V/0348/2023
Überleitung der außerunterrichtlichen Angebote (OGS) der Astrid-Lindgren-Schule
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Anlage A
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Anlage A zur V/0348/2023 Kurzüberblick Die Verwaltung und die Schulleitung schlagen mit dem Schulkonferenzbeschluss einstimmig vor, dem Träger Schule, Jugend, Kids und Co e.V. die Trägerschaft für die außerunterrichtlichen An- gebote in der Astrid-Lindgren-Schule zum 2. Schulhalbjahr im Schuljahr 2023/2024 zu übertra- gen. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Die Verwaltung wurde mit dem Antrag A-R/0039/2016 „Qualitätsoffensive die gute (offene) Ganz- tagsschule“ beauftragt, ein Gesamtkonzept der Offenen Ganztagsschulen zu entwickeln und mehr als 25% der Offenen Ganztagsschulen in die Trägerschaft anerkannter freier Träger der Jugendhilfe überzuleiten. Der Rat hat daraufhin in seiner Sitzung vom 26.08.2020 mit der Vorlage V/0330/2020 beschlossen, alle Offenen Ganztagsschulen sukzessive in die freie Trägerschaft zu überführen. Mit dem Erreichen dieser Werte werden wir die ISM Leitziele „Wir werden einer der führenden Bildungs-, Wissenschafts -, Forschungs- und Entwicklungsstandorte in Europa“ und „Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwickeln“ verfolgen. Die Verwaltung und die Astrid-Lindgren-Schule schlagen vor, dem Träger Schule, Jugend, Kids und Co e.V. die Trägerschaft für die Offene Ganztagsschule zum 01.02.2024 zu übertragen. Weitere Detailplanungen (Dienstvereinbarung) werden in Kooperation mit dem Träger, der Schul- leitung und der Verwaltung vor der Übernahme getroffen. Finanzierung Produktgruppe: 0602 Kinder- und Jugendarbeit Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja X Nein Im Haushaltsplanentwurf 2024 enthalten? X Ja Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? X Ja Nein Bereits veranschlagt? X Ja Nein Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig X überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig vollständig freiwillig „Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe sind verpflichtet, Plätze für die Kinder und Jugendlichen im schulpflichtigen Alter bedarfsgerecht in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege vorzuhal- ten (§ 24 Absatz 4 SGB III). Die Kommune kann diese Verpflichtung auch durch entsprechende Angebote an Schulen erfüllen, soweit die Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebote nach den Grundsätzen des SGB VIII gestaltet werden (§ 5 Absatz 1 KiBiz).“ RdErl. D. Ministeriums für Schule und Weiterbildung v. 23.12.2010 (ABI.NRW.01/11 S.38, berichtigt 02/11 S.85) Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Münster gehört zu den am stärksten wachsenden Städten in Nordrhein-Westfalen. Nach aktuellen städtischen Vorausberechnungen könnte die Bevölkerung bis 2030 ohne starke Flüchtlingszuzü- ge im Basisszenario „Dynamischer Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort“ auf 326.000 Einwoh- ner steigen. Unter Berücksichtigung zusätzlicher Flüchtlingszuwanderungen könnte das Wachs- tum noch deutlich stärker ausfallen und Münster in 2030 bis zu 347.000 Einwohner zählen. Die wachsende Stadt, die alle Bereiche des Lebens betrifft, ist eine zentrale Herausforderung, der sich Münster stellen muss. Die demographische Entwicklung der Stadt Münster ist ein grundlegender Bestandteil des weite- ren Ausbaus der Offenen Ganztagsschule (OGS). Alle Maßnahmen zum Ausbau der OGS orien- tieren sich an der kleinräumigen Bevölkerungsprognose der Stadt Münster und sind darauf aus- gerichtet, eine familienfreundliche Stadtentwicklung zu fördern. Dazu trägt insbesondere der bedarfsgerechte Ausbau der OGS bei. Im Rahmen der unterschied- lichen Arbeitsfelder der OGS werden wichtige Aspekte wie Barrierefreiheit, Inklusion, Sprachför- derung und Qualifizierung differenziert berücksichtigt und unterstützen eine familienfreundliche Entwicklung in Münster. Weiterhi n steht der quantitative und qualitative Ausbau von Angeboten der Offenen Ganztagsschulen im Einklang mit der Ausrichtung als führender Wirtschaftsstandort.
Beschlussvorlage
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V/0348/2023 V/0348/2023 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Überleitung der außerunterrichtlichen Angebote (OGS) der Astrid-Lindgren-Schule Beratungsfolge 24.08.2023 Bezirksvertretung Münster-Ost Anhörung 05.09.2023 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung 12.09.2023 Ausschuss für Personal, Digitalisierung, Organisation, Sicherheit und Ordnung Vorberatung 14.09.2023 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 19.09.2023 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft Vorberatung 20.09.2023 Hauptausschuss Vorberatung 20.09.2023 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaft für die Offene Ganztagsschule in der Astrid- Lindgren-Schule, Gelmerheide 3, zum zweiten Schulhalbjahr 2023/2024, ab dem 01.02.2024 dem Kinder- und Jugendhilfeträger Schule, Jugend, Kids und Co e.V. II. Finanzielle Auswirkungen: Teilergebnisplan Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemerkungen Produktgruppe 0602 Kinder- und Jugendarbeit Zeile 15 Transferaufwendungen 2024 ff. 251.740 Derzeit sind Personalaufwendungen im städtischen Haushalt in der o.g. Produktgruppe in Höhe von 251.740 € veranschlagt. Für den Fall des Betriebsübergangs werden anstelle der Personalaufwen- dungen Sachaufwendungen bis maximal in dieser Höhe anfallen. Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 21.07.2023 Ihr/e Ansprechpartner/in: Frau Schild Telefon: 492-5143 SchildK@stadt-muenster.de - 2 - V/0348/2023 Begründung: Der Rat der Stadt Münster hat mit der Vorlage V/0330/2020 die sukzessive Überleitung der Offenen Ganztagsschulen zu den Trägern der freien Jugendhilfe beschlossen. Die freien Jugendhilfeträger haben seitdem die Möglichkeit, ihr grundsätzliches und verbindliches Interesse an einer Übernahme der Trägerschaft einer oder mehrerer Offener Ganztagsschulen in Münster zu bekunden. Über die jeweils konkrete Überleitung einer Schule werden diese Träger informiert und können sich schul- scharf bewerben. Um die Schul - und Elternbeteiligung sicherzustellen, wird das Ergebnis der Trägerauswahl in der Schulkonferenz vor den politischen Gremien vorgestellt. Der anschließende Schulkonferenzbeschluss ist Bestandteil dieser Beschlussvorlage. 2. Astrid-Lindgren-Schule Die Astrid-Lindgren-Schule in Gelmer-Dyckburg wird im Schuljahr 2023/24 insgesamt zwei Eingangs- klassen für den jahrgangsübergreifenden Unterricht in den Jahrgängen 1 und 2 und drei Klassen für den jahrgangsübergreifenden Unterricht in den Jahrgängen 3 und 4 und damit insgesamt fünf Klas- sen bilden. Eine Erweiterung ist am derzeitigen Standort nicht möglich. Falls in Gelmer weitere Bau- gebiete errichtet werden, besteht die Möglichkeit eines Umzugs der Schule und damit verbunden eine Erhöhung der Aufnahmekapazität. Von den insgesamt 118 Schülerinnen und Schülern besuchen 82 Kinder die OGS in drei Gruppen (69,5%) und 14 Kinder die BMB. Das multiprofessionelle Team besteht zurzeit aus zwei Fachkräften, drei Unterstützungskräften, sechs Niedrigteilzeitkräften und einer Erzieherin in der praxisintegrierten Ausbildung (PIA). 3. Bewerbungen Im März 2023 wurden alle interessierten Träger über die Absicht, die Astrid -Lindgren-Schule zum 01.02.2024 an einen Träger der freien Jugendhilfe überzuleiten, schriftlich informiert. Die Träger hat- ten bis zum 28.04.2023 die Möglichkeit, ihr Konzept anhand des in der Anlage 1 angefügten Kriteri- enkatalogs einzureichen. Folgende Träger haben sich beworben: Kolping-Bildungswerk, Diözesanverband Münster GmbH Das Kolpingwerk Diözes anverband Münster ist ein katholischer Sozialverband mit rund 38.500 Mit- gliedern in 250 Kolpingfamilien (Stand 2018). Damit ist das Kolpingwerk Münster der mitgliederstärks- te Diözesanverband Deutschlands. Das Kolping-Bildungswerk ist ein anerkannter Träger der Jugend- hilfe und kooperiert in vielfältiger Weise mit Schulen im Münsterland. Es ist Träger der offenen Ganz- tagsschule an der Verbundgrundschule Milte -Einen und der Brigidenschule Legden -Asbeck. Es ist zudem beauftragt mit der pädagogischen Übermittags betreuung in der Sekundarstufe an 11 Schul- standorten, der Schulsozialarbeit an sechs Schulstandorten und der sozialpädagogischen Betreuung in einem Internat. Als OGS-Träger ist das Kolping-Bildungswerk in Münster bislang nicht tätig. Schule, Jugend, Kids & Co e.V. Aus einer Initiative Jugendlicher gründete sich der Verein ursprünglich mit dem Ziel, offene Kinder - und Jugendarbeit in Münster-Mecklenbeck anzubieten. Im Jahr 2005 übernahm der Träger die Offene Ganztagsschule an der Peter-Wust-Schule und ist inzwischen T räger der außerunterrichtlichen An- gebote an insgesamt sieben Offenen Ganztagsschulen in Münster sowie an vier Schulen in Senden - 3 - V/0348/2023 im Kreis Coesfeld. Der Träger zeichnet sich darüber hinaus seit vielen Jahren durch seine stadtwei- ten, ganztägigen Ferienangebote an mehreren Grundschulen im Stadtgebiet aus. Die Verwaltung und die Schulleitung haben die eingereichten Konzepte gesichtet. Für die Auswahl der Bewerbungen waren hierbei die in der Anlage 1 beigefügten Kriterien handlungsleitend. Von bei- den Bewerbern werden die vom Rat der Stadt Münster beschlossenen OGS -Qualitätsstandards ak- zeptiert und in ihren Konzeptionen umgesetzt. Beide Träger haben ein Konzept vorgelegt, das die wesentlichen Eckpunkte ihrer pädagogischen Ausrichtung darlegt: - Pädagogisches Grundverständnis / Leitbild - Gesundheitsförderung - Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern - Kinderschutz - Querschnittsaufgaben der Jugendhilfe - Sozialraumorientierung - Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen 4. Auswahlverfahren Nach dem Bewerbungsschluss und der Sichtung der eingereichten Unterlagen wurde von Schullei- tung, OGS-Koordinator*in und Verwaltung entschieden, Schule, Jugend, Kids und Co e.V. für ein Be- werbungsgespräch einzuladen. Im Mai 2023 wurde mit dem Träger auf Gr undlage des Kriterienkatalogs ein strukturiertes Bewer- bungsgespräch geführt. 5. Gesamtbewertung / Fazit Die Verwaltung und die Schulleitung schlagen im Konsens vor, Schule, Jugend, Kids und Co e.V. die Trägerschaft für die Offene Ganztagsschule in der As trid-Lindgren-Schule zu übertragen. Diesem Vorschlag wurde in der Schulkonferenz am 23.05.2023 einstimmig gefolgt. Der Schulkonferenzbe- schluss liegt vor. Der Träger hat ein umfassendes, pädagogisches Konzept vorgelegt. Er hat darüber hinaus im Be- werbungsverfahren seine hohe Kompetenz sehr fundiert dargestellt, seine Leistungen überzeugend präsentiert und insbesondere ein passgenaues Konzept für die Astrid-Lindgren-Schule erläutert. Die Trägerübernahme durch Schule, Jugend, Kids und Co eröffnet der Astrid -Lindgren-Schule die Möglichkeit, die seit vielen Jahren bereits existierende Kooperation weiter zu vertiefen. Der Verein ist Träger der offenen Kinder- und Jugendeinrichtung in Gelmer und sichert bereits seit Jahren eine ver- lässliche OGS-Ferienbetreuung im Sozialraum und stellt eine erfahrene Fachberatung zur Verfügung. Die Schule gewinnt mit der Überleitung der ganztägigen außerschulischen Angebote an Schule, Ju- gend, Kids und Co e.V. einen verlässlichen und überaus engagierten Partner mit einem hohen Erfah- rungswissen als Kooperationspartner von Offenen Ganztagsschulen. Die Zustimmung des Rates vo- rausgesetzt, ist Schule, Jugend, Kids und Co e.V. damit zum 01.02.2024 OGS -Träger an acht Offe- nen Ganztagsschulen in Münster. In Vertretung - 4 - V/0348/2023 gez. Thomas Paal Stadtdirektor Anlagen: Anlage A Anlage 1 Kriterienkatalog Anlage 2 Konzepte der Bewerbungen Hinweis: Die umfangreichen Bewerbungen der Träger (Anlage 2) stehen ausschließlich als pdf-Dateien im Ratsinformationssystem der Stadt Münster als Download unter der Vorlagennummer V/0348/2023 zur Verfügung.
Anlage 1 OGS-Kriterienkatalog
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Kriterienkatalog für die außerunterrichtlichen Angebote der Offenen Ganztagsschulen (OGS) Die Fachlichkeit des Trägers und sein pädagogisches Konzept werden anhand der nachfol- genden Auswahlkriterien ausgewertet. Den Kriterien sind jeweils zu beachtende Standards und Orientierungsrahmen zugrunde gelegt: Qualitätsstandards der Offenen Ganztagsschule in M ünster Entsprechende Erlasse des Landes NRW in den aktuel l gültigen Fassungen Pädagogisches Konzept/Leistungsbeschreibung Das Konzept, das die gesetzlichen Grundlagen (BASS) , aktuelle gesellschaftlichen Erforder- nisse und die Grundhaltung des Trägers sowie dessen Arbeitsweisen verdeutlicht, muss vor- liegen und ist Grundvoraussetzung für die Trägerschaft einer OGS. Querschnittsaufgaben Der Zuzug und die Integration von Migrantinnen und Migranten stellen an OGS-Träger beson- dere Anforderungen. Sprachliche und kulturelle Barr ieren müssen gemeistert, schnelle und kompetente Integrationsangebote erarbeitet und entwickelt werden. Gleiches gilt für die The- men der Inklusion von Kindern mit Behinderungen und der Genderthematik. Informelle und soziale Bildung als Querschnittsthema ist grundsätzlich enthalten. Zentrales Ziel von Bildung ist die Befähigung des Kindes, ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben zu füh- ren und umfassend am sozialen und ökonomischen Leben und der gesellschaftlichen Entwick- lung partizipieren zu können. Mitbestimmung Der OGS-Träger soll ein beteiligungsorientiertes, p ädagogisches Konzept mit einem ange- messenen Maß an Partizipation darlegen. Kooperationsstrukturen Bereits vorhandene räumliche Bezüge zu bestehenden Einrichtungen im Sozialraum der Ein- richtung ermöglichen die Nutzung von Synergien, die die Wirtschaftlichkeit einer OGS erhö- hen. Sozialraumbezogene Angebote werden bedarfsgerecht aufeinander abgestimmt und wei- terentwickelt, wenn die Akteure des Sozialraums sich hierzu entsprechend vernetzen. Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen Die Anforderungen an Träger der Offenen Ganztagsschulen befinden sich, analog zur gesell- schaftlichen Entwicklung, laufend im Wandel. Neue Herausforderungen sind kontinuierlich mit neuen Antworten und Konzepten zu begegnen. Aus dies em Grund ist eine funktionierende und sich weiterentwickelnde Trägerstruktur eine not wendige Voraussetzung für den Betrieb einer OGS. Implementierte Qualitätsentwicklungs- und Sicherung sprozesse mit inkludierten Verfahrens- abläufen in Bezug auf den Kinderschutz und die Zusa mmenarbeit mit der städtischen OGS- Fachberatung ist ein notwendiger Standard. Besondere Merkmale des Trägers Bei diesem Kriterium können weitere besondere Angebote des Trägers in die Bewertung ein- fließen, die über die zuvor benannten Kriterien und Orientierungsrahmen nicht abgedeckt wer- den, jedoch eine Bereicherung für die Angebote der OGS darstellen. Gleichzeitig kann der Punkt der gewünschten Trägerpluralität/Trägervielfalt in Münster in der Bewertung berücksich- tigt werden sowie besondere Anforderungen, welche a us den Bedarfen der Schule und des Stadtteils entstehen. Stand: 02/2022
Anlage 2_Rahmenkonzept OGS_Schule, Jugend, Kids und Co
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Konzept für die außerschulische Betreuung
© April 2023 Schule Jugend Kids & Co e.V.
