V/0739/2013
Pascal-Gymnasium, Uppenkampstiege
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Anlage 8 V-0739-2013
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Anlage 6 V-0739-2013
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Anlage 9 V-0739-2013
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Folgelastenberechnung (Ermittlung der haushaltsrelevanten Erträge und Aufwendungen) Aufgestellt am: 08.10.13 Amt: 23 A Investitionsmaßnahme Produktgruppe: 0111 Immobilienmanagement - 1601Allg. Finanzwirtschaft Investitionsmaßnahme: 4480 Pascalgym. San. Innen Jahr der Fertigstellung: 2017 Nutzungsdauer Hochbau: 47 Jahre B Kapitalbedarf/ Finanzierung Euro % 1. Zuschüsse und Zuweisungen 0,00 0,00 2. Beiträge 0,00 0,00 3. Eigenanteil Stadt Münster 3.772.220,00 100,00 Gesamt-Kapitalbedarf 3.772.220,00 100,00 C Gesamtkosten der Investitionsmaßnahme Euro % 1. Grund und Boden 0,00 0,00 2. Baukosten 3.772.220,00 100,00 3. Beschaffungen (ohne Fahrzeuge) 0,00 0,00 4. Fahrzeug (e) 0,00 0,00 Gesamtkosten 3.772.220,00 100,00 D Folgeaufwendungen pro Jahr Einmalig im Haushaltsjahr: Fortlaufend ab dem Haushaltsjahr: Euro % Personal- und Versorgungsaufwendungen, Zeilen 11, 12 Ergebnisplan 0,00 0,00 Sach- und Dienstleistungen, Zeile 13 Ergebnisplan 1. Instandhaltung der Grundstücke und baul. Anlagen 0,00 0,00 2. Instandhaltung des Infrastrukturvermögens 0,00 0,00 3. Instandhaltung des sonstigen unbewegl. Vermögens 0,00 0,00 4. Haltung von Fahrzeugen 0,00 0,00 5. Bewirtschaftung der Grundstücke und baul. Anlagen 0,00 0,00 Zwischensumme 0,00 0,00 Bilanzielle Abschreibungen, Zeile 14 Ergebnisplan 6. Bilanzielle Abschreibungen 2017 38.830,00 34,84 Sonstige ordentliche Aufwendungen, Zeile 16 Ergebnisplan 7. Mieten und Pachten 0,00 0,00 8. Sonstige Verwaltungs- und Betriebsaufwendungen 0,00 0,00 Zwischensumme 0,00 0,00 Zinsen, Zeile 20 Ergebnisplan 9. Fremdkapitalzinsen 2015 72.620,00 65,16 NACHRICHTLICH: Zinsen (3,85 %) 72.620 € p.a. + Tilgung (3 %) 113.170 € p.a. = Schuldendienst 185.790 € p.a. Summe Folgeaufwendungen 111.450,00 100,00 E Folgeerträge pro Jahr Einmalig im Haushaltsjahr: Fortlaufend ab dem Haushaltsjahr: Euro % 1. Zuweisungen und Zuschüsse für lfd. Zwecke 0,00 0,00 2. Auflösung Sonderposten 0,00 0,00 3. Benutzungsgebühren und ähnliche Entgelte 0,00 0,00 4. Mieten und Pachten 0,00 0,00 5. Sonstige Verwaltungs- und Betriebserträge 0,00 0,00 Summe Folgeerträge 0,00 0,00 Einmalig im Haushaltsjahr: Fortlaufend ab dem Haushaltsjahr: Euro F Entfallende Aufwendungen pro Jahr 0,00 G Entfallende Erträge pro Jahr 0,00 H Folgelasten (D-E-F+G) pro Jahr Euro insgesamt 111.450,00 in % der Gesamtkosten (vgl. C) 2,95 I Folgeinvestitionen Zeitpunkt Euro J Erläuterungen Die einzelnen Beträge sind kaufmännisch auf ganze Zahlen gerundet; Zwischen- und Gesamtsummen zum Ausweis im Teilergebnisplan sind kaufmännisch auf volle 10 €-Beträge gerundet.
