V/0625/2018
Verbindlicher kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2018 - 2021
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Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021
88046 Zeichen
Kommunaler Pflegebedarfsplan
für Münster
2018 – 2021
Anlage zur Vorlage V/0625/2018
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021
Inhalt
1. Einleitung ................................ ................................ ................................ .......................... 3
2. Zielsetzung der Pflegebedarfsplanung................................ ................................ ............... 5
3. Pflegesituation in Münster ................................ ................................ ................................ . 7
4. Pflegeinfrastruktur in Münster ................................ ................................ ...........................11
4.1 Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster ................................ ................................ 12
4.2 Kurzzeitpflege ................................ ................................ ................................ .................15
4.3 Tagespflege ................................ ................................ ................................ ....................18
4.4 Ambulant betreute Pflege-Wohngemeinschaften ................................ ............................21
4.5 Ambulante Pflege ................................ ................................ ................................ ...........23
4.6 Betreuungs- und Unterstützungsangebote nach § 45 SGB XI ................................ ........26
5 Sozialräumliche Pflegeinfrastruktur in Münster ................................ ................................ ..30
5.1 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Mitte ................................ ............................31
5.2 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-West ................................ ............................36
5.3 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Nord ................................ ............................39
5.4 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Ost ................................ ............................... 41
5.5 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Südost ................................ .........................44
5.6 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Hiltrup ................................ ..........................46
6. Zukünftige Entwicklung der Nachfrage von Pflegeleistungen in Münster ..........................49
7. Pflegebedarfsfeststellung 2018 - 2021................................ ................................ ..............51
8. Ausblick ................................ ................................ ................................ ............................54
Anlage 1
Beratung des Kommunalen Pflegebedarfsplans für Münster 2018 – 2021
in der Sitzung der Konferenz Alter und Pflege am 19.06.2018 (Bericht/Votum) ....................56
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 3
1. Einleitung
Das am 16.10.2014 in Kraft getretene neue Alten - und Pflegegesetz NRW (APG NRW) eröf f-
net kreisfreien Städten und Kreisen die Möglichkeit, mit dem Instrument der Bedarfsbestät i-
gung auf der Grundlage einer verbindlichen und kriteriengeleiteten Pflegeplanung die qua n-
titative Entwicklung der voll - und teilstationären Angebote der lokalen Pflegeinfrastruktur
mittelbar zu steuern. Hat sich die Kommune für diese Möglichkeit entschieden, ist eine so l-
che Bedarfsbestätigung Voraussetzung für die Landesförderung der betreffe nden Einric h-
tungen bzw. ihrer neuen Plätze. Mit diesem Zusatzinstrument können Kommunen in die G e-
staltung der lokalen Pflegeinfrastruktur regulierend eingreifen, was die weiteren Gestal-
tungsmöglichkeiten wie Information, Beratung und Überzeugung wesentlich ergänzt. Die
Gestaltungsrolle der Stadt wird gestärkt.
Mit dem gesetzlichen Rahmen des GEPA NRW 1 wird ein Paradigmenwechsel gefördert weg
von traditionellen Großeinrichtungen im alten Stil hin zu ambulanten Wohn - und Verso r-
gungsarrangements in den Wohnqu artieren, die auch eine umfassende Pflege bieten. Der
Blick richtet sich damit auf eine umfassende Versorgungssicherheit im gewohnten Umfeld
bzw. an dem Ort, wo die Menschen leben und wohnen wollen. Das Gesetz bietet dabei auch
eine Grundlage zur Stärkung der Selbstbestimmung und Teilhabe der Menschen mit Pflege -
und Unterstützungsbedarf sowie deren Angehörigen. Die auch in diesem Rahmen aufgegri f-
fenen klaren Vorgaben der UN -Behindertenrechtskonvention hinsichtlich des Anspruchs auf
Selbstbestimmung gilt es bei der Pflegebedarfsplanung besonders zu berücksichtigen.
Die Entscheidung für die Option, in Münster künftig eine verbindliche Pflegebedarfsplanung
(gem. § 7 Abs. 6 APG NRW) vorzuhalten und damit eine Gru ndlage für die Erteilung oder
Versagung einer Bedarfsbestätigung zu haben, unterstützt das Vorhaben ein gesamtstädt i-
sches Quartiersentwicklungskonzept zu erarbeiten (s. Vorlage V/0835/2013). Im Rahmen der
Quartiersentwicklung sollen mittel - bis langfristig in allen Teilgebieten Münsters Bedingu n-
gen geschaffen werden, die die Anforderungen an altengerechte Quartiere erfüllen. Ziel ist
die Abkehr von einem weiteren Ausbau von großen (Spezial-)Einrichtungen, stattdessen die
Hinwendung zu individuellen Unterstützungsmodulen für das Leben zu Hause sowie zu qua r-
tiersbezogenen Wohn- und Pflegeangeboten, wozu auch die sog. neuen Wohnformen zä h-
len. Die für ein lebenslanges Wohnen im Quartier relevante Infrastruktur soll in Zusamme n-
arbeit der Träger und Anbieter von Dienstleistungen, der bürgerschaftlichen Akteure und der
Stadt vor Ort gestaltet werden. Mit der verbindlichen Pflegebedarfsplanung werden daher
wichtige Rahmenbedingungen geschaffen, die die Entwicklung auch der pflegerischen Infr a-
struktur im Rahmen von Quartiersentwicklung begünstigen.
Die verbindliche Bedarfsplanung als Grundlage von Bedarfsbestätigungen muss zuvor vom
Rat beschlossen und öffentlich bekannt gemacht werden (§ 11 Abs. 7 S. 2 APG NRW), um als
zusätzliche Fördervoraussetzung gem. § 11 Abs. 7 APG NRW wirksam zu werden. Der B e-
schluss bezieht sich auf alle Plätze, für die der Einrichtungsträger in der Zeit nach dem Rat s-
beschluss erstmals eine Förderung beantragt. Die Entscheidung des Rates muss festlegen, ob
sich die Bedarfsbemessung auf das ge samte Stadtgebiet beziehen oder ein in der Bedarf s-
planung ausgewiesener sozialräumlicher Bedarf Grundlage sein soll. Die Stadt Münster be-
1 Gesetz zur Entwicklung und Stärkung einer demographiefesten, teilhabeorientierten Infrastruktur und
zur Weiterentwicklung und Sicherung der Qualität von Wohn- und Betreuungsangeboten für ältere
Menschen, pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen
4 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021
zieht in die verbindliche Pflegebedarfsplanung nur die Plätze in vollstationären Einrichtungen
der Dauerpflege ein. Somit ist die vollstationäre Kurzzeitpflege und die teilstationäre Pflege
(Tagespflege, Nachtpflege) von der verbindlichen Bedarfsplanung ausgenommen, der Bedarf
wird dann bei Neuvorhaben von der Konferenz Alter und Pflege eingeschätzt.
Da ein Konzept für eine verbindliche Bedarfsplanung weder gesetzlich vorgegeben noch a n-
derweitig verfügbar ist, müssen die interessierten Kreise und Städte diese Planungsbasis mit
den entsprechenden Kriterien und Bezugsgrößen selbst entwickeln.
Mit dem im März 2015 von der Verwaltung vorgelegten ersten Pflegebedarfsplan wurde
zunächst eine gesamtstädtisch angelegte Bedarfsermittlung erstellt, der in den folgenden
Jahren um weitere Aspekte ergänzt und spez ifiziert wurde. Der Planungszeitraum betrifft
immer die kommenden drei Jahre ab Beschlussfassung. So wird mit dem vorliegenden Pfle-
gebedarfsplan der Zeitraum 2018 – 2021 für die verbindliche Planung abgedeckt.
Perspektivisch soll en in der Weiterentwicklung des Pflegebedarfsplans weitere Angebote
aufgenommen und dokumentiert werden, die einen möglichst langen Verbleib in der eig e-
nen Wohnung oder im Stadtteil ermöglichen. Unterstützt wird dies durch den am 22.03.2017
vom Rat der Stadt Münster verabschiedeten „Masterplan altengerechte, inklusive Quartie-
re“, auf dessen Basis die Angebote in den Quartieren zur siche ren Versorgung und alternat i-
ve Pflegeangebote weiterentwickelt werden sollen. So sollen dann auch die weiteren Beda r-
fe älterer Menschen mit und ohne Pflegebedarf in der Planung neuer Konzepte stadtteilor i-
entiert berücksichtigt und integriert werden. Ein erstes Modellprojekt für eine altengerechte
Quartiersentwicklung hat die Stadt Münster in Hiltrup -Ost begonnen, welches vom Land
NRW im Rahmen des Landesförderplans Alter und Pflege gefördert wird. Dazu haben sowohl
der Caritas-Verband, die Diakonie, das Cohaus -Vendt-Stift und das Mathildenstift ein Quar-
tiersprojekt gestartet, weitere sind in Vorbereitung.
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 5
2. Zielsetzung der Pflegebedarfsplanung
Die Stadt Münster will sich mit der verbindlichen Pflegebedarfsplanung ein zusätzliches
Steuerungsinstrument erschließen, um gemeinsam mit anderen Akteuren, vor allem mit der
Kommunalen Konferenz Alter und Pflege an der Entwicklung der örtlichen Pflegeinf rastruk-
tur aktiv mitzuwirken. Leitbild ist eine vielseitige, bedarfs - wie nachfragegerechte Angebots-
landschaft, die den verschiedenen Präferenzen Pflegebedürftiger Rechnung trägt, gegenüber
geänderten Bedarfen, Struktur - und Qualitätsanforderungen anpassungsfähig ist und deren
Angebote finanzierbar sind. Die verbindliche Pfleg ebedarfsplanung soll außerdem die alte n-
gerechte Quartiersentwicklung flankieren . Dabei sollen bestehende Pflegeinfrastruktur und
künftige Quartiersstrukturen nicht als Gegeneinander , sondern synergetisch verstanden
werden.
Die verbindliche Pflegebedarfsplanung ist Grundlage für die Bedarfsbestätigung für die Ne u-
errichtung von vollstationären Pflegeeinrichtungen der Dauerpflege in Münster und dient
der Konferenz Alter und Pflege als Grundlage für neue Einrichtungen der Kurzzeitpflege und
neue teilstationäre Einrichtungen bzw. zusätzliche Plätze in solchen Einrichtungen, wenn
deren Träger die Förderung von Pflegeeinrichtungen nach dem APG in Anspruch nehmen
wollen (§ 11 Abs. 7 und § 14 Abs. 1 APG NRW). Der konkrete Zweck des vom Rat für verbind-
lich erklärte n Pflegebedarfsplans besteht daher darin, eine überprüfbare Entscheidung s-
grundlage für die Erteilung oder Versagung der kommunalen Bedarfsbestätigung bereitz u-
stellen; sie ist Zugangsöffner für die Landesförderung. Damit hat die verbindliche Pflegeb e-
darfsplanung vor allem eine instrumentelle Funktion. Belastbare empirische Aussagen über
Zahlen fehlender Plätze, die (noch) errichtet werden müssen, um eine tatsächlich zu erwa r-
tende bzw. prognostizierte Inanspruchnahme mit zusätzlichen Kapazitäten an voll - oder teil-
stationären Plätzen zu bedienen, lassen sich aus einem Pflegebedarfsplan mit dieser Funkt i-
on dagegen nicht entnehmen. Um gültige Aussagen treffen zu können, inwieweit Pflegek a-
pazitäten fehlen, die sich allein durch zusätzliche teil - oder vollstationär e Plätze auffüllen
lassen, müsste dem Pflegebedarfsplan ein Messkonzept unterlegt werden, das auf der einen
Seite sämtliche Pflegeangebote mit ihren Ka pazitäten und Auslastungen auch unter Berüc k-
sichtigung der Angebotsqualitäten und -bandbreiten abgreift, auf der anderen Seite die ge-
genwärtigen und künftig erwartbaren Individualbedürfnis se implementiert . Derart a n-
spruchsvolle Konzepte gehen jedoch weit über die gesetzliche Funktion der verbindlichen
Pflegebedarfsplanung hinaus. Zugleich könnte ihre auf klassische Pflegeangebote begrenzte
Sicht nicht die Effekte erfassen oder abbilden, die sich aus der Entwicklung wohnortnaher,
umfassender Versorgungsinfrastruktur(en) für die Bedarfe an jenen Pflegeangeboten erg e-
ben.
Dennoch enthält der vorliegende Pflegebedarfsplan auch (Bestands -)Informationen über
andere Bereiche des Pflegesektors, um den Blick auf ein integriertes und den Bedarfen a n-
gepasstes Pflegeangebot zu richten. Genauere Aussagen über Abhängigkeiten zwischen voll -
und teilstationärer Pflege einerseits und anderen Pflegeangeboten andererseits werden j e-
doch erst im Rahmen der Weiterentwicklung der Pflegebedarfsplanung getroffen werden
können. Dabei werden neben der klassischen P flege auch alternative bzw. neu entwickelte
Angebote und Modelle e inbezogen. Abgesehen von ambulanter Pflege gehören dazu u. a.
Demenz-Wohngruppen, neue Wohnformen sowie vor allem quartiersbezogene Angebote
und Versorgungsstrukturen. Da ambulante Pflege oder alternative Pflegemodelle wie z. B.
die Demenz-Wohngruppen nicht in jedem Einzelfall mit im Vergleich zur stationären Pflege
6 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021
geringeren Kosten verbunden sind, muss auch der Kostengesichtspunkt im Blick bleiben,
wenngleich Vergleiche zwischen stationären und anderen Pflegeformen Aspekte der persö n-
lichen Situation nicht ausblenden dürfen. Die stationäre Pflege kämpft zudem mit einem
kritischen Ruf, der durch Berichte in den Medien immer wieder angefacht wird. Die weit
überwiegende Zahl der Menschen will ihr Leben bis ins hohe Alter in der vertrauten Umg e-
bung ihres Wohnquartieres verbringen. Auch bei eintretender Pflegebedürftigkeit besteht
der Wunsch nach einem Wohn - und Pflegeangebot, das eine eigene Häuslichkeit wie auch
eine Versorgungssicherheit bietet. Bei der Weiterentwicklung der Pflegeinfrastruktur und
Quartiersentwicklung muss dies mit einbezogen werden.
Generell benötigt die Pflege eine Imageaufbesserung, sowohl für die Pflege im Heim (Nu t-
zerperspektive) als auch für den Arbeitsmarkt Pflege. Es wird bereits jetzt und nicht erst in
Zukunft eine deutlich höhere Anzahl an Pflegekräften benötigt, es finden sich aber nicht g e-
nügend Interessierte. Aus diesem Grund hat die Landesregierung 2012 die Altenpflegeuml a-
ge wieder eingeführt. So erhalten die tatsächlich ausbildenden Einrichtungen die Ausbi l-
dungsvergütung aus e inem Ausbildungsfonds erstattet, in den alle Pflegeeinrichtungen ei n-
zahlen müssen. Damit konnte von 2012 bis 2 016 die Anzahl der Auszubildenden in der A l-
tenpflege um rund 75 Prozent gesteigert werden.
