Mandari Insight

V/0335/2008

Feststellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der AWM für das Wirtschaftsjahr 2007

Vorlagen 21.04.2008

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Anlage 1

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Ansehen

Anlage 2

· application/pdf

Ansehen

Beschlussvorlage

· application/pdf

Ansehen

Anlage 1

46630 Zeichen

graue Fläche wird weggeschnitten
graue Fläche wird
weggeschnitten
Achtung!
Schnitt leicht schräg.
Achtung!
Schnitt leicht
schräg.
Geschäftsbericht
2007
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Rösnerstraße 10 
48155 Münster
Telefon: 0251/6052 - 0
Telefax: 0251/6052 - 48
awm@stadt-muenster.de
www.awm.muenster.de 
Recyclingpapier aus 100 % Altpapier
X &Y Design · Münster
Saubere
Lösung
Saubere
Lösung
AWM GB Umschlag 20080515:AWM GB Umschlag 28.04.06  15.05.2008  10:12 Uhr  Seite 1

AWM GB Umschlag 20080515:AWM GB Umschlag 28.04.06  15.05.2008  10:12 Uhr  Seite 2

AWM-Hintergründe
12 Zurück zur Natur
Die Rekultivierung der 
Deponie
13 Engagiert
Neues Vorstandsamt 
für Patrick Hasenkamp 
beim VKS im VKU 
14 Viel Betrieb im Betrieb:
Auf dem Recyclinghof 
Eulerstraße
15 Stürmisch
Kyrill fordert verstärkten 
Einsatz
15 35 Jahre AWM
Lothar Hülk geht in Rente
15 Galaktisch
Die neue  Stadtsauber keits- 
Kampagne „Star Waste“
Zahlen, Daten, Fakten
16 Das Geschäftsjahr 2007
bei den AWM 
17 Milder Winter: 
Winterdienst
18 Straßen reini gung:
Unterwegs für die Kunst.
19 Abfallwirtschaft/Samm -
lung und Transport:
Vielfältiger Service
20 Ver wer tung und 
Deponierung:
Weniger ist mehr.
21 Gestern und Heute
Straßenreinigung und
Müllabfuhr
22 Und was passiert 2008
Der Ausblick
24 Impressum
Inspirierend
Die AWM bei der
Skulpturen-Ausstellung
Spritzig
Ideen und Einsatz für die
Entsorgung bei der Halle
Münsterland
Offen
Ein Tag auf dem
Recyclinghof Eulerstraße 
Konkret
Zahlen, Daten und Fakten
zum AWM-Jahr 2007
Geschäftsbericht 2007 | 1 
Inhalt
Saubere Lösung
Seite 4 Seite 8 Seite 14 Seite 16
Stadt und Bürger
4 Die reine Kunst
AWM sorgen für saubere 
Skulpturen-Ausstellung
6 Geschenkt
Kompostwochen bei 
den AWM
7 Tonnen-Wonnen
Wettbewerb der 
schönsten 
Mülltonnenplätze
7 Direkt dran
Neuer AWM-Kundenservice
Wirtschaft und Verwaltung
8 Von Kongress bis 
Kegelparty 
AWM als Wunschpartner 
der Halle Münsterland
10 Immer mehr Müll
Wie AWM und andere 
ihren Einsatz erhöhen
11 Alt, älter, arbeiten
Das Carna-Projekt
11 Typfrage
Der richtige Container 
für jeden

Die Zukunft gestalten heißt die Gegenwart verändern.

Münster ist eine lebendige, lebenswerte Stadt. Das
konnte sie auch 2007 erneut ganz offiziell unter Beweis
stellen. Bei dem europäischen Wettbewerb „Entente
Florale“ erntete Münster Gold. Viele haben dazu beige-
tragen. Die AWM ließen durch Aktionen wie die
Kompost-Tage (Seite 6) oder den Tonnen-Wettbewerb
(Seite 7) Münsters grüne Seele weiter aufblühen. Auch
andere große städtische Projekte unterstützten die
AWM. So sorgten wir mit kontinuierlicher Reinigungs -
arbeit, Extra-Sonntagsschichten und Sonder-Papierkorb  -
lee run gen dafür, dass bei der Skulpturenausstellung
2007 die Münsteraner City sauber blieb. Ähnliches leisten
wir natürlich auch kontinuierlich, z. B. für einen unserer
großen Kunden, die Halle Münsterland (Seite 8) oder
durch unseren verstärkten alltäglichen Einsatz (Seite 10).
Immer flexibler und individueller auf die Bedürfnisse
unserer Kunden einzugehen, ist ein Ziel, das wir nicht
nur nach außen tragen. Sondern auch nach innen wir-
ken lassen. So haben wir etwa einen neuen AWM-
Service eingerichtet, mit dem wir noch direkter für
unsere Kunden erreichbar sind (Seite 7). Und auch
wenn das Jahr 2007 zu Ende ist, der Einsatz für Stadt
und Bürger geht natürlich weiter. Vielleicht sind wir
gerade in diesem Moment für Sie unterwegs.
Helga Bickeböller 
Stadtkämmerin
Patrick Hasenkamp
Werkleiter AWM
Geschäftsbericht 2007 | Editorial | 3
Saubere Lösung

Von Müllpresse bis Sonntagsschicht:
Wenn vor dem Erbdrostenhof eine Müllpresse Kunst produ-
ziert und sich auf dem Prinzipalmarkt die Blütenblätter einer
riesigen Sonnenblume als Surfbretter entpuppen, dann ist das
nicht etwa ein Kapitel aus einem Science-Fiction Roman. Son -
dern die vierte Auflage der Skulp tur Projekte in Münster, die
vom 17. Juni bis zum 30. Septem ber 2007 statt fand. 36 in ter-
nationale Künstlerinnen und Künstler stellten ihre Wer ke, ver-
teilt in der ganzen Stadt, aus. Und Gäste aus aller Welt kamen,
um sie zu sehen. So sorg ten nicht nur die hier und da auszu -
machenden Bien nale-T-Shirts und Documen ta-Taschen für
einen Hauch von Welt flair. Ganz Münster bro del te vor Unter -
neh mungslust und Inspi ration.
Von der Kunst einer sauberen Stadt:
Die AWM bei den Skulptur Projekten.
Saubere Lösung
4 | Geschäftsbericht 2007 | Stadt und Bürger

AWM Müllpresse pro-
duziert Kunst
Kunst ist schön, macht
aber viel Arbeit – sagte
Karl Valen tin einmal.
Für die AWM stimmt
dieser bekannte Aus -
spruch gleich in zweifa-
cher Hinsicht. Zum
einen waren sie natür lich
für die Stadt sauberkeit wäh -
rend der Ausstellung ver ant -
wortlich, zum anderen konn-
ten sie sich aktiv an der schöp-
ferischen Arbeit beteiligen.
Für die Skulptur „ Triple Town“
stellten sie dem Künstler An -
dreas Siekmann eine Abfall -
presse zur Verfü gung. Der
Hintergrund: Seit einigen
Jahren werden die Innen -
städte mit Plastik-Skulpturen überflutet. Für Siekmann
sind sie Sinnbild für den Ausverkauf öffentlicher Räume
an private Investoren. Für die Skulptur Projekte hat der
Künstler 13 solcher Figuren in der Abfallpresse der AWM
zerstört und die Bruchstücke zusammen mit der AWM-
Presse zu dem Objekt „ Triple Town“ zusammengefügt.
Extra-Schichten für eine saubere Stadt
Triple Town war nur eine von insgesamt 36 Skulpturen,
die im Stadtgebiet von
Münster, von Aasee
über Schloss bis Prinzi -
palmarkt, verteilt wa -
ren. Sie luden die vielen
zehntausend Besucher
zu einer „Skulptour“
durch die Stadt ein, und
die wiederum hinter-
ließ ihre eigenen
Spuren: Müll! „ Wir
hatten uns bereits im
Geschäftsbericht 2007 | Stadt und Bürger | 5
Saubere Lösung
Vor feld mit doppelten
Reinigungsschichten in
der Innenstadt auf das
Kunstspektakel einge-
stellt. Doch schon bald
zeigte sich, dass selbst
das nicht reichte, um
Münster angemessen
aufgeräumt zu präsen-
tieren“, so Burkhard Lotz
von den AWM zur
Situa tion. Die Lösung:
eine zu sätz liche Sonn tags reinigung und ein engerer
Leer rhythmus bei den Papierkörben. So konnten sich
die Skulptur Projekte 07 auch dank engagierter Mit -
arbeiter und Mitarbeiter in nen der AWM in bestem Licht
präsentieren.
Erfahrung, das Unplanbare zu planen
Schnell neue Lösungen zu finden und sie flexibel um -
zu setzen – das ist bei den AWM keine Kunst, sondern
Alltags geschäft. Gerade auch
beim Reinigungs- und Abfall -
mana gement für Groß ver -
anstal tun gen verfü gen sie
über umfassende Erfah run -
gen. Ob Markt, Send, Floh -
markt oder Euro city fest: die
AWM machen hinterher klar
Schiff und sorgen oft auch
schon währenddessen dafür,
dass der Eindruck von
Münster immer sauber
bleibt. Wer weiß, viel-
leicht hat der eine oder
andere Skulp tur-Projek -
te-Besucher nicht nur
die Kunst genossen,
sondern auch selbst
erlebt, warum Münster
einfach die lebenswer-
teste Stadt der Welt ist.

Geschenke fürs Gemüsebeet: 
AWM-Kompostwochen.
6 | Geschäftsbericht 2007 | Stadt und Bürger
Saubere Lösung
Normalerweise sind die AWM Entsorger – dieses Mal
aber waren sie Versorger. Denn bei den Kompost -
wochen vom 16. – 26. April 2007 drehten sie den
Spieß um: Sie luden die Münsteraner ein, zu ihnen zu
kommen und sich gratis mit dem hausgemachten
Düngemittel einzudecken. Mit dieser Aktion beteilig-
ten sich die AWM an der Kampagne „Münster bekennt
Farbe“ , mit der die Stadt für den Europawettbewerb
„Entente Florale“ wirbt. Als Frühlingsgruß erfreute das
Kompostgeschenk natürlich besonders die Hobby gär t -
ner. Passend zur Pflanzzeit konnten sie sich auf allen
zehn Recyclinghöfen bedienen. Eigens für die Aktion
öffnete jeder Recyclinghof für drei Extra-Stunden seine
Tore, damit sich Abfallanlieferer und Kompostholer
nicht in die Quere kamen. 
180 t Kompost verschenkt
Und das war auch gut so. Denn sie kamen. Scharen -
weise. Mit Schubkarren, Säcken, Bollerwagen, Wannen,
Eimern und Autoanhängern. Allein in Handorf mach-
ten ungefähr 150 Münsteraner von diesem unwider-
stehlichen Angebot Gebrauch. Jeder Bürger konnte so
viel Kompost mitnehmen, wie er wollte. Ganze 18 Ku -
bik meter stellten die AWM bereit und die Mulde wurde
fast restlos geräumt. Wie man den Kompost am besten
nutzt oder sogar selbst herstellt – dafür gab es am
AWM-Info-Stand die richtigen Tipps und eine kleine
Gartenpflanze gleich dazu. Noch ein Geschenk! Die
Besucher waren begeistert.
Ein perfekter Recyclingkreislauf
Im Grunde haben die AWM den Bürgern mit dem
Kompost etwas zu rückgeschenkt, was be reits vorher
ihnen gehörte. Denn er wird aus nichts anderem als den
gesam melten Grün ab fällen hergestellt. Ein perfekter
Recyclingkreislauf. Und ein kleiner, aber feiner Beweis
dafür, wie sich die AWM durch verantwortungsvolle
Entsorgung und Verwertung für eine saubere und
grüne Stadt einsetzen. Und die ist wiederum Grund -
lage dafür, dass Münster nach der Goldmedaille bei
der letzten „Entente Florale“ auch beim europäischen
Wettbewerb 2007 wieder mit auf dem Sieger trep p -
chen steht.
PS: Sicher kennen Sie die Ergebnisse der europäischen
„Entente Florale“ 2007 bereits: Münster holte sich tat-
sächlich Gold!
AWM machen mit: Beiträge zur „Entente Florale“
- „Ein Platz für die Tonne“: Wettbewerb der schönsten
Mülltonnen-Plätze
- Infotafeln zu Kompost-Anwendung 
im Entsorgungszentrum
- Sauberes Münster 2007 – 6.500 Bürgerinnen und 
Bürger räumen auf
- 180 t Gratis-Kompost bei den Kompostwochen

Geschäftsbericht 2007 | Stadt und Bürger | 7
Saubere Lösung
Zugegeben, eine Mülltonne ist kein Schmuckstück fürs
Grund stück. Doch beim AWM-Wettbewerb „Ein Platz für
die T onne“ bewiesen Bürger, wie aus der vermeint-
lichen Schmuddelecke ein echter Blickfang werden
kann oder wie über Tonnen im Vorgarten Gras – und
sogar Blumen – wachsen. Für die drei Kategorien des
Wettbewerbs – Einfamilien haus, Mehrfami lien haus und
Großwohnanlage – erreichten die AWM über 50 Ein -
sendungen mit kreativen und dekorativen Ideen. „ Wir
haben nicht damit ge rechnet, so viele Ein sendungen zu
Gesucht, gefunden: 
Die schönsten Plätze für die Tonne.
Sie kennen das: Sie haben eine wichtige Frage und am
Telefon meldet sich nur eine Maschinenstimme oder
Sie haben bei jedem Anruf wieder einen anderen Call-
Center-Mitarbeiter dran. Was heute zur Seltenheit ge -
worden ist, soll bei den AWM die Regel sein: direkt den
richtigen Ansprechpartner zu erreichen. Dabei wollen
wir nicht einfach nur unseren gesetzlichen Auftrag zur
Abfallberatung erfüllen, sondern Sie als Kunden wirk-
lich optimal beraten. Und dazu gehört, persönlich Rede
und Antwort zu stehen. Deshalb haben die AWM eine
neue telefonische
Beratung eingerichtet,
die aus dem bisherigen
Abfalltelefon einen
AWM-Kun den ser vice
macht. Hier werden alle
eingehenden Anrufe
ge bündelt und die
meisten auch direkt
beantwortet. 
Immer persönlich verbunden: Der neue AWM-Kundenservice.
bekommen“, schwärmt
AWM-Mit arbeiter Dirk
Rothert, „in anderen
Städten waren fünf
Teil neh mer schon viel.
Aber auf die engagierten Münsteraner in der „lebens-
wertesten Stadt“ ist eben Verlass. Ein großes Danke -
schön an alle!“ So freuten sich zum Schluss die drei
Gewinner Karl-Heinz Maschke, Richard Greis und die
Wohn gesellschaft Münster land über ihren jeweils
ersten Preis: Einen Rundflug über Münster, einen
Einkaufs gutschein in Höhe von 120 Euro sowie die
glei che Summe als Zu schuss für ein Mieterfest. Und
die AWM konnten mit einem weiteren erfolgreichen
Beitrag zur „Entente Florale“ glänzen. 
von links nach rechts:
1. Preis, Kategorie Einfamilienhaus, Meyerbeerstraße 
1. Preis, Kategorie Mehrfamilienhaus, Melchersstraße
1. Preis, Kategorie Großwohnanlage, Freiburger Weg 
Und dafür nehmen wir uns Zeit: gut und gerne 2–3
Minu ten sind es im Durchschnitt. Schließlich soll nie-
mand mit Standardaussagen im Sekun dentakt abge-
fertigt werden. Übrigens sind wir bei Abfall themen
auch gerne für Sie da, wenn ei -
gent lich an dere zuständig sind,
z. B. bei Fra gen zum Gelben Sack.
Unter der Num mer 60 52 53
erhalten Sie Infos zum AWM-
Service, Beratung zu Abfall -
trennung und -entsorgung,
können Bestellungen aufge -
ben, sich be schwe ren oder uns
Anregungen geben, was wir
anders machen können.
Schließlich befindet sich auch
unser AWM-Kunden service
noch in einer Test phase und
wir arbeiten daran, für Sie
immer besser zu werden!
Saubere Lösung.
Über 15 Jahre war er bei uns in guten Händen. Doch leiderholen wir Ihren Gelben Sack nicht mehr ab. Ein privaterEntsorger übernimmt diese Aufgabe ab dem 1. Januar 2008.Daher wenden Sie sich mit Fragen zum Gelben Sack zuk
ünftig
bitte an diese kostenfreie Hotline: 0800-122 
32 55Aber keine Sorge: Die AWM bleiben Ihr kompetenter Ansprech-
partner rund um das Thema Abfall. Rufen Sie die AWM gernean unter Telefon 60 52-53.
Der Gelbe Sack – jetzt in anderen Hände
Bye Bye Baby
 www.awm.muenster
.de

Saubere Lösung
Über 500.000 Menschen besuchen jährlich Veran stal -
tungen der Halle Münsterland – und hinterlassen eine
Menge Müll. Wir sprachen mit Okan Özer, Prokurist der
Halle Münsterland, über die Zusammenarbeit mit den
AWM und die besondere Herausforderung der Müllent -
sorgung für ein Veranstaltungszentrum. 
Herr Özer, was machen Sie
mit Ihrem Müll an einem nor-
malen Arbeitstag in der Halle
Münsterland?
Ich werfe ihn in einen der Pa -
pierkörbe im Büro. Aber natür-
lich haben wir noch viele
andere Behälter für unsere
verschiedensten Veransta l -
tungen bis hin zum 33 Ku -
bikmeter fassenden Presscontainer. In der Halle fällt
bei uns hauptsächlich Papier und Restmüll an und auf
dem Flohmarkt zusätzlich Elektroschrott.
Wie viel Müll macht denn ein Besucher? 
Für den Einzelnen lässt sich das natürlich schwer sa -
gen. Aber im Jahr liegen wir bei etwa 300 Tonnen. Sie
verteilen sich auf über 250 Messen, Kongresse und
Events. Und so unterschiedlich unsere Veranstaltungen
sind, so verschieden sind auch die Besucher, vom Kon -
gressteilnehmer bis zum Kegelbruder ist alles dabei.
„Geht nicht“ gibt’s nicht: 
Die AWM beweisen als Partner der Halle
Münsterland höchste Flexibilität.
8 | Geschäftsbericht 2007 | Wirtschaft und Verwaltung

Saubere Lösung
Gibt es Veranstaltungen, die in puncto Müll eine
besondere Herausforderung darstellen?
Natürlich macht eine Party z. B. mehr Müll als ein Kon -
gress. Die Kegelparty etwa ist logistisch sehr anspruchs-
voll. Hier stellen die AWM neben den normalen Con tai -
nern für uns zwei zusätzliche Müllpressen bereit, die
regelmäßig während der laufenden Veran staltung vom
Reini gungs team befüllt werden. Außerdem liefern sie
zusätzliche Mülleimer. So bleiben die Hallen sauber und
bieten bis zum Schluss ein angenehmes Ambiente für
die Besucher. Trotz der bis zu 12.000 Besucher  – wie am
letzten Partytag 2007. 
Aber Ihre Veranstaltungen finden ja nicht nur in der
Halle statt. Wie lösen Sie dann das Müllproblem?
Hier helfen uns die AWM als Partner mit ihrer profes-
sionellen Beratung. Etwa beim Flohmarkt auf der
Promenade. Hier fällt alles als Müll an, was nicht ver-
kauft wird: Bücher, CDs, komplette Möbel, Elektro ge -
räte etc. Das alles wurde früher einfach nach dem
Geschäftsbericht 2007 | Wirtschaft und Verwaltung | 9
Saubere Lösung
Flohmarkt zusammen entsorgt. Heute stellen die AWM
drei Container auf für Restmüll, Papier und Elektronik.
Seit diese zur kostenlosen Entsorgung bereitstehen,
konnte das Müllaufkommen wesentlich reduziert wer-
den. Von 16,6 Tonnen beim ersten Flohmarkt im Mai bis
auf 10,5 Tonnen beim Finale im Sep tember 2007. 
Ist das immer planbar?
Nein, wir sind immer auf die Flexibilität unseres Part -
ners AWM angewiesen. Für unsere Veranstaltungen
gibt es zwar Erfahrungswerte,
doch gerade der Floh markt
hält immer wieder Überra-
schungen bereit.
Seit wann arbeitet die Halle
Münsterland mit den AWM?
Seit dem 1. Oktober 2005 sind
die AWM unser ausschließ -
licher Entsorgungspartner.
Seitdem übernehmen sie die
komplette Müllentsorgung.
Damit haben wir eine lang-
jährige Beziehung noch einmal erheblich ausgebaut.
Gibt es das eine bestehende Entsorgungskonzept oder
ist das ein ständiger Beratungsprozess?
Müllentsorgung ist einem ständigen Prozess unterwor-
fen, bei dem die AWM uns sehr unterstützen. Ein gutes
Beispiel dafür bietet der Flohmarkt, bei dem die Entsor -
gung mithilfe der AWM umorganisiert wurde. Und das
mit sehr gutem Erfolg.
Warum sind die AWM der bevorzugte Müllentsorger?
Was gefällt Ihnen besonders?
Ganz klar die hochwertige Qualität der Dienstleis tun -
gen und die kurzen Wege. Mit einem Anruf erreichen
wir sofort die gewünschten Ansprechpartner. Die AWM
reagieren flexibel und erfüllen jeden Wunsch. „Geht
nicht“ gibt es nicht.
Vielen Dank, Herr Özer!