Anlage 3 V-0739-2013
92 Zeichen
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Beschlussvorlage
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V/0739/2013
DER OBERBÜRGERMEISTER
Amt für Immobilienmanagement
Betrifft
Pascal-Gymnasium, Uppenkampstiege
PCB Sanierung, sowie teilweise Grundsanierung der Innenausbauteile und der technischen
Gebäudeausrüstung
- Baubeschluss -
Beratungsfolge
12.11.2013 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung
19.11.2013 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung
19.11.2013 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
1. Die PCB Sanierung sowie die teilweise Grundsanierung der Innenausbauteile und der techn i-
schen Gebäudeausrüstung des Gebäude s wird gemäß dem Vorschlag zur Einteilung von
Bauabschnitten nach den Plänen vom 17.09.2013 der Gesellschaft für Schadstoffunters u-
chung und Sanierungsbegleitung mbH ausgeführt (Anlage 1 – 7).
2. Die Zustimmung zum Baubeschluss im Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen gilt vor-
behaltlich des Ratsbeschlusses zum Haushaltsplan-Entwurf 2014.
3. Die Checkliste zur Berücksichtigung bauökologischer Kriterien ist nicht beigefügt, da es sich
überwiegend um eine Schadstoffsanierungsmaßnahme handelt.
4. Die Erläuterungen zur Berücksichtigung der Belange von Menschen mit Behinderungen sind
nicht beigefügt, da es sich überwiegend um eine Schadstoffsanierungsmaßnahme handelt.
5. Es wird zur Kenntnis genommen, dass mit der Schadstoffsanierung voraussichtlich im Juni
2014 begonnen wird und die Fertigstellung voraussichtlich im Herbst 2018 erfolgt.
II. Kosten/Folgekosten
Es entstehen Bruttobaukosten - inklusive der Honorarkosten für die PCB-Sanierung sowie der teil-
weisen Grundsanierung der Innenausbauteile, wie z. B. Akustikdecken, neue Oberbodenbeläge,
Malerarbeiten und der technischen Gebäudeausrüstung wie neue Leuchten, Sicherheitsbeleuch-
tung, Sanitärinstallationen, etc. - in Höhe von insgesamt 3.772.200,00 €.
Vorlagen-Nr.:
V/0739/2013
Auskunft erteilt:
Frau Telljohann
Ruf:
492 - 2454
E-Mail:
Telljohann@stadt-muenster.de
Datum:
10.10.2013
Öffentliche Beschlussvorlage
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Es wird zur Kenntnis genommen, dass sowohl Investitionskosten gemäß der Kostenberechnung
nach DIN 276 vom 13.09.2013 in Höhe von 3.772.200,00 Euro als auch Folgekosten in Höhe von
111.450,00 Euro entstehen (Anlage 8 und Anlage 9).
III. Mittelbereitstellung/Finanzierung
Die erforderlichen Mittel sind im Haushaltsplanentwurf 2014 wie folgt veranschlagt:
Teilfinanzplan
Nr. Bezeichnung Haush.-
jahr
Betrag
€
Bemerkungen
Produktgruppe 0301 Leistungen für Schule
Investitionsmaßnahme 4480 Innensanierung Pascal 2014
2015
2016
2017
1.194.600.-
547.570.-
724.860.-
724.210.-
580.980.- spätere Jahre
Summe 3.772.220.-
Teilergebnisplan
Nr. Bezeichnung Haush.-
jahr
Betrag
€
Bemerkungen
Produktgruppe 0111 Immobilienmanagement
Zeile 14 Bilanzielle Abschreibungen 2015
bis
2017 ff.
20.650.-
bis
38.830.-
Die Aktivierung
erfolgt nach der
Fertigstellung
der jeweiligen
Bauabschnitte,
entsprechend
steigt die A b-
schreibung
Produktgruppe 1601 Allgemeine Finanzwir t-
schaft
20 Zinsen und sonstige Au f-
wendungen
2015 ff. 72.620.-
Summe 111.450.-
Die Folgelastenberechnung wird zur Kenntnis genommen.
Befristung
Die Baubeschlussfassung erfolgt vorbehaltlich der Sicherstellung der Finanzierung durch B e-
schluss des Haushaltsplanentwurfs 2014 durch den Rat.
