HFA/020/2025
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
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Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf (liegt nur digital vor)
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Beteiligungsbericht 2023 der
Landeshauptstadt Düsseldorf
Vorwort
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Vorwort
Liebe Düsseldorferinnen,
liebe Düsseldorfer,
der Beteiligungsbericht für das Jahr 2023 gibt wieder einen
umfassenden Einblick in die wirtschaftlichen Aktivitäten der
Landeshauptstadt Düsseldorf und ihrer Beteiligungsge-
sellschaften.
Er zeigt auf, wie sich die finanziellen Entwicklungen gestaltet
haben und welche Herausforderungen, aber auch Chancen, sich
für die Zukunft ergeben. Er liefert daher nicht nur Kennzahlen,
sondern auch wichtige Informationen, die helfen, die bedeu-
tende Rolle der Beteiligungen für unsere Stadtgesellschaft
besser zu verstehen.
Zum Stichtag 31. Dezember 2023 war die Landeshauptstadt
Düsseldorf unmittelbar an 29 und mittelbar an 87 Unter-
nehmen beteiligt. Darüber hinaus engagierte sie sich in
mehreren Zweckverbänden und selbständigen Stiftungen.
Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Beteiligungen im Jahr 2023 kann insgesamt als
moderat bewertet werden. Während einige Unternehmen - trotz zum Teil erheblicher Kosten-
steigerung im Bereich Beschaffung und Finanzierung - ihre wirtschaftliche Stabilität festigen
konnten, standen andere vor der besonderen Herausforderung, Projekte in einem vertretbaren
Umfang realisieren zu können.
Die Landeshauptstadt Düsseldorf schließt das Jahr 2023 mit einem Jahresüberschuss in Höhe
von 294,1 Mio. Euro ab. Zu diesem Ergebnis haben auch die städtischen Beteiligungen durch
Ausschüttungen beigetragen. Zu nennnen sind hier insbesondere die Messe Düsseldorf GmbH
mit 17,7 Mio. Euro und die Stadtsparkasse Düsseldorf mit 16,0 Mio. Euro.
Abschließend möchte ich allen danken, die an der Erstellung dieses Berichts mitgewirkt haben,
ebenso wie den Mitarbeitenden der Beteiligungsgesellschaften, die mit ihrem Engagement
ihren Teil zur wirtschaftlichen Stärke unserer Stadt beitragen. Düsseldorf bleibt auch in
Zukunft eine Stadt, die wirtschaftliche Stabilität mit sozialer Verantwortung verbindet. Dafür
setzen wir uns gemeinsam ein.
Wie bereits in den vergangenen Jahren wird der Beteiligungsbericht 2023 interessierten
Bürgerinnen und Bürgern der Landeshauptstadt Düsseldorf online unter
www.duesseldorf.de/finanzen/beteiligungsberichte zur Verfügung gestellt.
Inhaltsverzeichnis
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 1
Inhaltsverzeichnis
Allgemeines zur Zulässigkeit der wirtschaftlichen Betätigung
der Landeshauptstadt Düsseldorf 5
Rechtliche Grundlagen zur Erstellung 7
Gegenstand und Zweck 8
Änderung im Beteiligungsportfolio 9
Beteiligungsstruktur 10
Wesentliche Finanz- und Leistungskennzahlen 16
Unmittelbare/ mittelbare Beteiligungen der Landeshauptstadt Düsseldorf
zum 31.12.2023 17
Beurteilung/ Analyse der wirtschaftlichen Entwicklung in 2021 18
Holding-Konzern 20
Holding der Landeshauptstadt Düsseldorf GmbH 22
Bädergesellschaft Düsseldorf mbH 28
Rheinbahn AG 38
Rheinbahn Beteiligungsgesellschaft mbH 49
Reisedienst Maaßen GmbH 51
Rhein-Bus Verkehrsbetrieb GmbH 55
ELBA Omnibusreisen GmbH 61
DWG Wohnen GmbH 66
Flughafen Düsseldorf GmbH 72
Flughafen Düsseldorf Immobilien GmbH 84
Flughafen Düsseldorf Ground Handling GmbH 89
Flughafen Düsseldorf Security GmbH 96
Flughafen Düsseldorf Energie GmbH 102
Stadtwerke Düsseldorf AG 106
Netzgesellschaft Düsseldorf mbH 123
Grünwerke GmbH 134
Gemeinschaftsheizkraftwerk Fortuna GmbH 140
MURVA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG 145
Inhaltsverzeichnis
2 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Lokalradio Düsseldorf Betriebsgesellschaft mbH & Co.
Kommanditgesellschaft 147
IDR-Konzern 150
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG 152
Bünger Bau- und Projektmanagement GmbH 163
IDR Bahn GmbH & Co. KG 169
IDR Bahn Verwaltungsgesellschaft mbH 177
IDR Immobilien GmbH 181
IDR Nord Eins GmbH & Co. KG 184
IDR Nord Zwei GmbH & Co. KG 189
IDR Nord Drei GmbH & Co. KG 194
IDR Süd Eins GmbH & Co. KG 199
IDR Süd Zwei GmbH & Co. KG 204
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Eins GmbH & Co. KG 209
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Zwei GmbH & Co. KG 214
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Drei GmbH & Co. KG 220
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Vier GmbH & Co. KG 225
IDR Schloss Eller GmbH & Co. KG 231
Hafen Düsseldorf-Reisholz Entwicklungsgesellschaft mbH 236
Messe-Konzern 240
Messe Düsseldorf GmbH 242
Messe Düsseldorf ASIA Pte. Ltd. 250
Messe Düsseldorf North America Inc. 252
Messe Düsseldorf Japan Ltd. 255
Messe Düsseldorf India Pvt. Ltd. 258
Messe Düsseldorf China Ltd. 260
Düsseldorf Congress GmbH 262
Messeturm Düsseldorf Verwaltungsgesellschaft mbH 268
GEC German Exposition Corporation International GmbH 272
Sonstige Beteiligungen 276
Zukunftswerkstatt Düsseldorf GmbH 278
Inhaltsverzeichnis
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 3
Düsseldorfer Transfer GmbH 286
Jugendberufshilfe Düsseldorf gemeinnützige Gesellschaft mit
beschränkter Haftung 291
Werkstatt für angepasste Arbeit Gesellschaft mit beschränkter Haftung 296
Sana Kliniken Düsseldorf GmbH 303
Sana Medizinisches Versorgungszentrum Düsseldorf GmbH 313
Connected Mobility Düsseldorf GmbH 315
Tonhalle Düsseldorf gGmbH 320
Kunsthalle Düsseldorf gGmbH 325
Neue Schauspiel - Gesellschaft mit beschränkter Haftung 331
Deutsche Oper am Rhein Theatergemeinschaft Düsseldorf-Duisburg gGmbH 338
D.LIVE GmbH & Co. KG 346
D.LIVE Management GmbH 354
IPM Immobilien Projekt Management Düsseldorf GmbH 357
Düsseldorf Marketing GmbH 365
Düsseldorf Tourismus GmbH 370
SWD Städt. Wohnungs-Verwaltungs-GmbH Düsseldorf 376
SWD Städt. Wohnungsbau-GmbH & Co. KG Düsseldorf 379
SWD Städt. Wohnungsgesellschaft Düsseldorf mbH & Co. KG 386
Düsseldorfer Innovations- und Technologiezentrum GmbH 394
Digital Innovation Hub Düsseldorf/Rheinland GmbH 399
Regiobahn Fahrbetriebsgesellschaft mit beschränkter Haftung 406
Regionale Bahngesellschaft Kaarst - Neuss - Düsseldorf - Erkrath -
Mettmann - Wuppertal mbH 412
Eigenbetrieb/Anstalten 418
Stadtentwässerungsbetrieb der Landeshauptstadt Düsseldorf 420
Stadtsparkasse Düsseldorf 434
Stiftungen 448
Stiftung Schloss und Park Benrath 450
Stiftung Museum Kunstpalast 456
STIFTUNG PRO SPORT DÜSSELDORF 461
Stiftung Haus der Universität 463
Stiftung Haus der Talente Düsseldorf 466
Inhaltsverzeichnis
4 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Stiftung IMAI - Inter Media Art Institut 470
Wim Wenders Stiftung 474
Zweckverbände 478
Zweckverband Erholungsgebiet Unterbacher See 480
Zweckverband IT-Kooperation Rheinland 488
Beteiligungsorganigramm 499
Allgemeines zur Zulässigkeit der wirtschaftlichen Betätigung der Landeshauptstadt Düsseldorf
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 5
Allgemeines zur Zulässigke it der wirtschaftlichen
Betätigung der Landeshauptstadt Düsseldorf
Das kommunale Selbstverwaltungsrecht
nach Artikel 28 Absatz 2 Grundgesetz er-
laubt den Kommunen, alle Angelegenheiten
der örtlichen Gemeinschaft im Rahmen der
Gesetze in eigener Verantwortung zu regeln.
Die Kommunen sind gemäß Artikel 78 Ab-
satz 2 der Verfassung für das Land Nord-
rhein-Westfalen in ihrem Gebiet die allei-
nigen Träger der öffentlichen Verwaltung,
soweit die Gesetze nichts Anderes vor-
schreiben.
Durch diese verfassungsrechtlich verankerte
Selbstverwaltungsgarantie haben die Kom-
munen die Möglichkeit, sich über den ei-
genen Hoheitsbereich hinausgehend wirt-
schaftlich zu betätigen.
Ihren rechtlichen Rahmen findet die wirt-
schaftliche Betätigung im 11. Teil (Para-
grafen 107 fortfolgende) der Gemeinde-
ordnung Nordrhein-Westfalen (GO NRW).
Hierin ist geregelt, unter welchen Voraus-
setzungen eine wirtschaftliche beziehungs-
weise nichtwirtschaftliche Betätigung
zulässig ist („ob“) und welcher Rechtsform –
öffentlich-rechtlich oder privatrechtlich – die
Kommunen sich dabei bedienen dürfen
(„wie“).
Gemäß Paragraf 107 Absatz 1 GO NRW darf
sich eine Gemeinde zur Erfüllung ihrer Auf-
gaben wirtschaftlich betätigen, wenn ein
öffentlicher Zweck die Betätigung erfordert,
die Betätigung nach Art und Umfang in
einem angemessenen Verhältnis zur Leis-
tungsfähigkeit der Gemeinde steht und bei
einem Tätigwerden außerhalb der Wasser-
versorgung, des öffentlichen Verkehrs sowie
des Betriebes von Telekommunikations-
leitungsnetzen einschließlich der Telekom-
munikationsdienstleistungen der öffentliche
Zweck durch andere Unternehmen nicht
besser und wirtschaftlicher erfüllt werden
kann.
Von der wirtschaftlichen Betätigung ist die
sogenannte nichtwirtschaftliche Betätigung
gemäß Paragraf 107 Absatz 2 GO NRW
abzugrenzen. Hierunter fallen Einrichtungen,
zu denen die Gemeinde gesetzlich ver-
pflichtet ist, öffentliche Einrichtungen, die
für die soziale und kulturelle Betreuung der
Einwohner erforderlich sind, Einrichtungen,
die der Straßenreinigung, der Wirtschafts-
förderung, der Fremdenverkehrsförderung
oder der Wohnraumversorgung dienen,
Einrichtungen des Umweltschutzes sowie
Einrichtungen, die ausschließlich der
Deckung des Eigenbedarfs von Gemeinden
und Gemeindeverbänden dienen. Auch diese
Einrichtungen sind, soweit es mit ihrem
öffentlichen Zweck vereinbar ist, nach
wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu ver-
walten und können entsprechend den Vor-
schriften über die Eigenbetriebe geführt
werden.
In Paragraf 109 GO NRW sind die allge-
meinen Wirtschaftsgrundsätze, die sowohl
für die wirtschaftliche als auch für die nicht-
wirtschaftliche Betätigung gelten, niederge-
legt. Demnach sind die Unternehmen und
Einrichtungen so zu führen, zu steuern und
zu kontrollieren, dass der öffentliche Zweck
nachhaltig erfüllt wird. Unternehmen sollen
einen Ertrag für den Haushalt der Gemeinde
abwerfen, soweit dadurch die Erfüllung des
öffentlichen Zwecks nicht beeinträchtigt
wird. Der Jahresgewinn der wirtschaftlichen
Unternehmen als Unterschied der Erträge
und Aufwendungen soll so hoch sein, dass
außer den für die technische und wirtschaft-
liche Entwicklung des Unternehmens not-
wendigen Rücklagen mindestens eine markt-
übliche Verzinsung des Eigenkapitals erwirt-
schaftet wird.
Bei der Ausgestaltung der wirtschaftlichen
Betätigung liegt es vorbehaltlich der gesetz-
lichen Bestimmungen im Ermessen der
Allgemeines zur Zulässigkeit der wirtschaftlichen Betätigung der Landeshauptstadt Düsseldorf
6 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Kommunen, neben öffentlich-rechtlichen
auch privatrechtliche Organisationsformen
zu wählen. So dürfen Kommunen unter den
Voraussetzungen des Paragraf 108 GO NRW
Unternehmen und Einrichtungen in einer
Rechtsform des privaten Rechts gründen
oder sich daran beteiligen. Unter anderem
muss die Erfüllung des öffentlichen Zwecks
durch Gesellschaftsvertrag, Satzung oder
sonstiges Organisationsstatut gewährleistet
sein und eine Rechtsform gewählt werden,
welche die Haftung der Gemeinde auf einen
bestimmten Betrag begrenzt.
Da im Verfassungsstaat das Gemeinwohl der
allgemeine Legitimationsgrund aller Staat-
lichkeit ist, muss jedes Handeln der öffent-
lichen Hand einen öffentlichen Zweck ver-
folgen. Die gesetzliche Normierung der
Erfüllung des öffentlichen Zwecks als Grund-
voraussetzung für die Aufnahme einer
wirtschaftlichen und nichtwirtschaftlichen
Betätigung einer Kommune soll daher
gewährleisten, dass sich diese stets im
zulässigen Rahmen kommunaler Aufgaben-
erfüllung zu bewegen hat. Es ist daher nicht
Angelegenheit der kommunalen Ebene, sich
ausschließlich mit dem Ziel der Gewinn-
erzielung in den wirtschaftlichen Wettbewerb
zu begeben. Stattdessen kann eine wirt-
schaftliche beziehungsweise nicht-wirt-
schaftliche Betätigung nur Instrument zur
Erfüllung bestehender kommunaler Auf-
gaben sein.
Die Ausgestaltung des öffentlichen Zwecks
ist dabei so vielfältig wie der verfassungs-
rechtlich umrissene Zuständigkeitsbereich
der Kommunen. Der „öffentliche Zweck“
stellt einen unbestimmten Rechtsbegriff dar,
für dessen inhaltliche Bestimmung
zuvorderst die Zielsetzung des gemeind-
lichen Handelns maßgeblich ist.
Rechtliche Grundlagen zur Erstellung
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 7
Rechtliche Grundlagen zur Erstellung
Grundsätzlich haben sämtliche Kommunen
gemäß Paragraf 116 Absatz 1 GO NRW in
jedem Haushaltsjahr für den Abschluss-
stichtag 31. Dezember einen Gesamtab-
schluss, der die Jahresabschlüsse sämtlicher
verselbständigter Aufgabenbereiche in
öffentlich-rechtlicher oder privatrechtlicher
Form konsolidiert, sowie einen Gesamtlage-
bericht nach Absatz 2 aufzustellen.
Hiervon abweichend sind Kommunen gemäß
Paragraf 116a Absatz 1 GO NRW von der
Pflicht zur Aufstellung eines Gesamtab-
schlusses und Gesamtlageberichts befreit,
wenn am Abschlussstichtag ihres Jahres-
abschlusses und am vorhergehenden Ab-
schlussstichtag jeweils mindestens zwei der
drei im Gesetz genannten Merkmale zu
treffen. In diesem Fall ist gemäß Absatz 3
ein Beteiligungsbericht gemäß Paragraf 117
GO NRW zu erstellen.
Die Prüfung ergab für die Landeshauptstadt
Düsseldorf, dass ein Gesamtabschluss nicht
aufgestellt werden muss und somit ein
Beteiligungsbericht zu erstellen wäre.
Ungeachtet der Befreiungsmöglichkeit hat
sich die Landeshauptstadt Düsseldorf
entschieden, einen Gesamtabschluss aufzu-
stellen. Dies hätte wiederum zu einer
Befreiung zur Aufstellung des Beteili-
gungsberichts geführt. Gleichwohl wurde
entschieden, den Beteiligungsbericht frei-
willig zu erstellen; der Rat der Landeshaupt-
stadt Düsseldorf wurde am 2. Juni 2022
darüber informiert, dass künftig neben dem
Gesamtabschluss auch weiterhin – freiwillig
– jährlich ein Beteiligungsbericht erstellt
wird.
Der Beteiligungsbericht hat gemäß Paragraf
117 Absatz 2 GO NRW grundsätzlich
folgende Informationen zu sämtlichen
verselbständigten Aufgabenbereichen in
öffentlich-rechtlicher und privatrechtlicher
Form zu enthalten:
1. die Beteiligungsverhältnisse,
2. die Jahresergebnisse der
verselbständigten Aufgabenbereiche,
3. eine Übersicht über den Stand der
Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals jedes
verselbständigten Aufgabenbereiches
sowie
4. eine Darstellung der wesentlichen
Finanz- und Leistungsbeziehungen
der Beteiligungen untereinander und
mit der Gemeinde.
Der Beteiligungsbericht wird dem Rat der
Landeshauptstadt Düsseldorf in öffentlicher
Sitzung als Information vorgelegt.
Gegenstand und Zweck
8 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Gegenstand und Zweck
Der Beteiligungsbericht enthält grundsätzlich
nähere Informationen über sämtliche un-
mittelbaren und mittelbaren Beteiligungen
an sämtlichen verselbständigten
Aufgabenbereichen in öffentlich-rechtlicher
und privatrechtlicher Form der Landes-
hauptstadt Düsseldorf. Aus Gründen der
Wesentlichkeit wird dabei nur über Beteili-
gungen berichtet (nachfolgend: Berichts-
unternehmen), an denen die Landeshaupt-
stadt Düsseldorf direkt oder indirekt 20
Prozent oder mehr hält; ergänzend wird
auch über solche Beteiligungen der Flug-
hafen Düsseldorf GmbH und der Stadtwerke
Düsseldorf AG berichtet, an denen die
Landeshauptstadt Düsseldorf durchge-
rechnet 20 Prozent oder mehr hält.
Der Beteiligungsbericht lenkt den Blick
jährlich auf die einzelnen Beteiligungen,
indem er Auskunft über die verselbstän-
digten Aufgabenbereiche der Landeshaupt-
stadt Düsseldorf, deren Leistungsspektrum
und deren wirtschaftliche Situation und
Aussichten gibt, unabhängig davon, ob diese
dem Konsolidierungskreis für einen
Gesamtabschluss angehören würden. Damit
erfolgt eine differenzierte Darstellung der
Leistungsfähigkeit der Landeshauptstadt
Düsseldorf durch die Abbildung der Daten
der einzelnen Beteiligungen.
Die Gliederung des Beteiligungsberichtes
und die Angaben zu den einzelnen Be-
teiligungen ermöglichen, dass eine Bezie-
hung zwischen den gebotenen Informa-
tionen und den dahinterstehenden Aufgaben
hergestellt werden kann. Dies ermöglicht
durch den Vergleich der Leistungen mit den
Aufgaben auch die Feststellung, ob die
Erfüllung der Aufgaben der
Landeshauptstadt Düsseldorf durch die
verschiedenen Organisationsformen
nachhaltig gewährleistet ist.
Der Beteiligungsbericht unterstützt damit
eine regelmäßige Aufgabenkritik und eine
Analyse der Aufbauorganisation der Landes-
hauptstadt Düsseldorf insgesamt durch die
Mitglieder der Vertretungsgremien.
Adressat der Aufstellungspflicht ist die
Kommune. Um diese Pflicht erfüllen zu
können, müssen der Landeshauptstadt
Düsseldorf die entsprechenden Informa-
tionen zur Verfügung stehen.
Hierzu kann die Landeshauptstadt Düssel-
dorf unmittelbar von jedem verselbstän-
digten Aufgabenbereich alle Aufklärungen
und Nachweise verlangen, die die Aufstel-
lung des Beteiligungsberichtes erfordert
(vergleiche Paragraf 117 Absatz 1 Satz 2 in
Verbindung mit Paragraf 116 Absatz 6 Satz
2 GO NRW).
Die verwendeten wirtschaftlichen Daten
beruhen auf den im Laufe des Jahres 2024
festgestellten Abschlüssen für das Ge-
schäftsjahr 2023. Die Angaben zur Beset-
zung der Überwachungsorgane weisen das
gesamte Jahr 2023 aus.
Die Landeshauptstadt Düsseldorf wirkt
grundsätzlich darauf hin, dass bei kom-
munalen Mehrheitsbeteiligungen in einer
Rechtsform des privaten Rechts – sofern
nicht bereits erfolgt – die Gleichstellung von
Frauen und Männer gemäß den gesetzlichen
Vorgaben umgesetzt wird. Auf eine beteili-
gungsbezogene Einzeldarstellung wird ver-
zichtet.
Änderung im Beteiligungsportfolio
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 9
Änderung im Beteiligungsportfolio
Im Jahr 2023 hat es verschiedene
Änderungen bei den unmittelbaren und
mittelbaren Beteiligungen der Landes-
hauptstadt Düsseldorf gegeben.
Zugänge
Die Stadtwerke Düsseldorf AG hat am 31.
Dezember 2023 die Anteile an der MURVA
Grundstück-Verwaltungsgesellschaft mbH
(100 Prozent) erworben. Ferner wurde von
der Grünwerke GmbH, deren Anteile von der
Stadtwerke Düsseldorf AG gehalten werden,
die Windpark Geldern GmbH gegründet; die
Handelsregistereintragung erfolgte am 24.
Oktober 2023.
Veränderung von
Beteiligungsquoten
Das Stammkapital der Flughafen Düsseldorf
Cargo GmbH wurde in einem ersten Schritt
um 45.270 Euro auf 70.270 Euro erhöht.
74,1 Prozent der Anteile wurden darauf an
die Swissport Cargo Services Deutschland
GmbH, Frankfurt am Main, abgetreten; die
Flughafen Düsseldorf GmbH hält somit noch
25,1 Prozent der Anteile. Im Anschluss
erfolgte die Umbenennung der Gesellschaft
(siehe nächste Spalte).
Die Stadtwerke Düsseldorf AG hat am 31.
Dezember 2023 den bisherigen Anteilsbesitz
an der MURVA Grundstücks-Verwaltungs-
gesellschaft mbH & Co. KG (95 Prozent) auf
100 Prozent erhöht.
Umfirmierungen/ Umwandlungen
Die ehemalige Flughafen Düsseldorf Cargo
GmbH wurde in 2023 umbenannt und
firmiert nun unter der Bezeichnung
„Swissport DUS Cargo Services GmbH“.
Abgänge
Die unmittelbare Beteiligung der Messe
Düsseldorf GmbH an der FIXXUS Grund-
stücksvermietungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt Rheinhalle Düsseldorf KG ist mit
Auslaufen des Leasingvertrags nicht ver-
längert worden.
Die mittelbare Beteiligung der Messe Düssel-
dorf GmbH an der EXCOSA India Pvt. Ltd.,
Bangalore, ist auf die Messe Düsseldorf
India Pvt. Ltd. verschmolzen.
Die genannten Beteiligungen werden im
Beteiligungsbericht nicht mehr dargestellt.
Beteiligungsstruktur
10 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Beteiligungsstruktur
(in alphabetischer Reihenfolge; u = unmittelbar, m = mittelbar)
Beteiligung Kapital Jahres-
ergebnis
Gesamt
in T€
Anteil
absolut
in T€
Anteil
in %
in T€
aquabench GmbH 50 - - 640
AWISTA Gesellschaft für
Abfallwirtschaft und
Stadtreinigung mbH
4.100 524 12,78
m 30.232
AWISTA Logistik GmbH 25 3 12,78 m 0
Bädergesellschaft Düsseldorf mbH 26 26 100,00 m -6.297
beka GmbH 383 24 6,24 m 110
biogasNRW GmbH i.L. 50 6 12,53 m -
Biogas Pool3 für Stadtwerke
GmbH & Co. KG
1.415 89 6,26 m 83
Bünger Bau- und
Projektmanagement GmbH
125 125 100,00 m 0
Chemisches und
Veterinäruntersuchungsamt
Rhein-Ruhr-Wupper
450 15 3,33 u 1.883
CIOSH Asia Co. Ltd. 2.000 765 38,25 m -276
CleverShuttle Düsseldorf GmbH 25 3 12,53 m -
Connected Mobility Düsseldorf
GmbH
25 25 100,00 u 556
D.LIVE GmbH & Co. KG 49 49 100,00 u -265
D.LIVE Management GmbH 50 50 100,00 u 1
Deutsche Oper am Rhein
Theatergemeinschaft Düsseldorf-
Duisburg gGmbH
50 23 45,00 u 7.522
Digital Innovation Hub
Düsseldorf/Rheinland GmbH
25 13 51,00 u 86
Düsseldorf Congress GmbH 52 46 88,25 u/m 584
Düsseldorfer Entsorgungs- und
Stadtreinigungsgesellschaft mbH
25 3 12,78 m -2
Düsseldorfer Innovations- und
Technologiezentrum GmbH
50 47 94,00 u -86
Düsseldorfer Künstleratelier
GmbH
40 6 15,32 u 49
Düsseldorfer Transfer GmbH 26 26 100,00 m 56
Düsseldorf Marketing GmbH 25 25 100,00 u 1.034
Düsseldorf Tourismus GmbH 1.400 1.400 100,00 m 0
DWG Wohnen GmbH 500 125 24,90 m 713
ekz.bibliotheksservice GmbH 2.181 51 2,35 u 5.655
Beteiligungsstruktur
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 11
Beteiligung Kapital
Jahres-
ergebnis
Gesamt
in T€
Anteil
absolut
in T€
Anteil
in %
in T€
ELBA Omnibusreisen GmbH 250 63 25,00 m -115
Elbsee-Kieswerk Düsseldorf GmbH
+ Co
1 1 100,00 m 0
EVD Entsorgungsverbund
Düsseldorf
Verwaltungsgesellschaft mbH
25 3 12,27 m -5
EVD Entsorgungsverbund GmbH &
Co. KG
4 0 12,27 m -
Flughafen Düsseldorf Energie
GmbH
25 13 50,00 m 0
Flughafen Düsseldorf GmbH 25.566 12.783 50,00 m 24.681
Flughafen Düsseldorf Ground
Handling GmbH
30 15 50,00 m -4.492
Flughafen Düsseldorf Immobilien
GmbH
1.020 510 50,00 m 0
Flughafen Düsseldorf Security
GmbH
30 15 50,00 m 851
FLUGHAFENGESELLSCHAFT
MÖNCHENGLADBACH Gesellschaft
mit beschränkter Haftung
1.187 119 10,00 m 0
GEC German Exposition
Corporation International GmbH
150 38 25,50 m -224
Gemeinschaft für Energieeffizienz
GmbH
25 2 6,61 m -
Gemeinschaftsheizkraftwerk
Fortuna GmbH
250 63 25,05 m 1.827
Grünwerke GmbH 500 125 25,05 m 0
Grünwerke Verwaltungs GmbH 25 6 25,05 m 3
Hafen Düsseldorf-Reisholz
Entwicklungsgesellschaft mbH
25 14 56,26 m -63
Hafen Krefeld GmbH & Co. KG 500 31 6,14 m 1.544
Hafen Krefeld Verwaltungs-GmbH 25 2 6,14 m -
Holding der Landeshauptstadt
Düsseldorf GmbH
138.049 138.049 100,00 u -73.120
ID Quadrat
Verwaltungsgesellschaft mbH
25 3 12,53 m 1
IDR Bahn GmbH & Co. KG 500 500 100,00 m 22
IDR Bahn Verwaltungsgesellschaft
mbH
25 25 100,00 m 2
IDR-Entsorgungsgesellschaft mbH 762 93 12,27 m 1.490
IDR Immobilien GmbH 25 25 100,00 m 1
IDR Nord Drei GmbH & Co. KG 1 1 100,00 m 787
IDR Nord Eins GmbH & Co. KG 1 1 100,00 m 1.485
IDR Nord Zwei GmbH & Co. KG 1 1 100,00 m 1.122
Beteiligungsstruktur
12 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Beteiligung Kapital
Jahres-
ergebnis
Gesamt
in T€
Anteil
absolut
in T€
Anteil
in %
in T€
IDR Schloss Eller GmbH & Co. KG 1 1 100,00 m -5
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien
Drei GmbH & Co. KG
1 1 100,00 m 1.810
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien
Eins GmbH & Co. KG
1 1 100,00 m 668
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien
Vier GmbH & Co. KG
1 1 100,00 m 180
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien
Zwei GmbH & Co. KG
1 1 100,00 m 3.151
IDR Süd Eins GmbH & Co. KG 1 1 100,00 m 1.439
IDR Süd Zwei GmbH & Co. KG 1 1 100,00 m 1.894
Industrieterrains Düsseldorf-
Reisholz AG
10.000 10.000 100,00 u 8.445
Innovative Immobilien Duisburg
Düsseldorf ID Quadrat GmbH &
Co. Betriebsgesellschaft KG
1 0 12,53 m -64
IPM Immobilien Projekt
Management Düsseldorf GmbH
26 26 100,00 u 1.279
Japon Grundstücksverwaltungs-
gesellschaft mbH & Co.
Vermietungs KG
25 13 50,00 m 18
Jugendberufshilfe Düsseldorf
gemeinnützige Gesellschaft mit
beschränkter Haftung
26 26 100,00
u 44
KDM-Kompostierungs- und
Vermarktungsgesellschaft für
Stadt Düsseldorf/Kreis Mettmann
mit beschränkter Haftung
1.023 87 8,47 m 379
Kemberg Windpark Management
GmbH & Co. Betriebsgesellschaft
KG
1 0 8,35
m -64
Klärschlammverwertung
Buchenhofen GmbH
66 17 25,25 -
Kunsthalle Düsseldorf gGmbH 100 65 64,90 u -89
LAROBA GmbH & Co. KG 25 12 49,55 m 281
Lokalradio Düsseldorf
Betriebsgesellschaft mbH
26 7 25,00 m 2
Lokalradio Düsseldorf
Betriebsgesellschaft mbH & Co.
Kommanditgesellschaft
520 130 25,00 m 514
Messe Düsseldorf (Shanghai) Co.
Ltd.
8.016 6.133 76,51 m 4.002
Messe Düsseldorf ASIA Pte. Ltd. 5.153 3.942 76,51 m 2.175
Messe Düsseldorf China Ltd. 192 147 76,51 m 326
Messe Düsseldorf GmbH 15.625 11.955 76,51 u/m 87.326
Beteiligungsstruktur
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 13
Beteiligung Kapital
Jahres-
ergebnis
Gesamt
in T€
Anteil
absolut
in T€
Anteil
in %
in T€
Messe Düsseldorf India Pvt. Ltd. 935 715 76,51 m 303
Messe Düsseldorf Japan Ltd. 142 109 76,51 m 535
Messe Düsseldorf North America
Inc.
0 0 76,51 m 1.126
Messeturm Düsseldorf
Verwaltungsgesellschaft mbH
520 199 38,25 m 1.065
MOWA Mobile Waschanlagen
GmbH
30 2 6,26 m 471
MURVA Grundstücks-
Verwaltungsgesellschaft mbH &
Co. KG
26 6 25,05 m 1.124
Nahwärme Düsseldorf GmbH 51 8 16,53 m 30
Netzgesellschaft Düsseldorf mbH 1.000 251 25,05 m 0
Neue Schauspiel - Gesellschaft
mit beschränkter Haftung
25 13 50,00 u 0
Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH
& Co. KG
100 13 12,53 m 7.903
Neuss–Düsseldorfer Häfen
Verwaltungs-GmbH
25 3 12,53 m -
Neuss-Hessentor Multimodal
GmbH
25 2 6,26 m 9
Niederrheinisch-Bergisches
Gemeinschaftswasserwerk GmbH
1.534 192 12,53 m 106
R & R Rohstoffrückgewinnung und
Recycling GmbH
516 32 6,14 m -
Regiobahn
Fahrbetriebsgesellschaft mit
beschränkter Haftung
25 10 39,00
u 157
Regionale Bahngesellschaft Kaarst
- Neuss - Düsseldorf - Erkrath -
Mettmann - Wuppertal mbH
28 10 35,00 u -307
Reisedienst Maaßen GmbH 26 26 100,00 m 23
REMONDIS RHEIN-Wupper GmbH
& Co. KG
5.113 627 12,27 m -
REMONDIS RHEIN-Wupper
Verwaltungs GmbH
25 3 12,27 m 2
Rheinbahn AG 35.000 35.000 100,00 u 0
Rheinbahn
Beteiligungsgesellschaft mbH
25 25 100,00 m -2
Rhein-Bus Verkehrsbetrieb GmbH 26 13 49,00 m 126
RheinCargo GmbH & Co. KG 500 31 6,26 m 3.160
RheinCargo Verwaltungs-GmbH 25 2 6,26 m 2
RheinWerke GmbH 25 3 12,53 m 64
Sana Kliniken Düsseldorf GmbH 1.250 314 25,10 u -15.785
Beteiligungsstruktur
14 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Beteiligung Kapital Jahres-
ergebnis
Gesamt
in T€
Anteil
absolut
in T€
Anteil
in %
in T€
Sana Medizinisches
Versorgungszentrum Düsseldorf
GmbH
50 13 25,10 m -600
Shanghai New International Expo
Center Co. Ltd.
116.640 14.872 12,75 m 13.300
Sirius Seedfonds Düsseldorf
GmbH & Co. KG
1.390 11 0,80 m -
SITA Airport IT GmbH 30 5 15,00 m 1.531
Spiegelweiher GmbH 25 14 56,53 m -
Stadtentwässerungsbetrieb der
Landeshauptstadt Düsseldorf
- - - 3.907
Stadtsparkasse Düsseldorf - - - 54.813
Stadtwerke Düsseldorf AG 120.000 30.060 25,05 m 146.642
START NRW GmbH 71 5 7,00 u -2.504
Stiftung Haus der Talente
Düsseldorf
1.000 500 50,00 u -90
Stiftung Haus der Universität 2.000 1.000 50,00 u 233
Stiftung IMAI - Inter Media Art
Institut
1.123 528 47,02 u 5
Stiftung Museum Kunstpalast 23.722 16.361 68,97 u 355
STIFTUNG PRO SPORT
DÜSSELDORF
751 375 50,00 u -2
Stiftung Schloss und Park Benrath 5.857 3.311 56,53 u 61
SWD Städt. Wohnungsbau-GmbH
& Co. KG Düsseldorf
200 200 100,00 u 2.423
SWD Städt. Wohnungsgesellschaft
Düsseldorf mbH & Co. KG
9.984 9.475 94,90 m 743
SWD Städt. Wohnungs-
Verwaltungs-GmbH Düsseldorf
25 25 100,00 u 2
Swissport DUS Cargo Services
GmbH
70 9 12,55 m -
Tonhalle Düsseldorf gGmbH 25 23 90,00 u 354
Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR 2.525 - - -
Wasserübernahme Neuss-
Wahlscheid GmbH
51 6 12,53 m 12
Werkstatt für angepasste Arbeit
Gesellschaft mit beschränkter
Haftung
26 20 75,00
u 325
Wim Wenders Stiftung 1.703 300 17,62 u 401
Windpark Breitenbach GmbH 25 6 25,05 m 345
Windpark Geldern GmbH 25 6 25,05 m -0
Windpark Lindtorf GmbH 25 2 6,51 m -67
Beteiligungsstruktur
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 15
Beteiligung Kapital Jahres-
ergebnis
Gesamt
in T€
Anteil
absolut
in T€
Anteil
in %
in T€
Windpark Prützke II GmbH & Co.
KG
1 0 8,35 m 17
WISAG Messe Service GmbH 25 5 19,05 m 0
Zentraldeponie Hubbelrath GmbH 6.136 596 9,71 m 148
Zukunftswerkstatt Düsseldorf
GmbH
26 26 100,00 u 361
Zweckverband Erholungsgebiet
Unterbacher See
- - - u 301
Zweckverband IT-Kooperation
Rheinland
100 - - u 5.663
Zweckverband Verkehrsverbund
Rhein-Ruhr
- - - u 38
Wesentliche Finanz- und Leistungskennzahlen
16 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Wesentliche Finanz- und Leistungskennzahlen
Aus Gründen der Übersichtlichkeit wird auf
eine Übersicht aller Finanzbeziehungen der
Beteiligungen mit der Landeshauptstadt
Düsseldorf und untereinander verzichtet.
Die gemeldeten Finanzbeziehungen
(Forderungen, Verbindlichkeiten, Erträge,
Aufwendungen) mit der Landeshauptstadt
Düsseldorf und anderen Beteiligungen
werden bei den einzelnen Berichtsunter-
nehmen ausgewiesen.
Eine Saldenabstimmung der gemeldeten
Finanzbeziehungen erfolgt aufgrund des
Datenumfangs und des damit verbundenen
Abstimmungsaufwands nicht. Sofern für ein
Berichtsunternehmen, das keine Finanz-
beziehungen gemeldet hat, Finanzbezie-
hungen durch ein anderes Berichtsunter-
nehmen gemeldet wurden, werden diese
automatisch übernommen.
Aufgrund der Wesentlichkeit werden nur
Finanzbeziehungen, die über 100.000 Euro
liegen, abgebildet.
Unmittelbare/ mittelbare Beteiligungen der Landeshauptstadt Düsseldorf zum 31.12.2023
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 17
Unmittelbare/ mittelbare Beteiligungen der
Landeshauptstadt Düsseldorf zum 31.12.2023
Die unmittelbaren Beteiligungen werden in
der Bilanz unter der langfristigen Ver-
mögensposition „Finanzanlagen“
• als „Anteile an verbundenen Unter-
nehmen“ ausgewiesen. In dieser
Bilanzposition kommen Beteiligungen
zum Ausweis, bei denen die Landes-
hauptstadt Düsseldorf einen beherr-
schenden Einfluss auf die Beteiligung
ausüben kann. Dieser liegt in der
Regel vor, wenn die Landeshaupt-
stadt Düsseldorf mehr als 50 Prozent
der Anteile hält,
• als „Beteiligungen“ ausgewiesen. In
dieser Bilanzposition kommen Anteile
an Unternehmen und Einrichtungen
zum Ausweis, die die Landeshaupt-
stadt Düsseldorf mit der Absicht hält,
eine auf Dauer angelegte, im Regel-
fall über ein Jahr hinausgehende
Verbindung einzugehen und bei
denen es sich nicht um verbundene
Unternehmen handelt.
• als „Sondervermögen“ ausgewiesen.
Hierbei handelt es sich um Kom-
munalvermögen, das zur Erfüllung
eines bestimmten Zwecks dient und
daher getrennt vom allgemeinen
Haushalt der Landeshauptstadt
Düsseldorf geführt wird. Sonderver-
mögen sind gemäß Paragraf 97 GO
NRW das Gemeindegliedervermögen,
das Vermögen rechtlich unselbst-
ständiger örtlicher Stiftungen,
Eigenbetriebe (Paragraf 114 GO
NRW) und organisatorisch verselb-
ständigte Einrichtungen (Paragraf
107 Absatz 2 GO NRW) ohne eigene
Rechtspersönlichkeit.
• als „Wertpapiere des Anlagever-
mögens“ ausgewiesen. Bei der
Landeshauptstadt Düsseldorf setzt
sich diese Position aus den Mitteln
der rechtlich unselbstständigen
Stiftungen und Nachlässe zusammen.
• als „Ausleihungen“ ausgewiesen.
Hierbei handelt es sich um langfris-
tige Finanzforderungen der Landes-
hauptstadt Düsseldorf gegenüber
Dritten, die durch den Einsatz kom-
munalen Kapitals an diese ent-
standen sind und dem Geschäftsbe-
trieb der Landeshauptstadt Düssel-
dorf dauerhaft dienen sollen. Mit
Ausnahme von GmbH-Anteilen, die
nicht als verbundene Unternehmen
oder Beteiligungen ausgewiesen
werden, weil sie lediglich als Kapital-
anlage gehalten werden, handelt es
sich bei den Ausleihungen nicht um
Beteiligungen im Sinne der GO NRW.
Nachfolgend werden die wesentlichen mittel-
und unmittelbaren Beteiligungen im
Einzelnen dargestellt.
Beurteilung/ Analyse der wirtschaftlichen Entwicklung in 2023
18 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Beurteilung/ Analyse der wirtschaftlichen
Entwicklung in 2023
Nach den Berechnungen des statistischen
Bundesamtes entwickelte sich die deutsche
Wirtschaft im Jahr 2023 in einem nach wie
vor krisengeprägten Umfeld schwach. So
sank das preisbereinigte Bruttoinlands-
produkt im Vergleich zu 2022 um 0,3 Pro-
zent, insbesondere bedingt durch ein
schwaches 4. Quartal 2023. Die Entwicklung
lief nach den Erkenntnissen des Statis-
tischen Bundesamtes in den einzelnen
Wirtschaftsbereichen unterschiedlich. So
konnten die meisten Dienstleistungsbereiche
ihre wirtschaftlichen Aktivitäten ausweiten
und die Wirtschaft stützen. Dagegen sank
die Wirtschaftsleistung im Produzierenden
Gewerbe und im Baugewerbe. Insbesondere
der Hochbau war von weiterhin hohen Bau-
kosten, dem Fachkräftemangel und den
zunehmend schlechteren Finanzierungs-
bedingungen betroffen. Der private Konsum
nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8
Prozent gegenüber dem Vorjahr ab. Hier
spielen die im Jahresdurchschnitt 2023 um
5,9 Prozent gestiegenen Verbraucherpreise
eine maßgebliche Rolle. Insgesamt setzte
sich somit die Erholung der deutschen
Wirtschaft vom Einbruch im Corona-Jahr
2020 nicht weiter fort.
Die wirtschaftliche Entwicklung der verselb-
ständigten Aufgabenbereiche der Landes-
hauptstadt Düsseldorf zeigt ein im Vergleich
zur bundesweiten Entwicklung ähnliches
Bild. Das Geschäftsjahr 2023 ist durch die
krisenbedingt weiterhin hohe Energiepreise,
durch das Anziehen des allgemeinen Zins-
niveaus und durch die gerade zu Jahres-
beginn noch allgegenwärtige Inflation mit
gravierenden Auswirkungen, zum Beispiel
auf die Entwicklung der Baustoffpreise,
geprägt.
Über alle Berichtsunternehmen (nachfolgend
ohne Stiftungen und Stadtsparkasse Düssel-
dorf) stiegen die Umsatzerlöse gegenüber
dem Vorjahr um insgesamt 445,1 Mio. Euro
von 5.064,2 Mio. Euro auf 5.509,3 Mio. Euro
an (Veränderung +8,8 Prozent). Während
die überwiegende Zahl der Berichtsunter-
nehmen Umsatzerlöse auf Vorjahresniveau
erzielten, konnten die Stadtwerke Düssel-
dorf AG (+125,2 Mio. Euro), die Messe
Düsseldorf GmbH (+96,4 Mio. Euro) und die
Flughafen Düsseldorf GmbH (+61,1 Mio.
Euro) ihre Vorjahreswerte deutlich steigern.
Den Umsatzsteigerungen stehen jedoch –
wie eingangs beschrieben - zum Teil deut-
liche Kostensteigerungen im Bereich Be-
schaffung und Finanzierung gegenüber. So
erhöhten sich die Materialaufwendungen der
Stadtwerke Düsseldorf AG um 196,9 Mio.
Euro, die der Messe Düsseldorf GmbH um
50,2 Mio. Euro und die der IPM Immobilien
Projekt Management GmbH um 56,3 Mio.
Euro. Der Anstieg der Aufwendungen konnte
nicht vollständig kompensiert werden und
zeigt sich in der negativen Ergebnisentwick-
lung.
Über alle Berichtsunternehmen ergibt sich
für das Jahr 2023 ein Jahresüberschuss von
218,8 Mio. Euro und damit ein leichter Rück-
gang um 7,3 Mio. Euro (Vorjahr: 226,1 Mio.
Euro).
Das Eigenkapital ist im Vergleich zum
Vorjahr von 2.984,5 Mio. Euro (2022) auf
insgesamt 3.085,2 Mio. Euro angewachsen
(Veränderung +100,7 Mio. Euro = +3,4 Pro-
zent). Alleine die Stadtwerke Düsseldorf AG
und die Messe Düsseldorf GmbH ver-
zeichneten im Geschäftsjahr 2023 einen
ergebnisbedingten Zuwachs um 57,6 Mio.
Euro beziehungsweise um 57,3 Mio. Euro.
Gegenüber dem Vorjahr hat das Vermögen
der Berichtsunternehmen – gemessen an
den Bilanzsummen – weiter zugenommen;
diese liegen mit insgesamt 8.610,7 Mio.
Euro um 26,4 Mio. Euro oder 0,3 Prozent
Beurteilung/ Analyse der wirtschaftlichen Entwicklung in 2023
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 19
über dem Jahr 2022. Aufgrund des Anstiegs
des Eigenkapitals erhöhte sich die durch-
schnittliche Eigenkapitalquote von 34,8
Prozent (2022) auf 35,8 Prozent (2023).
Gegenüber dem Jahr 2022 hat sich der
Bestand an liquiden Mittel um 162,3 Mio.
Euro von 1.108,8 Mio. Euro auf 946,5 Mio.
Euro verringert (Veränderung -14,6 Pro-
zent).
Nachdem für das Berichtsjahr 2022 bereits
ein leichter Personalanstieg zu verzeichnen
war, ist die Zahl der Mitarbeitenden in 2023
weiter von 14.791 auf 14.958 angestiegen,
wovon allein die Rheinbahn AG ihr Personal
um 93 Mitarbeitende aufgebaut hat.
Insgesamt ist die wirtschaftliche Entwicklung
des Jahres 2023 im Vergleich zum Vorjahr
als verhalten zu bezeichnen.
Holding-Konzern
20 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Holding-Konzern
Holding-Konzern
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 21
Umsatzerlöse (Gesamtvolumen 4.450,7 Mio Euro)
Eigenkapital (Gesamtvolumen 1.575,3 Mio Euro)
Stadtwerke Düsseldorf AG
Netzgesellschaft Düsseldorf GmbH
Flughafen Düsseldorf GmbH
Rheinbahn AG
Gemeinschaftsheizkraftwerk
Fortuna GmbH
Flughafen Düsseldorf Security
GmbH
Weitere Beteiligungen
Stadtwerke Düsseldorf AG
Holding der Landeshauptstadt
Düsseldorf GmbH
Rheinbahn AG
Gemeinschaftsheizkraftwerk
Fortuna GmbH
Grünwerke GmbH
DWG Wohnen GmbH
Weitere Beteiligungen
Holding der Landeshauptstadt Düsseldorf GmbH
22 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Holding der Landeshauptstadt Düsseldorf GmbH
Firmensitz
Burgplatz 1
40213 Düsseldorf
Telefon: 0211 89-93201
holding@duesseldorf.de
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gegenstand der Gesellschaft ist das Halten
von Beteiligungen.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 138.048.807,92 EUR
Landeshauptstadt Düsseldorf 138.048.807,92 EUR 100,00 %
Beteiligungen
Bädergesellschaft Düsseldorf mbH 25.600,00 EUR 100,00 %
Rheinbahn AG 33.250.000,00 EUR 95,00 %
Flughafen Düsseldorf GmbH 25.000.000,00 DM 50,00 %
Stadtwerke Düsseldorf AG 30.060.000,00 EUR 25,05 %
Lokalradio Düsseldorf Betriebsgesellschaft mbH & Co.
Kommanditgesellschaft 130.000,00 EUR 25,00 %
Holding der Landeshauptstadt Düsseldorf GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 23
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 206.799 -3.320 210.119 215.272
Sachanlagen 1 0 1 0
Finanzanlagen 206.798 -3.319 210.118 215.271
Umlaufvermögen 133.269 -43.286 176.555 256.424
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 55.922 -71.188 127.111 202.845
Wertpapiere 0 -3.400 3.400 6.800
Kasse, Bankguthaben, Schecks 77.347 31.303 46.044 46.779
Rechnungsabgrenzungsposten 9 1 8 1
Summe AKTIVA 340.077 -46.604 386.682 471.696
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 338.482 -43.830 382.312 462.161
Gezeichnetes Kapital 138.049 0 138.049 138.049
Kapitalrücklage 162.880 29.290 133.589 133.589
Bilanzergebnis 37.554 -73.120 110.674 190.523
Rückstellungen 1.284 692 593 246
Verbindlichkeiten 311 -3.467 3.777 9.289
Summe PASSIVA 340.077 -46.604 386.682 471.696
Holding der Landeshauptstadt Düsseldorf GmbH
24 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Sonstige betriebliche Erträge 22 20 2 1
Personalaufwand 78 9 69 73
Sonstige betriebliche Aufwendungen 277 -62 338 558
Abschreibungen 0 0 0 0
Erträge aus Beteiligungen 24.518 -3.304 27.822 19.826
Aufwendungen aus Verlustübernahme 96.642 -8.304 104.946 80.862
Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanz-AV 3.681 1.834 1.846 1.643
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.209 1.328 881 524
Abschreibungen auf Finanzanlagen und
Wertpapiere des UV 5.828 1.153 4.675 5.346
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0 -7 7 0
Steuern vom Einkommen und Ertrag 725 359 366 160
Jahresergebnis -73.120 6.730 -79.850 -65.006
Gewinnvortrag / Verlustvortrag VJ 110.674 -79.850 190.523 255.529
Bilanzergebnis 37.554 -73.120 110.674 190.523
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Landeshauptstadt Düsseldorf 13.518 Forderungen
1.285 Erträge
D.LIVE GmbH & Co. KG 34.205 Forderungen
334 Erträge
Düsseldorfer Innovations- und
Technologiezentrum GmbH 2.906 Forderungen
110 Erträge
Flughafen Düsseldorf GmbH 57.472 Forderungen
3.681 Erträge
Rheinbahn AG 3.358 Forderungen
96.642 Aufwendungen
Stadtwerke Düsseldorf AG 24.448 Erträge
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 99,5 0,7 98,9 98,0
Eigenkapitalrentabilität (in %) -21,6 -0,7 -20,9 -14,1
Verschuldungsgrad (in %) 0,5 -0,7 1,1 2,1
Mitarbeiteranzahl 5 0 5 5
Holding der Landeshauptstadt Düsseldorf GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 25
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Die Holding der Landeshauptstadt Düssel-
dorf GmbH (Holding) hat kein eigenes
operatives Geschäft, ihr Unternehmens-
gegenstand ist das Halten von Beteili-
gungen. Ihre Ertragslage ist daher im
Wesentlichen durch die Ergebnisse der
verbundenen Unternehmen und der
Beteiligungsgesellschaften geprägt.
In 2023 blieben die Beteiligungserträge mit
24,5 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr
(27,8 Mio. Euro) um 3,3 Mio. Euro zurück.
Sie entfielen mit 24,4 Mio. Euro auf die
Stadtwerke Düsseldorf AG (SWD) und mit
0,1 Mio. Euro auf die Lokalradio Düsseldorf
Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG. Die
SWD hat 5,0 Mio. Euro mehr an die Holding
ausgeschüttet als im Vorjahr. Der Rückgang
der Beteiligungserträge resultiert daraus,
dass die Rheinbahn in 2023 keine Aus-
schüttung mehr aus den vor Abschluss des
Ergebnisabführungsvertrages gebildeten
Gewinnrücklagen getätigt hat. Aus der
Beteiligung an der Flughafen Düsseldorf
GmbH (FDG) hat die Holding in 2023 erneut
keine Gewinnausschüttung erhalten.
Aufgrund des mit der Rheinbahn geschlos-
senen Ergebnisabführungsvertrages musste
die Holding für das Jahr 2023 einen Verlust
von 96,6 Mio. Euro (Vorjahr: 104,9 Mio.
Euro) übernehmen. Der Rückgang des aus-
zugleichenden Verlustes der Rheinbahn
resultiert aus periodenfremden Erträgen,
insbesondere aus der Auflösung von
Rückstellungen.
Die Abschreibungen auf Finanzanlagen fielen
mit rund 5,8 Mio. Euro um 1,2 Mio. Euro
höher aus als im Vorjahr. Sie gehen auf
Kapitalzuführungen an die Bädergesellschaft
in eben dieser Höhe zurück. Aufgrund des
strukturell bedingten negativen Ergebnisses
der Bädergesellschaft musste die Holding
auch in 2023 auf den Zugang bei dem
Beteiligungsansatz der Bädergesellschaft
Wertberichtigungen in entsprechender Höhe
vornehmen.
Aus der Ausreichung von Darlehen an Be-
teiligungsunternehmen und Schwester-
gesellschaften sowie Geldanlagen in Fest-
geldern (Erträge aus Ausleihungen des
Finanzanlagevermögens und sonstige Zinsen
und ähnliche Erträge) erzielte die Holding
laufende Erträge von 5,9 Mio. Euro (Vorjahr:
2,7 Mio. Euro). Der Anstieg beruht auf den
seit Sommer 2022 erfolgten Leitzinser-
höhungen der Europäische Zentralbank
(EZB). Der Zinsanstieg wirkte sich in 2023
erstmals für das volle Geschäftsjahr aus.
Nach Verrechnung laufender Geschäfts-
kosten und der Ertragsteuern schließt die
Holding das Geschäftsjahr 2023 mit einem
Jahresfehlbetrag 73,1 Mio. Euro ab. Im
Vergleich zum Vorjahr (Jahresfehlbetrag
79,8 Mio. Euro) fällt das Ergebnis damit um
6,7 Mio. Euro besser aus.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme der Holding beträgt zum
31. Dezember 2023 340,1 Mio. Euro (Vor-
jahr 386,7 Mio. Euro).
Auf der Aktivseite entfallen hiervon 206,8
Mio. Euro auf die Finanzanlagen. Hier sind
insbesondere die Beteiligungen an der SWD
und der FDG sowie Ausleihungen an ein
Beteiligungsunternehmen in Höhe von 57,5
Mio. Euro und sonstige Ausleihungen an die
Gesellschafterin von 13,5 Mio. Euro ausge-
wiesen.
Wesentliche Bilanzpositionen des Umlauf-
vermögens von insgesamt 133,3 Mio. Euro
sind ein Rückforderungsanspruch gegenüber
Holding der Landeshauptstadt Düsseldorf GmbH
26 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
der Rheinbahn aus den gewährten Ab-
schlagszahlungen auf den Verlustausgleich
2023 von 3,4 Mio. Euro sowie Darlehens-
forderungen gegenüber zwei städtischen
Beteiligungsunternehmen in Höhe von
insgesamt 37,1 Mio. Euro. Die Liquidität der
Holding spiegelt sich in den Guthaben bei
Kreditinstituten in Höhe von 77,3 Mio. Euro
wider. Die Steuererstattungsansprüche der
Holding aus Kapitalertragsteuer und
Solidaritätszuschlag belaufen sich auf 15,2
Mio. Euro (einschließlich der an die Rhein-
bahn durchzureichenden Beträge von 0,3
Mio. Euro).
Die Passivseite wird im Wesentlichen be-
stimmt durch das Eigenkapital, das mit
338,5 Mio. Euro rund 99,5 Prozent der
Bilanzsumme ausmacht. Daneben sind hier
Verbindlichkeiten gegenüber der Rheinbahn
in Höhe von 0,3 Mio. Euro ausgewiesen, die
im Rahmen der steuerlichen Organschaft
durchzuleitende Steuererstattungsansprüche
abbilden. Für Steuer- und sonstige Auf-
wendungen abgelaufener Geschäftsjahre
sind Rückstellungen in Höhe von 1,3 Mio.
Euro berücksichtigt.
Chancen und Risiken
Die Geschäftsentwicklung der FDG wird
weiterhin durch die Auswirkungen der
Corona-Pandemie beeinträchtigt. Die
Wirtschaftsplanung der FDG geht davon aus,
dass sich der Flugverkehr nicht sprunghaft,
sondern weiterhin nur langsamer als im
europäischen Vergleich erholt und die FDG
erst in 2028 wieder das Passagierauf-
kommen des Vorkrisenjahres 2019 erreichen
wird. Aufgrund der Corona-Pandemie haben
sich die Finanzkennzahlen der FDG stark
verschlechtert, Vor diesem Hintergrund ist
bei der Refinanzierung auslaufender Kredite
der Gesellschaft mit steigenden Kapital-
dienstkosten zu rechnen.
Bei der SWD führen die stark steigenden
Einflüsse einer politisch geförderten
Energiewende perspektivisch zu einem
sinkenden Gas- und Fernwärmeabsatz. Mit
staatlichen Zuschüssen geförderte Gebäude-
sanierungsmaßnahmen bewirken geringere
Energieverbräuche. Die SWD sieht aber
gleichzeitig die Chance, durch Forcierung
des Fernwärmeausbaus die Absatzverluste
aus der Gebäudesanierung kompensieren zu
können.
Für die Rheinbahn stellt das deutlich ge-
stiegene Preisniveau, insbesondere die
durch den Ukraine-Krieg und die Lieferket-
tenprobleme weiter gestiegenen Energie-,
Material- und Baupreise, ein hohes Risiko für
die Ergebnissituation dar. Dieses verschärft
sich durch die aus dem Preisanstieg resul-
tierenden höheren Lohnforderungen und die
aufgrund der Inflationserwartungen ge-
stiegenen Zinsen.
Bei der Bädergesellschaft führt die geplante
Übernahme des Betriebes weiterer Bäder
neben dem Freizeitbad Düsselstrand auf
eigene Rechnung in der Zukunft zu höheren
Mittelbedarfen.
Die nicht gebundenen liquiden Mittel der
Holding werden aufgrund der deutlich über
den Finanzerträgen der Gesellschaft liegen-
den Verlustübernahme zugunsten der Rhein-
bahn und der zur Deckung des Liquiditäts-
bedarfs erforderlichen Kapitalzuführungen
an die Bädergesellschaft spätestens im
dritten Quartal 2024 aufgezehrt sein. Sie
wird auf Kapitalzuführungen der Gesell-
schafterin angewiesen sein, die vertraglich
vereinbart sind. Bestandsgefährdende
Risiken für die Holding ergeben sich insoweit
nicht.
Holding der Landeshauptstadt Düsseldorf GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 27
Organe und deren Zusammensetzung
Aufsichtsrat
Vorsitz
Ratsfrau Angela Hebeler Landeshauptstadt
Düsseldorf
Stellvertretung Vorsitz
Michael Pink
Mitglied
Kerstin Breuer
Renate Büttner (ab 28.06.2023)
Netziati Emin
Heiko Goebel
Ratsfrau Katja Goldberg-Hammon Landeshauptstadt
Düsseldorf
Mustafa Güngör (ab 28.06.2023)
Ratsherr Andreas Hartnigk Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Manfred Neuenhaus Landeshauptstadt
Düsseldorf
Klaus Rabe
Ratsherr Peter Rasp Landeshauptstadt
Düsseldorf
Monika Rong (bis 27.06.2023)
Stadtkämmerin Dorothée Schneider Landeshauptstadt
Düsseldorf
Dirk Seibel
Stephan Soll Landeshauptstadt
Düsseldorf
Dieter Teske (bis 27.06.2023)
Ratsherr Rolf Tups Landeshauptstadt
Düsseldorf
Geschäftsführung
Stadtdirektor Burkhard Hintzsche
Christian van Beeck
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und
Verwaltungsräten nach Geschlecht
Dem Aufsichts- oder Verwaltungsräten in diesem Unternehmen gehören zum 31.12.2023 von
den insgesamt 16 Mitgliedern 5 Frauen an (Frauenanteil 31,3 Prozent)
Damit wird der im Paragraf 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von
40 Prozent nicht erreicht/unterschritten.
Bädergesellschaft Düsseldorf mbH
28 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Bädergesellschaft Düsseldorf mbH
Firmensitz
Kettwiger Straße 50
40233 Düsseldorf
Telefon: 0211 95745555
info@baeder-duesseldorf.de
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Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Der Gegenstand der Gesellschaft ist die Be-
triebsführung der städtischen Bäder für
Rechnung der Stadt Düsseldorf. Umfang und
Gegenstand der Betriebsführung richten sich
nach den Bestimmungen des jeweils
geltenden zwischen der Stadt Düsseldorf und
der Bädergesellschaft Düsseldorf mbH
abgeschlossenen Betriebsführungsvertrages.
Die Gesellschaft kann auf dem Gebiet der
Landeshauptstadt Düsseldorf auch im eigenen
Namen und auf eigene Rechnung Bäder
Dritter betreiben sowie Bäder errichten oder
leasen, pachten und betreiben, sowie
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
sowie Gebäude zum Betrieb von Bädern
erwerben.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 25.600,00 EUR
Holding der Landeshauptstadt Düsseldorf GmbH 25.600,00 EUR 100,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Bädergesellschaft Düsseldorf mbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 29
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 74.840 3.914 70.926 63.869
Immaterielle Vermögensgegenstände 198 92 106 81
Sachanlagen 74.643 3.823 70.820 63.787
Umlaufvermögen 5.540 950 4.591 2.591
Vorräte 8 2 7 6
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 3.381 922 2.459 1.458
Kasse, Bankguthaben, Schecks 2.151 26 2.125 1.128
Rechnungsabgrenzungsposten 82 -3 85 57
Summe AKTIVA 80.462 4.861 75.602 66.516
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 10.707 -469 11.176 11.657
Gezeichnetes Kapital 26 0 26 26
Kapitalrücklage 10.682 -469 11.151 11.632
Sonderposten 63.575 3.600 59.974 52.873
Rückstellungen 2.234 602 1.632 1.276
Verbindlichkeiten 3.527 1.173 2.354 709
Rechnungsabgrenzungsposten 420 -46 466 2
Summe PASSIVA 80.462 4.861 75.602 66.516
Bädergesellschaft Düsseldorf mbH
30 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 13.268 1.543 11.725 8.555
Andere aktivierte Eigenleistungen 202 115 87 149
Sonstige betriebliche Erträge 2.289 672 1.618 1.432
Materialaufwand 4.092 1.457 2.635 1.806
Personalaufwand 12.740 1.108 11.632 9.377
Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.515 644 1.871 1.606
Abschreibungen 2.615 392 2.223 1.729
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7 7 - -
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0 -1 1 1
Steuern vom Einkommen und Ertrag 16 -96 112 42
Ergebnis nach Steuern -6.212 -1.168 -5.043 -4.424
Sonstige Steuern 85 -27 113 83
Jahresergebnis -6.297 -1.141 -5.156 -4.507
Entnahmen aus Rücklagen 6.297 1.141 5.156 4.507
Bilanzergebnis 0 0 0 0
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Landeshauptstadt Düsseldorf 3.202 Forderungen
1.616 Verbindlichkeiten
9.545 Erträge
2.196 Aufwendungen
D.LIVE GmbH & Co. KG 148 Forderungen
138 Erträge
Rheinbahn AG 87 Aufwendungen
Stadtwerke Düsseldorf AG 2.066 Erträge
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 13,3 -1,5 14,8 17,5
Anlagendeckung (in %) 14,3 -1,5 15,8 18,3
Verschuldungsgrad (in %) 57,7 17,9 39,8 17,0
Mitarbeiteranzahl 250 50 200 179
Besucher GmbH-Bäder 605.817 123.058 482.759 215.387
Besucher BgA-Bäder 1.001.640 21.678 979.962 544.115
Bädergesellschaft Düsseldorf mbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 31
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Im Berichtsjahr hat sich der Verlust der
Bädergesellschaft Düsseldorf mbH um
1.140,97 Tausend Euro verändert und ist
damit auf 6.297,0 Tausend Euro (Vorjahr:
5.156,02 Tausend Euro) gestiegen.
Die Umsatzerlöse lagen mit 13.267,98 Tau-
send Euro (Plan 12.611,88 Tausend Euro)
um 1.543,05 Tausend Euro beziehungsweise
13,16 Prozent über den Vorjahreserlösen in
Höhe von 11.724,93 Tausend Euro. Die
Erträge für die Schwimmkarten sind unter
anderem durch Anpassungen der allge-
meinen Badtarife, durch das dynamische
Preissystem, durch den weitestgehend
ganzjährigen Betrieb sowie die Eröffnung
des Badehauses Benrath um circa 319,74
Tausend Euro gegenüber dem Vorjahr ge-
stiegen. Des Weiteren konnten die Erträge
aus den Schwimmkursen um circa 102,97
Tausend Euro und die Erträge aus Mieten
um circa 181,58 Tausend Euro gegenüber
dem Vorjahreswert gesteigert werden. Die
Erträge für das Schul- und Vereinsschwim-
men liegen um circa 335,58 Tausend Euro
wesentlich über dem Vorjahreswert. Die
Entgelte für die Betriebsführung der Städ-
tischen Bäder Betrieb gewerblicher Art (BgA)
und der Lehrschwimmbäder belaufen sich
auf 3.004,78 Tausend Euro und sind eben-
falls um circa 202,88 Tausend Euro gegen-
über dem Vorjahr (Vorjahr: 2.801,90 Tau-
send Euro) gestiegen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen
sich im Geschäftsjahr auf 2.289,38 Tausend
Euro und liegen insgesamt mit circa 671,55
Tausend Euro über dem Vorjahreswert (in
2022 1.617,82 Tausend Euro). Die Verän-
derung ist im Wesentlichen auf die Erträge
aus der Auflösung des Sonderpostens in
Höhe von 1.812,53 Tausend Euro im Be-
richtsjahr zurückzuführen.
Der Aufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebs-
stoffe und für bezogene Waren sowie für
sonstige bezogene Leistungen beläuft sich
auf 4.091,51 Tausend Euro und liegt mit
1.456,72 Tausend Euro (55,29 Prozent)
über dem Vorjahreswert von 2.634,8 Tau-
send Euro. Die wesentliche Veränderung
zum Vorjahr hat sich im Bereich der ver-
brauchsbedingten Energiekosten (Fern-
wärme, Heizung, Strom) mit 1.158,61 Tau-
send Euro abgezeichnet. Des Weiteren hat
sich der Aufwand für die Glas -und
Gebäudereinigung um 153,33 Tausend Euro
gegenüber dem Vorjahreswert deutlich
erhöht. Die Steigerung ist durch die Reini-
gungszyklen sowie in der Eröffnung des
Badehauses Benrath zu begründen. Sonstige
bezogene Leistungen liegen mit circa 55,35
Tausend Euro über dem Vorjahreswert,
darin sind unter anderem die Aqua Fitness-
kurse und Dienstleistungen der Stadtwerke
für die Lohnabrechnung sowie den arbeits-
medizinischen Dienst enthalten. Der Per-
sonalaufwand ist durch den tariflichen
beschlossen Inflationsausgleich sowie die
Inbetriebnahme des Badehaueses Benrath
deutlich gestiegen und liegt im Berichtsjahr
bei insgesamt 12.740,14 Tausend Euro
(Vorjahr: 11.631,86 Tausend Euro) und
damit 1.108,28 Tausend Euro (9,53 Prozent)
über dem Vorjahreswert.
Die Abschreibungen auf Sachanlagen und
immaterielle Vermögensgegenstände sind
durch die Aktivierung der Anlagen im Bau
mit Inbetriebnahme des Badehaueses
Benrath zum 31. Dezember 2023 auf
2.615,39 Tausend Euro (Vorjahr 2.223,23
Tausend Euro) gestiegen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
sind insgesamt um 644,07 Tausend Euro auf
2.515,33 Tausend Euro (Vorjahr 1.871,25
Tausend Euro) gestiegen. Im Wesentlichen
sind es die übrigen sonstigen Aufwen-
dungen, die sich gegenüber dem Vorjahres-
wert um circa 283,37 Tausend Euro durch
Anpassung des Erbbauzinses um circa 100
Tausend Euro geändert haben sowie Rechts-
Bädergesellschaft Düsseldorf mbH
32 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
und Beratungskosten, die gegenüber dem
Vorjahr um 104,94 Tausend Euro gestiegen
sind. Die Kosten im Bereich der Lehrgänge
und Fortbildung sind zum Vorjahr um circa
43,39 Tausend Euro gestiegen. Durch die
weitere Digitalisierung der Organisation
liegen die Kosten für IT-Leistungen aufgrund
der Bereitstellung von Infrastruktur sowie
den durchgeführten Sicherheitsmaßnahmen
mit 20,0 Tausend Euro über dem
Vorjahreswert.
Vermögens- und Finanzlage
Im Berichtsjahr stieg die Bilanzsumme um
circa 6,43 Prozent auf 80.462,39 Tausend
Euro (Vorjahr: 75.601,86 Tausend Euro).
Die Veränderung ist auf der Passivseite im
Wesentlichen durch den Anstieg des Sonder-
postens für Investitionszuschüsse für die
Umsetzung des Bäderkonzeptes und auf der
Aktivseite durch den Anstieg des Anlage-
vermögens abgebildet.
Das Sachanlagevermögen mit 74.642,59
Tausend Euro (Vorjahr 70.819,90 Tausend
Euro) umfasst hauptsächlich die Grund-
stücke und Gebäude, die Bädertechnik sowie
Anlagen im Bau für die Neubaumaßnahmen
aus dem Bäderkonzept 2020.
Das Umlaufvermögen liegt am 31. Dezem-
ber 2023 bei insgesamt 5.540,39 Tausend
Euro (Vorjahr: 4.590,84 Tausend Euro). Den
Forderungen und den flüssigen Mitteln in
Höhe von 5.532,33 Tausend Euro stehen
Verbindlichkeiten (außer Rückstellungen) in
Höhe von 3.526,85 Tausend Euro entgegen.
Bezogen auf die Bilanzsumme ergab sich
eine Eigenkapitalquote von 13,31 Prozent
(Vorjahr: 14,78 Prozent). Der Rückgang der
Eigenkapitalquote im Vergleich zum Vorjahr
ist auf die gestiegene Bilanzsumme zurück-
zuführen. Unter Berücksichtigung des
Sonderpostens für Investitionszuschüsse
beträgt die wirtschaftliche Eigenkapitalquote
92,32 Prozent (Vorjahr: 94,11 Prozent).
Die aktivierungsfähigen Maßnahmen wurden
durch Zuwendungen der Stadt Düsseldorf
finanziert. Die ertragswirksame Verein-
nahmung von erhaltenen Investitions-
zuschüssen wird über die Nutzungsdauer
des bezuschussten Vermögensgegenstandes
verteilt. Hierzu ist ein „Sonderposten für
Investitionszuschüsse" zum Anlagever-
mögen gebildet worden, der im Berichtsjahr
63.574,74 Tausend Euro (Vorjahr:
59.974,45 Tausend Euro) beträgt. Die
jährliche Auflösung des Sonderpostens
erfolgt unter den sonstigen betrieblichen
Erträgen.
In den sonstigen Rückstellungen von
2.072,18 Tausend Euro (Vorjahr: 1.509,02
Tausend Euro) sind unter anderem Alters-
teilzeit mit 120 Tausend Euro, Urlaub und
Mehrarbeit mit 414,50 Tausend Euro, die
leistungsorientierte Vergütung mit 199,3
Tausend Euro, Rückzahlungsrisiken aus den
erhaltenen Entlastungen aus den Energie-
preisbremsen von 414 Tausend Euro sowie
die ausstehenden Erbbaupachten in Höhe
von 223,00 Tausend Euro enthalten.
Unter dem passiven Rechnungsabgren-
zungsposten wurde im Berichtsjahr der
gewährte Mietzuschuss der Bezirksver-
tretung für die Büroräumlichkeiten im
Rheinblick 741 abgegrenzt.
Die Liquidität der Gesellschaft war jederzeit
durch die Einzahlungen in die Kapitalrück-
lage durch den Gesellschafter gewährleistet.
Ihren Zahlungsverpflichtungen kam die
Gesellschaft im Berichtsjahr fristgerecht
nach. Zum 31. Dezember 2023 beträgt der
Bestand an liquiden Mitteln 2.151,06 Tau-
send Euro (Vorjahr: 2.124,95 Tausend
Euro).
Die Kapitalflussrechnung zeigt die Liqui-
ditätssituation und finanzielle Entwicklung
der Bädergesellschaft Düsseldorf mbH. Auch
zukünftig ist die Gesellschaft auf Voraus-
zahlungen des Gesellschafters auf den
erwarteten Jahresfehlbetrag angewiesen,
Bädergesellschaft Düsseldorf mbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 33
ebenso wie auf eine ausreichende Liquidität
für die Umsetzung des Bäderkonzeptes 2020
durch die Einzahlungen in den Sonderposten
für Investitionszuschüsse.
Die Gesellschaft erbringt für die Stadt
Düsseldorf Aufgaben der öffentlichen
Daseinsvorsorge. Um eine Unvereinbarkeit
mit dem EU-Beihilferecht vorzubeugen
wurde der im Jahr 2012 erteilte Betrauungs-
akt angepasst. Der Rat der Landeshaupt-
stadt Düsseldorf betraut die Bädergesell-
schaft Düsseldorf mbH nunmehr mit der
gemeinwirtschaftlichen Verpflichtung der
Bereitstellung und des Betriebs von im
Eigentum der Bädergesellschaft Düsseldorf
mbH derzeit beziehungsweise zukünftig
befindlichen Badanlagen im Stadtgebiet der
Landeshauptstadt Düsseldorf. Die Gesell-
schaft erhält seitens der Landeshauptstadt
Düsseldorf mittelbar über die Holding der
Landeshauptstadt Düsseldorf GmbH eine
Ersatzleistung ausschließlich für Gemein-
wohlverpflichtungen. Sollten neben Dienst-
leistungen von allgemeinem wirtschaft-
lichem Interesse auch marktwirksame
Leistungen erbracht werden, dürfen diese
nicht von den öffentlichen Unterstützungs-
leistungen profitieren.
Die im geringen Umfang betriebenen sons-
tigen wirtschaftlichen Tätigkeiten werden
durch eine Trennungsrechnung abgegrenzt
und führen nicht zu einem negativen
Ergebnis. Durch die Trennungsrechnung
werden die Nichtwirtschaftlichen und wirt-
schaftlichen Tätigkeiten und ihre Kosten,
Finanzierung und Erlöse voneinander ge-
trennt ausgewiesen. Damit soll die Gefahr
der Quersubventionierung der wirtschaft-
lichen Tätigkeit durch die nichtwirtschaft-
lichen Tätigkeiten abgewendet werden.
Explizit und beispielhaft für wirtschaftliche
Tätigkeiten werden von der Europäischen
Union zum Beispiel die Vermietung von
Infrastruktur und Dienstleistungen für
gewerbliche Unternehmen genannt.
Bei den wirtschaftlichen Tätigkeiten der
Bädergesellschaft Düsseldorf mbH handelt
es sich um die Vermietung/ entgeltliche
Überlassung von Räumlichkeiten. Im
Gebäude auf der Kettwiger Straße 50
„Freizeitbad Düsselstrand" befinden sich 11
Appartements, die zeitweise an Auszu-
bildende und Mitarbeiter: innen der Bäder-
gesellschaft Düsseldorf mbH, aber auch an
fremde Dritte, zum ortsüblichen Mietzins
vermietet werden. In Allwetterbad, Flinger
Broich 91a, werden Räumlichkeiten an eine
Physiotherapiepraxis vermietet. Im Rhein
blick 741, Pariser Str. 41, werden Büro-
räumlichkeiten an die "Bezirksvertretung im
Stadtbezirk 4" und der Gymnastikraum an
das Sportamt vermietet. Des Weiteren
werden Räumlichkeiten an eine Physio-
therapiepraxis sowie eine Mitarbeiter-
wohnung vermietet. Die Veranstaltungs-
räume werden sowohl für betrieblichen
Versammlungen und Besprechungen
genutzt, als auch an fremde Dritte ver-
mietet. Hier besteht ein Kooperationsvertrag
ab dem 1. Mai 2023 mit einem Catering-
unternehmen. Im Berichtsjahr kommt es
insgesamt zu einem negativen Ergebnis
(2022: Überschuss in Höhe von 35,34 Tau-
send Euro), da eine verlässliche Anschluss-
vermietung des Cateringbereiches im
Rheinblick 741 nicht möglich war und die
Gastronomie nach der erfolgreichen Wieder-
vermietung sich noch in der Anlaufphase
befunden hat.
Bädergesellschaft Düsseldorf mbH
34 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Chancen und Risiken
Risiken
Die Bädergesellschaft Düsseldorf mbH ver-
fügt über ein Risikomanagementsystem. Die
vorhandenen und potentiellen Risikofelder
werden in Form eines Risikobogens konti-
nuierlich aktualisiert, bewertet und im
Rahmen der Quartalsberichterstattung
dargestellt. Damit existiert ein von der
Geschäftsführung getragenes und tabel-
larisch dokumentiertes Risikomanagement-
system, welches in der Lage ist, bestands-
gefährdende Risiken mit wesentlichem
potenziellem Einfluss auf die Entwicklung
der Gesellschaft zu erkennen.
Auf dieser Grundlage befassen sich die
Gremien der Bädergesellschaft Düsseldorf
mbH mit gegenwärtigen und potentiellen
Risiken.
Des Weiteren wurde im Berichtszeitraum
eine Meldestelle gemäß dem Hinweisgeber-
schutzgesetz eingerichtet und Mitarbei-
ter*innen über die Möglichkeiten der Melde-
wege im Falle eines Verstoßes aufgeklärt. In
diesem Zusammenhang informiert die
Geschäftsführung gemäß Düsseldorf Kodex
für die Beteiligungen der Landeshauptstadt
Düsseldorf regelmäßig den Aufsichtsrat und
das Beteiligungsmanagement anlassbezogen
sowie im Rahmen des Quartalsberichts über
die relevanten Fragen der Compliance.
Sowohl der Wettbewerb auf dem Freizeit-
markt, die wetterbedingten Rahmenbe-
dingungen als auch die weiterhin gegebe-
nenfalls hohen Energiepreise sowie der
Arbeitskräftemangel im Geschäftsfeld der
Bädergesellschaft Düsseldorf mbH können
zu Absatz- und Erlösrisiken führen. Auch die
wirtschaftliche Lage der Verbraucher kann
nicht vorhergesagt werden, eine weitere
Zurückhaltung bei Badbesuchen unter
anderem aufgrund der hohen Inflation ist
wahrscheinlich. Diesen Risiken wird durch
die fortwährende Attraktivierung und Ent-
wicklung aktueller Leistungsangebote sowie
zahlreicher Events versucht entgegenzu-
wirken. Die für Kinder ausgerichteten
Schwimmprogramme sowie die verstärkten
Marketingaktivitäten und innovativen Ideen
und Maßnahmen tragen dazu bei, vor-
handene Kunden*innen zu binden und neue
Zielgruppen zu gewinnen.
Die Bädergesellschaft Düsseldorf mbH ist
daran interessiert, talentierten und enga-
gierten Kräften Perspektiven zu bieten und
mit Experten zu arbeiten, sowie im stän-
digen Austausch mit diesen zu bleiben. Um
dem Arbeitskräftemangel entgegen zu
wirken bietet die Gesellschaft im Rahmen
der Nachwuchsförderung regelmäßig Be-
triebspraktika an. Dort können Schüler-
*innen insbesondere das Berufsbild einer*s
Fachangestellten für Bäderbetriebe kennen-
lernen, um künftig eine Ausbildung in
diesem Bereich anzustreben. Auch nimmt
die Bädergesellschaft Düsseldorf mbH
unterschiedliche Möglichkeiten wahr, wie
zum Beispiel Messen, Schulbesuche, Ko-
operationen mit Wohlfahrtsverbänden und
der Agentur für Arbeit, um den Schüler:
innen und den Schulabgänger: innen den
Beruf der/des Fachangestellten für Bäder-
betriebe bekannter zu machen und sich auf
dem Ausbildungsmarkt als attraktiver
Ausbildungsbetrieb frühzeitig effektiv zu
positionieren. Durch gezielte Weiterbildung
sowie Personalbindungsmaßnahmen von
Fachkräften und erweiterten Führungs-
kräfteschulungen wird bei der Bädergesell-
schaft Düsseldorf mbH die Attraktivität des
Arbeitsplatzes gefördert. Auch die in 2023
entwickelten JOBWATCH-Tage werden
weitergeführt und intensiviert. Durch den
politischen Beschluss in der Sommersaison
2024 so viele Bäder geöffnet zu haben wie
nie zuvor, bleibt die Besetzung der offenen
Stellen jedoch weiterhin eine
Herausforderung.
Durch die Weiterentwicklung des Facility
Managements, regelmäßige Instandhaltung,
Bädergesellschaft Düsseldorf mbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 35
Abarbeiten des Sanierungs- und Moderni-
sierungstaus bei den Altanlagen und die
Einführung neuer Techniken, wird den
operativen Risiken effektiv begegnet.
Darüber hinaus ist ein Gebäudeleitsystem im
Einsatz, das die systematische und auto-
matisierte Überwachung der Betriebs-
zustände in den Bädern gewährleisten soll.
Durch das Meldesystem "Tasko" ist die
Abarbeitung der Schadensmeldungen
ortsunabhängig beschleunigt und die
sicherheits-, organisationsrelevanten
Kontroll- oder Messpunkte systematisch
lückenlos erfasst und analysiert.
Durch die weitere Digitalisierung und Ver-
netzung der Arbeitsbereiche steigen die
Sicherheitsanforderungen an die IT und die
Angriffsfläche bei Cyberangriffen. Mit der
Entwickelung und Förderung des Sicher-
heitsverständnisses bei den Mitarbeiter-
*innen einerseits und durch die regel-
mäßigen Updates der Betriebssysteme, die
Ausarbeitung einer IT- Strategie mit unter-
schiedlichen Sicherheitsresilienzmaßnahmen
sowie Sicherheitsrichtlinie wird versucht
nachhaltig die Sicherheitslücken so gering
wie möglich zu halten. Ein umfassender
Versicherungsschutz begrenzt Schadens-
wirkungen.
Steigende behördliche und betriebliche
Anforderungen/ Auflagen für die laufenden
Betriebe und die geplanten Neubauten
können dazu führen, dass es, aufgrund
enger werdender personeller Ressourcen
(Fachkräfte), konjunktureller Auswirkungen
(Bauwirtschaft) und Engpässe auf dem
Rohstoffmarkt, zu Verzögerungen in den
geplanten Projekten kommt, die auf
Zuarbeit oder Ausführung durch Firmen
sowie die Mitarbeiter*innen angewiesen
sind.
Chancen
Die Gesamtentwicklung wird von der Ge-
schäftsführung überwiegend positiv ge-
sehen. Die Sicherstellung der flächen-
deckenden Grundversorgung der Düssel-
dorfer Bevölkerung mit Schwimmbädern und
Saunen, unter den Rahmenbedingungen der
finanziellen Ausstattung durch den Rat der
Landeshauptstadt, ist die zentrale Aufgaben-
stellung der Bädergesellschaft Düsseldorf
mbH. Mit den Sportbädern, Freibädern und
einem Freizeitbad ist die Bädergesellschaft
sowohl architektonisch als auch nutzungs-
spezifisch differenziert aufgestellt und kann
auch in Zukunft die unterschiedlichen
Kundenanforderungen bedienen. Die Be-
dürfnisse der kommunalen Pflichtaufgabe
des Schul- sowie des Vereinssports und
gegebenenfalls des öffentlichen Sport-
schwimmens können gut abgedeckt werden.
Die Konkurrenzsituation zum Angebot der
Bädergesellschaft Düsseldorf mbH hat sich
nach Einschätzung der Geschäftsführung im
Berichtsjahr 2023 nicht signifikant
verändert.
Die Beschlüsse zur Umsetzung des Bäder-
konzeptes 2020 mit dem Neubau von vier
Bäderbetrieben in den Stadtteilen der
Landeshauptstadt ist richtungsweisend und
fordert in den kommenden Geschäftsjahren
bis 2028 enorme Ressourcen der
Bädergesellschaft Düsseldorf mbH zur
Umsetzung dieser Maßnahmen. Mit dem
Hallenbad in Unterrath wird voraussichtlich
in 2028 das vierte Bad aus dem Bäder-
konzept 2020 in Betrieb genommen.
Das im Jahr 2023 eingeführte dynamische
Preissystem für eine bessere Auslastung der
Schwachlastzeiten, eine bessere Planbarkeit
von Personal-/Energieeinsatz sowie eine
vereinfachte Tarifdarstellung im Webshop
parallel zum Ticketsystem über den Kassen-
verkauf (statisches Preissystem) wird in
2024 ausgebaut und um die Onlineverkäufe
an der Kasse erweitert.
Durch das neu eingeführte Personalrecru-
tinginstrument „JOBWATCH" konnten Erfolge
in der Anwerbung und Beschaffung von
notwendigem Personal erzielt werden. Der
Schlüssel zur langfristigen Bindung und
Gewinnung der Mitarbeiter: innen, um sich
aus der Masse der Arbeitgeber der gleichen
Bädergesellschaft Düsseldorf mbH
36 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Branche abzuheben, wird zukünftig im Aus-
bau der innovativen, freiwilligen Maß-
nahmen, die die Einzigartigkeit und Attrak-
tivität des Arbeitsplatzes unterstützen,
liegen.
Die Perspektiven für die Düsseldorfer Bäder
bleiben langfristig gut. Durch das Schaffen
der optimalen Rahmenbedingungen für die
betrieblichen Abläufe, durch die effiziente
und vorausschauende Personalplanung, die
Überprüfung der Kostenstruktur, die
Digitalisierung der Arbeitsabläufe sowie
durch die kontinuierliche Optimierung der
Angebote, stellt die Düsseldorfer Bäder-
gesellschaft mbH proaktiv die Weichen-
stellungen für die Zukunft auf. Gesundheit,
Schwimmen und Schwimmen lernen sind
dabei die führenden Leitlinien einer positiven
Entwicklung.
Organe und deren Zusammensetzung
Aufsichtsrat
Vorsitz
Peter Schwabe Landeshauptstadt
Düsseldorf
Stellvertretung Vorsitz
Ratsherr Burkhard Albes Landeshauptstadt
Düsseldorf
Mitglied
Ratsfrau Claudia Bednarski Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsfrau Mirja Cordes Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Dr. Thorsten Graeßner Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsfrau Monika Lehmhaus Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Keno Schulte Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Dirk Peter Sültenfuß Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Stefan Wiedon Landeshauptstadt
Düsseldorf
Beigeordnete Britta Zur Landeshauptstadt
Düsseldorf
Beirat
Vorsitz
Ratsherr Burkhard Albes Landeshauptstadt
Düsseldorf
Stellvertretung Vorsitz
Ratsherr Dirk Peter Sültenfuß Landeshauptstadt
Düsseldorf
Mitglied
Ratsfrau Claudia Bednarski Landeshauptstadt
Düsseldorf
Bädergesellschaft Düsseldorf mbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 37
Jörg Blohm Holding der
Landeshauptstadt
Düsseldorf GmbH
Ratsherr Dr. Thorsten Graeßner Landeshauptstadt
Düsseldorf
Andrea Haupt (bis 01.09.2023) Stadtsportbund
Düsseldorf e.V.
Rainer Klaeren Stadtsportbund
Düsseldorf e.V.
Ratsfrau Monika Lehmhaus Landeshauptstadt
Düsseldorf
Beigeordneter Olaf Wagner (bis 31.12.2023) Landeshauptstadt
Düsseldorf
Christian van Beeck Holding der
Landeshauptstadt
Düsseldorf GmbH
geborenes Mitglied
Stadtdirektor Burkhard Hintzsche
Stellvertretung
Amtsleiterin Dagmar Wandt
Landeshauptstadt
Düsseldorf
Beigeordnete Britta Zur
Geschäftsführung
Christoph W. Schlupkothen
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und
Verwaltungsräten nach Geschlecht
Dem Aufsichts- oder Verwaltungsräten in diesem Unternehmen gehören zum 31.12.2023 von
den insgesamt 10 Mitgliedern 4 Frauen an (Frauenanteil 40,0 Prozent)
Damit wird der im Paragraf 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von
40 Prozent nicht erreicht/unterschritten.
Rheinbahn AG
38 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Rheinbahn AG
Firmensitz
Lierenfelder Straße 42
40231 Düsseldorf
Telefon: 0211 582-01
rheinbahn@rheinbahn.de
www.rheinbahn.de
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gegenstand des Unternehmens sind die Vor-
haltung von Verkehrsanlagen, der Betrieb von
Stadtbahnen, Straßenbahnen, Omnibussen
und anderen, dem Personenverkehr dienen-
den Fahrzeugen in- und außerhalb der Stadt
Düsseldorf sowie der Schienenpersonen und
der Güterverkehr.
Die Gesellschaft darf alle Geschäfte betreiben,
die geeignet sind, den Gesellschaftszweck und
die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens zu
fördern. Die Gesellschaft ist berechtigt,
andere Unternehmen, die im oder für den
Bereich des öffentlichen Verkehrs tätig sind,
zu erwerben, sich an solchen zu beteiligen
und Interessengemeinschaftsverträge mit
diesen Unternehmen abzuschließen. Gleiche
Verträge können mit Gebietskörperschaften
und anderen juristischen Personen des
öffentlichen Rechts abgeschlossen werden.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Aktien 35.000.000,00 EUR
Holding der Landeshauptstadt Düsseldorf GmbH 33.250.000,00 EUR 95,00 %
Landeshauptstadt Düsseldorf 1.750.000,00 EUR 5,00 %
Beteiligungen
Reisedienst Maaßen GmbH 25.600,00 EUR 100,00 %
Rheinbahn Beteiligungsgesellschaft mbH 25.000,00 EUR 100,00 %
Rhein-Bus Verkehrsbetrieb GmbH 12.526,65 EUR 49,00 %
ELBA Omnibusreisen GmbH 62.500,00 EUR 25,00 %
DWG Wohnen GmbH 124.500,00 EUR 24,90 %
beka GmbH 23.880,00 EUR 6,24 %
Rheinbahn AG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 39
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 719.024 19.492 699.532 671.111
Immaterielle Vermögensgegenstände 7.493 -551 8.044 5.491
Sachanlagen 705.411 20.078 685.333 659.343
Finanzanlagen 6.120 -36 6.156 6.277
Umlaufvermögen 127.643 31.943 95.700 133.374
Vorräte 40.728 4.620 36.108 31.768
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 24.328 2.526 21.802 48.980
Kasse, Bankguthaben, Schecks 62.587 24.797 37.790 52.626
Rechnungsabgrenzungsposten 1.741 511 1.230 1.119
Summe AKTIVA 848.408 51.946 796.462 805.604
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 226.470 -1 226.471 235.163
Kapitalrücklage 123.442 0 123.442 123.442
Gewinnrücklagen 53.050 0 53.050 53.050
Bilanzergebnis 14.978 0 14.978 23.670
Rückstellungen 102.682 -3.673 106.355 75.397
Verbindlichkeiten 516.944 55.489 461.455 492.571
Rechnungsabgrenzungsposten 2.312 131 2.181 2.473
Summe PASSIVA 848.408 51.946 796.462 805.604
Rheinbahn AG
40 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 233.777 31.434 202.343 256.130
Bestandsveränderungen 1.968 401 1.567 72
Andere aktivierte Eigenleistungen 11.894 531 11.363 10.760
Sonstige betriebliche Erträge 92.868 5.026 87.842 70.529
Materialaufwand 137.676 14.916 122.760 127.398
Personalaufwand 205.782 10.198 195.584 196.224
Sonstige betriebliche Aufwendungen 37.644 4.144 33.500 33.594
Abschreibungen 48.568 1.550 47.018 58.114
Erträge aus Beteiligungen 154 154 0 0
Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanz-AV 29 -9 38 41
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.088 1.046 42 5.251
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8.259 -662 8.921 10.794
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 0 0 -4.525
Ergebnis nach Steuern -96.151 8.435
-
104.586 -78.816
Sonstige Steuern 491 131 360 2.047
Erträge aus Verlustübernahme 96.642 -8.304 104.946 80.862
Jahresergebnis 0 0 0 0
Entnahmen aus Rücklagen - 0 0 8.692
Gewinnvortrag / Verlustvortrag VJ 14.978 0 14.978 14.978
Bilanzergebnis 14.978 0 14.978 23.670
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Landeshauptstadt Düsseldorf 2.126 Forderungen
1.432 Verbindlichkeiten
13.228 Erträge
3.875 Aufwendungen
Bädergesellschaft Düsseldorf mbH 87 Erträge
Connected Mobility Düsseldorf GmbH 100 Aufwendungen
D.LIVE GmbH & Co. KG 308 Forderungen
212 Verbindlichkeiten
958 Erträge
178 Aufwendungen
Deutsche Oper am Rhein Theatergemeinschaft
Düsseldorf-Duisburg gGmbH 128 Erträge
Düsseldorf Congress GmbH 11 Erträge
Düsseldorf Tourismus GmbH 96 Verbindlichkeiten
18 Erträge
96 Aufwendungen
ELBA Omnibusreisen GmbH 107 Forderungen
Rheinbahn AG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 41
287 Verbindlichkeiten
929 Erträge
2.784 Aufwendungen
Flughafen Düsseldorf GmbH 131 Erträge
1.000 Aufwendungen
Holding der Landeshauptstadt Düsseldorf GmbH 3.358 Verbindlichkeiten
96.642 Erträge
Jugendberufshilfe Düsseldorf gGmbH 118 Erträge
Messe Düsseldorf GmbH 635 Forderungen
656 Erträge
Netzgesellschaft Düsseldorf mbH 943 Verbindlichkeiten
264 Erträge
4.777 Aufwendungen
Neue Schauspiel - GmbH 12 Verbindlichkeiten
152 Erträge
Reisedienst Maaßen GmbH 577 Forderungen
484 Verbindlichkeiten
2.545 Erträge
6.241 Aufwendungen
Rhein-Bus Verkehrsbetrieb GmbH 582 Forderungen
749 Verbindlichkeiten
2.800 Erträge
7.776 Aufwendungen
Stadtentwässerungsbetrieb der LHD 238 Aufwendungen
Stadtsparkasse Düsseldorf 1.047 Verbindlichkeiten
10 Erträge
1.496 Aufwendungen
Stadtwerke Düsseldorf AG 2.352 Verbindlichkeiten
347 Erträge
11.324 Aufwendungen
Werkstatt für angepasste Arbeit GmbH 331 Erträge
Zukunftswerkstatt Düsseldorf GmbH 21 Aufwendungen
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 26,7 -1,7 28,4 29,2
Anlagendeckung (in %) 31,5 -0,9 32,4 35,0
Mitarbeiteranzahl 3.351 93 3.258 3.275
Fahrgäste (in Mio) 172,5 -0,8 173,3 165,0
Abonnenten in Tsd. 253,4 73,4 180,0 178,9
Kostendeckungsgrad (in %) 64,8 8,9 55,9 69,0
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Das operative Ergebnis stellt einen wesent-
lichen finanziellen Leistungsindikator dar
und hat sich mit –98,5 Mio. Euro gegenüber
dem Vorjahresergebnis von -106,8 Mio. Euro
Rheinbahn AG
42 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
um 8,3 Mio. Euro verbessert. Ohne Berück-
sichtigung des Rettungsschirms hat sich das
Ergebnis um 16,1 Mio. Euro verbessert.
Die Umsatzerlöse sind im Jahr 2023 im
Vergleich zum Vorjahr angestiegen, liegen
jedoch unter Plan. Die Verkehrseinnahmen
(inklusive der Abgeltungszahlungen für
SozialTickets, Ausbildungs- und Schwerbe-
hindertenverkehre) liegen circa 29,0 Mio.
Euro über dem Vorjahr. Da zum Zeitpunkt
der Erstellung des Wirtschaftsplans die
Einzelheiten des Deutschlandtickets noch
nicht bekannt waren, wurde dieses nicht im
Wirtschaftsplan 2023 eingeplant. Leistungen
für Dritte erhöhten sich gegenüber dem
Vorjahr leicht um 2,9 Mio. Euro aufgrund
einer Entspannung der Lieferketten-
probleme.
Darüber hinaus erhöhten sich die sonstigen
betrieblichen Erträge (ohne Rettungsschirm-
einnahmen) um rund 12,8 Mio. Euro gegen-
über Vorjahr. Die Einnahmeverluste aus
Verkehrseinnahmen gegenüber dem Vor-
COVID-Jahr 2019 inklusive der angefallenen
VRR Tarifsteigerungen konnten jedoch durch
den Rettungsschirm ausgeglichen werden.
Der Materialaufwand im Jahr 2023 in Höhe
von 137,7 Mio. Euro liegt mit 14,9 Mio. Euro
über den Werten des Vorjahres (122,8 Mio.
Euro), hauptsächlich verursacht durch
höhere Aufwendungen für Leistungen für
Dritte (3,4 Mio. Euro) und erhöhter Auf-
wendungen für bezogene Leistungen (+12,2
Mio. Euro).
Der Personalaufwand lag mit 205,8 Mio.
Euro über dem Vorjahresniveau (195,6 Mio.
Euro).
Bei der Planunterschreitung von 11,6 Mio.
Euro wirkte positiv, dass die Tarifeinigung
erst in 2024 zu einem erhöhten Aufwand
führt sowie neun Streiktage, die den
Personalaufwand senkten.
Weiterhin war der Durchschnittsbestand der
Mitarbeitenden von rund 150 Personen unter
Plan.
Die Abschreibungen liegen mit rund 7,7 Mio.
Euro unter Plan. Wesentliche Ursache ist die
durch Lieferkettenprobleme, Fachkräfte-
mangel und steigende Preise im Baubereich
verzögerte Investitionstätigkeit, die im Plan
noch nicht berücksichtigt werden konnte.
Hinzu kommt die verzögerte Auslieferung
von HF6-Fahrzeugen gegenüber dem Plan.
Die planmäßigen Abschreibungen lagen 1,6
Mio. Euro über dem Vorjahr.
Um den hohen Kapitalmarktzinsen ent-
gegenzuwirken, hat die Rheinbahn in 2023
ein Rating bei der Agentur S&P Global
Ratings durchführen lassen. Aufgrund des
sehr positiven Ergebnisses, aber auch
maßgeblich aufgrund von Investitions-
verzögerungen, lag der Zinsaufwand rund
1,2 Mio. Euro unter Plan und damit unter
Vorjahresniveau.
Der Kostendeckungsgrad (vor Berücksichti-
gung des Rettungsschirms) aus Fahrgeld-
einnahmen, Abgeltungszahlungen für
SozialTickets, Ausbildungs- und Schwer-
behindertenverkehre sowie sonstigen
Erträgen (sonstigen Umsatzerlösen, Ver-
änderung des Bestands an fertigen und
unfertigen Erzeugnissen, anderen aktivierten
Eigenleistungen sowie sonstigen betrieb-
lichen Erträgen) liegt mit 64,8 Prozent um
8,9 Prozentpunkte über dem Vorjahres-
niveau (Vorjahr: 55,9 Prozent). Wesentliche
Ursache sind die gestiegenen Umsatzerlöse
und die höheren sonstigen betrieblichen
Erträge.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme der Gesellschaft zum 31.
Dezember 2023 betrug 848,4 Mio. Euro
(Vorjahr: 796,5 Mio. Euro). Bedeutende
Posten des Sachanlagevermögens (705,4
Mio. Euro; Vorjahr: 685,3 Mio. Euro) sind
Gleisanlagen/Streckenausrüstungen (154,7
Mio. Euro; Vorjahr: 155,8 Mio. Euro) und
Fahrzeuge für den Personenverkehr (196,0
Rheinbahn AG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 43
Mio. EUR; Vorjahr: 189,8 Mio. Euro),
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
(230,4 Mio. Euro; Vorjahr: 214,4 Mio. Euro)
sowie Grundstücke und grundstücksgleiche
Rechte (92,4 Mio. Euro; Vorjahr 95,0 Mio.
Euro).
Die Vorräte erhöhten sich um 4,6 Mio. Euro
(Vorjahr 4,3 Mio. Euro) auf 40,7 Mio. Euro
(Vorjahr: 36,1 Mio. Euro), im Wesentlichen
durch höhere Lagerbestandswerte für Roh-,
Hilfs- und Betriebsstoffe (+2,6 Mio. Euro;
Vorjahr +2,4 Mio. Euro) sowie eine
Erhöhung der unfertigen Erzeugnisse um 2
Mio. Euro (Vorjahr: 1,6 Mio. Euro), die in
der Gewinn- und Verlustrechnung auch als
Bestandsveränderungen ausgewiesen sind.
Das Eigenkapital bleibt unverändert bei
226,5 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote ist
gegenüber dem Vorjahr auf 26,7 Prozent
(Vorjahr: 28,4 Prozent) gesunken. Auf der
Passivseite erhöhten sich im Wesentlichen
die Verbindlichkeiten gegenüber Kredit-
instituten um 30,6 Mio. Euro und die
empfangenen Zuschüsse (Bilanzposition
Sonstige Verbindlichkeiten) durch Absetzung
vom Anlagevermögen um 2,8 Mio. Euro.
Ebenso stiegen Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen um 19,3 Mio.
Euro. Die Rückstellungen verringerten sich
um 3,7 Mio. Euro.
Die Mittelveränderung aus der Investitions-
tätigkeit im Jahr 2023 resultiert im Wesent-
lichen aus Investitionen von 84,5 Mio. Euro
(Vorjahr: 104,2 Mio. Euro) und abgesetzten
Zuschüssen für Investitionen von 19,1 Mio.
Euro (Vorjahr: 18,5 Mio. Euro). Schwer-
punkte der Investitionstätigkeit waren
Beschaffungen von Fahrzeugen für den
Personenverkehr (34,7 Mio. Euro), Gleis-
anlagen sowie Stadtbahnanlagen einschließ-
lich Grundstücken und Bauten (8,7 Mio.
Euro), immaterielle Vermögensgegen-
stände/IT-Systeme (2,1 Mio. Euro),
Maschinen und maschinelle Anlagen (2,4
Mio. Euro) sowie sonstige Anlagen und
Anlagen im Bau (36,6 Mio. Euro).
Zur Modernisierung der Bahnflotte beschafft
die Rheinbahn gemeinsam mit der Duis-
burger Verkehrsgesellschaft (DVG) 109 neue
Hochflur-Stadtbahnen. Der Auftrag wurde
2020 an den Hersteller Siemens vergeben.
Insgesamt beläuft sich die Vergabe für die
Rheinbahn auf 91 Stadtbahnfahrzeuge sowie
einen Ersatzteilversorgungsvertrag über 24
Jahre.
Am 19. März 2015 erteilte die Rheinbahn
gemeinsam mit den Kölner Verkehrsbe-
trieben Aufträge über die Lieferung eines
gemeinsamen Hochflur-Fahrzeugtyps an den
Hersteller Bombardier Transportation GmbH,
heute Alstom Transportation GmbH. Bei den
59 HF6-Fahrzeugen kam es in 2023 zu
weiteren Verzögerungen. Schadensersatz-
ansprüche wurden dem Fahrzeuglieferanten
im Juni 2023 mitgeteilt. Die Inbetriebnahme
der ersten Fahrzeuge für die Fahrgastbe-
förderung erfolgte im Mai 2022. Bis Jahres-
ende 2023 sind 36 Fahrzeuge geliefert und
20 Fahrzeuge aktiviert worden. Nach
aktuellem Stand geht die Rheinbahn davon
aus, dass die verbleibenden 23 Fahrzeuge
bis Ende 2024 geliefert werden.
Die Mittelveränderung aus der laufenden
Finanzierungstätigkeit ergibt sich einerseits
aus Einzahlungen aus Verlustübernahme
und Zahlungszuflüssen aus dem Rettungs-
schirm. Andererseits sind Auszahlungen
durch Tilgung von Finanzkrediten in Höhe
von 51,7 Mio. Euro (Vorjahr: 39,8 Mio.
Euro), gezahlte Zinsen in Höhe von 7,9 Mio.
Euro (Vorjahr: 8,6 Mio. Euro). Im Jahr 2023
wurden keine Auszahlungen an den
Gesellschafter vorgenommen (Vorjahr: 8,7
Mio. Euro).
Die Finanzmittel am 31. Dezember 2023
bestanden aus laufenden Guthaben und
Geldanlagen bei Kreditinstituten in Höhe von
62,6 Mio. Euro.
Die Rheinbahn war jederzeit in der Lage,
ihren finanziellen Verpflichtungen nachzu-
kommen.
Rheinbahn AG
44 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Die Rheinbahn wird durch die Holding der
Landeshauptstadt Düsseldorf finanziert. Am
16. Mai 2018 wurde ein entsprechender
Gewinnabführungsvertrag geschlossen, der
auch eine Verlustübernahme vorsieht.
Chancen und Risiken
Risiken
Europäisches und nationales Recht sowie die
Haushaltssituation der öffentlichen Hand
beeinflussen die künftige Entwicklung des
Unternehmens.
Die Gesellschaft beobachtet die Tendenzen
systematisch und bewertet die sich daraus
ergebenden Risiken und Handlungsalter-
nativen.
Erwartet wird insbesondere die Weiter-
führung der Finanzierungsregelungen im
Verkehrsverbund Rhein-Ruhr. Die Einhaltung
der Kriterien einer beihilferechtskonformen
Finanzierung und damit die Sicherung des
Fortbestands schätzt die Gesellschaft als
realistisch ein.
Förderkulisse
Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts,
welches die Umwidmung der Mittel zur Be-
kämpfung der Corona-Pandemie zum Ein-
satz für den Klimaschutz als verfassungs-
widrig erklärte, führte zu einer sofortigen
Haushaltssperre des Bundesfinanzminis-
teriums. Neue finanzielle Zusagen, die mit
Zahlungen für die Jahre ab 2024 verbunden
sind, dürfen nicht getätigt werden. Die Be-
deutung für die geplante Antriebswende ist
noch nicht absehbar.
Preis- und Zinsentwicklung
Das im Jahr 2023 deutlich gestiegene Preis-
niveau, insbesondere die durch den Ukraine-
Krieg sowie die Lieferkettenprobleme weiter
gestiegenen Energie-, Material- und Bau-
preise, stellt ein hohes Risiko für die Er-
gebnissituation der Rheinbahn dar. In der
Folge führt ein gestiegenes Preisniveau zu
höheren Lohnforderungen und Personal-
aufwendungen. Ein weiteres Ergebnisrisiko
ergibt sich aus dem deutlichen Zinsanstieg
an den Kapital- und Kreditmärkten aufgrund
gestiegener Inflationserwartungen.
Deutschlandticket
Die Einführung des Deutschlandtickets zum
1. Mai 2023 führte insbesondere zu einer
Reduzierung der Abonnentenpreise und
somit zu einer Reduzierung der Fahrgeld-
einnahmen. Es besteht das Risiko, dass bei
Preisanpassungen des Deutschlandtickets in
den Folgejahren die Abonnentenzahlen und
in Folge dessen die Fahrgeldeinnahmen
sinken. Darüber hinaus ist die Preissteige-
rungsrate für 2024 deutschlandweit unter-
schiedlich. Hier besteht das Risiko, dass die
Preissteigerungsrate deutschlandweit
gedeckelt wird, um regionale Unterschiede
zu verhindern.
Kommt es zu einer Deckelung unter dem
eingeplanten Wert in Höhe von 9,6 Prozent
hätte dies negative Folgen auf die Fahrgeld-
einnahmen. Generell sollen die Verluste bei
Fahrgeldeinnahmen durch einen Rettungs-
schirm vom Bund und Land ausgeglichen
werden, jedoch ist dieser für 2024 auf 3
Mrd. Euro limitiert und gegebenenfalls nicht
ausreichend. Somit gibt es keine Zusage,
dass Einnahmeverluste vollständig ausge-
glichen werden. Für das Unternehmen
bedeutet das ein Risiko durch eine mögliche
Finanzierungslücke.
Wie es in den Folgejahren um die Weiter-
führung des Deutschlandtickets und somit
die Einnahmesituation der Verkehrsbetriebe
steht bei gleichzeitigen Herausforderungen
der Antriebs- und Mobilitätswende und des
Fachkräftemangels, kann derzeit nicht ein-
geschätzt werden und ist daher ein bedeu-
tendes Risiko.
Finanzierung
Rheinbahn AG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 45
Die Finanzierung der Rheinbahn erfolgt im
Wesentlichen durch die Holding der Landes-
hauptstadt Düsseldorf. Für Investitionen
werden, falls nötig, zusätzliche Kredite
aufgenommen. Durch die notwendigen
Ersatzinvestitionen, besonders im Bereich
der Infrastruktur, der Stadtbahnanlagen, der
Schienenfahrzeuge und der Themen rund
um die Antriebswende, die in den nächsten
Jahren getätigt werden müssen, ist dies als
kritisch anzusehen, insbesondere vor dem
Hintergrund, dass Ersatzinvestitionen nur
noch unter bestimmten Voraussetzungen
förderfähig sind und Fördermittel von Bund
und Land derzeit nur begrenzt zur Ver-
fügung stehen (siehe Ausführungen Förder-
mittelkulisse). Die Finanzierung der für eine
Mobilitätswende notwendigen Erweiterungs-
investitionen in Fahrzeugpark, Betriebshof-
infrastruktur sowie Verkehrsinfrastruktur ist
derzeit ungeklärt.
In Hinblick auf den hohen Ersatz- und
Erweiterungsinvestitionsbedarf in der
Zukunft ist es aus Sicht der Rheinbahn
erforderlich, dass die Förderung des ÖPNV
durch Landes- und Bundesprogramme
sowohl für Fahrzeuge als auch Verkehrs-
und Betriebshofinfrastruktur ausgeweitet
und zuverlässig stabilisiert wird.
Die Landesregierung hatte durch ein
Gutachten den Erneuerungsbedarf für die
kommunalen Stadt- und Straßenbahnnetze
ermitteln lassen. Bei der Erneuerung geht es
um Anlagen, die am Ende ihrer Lebensdauer
gegen moderne Anlagen ausgetauscht
werden. Das Gutachten beziffert den hierfür
notwendigen Investitionsbedarf bis 2031 auf
2,6 Mrd. Euro. Dieser umfasst sämtliche
Strecken (Gleise, Weichen, Oberleitungen)
sowie Haltestellen und Brücken.
Insgesamt gelang es der Rheinbahn ge-
meinsam mit der Landeshauptstadt
Düsseldorf im Jahr 2021, hier eine
Förderzusage von bis zu 195,3 Mio. Euro zu
erhalten. Die Maßnahmen laufen über zehn
Jahre bis 2031. Das Gemeindeverkehrs-
finanzierungsgesetz (GVFG) bildet die
Grundlage für Finanzhilfen des Bundes für
den ÖPNV. Ab 2021 wurden die GVFG-Mittel
auf 1 Milliarde Euro jährlich und im Rahmen
des Klimaschutzprogramms 2030 ab 2025
auf 2 Milliarden Euro erhöht.
Zu den wesentlichen Finanzinstrumenten der
Rheinbahn zählen Verbindlichkeiten gegen-
über Kreditinstituten. Ziel ist es, Risiken zu
vermeiden bzw. zu verringern. Ausfallrisiken
werden kontinuierlich überwacht. Zusätzlich
nimmt die Rheinbahn auf jährlicher Basis
eine Dieselpreisabsicherung vor. Darüber
hinaus wurden in der Vergangenheit variable
Zinssätze durch Zinsswaps gesichert.
SPNV-Fremdnutzerausgleich
Im Jahr 2022 wurde die Fremdnutzerer-
hebung durchgeführt. Aufgrund der
mangelhaften Qualität des Ergebnisses
wurden jedoch die alten Zählergebnisse
fortgeschrieben. Diese Situation kann ab
2024 zu veränderten Zahlungen im SPNV-
/Fremdnutzerausgleich führen. Daraus
resultiert ein Einnahmerisiko, da insbe-
sondere die SPNV-Leistungen seit 2017
deutlich ausgeweitet wurden.