Saubere Lösung
Wirtschaftsfaktor
Sauberkeit
Eine saubere Stadt wün-
schen sich nicht nur die
Münsteraner Bürger. Bei
vielen Unternehmen steht
sie auf der Wunschliste
weit oben. Und immer
mehr setzen sich selbst
dafür ein, alleine oder
organisiert mit benach-
barten Betrieben. Ob Gastronomie, Einzelhandel oder
Dienstleistung: die AWM stehen im Dialog mit den
engagierten Unternehmern. Zu den Initiativen der
Kaufmannschaft der Innenstadt oder der „Immobilien-
und Standortgemeinschaft (ISG) Bahnhofsviertel“
besteht zum Beispiel ein enger Kontakt. Gemeinsam
wird über Konzepte zur Verbesserung der Stadtsau -
berkeit nachgedacht. 
Sauberkeit nach Plan und außer der Reihe
Die Basis für eine saubere Stadt leisten wir natürlich
durch unseren Auftrag als öffentlicher Entsorger, indem
wir eine regelmäßige Straßenreinigung sicherstellen.
Hinzu kommen Sonderreinigungen nach Veranstaltun -
gen und Festen. Und es werden individuelle Lösungen
für Problembereiche gefunden. So finden zum Beispiel
im Sommer im Bereich Hafen „außer der Reihe“ Reini -
gungen statt. Auch im Bahnhofs- und Innenstadt be reich
wurden bedarfsgerechte Anpassungen vorgenommen. 
Mehr Abfall, mehr Aufwand
Die Aufwendungen für die Straßenreinigung sind in
den letzten Jahren immer wieder aufgestockt wor-
den (siehe Textkästchen). Das kostet die AWM nicht
nur viel Mühe, sondern jeden Bürger bares Geld.
Denn die Straßenreinigung wird durch Ge büh ren der
Grundstückseigentümer und indirekt dann über
Mieten finanziert. Doch die Verunreini gungen nehmen
stetig zu, während die Bereit schaft, „vor der eigenen
Haustür zu kehren“, immer weiter abnimmt.
Unternehmen Sauberkeit: 
Wie sich Münsteraner Betriebe für eine aufgeräumte City einsetzen.
10 | Geschäftsbericht 2007 | Wirtschaft und Verwaltung
Deshalb setzen sich die AWM über ihre Kommuni ka -
tion dafür ein, Informationslücken bei den Bürgern in
puncto Müll zu schließen und zum Mitmachen zu
motivieren. „ Wir können überall sein. Aber würden Sie
das wollen?“, war eine erfolgreiche Kampagne, die die
Münsteraner auf das Straßen-Müllproblem aufmerk-
sam gemacht hat. Eine neue Kampagne, die in Kürze
startet, schickt ein außerirdisches Team von Müll wer -
kern auf die Straße, die „Star Waste“ Crew. Das Beson -
dere: Die Idee dazu entstand
im direkten Dialog mit Un -
ternehmen. Interessierte
Betriebe können sich als
Unterstützer und Sponsoren
anschließen und so auf sym-
pathische Art gegen den Müll
vor ihrer Haustür wirken. 
Sauberes Münster
Dieses Ziel verfolgen nicht
nur die Massen von Abfall -
suchenden, die jedes Jahr im
Frühjahr dem Aufruf der AWM folgen und tonnen-
weise Müll einsammeln. Münster ist noch immer eine
saubere Stadt, das finden fast 80 % der Bürger und das
sollte man bei aller Problemanalyse auch nicht verges-
sen. Jetzt müssen wir es nur noch schaffen, dass sie
mithelfen, dass es so bleibt. Denn eins ist klar: 
Die beste Stadtreinigung ist die, die erst gar nicht
stattfinden muss.
7 x die Woche, 2 x am Tag: AWM immer mehr im Einsatz
- Verstärkung der Reinigung in der City und rund um 
den Bahnhof
- Feiertagsreinigung 
- Papierkorbleerung auch an Wochenenden und 
Feiertagen
- Reinigung 1 x täglich statt 1 x wöchentlich in 
Bereichen wie Albersloher Weg bis Halle Münsterland
- Sonntagsreinigung während der Skulptur Projekte 
- Extra-Einsätze bei vielen Feiern und Festen, z. B. 
Fußball-WM

Saubere Lösung
Geschäftsbericht 2007 | Wirtschaft und Verwaltung | 11
Unsere Container halten, was sie versprechen. Denn sie
nehmen es ganz einfach und praktisch mit den verschie-
densten Müllarten und unterschiedlichsten Men gen auf.
Da ist es nur noch an Ihnen, sich zu entscheiden. Brauchen
Sie einen unserer „Minis“ ab 1,2 cbm Fas sungs vermögen
Große Klappe, viel dahinter.
Es ist mehr als eine Binsenweisheit, dass wir alle immer
älter werden. Wenn man die Altersstruktur bei den AWM
ein paar Jahre hochrechnet, fällt auf, dass im Jahr 2013
mehr als 100 der ca. 300 Mitarbeiter der AWM älter als
50 Jahre sein werden. Nie waren so viele Beschäf tigte
so alt. Und gerade in der Abfall wirt schaft und in der
Stadt reini gung ist das Alter aufgrund der meist schwe -
ren körperlichen Arbeit beson ders relevant. Wie also
lassen sich die Arbeits be din gun gen altersgerecht ge stal -
ten? Was kann man dafür tun, dass die älteren Mitar -
bei ter ihre besonderen Stärken wie Erfahrung, fach liches
Know-how und soziale Kom petenz aktiv einbringen
können? Was kann der Arbeits- und Gesund heitsschutz
dazu beitragen, dass sie fit sind und bleiben? Mit diesen
und ähnlichen Fragen beschäftigen sich die AWM im
Rahmen von „Carna“ . Das Projekt ver folgt das Ziel, Prä -
ventions kon zepte für ältere Be schäftigte zu entwickeln
und einzuführen – und das eben nicht aus dem Elfen -
beinturm, sondern aus der Praxis für die Praxis. Deshalb
wird „Carna“ unter wissenschaftlicher Leitung in enger
Es wird einmal... 
Wie die AWM sich auf die Arbeitszukunft vorbereiten.
für die kleine Gartenaktion zwischendurch oder darf es
etwas mehr sein? Bis zu 34 cbm verschlingt der größte
Behälter. Ebenfalls bei den AWM erhältlich sind Müll -
pressen, die noch größere Abfallmengen aufnehmen kön-
nen und sogar einer Kellerentrümpelung samt al tem
Mobiliar standhalten. Weitere Infos unter 
Telefon 6052-53. 
Kooperation mit dem Verband VKS im VKU gemeinsam
mit zwölf weiteren Entsorgungsunternehmen aus ganz
Deutschland durchgeführt. 
„Die AWM denken voraus, das haben wir bereits mit
der frühen Zertifi zierung im Arbeitsschutz bewiesen.
Mit „Carna“ wollen wir jetzt die Zukunft der Arbeit
aktiv mitgestalten – zum Wohle unserer zukünftigen
älteren Mitarbeiter und damit des ganzen Unter neh -
mens“, so Patrick Hasenkamp.

Saubere Lösung
Zurück zur Natur – so lautet das Motto für die Rekul ti vie -
rung der Zentraldeponie II in Coerde. Dabei wird die höchs te
Erhebung Münsters nicht etwa abgetragen, sondern
zunächst sogar noch einmal etwas wachsen: denn der
Müllberg erhält eine Art regendichter Haube.
Das Innenleben der Müllberge
Der Grund für die Maßnahme: In der Zentraldeponie ll
wurden noch viele Abfälle verfüllt, die heute nur noch
vorbehandelt deponiert werden dürfen. So lagert im
heutigen 1. Bauabschnitt insgesamt 4,4 Mio. cbm un -
sortierter Müll. Das ist im 2. Bauabschnitt schon anders,
dieser Deponieteil profitiert bereits von der 1990 lang-
sam einsetzenden Abfalltrennung. Nur noch vorbehan-
delte Abfälle landen seit 2005 im 3. Bauab schnitt. Dieser
ist frei von organischen Anteilen. 
Und gerade die sorgen in den älteren Bauabschnitten
immer noch für chemische Prozesse und setzen klima-
schädliches Methangas frei. Dieses Gas wird jedoch seit
Inbetriebnahme der Deponie aufgefangen und im nahe-
gelegenen Blockheizkraftwerk zu Strom und Wärme ver-
wertet. Neben dem Gas wird das Sickerwasser über ein-
gebaute Ringleitungen zu einer Behandlungsanlage
geleitet und gesäubert. „Die Deponie kann nach Exper -
ten meinungen noch 30 – 40 Jahre „aktiv“ sein. Mit
unserer umfassenden Maßnahme leisten die AWM
einen aktiven Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz“,
so AWM-Werkleiter Patrick Hasenkamp.
Unter der Haube: Münsters Deponie 
auf dem Weg zurück zur Natur.
12 | Geschäftsbericht 2007 | AWM-Hintergründe
Planum
Gasdränschicht 
aus Eisensilikatsand
d=30 cm
Kunststoffdich -
tungs bahn 
d=2,5 mm
Kapillarsperre bestehend aus:
Kapillarblock aus Schmelzkam -
mergranulat, d=20 cm
Kapillarschicht 
aus Sand 0/1, d=40 cm
Rekultivierungsschicht 
aus Boden D= 1,30 m;
untere Lage d=30 – 40 cm 
verdichtet eingebaut;
anschließend wird die Fläche
begrünt und bepflanzt
Gasbrunnen

Saubere Lösung
Rekultivierung – ein buchstäblich trockenes Thema
Auch wenn Umweltschutz erst heute in aller Munde zu
sein scheint: Bereits vor über 25 Jahren wurde auf eine
Abdichtung zum Grundwasser Wert gelegt. Unter schied-
liche Schichten aus Ton, Kies und Kunststofffolien unter
dem Müllberg sollen das Erdreich vor dem Eindringen
von schadstoffbelastetem Wasser schützen. Doch über
welche Zeitspannen diese Schichten tatsächlich dicht
halten, kann niemand sagen. Deshalb ist es gesetzlich
vorgeschrieben, Abfall depo nien nach ihrer Verfüllung zu
rekultivieren. Doch das einfach so Gras über die Sache
wächst, wäre zu kurz gedacht. Vielmehr geht es darum,
die chemischen Prozesse im Müllberg zu stoppen. Und
das funktioniert nach der schlichten Formel: kein
Wasser, keine chemischen Pro zesse. Der Deponiekörper
muss buchstäblich austrocknen.
Schicht für Schicht Schutz
Acht unterschiedliche Schichten werden dafür auf den
Müllberg aufgebracht und erhöhen ihn noch einmal
um 2,50 m (siehe Abbildung). Sie dichten den Müllberg
gegen Wasser von oben und Gas von unten ab. Das
Herzstück bildet eine 2,5 mm dicke Kunststoffverdich -
tungs bahn. Alle weiteren Schichten über ihr dienen nur
dem einen Zweck: Sie verhindern, dass Wasser in die
Deponie eindringt. Ein eingebautes Drainagesystem
führt das Wasser ab. 
Der Bau hat begonnen
Der Startschuss für die
Gesamtmaßnahme fiel
im Juli 2007, insgesamt
soll sie bis 2013 dauern
und 18 Mio. Euro kosten.
Seit Jahren legen die
AWM für diese einkalku-
lierbare Maßnahme
Gelder aus den Abfallge -
büh ren zurück. „Nach
der Inbetriebnahme der
MBRA 2005 (Mechanisch-biologische Restabfallbehand -
lungsanlage) ist die Rekultivierung der Deponie das
nächste große AWM-Projekt und eine echte Investition
in die Zukunft“, so Diplom-Ingenieur Andreas Brüg mann,
der die Baumaßnahme begleitet.
Geschäftsbericht 2007 | AWM-Hintergründe | 13
Bereits seit 1995 enga -
giert sich Patrick Hasen -
kamp, Werkleiter der
AWM im Vorstand der
Landesgruppe NRW der
VKS im VKU. Seit Juni
2007 ist er nun Vorsit -
zender der Lan des  grup -
pe Nord rhein-West -
falen. Die Wahlen fan -
den im Rahmen der
Mitglieder ver sammlung in Dortmund statt. Das Kürzel
VKS im VKU steht für den Verband kommunale
Abfallwirtschaft und Stadtreinigung im Verband
kommunaler Unter nehmen e.V. Der VKS im VKU ist
der führende kommunale Fach- und Interessenver -
band und bündelt aktuelles Wissen rund um die
Themen Abfallwirtschaft und Stadtreinigung. Über
400 Unternehmen sind als or dentliche Mitglieder
registriert. Dazu zählen kommunale Betriebe und Un -
ternehmen in verschiedenen Organisationsformen,
Städte, Gemeinden, Zweck ver bände und Landkreise.
Im Förderverein des VKS im VKU sind außerdem über
202 Fachfirmen, Verbände, Privatpersonen und Insti -
tute vertreten. 
Neues Amt für Patrick Hasenkamp –
Vorsitzender NRW des VKS im VKU.
Alte rekultivierte Deponie
Bauabschnitte: 7
Beginn Juli 2007
Fertigstellung Bauabschnitt I und II: Oktober 2008
Dauer Gesamtmaßnahme: bis 2013
Gesamtfläche: 15 ha
Kosten: 18 Mio. Euro

Saubere Lösung
„ Viel Betrieb im Betrieb“: 
Ein ganz normaler Arbeitstag auf dem Recyclinghof Eulerstraße.
14 | Geschäftsbericht 2007 | AWM-Hintergründe
7.30 Uhr: Andreas Bah ro (38)
und Carsten Wroben (34)
schlie ßen das Tor des Recyc -
ling ho fes Eulerstraße auf –
aller dings noch nicht für die
Besucher. Noch bleibt den
beiden AWMlern eine Stunde,
um alles auf den Ansturm
vorzubereiten: Container öff-
nen, Platz checken und bei
Bedarf volle Container gegen
leere austauschen. Das erle -
digt der Haken lift fahrer, der
dafür eigens vorbeikommt.
Heute früh wird er nicht ge -
braucht. Alle Contai ner sind
bereit. Dann kann es losge-
hen. Um punkt halb neun
öffnet An dreas Bahro das Tor
für die Kunden. Die ersten
warten schon. Ein Blick in den
Koffer raum und Andreas
Bahro weiß Bescheid:
„Die al ten Kochtöpfe
können Sie in den Metall-
Con tainer entsorgen,
der Vorletzte auf der
rechten Seite“ . Dankbar
winkt der ältere Herr.
„Praktisch, hier kann ich
alles auf einen Schlag
loswerden, und das
noch kostenlos. Außer -
dem hilft immer einer
vom Personal mit, wenn
mal etwas zu schwer
wird, richtig nett ist das“ .
Gartenabfälle, Elek tro -
nik  schrott, Alt kleider,
alte Farb eimer, Reifen,
Sperrgut, ein Korb voll
mit Altglas … das ist nur ein Aus schnitt von dem, was
die Münsteraner Bürger hier täglich anliefern. Manch -
mal allerdings landen hier auch Dinge, die nichts auf
einem Recyclinghof verloren haben. So entsorgte einmal
jemand eine Granate in den Restmüll behälter „Über
Nacht hat er wohl ein schlechtes Gewissen bekommen
und sich gemeldet. Dann musste der Kampfmittel räum -
dienst anrücken“, erzählt Andreas Bahro. Normalerweise
kommen die Leute aber mit harmlosem Müll, etwa den
Gar tenabfällen. „Deshalb ist hier gerade im Frühjahr
und Herbst besonders viel
los“, erklärt Carsten Wroben.
Insgesamt nutzen 500.000
Bürgerinnen und Bürger die
insgesamt 10 Recyclinghöfe –
und zu keinem muss man
weiter als 3 km fahren. 15 Ver-
und Entsorger stehen den
Besuchern insgesamt als
fachkundige An sprech partner
zur Seite. So wie Andreas
Bahro und Carsten Wroben.
Ihr Arbeitstag ist für heute
vorbei. 16 Uhr, Schichtwech -
sel. Jetzt übernehmen zwei
Kollegen die zweite Schicht.
Dirk Wobbe macht sich
gleich an die Sortierung der
Elektrogeräte. Auf Dirk Kohl -
städde wartet jemand bei
den Problemabfällen. Kann
er hier seine Reinigungs -
mittel abgeben? Er kann.
Nach einem Nachmittag voller Fragen zum Was und
Wohin kann dann auch die Spätschicht Feierabend
machen. Schnell noch den Hof fegen, aufräumen, die
Kasse abrechnen und für die Kollegen morgen ein
Protokoll schreiben. Als das Tor sich nach 19 Uhr end-
lich schließt, ist der Recyclinghof menschenleer, aber
die Container um bis zu 30 t Tonnen Abfall schwerer.
Die Recyclinghöfe in Zahlen: 
- 10 Recyclinghöfe
- 2 Schadstoffmobile für Problemabfälle
- Über 26.000 Tonnen Abfälle im Jahr
- Fast 200 Stunden in der Woche geöffnet
- 500.000 Kunden im Jahr
- Über 30 verschiedene Abfallarten

Saubere Lösung
Am 18.1.2007 fegte Orkan
„Kyrill“ mit bis zu 140 km/h
über Europa hinweg. Punkt
19 Uhr traf bei den AWM der
erste Notruf einer ganzen
Serie ein. Die ganze Nacht bis in den Morgen rückten
sie immer wieder aus, um bei umgestürzten Bäumen
und herabfallenden Dachziegeln Stra ßen zu sperren.
Auch zwei Tage später herrschte bei den AWM alles
andere als Ruhe nach dem Sturm: abgerissene
Verkehrsschilder mussten montiert, Parkstreifen ge -
sperrt und an der Kompostierungsstelle massenhaft
Äste und Bäume angenommen werden. Allein an der
Promenade fielen Kyrill mehr als 200 Bäume zum Opfer –
die heute dank der Aktion „Bür gerbäume“ wieder er setzt
werden konnten. Viele Baumpaten trugen dazu bei.
Viel leicht auch, weil sie sich wie die AWM wünschen,
„dass Münster nicht nur sauber, sondern grün bleibt.“
Geschäftsbericht 2007 | AWM-Hintergründe | 15
Wo sie auftauchen, herrscht das Gesetz der Sauberkeit. Schließlich
haben die Helden des Star Waste Team nur eine Mission: auf
Münsters Straßen gegen das achtlose Hinwerfen von Müll zu kämp-
fen. Und das tun sie auf ihre eigene spannende und überaus unter-
haltsame Art. Doch woher kommen diese galaktischen Gestalten?
Und wer sind sie? Rückblende: Kreativkai Münster. Eine eiskalte
Nacht im Dezember 2007. In der archaischen Atmosphäre einer
Hafenhalle blitzen Gestalten mit kosmischen Anzügen im Schein -
werferlicht auf. Vorbei fahrende Passanten bleiben stehen, blicken
gebannt in die Weiten der Halle: Was geht hier vor sich? Was sich
wie ein Krimi anhört, war nichts anderes als das Foto-Shooting für
die neue Star Waste-Kampagne. Damit möchten die AWM ihre
erfolgreichen Initiativen der
Vergangenheit fortführen und die Bürgerinnen
und Bürger motivieren, selbst etwas zu einem
sauberen Münster beizutragen. „ Wir wollen mit dem „Star Waste
Team“ ganz gezielt ein jüngeres Publikum, direkt am „Müll-Tatort“,
eben auf der Straße ansprechen. Und das nicht mit erhobenem Zeige-
finger, sondern auf eine ungewöhnliche, kultige Art“, be schreibt
Anne Peters, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit, die Kampag nen idee. Und
ungewöhnlich ist das Star Waste Team, bestehend aus vier Helden,
einer weiblichen Anführerin und dem Sauber-Sauger-Roboter „Messi“,
allemal. Doch unecht ist es nicht. Denn bis auf die Frau stecken hin-
ter den kosmischen Anzügen und der galaktischen Maskerade nicht
etwa Darsteller, sondern waschechte AWM-Müllwerker. Sie wurden
für ihre Rollen intern ausgewählt und engagieren sich jetzt freiwil-
lig als Superhelden im Kampf gegen den Müll. Wie effektvoll das
sein kann, können Sie bald selbst erleben. Am 30. Mai auf dem
Eurocityfest in Münster ist Premiere. Wir sehen uns. 
„Der Müll sei mit Dir“: Die neue galaktische
Stadtsauberkeits-Kampagne Star Waste.
35 Jahre AWM-Werkstatt ...
Was vermisst Lothar Hülk
jetzt eigentlich am meisten?
„Meine Kollegen.“ Und was
genießt er? „Mehr Zeit für
meine Enkel und die Model l -
eisenbahn.“ Seine Arbeit hat
dem Kfz-Mecha niker immer
Spaß gemacht, auch wenn
sich im Laufe der Jahre in
puncto Fahrzeugtechnik vie-
les verändert hat. „Flexibel muss man bleiben“, meint
der 60-jährige. Eines ist für ihn aber immer wichtig
geblieben: der Zusammenhalt mit den Kollegen. Und
denen fehlt Lothar – nicht nur als „Ersatz-Vater“ . Auch
fachlich hin terlässt der Profi für Bremse, TÜV und
Fahrtenschreiber eine Lücke. So wünschen die ganzen
AWM ihrem Lothar einen schönen „Unruhestand“!
„Immer viel Spaß gehabt“ –
Lothar Hülk nach 35 Jahren
AWM in Rente.
STAR
WASTE
TEAM
Stürmischer Einsatz: 
Kyrill fordert viele Einsätze
von den AWM.