Unsere Visionen – Unsere Aufträge
Konzept für die außerschulische Betreuung
an der
Astrid-Lindgren-Schule Gelmer
www.jugend-ms.de
Konzept für die außerschulische Betreuung
© April 2023 Schule Jugend Kids & Co e.V.
Vorwort
„Den Kindern zugute – OGS mit Qualität und Erfahrung!“
Zum einen geht es bei der Frage danach, was eine gute Offene Ganztagsschule ausmacht
darum, Eltern eine verlässliche Betreuungsperspektive zu geben und zum anderen mit Blick
auf die Kinder bessere Teilhabechancen und den Abbau bestehender Bildungsungleichheit zu
ermöglichen.
Der Verein Schule Jugend Kids & Co e . V. hat sich daher zum Ziel gesetzt, auf der Grundlage
seiner Prinzipen („Förderung von Kindern und Familien“, Stärkung von Familien “, Sozial- und
Lebensraumorientierung“, „Werteorientierung“, „Partizipation“ und „Netzwerkarbeit“)
Kinder im außerschulischen Bereich ganzheitlich zur fördern und ihnen eine sichere,
strukturierte und vielfältige Umgebung zu bieten.
Durch die langjährige Erfahrung und kontinuierliche Weiterentwicklung in der
außerschulischen Betreuung ist es dem Träger Schule Jugend Kids & Co e.V. möglich, sein
Konzept flexibel an die Gegebenheiten und Bedürfnisse der Astrid-Lindgren-Schule Gelmer
anzupassen. Es ist der Wunsch des Trägers, gemeinsam mit den Verantwortlichen der Astrid-
Lindgren-Schule Gelmer die bestmögliche Gestaltung des Offenen Ganztages zu erarbeiten
und diese stetig zu verbessern und anzupassen.
Gerade im Hinblick auf den Rechtsanspruch auf eine ganztätige Betreuung im Jahr 2026 bedarf
es einer dynamischen und kontinuierlichen Qualitätsanalyse, um den wachsenden
Herausforderungen gerecht zu werden. Gemeinsam mit dem schulischen und pädagogischen
Team möchte der Verein Schule Jugend Kids & Co e.V. sich diesen Herausforderungen stellen
und den Kindern eine qualitativ hochwertige Betreuung ermöglichen.
Konzept für die außerschulische Betreuung
© April 2023 Schule Jugend Kids & Co e.V.
Inhaltsverzeichnis
1. Der Träger Schule Jugend Kids & Co e.V. ...................................................................... 1
1.1 Das pädagogisches Konzept von Schule Jugend Kids & Co e.V. ..................................... 1
1.2 Organisationsstruktur ..................................................................................................... 3
2. Das OGS-Konzept ........................................................................................................... 3
2.1 Die Kooperation zwischen schulischem und außerschulischem Personal ..................... 4
2.2 Betreuungsumfang ......................................................................................................... 5
2.3. Tagesablauf ..................................................................................................................... 5
2.3.1 Gemeinsames Mittagessen ............................................................................................ 5
2.3.2 Lernzeit ........................................................................................................................... 5
2.3.3 Arbeitsgemeinschaften (AGs) ......................................................................................... 6
2.3.4 Freispiel .......................................................................................................................... 7
2.4 Räumlichkeiten ............................................................................................................... 7
2.5 Eigene Fußballliga ........................................................................................................... 8
3. Die Kinder ....................................................................................................................... 8
3.1. Konzept für den Übergang von der Kita in die OGS ....................................................... 9
4. Das Personal ................................................................................................................... 9
4.1 Fachkräftegewinnung und Ausbildung bei Schule Jugend Kids & Co e.V. ................... 10
4.2. Zusammensetzung der Teams ...................................................................................... 11
4.3 Das multiprofessionelle Team ...................................................................................... 11
4.4. Ausblick: Bildung eines Sport- und Bewegungsteams ................................................. 11
5. Partizipation ................................................................................................................. 12
5.1. Kinder............................................................................................................................ 12
5.2 Eltern/ Erziehungsberechtigte ..................................................................................... 12
5.3 Mitarbeiter*innen ........................................................................................................ 13
6. Integration und Inklusion ............................................................................................ 13
6.1 Das Inklusionskonzept von Schule Jugend Kids & Co e.V. ............................................ 13
7. Qualitätsmanagement ................................................................................................. 14
7.1 Teamentwicklung ......................................................................................................... 15
7.2 Fort- und Weiterbildungen ........................................................................................... 15
7.3. Supervision ................................................................................................................... 15
7.4 Dokumentation und Evaluation ................................................................................... 16
7.5. Kinderschutz ................................................................................................................. 16
7.6 FAQs .............................................................................................................................. 16
Konzept für die außerschulische Betreuung
© April 2023 Schule Jugend Kids & Co e.V.
8. Gesundheitsförderung und Nachhaltigkeit ................................................................ 16
8.1 Kinder............................................................................................................................ 17
8.2 Personal ........................................................................................................................ 17
9. Querschnittsaufgaben ................................................................................................. 18
10. Vernetzung ................................................................................................................... 18
11. Was macht den Verein Schule Jugend Kids & Co e.V. aus? ........................................ 19
11.1 Prinzipien eines gemeinnützigen Vereins .................................................................... 19
11.2. Entstehungsgeschichte und Entwicklung von Schule Jugend Kids & Co e.V. ............... 19
11.3 Teamstruktur und Teamentwicklung ........................................................................... 19
11.4 Inhaltliche Schwerpunkte ............................................................................................. 19
11.5 Materielle Ausstattung ................................................................................................. 20
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Konzept für die außerschulische Betreuung
© April 2023 Schule Jugend Kids & Co e.V.
1. Der Träger Schule Jugend Kids & Co e.V.
Der Grundstein für den Verein wurde 1995 von einer Gruppe Jugendlicher gelegt, die
gemeinsam mit ehrenamtlichen Mitarbeitenden einen Treffpunkt in einem alten Bauwagen
organisiert haben.
Aus dieser Initiative gründete sich bereits ein Jahr später ein Verein, der 1997 als Träger der
freien Jugendhilfe für die Stadt Münster anerkannt wurde. Dieser setze sich das Ziel, die offene
Kinder- und Jugendarbeit in Münster -Mecklenbeck zu fördern. Der Verein erweiterte 2005
sein Angebotsfeld um die Betreuung der Offenen Ganztagsschule 1. Dieses entwickelt der
Träger seitdem s owohl qualitativ als auch quantitativ konsequent weiter, so dass die
Betreuung der Kinder im Rahmen der OGS aktuell das Herzstück des Trägers ist. Im Jahr 2009
erfolgte eine Umbenennung des Vereins in „Schule Jugend Kids & Co. e. V. 2“, der inzwischen
in ganz Münster und dem Umland aktiv ist.
Aktuell arbeitet der Träger schwerpunktmäßig in folgenden Bereichen:
▪ Schulkinderbetreuung im Rahmen der OGS an fünf Grundschulen der Stadt Münster und
vier Grundschulen in der Gemeinde Senden
▪ Bis-Mittags-Betreuung (BMB) in fünf Grundschulen der Stadt Münster, vier Grundschulen
der Gemeinde Senden
▪ Förderinseln an der Peter-Wust Schule und der Margaretenschule
▪ Schulsozialarbeit an Grundschulen in Münster und Senden
▪ Integrationshelfer und Schulbegleiter in den OGS Grundschulen der Stadt Münster
▪ Ferienangebote an ca. acht Standorten in Münster und vier Grundschulen in Senden
▪ Kinder- und Jugendangebote wie das Spielmobil, der Jugendtreff am Skaterplatz in
Mecklenbeck sowie der Jugendtreff in Gelmer
▪ Firmenservice
▪ Das Angebot „Kinder- und Jugendarbeit in Schule“
▪ Einzelprojekte und Aktionen für Familien, Kinder und Jugendliche (www.jugend-ms.de)
1.1 Das pädagogisches Konzept von Schule Jugend Kids & Co e.V.
Die Offene Ganztagsgrundschule stellt sich dem Wandel der Gesellschaft. Die Bedingungen für
Familien, Lebensgemeinschaften, Sorgeberechtigte und Kinder, ihren Alltag zu bewältigen,
ändern sich stetig. Diesen Herausforderungen stellt sich die Ganztagsgrundschule und bietet
einen verlässlichen Ort mit einem strukturierten Tagesa blauf, um Kinder ganzheitlich zu
fördern und fordern. Dies spiegelt sich in den Leitlinien des Trägers wider. Die Angebote von
Schule Jugend Kids & Co e.V. richten ihren Fokus auf die individuellen Interessen und
1 Zum besseren Verständnis wird im folgenden Text „Offene Ganztagsschule“ durch das Kurzwort „OGS“
ersetzt.
2 „Schule Jugend Kids & Co e.V.“ wird teilweise durch „SJK & Co e.V.“ ersetzt.
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Konzept für die außerschulische Betreuung
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Bedürfnisse der uns anvertrauten Kinder, Ju gendlichen und Familien. Um dies zu erreichen,
basiert unsere Arbeit auf den folgenden wesentlichen Punkten:
Förderung von Kindern und Jugendlichen
Mit den vielfältigen Angebotsstrukturen unterstützt der Träger die Persönlichkeitsentwicklung
und Lebensbewä ltigung von Heranwachsenden. Neben der formellen Bildung als Teil des
offenen Ganztages, umspannen die Tätigkeitsfelder ebenfalls den Bereich der informellen
Bildung.
Stärkung von Familie
Der Träger möchte Familien in ihren unterschiedlichen Lebenslagen un terstützen und eine
bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen. Dies gilt sowohl für die Kunden, als
auch die Belegschaft des Trägers.
Sozial- und Lebensraumorientierung
Schule Jugend Kids & Co e. V. orientiert sich mit seiner Arbeit an den un terschiedlichen
Gegebenheiten vor Ort und knüpft an die Bedürfnisse der Lebenswelt von Kindern,
Jugendlichen und Familien an.
Werteorientierung
Die Angebotsstruktur des Trägers ist frei von sämtlicher politischer, religiöser und sexueller
Weltanschauung. H ierzu zählen unter anderem Hautfarbe, Sprache sowie nationale und
soziale Herkunft und Religion. Auf diesem Grundverständnis basierend wird ein alters -,
geschlechts- und ethnisch sensibler Umgang gelebt und darüber hinaus an unsere Kunden
weitergegeben.
Partizipation
Begründet durch den Aufbau und die Struktur eines anerkannten Trägers der freien
Jugendhilfe, wie Schule Jugend Kids & Co e.V., ist ein wichtiger Bestandteil der Partizipation
bereits gegeben. Alle Zielgruppen sind Teil der Angebote. Durch deren aktive Beteiligung und
Einbeziehung wird die Realisierung der oben genannten Punkte eins bis vier sowie ein
lebensweltbezogenes Arbeiten erreicht.
Netzwerkarbeit
Der Träger sieht sich als Teil eines ganzheitlichen Netzwerkes verschiedenster
Interessengruppen und Behörden sowie der öffentlichen und freien Jugendhilfe. Ein
partnerschaftlicher Austausch innerhalb des Netzwerkes zählt zu den Grundsätzen und dem
Selbstverständnis des Trägers.
Eine ausgewogene Belegschaft und die Unterstützung, Förderung und Pflege des Ehrenamtes
ist für den Träger von zentraler Bedeutung und stellt die Grundlage zur Erfüllung der Leitlinien
dar.
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Konzept für die außerschulische Betreuung
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1.2 Organisationsstruktur
Schule Jugend Kids & Co e.V. wird den steigenden Ansprüchen einer ganzheitlichen Förderung
der Kinder im R ahmen der OGS durch sein multiprofessionelles Team (siehe 4. Personal)
gerecht. Flache Hierarchien ermöglichen eigenver antwortliches Arbeiten sowie Transparenz
und kurze Kommunikationswege unter den Mitarbeiter*innen sowohl innerhalb als auch
zwischen den OGS-Teams.
2. Das OGS-Konzept
Jede Offene Ganztagsschule ist individuell und sollte auch so gestaltet werden. SJK & Co e.V.
stellt im Folgenden seine Grundlagen und eine mögliche Gestaltung des offenen Ganztages
vor.
SJK & Co e.V. gestaltet den Offenen Ganztag seiner Schulen anhand folgender Leitlinien:
▪ Abbau bestehender Bildungsungleichheit
▪ Verbesserung der Teilhabechancen für Kinder
▪ Ganzheitliche Förderung der Kinder
▪ Erwerb sozialer und emotionaler Kompetenzen
▪ Erweiterung von musischen, sportlichen und kreativen Fähigkeiten und Fertigkeiten
▪ Förderung der Selbstorganisation und die Partizipation der Kinder
▪ Integration von Kindern mit Migrationshintergrund und Fluchterfahrung
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Konzept für die außerschulische Betreuung
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▪ Inklusive Gestaltung der Betreuung
▪ Verlässliche Betreuungsperspektive
▪ Vereinbarkeit von Familie und Beruf
▪ Erziehungspartnerschaft mit den Eltern
▪ Gendersensibilität
▪ Kinderschutz
▪ Rhythmisierung des Tagesablaufs
▪ Ganztagsarbeit bedeutet Teamarbeit: vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der
Schulleitung und der Lehrerschaft auf Augenhöhe, um eine optimale Nutzung von
Synergien zu ermöglichen und den Kindern so einen reibungslosen Übergang vom Vor -
zum Nachmittag zu ermöglichen.
Die Mitarbeiter*innen von SJK & Co e.V. versuchen stets jedes Kind als Individuum mit seinen
eigenen Bedürfnissen, Stärken und Schwächen wahrzunehmen. Jedes Kind soll sich im
Ganztag wohl und angenommen fühlen. Das Bildungs - und Betreuungsangebot der Offenen
Ganztagsschule wird auf Basis der gesetzlichen Regelungen gestaltet. Es richtet sich nach den
Vorgaben des Schulgesetzes des Landes Nordrhein -Westfalens und des dazugehörigen
Grundlagenerlasses.
2.1 Die Kooperation zwischen schulischem und außerschulischem Personal
Die OGS wird von zwei unterschiedlichen Bildungspartnerinnen bestimmt: der Schule am
Morgen und der Jugendhilfe im Anschluss an den Unterricht . Beide Systeme basieren auf
eigenständigen Bildungsverständnissen und beruflichen Traditionen. Ihre Mitarbeitenden
haben in ihren Bereichen unterschiedlich viel Gestaltungsfreiraum und Möglichkei ten. Die
außerschulische Betreuung im Ganztag gibt den Kindern die Möglichkeit, leistungsunabhängig
und wertungsfrei Erfolgserlebnisse zu erleben. Diese wirken sich positiv auf die Entwicklung
des Selbstvertrauens und des Selbstwertgefühls der Kinder aus . Dabei spielen die Prinzipien
der Freiwilligkeit und Partizipation eine entscheidende Rolle.
Erklärtes Ziel des Trägers sind das gemeinsame Handeln aller Akteure, die den Schulalltag der
Kinder gestalten und begleiten: Lehrer*innen, Schulsozialarbeiter*innen, Schulassistenten *
innen, Lernhelfer *innen, Sonderpädagog(en)*innen sowie allen weiteren
Kooperationspartnern der OGS im jeweiligen Sozialraum. Durch diese Vernetzung kann für die
Kinder der optimale Raum geschaffen werden, damit sie sich entsprechend ihrer Begabungen,
Neigungen und Möglichkeiten entwickeln können. Dabei spielen Transparenz,
Kommunikation und Absprachen zwischen den Akteuren eine entscheidende Rolle für das
Gelingen.