Mitarbeitende
Die Rheinbahn beschäftigt einen großen
Anteil hoch qualifizierter Mitarbeitender. Hier
besteht das Risiko, in Zukunft keine
passenden Fachkräfte gewinnen zu können
oder aber bestehende Leistungsträger zu
verlieren. Die Rheinbahn versucht,
Beschäftigte in Schlüsselpositionen und
Talente durch persönlich zugeschnittene
Fortbildungsangebote, attraktive Sozial-
leistungen sowie das Aufzeigen interessanter
Entwicklungsperspektiven langfristig im
Unternehmen zu halten. In diesem
Zusammenhang wurden interne
Schulungsprogramme weiterentwickelt.
IT
Die IT-Infrastruktur des Unternehmens hat
zentrale Bedeutung für den Betrieb einer-
seits, aber auch die Optimierung der
Geschäftsabläufe.
Rheinbahn AG
46 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Cyber-Angriffe stellen daher eine nicht zu
unterschätzende Gefahr dar, die zu erheb-
lichen Einschränkungen im Betrieb, aber
auch zu Ausfällen von Geschäftsprozessen,
Manipulationen, Datenverlust et cetera
führen können. Zur Minimierung dieser
Risiken investiert die Rheinbahn stetig in
neue Technologien, um einen sicheren
Betrieb zu gewährleisten. Die Wirksamkeit
wird mit Stresstests überprüft. Die
Zertifizierung als Kritis-Unternehmen wurde
in 2023 wieder erfolgreich durchgeführt.
US-Cross-Border-Lease
Für den gemeinsam mit der Stadt Düssel-
dorf abgeschlossenen US-Cross-Border-
Lease des Schienennetzes im Stadtgebiet
aus dem Jahr 2005 besteht ein Risiko-
handbuch, in dem die vertraglich einge-
gangenen Verpflichtungen dokumentiert
sind und Handlungsanweisungen zur Abwehr
möglicher Risiken gegeben werden. Eine
Überprüfung der Risiken erfolgt regelmäßig.
COVID-19-Pandemie beziehungsweise
Virusinfektionswellen
Für 2024 wird aktuell kein besonderes Risiko
wegen COVID-19 erwartet, da die Schutz-
maßnahmen, bis auf die für Gesundheits-
und Pflegeeinrichtungen, alle auf Freiwillig-
keit umgestellt wurden.
Chancen
Durch die positive Bevölkerungsentwicklung
in Düsseldorf ergibt sich für die Rheinbahn
die Chance, aus der Erschließung neuer
Wohn- und Gewerbeflächen und deren
Anbindung an den ÖPNV sowie durch den
fortschreitenden Wandel der Mobilitäts-
kultur, neue Fahrgäste zu gewinnen. Für das
Gelingen der Antriebs- und Mobilitätswende
ist die Rheinbahn ein wesentlicher Faktor.
Der Anteil des ÖPNV am Modal Split soll
gemäß dem vorgelegten, aber noch nicht
verabschiedeten, Mobilitätsplan Düsseldorf
deutlich erhöht werden. Dafür muss das
Angebot ausgeweitet und unterschiedliche
Verkehrsmittel vernetzt werden.
Diese Maßnahmen erhöhen die Attraktivität
des ÖPNV und können die Menschen zum
Umsteigen vom eigenen Pkw auf Busse und
Bahnen motivieren. Hierdurch werden
langfristig neue Kundengruppen für den
ÖPNV erschlossen. Die Angebotsverbes-
serungen sind jedoch abhängig von einer
gesicherten Finanzierung und dem recht-
zeitigen Aufbau der erforderlichen Infra-
struktur.
Strategisch strebt die Rheinbahn neben
einer KPI-basierten und an Zielen orien-
tierten Steuerung des Unternehmens auch
die Festlegung eines Ambitionsniveaus an,
welche mittelfristig zur Erhöhung der
Wirtschaftlichkeit und der Prozessexzellenz
und in Summe somit zu einer Stärkung des
Kerngeschäfts führt. Die Strategie des
Unternehmens wird im Geschäftsjahr 2024
reflektiert und aktualisiert.
Weiterentwicklung des Unternehmens
Der Vorstand hat 2023 beschlossen, die
Zukunft der Rheinbahn zu gestalten und
eine neue Art der Zusammenarbeit und
Arbeitskultur zu etablieren, um die strate-
gischen, organisatorischen und operativen
Herausforderungen, vor denen die Rhein-
bahn steht, erfolgreich zu meistern. So
wurde bereits eine neue Stabsstelle für
Inhouse Beratung aufgebaut, welche mit
Transformationskompetenz alle Projekte mit
Veränderungsbezug steuert und so die
Führungskräfte und Mitarbeitenden bei den
bevorstehenden Herausforderungen
unterstützt. Eine Investition von Zeit und
Energie in die Rheinbahn Unternehmens-
kultur wird sich positiv auf die Mitarbei-
tenden und den Unternehmenswert
auswirken, eine positive Reputation fördern
und das Erreichen der Rheinbahn Nach-
haltigkeitsziele unterstützen. Die Rheinbahn
will die Mitarbeitenden der Rheinbahn auf
der Veränderungsreise inspirieren – mit
Lösungen, die über ihre Erwartungen
hinausgehen und somit ihr Arbeitsleben
leichter machen.
Rheinbahn AG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 47
Veränderung der Finanzierung des
ÖPNV
Durch die Einführung neuer Ticketstruk-
turen, namentlich dem Deutschlandticket,
bietet sich die Chance, die Finanzierung des
ÖPNV und somit auch die bevorstehenden
Investitionen des Unternehmens auf neue
Säulen zu stellen. Es bleibt abzuwarten,
welche Maßnahmen Bund und Land in 2024
hierzu ergreifen. Die Rheinbahn wird
gemeinsam mit dem Verband Deutscher
Verkehrsunternehmen (VDV) auf Bund und
Land sensibilisierend einwirken, um
langfristige Zusagen zu erhalten.
Stellungnahme zur Einhaltung der
öffentlichen Zwecksetzung und zur
öffentlichen Zweckerreichung gemäß
Paragraf 108 der Gemeindeordnung
NRW
Die Rheinbahn ist unmittelbar und mittelbar
ein Unternehmen der Stadt Düsseldorf. Ein
öffentlicher Zweck liegt dann vor, wenn die
Leistungen des Unternehmens im Aufgaben-
bereich der Gemeinde liegen und eine im
öffentlichen Interesse gebotene Versorgung
der Einwohnerinnen und Einwohner zum Ziel
haben, also zum Bereich der Daseinsvor-
sorge gehören.
Eine wichtige Aufgabe öffentlicher Unter-
nehmen ist die Durchführung von Leis-
tungen im Rahmen der kommunalen
Daseinsvorsorge. Hierzu zählt unter
anderem der öffentliche Personennah-
verkehr.
Der öffentliche Zweck der Gesellschaft
besteht in der Durchführung von Linien-
verkehren mit Straßen- und Stadtbahnen
sowie Omnibussen und der Durchführung
und Abwicklung entsprechender Geschäfte.
Der Gegenstand des Unternehmens ist in
Paragraf 2 der Satzung geregelt.
Die Rheinbahn ist im Besitz eigener Linien-
genehmigungen und führt Linienverkehr im
Großraum der Landeshauptstadt Düsseldorf
durch.
Organe und deren Zusammensetzung
Aufsichtsrat
Vorsitz
Ratsherr Andreas Hartnigk Landeshauptstadt
Düsseldorf
Stellvertretung Vorsitz
Michael Pink
Mitglied
Kerstin Breuer
Renate Büttner
Ratsfrau Mirja Cordes Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Norbert Czerwinski Landeshauptstadt
Düsseldorf
Netziati Emin
Heiko Goebel
Felix Mölders (ab 13.02.2023) Landeshauptstadt
Düsseldorf
Rheinbahn AG
48 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Ratsherr Manfred Neuenhaus (bis 12.02.2023) Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsfrau Dr. Sabrina Proschmann Landeshauptstadt
Düsseldorf
Stadtkämmerin Dorothée Schneider Landeshauptstadt
Düsseldorf
Dirk Seibel
Dietmar Stoffels
Dieter Teske
Ratsherr Rolf Tups Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Martin Volkenrath Landeshauptstadt
Düsseldorf
Vorstand
Klaus Klar (bis 31.07.2023)
Annette Grabbe (ab 01.05.2023)
Susanne Momberg (bis 30.04.2023)
Michael Richarz
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und
Verwaltungsräten nach Geschlecht
Dem Aufsichts- oder Verwaltungsräten in diesem Unternehmen gehören zum 31.12.2023 von
den insgesamt 16 Mitgliedern 5 Frauen an (Frauenanteil 31,3 Prozent)
Damit wird der im Paragraf 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von
40 Prozent nicht erreicht/unterschritten.
Rheinbahn Beteiligungsgesellschaft mbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 49
Rheinbahn Beteiligungsgesellschaft mbH
Firmensitz
Lierenfelder Straße 42
40231 Düsseldorf
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gegenstand des Unternehmens ist der Er-
werb, das Halten, das Verwalten und die
Verwertung von Grundstücken und grund-
stücksgleichen Rechten, von dinglichen
Rechten an Grundstücken Dritter und die
Wahrnehmung aller damit im Zusammenhang
stehenden Angelegenheiten.
Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Geschäfte
zu tätigen und Maßnahmen zu treffen, die
dem vorstehenden Gesellschaftszweck
dienlich und förderlich sind. Die Gesellschaft
kann sich zu diesem Zweck an anderen
Unternehmen beteiligen oder solche
Unternehmen erwerben oder gründen.
Eine Geschäftsbesorgung oder Erledigung von
Aufgaben durch die Rheinbahn
Beteiligungsgesellschaft mbH für andere
Dritte als die Rheinbahn AG ist
ausgeschlossen.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 25.000,00 EUR
Rheinbahn AG 25.000,00 EUR 100,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Rheinbahn Beteiligungsgesellschaft mbH
50 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umlaufvermögen 23 -2 24 25
Kasse, Bankguthaben, Schecks 22 -2 24 25
Summe AKTIVA 23 -2 24 25
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 22 -2 24 25
Gezeichnetes Kapital 25 0 25 25
Gewinnvortrag / Verlustvortrag -1 -1 0 0
Jahresergebnis -2 -1 -1 0
Rückstellungen 0 0 0 0
Summe PASSIVA 23 -2 24 25
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 99,6 -0,1 99,7 99,8
Eigenkapitalrentabilität (in %) -7,4 -3,7 -3,8 -1,7
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
Annette Grabbe (ab 06.06.2023)
Susanne Momberg (bis 05.06.2023)
Reisedienst Maaßen GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 51
Reisedienst Maaßen GmbH
Firmensitz
Lierenfelder Straße 40
40231 Düsseldorf
Telefon: 0211 582-4733
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die auftragsweise Durchführung von Linien-
verkehren mit Omnibussen und übrigen Ver-
kehrsmitteln, Vertretung anderer Verkehrs-
gesellschaften, die Durchführung und Abwick-
lung einschlägiger Geschäfte und deren
Ausdehnung auf verwandte Gewerbe primär
in der Region Düsseldorf. Darüber hinaus
kann sie sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben
anderer Unternehmen bedienen.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 25.600,00 EUR
Rheinbahn AG 25.600,00 EUR 100,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Reisedienst Maaßen GmbH
52 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umlaufvermögen 681 -69 750 728
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 43 -1 44 32
Kasse, Bankguthaben, Schecks 639 -68 706 696
Summe AKTIVA 682 -69 751 728
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 301 23 278 261
Gezeichnetes Kapital 26 0 26 26
Gewinnvortrag / Verlustvortrag 252 16 236 179
Jahresergebnis 23 6 16 57
Rückstellungen 264 7 257 279
Verbindlichkeiten 117 -99 216 187
Summe PASSIVA 682 -69 751 728
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 5.841 -385 6.226 6.276
Sonstige betriebliche Erträge 42 -30 72 48
Materialaufwand 1.999 -339 2.338 2.370
Personalaufwand 3.614 -91 3.705 3.646
Sonstige betriebliche Aufwendungen 240 10 230 225
Steuern vom Einkommen und Ertrag 6 -1 7 26
Ergebnis nach Steuern 23 6 16 57
Jahresergebnis 23 6 16 57
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Rheinbahn AG 484 Forderungen
577 Verbindlichkeiten
6.241 Erträge
2.545 Aufwendungen
Reisedienst Maaßen GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 53
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 44,1 7,1 37,0 35,9
Eigenkapitalrentabilität (in %) 7,6 1,7 5,9 21,7
Mitarbeiteranzahl 102 9 93 96
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Das Jahresergebnis vor Steuern entwickelte
sich von 24 Tausend Euro im Vorjahr 2022
auf 29 Tausend Euro im Berichtsjahr 2023.
Das vorliegende Jahresergebnis ist durch die
Leistungserbringung für die Auftraggeberin
Rheinbahn AG, welche ebenso Gesellschaf-
terin der Reisedienst Maaßen GmbH ist,
generiert worden.
Die geplanten Verkehrsleistungen im Linien-
verkehr in Höhe von 2.347 Tausend Nutz-
wagenkilometer (TNwkm) wurden nicht
vollständig erreicht. Die Jahres-Verkehrs-
leistung für die Rheinbahn AG belief sich auf
1.970 TNwkm; die Verkehrsleistung lag 15
Prozent unter der Vorjahresleistung (2.321
TNwkm). Die Verkehrsleistungen im neuen
On-Demand-Angebot (flexy) wurden voll-
ständig erbracht. Der Leistungsumfang für
flexy-Verkehre betrug im Berichtsjahr 6.508
Stunden.
Die Umsatzerlöse belaufen sich in 2023 auf
insgesamt 5.841 Tausend Euro (-6 Prozent)
(Vorjahr 6.226 Tausend Euro).
Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen,
primär bedingt durch die Auflösung von
sonstigen Rückstellungen, mit 42 Tausend
Euro rund 30 Tausend Euro unter dem
Vorjahreswert 2022 (72 Tausend Euro). Im
Vorjahr lag ein Einmaleffekt vor, der eine
Auflösung von Rückstellungen für die
Berufsgenossenschaft auslöste.
Der Materialaufwand (im Wesentlichen für
die Fahrzeuganmietung) veränderte sich
aufgrund der Verringerung der Fahrleis-
tungen im Vergleich zu 2022 um 339 Tau-
send Euro auf 1.999 Tausend Euro (-14
Prozent).
Der Personalaufwand verringerte sich
gegenüber dem Vorjahr um 91 Tausend
Euro auf 3.614 Tausend Euro (-2 Prozent).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in
Höhe von 240 Tausend Euro erhöhten sich
um 10 Tausend Euro (4 Prozent) gegenüber
dem Vorjahr 2022, wesentlich bedingt durch
den Anstieg von Werbe- und Insertions-
kosten zur Personalsuche.
Die Verringerung der Ertragsteuern um 1
Tausend Euro auf 6 Tausend Euro im
Berichtsjahr ist ergebnisabhängig.
Vermögens- und Finanzlage
Die Finanzlage der Gesellschaft ist geordnet.
Die Gesellschaft benötigt zur Finanzierung
ihres Geschäftsbetriebes keine Bankkredite.
In 2023 sind keine Liquiditätsengpässe
aufgetreten.
Die Bilanzsumme verringerte sich um 69
Tausend Euro von 751 Tausend Euro zum
31. Dezember 2022 auf 682 Tausend Euro
zum 31. Dezember 2023. Die Forderungen
und sonstigen Vermögensgegenstände
reduzierten sich stichtagsbedingt um 1 Tau-
send Euro. Der Kassenbestand beziehungs-
weise das Bankguthaben reduzierte sich
Reisedienst Maaßen GmbH
54 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
gegenüber dem Vorjahr um 67 Tausend
Euro auf 639 Tausend Euro.
Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigen-
kapital gegenüber dem Vorjahr um 23 Tau-
send Euro auf 301 Tausend Euro aufgrund
des Jahresüberschusses 2023. Stichtags-
bezogen zum 31. Dezember erhöhte sich die
Eigenkapitalquote um 7 Prozentpunkte von
37 Prozent in 2022 auf 44 Prozent in 2023.
Die Rückstellungen erhöhten sich gegenüber
dem Vorjahr um 7 Tausend Euro auf 264
Tausend Euro. Die Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen verringerten
sich stichtagsbedingt um 9 Tausend Euro,
die Verbindlichkeiten gegenüber verbun-
denen Unternehmen verringerten sich um
92 Tausend Euro, die sonstigen Verbind-
lichkeiten stiegen um 3 Tausend Euro.
Chancen und Risiken
Die Darstellung der Risiken erfolgt in der
Reihenfolge einer abnehmenden Bedeutung
für die Gesellschaft. Mit Blick auf die aktuell
vorliegende Situation am Arbeitsmarkt be-
stehen Risiken in Form einer ausreichenden
Fahrpersonalgewinnung zur vollständigen
Erfüllung der Leistungsnachfrage seitens der
Gesellschafterin. Weitere Risiken liegen für
die Gesellschaft im Entfall von Linienkonzes-
sionen bei der Gesellschafterin Rheinbahn
AG und dem damit verbundenen Wegfall der
Auftragsgrundlagen. Zusätzliche Risiken
liegen im Entfall von Fahrleistungsverträgen
mit der Gesellschafterin Rheinbahn AG ohne
Folgeaufträge. Bestandsgefährdende Risiken
sind aus Sicht der Geschäftsführung nicht zu
erkennen.
Chancen für die gesamte ÖPNV-Branche
bestehen im wachsenden Umweltbewusst-
sein der Bevölkerung und in einer Attrak-
tivitätssteigerung des ÖPNV in Düsseldorf.
Weiterhin ist durch die Einführung des
Deutschlandtickets seit Mai 2023 in Ver-
bindung mit weiteren Beschleunigungs-
maßnahmen im Buslinienverkehr von einem
weitergehenden Anstieg der Fahrgastzahlen
im öffentlichen Personennahverkehr
auszugehen.
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
Dirk Bögershausen
Rhein-Bus Verkehrsbetrieb GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 55
Rhein-Bus Verkehrsbetrieb GmbH
Firmensitz
Lierenfelder Straße 40
40231 Düsseldorf
Telefon: 0211 97150-0
info@rhein-bus.de
www.rhein-bus.de
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Der Betrieb eines Verkehrsunternehmens
insbesondere des öffentlichen Personennah-
verkehrs (ÖPNV). Das Unternehmen kann
andere Gebietskörperschaften, Verkehrs-
betriebe, Verkehrsverbünde und Zweckver-
bände in Bezug auf Verkehre beraten. Das
Beantragen von Liniengenehmigungen nach
den Paragrafen 42 und 43 des Personen-
beförderungsgesetzes durch die Gesellschaft
im Bedienungsgebiet der Gründungsgesell-
schafter setzt gegenseitiges Einvernehmen
der Gesellschafter voraus. Das gleiche gilt für
den Erwerb der Mitgliedschaft in einem
Verkehrsverbund und den Abschluss von
Verträgen mit einem Verkehrsverbund.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 25.564,59 EUR
Transdev West GmbH 13.037,94 EUR 51,00 %
Rheinbahn AG 12.526,65 EUR 49,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Rhein-Bus Verkehrsbetrieb GmbH
56 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 36 23 13 28
Immaterielle Vermögensgegenstände - - - 0
Sachanlagen 36 23 13 28
Umlaufvermögen 1.229 -741 1.970 1.205
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 1.013 -750 1.763 981
Kasse, Bankguthaben, Schecks 216 9 207 225
Summe AKTIVA 1.265 -718 1.983 1.233
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 251 -189 440 327
Gezeichnetes Kapital 26 0 26 26
Gewinnvortrag / Verlustvortrag 100 -202 302 197
Jahresergebnis 126 13 113 105
Rückstellungen 820 -40 860 696
Verbindlichkeiten 193 -489 683 210
Summe PASSIVA 1.265 -718 1.983 1.233
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 8.221 607 7.615 6.974
Sonstige betriebliche Erträge 71 -14 84 120
Materialaufwand 2.644 -5 2.649 2.527
Personalaufwand 4.864 394 4.470 4.047
Sonstige betriebliche Aufwendungen 577 208 370 322
Abschreibungen 14 -6 19 22
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9 3 6 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1 1 0 1
Steuern vom Einkommen und Ertrag 75 -8 83 69
Ergebnis nach Steuern 126 13 113 106
Sonstige Steuern 0 0 1 0
Jahresergebnis 126 13 113 105
Rhein-Bus Verkehrsbetrieb GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 57
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Rheinbahn AG 749 Forderungen
582 Verbindlichkeiten
7.776 Erträge
2.800 Aufwendungen
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 19,9 -2,3 22,2 26,5
Eigenkapitalrentabilität (in %) 50,1 24,4 25,8 32,2
Mitarbeiteranzahl 112 5 107 103
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr auf-
grund von Änderungen im Leistungsumfang
um 606 Tausend Euro auf 8.221 Tausend
Euro (Vorjahr 7.615 Tausend Euro) ge-
stiegen, was einer Änderung von 8 Prozent
entspricht. Insgesamt wurden 2.337.374
Kilometer im Linienverkehr (Vorjahr
2.332.131 Kilometer) erbracht.
Der Materialaufwand ist gegenüber dem
Vorjahr (2.649 Tausend Euro) um 5 Tausend
Euro auf 2.644 Tausend Euro gesunken (0,2
Prozent). Die Aufwendungen beinhalten
Fahrzeugkosten für die erbrachte Leistung
der Rheinbahn AG. Die Materialaufwands-
quote für das Geschäftsjahr 2023 liegt bei
32 Prozent (Vorjahr 35 Prozent).
Der Personalaufwand ist gegenüber dem
Vorjahr um 394 Tausend Euro auf 4.864
Tausend Euro (Vorjahr 4.470 Tausend Euro)
gestiegen. Die Personalaufwandsquote liegt
bei 59 Prozent (Vorjahr 59 Prozent).
Der Jahresüberschuss liegt bei 126 Tausend
Euro (Vorjahr 113 Tausend Euro). Die ge-
stiegenen Personalaufwendungen konnten
durch höhere Umsatzerlöse kompensiert
werden.
Zur internen Ergebnissteuerung werden die
Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern
analysiert. Zudem wird auch das Betriebs-
ergebnis zur internen Ergebnissteuerung
herangezogen, es ermittelt sich aus dem
Betriebsergebnis nach HGB abzüglich Zinsen
und sonstiger Steuern.
In monatlichen Review-Meetings wird zur
internen Steuerung außerdem das Ergebnis
vor Management Fee nach IFRS analysiert.
Unterschiede zwischen Handelsrecht und
internationaler Rechnungslegung ergeben
sich im Wesentlichen aus unterschiedlichen
Abschreibungsdauern und Bewertungs-
unterschieden bei Rückstellungen.
Vermögens- und Finanzlage
Das langfristig gebundene Vermögen ist im
Verhältnis zur Bilanzsumme sehr gering, da
die für den Linienverkehr benötigten Fahr-
zeuge vom Auftraggeber im Rahmen eines
Dienstleistungsvertrages zur Verfügung
gestellt werden.
Die Erhöhung resultiert aus Anschaffung
neuer Büromöbel und IT-Hardware in der
Verwaltung.
Das kurzfristig gebundene Vermögen setzt
sich aus kurzfristigen Forderungen und
Rhein-Bus Verkehrsbetrieb GmbH
58 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
flüssigen Mitteln zusammen. Die kurz-
fristigen Forderungen von 1.013 Tausend
Euro (Vorjahr 1.763 Tausend Euro) sind zum
Stichtag 31. Dezember 2023 im Vergleich
zum Vorjahr um 750 Tausend Euro
beziehungsweise 43 Prozent gesunken.
Hierbei sanken die Forderungen gegen
verbundene Unternehmen stichtagsbedingt
um 29 Tausend Euro und die Forderungen
gegen Gesellschafter um 672 Tausend Euro.
Das Eigenkapital ist im Vergleich zum
Vorjahr aufgrund der Ausschüttung des
Jahresüberschusses für die Jahre 2020,
2021 und 2022 um 189 Tausend Euro
gesunken auf 251 Tausend Euro (Vorjahr
440 Tausend Euro).
Die Bilanzsumme verringerte sich um 718
Tausend Euro gegenüber dem Vorjahr auf
1.265 Tausend Euro. Dies resultiert aus um
40 Tausend Euro gesunkenen Rückstel-
lungen bei stichtagsbedingt um 489 Tausend
Euro gesunkenen kurzfristigen Verbind-
lichkeiten.
Die Eigenkapitalquote sinkt von 22,2 Prozent
auf 19,8 Prozent.
Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im
Wesentlichen über ein Cash-Management-
System mit der Transdev GmbH, Berlin,
welches unter Einhaltung einer Frist von drei
Monaten zum Monatsende gekündigt werden
kann. Eine Kündigung ist bisher nicht
erfolgt. Die Gesellschaft verfügt über einen
Kreditrahmen von 100 Tausend Euro.
Die Veränderung des Finanzmittelfonds zum
31. Dezember 2023 um 9 Tausend Euro auf
216 Tausend Euro resultiert aus positivem
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
(376 Tausend Euro) und einem höheren
negativen Cashflow aus Investitionstätigkeit
(-36 Tausend Euro). Der Cashflow aus
Finanzierungstätigkeit liegt bei einer Cash-
Pool Forderung von 208 Tausend Euro
(Vorjahr 192 Tausend Euro) bei -331 Tau-
send Euro, da die Ausschüttung für die Jahre
2020, 2021 und 2022 von 315 Tausend Euro
vorgenommen worden ist.
Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023
jederzeit in der Lage, ihre fälligen Verbind-
lichkeiten zu bedienen. Durch die Ein-
bindung in das Cash-Management-System
verfügt die Gesellschaft über einen finan-
ziellen Rahmen für das operative Geschäft
und die Finanzierung neuer zukunfts-
sichernder Investitionen.
Chancen und Risiken
Durch die monatliche Analyse der Plan/Ist-
Abweichungen, die durch das regionale
Controlling in Zusammenarbeit mit der
Geschäftsführung erstellt und an die Trans-
dev GmbH, Berlin, gemeldet werden, ist die
Einbettung in das Risikomanagement der
Transdev Gruppe gegeben.
In diesem Rahmen werden besonders die
Auswirkungen folgender Indikatoren
berücksichtigt:
die Entwicklung der Kilometer- und
Stundenleistungen,
die Entwicklung des Dieselpreises,
die Entwicklung des Lohn- und
Gehaltsgefüges im Rahmen der
Tarifentwicklungen
und
die Entwicklung der Krankenquoten.
Im Rahmen des Finanzmanagements
werden mögliche Risiken unter anderem
durch folgende Maßnahmen fortlaufend
überwacht, quantifiziert und nach den
Unternehmenszielen entsprechend aktiv
gesteuert:
Freigabe von Teilbudgets nach
sorgfältiger Risiko- und
Wirtschaftlichkeitsanalyse,
Rhein-Bus Verkehrsbetrieb GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 59
Kostenreduzierungsmaßnahmen zur
Kompensation von Erlösausfällen,
Liquiditätssteuerung ausgehend von
der mittelfristigen Unternehmens-
planung und aktuellen Hochrech-
nungen und Abweichungsanalysen
des Working Capital.
Bei der Planung des Budgets wurden Um-
satzerlöse, Lohnsteigerung und Fahrzeug-
kosten mit den zu diesem Zeitpunkt
bekannten Werten erstellt. Abweichungen
können sich durch Veränderungen der
Leistungen zum Fahrplanwechsel ergeben.
Eine Veränderung der Personalkosten kann
durch Ein- und Austritte von Mitarbeitern
entstehen.
Die Gesellschaft ist bei ihren Aktivitäten
unterschiedlichen Risiken ausgesetzt.
Dabei sieht die Geschäftsführung im
Wesentlichen folgende Risiken, die in
absteigender Reihenfolge hinsichtlich
Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit
dargestellt werden:
Risiko aus Monostruktur der Aufträge
Das für die Gesellschaft bedeutsamste Risiko
ergibt sich aus der Monostruktur der Auf-
träge, welche die Gesellschaft hat. Der weit
überwiegende Teil der Umsatzerlöse wird
aus Aufträgen mit einem Auftraggeber
erzielt. Zur Reduzierung des damit verbun-
denen Risikopotentials werden Anstrengun-
gen unternommen, die Leistungspalette zu
erweitern.
Die bei der Dienstplangestaltung vor-
handenen Produktivitäten müssen gewahrt
werden, da diese einen wesentlichen Beitrag
zur wirtschaftlichen Leistungserstellung
leisten. Somit ist eine optimale Disponierung
von Leerfahrten und InServicefahrten
wichtig. Mögliche Leistungsübernahmen
müssen zukünftig auch dann realisiert
werden, wenn die Leistungen ungünstig
zusammengesetzt sind und nur schwer in
den betrieblichen Ablauf integriert werden
können, solange ein positiver Deckungs-
beitrag erzielt wird.
Risiko steigender Personalkosten
Steigende Personalkosten stellen ebenfalls
ein Risiko für die Gesellschaft dar, da der
wirtschaftliche Vorteil für den Auftraggeber
entfällt, wenn sich das Vergütungsniveau
der Rhein-Bus an das Niveau des Auftrags-
gebers Rheinbahn AG anpasst. Dabei spielen
Gesundheitsmanagement, Erhöhung der
Anwesenheitsquote und Einstellung auf den
demographischen Wandel eine wichtige
Rolle im Zuge der Entwicklung der Personal-
kosten und somit für den Fortbestand der
Gesellschaft. Daher werden diese Themen
konsequent und nachdrücklich weiter-
verfolgt.
Die Weiterbildungserfordernisse im Rahmen
des Berufskraftfahrerqualifikationsgesetzes
sowie steigende Qualitätsansprüche der Auf-
traggeber und Nutzer führen zu steigendem
Aufwand bei Aus- und Weiterbildung des
Fahrpersonals.
Risiken aus Inflation und
Zinsschwankungen
Durch den mit dem Auftraggeber verein-
barten Vertrag sind die Steigerung der
Inflation und die schwankenden Zinssätze
für das Geschäft der Rhein-Bus nicht
relevant. Die höheren Lohnkosten durch
Zahlung einer Inflationsausgleichsprämie
werden in der Berechnung an den
Auftraggeber berücksichtigt.
Der Vertrag der Rhein-Bus mit dem
kommunalen Auftraggeber über die
Fahrzeugkosten beinhaltet einen festen
Kilometer-Preis, der nicht dem
schwankenden Diesel preis unterliegt.
Aktuell wird nicht von einer Bestands-
gefährdung ausgegangen.
Rhein-Bus Verkehrsbetrieb GmbH
60 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
Thomas Dödtmann
ELBA Omnibusreisen GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 61
ELBA Omnibusreisen GmbH
Firmensitz
Lierenfelder Straße 40
40231 Düsseldorf
Telefon: 0211 582-4743
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Auftragsweise Durchführung von Linienver-
kehren mit Omnibussen und übrigen Ver-
kehrsmitteln, Vermietung von Omnibussen
und Personenkraftwagen, Vertretung anderer
Verkehrsgesellschaften, Durchführung und
Abwicklung einschlägiger Geschäfte und
deren Ausdehnung auf verwandte Gewerbe
im Rahmen der kommunalrechtlichen
Möglichkeiten.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 250.000,00 EUR
ELBA Omnibusreisen GmbH 62.500,00 EUR 25,00 %
Rheinbahn AG 62.500,00 EUR 25,00 %
Stadtwerke Remscheid GmbH 62.500,00 EUR 25,00 %
Stadtwerke Solingen GmbH 62.500,00 EUR 25,00 %
Beteiligungen
ELBA Omnibusreisen GmbH 62.500,00 EUR 25,00 %
ELBA Omnibusreisen GmbH
62 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 424 -1 425 428
Sachanlagen 424 -1 425 428
Umlaufvermögen 671 -141 811 816
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 332 -151 484 538
Kasse, Bankguthaben, Schecks 338 11 328 279
Summe AKTIVA 1.097 -139 1.236 1.244
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 642 -115 757 689
Gezeichnetes Kapital 188 0 188 188
Kapitalrücklage 304 0 304 304
Gewinnrücklagen - - - 0
Gewinnvortrag / Verlustvortrag 265 67 198 -
Jahresergebnis -115 -182 67 198
Rückstellungen 310 -35 345 381
Verbindlichkeiten 145 11 135 174
Summe PASSIVA 1.097 -139 1.236 1.244
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 6.240 -749 6.989 7.523
Sonstige betriebliche Erträge 50 9 41 32
Materialaufwand 1.379 -351 1.730 1.883
Personalaufwand 4.712 -186 4.899 5.167
Sonstige betriebliche Aufwendungen 308 -3 311 299
Abschreibungen 2 -2 4 5
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1 0 1 1
Steuern vom Einkommen und Ertrag -1 -15 15 0
Ergebnis nach Steuern -112 -182 70 201
Sonstige Steuern 3 0 3 3
Jahresergebnis -115 -182 67 198
ELBA Omnibusreisen GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 63
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Rheinbahn AG 287 Forderungen
107 Verbindlichkeiten
2.784 Erträge
929 Aufwendungen
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 58,5 -2,7 61,2 55,4
Eigenkapitalrentabilität (in %) -17,5 -26,7 9,2 29,1
Verschuldungsgrad (in %) 70,9 7,6 63,4 80,5
Umsatzrentabilität (in %) -1,8 -2,8 1,0 2,6
Mitarbeiteranzahl 124 -2 126 139
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Die Umsatzerlöse verringerten sich fahrleis-
tungsbedingt in 2023 um 11 Prozent gegen-
über dem Vorjahr. Die Umsatzerlöse ver-
ringerten sich im Berichtsjahr gegenüber
dem Vorjahr um 748,8 Tausend Euro auf
6.239,8 Tausend Euro.
Das Grundstück „Lüntenbecker Weg“ in
Wuppertal ist seit dem 2. Quartal 2013
vermietet. Die Mieteinnahmen des unbe-
bauten, asphaltierten Grundstücks tragen
mit 61,2 Tausend Euro (Vorjahr 61,2 Tau-
send Euro) zum Ergebnis bei.
Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten
sich gegenüber 2022 um 9,4 Tausend Euro
primär durch eine Erstattung aus einer Be-
triebsprüfung aus Vorjahren auf 50,1 Tau-
send Euro.
Der Materialaufwand (im Wesentlichen
Anmietkosten für Fahrzeuge zur Leis-
tungserbringung) verringerte sich fahr-
leistungsbedingt gegenüber dem Vorjahr um
350,7 Tausend Euro auf 1.379,4 Tausend
Euro.
Der Personalaufwand verringerte sich
gegenüber dem Vorjahr um 186,3 Tausend
Euro auf insgesamt 4.712,4 Tausend Euro.
Der Personalbestand verminderte sich um
zwei Mitarbeitende auf durchschnittlich 124
Mitarbeitende.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
verringerten sich gegenüber dem Vorjahr im
Wesentlichen durch Veränderungen bei den
Werbe- und Insertionskosten um 2,6 Tau-
send Euro auf insgesamt 308,1 Tausend
Euro.
Der Jahresfehlbetrag im Berichtsjahr 2023
beträgt -114,8 Tausend Euro.
Vermögens- und Finanzlage
Die Finanzlage der Gesellschaft ist geordnet.
In 2023 sind keine Liquiditätsengpässe auf-
getreten.
Für die Gesellschaft besteht ein Konto-
korrentkredit in Höhe von 200 Tausend
Euro; diese Kreditlinie wurde in 2023
geringfügig in Anspruch genommen. Zum
ELBA Omnibusreisen GmbH
64 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
31. Dezember 2023 bestanden keine
Verbindlichkeiten gegenüber Kredit-
instituten.
Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum
Vorjahr um 138,9 Tausend Euro auf 1.097,2
Tausend Euro vermindert.
Das Anlagevermögen besteht hauptsächlich
aus dem im Besitz der Gesellschaft befind-
lichen Grundstück „Lüntenbecker Weg“ in
Wuppertal, mit einem Bilanzwert in Höhe
von 420,0 Tausend Euro.
Die Verringerung des Umlaufvermögens um
140,5 Tausend Euro resultiert im Wesent-
lichen stichtagsbedingt aus der Verringerung
der Forderungen gegen Gesellschafter. Das
Guthaben bei Kreditinstituten stieg gegen-
über dem Vorjahr leicht um 10,8 Tausend
Euro an.
Auf der Passivseite verringerte sich das
Eigenkapital im Vergleich zum Vorjahr um
114,8 auf 641,9 Tausend Euro. Die Eigen-
kapitalquote verringerte sich gegenüber
dem Vorjahr um 3 Prozentpunkte von 61
Prozent in 2022 auf 58 Prozent in 2023. Das
gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage
blieben gegenüber dem Vorjahr unver-
ändert. Der Gewinnvortrag erhöhte sich
aufgrund des Ergebnisses aus dem Vorjahr
um 67,3 Tausend Euro; das Ergebnis des
Berichtsjahres verminderte sich um 182,1
Tausend Euro von einem Jahresüberschuss
des Vorjahres in Höhe von 67,3 Tausend
Euro auf einen Jahresfehlbetrag im Berichts-
jahr in Höhe von -114,8 Tausend Euro.
Die Rückstellungen verringerten sich gegen-
über dem Vorjahr um 35,1 Tausend Euro auf
309,9 Tausend Euro durch einen Anstieg der
Steuerrückstellungen um 8,9 Tausend Euro
und einen Rückgang der sonstigen Rück-
stellungen um 44,0 Tausend Euro. Der
Rückgang der sonstigen Rückstellungen ist
im Wesentlichen aufgrund des Jahreser-
gebnisses und somit des Rückganges der
Rückstellung für Prämien um 34,0 Tausend
Euro begründet.
Die Verbindlichkeiten stiegen gegenüber
dem Vorjahr um 11,0 Tausend Euro auf
145,5 Tausend Euro. Die Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen verringerten
sich stichtagsbedingt um 4,1 Tausend Euro,
die Verbindlichkeiten gegenüber Gesell-
schafterinnen erhöhten sich um 38,4 Tau-
send Euro, sonstige Verbindlichkeiten
verringerten sich um 23,3 Tausend Euro.
Chancen und Risiken
Die Risiken werden anhand eines Risiko-
kataloges laufend überwacht und nach ihrer
Risikostruktur und Eintrittswahrschein-
lichkeit bewertet. Die Darstellung der
Risiken erfolgt in der Reihenfolge einer
abnehmenden Bedeutung für die Gesell-
schaft. Mit Blick auf die aktuell vorliegende
Situation am Arbeitsmarkt bestehen Risiken
in Form einer ausreichenden Fahrpersonal-
gewinnung zur vollständigen Erfüllung der
Leistungsnachfrage seitens der Gesellschaf-
terinnen.
Weitere Risiken liegen für die Gesellschaft
im Fortfall der Konzessionen bei den Gesell-
schafterinnen und dem damit verbundenen
Wegfall der Auftragsgrundlagen. Das Risiko
des Personalmangels in Verbindung mit den
Herausforderungen der Mitarbeiterge-
winnung besteht weiterhin aufgrund der
vorliegenden Situation am Arbeitsmarkt
einerseits; andererseits aufgrund der stetig
hohen Nachfrage nach Fahrpersonal seitens
der kommunalen Verkehrsbetriebe, welche
durch das Angebot von Tarifverträgen des
öffentlichen Sektors regelmäßig attraktiver
für den Markt der arbeitsuchenden Be-
werbenden sind. Zusätzliche Risiken liegen
im Entfall von Fahrleistungsverträgen der
Gesellschafterinnen ohne Folgeaufträge.
Bestandsgefährdende Risiken sind aus Sicht
der Geschäftsführung nicht zu erkennen.
ELBA Omnibusreisen GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 65
Unter der Prämisse der Beibehaltung des
Tarifunterschiedes zwischen kommunalen
und privaten Verkehrsbetrieben besteht für
ELBA weiterhin die Chance der kosten-
günstigeren Leistungserbringung. Hierdurch
ist ELBA als Beteiligungsgesellschaft zur
Erbringung von Busleistungen weiterhin
betriebswirtschaftlich für ihre Gesellschaf-
terinnen attraktiv.
Chancen für die gesamte ÖPNV-Branche
bestehen im wachsenden Umweltbe-
wusstsein der Bevölkerung und einer
Attraktivitätssteigerung des ÖPNV in
Düsseldorf, Remscheid und Solingen.
Weiterhin ist durch die Einführung des
Deutschlandtickets seit Mai 2023 in Ver-
bindung mit weiteren Beschleunigungsmaß-
nahmen im Buslinienverkehr von einem
weitergehenden Anstieg der Fahrgastzahlen
im öffentlichen Personennahverkehr auszu-
gehen.
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
Dirk Bögershausen
DWG Wohnen GmbH
66 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
DWG Wohnen GmbH
Firmensitz
Wagnerstraße 29
40212 Düsseldorf
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gegenstand des Unternehmens ist der Er-
werb, das Halten, das Verwalten und die
Verwertung von Grundstücken und grund-
stücksgleichen Rechten (zusammen "Grund-
stücke"), von dinglichen Rechten an Grund-
stücken Dritter und die Wahrnehmung aller
damit im Zusammenhang stehenden
Angelegenheiten.
Die Gesellschaft ist berechtigt, sich an
anderen Unternehmen zu beteiligen.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 500.000,00 EUR
Düsseldorfer Wohnungsgenossenschaft eG 375.500,00 EUR 75,10 %
Rheinbahn AG 124.500,00 EUR 24,90 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
DWG Wohnen GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 67
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 60.199 6.549 53.650 48.417
Sachanlagen 60.199 6.549 53.650 48.417
Umlaufvermögen 7.103 -2.167 9.270 8.073
Vorräte 1.541 207 1.334 1.244
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 188 117 71 82
Kasse, Bankguthaben, Schecks 5.373 -2.491 7.864 6.746
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0 0 1
Summe AKTIVA 67.301 4.381 62.920 56.491
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 24.971 713 24.258 23.059
Gezeichnetes Kapital 500 0 500 500
Kapitalrücklage 15.765 0 15.765 15.765
Gewinnrücklagen 7.993 1.199 6.795 5.839
Jahresergebnis 713 -485 1.199 955
Rückstellungen 391 154 237 210
Verbindlichkeiten 40.799 3.548 37.251 32.005
Rechnungsabgrenzungsposten 550 -33 583 616
Passive latente Steuern 591 -1 592 602
Summe PASSIVA 67.301 4.381 62.920 56.491
DWG Wohnen GmbH
68 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 5.924 0 5.924 5.883
Bestandsveränderungen 207 117 90 122
Sonstige betriebliche Erträge 203 128 75 122
Materialaufwand 2.949 615 2.334 2.477
Sonstige betriebliche Aufwendungen 390 6 384 558
Abschreibungen 1.019 -9 1.028 1.053
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13 3 10 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.027 213 814 790
Steuern vom Einkommen und Ertrag 135 -91 226 180
Ergebnis nach Steuern 827 -485 1.312 1.069
Sonstige Steuern 113 0 113 113
Jahresergebnis 713 -485 1.199 955
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 37,1 -1,5 38,6 40,8
Eigenkapitalrentabilität (in %) 2,9 -2,1 4,9 4,1
Anlagendeckung (in %) 41,5 -3,7 45,2 47,6
Umsatzrentabilität (in %) 12,0 -8,2 20,2 16,2
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr
2023 weist einen Jahresüberschuss von 713
Tausend Euro (Vorjahr 1.199 Tausend Euro)
aus. Das prognostizierte Jahresergebnis für
2023 in Höhe von 527 Tausend Euro wurde
von geringeren Aufwendungen der Hausbe-
wirtschaftung beeinflusst (151 Tausend
Euro). Es ist beabsichtigt, den Jahresüber-
schuss 2023 von 713.323,26 Euro ebenfalls
in voller Höhe in die freien Rücklagen
einzustellen. Der Jahresüberschuss 2023
wird maßgeblich durch das Ergebnis der
Hausbewirtschaftung geprägt, die den
Schwerpunkt der betrieblichen Tätigkeit
bildet. Die Minderung des Jahresergebnisses
im Vorjahresvergleich steht im Zusam-
menhang mit höheren Instandhaltungs- und
Zinsaufwendungen. Daneben hat sich
insbesondere die Steigerung der Umsatz-
erlöse aus der Hausbewirtschaftung im
DWG Wohnen GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 69
Jahresergebnis niedergeschlagen. Der
Jahresüberschuss 2022 in Höhe von
1.198.785,12 Euro wurde in voller Höhe in
die freien Rücklagen eingestellt. Es ist keine
Gewinnausschüttung an die Gesellschafter
geplant.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember
2023 67,3 Mio. Euro. Die Vermögens- und
Kapitalverhältnisse der DWG Wohnen GmbH
sind geordnet. Am 31. Dezember 2023
waren die langfristig angelegten Vermögens-
werte bis auf 4.201 Tausend Euro durch
Eigenkapital und langfristige Verbindlich-
keiten gedeckt. Zur Finanzierung der Unter-
deckung steht ein noch nicht abgerufenes
Volumen der Rahmenkreditvereinbarung mit
der Düsseldorfer Wohnungsgenossenschaft
eG von 8.750 Tausend Euro zur Verfügung.
Im Geschäftsjahr 2018 hat die Gesellschaft
zur Finanzierung zukünftiger Bauvorhaben
einen Darlehensvertrag mit der Düsseldorfer
Wohnungsgenossenschaft eG über 15 Mio.
Euro abgeschlossen. Bis zum 31. Dezember
2023 wurden hieraus bislang 6,25 Mio. Euro
angefordert und ausgezahlt.
Die Zahlungsbereitschaft war und ist jeder-
zeit gewährleistet. Die Finanzierung der für
das Jahr 2024 geplanten Instandhaltungs-
und Modernisierungstätigkeit (1,5 Mio. Euro)
ist durch Eigen- und Fremdmittel gesichert.
Chancen und Risiken
Risiken
Als latente Risiken werden die allgemeine
wirtschaftliche Entwicklung, insbesondere
die steigenden Zinsen, die nach wie vor
hohen Energiekosten und die daraus
resultierenden geringer werdenden verfüg-
baren Nettoeinkommen, insbesondere bei
zukünftigen Seniorenhaushalten, gesehen.
Es wird tendenziell ein Ansteigen der Miet-
ausfälle erwartet; diese sind entsprechend
im Wirtschaftsplan berücksichtigt.
Verstärkt wird dies noch durch eine immer
noch deutlich zu hohe Inflationsrate, die
neben den hohen Energiekosten die Mieter
stark belastet und hierdurch den Spielraum
für künftige Mieterhöhungen einschränken
könnte.
Die Anfang 2023 von der Bundesregierung
eingeführten und mittlerweile ausgelaufenen
Energiepreisbremsen haben dazu beige-
tragen, sowohl die Vorauszahlungen der
Mieter an die Genossenschaft als auch die
Vorauszahlungen an die Energieversorger zu
begrenzen. Es wird daher auch zukünftig
von keinen Liquiditätsengpässen ausge-
gangen.
Es besteht bedingt durch die mehrfache
Erhöhung der Leitzinsen durch die Euro-
päische Zentralbank ein Zinsänderungs-
risiko. Es liegen allerdings derzeit keine
Prolongationen von bestehenden Darlehen
an, ebenso sind derzeit keine größeren
Neuaufnahmen von Kapitalmarktdarlehen
geplant. Für die Finanzierung von Neubau-
und Modernisierungsvorhaben werden
verstärkt Fördermittel der NRW.Bank und
der KFW-Bank eingesetzt. Es wird aber von
sinkenden Zinsen im 2. Halbjahr 2024
ausgegangen.
Es gilt nach wie vor, dass aufgrund der
hohen Baukosten, der Lieferengpässe bei
verschiedenen Baumaterialien und der
Fachkräftemangel im Handwerk es dazu
führt, dass jedes geplante Neubauprojekt
aktuell mehrfach auf seine Durchführbarkeit
und Wirtschaftlichkeit analysiert wird und es
nicht auszuschließen ist, dass in Zukunft
Projekte wegen mangelnder Wirtschaft-
lichkeit verschoben oder ganz abgesagt
werden.
DWG Wohnen GmbH
70 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Den Risiken aus dem Alter des Wohnungs-
bestandes und der Altersstruktur der
Mitglieder /Mieter versucht die DWG durch
zeitgemäßes Auftreten am Markt unter
Nutzung der neuen Medien, durch Verbes-
serung der technischen Ausstattung der
Wohnungen und durch Modernisierungen
entgegenzuwirken.
Insgesamt stellt die Klimaschutzgesetz-
gebung und die damit verbundene Regu-
latorik die Wohnungswirtschaft vor erheb-
liche Herausforderungen. In der Zusammen-
arbeit mit dem Beratungsunternehmen IWB
aus Braunschweig wird eine Klimaschutz-
strategie entwickelt, um an der nachhaltigen
Entwicklung der Bestände zu arbeiten.
Die Bundesregierung hat bereits seit 2021
eine CO2-Bepreisung für die Bereiche
Wärme und Verkehr eingeführt. Seit dem
Jahr 2023 erfolgt eine Aufteilung der Kosten
zwischen Mieter und Vermieter nach einem
Mehrstufenmodell auf Basis des CO2-Aus-
stosses eines Gebäudes, sowohl für Gas als
auch für Fernwärme. Grundlage hierfür ist
das neugeschaffene Kohlendioxidkostenauf-
teilungsgesetz. Der Mehraufwand für die
Gesellschaft sowie die Erstattungsansprüche
für diejenigen Mieter, bei denen eine
Kostenaufteilung auf Grund von Selbstver-
sorgung nicht möglich ist, wird sich erst im
Jahr 2024 näher spezifizieren lassen. Ein
unverhältnismäßig hoher Verwaltungs-
aufwand
steht hier einem voraussichtlich nur
geringen Einspareffekt gegenüber. Die
Geschäftsführung wird die weitere
Entwicklung fortlaufend beobachten.
Die in den letzten zwei Jahren unsichere
Förderpolitik der Bundesregierung für
Mietwohnungsneubau und -sanierung wird
als weiteres Risiko für die zukünftige
Entwicklung gesehen.
Chancen
Es besteht ein Früherkennungssystem für
bestandsgefährdende Bereiche. Es werden
Informationen gesammelt, die Frühwarnindi-
katoren liefern. Im Vordergrund steht dabei
das Bestreben, Veränderungen so rechtzeitig
zu erkennen, dass durch geeignete Maß-
nahmen wesentliche negative Einflüsse auf
die Unternehmensentwicklung abgewendet
werden können.
Generell nimmt die Nachfrage nach
Wohnungen mit entsprechender Ausstattung
und in guten Wohnlagen weiter zu, während
einfach ausgestattete Wohnungen in
einfachen Lagen nach wie vor schwierig zu
vermieten sind.
Neben der Durchführung der bislang ge-
planten Neubaumaßnahmen wird vor allem
in den nächsten Jahren die energetische
Modernisierung des Wohnungsbestandes im
Hinblick auf die zu erreichende Klima-
neutralität den Schwerpunkt der unter-
nehmerischen Tätigkeit bilden.
Im Rahmen der energetischen Quartiers-
entwicklungen entstehen durch Rückbau
alter Bestände und Nachverdichtung neue
moderne Wohnungen, ohne dass neue
Grundstücke erworben werden müssen.
Der Wohnungsbestand wird aufgrund seines
technischen Zustands und der Lage voraus-
sichtlich auch in Zukunft umfassend nach-
gefragt, sodass die Chancen bestehen, im
Rahmen der Entwicklung der Mietrichtwert-
Tabelle Düsseldorf auch künftig moderate
Nutzungsgebührenanpassungen vorzu-
nehmen und damit die Jahresergebnisse
positiv zu gestalten.
Von den knapp 8.000 Wohnungen der DWG
Gruppe werden etwa 4.500 durch Gas-
zentralheizungen mit Wärme versorgt. Diese
Heizungen wurden überwiegend 2019 im
Rahmen eines Wärmecontractingmodells
neu eingebaut. 83 Wohnungen werden
durch Wärmepumpen beheizt, in der
Tochtergesellschaft DWG Wohnen GmbH
befinden sich noch 181 Gasetagen-
heizungen, die im Rahmen von Wohnungs-
modernisierungen erneuert werden. Rund
3.000 Wohnungen sind an das Fernwärme-
netz der Stadtwerke Düsseldorf angeschlos-
sen. Weitere wenige Wohneinheiten werden
DWG Wohnen GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 71
durch die Mieter selbst beheizt oder es
handelt sich um geplante Bestandsersatz-
maßnahmen, bei den noch ältere Gas-
zentralheizungen im Einsatz sind.
Organe und deren Zusammensetzung
Aufsichtsrat
Vorsitz
Peter Preuß
1. Stellvertretung Vorsitz
Eva Bernert
2. Stellvertretung Vorsitz
Philipp Arnold
Mitglied
Hermann-Josef Burghaus
Klaus Rabe
Dr. jur. Peter Schaffner
Prof. Jörg Stollmann
Norbert Tabke
Sandra Winter
Jutta Zülow
Geschäftsführung
Thorsten Karrenberg
Heiko Leonhard
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und
Verwaltungsräten nach Geschlecht
Dem Aufsichts- oder Verwaltungsräten in diesem Unternehmen gehören zum 31.12.2023 von
den insgesamt 10 Mitgliedern 3 Frauen an (Frauenanteil 30,0 Prozent)
Damit wird der im Paragraf 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von
40 Prozent nicht erreicht/unterschritten.
Flughafen Düsseldorf GmbH
72 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Flughafen Düsseldorf GmbH
Firmensitz
Flughafenstraße 105
40474 Düsseldorf
Telefon: 0211 421-0
customerservice@dus.com
www.dus.com
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gegenstand des Unternehmens ist die Ein-
richtung und der Betrieb von Flughäfen sowie
die Erbringung beziehungsweise Lieferung
von damit im Zusammenhang stehenden
Leistungen und Produkten.
Die Gesellschaft darf alle Geschäfts betreiben,
die geeignet sind, den Gesellschaftszweck und
die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens zu
fördern.
Die Gesellschaft kann sich auch an Unter-
nehmen, die der Förderung des Luftverkehrs
dienen und deren Haftung beschränkt ist,
beteiligen oder sie errichten.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 50.000.000,00 DM
Airport Partners GmbH 25.000.000,00 DM 50,00 %
Holding der Landeshauptstadt Düsseldorf GmbH 25.000.000,00 DM 50,00 %
Beteiligungen
Flughafen Düsseldorf Energie GmbH 25.000,00 EUR 100,00 %
Flughafen Düsseldorf Ground Handling GmbH 30.000,00 EUR 100,00 %
Flughafen Düsseldorf Immobilien GmbH 1.020.000,00 EUR 100,00 %
Flughafen Düsseldorf Security GmbH 30.000,00 EUR 100,00 %
Japon Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co.
Vermietungs KG 25.000,00 EUR 100,00 %
LAROBA GmbH & Co. KG 24.775,00 EUR 99,10 %
SITA Airport IT GmbH 9.000,00 EUR 30,00 %
Swissport DUS Cargo Services GmbH 17.638,00 EUR 25,10 %
FLUGHAFENGESELLSCHAFT MÖNCHENGLADBACH
Gesellschaft mit beschränkter Haftung 237.425,00 EUR 20,00 %
Flughafen Düsseldorf GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 73
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 998.944 -12.903 1.011.847 1.039.711
Immaterielle Vermögensgegenstände 23.997 -762 24.758 25.671
Sachanlagen 961.555 -15.838 977.392 1.004.331
Finanzanlagen 13.393 3.696 9.697 9.709
Umlaufvermögen 126.956 -77.530 204.486 165.090
Vorräte 4.565 1.025 3.540 3.188
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 41.949 -9.063 51.013 67.896
Kasse, Bankguthaben, Schecks 80.442 -69.492 149.933 94.006
Rechnungsabgrenzungsposten 1.799 -436 2.235 2.673
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der
Vermögensverrechnung 1.790 1.010 780 895
Nicht durch Eigenkapital gedeckter
Fehlbetrag 55.132 -24.681 79.813 67.885
Summe AKTIVA 1.184.622 -114.539 1.299.161 1.276.255
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 0 0 0 0
Gezeichnetes Kapital 25.565 0 25.565 25.565
Kapitalrücklage 80.582 0 80.582 80.582
Gewinnrücklagen 1.230 0 1.230 1.230
Gewinnvortrag / Verlustvortrag -187.190 -11.928 -175.262 -119.257
Jahresergebnis 24.681 36.608 -11.928 -56.006
Nicht gedeckter Fehlbetrag 55.132 -24.681 79.813 67.885
Sonderposten 65.521 -3.283 68.804 72.359
Rückstellungen 61.482 375 61.107 51.695
Verbindlichkeiten 1.055.591 -112.277 1.167.867 1.151.716
Rechnungsabgrenzungsposten 2.028 646 1.382 485
Summe PASSIVA 1.184.622 -114.539 1.299.161 1.276.255
Flughafen Düsseldorf GmbH
74 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 411.523 61.075 350.448 208.523
Andere aktivierte Eigenleistungen 1.648 -554 2.201 2.280
Sonstige betriebliche Erträge 21.372 -14.257 35.629 72.752
Materialaufwand 140.032 13.612 126.421 85.467
Personalaufwand 103.269 2.822 100.447 94.354
Sonstige betriebliche Aufwendungen 60.043 9.776 50.267 71.799
Abschreibungen 75.128 600 74.528 74.590
Erträge aus Beteiligungen 121 -249 371 52
Erträge aus Gewinnabführung 531 -325 856 33.014
Aufwendungen aus Verlustübernahme 1.430 -20.149 21.579 18.772
Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanz-AV 0 0 0 1
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.653 3.025 1.627 184
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 29.916 2.141 27.775 25.470
Steuern vom Einkommen und Ertrag 3.171 3.278 -107 53
Ergebnis nach Steuern 26.859 36.636 -9.777 -53.699
Sonstige Steuern 2.179 28 2.151 2.306
Jahresergebnis 24.681 36.608 -11.928 -56.006
Finanzbeziehungen (in TEUR)
D.LIVE GmbH & Co. KG 60 Verbindlichkeiten
139 Erträge
52 Aufwendungen
Holding der Landeshauptstadt Düsseldorf GmbH 57.472 Verbindlichkeiten
3.681 Aufwendungen
Jugendberufshilfe Düsseldorf gGmbH 73 Erträge
467 Aufwendungen
Rheinbahn AG 1.000 Erträge
131 Aufwendungen
Stadtentwässerungsbetrieb der LHD 250 Aufwendungen
Werkstatt für angepasste Arbeit GmbH 154 Erträge
24 Aufwendungen
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzrentabilität (in %) 6,0 9,4 -3,4 -26,9
Mitarbeiteranzahl 1.241 24 1.217 1.240
Passagiere 19.101.776 3.047.731 16.054.045 7.938.717
Flugbewegungen 142.624 11.971 130.653 72.793
Flughafen Düsseldorf GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 75
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Bei einem Gesamtumsatz von 411.523 Tau-
send Euro (Vorjahr: 350.448 Tausend Euro)
erzielte die Flughafen Düsseldorf GmbH
(FDG) erstmalig nach der Corona-Pandemie
wieder einen Jahresüberschuss in Höhe von
24.681 Tausend Euro (Vorjahr Jahresfehl-
betrag: 11.928 Tausend Euro).
Die Erlöse aus Flughafenentgelten erholten
sich in 2023 weiterhin deutlich um 36.193
Tausend Euro beziehungsweise 20,0 Prozent
auf 217.359 Tausend Euro (Vorjahr:
181.166 Tausend Euro). Die Erlöse aus
Flughafenentgelten setzen sich im Wesent-
lichen zusammen aus Lande- und Startent-
gelten sowie Passagierentgelten. Diese sind
mit 214.263 Tausend Euro (Vorjahr:
178.091 Tausend Euro) gegenüber dem
Vorjahr um 20,3 Prozent ebenfalls deutlich
gestiegen. Die Förderungen gemäß Entgelt-
ordnung führen zu Erlösminderungen im
Jahr 2023 in Höhe von 13.760 Tausend Euro
(Vorjahr: 10.879 Tausend Euro).
Die Erlöse aus Bodenverkehrsdienstleis-
tungen haben sich ebenfalls deutlich um
24,4 Prozent auf 8.733 Tausend Euro
erhöht. Hierin enthalten sind unter anderem
Erlöse aus Abfertigungsentgelten mit 5.865
Tausend Euro (Vorjahr: 5.018 Tausend
Euro) sowie Erlöse aus Sonderleistungen mit
2.868 Tausend Euro (Vorjahr: 2.012 Tau-
send Euro). Die Miet- und Pachterlöse sind
in 2023 um 19.700 Tausend Euro auf
164.647 Tausend Euro gestiegen. Die
Mieterlöse setzen sich zusammen aus der
Vermarktung von Park- und Werbeflächen,
Pacht- und Umsatzmieten (zum Beispiel
F&B-Flächen, Retail-Flächen, Werbeflächen)
sowie Einnahmen aus Versorgungsleis-
tungen. Die Mieterlöse sind auf 108.201
Tausend Euro Tausend Euro angewachsen
(Vorjahr 91.808 Tausend Euro). Die Pacht-
und Umsatzmieten erhöhten sich um 2.981
Tausend Euro beziehungsweise 7,9 Prozent
auf 40.610 Tausend Euro. Die Einnahmen
aus Versorgungsleistungen lagen mit 15.836
Tausend Euro leicht über dem Vorjahr
(15.510 Tausend Euro). Die sonstigen Erlöse
(zum Beispiel Nutzungsentgelte der Lounges
sowie Werkstattleistungen gegenüber
Dritten) erhöhten sich um 20,1 Prozent auf
20.787 Tausend Euro.
Die sonstigen betrieblichen Erträge waren,
wie im Vorjahr, geprägt von Einmaleffekten.
In 2023 reduzierten sich diese um 40 Pro-
zent beziehungsweise 14.257 Tausend Euro
auf 21.372 Tausend Euro. Der Rückgang lag
im Wesentlichen an den im Vorjahr er-
haltenen Corona-Überbrückungshilfen in
Höhe von 13.766 Tausend Euro. Aus den
linearen Auflösungen der Sonderposten
resultieren Erträge in Höhe 4.392 Tausend
Euro (Vorjahr 4.878 Tausend Euro). Davon
entfallen 2.075 Tausend Euro auf die Auf-
lösung des Sonderpostens mit Rücklagen-
anteil. Die Erträge aus der Auflösung von
Rückstellungen gingen leicht um 370 Tau-
send Euro auf 4.695 Tausend Euro zurück.
Aus dem Verkauf der 74,9 Prozent - Anteile
an der Flughafen Düsseldorf Cargo GmbH
zum 01. Januar 2023 ergibt sich im
Berichtszeitraum ein sonstiger betrieblicher
Ertrag in Höhe von 4.277 Tausend Euro.
Die Aufwendungen stiegen, geprägt durch
Ausgaben zur Qualitätssicherung, im Ver-
gleich zum Vorjahr, deutlich. Der Material-
aufwand in Höhe von 140.032 Tausend Euro
(Vorjahr: 126.421 Tausend Euro) setzt sich
zusammen aus den Aufwendungen für Roh-
Hilfs- und Betriebsstoffe sowie den be-
zogenen Leistungen. Es erfolgt erstmalig der
Ausweis der Bewachungs- und Sicherheits-
dienstleistungen unter den Materialauf-
wendungen. Für Roh-, Hilfs- und Betriebs-
stoffe stiegen die Aufwendungen um 10,8
Prozent in 2023 auf 30.585 Tausend Euro.
Diese umfassen den Energieverbrauch, die
Erbpacht für das Betriebsgelände, bestim-
mte Miet- und Leasingaufwendungen,
Flughafen Düsseldorf GmbH
76 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Müllentsorgungs- und Abwasserkosten sowie
Instandhaltungsaufwendungen und weitere
Fremdleistungen.
Als Materialkosten im engeren Sinne sind
unter anderem Werkstatt-, Reparatur- und
Verbrauchsmaterialien sowie Enteisungs-
mittel erfasst. Die bezogenen Leistungen
erhöhten sich ebenfalls um 10,8 Prozent
beziehungsweise 10.641 Tausend Euro auf
109.447 Tausend Euro.
Der Anstieg der Personalkosten in Höhe von
2.822 Tausend Euro auf 103.269 Tausend
Euro resultiert im Wesentlichen aus der
Tarifsteigerung zum 1. April 2022 um 1,8
Prozent, die erstmalig für das komplette
Berichtsjahr greift sowie die mit Tarifab-
schluss in 2023 vereinbarte Inflations-
ausgleichsprämie. Auch der Anstieg der
Beschäftigten führte zu einer Erhöhung des
Personalaufwandes.
Waren zum Stichtag des Vorjahres noch
1.238 Mitarbeiter*innen inklusive Auszu-
bildende bei der FDG beschäftigt erhöhte
sich die Anzahl im Berichtszeitraum auf
1.264.
Die Abschreibungen in Höhe von 75.128
Tausend Euro liegen nur leicht über Vor-
jahresniveau (Vorjahr: 74.528 Tausend
Euro). Es wurden Abschreibungen für
Immaterielle Vermögenwerte in Höhe von
1.535 Tausend Euro sowie für Sachanlage-
vermögen in Höhe von 73.171 Tausend Euro
verbucht. Außerplanmäßige Abschreibungen
wurden darüber hinaus in Höhe von 94 Tau-
send Euro für Anlagen in Bau erfasst, da
Baumaßnahmen nicht zur Ausführung ge-
kommen sind und auch nicht mehr weiter
verfolgt werden.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
beinhalten unter anderem Aufwendungen für
die Öffentlichkeits-und Marketingarbeit,
Einzelwertberichtigungen auf Forderungen,
EDV-Kosten, Rechts- und Beratungskosten,
Aufwendungen für Versicherungsprämien
sowie Kosten des Geldverkehrs. Die sons-
tigen betrieblichen Aufwendungen stiegen
im Berichtszeitraum deutlich von insgesamt
50.267 Tausend Euro um 9.776 Tausend
Euro auf 60.043 Tausend Euro. Diese setzen
sich im Wesentlichen aus dem EDV- Auf-
wand (24.670 Tausend Euro, Anstieg um
18,4 Prozent), aus Rechts- und Beratungs-
kosten (3.956 Tausend Euro, Anstieg um
18,4 Prozent) sowie den sonstigen
Fremdleistungen (5.503, Anstieg um 60,0
Prozent) zusammen.
Aus den zuvor beschriebenen Entwicklungen
ergibt sich ein operatives Ergebnis von
56.070 (Vorjahr: 36.615 Tausend Euro).
Damit einhergehend wurde ein EBITDA in
Höhe von 130.421 Tausend Euro (Vorjahr:
90.791 Tausend Euro) und eine EBITDA-
Marge von 31,7 Prozent (Vorjahr: 25,9
Prozent) erreicht.
Aufgrund des bestehenden Ergebnisab-
führungsvertrags wurden die Verluste der
Flughafen Düsseldorf Immobilien GmbH in
Höhe von 1.430 Tausend Euro (Vorjahr:
21.579 Tausend Euro) übernommen.
Die Flughafen Düsseldorf Energie GmbH
erwirtschaftete einen Jahresüberschuss in
Höhe von 531 Tausend Euro (Vorjahr: 856
Tausend Euro), welcher im Rahmen des
bestehenden Ergebnisabführungsvertrages
an die FDG abgeführt wurde.
Die Erträge aus Beteiligungen betrugen 121
Tausend Euro (Vorjahr: 371 Tausend Euro)
und resultieren aus Gewinnausschüttungen
der SAIT. Die Ausschüttung der Swissport
DUS Service GmbH (ehemals Flughafen
Düsseldorf Cargo GmbH) entfällt mangels
Schüttungsfähigkeit.
Der Zinsaufwand stieg um 7,7 Prozent von
27.774 Tausend Euro auf 29.916 Tausend
Euro im Berichtszeitraum. Ebenfalls stieg
der Zinsertrag deutlich um 3.027 Tausend
Euro auf 4.653 Tausend Euro. Die Anstiege
sind auf die im Berichtszeitraum gestiege-
nen Marktzinsen zurück zu führen.
Flughafen Düsseldorf GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 77
Vermögens- und Finanzlage
Das mittel- und langfristig gebundene
Vermögen (ohne Rechnungsabgrenzungs-
posten) reduzierte sich von 1.011.847
Tausend Euro in 2022 auf 998.944 Tausend
Euro im Berichtsjahr.
Das Sachanlagevermögen ging um 15.838
Tausend Euro auf 961.555 Tausend Euro
zurück. Der Rückgang ist im Wesentlichen
durch die laufende Abschreibung begründet.
Zugänge gab es bei den Flughafenanlagen in
Höhe von 8.080 Tausend Euro, davon 2.656
Tausend Euro durch die Aktivierung der
Maßnahmen im Flugsteig A.
Die Änderungen in den Finanzanlagen ist auf
den Verkauf der 74,9 Prozent- Anteile an
der Swissport DUS Service GmbH (ehemals
Flughafen Düsseldorf Cargo GmbH) zum 01.
Januar 2023 zurück zu führen. In diesem
Zusammenhang wurde die in 2020 wert-
berichtigten Anteil vor Verkauf wieder
zugeschrieben. Des Weiteren erfolgt erst-
malig gegenüber der Swissport DUS Service
GmbH der Ausweis eine Ausleihung gegen
Unternehmern, mit denen ein Beteiligungs-
verhältnis besteht, in Höhe von 1.506 Tau-
send Euro.
Das kurzfristig gebundene Vermögen setzt
sich zusammen aus Vorräten, Forderungen
und sonstigen Vermögenwerten sowie
flüssigen Mitteln (inklusive Rechnungsab-
grenzungsposten). Im Vergleich zum
Vorjahr hat sich dies um 77.966 Tausend
Euro auf 128.756 Tausend Euro reduziert.
Die unter den Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen ausgewiesenen Kunden-
forderungen erhöhten sich, auch aufgrund
des gestiegenen Passagiervolumens, im
Berichtsjahr um 3.032 Tausend Euro auf
18.927 Tausend Euro.
In der Gesamtbetrachtung beurteilt die
Geschäftsführung den Geschäftsverlauf
während des Berichtsjahrs sowie die
Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der
FDG zum Ende des Geschäftsjahres 2023 als
weiterhin herausfordernd, jedoch aufgrund
der umgesetzten Maßnahmen zur Kosten-
einsparung in den Vorjahren, der abge-
schlossenen Restrukturierung und der
abgeschlossenen Finanzierung, als
beherrschbar.
Das gezeichnete Kapital und die Kapital-
rücklage blieben im Vorjahresvergleich
unverändert.
Durch den in 2023 erwirtschafteten Gewinn
in Höhe von 24.681 Tausend Euro ver-
ringerte sich der nicht durch Eigenkapital
gedeckter Fehlbetrag auf 55.132 Tausend
Euro.
Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich
von um 1.237 Tausend Euro auf 53.658
Tausend Euro in 2023. Größere Einzel-
rückstellungen sind neben den personal-
bezogenen Rückstellungen die Rückstel-
lungen für Immissionsschutz-/ Lärmschutz-
programme, sowie Rückstellungen für
ausstehende Eingangsrechnungen. Für
Streckenförderungen gegenüber Airlines
wurden, im Vergleich zum Vorjahr, wieder
höhere Rückstellungen in Höhe von 13.962
Tausend Euro (Vorjahr: 11.140 Tausend
Euro) gebildet. Die Rückstellungen für
ausstehende Eingangsrechnungen mit
21.495 Tausend Euro sind leicht unter
Vorjahr 22.409 Tausend Euro.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kredit-
instituten gingen im Vergleich zum Vorjahr
mit 12,3 Prozent auf 798.904 Tausend Euro
zurück. Die Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten setzen sich zusammen aus
bilateralen Darlehen in Höhe von 640.904
Tausend Euro und Restverbindlichkeiten aus
in 2014 und 2020 aufgenommenen Schuld-
scheindarlehen in Höhe von 158.000 Tau-
send Euro. Weiterhin bestehen Verbindlich-
keiten gegenüber weiteren Darlehensgebern
aus in 2014 aufgenommenen Schuldschein-
darlehen sowie bilateral abgeschlossene
Verträge in Höhe von insgesamt 108.500
Tausend Euro.
Flughafen Düsseldorf GmbH
78 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Zur besseren Liquiditätssteuerung wird
überschüssige Liquidität im Rahmen der
bestehenden Betriebsmittelrahmenkredit-
verträge mit Beteiligungsunternehmen
abgezogen. Ausgehend von der handels-
rechtlichen Bilanz betrugen der Mittelzufluss
aus laufender Geschäftstätigkeit im Ge-
schäftsjahr 2023 100.075 Tausend Euro
(Vorjahr: 101.365 Tausend Euro), der
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit 55.989
Tausend Euro (Vorjahr: 46.204 Tausend
Euro) und der Mittelabfluss aus Finan-
zierungstätigkeit 113.577 Tausend Euro
(Vorjahr Mittelzufluss: 766 Tausend Euro).
Nach den Auszahlungen für die Investitions-
tätigkeit, und der Tilgung mittel- und lang-
fristiger Finanzdarlehen beziehungsweise die
Neuaufnahme von Darlehen weist der
Finanzmittelfonds am Ende der Periode
80.442 Tausend Euro (Vorjahr: 149.933
Tausend Euro) aus. Kurzfristige Betriebs-
mittelkredite sind in den Finanzmittelfonds
nicht einbezogen.
Neben der Optimierung der Kosten- und
Risikostruktur der Finanzierung der Gesell-
schaft steht die Fähigkeit der Gesellschaft,
ihren fälligen Zahlungsverpflichtungen
jederzeit nachzukommen, im Mittelpunkt
des Finanzmanagements. Die Liquidität ist
durch die Aufnahme des Gesellschafter-
darlehens über 100.000 Tausend Euro, den
NRW.Bank.Infrastruktur Corona-Kredit über
250.000 Tausend Euro mit 80 prozentiger
Haftungsfreistellung, neuer bilateraler
Darlehen in Höhe von 250.000 Tausend Euro
sowie dem Abschluss eines Förderdarlehens
über 65.000 Tausend Euro auf Grundlage
der derzeitigen Planung bis einschließlich
2025 gesichert. Zudem wurde eine RCF-
Linie über 117.500 Tausend Euro abge-
schlossen, die weitere Liquiditätsbedarfe
abdecken kann.
Chancen und Risiken
Der Luftverkehr hat sich in 2023 nach
schwierigen Corona Jahren weiter erholt und
zu Passagierzahlen von rund 19 Mio. ge-
führt. Die Steigerung gegenüber dem Vor-
jahr betrug circa 20 Prozent. Die Bewe-
gungs- und Passagierzahlen entwickelten
sich dennoch unterdurchschnittlich und
lagen rund 26 Tausend Bewegungen sowie
rund 1,8 Mio. Passagieren unter den Plan-
annahmen. Diese verzögerte Recovery ist
unter anderem auf den ausbleibenden
beziehungsweise nur langsam wachsenden
LowCost Verkehr sowie (Geschäftsreise-)
Verkehr in der gesamten DACH-Region
zurückzuführen. Insbesondere der inner-
deutsche, dezentrale Verkehr (nicht zu den
Hubs FRA & MUC) liegt noch deutlich unter
dem Vorkrisenniveau.
Das Risiko von Streckenstreichungen,
Marktaustritten sowie Auswirkungen der
konjunkturellen Entwicklung durch die
starken Preisanstiege können die Verkehrs-
entwicklung neben den weiter möglichen
Effekten aus Krieg, Terror und Streiks auch
in 2024 negativ beeinflussen. Im Wirt-
schaftsplan 2024 bis 2028 wird für das Jahr
2024 von einem Passagieraufkommen von
mehr als 20 Mio. Passagieren ausgegangen.
Erst für das Jahr 2028 wurde unterstellt, das
Passagieraufkommen aus 2019 wieder zu
erreichen. Man geht davon aus, dass sich
der Flugverkehr nicht sprunghaft, sondern
weiterhin nur schleppend erholt. Durch die
anhaltende Energiekrise und die hohen
Preise ist zu erwarten, dass die allgemeine
Kaufkraft weiter sinkt und sich das geringere
verfügbare Einkommen dann auch auf die
Urlaubsplanung auswirken kann. Für das
Gesamtjahr 2024 besteht daher trotz guter
Prognosen für den Sommerflugplan das
Risiko einer Planunterschreitung.
Hauptsächlich dafür verantwortlich sind die
Flughafen Düsseldorf GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 79
seit Oktober 2023 anhaltende Nahost-Krise
mit dem Potenzial der territorialen Aus-
breitung auf weitere Regionen in Nahost
sowie die Triebwerksprobleme unterschied-
licher Flugzeugmodelle, die sich auch auf
den Standort Düsseldorf auswirken können.
Der Wirtschaftsplan 2024 bis 2028 sieht
eine Annahme für die Erteilung der Betriebs-
genehmigung (Planfeststellungsbeschluss)
vor. Durch den Änderungsantrag, welcher
dem Ministerium im Entwurf Ende Juni 2023
zugeleitet wurde, wird sich die Erteilung
einer neuen Betriebsgenehmigung ver-
zögern. Das Ministerium muss eine Neube-
wertung des geänderten Antrags vor-
nehmen. Dies wird entsprechend Zeit in
Anspruch nehmen. Da die FDG sich aber
noch in einer verzögerten Recovery be-
findet, sind die Auswirkungen insbesondere
in den nächsten Jahren eher gering.
Aufgrund der Corona Pandemie haben sich
die Finanzkennzahlen der FDG stark ver-
schlechtert.
Die Eigenkapitalquote wird im Wirtschafts-
plan erst in 2025 die Marke von 10 Prozent
überschreiten. Zudem wird ein Verschul-
dungsgrad kleiner 5 frühestens in 2027
erwartet.
Das Risiko besteht in der Kündigung von
Darlehensverträgen und Kreditlinien auf-
grund der Nichteinhaltung von vertraglich
fixierten Vereinbarungen. Für den NRW
Corona Kredit und den RCF wurde aufgrund
der Entwicklung in 2023 und des zu er-
wartenden Unterschreitens des Covenants
ein positiver Waiver beschlossen, so dass
der 10 Prozent EK Covenant nun erst zum
31. Dezember 2025 eingehalten werden
muss. Im Jahr 2025 sind aber hohe Neuauf-
nahmen zur Refinanzierung notwendig, die
dann noch unter dem Eindruck einer voraus-
sichtlich knapp unterhalb von 10 Prozent in
2024 liegenden EK-Quote einzuholen sind.
Ein Anstieg des allgemeinen Zinsniveaus
kann sich negativ auf das Zinsergebnis der
FDG niederschlagen. Andererseits kann ein
günstiges Zinsniveau zu geringeren Finan-
zierungskosten gegenüber Plan führen. Die
im letzten Jahr aufgezeigte Chance von
günstigeren Zinssteigerungen ist eingetreten
und wurde im neuen Wirtschaftsplan ver-
arbeitet.
Ein Zinsrisiko auf Grundlage der im Wirt-
schaftsplan unterstellten Zinsveränderungen
wird derzeit nicht gesehen.
Ein Risiko stellt auch die Qualität im Bereich
der Abfertigungsdienstleistungen durch die
am Standort Düsseldorf tätigen BVD-Dienst-
leister dar. Aufgrund der angespannten
Situation auf dem Arbeitsmarkt muss in
2024 weiterhin mit Personalmangel sowohl
bei den BVD-Dienstleistern als auch bei den
Sicherheitskontrollen gerechnet werden.
Die letztjährigen Kompensationsmaßnahmen
der FDG und das Einwirken auf die diversen
Dienstleister zeigten Wirkung und die starke
Feriensaison 2023 konnte mit einer guten
Performance bewältigt werden. Des
Weiteren scheinen sich die Strukturen bei
den Dienstleistern zu festigen. Es kann aber
weiter, speziell in den zu erwartenden
Spitzenstunden, zu Beeinträchtigungen
kommen, wenn von den Dienstleistern nicht
ausreichend Personal zur Verfügung gestellt
wird. Dies kann auch Auswirkungen auf das
Image des Flughafens zeigen, da Per-
formance-Probleme immer direkt mit dem
Flughafen in Verbindung gebracht werden.
Zudem besteht die große Gefahr, dass
Passagiere den Flughafen Düsseldorf nicht
mehr als Flughafen nutzen werden. Die
einzuleitenden personellen Gegenmaß-
nahmen der FDG führen zudem zu Zusatz-
kosten, die nur bedingt im Wirtschaftsplan
2024 enthalten sind und neben dem erheb-
lichen Reputationsschaden einen Teil des
Risikos ausmachen. Ein sich weiter dar-
stellendes Risiko sind nicht auszu-
schließende Marktaustritte von Dienst-
leistern, die erst durch die Pandemie und
nun durch die anhaltende Energiekrise in
zunehmende Zahlungsschwierigkeiten
geraten könnten.
Flughafen Düsseldorf GmbH
80 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Das Risiko von Preissteigerungseffekten in
Folge des Ukraine-Krieges wurde im Plan
größtenteils berücksichtigt. Nichtsdesto-
weniger verbleibt ein Risiko von höheren
Aufwendungen und auch Investitionen aus
einer über Plan liegenden Inflation. Auch die
Energiepreisentwicklung kann sich weiter
ungünstig auf die Kostensituation aus-
wirken.
Das Risiko der ungünstigeren Performance
von Non Aviation-Erlösen beinhaltet insbe-
sondere Planunterschreitungen bei den
Geschäftsfeldern Gastronomie, Verkaufs-
geschäfte und Autovermieter durch Markt-
austritte in Folge der wirtschaftlichen
Situation – insbesondere durch Preis-
steigerungen. Daneben wird auch bei den
Mieten und den Werbe-Erlösen das Risiko
von Planunterschreitungen gesehen, da sich
die Vermarktung seit Corona-Zeiten als sehr
schwierig erweist. Im Bereich Werbung
wurde ab 2022 der Großteil des Werbe-
flächenportfolios an externe Partner über-
geben, die seitdem sowohl die Vermarktung
dieser Flächen als auch die Betriebskosten
übernommen haben.
Im Wirtschaftsplan 2024 bis 2028 sind
standardmäßige Wartungen und auch
verschiedene Instandsetzungsmaßnahmen
berücksichtigt. Dennoch besteht das Risiko
einer Überschreitung des geplanten Budget-
volumens. Aufgrund erforderlicher Ein-
sparungen sind Effekte wie verstärkter
Verschleiß, Defekte oder Alterung der
technischen Anlagen oder Gebäudeteile
nicht auszuschließen. Hinzu kommen
weiterhin bestehende Lieferengpässe,
welche zu Mehrkosten aufgrund erhöhter
Lagerhaltung führen können. Darüber
hinaus sind durch Auslauf von Rahmen-
verträgen zusätzliche Kosten möglich.
Bei der Flughafen Düsseldorf Ground Hand-
ling GmbH existiert das Risiko, dass die
Erlöse aus Transportdiensten (Crew- und
Passagiertransporte) nicht erreicht werden,
was an veränderten Preisanpassungen, aber
insbesondere einer anderen verkehrlichen
Entwicklung liegen kann. Auf Grundlage der
aktuellen konzernweiten Chancen-Risikoein-
schätzung der Verkehrsentwicklung zeigt
sich das Risiko einer ungünstigeren Bewe-
gungsentwicklung ab dem Jahr 2024 mit
Wirkung auf die Erlöse aus Transport-
diensten. Die aktuelle Wirtschaftsplanung
der Enteisungserlöse basiert auf historischen
Werten und der zukünftig erwarteten
Bewegungsentwicklung. Die Schwankungs-
breite der tatsächlich erzielten Umsätze hat
sich in den letzten Jahren erhöht. Daraus
ergibt sich das Risiko, dass die Erlössituation
in einem milden Winter von der Planung
abweicht.
Bei der Flughafen Düsseldorf Immobilien
GmbH (Flughafen Düsseldorf Immobilien
GmbH) besteht das Hauptrisiko in der
Verkaufsplanung der Grundstücke Airport
City 2. Es ist unterstellt, dass in 2024 kein
Baufeld und darauffolgend jeweils ein Bau-
feld pro Jahr verkauft werden kann. Hier ist
es möglich, dass die im Wirtschaftsplan
2024 bis 2028 angenommenen Verkaufser-
löse nicht in der geplanten Höhe realisiert
werden können. Die gestiegenen Bau- und
Finanzierungskosten wirken sich aktuell sehr
negativ auf die Verkaufsbemühungen aus.
Durch die rasante Entwicklung der Informa-
tions- und Kommunikationstechnik und eine
zunehmend fortschreitende Vernetzung
besteht auch aufgrund der stark zugenom-
menen Gefahr von Cyber-Attacken ein
latentes Risikopotential für IT-Systeme von
Unternehmen.
Im Kontext des russischen Angriffskriegs
besteht die Bedrohung vor allem durch
prorussische Hacktivismus-Angriffe, die aber
in der Regel eher als Propagandamittel zu
werten sind. So kann es immer wieder zu
Distributed-Denial-of-Service-Angriffen
(DDoS-Angriffe) kommen, die vornehmlich
auf die Verfügbarkeit von Internetdiensten
zielen und keinen nachhaltigen Schaden
bewirken können wie etwa Ransomware-
Angriffe. Auch der Flughafen Düsseldorf war
im Frühjahr 2023 zweimal von einem DDoS
Flughafen Düsseldorf GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 81
Angriff betroffen. Ransomware bleibt die
aktuelle Hauptbedrohung. Insgesamt zeigt
sich weiterhin eine angespannte bis kritische
Lage. Die Bedrohung im Cyberraum ist so
hoch wie nie zuvor. Zudem sind die Rechts-
anforderungen aus dem IT-Sicherheits-
gesetz in Bezug auf kritische Infrastruktur-
betreiber und die Anforderungen aus der
KRITIS-VO einzuhalten. Ein aktives und
vorbeugendes IT-Sicherheitsmanagement
trägt diesen Themen Rechnung. Darüber
hinaus wird die Einhaltung datenschutz-
technischer Regelungen sichergestellt.
Risiken aus der Verwendung von
Finanzinstrumenten
Weder im Rahmen ihrer Absatztätigkeit noch
im Rahmen ihrer Einkaufstätigkeit unterliegt
die FDG nennenswerten Wechselkursrisiken.
Dem Risiko des Ausfalls von Kundenforde-
rungen wird durch ein umfassendes Mahn-
wesen begegnet. Da im Geschäft der FDG
ein klassisches Kreditlimitsystem nur einge-
schränkt anwendbar ist, werden unter
anderem Kundendeposits, die während der
gesamten Geschäftsbeziehung aufrecht-
zuerhalten sind, erhoben. Auf zweifelhafte
Positionen des Forderungsbestands werden
angemessene Wertberichtigungen gebildet.
Allerdings leiden Airlines, Mieter und Pächter
sowie weitere Partner der FDG unter den
starken Umsatz- und Ergebniseinbrüchen
infolge der Pandemie und den gestiegenen
Preisen.
Es ist auch in 2023 mit verzögerten Zah-
lungen und auch Insolvenzen zu rechnen,
bei denen nicht in jedem Fall genügend
Sicherheiten über Bardeposits und Bürg-
schaften zur Verfügung stehen. Damit
drohen weitere Verluste aus und Wert-
berichtigungen auf Forderungen, die das
Ergebnis der FDG zusätzlich belasten
können.
Zu den Risiken im Verbund- und Beteili-
gungsbereich wird auf die vorstehenden
Ausführungen verwiesen.
Einem Teil der Kreditfinanzierung der FDG
liegt eine variable Verzinsung, regelmäßig
auf EURIBOR-Basis, zugrunde. Die FDG
strebt hier eine umfassende Absicherung
gegen dieses Risiko an, lässt durch die
Nicht-Absicherung eines gewissen kleineren
Teilbestandes aber zugleich Raum für
Zinschancen offen. Über das Absicherungs-
niveau insgesamt sowie über einzelne
Sicherungen entscheidet das sogenannte
Treasury-Board. Per Ende 2023 liegt der
Anteil der festverzinslichen beziehungsweise
per SWAP gesicherten Darlehen bei 95 Pro-
zent. Zur Absicherung bedient sich die FDG
sogenannter Mikro-Hedges.
Als Sicherungsinstrumente kommen Zins-
swaps zum Einsatz. Die Effektivität der
Sicherung wird anhand der sogenannten
critical-terms-match-Methode bestimmt. Für
den Teil der bestehenden Bewertungs-
einheiten, der aufgrund von Unterschieden
in den Critical Terms von Grund- und
Sicherungsgeschäft ineffektiv ist, werden
entsprechende Drohverlustrückstellungen
gebildet. Bei mit Tilgungen versehenen
Kredittranchen wird darauf geachtet, dass
auch das Absicherungsinstrument eine
„Tilgung“ vollzieht. Es wurden teilweise
Zinsswaps abgeschlossen, deren Laufzeit
über die Laufzeit des Grundgeschäftes
hinaus geht (sog. antizipative Zinsswaps).
Zur Wahrung der Bewertungseinheit
zwischen bestehendem Zinsswap und einem
Grundgeschäft wird darauf geachtet, dass
die Planung der FDG Anschlussfinan-
zierungen vorsieht.
In den Darlehensverträgen NRW.Bank.Infra-
struktur Corona über 250 Mio. Euro mit 6
Banken sowie in der konsortialen RCF Linie
über 118 Mio. Euro bestehen sogenannte
Financial Covenants. Deren Nicht-Einhaltung
könnte eine Kündigung der Kredite ab dem
31. Dezember 2023 zur Folge haben. Kon-
kret bestehen Covenants im Hinblick auf
eine wirtschaftliche Eigenkapitalquote.
In der Gesamtbetrachtung wird die aktuelle
Entwicklung der Risikosituation der FDG
Flughafen Düsseldorf GmbH
82 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
auch nach dem Bilanzstichtag als grund-
sätzlich beherrschbar eingeschätzt, dennoch
ist die geringe Eigenkapitalausstattung vor
dem Hintergrund der hohen Refinan-
zierungsbedarfe als Risiko einzuschätzen.
Die Wahrscheinlichkeit einer bestands-
gefährdenden Entwicklung wird auch nach
dem Bilanzstichtag jedoch als sehr unwahr-
scheinlich angesehen.
Organe und deren Zusammensetzung
Aufsichtsrat
Vorsitz
Dr. Rolf Pohlig Airport Partners GmbH
1. Stellvertretung Vorsitz
Peter Büddicker
2. Stellvertretung Vorsitz
Ratsherr Rolf Tups Landeshauptstadt
Düsseldorf
Mitglied
Stefan Beitelsmann Flughafen Düsseldorf
GmbH
Andreas Bill
Cafer Celik (ab 17.02.2023, bis 17.08.2023)
Prof. Christoph Erhardt Airport Partners GmbH
Sven Erler Airport Partners GmbH
Wolfgang Füger (ab 24.11.2023)
Catherine Gubbins (bis 31.12.2023) Airport Partners GmbH
Ratsfrau Angela Hebeler Landeshauptstadt
Düsseldorf
Rainer Hindenburg
Uwe Kasischke
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller Landeshauptstadt
Düsseldorf
Stefani Kleeberg
Uwe Klaus Kmoch Flughafen Düsseldorf
GmbH
Ratsfrau Monika Lehmhaus Landeshauptstadt
Düsseldorf
MdB Dr. Zanda Martens Landeshauptstadt
Düsseldorf
Markus Paulich
Stephanie Peifer
Gerhard Schroeder Airport Partners GmbH
Geschäftsführung
Pradeep Pinakatt
Lars Redeligx
Flughafen Düsseldorf GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 83
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und
Verwaltungsräten nach Geschlecht
Dem Aufsichts- oder Verwaltungsräten in diesem Unternehmen gehören zum 31.12.2023 von
den insgesamt 20 Mitgliedern 6 Frauen an (Frauenanteil 30,0 Prozent)
Damit wird der im Paragraf 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von
40 Prozent nicht erreicht/unterschritten.
Flughafen Düsseldorf Immobilien GmbH
84 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Flughafen Düsseldorf Immobilien GmbH
Firmensitz
Flughafenstraße 120
40474 Düsseldorf
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Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gegenstand des Unternehmens ist der
Erwerb, die Verwaltung und die Entwicklung
von Grundstücken oder grundstücksgleichen
Rechten sowie die Beteiligung an Grund-
stücksgesellschaften für infrastrukturelle
Maßnahmen, die unter Berücksichtigung des
Lärmschutzes der Absicherung und Stärkung
des Flughafens Düsseldorf und der damit
verbundenen Arbeitsplätze mittelbar oder
unmittelbar dienen.
Die Gesellschaft ist zu allen Handlungen
berechtigt, die unmittelbar oder mittelbar
dem vorstehenden Zweck zu dienen geeignet
sind.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 1.020.000,00 EUR
Flughafen Düsseldorf GmbH 1.020.000,00 EUR 100,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Flughafen Düsseldorf Immobilien GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 85
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 7.139 783 6.356 6.814
Sachanlagen 7.089 783 6.306 6.764
Finanzanlagen 50 0 50 50
Umlaufvermögen 5.858 -11.028 16.886 40.609
Vorräte 5.606 0 5.606 3.955
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 38 -10.740 10.778 36.440
Kasse, Bankguthaben, Schecks 214 -288 502 215
Summe AKTIVA 13.001 -10.242 23.242 47.427
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 8.700 0 8.700 8.700
Gezeichnetes Kapital 1.020 0 1.020 1.020
Kapitalrücklage 7.680 0 7.680 7.680
Jahresergebnis 0 0 0 0
Rückstellungen 750 -401 1.151 2.555
Verbindlichkeiten 3.549 -9.840 13.389 36.169
Rechnungsabgrenzungsposten 2 0 2 3
Summe PASSIVA 13.001 -10.242 23.242 47.427
Flughafen Düsseldorf Immobilien GmbH
86 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 2.415 -11.428 13.843 35.463
Bestandsveränderungen 0 -1.652 1.652 3.955
Sonstige betriebliche Erträge 41 -754 796 526
Materialaufwand 2.126 -1.667 3.793 6.188
Sonstige betriebliche Aufwendungen 623 -32.518 33.141 643
Abschreibungen 976 55 921 935
Erträge aus Beteiligungen 1 0 1 1
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0 -1 1 86
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 156 146 10 3
Ergebnis nach Steuern -1.423 20.149 -21.573 32.262
Sonstige Steuern 7 0 7 7
Erträge aus Verlustübernahme 1.430 -20.149 21.579 -
Aufwendungen aus Gewinnabführung - - - 32.255
Jahresergebnis 0 0 0 0
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 66,9 29,5 37,4 18,3
Anlagendeckung (in %) 121,9 -15,0 136,9 127,7
Verschuldungsgrad (in %) 49,4 -117,7 167,2 445,2
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Die Umsatzerlöse betragen 2.415 Tausend
Euro (Vorjahr: 13.843 Tausend Euro). Im
abgelaufenen Geschäftsjahr wurde kein
Grundstücksverkauf realisiert (2022: ein
Verkauf). Die Umsatzerlöse bestehen über-
wiegend aus der Vermietung und Verpach-
tung sowie Versorgungsleistungen (2.362
Tausend Euro). Die konzerninternen Miet-
erlöse in Höhe von 1.915 Tausend Euro
(Vorjahr: 1.913 Tausend Euro) bestehen im
Wesentlichen aus der Vermietung der
Tiefgarage P8 an die Gesellschafterin.
Als finanzieller Leistungsindikator wird für
die Gesellschaft das Jahresergebnis vor
Flughafen Düsseldorf Immobilien GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 87
Ergebnisabführung verwendet. Der Jahres-
fehlbetrag vor Ergebnisabführung für das
Geschäftsjahr 2023 beträgt 1.430 Tausend
Euro (Vorjahr: 21.579 Tausend Euro) und
wird aufgrund des bestehenden Gewinn-
und Beherrschungsvertrags von der
Gesellschafterin Flughafen Düsseldorf GmbH
ausgeglichen.
Eigene Mitarbeiter*innen beschäftigte die
Flughafen Düsseldorf Immobilien GmbH
(FDI) im Geschäftsjahr 2023 nicht.
Vermögens- und Finanzlage
Das Anlagevermögen hat sich gegenüber
dem Vorjahr um 783 Tausend Euro erhöht.
Hier sind im Wesentlichen die Aktivierungen
im Bereich des Straßen- und Kanalnetzes
der Airport City 2 (1.846 Tausend Euro)
sowie die Abschreibungen (976 Tausend
Euro) zu beachten.
Das Umlaufvermögen verminderte sich
gegenüber dem Vorjahr um 11.028 Tausend
Euro auf 5.858 Tausend Euro. Die Verän-
derung resultiert überwiegend aus einer
Abnahme der Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen (10.736 Tausend Euro) aus
dem Verkauf des Baufeldes 1 in der Airport
City 2 Ende 2022, welche in 2023 ausge-
glichen wurde.
Das Eigenkapital beträgt unverändert 8.700
Tausend Euro.
Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von
750 Tausend Euro haben sich gegenüber
dem Vorjahr um 401 Tausend Euro ver-
mindert. Dies beruht im Wesentlichen auf
den Abschluss der Abbruchmaßnahmen im
Rahmen des Airport City 2 Projektes und der
damit verbundenen Inanspruchnahme der
Abbruchkostenrückstellung in Höhe von 357
Tausend Euro.
Die Verbindlichkeiten verminderten sich um
9.840 Tausend Euro auf 3.549 Tausend Euro
und bestehen im Wesentlichen aus den
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen in Höhe von 3.536 Tausend
Euro.
Die Eigenkapitalquote beträgt 66,9 Prozent
(Vorjahr: 37,4 Prozent). Die Erhöhung der
Eigenkapital-Quote hat hauptsächlich ihre
Begründung darin, dass einerseits eine
Forderung aus dem Grundstücksverkauf aus
dem Vorjahr und andererseits die Verbind-
lichkeit aus Ergebnisabführung zum
Ausgleich gekommen sind.
Die FDG stellt der FDI im Rahmen einer
Betriebsmittelrahmenkreditvereinbarung
vom 01. November 2005 samt 3. Nachtrag
vom 16. Juni 2010 zur Finanzierung von
laufenden Verpflichtungen sowie von ge-
planten Investitionen im erforderlichen
Umfang Darlehen zur Verfügung, wobei die
Liquiditätszuflüsse aus weiteren künftig im
Rahmen der Entwicklung der Airport City 2
geplanten Grundstücksverkäufen zur
Darlehenstilgung herangezogen werden.
Der Betriebsmittelrahmenkredit ist begrenzt
auf 25 Mio. Euro und wurde zum Stichtag
durch die Gesellschaft mit 5.000 Tausend
Euro in Anspruch genommen. Der Vertrag
ist auf unbestimmte Zeit abgeschlossen und
kann mit einer Frist von drei Monaten zum
Monatsende gekündigt werden.
Die im Geschäftsjahr 2023 bestehende Plan-
Ist-Unterschreitung, bezogen auf das
Jahresergebnis vor Ergebnisabführung, in
Höhe von 18.972 Tausend Euro resultiert im
Wesentlichen daraus, dass entgegen der
Planung aufgrund der schwierigen Lage auf
dem Immobilienmarkt im abgelaufenen
Geschäftsjahr kein Grundstücksverkauf
realisiert werden konnte. Die gestiegenen
Bau- und Finanzierungskosten wirken sich
hier negativ aus.
Flughafen Düsseldorf Immobilien GmbH
88 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Chancen und Risiken
Chancen und Risiken der Gesellschaft liegen
in der planmäßigen Veräußerung der Grund-
stücke. Die FDI plant die verbleibenden
Grundstücke in den Jahren 2025 bis 2029 zu
veräußern. Die Fertigstellung des Büro-
standortes Airport City 2 soll bis Ende 2031
abgeschlossen sein.
Risiken ergeben sich hinsichtlich der
weiteren Entwicklungspläne der Airport City
2 aus heutiger Sicht aus einer abnehmenden
Investitionsbereitschaft von Investoren
aufgrund des Ukraine Krieges und die damit
verbundenen Kostensteigerungen sowie
aufgrund der Zinsentwicklungen gestiegenen
Finanzierungskosten.
Die Muttergesellschaft FDG ist durch die
Corona Pandemie in ihrer Entwicklung
beeinträchtigt.
Da die FDI einen Beherrschungs- und Ge-
winnabführungsvertrag mit ihrer Mutter-
gesellschaft hat, kann die Entwicklungs-
beeinträchtigung der Muttergesellschaft
auch die FDI treffen. Entsprechend der
Wirtschaftsplanung geht die Geschäfts-
führung derzeit davon aus, dass die
Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024 ein
negatives Jahresergebnis und in den
Geschäftsjahren 2025 bis 2028 Jahres-
überschüsse erwirtschaften wird.
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
Anja Dauser
Flughafen Düsseldorf Ground Handling GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 89
Flughafen Düsseldorf Ground Handling GmbH
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Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gegenstand des Unternehmens ist die
Erbringung von Leistungen, die im
Zusammenhang mit dem Betrieb des
Verkehrsflughafens Düsseldorf stehen,
insbesondere von Leistungen in den
Bereichen Bodenverkehrs- und
Gepäckdienste.
Die Gesellschaft ist zu allen Handlungen
beziehungsweise Geschäften berechtigt, die
unmittelbar oder mittelbar dem vorstehend
genannten Zweck zu dienen geeignet sind.
Die Tätigkeiten dienen insbesondere der
Absicherung und der Stärkung des Flughafens
sowie des Wirtschaftsstandortes Düsseldorf.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 30.000,00 EUR
Flughafen Düsseldorf GmbH 30.000,00 EUR 100,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Flughafen Düsseldorf Ground Handling GmbH
90 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 5.596 -1.466 7.062 8.694
Immaterielle Vermögensgegenstände - 0 0 0
Sachanlagen 5.596 -1.466 7.062 8.694
Umlaufvermögen 1.562 -1.621 3.183 3.575
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 1.205 -242 1.447 2.404
Kasse, Bankguthaben, Schecks 357 -1.380 1.737 1.170
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der
Vermögensverrechnung 1.341 877 464 714
Nicht durch Eigenkapital gedeckter
Fehlbetrag 7.036 4.492 2.544 -
Summe AKTIVA 15.534 2.281 13.253 12.983
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 0 0 0 5.622
Gezeichnetes Kapital 30 0 30 30
Kapitalrücklage 5.575 0 5.575 5.575
Gewinnrücklagen 16 0 16 16
Jahresergebnis -4.492 3.674 -8.166 0
Nicht gedeckter Fehlbetrag 7.036 4.492 2.544 -
Rückstellungen 3.103 -86 3.190 4.121
Verbindlichkeiten 11.468 2.200 9.268 2.466
Rechnungsabgrenzungsposten 963 168 795 774
Summe PASSIVA 15.534 2.281 13.253 12.983
Flughafen Düsseldorf Ground Handling GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 91
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 24.820 1.208 23.613 16.262
Sonstige betriebliche Erträge 145 -478 623 507
Materialaufwand 2.524 150 2.374 1.756
Personalaufwand 21.049 -2.693 23.742 27.070
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.930 -118 4.048 4.150
Abschreibungen 1.568 -103 1.671 1.929
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 225 207 19 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 607 27 580 45
Ergebnis nach Steuern -4.487 3.674 -8.161 -18.179
Sonstige Steuern 4 0 4 5
Erträge aus Verlustübernahme - - - 18.185
Jahresergebnis -4.492 3.674 -8.166 0
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzrentabilität (in %) -18,1 16,5 -34,6 -111,8
Mitarbeiteranzahl 357 -26 383 441
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Im Bereich der Personentransporte be-
stehend aus den vorfeldseitigen Fluggast-
und Crew-Beförderungen konnten im Jahr
2023 neben den vorhandenen Bodenver-
kehrsdienstverträgen auch eine Reihe von
Neuverträgen mit Airlines, die bislang bei
Acciona oder Aviapartner unter Vertrag
standen, sowie mit in DUS neu operierenden
Airlines im Direktverhältnis geschlossen
werden. Insgesamt werden neben den direkt
mit den Luftverkehrsgesellschaften be-
stehenden Verträgen eine Vielzahl von
vorfeldseitigen Beförderungen von Flug-
gästen über die Verträge mit Acciona und
WISAG durchgeführt. Des Weiteren führt die
Flughafen Düsseldorf Ground Handling
(FDGHG) neben Leistungen im Rahmen der
Zentralen Infrastruktur zusätzliche Dienst-
leistungen für die FDG wie beispielsweise
Supervisor-Tätigkeiten auf dem Vorfeld und
im luftseitigen Gepäckankunftsbereich aus.
Der De-Icing-Cold-Pool, der zur Deckung
des Fixkostenblocks für die Enteisung über
die Saisongrundentgelte der teilnehmenden
Fluggesellschaften sicherstellen soll, wurde
zuletzt für die Saison 2023/2024 erneut
angeboten. In Anbetracht der aktuellen
Verkehrslage sind die Luftverkehrsgesell-
schaften wieder verstärkt beigetreten. Für
die Wintersaison 2023/2024 haben sich
insgesamt 19 Airlines für die Mitgliedschaft
im Coldpool entschieden.
Flughafen Düsseldorf Ground Handling GmbH
92 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Das Geschäftsjahr wurde mit einem Be-
triebsergebnis in Höhe von -4.106 Tausend
Euro (Vorjahr: -7.600 Tausend Euro)
beziehungsweise einem Jahresfehlbetrag in
Höhe von 4.492 Tausend Euro (Vorjahr:
8.166 Tausend Euro) abgeschlossen. Der
EBITDA stieg auf -2.538 Tausend Euro
(Vorjahr: -5.929 Tausend Euro).
Nahezu alle Erlöspositionen - maßgeblich
bestehend aus Personentransport, Flugzeug-
enteisung sowie Dienste für die FDG -
weisen gegenüber dem Vorjahr im Zuge der
weiteren Erholung des Verkehrsaufkommens
Steigerungen aus. Mit insgesamt 24.820
Tausend Euro unterschritten die Umsatz-
erlöse infolge der geringeren als prognos-
tizierten Verkehrsentwicklung und der nicht
in der geplanten Höhe realisierten Ent-
eisungserlöse den Plan-Betrag von 27.297
Tausend Euro. Die sonstigen betrieblichen
Erträge in Höhe von 145 Tausend Euro
enthalten in 2023 im Wesentlichen die
Auflösung von Rückstellungen, Erträge aus
Anlagenabgängen und Förderungszuschüsse
für Elektro-Fahrzeuge. Weitere nennens-
werte Ergebniseffekte sind im Erlösbereich
nicht zu verzeichnen.
Der Personalaufwand liegt mit 21.049 Tau-
send Euro leicht über Plan-Niveau. Während
zu Jahresbeginn 2023 zahlreiche Mitar-
beiter*innen mit Altersteilzeitverträgen von
der Arbeits- in die Freizeitphase, die ver-
tragsgemäß beim letzten Mitarbeiter*in
voraussichtlich zu September 2024 enden
wird, wechselten, ist die im Plan unterstellte
Reduzierung von weiteren Mitarbeitern nicht
vollumfänglich erfolgt. Der Personalaufwand
beinhaltet in 2023 anstelle einer Tarifer-
höhung die Inflationsausgleichsprämie, die
gesplittet als Einmalzahlung für das erste
Halbjahr im Juni 2023 gezahlt und nach-
folgend bis Ende Februar 2024 als monat-
liche Zahlungen vereinbart worden ist. Die
Inflationsprämie bewegt sich annähernd auf
dem Niveau der für das Jahr 2023 im Wirt-
schaftsplan angenommenen Tariferhöhung
von 4 Prozent.
Eine Vielzahl von Aufwandspositionen ist von
der Erholung des Verkehrsaufkommens be-
einflusst. Die Instandhaltungs- und War-
tungsaufwendungen liegen aufgrund der zu
Januar 2023 erfolgten Preiserhöhung über
dem Planansatz und Vorjahresniveau.
Gegenläufig sind geringere Aufwendungen
für Kfz-Betriebsstoffe aufgrund gesunkener
Einstandspreise sowie der Einstellung der
Betankung des Vorfeldequipments der Dritt-
abfertiger und FDG zu Dezember 2022. Der
Aufwand für Flugzeugenteisungsflüssigkeit
bewegt sich aufgrund leicht gestiegener
Verbrauchsmengen infolge eines höheren
Flugzeugenteisungsaufkommens in Verbin-
dung mit niedrigeren Einkaufspreisen nahe-
zu auf Vorjahresniveau.
Gegenüber Plan liegen diese jedoch auf-
grund der geringeren Enteisungsauf-
kommens und niedrigerer Einstandspreise
unter dem Planansatz. Bei den übrigen
Aufwandspositionen sind keine wesentlichen
Abweichungen zu verzeichnen.
Die durchschnittliche Krankenstandquote
stieg nach 12,9 Prozent im Vorjahr auf 14,1
Prozent in 2023 an.
Im Vergleich zum Bilanzstichtag 31. Dezem-
ber 2023 sank die Anzahl der aktiven Be-
schäftigten gegenüber dem 31. Dezember
2022 um insgesamt 56 auf 314 Beschäf-
tigte.
Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 4.492
Tausend Euro wird auf neue Rechnung
vorgetragen.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme liegt mit 15.534 Tausend
Euro über dem Vorjahreswert von 13.253
Tausend Euro.
Im Anlagevermögen tragen im Wesentlichen
die Abschreibungen von 1.568 Tausend Euro
zum Rückgang des Anlagevermögens von
7.062 Tausend Euro auf 5.596 Tausend Euro
Flughafen Düsseldorf Ground Handling GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 93
bei. Anlagenabgänge von 2 Tausend Euro
stehen Anlagenzugänge von 104 Tausend
Euro gegenüber. Bei den im abgelaufenen
Geschäftsjahr getätigten Ersatzinvestitionen
in das Sachanlagevermögen in Höhe von
104 Tausend Euro (Vorjahr: 54 Tausend
Euro) handelt es sich im Wesentlichen um
die Anschaffung eines Kleinbusses, eines
Pritschenwagens sowie technischer Aus-
rüstung.
Das Umlaufvermögen liegt mit 1.562 Tau-
send Euro unter dem Vorjahresniveau
(3.183 Tausend Euro). In dieser Position
sind sowohl niedrigere Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen als auch
geringere Guthaben bei Kreditinstituten
enthalten.
Der aktive Unterschiedsbetrag aus Ver-
mögensmehrung erhöht sich von 464
Tausend Euro auf 1.341 Tausend Euro.
Diese Position ergibt sich im Rahmen der
Ausfinanzierung von Altersteilzeitver-
pflichtungen aus dem Vermögensüberhang
des CTA in Höhe von 4.664 Tausend Euro im
Vergleich zu der zu saldierenden Altersteil-
zeitverpflichtung in Höhe von 3.323 Tausend
Euro.
Im Vorjahr wurde bereits aufgrund des nicht
ausreichenden Eigenkapitals von 5.622 Tau-
send Euro zur Deckung des Jahresfehlbe-
trages 2022 ein Differenzbetrag in Höhe von
2.544 Tausend Euro auf der Aktivseite unter
der Bilanzposition „Nicht durch Eigenkapital
gedeckter Fehlbetrag“ ausgewiesen. Infolge
des Jahresfehlbetrages 2023 erhöht sich
dieser auf 7.036 Tausend Euro.
Insgesamt ist ein Rückgang der Rückstel-
lungen von 3.190 Tausend Euro auf 3.103
Tausend Euro zu verzeichnen, was im
Wesentlichen auf geringere Rückstellungen
für ausstehende Rechnungen zurück-
zuführen ist.
Die Verbindlichkeiten steigen von 9.268
Tausend Euro in 2022 auf 11.468 Tausend
Euro in 2023 an. Die ausgewiesenen Ver-
bindlichkeiten beinhalten größenordnungs-
mäßig die um den EBITDA 2023 erhöhte
Inanspruchnahme des Betriebsmittel-
rahmenkredits. Erhöhten Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen stehen
geringere Verbindlichkeiten aus Steuern
sowie aus Abfindungen aus dem Frei-
willigenprogramm 2020/2021 gegenüber.