Saubere Lösung
So stürmisch das Jahr mit dem Orkan Kyrill für die AWM
begann, so gelassen können wir jetzt zurückblicken.
Schließlich haben wir auch 2007 wieder einiges Neues
und Erfolgreiches initiiert – angefangen von den ersten
Schritten für das Mammutprojekt Rekultivie rung der
Deponie bis hin zu unseren Sondereinsätzen für die
„Entente Florale“ und die Skulpturen-Ausstellung in
Münster. Wie sich diese begeisternden Projekte in
nüchternen Zahlen widerspiegeln, können Sie jetzt im
folgenden zweiten Teil unseres Geschäftsberichtes
nachlesen. Und unser Ausblick zum Schluss zeigt schon
einmal kurz, was Sie 2008 von Ihren AWM erwarten
können. Viel Spaß!
Zahlen, Daten, Fakten: 
Das Geschäftsjahr 2007 bei den AWM.
16 | Geschäftsbericht 2007 | Zahlen, Daten, Fakten

Saubere Lösung
Und so wie der Winter im Frühjahr geendet hatte, setz-
te er sich im Herbst 2007 fort: relativ warm.
Oktober 07: trocken und viel Sonnenschein
November 07: erster Schnee über 300 m 
(d.h. nicht in Münster)
Dezember 07: stürmisch und mild
Entsprechend ist die Anzahl der Winterdienst ein sätze in
beiden Winter perioden 2007 annähernd gleich. In der
Summe liegen sie vergleichsweise niedrig. Im Vergleich
zum Jahr 2005 wurden weni-
ger als die Hälfte Einsätze
durchgeführt. Nur 2004 sind
die Streufahrzeuge noch selte-
ner ausgerückt. 
Leistungen 2007 2006 2005 2004 2003
Winterdienst
Jan. – April Okt. – Dez. gesamt
kleinere Einsätze                  6 5 11 13 27 17 27
mittlere Einsätze                  3 5 8 14 5 1 2
große Einsätze 1 1 2 7 11 1 3
Summe 10 11 21 34 43 19 32
Verbrauch 
Streusalz 402 t 2.880 t 2.450 t 1.757 t 1.100 t
Verbrauch 
Lavagranulat 206 t 1.064 t 660 t 103 t 150 t
Geschäftsbericht 2007 | Zahlen, Daten, Fakten | 17
Winterdienst:
Milder Winter.
Im Rahmen des Winterdienstes betreuen die AWM ein
Straßennetz von ca. 450 km und ein Radwegenetz von
ca. 250 km. Welche Straßen in die Einsatzpläne aufge-
nommen werden, ist abhängig von ihrer Verkehrs wich -
tig keit. Insbesondere das Busliniennetz sowie alle wichti-
gen Verbindungsstraßen sind durch den Winterdienst
abgedeckt. Bei schneebedeckten Straßen wird ein er -
weitertes Straßennetz geräumt und gestreut. Im Rah -
men einer 2. Priorität werden bei dauerhaft stabilen
Winterwetterlagen auch Nebenstraßen bearbeitet.
Hierbei werden dann zuerst Wohnsammelstraßen
berücksichtigt.
Die Winterperiode zu Beginn des  Jahres 2007 war sehr
mild. Wetteronline.de titelte:
Januar 07: sehr warm und Orkan Kyrill
Februar 07: sehr mild und nass
März 07: sonniger Start in den Frühling
Das bedeutendste Wetter er -
eignis des Jahresanfangs 2007
stellten nicht Schnee und Eis,
sondern der Orkan Kyrill dar.
Natürlich waren die AWM bei
der Beseitigung der Schäden
maßgeblich beteiligt. Die
Streu fahrzeuge blieben wäh-
renddessen allerdings in den
Fahrzeughallen.

Saubere Lösung
18 | Geschäftsbericht 2007 | Zahlen, Daten, Fakten
Straßenreinigung:
Wir sind engagiert. Tausende Münsteraner auch.
Im Bereich der regulären Straßenreinigung ändert sich
von Jahr zu Jahr relativ wenig. Wann und wie häufig
gereinigt wird, ist in Reinigungsplänen festgelegt. Diese
werden nur verändert, wenn z. B. neue Straßen erschlos-
sen werden oder sich aus anderen Gründen veränderte
Bedarfe ergeben. 
Lediglich die Mengen Straßenkehricht variieren gelegent-
lich. Im Jahr 2007 wurden über 1.000 Tonnen weniger zu -
sammengekehrt als im WM-Jahr zuvor. Dies macht noch
einmal das Ausmaß der Fuß -
ball-Feiern auf Straßen und
Plätzen in Münster deutlich. 
Einen besonderen zusätz -
lichen Aufwand für die Stra -
ßenreinigung stellten 2007
die Skulptur Projekte da.
Während der gesamten Som -
mermonate war Münster Ziel
zahlreicher Touristen und
Kunstfreunde. Damit
Münster immer den besten
Eindruck machte, wurden die Leistungen der Straßen -
reinigung erweitert und insbesondere eine Sonntags -
reinigung eingeführt. 
Im Rahmen der Aktion
Sauberes Münster 2007
haben ca. 6.500 Bürger -
innen und Bürger mehr
als 15 t Abfälle aus ganz
Münster zusammenge-
tragen.
Leistungen Straßenreinigung 2007 2006 
Gesamtnetz 609.156 606.968
Vollreinigung wöchentlich 309.399 309.399
Vollreinigung 2-mal wöchentlich 16.279 16.358
Vollreinigung 3-mal wöchentlich 6.517 6.417
Vollreinigung 6-mal wöchentlich 7.144 7.144
Fahrbahnreinigung wöchentlich 134.633 134.633
Fahrbahnreinigung 14-täglich 135.184 133017
Straßenkehricht 5.307 5.948
Papierkörbe 2.000 2.000

Die Anzahl der von AWM entsorgten Abfall-Behälter ist
im Vergleich zum Vorjahr um knapp 3 % gestiegen. Die
AWM haben von 2006 zu 2007 weder abfallwirtschaft-
liche noch gebührenrelevante Maßnahmen durchge-
führt, die dies verursacht haben könnten. 
Die Zunahme um fast 4.187 Behälter ist daher auf nor-
male Bedarfssteigerungen und die Erschließung neuer
Baugebiete zurückzuführen. Auch Ummeldungen von
größeren Behältern auf kleinere Behälterkombi natio nen
können eine Rolle spielen. Dafür spricht, dass das auf-
gestellte Liter-Volumen nur um ca. 1,5 % gestiegen ist. 
Der Anschlussgrad der Biotonne liegt in Münster bei
78,95 %, der der Papiertonne sogar bei 96,17 %.
Saubere Lösung
Geschäftsbericht 2007 | Zahlen, Daten, Fakten | 19
Abfallwirtschaft/Sammlung und Transport: 
Vielfältiger Service. 
2007 2006
Behälter Leerungen/Woche Liter/Woche Behälter Leerungen/Woche Liter/Woche
Restabfall 59.224 31.083 6.107.960 58.517 30.718 5.968.393
Biotonne 39.286 39.286 2.845.705 38.772 38.722 2.832.385 
Papier privat 47.440 25.332 4.425.300 45.840 24.727 4.263.480
Papier gewerbl. 2.565 1.006.350 2.311 1.097.330
Wertstoffe 155 140 51.055 172 156 61.445 
gesamt 150.799 95.841 14.436.370 146.612 94.373 14.223.0.33

Saubere Lösung
20 | Geschäftsbericht 2007 | Zahlen, Daten, Fakten
Verwertung und Deponierung:
Weniger ist mehr.
Das Gesamtaufkommen der Siedlungsabfälle in Münster
ist 2007 um ca. 4,4 % (7.670 t) gesunken. Verantwortlich
dafür sind sinkende Mengen sonstiger Wertstoffe, ins-
besondere Böden. 
Dem in gewissem Maße entgegenwirkend sind die
angenommenen und verwerteten Mengen Papier und
Grünabfälle (Gartenabfälle etc. ohne Biomüll) gestie-
gen. Während die Grünabfallmengen in der Regel wit-
terungsbedingt schwanken, ist der Anstieg beim Papier
um rd. 2.000 t auf eine Zunahme der Papierbehälter
zurückzuführen (vgl. Sammlung und Transport). 
Nahezu identisch zum Vorjahr ist das Restabfall auf -
kom men. Entsprechend sind auch die in der MBRA
behandelten Mengen gleich geblieben. Mit einer
Verwertungsquote von 84,6 % bestätigt sich der Erfolg
des Abfallwirtschaftskonzeptes Münster.
2007 2006
Aufkommen Restabfall (t) 42.712 42.093
Aufkommen Gewerbeabfall (t) 10.582 10.423
Aufkommen Sperrgut (t) 7.557 7.672
Aufkommen Straßenkehricht (t) 5.765 6.419
Aufkommen Papier (t) 26.356 24.240
Aufkommen Bioabfall (t) 17.747 17.883
Aufkommen Grünabfall (t) 22.788 20.740
Aufkommen Wertstoffe Recyclinghöfe (t) 19.259 18.240
Aufkommen sonstige Wertstoffe, Boden (t) 13.196   25.922   
Gesamtaufkommen Siedlungsabfälle (t) 165.962 173.631
verwertete Siedlungsabfälle (t) 140.393 146.165
84,6 % 84,2 %
davon MBRA (t) 43.432 43.265
davon Wertstoffsortieranlage (t) 24.206 21.977
davon Grünabfallkompostierungsanlage (t) 22.788 20.740
davon Biovergärungsanlage (t) 17.487 17.860
davon sonstige Anlagen (t) 32.480 42.323
deponierte Reststoffe (t) 25.568 27.466
15,4 % 15,8 %
Deponierte Siedlungsabfälle/Wertstoffe

Saubere Lösung
Geschäftsbericht 2007 | Zahlen, Daten, Fakten | 21
Gestern 
und heute.
Straßenreinigung und
Müllabfuhr gestern.
Straßenreinigung und
Müllabfuhr heute.

Abschied von den
Gelben Säcken
Über 15 Jahre war er
bei uns in guten Hän -
den. Doch leider holen
wir den Gelben Sack
nicht mehr ab. Ein pri-
vater Entsorger über-
nimmt diese Aufgabe
ab dem 1. Januar 2008.
Aber keine Sorge, die
AWM bleiben Ihr kom-
petenter Ansprechpartner rund um das Thema Abfall.
Im Rahmen einer Ausschreibung hat das Duale System
Deutschland die Sammlung der Gelben Säcke in
Münster vergeben. Drei Jahre zuvor konnten die AWM
sich noch durchsetzen und die Ausschreibung für sich
entscheiden. In der Zwischenzeit hatte sich der Wettbe -
werb um diese Dienstleistung jedoch derart verschärft,
dass die AWM nicht mitgehen konnten und wollten. 
Großreviere in der Straßenreinigung
Die AWM werden die Straßenreinigung neu organisie-
ren. Revierzuschnitte, die Touren der Kehrmaschinen
und die Teams werden so zusammengestellt, dass
Synergien noch besser genutzt und der Betrieb insge-
samt effizienter gestaltet werden kann. Für viele
Bürgerinnen und Bürger wird sich der Tag, an dem die
Kehrteams kommen, ändern, nicht jedoch die
Häufigkeit der Reinigung. 
Jeweils 15 AWM-Mitarbeiter
werden in den vier geplanten
Großrevieren Nord, West, Ost
und Innenstadt unterwegs
sein. Dazu gehören die Reini -
ger, die Fahrer der Kehr ma -
schinen und die Mitarbeiter,
die die Papier körbe leeren.
Neu ist, dass die Teams in den
Großrevieren auf Dauer in der
gleichen Besetzung arbeiten
werden. Das heißt, sie verfügen über sehr gute Orts -
kenntnisse und kennen zum Beispiel die problemati-
schen Ecken in ihrem Revier. Zum einen möchten wir
auf diese Weise die Eigenverantwortung der Kollegen
für ihr Revier stärken, zum anderen ergeben sich so
feste Ansprechpartner für die Anwohnerinnen und
Anwohner. 
Umstrukturierung im telefonischen Kunden-Service
Um die Erreichbarkeit und
die Beratungsqualität unse-
res Telefon-Service für die
Bürgerinnen und Bürger zu
erhöhen, werden die AWM
die eingehenden Kunden-
Anrufe zukünftig in einem
zentralen Kunden-Service
annehmen und beantwor -
ten. Ziel ist, an dieser An -
laufstelle möglichst viele ein-
gehende Anfragen direkt
beantworten zu können. Um
dies zu unterstützen, wurde eine Wissensdaten bank
aufgebaut, die sicherstellt, dass alle Berater stets auf
dem gleichen und aktuellen Wissensstand sind. 
Und was passiert 2008?
Der Ausblick.
22 | Geschäftsbericht 2007 | Zahlen, Daten, Fakten
Saubere Lösung

Kommunales Engagement für den Klimaschutz –
die  Photovoltaik-Anlage auf der Fahrzeughalle der AWM.
Klimaschutz findet bei den AWM täglich statt. Ob Ver -
gärung der Bioabfälle oder Einsatz von Erdgasfahr zeu -
gen, die AWM be mü hen
sich, stets einen Beitrag
zum Klima schutz zu
leisten. Nun ist die
größte Photo voltaik an -
lage Münsters geplant. 
Auf der Fahrzeughalle
in der Rösnerstraße rea-
lisieren die AWM dieses
wichtige Projekt im
Bereich erneuerbarer
Energien und tragen nicht nur zu dem von der Lan des -
regierung im Februar 2007 beschlossenen Ausbau
erneuerbarer Energien bei, sondern unterstützen nach-
haltig das Klimaschutzkonzept der Stadt Münster. 
Bei der vorgesehenen Gesamt leistung der Anlage von
etwa 163 kWh werden über die Gesamt laufzeit von
20 Jahren ca. 1.600 t CO
2-Emis sionen vermieden. 
Das Konzept ist jedoch nicht nur hinsichtlich des ange-
strebten Klimaschutzes, sondern auch in ökonomischer
Hinsicht interessant.
Stadtsauberkeit einmal anders
Erinnern Sie sich noch an die Stadtsauberkeitskam pag -
ne der AWM, als es hieß: „ Wir können noch näher kom-
men, aber würden Sie das
wollen?“ So erfolgreich die
Kampagne war, in Sachen
Stadtsauber keit gibt es  im mer
noch einiges zu tun. Deshalb
werden die AWM 2008 noch
näher kommen – sehr viel
näher. Mehr wird an dieser
Stelle noch nicht verraten,
nur noch ein guter Rat:
Schauen Sie sich 2008 öfter
mal um, es könnte spannend
werden. Aber keine Sorge, die AWM werden Ihnen
immer nur freundlich und mit Humor im Nacken sitzen. 
Großeinsatz zur Fußball-Europameisterschaft 
Zugegeben: Bei der WM 2006 haben uns die Feierlaune
der Fußballfans und auch das gute Wetter, das sicher-
lich die ausgelassenen Partys noch gefördert hat, etwas
überrascht. So hat es ein wenig gedauert, bis wir unse-
re Einsatzplanung auf die Müllmengen eingestellt und
alles wieder im Griff hatten.
In diesem Jahr sind wir vor-
gewarnt und vorbereitet. Die
AWM freuen sich auf eine
spannende EM und drücken
der deutschen Mannschaft
die Daumen. Dass es dabei in
Münster sauber aussieht,
dafür werden wir sorgen. 
Geschäftsbericht 2007 | Zahlen, Daten, Fakten | 23
Saubere Lösung

24 | Geschäftsbericht 2007 | Impressum
Saubere Lösung
Herausgeberin
Stadt Münster
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Rösnerstraße 10 
48155 Münster
Mai 2007, 1.000
Konzept
X & Y Design | Münster
Fotografie
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster [43]
Ewald Freitag [11]
Andreas Hempel Photography [5]
Münster Marketing, Stadt Münster [5]
Rasmus Schübel [2]
Halle Münsterland [1]
Roman Mensing [1]
fotolia [1]
Druck
Lechte Medien GmbH & Co. KG
48271 Emsdetten

AWM GB Umschlag 20080515:AWM GB Umschlag 28.04.06  15.05.2008  10:12 Uhr  Seite 2

graue Fläche wird weggeschnitten
graue Fläche wird
weggeschnitten
Achtung!
Schnitt leicht schräg.
Achtung!
Schnitt leicht
schräg.
Geschäftsbericht
2007
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Rösnerstraße 10 
48155 Münster
Telefon: 0251/6052 - 0
Telefax: 0251/6052 - 48
awm@stadt-muenster.de
www.awm.muenster.de 
Recyclingpapier aus 100 % Altpapier
X &Y Design · Münster
Saubere
Lösung
Saubere
Lösung
AWM GB Umschlag 20080515:AWM GB Umschlag 28.04.06  15.05.2008  10:12 Uhr  Seite 1

Anlage 2

88377 Zeichen

Geschäftsbericht 2007 | Jahresabschluss | 1 
Jahresabschluss | Lagebericht
Geschäftsjahr 2007 
Saubere Lösung
 AWM GB JA 2007 S.1-32 | S und M  13.05.2008  14:49 Uhr  Seite 1

Saubere Lösung
2 | Geschäftsbericht 2007 | Jahresabschluss
Impressum
Herausgeberin
Stadt Münster
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Rösnerstraße 10 
48155 Münster
awm@stadt-muenster.de
www.awm.muenster.de
Juni 2008, 500
Konzept
X & Y Design | Münster
Druck
Lechte Medien GmbH & Co. KG
48271 Emsdetten
 AWM GB JA 2007 S.1-32 | S und M  13.05.2008  14:49 Uhr  Seite 2

Jahresabschluss
Seite
Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
Inhalt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  3
Bilanz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 – 5
Gewinn- und Verlustrechnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Anhang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 – 21
I. Allgemeine Angaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
III. Bilanzerläuterungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung . . . . . . . . . . . . . . 11
V. Ergänzende Angaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
VI. Anlagen 
Anlagennachweis [Anlage 1] . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 – 21
Lagebericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 – 35 
I. Geschäftsverlauf und Lage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
II. Neuere rechtliche Rahmenbedingungen und 
betriebsrelevante Marktentwicklungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
III. Ertragslage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
IV. Vermögens- und Finanzlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
V. Nachtragsbericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33
VI. Risikomanagement . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
VII.Prognosebericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
Bestätigungsvermerk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36
Geschäftsbericht 2007 | Jahresabschluss | 3 
Inhalt
Saubere Lösung
 AWM GB JA 2007 S.1-32 | S und M  13.05.2008  14:49 Uhr  Seite 3

4 | Geschäftsbericht 2007 | Jahresabschluss
Aktivseite 31.12.2007 31.12.2006
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Konzessionen und Software 183.313,18 254.940,26
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke mit Betriebs- und anderen Bauten 14491456,69 15.610.344,24
2. Anlagen der Stadtreinigung 1.770.482,29 1.407.355,18
3. Anlagen der Abfallwirtschaft 6.370.975,81 5.914.073,07
4. Andere Anlagen, Betriebs- und 
Geschäftsausstattung 492.523,92 429.163,44
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 127.301,41 785.712,98
23.252.740,12 24.146.648,91
III. FINANZANLAGEN
Wertpapiere des Anlagevermögens 8.989.488,03  8.989.488,03  
32.425.541,33 33.391.077,20
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. VORRÄTE
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 420.284,43 427.668,10
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 32.987,12 81.835,50
453.271,55 509.503,60
II. FORDERUNGEN UND SONSTIGE 
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.089.966,21 2.308.541,87
2. Forderungen gegen die Stadt Münster 23.280.160,39 25.242.197,26
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
31.12.2007: 21.542.729,65 €
[31.12.2006: 23.348.967,99 €]
3. SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 211.161,18 200.656,29
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
31.12.2007: 3.786,60 €
[31.12.2006: 4.643,74 €]
25.581.287,78 27.751.395,42
III. KASSENBESTAND, GUTHABEN
BEI KREDITINSTITUTEN 19.193.830,17 18.162.804,11
45.228.389,50 46.423.703,13
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 25.050,60 24.011,99
77.678.981,43 79.838.792,32
Saubere Lösung
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster 
Bilanz zum 31.12.2007
 AWM GB JA 2007 S.1-32 | S und M  13.05.2008  14:49 Uhr  Seite 4