Im September 2017 startete ein Projekt, zu dem sich 1 4 Arbeitgeber der Pflegebranche, das
Fachseminar der Johanniter-Akademie und die Stadt Münster zusammengeschlossen haben,
um mit Vorurteilen über Pflegeberufe aufzuräumen und für die Pflege bei zukünftigen A r-
beitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu werben. Das Projekt „Starke Pflege in Münster“
wird vom Land NRW und dem Europäischen Sozialfond gefördert, läuft über 2 Jahre und
knüpft an gute Erfahrungen ähnlicher Projekte im Ruhrgebiet und der Emscher -Lippe-Region
an. Adressaten sind Schülerinnen und Schüler der Regelschulen, zusammen mit der Koord i-
nierungsstelle Schule und Beruf wird der Zugang zu Schulen unterstützt und ausgebaut. Auch
Quereinsteiger, Umschüler und Studienabbrecher sollen mit Unterstützung des st ädtischen
Jobcenters für die Altenpflege interessiert werden. Die Arbeitgeber müssen umdenken:
Nicht nur die Bewerberinnen und Bewerber müssen von sich überzeugen, auch die Unte r-
nehmen müssen zeigen, was sie als gute Arbeitgeber auszeichnet. Diese Stärken werden im
Rahmen des Projektes systematisch herausgearbeitet. Die Ergebnisse sollen dann in ve r-
schiedenen Medien dargestellt und auf einer Internetseite präsentiert werden.
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 7
3. Pflegesituation in Münster
Seit 1999 wird in NRW von Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) als st a-
tistischem Landesamt anhand der Daten der Leistungsempfänger/innen der Pflegeversich e-
rung in NRW die Pflegestatistik erstellt. Die Sta tistik wird im Abstand von zwei Jahren jeweils
zum 31. Dezember durchgeführt. Die aktuellsten Daten liegen für 2015 vor.
Tabelle 1
Leistungsempfänger/-innen der Pflegeversicherung in Nordrhein-Westfalen
(im Dezember 2015)
Verwaltungsbezirk
–––––––––––––––
Pflegestufe1)
Leistungsempfänger/-innen der Pflegeversicherung
insgesamt
davon erhielten
ambulante
Pflege
vollstationäre
Pflege Pflegegeld2)
Nordrhein-
Westfalen
Pflegestufe I 372 980 90 379 64 497 218 104
Pflegestufe II 194 058 46 757 64 374 82 927
Pflegestufe III 69 594 14 230 34 291 21 073
bisher noch keiner
Pflegestufe zugeordnet 1 471 – 1 471 –
Insgesamt 638 103 151 366 164 633 322 104
100 % 23,7 % 25,8 % 50,8 %
Reg.-Bez. Münster
Pflegestufe I 54 076 14 337 9 841 29 898
Pflegestufe II 26 734 6 965 9 310 10 459
Pflegestufe III 8 398 1 750 4 251 2 397
bisher noch keiner
Pflegestufe zugeordnet 238 – 238 –
Insgesamt 89 446 23 052 23 640 42 754
100 % 25,8 % 26,4 % 47,8 %
Münster, Stadt
Pflegestufe I 4 126 1 196 1 151 1 779
Pflegestufe II 2 013 488 920 605
Pflegestufe III 714 160 402 152
bisher noch keiner
Pflegestufe zugeordnet 80 – 80 –
Insgesamt 6 933 1 844 2 553 2 536
100 % 26,6 % 36,8 % 36,6 %
1) Pflegestufe III: einschl. Härtefälle; 2) ohne Empfänger von Pflegegeld, die zusätzlich ambulante
Pflege erhalten (diese werden bei der ambulanten Pflege berücksichtigt)
Quelle: Information und Technik NRW
Mit zunehmender Pflegestufe verschiebt sich die Pflege in den vollstationären Bereich. Im
Vergleich zu Gesamt -NRW und dem Regierungsbezirk Münster fällt auf, dass Münster einen
deutlich höheren Anteil an stationärer Pflege und sehr viel niedrigeren Anteil an Pflegegeld
(Pflege von Angehörigen) aufweist. Die Ursache kann in der Lage und Funktion der Stadt
8 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021
Münster als Oberzentrum liegen, Einfluss haben möglicherweise auch die eher städtischen
Gesellschaftsstrukturen im Vergleich zum ländlichen Raum.
Tabelle 2
Leistungsempfänger/-innen der Pflegeversicherung
in Nordrhein-Westfalen 2011, 2013 und 2015 (jeweils im Dezember)
Verwaltungsbezirk
–––––––––––––––
Pflegestufe1)
Leistungsempfänger/-innen der Pflegeversicherung
20112) 2013 2015
Veränderung
2015
geg. 2013
Nordrhein-
Westfalen
Pflegestufe I 305 098 331 262 372 980 + 12,6 %
Pflegestufe II 176 633 181 488 194 058 + 6,9 %
Pflegestufe III 65 138 66 678 69 594 + 4,4 %
bisher noch keiner Pfle-
gestufe zugeordnet 964 2 064 1 471 - 28,7 %
Insgesamt 547 833 581 492 638 103 + 9,7 %
Reg.-Bez.
Münster
Pflegestufe I 44 684 47 833 54 076 + 13,1 %
Pflegestufe II 24 921 24 877 26 734 + 7,5 %
Pflegestufe III 8 028 8 168 8 398 + 2,8 %
bisher noch keiner Pfle-
gestufe zugeordnet 109 352 238 - 32,4 %
Insgesamt 77 742 81 230 89 446 + 10,1 %
Münster,
Stadt
Pflegestufe I 3 526 3 820 4 126 + 8,0 %
Pflegestufe II 1 909 2 064 2 013 - 2,5 %
Pflegestufe III 660 696 714 + 2,6 %
bisher noch keiner Pfle-
gestufe zugeordnet 25 48 80 + 66,7 %
Insgesamt 6 120 6 628 6 933 + 4,6 %
1) Pflegestufe III: einschl. Härtefälle; 2) Vergleichbarkeit zu den Vorjahren eingeschränkt
Quelle: Information und Technik NRW
Die Entwicklung der Pflegebedürftigkeit nach Pflegestufen zeigt die größte Zunahme in der
Pflegestufe I auf, wobei im Vergleich in Münster auch die Zunahme in Pflegestufe II sich ähn-
lich entwickelt. Insgesamt ist eine deutliche Zunahme der Leistungsempfänger /-innen der
Pflegeversicherung festzustellen , was auch einen erhöhten Bedarf an Pflegeinfrastruktur
erfordert.
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 9
Tabelle 3
Leistungsempfänger/-innen der Pflegeversicherung in Münster
Jahr Insgesamt je 1 000 Ein-
wohner
davon erhielten am 15.12. Pflegegeld am
ambulante Pflege stationäre Pflege1) 31.12.2)
1999 5 447 21 1 295 1 849 2 303
2001 5 395 20 1 352 1 740 2 143
2003 5 187 19 1 349 2 112 1 726
2005 5 294 20 1 339 2 221 1 734
2007 5 714 21 1 605 2 343 1 766
2009 5 573 20 1 534 2 130 1 909
2011 6 120 21 1 686 2 280 2 154
2013 6 628 22 1 941 2 365 2 322
2015 6 933 22 1 844 2 553 2 536
1) Bei der Ermittlung der Gesamtzahl der Pflegebedürftigen in Einrichtungen werden ab der Erhe-
bung 2009 die Besucher von Tagespflegeeinrichtungen nicht mehr addiert.
2) Ohne Empfänger und Empfängerinnen von Kombinationsleistungen, die bereits bei der ambulan-
ten
oder stationären Pflege berücksichtigt sind.
Quelle: Information und Technik Nordrhein-Westfalen
Tabelle 4
Pflegebedürftige nach Versorgungsart in Münster, Entwicklung von 2013 zu 2015
Pflegebedürftige 2013 Pflegebedürftige 2015 Veränderung
2015 geg. 2013
Stationäre Pflege 2 365 35,7 % 2 553 36,8 % + 7,9 %
Pflege zu Hause 4 263 64,3 % 4 380 63,2 % + 2,8 %
- durch Angehörige 2 322 35,0 % 2 536 36,6 % + 9,2 %
- mit bzw. durch ambu-
lante Pflegedienste 1 941 29,3 % 1 844 26,6 % - 5,0 %
Insgesamt 6 628 100 % 6 933 100 % + 4,6 %
Quelle: Information und Technik Nordrhein-Westfalen
Die Daten in Tabelle 4 machen die Entwicklung der Pflege deutlich. Durch die Pflege mit a m-
bulanten Pflegediensten kann der Wunsch vieler Pflegebedürftiger, in der eigenen Wohnung
oder in bekanntem Umfeld ggf. bei Angehörigen zu verbleiben, ermöglicht werden. Häufig
können pflegende Angehörige eine Entlastung wahrnehmen oder auch ggf. berufstätig blei-
ben sowie andere familiäre Verpflichtungen wahrnehmen. Dennoch zeigt sich hier erstmals
ein Rückgang in der professionellen Pflege zu Hause, in der stationären Pflege dagegen eine
leichte Zunahme.
10 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021
Tabelle 5
Leistungsempfänger/-innen aus der Pflegeversicherung in Münster nach Altersstufen
am 15.12.15
Alter von …
bis unter…
insgesamt ambulante
Pflege
vollstationäre Pflege Pflege-
geld 1)
nachr.:
teilstatio-
näre Pfle-
ge 2)
zusammen Dauer-
pflege
Kurzzeit-
pflege
Tages-
pflege
Insgesamt 6 933 1 845 2 553 2 430 123 2 535 222
0 - 65 Jahre 1 101 168 150 141 12 777 9
65 - 70 Jahre 252 66 69 63 6 117 3
70 - 75 Jahre 444 120 162 156 9 159 9
75 - 80 Jahre 903 273 306 288 18 324 48
80 - 85 Jahre 1 149 357 444 414 30 351 54
85 - 90 Jahre 1 554 450 642 612 33 459 60
90 - 95 Jahre 1 131 294 573 552 18 264 33
95 Jahre und
älter 399 114 207 207 0 81 6
1) Ohne Empfänger/-innen von Pflegegeld, die zusätzlich auch ambulante Pflege erhalten. Diese
werden bei der ambulanten Pflege berücksichtigt. Stichtag: 31.12.2015. Zudem ohne Empfänger/-
innen von Kurzzeit- bzw. Verhinderungspflege. Diese werden bereits bei der vollstationären bzw.
ambulanten Pflege erfasst.
2) Empfänger/-innen von Tages- und Nachtpflege erhalten in der Regel auch Pflegegeld oder am-
bulante Pflege. Sie sind dadurch bereits bei der Zahl der Pflegebedürftigen insgesamt erfasst und
werden hier nur nachrichtlich ausgewiesen.
Quelle: Information und Technik Nordrhein-Westfalen
Der Aufgliederung der Empfängerinnen und Empfänger von Pflegeversicherungsleistungen
nach Altersstufen zeigt, dass die Pflegebedürftigkeit bei Menschen über 80 Jahren am größ-
ten ist (vgl. Tab. 5). Deutlich wird hier auch, dass die Pflege zu Hause mit zunehmendem Al-
ter schwieriger wird. Dies mag zum einen auch am zunehmenden Alter der Angehörigen
bzw. ihrem Fehlen liegen, da der Partner oder die Partnerin bereits verstorben ist, zum an-
deren der Grad der Pflegebedürftigkeit sich erhöht.
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 11
4. Pflegeinfrastruktur in Münster
Die Pflegeinfrastruktur setzt sich in Münster vielfältig zusammen und ist in stetigem Wach s-
tum, wie aus Tabelle 6 ersichtlich wird:
Tabelle 6
Pflegerische Infrastruktur in Münster
Am
31.12.
Stationäre
Pflegeplätze
Plätze in ambulant be-
treuten Wohngemein-
schaften
Tages-
pflegeplätze
Kurzzeit-
pflegeplätze
Anzahl
1999 1 875 20 84 67
2000 1 960 20 104 78
2001 2 100 20 104 93
2002 2 100 20 104 93
2003 2 145 20 116 105
2004 2 145 20 122 116
2005 2 171 29 107 114
2006 2 261 58 107 131
2007 2 416 77 95 152
2008 2 406 110 113 163
2009 2 481 118 113 183
2010 2 508 136 113 198
2011 2 607 136 152 184
2012 2 647 136 152 190
2013 2 667 147 152 199
2014 2 637 171 164 210
2015 2 646 180 180 221
2016 2 646 206 193 233
2017 2 646 228 193 266
Quelle: Stadt Münster - Sozialamt
Nachfolgend werden zunächst die Einrichtungen im gesamten Gebiet der Stadt Münster mit
ihren Angeboten aufge führt. Eine sozialräumliche Darstellung erfolgt in Kapitel 5 auf Stadt-
bezirksebene.
12 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021
4.1 Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster
In Münster gibt es derzeit 33 vollstationäre Pflegeheime . In vielen Einrichtungen wird auch Kurzzeitpflege angeboten (s. 4.2). Einige Einrichtungen
haben weitere Pflegeangebote im bzw. am Haus angebunden.
Tabelle 7
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster, Stand 2017
Einrichtung Straße PLZ Stadtbezirk Stadtteil Plätze EZ DZ EZ-Quote
1 Achatius-Haus Wolbeck Münsterstr. 24 b/c 48167 Südost Wolbeck 66 66 0 100,0
2 Alexianer - Haus Heidhorn Westfalenstr. 490 48165 Hiltrup Amelsbüren 52 52 0 100,0
3 Alexianer – Haus Thomas Alexianerweg 8 48163 Hiltrup Amelsbüren 54 46 4 92,0
4 Altenheim Friedrichsburg Offenbergstraße 19 48151 Mitte Pluggendorf 138 114 12 90,5
5 Altenheim St. Elisabeth Südlohnweg 1 48161 West Gievenbeck 92 92 0 100,0
6 Altenwohnheim St. Lamberti Scharnhorststr. 4-8 48151 Mitte Pluggendorf 83 65 9 87,4
7 Altenhilfe-Zentrum d. Missionsschwes-
tern
Haus Franziska
Westfalenstr. 109 48165 Hiltrup Hiltrup-Mitte 60 60 0 100,0
8 Altenzentrum Klarastift (incl. Casa Vitae) Andreas-Hofer-Str. 70 48145 Mitte Herz-Jesu 119 113 3 97,4
9 Cohaus-Vendt-Stift Krumme Str. 39/40 48143 Mitte Aegidii 82 82 0 100,0
10 DKV-Residenz am
Tibusplatz Tibusplatz 1 48143 Mitte Buddenturm 49 43 3 93,5
11 Ev. Seniorenzentrum
Meckmannshof Meckmannweg 74 48163 West Mecklenbeck 171 59 56 51,3
12 Ev. Seniorenzentrum Handorfer Hof Handorfer Str. 24 48157 Ost Handorf 78 78 0 100,0
13 Friederike-Fliedner-Haus Coerdestr. 56 48147 Mitte Kreuz 80 70 5 93,3
14 Fritz-Krüger-Seniorenzentrum Gartenbreie 1 48151 West Gievenbeck 81 81 0 100,0
15 Haus für ältere Mitbürger
Wohnen in Pastors Garten Alte Dorfstr. 10 48161 West Roxel 40 40 0 100,0
16 Haus Maria Trost Sankt-Mauritz-Freiheit 52 48145 Mitte Herz-Jesu 80 80 0 100,0
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 13
Einrichtung Straße PLZ Stadtbezirk Stadtteil Plätze EZ DZ EZ-Quote
17 Haus v. Guten Hirten, Bereich Pflege Mauritz-Lindenweg 61 48145 Mitte Herz-Jesu 20 16 2 88,9
18 Haus Wilkinghege Wilkinghege 55 48159 Nord Kinderhaus West 65 65 0 100,0
19 Johanniter-Stift Münster Weißenburgstr. 48 48151 Mitte Geist 80 80 0 100,0
20 Kardinal-von-Galen-Stift Clemens-August-Platz 8a 48167 Südost Angelmodde 66 54 6 90,0
21 LWL Pflegezentrum Münster Friedr.-W.-Weber-Str. 30 48147 Mitte Uppenberg 80 72 4 94,7
22 Maria-Hötte-Stift Düesbergweg 143 48153 Mitte Düesberg 123 97 13 88,2
23 Marienheim An der Alten Kirche 5 48165 Hiltrup Hiltrup-Mitte 83 71 6 92,2
24 Meyer-Suhrheinrich-Haus Marktallee 42 48165 Hiltrup Hiltrup-Mitte 42 42 0 100,0
25 Papst-Johannes-Paul-Stift Culmer Str. 16 48157 Nord Coerde 72 72 0 100,0
26 Perthes-Haus Münster Wienburgstr. 60 48147 Mitte Uppenberg 87 56 16 77,8
27 Residenz Aaseehof Pottkamp 25 48149 Mitte Schloss 80 72 4 94,7
28 Schölling-Lentze-Heim Bohlweg 5 48147 Mitte Schlachthof 21 21 0 100,0
29 Seniorenresidenz
Kastanienhof Ostmarkstr. 9 48145 Mitte Mauritz-Mitte 62 44 9 83,0
30 Seniorenzentrum Albachten Rottkamp 49 48163 West Albachten 66 56 5 91,8
31 Seniorenzentrum Haus Simeon Am Berg Fidel 70 48153 Hiltrup Berg-Fidel 149 149 0 100,0
32 Seniorenzentrum Martin-Luther-Haus Fliednerstr. 17 48149 West Sentrup 151 133 9 93,7
33 Wohnstift am Südpark Clevornstraße 5 48153 Mitte Schützenhof 74 58 8 87,9
Gesamt 2.646 2.299 174 93
Ausgewiesene Sonderformen
1. Stationäre Hausgemeinschaftsangebote für an Demenz Erkrankte: Klarastift, Meyer-Suhrheinrich-Haus (ausschließlich), DKV Residenz
2. Angebot für Wachkomapatienten, 16 Plätze im Klarastift (Casa Vitae)
3. Angebote für junge Pflegebedürftige, 18 Plätze im Achatius-Haus Wolbeck
4. Pflege für ältere Menschen mit Behinderungen: Alexianer - Haus Thomas, LWL-Pflegezentrum
14 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021
Grafik 1
Karte Vollstationäre Einrichtungen in Münster
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 15
4.2 Kurzzeitpflege
Mit der Kurzzeitpflege wird vorübergehende Pflegebedürftigkeit z. B. nach einem Kranke n-
hausaufenthalt oder bei Verhinderung der pflegenden Angehörigen die Pflege abgedeckt. Es
gibt solitäre Kurzzeitpflegeangebote und eingestreute Kurzzeitpflege bei vielen Altenpfleg e-
einrichtungen.