Die Vermögenslage des Unternehmens hat
sich beginnend ab dem Jahr 2022 im Zuge
der Kündigung des Beherrschungs- und
Gewinnabführungsvertrags zum 31. Dezem-
ber 2021 und der damit verbundenen nach-
folgenden wirtschaftlichen Selbständigkeit
(„stand alone Basis“) geändert. Der Jahres-
abschluss 2023 weist nach einem Fehlbetrag
in 2022 erneut einen Fehlbetrag von diesmal
4.492 Tausend Euro aus. Dementsprechend
erhöhte sich die auf der Aktivseite be-
stehende Position „Nicht durch Eigenkapital
gedeckter Fehlbetrag“.
Die erforderlichen Investitionen wurden im
Wesentlichen durch die Inanspruchnahme
des Betriebsmittelrahmenkredits finanziert.
Die liquiden Mittel reduzieren sich auf 357
Tausend Euro (Vorjahr: 1.737 Tausend
Euro). Den Mittelabflüssen aus der laufen-
den Geschäftstätigkeit von 3.951 Tausend
Euro und der Investitionstätigkeit von 79
Tausend Euro steht ein Mittelzufluss aus der
Finanzierungstätigkeit von 2.650 Tausend
Euro gegenüber. Aufgrund der damit er-
gebenden zahlungswirksamen Veränderung
des Finanzmittelfonds von -1.380 Tausend
Euro saldiert sich dies unter Berücksich-
tigung des Finanzmittelfonds zum Jahres-
anfang zu liquiden Mitteln von insgesamt
357 Tausend Euro am Jahresende 2023.
Zukünftige Investitionen werden neben dem
Einsatz der eigenen liquiden Mittel über den
bestehenden Betriebsmittelrahmenkredit
aus dem Konzern-Cash-Pool und/oder in
Form von Leasing umzusetzen sein.
Der Jahresfehlbetrag in Höhe von -4.492
Tausend Euro ist aufgrund des zum 31.
Dezember 2021 gekündigten
Flughafen Düsseldorf Ground Handling GmbH
94 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Beherrschungs- und Gewinnabführungs-
vertrages von der FDGHG selbst zu tragen.
Für die zukünftigen Jahre verfügt die FDGHG
über einen von der FDG eingeräumten
Betriebsmittelrahmenkredit, für den die
dreimonatige Kündigungsfrist bis zum 31.
Dezember 2025 ausgesetzt ist. Die FDGHG
ist bezüglich der finanziellen Mittel in das
konzernweite Liquiditätsmanagement
eingebunden.
Chancen und Risiken
Aus dem Restrukturierungsprogramm sowie
den Kostensenkungs- und Umsatzsteige-
rungsmaßnahmen ergibt sich die Chance die
FDGHG mittel- und langfristig positiv aus-
zurichten.
Weiterhin sind als Voraussetzung für eine
erfolgreiche Konzeptumsetzung und die
Förderung der Entwicklung der operativen
Leistungsfähigkeit der Organisation, ent-
sprechende Personalanpassungsmaßnahmen
mit dem Schwerpunkt eines weitmöglich
flexiblen Mitarbeitereinsatzes Grundvoraus-
setzung.
Insbesondere die hohe Anzahl leistungsge-
minderter Mitarbeiter, die hohe und stark
schwankende Krankenstandquote im Ver-
gleich zum Landesdurchschnitt sowie alters-
bedingte Abgänge erfordern mittelfristig die
Einstellung von Personal.
Im Erlösbereich waren die Umsätze aus den
Fluggast- und Crewtransporten unter
normalen Flugverkehrsbedingungen auf-
grund der abgeschlossenen Verträge mit
den Luftverkehrsgesellschaften und den
beiden Bodenverkehrsdienstanbietern als
stabil einzustufen. Zum 01. April 2023
wurden seitens des Ministeriums für
Umwelt, Naturschutz und Verkehr des
Landes Nordrhein-Westfalen drei neue
Lizenzen für die Bodenabfertigungsdienste
am Flughafen Düsseldorf, die gemäß der
Verordnung über Bodenabfertigungsdienste
auf Flugplätzen (BADV) alle sieben Jahre zu
erneuern sind, ausgeschrieben. Im Rahmen
dieser Lizenzvergabe wurde Aviapartner,
einem der beiden bisherigen Bodenverkehrs-
dienstanbietern, keine Lizenz mehr erteilt.
So verbleibt der bisher vorhandene Boden-
verkehrsdienstleister Acciona weiterhin am
Flughafen Düsseldorf. Neu hinzugekommen
sind die WISAG mit einer Lizenz für das
typische Flugzeugabfertigungsgeschäft mit
dem Dienst „vorfeldseitige Fluggasttrans-
porte“ und AAS Deutschland GmbH (AAS)
ohne den Dienst „vorfeldseitige Fluggast-
transporte“. Daraus resultieren keine
Veränderungen im Leistungsspektrum der
FDGHG.
Die vertraglich geregelten Dienstleistungen
für die bestehenden Dienste im Rahmen der
Zentralen Infrastruktur und sonstigen
Dienste für die FDG können je nach Bedarf
durch die FDG angepasst werden.
Der De-Icing-Cold-Pool, der die Deckung des
Fixkostenblocks für die Enteisung über die
Saisongrundentgelte der teilnehmenden
Fluggesellschaften sicherstellen soll, wurde
zuletzt für die Saison 2023/2024 erneut
angeboten. In Anbetracht der aktuellen
Verkehrslage sind die Luftverkehrsgesell-
schaften wieder verstärkt - jedoch nicht in
so hoher Anzahl wie in den Jahren vor der
Corona-Pandemie - beigetreten.
Entsprechend des bereits im Wirtschaftsplan
2023 aufgezeigten zu erwartenden Jahres-
ergebnisses nahm mit dem operativen
Ergebnis von -4.106 Tausend Euro und
einem Jahresfehlbetrag von 4.492 Tausend
Euro zum 31. Dezember 2023 die bilanzielle
Überschuldung weiter zu. Dies wird in der
Bilanz mit einem ausgewiesenen Eigen-
kapital von 0 Tausend Euro und der Er-
höhung der Bilanzposition „Nicht durch
Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag“ abge-
bildet. Während für den abgelaufenen
Wirtschaftsplan auf Basis der erfolgten
Restrukturierungsmaßnahmen bereits zum
Jahr 2024 die Erzielung eines positiven
Flughafen Düsseldorf Ground Handling GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 95
Ergebnisses erwartet worden ist, weist der
aktuelle Wirtschaftsplan infolge der prog-
nostizierten, deutlich zögerlicheren Erholung
des Verkehrsaufkommens erst ab dem Jahr
2026 Jahresüberschüsse aus.
Die positive Fortführungsprognose ergibt
sich aus der Unternehmensplanung der
Gesellschaft und aus der bis zum 31.
Dezember 2025 unkündbaren Betriebs-
mittelkreditlinie der Muttergesellschaft. In
der Gesamtbetrachtung und auf Basis des
umgesetzten Restrukturierungsprogrammes
wird die Risikosituation der FDGHG als
grundsätzlich beherrschbar eingeschätzt.
Dennoch sind die aktuelle gesamtwirtschaft-
liche Lage und die Krisen (Reduzierung der
geschäftlichen Flüge, hohe Inflation, allge-
meine Konsumzurückhaltung, Krieg in der
Ukraine, Nahostkonflikt) mit den daraus
schwer einschätzbaren künftigen Verläufen
als entwicklungsbeeinträchtigende Risiken
einzuschätzen. Dagegen besteht auch die
Chance, dass bei einer früheren Rückkehr zu
einer stabileren weltwirtschaftlichen und
gesamtpolitischen Lage eine schnellere
Erholung des Flugverkehrs und des damit
verbundenen für die FDGHG entscheidenden
Verkehrsaufkommens am Flughafen Düssel-
dorf möglich ist. Das Best-Case-Szenario
liegt weitestgehend auf Wirtschaftsplan-
niveau. Weitere verkehrliche Risiken re-
sultieren aus der nachhaltigen Klimadiskus-
sion, welche für die Luftfahrtbranche noch
nicht absehbare Auswirkungen zur Folge
haben kann. So könnten sich nachhaltige
klimatechnische Veränderungen ent-
sprechend auf die Erlöse aus dem Geschäft
der Flugzeugenteisung auswirken.
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
Stephanie Jelinek
Flughafen Düsseldorf Security GmbH
96 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Flughafen Düsseldorf Security GmbH
Firmensitz
Flughafenstraße 120
40474 Düsseldorf
Telefon: 0211 421-20220
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gegenstand des Unternehmens ist die Er-
bringung von Sicherheitsdienstleistungen,
sicherheitsrelevanten Serviceleistungen und
die Regelung der operativen Abläufe in den
Terminals.
Die Betätigungen umfassen zur Sicherstellung
eines geordneten Flugverkehrs im Schwer-
punkt die Erbringung von Leistungen für die
FDG, ihre Tochtergesellschaften und die im
Bereich des Flughafens Düsseldorf tätigen
Unternehmen.
Die Gesellschaft ist zu allen Handlungen
beziehungsweise Geschäften berechtigt, die
unmittelbar oder mittelbar dem vorstehend
genannten Zweck zu dienen geeignet sind.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 30.000,00 EUR
Flughafen Düsseldorf GmbH 30.000,00 EUR 100,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Flughafen Düsseldorf Security GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 97
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 508 -34 542 627
Sachanlagen 508 -34 542 627
Umlaufvermögen 2.422 -170 2.592 3.856
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 1.079 1.026 53 2.681
Kasse, Bankguthaben, Schecks 1.343 -1.196 2.539 1.175
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0 0 1
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der
Vermögensverrechnung 179 128 50 38
Nicht durch Eigenkapital gedeckter
Fehlbetrag 15 -851 867 -
Summe AKTIVA 3.124 -927 4.051 4.522
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 0 0 0 33
Gezeichnetes Kapital 30 0 30 30
Gewinnrücklagen 3 0 3 3
Jahresergebnis 851 1.751 -899 0
Nicht gedeckter Fehlbetrag 15 -851 867 -
Rückstellungen 2.170 243 1.927 1.788
Verbindlichkeiten 954 -1.170 2.124 2.702
Rechnungsabgrenzungsposten - -1 1 -
Summe PASSIVA 3.124 -927 4.051 4.522
Flughafen Düsseldorf Security GmbH
98 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 30.822 5.466 25.356 23.023
Sonstige betriebliche Erträge 144 66 79 48
Materialaufwand 15.968 3.194 12.774 200
Personalaufwand 12.472 453 12.020 9.997
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.513 116 1.398 13.346
Abschreibungen 97 -2 99 103
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 35 33 2 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 55 11 44 12
Ergebnis nach Steuern 853 1.750 -897 -585
Sonstige Steuern 2 0 2 2
Erträge aus Verlustübernahme - - - 587
Jahresergebnis 851 1.751 -899 0
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzrentabilität (in %) 2,8 6,3 -3,5 -2,6
Mitarbeiteranzahl 194 -2 196 204
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
In 2023 erholte sich der Flughafen Düssel-
dorf weiter von den Auswirkungen der
Corona-Pandemie. In 2023 wurden
19.118.879 Passagiere abgefertigt. Das ist
im Vergleich zum Vorjahr 2022 mit 16,07
Mio. Passagieren ein Plus von 18,9 Prozent,
blieb aber noch um 25,0 Prozent unter den
Zahlen aus dem Vor-Corona-Jahr 2019.
Die Anzahl der Flugbewegungen lag in 2023
bei 151.577. Im Vergleich zum Vorjahr 2022
ist dies ein Zuwachs von circa 7,8 Prozent.
Die Flugbewegungen liegen aber weiterhin
um 32,9 Prozent unter denen aus dem Vor-
Corona-Jahr 2019. Somit konnte auch der
Flughafen Düsseldorf, wie die anderen
großen deutschen Verkehrsflughäfen, im
Hinblick auf die Passagier- und Flugbe-
wegungszahlen noch nicht wieder das Vor-
Corona-Niveau erreichen.
Die Flughafen Düsseldorf Security GmbH
(FDSG) erzielte in 2023 deutlich mehr
Umsätze mit Externen als im Wirtschaftsplan
vorgesehen. Dort war ein Wert von 234
Tausend Euro geplant, tatsächlich wurden
857 Tausend Euro erzielt. Dies entspricht
einem Überschuss von 623 Tausend Euro
und einer Steigerung um +266 Prozent. Die
Steigerung beruht auf einem Sondereffekt,
der aus dem umfangreichen Umbau der
Heinemann-Duty-Free-Stores resultiert.
Unverändert werden die Umsatzerlöse der
FDSG überwiegend mit Gesellschaften
Flughafen Düsseldorf Security GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 99
beziehungsweise Geschäftsbereichen des
FDG-Konzerns erzielt. Die FDSG erhielt in
2023 von der Muttergesellschaft mehr als
die geplanten Aufträge im Bereich der
Service-Dienstleistungen. Die FDSG erhielt
zudem einen ungeplanten Auftrag für den
Einsatz eines Hundeführers samt Schutz-
hund und die ungeplante Beauftragung einer
zusätzlichen Doppelstreife in der Nacht am
Flughafenstandort Düsseldorf.
Insgesamt lagen die Gesamtumsatzerlöse in
2023 bei 30.822 Tausend Euro und sind
damit um 5.466 Tausend Euro gegenüber
dem Vorjahr 2022 gestiegen.
Die im Geschäftsjahr 2023 erbrachten
Sicherheitsdienstleistungen wurden wie in
den Vorjahren auch in Teilen mit Hilfe des
Einsatzes von Fremdpersonal des Dienst-
leisters Klüh Security GmbH abgedeckt. Im
Geschäftsjahr 2023 lag die Anzahl der
Beschäftigten zum 31. Dezember 2023 bei
195 (Vorjahr: 194).
Die Aufwendungen für Bewachungspersonal
sind mit 15.711 Tausend Euro um 3.161
Tausend Euro (25,2 Prozent) gegenüber
dem Vorjahr 2022 gestiegen.
Die Personalaufwendungen liegen in 2023
mit 12.472 Tausend Euro um 158 Tausend
Euro (1,3 Prozent) unter dem Wert des
Wirtschaftsplans 2023. Hier machte sich
positiv bemerkbar, dass die im Tarifab-
schluss vereinbarten Sonderzahlungen für
2023 (Inflationsausgleich) steuer- und
sozialabgabefrei waren.
Das Geschäftsjahr 2023 der Flughafen
Düsseldorf Security GmbH wurde mit einem
positiven Ergebnis, welches deutlich besser
als das im Wirtschaftsplan 2023 ausgewie-
sene Ergebnis ausfiel, abgeschlossen. Im
Wirtschaftsplan 2023 war ein Ergebnis nach
Steuern von 18 Tausend Euro prognostiziert.
Tatsächlich liegt das Ergebnis der FDSG
nach Steuern in 2023 bei 853 Tausend Euro
(Vorjahr 2022: -897 Tausend Euro).
Als finanzieller Leistungsindikator wird bei
der FDSG der Umsatz bewertet. Gegenüber
dem Vorjahr 2022 ist der Umsatz der Gesell-
schaft um 5.466 Tausend Euro gestiegen.
Im Vergleich zur Wirtschaftsplanung 2023
liegt der Umsatz der Gesellschaft um 3.214
Tausend Euro über der Planung.
Begründet ist dies, wie oben ausgeführt,
unter anderem dadurch, dass aufgrund des
gestiegenen Flugverkehrs und zusätzlichen
Bestreifungen mehr Leistungen der Mutter-
gesellschaft als geplant abgerufen wurden.
Die sonstigen Umsatzerlöse sind in 2023 mit
857 Tausend Euro um 71,9 Prozent höher
ausgefallen als in 2022 (ein Plus von 358
Tausend Euro).
Vermögens- und Finanzlage
Die Summe der Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände mit einer Restlauf-
zeit von bis zu einem Jahr stieg von 53 Tau-
send Euro in 2022 auf 1.079 Tausend Euro
in 2023. Der Anstieg resultiert im Wesent-
lichen durch eine Forderung gegenüber der
FDG, die im Vorjahr mit dem Intercompany-
Darlehen saldiert als Verbindlichkeit ausge-
wiesen wurde. Im Jahr 2023 wurde das
Intercompany-Darlehen auf 0 Tausend Euro
zurückgeführt.
Die Abnahme der Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen ist durch
geringere Rechnungen eines Fremdlieferan-
ten begründet (793 Tausend Euro gegen-
über 1.035 Tausend Euro im Vorjahr).
Die Rückstellungsbildung für noch fehlende
Rechnungen im Dezember stieg gegenüber
dem Vorjahr von 1.202 Tausend Euro auf
1.364 Tausend Euro.
Die Senkung der sonstigen Verbindlichkeiten
(67 Tausend Euro gegenüber 91 Tausend
Euro im Vorjahr) ist bedingt durch die
Senkung der Verbindlichkeiten aus Steuern.
Aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat die
Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 einen
Flughafen Düsseldorf Security GmbH
100 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
positiven Cashflow in Höhe von 936 Tausend
Euro erzielt. Der Mittelabfluss aus Finan-
zierungstätigkeiten beläuft sich in 2023 auf -
1.700 Tausend Euro und resultiert maßgeb-
lich aus Mittelabflüssen im Rahmen des Cash
Pooling mit der FDG. Durch das konzern-
weite Cash Pooling und die Liquiditäts-
steuerung durch die FDG war die Gesell-
schaft im abgelaufenen Geschäftsjahr
jederzeit in der Lage, ihren fälligen
Verbindlichkeiten nachzukommen.
Die Eigenkapitalquote der FDSG lag in 2023
mit 0 Tausend Euro bei 0,0 Prozent (2022:
0,0 Prozent). Der nicht durch Eigenkapital
gedeckte Fehlbetrag beträgt 15 Tausend
Euro (2022: 867 Tausend Euro).
Um in Zukunft wieder Gewinne zu erzielen,
prüft die Gesellschaft weiterhin fortlaufend
die Struktur- und Personalkosten.
Chancen und Risiken
Der Luftverkehr hat sich in 2023 kontinuier-
lich erholt und die Bewegungs- und Passa-
gierzahlen sind gestiegen. Die Verkehrs-
zahlen erholten sich jedoch deutlich
langsamer als im Wirtschaftsplan 2023
prognostiziert. Der Flughafen Düsseldorf
geht dennoch von weiter wachsenden Flug-
verkehr in 2024 aus. Dies führt zu einer
verstärkten Abnahme von Service- und
Sicherheitsdienstleistungen bei der FDSG.
Ferner wird die Muttergesellschaft FDG in
2024 die zusätzlichen Nachtstreifen fort-
führen, was den Umsatz der FDSG wachsen
lassen wird.
Unsicherheiten im Hinblick auf die weitere
Entwicklung des Flugverkehrs bestehen
insbesondere durch andauernden globalen
Konflikte, die Inflation und die Erhöhung der
Luftverkehrssteuer.
Daneben besteht stets das Risiko von
negativen Effekten aus Terroranschlägen
und Streiks.
Insgesamt wird in 2024 daher von einer
stärkeren Frequentierung der Gebäude und
stärkerem An- und Abreiseverkehr ausge-
gangen. Beides wird zu einem positiven
Absatz der Service- und Security-Dienst-
leistungen der FDSG führen.
Die FDSG hat im Jahr 2023 das Planergebnis
übertroffen. Daher besteht auch die realis-
tische Chance, dass sich bei einer stetigen
Erholung der Verkehrszahlen die Umsatz-
situation bei der FDSG stetig verbessert. Ein
positiver Sondereffekt bei den externen Um-
sätzen, vergleichbar zu 2023, ist mangels
Großbaustellen in 2024 eher nicht zu
erwarten.
Ausfallrisiken im Bereich der kurzfristigen
Forderungen wird weiterhin durch ein
konsequentes Mahnwesen sowie durch eine
Kreditüberwachung Rechnung getragen.
Der zum 31. Dezember 2022 ausgewiesene,
nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbe-
trag konnte in 2023 deutlich reduziert
werden. Da die Gesellschaft zu einem
erheblichen Anteil für die
Muttergesellschaft tätig ist, ist sie auch von
der Entwicklung der Muttergesellschaft und
damit von zuvor genannten Einflussfaktoren
sowie dem Betriebsmittelkredit der FDG
abhängig.
In der Gesamtbetrachtung wird die aktuelle
Entwicklung der Risikosituation der FDSG als
grundsätzlich beherrschbar eingeschätzt.
Die positive Fortführungsprognose ergibt
sich aus der Unternehmensplanung der
Gesellschaft und aus der bis zum 31.
Dezember 2024 unkündbaren Betriebs-
mittelkreditlinie der Muttergesellschaft.
Die FDSG wird weiterhin alle ihre Kosten-
strukturen optimieren. Um die nachhaltige
Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des
Unternehmens zu gewährleisten, wird die
Optimierung von Prozessen und Betriebs-
abläufen fortgesetzt.
Flughafen Düsseldorf Security GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 101
Die Gesellschaft erwartet für das Geschäfts-
jahr 2024 nach dem Wirtschaftsplan eine
Steigerung der Umsatzerlöse von 0,5 Pro-
zent auf 30.991 Tausend Euro gegenüber
dem tatsächlichen Umsatzerlös in 2023.
Gemäß der Konzerngesamtstrategie soll die
Ausführung von Sicherheitsdienstleistungen
weiterhin auch durch eigenes Personal der
FDSG gedeckt werden.
Mit Blick auf das Ergebnis vor Steuern wird
für das Jahr 2024 mit 130 Tausend Euro von
einer Senkung gegenüber dem Geschäfts-
jahr 2023 ausgegangen.
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
Dr. Timo Klein
Flughafen Düsseldorf Energie GmbH
102 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Flughafen Düsseldorf Energie GmbH
Firmensitz
Flughafenstraße 105
40474 Düsseldorf
Telefon: 0211 421-0
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Versorgung des Areals Flughafen Düsseldorf
mit elektrischer Energie, Wärme, Wasser und
selbst erzeugter Nutzenergie sowie Betrieb
der dafür erforderlichen Energieerzeugungs-
anlagen sowie der Netzinfrastruktur im
Rahmen der Energieverteilung
Die Gesellschaft ist zu allen Handlungen
beziehungsweise Geschäften berechtigt, die
unmittelbar oder mittelbar dem vorstehend
genannten Zweck zu dienen geeignet sind.
Gegenstand der Gesellschaft kann es auch
sein, Organ im Rahmen eines steuerlichen
Organschaftsverhältnisses zu sein.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 25.000,00 EUR
Flughafen Düsseldorf GmbH 25.000,00 EUR 100,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Flughafen Düsseldorf Energie GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 103
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 5.435 -595 6.030 6.315
Sachanlagen 5.435 -595 6.030 6.315
Umlaufvermögen 153 -329 482 879
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 100 100 0 321
Kasse, Bankguthaben, Schecks 52 -429 482 558
Summe AKTIVA 5.587 -924 6.511 7.194
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 25 0 25 25
Gezeichnetes Kapital 25 0 25 25
Jahresergebnis 0 0 0 0
Rückstellungen 629 221 408 2.280
Verbindlichkeiten 4.934 -1.145 6.078 4.889
Summe PASSIVA 5.587 -924 6.511 7.194
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 13.355 123 13.232 14.349
Sonstige betriebliche Erträge 18 -4 22 23
Materialaufwand 12.077 277 11.800 13.011
Sonstige betriebliche Aufwendungen 51 20 31 52
Abschreibungen 530 -6 537 506
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 184 154 30 44
Ergebnis nach Steuern 531 -325 856 759
Aufwendungen aus Gewinnabführung 531 -325 856 759
Jahresergebnis 0 0 0 0
Flughafen Düsseldorf Energie GmbH
104 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr
2023 Umsatzerlöse von 13.355 Tausend
Euro (Vorjahr: 13.232 Tausend Euro). Damit
wurden die geplanten Umsatzerlöse um 599
Tausend Euro überschritten.
Die Planüberschreitung ergibt sich durch
höhere Verbrauchsmengen der FDG sowie
einem reduzierten Betrieb der Blockheiz-
kraftwerke (BHKW).
Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich ein
Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung
von 531 Tausend Euro (Vorjahr: 856 Tau-
send Euro). Dies ist in Höhe von 45 Tausend
Euro über dem Planansatz. Dieser wird auf-
grund des bestehenden Gewinn- und Be-
herrschungsvertrags auf die Gesellschafterin
Flughafen Düsseldorf GmbH abgeführt.
Die Flughafen Düsseldorf Energie GmbH
(FDE) stellt der FDG im Rahmen der Ver-
träge vom 28. April 2010 das Produkt
Strom, das Produkt Kälte-Erzeugung und
das Produkt Wärme-/Kälte-Verteilung zur
Verfügung.
Die Kündigungsfrist für das Produkt Strom
beträgt 3 Monate. Für die Produkte Kälte-
Erzeugung und Wärme-/Kälte-Verteilung ist
eine Kündigungsfrist 6 Monate vorgesehen.
Der externe Strombezug ist 8 Prozent höher
als das Vorjahresniveau. Der gesamte Netz-
durchsatz (inklusive externer Strombezug)
ist um 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr
gestiegen.
Dies ist auf die reduzierte Betriebsweise der
BHKWs und die Betriebsweise der elek-
trischen Kältemaschinen zurückzuführen.
Vermögens- und Finanzlage
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Ver-
mögenslage der Gesellschaft nur unwesent-
lich verändert.
Das Anlagevermögen ist zum Vorjahr um
595 Tausend Euro gesunken. Dies hängt im
Wesentlichen mit Abschreibungen (530
Tausend Euro) zusammen.
Das Umlaufvermögen verringerte sich
gegenüber dem Vorjahr um 329 Tausend
Euro auf 152 Tausend Euro.
Die Veränderung resultiert aus einer
Steigerung der sonstigen Vermögensgegen-
stände (um 100 Tausend Euro) sowie der
Reduzierung der Guthaben bei Kreditinsti-
tuten (um 429 Tausend Euro).
Das Eigenkapital beträgt unverändert 25
Tausend Euro.
Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von
629 Tausend Euro haben sich gegenüber
dem Vorjahr um 221 Tausend Euro erhöht.
Die Verbindlichkeiten sind um 1.145 Tau-
send Euro auf 4.933 Tausend Euro ge-
sunken. Die Verbindlichkeiten bestehen im
Wesentlichen aus den Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen in
Höhe von 4.916 Tausend Euro.
Die Eigenkapitalquote beträgt unverändert
0,4 Prozent (Vorjahr: 0,4 Prozent).
Chancen und Risiken
Die Chancen und Risiken der künftigen
Entwicklung der Gesellschaft liegen in der
weiteren Novellierung der nationalen
Regelung des Energiewirtschaftsrechts
(EnWG). Ein weiteres Risiko liegt immer
noch auf der Beschaffungsseite
insbesondere durch weitere mögliche
Strompreisanstiege und eine bleibende
Flughafen Düsseldorf Energie GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 105
Erhöhung des Gaspreises. Außerdem ist die
Stromproduktion in den Folgejahren durch
die Teilabschaltung der BHKW-Motoren in
Folge des hohen Gaspreises geringer als das
Vorkrisenniveau. Die Gesellschaft geht
weiterhin von einer Umlage der möglichen
Preiserhöhungen an den Kunden aus. In der
Gesamtbetrachtung wird die Risikosituation
der FDE als gut beherrschbar betrachtet.
Existenzbedrohende Risiken sind derzeit
nicht erkennbar. Im Vergleich mit dem
Vorjahr hat sich die Risikolage nicht
nennenswert verändert. Da die Gesellschaft
nur an die Muttergesellschaft liefert, ist sie
von der Entwicklung der Muttergesellschaft
und damit auch von deren Entwicklung
abhängig.
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
Marcus Lechtenberg
Stadtwerke Düsseldorf AG
106 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Stadtwerke Düsseldorf AG
Firmensitz
Höherweg 100
40233 Düsseldorf
Telefon: 0211 821-0
info@swd-ag.de
www.swd-ag.de
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Der Gegenstand des Unternehmens umfasst
die Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser
und Wärme, die Entsorgung, den Hafen-
betrieb, Umweltschutzdienstleistungen sowie
den Betrieb von Bädern.
Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und
Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung
des Gesellschaftszwecks notwendig und nütz-
lich erscheinen. Sie kann sich zur Erfüllung
ihrer Aufgaben anderer Unternehmen
bedienen, sich an Unternehmen, die ihrem
Zweck dienlich und förderlich sind, in jeder
gesetzlich zulässigen Form beteiligen und
solche Unternehmen erwerben oder errichten.
Die Gesellschaft kann darüber hinaus zusätz-
liche Aufgaben für die Stadt Düsseldorf gegen
marktübliche Vergütungen übernehmen.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Aktien 120.000.000,00 EUR
EnBW Energie Baden-Württemberg AG 65.940.000,00 EUR 54,95 %
Holding der Landeshauptstadt Düsseldorf GmbH 30.060.000,00 EUR 25,05 %
GEW Köln AG 24.000.000,00 EUR 20,00 %
Beteiligungen
Gemeinschaftsheizkraftwerk Fortuna GmbH 250.000,00 EUR 100,00 %
Grünwerke GmbH 500.000,00 EUR 100,00 %
MURVA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH 25.564,59 EUR 100,00 %
MURVA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH &
Co. KG 25.564,59 EUR 100,00 %
Netzgesellschaft Düsseldorf mbH 1.000.000,00 EUR 100,00 %
Nahwärme Düsseldorf GmbH 33.759,00 EUR 66,00 %
AWISTA Gesellschaft für Abfallwirtschaft und
Stadtreinigung mbH 2.091.000,00 EUR 51,00 %
CleverShuttle Düsseldorf GmbH 12.500,00 EUR 50,00 %
ID Quadrat Verwaltungsgesellschaft mbH 12.500,00 EUR 50,00 %
Innovative Immobilien Duisburg Düsseldorf ID Quadrat
GmbH & Co. Betriebsgesellschaft KG 250,00 EUR 50,00 %
Stadtwerke Düsseldorf AG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 107
Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH & Co. KG 50.000,00 EUR 50,00 %
Neuss–Düsseldorfer Häfen Verwaltungs-GmbH 12.500,00 EUR 50,00 %
Niederrheinisch-Bergisches Gemeinschaftswasserwerk
GmbH 766.940,00 EUR 50,00 %
RheinWerke GmbH 12.500,00 EUR 50,00 %
Wasserübernahme Neuss-Wahlscheid GmbH 25.600,00 EUR 50,00 %
biogasNRW GmbH i.L. 25.000,00 EUR 50,00 %
REMONDIS RHEIN-Wupper GmbH & Co. KG 2.505.370,00 EUR 49,00 %
REMONDIS RHEIN-Wupper Verwaltungs GmbH 12.250,00 EUR 49,00 %
Gemeinschaft für Energieeffizienz GmbH 6.600,00 EUR 26,40 %
Stadtwerke Düsseldorf AG
108 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 1.024.567 22.055 1.002.513 975.355
Immaterielle Vermögensgegenstände 29.673 13.353 16.320 6.261
Sachanlagen 630.367 29.102 601.265 564.273
Finanzanlagen 364.528 -20.400 384.928 404.821
Umlaufvermögen 664.484 -19.240 683.725 500.318
Vorräte 120.080 25.986 94.094 79.824
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 338.389 81.139 257.250 287.190
Kasse, Bankguthaben, Schecks 206.016 -126.366 332.381 133.304
Rechnungsabgrenzungsposten 4.437 -1.311 5.748 4.537
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der
Vermögensverrechnung - 0 0 88
Summe AKTIVA 1.693.489 1.503 1.691.986 1.480.298
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 701.089 57.642 643.447 558.030
Gezeichnetes Kapital 120.000 0 120.000 117.490
Kapitalrücklage 190.186 0 190.186 190.186
Gewinnrücklagen 244.262 67.859 176.403 178.913
Bilanzergebnis - - - -
Empfangene Ertragszuschüsse 31.160 -80 31.241 32.703
Rückstellungen 361.668 -70.256 431.924 254.933
Verbindlichkeiten 599.236 14.215 585.021 634.286
Rechnungsabgrenzungsposten 335 -18 353 344
Summe PASSIVA 1.693.489 1.503 1.691.986 1.480.298
Stadtwerke Düsseldorf AG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 109
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 3.058.272 125.194 2.933.079 2.380.482
Bestandsveränderungen 221 239 -18 602
Andere aktivierte Eigenleistungen 6.156 4.179 1.977 444
Sonstige betriebliche Erträge 62.497 25.593 36.905 10.437
Materialaufwand 2.553.998 196.949 2.357.049 1.983.491
Personalaufwand 124.822 8.058 116.764 109.310
Sonstige betriebliche Aufwendungen 150.264 -23.708 173.973 129.353
Abschreibungen 50.696 3.636 47.061 45.233
Erträge aus Beteiligungen 24.452 1.352 23.100 19.857
Erträge aus Gewinnabführung 1.073 -1.720 2.792 0
Aufwendungen aus Verlustübernahme 67.484 26.300 41.184 29.670
Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanz-AV 405 -9 414 545
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.019 3.411 608 164
Abschreibungen auf Finanzanlagen und
Wertpapiere des UV 242 -332 573 1.575
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 18.715 8.175 10.539 8.126
Steuern vom Einkommen und Ertrag 39.534 -47.879 87.413 32.103
Ergebnis nach Steuern 151.341 -12.960 164.301 73.671
Sonstige Steuern 4.699 -2.743 7.442 2.229
Jahresergebnis 146.642 -10.217 156.859 71.442
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Landeshauptstadt Düsseldorf 48.003 Aufwendungen
Bädergesellschaft Düsseldorf mbH 2.066 Aufwendungen
D.LIVE GmbH & Co. KG 688 Forderungen
46 Verbindlichkeiten
7.427 Erträge
2.529 Aufwendungen
Gemeinschaftsheizkraftwerk Fortuna GmbH 9 Forderungen
1.772 Verbindlichkeiten
2.055 Erträge
32.318 Aufwendungen
Grünwerke GmbH 1.106 Forderungen
444 Erträge
2.716 Aufwendungen
Holding der Landeshauptstadt Düsseldorf
GmbH 24.448 Aufwendungen
Jugendberufshilfe Düsseldorf gGmbH 138 Erträge
Kunsthalle Düsseldorf gGmbH 271 Erträge
Netzgesellschaft Düsseldorf mbH 70.384 Verbindlichkeiten
Stadtwerke Düsseldorf AG
110 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
378.684 Erträge
389.702 Aufwendungen
Rheinbahn AG 2.352 Forderungen
11.324 Erträge
347 Aufwendungen
Stadtentwässerungsbetrieb der LHD 1.867 Forderungen
3.639 Verbindlichkeiten
7.185 Erträge
355 Aufwendungen
SWD Städt. Wohnungsgesellschaft Düsseldorf
mbH & Co. KG 21 Forderungen
5.331 Erträge
Tonhalle Düsseldorf gGmbH 412 Erträge
Werkstatt für angepasste Arbeit GmbH 739 Erträge
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 41,4 3,4 38,0 37,7
Umsatzrentabilität (in %) 4,8 -0,6 5,3 3,0
Mitarbeiteranzahl 1.192 38 1.154 1.092
Stromverkauf (in GWh) 2.071,0 -1.356,7 3.427,7 3.557,0
Gasverkauf (in GWh) 2.613,7 -1.587,7 4.201,4 4.830,6
Wasserverkauf (in Mio. m³) 34,0 -12,2 46,2 45,6
Fernwärmeverkauf (in GWh) 750,5 -280,1 1.030,6 1.200,3
Thermische Abfallbehandlung (in Tsd. t) 395,6 6,8 388,8 404,4
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Das Gesamtertragsvolumen liegt mit
3.154,1 Mio. Euro um 155,2 Mio. Euro über
dem Vorjahreswert in Höhe von 2.998,9
Mio. Euro. In den Gesamterträgen der
Stadtwerke Düsseldorf AG sind Umsatz-
erlöse, Bestandsveränderungen, aktivierte
Eigenleistungen, sonstige betriebliche
Erträge sowie Erträge aus Beteiligungen,
aus Ausleihungen, aus sonstigen Zinsen und
aus Gewinnabführungsverträgen enthalten.
Das Gesamtaufwandsvolumen liegt mit
3.007,4 Mio. Euro um 165,4 Mio. Euro über
dem Vorjahreswert in Höhe von 2.842,0
Mio. Euro. Die Gesamtaufwendungen bein-
halten den Materialaufwand, den Personal-
aufwand, die Abschreibungen, die Konzes-
sionsabgabe, die sonstigen betrieblichen
Aufwendungen, die Abschreibungen auf
Finanzanlagen, Zinsen und ähnliche Auf-
wendungen, Aufwand aus Ergebnisab-
führungsverträgen, die Steuern vom
Einkommen und vom Ertrag sowie die
sonstigen Steuern. Die Umsatzerlöse (nach
Abzug der Strom- und Energiesteuer auf
Erdgas) betragen 3.058,3 Mio. Euro nach
2.933,1 Mio. Euro im Vorjahr (+125,2 Mio.
Euro).
Die Umsatzerlöse aus dem Stromverkauf an
Endkund*innen sind bei um 21,2 Prozent
gesunkenen Absatzmengen um 108,4 Mio.
Euro (+16,9 Prozent) auf 749,0 Mio. Euro
gestiegen. Die Umsatzerlöse aus dem
Stromeigenhandel sind bei um 46,2 Prozent
niedrigeren Handelsmengen um 24,4 Mio.
Stadtwerke Düsseldorf AG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 111
Euro auf 167,9 Mio. Euro gesunken (-12,7
Prozent). Die Umsatzerlöse aus dem Strom-
verkauf an Weiterverteiler liegen bei um
39,6 Prozent geringeren Handelsmengen um
31,0 Prozent unter dem Vorjahreswert
(- 40,1 Mio. Euro). Der Stromverkauf aus
der Kraftwerksvermarktung ist von 648,6
Mio. Euro im Vorjahr bei um 6,9 Prozent
geringeren Absatzmengen auf 683,6 Mio.
Euro in 2023 gestiegen. Die Entgelte
entwickelten sich entsprechend der starken
Preisanstiege infolge der Marktsituation
aufgrund der Energiekrise nach oben. Die
Umsatzerlöse aus dem Gasverkauf an
Endkund*innen sind bei um 17,1 Prozent
gesunkenen Absatzmengen um 66,9 Prozent
(+163,0 Mio. Euro) auf 406,7 Mio. Euro
aufgrund von Preisanpassungen an die
Preisanstiege auf der Beschaffungsseite
gestiegen. Der Gasverkauf im Rahmen der
übrigen Handelsgeschäfte verzeichnete
aufgrund des hohen Preisniveaus im Vorjahr
bei um 24,9 Prozent geringeren Absatz-
mengen einen deutlichen Rückgang der
Erlöse um 188,3 Mio. Euro (-60,0 Prozent).
Die Umsatzerlöse aus dem Fernwärmerkauf
an Endkund*innen sind bei um 1,3 Prozent
gesunkenen Absatzmengen um 55,9 Mio.
Euro auf 145,8 Mio. Euro gestiegen (+62,2
Prozent).
Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen
mit 62,5 Mio. Euro um 25,6 Mio. Euro über
dem Vorjahreswert in Höhe von 36,9 Mio.
Euro. Im Berichtsjahr waren gegenüber dem
Vorjahr höhere Erträge aus der Auflösung
von Rückstellungen auszuweisen (45,2 Mio.
Euro in 2023 nach 6,7 Mio. Euro in 2022).
Die Erträge aus dem Verkauf von Emissions-
zertifikaten sind von 23,5 Mio. Euro im
Vorjahr auf 13,5 Mio. Euro in 2023
gesunken.
Der Materialaufwand beträgt 2.554,0 Mio.
Euro nach 2.357,0 Mio. Euro im Vorjahr
(+ 197,0 Mio. Euro) und ist damit stärker
gestiegen als die Umsatzerlöse. Die Auf-
wendungen für Strombezug liegen trotz
höherer Bezugspreise aufgrund geringerer
Bezugsmengen mit 1.312,7 Mio. Euro um
107,1 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert in
Höhe von 1.419,8 Mio. Euro. Die Gasbe-
zugskosten sind dagegen deutlich gestiegen,
von 308,2 Mio. Euro im Vorjahr auf 597,4
Mio. Euro in 2023 (+289,2 Mio. Euro).
Außerdem gab es einen Anstieg bei den
Aufwendungen für Emissionszertifikate
(+ 24,8 Mio. Euro) und für Grünstromzerti-
fikate (+5,5 Mio. Euro). Die Aufwendungen
für Netznutzungsentgelte belaufen sich im
Berichtsjahr auf 377,7 Mio. Euro (Vorjahr:
389,2 Mio. Euro). Der Personalaufwand liegt
mit 124,8 Mio. Euro in 2023 um 8,1 Mio.
Euro über dem Vorjahreswert in Höhe von
116,8 Mio. Euro. In 2023 wurden Zahlungen
für Inflationsausgleich in Höhe von 3,1 Mio.
Euro geleistet. Zudem ist der Aufwand für
Erfolgsbeteiligung ergebnisbedingt gegen-
über dem Vorjahr gestiegen.
Die Abschreibungen auf immaterielle Ver-
mögensgegenstände sowie Sachanlagen
sind investitionsbedingt von 47,1 Mio. Euro
im Vorjahr auf 50,7 Mio. Euro gestiegen.
Das Konzessionsabgabevolumen reduzierte
sich in Abhängigkeit der durchgeleiteten
Mengen von 49,8 Mio. Euro im Vorjahr auf
48,6 Mio. Euro in 2023 (-1,2 Mio. Euro). Die
sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind
von 124,1 Mio. Euro in 2022 auf 101,7 Mio.
Euro in 2023 zurückgegangen. Im Vorjahr
war für drohende Verluste aus schwebenden
Geschäften im Zusammenhang mit der
Energiekrise eine Rückstellung in Höhe von
33,1 Mio. Euro zu bilden. Das Finanz-
ergebnis in 2023 beträgt -56,5 Mio. Euro
nach -25,4 Mio. Euro in 2022.
Die Erträge aus Beteiligungen liegen um 1,4
Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Die Er-
träge aus Ausleihungen des Finanzanlage-
vermögens liegen auf Vorjahresniveau. Die
sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge sind
von 0,6 Mio. Euro auf 4,0 Mio. Euro
gestiegen. Die Abschreibungen auf Finanz-
anlagen betreffen mit -0,2 Mio. Euro im
Wesentlichen die Abwertung der Beteiligung
an der Sirius EcoTech Fonds Düsseldorf
GmbH & Co. KG (Vorjahr: -0,6 Mio. Euro).
Stadtwerke Düsseldorf AG
112 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen
liegen aufgrund des gestiegenen Zins-
niveaus mit 18,7 Mio. Euro um 8,2 Mio. Euro
über dem Vorjahreswert. Bei den Erträgen
aus Ergebnisabführungsverträgen ist die
Gewinnabführung der Grünwerke ausge-
wiesen. Bei den Aufwendungen aus Verlust-
übernahme in Höhe von -67,5 Mio. Euro
handelt es sich um die Verlustübernahme
der NGD (Vorjahr: -41,2 Mio. Euro).
Das Ergebnis vor Steuern in 2023 liegt mit
190,9 Mio. Euro um 60,8 Mio. Euro unter
dem Vorjahreswert in Höhe von 251,7 Mio.
Euro. Der Aufwand für Steuern vom Ein-
kommen und vom Ertrag liegt ergebnis-
bedingt und aufgrund der nicht steuer-
wirksamen Zuführungen zu Drohverlust-
rückstellungen im Vorjahr mit 39,5 Mio.
Euro um 47,9 Mio. Euro deutlich unter dem
Vorjahreswert in Höhe von 87,4 Mio. Euro.
Der Jahresüberschuss beträgt für das Jahr
2023 146,6 Mio. Euro nach 156,9 Mio. Euro
im Vorjahr.
Der Vorstand schlägt vor 57,6 Mio. Euro in
die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.
Der verbliebene Bilanzgewinn beträgt 89,0
Mio. Euro, der als Dividende an die
Anteilseigner ausgeschüttet werden soll.
Vermögens- und Finanzlage
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die
Bilanzsumme nur leicht um circa 0,1 Prozent
erhöht. Investitionen im Netzausbau führten
zu einer gegenüber dem Vorjahr von 59,3
Prozent auf 60,5 Prozent leicht erhöhten
Anlagenquote. Dabei wurden die Zugänge in
den immateriellen Vermögensgegenständen
und Sachanlagen durch die Abgänge im
Finanzanlagevermögen teilweise kom-
pensiert. Das Umlaufvermögen ist im
Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozent
gesunken, das Anlagevermögen gegenüber
dem Vorjahr um 2,2 Prozent gestiegen.
Bei dem Umlaufvermögen gab es unter-
schiedliche Entwicklungen. Im Vorrats-
vermögen war ein deutlicher Anstieg im
Wesentlichen aufgrund des gestiegenen
Preisniveaus bei den zu aktivierenden
Emissionszertifikaten (+29,5 Mio. Euro)
sowie den Lagerbeständen an Hilfs- und
Betriebsstoffen (+8,4 Mio. Euro, davon 3,6
Mio. Euro Ersatzschaufeln für die Kraft-
werksturbine) zu verzeichnen. Gegenläufig
wirkte sich aufgrund der durchgeführten
Kraftwerksrevision die Verringerung des
Bestands an unfertigen Leistungen (-12,0
Mio. Euro) aus.
Die Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sind im Wesentlichen aufgrund
des höheren Preisniveaus gegenüber dem
Vorjahr um 116 Prozent sehr deutlich
angestiegen. Forderungen gegenüber
Gesellschaftern und verbundenen Unter-
nehmen sowie Forderungen gegenüber
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungs-
verhältnis besteht, stiegen stichtagsbedingt
gegenüber dem Vorjahr um 4,9 Mio. Euro
an.
Die sonstigen Vermögensgegenstände sind
im Wesentlichen aufgrund des deutlich
niedrigeren Ausweises von kurzfristigen
Forderungen aus Absicherungsgeschäften
für die Beschaffung von Kraftwerksgas (-
62,3 Mio. Euro) sowie der im Berichtsjahr
vollzogenen Veräußerung der zum Verkauf
stehenden Emissionsrechte (Vorjahr: -20,0
Mio. Euro) gegenüber dem Vorjahr deutlich
um circa 64 Mio. Euro gesunken. Gegen-
läufig wirkten sich die im Vergleich zum
Vorjahr höheren Steuervorauszahlungen und
anrechenbaren Steuern (+ 16,6 Mio. Euro)
aus. Bank- und Kassenbestände verzeich-
neten stichtagsbedingt gegenüber dem
Vorjahr einen deutlichen Rückgang um
126,4 Mio. Euro.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten
verringerten sich gegenüber dem Vorjahr
um 1,3 Mio. Euro.
Der Vorstand schlägt vor, vom Jahresüber-
schuss 2023 in Höhe von 146,6 Mio. Euro
Stadtwerke Düsseldorf AG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 113
57,6 Mio. Euro in die anderen Gewinnrück-
lagen einzustellen. Der verbliebene Bilanz-
gewinn in Höhe von 89,0 Mio. Euro soll in
voller Höhe ausgeschüttet werden.
Das Eigenkapital vor Ausschüttung erhöht
sich auf 701,1 Mio. Euro.
Die empfangenen Baukostenzuschüsse für
Fernwärme- und Wasseranschlüsse haben
sich um 1,8 Mio. Euro aufgrund der plan-
mäßig ratierlichen Auflösungen leicht ver-
ringert.
Bei den Rückstellungen ist gegenüber dem
Vorjahr ein Rückgang von 16,3 Prozent zu
verzeichnen. Wesentliche Gründe sind
geringere Rückstellungen für Bezüge von
Kraftwerksgas (-65,9 Mio. Euro) und
geringere Rückstellungen für drohende
Verluste aus schwebenden Geschäften (-
42,2 Mio. Euro). Dagegen stiegen die
Rückstellungen für ausstehende Verpflich-
tungen um insgesamt 52,9 Mio. Euro an.
Darin enthalten sind unter anderem Rück-
stellungen für ausstehende Kreditoren-
rechnungen, ausstehende Verpflichtungen
gegenüber Kund*innen sowie für die Ab-
gabeverpflichtung von CO2-Zertifikaten. Die
Steuerrückstellungen weisen gegenüber
dem Vorjahr eine um 40,3 Mio. Euro
geringere Höhe auch aufgrund des gegen-
über dem Vorjahr geringeren Steuerauf-
wands (-47,9 Mio. Euro) aus. Die Verbind-
lichkeiten stiegen gegenüber dem Vorjahr
um insgesamt 2,4 Prozent an. In den
einzelnen Positionen gab es unterschiedliche
Entwicklungen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinsti-
tuten sind aufgrund planmäßiger Tilgungen
um 2,0 Prozent gesunken. Die Höhe der
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen hat sich nahezu verdoppelt
(+43,6 Mio. Euro). Im Vorjahr waren für
diverse Bezüge Rückstellungen zu bilden, im
Berichtsjahr lagen die entsprechenden
Eingangsrechnungen zum Bilanzstichtag
bereits vor. Insofern korreliert im Berichts-
jahr der Anstieg der Verbindlichkeiten mit
der Reduzierung der Rückstellungen. Die
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen verringerten sich stichtags-
bedingt leicht um 3,7 Prozent. Die sonstigen
Verbindlichkeiten sanken im Wesentlichen
aufgrund geringerer Verbindlichkeiten aus
Steuern um insgesamt 5,5 Mio. Euro. Die
passiven Rechnungsabgrenzungsposten
haben sich gegenüber dem Vorjahr leicht
um circa 5,0 Prozent verringert.
Zum Jahresende weisen die Stadtwerke
Düsseldorf AG einen Finanzmittelbestand
von 206,0 Mio. Euro (Vorjahr: 332,4 Mio.
Euro) aus. Es bestehen insgesamt Verbind-
lichkeiten gegenüber Kreditinstituten in
Höhe von 410,3 Mio. Euro (Vorjahr: 418,5
Mio. Euro). Alle Darlehen lauten auf Euro
und weisen zum Stichtag 31. Dezember
2023 eine durchschnittliche Verzinsung von
3,05 Prozent pro Jahr für festverzinsliche
und 4,835 Prozent pro Jahr für variabel
verzinsliche Darlehen auf. Insgesamt ver-
fügen die Stadtwerke Düsseldorf AG über
freie kurz- bis mittelfristige Kreditlinien in
Höhe von 312,5 Mio. Euro. Der zur Ver-
fügung stehende Avalrahmen von 29,8 Mio.
Euro wurde zum 31. Dezember 2023 zu
48,0 Prozent (14,3 Mio. Euro) planmäßig in
Anspruch genommen.
Im Geschäftsjahr 2023 wurden insgesamt
94,3 Mio. Euro Investitionen in immaterielle
Vermögensgegenstände und Sachanlagen
getätigt. Die Stadtwerke Düsseldorf AG
verbinden mit ihren Investitionen eine
Positionierung als innovativer und klima-
freundlicher Infrastrukturentwickler und -
dienstleister im urbanen Raum für eine
nachhaltige Zukunft.
Das größte Investitionsvolumen floss in die
Versorgungsinfrastruktur zur stabilen,
effizienten und zukunftssicheren Versorgung
mit Strom, Gas, Fernwärme und Wasser. Die
Investitionen in das Stromnetz waren auch
in diesem Jahr, neben der Aufrechterhaltung
der Netzsubstanz, bestimmt durch Ausbau-
erfordernisse aufgrund der dynamischen
Entwicklung der Stadt. Weiterhin wurde mit
dem Rollout moderner Messeinrichtungen,
Stadtwerke Düsseldorf AG
114 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
intelligenten Messsystemen und mess-
stellenbetriebsnaher Kommunikations-
infrastruktur sowie der Anpassung des
Stromnetzes an die wachsende Elektro-
mobilität in der Stadt konsequent auf
zukunftweisende Technologien gesetzt. Für
die sukzessive Umstellung des Düsseldorfer
Gasversorgungsgebiets von niederkalo-
rischem L-Erdgas auf hochkalorisches H-
Erdgas wurden die notwendigen Infra-
strukturanpassungen weiter vorangetrieben.
Im Rahmen der Fernwärmeausbaustrategie
der Stadtwerke Düsseldorf AG lag auch im
Jahr 2023 ein wesentlicher Schwerpunkt auf
der Erweiterung des Fernwärmenetzes. Die
Kooperation mit Henkel bildet einen
wesentlichen Beitrag zum konsequenten
Ausbau und der weiteren Dekarbonisierung
der Fernwärmeversorgung in Düsseldorf.
Um zukünftig überschüssige Produktions-
abwärme von Henkel in das Fernwärmenetz
einzuspeisen, starteten in diesem Jahr die
Bauarbeiten für die Energiezentrale. Im
Bereich Wasser wurden Investitionen in den
Erhalt des Netzes sowie in die Sicherstellung
der Wasserqualität getätigt. Hierzu startete
in diesem Jahr das Projekt zum Neubau des
Trinkwasserspeichers „Hochbehälter 6“. Als
Teil des unternehmensweiten Mobilitäts-
konzepts konnten die Stadtwerke Düsseldorf
AG auch in diesem Jahr einen weiteren
Beitrag zur Erreichung der Klimaziele der
Landeshauptstadt Düsseldorf leisten, indem
das Angebot an Ladepunkten für Elektro-
mobilität im privaten und (halb-) öffent-
lichen Raum für Kund*innen ausgebaut und
die sukzessive Umstellung des Stadtwerke-
Fuhrparks auf Elektromobilität fortgesetzt
wurde. Um die Chancen der Digitalisierung
von unternehmensweiten Geschäftsprozes-
sen optimal nutzen zu können, investierten
die Stadtwerke Düsseldorf AG weiter kon-
sequent in moderne und sichere IT-
Lösungen. Einen wesentlichen Schwerpunkt
bildete dabei weiterhin das SAP-Umstel-
lungsprojekt auf die vierte Produktgenera-
tion S/4 HANA mit dem Ziel, die Prozess-
und Systemlandschaft zu erneuern und auf
bestehende und zukünftige Marktanfor-
derungen optimal anzupassen.
Der Cashflow aus laufender Geschäfts-
tätigkeit beträgt 96,8 Mio. Euro. Bedeutende
Einflussgrößen sind der Rohertrag (504,3
Mio. Euro), der Personalaufwand (-124,8
Mio. Euro) und der Saldo der sonstigen
betrieblichen Erträge und Aufwendungen (-
81,4 Mio. Euro). Weitere Einflussgrößen sind
die Veränderungen der sonstigen Rückstel-
lungen (-30,1 Mio. Euro), die sonstigen
Steuern (-4,7 Mio. Euro) sowie Ertragsteuer-
zahlungen (-125,1 Mio. Euro). Dazu
kommen Working Capital Änderungen in
Höhe von -63,2 Mio. Euro. Die Verände-
rungen des Cashflows aus laufender Ge-
schäftstätigkeit in Höhe von -285,8 Mio.
Euro gegenüber dem Vorjahreswert (Vor-
jahr: 382,6 Mio. Euro) sind insbesondere
zurückzuführen auf ein gesunkenes EBITDA
(-26,1 Mio. Euro), veränderte Rückstel-
lungen (-160,2 Mio. Euro), gestiegene
Ertragsteuerzahlungen (-62,9 Mio. Euro)
und Änderungen des Working Capitals (-
42,6 Mio. Euro). Der Cashflow aus Inves-
titionstätigkeit beträgt -113,0 Mio. Euro. Er
wird im Wesentlichen bestimmt durch
Investitionen in immaterielle Vermögens-
gegenstände (-15,9 Mio. Euro) – insbe-
sondere für SAP S/4 HANA und Investitionen
in Sachanlagen (-78,4 Mio. Euro) – insbe-
sondere im Bereich der Erneuerung und
Erweiterung der Netze. Zahlungsmittel-
zuflüsse stammen im Wesentlichen aus dem
Abgang von Finanzanlagen (+21,6 Mio.
Stadtwerke Düsseldorf AG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 115
Euro). Davon entfallen 18,5 Mio. Euro auf
die Kapitalrückführungen des Gaskraftwerks
(GHKW) Fortuna.
Der Saldo der Ein- und Auszahlungen des
Beteiligungsgeschäftes beeinflusst den
Cashflow aus Investitionstätigkeit im Um-
fang von -41,6 Mio. Euro. Der im Vergleich
zum Vorjahr (-87,9 Mio. Euro) um 25,1 Mio.
Euro höhere Zahlungsmittelabfluss aus der
Investitionstätigkeit resultiert im Wesent-
lichen aus den gestiegenen Aufwendungen
aus Verlustübernahmen (- 26,3 Mio. Euro).
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in
Höhe von -110,2 Mio. Euro ist hauptsächlich
auf die Ausschüttung des Bilanzgewinns
2022 an die Gesellschafter (-89,0 Mio. Euro)
sowie auf Zins- (-14,8 Mio. Euro) und
Tilgungszahlungen (-10,9 Mio. Euro) zurück-
zuführen.
Der um 14,6 Mio. Euro höhere Zahlungs-
mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit im
Vergleich zum Vorjahr (-95,6 Mio. Euro) ist
im Wesentlichen auf die höhere Ausschüt-
tung an die Gesellschafter zurückzuführen.
Die Liquidität war im Berichtsjahr jederzeit
gesichert.
Chancen und Risiken
Risiken
Umfeld- und Branchenrisiken
Nachdem die Eskalationen im Ukraine-Krieg
im Vorjahr zu einer erhöhten Unsicherheit
im Energiemarkt geführt haben, ist im Be-
richtsjahr eine Markterholung in Verbindung
mit gesunkenen Marktpreisen zu erkennen.
Die im Berichtsjahr stark gestiegene Infla-
tion sowie der Marktzins halten sich auf er-
höhtem Niveau. Die Störungen der Wirt-
schaftsbeziehungen durch Covid-Auswir-
kungen haben keine wesentliche Bedeutung
mehr auf den Energiemarkt. Zu Beginn des
Jahres wurden auf Grundlage von Vorgaben
des Konzernrisikomanagements der EnBW
AG Risikoszenarien zu den Auswirkungen
der Energiekrise infolge des Ukraine-Krieges
und deren Eintrittswahrscheinlichkeiten
definiert. Diese Risikoszenarien wurden
sowohl für die Stadtwerke Düsseldorf AG als
auch für die vollkonsolidierten Beteiligungen
Netzgesellschaft Düsseldorf mbH, Grün-
werke GmbH und AWISTA GmbH monetär
bewertet und berichtet. Eine regelmäßige
Anpassung der Risikoszenarien und deren
Eintrittswahrscheinlichkeiten wurde gemäß
der Entwicklung hinsichtlich der Gasliefer-
mengen, einer drohenden Gasmangellage,
der Auswirkungen politischer Sanktionen
sowie der Auswirkungen von Maßnahmen
der Bundesregierung bis Mitte des Jahres
vorgenommen. Auf diese Art konnte eine
konzerneinheitliche und an den aktuellen
Verlauf der Energiekrise angepasste Risiko-
berichterstattung sichergestellt werden. Mit
der Entschärfung der Energiekrise wurden
die Risikoszenarien ab Mitte des Jahres nicht
mehr aktualisiert und somit für die Beurtei-
lung der Lage nicht mehr herangezogen.
Vielmehr wurden die identifizierten Risiken
in die fortlaufende Risikoberichterstattung
integriert. Die Fachbereiche Energiehandel
und Vertrieb nehmen regelmäßige Abstim-
mungen vor, um bei Vertriebsangeboten die
volatile Marktsituation angemessen zu
berücksichtigen und die Aussteuerung der
Mengen punktgenau sicherzustellen. Hierbei
geht es nicht nur um die Aussteuerung der
Vertriebsaktivitäten, sondern auch um die
Berücksichtigung weiterer Risiken. Im
Zusammenhang mit den aktuell fallenden
Großhandelsmarktpreisen für Strom und Gas
beobachtet die Stadtwerke Düsseldorf AG
am Markt Wettbewerber mit kurzfristiger
Einkaufsstrategie, die aufgrund der kurz-
fristigen Beschaffung das aktuelle Preis-
niveau an die Kund*innen weitergeben
können. Dieses Risiko wird im Rahmen der
Beschaffungsstrategie regelmäßig überwacht
und führt, falls erforderlich, zu Positions-
Stadtwerke Düsseldorf AG
116 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
anpassungen. Die Profitabilität der Akquise-
produkte Strom und Gas wird engmaschig
beobachtet. Zudem reagiert die Stadtwerke
Düsseldorf AG auf die dynamische Entwick-
lung am Commodity-Markt mit einer
kritischen Überprüfung des Produktportfolios
sowie etwaigen Anpassungen an das Markt-
umfeld. Insgesamt wird die Eintrittswahr-
scheinlichkeit der Vertriebs-Risiken in Folge
der Marktpreisentwicklung als mittel einge-
schätzt. Die monetäre Bewertung der
Schadenshöhe entspricht der Klasse 4.
Durch stark steigende Einflüsse einer
politisch geförderten Energiewende (als
Beispiel seien die Energieeinsparverordnung
und Sanierungsquoten genannt) sinkt der
Gas- und Fernwärmeabsatz im Vertriebs-
geschäft. Im Wesentlichen werden die Ein-
sparungen beim Verbraucher durch
Gebäudesanierungsmaßnahmen realisiert,
die in Teilen durch die Bundesregierung
forciert werden. Sollten zukünftig weitere
Fördermittel zur Gebäudesanierung zur
Verfügung gestellt beziehungsweise die
Richtlinien zur Energieeinsparung für
Bestandsgebäude weiter verschärft werden,
besteht das in seiner Eintrittswahrschein-
lichkeit mittlere Risiko, dass der Gas- und
Fernwärmeabsatz über das bereits in der
Planung verarbeitete Maß hinaus sinkt. Die
Digitalisierung der Wirtschaft und damit die
Durchdringung aller Branchen mit neuen
Informations und Kommunikationstechno-
logien hat Auswirkungen auf die gesamte
Wertschöpfungskette der Stadtwerke
Düsseldorf AG. Sie führt zu einem veränder-
ten Kundenverhalten sowie sich ändernden
Kundenbedürfnissen. Zudem ermöglicht sie
es auch branchenfremden Unternehmen,
den angestammten Markt des Energiesek-
tors zu durchdringen und damit die der-
zeitigen und künftigen Geschäftsfelder der
Energiebranche zu besetzen. Dabei besteht
das in seiner Eintrittswahrscheinlichkeit
mittlere Risiko, dass einige der neuen Wett-
bewerber aufgrund von günstigeren Kosten-
strukturen und schnelleren Entscheidungs-
wegen sowie einer effizienteren Innovations-
rate auf kurze Sicht im Vorteil sind. Durch
die Verabschiedung und Umsetzung einer
Digitalisierungsstrategie sowie der Entwick-
lung von Modellen zur Optimierung von An-
wendungen, neuen Produkten und Services
haben sich die Stadtwerke Düsseldorf AG
auf diese Einflüsse vorbereitet. Das Geschäft
mit privaten Strom- und Gaskund*innen
steht bereits im Blickfeld verschiedener
Wettbewerber. Sowohl durch verstärkte
Vertriebsaktivitäten anderer Anbieter als
auch aufgrund hoher Preissensibilität der
Kund*innen besteht das in seiner Eintritts-
wahrscheinlichkeit mittlere Risiko von
Mengen- und Margenverlusten. Die zur
Regelung von Preisanpassungen erforder-
lichen Klauseln führen in der gesamten
Branche immer wieder zu rechtlichen
Auseinandersetzungen mit Kund*innen.
Derartige Fälle sind grundsätzlich unver-
meidlich, da auch Klauseln, die zunächst der
anerkannten Rechtslage entsprechen, durch
die Entwicklung der Rechtsprechung immer
wieder überholt und in Frage gestellt
werden. Des Weiteren sind die techno-
logischen Auswirkungen insbesondere bei
Vertriebskanälen (Internet, Apps), die
demographische Entwicklung auf der
Kundenseite sowie der vermehrte Einsatz
von Energieberater*innen zu erwähnen.
Durch den Einsatz neuer Vertriebswege und
Zahlungsmöglichkeiten kann es zu dem
mittleren Risiko einer gesteigerten Wechsel-
bereitschaft beziehungsweise zu einem für
die Stadtwerke Düsseldorf AG negativ ver-
änderten Kundenverhalten kommen. Dieser
Trend wird zudem durch steigende gesetz-
liche Kostenbestandteile beeinflusst, welche
nicht mehr durch eine günstige Beschaffung
aufgefangen werden können und damit jähr-
liche Preisanpassungen mit einer erhöhten
Kundenabwanderung zur Folge haben. Die
Stadtwerke Düsseldorf AG begegnet diesen
Risiken mit einem integrierten Kunden-
lebenszyklus-Management mit Kunden-
bindungs- und Kündiger-Rückgewinnungs-
maßnahmen sowie einer weiteren Opti-
mierung des Marketingmix (Produkt, Preis,
Distribution, Kommunikation). Zudem
erfolgt die Entwicklung neuer, insbesondere
Stadtwerke Düsseldorf AG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 117
auf wechselwillige Kundengruppen zuge-
schnittene Produkte zur Teilhabe an Trends
sowie der Ausbau digitaler Vertriebs-
aktivitäten bei der Stadtwerke Düsseldorf
AG in den Bereichen Social Media, Internet,
Apps sowie künstliche Intelligenz. Die sich
zukünftig für die Stadtwerke Düsseldorf AG
ergebenden Risiken sind abhängig von
weiteren politischen Entscheidungen. Die
Stadtwerke Düsseldorf AG begegnet den
Entwicklungen mit einem konsequenten
Risikomanagement und einer kontinuier-
lichen Analyse des politischen Umfeldes.
Unternehmensstrategische Risiken
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat einem
Unternehmen durch Urteil untersagt, die
Bezeichnung „Stadtwerke“ in seiner Firma
zu führen. Ein wesentlicher Gesichtspunkt
der Entscheidung war, dass das Unter-
nehmen nicht mehrheitlich in kommunaler
Hand ist. Die Entscheidung bezieht eine
Vielzahl weiterer Gesichtspunkte ein und
lässt eine abschließende Aussage über die
Beurteilung anderer Fälle nicht zu. Es ist
möglich, dass Wettbewerber die Recht-
sprechung aufgreifen, um die Firmen ihrer
Konkurrenten anzugreifen. Somit könnten
auch die Stadtwerke Düsseldorf AG be-
troffen werden. Die Eintrittswahrschein-
lichkeit des Risikos wird allerdings als gering
eingeschätzt. Der Bund der Energiever-
braucher hat die Berechtigung der Stadt-
werke Düsseldorf AG zur Verwendung der
Firmenbezeichnung in Frage gestellt. In den
Veröffentlichungen des Verbandes wird auf
die Problematik hingewiesen.
Leistungswirtschaftliche Risiken
Prinzipiell besteht das aus Sicht der Stadt-
werke Düsseldorf AG geringe Risiko eines
längeren Ausfalls eigener Kraftwerke.
Sachschäden an den Kraftwerken sind durch
die Allgefahrenversicherung versichert. Die
im Jahr 2022 für den Block Gas und Dampf-
turbine-F (GuD-F) bestehende Betriebs-
unterbrechungsversicherung (BU-Versiche-
rung) wurde aufgrund eines geänderten
Versicherungsangebotes zum 1. Januar
2023 gekündigt. Die BU-Versicherung diente
zur Deckung von Vermögensschäden, die
aus einer Betriebsunterbrechung aufgrund
versicherter Sachschäden resultieren. Mit
dem Abschluss der BU-Versicherung war
ursprünglich intendiert, das Risiko eines BU-
Schadens bei Eintritt eines Versicherungs-
falls mit Ausnahme des Selbstbehaltes
abzuwenden. Die BU-Versicherung stellte
mithin eine der wesentlichen Maßnahmen
zur Abwendung des Risikos einer Betriebs-
unterbrechung von Block GuD-F dar. Simu-
lationen von Schadensereignissen haben
gezeigt, dass die Stadtwerke Düsseldorf AG
bei dem geänderten Versicherungsangebot
zum 1. Januar 2023 den Großteil des BU-
Schadens selbst zu tragen hätte. Damit
stünde eine deutlich erhöhte Versicherungs-
prämie nicht mehr in einem angemessenen
Verhältnis zur Versicherungsleistung. Eine
Prüfung über die EnBW AG Versicherungs-
vermittlung hat gezeigt, dass nicht zu er-
warten ist, dass zurzeit bessere, alternative
Versicherungslösungen auffindbar seien.
Dies zeigt sich auch im Wettbewerbsumfeld.
In der Regel verzichten die deutschen Be-
treiber auf BU-Deckungen für ihre Gastur-
binen-Kraftwerke. Die Eintrittswahrschein-
lichkeit des Risikos wird als gering einge-
schätzt. Die monetäre Bewertung der
potenziellen Schadenshöhe entspricht der
Klasse 5.
Die Stadtwerke Düsseldorf AG ist sowohl als
Energieerzeuger als auch als Energieliefe-
rant am Energiemarkt auf Anbieter- und auf
Käuferseite präsent. Das Risikomanage-
mentsystem des Energiehandels erfasst die
Marktpreis- und Adressenausfallrisiken
anhand der aktuellen Marktpreise, misst die
Handelsergebnisse und überwacht die Ein-
haltung der Limite. Die eingeräumten Limite
basieren auf dem jährlich vom Vorstand
genehmigten Risikokapital. Für die notwen-
dige Risikotransparenz sorgen eine differen-
zierte Buchstruktur und ein detailliertes
Berichtswesen, das die Information an die
Entscheidungsund Risikoverantwortlichen
Stadtwerke Düsseldorf AG
118 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
gewährleistet. Zentrales Organ der Risiko-
steuerung ist der regelmäßig tagende
Risikoausschuss, in den verschiedene Fach-
bereiche entlang der Wertschöpfungskette
sowie die Vorstandsmitglieder eingebunden
sind. Die Kraftwerksvermarktung erfolgt im
Rahmen einer konzeptionellen mittelfristigen
Absicherung ihrer Rohmarge. Offene Risiko-
positionen aus der künftigen Stromerzeu-
gung einschließlich der korrespondierenden
Brennstoffe (Erdgas) und Emissionszerti-
fikate werden durch entsprechende Hedge-
geschäfte an den Großhandelsmärkten
gegen Marktpreisrisiken gesichert. Die
Absicherung erfolgt über den Abschluss von
Forward-Kontrakten und Financial Swaps.
Der Einsatz von Standard-Terminprodukten
erfordert eine stetige Anpassung an die
Fahrweise der Kraftwerke beziehungsweise
an die tatsächlich geforderten Vertriebs-
lastgänge im Rahmen der Kaskadierung und
Profilierung. Eine durch Standardprodukte
nicht weiter abbildbare Residualgröße resul-
tiert in einem Spotpreisrisiko (Restlastgang
Strom und Gas). Daneben bestehen etwaige
Preis- und Mengenabweichungen aus dem
physischen Gasbezugsvertrag zwischen der
Stadtwerke Düsseldorf AG und Equinor ASA
(vormals Statoil ASA), Stavanger (Nor-
wegen). Beides zusammen wird im inte-
grierten Spotpreisrisiko zusammengefasst.
Die physische Gaslieferung für die
Stromerzeugung der Stadtwerke Düsseldorf
AG erfolgt über einen langfristigen
Gasbezugsvertrag aus Norwegen. Im
Berichtsjahr wurde ein Konzept zur
Preissicherung der Gasbezugsmengen aus
dem langfristigen Liefervertrag konzipiert
und durch die Gremien verabschiedet. Die
Stromerzeugung sowie die
korrespondierenden Brennstoffeinsätze
einschließlich der notwendigen
Emissionszertifikate werden sukzessive im
Zeitablauf preisgesichert. Die Positionen für
das Prognosejahr 2024 sind vollständig
gesichert. Die Stadtwerke Düsseldorf AG
erwarten für die gesicherte Position keine
Beeinträchtigung ihrer geplanten Erzeugung.
Die Positionen aus Gas-Lieferverpflichtungen
im Vertriebsgeschäft der Stadtwerke
Düsseldorf AG sind für das Prognosejahr
2024 beschafft und gesichert. Die
Beschaffung im Berichtsjahr wurde unter
engmaschiger Beobachtung der
Preisentwicklung vorgenommen. Aufgrund
der im Beschaffungsjahr 2022 für das
Lieferjahr 2024 stark gestiegenen Preise hat
sich das Preisniveau der Beschaffungen
signifikant erhöht. Im Zusammenhang mit
den im Berichtsjahr gefallenen
Großhandelspreisen für Strom und Gas
beobachten die Stadtwerke Düsseldorf AG
am Markt Wettbewerber mit kurzfristiger
Einkaufsstrategie, die aufgrund der
kurzfristigen Beschaffung das aktuelle
Preisniveau an die Kund*innen weitergeben
können. Dieses Risiko wird im Rahmen der
Beschaffungsstrategie regelmäßig überwacht
und führt, falls erforderlich, zu
Positionsanpassungen.
Personalrisiken
Die Stadtwerke Düsseldorf AG sind weiterhin
mit einem sich verstärkenden
Fachkräftemangel sowie den Folgen des
demografischen Wandels konfrontiert. In
den nächsten 10 Jahren wird gut ein Drittel
der Mitarbeiter*innen das Unternehmen
altersbedingt verlassen, was insbesondere
ein Risiko an Wissensverlust bedeutet. Die
Zusammenarbeit von Beschäftigten
unterschiedlicher Generationen gewinnt vor
dem Hintergrund weiter an Bedeutung. Mehr
als 600 Mitarbeitende weisen eine
Betriebszugehörigkeit von 0 – 5 Jahren auf.
Hier bleibt das Risiko der sogenannten
Frühfluktuation, sodass in die
Mitarbeiter*innen Bindung investiert werden
muss. Die Stadtwerke Düsseldorf AG
begegnen dieser Situation durch ihre
Positionierung als attraktiver Arbeitgeber
und durch Projekte zur Sicherstellung des
Wissenstransfers von ausscheidenden
Mitarbeiter: innen auf die neuen
Aufgabenträger*innen. Dies wird unter
anderem durch die Entwicklung einer
strategischen quantitativen und qualitativen
Stadtwerke Düsseldorf AG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 119
Personalplanung mit einem Analysetool zur
besseren Verknüpfung interner und externer
Personaldaten unterstützt. Ein weiteres
Risiko in Hinblick auf die
Beschäftigtenstruktur ergibt sich durch
einen geringen Frauenanteil. Dieses Risiko
soll durch weitere gezielte Initiativen der
Erhöhung des Frauenanteils auf allen
Ebenen und in allen Job Familien minimiert
werden. Neben Angeboten zur individuellen
Weiterentwicklung speziell für Frauen wird
das Netzwerk von Frauen im Unternehmen
gestärkt. Eine erhöhte Transparenz der
Mitarbeiter*innen - Benefits als Beitrag zur
Work-Life-Balance und spezifische
Kampagnen für weibliche Zielgruppen -
zielen auf eine gezielte Ansprache weiblicher
Kandidat*innen am Arbeitsmarkt ab.
Aufgrund des schnelllebigen Wandels und
häufiger auftretender „Arbeit im
Krisenmodus“ besteht die Gefahr vermehrter
Gesundheitsrisiken, sodass die Stadtwerke
Düsseldorf AG als Arbeitgeber präventiv
verstärkt Maßnahmen ergreifen, um
Resilienz und physische Gesundheit der
Mitarbeiter*innen zu stärken.
Informationstechnische Risiken
Um die Produktions- und Geschäftsprozesse
effizient und kostengünstig durchzuführen,
wird Informations- und
Kommunikationstechnologie eingesetzt,
welche sich auf aktuellem Stand der Technik
befindet. Die komplexen Prozesse der
Kraftwerke und Müllverbrennungsanlage,
Strom-, Gas-, Fernwärme- und Wassernetze
werden mit hochmoderner Leittechnik
gesteuert. Die hohe Verfügbarkeit des IT-
Netzwerks und der IT-Applikationen sowie
die Integrität und Vertraulichkeit der Daten
haben deshalb im Unternehmen einen hohen
Stellenwert. IT-Risiken werden durch hohe
Sicherheitsstandards und umfassende
Testverfahren vor einer Produktivsetzung
minimiert. Ein fester Bestandteil dieser
Standards sind die für alle Mitarbeiter*innen
der Stadtwerke Düsseldorf AG verbindlichen
Schulungen und Grundsätze zur Sicherheit
in der Informations und
Kommunikationstechnologie in Form von
Unternehmensregelwerken. Trotzdem
besteht prinzipiell das Risiko von externen
Bedrohungen der IT durch vorsätzliche
Handlungen (Hackerangriffe). Das Risiko
zeichnet sich durch eine hohe Diversität der
Bedrohungsarten und eine hohe Anzahl von
potenziellen Zielen aus. Die
Unternehmensgruppe Stadtwerke Düsseldorf
AG als Teil der kritischen Infrastruktur rückt
dabei zunehmend in den Fokus von
Cyberkriminellen und ist wiederkehrend und
immer häufiger gezielten und ungezielten
Cyberangriffen ausgesetzt. Politisch
motivierte Gruppierungen, die im Rahmen
des Ukraine-Krieges gegen westliche
Staaten aktiv werden, erhöhen die
Bedrohungslage. Im Kontext von
Digitalisierung und neuen digitalen
Geschäftsmodellen entstehen durch die
stetig wachsende Cyberkriminalität massive
Gefährdungen für die aktuelle und
zukünftige Geschäftstätigkeit der
Stadtwerke Düsseldorf AG. Trotz einer
Vielzahl von Steuerungsinstrumenten zur
Minimierung des Risikos wird die
Eintrittswahrscheinlichkeit insgesamt als
hoch eingeschätzt. Die monetäre Bewertung
der Schadenshöhe entspricht der Klasse 3.
Das IT-Sicherheitsgesetz 2.0 (IT-SiG 2.0) ist
am 28. Mai 2021 in Kraft getreten und
definiert ein hohes Mindestmaß an IT-
Sicherheit als „angemessenen Schutz“ für
den Betrieb von kritischen Infrastrukturen.
Die Stadtwerke Düsseldorf AG ist aufgrund
dieser gesetzlichen Bestimmungen dazu
angehalten, ein zertifiziertes
Informationssicherheitsmanagementsystem
(ISMS) zu betreiben. Bestandteil dieses
Managementsystems ist die fortlaufende
Identifizierung, Analyse, Behandlung und
Überwachung von Risiken in der
Informationssicherheit. Durch das
eigenständige System QSEC-Suite erfolgt
eine Erfassung und Überwachung dieser
Risiken sowie der risikoreduzierenden
Maßnahmen. Die regelmäßige Re-
Zertifizierung durch externe Zertifizierer
dokumentiert die Wirksamkeit des ISMS. Die
Stadtwerke Düsseldorf AG
120 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Verschiebung des „Go live“ von S/4all HANA
vom 1. Januar 2024 führt zu einem Risiko,
deren monetäre Bewertung der Klasse 4
entspricht. Angestrebt wird ein „Go live“ am
1. Januar 2025.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Die Finanzierungsrisiken der Stadtwerke
Düsseldorf AG umfassen im Wesentlichen
Liquiditäts-, Anlage- und Zinsrisiken.
Hauptaufgabe des Liquiditätsmanagements
ist es, die jederzeitige Zahlungsfähigkeit des
Unternehmens sicherzustellen. Dafür
werden der Liquiditätsbedarf sowie alle
Zahlungsmittelflüsse fortlaufend ermittelt.
Die Tochtergesellschaften NGD, Grünwerke
und GHKW Fortuna sind über ein Cash-
Pooling-Verfahren an die Stadtwerke
Düsseldorf AG angeschlossen, um einen
optimalen Liquiditätseinsatz in der Gruppe
sicherzustellen. Der Umfang der
zugesicherten Kreditlinien ist so
dimensioniert, dass auch in einem
schwierigen Marktumfeld ausreichende
Liquiditätsreserven zur Verfügung stehen.
Aufgrund der vorhandenen Liquidität, der
freien kurz- bis mittelfristigen Kreditlinien
mit einem Volumen von gegenwärtig 312,5
Mio. Euro sowie des operativen Cashflows
von 96,8 Mio. Euro sieht sich die Stadtwerke
Düsseldorf AG keinen unmittelbaren
Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Die Anlage-
risiken werden durch eine konservative
Anlagestrategie minimiert. Bei der Anlage
stehen gute Bonität und hohe Marktgängig-
keit im Fokus. Zinsrisiken bestehen auf der
Aktivseite aus Bankguthaben sowie auf der
Passivseite aus variabel verzinslichen Bank-
verbindlichkeiten. Zur Absicherung gegen
Zinsrisiken aus variablen Darlehensbestand-
teilen werden gegenwärtig Zinsswaps einge-
setzt. Aktuell sind 125 Mio. Euro des variab-
len Finanzierungsvolumens gegen steigende
Zinsen geschützt. Bestehende Zinsswaps
werden gegenwärtig nicht in Bewertungsein-
heiten nach Paragraf 254 HGB einbezogen.
Rechtliche Risiken
Die unternehmerische Tätigkeit bringt eine
Vielzahl rechtlicher Risiken mit sich, die aus
den vertraglichen Beziehungen zu
Kund*innen und Geschäftspartnern, aus den
rechtspolitischen Entwicklungen wie zum
Beispiel der Entwicklung des europäischen
und nationalen Energierechts, der
Entscheidungspraxis der Gerichte oder den
Aktivitäten des Bundeskartellamtes unter
geänderten kartellrechtlichen
Rahmenbedingungen resultieren. Die
Maßnahmen der Bundesregierung im Zuge
der Energiekrise haben zu einer gestiegenen
Dynamik bei Änderungen der rechtlichen
Rahmenbedingungen geführt. Die möglichen
Auswirkungen der diskutierten sowie der
tatsächlich verabschiedeten rechtlichen
Änderungen auf die Stadtwerke Düsseldorf
AG wurden fortlaufend beobachtet und
bewertet. Auf Grundlage der EU-
Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)
kann bei schwerwiegenden Verstößen gegen
den Datenschutz ein maximales Bußgeld von
20 Mio. Euro beziehungsweise 4 Prozent des
weltweiten Vorjahresumsatzes erhoben
werden. Den damit einhergehenden Risiken,
dass die Datenschutzorganisation nicht
funktionsfähig ist beziehungsweise keine
datenschutzkonforme Umsetzung in den
Fachbereichen erfolgt, wird mit einer
Vielzahl von internen
Steuerungsinstrumenten begegnet. Die
Eintrittswahrscheinlichkeit wird aus diesem
Grund als sehr gering eingestuft.
Keine den Bestand gefährdenden
Risiken
Bestandsgefährdende Einzelrisiken bestehen
weder zum Abschlussstichtag noch zum
Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses
für die Stadtwerke Düsseldorf AG. Darüber
hinaus konnte der Vorstand keine
Interdependenzen erkennen, die sich zu
einer Bestandsgefährdung für die
Stadtwerke Düsseldorf AG im Geschäftsjahr
2024 aufbauen könnten.
Chancen
Stadtwerke Düsseldorf AG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 121
Das Chancenberichtswesen ist in das
unternehmensweite Risikomanagement
integriert, indem das Netzwerk der
dezentralen iRM-Beauftragten in allen
Fachbereichen und Beteiligungen auch für
das Chancenmanagement genutzt wird. Für
Planungszwecke sind bereits
Chancenpotenziale verarbeitet, deren
Eintrittswahrscheinlichkeit mit über 50
Prozent erwartet wird. Fortschritt und
technologischer Wandel müssen im Konsens
mit der Politik, der ansässigen Wirtschaft
und nicht zuletzt mit den Bürgerinnen und
Bürgern erfolgen, um die langfristige
Perspektive der Stadtwerke Düsseldorf AG
zu erhalten. Die Stadtwerke Düsseldorf AG
haben in ihrer Funktion als Grundversorger
in Düsseldorf einen hohen Marktanteil im
Bereich Strom und Gas. Durchlaufende
Akquise-Tätigkeiten, unter anderem durch
die Entwicklung neuer an die jeweilige
Marktsituation angepasster Produkte, und
die hohe Orientierung an der Zufriedenheit
der Kund*innen arbeiten die Stadtwerke
Düsseldorf AG laufend daran als Partner in
der Region aufzutreten. Weiterhin wird in
bestehenden und in der Entwicklung
befindlichen Kooperationen mit anderen, in
der Region ansässigen, lokalen
Versorgungsunternehmen die Chance zum
Heben von Synergiepotenzialen gesehen. Als
weitere Chance wird die Entwicklung neuer
und innovativer Geschäftsmodelle aufgrund
der auch in der Energiewirtschaft
voranschreitenden Digitalisierung gesehen.
Die Stadtwerke Düsseldorf AG wollen von
den sich ändernden Marktbedingungen im
Bereich der Energie und Wasserversorgung
profitieren. In Bezug auf das Risiko eines
sinkenden Gas- und Fernwärmeabsatzes
durch Gebäudesanierung besteht die
Chance, dass die Stadtwerke Düsseldorf AG
durch Forcierung des Fernwärmeausbaus
und einer daraus resultierenden
Überkompensation der Verluste aus der
Gebäudesanierung per Saldo von einem
Anstieg des Fernwärmeabsatzes profitieren
kann.
Organe und deren Zusammensetzung
Aufsichtsrat
Vorsitz
Colette Rückert-Hennen
1. Stellvertretung Vorsitz
Klarissa Lerp
2. Stellvertretung Vorsitz
MdL Peter Blumenrath Landeshauptstadt
Düsseldorf
Mitglied
Rainer Allmannsdörfer EnBW Energie Baden-
Württemberg AG
Dirk Benedix
Volker Bloch
Henning Brust Stadtwerke Düsseldorf
AG
Carsten Caspari Stadtwerke Düsseldorf
AG
Stadtwerke Düsseldorf AG
122 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Nadine Falk (ab 01.07.2023) EnBW Energie Baden-
Württemberg AG
Catharina Geiselhart
Jan Paul Giertz
Ratsfrau Angela Hebeler Landeshauptstadt
Düsseldorf
Andreas Hoydem
Jan Huth (bis 30.06.2023) EnBW Energie Baden-
Württemberg AG
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller Landeshauptstadt
Düsseldorf
Deborah Knopp
Michael Kranenburg SWD Städt. Wohnungs-
Verwaltungs-GmbH
Düsseldorf
Petra Meerkamp
Stephanie Peifer Stadtwerke Düsseldorf
AG
Carina Verlohr EnBW Energie Baden-
Württemberg AG
Dr. Johannes Zügel EnBW Energie Baden-
Württemberg AG
Vorstand
Julien Mounier
Dr. Charlotte Beissel
Jan Huth (ab 01.07.2023)
Hans-Günther Meier (bis 31.01.2023)
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und
Verwaltungsräten nach Geschlecht
Dem Aufsichts- oder Verwaltungsräten in diesem Unternehmen gehören zum 31.12.2023 von
den insgesamt 20 Mitgliedern 9 Frauen an (Frauenanteil 45,0 Prozent)
Damit wird der im Paragraf 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von
40 Prozent erreicht/überschritten.
Netzgesellschaft Düsseldorf mbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 123
Netzgesellschaft Düsseldorf mbH
Firmensitz
Höherweg 200
40223 Düsseldorf
Telefon: 0211 821-2150
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gegenstand des Unternehmens ist der Be-
trieb, die Wartung, der Ausbau und die Ver-
marktung von Strom-, Gas-, Fernwärme-
netzen sowie alle damit zusammenhängenden
Geschäfte. Die Gesellschaft darf alle Maß-
nahmen treffen, die geeignet sind, den
Gesellschaftszweck zu fördern. Die Gesell-
schaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen
zu errichten, andere ihr ähnliche Unter-
nehmen zu erwerben, sich an solchen zu
beteiligen oder deren Geschäftsführung
auszuüben.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 1.000.000,00 EUR
Stadtwerke Düsseldorf AG 1.000.000,00 EUR 100,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 1.037 -64 1.101 1.272
Finanzanlagen 1.037 -64 1.101 1.272
Umlaufvermögen 192.299 3.238 189.060 155.360
Vorräte 67.821 23.620 44.201 52.191
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 120.046 5.922 114.124 79.452
Kasse, Bankguthaben, Schecks 4.432 -26.304 30.736 23.717
Rechnungsabgrenzungsposten 0 -3 3 -
Summe AKTIVA 193.336 3.171 190.165 156.632
Netzgesellschaft Düsseldorf mbH
124 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 1.000 0 1.000 1.000
Gezeichnetes Kapital 1.000 0 1.000 1.000
Jahresergebnis 0 0 0 0
Rückstellungen 39.394 -2.608 42.002 46.325
Verbindlichkeiten 63.207 792 62.414 35.106
Rechnungsabgrenzungsposten 89.735 4.987 84.748 74.201
Summe PASSIVA 193.336 3.171 190.165 156.632
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 592.801 15.110 577.690 532.203
Bestandsveränderungen 19.506 28.155 -8.648 3.019
Sonstige betriebliche Erträge 8.220 1.694 6.526 2.043
Materialaufwand 477.751 61.543 416.208 361.089
Personalaufwand 114.915 9.881 105.035 104.332
Sonstige betriebliche Aufwendungen 98.583 2.351 96.232 96.865
Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanz-AV 24 -4 28 37
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.105 978 127 15
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 21 -108 130 426
Ergebnis nach Steuern -69.614 -27.733 -41.881 -25.394
Sonstige Steuern -2.130 -1.432 -697 4.219
Erträge aus Verlustübernahme 67.484 26.300 41.184 29.613
Jahresergebnis 0 0 0 0
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Rheinbahn AG 943 Forderungen
4.777 Erträge
264 Aufwendungen
Stadtwerke Düsseldorf AG 70.384 Forderungen
389.702 Erträge
378.684 Aufwendungen
Netzgesellschaft Düsseldorf mbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 125
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 0,5 -0,0 0,5 0,6
Anlagendeckung (in %) 96,4 5,6 90,8 78,6
Mitarbeiteranzahl 1.119 13 1.106 1.111
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Die Umsatzerlöse der Gesellschaft wurden
über den Betrieb der Elektrizitäts-, Gas-,
Fernwärme- und Wassernetze, der Strom-
und Wärmeanlagen sowie den grundzu-
ständigen Messstellenbetrieb erzielt und
resultierten in der Hauptsache aus den
Transportleistungen und daraus verein-
nahmten Netzentgelten. Die dabei abzu-
rechnenden Netzentgelte für Strom und Gas
wurden auf Basis der durch die BNetzA
beschiedenen Erlösobergrenzen kalkuliert,
mithin unterliegen sie der Regulierung. Des
Weiteren beinhaltet diese Position auch die
Erlöse aus der Abrechnung von Investitionen
an die Stadtwerke Düsseldorf AG, der
Eigentümerin des Netzes.
Einen nennenswerten Einfluss auf die Ent-
wicklung der Umsatzerlöse hat neben dem
individuellen Abnahmeverhalten, mit einem
erkennbaren Trend zur Einsparung, die
Temperaturentwicklung. Das Jahr 2023 wies
insgesamt einen ähnlichen Verlauf im
Vergleich zum Dreijahresmittel 2020 bis
2022 auf, so dass keine wesentlichen
temperaturbedingten Effekte hinsichtlich der
Transporterlöse zu verzeichnen waren.
Im Strombereich lagen die Transportmengen
in 2023 mit 2,9 Terrawattstunden (TWh)
(Vorjahr 3,1 TWh) leicht unter Vorjahres-
niveau. Die temperaturabhängigen Sparten
Gas und Fernwärme pendelten sich ebenso
auf Vorjahresniveau ein. Im Gasbereich war
insgesamt ein Rückgang um 0,2 TWh auf
9,0 TWh (Vorjahr 9,2 TWh) zu verzeichnen,
die Fernwärme lag weiterhin bei 1,0 TWh
(Vorjahr 1,0 TWh). In der Wassersparte
verringerten sich hingegen die Transport-
mengen um 1,1 Mio. Kubikmeter (cbm) auf
48,8 Mio. cbm (Vorjahr 49,9 Mio. cbm).
Während sich die Netzentgelte in der Fern-
wärme im Vergleich zum Vorjahr um 0,07
Cent/Kilowattstunde (kWh) auf 2,24
Cent/kWh (Vorjahr 2,31Cent/kWh)
verringerten, stiegen sie in den Sparten
Strom, Gas und Wasser im Vergleich zum
Vorjahr wie folgt an: Die Netzentgelte für
das Düsseldorfer Versorgungsgebiet stiegen
im Strom im Durchschnitt um 0,84
Cent/kWh auf 4,87 Cent/kWh (Vorjahr 4,04
Cent/kWh), im Gas für SLP und RLM-Kunden
um 0,25 Cent/kWh auf 1,36 Cent/kWh
(Vorjahr 1,11 Cent/kWh) und im Wasser um
8,29 Cent/cbm auf 92,62 Cent/cbm (Vorjahr
84,33 Cent/cbm). Damit im Zusammenhang
stehende Mehr- oder Mindererlöse werden in
allen Sparten jeweils spartenspezifisch
periodenübergreifend ausgeglichen.
Insgesamt erhöhten sich die Umsatzerlöse
im Vergleich zum Vorjahr um 15,1 Mio. Euro
auf 592,8 Mio. Euro (Vorjahr 577,7 Mio.
Euro). Ursächlich hierfür sind im Wesent-
lichen folgende Sachverhalte: Über alle
Sparten erhöhten sich die Umsatzerlöse aus
Transportentgelten inklusive Umlagen im
Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr um
34,1 Mio. Euro. Dieser Anstieg beruht im
Wesentlichen auf einem Zuwachs im Strom
um 18,2 Mio. Euro sowie im Gas um 13,4
Mio. Euro. Gegenläufig hierzu wirken sich
rückläufige Umsatzerlöse aus Transport-
entgelten in der Fernwärme aus (-0,3 Mio.
Netzgesellschaft Düsseldorf mbH
126 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Euro), die bei in Summe konstanten Trans-
portmengen auf verminderte Preise zurück-
zuführen sind.
Die Erlöse aus der Abrechnung von Dienst-
leistungen im Konzern sind gegenüber dem
Vorjahr um 0,2 Mio. Euro auf 52,8 Mio. Euro
angestiegen, ebenso wie die Erlöse aus
KWK-Zuschuss (+ 2,8 Mio. Euro). Die Um-
satzerlöse aus der Mehr-/ Mindermengen-
abrechnung verringerten sich aufgrund der
stark volatilen Preise um insgesamt 11,6
Mio. Euro auf 64,2 Mio. Euro. Davon ist im
Strom ein Rückgang um 37,1 Mio. Euro und
im Gas gegenläufig ein Anstieg um 25,5 Mio.
Euro zu verzeichnen. Zudem verringerte sich
der Investitionsausgleich im Vergleich zum
Vorjahr um 7,6 Mio. Euro auf 54,5 Mio. Euro
(davon Strom um 14,5 Mio. Euro, gegen-
läufig in den übrigen Sparten ein Anstieg um
6,9 Mio. Euro). Die prozentuale Verteilung
der Umsatzerlöse hat sich im Vergleich zum
Vorjahr in den Sparten Strom und Gas
gegenläufig entwickelt. Wurde im Vorjahr in
der Sparte Strom noch ein Anstieg und in
der Sparte Gas als Folge des Russland-
Ukraine-Krieges ein Rückgang verzeichnet,
so sind die Umsatzerlöse in der Gasver-
teilung um 5,5 Prozentpunkte gestiegen und
die der Stromverteilung um 6,7 Prozent-
punkte gesunken.
Im Materialaufwand sind die für die Gesell-
schaft wesentlichen Geschäftsbeziehungen
aus Netznutzung der vorgelagerten Ebene,
dem Bezug von Netzverlustenergie, dezen-
traler Energieeinspeisung, Pacht sowie Auf-
wendungen für Erneuerungs-, Erweiterungs-
und Instandhaltungsmaßnahmen am Pacht-
gegenstand enthalten.
In 2023 war im Vergleich zum Vorjahr ins-
gesamt ein Anstieg in Höhe von 61,5 Mio.
Euro auf 477,8 Mio. Euro (Vorjahr 416,2
Mio. Euro) zu verzeichnen, der im Wesent-
lichen aus gestiegenen Aufwendungen für
das vorgelagerte Transportnetz um 9,8 Mio.
Euro (davon Strom um 1,6 Mio. Euro und
Gas um 8,2 Mio. Euro), aus gestiegenem
Pachtzins (2,3 Mio. Euro) sowie aus um 3,9
Mio. Euro höheren Aufwendungen aus Mehr-
/ Mindermengenabrechnungen (davon
Strom 21,0 Mio. Euro geringere und Gas
24,9 Mio. Euro höhere Aufwendungen)
resultierte.
Die Aufwendungen für bezogene Leistungen
sowie für Material im Rahmen der Inves-
titionsmaßnahmen erhöhten sich im Ver-
gleich zum Vorjahr um insgesamt 22,9 Mio.
Euro. Zudem ist im Geschäftsjahr ein
Anstieg für den Bezug von Netzverlust-
energie in Höhe von 16,4 Mio. Euro zu
verzeichnen. In der prozentualen Verteilung
der Materialaufwendungen ist die Entwick-
lung im Gas und Strom im Wesentlichen auf
den gegenläufigen Effekten in der Mehr-/
Mindermengenabrechnung zurückzuführen.
Der Personalaufwand stieg im Vergleich zum
Vorjahr um 9,9 Mio. Euro auf 114,9 Mio.
Euro (Vorjahr 105,0 Mio. Euro). Grund
hierfür sind im Wesentlichen die aus den
Tarifverhandlungen resultierenden Einmal-
und Sonderzahlungen. Die sonstigen be-
trieblichen Aufwendungen belaufen sich auf
98,6 Mio. Euro (Vorjahr 96,2 Mio. Euro) und
betreffen im Wesentlichen Aufwendungen
aus der Abrechnung des Dienstleistungs-
vertrags mit der Stadtwerke Düsseldorf AG.
Über alle Bereiche ergab sich insgesamt ein
negatives Ergebnis nach Steuern einschließ-
lich der sonstigen Steuern in Höhe von 67,5
Mio. Euro (Vorjahr negatives Ergebnis nach
Steuern 41,2 Mio. Euro).
Auf Basis des Ergebnisabführungsvertrages
führten die sich daraus ergebenden Erträge
aus Verlustübernahme durch die Stadtwerke
Düsseldorf AG zu einem ausgeglichenen
Ergebnis. Zudem ergaben sich aus der
körperschaft- und gewerbesteuerlichen
Organschaft mit Ausnahme der Strom- und
Energiesteuer sowie den sonstigen Steuern
keine eigenen Steueraufwendungen bei der
Gesellschaft.
Netzgesellschaft Düsseldorf mbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 127
Vermögens- und Finanzlage
Im Geschäftsjahr 2023 erhöhte sich die
Bilanzsumme der Gesellschaft im Vergleich
zum Vorjahr um 3,1 Mio. Euro und somit um
1,7 Prozent auf 193,3 Mio. Euro (Vorjahr
190,2 Mio. Euro).
Das Anlagevermögen der Netzgesellschaft
Düsseldorf mbH (NGD) reduzierte sich um
0,1 Mio. Euro auf 1,0 Mio. Euro (Vorjahr 1,1
Mio. Euro). Hierbei handelt es sich um Aus-
leihungen an Mitarbeitende. Unverändert zu
den Vorjahren werden alle betriebsnot-
wendigen langfristigen Vermögensgegen-
stände durch die Gesellschaft von der
Eigentümerin gepachtet. Der Bestand an
unfertigen Leistungen stieg aufgrund des
erhöhten Umfangs langfristiger Maßnahmen,
welche zum Stichtag noch nicht abgeschlos-
sen waren, um 19,5 Mio. Euro auf 58,6 Mio.
Euro (Vorjahr 39,1 Mio. Euro). Bis zur
Fertigstellung der Maßnahmen und der
entsprechenden Abrechnung mit der
Stadtwerke Düsseldorf AG erfolgt eine
Erfassung der unfertigen Leistungen in der
Bilanz der Gesellschaft. Die Forderungen
und sonstigen Vermögensgegenstände
stiegen um 5,9 Mio. Euro und sind durch
nachfolgend beschriebene Effekte geprägt.
Die Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen erhöhten sich um 18,3 Mio. Euro
auf 43,9 Mio. Euro (Vorjahr 25,7 Mio. Euro).
Die Forderungen gegen die Gesellschafterin
sanken um 8,4 Mio. Euro auf 70,8 Mio. Euro
(Vorjahr 79,2 Mio. Euro). Die sonstigen
Vermögensgegenstände verringerten sich
um 4,0 Mio. Euro auf 5,3 Mio. Euro (Vorjahr
9,3 Mio. Euro). Die Rückstellungen ver-
ringerten sich um 2,6 Mio. Euro auf 39,4
Mio. Euro (Vorjahr 42,0 Mio. Euro), die
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen stiegen um 6,0 Mio. Euro auf
58,2 Mio. Euro (Vorjahr 52,2 Mio. Euro) an.
Im Wesentlichen resultiert der Anstieg aus
Rückforderungen des Übertragungsnetz-
betreibers aufgrund einer Überzahlung der
Abschläge für KWK-Zuschuss für das
Kraftwerk. Die Höhe der Abschlagszah-
lungen basiert auf Prognosen und die
Spitzabrechnung erfolgt turnusmäßig
nachgelagert. Die sonstigen Verbindlich-
keiten verringerten sich um 2,7 Mio. Euro
auf 3,3 Mio. Euro (Vorjahr 6,0 Mio. Euro).
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten,
der die eingenommenen Hausanschluss-
beiträge sowie Baukostenzuschüsse für die
Sparten Strom, Gas, Wasser und Fernwärme
beinhaltet, erhöhte sich um 5,0 Mio. Euro
auf 89,7 Mio. Euro (Vorjahr 84,7 Mio. Euro).
Baukostenzuschüsse für Wasser, welche im
Zeitraum vom 1. Januar 2019 bis 31. August
2021 vereinnahmt wurden, werden ebenfalls
unter diesem Bilanzposten ausgewiesen. Ab
dem 1. September 2021 vereinnahmte
Baukostenzuschüsse für Wasser werden im
Namen und auf Rechnung der Stadtwerke
Düsseldorf AG vereinnahmt, sofern der
Wasserhausanschluss nicht den überwiegen-
den Teil der Leistung ausmacht.
Die Finanzlage der Gesellschaft ist weiterhin
im Wesentlichen dadurch beeinflusst, dass
sämtliche Leistungsverrechnungen mit der
Stadtwerke Düsseldorf AG über gesonderte
Verträge geregelt sind. Während die Ein-
nahmen aus Netzentgelten einer mengen-
und preisgenauen Abrechnung unterliegen,
erfolgen die Ausgaben grundsätzlich auf
Basis monatlicher Abschläge mit nachge-
lagerter Spitzabrechnung. Von stetig
wachsender Bedeutung ist die Vielzahl der
sogenannten durchlaufenden Posten, wie
zum Beispiel Konzessionsabgaben sowie
Umlagen auf Netzentgelte, bei denen sich
Einnahmen und Ausgaben jeweils in gleicher
Höhe gegenüberstehen. Entscheidend für die
Finanzlage ist auch, dass die Gesellschaft
die Investitionen in die gepachteten Verteil-
netze nicht selbst tätigt, da der Finan-
zierungsbedarf aus Investitionstätigkeit
ausschließlich beim Verpächter besteht.
Im Geschäftsjahr wurden insgesamt 54,5
Mio. Euro (Vorjahr 62,1 Mio. Euro) in die
gepachteten Netzanlagen und Betriebs-
mittel, die die Eigentümerin trägt, investiert.
Netzgesellschaft Düsseldorf mbH
128 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Zudem werden Leasingverträge grundsätz-
lich nicht von der Gesellschaft selbst,
sondern über die Stadtwerke Düsseldorf AG,
abgeschlossen.
Die Leistungsaustausche zwischen der
Stadtwerke Düsseldorf AG und der NGD
werden über ein Cash-Pooling-System
abgewickelt, über das regelmäßig eine
Verrechnung der gegenseitig offenen
Beträge zur Sicherung der Liquiditätslage
vorgenommen wird. Im Geschäftsjahr 2023
erfolgte kurz vor dem Bilanzstichtag eine
Verrechnung zwischen den Gesellschaften,
wodurch das Bankguthaben der NGD um
26,3 Mio. Euro auf 4,4 Mio. Euro sank.
Das Stammkapital in Höhe von 1,0 Mio.
Euro ist hingegen extra gesichert und wird
nicht vom Cash-Pooling erfasst.
Die Eigenkapitalquote beträgt 0,5 Prozent
und liegt somit auf Vorjahresniveau.
Im Wesentlichen begründet durch das
negative Ergebnis und einen Anstieg der
Forderungen beträgt der Cashflow aus
laufender Geschäftstätigkeit -68,6 Mio. Euro
(Vorjahr negativer Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit 22,8 Mio. Euro).
Im Cashflow aus Investitionstätigkeit
werden die Zu- und Abgänge des Finanz-
anlagevermögens der Gesellschaft sowie von
ihr vereinnahmte Zinsen gezeigt. Er beträgt
1,2 Mio. Euro (Vorjahr positiver Cashflow
aus Investitionstätigkeit 0,2 Mio. Euro).
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
beinhaltet überwiegend die Einzahlung aus
Verlustübernahme der Gesellschafterin in
Höhe von 41,2 Mio. Euro (Vorjahr positiver
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 29,6
Mio. Euro). Der nicht vom Cash-Pooling
betroffene Finanzmittelbestand der Gesell-
schaft beträgt 4,4 Mio. Euro (Vorjahr 30,7
Mio. Euro).
Insgesamt erfolgt damit die Finanzierung
der Gesellschaft grundsätzlich über die
Alleingesellschafterin Stadtwerke Düsseldorf
AG, mithin besteht eine Finanzmittelab-
hängigkeit sowohl von der Muttergesell-
schaft als auch weiterreichend von der
Hauptanteilseignerin der Stadtwerke
Düsseldorf AG, der EnBW Energie Baden-
Württemberg AG. Im Geschäftsjahr 2023
war die Liquidität zu jedem Zeitpunkt
gewährleistet.
Chancen und Risiken
Risiken
Die Vorgaben des Gesetzgebers fordern eine
möglichst sichere, preisgünstige,
verbraucherfreundliche, effiziente,
umweltverträgliche und
treibhausgasneutrale leitungsgebundene
Versorgung der Allgemeinheit mit
Elektrizität, Gas und Wasserstoff, die
zunehmend auf erneuerbaren Energien
beruht. Dies stellt die Netzbetreiber vor
allem vor dem Hintergrund neuer
gesetzlicher Vorgaben weiterhin vor große
Herausforderungen. Der Gerichtshof der
Europäischen Union (EuGH) hat am 2.
September 2021 entschieden, dass
Deutschland die Elektrizitäts- und die
Erdgasbinnenmarkt-Richtlinien des Dritten
Energiebinnenmarktpakets in Bezug auf die
Unabhängigkeit der Regulierungsbehörden
unzureichend umgesetzt hat. Die deutsche
Gesetzgebung reagierte auf dieses EuGH-
Urteil, indem die StromNZV, die GasNZV,
die GasNEV, die StromNEV und die ARegV
nach Ablauf einer Übergangsfrist zeitlich
gestaffelt außer Kraft treten werden. Für die
außer Kraft getretenen Verordnungen muss
die BNetzA Nachfolgeregelungen festlegen.
Wie diese konkret ausgestaltet werden, ist
noch nicht final absehbar. Vor allem durch
die fortwährende Abstimmung mit
Verbänden, die Beobachtung des Umfeldes,
die Teilnahme an Konsultationen und nicht
zuletzt durch diverse Beschwerdeverfahren
gegen den Regulierer versucht die NGD die
Netzgesellschaft Düsseldorf mbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 129
regulatorischen Herausforderungen positiv
zu gestalten.
Die Auswirkungen des demographischen
Wandels und des Fachkräftemangels stellen
die NGD weiterhin vor große Herausfor-
derungen. Es wird zunehmend schwieriger,
die für den Betrieb der Netze benötigten
qualifizierten Fachkräfte zu akquirieren.
Erschwerend kommt hinzu, dass aufgrund
der Altersstruktur aktuell viele Fachkräfte
aus dem Unternehmen ausscheiden und das
aufgebaute Wissen nicht zeitnah an neue
Mitarbeiter*innen weitergegeben werden
kann. Da die NGD den Entwicklungen durch
Doppelbesetzungen und - unterstützt durch
die Stadtwerke Düsseldorf AG - eine positive
Arbeitgebermarke entgegensteuert, wird das
Risiko derzeit als gering eingeschätzt. Das
Risiko weist keine finanzielle Bewertung auf.
Durch höhere Gewalt (zum Beispiel auch
Epidemien/ Pandemien und militärische
Konflikte) und allgemeine Großschadenser-
eignisse, zum Beispiel durch Unwetter, oder
auch Rückwirkungen aus den zuvor genan-
nten Ereignissen können Risiken für den
sicheren, zuverlässigen und leistungsfähigen
Netzbetrieb entstehen. Die Eintrittswahr-
scheinlichkeit für dieses Risiko wird als
mittel eingeschätzt. Die monetäre Bewer-
tung der potenziellen Schadenshöhe ent-
spricht der Klasse 4.
Die Regulierung der BNetzA hat einen
maßgeblichen Einfluss auf die Ertragslage
der NGD. Grundsätzlich ergeben sich daraus
sowohl Risiken als auch Chancen. Das
Prinzip des Regulierungskontos sowie der
jährlich an die Realität der dauerhaft nicht
beeinflussbaren Kostenanteile anzupassen-
den Erlösobergrenze und damit der Netz-
nutzungsentgelte garantiert langfristig
grundsätzlich den Gesamtausgleich. Kurz-
fristig können sich aufgrund von Ab-
weichungen zwischen geplanten und tat-
sächlich durchgeleiteten Mengen jedoch in
einzelnen Jahren Erlöseinbußen ergeben, die
regulatorisch erst in späteren Jahren
ausgeglichen werden. Die Eintrittswahr-
scheinlichkeit dieses Risikos wird als mittel
eingeschätzt. Die monetäre Bewertung der
potenziellen Schadenshöhe entspricht der
Klasse 4.
Am 27. Mai 2023 ist das Gesetz zum Neu-
start der Digitalisierung der Energiewende
(GNDEW) in Kraft getreten. Hierin werden
die bisher geltenden Regelungen für die
Abrechnung der Messentgelte durch die
Messstellenbetreiber im MsbG geändert. Es
ist vorgesehen, dass der Netzbetreiber
gemäß Paragraf 30 MsbG einen von der
Verbrauchsklasse abhängigen Anteil an den
Kosten tragen muss. Das Risiko besteht
darin, dass die NGD die zu tragenden Kosten
nicht oder nicht vollständig anerkannt
bekommt. Die neuen Regelungen werden ab
dem 1. Januar 2024 angewendet. Im
Dezember 2023 hat die BNetzA ein Eck-
punktepapier "zur Festlegung der Kosten
des Messwesens" veröffentlicht, dem zu
folge die Kosten über die Netzentgelte erlöst
werden sollen. Bis zu einer endgültigen
Festlegung bleibt das vorliegende Risiko
zunächst bestehen. Die Eintrittswahrschein-
lichkeit dieses Risikos wird als sehr hoch
eingeschätzt. Die monetäre Bewertung der
potenziellen Schadenshöhe entspricht der
Klasse 3.
Weitere Risiken, die sich aus den gesetz-
lichen Vorgaben ergeben, bestehen in der
Anwendung von Ermessensspielräumen in
der Regulierungspraxis der BNetzA. Diese
wurden durch die Novellierung des EnWG
mit Wirkung ab 28. Dezember 2023 noch
einmal erweitert. Abweichende Rechtsauf-
fassungen aber auch fehlerhafte Dateninter-
pretationen seitens der BNetzA können
unsachgerechte Erlösminderungen bei den
Verteilnetzbetreibern zur Folge haben.
