Mandari Insight

V/0625/2018

Verbindlicher kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2018 - 2021

Vorlagen 26.07.2018

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 19.09.2018, TOP 24

Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021

· application/pdf

Ansehen

Beschlussvorlage

· application/pdf

Ansehen

Anlage A

· application/pdf

Ansehen

Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021

88046 Zeichen

Kommunaler Pflegebedarfsplan  
für Münster 
2018 – 2021  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
Anlage zur Vorlage V/0625/2018

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021   
 
 
 
 
Inhalt 
 
1. Einleitung ................................ ................................ ................................ .......................... 3 
 
2. Zielsetzung der Pflegebedarfsplanung................................ ................................ ............... 5 
 
3. Pflegesituation in Münster ................................ ................................ ................................ . 7 
 
4. Pflegeinfrastruktur in Münster ................................ ................................ ...........................11 
4.1 Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster ................................ ................................ 12 
4.2 Kurzzeitpflege ................................ ................................ ................................ .................15 
4.3 Tagespflege ................................ ................................ ................................ ....................18 
4.4 Ambulant betreute Pflege-Wohngemeinschaften ................................ ............................21 
4.5 Ambulante Pflege ................................ ................................ ................................ ...........23 
4.6 Betreuungs- und Unterstützungsangebote nach § 45 SGB XI ................................ ........26 
 
5 Sozialräumliche Pflegeinfrastruktur in Münster ................................ ................................ ..30 
5.1 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Mitte ................................ ............................31 
5.2 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-West ................................ ............................36 
5.3 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Nord ................................ ............................39 
5.4 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Ost ................................ ............................... 41 
5.5 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Südost ................................ .........................44 
5.6 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Hiltrup ................................ ..........................46 
 
6. Zukünftige Entwicklung der Nachfrage von Pflegeleistungen in Münster ..........................49 
7. Pflegebedarfsfeststellung 2018 - 2021................................ ................................ ..............51 
 
8. Ausblick ................................ ................................ ................................ ............................54 
 
Anlage 1   
Beratung des Kommunalen Pflegebedarfsplans für Münster 2018 – 2021   
in der Sitzung der Konferenz Alter und Pflege am 19.06.2018 (Bericht/Votum) ....................56

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021  3 
 
1. Einleitung 
 
Das am 16.10.2014 in Kraft getretene neue Alten - und Pflegegesetz NRW (APG NRW) eröf f-
net kreisfreien Städten und Kreisen die Möglichkeit, mit dem Instrument der Bedarfsbestät i-
gung auf der Grundlage einer verbindlichen und kriteriengeleiteten Pflegeplanung die qua n-
titative Entwicklung der voll - und teilstationären Angebote der lokalen Pflegeinfrastruktur 
mittelbar zu steuern. Hat sich die Kommune für diese Möglichkeit entschieden, ist eine so l-
che Bedarfsbestätigung Voraussetzung für die Landesförderung der betreffe nden Einric h-
tungen bzw. ihrer neuen Plätze. Mit diesem Zusatzinstrument können Kommunen in die G e-
staltung der lokalen Pflegeinfrastruktur regulierend eingreifen, was die weiteren Gestal-
tungsmöglichkeiten wie Information, Beratung und Überzeugung wesentlich  ergänzt. Die 
Gestaltungsrolle der Stadt wird gestärkt. 
 
Mit dem gesetzlichen Rahmen des GEPA NRW 1 wird ein Paradigmenwechsel gefördert weg 
von traditionellen Großeinrichtungen im alten Stil hin zu ambulanten Wohn - und Verso r-
gungsarrangements in den Wohnqu artieren, die auch eine umfassende Pflege bieten. Der 
Blick richtet sich damit auf eine umfassende  Versorgungssicherheit im gewohnten Umfeld 
bzw. an dem Ort, wo die Menschen leben und wohnen wollen. Das Gesetz bietet dabei auch 
eine Grundlage zur Stärkung der Selbstbestimmung und Teilhabe der Menschen mit Pflege - 
und Unterstützungsbedarf sowie deren Angehörigen. Die auch in diesem Rahmen aufgegri f-
fenen klaren Vorgaben der UN -Behindertenrechtskonvention hinsichtlich des Anspruchs auf 
Selbstbestimmung gilt es bei der Pflegebedarfsplanung besonders zu berücksichtigen.  
 
Die Entscheidung für die Option, in Münster künftig eine verbindliche Pflegebedarfsplanung 
(gem. § 7 Abs. 6 APG NRW) vorzuhalten und damit eine Gru ndlage für die Erteilung oder 
Versagung einer Bedarfsbestätigung zu haben, unterstützt das Vorhaben ein gesamtstädt i-
sches Quartiersentwicklungskonzept zu erarbeiten (s. Vorlage V/0835/2013). Im Rahmen der 
Quartiersentwicklung sollen mittel - bis langfristig in allen Teilgebieten Münsters Bedingu n-
gen geschaffen werden, die die Anforderungen an altengerechte Quartiere erfüllen. Ziel ist 
die Abkehr von einem weiteren Ausbau von großen  (Spezial-)Einrichtungen, stattdessen die 
Hinwendung zu individuellen Unterstützungsmodulen für das Leben zu Hause sowie zu qua r-
tiersbezogenen Wohn- und Pflegeangeboten, wozu auch die sog. neuen Wohnformen zä h-
len. Die für ein lebenslanges Wohnen im Quartier relevante Infrastruktur soll in Zusamme n-
arbeit der Träger und Anbieter von Dienstleistungen, der bürgerschaftlichen Akteure und der 
Stadt vor Ort gestaltet werden. Mit der verbindlichen Pflegebedarfsplanung werden  daher 
wichtige Rahmenbedingungen geschaffen, die die Entwicklung auch der pflegerischen Infr a-
struktur im Rahmen von Quartiersentwicklung begünstigen.  
 
Die verbindliche Bedarfsplanung als Grundlage von Bedarfsbestätigungen muss zuvor vom 
Rat beschlossen und öffentlich bekannt gemacht werden (§ 11 Abs. 7 S. 2 APG NRW), um als 
zusätzliche Fördervoraussetzung gem. § 11 Abs. 7 APG NRW wirksam zu werden. Der B e-
schluss bezieht sich auf alle Plätze, für die der Einrichtungsträger in der Zeit nach dem Rat s-
beschluss erstmals eine Förderung beantragt. Die Entscheidung des Rates muss festlegen, ob 
sich die Bedarfsbemessung auf das ge samte Stadtgebiet beziehen oder ein in der Bedarf s-
planung ausgewiesener sozialräumlicher Bedarf Grundlage sein soll. Die Stadt Münster be-
                                                
1 Gesetz zur Entwicklung und Stärkung einer demographiefesten, teilhabeorientierten Infrastruktur und 
zur Weiterentwicklung und Sicherung der Qualität von Wohn- und Betreuungsangeboten für ältere 
Menschen, pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen

4 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 
 
zieht in die verbindliche Pflegebedarfsplanung nur die Plätze in vollstationären Einrichtungen 
der Dauerpflege ein. Somit ist die vollstationäre Kurzzeitpflege und die teilstationäre Pflege 
(Tagespflege, Nachtpflege) von der verbindlichen Bedarfsplanung ausgenommen, der Bedarf 
wird dann bei Neuvorhaben von der Konferenz Alter und Pflege eingeschätzt. 
 
Da ein Konzept für eine verbindliche Bedarfsplanung weder gesetzlich vorgegeben noch a n-
derweitig verfügbar ist, müssen die interessierten Kreise und Städte diese Planungsbasis mit 
den entsprechenden Kriterien und Bezugsgrößen selbst entwickeln.  
 
Mit dem im März 2015 von der Verwaltung vorgelegten ersten Pflegebedarfsplan wurde 
zunächst eine  gesamtstädtisch angelegte Bedarfsermittlung  erstellt, der in den folgenden 
Jahren um weitere Aspekte  ergänzt und spez ifiziert wurde. Der Planungszeitraum betrifft 
immer die kommenden drei  Jahre ab Beschlussfassung. So wird mit dem vorliegenden Pfle-
gebedarfsplan der Zeitraum 2018 – 2021 für die verbindliche Planung abgedeckt. 
 
Perspektivisch soll en in der Weiterentwicklung des Pflegebedarfsplans weitere Angebote 
aufgenommen und dokumentiert  werden, die einen möglichst langen Verbleib in der eig e-
nen Wohnung oder im Stadtteil ermöglichen. Unterstützt wird dies durch den am 22.03.2017 
vom Rat der Stadt Münster verabschiedeten „Masterplan altengerechte, inklusive Quartie-
re“, auf dessen Basis die Angebote in den Quartieren zur siche ren Versorgung und alternat i-
ve Pflegeangebote weiterentwickelt werden sollen. So sollen dann auch die weiteren Beda r-
fe älterer Menschen mit und ohne Pflegebedarf in der Planung neuer Konzepte stadtteilor i-
entiert berücksichtigt und integriert werden. Ein erstes Modellprojekt für eine altengerechte 
Quartiersentwicklung hat die Stadt Münster in Hiltrup -Ost begonnen, welches vom Land 
NRW im Rahmen des Landesförderplans Alter und Pflege gefördert wird. Dazu haben sowohl 
der Caritas-Verband, die Diakonie, das Cohaus -Vendt-Stift und das Mathildenstift  ein Quar-
tiersprojekt gestartet, weitere sind in Vorbereitung.

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021  5 
 
2. Zielsetzung der Pflegebedarfsplanung 
 
Die Stadt Münster will sich mit der verbindlichen Pflegebedarfsplanung ein zusätzliches 
Steuerungsinstrument erschließen, um gemeinsam mit anderen Akteuren, vor allem mit der 
Kommunalen Konferenz Alter und Pflege an der Entwicklung der örtlichen Pflegeinf rastruk-
tur aktiv mitzuwirken. Leitbild ist eine vielseitige, bedarfs - wie nachfragegerechte Angebots-
landschaft, die den verschiedenen Präferenzen Pflegebedürftiger Rechnung trägt, gegenüber 
geänderten Bedarfen, Struktur - und Qualitätsanforderungen anpassungsfähig ist und deren 
Angebote finanzierbar sind. Die verbindliche Pfleg ebedarfsplanung soll außerdem die alte n-
gerechte Quartiersentwicklung flankieren . Dabei sollen bestehende Pflegeinfrastruktur und 
künftige Quartiersstrukturen nicht als Gegeneinander , sondern synergetisch verstanden 
werden.  
 
Die verbindliche Pflegebedarfsplanung ist Grundlage für die Bedarfsbestätigung für die Ne u-
errichtung von vollstationären Pflegeeinrichtungen der Dauerpflege  in Münster und dient 
der Konferenz Alter und Pflege als Grundlage für neue  Einrichtungen der Kurzzeitpflege und 
neue teilstationäre Einrichtungen  bzw. zusätzliche Plätze in solchen Einrichtungen, wenn 
deren Träger die Förderung von Pflegeeinrichtungen nach dem APG  in Anspruch nehmen 
wollen (§ 11 Abs. 7 und § 14 Abs. 1 APG NRW). Der konkrete Zweck des vom Rat für verbind-
lich erklärte n Pflegebedarfsplans besteht daher darin, eine überprüfbare Entscheidung s-
grundlage für die Erteilung oder Versagung der kommunalen Bedarfsbestätigung bereitz u-
stellen; sie ist Zugangsöffner für die Landesförderung. Damit hat die verbindliche Pflegeb e-
darfsplanung vor allem eine instrumentelle Funktion. Belastbare empirische Aussagen über 
Zahlen fehlender Plätze, die (noch) errichtet werden müssen, um eine tatsächlich zu erwa r-
tende bzw. prognostizierte Inanspruchnahme mit zusätzlichen Kapazitäten an voll - oder teil-
stationären Plätzen zu bedienen, lassen sich aus einem Pflegebedarfsplan mit dieser Funkt i-
on dagegen nicht entnehmen. Um gültige Aussagen treffen zu können, inwieweit Pflegek a-
pazitäten fehlen, die sich allein durch zusätzliche teil - oder vollstationär e Plätze auffüllen 
lassen, müsste dem Pflegebedarfsplan ein Messkonzept unterlegt werden, das auf der einen 
Seite sämtliche Pflegeangebote mit ihren Ka pazitäten und Auslastungen  auch unter Berüc k-
sichtigung der Angebotsqualitäten und -bandbreiten abgreift, auf der anderen Seite die ge-
genwärtigen und künftig erwartbaren Individualbedürfnis se implementiert . Derart a n-
spruchsvolle Konzepte gehen jedoch weit über die gesetzliche Funktion der verbindlichen 
Pflegebedarfsplanung hinaus. Zugleich könnte ihre auf klassische Pflegeangebote begrenzte 
Sicht nicht die Effekte erfassen oder abbilden, die sich  aus der Entwicklung wohnortnaher, 
umfassender Versorgungsinfrastruktur(en) für die Bedarfe an jenen Pflegeangeboten erg e-
ben. 
 
Dennoch enthält der vorliegende Pflegebedarfsplan auch (Bestands -)Informationen über 
andere Bereiche des Pflegesektors, um den Blick auf ein integriertes und den Bedarfen a n-
gepasstes Pflegeangebot zu richten. Genauere Aussagen über Abhängigkeiten zwischen voll - 
und teilstationärer Pflege  einerseits und anderen Pflegeangeboten andererseits werden j e-
doch erst im Rahmen der Weiterentwicklung der Pflegebedarfsplanung getroffen werden 
können. Dabei werden neben der klassischen P flege auch alternative bzw. neu  entwickelte 
Angebote und Modelle e inbezogen. Abgesehen von ambulanter Pflege gehören dazu u. a. 
Demenz-Wohngruppen, neue Wohnformen sowie vor allem quartiersbezogene Angebote 
und Versorgungsstrukturen. Da ambulante Pflege oder alternative Pflegemodelle wie z. B. 
die Demenz-Wohngruppen nicht in jedem Einzelfall mit im Vergleich zur stationären Pflege

6 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 
 
geringeren Kosten verbunden sind, muss auch der Kostengesichtspunkt im Blick bleiben, 
wenngleich Vergleiche zwischen stationären und anderen Pflegeformen Aspekte der persö n-
lichen Situation nicht  ausblenden dürfen. Die stationäre Pflege kämpft zudem mit einem 
kritischen Ruf, der durch Berichte in den Medien immer wieder angefacht wird. Die weit 
überwiegende Zahl der Menschen will ihr Leben bis ins hohe Alter in der vertrauten Umg e-
bung ihres Wohnquartieres verbringen. Auch bei eintretender Pflegebedürftigkeit besteht 
der Wunsch nach einem Wohn - und Pflegeangebot, das eine eigene Häuslichkeit wie auch 
eine Versorgungssicherheit bietet. Bei der Weiterentwicklung der Pflegeinfrastruktur und 
Quartiersentwicklung muss dies mit einbezogen werden. 
 
Generell benötigt die Pflege eine Imageaufbesserung, sowohl für die Pflege im Heim (Nu t-
zerperspektive) als auch für den Arbeitsmarkt Pflege. Es wird bereits jetzt und nicht erst in 
Zukunft eine deutlich höhere Anzahl an Pflegekräften benötigt, es finden sich aber nicht g e-
nügend Interessierte. Aus diesem Grund hat die Landesregierung 2012 die Altenpflegeuml a-
ge wieder eingeführt. So erhalten die tatsächlich ausbildenden Einrichtungen die Ausbi l-
dungsvergütung aus e inem Ausbildungsfonds erstattet, in den alle Pflegeeinrichtungen ei n-
zahlen müssen. Damit konnte von 2012 bis 2 016 die Anzahl der Auszubildenden in der A l-
tenpflege um rund 75 Prozent gesteigert werden.  
 
Im September 2017 startete ein Projekt, zu dem sich 1 4 Arbeitgeber der Pflegebranche, das 
Fachseminar der Johanniter-Akademie und die Stadt Münster zusammengeschlossen haben, 
um  mit Vorurteilen über Pflegeberufe aufzuräumen und für die Pflege bei zukünftigen A r-
beitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu werben. Das Projekt „Starke Pflege in Münster“ 
wird vom Land NRW und dem Europäischen Sozialfond gefördert, läuft über 2 Jahre und 
knüpft an gute Erfahrungen ähnlicher Projekte im Ruhrgebiet und der Emscher -Lippe-Region 
an. Adressaten sind Schülerinnen und Schüler der Regelschulen, zusammen mit der Koord i-
nierungsstelle Schule und Beruf wird der Zugang zu Schulen unterstützt und ausgebaut. Auch 
Quereinsteiger, Umschüler und Studienabbrecher sollen mit Unterstützung des st ädtischen 
Jobcenters für die Altenpflege interessiert werden.  Die Arbeitgeber müssen umdenken: 
Nicht nur die Bewerberinnen und Bewerber müssen von sich überzeugen, auch die Unte r-
nehmen müssen zeigen, was sie als gute Arbeitgeber auszeichnet. Diese Stärken werden im 
Rahmen des Projektes systematisch herausgearbeitet. Die Ergebnisse sollen dann in ve r-
schiedenen Medien dargestellt und auf einer Internetseite präsentiert werden.