Tabelle 8
Kurzzeitpflege, Stand 2017
eingestreute Kurzzeitpflege
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadt-
bezirk Stadtteil Plätze
1 Achatius-Haus Wolbeck Münsterstr. 24 b/c 48167 Südost Wolbeck 4
2 Alexianer - Haus Heid-
horn Westfalenstr. 490 48165 Hiltrup Amelsbüren 6
3 Alexianer – Haus Thomas Alexianerweg 8 48163 Hiltrup Amelsbüren 4
4 Altenheim Friedrichsburg Offenbergstraße 19 48151 Mitte Pluggendorf 8
5 Altenheim St. Elisabeth Südlohnweg 1 48161 West Gievenbeck 5
6
Altenhilfe-Zentrum d.
Missionsschwestern
Haus Franziska
Westfalenstr. 109
48165 Hiltrup Hiltrup-Mitte 2
7 Altenwohnheim
St. Lamberti Scharnhorststr. 4-8 48151 Mitte Pluggendorf 8
8 Altenzentrum Klarastift Andreas-Hofer-Str.
70
48145 Mitte Herz-Jesu 3
9 Cohaus-Vendt-Stift Krumme Str. 39/40 48143 Mitte Aegidii 3
10 DKV-Residenz am
Tibusplatz Tibusplatz 1 48143 Mitte Buddenturm 5
11 Ev. Seniorenzentrum
Meckmannshof Meckmannweg 74 48163 West Mecklenbeck 15
12 Friederike-Fliedner-Haus Coerdestr. 56 48147 Mitte Kreuz 10
13
Haus für ältere Mitbürger
Wohnen in Pastors Gar-
ten
Alte Dorfstr. 10
48161 West Roxel 4
14 Haus Maria Trost Sankt-Mauritz-
Freiheit 52
48145 Mitte Herz-Jesu 5
15 Johanniter-Stift Münster Weißenburgstr. 48 48151 Mitte Geist 10
16 Kardinal-von-Galen-Stift Clemens-August-
Platz 8a
48167 Südost Angelmodde 6
17 LWL Pflegezentrum
Münster
Friedr.-W.-Weber-
Str. 30
48147 Mitte Uppenberg 2
18 Maria-Hötte-Stift Düesbergweg 143 48153 Mitte Düesberg 12
19 Marienheim An der Alten Kirche 5 48165 Hiltrup Hiltrup-Mitte 1
20 Seniorenzentrum
Martin-Luther-Haus Fliednerstr. 17 48149 West Sentrup 8
21 Papst-Johannes-Paul-Stift Culmer Str. 16 48157 Nord Coerde 7
22 Perthes-Haus Münster Wienburgstr. 60 48147 Mitte Uppenberg 4
16 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021
23 Residenz Aaseehof Pottkamp 25 48149 Mitte Schloss 15
24 Seniorenresidenz
Kastanienhof Ostmarkstr. 9 48145 Mitte Mauritz-
Mitte
8
25 Seniorenzentrum
Albachten Rottkamp 49 48163 West Albachten 10
26 Ev. Seniorenzentrum
Handorfer Hof Handorfer Str. 24 48157 Ost Handorf 8
27 Seniorenzentrum
Haus Simeon Am Berg Fidel 70 48153 Hiltrup Berg-Fidel 8
28 Wohnstift am Südpark Clevornstraße 5 48153 Mitte Schützenhof 7
Gesamt 181
Solitäre Kurzeitpflege
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadt-
bezirk Stadtteil Plätze
29
Altenhilfe-Zentrum der
Missionsschwestern
Haus Maria
Westfalenstr. 109
48165 Hiltrup Hiltrup-Mitte 20
30 Clemenshospital Düesbergweg 143 48153 Mitte Düesberg 18
31 Fritz-Krüger-
Seniorenzentrum Gartenbreie 1 48161 West Gievenbeck 15
32 Raphaelsklinik Loerstr. 23 48143 Mitte Dom 23
Gesamt 76
Ambulante Kurzzeitpflege
33 „Zimmer im Garten“ Laerer Landweg 177 48145 Ost Mauritz-Ost 2
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 17
Grafik 2
Karte Kurzzeitpflege in Münster
18 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021
4.3 Tagespflege
Mit der Tage spflege werden insbesondere für dement e Pflegebedürftige Angebote gescha f-
fen, die es ihnen ermöglichen , tagsüber eine Betreuung und Pflege in Anspruch zu nehmen
und trotzdem in der vertrauten Umgebung wohnen bleibe n zu können. Dies ermöglicht den
Angehörigen häufig die weitere Berufstätigkeit und entlastet von einem Teil der pfleger i-
schen Verantwortung. In Münster gibt es derzeit folgende Tagespflege-Angebote:
Tabelle 9
Tagespflege, Stand 2017
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadt-
bezirk Stadtteil Plätze
1 Achatiushaus Wolbeck Münsterstr. 48167 Südost Wolbeck 12
2 Altenheim St. Elisabeth Südlohnweg 1 48161 West Gievenbeck 15
3 Altenhilfe-Zentrum
St. Clemens Kortumweg 56 48165 Hiltrup Hiltrup-Mitte 15
4 Clemens-Wallrath-Haus Josefstr. 4 48151 Mitte Josef 20
5 Ev. Seniorenzentrum
Meckmannshof
Meckmannweg
74 48163 West Mecklenbeck 24
6 Friederike-Fliedner-Haus Coerdestr. 56 48147 Mitte Kreuz 12
7 Haus Benteler Prozessionsweg
54 48145 Mitte Mauritz-
Mitte 12
8 Papst-Johannes-Paul-Stift Culmer Str. 16 48157 Nord Coerde 15
9 pro.cura Tagespflege Wolbecker Str.
226 48155 Ost Mauritz-Ost 16
10 Tagespflege Akticom Twenhövenweg
18 48167 Südost Angelmodde 12
11 Tagespflege Mathildenstift Münzstr. 38 48143 Mitte Buddenturm 12
12 Wohnstift
am Südpark Clevornstr. 5 48153 Mitte Schützenhof 15
13 Tagespflege Mauritz-Palais
(Klarastift)
Andreas-Hofer-
Str. 70 48145 Mitte Herz-Jesu 13
Gesamt 193
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 19
Weitere neue Tagespflege-Einrichtungen sind in Planung. Der Bedarf für folgende Einrich-
tungen wurde von der Konferenz Alter und Pflege im Jahr 2017 positiv eingeschätzt:
Tabelle 10
Tagespflege in Planung, Stand 2017
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadt-
bezirk Stadtteil Plätze
1 Tagespflege Haus Simeon Am Berg Fidel
70 48153 Hiltrup Berg Fidel 16
2 Tagespflege Friedrichsburg Offenbergstr. 48151 Mitte Pluggendorf 14
3 Tagespflege Albachten,
Caritasverband Dülmener Str. 9 48165 West Albachten 15
Gesamt 45
20 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021
Grafik 3
Karte Tagespflege in Münster
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 21
4.4 Ambulant betreute Pflege-Wohngemeinschaften
In ambulant betreuten Wohngemeinschaften können demente Pflegebedürftige ein Leben in
häuslicher Gemeinschaft führen, die allein durch die Größe einen familiäreren Charakter als
eine stationäre Pflegeinrichtung vermittelt. Das Angebot richtet sich bisher meistens an De-
menz-Erkrankte, es gibt auch Wohngruppen für Menschen mit geringem oder speziellem
Pflegebedarf.
Tabelle 11
Ambulant betreute Wohngemeinschaften in Münster, Stand 2017
Nr. Wohngemeinschaften Straße PLZ Stadt-
bezirk Stadtteil Plätze
1 Casa Mauritz
Klarastift Service GmbH Andreas-Hofer-Str. 86 48145 Mitte Herz-Jesu 15
2 Haus Elisabeth
Alexianer Herrenstr. 10 48167 Südost Wolbeck 12
3 Haus Genius
DKV Residenz Tibusplatz 1 - 7 48143 Mitte Buddenturm 8
4 Haus Taubenstraße
Alexianer Taubenstraße 12 48149 Mitte Herz-Jesu 8
5 Hausgemeinschaft Nien-
berge (2), CBM
Kirmstr.
18/Gartenstiege 6 48161 West Nienberge 7 / 7
6 Hof Schultmann
Alexianer Stratmannweg 21 48163 West Mecklenbeck 12
7 Irmgard Buschmann Haus
(2), Klarastift Service GmbH Am Küchenbusch 15 48161 West Gievenbeck 11 / 8
8 Villa Hittorfstraße
Alexianer Hittorfstraße 10 48149 Mitte Schloss 10
9 Villa Kahmann Gremmendorfer Weg
44 48167 Südost Gremmen-
dorf-Ost 11
10 Villa Mauritz
Alexianer
Kaiser-Wilhelm-Ring
34 48145 Mitte Mauritz-
Mitte 10
11 WG Arche Noah
Amb. Dienste Klarastift
Manfred-von-Richt-
hofen-Str. 45 48145 Mitte Mauritz-
Mitte 12
12 WG Arche Sarah
Amb. Dienste Klarastift
Manfred-von-Richt-
hofen-Str. 45 48145 Mitte Mauritz-
Mitte 12
13 WG Erphobogen, DRK Bohlweg 55 A 48147 Mitte Schlachthof 12
14 WG Mathildenstift
DRK Schwesternschaft Münzstr. 38 48143 Mitte Buddenturm 9
15 WGs „Mitten in Mauritz“
(2), Sander-Pflege Mondstr. 104-106 48155 Ost Mauritz-Ost 10 / 10
16 WG Schulstraße (2)
Diakonie Münster Schulstr. 47 48149 Mitte Kreuz 10 / 8
Gesamt 202
Im Jahr 2017 ist die WG des DRK von der Josef -Beckmann-Str. in Kinderhaus an den Bohlweg
umgezogen (WG Erphobogen). An der Mondstraße wurden zwei neue WGs „Mitten in Ma u-
ritz“, angeboten von Sander-Pflege, bezogen.
22 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021
Es gibt noch weitere Sonderformen von Wohngemeinschaften in Münster:
- Christopher-Haus Münster-Hiltrup, Westfalenstr. 176, ambulante Pflege durch Air Vital,
14 Plätze, Menschen mit Dauerbeatmung
- Intensivpflege-Angebot im Mathildenstift, Münzstr. von der DRK-Schwesternschaft,
9 Plätze
Grafik 4
Karte ambulant betreute Wohngemeinschaften in Münster
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 23
4.5 Ambulante Pflege
Der Großteil der Pflege wird ambulant durchgeführt, in den Räumlichkeiten der Pflegeb e-
dürftigen oder ihrer Angehörigen. Besteht nicht oder nur teilweise die Möglichkeit, die Pfl e-
ge von Angehörigen durchführen zu lassen, wird ein professioneller Pflegedienst zumindest
unterstützend hinzugezogen. Mit dem zunehmenden Pflegebedarf ist auch der Markt der
ambulanten Pflegedienste gewachsen . Das Angebot reicht von hauswirtschaftlichen Hi lfen,
pflegerischen Leistungen bis hin zu Anleitung und Betreuung für Personen mit eingeschränk-
ter Alltagskompetenz nach § 45b SGB XI . Da die Angebote (fast immer) stadtweit erfolgen,
ist die räumliche Verteilung mittels einer Karte hier nicht weiterführend.