Geschäftsbericht 2007 | Jahresabschluss | 5
Saubere Lösung
Passivseite 31.12.2007 31.12.2006
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. STAMMKAPITAL 500.000,00 500.000,00
II. RÜCKLAGEN
Allgemeine Rücklagen 7.539.483,44 7.275.897,94
III. JAHRESÜBERSCHUSS 
Jahresüberschuss 489.909,16 275.898,90
8.529.392,60 8.051.796,84
B. SONDERPOSTEN AUS DSD-ÜBERSCHÜSSEN 732.592,98 720.279,58
C. SONDERPOSTEN AUS ZUWEISUNGEN DER 
ÖFFENTLICHEN HAND 0,00 870,63
D. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen 1.768.772,00 1.691.844,00
2. Steuerrückstellungen 14.620,00 8.250,00
3. Sonstige Rückstellungen
a] Gebührenüberschüsse 10.228.675,99 11.189.989,38
b] Übrige 50.101.263,79 49.662.744,98 
62.113.331,78 62.552.828,36
E. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.374.688,12 5.070.051,02
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2007 : 1.020.188,12 € [31.12.2006: 1.972.580,80 €]
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.171.338,45 2.218.016,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2007 : 3.171.338,45 € [31.12.2006: 2.218.016,00 €]
3. Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Münster 669.072,24 1.073.136,34
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2007 : 669.072,24 € [31.12.2006: 1.073.136,34 €]
4. Sonstige Verbindlichkeiten 57.902,06 151.813,55
a] davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 
31.12.2007 : 56.596,78 € [31.12.2006: 150.508,27 €]
b] davon aus Steuern 
31.12.2007 : 25.286,92 € [31.12.2006: 1.083,91 €]
6.273.000,87 8.513.016,91
F. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 30.663,20 0,00
77.678.981,43 79.838.792,32
 AWM GB JA 2007 S.1-32 | S und M  13.05.2008  14:49 Uhr  Seite 5

Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 2007 2006
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 44.011.141,57 41.963.578,02
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an
fertigen und unfertigen Erzeugnissen 9.749,00 - 824,00
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 6.592,41 26.331,34
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.853.261,68 3.789.886,95
davon Inanspruchnahme der Rückstellungen
aus Gebührenüberschüsse
2007: 965.251,78 € [2006: 2.336.849,35 €]
45.880.744,66 45.778.972,31
5. Materialaufwand
a] Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebs-
stoffe und für bezogene Waren 3.136.392,24 3.118.706,81
b] Aufwendungen für bezogene Leistungen 19.437.625,50 18.755.251,50
22.574.017,74 21.873.958,31
6. Personalaufwand
a] Löhne und Gehälter 10.536.975,04 10.567.437,97
b] Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung 3.185.632,75 3.384.050,78
davon für Altersversorgung: 13.722.607,79 13.951.488,75
2007: 1.014.877,29 € [2006: 1.114.193,68 €]
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen-
stände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.758.507,98 3.980.769,22
8. Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens
aus Zuweisungen der öffentlichen Hand 870,63 7.024,37
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.915.056,13 5.679.734,50
davon Zuführung zu Rückstellungen für 
Gebührenüberschüsse:
2007: 3.938,39 € [2006: 0,00 €]
45.969.319,01 45.478.926,41
10.Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen
des Finanzanlagevermögens 0,00 3.689,03
11.Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 801.683,51 550.669,30
801.683,51 554.358,33
12.Zinsen und ähnliche Aufwendungen 163.937,02 213.504,97
13.Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 549.172,14 640.899,26
14.Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.370,00 8.250,00
15.Sonstige Steuern 52.892,98 356.750,36
16.Jahresüberschuss 489.909,16 275.898,90
Nachrichtlich: 
Behandlung des Jahresüberschusses
a] zur Einstellung in Rücklagen 230.288,36 263.585,50
b] zur Zuführung in den Sonderposten 
aus DSD-Überschüssen 9.620,80 12.313,40
c] zur Zuführung in den allgemeinen Haushalt 250.000,00 0,00
6 | Geschäftsbericht 2007 | Jahresabschluss
Saubere Lösung
 AWM GB JA 2007 S.1-32 | S und M  13.05.2008  14:49 Uhr  Seite 6

I. Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss der eigenbetriebsähnlichen Ein-
richtung Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM)
wurde nach den Vorschriften der Eigenbetriebsver-
ordnung NRW in Verbindung mit den Bestimmungen
des Handelsgesetzbuches aufgestellt.
Um die unternehmens- und branchenspezifischen Be-
sonderheiten der AWM abbilden zu können, wird in der
Bilanz gemäß § 265 Abs. 5 HGB auf der Aktivseite eine
Untergliederung des Sachanlagevermögens um die
Anlagen der Stadtreinigung und der Abfallwirtschaft
und auf der Passivseite eine Untergliederung der
Sonstigen Rückstellungen in Rückstellungen für Ge-
bührenüberschüsse und Übrige Rückstellungen vorge-
nommen. Darüber hinaus wurde die Passivseite um die
Position „Sonderposten aus DSD-Überschüssen“ er-
weitert. 
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Ge-
samtkostenverfahren aufgestellt; der Gliederung
wurde, um den branchenspezifischen Gegebenheiten
Rechnung zu tragen, die Position „Erträge aus der
Auflösung des Sonderpostens aus Zuweisungen der
öffentlichen Hand“ hinzugefügt. 
II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unver-
ändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewer-
tungsmethoden maßgebend.
Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sach-
anlagen sind grundsätzlich zu Anschaffungs- oder
Herstellungskosten bewertet. Es wurde die lineare Ab-
schreibungsmethode unter Zugrundelegung der be-
triebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angewendet.
Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des
Zugangs voll abgeschrieben.
Die Abschreibungen auf den 2. und 3. Bauabschnitt der
ZDM II werden auf Basis des ermittelten verbleibenden
Restverfüllvolumens leistungsabhängig vorgenommen.
Der 2. Bauabschnitt der ZDM II wurde in 2007 vollstän-
dig verfüllt und abgeschrieben.
Bei den Finanzanlagen werden die Wertpapiere zu An-
schaffungskosten angesetzt. 
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungs-
kosten bzw. zu gleitenden Durchschnittspreisen ange-
setzt. Für bestimmte Vorräte werden die Werte mit
Hilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren
unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt. 
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind
zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten
ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichti-
gungen Rechnung getragen. 
Der Sonderposten aus DSD-Überschüssen enthält die
erwirtschafteten Überschüsse aus Vorjahren. 
Bei den Sonderposten aus Zuweisungen der öffentlichen
Hand handelt es sich um erhaltene Investitionszu-
schüsse, die entsprechend der Nutzungsdauer der be-
zuschussten Vermögensgegenstände ertragswirksam
aufgelöst werden.
Geschäftsbericht 2007 | Jahresabschluss | 7
Anhang für das Wirtschaftsjahr 2007 
Saubere Lösung
 AWM GB JA 2007 S.1-32 | S und M  13.05.2008  14:49 Uhr  Seite 7

Die Rückstellungen für Pensionen sind zum versiche-
rungsmathematisch ermittelten Barwert unter Berück-
sichtigung der Richttafeln von Prof. Dr. K. Heubeck,
Köln, Richttafeln 2005 G, angesetzt; es wurde ein
Rechnungszinsfuß von 5 % zugrunde gelegt. 
Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstel-
lungen beinhalten alle erkennbaren Risiken und sind
grundsätzlich mit dem Betrag angesetzt, der nach ver-
nünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.
Die Rückstellungen für Beihilfen wurden nach versiche-
rungsmathematischen Grundsätzen ermittelt; es wurde
ein Rechnungszinsfuß von 5 % zugrunde gelegt.
Für die Rückstellung der Rekultivierung und Nachsorge
der ZDM I und II wurde in 2003 ein neues Gutachten
von der IWA (Ingenieurgesellschaft für Wasser- und
Abfallwirtschaft mbH) erstellt. Dieses Gutachten
ersetzt das den Rückstellungsbewertungen bis dahin
zugrunde gelegte Gutachten von 1999. Für die gebüh-
renrechtliche Refinanzierung der in der Vergangenheit
noch nicht erwirtschafteten Rückstellungsanteile wurde
ein Nutzungszeitraum von 19 Jahren zugrunde gelegt.
Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag ange-
setzt. 
III. Bilanzerläuterungen
Aktivseite
Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens wird im beige-
fügten Anlagennachweis (Anlage 1 des Anhangs) ge-
zeigt.
Zum Bilanzstichtag werden geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau (Photovoltaikanlage) mit 127 T€
ausgewiesen. Die Maßnahme wird voraussichtlich 2008
abgeschlossen.
Für das Jahr 2008 sind Investitionen in Höhe von 6.174
T€ geplant. Von diesen Neu- und Reinvestitionen entfal-
len 984 T€ auf die Stadtreinigung und 4.920 T€ auf den
Bereich der Abfallwirtschaft. Der verbleibende Anteil in
Höhe von 270 T€ betrifft überwiegend Neuinvesti-
tionen in gemeinsame Anlagen. Die Finanzierung soll
über Abschreibungen und Eigenmittel sowie durch
Aufnahme von Krediten in Höhe von 763 T€ erfolgen. 
Die vorhandenen Anlagen im Bereich der Stadtreini-
gung und Abfallwirtschaft konnten im Wesentlichen
technisch und wirtschaftlich optimal genutzt werden.
Im Sinne einer sicheren Bewältigung der Aufgaben-
stellung sind sie ausreichend dimensioniert.
Umlaufvermögen
Vorräte
Der Posten Vorräte enthält im Wesentlichen
Lagermaterial.
Forderungen an die Stadt Münster
Die Forderungen an die Stadt betreffen mit 80 T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. 23.200 T€
resultieren aus der Einstandsverpflichtung der Stadt in
Höhe des Rückstellungsbedarfs für die Nachsorge der
ZDM I und II, soweit diese bisher nicht über die Ge-
bührenbedarfsberechnung erfasst wurden. 
8 | Geschäftsbericht 2007 | Jahresabschluss
Saubere Lösung
 AWM GB JA 2007 S.1-32 | S und M  13.05.2008  14:49 Uhr  Seite 8

Passivseite
Eigenkapital
Das Eigenkapital belief sich zu Beginn des Wirtschafts-
jahres auf 8.051.796,84 €. Gemäß Ratsbeschluss vom
29.08.2007 wurde von dem Jahresüberschuss 2006
(275.898,90 €) ein Anteil in Höhe von 263.585,50 € der
Allgemeinen Rücklage zugeführt. Der verbleibende
Anteil in Höhe von 12.313,40 wurde in den Sonder-
posten aus DSD-Überschüssen eingestellt. Das Eigen-
kapital erhöht sich um den Jahresüberschuss 2007 in
Höhe von 489.909,16 €. Das Eigenkapital beträgt damit
zum 31. Dezember 2007 8.529.392,60 €.
Rückstellungen
Die Rückstellungen haben sich im Wirtschaftsjahr 2007
wie folgt entwickelt:
Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich im
Wesentlichen um die Nachsorge/Rekultivierung der
ZDM I und II (46.914 T€), Rückstellungen für Gebühren-
überschüsse (10.229 T€), Rückstellungen für ungewisse
Verbindlichkeiten (2.124 T€) sowie Urlaubs- und Über-
stundenansprüche (706 T€).
Geschäftsbericht 2007 | Jahresabschluss | 9 
Saubere Lösung
31.12.2006 Inanspruchnahme [ I ] Zuführung 31.12.2007
Auflösung [A] 
Verrechnung [V]
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Rückstellungen für Pensionen 1.692 97 [ I ] 174 1.769
2. Steuerrückstellungen 8 0 6 14
3. Sonstige Rückstellungen 60.853 3.552 [ I ] 3.261 60.330
83 [A]
149 [V]
_____ _____ _____ _____
Summe Rückstellungen 62.553 3.881 3.441 62.113
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Verbindlichkeiten
Für die Verbindlichkeiten bestehen die folgenden
Restlaufzeiten:
Die Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Münster
betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen. 
Besicherungen für Verbindlichkeiten bestehen nicht.
10 | Geschäftsbericht 2007 | Jahresabschluss
Saubere Lösung
davon mit einer Laufzeit
Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.375 1.020 1.084 271
[31.12.2006] [5.070] [1.973] [2.605] [492]
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.171 3.171 0 0
[31.12.2006] [2.218] [2.218] [0] [0]
Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt 669 669 0 0
[31.12.2006] [1.073] [1.073] [0] [0]
Sonstige Verbindlichkeiten 58 57 1 0
[31.12.2006] [152] [151] [1] [0]
_____ _____ _____ _____
Gesamt 6.273 4.917 1.085 271
[31.12.2006] [8.513] [5.415] [2.606] [492]
 AWM GB JA 2007 S.1-32 | S und M  13.05.2008  14:49 Uhr  Seite 10

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse enthalten Gebühreneinnahmen und
Einnahmen aus privatrechtlichen Entgelten.
Von den Umsatzerlösen entfallen 34.124 T€ auf die
Abfallwirtschaft; davon betreffen 29.227 T€ die Abfall-
abfuhr, 2.682 T€ die Abfalldeponierung, 2.141 T€ den
DSD-Bereich und 74 T€ die Sonderabfälle. Weitere 
Umsatzerlöse entfallen in Höhe von 4.277 T€ auf die
Straßenreinigung sowie 978 T€ auf den Winterdienst.
Auf die Nebengeschäfte in allen Betriebsbereichen ent-
fallen Erlöse in Höhe von 4.632 T€.
Abf
allwirtschaft
Abfallabfuhr
Die den Umsatzerlösen zugrunde liegenden Leistungen
im Abfallabfuhrbereich entsprechen der Anzahl der tat-
sächlichen Behälterentleerungen auf der Grundlage der
jeweiligen monatlichen Behälterbestände. 
Geschäftsbericht 2007 | Jahresabschluss | 11 
Saubere Lösung
 AWM GB JA 2007 S.1-32 | S und M  13.05.2008  14:49 Uhr  Seite 11

Abfalldeponierung/-verwertung
Die den Umsatzerlösen zugrunde liegenden Leistungen
im Abfalldeponierungs/-verwertungsbereich sind der
nachfolgenden Anlieferungsstatistik zu entnehmen.
Stadtr
einigung
Die den Umsatzerlösen Stadtreinigung zugrunde lie-
genden Leistungen sind der nachfolgenden Leistungs-
übersicht zu entnehmen.
Allgemeine Stadtreinigung
12 | Geschäftsbericht 2007 | Jahresabschluss
Saubere Lösung
Altholz Bioabfälle Grünabf älle Haus-/ Sperrmüll Straßenkehrricht/
nicht verwertbar MBRA/
Kompostierung
Istmenge in Mg 3.512,58 17.747,02 17.174,31 49.538,26 5.622,14
Planmenge in Mg 3.300,00 18.000,00 14.000,00 50.000,00 5.500,00
Abweichung in Mg 212,58 -252,98 3.174,31 -461,74 122,14
Jahresabschluss in Euro 210.754,80 4.298.683,18 772.843,95 13.850.897,50 858.669,44
Planungsgröße in Euro 198.000,00 4.360.000,00 630.000,00 13.980.000,00 840.000,00
Abweichung in Euro 12.754,80 -61.316,82 142.843,95 -129.102,50 18.669,44
Abweichung in % 6,44 -1,41 22,67 -0,92 2,22
2007 Vorjahr
Kehrmeter Kehrmeter
Vollreinigung 
[wöchentlich] 913.231  913.231
Fahrbahnreinigung 
[wöchentlich] 253.013 253.013
Fahrbahnreinigung 
[14-täglich] 282.609 282.609
Reinigung von ca. 500 Kilometern Radwegen und 
36.000 qm Flächenreinigung (Abendreinigung in der Stadt).
 AWM GB JA 2007 S.1-32 | S und M  13.05.2008  14:49 Uhr  Seite 12

Bezüglich der Tarifstatistik wird auf die beschlossene
Gebührensatzung zur Abfallabfuhr und Straßenreini-
gung verwiesen.
Sonderleistungen
- Neujahrsreinigung 
- Eurocityfest, Hafenfest, Karneval sowie weitere 
Veranstaltungen
- Sonderreinigungen für städt. Ämter (Schulamt, Amt
für Liegenschaften, Tiefbauamt, Sportamt)
- Flohmarktreinigungen
- Reinigung für private und gewerbliche Auftraggeber 
(z. B. Betriebsgelände, Parkplätze)
W
interdienst
Der Winterdienst wurde planmäßig und ohne außerge-
wöhnliche Ereignisse durchgeführt. 2007 waren be-
dingt durch Schneefälle bzw. Glatteis per 31.12.2007 
1 großer (Großteil der verfügbaren Kräfte), 3 mittlere 
(> 5 Streufahrzeuge) sowie 6 kleinerer Einsatz (bis 5 Streu-
fahrzeuge) erforderlich.Streufahrzeuge) erforderlich.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten u. a. Er-
träge aus dem Bereitschaftsdienst, aus der Werkstatt,
aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermö-
gens, Pacht- und Mieteinnahmen, der Inanspruchnahme
der Rückstellung aus Gebührenüberschüssen sowie Er-
träge aus Kursgewinnen.
Materialaufwand
Der Materialaufwand beinhaltet die Aufwendungen für
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren
in Höhe von 3.136 T€ sowie Aufwendungen für bezoge-
ne Leistungen in Höhe von 19.438 T€, davon sind im
Wesentlichen 300 T€ periodenfremd. Es handelt sich
hierbei um Nachforderungen, die sich aus dem Betrei-
bervertrag der MBRA ergeben.
Abschreibungen
Die Abschreibungen betrugen in 2007 3.759 T€.
Geschäftsbericht 2007 | Jahresabschluss | 13 
Saubere Lösung
2007 Vorjahr
Streugutverbrauch Mg Mg
Streusalz         718,28  1.680,60
Lava-Granulat 276,30 500,29
 AWM GB JA 2007 S.1-32 | S und M  13.05.2008  14:49 Uhr  Seite 13

Personalaufwand
Am 31.12.2007 waren 329 Mitarbeiter einschließlich Aus-
zubildende bei den Abfallwirtschaftsbetrieben Münster
beschäftigt. Für 2007 ergibt sich folgende Entwicklung:
L
öhne und Gehälter
Grundlage für die Lohn- und Gehaltsabrechnung ist seit
dem 01.10.2005 für alle bisherigen Angestellten und
Lohnempfänger eine einheitliche Entgelttabelle nach
dem TVöD.
Beam
tenbesoldung
Grundlage der Bezüge war das Bundesbesoldungsge-
setz in der jeweils gültigen Fassung.
Die AWM sind als Teil der Stadt Münster Mitglied der
Kommunalen Zusatzversorgungskasse Westfalen-Lippe
(ZKW). Zweck der Anstalt ist es, den Arbeitnehmern im
Wege privatrechtlicher Versicherung eine zusätzliche
Alters- und Hinterbliebenenversorgung zu gewähren.
Die ZKW hat mit der Stadt Münster in einer Beteiligungs-
vereinbarung festgelegt, dass alle Arbeitnehmer zu ver-
sichern sind, die nach dem Tarifvertrag über die Versor-
gung der Arbeitnehmer des Bundes und der Länder
sowie von Arbeitnehmern kommunaler Verwaltungen
und Betriebe zu versichern wären. Der derzeitige Um-
lagesatz beträgt 7,5 %. 
14 | Geschäftsbericht 2007 | Jahresabschluss
Saubere Lösung
Beschäftigte Nachrichtl.
Zeitpunkt [ohne Azubis] Azubis
31.03.2007 314 9
30.06.2007 323 7
30.09.2007 322 10
31.12.2007 319 10
Durchschnitt 2007 319,5 9
 AWM GB JA 2007 S.1-32 | S und M  13.05.2008  14:49 Uhr  Seite 14