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021  7 
 
3. Pflegesituation in Münster 
 
Seit 1999 wird in NRW  von Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) als st a-
tistischem Landesamt anhand der Daten der Leistungsempfänger/innen der Pflegeversich e-
rung in NRW die Pflegestatistik erstellt. Die Sta tistik wird im Abstand von zwei Jahren jeweils 
zum 31. Dezember durchgeführt. Die aktuellsten Daten liegen für 2015 vor.  
 
Tabelle 1 
Leistungsempfänger/-innen der Pflegeversicherung in Nordrhein-Westfalen 
(im Dezember 2015) 
Verwaltungsbezirk 
––––––––––––––– 
Pflegestufe1) 
Leistungsempfänger/-innen der Pflegeversicherung 
insgesamt 
davon erhielten 
ambulante 
Pflege 
vollstationäre 
Pflege Pflegegeld2) 
Nordrhein-
Westfalen   
     Pflegestufe I   372 980   90 379   64 497   218 104  
 Pflegestufe II   194 058   46 757   64 374   82 927  
 Pflegestufe III   69 594   14 230   34 291   21 073  
 
bisher noch keiner 
Pflegestufe zugeordnet     1 471  –   1 471  –  
 Insgesamt   638 103   151 366   164 633   322 104  
  100 % 23,7 % 25,8 % 50,8 % 
Reg.-Bez. Münster    
     Pflegestufe I   54 076   14 337   9 841   29 898  
 Pflegestufe II   26 734   6 965   9 310   10 459  
 Pflegestufe III   8 398   1 750   4 251   2 397  
 
bisher noch keiner 
Pflegestufe zugeordnet      238  –    238  –  
 Insgesamt   89 446   23 052   23 640   42 754  
  100 % 25,8 % 26,4 % 47,8 % 
Münster, Stadt        
     Pflegestufe I   4 126   1 196   1 151   1 779  
 Pflegestufe II   2 013    488    920    605  
 Pflegestufe III    714    160    402    152  
 
bisher noch keiner 
Pflegestufe zugeordnet      80  –    80  –  
 Insgesamt   6 933   1 844   2 553   2 536  
  100 % 26,6 % 36,8 % 36,6 % 
1) Pflegestufe III: einschl. Härtefälle; 2) ohne Empfänger von Pflegegeld, die zusätzlich ambulante 
Pflege erhalten (diese werden bei der ambulanten Pflege berücksichtigt) 
Quelle: Information und Technik NRW 
 
Mit zunehmender Pflegestufe verschiebt sich die Pflege in den vollstationären Bereich. Im 
Vergleich zu Gesamt -NRW und dem Regierungsbezirk Münster fällt auf, dass Münster einen 
deutlich höheren Anteil an stationärer Pflege und sehr viel niedrigeren Anteil an Pflegegeld 
(Pflege von Angehörigen) aufweist. Die Ursache kann in der Lage und Funktion der Stadt

8 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 
 
Münster als Oberzentrum liegen, Einfluss haben möglicherweise auch die eher städtischen 
Gesellschaftsstrukturen im Vergleich zum ländlichen Raum.  
 
Tabelle 2 
Leistungsempfänger/-innen der Pflegeversicherung 
in Nordrhein-Westfalen 2011, 2013 und 2015 (jeweils im Dezember) 
Verwaltungsbezirk 
––––––––––––––– 
Pflegestufe1) 
Leistungsempfänger/-innen der Pflegeversicherung 
20112) 2013 2015 
Veränderung 
2015  
geg. 2013 
Nordrhein-
Westfalen       
 Pflegestufe I   305 098   331 262  372 980 +  12,6 %    
 Pflegestufe II   176 633   181 488  194 058 +  6,9 %    
 Pflegestufe III   65 138   66 678  69 594 +  4,4 %    
 
bisher noch keiner Pfle-
gestufe zugeordnet      964   2 064  1 471 - 28,7 %    
 Insgesamt   547 833   581 492  638 103 +  9,7 %    
Reg.-Bez. 
Münster        
 Pflegestufe I   44 684   47 833  54 076 +  13,1 %    
 Pflegestufe II   24 921   24 877  26 734 + 7,5 %    
 Pflegestufe III   8 028   8 168  8 398 +  2,8 %    
 
bisher noch keiner Pfle-
gestufe zugeordnet      109    352  238 - 32,4 %    
 Insgesamt   77 742   81 230  89 446 +  10,1 %    
Münster, 
Stadt            
 Pflegestufe I   3 526   3 820  4 126 +  8,0 %    
 Pflegestufe II   1 909   2 064  2 013 - 2,5 %    
 Pflegestufe III    660    696  714 +  2,6 %    
 
bisher noch keiner Pfle-
gestufe zugeordnet      25    48  80 + 66,7 %    
 Insgesamt   6 120   6 628  6 933 +  4,6 %    
1) Pflegestufe III: einschl. Härtefälle; 2) Vergleichbarkeit zu den Vorjahren eingeschränkt 
Quelle: Information und Technik NRW 
 
Die Entwicklung der Pflegebedürftigkeit nach Pflegestufen zeigt die größte Zunahme in der 
Pflegestufe I auf, wobei im Vergleich in Münster auch die Zunahme in Pflegestufe II sich ähn-
lich entwickelt. Insgesamt ist eine deutliche Zunahme der Leistungsempfänger /-innen der 
Pflegeversicherung festzustellen , was auch einen erhöhten Bedarf an Pflegeinfrastruktur 
erfordert.

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021  9 
 
Tabelle 3 
Leistungsempfänger/-innen der Pflegeversicherung in Münster 
Jahr Insgesamt je 1 000 Ein-
wohner 
davon erhielten am 15.12. Pflegegeld am 
ambulante Pflege stationäre Pflege1)  31.12.2) 
1999 5 447  21 1 295 1 849 2 303  
2001 5 395  20 1 352 1 740 2 143  
2003 5 187  19 1 349 2 112 1 726  
2005 5 294  20 1 339 2 221 1 734  
2007 5 714  21 1 605 2 343 1 766  
2009 5 573  20 1 534 2 130 1 909  
2011 6 120 21 1 686 2 280 2 154 
2013 6 628 22 1 941 2 365 2 322 
2015 6 933 22 1 844 2 553 2 536 
1) Bei der Ermittlung der Gesamtzahl der Pflegebedürftigen in Einrichtungen werden ab der Erhe-
bung 2009 die Besucher von Tagespflegeeinrichtungen nicht mehr addiert. 
2) Ohne Empfänger und Empfängerinnen von Kombinationsleistungen, die bereits bei der ambulan-
ten 
    oder stationären Pflege berücksichtigt sind. 
Quelle: Information und Technik Nordrhein-Westfalen 
 
 
Tabelle 4 
Pflegebedürftige nach Versorgungsart in Münster, Entwicklung von 2013 zu 2015 
  Pflegebedürftige 2013 Pflegebedürftige 2015 Veränderung 
2015 geg. 2013 
Stationäre Pflege 2 365 35,7 % 2 553 36,8 % + 7,9 % 
Pflege zu Hause 4 263 64,3 % 4 380 63,2 % + 2,8 % 
-  durch Angehörige 2 322 35,0 % 2 536 36,6 % + 9,2 % 
-  mit bzw. durch ambu-
lante Pflegedienste 1 941 29,3 % 1 844 26,6 % - 5,0 % 
Insgesamt 6 628 100 % 6 933 100 % + 4,6 % 
Quelle: Information und Technik Nordrhein-Westfalen 
 
 
Die Daten in Tabelle 4 machen die Entwicklung der Pflege deutlich. Durch die Pflege mit a m-
bulanten Pflegediensten kann der Wunsch vieler Pflegebedürftiger, in der eigenen Wohnung 
oder in bekanntem Umfeld ggf. bei Angehörigen zu verbleiben, ermöglicht werden. Häufig 
können pflegende Angehörige  eine Entlastung wahrnehmen oder auch ggf. berufstätig blei-
ben sowie andere familiäre Verpflichtungen wahrnehmen. Dennoch zeigt sich hier erstmals 
ein Rückgang in der professionellen Pflege zu Hause, in der stationären Pflege dagegen eine 
leichte Zunahme.

10 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 
 
 
 
 
Tabelle 5 
Leistungsempfänger/-innen aus der Pflegeversicherung in Münster nach Altersstufen 
am 15.12.15 
Alter von … 
bis unter… 
insgesamt ambulante 
Pflege 
vollstationäre Pflege Pflege-
geld 1) 
nachr.: 
teilstatio-
näre Pfle-
ge 2) 
zusammen Dauer-
pflege 
Kurzzeit-
pflege 
Tages-
pflege 
Insgesamt  6 933 1 845 2 553 2 430  123 2 535  222 
0 - 65 Jahre 1 101  168  150  141  12  777  9 
65 - 70 Jahre  252  66  69  63 6  117  3 
70 - 75 Jahre  444  120  162  156  9  159  9 
75 - 80 Jahre  903  273  306  288  18  324  48 
80 - 85 Jahre 1 149  357  444  414  30  351  54 
85 - 90 Jahre 1 554  450  642  612  33  459  60 
90 - 95 Jahre 1 131  294  573  552  18  264  33 
95 Jahre und 
älter   399  114  207  207  0  81  6 
1) Ohne Empfänger/-innen von Pflegegeld, die zusätzlich auch ambulante Pflege erhalten. Diese 
werden bei der ambulanten  Pflege berücksichtigt. Stichtag: 31.12.2015. Zudem ohne Empfänger/-
innen von Kurzzeit- bzw. Verhinderungspflege. Diese werden bereits bei der vollstationären bzw. 
ambulanten Pflege erfasst. 
2) Empfänger/-innen von Tages- und Nachtpflege erhalten in der Regel auch Pflegegeld oder am-
bulante Pflege. Sie sind dadurch bereits bei der Zahl der Pflegebedürftigen insgesamt erfasst und 
werden hier nur nachrichtlich ausgewiesen. 
Quelle: Information und Technik Nordrhein-Westfalen 
 
 
Der Aufgliederung der Empfängerinnen und Empfänger von Pflegeversicherungsleistungen 
nach Altersstufen zeigt, dass die Pflegebedürftigkeit bei Menschen über 80 Jahren am größ-
ten ist (vgl. Tab. 5). Deutlich wird hier auch, dass die Pflege zu Hause mit zunehmendem Al-
ter schwieriger wird. Dies mag zum einen auch am zunehmenden Alter der Angehörigen 
bzw. ihrem Fehlen liegen, da der Partner oder die Partnerin bereits verstorben ist, zum an-
deren der Grad der Pflegebedürftigkeit sich erhöht.

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021  11 
 
4. Pflegeinfrastruktur in Münster 
 
Die Pflegeinfrastruktur setzt sich in Münster vielfältig zusammen und ist in stetigem Wach s-
tum, wie aus Tabelle 6 ersichtlich wird: 
 
Tabelle 6 
Pflegerische Infrastruktur in Münster 
Am 
31.12. 
Stationäre 
Pflegeplätze 
Plätze in ambulant be-
treuten Wohngemein-
schaften 
Tages- 
pflegeplätze 
Kurzzeit- 
pflegeplätze  
Anzahl 
1999 1 875   20   84   67  
2000 1 960   20   104   78  
2001 2 100   20   104   93  
2002 2 100   20   104   93  
2003 2 145   20   116   105  
2004 2 145   20   122   116  
2005 2 171   29   107   114  
2006 2 261   58   107   131  
2007 2 416   77   95   152  
2008 2 406   110   113   163  
2009 2 481   118   113   183  
2010 2 508   136   113   198  
2011 2 607   136   152   184  
2012 2 647   136   152   190  
2013 2 667   147   152   199  
2014 2 637   171   164   210  
2015 2 646   180   180   221  
2016 2 646 206 193 233 
2017 2 646 228 193 266 
Quelle: Stadt Münster - Sozialamt 
 
Nachfolgend werden zunächst die Einrichtungen im gesamten Gebiet der Stadt Münster mit 
ihren Angeboten aufge führt. Eine sozialräumliche Darstellung erfolgt in Kapitel 5  auf Stadt-
bezirksebene.

12 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 
 
4.1 Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster 
 
In Münster gibt es derzeit 33 vollstationäre Pflegeheime . In vielen Einrichtungen wird auch Kurzzeitpflege angeboten (s. 4.2). Einige Einrichtungen 
haben weitere Pflegeangebote im bzw. am Haus angebunden.  
 
Tabelle 7  
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster, Stand 2017 
  Einrichtung Straße PLZ Stadtbezirk Stadtteil Plätze EZ DZ EZ-Quote 
1 Achatius-Haus Wolbeck Münsterstr. 24 b/c 48167 Südost Wolbeck 66 66 0 100,0 
2 Alexianer - Haus Heidhorn Westfalenstr. 490 48165 Hiltrup Amelsbüren 52 52 0 100,0 
3 Alexianer – Haus Thomas Alexianerweg 8 48163 Hiltrup Amelsbüren 54 46 4 92,0 
4 Altenheim Friedrichsburg Offenbergstraße 19 48151 Mitte Pluggendorf 138 114 12 90,5 
5 Altenheim St. Elisabeth Südlohnweg 1 48161 West Gievenbeck 92 92 0 100,0 
6 Altenwohnheim St. Lamberti Scharnhorststr. 4-8 48151 Mitte Pluggendorf 83 65 9 87,4 
7 Altenhilfe-Zentrum d. Missionsschwes-
tern 
Haus Franziska 
Westfalenstr. 109 48165 Hiltrup Hiltrup-Mitte 60 60 0 100,0 
8 Altenzentrum Klarastift (incl. Casa Vitae) Andreas-Hofer-Str. 70 48145 Mitte Herz-Jesu 119 113 3 97,4 
9 Cohaus-Vendt-Stift Krumme Str. 39/40 48143 Mitte Aegidii 82 82 0 100,0 
10 DKV-Residenz am  
Tibusplatz Tibusplatz 1 48143 Mitte Buddenturm 49 43 3 93,5 
11 Ev. Seniorenzentrum 
Meckmannshof Meckmannweg 74 48163 West Mecklenbeck 171 59 56 51,3 
12 Ev. Seniorenzentrum Handorfer Hof Handorfer Str. 24 48157 Ost Handorf 78 78 0 100,0 
13 Friederike-Fliedner-Haus Coerdestr. 56 48147 Mitte Kreuz 80 70 5 93,3 
14 Fritz-Krüger-Seniorenzentrum  Gartenbreie 1 48151 West Gievenbeck 81 81 0 100,0 
15 Haus für ältere Mitbürger 
Wohnen in Pastors Garten Alte Dorfstr. 10 48161 West Roxel 40 40 0 100,0 
16 Haus Maria Trost Sankt-Mauritz-Freiheit 52 48145 Mitte Herz-Jesu 80 80 0 100,0