Hinsichtlich der bestehenden regulatorischen
Risiken können sich aus den derzeitigen
Überlegungen der BNetzA zur künftigen
Ausgestaltung der Entgeltregulierung
zusätzliche Risiken ergeben. Diese sind
heute noch nicht abschließend bewertbar,
Netzgesellschaft Düsseldorf mbH
130 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
werden jedoch fortlaufend durch das
Risikomanagement der NGD beobachtet,
bewertet und berichtet. So plant die BNetzA
beispielsweise die Dauer der Regulierungs-
perioden von fünf auf drei Jahre zu ver-
kürzen. Voraussetzung dafür wäre eine
starke Beschleunigung der Prüfprozesse, die
mit Durchschnittsbildungen und Pauscha-
lierungen erreicht werden soll. Darüber
hinaus ist eine deutliche Reduzierung der
Themen, die zurzeit als dauerhaft nicht
beeinflussbaren Kosten (KAdnb) gelten,
angedacht.
Risiken in der Informationssicherheit können
den sicheren, zuverlässigen und effizienten
Betrieb der Verteilnetze ebenfalls erheblich
gefährden. Die NGD betreibt daher ein
zertifiziertes Informationssicherheits-
managementsystem (ISMS). Bestandteil
dieses Managementsystems ist die fort-
laufende Identifizierung, Analyse, Behand-
lung und Überwachung von Risiken in der
Informationssicherheit. Das IT-Sicherheits-
gesetz, an welchem sich das ISMS maßgeb-
lich orientiert, enthält beispielsweise die
Anforderung zur Einführung von Systemen
zur Angriffserkennung, die Zertifizierungs-
pflicht von IT/ OT-Herstellern in den
kritischen Infrastrukturen sowie angepasste
Bußgeldbeziehungsweise Pönalvorschriften.
Die daraus entstehenden Kosten für
beispielsweise die Ausrüstung der NGD-
Anlagen mit Angriffserkennungssystemen
lassen sich derzeit noch nicht vollständig
quantifizieren und stellen daher ebenfalls ein
Risiko dar. Das Gesamtrisiko wird derzeit als
gering eingeschätzt. Die monetäre Be-
wertung der potenziellen Schadenshöhe
entspricht der Klasse 4.
Das derzeitige Geschäftsmodell der Gesell-
schaft ist im Wesentlichen von der Pacht der
Verteilnetze abhängig. Es ist nicht zu er-
warten, dass die Alleingesellschafterin, als
Eigentümerin und energiewirtschafts-
rechtlich zur Entflechtung Verpflichtete,
diese Pacht beendet. Sollten die Pacht-
gegenstände auf andere übergehen,
bestünde grundsätzlich ein Risiko der
Pachtbeendigung. Durch den Erwerb der
Konzession bis zum 31. Dezember 2034
besteht zurzeit kein Risiko.
Vor allem Lieferanten mit kurzfristiger Be-
schaffungsstrategie könnten Insolvenz an-
melden. Lieferanten, die Kunden im Netz-
gebiet der NGD versorgen, würden dann
gegebenenfalls die Rechnungen der NGD für
Netzentgelte nicht mehr begleichen. Die
entgangenen Erlöse müssten zur Insolvenz-
tabelle angemeldet werden. Die Höhe der
dann aus dem Insolvenzverfahren noch zu
erlösenden Entgelte und der Zeitpunkt
dessen sind ungewiss. Aufgrund der neusten
Änderung des Insolvenzrechtes und der bei
der NGD etablierten Prozesse des Forde-
rungsmanagements wird das Risiko als
gering eingeschätzt. Die monetäre Be-
wertung der potenziellen Schadenshöhe
entspricht der Klasse 3.
Unter Engpassmanagement fallen alle Maß-
nahmen, die ein Netzbetreiber einsetzen
kann, um Leitungsüberlastungen durch
Netzengpässe in seinem Netz zu vermeiden
oder zu beheben. Hierunter fällt auch der
baubedingte Kraftwerkseinsatz, bei dem
Erzeugungsanlagen im Netz der NGD
eingesetzt werden, um Begrenzungen an
den Verbundkupplungen aufzufangen. Die
Anzahl der Maßnahmen wird im Rahmen der
Jahresfreischaltplanung von Amprion an die
NGD kommuniziert und abgestimmt.
Zusätzlich können Maßnahmen der NGD an
unterspannungsseitigen Komponenten
hinzukommen. Sollten die Kraftwerke in
diesen Zeiten regulär nicht am Markt sein,
muss die NGD diesen einen finanziellen
Ausgleich zahlen. Insgesamt wird das Risiko
als hoch eingeschätzt. Die monetäre
Bewertung der potenziellen Schadenshöhe
entspricht der Klasse 4.
Bereits von der NGD beschaffte Verlust-
energiemengen müssten bei Ausfall des
Lieferanten gegebenenfalls zu erhöhten
Marktpreisen neu beschafft werden.
Aufgrund der Lieferantenstruktur wird das
Risiko jedoch insgesamt als sehr gering
Netzgesellschaft Düsseldorf mbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 131
eingeschätzt. Die monetäre Bewertung der
potenziellen Schadenshöhe entspricht der
Klasse 0.
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit einem
Urteil vom 9. Juli 2019 über die Beschwer-
debefugnis eines Netznutzers dahingehend
entschieden, dass Netznutzer Beschwerde
gegen regulatorische Bescheide oder die
Höhe der Netznutzungsentgelte einlegen
können. Sollten Netznutzer in einem
Verfahren obsiegen, hätte dies gegebenen-
falls zur Folge, dass bereits von der BNetzA
gegenüber der NGD erlassene Bescheide
korrigiert werden. Das Risiko, welches als
sehr gering eingeschätzt wird, besteht darin,
dass Bescheide der BNetzA nachträglich
zurückgenommen, korrigiert oder neu
beschieden werden und sich daraus für die
NGD wirtschaftliche Nachteile ergeben. Die
monetäre Bewertung der potenziellen
Schadenshöhe entspricht der Klasse 4.
Die Förderung von L-Gas ("Low calorific gas"
= niedriger Brennwert) aus den deutschen
und niederländischen Quellen ist stark
rückläufig und muss durch H-Gas ("High
calorific gas" = höherer Energiegehalt)
vorwiegend aus Norwegen, Großbritannien
und weiteren Quellen ersetzt werden. Das
bedeutet, dass das Gasverteilernetz der
NGD an die geänderte Gasbeschaffenheit
angepasst werden muss. Die NGD war
beziehungsweise ist in den Jahren 2021/
2022, 2025/ 2026 und 2028 von der
Umstellung betroffen. Neben der möglichen
Nicht-Anerkennung der Kosten durch die
BNetzA können Probleme wie die Beschleu-
nigung/Verzögerung des Umstellprozesses,
diverse technischen Probleme, Kommuni-
kationshindernisse und Sicherheitsaspekte
zu Risiken führen, die derzeit jedoch als
gering eingeschätzt werden. Die monetäre
Bewertung der potenziellen Schadenshöhe
entspricht der Klasse 3.Das von der NGD
beschaffte CDMA450-Netz besteht unter
anderem aus Komponenten der Firma
Huawei und wird zurzeit von dieser Firma
unterstützt. Huawei hat zum 31. Dezember
2024 die Kündigung bezüglich des Supports
des CDMA450-Netzes ausgesprochen. Das
Kommunikationsnetz der NGD soll auf die
neue Technologie LTE450 umgestellt
werden. Die Migration beziehungsweise
Umrüstung der Endgeräte wird circa zwei bis
drei Jahre in Anspruch nehmen. Sollte es
zwischen der Beendigung des Supports
durch Huawei und der Umstellung der
Endgeräte auf LTE450 zu technischen
Problemen mit dem CDMA450-Netz
kommen, besteht das als mittel einge-
schätzte Risiko der Beeinträchtigung
insbesondere der Netzführung. Die
monetäre Bewertung der potenziellen
Schadenshöhe entspricht der Klasse 3.
Im Rahmen des Einführungsprojektes S/4
Hana für den Teilkonzern SWD ist auch die
NGD von der SAP-Umstellung betroffen.
Sollte es zu Problemen bei der Umstellung
kommen, könnten beispielsweise die Pro-
zesse Entstörung, Wartung/ Instandhaltung
beziehungsweise -setzung eingeschränkt
sein. Darüber hinaus könnte die NGD ihren
Zahlungsverpflichtungen gegebenenfalls
nicht mehr fristgerecht nachkommen
beziehungsweise die Erstellung des Jahres-
abschlusses oder die Erfüllung von weiteren
Berichtspflichten wären gefährdet. Das
Risiko wird als Konzernrisiko bei der Stadt-
werke Düsseldorf AG abgebildet. Es weist
eine sehr hohe Eintrittswahrscheinlichkeit
auf und die potenzielle Schadenshöhe
entspricht der Klasse 3 bis 4.
Die Risiken hinsichtlich der EU-Methan-
emissionsverordnung und des Redispatch
2.0 können derzeit mangels sicherer Daten-
lage beziehungsweise aufgrund fehlender
Erfahrungswerte nicht bewertet werden.
Die finanzielle Leistungsfähigkeit der NGD
wird durch einen zwischen der NGD und der
Stadtwerke Düsseldorf AG geschlossenen
Ergebnisabführungsvertrag sowie ein Cash-
Pooling-System gesichert. Hierdurch wird
das finanzielle Risiko als gering einge-
schätzt. Das Risiko weist keine finanzielle
Bewertung auf.
Netzgesellschaft Düsseldorf mbH
132 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Chancen
Die Chancen für die Gesellschaft sind in der
Umsetzung einer effektiven Zusammen-
arbeit mit den unterstützenden Einheiten
der Stadtwerke Düsseldorf AG, dem
weiteren Aufbau des Regulierungs-Know-
hows mit Fokus auf die Anreizregulierung
sowie einer, im Zweifel zu erstreitenden,
sachgerechten und unternehmensspezi-
fischen Netzentgeltregulierung zu sehen.
Darüber hinaus müssen die Chancen, die der
Gesetzgeber in den mannigfaltigen Energie-
themen eröffnet, beobachtet und ergriffen
werden. Insbesondere das Messstellen-
betriebsgesetz bietet neben den großen
Herausforderungen auch vielfältige Chancen
für die Gesellschaft. Die bereits gewonnenen
Erkenntnisse zeigen, dass die Zahl der
Messsysteme wesentlich für den wirtschaft-
lichen Betrieb sein wird. Der Einbau der
modernen Messeinrichtungen und der
intelligenten Messsysteme erfolgte im
Geschäftsjahr 2023 gemäß der vorge-
sehenen Rollout-Strategie.
In Zusammenhang mit den Klimaschutz-
zielen der Stadt Düsseldorf, der Stadtwerke
Düsseldorf Unternehmensgruppe, des
EnBW-Konzerns, der Bundesregierung sowie
auf europäischer Ebene werden auf länger-
fristige Sicht Chancen in Zusammenhang
mit der künftigen Wärmegewinnung und
deren Folgen für die künftige Netzinfra-
struktur gesehen.
Auch der Ausbau der Ladepunkte für E-Fahr-
zeuge wird von Kundenseite zunehmend
angefragt und ist zugleich vor dem Hinter-
grund der angestrebten Klimaneutralität der
Stadt Düsseldorf bis zum Jahr 2035 zu
sehen. Mit steigendem Ausbau der Lade-
infrastruktur sollte es einen positiven Effekt
auf die Versorgungsaufgabe und damit auf
die Effizienzsteigerung geben.
Längerfristig erscheinen
Prozessoptimierungen zusammen mit deren
Digitalisierung als chancenreich. Folgende
projektierte Ziele sind deshalb auch
zukünftig von zentraler Bedeutung:
Verbesserte, klare und effiziente
praktische Ausgestaltung der
Zusammenarbeit zwischen der NGD
und den dienstleistenden Bereichen
der Stadtwerke Düsseldorf AG;
Durchführung fachbereichsüber-
greifender Analysen in Bezug auf
organisatorischen Aufbau, proze-
durale Abläufe sowie Kommuni-
kationswege zur Effizienzsteigerung
und Optimierung der Prozesse mit
anschließender Implementierung im
Unternehmen;
Parallele Umsetzung der Digitali-
sierungsroadmap zur Verbesserung
der internen und externen Schnitt-
stellen verbunden mit einer nach-
haltigen Qualitäts- und Geschwindig-
keitsverbesserung.
Netzgesellschaft Düsseldorf mbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 133
Organe und deren Zusammensetzung
Aufsichtsrat
Vorsitz
Julien Mounier
Stellvertretung Vorsitz
Klarissa Lerp
Mitglied
Jan Huth (ab 01.07.2023)
Dr. Martin Konermann
Hans-Günther Meier (bis 30.01.2023)
Hien Pham
André Tuttas
Geschäftsführung
Torben Beisch
Gerhard Hansmann
Hans-Jürgen Holthausen
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und
Verwaltungsräten nach Geschlecht
Dem Aufsichts- oder Verwaltungsräten in diesem Unternehmen gehören zum 31.12.2023 von
den insgesamt 6 Mitgliedern 1 Frauen an (Frauenanteil 16,7 Prozent)
Damit wird der im Paragraf 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von
40 Prozent nicht erreicht/unterschritten.
Grünwerke GmbH
134 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Grünwerke GmbH
Firmensitz
Höherweg 200
40233 Düsseldorf
Telefon: 0211 821-0
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gegenstand des Unternehmens ist die
Akquisition, die Planung, der Bau und Betrieb
von Anlagen im Bereich regenerativer
Energien sowie von Speicherkraftwerken
einschließlich der Gründung und Akquisition
von örtlichen Betreibergesellschaften zum
vorgenannten Zweck.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 500.000,00 EUR
Stadtwerke Düsseldorf AG 500.000,00 EUR 100,00 %
Beteiligungen
Grünwerke Verwaltungs GmbH 25.000,00 EUR 100,00 %
Windpark Breitenbach GmbH 25.000,00 EUR 100,00 %
Windpark Geldern GmbH 25.000,00 EUR 100,00 %
Kemberg Windpark Management GmbH & Co.
Betriebsgesellschaft KG 334,00 EUR 33,33 %
Windpark Prützke II GmbH & Co. KG 200,00 EUR 33,33 %
Windpark Lindtorf GmbH 6.500,00 EUR 26,00 %
Grünwerke GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 135
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 26.450 -1.489 27.940 30.266
Immaterielle Vermögensgegenstände - 0 0 1
Sachanlagen 14.945 -1.525 16.469 18.213
Finanzanlagen 11.506 35 11.470 12.052
Umlaufvermögen 16.197 -147 16.344 11.109
Vorräte 5.312 3.977 1.335 924
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 9.211 -238 9.450 9.334
Kasse, Bankguthaben, Schecks 1.673 -3.886 5.559 850
Rechnungsabgrenzungsposten 16 13 3 4
Summe AKTIVA 42.663 -1.623 44.287 41.379
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 38.400 0 38.400 38.400
Gezeichnetes Kapital 500 0 500 500
Kapitalrücklage 37.891 0 37.891 37.891
Gewinnrücklagen 9 0 9 9
Jahresergebnis 0 0 0 0
Rückstellungen 1.231 -44 1.276 945
Verbindlichkeiten 3.030 -1.578 4.608 2.031
Summe PASSIVA 42.663 -1.623 44.287 41.379
Grünwerke GmbH
136 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 4.906 -3.019 7.925 4.782
Bestandsveränderungen 3.977 3.566 411 208
Sonstige betriebliche Erträge 328 172 156 116
Materialaufwand 1.177 364 813 701
Personalaufwand 1.900 259 1.641 1.479
Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.788 3.242 1.546 1.023
Abschreibungen 2.123 30 2.093 2.042
Erträge aus Beteiligungen 1.631 1.210 421 193
Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanz-AV 1 0 1 1
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 247 232 15 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 27 -15 42 108
Ergebnis nach Steuern 1.074 -1.721 2.795 -54
Sonstige Steuern 2 -1 3 3
Erträge aus Verlustübernahme - - - 56
Aufwendungen aus Gewinnabführung 1.073 -1.720 2.792 -
Jahresergebnis 0 0 0 0
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Stadtwerke Düsseldorf AG 1.106 Verbindlichkeiten
2.716 Erträge
444 Aufwendungen
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 90,0 3,3 86,7 92,8
Anlagendeckung (in %) 145,2 7,7 137,4 126,9
Verschuldungsgrad (in %) 11,1 -4,2 15,3 7,8
Mitarbeiteranzahl 16 1 15 13
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Die beiden bedeutsamsten finanziellen
Leistungsindikatoren der Grünwerke sind die
Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern
(EBT).
Die Umsatzerlöse der Gesellschaft wurden
über die Vermarktung der Energiemengen
aus den regenerativen Erzeugungsanlagen
erzielt. Durch die Vermarktung im Rahmen
Grünwerke GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 137
des EEG ist das Unternehmen aktuell keinen
Preis- und Absatzrisiken ausgesetzt. Die
spezifischen Vergütungen sind für die Dauer
von 20 Jahren zuzüglich Inbetriebnahmejahr
festgeschrieben.
Das Ergebnis der Grünwerke wird in erheb-
lichem Maße durch die Windausbeute sowie
die Sonneneinstrahlung beeinflusst und
unterliegt somit witterungsbedingten
Schwankungen.
Im Geschäftsjahr 2023 konnten Umsatz-
erlöse in Höhe von 4.906 Tausend Euro
(Vorjahr 7.925 Tausend Euro) erzielt
werden. Die aus den Erzeugungsmengen PV
und Wind generierten Umsatzerlöse in Höhe
von 4.576 Tausend Euro (Vorjahr 7.639
Tausend Euro) liegen marktpreisbedingt um
3.063 Tausend Euro unter dem Vorjahres-
erlös. Die durchschnittlichen Marktwerte für
Wind und Solar lagen im Geschäftsjahr für
den Großteil des Portfolios wieder unterhalb
der garantierten EEG-Vergütung, weshalb
die Einnahmen wieder größtenteils hierdurch
bestimmt waren.
Die Bestandsveränderungen in Höhe von
3.977 Tausend Euro (Vorjahr 411 Tausend
Euro) stammen aus den Entwicklungstätig-
keiten von neuen Windparkprojekten an
Standorten in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-
Westfalen und Hessen sowie einem Solar-
park in Bayern.
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe
von 328 Tausend Euro (Vorjahr 156 Tausend
Euro) resultieren im Wesentlichen aus einer
Versicherungsleistung für einen Schadenfall
an einem Windpark und aus Rückstellungs-
auflösungen sowie aus Pachtzahlungen für
die drei PV-Anlagen im Anlagenpachtmodell.
Der Personalaufwand der Gesellschaft liegt
im abgelaufenen Jahr bei 1.900 Tausend
Euro (Vorjahr 1.641 Tausend Euro) und
korrespondiert mit dem Anstieg der Mit-
arbeiterzahl.
Sonstige betriebliche Aufwendungen sind in
Höhe von 4.788 Tausend Euro (Vorjahr
1.546 Tausend Euro) angefallen und ent-
halten neben den Kosten für den allge-
meinen Geschäftsbetrieb auch Betriebs-
kosten der Bestandsanlagen sowie Auf-
wendungen für die Projektentwicklung.
Insbesondere durch die oben genannten
Entwicklungstätigkeiten von neuen Wind-
parkprojekten liegen die Aufwendungen
deutlich oberhalb des Vorjahresniveaus.
Das Finanzergebnis beträgt 1.851 Tausend
Euro (Vorjahr 395 Tausend Euro) und ent-
hält im Wesentlichen Ausschüttungen aus
Beteiligungen und Zinsaufwendungen für
Kredite und Gesellschafterdarlehen. Die
deutliche Abweichung zum Vorjahr resultiert
im Wesentlichen aus höheren Ausschüt-
tungen der Beteiligungsgesellschaften,
aufgrund der sehr hohen Marktwerte im
Geschäftsjahr 2022. Auch die Rückflüsse aus
den Finanzbeteiligungen unterliegen
Schwankungen, die auf die klimatischen
Rahmenbedingungen am jeweiligen
Anlagenstandort und schwankende
Marktwerte zurückzuführen sind.
Das EBT der Grünwerke liegt bei rund 1.074
(Vorjahr 2.795 Tausend Euro).
Das Jahresergebnis beziffert sich nach Ab-
zug der Steuern auf 1.073 Tausend Euro
(Vorjahr 2.792 Tausend Euro) und wird über
den Ergebnisabführungsvertrag mit der
Muttergesellschaft abgeführt.
Vermögens- und Finanzlage
Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage
ihren finanziellen Verpflichtungen nachzu-
kommen. Der kurzfristige Liquiditätsbedarf
wird bei Bedarf über die Cash-Pooling Ver-
einbarung mit der Gesellschafterin reguliert.
Das Stammkapital in Höhe von 500 Tausend
Euro ist hingegen extra gesichert und wird
nicht vom Cash Pooling erfasst. Aufgrund
der hohen Liquidität konnten über das Cash-
Pooling 8.000 Tausend Euro (Vorjahr 8.000
Grünwerke GmbH
138 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Tausend Euro) an die Gesellschafterin aus-
geliehen werden.
Im Geschäftsjahr 2023 reduzierte sich die
Bilanzsumme der Gesellschaft im Vergleich
zum Vorjahr um 1.623 Tausend Euro auf
42.663 Tausend Euro im Wesentlichen be-
dingt durch die planmäßigen Abschrei-
bungen auf den Anlagebestand. Das Umlauf-
vermögen bleibt durch den aus dem Kassen-
bestand finanzierten Ausbau des Vorrats-
vermögens nahezu auf Vorjahresniveau.
Das Finanzanlagevermögen erhöht sich um
35 Tausend Euro im Wesentlichen durch die
Einzahlung des Stammkapitals für die Ende
2023 gegründete Windpark Geldern GmbH
und einem Anstieg der sonstigen Auslei-
hungen durch die weitere Ausgabe von Mit-
arbeiterdarlehen. Die Windpark Geldern
GmbH war im Berichtsjahr noch nicht
operativ tätig.
Die unfertigen Erzeugnisse/Leistungen in
Höhe von 5.312 Tausend Euro (Vorjahr
1.335 Tausend Euro) enthalten Leistungen
für Wind-/ und PV - Projekte in der Eigen-
entwicklung im Wesentlichen zum Wind-
projekt in Geldern.
Die Verbindlichkeiten haben zum 31. De-
zember 2023 einen Umfang von 3.030 Tau-
send Euro (Vorjahr 4.608 Tausend Euro).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesell-
schaftern, im Wesentlichen aus Ergebnis-
abführungsvertrag und aus Gesellschafter-
darlehen betragen zum Abschlussstichtag
2.307 Tausend Euro (Vorjahr 4.400 Tausend
Euro). Die sonstigen Verbindlichkeiten (im
Wesentlichen aus Steuern) belaufen sich
zum Geschäftsjahresabschluss auf circa 106
Tausend Euro (Vorjahr 167 Tausend Euro).
Die Grünwerke verfügen über eine stabile
Vermögensstruktur sowie eine solide Er-
tragslage.
Chancen und Risiken
Im Rahmen eines kaufmännischen Dienst-
leistungsvertrages wird die Stadtwerke
Düsseldorf AG (SWD AG) unter anderem
damit beauftragt, das Risikoberichtswesen
inklusive regelmäßiger Risikoberichte für die
Gesellschaft durchzuführen und an die
Geschäftsführung zu berichten.
Hierfür wird das integrierte Risikomanage-
ment (iRM) angewendet. Durch die Ver-
zahnung von Risikomanagement und
internem Kontrollsystem (Teilbereich
Unternehmenssteuerung) zum iRM wurden
die Prozesse und Methoden nach EnBW-
Konzernvorgaben für die SWD AG verein-
heitlicht. Insgesamt wird das iRM von der
SWD AG für die Grünwerke überwacht.
Die Aufgaben des iRM werden von der
zentralen Organisationseinheit Risiko-
management sowie den Risikoverantwort-
lichen und den dezentralen iRM-Beauf-
tragten wahrgenommen. Die Maßstäbe ihrer
Tätigkeit sind in einem verbindlichen Regel-
werk in Form einer unternehmensweit
gültigen Richtlinie konkretisiert.
Für die Grünwerke bestehen aktuell keine
bestandsgefährdenden Risiken. Die spezi-
fischen Erlöse (Cent pro Kilowattstunde) für
das bestehende Geschäft sind über die
derzeitigen Regelungen des EEG abge-
sichert. Hiervon ausgenommen ist die PV-
Anlage in Bayern, die keine feste EEG-Ver-
gütung in Anspruch nimmt. Die sich hieraus
ergebenen Risiken liegen der Wirtschaftlich-
keitsberechnung und der Investitionsent-
scheidung zugrunde. Auch für die zukünftig
geplanten Anlagen werden bekannte
Rahmenbedingungen bereits vor der
Investitionsentscheidung in die Projekt-
kalkulation einbezogen beziehungsweise
antizipiert. Das Risiko wird als gering
eingeschätzt.
Die Erträge der Grünwerke sind von den
klimatischen Bedingungen am jeweiligen
Grünwerke GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 139
Anlagenstandort (zum Beispiel Sonnenein-
strahlung, Windausbeute) abhängig. Diesem
witterungsbedingten Ertragsrisiko wird ent-
gegengewirkt, indem ertragsabhängige
Risiken teilweise in der Projektbewertung
und Kaufpreisfindung antizipiert werden.
Dennoch sind wirtschaftliche Risiken nicht
gänzlich auszuschließen.
Regenerative Erzeugungsanlagen beinhalten
technische Risiken. Die Grünwerke sind be-
strebt, Schäden an ihren Anlagen durch
entsprechende Wartungs- und Betriebs-
führungskonzepte zu vermeiden. Ferner wird
versucht, ungeplante Ausfälle der Anlagen
zeitnah zu beheben und auftretende Unter-
brechungen auf ein Minimum zu reduzieren.
Das Risiko wird als gering eingeschätzt.
Im Jahr 2023 haben die Grünwerke die
BImSchG-Genehmigung für das Projekt in
Geldern erhalten. Gegen diese Genehmigung
wurde durch eine Privatperson Widerspruch
sowie Klage beim Oberverwaltungsgericht
Münster eingereicht. Es bestand somit das
Risiko, dass bei einem Obsiegen des Klägers
die zwischenzeitlich gestarteten Bautätig-
keiten gestoppt und die Infrastruktur wieder
zurückgebaut werden müsste. Diese Klage
wurde jedoch Anfang 2024 durch das
Oberverwaltungsgericht Münster abgewiesen
und keine Revision zugelassen, sodass keine
weitere Risikobetrachtung mehr notwendig
ist.
Die Grünwerke wenden in Anlehnung an die
SWD AG die Chancenberichterstattung
gemäß EnBW-Konzernstandard an. Das
Chancenberichtswesen ist in das unter-
nehmensweite Risikomanagement integriert.
Neben der Akquisition weiterer schlüssel-
fertiger Projekte treiben die Grünwerke auch
die eigenen Greenfield-Windprojekte sowie
die Umsetzung von PV-Vorhaben weiter
voran. Es ist geplant, entsprechende An-
träge nach dem Bundes-Immissionsschutz-
gesetz (BImSchG) einzureichen, die Geneh-
migung einzuholen und die Projekte nach
Genehmigung in die Realisierung zu geben.
Aus den oben genannten Aktivitäten der
Gesellschaft ergeben sich konkrete Chancen
für künftige Projekte. Für 2024 und die
Folgejahre sind mehrere Eigenentwicklungen
in Vorbereitung.
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
Ralf Zischke
Gemeinschaftsheizkraftwerk Fortuna GmbH
140 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Gemeinschaftsheizkraftwerk Fortuna GmbH
Firmensitz
Höherweg 100
40233 Düsseldorf
Telefon: 0211 821-69432
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gegenstand des Unternehmens ist der Bau,
der Betrieb, die Verwaltung, die Wartung und
die Vermarktung des Blocks Finder GuD-
Anlage am Standort „Auf der Lausward“
(Block Fortuna) zur Erzeugung von elek-
trischer Energie und Wärme, ferner die
Verpachtung des Blocks Fan den Gesell-
schafter.
Die Gesellschaft kann alle Geschäfte
vornehmen, die hiermit im wirtschaftlichen
und rechtlichen Zusammenhang stehen,
gleichartige Unternehmen in jeder gesetzlich
zulässigen Form erwerben oder errichten
sowie sich an solchen beteiligen. Sie kann
sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer
Unternehmen bedienen, die ihrem Zweck
förderlich oder dienlich sind.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 250.000,00 EUR
Stadtwerke Düsseldorf AG 250.000,00 EUR 100,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 221.748 -18.063 239.811 263.003
Sachanlagen 221.748 -18.063 239.811 263.003
Umlaufvermögen 2.403 -579 2.982 1.737
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 1.916 1.914 2 0
Kasse, Bankguthaben, Schecks 488 -2.493 2.981 1.737
Summe AKTIVA 224.152 -18.642 242.793 264.740
Gemeinschaftsheizkraftwerk Fortuna GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 141
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 223.711 -18.423 242.134 264.076
Gezeichnetes Kapital 250 0 250 250
Kapitalrücklage 221.634 -18.500 240.134 262.034
Gewinnrücklagen - 0 0 22
Jahresergebnis 1.827 77 1.750 1.769
Rückstellungen 174 70 105 307
Verbindlichkeiten 266 -289 555 358
Summe PASSIVA 224.152 -18.642 242.793 264.740
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 32.318 -728 33.046 33.405
Sonstige betriebliche Erträge 12 -3 16 3
Materialaufwand 1.830 -152 1.983 1.989
Sonstige betriebliche Aufwendungen 292 5 288 320
Abschreibungen 28.348 -543 28.890 29.158
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 138 138 0 0
Steuern vom Einkommen und Ertrag 131 10 121 122
Ergebnis nach Steuern 1.867 87 1.780 1.819
Sonstige Steuern 40 10 30 50
Jahresergebnis 1.827 77 1.750 1.769
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Stadtwerke Düsseldorf AG 1.772 Forderungen
9 Verbindlichkeiten
32.318 Erträge
2.055 Aufwendungen
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 99,8 0,1 99,7 99,7
Eigenkapitalrentabilität (in %) 0,8 0,1 0,7 0,7
Anlagendeckung (in %) 100,9 -0,1 101,0 100,4
Verschuldungsgrad (in %) 0,2 -0,1 0,3 0,3
Umsatzrentabilität (in %) 5,7 0,4 5,3 5,3
Gemeinschaftsheizkraftwerk Fortuna GmbH
142 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Seit Abnahme der Gas- und Dampfkraft-An-
lage (GuD-Anlage) Block F wird die Erzeu-
gungsanlage an die Stadtwerke Düsseldorf
AG (SWD AG) verpachtet. Die entsprechen-
den Pachterlöse der Anlage stellen die Um-
satzerlöse der Gesellschaft dar und sollen
die handelsrechtlichen Aufwendungen der
Gemeinschaftsheizkraftwerk Fortuna (GHKW
Fortuna) vollumfänglich decken. Die Um-
satzerlöse belaufen sich im Geschäftsjahr
auf 32,3 Mio. Euro (Vorjahr 33,0 Mio. Euro).
Der Materialaufwand in Höhe von 1,8 Mio.
Euro resultiert maßgeblich aus sonstigen
bezogenen Leistungen. Diese setzen sich in
Höhe von circa 1,5 Mio. Euro aus nicht
aktivierbaren Aufwendungen aus der
Kostenverrechnung anteilig genutzter
Wirtschaftsgüter der SWD AG sowie in Höhe
von circa 0,3 Mio. Euro aus für das Grund-
stück anfallenden Erbbauzinsen zusammen.
Die Abschreibungen auf immaterielle Ver-
mögensgegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen sind gegenüber dem
Vorjahr auf 28,3 Mio. Euro gesunken
(Vorjahr 28,9 Mio. Euro). Dies begründet
sich infolge des in 2022 abgeschriebenen
Terminalservers der GuD-Anlage Block F.
Grundsätzlich werden die Abschreibungen
durch die Anlagenfahrweise sowie den
Komponentenaustausch des jeweiligen
Jahres beeinflusst.
In den sonstigen betrieblichen Aufwen-
dungen als weitere wesentliche
Aufwandsposition sind die Aufwendungen
aus dem Dienstleistungsvertrag zwischen
der GHKW Fortuna und SWD AG in Höhe von
0,2 Mio. Euro enthalten.
Die Zinserträge in Höhe von 0,1 Mio. Euro
resultieren aus Cashpooling-Forderungen
gegenüber der SWD AG.
Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich für
das Jahr 2023 auf 2,0 Mio. Euro Dies ist
maßgeblich auf den erhobenen Gewinn-
aufschlag im Rahmen der Verpachtung des
Kraftwerks an die SWD AG zurückzuführen.
Die sonstigen Steuern beinhalten die Grund-
steuer für das Grundstück. Des Weiteren
sind im Geschäftsjahr 2023 unter Berück-
sichtigung steuerlicher Verlustvorträge
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in
Höhe von 0,1 Mio. Euro angefallen.
Der Jahresüberschuss für das Jahr 2023 in
Höhe von 1,8 Mio. Euro weicht gegenüber
dem Vorjahr nur minimal ab und liegt leicht
über dem Niveau des Vorjahres. Dies ist im
Wesentlichen auf geringere Abschreibungen
infolge des in 2022 abgeschriebenen
Terminalservers und damit einhergehenden
geringeren Pachterträgen sowie auf
vereinnahmte Zinserträge zurückzuführen.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme in Höhe von 224,2 Mio.
Euro wird auf der Aktivseite der Bilanz
überwiegend durch das Anlagevermögen in
Höhe von 221,7 Mio. Euro bestimmt und
betrifft insbesondere die technischen An-
lagen und Maschinen sowie Grundstücke.
Das Umlaufvermögen weist einen Bestand in
Höhe von 2,4 Mio. Euro aus und besteht aus
Forderungen gegenüber der Gesellschafterin
in Höhe von 1,9 Mio. Euro sowie aus dem
Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von
0,5 Mio. Euro.
Die Passivseite der Bilanz wird maßgeblich
durch das Eigenkapital in Höhe von 223,7
Mio. Euro bestimmt, welches im Wesent-
lichen mit 221,6 Mio. Euro die Kapitalrück-
lage, mit 1,8 Mio. Euro den Jahresüber-
schuss sowie mit 0,3 Mio. Euro das ge-
zeichnete Kapital beinhaltet. Darüber hinaus
Gemeinschaftsheizkraftwerk Fortuna GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 143
sind als weitere Größen die Verbindlich-
keiten in Höhe von 0,3 Mio. Euro zu nennen,
die sich fast ausschließlich aus Verbindlich-
keiten aus Lieferung und Leistungen
zusammensetzen.
Die GHKW Fortuna verfügt über eine stabile
Vermögensstruktur sowie eine solide
Ertragslage.
Zum 31. Dezember 2023 weist die GHKW
Fortuna einen Finanzmittelbestand in Höhe
von 0,5 Mio. Euro aus. Das Vermögen
besteht im Wesentlichen mit 173,0 Mio.
Euro aus technischen Anlagen und
Maschinen sowie mit 44,5 Mio. Euro aus
Bauten auf dem Erbbaugrundstück. Die
Passivseite der Bilanz wird maßgeblich von
der Kapitalrücklage in Höhe von 221,6 Mio.
Euro bestimmt.
Der Finanzierungsbedarf wird durch eigene
Mittel der Gesellschaft gedeckt. Die Aus-
zahlungen an die SWD AG erfolgen in Höhe
des verbleibenden Liquiditätsüberschusses.
Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen
im Anlagevermögen in Höhe von 10,3 Mio.
Euro durchgeführt. Die Investitionen bein-
halten im Wesentlichen im Rahmen der
planmäßigen Revisionen ausgetauschte
aktivierungspflichtige Vermögensgegen-
stände des Instandhaltungsvertrages mit
Siemens.
Der Cashflow aus der laufenden Geschäfts-
tätigkeit in Höhe von 27,9 Mio. Euro wird im
Wesentlichen bestimmt durch das EBITDA
(30,2 Mio. Euro) und der Zunahme der
Forderungen gegen die Gesellschafterin
Stadtwerke Düsseldorf AG (-1,9 Mio. Euro).
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in
Höhe von -10,1 Mio. Euro ergibt sich im
Wesentlichen aus den Auszahlungen für
Investitionen in das Sachanlagevermögen (-
10,3 Mio. Euro) und den erhaltenen
Zinserträgen (0,1 Mio. Euro).
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
beträgt -20,3 Mio. Euro und resultiert aus
der Reduktion der Kapitalrücklage (-18,5
Mio. Euro), sowie aus der Ausschüttung an
die Gesellschafterin Stadtwerke Düsseldorf
AG (-1,8 Mio. Euro).
Chancen und Risiken
Die GHKW Fortuna hat im Rahmen des
Dienstleistungsvertrags die SWD AG damit
beauftragt, das Risiko- sowie Chancen-
management durchzuführen.
Die Organisation und Arbeitsweise des
Risikomanagements dient dem Ziel, den
wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens zu
sichern, indem Risiken und Chancen laufend
identifiziert und überwacht, die Risiken
begrenzende Maßnahmen initiiert werden
und die Berichterstattung an die Entscheider
innerhalb des Unternehmens gewährleistet
wird.
Für die GHKW Fortuna sind aktuell keine
bestandsgefährdenden Risiken bekannt.
Vor dem Hintergrund der Ausgestaltung des
Pachtvertrages können wesentliche Risiken
auf Ebene der GHKW Fortuna aus der
Verpachtung der GuD-Anlage an die SWD
AG ausgeschlossen werden.
Die GHKW Fortuna ist neben weiteren
Tochtergesellschaften der SWD AG über ein
Cash-Pooling-Verfahren an die SWD AG
angeschlossen, um einen optimalen
Liquiditätseinsatz in der Gruppe
sicherzustellen.
Wesentliche Chancen sind eng mit der
Nutzung der GuD-Anlage Block F verknüpft.
Als Bestandteil der strategischen Aus-
richtung der SWD AG wird die GuD-Anlage
vorerst an die SWD AG verpachtet. Aufgrund
der Ausgestaltung des Pachtvertrages ist ein
wesentlicher Ergebnisbeitrag auch mittel-
fristig gesichert.
Gemeinschaftsheizkraftwerk Fortuna GmbH
144 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
Dr. Jörn Grothe
Jan Hauke Konrad von Breska
MURVA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 145
MURVA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH &
Co. KG
Firmensitz
Höherweg 100
40233 Düsseldorf
Telefon: 089 64143-0
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gegenstand des Unternehmens ist der Er-
werb, die Vermietung, Verwertung und Ver-
waltung von Grundstücken und beweglichen
Sachen und die Errichtung und Verwaltung
von Baulichkeiten aller Art, sowie das
Eingehen von Beteiligungen zu diesem
Zweck; ausgenommen sind Tätigkeiten oder
Geschäfte, die in Paragraf 34c der
Gewerbeordnung aufgeführt sind.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Kommanditeinlage 25.564,59 EUR
Stadtwerke Düsseldorf AG 25.564,59 EUR 100,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 4.866 -1.749 6.614 8.363
Sachanlagen 4.866 -1.749 6.614 8.363
Umlaufvermögen 285 -180 465 436
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 47 18 29 0
Kasse, Bankguthaben, Schecks 239 -198 437 436
Rechnungsabgrenzungsposten 1 -5 5 10
Nicht durch Eigenkapital gedeckter
Fehlbetrag 2.875 -1.123 3.997 5.529
Summe AKTIVA 8.027 -3.056 11.082 14.338
MURVA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG
146 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 0 0 0 0
Rückstellungen 2 -22 24 39
Verbindlichkeiten 7.977 -2.737 10.714 13.658
Rechnungsabgrenzungsposten 48 -296 344 641
Summe PASSIVA 8.027 -3.056 11.082 14.338
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 3.320 -616 3.936 3.902
Materialaufwand 0 0 0 3
Sonstige betriebliche Aufwendungen 59 11 48 47
Abschreibungen 1.749 0 1.749 1.749
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5 5 0 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 207 -202 409 607
Steuern vom Einkommen und Ertrag 70 -13 83 118
Ergebnis nach Steuern 1.240 -407 1.648 1.379
Sonstige Steuern 116 0 116 116
Jahresergebnis 1.124 -407 1.531 1.262
Gutschrift / Belastung auf Kapitalkonten -1.124 407 -1.531 -1.262
Bilanzergebnis 0 0 0 0
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
Alexandra Stingl MURVA Grundstücks-
Verwaltungsgesellschaft
mbH
Michael Weiß MURVA Grundstücks-
Verwaltungsgesellschaft
mbH
Lokalradio Düsseldorf Betriebsgesellschaft mbH & Co. Kommanditgesellschaft
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 147
Lokalradio Düsseldorf Betriebsgesellschaft mbH &
Co. Kommanditgesellschaft
Firmensitz
Zülpicher Straße 10
40549 Düsseldorf
www.antenneduesseldorf.de
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gegenstand des Unternehmens ist die Wahr-
nehmung der Aufgaben, wie sie sich aus dem
Landesmediengesetz für den Betrieb lokalen
Rundfunks ergeben. Hierzu gehören insbe-
sondere die Beschaffung technischer Ein-
richtungen, wie sie sie zur Produktion und zur
Verbreitung lokalen Rundfunks erforderlich
sind, sowie deren Verfügbarmachung. Da-
neben sind dem Vertragspartner die zur
Wahrnehmung seiner Aufgaben erforderlichen
Mittel im vertraglich bestimmten Umfang zur
Verfügung zu stellen. Die Verbreitung von
Hörfunkwerbung gehört ebenfalls zum
Unternehmensgegenstand.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Kommanditeinlage 520.000,00 EUR
Lokalfunk Düsseldorf Presse Beteiligungsgesellschaft
mbH & Co. KG 390.000,00 EUR 75,00 %
Holding der Landeshauptstadt Düsseldorf GmbH 130.000,00 EUR 25,00 %
Komplementäreinlage 0,00 EUR
Lokalradio Düsseldorf Betriebsgesellschaft mbH 0,00 EUR 0,00 %
Beteiligungen
Lokalradio Düsseldorf Betriebsgesellschaft mbH 26.000,00 EUR 100,00 %
Lokalradio Düsseldorf Betriebsgesellschaft mbH & Co. Kommanditgesellschaft
148 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 318 209 109 190
Sachanlagen 283 215 68 145
Finanzanlagen 26 0 26 26
Umlaufvermögen 1.231 105 1.126 1.507
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 210 -5 215 277
Kasse, Bankguthaben, Schecks 1.021 110 911 1.230
Rechnungsabgrenzungsposten 2 0 2 0
Summe AKTIVA 1.551 313 1.238 1.697
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 520 0 520 520
Kapitalanteile 520 0 520 520
Bilanzergebnis 0 0 0 0
Rückstellungen 236 31 205 246
Verbindlichkeiten 795 283 512 931
Rechnungsabgrenzungsposten - - - -
Summe PASSIVA 1.551 313 1.238 1.697
Lokalradio Düsseldorf Betriebsgesellschaft mbH & Co. Kommanditgesellschaft
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 149
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 2.838 274 2.564 2.645
Sonstige betriebliche Erträge 27 -16 43 188
Materialaufwand 1.339 39 1.300 1.330
Personalaufwand 82 -28 110 50
Sonstige betriebliche Aufwendungen 785 -7 793 678
Abschreibungen 57 -13 70 71
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0 -4 4 7
Steuern vom Einkommen und Ertrag 88 38 50 104
Ergebnis nach Steuern 514 234 280 592
Jahresergebnis 514 234 280 592
Vorabausschüttung 514 234 280 592
Bilanzergebnis 0 0 0 0
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 33,5 -8,5 42,0 30,6
Eigenkapitalrentabilität (in %) 98,8 45,0 53,8 113,9
Umsatzrentabilität (in %) 18,1 7,2 10,9 22,4
Mitarbeiteranzahl 1 -1 2 1
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
Lokalradio Düsseldorf Betriebsgesellschaft mbH
IDR-Konzern
150 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
IDR-Konzern
IDR-Konzern
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 151
Umsatzerlöse (Gesamtvolumen 46,9 Mio Euro)
Eigenkapital (Gesamtvolumen 96,7 Mio Euro)
Industrieterrains Düsseldorf-
Reisholz AG
IDR Nord Eins GmbH & Co. KG
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien
Zwei GmbH & Co. KG
Bünger Bau- und
Projektmanagement GmbH
IDR Süd Zwei GmbH & Co. KG
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien
Drei GmbH & Co. KG
Weitere Beteiligungen
Industrieterrains Düsseldorf-
Reisholz AG
IDR Bahn GmbH & Co. KG
IDR Nord Eins GmbH & Co. KG
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien
Drei GmbH & Co. KG
Hafen Düsseldorf-Reisholz
Entwicklungsgesellschaft mbH
IDR Süd Eins GmbH & Co. KG
Weitere Beteiligungen
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG
152 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG
Firmensitz
Henkelstraße 164
40589 Düsseldorf
Telefon: 0211 74836-0
kontakt@idr.de
www.idr.de
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Der Gegenstand des Unternehmens ist der
Erwerb, die Verwaltung und Verwertung von
Immobilien aller Art; die Vermittlung von
Grundstücksgeschäften jeder Art; die Er-
richtung und der Betrieb von Bahnanlagen,
Anschlussgleisen, Wasserverladeplätzen,
Umschlageinrichtungen, Kränen und Lager-
plätzen sowie der Bau, Betrieb und die Ver-
wertung von privaten Eisenbahnen, sonstigen
Transportwegen und Transportdepots; die
Beteiligung an Entsorgungsgesellschaften.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Aktien 10.000.000,00 EUR
Landeshauptstadt Düsseldorf 10.000.000,00 EUR 100,00 %
Beteiligungen
Bünger Bau- und Projektmanagement GmbH 125.000,00 EUR 100,00 %
Elbsee-Kieswerk Düsseldorf GmbH + Co 1.000,00 EUR 100,00 %
IDR Bahn GmbH & Co. KG 500.000,00 EUR 100,00 %
IDR Bahn Verwaltungsgesellschaft mbH 25.000,00 EUR 100,00 %
IDR Immobilien GmbH 25.000,00 EUR 100,00 %
IDR Nord Drei GmbH & Co. KG 1.000,00 EUR 100,00 %
IDR Nord Eins GmbH & Co. KG 1.000,00 EUR 100,00 %
IDR Nord Zwei GmbH & Co. KG 1.000,00 EUR 100,00 %
IDR Schloss Eller GmbH & Co. KG 1.000,00 EUR 100,00 %
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Drei GmbH & Co. KG 1.000,00 EUR 100,00 %
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Eins GmbH & Co. KG 1.000,00 EUR 100,00 %
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Vier GmbH & Co. KG 1.000,00 EUR 100,00 %
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Zwei GmbH & Co. KG 1.000,00 EUR 100,00 %
IDR Süd Eins GmbH & Co. KG 1.000,00 EUR 100,00 %
IDR Süd Zwei GmbH & Co. KG 1.000,00 EUR 100,00 %
Hafen Düsseldorf-Reisholz Entwicklungsgesellschaft
mbH 12.500,00 EUR 50,00 %
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 153
Messe Düsseldorf GmbH 3.125.000,00 EUR 20,00 %
Sirius Seedfonds Düsseldorf GmbH & Co. KG 11.120,48 EUR 0,80 %
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 205.558 -2.804 208.362 191.551
Immaterielle Vermögensgegenstände 133 104 28 32
Sachanlagen 192.667 -2.908 195.575 178.662
Finanzanlagen 12.758 0 12.758 12.857
Umlaufvermögen 76.087 47.197 28.890 25.126
Vorräte 9.259 636 8.623 -
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 61.207 47.368 13.839 17.526
Kasse, Bankguthaben, Schecks 5.621 -807 6.428 7.600
Rechnungsabgrenzungsposten 73 3 70 1
Summe AKTIVA 281.718 44.397 237.321 216.678
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 90.869 6.545 84.324 86.310
Gezeichnetes Kapital 10.000 0 10.000 10.000
Kapitalrücklage 35.348 0 35.348 35.348
Gewinnrücklagen 4.465 0 4.465 4.465
Bilanzergebnis 41.056 6.545 34.511 36.497
Rückstellungen 6.594 1.267 5.326 8.603
Verbindlichkeiten 162.392 38.338 124.054 97.790
Rechnungsabgrenzungsposten 19.305 -1.336 20.641 21.648
Passive latente Steuern 2.559 -418 2.976 2.328
Summe PASSIVA 281.718 44.397 237.321 216.678
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG
154 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 11.957 640 11.316 9.351
Bestandsveränderungen 636 636 - -
Sonstige betriebliche Erträge 1.151 -3.975 5.126 2.977
Materialaufwand 3.223 913 2.311 2.273
Personalaufwand 5.998 536 5.462 4.654
Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.115 -801 6.917 2.234
Abschreibungen 6.479 -4.466 10.945 14.359
Erträge aus Beteiligungen 18.542 4.767 13.775 14.739
Erträge aus Gewinnabführung 341 -364 705 1.645
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0 -3 3 0
Abschreibungen auf Finanzanlagen und
Wertpapiere des UV 0 -99 99 -
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.271 1.824 447 308
Steuern vom Einkommen und Ertrag -56 -1.626 1.570 -242
Ergebnis nach Steuern 8.596 5.422 3.174 5.126
Sonstige Steuern 151 31 120 86
Jahresergebnis 8.445 5.391 3.054 5.040
Gewinnvortrag / Verlustvortrag VJ 34.511 -1.986 36.497 41.256
Vorabausschüttung 1.900 -3.140 5.040 9.800
Bilanzergebnis 41.056 6.545 34.511 36.497
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Landeshauptstadt Düsseldorf 1.778 Erträge
127 Aufwendungen
Bünger Bau- und Projektmanagement GmbH 8.286 Forderungen
3.873 Erträge
1.168 Aufwendungen
Düsseldorf Tourismus GmbH 59 Erträge
IDR Bahn GmbH & Co. KG 150 Forderungen
165 Verbindlichkeiten
405 Erträge
128 Aufwendungen
IDR Nord Drei GmbH & Co. KG 891 Erträge
IDR Nord Eins GmbH & Co. KG 1.649 Verbindlichkeiten
1.780 Erträge
IDR Nord Zwei GmbH & Co. KG 117 Forderungen
1.249 Erträge
IDR Schloss Eller GmbH & Co. KG 214 Forderungen
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Drei GmbH & Co. KG 273 Verbindlichkeiten
2.041 Erträge
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Eins GmbH & Co. KG 248 Verbindlichkeiten
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 155
759 Erträge
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Vier GmbH & Co. KG 3.159 Forderungen
379 Erträge
3.000 Aufwendungen
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Zwei GmbH & Co. KG 534 Verbindlichkeiten
3.522 Erträge
IDR Süd Eins GmbH & Co. KG 1.586 Erträge
IDR Süd Zwei GmbH & Co. KG 3.872 Forderungen
2.261 Erträge
IPM Immobilien Projekt Management Düsseldorf GmbH 100 Erträge
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 32,3 -3,3 35,5 39,8
Eigenkapitalrentabilität (in %) 9,3 5,7 3,6 5,8
Anlagendeckung (in %) 44,2 3,7 40,5 45,1
Umsatzrentabilität (in %) 70,6 43,6 27,0 53,9
Mitarbeiteranzahl 60 5 55 47
Rheinturm (Besucher) 280.340 44.011 236.329 78.151
Leerstandquote (in %) 5,6 -0,8 6,4 8,1
vermietbare Gebäudefläche (in m²) 275.048 -4.400 279.448 285.112
Anzahl Kurzparker Carlsplatz 354.081 18.498 335.583 285.114
Anzahl Kurzparker Grabbeplatz 434.658 14.728 419.930 323.778
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Die Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG
(IDR-AG) erzielte im Geschäftsjahr 2023
Umsatzerlöse in Höhe von 11.957 Tausend
Euro (Vorjahr: 11.316 Tausend Euro). Im
Wesentlichen konnten die Mieterlöse um
+322 Tausend Euro und die Pachterlöse aus
der Bewirtschaftung des Rheinturms um
+228 Tausend Euro gesteigert werden.
Zudem legten Dienstleistungserlöse mit
Bünger (+231 Tausend Euro) als auch die
Erbbauzinsen (+139 Tausend Euro) gegen-
über dem Vorjahr ebenfalls zu.
Es wurden unfertige Leistungen im Zusam-
menhang mit dem Bauvorhaben Borbecker
Straße für Gutachten, Vermessungsleis-
tungen und aktivierte Bauzeitzinsen in einer
Größenordnung von 636 Tausend Euro ge-
schaffen.
Insbesondere durch erhaltene Tilgungs-
zuschüsse, Entschädigungszahlungen und
Auflösung von Rückstellungen realisierte die
IDR-AG betriebliche Erträge von 1.151 Tau-
send Euro (Vorjahr: 5.126 Tausend Euro).
Im Vorjahr waren noch Drohverlust-Rück-
stellungen für die Objekte Theodorstraße
182 und den Dome mit Parkhaus in
erheblichem Umfang aufzulösen.
Die Aufwendungen für Material und bezo-
gene Leistungen der IDR-AG legten in Höhe
von 3.223 Tausend Euro (Vorjahr: 2.311
Tausend Euro) kräftig zu, insbesondere als
Folge von Ausbauleistungen am Trippelsberg
71 (475 Tausend Euro) und wegen erhöhter
Instandhaltungen im Rheinturm (361 Tau-
send Euro). Zudem war eine Rückstellung
für ausstehende Rechnungen im Rheinturm
in Höhe von 137 Tausend Euro zu bilden.
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG
156 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Der Personalaufwand der IDR-AG belief sich
auf 5.998 Tausend Euro (Vorjahr: 5.462
Tausend Euro). Die Erhöhung resultiert im
Wesentlichen aus weiteren Personalein-
stellungen. Im Jahresdurchschnitt 2023
beschäftigte die IDR-AG 60 Mitarbeiter*in-
nen (Vorjahr 55 Mitarbeiter*innen, ohne
Auszubildende).
Die planmäßigen Abschreibungen der IDR-
AG beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf
6.479 Tausend Euro (Vorjahr: 6.615 Tau-
send Euro). Außerplanmäßige Abschrei-
bungen, wie noch im Vorjahr, waren nicht
vorzunehmen.
Sonstige betriebliche Aufwendungen der
IDR-AG fielen im Geschäftsjahr 2023 mit
6.115 Tausend Euro gegenüber dem Vorjahr
(6.917 Tausend Euro) geringer aus. Das lag
im Wesentlichen daran, dass nicht - wie
noch im Vorjahr - Zuführungen zu Drohver-
lusten erfolgten (-940 Tausend Euro). Auch
fielen Ingenieurskosten deutlich geringer
aus (-525 Tausend Euro) als im Vorjahr, und
für kaufmännische Dienstleistungen (-89
Tausend Euro) wurde ebenso weniger
aufgewendet. Dafür wurden im 125-jährigen
IDR-Gründungsjubiläum höhere Werbe- und
Bewirtungskosten (+184 Tausend Euro) ver-
bucht. Ebenso zogen das Sponsoring (+60
Tausend Euro) und im Zuge der Personalein-
stellungen die Kraftfahrzeugkosten an (+53
Tausend Euro) an. Darüber hinaus musste
der erneute Verlustausgleich an die IDR
Sonstige Immobilien Vier GmbH & Co. KG
auf 3.000 Tausend Euro erhöht werden
(2.570 Tausend Euro).
Während die IDR-AG für 2023 einen opera-
tiven Verlust von -8.072 Tausend Euro (Vor-
jahr: -9.193 Tausend Euro) ausweist, be-
läuft sich unter Einbeziehung der Beteili-
gungserträge aus den Objektgesellschaften
(12.535 Tausend Euro), der Gewinnab-
führung der Bünger Bau- und Projekt-
management GmbH (234,5 Tausend Euro)
und der Dividendenausschüttung der Messe
Düsseldorf GmbH auf die 20 prozentige
Messe-Beteiligung der IDR-AG (6.005 Tau-
send Euro) das EBIT auf 10.811 Tausend
Euro (Vorjahr: 5.288 Tausend Euro).
Die gesamten Zinsaufwendungen der IDR-
AG erhöhten sich im Geschäftsjahr 2023
gegenüber Vorjahr um 1.824 Tausend Euro
auf 2.271 Tausend Euro. Im Berichtsjahr
wurden kurzfristige Bauzeitzinsen für die
Zwischenfinanzierung der laufenden
Schulbauvorhaben in Höhe von insgesamt
1.727 Tausend Euro fällig.
Das EBT der IDR-AG übertraf mit 8.540
Tausend Euro den Vorjahreswert deutlich
(Vorjahr: 4.745
Tausend Euro).
Der Jahresüberschuss 2023 der IDR-AG
verbessert sich ebenso kräftig auf 8.445
Tausend Euro nach einem Jahresüberschuss
im Vorjahr in Höhe von 3.054 Tausend Euro.
Nach Ausschüttung der Jahresdividende
2022 in Höhe von 1.900 Tausend Euro an
den Gesellschafter beläuft sich der Bilanz-
gewinn der IDR-AG im Geschäftsjahr 2023
auf 41.056 Tausend Euro.
Die Wirtschaftsplanung erfolgt auf Basis der
einzelnen Immobilienobjekte und berück-
sichtigt im Wesentlichen die Ergebnispro-
jektion der konsolidierten IDR-Gruppe; eine
Detailplanung der EBT auf Ebene der Mutter-
beziehungsweise. Tochtergesellschaften
erfolgt nicht.
Im Vergleich zu der Gesamt-Planung 2023
lag der Gruppenumsatz im Geschäftsjahr
2023 mit 37.948 Tausend Euro um 2.852
Tausend Euro oder 8,1 Prozent über Plan.
Während die IDR Sonstige Gewerbeimmo-
bilien Vier GmbH & Co. KG ihre geplanten
Umsatzziele vor dem Hintergrund der doch
schwierigen Vermietungssituation an der
Theodorstraße 182 deutlich, die IDR Süd
Zwei GmbH ihre dagegen nur leicht ver-
fehlten, übertrafen die anderen Gesell-
schaften Ihre Planumsätze erfolgreich durch
Anpassung von vertraglich vereinbarten
Index-Mieten.
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 157
Im Hinblick auf die Planung des Jahreser-
gebnisses der (konsolidierten) IDR-Gruppe
konnte das anvisierte EBT (3.211 Tausend
Euro) um 6.801 Tausend Euro übertroffen
werden, es erreichte zum Jahresende
10.012 Tausend Euro oder 26,4 Prozent vom
IDR-Gruppenumsatz (37.948 Tausend
Euro). Wenngleich der tatsächliche Gesamt-
aufwand den Planansatz übertraf, trugen die
positiven Plan-/lST Abweichungen bei
Beteiligungserträgen (6.007 Tausend Euro),
den Umsatzerlösen (2.852 Tausend Euro)
und den Bestandserhöhungen für zum Ver-
kauf bestimmte Grundstücke in Höhe von
636 Tausend Euro per Saldo zu der positiven
Planabweichung bei.
Der konsolidierte Jahresüberschuss schloss
mit 8.441 Tausend Euro über dem geplanten
Gruppenergebnis (1.239 Tausend Euro)
entsprechend positiv ab.
Die wirtschaftliche Lage ist insgesamt als
sehr gut zu bezeichnen.
Vermögens- und Finanzlage
Die Vermögenslage der Gesellschaft hat sich
gegenüber dem Vorjahr in den folgenden
Posten wesentlich verändert:
Nach Abzug der planmäßigen Abschrei-
bungen verringerte sich das Sachanlage-
vermögen der IDR-AG mit 192.667 Tausend
Euro im Vergleich zum Vorjahr per Saldo um
1,5 Prozent (Vorjahr: 195.575 Tausend
Euro). Das Objekt Kappeler Straße 140
wurde nach Baufertigstellung mit 3.055
Tausend Euro aktiviert.
Das Finanzanlagevermögen mit 12.758 Tau-
send Euro umfasst neben den Anteilen an
der Bünger Bau- und Projektmanagement
GmbH, der IDR Bahn GmbH & Co. KG und
den Objektgesellschaften im Wesentlichen
die Beteiligung an der Messe Düsseldorf
GmbH.
Das Umlaufvermögen hat um 47.197 Tau-
send Euro zugenommen. Im Wesentlichen
erhöhten sich im Jahresvergleich insbe-
sondere die Forderungen gegen verbundene
Unternehmen um 45.248 Tausend Euro und
die sonstigen Vermögensgegenstände um
2.731 Tausend Euro.
Der Posten Zum Verkauf bestimmte Grund-
stücke umfasst das Grundstück Borbecker
Straße 25, die Kosten seiner Baureif-
machung und die aufgelaufenen Bauzeit-
zinsen.
In den Forderungen gegen verbundene
Unternehmen (57.423 Tausend Euro) sind
im Wesentlichen. Forderungen gegen die
Bünger Bau- und Projektmanagement GmbH
für die Vorfinanzierung der beauftragten
Projekte (53.550 Tausend Euro) sowie
Forderungen betreffend die Erträge aus
Beteiligungen gegenüber den Objektgesell-
schaften in Höhe von 3.872 Tausend Euro
enthalten.
Der Anstieg der Sonstigen Vermögens-
gegenstände beruht auf deutlich höheren
Ertragssteuerforderungen aufgrund der
Dividendenausschüttung aus der Messe
Beteiligung 2022.
Nach Einstellung des Jahresüberschusses
2023 in Höhe von 8.445 Tausend Euro und
Ausschüttung der Jahresdividende 2022 in
Höhe von 1.900 Tausend Euro an den
Gesellschafter beträgt das Eigenkapital der
Gesellschaft am Bilanzstichtag 90.869
Tausend Euro (Vorjahr: 84.324 Tausend
Euro).
Die Rückstellungen nahmen per Saldo um
1.267 Tausend Euro
auf nunmehr 6.594
Tausend Euro zu, insbesondere aufgrund der
Zuführung von Rückstellungen für ausste-
hende Rechnungen im Zusammenhang mit
Rückbauverpflichtungen verkehrstechnischer
Anlagen (+1.500 Tausend Euro). Die
Pensionsrückstellungen haben sich leicht
reduziert.
Nach Aufnahme neuer Investitionsdarlehen
für die Bauvorhaben Realschule an der
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG
158 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Borbecker Straße, “Benrather Rochade“ an
der Benrode-/Marbacherstraße und Hand-
werkerhof Kappeler Straße 140 in Höhe von
65.694 Tausend Euro erhöhten sich unter
Berücksichtigung der planmäßigen Dar-
lehenstilgungen die Verbindlichkeiten der
IDR-AG gegenüber Kreditinstituten per
Saldo um 52.658 Tausend Euro auf 147.276
Tausend Euro.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen beliefen sich auf 802 Tausend
Euro. Der Rückgang ist Folge der Kaufpreis-
zahlung für ein Grundstück des Bauvor-
habens “Benrather Rochade“.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen nahmen um 3.714 Tausend
Euro ab und umfassen zum Bilanzstichtag
Verpflichtungen gegenüber sechs Objekt-
gesellschaften (2.538 Tausend Euro). Ferner
bestand aus dem Grundstückserwerb „Groß-
markt Ulmenstraße" eine Verbindlichkeit
gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von
7.677 Tausend Euro. Insgesamt nahmen die
gesamten Verbindlichkeiten um 38.338
Tausend Euro auf nunmehr 162.392 Tau-
send Euro zu.
Der Anstieg der Sonstigen Verbindlichkeiten
beruht insbesondere auf höheren Umsatz-
steuerverbindlichkeiten für die Monate
November und Dezember 2023.
Die Rechnungsabgrenzungsposten mit
19.305 Tausend Euro umfassen mit 18.247
Tausend Euro im Wesentlichen solche im
Zusammenhang mit Finanzierungen für drei
Objekte aus verkauften Mieten sowie eine
Sponsoring-Maßnahme am Parkhaus
Carlsplatz, die über eine Laufzeit von bis zu
30 Jahren ertragswirksam aufgelöst werden.
Die in der Steuerbilanz gebildete Rücklage
nach Paragraf 6b Einkommenssteuergesetz
führt in der Handelsbilanz zu einer Passi-
vierung von latenten Steuern in Höhe von
9.097 Tausend Euro; nach Saldierung mit
aktiven Latenten Steuern besteht zum 31.
Dezember 2023 ein Passiver Überhang von
2.559 Tausend Euro (Vorjahr: 2.976 Tau-
send Euro).
Das Gesamtvermögen der IDR AG hat sich
per Saldo um 44.397 Tausend Euro auf
281.718 Tausend Euro (Vorjahr: 237.321
Tausend Euro) erhöht. Die Eigenkapitalquote
der IDR AG nahm dabei ab und beläuft sich
auf 32,3 Prozent (Vorjahr: 35,5 Prozent).
Die Liquidität war während des gesamten
Geschäftsjahres gesichert und die Über-
wachung der Liquidität steht grundsätzlich
im permanenten Fokus des Vorstands. Im
Rahmen einer monatlich revolvierenden
Liquiditätsplanung werden erwartete und
geplante Zahlungsströme laufend
aktualisiert.
Die Finanzlage kann als solide bezeichnet
werden. Verbindlichkeiten werden innerhalb
der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen
innerhalb der· Zahlungsziele vereinnahmt.
Es besteht ein Zahlungsverbund zwischen
den Konzerngesellschaften.
Die Kapitalstruktur ist ausgewogen.
Die Wirtschaftsplanung 2024 sieht für das
Schulbauprojekt „Benrather Rochade" einen
Investitionsbedarf in Höhe von 101.549
Tausend Euro vor. Für 2025 wird für das
Projekt mit einem weiteren Investitions-
volumen von 39.674 Tausend Euro ger-
echnet. Die Investition wird über ein Bank-
darlehn finanziert. Nach Fertigstellung des
Projekts im Schuljahr 2024/2025 soll der
Schulcampus an die Landeshauptstadt
Düsseldorf im Rahmen einer Forfaitierung
langfristig vermietet werden.
Daneben berücksichtigt die Wirtschafts-
planung 2024 für das Schulbauprojekt
Borbecker Straße einen weiteren Inves-
titionsbedarf für den dortigen Neubau in
Höhe von 20.755 Tausend Euro. Die
Investition wird über ein Bankdarlehn
finanziert. Es ist beabsichtigt, die Schule
nach Fertigstellung im Schuljahr 2024/2025
an die Landeshauptstadt Düsseldorf zu
verkaufen. Die Zinsen der Zwischenfinan-
zierung während der Bauzeit werden in die
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 159
Herstellungskosten einbezogen und fließen
in den Kaufpreis ein.
Chancen und Risiken
Chancen
Wenngleich die gesamtwirtschaftlichen und
branchenbezogenen Entwicklungen wenig
Grund für Optimismus bieten (Ukraine-
Krieg, Energieversorgung, Preise und Infla-
tion, Zinsentwicklung), sieht die IDR AG als
Folge der Fokussierung ihres Geschäfts-
modells auf die Standortqualitäten der
Landeshauptstadt Düsseldorf wie auch auf
der Grundlage ihres Gesellschafterhinter-
grunds weiterhin gute Chancen, den
Geschäftserfolg zu behaupten.
Die IDR AG sieht die Chance, neben ihrem
Basisgeschäft des Bauens und Vermietens
im eigenen Bestand, zusätzliche Erträge im
Projektgeschäft zu·erwirtschaften; zumal
eine politisch erwünschte Realisierung
weitgehend immun gegenüber Krisensymp-
tomen erfolgen kann. Die derzeit laufenden
Projekte bestätigen diesen Ansatz.
Im Rahmen des ,,Internen Kontrollsystems“
werden die Risiken für eine erfolgreiche Ent-
wicklung des Unternehmens identifiziert,
analysiert und bewertet. Hier stehen insbe-
sondere die Personal-, Markt-, Liquiditäts-,
Zins- und Kreditrisiken im Fokus der Beob-
achtungen.
Personalrisiken
Ein nennenswerter Anteil an IDR-Mitarbei-
tern der Baby-Boomer-Generation wird
kurz- bis mittelfristig in den Ruhestand
gehen. Die Personalabgänge werden zu
einem Verlust an Unternehmenserfahrung
wie auch Sach- und Fachwissen führen und
weitgehend mit qualifiziertem Personal
ersetzt werden müssen. Das wird vor dem
Hintergrund der gegenwärtigen Beschäf-
tigungslage und bei einem zunehmenden
Mangel an qualifiziertem Fachpersonal eine
Herausforderung werden. Die Abgänge
vollständig aus der Belegschaft ersetzen zu
können, dürfte eher illusorisch sein.
Die IDR-AG hat sich daher zum Ziel gesetzt,
sich als attraktiver Arbeitgeber für eine
jüngere Generation zu positionieren. Dies
treibt die Optimierung und Digitalisierung
von Kommunikations- und Arbeitsprozessen
wie auch des Dokumentenmanagements
voran. Digitalisierung bildet die Voraus-
setzung für effiziente Arbeitsplätze von
morgen und ist Bedingung dafür, dass die
IDR AG von jungen Menschen als attraktiver
Arbeitgeber wahrgenommen wird. Zugleich
wird die Teilhabe von weiblichen Mitarbei-
tern in der Führungsstruktur des Unter-
nehmens verbessert.
Marktrisiken
Risiken für die Geschäftsentwicklung
ergeben sich vor dem Hintergrund des
knappen Marktangebots an Bauland auf
einem hohen Preisniveau im Großraum
Düsseldorf. Wenngleich die IDR-AG in
nennenswertem Umfang auch Bauprojekte
für die Landeshauptstadt Düsseldorf
entwickelt und von deren Grundstücksop-
tionen profitiert, so bleibt doch grundsätzlich
die Orientierung an Angeboten des freien
Grundstücksmarktes essenziell für das
Geschäftsmodell. In Düsseldorf wird die
knappe Angebotssituation an modernen
Entwicklungsflächen regelmäßig ein begren-
zender Faktor bleiben. Mangelnde Grund-
stücksoptionen begrenzen das Investitions-
potenzial und dürften die Preise für Bau-
und Projektentwicklungen weiterhin auf
hohem Niveau belassen. Sofern die IDR-AG
nicht über geeignete Grundstücksreserven
verfügt oder kommunal initiierte Projekte
zurückgefahren werden, könnte dies zu
Auftrags- und Beschäftigungsproblemen
führen.
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG
160 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Das IDR-Portfolio wurde bislang von
Insolvenzen im Wesentlichen verschont,
wenngleich die Mannesmann-Insolvenz die
Refinanzierung des erst 2015 errichteten
Bürogebäudes an der Theodorstraße 182
auch nach ersten Anschlussvermietungen
weiterhin belastet. Drohenden Mietausfällen
begegnete die IDR-AG in Einzelfällen mit
angemessenen Mietstundungen, um Leer-
stände zu vermeiden. Auch registriert die
IDR-AG eine Zurückhaltung bei der Miet-
flächennachfrage; die Pandemie hat mit
Hilfe von IT-basierter Kommunikationspro-
gramme dem Trend zum Arbeitsplatz im
Homeoffice hier einen kräftigen Schub
verliehen. Die derzeitige Entwicklung hin
zum Mietermarkt erhöht den Verhandlungs-
druck auf die künftig erzielbare Vertrags-
miete und erfordert mitunter Zugeständ-
nisse an mietfreie Zeiten und weitere
lncentives.
Liquiditätsrisiken
Lieferengpässe bei bauwirtschaftlich
relevanten Produktgruppen hatten zuletzt
die durch eine langjährig praktizierte Politik
des billigen Geldes der Notenbanken ohne-
hin hohen Baupreise stark angeheizt und die
Indizes der Erzeugerpreise kräftig ansteigen
lassen. Die inflationäre Entwicklung der Bau-
und Finanzierungskosten hat im Verlauf des
Berichtsjahrs die Baukonjunktur zwar ab-
kühlen lassen und so die. Baupreise etwas
gedämpft. Die Kalkulationsrisiken von Bau-
und Projektentwicklungen und die Notwen-
digkeit adäquater Risikostrategien zur
Eindämmung von Liquiditätsrisiken (GU-
Insolvenz, Ruhen der Baustelle, Bauzeiten-
Überschreitung, Pönalen) bleiben aber
vakant. Da die IDR-AG eine Art Bauträger
ist, bleiben die Liquiditätsrisiken aus Bauvo-
rhaben für die Gesellschaft relevant. Zudem
sind steigende Aufwendungen für Wartung
und Instandhaltung ebenso wie für Um- und
Ausbaumaßnahmen zu beachten. Zudem ist
für die infolge der politisch propagierten
Energiewende und des Ukraine-Kriegs stark
gestiegenen Energiekosten Vorsorge zu
treffen.
Finanzierung
Die Herausforderung liegt darin, einen not-
wendigen Eigenkapitalanteil bei der Finan-
zierung von Neuprojekten darzustellen.
Denn während die IDR-AG das Eigenkapital
bei neuen Bauvorhaben mitunter in Form
des lastenfreien Grundstücks einbringt, ist
dies bei Projektentwicklungen auf fremden
beziehungsweise. zu erwerbenden Grund-
stücken (zum Beispiel: Großmarkt) ausge-
schlossen. Hier muss die IDR alternativ
Liquidität bereitstellen.
Zur Sicherstellung der Liquidität sind zuletzt
Kreditlinien mit der Stadtsparkasse Düssel-
dorf und der Westerwald Bank e.G. verein-
bart worden; deren Inanspruchnahme mit
Erlösen aus späteren Grundstücksverkäufen
getilgt wurden. Eine alternative Liquiditäts-
sicherung durch Veräußerungen aus dem
eigenen Bestand führt dagegen zu Sub-
stanzverzehr und zu einer Erosion der IDR-
Vermögensbasis; insbesondere dann, wenn
die realisierten Erträge aus den Immobilien-
verkäufen nicht vollständig in neue Bauvor-
haben reinvestiert würden.
Die Liquiditätslage der IDR-AG wird gleich-
wohl als stabil und gesichert gesehen.
Finanzierungs-, Zins- und Kreditrisiken
Die IDR AG muss Zins- und Tilgungsleis-
tungen für ihre fremdfinanzierten Bestands-
objekte und Bauvorhaben vollständig er-
wirtschaften. Die mit der stufenweisen Zins-
anhebung der· Europäischen Zentralbank
verbundene Hoffnung einer (mittel- bis
langfristigen) Inflationseindämmung hat
künftige Finanzierungslasten verteuert. Die
geschäftspolitischen Ausrichtungen in der
Bankenlandschaft verändern sich gleichwohl
rasant. Einzelne Finanzierungspartner fallen
für die IDR-AG aufgrund der Art des Finan-
zierungsmodells (zum Beispiel: Forfai-
tierungen) oder der Art des Projektes (zum
Beispiel: Schulen oder einzelne Grund-
stücke) aus. Die Auswahl von potenziellen
starken Finanzierungspartner wird auch mit
Blick auf die Größe finanzierter Projekte
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 161
geringer. Die Abhängigkeit von einzelnen
Finanzierungspartner könnte damit steigen.
Belastend wirken zudem die verschärften
Eigenkapitalerfordernisse.
Durch den Abschluss von Forward-Darlehen
konnte die IDR-AG die in den nächsten
Jahren anstehenden Anschlussfinan-
zierungen von Altdarlehen in der Regel
bereits auf Basis eines günstigen Zins-
niveaus absichern. Neue Darlehensfinan-
zierungen können ferner über Zins-SWAPs
oder gegebenenfalls. über Forfaitierungen
abgesichert werden. Aus Objektfinan-
zierungen drohen der Gesellschaft keine
nennenswerten Zinsänderungsrisiken; die
Finanzierungsdarlehen werden zum Ende
der jeweiligen Vertragslaufzeiten im Wesent-
lichen ausgetilgt sein.
Rendite- und Erfolgsrisiken
Die genannten Risiken können in Kombi-
nation zu signifikanten Kosten- und Preis-
erhöhungen in der Bauwirtschaft führen. Ist
Bauen in Deutschland auch ohne inflato-
rischen Druck schon sehr teuer, so lassen
derzeit zusätzliche Inflationstreiber die
Preise nicht nur für Neubauvorhaben, son-
dern auch für Wartungs- und lnstandhal-
tungsleistungen explodieren, und stellen so
die Rentabilität und den ökonomischen
Erfolg einer Bauinvestition oder einer
Bestandsimmobilie ganz oder teilweise in
Frage. Sinkende bis negative Renditen von
Neuinvestitionen führen dazu, dass ein
Break-Even bestenfalls erst später erreicht
wird. Erfolgs- und Deckungsbeiträge aus der
Bewirtschaftung von Bestandsobjekten
werden entsprechend belastet.
Organe und deren Zusammensetzung
Aufsichtsrat
Vorsitz
MdL Peter Blumenrath Landeshauptstadt
Düsseldorf
Stellvertretung Vorsitz
Ratsherr Jörk Cardeneo Landeshauptstadt
Düsseldorf
Mitglied
Rosaria Accorso
Stellvertretung
Susanne Stevenson
Ratsherr Burkhard Albes Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Dirk Angerhausen Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsfrau Elke Fobbe Landeshauptstadt
Düsseldorf
Heide Geske (bis 30.08.2023) Industrieterrains
Düsseldorf-Reisholz AG
Hermann Knakowski
Elke Matzerath
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG
162 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Ratsfrau Dr. Frederike Möller Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Mirko Rohloff Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Giuseppe Saitta Landeshauptstadt
Düsseldorf
Anne-Kathrin Schürmann (ab 31.08.2023, bis 15.09.2023)
Alpaslan Süleyman (ab 31.08.2023)
Stellvertretung
Dominik Dopichei
Klaus Terspecken (bis 30.08.2023) Industrieterrains
Düsseldorf-Reisholz AG
Ratsfrau Anja Vorspel Landeshauptstadt
Düsseldorf
Beigeordneter Olaf Wagner (bis 31.12.2023) Landeshauptstadt
Düsseldorf
Vorstand
Manfred Kornfeld
Ekkehard Vinçon
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und
Verwaltungsräten nach Geschlecht
Dem Aufsichts- oder Verwaltungsräten in diesem Unternehmen gehören zum 31.12.2023 von
den insgesamt 14 Mitgliedern 5 Frauen an (Frauenanteil 35,7 Prozent)
Damit wird der im Paragraf 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von
40 Prozent nicht erreicht/unterschritten.
Bünger Bau- und Projektmanagement GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 163
Bünger Bau- und Projektmanagement GmbH
Firmensitz
Henkelstraße 164
40589 Düsseldorf
Telefon: 0211 74836-0
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gegenstand des Unternehmens sind
Leistungen im Bereich des Bau- und
Projektmanagements einschließlich
Tätigkeiten der Immobilienverwaltung.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 125.000,00 EUR
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG 125.000,00 EUR 100,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 126 0 127 127
Sachanlagen 126 0 127 127
Umlaufvermögen 58.526 47.372 11.154 3.770
Vorräte 58.416 48.575 9.841 2.600
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 15 -1.223 1.238 1.095
Kasse, Bankguthaben, Schecks 95 20 75 75
Summe AKTIVA 58.652 47.372 11.281 3.897
Bünger Bau- und Projektmanagement GmbH
164 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 125 0 125 125
Gezeichnetes Kapital 125 0 125 125
Rückstellungen 153 -451 603 849
Verbindlichkeiten 58.375 47.828 10.547 2.918
Rechnungsabgrenzungsposten 0 -6 6 5
Summe PASSIVA 58.652 47.372 11.281 3.897
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 4.216 -4.478 8.693 19.633
Bestandsveränderungen 48.575 41.334 7.241 -9.662
Sonstige betriebliche Erträge 73 31 42 1.499
Materialaufwand 51.368 37.445 13.923 8.521
Personalaufwand 1.000 -170 1.170 1.104
Sonstige betriebliche Aufwendungen 154 -23 177 199
Abschreibungen 0 0 0 0
Steuern vom Einkommen und Ertrag 106 -114 220 67
Ergebnis nach Steuern 235 -251 485 1.579
Aufwendungen aus Gewinnabführung 235 -251 485 1.579
Jahresergebnis 0 0 0 0
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG 8.286 Verbindlichkeiten
1.168 Erträge
3.873 Aufwendungen
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 0,2 -0,9 1,1 3,2
Anlagendeckung (in %) 99,1 0,3 98,8 98,5
Mitarbeiteranzahl 10 -2 12 12
Bünger Bau- und Projektmanagement GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 165
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr
2023 insgesamt 4.216 Tausend Euro (Vor-
jahr: 8.693 Tausend Euro) und übertrafen
die Planerlöse um 1.159 Tausend Euro. In
der Planung war die Schlussabrechnung von
Bauprojekten nicht eingerechnet, so dass es
hier zu einer Verbesserung um mehr als 250
Prozent kam.
Die Erlöse resultieren insoweit und im
Wesentlichen aus den schlussgerechneten
Bau- und Planungsleistungen für die
Errichtung des Handwerkerhofs Kappeler
Straße 140 in Benrath in Höhe von 3.055
Tausend Euro.
Aus der Überlassung von Mitarbeitern an
andere IDR-Gesellschaften resultierten
ferner Dienstleistungserlöse in Höhe von
513 Tausend Euro (Vorjahr: 669 Tausend
Euro). Die Erlöse aus der regelmäßigen
Bewirtschaftung eigenen Grundbesitzes
beliefen sich auf 317 Tausend Euro (Vorjahr:
300 Tausend Euro).
Die in 2022 begonnenen und von der IDR
AG beauftragten Bauprojekte Benrodestraße
(„Benrather Rochade“) und Borbecker
Straße (Realschule) wurden in 2023 plan-
mäßig fortgeführt. Insbesondere aufgrund
des Baufortschritts kam es zu einer deut-
lichen Bestandserhöhung von +48.575
Tausend Euro. Der Aufwand für bezogene
Leistungen steigt analog zu dem erhöhten
Bauvolumen.
Der Personalaufwand ist zum Vorjahr (1.170
Tausend Euro) um 170 Tausend Euro auf
1.000 Tausend Euro gesunken. Die durch-
schnittliche Anzahl der Mitarbeiter*innen
reduzierte sich im Geschäftsjahr 2023 von
12 auf 10 Mitarbeiter*innen.
Die Gesellschaft hat für das Geschäftsjahr
2023 ein Ergebnis der gewöhnlichen Ge-
schäftstätigkeit vor Steuern (EBT) in Höhe
von insgesamt 341 Tausend Euro (Vorjahr:
705 Tausend Euro) ausgewiesen. Es lag um
304 Tausend Euro über dem Planansatz (37
Tausend Euro).
Die Bünger Bau- und Projektmanagement
GmbH (Bünger) erwirtschaftete ein Jahres-
ergebnis nach Steuern in Höhe von 235 Tau-
send Euro (Vorjahr: 485 Tausend Euro). Es
lag um 210 Tausend Euro über dem Planan-
satz (25 Tausend Euro).
Im Rahmen des bestehenden Gewinnab-
führungsvertrages wurde das Jahresergebnis
des Geschäftsjahres 2023 in voller Höhe an
die IDR AG abgeführt.
Die wirtschaftliche Lage ist insgesamt als
gut zu bezeichnen. Die Baufortschritte der
beiden Großprojekte lagen zum Bilanzstich-
tag als auch zum Zeitpunkt der Aufstellung
des Lageberichtes im Plan, sowohl in Bezug
auf die Kostenschätzung als auch den Zeit-
rahmen.
Vermögens- und Finanzlage
Die Vermögenslage der Gesellschaft hat sich
gegenüber dem Vorjahr in den folgenden
Posten wesentlich verändert:
Der Bestand unfertiger Bauleistungen nahm
infolge erstellter Bau- und Planungsleis-
tungen im Wesentlichen für die Projektent-
wicklungen Benrodestraße („Benrather
Rochade“) und Borbecker Straße (Real-
schule) per Saldo um 48.575 Tausend Euro
auf insgesamt 58.416 Tausend Euro zum
Bilanzstichtag zu.
Die Liquidität war während des gesamten
Geschäftsjahres gesichert. Dies insbeson-
dere durch die Vorfinanzierungen der
Projekte seitens der IDR AG. Forderungen
werden innerhalb der Zahlungsziele
vereinnahmt.
Bünger Bau- und Projektmanagement GmbH
166 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags
mit der IDR AG blieb das Eigenkapital
unverändert.
Rückstellungen wurden per Saldo in Höhe
von 451 Tausend Euro abgebaut. Es erfolgte
eine Inanspruchnahme der Rückstellung für
ausstehende Rechnungen im Rahmen der
Fertigstellung der IDR-Verwaltungszentrale
wie auch der Eishalle Benrath in Höhe von
insgesamt 570 Tausend Euro. Die Zufüh-
rungen betreffen im Wesentlichen aus-
stehende Rechnungen für das Bauvorhaben
eines neuen Handwerkerhofes an der
Telleringstraße in Benrath (107 Tausend
Euro).
Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesell-
schafter berücksichtigen einerseits erhaltene
Anzahlungen für Bau- und Planungsleis-
tungen, - im Wesentlichen für die Projekt-
entwicklungen Benrodestraße („Benrather
Rochade“) (26.807 Tausend Euro) und Bor-
becker Straße (Realschule) (18.367 Tausend
Euro). Ferner bestehen mit aufgerechneten
Forderungen aus abgerechneten Projekten
am Bilanzstichtag Verbindlichkeiten gegen-
über der Gesellschafterin in saldierter Höhe
von insgesamt 8.286 Tausend Euro.
Der Anstieg bei den Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen in Höhe von
4.807 Tausend Euro resultiert insbesondere
aus Leistungen im Zusammenhang mit den
Bauprojekten der Bünger.
Insgesamt nahmen die Verbindlichkeiten
gegenüber Vorjahr um 45.443 Tausend Euro
zu. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten
werden vollständig vom Umlaufvermögen
gedeckt. Langfristige Verbindlichkeiten
bestehen nicht.
Die Strukturen des langfristig gebundenen
Vermögens und der Verbindlichkeiten sind
stabil.
Das Finanzmanagement ist darauf ausge-
richtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der
Zahlungsfrist zu begleichen. Im Berichtsjahr
konnten bei allen Lieferverbindlichkeiten
durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge
realisiert werden.
Die Finanzlage kann als solide bezeichnet
werden.
Chancen und Risiken
Chancen
Wenngleich die gesamtwirtschaftlichen Ent-
wicklungen derzeit wenig Anlass zur Beru-
higung bieten (Ukraine- und Gaza-Krieg,
Energieversorgung, Preise und Inflation,
Zinsentwicklung), bieten sich der Gesell-
schaft als Tochtergesellschaft der IDR AG als
Folge ihres Geschäftsmodells wie auch ihres
Gesellschafterhintergrunds weiterhin
Chancen. Da die Bünger im Wesentlichen
Bauprojekte der IDR AG entwickelt und
deren Umsetzung steuert und beauftragt,
ergeben sich gute Perspektiven für Umsatz,
Ertrag und Beschäftigung.
Dies zeigt sich zurzeit exemplarisch an den
mit der IDR AG geschlossenen Generalüber-
nehmerverträgen für den zweiten Hand-
werkerhof des IDR- Projektentwicklungs-
konzepts „Craftmen’s Places“ an der
Telleringstraße 43, für die Neuordnung des
Großmarktgeländes an der Ulmenstraße wie
auch für den Bau der Realschule Borbecker
Straße und die Bau- und Projektentwicklung
„Benrather Rochade“ an der Benrodestraße.
Personalrisiken
Ein nennenswerter Anteil an IDR-Mitarbei-
tern der Baby-Boomer-Generation, die in
nicht unerheblichem Umfang auch die Auf-
gaben und Interessen der Bünger vertreten,
wird kurz- bis mittelfristig in den Ruhestand
Bünger Bau- und Projektmanagement GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 167
gehen. Die Personalabgänge werden zu
einem Verlust an Unternehmenserfahrung
wie auch Sach- und Fachwissen führen und
weitgehend mit qualifiziertem Personal
ersetzt werden müssen. Die Abgänge
vollständig aus der Belegschaft ersetzen zu
können, dürfte eher illusorisch sein.
Die IDR AG als Muttergesellschaft der
Bünger hat sich zum Ziel gesetzt, die
Arbeitsproduktivität zu erhöhen und sich als
attraktiver Arbeitgeber für eine jüngere
Generation zu positionieren. Dies treibt die
Optimierung und Digitalisierung von
Kommunikations- und Arbeitsprozessen wie
auch des Dokumentenmanagements voran.
Digitalisierung bildet die Voraussetzung für
effiziente Arbeitsplätze von morgen und ist
Bedingung dafür, dass die IDR AG von
jungen Menschen als attraktiver Arbeitgeber
wahrgenommen wird. Zugleich wird die
Teilhabe von weiblichen Mitarbeitern in der
Führungsstruktur des Unternehmens
verbessert.
Marktrisiken
Risiken für die Geschäftsentwicklung der
Bünger ergeben sich vor dem Hintergrund
des knappen Marktangebots an Bauland auf
einem hohen Preisniveau im Großraum
Düsseldorf. Wenngleich die Bünger im
Wesentlichen Bauprojekte der IDR AG
entwickelt und von deren
Grundstücksoptionen profitiert, so bleibt
doch grundsätzlich die Orientierung auch an
Angeboten des freien Grundstücksmarktes
essenziell für das Geschäftsmodell eines
Immobilien- Entwicklers. In Düsseldorf wird
die knappe Angebotssituation an modernen
Entwicklungsflächen regelmäßig ein be-
grenzender Faktor bleiben. Mangelnde
Grundstücksoptionen begrenzen das
Potenzial für neue Bau- und Projektentwick-
lungen und dürften die Preise für Bau- und
Projektentwicklungen weiterhin auf hohem
Niveau belassen. Sofern die IDR AG nicht
über geeignete Grundstücksreserven verfügt
oder kommunal initiierte Projekte zurück-
gefahren werden, könnte dies zu Auftrags-
und Beschäftigungsproblemen bei der
Bünger führen.
Liquiditätsrisiken
Inflation
Weltweite Lieferengpässe im Gefolge der
Corona-Pandemie und des Ukraine- Krieges,
insbesondere auch bei den bauwirtschaftlich
relevanten Produktgruppen, heizen die
durch die langjährig praktizierte Politik des
billigen Geldes der Notenbanken ohnehin
schon hohen Indizes der Erzeugerpreise
kräftig an. Nach Angaben des Statistischen
Bundesamts für das Bauhauptgewerbe lag
der Erzeugerpreisindex bei energieinten-
siven Produkten (Zement, Mineralölpro-
dukte, Betonstahl, Dämmung, Ziegel, Kies
und Sand, Bauholz) im Jahresmittel 2023
noch weit über dem Ausgangsniveau von
2020. Die verknappungsbedingten Preis-
steigerungen erhalten in Folge der Öl- und
Gas-Sanktionen gegenüber Russland zusätz-
lich einen kräftigen Energiepreisschub. Die
inflationären Preistendenzen verursachen
erheblich Kalkulationsrisiken für neue - aber
auch laufende - Projektentwicklungen und
erfordern risikobegrenzende Maßnahmen zur
Eindämmung damit verbundener Liquiditäts-
risiken (Insolvenzen, Ruhen der Baustelle,
Bauzeiten-Überschreitung, Pönalen).
Ausschüttungspolitik und Gewinnabführung
Der Gewinnabführungsvertrag zwischen der
IDR AG und der Bünger schließt die Fähig-
keit der Bünger zu einer Selbstfinanzierung
im Grunde aus. Die Funktions- und Lebens-
fähigkeit der Gesellschaft hängt vollständig
von der Liquiditätsversorgung durch die IDR
AG ab. Liquiditätsengpässe bei der IDR AG
könnten auf die Auftragslage und Beschäf-
tigung der Bünger durchschlagen und zu
Finanzierungsengpässen führen. Somit muss
die Muttergesellschaft sicherstellen, dass
ausreichend Liquidität auch für die Bünger
vorgehalten wird.
Bünger Bau- und Projektmanagement GmbH
168 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Finanzierungs-, Zins- und Kreditrisiken
Die Notenbanken haben die als Antwort auf
die 2008 eingetretene Banken- und Finanz-
krise praktizierte Niedrigzinsperiode faktisch
beendet und die Leitzinsen in mehreren
Schritten drastisch angehoben. Die mit den
Zinsanhebungen verbundene Erwartung der
(mittel- bis langfristigen) Inflationseindäm-
mung hat die Finanzierungskosten von Bau-
projekten in kurzer Zeit empfindlich ver-
teuert. Dies könnte sich auf das Ergebnis
der Bünger negativ auswirken, sofern die
Bünger von der IDR AG nicht (mehr) mit
Finanzierungsmitteln versorgt werden sollte.
Rendite- und Erfolgsrisiken
Inflationsgetriebene Preise für Baustoffe
infolge von Lieferengpässen, steigende
Lohn- und Gehaltstarife und kräftig
angezogene Finanzierungskonditionen
belasten die Baukonjunktur. Geplante
Bauinvestitionen werden bereits zurück-
gestellt; laufende Bauvorhaben noch zu
Ende geführt. Die Konjunktur für Bau- und
Projektentwicklungen kühlt sich merklich ab.
Ist Bauen in Deutschland auch ohne
inflatorischen Druck schon teuer, so stellen
die Inflationstreiber jetzt manches Bau-
vorhaben als Ganzes ökonomisch in Frage.
Die Renditen für Neubau- und Projektinves-
titionen stehen erheblich unter Druck, ein
Break-Even wird – falls überhaupt noch -
entsprechend später erreicht.
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
Manfred Kornfeld
Ekkehard Vinçon
IDR Bahn GmbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 169
IDR Bahn GmbH & Co. KG
Firmensitz
Henkelstraße 164
40589 Düsseldorf
Telefon: 0211 74836-0
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gegenstand des Unternehmens ist die
Führung des gesamten bisher von der
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz
Aktiengesellschaft im Rahmen ihrer
wirtschaftsfördernden Aufgaben unter-
haltenen und geführten Bahnbetriebs in
Düsseldorf-Reisholz mit allen dazu gehören-
den Rechten, Pflichten und Tätigkeiten als
rechtlich selbständiges Unternehmen in
eigenem Namen und für eigene Rechnung.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Kommanditeinlage 500.000,00 EUR
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG 500.000,00 EUR 100,00 %
Komplementäreinlage 0,00 EUR
IDR Bahn Verwaltungsgesellschaft mbH 0,00 EUR 0,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
IDR Bahn GmbH & Co. KG
170 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 152 -39 191 271
Immaterielle Vermögensgegenstände 1 -2 3 4
Sachanlagen 133 -34 167 241
Finanzanlagen 18 -3 21 27
Umlaufvermögen 4.868 149 4.719 4.242
Vorräte 20 -16 35 22
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 991 357 633 407
Kasse, Bankguthaben, Schecks 3.857 -193 4.050 3.814
Rechnungsabgrenzungsposten 22 5 17 23
Summe AKTIVA 5.042 115 4.927 4.536
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 4.223 22 4.201 3.811
Kapitalanteile 500 0 500 500
Kapitalrücklage 340 0 340 340
Gewinnrücklagen 3.360 0 3.360 -
Jahresergebnis 22 22 - -
Rückstellungen 564 115 450 473
Verbindlichkeiten 255 48 206 252
Rechnungsabgrenzungsposten 0 -70 70 -
Summe PASSIVA 5.042 115 4.927 4.536
IDR Bahn GmbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 171
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 2.528 -148 2.676 2.211
Sonstige betriebliche Erträge 269 77 191 266
Materialaufwand 832 165 667 815
Personalaufwand 1.075 119 956 876
Sonstige betriebliche Aufwendungen 819 174 645 1.049
Abschreibungen 38 -37 75 74
Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanz-AV 0 0 0 0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 56 56 - -
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5 -8 13 14
Steuern vom Einkommen und Ertrag 54 -60 114 19
Ergebnis nach Steuern 31 -368 399 -369
Sonstige Steuern 9 0 9 9
Jahresergebnis 22 -368 390 -378
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG 165 Forderungen
150 Verbindlichkeiten
128 Erträge
405 Aufwendungen
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 83,8 -1,5 85,3 84,0
Eigenkapitalrentabilität (in %) 0,7 -8,8 9,5 -9,7
Verschuldungsgrad (in %) 19,4 2,1 17,3 19,0
Umsatzrentabilität (in %) 0,9 -13,7 14,6 -17,1
Mitarbeiteranzahl 14 1 13 13
IDR Bahn GmbH & Co. KG
172 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Infolge solider Gebührenkalkulation resul-
tierten Umsatzerlöse aus Waggonbeför-
derung (Wechselverkehre) von 900 Tausend
Euro (Vorjahr: 861 Tausend Euro). Die
Erlöse aus weiteren Rangierleistungen
verringerten sich um rund 19 Prozent auf
386 Tausend Euro (Vorjahr: 477 Tausend
Euro). Die Erlöse aus dem Abfüllen und dem
Transport von Wasserglas fielen um 10,5
Prozent geringer aus und erreichten 595
Tausend Euro (Vorjahr: 665 Tausend Euro).
Aus übrigen Dienstleistungen, im Wesent-
lichen für die Betriebsführung des Henkel-
Bahnbetriebs, konnten Leistungen in Höhe
von 330 Tausend Euro abgerechnet werden
(Vorjahr: 376 Tausend Euro). Insgesamt
verfehlten die Umsätze einschließlich Miet-
und Pachterlöse mit 2.528 Tausend Euro die
entsprechenden Erlöse des Vorjahres (2.676
Tausend Euro) um -5,5 Prozent (-148 Tau-
send Euro); sie lagen damit noch um 40
Tausend Euro (+1,6 Prozent) über dem
Planansatz (2.488 Tausend Euro).
Die eingangs genannten Mengeneinbrüche
führten jedoch nicht im selben Maße zu
Rückgängen bei den Erlösen. Die IDR Bahn
hat mit den Anschließern Mindestabnahme-
mengen vereinbart, so dass Erlöse für die
oben genannten angemeldeten 7.000
Waggons auf jeden Fall erzielt werden. Da
für das Jahr 2024 weniger Waggons ange-
meldet wurden, diese Anzahl jedoch
wiederum für die Gebührenermittlung im
Nenner der Kalkulation relevant ist, wird
auch im Jahr 2024 bis auf eine geringe
vereinbarte Subvention aus dem thesau-
rierten Gewinn der Verlust nicht so hoch
ausfallen wie der Waggonrückgang. Ebenso
wurden für den Wasserglastransport und die
Wasserglasabfüllung Mindestmengen pro
Betriebstag vereinbart, was den Mengen-
rückgang finanziell zum Teil ausgeglichen
hat.
Die betrieblichen Erträge mit 269 Tausend
Euro (Vorjahr: 191 Tausend Euro) ent-
sprachen dem üblichen Maß und resultierten
im Wesentlichen aus Weiterberechnungen
an Dritte (181 Tausend Euro), als auch aus
der Auflösung von Sonstigen Rückstellungen
(57 Tausend Euro).
Der Materialaufwand belief sich auf 832 Tau-
send Euro (Vorjahr: 667 Tausend Euro). Die
starke Erhöhung war getrieben von höheren
Energiepreisen als auch durch höhere Auf-
wendungen in die Instandhaltung des
Gleisnetzes.
Der Personalaufwand - ohne Geschäfts-
führung- erhöhte sich auf 1.075 Tausend
Euro (Vorjahr: 956 Tausend Euro). Dies ist
insbesondere hohen Abschlüssen der Ge-
werkschaft Verdi für den Eisenbahnbereich
geschuldet. Die IDR Bahn ist nicht an einen
Tarifvertrag gebunden, lehnt sich bezüglich
der Gehaltsanpassungen jedoch an die
VERDI Abschlüsse im Eisenbahnbereich an.
Die Abschlüsse brachten eine Lohnerhöhung
von im Mittel rund 8 Prozent mit sich.
Zum Jahresende 2023 beschäftigte die IDR
Bahn GmbH & Co. KG insgesamt 14 Mitar-
beiter*innen (Vorjahr: 14), davon eine
Mitarbeiterin in einem Teilzeitverhältnis.
Die bilanziellen Abschreibungen lagen mit 38
Tausend Euro
nur noch auf halber Vor-
jahreshöhe (75 Tausend Euro); sie berück-
sichtigen neben den Abschreibungen auf
Gleisanlagen im Wesentlichen letztmalig die
unterjährige Restwertabschreibung auf die
im Jahr 2015 erworbene Lokomotive
„Hermann".
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen -
einschließlich Geschäftsführungskosten und
Verwaltungskostenumlage - nahmen gegen-
über Vorjahr (645 Tausend Euro) auf 819
Tausend Euro zu. Die Veränderung beruht
im Wesentlichen auf höheren Rückstellungen
für Instandhaltung an den Gleisanlagen.
IDR Bahn GmbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 173
Steuern aus Einkommen und Ertrag
belaufen sich auf 54 Tausend Euro; nach
Abzug direkter Steuern verbleibt ein
Jahresüberschuss in Höhe von 22 Tausend
Euro (Vorjahr: 390 Tausend Euro).
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme der Gesellschaft beläuft
sich am Bilanzstichtag auf 5.042 Tausend
Euro (Vorjahr: 4.927 Tausend Euro). Die
Veränderung gegenüber dem Vorjahr betrifft
insbesondere die folgenden Posten:
Das Anlagevermögen umfasst betriebs-
bedingt überwiegend Sachanlagen.
Investitionen in das Gleisnetz erfolgten
nicht. Abschreibungen in Höhe von 38
Tausend Euro, hier im Wesentlichen die
Restwertabschreibung für LOK „Hermann",
reduzierten das Sachanlagevermögen per
Saldo auf noch 133 Tausend Euro. Das
gesamte Anlagevermögen nahm um 39
Tausend Euro auf insgesamt 152 Tausend
Euro (Vorjahr: 191 Tausend Euro) ab.
Die Sachanlagen werden durch das Eigen-
kapital vollständig gedeckt.
Das Umlaufvermögen nahm um 149 Tau-
send Euro zu und beträgt zum Bilanzstichtag
4.868 Tausend Euro. Dabei nahm das Gut-
haben bei Kreditinstituten um 193 Tausend
Euro auf 3.857 Tausend Euro ab.
Forderungen und Sonstige Vermögens-
gegenstände erhöhten sich dagegen um 357
Tausend Euro auf 991 Tausend Euro. Haupt-
grund ist der Ausweis von Aufwendungen für
eine Umbaumaßnahme (240 Tausend Euro)
als geleistete Anzahlungen, die nach Fertig-
stellung in 2024 durch einen Kunden ausge-
glichen wird. Ferner sind Forderungen gegen
das Finanzamt aus Steuervorauszahlungen
aktiviert. Das Umlaufvermögen deckt voll-
ständig die Verbindlichkeiten (255 Tausend
Euro) der Gesellschaft; das sind im Wesent-
lichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen in Höhe von 165 Tausend Euro
und gegenüber Gesellschaftern in Höhe von
50 Tausend Euro. Es bestehen keine lang-
fristigen Verbindlichkeiten.
Sonstige Rückstellungen machen insgesamt
562 Tausend Euro aus und betreffen insbe-
sondere die Rückstellung für einen even-
tuellen Anspruch der Vallourec Deutschland
GmbH gegen die IDR Bahn auf Rückver-
gütungen von Überschussanteilen aus den
Jahren 2006 - 2020 als auch eine Zuführung
für lnstandhaltungsmaßnahmen.
Das Eigenkapital der Gesellschaft hat um
den Jahresüberschuss (22 Tausend Euro)
um 0,5 Prozent auf 4.223 Tausend Euro
zugenommen. Die bilanzielle Eigenkapital-
quote der Gesellschaft beträgt zum Ab-
schlussstichtag 83,8 Prozent des Gesamt-
kapitals gegenüber 85,3 Prozent im Vorjahr.
Die Finanzlage kann als gut bezeichnet
werden. Verbindlichkeiten werden innerhalb
der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen
innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt.
Durch eine bisher nicht ausgeschöpfte
Kreditlinie besteht die Möglichkeit, auch
kurzfristige Liquiditätsengpässe zu über-
brücken.
Wesentliche Ziele des Finanzmanagements
sind die Abwicklung der Aufträge durch eine
adäquate Finanzierungsstruktur zu unter-
stützen und die jederzeitige Zahlungs-
fähigkeit sicherzustellen. Hierzu stehen über
die bestehenden Rahmen- und Dienstleis-
tungsverträge ausreichend Finanzmittel zur
Verfügung. Die Liquidität war während des
gesamten Geschäftsjahres gesichert.
IDR Bahn GmbH & Co. KG
174 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Chancen und Risiken
Chancen
Die Übernahme der Cognis GmbH durch die
BASF AG im Dezember 2010 und die damit
verbundene Integration des Wasserglas-
Geschäfts in die Geschäftsstrukturen der
BASF stärken den Produktionsstandort von
Wasserglas nachhaltig und stabilisieren die
Erlöse aus Produktabfüllung und Produkt-
transporten im schienengebundenen
Kesselwagenverkehr. Trotz der deutlichen
Rückgänge im Jahr 2023, kann das Geschäft
schon deswegen als dauerhaft angesehen
werden, da die Wasserglasfabrik zwischen
2019 und 2021 grundlegend saniert wurde
und EVONIK Anfang 2022 sowie im Jahr
2023 in neue Kesselwagen investiert hat.
Ebenso wurden Mindestabnahmemengen für
den täglichen Betrieb vereinbart, so dass
Rückgänge im Transportaufkommen nicht
vollständig auf die Erlöse durchschlagen. Auf
dieser Grundlage wird die Zusammenarbeit
mit der Evonik AG im Hinblick auf die
rangiertechnische Beförderung von Wasser-
glas-Kesselwagen zwischen Abfüllanlage und
den Gleisen der Deutschen Bahn zu aus-
kömmlichen Preisen erfolgreich fortgesetzt.
Bezüglich sonstiger Chemie ist festzustellen,
dass die noch auf der Schiene transpor-
tierten Produkte der BASF und von Henkel
an die Schiene als Transportträger ge-
bunden sind (Listengüter) und die Produk-
tion als gesichert angesehen werden kann,
solange am Standort Düsseldorf mit diesen
Produkten gearbeitet wird.
Nach langer Zurückhaltung, werden beim
Anschließer Henkel neue Aktivitäten zur
verstärkten Nutzung des Schienengüter-
verkehrs entwickelt. Ein weiteres Hochregal-
lager erhält auch Laderampen an den
Gleisen, um palettierte Ware direkt von/auf
Eisenbahnwaggons umschlagen zu können.
Hierfür sind auch schon konkrete Mengen
vorgesehen. Diese zu erwartenden Mengen
veranlassen die Anschließer strategisch für
akquirierte Neumengen deutlich geringere
Waggongebühren zu berechnen. Diese
geringeren Gebühren werden mit Reali-
sierung der Zusatzmengen aus dem neuen
Lager die Standardgebühr aus den üblichen
Kalkulationen sein, stellen also keine Dauer-
subvention dar.
Trotz der beschriebenen erheblichen Rück-
gänge auf Grund der genannten extremen
politischen und wirtschaftlichen Entwick-
lungen kann daher nach wie vor positiv in
die Zukunft geschaut werden. Die vorhan-
denen thesaurierten Gewinne können aktuell
noch Verwerfungen ausgleichen.
Neben der Abmilderung der Kostenunter-
deckung werden insbesondere weitere
vielversprechenden Ertragssteigerungen aus
dem neuen Geschäft mit HELROM erwartet.
Jetzt wird für Ende des Jahres 2023 eine
Verdopplung des Verkehrs seitens des
Unternehmens HELROM prognostiziert
(tägliche Verbindung von/nach Wien).
Dieses wird - wie oben beschrieben - seit
Februar 2024 umgesetzt. Die Entwicklungen
der HELROM birgt dabei allerdings auch
Risiken, da es sich generell um einen neuen
und mit hohen Investitionen verbundenen
Ansatz handelt. Generell sind die Aus-
sichten, falls HELROM die Startphase
durchsteht, ausgezeichnet. Im Bereich der
verladenen Unternehmen im Bereich
Reisholz hat sich die neue Möglichkeit,
Schienengüterverkehr zu nutzen, bereits
herumgesprochen. Interesse wird bekundet.
Was die künftige reale Entwicklung betrifft,
bleibt allerdings abzuwarten. Insbesondere
zeigen die Entwicklungen der Waggonzahlen
in den ersten drei Monaten des Jahres 2024,
dass das Setzen auf den Kombinierten
Verkehr eine wesentliche Stütze des
Waggonaufkommens werden kann.
Weiteres Potenzial könnte der konven-
tionelle Kombinierte Verkehr mit Portalkran
bergen. Neben dem in den letzten Berichten
erwähnten Potenzial des Reisholzer Hafens
wurde auch eine reine Straßen-Schienen-
IDR Bahn GmbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 175
Umschlaganlage im Bereich des IDR Bahn-
hofs konzipiert. Hierfür gab es Anfang 2024
einen positiven Bescheid aus der Standort-
klärung, so dass diese Anlage grundsätzlich
förderfähig nach KV-Förderrichtlinie ist. Ein
Förderantrag ist in Vorbereitung. Hierfür
werden Beratungsunternehmen zur Planung
und Antragsstellung integriert.
Die Bedeutung der IDR Bahn für den Stand-
ort Reisholz ist zu unterstreichen, da diese
nach Intervention des Eisenbahnbetriebs-
leiters zuletzt im Februar 2020 dauerhaft als
versorgungsrelevante kritische Infrastruktur
eingestuft wurde. Da die IDR Bahn mit
Henkel und BASF bedeutende Chemiebe-
triebe anbindet, muss die IDR Bahn durch-
gehend betriebsbereit bleiben. Damit
können beispielsweise pandemiebedingte
Ausgangsperren oder potenzielle Fahrver-
bote auf Grund von Treibstoffverknappung
für die Mitarbeiter vermieden werden.
Dieses ist aktuell auf Grund der Ukrainekrise
weiterhin relevant. Die betriebsbereiten
Reserven an Personal und technischen
Ressourcen, die trotz teilweise erheblichen
Rückgangs der Wagenladungen in den
letzten Jahren nicht reduziert oder einge-
stellt wurden, zeigen in Krisenzeiten ihre
positive Wirkung. Es besteht die Erwartung,
dass die große Bedeutung der IDR Bahn den
Anschließern bewusst bleibt. Im Zusammen-
hang mit dem Krieg in der Ukraine und
einem daraus resultierenden verstärkten
LKW-Fahrermangel rückt der Schienengüter-
verkehr wieder deutlicher in den Fokus der
Verlader. Es wird erwartet, dass dies bei
einer einsetzenden Erholung der Wirtschaft
deutlich zum Tragen kommt.
Risiken
Marktrisiken
Die allgemeine strukturelle Entwicklung hat
sich zuletzt mit der Schließung des Vallourec
Stahlwerks 2020 fortgesetzt. Nach der end-
gültigen Schließung des Vallourec-Werks ist
die IDR Bahn im konventionellen Wagen-
ladungsverkehr künftig vollständig von dem
Aufkommen aus dem Henkel-Werksgelände
abhängig; hier dominiert in erster Linie das
Waggonaufkommen der BASF.
Grundsätzlich birgt der aufgenommene neue
Verkehr mit dem Unternehmen HELROM
gleichwohl das Risiko, dass dieser Newcomer
im Schienengüterverkehr auch scheitert und
als Potenzial für die IDR Bahn wieder weg-
fallen könnte. Daher wird auch der oben
genannte Ausbau der vorhandenen Gleis-
anlage für kombinierten Verkehr mit Kran-
anlage weiterverfolgt.
Liquiditätsrisiken
Die bereits im Windschatten der Corona-
Krise verknappungsbedingt aufgetretenen
Preissteigerungen haben mit dem Ende der
langjährig praktizierten Politik des billigen
Geldes der Notenbanken und den Öl- und
Gas-Sanktionen gegenüber Russland
(Ukraine-Krieg) einen weiteren kräftigen
Preisauftrieb erfahren. Die inflationäre
Entwicklung der Betriebskosten führt zu
Kalkulationsrisiken bei der Allokation der
bahnbetrieblichen Kapazitäten und erfordert
Maßnahmen zur Eindämmung damit ver-
bundener Liquiditätsrisiken. Da die IDR Bahn
GmbH & Co. KG als leitungsgebundenes
lnfrastrukturunternehmen die Belastung
eines sehr hohen Fixkostenanteils an den
Gesamtkosten zu tragen hat, wird der
Gesellschaft im Rahmenvertrag mit den
Anschlussunternehmen über den Mecha-
nismus der Gebührenkalkulation eine
kostendeckende Betriebsführung zuge-
sichert. Durch die vertraglich vereinbarte
Kostendeckungsgarantie bleiben Risiken für
die Liquidität der Gesellschaft beherrschbar.