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Begründung:
Bisherige Beschlüsse
PCB-Sanierung am Pascalgymnasium
- Vorlagen Nr. 78/99: Die PCB - Sanierung der Innenfugen im Pascal - Gymnasium wurde mit der
Vorlage beschlossen
PCB-Sanierungsprogramme gesamtstädtisch
- Vorlagen Nr. V/0129/2005: Bericht zur Umsetzung des PCB- Sanierungsprogramms 2000-2003
- Vorlagen Nr. 468/03: Bericht zur Umsetzung des PCB Sanierungsprogramms 2000-2003 und
Sicherstellung der Finanzierung zur Restabwicklung
Zu 1.: Grundsatzbeschluss
1. Allgemein zu PCB (Polychlorierte Biphenyle)
Seit den 1950er Jahren wurde PCB als Zusatzstoff in Bauprodukten eingesetzt, so z. B. als
Weichmacher in dauerelastischen Fugendichtungsmassen, Anstrichstoffen und D eckenplatten.
Eine der häufigsten Anwendungen in diesem Bereich war die Verwendung als Weichmacher in
Fugendichtungsmassen auf Basis eines Polysulfidharzes.
Seit 1973 gibt es die Empfehlung, PCB auf Grund der schädlichen Eigenschaften für Mensch und
Umwelt nicht mehr in offenen Anwendungen einzusetzen, die dann kurz darauf in nati onales
Recht umgesetzt wurde (PCB-Verbotsverordnung).
Die bis etwa Ende der 1970er Jahre in offenen Anwendungen eingesetzten PCB- haltigen Produk-
te können bis heute zu PCB -Raumluftbelastungen führen, deren Höhe von der Art der PCB, von
deren Menge im jeweiligen Produkt, von der Art des PCB - kontaminierten Materials, der Me nge
und Beschaffenheit PCB- haltiger Produkte im Raum, dem Raumklima, den Oberflächentemper a-
turen der Bauten und den W itterungsbedingungen abhängt. Im Laufe der Zeit können in solchen
Räumen auch nicht PCB - haltige Bauteile oder Gegenstände durch PCB -haltige Stoffe kontam i-
niert werden (Sekundärquellen) und ihrerseits wieder zur Raumluftverunreinigung beitragen.
2. PCB- Sanierungs- Gesamtprogramm
In der Vorlage V/129/2005 wurde zum Stand der Abwicklung von PCB -Sanierungen in städt. G e-
bäuden berichtet.
Da im Rahmen einzelner städtischer Bausanierungen vereinzelt PCB -Schadstoffe in Gebäud en
festgestellt wurden, hat das damalige Amt für Gebäudemanagement im Interesse der Nutzer stä d-
tischer Einrichtungen und sonstiger Gebäude 1998 vorgeschlagen, alle für eine potentielle PCB -
Belastung in Frage kommenden Gebäude auf entsprechende Schadstoffe untersuchen zu lassen.
Es wurden umfassende Kataster erstellt, aus denen das umfassende Sanierungsprogramm 2000 –
2003 resultierte.
Mit der Vorlage 1359/99 hat der Rat der Stadt Münster am 29.03.2000 beschlossen, in insgesamt
18 städt. Gebäuden PCB -Sanierungen durchführen zu lassen. Hie rzu wurde von der Verwaltung
ein nach Prioritäten gestaffeltes PCB-Sanierungsprogramm vorbereitet. Als Zeitraum für die Durch-
führung dieser 18 Maßnahmen waren die Jahre 2000 – 2003 vorgesehen.
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In den Jahren 2000 bis 2004 wurden aus dem Sanierungsprogramm in 17 Objekten PCB Sani e-
rungen durchgeführt, lediglich im Gebäude des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums wurde die Sanie-
rung zunächst auf Grund der später offenen Nutzung zurückgestellt.
Bei allen Sanierungen belegten Kontrollmessungen den erwarteten Rückgang der Raumluftbelas-
tungen.
Das PCB -Sanierungsprogramm 2000-2003 wurde, wie in der Vorlage V/129/2005 berichtet, im
Wesentlichen erfolgreich abgeschlossen.
Hierzu wurde angemerkt, dass sich der endgültige Sanierungserfolg spätestens 2 Jahre nach der
Sanierung einstellen soll. Dies hängt damit zusammen, dass PCB faktisch nie zu 100 % aus den
Gebäuden entfernt werden kann, die Luftbelastungen nach einer Sanierung nicht immer schlaga r-
tig sinken. Dieses Phänomen ist wissenschaftlich nachgewiesen und in der PCB -Richtlinie NRW
entsprechend berücksichtigt.