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Konzept für die außerschulische Betreuung
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2.2 Betreuungsumfang
Den Familien der Ganztagskinder wird eine verläss liche Betreuung an fünf Tagen der Woche
geboten. Die Betreuung beginnt unmittelbar nach dem Unterrichtsende und endet, je nach
Bedürfnissen der Kinder und Eltern, um 15:00 Uhr bzw. 16:00 Uhr. Eine Betreuung an den
beweglichen Ferientagen und an Konferenztagen ist von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr gewährleistet.
Für Eltern, die aus beruflichen Gründen eine längere Betreuung wünschen, kann eine
Betreuung bis 17:00 Uhr eingeführt werden.
Zudem kann eine ganztägige Ferienbetreuung vom Träger angeboten werden. Diese
Betreuung ist offen für alle Kinder.
2.3. Tagesablauf
Die Kinder werden im Anschluss an den Unterricht vom Team des Ganztages in Empfang
genommen. Zu Beginn haben sie die Möglichkeit sich auszutauschen, frei zu spielen oder sich
auszuruhen. Der weitere Tagesablauf der OGS setzt sich aus den folgenden Grundelementen
zusammen:
2.3.1 Gemeinsames Mittagessen
Den Kindern wird eine warme, abwechslungsreiche und kindgerechte Mahlzeit serviert.
Zudem stehen täglich Rohkost, Obst und Wasser zur Verfügung. Besondere Bedürfnisse
können mit den Fachkräften der OGS abgesprochen werden. Da das Mittagessen eine wichtige
pädagogische Interaktion im Tagesablauf darstellt, wird es durch d as pädagogische Personal
der OGS begleitet. Hierbei wird auf Ordnungs - und Umgangsregeln sowie auf die Förderung
sozialer Kompetenzen besonderer Wert gelegt. Überschaubare Tischgruppen ermöglichen
Gespräche und Austausch. Nach dem Essen wird der Tag besprochen, AGs angekün digt und
aktuelle Dinge besprochen. Die Kinder helfen der Küchenkraft be i der Arbeit. Sie räumen ab,
reinigen die Tische und decken diese neu ein.
Die Kosten werden direkt vom Träger eingezogen. Aktuell werden die von SJK & Co e.V.
betreuten Schulen von Schnitkamp & Hesse aus Münster beliefert. Eine Übernahme des
aktuellen Caterers ist selbstverständlich möglich.
2.3.2 Lernzeit
Die Lernzeit ist ein elementarer Bestandteil der pädagogischen Arbeit in der OGS . Sie stellt
eine wichtige Schnittstelle zwischen dem Unterricht am Morgen und der Betreuung im
Rahmen des Ganztages dar.
SJK & Co e.V. hat sich intensiv mit der Gestaltung der Lernzeit auseinandergesetzt. Das
Lernzeiten-Konzept von SJK & Co e.V. kann bei Interesse im Anhang eingesehen werden
(Anhang A).
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Konzept für die außerschulische Betreuung
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2.3.3 Arbeitsgemeinschaften (AGs)
Das OGS Team bietet vielfältige und wechselnde Arbeitsgemeinschaften (AG s) an. Bei der
Gestaltung werden die vorhandenen Ressourcen im Stamm-Team genutzt und gefördert. Die
AGs finden in Kleingruppen statt. Sie werden nach den Interessen der Kinder konzipiert und
ausgerichtet ( siehe 5. 1). Die K inder werden auf diese Weise in ihrem eigenen Handeln
unterstützt und ihre Kompetenzen gefördert. Darüber hinaus werden AGs angeboten, die
aktuellen Entwicklungen Rechnung tragen wie bspw. der zunehmenden Digitalisierung
(„Video-AG“, „Bau und Einsatz ei ner Drohne“ ) oder dem Thema Nachhaltigkeit
(„Schulgarten“).
SJK & Co e.V. stellt zusätzlich die Mitarbeiter*innen des multiprofessionellen Teams zur
Verfügung (siehe 4.3). Diese bieten AGs in ihrem jeweiligen Arbeitsfeld an (z.B. „Theater-AG“)
an. Darüber hinaus werden externe spezialisierte Fachkräfte bzw. Kooperationspartner
angefragt.
Der Träger SJK & Co e.V. verfügt darüber hinaus über reichhaltige materielle Ressourcen, wie
verschiedenen Bauwagen, Theaterausstattung, eine Drohne und vieles mehr.
Bei der Gestaltung der AG -Pläne wird darauf Wert gelegt, AGs im Schulverbund anzubieten
und somit die vorhandenen Ressourcen optimal nutzen zu können.
Im Folgenden wird exemplarisch eine Auswahl an AGs dargestellt.
▪ Theater-AG
▪ Kreativ AG
▪ Kochen und Backen
▪ Diverse Sportangebote in der Turnhalle, z. B. Fußball AG, Judo AG
▪ Filme-AG
▪ Hunde AG
▪ Segel-AG
▪ Reit AG
▪ Entspannungs-AG, Yoga-AG
Es gibt Arbeitsgemeinschaften die den sportlichen (z. B. Reiten, Fußball, Volleyball, Tanzen)
sowie den kreativen Bereich (z. B. Filzen, Film, Theater, Nähen) abdecken. Spiel - und
Spaßangebote stehen neben Forschen und Lernen ebenfalls fest im AG -Plan. Mit der Filme -
AG sollen spielerisch die medialen Kompetenzen der Kinder gestärkt werden. Jedes Kind erhält
die Möglichkeit zur Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften. Je nach Ausrichtung finden diese als
geschlossene und offene Angebote statt. Es wird auf eine Mischung der Angebote geachtet,
um den verschiedenen Interessen und Begabungen der Kinder Rechnung zu tragen. Weiterhin
wird Wert darauf gelegt , dass den Kindern neben Lernzeit, Mittagessen und
Arbeitsgemeinschaften Zeit für das wichtige und oft unterschätzte Freispiel (siehe 2.3.4)
bleibt.
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Konzept für die außerschulische Betreuung
© April 2023 Schule Jugend Kids & Co e.V.
Ganz im Sinne der OGS werden die Inhalte des Vormittags und des Nachmittags eng
miteinander v erknüpft. Eine fachliche Verknüpfung ergibt sich durch die Erledigung der
Hausaufgaben und die fachlichen Förderstunden der Lehrkräfte im Rahmen der OGS.
Vormittag Nachmittag
Unterricht in den Kernfächern
Sachunterricht
Förderunterricht
LRS-Förderung
Hausaufgaben
OGS-Förderstunden
LRS-Förderunterricht
Weitere, teilweise auch fächerübergreifende Verknüpfungen, ergeben sich durch die AG -
Angebote im Offenen Ganztag.
Vormittag Nachmittag
Arbeitsplan Deutsch
Theater AG
Lese AG
OGS Parlament
Arbeitsplan Sport
Sportangebote in der Turnhalle
Fußball AG
Volleyball AG
Zirkus AG
Tanz AG
Arbeitsplan Sachunterricht Garten AG/ Natur AG
2.3.4 Freispiel
Dem Freispiel kommt eine enorme Bedeutung zu. Insbesondere in der heutigen Zeit, in der
die kindliche Entwicklung häufig von einer Vielzahl an Verpflichtungen in Form von
Freizeitaktivitäten und zunehmender Digitalisierung geprägt ist.
Im Freispiel wird Ki ndern die Möglichkeit gegeben, s elbstbestimmt zu handeln und sich als
selbstwirksam zu erleben (siehe 5.2). In Abhängigkeit der täglichen Verfassung können Kinder
frei wählen. Freispiel bietet Raum zur Entschleunigung und zum Rückzug. Zudem werden
Kinder im Freispiel nicht unmittelbar beobachtet.
2.4 Räumlichkeiten
Die Kinder werden in a nsprechenden Gruppenräume betreut. Diese sollten kindgerecht und
gemütlich eingerichtet sein. Die Ausstattung bietet den Kindern die Möglichkeit, sich mit
unterschiedlichem Spiel-, Lese - und Bastelmaterial zu beschäftigen. Weitere Klassenräume
werden für die Lernzeit genutzt. Der Schulhof wird mit seinen diversen Spiel - und
Bewegungsmöglichkeiten, wie Spielplatz, Tischtennisplatte, Turnstangen und einer großen
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Konzept für die außerschulische Betreuung
© April 2023 Schule Jugend Kids & Co e.V.
Spielwiese genutzt. Hier können sich die Kinder frei entfalten. Eine Turnhalle ist ein wichtiger
Bestandteil der OGS Betreuung. Es ist wünschenswert, dass diese den Kindern an allen Tagen
zur Verfügung steh t. Zudem verfügt SJK & Co e.V. über zwei umgebaute Bauwagen 3, die für
bestimmte Zeiträume den Schulen zur Verfügung stehen.
Der Träger ist erfahren in der Projektbegleitung von Neu - und Umbauten von OGS Räumen
sowie deren funktionaler Innenausstattung.
2.5 Eigene Fußballliga
In jeder Schule findet eine Fußball AG statt. Die angemeldeten Fußballkids trainieren
wöchentlich und treten während eines Schuljahres in einer Fußballmeisterschaft
gegeneinander an. Die Kinder werden mit unseren Vereins fahrzeugen zu den jeweiligen
Schulen befördert. Am Ende des Schuljahres wird mit allen Kindern eine Fußballmeisterfeier
veranstaltet.
3. Die Kinder
Für immer mehr Kinder wird die OGS zu einem neuen Lebensmittelpunkt, an dem sie den
größten Teil ihres Tages verbringen. Schule als Ort des Lebens uns Lernens gewinnt
zunehmend an Bedeutung. Mit dem Rechtsanspruch auf einen Platz in der
Ganztagesbetreuung ab 2026 wird diese Tendenz vermutlich weiter zunehmen. Das bedeutet,
dass ein Weiterdenken der Betreuung im schulischen Kontext erfolgen muss, um den
vielfältigen Bedürfnissen und der Diversität der Kinder gerecht werden zu können. Bei der
Beantwortung der Frage, was guten Ganztag ausmacht, ist es von großer Bedeutung, die
Kinderperspektive zu berücksichtigen. Kinder sind die Experten, wenn es um die Frage geht,
in welcher Umgebung sie sich wohl und aufgehoben fühlen.
Der Vor- und Nachmittagsbereich sollte an Ganztagsschulen fließend ineinander übergehen
und Synergien optimal genutzt werden. Bildung und Erziehung müssen in Ganztagsschulen
ganzheitlich erfolgen und neben der formellen Bildung die informelle Bildung unter der
besonderen Berücksichtigung der sozialen und emotionalen Bildung in den Fokus rücken, um
dem Erziehungsauftrag gerecht zu werden. Ziel ist immer die ganzheitliche Förderung der
anvertrauten Kinder.
Ganztagsschule bietet benachteiligten Kindern die Möglichkeit, am gesellschaftlichen Leben
teilzuhaben und die bestmögliche Förderung zu erhalten. Die Kinder haben die Möglichkeit im
Anschluss an den Unterricht in einer strukturierten und sicheren Umgebung zu lernen und
ihren Neigungen und Interessen spielerisch nachzugehen.
3 Zu diesem Zweck wurden von Schule Jugend Kids & Co e.V. 2019 zwei Bauwagen angeschafft, die als
Entspannungs- und Lego / Werkbauwagen ausgebaut wurden. Diese mobilen Räume sind im Rahmen des
Schulverbundes aller OGS Standorten von SJK & Co e.V. im Wechsel monatsweise an den Schulen stationiert.
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Konzept für die außerschulische Betreuung
© April 2023 Schule Jugend Kids & Co e.V.
3.1. Konzept für den Übergang von der Kita in die OGS
Dem Wechsel von der Kita in die Grundschule sieht ein Großteil der Vorschulkinder mit
Spannung, Neugierde und freudiger Erwartung entgegen. Nichtsdestotrotz handelt es sich
beim Übergang vom geschützten und spielerisch g eprägten Kita-Alltag in die Schule um ein
herausforderndes Ereignis für Kinder, das es zu bewältigen gilt.
Die große Schule, viele neue und oftmals unbekannte Kinder, neue Bezugspersonen, andere
und festere Strukturen fordern die Kinder heraus. Umso wicht iger ist es, die Kinder dort
abzuholen, wo sie aktuell stehen. Dies gilt in gleichem Maße für den Morgen, wie auch den
Nachmittag, den die Kinder im Offenen Ganztag verbringen. Entscheiden d für das Gelingen
der Eingewöhnung ist es, die Kinder offen und her zlich aufzunehmen und ihnen eine sichere
Umgebung zu bieten. Nur, wenn Kinder sich wohl und sicher fühlen, können sie sich
bestmöglich entfalten. Dies ist ein zentrales Anliegen von SJK & Co e.V.
Sollte es nötig sein, werden die Teams in den Schulen zu Beg inn eines neuen Schuljahres
personell verstärkt.
Um den Übergang von der Kita in die Schule zu erleichtern, können die Kinder beim „Tag der
offenen Tür“ die Schule und den Ganztagsbereich gemeinsam mit ihren Eltern und Freunden
erkunden und schon die Räumlichkeiten und ersten neuen Gesichter kennenlernen.
Für die Eltern werden, neben dem „Tag der offenen Tür“, Elternabende angeboten, an denen
sie die pädagogische Leitung sowie die Teams der Schulen kennen lernen, die Konzepte von
SJK & Co e.V vorgestellt und von den Eltern Fragen gestellt werden können.
4. Das Personal
SJK & Co e.V. als Träger des Offenen Ganztages beschäftigt aktuell ca. 120 Mitarbeiter*innen
in seinen Ganztagsschulen. Bei der Zusammensetzung der Teams werden sowohl die fachliche
Qualifikation als auch die für die Betreuung von Kindern erforderliche n soft skills
berücksichtigt. Nur ein beständiges, motiviertes und professionelles Team kann seinem
Erziehungs- und Bildungsauftrag gerecht werden. Die erforderlichen Qualifikationen und
Zusammensetzung der Teams richten sich nach den gesetzlichen Vorgaben, d.h. Einstellungen
werden nur bei entsprechender fachlicher Qualifikation vorgenommen. Die Stellen für
geringfügig Beschäftigte werden mit Studierenden der sozialen Arbeit oder des Lehramts
sowie pädagogisch berufserfahrenen Personal besetzt. Alle Mitarbeitenden von Schule Jugend
Kids & Co e. V. sind verpflichtet, vor Aufnahme der Tätigkeit ein erweitertes polizeiliches
Führungszeugnis nach §72a SGBVIII vorzulegen.
Der Träger ist verantwortlich für die Personalverwaltung sowie die Fach- und Dienstaufsicht.
Praktikanten und FSJler werden von den OGS-Leitungskräften angeleitet.
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Konzept für die außerschulische Betreuung
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Ein Überblick über die Bereiche und Zuständigkeiten von SJK & Co e.V. befindet sich in
Abschnitt 1.2 (Organisationsstruktur).
4.1 Fachkräftegewinnung und Ausbildung bei Schule Jugend Kids & Co e.V.
Der Träger SJK & Co e.V. steht gemeinsam mit weiteren freien Trägern und der städtischen
Trägerschaft vor der Herausforderung pädagogisch qualifiziertes Fachpe rsonal in Zeiten des
Fachkräftemangels und des gleichzeitig rasant steigenden Bedarfs an schulischer
Ganztagesbetreuung für sich zu gewinnen. Ab dem Inkrafttreten des Rechts -Anspruchs auf
einen OGS-Platz 2026 wird sich die Situation weiter verschärfen. Diesem Trend versucht der
Träger bereits jetzt entgegenzuwirken.
Daher bildet das Thema der Fachkräftegewinnung und Ausbildung sowie die langfristige
Bindung der Fachkräfte einen durchgängigen Themenschwerpunkt bei SJK & Co e.V.
Die neuen Mitarbeiter *innen v on SJK & Co e.V. werden von erfahrenen Fachkräften
eingearbeitet und ins Team sowie die standortbezogene Arbeit eingeführt. Es besteht die
Möglichkeit sowohl das Team als auch die Schule zu wechseln, sollte dies gewünscht und
sinnvoll sein.
Die Struktur von SJK & Co e.V. ist durch flache Hierarchien und kurze Kommunikationswege
gekennzeichnet.