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021  13 
 
  Einrichtung Straße PLZ Stadtbezirk Stadtteil Plätze EZ DZ EZ-Quote 
17 Haus v. Guten Hirten,  Bereich Pflege  Mauritz-Lindenweg 61 48145 Mitte Herz-Jesu 20 16 2 88,9 
18 Haus Wilkinghege Wilkinghege 55 48159 Nord Kinderhaus West 65 65 0 100,0 
19 Johanniter-Stift Münster Weißenburgstr. 48 48151 Mitte Geist 80 80 0 100,0 
20 Kardinal-von-Galen-Stift Clemens-August-Platz 8a 48167 Südost Angelmodde 66 54 6 90,0 
21 LWL Pflegezentrum Münster Friedr.-W.-Weber-Str. 30 48147 Mitte Uppenberg 80 72 4 94,7 
22 Maria-Hötte-Stift Düesbergweg 143 48153 Mitte Düesberg 123 97 13 88,2 
23 Marienheim An der Alten Kirche 5 48165 Hiltrup Hiltrup-Mitte 83 71 6 92,2 
24 Meyer-Suhrheinrich-Haus Marktallee 42 48165 Hiltrup Hiltrup-Mitte 42 42 0 100,0 
25 Papst-Johannes-Paul-Stift Culmer Str. 16 48157 Nord Coerde 72 72 0 100,0 
26 Perthes-Haus Münster Wienburgstr. 60 48147 Mitte Uppenberg 87 56 16 77,8 
27 Residenz Aaseehof Pottkamp 25 48149 Mitte Schloss 80 72 4 94,7 
28 Schölling-Lentze-Heim Bohlweg 5 48147 Mitte Schlachthof 21 21 0 100,0 
29 Seniorenresidenz  
Kastanienhof Ostmarkstr. 9 48145 Mitte Mauritz-Mitte 62 44 9 83,0 
30 Seniorenzentrum Albachten Rottkamp 49 48163 West Albachten 66 56 5 91,8 
31 Seniorenzentrum Haus Simeon Am Berg Fidel 70 48153 Hiltrup Berg-Fidel 149 149 0 100,0 
32 Seniorenzentrum Martin-Luther-Haus Fliednerstr. 17 48149 West Sentrup 151 133 9 93,7 
33 Wohnstift am Südpark Clevornstraße 5 48153 Mitte Schützenhof 74 58 8 87,9 
 Gesamt     2.646 2.299 174 93 
 
Ausgewiesene Sonderformen 
1. Stationäre Hausgemeinschaftsangebote für an Demenz Erkrankte: Klarastift, Meyer-Suhrheinrich-Haus (ausschließlich), DKV Residenz 
2. Angebot für Wachkomapatienten, 16 Plätze im Klarastift (Casa Vitae) 
3. Angebote für junge Pflegebedürftige, 18 Plätze im Achatius-Haus Wolbeck 
4. Pflege für ältere Menschen mit Behinderungen: Alexianer - Haus Thomas, LWL-Pflegezentrum

14 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 
 
 
 
Grafik 1 
Karte Vollstationäre Einrichtungen in Münster

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021  15 
 
4.2 Kurzzeitpflege 
 
Mit der Kurzzeitpflege wird vorübergehende Pflegebedürftigkeit z. B. nach einem Kranke n-
hausaufenthalt oder bei Verhinderung der pflegenden Angehörigen die Pflege abgedeckt. Es 
gibt solitäre Kurzzeitpflegeangebote  und eingestreute Kurzzeitpflege bei vielen Altenpfleg e-
einrichtungen. 
 
Tabelle 8 
Kurzzeitpflege, Stand 2017 
eingestreute Kurzzeitpflege 
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadt-
bezirk Stadtteil Plätze 
1 Achatius-Haus Wolbeck Münsterstr. 24 b/c 48167 Südost Wolbeck 4 
2 Alexianer - Haus Heid-
horn Westfalenstr. 490 48165 Hiltrup Amelsbüren 6 
3 Alexianer – Haus Thomas Alexianerweg 8 48163 Hiltrup Amelsbüren 4 
4 Altenheim Friedrichsburg Offenbergstraße 19 48151 Mitte Pluggendorf 8 
5 Altenheim St. Elisabeth Südlohnweg 1 48161 West Gievenbeck 5 
6 
Altenhilfe-Zentrum d. 
Missionsschwestern 
Haus Franziska 
Westfalenstr. 109 
48165 Hiltrup Hiltrup-Mitte 2 
7 Altenwohnheim  
St. Lamberti Scharnhorststr. 4-8 48151 Mitte Pluggendorf 8 
8 Altenzentrum Klarastift Andreas-Hofer-Str. 
70 
48145 Mitte Herz-Jesu 3 
9 Cohaus-Vendt-Stift Krumme Str. 39/40 48143 Mitte Aegidii 3 
10 DKV-Residenz am  
Tibusplatz Tibusplatz 1 48143 Mitte Buddenturm 5 
11 Ev. Seniorenzentrum 
Meckmannshof Meckmannweg 74 48163 West Mecklenbeck 15 
12 Friederike-Fliedner-Haus Coerdestr. 56 48147 Mitte Kreuz 10 
13 
Haus für ältere Mitbürger 
Wohnen in Pastors Gar-
ten 
Alte Dorfstr. 10 
48161 West Roxel 4 
14 Haus Maria Trost Sankt-Mauritz-
Freiheit 52 
48145 Mitte Herz-Jesu 5 
15 Johanniter-Stift Münster Weißenburgstr. 48 48151 Mitte Geist 10 
16 Kardinal-von-Galen-Stift Clemens-August-
Platz 8a 
48167 Südost Angelmodde 6 
17 LWL Pflegezentrum  
Münster 
Friedr.-W.-Weber-
Str. 30 
48147 Mitte Uppenberg 2 
18 Maria-Hötte-Stift Düesbergweg 143 48153 Mitte Düesberg 12 
19 Marienheim An der Alten Kirche 5 48165 Hiltrup Hiltrup-Mitte 1 
20 Seniorenzentrum 
Martin-Luther-Haus Fliednerstr. 17 48149 West Sentrup 8 
21 Papst-Johannes-Paul-Stift Culmer Str. 16 48157 Nord Coerde 7 
22 Perthes-Haus Münster Wienburgstr. 60 48147 Mitte Uppenberg 4

16 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 
 
23 Residenz Aaseehof Pottkamp 25 48149 Mitte Schloss 15 
24 Seniorenresidenz  
Kastanienhof Ostmarkstr. 9 48145 Mitte Mauritz-
Mitte 
8 
25 Seniorenzentrum  
Albachten Rottkamp 49 48163 West Albachten 10 
26 Ev. Seniorenzentrum  
Handorfer Hof Handorfer Str. 24 48157 Ost Handorf 8 
27 Seniorenzentrum  
Haus Simeon Am Berg Fidel 70 48153 Hiltrup Berg-Fidel 8 
28 Wohnstift am Südpark Clevornstraße 5 48153 Mitte Schützenhof 7 
Gesamt     181 
Solitäre Kurzeitpflege 
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadt-
bezirk Stadtteil Plätze 
29 
Altenhilfe-Zentrum der 
Missionsschwestern 
Haus Maria 
Westfalenstr. 109 
48165 Hiltrup Hiltrup-Mitte 20 
30 Clemenshospital Düesbergweg 143 48153 Mitte Düesberg 18 
31 Fritz-Krüger-
Seniorenzentrum  Gartenbreie 1 48161 West Gievenbeck 15 
32 Raphaelsklinik Loerstr. 23 48143 Mitte Dom 23 
Gesamt     76 
Ambulante Kurzzeitpflege 
33 „Zimmer im Garten“ Laerer Landweg 177 48145 Ost Mauritz-Ost 2

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021  17 
 
Grafik 2 
Karte Kurzzeitpflege in Münster

18 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 
 
 
4.3 Tagespflege 
 
Mit der Tage spflege werden insbesondere für dement e Pflegebedürftige Angebote gescha f-
fen, die es ihnen ermöglichen , tagsüber eine Betreuung und Pflege in Anspruch zu nehmen 
und trotzdem in der vertrauten Umgebung wohnen bleibe n zu können. Dies ermöglicht den 
Angehörigen häufig die weitere Berufstätigkeit und entlastet von einem Teil der pfleger i-
schen Verantwortung. In Münster gibt es derzeit folgende Tagespflege-Angebote: 
 
 
Tabelle 9 
Tagespflege, Stand 2017 
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadt- 
bezirk Stadtteil Plätze 
1 Achatiushaus Wolbeck Münsterstr.  48167 Südost Wolbeck 12 
2 Altenheim St. Elisabeth  Südlohnweg 1 48161 West Gievenbeck 15 
3 Altenhilfe-Zentrum  
St. Clemens Kortumweg 56 48165 Hiltrup Hiltrup-Mitte 15 
4 Clemens-Wallrath-Haus Josefstr. 4 48151 Mitte Josef 20 
5 Ev. Seniorenzentrum 
Meckmannshof 
Meckmannweg 
74 48163 West Mecklenbeck 24 
6 Friederike-Fliedner-Haus  Coerdestr. 56 48147 Mitte Kreuz 12 
7 Haus Benteler Prozessionsweg 
54 48145 Mitte Mauritz-
Mitte 12 
8 Papst-Johannes-Paul-Stift Culmer Str. 16 48157 Nord Coerde 15 
9 pro.cura Tagespflege Wolbecker Str. 
226 48155 Ost Mauritz-Ost 16 
10 Tagespflege Akticom Twenhövenweg 
18 48167 Südost Angelmodde 12 
11 Tagespflege Mathildenstift Münzstr. 38 48143 Mitte Buddenturm 12 
12 Wohnstift 
am Südpark Clevornstr. 5 48153 Mitte Schützenhof 15 
13 Tagespflege Mauritz-Palais 
(Klarastift) 
Andreas-Hofer-
Str. 70 48145 Mitte Herz-Jesu 13 
Gesamt     193

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021  19 
 
Weitere neue Tagespflege-Einrichtungen sind in Planung. Der Bedarf für folgende Einrich-
tungen wurde von der Konferenz Alter und Pflege im Jahr 2017 positiv eingeschätzt: 
 
 
Tabelle 10 
Tagespflege in Planung, Stand 2017 
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadt- 
bezirk Stadtteil Plätze 
1 Tagespflege Haus Simeon Am Berg Fidel 
70 48153 Hiltrup Berg Fidel 16 
2 Tagespflege Friedrichsburg  Offenbergstr. 48151 Mitte Pluggendorf 14 
3 Tagespflege Albachten, 
Caritasverband Dülmener Str. 9 48165 West Albachten 15 
Gesamt     45

20 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 
 
 
Grafik 3 
Karte Tagespflege in Münster

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021  21 
 
 
4.4 Ambulant betreute Pflege-Wohngemeinschaften 
 
In ambulant betreuten Wohngemeinschaften können demente Pflegebedürftige ein Leben in 
häuslicher Gemeinschaft führen, die allein durch die Größe einen familiäreren Charakter als 
eine stationäre Pflegeinrichtung vermittelt. Das Angebot richtet sich bisher meistens an De-
menz-Erkrankte, es gibt auch Wohngruppen für Menschen mit geringem oder speziellem 
Pflegebedarf.  
 
Tabelle 11 
Ambulant betreute Wohngemeinschaften in Münster, Stand 2017 
Nr. Wohngemeinschaften Straße PLZ Stadt-
bezirk Stadtteil Plätze 
1 Casa Mauritz 
Klarastift Service GmbH Andreas-Hofer-Str. 86 48145 Mitte Herz-Jesu 15 
2 Haus Elisabeth 
Alexianer Herrenstr. 10 48167 Südost Wolbeck 12 
3 Haus Genius 
DKV Residenz Tibusplatz 1 - 7 48143 Mitte Buddenturm 8 
4 Haus Taubenstraße 
Alexianer Taubenstraße 12 48149 Mitte Herz-Jesu 8 
5 Hausgemeinschaft Nien-
berge (2), CBM 
Kirmstr. 
18/Gartenstiege 6 48161 West Nienberge 7 / 7 
6 Hof Schultmann 
Alexianer Stratmannweg 21 48163 West Mecklenbeck 12 
7 Irmgard Buschmann Haus 
(2), Klarastift Service GmbH Am Küchenbusch 15 48161 West Gievenbeck 11 / 8 
8 Villa Hittorfstraße 
Alexianer Hittorfstraße 10 48149 Mitte Schloss 10 
9 Villa Kahmann Gremmendorfer Weg 
44 48167 Südost Gremmen-
dorf-Ost 11 
10 Villa Mauritz 
Alexianer 
Kaiser-Wilhelm-Ring 
34 48145 Mitte Mauritz-
Mitte 10 
11 WG Arche Noah 
Amb. Dienste Klarastift 
Manfred-von-Richt-
hofen-Str. 45 48145 Mitte Mauritz-
Mitte 12 
12 WG Arche Sarah 
Amb. Dienste Klarastift 
Manfred-von-Richt-
hofen-Str. 45 48145 Mitte Mauritz-
Mitte 12 
13 WG Erphobogen, DRK Bohlweg 55 A 48147 Mitte Schlachthof 12 
14 WG Mathildenstift 
DRK Schwesternschaft  Münzstr. 38 48143 Mitte Buddenturm 9 
15 WGs „Mitten in Mauritz“ 
(2), Sander-Pflege Mondstr. 104-106 48155 Ost Mauritz-Ost 10 / 10 
16 WG Schulstraße (2) 
Diakonie Münster Schulstr. 47 48149 Mitte Kreuz 10 / 8 
Gesamt     202 
 
Im Jahr 2017 ist die WG des DRK von der Josef -Beckmann-Str. in Kinderhaus an den Bohlweg 
umgezogen (WG Erphobogen). An der Mondstraße wurden zwei neue WGs „Mitten in Ma u-
ritz“, angeboten von Sander-Pflege, bezogen.

22 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 
 
 
Es gibt noch weitere Sonderformen von Wohngemeinschaften in Münster: 
- Christopher-Haus Münster-Hiltrup, Westfalenstr. 176, ambulante Pflege durch Air Vital, 
14 Plätze, Menschen mit Dauerbeatmung 
- Intensivpflege-Angebot im Mathildenstift, Münzstr. von der DRK-Schwesternschaft, 
9 Plätze 
 
Grafik 4 
Karte ambulant betreute Wohngemeinschaften in Münster

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021  23 
 
4.5 Ambulante Pflege 
 
Der Großteil der Pflege wird ambulant durchgeführt, in den Räumlichkeiten der Pflegeb e-
dürftigen oder ihrer Angehörigen. Besteht nicht oder nur teilweise die Möglichkeit, die Pfl e-
ge von Angehörigen durchführen zu lassen, wird ein professioneller Pflegedienst zumindest 
unterstützend hinzugezogen. Mit dem zunehmenden Pflegebedarf ist auch der Markt der 
ambulanten Pflegedienste gewachsen . Das Angebot reicht von hauswirtschaftlichen Hi lfen, 
pflegerischen Leistungen bis hin zu Anleitung und Betreuung für Personen mit eingeschränk-
ter Alltagskompetenz nach § 45b SGB XI . Da die Angebote (fast immer) stadtweit erfolgen, 
ist die räumliche Verteilung mittels einer Karte hier nicht weiterführend. 
Nachfolgende ambulante Pflegedienste bieten in Münster Versorgungsangebote an: 
 
Tabelle 12 
Ambulante Dienste, Stand 2017 
Nr. Pflegedienst Straße PLZ Ort 
1 "die Mobilen" 
Ambulanter sozialpflegerischer Dienst Augustastr. 28 48153 Münster 
2 ADVITALIS Pflegedienst Hanses-Ketteler-Str. 2 48165 Münster 
3 AKTI-MED Pflegedienst GmbH Westfalenstr. 171 48165 Münster 
4 AKTI-VITAL Pflegedienst GmbH Merkureck 14 48165 Münster 
5 Alexianer Ambulant Clemenshospital Düesbergweg 124 48153 Münster 
6 Alexianer Ambulant  Achtermannstr. 11 48143 Münster 
7 Ambulante Dienste e.V. Bohlweg 10 48147 Münster 
8 Ambulante Dienste e.V.  
Quartiersstützpunkt an der Aa Rjasanstr. 21 48147 Münster 
9 Ambulante Dienste e.V. 
Quartiersstützpunkt Gievenbeck Toppheideweg 9 48161 Münster 
10 Ambulante Dienste e.V. 
Quartiersstützpunkt am Platanenhof Hammer Str. 137 48153 Münster 
11 Ambulante Dienste Klarastift GmbH Andreas-Hofer-Str. 72 48145 Münster 
12 Ambulante Krankenpflege der  
Raphaelsklinik Münster GmbH Loerstr. 23 48143 Münster 
13 Ambulante Pflege Lindenhof Idenbrockplatz 21 48159 Münster 
14 Ambulante Psychiatrische Pflege 
Psycho-Soziales Zentrum Geiststr. 37 48151 Münster 
15 Ambulanter Krankenpflegedienst Julia 
GmbH Rüschhausweg 149 48161 Münster 
16 Ambulanter Pflegedienst AKTICOM 
GmbH Dirk-von-Merveldt-Str. 47 48167 Münster 
17 ASB-Ambulante Pflegedienste Gustav-Stresemann-Weg 
62 48155 Münster