In allen sanierten Gebäuden wurden deshalb in der Folgezeit Kontrollmessungen zur Dokument a-
tion der Entwicklung der PCB -Belastungen vorgenommen. Soweit bei einzelnen Gebäuden der
Sanierungszielwert nach 2 Jahr en noch nicht erreicht wurde, wurden die Messungen fortlaufend
zur Objektivierung der tatsächlichen Raumluftbelastungen mit Rückschluss auf die Nutzbarkeit
bzw. zur Festlegung von flankierender Maßnahmen durchgeführt.
Im Vorfeld des Sanierungsprogramms fanden seit 1998 weitere PCB -Einzelsanierungen in der
Augustin-Wibbelt-Schule (Vorl. Nr.: 457/99), im Pascal -Gymnasium (Vorl. Nr.: 78/99) und in der
Johannes-Gutenberg-Realschule Hiltrup (Vorl. Nr.: 77/99) statt.
3. Sanierung des Pascalgymnasiums
Das Schulgebäude des Pascal Gymnasiums wurde im Jahr 1972 mit einer B ruttogrundfläche von
14.491,15 m² errichtet.
Im Jahr 1995 fanden eine umfassende Fassadensanierung (Stichwort Dorisol), mit dem Austausch
der Fassaden- und Fensterelemente aus konstruktiven Gr ünden, sowie eine PCB - Außensanie-
rung statt.
In diesem Zusammenhang wurden nach dem damaligen Stand der Technik der Ausbau und die
Entsorgung des PCB- belasteten Fugenmaterials, wie dauerelastische Dichtungsmassen, durchge-
führt. Eine Innensanierung wurde zunächst zurück gestellt.
Begleitende Raumluftmessungen ergaben, dass trotz Sanierung der Fassaden weiterhin Belastun-
gen der Innenluft vorlagen. Hierbei wurden teilweise Raumluftkonzentrationen oberhalb des Sanie-
rungszielwerts festgestellt (über 300 ng/m³).
Nach der PCB -Richtlinie NRW sind Raumluftkonzentrationen unter 300 ng PCB/m³ Luft als lan g-
fristig tolerabel anzusehen (Vorsorgewert). Bei Raumluftkonzentrationen zwischen 300 und 3000
ng PCB/m³ Luft ist die Quelle der Raumluftverunreinigung aufzuspüren und unter Beachtung der
Verhältnismäßigkeit mittelfristig zu beseitigen. Der Sanierungszielwert liegt bei weniger als 300 ng
PCB/m³ Luft. Bei Raumluftkonzentrationen oberhalb von 3000 ng PCB/m³ sind akute Gesun d-
heitsgefahren nicht auszuschließen (Interventionswert für Sofortmaßnahmen).
Somit erfolgte im Jahr 1999 eine Innensanierung, bei der die Quellen nach dem damaligen Stand
der Technik (alle sichtbaren und mit PCB belasteten Innenfugen) ausgebaut wurden. Die Sani e-
rung wurde durch einen externen Gutachter geplant und begleitet.
Gemäß der PCB-Richtlinie wurden hier, wie auch an allen anderen sanierten Gebäuden, regelm ä-
ßige Kontrollmessungen durchgeführt. Die Messwerte senkten sich tendenziell erst, stagnierten
dann aber. Im Ergebnis der Messungen konnte festgestellt werden, dass in einigen Bereichen
nach wie vor Raumluftbelastungen oberhalb der PCB -Richtlinie vorlagen. Nicht gravierend über
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dem Sanierungszielwert, aber dennoch in einem Bereich, in dem die PCB -Richtlinie Handlungs-
empfehlungen vorgibt.
Neben organisatorischen Maßnahmen (intensivere Reinigung, häufiger Lüften) sollen die Quellen
ermittelt und unter Beachtung der Verhältnismäßigkeit mittelfristig beseitigt werden.
Daher wurde ein externes Gutachterbüro beauftragt, anhand der Laborauswertu ngen der Rau m-
luftmessergebisse mögliche Ursprungsquellen zu benennen (aus den Messwerten ist erkennbar,
ob leicht- oder schwerflüchtige PCB ’s vorliegen, hieraus lassen sich Rückschlüsse auf mögliche
Verwendungen schließen).