Die fest angestellten Mitarbeiter*innen von SJK & Co e.V. profitieren von einer betrieblichen
arbeitgeberfinanzierten Altersvorsorge, betrieblicher Krankenzusatzver sicherung, dem
betrieblich geförderten Sport- und Gesundheitsprogramm, Mitarbeitervergünstigungen sowie
weiteren Personalbenefits. Zudem bietet SJK & Co e.V. seinen Mitarbeiter *innen ein eigenes
Fortbildungsprogramm an (siehe 7.2).
Die Teams des Trägers weisen eine geringe Fluktuation auf.
SJK & Co e.V. bietet seit dem Sommer 2020 für die eigenen Unterstützungskräfte eine
Praxisintegrierte Ausbildung zum/r Erzieher *in (PiA) an. Durch das Projekt „Fachkräfte
Offensive“ der Stadt Münster und anderen Städten w urde die Ausbildung für Erzieher*innen
neu auf dem beruflichen Markt etabliert. Diese Ausbildung dient dazu das eigene pädagogisch
erfahrene, jedoch offiziell unausgebildete Personal fortzubilden und für die Aufgaben der OGS
zu professionalisieren . Dieser Bildungsgang vermittelt eine fachschulische Ausbildung in
Verbindung mit einer vergüteten Anstellung in einer sozialpädagogischen Einrichtung den
Berufsabschluss „Staatlich anerkannte Erzieherin/ Staatlich anerkannter Erzieher“ über die
Praxisintegrierte Ausbildung (PiA). Die Ausbildungsdauer beläuft sich auf insgesamt 3 Jahre.
Eine Personalübernahme nach einem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung wird vom Träger
Schule Jugend Kids & Co. e. V. gewünscht. Durch die Ausbildung hat die Belegschaft die
Möglichkeit sich weiter fortzubilden, einen zertifizierten Abschluss zu erhalten und im Offenen
Ganztag als Gruppenleitung mit wachsender Verantwortung, tätig zu werden.
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Konzept für die außerschulische Betreuung
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Ausbildungen bei SJK & Co e.V. werden von der trägerinternen Ausbildungsleiterin begleitet.
4.2. Zusammensetzung der Teams
Der Offene Ganztage wird von einer Fachkraft mit einem Abschluss der Sozialen Arbeit/
Sonderpädagogik (Dipl./BA) oder gleichwertiger Qualifikation geleitet. Je nach Größe der OGS
werden Gruppenleitungen, Unterstützungskräfte und Niedrigteilzeitkräfte im Team
eingesetzt. Die Essensausgabe und das Küchenmanagement erfolgt durch separate
Küchenkräfte.
Die Arbeitszeiten der Mitarbeiter*innen orientieren sich an der Anzahl der Kinder in der OGS.
Eine Gruppengröße von 25 Kindern wi rd von einer Fachkraft sowie einer Ergänzungskraft
betreut. Bei der Erstellung der Dienstpläne wird die Vereinbarkeit von Familie und Beruf
berücksichtigt.
4.3 Das multiprofessionelle Team
SJK & Co e.V. beschäftigt zudem ein multiprofessionelles Team. Das multiprofessionelle Team
wird von einer promovierten Diplom -Psychologin geleitet. Zum Team gehören zwei B.Sc.
Psychologie, zwei Heilpädagoginnen (B.A./ schulische Ausbildung, eine Heilpädagogin mit der
Zusatzausbildung zur Reittherapeutin), ein Heilpädagoge (B.A.), eine Theater-/
Zirkuspädagogin (Dipl.Soz.Päd.), ein Theaterpädagoge (B.A) und eine Orthopädagogin (M.A.)
sowie ein Motopäde . Diese unterstützen das OGS-Personal schulscharf. Ab dem Schuljahr
22/23 wird unser Team durch Hündin „Lotta“ verstärkt, die sich aktuell noch in der Ausbildung
zum therapeutischen Begleithund befindet.
Die trägerinternen Psychologinnen stehen den Teams vor Ort beratend zur Seite. Zudem
nehmen die Psychologinnen bei Bedarf am Unterricht im Vormittagsbereich teil. Es ist ein
Anliegen des Trägers, das multiprofessionelle Team fortlaufend weiter zu entwickeln und
weitere Professionen zu integrieren.
Die Mitarbeiter*innen des multiprofessionellen Teams stehen im Bedarfsfall als
Vertretungskräfte für den laufenden Betrieb zur Verfügung.
4.4. Ausblick: Bildung eines Sport- und Bewegungsteams
Die zunehmende Digitalisierung, Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung führen zu
einer zunehmend ungesunden kindlichen Entwicklung. Diese Entwicklung wurde durch die
Corona-Pandemie verstärkt. Um dieser entgegenzuwirken und Kindern die Freude an
Bewegung (wieder -) entdecken zu lassen, arbeitet der Träger aktuell an der Bildung eines
Sport- und Bewegungsteams, das gezielt zur motorischen Förderung der Kinder eingesetzt
wird. In gleichem Maße wird der Fokus auf soziale Lernprozesse gerichtet, die automatische
in Mannschafts- bzw. Gruppensituationen entstehen. Zudem bieten Sport und Bewegung die
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Konzept für die außerschulische Betreuung
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Möglichkeit, sprachliche Barrieren abzubauen.
5. Partizipation
Die Partizipation aller Beteiligten stellt für den Träger Schule Jugend Kids & Co e.V. als
gemeinnützigem Verein ein Grundprinzip dar (siehe 1.1).
5.1. Kinder
Die Rechte von Kindern sind ein elementarer Baustein der Arbeit von SJK & Co e.V. Kinder sind
die Experten für die Beantwortung der Frage, was eine gute Offene Ganztagsschule ausmacht.
Kinderpartizipation ist daher ein wichtiges Mittel, um die OGS im Sinne der Kinder zu
gestalten. Kinderpartizipation in der OGS ist zudem ein wichtiges Instrument auf dem Weg,
Kinder zu Verantwortung und Selbstständigkeit zu erziehen. Die Kinder sollen erfahren, dass
sie ihre Umgebung mitgestalten können. Die Kinder müssen darüber mitentscheiden dürfen,
wie sie ihre Zeit gestalten möchten. In einigen unserer OGS Schulen wurden Kinderparlamente
eingeführt, in denen die Kinder gemeinsam mit dem betreuenden Personal über Regeln,
Verhalten, Arbeitsgemeinschaften, Mittagessen, Projekte, Ausflüge u. v. m. sprechen und ihre
Bedürfnisse äußern. Weiterhin existieren Wunsch-/Meckerbriefkästen, in denen die Kinder
ihre Anregungen und Kritik zum OGS Ablauf benennen können. Diese werden dann
gemeinsam mit dem betreuenden Personal vor Ort diskutiert und nach Möglichkeit in den
OGS Tagesablauf integriert. Zu verschiedenen Zeitpunkten werden Interviews mit den Kindern
geführt, um ihre Wünsche aufzunehmen.
5.2 Eltern/ Erziehungsberechtigte
Die Zusammenarbeit mit den Eltern bzw. Erziehungsberechtigten ist ein wesentlicher
Bestandteil des Offenen Ganztags. Das Personal und die Eltern / Erziehungsberechtigten
stehen nach Möglichkeit in ständigem Kontakt und Austausch. Den Eltern/
Erziehungsberechtigten werden Einzelgespräche angeboten . Einzelgespräche bieten die
Möglichkeit sich intensiv über das Kind auszutauschen und mit Eltern/ Erziehungsberechtigten
einen besonderen Handlungsbedarf festzustellen und zu erarbeiten. Zudem werden
gemeinsame Beratungsgespräche mit dem OGS Personal, de n Lehrkräften, der Schulleitung
und den Schulsozialarbeitern*innen durchgeführt. Ziele der Elternarbeit sind die partizipative
Förderung der Zusammenarbeit, der Informationsaustausch sowie die Unterstützung der
Eltern in Betreuungs - und Erziehungsaufgaben. Insbesondere soll die Elternarbeit eine Hilfe
zur Selbsthilfe ermöglichen.
Es erfolgt regelmäßig eine Abfrage zum Bedarf an Ferienbetreuungsangeboten.
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Konzept für die außerschulische Betreuung
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5.3 Mitarbeiter*innen
Das OGS Personal ist partizipativ in die Organisationsstruktur des Trägers eingebunden. In
regelmäßigen Teamsitzungen werden Anliegen der Mitarbeiter*innen besprochen und
gemeinsam Lösungsmöglichkeiten erarbeitet.
6. Integration und Inklusion
Ein inklusives Leitbild ist für uns ebenso eine Selbstverständlichkeit wie die Integration aller
Kinder, mit besonderem Augenmerk auf Kinder mit Migrationshintergrund. Der Offene
Ganztag bietet die Möglichkeit, spielerisch Kontakt mit anderen Kindern aufzunehmen und
somit sowohl sprachliche als auch kulturelle Barrieren zu überwinden.
Ein Herzstück des pädagogischen Konzepts von SJK & Co e.V. ist das für die Schulen
entwickelte Inklusionskonzept. Dieses wird im Folgenden dargestellt.
6.1 Das Inklusionskonzept von Schule Jugend Kids & Co e.V.
Auf der Grundlage der Ratifizierung der UN -Konvention über Rechte von Menschen mit
Behinderungen und der Verpflichtung zur Entwicklu ng eines inklusiven Erziehungs - und
Bildungssystems (Artikel 24, 2009), entwickelt SJK & Co e.V. Konzepte zur ganzheitlichen
Betreuung und Förderung aller uns anvertrauten Kinder.
Inklusion bedeutet, jedes Kind mit seiner Persönlichkeit und individuellen Geschichte
vorurteilsfrei willkommen zu heißen. Inklusive und integrative Betreuung zielt nicht allein auf
Kinder mit Behinderungen oder definiertem Förderbedarf im Sinne der AO -SF, sondern auch
auf jene mit Lernschwierigkeiten, Migrationshintergrund und s ozialen oder emotionalen
Unterstützungsbedarf. Jedes Kind wird mit seinen persönlichen Voraussetzungen und
Bedürfnissen vorurteilsfrei angenommen, subjektorientierte begleitet und gefördert.
Grundlegend für das Gelingen einer optimalen Begleitung und Förde rung im Ganztag ist eine
enge Zusammenarbeit mit dem schulischen Team, das die Kinder am Morgen begleitet. Nur
durch gelebte Kontinuität über den gesamten Schultag der Kinder, k ann der Raum für eine
vertrauensvolle Atmosphäre sowie die bestmögliche Unterstützung geschaffen werden.
Um den vielfältigen Belangen und Bedürfnissen der anvertrauten Kinder gerecht zu werden,
gehört zu unserem Verein ein multiprofessionelles Team aus psychologischen,
heilpädagogischen, motopädischen, sozialpädagogischen und theaterpädagogischen
Fachkräften. Diese werden schulscharf eingesetzt, um die Kolleginnen und Kollegen vor Ort
als zusätzliches Personal zu unterstützen.
Folgende Einstellungen und Methoden zur Weiterentwicklung der individuellen Förderung der
Kinder prägen die pädagogische Arbeit von SJK & Co e.V.:
▪ Gelebte Akzeptanz und Toleranz
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Konzept für die außerschulische Betreuung
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▪ Wertfreier und leistungsunabhängiger Blick auf die Kinder
▪ Gemeinsame Verantwortung für die ganzheitliche Förderung aller Kinder
▪ Individuelle Förderpläne
▪ Arbeiten an festgelegten Zielen anhand der Förderpläne. Diese werden regelmäßig
überprüft und überarbeitet.
▪ Therapeutische Unterstützung (z.B. Motopädie)
▪ Gezielter Einsatz von multiprofessionellen Fachkräften
▪ Individuelle Handlungsempfehlungen für die beteiligten Personen vom
multiprofessionellen Team von SJK & Co e.V.
▪ Festgelegter Personalbedarf „über den Nachmittag“ (Heilpädagoge n, Erziehe nde,
Mentoren, Intensivbetreuer/innen)
▪ Vertraute Begleitung für den Übergang von Vor- zu Nachmittag inkl. kurzem Austausch
der beteiligten Akteure
▪ Nutzen von Synergieeffekten zwischen Vor- und Nachmittagsbereich
▪ Multiprofessionelle Teamsitzungen
▪ Zusammenarbeit mit (heilpädagogischen) Einrichtungen und Diensten am Ort
▪ Bedarfsgerechtes und differenziertes Angebot für die betreffenden Kinder, aber keine
Exklusion
▪ Ressourcenorientierter Umgang mit den Kindern
▪ Ermöglichung der Teilnahme an allen Angeboten, AGs und Kursen der OGS
▪ Angepasstes Spiel- und Sportmaterial
▪ Angepasste Räume (kleine Gruppenräume, Sno ozle-Räume, Lesezimmer, reizarme
Räume, Bewegungsräume, Werk- und Kunsträume usw.)
▪ Eltern werden in die Planung und Unterstützung in der OGS für das Kind einbezogen
soweit es zeitlich möglich und von ihnen zu leisten ist
7. Qualitätsmanagement
Um seinem Erziehungs - und Bildungsauftrag gerecht zu werden und die Qualität der
Betreuung zu sichern , legt der Träger SJK & Co e.V. großen Wert auf ein vielschichtiges
Qualitätsmanagement. SJK & Co e.V. orientiert sich in dieser Hinsicht an den
Qualitätsstandards der Stadt Münster.
Es finden regelmäßige Treffen innerhalb und zwischen den Teams sowie den Mitarbeitenden
der Abteilungsleitung, interne und externe Weiterbildungen, Supervisionen sowie
Dokumentation und Evaluation statt. Zudem nimmt der Träger an kommunalen und
bezirksbezogenen Qualitätszirkeln teil.
Die Fachberatung und Abteilungsleitung für die Mitarbeiter*innen wird durch qualifizierte
Fachkräfte sichergestellt.
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Konzept für die außerschulische Betreuung
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7.1 Teamentwicklung
Der Träger SJK & Co e.V. legt großen Wert auf fachlich qualifizierte, beständige und
harmonische Te ams. Durch flache Hierarchien wird den Teams Gestaltungsspielraum
zugestanden, um auf die individuellen Bedürfnisse vor Ort eingehen zu können. Regelmäßige
Teamsitzungen der OG S-Leitungskräfte und de r Gruppenleitungen ermöglichen den
Austausch von Informat ionen sowie die Klärung von Fragestellungen , Fallberatungen und
organisatorischen Aspekten.
Regelmäßig finden zudem T eamsitzungen mit dem gesamten pädagogischen OGS-Personal
der Schulen statt. Diese dienen zum Austausch, zur Reflexion und zur Organisation. Vor
Schuljahresbeginn wird an Teamtagen die Konzeption überprüft und überarbeitet. Die OGS
nehmen wöchentlich an Lehrer /innen-Konferenzen und Dienstbesprechungen teil, um die
Vernetzung mit dem Vormittag zu gewährleisten.
Jährliche Personalgespräche zwi schen Bereichsleitung, Projektleitung, OGS-Leitungskräften
und Gruppenleitern dienen der Überprüfung und Festlegung von Zielen
Im Rahmen der trägerinternen Qualitätssicherung werden monatliche
Qualitätszirkel/Leitungsrunden der OGS -Leitungskräfte sowie de r Leitung des
multiprofessionellen Teams unter Beteiligung der pädagogischen Geschäftsführung
durchgeführt. Diesen dienen dem kollegialen Austausch und der Beratung. Zudem werden bei
den Leitungsrunden besondere Aktionen und ähnliches geplant.
Das multiprofessionelle Team (siehe 4.3) trifft sich ebenfalls monatlich zum Austausch und der
kollegialen Fallberatung.
Die Fachaufsicht obliegt der pädagogischen Geschäftsführung.
Das hauptamtliche Personal nimmt im Sinne des Wirksamkeitsdialogs an internen und
externen Arbeitskreisen teil.
7.2 Fort- und Weiterbildungen
Die Mitarbeiter*innen von SJK & Co e.V. haben die Möglichkeit sowohl interne als auch
externe Fortbildungen zu relevanten Themen zu besuchen. Darüber hinaus nehmen die
Mitarbeitenden des Trägers regelmäßig a m trägerinternen Fortbildungsprogramm teil (z.B.
Präventionsweiterbildung, Entwicklungspsychologie, Corona & Schule).
7.3. Supervision
Allen Teams stehen im Rahmen des Fortbildungsbudgets eine Möglichkeit zur Supervision zu.