24 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 
 
Nr. Pflegedienst Straße PLZ Ort 
18 Care aktiv GbR An den Loddenbüschen 
77 48155 Münster 
19 Cathamed Pflege GmbH Gremmendorfer Weg 26 48167 Münster 
20 CBM mbH Ambulante Pflege Josefstr. 2 48151 Münster 
21 Comfort Pflege Ostviertel GmbH Hohenzollernring 67 48145 Münster 
22 CV UNTERWEGS, Cohaus-Vendt-Stift Krumme Str. 39/40 48143 Münster 
23 Diakoniestation GmbH 
Diakonie Münster Wichernstr. 22 48147 Münster 
24 DRK Münster gemeinnützige Pflege 
und Service GmbH Zumsandestr. 25-27 48145 Münster 
25 Eins:Eins Intensivpflege GmbH Osttor 74 48165 Münster 
26 Erste Hilfe Ambulanter Pflegedienst 
GmbH Schlossplatz 22 48143 Münster 
27 Häusliche Pflege der DRK-
Schwesternschaft Westfalen e.V. Münzstr. 38 48143 Münster 
28 Home Instead Friedrich-Ebert-Str. 120 48153 Münster 
29 HUMANITAS Pflegedienste GmbH 
-Pflegedienst Münster- Grevener Str. 105 48159 Münster 
30 
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. 
Pflege- u. Gesundheitsdienste Münster 
Süd 
Geringhoffstr.45-47 48163 Münster 
31 Lange Pflege 
Ihr Centrum für ambulante Dienste Salzmannstr. 64 48147 Münster 
32 Leben-Erleben 
Amb. Kranken- u. Altenpflege GmbH Wolbecker Str. 140 b 48155 Münster 
33 Lebens Nah 
Mobile Kranken- und Altenpflege Letterhausweg 103 48167 Münster 
34 miCura Pflegedienste Münster GmbH Tibusplatz 6 48143 Münster 
35 Münster Pflege 
Ambulanter Pflegedienst Gartenbreie 62 48161 Münster 
36 Pflegebüro Bahrenberg Münster-Mitte Augustastr. 34 48153 Münster 
37 Pflegebüro Bahrenberg Münster-Nord Kanalstr. 30 48147 Münster 
38 Pflegebüro Meinert Pantaleonplatz 24 48161 Münster 
39 Pflegebüro Schmidt Marktallee 66 48165 Münster 
40 Pflegedienst Herms GmbH Feldstiege 100 48161 Münster 
41 Pflegeteam miteinander GmbH Coerdestr. 45 48147 Münster 
42 pro.cura Pflegeteam Münster Wolbecker Str. 224 48155 Münster

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021  25 
 
Nr. Pflegedienst Straße PLZ Ort 
43 Regenbogen Häusliche Kinder- u.  
Krankenpflege Coerdestiege 71 48157 Münster 
44 UNITAS Intensivpflege GmbH Gustav-Tweer-Weg 15 48167 Münster 
45 
Vis Vitalis 
Amb. Kranken-, Kinderkranken-, Alten- 
und Familienpflege 
Sophienstraße 1-3 48145 Münster 
46 VITA-MED Pflegedienst GmbH Krögerweg 14 48155 Münster 
47 ZMD 
Zentrum Mobiler Dienste Münster Pottkamp 19 48149 Münster 
Spezialangebote/außerhalb Münsters 
 air vital Intensivpflegedienst Nordstr. 66 59269 Beckum 
 
Cathamed Pflegedienst und Service 
GmbH 
Kinderintensivpflege 
Oststr. 57 48231 Warendorf 
 Familienpflege Hermann Meinert Münsterstr. 12 48727 Billerbeck 
 jederzeit ambulante Pflege GmbH 
ambulante Intensivpflege Kirchstr. 6 48268 Greven

26 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 
 
4.6 Betreuungs- und Unterstützungsangebote nach § 45 SGB XI 
 
Für an Demenz erkrankte Menschen besteht die Möglichkeit,  Betreuungs- und Unterstü t-
zungsangebote nach  § 45 SGB XI zu nutzen. Die meisten ambulanten Pflegedienste bieten 
Unterstützungsleistungen an. Daneben gibt es auch andere Angebote mit häuslichen Bes u-
chen und Unterstützung. Außerhalb der Wohnung bieten anerkannte niedrigschwellige B e-
treuungsgruppen eine Anregung der Menschen mit Demenz und Entlastung ihrer Angehör i-
gen. Diese Gruppen haben bis zu 9 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, werden von einer 
Fachkraft geleitet und von geschulten Ehrenamtlichen begleitet und unterstützt. Meistens 
kann ein Fahrdienst zu diesen Gruppen, die vormittags oder nachmittags stattfinden, organ i-
siert werden. 
 
Das Anerkennungsverfahren für niedrigschwellige Betreuungsangebote erfolgte landesrecht-
lich über die Verordnung über niedrigschwellige Hilfe - und Betreuungsangebote für Pfleg e-
bedürftige (HBPfVO) und war bis zum 31.12.2016 befristet. Durch die Pflegereformen der 
letzten Jahre (insbes. das 1. Pflegestärkungsgesetz) wurde  
- der Personenkreis der Anspruchsberechtigten auf alle Pflegebedürftigen ausgeweitet,  
- Pflegende Angehörige als  eigenständige Zielgruppe für Unterstützungsangebote au f-
genommen,  
- die Möglichkeit geschaffen, neben Betreuungsangeboten auch weitergehende En t-
lastungsleistungen in Anspruch zu nehmen,  
- der zur Verfügung stehende finanzielle Rahmen für die Inanspruchnahme solcher 
Leistungen ausgeweitet, indem bis zu 40 % des für die ambulante Pflege zur Verf ü-
gung stehenden Sachmittelbudgets nach § 36 SGB XI hierfür umgewandelt werden 
können. 
 
Bis Ende 2016  erfolgte vom Land nach der HBPfVO die Anerkennung, seit dem 01.01.2017 
wird dieses von den Kommunen nach der Verordnung über die Anerkennung von Angeboten 
zur Unterstützung im Alltag und Förderung der Versorgungsstruktur in Nordrhein -Westfalen 
(AnFöVO) vorgenommen. 
 
Tabelle 13 
Häusliche Besuche und Unterstützung nach § 45 SGB XI, Stand 2017 
Nr. Anbieter Straße PLZ Ort 
1 
Betreuung und Begleitung 
Dipl.-Sozialarbeiter Dietmar Preuß 
Mobiler Alltagsservice für Senioren und  
hilfsbedürftige Menschen 
Mecklenbecker  
Straße 133 48151 Münster 
2 
Doris Pällmann 
Betreuung für Senioren, Begleitung für  
Angehörige & individuelle Lebensberatung 
Kriegerweg 48153 Münster 
3 
HaDi Foppe GmbH & Co.KG 
Mobile Seniorenbetreuung, 
Fachbetrieb für senioren- und behinderten-
gerechte Installation  
Mecklenbecker Str. 
387 48163 Münster 
4 
Hand in Hand, individuelle Seniorenbegleitung 
und Förderung 
Träger: Priv. Gew. Ulrike Ventker 
Bonnenkamp 28 48167 Münster

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021  27 
 
Nr. Anbieter Straße PLZ Ort 
5 
Häusliche Kreativbetreuung  
„mein Poesiealbum“ 
Brigitte Kraneburg 
Lühnstiege 2 48151 Münster 
6 Lebenshilfe Münster e. V. Windthorststr. 7 48143 Münster 
7 Petra Sokolowsky Eichenweg 11 a 48161 Münster 
8 Seniorenservice Münster 
Johannes Gorschlüter Piusallee 194 48147 Münster 
9 Stift Tilbeck GmbH Tilbeck 2 48329 Havixbeck 
10 Zauberfrau Zuhornstr. 26 48147 Münster 
11 Betreuungsdienst Marie mobil 
Träger: Meyer-Suhrheinrich-Stiftung Patronatsstr. 2 48165 Münster 
12 Seniorenassistenz Gude Kortumweg 21 48165 Münster 
13 Heuermann Seniorendienste Melchersstr. 80 48149 Münster 
14 Marlis Marchand 
Dipl. Sozialpädagogin, Musiktherapeutin Haus Angelmodde 2 48167 Münster 
15 Mittendrin SeHt Münster e.V. Dechaneistr. 14 48145 Münster 
16 Projekt LichtBlick  Josefstr. 4 48151 Münster 
17 Imi – Ich mit Ihnen 
Eva-Maria Posner Rikeweg 13 48155 Münster 
18 Pflege & Service Münsterland GbR Wickenkamp 22 48161 Münster 
19 Udo Stier Schüttorfweg 19 48161 Münster 
 
 
 
Tabelle 14 
wohnortnahe niedrigschwellige Betreuungsgruppen nach § 45 SGB XI, Stand 2017 
Nr. Anbieter Straße PLZ Stadt-
bezirk Stadtteil 
1 „ Ein Vormittag im Alex-Dorftreff“ 
Alexianer Münster GmbH Zum Häpper 1 48163 Hiltrup Amelsbüren 
2 
„Café Auszeit“ 
Humanitas Pflegedienste GmbH 
Standort Münster 
Grevener Str. 
105 48159 Mitte Uppenberg 
3 
„Café Wigbold“ 
Betreuungsnachmittag für Demenz-
kranke 
Träger: Kath. Kirchengemeinde St. Niko-
laus Münster und die Alexianer Haus 
Heidhorn GmbH 
Herrenstr. 17 48167 Südost Wolbeck

28 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 
 
Nr. Anbieter Straße PLZ Stadt-
bezirk Stadtteil 
4 
„Miteinander" Betreuungsgruppe für 
demenziell erkrankte Menschen in Kin-
derhaus und Sprakel 
Annette Mandelartz  
Kristiansand-
straße 70 48159 Nord Kinderhaus-
West 
5 
Alzheimer Gesellschaft Münster e. V. 
Betreuungsnachmittage, Aktivierung, 
Sport 
Tannenbergstr. 
1 48147 Mitte Kreuz 
6 Betreuungsgruppe „Hand in Hand“ Alfersheide 19 48157 Ost Gelmer-
Dyckburg 
7 
Café Malta 
Thomas-Gemeinde 
Träger: Malteser Hilfsdienst e.V. 
Von-Ossietzky-
Strasse 16 48163 Mitte Aaseestadt 
8 
Unser Kleeblatt für Sie! 
Susanne Zobel-Seick ,„Zimmer im Gar-
ten“ 
Carla Bukmakowski, Demenz-Netz Mau-
ritz-Ost 
Betreuungsnachmittage, Tagesangebot, 
Spielangebot 
Laerer Landweg 
177 
Wolbecker Str. 
304 
48155 Ost Mauritz-Ost 
9 
Doris Pällmann 
Betreuung für Senioren, Begleitung für 
Angehörige & individuelle Lebensbera-
tung 
Betreuungsgruppe für demenziell er-
krankte Menschen im Ludwig-Steil-Haus 
der Gnadenkirche 
Düesbergweg 
102 48153 Mitte Düesberg 
10 Gemeinde Café 
Ev. Gemeindezentrum 
Hülsebrockstr. 
16 48165 Hiltrup Hiltrup-
Mitte 
11 Gruppe D 
Im Haus der Begegnung St. Ida 
Nachtigallen-
weg 25 48167 Südost Gremmen-
dorf-Ost 
12 Projekt LichtBlick  
Gruppen für Menschen mit Demenz Josefstr. 4 48151 Mitte Josef

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021  29 
 
 
 
Grafik 5 
Karte wohnortnahe niedrigschwellige Betreuungsgruppen nach § 45 SGB XI

30 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 
 
5 Sozialräumliche Pflegeinfrastruktur in Münster 
 
In den vergangenen Jahren ist in Münster bereits ein vielfältiges Spektrum an neuen Woh n-
formen für pflegebedürftige und ältere Menschen entstanden, bei denen die Sicherung der 
Selbstbestimmung und der eigenen Häuslichkeit im Vordergrund stehen (u. a. integriertes 
Wohnen, Mehrgenerationenwohnen, selbst organisierte oder betreute Wohngemeinscha f-
ten sowie Hausgemeinschaften für Menschen mit Demenz oder Pflegewohnungen im 
Wohnquartier). Es sind zumeist quartiersbezogene Wohn - und Pflegeversorgungskonzepte, 
die verschiedene Wohn - und Betreuungsformen kleinräumig vernetzen. Durch das Engag e-
ment von Initiativen  und Trägern sowie des städtischen Wohnungsunternehmens 
Wohn+Stadtbau GmbH und anderer Wohnungsbauträger in Münster sind in den letzten Ja h-
ren bereits eine Reihe von entsprechenden Angeboten entstanden. Dies gilt es weiter au s-
zubauen und perspektivisch stadtweit Quartierskonzepte zu entwickeln. 
 
Die sozialpolitischen und sozialrechtlichen Neuorientierungen bieten durch die Novellierung 
des Landespflegegesetzes NRW sowie des Wohn - und Teilhabegesetzes NRW, durch den 
Aktionsplan „Inklusives NRW“, die – überschaubaren – Fördermöglichkeiten über das Wo h-
nungsförderprogramm und die Vorgaben und Richtlinien für quartiersnahe Wohn - und Be-
treuungsformen eine Menge an Entwicklungspotential zur Weiterentwicklung der Pflegein f-
rastruktur und Gestaltung von Quartier skonzepten, um die selbstständige und selbstb e-
stimmte Lebensführung in den Stadtteilen und Quartieren positiv zu gestalten und sicherz u-
stellen. Alle diese Elemente bilden eine solide Unterlage für die (Stadt)Gesellschaft, die G e-
staltungsanforderungen vor d em Hintergrund des demographischen Wandels zu meistern. 
Dabei gilt es, die Potentiale und Ressourcen einer älter werdenden Bevölkerung wertz u-
schätzen, zu nutzen und durch professionelle Begleitung und Unterstützung in die Net z-
werkprozesse einfließen zu lassen. 
 
Nachfolgend wird die Pflegeinfrastruktur auf Stadtbezirksebene dargestellt, jedoch noch 
nicht in Bezugnahme zur Bevölkerungsstruktur. Dies wird in der Weiterentwicklung  des 
Pflegebedarfsplans angestrebt. Die Darstellung auf Stadtbezirksebene dient l ediglich einer 
ersten Orientierung. Auch wenn zukünftig die Bevölkerungsstruktur in die Planung mit ein-
bezogen wird, müssen möglicherweise andere Bezugsräume in Betracht gezogen werden, da 
die gelebten Bezüge sich von den räumlichen Zuschnitten der Gebietsgliederung unterschei-
den, für ein bedarfsgerechtes Angebot aber zu berücksichtigen sind.

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021  31 
 
5.1 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Mitte 
 
Der Stadtbezirk Mitte hat von allen Bezirken flächenbezogen die feinteiligste Gliederung. Er 
gesteht aus insgesamt 23 Stadtteilen (statistische Bezirke). Die Altstadt allein hat fünf Stadt-
teile: Aegidii, Überwasser, Dom, Buddenturm, Martini. Der Innenstadtring setzt sich aus 9 
Stadtteilen zusammen: Pluggendorf, Josef, Bahnhof, Hansaplatz, Mauritz-West, Schlachthof, 
Kreuz, Neutor, Schloss. Mitte-Süd umfasst die Stadtteile Aaseestadt, Geist, Schützenhof und 
Düesberg. Der Teilbereich Innenstadt-Nordost besteht aus den Stadtteilen Hafen, Herz-Jesu, 
Mauritz-Mitte, Rumphorst und Uppenberg. 
 
In Münster-Mitte finden sich alle Pflegeformen wieder. Das Angebot ist hier im Vergleich mit 
den anderen Stadtteilen am dichtesten. 
 