Basierend auf diesen Ergebniss en wurde 2010 ein umfassendes PCB - Material- und Raumluftka-
taster durch die GFS GmbH, Gesellschaft für Schadstoffuntersuchung und Sanierungsbegle itung
mbH, erstellt, das als Basis der weiteren Schritte dient. Dabei sind in ca. 50% der untersuchten
Proben PCB-Raumluftkonzentrationen im Bereich bzw. oberhalb des Sanierungszielwertes i.H.v.
300 ng/m³ Luft der PCB -Richtlinie NRW nachgewiesen worden, genauer zwischen 300 und 1.500
ng/m³ Luft. Unter sommerlichen Witterungsb edingungen ist in den untersuchten Berei chen z. T.
von deutlichen Überschreitungen des Sanierungszielwertes auszugehen. Raumluftkonzentrationen
oberhalb des Interventionswertes (3.000 ng/m³) sind in den untersuchten Räumen jedoch unwah r-
scheinlich.
Die Ergebnisse zeigen, dass zur dauerhaften Absenkung der Grenzwerte eine umfassende Sanie-
rung im Bereich der sekundär belasteten Bauteile (Oberböden, Wandbeschichtungen, abgehängte
Decken etc.) notwendig ist.
Die Schule konnte und kann trotz der Raumluftbelastungen weiterhin uneingeschränkt genutzt
werden - auch bis zum Abschluss der Sanierungsarbeiten im Jahr 2018.
Jedoch ist es aus Vorsorgegründen (Gesundheitsprävention) und auch in Entsprechung der PCB -
Richtlinie nunmehr notwendig, die Quellen der Belastungen zu entfernen.
Es ist daher vorgeseh en, eine abschnittweise PCB -Sanierung durchzuführen, bei der naheliege n-
de Instandhaltungsmaßnahmen, die ohnehin in absehbarer Zeit erforderlich werden (Synergie), mit
umgesetzt werden.
Von 2014 bis 2018 soll die PCB -Sanierung durchgeführt werden. Grundla ge der Maßnahme ist
das von der Fa. GFS, Herrn Hemminghaus, erstellte Gutachten vom 17.12.2010.
Die gem. der beigefügten Anlagen 1-7 dargestellte zeitliche Abfolge der Bauabschnitte berücksich-
tigt die Intensität der PCB -Belastung in den jeweiligen Bereich en sowie vorhandene bauliche
Trennungen, z. B. durch Zwischentüranlagen.
Die Bauabschnitte sind so bemessen, dass sie größtenteils in den jeweiligen Sommerferien durc h-
geführt werden können:
Bauteil 1 1. Bauabschnitt Ausführung bereits abgeschlossen in 2012 (Probesanierung)
Bauteil 1 2. Bauabschnitt Ausführung in 2014
Bauteil 2 3. Bauabschnitt Ausführung in 2014
Bauteil 2 4. Bauabschnitt Ausführung in 2015
Bauteil 2 5. Bauabschnitt Ausführung in 2016
Bauteil 3 6. Bauabschnitt Ausführung in 2017
Bauteil 4 7. Bauabschnitt Ausführung in 2018
Die vorgesehenen Bauabschnitte können den anliegenden Plänen 1 -7 entnommen werden. Diese
müssen jedoch mit dem Erweiterungsbau des Weiterbildungskollegs und den damit verbu ndenen
Umbauten im Bestan d (Lehrerzimmer) koordiniert werden. Zu berücksichtigen ist ebe nso die für
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das Jahr 2014 durch das Amt für Schule und Weiterbildung geplante Maßnahme „Erneuerung der
Physikräume“.
Die Durchführung des 1. Bauabschnitts (Probesanierung) fand bereits in den Sommerferien 2012
statt. Saniert wurden im Bauteil 1 im 1. + 2. Obergeschoss die Räume 110 – 113 (4 Klassenräu-
me) und 210 – 213 Deutschforum, der Chemieunterrichts- und -vorbereitungsraum und der Flur im
2. OG zu Gesamtkosten von 234.420 €.
Im Zusammenhang mit der Probesanierung im Jahr 2012 ist deutlich geworden, dass der allein ige
Ausbau von PCB- belasteten Bauteilen bautechnisch nicht sinnvoll und wirtschaftlich nicht vertre t-
bar ist, da die vorhandenen Bauteile kaum wiederverwendet werden können.
