Jahren in den Teilregionen des Untersuchungsgebiete s zwischen Ende März und 
Ende Mai 2017 befragt. Während der Osterferien fand en keine Befragungen statt. 
Auch ist die Befragung vor Beginn der Skulptur Proj ekte Münster 2017 abgeschlos- 
sen worden. 
 
Aus forschungsökonomischen Gründen konzentrierte si ch die Umfrage auf Festnetz- 
anschlüsse, da diese über die Vorwahlen gezielt ang esteuert werden können. Hier- 
mit kann der weit überwiegende Teil der Bürgerinnen  und Bürger erreicht werden. 
Ausgenommen sind die ausschließlichen Handy-Nutzerinnen und Handy-Nutzer. Der 
finanzielle Aufwand, um diese deutlich geringere Gr uppe in die Umfrage einzubezie- 
hen, wurde als unverhältnismäßig eingeschätzt.  
 
Um die Repräsentativität sicherzustellen, erfolgte die Verteilung der Interviews quo- 
tiert entsprechend der Verteilung der Wohnbevölkeru ng in den Teilregionen unter 
Beachtung der Alters- und Geschlechterverteilung so wie unter Beachtung der Haus- 
haltsgrößen. Da im Rahmen der Telefonumfrage nicht alle Altersgruppen entspre- 
chend ihrem Anteil an der Wohnbevölkerung erreicht werden konnten, wurden die 
Abweichungen in den einzelnen Altersgruppen durch G ewichtung an ihrem Anteil an 
der Wohnbevölkerung in den jeweiligen Teilregionen angepasst. Damit sind in der 
Umfrage alle Altersgruppen entsprechend ihren Antei len vertreten, ebenso stimmen 
die Geschlechterproportionen. 
 
Tragfähige Aussagen lassen sich nur treffen, wenn in den einzelnen Teilregionen des 
Untersuchungsgebietes eine Mindestanzahl an Intervi ews zugrunde gelegt werden 
können. In keiner Teilregion wurde eine Mindestanza hl von 100 Interviews unter- 
schritten, in der Regel lag die Zahl der realisiert en Interviews bei 200 und zum Teil 
sogar deutlich darüber. Für die 11 Kommunen der Sta dtregion Münster (angrenzen- 
de Gemeinden) wurde die Zahl der Interviews bewusst erhöht, um diese Raumeinheit 
als weitere Auswertungsebene nutzen zu können. Nach  Abschluss der Interviews 
wurden die Zahl der Interviews und damit das Gewich t, mit dem sie in die Auswer- 
tung eingehen, an den jeweiligen Einwohneranteil an gepasst (vgl. Anhang 1, Folie 
5).

2 
 
Eine weitere Erhöhung der Stichprobe für alle Teilr egionen war aufgrund des be- 
grenzten Budgets nicht möglich. Damit bleibt zu ber ücksichtigen, dass die Regio- 
nalumfrage 2017 für die Gesamtaussagen ein entsprec hendes Vertrauensintervall 
aufweist, bezüglich einzelner Teilregionen liefert die Umfrage eher Tendenzaussa- 
gen.  
 
Auf der Basis von 3.104 Interviews liegt das Vertra uensintervall für die gesamte Un- 
tersuchungsregion bei einem Antwortwert von 50 % be i +/- 1,8 %-Punkten, d. h. der 
„wahre“ Wert liegt zwischen 48,2 % und 51,8 %. Bei einem Antwortwert von 5 % liegt 
das Vertrauensintervall bei +/- 0,8 %-Punkten. 
 
Zur Abgrenzung des Untersuchungsgebietes wurde eine rseits davon ausgegangen, 
dass der Verflechtungsbereich des Oberzentrums Müns ter nach den Aussagen des 
Regionalplans Münsterland weit über das Münsterland  hinausreicht. Andererseits 
liegen Informationen zum Einzugsbereich von Münster  für den Einzelhandel vor, 
nach denen der Einzugsbereich deutlich innerhalb de s Münsterlandes liegt. Dies 
verdeutlichen beispielsweise die Abgrenzung der Com fort GmbH (2017) 1 und auch 
unveröffentlichte Ergebnisse aus der Passantenbefra gung in der Münsteraner Innen- 
stadt im Rahmen der Umfrage „Vitale Innenstadt 2014 “ (vgl. Anhang 1, Folien 25 - 
26). 
 
Um auch die Verflechtungen in die Niederlande zu be rücksichtigen, bezieht das Un- 
tersuchungsgebiet die niederländischen Partner im S tädtenetzwerk MONT (Netwerk- 
stad Twente) und weitere angrenzende niederländisch e Kommunen der EUREGIO 
ein. Damit ergibt sich eine Komplettabdeckung des 5 0-km-Radius um Münster. In 
Teilbereichen, vor allem durch den Einbezug der nie derländischen Teilregion, reicht 
das Untersuchungsgebiet deutlich darüber hinaus und  erreicht den 75-km-Radius. 
Insbesondere sind auch die benachbarten Oberzentren  Dortmund, Osnabrück und 
Bielefeld einbezogen. Insgesamt leben damit im Unte rsuchungsgebiet ca. 5,2 Millio- 
nen Menschen (vgl. Anhang 1, Folien 4 - 5).  
 
                                                
1 
http://www.comfort.de/fileadmin/user_upload/downloads/staedtereport/2017/COMFORT_Staedtereport_Muenster
_2017.pdf

Beratungsverlauf (4)

28.11.2017 Betriebsausschuss Münster Marketing
TOP 3 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
25.01.2018 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen
TOP 5.1 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
31.01.2018 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 10 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
31.01.2018 Rat
TOP 17 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (3)

  • Prinzipalmarkt
  • Grafschaft
  • Domplatz

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0963/2017
Typ
Vorlagen
Datum
08.11.2017
Erstellt
06.10.2020 14:37