Im Zuge der aktuell en Qualitätsentwicklung des Trägers wird ab 2020 eine ständige
Supervision durch ein Institut aus Münster vorgehalten.
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Konzept für die außerschulische Betreuung
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7.4 Dokumentation und Evaluation
Die Mitarbeiter*innen des Ganztages werden in der Führung von Dokumentations - und
Beobachtungsbögen geschult.
Dokumentation:
▪ Führen von Dokumentations- und Beobachtungsbögen
▪ Protokollierte Teamsitzungen
▪ Mitarbeit an den Schulprogrammen der Schulen
▪ Anwesenheitslisten
▪ Unfallbögen
Evaluation:
▪ Regelmäßiger Austausch zwischen den Lehrkräften & den Mitarbeiter*innen des
Ganztages
▪ Elternbefragungen
7.5. Kinderschutz
Der Träger weist e ine zertifizierte Kinderschutzfachkraft vor. Die interne
Kinderschutzbeauftragte steht allen Schulen zur Verfügung und greift bei Verdacht auf
Kindeswohlgefährdung ein und unterstützt die Leitungskraft vor Ort.
Bei Fällen von Kindeswohlgefährdung findet in Absprache mit der Schulleitung und
Lehrkräften ein protokolliertes Verfahren nach § 8a SGB VIII statt. Hierbei arbeitet der Träger
eng mit dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien zusammen.
Im Rahmen der Personaleinstellungen wird besonders auf die Einhaltung der Vorgaben nach
§ 72 a SGB VIII geachtet. So ist die Vorlage eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses
für alle Mitarbeitenden des Trägers (auch Pra ktikanten und Ehrenamtliche) verpflichtend.
Zusätzlich unterschreibt jeder Mitarbeitende eine Selbstverpflichtungserklärung zur
Prävention von Beziehungsmissbrauch mit Personen, die von „Schule Jugend Kids & Co e. V.“
betreut werden. Alle Mitarbeitende sin d verpflichtet an einer eintägigen, internen Schulung
zum Thema Kinderschutz teilzunehmen.
7.6 FAQs
Aktuell arbeiten die OGS-Leitungskräfte unter Beteiligung der Geschäftsleitung an zwei FAQ-
Katalogen (FAQs der Eltern/ Erziehungsberechtigten, FAQs der Mitarbeiter*innen).
8. Gesundheitsförderung und Nachhaltigkeit
Der Träger Schule Jugend Kids & Co e.V. legt großen Wert auf Gesundheitsförderung und
Nachhaltigkeit. Beispielsweise setzt der Träger im Punkt Mobilität auf E -Bikes sowie E-Autos
und verfügt über ein eigenes Lastenrad. Als Träger der OGS mit Sitz in Münster und weiteren
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Konzept für die außerschulische Betreuung
© April 2023 Schule Jugend Kids & Co e.V.
Schulen in Münster, die bereits in der Trägerschaft von SJK & Co e.V. sind, sind nur kurze Wege
zurück zu legen. Dies unterstützt den Klimaschutz der Stadt Münster.
8.1 Kinder
Es ist ein zentrales Anliegen des Trägers, Kindern den wertschätzenden Umgang mit Nahrung
und Material zu vermitteln. Dazu gehör t bspw. der Umgang mit Nahrungsmitteln beim
Mittagessen. Der Wunsch des Trägers ist es, Essen passend zu bestellen und ggf. am nächsten
Tag aufzubereiten. Schulgärten, die im Rahmen des Offenen Ganztags gepflegt werden, sollen
ebenfalls für das Thema „Ernährung“ sensibilisieren und dabei unterstützen, es ganzheitlich
wahrzunehmen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Thema Sport und Bewegung. Gerade angesichts der
zunehmenden Nutzung von digitalen Medien, dem oft damit einhergehenden
Bewegungsmangel und falschen Ernährungsgewohnheiten spielen die Faktoren Sport und
Bewegung eine entscheidende Rolle für die gesunde Entw icklung von Kindern. Verstärkt
wurde diese Dynamik im Verlauf der Corona-Pandemie.
Bei der Programm -Planung und Materialauswahl des Trägers werden diese Aspekte
berücksichtigt.
Zudem ist eine Sport - und Bewegungsteam antizipiert. Der Aufbau des Teams wird von der
Leitung des multiprofessionellen Teams geplant und durchgeführt, die fundierte
sportpsychologische Kenntnisse aufweist.
Selbstverständlich gehören zu einer gesunden Entwicklung die Stärkung sozialer und
emotionaler Kompetenzen. Dies geschieht im A lltag der offenen Ganztagsbetreuung durch
eine wertschätzende und werte -vermittelnde Betreuung durch die Mitarbeiter*innen.
Darüber hinaus ist das multiprofessionelle Team zur individuellen Förderung und Stärkung der
Kinder in den verschiedenen Bereichen zuständig.
8.2 Personal
Nur gesunde und motivierte Mitarbeiter*innen können sich optimal der Betreuung der uns
anvertrauten Kinder widmen. Daher legt der Träger großen Wert auf ein angenehmes
Arbeitsklima. Dazu gehören die Vereinbarkeit von Familie und Beru f, die Möglichkeit zu
regelmäßigem Austausch im Team sowie die Möglichkeit, Ideen einzubringen und an
Entscheidungen beteiligt zu werden.
Im Rahmen von Fortbildungen werden Team -Fortbildungen angeboten, um die
Zusammenarbeit und den Zusammenhalt im Team zu optimieren.
Die Mitarbeiter*innen von SJK & Co e.V. profitieren von einem umfangreichen betrieblich
geförderten Sport - und Bewegungsprogramm. Dazu zähl t bspw. die betriebliche
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Krankenzusatzversicherung, die Nutzung eines E-Bikes oder die Übernahme der Kosten für die
Nutzung eines Fitness-Studio (siehe 4.1).
9. Querschnittsaufgaben
Der Träger Schule Jugend Kids & Co e.V. stellt bei Bedarf Schulbegleiter/innen an den
Standorten in Münster sowie Schulsozialarbeiter/innen.
Zudem ist der Verein SJK & Co e.V. in der offenen Kinder- und Jugendarbeit aktiv (Jugendarbeit
in Schule, Kinder - und Jugendtreff bspw. am Skaterplatz in Mecklenbeck, K inder- und
Jugendmobil, Angebote für Kinder mit Fluchterfahrung).
Eine verlässliche Ferienbetreuung an verschiedenen Standorten sowie ein Firmenservice
gehören ebenfalls zu den Angeboten von Schule Jugend Kids & Co e.V.
Zudem bietet der Träger SJK & Co e.V. im Rahmen der Elternarbeit die Möglichkeit eines
vertrauensvollen Erstkontakts bei Beratungswünschen. Der Träger vermittelt bei Bedarf ggf.
an spezialisierte Institutionen.
10. Vernetzung
Der Träger arbeitet eng mit den Sozialakteuren am jeweiligen Standort zusammen. An allen
OGS Standorten werden enge Kooperationen mit den örtlichen Sportvereinen (z.B. Reiterhof
Stuft, S egelclub Hansa-Münster e.V. ), städtischen und kirchlichen Einrichtungen, Vereinen
(z.B. Lebenshilfe Münster), heilpädagogischen Tagesgruppen und Kindertagesstätten gepflegt.
Im Rahmen der Qualitätsentwicklung ist es für Schule Jugend Kids & Co. e.V. sehr wichtig, eine
gute Zusammenarbeit mit den Schulträgern, Schulleitungen und anderen Akteuren rund um
die Schulverwaltung zu führen. Die Teilnahme an regionalen und über regionalen
Qualitätszirkeln ist hier ein elementarer Baustein. Selbstverständlich is t für einen Träger der
freien Jugendhilfe die Kooperation mit dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
ebenfalls ein wichtiger Bestandteil zum Wohle der zu betreuenden Kinder und deren Familien.
Des Weiteren besteht durch regelmäßige Teamsitzungen auf und zwischen den
verschiedenen Ebenen eine enge Vernetzung innerhalb des Vereins.
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Konzept für die außerschulische Betreuung
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11. Was macht den Verein Schule Jugend Kids & Co e.V. aus?
11.1 Prinzipien eines gemeinnützigen Vereins
Als gemeinnützige r Verein ist das Grundprinzip von Schule Jugend & Co e.V. das Wohl der
(Schul-) Gemeinschaft zu fördern. Dabei stehen selbstverständlich die Kinder im Mittelpunkt.
Aber auch ihre Eltern/ Erziehungsberechtigten, die pädagogischen Fachkräfte und das weitere
pädagogische sowie schulische Team gehören zur Schulgemeinschaft. Schule Jugend Kids &
Co e.V. richtet den Fokus auf die Interessen und Bedürfnisse aller Beteiligten der
Schulgemeinschaft mit dem Ziel die bestmögliche Betreuung für die Kinder im Rahmen der
OGS zu realisieren.
11.2. Entstehungsgeschichte und Entwicklung von Schule Jugend Kids & Co e.V.
Der Träger Schule Jugend Kids & Co e.V. hat sich von der Idee eine Jugendtreffs in Münster -
Mecklenbeck im Laufe der Zeit zu einem erfahrenen und etablierten freien Trä ger der
außerschulischen Betreuung in Münster und dem Umland entwickelt. SJK & Co e.V. profitiert
von der schrittweisen Annäherung an das Thema der Offenen Ganztagsschule und dem
dadurch erworbenen Erfahrungsschatz. Inzwischen ist die Offene Ganztagsschule zum
Herzstück des Trägers geworden, welches SJK & Co e.V. kontinuierlich weiterentwickelt.
Der Träger „Schule Jugend Kids & Co. e. V.“ kann eine 17 -jährige Erfahrung im OGS Bereich
aufweisen. Am 01.08.2006 wurde die erste Trägerschaft einer OGS Schule in Münster
übernommen. Seitdem ist der Verein stetig gewachsen. Mittlerweile werden neun OGS
Grundschulen vom Träger betreut. Dem Träger ist es wichtig, die Individualität jeder Schule zu
bewahren, so dass das vorliegende Konzept jederzeit in Absprache mit de r Schulleitung und
dem pädagogischen Team vor Ort angepasst werden kann.
Aufgrund der Erfahrungen bei einem Trägerwechsel verfügt der Träger über ausreichend
Knowhow bei der Übernahme des vorhandenen Personals. Falls erforderlich bzw. gewünscht
kann neues Personal gestellt werden.
11.3 Teamstruktur und Teamentwicklung
Schule Jugend Kids & Co e.V. ist ein gewachsener Verein, der durch flache Hierarchien und
Flexibilität gekennzeichnet ist. Durch regelmäßige Teamsitzungen innerhalb und zwischen den
OGS-Teams sowie auf unterschiedlichen Ebenen besteht eine enge Verzahnung zwischen den
Teams der Schulen und ein effizienter Erfahrungs austausch. Zudem werden regelmäßig e
Weiterbildungen zu relevanten Themen angeboten.
11.4 Inhaltliche Schwerpunkte
Der Verein SJK & Co e.V. unterliegt als gemeinnütziger Verein den Grundprinzipien eines
solchen (siehe 1.1).
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Konzept für die außerschulische Betreuung
© April 2023 Schule Jugend Kids & Co e.V.
Darüber hinaus setzt der Träger Schwerpunkte in den Bereichen Inklusion und Intergration
(siehe 4.3 und 6.), Sport und Bewegung (siehe 4.4) sowie Partizipation (siehe 5.).
11.5 Materielle Ausstattung
Der Träger verfügt über eine Vielzahl an materiellen Ressourcen (z.B. Lego- und Snoozle-
Bauwagen, Bullis, Theater- und Zirkusequipment, digitale Ausstattung), die von den Schulen
genutzt werden können.
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Konzept für die außerschulische Betreuung
© April 2023 Schule Jugend Kids & Co e.V.
Anhang A
Das Lernzeitkonzept von Schule Jugend Kids & Co e.V.
Um ein ruhiges Umfeld zu schaffen, lernen die Kinder nach Möglichkeit in Gruppen mit ca.
zehn Kindern derselben Altersstufe und haben feste Bezugspersonen. Erledigte Aufgaben
werden von den Mitarbeitenden stichprobenartig auf ihre Sorgfalt überprüft, abgeh akt und
unterschrieben. Die Kontrolle der Richtigkeit der Hausaufgaben liegt jedoch weiterhin bei der
Lehrkraft und den Eltern. Schafft es ein Kind nicht, die Hausaufgaben innerhalb des
vorgesehenen Zeitraums zu erledigen, erfolgt eine Rückmeldung an die z uständige Lehrkraft
und die Eltern über das Hausaufgabenheft. Hierbei wird auch festgehalten, ob die
Hausaufgaben für das Kind zu schwer bzw. zu umfangreich waren oder, ob es auch an der
Arbeitshaltung des Kindes lag. Kinder, die eine intensivere Unterstüt zung während der
Lernzeit benötigen, werden durch Lehrer/innen im Rahmen von Lehrerstunden unterstützt.
Die Hausaufgabenbetreuung soll die Eltern so weit wie möglich entlasten, aber nicht aus der
Verantwortung entlassen. Dies bedeutet, dass die Eltern weit erhin für eine inhaltliche
Überprüfung der Hausaufgaben sowie für Beratungsgespräche mit den Lehrkräften bei
Lernschwierigkeiten zuständig sind.
Die Lehrkräfte
▪ unterstützen die Kinder drei Stunden (bei einer Gruppengröße von 25 Kindern) in der
Woche im OGS Förderunterricht.
▪ schauen täglich ins Hausaufgabenheft, um die Notizen der Erziehungskräfte zu lesen.
▪ stehen im regelmäßigen Austausch mit den pädagogischen Fachkräften.
Die pädagogischen Fachkräfte der OGS
▪ sorgen für einen ruhigen Arbeitsplatz und eine positive Lernatmosphäre.
▪ geben bei Bedarf Starthilfe.
▪ achten auf eine sorgfältige und übersichtliche Heftführung.
▪ vergewissern sich, dass alle Aufgaben erledigt wurden.
▪ geben den Lehrkräften und Eltern eine qualifizierte Rückmeldung über die Bearbeitung
der Aufgaben und die dabei beobachteten Besonderheiten.
Die Kinder
▪ notieren sich die Hausaufgaben.
▪ arbeiten konzentriert und stören die anderen Kinder nicht.
▪ bemühen sich selbständig zu arbeiten.
▪ achten auf eine sorgfältige und übersichtliche Heftführung.
▪ holen nicht erledigte und unvollständige Hausaufgaben nach.
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Konzept für die außerschulische Betreuung
© April 2023 Schule Jugend Kids & Co e.V.
Die Eltern/Erziehungsberechtigten
▪ schauen täglich ins Hausaufgabenheft, um die Notizen der Erziehungskräfte zu lesen.
▪ sollen mit dem Kind die Hausaufgaben durchschauen, um so die Arbeit der Kinder
wertzuschätzen und um Kenntnis über den Lern - und Leistungsstand des Kindes zu
erhalten.
▪ entscheiden, ob die Hausaufgaben, die in der Hausaufgabenzeit nicht vollständig
erledigt wurden, zu Hause nachgearbeitet werden sollen.
▪ erledigen die Leseaufgaben mit ihrem Kind.
Die OGS Kinder sollen durch die Lehrkräfte eine individuelle, auf die Bedürfnisse der Kinder
zugeschnittene Förderung nutzen können. In diesen Förderstunde n werden durch die
Lehrkräfte Leistungsdefizite und Inhalte des Vormittags vertieft und gefestigt. Zudem gibt es
die Möglichkeit, eine Lernunterstützung durch das Bildungs - und Teilhabepaket zu
beantragen. Auch hier unterstützen die Koordinatoren der OGS s owie (sozial-)pädagogische
Fachkräfte der Schule die Eltern.
Schule Jugend Kids & Co e.V.