 
Tabelle 15 
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster-Mitte, Stand 2017 
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Altenheim Friedrichsburg Offenbergstraße 19 48151 Pluggendorf 138 
2 Altenwohnheim St. Lamberti Scharnhorststr. 4-8 48151 Pluggendorf 83 
3 Altenzentrum  
Klarastift (inc. Casa Vitae) 
Andreas-Hofer-Str. 
70 48145 Herz-Jesu 119 
4 Cohaus-Vendt-Stift Krumme Str. 39/40 48143 Aegidii 82 
5 DKV-Residenz am 
Tibusplatz Tibusplatz 1 48143 Buddenturm 49 
6 Friederike-Fliedner-Haus Coerdestr. 56 48147 Kreuz 80 
7 Haus Maria Trost Sankt-Mauritz-
Freiheit 52 48145 Herz-Jesu 80 
8 Haus v. Guten Hirten 
Bereich Pflege 
Mauritz-Lindenweg 
61 48145 Herz-Jesu 20 
9 Johanniter-Stift  
Münster Weißenburgstr. 48 48151 Geist 80 
10 LWL Pflegezentrum  
Münster 
Friedr.-W.-Weber-
Str. 30 48147 Uppenberg 80 
11 Maria-Hötte-Stift Düesbergweg 143 48153 Düesberg 123 
12 Perthes-Haus Münster Wienburgstr. 60 48147 Uppenberg 87 
13 Residenz Aaseehof Pottkamp 25 48149 Schloss 80 
14 Schölling-Lentze-Heim Bohlweg 5 48147 Schlachthof 21 
15 Seniorenresidenz 
Kastanienhof Ostmarkstr. 9 48145 Mauritz-Mitte 62 
16 Wohnstift am Südpark Clevornstraße 5 48153 Schützenhof 74 
Gesamt     1.258

32 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 
 
 
Tabelle 16 
Kurzzeitpflege in Münster-Mitte, Stand 2017 
eingestreute Kurzzeitpflege     
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Altenheim Friedrichsburg Offenbergstraße 19 48151 Pluggendorf 8 
2 Altenwohnheim St. Lamberti Scharnhorststr. 4-8 48151 Pluggendorf 8 
3 Altenzentrum  
Klarastift 
Andreas-Hofer-Str. 
70 
48145 Herz-Jesu 3 
4 Cohaus-Vendt-Stift Krumme Str. 39/40 48143 Aegidii 3 
5 DKV-Residenz am  
Tibusplatz Tibusplatz 1 48143 Buddenturm 5 
6 Friederike-Fliedner-Haus Coerdestr. 56 48147 Kreuz 10 
7 Haus Maria Trost Sankt-Mauritz-
Freiheit 52 
48145 Herz-Jesu 5 
8 Johanniter-Stift Münster Weißenburgstr. 48 48151 Geist 10 
9 LWL Pflegezentrum Münster Friedr.-W.-Weber-
Str. 30 48147 Uppenberg 2 
10 Maria-Hötte-Stift Düesbergweg 143 48153 Düesberg 12 
11 Perthes-Haus Münster Wienburgstr. 60 48147 Uppenberg 4 
12 Residenz Aaseehof Pottkamp 25 48149 Schloss 15 
13 Seniorenresidenz  
Kastanienhof Ostmarkstr. 9 48145 Mauritz-Mitte 8 
14 Wohnstift am Südpark Clevornstraße 5 48153 Schützenhof 7 
Gesamt   
 100 
Solitäre Kurzeitpflege  
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
15 Clemenshospital Düesbergweg 143 48153 Düesberg 18 
16 Raphaelsklinik Klosterstr. 75 48143 Dom 23 
Gesamt    43

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021  33 
 
Tabelle 17 
Tagespflege in Münster-Mitte, Stand 2017 
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Clemens-Wallrath-Haus Josefstr. 4 48151 Josef 20 
2 Friederike-Fliedner-Haus  Coerdestr. 56 48147 Kreuz 12 
3 Haus Benteler Prozessionsweg 54 48145 Mauritz-Mitte 12 
4 Tagespflege  
Mathildenstift Münzstr. 38 48143 Buddenturm 12 
5 Wohnstift 
am Südpark Clevornstr. 5 48153 Schützenhof 15 
6 Tagespflege Mauritz-Palais 
(Klarastift) 
Andreas-Hofer-Str. 
70 48145 Herz-Jesu 13 
Gesamt      84 
In Planung/Bau     
7 Tagespflege Friedrichsburg Offenbergstr. 48151 Pluggendorf 14 
 
 
 
Tabelle 18 
Ambulant betreute Wohngemeinschaften in Münster-Mitte, Stand 2017 
Nr. Wohngemeinschaften Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Casa Mauritz 
Klarastift Service GmbH Andreas-Hofer-Str. 86 48145 Herz-Jesu 15 
2 Haus Genius 
DKV Residenz Tibusplatz 1 - 7 48143 Buddenturm 8 
3 Haus Taubenstraße 
Alexianer Taubenstraße 12 48149 Herz-Jesu 8 
4 Villa Hittorfstraße 
Alexianer Hittorfstraße 10 48149 Schloss 10 
5 Villa Mauritz 
Alexianer Kaiser-Wilhelm-Ring 34 48145 Mauritz-
Mitte 10 
6 WG Arche Noah 
Ambulante Dienste Klarastift 
Manfred-von-Richthofen-
Str. 45 48145 Mauritz-
Mitte 12 
7 WG Arche Sarah 
Ambulante Dienste Klarastift 
Manfred-von-Richthofen-
Str. 45 48145 Mauritz-
Mitte 12 
8 WG Mathildenstift 
DRK Schwesternschaft  Münzstr. 38 48143 Buddenturm 8 
9 WG Schulstraße (2) 
Diakonie Münster Schulstr. 47 48149 Kreuz 10/8 
10 WG Erphobogen, DRK Bohlweg 55 A 48147 Schlachthof 12 
Gesamt    113

34 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 
 
 
Tabelle 19 
wohnortnahe niedrigschwell ige Betreuungsgruppen nach § 45  SGB XI  in Münster -Mitte, 
Stand 2017 
Nr. Anbieter Straße PLZ Stadtteil 
1 Alzheimer Gesellschaft Münster e. V. 
Betreuungsnachmittage, Aktivierung, Sport Tannenbergstr. 1 48147 Kreuz 
2 
„Café Auszeit“ 
Humanitas Pflegedienste GmbH 
Standort Münster 
Grevener Str. 105 48159 Uppenberg 
3 
Café Malta 
Thomas-Gemeinde 
Träger: Malteser Hilfsdienst e.V. 
Von-Ossietzky-
Strasse 16 48163 Aaseestadt 
4 
Doris Pällmann - Betreuung für Senioren, Be-
gleitung für Angehörige & individuelle Le-
bensberatung 
Betreuungsgruppe für demenziell erkrankte 
Menschen im Ludwig-Steil-Haus der Gnaden-
kirche 
Düesbergweg 102 48153 Düesberg 
5 Projekt LichtBlick  
Gruppen für Menschen mit Demenz Josefstr. 4 48151 Josef

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021  35 
 
 
Grafik 6 
Karte pflegerische Infrastruktur im Stadtbezirk Münster-Mitte

36 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 
 
 
5.2 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-West 
 
Der Stadtbezirk Münster -West besteht aus den sechs Stadtteilen Gievenbeck, Sentrup, 
Mecklenbeck, Albachten, Roxel und Nienberge. Der Stadtteil  Sentrup grenzt direkt an den 
Stadtbezirk Mitte an und orienti ert sich auch in diese Richtung . Die Stadtteile Albachten, 
Roxel und Nienberge liegen im Außenbereich. Gievenbeck ist ein stark wachsender Stadtteil. 
 
Im Stadtbezirk Münster -West sind alle Pfleg eformen vertreten. Eine wohnortnahe Betre u-
ungsgruppe für an Demenz erkrankte Menschen nach §45 SGB XI wird hier (noch) nicht a n-
geboten. 
 
 
Tabelle 20 
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster-West, Stand 2017 
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Altenheim St. Elisabeth Südlohnweg 1 48161 Gievenbeck 92 
2 Ev. Seniorenzentrum 
Meckmannshof Meckmannweg 74 48163 Mecklenbeck 171 
3 Fritz-Krüger-Seniorenzentrum  Gartenbreie 1 48151 Gievenbeck 81 
4 Haus für ältere Mitbürger  
Wohnen in Pastors Garten Alte Dorfstr. 10 48161 Roxel 40 
5 Seniorenzentrum  
Albachten Rottkamp 49 48163 Albachten 66 
6 Seniorenzentrum 
Martin-Luther-Haus Fliednerstr. 17 48149 Sentrup 151 
Gesamt    601 
 
 
Tabelle 21 
Kurzzeitpflege in Münster-West, Stand 2017 
eingestreute Kurzzeitpflege 
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Altenheim St. Elisabeth Südlohnweg 1 48161 Gievenbeck 5 
2 Ev. Seniorenzentrum  
Meckmannshof Meckmannweg 74 48163 Mecklenbeck 15 
3 Haus für ältere Mitbürger  
Wohnen in Pastors Garten Alte Dorfstr. 10 48161 Roxel 4 
4 Seniorenzentrum   
Albachten Rottkamp 49 48163 Albachten 10 
5 Seniorenzentrum 
Martin-Luther-Haus Fliednerstr. 17 48149 Sentrup 8 
Gesamt    42 
Solitäre Kurzzeitpflege 
6 Fritz-Krüger-Seniorenzentrum  Gartenbreie 1 48161 Gievenbeck 15 
Gesamt    15

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021  37 
 
 
 
Tabelle 22 
Tagespflege in Münster-West, Stand 2017 
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Altenheim St. Elisabeth  Südlohnweg 1 48161 Gievenbeck 15 
2 Ev. Seniorenzentrum 
Meckmannshof 
Meckmannweg 
74 48163 Mecklenbeck 24 
Gesamt      39 
Planung/Bau     
3 Tagespflege Albachten, 
Caritasverband Dülmener Str. 9 48165 Albachten 15 
 
 
Tabelle 23 
Ambulant betreute Wohngemeinschaften in Münster-West, Stand 2017 
Nr. Wohngemeinschaften Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Hausgemeinschaft Nien-
berge (2), CBM 
Kirmstr. 18/  
Gartenstiege 6 48161 Nienberge 7/7 
2 Hof Schultmann 
Alexianer Stratmannweg 21 48163 Mecklenbeck 12 
3 
Irmgard Buschmann 
Haus (2)/Klarastift Service 
GmbH 
Am Küchenbusch 
15 48161 Gievenbeck 11/8 
Gesamt    45

38 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 
 
 
Grafik 7 
Karte pflegerische Infrastruktur im Stadtbezirk Münster-West

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021  39 
 
 
5.3 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Nord 
 
Der Stadtbezirk Münster -Nord besteht aus den Stadtteilen Coerde, Kinderhaus -Ost, Kinder-
haus-West und Sprakel . Bis auf Sprakel grenzen alle Stadtteile an den Stadtbezirk Mitte an. 
Der Stadtteil Sprakel verfügt über die größten Flächen, diese sind aber ländlicher Struktur 
mit dem verhältnismäßig kleinen Ort Sprakel. 
 
Die ambulant betreute Wohngemeinschaft des DRK an der Josef -Beckmann-Straße ist 2017 
in einen anderen Stadtteil umgezogen (jetzt WG Erphobogen, Bohlweg). 
 
 
Tabelle 24 
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster-Nord, Stand 2017 
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Haus Wilkinghege Wilkinghege 55 48159 Kinderhaus 
West 65 
2 Papst-Johannes-Paul-Stift Culmer Str. 16 48157 Coerde 72 
Gesamt    137 
 
 
Tabelle 25 
Kurzzeitpflege in Münster-Nord, Stand 2017 
eingestreute Kurzzeitpflege     
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Papst-Johannes-Paul-Stift Culmer Str. 16 48157 Coerde 7 
Gesamt     7 
 
 
Tabelle 26 
Tagespflege in Münster-Nord, Stand 2017 
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Papst-Johannes-Paul-Stift Culmer Str. 16 48157 Coerde 15 
Gesamt      15 
 
 
 
Tabelle 27 
wohnortnahe niedrigschwell ige Betreuungsgruppen nach § 45  SGB XI  in Münster -Nord, 
Stand 2017 
Nr. Anbieter Straße PLZ Stadtteil 
1 
„Miteinander" Betreuungsgruppe für demenziell 
erkrankte Menschen in Kinderhaus und Sprakel, 
Annette Mandelartz  
Kristiansandstr. 
70 48159 Kinder-
haus-West

40 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 
 
 
Grafik 8 
Karte pflegerische Infrastruktur im Stadtbezirk Münster-Nord

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021  41 
 
 
5.4 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Ost 
 
Der Stadtbezirk Münster-Ost besteht aus den drei Stadtteilen Mauritz-Ost, Gelmer-Dyckburg 
und Handorf. Dieser Stadtbezirk ist sehr ländlich geprägt. Der Stadtteil Mauritz -Ost grenzt an 
den Bezirk Mitte, der Kanal bildet die Grenze. Dieser Stadtteil weist durch die Nähe und d i-
rekte Anbindung an Münster -Mitte noch städtische Strukturen auf und die Orientierung der 
Bewohnerinnen und Bewohner richtet sich auch vorwiegend auf die Innenstadt aus. Im 
Stadtteil Gelmer -Dyckburg finden sich die Ort e Gelmer, Sudmühle und Mariendorf. Der 
Stadtteil Handorf umfasst neben einem großen Anteil ländlicher Flächen auch den Ort Ha n-
dorf.  
 
 
Tabelle 28 
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster-Ost, Stand 2017 
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Ev. Seniorenzentrum  
Handorfer Hof Handorfer Str. 24 48157 Handorf 78 
Gesamt    78 
 
 
Tabelle 29 
Kurzzeitpflege in Münster-Ost, Stand 2017 
eingestreute Kurzzeitpflege 
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Ev. Seniorenzentrum  
Handorfer Hof Handorfer Str. 24 48157 Handorf 8 
Gesamt    8 
Ambulante Kurzzeitpflege     
2 „Zimmer im Garten“ Laerer Landweg 
177 48145 Mauritz-
Ost 2 
 
 
Tabelle 30 
Tagespflege in Münster-Ost, Stand 2017 
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 pro.cura Tagespflege Wolbecker Str. 226 48155 Mauritz-
Ost 16 
Gesamt      16

42 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 
 
 
Tabelle 31 
Ambulant betreute Wohngemeinschaften in Münster-Ost, Stand 2017 
Nr. Wohngemeinschaften Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 WGs „Mitten in Mauritz“ 
(2), Sander-Pflege Mondstr. 104-106 48155 Mauritz-Ost 10 / 10 
Gesamt    20 
 
 
Tabelle 32 
wohnortnahe niedrigschwell ige Betreuungsgruppen nach § 45  SGB XI  in Münster -Ost, 
Stand 2017 
Nr. Anbieter Straße PLZ Stadtteil 
1 Betreuungsgruppe „Hand in Hand“ Alfersheide 19 48157 Gelmer-Dyckburg 
2 
Unser Kleeblatt für Sie! 
Susanne Zobel-Seick ,„Zimmer im 
Garten“ 
Carla Bukmakowski, Demenz-Netz 
Mauritz-Ost 
Betreuungsnachmittage, Tagesan-
gebot, Spielangebot 
Laerer Landweg 
177 
Wolbecker Str. 304 
48155 Mauritz-Ost

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021  43 
 
Grafik 9 
Karte pflegerische Infrastruktur im Stadtbezirk Münster-Ost

44 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 
 
 
5.5 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Südost 
 
Der Stadtbezirk Münster -Südost besteht aus den vier Stadtteilen Gremmendorf -West, 
Gremmendorf-Ost, Angelmodde und Wolbeck, wobei einzig Wolbeck als solitärer Stadtteil 
gesehen werden kann. Die anderen drei Stadtteile gehen ineinander über, ausgenommen 
Alt-Angelmodde, welcher mit dörflicher Struktur zwischen Gremmendorf/Angelmodde und 
Wolbeck liegt.  
 