Nachfolgende ambulante Pflegedienste bieten in Münster Versorgungsangebote an:
Tabelle 12
Ambulante Dienste, Stand 2017
Nr. Pflegedienst Straße PLZ Ort
1 "die Mobilen"
Ambulanter sozialpflegerischer Dienst Augustastr. 28 48153 Münster
2 ADVITALIS Pflegedienst Hanses-Ketteler-Str. 2 48165 Münster
3 AKTI-MED Pflegedienst GmbH Westfalenstr. 171 48165 Münster
4 AKTI-VITAL Pflegedienst GmbH Merkureck 14 48165 Münster
5 Alexianer Ambulant Clemenshospital Düesbergweg 124 48153 Münster
6 Alexianer Ambulant Achtermannstr. 11 48143 Münster
7 Ambulante Dienste e.V. Bohlweg 10 48147 Münster
8 Ambulante Dienste e.V.
Quartiersstützpunkt an der Aa Rjasanstr. 21 48147 Münster
9 Ambulante Dienste e.V.
Quartiersstützpunkt Gievenbeck Toppheideweg 9 48161 Münster
10 Ambulante Dienste e.V.
Quartiersstützpunkt am Platanenhof Hammer Str. 137 48153 Münster
11 Ambulante Dienste Klarastift GmbH Andreas-Hofer-Str. 72 48145 Münster
12 Ambulante Krankenpflege der
Raphaelsklinik Münster GmbH Loerstr. 23 48143 Münster
13 Ambulante Pflege Lindenhof Idenbrockplatz 21 48159 Münster
14 Ambulante Psychiatrische Pflege
Psycho-Soziales Zentrum Geiststr. 37 48151 Münster
15 Ambulanter Krankenpflegedienst Julia
GmbH Rüschhausweg 149 48161 Münster
16 Ambulanter Pflegedienst AKTICOM
GmbH Dirk-von-Merveldt-Str. 47 48167 Münster
17 ASB-Ambulante Pflegedienste Gustav-Stresemann-Weg
62 48155 Münster
24 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021
Nr. Pflegedienst Straße PLZ Ort
18 Care aktiv GbR An den Loddenbüschen
77 48155 Münster
19 Cathamed Pflege GmbH Gremmendorfer Weg 26 48167 Münster
20 CBM mbH Ambulante Pflege Josefstr. 2 48151 Münster
21 Comfort Pflege Ostviertel GmbH Hohenzollernring 67 48145 Münster
22 CV UNTERWEGS, Cohaus-Vendt-Stift Krumme Str. 39/40 48143 Münster
23 Diakoniestation GmbH
Diakonie Münster Wichernstr. 22 48147 Münster
24 DRK Münster gemeinnützige Pflege
und Service GmbH Zumsandestr. 25-27 48145 Münster
25 Eins:Eins Intensivpflege GmbH Osttor 74 48165 Münster
26 Erste Hilfe Ambulanter Pflegedienst
GmbH Schlossplatz 22 48143 Münster
27 Häusliche Pflege der DRK-
Schwesternschaft Westfalen e.V. Münzstr. 38 48143 Münster
28 Home Instead Friedrich-Ebert-Str. 120 48153 Münster
29 HUMANITAS Pflegedienste GmbH
-Pflegedienst Münster- Grevener Str. 105 48159 Münster
30
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Pflege- u. Gesundheitsdienste Münster
Süd
Geringhoffstr.45-47 48163 Münster
31 Lange Pflege
Ihr Centrum für ambulante Dienste Salzmannstr. 64 48147 Münster
32 Leben-Erleben
Amb. Kranken- u. Altenpflege GmbH Wolbecker Str. 140 b 48155 Münster
33 Lebens Nah
Mobile Kranken- und Altenpflege Letterhausweg 103 48167 Münster
34 miCura Pflegedienste Münster GmbH Tibusplatz 6 48143 Münster
35 Münster Pflege
Ambulanter Pflegedienst Gartenbreie 62 48161 Münster
36 Pflegebüro Bahrenberg Münster-Mitte Augustastr. 34 48153 Münster
37 Pflegebüro Bahrenberg Münster-Nord Kanalstr. 30 48147 Münster
38 Pflegebüro Meinert Pantaleonplatz 24 48161 Münster
39 Pflegebüro Schmidt Marktallee 66 48165 Münster
40 Pflegedienst Herms GmbH Feldstiege 100 48161 Münster
41 Pflegeteam miteinander GmbH Coerdestr. 45 48147 Münster
42 pro.cura Pflegeteam Münster Wolbecker Str. 224 48155 Münster
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 25
Nr. Pflegedienst Straße PLZ Ort
43 Regenbogen Häusliche Kinder- u.
Krankenpflege Coerdestiege 71 48157 Münster
44 UNITAS Intensivpflege GmbH Gustav-Tweer-Weg 15 48167 Münster
45
Vis Vitalis
Amb. Kranken-, Kinderkranken-, Alten-
und Familienpflege
Sophienstraße 1-3 48145 Münster
46 VITA-MED Pflegedienst GmbH Krögerweg 14 48155 Münster
47 ZMD
Zentrum Mobiler Dienste Münster Pottkamp 19 48149 Münster
Spezialangebote/außerhalb Münsters
air vital Intensivpflegedienst Nordstr. 66 59269 Beckum
Cathamed Pflegedienst und Service
GmbH
Kinderintensivpflege
Oststr. 57 48231 Warendorf
Familienpflege Hermann Meinert Münsterstr. 12 48727 Billerbeck
jederzeit ambulante Pflege GmbH
ambulante Intensivpflege Kirchstr. 6 48268 Greven
26 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021
4.6 Betreuungs- und Unterstützungsangebote nach § 45 SGB XI
Für an Demenz erkrankte Menschen besteht die Möglichkeit, Betreuungs- und Unterstü t-
zungsangebote nach § 45 SGB XI zu nutzen. Die meisten ambulanten Pflegedienste bieten
Unterstützungsleistungen an. Daneben gibt es auch andere Angebote mit häuslichen Bes u-
chen und Unterstützung. Außerhalb der Wohnung bieten anerkannte niedrigschwellige B e-
treuungsgruppen eine Anregung der Menschen mit Demenz und Entlastung ihrer Angehör i-
gen. Diese Gruppen haben bis zu 9 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, werden von einer
Fachkraft geleitet und von geschulten Ehrenamtlichen begleitet und unterstützt. Meistens
kann ein Fahrdienst zu diesen Gruppen, die vormittags oder nachmittags stattfinden, organ i-
siert werden.
Das Anerkennungsverfahren für niedrigschwellige Betreuungsangebote erfolgte landesrecht-
lich über die Verordnung über niedrigschwellige Hilfe - und Betreuungsangebote für Pfleg e-
bedürftige (HBPfVO) und war bis zum 31.12.2016 befristet. Durch die Pflegereformen der
letzten Jahre (insbes. das 1. Pflegestärkungsgesetz) wurde
- der Personenkreis der Anspruchsberechtigten auf alle Pflegebedürftigen ausgeweitet,
- Pflegende Angehörige als eigenständige Zielgruppe für Unterstützungsangebote au f-
genommen,
- die Möglichkeit geschaffen, neben Betreuungsangeboten auch weitergehende En t-
lastungsleistungen in Anspruch zu nehmen,
- der zur Verfügung stehende finanzielle Rahmen für die Inanspruchnahme solcher
Leistungen ausgeweitet, indem bis zu 40 % des für die ambulante Pflege zur Verf ü-
gung stehenden Sachmittelbudgets nach § 36 SGB XI hierfür umgewandelt werden
können.
Bis Ende 2016 erfolgte vom Land nach der HBPfVO die Anerkennung, seit dem 01.01.2017
wird dieses von den Kommunen nach der Verordnung über die Anerkennung von Angeboten
zur Unterstützung im Alltag und Förderung der Versorgungsstruktur in Nordrhein -Westfalen
(AnFöVO) vorgenommen.
Tabelle 13
Häusliche Besuche und Unterstützung nach § 45 SGB XI, Stand 2017
Nr. Anbieter Straße PLZ Ort
1
Betreuung und Begleitung
Dipl.-Sozialarbeiter Dietmar Preuß
Mobiler Alltagsservice für Senioren und
hilfsbedürftige Menschen
Mecklenbecker
Straße 133 48151 Münster
2
Doris Pällmann
Betreuung für Senioren, Begleitung für
Angehörige & individuelle Lebensberatung
Kriegerweg 48153 Münster
3
HaDi Foppe GmbH & Co.KG
Mobile Seniorenbetreuung,
Fachbetrieb für senioren- und behinderten-
gerechte Installation
Mecklenbecker Str.
387 48163 Münster
4
Hand in Hand, individuelle Seniorenbegleitung
und Förderung
Träger: Priv. Gew. Ulrike Ventker
Bonnenkamp 28 48167 Münster
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 27
Nr. Anbieter Straße PLZ Ort
5
Häusliche Kreativbetreuung
„mein Poesiealbum“
Brigitte Kraneburg
Lühnstiege 2 48151 Münster
6 Lebenshilfe Münster e. V. Windthorststr. 7 48143 Münster
7 Petra Sokolowsky Eichenweg 11 a 48161 Münster
8 Seniorenservice Münster
Johannes Gorschlüter Piusallee 194 48147 Münster
9 Stift Tilbeck GmbH Tilbeck 2 48329 Havixbeck
10 Zauberfrau Zuhornstr. 26 48147 Münster
11 Betreuungsdienst Marie mobil
Träger: Meyer-Suhrheinrich-Stiftung Patronatsstr. 2 48165 Münster
12 Seniorenassistenz Gude Kortumweg 21 48165 Münster
13 Heuermann Seniorendienste Melchersstr. 80 48149 Münster
14 Marlis Marchand
Dipl. Sozialpädagogin, Musiktherapeutin Haus Angelmodde 2 48167 Münster
15 Mittendrin SeHt Münster e.V. Dechaneistr. 14 48145 Münster
16 Projekt LichtBlick Josefstr. 4 48151 Münster
17 Imi – Ich mit Ihnen
Eva-Maria Posner Rikeweg 13 48155 Münster
18 Pflege & Service Münsterland GbR Wickenkamp 22 48161 Münster
19 Udo Stier Schüttorfweg 19 48161 Münster
Tabelle 14
wohnortnahe niedrigschwellige Betreuungsgruppen nach § 45 SGB XI, Stand 2017
Nr. Anbieter Straße PLZ Stadt-
bezirk Stadtteil
1 „ Ein Vormittag im Alex-Dorftreff“
Alexianer Münster GmbH Zum Häpper 1 48163 Hiltrup Amelsbüren
2
„Café Auszeit“
Humanitas Pflegedienste GmbH
Standort Münster
Grevener Str.
105 48159 Mitte Uppenberg
3
„Café Wigbold“
Betreuungsnachmittag für Demenz-
kranke
Träger: Kath. Kirchengemeinde St. Niko-
laus Münster und die Alexianer Haus
Heidhorn GmbH
Herrenstr. 17 48167 Südost Wolbeck
28 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021
Nr. Anbieter Straße PLZ Stadt-
bezirk Stadtteil
4
„Miteinander" Betreuungsgruppe für
demenziell erkrankte Menschen in Kin-
derhaus und Sprakel
Annette Mandelartz
Kristiansand-
straße 70 48159 Nord Kinderhaus-
West
5
Alzheimer Gesellschaft Münster e. V.
Betreuungsnachmittage, Aktivierung,
Sport
Tannenbergstr.
1 48147 Mitte Kreuz
6 Betreuungsgruppe „Hand in Hand“ Alfersheide 19 48157 Ost Gelmer-
Dyckburg
7
Café Malta
Thomas-Gemeinde
Träger: Malteser Hilfsdienst e.V.
Von-Ossietzky-
Strasse 16 48163 Mitte Aaseestadt
8
Unser Kleeblatt für Sie!
Susanne Zobel-Seick ,„Zimmer im Gar-
ten“
Carla Bukmakowski, Demenz-Netz Mau-
ritz-Ost
Betreuungsnachmittage, Tagesangebot,
Spielangebot
Laerer Landweg
177
Wolbecker Str.
304
48155 Ost Mauritz-Ost
9
Doris Pällmann
Betreuung für Senioren, Begleitung für
Angehörige & individuelle Lebensbera-
tung
Betreuungsgruppe für demenziell er-
krankte Menschen im Ludwig-Steil-Haus
der Gnadenkirche
Düesbergweg
102 48153 Mitte Düesberg
10 Gemeinde Café
Ev. Gemeindezentrum
Hülsebrockstr.
16 48165 Hiltrup Hiltrup-
Mitte
11 Gruppe D
Im Haus der Begegnung St. Ida
Nachtigallen-
weg 25 48167 Südost Gremmen-
dorf-Ost
12 Projekt LichtBlick
Gruppen für Menschen mit Demenz Josefstr. 4 48151 Mitte Josef
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 29
Grafik 5
Karte wohnortnahe niedrigschwellige Betreuungsgruppen nach § 45 SGB XI
30 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021
5 Sozialräumliche Pflegeinfrastruktur in Münster
In den vergangenen Jahren ist in Münster bereits ein vielfältiges Spektrum an neuen Woh n-
formen für pflegebedürftige und ältere Menschen entstanden, bei denen die Sicherung der
Selbstbestimmung und der eigenen Häuslichkeit im Vordergrund stehen (u. a. integriertes
Wohnen, Mehrgenerationenwohnen, selbst organisierte oder betreute Wohngemeinscha f-
ten sowie Hausgemeinschaften für Menschen mit Demenz oder Pflegewohnungen im
Wohnquartier). Es sind zumeist quartiersbezogene Wohn - und Pflegeversorgungskonzepte,
die verschiedene Wohn - und Betreuungsformen kleinräumig vernetzen. Durch das Engag e-
ment von Initiativen und Trägern sowie des städtischen Wohnungsunternehmens
Wohn+Stadtbau GmbH und anderer Wohnungsbauträger in Münster sind in den letzten Ja h-
ren bereits eine Reihe von entsprechenden Angeboten entstanden. Dies gilt es weiter au s-
zubauen und perspektivisch stadtweit Quartierskonzepte zu entwickeln.
Die sozialpolitischen und sozialrechtlichen Neuorientierungen bieten durch die Novellierung
des Landespflegegesetzes NRW sowie des Wohn - und Teilhabegesetzes NRW, durch den
Aktionsplan „Inklusives NRW“, die – überschaubaren – Fördermöglichkeiten über das Wo h-
nungsförderprogramm und die Vorgaben und Richtlinien für quartiersnahe Wohn - und Be-
treuungsformen eine Menge an Entwicklungspotential zur Weiterentwicklung der Pflegein f-
rastruktur und Gestaltung von Quartier skonzepten, um die selbstständige und selbstb e-
stimmte Lebensführung in den Stadtteilen und Quartieren positiv zu gestalten und sicherz u-
stellen. Alle diese Elemente bilden eine solide Unterlage für die (Stadt)Gesellschaft, die G e-
staltungsanforderungen vor d em Hintergrund des demographischen Wandels zu meistern.
Dabei gilt es, die Potentiale und Ressourcen einer älter werdenden Bevölkerung wertz u-
schätzen, zu nutzen und durch professionelle Begleitung und Unterstützung in die Net z-
werkprozesse einfließen zu lassen.
Nachfolgend wird die Pflegeinfrastruktur auf Stadtbezirksebene dargestellt, jedoch noch
nicht in Bezugnahme zur Bevölkerungsstruktur. Dies wird in der Weiterentwicklung des
Pflegebedarfsplans angestrebt. Die Darstellung auf Stadtbezirksebene dient l ediglich einer
ersten Orientierung. Auch wenn zukünftig die Bevölkerungsstruktur in die Planung mit ein-
bezogen wird, müssen möglicherweise andere Bezugsräume in Betracht gezogen werden, da
die gelebten Bezüge sich von den räumlichen Zuschnitten der Gebietsgliederung unterschei-
den, für ein bedarfsgerechtes Angebot aber zu berücksichtigen sind.
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 31
5.1 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Mitte
Der Stadtbezirk Mitte hat von allen Bezirken flächenbezogen die feinteiligste Gliederung. Er
gesteht aus insgesamt 23 Stadtteilen (statistische Bezirke). Die Altstadt allein hat fünf Stadt-
teile: Aegidii, Überwasser, Dom, Buddenturm, Martini. Der Innenstadtring setzt sich aus 9
Stadtteilen zusammen: Pluggendorf, Josef, Bahnhof, Hansaplatz, Mauritz-West, Schlachthof,
Kreuz, Neutor, Schloss. Mitte-Süd umfasst die Stadtteile Aaseestadt, Geist, Schützenhof und
Düesberg. Der Teilbereich Innenstadt-Nordost besteht aus den Stadtteilen Hafen, Herz-Jesu,
Mauritz-Mitte, Rumphorst und Uppenberg.
In Münster-Mitte finden sich alle Pflegeformen wieder. Das Angebot ist hier im Vergleich mit
den anderen Stadtteilen am dichtesten.
Tabelle 15
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster-Mitte, Stand 2017
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Altenheim Friedrichsburg Offenbergstraße 19 48151 Pluggendorf 138
2 Altenwohnheim St. Lamberti Scharnhorststr. 4-8 48151 Pluggendorf 83
3 Altenzentrum
Klarastift (inc. Casa Vitae)
Andreas-Hofer-Str.