Harkortstraße 13
48163 Münster
Telefon: 0251 74 76 702
Web: www.jugend-ms.de
Mail: info@jugend-ms.de
Anlage 2_Rahmenkonzept OGS_Kolping Bildungswerk
45441 Zeichen
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Konzept
Offene Ganztagsangebote
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Inhalt
Inhalt ......................................................................................................................................................... 2
1.Vorbemerkung ....................................................................................................................................... 3
2. Leitbild .................................................................................................................................................. 4
3. Ziele und Grundsätze ............................................................................................................................ 5
3.1 Sprache und Kommunikation .......................................................................................................... 6
3.2 Inklusion von Kinder mit Behinderung und Genderthematik ......................................................... 6
3.3 Integration von Migrantinnen und Migranten ................................................................................ 8
3.4 Bewegung, Spiel, Sport und Ruhe .................................................................................................... 8
3.5 Ernährung und Gesundheit .............................................................................................................. 9
3.6 Kulturelle Bildung .......................................................................................................................... 10
3.7 Natur und Umwelt ......................................................................................................................... 10
3.8 Hausaufgaben und Wochenplan ................................................................................................... 10
3.9 Verkehrserziehung und Radfahrausbildung .................................................................................. 11
4. Rahmenbedingungen ........................................................................................................................... 11
4.1. Betreuungszeiten und Ferien ....................................................................................................... 11
4.2. Gestaltung der Gruppen ............................................................................................................... 12
4.3. Partizipation .................................................................................................................................. 13
4.4 Kooperationen ............................................................................................................................... 13
4.5 Zusammenarbeit mit den Eltern .................................................................................................... 14
4.6 Zusammenarbeit mit der Grundschule ......................................................................................... 15
4.7 Zusammenarbeit mit dem Schulträger .......................................................................................... 15
5. Personal ............................................................................................................................................... 15
5.1 Leitung, Koordination .................................................................................................................... 15
5.2 Qualifikation des Personals ........................................................................................................... 15
5.3 Personaleinsatz .............................................................................................................................. 16
5.4 Fortbildung des Personals ............................................................................................................. 16
6. Kinderschutz ....................................................................................................................................... 16
7. Qualitätssicherung .............................................................................................................................. 17
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1.Vorbemerkung
Ausgehend vom Schwerpunkt „Entschieden für Familie“ sieht das Kolpingwerk Diözesanverband
Münster Angebote der Übermittags- und Ganztagsbetreuung auch im Kontext der verbesserten
Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Jedoch müssen Schule und
Erziehung in erster Linie das Wohl des Kindes im Blick behalten. Unter diesem Gesichtspunkt sollten
die Angebote so gestaltet sein, dass sie die Kinder entsprechend ihrem Entwicklungsstand und ihrer
sozialen Reife fördern.
Die offene Ganztagsgrundschule „soll durch die Zusammenarbeit von Schule, Kinder- und Jugendhilfe
und weiteren außerschulischen Trägern ein neues Verständnis von Schule entwickeln. Sie sorgt für
eine neue Lernkultur zur besseren Förderung der Schülerinnen und Schüler. Sie fördert die
Zusammenarbeit von Lehrkräften mit anderen Professionen.“ (RdErl. Punkt 1.1)
Das Kolping-Bildungswerk ist anerkannter Träger der Jugendhilfe nach § 75 KJHG/SGB VIII.
In unserem Konzept orientieren wir uns an dem Modell „QUIGS 2.0 – Primar, Qualitätsentwicklung in
Ganztagsschulen“ und greifen Inhalte der einzelnen Module des Modells auf.
Das Kolping-Bildungswerk kooperiert in vielfältiger Weise mit Schulen im Münsterland.
Wir sind Träger der offenen Ganztagsgrundschule an der
Verbundgrundschule Milte-Einen
Brigidenschule Legden-Asbeck
Antonius Grundschule Darfeld
Sebastian Grundschule Osterwick
der pädagogischen Übermittagsbetreuung in der Sekundarstufe an 11 Schulstandorten
der Schulsozialarbeit an 6 Schulstandorten
der sozialpädagogischen Betreuung in einem Internat
sowie einer U3-Betreuung
Die Mensa bzw. Essensausgabe organisieren wir an 4 Schulen.
An mehreren Schulstandorten sind Integrationshelfer und FSJ’ler tätig.
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2. Leitbild
Das Kolping Bildungswerk ist Teil des weltweiten Kolpingwerkes, das heute mit rund 450.000
Mitgliedern in mehr als 50 Ländern der Erde auf allen Kontinenten vertreten ist. Allen Kolping-
Einrichtungen gemeinsam ist der programmatische Anspruch ihrer Arbeit, den Adolph Kolping, der
große deutsche Sozialreformer, schon vor 150 Jahren geprägt hat:
„Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht der Mensch.“
Eine Leitlinie, die auch die Aufgaben der Kolping- Bildungswerke prägt. Unter Bildung verstehen wir
einen den ganzen Menschen umfassenden lebenslangen Prozess, der den Menschen befähigen soll,
über die eigene persönliche Entfaltung hinaus zu einer aktiven Teilhabe am sozialen, politischen und
wirtschaftlichen Leben zu gelangen. Unsere Grundlage ist das Leitbild des Kolpingwerkes
Deutschland.
In unseren Angeboten geht es um mehr als Wissensvermittlung, es geht um einen ganzheitlichen
Bildungsansatz, um ein ganzheitliches Verständnis des Menschen. Es geht um Herz und Verstand. Wir
sehen den Menschen mit seinen Bedürfnissen und Interessen in seiner konkreten Lebenssituation. Wir
sehen ihn sowohl in seiner Individualität als auch in seinen sozialen Beziehungen. Für uns und die
Gestaltung unserer Bildungsangebote folgt daraus eine Haltung
die geprägt ist von Glaubwürdigkeit
partnerschaftlichem Umgang
Verbindlichkeit
Zuverlässigkeit.
Das Kolping-Bildungswerk übernimmt aus dieser Überzeugung heraus Verantwortung für Familien
und ihre Kinder. Mit der Übernahme der Trägerschaft der pädagogischen Übermittagsbetreuung
sichert sie den Kindern eine qualitative Vielfalt von Lern-, Handlungs-, Welt- und Ich-Erfahrungen, um
sie für das Leben jetzt und in der Zukunft stark zu machen. Alle Freizeit- und Förderangebote sollen
moralische, kulturelle und religiöse Werte sowie soziale Kompetenzen vermitteln und dienen der
Persönlichkeitsentwicklung des Kindes.
Mit den vielfältigen Angeboten werden somit auch Familien entlastet und unterstützt und sie bietet
gerade Frauen eine Erleichterung für die Teilhabe am beruflichen, sozialen und auch kulturellen
Leben.
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3. Ziele und Grundsätze
Mit unserem Angebot verfolgen wir das Ziel, Kinder individuell zu fördern – auf der Grundlage ihrer
jeweiligen Begabungen, Bedürfnisse und lebensweltlichen Rahmenbedingungen.
Offene Ganztagsangebote sollen die individuelle und soziale Entwicklung der Kinder stärken. Die
Kinder erhalten im Rahmen der Angebote die Möglichkeit, an einer erweiterten Form von Förderung
und Betreuung teilzunehmen. Betreuung in diesem Kontext bietet den Kindern abwechslungsreiche
und altersgemäße Beschäftigungs- und Förderangebote.
Kinder brauchen für ihre Entwicklung verlässliche Strukturen mit verlässlichen Freiräumen, Raum für
eigenständige Aktivitäten und Welterkundungen, auch in der Begegnung mit anderen Kindern. Kinder
wollen Wissen und Können erwerben und benötigen dabei Unterstützung, Anleitung und
Anerkennung durch die Erwachsenen.
Kinder haben Begabungen, von denen sie selbst oft nichts wissen oder ahnen, auch ihre Eltern nicht.
Sie brauchen das Erlebnis, dass ihnen jemand durch Wertschätzung und Förderung ihre Fähigkeiten
entlockt oder ihnen hilft, neue Begabungen zu entdecken. Vor allem Kinder, die zu Hause und in
ihrem Umfeld wenig herausgefordert und wenig bestätigt werden, können nicht immer das
Selbstvertrauen entwickeln, das erforderlich ist, um auch mit eher schwierigen Situationen
umzugehen. Kinder brauchen Ermutigung bei Misserfolg und Schwierigkeiten und Anerkennung bei
Erfolg.
Das Ganztagsangebot eröffnet neue Spielräume für soziales Lernen und praktisches Erproben und
Erfahren, es bietet vielfältige Lern- und Erfahrungsfelder. Dabei können spezifische Neigungen und
Interessen der Kinder verstärkt berücksichtigt werden und so den individuellen Bedürfnissen der
Kinder und der Entwicklung von Selbstwirksamkeit besser gerecht werden.
Leitziele sind:
- Erweiterung von Handlungskompetenzen im Gruppenleben, Stärkung von sozialen
und emotionalen Kompetenzen (Konfliktlösungsstrategien).
- Stabilisierung und weitere Festigung von erworbenen schulischen Fertigkeiten und
Kenntnissen (durch gezielte Förderung).
- Erweiterung von musischen, sportlichen und kreativen Fähigkeiten und Fertigkeiten.
- Stärkung der Selbstverantwortung hinsichtlich der persönlichen Entwicklung (Kinder
stark machen).
- Ausbau und Kräftigung von lebenspraktischen Fertigkeiten (Kochen, Hygiene).
- Integration, Vermeidung von Ausgrenzung (andere Kulturen kennen lernen und
akzeptieren).
- Stärkung der positiven Gesamtpersönlichkeit des Kindes, auch im Hinblick auf die
Geschlechteridentität.
Die Übermittagsbetreuung und das Angebot der Ganztagsbetreuung…
- ermöglicht mehr Zeit für Bildung und Erziehung und individuelle Förderung (z.B. Förderung
zur Behebung individueller Lernschwächen);
- bietet Spiel- und Freizeitgestaltung sowie eine ergänzende Gestaltung des Schulalltages;
- sorgt für ein umfassendes pädagogisches Angebot, das sich an dem jeweiligen Bedarf der
Kinder und der Eltern orientiert (Freizeitangebote, Hausaufgabenbetreuung, usw.);
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- entlastet bei Bedarf die Eltern, die einer Berufstätigkeit nachgehen müssen/ wollen;
- zielt auf besondere Förderangebote für Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien und für
Kinder mit besonderen Begabungen ab sowie Angebote zur Stärkung der Familienerziehung;
- will sprachliche Unterstützung für ausländische Kinder geben.
Über die regulären Förder-, Betreuungs- und Freizeitangebote für alle Kinder können bei Bedarf
spezielle Fördermöglichkeiten vereinbart werden, z.B.
- besondere Förderangebote für Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien und für Kinder
mit besonderen Begabungen sowie Angebote zur Stärkung der Familienerziehung.
- Schulsozialarbeit (niederschwelliger Beratungsansatz – Angebote für Kinder als auch Eltern
und Lehrer*innen müssen individuell am jeweiligen Bedarf orientiert entwickelt werden).
- Lernberatung (" Lernen lernen").
3.1 Sprache und Kommunikation
Sprache ist Mittel zum Zweck; Sprache übermittelt Anliegen und Wünsche, schafft Austausch und
Umgangsformen. Ohne gemeinsame Sprache findet jedoch kein Austausch statt. Ohne gemeinsame
Sprache ist nur begrenzt eine Gemeinsamkeit zu schaffen. Die Entwicklung einer gemeinsamen
Sprache und eines gemeinsamen „Tons“ („Der Ton macht die Musik.“) wird von Kindern geradezu
erwartet, denn sie wollen – unabhängig vom „Ton“ ihrer Äußerungen – in der Gemeinschaft der
Großen und in ihrer Bezugsgruppe akzeptiert und verstanden werden.
Der Umgang und die Kommunikation in der Gruppe bietet zusätzliche Räume, Sprache ganzheitlich zu
erfahren, systematische Hilfen zu geben, Methoden der Aneignung zu entwickeln und sich über
Sprache auszutauschen. So erleben die Kinder Problemlösestrategien und Alternativen, wie man sich
selbst zu helfen weiß. Wenn sich Kinder gefragt und verstanden fühlen, beteiligen sie sich,
identifizieren sich mit der Gruppe, tragen zur Atmosphäre bei, haben weniger Angst und erlangen
soziale Kompetenzen.
Als eine pädagogische Leitlinie dient die „Gewaltfreie Kommunikation“ nach Marshall B. Rosenberg.
Die pädagogischen Mitarbeiter*innen der OGS werden an zwei Tagen im Schuljahr weitergebildet,
sodass nachhaltig erworbene Kenntnisse umgesetzt und bestehende weiter ausgebaut und gefestigt
werden können.
Hier finden wir die Ansätze für unsere professionelle innere Haltung zu den Eltern und den Kindern.
Weiterhin bietet uns die „Gewaltfrei Kommunikation“ in der Methodik und Didaktik die Leitlinie den
alltäglichen und herausfordernden Situationen in einer guten Balance zu begegnen.
3.2 Inklusion von Kinder mit Behinderung und Genderthematik
Vorbemerkung:
„Das Ziel „Wir werden eine inklusive“ Schule ist sicherlich ein eher diffuses und nicht klares
abzugrenzende Ziel, das Unsicherheiten und vor allem Konflikte schürt (Mays, 2016, S. 74). Es muss
also im Hinblick auf die Entwicklung einer inklusiven Schulkultur darum gehen, schrittweise zu
erreichende realistische Meilensteine in klar abgegrenzten Zeitfenstern zu diskutieren und zu
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verabreden. …“ QUA-LiS NRW (Qualitäts- und UnterstützungsAgentur – Landesinstitut für Schule,
Inklusive Schulkultur – Arbeitshilfe mit den Reflexionsbögen und Impulsen für die schulische Praxis,
Soest 11/2020, S.8).
Um diesen Erwartungen gerecht zu werden, folgen wir dem QUA-LiS NRW und der Grundschule und
beziehen uns hier auch, wie das Institut, auf den Reflexionskreis (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung
& Schubert, 2014)
Grundsätzlich streben wir eine Arbeitsgruppe an, in den sich alle Akteure dieser Schule
zusammenfinden. Hier soll es im ersten Schritt um eine Erfassung gehen, was es an der Schule bereits
gibt und wie die bisherigen Erfahrungen gewesen sind. Im folgenden Schritt muss erfasst werden,
was wir für eine weitere Entwicklung an der Schule brauchen. Hier ist für uns besonders interessant,
die bisherigen Kooperationen zwischen Schule und Ganztag zu betrachten. An welchen Stellen
brauchen wir eine primäre Weiterentwicklung, ggf. mit einem externen Coaching oder einer
Prozessbegleitung. An dieser Stelle ist es von besonderer Bedeutung, Bezugspersonen sowohl im
Schulalltag als auch im Ganztag als durchgehende Begleitpersonen zu installieren, z.B. in Form von
Schulbegleiter*innen, Integrationskräften oder OGS-Mitarbeiter*innen mit erweiterten
Aufgabenbereichen. Hier gilt es eine genaue Vereinbarung für die gesonderten Aufgaben zu treffen.
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Eine nachhaltige Weiterentwicklung im laufenden Prozess sichert eine Arbeitsgruppe, die sich
regelmäßig trifft und Erfahrungen austauscht sowie schwierige Situationen benennt und abbaut.
3.3 Integration von Migrantinnen und Migranten
Auch hier gilt es gemeinsam eine abgestimmte Integration zwischen Lehrerschaft und Ganztag für die
Kinder mit Migrationshintergrund zu gestalten. Hier bietet sich eine Begleitung teilweise /
stundenweise am Vormittag und in den Differenzierungskursen etc. durch OGS-Mitarbeiter*innen an.
Somit haben die Kinder eine erwachsene Person sowohl im Vormittags-, als auch im
Nachmittagsbereich als Bezugsperson. Dies fördert eine positive verlässliche Beziehungsarbeit und
eine stetige Begleitung der Kinder, stellt aber auch ein Bindeglied zwischen den beiden Bereichen
dar, wodurch eine gut abgestimmte Kooperation zwischen Lehrerschaft und OGS-Bereich unterstützt
wird. Eine verbindende Stelle, die nicht nur den Blick auf die schulischen Inhalte hat, sondern eine
positive Haltung zu den unterschiedlichen kulturellen Identitäten mit sich bringt, hilft den Kindern
sich in unseren Welten zurecht zu finden. Des Weiteren kann diese*r Mitarbeiter*in schwierige
Situationen erkennen und dazu beitragen diese abzubauen. Besonders bei entstehenden Konflikten
kann diese Person aufgrund der Präsenz viel früher agieren und vermitteln.