 
Tabelle 33 
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster-Südost, Stand 2017 
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Achatius-Haus Wolbeck Münsterstr. 24 b/c 48167 Wolbeck 66 
2 Kardinal-von-Galen-Stift Clemens-August-
Platz 8a 48167 Angelmodde 66 
Gesamt    132 
 
 
Tabelle 34 
Kurzzeitpflege in Münster-Südost, Stand 2017 
eingestreute Kurzzeitpflege 
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Achatius-Haus Wolbeck Münsterstr. 24 b/c 48167 Wolbeck 4 
2 Kardinal-von-Galen-Stift Clemens-August-
Platz 8a 48167 Angelmodde 6 
Gesamt    10 
 
 
Tabelle 35 
Tagespflege in Münster-Südost, Stand 2017 
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Achatius-Haus  Wolbeck Münsterstr.  48167 Wolbeck 12 
2 Tagespflege Akticom Twenhövenweg 18 48167 Angelmodde 12 
Gesamt      24 
 
 
Tabelle 36 
Ambulant betreute Wohngemeinschaften in Münster-Südost, Stand 2017 
Nr. Wohngemeinschaften Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Haus Elisabeth 
Alexianer Herrenstr. 10 48167 Wolbeck 12 
2 Villa Kahmann Gremmendorfer 
Weg 44 48167 Gremmendorf 11 
Gesamt    23

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021  45 
 
 
Tabelle 37 
wohnortnahe niedrigschwellige Betreuungsgruppen nach § 45  SGB XI in Münster-Südost, 
Stand 2017 
Nr. Anbieter Straße PLZ Stadtteil 
1 
„Café Wigbold“ - Betreuungsnach-
mittag für Demenzkranke 
Träger: Kath. Kirchengemeinde St. 
Nikolaus Münster und die Alexianer 
Haus Heidhorn GmbH 
Herrenstr. 17 48167 Wolbeck 
2 Gruppe D 
Im Haus der Begegnung St. Ida Nachtigallenweg 25 48167 Gremmendorf-
Ost 
 
 
 
Grafik 10 
Karte pflegerische Infrastruktur im Stadtbezirk Münster-Südost

46 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 
 
 
5.6 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Hiltrup 
 
Der Stadtbezirk Münster -Hiltrup besteht aus den fünf Stadtteilen Berg Fidel, Hiltrup -Ost, 
Hiltrup-Mitte, Hiltrup -West und Amelsbüre n. Der Stadtteil Berg Fidel grenzt an die Inne n-
stadt und erfährt durch die durchgehende Bebauung eine direkte Anbindung und auch Or i-
entierung der Bewohnerinnen und Bewohner in diese Richtung. Organisatorisch erfolgt diese 
verwaltungsseitig allerdings in Ri chtung Hiltrup. Hiltrup selber ist in drei statistische Bezirke 
(Stadtteile) auf Grund seiner Größe eingeteilt. Amelsbüren ist von ländlicher Struktur umg e-
ben. 
 
Der Stadtbezirk Hiltrup verfügt über eine vielfältige Pflegeinfrastruktur, die sich hauptsäc h-
lich im Ortsteil Hiltrup vorfindet. Der Schwerpunkt liegt hier im vollstationären Pflegeb e-
reich. 
 
 
Tabelle 38 
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster-Hiltrup, Stand 2017 
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Alexianer - Haus Heidhorn Westfalenstr. 490 48165 Amelsbüren 52 
2 Alexianer - Haus Thomas Alexianerweg 8 48163 Amelsbüren 54 
3 Altenhilfezentrum der Missions-
schwestern - Haus Franziska Westfalenstr. 109 48165 Hiltrup-Mitte 60 
4 Marienheim An der Alten Kirche 5 48165 Hiltrup-Mitte 83 
5 Meyer-Suhrheinrich-Haus Marktallee 42 48165 Hiltrup-Mitte 42 
6 Seniorenzentrum Haus Simeon Am Berg Fidel 70 48153 Berg-Fidel 149 
Gesamt   440

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021  47 
 
Tabelle 39 
Kurzzeitpflege in Münster-Hiltrup, Stand 2017 
eingestreute Kurzzeitpflege 
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Alexianer - Haus Heidhorn Westfalenstr. 490 48165 Amelsbüren 6 
2 Alexianer - Haus Thomas Alexianerweg 8 48163 Amelsbüren 4 
3 
Altenhilfe-Zentrum d. Missions-
schwestern 
Haus Franziska 
Westfalenstr. 109 48165 Hiltrup-Mitte 2 
4 Marienheim An der Alten Kirche 5 48165 Hiltrup-Mitte 1 
5 Seniorenzentrum Haus Simeon Am Berg Fidel 70 48153 Berg-Fidel 8 
Gesamt    21 
Solitäre Kurzeitpflege 
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
6 
Altenhilfe-Zentrum der Missions-
schwestern 
Haus Maria 
Westfalenstr. 109 48165 Hiltrup-Mitte 20 
Gesamt    20 
 
 
Tabelle 40 
Tagespflege in Münster-Hiltrup, Stand 2017 
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze 
1 Altenhilfe-Zentrum  
St. Clemens Kortumweg 56 48165 Hiltrup-
Mitte 15 
Gesamt      15 
In Planung/Bau     
2 Tagespflege Haus Simeon Amt Berg Fidel 70 48153 Berg Fidel 16 
 
 
Tabelle 41 
wohnortnahe niedrigschwellige Betreuungsgruppen nach § 45  SGB XI in Münster-Hiltrup, 
Stand 2017 
Nr. Anbieter Straße PLZ Stadtbezirk Stadtteil 
1 „ Ein Vormittag im Alex-Dorftreff“ 
Alexianer Münster GmbH Zum Häpper 1 48163 Hiltrup Amelsbüren 
2 Gemeinde Café 
Ev. Gemeindehaus 
Hülsebrockstr. 
16 48165 Hiltrup Hiltrup-Mitte

48 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 
 
Grafik 11 
Karte pflegerische Infrastruktur im Stadtbezirk Münster-Hiltrup

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021  49 
 
 
6. Zukünftige Entwicklung der Nachfrage von Pflegeleistungen in Münster 
 
Für die zukünftige Entwicklung der Nachfrage stehen  als Grundlage die Daten von IT. NRW 
mit der Bevölkerungsprognose und den Modellrechnungen zur Entwicklung der Pflegeb e-
dürftigkeit in NRW (Auswirkungen des demografischen Wandels, Modellrechnungen zur 
Entwicklung der Pflegebedürftigkeit in NRW, Statistische Analysen und Studien, Band 76 , 
2013 (IT.NRW)) zur Verfügung. IT.NRW veröffentlichte im Dezember 2016 d ie aktualisierten 
Modellrechnungen auf Basis der Daten von 2013, zudem wurden die Modellrechnungen bis 
zum Jahr 2040/2060 ausgeweitet (Statistische Berichte: Modellrechnung zur Entwicklung der 
Pflegebedürftigkeit in Nordrhein-Westfalen, 2013 bis 2040/2060).  
 
Zur Auswirkung der d emografischen Entwicklung steht  vom städtischen Amt für Stadten t-
wicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung die kleinräumige Bevölkerungsprognose zur Verf ü-
gung (s. Vorlage V/0979/2016). Die Bevölkerungsentwicklung von IT.NRW berücksichtigt die 
Bewohnerinnen und Bewohner mit Erstwohnsitz, die münstersche Bevölkerungsprognose 
berücksichtigt auch die Bewohnerinnen und Bewohner mit Zweitwohnsitz, lässt aber Auss a-
gen auf kleinere Bezugsräume zu.  Eine Anwendung der altersbezogenen Daten wird in di e-
sem Pflegebedarfsplan nicht vorgenommen. 
 
Für die zukünftige Entwicklung  der Pflegebedürftigkeit hat IT. NRW Modellrechnungen 
durchgeführt, die räumlich bezogen auf die Kreise und kreisfrei en Städte bis zum Jahr 204 0 
erstellt wurden . Die Entwicklung der Pflegebedürftigkeit wird durch die Bevölkerungsen t-
wicklung und das bestehende Pflegerisiko beeinflusst. Für die Modellrechnungen wurden als 
Datenbasis die Ergebnisse der Bevölkerungsvorausberechnung und die Statistik der Pfleg e-
versicherung verwendet.  
 
Es wurden zwei Modellrechnungen durchgeführt, eine sogenannte konstante Variante und 
eine Trendvariante. Bei der konstanten Variante wird der Fokus ausschließlich auf die dem o-
grafischen Veränderungen gelegt und ein gleichbleibendes Pflegerisiko unterstellt. Basis sind 
die alters - und geschlechtsspezifischen Pflegehäufigkeiten (Pflegequoten) der Jahre 2007, 
2009, 2011 und 2013, die konstant auf den gesa mten Berechnungszeitraum bis 204 0 ange-
wandt werden. Die Trendvariante geht dagegen von einer Abnahme des Pflegerisikos aus. 
Basierend auf aktuellen Studien wird angenommen, dass mit einer steigenden Lebenserwa r-
tung auch eine bessere Gesundheit verbunden sein wird, also von einem Anstieg der pfleg e-
bedürftigkeitsfreien Lebenszeit auszugehen ist. Für die Berechnung der Trendvariante wurde 
analog der Steigerung der Lebenserwartung eine Verschiebung der Pflegequoten  durchge-
führt. Beide Modellrechnungen sind a ls Schätzungen einzustufen, die keine feststehenden 
Ergebnisse voraussagen können.  
 
In der Modellrechnung für Pflegebedürftige nach Geschlecht und Altersgruppen (s. Tabelle 
42) zeigt sich insbesondere, dass sich in den Altersgruppen der 80 bis unter 90jährigen und 
der über 90jährigen die Anzahl der Pflegebedürftigen nach der konstanten Variante deutlich 
erhöht, in der Trendvariante dagegen nur leicht erhöht.

50 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 
 
 
Tabelle 42 
Pflegebedürftige in Münster nach Geschlecht und Altersgruppen  
Ergebnisse für 2013 und für die Modellrechnungsjahre 2020, 2025, 2030, 2035 und 2040 
 
   Konstante Variante  Trendvariante 
  2013  2020 2025 2030 2035 2040  2020 2025 2030 2035 2040 
  Anzahl  1000  1000 
Männlich                      
unter 60 431  0,5 0,5 0,5 0,5 0,5  0,4 0,4 0,4 0,4 0,4 
60 bis unter 70 232  0,3 0,4 0,4 0,4 0,3  0,3 0,3 0,3 0,2 0,2 
70 bis unter 80 574  0,5 0,6 0,7 0,9 0,9  0,5 0,5 0,6 0,7 0,7 
80 bis unter 90 776  1,0 1,2 1,1 1,3 1,7  0,9 1,0 1,0 1,2 1,5 
90 und mehr 250  0,3 0,4 0,6 0,6 0,7  0,3 0,4 0,6 0,6 0,6 
Weiblich                     
unter 60 419  0,4 0,4 0,4 0,4 0,4  0,4 0,4 0,4 0,4 0,4 
60 bis unter 70 191  0,2 0,3 0,3 0,3 0,2  0,2 0,2 0,3 0,2 0,2 
70 bis unter 80 720  0,6 0,7 0,8 0,9 1,0  0,5 0,6 0,6 0,7 0,8 
80 bis unter 90 1 880  2,2 2,4 2,1 2,3 2,9  1,9 2,1 1,9 2,1 2,5 
90 und mehr 1 155  1,2 1,2 1,6 1,7 1,6  1,1 1,2 1,5 1,5 1,5 
                      
Zusammen 6 628  7,3 7,9 8,6 9,2 10,2  6,6 7,1 7,6 8,1 8,9 
 
In den Modellberechnungen für Pflegebedürftige nach Geschlecht und Art der Pflegeleistung  
(s. Tabelle 43) zeigt sich in der konstanten Variante eine kontinuierliche Zunahme in der a m-
bulanten Pflege sowohl bei Männer wie auch Frauen gleichermaßen. In der s tationären Pfle-
ge wird hier bei den weiblichen Pflegebedürftigen eine stärkere Zunahme als bei den män n-
lichen Pflegebedürftigen erwartet. In der Trendvariante zeigen sich diese Unterschiede nicht 
so deutlich. 
 
Tabelle 43 
Pflegebedürftige in Münster nach Geschlecht und Art der Pflegeleistung 
Ergebnisse für 2013 und für die Modellrechnungsjahre 2020, 2025, 2030, 2035 und 2040  
 
   Konstante Variante  Trendvariante 
  2013  2020 2025 2030 2035 2040  2020 2025 2030 2035 2040 
  Anzahl  1000  1000 
Männlich                      
ambulante Pflege 653  0,8 0,9 1,0 1,1 1,2  0,7 0,7 0,8 0,9 1,0 
stationäre Pflege 584  0,7 0,8 0,9 1,0 1,1  0,6 0,7 0,8 0,9 1,0 
Pflegegeld-
empfänger 1 026  1,2 1,3 1,4 1,5 1,7  1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 
Weiblich                     
ambulante Pflege 1 288  1,3 1,4 1,5 1,6 1,8  1,2 1,3 1,3 1,4 1,5 
stationäre Pflege 1 781  2,0 2,1 2,2 2,4 2,6  1,8 1,9 2,0 2,1 2,3 
Pflegegeld-
empfängerinnen 1 296  1,4 1,5 1,5 1,6 1,7  1,3 1,3 1,4 1,5 1,6 
                      
Zusammen 6 628  7,3 7,9 8,6 9,2 10,2  6,6 7,1 7,6 8,1 8,9

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021  51 
 
7. Pflegebedarfsfeststellung 2018 - 2021 
 
Für die Ermittlung des erforderlichen Pflegebedarfs für die stationäre Pflege werden die vo r-
handenen Pflegeplätze in Münster, die städtische Bevölkerungsprognose und die Model l-
rechnungen zur zukünftigen Entwicklung der Nachfrage nach Pflegeleistungen (s. Kap. 6) 
gegenüber gestellt. Die Modellrechnungen von IT.NRW zur Entwicklung der Pflegebedürfti g-
keit gehen in der  konstanten Variante  von einer gleichbleibenden Entwicklung aus, in der 
Trendvariante von einer Verzögerung der Pflegebedürftigkeit durch längere Gesundheit bei 
zunehmendem Alter und damit einhergehend einem geringeren Anstieg des Bedarfs und 
einer Verschiebung zur Professionalisierung der Pflege zu Hause und Nutzung von ambulan-
ten Hilfs- und Pflegeangeboten (Ambulantisierung). 
 
Als Modellrechnung wurde in der Pflegebedarfsfeststellung 2015 – 2018  die konstante Vari-
ante als Berechnungsbasis ausgewählt. In de n folgenden Ermittlungen  und auch der hier 
vorgelegten Ermittlung des Pflegebedarfs für 2018 – 2021 wird die Trendvariante zu Grunde 
gelegt, da sich Münster für eine Stärkung der Pflege zu Hause ausgesprochen hat und im 
Rahmen der altengerechten Quartiersentwicklung Strukturen und Angebote schaffen will, 
die d ies vermehrt ermöglichen. Zudem sollen neue Wohn - und Pflegearrangements entw i-
ckelt werden, die auch eine umfassende Pflege ermöglichen , somit individuell eine vollstati-
onäre Pflege vermeiden, und im Gesamtkontext das tatsächliche Eintreten der Trendvariante 
unterstützten. 
 
Eine weitere Basis für die Bedarfsermittlung bietet die Belegungsrate der Einrichtungen. Bei 
einer Auslastung von 9 8 % wird von einer Vollauslastung ausgegangen. Für den Pflegeb e-
dürftigen soll eine Wahlmöglichkeit  aus unterschiedlichen Pflegeangeboten auch unte r-
schiedlicher Einrichtungen bestehen.  
 
 
 Tabelle 44 
Auslastung in vollstationären Pflegeeinrichtungen in % 
zum 1.1. 1.4. 1.7. 1.10.  
2011 93,9 97,0 97,3 95,6 96,0 
2012 93,6 96,3 96,8 96,7 95,9 
2013 96,0 96,0 93,7 95,5 95,3 
2014 96,7 95,7 96,5 95,8 96,2 
2015 96,7 96,2 96,4 96,5 96,5 
2016 96,5 96,0 96,8 96,5 96,5 
2017 95,8 95,9 96,1 95,8 95,9 
Quelle: eigene Erhebung

52 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 
 
Damit liegt die durchschnittliche Auslastung im Jahr 2017 etwas niedriger als im Vorjahr. 
Diese mag beeinflusst sein vom Umbau einer Einrichtung, wodurch vorübergehend nicht alle 
Plätze belegt werden können und durch den zeitweiligen Aufnahmestopp (wegen fehlendem 
Personal) einer weiteren Einrichtung. Auch ist die Wiederbelegung freier Plätze rein organi-
satorisch mit einer vorübergehenden Leerstand verbunden, da bis zur Wiederbelegung z u-
nächst unterschiedliche Formalitäten erledigt werden müssen. Doch auch wenn diese Fakto-
ren in der Berechnung berücksichtigt werden, ist die Auslastung nicht erreicht. Zudem st e-
hen diese Plätze perspektivisch in Zukunft wieder zur Verfügung. 
 