Durch eine bisher nicht ausgeschöpfte
Kreditlinie besteht zudem die Möglichkeit,
kurzfristige Liquiditätsengpässe zu über-
brücken.
Rendite- und Erfolgsrisiken
Als Konsequenz der kostendeckenden
Gebührengarantie bleiben im Umkehrschluss
die Chancen auf Unternehmensgewinne
begrenzt, da zusätzliche Gewinnmargen
IDR Bahn GmbH & Co. KG
176 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
oberhalb der zur Deckung der nicht ge-
deckten Betriebskosten hinaus fixierten
Gebühren bei der Gebührenbudgetierung im
Grundsatz nicht vorgesehen sind. Insoweit
bleiben Rendite- und Erfolgspotentiale von
der Fähigkeit eines effizienten Einsatzes des
genehmigten Jahresbudgets abhängig. Der
Aufbau zusätzlicher, über das Planbudget
hinausgehender Finanzmittel, ist also be-
grenzt; dies umso mehr, als die Vertrags-
partner vertraglich berechtigt sind, etwaige
Gewinne oberhalb eines vereinbarten
Mindestsockels über den Weg einer kalku-
lierten Gebührenminderung abzuschöpfen.
Die Kostendeckungsgarantie wird insoweit
durch einen Gewinnverzicht erkauft. Zu-
gleich machen die Vertragsvereinbarungen
die Gesellschaft resilient gegenüber
Konjunktur- und Wachstumsschwankungen.
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
IDR Bahn Verwaltungsgesellschaft mbH
IDR Bahn Verwaltungsgesellschaft mbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 177
IDR Bahn Verwaltungsgesellschaft mbH
Firmensitz
Henkelstraße 164
40589 Düsseldorf
Telefon: 0211 74836-0
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gegenstand des Unternehmens sind die
Beteiligung an und die Verwaltung von
anderen Unternehmen, insbesondere als
persönlich haftende Gesellschafterin der
Kommanditgesellschaft unter der Firma IDR
Bahn GmbH & Co. KG mit Sitz in Düsseldorf.
Die Gesellschaft ist namentlich dazu berufen,
die Geschäfte der vorgenannten Kommandit-
gesellschaft zu führen und sie zu vertreten.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 25.000,00 EUR
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG 25.000,00 EUR 100,00 %
Beteiligungen
IDR Bahn GmbH & Co. KG 0,00 EUR 0,00 %
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umlaufvermögen 73 6 67 66
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 50 3 47 51
Kasse, Bankguthaben, Schecks 23 3 20 15
Summe AKTIVA 73 6 67 66
IDR Bahn Verwaltungsgesellschaft mbH
178 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 58 2 56 54
Gezeichnetes Kapital 25 0 25 25
Gewinnvortrag / Verlustvortrag 31 2 29 27
Jahresergebnis 2 0 2 2
Rückstellungen 11 4 7 4
Verbindlichkeiten 3 0 4 7
Summe PASSIVA 73 6 67 66
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 171 12 159 152
Sonstige betriebliche Erträge 0 -1 1 0
Personalaufwand 163 11 152 144
Sonstige betriebliche Aufwendungen 5 0 6 5
Ergebnis nach Steuern 2 0 2 2
Jahresergebnis 2 0 2 2
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 80,0 -4,0 84,0 82,0
Eigenkapitalrentabilität (in %) 3,6 -0,1 3,7 3,9
Verschuldungsgrad (in %) 25,0 6,0 19,0 21,9
Mitarbeiteranzahl 1 0 1 1
IDR Bahn Verwaltungsgesellschaft mbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 179
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Die betrieblichen Erträge des Berichtsjahres
beliefen sich auf 170,9 Tausend Euro (Vor-
jahr:160,1 Tausend Euro) und betrafen im
Wesentlichen Dienstleistungserlöse aus der
Personalgestellung an die IDR Bahn GmbH &
Co. KG. Der Personalaufwand belief sich auf
162,9 Tausend Euro (Vorjahr: 152,1 Tau-
send Euro).
Sonstige betriebliche Aufwendungen lagen
mit 5,5 Tausend Euro auf Höhe des Vor-
jahres (5,6 Tausend Euro) und betreffen im
Wesentlichen Kosten des Jahresabschlusses.
Rechts- und Beratungskosten fielen etwas
geringer aus als im Vorjahr. Aufgrund der
Kostenerstattung ihrer Aufwendungen durch
die IDR Bahn GmbH & Co. KG weist die
Gesellschaft erneut ein positives Ergebnis
der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe
von 2,5 Tausend Euro aus.
Es resultiert erneut ein Jahresüberschuss in
Höhe von 2,1 Tausend Euro (Vorjahr: 2,1
Tausend Euro) nach Steuern.
Nach Zurechnung des Gewinnvortrags (31,3
Tausend Euro) verbleibt ein saldierter
Bilanzgewinn von 33,4 Tausend Euro, der
auf Vorschlag der Geschäftsführung auf
neue Rechnung vorgetragen werden soll.
Die wirtschaftliche Lage ist insgesamt als
gut zu bezeichnen.
Vermögens- und Finanzlage
Die Finanzlage kann als solide bezeichnet
werden.
Verbindlichkeiten werden stets innerhalb der
Zahlungsfrist beglichen und Forderungen
innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die
Rückstellungen sind durch Forderungen und
liquide Mittel gedeckt.
Die Liquidität war während des gesamten
Geschäftsjahres gesichert.
Chancen und Risiken
Risiken für die Geschäftsentwicklung er-
geben sich aus den betrieblichen Heraus-
forderungen, vor denen die IDR Bahn GmbH
& Co. KG steht. Es sind dies im Wesent-
lichen:
Die anhaltend starke Substitution von
Bahnverkehren durch LKW-/Straßen-
verkehr.
Der erneut deutliche Trans-
portrückgang im Berichtsjahr 2023,
der auch auf die heftigen Wirkungen
der Ukrainekrise zurückgeführt wird.
Es besteht die Erwartung, dass bei
einer wirtschaftlichen Erholung der
Verkehr auch wieder deutlich
zunehmen wird.
Derzeitige Abhängigkeit von nur noch
einem großen Anschlusskunden
(Henkel mit dem dort ansässigen
Hauptnutzer der IDR Bahn, der BASF
AG).
Chancen sieht die IDR Bahn insbesondere in
einer Umsetzung der Standortpotenziale für
kombinierte Straßen-Schienenverkehre.
Hierfür wurde bereits im Jahr 2020 ein
innovativer Ansatz zur Verlagerung
konventioneller LKW auf die Bahn mit dem
Unternehmen HELROM gestartet, der auch
IDR Bahn Verwaltungsgesellschaft mbH
180 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
im Berichtsjahr 2023 erfolgreich weiter-
geführt wurde.
Weiteres Potenzial könnte der konven-
tionelle Kombinierte Verkehr mit Portalkran
bergen. Neben dem in den letzten Berichten
erwähnten Potenzial des Reisholzer Hafens
wurde auch eine Straßen-Schienen-Um-
schlaganlage im Bereich des Bahnhofs der
IDR konzipiert. Hierfür hat es Anfang 2024
einen positiven Bescheid zur Standort-
klärung gegeben, so dass diese Anlage
grundsätzlich förderfähig im Sinne der KV-
Förderrichtlinie ist.
Für das Geschäftsjahr 2024 wird wieder mit
einem ausgeglichenen Ergebnis gerechnet.
Bestandsgefährdende Risiken für das Unter-
nehmen werden nicht erkannt.
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
Joachim Kochsiek
IDR Immobilien GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 181
IDR Immobilien GmbH
Firmensitz
Henkelstraße 164
40589 Düsseldorf
Telefon: 0211 74836-0
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gegenstand des Unternehmens sind die
Beteiligung an und die Verwaltung von
anderen Unternehmen, insbesondere als
persönlich haftende Gesellschafterin an und
von Kommanditgesellschaften, an denen die
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz
Aktiengesellschaft als Kommanditistin
beteiligt ist und deren Gegenstand im Erwerb,
der Verwertung und/oder der Verwaltung von
Immobilien besteht. Die Gesellschaft ist
namentlich dazu berufen, die Geschäfte
solcher Kommanditgesellschaften zur führen
und zu vertreten.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 25.000,00 EUR
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG 25.000,00 EUR 100,00 %
Beteiligungen
Elbsee-Kieswerk Düsseldorf GmbH + Co 0,00 EUR 0,00 %
IDR Nord Drei GmbH & Co. KG 0,00 EUR 0,00 %
IDR Nord Eins GmbH & Co. KG 0,00 EUR 0,00 %
IDR Nord Zwei GmbH & Co. KG 0,00 EUR 0,00 %
IDR Schloss Eller GmbH & Co. KG 0,00 EUR 0,00 %
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Drei GmbH & Co. KG 0,00 EUR 0,00 %
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Eins GmbH & Co. KG 0,00 EUR 0,00 %
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Vier GmbH & Co. KG 0,00 EUR 0,00 %
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Zwei GmbH & Co. KG 0,00 EUR 0,00 %
IDR Süd Eins GmbH & Co. KG 0,00 EUR 0,00 %
IDR Süd Zwei GmbH & Co. KG 0,00 EUR 0,00 %
IDR Immobilien GmbH
182 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umlaufvermögen 74 3 72 70
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 13 0 13 12
Kasse, Bankguthaben, Schecks 61 2 59 57
Summe AKTIVA 74 3 72 70
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 70 1 69 67
Gezeichnetes Kapital 25 0 25 25
Gewinnvortrag / Verlustvortrag 44 2 42 40
Jahresergebnis 1 -1 2 2
Rückstellungen 3 0 3 2
Verbindlichkeiten 1 1 0 1
Summe PASSIVA 74 3 72 70
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 8 0 8 8
Sonstige betriebliche Aufwendungen 6 1 5 6
Steuern vom Einkommen und Ertrag 0 0 0 0
Ergebnis nach Steuern 1 -1 2 2
Jahresergebnis 1 -1 2 2
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 94,5 -1,7 96,3 96,0
Eigenkapitalrentabilität (in %) 1,8 -1,2 2,9 2,8
Verschuldungsgrad (in %) 5,8 1,9 3,9 4,1
Umsatzrentabilität (in %) 16,1 -9,9 26,0 24,1
IDR Immobilien GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 183
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Die betrieblichen Erträge des Berichtsjahres
beliefen sich auf 7,8 Tausend Euro (Vorjahr:
7,8 Tausend Euro) und betrafen im Wesent-
lichen Umsatzerlöse, die die Gesellschaft als
persönlich haftende Gesellschafterin aus
Haftungsvergütungen der Kommandit-
gesellschaften erzielt hat.
Sonstige betriebliche Aufwendungen lagen
mit 6,3 Tausend Euro in etwa auf Höhe des
Vorjahres (5,4 Tausend Euro) und betreffen
im Wesentlichen Kosten des Jahresabschlus-
ses sowie Rechts- und Beratungskosten.
Es resultiert ein Jahresüberschuss in Höhe
von 1,3 Tausend Euro (Vorjahr: 2,0 Tausend
Euro) nach Steuern.
Nach Zurechnung des Gewinnvortrags (43,9
Tausend Euro) verbleibt ein saldierter
Bilanzgewinn von 45,2 Tausend Euro der auf
Vorschlag der Geschäftsführung auf neue
Rechnung vorgetragen werden soll. Die
wirtschaftliche Lage ist insgesamt als gut zu
bezeichnen.
Vermögens- und Finanzlage
Die Finanz- und Vermögenslage ist solide.
Verbindlichkeiten werden stets innerhalb der
Zahlungsfrist beglichen und Forderungen
innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die
Rückstellungen sind durch Forderungen und
liquide Mittel gedeckt.
Die Liquidität war während des gesamten
Geschäftsjahres gesichert.
Chancen und Risiken
Wenngleich die gesamtwirtschaftlichen und
branchenbezogenen Entwicklungen wenig
Grund für Optimismus bieten (Ukraine-
Krieg, Gaza-Krise, Energieversorgung,
Preise und Inflation, Zinsentwicklung), sieht
die IDR AG für ihre Objektgesellschaften als
Folge der Fokussierung ihres Geschäfts-
modells auf die Standortqualitäten der
Landeshauptstadt Düsseldorf wie auch auf
der Grundlage ihres Gesellschafterhinter-
grunds nach wie vor gute Chancen, den
Geschäftserfolg der IDR Immobilien GmbH
zu behaupten.
Trotz operativer Risiken für die beteiligten
Unternehmen wird insoweit nicht davon
ausgegangen, dass sich daraus eine
Gefährdung für das Gesellschaftsvermögen
der IDR Immobilien GmbH ergibt.
Andererseits sind besondere Chancen, wie
zum Beispiel die Beteiligung an neuen
Gesellschaften, allerdings aktuell auch nicht
absehbar.
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
Manfred Kornfeld
Ekkehard Vinçon
IDR Nord Eins GmbH & Co. KG
184 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
IDR Nord Eins GmbH & Co. KG
Firmensitz
Henkelstraße 164
40589 Düsseldorf
Telefon: 0211 74836-0
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Der Gegenstand des Unternehmens ist die
umfassende Verwaltung von Immobilien, hier
der Immobilien-Objekte Parkhaus am Dome,
Parkhaus Grabbeplatz und Parkhaus
Carlsplatz in Düsseldorf, einschließlich der
Wahrnehmung der Rechte des Eigentümers
dieser Objekte gegenüber Dritten, mit allen
dazu gehörenden Rechten, Pflichten und
Tätigkeiten als rechtlich selbständiges
Unternehmen in eigenem sowie fremden
Namen und für eigene und fremde Rechnung.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Kommanditeinlage 1.000,00 EUR
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG 1.000,00 EUR 100,00 %
Komplementäreinlage 0,00 EUR
IDR Immobilien GmbH 0,00 EUR 0,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umlaufvermögen 2.201 -89 2.290 1.792
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 1.838 -171 2.009 1.415
Kasse, Bankguthaben, Schecks 364 82 281 376
Summe AKTIVA 2.201 -89 2.290 1.792
IDR Nord Eins GmbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 185
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 511 0 511 511
Kapitalanteile 1 0 1 1
Gewinnrücklagen 510 0 510 510
Rückstellungen 795 -65 860 298
Verbindlichkeiten 170 42 128 129
Rechnungsabgrenzungsposten 726 -66 791 853
Summe PASSIVA 2.201 -89 2.290 1.792
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 6.383 870 5.513 4.108
Sonstige betriebliche Erträge 39 37 2 81
Materialaufwand 3.584 1.078 2.506 2.536
Sonstige betriebliche Aufwendungen 873 116 757 341
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge - 0 0 1
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 198 -24 222 230
Steuern vom Einkommen und Ertrag 283 -33 316 139
Ergebnis nach Steuern 1.485 -230 1.715 944
Sonstige Steuern 0 -17 17 17
Jahresergebnis 1.485 -213 1.697 926
Gutschrift / Belastung auf Kapitalkonten -1.485 213 -1.697 -677
Bilanzergebnis 0 0 0 0
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Landeshauptstadt Düsseldorf 1.114 Aufwendungen
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG 1.649 Forderungen
1.780 Aufwendungen
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 23,2 0,9 22,3 28,5
Umsatzrentabilität (in %) 23,3 -7,5 30,8 22,5
IDR Nord Eins GmbH & Co. KG
186 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Die IDR Nord Eins GmbH & Co. KG hat die
ihr übertragenen Immobilien im Geschäfts-
jahr 2023 erneut ertragreich bewirtschaftet.
Die Gesellschaft hat bei Umsatzerlösen in
Höhe von 6.383 Tausend Euro (Vorjahr:
5.513 Tausend Euro) ein Jahresergebnis vor
Steuern (EBT) in Höhe von 1.767 Tausend
Euro (Vorjahr: 2.031 Tausend Euro) und
einen Jahresüberschuss von 1.485 Tausend
Euro (Vorjahr: 1.697 Tausend Euro)
ausgewiesen.
Der Anstieg der Umsatzerlöse resultiert im
Wesentlichen aus der vollständigen Auf-
hebung der Pandemie-bedingten Verkehrs-
einschränkungen als zugleich auch aus einer
Erhöhung der Parkhausgebühren für Kurz-
parker in dem Parkhaus am Carlsplatz wie
auch in der Tiefgarage Grabbeplatz.
Insgesamt konnten die Erträge gegenüber
Vorjahr um 15,8 Prozent gesteigert werden;
sie lagen damit um 1.274 Tausend Euro
(+24,9 Prozent) über dem Planansatz
(5.109 Tausend Euro).
Das EBT verringerte sich gleichwohl
gegenüber Vorjahr um –13 Prozent, im
Wesentlichen bedingt durch die kräftige
Pachterhöhung für den Betrieb der
Tiefgarage Grabbeplatz. Das EBT lag
dennoch um 567 Tausend Euro (+47,3
Prozent) über dem Planansatz (1.200
Tausend Euro), da mit dem kräftigen
Umsatzplus nicht gerechnet wurde.
Gemäß Paragraf 8 Absatz 6 des
Gesellschaftsvertrages wird das
Jahresergebnis dem Gesellschafter IDR AG
teilweise gutgeschrieben. Die wirtschaftliche
Lage ist insgesamt als gut zu bezeichnen.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme hat gegenüber dem
Vorjahr nur geringfügig um 3,9 Prozent auf
2.201 Tausend Euro abgenommen.
Die Vermögensstruktur der Gesellschaft
bleibt gegenüber Vorjahr im Wesentlichen
unverändert. Die Gesellschaft verfügt über
kein eigenes Anlagevermögen.
Das Umlaufvermögen deckt die
Rückstellungen und Verbindlichkeiten, die
um 2,4 Prozent auf insgesamt 964 Tausend
Euro abnahmen.
Das Eigenkapital beträgt unverändert 511
Tausend Euro.
Das Finanzmanagement ist darauf
ausgerichtet, Forderungen innerhalb der
Zahlungsziele zu vereinnahmen und
Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist
zu begleichen. Die Liquidität war während
des gesamten Geschäftsjahres 2023
gesichert.
Chancen und Risiken
Chancen
Wenngleich die gesamtwirtschaftlichen und
branchenbezogenen Entwicklungen wenig
Grund für Optimismus bieten (Ukraine-
Krieg, Energieversorgung, Preise und
Inflation, Zinsentwicklung), sieht die IDR AG
für ihre Objektgesellschaften als Folge der
Fokussierung ihres Geschäftsmodells auf die
Standortqualitäten der Landeshauptstadt
Düsseldorf wie auch auf der Grundlage ihres
Gesellschafterhintergrunds im Grunde auch
für das Geschäftsmodell der IDR Nord Eins
GmbH & Co. KG gute Chancen.
IDR Nord Eins GmbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 187
Marktrisiken
Im Geschäft der Stellplatzvermietung wird
das allgemeine Vermietungsrisiko ebenso
wie das Gebührenrisiko grundsätzlich für
beherrschbar erachtet. Insbesondere auf-
grund der Lage der Parkhäuser am Carls-
platz und am Grabbeplatz an bevorzugten
Standorten im Zentrum Düsseldorfs ist die
Erlössituation im Allgemeinen stabil.
Die Erfahrung während Corona-Pandemie
hat aber exemplarisch gezeigt, wie volatil
auch das Parking-Geschäft in krisenbe-
hafteten Situationen reagieren kann. Im
Falle einer vergleichbaren Krisenlage mit
Verkehrsbeschränkungen, wäre künftig
erneut ein Rückgang von Kurzparker-
Aktivitäten zu erwarten.
Liquiditätsrisiken
Lieferengpässe bei bauwirtschaftlich
relevanten Produktgruppen hatten zuletzt
die durch eine langjährig praktizierte Politik
des billigen Geldes der Notenbanken
ohnehin hohen Baupreise stark angeheizt
und die Indizes der Erzeugerpreise kräftig
ansteigen lassen. Die inflationäre Entwick-
lung der Bau- und Finanzierungskosten hat
im Verlauf des Berichtsjahrs die Baukon-
junktur zwar abkühlen lassen und so die
Baupreise etwas gedämpft. Die Kalkulations-
risiken von Bau- und Projektentwicklungen
und die Notwendigkeit adäquater Risiko-
strategien zur Eindämmung von Liquiditäts-
risiken (GU-lnsolvenz; Ruhen der Baustelle,
Bauzeiten-Überschreitung, Pönalen) bleiben
aber vakant. Da die IDR Nord Eins GmbH &
Co. KG kein Bauträger ist, sind Liquiditäts-
risiken aus Bauvorhaben für die Gesellschaft
aber wenig relevant.
Gleichwohl sind steigende Aufwendungen für
Wartung und Instandhaltung ebenso wie für
Um- und Ausbaumaßnahmen zu beachten.
Zudem ist für die infolge der politisch pro-
pagierten Energiewende und des Ukraine-
Kriegs stark gestiegenen Energiekosten
Vorsorge zu treffen.
Zur Sicherstellung der Liquidität sind zuletzt
Kreditlinien mit der Stadtsparkasse Düssel-
dorf und der Westerwald Bank e.G. bei der
IDR AG vereinbart worden; deren Inan-
spruchnahme mit Erlösen aus späteren
Grundstücksverkäufen getilgt wurden. Eine
alternative Liquiditätssicherung durch
Veräußerungen aus dem eigenen Bestand
führt dagegen zu Substanzverzehr und zu
einer Erosion der IDR-Vermögensbasis;
insbesondere dann, wenn die realisierten
Erträge aus den Immobilienverkäufen nicht
vollständig in neue Bauvorhaben reinves-
tiert, sondern im Rahmen der Dividenden-
zahlung an den Gesellschafter abfließen
würden. Eine Dividenden Vollausschüttung
ist aus IDR-Sicht daher betriebswirtschaft-
lich nicht sinnvoll, schwächt die Ertragskraft
der Gesellschaft und beschneidet die Fähig-
keit zu organischem Unternehmenswachs-
tum.
Die Liquiditätslage der IDR Nord Eins GmbH
& Co. KG wird gleichwohl als stabil und
gesichert angesehen.
Zins- und Kreditrisiken
Die Weitergabe zentral verhandelter Finan-
zierungskonditionen durch die IDR AG
sichert der IDR Nord Eins GmbH & Co. KG
auf Grundlage der guten IDR-Bonität und
der regelmäßigen Volumina von ihr nachge-
fragter Finanzierungsmittel Zugriff auf ein
günstiges Zinsniveau für die bewirtschaftete
Immobilie. Die geschäftspolitischen Aus-
richtungen in der Bankenlandschaft ver-
ändern sich gleichwohl rasant. Einzelne
Finanzierungspartner fallen für die IDR AG
aufgrund der Art des Finanzierungsmodells
(zum Beispiel Forfaitierungen) oder der Art
des Projektes (zum Beispiel Schulen oder
einzelne Grundstücke) aus. Die Auswahl von
potenziellen starken Finanzierungspartner
wird auch mit Blick auf die Größe finan-
zierter Projekte geringer. Die Abhängigkeit
von einzelnen Finanzierungspartner könnte
damit steigen. Höhere Zinssätze verschärfen
zudem die Eigenkapitalerfordernisse.
IDR Nord Eins GmbH & Co. KG
188 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Die IDR Nord Eins GmbH & Co. KG muss
Zins- und Tilgungsleistungen für das
Parkhaus am Dome (Theodorstraße 281)
vollständig erwirtschaften. Die mit der
stufenweisen Zinsanhebung der Europä-
ischen Zentralbank verbundene Hoffnung
einer (mittel- bis langfristigen) Inflations-
eindämmung verteuert derzeit künftige
Finanzierungslasten.
Aus der Objektfinanzierung des Parkhauses
am Dome droht der Gesellschaft vorläufig
noch kein Zinsänderungsrisiko. Das Finan-
zierungsdarlehen wird bis Ende der aktuellen
Zinsfestschreibung im August 2026 mit
festem Zinssatz verzinst. Ein Zinsrisiko
besteht erst im Hinblick auf die Anschluss-
finanzierung.
Rendite- und Erfolgsrisiken
Die genannten Risiken können in Kombi-
nation zu signifikanten Kosten- und Preis-
erhöhungen in der Bauwirtschaft führen. Ist
Bauen in Deutschland auch ohne inflato-
rischen Druck schon sehr teuer, so lassen
derzeit zusätzliche Inflationstreiber die
Preise nicht nur für Neubauvorhaben,
sondern auch für Wartungs- und lnstand-
haltungsleistungen explodieren, und stellen
so die Rentabilität und den ökonomischen
Erfolg einer Bauinvestition oder einer Be-
standsimmobilie ganz oder teilweise in
Frage. Sinkende bis negative Renditen von
Neuinvestitionen führen dazu, dass ein
Break-Even bestenfalls erst später erreicht
wird. Erfolgs- und Deckungsbeiträge aus der
Bewirtschaftung von Bestandsobjekten
werden entsprechend belastet.
Die Ergebnislage der IDR Nord Eins GmbH &
Co. KG wird trotz der zuletzt starken Pacht-
erhöhung für den Betrieb der Tiefgarage
Grabbeplatz und von weiteren Steigerungen
von Bewirtschaftungskosten vor dem Hinter-
grund der Realisierbarkeit von adäquaten
Gebührenanpassungen gleichwohl als stabil
eingeschätzt
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
IDR Immobilien GmbH
IDR Nord Zwei GmbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 189
IDR Nord Zwei GmbH & Co. KG
Firmensitz
Henkelstraße 164
40589 Düsseldorf
Telefon: 0211 74836-0
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Der Gegenstand des Unternehmens ist die
umfassende Verwaltung von Immobilien, hier
der Immobilien-Objekte Theodorstraße 299,
den Parkplatz Zum Gut Heiligendank und die
Objekte Theodorstraße 192 und 194 in
Düsseldorf, einschließlich der Wahrnehmung
der Rechte des Eigentümers dieser Objekte
gegenüber Dritten, mit allen dazu gehörenden
Rechten, Pflichten und Tätigkeiten als
rechtlich selbständiges Unternehmen in
eigenem sowie fremdem Namen und für
eigene und fremde Rechnung.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Kommanditeinlage 1.000,00 EUR
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG 1.000,00 EUR 100,00 %
Komplementäreinlage 0,00 EUR
IDR Immobilien GmbH 0,00 EUR 0,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umlaufvermögen 343 55 288 229
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 108 7 101 68
Kasse, Bankguthaben, Schecks 235 49 187 161
Summe AKTIVA 346 58 288 229
IDR Nord Zwei GmbH & Co. KG
190 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 109 0 109 109
Kapitalanteile 1 0 1 1
Gewinnrücklagen 108 0 108 108
Rückstellungen 2 0 2 12
Verbindlichkeiten 175 66 109 33
Rechnungsabgrenzungsposten 59 -8 67 75
Summe PASSIVA 346 58 288 229
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 1.821 -356 2.177 2.193
Sonstige betriebliche Erträge 1 -3 4 2
Materialaufwand 234 35 199 172
Sonstige betriebliche Aufwendungen 113 -18 130 121
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 211 -38 249 286
Steuern vom Einkommen und Ertrag 130 -21 152 191
Ergebnis nach Steuern 1.135 -317 1.451 1.425
Sonstige Steuern 13 13 - -
Jahresergebnis 1.122 -330 1.451 1.425
Gutschrift / Belastung auf Kapitalkonten -1.122 330 -1.451 -1.425
Bilanzergebnis 0 0 0 0
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG 117 Verbindlichkeiten
1.249 Aufwendungen
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 31,6 -6,4 38,0 47,7
Umsatzrentabilität (in %) 61,6 -5,1 66,7 65,0
IDR Nord Zwei GmbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 191
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Die IDR Nord Zwei GmbH & Co. KG hat die
ihr übertragenen Immobilien im Geschäfts-
jahr 2023 erneut ertragreich bewirtschaftet.
Die Gesellschaft hat bei Umsatzerlösen in
Höhe von 1.821 Tausend Euro (Vorjahr:
2.177 Tausend Euro) ein Jahresergebnis vor
Steuern (EBT) in Höhe von 1.265 Tausend
Euro (Vorjahr: 1.603 Tausend Euro) und
einen Jahresüberschuss von 1.122 Tausend
Euro (Vorjahr: 1.451 Tausend Euro) erzielt.
Der Rückgang der Mieterlöse resultiert ins-
besondere aus zurückgegebenen Teil-Miet-
flächen des Bürobereichs an der Theodor-
straße 299 durch den Mieter Yusen Cargo
mit Wirkung ab September 2023. Die Um-
satzerlöse lagen gleichwohl um 23 Tausend
Euro (+1,3 Prozent) über dem Planansatz
(1.798 Tausend Euro).
Das EBT verringerte sich gegenüber Vorjahr
um 21,1 Prozent. Es lag um 23 Tausend
Euro (-1,8 Prozent) unter dem Planansatz
(1.288 Tausend Euro).
Gemäß Paragraf 8 Absatz 6 des Gesell-
schaftsvertrages wird das Jahresergebnis
dem Gesellschafter IDR AG als Beteili-
gungsertrag gutgeschrieben.
Die wirtschaftliche Lage ist insgesamt als
gut zu bezeichnen.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme hat gegenüber dem Vor-
jahr um 20,2 Prozent auf 346 Tausend Euro
zugenommen. Die Ursache für die Erhöhung
der Bilanzsumme liegt insbesondere in einer
Zunahme der liquiden Mittel wie auch der
Verbindlichkeiten.
Die Vermögensstruktur der Gesellschaft
bleibt gegenüber Vorjahr im Wesentlichen
unverändert. Die Gesellschaft verfügt über
kein eigenes Anlagevermögen.
Das Umlaufvermögen deckt die Rückstel-
lungen und Verbindlichkeiten, die um 59
Prozent auf insgesamt 177 Tausend Euro
zunahmen.
Das Eigenkapital beträgt unverändert 109
Tausend Euro.
Das Finanzmanagement ist darauf ausge-
richtet, Forderungen innerhalb der Zah-
lungsziele zu vereinnahmen und Verbind-
lichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu
begleichen. Die Liquidität war während des
gesamten Geschäftsjahres 2023 gesichert.
Chancen und Risiken
Chancen
Wenngleich die gesamtwirtschaftlichen und
branchenbezogenen Entwicklungen wenig
Grund für Optimismus bieten (Ukraine-
Krieg, Energieversorgung, Preise und
Inflation, Zinsentwicklung), sieht die IDR AG
für ihre Objektgesellschaften als Folge der
Fokussierung ihres Geschäftsmodells auf die
Standortqualitäten der Landeshauptstadt
Düsseldorf wie auch auf der Grundlage ihres
Gesellschafterhintergrunds im Grunde auch
für das Geschäftsmodell der IDR Nord Zwei
GmbH & Co. KG gute Chancen.
Marktrisiken
Das Vermarktungsportfolio der IDR Nord
Zwei GmbH & Co. KG war bislang von
lnsolvenzen im Wesentlichen verschont.
Drohenden Mietausfällen werden im
IDR Nord Zwei GmbH & Co. KG
192 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Bedarfsfall mit angemessenen Miet-
stundungen, um Leerstand zu vermeiden,
begegnet.
Hauptmieter der Theodorstraße 299, dem
größten Vermarktungsobjekt der Gesell-
schaft, ist die japanische Yusen-Gruppe.
Weitere Mietverhältnisse mit Großkunden an
der Theodorstraße 192 (Hilti) wie auch an
der Theodorstraße 194 (L'Osteria) bergen
latente Abhängigkeitsrisiken (Klumpen-
risiken).
Trotz der gegenwärtig offenen Verhand-
lungssituation im Hinblick auf eine mehr-
jährige Anschlussvermietung des Objekts an
der Theodorstraße 299, wird das Vermie-
tungsrisiko ebenso wie das Mietpreisrisiko
aufgrund der gefragten Lage der Logistik-
Immobilie an dem bevorzugten Standort in
Flughafen-Nähe im Düsseldorfer Norden für
beherrschbar erachtet. Die breite Diversifi-
kation des gesamten Objekt- und Mieter-
portfolios der IDR Nord Zwei GmbH & Co.
KG, wie das der IDR-Gruppe insgesamt,
wirkt zudem einem wirtschaftlichen
Klumpen-Risiko grundsätzlich entgegen.
Insgesamt lässt sich die Mieterstruktur als
zuverlässig und das Vermietungs- Vermark-
tungspotenzial als langfristig und ertragreich
bezeichnen. Das Risiko von dauerhaftem
Mietausfall oder Leerstand ist als gering
einzustufen.
Liquiditätsrisiken
Lieferengpässe bei bauwirtschaftlich rele-
vanten Produktgruppen hatten zuletzt die
durch eine langjährig praktizierte Politik des
billigen Geldes der Notenbanken ohnehin
hohen Baupreise stark angeheizt und die
Indizes der Erzeugerpreise kräftig ansteigen
lassen. Die inflationäre Entwicklung der Bau-
und Finanzierungskosten hat im Verlauf des
Berichtsjahrs die Baukonjunktur zwar ab-
kühlen lassen und so die Baupreise etwas
gedämpft. Die Kalkulationsrisiken von Bau-
und Projektentwicklungen und die Notwen-
digkeit adäquater Risikostrategien zur Ein-
dämmung von Liquiditätsrisiken (GU-lnsol-
venz, Ruhen der Baustelle, Bauzeiten-Über-
schreitung, Pönalen) bleiben aber vakant.
Da die IDR Nord Zwei GmbH & Co. KG kein
Bauträger ist, sind Liquiditätsrisiken aus
Bauvorhaben für die Gesellschaft aber wenig
relevant. Gleichwohl sind steigende Auf-
wendungen für Wartung und Instandhaltung
ebenso wie für Um- und Ausbaumaßnahmen
zu beachten. Zudem ist für die infolge der
politisch propagierten Energiewende und des
Ukraine-Kriegs stark gestiegenen Energie-
kosten Vorsorge zu treffen.
Zur Sicherstellung der Liquidität sind zuletzt
Kreditlinien mit der Stadtsparkasse Düssel-
dorf und der Westerwald Bank e.G. verein-
bart worden; deren Inanspruchnahme mit
Erlösen aus späteren Grundstücksverkäufen
getilgt wurden. Eine alternative Liquiditäts-
sicherung durch Veräußerungen aus dem
eigenen Bestand führt dagegen zu Sub-
stanzverzehr und zu einer Erosion der IDR-
Vermögensbasis; insbesondere dann, wenn
die realisierten Erträge aus den Immobilien-
verkäufen nicht vollständig in neue Bauvor-
haben reinvestiert würden.
Die Liquiditätslage der IDR Nord Zwei GmbH
& Co. KG wird gleichwohl als stabil und
gesichert gesehen.
Finanzierungs-, Zins- und Kreditrisiken
Die Weitergabe zentral verhandelter Finan-
zierungskonditionen durch die IDR AG
sichert der IDR Nord Zwei GmbH & Co. KG
auf Grundlage der guten IDR-Bonität und
der regelmäßigen Volumina von ihr nachge-
fragter Finanzierungsmittel Zugriff auf ein
günstiges Zinsniveau für die jeweils bewirt-
schaftete Immobilie. Die geschäftspoli-
tischen Ausrichtungen in der Bankenland-
schaft verändern sich gleichwohl rasant.
Einzelne Finanzierungspartner fallen für die
IDR AG aufgrund der Art des Finanzierungs-
modells (zum Beispiel Forfaitierungen) oder
der Art des Projektes (zum Beispiel Schulen
oder einzelne Grundstücke) aus. Die Aus-
wahl von potenziellen starken Finan-
zierungspartner wird auch mit Blick
auf die
Größe finanzierter Projekte geringer. Die
IDR Nord Zwei GmbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 193
Abhängigkeit von einzelnen Finanzierungs-
partner könnte damit steigen. Höhere
Zinssätze und verschärfte Eigenkapital-
erfordernisse erschweren die Aufnahme von
Fremdkapital.
Die IDR Nord Zwei GmbH & Co. KG muss
Zins- und Tilgungsleistungen für die Objekte
Theodorstraße 192, 194 und 299 vollständig
erwirtschaften. Die mit der stufenweisen
Zinsanhebung der Europäischen Zentralbank
verbundene Hoffnung einer Inflationsein-
dämmung hatte die Belastung für künftige
Darlehensfinanzierungen zwischenzeitlich
verteuert. Im Verlauf des Berichtsjahrs
haben die Zinsen zwar etwas nachgegeben,
die Richtung der weiteren Entwicklung bleibt
dennoch spekulativ.
Aus der Objektfinanzierung Theodorstraße
192 (Hilti) droht der Gesellschaft im laufen-
den Geschäftsjahr noch kein Zinsänderungs-
risiko. Das Finanzierungsdarlehen wird bis
Ende der aktuellen Zinsfestschreibung im
September 2024 mit festem Zinssatz
verzinst. Ein Zinsrisiko besteht im Hinblick
auf die Anschlussfinanzierung.
Aus den übrigen Objektfinanzierungen
drohen der Gesellschaft keine Zinsände-
rungsrisiken. Die Finanzierungsdarlehen
werden bis Ende der aktuellen Vertrags-
laufzeiten bis 2026 und 2038 zum 3-Monats-
Euribor verzinst und das jeweilige Zinsände-
rungsrisiko während der Laufzeit durch
einen SWAP gesichert.
Rendite- und Erfolgsrisiken
Die genannten Risiken können in Kombi-
nation zu signifikanten Kosten- und Preis-
erhöhungen in der Bauwirtschaft führen. Ist
Bauen in Deutschland auch ohne infla-
torischen Druck schon sehr teuer, so lassen
derzeit zusätzliche Inflationstreiber die
Preise nicht nur für Neubauvorhaben,
sondern auch für Wartungs- und lnstand-
haltungsleistungen explodieren, und stellen
so die Rentabilität und den ökonomischen
Erfolg einer Bauinvestition oder einer Be-
standsimmobilie ganz oder teilweise in
Frage. Sinkende bis negative Renditen von
Neuinvestitionen führen dazu, dass ein
Break-Even bestenfalls erst später erreicht
wird. Erfolgs- und Deckungsbeiträge aus der
Bewirtschaftung von Bestandsobjekten
werden entsprechend belastet.
Die Ergebnislage der IDR Nord Zwei GmbH
& Co. KG wird trotz zuletzt stark gestiegener
Preissteigerungen für Bau und Bewirtschaf-
tung vor dem Hintergrund preis-indizierter
Miet- und Pachtverhältnisse gleichwohl als
unverändert stabil eingeschätzt.
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
IDR Immobilien GmbH
IDR Nord Drei GmbH & Co. KG
194 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
IDR Nord Drei GmbH & Co. KG
Firmensitz
Henkelstraße 164
40589 Düsseldorf
Telefon: 0211 74836-0
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gegenstand des Unternehmens der
Gesellschaft ist die umfassende Verwaltung
von Immobilien, hier des Immobilen-Objekts
Theodorstr. 297 in Düsseldorf einschließlich
der Wahrnehmung der Rechte des
Eigentümers dieses Objekts gegenüber
Dritten mit allen dazu gehörenden Rechten,
Pflichten und Tätigkeiten als rechtlich
selbständiges Unternehmen in eigenem sowie
fremden Namen und für eigene sowie fremde
Rechnung.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Kommanditeinlage 1.000,00 EUR
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG 1.000,00 EUR 100,00 %
Komplementäreinlage 0,00 EUR
IDR Immobilien GmbH 0,00 EUR 0,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umlaufvermögen 266 -26 292 233
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 93 -36 128 127
Kasse, Bankguthaben, Schecks 174 10 164 105
Summe AKTIVA 266 -26 292 233
IDR Nord Drei GmbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 195
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 1 0 1 1
Kapitalanteile 1 0 1 1
Rückstellungen 16 5 10 15
Verbindlichkeiten 203 -25 228 158
Rechnungsabgrenzungsposten 46 -6 52 59
Summe PASSIVA 266 -26 292 233
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 1.787 -259 2.046 1.578
Sonstige betriebliche Erträge 0 -16 16 6
Materialaufwand 577 -241 818 460
Sonstige betriebliche Aufwendungen 97 -91 188 109
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 214 -39 253 280
Steuern vom Einkommen und Ertrag 112 13 99 90
Ergebnis nach Steuern 787 82 705 645
Jahresergebnis 787 82 705 645
Gutschrift / Belastung auf Kapitalkonten -787 -82 -705 -645
Bilanzergebnis 0 0 0 0
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG 891 Aufwendungen
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 0,4 0,0 0,3 0,4
Umsatzrentabilität (in %) 44,0 9,6 34,5 40,9
IDR Nord Drei GmbH & Co. KG
196 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Die IDR Nord Drei GmbH & Co. KG hat die
ihr übertragenen Immobilien im Geschäfts-
jahr 2023 erneut ertragreich bewirtschaftet.
Die Gesellschaft hat bei Umsatzerlösen in
Höhe von 1.787 Tausend Euro (Vorjahr:
2.046 Tausend Euro) ein Jahresergebnis vor
Steuern (EBT) in Höhe von 899 Tausend
Euro (Vorjahr 804 Tausend Euro) und einen
Jahresüberschuss von 787 Tausend Euro
(Vorjahr: 705 Tausend Euro) ausgewiesen.
Im Vorjahr waren noch Erlöse aus Weiterbe-
rechnungen von Materialaufwendungen für
zwei Ausbaumaßnahmen einmalig erzielt
worden.
Die Mieterlöse bewegen sich mit 1.486 Tau-
send Euro im Vergleich zum Vorjahr (1.413
Tausend Euro) insgesamt auf höherem
Niveau, da sich die Mieterstruktur nicht
verändert hat und die im Vorjahr noch
unterjährig vermieteten Ausbauflächen nun
erstmals ganzjährig auswirken. Das Objekt
ist vollständig vermietet.
Das EBT verbesserte sich um 11,9 Prozent
gegenüber Vorjahr. Es lag aber um 169
Tausend Euro (-15,9 Prozent) unter dem
Planansatz (1.069 Tausend Euro), der von
geringeren Gesamtaufwendungen ausging.
Gemäß Paragraf 8 Absatz 6 des Gesell-
schaftsvertrages wird das Jahresergebnis
der Gesellschafterin IDR AG als Beteili-
gungsertrag gutgeschrieben.
Die wirtschaftliche Lage ist insgesamt als
gut zu bezeichnen.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme hat gegenüber dem Vor-
jahr um -8,8 Prozent auf 266 Tausend Euro
abgenommen. Die Ursache für die Reduktion
der Bilanzsumme liegt im Wesentlichen in
einer Abnahme Sonstiger Vermögensgegen-
stände als auch in einer Abnahme der Ver-
bindlichkeiten gegenüber dem Gesell-
schafter.
Die Vermögensstruktur der Gesellschaft
bleibt gegenüber Vorjahr im Wesentlichen
unverändert. Die Gesellschaft verfügt über
kein eigenes Anlagevermögen.
Das Umlaufvermögen deckt die Rückstel-
lungen und Verbindlichkeiten, die um -8,3
Prozent auf insgesamt 219 Tausend Euro
abnahmen.
Das Eigenkapital beträgt unverändert 1 Tau-
send Euro.
Das Finanzmanagement ist darauf ausge-
richtet, Forderungen innerhalb der Zah-
lungsziele zu vereinnahmen und Verbind-
lichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu
begleichen. Die Liquidität war während des
gesamten Geschäftsjahres 2023 gesichert.
Chancen und Risiken
Chancen
Wenngleich die gesamtwirtschaftlichen und
branchenbezogenen Entwicklungen wenig
Grund für Optimismus bieten (Ukraine-
Krieg, Energieversorgung, Preise und
Inflation, Zinsentwicklung), sieht die IDR AG
für ihre Objektgesellschaften als Folge der
Fokussierung ihres Geschäftsmodells auf die
Standortqualitäten der Landeshauptstadt
Düsseldorf wie auch auf der Grundlage ihres
Gesellschafterhintergrunds im Grunde auch
für das Geschäftsmodell der IDR Nord Drei
GmbH & Co. KG gute Chancen.
Marktrisiken
Das Vermarktungsportfolio der IDR Nord
Drei GmbH & Co. KG war bislang von
lnsolvenzen im Wesentlichen verschont.
Drohende Mietausfälle werden im Bedarfsfall
IDR Nord Drei GmbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 197
mit angemessenen Mietstundungen, um
Leerstand zu vermeiden, begegnet.
Hauptmieter der Theodorstraße 297, dem
einzigen Vermarktungsobjekt der Gesell-
schaft, ist das Jüdische Gymnasium Düssel-
dorf. Nach umfangreichen Um- und Ausbau-
ten des Objekts im Laufe der vergangenen
Jahre entspricht die Immobilie den umfäng-
lichen Sicherheitsinteressen des Schul-
trägers heute in besonderer. Weise; dies hat
seit Erstbezug bereits zu sukzessiven
Erweiterungsmaßnahmen im Sinne des
Mieters geführt. Insoweit lässt sich das
Mietverhältnis aufgrund der installierten
Sicherheitseinrichtungen des Objekts als
zuverlässig bezeichnen.
Das Risiko von dauerhaftem Mietausfall oder
Leerstand wird daher als gering eingestuft.
Andererseits besteht hier theoretisch ein
Abhängigkeitsrisiko (Klumpenrisiko), da das
Jüdische Gymnasium aus Sicht der Gesell-
schaft Großmieter ist. Aufgrund der bedarfs-
gerechten Sicherheitsarchitektur des Ver-
mietungsobjekts dürfte das Objekt aber für
den Mieter dauerhaft interessant bleiben.
Zudem wirkt die breite Diversifikation des
gesamten Objekt- und Mieterportfolios der
IDR-Gruppe einem Klumpenrisiko grund-
sätzlich entgegen. Insgesamt lässt sich die
Mieterstruktur als zuverlässig und das
Vermietungs-Vermarktungspotenzial als
langfristig und ertragreich bezeichnen. Das
Risiko von dauerhaftem Mietausfall oder
Leerstand ist als gering einzustufen.
Liquiditätsrisiken
Lieferengpässe bei bauwirtschaftlich rele-
vanten Produktgruppen hatten zuletzt die
durch eine langjährig praktizierte Politik des
billigen Geldes der Notenbanken ohnehin
hohen Baupreise stark angeheizt und die
Indizes der Erzeugerpreise kräftig ansteigen
lassen. Die inflationäre Entwicklung der Bau-
und Finanzierungskosten hat im Verlauf des
Berichtsjahrs die Baukonjunktur zwar ab-
kühlen lassen und so die Baupreise etwas
gedämpft. Die Kalkulationsrisiken von Bau-
und Projektentwicklungen und die Not-
wendigkeit adäquater Risikostrategien zur
Eindämmung von Liquiditätsrisiken (GU-
lnsolvenz, Ruhen der Baustelle, Bauzeiten-
Überschreitung, Pönalen) bleiben aber
vakant. Da die IDR Nord Drei GmbH & Co.
KG kein Bauträger ist, sind Liquiditätsrisiken
aus Bauvorhaben für die Gesellschaft aber
wenig relevant. Gleichwohl sind steigende
Aufwendungen für Wartung und Instand-
haltung ebenso wie für Um- und Ausbau-
maßnahmen zu beachten. Zudem ist für die
infolge der politisch propagierten Energie-
wende und des Ukraine-Kriegs stark ge-
stiegenen Energiekosten Vorsorge zu
treffen.
Zur Sicherstellung der Liquidität sind zuletzt
Kreditlinien mit der Stadtsparkasse Düssel-
dorf Und der Westerwald Bank e.G. verein-
bart worden; deren Inanspruchnahme mit
Erlösen aus späteren Grundstücksverkäufen
getilgt wurden. Eine alternative Liquiditäts-
sicherung durch Veräußerungen aus dem
eigenen Bestand führt dagegen zu Sub-
stanzverzehr und zu ·einer Erosion der IDR-
Vermögensbasis; insbesondere dann, wenn
die realisierten Erträge aus den Immobilien-
verkäufen nicht vollständig in neue Bauvor-
haben reinvestiert würden.
Die Liquiditätslage der IDR Nord Drei GmbH
& Co. KG wird gleichwohl als stabil und
gesichert gesehen.
Finanzierungs-, Zins- und Kreditrisiken
Die Weitergabe zentral verhandelter Finan-
zierungskonditionen durch die IDR AG
sichert der IDR Nord Drei GmbH & Co. KG
auf Grundlage der guten IDR-Bonität und
der regelmäßigen Volumina von ihr nachge-
fragter Finanzierungsmittel Zugriff auf ein
günstiges Zinsniveau für die jeweils bewirt-
schaftete Immobilie. Die geschäftspoli-
tischen Ausrichtungen in der Bankenland-
schaft verändern sich gleichwohl rasant.
Einzelne Finanzierungspartner fallen für die
IDR AG aufgrund der Art des Finanzierungs-
modells (zum Beispiel Forfaitierungen) oder
der Art des Projektes (zum Beispiel Schulen
IDR Nord Drei GmbH & Co. KG
198 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
oder einzelne Grundstücke) aus. Die Aus-
wahl von potenziellen starken Finanzie-
rungspartner wird auch mit Blick auf die
Größe finanzierter Projekte geringer. Die
Abhängigkeit von einzelnen Finanzierungs-
partner könnte damit steigen. Höhere
Zinssätze und verschärfte Eigenkapital-
erfordernisse erschweren die Aufnahme von
Fremdkapital.
Die IDR Nord Drei GmbH & Co. KG muss
Zins- und Tilgungsleistungen für das Objekt
Theodorstraße 297 vollständig erwirt-
schaften. Die mit der stufenweisen Zins-
anhebung der Europäischen Zentralbank
verbundene Hoffnung einer Inflationsein-
dämmung hatte die Belastung für künftige
Darlehensfinanzierungen zwischenzeitlich
verteuert. Im Verlauf des Berichtsjahrs
haben die Zinsen zwar etwas nachgegeben,
die Richtung der weiteren Entwicklung bleibt
dennoch spekulativ.
Aus der Objektfinanzierung Theodorstraße
297 droht der Gesellschaft im laufenden
Geschäftsjahr noch kein Zinsänderungs-
risiko. Das Finanzierungsdarlehen wird bis
Ende der aktuellen Vertragslaufzeit bis 2025
zum 3-Monats-Euribor verzinst und das
Zinsänderungsrisiko während der Laufzeit
durch einen SWAP gesichert. Ein poten-
zielles Zinsrisiko verbleibt im Hinblick auf die
Anschlussfinanzierung des Restsaldos ab
2025.
Rendite- und Erfolgsrisiken
Die genannten Risiken können in Kombi-
nation zu signifikanten Kosten- und Preis-
erhöhungen in der Bauwirtschaft führen. Ist
Bauen in Deutschland auch ohne inflato-
rischen Druck schon sehr teuer, so lassen
derzeit zusätzliche Inflationstreiber die
Preise nicht nur für Neubauvorhaben,
sondern auch für Wartungs- und lnstand-
haltungsleistungen explodieren, und stellen
so die Rentabilität und den ökonomischen
Erfolg einer Bauinvestition oder einer
Bestandsimmobilie ganz oder teilweise in
Frage. Sinkende bis negative Renditen von
Neuinvestitionen führen dazu, dass ein
Break-Even bestenfalls erst später erreicht
wird. Erfolgs- und Deckungsbeiträge aus der
Bewirtschaftung von Bestandsobjekten
werden entsprechend belastet.
Die Ergebnislage der IDR Nord Drei GmbH &
Co. KG wird trotz zuletzt stark gestiegener
Preissteigerungen für Bau und Bewirt-
schaftung vor dem Hintergrund preis-
indizierter Miet- und Pachtverhältnisse
gleichwohl als unverändert stabil einge-
schätzt
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
IDR Immobilien GmbH
IDR Süd Eins GmbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 199
IDR Süd Eins GmbH & Co. KG
Firmensitz
Henkelstraße 164
40589 Düsseldorf
Telefon: 0211 74836-0
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Der Gegenstand des Unternehmens ist die
umfassende Verwaltung von Immobilien, hier
der Immobilien-Objekte Reisholzer
Bahnstraße 41, Kappeler Straße 145,
Benrodestraße 132 sowie Nürnberger Straße
70, jeweils in Düsseldorf, einschließlich der
Wahrnehmung der Rechte des Eigentümers
dieser Objekte gegenüber Dritten, mit allen
dazu gehörenden Rechten, Pflichten und
Tätigkeiten als rechtlich selbständiges
Unternehmen in eigenem sowie fremdem
Namen und für eigene und fremde Rechnung.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Kommanditeinlage 1.000,00 EUR
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG 1.000,00 EUR 100,00 %
Komplementäreinlage 0,00 EUR
IDR Immobilien GmbH 0,00 EUR 0,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umlaufvermögen 335 -1.154 1.490 1.794
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 46 -1.266 1.312 1.495
Kasse, Bankguthaben, Schecks 289 111 178 299
Summe AKTIVA 335 -1.154 1.490 1.794
IDR Süd Eins GmbH & Co. KG
200 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 147 0 147 147
Kapitalanteile 1 0 1 1
Gewinnrücklagen 146 0 146 146
Rückstellungen 75 32 43 45
Verbindlichkeiten 97 -1.188 1.286 1.586
Rechnungsabgrenzungsposten 16 2 15 16
Summe PASSIVA 335 -1.154 1.490 1.794
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 2.324 -150 2.474 2.603
Sonstige betriebliche Erträge 0 -11 12 1
Materialaufwand 483 -309 792 729
Sonstige betriebliche Aufwendungen 155 3 152 187
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge - 0 0 1
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 71 -72 142 231
Steuern vom Einkommen und Ertrag 156 31 125 137
Ergebnis nach Steuern 1.458 184 1.274 1.320
Jahresergebnis 1.439 179 1.259 1.320
Gutschrift / Belastung auf Kapitalkonten -1.439 -179 -1.259 -1.320
Bilanzergebnis 0 0 0 0
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG 1.586 Aufwendungen
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 43,7 33,8 9,8 8,2
Umsatzrentabilität (in %) 61,9 11,0 50,9 50,7
IDR Süd Eins GmbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 201
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Die IDR Süd Eins GmbH & Co. KG hat die ihr
übertragenen Immobilien im Geschäftsjahr
2023 erneut ertragreich bewirtschaftet. Die
Gesellschaft hat bei Umsatzerlösen in Höhe
von 2.324 Tausend Euro (Vorjahr: 2.474
Tausend Euro) ein Jahresergebnis vor
Steuern (EBT) in Höhe von 1.615 Tausend
Euro (Vorjahr: 1.399 Tausend Euro) und
einen Jahresüberschuss von 1.439 Tausend
Euro (Vorjahr: 1.259 Tausend Euro) ausge-
wiesen. Im Vorjahr waren noch Erlöse aus
Weiterberechnungen erzielt worden.
Der Rückgang der Umsatzerlöse um -150
Tausend Euro resultiert im Wesentlichen aus
entsprechend geringeren Weiterberech-
nungen als im Vorjahr. Die Umsatzerlöse
lagen gleichwohl um 113 Tausend Euro
(+5,1 Prozent) über dem Planansatz (2.211
Tausend Euro).
Das EBT verbesserte sich um 15,4 Prozent
gegenüber Vorjahr. Es lag aber um 158
Tausend Euro (-8,9 Prozent) unter dem
Planansatz (1.773 Tausend Euro), der von
geringeren Gesamtaufwendungen ausging.
Gemäß Paragraf 8 Absatz 6 des Gesell-
schaftsvertrages wird das Jahresergebnis
dem Gesellschafter Industrieterrains Düssel-
dorf-Reisholz AG als Beteiligungsertrag gut-
geschrieben.
Die wirtschaftliche Lage ist insgesamt als
gut zu bezeichnen.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme hat gegenüber dem Vor-
jahr um 77,5 Prozent auf 335 Tausend Euro
abgenommen. Die Abnahme der Bilanz-
summe entspricht im Wesentlichen dem
Rückgang von Forderungen gegen den Ge-
sellschafter einerseits wie auch dem Abbau
von Verbindlichkeiten gegen verbundene
Unternehmen in nahezu gleicher Höhe
andererseits.
Die Vermögensstruktur der Gesellschaft
bleibt dabei gegenüber Vorjahr im Wesent-
lichen unverändert. Die Gesellschaft verfügt
über kein eigenes Anlagevermögen.
Das Umlaufvermögen deckt die Verbind-
lichkeiten. Die gesamten Verbindlichkeiten
nahmen per Saldo insgesamt um -87,0 Pro-
zent ab.
Das Eigenkapital beträgt unverändert 147
Tausend Euro.
Das Finanzmanagement ist darauf ausge-
richtet, Forderungen innerhalb der Zah-
lungsziele zu vereinnahmen und Verbind-
lichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu
begleichen. Die Liquidität war während des
gesamten Geschäftsjahres 2023 gesichert.
Chancen und Risiken
Chancen
Wenngleich die gesamtwirtschaftlichen und
branchenbezogenen Entwicklungen wenig
Grund für Optimismus bieten (Ukraine-
Krieg, Energieversorgung, Preise und
Inflation, Zinsentwicklung), sieht die IDR AG
für ihre Objektgesellschaften als Folge der
Fokussierung ihres Geschäftsmodells auf die
Standortqualitäten der Landeshauptstadt
Düsseldorf wie auch auf der Grundlage ihres
Gesellschafterhintergrunds im Grunde auch
für das Geschäftsmodell der IDR Süd Eins
GmbH & Co. KG gute Chancen.
Marktrisiken
Das Vermarktungsportfolio der IDR Süd Eins
GmbH & Co. KG war bislang von Insol-
venzen im Wesentlichen verschont.
IDR Süd Eins GmbH & Co. KG
202 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Drohende Mietausfälle werden im Bedarfsfall
mit angemessenen Mietstundungen begeg-
net,·um Leerstand zu vermeiden.
Das Mietverhältnis mit einem Großkunden
(Reisholzer Bahnstraße 41) birgt zwar ein
latentes Abhängigkeitsrisiko. Aufgrund der
gefragten Lage des Logistik-Objekts an
einem bevorzugten Industrie-Standort im
Düsseldorfer Süden wird das Vermietungs-
risiko ebenso wie ein Mietpreisrisiko aber für
beherrschbar erachtet. Die breite Diversifi-
kation des gesamten Objekt- und Mieter-
portfolios der IDR Süd Eins GmbH & Co. KG,
wie das der IDR-Gruppe insgesamt, wirkt
zudem einem wirtschaftlichen Klumpen-
Risiko grundsätzlich entgegen. Insgesamt
lässt sich die Mieterstruktur als zuverlässig
und das Vermietungs-/Vermarktungs-
potenzial als langfristig und ertragreich
bezeichnen. Das Risiko von dauerhaftem
Mietausfall oder Leerstand ist als gering
einzustufen.
Liquiditätsrisiken
Lieferengpässe bei bauwirtschaftlich rele-
vanten Produktgruppen hatten zuletzt die
durch eine langjährig praktizierte Politik des
billigen Geldes der Notenbanken ohnehin
hohen Baupreise stark angeheizt und die
Indizes der Erzeugerpreise kräftig ansteigen
lassen. Die inflationäre Entwicklung der Bau-
und Finanzierungskosten hat im Verlauf des
Berichtsjahrs die Baukonjunktur zwar ab-
kühlen lassen und so die Baupreise etwas
gedämpft. Die Kalkulationsrisiken von Bau-
und Projektentwicklungen und die Not-
wendigkeit adäquater Risikostrategien zur
Eindämmung von Liquiditätsrisiken (GU-
lnsolvenz, Ruhen der Baustelle, Bauzeiten-
Überschreitung, Pönalen) bleiben aber
vakant. Da die IDR Süd Eins GmbH & Co.
KG kein Bauträger ist, sind Liquiditätsrisiken
aus Bauvorhaben für die Gesellschaft aber
wenig relevant. Gleichwohl sind steigende
Aufwendungen für Wartung und Instand-
haltung ebenso wie für Um- und Ausbau-
maßnahmen zu beachten. Zudem ist für die
infolge der politisch propagierten Energie-
wende und des Ukraine-Kriegs stark
gestiegenen Energiekosten Vorsorge zu
treffen.
Zur Sicherstellung der Liquidität sind zuletzt
Kreditlinien mit der Stadtsparkasse Düssel-
dorf und der Westerwald Bank e.G. verein-
bart worden; deren Inanspruchnahme mit
Erlösen aus späteren Grundstücksverkäufen
getilgt wurden. Eine alternative Liquiditäts-
sicherung durch Veräußerungen aus dem
eigenen Bestand führt dagegen zu Sub-
stanzverzehr und zu einer Erosion der IDR-
Vermögensbasis; insbesondere dann, wenn
die realisierten Erträge aus den Immobilien-
verkäufen nicht vollständig in neue Bauvor-
haben reinvestiert würden.
Die Liquiditätslage der IDR Süd Eins GmbH
& Co. KG wird gleichwohl als stabil und
gesichert angesehen.
Finanzierungs-, Zins- und Kreditrisiken
Die Weitergabe zentral verhandelter Finan-
zierungskonditionen durch die IDR AG
sichert der IDR Süd Eins GmbH & Co. KG auf
Grundlage der guten IDR-Bonität und der
regelmäßigen Volumina von ihr nachge-
fragter Finanzierungsmittel Zugriff auf ein
günstiges Zinsniveau für die jeweils bewirt-
schaftete Immobilie. Die geschäftspoli-
tischen Ausrichtungen in der Bankenland-
schaft verändern sich gleichwohl rasant.
Einzelne Finanzierungspartner fallen für die
IDR AG aufgrund der Art des Finanzierungs-
modells (zum Beispiel Forfaitierungen) oder
der Art des Projektes (zum Beispiel Schulen
oder einzelne Grundstücke) aus. Die Aus-
wahl von potenziellen starken Finan-
zierungspartnern wird auch mit Blick auf die
Größe finanzierter Projekte geringer. Die
Abhängigkeit von einzelnen Finanzierungs-
partnern könnte damit steigen. Höhere Zins-
sätze und verschärfte Eigenkapitalerforder-
nisse erschweren die Aufnahme von Fremd-
kapital.
Die IDR Süd Eins GmbH & Co. KG muss
Zins- und Tilgungsleistungen für die Objekte
IDR Süd Eins GmbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 203
Reisholzer Bahnstraße, Benrodestraße,
Nürnberger und Kappeler Straße vollständig
erwirtschaften. Die mit der stufenweisen
Zinsanhebung der Europäischen Zentralbank
verbundene Hoffnung einer Inflationsein-
dämmung hatte die Belastung für künftige
Darlehensfinanzierungen zwischenzeitlich
verteuert. Im Verlauf des Berichtsjahrs
haben die Zinsen zwar etwas nachgegeben,
die Richtung der weiteren Entwicklung bleibt
dennoch spekulativ.
Aus den genannten Objektfinanzierungen
drohen der Gesellschaft keine Zinsände-
rungsrisiken mehr; die Finanzierungs-
darlehen werden am Ende der jeweiligen
Vertragslaufzeiten zwischen 2024 - 2026
ausgetilgt beziehungsweise nach Ablauf der
Zinsbindungsfrist in 2029 beziehungsweise
2031 (Kappeler Straße 145 beziehungsweise
Nürnberger Straße) vollständig ausgetilgt
sein.
Rendite- und Erfolgsrisiken
Die genannten Risiken können in
Kombination zu signifikanten Kosten- und
Preiserhöhungen in der Bauwirtschaft
führen. Ist Bauen in Deutschland auch ohne
inflatorischen Druck schon sehr teuer, so
lassen derzeit zusätzliche Inflationstreiber
die Preise nicht nur für Neubauvorhaben,
sondern auch für Wartungs- und lnstand-
haltungsleistungen explodieren, und stellen
so die Rentabilität und den ökonomischen
Erfolg einer Bauinvestition oder einer
Bestandsimmobilie ganz oder teilweise in
Frage. Sinkende bis negative Renditen von
Neuinvestitionen führen dazu, dass ein
Break-Even bestenfalls erst später erreicht
wird. Erfolgs- und Deckungsbeiträge aus der
Bewirtschaftung von Bestandsobjekten
werden entsprechend belastet.
Die Ergebnislage der IDR Süd Eins GmbH &
Co. KG wird trotz zuletzt stark gestiegener
Preissteigerungen für Bau und Bewirt-
schaftung vor dem Hintergrund preis-
indizierter Miet- und Pachtverhältnisse
gleichwohl als unverändert stabil einge-
schätzt.
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
IDR Immobilien GmbH
IDR Süd Zwei GmbH & Co. KG
204 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
IDR Süd Zwei GmbH & Co. KG
Firmensitz
Henkelstraße 164
40589 Düsseldorf
Telefon: 0211 74836-0
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Der Gegenstand des Unternehmens ist die
umfassende Verwaltung von Immobilien, hier
der Immobilien-Objekte Am Trippelsberg 43-
45, Erkrather Straße 245/253, Fichtenstraße
66-74 sowie Fichtenstraße 52-54, jeweils in
Düsseldorf, einschließlich der Wahrnehmung
der Rechte des Eigentümers dieser Objekte
gegenüber Dritten, mit allen dazu gehörenden
Rechten, Pflichten und Tätigkeiten als
rechtlich selbständiges Unternehmen in
eigenem sowie fremden Namen und für
eigene und fremde Rechnung.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Kommanditeinlage 1.000,00 EUR
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG 1.000,00 EUR 100,00 %
Komplementäreinlage 0,00 EUR
IDR Immobilien GmbH 0,00 EUR 0,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umlaufvermögen 487 -47 534 774
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 46 -293 338 645
Kasse, Bankguthaben, Schecks 441 245 196 129
Summe AKTIVA 487 -47 534 774
IDR Süd Zwei GmbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 205
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 141 0 141 141
Kapitalanteile 1 0 1 1
Gewinnrücklagen 140 0 140 140
Rückstellungen 2 -122 125 364
Verbindlichkeiten 343 78 266 269
Rechnungsabgrenzungsposten 0 -3 3 0
Summe PASSIVA 487 -47 534 774
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 3.736 128 3.607 3.329
Sonstige betriebliche Erträge 2 -127 129 6
Materialaufwand 1.082 167 914 844
Sonstige betriebliche Aufwendungen 267 2 264 517
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 257 -67 324 378
Steuern vom Einkommen und Ertrag 239 -10 248 151
Ergebnis nach Steuern 1.894 -91 1.986 1.444
Jahresergebnis 1.894 -91 1.986 1.444
Gutschrift / Belastung auf Kapitalkonten -1.894 91 -1.986 -1.444
Bilanzergebnis 0 0 0 0
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG 3.872 Verbindlichkeiten
2.261 Aufwendungen
IPM Immobilien Projekt Management Düsseldorf GmbH 135 Erträge
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 29,0 2,6 26,4 18,2
Umsatzrentabilität (in %) 50,7 -4,3 55,0 43,4
IDR Süd Zwei GmbH & Co. KG
206 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Die IDR Süd Zwei GmbH & Co. KG hat die
ihr übertragenen Immobilien im Geschäfts-
jahr 2023 erneut ertragreich bewirtschaftet
und hat bei Umsatzerlösen in Höhe von
3.736 Tausend Euro (Vorjahr: 3.607 Tau-
send Euro) ein Jahresergebnis vor Steuern
(EBT) in Höhe von 2.133 Tausend Euro
(Vorjahr: 2.234 Tausend Euro) und einen
Jahresüberschuss von 1.894 Tausend Euro
(Vorjahr: 1.986 Tausend Euro) ausge-
wiesen.
Die Mieterlöse bewegen sich mit 2.935 Tau-
send Euro im Vergleich zum Vorjahr (2.802
Tausend Euro) insgesamt auf höherem
Niveau, da sich die Mieterstruktur nicht ver-
ändert hat und die Mieten vertragskonform
angepasst wurden.
Insgesamt konnten die Umsatzerlöse gegen-
über Vorjahr um 3,6 Prozent gesteigert
werden; sie lagen damit um 189 Tausend
Euro (-4,8 Prozent) unter dem Planansatz
(3.925 Tausend Euro).
Das EBT verringerte sich gegenüber Vorjahr
um -4,5 Prozent; im Wesentlichen bedingt
durch einen Wegfall Sonstiger betrieblicher
Erträge und zugleich höhere Materialauf-
wendungen. Das EBT lag um 195 Tausend
Euro (-8,4 Prozent) unter dem Planansatz
(2.328 Tausend Euro), der mit höheren
Erlösen aus Mieten und Nebenkosten
rechnete.
Gemäß Paragraf 8 Absatz 6 des Gesell-
schaftsvertrages wird das Jahresergebnis
dem Gesellschafter IDR AG als Beteiligungs-
ertrag gutgeschrieben.
Die wirtschaftliche Lage ist insgesamt als
gut zu bezeichnen.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme hat gegenüber dem Vor-
jahr um -8,9 Prozent auf 487 Tausend Euro
abgenommen. Die Ursache für den Rück-
gang der Bilanzsumme liegt insbesondere in
einer Tilgung von Forderungen gegen den
Gesellschafter und der Inanspruchnahme
von Steuerrückstellungen.
Die Vermögensstruktur der Gesellschaft
bleibt gegenüber Vorjahr im Wesentlichen
unverändert. Die Gesellschaft verfügt über
kein eigenes Anlagevermögen.
Das Umlaufvermögen deckt die Verbind-
lichkeiten und die Rückstellungen.
Das Eigenkapital beträgt unverändert 141
Tausend Euro.
Das Finanzmanagement ist darauf ausge-
richtet, Forderungen innerhalb der Zah-
lungsziele zu vereinnahmen und Verbind-
lichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu
begleichen. Die Liquidität war während des
gesamten Geschäftsjahres 2023 gesichert.
Chancen und Risiken
Chancen
Wenngleich die gesamtwirtschaftlichen und
branchenbezogenen Entwicklungen wenig
Grund für Optimismus bieten (Ukraine-
Krieg, Energieversorgung, Preise und Infla-
tion, Zinsentwicklung), sieht die IDR AG für
ihre Objektgesellschaften als Folge der
Fokussierung ihres Geschäftsmodells auf die
Standortqualitäten der Landeshauptstadt
Düsseldorf wie auch auf der Grundlage ihres
Gesellschafterhintergrunds im Grunde auch
IDR Süd Zwei GmbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 207
für das Geschäftsmodell der IDR Süd Zwei
GmbH & Co. KG gute Chancen.
Marktrisiken
Das Vermarktungsportfolio der IDR Süd
Zwei GmbH & Co. KG war bislang von
Insolvenzen im Wesentlichen verschont.
Drohenden Mietausfällen werden im Be-
darfsfall mit angemessenen Mietstundungen,
um Leerstand zu vermeiden, begegnet.
Die Bewirtschaftung von Büroimmobilien an
nachrangigen Standortlagen (Am Trippels-
berg 43-45) bergen Vermietungs- und Miet-
preisrisiken. Trotz der eher problematischen
Lage des Objekts an einem dem Struktur-
wandel unterliegenden Industriestandort im
Düsseldorfer Stadtgebiet werden das Ver-
mietungsrisiko ebenso wie ein Mietpreis-
risiko aber vorerst für beherrschbar er-
achtet. Die erweiterte Vermietungsfläche im
Objekt „Am Trippelsberg 43-45" an die
städtische „Schwestergesellschaft" IPM
GmbH nach Abschluss der Neubauphase der
IDR-Hauptverwaltung stabilisiert die
Volatilität bestehender Teilvermietungen.
Die breite Diversifikation des gesamten
Objekt- und Mieterportfolios der IDR-Gruppe
wirkt zudem einem Klumpen-Risiko grund-
sätzlich entgegen. Insgesamt lässt sich die
Mieterstruktur als zuverlässig und das Ver-
mietungs-Vermarktungspotenzial als lang-
fristig und ertragreich bezeichnen. Das
Risiko von dauerhaftem Mietausfall oder
Leerstand ist als gering einzustufen.
Liquiditätsrisiken
Lieferengpässe bei bauwirtschaftlich rele-
vanten Produktgruppen hatten zuletzt die
durch eine langjährig praktizierte Politik des
billigen Geldes der Notenbanken ohnehin
hohen Baupreise stark angeheizt und die
Indizes der Erzeugerpreise kräftig ansteigen
lassen. Die inflationäre Entwicklung der Bau-
und Finanzierungskosten hat im Verlauf des
Berichtsjahrs die Baukonjunktur zwar ab-
kühlen lassen und so die Baupreise etwas
gedämpft. Die Kalkulationsrisiken von Bau-
und Projektentwicklungen und die
Notwendigkeit adäquater Risikostrategien
zur Eindämmung von Liquiditätsrisiken (GU-
lnsolvenz, Ruhen der Baustelle, Bauzeiten-
Überschreitung, Pönalen) bleiben aber
vakant. Da die IDR Süd Zwei GmbH & Co.
KG kein Bauträger ist, sind Liquiditätsrisiken
aus Bauvorhaben für die Gesellschaft aber
wenig relevant. Gleichwohl sind steigende
Aufwendungen für Wartung und Instand-
haltung ebenso wie für Um- und Ausbau-
maßnahmen zu beachten. Zudem ist für die
infolge der politisch propagierten Energie-
wende und des Ukraine-Kriegs stark ge-
stiegenen Energiekosten Vorsorge zu
treffen.
Zur Sicherstellung der Liquidität sind daher
zuletzt Kreditlinien mit der Stadtsparkasse
Düsseldorf und der Westerwald Bank e.G.
vereinbart worden; deren Inanspruchnahme
mit Erlösen aus späteren Grundstücksver-
käufen getilgt wurden. Eine alternative
Liquiditätssicherung durch Veräußerungen
aus dem eigenen Bestand führt dagegen zu
Substanzverzehr und zu einer Erosion der
IDR-Vermögensbasis; insbesondere dann,
wenn die realisierten Erträge aus den
Immobilienverkäufen nicht vollständig in
neue Bauvorhaben reinvestiert würden.
Die Liquiditätslage der IDR Süd Zwei GmbH
& Co. KG wird gleichwohl als stabil und ge-
sichert gesehen.
Finanzierungs-, Zins- und Kreditrisiken
Die Weitergabe zentral verhandelter Finan-
zierungskonditionen durch die IDR AG
sichert der IDR Süd Zwei GmbH & Co. KG
auf Grundlage der guten IDR-Bonität und
der regelmäßigen Volumina von ihr nach-
gefragter Finanzierungsmittel Zugriff auf ein
günstiges Zinsniveau für die jeweils bewirt-
schaftete Immobilie. Die geschäftspoli-
tischen Ausrichtungen in der Bankenland-
schaft verändern sich gleichwohl rasant.
Einzelne Finanzierungspartner fallen für die
IDR AG aufgrund der Art des Finanzierungs-
modells (zum Beispiel Forfaitierungen) oder
der Art des Projektes (zum Beispiel Schulen
IDR Süd Zwei GmbH & Co. KG
208 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
oder einzelne Grundstücke) aus. Die Aus-
wahl von potenziellen starken Finanzie-
rungspartner wird auch mit Blick auf die
Größe finanzierter Projekte geringer. Die
Abhängigkeit von einzelnen Finanzierungs-
partnern könnte damit steigen. Höhere
Zinssätze und verschärfte Eigenkapital-
erfordernisse erschweren die Aufnahme von
Fremdkapital.
Die IDR Süd Zwei GmbH & Co. KG muss
Zins- und Tilgungsleistungen für die Objekte
Am Trippelsberg, Fichtenstraße und
Erkrather Straße vollständig erwirtschaften.
Die mit der stufenweisen Zinsanhebung der
Europäischen Zentralbank verbundene
Hoffnung einer Inflationseindämmung hatte
die Belastung für künftige Darlehensfinan-
zierungen zwischenzeitlich verteuert. Im
Verlauf des Berichtsjahrs haben die Zinsen
zwar etwas nachgegeben, die Richtung der
weiteren Entwicklung bleibt dennoch speku-
lativ.
Aus den genannten Objektfinanzierungen
drohen der Gesellschaft keine Zinsände-
rungsrisiken mehr; die Finanzierungsdar-
lehen werden am Ende der jeweiligen
Zinsbindungsfristen/Vertragslaufzeiten
zwischen 2024 - 2041 vollständig ausgetilgt
sein.
Rendite- und Erfolgsrisiken
Die genannten Risiken können in Kombi-
nation zu signifikanten Kosten- und Preis-
erhöhungen in der Bauwirtschaft führen. Ist
Bauen in Deutschland auch ohne inflato-
rischen Druck schon sehr teuer, so lassen
derzeit zusätzliche Inflationstreiber die
Preise nicht nur für Neubauvorhaben,
sondern auch für Wartungs- und lnstand-
haltungsleistungen explodieren, und stellen
so die Rentabilität und den ökonomischen
Erfolg einer Bauinvestition oder einer Be-
standsimmobilie ganz oder teilweise in
Frage. Sinkende bis negative Renditen von
Neuinvestitionen führen dazu, dass ein
Break-Even bestenfalls erst später erreicht
wird. Erfolgs- und Deckungsbeiträge aus der
Bewirtschaftung von Bestandsobjekten
werden entsprechend belastet.
Die Ergebnislage der IDR Süd Zwei GmbH &
Co. KG wird trotz zuletzt stark gestiegener
Preissteigerungen für Bau und Bewirtschaf-
tung vor dem Hintergrund preis-indizierter
Miet- und Pachtverhältnisse gleichwohl als
unverändert stabil eingeschätzt.
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
IDR Immobilien GmbH
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Eins GmbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 209
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Eins GmbH & Co.
KG
Firmensitz
Henkelstraße 164
40589 Düsseldorf
Telefon: 0211 74836-0
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gegenstand des Unternehmens der
Gesellschaft ist die umfassende Verwaltung
von Immobilien, hier des Immobilien-Objekts
Ratinger Mauer in Düsseldorf-Mitte
einschließlich der Wahrnehmung der Rechte
des Eigentümers dieses Objekts gegenüber
Dritten mit allen dazu gehörenden Rechten,
Pflichten und Tätigkeiten als rechtlich
selbständiges Unternehmen in eigenem sowie
fremden Namen und für eigene sowie fremde
Rechnung.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Kommanditeinlage 1.000,00 EUR
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG 1.000,00 EUR 100,00 %
Komplementäreinlage 0,00 EUR
IDR Immobilien GmbH 0,00 EUR 0,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umlaufvermögen 326 -12 337 344
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 176 -86 262 157
Kasse, Bankguthaben, Schecks 150 75 75 187
Rechnungsabgrenzungsposten 2 2 0 -
Summe AKTIVA 328 -9 337 344
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Eins GmbH & Co. KG
210 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 1 0 1 1
Kapitalanteile 1 0 1 1
Rückstellungen 18 16 2 14
Verbindlichkeiten 309 -25 334 329
Summe PASSIVA 328 -9 337 344
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 1.493 181 1.313 1.109
Sonstige betriebliche Erträge 1 -5 6 41
Materialaufwand 645 108 538 303
Sonstige betriebliche Aufwendungen 86 -13 99 86
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 49 -10 58 68
Steuern vom Einkommen und Ertrag 47 16 32 43
Ergebnis nach Steuern 668 75 592 650
Jahresergebnis 668 75 592 650
Gutschrift / Belastung auf Kapitalkonten -668 -75 -592 -650
Bilanzergebnis 0 0 0 0
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Landeshauptstadt Düsseldorf 144 Erträge
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG 248 Forderungen
759 Aufwendungen
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 0,3 0,0 0,3 0,3
Umsatzrentabilität (in %) 44,7 -0,4 45,1 58,6
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Eins GmbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 211
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Die IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Eins
GmbH & Co. KG hat die ihr übertragene
Immobilie „Ratinger Mauer 1“ in Düsseldorf-
Mitte im Geschäftsjahr 2023 erneut ertrag-
reich bewirtschaftet. Die Gesellschaft hat bei
Umsatzerlösen in Höhe von 1.493 Tausend
Euro (Vorjahr: 1.313 Tausend Euro) ein
Jahresüberschuss vor Steuern (EBT) in Höhe
von 715 Tausend Euro (Vorjahr: 624 Tau-
send Euro) und einen Jahresüberschuss von
668 Tausend Euro (Vorjahr: 592 Tausend
Euro) ausgewiesen.
Der Anstieg der Umsatzerlöse resultiert im
Wesentlichen aus einer kräftigen Anhebung
der Betreiberpacht für die Parkraumbewirt-
schaftung der Tiefgarage. Die umsatzabhän-
gigen Pachterlöse aus dem Gastronomie-
betrieb der Radeberger Gruppe nahmen
ebenso zu, wie die Erlöse aus der seit Sep-
tember 2022 erneut vermieteten Diskothek.
Insgesamt konnten die Erlöse gegenüber
Vorjahr um 13,8 Prozent gesteigert werden;
sie lagen damit um 268 Tausend Euro
(+21,9 Prozent) über dem Planansatz
(1.225 Tausend Euro). Der Plan berück-
sichtigte nicht die spürbare Erhöhung der
Betreiberpacht für die Parkraumbewirt-
schaftung der Tiefgarage.
Das EBT verbesserte sich folglich um 14,6
Prozent gegenüber Vorjahr. Es lag gleich-
wohl noch um 42 Tausend Euro (-5,5 Pro-
zent) unter seinem Planansatz (757 Tausend
Euro), der von geringeren Aufwendungen für
Instandhaltung ausging. Hier wurde uner-
wartet ein umfangreicher Austausch der
maroden Abwasserleitung auf der Ratinger
Straße 25 notwendig.
Gemäß Paragraf 8 Absatz 6 des Gesell-
schaftsvertrages wird das Jahresergebnis
dem Gesellschafter IDR AG als Beteiligungs-
ertrag gutgeschrieben. Die wirtschaftliche
Lage ist insgesamt als gut zu bezeichnen.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme hat gegenüber dem Vor-
jahr um 2,8 Prozent auf 328 Tausend Euro
abgenommen. Die Vermögensstruktur der
Gesellschaft bleibt gegenüber Vorjahr im
Wesentlichen unverändert. Die Gesellschaft
verfügt über kein eigenes Anlagevermögen.
Das Umlaufvermögen deckt die Rückstel-
lungen und die Verbindlichkeiten, die um 2,8
Prozent auf insgesamt 327 Tausend Euro
abnahmen.
Das Eigenkapital beträgt unverändert 1 Tau-
send Euro.
Das Finanzmanagement ist darauf ausge-
richtet, Forderungen innerhalb der Zah-
lungsziele zu vereinnahmen und Verbind-
lichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu
begleichen. Die Liquidität war während des
gesamten Geschäftsjahres 2023 gesichert.
Chancen und Risiken
Chancen
Wenngleich die gesamtwirtschaftlichen und
branchenbezogenen Entwicklungen wenig
Grund für Optimismus bieten (Ukraine-
Krieg, Energieversorgung, Preise und Infla-
tion, Zinsentwicklung, Infektionsrisiken),
sieht die IDR AG für ihre Objektgesell-
schaften als Folge der Fokussierung ihres
Geschäftsmodells auf die Standortqualitäten
der Landeshauptstadt Düsseldorf wie auch
auf der Grundlage ihres Gesellschafter-
hintergrunds im Grunde auch für das Ge-
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Eins GmbH & Co. KG
212 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
schäftsmodell der IDR Sonstige Gewerbe-
immobilien Eins GmbH & Co. KG gute
Chancen.
Marktrisiken
Das Vermarktungsportfolio der IDR Sonstige
Gewerbeimmobilien Drei GmbH & Co. KG
war bislang von Insolvenzen im Wesent-
lichen verschont. Drohenden Mietausfällen
werden im Bedarfsfall mit angemessenen
Mietstundungen, um Leerstand zu ver-
meiden begegnet.
Hauptmieter in dem einzigen Vermarktungs-
objekt der Gesellschaft „Ratinger Mauer“ ist
die Radeberger-Gruppe. Insgesamt lässt
sich die Mieterstruktur als zuverlässig und
das Vermietungs-/Vermarktungspotenzial
aufgrund der zentralen Innenstadt- Lage
und des Betriebszwecks des Objekts als
langfristig und ertragreich bezeichnen. Das
Risiko von dauerhaftem Mietausfall oder
Leerstand ist als gering einzustufen.
Andererseits besteht hier theoretisch ein
Klumpenrisiko, da die Radeberger Gruppe
aus Sicht der Gesellschaft Großmieter ist.
Aufgrund der gefragten Lage des Vermie-
tungsobjekts und der gastronomischen
Ausrichtung der entsprechenden Mietflächen
in zentraler Altstadt-Lage Düsseldorfs mit
hoher Kundenfrequenz für die Gastronomie
dürfte das Objekt aber für Wettbewerbs-
unternehmen des Gastronomie-Markts
jederzeit von Interesse sein. Das Risiko von
dauerhaftem Mietausfall oder Leerstand ist
als gering einzustufen.
Liquiditätsrisiken
Lieferengpässe bei bauwirtschaftlich
relevanten Produktgruppen hatten zuletzt
die durch eine langjährig praktizierte Politik
des billigen Geldes der Notenbanken
ohnehin hohen Baupreise stark angeheizt
und die Indizes der Erzeugerpreise kräftig
ansteigen lassen. Die inflationäre
Entwicklung der Bau- und
Finanzierungskosten hat im Verlauf des
Berichtsjahrs die Baukonjunktur zwar
abkühlen lassen und so die Baupreise etwas
gedämpft. Die Kalkulationsrisiken von Bau-
und Projektentwicklungen und die Not-
wendigkeit adäquater Risikostrategien zur
Eindämmung von Liquiditätsrisiken (GU-
Insolvenz, Ruhen der Baustelle, Bauzeiten-
Überschreitung, Pönalen) bleiben aber
vakant. Da die IDR Sonstige Gewerbeimmo-
bilien Eins GmbH & Co. KG kein Bauträger
ist, sind Liquiditätsrisiken aus Bauvorhaben
für die Gesellschaft aber wenig relevant.
Gleichwohl sind steigende Aufwendungen für
Wartung und Instandhaltung ebenso wie für
um- und Ausbaumaßnahmen zu beachten.
Zudem ist für die infolge der politisch propa-
gierten Energiewende und des Ukraine-
Kriegs stark gestiegenen Energiekosten
Vorsorge zu treffen.
Zur Sicherstellung der Liquidität sind zuletzt
Kreditlinien mit der Stadtsparkasse Düssel-
dorf und der Westerwald Bank e.G. verein-
bart worden; deren Inanspruchnahme mit
Erlösen aus späteren Grundstücksverkäufen
getilgt wurden. Eine alternative Liquiditäts-
sicherung durch Veräußerungen aus dem
eigenen Bestand führt dagegen zu Sub-
stanzverzehr und zu einer Erosion der IDR-
Vermögensbasis; insbesondere dann, wenn
die realisierten Erträge aus den Immobilien-
verkäufen nicht vollständig in neue Bauvor-
haben reinvestiert, sondern im Rahmen der
Dividendenzahlung an den Gesellschafter
abfließen würden. Eine Dividenden-Vollaus-
schüttung ist aus IDR-Sicht daher betriebs-
wirtschaftlich nicht sinnvoll, schwächt die
Ertragskraft der Gesellschaft und beschnei-
det die Fähigkeit zu organischem Unter-
nehmenswachstum.
Die Liquiditätslage der IDR Sonstige
Gewerbeimmobilien Eins GmbH & Co. KG
sehen werden gleichwohl als stabil und
gesichert angesehen.
Finanzierungs-, Zins- und Kreditrisiken
Die Weitergabe zentral verhandelter Finan-
zierungskonditionen durch die IDR AG
sichert der IDR Sonstige Gewerbeimmobilien
Eins GmbH & Co. KG auf Grundlage der
guten IDR-Bonität und der regelmäßigen
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Eins GmbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 213
Volumina von ihr nachgefragter Finanzie-
rungsmittel Zugriff auf ein günstiges Zins-
niveau für die jeweils bewirtschaftete
Immobilie. Die geschäftspolitischen Aus-
richtungen in der Bankenlandschaft ver-
ändern sich gleichwohl rasant. Einzelne
Finanzierungspartner fallen für die IDR AG
aufgrund der Art des Finanzierungsmodells
(zum Beispiel Forfaitierungen) oder der Art
des Projektes (zum Beispiel Schulen oder
einzelne Grundstücke) aus. Die Auswahl von
potenziellen starken Finanzierungspartner
wird auch mit Blick auf die Größe finan-
zierter Projekte geringer. Die Abhängigkeit
von einzelnen Finanzierungspartner könnte
damit steigen. Höhere Zinssätze verschärfen
zudem die Eigenkapitalerfordernisse.
Die IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Eins
GmbH & Co. KG muss Zins- und Tilgungs-
leistungen für die Ratinger Mauer 1 voll-
ständig erwirtschaften. Die mit der stufen-
weisen Zinsanhebung der Europäischen
Zentralbank verbundene Hoffnung einer
Inflationseindämmung hatte die Belastung
für künftige Darlehensfinanzierungen
zwischenzeitlich verteuert. Im Verlauf des
Berichtsjahrs haben die Zinsen zwar etwas
nachgegeben, die Richtung der weiteren
Entwicklung bleibt dennoch spekulativ.
Aus der Objektfinanzierung Ratinger Mauer
1 drohen der Gesellschaft keine Zinsände-
rungsrisiken mehr; das Objekt wird am Ende
der aktuellen Zinsbindungsfrist (Ende 2027)
nahezu ausgetilgt sein. Der dann aus-
stehende Restbetrag soll in einer Summe
abgelöst werden.
Rendite- und Erfolgsrisiken
Die genannten Risiken können in Kombi-
nation zu signifikanten Kosten- und Preis-
erhöhungen in der Bauwirtschaft führen. Ist
Bauen in Deutschland auch ohne infla-
torischen Druck schon sehr teuer, so lassen
derzeit zusätzliche Inflationstreiber die
Preise nicht nur für Neubauvorhaben,
sondern auch für Wartungs- und Instand-
haltungsleistungen explodieren, und stellen
so die Rentabilität und den ökonomischen
Erfolg einer Bauinvestition oder einer
Bestandsimmobilie ganz oder teilweise in
Frage. Sinkende bis negative Renditen von
Neuinvestitionen führen dazu, dass ein
Break-Even bestenfalls erst später erreicht
wird. Erfolgs- und Deckungsbeiträge aus der
Bewirtschaftung von Bestandsobjekten
werden entsprechend belastet.
Die Ergebnislage der IDR Sonstige Gewerbe-
immobilien Eins GmbH & Co. KG wird trotz
zuletzt stark gestiegener Preissteigerungen
für Bau und Bewirtschaftung vor dem
Hintergrund preis-indizierter Miet- und
Pachtverhältnisse gleichwohl als unverändert
stabil eingeschätzt.
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
IDR Immobilien GmbH
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Zwei GmbH & Co. KG
214 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Zwei GmbH & Co.
KG
Firmensitz
Henkelstraße 164
40589 Düsseldorf
Telefon: 0211 74836-0
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Der Gegenstand des Unternehmens ist die
umfassende Verwaltung von Immobilien auf
dem Gebiet der Landeshauptstadt Düsseldorf
im städtischen Interesse, insbesondere der
Unterkünfte für Asylbewerber und städtischer
Kindertagesstätten, einschließlich der Wahr-
nehmung der Rechte des Eigentümers dieser
Objekte gegenüber Dritten, mit allen dazu
gehörenden Rechten, Pflichten und Tätig-
keiten als rechtlich selbständiges Unter-
nehmen in eigenem sowie fremden Namen
und für eigene und fremde Rechnung.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Kommanditeinlage 1.000,00 EUR
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG 1.000,00 EUR 100,00 %
Komplementäreinlage 0,00 EUR
IDR Immobilien GmbH 0,00 EUR 0,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Zwei GmbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 215
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 6.804 -136 6.939 6.628
Sachanlagen 6.804 -136 6.939 6.628
Umlaufvermögen 3.658 976 2.682 15.975
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 1.568 -143 1.710 12.940
Kasse, Bankguthaben, Schecks 2.090 1.119 971 3.035
Summe AKTIVA 10.461 840 9.621 22.603
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 1 0 1 1
Kapitalanteile 1 0 1 1
Rückstellungen 4.774 1.035 3.739 5.312
Verbindlichkeiten 5.686 -195 5.882 17.290
Summe PASSIVA 10.461 840 9.621 22.603
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 5.728 88 5.639 6.437
Bestandsveränderungen - 0 0 1.153
Sonstige betriebliche Erträge 352 346 5 2.668
Materialaufwand 798 104 694 1.961
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.582 1.395 187 415
Abschreibungen 136 0 136 107
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 129 -33 162 122
Steuern vom Einkommen und Ertrag 284 -91 375 744
Ergebnis nach Steuern 3.151 -941 4.092 6.908
Sonstige Steuern 0 -6 6 -5
Jahresergebnis 3.151 -935 4.086 6.913
Gutschrift / Belastung auf Kapitalkonten -3.151 935 -4.086 -6.913
Bilanzergebnis 0 0 0 0
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Zwei GmbH & Co. KG
216 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Landeshauptstadt Düsseldorf 206 Forderungen
740 Verbindlichkeiten
5.019 Erträge
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG 534 Forderungen
3.522 Aufwendungen
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 0,0 0,0 0,0 0,0
Umsatzrentabilität (in %) 55,0 -17,4 72,5 107,4
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Die IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Zwei
GmbH & Co. KG hat die hat die ihr über-
tragenen Immobilien im Geschäftsjahr 2023
erneut ertragreich bewirtschaftet. Die Ge-
sellschaft hat bei Umsatzerlösen in Höhe von
5.728 Tausend Euro (Vorjahr: 5.639 Tau-
send Euro) ein Jahresüberschuss vor Steu-
ern (EBT) in Höhe von 3.435 Tausend Euro
(Vorjahr: 4.466 Tausend Euro) und einen
Jahresüberschuss von 3.151 Tausend Euro
(Vorjahr: 4.086 Tausend Euro) ausge-
wiesen.
Die Mieterlöse bewegen sich auf Vorjahres-
niveau, da sich die Mieterstruktur nicht
verändert hat und die Mieten vertrags-
konform angepasst worden sind.
Insgesamt verbesserten sich die Gesamt-
erträge gegenüber Vorjahr um 1,6 Prozent
und übertrafen den Planansatz (5.558
Tausend Euro) um 3,1 Prozent.
Infolge einer Zuführung zu den Rück-
stellungen vor dem Hintergrund eines
laufenden Rechtsstreits gab das EBT
gegenüber Vorjahr gleichwohl um 23,1
Prozent nach. Es lag gleichsam 1.361
Tausend Euro (-28,4 Prozent) unter dem
Planansatz (4.796 Tausend Euro), der von
insgesamt geringeren Betriebsauf-
wendungen ausging.
Gemäß Paragraf 8 Absatz 6 des Gesell-
schaftsvertrages wird das Jahresergebnis
dem Gesellschafter IDR AG als Beteili-
gungsertrag gutgeschrieben.
Die wirtschaftliche Lage ist insgesamt als
gut zu bezeichnen.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme hat gegenüber dem Vor-
jahr um 8,7 Prozent auf 10.461 Tausend
Euro zugenommen. Die Ursache für die
Erhöhung der Bilanzsumme liegt insbeson-
dere in einer Zunahme der liquiden Mittel
wie auch der Rückstellungen.
Die Vermögensstruktur der Gesellschaft
bleibt gegenüber Vorjahr im Wesentlichen
unverändert. Die Gesellschaft verfügt mit
der Kindertagesstätte an der Tellering-
/Paulsmühlenstraße über eigenes Anlage-
vermögen, auf das planmäßige Abschrei-
bungen erfolgen.
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Zwei GmbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 217
Das Umlaufvermögen deckt die Rück-
stellungen und Verbindlichkeiten.
Die Rückstellungen umfassen insbesondere
Rückstellungen für Ausstehende Rech-
nungen im Zusammenhang mit dem Grund-
stücksverkauf. Zusätzlich erfolgte eine Zu-
führung vor dem Hintergrund des Rechts-
streits über eine streitige Restforderung im
Zusammenhang mit der Errichtung der
Albrecht-Dürer- Berufsschule.
Die gesamten Verbindlichkeiten nahmen per
Saldo um 195 Tausend Euro auf nunmehr
5.686 Tausend Euro ab; insbesondere auf-
grund der planmäßigen Tilgung von Bank-
verbindlichkeiten. Das Darlehen beläuft sich
zum 31. Dezember 2023 auf 4.895 Tausend
Euro. Es wird mit 1,49 Prozent verzinst und
ist durch einen Zinsswap gesichert.
Insgesamt resultieren daraus Zinsaufwen-
dungen in Höhe von 75 Tausend Euro.
Nach Abführung des Jahresüberschusses in
Höhe von 3.151 Tausend Euro an den
Gesellschafter beträgt das Eigenkapital der
Gesellschaft unverändert 1 Tausend Euro.
Chancen und Risiken
Chancen
Wenngleich die gesamtwirtschaftlichen und
branchenbezogenen Entwicklungen wenig
Grund für Optimismus bieten (Ukraine-
Krieg, Energieversorgung, Preise und Infla-
tion, Zinsentwicklung), sieht die IDR AG für
ihre Objektgesellschaften als Folge der
Fokussierung ihres Geschäftsmodells auf die
Standortqualitäten der Landeshauptstadt
Düsseldorf wie auch auf der Grundlage ihres
Gesellschafterhintergrunds im Grunde auch
für das Geschäftsmodell der IDR Sonstige
Gewerbeimmobilien Zwei GmbH & Co. KG
gute Chancen.
Marktrisiken
Das Vermarktungsportfolio der IDR Sonstige
Gewerbeimmobilien Zwei GmbH & Co. KG
war bislang von Insolvenzen im Wesent-
lichen verschont. Drohenden Mietausfällen
begegnen werden im Bedarfsfall mit ange-
messenen Mietstundungen, um Leerstand zu
vermeiden begegnet.
Hauptmieter der Objekte dieser Gesellschaft
sind neben der Stadt Düsseldorf ausschließ-
lich gemeinnützige Betriebe beziehungs-
weise Organisationen. Insgesamt lässt sich
diese Mieterstruktur als sehr zuverlässig und
insbesondere auch aufgrund des Betriebs-
zwecks der Objekte (mit Ausnahme der
Flüchtlingsunterkünfte) als sehr langfristig
bezeichnen. Das Risiko von Mietausfällen
oder Leerstand ist daher als gering einzu-
stufen. Andererseits besteht hier theoretisch
ein Klumpenrisiko, da die Stadt Düsseldorf
aus Sicht dieser Gesellschaft ein Großmieter
ist. Die breite Diversifikation des gesamten
Objekt- und Mieterportfolios der IDR-Gruppe
wirkt zudem einem Klumpen-Risiko grund-
sätzlich entgegen.
Liquiditätsrisiken
Lieferengpässe bei bauwirtschaftlich rele-
vanten Produktgruppen hatten zuletzt die
durch eine langjährig praktizierte Politik des
billigen Geldes der Notenbanken ohnehin
hohen Baupreise stark angeheizt und die
Indizes der Erzeugerpreise kräftig ansteigen
lassen. Die inflationäre Entwicklung der Bau-
und Finanzierungskosten hat im Verlauf des
Berichtsjahrs die Baukonjunktur zwar ab-
kühlen lassen und so die Baupreise etwas
gedämpft. Die Kalkulationsrisiken von Bau-
und Projektentwicklungen und die Notwen-
digkeit adäquater Risikostrategien zur Ein-
dämmung von Liquiditätsrisiken (GU-Insol-
venz, Ruhen der Baustelle, Bauzeiten-
Überschreitung, Pönalen) bleiben aber
vakant. Da die IDR Sonstige Gewerbeimmo-
bilien Zwei GmbH & Co. KG kein Bauträger
ist, sind Liquiditätsrisiken aus Bauvorhaben
für die Gesellschaft aber wenig relevant.
Gleichwohl sind steigende Aufwendungen für
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Zwei GmbH & Co. KG
218 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Wartung und Instandhaltung ebenso wie für
Um- und Ausbaumaßnahmen zu beachten.
Zudem ist für die infolge der politisch propa-
gierten Energiewende und des Ukraine-
Kriegs stark gestiegenen Energiekosten
Vorsorge zu treffen.
Zur Sicherstellung der Liquidität ist zuletzt
ein Darlehen mit der Stadtsparkasse Düssel-
dorf vereinbart worden; deren Zins- und
Tilgungsdienst mit den Erlösen aus der
Verpachtung der Kindertagesstätte an der
Paulsmühlenstraße bedient werden. Eine
alternative Liquiditätssicherung durch Ver-
äußerungen aus dem eigenen Bestand führt
dagegen zu Substanzverzehr und zu einer
Erosion der IDR- Vermögensbasis; insbe-
sondere dann, wenn die realisierten Erträge
aus den Immobilienverkäufen nicht voll-
ständig in neue Bauvorhaben reinvestiert,
sondern im Rahmen der Dividendenzahlung
an den Gesellschafter abfließen würden.
Eine Dividenden-Vollausschüttung ist aus
IDR-Sicht daher betriebswirtschaftlich nicht
sinnvoll, schwächt die Ertragskraft der
Gesellschaft und beschneidet die Fähigkeit
zu organischem Unternehmenswachstum.
Die Liquiditätslage der IDR Sonstige
Gewerbeimmobilien Zwei GmbH & Co. KG
sehen wird gleichwohl als stabil und
gesichert gesehen.
Finanzierungs-, Zins- und Kreditrisiken
Die Weitergabe zentral verhandelter Finan-
zierungskonditionen durch die IDR AG
sichert der IDR Sonstige Gewerbeimmobilien
Zwei GmbH & Co. KG auf Grundlage der
guten IDR-Bonität und der regelmäßigen
Volumina von ihr nachgefragter Finan-
zierungsmittel Zugriff auf ein günstiges
Zinsniveau für die jeweils bewirtschaftete
Immobilie. Die geschäftspolitischen Aus-
richtungen in der Bankenlandschaft ver-
ändern sich gleichwohl rasant. Einzelne
Finanzierungspartner fallen für die IDR AG
aufgrund der Art des Finanzierungsmodells
(zum Beispiel Forfaitierungen) oder der Art
des Projektes (zum Beispiel Schulen oder
einzelne Grundstücke) aus. Die Auswahl von
potenziellen starken Finanzierungspartner
wird auch mit Blick auf die Größe finan-
zierter Projekte geringer. Die Abhängigkeit
von einzelnen Finanzierungspartner könnte
damit steigen. Höhere Zinssätze verschärfen
zudem die Eigenkapitalerfordernisse.
Die IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Zwei
GmbH & Co. KG muss Zins- und Tilgungs-
leistungen für die Kindertagesstätte
Telleringstraße 41 vollständig erwirtschaf-
ten. Die mit der stufenweisen Zinsanhebung
der Europäischen Zentralbank verbundene
Hoffnung einer Inflationseindämmung hatte
die Belastung für künftige Darlehensfinan-
zierungen zwischenzeitlich verteuert. Im
Verlauf des Berichtsjahrs haben die Zinsen
zwar etwas nachgegeben, die Richtung der
weiteren Entwicklung bleibt dennoch
spekulativ.
Aus der Objektfinanzierung Kita Tellering-
straße drohen der Gesellschaft jedoch keine
Zinsänderungsrisiken; das Finanzierungs-
darlehen wird zum 3-Monats-Euribor bis
Ende der Vertragslaufzeit 2046 ausgetilgt
sein und das Zinsänderungsrisiko wird dabei
durch einen Zins-SWAP gesichert.
Rendite- und Erfolgsrisiken
Die genannten Risiken können in Kombi-
nation zu signifikanten Kosten- und Preis-
erhöhungen in der Bauwirtschaft führen. Ist
Bauen in Deutschland auch ohne inflato-
rischen Druck schon sehr teuer, so lassen
derzeit zusätzliche Inflationstreiber die
Preise nicht nur für Neubauvorhaben,
sondern auch für Wartungs- und Instand-
haltungsleistungen explodieren, und stellen
so die Rentabilität und den ökonomischen
Erfolg einer Bauinvestition oder einer
Bestandsimmobilie ganz oder teilweise in
Frage. Sinkende bis negative Renditen von
Neuinvestitionen führen dazu, dass ein
Break-Even bestenfalls erst später erreicht
wird. Erfolgs- und Deckungsbeiträge aus der
Bewirtschaftung von Bestandsobjekten
werden entsprechend belastet.
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Zwei GmbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 219
Die Ergebnislage der IDR Sonstige Gewerbe-
immobilien Zwei GmbH & Co. KG wird trotz
zuletzt stark gestiegener Preissteigerungen
für Bau und Bewirtschaftung vor dem
Hintergrund preis-indizierter Miet- und
Pachtverhältnisse gleichwohl als unverändert
stabil eingeschätzt.
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
IDR Immobilien GmbH
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Drei GmbH & Co. KG
220 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Drei GmbH & Co.
KG
Firmensitz
Henkelstraße 164
40589 Düsseldorf
Telefon: 0211 74836-0
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Der Gegenstand des Unternehmens ist die
umfassende Verwaltung von Immobilien,
Plockstraße 30, Kaistraße 11, Fringsstraße 5,
Am Fallhammer 4 sowie 9-13 und Tiefen-
broicher Weg 35, jeweils in Düsseldorf,
einschließlich der Wahrnehmung der Rechte
des Eigentümers dieser Objekte gegenüber
Dritten, mit allen dazu gehörenden Rechten,
Pflichten und Tätigkeiten als rechtlich selb-
ständiges Unternehmen in eigenem sowie
fremden Namen und für eigene und fremde
Rechnung.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Kommanditeinlage 1.000,00 EUR
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG 1.000,00 EUR 100,00 %
Komplementäreinlage 0,00 EUR
IDR Immobilien GmbH 0,00 EUR 0,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umlaufvermögen 564 -37 601 524
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 378 -85 464 284
Kasse, Bankguthaben, Schecks 186 48 138 240
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0 0 26
Summe AKTIVA 564 -37 601 550
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Drei GmbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 221
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 228 0 228 228
Kapitalanteile 1 0 1 1
Gewinnrücklagen 227 0 227 227
Rückstellungen 2 -24 26 26
Verbindlichkeiten 326 -21 347 297
Rechnungsabgrenzungsposten 8 8 0 -
Summe PASSIVA 564 -37 601 550
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 3.393 80 3.313 3.238
Sonstige betriebliche Erträge 2 -16 18 2
Materialaufwand 1.109 192 917 583
Sonstige betriebliche Aufwendungen 207 -3 210 204
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 77 -28 105 119
Steuern vom Einkommen und Ertrag 192 -13 205 242
Ergebnis nach Steuern 1.810 -83 1.893 2.092
Jahresergebnis 1.810 -83 1.893 2.092
Gutschrift / Belastung auf Kapitalkonten -1.810 83 -1.893 -2.092
Bilanzergebnis 0 0 0 0
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG 273 Forderungen
2.041 Aufwendungen
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 40,3 2,5 37,8 41,3
Umsatzrentabilität (in %) 53,3 -3,8 57,1 64,6
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Drei GmbH & Co. KG
222 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Die IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Drei
GmbH & Co. KG hat die ihr übertragenen
Immobilien im Geschäftsjahr 2023 erneut
ertragreich bewirtschaftet. Die Gesellschaft
hat bei Umsatzerlösen in Höhe von 3.393
Tausend Euro (Vorjahr 3.313 Tausend Euro)
ein EBT in Höhe von 2.002 Tausend Euro
(Vorjahr 2.099 Tausend Euro) und einen
Jahresüberschuss von 1.810 Tausend Euro
(Vorjahr 1.893 Tausend Euro) ausgewiesen.
Die Mieterlöse bewegen sich im Vergleich
zum Vorjahr insgesamt auf konstantem
Niveau, da sich die Mieterstruktur nicht
verändert hat und die Mieten vertragskon-
form angepasst worden sind.
Insgesamt konnten die Erlöse gegenüber
Vorjahr um 2,4 Prozent gesteigert werden;
sie lagen damit um 179 Tausend Euro (+
5,6 Prozent) über dem Planansatz (3.214
Tausend Euro). Der Plan berücksichtigte
nicht Erlöse aus Weiterberechnungen.
Das Jahresergebnis vor Steuern (EBT) gab
gegenüber dem Vorjahr um 4,6 Prozent
nach; im Wesentlichen bedingt durch erheb-
liche Aufwendungen für eine Dachsanierung
am Tiefenbroicher Weg 35. Hierfür sind
allein Aufwendungen in Höhe von 419 Tau-
send Euro angefallen. Das EBT lag zugleich
um 218 Tausend Euro (- 9,8 Prozent) unter
dem Planansatz (2.220 Tausend Euro).
Gemäß Paragraf 8 Absatz 6 des Gesell-
schaftsvertrages wird das Jahresergebnis
dem Gesellschafter IDR AG als Beteiligungs-
ertrag gutgeschrieben.
Die wirtschaftliche Lage ist insgesamt als
gut zu bezeichnen.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme hat gegenüber dem Vor-
jahr um 6,2 Prozent auf 564 Tausend Euro
abgenommen.
Die Ursache für die Reduktion der Bilanz-
summe liegt insbesondere in einer Abnahme
des Umlaufvermögens wie auch der Rück-
stellungen und Verbindlichkeiten.
Die Vermögensstruktur der Gesellschaft
bleibt gegenüber Vorjahr im Wesentlichen
unverändert. Die Gesellschaft verfügt über
kein eigenes Anlagevermögen.
Das Umlaufvermögen deckt die Rückstel-
lungen und die Verbindlichkeiten, die um
12,1 Prozent auf insgesamt 329 Tausend
Euro abnahmen.
Das Eigenkapital beträgt unverändert 228
Tausend Euro.
Das Finanzmanagement ist darauf ausge-
richtet, Forderungen innerhalb der Zah-
lungsziele zu vereinnahmen und Verbind-
lichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu
begleichen. Die Liquidität war während des
gesamten Geschäftsjahres 2023 gesichert.
Chancen und Risiken
Chancen
Wenngleich die gesamtwirtschaftlichen und
branchenbezogenen Entwicklungen wenig
Grund für Optimismus bieten (Ukraine-
Krieg, Energieversorgung, Preise und
Inflation, Zinsentwicklung), sieht die IDR AG
für ihre Objektgesellschaften als Folge der
Fokussierung ihres Geschäftsmodells auf die
Standortqualitäten der Landeshauptstadt
Düsseldorf wie auch auf der Grundlage ihres
Gesellschafterhintergrunds im Grunde auch
für das Geschäftsmodell der IDR Sonstige
Gewerbeimmobilien Drei GmbH & Co. KG
gute Chancen.
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Drei GmbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 223
Marktrisiken
Das Vermarktungsportfolio der IDR Sonstige
Gewerbeimmobilien Drei GmbH & Co. KG
war bislang von Insolvenzen im Wesent-
lichen verschont. Drohenden Mietausfällen
wird im Bedarfsfall mit angemessenen Miet-
stundungen begegnet, um Leerstand zu
vermeiden.
Hauptmieter in dem größten Vermarktungs-
objekt der Gesellschaft an der „Plockstraße
30“ ist der amerikanische TV-Shopping-
Sender QVC. Das Mietverhältnis birgt zwar
ein latentes Abhängigkeitsrisiko, da die
Firma QVC aus Sicht der Gesellschaft ein
Großmieter (Klumpenrisiko) ist. Aufgrund
der gefragten Lage des Vermietungsobjekts
an einem bevorzugten Standort im Düssel-
dorfer Medienhafen wird das Vermietungs-
risiko ebenso wie ein Mietpreisrisiko aber für
beherrschbar erachtet. Die breite Diversifi-
kation des gesamten Objekt- und Mieter-
portfolios der IDR Sonstige Gewerbeimmo-
bilien Drei GmbH & Co. KG, wie das der
IDR-Gruppe insgesamt, wirkt zudem einem
wirtschaftlichen Klumpen-Risiko grund-
sätzlich entgegen. Insgesamt lässt sich die
Mieterstruktur als zuverlässig und das
Vermietungs-/Vermarktungspotenzial als
langfristig und ertragreich bezeichnen. Das
Risiko von dauerhaftem Mietausfall oder
Leerstand ist als gering einzustufen.