Ein genaues Konzept für diese übergreifende Tätigkeit sollte mit Schule erarbeitet werden. Hier wird
vor allem die Frage zu stellen sein, was (neu) zugewanderte Kinder in der (Ganztags-) Grundschule
brauchen.
Sprachkurse
ein wertschätzendes Gegenüber
Verständnis
Sicherheit
Angenommen sein
Willkommen sein
Nur einige Stichwörter, die eine Richtung für die inhaltliche Arbeit einer solchen Kraft zeigen. Hier gilt
es zu erfassen, wo stehen wir, was haben wir schon, was läuft gut, was nicht und wo wollen wir hin.
3.4 Bewegung, Spiel, Sport und Ruhe
Kinder lieben Bewegung und brauchen Bewegung gemäß ihrem natürlichen Bewegungsdrang.
Bewegung, Spiel und Sport sind Grundlagen für die körperliche, geistige und emotionale Entwicklung
eines Kindes. Durch vielfältige Bewegungsangebote werden diese Entwicklungsprozesse positiv
beeinflusst. Kinder entdecken sich, ihre Umgebung und ihre soziale Rolle durch Laufen, Springen,
Kämpfen, Schwimmen, Werfen, Klettern, Rollen und Spielen zusammen mit Freunden.
Auf der anderen Seite gibt es bei vielen Kindern ernsthafte motorische Probleme. Es gibt Kinder, die
kaum Gelegenheit haben, sich auf der Straße, in der Natur zu bewegen, mit anderen Kindern Sport zu
treiben. Übergewicht und andere ernährungsbedingte Probleme, eingeengte räumliche Verhältnisse
im Wohnumfeld und auch eine unzureichende Wahrnehmung der eigenen körperlichen
Befindlichkeit beeinträchtigen Kinder in ihrem natürlichen Bewegungsdrang. Das wirkt sich auf
Lernfreude und Lernverhalten im Unterricht aus.
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Mädchen und Jungen zeigen Interesse für viele verschiedene Sportarten und brauchen
Gelegenheiten, diese kennen zu lernen und herauszufinden, welche am besten zu ihren Fähigkeiten
passen. Dies spielt zum einen im Sportunterricht eine wichtige Rolle, aber auch im
außerunterrichtlichen Schulsport und Angeboten zu Bewegung, Spiel und Sport im Ganztag. Hier
können die außerunterrichtlichen Bewegungsinteressen der Schülerinnen und Schüler verstärkt
Berücksichtigung finden. Die Kinder können ermutigt werden, auch sogenannte
geschlechtsuntypische Sportarten zu erproben.
Hierfür werden zwei pädagogische Mitarbeiter*innen zu Übungsleiter*innen im Breitensport über
den Landessportbund ausgebildet. Damit wird gewährleistet, dass eigene Sportangebote für die
Bedarfe und Wünsche der Kinder umgesetzt werden. Durch die Vorgabe des Landessportbunds
müssen die Übungsleiter*innen nach Erwerb der Lizenz alle vier Jahre an einer Weiterbildung
teilnehmen, womit die Qualitätssicherung für diesen Bereich gesichert ist. Es beinhaltet zudem die
Chance sich immer wieder neuen Themen und Bereichen zu widmen und somit über eine
Weiterentwicklung im Bewegungsbereich sowie auch im erlebnispädagogischen Bereich die
Angebote der OGS zu ergänzen. Ein weiterer Schritt ist es zu den Sportvereinen ein Netzwerk
aufzubauen und die Vereine dafür zu gewinnen, ihre Angebote für die Kinder vor Ort anzubieten.
Da sich die Grundschule mit dem Offenen Ganztag zu einem Lebensort entwickelt hat, dürfen die
Angebote nicht nur im dynamischen Bereich liegen, sondern die Kinder müssen auch sichere Räume
und Angebote haben, in denen sie sich zurückziehen können mit dem Ziel, Möglichkeiten zur Ruhe
und Ausgeglichenheit anzubieten. In der Praxis heißt dies, einen „Ruheraum oder -räume“ je nach
Bedarf zur Verfügung zu stellen. Hier gilt es auch den Kinderschutz zu berücksichtigen. Diese
„Ruhenischen“ werden auch auf dem Außengelände benötigt z.B. durch Sitzecken im Schatten, die
natürlich begrenzt sind, oder auch durch „outdoor Liegekissen“ als Angebote zum Ausruhen und zum
Dösen. Hierzu ergänzend sollten Angebote wie Traumreisen, Entspannungsübungen, etc. einen
festen Bestandteil haben.
3.5 Ernährung und Gesundheit
Essen und Trinken in der Schule ist heute unverzichtbarer Bestandteil des Schulalltags und
gleichzeitig verlagert sich der Einfluss auf die Essgewohnheiten und die Ernährungsbildung
zunehmend von der Familie in die Betreuungseinrichtung.
Gemeinsame Mahlzeiten vermitteln den Kindern ein Gemeinschaftsgefühl und leisten einen
wichtigen Beitrag zum sozialen Lernen. Die Mahlzeiten werden von gemeinsam erarbeiteten Regeln
und Ritualen bestimmt.
Es wird gemeinsam der Tisch gedeckt, gemeinsam gegessen und gemeinsam abgeräumt. Die
gemeinsamen Mahlzeiten sind der Ort nach einem Schultag, an dem Kinder reden, Erlebtes erzählen,
Fragen stellen und vieles mehr – ein buntes Treiben mit Regeln und Ritualen für die Mittagspause der
Kinder, gemeinsam mit den Erwachsenen.
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3.6 Kulturelle Bildung
Kulturelle Bildung setzt heute nicht mehr nur auf das Anschauen und Hören, sondern auf die eigenen
Aktivitäten der Kinder und Jugendlichen. „Anfassen erlaubt“– die Mitwirkung bei Konzeption und
Gestaltung – das ist der entscheidende Schritt zu einer kulturellen Bildung für Kinder, die die Kinder
gerade dadurch überzeugt, dass sie kulturelle Bildung von und mit Kindern ist.
Die Beteiligung der Kinder an der Auswahl, der Konzeption und der Ausgestaltung ist unverzichtbar,
in der außerschulischen Jugendarbeit und inzwischen auch in Schulen erprobt. Heterogenität ist eine
Chance. Kulturelle Bildung kann gezielt Kinder und Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte, mit
besonderen Begabungen wie auch mit Behinderungen ansprechen und gemeinsame Lern- und
Kulturerfahrungen unterstützen und zur Integration beitragen.
3.7 Natur und Umwelt
Durch gezielte Angebote werden den Kindern unmittelbare Naturerfahrungen, Kenntnisse über
Umweltphänomene und deren Hintergründe, Gelegenheit zu Experimenten und zum Erlernen eines
vernünftigen Umgangs mit Ängsten, Risiken und vor allem der Vielfalt der sich oft genug
widersprechenden Informationen der Medien ermöglicht.
Es werden Gruppen angeboten, in denen sich die Kinder ausführlicher mit den Themen befassen, an
denen sie freiwillig aus eigener Motivation heraus teilnehmen. Die Gruppen werden von den
Mitarbeiter*innen angeleitet und begleitet. Hier wird eine Zusammenarbeit beispielsweise mit dem
verorteten NABU und anderen angestrebt. Dies bildet eine gute Basis um aktuelle Themen zu Natur
und Umwelt in Münster und Umgebung den Kindern näher zu bringen.
3.8 Hausaufgaben und Wochenplan
Mit der Frage, welchen Nutzen in der heutigen Zeit Hausaufgaben haben und wie sie umgesetzt
werden, beschäftigen sich immer mehr wissenschaftliche Studien in den letzten Jahrzehnten. Auch
wir versuchen diese Ergebnissen und Erkenntnissen im Rahmen unserer Möglichkeiten umzusetzen.
Ein wichtiges Ziel und die Vorgabe für die OGS ist es, dass die Kinder der Ganztagsbetreuung in der
Regel ihre Aufgaben in den dafür vorgesehenen und vorgegebenen Zeiten bei uns erledigen.
Die Hausaufgabenbetreuung ist natürlich keine Nachhilfe, dennoch unterstützen wir die Kinder dort
in den Bereichen in denen sie es benötigen. Die Kinder sollen in der Regel ihre Aufgaben selbständig
erarbeiten.
Wir fördern die Gruppen- und die Teamarbeit in den Betreuungszeiten, in denen sich die Kinder bei
gleichen Aufgaben finden und ein förderlicher gegenseitiger Austausch stattfindet. In bestimmten
überfordernden Situationen bilden die betreuenden Erwachsenen eine Lerngruppe und lösen dann
gemeinsam mit den Kindern die Aufgaben. Weiterhin soll es genug Raum und Ruhe geben um
ungestört in die Einzelarbeit zu gehen.
Die Arbeit mit einem Tagesplan und einem Wochenplan ist für die OGS ein großer Vorteil, so kann mit
vielen Situationen viel flexibler umgegangen werden, z.B. bei internen Angeboten für die Kinder
während der OGS-Zeit. Darüber hinaus kann die Motivation und Eigenverantwortung bei den Kindern
gestärkt werden. Die OGS wird sich in diesem Zusammenhang mit den Vorgaben der Schule
abstimmen und austauschen und ihr Angebot entsprechend anpassen und ergänzen.
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3.9 Verkehrserziehung und Radfahrausbildung
Die Grundschulen haben eine umfassende Verkehrserziehung während der Schulzeit und auch dort
sehen wir unsere Verantwortung in der Kooperation mit der Grundschule, den Kindern und Eltern, die
morgens erworbenen Fähigkeiten im Parcours können am Nachmittag freiwillig wiederholt und damit
gefestigt werden. Auch die Motivation bei den Kinde rn, durch das Vorführen erworbener Fähigkeiten
den Eltern gegenüber wird gesteigert. In gemeinsamen ergänzenden Einheiten können die Kinder sich
besser auf die Umwelt vorbereiten.
4. Rahmenbedingungen
Ein verlässliches und somit gelungenes Angebot stützt sich auf die gesicherte Basis von
organisatorischen, rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen.
Die organisatorischen Rahmenbedingungen werden in den Kooperationsverträgen festgehalten.
Sie dienen zur Überprüfung des pädagogischen Konzepts.
4.1. Betreuungszeiten und Ferien
Das Angebot der Offenen Ganztagsschule bietet eine tägliche Betreuung an. Die Rahmenbedingungen
gibt das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen in seinem Runderlass
vor:
„5.1 Der Zeitrahmen des Ganztagsbetriebs gebundener Ganztagsschulen (§ 9 Absatz 1
SchulG) erstreckt sich unter Einschluss der allgemeinen Unterrichtszeit in der Regel auf mindestens
drei Unterrichtstage über jeweils mindestens sieben Zeitstunden, in der Regel von 8 bis 15 Uhr. Er
erhöht sich in erweiterten gebundenen Ganztagsschulen in der Regel auf jeweils mindestens vier
Unterrichtstage mit jeweils mindestens sieben Zeitstunden. Die Teilnahme aller Schülerinnen und
Schüler ist in diesem Zeitrahmen verpflichtend.
Gebundene und erweiterte gebundene Ganztagsschulen in der Sekundarstufe I führen über den für
alle Schülerinnen und Schüler verpflichtenden Zeitrahmen hinaus weitere außerunterrichtliche
Angebote durch, zum Beispiel nach 15 Uhr oder an weiteren Wochentagen. Die Teilnahme der
Schülerinnen und Schüler an diesen Angeboten ist in der Regel freiwillig. Die Schule kann diese
Angebote für einen Teil der Schülerinnen und Schüler als verpflichtend erklären. RdErl. d. Ministeriums
für Schule und Weiterbildung v. 23.12.2010 (ABl. NRW. 01/11 S. 38, berichtigt 02/11 S. 85)“
Ein Betreuungsplan wird mit der Schulleitung und dem kommunalen Träger vereinbart. Als Grundlage
hierfür werden die bestehenden Zeiten als Basis gesehen und geklärt, welche weiteren Bedarfe von
den Eltern mit integriert werden sollten. Dies beinhaltet auch eine Frühbetreuung und Modelle der
bis Mittagsbetreuung.
Die Betreuung wird an allen Tagen, an denen Lehrerfortbildungen, Elternsprechtage sowie weitere
schulische Veranstaltungen, an denen der Unterricht für die Schülerinnen und Schüler entfällt,
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gewährleistet.
Ein Ferienprogramm wird sich an dem bisher bestehenden Programm orientieren und ggf. erweitert,
angepasst sowie mit anderen Schulen kooperiert.
„5.5 In den Zeitrahmen sollen je nach Bedarf auch bewegliche Ferientage und Ferien einbezogen
werden, gegebenenfalls als schulübergreifendes Ferienprogramm.
RdErl. d. Ministeriums für Schule und Weiterbildung v. 23.12.2010 (ABl. NRW. 01/11 S. 38, berichtigt
02/11 S. 85)“
4.2. Gestaltung der Gruppen
Gruppe als Grundstruktur: Kinder brauchen Strukturen. Um dem gerecht zu werden gehören die
Kinder einer festen Gruppe an, die den Kindern Halt, Orientierung und ein Gefühl der Zugehörigkeit
bietet. Die Gruppen werden von festen Bezugspersonen geführt.
Die Gruppengröße einer Gruppe in der Ganztagsbetreuung besteht aus maximal 25 Kindern. Bei
außerunterrichtlichen Angeboten, z.B. der Neigungsanbieter, richtet sich die Größe nach dem Inhalt.
Es kann also sein, dass weniger als 25 Kinder an einer Aktivität teilnehmen oder, z. B. bei
Sportangeboten oder bei Theatergruppen und Chören, auch mehr wie 25 Kinder teilnehmen.
Außerdem ist es auch möglich, Angebote für andere Kinder (z.B. bei speziellen Projekten) gegen
einen Kostenbeitrag zu öffnen.
Natürlich lassen sich nicht alle Bedürfnisse sofort erfassen und viele Geschehnisse im Alltag wird das
Team vor neue Herausforderungen und Bedarfe stellen. Hier wird durch die Begleitung des Kolping-
Bildungswerkes beraten und es werden weitere benötigte Angebote installiert. Grundlegend sind hier
auch die finanziellen Ressourcen in den nächsten Jahren. Auch tarifliche Entwicklungen im
Personalwesen müssen hier berücksichtigt werden. Genauso pädagogische Entwicklungen und die
Veränderung von Standards, die die finanziellen Ressourcen zusätzlich belasten. Hier sehen wir uns
im Gespräch, um die Möglichkeiten und Ressourcen der Investitionen für die Zukunft gemeinsam zu
gestalten.
Ausgehend von den oben genannten Handlungsfeldern, können beispielhaft praxisbezogene folgende
Angebote durchgeführt werden:
Angebote zur Konfliktlösung bzw. in der Art von „Coolnesstraining“
Aufklärung und Suchtprävention
Einheiten zu Erlebnispädagogik für eine positive Ausrichtung der Gruppendynamik, dem
Selbstwert und der Selbsteinschätzung
besondere kreative und musische Angebote im Bereich Tanzen, Werken, Malen und
Basteln
Selbstbehauptungskurse
Ausflüge in die Natur
Erste Hilfe für Kinder
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Themenbezogene Projektwochen, die z.B. auf den Sachkundeunterricht aufbauen
Theater- und Zirkuspädagogik
4.3. Partizipation
Aus unserer Sicht als außerschulischer Partner der Kinder- und Jugendarbeit besteht konkret die
Anforderung, den Grad von Freiwilligkeit, Wahlmöglichkeiten und Orientierung an den Interessen der
Kinder und Jugendlichen zu erhöhen. Denn die Ermöglichung von Partizipation ist ein Grundprinzip
unseres pädagogischen Handelns. Unser Ansatz ist geprägt von dem Leitgedanken, dass Kinder
Subjekte ihres eigenen Entwicklungs- und Bildungsprozesses sind.
Freiwilligkeit, die Ausrichtung der Angebote an den Interessen und Bedürfnissen von Kindern sowie
ihre Beteiligung an der Ausgestaltung der Angebote sind daher pädagogische Gebote, um ihre
Selbsttätigkeit zu ermöglichen und damit zu ihrer Persönlichkeitsentwicklung beizutragen. Als Träger
der Kinder und Jugendhilfe sind wir nach SGB VIII auch als Träger von Ganztagsangeboten dazu
verpflichtet.