Der Personalaufwand in seinen einzelnen Aufwands-
komponenten geht aus der nachfolgenden Übersicht
hervor:
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten
im Wesentlichen 1.668 T€ Wertberichtigungen zu
Forderungen an die Stadt aus der Rekultivierung und
Nachsorge für die ZDM I und II (soweit diese über die
Gebührenbedarfsberechnung erzielt wurden), 830 T€
Zuführung in die Rückstellung der ZDM II 3. BA, 500 T€
Zuführung in die Rückstellung für die Sanierung der
ZDM I, 1.166 T€ Aufwendungen für Verwaltungs-
leistungen der Stadt Münster sowie 1.751 T€ sonstige
allgemeine Betriebs- und Verwaltungsaufwendungen.
Geschäftsbericht 2007 | Jahresabschluss | 15 
Saubere Lösung
2007 2006 Veränderung Veränderung
zum Vorjahr zum Vorjahr
EUR EUR EUR in Prozent
Beschäftigungsentgelte 10.288.591,62 10.311.250,15 - 22.658,53 - 0,22
Beamtenbezüge 199.123,46 198.102,47 + 1.020,99 0,52
Veränderungen Urlaubs- und Überstundenrückstellungen 49.259,96 58.085,35 - 8.825,39 - 15,19
Gesamt 10.536.975,04 10.567.437,97 - 30.462,93 - 0,29
Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung 2.025.940,57 2.139.680,86 - 113.740,29 - 5,32
Gruppenversicherung 77.837,08 84.300,48 - 6.463,40 - 7,67
Veränderungen Urlaubs- und Überstundenrückstellungen + 9.423,73 + 14.497,14 - 5.073,41 - 35,00
+ 2.113.201,38 + 2.238.478,48 - 125.277,10 - 5,60
Beiträge zur Zusatzversorgungskasse 838.291,45 792.997,08 + 45.294,37 + 5,71
Zuführung zur Pensionsrückstellung 174.298,54 308.512,47 - 134.213,93 - 43,50
Veränderungen Urlaubs- und Überstundenrückstellungen + 2.287,30 + 12.684,13 - 10.396,83 - 81,97
1.014.877,29 1.114.193,68 - 99.316,39 - 8,91
Aufwendungen für Beihilfen und Unterstützungen 57.554,08 31.378,62 + 26.175,46 + 83,42
Gesamt 3.185.632,75 3.384.050,78 - 198.418,03 - 5,86
 AWM GB JA 2007 S.1-32 | S und M  13.05.2008  14:49 Uhr  Seite 15

Saubere Lösung
16 | Geschäftsbericht 2007 | Jahresabschluss
V. Ergänzende Angaben
Zusammensetzung der Organe und Aufwendungen 
für Organe
Werkleitung
Alleiniger Werkleiter ist Herr Diplom-Geograph Patrick
Hasenkamp. 
Werksausschuss
Der Werksausschuss setzt sich wie folgt zusammen:
Ordentliche Mitglieder Stellvertretende Mitglieder
Ratsmitglieder bzw. Sachkundige Bürger/innen
1. RH Dr. Dietmar Erber 1. RF Ursula Möllers 
Chemiker Wirtschafterin
2. RH Frank Baumann 2. RF Magdalene Gefroi
Online-Designer Büroangestellte
[bis 22.09.2007]
RH Meik Bolte
Gymnasiallehrer
[ab 24.10.2007]
3. RH Holger Wigger 3. RF Marianne Hopmann
Techniker für elektr. Büroangestellte
Energietechnik
4. RH Michael Jung 4. Martin Rettig
Historiker Dipl.-Verwaltungswirt
[bis 29.08.2007]
RF Hedwig Chudziak
Hausfrau
[ab 29.08.2007]
5. RH Jörn Möltgen 5. RF Maria Klein-Schmeink
[stellvertr. Vorsitzender] Wissenschaftliche 
Landschaftsökologe Mitarbeiterin
[bis 10.05.2007]
RF Rita Stein-Redent
[stellvertr. Vorsitzende]
Wissenschaftl. Mitarbeiterin
[ab 10.05.2007]
Ordentliche Mitglieder Stellvertretende Mitglieder
6. Thomas Marczinkowski 6. Birgit Edler
Angestellter / selbständig Dipl.-Soz.-Pädagogin
[bis 10.05.2007]
RH Jörn Möltgen
Landschaftsökologe
[ab 10.05.2007]
7. RH Hans Varnhagen 7. RH Wolfgang Klein 
[Vorsitzender] Bankkaufmann
Dachdeckermeister
8. RF Hannelore Wiesenack-Hauß 8. RH Gerd K ersting 
Richterin am Polizeibeamter, 
Landessozialgericht i. R. Dipl.-Verwaltungswirt [FH]
Beschäftigtenvertreter/innen
9. Hugo Tork 9. Rainer Eisen
Technischer Angestellter Werkstattleiter 
10.Rolf Kuschel 10.Monika Holtmann 
Mitarbeiter Lager / Sachbearbeiterin
Materialwirtschaft
11.Karsten Markfort 11.Burkhard Lotz 
Kraftwagenfahrer, Kontrolleur
Kontrolleur Straßenreinigung
12.Karl-Heinz Falkhausen 11.Dieter Schunke 
Einsatzplaner / Kraftwagenfahrer, 
Abfalltransport
[RH = Ratsherr | RF = Ratsfrau]
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Saubere Lösung
Geschäftsbericht 2007 | Jahresabschluss | 17
Auf die in § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a HGB verlang-
ten Angaben über die Gesamtbezüge der Werkleitung
wird unter Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Für die Pensionäre und Hinterbliebenen der früheren
Amtsleitung wurden an Pensionen 26.557,68 € aufge-
wendet. Für sie bestehen Pensionsrückstellungen in
Höhe von 391.747 €.
Die Mitglieder des Werksausschusses erhalten für ihre
Tätigkeiten im Werksausschuss eine entsprechende
Aufwandspauschale.
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle 
Verpflichtungen
Am Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse. 
Es bestehen wesentliche langfristige finanzielle
Verpflichtungen aus vertraglichen Vereinbarungen für
die Restabfallbehandlung bis zum 31.12.2012. Eine
betragsmäßige Angabe dieser finanziellen Verpflich-
tungen ist nicht möglich, da die Höhe insbesondere von
den zukünftig angelieferten Mengen abhängig ist.
Gewinnverwendungsvorschlag
Die Werkleitung schlägt vor, aus dem Jahresüberschuss
2007 in Höhe von 489.909,16 € einen Anteil in Höhe
von 250.000,00 € gemäß Konsolidierungsvereinbarung
Nr. 244 an den Haushalt der Stadt Münster abzuführen,
230.288,36 € in die allgemeine Rücklage der AWM und
9.620,80 € in den Sonderposten aus DSD-Überschüssen
einzustellen.
Münster, 31. März 2008
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Patrick Hasenkamp
 AWM GB JA 2007 S.1-32 | S und M  13.05.2008  14:49 Uhr  Seite 17

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18 | Geschäftsbericht 2007 | Jahresabschluss
[1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8]
Posten des Anlagevermögens Anschaffungs- und Herstellungskosten
Zugänge Abgänge Umbuchungen
01.01.2007 Zugänge Abgänge durch Umgruppierungen AiB 31.12.2007 
+ ./. + ./. + / ./.
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle 
Vermögensgegenstände
1. Konzessionen 266.695,00 0,00 262.027,00 0,00 0,00 0,00 4.668,00
2. Software 431.823,72 4.737,48 0,00 0,00 0,00 +0,00 436.561,20
698.518,72 4.737,48 262.027,00 0,00 0,00 +0,00 441.229,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Betriebs- 
und anderen Bauten 33.137.563,04 39.709,87 77.300,00 1.722.599,00 0,00 +0,00 34.822.571,91
2. Anlagen der Stadtreinigung 5.518.913,68 816.618,31 486.165,00 444.840,00 116.812,00 +0,00 6.177.394,99
3. Anlagen der Abfallwirtschaft 18.457.330,26 1.653.180,88 863.859,09 136.246,32 2.167.439,00 +778.208,94 17.993.668,31
4. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 1.992.386,44 255.462,48 83.497,00 0,00 19.434,32 +7.504,04 2.152.421,64
5. Geleistete Anzahlungen,
Anlagen im Bau 785.712,98 127.301,41 0,00 0,00 0,00 -785.712,98 127.301,41
59.891.906,40 2.892.272,95 1.510.821,09 2.303.685,32 2.303.685,32 0,00 61.273.358,26
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des 
Anlagevermögens 8.989.488,03 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 8.989.488,03
Summe 69.579.913,15 2.897.010,43 1.772.848,09 2.303.685,32 2.303.685,32 0,00 70.704.075,49
I. Stadtreinigung
1. Konzession 262.027,00 0,00 262.027,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Grundstücke mit Betriebs- 
und anderen Bauten 142.101,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 142.101,00
3. Anlagen der Stadtreinigung 5.518.913,68 816.618,31 486.165,00 444.840,00 116.812,00 +0,00 6.177.394,99
4. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 24.384,15 4.957,93 2.569,00 0,00 0,00 0,00 26.773,08
Summe 5.947.425,83 821.576,24 750.761,00 444.840,00 116.812,00 +0,00 6.346.269,07
VI. Anlagen
Anlagennachweis
der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster zum 31.12.2007 
[Anlage 1]
 AWM GB JA 2007 S.1-32 | S und M  13.05.2008  14:49 Uhr  Seite 18

Saubere Lösung
Geschäftsbericht 2007 | Jahresabschluss | 19
[9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18]
Abschreibungen Restbuchwerte Kennzahlen
Zugänge Abgänge durchschn. durchschn.
01.01.2007 Zugänge Abgänge durch Umgruppierungen 31.12.2007 31.12.2007 01.01.2007 AfA-Satz RBW
+ ./. + ./.
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR v. H. v. H.
264.828,60 466,60   262.027,00 0,00 0,00 3.268,20 1.399,80 1.866,40 10,00 29,99 
178.749,86 75.897,96   0,00 0,00 0,00 254.647,82 181.913,38 253.073,86 17,39 41,67 
443.578,46 76.364,56   262.027,00 0,00 0,00 257.916,02 183.313,18 254.940,26 17,31 41,55 
17.527.218,80 1.382.932,72   0,00 1.420.963,70 0,00 20.331.115,22 14.491.456,69 15.610.344,24 3,97 41,62 
4.111.558,50 437.514,11   486.165,00 418.996,38 74.991,29 4.406.912,70 1.770.482,29 1.407.355,18 7,08 28,66 
12.543.257,19 1.678.534,55   838.179,27 79.040,11 1.839.960,08 11.622.692,50 6.370.975,81 5.914.073,07 9,33 35,41 
1.563.223,00 183.162,04   82.438,50 0,00 4.048,82 1.659.897,72 492.523,92 429.163,44 8,51 22,88 
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 127.301,41 785.712,98 0,00 100,00 
35.745.257,49 3.682.143,42 1.406.782,77 1.919.000,19 1.919.000,19 38.020.618,14 23.252.740,12 24.146.648,91 6,01 37,95 
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 8.989.488,03 8.989.488,03 0,00 100,00 
36.188.835,95 3.758.507,98 1.668.809,77 1.919.000,19 1.919.000,19 38.278.534,16 32.425.541,33 33.391.077,20 5,32 45,86 
262.027,00 0,00 262.027,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 
23.310,43 7.199,43 0,00 0,00 0,00 30.509,86 111.591,14 118.790,57 5,07 78,53 
4.111.558,50 437.514,11 486.165,00 418.996,38 74.991,29 4.406.912,70 1.770.482,29 1.407.355,18 7,08 28,66 
21.304,34 2.482,84 2.569,00 0,00 0,00 21.218,18 5.554,90 3.079,81 9,27 20,75 
4.418.200,27 447.196,38 750.761,00 418.996,38 74.991,29 4.458.640,74 1.887.628,33 1.529.225,56 7,05 29,74 
 AWM GB JA 2007 S.1-32 | S und M  13.05.2008  14:49 Uhr  Seite 19

20 | Geschäftsbericht 2007 | Jahresabschluss
Saubere Lösung
[1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8]
Posten des Anlagevermögens Anschaffungs- und Herstellungskosten
Zugänge Abgänge Umbuchungen
01.01.2007 Zugänge Abgänge durch Umgruppierungen AiB 31.12.2007 
+ ./. + ./. + / ./.
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
II. Abfall- und Wertstoffwirtschaft
1. Konzession 4.668,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 4.668,00
2. Software 0,00 225,00 0,00 0,00 0,00 0,00 225,00
3. Grundstücke mit Betriebs- 
und anderen Bauten 21.512.683,04 33.073,24 77.300,00 1.722.599,00 0,00 +0,00 23.191.055,28
4. Anlagen der Abfallwirtschaft 18.449.330,26 1.653.180,88 863.859,09 136.246,32 2.167.439,00 +778.208,94 17.985.668,31
5. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 316.128,46 68.020,71 6.592,00 0,00 19.434,32 0,00 358.122,85
Summe 40.282.809,76 1.754.499,83 947.751,09 1.858.845,32 2.186.873,32 +778.208,94 41.539.739,44
III.
Allgemeine und Zentrale 
Betriebe
1. Software 431.823,72 4.512,48 0,00 0,00 0,00 +0,00 436.336,20
2. Grundstücke mit Betriebs- 
und anderen Bauten 11.482.779,00 6.636,63 0,00 0,00 0,00 0,00 11.489.415,63
3. Abfall- und Wertstoffwirtschaft 8.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 8.000,00
4. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 1.651.873,83 182.483,84 74.336,00 0,00 0,00 +7.504,04 1.767.525,71
5. Finanzanlagen 8.989.488,03 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 8.989.488,03
Summe 22.563.964,58 193.632,95 74.336,00 0,00 0,00 +7.504,04 22.690.765,57
IV. Anlagen im Bau
1. Grundstücke mit Betriebs- 
und anderen Bauten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Abfall- und Wertstoffwirtschaft 778.208,94 0,00 0,00 0,00 0,00 -778.208,94 0,00
3. Allgemeine und zentrale Bereiche 7.504,04 127.301,41 0,00 0,00 0,00 -7.504,04 127.301,41
Summe 785.712,98 127.301,41 0,00 0,00 0,00 -785.712,98 127.301,41
 AWM GB JA 2007 S.1-32 | S und M  13.05.2008  14:49 Uhr  Seite 20

Geschäftsbericht 2007 | Jahresabschluss | 21 
Saubere Lösung
[9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18]
Abschreibungen Restbuchwerte Kennzahlen
Zugänge Abgänge durchschn. durchschn.
01.01.2007 Zugänge Abgänge durch Umgruppierungen 31.12.2007 31.12.2007 01.01.2007 AfA-Satz RBW
+ ./. + ./.
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR v. H. v. H.
2.801,60 466,60 0,00 0,00 0,00 3.268,20 1.399,80 1.866,40 10,00 29,99 
0,00 68,75 0,00 0,00 0,00 68,75 156,25 0,00 30,56 69,44 
13.441.891,45 1.007.341,85 0,00 1.420.963,70 0,00 15.870.197,00 7.320.858,28 8.070.791,59 4,34 31,57 
12.541.857,19 1.677.734,55 838.179,27 79.040,11 1.839.960,08 11.620.492,50 6.365.175,81 5.907.473,07 9,33 35,39 
246.700,38 30.064,14 5.765,10 0,00 4.048,82 266.950,60 91.172,25 69.428,08 8,39 25,46 
26.233.250,62 2.715.675,89 843.944,37 1.500.003,81 1.844.008,90 27.760.977,05 13.778.762,39 14.049.559,14 6,54 33,17 
178.749,86 75.829,21 0,00 0,00 0,00 254.579,07 181.757,13 253.073,86 17,38 41,66 
4.062.016,92 368.391,44 0,00 0,00 0,00 4.430.408,36 7.059.007,27 7.420.762,08 3,21 61,44 
1.400,00 800,00 0,00 0,00 0,00 2.200,00 5.800,00 6.600,00 10,00 72,50 
1.295.218,28 150.615,06 74.104,40 0,00 0,00 1.371.728,94 395.796,77 356.655,55 8,52 22,39 
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 8.989.488,03 8.989.488,03 0,00 100,00 
5.537.385,06 595.635,71 74.104,40 0,00 0,00 6.058.916,37 16.631.849,20 17.026.579,52 2,63 73,30 
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 778.208,94 0,00 0,00 
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 127.301,41 7.504,04 0,00 100,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 127.301,41 785.712,98 0,00 100,00 
 AWM GB JA 2007 S.1-32 | S und M  13.05.2008  14:49 Uhr  Seite 21

Saubere Lösung
22 | Geschäftsbericht 2007 | Jahresabschluss
I. Geschäftsverlauf und Lage
Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster sind seit 1996
eine eigenbetriebsähnliche Einrichtung der Stadt Münster
entsprechend den Vorschriften der Gemeindeordnung
für das Land Nordrhein-Westfalen. Sie werden gemäß
der Eigenbetriebsverordnung sowie nach den Bestim-
mungen der Betriebssatzung für die Abfallwirtschafts-
betriebe Münster geführt. Dem Eigenbetrieb einschl.
etwaiger Hilfs- und Nebenbetriebe obliegen die Stadt-
reinigung und Abfallwirtschaft (Sammlung, Transport,
Verwertung und Entsorgung von Abfällen im Sinne des
Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes, Aufstellung
und Umsetzung des kommunalen Abfallwirtschafts-
konzeptes) im gesamten Stadtgebiet.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die strategische
Ausrichtung der AWM durch organisatorische Maß-
nahmen im Bereich des Betriebsmarketings (Neuaus-
richtung des Kundenzentrums) und der Steuerung der
betrieblichen Ebene im Bereich der Abfallabfuhr und
Stadtreinigung (Neugliederung der Fachstellenleitungs-
und Disponentenfunktionen, Einführung neuer Groß-
revierstrukturen in der Stadtreinigung) weiter konkreti-
siert. Das Hauptziel besteht in einer langfristigen
Sicherung sozialverträglicher Gebühren für die hoheit-
lichen Kernaufgaben Abfallentsorgung und Straßen-
reinigung unter Beibehaltung bürgerorientierter Dienst-
leistungsangebote mit dem hohen Qualitätsstandard
der AWM.
Der Eigenbetrieb orientiert sich umfassend an den vom
Rat der Stadt Münster beschlossenen ökologischen Ziel-
setzungen der Abfallwirtschaft sowie gleichermaßen
an den Belangen der Nutzer/Gebührenzahler im Hin-
blick auf die Gestaltung der Kosten-Nutzen-Relation
des Leistungsangebotes. Diese Aufgabe konnte im Jahr
2007 erfolgreich erfüllt werden.
Wesentliche längerfristige Verträge bestehen mit:
- der DSD GmbH über eine vorläufige Beauftragung 
über die Mitentsorgung von PPK Verkaufsverpackungen.
- der REMONDIS GmbH & Co. KG sowie der Reiling MS 
Recycling GmbH über den Verkauf der von AWM 
bereitgestellten Papier, Pappen und Kartonagen. Die 
Verträge laufen vom 01.01.2007 bis zum 31.12.2008.
- der REMONDIS GmbH & Co. KG über die Betreibung der
MBRA. Der Grundvertrag wurde am 22.12.2000 abge-
schlossen. Die Laufzeit des Vertrages beträgt 10 Jahre 
nach förmlicher Abnahme der Anlage.
- der Stadtwerke GmbH über die allgemeine Strom-
lieferung und die Stromlieferung für die Sickerwasser-
behandlungsanlage. Diese Verträge wurden bis zum 
31.12.2009 verlängert. 
- der Stadtwerke GmbH über den Bau und Betrieb der 
Bioabfallvergärungsanlage. Der Vertrag läuft vom 
14.06.1996 bis zum 31.12.2016.
- der Stadtwerke GmbH über die Nutzung von Deponie- 
und Klärgas.
Lagebericht
 AWM GB JA 2007 S.1-32 | S und M  13.05.2008  14:49 Uhr  Seite 22

Saubere Lösung
Geschäftsbericht 2007 | Jahresabschluss | 23
II. Neuere rechtliche Rahmenbedingungen und
betriebsrelevante Marktentwicklungen
Novellierung der Verpackungsverordnung, Freistellung
weiterer Systembetreiber in NRW und Neuvergabe der
LVP-Sammlung für die Jahre 2008 bis 2010 durch die
DSD-GmbH
Die 5. No
velle der Verpackungsverordnung
Die aus Sicht der kommunalen Abfallwirtschaft
wesentlichen Änderungen betreffen:
1. die Definition der den privaten Haushalten 
gleichgestellten Anfallstellen:
- Anfallstellen wie Gaststätten, Hotels, Kantinen, Ver-
waltungen, Kasernen, Krankenhäuser, Bildungsein-
richtungen, karitative Einrichtungen, Freiberufler, typi-
sche Anfallstellen des Freizeitbereichs wie Ferien-
anlagen, Freizeitparks, Sportstadien und Raststätten 
sind – anders als aus dem Kabinettsbeschluss zu lesen 
war – ohne jegliche Mengenbegrenzungen den priva-
ten Haushalten gleichgestellt und müssen grundsätz-
lich über ein duales System entsorgt werden. Gleiches 
gilt für Anfallstellen aus dem Kulturbereich (Kino, Oper,
Museen).
- Das Mengenkriterium (1,1er Umleerbehälter und 
haushaltsüblicher Abfuhrrhythmus) gilt nur für land-
wirtschaftliche Betriebe und Handwerksbetriebe mit
Ausnahme von Druckereien und sonstigen papierver-
arbeitenden Betrieben.
2. die Streichung der so genannten Handelslizenzierung
- Eine „ Weitergabe“ der Pflicht zur Beteiligung an einem 
dualem System „nach unten“, d. h. bspw. über den 
Großhändler an den Handel / Letztinverkehrbringer 
(sog. Handelslizenzierung, § 6 Abs. 1 S. 2 des Kabinetts-
beschlusses) ist nicht möglich.
Grundsätzlich obliegt dem Erstinverkehrbringer die 
Pflicht zur Beteiligung an einem dualen System.
3. keine Vergabe der Entsorgungsleistung im Wettbewerb
- Die bislang sowohl in der geltenden Verordnung 
(Anhang I Nr. 3 Abs. 3 Ziff. 2) als auch in den Ände-
rungsvorschlägen (Anhang I Nr. 2 Abs. 2 Ziff. 2 und 3) 
vorgesehene Regelung, wonach die Entsorgungs-
leistungen in einem Verfahren ausgeschrieben werden 
müssen, die eine Vergabe im Wettbewerb sichert, 
wurde gestrichen.
- Bestehen bleibt lediglich die Pflicht zur Vergabe der 
Entsorgungsleistungen in einem transparenten Ver-
fahren, welches aus dem Verbot missbräuchlichen Ver-
haltens gemäß §§ 19, 20 GWB resultiert. Diese Pflicht
betrifft jedoch nur marktbeherrschende Unternehmen 
und somit nach der derzeitigen Situation nur die DSD 
GmbH, nicht jedoch die alternativen Systembetreiber.
4. die Vollständigkeitserklärung für Selbstentsorgerlösung
- Die im Rahmen einer Selbstentsorgerlösung (§ 6 Abs. 2) 
in Verkehr gebrachten Verpackungen unterfallen im 
Hinblick auf Materialart und Masse der Vollständig-
keitserklärung gemäß § 10.
Darüber hinaus hat der Bundesrat in seiner Sitzung am
20. Dezember 2007 zwei Entschließungen gefasst:
Die Bundesregierung wird aufgefordert, sich auf eu-
ropäischer Ebene für eine Herausnahme der Service-
verpackungen aus dem Geltungsbereich der EU-Ver-
packungsrichtlinie (2004/12/EG) einzusetzen.
Die Bundesregierung wird gebeten, nach Abschluss des
Novellierungsverfahrens unverzüglich eine Folgenab-
schätzung und ein Planspiel über die Möglichkeiten
einer grundlegenden 6. Novellierung der Verpackungs-
verordnung vorzusehen.
 AWM GB JA 2007 S.1-32 | S und M  13.05.2008  14:49 Uhr  Seite 23