70 48145 Herz-Jesu 119
4 Cohaus-Vendt-Stift Krumme Str. 39/40 48143 Aegidii 82
5 DKV-Residenz am
Tibusplatz Tibusplatz 1 48143 Buddenturm 49
6 Friederike-Fliedner-Haus Coerdestr. 56 48147 Kreuz 80
7 Haus Maria Trost Sankt-Mauritz-
Freiheit 52 48145 Herz-Jesu 80
8 Haus v. Guten Hirten
Bereich Pflege
Mauritz-Lindenweg
61 48145 Herz-Jesu 20
9 Johanniter-Stift
Münster Weißenburgstr. 48 48151 Geist 80
10 LWL Pflegezentrum
Münster
Friedr.-W.-Weber-
Str. 30 48147 Uppenberg 80
11 Maria-Hötte-Stift Düesbergweg 143 48153 Düesberg 123
12 Perthes-Haus Münster Wienburgstr. 60 48147 Uppenberg 87
13 Residenz Aaseehof Pottkamp 25 48149 Schloss 80
14 Schölling-Lentze-Heim Bohlweg 5 48147 Schlachthof 21
15 Seniorenresidenz
Kastanienhof Ostmarkstr. 9 48145 Mauritz-Mitte 62
16 Wohnstift am Südpark Clevornstraße 5 48153 Schützenhof 74
Gesamt 1.258
32 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021
Tabelle 16
Kurzzeitpflege in Münster-Mitte, Stand 2017
eingestreute Kurzzeitpflege
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Altenheim Friedrichsburg Offenbergstraße 19 48151 Pluggendorf 8
2 Altenwohnheim St. Lamberti Scharnhorststr. 4-8 48151 Pluggendorf 8
3 Altenzentrum
Klarastift
Andreas-Hofer-Str.
70
48145 Herz-Jesu 3
4 Cohaus-Vendt-Stift Krumme Str. 39/40 48143 Aegidii 3
5 DKV-Residenz am
Tibusplatz Tibusplatz 1 48143 Buddenturm 5
6 Friederike-Fliedner-Haus Coerdestr. 56 48147 Kreuz 10
7 Haus Maria Trost Sankt-Mauritz-
Freiheit 52
48145 Herz-Jesu 5
8 Johanniter-Stift Münster Weißenburgstr. 48 48151 Geist 10
9 LWL Pflegezentrum Münster Friedr.-W.-Weber-
Str. 30 48147 Uppenberg 2
10 Maria-Hötte-Stift Düesbergweg 143 48153 Düesberg 12
11 Perthes-Haus Münster Wienburgstr. 60 48147 Uppenberg 4
12 Residenz Aaseehof Pottkamp 25 48149 Schloss 15
13 Seniorenresidenz
Kastanienhof Ostmarkstr. 9 48145 Mauritz-Mitte 8
14 Wohnstift am Südpark Clevornstraße 5 48153 Schützenhof 7
Gesamt
100
Solitäre Kurzeitpflege
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
15 Clemenshospital Düesbergweg 143 48153 Düesberg 18
16 Raphaelsklinik Klosterstr. 75 48143 Dom 23
Gesamt 43
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 33
Tabelle 17
Tagespflege in Münster-Mitte, Stand 2017
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Clemens-Wallrath-Haus Josefstr. 4 48151 Josef 20
2 Friederike-Fliedner-Haus Coerdestr. 56 48147 Kreuz 12
3 Haus Benteler Prozessionsweg 54 48145 Mauritz-Mitte 12
4 Tagespflege
Mathildenstift Münzstr. 38 48143 Buddenturm 12
5 Wohnstift
am Südpark Clevornstr. 5 48153 Schützenhof 15
6 Tagespflege Mauritz-Palais
(Klarastift)
Andreas-Hofer-Str.
70 48145 Herz-Jesu 13
Gesamt 84
In Planung/Bau
7 Tagespflege Friedrichsburg Offenbergstr. 48151 Pluggendorf 14
Tabelle 18
Ambulant betreute Wohngemeinschaften in Münster-Mitte, Stand 2017
Nr. Wohngemeinschaften Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Casa Mauritz
Klarastift Service GmbH Andreas-Hofer-Str. 86 48145 Herz-Jesu 15
2 Haus Genius
DKV Residenz Tibusplatz 1 - 7 48143 Buddenturm 8
3 Haus Taubenstraße
Alexianer Taubenstraße 12 48149 Herz-Jesu 8
4 Villa Hittorfstraße
Alexianer Hittorfstraße 10 48149 Schloss 10
5 Villa Mauritz
Alexianer Kaiser-Wilhelm-Ring 34 48145 Mauritz-
Mitte 10
6 WG Arche Noah
Ambulante Dienste Klarastift
Manfred-von-Richthofen-
Str. 45 48145 Mauritz-
Mitte 12
7 WG Arche Sarah
Ambulante Dienste Klarastift
Manfred-von-Richthofen-
Str. 45 48145 Mauritz-
Mitte 12
8 WG Mathildenstift
DRK Schwesternschaft Münzstr. 38 48143 Buddenturm 8
9 WG Schulstraße (2)
Diakonie Münster Schulstr. 47 48149 Kreuz 10/8
10 WG Erphobogen, DRK Bohlweg 55 A 48147 Schlachthof 12
Gesamt 113
34 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021
Tabelle 19
wohnortnahe niedrigschwell ige Betreuungsgruppen nach § 45 SGB XI in Münster -Mitte,
Stand 2017
Nr. Anbieter Straße PLZ Stadtteil
1 Alzheimer Gesellschaft Münster e. V.
Betreuungsnachmittage, Aktivierung, Sport Tannenbergstr. 1 48147 Kreuz
2
„Café Auszeit“
Humanitas Pflegedienste GmbH
Standort Münster
Grevener Str. 105 48159 Uppenberg
3
Café Malta
Thomas-Gemeinde
Träger: Malteser Hilfsdienst e.V.
Von-Ossietzky-
Strasse 16 48163 Aaseestadt
4
Doris Pällmann - Betreuung für Senioren, Be-
gleitung für Angehörige & individuelle Le-
bensberatung
Betreuungsgruppe für demenziell erkrankte
Menschen im Ludwig-Steil-Haus der Gnaden-
kirche
Düesbergweg 102 48153 Düesberg
5 Projekt LichtBlick
Gruppen für Menschen mit Demenz Josefstr. 4 48151 Josef
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 35
Grafik 6
Karte pflegerische Infrastruktur im Stadtbezirk Münster-Mitte
36 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021
5.2 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-West
Der Stadtbezirk Münster -West besteht aus den sechs Stadtteilen Gievenbeck, Sentrup,
Mecklenbeck, Albachten, Roxel und Nienberge. Der Stadtteil Sentrup grenzt direkt an den
Stadtbezirk Mitte an und orienti ert sich auch in diese Richtung . Die Stadtteile Albachten,
Roxel und Nienberge liegen im Außenbereich. Gievenbeck ist ein stark wachsender Stadtteil.
Im Stadtbezirk Münster -West sind alle Pfleg eformen vertreten. Eine wohnortnahe Betre u-
ungsgruppe für an Demenz erkrankte Menschen nach §45 SGB XI wird hier (noch) nicht a n-
geboten.
Tabelle 20
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster-West, Stand 2017
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Altenheim St. Elisabeth Südlohnweg 1 48161 Gievenbeck 92
2 Ev. Seniorenzentrum
Meckmannshof Meckmannweg 74 48163 Mecklenbeck 171
3 Fritz-Krüger-Seniorenzentrum Gartenbreie 1 48151 Gievenbeck 81
4 Haus für ältere Mitbürger
Wohnen in Pastors Garten Alte Dorfstr. 10 48161 Roxel 40
5 Seniorenzentrum
Albachten Rottkamp 49 48163 Albachten 66
6 Seniorenzentrum
Martin-Luther-Haus Fliednerstr. 17 48149 Sentrup 151
Gesamt 601
Tabelle 21
Kurzzeitpflege in Münster-West, Stand 2017
eingestreute Kurzzeitpflege
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Altenheim St. Elisabeth Südlohnweg 1 48161 Gievenbeck 5
2 Ev. Seniorenzentrum
Meckmannshof Meckmannweg 74 48163 Mecklenbeck 15
3 Haus für ältere Mitbürger
Wohnen in Pastors Garten Alte Dorfstr. 10 48161 Roxel 4
4 Seniorenzentrum
Albachten Rottkamp 49 48163 Albachten 10
5 Seniorenzentrum
Martin-Luther-Haus Fliednerstr. 17 48149 Sentrup 8
Gesamt 42
Solitäre Kurzzeitpflege
6 Fritz-Krüger-Seniorenzentrum Gartenbreie 1 48161 Gievenbeck 15
Gesamt 15
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 37
Tabelle 22
Tagespflege in Münster-West, Stand 2017
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Altenheim St. Elisabeth Südlohnweg 1 48161 Gievenbeck 15
2 Ev. Seniorenzentrum
Meckmannshof
Meckmannweg
74 48163 Mecklenbeck 24
Gesamt 39
Planung/Bau
3 Tagespflege Albachten,
Caritasverband Dülmener Str. 9 48165 Albachten 15
Tabelle 23
Ambulant betreute Wohngemeinschaften in Münster-West, Stand 2017
Nr. Wohngemeinschaften Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Hausgemeinschaft Nien-
berge (2), CBM
Kirmstr. 18/
Gartenstiege 6 48161 Nienberge 7/7
2 Hof Schultmann
Alexianer Stratmannweg 21 48163 Mecklenbeck 12
3
Irmgard Buschmann
Haus (2)/Klarastift Service
GmbH
Am Küchenbusch
15 48161 Gievenbeck 11/8
Gesamt 45
38 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021
Grafik 7
Karte pflegerische Infrastruktur im Stadtbezirk Münster-West
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 39
5.3 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Nord
Der Stadtbezirk Münster -Nord besteht aus den Stadtteilen Coerde, Kinderhaus -Ost, Kinder-
haus-West und Sprakel . Bis auf Sprakel grenzen alle Stadtteile an den Stadtbezirk Mitte an.
Der Stadtteil Sprakel verfügt über die größten Flächen, diese sind aber ländlicher Struktur
mit dem verhältnismäßig kleinen Ort Sprakel.
Die ambulant betreute Wohngemeinschaft des DRK an der Josef -Beckmann-Straße ist 2017
in einen anderen Stadtteil umgezogen (jetzt WG Erphobogen, Bohlweg).
Tabelle 24
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster-Nord, Stand 2017
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Haus Wilkinghege Wilkinghege 55 48159 Kinderhaus
West 65
2 Papst-Johannes-Paul-Stift Culmer Str. 16 48157 Coerde 72
Gesamt 137
Tabelle 25
Kurzzeitpflege in Münster-Nord, Stand 2017
eingestreute Kurzzeitpflege
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Papst-Johannes-Paul-Stift Culmer Str. 16 48157 Coerde 7
Gesamt 7
Tabelle 26
Tagespflege in Münster-Nord, Stand 2017
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Papst-Johannes-Paul-Stift Culmer Str. 16 48157 Coerde 15
Gesamt 15
Tabelle 27
wohnortnahe niedrigschwell ige Betreuungsgruppen nach § 45 SGB XI in Münster -Nord,
Stand 2017
Nr. Anbieter Straße PLZ Stadtteil
1
„Miteinander" Betreuungsgruppe für demenziell
erkrankte Menschen in Kinderhaus und Sprakel,
Annette Mandelartz
Kristiansandstr.
70 48159 Kinder-
haus-West
40 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021
Grafik 8
Karte pflegerische Infrastruktur im Stadtbezirk Münster-Nord
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 41
5.4 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Ost
Der Stadtbezirk Münster-Ost besteht aus den drei Stadtteilen Mauritz-Ost, Gelmer-Dyckburg
und Handorf. Dieser Stadtbezirk ist sehr ländlich geprägt. Der Stadtteil Mauritz -Ost grenzt an
den Bezirk Mitte, der Kanal bildet die Grenze. Dieser Stadtteil weist durch die Nähe und d i-
rekte Anbindung an Münster -Mitte noch städtische Strukturen auf und die Orientierung der
Bewohnerinnen und Bewohner richtet sich auch vorwiegend auf die Innenstadt aus. Im
Stadtteil Gelmer -Dyckburg finden sich die Ort e Gelmer, Sudmühle und Mariendorf. Der
Stadtteil Handorf umfasst neben einem großen Anteil ländlicher Flächen auch den Ort Ha n-
dorf.
Tabelle 28
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster-Ost, Stand 2017
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Ev. Seniorenzentrum
Handorfer Hof Handorfer Str. 24 48157 Handorf 78
Gesamt 78
Tabelle 29
Kurzzeitpflege in Münster-Ost, Stand 2017
eingestreute Kurzzeitpflege
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Ev. Seniorenzentrum
Handorfer Hof Handorfer Str. 24 48157 Handorf 8
Gesamt 8
Ambulante Kurzzeitpflege
2 „Zimmer im Garten“ Laerer Landweg
177 48145 Mauritz-
Ost 2
Tabelle 30
Tagespflege in Münster-Ost, Stand 2017
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 pro.cura Tagespflege Wolbecker Str. 226 48155 Mauritz-
Ost 16
Gesamt 16
42 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021
Tabelle 31
Ambulant betreute Wohngemeinschaften in Münster-Ost, Stand 2017
Nr. Wohngemeinschaften Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 WGs „Mitten in Mauritz“
(2), Sander-Pflege Mondstr. 104-106 48155 Mauritz-Ost 10 / 10
Gesamt 20
Tabelle 32
wohnortnahe niedrigschwell ige Betreuungsgruppen nach § 45 SGB XI in Münster -Ost,
Stand 2017
Nr. Anbieter Straße PLZ Stadtteil
1 Betreuungsgruppe „Hand in Hand“ Alfersheide 19 48157 Gelmer-Dyckburg
2
Unser Kleeblatt für Sie!
Susanne Zobel-Seick ,„Zimmer im
Garten“
Carla Bukmakowski, Demenz-Netz
Mauritz-Ost
Betreuungsnachmittage, Tagesan-
gebot, Spielangebot
Laerer Landweg
177
Wolbecker Str. 304
48155 Mauritz-Ost
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 43
Grafik 9
Karte pflegerische Infrastruktur im Stadtbezirk Münster-Ost
44 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021
5.5 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Südost
Der Stadtbezirk Münster -Südost besteht aus den vier Stadtteilen Gremmendorf -West,
Gremmendorf-Ost, Angelmodde und Wolbeck, wobei einzig Wolbeck als solitärer Stadtteil
gesehen werden kann. Die anderen drei Stadtteile gehen ineinander über, ausgenommen
Alt-Angelmodde, welcher mit dörflicher Struktur zwischen Gremmendorf/Angelmodde und
Wolbeck liegt.
Tabelle 33
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster-Südost, Stand 2017
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Achatius-Haus Wolbeck Münsterstr. 24 b/c 48167 Wolbeck 66
2 Kardinal-von-Galen-Stift Clemens-August-
Platz 8a 48167 Angelmodde 66
Gesamt 132
Tabelle 34
Kurzzeitpflege in Münster-Südost, Stand 2017
eingestreute Kurzzeitpflege
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Achatius-Haus Wolbeck Münsterstr. 24 b/c 48167 Wolbeck 4
2 Kardinal-von-Galen-Stift Clemens-August-
Platz 8a 48167 Angelmodde 6
Gesamt 10
Tabelle 35
Tagespflege in Münster-Südost, Stand 2017
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Achatius-Haus Wolbeck Münsterstr. 48167 Wolbeck 12
2 Tagespflege Akticom Twenhövenweg 18 48167 Angelmodde 12
Gesamt 24
Tabelle 36
Ambulant betreute Wohngemeinschaften in Münster-Südost, Stand 2017
Nr. Wohngemeinschaften Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Haus Elisabeth
Alexianer Herrenstr. 10 48167 Wolbeck 12
2 Villa Kahmann Gremmendorfer
Weg 44 48167 Gremmendorf 11
Gesamt 23
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 45
Tabelle 37
wohnortnahe niedrigschwellige Betreuungsgruppen nach § 45 SGB XI in Münster-Südost,
Stand 2017
Nr. Anbieter Straße PLZ Stadtteil
1
„Café Wigbold“ - Betreuungsnach-
mittag für Demenzkranke
Träger: Kath. Kirchengemeinde St.