Liquiditätsrisiken
Lieferengpässe bei bauwirtschaftlich rele-
vanten Produktgruppen hatten zuletzt die
durch eine langjährig praktizierte Politik des
billigen Geldes der Notenbanken ohnehin
hohen Baupreise stark angeheizt und die
Indizes der Erzeugerpreise kräftig ansteigen
lassen. Die inflationäre Entwicklung der Bau-
und Finanzierungskosten hat im Verlauf des
Berichtsjahrs die Baukonjunktur zwar ab-
kühlen lassen und so die Baupreise etwas
gedämpft. Die Kalkulationsrisiken von Bau-
und Projektentwicklungen und die Not-
wendigkeit adäquater Risikostrategien zur
Eindämmung von Liquiditätsrisiken (GU-
Insolvenz, Ruhen der Baustelle, Bauzeiten-
Überschreitung, Pönalen) bleiben aber
vakant. Da die IDR Sonstige Gewerbe-
immobilien Drei GmbH & Co. KG kein
Bauträger ist, sind Liquiditätsrisiken aus
Bauvorhaben für die Gesellschaft aber wenig
relevant. Gleichwohl sind steigende Auf-
wendungen für Wartung und Instandhaltung
ebenso wie für Um- und Ausbaumaßnahmen
zu beachten. Zudem ist für die infolge der
politisch propagierten Energiewende und des
Ukraine-Kriegs stark gestiegenen Energie-
kosten Vorsorge zu treffen.
Zur Sicherstellung der Liquidität sind zuletzt
Kreditlinien mit der Stadtsparkasse Düssel-
dorf und der Westerwald Bank e.G. verein-
bart worden; deren Inanspruchnahme mit
Erlösen aus späteren Grundstücksverkäufen
getilgt wurden.
Eine alternative Liquiditätssicherung durch
Veräußerungen aus dem eigenen Bestand
führt dagegen zu Substanzverzehr und zu
einer Erosion der IDR-Vermögensbasis;
insbesondere dann, wenn die realisierten
Erträge aus den Immobilienverkäufen nicht
vollständig in neue Bauvorhaben reinves-
tiert, sondern im Rahmen der Dividenden-
zahlung an den Gesellschafter abfließen
würden. Eine Dividenden-Vollausschüttung
ist aus IDR-Sicht daher betriebswirtschaft-
lich nicht sinnvoll, schwächt die Ertragskraft
der Gesellschaft und beschneidet die Fähig-
keit zu organischem Unternehmens-
wachstum.
Die Liquiditätslage der IDR Sonstige
Gewerbeimmobilien Eins GmbH & Co. KG
wird gleichwohl als stabil und gesichert
angesehen.
Finanzierungs-, Zins- und Kreditrisiken
Die Weitergabe zentral verhandelter Finan-
zierungskonditionen durch die IDR AG
sichert der IDR Sonstige Gewerbeimmobilien
Drei GmbH & Co. KG auf Grundlage der
guten IDR-Bonität und der regelmäßigen
Volumina von ihr nachgefragter Finan-
zierungsmittel Zugriff auf ein günstiges
Zinsniveau für die jeweils bewirtschaftete
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Drei GmbH & Co. KG
224 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Immobilie. Die geschäftspolitischen Aus-
richtungen in der Bankenlandschaft ver-
ändern sich gleichwohl rasant. Einzelne
Finanzierungspartner fallen für die IDR AG
aufgrund der Art des Finanzierungsmodells
(zum Beispiel Forfaitierungen) oder der Art
des Projektes (zum Beispiel Schulen oder
einzelne Grundstücke) aus. Die Auswahl von
potenziellen starken Finanzierungspartnern
wird auch mit Blick auf die Größe finanzier-
ter Projekte geringer. Die Abhängigkeit von
einzelnen Finanzierungspartnern könnte
damit steigen. Höhere Zinssätze und ver-
schärfte Eigenkapitalerfordernisse er-
schweren die Aufnahme von Fremdkapital.
Die IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Drei
GmbH & Co. KG muss Zins- und Tilgungs-
leistungen für die Objekte Plockstraße,
Fringsstraße, Fallhammer 4 und 9-13 voll-
ständig erwirtschaften. Die mit der stufen-
weisen Zinsanhebung der Europäischen
Zentralbank verbundene Hoffnung einer
Inflationseindämmung hatte die Belastung
für künftige Darlehensfinanzierungen
zwischenzeitlich verteuert. Im Verlauf des
Berichtsjahrs haben die Zinsen zwar etwas
nachgegeben, die Richtung der weiteren
Entwicklung bleibt dennoch spekulativ.
Aus den genannten Objektfinanzierungen
drohen der Gesellschaft keine Zinsände-
rungsrisiken mehr; die Finanzierungs-
darlehen werden am Ende der jeweiligen
Vertragslaufzeiten 2024 und 2027 (Plock-
straße) ausgetilgt beziehungsweise nach
Ablauf der Zinsbindungsfrist 2032 (Fall-
hammer 9-13) bis auf einen überschaubaren
Restsaldo abgelöst sein.
Rendite- und Erfolgsrisiken
Die genannten Risiken können in Kombi-
nation zu signifikanten Kosten- und Preis-
erhöhungen in der Bauwirtschaft führen. Ist
Bauen in Deutschland auch ohne infla-
torischen Druck schon sehr teuer, so lassen
derzeit zusätzliche Inflationstreiber die
Preise nicht nur für Neubauvorhaben,
sondern auch für Wartungs- und Instand-
haltungsleistungen explodieren, und stellen
so die Rentabilität und den ökonomischen
Erfolg einer Bauinvestition oder einer Be-
standsimmobilie ganz oder teilweise in
Frage. Sinkende bis negative Renditen von
Neuinvestitionen führen dazu, dass ein
Break-Even bestenfalls erst später erreicht
wird. Erfolgs- und Deckungsbeiträge aus der
Bewirtschaftung von Bestandsobjekten
werden entsprechend belastet.
Die Ergebnislage der IDR Sonstige Gewerbe-
immobilien Drei GmbH & Co. KG wird trotz
zuletzt stark gestiegener Preissteigerungen
für Bau und Bewirtschaftung vor dem
Hintergrund preis-indizierter Miet- und
Pachtverhältnisse gleichwohl als unverändert
stabil eingeschätzt.
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
IDR Immobilien GmbH
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Vier GmbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 225
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Vier GmbH & Co.
KG
Firmensitz
Henkelstraße 164
40589 Düsseldorf
Telefon: 0211 74836-0
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Der Gegenstand des Unternehmens ist die
umfassende Verwaltung von Immobilien, hier
der Immobilien-Objekte Elisabeth-Seibert-
Straße 19 in Langenfeld, In der Steele 23 und
Theodorstraße 182 nebst Hochgarage Zum
Gut Heiligendonk 15 in Düsseldorf, einschließ-
lich der Wahrnehmung der Rechte des
Eigentümers dieser Objekte gegenüber
Dritten, mit allen dazu gehörenden Rechten,
Pflichten und Tätigkeiten als rechtlich selb-
ständiges Unternehmen in eigenem sowie
fremden Namen und für eigene und fremde
Rechnung.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Kommanditeinlage 1.000,00 EUR
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG 1.000,00 EUR 100,00 %
Komplementäreinlage 0,00 EUR
IDR Immobilien GmbH 0,00 EUR 0,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umlaufvermögen 3.660 -49 3.709 969
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 589 -369 958 770
Kasse, Bankguthaben, Schecks 3.071 320 2.751 199
Rechnungsabgrenzungsposten 3 3 0 -
Summe AKTIVA 3.663 -46 3.709 1.537
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Vier GmbH & Co. KG
226 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 70 0 70 0
Kapitalanteile 1 0 1 1
Gewinnrücklagen 69 0 69 69
Rückstellungen 57 55 2 2
Verbindlichkeiten 3.536 -101 3.637 1.535
Summe PASSIVA 3.663 -46 3.709 1.537
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 1.286 128 1.159 1.809
Sonstige betriebliche Erträge 3.007 506 2.501 0
Materialaufwand 3.043 860 2.182 842
Sonstige betriebliche Aufwendungen 564 371 193 1.025
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 506 -36 543 580
Ergebnis nach Steuern 180 -561 741 -637
Jahresergebnis 180 -561 741 -637
Gutschrift / Belastung auf Kapitalkonten -180 561 -741 637
Bilanzergebnis 0 0 0 0
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG 3.159 Verbindlichkeiten
3.000 Erträge
379 Aufwendungen
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 1,9 0,0 1,9 0,0
Umsatzrentabilität (in %) 14,0 -50,0 64,0 -35,2
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Vier GmbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 227
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Die IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Vier
GmbH & Co. KG hat die ihr übertragenen
Immobilien auch im Geschäftsjahr 2023
nicht ertragreich bewirtschaften können. Die
Gesellschaft hat bei Umsatzerlösen in Höhe
von 1.286 Tausend Euro (Vorjahr 1.159
Tausend Euro) ein Jahresergebnis vor
Steuern (EBT) und Jahresüberschuss in
Höhe von 180 Tausend Euro (Vorjahr 741
Tausend Euro) ausgewiesen.
Insgesamt verbesserten sich die Umsatz-
erlöse gegenüber Vorjahr um 11,0 Prozent;
sie lagen gleichwohl noch um -497 Tausend
Euro (- 27,9 Prozent) unter dem Planansatz
(1.783 Tausend Euro).
Das geringe, wenn auch leicht verbesserte
Niveau der Umsatzerlöse resultiert nach wie
vor aus der Mannesmann-Insolvenz an der
Theodorstraße 182. Hier konnten im Be-
richtsjahr zwei weitere Mietverträge unter-
zeichnet werden, von denen einer im
Dezember 2023 erlöswirksam wurde.
Wegen umfangreicher Umbauten im Zu-
sammenhang mit den Anschlussvermie-
tungen waren gegenüber Vorjahr gleichwohl
erhebliche Materialaufwendungen zu
verzeichnen.
Zur Deckung des drohenden Jahresverlusts,
und um der Gesellschaft ausreichende
Liquidität zu verschaffen, hat der Gesell-
schafter erneut eine Finanzhilfe in Höhe von
3.000 Tausend Euro als Verlustausgleich (im
Vorjahr: 2.500 Tausend Euro) eingebracht,
die als sonstiger betrieblicher Ertrag aus-
gewiesen wurde. Die Gesamterträge beliefen
sich so auf insgesamt 4.293 Tausend Euro,
sie führten zu einem EBT von 180 Tausend
Euro. Nach Stützung durch den Verlustaus-
gleich lag das EBT um 1.412 Tausend Euro
über Plan (-1.232 Tausend Euro), der den
Zuschuss der Kommanditistin zur Verlust-
begrenzung nicht berücksichtigte.
Gemäß Paragraf 8 Absatz 6 des Gesell-
schaftsvertrages wird das Jahresergebnis
dem Verrechnungskonto des alleinigen
Kommanditisten, der Industrieterrains
Düsseldorf-Reisholz AG, gutgeschrieben.
Die wirtschaftliche Lage ist - ohne Berück-
sichtigung des Gesellschafterzuschusses –
weiterhin als nicht als zufriedenstellend zu
bezeichnen.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme hat gegenüber dem Vor-
jahr um 1,2 Prozent auf 3.663 Tausend Euro
abgenommen.
Sie bildet im Wesentlichen die liquiden Mittel
als Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesell-
schafter infolge des gewährten Verlustaus-
gleichs ab.
Die Gesellschaft verfügt über kein eigenes
Anlagevermögen. Das Working Capital, be-
stehend aus dem Umlaufvermögen abzüglich
der Rückstellungen und Verbindlichkeiten,
ist gering; dies insbesondere aufgrund der
Verbindlichkeiten gegenüber der Gesell-
schafterin. Im Vergleich zum Vorjahr sind
die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen aufgrund von Umbaumaß-
nahmen an der Theodorstraße 182 erneut
gestiegen.
Das Eigenkapital beträgt unverändert 70
Tausend Euro.
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Vier GmbH & Co. KG
228 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Chancen und Risiken
Chancen
Wenngleich die gesamtwirtschaftlichen und
branchenbezogenen Entwicklungen wenig
Grund für Optimismus bieten (Ukraine-
Krieg, Energieversorgung, Preise und
Inflation, Zinsentwicklung), sieht die IDR AG
für ihre Objektgesellschaften als Folge der
Fokussierung ihres Geschäftsmodells auf die
Standortqualitäten der Landeshauptstadt
Düsseldorf wie auch auf der Grundlage ihres
Gesellschafterhintergrunds im Grunde auch
für das Geschäftsmodell der IDR Sonstige
Gewerbeimmobilien Vier GmbH & Co. KG
gute Chancen, nach Vollvermietung des
Bürozentrums Theodorstraße 182 zu einem
erfolgreichen Geschäftsverlauf zurückkehren
zu können.
Marktrisiken
Das Vermarktungsportfolio der IDR Sonstige
Gewerbeimmobilien Vier GmbH & Co. KG
war bislang von Insolvenzen im Wesent-
lichen verschont. Drohenden Mietausfällen
wird im Bedarfsfall mit angemessenen Miet-
stundungen begegnet, um Leerstand zu
vermeiden.
Die Pandemie hat dem Trend zum Arbeits-
platz im Homeoffice mit Hilfe von IT-
basierten Kommunikationsprogrammen
einen kräftigen Schub verliehen; auch dieser
beeinflusst zurzeit eine zurückhaltende
Mietflächennachfrage. Ein gegenwärtiger
Schwenk hin zu einem Mietermarkt erhöht
den Verhandlungsdruck auf die künftig
erzielbare Vertragsmiete und erfordert
mitunter Zugeständnisse an mietfreie Zeiten
und weitere Incentives.
Wenngleich die Mannesmann-Insolvenz im
Geschäftsjahr 2021 die Refinanzierung des
erst 2015 errichteten Bürogebäudes an der
Theodorstraße 182 noch strapaziert, stim-
men die Vermietungserfolge der letzten
Monate aber optimistisch, die Ergebnis-
situation des Objekts so weit zu verbessern,
dass die IDR Sonstige Gewerbeimmobilien
Vier GmbH & Co. KG künftig ohne Finanz-
stütze des Gesellschafters auskommt.
Liquiditätsrisiken
Lieferengpässe bei bauwirtschaftlich rele-
vanten Produktgruppen hatten zuletzt die
durch eine langjährig praktizierte Politik des
billigen Geldes der Notenbanken ohnehin
hohen Baupreise stark angeheizt und die
Indizes der Erzeugerpreise kräftig ansteigen
lassen. Die inflationäre Entwicklung der Bau-
und Finanzierungskosten hat im Verlauf des
Berichtsjahrs die Baukonjunktur zwar ab-
kühlen lassen und so die Baupreise etwas
gedämpft. Die Kalkulationsrisiken von Bau-
und Projektentwicklungen und die Not-
wendigkeit adäquater Risikostrategien zur
Eindämmung von Liquiditätsrisiken (GU-
Insolvenz, Ruhen der Baustelle, Bauzeiten-
Überschreitung, Pönalen) bleiben aber
vakant. Da die IDR Sonstige Gewerbe-
immobilien Vier GmbH & Co. KG kein
Bauträger ist, sind Liquiditätsrisiken aus
Bauvorhaben für die Gesellschaft aber wenig
relevant. Gleichwohl sind steigende Auf-
wendungen für Wartung und Instandhaltung
ebenso wie für Um- und Ausbaumaßnahmen
zu beachten. Zudem ist für die infolge der
politisch propagierten Energiewende und des
Ukraine-Kriegs stark gestiegenen Energie-
kosten Vorsorge zu treffen.
Zur Sicherstellung der Liquidität sind zuletzt
Kreditlinien mit der Stadtsparkasse Düssel-
dorf und der Westerwald Bank e.G. verein-
bart worden; deren Inanspruchnahme mit
Erlösen aus späteren Grundstücksverkäufen
getilgt wurden.
Eine alternative Liquiditätssicherung durch
Veräußerungen aus dem eigenen Bestand
führt dagegen zu Substanzverzehr und zu
einer Erosion der IDR-Vermögensbasis;
insbesondere dann, wenn die realisierten
Erträge aus den Immobilienverkäufen nicht
vollständig in neue Bauvorhaben reinves-
tiert, sondern im Rahmen der Dividenden-
zahlung an den Gesellschafter abfließen
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Vier GmbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 229
würden. Eine Dividenden-Vollausschüttung
ist aus IDR-Sicht daher betriebswirtschaft-
lich nicht sinnvoll, schwächt die Ertragskraft
der Gesellschaft und beschneidet die Fähig-
keit zu organischem Unternehmenswachs-
tum.
Die Liquiditätslage der IDR Sonstige
Gewerbeimmobilien Vier GmbH & Co. KG ist
somit auch in 2024 und Folgejahren
abhängig von der Zurverfügungstellung
weiterer Mittel durch die Gesellschafterin,
sofern sich die Ertragslage und damit die
finanzielle Situation nicht verbessert.
Finanzierungs-, Zins- und Kreditrisiken
Die Weitergabe zentral verhandelter Finan-
zierungskonditionen durch die IDR AG
sichert der IDR Sonstige Gewerbeimmobilien
Vier GmbH & Co. KG auf Grundlage der
guten IDR-Bonität und der regelmäßigen
Volumina von ihr nachgefragter Finan-
zierungsmittel Zugriff auf ein günstiges
Zinsniveau für die jeweils bewirtschaftete
Immobilie. Die geschäftspolitischen Aus-
richtungen in der Bankenlandschaft ver-
ändern sich gleichwohl rasant. Einzelne
Finanzierungspartner fallen für die IDR AG
aufgrund der Art des Finanzierungsmodells
(zum Beispiel Forfaitierungen) oder der Art
des Projektes (zum Beispiel Schulen oder
einzelne Grundstücke) aus. Die Auswahl von
potenziellen starken Finanzierungspartner
wird auch mit Blick auf die Größe finan-
zierter Projekte geringer. Die Abhängigkeit
von einzelnen Finanzierungspartnern könnte
damit steigen. Höhere Zinssätze verschärfen
zudem die Eigenkapitalerfordernisse.
Die IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Vier
GmbH & Co. KG muss Zins- und Tilgungs-
leistungen für die Objekte Theodorstraße
182, Elisabeth-Selbert-Straße 19, In der
Steele 23 und der Hochgarage Zum Gut
Heiligendonk 15 vollständig erwirtschaften.
Die mit der stufenweisen Zinsanhebung der
Europäischen Zentralbank verbundene
Hoffnung einer Inflationseindämmung hatte
die Belastung für künftige Darlehensfinan-
zierungen zwischenzeitlich verteuert. Im
Verlauf des Berichtsjahrs haben die Zinsen
zwar etwas nachgegeben, die Richtung der
weiteren Entwicklung bleibt dennoch
spekulativ.
Aus der Objektfinanzierung Theodorstraße
182/Hochgarage drohen der Gesellschaft
vorläufig keine Zinsänderungsrisiken. Das
Finanzierungsdarlehen wird bis Ende der
aktuellen Vertragslaufzeit bis 2035 zum 3-
Monats-Euribor verzinst und das Zins-
änderungsrisiko während der Laufzeit durch
einen SWAP gesichert. Ein potenzielles
Zinsrisiko verbleibt im Hinblick auf die
Anschlussfinanzierung des Restsaldos ab
2036.
Für die übrigen Objektfinanzierungen (ohne
Theodorstraße 182) drohen der Gesellschaft
keine Zinsänderungsrisiken. Die Finan-
zierungsdarlehen werden am Ende der
jeweiligen Vertragslaufzeiten 2024 ausge-
tilgt sein.
Rendite- und Erfolgsrisiken
Die genannten Risiken können in Kombi-
nation zu signifikanten Kosten- und Preis-
erhöhungen in der Bauwirtschaft führen. Ist
Bauen in Deutschland auch ohne inflato-
rischen Druck schon sehr teuer, so lassen
derzeit zusätzliche Inflationstreiber die
Preise nicht nur für Neubauvorhaben, son-
dern auch für Wartungs- und Instandhal-
tungsleistungen explodieren, und stellen so
die Rentabilität und den ökonomischen
Erfolg einer Bauinvestition oder einer
Bestandsimmobilie ganz oder teilweise in
Frage. Sinkende bis negative Renditen von
Neuinvestitionen führen dazu, dass ein
Break-Even bestenfalls erst später erreicht
wird. Erfolgs- und Deckungsbeiträge aus der
Bewirtschaftung von Bestandsobjekten
werden entsprechend belastet.
Fortführungsrisiko der IDR
Gewerbeimmobilien Vier
Mit Datum vom 30. November 2020 hat die
IDR AG in einer Patronatserklärung
zugesagt, jederzeit die ausreichende
Finanzmittelausstattung der IDR Sonstige
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien Vier GmbH & Co. KG
230 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Gewerbeimmobilien Vier GmbH & Co. KG zu
gewährleisten und gemäß Paragraf 19 Abs.
2 Satz 2 InsO im Rang hinter sämtliche
Forderungen anderer und künftiger
Gläubiger zurückzutreten. Die Erklärung ist
betragsmäßig unbegrenzt und zeitlich
unbefristet. Auf Basis dessen ist der
Fortbestand der Gesellschaft gesichert.
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
IDR Immobilien GmbH
IDR Schloss Eller GmbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 231
IDR Schloss Eller GmbH & Co. KG
Firmensitz
Henkelstraße 164
40589 Düsseldorf
Telefon: 0211 74836-0
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gegenstand des Unternehmens der Gesell-
schaft ist die umfassende Verwaltung des
Immobilienobjektes Schloss Eller (Haupthaus
und ehemaliges Forsthaus) in Düsseldorf
einschließlich der Wahrnehmung der Rechte
des Eigentümers des Objektes gegenüber
Dritten mit allen dazugehörigen Rechten,
Pflichten und Tätigkeiten als rechtlich selb-
ständiges Unternehmen in eigenem sowie
fremdem Namen und für eigene sowie fremde
Rechnung.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Kommanditeinlage 1.000,00 EUR
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG 1.000,00 EUR 100,00 %
Komplementäreinlage 0,00 EUR
IDR Immobilien GmbH 0,00 EUR 0,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
IDR Schloss Eller GmbH & Co. KG
232 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 0 -1 1 1
Sachanlagen 0 -1 1 1
Umlaufvermögen 217 49 169 135
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 2 2 0 1
Kasse, Bankguthaben, Schecks 216 47 168 134
Rechnungsabgrenzungsposten 0 -9 9 8
Nicht durch Eigenkapital gedeckter
Fehlbetrag 13 5 8 4
Summe AKTIVA 230 44 186 147
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 0 0 0 0
Kapitalanteile 1 0 1 1
Gewinnvortrag / Verlustvortrag -9 -4 -5 -3
Jahresergebnis -5 -1 -4 -2
Nicht gedeckter Fehlbetrag 13 5 8 4
Rückstellungen 2 0 2 2
Verbindlichkeiten 228 44 184 145
Summe PASSIVA 230 44 186 147
IDR Schloss Eller GmbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 233
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 78 30 48 49
Sonstige betriebliche Erträge 76 6 70 81
Materialaufwand 102 20 82 86
Sonstige betriebliche Aufwendungen 38 6 32 38
Abschreibungen 0 0 0 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 20 12 8 8
Steuern vom Einkommen und Ertrag 0 0 - -
Ergebnis nach Steuern -5 -1 -4 -2
Jahresergebnis -5 -1 -4 -2
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG 214 Verbindlichkeiten
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Die Gesellschaft hat für das Geschäftsjahr
2023 mit der Verwaltung des Objektes
Schloss Eller bei Umsatzerlösen in Höhe von
78,3 Tausend Euro (Vorjahr: 48,3 Tausend
Euro) ein negatives Jahresergebnis vor
Steuern (EBT) in Höhe von -5,0 Tausend
Euro (Vorjahr: -3,6 Tausend Euro) und
einen Jahresfehlbetrag von -5,0 Tausend
Euro (Vorjahr: -3,6 Tausend Euro)
ausgewiesen.
Insgesamt lagen die Erträge 30,5 Prozent
über dem Vorjahr und zugleich um 104
Tausend Euro (+208,0 Prozent) über dem
Planansatz (50 Tausend Euro). Der Plan
berücksichtigte nicht den infolge der
schwierigen Vermietungssituation von
Schloss Eller erneut erforderlichen Zuschuss
der Kommanditistin IDR AG in Höhe von 75
Tausend Euro (Vorjahr: 70 Tausend Euro)
zur weitgehenden Begrenzung eines
drohenden Jahresverlustes.
Der verbleibende Verlust wird auf neue
Rechnung vorgetragen.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme hat gegenüber dem
Vorjahr um 23,8 Prozent auf 230 Tausend
Euro zugenommen. Die Ursache für den
Anstieg der Bilanzsumme liegt insbesondere
in einer Zunahme an liquiden Mitteln.
Die Gesellschaft verfügt über kein eigenes
Anlagevermögen. Die Vermögensstruktur
der Gesellschaft bleibt gegenüber Vorjahr im
Wesentlichen unverändert.
Das Eigenkapital bleibt negativ. Die
Unterdeckung hat um den Jahresfehlbetrag
IDR Schloss Eller GmbH & Co. KG
234 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
zugenommen; der Zuschuss zum
Verlustausgleich im Jahr 2023 war zu niedrig
bemessen. Zur Sicherstellung der
Zahlungsfähigkeit hat die Muttergesellschaft
IDR AG einen Rangrücktritt für ihre
Forderungen erklärt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber dem
Gesellschafter nahmen im Wesentlichen
aufgrund des Zuschusses zum
Verlustausgleich gegenüber dem Vorjahr per
Saldo um 46 Tausend Euro oder 27,4
Prozent auf 214 Tausend Euro zu. Das
Umlaufvermögen deckt nicht vollständig die
kurzfristigen Verbindlichkeiten.
Das Finanzmanagement ist gleichwohl
darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets
innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen
und Forderungen innerhalb der
Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die
Liquidität war über den Gesellschafter
während des gesamten Geschäftsjahres
gesichert.
Chancen und Risiken
Chancen
Wenngleich die gesamtwirtschaftlichen und
branchenbezogenen Entwicklungen wenig
Grund für Optimismus bieten (Ukraine-
Krieg, Energieversorgung, Preise und
Inflation, Zinsentwicklung), sieht die IDR AG
für ihre Objektgesellschaften als Folge der
Fokussierung ihres Geschäftsmodells auf die
Standortqualitäten der Landeshauptstadt
Düsseldorf wie auch auf der Grundlage ihres
Gesellschafterhintergrunds im Grunde auch
für das Geschäftsmodell der IDR Schloss
Eller GmbH & Co. KG gute Chancen.
Die Aufhebung der restriktiven Corona-
Maßnahmen war unabdingbar, um die
gastronomische Besucherfrequenz im
Haupthaus überhaupt auf ein positives
Niveau heben und die dort erzielbaren
Pachterlöse aus Raumvermietung zumindest
auf eine kostendeckende Größenordnung
bringen zu können. Daher wird es zumindest
für möglich gehalten, für 2024 zunehmende
Erlöse im Zusammenhang mit
Veranstaltungen im Schloss Eller zu erzielen.
Alternativ wird eine Veräußerung des
Objekt-Ensembles erwogen. Ein Verkauf
würde das Immobilien-Portfolio des
Gesellschafters positiv bereinigen, als
Schloss Eller sich nicht in die strategischen
Geschäftsfelder des Gesellschafters
eingliedern lässt. Verkaufsgespräche werden
geführt, ein Ergebnis ist derzeit nicht
absehbar.
Marktrisiken
Schloss Eller war bislang von Insolvenzen im
Wesentlichen verschont. Drohenden Miet-
und Pachtausfällen werden im Bedarfsfall
mit angemessenen Stundungen, um
Leerstand zu vermeiden begegnet. Eine
Rückkehr infektionsbedingter
Veranstaltungsrestriktionen würde die
wirtschaftliche Existenz von Schloss Eller
erneut nachhaltig gefährden.
Liquiditätsrisiken
Die inflationäre Entwicklung der Bau- und
Finanzierungskosten hat im Verlauf des
Berichtsjahrs die Baukonjunktur zwar
abkühlen lassen und so die Baupreise etwas
gedämpft. Die Kalkulationsrisiken von Bau-
und Projektentwicklungen und die
Notwendigkeit adäquater Risikostrategien
zur Eindämmung von Liquiditätsrisiken (GU-
Insolvenz, Ruhen der Baustelle, Bauzeiten-
Überschreitung, Pönalen) bleiben aber
vakant. Da die IDR Schloss Eller kein
Bauträger ist, sind Liquiditätsrisiken aus
Bauvorhaben für die Gesellschaft aber wenig
relevant. Gleichwohl sind steigende
Aufwendungen für Wartung und
Instandhaltung ebenso wie für Um- und
Ausbaumaßnahmen zu beachten. Zudem ist
für die infolge der politisch propagierten
Energiewende und des Ukraine-Kriegs stark
gestiegenen Energiekosten Vorsorge zu
treffen. Liquiditätsrisiken der Gesellschaft
IDR Schloss Eller GmbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 235
liegen vielmehr in mangelnder
Selbstfinanzierung infolge Ertragsschwäche.
Finanzierungs-, Zins- und Kreditrisiken
Die Weitergabe zentral verhandelter
Finanzierungskonditionen durch die IDR AG
sichert der IDR Schloss Eller auf Grundlage
der guten IDR-Bonität und der regelmäßigen
Volumina von ihr nachgefragter
Finanzierungsmittel Zugriff auf ein günstiges
Zinsniveau für die jeweils bewirtschaftete
Immobilie. Die geschäftspolitischen
Ausrichtungen in der Bankenlandschaft
verändern sich gleichwohl rasant. Einzelne
Finanzierungspartner fallen für die IDR AG
aufgrund der Art des Finanzierungsmodells
(zum Beispiel Forfaitierungen) oder der Art
des Projektes (zum Beispiel Schulen oder
einzelne Grundstücke) aus. Die Auswahl von
potenziellen starken Finanzierungspartnern
wird auch mit Blick auf die Größe
finanzierter Projekte geringer. Die
Abhängigkeit von einzelnen
Finanzierungspartnern könnte damit steigen.
Höhere Zinssätze und verschärfte
Eigenkapitalerfordernisse erschweren die
Aufnahme von Fremdkapital.
Die IDR Schloss Eller muss Zins- und
Tilgungsleistungen für die sanierten
Gebäude vollständig selbst erwirtschaften.
Die mit der stufenweisen Zinsanhebung der
Europäischen Zentralbank verbundene
Hoffnung einer Inflationseindämmung hatte
die Belastung für künftige
Darlehensfinanzierungen zwischenzeitlich
verteuert. Im Verlauf des Berichtsjahrs
haben die Zinsen zwar etwas nachgegeben,
die Richtung der weiteren Entwicklung bleibt
dennoch spekulativ.
Aus der laufenden Finanzierung der Schloss-
Sanierung drohen der Gesellschaft allerdings
keine Zinsänderungsrisiken mehr; das
Objekt wird am Ende der laufenden
Kreditlaufzeit in 2028 vollständig ausgetilgt
sein.
Rendite- und Erfolgsrisiken
Die Liquiditätsschwäche der Gesellschaft
determiniert deren schwache Ertragskraft.
Sofern es der Gesellschaft weiterhin nicht
gelingt, Umsatzerlöse und Erträge zu
steigern, wird die Gesellschaft dauerhaft auf
Zuschüsse des Gesellschafters angewiesen
bleiben. Bausubstanz und deren
Verkaufspotenzial dürften leiden.
Fortbestandsrisiko
Hinsichtlich der jederzeitigen
Zahlungsfähigkeit ist der Fortbestand der
IDR Schloss Eller gesichert. Wie bereits zur
Finanzlage erläutert, besteht eine
Rangrücktrittserklärung der IDR AG, um die
Überschuldung zu beseitigen.
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
IDR Immobilien GmbH
Hafen Düsseldorf-Reisholz Entwicklungsgesellschaft mbH
236 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Hafen Düsseldorf-Reisholz Entwicklungsgesellschaft
mbH
Firmensitz
Henkelstraße 164
40589 Düsseldorf
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Entwicklung des geplanten Industriege-
biets Hafen Düsseldorf-Reisholz im Interesse
einer Anbindung der regionalen Wirtschaft.
Dies umfasst: die Planung des Industrie-
hafens Düsseldorf Reisholz einschließlich der
Beschaffung aller hierfür notwendigen Ana-
lysen, Untersuchungen und Begutachtungen
(insbesondere hinsichtlich Bedarf, Verkehr,
Infrastruktur, Genehmigungsvoraus-
setzungen); die Verwaltung, Verwertung und
entgeltliche Überlassung von bebauten und
unbebauten Grundstücken aller Art an
Gewerbebetreibende auf dem Gebiet des
Industriegebiets Düsseldorf-Reisholz; die
Neuerrichtung beziehungsweise Ertüchtigung
der Hafenanlage, Gebäude und Infrastruktur
(insbesondere Verwaltungsgebäude, Wasser-
verladeplätze, Umschlageinrichtung, Kräne,
Lagerplätze, Ver- und Entsorgung, Verkehrs-
infrastruktur) einschließlich der Revitali-
sierung von Flächen, insbesondere von
Konversionsflächen.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 25.000,00 EUR
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG 12.500,00 EUR 50,00 %
Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH & Co. KG 12.500,00 EUR 50,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Hafen Düsseldorf-Reisholz Entwicklungsgesellschaft mbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 237
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umlaufvermögen 156 -65 221 277
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 1 -2 3 7
Kasse, Bankguthaben, Schecks 155 -63 218 271
Summe AKTIVA 156 -65 221 277
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 152 -63 215 266
Gezeichnetes Kapital 25 0 25 25
Kapitalrücklage 600 0 600 600
Gewinnvortrag / Verlustvortrag -410 -51 -359 -320
Jahresergebnis -63 -12 -51 -39
Rückstellungen 3 0 3 2
Verbindlichkeiten 1 -3 3 10
Summe PASSIVA 156 -65 221 277
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Sonstige betriebliche Erträge 0 0 0 134
Sonstige betriebliche Aufwendungen 63 12 51 173
Ergebnis nach Steuern -63 -12 -51 -39
Jahresergebnis -63 -12 -51 -39
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 97,5 0,4 97,1 95,8
Eigenkapitalrentabilität (in %) -41,2 -17,5 -23,7 -14,6
Verschuldungsgrad (in %) 2,6 -0,4 3,0 4,4
Hafen Düsseldorf-Reisholz Entwicklungsgesellschaft mbH
238 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Im Geschäftsjahr 2023 wurden weder
Umsatzerlöse noch sonstige betriebliche
Erträge erzielt.
Betriebliche Aufwendungen in Höhe von
insgesamt 62,7 Tausend Euro (Vorjahr 51,0
Tausend Euro) betrafen im Wesentlichen
Ingenieurleistungen und kaufmännische
Dienstleistungen. Zudem fielen
Rechtsberatungskosten als auch Kosten für
den Jahresabschluss an.
Die Hafen Düsseldorf Reisholz Entwicklungs-
gesellschaft mbH schloss erneut mit einem
Jahresfehlbetrag in Höhe von -62,7 Tausend
Euro (Vorjahr -51,0 Tausend Euro) ab.
Vermögens- und Finanzlage
Zur Finanzierung der Gesellschaft und zur
Vermeidung der bilanziellen Überschuldung
wurden in Geschäftsjahr 2019 durch die
Gesellschafter jeweils 300 Tausend Euro in
die Kapitalrücklage eingezahlt.
Nach Verrechnung mit den in den Geschäfts-
jahren 2017 - 2023 aufgelaufenen Jahres-
fehlbeträgen in Höhe von -472,9 Tausend
Euro beläuft sich das Eigenkapital der Hafen
Düsseldorf Reisholz Entwicklungsgesellschaft
mbH zum 31. Dezember 2023 auf insgesamt
noch 152,1 Tausend Euro.
Wesentlicher Aktiva-Posten sind liquide
Mittel in Höhe von 155 Tausend Euro (Vor-
jahr 218,2 Tausend Euro); sie decken jeder-
zeit die ausschließlich kurzfristigen Verbind-
lichkeiten.
Chancen und Risiken
Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember
2023 einen kumulierten Fehlbetrag in Höhe
von insgesamt 472,9 Tausend Euro ausge-
wiesen, der auf die Jahresfehlbeträge in den
Geschäftsjahren 2023 (62,7 Tausend Euro),
2022 (51,0 Tausend Euro), 2021 (38,9
Tausend Euro), 2020 (211,2 Tausend Euro),
2019 (30,3 Tausend Euro), in 2018 (25,2
Tausend Euro) und 2017 (53,7 Tausend
Euro) infolge der Anlaufverluste zurückzu-
führen ist. Ein Überschuldungrisiko besteht
so lange nicht, als die Gesellschafter dem
mit einer Kapitalerhöhung abhelfen.
Die Geschäftsleitung sieht gute Chancen für
einen Auf- und Ausbau eines Projektentwick-
lungsmanagements für die IDR AG und für
Dritte, sofern die verladende Wirtschaft in
dem Umschlaghafen Düsseldorf-Reisholz
und seinen angrenzenden Terrains rentable
Erweiterungs- und Entwicklungspotenziale
für eine weitere Geschäftsexpansion
identifiziert.
Risiken für die weitere Geschäftsentwicklung
der Hafen Düsseldorf-Reisholz Entwicklungs-
gesellschaft mbH könnten sich aus einer
Fehlbeurteilung der mittel- und langfristigen
Geschäftschancen und Geschäftsrisiken in
Verbindung mit eigenen Modernisierungs-
und Ausrüstungsinvestitionen in die Hafen-
und Umschlaganlagen ergeben.
Hafen Düsseldorf-Reisholz Entwicklungsgesellschaft mbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 239
Organe und deren Zusammensetzung
Aufsichtsrat
Vorsitz
Beigeordnete Cornelia Zuschke Landeshauptstadt
Düsseldorf
Stellvertretung Vorsitz
Frank Gensler Stadt Neuss
Mitglied
Iris Bellstedt Industrieterrains
Düsseldorf-Reisholz AG
Ratsherr Dr. Alexander Fils Landeshauptstadt
Düsseldorf
Thomas Loebelt Stadt Neuss
Sascha Odermatt Neuss-Düsseldorfer
Häfen GmbH & Co. KG
Stadtkämmerin Dorothée Schneider Neuss-Düsseldorfer
Häfen GmbH & Co. KG
Ratsherr Dr. Frank Schulz Landeshauptstadt
Düsseldorf
Constanze Stroeks Stadt Neuss
Ratsherr André Tischendorf Industrieterrains
Düsseldorf-Reisholz AG
Geschäftsführung
Ekkehard Vinçon
Alexander Voigt
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und
Verwaltungsräten nach Geschlecht
Dem Aufsichts- oder Verwaltungsräten in diesem Unternehmen gehören zum 31.12.2023 von
den insgesamt 10 Mitgliedern 4 Frauen an (Frauenanteil 40,0 Prozent)
Damit wird der im Paragraf 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von
40 Prozent nicht erreicht/unterschritten.
Messe-Konzern
240 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Messe-Konzern
Messe-Konzern
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 241
Umsatzerlöse (Gesamtvolumen 448,1 Mio Euro)
Eigenkapital (Gesamtvolumen 596,4 Mio Euro)
Messe Düsseldorf GmbH
Messe Düsseldorf China Ltd.
Düsseldorf Congress GmbH
Messe Düsseldorf North America
Inc.
Messe Düsseldorf ASIA Pte. Ltd.
Messe Düsseldorf India Pvt. Ltd.
Weitere Beteiligungen
Messe Düsseldorf GmbH
GEC German Exposition
Corporation International GmbH
Messe Düsseldorf China Ltd.
Messe Düsseldorf ASIA Pte. Ltd.
Messe Düsseldorf North America
Inc.
Messe Düsseldorf India Pvt. Ltd.
Weitere Beteiligungen
Messe Düsseldorf GmbH
242 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Messe Düsseldorf GmbH
Firmensitz
Stockumer Kirchstraße 61
40474 Düsseldorf
Telefon: 0211 4560-01
info@messe-duesseldorf.de
www.messe-duesseldorf.de
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gegenstand des Unternehmens ist die Organi-
sation und Durchführung von Messen, Aus-
stellungen und anderen Veranstaltungen, die
der Förderung von Industrie, Handwerk,
Handel und Dienstleistungen dienen sowie die
hierzu notwendige Beratung und Entwicklung
von Projekten und Vermittlung von Aufträgen,
die Organisation und Durchführung von
deutschen Beteiligungen an ausländischen
Messen und Ausstellungen, insbesondere im
Auftrag amtlicher Stellen.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 15.625.000,00 EUR
Landeshauptstadt Düsseldorf 8.829.000,00 EUR 56,51 %
Beteiligungsverwaltungsgesellschaft des Landes
Nordrhein-Westfalen mbH 3.125.000,00 EUR 20,00 %
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG 3.125.000,00 EUR 20,00 %
Handwerkskammer Düsseldorf 273.000,00 EUR 1,75 %
Industrie- und Handelskammer zu Düsseldorf 273.000,00 EUR 1,75 %
Beteiligungen
Messe Düsseldorf ASIA Pte. Ltd. 7.577.730,00 SGD 100,00 %
Messe Düsseldorf China Ltd. 2.000.000,00 HKD 100,00 %
Messe Düsseldorf India Pvt. Ltd. 85.000.000,00 Rs 100,00 %
Messe Düsseldorf Japan Ltd. 20.000.000,00 Yen 100,00 %
Messe Düsseldorf North America Inc. 100,00 USD 100,00 %
FIXXUS Grundstücksvermietungsgesellschaft mbH &
Co. Objekt Rheinhalle Düsseldorf KG 9.400,00 EUR 94,00 %
Düsseldorf Congress GmbH 26.000,00 EUR 50,00 %
Messeturm Düsseldorf Verwaltungsgesellschaft mbH 260.000,00 EUR 50,00 %
GEC German Exposition Corporation International
GmbH 50.000,00 EUR 33,33 %
WISAG Messe Service GmbH 6.225,00 EUR 24,90 %
Messe Düsseldorf GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 243
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 471.451 10.791 460.660 462.458
Immaterielle Vermögensgegenstände 10.809 1.638 9.171 6.851
Sachanlagen 418.655 -11.552 430.207 438.927
Finanzanlagen 41.987 20.705 21.282 16.681
Umlaufvermögen 233.227 -20.737 253.964 125.628
Vorräte 70 8 62 37
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 14.957 -11.100 26.057 25.531
Kasse, Bankguthaben, Schecks 218.200 -9.644 227.844 100.060
Rechnungsabgrenzungsposten 3.589 -1.149 4.738 3.977
Summe AKTIVA 708.267 -11.095 719.362 592.063
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 492.211 57.326 434.885 363.288
Gezeichnetes Kapital 15.625 0 15.625 15.625
Kapitalrücklage 111.398 0 111.398 111.398
Gewinnrücklagen 120.000 0 120.000 120.000
Gewinnvortrag / Verlustvortrag 157.863 41.597 116.266 138.550
Jahresergebnis 87.326 15.729 71.597 -22.284
Rückstellungen 74.188 6.968 67.220 67.006
Verbindlichkeiten 141.868 -75.389 217.257 161.769
Summe PASSIVA 708.267 -11.095 719.362 592.063
Messe Düsseldorf GmbH
244 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 391.371 96.432 294.939 96.082
Andere aktivierte Eigenleistungen 0 -29 29 2
Sonstige betriebliche Erträge 14.265 -1.902 16.166 27.539
Materialaufwand 168.020 50.244 117.775 55.964
Personalaufwand 59.397 45 59.352 43.274
Sonstige betriebliche Aufwendungen 44.112 9.302 34.810 27.416
Abschreibungen 21.685 -93 21.778 22.474
Erträge aus Beteiligungen 583 -4.746 5.329 7.753
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.158 2.007 151 70
Abschreibungen auf Finanzanlagen und
Wertpapiere des UV 193 193 0 1.272
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.997 -956 2.953 3.481
Steuern vom Einkommen und Ertrag 25.965 17.495 8.469 -151
Ergebnis nach Steuern 87.326 15.729 71.597 -22.284
Jahresergebnis 87.326 15.729 71.597 -22.284
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Düsseldorf Congress GmbH 235 Forderungen
191 Verbindlichkeiten
1.456 Erträge
3.328 Aufwendungen
Rheinbahn AG 635 Forderungen
656 Aufwendungen
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 69,5 9,0 60,5 61,4
Eigenkapitalrentabilität (in %) 17,7 1,3 16,5 -6,1
Anlagendeckung (in %) 104,4 10,0 94,4 78,6
Verschuldungsgrad (in %) 43,9 -21,5 65,4 63,0
Umsatzrentabilität (in %) 22,3 -2,0 24,3 -23,2
Mitarbeiteranzahl 605 -3 608 635
Eigenveranstaltungen 16 2 14 5
Gastveranstaltungen 10 0 10 3
Vermietete Nettohallenfläche (in m²) 892.434 64.605 827.829 256.307
Anzahl der Aussteller 24.560 2.966 21.594 5.906
Anzahl Besucher 1.073.670 256.072 817.598 266.329
Messe Düsseldorf GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 245
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Nach eher schwierigen pandemiegeprägten
Jahren konnte im Messejahr 2023 erstmalig
das geplante Messeprogramm durchgeführt
werden. Diese Voraussetzungen nutzte die
Messe Düsseldorf für ein erfolgreiches Ver-
anstaltungsjahr. In 2023 wurden 16 Eigen-
veranstaltungen (Vorjahr 14) sowie 10 Gast-
veranstaltungen (Vorjahr 10) mit insgesamt
26.877 ausstellenden Unternehmen (Vorjahr
21.594) sowie 1.181.474 Besuchern (Vor-
jahr 817.598) durchgeführt.
Neben den jährlichen Veranstaltungen boot,
ProWein, CARAVAN SALON, BEAUTY und
TopHair sowie MEDICA prägten die Inter-
pack, die EuroShop, die A+A und die Metall-
messen GIFA/ METEC/ THERM-PROCESS/
NEWCAST als Leitmessen ihrer Branchen die
Umsatzentwicklung. Mit 2.729 Ausstellern
und über 142.000 Besucher präsentierte
sich die Interpack als Highlight ihrer
Branche.
Die Eigenveranstaltungen kamen auf
1.073.670 Besucher und auf 24.480 Aus-
steller bei einer vermieteten Nettofläche von
889.814 Quadratmeter. Eine große Heraus-
forderung war die Interpack mit einer voll-
ständigen Belegung des Düsseldorfer Messe-
geländes.
Die übrigen Messen im mehrjährigen Turnus
waren die EuroShop, A+A sowie die Metall-
messen GIFA/ METEC/ THERMPROCESS/
NEWCAST. Die boot als jährliche Eigen-
veranstaltung machte den Auftakt ins Jahr,
das mit der MEDICA als stärkste jährliche
Eigenveranstaltung 2023 beendet wurde.
Bei den Gastveranstaltungen zeigten sich
die Expopharm, die PSI, die Solar Solutions
sowie die im Geschäftsjahr erworbene Messe
Flotte! Der Branchentreff als starke Gastver-
anstaltungen. Die Gastveranstalter brachten
insgesamt 2.397 Aussteller und 107.804 Be-
sucher auf das Gelände in Düsseldorf. Auf-
grund von Pandemieerfahrungen und geo-
politischen Konflikten zeigte sich der inter-
nationale Aussteller- und Besucherzuspruch
leicht konsolidiert. Der internationale
Ausstelleranteil der Eigenveranstaltungen
lag bei 78,4 Prozent und der internationale
Besucheranteil bei 39,3 Prozent. Damit ver-
blieb die Internationalität der Eigenveran-
staltungen trotz leicht verminderter aus-
ländischer Besucher weiterhin auf einem
sehr hohen Niveau. Die höchste Interna-
tionalität, bei den Ausstellern mit 88,1 Pro-
zent und mit 77,0 Prozent bei den Be-
suchern, wies die MEDICA auf.
Neben den 16 Eigenveranstaltungen
konnten zusätzlich noch 10 weitere Gast-
veranstaltungen mit einer Gesamtfläche von
134.753 Quadratmeter in Düsseldorf durch-
geführt werden. Die Expopharm als größte
Gastveranstaltung in 2023 belegte 30.804
Quadratmeter mit 530 Austellern und
29.000 Besuchern.
Im internationalen Messegeschäft kann die
Messe Düsseldorf mit 18 Auftragsveranstal-
tungen sowie 7 Eigenveranstaltungen und
Beteiligungen auf ein erfolgreiches Ge-
schäftsjahr zurückblicken. Der wesentliche
Teil der Veranstaltungen wurde in China und
Indien durchgeführt.
Im Berichtsjahr erzielte die Messe Düssel-
dorf einen Umsatz von insgesamt 391.371
Tausend Euro. Gegenüber dem Vorjahr
bedeutet dies eine Umsatzsteigerung von
96.432 Tausend Euro. Die sonstigen be-
trieblichen Erträge sind im Wesentlichen
durch die Auflösung der sonstigen Rück-
stellungen sowie die Erträge aus dem Ver-
kauf Zinssatzswaps geprägt. Der Personal-
aufwand steigt durch die tariflichen Gehalts-
erhöhungen sowie die vorgenommenen
Neueinstellungen, verharrt aber aufgrund
des vermindernden Effekts aus der der
Übertragung von Mitarbeitern an WISAG
Messe Düsseldorf GmbH
246 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Messe Düsseldorf GmbH nahezu auf Vor-
jahresniveau. Korrespondierend zu den
gestiegenen Umsätzen haben sich die
veranstaltungsbezogenen Aufwendungen um
50.244 Tausend Euro erhöht. Der Jahres-
überschuss betrug 87.326 Tausend Euro
(Vorjahr 71.597 Tausend Euro).
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme der Messe Düsseldorf
verminderte sich gegenüber dem Vorjahr
nur unwesentlich um 1,54 Prozent auf
708.267 Tausend Euro (Vorjahr 719.362
Tausend Euro). Das Anlagevermögen ist im
Wesentlichen geprägt durch Grundstücke
und Gebäude. Die Erhöhung der
immateriellen Vermögengegenstände
resultiert im Wesentlichen aus dem Erwerb
der Nutzungsrechte an der Veranstaltung
„Flotte! Der Branchentreff“ sowie durch den
ersten Teil der SAP Migration von SAP R/3
zu SAP S4/Hana. Die Verminderung des
Sachanlagevermögens resultiert
hauptsächlich aus den planmäßigen
Abschreibungen sowie den Abgängen der
Betriebs- und Geschäftsausstattung aus dem
Asset Deal mit der WISAG Messe Service
GmbH, Düsseldorf. Im Vorjahr hat die
Gesellschaft eine erste Tranche eines
langfristigen Darlehens an die Messe
Düsseldorf North America vergeben. Die
Auszahlung der zweiten Tranche in Höhe
von 5.552 Tausend Euro erfolgte im April
2023. Der Beteiligungsbuchwert der Messe
Düsseldorf ASIA Pte. Ltd., Singapur wurde
um 2.000 Tausend Euro sowie der an der
Messe Düsseldorf India Pvt. Ltd., New
Delhi/Indien um 722 Tausend Euro
zugeschrieben. Die Zuschreibung ist auf die
Verbesserung der wirtschaftlichen
Aussichten für den asiatischen Raum nach
Beendigung der Corona Pandemie
zurückzuführen und trägt ebenfalls zur
Erhöhung des Finanzanlagevermögens bei.
Der Finanzmittelfonds verminderte sich
geringfügig um 9.644 Tausend Euro auf
218.200 Tausend Euro.
Auf der Passivseite erhöhte sich das
Eigenkapital durch den Jahresüberschuss
abzüglich der Gewinnausschüttung um 13,2
Prozent auf 492.211 Tausend Euro. Bei einer
ähnlichen Bilanzsumme verbessert sich die
Eigenkapitalquote um 9,0 Prozent auf 69,5
Prozent (Vorjahr 60,5 Prozent). Die
Rückstellungen von 74.188 Tausend Euro
umfassen neben den Pensionsrückstellungen
vor allem Rückstellungen für Risiken aus
Beihilfen und Steuern, für ausstehende
Rechnungen sowie sonstige Personalkosten.
Die erhaltenen Anzahlungen sind aufgrund
der Verminderung der Anzahlungen auf
abgesagte Veranstaltungen von 103.696
Tausend Euro auf 55.102 Tausend Euro
gesunken.
Die Entwicklung der Liquiditätslage wurde
wesentlich durch das positive Ergebnis unter
Berücksichtigung der Gewinnausschüttung
für das Vorjahr beeinflusst sowie durch die
Verminderung der erhaltenen Anzahlungen.
Der Finanzmittelfonds der Messe Düsseldorf
GmbH verminderte sich um 4,2 Prozent auf
218.200 Tausend Euro. Die bestehende
Kreditlinie von 57.500 Tausend Euro ist mit
Avalkrediten in Höhe von 1.220 Tausend
Euro in Anspruch genommen.
Chancen und Risiken
Risiken
Im Rahmen der Risikoinventur wird die
Bewertung des einzelnen Risikos anhand des
zu erwartenden Schadensausmaßes und der
erwartenden Eintrittswahrscheinlichkeit
vorgenommen. Dabei unterteilt sich das
Schadensausmaß in gering, relevant und
kritisch. Die Eintrittswahrscheinlichkeit
gliedert sich in niedrig, mittel, hoch und sehr
hoch. Risiken mit einem geringen
Messe Düsseldorf GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 247
Schadensausmaß und einer geringen bis
mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit werden
in der folgenden Übersicht nicht dargestellt.
Im Berichtsjahr sind die Risiken des
Mutterunternehmens sowie des Konzerns
identisch.
Vom Risiko mit der höchsten
Eintrittswahrscheinlichkeit und dem
Schadensausmaß kritisch war die
Messebranche schon in Form einer
weltweiten Pandemie betroffen.
Die Auswirkungen von
Reisebeschränkungen, behördlichen
Verboten bis hin zu landesweiten Lockdowns
führten zu negativen Rekordergebnissen in
der gesamten Messebranche. Zukünftigen
pandemischen Risiken wird die Messe
Düsseldorf mit einem Hygienekonzept und
verschiedenen Schutzmaßnahmen für
Aussteller, Besucher und Mitarbeiter*innen
begegnen.
Ein Risiko mit hoher Wahrscheinlichkeit
betrifft die weltweiten
Reiseeinschränkungen. Eine Einschränkung
der Reisefreiheit durch Kriege,
Grenzschließungen oder Streiks betrifft
gerade Messen mit hoher internationaler
Ausrichtung. Hier versucht die Messe
Düsseldorf durch ihre Tochterunternehmen,
ihr weltweites Netz von Auslandsvertretern
sowie in Zusammenarbeit mit der AUMA sich
eine aktuelle Einschätzung zu verschaffen.
Ein Risiko besteht in den geopolitischen
Konflikten. Die Messebranche kann durch
Reiserestriktionen und Sicherheitsbedenken
beeinträchtigt werden. Handelsbarrieren und
Sanktionen können den internationalen
Austausch von Waren und Dienstleistungen
behindern, was sich negativ auf die Vielfalt
der präsentierten Produkte auswirken kann.
Die politische Instabilität in den Ländern
können Aussteller abhalten und so die
Veranstaltungsgröße und -qualität
beeinträchtigen und Ereignisse dazu führen,
dass Unternehmen ihre Messebeteiligungen
neu bewerten und Prioritäten ändern.
Eine weitere Gefahr für oftmals langfristig
geplante Messen und Investitionen geht
auch von den steigenden Preisen aus. Die
Preissteigerungen werden vor allem von den
Energiepreisen angeheizt, hinzu kommen
Materialmangel und Lieferengpässe.
Diesem Risiko versucht die Messe
Düsseldorf, durch frühzeitige Anfragen an
ihre Lieferanten zur Sicherstellung von
Preisen und Verfügbarkeiten entgegen zu
treten.
In Zeiten von fehlenden Fachkräften oder
steigender Konzentration besteht die Gefahr
der Abhängigkeit von prozessrelevanten
Dienstleistern und Lieferanten. Die
betrieblichen Prozesse der Messe Düsseldorf
könnten beeinträchtigt werden,
insbesondere wenn diese Dienstleister
kritische Funktionen unterstützen.
Störungen oder Ausfälle bei diesen
Unternehmen könnten zu erheblichen
Beeinträchtigungen bei der Durchführung
von Messeveranstaltungen oder
Baumaßnahmen führen. Um das Risiko der
Abhängigkeit von wenigen
prozessrelevanten Lieferanten und
Dienstleistern zu vermeiden, erfolgt eine
sorgfältige Überwachung und Bewertung der
Prozesspartner.
Die steigende Cyberkriminalität stellt ein
weiteres Risiko für jedes Unternehmen dar.
Hierbei reicht der Schaden von direkten
finanziellen Verlusten durch
Rechnungsfälschungen, Blockierung der
Systeme bis zum Verlust von sensibler
Kundendaten. Die Messe Düsseldorf wendet
zusätzliche Ressourcen für die
Implementierung und Aufrechterhaltung von
Sicherheitssystemen auf. Die Kosten für die
Wiederherstellung von Daten und
Reputationsschäden sind relevant.
Im Geschäftsjahr wurden keine Risiken
festgestellt, die einzeln oder kumuliert in der
Lage wären, den Bestand der Messe
Düsseldorf zu gefährden.
Messe Düsseldorf GmbH
248 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Risikoberichterstattung in Bezug auf die
Verwendung von Finanzinstrumenten
Zum 31. Dezember 2022 hatte die Messe
Düsseldorf GmbH noch drei
Zinsswapgeschäfte abgeschlossen, mit
denen die zinsinduzierten
Zahlungsstromrisiken aus variabel
verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten zur Finanzierung von
zukünftigen Investitionen abgesichert
werden sollten. Die drei Zinsswapgeschäfte
sollten zukünftige Darlehen mit einem
Gesamtvolumen von 60.000 Tausend Euro
absichern. Durch die positive
Marktwertentwicklung der Zinssatzswaps in
2023 hat sich die Gesellschaft zu einem
Verkauf der Finanzinstrumente
entschlossen. Zum 31. Dezember 2023
bestehen keine Finanzinstrumente.
Chancen
Die internationale Geschäftsentwicklung soll
in der Türkei durch das Joint Venture mit
der Deutschen Messe AG, Hannover, einen
Impuls erhalten. Daneben soll in 2025
erstmalig die XPONENTIAL EUROPE als
Ableger der erfolgreichen XPONENTIAL
Denver, USA stattfinden. Die XPONENTIAL
ist eine Messe für unbemannte und
autonome Fortbewegung.
Das technisch bestens ausgestattete
Messegelände in Düsseldorf soll als
Erfolgsfaktor weiterentwickelt werden. In
den Jahren 2024 bis 2028 wird sukzessive
die Halle 9 für 160 Mio. Euro modernisiert.
Weiterhin soll in die digitale Transformation
sowie in die nationale und internationale
Geschäftsentwicklung investiert werden.
Organe und deren Zusammensetzung
Aufsichtsrat
Vorsitz
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller Landeshauptstadt
Düsseldorf
Stellvertretung Vorsitz
Ratsherr Andreas Hartnigk Landeshauptstadt
Düsseldorf
Dirk Lindner Industrie- und
Handelskammer zu
Düsseldorf
Gabriele Schafer
Mitglied
Uwe Balzer
MdL Peter Blumenrath Industrieterrains
Düsseldorf-Reisholz AG
Andreas Ehlert Handwerkskammer
Düsseldorf
Ratsherr Jürgen Fischer Industrieterrains
Düsseldorf-Reisholz AG
Ratsfrau Ursula Holtmann-Schnieder Industrieterrains
Düsseldorf-Reisholz AG
Dipl.-Wirtschaftsjurist Karsten Houf
Messe Düsseldorf GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 249
Dipl.-Ing. Ian Hume
Janine Kipping
Silke Krebs Land Nordrhein-
Westfalen
Dr. Gert Leis Land Nordrhein-
Westfalen
Ratsfrau Saliha Ouammar Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsfrau Angelika Penack-Bielor Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Mirko Rohloff Landeshauptstadt
Düsseldorf
Dipl.-Ing. Stefanie Rübsamen
Ratsfrau Marina Spillner Landeshauptstadt
Düsseldorf
Dr. Johannes Velling Land Nordrhein-
Westfalen
Michael de Buhr
Geschäftsführung
Wolfram Diener
Bernhard Stempfle
Erhard Wienkamp
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und
Verwaltungsräten nach Geschlecht
Dem Aufsichts- oder Verwaltungsräten in diesem Unternehmen gehören zum 31.12.2023 von
den insgesamt 21 Mitgliedern 8 Frauen an (Frauenanteil 38,1 Prozent)
Damit wird der im Paragraf 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von
40 Prozent nicht erreicht/unterschritten.
Messe Düsseldorf ASIA Pte. Ltd.
250 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Messe Düsseldorf ASIA Pte. Ltd.
Firmensitz
3 HabourFronst Place #09-02
HabourFront Tower Two
99254 Singapore
Telefon: +65 6332-9620
info@mda.com.sg
http://mda.messe-dusseldorf.com
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gegenstand des Unternehmens ist die
Planung, Förderung, Organisation,
Veranstaltung und Durchführung von
internationalen Ausstellungen, Messen und
Schauen.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 7.577.730,00 SGD
Messe Düsseldorf GmbH 7.577.730,00 SGD 100,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TSGD
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 3.233 561 2.672 2.178
Immaterielle Vermögensgegenstände 3.126 567 2.559 2.037
Sachanlagen 107 -6 113 141
Umlaufvermögen 7.435 2.166 5.269 4.707
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 757 -538 1.295 1.521
Kasse, Bankguthaben, Schecks 6.678 2.704 3.974 3.186
Summe AKTIVA 10.668 2.726 7.941 6.885
Messe Düsseldorf ASIA Pte. Ltd.
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 251
Passiva
in TSGD
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 9.409 3.159 6.251 5.425
Gezeichnetes Kapital 7.578 0 7.578 7.578
Gewinnvortrag / Verlustvortrag -1.327 826 -2.153 -906
Jahresergebnis 3.159 2.333 826 -1.247
Rückstellungen 494 163 330 383
Verbindlichkeiten 765 -596 1.361 1.077
Summe PASSIVA 10.668 2.726 7.941 6.885
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TSGD 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 13.481 4.823 8.658 108
Sonstige betriebliche Erträge 515 -157 672 630
Materialaufwand 2.502 516 1.986 300
Personalaufwand 2.501 363 2.138 1.679
Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.782 940 3.842 197
Abschreibungen 456 26 430 610
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 106 106 0 33
Steuern vom Einkommen und Ertrag 702 594 108 -780
Ergebnis nach Steuern 3.159 2.333 826 -1.247
Jahresergebnis 3.159 2.333 826 -1.247
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 88,2 9,5 78,7 78,8
Eigenkapitalrentabilität (in %) 33,6 20,4 13,2 -23,0
Verschuldungsgrad (in %) 13,4 -13,7 27,1 26,9
Mitarbeiteranzahl 24 2 22 19
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
Gernot Ringling
Messe Düsseldorf North America Inc.
252 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Messe Düsseldorf North America Inc.
Firmensitz
150 North Michigan Avenue,
Suite 2920
60601 Chicago, IL
Telefon: +1 312781-5180
info@mdna.com
www.mdna.com
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Der Zweck der Gesellschaft ist die Vertretung
von Messe- und Ausstellungsgesellschaften
aus der BRD. Dabei ist die Gesellschaft be-
rechtigt, alle Geschäftstätigkeiten auszu-
führen, welche diesen Zwecken dienen oder
solche Zwecke fördern. Zudem gehören die
Organisation und Durchführung von Messen,
Ausstellungen und anderen Veranstaltungen
zur Förderung von Industrie, Handel und
Handwerk in Nordamerika sowie die
Durchführung von dazu dienlichen oder dies
fördernden Geschäftstätigkeiten zum
Aufgabenbereich der Gesellschaft.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 100,00 USD
Messe Düsseldorf GmbH 100,00 USD 100,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Messe Düsseldorf North America Inc.
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 253
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in T$
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 17.403 -969 18.372 1.549
Sachanlagen 27 -1 28 36
Finanzanlagen 17.376 -969 18.345 1.513
Umlaufvermögen 7.457 2.816 4.641 3.772
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 963 -299 1.262 1.928
Kasse, Bankguthaben, Schecks 6.494 3.115 3.379 1.844
Rechnungsabgrenzungsposten 128 -125 253 37
Summe AKTIVA 24.988 1.721 23.267 5.358
Passiva
in T$
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 5.013 1.218 3.795 4.285
Kapitalrücklage 500 0 500 500
Gewinnvortrag / Verlustvortrag 3.296 -362 3.658 3.527
Jahresergebnis 1.217 1.580 -363 259
Verbindlichkeiten 19.975 503 19.472 1.072
Summe PASSIVA 24.988 1.721 23.267 5.358
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in T$ 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 9.903 4.489 5.414 3.393
Materialaufwand 3.982 893 3.089 1.819
Sonstige betriebliche Aufwendungen 627 493 134 101
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 109 100 9 143
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 325 175 150 0
Steuern vom Einkommen und Ertrag 157 611 -454 -4
Ergebnis nach Steuern 1.217 1.580 -363 259
Jahresergebnis 1.217 1.580 -363 259
Messe Düsseldorf North America Inc.
254 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 20,1 3,8 16,3 80,0
Eigenkapitalrentabilität (in %) 24,3 33,8 -9,6 6,0
Umsatzrentabilität (in %) 12,3 19,0 -6,7 7,6
Mitarbeiteranzahl 16 3 13 12
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
Thomas Mitchell
Messe Düsseldorf Japan Ltd.
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 255
Messe Düsseldorf Japan Ltd.
Firmensitz
New Otani Garden Court 7th
Floor, 4-1 Kioi cho, Chiyoda ku
102-0094 Tokyo
Telefon: +81 35210-9951
mdj@messe-dus.co.jp
www.messe-dus.co.jp
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gegenstand des Unternehmens sind die Ver-
mittlung von Beteiligungen an Messen und
Ausstellungen sowie das Sammeln und Be-
schaffen von Informationen über die Wirt-
schaft, die Verbreitung von Informationen
über Messen und Ausstellungen in Japan, die
Organisation von Messen und Messebeteili-
gungen und die Organisation und Planung von
diversen Veranstaltungen sowie weitere
Nebentätigkeiten, die unter den genannten
Geschäftsgegenstand fallen.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 20.000.000,00 Yen
Messe Düsseldorf GmbH 20.000.000,00 Yen 100,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Messe Düsseldorf Japan Ltd.
256 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TYen
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 12.110 2.459 9.651 10.083
Immaterielle Vermögensgegenstände 655 0 655 655
Sachanlagen 4.147 2.459 1.688 2.120
Finanzanlagen 7.308 0 7.308 7.308
Umlaufvermögen 359.541 114.727 244.814 187.275
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 43.820 -26.584 70.404 14.767
Kasse, Bankguthaben, Schecks 315.721 141.311 174.410 172.508
Rechnungsabgrenzungsposten 7.179 3.262 3.917 2.216
Summe AKTIVA 378.830 120.448 258.382 199.574
Passiva
in TYen
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 293.184 81.388 211.796 168.756
Gezeichnetes Kapital 20.000 0 20.000 20.000
Gewinnvortrag / Verlustvortrag 191.796 43.040 148.756 195.812
Jahresergebnis 81.388 38.348 43.040 -47.057
Rückstellungen 43.390 5.943 37.447 25.207
Verbindlichkeiten 42.256 33.117 9.139 5.611
Summe PASSIVA 378.830 120.448 258.382 199.574
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TYen 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 204.676 35.919 168.757 26.253
Sonstige betriebliche Erträge 7.339 -2.358 9.697 10.118
Materialaufwand 21.958 -27.354 49.312 11.825
Personalaufwand 65.419 10.157 55.262 52.975
Sonstige betriebliche Aufwendungen 29.617 6.391 23.226 19.394
Abschreibungen 694 262 432 567
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.158 847 3.311 1.514
Steuern vom Einkommen und Ertrag 17.097 6.603 10.494 180
Ergebnis nach Steuern 81.388 38.348 43.040 -47.057
Jahresergebnis 81.388 38.348 43.040 -47.057
Messe Düsseldorf Japan Ltd.
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 257
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 77,4 -4,6 82,0 84,6
Eigenkapitalrentabilität (in %) 27,8 7,4 20,3 -27,9
Verschuldungsgrad (in %) 29,2 7,2 22,0 18,3
Mitarbeiteranzahl 6 0 6 6
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
Akiko Ohara
Messe Düsseldorf India Pvt. Ltd.
258 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Messe Düsseldorf India Pvt. Ltd.
Firmensitz
Centre Point Building, 7th floor
Junction of S.V. Road & Juhu
Tara Road
400054 Mumbai
Telefon: +91 22 6678 9933
messeduesseldorf@md-india.com
www.md-india.com
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gegenstand der Gesellschaft ist die Orga-
nisation und Durchführung von Messen,
Ausstellungen und gleichartigen Veran-
staltungen sowie die Beteiligung an solchen
Veranstaltungen. Ferner ist Gegenstand die
Beratung und Entwicklung von Projekten und
die Vermittlung von Aufträgen, auf dem Ge-
biet des internationalen Messe- und Aus-
stellungswesens.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 85.000.000,00 Rs
Messe Düsseldorf GmbH 85.000.000,00 Rs 100,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TRs
Ist
03/2023
Veränderung Ist
03/2022
Ist
03/2021
Anlagevermögen 265.650 -61.845 327.495 296.081
Immaterielle Vermögensgegenstände 5.280 887 4.393 9.703
Sachanlagen 96.495 -16.079 112.575 128.654
Finanzanlagen 163.875 -46.652 210.527 157.724
Umlaufvermögen 187.760 48.870 138.890 153.209
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 55.608 -19.058 74.666 53.555
Kasse, Bankguthaben, Schecks 132.152 67.927 64.224 99.655
Summe AKTIVA 453.410 -12.975 466.385 449.290
Messe Düsseldorf India Pvt. Ltd.
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 259
Passiva
in TRs
Ist
03/2023
Veränderung Ist
03/2022
Ist
03/2021
Eigenkapital 291.001 27.025 263.976 268.907
Gezeichnetes Kapital 85.000 0 85.000 85.000
Gewinnrücklagen 178.976 -72.931 251.907 260.489
Jahresergebnis 27.025 99.956 -72.931 -76.582
Rückstellungen 7.607 -437 8.043 8.672
Verbindlichkeiten 154.802 -39.563 194.365 171.712
Summe PASSIVA 453.410 -12.975 466.385 449.290
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TRs Ist
03/2023
Veränderung Ist
03/2022
Ist
03/2021
Umsatzerlöse 412.478 374.204 38.274 2.832
Sonstige betriebliche Erträge 6.978 2.944 4.034 15.693
Materialaufwand 212.681 193.355 19.326 1.120
Personalaufwand 70.366 11.443 58.923 66.478
Sonstige betriebliche Aufwendungen 46.302 12.953 33.348 34.052
Abschreibungen 20.022 -1.571 21.594 20.561
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 0 0 1.240
Steuern vom Einkommen und Ertrag 43.060 61.012 -17.952 -28.343
Ergebnis nach Steuern 27.025 99.956 -72.931 -76.582
Jahresergebnis 27.025 99.956 -72.931 -76.582
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
Ist
03/2023
Veränderung Ist
03/2022
Ist
03/2021
Eigenkapitalquote (in %) 64,2 7,6 56,6 59,9
Eigenkapitalrentabilität (in %) 9,3 36,9 -27,6 -28,5
Mitarbeiteranzahl 44 3 41 38
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
Thomas Schlitt
Messe Düsseldorf China Ltd.
260 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Messe Düsseldorf China Ltd.
Firmensitz
Unit 3507, 35th Floor, Central
Plaza, 18 Harbour Road, Wan
Chai
Hong Kong
Telefon: +852 289380-38
info@mdc.com.cn
http://www.mdc.com.cn
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gegenstand der Gesellschaft ist die Organi-
sation und Durchführung von Messen und
Ausstellungen und anderen Veranstaltungen
im eigenen und im fremden Namen insbe-
sondere in China.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 2.000.000,00 HKD
Messe Düsseldorf GmbH 2.000.000,00 HKD 100,00 %
Beteiligungen
Messe Düsseldorf (Shanghai) Co. Ltd. 3.344.532,50 RMB 100,00 %
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 13.770 -34 13.804 13.808
Immaterielle Vermögensgegenstände 5.827 0 5.827 5.827
Sachanlagen 2 0 2 6
Finanzanlagen 7.941 -34 7.975 7.975
Umlaufvermögen 25.945 5.377 20.568 18.902
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 11.300 -3 11.303 10.461
Kasse, Bankguthaben, Schecks 14.645 5.380 9.265 8.441
Summe AKTIVA 39.715 5.343 34.372 32.711
Messe Düsseldorf China Ltd.
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 261
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 35.938 4.722 31.216 30.890
Gezeichnetes Kapital 192 0 192 192
Gewinnvortrag / Verlustvortrag 31.023 326 30.697 26.868
Jahresergebnis 4.723 4.397 326 3.829
Verbindlichkeiten 3.777 620 3.157 1.821
Summe PASSIVA 39.715 5.343 34.372 32.711
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 15.252 8.918 6.334 848
Sonstige betriebliche Erträge 461 61 400 352
Materialaufwand 14.050 8.297 5.753 599
Sonstige betriebliche Aufwendungen 894 243 651 271
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.021 4.021 0 3.580
Steuern vom Einkommen und Ertrag 65 65 0 -34
Ergebnis nach Steuern 4.723 4.397 326 3.829
Jahresergebnis 4.723 4.397 326 3.829
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 90,5 -0,3 90,8 94,4
Eigenkapitalrentabilität (in %) 13,1 12,1 1,0 12,4
Verschuldungsgrad (in %) 10,5 0,4 10,1 5,9
Mitarbeiteranzahl 3 0 3 3
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
Marius Berlemann
Düsseldorf Congress GmbH
262 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Düsseldorf Congress GmbH
Firmensitz
Stockumer Kirchstraße 61
40474 Düsseldorf
Telefon: 0211 4560-8401
info@duesseldorfcongress.de
www.duesseldorfcongress.de
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Akquisition, die Organisation, die Planung
und Durchführung von Kongressen, Tagungen
und gesellschaftlichen und kulturellen Veran-
staltungen, sowie von Märkten, Börsen und
Ausstellungen; der Betrieb von Gebäuden
oder Räumen, die zu dem vorgenannten
Zwecken genutzt werden können; die
Erbringung von Dienstleistungen, die der
Wirtschaftsförderung und der Förderung der
Standortattraktivität dienen.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 52.000,00 EUR
Landeshauptstadt Düsseldorf 26.000,00 EUR 50,00 %
Messe Düsseldorf GmbH 26.000,00 EUR 50,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 48 -13 62 94
Immaterielle Vermögensgegenstände 6 -6 12 21
Sachanlagen 42 -7 49 73
Umlaufvermögen 6.825 1.151 5.674 4.019
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 1.435 686 749 1.605
Kasse, Bankguthaben, Schecks 5.390 465 4.925 2.414
Rechnungsabgrenzungsposten 14 2 12 18
Summe AKTIVA 6.888 1.139 5.748 4.132
Düsseldorf Congress GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 263
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 2.973 584 2.389 2.141
Gezeichnetes Kapital 52 0 52 52
Gewinnrücklagen 1.807 0 1.807 1.807
Jahresergebnis 584 337 248 13
Rückstellungen 780 -145 925 773
Verbindlichkeiten 2.673 239 2.434 923
Rechnungsabgrenzungsposten 461 461 0 294
Summe PASSIVA 6.888 1.139 5.748 4.132
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 13.601 3.646 9.955 6.991
Sonstige betriebliche Erträge 55 -56 111 355
Materialaufwand 7.069 2.670 4.399 2.179
Personalaufwand 4.480 427 4.053 3.284
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.258 23 1.235 1.806
Abschreibungen 13 -20 33 50
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15 15 0 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4 0 4 5
Steuern vom Einkommen und Ertrag 261 169 92 8
Ergebnis nach Steuern 585 337 249 14
Sonstige Steuern 1 0 1 1
Jahresergebnis 584 337 248 13
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Landeshauptstadt Düsseldorf 2.783 Erträge
D.LIVE GmbH & Co. KG 499 Erträge
55 Aufwendungen
Düsseldorf Marketing GmbH 107 Aufwendungen
Messe Düsseldorf GmbH 191 Forderungen
235 Verbindlichkeiten
3.328 Erträge
1.456 Aufwendungen
Rheinbahn AG 11 Aufwendungen
Düsseldorf Congress GmbH
264 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 43,2 1,6 41,6 51,8
Eigenkapitalrentabilität (in %) 19,7 9,3 10,4 0,6
Umsatzrentabilität (in %) 4,3 1,8 2,5 0,2
Mitarbeiteranzahl 51 3 48 52
Veranstaltungen 847 64 783 318
Anzahl Besucher 303.994 121.702 182.292 110.160
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die Düssel-
dorf Congress GmbH Umsatzerlöse in Höhe
von 13.601 Tausend Euro (Vorjahr: 9.955
Tausend Euro). Hinzu kommen sonstige
betriebliche Erträge in Höhe von 55 Tausend
Euro (Vorjahr: 111 Tausend Euro), die zum
größten Teil aus der Auflösung von Wert-
berichtigungen und Rückstellungen resul-
tieren. Erstmalig seit 2019 gab es ganz-
jährig keine Veranstaltungsverbote aus der
jeweils gültigen Corona- Schutzverordnung
mehr. Das Vorjahr war insbesondere in den
ersten beiden Monaten des Jahres durch
Corona-Schutzverordnungen stark beein-
flusst, die schrittweise ab Anfang März ge-
lockert wurden. Die Materialaufwendungen
sind im Vergleich zum Umsatzanstieg
überproportional um 2.670 Tausend Euro
angestiegen und beliefen sich auf 7.069
Tausend Euro (Vorjahr: 4.399 Tausend
Euro). Die Materialintensität stieg um 7,8
Prozent-Punkte auf 52,0 Prozent (Vorjahr:
44,2 Prozent). Der Anstieg gegenüber dem
Vorjahr resultiert zum einen aus allge-
meinen Preissteigerungen und zum anderen
aus der gestiegenen Anzahl an Veranstal-
tungen. Im Vergleich zum Vorjahr sind die
Personalaufwendungen um 427 Tausend
Euro gestiegen und beliefen sich auf 4.480
Tausend Euro (Vorjahr 4.053 Tausend
Euro). Der Anstieg resultiert im Wesent-
lichen aus Gehaltssteigerungen aus der
neuen Betriebsvereinbarung über Mindest-
gehälter und Gehälter zum 1. April 2023
sowie auf der Besetzung freier und ge-
planter Stellen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
beliefen sich mit 1.258 Tausend Euro auf
dem Niveau des Vorjahres (1.235 Tausend
Euro). Der Jahresüberschuss hat mit 584
Tausend Euro (Vorjahr: 248 Tausend Euro)
den Planwert (62 Tausend Euro) deutlich
übertroffen. Die wesentlichen Faktoren
dieses Ergebnisses sind:
• Zuschläge aus der Betriebsführung des
CCD (Süd/Stadthalle)
• Ergebnis aus der Vermarktung der Messe-
hallen und der Konferenzräume in den
Messehallen (2023: 392 Tausend Euro /
Vorjahr: 196 Tausend Euro)
• Inanspruchnahme einer Rückstellung aus
einer abgeschlossenen Betriebsprüfung für
die Jahre 2015-2017 in Höhe von 300 Tau-
send Euro und Weiterbelastung an die
D.LIVE GmbH & Co. KG.
Düsseldorf Congress GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 265
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme beträgt zum Ende des Ge-
schäftsjahres 6.888 Tausend Euro und hat
sich im Vergleich zum Vorjahr (5.748 Tau-
send Euro) um 1.140 Tausend Euro erhöht.
Die Aktivseite ist wesentlich geprägt vom
Anteil des kurzfristig gebundenen Vermö-
gens. Die Liquidität der Düsseldorf Congress
GmbH liegt mit 5.390 Tausend Euro über
dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 4.925
Tausend Euro) Tausend Euro. Auf der
Passivseite hat sich das Eigenkapital um den
Jahresüberschuss (584 Tausend Euro)
erhöht und beträgt 2.973 Tausend Euro
(Vorjahr: 2.389 Tausend Euro). Bei einer
gestiegenen Bilanzsumme ist die Eigen-
kapitalquote im Vergleich zum Vorjahr von
41,6 Prozent auf 43,2 Prozent gestiegen. Die
Rückstellungen sind um 145 Tausend Euro
auf 780 Tausend Euro (Vorjahr: 925 Tau-
send Euro) gesunken. Sie beinhalten mit
241 Tausend Euro Steuerrückstellungen
(Vorjahr: 434 Tausend Euro) und mit 539
Tausend Euro sonstige Rückstellungen
(Vorjahr: 491 Tausend Euro). Die Verbind-
lichkeiten gegenüber Gesellschaftern be-
tragen 2.116 Tausend Euro (Vorjahr: 1.889
Tausend Euro) und resultieren aus gestie-
genen Verbindlichkeiten gegenüber der
Stadt für Investitionen in die Stadthalle.
Gegenläufig sind die Verbindlichkeiten aus
der Betriebsführung gegenüber dem Vorjahr
gesunken. Die sonstigen Verbindlichkeiten
belaufen sich auf 112 Tausend Euro (Vor-
jahr: 355 Tausend Euro) und sind damit
stark gesunken, da aufgrund einer System-
umstellung im Vorjahr alle Ausgangs-
rechnungen für Vorauszahlungen, die die
Folgejahre betrafen, storniert wurden und
im folgenden Geschäftsjahr neu gestellt
wurden. Analog dazu hat sich der im Vorjahr
vollständig aufgelöste passive Rechnungs-
abgrenzungsposten nun wieder deutlich
erhöht auf 461 Tausend Euro (Vorjahr: 0
Tausend Euro).
Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag
über liquide Mittel in Höhe von 5.390 Tau-
send Euro (Vorjahr: 4.925 Tausend Euro).
Der Cash Flow aus der laufenden Geschäfts-
tätigkeit belief sich im Jahr 2023 auf 451
Tausend Euro. Aus dem Cash Flow der
Investitionstätigkeit ergab sich ein Mittel-
zufluss von 15 Tausend Euro, während sich
für den Cash Flow aus der Finanzierungs-
tätigkeit ein Mittelabfluss in Höhe von 0
Tausend Euro ergab. Die Düsseldorf
Congress GmbH war im abgelaufenen
Geschäftsjahr jederzeit in der Lage ihren
Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.
Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
der Gesellschaft sind geordnet.
Chancen und Risiken
Es bestehen für die Gesellschaft grund-
sätzlich unmittelbare wirtschaftliche Risiken
aus der Vermarktung der Messehallen und
der Konferenzräume in den Messehallen. Die
Erlöse und Aufwendungen aus der Betriebs-
führung der Häuser CCD Süd und Stadthalle
werden jeweils im Namen und für Rechnung
mit dem jeweiligen Eigentümer abgerechnet,
so dass der Gesellschaft hier kein unmittel-
bares wirtschaftliches Risiko entsteht. Insge-
samt bestehen für die Düsseldorf Congress
GmbH keine bestandsgefährdenden Risiken
sowie keine besonderen Risiken aus Finanz-
anlagen, Forderungen und Verbindlichkeiten.
Die Geschäftsführung hat Umfang und Aus-
richtung der eingerichteten Systeme in
eigener Verantwortung anhand der unter-
nehmerischen Anforderungen ausgestaltet.
Das angemessene und funktionsfähig ein-
gerichtete System kann allerdings keine
absolute Sicherheit zur Identifikation und
Steuerung der Risiken gewährleisten. Zu
den bestehenden Finanzinstrumenten der
Gesellschaft gehören im Wesentlichen die
Forderungen, insbesondere die Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen und die
Forderungen gegen verbundene Unter-
nehmen und Verbindlichkeiten.
Düsseldorf Congress GmbH
266 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Die Kontrolle der Zahlungsfristen bei
Lieferanten erfolgt über das ERP-System.
Der zuständige Mitarbeitende wird mit
zunehmender Intensität vom System zur
Bearbeitung aufgefordert. Werden
Zahlungstermine überschritten, wird der
Mitarbeitende zusätzlich von der Finanz-
abteilung kontaktiert. Die Gesellschaft hat in
Ihrem ERP-System ein Mahnwesen mit
verschiedenen Mahnstufen eingerichtet.
Mahnläufe werden 14-tägig mit Hilfe des
Systems durchgeführt. Die Mahnungen
werden dem Kunden in der Regel per Post
zugesendet. Nach zwei Mahnungen wird in
Abstimmung der betroffenen Abteilung das
gerichtliche Mahnverfahren eingeleitet.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen werden innerhalb der verein-
barten Zahlungsfristen gezahlt. Die Gesell-
schaft finanziert sich durch eigene Mittel und
durch die Betriebsführungsverträge mit den
Gesellschaftern. Die Liquidität wird laufend
anhand von Betrachtungen der flüssigen
Mittel und der Forderungen und Verbindlich-
keiten geplant und kontrolliert. Die Stand-
ortfaktoren des CCD Congress Center
Düsseldorf, wie Erreichbarkeit, Hotel-
kapazitäten und Lage sind für die Ver-
anstalter wichtige Entscheidungskriterien.
Die Veranstalter schätzen nicht nur die
kurzen Wege innerhalb der Stadt Düssel-
dorf, sondern auch die Lage in der Metro-
polregion Rhein-Ruhr, die zu den größten
Ballungsgebieten Europas gehört. In
Kombination mit der Anbindung an den
internationalen Flughafen verfügt das CCD
Congress Center Düsseldorf über ein
enormes Einzugsgebiet und ist der perfekte
Standort für Veranstaltungen. Das CCD
Congress Center Düsseldorf und das
angrenzende Messegelände bieten mit
einem flexiblen und multifunktionalen
Raumkonzept den optimalen Ort für
Veranstaltungen jeglicher Größenordnung.
Unter diesen Voraussetzungen werden die
Bedürfnisse von Business-Veranstaltungen,
Kongressen mit begleitenden
Fachausstellungen (Confex), kulturellen
Veranstaltungen, Hauptversammlungen bis
hin zu Fernsehproduktionen erfüllt.
Zusätzlich bietet die strategische
Neuausrichtung der Veranstaltungsbranche
Chancen für die Düsseldorf Congress GmbH.
Für Veranstalter steht dabei neben den
emotionalen Erlebnissen auch die
Informations- und Wissensvermittlung im
Vordergrund. Die Düsseldorf Congress
GmbH hat in den vergangenen Jahren einen
großen Beitrag geleistet, nationale und
internationale Kongressgäste in die Stadt
Düsseldorf zu bewegen. Die Rückkehr des
internationalen Kongressgeschäfts ist im
Fokus der Akquisetätigkeiten.
Organe und deren Zusammensetzung
Aufsichtsrat
Vorsitz
Stadtdirektor Burkhard Hintzsche Landeshauptstadt
Düsseldorf
Stellvertretung Vorsitz
Ratsherr Giuseppe Saitta Landeshauptstadt
Düsseldorf
Mitglied
Ratsherr Dirk Angerhausen Landeshauptstadt
Düsseldorf
Düsseldorf Congress GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 267
Ratsherr Andreas Auler Landeshauptstadt
Düsseldorf
Wolfram Diener Messe Düsseldorf
GmbH
Dipl.-Ing. Clemens Hauser Messe Düsseldorf
GmbH
Günter Karen-Jungen Landeshauptstadt
Düsseldorf
Lydia Koudich Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsfrau Saliha Ouammar Landeshauptstadt
Düsseldorf
Peter Ulrich Peters Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsfrau Dr. Sabrina Proschmann Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsfrau Dr. Christine Rachner Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Peter Rasp Landeshauptstadt
Düsseldorf
Bernhard Stempfle Messe Düsseldorf
GmbH
Ratsherr Dirk Peter Sültenfuß Landeshauptstadt
Düsseldorf
Erhard Wienkamp Messe Düsseldorf
GmbH
Geschäftsführung
Maria Kofidou
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und
Verwaltungsräten nach Geschlecht
Dem Aufsichts- oder Verwaltungsräten in diesem Unternehmen gehören zum 31.12.2023 von
den insgesamt 16 Mitgliedern 4 Frauen an (Frauenanteil 25,0 Prozent)
Damit wird der im Paragraf 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von
40 Prozent nicht erreicht/unterschritten.
Messeturm Düsseldorf Verwaltungsgesellschaft mbH
268 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Messeturm Düsseldorf Verwaltungsgesellschaft mbH
Firmensitz
Messeplatz 1
40474 Düsseldorf
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Verwaltung und der Betrieb von
gewerblich genutzten Gebäuden,
insbesondere von Bürohäusern.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 520.000,00 EUR
Messe Düsseldorf GmbH 260.000,00 EUR 50,00 %
Manfred Kronen GmbH & Co. KG 143.000,00 EUR 27,50 %
Philipp Kronen Immobilien Verwaltungs GmbH & Co. KG 78.000,00 EUR 15,00 %
Timm Kronen Immobilien Verwaltungs GmbH & Co. KG 39.000,00 EUR 7,50 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Messeturm Düsseldorf Verwaltungsgesellschaft mbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 269
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 89 -1 90 94
Sachanlagen 89 -1 90 94
Umlaufvermögen 1.814 -125 1.939 1.989
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 576 533 43 11
Kasse, Bankguthaben, Schecks 1.238 -658 1.896 1.977
Summe AKTIVA 1.903 -126 2.029 2.082
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 1.585 -102 1.687 1.606
Gezeichnetes Kapital 520 0 520 520
Bilanzergebnis 1.065 -102 1.167 1.086
Rückstellungen 31 -200 230 336
Verbindlichkeiten 288 175 112 139
Summe PASSIVA 1.903 -126 2.029 2.082
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 3.505 541 2.964 2.945
Sonstige betriebliche Erträge 0 -1 1 0
Personalaufwand 41 3 37 37
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.896 716 1.180 1.256
Abschreibungen 1 -2 3 25
Steuern vom Einkommen und Ertrag 468 -46 514 478
Ergebnis nach Steuern 1.128 -102 1.230 1.150
Sonstige Steuern 63 0 63 63
Jahresergebnis 1.065 -102 1.167 1.086
Gewinnvortrag / Verlustvortrag VJ 0 0 0 461
Vorabausschüttung 0 0 0 461
Bilanzergebnis 1.065 -102 1.167 1.086
Messeturm Düsseldorf Verwaltungsgesellschaft mbH
270 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 83,3 0,2 83,1 77,1
Eigenkapitalrentabilität (in %) 71,2 -1,7 72,9 71,6
Verschuldungsgrad (in %) 20,1 -0,2 20,3 29,6
Umsatzrentabilität (in %) 30,4 -9,0 39,4 36,9
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Im Berichtsjahr konnten die Mieterlöse im
Messeturm A aufgrund des langfristigen
Mietvertrages mit der Messe Düsseldorf
GmbH gehalten werden.
Die Erlöse für die Antennenanlagen betragen
im Berichtsjahr 25,7 Tausend Euro.
Zinserträge wurden durch Festgeldanlagen
in Höhe von 29 Tausend Euro erzielt. Die
Nebenkosteneinnahmen sind um 513,2 Tau-
send Euro gestiegen.
Auf der Kostenseite sind die umlagefähigen
Nebenkosten in gleicher Höhe gestiegen.
Ansonsten entwickelten sich die Ausgaben
weiter nahezu planmäßig.
Im Rahmen der geplanten Umbaumaß-
nahmen sind einbudgetierte Planungs-
leistungen in Höhe von 197 Tausend Euro
entstanden. Bei den Instandhaltungskosten
wurde 2023 das bereitgestellte Budget von
100 Tausend Euro zu 100 Prozent (103,6
Tausend Euro) in Anspruch genommen.
Sonstige nicht eingeplante Maßnahmen sind
nicht vorgefallen.
Vermögens- und Finanzlage
Die Zusammensetzung des Vermögens der
Gesellschaft bestand zum Jahresende im
Wesentlichen aus dem Messeturm A und aus
liquiden Mitteln.
Das Finanzmanagement orientiert sich an
einer vorsichtigen, risikoarmen Strategie. Im
Wesentlichen werden Tagesgelder einge-
setzt. Außerdem wurden im Berichtsjahr
zwei kurzfristige Festgeldanlagen eröffnet,
die zum Bilanzstichtag bereits wieder
aufgelöst sind.
Die Liquidität ist durch die monatlichen
Eingänge der Mietzahlungen gesichert und
war aufgrund geringer lnstandhaltungs-
ausgaben und geringerer Ausgaben für die
Planungsleistungen ausreichend. Die im
Vergleich zum Vorjahr niedrigere Liquidität
resultiert aus den beglichenen
Steuernachzahlungen des Vorjahres in Höhe
von 211 Tausend Euro und der bestehenden
Forderung aus der Nebenkostenabrechnung
in Höhe von netto 477 Tausend Euro.
Chancen und Risiken
Im Hinblick auf die Vermietungssituation im
Messeturm A können trotz der Energiekrise
und des Ukraine-Kriegs aktuell keine Risiken
erkannt werden.
Die Vollvermietung des Objektes ist
aufgrund des Mietvertrags vom 17.
Dezember 1997 mindestens bis zum 31. Mai
2025 gesichert. Der zum 1. Januar 2019
Messeturm Düsseldorf Verwaltungsgesellschaft mbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 271
angepasste Mietzins ist auch für die
Folgezeit für die Vertragsparteien bindend.
Ein Untergang / Beschädigung des
Vermietungsobjektes ist als Risiko zu
bewerten. Hier wurden als
Gegenmaßnahmen Versicherungen
abgeschlossen, die den Gebäudewert
beziehungsweise das Mietausfallrisiko
abdecken.
Der Messeturm A ist auch für die nächsten
Jahre wichtiger Bestandteil des Düsseldorfer
Messegeländes und hier als Zentrum der
Verwaltung der Messe Düsseldorf GmbH
unverzichtbar.
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
Philipp Kronen
GEC German Exposition Corporation International GmbH
272 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
GEC German Exposition Corporation International
GmbH
Firmensitz
Kastanienallee 71
10435 Berlin
Telefon: 0511 8933767
www.gec.de
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gegenstand des Unternehmens ist die
Organisation und Durchführung von Messen
im eigenen und fremden Namen im Ausland
sowie alle damit zusammenhängenden
Tätigkeiten, darüber hinaus die Veräußerung
von Beteiligungen an in- und ausländischen
Unternehmen im Bereich des Messewesens,
insbesondere einer Beteiligung an dem
deutsch-chinesischen Joint Venture-Unter-
nehmen Shanghai International Expo Center
Ltd. in Shanghai, VRC.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 150.000,00 EUR
Deutsche Messe AG 50.000,00 EUR 33,33 %
Messe Düsseldorf GmbH 50.000,00 EUR 33,33 %
Messe München GmbH 50.000,00 EUR 33,33 %
Beteiligungen
Shanghai New International Expo Center Co. Ltd. 60.750.000,00 USD 50,00 %
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 44.800 0 44.800 44.800
Finanzanlagen 44.800 0 44.800 44.800
Umlaufvermögen 2.634 -348 2.981 3.315
Kasse, Bankguthaben, Schecks 2.588 -394 2.981 3.315
Summe AKTIVA 47.433 -348 47.781 48.114
GEC German Exposition Corporation International GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 273
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 47.348 -224 47.572 47.804
Gezeichnetes Kapital 150 0 150 150
Kapitalrücklage 35.856 0 35.856 35.856
Bilanzergebnis 11.342 -224 11.567 11.798
Rückstellungen 85 0 86 288
Verbindlichkeiten - -123 123 22
Summe PASSIVA 47.433 -348 47.781 48.114
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 33 0 33 33
Sonstige betriebliche Erträge 3 -11 13 270
Personalaufwand 132 0 132 132
Sonstige betriebliche Aufwendungen 199 53 146 120
Erträge aus Beteiligungen - 0 0 15.252
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 0 0 0
Steuern vom Einkommen und Ertrag -36 -36 0 965
Ergebnis nach Steuern -224 7 -231 14.337
Jahresergebnis -224 7 -231 14.337
Gewinnvortrag / Verlustvortrag VJ 11.567 -231 11.798 0
Vorabausschüttung - 0 0 2.539
Bilanzergebnis 11.342 -224 11.567 11.798
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 99,8 0,3 99,6 99,4
Eigenkapitalrentabilität (in %) -0,5 0,0 -0,5 30,0
Verschuldungsgrad (in %) 0,2 -0,3 0,4 0,7
Mitarbeiteranzahl 1 0 1 1
GEC German Exposition Corporation International GmbH
274 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Der Geschäftsverlauf der GEC German
Exposition Corporation International GmbH
(GEC) ist in hohem Maße abhängig von der
wirtschaftlichen Entwicklung des unter den
Finanzanlagen ausgewiesenen Joint
Ventures Shanghai New International Expo
Centre (SNIEC).
Aufgrund der Maßnahmen im Zuge der
Pandemie fanden im gesamten Jahr 2022
auf dem Messegelände der Gesellschaft
SNIEC keine Veranstaltungen statt.
Stattdessen wurde das Gelände zeitweilig
von den Behörden als Behelfskrankenhaus
genutzt. Hierfür erhielt die Gesellschaft Ende
2022 eine substanzielle Kompensations-
zahlung seitens des Staates, die die Liqui-
dität sicherstellte.
Nach der Aufhebung sämtlicher Corona-
Einschränkungen nahm die Gesellschaft
SNIEC den Messebetrieb am 07. März 2023
mit zwei parallel durchgeführten Veran-
staltungen wieder auf. Es folgte ein
ausgesprochen positives Messejahr mit 121
Veranstaltungen, dem mit Abstand höchsten
Wert seit dem Rekordjahr 2019 (139 Veran-
staltungen).
Für das Gesamtjahr 2023 plante die Ge-
schäftsführung der SNIEC 106 Veranstal-
tungen mit einem Umsatz von circa 121 Mio.
Euro und ein Jahresergebnis von rund 44
Mio. Euro.
Tatsächlich fanden auf dem Messegelände
der Gesellschaft SNIEC 121 Veranstaltungen
mit einem Umsatz von 132 Mio. Euro statt.
Hierbei wurde ein Jahresergebnis von 51
Mio. Euro erzielt.
Wie im Vorjahr wurde auch in 2023 keine
Dividende an die Anteilseigner ausge-
schüttet.
Dementsprechend ergibt sich für das
Geschäftsjahr 2023 für die GEC ein Ergebnis
nach Steuern von -224.326 Euro (im Vojahr
-231 Euro).
Vermögens- und Finanzlage
Zur Finanzierung der Beteiligung an der
Gesellschaft SNIEC haben die Gesellschafter
Deutsche Messe AG, Messe Düsseldorf
GmbH sowie Messe München GmbH anteilig
Einzahlungen in die Kapitalrücklage in
2000/2001 geleistet. Die Eigenkapitalquote
zum Bilanzstichtag beträgt 99,8 Prozent (im
Vorjahr 99,6 Prozent).
Der Vollausbau des Messegeländes in
Shanghai (SNIEC) wurde Ende 2011 mit
einer Hallenfläche von 200 Tausend
Quadratmeter und einem Freigelände von
100 Tausend Quadratmeter abgeschlossen.
Das doppelt so große Messegelände in
Hongqiao ist 2015 in Betrieb gegangen. Die
möglichen Einflüsse auf SNIEC werden
ebenso wie die Entwicklung anderer
Messegelände in China ständig beobachtet.
Chancen und Risiken
Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung hängen maßgeblich von der
wirtschaftlichen Erholung Chinas und der
Entwicklung des Messemarktes am Standort
Shanghai ab.
GEC German Exposition Corporation International GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 275
Zur Früherkennung von Risiken und
Abweichungen geplanter Erlös- und
Kostenbudgets sind in der GEC
zweckdienliche Maßnahmen eingerichtet,
unter anderem durch ein monatliches
Finanz-Reporting des SNIEC-Managements.
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
Wolfram Feuerhake Deutsche Messe AG
Stefan Rummel Messe München GmbH
Dr. Clemens Schütte Messe Düsseldorf
GmbH
Sonstige Beteiligungen
276 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Sonstige Beteiligungen
Sonstige Beteiligungen
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 277
Umsatzerlöse (Gesamtvolumen 481,4 Mio Euro)
Eigenkapital (Gesamtvolumen 579,2 Mio Euro)
Sana Kliniken Düsseldorf GmbH
IPM Immobilien Projekt
Management Düsseldorf GmbH
D.LIVE GmbH & Co. KG
SWD Städt. Wohnungsgesellschaft
Düsseldorf mbH & Co. KG
Regiobahn
Fahrbetriebsgesellschaft mit
beschränkter Haftung
SWD Städt. Wohnungsbau-GmbH
& Co. KG Düsseldorf
SWD Städt. Wohnungsbau-GmbH
& Co. KG Düsseldorf
D.LIVE GmbH & Co. KG
Sana Kliniken Düsseldorf GmbH
SWD Städt. Wohnungsgesellschaft
Düsseldorf mbH & Co. KG
Deutsche Oper am Rhein
Theatergemeinschaft Düsseldorf-
Duisburg gGmbH
Werkstatt für angepasste Arbeit
Gesellschaft mit beschränkter
Haftung
Zukunftswerkstatt Düsseldorf GmbH
278 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Zukunftswerkstatt Düsseldorf GmbH
Firmensitz
Konrad-Adenauer-Platz 9
40210 Düsseldorf
Telefon: +49 211 17302-0
zwd@zwd.de
https://www.zwd.de
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Förderung der Erziehung, Volks- und
Berufsbildung einschließlich der Studenten-
hilfe, die Förderung der Hilfe für politisch,
rassisch oder religiös Verfolgte, für Flücht-
linge, Vertriebene, Aussiedler, die Förderung
der Gleichberechtigung von Frauen und
Männern, die Förderung der Jugend- und
Altenhilfe, die Förderung des bürgerschaft-
lichen Engagements zugunsten gemein-
nütziger, mildtätiger und kirchlicher Zwecke
sowie die Verfolgung mildtägiger Zwecke. Der
Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere
durch Coaching, Betreuung, Qualifizierung/
Ausbildung, vorübergehende Regel hilfs-
bedürftigen Personen gemäß Paragraf 53
Abgabenordnung sowie benachteiligten
Zielgruppen des Düsseldorfer Arbeitsmarktes,
wie zum Beispiel Langzeitarbeitslose, Frauen
nach der Familienphase, junge Erwachsene,
Migranten, sowie durch Beratung dieses
Personenkreises und interessierter Unter-
nehmen. Im Rahmen der Verfolgung mild-
tätiger Zwecke werden auch Betreuungs-,
Service- und Pflegeleistungen an hilfs-
bedürftige Personen im Sinne des Paragraf 53
Abgabenordnung erbracht.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 26.000,00 EUR
Landeshauptstadt Düsseldorf 26.000,00 EUR 100,00 %
Beteiligungen
Düsseldorfer Transfer GmbH 26.000,00 EUR 100,00 %
Zukunftswerkstatt Düsseldorf GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 279
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 374 48 326 281
Immaterielle Vermögensgegenstände 0 0 1 4
Sachanlagen 348 49 299 251
Finanzanlagen 26 0 26 26
Umlaufvermögen 5.726 5 5.721 5.098
Vorräte 59 12 47 53
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 1.364 196 1.168 1.423
Wertpapiere 23 0 23 23
Kasse, Bankguthaben, Schecks 4.280 -203 4.483 3.600
Rechnungsabgrenzungsposten 30 -1 31 28
Summe AKTIVA 6.130 53 6.077 5.407
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 3.767 361 3.406 2.907
Gezeichnetes Kapital 26 0 26 26
Gewinnrücklagen 2.051 0 2.051 2.051
Gewinnvortrag / Verlustvortrag 1.329 499 830 391
Jahresergebnis 361 -137 499 439
Sonderposten 14 -4 17 22
Rückstellungen 763 -507 1.270 996
Verbindlichkeiten 1.582 208 1.374 1.481
Summe PASSIVA 6.130 53 6.077 5.407
Zukunftswerkstatt Düsseldorf GmbH
280 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 14.001 763 13.237 12.355
Erträge aus Zuwendungen 4 -2 5 -
Sonstige betriebliche Erträge 3.785 -589 4.375 4.147
Materialaufwand 1.614 241 1.373 1.127
Personalaufwand 12.242 710 11.532 10.308
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.476 -646 4.121 4.424
Abschreibungen 104 19 85 198
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20 19 1 1
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - - - 0
Ergebnis nach Steuern 369 -138 507 446
Sonstige Steuern 7 -1 8 7
Jahresergebnis 361 -137 499 439
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Landeshauptstadt Düsseldorf 355 Forderungen
10.779 Erträge
Düsseldorfer Transfer GmbH 196 Erträge
685 Aufwendungen
Rheinbahn AG 21 Erträge
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 61,5 5,4 56,0 53,8
Eigenkapitalrentabilität (in %) 9,8 -5,1 14,9 15,3
Verschuldungsgrad (in %) 62,4 -15,6 77,9 85,2
Umsatzrentabilität (in %) 2,6 -1,2 3,8 3,6
Mitarbeiteranzahl 96 2 94 92
Teilnehmerbereich (Personal) 327 -2 329 330
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Die anhaltenden geopolitischen Spannungen
prägten die Rahmenbedingungen für Politik
und Wirtschaft in 2023 in Deutschland. Die
stark gestiegenen Energiepreise, Inflation
und Materialengpässe stellten neben dem
anhaltenden Fachkräfte-Mangel für viele
Unternehmen hohe Herausforderungen dar.
Die ZWD ist in ihren Geschäftsfeldern aller-
dings nicht in energieintensiven Bereichen
tätig und daher nur in begrenztem Umfang
Zukunftswerkstatt Düsseldorf GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 281
unmittelbar von Energiepreissteigerungen
betroffen.
Auch Material- und Lieferengpässe wirken
sich nur eingeschränkt aus. Die in der Folge
der allgemeinen Kostensteigerungen verein-
barten Lohn- und Gehaltssteigerungen in
vielen Branchen schlugen sich auch in den
gestiegenen Vergütungen für das Stamm-
personal der ZWD nieder. Die Vergütung für
die Zielgruppenbeschäftigten stieg infolge
des erheblich gestiegenen gesetzlichen
Mindestlohns. Diese Personalkostenstei-
gerungen konnte die ZWD in ihren Preiskal-
kulationen teilweise an Auftraggebende
weitergeben. Teilweise sind aber auch
aufgrund unbesetzter Stellen im Stamm-
und Teilnehmenden- Bereich in großem
Umfang geplante Personalkosten nicht
eingetreten.
Im Ergebnis war das Jahr 2023 mit einem
Jahresüberschuss in Höhe von 361,4 Tau-
send Euro für die ZWD erneut ein wirtschaft-
lich erfolgreiches Jahr, wenn auch der
Jahresüberschuss des Vorjahres (Vorjahr:
498,9 Tausend Euro) nicht erreicht wurde.
Die Umsatzerlöse belaufen sich auf 14,0
Mio. Euro und wurden gegenüber dem
Vorjahr um 763 Tausend Euro beziehungs-
weise 5,8 Prozent gesteigert.
Der Anteil der betrieblichen Leistung, be-
stehend aus den Umsatzerlösen, an den
Gesamterträgen beträgt im Berichtsjahr
78,8 Prozent (Vorjahr: 75,1 Prozent). Die
sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich
auf 3,8 Mio. Euro (Vorjahr: 4,4 Mio. Euro)
und sanken damit gegenüber dem Vorjahr
um 13,6 Prozent. Der Anteil der sonstigen
Erträge an den Gesamterträgen beträgt 21,2
Prozent (Vorjahr: 24,7 Prozent). Der Per-
sonalaufwand des Unternehmens beläuft
sich in 2023 auf 12,2 Mio. Euro (Vorjahr:
11,5 Mio. Euro) und steigt damit gegenüber
dem Vorjahr um 710 Tausend Euro be-
ziehungsweise 6,2 Prozent. Der Anstieg
resultiert bei den Stammkräften aus einer
Lohn- und Gehaltssteigerung und der
Zahlung einer Inflationsausgleichsprämie
sowie bei den Teilnehmenden aus der
Mindestlohnanpassung und der Zahlung
einer Inflationsausgleichsprämie. Die
Personalaufwandsquote (Personalauf-
wand*100 / Gesamtleistung) liegt im
Berichtsjahr bei 68,8 Prozent (Vorjahr: 65,5
Prozent).
Der Wirtschaftsplan der Gesellschaft sah für
2023 ein ausgeglichenes Jahresergebnis von
+/- 0 Tausend Euro vor. Mit der Vorlage des
Nachtragshaushaltes prognostizierte die
ZWD ein Jahresergebnis 2023 in Höhe von
+311,0 Tausend Euro und erzielte im
Jahresabschluss einen Jahresüberschuss in
Höhe von 361,4 Tausend Euro. Folgende
Faktoren sind maßgeblich für das in 2023
erzielte Jahresergebnis: Die ZWD konnte in
ihren gewerblichen Betrieben in weiten
Teilen ihre Beauftragungen fortsetzen und
ihre Umsatzziele erfüllen. Die durch Zu-
schüsse finanzierten Projekte der ZWD
waren in ihrer Finanzierung nicht beein-
trächtigt und für das bis 30. November 2023
durch Mittel des Landes finanzierte Projekt
Kompetenzzentrum Frau und Beruf Düssel-
dorf und Kreis Mettmann erhielt die ZWD
per 01. Dezember 2023 einen Zuwendungs-
bescheid über eine vierjährige Projektför-
derung bis 30. November 2027. Der Bereich
Arbeit und Integration verzeichnete durch
die vom Jobcenter Düsseldorf vorgegebene
Kürzungen der AGH-Platzzahlen (AGH =
Arbeitsgelegenheit) einen deutlichen Rück-
gang der AGH-Fallpauschalen, auf den die
ZWD mit einer Anpassung des Personal-
einsatzes reagiert hat. Bei den Vergabe- und
Gutscheinmaßnahmen konnten in 2023 die
geplanten Teilnehmendenzahlen erreicht
sowie eine neu ausgeschriebene Vergabe-
maßnahme gewonnen werden.
Wichtige Ursache für das erzielte Jahres-
ergebnis war außerdem, dass die für 2023
geplanten Personalkosten sowohl im
Stammkräftebereich wie auch bei den
sozialversicherungspflichtig beschäftigten
Teilnehmenden wegen fehlender Stellen-
besetzungen deutlich unterschritten wurden.
Zukunftswerkstatt Düsseldorf GmbH
282 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Die Ertragslage der ZWD hat sich somit in
2023 auch unter schwierigen Rahmenbe-
dingungen als auskömmlich erwiesen.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme 2023 hat sich gegenüber
dem Vorjahr nur geringfügig verringert und
liegt weiterhin bei 6,1 Mio. Euro (Vorjahr:
6,1 Mio. Euro). Die Höhe des Anlagever-
mögens einschließlich der Finanzanlagen
beläuft sich auf 374 Tausend Euro (Vorjahr:
325 Tausend Euro), der Anteil des Anlage-
vermögens an der Bilanzsumme beträgt
rund 6,5 Prozent (Vorjahr: 5,4 Prozent). Das
Umlaufvermögen beläuft sich auf 5,7 Mio.
Euro (Vorjahr: 5,7 Mio. Euro), der Anteil des
Umlaufvermögens an der Bilanzsumme
beträgt 93,5 Prozent (Vorjahr: 94,6 Pro-
zent).