24 | Geschäftsbericht 2007 | Jahresabschluss
Saubere Lösung
Bewertung aus der Sicht der AWM
Mit der jetzigen Novellierung werden die praktischen
Probleme in den Sammlungsgebieten nicht gelöst!
Im Hinblick auf die Ausgestaltung des vorgesehenen
Planspiels ist es aus der Sicht der AWM sinnvoll, die
Wiederherstellung der kommunalen (Global-) Zustän-
digkeit zumindest für die jeweiligen Erfassungssysteme
im Rahmen der Modellansätze zwingend mit zu unter-
suchen und angesichts der praktisch bestehenden, teil-
weise erheblichen Probleme im Bereich der Erfassung
und Verwertung von Verkaufsverpackungen für die
Praxis politisch zu betreiben.
Die AWM werden diese Position über die Verbands- und
Lobbyaktivitäten der Werkleitung aktiv und nachhaltig
unterstützen.
Die Situa
tion in Münster
Die AWM waren für das Gebiet der Stadt Münster bis
zum 31.12.2007 Leistungsvertragspartner der DSD
GmbH für den Aufgabenbereich Sammlung und Trans-
port von Leichtverpackungen.
Aufgrund der im Lagebericht 2006 bereits beschriebe-
nen Markt- und Ausschreibungssituation haben sich
die AWM wie befürchtet an der von DSD durchgeführte
Ausschreibung für die Jahre 2008 – 2010 nicht erfolg-
reich beteiligen können. Ab 01.01.2008 ist die Fa.
REMONDIS mit der Erfassung der Leichtverpackungen
im Stadtgebiet Münster beauftragt.
W
irtschaftliche Auswirkungen
Die im Tätigkeitsbereich LVP-Sammlung bis 31.12.2007
bei den AWM eingesetzten 11 Arbeitskräfte (davon 8
zeitlich befristet beschäftigt) konnten einerseits in Ab-
stimmung mit dem Werksausschuss der AWM von Ar-
beitsverlust verschont werden und in den Betriebs-
bereichen Stadtreinigung, Abfallabfuhr und Recycling-
hof „Eulerstraße“ stellenplanmäßig abgesichert wer-
den. Andererseits entfällt damit wie angekündigt für
die AWM die Möglichkeit, die entsprechenden allgemei-
nen Querschnitts- und Verwaltungsgemeinkosten der
Stadt Münster (in Höhe von zz. rd. 302.000,- € p. a.) zu
erheblichen Anteilen über die AWM-Betriebssparte DSD
zu refinanzieren.
Es bleibt in 2008 zu prüfen, in welchem Umfang hier-
aus eine Verschiebung dieser Kostenanteile in den
Abfallgebühren- ergo bürgerfinanzierten Bereich der
Abfallwirtschaft erfolgen muß. 
Pr
aktische Auswirkungen
Die Verteilung der Gelben Säcke erfolgt mit dem
Systembetreiberwechsel zum Januar 2008 nicht mehr
über das bürgerfreundliche Netz der Stadthäuser und
Bezirksverwaltungstellen in Münster, sondern auf Be-
zugskarte über ausgesuchte Tankstellen und Einzel-
handelsgeschäfte.
Dieses System wird seitens der Bürgerinnen und Bürger
Münsters gegenüber dem Kundenservice der AWM als
wenig komfortabel bemängelt.
Mit dem Systembetreiberwechsel ging parallel eine
Auseinandersetzung zwischen der DSD GmbH und
AWM über die finanzielle Einbeziehung der kommuna-
len Recyclinghöfe einher.
Die AWM vertreten die Auffassung, dass die Sammel-
systeme für Leichtverpackungen auf den Recyclinghöfen
im Rahmen der gültigen Abstimmungsvereinbarung
zwischen Stadt Münster als öffentlich-rechtlichem
Entsorgungsträger und der DSD GmbH als System-
träger für die Erfassung von Leichtverpackungen auch
weiterhin (wie in den vergangenen 13 Jahren, in denen
die AWM als Systembetreiber beauftragt waren) finan-
ziell durch die Dualen System getragen werden muss.
Die AWM haben die Kanzlei Buse, Heberer und Fromm
aus Düsseldorf beauftragt, die rechtlichen und finan-
ziellen Interessen der Stadt Münster in dieser Ange-
legenheit durchzusetzen.
Die erforderliche Reinigung des öffentlichen Raumes
und die Sicherstellung des Beschwerdemanagements
verbleiben jedoch einschließlich der finanziellen Lasten
 AWM GB JA 2007 S.1-32 | S und M  13.05.2008  14:49 Uhr  Seite 24

Geschäftsbericht 2007 | Jahresabschluss | 25 
Saubere Lösung
weiterhin beim öffentlich-rechtlichen Entsorgungs-
träger, werden allerdings über die Nebenentgeltrege-
lung durch die Dualen Systeme finanziell getragen.
Kommunale Altpapiersammlung in Haushalten und
Gewerbe, Duale Systeme – Miterfassung der Verkaufs-
verpackungen aus Papier, Pappe, Kartonagen über das
kommunale Sammelsystem
Bezüglich der zugegebenermaßen schwierigen Situation
im Bereich der Altpapiererfassung in den Kommunen
sind aktuell zwei Handlungsstränge für die kommunale
Abfallwirtschaft zwingend zu verfolgen: 
- Aufgrund der deutlich gestiegenen Vermarktungser-
löse sehen sich die öffentlich-rechtlichen Entsorgungs-
träger in Deutschland, die noch kein (eigenes) haus-
haltsnahes Erfassungssystem über Blaue Tonnen aufge-
baut haben, zunehmend handstreichartigen Zugriffen
privater Entsorger ausgesetzt, mit denen privaten
Haushalten ungefragt blaue Abfallsammelgefäße „vor
die Haustür“ gestellt werden.
Aktuell hat die Rechtssprechung (VG Münster) in NRW
im Fall der Stadt Gronau einem privaten Entsorgungs-
unternehmen (Fa. Stenau, Ahaus) gestattet, neben der
kommunalen Altpapierbündelsammlung ein eigenes
privates System Blauer Papiertonnen aufzubauen.
- In Hamburg ist aktuell ein OVG-Verfahren mit Leit-
charakter anhängig, in dem die Stadtreinigung Hamburg
gegen die Fa. REMONDIS auf Unterlassung der Aufstel-
lung von Blauen Tonnen klagt. Der Verfahrensstand hat
durch Beschluss im Eilverfahren zz. eine „Patt-Situation“
geschaffen: REMONDIS darf bis zur Klärung im Haupt-
sacheverfahren keine weiteren Abfallgefäße mehr auf-
stellen und die bereits ausgelieferten Gefäße nicht lee-
ren – die Stadtreinigung Hamburg darf ebenfalls keine
neuen Gefäße mehr ausliefern, aber weiterhin Bestel-
lungen entgegennehmen und die bereits ausgeliefer-
ten Gefäße auch leeren.
Diese aus Bürger- und Politiksicht wirklich absolut un-
befriedigende Marktsituation und die komplizierte
Problemlage haben die kommunalen Spitzenverbände
aktuell am 03.04.2008 mit nachfolgendem Schreiben
von Dr. Norbert Portz für die Bundesvereinigung der
kommunalen Spitzenverbände an das BMU treffend
wiedergegeben:
Gewerbliche Altpapiersammlungen
Sehr geehrter Herr Dr. Wendenburg,
die Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände beobachtet
mit Sorge die anhaltende Ausbreitung gewerblicher Altpapiersamm-
lungen bei Privathaushalten.
Die neuere obergerichtliche Rechtsprechung verlangt als Voraus-
setzung einer Untersagung den in der Praxis kaum zu führenden
Nachweis einer Gefährdung der öffentlich-rechtlichen Entsorgung
durch einzelne gewerbliche Sammlungen (Einzelfallbetrachtung).
Im Ergebnis findet aufgrund der unkontrollierten Zunahme gewerb-
licher Sammlungen eine schleichende Privatisierung der Entsorgung
werthaltiger Hausmüllbestandteile statt (Gesamtbetrachtung). Die
kommunalen Spitzenverbände sprechen sich daher für eine
Ergänzung in § 13 Abs. 3 S. 1 Nr. 3 KrW-/AbfG aus, nach der gewerbli-
che Sammlungen nur mit Zustimmung des öffentlich-rechtlichen
Entsorgungsträgers zulässig sind.
1. Ausgangslage
Entsprechend der allgemeinen Marktsituation bei Sekundärrohstoffen
haben auch die Händlerpreise für Altpapier in den letzten Jahren
stark angezogen. Die private Entsorgungswirtschaft sucht daher
zunehmend den Zugriff auf den Stoffstrom des Altpapiers bereits auf
der Ebene der Erfassung.
Entsprechend ihrem kommerziellen Interesse hat die private Entsor-
gungswirtschaft die verschiedensten Erfassungsmodelle entwickelt,
um das Verhältnis zwischen Sammelaufwand und -erfolg betriebs-
wirtschaftlich zu optimieren. So gibt es in der Praxis stationäre und
mobile Sammelstellen, die von Privathaushalten gesammeltes Alt-
papier gegen Entgelt annehmen. Zunehmend kommen auch Hol-
systeme mit eigenen Sammelbehältern zum Einsatz. Charakteristisch
ist die Aufstellung von Tonnen und Containern in Teil-Entsorgungs-
gebieten, die aufgrund der jeweiligen Siedlungs- und Bevölkerungs-
struktur die erforderliche Mindestrendite erwarten lassen. Infolge der
gestiegenen Altpapierpreise werden inzwischen kommerzielle blaue
Tonnen auch flächendeckend für ganze Entsorgungsgebiete angebo-
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26 | Geschäftsbericht 2007 | Jahresabschluss
Saubere Lösung
ten, jedoch beschränkt auf Städte und dicht besiedelte Landkreise.
In einigen Fällen haben Entsorgungsunternehmen, die zuvor im Auf-
trag der Kommune Altpapier ge-sammelt hatten, nach Ende der Be-
auftragung ihr Erfassungssystem eigenmächtig weiterbetrieben.
Weitere Geschäftsmodelle der privaten Entsorgungswirtschaft bilden
verschiedene Kooperationsformen mit gemeinnützigen Sammlungen,
die gegenüber gewerblichen Sammlungen gemäß § 3 Abs. 3 Nr. 2
KrW-/AbfG privilegiert sind.
2. Auswirkungen gewerblicher Sammlungen
Auch unabhängig davon, ob sie selbst eine Funktion als öffentlich-
rechtliche Entsorgungsträger haben, sind Städte und Gemeinden von
den Auswirkungen gewerblicher Altpapiersammlungen in ihrem
Gemeindegebiet betroffen. Zu nennen sind etwa Beeinträchtigungen
des Ortsbildes und des Straßenraumes durch fremde Sammelbehälter
sowie die Zunahme des Straßenverkehrs durch mehrere konkurrieren-
de Sammlungen. So haben etwa im Kreis Emsland sieben Unter-
nehmen eine gewerbliche Sammlung angemeldet, von denen vier
bereits operativ tätig sind. Im Übrigen ist es auch aus volkswirtschaft-
licher Sicht unsinnig, wenn mehrere Entsorgungsunternehmen im
Wettbewerb um Wertstoffe aus Privathaushalten parallele Erfassungs-
systeme aufbauen („Häuserkampfmodell“).
Zum Vergleich: Bei der Verpackungsentsorgung ist die Notwendigkeit
der einheitlichen Erfassung allgemein anerkannt, weswegen die Ver-
packungsverordnung Vorgaben zur Abstimmung der verschiedenen
Entsorgungssysteme unter Berücksichtigung der kommunalen Interes-
sen enthält. Gewerbliche Altpapiersammlungen unterliegen dahinge-
gen keinerlei Kontrolle, was bereits zu untragbaren Auswüchsen beim
Kampf um das Altpapier geführt hat, die das Schlagwort Häuserkampf
mit Leben füllen. So werden Sammelbehälter ohne Abstimmung mit
den betroffenen Kommunen oder den Privathaushalten aufgestellt
und von Konkurrenzunternehmen wieder entfernt, ausgekippt oder
beschädigt. Die erste Anlaufstelle für die empörten Bürger sind bei
solchen Unregelmäßigkeiten die kommunalen Bürgerämter.
Im Vordergrund stehen jedoch aus Sicht der öffentlich-rechtlichen
Entsorgungsträger die unmittelbaren und mittelbaren Auswirkungen
der Aushöhlung ihrer Entsorgungshoheit durch den Verlust werthalti-
ger Fraktionen des Hausmülls. So ist der Erlös aus der Papierverwer-
tung ein fester Bestandteil der kommunalen Gebührenkalkulation,
um Kosten im Bereich der Abfallentsorgung aufzufangen. Die Verviel-
fältigung der Infrastruktur zur Altpapiersammlung sowie die Ge-
winne der Privatunternehmen werden letztlich von den Abfallge-
bührenzahlern finanziert. Die zunehmende Verbreitung gewerblicher
Sammlungen läuft somit auf eine Privatisierung der Einnahmen bei
der Abfallentsorgung hinaus, während die Kosten kommunalisiert
werden.
In der Folge dieses „Rosinenpickens“ der Privatwirtschaft wären die
Kommunen mittel- bis langfristig nur noch für wirtschaftlich unat-
traktive Stoffströme beziehungsweise Entsorgungsgebiete verant-
wortlich und müssten ihre Bürger mit entsprechend hohen Entsor-
gungsgebühren belasten. Eine solche Entwicklung würde zum einen
eine sozial unausgewogene Erhöhung der Wohnnebenkosten bedeu-
ten.
Sie wäre zudem nicht ohne Folgen für die allgemeine Entsorgungs-
sicherheit, da eine ordnungsgemäße Entsorgung die Mitwirkung der
Abfallbesitzer voraussetzt. Deren entsprechende Bereitschaft sinkt
jedoch erfahrungsgemäß mit steigenden Entsorgungsgebühren.
In Gefahr ist auch die im weltweiten Vergleich unerreicht hohe Er-
fassungsquote des Altpapiers in Deutschland. In kommunaler Ver-
antwortung konnten bisher rund 90 % des wieder verwertbaren Pa-
piers erfasst werden. Gewerbliche Sammlungen beschränken sich
dahingegen auf solche Entsorgungsgebiete oder Teile davon, die
betriebswirtschaftlich rentabel sind. Auch werden gezielt hochwerti-
ge Teilfraktionen (Zeitungs- und Zeitschriftenpapier) gesammelt. Die
betroffenen Kommunen können in der Folge keine attraktiven Erfas-
sungssysteme für die verbleibenden unrentablen Sammelgebiete
oder Restfraktionen mehr anbieten.
Gewerbliche Sammlungen stellen insbesondere auch diejenigen
Kommunen vor Probleme, die die Altpapierentsorgung oder entspre-
chende Teilleistungen aufgrund von öffentlichen Ausschreibungen an
Privatunternehmen vergeben haben und nun aufgrund des Verlustes
von Teilen der Altpapierfraktion ihre vertraglichen Verpflichtungen
nicht erfüllen können. Für diese Konstellationen prüfen die Verbände
der privaten Entsorgungswirtschaft bereits die Durchsetzbarkeit von
Schadensersatzansprüchen gegen die kommunalen Auftraggeber. Im
Ergebnis würden dann sogar die Marktanteilsverluste durch die neue
Konkurrenz innerhalb der Privatwirtschaft über die kommunalen
Abfallgebühren ausgeglichen.
Vor dem Hintergrund der Betroffenheit auch privater Unternehmen,
die bisher im Auftrag von Kommunen Altpapier gesammelt haben,
erklärt sich die ambivalente Haltung der Verbände der privaten Ent-
sorgungswirtschaft. Dort wird zum Teil die Einschätzung vertreten,
gewerbliche Sammlungen seien nur in Entsorgungsgebieten zu emp-
fehlen, wo der öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger die Sammlung
bisher selbst durchgeführt hat. Auch die Papierindustrie sieht die
Entwicklung kritisch, da man den Rückgang der Erfassungsquote und
den Aufwand durch Verhandlungen mit mehreren Sammlern pro
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Geschäftsbericht 2007 | Jahresabschluss | 27 
Saubere Lösung
Entsorgungsgebiet fürchtet. Offensichtlich lässt sich jedoch ein klares
Bekenntnis zur kommunalen Entsorgungshoheit mit dem Selbst-
verständnis der Interessenvertreter der Privatwirtschaft nicht verein-
baren. Klar hat sich dahingegen die DSD GmbH zu den bereits mit
den Kommunen erzielten Abstimmungsvereinbarungen zur Ent-
sorgung von Papierverpackungen bekannt.
DSD wird daher keine Verträge mit Unternehmen abschließen, die
eigenmächtig gewerbliche Sammlungen durchführen. Angesichts
dieser Entscheidung lässt sich die Verpackungsrechtswidrigkeit ge-
werblicher Sammlungen nicht mehr leugnen. Gewerbliche Samm-
lungen müssten zumindest Papierverpackungen ausdrücklich aus-
nehmen, was wiederum zu unsinnigen parallelen Entsorgungssyste-
men für Druckerzeugnisse und Verpackungen aus Papier führen
würde.
3. Rechtlicher Rahmen gewerblicher Sammlungen
Den Maßstab zur Beurteilung der Zulässigkeit gewerblicher Samm-
lungen bildet § 13 Abs. 3 S. 1 Nr. 3 KrW-/AbfG. Die Qualifizierung von
Altpapier als Abfall im Sinne der genannten Vorschrift ist weitestge-
hend unbestritten. Vereinzelt geäußerte Bedenken, ob die verschiede-
nen gewerblichen Geschäftsmodelle überhaupt als „Sammlung“ im
Sinne der genannten Vorschrift zu qualifizieren sind, finden in der
Rechtsprechung keinen Anklang. Die Judikatur fordert zwar, dass eine
gewerbliche Sammlung vor Beginn dem öffentlich-rechtlichen Ent-
sorgungsträger angezeigt und die ordnungsgemäße und schadlose
Verwertung nachgewiesen wird. Die formelle Rechtswidrigkeit einer
gewerblichen Sammlung wegen Verstoßes gegen die Anzeige- und
Nachweispflicht wird jedoch nicht als Grund einer Untersagung aner-
kannt und kann zudem leicht geheilt werden. Auch die nach zutref-
fender Auffassung unzulässige Drittbeauftragung im Rahmen der
Eigenverwertung gemäß § 13 Abs. 1 S. 1 KrW-/AbfG spielt in der bis-
herigen Rechtsprechung zu gewerblichen Sammlungen keine große
Rolle.
Das zentrale Zulässigkeits-Kriterium besteht daher im „entgegenste-
henden überwiegenden öffentlichen Interesse“ . Inwieweit so genann-
te fiskalische Interessen der betroffenen Kommunen (Stabilisierung
der Abfallgebühren) eine Untersagung durch die zuständige Abfall-
behörde rechtfertigen, wird von der Rechtsprechung unterschiedlich
beurteilt. Die Entscheidungen für und gegen die Kommunen hielten
sich bisher in etwa die Waage. Einigkeit besteht grundsätzlich dahin-
gehend, dass ein entgegenstehendes öffentliches Interesse ein sol-
ches aus dem Regelungsbereich des KrW/AbfG sein muss. Präkludiert
sind aufgrund dieser strengen Anforderungen der Rechtsprechung
Überlegungen zur Vereinbarkeit gewerblicher Sammlungen mit dem
gebührenrechtlichen Grundsatz der Sparsamkeit und mit dem Gemein-
gebrauch des öffentlichen Straßenraums durch Sammelbehälter.
Als abfallrechtsspezifisches öffentliches Interesse rechtfertigt jedoch
grundsätzlich eine Gefährdung der Funktionsfähigkeit der öffentlich-
rechtlichen Entsorgung die Untersagung gewerblicher Sammlungen.
Insofern haben die betroffenen Kommunen jedoch erhebliche Darle-
gungs- und Beweisprobleme, auf die noch einzugehen ist.
Ebenfalls nur im Grundsatz erkennt die Rechtsprechung Vorgaben des
Verpackungsrechts als relevante öffentliche Interessen an. Da ge-
werbliche Sammlungen weder duale Systeme noch von diesen beauf-
tragt sind, verstoßen sie mit der Sammlung von Papierverpackungen
gegen Verpackungsrecht. Diesen als „Fehlwürfe“ umschriebenen
Rechtsverstoß erkennt die Rechtsprechung jedoch genauso wenig als
Untersagungsgrund an wie den Verstoß gegen verbindliche System-
abstimmungen zwischen dualem System und öffentlich-rechtlichem
Entsorgungsträger.
Nur hinsichtlich der Geschäftsmodelle kommerzieller Entsorgungs-
unternehmen, die mit gemeinnützigen Vereinigungen zusammenar-
beiten, um in den Genuss der Privilegierung gemeinnütziger Samm-
lungen gemäß § 13 Abs. 3 S. 1 Nr. 2 KrW-/AbfG zu kommen, sehen
sich die Kommunen durch eine neuere Entscheidung des Bundes-
verwaltungsgerichts gestärkt, mit der das Gericht die bisherige
Rechtsprechung bestätigt, nach der nur mittelbar gemeinnützigen
Zwecken dienende Sammlungen untersagt werden können. In sei-
nem Beschluss vom 19.12.2007 (7 B 55.07) führt das BVerwG (nicht
entscheidungstragend) aus, dass es entscheidend darauf ankommt,
in wessen Regie die Sammlung erfolgt und wer unmittelbar die Er-
löse aus der Vermarktung des Altpapiers erzielt. Angesichts der zu-
nehmend großzügigen Rechtsprechung gegenüber gewerblichen
Sammlungen auch ohne Gemeinnützigkeitsstatus ist dies für die
betroffenen Kommunen jedoch ein schwacher Trost.
4. Neuere obergerichtliche Rechtsprechung
Schon bisher reichten bloße Befürchtungen oder allgemeine, wenn
auch zutreffende,abfallpolitische Erwägungen als Begründung einer
Untersagungsverfügung nicht aus.
Eine Reihe von erstinstanzlichen und obergerichtlichen Entschei-
dungen, die seit Ende des letzten Jahres ergangen sind, haben die
Anforderungen an ein „entgegenstehendes überwiegendes öffentli-
ches Interesse“ jedoch so verschärft, dass sie von den darlegungs-
und substanziierungspflichtigen Kommunen in der Praxis nicht mehr
erfüllt werden können. Hervorzuheben sind die Beschlüsse des OVG
 AWM GB JA 2007 S.1-32 | S und M  13.05.2008  14:49 Uhr  Seite 27