Die Vorgaben sollen mit einem oder mehreren OGS-Kinderteams umgesetzt werden, die sich zu
bestimmten Themen in Begleitung und Anleitung treffen. Die Kinder können sich selbst zu den
Themen melden, bei denen sie mitarbeiten möchten, aber auch angesprochen werden von anderen
Kindern oder Mitarbeiter*innen. Die Zusammenarbeit gestaltet sich projektorientiert und sendet ggf.
zu bestimmten Treffen in der Schule Abgesandte, die nach einer Vorbereitung zu einzelnen Themen
die Kinder der OGS vertreten (Mitbestimmungsrecht). Der Vorteil eines OGS-Kinderteams gegenüber
anderen Formen von Vertretungsgruppen ist, dass Kinder nicht ein ganzes Jahr die Vertreter sein
müssen, aber auch länger im Team als ein Schuljahr mitarbeiten können. Ein weiterer Vorteil besteht
darin, dass jedes Kind die Möglichkeit erhält, wenn es möchte, ein mitwirkender Teil von Partizipation
und Entwicklung an der Schule zu werden.
Die Basis um die Themen mit den Kindern zu erarbeiten soll bei größeren Aufgaben die Methode
„Zukunftswerkstatt“ angelehnt an R. Jungk, R. Lutz und N. Müllert. sein. Die Methode
„Zukunftswerkstatt“ motiviert Kinder im besonderen Maße und kann dabei gleichzeitig komplexe
Themen gut erarbeiten. An vielen Schulen sind schon eigene Modelle zur Mitbestimmung vorhanden.
Hier werden wir vor Ort besprechen, welche Angebote sich etabliert haben und welche ergänzt
werden ggf. verändert werden sollten.
4.4 Kooperationen
Ganztagsschule muss an den Bedarfen und der Lebensrealität der Kinder, Jugendlichen und Familien
ansetzen. Das bedeutet auch, sich vom reinen Lern- zum Lebensort zu entwickeln, sich dem
Sozialraum und außerschulischen Bildungspartnern zu öffnen und Zeiten und Räume für das Erleben
von Freizeit, Autonomie und Mitbestimmung zu öffnen. Für die Angebote im offenen Ganztag sind
das Know-how und die pädagogische Perspektive weiterer Partner hilfreich und stützend. Die Träger
und Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit, also Jugendeinrichtungen und Jugendverbände sind für
Ganztagsschulen wichtige potenzielle Partner. Sie können ihr umfangreiches Wissen zu den
Lebenslagen von Kindern und einen breiten Methodenschatz zur Gestaltung informeller und
nonformaler Lernangebote einbringen. Bei der Planung und Durchführung der Angebote sollten
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somit örtliche Vereine und Verbände mit einbezogen werden. So können Sportangebote in
Kooperation mit den Sportvereinen durchgeführt werden. Jugendverbände könnten ebenso
Angebote am Nachmittag durchführen.
Im Vorfeld ist es notwendig, Vorgespräche mit möglichen Kooperationspartnern und insbesondere
mit der Schule zu führen. In diesen und in späteren Gesprächen müssen Vorgehensweisen
gemeinsam geplant werden. Dies hat zudem einen Lerneffekt, denn alle Beteiligten können von den
anderen Kooperationspartnern lernen.
4.5 Zusammenarbeit mit den Eltern
Die Fachkräfte stehen den Eltern für Gespräche zur Verfügung. Elternabende und Kennenlern-
Nachmittage werden durchgeführt, nach Bedarf finden Elterngespräche statt. Die Eltern werden
durch unterschiedliche Informationen und Elternabende über den Inhalt und die Organisation einer
OGS sowie über die durch eine Anmeldung resultierenden Verpflichtungen ausführlich informiert. Es
ist wichtig, mit den Eltern einen möglichst engen Kontakt zu haben und sie begleitend oder, wenn
möglich, sie engagierend an der OGS teilhaben zulassen. Der Austausch mit ihnen kann im direkten
Kontakt oder auch bei Telefonaten erfolgen.
Aus Erfahrung empfinden viele Eltern gesetzte Elterntermine für die OGS eher als Belastung und /
oder Störung im Familienalltag. Diese Erfahrung zeigt uns, dass wir als Angebot andere Wege finden
müssen, die uns mit den Eltern motiviert zusammenführen. Um mit den Eltern in den Kontakt zu
kommen und zu bleiben, sollen die Veranstaltungen, Termin und Gespräche in den Alltag der Familie
gut integriert werden können. So sollten Angebote für Eltern auch direkt im Anschluss an die OGS-
Betreuung stattfinden, an denen Eltern Geschwisterkinder ggf. mitbringen können und dürfen.
Es ist selbstverständlich, die Rückmeldungen der Eltern über das eigene Kind, Kritik, Wünsche etc.
ernst zu nehmen und konstruktiv zu bewerten. Diese Transparenz führt zu einem hohen Maß an
Zufriedenheit und gewährleistet eine erfolgversprechende Zusammenarbeit. Im Anschluss an das
tägliche Betreuungsangebot werden die Kinder von ihren Eltern oder anderen, von den Eltern
bestimmten Personen, an der Schule abgeholt. Wenn die Kinder den Heimweg alleine antreten
sollen, benötigen die Mitarbeiter*innen eine schriftliche oder telefonische Einverständniserklärung
der Erziehungsberechtigten.
Um eine gute Kooperationsbasis mit den Eltern zu schaffen und zu halten, gilt es eine bestmögliche
Transparenz zum OGS-Angebot herzustellen und dies in allen Bereichen. Denkbar sind Begleitungen
im OGS-Alltag, Mitgestaltung durch den Elternbeirat (genau aufzeigen, welche Aufgaben hat der
Elternbeirat und wann sind die Termine), erfragen von Bedarfen, Wünschen und Bewertungen zum
Angebot der OGS (Evaluation).
Zum Erfassen der Zufriedenheit der Eltern bietet sich ein Fest zum Ende eines Schuljahres an, an dem
Familien mitwirken und teilnehmen können. Dies bietet eine gute Möglichkeit ins Gespräch zu
kommen und einen kleinen Fragebogen zu Bedarfen, Wünschen und Bewertungen anonym zur
Verfügung zu stellen.
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4.6 Zusammenarbeit mit der Grundschule
Wir streben eine innere bereichsspezifische Kooperationskultur mit der Grundschule auf allen
Ebenen an. Dies beinhaltet für uns einen engen Austausch und Abstimmung mit der Schulleitung, den
Lehrkräften und weiteren pädagogischen AkteurInnen (wie beispielsweise Schulsozialarbeiter*innen,
Integrationspädagog*innen und Schulbegleiter*innen).
4.7 Zusammenarbeit mit dem Schulträger
Zwischen dem Schulträger und dem Kolping-Bildungswerk findet ein regelmäßiger Austausch über die
Umsetzung des Angebotes, die Finanzierung sowie die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit statt.
5. Personal
Eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg des offenen Ganztagsangebotes ist fachlich
qualifiziertes und geeignetes Personal. Der Personaleinsatz wird quantitativ und qualitativ den
Anforderungen entsprechend gestaltet. Die Arbeitsbedingungen des Personals unterliegen den
arbeitsrechtlichen Anforderungen.
5.1 Leitung, Koordination
Das Kolping-Bildungswerk übernimmt
die Einstellung des Personals in Absprache mit der Schulleitung und dem Schulträger,
die Verwaltung und Koordination der Kooperationspartner,
die Dienst- und Fachaufsicht,
die Weiterentwicklung des Konzepts,
die Weiterentwicklung der Kooperationen,
die Evaluation zur Qualitätssicherung,
die Öffentlichkeitsarbeit,
weitere Qualifizierungen des Personals.
Die Leitung der OGS ist das Bindeglied zwischen der Verwaltung des Kolping-Bildungswerkes, der
Schulleitung und den Mitarbeitenden vor Ort. Aufgaben und Verantwortlichkeiten werden mit den
Beteiligten festgelegt und transparent kommuniziert.
5.2 Qualifikation des Personals
Die Qualifikation des Personals sowie die Intensität des jeweiligen Personaleinsatzes richten sich nach
dem Förder- und Betreuungsbedarf der Kinder und welches Vorgrabenprofil umgesetzt werden soll.
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5.3 Personaleinsatz
Das Kolping-Bildungswerk wird den Personaleinsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wie er
bisher durch den bisherigen Träger der OGS vorgenommen wurde, fortführen und regelmäßig mit
dem Personal, der Schulleitung und dem Schulträger reflektieren und bedarfsorientiert anpassen.
Teamsitzungen
1x pro Monat trifft sich das Team der OGS zum Dienst-/ Fachgespräch mit dem Träger. Hier findet der
direkte Austausch über konkrete pädagogische und organisatorische Fragen und Absprachen statt.
„5.5 In den Zeitrahmen sollen je nach Bedarf auch bewegliche Ferientage und Ferien einbezogen
werden, gegebenenfalls als schulübergreifendes Ferienprogramm.
RdErl. d. Ministeriums für Schule und Weiterbildung v. 23.12.2010 (ABl. NRW. 01/11 S. 38, berichtigt
02/11 S. 85)“
Die Betreuung wird an allen Tagen, an denen Lehrerfortbildungen, Elternsprechtage sowie weitere
schulische Veranstaltungen, an denen der Unterricht für die Schülerinnen und Schüler entfällt,
gewährleistet.
Ein Ferienprogramm wird sich an dem bisher bestehenden Programm orientieren und ggf. erweitert,
angepasst sowie mit anderen Schulen kooperiert.
Vertretungsregelungen
Die Vertretung wird mit den vorhandenen Kräften ggf. über Stundenkontingente vertraglich geregelt.
Für Notfälle hält das Kolping-Bildungswerk Diözesanverband Münster Personal im Bereich Kinder und
Jugendarbeit, Familienbildung und berufliche Bildung vor.
5.4 Fortbildung des Personals
Die Fortbildung und weitere Qualifizierung des Personals wird vom Kolping-Bildungswerk
bedarfsgerecht geplant. Dazu wird der Fortbildungsbedarf gemeinsam mit den Mitarbeitenden und
unter Einbeziehung der Schule erhoben. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen an den
Fortbildungsangeboten, Teamgesprächen und Konferenzen des Kolping-Bildungswerkes sowie an
externen Angeboten entsprechend der Fortbildungsplanung teil. Im Bedarfsfall können spezielle
Fortbildungsbedarfe auch durch die Kolping-Akademie angeboten werden.
6. Kinderschutz
Der Landtag hat bereits 2006 mit § 42 Abs. 6 Schulgesetz NRW (SchulG) beschlossen, dass von der
Schule jedem „Anschein von Vernachlässigung oder Misshandlung nachzugehen“ ist. Nordrhein-
Westfalen schuf damit als erstes Bundesland in einem Schulgesetz eine dem § 8a SGB VIII (Kinder-
und Jugendhilfegesetz) entsprechende Regelung. Zentrale Grundlage ist das in § 5 Abs. 2 (SchulG)
enthaltene Leitbild der Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe. Das 2012 in Kraft getretene
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Bundeskinderschutzgesetz konkretisiert und erweitert die bestehenden Regelungen zum
Kinderschutz. Es nennt ausdrücklich die Aufgaben aller Personen, die sich der Erziehung von
Kindern widmen. Auch die Aufgaben der Lehrkräfte im Kinderschutz werden formuliert. Hierzu
gehören unter anderem, dass sie bei Bekanntwerden gewichtiger Anhaltspunkte für eine
Kindeswohlgefährdung die Situation mit dem Kind bzw. dem Jugendlichen und ggf. den
Personensorgeberechtigten erörtern und auf die Inanspruchnahme von Hilfen hinwirken. Die
Jugendämter haben einen Beratungsauftrag.
Durch entsprechende Fortbildungen und Arbeitshilfen sollen die pädagogischen Fachkräfte
Handlungssicherheit beim Erkennen gewichtiger Anhaltspunkte und im weiteren gesetzlich
vorgeschriebenen Verfahren erhalten. In außerunterrichtlichen Ganztagsangeboten nehmen
pädagogische Fachkräfte vielfältige Facetten der ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen wahr.
Eine Chance und auch eine Herausforderung liegt darin, in der Ganztagsschule den
multiprofessionellen Blick von Lehr- und Fachkräften zu nutzen, um Gefährdungssituationen aus dem
Nahbereich und sozialen Umfeld von Schülerinnen und Schülern rechtzeitig zu erkennen und
entsprechend zu handeln.
Das Kolping-Bildungswerk handelt entsprechend der Ordnung zur Prävention gegen sexualisierte
Gewalt des Bistums Münster und schult alle Mitarbeitenden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im
offenen Ganztag müssen ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen.
7. Qualitätssicherung
Das Kolping-Bildungswerk Diözesanverband Münster ist Träger der freien Jugendhilfe und seit 2008
im Bereich der Offenen Ganztagsschule und Schulsozialarbeit aktiv. Seit 2007 ist die Kolping-
Bildungswerk DV Münster GmbH als zugelassener Träger für die Förderung der beruflichen
Weiterbildung nach AZAV sowie nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert.
Das Kolping-Bildungswerk hält eine leistungsfähige Verwaltung vor, die die pädagogischen Angebote
und Maßnahmen in ihren Abläufen unterstützt. Arbeitsplätze sind mit modernen Arbeitsmitteln
ausgestattet. Die Mitarbeiterinnen werden mit Laptop und Handy ausgestattet und in die technische
Infrastruktur (Mail-Server, zentrale Terminverwaltung, online-Dokumentenmanagementsystem)
eingebunden. Die regelmäßige Fortschreibung des Schulungsplanes sichert die hohe Qualifikation der
Mitarbeitenden.
Um eine hohe Qualität unserer Angebote zu erreichen und dauerhaft sicherzustellen, handeln wir
einheitlich und koordiniert. Unser Qualitätssicherungskonzept enthält deshalb die folgenden
Bestandteile:
einheitliche und verbindliche Information
Schnittstellenmanagement
klare Definition der Qualitätsstandards &-zielen
einheitliche Arbeitsunterlagen, Dokumente, Ordnungsmittel und Formulare
Qualifikation des Personals
eindeutige Benennung, Zuordnung und Abgrenzung der Zuständigkeiten
Planung, Anleitung und Kontrolle
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Grundsatz einheitlichen Handelns
Weiterbildung des Personals
Evaluation
Verstetigung durch Weiterentwicklung.
Verbindliche und allgemeingültige Unterlagen (z.B. Angebotskonzeption) werden in einem
Maßnahmeordner innerhalb unseres Dokumentenmanagementsystems hinterlegt und sind dort für
alle in der Maßnahme tätigen Mitarbeitenden zugänglich. Wir stellen sicher, dass alle Akteure auf
der Grundlage des gemeinsamen Konzeptes und unter Beachtung der verbindlichen und
allgemeingültigen Unterlagen arbeiten. Darüber hinaus werden Schnittstellen, insbesondere mit den
Kooperationspartnern definiert und beschrieben, um den Informationsfluss zu gewährleisten.
Mit den beteiligten Fachkräften finden regelmäßig Teamsitzungen statt. Unter anderem werden die
Zusammenarbeit mit Netzwerkpartnern und sich daraus ergebene Konsequenzen besprochen. Die
Teamsitzungen werden protokolliert. Die Dokumentenlenkung für diese Maßnahme erfolgt über
unser Dokumentenmanagementsystem „roXtra“.
Alle Arbeits- und Ablaufprozesse unterliegen einer permanenten Evaluation. So werden die Prozesse
und deren Ergebnisse ständig optimiert, Schwachstellen beseitigt und Fehler von vornherein
vermieden. Durch Audits werden die Dokumente und Unterlagen auf Aktualität und Effizienz
überprüft. Sie bilden somit den integralen Bestandteil einer systematischen Qualitätssicherung und
verpflichten gleichzeitig die Mitarbeiter*innen zu einer einheitlichen Umsetzung der Konzeption.
Beratungsverlauf (7)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (2)
- Harkortstraße 13
- Gelmerheide 3
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Details
- Aktenzeichen
- V/0348/2023
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 25.05.2023
- Erstellt
- 25.05.2023 15:45