Deshalb ist eine Erneuerung der Innenausbauteile wie Oberböden, Akustikdecken, Elektroinstall a-
tionen, Sanitärinstallationen, etc. in Verbindung mit der PCB- Sanierung sinnvoll und erforderlich.
Dabei sind ca. 70 % der Baukosten der PCB -Sanierung zuzuordnen. D er ursprüngliche U mfang
der geplanten Maßnahme musste auf Grund der Erfahrungen aus der v. g. Probesani erung daher
deutlich ausgeweitet werden.
Durch die Anpassung an den heutigen Stand der Technik sind bei der Maßnahme Standardve r-
besserungen enthalten. Diese führen langfristig zu Einsparungen beim Betrieb und der Bauunte r-
haltung des Gebäudes, wie z.B. Energieeinsparung durch den Einbau neuer Leuchten. Würden die
Instandhaltungsarbeiten jedoch nicht jetzt im Zusammenhang mit der PCB - Sanierung durchg e-
führt, müssten sie in den nächsten Jahren mit einem deutlich höheren Kostenaufwand umg esetzt
werden.
Die Baumaßnahme führt in weiten Teilen zu einer Erneuerung des Innenausbaues. D adurch
kommt es zu einer deutlichen Verlängerung der Nutzungsdauer des Objektes.
Die hierfür entstehenden Kosten sind in der Gesamtkostenermittelung vom 29.05.2013 berücksich-
tigt (Anlage 8). Die Gesamtkosten hat das externe Gutachterbüro berechnet. Die Kosten für die
technische Gebäudeausstattung wurden durch das Amt 23 ermittelt und sind in die Gesamtko s-
tenberechnung eingeflossen.
Durch die Zielvorgaben der PCB-Richtlinie und den hierfür durch die Probesanierung exakt vorg e-
gebenen Handlungsrahmen für die Sanierung sind keine Handlungsspielräume für weitergehende
Kostenreduzierungen gegeben.
Zu 3.: Checkliste zur Berücksichtigung bauökologischer Kriterien
Schwerpunktmäßig handelt es sich bei der Maßnahme um eine PCB -Sanierung, flankierend um
eine Instandsetzung, jedoch nicht um eine Änderung von Bauteilen, die für die bauökolog ischen
Kriterien von Bedeutung sind.
Zu 4.: Erläuterungen zur Berücksichtigung der Belange von Menschen mit Behinderungen
Bei der Sanierungs- bzw. Instandsetzungsmaßnahme findet keine Änderung der Gebäudestruktur
oder der Zugänglichkeiten statt.
Zu 5.: Weiteres Vorgehen
Mit der Schadstoffsanierung wird in Abstimmung mit dem Nutzer voraussichtlich im Juni 2014
begonnen. Die Fertigstellung der Gesamtmaßnahme wird voraussichtlich im Herbst 2018 erfolgen.
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Zu II: Kosten/Folgekosten
Es entstehen Bruttobaukosten, inklusive der Honorarkosten für die PCB-Sanierung, sowie
der teilweisen Grundsanierung der Innenausbauteile und der technischen Gebäudeaus-
rüstung in Höhe von insgesamt 3.772.200,00 €.
Zu III: Mittelbereitstellung/Finanzierung
Die Mittelbereitstellung/Finanzierung ist den Tabellen dieser Vorlage zu entnehmen.
I. V.
gez.
Reinkemeier
Stadtkämmerer
Anlagen:
- Anlage 1-7 Übersichtspläne Bauteile/Bauabschnitte
- Anlage 8 Kostenschätzung vom 29.05.2013
- Anlage 9 Folgelastenberechnung
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Anlage 1 Übersichtspläne Jascat Gymnasium
Anlage 5 V-0739-2013
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Toren Sm nanas en Sueidsyystssagn 201 4-4 Be 1777 44-4 4 j ' ! F L Y r H.- BnzgesoA P aineg Enomeg zıaneg ‚ Ioyneg 901 5 obejüy
Anlage 4 V-0739-2013
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Anlage 2 V-0739-2013
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Anlage 7 V-0739-2013
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Beratungsverlauf (3)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: vertagt
Zur SitzungOrte (1)
- Uppenkampstiege
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0739/2013
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 20.09.2013
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37