28 | Geschäftsbericht 2007 | Jahresabschluss
Saubere Lösung
Lüneburg vom 24.01.2008 (7 ME 192/07 und 7 ME 193/07) und des
VGH Baden-Württemberg vom 11.02.2008 (10 S 2422/07).
Das OVG Lüneburg geht auf die von der Vorinstanz anerkannte Ge-
fahr wilder Müllablagerungen und illegaler Entsorgungen als Folge
von Gebührenerhöhungen nicht ein, sondern sieht die Funktions-
fähigkeit der öffentlich-rechtlichen Entsorgung erst in Gefahr, wenn
die Privathaushalte von der Höhe der Abfallgebühren überfordert
sind.
Dass die bisherige Bündelsammlung mangels Rentabilität eingestellt
werden muss, gehöre zum Betriebsrisiko des von der Kommune be-
auftragten Unternehmens und führe daher zu keinem anderen Er-
gebnis. Auch das Interesse der Kommunen an der Erfüllung ihrer ver-
traglichen Beziehungen zu Entsorgungsunternehmen sowie ihr
Interesse an der Einhaltung von Abstimmungsvereinbarungen mit
dualen Systemen der Verpackungsentsorgung berechtigt nach Auffas-
sung des OVG nicht zur Untersagung gewerblicher Sammlungen. Die
Vorinstanz hatte noch davor gewarnt, dass die gewerbliche Samm-
lung keinen vertraglichen Verpflichtungen unterliegt und ihre Arbeit,
etwa bei fallenden Altpapierpreisen, jederzeit wieder einstellen kann.
Nach Auffassung der OVG-Richter rechtfertigt diese Gefahr jedoch
nicht die Untersagung gewerblicher Sammlungen. Insoweit wird den
Kommunen ausdrücklich eine Reserve- beziehungsweise Auffang-
funktion zugeschrieben.
Der Beschluss des VGH Baden-Württemberg vom 11.02.2008 liegt auf
einer Linie mit der genannten Entscheidung des OVG Niedersachsen
und geht zum Teil noch darüber hinaus: Dass den öffentlich-recht-
lichen Entsorgungsträgern vor allem der lukrative Teil des zu verwer-
tenden Abfalls entzogen wird, habe der Gesetzgeber in Kauf genom-
men und den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern insofern eine
Auffangverantwortung zugewiesen. Die Kommunen werden ver-
pflichtet, die Infrastruktur zur Erfassung von Altpapier auch dann vor-
zuhalten, wenn eine gewerbliche Sammlung diese Aufgabe wahr-
nimmt. Im Ergebnis werden so die Gebührenschuldner verpflichtet,
eine nicht mehr benötigte Infrastruktur zu finanzieren. Zudem redu-
ziert das Gericht das Interesse an niedrigen Abfallgebühren auf ein
Privatinteresse der Gebührenschuldner beziehungsweise ein Interesse
der Kommunen am Schutz vor unliebsamer Konkurrenz. 
5. Schlussfolgerungen aus der neueren Rechtsprechung
Auch wenn eine höchstrichterliche Entscheidung noch aussteht und
sich die Rechtskraft der neueren, im Eilverfahren ergangenen Be-
schlüsse auf die Entscheidung über den Sofortvollzug beschränkt, ist
eine eindeutige Tendenz zur grundsätzlichen Zulässigkeit gewerb-
licher Sammlungen erkennbar. Die kommunalen Spitzenverbände
können daher Kommunen, deren Entsorgungskonzept sich mit ge-
werblichen Sammlungen nicht vereinbaren lässt, grundsätzlich nicht
empfehlen, gerichtlich dagegen vorzugehen. Vielmehr muss betroffe-
nen Kommunen, die gewerblichen Altpapiersammlungen in ihrem
Entsorgungsgebiet vorbeugen wollen, empfohlen werden, selber
Altpapiersammelbehälter zur haushaltsnahen Erfassung zur Verfü-
gung zu stellen. Von einer Fremdvergabe ist abzuraten, da sich die
Kommunen so ihrer Reaktionsmöglichkeiten auf gewerbliche Kon-
kurrenz begeben und zudem befürchten müssen, dass ihr Auftrag-
nehmer nach Vertragsende die Sammlung eigenmächtig weiterführt.
Zudem wird eine Ausschreibung durch die Ungewissheit über die
zukünftige Mengenentwicklung erschwert.
Da die de facto-Marktfreigabe durch die Gerichte nicht nur zulasten,
sondern auch zugunsten der Kommunen gilt, können diese grund-
sätzlich auch als Reaktion auf die Konkurrenz durch eine gewerbliche
Sammlung nachträglich die blaue Tonne selbst einführen. Von den
zum Teil strengen landesrechtlichen Voraussetzungen der wirtschaft-
lichen Betätigung von Kommunen ist die Abfallwirtschaft insoweit
ausgenommen. Als flankierende Maßnahme ist es hilfreich, den
Bürgern im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit den Zusammenhang
zwischen der Abfallgebührenhöhe und der Menge des durch die
Kommune gesammelten Altpapiers deutlich zu machen, solange die
wettbewerbsrechtliche Grenze des Aufrufs zum Boykott gewerblicher
Sammlungen nicht überschritten wird.
Die kommunalen Spitzenverbände halten jedoch ein entschiedenes
Gegensteuern des Gesetzgebers für sinnvoller als die Teilnahme der
Kommunen an einem weitgehend unkontrollierten und auf der Ebene
der Sammlung auch unsinnigen Wettbewerb. Die neuere obergericht-
liche Rechtsprechung trägt den geschilderten volkswirtschaftlichen,
sozialen und ökologischen Folgen einer unkontrollierten Zunahme
gewerblicher Sammlungen nicht ausreichend Rechnung. Die entwik-
kelten Anforderungen an den Nachweis überwiegender öffentlicher
Interessen sind überzogen.
Verlangt wird der in der Praxis kaum zu führende Nachweis existen-
zieller Gefahren für die öffentlich-rechtliche Entsorgung durch einzel-
ne gewerbliche Sammlungen.
Dabei gerät die allgemeine Gefahr für die geordnete Entsorgung aus
dem Blickfeld, die sich daraus ergibt, dass privaten Entsorgungsunter-
nehmen der Zugriff auf einzelne wirtschaftlich attraktive Stoffströme
erlaubt wird. Im Ergebnis wird das gesetzgeberische Konzept, nach
dem für die Entsorgung von Haushaltsabfällen grundsätzlich die
öffentlich-rechtlichen Entsorger zuständig sind, auf den Kopf gestellt.
Die neuere obergerichtliche Rechtsprechung kommt einer Privatisie-
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Geschäftsbericht 2007 | Jahresabschluss | 29 
Saubere Lösung
rung der Altpapiersammlung durch die Hintertür gleich.
Auch dass die Rechtsprechung den Kommunen nunmehr ausdrük-
klich eine Auffangfunktion für Stoffströme zuweist, mit denen die
Privatwirtschaft keine Gewinne (mehr) erzielen kann, ist eine offen-
kundige Fehlentwicklung. Der Gesetzgeber muss daher dringend
handeln, um der schleichenden Aushöhlung der kommunalen Ent-
sorgungshoheit Einhalt zu gebieten. Durch eine Ergänzung in § 13
Abs. 3 S. 1 Nr. 3 KrW-/AbfG ist sicherzustellen, dass gewerbliche
Sammlungen nur mit Zustimmung des betroffenen öffentlich-recht-
lichen Entsorgungsträgers zulässig sind.
Die Papiererfassung der AWM in Münster wird als er-
zeugernahe Sammlung über die gebührenfreie „Blaue
Tonne“ für Haushalte und Gewerbebetriebe sowie als
dezentrale Sammlung über Großcontainer auf den
AWM-Recyclinghöfen unter dem Regime der kommuna-
len Abfallsatzung praktiziert.
Depotcontainer- oder Bündelsammlungen existieren in
Münster nicht. Daher ist die Gefahr paralleler haus-
haltsnaher Erfassungssysteme aktuell eher als gering
einzustufen.
Gleichwohl ist die gesamte Marktsituation angesichts
der hohen Verwertungserlöse und des daraus resultie-
renden großen Drucks privater Entsorgungsunterneh-
men auf die kommunalen Sammlungssysteme mit
hoher Aufmerksamkeit zu beobachten.
Die Verkaufsverpackungen aus Papier werden über
Mitbenutzungsvereinbarungen zwischen öffentlich-
rechtlichen Entsorgungsträgern und dem Dualen
System geregelt. In der Praxis erhalten die Betriebe und
Unternehmen der kommunalen Abfallwirtschaft ent-
sprechend der ermittelten Verpackungsanteile aus
Papier Mitbenutzungsentgelte – im wesentlichen von
der DSD GmbH als größtem freigestellten System, aber
auch von den übrigen von den jeweiligen Länderum-
weltministerien freigestellten Systembetreibern (in NRW
momentan Interseroh, Landbell, Eko-Punkt, Belland-
Vision, Redual und VfW).
Der VKS im VKU hat mit Schreiben vom 13.03.2008
seine Mitglieder über den aktuellen Verhandlungsstand
wie folgt informiert:
Vertragsentwurf der DSD GmbH über die Entsorgung
der PPK-Verkaufsverpackungen 
Sehr geehrte Damen und Herren, 
mit E-mail vom 27. Februar 2008 hatten wir Sie darüber informiert,
dass die DSD GmbH offensichtlich beabsichtigt, die bisherigen so ge-
nannten „vorläufigen Beauftragungen“ für die Sammlung und Ver-
wertung der PPK-Verkaufsverpackungen durch einen festen zweijähri-
gen Vertrag zu ersetzen. Ergänzend zu den mit oben genannter E-mail
übersandten Informationen ist auf Folgendes hinzuweisen: 
1. Zwar hatte die DSD GmbH gegenüber dem VKS im VKU grundsätz-
liche Gesprächsbereitschaft in Bezug auf den Vertragsentwurf signali-
siert und darauf hingewiesen, dass diesbezüglich keine Eile bestehe.
Zwischenzeitlich ist jedoch bekannt geworden, dass die DSD GmbH
ihr Vertragsangebot unmittelbar nach Ostern den einzelnen Vertrags-
partnern zur Unterschrift vorlegen wird. 
Auch soll bereits durch zumindest einen Vertreter der DSD GmbH
kommuniziert worden sein, dass der neue Vertrag mit den Verbänden
der Entsorgungswirtschaft ausverhandelt sei. Dies ist nicht zutref-
fend; der VKS im VKU hat gegenüber der DSD GmbH diesen Vertrag
weder akzeptiert noch irgendwelche Äußerungen getätigt, die auch
nur im geringsten auf ein Einverständnis in Bezug auf den Vertrags-
inhalt schließen lassen könnten. Ob die private Entsorgungswirtschaft
den Vertrag zeichnen wird, vermögen wir nach dem derzeitigen Stand
nicht zu beurteilen. 
2. Vielmehr kann aus Sicht des VKS im VKU eine Unterzeichnung des
Vertrages nur dann in Betracht kommen, wenn zuvor alle Zweifels-
fragen geklärt sind. Dies gilt sowohl im Hinblick auf das noch offene
Verhältnis zu den anderen Systembetreibern als auch – insbesondere
– in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit des Angebotes. 
a) Bei der Beurteilung der Auskömmlichkeit ist zu bedenken, dass die
DSD GmbH bereits im Rahmen der „vorläufigen Beauftragung“ zum
01.01.2008 eine 20 %ige Entgeltkürzung vorgenommen hat. Eine wei-
tere Kürzung um ca. 15 % aufgrund von „Lizenzmengenverände-
rungen“ hat die DSD GmbH bereits angekündigt. Im Rahmen des
jetzt vorgelegten Vertragsentwurfs fordert die DSD GmbH zusätzlich
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Saubere Lösung
30 | Geschäftsbericht 2007 | Jahresabschluss
eine Erlösbeteiligung in Höhe von 50 %. Insgesamt summieren sich
die Kürzungen gegenüber dem Stand von Ende 2007 auf 50 – 65 %
bzw. bis zu 1 € je Einwohner und Jahr. 
Bei der Auskömmlichkeitsprüfung wären ferner die Kosten für Sortie-
rung, Verpressung und Transport der Ballen zu berücksichtigen.
Darüber hinaus entstehen zumindest den öffentlich-rechtlichen Ent-
sorgungsträgern weitere Kosten für die Systemeinrichtung und -orga-
nisation. 
b) Im Vertrag nicht geregelt ist, wie die „DSD-Auftragsmenge“ zu be-
rechnen ist. Auf Nachfrage teilte die DSD GmbH dem VKS im VKU
mit, dass dies wie folgt geschehen soll: 
Gesamt-PPK-Sammelmenge des Vertragsgebietes x DSD-Masseanteil
gemäß INFA-Gutachten aus November 2003 
Das INFA-Gutachten ging seinerzeit davon aus, dass sich der Ge-
wichtsanteil der Verkaufsverpackungen auf 22 % – 27 % und der „DSD
zuzuordnenden Verpackungen“ auf ca. 11 % –17 % beläuft. Im Hin-
blick darauf, dass DSD von der Gesamtmenge nur noch den ihr zuste-
henden Lizenzmengenanteil bezahlen will, ist als Bezugsgröße aus-
schließlich die Gesamtmenge der Verkaufsverpackungen sachgerecht. 
Als „Gesamt-PPK-Sammelmenge des Vertragsgebietes“ soll grund-
sätzlich die Sammelmenge des Jahres 2003 herangezogen werden.
Diese hatte die DSD GmbH in den vergangenen Jahren bereits den
vorläufigen Beauftragungen zugrunde gelegt. Soweit im Einzelfall
gewünscht, ist die DSD GmbH jedoch auch bereit, die Sammelmen-
gen des Jahres 2006 oder 2007 heranzuziehen. 
3. Sofern das von der DSD GmbH vorgelegte Vertragsangebot nicht
unterzeichnet wird, besteht die Entsorgung der PPK-Verkaufsver-
packungen auf der Grundlage der „vorläufigen Beauftragung“ (und
teilweise auch ohne vertragliche Grundlage) (zunächst) fort. Dabei
würde DSD zunächst die weitere Kürzung auf Grund der Lizenzmengen-
veränderung um ca. 15 % durchsetzen. Es kann nicht ausgeschlossen
werden, dass DSD in einem solchen Fall darüber hinaus die „vorläufi-
ge Beauftragung“ kündigt und eine neue mit dem Inhalt des jetzt
vorgelegten Vertrages oder noch schlechteren Konditionen vorlegen
wird. Kommt eine neue Vereinbarung dann nicht zustande, stellt sich
die Frage der Flächendeckung im jeweiligen Bundesland. Auch käme
das von der 5. Novelle der Verpackungsverordnung den Systembetrei-
bern zwingend vorgeschriebene Mengenclearing in der „Gemeinsam-
en Stelle“ wohl nicht zustande. 
Der VKS im VKU wird diese Angelegenheit weiter verfolgen. Hierbei
wird ein gemeinsames Vorgehen mit den kommunalen Spitzenver-
bänden angestrebt. Über neue Erkenntnisse werden wir Sie unver-
züglich informieren. 
Zu Ihrer weiteren Information haben wir diesem Schreiben als Anlage
ein Rundschreiben des Deutschen Landkreistages vom 06. März 2008
an dessen Mitglieder beigefügt, dem Sie die – mit der Einschätzung
des VKS im VKU übereinstimmende – Position des DLT entnehmen
können.
Die DSD GmbH zeichnet sich in ihren vertraglichen Ver-
einbarungen mit den kommunalen Systembetreibern
durch eine äußerst befremdliche Verhandlungskultur
aus, die jetzt zahlreiche Städte in NRW dazu bewogen
hat, sich dem sehr einseitigen Preisdiktat der DSD
GmbH zulasten der gebührenzahlenden Bürger nicht
länger tatenlos auszuliefern.
Einerseits
wird über Informationen der Bundes- und
Landespolitik aus den betroffenen Städten verstärkt auf
die kommunalen Probleme mit DSD hingewiesen.
Ander
erseits haben sich aktuell mehrere kommunale
Entsorgungsunternehmen aus NRW (neben Münster
aus den Städte Herne, Bochum, Solingen, Wuppertal,
Leverkusen, Bergisch Gladbach, Remscheid, Bottrop,
Wesel, Duisburg, Gelsenkirchen, Dinslaken, Kleve,
Dortmund, Essen, Gladbeck, Kamp-Lintfort, Köln,
Bocholt sowie den Kreisen Ennepe-Ruhr und Reckling-
hausen, der Region Aachen sowie der VKS im VKU -
Vorstand der Landesgruppe NRW) entschieden, grund-
sätzliche Fragen zur weiteren Verfahrensweise mit der
DSD-GmbH von zwei renommierten Rechtsanwalts-
kanzleien bis Ende 05/2008 prüfen und beurteilen zu
lassen, um die gemeinsamen Interessen im Bereich der
PPK-Sammlung insbesondere gegenüber den dualen
Systemen besser vertreten bzw. durchsetzen zu kön-
nen.
In allen beteiligten Kommunen wurden wie in Münster
bereits vor langer Zeit eigene Papiersammlungen ein-
gerichtet, teilweise werden sie von den örE direkt, teil-
weise von kommunalen Gesellschaften durchgeführt.
Die Kosten, die dieses Sammelsystem verursacht und
die nicht über die Papiererlöse gedeckt sind, werden
zum einen über die Abfallgebühren ausgeglichen, zum
 AWM GB JA 2007 S.1-32 | S und M  13.05.2008  14:49 Uhr  Seite 30