Das Informationsbüro Pflege des Sozialamtes im Gesundheitshaus fragt für die  Beratung 
freie Plätze in den Einrichtungen ab , es beteiligen sich jedoch nicht alle Einrichtungen an der 
Abfrage. Hier war es  zwar zunehmend schwieriger, auf freie Plätze zu verweisen , dennoch 
konnten von 701 Nachfragen nach stationärer Versorgung 681 ein e freie Kapazität benannt 
werden, von 373 Nachfragen nach Kurzzeitpflege konnten 350 eine freie Kapazität benannt 
werden. Hier spielt der Zeitpunkt des Bedarfs eine Rolle, der nicht immer mit dem der freien 
Kapazitäten übereinstimmt. Auch von Pflegeberatun gen und ambulanten Diensten wird b e-
richtet, dass die Vermittlung in eine vollstationäre Pflege schwierig und mit hohem Aufwand 
verbunden sei, insbesondere aber auch die Verfügbarkeit von Kurzzeitpflegeplätzen ein 
Problem darstellt. 
 
Bei der diesjährigen Auslastungsabfrage wurde zum ersten Mal auch die Herkunft der Nutz e-
rinnen und Nutzer abgefragt. Bis auf wenige Einrichtungen haben sich alle an dieser Auswe r-
tung beteiligt. 
 
  
Tabelle 45 
Herkunft der Nutzerinnen und Nutzer der Pflegeeinrichtungen 
Herkunft Stationäre Pflege Solitäre Kurzzeitpflege Tagespflege 
Münster 84,7 % 85,1 % 94,3 % 
 
 
Rund 15 % der Nutzerinnen und Nutzer der stationären Pflege kommen somit nicht aus 
Münster. Dies kann dadurch bedingt sein, dass die Angehörigen hier in Münster oder in den 
Nachbarkreisen leben oder dass in den Nachbarkreisen kein Platz zum passenden Zeitpunkt 
gefunden wurde. Dagegen zeigt der deutlich höhere Anteil der Tagespflege-Gäste aus Müns-
ter, dass dieses Angebot tatsächlich mit örtlichem Bezug genutzt wird. 
 
Für die weitere Bedarfsermittlung muss berücksichtigt werden, dass freie Plätze nicht immer 
wiederbelegt werden können, weil teilweise das Personal nicht in erforderlichem Umfang 
vorhanden ist. Neben der Ausweitung des Pflegeangebotes (sowohl ambulant als auch stati-
onär) stellt der Mangel an Fachkräften schon jetzt eine wesentliche und zunehmende He r-
ausforderung dar. 
 
Die Modellberechnungen von IT.NRW besagen für Münster nach der konstanten Variante für 
2020 einen Bedarf von 2 .700 Plätzen für stationäre Pflege , für 2025 einen Anstieg auf 2. 900 
Plätze. Die Modellberechnung Trendvariante sagt für 20 20 einen Bedarf von 2. 400 Plätzen 
für stationäre Pflege und für 2025 einen Bedarf von 2.600 Plätzen voraus.

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021  53 
 
 
Tabelle 46 
Bedarfsermittlung für umfassende Pflege 
Jahr 
 
Empfängerinnen und Empfänger von Leistungen aus der  
Pflegeversicherung in Münster 
Einwohner/ 
-innen Gesamt  davon  
stationäre Pflege 
 davon ambu-
lante Pflege 
Pflegegeld-
empfänger/innen 
 
IST 
2009 275 543 5,6 2 130 1 534 1 909 
2011 291 754 6,1 2 280 1 686 2 154 
2013 299 708 6,6 2 365 1 941 2 322 
2015 310 039 6,9 2 553 1 844 2 536 
Trend-PROGNOSE  (in Tausend) 
2020  6,6 2,4 1,9 2,4 
2025  7,1 2,6 2,0 2,5 
2030  7,6 2,8 2,1 2,7 
2035  8,1 3,0 2,3 2,9 
2040  8,9 3,3 2,5 3,1 
Datenquelle IT.NRW 
   
 
Unter Zugrundelegung der Trendvariante für die Jahre 201 8 – 2021 zeigt sich, dass das vo r-
handene vollstationäre Pflegeangebot in Münster mit aktuell 2.646 vollstationären Plätzen in 
der Dauerpflege (plus 193 Plätze Tagespflege und 76 Plätze solitäre Kurzzeitpflege) in Müns-
ter bis 2021 in ausreichendem Umfang vorhanden ist. Dies wird unterstützt durch die Auslas-
tungsquote, wonach mit einer Auslastung von 95,9 % im Jahresdurchschnitt 2.538 vollstatio-
näre Plätze für Dauerpflege belegt sind und damit rund 108 Plätze herfür zur Verfügung ste-
hen. Eine Wahlfreiheit der Pflegebedürftigen zwischen unterschiedlichen vollstationären 
Einrichtungen ist in ausreichendem Maß gegeben. Somit besteht derzeit kein Bedarf an zu-
sätzlichen vollstationären Plätzen der Dauerpflege.

54 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 
 
8. Ausblick 
 
Mit dem vorliegenden Pflegebedar fsplan für die Jahre 201 8 – 2021  wird die Berechnung 
bezogen auf die gesamte Stadt Münster vorgelegt.  Die Darstellung der vorhandenen Ang e-
bote wird ergänzend auf die Stadtbezirke bezogen dargestellt , von der Ermittlung eines 
rechnerischen Pflegebedarfs auf Stadtbezirksebene wird aber vorerst abgesehen . Die ge-
samtstädtische Bedarfsermittlung zeigt aktuell für die Jahre 201 8 – 2021 keinen weiteren 
Bedarf an zusätzlichen vollstationären Plätzen der Dauerpflege auf. Wie die über die Jahre 
stetig zunehmende Auslastungsquote und auch der vorausschauende Trend über die zu pl a-
nenden drei Jahre hinaus zeigt, wird mit steigender Zahl der älteren Menschen auch der Be-
darf an umfassender Pflege zunehmen. Wenn dieser Bedarf festgestellt und nicht gedeckt 
wird, ist seitens der Stadt Münster eine Ausschreibung für ein diskriminierungsfreies Verg a-
beverfahren einzuleiten (APG DVO). Daher ist es erforderlich, bereits in den nächsten Jahren 
in Vorbereitung hierzu Modelle alternativer Wohn- und Pflegearrangements und Einrichtu n-
gen mit flexiblen Angeboten  zu entwickeln. Hiermit beschäftigt sich eine AG der Konferenz 
Alter und Pflege. 
 
Die Weiterentwicklung des Pflegebedarfsplans geht einher mit der Umsetzung des „Master-
plans altengerechte , inklusive Quartiere für Münster “. D ie Pflegebedarfsplanung der ko m-
menden Jahre soll kleinräumigere Betrachtungen einbez iehen und im Weiteren dann auch  
die Einbindung der Pflege mit allen Sektoren der altengerechten Quartiersentwicklung. Auch 
spezifische Bedarfe wie Geschlecht, Konfession, Migrationsgeschichte sollen differenziert 
betrachtet werden. Auf dieser Basis sollen komplementäre Hilfen, alternati ve Wohn - und 
Pflegeformen, zielgruppenspezifische Angebote unter Einbezug der örtlichen Infrastruktur 
weiter- und neuentwickelt werden. Hierbei ist auch die Mitwirkung der Seniorinnen und S e-
nioren als auch der vor Ort aktiven Akteure wichtig. Eine gute Bas is bilden die jetzt schon in 
vielen Stadtbezirken und /oder Stadtteilen tätigen Arbeitskreise „Älter werden in Münster“, 
die gemeinsam von der Kommunalen Seniorenvertretung und den Wohlfahrtsverbänden 
moderiert werden. Ein Produkt dieser Arbeitskreise sind  stadtteilorientierte Broschüren mit 
den Angeboten vor Ort für älter werdende Menschen. 
 
Bereits jetzt gibt es einen zunehmenden Bedarf an ambulant verfassten Wohn- und Pflegear-
rangements, mit denen eine umfassende Pflege gesichert werden kann . Hierzu eignen sich 
u. a. anbieterverantwortete Wohngemeinschaften oder andere Wohnformen, die mit einer 
umfassenden Pflege - und Unterstützungsstruktur eine umfassende Versorgungssicherheit 
bieten. Dabei soll auch dem vielfach gehegten Wunsch Rechnung getragen werden, auch bei 
Pflege- und Unterstützungsbedarf in ihrer eigenen Häuslichkeit – ob alleine oder in einer 
gemeinschaftlichen Wohnform mit entsprechenden Pflege - und Unterstützungsleistungen – 
wohnen bleiben zu können.  
 
Die für ein lebenslanges Wohnen im Quartier wichtige Infrastruktur, die auch eine Verso r-
gungsicherheit bei Pflegebedarf ermöglicht, soll in Zusammenarbeit der Träger und Anbieter 
von Dienstleistungen, der bürgerschaftlichen Akteure und der Stadt vor Ort gestaltet we r-
den.  
 
Darüber hinaus müssen die weiteren Auswirkungen des steigenden Pflegebedarfs auf den 
gesamten Sektor Pflege erörtert werden. So werden die bereits jetzt bestehenden Probleme 
des fehlenden Pfleg epersonals sich noch drastischer  auswirken. Mehrere Pflegedienste h a-

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021  55 
 
ben ihre Arbeit eingestellt, da sie nicht das erforderliche Personal finden konnten. Daher gilt 
es, sich auch diesem Bereich angefangen beim Image der Altenpflege über die Ausbildung 
bis hin zum Arbeitsmarkt oder neuer Pflegemodelle offensiv zu widmen. Hierzu wurden ers-
te Schritte mit der Fachkräfteinitiative „Starke Pflege in Münster“ unternommen.  Aber auch 
die Einbindung von Pflegepersonal aus anderen Ländern und die Qualifizierung von Flüch t-
lingen wird ein Thema für die Zukunft. Neue Pflege- und Versorgungsmodelle im ambulanten 
Bereich wie Buurtzorg aus den Niederlanden werden diskutiert und im Kreis Steinfurt von 
zwei Pflegediensten modellhaft umgesetzt. Auch die Nutzung einer von allen in der Pfleg e-
branche Tätigen gemeinsam genutzten Datenbank zur Vermittlung freier Pflegeressourcen 
könnte zumindest den Vermittlungsaufwand reduzieren. Dieses sind punktuelle Ansätze, die 
die Problematik Pflegefachkräftemangel ggf. dämpfen, aber nicht lösen. Dennoch gilt es, 
Lösungsansätze zu entwickeln und politisch weiterzutragen.

56 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 
 
Anlage 1  
Beratung des Kommunalen Pflegebedarfsplans für Münster 2018 – 2021  
in der Sitzung der Konferenz Alter und Pflege am 19.06.2018 (Bericht/Votum) 
 
Die kommunale Konferenz Alter und Pflege  Münster stimmt dem vorgelegten Kommunalen 
Pflegebedarfsplan für Münster 201 8 – 2021 zur Feststellung des Pflegebedarfs im station ä-
ren Bereich der Dauerpflege zu.  
Die Kommunikation der festgestellten Bedarfe und das Auswahlverfahren und die Entsche i-
dungskriterien für den Fall, dass mehrere Träger Interesse anzeigen, sollen im weiteren Ve r-
lauf entwickelt und transparent dargestellt werden. 
Die Pflegekonferenz unterstützt den sukzessiven Ausbau der Pflegebedarfsplanung unter 
Berücksichtigung der UN -Behindertenrechtskonvention in den kommenden Jahren. Dieser 
wird den gesamten Pflegesektor in den Blick nehmen, womit auch die Pflege zu Hause mit 
oder ohne professionelle Unterstützung einbezogen wird. Alternative Wohn - und Pflegefor-
men sollen quartiersbezog en entwickelt werden und unter Einbezug der Strukturen in den 
Quartieren mit Nachbarschaft, Initiativen und Organisationen in die Quartiersentwicklung 
implementiert werde n. Dabei sind die Belange älter werdender  Menschen, Menschen mit 
Behinderungen und ihr e Angehörigen einzubeziehen. Vorhandene Pflegeeinrichtungen wo l-
len und sollen in diesen Prozess einbezogen werden.  
Alternative Wohn- und Pflegeformen sollen weiter entwickelt und ausgebaut werden. Hierzu 
wäre auch eine unterstützende Gesetzgebung hilfreich. 
Der 7. Altenbericht der Bundesregierung fordert seinerseits einen deutlichen Ausbau der 
ambulanten Wohn - und Pflegeformen auch für Menschen mit einem umfassenden Pflege - 
und Unterstützungsbedarf ein. 
Alle an der Bildungsarbeit und an der Diskussion um Wohn-/Pflege- und Betreuungskonzepte 
sowie deren Finanzierung Beteiligte müssen zusammen Vielfalt, Nachhaltigkeit, Personalb e-
darf und Finanzierbarkeit in einen gemeinsamen Rahmen setzen. Hinzukommen müssen 
unumgänglich Strategien zur Darstellung der Wichtigkeit und zur Steigerung der Attraktivität 
pflegerischer Berufe.  Von 14 Arbeitgebern im Pflegesektor wurde  das Bündnis für Pflege 
gegründet, das sich hierzu mit dem Projekt „Starke Pflege in Münster“ auf den Weg gemacht 
hat. Darüber hinaus müssen weitere Wege gesucht werden, um Pflege vielfältig zu unte r-
stützen, neue Modelle zu entwickeln und Ressourcen jedweder Art zu mobilisieren. 
An erster Stelle soll die Frage stehen: Was wollen die Menschen? Diese Frage wird sowohl an 
die Pflegebedürftigen, die Angehörigen und die Pflegenden in allen Pflegeformen gestellt, 
aber auch an die noch nicht Pflegebedürftigen, damit für die Zukunft an die Bedürfnisse und 
Wünsche der Menschen angepasste Wohn - und Pflegeformen entwickelt und a ufgebaut 
werden können, in der sich Pflegebedürftige und Pflegende gut aufgehoben fühlen.

Beschlussvorlage

11301 Zeichen

V/0625/2018 
V/0625/2018 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Verbindlicher kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2018 - 2021 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   27.08.2018 Kommunale Seniorenvertretung Vorberatung 
   04.09.2018 Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit B e-
hinderungen 
Vorberatung 
   12.09.2018 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbrauche r-
schutz und Arbeitsförderung 
Vorberatung 
   19.09.2018 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 
   19.09.2018 Rat Entscheidung 
 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
1. Der Rat nimmt den verbindlichen kommunalen Pflegebedarfsplan 2018 – 2021 für Münster (An-
lage) zur Kenntnis. 
 
2. Der Rat stimmt zu, dass wie im Pflegebedarfsplan festgestellt kein Bedarf an neuen vollstationä-
ren Plätzen der Dauerpflege für die Jahre 2018 – 2021 in Münster (gesamt) besteht. Es werden 
keine Bedarfsbestätigungen für zusätzliche vollstationäre Dauerpflegeplätze in Einrichtungen in 
Münster erteilt. 
 
3. Die Verwaltung wird beauftragt, alternative Angebotsformen wie Wohn - und Hausgemeinschaf-
ten und Quartiersangebote zur Sicherung einer umfassenden Pflege zu unterstützen.  
 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
keine 
 
Sozialamt 
 
03.08.2018 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in: 
Frau Menke 
Telefon: 492-5025 
MenkeChristine@stadt-
muenster.de

- 2 - 
V/0625/2018 
Begründung: 
 
1. Gesetzliche Ausgangslage 
Das am 16.10.2014 in Kraft getretene neue Alten- und Pflegegesetz NRW (APG NRW) eröffnet kreis-
freien Städten und Kreisen die Möglichkeit, mit dem Instrument der Bedarfsbestätigung auf der 
Grundlage einer verbindlichen und kriteriengeleiteten Pflegeplanung die quantitative Entwicklung der 
voll- und teilstationären Angebote der lokalen Pflegeinfrastruktur mittelbar zu steuern. Eine Bedarfs-
bestätigung ist Voraussetzung für die Landesförderung d er betreffenden Einrich tungen bzw. ihrer 
neuen Plätze. Mit diesem Zusatzinstru ment können Kommunen in die Ge staltung der lokalen Pfl e-
geinfrastruktur regulierend eing reifen, was die weiteren Gestal tungsmöglichkeiten wie Information, 
Beratung und Überzeugung wesentlich ergänzt. Die Gestaltungsrolle der Stadt wird gestärkt. 
Die verbindliche Bedarfsplanung als Grundlage von Bedarfsbestätigungen muss zuvor vom Rat b e-
schlossen und öffentlich bekannt gemacht werden, um als zusätzliche Fördervoraussetzung gem. 
§ 11 Abs. 7 AP G NRW wirksam zu werden. Der Be schluss bezieht sich auf alle Plätze, für die der 
Einrichtungsträger in der Zeit nach dem Ratsbeschluss erstmals eine Förderung beantragt. Die En t-
scheidung des Rates muss festlegen, ob sich die Bedarfsbemessung auf da s gesamte Stadtgebiet 
beziehen oder ein in der Pflegebedarfsplanung ausgewiesener sozialräumlicher Bedarf Grundlage 
sein soll.  
Die Stadt Münster hat die Verbindlichkeit der Pflegebedarfsplanung bisher auf die vollstationären A n-
gebote beschränkt. Zu den vo llstationären Angeboten zählen die Dauer - und die Kurzzeitpflege, die 
Verbindlichkeit bezieht sich nun auf die Dauerpflegeplätze. So können ggf. Kurzzeitpflegeplätze und 
deren Förderung von einzelnen Anbietern beantragt und eine Bedarfseinschätzung durch d ie Konfe-
renz Alter und Pflege eingeholt werden. Sollte die verbindliche Planung einen Bedarf an vollstation ä-
ren Plätzen der Dauerpflege feststellen, ist innerhalb eines Monats nach Beschluss eine Bedarfsau s-
schreibung zu veröffentlichen, dass Trägerinnen un d Träger unter Vorlage einer Konzeption zur 
Schaffung neuer Plätze innerhalb von zwei bis max. sechs Monaten dem örtlichen Sozialhilfeträger 
ihr Interesse anzeigen sollen.  
Der Planungszeitraum der verbindlichen Pflegebedarfsplanung betrifft immer die komm enden drei 
Jahre ab Beschlussfassung. So wird mit dem vorliegenden Pflegebedarfsplan der Zeitraum 2018  – 
2021 abgedeckt. 
 