Nikolaus Münster und die Alexianer
Haus Heidhorn GmbH
Herrenstr. 17 48167 Wolbeck
2 Gruppe D
Im Haus der Begegnung St. Ida Nachtigallenweg 25 48167 Gremmendorf-
Ost
Grafik 10
Karte pflegerische Infrastruktur im Stadtbezirk Münster-Südost
46 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021
5.6 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Hiltrup
Der Stadtbezirk Münster -Hiltrup besteht aus den fünf Stadtteilen Berg Fidel, Hiltrup -Ost,
Hiltrup-Mitte, Hiltrup -West und Amelsbüre n. Der Stadtteil Berg Fidel grenzt an die Inne n-
stadt und erfährt durch die durchgehende Bebauung eine direkte Anbindung und auch Or i-
entierung der Bewohnerinnen und Bewohner in diese Richtung. Organisatorisch erfolgt diese
verwaltungsseitig allerdings in Ri chtung Hiltrup. Hiltrup selber ist in drei statistische Bezirke
(Stadtteile) auf Grund seiner Größe eingeteilt. Amelsbüren ist von ländlicher Struktur umg e-
ben.
Der Stadtbezirk Hiltrup verfügt über eine vielfältige Pflegeinfrastruktur, die sich hauptsäc h-
lich im Ortsteil Hiltrup vorfindet. Der Schwerpunkt liegt hier im vollstationären Pflegeb e-
reich.
Tabelle 38
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster-Hiltrup, Stand 2017
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Alexianer - Haus Heidhorn Westfalenstr. 490 48165 Amelsbüren 52
2 Alexianer - Haus Thomas Alexianerweg 8 48163 Amelsbüren 54
3 Altenhilfezentrum der Missions-
schwestern - Haus Franziska Westfalenstr. 109 48165 Hiltrup-Mitte 60
4 Marienheim An der Alten Kirche 5 48165 Hiltrup-Mitte 83
5 Meyer-Suhrheinrich-Haus Marktallee 42 48165 Hiltrup-Mitte 42
6 Seniorenzentrum Haus Simeon Am Berg Fidel 70 48153 Berg-Fidel 149
Gesamt 440
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 47
Tabelle 39
Kurzzeitpflege in Münster-Hiltrup, Stand 2017
eingestreute Kurzzeitpflege
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Alexianer - Haus Heidhorn Westfalenstr. 490 48165 Amelsbüren 6
2 Alexianer - Haus Thomas Alexianerweg 8 48163 Amelsbüren 4
3
Altenhilfe-Zentrum d. Missions-
schwestern
Haus Franziska
Westfalenstr. 109 48165 Hiltrup-Mitte 2
4 Marienheim An der Alten Kirche 5 48165 Hiltrup-Mitte 1
5 Seniorenzentrum Haus Simeon Am Berg Fidel 70 48153 Berg-Fidel 8
Gesamt 21
Solitäre Kurzeitpflege
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
6
Altenhilfe-Zentrum der Missions-
schwestern
Haus Maria
Westfalenstr. 109 48165 Hiltrup-Mitte 20
Gesamt 20
Tabelle 40
Tagespflege in Münster-Hiltrup, Stand 2017
Nr. Einrichtung Straße PLZ Stadtteil Plätze
1 Altenhilfe-Zentrum
St. Clemens Kortumweg 56 48165 Hiltrup-
Mitte 15
Gesamt 15
In Planung/Bau
2 Tagespflege Haus Simeon Amt Berg Fidel 70 48153 Berg Fidel 16
Tabelle 41
wohnortnahe niedrigschwellige Betreuungsgruppen nach § 45 SGB XI in Münster-Hiltrup,
Stand 2017
Nr. Anbieter Straße PLZ Stadtbezirk Stadtteil
1 „ Ein Vormittag im Alex-Dorftreff“
Alexianer Münster GmbH Zum Häpper 1 48163 Hiltrup Amelsbüren
2 Gemeinde Café
Ev. Gemeindehaus
Hülsebrockstr.
16 48165 Hiltrup Hiltrup-Mitte
48 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021
Grafik 11
Karte pflegerische Infrastruktur im Stadtbezirk Münster-Hiltrup
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 49
6. Zukünftige Entwicklung der Nachfrage von Pflegeleistungen in Münster
Für die zukünftige Entwicklung der Nachfrage stehen als Grundlage die Daten von IT. NRW
mit der Bevölkerungsprognose und den Modellrechnungen zur Entwicklung der Pflegeb e-
dürftigkeit in NRW (Auswirkungen des demografischen Wandels, Modellrechnungen zur
Entwicklung der Pflegebedürftigkeit in NRW, Statistische Analysen und Studien, Band 76 ,
2013 (IT.NRW)) zur Verfügung. IT.NRW veröffentlichte im Dezember 2016 d ie aktualisierten
Modellrechnungen auf Basis der Daten von 2013, zudem wurden die Modellrechnungen bis
zum Jahr 2040/2060 ausgeweitet (Statistische Berichte: Modellrechnung zur Entwicklung der
Pflegebedürftigkeit in Nordrhein-Westfalen, 2013 bis 2040/2060).
Zur Auswirkung der d emografischen Entwicklung steht vom städtischen Amt für Stadten t-
wicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung die kleinräumige Bevölkerungsprognose zur Verf ü-
gung (s. Vorlage V/0979/2016). Die Bevölkerungsentwicklung von IT.NRW berücksichtigt die
Bewohnerinnen und Bewohner mit Erstwohnsitz, die münstersche Bevölkerungsprognose
berücksichtigt auch die Bewohnerinnen und Bewohner mit Zweitwohnsitz, lässt aber Auss a-
gen auf kleinere Bezugsräume zu. Eine Anwendung der altersbezogenen Daten wird in di e-
sem Pflegebedarfsplan nicht vorgenommen.
Für die zukünftige Entwicklung der Pflegebedürftigkeit hat IT. NRW Modellrechnungen
durchgeführt, die räumlich bezogen auf die Kreise und kreisfrei en Städte bis zum Jahr 204 0
erstellt wurden . Die Entwicklung der Pflegebedürftigkeit wird durch die Bevölkerungsen t-
wicklung und das bestehende Pflegerisiko beeinflusst. Für die Modellrechnungen wurden als
Datenbasis die Ergebnisse der Bevölkerungsvorausberechnung und die Statistik der Pfleg e-
versicherung verwendet.
Es wurden zwei Modellrechnungen durchgeführt, eine sogenannte konstante Variante und
eine Trendvariante. Bei der konstanten Variante wird der Fokus ausschließlich auf die dem o-
grafischen Veränderungen gelegt und ein gleichbleibendes Pflegerisiko unterstellt. Basis sind
die alters - und geschlechtsspezifischen Pflegehäufigkeiten (Pflegequoten) der Jahre 2007,
2009, 2011 und 2013, die konstant auf den gesa mten Berechnungszeitraum bis 204 0 ange-
wandt werden. Die Trendvariante geht dagegen von einer Abnahme des Pflegerisikos aus.
Basierend auf aktuellen Studien wird angenommen, dass mit einer steigenden Lebenserwa r-
tung auch eine bessere Gesundheit verbunden sein wird, also von einem Anstieg der pfleg e-
bedürftigkeitsfreien Lebenszeit auszugehen ist. Für die Berechnung der Trendvariante wurde
analog der Steigerung der Lebenserwartung eine Verschiebung der Pflegequoten durchge-
führt. Beide Modellrechnungen sind a ls Schätzungen einzustufen, die keine feststehenden
Ergebnisse voraussagen können.
In der Modellrechnung für Pflegebedürftige nach Geschlecht und Altersgruppen (s. Tabelle
42) zeigt sich insbesondere, dass sich in den Altersgruppen der 80 bis unter 90jährigen und
der über 90jährigen die Anzahl der Pflegebedürftigen nach der konstanten Variante deutlich
erhöht, in der Trendvariante dagegen nur leicht erhöht.
50 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021
Tabelle 42
Pflegebedürftige in Münster nach Geschlecht und Altersgruppen
Ergebnisse für 2013 und für die Modellrechnungsjahre 2020, 2025, 2030, 2035 und 2040
Konstante Variante Trendvariante
2013 2020 2025 2030 2035 2040 2020 2025 2030 2035 2040
Anzahl 1000 1000
Männlich
unter 60 431 0,5 0,5 0,5 0,5 0,5 0,4 0,4 0,4 0,4 0,4
60 bis unter 70 232 0,3 0,4 0,4 0,4 0,3 0,3 0,3 0,3 0,2 0,2
70 bis unter 80 574 0,5 0,6 0,7 0,9 0,9 0,5 0,5 0,6 0,7 0,7
80 bis unter 90 776 1,0 1,2 1,1 1,3 1,7 0,9 1,0 1,0 1,2 1,5
90 und mehr 250 0,3 0,4 0,6 0,6 0,7 0,3 0,4 0,6 0,6 0,6
Weiblich
unter 60 419 0,4 0,4 0,4 0,4 0,4 0,4 0,4 0,4 0,4 0,4
60 bis unter 70 191 0,2 0,3 0,3 0,3 0,2 0,2 0,2 0,3 0,2 0,2
70 bis unter 80 720 0,6 0,7 0,8 0,9 1,0 0,5 0,6 0,6 0,7 0,8
80 bis unter 90 1 880 2,2 2,4 2,1 2,3 2,9 1,9 2,1 1,9 2,1 2,5
90 und mehr 1 155 1,2 1,2 1,6 1,7 1,6 1,1 1,2 1,5 1,5 1,5
Zusammen 6 628 7,3 7,9 8,6 9,2 10,2 6,6 7,1 7,6 8,1 8,9
In den Modellberechnungen für Pflegebedürftige nach Geschlecht und Art der Pflegeleistung
(s. Tabelle 43) zeigt sich in der konstanten Variante eine kontinuierliche Zunahme in der a m-
bulanten Pflege sowohl bei Männer wie auch Frauen gleichermaßen. In der s tationären Pfle-
ge wird hier bei den weiblichen Pflegebedürftigen eine stärkere Zunahme als bei den män n-
lichen Pflegebedürftigen erwartet. In der Trendvariante zeigen sich diese Unterschiede nicht
so deutlich.
Tabelle 43
Pflegebedürftige in Münster nach Geschlecht und Art der Pflegeleistung
Ergebnisse für 2013 und für die Modellrechnungsjahre 2020, 2025, 2030, 2035 und 2040
Konstante Variante Trendvariante
2013 2020 2025 2030 2035 2040 2020 2025 2030 2035 2040
Anzahl 1000 1000
Männlich
ambulante Pflege 653 0,8 0,9 1,0 1,1 1,2 0,7 0,7 0,8 0,9 1,0
stationäre Pflege 584 0,7 0,8 0,9 1,0 1,1 0,6 0,7 0,8 0,9 1,0
Pflegegeld-
empfänger 1 026 1,2 1,3 1,4 1,5 1,7 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5
Weiblich
ambulante Pflege 1 288 1,3 1,4 1,5 1,6 1,8 1,2 1,3 1,3 1,4 1,5
stationäre Pflege 1 781 2,0 2,1 2,2 2,4 2,6 1,8 1,9 2,0 2,1 2,3
Pflegegeld-
empfängerinnen 1 296 1,4 1,5 1,5 1,6 1,7 1,3 1,3 1,4 1,5 1,6
Zusammen 6 628 7,3 7,9 8,6 9,2 10,2 6,6 7,1 7,6 8,1 8,9
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 51
7. Pflegebedarfsfeststellung 2018 - 2021
Für die Ermittlung des erforderlichen Pflegebedarfs für die stationäre Pflege werden die vo r-
handenen Pflegeplätze in Münster, die städtische Bevölkerungsprognose und die Model l-
rechnungen zur zukünftigen Entwicklung der Nachfrage nach Pflegeleistungen (s. Kap. 6)
gegenüber gestellt. Die Modellrechnungen von IT.NRW zur Entwicklung der Pflegebedürfti g-
keit gehen in der konstanten Variante von einer gleichbleibenden Entwicklung aus, in der
Trendvariante von einer Verzögerung der Pflegebedürftigkeit durch längere Gesundheit bei
zunehmendem Alter und damit einhergehend einem geringeren Anstieg des Bedarfs und
einer Verschiebung zur Professionalisierung der Pflege zu Hause und Nutzung von ambulan-
ten Hilfs- und Pflegeangeboten (Ambulantisierung).
Als Modellrechnung wurde in der Pflegebedarfsfeststellung 2015 – 2018 die konstante Vari-
ante als Berechnungsbasis ausgewählt. In de n folgenden Ermittlungen und auch der hier
vorgelegten Ermittlung des Pflegebedarfs für 2018 – 2021 wird die Trendvariante zu Grunde
gelegt, da sich Münster für eine Stärkung der Pflege zu Hause ausgesprochen hat und im
Rahmen der altengerechten Quartiersentwicklung Strukturen und Angebote schaffen will,
die d ies vermehrt ermöglichen. Zudem sollen neue Wohn - und Pflegearrangements entw i-
ckelt werden, die auch eine umfassende Pflege ermöglichen , somit individuell eine vollstati-
onäre Pflege vermeiden, und im Gesamtkontext das tatsächliche Eintreten der Trendvariante
unterstützten.
Eine weitere Basis für die Bedarfsermittlung bietet die Belegungsrate der Einrichtungen. Bei
einer Auslastung von 9 8 % wird von einer Vollauslastung ausgegangen. Für den Pflegeb e-
dürftigen soll eine Wahlmöglichkeit aus unterschiedlichen Pflegeangeboten auch unte r-
schiedlicher Einrichtungen bestehen.
Tabelle 44
Auslastung in vollstationären Pflegeeinrichtungen in %
zum 1.1. 1.4. 1.7. 1.10.
2011 93,9 97,0 97,3 95,6 96,0
2012 93,6 96,3 96,8 96,7 95,9
2013 96,0 96,0 93,7 95,5 95,3
2014 96,7 95,7 96,5 95,8 96,2
2015 96,7 96,2 96,4 96,5 96,5
2016 96,5 96,0 96,8 96,5 96,5
2017 95,8 95,9 96,1 95,8 95,9
Quelle: eigene Erhebung
52 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021
Damit liegt die durchschnittliche Auslastung im Jahr 2017 etwas niedriger als im Vorjahr.
Diese mag beeinflusst sein vom Umbau einer Einrichtung, wodurch vorübergehend nicht alle
Plätze belegt werden können und durch den zeitweiligen Aufnahmestopp (wegen fehlendem
Personal) einer weiteren Einrichtung. Auch ist die Wiederbelegung freier Plätze rein organi-
satorisch mit einer vorübergehenden Leerstand verbunden, da bis zur Wiederbelegung z u-
nächst unterschiedliche Formalitäten erledigt werden müssen. Doch auch wenn diese Fakto-
ren in der Berechnung berücksichtigt werden, ist die Auslastung nicht erreicht. Zudem st e-
hen diese Plätze perspektivisch in Zukunft wieder zur Verfügung.