Geschäftsbericht 2007 | Jahresabschluss | 31 
Saubere Lösung
anderen erhält der kommunale Entsorger für die Miter-
fassung des Anteils an Verkaufsverpackungen aus PPK
von den verschiedenen Systembetreibern ein Entgelt.
Bislang sind folgende Systembetreiber in NRW festge-
stellt:
- Duales System Deutschland GmbH (DSD)
- Interseroh GmbH
- Landbell GmbH
- Belland Vision GmbH 
- Redual GmbH
- Zentek GmbH
- EKO-Punkt GmbH
- VfW GmbH
Mit den v. g. Systembetreibern wurden i. d. R. einheitli-
che Verträge über die Mitbenutzung abgeschlossen.
Umfangreiche Erörterungen haben dazu geführt, dass
Vertragsregelungen und Entgelte vereinbart werden
konnten, die einen konsensfähigen Kompromiss dar-
stellen und den Interessen beider Vertragsparteien
gerecht werden.
Bislang keine Einigung konnte mit den Systembetrei-
bern DSD GmbH und z. T. mit EKO-Punkt GmbH erzielt
werden.
Insbesondere die DSD GmbH setzt wenig auf Verhand-
lungen, sondern diktiert auf Grund ihrer Marktmacht
die Regeln und die Höhe der Entgelte. Über das Instru-
ment einer vorläufigen Beauftragung (zu weiteren Re-
gelungen ist es in den letzten Jahren nie gekommen)
setzt sie die Bedingungen und den Preis und gibt als
Alternative nur die Möglichkeit zum Ausstieg aus der
Miterfassung der Verpackungsmaterialien, verbunden
mit dem Verzicht auf jegliches Entgelt. Gleichzeitig
kündigt DSD unter Hinweis auf den Anstieg der Papier-
erlöse bereits heute an, die Entgelte in 2008 erneut –
und zwar in erheblichem Umfang – zu reduzieren.
Gemäß § 6 Abs. 3 Satz 7 der Verpackungsverordnung
sind die Belange der örE bei der Abstimmung besonders
zu berücksichtigen; nach Satz 8 dieser Bestimmung
kann der örE von den Systembetreibern sogar die Mit-
benutzung der vorhandenen Sammel- und Sortierein-
richtungen gegen ein angemessenes Entgelt verlangen.
Welches Entgelt als angemessen zu vereinbaren ist,
hängt sicherlich von den örtlichen Gegebenheiten ab
und muss im Konsens zwischen zwei gleichberechtig-
ten Vertragsparteien verabredet werden, siehe auch
Beschluss OVG Düsseldorf vom 5. Juli 2007 gegen die
Stadt Remscheid, Aktz. 20 A 2070/06, 17 K 1790/05
Düsseldorf.
Leider hat es der Gesetzgeber versäumt, in der Ver-
packungsverordnung zu regeln, wie vorzugehen ist,
wenn keine Einigung erzielt wird.
Das v. g. Rechtsgutachten soll hier sowohl die grund-
sätzlichen Fragen der Mitbenutzungsrechte der dualen
Systeme an den bestehenden kommunalen Erfassungs-
systemen als auch die Festlegung angemessener Mit-
benutzungsentgelte differenziert klären.
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Saubere Lösung
32 | Geschäftsbericht 2007 | Jahresabschluss
III. Ertragslage
Der von den AWM erwirtschaftete Jahresüberschuss be-
trägt 489.909,16 €, der in Höhe von 278 T€ aus dem
Unterschied zwischen den gesetzlichen Grundlagen der
Gebührenkalkulation und den Ansätzen der Handels-
bilanz, in Höhe von 10 T€ aus Überschüssen im DSD-
Bereich sowie in Höhe von rund 202 T€ aus Erträgen von
Anlageabgängen resultiert. 
Die Gesamterlössituation hat sich im Vergleich zum Vor-
jahr um 102 T€ (0,22 %) verbessert. Die Erlössteigerung
im Bereich der Umsatzerlöse in Höhe 2.048 T€ ist in erster
Linie auf die Gebührenerhöhung in 2007 sowie auf Um-
satzsteigerungen im Bereich der Nebengeschäfte durch
die positive Preisentwicklung auf dem Altpapiermarkt
zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge
sind in der Vergleichsbetrachtung zum Vorjahr um 1.937
T€ gesunken. Im Wesentlichen ist dies auf eine entspre-
chend geringere Auflösung von Rückstellungen aus Ge-
bührenüberschüssen zurückzuführen.
Die betriebsbedingten Aufwendungen stiegen in 2007
um 490 T€ (1,08 %). Zu benennen ist im Wesentlichen
die Zuführung in die Rückstellung für die Sanierung der
ZDM I in Höhe von 500 T€ (sonstige betriebliche Auf-
wendungen) sowie die Zuführung in die Rückstellung
für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe von 600 T€
(Aufwendungen für bezogene Leistungen) zu. 
Die Personalaufwendungen sanken um 229 T€ (1,64 %).
Ursächlich hierfür ist hauptsächlich die Reduzierung von
Sozialversicherungsbeiträgen und im geringen Umfang
die Umsetzung des TVÖD.
Die Abschreibungen reduzierten sich im Vergleich zum
Vorjahr um 222 T€ (5,58%), da die ZDM II 1. und 2. BA
nebst deren Nebenanlagen per 31.12.2006 nur noch
geringe Restbuchwerte auswiesen, die in 2007 vollstän-
dig abgeschrieben wurden. Auch das Abschreibungs-
volumen unterschreitende Investitionsvolumen ist ein
Grund für die gesunkene Abschreibungsquote.
Die Zinsaufwendungen konnten durch vorzeitig getilgte
Darlehn um rd. 50 T€ (23,22 %) gesenkt und die Zinser-
träge aufgrund der positiven Zinsentwicklung und
durchschnittlich höherer Anlagebeträge im Vergleich
zum Vorjahr um 251 T€ (45,58 %) erhöht werden. 
IV. Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um
2.160 T€ (2,71 %) verkürzt. Die Verkürzung der Bilanz-
summe resultiert auf der Aktivseite aus der Verringe-
rung des Anlagevermögens in Höhe von 966 T€, des
Forderungsbestandes in Höhe von 2.170 T€ sowie der
Vorräte in Höhe von 56 T€. Der Kassenbestand und die
Guthaben bei Kreditinstituten konnten um 1.031 T€
erhöht werden. Auf der Passivseite der Bilanz erhöhte
sich das Eigenkapital um 478 T€. Die Rücklagen der AWM
erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um die Gewinn-
zuführung des Jahres 2006. Des Weiteren konnte der
Jahresüberschuss im Vergleich zum Vorjahr um 214 T€
erhöht werden. 
Die Verringerung der Bilanzsumme resultiert auf der
Passivseite der Bilanz vornehmlich aus um 2.695 T€
geringeren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinsti-
tuten. Die Abnahme lässt sich mit der Tilgung von
mehreren Darlehn im Wirtschaftsjahr begründen.
Mit der Stadt Münster besteht seit Januar 2003 eine
sogenannte Cash-Pool-Management-Vereinbarung,
mittels derer die Liquiditätsströme der Stadt und ihrer
Beteiligungen optimiert werden. Im Rahmen dieser
Vereinbarung wurde den AWM ein unverändertes
Kassenkreditvolumen von 500 T€ eingeräumt.
Die Gesamtinvestitionen lagen im Jahr 2007 bei 2.897 T€.
Davon wurden 817 T€ in Anlagen der Stadtreinigung,
1.653 T€ in Anlagen der Abfallwirtschaft und 40 T€ in
Grundstücke mit Betriebs- und anderen Bauten inve-
stiert. Der verbleibende Anteil in Höhe von 387 T€ ent-
fällt auf Betriebs- und Geschäftsausstattung und imma-
terielle Vermögensgegenstände sowie in Höhe von 
127 T€ auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im
Bau. Die vorgenannten Investitionen wurden aus eige-
nen Mitteln finanziert.
Die Stabilität und Liquidität der AWM ist bei einer An-
lagendeckung von 216 % vollständig durch mittel- und
langfristig zur Verfügung stehendes Eigenkapital und
Fremdkapital finanziert. Auch die Anlagendeckung
 AWM GB JA 2007 S.1-32 | S und M  13.05.2008  14:49 Uhr  Seite 32

durch Eigenkapital weist mit 26,3 % einen relativ hohen
Wert auf. 
Die Liquidität II (kurzfristige Liquidität) beträgt am
Bilanzstichtag 15.421 T€ und weist damit weiterhin
eine hohe Überdeckung auf.
Das kurzfristige realisierbare Schuldendeckungspoten-
tial deckt in vollem Umfang das kurzfristige Fremd-
kapital. Die Eigenkapitalquote beträgt – ohne Betrach-
tung des Sonderpostens aus DSD-Überschüssen – zum
Bilanzstichtag 11,0 %, die kurzfristige Fremdkapital-
quote 10,0 %.
Die AWM waren und sind jederzeit in der Lage, ihren
finanziellen Verpflichtungen nachkommen zu können.
V. Nachtragsbericht
Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach
dem Schluss des Wirtschaftsjahres 2007 eingetreten,
die eine Auswirkung auf die im Jahresabschluss darge-
stellte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Geschäftsbericht 2007 | Jahresabschluss | 33 
Saubere Lösung
 AWM GB JA 2007 S.1-32 | S und M  13.05.2008  14:49 Uhr  Seite 33

VI. Risikomanagement
Um bestehenden und möglichen Risiken für das Unter-
nehmen frühzeitig und wirksam begegnen zu können,
haben die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster im Jahr
2001 ein Risikomanagementsystem eingeführt. Dieses
entspricht den Maßgaben des am 01. Mai 1998 in Kraft
getretenen Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im
Unternehmensbereich (KonTraG) sowie dem § 10 der mit
Wirkung vom 24.11.2004 in Kraft getretenen EigVO NRW.
Das Risikomanagement bei den AWM vollzieht sich in
drei aufeinander aufbauenden Abschnitten, der Risiko-
inventur, der Risikobewertung und der Risikofrüherken-
nung und -handhabung.
Zur Risikofrüherkennung wurden Kennzahlen definiert
und Toleranzgrenzen festgelegt. Eine Schwellenwert-
überschreitung ist in allen Fällen zurzeit nicht zu
befürchten. Alle erkannten Risiken für das Unternehmen
werden kontinuierlich beobachtet und bewertet. Der
Risikobericht 2007/2008 ist erstellt. 
Als wesentliche Risiken wurden identifiziert:
- Änderung der Politik;
- Änderung der Wettbewerbssituation;
- Änderung der Rechtslage;
- Strategische Ausrichtung geht nicht konform mit
Rahmenbedingungen;
- Es findet keine Marktbeobachtung statt;
- Es liegt kein Leistungs- und Produkt-Portfolio vor;
- Dienstleistungsvertrag enthält Rechtsfehler;
- Es kommt zu Haftpflichtschäden über 26 Mio. € 
Versicherungssumme;
- Nicht versicherte Schäden auf dem Betriebshof;
- Erstellung/Fortschreibung Abfallwirtschaftskonzept
(AWK)/Abfallwirtschaftsplan (AWP);
- Umsetzung des Abfallwirtschaftkonzeptes;
- Korruption und Unterschlagung.
Um mögliche aus den Risiken resultierende Schäden zu
vermeiden, zu verringern oder zu kompensieren, sind
geeignete Vorsorgemaßnahmen getroffen worden
VII. Prognosebericht
Ausgangspunkt einer systematischen Beschäftigung
mit dem Thema Qualität in der Leistungserbringung
war 1997 die erstmalig durchgeführte Zertifizierung
nach der Entsorgungsfachbetriebsverordnung. Das
Zertifikat ist gültig bis zum 10. März 2009. 
In 2002 kam die Zertifizierung nach dem Qualitäts-
managementsystem DIN EN ISO 9001:2000 hinzu.
2005 wurde des Weiteren die Zertifizierung nach dem
Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001:2004
vorgenommen. Durch diese Zertifizierungssysteme
werden die Unternehmensprozesse der AWM mit der
Zielsetzung einer hohen qualitativen Leistungserbrin-
gung kontinuierlich einer objektiven Prüfung unterzo-
gen. Das Zertifikat für das Qualitäts- und Umweltma-
nagementsystem ist gültig bis zum 10. Oktober 2010.
Um den Arbeits- und Gesundheitsrisiken dauerhaft ent-
gegenzuwirken sowie die Leistungen auf dem Gebiet
der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes
kontinuierlich zu verbessern und auch rechtssicher zu
dokumentieren, wurde als vorerst letzter Baustein 
eines integrierten Managementsystems das Arbeits-
schutzmanagementsystem eingeführt. Die Erstaus-
stellung des Zertifikats gemäß OHSAS 18001 datiert
vom 12.09.2006. Die Rezertifizierung erfolgte im
Oktober 2007 und ist gültig bis zum 30. Juni 2009.
Neben den gebührenfinanzierten Betriebsbereichen
haben die gewerblichen Geschäftsfelder der AWM eine
finanziell und prozessual unterstützende Funktion: Sie
tragen zur Minderung der Gebührenlasten im Bereich
der privaten Haushalte bei. Gewerbliche Dienstleis-
tungen in der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung
müssen sich daher an ihrem wirtschaftlichen Erfolg
und ihrem Potential, das hoheitliche Geschäft zu stüt-
zen, messen lassen, wobei (Markt-) Chancen und Risiken
angemessen abgewogen werden.
Um langfristige Effekte auf die Entwicklung der Abfall-
und Straßenreinigungsgebühren einschätzen zu können,
wird mit dem Wirtschaftsplan der AWM eine mindestens
34 | Geschäftsbericht 2007 | Jahresabschluss
Saubere Lösung
 AWM GB JA 2007 S.1-32 | S und M  13.05.2008  14:49 Uhr  Seite 34

fünfjährige Vorausschau aufgestellt. 
Die AWM sind sich in allen Dienstleistungsbereichen
und Arbeitsprozessen ihrer umweltpolitischen und
sozialen Verantwortung als öffentliches Unternehmen
bewusst.
Münster, den 31. März 2008
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Patrick Hasenkamp
Geschäftsbericht 2007 | Jahresabschluss | 35
Saubere Lösung
 AWM GB JA 2007 S.1-32 | S und M  13.05.2008  14:49 Uhr  Seite 35

Bestätigungsvermerk der 
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben
wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz,
Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter
Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht
der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster, Münster, für das
Wirtschaftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007
geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahres-
abschluss und Lagebericht nach den deutschen han-
delsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden lan-
desrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwor-
tung der Betriebsleitung der eigenbetriebsähnlichen
Einrichtung. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage
der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung
über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buch-
führung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317
HGB und § 106 GO NRW unter Beachtung der vom Insti-
tut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deut-
schen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen
und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße,
die sich auf die Darstellung des durch den Jahresab-
schluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmä-
ßiger Buchführung und durch den Lagebericht ver-
mittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertrags-
lage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicher-
heit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungs-
handlungen werden die Kenntnisse über die Geschäfts-
tätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche
Umfeld der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung sowie
die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt.
Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des
rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems
sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung,
Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der
Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst
die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrund-
sätze und der wesentlichen Einschätzungen der Be-
triebsleitung der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung
sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahres-
abschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auf-
fassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere
Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung
gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresab-
schluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt
unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen ent-
sprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertrags-
lage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung. Der Lage-
bericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, ver-
mittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zu-
treffend dar."
Essen, 5. Mai 2008
Ernst & Young AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Mutig 
Wirtschaftsprüfer 
Janzen
Wirtschaftsprüfer
36 | Geschäftsbericht 2007 | Jahresabschluss
Saubere Lösung
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Beschlussvorlage

4206 Zeichen

V/0335/2008 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Feststellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der AWM für das Wirtschaftsjahr 2007 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
04.06.2008 Werksausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe Vorberatung 
17.06.2008 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung 
18.06.2008 Hauptausschuss Vorberatung 
18.06.2008 Rat Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der in der Anlage beigefügte Jahresabschluss der AWM für das Geschäftsjahr 2007 (Bilanz, 
GuV und Anhang) wird festgestellt. 
 
2.   Der Lagebericht (Anlage) wird zur Kenntnis genommen. 
 
3.   Der von den AWM erwirtschaftete Jahresüberschuss beträgt 489.909,16 €.  
      Davon werden 
• der allgemeinen Rücklage  230.288,36 € 
• dem allgemeinen Haushalt 250.000,00 € 
• dem SOPO aus DSD-Überschüssen 9.620,80 € 
  
      zugeführt. 
 
4.   Dem Werksausschuss wird für das Wirtschaftsjahr 2007 Entlastung erteilt. 
 
Begründung: 
 
Die Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Essen hat im Auftrag der AWM mit Zu-
stimmung der Gemeindeprüfungsanstalt Nordrhein-Westfalen den Jahresabschluss und den La-
gebericht des Wirtschaftsjahres 2007 geprüft. Die geprüften Unterlagen sind gem. § 14 der Be-
triebssatzung dem Werksauschuss und dem Rat vorzulegen. 
Vorlagen-Nr.: 
V/0335/2008 
Auskunft erteilt: 
Frau Eichwald 
Ruf: 
60 52 43 
E-Mail: 
Eichwald@awm.stadt-muenster.de  
Datum: 
02.05.2008 
Öffentliche Beschlussvorlage

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V/0335/2008 
 
1.   Jahresabschluss 2007 
 
 Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2.160 T€ verkürzt. 
 
 
 Die Umsatzerlöse 2007 betrugen insgesamt rd. 44.011 T€ 
       
      Davon entfielen auf die 
 
 Abfallwirtschaft 
• Abfallabfuhr 29.227 T€ 
• Abfalldeponierung/-verwertung 2.682 T€  
• Problemabfälle                                                                                     74 T€  
• DSD-Bereich 2.141 T€ 
 
 Stadtreinigung 4.277 T€ 
      Winterdienst                                                                                             978 T€ 
          
 Nebengeschäfte 4.632 T€ 
 
 Der Jahresüberschuss in  Höhe von 489.909,16 € resultiert in Höhe von 278.138,85 € aus dem 
Unterschied zwischen den gesetzlichen Grundlagen der Gebührenkalkulation und den Ansät-
zen der Handelsbilanz, in Höhe von 9.620,80 € aus dem Überschuss im DSD-Bereich sowie in 
Höhe von 202.149,51 € aus Erträgen von Anlageabgängen. 
 
 Die Gesamtinvestitionen lagen im Jahr 2007 bei 2.897 T€. Davon wurden 817 T€ in Anlagen 
der Stadtreinigung, 1.653 T€ in Anlagen der Abfallwirtschaft und 40 T€ in Grundstücke mit Be-
triebs- und anderen Bauten investiert. Der Rest in Höhe von 260 T€  entfällt auf Betriebs- und 
Geschäftsausstattung und immaterielle Vermögensgegenstände sowie in Höhe von 127 T€ auf 
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau. 
 
      Gemäß § 4 der EigVO wird dem Werksausschuss für das Wirtschaftsjahr 2007 Entlastung  
      erteilt. 
 
 Die Entlastung der Werksleitung erfolgt gemäß § 5 Abs. 5 Satz 2 EigVO  vom 16. November 
2004 durch den Werksausschuss. Hiermit wird sich der Werksausschuss in seiner nächsten 
planmäßigen Sitzung befassen. 
 
2. Lagebericht 
 
 Zum Lagebericht wurde seitens der Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft festge-
stellt, dass dieser entsprechend § 25 EigVO aufgestellt worden ist, im Einklang mit dem Jah-
resabschluss steht und die sonstigen Angaben im Lagebericht keine falsche Vorstellung von 
der Lage des Eigenbetriebes erwecken. 
 
3.  Prüfungsergebnis 
 
 Die Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erteilt den AWM für das Wirtschaftsjahr 
2007 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. 
 
Die weiteren Einzelheiten zum Jahresabschluss 2007 können den beigefügten Unterlagen entnom-
men werden.

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V/0335/2008 
Darüber hinaus werden die Abschlussergebnisse vom Prüfungsleiter der Ernst & Young AG Wirt-
schaftsprüfungsgesellschaft in der Werksaussc husssitzung am 04.06.2008 im Rahmen einer Jah-
resabschlussbesprechung im Einzelnen erläutert. 
 
 
I. V. 
 
gez. 
 
Bickeböller 
Stadtkämmerin 
 
Anlagen: 
Jahresabschluss der AWM (Bilanz, GuV und Anhang) 
Lagebericht

Beratungsverlauf (4)

04.06.2008 Werksausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe
TOP 3 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
17.06.2008 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften
TOP 4.1 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
18.06.2008 Hauptausschuss
TOP 31.2 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
18.06.2008 Rat
TOP 30.2 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (8)

  • Eulerstraße 15
  • Rösnerstraße 10
  • Freiburger Weg
  • Albersloher Weg
  • Prinzipalmarkt
  • Meyerbeerstraße 1
  • Melchersstraße 1
  • Promenade

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Details

Vorlagen-Nr.
V/0335/2008
Typ
Vorlagen
Datum
21.04.2008
Erstellt
06.10.2020 14:37