2. Kommunaler Pflegebedarfsplan 2018 – 2021 für Münster 
Mit dem vorliegenden Pflegebedarfsplan für die Jahre 2018 – 2021 wird die Berechnung bezogen auf 
die gesamte Stadt Münster aktualisiert. Für die Ermittlung des erforderlichen Pflegebedarfs für die 
vollstationäre Pflege werden die vorhandenen Pflegeplätze in Münster  den Modellrechnungen zur 
zukünftigen Entwicklung der Nachfrage nach Pflegeleistungen von IT.NRW (s. Kap. 6 Pflegebedarf s-
plan) gegenüber gestellt . IT.NRW hat die aktualisierte Pflegestatistik und die bis 2040/2060 ausg e-
weiteten Modellrechnungen im Dezember 2016 veröffentlicht. Die Modellrechnungen von IT.NRW zur 
Entwicklung der Pflegebedürftigkeit gehen in der konstanten Variante von einer gleichbleibenden 
Entwicklung aus, in der Trendvariante von einer Verzögerung der Pflegebedürftigkeit durch längere 
Gesundheit bei zunehmendem Alter und damit einhergehend ein em geringeren Anstieg des Bedarfs 
und einer Verschiebung zur Professionalisierung der Pflege zu Hause und Nutzung von ambulanten 
Hilfs- und Pflegeangeboten (Ambulantisierung). 
Als Berechnungsbasis zur Ermittlung des künftigen Pflegebedarfs für 2018 – 2021 wird die Trendvari-
ante zu Grunde gelegt, da sich Münster für eine Stärkung der Pflege zu Hause ausgesprochen hat (s. 
Vorlage V/0130/2015/1) und im Rahmen der altengerechten Quartiersentwicklung Strukturen und 
Angebote schaffen will, die dies vermehrt ermög lichen. Zudem sollen neue Wohn - und Pflegearran-
gements entwickelt werden, die auch eine umfassende Pflege ermöglichen, eine vollstationäre Pflege 
vermeiden können und im Gesamtkontext das tatsächliche Eintreten der Trendvariante un terstützen. 
Für Münster s agt die Modellberechnung von IT.NRW nach der Trendvariante für 20 20 einen Bedarf 
von 2.400 Plätzen für stationäre Pflege , für 2025 einen Anstieg auf 2.600 Plätze  voraus. Demgegen-
über stehen in Münster aktuell 2.646 Plätze in der vollstationären Dauerpflege zur Verfügung, dazu

- 3 - 
V/0625/2018 
kommen noch 193 Tagespflegeplätze und 76 (solitäre) Kurzzeitpflegeplätze. 
Eine weitere Grundlage für die Bedarfsermittlung bietet die Belegungsrate  (Auslastung) der Einrich-
tungen. Bei einer Auslastung von 98 % wird von einer Vollauslastung ausgegangen. Die Entwicklung 
in den letzten Jahren zeigt, dass die Auslastung von 96,0 % vom Jahr 2011 auf 96,5 % bis Jahr 2015 
tendenziell zunimmt, 2016 stagniert und 2017 mit 95,9 % leic ht zurückgeht. Diese mag beeinflusst 
sein vom Umbau einer Einrichtung, wodurch vorübergehend nicht alle Plätze belegt werden können 
und durch den zeitweiligen Aufnahmestopp (wegen fehlendem Personal) einer weiteren Einrichtung. 
Auch ist die Wiederbelegung freier Plätze rein organisatorisch mit einer vorübergehenden Leerstand 
verbunden, da bis zur Wiederbelegung zunächst unterschiedliche Formalitäten erledigt werden mü s-
sen. Doch auch wenn diese Faktoren in der Berechnung berücksichtigt werden, ist die Auslas tung 
nicht erreicht. Zudem stehen diese Plätze perspektivisch in Zukunft wieder zur Verfügung. 
Bei der diesjährigen Auslastungsabfrage wurde zum ersten Mal auch die Herkunft der Nutzerinnen 
und Nutzer abgefragt. Bis auf wenige Einrichtungen haben sich alle  an dieser Auswertung beteiligt.  
Rund 15 % der Nutzerinnen und Nutzer der vollstationären Pflege kommen nicht aus Münster. Dies 
kann dadurch bedingt sein, dass die Angehörigen hier in Münster oder in den Nachbarkreisen leben 
oder dass in den Nachbarkreisen  kein Platz zum passenden Zeitpunkt gefunden wurde. Dagegen 
zeigt der deutlich höhere Anteil (94,3 %) der Tagespflege-Gäste aus Münster, dass dieses Angebot 
tatsächlich mit örtlichem Bezug genutzt wird. 
Zusammenfassend zeigt sich u nter Zugrundelegung der T rendvariante für die Jahre 201 8 – 2021, 
dass das vorhandene vollstationäre Pflegeangebot in Münster mit aktuell 2.646 vollstationären Plä t-
zen der Dauerpflege in Münster bis 2021  in ausreichendem Umfang vorhanden ist. Dies wird unte r-
stützt durch die Auslast ungsquote, wonach mit einer Auslastung von 9 5,9 % im Jahresdurchschnitt 
2.538 vollstationäre Plätze für Dauerpflege belegt sind und damit rund 1 08 Plätze zur Verfügung ste-
hen. Eine Wahlfreiheit der Pflegebedürftigen zwischen unterschiedlichen vollstationär en Einrichtun-
gen ist in ausreichendem Maß gegeben. Somit besteht für die Jahre 2018  – 2021 kein zusätzlicher 
Bedarf an neuen vollstationären Dauerpflege-Einrichtungen und neuen vollstationären Plätzen der 
Dauerpflege. 
Die Kommunale Konferenz Alter und Pfle ge hat in ihrer Sitzung vom 19.06.2018 den vorliegenden 
Pflegebedarfsplan für Münster beraten und ihm zugestimmt. Es wird darauf hingewiesen, dass für 
den Ausbau alternativer Wohn - und Pflegeformen eine unterstützende Gesetzgebung hilfreich wäre. 
Auch der 7. Altenbericht der Bundesregierung fordert seinerseits einen deutlichen Ausbau der amb u-
lanten Wohn- und Pflegeformen auch für Menschen mit einem umfassenden Pflege - und Unterstüt-
zungsbedarf ein.  
 
3. Ausblick 
Die Stadt Münster nutzt die verbindliche  Pflegebedarfsplanung als zusätzliches Steuerungsinstr u-
ment, um gemeinsam mit anderen Akteuren, vor allem mit der Kommunalen Konferenz Alter und 
Pflege, die Entwicklung der örtlichen Pflegeinfrastruktur aktiv zu gestalten. Leitbild ist eine vielseitige, 
bedarfs- wie nachfragegerechte Angebotslandschaft, die den verschiedenen Präferenzen Pflegeb e-
dürftiger Rechnung trägt, gegenüber geänderten Bedarfen, Struktur - und Qualitätsanforderungen an-
passungsfähig ist und deren Angebote finanzierbar sind.  
Mit der Verzahnung des Pflegebedarfsplans mit dem Masterplan altengerechte, inklusive Quartiere 
für Münster soll die Pflegeplanung kleinräumigere Betrachtungen einbeziehen und die Pflege mit allen 
Sektoren in die altengerechte Quartiersentwicklung  eingebunden werden. Dabei sol len bestehende 
Pflegeinfrastruktur und künftige Quartiersstrukturen nicht als Gegeneinander , sondern synergetisch 
verstanden werden. S pezifische Bedarfe wie Geschlecht, Konfession, Migrationsgeschichte sollen 
möglichst differenziert betrachtet werden.  
Auf dieser Basis sollen komplementäre Hilfen, alternative Wohn - und Pflegeformen sowie zielgrup-
penspezifische Angebote unter Einbezug der örtlichen Infrastruktur weiter- und neuentwickelt werden, 
um mit einer umfassenden Pflege- und Unterstützungsstruktur weitgehende Versorgungssicherheit zu 
bieten. Dabei soll dem Wunsch des Großteils der Menschen Rechnung getragen werden, auch bei 
Pflege- und Unterstützungsbedarf in ihrer eigenen Häuslichkeit – ob alleine oder in einer gemei n-

- 4 - 
V/0625/2018 
schaftlichen Wohnform mit entsprec henden Pflege- und Unterstützungsleistungen – wohnen bleiben 
zu können. Eine Arbeitsgruppe der Konferenz Alter und Pflege arbeitet zu diesem Thema und entw i-
ckelt Empfehlungen. Ferner gibt es hierzu einen Ratsantrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/GAL 
und der CDU-Fraktion „Wohnraum für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf schaffen“ (Nr. 
A-R/0010/2018). Die Mitwirkung der Seniorinnen und Senioren und der vor Ort aktiven Akteure ist 
hierzu wichtig. Eine gute Basis bilden die jetzt schon in vielen S tadtbezirken und/oder Stadtteilen täti-
gen Arbeitskreise „Älter werden in Münster“, die gemeinsam von der Kommunalen Seniorenvertr e-
tung und den Wohlfahrtsverbänden begleitet werden.  
 
 
 
In Vertretung 
 
gez. 
 
Cornelia Wilkens 
Stadträtin 
 
 
 
Anlage: 
Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2018 - 2021

Anlage A

1985 Zeichen

Anlage A zur V/0625/2018 
Kurzüberblick 
Der verbindliche kommunale Pflegebedarfsplan 2018 – 2021 für Münster stellt keinen Bedarf für 
neue vollstationäre Plätze der Dauerpflege in Münster fest. Es werden keine Bedarfsbestätigun-
gen für neue Plätze der vollstationären Dauerpflege erteilt, die Grundlage für eine Förderung 
nach dem APG NRW sind. 
Alternative Wohn- und Pflegeformen wie Wohn- und Hausgemeinschaften und Quartiersangebote 
sollen unterstützt, neu entwickelt und weiter ausgebaut werden. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Mit dem verbindlichen kommunalen Pflegebedarfsplan 2018 - 2021 für Münster wird folgendes 
Ziel aus dem ISM-Prozess verfolgt: 
 Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwi-
ckeln: 
 mit hoher Umwelt- und Naturqualität 
 mit breitem Freizeit- und Sportangebot 
 mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft 
 
Die Teilziele lauten:  
- kein Bedarf an neuen vollstationären Plätzen der Dauerpflege in den Jahren 2018 - 2021 
- laufende Unterstützung alternativer Angebotsformen wie Wohn- und Hausgemeinschaften und 
Quartiersangeboten zur Sicherung einer umfassenden Pflege 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 0503 Sicherung besonderer sozialer Bedarfe 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan  Ja X Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja X Nein   
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja X Nein  teilw. 
Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja X Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren?  Ja X Nein   
Bereits veranschlagt?  Ja X Nein   
 
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
X überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
 vollständig frei-
willig 
§ 11 Abs. 7 APG NRW 
Beschluss des Rates vom 11.02.2015, Vorlage V/0006/2015 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Keine

Beratungsverlauf (5)

27.08.2018 Kommunale Seniorenvertretung
TOP 3 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
04.09.2018 Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen
TOP 8 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung
12.09.2018 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung
TOP 11 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
19.09.2018 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 20 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung
19.09.2018 Rat
TOP 24 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung

Orte (114)

  • Westfalenstraße 109
  • Andreas-Hofer-Straße 70
  • Alte Dorfstraße 10
  • Coerdestraße 56
  • Offenbergstraße 4815
  • Münzstraße 38
  • Schulstraße 47
  • Mondstraße 104
  • Achtermannstraße 11
  • Rjasanstraße 21
  • Loerstraße 23
  • Zumsandestraße 25
  • Grevener Straße 105
  • Geringhoffstraße
  • Wolbecker Straße 140b
  • Sophienstraße 1
  • Oststraße 57
  • Windthorststraße 7
  • Dechaneistraße 14
  • Josefstraße 4
  • Herrenstraße 17
  • Kirmstraße 18
  • Mauritz-Lindenweg 61
  • Laerer Landweg 177
  • Südlohnweg 1
  • Bohlweg 55A
  • Rüschhausweg 149
  • Gremmendorfer Weg 26
  • Hohenzollernring 67
  • Schlossplatz 22
  • Tibusplatz 6
  • Gustav-Tweer-Weg 15
  • Krögerweg 14
  • Kriegerweg 4815
  • Bonnenkamp 28
  • Wickenkamp 22
  • Hansaplatz
  • Düesbergweg 102
  • An der Alten Kirche 5
  • Am Berg Fidel 70
  • Am Küchenbusch 15
  • Zum Häpper 1
  • Scharnhorststraße 4
  • Handorfer Straße 24
  • Sankt-Mauritz-Freiheit 52
  • Weißenburgstraße 48
  • Clemens-August-Platz 8a
  • Kaiser-Wilhelm-Ring 34
  • Josef-Beckmann-Straße
  • Hanses-Ketteler-Straße 2
  • Dirk-von-Merveldt-Straße 47
  • Gustav-Stresemann-Weg 62
  • An den Loddenbüschen 77
  • Friedrich-Ebert-Straße 120
  • Mecklenbecker Straße 133
  • Tannenbergstraße 1
  • Von-Ossietzky-Straße 16
  • Hülsebrockstraße 16
  • Manfred-von-Richthofen-Straße 45
  • Kristiansandstraße 70
  • Münsterstraße 24b
  • Krumme Straße 39
  • Culmer Straße 16
  • Wienburgstraße 60
  • Ostmarkstraße 9
  • Fliednerstraße 17
  • Clevornstraße 5
  • Prozessionsweg 54
  • Dülmener Straße 9
  • Hittorfstraße 10
  • Augustastraße 28
  • Hammer Straße 137
  • Idenbrockplatz 21
  • Wichernstraße 22
  • Salzmannstraße 64
  • Zuhornstraße 26
  • Patronatsstraße 2
  • Melchersstraße 80
  • Haus Angelmodde 2
  • Klosterstraße 75
  • Alt Angelmodde
  • Nachtigallenweg 25
  • Alexianerweg 8
  • Meckmannweg 74
  • Gartenbreie 1
  • Wilkinghege 55
  • Twenhövenweg 18
  • Taubenstraße 12
  • Gartenstiege 6
  • Stratmannweg 21
  • Toppheideweg 9
  • Geiststraße 37
  • Letterhausweg 103
  • Kanalstraße 30
  • Coerdestiege 71
  • Nordstraße 66
  • Kirchstraße 6
  • Schüttorfweg 19
  • Alfersheide 19
  • Pluggendorf 138
  • Kinderhaus
  • Marktallee 42
  • Pottkamp 25
  • Kortumweg 56
  • Merkureck 14
  • Feldstiege 100
  • Lühnstiege 2
  • Eichenweg 11a
  • Piusallee 194
  • Düesberg 123
  • Rottkamp 49
  • Osttor 74
  • Rikeweg 13
  • Neutor

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0625/2018
Typ
Vorlagen
Datum
26.07.2018
Erstellt
06.10.2020 14:37