Das Informationsbüro Pflege des Sozialamtes im Gesundheitshaus fragt für die Beratung
freie Plätze in den Einrichtungen ab , es beteiligen sich jedoch nicht alle Einrichtungen an der
Abfrage. Hier war es zwar zunehmend schwieriger, auf freie Plätze zu verweisen , dennoch
konnten von 701 Nachfragen nach stationärer Versorgung 681 ein e freie Kapazität benannt
werden, von 373 Nachfragen nach Kurzzeitpflege konnten 350 eine freie Kapazität benannt
werden. Hier spielt der Zeitpunkt des Bedarfs eine Rolle, der nicht immer mit dem der freien
Kapazitäten übereinstimmt. Auch von Pflegeberatun gen und ambulanten Diensten wird b e-
richtet, dass die Vermittlung in eine vollstationäre Pflege schwierig und mit hohem Aufwand
verbunden sei, insbesondere aber auch die Verfügbarkeit von Kurzzeitpflegeplätzen ein
Problem darstellt.
Bei der diesjährigen Auslastungsabfrage wurde zum ersten Mal auch die Herkunft der Nutz e-
rinnen und Nutzer abgefragt. Bis auf wenige Einrichtungen haben sich alle an dieser Auswe r-
tung beteiligt.
Tabelle 45
Herkunft der Nutzerinnen und Nutzer der Pflegeeinrichtungen
Herkunft Stationäre Pflege Solitäre Kurzzeitpflege Tagespflege
Münster 84,7 % 85,1 % 94,3 %
Rund 15 % der Nutzerinnen und Nutzer der stationären Pflege kommen somit nicht aus
Münster. Dies kann dadurch bedingt sein, dass die Angehörigen hier in Münster oder in den
Nachbarkreisen leben oder dass in den Nachbarkreisen kein Platz zum passenden Zeitpunkt
gefunden wurde. Dagegen zeigt der deutlich höhere Anteil der Tagespflege-Gäste aus Müns-
ter, dass dieses Angebot tatsächlich mit örtlichem Bezug genutzt wird.
Für die weitere Bedarfsermittlung muss berücksichtigt werden, dass freie Plätze nicht immer
wiederbelegt werden können, weil teilweise das Personal nicht in erforderlichem Umfang
vorhanden ist. Neben der Ausweitung des Pflegeangebotes (sowohl ambulant als auch stati-
onär) stellt der Mangel an Fachkräften schon jetzt eine wesentliche und zunehmende He r-
ausforderung dar.
Die Modellberechnungen von IT.NRW besagen für Münster nach der konstanten Variante für
2020 einen Bedarf von 2 .700 Plätzen für stationäre Pflege , für 2025 einen Anstieg auf 2. 900
Plätze. Die Modellberechnung Trendvariante sagt für 20 20 einen Bedarf von 2. 400 Plätzen
für stationäre Pflege und für 2025 einen Bedarf von 2.600 Plätzen voraus.
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 53
Tabelle 46
Bedarfsermittlung für umfassende Pflege
Jahr
Empfängerinnen und Empfänger von Leistungen aus der
Pflegeversicherung in Münster
Einwohner/
-innen Gesamt davon
stationäre Pflege
davon ambu-
lante Pflege
Pflegegeld-
empfänger/innen
IST
2009 275 543 5,6 2 130 1 534 1 909
2011 291 754 6,1 2 280 1 686 2 154
2013 299 708 6,6 2 365 1 941 2 322
2015 310 039 6,9 2 553 1 844 2 536
Trend-PROGNOSE (in Tausend)
2020 6,6 2,4 1,9 2,4
2025 7,1 2,6 2,0 2,5
2030 7,6 2,8 2,1 2,7
2035 8,1 3,0 2,3 2,9
2040 8,9 3,3 2,5 3,1
Datenquelle IT.NRW
Unter Zugrundelegung der Trendvariante für die Jahre 201 8 – 2021 zeigt sich, dass das vo r-
handene vollstationäre Pflegeangebot in Münster mit aktuell 2.646 vollstationären Plätzen in
der Dauerpflege (plus 193 Plätze Tagespflege und 76 Plätze solitäre Kurzzeitpflege) in Müns-
ter bis 2021 in ausreichendem Umfang vorhanden ist. Dies wird unterstützt durch die Auslas-
tungsquote, wonach mit einer Auslastung von 95,9 % im Jahresdurchschnitt 2.538 vollstatio-
näre Plätze für Dauerpflege belegt sind und damit rund 108 Plätze herfür zur Verfügung ste-
hen. Eine Wahlfreiheit der Pflegebedürftigen zwischen unterschiedlichen vollstationären
Einrichtungen ist in ausreichendem Maß gegeben. Somit besteht derzeit kein Bedarf an zu-
sätzlichen vollstationären Plätzen der Dauerpflege.
54 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021
8. Ausblick
Mit dem vorliegenden Pflegebedar fsplan für die Jahre 201 8 – 2021 wird die Berechnung
bezogen auf die gesamte Stadt Münster vorgelegt. Die Darstellung der vorhandenen Ang e-
bote wird ergänzend auf die Stadtbezirke bezogen dargestellt , von der Ermittlung eines
rechnerischen Pflegebedarfs auf Stadtbezirksebene wird aber vorerst abgesehen . Die ge-
samtstädtische Bedarfsermittlung zeigt aktuell für die Jahre 201 8 – 2021 keinen weiteren
Bedarf an zusätzlichen vollstationären Plätzen der Dauerpflege auf. Wie die über die Jahre
stetig zunehmende Auslastungsquote und auch der vorausschauende Trend über die zu pl a-
nenden drei Jahre hinaus zeigt, wird mit steigender Zahl der älteren Menschen auch der Be-
darf an umfassender Pflege zunehmen. Wenn dieser Bedarf festgestellt und nicht gedeckt
wird, ist seitens der Stadt Münster eine Ausschreibung für ein diskriminierungsfreies Verg a-
beverfahren einzuleiten (APG DVO). Daher ist es erforderlich, bereits in den nächsten Jahren
in Vorbereitung hierzu Modelle alternativer Wohn- und Pflegearrangements und Einrichtu n-
gen mit flexiblen Angeboten zu entwickeln. Hiermit beschäftigt sich eine AG der Konferenz
Alter und Pflege.
Die Weiterentwicklung des Pflegebedarfsplans geht einher mit der Umsetzung des „Master-
plans altengerechte , inklusive Quartiere für Münster “. D ie Pflegebedarfsplanung der ko m-
menden Jahre soll kleinräumigere Betrachtungen einbez iehen und im Weiteren dann auch
die Einbindung der Pflege mit allen Sektoren der altengerechten Quartiersentwicklung. Auch
spezifische Bedarfe wie Geschlecht, Konfession, Migrationsgeschichte sollen differenziert
betrachtet werden. Auf dieser Basis sollen komplementäre Hilfen, alternati ve Wohn - und
Pflegeformen, zielgruppenspezifische Angebote unter Einbezug der örtlichen Infrastruktur
weiter- und neuentwickelt werden. Hierbei ist auch die Mitwirkung der Seniorinnen und S e-
nioren als auch der vor Ort aktiven Akteure wichtig. Eine gute Bas is bilden die jetzt schon in
vielen Stadtbezirken und /oder Stadtteilen tätigen Arbeitskreise „Älter werden in Münster“,
die gemeinsam von der Kommunalen Seniorenvertretung und den Wohlfahrtsverbänden
moderiert werden. Ein Produkt dieser Arbeitskreise sind stadtteilorientierte Broschüren mit
den Angeboten vor Ort für älter werdende Menschen.
Bereits jetzt gibt es einen zunehmenden Bedarf an ambulant verfassten Wohn- und Pflegear-
rangements, mit denen eine umfassende Pflege gesichert werden kann . Hierzu eignen sich
u. a. anbieterverantwortete Wohngemeinschaften oder andere Wohnformen, die mit einer
umfassenden Pflege - und Unterstützungsstruktur eine umfassende Versorgungssicherheit
bieten. Dabei soll auch dem vielfach gehegten Wunsch Rechnung getragen werden, auch bei
Pflege- und Unterstützungsbedarf in ihrer eigenen Häuslichkeit – ob alleine oder in einer
gemeinschaftlichen Wohnform mit entsprechenden Pflege - und Unterstützungsleistungen –
wohnen bleiben zu können.
Die für ein lebenslanges Wohnen im Quartier wichtige Infrastruktur, die auch eine Verso r-
gungsicherheit bei Pflegebedarf ermöglicht, soll in Zusammenarbeit der Träger und Anbieter
von Dienstleistungen, der bürgerschaftlichen Akteure und der Stadt vor Ort gestaltet we r-
den.
Darüber hinaus müssen die weiteren Auswirkungen des steigenden Pflegebedarfs auf den
gesamten Sektor Pflege erörtert werden. So werden die bereits jetzt bestehenden Probleme
des fehlenden Pfleg epersonals sich noch drastischer auswirken. Mehrere Pflegedienste h a-
Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021 55
ben ihre Arbeit eingestellt, da sie nicht das erforderliche Personal finden konnten. Daher gilt
es, sich auch diesem Bereich angefangen beim Image der Altenpflege über die Ausbildung
bis hin zum Arbeitsmarkt oder neuer Pflegemodelle offensiv zu widmen. Hierzu wurden ers-
te Schritte mit der Fachkräfteinitiative „Starke Pflege in Münster“ unternommen. Aber auch
die Einbindung von Pflegepersonal aus anderen Ländern und die Qualifizierung von Flüch t-
lingen wird ein Thema für die Zukunft. Neue Pflege- und Versorgungsmodelle im ambulanten
Bereich wie Buurtzorg aus den Niederlanden werden diskutiert und im Kreis Steinfurt von
zwei Pflegediensten modellhaft umgesetzt. Auch die Nutzung einer von allen in der Pfleg e-
branche Tätigen gemeinsam genutzten Datenbank zur Vermittlung freier Pflegeressourcen
könnte zumindest den Vermittlungsaufwand reduzieren. Dieses sind punktuelle Ansätze, die
die Problematik Pflegefachkräftemangel ggf. dämpfen, aber nicht lösen. Dennoch gilt es,
Lösungsansätze zu entwickeln und politisch weiterzutragen.
56 Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2018 - 2021
Anlage 1
Beratung des Kommunalen Pflegebedarfsplans für Münster 2018 – 2021
in der Sitzung der Konferenz Alter und Pflege am 19.06.2018 (Bericht/Votum)
Die kommunale Konferenz Alter und Pflege Münster stimmt dem vorgelegten Kommunalen
Pflegebedarfsplan für Münster 201 8 – 2021 zur Feststellung des Pflegebedarfs im station ä-
ren Bereich der Dauerpflege zu.
Die Kommunikation der festgestellten Bedarfe und das Auswahlverfahren und die Entsche i-
dungskriterien für den Fall, dass mehrere Träger Interesse anzeigen, sollen im weiteren Ve r-
lauf entwickelt und transparent dargestellt werden.
Die Pflegekonferenz unterstützt den sukzessiven Ausbau der Pflegebedarfsplanung unter
Berücksichtigung der UN -Behindertenrechtskonvention in den kommenden Jahren. Dieser
wird den gesamten Pflegesektor in den Blick nehmen, womit auch die Pflege zu Hause mit
oder ohne professionelle Unterstützung einbezogen wird. Alternative Wohn - und Pflegefor-
men sollen quartiersbezog en entwickelt werden und unter Einbezug der Strukturen in den
Quartieren mit Nachbarschaft, Initiativen und Organisationen in die Quartiersentwicklung
implementiert werde n. Dabei sind die Belange älter werdender Menschen, Menschen mit
Behinderungen und ihr e Angehörigen einzubeziehen. Vorhandene Pflegeeinrichtungen wo l-
len und sollen in diesen Prozess einbezogen werden.
Alternative Wohn- und Pflegeformen sollen weiter entwickelt und ausgebaut werden. Hierzu
wäre auch eine unterstützende Gesetzgebung hilfreich.
Der 7. Altenbericht der Bundesregierung fordert seinerseits einen deutlichen Ausbau der
ambulanten Wohn - und Pflegeformen auch für Menschen mit einem umfassenden Pflege -
und Unterstützungsbedarf ein.
Alle an der Bildungsarbeit und an der Diskussion um Wohn-/Pflege- und Betreuungskonzepte
sowie deren Finanzierung Beteiligte müssen zusammen Vielfalt, Nachhaltigkeit, Personalb e-
darf und Finanzierbarkeit in einen gemeinsamen Rahmen setzen. Hinzukommen müssen
unumgänglich Strategien zur Darstellung der Wichtigkeit und zur Steigerung der Attraktivität
pflegerischer Berufe. Von 14 Arbeitgebern im Pflegesektor wurde das Bündnis für Pflege
gegründet, das sich hierzu mit dem Projekt „Starke Pflege in Münster“ auf den Weg gemacht
hat. Darüber hinaus müssen weitere Wege gesucht werden, um Pflege vielfältig zu unte r-
stützen, neue Modelle zu entwickeln und Ressourcen jedweder Art zu mobilisieren.
An erster Stelle soll die Frage stehen: Was wollen die Menschen? Diese Frage wird sowohl an
die Pflegebedürftigen, die Angehörigen und die Pflegenden in allen Pflegeformen gestellt,
aber auch an die noch nicht Pflegebedürftigen, damit für die Zukunft an die Bedürfnisse und
Wünsche der Menschen angepasste Wohn - und Pflegeformen entwickelt und a ufgebaut
werden können, in der sich Pflegebedürftige und Pflegende gut aufgehoben fühlen.