Aufgrund des strengen Niederstwertprinzips
und der Regeln der verlustfreien Bewertung
sind sämtliche erkennbaren Verluste über
Abwertungen und Rückstellungen im Jahres-
abschluss berücksichtigt worden.
Die Finanzlage der ZWD ist im Hinblick auf
ihre Fähigkeit, Zahlungsverpflichtungen
jederzeit erfüllen zu können, als sehr gut
anzusehen. Wie im Vorjahr war im ge-
samten Geschäftsjahr 2023 die Liquidität
jederzeit gesichert. Liquiditätsreserven sind
in hohem Umfang vorhanden und not-
wendig, um Auszahlungsverzögerungen bei
Kostenträgern und Lohn- und Gehalts-
zahlungen sicherzustellen. Ausgehend von
dem betriebsgewöhnlichen monatlichen
Finanzbedarf ist mit dieser Liquidität ein
Deckungszeitraum von 2,3 Monaten gewähr-
leistet.
Die ZWD verfügt über ein hohes Eigen-
kapital. Die Eigenkapitalquote 2 beträgt 61,7
Prozent (Vorjahr: 56,3 Prozent).
Das Fremdkapital beträgt rund 2,35 Mio.
Euro (Vorjahr: 2,64 Mio. Euro). Es setzt sich
zusammen aus Rückstellungen (763 Tau-
send Euro) und Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen, Verbindlich-
keiten gegenüber verbundenen Unter-
nehmen sowie sonstigen Verbindlichkeiten
(1.293 Tausend Euro).
Das Anlagevermögen beläuft sich ohne
Finanzanlagen auf 348 Tausend Euro
(Vorjahr: 299 Tausend Euro) und ist
vollumfänglich durch Eigenkapital gedeckt.
Die geplanten Investitionen konnten aus
Eigenmitteln der ZWD jederzeit getätigt
werden.
Die Investitionen im Geschäftsjahr 2023 be-
liefen sich auf 153 Tausend Euro (Vorjahr:
132 Tausend Euro) und betrafen überwie-
gend Betriebs- und Geschäftsausstattungen
und Fuhrparkerneuerungen der Zweck-
betriebe.
Chancen und Risiken
Die seit Jahren rückläufigen Haushaltsmittel
für Eingliederungsleistungen im SGB 2
stehen im Widerspruch zu den Verfesti-
gungstendenzen bei der Langzeitarbeits-
losigkeit. Bei einem auf 39,9 Mio. Euro
abgeschmolzenen Eingliederungstitel re-
duziert das Jobcenter Düsseldorf in seiner
Planung für 2024 die Zahl der AGH-Plätze
auf 652 (2022: 995; 2023: 809) und die
Eintritte in Paragraf 16i-Stellen auf 90
(2022: 250; 2023: 175). Zudem wird die
Paragraf 16e-Förderung eingestellt. Die
ZWD ist bei den AGH-Kürzungen seit April
2022 mit dem Verlust von 81 Plätzen ihrer
vormals 194 AGH-Plätze betroffen. Ihre
vormals 112 Paragraf 16i-Stellen wird die
ZWD bereits in 2024 nicht halten können
und sukzessive alle 28 Paragraf 16e-Stellen
verlieren. Auch die geplanten Eintrittszahlen
Zukunftswerkstatt Düsseldorf GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 283
in Aktivierungs- und berufliche Eingliede-
rungsmaßnahmen in Düsseldorf sinken in
der Planung des JCD für 2024 um 10 Pro-
zent von 3.994 auf 4.400.
Für die ZWD als Beschäftigungsgesellschaft
ergeben sich aus der drastischen Redu-
zierung der Platz- und Eintrittszahlen im
Bereich der öffentlich geförderten Beschäf-
tigung große Herausforderungen. Die er-
folgten Kürzungen im AGH-Bereich haben
personelle Anpassungsmaßnahmen im
Regiepersonal erforderlich gemacht, die
bereits in 2023 durch personelle Fluktuation,
Verrentung und das Auslaufen befristeter
Arbeitsverhältnisse umgesetzt werden
konnten. Gleichzeitig verringern sich mit der
kleiner werdenden Zahl von AGH-Teil-
nehmenden die Möglichkeiten des Über-
gangs von AGH-Teilnehmenden in geför-
derte sozialversicherungspflichtige Be-
schäftigung bei der ZWD.
Auch der zu erwartende Rückgang der Teil-
nehmenden-Zahlen in nach Teilhabe-
chancengesetz geförderten Beschäftigungs-
verhältnissen (Paragraf 16i und Paragraf 16e
SGB 2) stellt in diesem Ausmaß ein gravie-
rendes Risiko für die ZWD und ihre Zweck-
betriebe dar. Bei fehlender Möglichkeit zur
Nachbesetzung von sozialversicherungs-
pflichtigen Teilnehmenden-Stellen ist die
Leistungserbringung der Betriebe in den
Beauftragungen durch die Landeshauptstadt
Düsseldorf und anderer Kunden gefährdet.
Daher wird bei der Annahme und Erfüllung
betrieblicher Beauftragungen künftig
verstärkt zu prüfen sein, ob die personelle
Besetzung der Teilnehmenden-Stellen in
ausreichendem Umfang gegeben ist und wie
durch weitere Maßnahmen den Betrieben die
Auftragserfüllung ermöglicht werden kann.
Auch wenn die Haushaltslage der Landes-
hauptstadt Düsseldorf (LHD) durch höhere
Sozialausgaben, steigende Personalkosten
und eine wachsende Zinslast angespannt ist,
setzt die Kommune ihr Engagement der
Arbeitsmarktförderung fort. Es kann zudem
davon ausgegangen werden, dass seitens
der städtischen Fachämter bei eigenen
knappen personellen Ressourcen ein hohes
Interesse an der Beauftragung der ZWD
besteht. Denn die übergreifenden Schwer-
punkt-Themen Klimaschutz, Mobilität,
Sicherheit und Sauberkeit, Digitalisierung,
Familienfreundlichkeit werden weiterhin mit
Nachdruck verfolgt – Felder, in denen auch
die ZWD mit ihren Zweckbetrieben in Teilen
tätig ist.
Für die Zweckbetriebe geht die ZWD für das
Jahr 2024 daher und aufgrund bestehender
Verträge von einer Fortsetzung der Beauf-
tragungen durch die Landeshauptstadt
Düsseldorf aus. Eine Öffnungsklausel zur
Nachverhandlung von Beauftragungen bei
geänderten arbeitsmarktpolitischen
Rahmenbedingungen wurde hierbei regel-
mäßig vereinbart.
Für den Personenkreis der besonders lang-
jährig Arbeitslosen bietet die ZWD in ihren
Zweckbetrieben soziale Teilhabe durch
Arbeit an und trägt damit maßgeblich zu
ihrer Stabilisierung bei, beendet ihre Iso-
lierung, beugt weiteren Qualifikations-
verlusten vor und verbessert ihre Arbeits-
markt- und Berufschancen. Durch ihre
Integrationsarbeit hat die ZWD zudem
bewiesen, dass auch einzelne Langzeit-
arbeitslose bei entsprechender Förderung
den Übergang in den allgemeinen Arbeits-
markt schaffen können, wie zum Beispiel 34
Küchenkräfte von Casa Blanka, die zum
Jugendamt gewechselt sind, oder Teil-
nehmende der Umweltwerkstatt; die beim
Garten- und Sportamt eine Festanstellung
gefunden haben.
Hier sieht die ZWD Chancen, einen Beitrag
zur Deckung des Personalbedarfs im Helfer-
bereich bei der Landeshauptstadt Düsseldorf
zu leisten.
Wie für viele Unternehmen stellt auch für die
ZWD der anhaltende Fachkräftemangel bei
vakanten Stellen im Stammkräfte-Bereich
eine große Herausforderung dar. Die Suche
nach passenden Bewerber/-innen erweist
Zukunftswerkstatt Düsseldorf GmbH
284 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
sich oftmals als schwierig und sehr
zeitaufwändig.
Dies betrifft alle Unternehmensbereiche.
Dennoch sieht die ZWD hier gute Chancen,
mit ihrer personalorientierten Unter-
nehmenspolitik und Beratungsangeboten
rund um das Thema Vereinbarkeit von Beruf
und Familie sowie der beruflichen Förderung
von Frauen im Wettbewerb zu bestehen. Zu
diesem Themenbereich unterstützt die ZWD
zudem seit vielen Jahren mit ihrem von
Land NRW geförderten Kompetenzzentrum
Frau und Beruf klein- und mittelständische
Unternehmen in der Region Düsseldorf –
Kreis Mettmann.
Aufgrund des Risikos unzureichender
Stellenbesetzungen im Teilnehmenden-
Bereich wird die ZWD ihre eigenen Akqui-
sitionsbemühungen fortsetzen, um trotz
restriktiver Förderbedingungen des JCD im
Bereich öffentlicher Beschäftigung eine
tragfähige Besetzung der Teilnehmenden-
Stellen und eine gute Auslastung der
Zweckbetriebe zu erreichen.
Verstärkte Akquisitionsbemühungen sind
auch für eine gute Auslastung der Gut-
schein- und Vergabemaßnahmen der ZWD
erforderlich. Die speziellen Beratungs- und
Coachingangebote der ZWD für Frauen mit
Migrations- und Fluchthintergrund bieten
gute Orientierungsmöglichkeiten auf dem
deutschen Arbeitsmarkt – auch für ge-
flohene ukrainische Frauen mit Bleibe-
perspektive.
Angesichts der beschriebenen Chancen und
Risiken steigen die Anforderungen an die
Steuerung des Unternehmens. Die Gesell-
schaft hat ein Risikomanagement imple-
mentiert, um frühzeitig Risiken zu erkennen
und drohenden Schaden für das Unter-
nehmen abzuwenden. Die monatlichen und
quartalsmäßigen Berichterstattungen
wurden in 2023 fortgesetzt und die Ergeb-
nisse an das Beteiligungsmanagement der
Stadt Düsseldorf gemeldet sowie dem
Aufsichtsrat zur Verfügung gestellt. Die
Risiken in den Zweckbetrieben und Be-
reichen der ZWD werden permanent und
zeitnah bewertet, alternative Szenarien
analysiert und die hieraus abgeleiteten
Maßnahmen umgesetzt.
Die Gesellschaft verfügt über ein Qualitäts-
managementsystem, welches regelmäßig
durch die CERTQUA Zertifizierungs-
organisation nach DIN EN ISO 9001:2015
und nach der Akkreditierungs- und Zu-
lassungsverordnung – Arbeitsförderung
(AZAV) auditiert und zertifiziert wird.
Zukunftswerkstatt Düsseldorf GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 285
Organe und deren Zusammensetzung
Aufsichtsrat
Vorsitz
Stadtdirektor Burkhard Hintzsche Landeshauptstadt
Düsseldorf
Stellvertretung Vorsitz
Ratsherr Andreas Paul Stieber Landeshauptstadt
Düsseldorf
Mitglied
Ratsherr Samy Charchira Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsfrau Angela Hebeler Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsfrau Constanze Mucha Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsfrau Dr. Christine Rachner Landeshauptstadt
Düsseldorf
Bürgermeisterin Klaudia Zepuntke Landeshauptstadt
Düsseldorf
Geschäftsführung
Claudia Diederich
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und
Verwaltungsräten nach Geschlecht
Dem Aufsichts- oder Verwaltungsräten in diesem Unternehmen gehören zum 31.12.2023 von
den insgesamt 7 Mitgliedern 4 Frauen an (Frauenanteil 57,1 Prozent)
Damit wird der im Paragraf 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von
40 Prozent erreicht/überschritten.
Düsseldorfer Transfer GmbH
286 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Düsseldorfer Transfer GmbH
Firmensitz
Konrad-Adenauer-Platz 9
40210 Düsseldorf
Telefon: 0211 17302-0
zwd@zwd.de
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Förderung und Durchführung von Maß-
nahmen zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit
in der Region Düsseldorf. Der Gesellschafts-
zweck wird verwirklicht durch die Beratung,
Betreuung, Vermittlung, Qualifizierung/Aus-
bildung, vorübergehende Beschäftigung und
die Wiedereingliederung in den 1. Arbeits-
markt von Zielgruppen des Arbeitsmarktes,
wie z.B. Langzeitarbeitslose, Sozialhilfe-
beziehende, Frauen nach der Familienphase,
junge Erwachsene. Darüber hinaus ist es
Aufgabe der Gesellschaft, von Arbeitslosigkeit
bedrohte Arbeitnehmer/- innen bei dem
Übergang in eine neue Erwerbstätigkeit oder
bei einem sozialverträglichen Ausscheiden aus
der Berufstätigkeit zu unterstützen. Weiterhin
hilft die Gesellschaft Unternehmen bei einem
koordinierten Personalabbau und reduziert
damit die Belastung des regionalen
Arbeitsmarktes.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 26.000,00 EUR
Zukunftswerkstatt Düsseldorf GmbH 26.000,00 EUR 100,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Düsseldorfer Transfer GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 287
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 7 -2 9 7
Sachanlagen 7 -2 9 7
Umlaufvermögen 1.221 43 1.178 1.149
Vorräte 20 8 12 9
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 76 28 48 80
Kasse, Bankguthaben, Schecks 1.125 7 1.118 1.061
Rechnungsabgrenzungsposten 1 0 1 1
Summe AKTIVA 1.229 41 1.188 1.157
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 1.131 56 1.075 1.032
Gezeichnetes Kapital 26 0 26 26
Gewinnvortrag / Verlustvortrag 1.049 43 1.006 874
Jahresergebnis 56 13 43 132
Rückstellungen 36 4 32 69
Verbindlichkeiten 53 -27 81 56
Summe PASSIVA 1.229 41 1.188 1.157
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 848 86 761 738
Sonstige betriebliche Erträge 132 -31 164 163
Materialaufwand 78 -5 83 59
Personalaufwand 683 92 592 497
Sonstige betriebliche Aufwendungen 140 -43 183 145
Abschreibungen 3 0 3 3
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1 0 1 1
Steuern vom Einkommen und Ertrag 24 5 18 63
Ergebnis nach Steuern 57 13 45 134
Sonstige Steuern 1 0 1 2
Jahresergebnis 56 13 43 132
Düsseldorfer Transfer GmbH
288 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Zukunftswerkstatt Düsseldorf GmbH 685 Erträge
196 Aufwendungen
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 92,1 1,6 90,5 89,2
Eigenkapitalrentabilität (in %) 5,1 0,9 4,1 13,0
Verschuldungsgrad (in %) 8,6 -1,9 10,5 12,1
Umsatzrentabilität (in %) 6,6 0,9 5,7 17,9
Mitarbeiteranzahl 26 4 22 21
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Das Jahresergebnis des Unternehmens be-
trägt im Berichtsjahr 2023 56 Tausend Euro
(Vorjahr: 43 Tausend Euro).
Das Unternehmen konnte die Umsatzerlöse
aus Dienstleistungen im Berichtsjahr 2023
um insgesamt 87 Tausend Euro auf 848
Tausend Euro (Vorjahr: 761 Tausend Euro)
steigern. Die Umsätze resultieren, wie in
Vorjahren, aus Dienstleistungsbeauf-
tragungen in den Geschäftsfeldern Haus-
meister-Hilfsdienste, Post- und Boten-
dienste, Elektro-Kleingeräte-Prüfungen und
Außenspielgeräte-Prüfungen. Allerdings
wechselte der Auftrag zur Außenspielgeräte-
Prüfung Mitte 2023 zur Umweltwerkstatt der
Zukunftswerkstatt Düsseldorf GmbH (ZWD).
Der Auftrag zur Prüfung der Elektro-Klein-
geräte wechselte zum 1. Oktober 2023 zur
Jugendberufshilfe GmbH. In beiden Fällen
war es nicht möglich, in der Zielgruppe der
Düsseldorfer Transfer GmbH (DTG) Per-
sonen mit den erforderlichen Qualifikationen
zu gewinnen. In den Umsätzen enthalten
sind außerdem Umsatzzuwächse für die 5
Fälle von Arbeitnehmerüberlassungen an die
Muttergesellschaft ZWD. Der Anteil der
betrieblichen Leistung, bestehend aus den
Umsatzerlösen, beträgt damit 86,5 Prozent
(Vorjahr: 82,3 Prozent). Die sonstigen
Erträge betragen 139 Tausend Euro (Vor-
jahr: 164 Tausend Euro), der Anteil der
sonstigen Erträge an der Gesamtleistung
macht damit 13,5 Prozent (im Vorjahr: 17,7
Prozent) aus. Die sonstigen Erträge be-
stehen im Wesentlichen aus Personalkosten-
förderungen nach Teilhabechancengesetz
und Eingliederungszuschüssen und Erträgen
aus der Auflösung von Rückstellungen.
Gegenüber dem Vorjahr sind die Personal-
kosten um 91 Tausend Euro auf 683 Tau-
send Euro (Vorjahr: 592 Tausend Euro)
gestiegen. Ursächlich sind die gestiegene
Anzahl von Mitarbeitenden, Gehaltsanpas-
sung in 2023 und die Zahlung einer Infla-
tionsausgleichsprämie für die Mitarbeitenden
im Hausmeister-Dienst. Der Anteil der
Personalkosten an den gesamten Erträgen
liegt bei 69,7 Prozent (Vorjahr: 64,0 Pro-
zent).
Die Ertragslage der Gesellschaft ist weiterhin
als auskömmlich anzusehen. Das für 2023
geplante Jahresergebnis nach Steuern in
Höhe von 14 Tausend Euro wurde mit einem
tatsächlichen Jahresergebnis nach Steuern
in 2023 in Höhe von 56 Tausend Euro über-
troffen. Hauptauftrag der DTG ist die Beauf-
tragung des Jugendamtes der Stadt Düssel-
dorf mit dem Hausmeisterservice in 105
Düsseldorfer Transfer GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 289
städtischen Kindergärten und Kindertages-
stätten. Dieser Vertrag ist unbefristet und
kann beiderseits mit einer halbjährlichen
Kündigungsfrist beendet werden. Gleiches
gilt für die Beauftragung der DTG mit Post-
und Botendiensten im Auftrag des Jugend.
Bisher gibt es seitens der Landeshauptstadt
Düsseldorf als Auftraggeberin keine Zeichen
für eine Auftragsbeendigung und auch die
DTG möchte diese Aufträge weiter fort-
setzen.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme 2023 hat sich gegenüber
dem Vorjahr um 41 Tausend Euro erhöht
und erreicht einen Gesamtbetrag von 1.229
Tausend Euro (Vorjahr: 1.188 Tausend
Euro). Die DTG verfügt als Dienstleistungs-
unternehmen über ein sehr geringes Anlage-
vermögen in Höhe von 7 Tausend Euro
(Vorjahr: 9 Tausend Euro). Der Anteil des
Anlagevermögens an der Bilanzsumme
beträgt rund 0,53 Prozent (Vorjahr: 0,76
Prozent). Das Umlaufvermögen beläuft sich
auf 1.222 Tausend Euro und besteht über-
wiegend aus liquiden Mitteln in Form von
Guthaben bei Kreditinstituten und Forde-
rungen. Das Unternehmen verfügt über ein
Eigenkapital in Höhe von 1.131 Tausend
Euro (Vorjahr: 1.075 Tausend Euro) und
damit über eine hohe Eigenkapitalquote in
Höhe von 92,1 Prozent (Vorjahr: 90,5 Pro-
zent). Das Fremdkapital beträgt rund 98
Tausend Euro (Vorjahr: 112 Tausend Euro),
das entspricht einem Anteil von rund 7,9
Prozent (Vorjahr: rund 9,5 Prozent) der
Bilanzsumme.
Die Stichtagsliquidität, ermittelt aus der
Summe aus Kassenbestand und Guthaben
bei Kreditinstituten zum 31. Dezember
2023, hat sich im Vergleich zum Vorjahr um
7 Tausend Euro erhöht und beläuft sich auf
1.125 Tausend Euro (Vorjahr: 1.118 Tau-
send Euro). Im gesamten Geschäftsjahr war
die Liquidität gesichert. Ausgehend von dem
betriebsgewöhnlichen monatlichen Finanz-
bedarf ist hiermit die Liquidität über einen
Deckungszeitraum von 15,3 Monaten ge-
währleistet. Von einer gesicherten Liquidität
ist auch im Jahr 2024 auszugehen. Es be-
steht ein Darlehen gegenüber der Gesell-
schafterin ZWD mit einer Restlaufzeit von
mehr als 5 Jahren in Höhe von 26 Tausend
Euro. Im Geschäftsjahr wurden von der
Gesellschaft keine nennenswerten Inves-
titionen getätigt. Für 2024 ist der Austausch
der bisherigen geleasten Verbrenner-
Fahrzeuge für den Hausmeister-Dienst in
geleaste Elektro-Fahrzeuge vorgesehen.
Chancen und Risiken
Die Jobchancen von Langzeitarbeitslosen
haben sich seit Beginn der Pandemie nicht
erholt. Auch die Arbeitslosigkeit von Niedrig-
qualifizierten liegt deutlich über dem Stand
von 2019 und zeigt den Mismatch zwischen
den Anforderungen der offenen Stellen und
dem Qualifikationsniveau der Arbeitslosen.
Die seit Jahren rückläufigen Haushaltsmittel
für Eingliederungsleistungen im SGB 2
stehen im Widerspruch zu den Verfesti-
gungstendenzen bei der Langzeitarbeits-
losigkeit. Bei einem auf 39,9 Mio. Euro
abgeschmolzenen Eingliederungstitel
reduziert das Jobcenter Düsseldorf in seiner
Planung für 2024 die Zahl der Fördermög-
lichkeiten für diese Zielgruppe. Der zu
erwartende Rückgang der Teilnehmenden-
Zahlen in nach Teilhabechancengesetz
geförderten Beschäftigungsverhältnissen
(Paragraf 16i und Paragraf 16e SGB 2) stellt
auch die DTG vor Herausforderungen.
Viele Betriebe halten wegen des anhal-
tenden Fachkräftemangels ihre Beschäf-
tigten auch in konjunkturellen Schwäche-
phasen. Ältere Langzeitarbeitslose sind aber
dennoch stärker von Arbeitslosigkeit
Düsseldorfer Transfer GmbH
290 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
betroffen und finden zudem schwerer eine
neue Beschäftigung. Somit besteht weiterhin
Bedarf an Beschäftigungs- und Qualifizie-
rungsangeboten für die Zielgruppe der über
50-jährigen handwerklich ausgebildeten
Arbeitslosen, die aufgrund gesundheitlicher
und leistungsbezogener Einschränkungen
sowie nicht mehr zeitgemäßen Qualifika-
tionen keine Beschäftigung auf dem 1.
Arbeitsmarkt finden. Hierfür eignen sich die
Beschäftigungsangebote der DTG mit dem
Hausmeisterservice in städtischen Kinder-
gärten und Kindertagesstätten und dem
Post- und Botendienst. Weitere Tätigkeits-
felder oder ein Ausbau wären nur möglich,
wenn das Potenzial an entsprechend quali-
fizierten Personen in der Zielgruppe der
älteren Langzeitarbeitslosen künftig gegeben
wäre.
Die Landeshauptstadt Düsseldorf ist alleinige
Auftraggeberin der DTG. Auch wenn die
Haushaltslage der Landeshauptstadt
Düsseldorf (LHD) durch höhere Sozialaus-
gaben, steigende Personalkosten und eine
wachsende Zinslast angespannt ist,
investiert sie weiterhin in den Um- und
Ausbau von Kindertagesstätten. Für den
Betrieb dieser 105 städtischen Kindertages-
stätten ist der Hausmeisterservice der DTG
eine effiziente und kostengünstige Lösung.
Es wird daher trotz der kommunalen Spar-
zwänge aktuell mit einer weiteren Fort-
setzung der Beauftragung gerechnet. Auch
konnten die zwischenzeitlich eingetretenen
Kostensteigerungen ab 2024 durch Ver-
handlungen an die Auftraggeberin weiter-
gegeben werden.
Wesentliche Änderungen in der Ertrags-,
Vermögens- und Finanzlage werden daher
für die Gesellschaft für das Jahr 2024 nicht
erwartet. Der Wirtschaftsplan für das Jahr
2024 weist einen Jahresüberschuss nach
Steuern in Höhe von 44 Tausend Euro aus.
Die Existenz des Unternehmens Düsseldorfer
Transfer GmbH ist nicht gefährdet. Es kann
aus heutiger Sicht von einem Fortbestand
des Unternehmens mindestens für die
nächsten 12 Monate ausgegangen werden.
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
Claudia Diederich
Jugendberufshilfe Düsseldorf gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 291
Jugendberufshilfe Düsseldorf gemeinnützige
Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Firmensitz
Emmastraße 20
40227 Düsseldorf
Telefon: +49 211 72000-11
info@jbh.de
www.jbh.de
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Zweck der Gesellschaft ist die Förderung
junger Menschen, die zum Ausgleich sozialer
Benachteiligungen oder zur Überwindung
individueller Beeinträchtigungen in erhöhtem
Maße auf Unterstützung angewiesen sind
bezüglich schulischer und beruflicher
Ausbildung, Eingliederung in die Arbeitswelt
und sozialer Integration.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 26.000,00 EUR
Landeshauptstadt Düsseldorf 26.000,00 EUR 100,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Jugendberufshilfe Düsseldorf gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung
292 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 1.177 65 1.112 720
Immaterielle Vermögensgegenstände 56 -16 72 38
Sachanlagen 1.120 80 1.040 682
Umlaufvermögen 2.911 -127 3.037 3.060
Vorräte 1 0 2 3
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 1.652 539 1.113 1.067
Kasse, Bankguthaben, Schecks 1.258 -665 1.923 1.990
Rechnungsabgrenzungsposten 18 -1 19 35
Summe AKTIVA 4.106 -63 4.169 3.815
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 1.098 44 1.054 1.019
Gezeichnetes Kapital 26 0 26 26
Kapitalrücklage 245 0 245 245
Gewinnrücklagen 783 36 747 738
Jahresergebnis 44 8 36 9
Sonderposten 846 129 717 298
Rückstellungen 1.147 -118 1.264 1.189
Verbindlichkeiten 998 37 961 1.228
Summe PASSIVA 4.106 -63 4.169 3.815
Jugendberufshilfe Düsseldorf gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 293
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 2.726 518 2.208 1.409
Erträge aus Zuwendungen 10.254 -164 10.419 10.375
Sonstige betriebliche Erträge 1.148 -471 1.620 1.133
Materialaufwand 1.274 303 971 538
Personalaufwand 9.113 -88 9.201 8.666
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.350 -162 3.512 3.467
Abschreibungen 339 73 265 223
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2 -1 3 3
Steuern vom Einkommen und Ertrag 0 -9 9 -
Ergebnis nach Steuern 52 -234 286 20
Sonstige Steuern 9 -241 250 11
Jahresergebnis 44 8 36 9
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Landeshauptstadt Düsseldorf 687 Erträge
120 Aufwendungen
Flughafen Düsseldorf GmbH 467 Erträge
73 Aufwendungen
Rheinbahn AG 118 Aufwendungen
Stadtwerke Düsseldorf AG 138 Aufwendungen
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 26,7 1,5 25,3 26,7
Eigenkapitalrentabilität (in %) 4,7 -22,3 27,1 2,0
Anlagendeckung (in %) 93,3 -1,5 94,8 141,5
Umsatzrentabilität (in %) 1,6 -0,0 1,6 0,7
Mitarbeiteranzahl 188 -4 192 187
Teilnehmende in Maßnahmen 480 -80 560 621
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Im Berichtsjahr wird ein Überschuss von 4
Tausend Euro ausgewiesen. In der ur-
sprünglichen Planung wurde von einem
ausgeglichenen Wirtschaftsplan ausge-
gangen.
Das Wirtschaftsjahr 2023 wurde aufgrund
der zu erwartenden Sparmaßnahmen im
sozialen Bereich kaufmännisch vorsichtig
geplant. Hier haben positive Effekte zu einer
Abweichung bei den Umsatzerlösen von
Jugendberufshilfe Düsseldorf gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung
294 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
+37,8 Prozent gegenüber dem Planwert
geführt, was sich auch beim Mehraufwand
für Materialaufwendungen widerspiegelt.
Die Personalaufwendungen, die mit rund 64
Prozent den größten Posten innerhalb der
Aufwendungen darstellen, sind im Vergleich
zum Vorjahr um rund 88 Tausend Euro
gesunken.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme reduzierte sich um 63 Tau-
send Euro.
Auf der Aktivseite ist ein leichter Anstieg der
sonstigen Vermögensgegenstände zu ver-
zeichnen, der mit einem Rückgang der
liquiden Mittel korrespondiert.
Auf der Passivseite der Bilanz reduzieren
sich die Rückstellungen gegenüber dem
Vorjahr um 118 Tausend Euro. Das Eigen-
kapital der Gesellschaft beläuft sich zum 31.
Dezember 2023 auf rund 1.098 Tausend
Euro. Dies bedeutet im Vergleich zum
Vorjahr einen Anstieg um 43 Tausend Euro.
Die Erhöhung entspricht dem Jahresüber-
schuss des Jahres 2023.
Die Liquidität ist wie im Vorjahr bei einem
Liquiditätsgrad 2 von rund 170 Prozent
(Vorjahr: rund 150 Prozent) als zufrieden-
stellend zu bezeichnen und die Gesellschaft
konnte im Geschäftsjahr 2023 allen ihren
laufenden Zahlungsverbindlichkeiten nach-
kommen.
Das Anlagevermögen ist zu über 100 Pro-
zent über langfristige Mittel finanziert (unter
anderem Sonderposten 846 Tausend Euro)
und erhöht sich gegenüber dem Vorjahr um
129 Tausend Euro. Die Eigenkapitalquote
beträgt zum 31. Dezember 2023 rund 26
Prozent (Vorjahr 25 Prozent). Unter Berück-
sichtigung des Sonderpostens ermittelt sich
eine Quote von rund 47 Prozent (Vorjahr 43
Prozent).
Chancen und Risiken
Durch die Abhängigkeit von politischen Ent-
scheidungen auf Bundes-, Landes- und
kommunaler Ebene, die sich auf die Pro-
gramme und Richtliniengestaltung aus-
wirken, unterliegt die Jugendberufshilfe mit
ihren Einrichtungen naturgemäß einem
finanziellen Risiko. Die Jugendberufshilfe hat
in den zurückliegenden Jahren alle Risiken
durch veränderte Rahmenbedingungen der
aktiven Arbeitsmarktpolitik erfolgreich
auffangen können und ihre Angebote
bedarfsgerecht weiterentwickelt.
Der Fünf-Jahres-Vertrag zwischen der Stadt
Düsseldorf und den Trägern der Jugendhilfe
wurde im August 2023 für weitere fünf Jahre
verlängert. Die Übersicht über die vertrag-
lichen Leistungen liegt auch für 2024 bereits
vor, so dass die Jugendberufshilfe hier
Planungssicherheit hat.
Jugendberufshilfe Düsseldorf gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 295
Organe und deren Zusammensetzung
Aufsichtsrat
Vorsitz
Stadtdirektor Burkhard Hintzsche Landeshauptstadt
Düsseldorf
Stellvertretung Vorsitz
Ratsfrau Paula Elsholz Landeshauptstadt
Düsseldorf
Mitglied
Ratsherr Hakim El Ghazali Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Lukas Fix (bis 02.02.2023) Landeshauptstadt
Düsseldorf
Katharina Geißler (ab 03.02.2023) Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsfrau Andrea Kraljic Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsfrau Dr. Christine Rachner Landeshauptstadt
Düsseldorf
Lukas Reichert Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsfrau Birgit Schentek Landeshauptstadt
Düsseldorf
beratendes Mitglied
Stephan Glaremin Landeshauptstadt
Düsseldorf
Geschäftsführung
Melanie Spengler
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und
Verwaltungsräten nach Geschlecht
Dem Aufsichts- oder Verwaltungsräten in diesem Unternehmen gehören zum 31.12.2023 von
den insgesamt 9 Mitgliedern 5 Frauen an (Frauenanteil 55,6 Prozent)
Damit wird der im Paragraf 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von
40 Prozent erreicht/überschritten.
Werkstatt für angepasste Arbeit Gesellschaft mit beschränkter Haftung
296 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Werkstatt für angepasste Arbeit Gesellschaft mit
beschränkter Haftung
Firmensitz
Marienburger Straße 24
40599 Düsseldorf
Telefon: 0211 882584 0
info@wfaa.de
www.wfaa.de
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und
unmittelbar gemeinnützige und mildtätige
Zwecke im Sinne des Abschnittes "Steuerbe-
günstigte Zwecke". Die Gesellschaftszwecke
werden verwirklicht, insbesondere durch die
Errichtung, Unterhaltung und den Betrieb
einer Werkstatt für Menschen mit Behin-
derungen.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 26.000,00 EUR
Landeshauptstadt Düsseldorf 19.500,00 EUR 75,00 %
Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen
mit Behinderung, chronischer Erkrankung und ihren
Angehörigen e.V. (BAG SELBSTHILFE)
6.500,00 EUR 25,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Werkstatt für angepasste Arbeit Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 297
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 16.923 -470 17.393 17.931
Immaterielle Vermögensgegenstände 52 -18 70 75
Sachanlagen 16.659 -452 17.111 17.645
Finanzanlagen 211 0 211 211
Umlaufvermögen 9.884 62 9.821 9.233
Vorräte 181 7 174 150
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 5.612 -819 6.431 6.354
Kasse, Bankguthaben, Schecks 4.091 875 3.216 2.728
Summe AKTIVA 26.807 -407 27.214 27.164
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 12.936 325 12.611 12.227
Gezeichnetes Kapital 26 0 26 26
Gewinnrücklagen 12.910 325 12.585 12.201
Bilanzergebnis 0 0 0 0
Sonderposten 2.539 -156 2.695 2.856
Rückstellungen 1.597 111 1.486 1.027
Verbindlichkeiten 9.680 -661 10.341 10.934
Rechnungsabgrenzungsposten 54 -26 80 120
Summe PASSIVA 26.807 -407 27.214 27.164
Werkstatt für angepasste Arbeit Gesellschaft mit beschränkter Haftung
298 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 10.215 358 9.858 8.782
Bestandsveränderungen 21 25 -3 8
Erträge aus Zuwendungen 42.501 3.312 39.188 38.029
Sonstige betriebliche Erträge 712 -311 1.022 1.198
Materialaufwand 3.493 280 3.212 2.682
Personalaufwand 43.277 2.801 40.476 38.998
Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.741 275 4.465 4.411
Abschreibungen 1.476 58 1.418 1.375
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 19 10 9 9
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 102 -5 107 106
Ergebnis nach Steuern 379 -16 395 454
Sonstige Steuern 54 43 11 10
Jahresergebnis 325 -60 384 444
Zuführungen in die Rücklagen 325 -60 384 444
Bilanzergebnis 0 0 0 0
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Landeshauptstadt Düsseldorf 1.941 Erträge
399 Aufwendungen
Flughafen Düsseldorf GmbH 24 Erträge
154 Aufwendungen
Rheinbahn AG 331 Aufwendungen
Stadtwerke Düsseldorf AG 739 Aufwendungen
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 48,3 1,9 46,3 45,0
Eigenkapitalrentabilität (in %) 2,5 -0,5 3,0 3,6
Anlagendeckung (in %) 76,4 3,9 72,5 68,2
Verschuldungsgrad (in %) 87,6 -6,8 94,4 98,8
Umsatzrentabilität (in %) 3,2 -0,7 3,9 5,1
Mitarbeiteranzahl 1.849 11 1.838 1.828
Personen in Maßnahmen im Quartal 1.456 -14 1.470 1.451
Werkstatt für angepasste Arbeit Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 299
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Die Leistungsvergütungen inklusive Kosten-
erstattungen stiegen im Wesentlichen im
Rahmen der Kostensatzerhöhungen von
39.188 Tausend Euro um 3.313 Tausend
Euro auf 42.501 Tausend Euro. Die Per-
sonalkosten (Löhne und Gehälter) der
Mitarbeiter*innen stiegen von 19.479 Tau-
send Euro um 1.934 Tausend Euro auf
21.413 Tausend Euro im Wesentlichen auf-
grund der Tarifsteigerungen (Inflations-
ausgleichsprämie) zum 01. Juli 2023. Der
übrige Personalaufwand stieg aufgrund
steigender Betreuungskosten (zum Beispiel
Grundlohnerhöhung und SV Aufwand für
Beschäftigte).
Die Umsatzerlöse aus Produktion und
Dienstleistung sind im Verhältnis zur
Gesamtleistung gestiegen und betragen
rund 19 Prozent (Vorjahr: 19 Prozent) der
Gesamterlöse.
Absolut stiegen die Umsatzerlöse aus Arbeit
von 9.852 Tausend Euro um 363 Tausend
Euro auf 10.215 Tausend Euro, wohingegen
der Materialeinsatz um rund 268 Tausend
Euro von 3.225 Tausend Euro auf 3.493
Tausend Euro stieg.
Die WfaA weist einen Jahresüberschuss von
325 Tausend Euro aus (Vorjahr 384 Tausend
Euro). Die Reduzierung des Jahresergebnis-
ses ist im Wesentlichen dadurch begründet,
das im Geschäftsjahr umfangreiche Instand-
setzungsarbeiten an den Standorten umge-
setzt worden sind.
Vermögens- und Finanzlage
Insgesamt ist die Bilanzsumme im Vergleich
zum Vorjahr um 407 Tausend Euro auf
26.807 Tausend Euro reduziert. Dies liegt
insbesondere an den gesunkenen Verbindl-
ichkeiten (Tilgungen). Die Bankguthaben
haben sich um 875 Tausend Euro auf 4.090
Tausend Euro erhöht. Die Anlagenzugänge
von 1.008 Tausend Euro wurden überwie-
gend in Maschinen sowie technische Anlagen
getätigt.
Die Liquidität war jederzeit gegeben, Zah-
lungsverpflichtungen wurden im Zahlungs-
ziel beglichen. Die Kapitalstruktur hat sich
daher nicht wesentlich verändert. Die lang-
fristigen Verbindlichkeiten wurden plan-
mäßig getilgt.
Investitionen wurden auch im Leasingmodell
abgeschlossen, um die Liquidität zu
schonen.
Chancen und Risiken
Die WfaA hat in 2023 und wird auch in 2024
mehrere Maßnahmen zur Optimierung ihrer
wirtschaftlichen Aktivitäten vornehmen.
Aufgrund der weiter steigenden Preise für
Rohstoffe, Energie und Dienstleistungen
werden Teile der vergebenen Aufträge neu
ausgeschrieben. Im Bereich der Energie-
beschaffung sind die Abschlüsse bereits
vereinbart.
Das weiterhin hohe Inflationsniveau zwingt
die WfaA viele Kundenaufträge nach zu
kalkulieren, um das Arbeitsergebnis nicht
sinken zu lassen.
Werkstatt für angepasste Arbeit Gesellschaft mit beschränkter Haftung
300 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Außerdem werden Maßnahmen zur Ein-
sparung von Energie geprüft. Da die wesent-
lichen Energieverbräuche in den Produk-
tionsbereichen liegen, wird es schwierig,
relevante Mengen zu reduzieren.
Ab 2024 werden mehrere Mitarbeiter*innen
des Betreuungspersonals altersbedingt aus-
scheiden, sodass eine Einsparmöglichkeit im
Bereich der Nachbesetzung besteht.
Auch wird ständig die Möglichkeit neuer
Außengruppen geprüft, um die Beschäftigten
besonders nah am allgemeinen Arbeitsmarkt
zu beschäftigen.
Bereits in 2023 konnten bei vielen Anfragen
einige neue Kunden gewonnen werden.
Dabei zeichnet sich ab, dass im Bereich
Montage / Verpackung / Logistik neue
Partnerschaften mit Neukunden aufgebaut
werden konnten, die das Potential haben, in
2024 und den Folgejahren die Arbeitsbe-
reiche mit attraktiven Tätigkeiten zu ver-
sorgen.
Besonders in den nördlichen Standorten war
eine Alternative der Arbeiten erforderlich. Es
werden gute Chancen gesehen diese Zu-
sammenarbeit weiter auszubauen.
Potentielle Risiken der Gesellschaft liegen in
regelmäßig wiederkehrenden zukünftigen
Tariferhöhungen im Bereich des TVöD und
der damit verbundenen weiteren Belastung
der Personalkosten bei im Vergleich stabilen
Umsätzen. Diesem Risiko wird durch die
bereits eingeleiteten und zukünftig geplan-
ten Kostensenkungsmaßnahmen Rechnung
getragen sowie jährlich angepasste Kalku-
lationen der Leistungen im Arbeitsbereich.
Darüber hinaus besteht das Risiko des Weg-
falls von industriellen Kunden und des damit
verbundenen Ausfalls von Umsatzerlösen.
Diesem Risiko wird durch intensive Ge-
spräche mit Neu- und Bestandskunden
vorgebeugt und versucht, eine zu starke
Abhängigkeit zu einzelnen Kunden zu ver-
meiden. Somit stellt ein potentieller Umsatz-
ausfall ein geringes Risiko dar.
Eine Veränderung (Reduzierung) in der
Belegung führt zu mehreren Risiken:
Die Belegungsquote beziehungsweise Aus-
lastungsquote aller 7 Standorte leidet unter
einer Reduzierung der Gesamtbelegung.
Folglich wären bei einer deutlichen Senkung
der Belegschaft einzelne Betriebsstätten in
Frage zu stellen, da die vom Kostenträger
erhaltene Substanzerhaltungsquote dem
Unterhalt aller Werkstattplätze dient. Bei
einer zu knappen Auslastung fehlen somit
Mittel zur Erhaltung der Räumlichkeiten.
Dieses Risiko wird aktuell weiterhin als
mäßig eingestuft. Daher beschäftigt sich die
WfaA aufgrund der gesunkenen Belegung
mit alternativen Standortmodellen, um die
Risiken der Entwicklung zu begrenzen.
Die Belegung ist in 2023 leicht gesunken.
Besonders im BBB (hier: GB) wird jedoch
eine hohe Nachfrage nach Werkstattleis-
tungen festgestellt. Daher wird die WfaA die
räumliche Ausgliederung des BBB weiter
vorantreiben, um attraktive Plätze bieten zu
können.
Ein weiteres Risiko liegt in der Veränderung
der Entgeltstruktur der Beschäftigten. Die
bundesweit festgelegten Steigerungen des
Grundlohns der letzten 4 Jahre sind aus dem
Arbeitsergebnis finanziert worden. Weitere,
kräftigte Steigerungen, die aktuell aus ver-
schiedenen Richtungen gefordert werden,
sind in der bekannten Finanzierungsform der
Werkstätten nicht umzusetzen. Dafür
bräuchte es eine neue Umverteilung von
öffentlichen Mitteln. Es wird davon ausge-
gangen, dass mindestens 2024 noch das
bekannte Entgeltsystem der Werkstätten
anwenden wird.
Die WfaA verfügt über ein funktionierendes
Risikomanagementsystem mit monatlichen
Berichten über Umsätze, Auftragsstatus,
Kapazitätsplanung und Stichtagsliquidität,
das sich auch als Frühwarnsystem eignet,
um drohende Verluste und Risiken zeitnah
zu erkennen. Weiterhin wird im Herbst jeden
Jahres ein Chancen-/Risikobericht erstellt,
der alle potentiellen monetären und nicht
Werkstatt für angepasste Arbeit Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 301
monetären Chancen und Risiken der Zukunft
in einer Übersicht darstellt.
Ebenso wird monatlich eine Kostenstellen-
rechnung erstellt, um die Wirtschaftlichkeit
der einzelnen Arbeitsbereiche zu prüfen und
zeitnah erforderliche Maßnahmen einzu-
leiten.
Durch ein intensives und vorausschauendes
Liquiditätsmanagement konnte die
Zahlungsfähigkeit jederzeit gewährleistet
werden.
Insgesamt sieht sich die Gesellschaft gegen-
über den potentiellen Risiken durch die
bisher eingeleiteten Schritte und Maß-
nahmen als gut aufgestellt.
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
Thomas Gerhard Schilder
Verwaltungsrat
Vorsitz
Eberhard Fischer
Stellvertretung
Ulrich Marks
Bundesarbeitsgemeinschaft
Selbsthilfe von Menschen
mit Behinderung,
chronischer Erkrankung
und ihren Angehörigen e.V.
(BAG SELBSTHILFE)
Stadtdirektor Burkhard Hintzsche
Stellvertretung
Stephan Glaremin
Landeshauptstadt
Düsseldorf
Mitglied
Prof. h.c. Dr. h.c. Wulfhard Göttling
Stellvertretung
Wiebke Schubert
Bundesarbeitsgemeinschaft
Selbsthilfe von Menschen
mit Behinderung,
chronischer Erkrankung
und ihren Angehörigen e.V.
(BAG SELBSTHILFE)
Christina Homma
Stellvertretung
Christian Pille
Bundesarbeitsgemeinschaft
Selbsthilfe von Menschen
mit Behinderung,
chronischer Erkrankung
und ihren Angehörigen e.V.
(BAG SELBSTHILFE)
Sabine Humpert-Kalb
Stellvertretung
Ratsherr Dr. Gottfried Panhaus
Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsfrau Constanze Mucha
Stellvertretung
Ratsherr Andreas Paul Stieber
Landeshauptstadt
Düsseldorf
Werkstatt für angepasste Arbeit Gesellschaft mit beschränkter Haftung
302 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Christoph Nachtigäller B undesarbeitsgemeinschaft
Selbsthilfe von Menschen
mit Behinderung,
chronischer Erkrankung
und ihren Angehörigen e.V.
(BAG SELBSTHILFE)
Susanne Ott
Stellvertretung
Ratsherr Uwe Warnecke
Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsfrau Dr. Christine Rachner
Stellvertretung
Daniela Masberg-Eikelau
Landeshauptstadt
Düsseldorf
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und
Verwaltungsräten nach Geschlecht
Dem Aufsichts- oder Verwaltungsräten in diesem Unternehmen gehören zum 31.12.2023 von
den insgesamt 9 Mitgliedern 5 Frauen an (Frauenanteil 55,6 Prozent)
Damit wird der im Paragraf 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von
40 Prozent erreicht/überschritten.
Sana Kliniken Düsseldorf GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 303
Sana Kliniken Düsseldorf GmbH
Firmensitz
Gräulinger Straße 120
40625 Düsseldorf
Telefon: 0211 2800-01
info@sana-duesseldorf.de
www.sana.de/duesseldorf
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb
und die Unterhaltung der Krankenhäuser
Düsseldorf-Gerresheim und Düsseldorf
Benrath nach Maßgabe der jeweiligen Fest-
stellungen im Krankenhausplan des Landes
Nordrhein-Westfalen einschließlich ambu-
lanter Versorgungsleistungen. Zu den
Krankenhäusern gehören auch Nebenbetriebe
und flankierende Einrichtungen sowie Aus-
und Weiterbildungseinrichtungen (Akade-
misches Lehrkrankenhaus der Heinrich-Heine-
Universität Düsseldorf und Krankenpflege-
schule).
Zweck der Gesellschaft ist die Förderung des
öffentlichen Gesundheitswesens unter aner-
kannten ethischen Grundsätzen. Die Gesell-
schaft dient im Rahmen ihrer sachlichen
Möglichkeiten der stationären, teilstationären
und ambulanten Untersuchung, Behandlung
und Versorgung von Patienten sowie sons-
tiger ambulanter Leistungen, insbesondere
auch im Rahmen von medizinischen Versor-
gungszentren.
Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und
Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung
und Förderung des Gesellschaftszweckes
unmittelbar oder mittelbar dienen. Sie kann
Zweigniederlassungen errichten und sich an
gleichartigen und ähnlichen Unternehmen
beteiligen.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 1.250.000,00 EUR
Sana Kliniken AG 936.250,00 EUR 74,90 %
Landeshauptstadt Düsseldorf 313.750,00 EUR 25,10 %
Beteiligungen
Sana Medizinisches Versorgungszentrum Düsseldorf
GmbH 50.000,00 EUR 100,00 %
Sana Kliniken Düsseldorf GmbH
304 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 76.118 -3.210 79.328 78.280
Immaterielle Vermögensgegenstände 760 -270 1.030 1.350
Sachanlagen 74.943 -2.940 77.883 76.515
Finanzanlagen 414 0 414 414
Umlaufvermögen 62.218 -11.548 73.766 111.803
Vorräte 2.846 23 2.823 3.091
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 44.419 3.666 40.753 22.749
Kasse, Bankguthaben, Schecks 5.269 4.065 1.204 46.004
Ausgleichsposten nach dem KHG 1.649 0 1.649 1.649
Rechnungsabgrenzungsposten 156 -1 157 110
Nicht durch Eigenkapital gedeckter
Fehlbetrag - - - -
Summe AKTIVA 140.141 -14.759 154.900 191.841
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 43.067 -15.785 58.852 2.787
Gezeichnetes Kapital 1.250 0 1.250 1.250
Kapitalrücklagen 20.780 0 20.780 20.780
Gewinnrücklagen 288 0 288 288
Gewinnvortrag / Verlustvortrag 36.533 56.065 -19.532 -47.467
Jahresergebnis -15.785 -71.850 56.065 27.935
Nicht gedeckter Fehlbetrag - - - -
Sonderposten 22.531 116 22.415 17.621
Rückstellungen 6.967 -249 7.216 10.342
Verbindlichkeiten 66.292 528 65.765 160.437
Ausgleichsposten aus Darlehensförderung 654 0 654 654
Summe PASSIVA 140.141 -14.759 154.900 191.841
Sana Kliniken Düsseldorf GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 305
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Erlöse aus Krankenhausleistungen 102.356 781 101.576 93.823
Erlöse aus Wahlleistungen 3.780 304 3.476 3.319
Erlöse aus ambulanten Leistungen des
Krankenhauses 7.526 1.077 6.449 5.453
Nutzungsentgelte und sonstige Abgaben der
Ärzte 193 -124 317 449
Umsatzerlöse nach § 277 Absatz 1 HGB 1.735 -923 2.658 1.974
Bestandsveränderungen 23 68 -45 287
Sonstige betriebliche Erträge 6.131 -67.965 74.096 43.797
Materialaufwand 35.527 1.784 33.743 28.517
Personalaufwand 78.917 2.386 76.531 72.869
Erträge aus Fördermitteln nach dem KHG 10.937 3.385 7.552 8.525
Aufwendungen aus Fördermitteln nach dem
KHG 7.619 3.315 4.303 5.618
Abschreibungen 6.543 -133 6.676 6.608
Sonstige betriebliche Aufwendungen 18.102 2.470 15.633 13.308
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 227 12 215 1
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.778 -536 2.314 2.730
Steuern vom Einkommen und Ertrag 86 37 49 35
Ergebnis nach Steuern -15.778 -71.850 56.072 27.942
Sonstige Steuern 7 0 7 7
Jahresergebnis -15.785 -71.850 56.065 27.935
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 30,7 -7,3 38,0 1,5
Anlagendeckung (in %) 56,6 -17,6 74,2 3,6
Mitarbeiteranzahl 1.002 7 995 992
Sana Kliniken Düsseldorf GmbH
306 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Ge-
schäftsjahr um 1.115 Tausend Euro auf
115.589 Tausend Euro. Der Anstieg setzt
sich im Wesentlichen aus den folgenden vier
Effekten zusammen:
Trotz der Preis- und Leistungsstei-
gerung im Bereich der Erlöse aus
Krankenhausleistungen, sowie der
Sonderzahlung für die Energiepreis-
bremse nach Paragraf 26f KHG sind
die Erlöse aus Krankenhausleis-
tungen im Wesentlichen aufgrund der
fehlenden Corona-Ausgleichszah-
lungen im Vergleich zum Vorjahr
lediglich um 780 Tausend Euro auf
102.356 Tausend Euro angestiegen.
Der abrechenbare Landesbasisfall-
wert stieg gegenüber dem Vorjahr
um 4,37 Prozent.
Die Erlöse aus Wahlleistungen sind
im Vorjahresvergleich, aufgrund der
gestiegenen Abrechnung von Erlösen
aus Pathologieleistungen, um 304
Tausend Euro gestiegen.
Die Erlöse aus ambulanten Leis-
tungen konnten vor dem Hintergrund
aktueller gesundheitspolitischer Ent-
wicklungen (Ausweitung des AOP-
Kataloges/Ambulantisierung) ein
Wachstum von 1.078 Tausend Euro
aufweisen.
Die Umsatzerlöse nach Paragraf 277
Absatz 1 HGB verringerten sich, auf-
grund der zum Vorjahr um 840 Tau-
send Euro reduzierten Ausgleichs-
beträge früherer Geschäftsjahre, um
923 Tausend Euro auf 1.735 Tausend
Euro.
Die sonstigen betrieblichen Erträge ver-
ringerten sich um 67.965 Tausend Euro auf
6.131 Tausend Euro. Im Vorjahr sind Zu-
wendungen Dritter in Höhe von 66.787 Tau-
send Euro enthalten. Dieser außergewöhn-
liche Ergebniseffekt des Vorjahres betrifft
die gemeinnützigkeitsrechtlich zweckent-
sprechende Verwendung eines Teils der im
Geschäftsjahr 2021 erhaltenen Zuwen-
dungen im Gesamtwert von 106.437 Tau-
send Euro. Diese Zuwendungen zu Gunsten
der Sana Kliniken Düsseldorf GmbH wurden
im Rahmen der Veräußerungen von Tochter-
gesellschaften der Sana Kliniken AG mit den
jeweiligen Erwerbern vereinbart, wurden im
Zeitpunkt der gemeinnützigkeitsrechtlich
zweckentsprechenden Verwendung dieser
Mittel ertragswirksam realisiert und unter
den sonstigen betrieblichen Erträgen aus-
gewiesen. Der verbleibende Anstieg der
sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von
1.178 Tausend Euro, setzt sich im Wesent-
lichen aus Erträgen aus der Auflösung von
Rückstellungen in Höhe von 1.237 Tausend
Euro zusammen.
Der Personalaufwand liegt mit 78.917 Tau-
send Euro um 2.386 Tausend Euro über dem
Vorjahr. Der Anstieg resultiert zum einen
aus den in 2023 umgesetzten Tarifeffekten
sowie aus der zum Vorjahr veränderten
Stellenbesetzung.
Die durchschnittlichen Vollkräfte erhöhten
sich im Geschäftsjahr um 13,2 VK, was vor
allem aus einer Stellenausweitung im
Pflegedienst (+7,2 VK) und im Ärztlichen
Dienst (+6,8 VK) begründet ist. Die
Personalaufwandquote erhöht sich um 1,4
Prozent-Punkte auf 68,3 Prozent.
Die um 1.784 Tausend Euro gestiegenen
Aufwendungen im Materialaufwand be-
gründen sich im Wesentlichen durch den um
1.411 Tausend Euro gestiegenen Aufwand
für Fremdpersonal. Die Materialaufwands-
quote erhöht sich um 1,3 Prozent-Punkte
auf 30,7 Prozent.
Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 15.785
Tausend Euro (Vorjahr: Jahresüberschuss
Sana Kliniken Düsseldorf GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 307
56.065 Tausend Euro) enthält ein negatives
Finanzergebnis in Höhe von 1.851 Tausend
Euro (Vorjahr: 3.075 Tausend Euro). Dieses
wurde insbesondere durch Zinsaufwen-
dungen in Höhe von 1.778 Tausend Euro
(Vorjahr: 2.314 Tausend Euro) sowie Ab-
schreibungen auf Wertpapiere des Umlauf-
vermögens in Höhe von 305 Tausend Euro
(Vorjahr: 973 Tausend Euro) belastet. Im
Vorjahresergebnis sind Zuwendungen Dritter
in Höhe von 66.787 Tausend Euro enthalten.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem
Vorjahr um 14.759 Tausend Euro auf
140.141 Tausend Euro verringert.
Das langfristige Vermögen der Gesellschaft
beläuft sich zum Stichtag auf 76.118 Tau-
send Euro (Vorjahr: 79.328 Tausend Euro).
Die Entwicklung ergibt sich aus den An-
lagenzugängen in Höhe von 3.372 Tausend
Euro abzüglich der Jahresabschreibung von
6.543 Tausend Euro sowie den Anlagen-
abgängen in Höhe von 39 Tausend Euro.
Das Umlaufvermögen verringerte sich um
11.548 Tausend Euro auf 62.218 Tausend
Euro. Der Rückgang setzt sich im Wesent-
lichen aus vier Sachverhalten zusammen:
Die Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen erhöhten sich, aufgrund
der zu einem späteren Zeitpunkt
fakturierten Erlöse im Vergleich zum
Vorjahr sowie der noch ausstehenden
3. Tranche der Energiepreisbremse
nach Paragraf 26f KHG in Höhe von
630 Tausend Euro, um 3.008 Tau-
send Euro auf 13.372 Tausend Euro.
Die Forderungen nach dem Kranken-
hausfinanzierungsrecht erhöhten sich
um 8.607 Tausend Euro auf 27.614
Tausend Euro. Der Anstieg resultiert
im Wesentlichen aus den Ausgleichen
für das Pflegebudget des Geschäfts-
jahres in Höhe von 7.292 Tausend
Euro sowie aus dem im Geschäftsjahr
zugegangenen aber noch nicht ver-
einnahmten Fördermittelbescheid
nach KHZG um 1.384 Tausend Euro.
Gegenläufig reduzierten sich die
liquiden Mittel (unter Berücksich-
tigung rückläufiger Cash-Pool-
Forderungen) um 3.886 Tausend
Euro auf 8.076 Tausend Euro.
Die sonstigen Wertpapiere redu-
zierten sich aufgrund der Ver-
äußerung um 19.302 Tausend Euro
auf 9.684 Tausend Euro.
Das Eigenkapital verringert sich ent-
sprechend des Jahresfehlbetrages auf
43.066 Tausend Euro.
Der Sonderposten aus Zuwendungen zur
Finanzierung des Sachanlagevermögens er-
höht sich zugangsbedingt um 116 Tausend
Euro auf 22.531 Tausend Euro.
Die sonstigen Rückstellungen verringerten
sich um 249 Tausend Euro auf 6.967 Tau-
send Euro. Der Rückgang resultiert im
Wesentlichen aus der Auflösung von Budget-
risiken in Höhe von 354 Tausend Euro.
Die Verbindlichkeiten verringerten sich um
528 Tausend Euro auf 66.292 Tausend Euro.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen reduzierten sich stichtagsbedingt
um 1.423 Tausend Euro auf 1.221 Tausend
Euro.
Die Verbindlichkeiten nach dem Kranken-
hausfinanzierungsrecht erhöhten sich, im
Wesentlichen aufgrund der zum Vorjahr um
3.864 Tausend Euro gestiegenen aber noch
nicht verwendeten zweckenstprechenden
Fördermittel sowie der um 616 Tausend
Euro gestiegenen Ausgleichsberechnung, um
4.480 Tausend Euro auf 7.235 Tausend
Euro.
Sana Kliniken Düsseldorf GmbH
308 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbun-
denen Unternehmen verringerten sich um
2.373 Tausend Euro auf 55.163 Tausend
Euro. Der Rückgang resultiert im Wesent-
lichen aufgrund der Rückzahlungen von
Ausleihungen an die Muttergesellschaft in
Höhe von 2.554 Tausend Euro.
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten
erhöhte sich im Wesentlichen aus den noch
nicht vereinnahmten 3. Tranche der
Energiepreisbremse nach Paragraf 26f KHG
auf 630 Tausend Euro (Vorjahr: 0 Tausend
Euro).
Die liquiden Mittel, unter Berücksichtigung
der Cash-Pool-Forderung in Höhe von 2.806
Tausend Euro (Vorjahr: 10.758 Tausend
Euro), betragen 8.076 Tausend Euro (Vor-
jahr: 11.962 Tausend Euro). In den liquiden
Mitteln sind Fördermittel in Höhe von 5.032
Tausend Euro enthalten (Vorjahr: 1.056
Tausend Euro).
Der Rückgang der liquiden Mittel in Höhe
von 3.886 Tausend Euro resultiert im
Wesentlichen aus einem negativen Cashflow
aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe
von -22.356 Tausend Euro, einem positiven
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
(22.822 Tausend Euro) sowie einem nega-
tiven Cashflow aus der Finanzierungs-
tätigkeit in Höhe von -4.353 Tausend Euro.
Es besteht eine unbefristete Vereinbarung
mit der Sana Kliniken AG Ismaning zum
Cash-Pooling mit dem Ziel, die verfügbaren
Finanzmittel optimal zu nutzen. In diesem
Zusammenhang wurde der Gesellschaft eine
interne Kontokorrentlinie in Höhe von 9.500
Tausend Euro eingeräumt. Guthaben be-
ziehungsweise Inanspruchnahmen im
Rahmen des Cash-Poolings werden markt-
adäquat verzinst. Die Liquidität der Sana
Kliniken Düsseldorf GmbH ist durch die
Teilnahme am Cash-Pooling der Sana
Kliniken AG jederzeit gesichert.
Im Jahr 2023 wurde die Budgetvereinbarung
für das Jahr 2021 vereinbart, deren Um-
setzung im November 2023 erfolgte. Die
Verhandlungen für das Budgetjahr 2022 und
2023 sind für April 2024 beziehungsweise
Oktober 2024 geplant.
Um die Entwicklung der Sana Kliniken
Düsseldorf GmbH weiter voranzutreiben,
belief sich das Investitionsvolumen in 2023
auf insgesamt 3.372 Tausend Euro. Der
Fokus lag hierbei im Wesentlichen auf den
geleisteten Anzahlungen und Anlagen im
Bau (2.274 Tausend Euro), welche haupt-
sächlich die KHZG-Projekte, die Energie-
offensive sowie Anzahlungen in die Medizin-
technik betreffen. Im Bereich der Einrich-
tungen und Ausstattungen wurden 1.031
Tausend Euro investiert.
Die Zugänge in Höhe von 3.372 Tausend
Euro wurden mit 608 Tausend Euro durch
Eigenmittel, mit 1.021 Tausend Euro durch
Pauschale Fördermittel, mit 864 Tausend
Euro über KHZG-Mittel und mit 879 Tausend
Euro über Fördermittel der Energieeffizienz-
und Notstromaggregatprogramme veraus-
gabt.
Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr jeder-
zeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflich-
tungen nachzukommen.
Chancen und Risiken
Wesentliche Chancen und Risiken in der
Reihenfolge der Bedeutung sind:
Mit der im Jahr 2023 weitergehend konkre-
tisierten Krankenhausreform gehen sowohl
Chancen als auch Risiken einher. Die Eck-
pfeiler der Krankenhausreform umfassen
eine leistungsdifferenzierte Krankenhaus-
planung der Länder auf Basis sogenannter
Leistungsgruppen. Auf Basis dieser sollen
die Krankenhäuser zukünftig, neben einer
leistungsabhängigen Vergütung, auch eine
Sana Kliniken Düsseldorf GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 309
an die Leistungsgruppen gekoppelte Vor-
haltevergütung, die unabhängig von der
Inanspruchnahme des Hauses gezahlt wird,
erhalten.
Durch die damit einhergehende Absenkung
der bisherigen Fallpauschalen erfolgt zusam-
mengefasst eine neue Verteilung des be-
stehenden und in Summe gleichbleibenden
Erlösvolumens. Es bestehen (Planungs-)
Unsicherheiten, sowohl was die Refinan-
zierung der Transformationskosten in Folge
der Umsetzung der Krankenhausreform
angeht, als auch, welche Vergütungen den
Krankenhäusern zukünftig letztlich
zustehen.
Neben den fundamentalen Reformansätzen
bleibt der Trend zur Ambulantisierung
zusätzlich eine Herausforderung für die
Kliniken. Mit dem im Jahr 2023 erweiterten
AOP-Katalog und der geplanten Einführung
der Hybrid-DRGs zeichnet sich eine weiter-
gehende Verlagerung des bisherigen
stationären Leistungsspektrums in das
ambulante Versorgungsgeschehen ab. Die
dafür notwendige Anpassung von Strukturen
und die Entwicklung sektorübergreifender
Versorgungsangebote bietet gleichfalls
Chancen und Risiken. Insgesamt ist weiter-
gehend von einem rückläufigen stationären
Fallgeschehen auszugehen, so dass neben
dem Risiko, kurzfristig nicht auf die geän-
derte Leistungsstruktur reagieren zu
können, die Chance besteht, perspektivisch
von der Erweiterung des ambulanten
Leistungsspektrums zu profitieren.
Die Anzahl von Cyberangriffen auf Kranken-
häuser und Gesundheitseinrichtungen hat
weltweit weiterhin zugenommen. Die An-
griffe finden zunehmend technisch komplex
und hochprofessionell statt. Die Angreifer
nutzen Schwachstellen in Standard IT-
Komponenten der etablierten Hersteller und
werden vielfach erst Monate nach dem
Angriff bei entsprechendem Schadenseintritt
festgestellt. Unter anderem können erfolg-
reiche Angriffe mit Ransomware zu einem
Totalverlust des Datenbestandes (Verschlüs-
selung des Datenbestandes), einer damit
einhergehenden mehrtägigen Betriebsunter-
brechung und zu einer hohen Lösegeld-
forderung führen. Sana hat umfangreiche
Sicherheitsmaßnahmen getroffen, um
erfolgreiche Cyberangriffe weitestmöglich
auszuschießen.
Vor dem Hintergrund zunehmender Vernet-
zung und Komplexität erhöhen sich auch die
Ansprüche an umfassende und funktions-
fähige IT-Systeme und die Informations-
sicherheit. Sie sind für einen erfolgreichen
Patientenbehandlungsprozess, von der Auf-
nahme, über Diagnostik und Behandlung,
bis zur Entlassung und Dokumentation uner-
lässlich. Die Verabschiedung des Kranken-
hauszukunftsgesetzes (KHZG) und die
Einrichtung eines Krankenhauszukunftsfonds
bieten die Chance, zusätzliche Mittel in die
Digitalisierung und die IT-Sicherheit zu
investieren, um die steigenden Anfor-
derungen an funktionsfähige IT-Systeme
und die Informationssicherheit schneller
voranzutreiben. Gleichzeitig wird es als
Herausforderung gesehen, die über das
KHZG bereitgestellten Fördermittel ver-
wendungs- und fristgerecht einzusetzen.
Bei einem weiterhin latenten Mangel an
Fachkräften in verschiedensten Berufs-
gruppen führt die Umsetzung der Personal-
bemessung durch die (Pflegepersonal-
Regelung) PPR 2.0 aber auch die Ausglie-
derung der Pflegepersonalkosten bestimmter
Berufsgruppen aus dem Pflegebudget insbe-
sondere zu einem intensivierten Wettbewerb
um Pflegefachpersonal. Um dem Risiko des
Fachkräftemangels und den negativen Aus-
wirkungen auf die Leistungserbringung
entgegenzuwirken, setzt das Krankenhaus
den Fokus auf fundierte Ausbildungsange-
bote und ein weitreichendes Programm zur
Fortbildung und Weiterqualifizierung der
Mitarbeitenden, die zu einer langfristigen
Bindung der Mitarbeiter*innen und zur
Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber
führen sollen. Flexible, lebensphasen-
Sana Kliniken Düsseldorf GmbH
310 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
orientierte Arbeitszeitmodelle sind gängige
Praxis.
Aufgrund der zum jetzigen Zeitpunkt nicht
vorhersehbaren Auswirkungen der Personal-
engpässe primär im Ärztlichen und Pflege-
dienst und der damit verbundene Ausfall der
Patientenversorgung kann es im Geschäfts-
jahr 2024 zu negativen Auswirkungen der
abgegebenen Prognose im Bereich des
Ergebnisses und des Cashflows kommen.
Mit Blick auf die gesamtwirtschaftliche Lage
ist weiterhin von einer angespannten Situ-
ation auszugehen.
Dies betrifft sowohl inflationsbedingte Preis-
steigerungen als auch Lieferengpässe, zum
Beispiel im Bereich der Arzneimittel. Insbe-
sondere hinsichtlich der hohen Energiepreise
ist trotz des im Rahmen des Erdgas-Wärme-
Preisbremsegesetzes (EWPG) beschlossenen
und in Paragraf 26f KHG verankerten und
aktuell für 2024 noch teilweise geltenden
Hilfsprogramms nicht von einer vollstän-
digen Refinanzierung der Kostensteige-
rungen, sondern einer weiteren Aufspaltung
der Erlös-Kosten-Schere auszugehen.
Darüber hinaus ist die bauliche Situation des
Sana Klinikums Benrath herausfordernd. Die
bauliche Situation spiegelt nach wie vor die
Finanzierungssituation der Bundesländer
wider, die ihrer Fördererverpflichtung nicht
in ausreichendem Maße nachkommen. Die
mangelnde Finanzierung von Investitions-
maßnahmen führt immer häufiger dazu,
dass Investitionen zeitlich geschoben
werden. Dies kann zu ungeplanten Sanie-
rungsmaßnahmen führen, die wiederum
einen Kapazitätsverlust an Betten und OP-
Leistungen mit sich bringen können. So sind
die nicht geplanten Aufwendungen für diese
Maßnahmen und die notwendige Eigen-
finanzierung sowie der Erlösausfall Bestand-
teile der Risikobewertungen.
Als Maßnahmen werden hier proaktiv Aus-
fallkonzepte erstellt, die die notwendigen
Kapazitäten sicherstellen oder gegebenen-
falls eine kurzfristige Anpassung der Kosten
ermöglichen.
Die Sana Kliniken Düsseldorf sollen bis
spätestens 2026 wieder auf einen operativ
tragfähigen Kurs gebracht und damit in die
Lage versetzt werden, die Liquiditätsflüsse
aus dem operativen Geschäft aus eigener
Kraft zu tragen. In den nachfolgenden
Jahren soll das operative Geschäft so aus-
gestaltet werden, dass auch die Zahlungs-
fähigkeit des Kapitaldienstes und die Inves-
titionsfähigkeit wiedererlangt werden
können. Dieses übergreifende Ziel soll durch
die Realisierung der vorhandenen Chancen
und der Risikoreduzierung erreicht werden:
Im Rahmen der aktuell laufenden
Krankenhausplanung NRW sind alle
relevanten beantragten Leistungs-
gruppen positiv beschieden worden.
So ist eine Fortsetzung der Strategie-
fokussierung unter Beibehaltung des
Leistungsportfolios über beide Stand-
orte gesichert.
Seit dem Jahr 2023 ist es zu einer
Mehrheitsbeteiligung der Sana
Kliniken AG an der Med 360 Grad
gekommen. Durch diese Fusion
entsteht eine große Chance im
Rahmen der Verzahnung des
ambulant/ stationären Sektors.
Initiierung einer intensiven medialen
Kampagne und eines Ausbildungs-
programms zur Gewinnung und Er-
haltung von pflegerischen Fach-
kräften (lokal/Ausland) zur Wieder-
eröffnung vorläufig geschlossener
Bettenkapazitäten. Zusätzliche Loka-
lisierung der Krankenpflegeaus-
bildung am Standort in Gerresheim
mit einer Verdopplung der Ausbil-
dungsplätze.
Ein wesentliches Ziel ist die Er-
reichung des Minimalkostenniveaus
in den Fachabteilungen, bei denen
Personal- und Materialaufwand sowie
Leistung erheblich divergieren. In
wachstumsintensiven Bereichen kann
Sana Kliniken Düsseldorf GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 311
von dieser Vorgabe abgewichen
werden. In allen anderen Bereichen
werden Personalaufwendungen
konsequent angepasst. Unter den
Umständen der Inflationswirkung
sowie der zu erwartenden überdurch-
schnittlichen Tarifsteigerungen ist
eine der Leistungsentwicklung ent-
sprechende Einsteuerung heraus-
fordernd.
In der aktuellen Aufstellung ist eine
effiziente und kostenbewusste
Leistungserbringung nicht möglich.
Die Vielzahl an Fachabteilungen und der
unverhältnismäßig hohe Qualifikationsgrad,
insbesondere im Ärztlichen Dienst, führen –
trotz Mindestbesetzung – in vielen Situa-
tionen zu einer unwirtschaftlichen Kosten-
situation. Daher werden sich beide Stand-
orte kritisch mit Struktur- und Organi-
sationsform auseinandersetzen. Gleiches gilt
für die Fragmentierung im medizinisch-
technischen Dienst und im Funktionsdienst;
auch hier ist eine Konsolidierung
unausweichlich.
Bestandsgefährdende Risiken sind nicht
bekannt.
Organe und deren Zusammensetzung
Aufsichtsrat
Vorsitz
Thomas Lemke Sana Kliniken AG
Stellvertretung Vorsitz
Olaf Lehne Sana Kliniken AG
Mitglied
Christian Engler Sana Kliniken AG
Frank Neugebauer
Hubert Parys Sana Kliniken
Düsseldorf GmbH
Susanne Quast
Ratsherr Andreas Paul Stieber Landeshauptstadt
Düsseldorf
Sabine Wisniewski Sana Kliniken AG
Beigeordneter Christian Zaum Landeshauptstadt
Düsseldorf
Beirat
Vorsitz
Ratsfrau Angelika Penack-Bielor Landeshauptstadt
Düsseldorf
Stellvertretung Vorsitz
Ratsfrau Dr. Christine Rachner
Mitglied
Prof. Dr. Christoph Andree Sana Kliniken AG
Prof. Dr. Herbert Koch Sana Kliniken AG
Sana Kliniken Düsseldorf GmbH
312 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Ratsherr Dr. Gottfried Panhaus Landeshauptstadt
Düsseldorf
Dr. Günter Pietreck Sana Kliniken AG
Prof. Dr. Thomas Schneider Sana Kliniken AG
Ratsherr Uwe Warnecke Landeshauptstadt
Düsseldorf
Michael Weckmann
Beigeordneter Christian Zaum Landeshauptstadt
Düsseldorf
Geschäftsführung
Michael Weckmann
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und
Verwaltungsräten nach Geschlecht
Dem Aufsichts- oder Verwaltungsräten in diesem Unternehmen gehören zum 31.12.2023 von
den insgesamt 9 Mitgliedern 2 Frauen an (Frauenanteil 22,2 Prozent)
Damit wird der im Paragraf 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von
40 Prozent nicht erreicht/unterschritten.
Sana Medizinisches Versorgungszentrum Düsseldorf GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 313
Sana Medizinisches Versorgungszentrum Düsseldorf
GmbH
Firmensitz
Gräulinger Straße 120
40625 Düsseldorf
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Der Betrieb medizinischer
Versorgungszentren in Düsseldorf im Sinne
von Paragraf 95 Abs. 1 SGB V als
Einrichtungen der Wohlfahrtspflege, wobei die
Gesellschaft ausschließlich und unmittelbar
gemeinnützige Zwecke im Sinne des
Abschnitts "steuerbegünstigte" Zwecke der
Abgabenordnung und nicht in erster Linie
eigenwirtschaftliche Zwecke verfolgt, sondern
selbstlos tätig ist.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 50.000,00 EUR
Sana Kliniken Düsseldorf GmbH 50.000,00 EUR 100,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 92 -26 118 119
Umlaufvermögen 275 1 274 593
Nicht durch Eigenkapital gedeckter
Fehlbetrag 748 600 148 -
Summe AKTIVA 1.114 575 539 713
Sana Medizinisches Versorgungszentrum Düsseldorf GmbH
314 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 0 0 0 274
Gezeichnetes Kapital 50 0 50 50
Kapitalrücklage 280 0 280 280
Gewinnvortrag / Verlustvortrag -478 -422 -56 -91
Jahresergebnis -600 -178 -422 35
Nicht gedeckter Fehlbetrag 748 600 148 -
Rückstellungen 32 -4 36 29
Verbindlichkeiten 1.083 579 503 410
Summe PASSIVA 1.114 575 539 713
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 498 -165 663 702
Sonstige betriebliche Erträge 100 95 6 490
Materialaufwand 42 -3 46 13
Personalaufwand 901 59 841 896
Sonstige betriebliche Aufwendungen 203 32 171 136
Abschreibungen 29 -2 31 109
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 23 21 1 2
Ergebnis nach Steuern -600 -178 -422 35
Jahresergebnis -600 -178 -422 35
Kennzahlen (Personal)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Mitarbeiteranzahl 16 -1 17 17
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
Matthias Ferber
Connected Mobility Düsseldorf GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 315
Connected Mobility Düsseldorf GmbH
Firmensitz
Carlsplatz 18
40213 Düsseldorf
Telefon: 0211 542 517 50
info@cmd.nrw
www.cmd.nrw
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Tätigkeiten der Gesellschaft sollen der
Verwirklichung eines effizienten und
emissionsarmen Mobilitätsangebotes in
Düsseldorf dienen, um einen wesentlichen
Beitrag für die Düsseldorfer Verkehrswende
zu leisten. Sie soll sich mit der Koordinierung
verschiedener Mobilitätsformen, - konzepte
und -angebote befassen. Hierzu zählt zum
Beispiel die Bereitstellung von physischer und
digitaler Infrastruktur zur besseren
Vernetzung verschiedener Mobilitätsanbieter
und -formen.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 25.000,00 EUR
Landeshauptstadt Düsseldorf 25.000,00 EUR 100,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 1.638 280 1.358 474
Sachanlagen 1.449 249 1.200 473
Umlaufvermögen 1.479 206 1.273 510
Vorräte 4 -31 35 -
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 1.077 739 338 152
Kasse, Bankguthaben, Schecks 398 -502 900 358
Summe AKTIVA 3.124 493 2.631 983
Connected Mobility Düsseldorf GmbH
316 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 1.320 556 764 718
Gezeichnetes Kapital 25 0 25 25
Gewinnvortrag / Verlustvortrag 739 47 693 156
Jahresergebnis 556 509 47 537
Sonderposten 1.016 362 653 88
Rückstellungen 131 16 115 66
Verbindlichkeiten 653 -446 1.099 112
Summe PASSIVA 3.124 493 2.631 983
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 1.194 813 380 -
Sonstige betriebliche Erträge 3.824 1.726 2.098 1.540
Materialaufwand 2.321 1.498 824 -
Personalaufwand 1.329 356 973 563
Sonstige betriebliche Aufwendungen 604 82 522 432
Abschreibungen 207 94 113 9
Ergebnis nach Steuern 556 509 47 537
Jahresergebnis 556 509 47 537
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Landeshauptstadt Düsseldorf 958 Forderungen
20 Verbindlichkeiten
4.486 Erträge
99 Aufwendungen
Rheinbahn AG 100 Erträge
Connected Mobility Düsseldorf GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 317
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 42,3 13,2 29,0 73,0
Eigenkapitalrentabilität (in %) 42,1 36,0 6,1 74,8
Anlagendeckung (in %) 80,6 24,3 56,3 151,4
Verschuldungsgrad (in %) 59,7 -99,1 158,8 24,8
Umsatzrentabilität (in %) 46,6 34,3 12,3 -
Mitarbeiteranzahl 16 2 14 9
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Die Gesellschaft finanziert sich durch einen
Zuschuss der Gesellschafterin· Landeshaupt-
stadt Düsseldorf. Durch den im Gesell-
schaftsverhältnis begründeten Zuschuss soll
die Gesellschaft in die Lage versetzt werden,
sich in Erfüllung ihres Gesellschaftszwecks
zu betätigen. Darüber hinaus werden
öffentliche Fördergelder für den Bau der
Mobilitäts-Hubs beantragt.
Die Gesellschaft erwirtschaftete im
Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von
555.824,07 Euro.
Das Eigenkapital beträgt entsprechend zum
Jahresende 1.320.176,34 Euro.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023
beträgt 3.124.481,33 Euro, die sich auf der
Aktivseite aus Anlagevermögen in Höhe von
1.637.841,88 Euro, flüssigen Mitteln in Höhe
von 397.916,18 Euro, sonstigen Vermögens-
gegenständen in Höhe von 102.893,99 Euro,
Forderungen aus Lieferung und Leistung in
Höhe von 974.169,12 Euro, Vorräten in
Höhe von 3.791,02 Euro sowie einem
aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in
Höhe von 7.869,14 Euro zusammensetzt.
Auf der Passivseite stehen dem Eigenkapital
in Höhe von 1.320.176,34 Euro ein Sonder-
posten für Investitionen in das
Anlagevermögen in Höhe von 1.015.591,83
Euro, sonstige Rückstellungen in Höhe von
131.128,00 Euro, Verbindlichkeiten in Höhe
von 653.327,72 Euro sowie einem passiven
Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von
4.257,44 Euro gegenüber.
Die Gesellschaft verfügt am 31. Dezember
2023 über liquide Mittel in Höhe von
397.916,18 Euro. Durch den von der
Gesellschafterin gewährten Zuschuss war
die Liquidität während des gesamten
Geschäftsjahres gesichert.
Chancen und Risiken
Die Verkehrswende in Düsseldorf gewinnt
immer mehr an Bedeutung. Diese Entwick-
lung wird durch die stetig steigende Nutzung
der Produkte wie der FahrradStation und
dem LastenradAutomaten unterstrichen,
deren Auslastung im Vergleich zum Vorjahr
deutlich gestiegen sind. Zudem zeigten auch
die interaktiv gestalteten Bürgerbeteili-
gungen großes Interesse und verdeutlichten
die Wichtigkeit der zur Verfügungstellung
alternativer Mobilitätsangebote. An insge-
samt 18 Standorten, an denen von 2024 bis
Connected Mobility Düsseldorf GmbH
318 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
2026 neue Mobilitätsstationen entstehen
sollen, wurden Informationsstellen mit
einem QR-Code aufgestellt, die bei Verwen-
dung zu Bedarfsabfragen für die zukünftigen
MobilitätStationen führten. Auf diese Weise
äußerten knapp 4.000 Menschen ihre
Bedürfnisse und Interessen, die Teil der
zukünftigen Umsetzung werden.
Das Aufgabenspektrum der Gesellschaft wird
sich in den Folgejahren weiter vergrößern.
Neben dem Stadtradsystem, welches
politisch bereits beschlossen wurde und
2025 umgesetzt wird, befasst sich die
Gesellschaft derzeit intensiv· mit dem
Thema SmartParking. Auf diese Weise sollen
ungenutzte Flächen und ungenutzte Park-
plätze, wie bspw. zeitweise brachliegende
Flächen oder leerstehende Supermarkt-
Parkplätze in der Nacht zukünftig als
öffentliche Parkplätze dienen und den
Parkdruck in der Stadt somit deutlich
reduzieren. Durch das Erheben von Ge-
bühren verspricht sich die Gesellschaft
darüber hinaus zusätzliche Einnahmen.
Daneben befasst sich die CMD derzeit
intensiv mit der Planung von insgesamt vier
großen Fahrradparkhäusern.
Der Erfolg des Smart-Parking-Projektes ist
außerdem von der politischen Entscheidung
über die Erhöhung von Anwohnerpark-
gebühren abhängig. Auf diese Entscheidung
hat die CMD keinen Einfluss.
Wegen des anhaltenden Krieges in der
Ukraine und der noch immer hohen Infla-
tion, ausgelöst durch die Corona-Pandemie,
kann es weiterhin zu Lieferengpässen und
Preissteigerungen kommen, welche die
laufenden und bevorstehenden Projekte
sowohl finanziell als auch zeitlich weiterhin
beeinträchtigen können. Aufgrund der
zuletzt veröffentlichten Inflationsdaten lässt
sich allerdings eine abschwächende Infla-
tionsrate erkennen, weshalb die Einhaltung
des auf gestellten Wirtschaftsplanes als sehr
wahrscheinlich eingeschätzt wird. Dennoch
sollte die kritische Lage im Ukraine-Krieg
und das Eskalations-Potenzial mit seinen
politischen und wirtschaftlichen Auswir-
kungen nicht unterschätzt werden.
Organe und deren Zusammensetzung
Aufsichtsrat
Vorsitz
Beigeordneter Jochen Kral Landeshauptstadt
Düsseldorf
Stellvertretung Vorsitz
Ratsfrau Mirja Cordes Landeshauptstadt
Düsseldorf
Mitglied
Ratsherr Andreas Auler Landeshauptstadt
Düsseldorf
Chris Demmer Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Lukas Fix Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Mark Schenk Landeshauptstadt
Düsseldorf
Connected Mobility Düsseldorf GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 319
Ratsherr Dr. Andreas Schröder Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Martin Volkenrath Landeshauptstadt
Düsseldorf
Geschäftsführung
Rolf Neumann
Dr. David Rüdiger
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und
Verwaltungsräten nach Geschlecht
Dem Aufsichts- oder Verwaltungsräten in diesem Unternehmen gehören zum 31.12.2023 von
den insgesamt 8 Mitgliedern 1 Frauen an (Frauenanteil 12,5 Prozent)
Damit wird der im Paragraf 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von
40 Prozent nicht erreicht/unterschritten.
Tonhalle Düsseldorf gGmbH
320 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Tonhalle Düsseldorf gGmbH
Firmensitz
Ehrenhof 1
40479 Düsseldorf
Telefon: 0211 - 91 387 521
www.tonhalle.de
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Unternehmensgegenstand ist der Betrieb der
Tonhalle am Ehrenhof in Düsseldorf. Zweck
der Gesellschaft ist die Förderung von Kunst
und Kultur mittels Belebung und Erweiterung
der Düsseldorfer Kulturlandschaft durch den
Betrieb der Tonhalle am Ehrenhof.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 25.000,00 EUR
Landeshauptstadt Düsseldorf 22.500,00 EUR 90,00 %
Gesellschaft der Freunde und Förderer der Tonhalle
Düsseldorf e.V. 2.500,00 EUR 10,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2022/23 Veränderung 2021/22 2020/21
Anlagevermögen 780 -39 819 909
Immaterielle Vermögensgegenstände 3 -2 5 7
Sachanlagen 778 -37 814 902
Umlaufvermögen 3.875 1.034 2.841 3.539
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 299 -1.958 2.257 2.695
Kasse, Bankguthaben, Schecks 3.575 2.991 584 844
Rechnungsabgrenzungsposten 91 4 87 83
Summe AKTIVA 4.747 999 3.748 4.531
Tonhalle Düsseldorf gGmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 321
Passiva
in TEUR
2022/23 Veränderung 2021/22 2020/21
Eigenkapital 1.863 354 1.509 1.966
Gezeichnetes Kapital 25 0 25 25
Kapitalrücklage 539 0 539 539
Gewinnrücklagen 946 -231 1.177 1.177
Jahresergebnis 354 811 -457 -136
Rückstellungen 856 243 612 706
Verbindlichkeiten 1.873 409 1.464 1.727
Rechnungsabgrenzungsposten 155 -7 162 133
Summe PASSIVA 4.747 999 3.748 4.531
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2022/23 Veränderung 2021/22 2020/21
Umsatzerlöse 3.658 1.140 2.518 409
Sonstige betriebliche Erträge 5.577 -4 5.581 5.671
Materialaufwand 2.237 -74 2.310 1.366
Personalaufwand 3.558 692 2.866 2.424
Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.927 -147 3.075 2.215
Abschreibungen 152 -135 287 211
Steuern vom Einkommen und Ertrag 7 -9 17 -
Ergebnis nach Steuern 354 811 -457 -136
Jahresergebnis 354 811 -457 -136
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Landeshauptstadt Düsseldorf 34 Verbindlichkeiten
6.113 Erträge
974 Aufwendungen
Stadtwerke Düsseldorf AG 412 Aufwendungen
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2022/23 Veränderung 2021/22 2020/21
Eigenkapitalquote (in %) 39,3 -1,0 40,3 43,4
Eigenkapitalrentabilität (in %) 19,0 49,3 -30,3 -6,9
Umsatzrentabilität (in %) 9,7 27,8 -18,1 -33,1
Mitarbeiteranzahl 186 13 173 164
Veranstaltungen (gesamt) 270 13 257 104
Besucherzahlen (gesamt) 224.004 103.528 120.476 16.812
Platzauslastung (gesamt) (in %) 79,0 19,0 60,0 73,0
Tonhalle Düsseldorf gGmbH
322 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Der Gesamtleistung von 9.235 Tausend Euro
stehen betriebliche Aufwendungen in Höhe
von 8.874 Tausend Euro gegenüber, sodass
sich ein Jahresüberschuss unter Berücksich-
tigung von Steueraufwendungen von 354
Tausend Euro ergibt.
Die eigenen Erlöse aus Umsatztätigkeit
lagen im Geschäftsjahr 2022/2023 bei 39,6
Prozent der Gesamtleistung. Neben den Ein-
nahmen aus den Verkaufserlösen für eigene
Veranstaltungen trägt der wirtschaftliche
Geschäftsbetrieb durch die Vermietung der
Veranstaltungsräume und die Vermittlung
von veranstaltungsbezogenen Lieferanten
und Dienstleistern für Gastveranstaltungen
wesentlich zu den Eigeneinnahmen bei.
Fünf Gastveranstaltungen wurden – gemäß
der von der Verpächterin im Pachtvertrag
festgelegten Optionen zur mietfreien Eigen-
nutzung der Tonhalle sowie entsprechender
Beschlüsse des städtischen Kulturausschus-
ses – nicht zur ortsüblichen Miete berechnet.
Daraus ergaben sich im Geschäftsjahr
2022/2023 Mindereinnahmen in Höhe von
rund 35 Tausend Euro bezogen auf die sonst
geltenden ortsüblichen Vermietungspreise.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme hat sich von 3.748 Tau-
send Euro auf 4.746 Tausend Euro erhöht.
Durch das positive Jahresergebnis ist die
Eigenkapitalquote von 39,3 Prozent gegen-
über von 40,3 Prozent (Vorjahr) auf etwa
vergleichbarem Niveau.
Der Cash flow aus der laufenden Tätigkeit
zeigt sich gegenüber Vorjahr stark verändert
und hat sich deutlich in den positiven Be-
reich bewegt. Über dem Niveau des Vor-
jahres landet auch der Cash flow aus der
Investitionstätigkeit, wenn auch noch im
negativen Bereich. Der Cash flow aus Finan-
zierungstätigkeit hingegen liegt weiterhin
unverändert bei 0 Euro.
Der Finanzmittelfonds am Ende der Periode
hat sich durch die insgesamt positive Ver-
änderung der Finanzmittel auf zwischen-
zeitlich 3.575 Tausend Euro erhöht und
besteht weiterhin aus liquiden Mitteln
(Bankguthaben und Kassenvermögen).
Chancen und Risiken
Die Tonhalle Düsseldorf gGmbH wird von
vier wesentlichen Größen beeinflusst:
• der Entwicklung der Personalkosten
(fremdabhängig von den Tarifsteigerungen
des öffentlichen Dienstes)
• den Eintritts- und Mieteinnahmen
• den Zuschüssen der Landeshauptstadt
Düsseldorf und den Zuwendungen des
Freundeskreises sowie
• Drittmitteln in Form von Zuwendungen
von Stiftungen, des Landes und des Bundes,
Spenden und Sponsoring
Der naturgemäß größte Kostenblock ist das
Personal. Um den komplexen und personal-
intensiven Veranstaltungsbetrieb sicher
aufrecht zu erhalten, wurden inzwischen fast
alle Stellen besetzt. Stärkere Belastungen
wie Krankheitsfälle und verbreitete Mehr-
arbeit und Überstunden verursachen
zusätzliche Kosten und Ausfallrisiken.
Die Einnahmen aus Kartenverkauf und Ver-
mietung unterliegen den bekannten Effek-
ten. Zuversichtlich stimmt die zuletzt wieder
positive Entwicklung der Abonnements, die
zum Stichtag nahezu wieder auf den Stand
Tonhalle Düsseldorf gGmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 323
vor Corona gesteigert werden konnten. Die
Situation der Privatveranstalter ist bis Mitte
des Kalenderjahres 2023 noch durch die
Wirtschaftlichkeitshilfen verbessert. Ob das
Vermietungsgeschäft dadurch nachhaltig
stabilisiert oder nur vorübergehend auf-
rechterhalten werden konnte, wird sich erst
im nächsten Geschäftsjahr zeigen.
Die Zuschüsse der Landeshauptstadt Düssel-
dorf sowie die Zuwendungen der Gesell-
schaft der Freunde und Förderer der Ton-
halle Düsseldorf gGmbH bleiben für den
Erhalt des Betriebs und die Umsetzung der
satzungsmäßigen Ziele essenziell.
Die Drittmittelakquise bei öffentlich-recht-
lichen Stiftungen und Privatpersonen, Zu-
schüsse durch den Bund sowie das Spon-
soring haben bedeutende Beiträge hervor-
bringen können, sind allerdings in Folge der
wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie
sowie der allgemein unsicheren Wirtschafts-
lage weiter gefährdet.
Die gemeinnützige Gesellschaft verfügt über
folgendes Risikomanagement:
• Mit der Buchhaltung des externen Steuer-
büros geht ein zeitnahes Controlling einher
(betriebswirtschaftliche Auswertung).
Rechnungswesen und Geschäftsführung sind
hierzu im regelmäßigen Austausch. Verän-
derungen bei kalkulierten Projekten werden
dokumentiert, notwendige Anpassungen und
Verschiebungen werden frühzeitig bearbeitet
und deren Auswirkungen prognostiziert.
• Aufträge, Bestellungen und Engagements
werden nur bei vorhandenen Budgets
genehmigt. Investitionen und planbare
Instandhaltungsarbeiten werden erst zum
Ende des Geschäftsjahres auf Grundlage
einer verlässlichen Ergebnisprognose
geprüft.
• Der Vertrieb (Kartenverkauf) und die
Debitorenbuchhaltung (Mietgeschäft) prüfen
den Eingang aller Geldforderungen und
leiten sonst schriftliche und gegebenenfalls
auch gerichtliche Mahnverfahren ein.
• Die Einnahmen- und Besucherzahlen
werden monatlich sowie im Rahmen der
Quartalsberichterstattung und
Hochrechnung den Plandaten aus dem
Wirtschaftsplan sowie den Vorjahreszahlen
im gleichen Zeitraum gegenübergestellt.
• Die Ausgaben der einzelnen Bereiche
werden regelmäßig überprüft. Hierzu werden
die tatsächlichen Ist-Werte aus der
Buchführung den geplanten und
genehmigten Budgetgrößen
gegenübergestellt und gleichzeitig ermittelt,
in welcher Höhe noch Mittel zur Verfügung
stehen.
• Abweichungen werden umgehend mit den
Budgetverantwortlichen besprochen, um
Maßnahmen zu treffen, die der
Budgeteinhaltung und Ergebnissteuerung
dienen.
Tonhalle Düsseldorf gGmbH
324 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Organe und deren Zusammensetzung
Aufsichtsrat
Vorsitz
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller Landeshauptstadt
Düsseldorf
Stellvertretung Vorsitz
Prof. Dr. Jochen Lüdicke Gesellschaft der
Freunde und Förderer
der Tonhalle Düsseldorf
e.V.
Mitglied
Christine Brinkmann Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Ulf Montanus Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsfrau Dr. Frederike Möller Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Marcus Münter Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Markus Raub Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Dr. Andreas Schröder Landeshauptstadt
Düsseldorf
geborenes Mitglied
Beigeordnete Miriam Koch Landeshauptstadt
Düsseldorf
Stadtkämmerin Dorothée Schneider Landeshauptstadt
Düsseldorf
Geschäftsführung
Michael Becker
Torger Nelson (bis 30.07.2023)
Burkhard Scheuer (ab 01.08.2023)
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und
Verwaltungsräten nach Geschlecht
Dem Aufsichts- oder Verwaltungsräten in diesem Unternehmen gehören zum 31.12.2023 von
den insgesamt 10 Mitgliedern 4 Frauen an (Frauenanteil 40,0 Prozent)
Damit wird der im Paragraf 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von
40 Prozent nicht erreicht/unterschritten.
Kunsthalle Düsseldorf gGmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 325
Kunsthalle Düsseldorf gGmbH
Firmensitz
Grabbeplatz 4
40213 Düsseldorf
Telefon: 0211 89-96263
mail@kunsthalle-duesseldorf.de
www.kunsthalle-duesseldorf.de
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gegenstand der Gesellschaft ist die Förderung
der Kunst durch die Übernahme des Betriebes
der bisher von der Stadt betriebenen Kunst-
halle Düsseldorf als Ausstellungsort für natio-
nale und internationale Kunst.
Der Zweck wird insbesondere dadurch ver-
wirklicht, dass für den Kunstverein Räum-
lichkeiten zur Veranstaltung eigenen Pro-
jekten n eigener finanzieller und inhaltlicher
Verantwortung vorgehalten werden und
Kunstverein und Kunsthalle gGmbH jeweils
autonome Ausstellungen und Veranstaltungen
zur nationalen und internationalen Gegen-
wartskunst durchführen und einer breiten
Öffentlichkeit zugänglich machen.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 100.000,00 EUR
Landeshauptstadt Düsseldorf 64.900,00 EUR 64,90 %
Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen 25.100,00 EUR 25,10 %
Stadtsparkasse Düsseldorf 10.000,00 EUR 10,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Kunsthalle Düsseldorf gGmbH
326 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 45 -24 69 88
Immaterielle Vermögensgegenstände 9 -2 12 14
Sachanlagen 36 -21 57 74
Umlaufvermögen 865 57 808 1.151
Vorräte 16 -20 36 30
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 64 -8 72 13
Kasse, Bankguthaben, Schecks 785 85 700 1.108
Rechnungsabgrenzungsposten 34 -23 57 140
Summe AKTIVA 944 11 933 1.379
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 477 -89 566 639
Gezeichnetes Kapital 85 0 85 85
Bilanzergebnis 392 -89 481 554
Sonderposten 45 -24 69 88
Rückstellungen 292 141 150 544
Verbindlichkeiten 122 -24 146 82
Rechnungsabgrenzungsposten 8 6 3 25
Summe PASSIVA 944 11 933 1.379
Kunsthalle Düsseldorf gGmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 327
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 622 79 543 581
Erträge aus Zuwendungen 2.681 394 2.288 2.455
Sonstige betriebliche Erträge 41 -80 121 41
Materialaufwand 891 -47 939 896
Personalaufwand 1.516 290 1.226 1.154
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.005 178 827 905
Abschreibungen 27 -7 34 36
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6 6 - -
Ergebnis nach Steuern -89 -15 -74 86
Jahresergebnis -89 -15 -74 86
Gewinnvortrag / Verlustvortrag VJ 481 -74 554 469
Bilanzergebnis 392 -89 481 554
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Landeshauptstadt Düsseldorf 2.510 Erträge
196 Aufwendungen
Stadtwerke Düsseldorf AG 271 Aufwendungen
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 50,5 -10,1 60,6 46,4
Eigenkapitalrentabilität (in %) -18,6 -5,6 -13,0 13,4
Umsatzrentabilität (in %) -14,3 -0,7 -13,6 14,8
Mitarbeiteranzahl 24 0 24 25
Anzahl Ausstellungen 8 0 8 8
Anzahl Besucher KIT 38.452 10.026 28.426 9.044
Anzahl Besucher Kunsthalle 48.284 13.891 34.393 15.977
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Die Landeshauptstadt Düsseldorf hat im
Zuge der Eingliederung der Beschäftigten in
den TVöD zum 1. Januar des Geschäfts-
jahres und der Erweiterung des Stellen-
planes den Betriebskostenzuschuss an die
Gesellschaft von 1.975.200 Euro auf
2.500.500 Euro angehoben.
Aus dem Betriebskostenzuschuss standen
der Kunsthalle 1.643.000 Euro und dem KIT
Kunsthalle Düsseldorf gGmbH
328 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
857.500 Euro zur Verfügung. Die Wirt-
schaftspläne wurden aufgrund von defi-
zitären Ausstellungsbudgets mit Fehlbe-
trägen von 10.500 Euro bei KIT und 38.500
Euro bei der Kunsthalle verabschiedet.
Die Kunsthalle vereinnahmte rund 360.000
Euro aus der Vermietung und Verpachtung
von Tiefgarage, Salon des Amateurs und
Kom(m)ödchen.
Ein nicht unerheblicher Teil des Ausstel-
lungsbudgets konnte von KIT und Kunsthalle
selbst generiert werden. So standen der
Gesellschaft neben dem Ausstellungsbudget
aus dem städtischen Zuschuss weitere
202.000 Euro zur Verfügung, 102.500 Euro
für KIT und 99.500 Euro für die Kunsthalle.
Die Drittmittel setzten sich wie folgt
zusammen:
Kunsthalle
Der Ständige Partner Stadtwerke Düsseldorf
unterstützte die Kunsthalle auch 2023
wieder mit 35.000 Euro (davon 5.000 Euro
als Kompensation für die entgangenen Ein-
nahmen an den eintrittsfreien Familien-
sonntagen).
Die Ausstellung zu Peter Piller sowie das
hierzu konzipierte Begleitprogramm erhielt
vom Land NRW eine Förderung von 40.000
Euro. Ein anonymer Spender unterstützte
das Projekt mit 3.000 Euro.
Für „Die unhintergehbare Verflechtung aller
Leben“ wurden alle Förderanträge negativ
beschieden.
Jedoch übernahmen Galerien anteilig die
Transportkosten. Darüber hinaus unter-
stützte die Galerie Pilar Corrias die Ausstel-
lung mit 5.000 Euro.
Die Buchmesse Between Books stieß auf ein
so großes Interesse, dass die Einnahmen
über die Standmieten einen Großteil der
Kosten deckten. Ein Sponsoring über 1.750
Euro trug ebenfalls zur Finanzierung bei.
Mit je 5.000 Euro unterstützten die Kunst-
und Kulturstiftung der Stadtsparkasse
Düsseldorf und die Sparkassen-Kultur-
stiftung Rheinland das Projekt IM FOYER:
Matthias Wollgast.
Durch eine zusätzliche städtische Förderung
in Höhe von 10.000 Euro konnten die
Träger*innen des Förderpreises der Landes-
hauptstadt Düsseldorf Bildende Kunst 2020
an zwei Wochenenden im Oktober und
November ihre performativen Arbeiten
präsentieren.
Mit 15.800 Euro beteiligte sich die Studien-
stiftung des deutschen Volkes an der jahres-
übergreifenden Ausstellung zum Karl
Schmidt-Rottluff Stipendium, wovon 5.800
Euro ins laufende Geschäftsjahr abgegrenzt
wurden.
KIT
Die Stiftung der Sparda-Bank West, als
langjähriger Partner, unterstützte auch in
2023 das Programm im KIT mit 35.000
Euro.
Die DZ BANK bezuschusste die Ausstellung
RAW mit 30.000 Euro.
Die Landeshauptstadt Düsseldorf förderte
das Projekt Was mit Kunst!? mit 10.000
Euro, die VAN MEETEREN STIFTUNG mit
3.000 Euro.
Das Kulturamt der Landeshauptstadt
Düsseldorf unterstützte zudem die Installa-
tion Klangraum mit dem Kooperations-
partner Achim Spyra, dem Betreiber des
KIT-Café und Zahlungsempfänger, mit 4.000
Euro. Weitere 3.700 Euro steuerte das Tele-
kommunikationsunternehmen Sipgate bei.
Für die Ausstellung 13 Morgen konnten
12.000 Euro von der Kunststiftung NRW
sowie je 4.000 Euro von der Kunst- und
Kulturstiftung der Stadtsparkasse Düsseldorf
und der Sparkassen-Kulturstiftung Rhein-
land generiert werden. Den Katalog bezu-
schusste Sipgate mit 1.000 Euro.
Kunsthalle Düsseldorf gGmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 329
In dem städtischen Zuschuss war eine
Energiekostensteigerung von 80 Prozent im
Vergleich zum Vorjahr einkalkuliert.
Dennoch avisiert eine zum Zeitpunkt der
Erstellung des Berichtes vorliegende Teil-
abrechnung eine Überschreitung des An-
satzes der Gesamtbetriebskosten der
Kunsthalle um circa 111.000 Euro. Eine
entsprechende Rückstellung wurde gebildet
und erhöhte den Jahresfehlbetrag bei der
Kunsthalle auf 156.985,21 Euro. Im KIT
wiederum führten nicht benötigte Mittel für
Energie zu einem Jahresüberschuss von
68.170,56 Euro.
Das Wirtschaftsjahr der Gesellschaft schloss
infolgedessen mit einem Fehlbetrag von
88.814,65 Euro ab.
Der Bilanzgewinn der Gesellschaft zum 31.
Dezember 2023 beträgt 391.800,51 Euro.
Chancen und Risiken
Der Betriebskostenzuschuss für das laufende
Geschäftsjahr berücksichtigt sowohl die
Mehrkosten durch die Eingruppierung der
Mitarbeitenden in den TVöD als auch
erhöhte Energiekosten.
Mit dieser weiteren finanziellen Aufstockung
bleibt auch für 2024 und 2025 eine quali-
tativ hochwertige Ausstellungstätigkeit ge-
sichert, sofern keine außer- oder überplan-
mäßigen Kosten durch höhere Gewalt
anfallen.
Das Gebäude der Kunsthalle soll ab Ende
2025 umfassend saniert werden. Welcher
Bedarf für das komplex geplante Interims-
programm der Kunsthalle während der
Sanierungsmaßnahme entstehen wird, ist
derzeit noch nicht abzusehen.
Organe und deren Zusammensetzung
Aufsichtsrat
Vorsitz
Ratsherr Dr. Alexander Fils Landeshauptstadt
Düsseldorf
Stellvertretung Vorsitz
Georg Kulenkampff Kunstverein für die
Rheinlande und
Westfalen
Mitglied
Michael Cosar Kunsthalle Düsseldorf
gGmbH
Rudolf Dahmen Kunstverein für die
Rheinlande und
Westfalen
Kunsthalle Düsseldorf gGmbH
330 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Stefan Drzisga Stadtsparkasse
Düsseldorf
Prof. Donatella Fioretti (ab 04.12.2023) Kunstakadademie
Düsseldorf
Bürgermeisterin Clara Gerlach Landeshauptstadt
Düsseldorf
Gabriele Horndasch Kunsthalle Düsseldorf
gGmbH
Ratsfrau Dominique Mirus Landeshauptstadt
Düsseldorf
Cornelia Mohrs Landeshauptstadt
Düsseldorf
Stadtkämmerin Dorothée Schneider Landeshauptstadt
Düsseldorf
Renate Ulrich Kunstverein für die
Rheinlande und
Westfalen
geborenes Mitglied
Beigeordnete Miriam Koch Landeshauptstadt
Düsseldorf
Geschäftsführung
Kathrin Bentele
Ariane Berger
Dr. Gregor Jansen
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und
Verwaltungsräten nach Geschlecht
Dem Aufsichts- oder Verwaltungsräten in diesem Unternehmen gehören zum 31.12.2023 von
den insgesamt 13 Mitgliedern 8 Frauen an (Frauenanteil 61,5 Prozent)
Damit wird der im Paragraf 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von
40 Prozent erreicht/überschritten.
Neue Schauspiel - Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 331
Neue Schauspiel - Gesellschaft mit beschränkter
Haftung
Firmensitz
Gustaf-Gründgens-Platz 1
40211 Düsseldorf
Telefon: 0211 85230
info@duesseldorfer-
schauspielhaus.de
www.dhaus.de
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb
eines Schauspielhauses zur Förderung der
den Gesellschaftern obliegenden kulturellen
Aufgaben.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 25.000,00 EUR
Landeshauptstadt Düsseldorf 12.500,00 EUR 50,00 %
Land Nordrhein-Westfalen 12.500,00 EUR 50,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2022/23 Veränderung 2021/22 2020/21
Anlagevermögen 5.575 -945 6.521 7.632
Immaterielle Vermögensgegenstände 88 -45 133 166
Sachanlagen 5.487 -901 6.388 7.466
Umlaufvermögen 7.424 -433 7.857 8.590
Vorräte 825 277 548 405
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 2.056 271 1.785 4.982
Kasse, Bankguthaben, Schecks 4.543 -981 5.523 3.202
Rechnungsabgrenzungsposten 126 40 86 46
Summe AKTIVA 13.125 -1.338 14.463 16.268
Neue Schauspiel - Gesellschaft mit beschränkter Haftung
332 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Passiva
in TEUR
2022/23 Veränderung 2021/22 2020/21
Eigenkapital 26 0 26 26
Gezeichnetes Kapital 25 0 25 25
Kapitalrücklage 5.286 0 5.286 5.286
Gewinnvortrag / Verlustvortrag -5.285 0 -5.285 -5.285
Jahresergebnis 0 0 0 0
Sonderposten 5.548 -904 6.452 7.673
Rückstellungen 4.433 471 3.962 3.602
Verbindlichkeiten 2.923 167 2.756 3.679
Summe PASSIVA 13.125 -1.338 14.463 16.268
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2022/23 Veränderung 2021/22 2020/21
Umsatzerlöse 3.896 433 3.463 769
Bestandsveränderungen 284 172 112 -107
Sonstige betriebliche Erträge 33.090 1.678 31.412 35.868
Materialaufwand 1.990 224 1.766 3.321
Personalaufwand 25.606 1.586 24.021 21.694
Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.090 357 7.733 10.116
Abschreibungen 1.560 115 1.446 1.374
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4 1 4 7
Steuern vom Einkommen und Ertrag 6 -6 11 5
Ergebnis nach Steuern 13 7 6 16
Sonstige Steuern 13 7 6 16
Jahresergebnis 0 0 0 0
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Landeshauptstadt Düsseldorf 1.037 Forderungen
140 Verbindlichkeiten
15.683 Erträge
1.442 Aufwendungen
Rheinbahn AG 12 Forderungen
152 Aufwendungen
Neue Schauspiel - Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 333
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2022/23 Veränderung 2021/22 2020/21
Eigenkapitalquote (in %) 0,2 0,0 0,2 0,2
Anlagendeckung (in %) 0,5 0,1 0,4 0,3
Mitarbeiteranzahl 391 -17 408 398
Anzahl Vorstellungen 821 115 706 137
Anzahl der Besucher 207.847 71.254 136.593 14.929
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Das Düsseldorfer Schauspielhaus hat im
aktuellen Geschäftsjahr Erträge von insge-
samt 37.264 Tausend Euro erwirtschaftet
(einschließlich des an die Gesellschafter
abzuführenden Ertragsüberschuss von 279
Tausend Euro).
Im Vorjahresvergleich ist sowohl ein Anstieg
der Umsatzerlöse als auch der sonstigen
betrieblichen Erträge zu verzeichnen. Im
Anstieg der Umsatzerlöse spiegelt sich vor
allem die erfolgreiche Spielplangestaltung
wider. Zu beachten ist aber auch, dass das
Vorjahr noch durch die Corona-Pandemie
geprägt war.
Der Anstieg der in den sonstigen betrieb-
lichen Erträgen enthalten Zuwendungen der
Gesellschafter ist vor allem auf zwei Effekte
zurückzuführen. Zum einen konnten im Vor-
jahr von den Zuwendungen für Instand-
haltungsmaßnahmen der Spiel-, Proben-
und Produktionsstätten nur 1.073 Tausend
Euro ergebniswirksam vereinnahmt werden.
Die verbleibenden 727 Tausend Euro wurden
bis Ende 2022 im aktuellen Geschäftsjahr
vereinnahmt, wodurch ein deutlicher Anstieg
der Zuwendungen in diesem Bereich zu ver-
zeichnen ist. Zum anderen sind die Gesell-
schafterzuwendungen zur Finanzierung des
Geschäftsbetriebs wie vereinbart angepasst
worden.
Den Erträgen stehen im aktuellen Ge-
schäftsjahr Aufwendungen von insgesamt
36.985 Tausend Euro gegenüber.
Bei Gegenüberstellung von Aufwendungen
und Erträgen verbleibt ein Ertragssaldo von
279 Tausend Euro, der aufgrund der be-
stehenden Förderbedingungen des Landes
NRW an die Gesellschafter abzuführen ist,
wodurch das Düsseldorfer Schauspielhaus
im aktuellen Geschäftsjahr trotz des erwirt-
schafteten Ertragsüberschusses ein Ergebnis
von null ausweist.
Der Anstieg der Aufwendungen ist vor allem
durch den Anstieg des Personalaufwands be-
dingt. Ursächlich hierfür sind die zu berück-
sichtigenden Tarifkostensteigerungen sowie
die sukzessive Nachbesetzung zwischen-
zeitlich nicht besetzter Stellen. Der höhere
Materialaufwand ist in erster Linie mit der
erfolgreichen Spielplangestaltung zu be-
gründen, wodurch die besucherzahlenab-
hängigen Rechtevergütungen deutlich über
Vorjahresniveau liegen. Da gleichzeitig der
Vorproduktionsaufwand für das Geschäfts-
jahr 2023/24 angestiegen ist, ist auch ein
Anstieg der Bestandsveränderungen zu
verzeichnen.