Beschlussvorlage
11301 Zeichen
V/0625/2018 V/0625/2018 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Verbindlicher kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2018 - 2021 Beratungsfolge 27.08.2018 Kommunale Seniorenvertretung Vorberatung 04.09.2018 Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit B e- hinderungen Vorberatung 12.09.2018 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbrauche r- schutz und Arbeitsförderung Vorberatung 19.09.2018 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 19.09.2018 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Rat nimmt den verbindlichen kommunalen Pflegebedarfsplan 2018 – 2021 für Münster (An- lage) zur Kenntnis. 2. Der Rat stimmt zu, dass wie im Pflegebedarfsplan festgestellt kein Bedarf an neuen vollstationä- ren Plätzen der Dauerpflege für die Jahre 2018 – 2021 in Münster (gesamt) besteht. Es werden keine Bedarfsbestätigungen für zusätzliche vollstationäre Dauerpflegeplätze in Einrichtungen in Münster erteilt. 3. Die Verwaltung wird beauftragt, alternative Angebotsformen wie Wohn - und Hausgemeinschaf- ten und Quartiersangebote zur Sicherung einer umfassenden Pflege zu unterstützen. II. Finanzielle Auswirkungen: keine Sozialamt 03.08.2018 Ihr/e Ansprechpartner/in: Frau Menke Telefon: 492-5025 MenkeChristine@stadt- muenster.de - 2 - V/0625/2018 Begründung: 1. Gesetzliche Ausgangslage Das am 16.10.2014 in Kraft getretene neue Alten- und Pflegegesetz NRW (APG NRW) eröffnet kreis- freien Städten und Kreisen die Möglichkeit, mit dem Instrument der Bedarfsbestätigung auf der Grundlage einer verbindlichen und kriteriengeleiteten Pflegeplanung die quantitative Entwicklung der voll- und teilstationären Angebote der lokalen Pflegeinfrastruktur mittelbar zu steuern. Eine Bedarfs- bestätigung ist Voraussetzung für die Landesförderung d er betreffenden Einrich tungen bzw. ihrer neuen Plätze. Mit diesem Zusatzinstru ment können Kommunen in die Ge staltung der lokalen Pfl e- geinfrastruktur regulierend eing reifen, was die weiteren Gestal tungsmöglichkeiten wie Information, Beratung und Überzeugung wesentlich ergänzt. Die Gestaltungsrolle der Stadt wird gestärkt. Die verbindliche Bedarfsplanung als Grundlage von Bedarfsbestätigungen muss zuvor vom Rat b e- schlossen und öffentlich bekannt gemacht werden, um als zusätzliche Fördervoraussetzung gem. § 11 Abs. 7 AP G NRW wirksam zu werden. Der Be schluss bezieht sich auf alle Plätze, für die der Einrichtungsträger in der Zeit nach dem Ratsbeschluss erstmals eine Förderung beantragt. Die En t- scheidung des Rates muss festlegen, ob sich die Bedarfsbemessung auf da s gesamte Stadtgebiet beziehen oder ein in der Pflegebedarfsplanung ausgewiesener sozialräumlicher Bedarf Grundlage sein soll. Die Stadt Münster hat die Verbindlichkeit der Pflegebedarfsplanung bisher auf die vollstationären A n- gebote beschränkt. Zu den vo llstationären Angeboten zählen die Dauer - und die Kurzzeitpflege, die Verbindlichkeit bezieht sich nun auf die Dauerpflegeplätze. So können ggf. Kurzzeitpflegeplätze und deren Förderung von einzelnen Anbietern beantragt und eine Bedarfseinschätzung durch d ie Konfe- renz Alter und Pflege eingeholt werden. Sollte die verbindliche Planung einen Bedarf an vollstation ä- ren Plätzen der Dauerpflege feststellen, ist innerhalb eines Monats nach Beschluss eine Bedarfsau s- schreibung zu veröffentlichen, dass Trägerinnen un d Träger unter Vorlage einer Konzeption zur Schaffung neuer Plätze innerhalb von zwei bis max. sechs Monaten dem örtlichen Sozialhilfeträger ihr Interesse anzeigen sollen. Der Planungszeitraum der verbindlichen Pflegebedarfsplanung betrifft immer die komm enden drei Jahre ab Beschlussfassung. So wird mit dem vorliegenden Pflegebedarfsplan der Zeitraum 2018 – 2021 abgedeckt. 2. Kommunaler Pflegebedarfsplan 2018 – 2021 für Münster Mit dem vorliegenden Pflegebedarfsplan für die Jahre 2018 – 2021 wird die Berechnung bezogen auf die gesamte Stadt Münster aktualisiert. Für die Ermittlung des erforderlichen Pflegebedarfs für die vollstationäre Pflege werden die vorhandenen Pflegeplätze in Münster den Modellrechnungen zur zukünftigen Entwicklung der Nachfrage nach Pflegeleistungen von IT.NRW (s. Kap. 6 Pflegebedarf s- plan) gegenüber gestellt . IT.NRW hat die aktualisierte Pflegestatistik und die bis 2040/2060 ausg e- weiteten Modellrechnungen im Dezember 2016 veröffentlicht. Die Modellrechnungen von IT.NRW zur Entwicklung der Pflegebedürftigkeit gehen in der konstanten Variante von einer gleichbleibenden Entwicklung aus, in der Trendvariante von einer Verzögerung der Pflegebedürftigkeit durch längere Gesundheit bei zunehmendem Alter und damit einhergehend ein em geringeren Anstieg des Bedarfs und einer Verschiebung zur Professionalisierung der Pflege zu Hause und Nutzung von ambulanten Hilfs- und Pflegeangeboten (Ambulantisierung). Als Berechnungsbasis zur Ermittlung des künftigen Pflegebedarfs für 2018 – 2021 wird die Trendvari- ante zu Grunde gelegt, da sich Münster für eine Stärkung der Pflege zu Hause ausgesprochen hat (s. Vorlage V/0130/2015/1) und im Rahmen der altengerechten Quartiersentwicklung Strukturen und Angebote schaffen will, die dies vermehrt ermög lichen. Zudem sollen neue Wohn - und Pflegearran- gements entwickelt werden, die auch eine umfassende Pflege ermöglichen, eine vollstationäre Pflege vermeiden können und im Gesamtkontext das tatsächliche Eintreten der Trendvariante un terstützen. Für Münster s agt die Modellberechnung von IT.NRW nach der Trendvariante für 20 20 einen Bedarf von 2.400 Plätzen für stationäre Pflege , für 2025 einen Anstieg auf 2.600 Plätze voraus. Demgegen- über stehen in Münster aktuell 2.646 Plätze in der vollstationären Dauerpflege zur Verfügung, dazu - 3 - V/0625/2018 kommen noch 193 Tagespflegeplätze und 76 (solitäre) Kurzzeitpflegeplätze. Eine weitere Grundlage für die Bedarfsermittlung bietet die Belegungsrate (Auslastung) der Einrich- tungen. Bei einer Auslastung von 98 % wird von einer Vollauslastung ausgegangen. Die Entwicklung in den letzten Jahren zeigt, dass die Auslastung von 96,0 % vom Jahr 2011 auf 96,5 % bis Jahr 2015 tendenziell zunimmt, 2016 stagniert und 2017 mit 95,9 % leic ht zurückgeht. Diese mag beeinflusst sein vom Umbau einer Einrichtung, wodurch vorübergehend nicht alle Plätze belegt werden können und durch den zeitweiligen Aufnahmestopp (wegen fehlendem Personal) einer weiteren Einrichtung. Auch ist die Wiederbelegung freier Plätze rein organisatorisch mit einer vorübergehenden Leerstand verbunden, da bis zur Wiederbelegung zunächst unterschiedliche Formalitäten erledigt werden mü s- sen. Doch auch wenn diese Faktoren in der Berechnung berücksichtigt werden, ist die Auslas tung nicht erreicht. Zudem stehen diese Plätze perspektivisch in Zukunft wieder zur Verfügung. Bei der diesjährigen Auslastungsabfrage wurde zum ersten Mal auch die Herkunft der Nutzerinnen und Nutzer abgefragt. Bis auf wenige Einrichtungen haben sich alle an dieser Auswertung beteiligt. Rund 15 % der Nutzerinnen und Nutzer der vollstationären Pflege kommen nicht aus Münster. Dies kann dadurch bedingt sein, dass die Angehörigen hier in Münster oder in den Nachbarkreisen leben oder dass in den Nachbarkreisen kein Platz zum passenden Zeitpunkt gefunden wurde. Dagegen zeigt der deutlich höhere Anteil (94,3 %) der Tagespflege-Gäste aus Münster, dass dieses Angebot tatsächlich mit örtlichem Bezug genutzt wird. Zusammenfassend zeigt sich u nter Zugrundelegung der T rendvariante für die Jahre 201 8 – 2021, dass das vorhandene vollstationäre Pflegeangebot in Münster mit aktuell 2.646 vollstationären Plä t- zen der Dauerpflege in Münster bis 2021 in ausreichendem Umfang vorhanden ist. Dies wird unte r- stützt durch die Auslast ungsquote, wonach mit einer Auslastung von 9 5,9 % im Jahresdurchschnitt 2.538 vollstationäre Plätze für Dauerpflege belegt sind und damit rund 1 08 Plätze zur Verfügung ste- hen. Eine Wahlfreiheit der Pflegebedürftigen zwischen unterschiedlichen vollstationär en Einrichtun- gen ist in ausreichendem Maß gegeben. Somit besteht für die Jahre 2018 – 2021 kein zusätzlicher Bedarf an neuen vollstationären Dauerpflege-Einrichtungen und neuen vollstationären Plätzen der Dauerpflege. Die Kommunale Konferenz Alter und Pfle ge hat in ihrer Sitzung vom 19.06.2018 den vorliegenden Pflegebedarfsplan für Münster beraten und ihm zugestimmt. Es wird darauf hingewiesen, dass für den Ausbau alternativer Wohn - und Pflegeformen eine unterstützende Gesetzgebung hilfreich wäre. Auch der 7. Altenbericht der Bundesregierung fordert seinerseits einen deutlichen Ausbau der amb u- lanten Wohn- und Pflegeformen auch für Menschen mit einem umfassenden Pflege - und Unterstüt- zungsbedarf ein. 3. Ausblick Die Stadt Münster nutzt die verbindliche Pflegebedarfsplanung als zusätzliches Steuerungsinstr u- ment, um gemeinsam mit anderen Akteuren, vor allem mit der Kommunalen Konferenz Alter und Pflege, die Entwicklung der örtlichen Pflegeinfrastruktur aktiv zu gestalten. Leitbild ist eine vielseitige, bedarfs- wie nachfragegerechte Angebotslandschaft, die den verschiedenen Präferenzen Pflegeb e- dürftiger Rechnung trägt, gegenüber geänderten Bedarfen, Struktur - und Qualitätsanforderungen an- passungsfähig ist und deren Angebote finanzierbar sind. Mit der Verzahnung des Pflegebedarfsplans mit dem Masterplan altengerechte, inklusive Quartiere für Münster soll die Pflegeplanung kleinräumigere Betrachtungen einbeziehen und die Pflege mit allen Sektoren in die altengerechte Quartiersentwicklung eingebunden werden. Dabei sol len bestehende Pflegeinfrastruktur und künftige Quartiersstrukturen nicht als Gegeneinander , sondern synergetisch verstanden werden. S pezifische Bedarfe wie Geschlecht, Konfession, Migrationsgeschichte sollen möglichst differenziert betrachtet werden. Auf dieser Basis sollen komplementäre Hilfen, alternative Wohn - und Pflegeformen sowie zielgrup- penspezifische Angebote unter Einbezug der örtlichen Infrastruktur weiter- und neuentwickelt werden, um mit einer umfassenden Pflege- und Unterstützungsstruktur weitgehende Versorgungssicherheit zu bieten. Dabei soll dem Wunsch des Großteils der Menschen Rechnung getragen werden, auch bei Pflege- und Unterstützungsbedarf in ihrer eigenen Häuslichkeit – ob alleine oder in einer gemei n- - 4 - V/0625/2018 schaftlichen Wohnform mit entsprec henden Pflege- und Unterstützungsleistungen – wohnen bleiben zu können. Eine Arbeitsgruppe der Konferenz Alter und Pflege arbeitet zu diesem Thema und entw i- ckelt Empfehlungen. Ferner gibt es hierzu einen Ratsantrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/GAL und der CDU-Fraktion „Wohnraum für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf schaffen“ (Nr. A-R/0010/2018). Die Mitwirkung der Seniorinnen und Senioren und der vor Ort aktiven Akteure ist hierzu wichtig. Eine gute Basis bilden die jetzt schon in vielen S tadtbezirken und/oder Stadtteilen täti- gen Arbeitskreise „Älter werden in Münster“, die gemeinsam von der Kommunalen Seniorenvertr e- tung und den Wohlfahrtsverbänden begleitet werden. In Vertretung gez. Cornelia Wilkens Stadträtin Anlage: Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2018 - 2021
Anlage A
1985 Zeichen
Anlage A zur V/0625/2018 Kurzüberblick Der verbindliche kommunale Pflegebedarfsplan 2018 – 2021 für Münster stellt keinen Bedarf für neue vollstationäre Plätze der Dauerpflege in Münster fest. Es werden keine Bedarfsbestätigun- gen für neue Plätze der vollstationären Dauerpflege erteilt, die Grundlage für eine Förderung nach dem APG NRW sind. Alternative Wohn- und Pflegeformen wie Wohn- und Hausgemeinschaften und Quartiersangebote sollen unterstützt, neu entwickelt und weiter ausgebaut werden. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Mit dem verbindlichen kommunalen Pflegebedarfsplan 2018 - 2021 für Münster wird folgendes Ziel aus dem ISM-Prozess verfolgt: Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwi- ckeln: mit hoher Umwelt- und Naturqualität mit breitem Freizeit- und Sportangebot mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft Die Teilziele lauten: - kein Bedarf an neuen vollstationären Plätzen der Dauerpflege in den Jahren 2018 - 2021 - laufende Unterstützung alternativer Angebotsformen wie Wohn- und Hausgemeinschaften und Quartiersangeboten zur Sicherung einer umfassenden Pflege Finanzierung Produktgruppe: 0503 Sicherung besonderer sozialer Bedarfe Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja X Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja X Nein Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja X Nein teilw. Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja X Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja X Nein Bereits veranschlagt? Ja X Nein Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig X überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig vollständig frei- willig § 11 Abs. 7 APG NRW Beschluss des Rates vom 11.02.2015, Vorlage V/0006/2015 Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Keine
Beratungsverlauf (5)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungOrte (114)
- Westfalenstraße 109
- Andreas-Hofer-Straße 70
- Alte Dorfstraße 10
- Coerdestraße 56
- Offenbergstraße 4815
- Münzstraße 38
- Schulstraße 47
- Mondstraße 104
- Achtermannstraße 11
- Rjasanstraße 21
- Loerstraße 23
- Zumsandestraße 25
- Grevener Straße 105
- Geringhoffstraße
- Wolbecker Straße 140b
- Sophienstraße 1
- Oststraße 57
- Windthorststraße 7
- Dechaneistraße 14
- Josefstraße 4
- Herrenstraße 17
- Kirmstraße 18
- Mauritz-Lindenweg 61
- Laerer Landweg 177
- Südlohnweg 1
- Bohlweg 55A
- Rüschhausweg 149
- Gremmendorfer Weg 26
- Hohenzollernring 67
- Schlossplatz 22
- Tibusplatz 6
- Gustav-Tweer-Weg 15
- Krögerweg 14
- Kriegerweg 4815
- Bonnenkamp 28
- Wickenkamp 22
- Hansaplatz
- Düesbergweg 102
- An der Alten Kirche 5
- Am Berg Fidel 70
- Am Küchenbusch 15
- Zum Häpper 1
- Scharnhorststraße 4
- Handorfer Straße 24
- Sankt-Mauritz-Freiheit 52
- Weißenburgstraße 48
- Clemens-August-Platz 8a
- Kaiser-Wilhelm-Ring 34
- Josef-Beckmann-Straße
- Hanses-Ketteler-Straße 2
- Dirk-von-Merveldt-Straße 47
- Gustav-Stresemann-Weg 62
- An den Loddenbüschen 77
- Friedrich-Ebert-Straße 120
- Mecklenbecker Straße 133
- Tannenbergstraße 1
- Von-Ossietzky-Straße 16
- Hülsebrockstraße 16
- Manfred-von-Richthofen-Straße 45
- Kristiansandstraße 70
- Münsterstraße 24b
- Krumme Straße 39
- Culmer Straße 16
- Wienburgstraße 60
- Ostmarkstraße 9
- Fliednerstraße 17
- Clevornstraße 5
- Prozessionsweg 54
- Dülmener Straße 9
- Hittorfstraße 10
- Augustastraße 28
- Hammer Straße 137
- Idenbrockplatz 21
- Wichernstraße 22
- Salzmannstraße 64
- Zuhornstraße 26
- Patronatsstraße 2
- Melchersstraße 80
- Haus Angelmodde 2
- Klosterstraße 75
- Alt Angelmodde
- Nachtigallenweg 25
- Alexianerweg 8
- Meckmannweg 74
- Gartenbreie 1
- Wilkinghege 55
- Twenhövenweg 18
- Taubenstraße 12
- Gartenstiege 6
- Stratmannweg 21
- Toppheideweg 9
- Geiststraße 37
- Letterhausweg 103
- Kanalstraße 30
- Coerdestiege 71
- Nordstraße 66
- Kirchstraße 6
- Schüttorfweg 19
- Alfersheide 19
- Pluggendorf 138
- Kinderhaus
- Marktallee 42
- Pottkamp 25
- Kortumweg 56
- Merkureck 14
- Feldstiege 100
- Lühnstiege 2
- Eichenweg 11a
- Piusallee 194
- Düesberg 123
- Rottkamp 49
- Osttor 74
- Rikeweg 13
- Neutor
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Details
- Aktenzeichen
- V/0625/2018
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 26.07.2018
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37