Vermögens- und Finanzlage
Im aktuellen Geschäftsjahr hat sich die
Bilanzsumme um 1.338 Tausend Euro auf
13.125 Tausend Euro vermindert.
Wesentlicher Grund hierfür ist die perioden-
gerechte Zahlung der Gesellschafterzu-
wendungen, wodurch die flüssigen Mittel
Neue Schauspiel - Gesellschaft mit beschränkter Haftung
334 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
unter Vorjahresniveau liegen. Da die Ab-
schreibungen die Investitionen des Ge-
schäftsjahres überkompensiert haben, ist
gleichzeitig auch ein Rückgang des Anlage-
vermögens zu verzeichnen. Dieser wird zum
größten Teil durch einen Anstieg der
Forderungen gegen Gesellschafter sowie der
unfertigen Leistungen kompensiert.
Auf der Passivseite ist ein deutlicher Rück-
gang beim passiven Rechnungsabgren-
zungsposten zu verzeichnen, der ebenfalls
aus der periodengerechten Zahlung der
Gesellschafterzuwendungen resultiert,
wodurch Abgrenzungsbedarf weggefallen ist.
Der mit dem rückläufigen Anlagevermögen
korrespondierende Rückgang des Sonder-
postens für Investitionszuschüsse wird durch
einen Anstieg der sonstigen Rückstellungen
und einen Anstieg der Verbindlichkeiten
gegenüber Gesellschaftern zum Teil ausge-
glichen. Der Anstieg der Verbindlichkeiten
gegenüber Gesellschaftern resultiert im
Wesentlichen aus dem abzuführenden
Ertragsüberschuss.
Die Liquiditätssituation des Düsseldorfer
Schauspielhauses ist im aktuellen Ge-
schäftsjahr durch einen Rückgang der
liquiden Mittel gekennzeichnet. Wesentlicher
Einflussfaktor hierfür ist, dass im Gegensatz
zum Vorjahr Gesellschafterzuwendungen für
August nicht bereits Ende Juli, also im
vorherigen Geschäftsjahr, gezahlt wurden.
Es handelt sich hierbei um eine Stich-
tagsbetrachtung, die abhängig von Zah-
lungszeitpunkten ist. Die Zahlungsfähigkeit
des Düsseldorfer Schauspielhauses war im
aktuellen Geschäftsjahr durchgängig
gewährleistet.
Zur Erfüllung der dem Düsseldorfer Schau-
spielhaus obliegenden kulturellen Aufgaben
ist die Gesellschaft dauerhaft auf finanzielle
Unterstützung durch die Gesellschafter an-
gewiesen, um die jährlichen Zahlungsmittel-
abflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit
und der Investitionstätigkeit decken zu
können.
Chancen und Risiken
Aufgrund der Regelungen in Paragraf 53
Absatz 1 Nummer 1 Haushaltsgrundsätze-
gesetz (HGrG) unterliegt im Rahmen der
Jahresabschlussprüfung des Düsseldorfer
Schauspielhauses auch die Ordnungsmäßig-
keit der Geschäftsführung einer Prüfung.
Abgeleitet aus den Anforderungen an eine
ordnungsmäßige Geschäftsführung ergibt
sich für die Gesellschaft die Verpflichtung,
ein Risikofrüherkennungssystem einzu-
richten. Die Überwachung und Steuerung
möglicher Chancen und Risiken obliegt der
Geschäftsführung. Hierzu erhält sie regel-
mäßig Analysen und Auswertungen des
Controllings sowie anderer Abteilungen.
Darüber hinaus finden wöchentlich Leitungs-
runden statt, in denen auch die Risikobe-
richterstattung auf der Tagesordnung steht.
In den regelmäßig stattfindenden Risiko-
erhebungen sind aktuell folgende wesent-
liche Risiken identifiziert worden, die in der
Reihenfolge ihrer Bedeutung für das
Düsseldorfer Schauspielhaus dargestellt
werden. Die Bedeutung ergibt sich aus der
Gewichtung von Eintrittswahrscheinlichkeit
und potenzieller Schadenshöhe.
Zur Aufrechterhaltung des Theaterbetriebs
ist die Gesellschaft beständig auf Unter-
stützung seitens der Gesellschafter ange-
wiesen. Um einen Theaterbetrieb gewähr-
leisten zu können, der dem gesellschafts-
vertraglich verankerten Auftrag genügt,
müssen dem Theater angemessene finan-
zielle Mittel zur Verfügung gestellt werden.
Auf Basis der bereitgestellten Mittel muss
die Gesellschaft auch in der Lage sein,
Kostensteigerungen (aufgrund Inflation,
Tarifanpassungen et cetera) sowie eine
angemessene Instandhaltung der Spiel-
stätten finanzieren zu können.
Neue Schauspiel - Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 335
Eine nicht adäquate Finanzausstattung
würde den Theaterbetrieb an sich in Frage
stellen. Vor allem bedingt durch den seit
Februar 2022 andauernden Krieg in der
Ukraine sind insbesondere im Energiebereich
signifikante Kostensteigerungen zu ver-
zeichnen, deren Auswirkungen immer noch
nicht zuverlässig abgeschätzt werden
können. Im Wirtschaftsplan 2023/24 sind
wie im Vorjahr zusätzliche Kosten für Strom
und Fernwärme berücksichtigt, deren
Angemessenheit schwer einzuschätzen ist.
Derzeit sind wieder rückläufige Energie-
kosten festzustellen, allerdings hat gleich-
zeitig die Bundesregierung aktuell das
Auslaufen der Energiepreisbremsen zum
Jahresende 2023 angekündigt.
Neben dem finanziellen Risiko besteht auch
das Risiko, dass aufgrund von Energie-
knappheit der Spielbetrieb nicht mehr
durchgängig aufrechterhalten werden kann.
Dieses Risiko ist jedoch nicht vom Düssel-
dorfer Schauspielhaus beeinflussbar. Seitens
des Schauspielhauses wurde im Vorjahr ein
Konzept zur Einsparung von Strom und
Fernwärme entwickelt, dass weiterhin
entsprechend umgesetzt wird. Hierdurch
konnte der Energieverbrauch im Geschäfts-
jahr 2022/23 um fast 30 Prozent reduziert
werden.
Solange die vereinbarten Finanzzusagen der
Gesellschafter bestehen, resultieren daraus
aktuell keine bestandsgefährdenden Risiken.
Allerdings besteht weiterhin das Risiko einer
verminderten Ticketnachfrage.
Hinsichtlich der angelaufenen Erweiterung
des Proben- und Produktionszentrums
Central um die Spielstätten des Jungen
Schauspiel besteht wie bei allen Baumaß-
nahmen ein Kostenrisiko. Hier besteht ein
Baucontrolling, wodurch etwaige Kosten-
steigerungen zeitnah identifiziert werden
können.
Aufgrund der in den letzten Jahren durch-
geführten Sanierungsmaßnahmen konnte
der technische und bauliche Zustand des
Theatergebäudes am Gustaf-Gründgens-
Platz signifikant verbessert werden. Auf-
grund des Alters und Zustands des Ge-
bäudes bleiben jedoch nicht zu unter-
schätzende Risiken bestehen. Mit Hilfe der
Gesellschafterzuwendungen für die plan-
mäßige Instandhaltung der Theatergebäude
lässt sich jedoch der aktuelle Gebäude-
standard erhalten.
Bestandsgefährdende Risiken sind nach
jetzigem Erkenntnisstand nicht erkennbar.
Neben den vorhandenen Risiken beinhaltet
jede wirtschaftliche Betätigung auch
Chancen.
Folgende Chancen der Geschäftstätigkeit
des Düsseldorfer Schauspielhauses können
derzeit benannt werden:
Über die Sanierungen von Dach und Fassade
sowie der öffentlichen Bereiche ist das
Düsseldorfer Schauspielhaus aufgewertet
worden und kann einen würdigen Platz in
der neuen städtebaulichen Situation mit
Dreischeibenhaus, Hofgarten und Kö-Bogen
2 einnehmen. Mit den Sanierungen und in
dieser neuen städtebaulichen Situation
öffnet sich das Schauspielhaus in die Stadt.
Es kann hierüber zu einem vitalen Treff-
punkt der Menschen nicht nur um die Vor-
stellungen herum, sondern auch darüber
hinaus werden.
Durch die eingeleiteten Maßnahmen zur
Reduktion des Energieverbrauchs besteht
die Chance, durch strukturelle Verände-
rungen den Energieverbrauch des Theaters
dauerhaft zu senken und so neben der
Realisierung von Kosteneinsparungs-
potenzialen auch einen nachhaltigen Beitrag
zur Reduktion des CO2-Ausstoßes zu leisten.
Die Erweiterung des Central wird das Junge
Schauspiel von seinem bisherigen Standort
in Düsseldorf-Rath in die Mitte der Stadt
holen. Durch den zentralen Standort besteht
die Chance, größere Aufmerksamkeit sowie
neue Besuchergruppen für das Junge Schau-
spiel zu erreichen.
Neue Schauspiel - Gesellschaft mit beschränkter Haftung
336 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Durch die seit der Spielzeit 2020/21 zur
Verfügung stehende mobile Theaterbühne
kann der Gustaf-Gründgens-Platz als zusätz-
liche Spielstätte für eine Sommerbespielung
genutzt werden. Dadurch besteht die
Chance, den Besuchern eine weitere attrak-
tive Spielstätte anzubieten und so den
Gustaf-Gründgens-Platz als einen Ort
kultureller Veranstaltungen und
Begegnungen zu etablieren. Im Juni und Juli
2024 ist der Platz zudem als Public-Viewing
Fläche im Rahmen der Fußball-Europa-
meisterschaft vorgesehen. In diesem Kon-
text kann hier eine Begegnungsstätte von
Fußball und Kultur entstehen.
Organe und deren Zusammensetzung
Aufsichtsrat
Vorsitz
Ministerin Ina Brandes Land Nordrhein-
Westfalen
Stellvertretung Vorsitz
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller
Mitglied
Torsten Ehlert (ab 01.07.2023) Land Nordrhein-
Westfalen
Ratsfrau Claudia Gelbke-Mößmer Landeshauptstadt
Düsseldorf
Dr. Harald Hemmer Land Nordrhein-
Westfalen
Dr. Hildegard Kaluza Land Nordrhein-
Westfalen
Peter Knäpper Landeshauptstadt
Düsseldorf
Beigeordnete Miriam Koch Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Ulf Montanus Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Marcus Münter Landeshauptstadt
Düsseldorf
Dr. Susanne Schwabach-Albrecht Landeshauptstadt
Düsseldorf
Thomas Schürmann Land Nordrhein-
Westfalen
Dr. Michael Strahl Neue Schauspiel -
Gesellschaft mit
beschränkter Haftung
Norbert Stüttgen Land Nordrhein-
Westfalen
Karin Trepke Landeshauptstadt
Düsseldorf
Neue Schauspiel - Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 337
Ralph Zinnikus (bis 30.06.2023) Land Nordrhein-
Westfalen
Dr. Christian von Kraack Land Nordrhein-
Westfalen
Geschäftsführung
Andreas Kornacki
Wilfried Schulz
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und
Verwaltungsräten nach Geschlecht
Dem Aufsichts- oder Verwaltungsräten in diesem Unternehmen gehören zum 31.12.2023 von
den insgesamt 16 Mitgliedern 6 Frauen an (Frauenanteil 37,5 Prozent)
Damit wird der im Paragraf 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von
40 Prozent nicht erreicht/unterschritten.
Deutsche Oper am Rhein Theatergemeinschaft Düsseldorf-Duisburg gGmbH
338 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Deutsche Oper am Rhein Theatergemeinschaft
Düsseldorf-Duisburg gGmbH
Firmensitz
Heinrich-Heine-Allee 16a
40213 Düsseldorf
Telefon: 0211 89-25210
info@deutsche-oper-am-rhein.de
www.operamrhein.de
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gegenstand des Unternehmens ist es,
insbesondere einen Opernbetrieb zu pflegen,
der an den Bühnen Düsseldorfs und
Duisburgs künstlerisch gleichrangige
Aufführungen musikalischer Werke bietet.
Zweck der Gesellschaft ist die Förderung von
Kunst und Kultur.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 50.000,00 EUR
Landeshauptstadt Düsseldorf 22.500,00 EUR 45,00 %
Stadt Duisburg 22.500,00 EUR 45,00 %
Freundeskreis Deutsche Oper am Rhein e.V. 5.000,00 EUR 10,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2022/23 Veränderung 2021/22 2020/21
Anlagevermögen 6.283 1.632 4.651 4.713
Immaterielle Vermögensgegenstände 114 2 112 143
Sachanlagen 6.170 1.631 4.539 4.571
Umlaufvermögen 23.451 1.001 22.450 18.509
Vorräte 885 80 805 692
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 540 209 330 2.048
Kasse, Bankguthaben, Schecks 22.026 712 21.314 15.769
Rechnungsabgrenzungsposten 627 9 618 522
Summe AKTIVA 30.362 2.643 27.719 23.744
Deutsche Oper am Rhein Theatergemeinschaft Düsseldorf-Duisburg gGmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 339
Passiva
in TEUR
2022/23 Veränderung 2021/22 2020/21
Eigenkapital 23.489 7.522 15.968 12.780
Gezeichnetes Kapital 50 0 50 50
Kapitalrücklage 982 0 982 982
Gewinnvortrag / Verlustvortrag 14.936 3.188 11.748 3.656
Jahresergebnis 7.522 4.334 3.188 8.092
Rückstellungen 2.740 -2.660 5.400 5.938
Verbindlichkeiten 3.669 -139 3.808 2.786
Rechnungsabgrenzungsposten 464 -2.080 2.543 2.240
Summe PASSIVA 30.362 2.643 27.719 23.744
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2022/23 Veränderung 2021/22 2020/21
Umsatzerlöse 7.222 2.348 4.874 1.045
Andere aktivierte Eigenleistungen 1.998 512 1.486 1.241
Sonstige betriebliche Erträge 49.526 2.116 47.410 46.597
Materialaufwand 6.276 1.731 4.546 2.436
Personalaufwand 37.400 -732 38.132 32.165
Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.314 -82 5.396 4.763
Abschreibungen 2.196 -243 2.439 1.376
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0 0 0 4
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1 -70 71 21
Steuern vom Einkommen und Ertrag 37 37 0 35
Ergebnis nach Steuern 7.522 4.334 3.188 8.092
Jahresergebnis 7.522 4.334 3.188 8.092
Finanzbeziehungen (in TEUR)
D.LIVE GmbH & Co. KG 336 Aufwendungen
Rheinbahn AG 128 Aufwendungen
Deutsche Oper am Rhein Theatergemeinschaft Düsseldorf-Duisburg gGmbH
340 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2022/23 Veränderung 2021/22 2020/21
Eigenkapitalquote (in %) 77,4 19,8 57,6 53,8
Eigenkapitalrentabilität (in %) 32,0 12,1 20,0 63,3
Verschuldungsgrad (in %) 29,3 -44,3 73,6 85,8
Mitarbeiteranzahl 560 -7 567 599
Anzahl Vorstellungen 256 10 246 80
Anzahl der Besucher 203.362 74.969 128.393 19.199
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Für das Geschäftsjahr 2022/23 weist die
Deutsche Oper am Rhein (DOR) einen
Jahresüberschuss in Höhe von 7.521.814,64
Euro (Vorjahr: Jahresüberschuss
3.187.538,37 Euro) aus. Die Spielzeit
2022/23 endete am 25. Juni 2023 (Vorjahr:
26. Juni 2022). Dementsprechend begannen
die Theaterferien am 26. Juni 2023, und
damit ein Tag früher als im Vorjahr. Die aus
handelsrechtlichen Gründen zu bildende
Rückstellung für ausstehenden Jahresurlaub
der Mitarbeiter*innen wirkt sich auf die
Erfolgsrechnung aufgrund von Tarifsteige-
rungen mit einer Verringerung des Jahres-
ergebnisses um 34.416,92 Euro aus. Die
Liquidität der Gesellschaft wird durch diesen
Sachverhalt nicht tangiert. Ohne Berücksich-
tigung des Effektes der Urlaubsrückstellung
ergibt die Gewinn- und Verlustrechnung
operativ einen Jahresüberschuss in Höhe
von 7.499.770,51 Euro (Vorjahr: Jahres-
überschuss in Höhe von 2.557.021,46 Euro).
Die Gesellschaft konnte ein gutes Ergebnis
erzielen. Die wesentlichen Ursachen dafür
sind, eine überschaubare Anzahl abge-
schlossener Gastverträge, also Engagements
mit Künstlern, die nicht dem Festensemble
der DOR angehören, und die gute Preisaus-
schöpfung aus den Ticketeinnahmen.
Darüber hinaus wirkte sich die Auflösung der
Kurzarbeitergeld-Rückstellung in Höhe von
2.811 Tausend Euro ergebnisverbessernd
aus.
Der Zuschuss der Gesellschafter sowie des
Landes NRW wurden im Geschäftsjahr
2022/23 leicht angehoben, was insgesamt
zu einer Erhöhung des Ertrags von 1,1
Prozent führt. Die Eigenerträge sind im
Vergleich zum Vorjahr deutlich um 71,5
Prozent gestiegen. Darin enthalten sind
insbesondere die Umsatzerlöse, welche
erheblich zugenommen haben. Insofern war
die angestrebte Beisteuerung von selbst
erwirtschafteten Erträgen zum Ausgleich der
Kostensteigerungen realisierbar. Insgesamt
stiegen die Erträge im Vergleich zum Vorjahr
um 9,7 Prozent. Als Aufwendungen für
Material in Höhe von 683 Tausend Euro
werden Reparaturen und Instandhaltung von
Repertoireproduktionen (nicht Neuproduk-
tionen) erfasst. Diese nahmen im Vergleich
zum Vorjahr um 49 Tausend Euro (7,7 Pro-
zent) zu, was in diesem Geschäftsjahr ins-
besondere auf die gestiegenen Einkaufs-
preise für Baumaterialien zurückzuführen
ist, die zur Instandsetzung diverser Bühnen-
bilder und Kostümausstattungen verwendet
werden. Die Aufwendungen für bezogene
Leistungen haben sich gegenüber dem
Vorjahr um 1.682 Tausend Euro (43,0 Pro-
zent) erhöht, liegen aber noch deutlich unter
dem Vor-Pandemie-Niveau: Im Geschäfts-
jahr 2022/23 konnten die aufgeführten
Stücke weitgehend mit dem DOR-eigenen
Ensemble besetzt werden. Der Einsatz von
Gästen war vor allem in der ersten Spiel-
zeithälfte in einem geringeren Umfang
erforderlich als ursprünglich geplant. Das
Deutsche Oper am Rhein Theatergemeinschaft Düsseldorf-Duisburg gGmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 341
Engagement von Gastkünstler*innen ist
insgesamt deutlich unter den budgetierten
Werten geblieben. Der Personalaufwand ist
gegenüber dem Vorjahr um 732 Tausend
Euro (1,9 Prozent) gesunken. Ausschlag-
gebende Ursache für diese Veränderung ist
die Auflösung der Rückstellung hinsichtlich
der gewährten KuG-Zuschüsse in Höhe von
2.811 Tausend Euro gegen den Personal-
aufwand. Die Abschreibungen sind mit 243
Tausend Euro (-10,0 Prozent) im Vergleich
zum Vorjahr
gesunken. Dies liegt insbesondere darin
begründet, dass im Vorjahr mehrere
Bühnen- und Kostümbilder durch die
Intendanz ausgemustert und daraufhin
vollumfänglich abgeschrieben wurden. Die
Sonstigen Sachaufwendungen in Höhe von
5.315 Tausend Euro waren im Vergleich zum
Vorjahr um 152 Tausend Euro beziehungs-
weise -2,8 Prozent geringer. Insgesamt
nahmen die Aufwendungen im Vergleich
zum Vorjahr um 1,2 Prozent zu. Die Er-
folgsrechnung weist einen Jahresüberschuss
von 7.522 Tausend Euro aus.
Vermögens- und Finanzlage
Die Vermögensstruktur ist ein Indikator für
die betriebliche Flexibilität des gebundenen
Vermögens. In der bilanzanalytischen Beur-
teilung schlägt sich das Anlagevermögen als
langfristig gebundenes Vermögen langsamer
um als das Umlaufvermögen, welches
definitionsgemäß nicht zum langfristigen
Verbleib im Unternehmen bestimmt ist. Für
die Ermittlung der Kennzahlen wird das
gesamte bilanzielle Vermögen in langfristig
gebundenes Vermögen (Anlagevermögen)
und kurzfristig gebundenes Vermögen
(Umlaufvermögen) untergliedert. Für diese
Aufteilung werden Rechnungsabgrenzungs-
posten dem Umlaufvermögen zugerechnet.
Bei der Finanzierungsanalyse wird – los-
gelöst von der Vermögensseite - die Zusam-
mensetzung des Kapitals dargestellt. Sowohl
Eigen- als auch Fremdkapital sind hierunter
im bilanzanalytischen Sinne zu verstehen.
Dementsprechend setzt sich das Eigen-
kapital aus dem bilanziellen Eigenkapital und
das Fremdkapital aus Rückstellungen, Ver-
bindlichkeiten und passiven Rechnungsab-
grenzungsposten zusammen.
Das lediglich aus der Verbindlichkeit gegen-
über der Hochtief AG bestehende langfristige
Fremdkapital sinkt damit von 616 Tausend
Euro um 26 Tausend Euro auf 590 Tausend
Euro. Neben dem mittelfristigen Anteil aus
dieser Verbindlichkeit in Höhe von 101 Tau-
send Euro (Vorjahr: 98 Tausend Euro) sind
dem mittelfristigen Fremdkapital die Ver-
bindlichkeiten aus den verkauften, aber
noch nicht eingelösten Gutscheinen mit
einer dreijährigen Gültigkeit in Höhe von
1.086 Tausend Euro (Vorjahr: 1.201 Tau-
send Euro) zuzuordnen. Da sich zum
Bilanzstichtag weniger Gutscheine im
Umlauf befinden als im Vorjahr, sinkt das
mittelfristige Fremdkapital um 113 Tausend
Euro. Das kurzfristige Fremdkapital sinkt um
4.739 Tausend Euro. Ursache hierfür sind im
Wesentlichen die zum Bilanzstichtag
geringeren Ticketeinnahmen für Veranstal-
tungen der kommenden Spielzeit. Diese
werden als Passive Rechnungsabgrenzung
ausgewiesen und damit bilanzanalytisch
dem kurzfristigen Fremdkapital zugeordnet.
Der Verschuldungsgrad gibt die prozentuale
Höhe des Fremdkapitals im Verhältnis zum
Gesamtkapital an. Zum Bilanzstichtag am
31. Juli 2023 betrug der Verschuldungsgrad
22,6 Prozent (Vorjahr 42,4 Prozent).
Der Cashflow aus der laufenden Geschäfts-
tätigkeit ist erneut deutlich positiv, wenn
auch nicht auf einem mit dem Vorjahr
vergleichbaren Niveau. Das gute Perioden-
ergebnis wird durch die Hinzurechnung der
Abschreibungen von 2.195 Tausend Euro
weiter erhöht. Dem gegenüber steht eine
Minderung der Rückstellungen, die Abnahme
von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen, insbesondere aber auch die
Deutsche Oper am Rhein Theatergemeinschaft Düsseldorf-Duisburg gGmbH
342 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Minderung von passiven Rechnungsabgren-
zungsposten. Der Cashflow aus der Inves-
titionstätigkeit stieg im Vergleich zum Vor-
jahr um 905 Tausend Euro an. Insbesondere
die Herstellung neuer Bühnen- und Kostüm-
bilder für Opern, Operetten und Ballette
führten zu aktivierten Eigenleistungen, die
das Niveau des Vorjahres überstiegen und
die in das Anlagevermögen aufgenommen
wurden. Darüber hinaus wurde insbesondere
in immaterielle Vermögensgegenstände der
Gesellschaft investiert. Der Cashflow aus
Finanztätigkeit nahm um 280 Tausend Euro
ab, was insbesondere auf geringere Zu-
schüsse in Verbindung mit Investitionstätig-
keiten zurückzuführen ist.
Chancen und Risiken
Risiken
Das Risikomanagement-System der DOR
identifiziert die folgenden bestandsge-
fährdenden Risiken:
Umsatzrückgang,
Auslastungsrückgang
Lager Rath
Wirtschaftliche Fehlentwicklung
Herstellung Neuproduktionen
Entwicklung von Überstunden
Insgesamt gehören die allgemeine welt-
politische Lage seit dem Ukrainekrieg, die
allgemeine wirtschaftliche Lage (Inflation),
die Versorgungslage (Lieferketten, Roh-
stoffe) sowie die angespannte Haushaltslage
zu den größten Herausforderungen und
Risiken. Die allgemeine Entwicklung auf dem
Arbeitsmarkt mit dem Personal- und Fach-
kräftemangel führen zu großen Schwierig-
keiten Stellen zu besetzen. Auch die
Publikumszahlen haben noch nicht ganz an
vor-Corona-Werte anknüpfen können. Das
Kaufverhalten hat sich klar verändert, es
werden die Karten kurzfristiger gebucht und
mitunter ist das Publikum preissensibler
geworden. Der Zustand des Lagers in Rath
ist sehr schlecht und verschlechtert sich in
letzter Zeit schneller. Die erforderliche
Planungssicherheit ist durch den mit
notarieller Beurkundung am 6. Juli 2021
beschlossenen Gesellschaftsvertrag der DOR
bis zu 31. Juli 2027 grundsätzlich gegeben.
Im Rahmen der Verhandlungen für diese
Vertragsverlängerung wurde unter anderem
das Thema "jährliche Kostensteigerungen"
thematisiert. Diesbezüglich wurde dahin-
gehend Einigung erzielt, dass die DOR
zukünftig 7 Prozent der Personalkosten-
erhöhungen sowie die vollständigen Sach-
kostenveränderungen tragen wird. Hinsicht-
lich der verbleibenden Kostensteigerungen
haben sich die Gesellschafterstädte auf eine
stufenweise Anpassung der Betriebskosten-
zuschüsse verständigt. Das Verhältnis soll
bis 2027 von 75 Prozent für Düsseldorf und
25 Prozent für Duisburg auf dann 70 Prozent
zu 30 Prozent geändert werden. Darüber
hinaus hat das Land NRW für die Geschäfts-
jahre 2018/19 bis 2022/23 eine sukzessive
Erhöhung der jährlichen Landeszuwen-
dungen von ursprünglich 1.824 Tausend
Euro um 102 Prozent auf zuletzt 3.686 Tau-
send Euro zugesagt. Mit Hilfe dieser Förder-
gelder wird das künstlerische Leistungsspek-
trum ausgebaut und gestärkt. Eine Förder-
vereinbarung zwischen dem Land NRW und
den beiden Gesellschafterstädten für eine
über das Geschäftsjahr 2022/23 hinaus-
gehende finanzielle Unterstützung liegt
derzeit noch nicht vor. Durch die erwirt-
schafteten operativen Jahresüberschüsse
der vorangegangenen Geschäftsjahre wurde
die Kapitalausstattung der Gesellschaft
erheblich verbessert und das Liquiditäts-
risiko reduziert. Voraussetzung für den
Erfolg in der Ausführung des Auftrags,
künstlerisch hochwertige Musik- und Tanz-
theater-Aufführungen im Opernhaus Düssel-
dorf und im Theater Duisburg zu präsen-
tieren, ist die Funktionsfähigkeit der von den
Gesellschafter-Städten zur Verfügung
gestellten Gebäude. Seit dem Beschluss des
Deutsche Oper am Rhein Theatergemeinschaft Düsseldorf-Duisburg gGmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 343
Opernhausneubaus in Düsseldorf hat die
Landeshauptstadt den Fokus auf den Erhalt
des Gebäudes für die nächsten 5 Jahre (bis
zum Abriss) gelegt und eine neue Maß-
nahmenliste gemeinsam mit der DOR
ausgearbeitet, die Maßnahmen für die
Sommerpausen 2024 und 2025 vorsieht.
Des Weiteren wird das Budget für Wartung
und Reparaturen für die nächsten Jahre um
eine Million Euro aufgestockt, damit durch
solche Erhalts-Maßnahmen ein reibungsloser
Spielbetrieb gewährleistet wird. Ein Rest-
risiko bleibt dennoch bestehen, dass in den
nächsten Jahren Anlagen der TGA, wie die
Dampfheizung Havarie gefährdet sind. Der
dringliche Sanierungsbedarf des Theater
Duisburg wurde durch eine erste Machbar-
keitsstudie zur Sanierung des Theaters klar
dargestellt. Eine weitere Machbarkeitsstudie
für einen Teilabriss mit Teil-Neubau des
Theaters wurde in Auftrag gegeben.
Risiken aus der Verwendung von
Finanzinstrumenten
Die DOR finanziert sich im Wesentlichen
durch den Abruf monatlicher Raten der
bewilligten Zuschüsse und durch den
Verkauf von Eintrittskarten. Wertpapier-
Anlagen werden nicht gehalten. Zu den im
Unternehmen bestehenden Finanzinstru-
menten zählen im Wesentlichen Forde-
rungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei
Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt
über einen solventen Kundenstamm.
Forderungsausfälle treten nur in absoluten
Ausnahmefällen auf. Zudem besteht eine
langjährige Zusammenarbeit mit der
Volksbühne und der Theatergemeinde in
Düsseldorf sowie dem Theaterring in Duis-
burg. Verbindlichkeiten werden innerhalb
der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.
Ziel des Finanz- und Risikomanagements der
Gesellschaft ist die Sicherung des Unter-
nehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken
aller Art. Beim Management der Finanz-
positionen verfolgt das Unternehmen eine
konservative Risikopolitik.
Chancen
Neben den bestandsgefährdenden Risiken
analysiert das Risikomanagement-System
der DOR die folgenden Chancen:
Überregionalen Beachtung und
Imagegewinn
Nachwuchsgewinnung
Fundraising
Freundeskreise
Kooperationen
Durch die Fortführung und Intensivierung
des mehrjährigen gemeinsamen Jugend-
projektes mit den Theatern Dortmund und
Bonn, Vereinbarungen gemeinsamer Opern-
Produktionen mit anderen Opernhäusern
sowie durch die Gastspielaktivitäten sollen
neben der Verbesserung der wirtschaftlichen
Stabilität der DOR überregionale Beachtung
und Imagegewinn erreicht werden.
Deutsche Oper am Rhein Theatergemeinschaft Düsseldorf-Duisburg gGmbH
344 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Organe und deren Zusammensetzung
Aufsichtsrat
Vorsitz
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller Landeshauptstadt
Düsseldorf
Stellvertretung Vorsitz
Oberbürgermeister Sören Link Stadt Duisburg
Mitglied
Frank Albrecht
Stellvertretung
Carsten Bovelet
Stadt Duisburg
Jörg Thomas Alvermann
Stellvertretung
Eva Mörger
Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ministerin Ina Brandes Land Nordrhein-
Westfalen
Beigeordneter Matthias Börger (bis 27.02.2023) Stadt Duisburg
Yvan Caljkusic
Stellvertretung
Gerd Büker
Frank Heidenreich
Stellvertretung
Sigrid Volk-Cuypers
Stadt Duisburg
Daniela Hoffmann
Stellvertretung
MdL Parisa Najafi Tonekaboni
Stadt Duisburg
Edeltraud Klabuhn
Stellvertretung
Rainer Schütten
Stadt Duisburg
Beigeordnete Miriam Koch
Stellvertretung
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller
Stadtkämmerin Dorothée Schneider
Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsfrau Monika Lehmhaus (ab 01.10.2023)
Stellvertretung
Ramona Fasselt
Freundeskreis Deutsche
Oper am Rhein e.V.
Kämmerer Martin Murrack Stadt Duisburg
Ratsfrau Dr. Frederike Möller
Stellvertretung
Karin Trepke
Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ingo Möllhoff
Stellvertretung
Michael Piechocki
Ratsherr Marcus Münter
Stellvertretung
Ratsfrau Aletta Mansheim
Landeshauptstadt
Düsseldorf
Beigeordnete Astrid Neese (ab 01.03.2023, bis 30.08.2023) Stadt Duisburg
Ratsherr Manfred Neuenhaus
Stellvertretung
Landeshauptstadt
Düsseldorf
Deutsche Oper am Rhein Theatergemeinschaft Düsseldorf-Duisburg gGmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 345
Dr. Veronika Dübgen
Ratsherr Markus Raub
Stellvertretung
Cornelia Mohrs
Landeshauptstadt
Düsseldorf
Angelika Röder
Stellvertretung
Angelika Schmitz
Stadt Duisburg
Stadtkämmerin Dorothée Schneider
Stellvertretung
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller
Beigeordnete Miriam Koch
Landeshauptstadt
Düsseldorf
Kerstin Terhardt
Stellvertretung
Ratsherr Dr. Alexander Fils
Landeshauptstadt
Düsseldorf
Prof. Dr. Dieter Vogel (bis 30.09.2023)
Stellvertretung
Werner Wimmer
Freundeskreis Deutsche
Oper am Rhein e.V.
Beigeordnete Linda Wagner (ab 01.09.2023) Stadt Duisburg
Vanessa van Bösekoem
Stellvertretung
Renate Gutowski
Stadt Duisburg
Geschäftsführung
Christoph Meyer
Alexandra Stampler-Brown
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und
Verwaltungsräten nach Geschlecht
Dem Aufsichts- oder Verwaltungsräten in diesem Unternehmen gehören zum 31.12.2023 von
den insgesamt 22 Mitgliedern 11 Frauen an (Frauenanteil 50,0 Prozent)
Damit wird der im Paragraf 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von
40 Prozent erreicht/überschritten.
D.LIVE GmbH & Co. KG
346 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
D.LIVE GmbH & Co. KG
Firmensitz
Arena-Straße 1
40474 Düsseldorf
Telefon: 0211 1598-1200
info@d-live.de
www.d-live.de
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gesellschaftszweck ist der Erwerb von Grund-
stücken beziehungsweise grundstücksgleichen
Rechten, die Bebauung mit einer Multifunk-
tionsarena zur Durchführung von sozialen,
kulturellen und sportlichen, auch breiten-
sportlichen Veranstaltungen sowie Messe-,
Kongress- und sonstigen Veranstaltungen der
Daseinsvorsorge in Düsseldorf, die Errichtung
hiermit zusammenhängender Bauwerke für
Komplementär-Nutzungen sowie der Betrieb
der Multifunktionsarena und der Komplemen-
tärbereiche im genannten Sinne, einschließ-
lich der Vermietung oder Verpachtung der
errichteten Gebäude oder von Teilen der
Gebäude an Mieter oder Pächter.
Gesellschaftszweck ist ferner der Betrieb
anderer Sport- und/ oder Veranstaltungs-
hallen und -flächen auf dem Gebiet der
Landeshauptstadt Düsseldorf. Hierzu zählen
die Akquisition, die Organisation, die Planung
und Durchführung von gesellschaftlichen,
kulturellen und sportlichen Veranstaltungen
sowie die Erbringung von Dienstleistungen
aller dazugehörigen und nachgelagerten
Geschäfte für diese, die der Wirtschafts-
förderung und der Förderung der Standort-
attraktivität dienen.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Kommanditeinlage 49.000,00 EUR
Landeshauptstadt Düsseldorf 49.000,00 EUR 100,00 %
Komplementäreinlage 0,00 EUR
D.LIVE Management GmbH 0,00 EUR 0,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
D.LIVE GmbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 347
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 104.485 6.934 97.551 102.091
Immaterielle Vermögensgegenstände 236 -211 447 600
Sachanlagen 104.249 7.145 97.104 101.491
Umlaufvermögen 25.792 826 24.966 20.406
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 16.455 1.720 14.736 8.794
Kasse, Bankguthaben, Schecks 9.337 -893 10.230 11.613
Rechnungsabgrenzungsposten 612 62 550 353
Summe AKTIVA 130.889 7.822 123.067 122.850
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 49.141 6.800 42.340 38.792
Kapitalanteile 49 0 49 49
Kapitalrücklage 262.561 7.065 255.496 247.760
Gewinnvortrag / Verlustvortrag -213.204 -4.187 -209.017 -203.120
Jahresergebnis -265 3.923 -4.187 -5.896
Rückstellungen 4.399 3.066 1.333 1.616
Verbindlichkeiten 65.636 -11.015 76.652 80.113
Rechnungsabgrenzungsposten 142 -2.600 2.742 2.329
Summe PASSIVA 130.889 7.822 123.067 122.850
D.LIVE GmbH & Co. KG
348 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 78.399 20.711 57.688 40.294
Sonstige betriebliche Erträge 828 512 317 1.141
Materialaufwand 44.214 12.062 32.152 20.112
Personalaufwand 8.864 1.459 7.404 7.324
Sonstige betriebliche Aufwendungen 16.407 4.500 11.908 10.225
Abschreibungen 8.743 -608 9.350 8.239
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4 3 1 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 794 -109 902 957
Steuern vom Einkommen und Ertrag 1 1 0 0
Ergebnis nach Steuern 210 3.920 -3.711 -5.421
Sonstige Steuern 474 -2 477 475
Jahresergebnis -265 3.923 -4.187 -5.896
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Landeshauptstadt Düsseldorf 6.174 Forderungen
38 Verbindlichkeiten
19.028 Erträge
852 Aufwendungen
Bädergesellschaft Düsseldorf mbH 148 Verbindlichkeiten
138 Aufwendungen
Deutsche Oper am Rhein Theatergemeinschaft
Düsseldorf-Duisburg gGmbH 336 Erträge
Düsseldorf Congress GmbH 55 Erträge
499 Aufwendungen
Düsseldorf Marketing GmbH 103 Forderungen
177 Erträge
82 Aufwendungen
Düsseldorf Tourismus GmbH 145 Erträge
102 Aufwendungen
Flughafen Düsseldorf GmbH 60 Forderungen
52 Erträge
139 Aufwendungen
Holding der Landeshauptstadt Düsseldorf GmbH 34.205 Verbindlichkeiten
334 Aufwendungen
Rheinbahn AG 212 Forderungen
308 Verbindlichkeiten
178 Erträge
958 Aufwendungen
Stadtsparkasse Düsseldorf 145 Erträge
96 Aufwendungen
Stadtwerke Düsseldorf AG 46 Forderungen
688 Verbindlichkeiten
D.LIVE GmbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 349
2.529 Erträge
7.427 Aufwendungen
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 37,5 3,1 34,4 31,6
Anlagendeckung (in %) 47,0 3,6 43,4 38,0
Mitarbeiteranzahl 106 11 95 82
Veranstaltungen 557 146 411 326
Anzahl Besucher 8.522.255 7.063.593 1.458.662 349.824
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Die Ertragslage entwickelte sich im Berichts-
jahr überaus erfreulich. Es konnte im Ver-
gleich zum Wirtschaftsplan eine erhöhte
Gesamtleistung erzielt werden.
Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr
2023 einen Umsatz von 78,4 Mio. Euro
(Plan: 71,3 Mio. Euro; Vorjahr: 57,7 Mio.
Euro). Die im Vergleich zum Vorjahr deut-
liche Steigerung der Umsatzerlöse, resultiert
hauptsächlich aus der Durchführung der
Invictus Games in Düsseldorf sowie der
Durchführung von sieben Konzert-Großver-
anstaltungen in der MERKUR SPIEL-Arena.
Hinzu kommen sonstige betriebliche Erträge
in Höhe von 0,8 Mio. Euro, die sich vor-
nehmlich aus periodenfremden Erträgen,
Erträgen aus der Auflösung von Rückstel-
lungen, der Auflösung des Sonderpostens
für Investitionszuwendungen sowie sons-
tigen steuerfreien Betriebseinnahmen
ergeben.
Ertrag und Aufwand der Betriebsführungs-
objekte PSD BANK DOME, Mitsubishi Electric
HALLE sowie CASTELLO Düsseldorf werden
als durchlaufender Posten im Namen und für
Rechnung des jeweiligen Eigentümers ver-
einnahmt beziehungsweise verausgabt.
Obwohl die Materialaufwendungen mit 37,5
Prozent (+12.063 Tausend Euro) und die
sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit
37,8 Prozent (+ 4.498 Tausend Euro)
gegenüber dem Umsatz überproportional
gestiegen sind, führte der mit 19,7 Prozent
(+1.460 Tausend Euro) unterproportionale
Anstieg der Personalaufwendungen sowie
verminderte Abschreibungen (-607 Tausend
Euro; -6,5 Prozent) dazu, dass sich das EBIT
von -3.285 Tausend Euro auf positive 526
Tausend Euro verbesserte. Das Finanz-
ergebnis verbesserte sich aufgrund fort-
schreitender Tilgung der Darlehensverbind-
lichkeiten um 112 Tausend Euro.
Die Abschreibungen auf immaterielle Ver-
mögensgegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen entwickelten sich mit 8,7
Mio. Euro im Berichtsjahr 2023 unter
Planniveau (Plan: 10,4 Mio. Euro; Vorjahr:
9,4 Mio. Euro). Ein Großteil der bereits im
Jahr 2023 begonnenen Baumaßnahmen in
Vorbereitung der UEFA EURO 2024 befand
sich zum Abschlussstichtag noch im Bau, so
dass noch keine Abschreibungen anfielen.
Die D.LIVE schließt das Geschäftsjahr 2023
insgesamt mit einem geringen Fehlbetrag in
Höhe von 0,3 Mio. Euro (Plan: 8,5 Mio.
Euro; Vorjahr: 4,2 Mio. Euro) ab.
D.LIVE GmbH & Co. KG
350 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme des Berichtsjahres liegt bei
130,9 Mio. Euro (Vorjahr: 123,1 Mio. Euro).
Das immaterielle Anlagevermögen hat sich
vor allem aufgrund fortschreitender Ab-
schreibungen um 212 Tausend Euro ver-
mindert, während das Sachanlagevermögen
vor allem aufgrund bereits getätigter Inves-
titionen im Rahmen der 2024 anstehenden
Fußball-Europameisterschaft deutlich
(+7.145 Tausend Euro; 7,4 Prozent) ange-
stiegen ist. Die Anlagenintensität beträgt
zum Bilanzstichtag etwa 79,8 Prozent
(Vorjahr: 79,3 Prozent) der Bilanzsumme.
Im Umlaufvermögen erhöhen sich die For-
derungen aus Lieferungen und Leistungen
(2023: 14,7 Mio. Euro; Vorjahr: 13,2 Mio.
Euro) während der Kassenbestand und die
Guthaben bei Kreditinstituten (2023: 9,3
Mio. Euro; Vorjahr: 10,2 Mio. Euro) sich
reduzierten.
Die Passivseite wird durch die Verbindlich-
keiten dominiert. Circa 50,2 Prozent (Vor-
jahr: 62,3 Prozent) der Bilanzsumme be-
stehen aus Verbindlichkeiten. Diese haben
sich gegenüber dem Vorjahr vor allem im
Bereich der Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten (-3.611 Tausend Euro)
sowie im Bereich der Darlehen von Gesell-
schaftern (-6.116 Tausend Euro) aufgrund
planmäßiger Tilgungen reduziert. Gegen-
läufig haben sich die Rückstellungen um
3.066 Tausend Euro deutlich erhöht, was
vor allem auf gestiegene Rückstellungen im
Bereich der Energieversorgung zurückzu-
führen war. Die passiven Rechnungsabgren-
zungsposten betrafen im Vorjahr vor allem
bereits vereinnahmte Zuschüsse für Aufwen-
dungen des Folgejahres.
Aufgrund des neuen seit Dezember 2023
einschlägigen Betrauungsaktes ist diese
Abgrenzung zum 31. Dezember 2023 auf
Basis der durchgeführten Trennungs-
rechnung nicht mehr erforderlich.
Die Eigenkapitalquote beträgt 37,6 Prozent
und liegt damit über dem Vorjahresniveau
(34,4 Prozent).
Die Liquidität wurde wiederum im Wesent-
lichen durch Zuführungen der Gesell-
schafterin, Landeshauptstadt Düsseldorf,
sichergestellt. Im Berichtsjahr wurden der
Gesellschaft 17,0 Mio. Euro (Plan: 28,5 Mio.
Euro; Vorjahr: 7,9 Mio. Euro) zugeführt. Die
Investitionen für beispielsweise das Medien-
und Pressezentrum, die Modernisierung der
Beleuchtungsanlage, die Erneuerung der
Schließanlage, Investitionen im Zuge der
UEFA EURO 2024 sowie die Sanierung der
Gebäudeleittechnik, wurden teilweise aus
diesem Betrag finanziert.
Aufgrund der außerordentlich positiven Er-
tragslage war die Gesellschaft im Geschäfts-
jahr 2023 in der Lage einen Teil der durch-
geführten Investitionen aus selbst erwirt-
schafteten Mitteln zu bestreiten.
Aufgrund der unter anderem durch die UEFA
EURO 2024 bedingten verhaltenen Erwar-
tungen für 2024, wird der Finanzierungs-
bedarf durch die LHD in 2024 wieder größer
sein. Aufgrund der Durchführung größten-
teils defizitärer Aufgaben im Rahmen der
Daseinsvorsorge wird D.LIVE auch in den
Folgejahren auf die Bereitstellung von
Mitteln durch die Gesellschafterin LHD
angewiesen sein.
Der Cashflow aus der laufenden Geschäfts-
tätigkeit (8,3 Mio. Euro, Vorjahr: -1,3 Mio.
Euro) reichte nicht aus, um den negativen
Cashflow aus der Investitionstätigkeit (-15,7
Mio. Euro, Vorjahr: -3,4 Mio. Euro) zu be-
dienen. Der positive Cashflow aus der
Finanzierungstätigkeit (6,5 Mio. Euro, Vor-
jahr: 3,4 Mio. Euro) resultiert vor allem zum
einen aus erhaltenen Zuschüssen der Gesell-
schafterin in Höhe von 17,0 Mio. Euro und
zum anderen aus Zahlungsmittelabflüssen
im Rahmen der Tilgung von Darlehensver-
bindlichkeiten gegenüber Banken und
Gesellschaftern (9,7 Mio. Euro).
D.LIVE GmbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 351
Insgesamt ist die Geschäftsführung mit der
Lage der Gesellschaft äußerst zufrieden,
insbesondere im Vergleich zu nationalen und
internationalen Marktmitbewerbern.
Chancen und Risiken
Die wesentlichen Verträge über die Betriebs-
führung für den PSD BANK DOME, der Mit-
subishi Electric HALLE sowie des CASTELLO
Düsseldorf wurden unbefristet, mit ent-
sprechenden Kündigungsfristen, abgeschlos-
sen. Es gibt keine Anzeichen für eine Kündi-
gung der Verträge, so dass das Risiko des
Wegfalls dieses Geschäftes als gering beur-
teilt wird.
Die Erlöse und Aufwendungen aus den
Venues der Betriebsführung werden jeweils
im Namen und für Rechnung mit dem
jeweiligen Eigentümer abgerechnet, so dass
der Gesellschaft hieraus kein unmittelbares,
wirtschaftliches Risiko entsteht.
Ein grundsätzliches Risiko ist die weitere
Verschlechterung der geopolitischen
Sicherheitslage. Vor dem Hintergrund des
andauernden Ukraine-Krieges und der
Möglichkeit einer weiteren Eskalation sind
die Zeiten aktuell als unsicher zu be-
trachten. Die letzten Jahre haben allerdings
gezeigt, dass der Eintritt einer weiteren
Eskalation zwar möglich ist, dann auch
gegebenenfalls drastische Auswirkungen auf
das Geschäft haben wird, dieses jedoch
nicht unbedingt sehr wahrscheinlich ist. Vor
diesem Hintergrund wird dieses Risiko
aktuell als gering beurteilt.
Das Risiko einer weiteren wirtschaftlichen
Rezession, eine wachsende Verschuldung,
eine anhaltende Krise der Lebenshaltungs-
kosten sowie der Fachkräftemangel. Das
kann zu weiteren erheblichen wirtschaft-
lichen Folgen in der Veranstaltungsbranche
führen. Aufgrund der guten Auftragslage
und keinen Problemen bei laufenden
Stellenbesetzungen wird das Risiko für die
Gesellschaft als eher gering beurteilt.
Ein grundsätzlich bestandsgefährdendes
Risiko ist aus Sicht der D.LIVE die Finan-
zierung der Gesellschaft zu sehen. Aufgrund
des bestehenden Kapitaldienstes (Zins und
Tilgung) ist die Gesellschaft auf die Zufüh-
rung von Liquiditätszuschüssen durch die
Landeshauptstadt Düsseldorf zur Sicherung
der Liquidität angewiesen, die in den Haus-
haltsplänen der Landeshauptstadt Düssel-
dorf enthalten sind. Die Gewährung und
Zahlung der Liquiditätszuschüsse werden
vorausschauend verfolgt und geplant.
Aktuell gibt es keinerlei Anzeichen dafür,
dass die Landeshauptstadt Düsseldorf die
D.LIVE nicht mehr finanziell unterstützen
wird, deshalb beurteilt die Geschäftsführung
dieses Risiko als äußerst gering.
Chancen werden unverändert in einer
erfolgreichen Vermarktung der MERKUR
SPIEL-ARENA im Bereich von Konzerten und
Sportveranstaltungen gesehen. Auch die
Sparte der Corporate Events bietet weitere
Steigerungsmöglichkeiten. Zudem kann die
Sparte der Special Events oder der in der
Planung befindliche Open Air Park zukünftig
zusätzliche Erlöspositionen erschließen. Des
Weiteren bietet die konsequente Fortsetzung
des vertikalen und horizontalen Ausbaus der
Geschäftsbereiche weitere Chancen des
Wachstums. D.LIVE sieht insgesamt erheb-
lich Chancen und Entwicklungspotentiale.
Insgesamt wird die Risikosituation der
D.LIVE als überschaubar beurteilt und für
die künftige Entwicklung erhebliche Chancen
und Wachstumspotentiale gesehen.
D.LIVE GmbH & Co. KG
352 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Organe und deren Zusammensetzung
Aufsichtsrat
Vorsitz
Stadtdirektor Burkhard Hintzsche Landeshauptstadt
Düsseldorf
Stellvertretung Vorsitz
Ratsfrau Mirja Cordes Landeshauptstadt
Düsseldorf
Mitglied
Ratsherr Dirk Angerhausen (ab 02.02.2023) Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsfrau Claudia Bednarski Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Dr. Thorsten Graeßner Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsfrau Angela Hebeler Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsfrau Monika Lehmhaus Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Klaus Mauersberger Landeshauptstadt
Düsseldorf
Peter Ulrich Peters Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Thomas Peußer Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Giuseppe Saitta Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Dirk Peter Sültenfuß Landeshauptstadt
Düsseldorf
Sportbeirat
Vorsitz
Stadtdirektor Burkhard Hintzsche Landeshauptstadt
Düsseldorf
Stellvertretung Vorsitz
Ratsherr Dirk Peter Sültenfuß Landeshauptstadt
Düsseldorf
Mitglied
Ratsherr Burkhard Albes Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsfrau Claudia Bednarski Landeshauptstadt
Düsseldorf
Peter Frymuth Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Dr. Thorsten Graeßner Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ute Groth Landeshauptstadt
Düsseldorf
D.LIVE GmbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 353
Tanja Gröpper Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsfrau Monika Lehmhaus Landeshauptstadt
Düsseldorf
Peter Schwabe Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Stefan Wiedon Landeshauptstadt
Düsseldorf
geborenes Mitglied
Beigeordnete Britta Zur
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und
Verwaltungsräten nach Geschlecht
Dem Aufsichts- oder Verwaltungsräten in diesem Unternehmen gehören zum 31.12.2023 von
den insgesamt 12 Mitgliedern 4 Frauen an (Frauenanteil 33,3 Prozent)
Damit wird der im Paragraf 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von
40 Prozent nicht erreicht/unterschritten.
D.LIVE Management GmbH
354 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
D.LIVE Management GmbH
Firmensitz
Arena-Straße 1
40474 Düsseldorf
Telefon: 0211 1598-1200
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Der Erwerb und die Verwaltung von Beteili-
gungen sowie die Übernahme der persön-
lichen Haftung und der Geschäftsführung bei
der D.LIVE GmbH & Co. KG mit Sitz in
Düsseldorf, die Vornahme aller damit im
Zusammenhang stehenden Geschäfte sowie
die Förderung des Unternehmenszwecks der
vorgenannten Kommanditgesellschaft
innerhalb ihres Unternehmensgegenstands.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 50.000,00 EUR
Landeshauptstadt Düsseldorf 50.000,00 EUR 100,00 %
Beteiligungen
D.LIVE GmbH & Co. KG 0,00 EUR 0,00 %
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umlaufvermögen 55 -1 56 52
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 4 0 4 7
Kasse, Bankguthaben, Schecks 51 -1 51 45
Summe AKTIVA 55 -1 56 52
D.LIVE Management GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 355
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 48 1 47 46
Gezeichnetes Kapital 50 0 50 50
Gewinnvortrag / Verlustvortrag -3 1 -4 -5
Jahresergebnis 1 0 1 1
Rückstellungen 4 0 5 5
Verbindlichkeiten 2 -2 4 1
Summe PASSIVA 55 -1 56 52
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 5 0 5 6
Sonstige betriebliche Aufwendungen 4 0 4 5
Ergebnis nach Steuern 1 0 1 1
Jahresergebnis 1 0 1 1
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 88,3 3,9 84,4 88,6
Eigenkapitalrentabilität (in %) 2,4 0,1 2,2 2,6
Mitarbeiteranzahl 1 0 1 1
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Im Geschäftsjahr 2023 wurden 4,7 Tausend
Euro Umsatzerlöse erzielt. Markante Erlös-
positionen sind mit 3,7 Tausend Euro die
Weiterberechnung sonstiger Leistungen an
die D.LIVE sowie mit 1,0 Tausend Euro, die
Vergütung für die Übernahme des zur Ver-
fügung gestellten Haftungskapitals. Unter
den sonstigen betrieblichen Erträgen er-
geben sich Erträge aus der Auflösung von
Rückstellungen von 0,2 Tausend Euro.
Die Aufwandseite in Höhe von 3,7 Tausend
Euro beinhaltet zum größten Teil, die Auf-
wendungen für Jahresabschlussarbeiten und
Beratungsleistungen in Höhe von 3,5 Tau-
send Euro, sowie die Aufwendungen für
Beiträge und Nebenkosten des Geldverkehrs
in Höhe von 0,2 Tausend Euro.
Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem
Jahresüberschuss von 1,2 Tausend Euro ab.
D.LIVE Management GmbH
356 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Vermögens- und Finanzlage
Die Gesellschaft verfügt über kein Anlage-
vermögen. Investive Maßnahmen wurden
ausschließlich über die Kommanditgesell-
schaft geplant und getätigt. Das Umlauf-
vermögen in Höhe von 54,6 Tausend Euro
(Vorjahr: 55,8 Tausend Euro) besteht aus
Forderungen aus Lieferungen und Leis-
tungen (2023: 3,8 Tausend Euro, Vorjahr:
4,3 Tausend Euro) sowie aus liquiden Mitteln
(2023: 50,8 Tausend Euro, Vorjahr: 51,5
Tausend Euro).
Das Eigenkapital in Höhe von 48,2 Tausend
Euro (Vorjahr: 48,5 Tausend Euro) umfasst
das voll eingezahlte Stammkapital der
Gesellschaft von 50 Tausend Euro (Vorjahr:
50 Tausend Euro), den Verlustvortrag mit -
2,9 Tausend Euro (Vorjahr: -3,9 Tausend
Euro) sowie den Jahresüberschuss von 1,2
Tausend Euro (Vorjahr: 1,0 Tausend Euro).
Die Sonstigen Rückstellungen (2023: 4,2
Tausend Euro, Vorjahr: 4,6 Tausend Euro)
beinhalten Kosten für die Prüfung und Ver-
öffentlichung des Jahresabschlusses. Die
Verbindlichkeiten in Höhe 2,2 Tausend Euro
(Vorjahr: 4,1 Tausend Euro) bestehen aus
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen (2023: 1,3 Tausend Euro,
Vorjahr: 2,7 Tausend Euro) sowie aus
sonstigen Verbindlichkeiten (2023: 0,9
Tausend Euro, Vorjahr: 1,3 Tausend Euro).
Diese umfassen ausschließlich Steuer-
verbindlichkeiten. Sämtliche Forderungen
und sonstige Vermögensgegenstände sowie
Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit
von unter einem Jahr. Die Gesellschaft
verfügt über ausreichende liquide Mittel, um
Ihre Verbindlichkeiten jederzeit zu bedienen.
Die Finanzierung erfolgt aus dem laufenden
Geschäft, über eigene Kreditlinien verfügt
die Gesellschaft nicht.
Chancen und Risiken
Es bestehen zum Stichtag 31. Dezember
2023 keine bestandsgefährdenden Risiken
für die D.LIVE aus diesem Bereich. Als
grundsätzlich bestandsgefährdendes Risiko
ist neben der Verschlechterung der
geopolitischen Sicherheitslage sowie der
wirtschaftlichen Rezession aus Sicht der
D.LIVE, die Finanzierung der Gesellschaft zu
sehen. Aufgrund des bestehenden Kapital-
dienstes (Zins und Tilgung) ist die Gesell-
schaft auf die Zuführung von Liquiditäts-
zuschüssen durch die Landeshauptstadt
Düsseldorf zur Sicherung der Liquidität
angewiesen, die in den Haushaltsplänen der
Landeshauptstadt Düsseldorf enthalten sind.
Die Gewährung und Zahlung der Liqui-
ditätszuschüsse werden vorausschauend
verfolgt und geplant. Ereignisse, die eine
persönliche Haftung der Gesellschaft, für die
Verbindlichkeiten der D.LIVE zur Folge
haben können, sind bis zum heutigen Tage
nicht eingetreten und werden zurzeit auch
nicht erwartet. Das Risiko wird daher als
äußerst gering eingestuft. Anzeichen dafür,
dass die D.LIVE GmbH & Co. KG nicht in der
Lage sein wird, die Haftungsvergütung zu
entrichten, bestehen nicht. Das Risiko wird
daher als äußerst gering eingestuft.
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
Michael Brill
IPM Immobilien Projekt Management Düsseldorf GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 357
IPM Immobilien Projekt Management Düsseldorf
GmbH
Firmensitz
Henkelstraße 164
40589 Düsseldorf
Telefon: 0211 74836-0
kontakt@ipm.nrw
www.ipm.nrw
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gegenstand des Unternehmens ist
die Errichtung, Sanierung und Erwei-
terung städtischer Schulgebäude und
sonstiger Hochbauten,
die Unterhaltung und Verwaltung
solcher Immobilien,
der Erwerb und die Verwertung solcher
Immobilien,
der Erwerb von Grundstücken zur Er-
reichung von im ersten Spiegelstrich
erwähnten Zwecken,
die Planung und der Bau von Radver-
kehrsanlagen.
Zur Durchführung dieses Zwecks wird die
Gesellschaft von der Landeshauptstadt
Düsseldorf mit allen ihm dienenden Maß-
nahmen, soweit sie nicht einer ausschließlich
hoheitlichen Tätigkeit vorbehalten sind, durch
jeweils gesondert abzuschließende Verträge
beauftragt.
Unter den vorstehenden Absatz fallende
Tätigkeiten darf die Gesellschaft nur im
Auftrag der Landeshauptstadt Düsseldorf und
nur für diese übernehmen.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 26.000,00 EUR
Landeshauptstadt Düsseldorf 26.000,00 EUR 100,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
IPM Immobilien Projekt Management Düsseldorf GmbH
358 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 970 869 101 45
Sachanlagen 967 870 97 44
Umlaufvermögen 210.647 45.806 164.841 97.592
Vorräte 141.706 23.239 118.467 85.647
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 3.200 1.209 1.990 1.630
Kasse, Bankguthaben, Schecks 65.742 21.358 44.384 10.316
Rechnungsabgrenzungsposten 32 9 23 18
Summe AKTIVA 211.648 46.683 164.965 97.655
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 3.125 279 2.846 2.760
Gezeichnetes Kapital 26 0 26 26
Gewinnvortrag / Verlustvortrag 1.820 86 1.734 1.416
Jahresergebnis 1.279 193 1.086 1.318
Rückstellungen 92 -119 211 247
Verbindlichkeiten 208.431 46.523 161.908 94.648
Summe PASSIVA 211.648 46.683 164.965 97.655
IPM Immobilien Projekt Management Düsseldorf GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 359
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 84.976 65.955 19.021 72.988
Bestandsveränderungen 23.254 -9.566 32.820 -20.714
Sonstige betriebliche Erträge 29 13 16 13
Materialaufwand 103.421 56.272 47.149 48.212
Personalaufwand 2.454 563 1.891 1.482
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.188 59 1.129 607
Abschreibungen 266 239 27 21
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 951 951 - -
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 17 -60 77 47
Steuern vom Einkommen und Ertrag 582 87 495 599
Ergebnis nach Steuern 1.280 192 1.088 1.320
Sonstige Steuern 1 -1 2 2
Jahresergebnis 1.279 193 1.086 1.318
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Landeshauptstadt Düsseldorf 2.526 Forderungen
198.588 Verbindlichkeiten
84.976 Erträge
IDR Süd Zwei GmbH & Co. KG 135 Aufwendungen
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG 100 Aufwendungen
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 1,5 -0,2 1,7 2,8
Eigenkapitalrentabilität (in %) 41,0 2,7 38,2 47,8
Umsatzrentabilität (in %) 1,5 -4,2 5,7 1,8
Mitarbeiteranzahl 20 4 16 14
IPM Immobilien Projekt Management Düsseldorf GmbH
360 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Die Gesellschaft hat im Jahre 2023 mit der
Abrechnung von (Teil-) Maßnahmen Um-
satzerlöse in Höhe von 84.976 Tausend Euro
(19.021 Tausend Euro) erwirtschaftet.
Davon betrafen 80.283 Tausend Euro (Vor-
jahr: 16.536 Tausend Euro) den Abschluss
von Bauprojekten, 2.566 Tausend Euro
(Vorjahr: 2.030 Tausend Euro) die Herbei-
führung von städtischen Beschlüssen und
2.127 Tausend Euro (Vorjahr: 455 Tausend
Euro) übrige Ingenieur- und Bauleistungen
sowie Mieteinnahmen. Die Umsatzerlöse
sind im Wesentlichen auf den Abschluss von
fünf Kindertagesstätten beziehungsweise auf
Häuser für Kinder, Jugendliche und Familien
sowie auf fünf Schulbauprojekte zurückzu-
führen.
Die Planumsätze in Höhe von 37.765 Tau-
send Euro wurden aufgrund der Schlussab-
rechnung von Maßnahmen, deren Abschluss
ursprünglich bereits für 2022 geplant war,
deutlich überschritten, dies in einem Umfang
von 56.934 Tausend Euro. Die hohe Anzahl
an fertiggestellten Bauprojekten führt zu-
einer Bestandsveränderung von 23.254 Tau-
send Euro (Vorjahr: 32.820 Tausend Euro).
Der Materialaufwand in Höhe von 103.421
Tausend Euro liegt aufgrund der Vielzahl
und Größe der laufenden Maßnahmen sowie
der Verteuerung der Baukosten deutlich
über dem Vorjahresniveau (47.149 Tausend
Euro).
Der Personalaufwand ist zum Vorjahr (1.891
Tausend Euro) um 563 Tausend Euro auf
2.454 Tausend Euro gestiegen. Die Steige-
rung resultiert aus allgemeinen Tarifsteige-
rungen, der Zahlung einer steuerfreien In-
flationsausgleichsprämie an die Mitarbei-
tenden der IPM Immobilien Projektmanage-
ment Düsseldorf GmbH (IPM) und insbe-
sondere an der Erhöhung des Personal-
standes zum Ende des Geschäftsjahres auf
23 Mitarbeiter/innen (Vorjahr: 19).
Die deutliche Erhöhung der Abschreibungen
beruht auf einer im eigenen Bestand auf
städtischem Grundstück als Interimslösung
errichteten Kindertagesstätte inklusive
Außenanlagen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
betrugen insgesamt 1.188 Tausend Euro
und lagen somit 59 Tausend Euro über dem
Vorjahr. Wesentlichen Anteil an den sons-
tigen betrieblichen Aufwendungen haben
nach wie vor die Rechts- und Beratungs-
kosten in Höhe von 339 Tausend Euro
(Vorjahr: 289 Tausend Euro), Fahrzeug-
kosten in Höhe von 146 Tausend Euro
(Vorjahr: 134 Tausend Euro) sowie die
Präsentationskosten in Höhe von 291
Tausend Euro (Vorjahr: 388 Tausend Euro).
Das Finanzergebnis hat sich in Folge der
festverzinslichen Geldanlage liquider Mittel
in Form von Festgeld von -77 Tausend Euro
auf + 934 Tausend Euro deutlich verbessert.
Im Geschäftsjahr 2023 wird ein Jahresüber-
schuss von 1.279 Tausend Euro ausge-
wiesen. Im Vergleich zum Vorjahr (1.086
Tausend Euro Jahresüberschuss) verbes-
serte sich das Jahresergebnis somit um 193
Tausend Euro. Zum geplanten Jahresüber-
schuss in Höhe von 171 Tausend Euro
konnte eine Verbesserung in Höhe von
1.108 Tausend Euro auf 1.279 Tausend Euro
erzielt werden. Dies resultiert insbesondere
aus dem nicht erwarteten Finanzergebnis.
Vermögens- und Finanzlage
Das Gesamtvermögen der Gesellschaft hat
sich gegenüber dem Vorjahr von 164.965
Tausend Euro um 46.683 Tausend Euro auf
211.648 Tausend Euro erhöht. Nach Akti-
vierung einer im eigenen Bestand auf städ-
tischem Grundstück als Interimslösung
errichteten Kindertagesstätte inklusive
IPM Immobilien Projekt Management Düsseldorf GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 361
Außenanlagen erhöhte sich das Sachanlage-
vermögen um 870 Tausend Euro auf 967
Tausend Euro im Vergleich zum Vorjahr (97
Tausend Euro).
Die Bestände an unfertigen Erzeugnissen
erhöhten sich um 23.239 Tausend Euro auf
141.706 Tausend Euro im Vergleich zum
Vorjahr (118.467 Tausend Euro).
Hintergrund der Erhöhung ist die stetig fort-
schreitende Fertigstellung der laufenden
Bauprojekte sowie der Beginn neuer Bau-
maßnahmen in Jahre 2023.
Die. Forderungen gegen die Gesellschafterin
umfassen geschäftsartenbedingt Forde-
rungen aus Schlussrechnungen für Bau-
projekte 2.611 Tausend Euro.
Die Zuwächse bei den liquiden Mitteln be-
trugen 21.358 Tausend Euro auf 65.742
Tausend Euro zum Bilanzstichtag. Der An-
stieg resultiert im Wesentlichen aus den
Zahlungsplänen der einzelnen Projekt-
verträge.
Die Liquidität war während des gesamten
Geschäftsjahres gesichert.
Aufgrund der positiven Entwicklung hat sich
das Eigenkapital von 2.846 Tausend Euro
auf 3.125 Tausend Euro erhöht. Für das
Geschäftsjahr 2023 erfolgte erneut eine
Gewinnausschüttung an die Gesellschafterin
in Höhe von 1 Mio.€. Insgesamt verringerte
sich die Eigenkapitalquote von 1,7 Prozent
auf 1,5 Prozent aufgrund der gestiegenen
Bilanzsumme.
Die Sonstigen Rückstellungen mit 92 Tau-
send Euro umfassen im Wesentlichen Rück-
stellungen für bestehende Urlaubsansprüche
in Höhe von 57 Tausend Euro als auch für
Ansprüche auf Mängelbeseitigung am Schul-
standort Heerstraße 18/18a (20 Tausend
Euro).
Alle aktuell von der IPM betreuten Maß-
nahmen werden direkt aus dem Haushalt
der Landeshauptstadt Düsseldorf finanziert.
Die IPM stellt regelmäßig Abschlags-
rechnungen nach einem zuvor vereinbarten
Zahlungsplan, wobei die Kosten bis zum
Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss
im Regelfall von der IPM vorfinanziert
werden.
Damit stiegen auch die Verbindlichkeiten
aus erhaltenen Anzahlungen der Gesell-
schafterin, die bedingt durch die Zahlungs-
pläne der einzelnen Projektverträge um
43.221 Tausend Euro auf 198.589 Tausend
Euro gestiegen sind.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen erhöhten sich zugleich um 1.103
Tausend Euro auf 5.891 Tausend Euro und
umfassen Verpflichtungen gegenüber den
Auftragsnehmern und erhöhen sich analog
des Auftragsbestands.
Zudem war gegenüber der Gesellschafterin
noch die Netto-Dividende 2022 in Höhe von
736 Tausend Euro zu leisten, die in den
Sonstigen Verbindlichkeiten gezeigt wird.
Sonstige Verbindlichkeiten bestanden in
Höhe von 2.905 Tausend Euro und betrafen
im Wesentlichen Umsatzsteuer-Voraus-
zahlungen für November und Dezember
2023, die zum Bilanzstichtag noch nicht
geleistet waren.
Chancen und Risiken
Chancen
Wenngleich die gesamtwirtschaftlichen Ent-
wicklungen derzeit wenig Anlass zur Be-
ruhigung bieten (Pandemie, Ukraine-Krieg,
Energieversorgung, Preise und Inflation,
Zinsentwicklung), bieten sich der Gesell-
schaft als Beteiligungsgesellschaft der
Landeshauptstadt Düsseldorf als Folge ihres
Geschäftsmodells wie auch ihres Gesell-
schafterhintergrunds nach wie vor attraktive
Chancen. Da die IPM im Wesentlichen Bau-
projekte der Landeshauptstadt Düsseldorf
IPM Immobilien Projekt Management Düsseldorf GmbH
362 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
entwickelt und deren Umsetzung steuert
und beauftragt, ergeben sich grundsätzlich
gute Perspektiven für Umsatz, Erträge und
Beschäftigung. Werden die·Zeit- und
Kostenbudgets bei der Umsetzung der
Projekte weiterhin eingehalten, besteht für
die IPM die Chance mit weiteren Schulbau-
maßnahmen, beziehungsweise Bauten für
Sport, Jugend, Kinder und Kultur sowie
sonstiger Hochbaumaßnahmen beauftragt
zu werden.
Personalrisiken
IPM-Mitarbeiter*innen der Baby-Boomer-
Generation werden kurz- bis mittelfristig in
den Ruhestand gehen. Die Personalabgänge
werden zu einem Verlust an Unternehmens-
erfahrung wie auch Sach- und Fachwissen
führen und weitgehend mit qualifiziertem
Personal ersetzt werden müssen. Das wird
vor dem Hintergrund der gegenwärtigen
Beschäftigungslage und bei einem zu-
nehmenden Mangel an qualifiziertem
Fachpersonal eine Herausforderung werden.
Marktrisiken
Die IPM entwickelt im Wesentlichen Bau-
projekte der Landeshauptstadt Düsseldorf
und profitiert von deren Grundstücks-
optionen. Aus diesem Grund sind die
steigenden Preise für Grund und Boden kein
Marktrisiko für die IPM.
Aus der allgemeinen Baupreisentwicklung
resultierende Mehrkosten können nach
Herbeiführung entsprechender Änderungs-
beschlüsse an die Landeshauptstadt Düssel-
dorf weiterberechnet werden. Insofern stellt
die Baupreisentwicklung kein direktes
Marktrisiko für die IPM dar.
Sofern kommunal initiierte Projekte zurück-
gefahren würden, könnte dies zu Auftrags-
und Beschäftigungsproblemen bei der IPM
führen.
Liquiditätsrisiken
Weltweite Lieferengpässe auch infolge des
Ukraine-Krieges, insbesondere auch bei den
bauwirtschaftlich relevanten Produktgrup-
pen, heizen die durch die langjährig prak-
tizierte Politik des billigen Geldes der Noten-
banken ohnehin schon hohen Indizes der
Erzeugerpreise kräftig an. Die verknap-
pungsbedingten Preissteigerungen erhalten
in Folge der Öl- und Gas-Sanktionen
gegenüber Russland zusätzlich Auftrieb,
wenngleich sich die Preise an den Energie-
märkten zuletzt wieder etwas rückläufig
waren. Die inflationären Preistendenzen
verursachen erheblich Kalkulationsrisiken für
neue aber auch laufende Projektentwick-
lungen und erfordern risikobegrenzende
Maßnahmen zur Eindämmung damit ver-
bundener Liquiditätsrisiken (Insolvenzen,
Ruhen der Baustelle, Bauzeiten-Über-
schreitung, Pönalen).
Die Funktions- und Lebensfähigkeit der
Gesellschaft hängt von der Investitions- und
Beteiligungspolitik des Gesellschafters und
dessen kommunaler Haushaltslage ab; sie
könnten auf die Auftragslage und Beschäf-
tigung der IPM durchschlagen. Da die IPM
nur für ihren Alleingesellschafter, der
Landeshauptstadt Düsseldorf, tätig ist,
drohen keine Forderungsausfälle, womit die
Liquidität gesichert ist. Im Rahmen einer
monatlich revolvierenden Liquiditätsplanung
werden erwartete und geplante Zahlungs-
ströme laufend aktualisiert. Die Liquidität
der Gesellschaft ist gesichert und steht
grundsätzlich im permanenten Fokus der
Geschäftsführung.
Finanzierungs-, Zins- und Kreditrisiken
Die Notenbanken haben die als Antwort auf
die 2008 eingetretene Banken- und Finanz-
krise praktizierte Niedrigzinsperiode faktisch
beendet und die Leitzinsen in mehreren
Schritten drastisch angehoben. Die mit den
Zinsanhebungen verbundene Erwartung der
(mittel- bis langfristigen) Inflationsein-
dämmung hat die Finanzierungskosten von
Bauprojekten in kurzer Zeit empfindlich
verteuert. Dies könnte sich auf das Ergebnis
der IPM negativ auswirken, sofern die IPM
IPM Immobilien Projekt Management Düsseldorf GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 363
von der Stadt Düsseldorf nicht mit Finan-
zierungsmitteln zu kommunalen Konditionen
versorgt werden sollte.
Die Risiken aus der Verzögerung bei der
Fertigstellung von Bauprojekten werden
dem Aufsichtsrat und städtische Gremien
umgehend mitgeteilt, so dass diese über
solche Veränderungen und damit verbun-
dene Auswirkungen laufend informiert sind.
Da die IPM keine Finanzmittel aus Bankdar-
lehen aufgenommen hat, unterliegt die
Gesellschaft derzeit auch keinen Zins-
änderungsrisiken.
Rendite- und Erfolgsrisiken
lnflationsgetriebene Preise für Baustoffe
infolge von Lieferengpässen, steigende
Lohn- und Gehaltstarife und kräftig ange-
zogene Finanzierungskonditionen belasten
die Baukonjunktur. Geplante Bauinves-
titionen werden bereits zurückgestellt;
laufende Bauvorhaben noch zu Ende
geführt. Die Konjunktur für Bau- und
Projektentwicklungen kühlt sich merklich ab.
Ist Bauen in Deutschland auch ohne
inflatorischen Druck schon teuer, so stellen
die Inflationstreiber jetzt manches Bau-
vorhaben als Ganzes ökonomisch in Frage.
Die Renditen für Neubau- und Projektinves-
titionen stehen erheblich unter Druck, ein
Break-Even wird - falls überhaupt noch –
entsprechend später erreicht. Die Geschäfts-
und Portfoliostruktur der Gesellschaft wird
daher· regelmäßig einer Revision unter-
zogen, die zunehmenden Risikopotenziale
analysiert und geeignete Maßnahmen zu
ihrer Beherrschung ergriffen.
Zusammenfassung zum Chancen- und
Risikobericht
Vor dem Hintergrund der guten Auftrags-
und Beschäftigungslage sieht sich die IPM
als Beteiligungsgesellschaft der Landes-
hauptstadt Düsseldorf trotz der gegenwär-
tigen Risikolagen mittel- und langfristig
unverändert auf einem guten Weg. Es muss
allerdings damit kalkuliert werden, dass die
Politik des billigen Geldes und das günstige
Zinsniveau des vergangenen Jahrzehnts auf
absehbare Zeit der Vergangenheit ange-
hören werden. Im Zusammenhang mit der
angezogenen Inflation, unterbrochenen
Lieferketten und der Verknappung ausge-
wählter Baustoffe ist das hohe Baukosten-
niveau durch den Zinsanstieg zusätzlich
verteuert worden. Inwieweit das auch die
Geschäftsentwicklung der IPM belasten wird,
bleibt abzuwarten.
Bestandsgefährdende Risiken für die IPM
sind nicht erkennbar.
Organe und deren Zusammensetzung
Aufsichtsrat
Vorsitz
Ratsherr Dr. Thorsten Graeßner Landeshauptstadt
Düsseldorf
Stellvertretung Vorsitz
Ratsherr Stefan Wiedon Landeshauptstadt
Düsseldorf
Mitglied
Ratsherr Hakim El Ghazali Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsfrau Paula Elsholz Landeshauptstadt
Düsseldorf
IPM Immobilien Projekt Management Düsseldorf GmbH
364 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Ratsherr Andreas Hartnigk Landeshauptstadt
Düsseldorf
Stadtdirektor Burkhard Hintzsche Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Mirko Rohloff Landeshauptstadt
Düsseldorf
Geschäftsführung
Manfred Kornfeld
Michael Köhler
Dr. Heinrich Labbert
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und
Verwaltungsräten nach Geschlecht
Dem Aufsichts- oder Verwaltungsräten in diesem Unternehmen gehören zum 31.12.2023 von
den insgesamt 7 Mitgliedern 1 Frau an (Frauenanteil 14,3 Prozent)
Damit wird der im Paragraf 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von
40 Prozent nicht erreicht/unterschritten.
Düsseldorf Marketing GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 365
Düsseldorf Marketing GmbH
Firmensitz
Benrather Straße 9
40213 Düsseldorf
Telefon: 0211 17202-0
markenprozess@duesseldorf-
marketing.de
www.duesseldorf-marketing.de
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Tätigkeiten der Gesellschaft sollen der
Wirtschafts-, Standort- und Fremdenver-
kehrsförderung in der Landeshauptstadt
Düsseldorf dienen. Sie soll sich insbesondere
mit der strategischen Markenbildung und -
führung befassen. Dies beinhaltet unter
anderem die Analyse und Selektion von zu
bearbeitenden Märkten und Zielgruppen.
Darauf basierend soll die Gesellschaft
tourismus-, veranstaltungs- und
investorenbezogene Strategien für eine
zielgerichtete Ansprache entwickeln und für
die operative Umsetzung durch
Tochterunternehmen Sorge tragen.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 25.000,00 EUR
Landeshauptstadt Düsseldorf 25.000,00 EUR 100,00 %
Beteiligungen
Düsseldorf Tourismus GmbH 1.400.000,00 EUR 100,00 %
Düsseldorf Marketing GmbH
366 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 1.432 -29 1.462 1.483
Immaterielle Vermögensgegenstände 1 -29 31 68
Sachanlagen 26 0 26 9
Finanzanlagen 1.406 0 1.406 1.406
Umlaufvermögen 5.567 -2.275 7.842 6.885
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 3.469 289 3.180 1.476
Kasse, Bankguthaben, Schecks 2.098 -2.564 4.662 5.409
Rechnungsabgrenzungsposten 872 758 114 13
Summe AKTIVA 7.871 -1.547 9.418 8.380
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 4.021 34 3.987 2.989
Gezeichnetes Kapital 25 0 25 25
Kapitalrücklage 1.430 0 1.430 1.430
Gewinnvortrag / Verlustvortrag 1.532 646 886 237
Jahresergebnis 1.034 -612 1.646 1.297
Rückstellungen 566 90 476 45
Verbindlichkeiten 3.285 -1.669 4.953 5.346
Rechnungsabgrenzungsposten 0 -2 2 -
Summe PASSIVA 7.871 -1.547 9.418 8.380
Düsseldorf Marketing GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 367
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 10.982 2.030 8.952 7.224
Sonstige betriebliche Erträge 138 122 16 115
Materialaufwand 5.951 654 5.297 4.611
Personalaufwand 1.657 561 1.096 848
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.296 402 894 455
Abschreibungen 75 26 48 44
Erträge aus Gewinnabführung - -427 427 -
Aufwendungen aus Verlustübernahme 670 670 - 83
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10 2 8 -
Ergebnis nach Steuern 1.034 -613 1.647 1.297
Sonstige Steuern 0 -1 1 0
Jahresergebnis 1.034 -612 1.646 1.297
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Landeshauptstadt Düsseldorf 1.317 Erträge
1.257 Aufwendungen
D.LIVE GmbH & Co. KG 103 Verbindlichkeiten
82 Erträge
177 Aufwendungen
Düsseldorf Congress GmbH 107 Erträge
Düsseldorf Tourismus GmbH 136 Erträge
6.683 Aufwendungen
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 51,1 8,7 42,3 35,7
Eigenkapitalrentabilität (in %) 25,7 -15,6 41,3 43,4
Umsatzrentabilität (in %) 9,4 -9,0 18,4 18,0
Mitarbeiteranzahl 17 5 12 9
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Die Düsseldorf Marketing GmbH (DM) er-
zielte im Geschäftsjahr 2023 im Rahmen der
Werbevermarktung (Media) auf dem Gebiet
der Landeshauptstadt Düsseldorf (LHD) ein
Rohergebnis in Höhe von 5.169 Tausend
Euro (Vorjahr: 3.671 Tausend Euro). Darin
enthalten sind die Einnahmen aus dem
Bereich Media von 9.021 Tausend Euro
Düsseldorf Marketing GmbH
368 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
(Vorjahr: 7.931 Tausend Euro). Die größte
Aufwandsposition stellen die Aufwendungen
für bezogene Leistungen in Höhe von 5.237
Tausend Euro (Vorjahr: 4.758 Tausend
Euro) dar. In dieser Position sind insbe-
sondere die seitens der Düsseldorf Touris-
mus GmbH (DT) erbrachten Leistungen zur
Steigerung der Attraktivität und des Touris-
mus auf dem Gebiet der LHD enthalten.
Diese Leistungen sind eine wesentliche
Voraussetzung zur Media-Vermarktung, da
ohne die hohe Attraktivität, die letztlich der
stetigen Förderungen des Tourismus und der
dadurch erreichten Besucherströme dient,
die Werbeleistungen nicht auf diesem hohen
Niveau vermarktet werden könnten. Der
Personalaufwand stieg aufgrund des
Personalzuwachses von 5 Mitarbeitenden auf
1.657 Tausend Euro (Vorjahr: 1.096
Tausend Euro).
Unter Berücksichtigung leicht höherer
Abschreibungen weist die DM zum 31.
Dezember 2023 ein operatives Ergebnis von
2.142 Tausend Euro (Vorjahr: 1.632
Tausend Euro) aus.
Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags
mit der DTwurde im Geschäftsjahr 2023 ein
Verlust von 670 Tausend Euro (Vorjahr:
Gewinnabführung von 427 Tausend Euro)
von der DM ausgeglichen, so dass das
Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss
in Höhe von 1.034 Tausend Euro (Vorjahr:
1.646 Tausend Euro) abgeschlossen wird.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023
hat sich um 1.547 Tausend Euro auf 7.871
Tausend Euro verringert. Der Rückgang ist
in erster Linie auf den geringeren Kassen-
bestand zurückzuführen. Entsprechend zeigt
sich die Verringerung auf der Passivseite
insbesondere bei den Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen gegenüber
verbundenen Unternehmen (hier DT).
Die Eigenkapitalquote der DM erhöhte sich
aufgrund der Bilanzkürzung bei gleich-
zeitiger Steigerung des Eigenkapitals auf
51,1 Prozent (Vorjahr: 42,3 Prozent).
Die Vermögens- und Kapitalstruktur ist nicht
risikobehaftet und kann als solide bezeichnet
werden. Der Finanzmittelbestand verringerte
sich auf 2.098 Tausend Euro (Vorjahr: 4.662
Tausend Euro). Die Gesellschaft konnte im
Geschäftsjahr 2023 ihren Verpflichtungen
jederzeit nachkommen.
Chancen und Risiken
Aus dieser Tätigkeit und insbesondere vor
dem Hintergrund des partizipativen Stadt-
marketingansatzes der DM, der zahlreiche
Schnittstellen zu Akteuren in der LHD
kreiert, ergibt sich die Chance zukünftig
sowohl durch Dienstleistungen, als auch
durch die Vergabe von Lizenzrechten Er-
träge zu erzielen. Besondere Erlöspotentiale
versprechen zukünftig vor allem die Konzep-
tion und Umsetzung von digitalen Marktfor-
schungsstudien für kommunale Projekt-
partner. Darüber hinaus, bietet auch Düssel-
dorf Convention die Möglichkeit der Ertrags-
steigerung, durch neue Kooperationsverein-
barungen und Partnerschaften. Durch den
Geschäftsbereich Werbevermarktung er-
geben sich große Chancenpotentiale für
Erträge insbesondere bei der Digitalisierung
des bestehenden Portfolios.
Für die Gesellschaft besteht das grundsätz-
liche Risiko, dass die Attraktivität der „Marke
Düsseldorf" für unterschiedliche Zielgruppen
an „Wert" verlieren könnte, was zu wirt-
schaftlichen Einbußen bei der Gesellschaft
insbesondere in den Geschäftsbereichen
Convention und Werbevermarktung führen
würde. Kurzfristige Risikopotentiale bein-
halten jegliche Einschränkungen von Veran-
staltungen im Bereich Convention und
daraus resultierende fehlende Einnahmen
Düsseldorf Marketing GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 369
durch Partnerbeteiligungen sowie der
verzögerte Eingang von Werbeeinnahmen
im Geschäftsbereich Werbevermarktung.
Konkrete Hinweise und Anzeichen für eine
langfristige Beeinträchtigung der Geschäfts-
bereiche sind allerdings aktuell nicht be-
kannt.
Organe und deren Zusammensetzung
Aufsichtsrat
Vorsitz
Beigeordneter Dr. Michael Rauterkus (bis 19.04.2023) Landeshauptstadt
Düsseldorf
Beigeordneter Olaf Wagner (ab 20.04.2023) Landeshauptstadt
Düsseldorf
Stellvertretung Vorsitz
Ratsherr Giuseppe Saitta Landeshauptstadt
Düsseldorf
Mitglied
Ratsherr Dr. Alexander Fils Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsfrau Julia Marmulla Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsfrau Saliha Ouammar Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Thomas Peußer Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsfrau Marina Spillner Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Dietmar Wolf Landeshauptstadt
Düsseldorf
Geschäftsführung
Hans-Jürgen Rang
Frank Schrader
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und
Verwaltungsräten nach Geschlecht
Dem Aufsichts- oder Verwaltungsräten in diesem Unternehmen gehören zum 31.12.2023 von
den insgesamt 8 Mitgliedern 3 Frauen an (Frauenanteil 37,5 Prozent)
Damit wird der im Paragraf 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von
40 Prozent nicht erreicht/unterschritten.
Düsseldorf Tourismus GmbH
370 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Düsseldorf Tourismus GmbH
Firmensitz
Benrather Straße 9
40213 Düsseldorf
Telefon: 0211 17202-0
info@visitduesseldorf.de
www.visitduesseldorf.de
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Tätigkeiten der Gesellschaft dienen der
Wirtschafts- und Fremdenverkehrsförderung
in der Landeshauptstadt Düsseldorf. Gegen-
stand der Gesellschaft ist es, den Standort
Düsseldorf in den Bereichen Business, Kultur,
Lifestyle und Sport gegenüber unterschied-
lichen Zielgruppen, Touristinnen/Touristen,
Geschäftsreisenden, Unternehmen, Ein-
wohnerinnen/Einwohnern und anderen am
Standort Interessierten in seinen Stärken und
Vorzügen optimal darzustellen und zu ver-
markten und auf eine stetige Verbesserung
der Standortqualität im Sinne des städtischen
Angebots, der städtischen Infrastruktur und
der Rahmenbedingungen hinzuwirken.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 1.400.000,00 EUR
Düsseldorf Marketing GmbH 1.400.000,00 EUR 100,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Düsseldorf Tourismus GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 371
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 1.129 297 832 525
Immaterielle Vermögensgegenstände 27 -139 165 329
Sachanlagen 1.102 435 667 197
Umlaufvermögen 4.474 -1.155 5.629 6.288
Vorräte 77 -21 97 130
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 2.931 -1.933 4.864 5.426
Kasse, Bankguthaben, Schecks 1.466 799 667 732
Rechnungsabgrenzungsposten 79 2 77 28
Summe AKTIVA 5.682 -856 6.538 6.842
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 1.192 0 1.192 1.192
Gezeichnetes Kapital 1.400 0 1.400 1.400
Gewinnvortrag / Verlustvortrag -208 0 -208 -208
Jahresergebnis 0 0 0 0
Rückstellungen 2.966 118 2.848 3.652
Verbindlichkeiten 1.524 -974 2.499 1.949
Rechnungsabgrenzungsposten - - - 49
Summe PASSIVA 5.682 -856 6.538 6.842
Düsseldorf Tourismus GmbH
372 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 6.434 -421 6.855 6.050
Sonstige betriebliche Erträge 671 -543 1.214 805
Materialaufwand 2.174 -435 2.609 1.700
Personalaufwand 3.126 -129 3.255 3.145
Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.148 629 1.518 1.837
Abschreibungen 330 106 225 198
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 43 42 1 -
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 39 4 36 58
Ergebnis nach Steuern -670 -1.097 427 -83
Erträge aus Verlustübernahme 670 670 - 83
Aufwendungen aus Gewinnabführung - -427 427 -
Jahresergebnis 0 0 0 0
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Landeshauptstadt Düsseldorf 277 Erträge
119 Aufwendungen
D.LIVE GmbH & Co. KG 102 Erträge
145 Aufwendungen
Düsseldorf Marketing GmbH 6.683 Erträge
136 Aufwendungen
Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG 59 Aufwendungen
Rheinbahn AG 96 Forderungen
96 Erträge
18 Aufwendungen
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 21,0 2,7 18,2 17,4
Anlagendeckung (in %) 105,5 -37,7 143,2 226,8
Mitarbeiteranzahl 55 7 48 57
Übernachtungen in Düsseldorf 5.400.000 1.100.000 4.300.000 1.942.068
Düsseldorf Tourismus GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 373
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Im Geschäftsjahr 2023 verringerten sich die
Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um
421 Tausend Euro auf 6.434 Tausend Euro.
Die Reduktion ist in erster Linie darauf zu-
rückzuführen, dass die bisherige Tätigkeit
der Veranstaltungsabteilung in 2023 einge-
stellt worden ist.
Die sonstigen Erträge sind mit 671 Tausend
Euro - insbesondere aufgrund der gegen-
über dem Vorjahr deutlich geringeren Auf-
lösung von Rückstellungen und des Ab-
schlusses eines geförderten Projektes
(Europäische Union-React) - im Geschäfts-
jahr 2023 um 543 Tausend Euro geringer.
Der Materialaufwand hat sich mit insgesamt
2.174 Tausend Euro gegenüber dem Vorjahr
deutlich um 435 Tausend Euro verringert.
Maßgeblichen Anteil daran haben hierbei die
Ausgaben beziehungsweise der Bezug an
Waren. Die Ausgaben für bezogenen Waren
sind projektbedingt gegenüber dem Vorjahr
um 442 Tausend Euro gesunken.
Der Personalaufwand verringerte sich
gegenüber dem Vorjahr um 128 Tausend
Euro auf 3.126 Tausend Euro; der Rückgang
ist in erster Linie auf die gegenüber dem
Geschäftsjahr 2022, welches durch die
Auszahlung im Zusammenhang mit dem
Ausgleich von Pensionsverpflichtungen
gegenüber Landeshauptstadt Düsseldorf,
geringeren Aufwendungen für Altersver-
sorgung zurückzuführen.
Die Abschreibungen liegen im Jahr 2023 mit
330 Tausend Euro um 106 Tausend Euro
über dem Vorjahr; der Anstieg steht im
Wesentlichen im Zusammenhang mit den
aktivierten Investitionen für den Ausbau des
Unternehmensstandorts an der Benrather
Straße und der Eröffnung des Standortes
der Tourist-Information in der Altstadt.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
sind gegenüber dem Vorjahr - insbesondere
aufgrund höherer Ausgaben für Werbung,
Fortbildung und Reisen sowie die Zuführung
von Rückstellungen mit steuerlichem Bezug
(periodenfremde Aufwendungen) - um 629
Tausend Euro auf 2.148 Tausend Euro
angestiegen.
Insgesamt schließt die Düsseldorf Tourismus
GmbH (DT) das Geschäftsjahr 2023 unter
Berücksichtigung einer Verlustabdeckung
durch die Düsseldorf Marketing GmbH (DM)
in Höhe von 670 Tausend Euro mit einem
ausgeglichenen Ergebnis ab. Ursprünglich
war für das Geschäftsjahr 2023 eine Verlust-
übernahme von 546 Tausend Euro geplant
gewesen.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme verringerte sich von 6.538
Tausend Euro im Vorjahr um 856 Tausend
Euro auf nunmehr 5.682 Tausend Euro per
31. Dezember 2023. Der Rückgang ist auf
der Aktivseite in erster Linie auf einen gerin-
geren Bestand an Forderungen zurückzu-
führen und dort gegen den Gesellschafter,
DM; im Gegenzug erhöhte sich das Anlage-
vermögen. Der Anstieg steht im Zusammen-
hang mit den Umbautätigkeiten in den
Räumlichkeiten an der Benrather Straße 9
und insbesondere mit dem Abschluss der
Bautätigkeiten an Tourist-Information an der
Rheinstraße 3. Auf der Passivseite ist die
Düsseldorf Tourismus GmbH
374 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Bilanzverkürzung in erster Linie auf den
Rückgang der Verbindlichkeiten zurückzu-
führen. So wurden als maßgebliche Verän-
derung die Verbindlichkeiten gegenüber dem
Gesellschafter, die im Vorjahr noch 768
Tausend Euro betrugen, im Geschäftsjahr
2023 vollständig beglichen.
Die Eigenkapitalquote ist aufgrund der
geringeren Bilanzsumme und des betrags-
mäßig unveränderten Eigenkapitals von 18,2
Prozent auf 21,0 Prozent per 31. Dezember
2023 angestiegen.
Die Finanzlage der DT hat sich gemessen
am Bestand liquider Mittel gegenüber dem
Vorjahr verbessert. Der Bestand an liquiden
Mitteln erhöhte sich um 799 Tausend Euro
von 667 Tausend Euro auf 1.466 Tausend
Euro. Der Liquiditätsgrad I als Verhältnis der
liquiden Mittel zu den kurzfristigen Verbind-
lichkeiten ist aufgrund eines höheren
Kassenbestands und des Rückgangs der
Verbindlichkeiten von 35,3 Prozent auf über
100 Prozent angestiegen. Die DT war das
ganze Geschäftsjahr 2023 hindurch in der
Lage ihren finanziellen Verpflichtungen
nachzukommen.
Chancen und Risiken
Als Risiken für den Tourismus in Düsseldorf
werden weiterhin die allgemeine Kostenent-
wicklung, die damit verbundenen Verän-
derungen der Touristenströme, die ausrei-
chende und zeitnahe Bereitstellung von
Liquidität durch die DM sowie die sich verän-
dernden volkswirtschaftlichen Rahmendaten
und Tarifsteigerungen gesehen.
Chancen werden in der weiteren Erholung
des Tourismus - national, wie international -
, durch gesteigerte Veranstaltungsaktivi-
täten in Düsseldorf (unter anderem die Fuß-
ball-Europameisterschaft 2024) und damit
verbundenen Nachfragesteigerungen, zum
Beispiel im Bereich von touristischen Pro-
dukten und Stadtführungen, gesehen.
Organe und deren Zusammensetzung
Aufsichtsrat
Vorsitz
Beigeordneter Dr. Michael Rauterkus (bis 19.04.2023) Landeshauptstadt
Düsseldorf
Beigeordneter Olaf Wagner (ab 20.04.2023) Landeshauptstadt
Düsseldorf
Stellvertretung Vorsitz
Ratsherr Giuseppe Saitta Landeshauptstadt
Düsseldorf
Mitglied
Ratsherr Dr. Alexander Fils Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsfrau Monika Lehmhaus Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsfrau Saliha Ouammar Landeshauptstadt
Düsseldorf
Düsseldorf Tourismus GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 375
Ratsherr Thomas Peußer Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsfrau Marina Spillner Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Dietmar Wolf Landeshauptstadt
Düsseldorf
Geschäftsführung
Ole Friedrich
Hans-Jürgen Rang
Frank Schrader
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und
Verwaltungsräten nach Geschlecht
Dem Aufsichts- oder Verwaltungsräten in diesem Unternehmen gehören zum 31.12.2023 von
den insgesamt 8 Mitgliedern 3 Frauen an (Frauenanteil 37,5 Prozent)
Damit wird der im Paragraf 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von
40 Prozent nicht erreicht/unterschritten.
SWD Städt. Wohnungs-Verwaltungs-GmbH Düsseldorf
376 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
SWD Städt. Wohnungs-Verwaltungs-GmbH
Düsseldorf
Firmensitz
Erna-Eckstein-Straße 6
40225 Düsseldorf
Telefon: 0211 8904-0
info@swd-duesseldorf.de
www.swd-duesseldorf.de
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gegenstand des Unternehmens ist jeweils die
Übernahme der Geschäftsführung als persön-
lich haftende Gesellschafterin der SWD Städt.
Wohnungsbau-GmbH & Co. KG Düsseldorf
und der SWD Städt. Wohnungsgesellschaft
Düsseldorf mbH & Co. KG, die Vornahme aller
damit im Zusammenhang stehenden
Geschäfte sowie die Förderung des jeweiligen
Unternehmenszwecks der vorgenannten
Kommanditgesellschaften innerhalb ihrer
jeweiligen Unternehmensgegenstände.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 25.000,00 EUR
Landeshauptstadt Düsseldorf 25.000,00 EUR 100,00 %
Beteiligungen
SWD Städt. Wohnungsbau-GmbH & Co. KG Düsseldorf 0,00 EUR 0,00 %
SWD Städt. Wohnungsgesellschaft Düsseldorf mbH &
Co. KG 0,00 EUR 0,00 %
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umlaufvermögen 80 11 69 62
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 45 9 36 23
Kasse, Bankguthaben, Schecks 35 2 33 39
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0 0 0
Summe AKTIVA 80 11 70 62
SWD Städt. Wohnungs-Verwaltungs-GmbH Düsseldorf
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 377
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 35 2 34 32
Gezeichnetes Kapital 25 0 25 25
Gewinnvortrag / Verlustvortrag 9 2 7 6
Jahresergebnis 2 0 2 1
Rückstellungen 31 8 23 21
Verbindlichkeiten 14 1 13 9
Summe PASSIVA 80 11 70 62
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Sonstige betriebliche Erträge 436 103 333 395
Personalaufwand 399 94 305 355
Sonstige betriebliche Aufwendungen 35 9 25 37
Ergebnis nach Steuern 2 0 2 1
Jahresergebnis 2 0 2 1
Finanzbeziehungen (in TEUR)
SWD Städt. Wohnungsbau-GmbH & Co. KG Düsseldorf 210 Erträge
SWD Städt. Wohnungsgesellschaft Düsseldorf mbH & Co. KG 210 Erträge
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 44,0 -4,3 48,3 51,7
Eigenkapitalrentabilität (in %) 5,2 -0,5 5,6 3,9
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Aufgrund des Gesellschaftsvertrags der SWD
KG 1 sowie der SWD KG 2 werden die der
Gesellschaft entstandenen Kosten erstattet.
Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen
436 Tausend Euro (Vorjahr 333 Tausend
Euro); der Personalaufwand beträgt 399
Tausend Euro (Vorjahr 305 Tausend Euro).
In den sonstigen betrieblichen
Aufwendungen in Höhe von 35 Tausend
Euro (Vorjahr 25 Tausend Euro) ist eine
Vielzahl von kleineren Einzelsachverhalten
SWD Städt. Wohnungs-Verwaltungs-GmbH Düsseldorf
378 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
enthalten. Darüber hinaus erhält die Gesell-
schaft eine Haftungsvergütung. Der Jahres-
überschuss des Geschäftsjahres liegt mit 2
Tausend Euro um 0,1 Tausend Euro unter
dem des Vorjahres.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023
beträgt 80 Tausend Euro (Vorjahr: 69 Tau-
send Euro), die sich auf der Aktivseite aus
Forderungen gegen Beteiligungsunter-
nehmen in Höhe von 15 Tausend Euro (Vor-
jahr: 14 Tausend Euro), und sonstigen Ver-
mögensgegenständen in Höhe von 30 Tau-
send Euro (Vorjahr: 22 Tausend Euro) sowie
flüssigen Mitteln in Höhe von 35 Tausend
Euro (Vorjahr: 33 Tausend Euro) zusam-
mensetzt. Auf der Passivseite stehen dem
Eigenkapital in Höhe von 35 Tausend Euro
(Vorjahr: 34 Tausend Euro), sonstige
Rückstellungen in Höhe von 30 Tausend
Euro (Vorjahr: 22 Tausend Euro) sowie
Verbindlichkeiten in Höhe von 14 Tausend
Euro (Vorjahr: 13 Tausend Euro) gegenüber.
Die Gesellschaft verfügt am 31. Dezember
2023 über liquide Mittel in Höhe von 35 Tau-
send Euro (Vorjahr: 33 Tausend Euro).
Chancen und Risiken
Chancen und Risiken, die einen wesentlichen
Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder
Ertragslage der Gesellschaft haben könnten,
sind derzeit nicht erkennbar. Die Kosten-
steigerungen bei Energie-, Rohstoff- und
Baukosten sind aber aufmerksam zu beob-
achten. Auch der Krieg in der Ukraine bleibt
ein Risiko für die Gesamtwirtschaft. Gemäß
der Ergebnisplanung für 2024 bis 2026 ist
jährlich ein Überschuss in Höhe von etwa 2
Tausend Euro zu erwarten. Des Weiteren ist
für die nächsten Jahre mit einer stabilen
Eigenkapitalquote zu rechnen.
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
Klaus Feldhaus
Dr. Eva-Maria Illigen-Günther
SWD Städt. Wohnungsbau-GmbH & Co. KG Düsseldorf
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 379
SWD Städt. Wohnungsbau-GmbH & Co. KG
Düsseldorf
Firmensitz
Erna-Eckstein-Straße 6
40225 Düsseldorf
Telefon: 0211 8904-0
info@swd-duesseldorf.de
www.swd-duesseldorf.de
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Insbesondere zur sicheren und sozial verant-
wortbaren Wohnungsversorgung der breiten
Schichten der Bevölkerung der Landeshaupt-
stadt Düsseldorf errichtet, betreut, bewirt-
schaftet und verwaltet die Gesellschaft
Bauten und Wohneinheiten in allen Rechts-
und Nutzungsformen. Sie kann außerdem alle
im Bereich der Wohnungswirtschaft, des
Städtebaus und der Infrastruktur anfallenden
Aufgaben übernehmen, Grundstücke er-
werben, belasten und veräußern sowie
Erbbaurechte ausgeben. Sie kann Gemein-
schaftsanlagen und Folgeeinrichtungen, Läden
und Gewerbebauten, soziale, wirtschaftliche
und kulturelle Einrichtungen und Dienst-
leistungen bereitstellen. Die Gesellschaft ist
berechtigt, Zweigniederlassungen zu
errichten, andere Unternehmen zu erwerben
oder sich an solchen zu beteiligen.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Kommanditeinlage 200.000,00 EUR
Landeshauptstadt Düsseldorf 200.000,00 EUR 100,00 %
Komplementäreinlage 0,00 EUR
SWD Städt. Wohnungs-Verwaltungs-GmbH Düsseldorf 0,00 EUR 0,00 %
Beteiligungen
SWD Städt. Wohnungsgesellschaft Düsseldorf mbH &
Co. KG 9.474.400,00 EUR 94,90 %
SWD Städt. Wohnungsbau-GmbH & Co. KG Düsseldorf
380 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 559.459 39.382 520.077 496.331
Sachanlagen 535.635 39.386 496.249 472.495
Finanzanlagen 23.824 -4 23.829 23.836
Umlaufvermögen 37.589 -979 38.568 16.100
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 3.978 -1.047 5.025 7.736
Kasse, Bankguthaben, Schecks 33.612 69 33.543 8.365
Summe AKTIVA 597.049 38.403 558.645 512.431
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 390.729 21.204 369.525 366.761
Kapitalanteile 200 0 200 200
Kapitalrücklage 374.281 19.815 354.465 354.539
Gewinnrücklagen 13.825 3.170 10.655 7.276
Jahresergebnis 2.423 -1.781 4.204 4.746
Rückstellungen 125 14 111 98
Verbindlichkeiten 192.344 12.310 180.034 140.793
Summe PASSIVA 597.049 38.403 558.645 512.431
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 16.624 909 15.714 15.076
Sonstige betriebliche Erträge 1.621 -2.192 3.813 5.229
Materialaufwand 1.134 169 965 1.616
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.952 89 3.863 4.044
Abschreibungen 9.134 938 8.196 7.871
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 802 782 20 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.405 83 2.322 2.029
Steuern vom Einkommen und Ertrag 0 3 -3 0
Ergebnis nach Steuern 2.423 -1.781 4.204 4.746
Jahresergebnis 2.423 -1.781 4.204 4.746
SWD Städt. Wohnungsbau-GmbH & Co. KG Düsseldorf
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 381
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Landeshauptstadt Düsseldorf 3.637 Forderungen
77 Verbindlichkeiten
947 Aufwendungen
Stadtsparkasse Düsseldorf 18.105 Verbindlichkeiten
38 Erträge
251 Aufwendungen
SWD Städt. Wohnungsgesellschaft Düsseldorf mbH & Co. KG 1.340 Forderungen
17.469 Erträge
3.719 Aufwendungen
SWD Städt. Wohnungs-Verwaltungs-GmbH Düsseldorf 210 Aufwendungen
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 65,4 -0,7 66,1 71,6
Eigenkapitalrentabilität (in %) 0,6 -0,5 1,1 1,3
Anlagendeckung (in %) 69,8 -1,2 71,1 73,9
Verschuldungsgrad (in %) 52,8 1,6 51,2 39,7
Umsatzrentabilität (in %) 14,6 -12,2 26,8 31,5
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres
2023 liegt bei 2.423 Tausend Euro. Damit
hat sich das Ergebnis gegenüber dem Vor-
jahr um 1.781 Tausend Euro verringert.
Die Erlöse aus ·dem Kerngeschäft stammen
im Wesentlichen aus Pachterlösen in Höhe
von 16.071 Tausend Euro (Vorjahr: 15.140
Tausend Euro) sowie aus Erbbauzinsen.
Die Zunahme der Abschreibungen um 938
Tausend Euro ist im Wesentlichen auf die
Fertigstellung der Neubauprojekte Hospital-
straße und Leverkuser Straße, auf die Auf-
stockung auf der Knechtstedenstraße 13+15
sowie auf die Modernisierungen Henrietten-
straße 9 und Karolingerstraße 34, Heilweg
72-82 und Flurstraße 67 zurückzuführen.
Außerdem wurden die Neubauprojekte aus
dem Vorjahr erstmalig ganzjährig abge-
schrieben.
Die Position sonstiger betrieblicher
Ertrag/Aufwand setzt sich aus mehreren
Posten zusammen:
Wesentliche Erträge haben sich aufgrund
von Buchgewinnen aus Anlagenabgängen in
Höhe von 912 Tausend Euro (Vorjahr: 3.359
Tausend Euro) sowie aus Tilgungsnach-
lässen in Höhe von 605 Tausend Euro
(Vorjahr: 397 Tausend Euro) ergeben.
Demgegenüber stehen sonstige betriebliche
Aufwendungen, die insbesondere die auf
einem Geschäftsbesorgungsvertrag
beruhende Umlage an die SWD Städt.
Wohnungsgesellschaft Düsseldorf mbH &
Co.KG (SWD KG 2) zu Personalkosten,
Abschreibungen auf Betriebs- und Ge-
schäftsausstattung und auf Softwarelizenzen
sowie zu allgemeinen Verwaltungskosten in
Höhe von insgesamt 3.140 Tausend Euro
(Vorjahr: 3.100 Tausend Euro) enthalten.
Außerdem beinhaltet die Position sonstiger
SWD Städt. Wohnungsbau-GmbH & Co. KG Düsseldorf
382 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
betrieblicher Ertrag/Aufwand primär Rechts-
, Beratungs- und Prüfungskosten in Höhe
von 173 Tausend Euro (Vorjahr: 141 Tau-
send Euro), Auslagenersatz an die Komple-
mentärin in Höhe von 212 Tausend Euro
(Vorjahr: 158 Tausend Euro) sowie 208
Tausend Euro an Finanzierungskosten
(Vorjahr: 132 Tausend Euro). Gegenüber
dem Jahr 2022 haben sich die sonstigen
betrieblichen Erträge/Aufwendungen um
2.361 Tausend Euro verringert. Dies hängt
vorrangig mit gesunkenen Erlösen aus dem
Abgang von Anlagevermögen zusammen.
Das prognostizierte Jahresergebnis ist
erreicht und infolge der zusätzlichen
Generierung von Zinserträgen übertroffen
worden. Die Umsatzerlöse sind unter
anderem durch die Pachteinnahme geprägt,
diese entwickelt sich entsprechend der in
der SWD KG 2 erzielten Mieterlöse.
Im Geschäftsjahr 2023 stand die strate-
gische Weiterentwicklung der mittelfristigen
Investitionsplanung im Fokus. Auch die
Prüfung von Potenzialen, um in Düsseldorf
zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, blieb
ein Schwerpunkt. lm Geschäftsjahr 2024
wird_ das Risikomanagement vor dem
Hintergrund des Starts weiterer Neubau-
projekte und der Fortsetzung von Groß-
modernisierungsmaßnahmen kontinuierlich
fortentwickelt.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vor-
jahr um etwa 38,4 Mio. Euro gewachsen.
Dieses Wachstum ist auf Investitionen in das
Sachanlagevermögen und deren Finan-
zierung zurückzuführen.
Die Gesellschaft war im Berichtsjahr 2023
unter Berücksichtigung der bestehenden
Kontokorrentlinien jederzeit zahlungsfähig.
Der Finanzmittelfonds beläuft sich zum
Stichtag auf 33.612 Tausend Euro und liegt
damit um circa 69 Tausend Euro über dem
Vorjahresniveau. Die Investitionen ins Sach-
anlagevermögen konnten somit aus der
laufenden Geschäftstätigkeit heraus und
durch Zuschreibungen von Refinanzierungs-
darlehen aufgebracht werden.
Chancen und Risiken
Hohe Energiekosten, Inflation und deutlich
höhere Finanzierungszinsen haben zu einem
präzedenzlosen Einbruch des Wohnungsbaus
geführt. Gleichzeitig gab es über eine lange
Zeit Unklarheiten in Bezug auf die staatliche
Wohnungsbauförderung, die dann geringer
als zuvor ausfiel. Erst mit den Regierungs-
beschlüssen aus dem letzten Jahresquartal
wurde die Förderung des Wohnungsbaus
wieder in relevanter Weise gestärkt, wenn
auch die Bedingungen für eine Förderung
verschärft und die Kosten geförderter
Immobilien per se in die Höhe getrieben
wurden.
Der GdW Bundesverband deutscher
Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.
V. geht davon aus, dass die Investitionen in
Wohnbauten im Jahr 2024 nochmals
deutlich zurückgehen werden, da die
Baupreise nach wie vor hoch sind und die
Kreditzinsen nur sehr langsam sinken.
Angesichts der deutlich sinkenden Infla-
tionsraten im Euroraum hat die Geldpolitik
der EZB aber ihren Zinsgipfel wohl erreicht.
Im Sommer/Herbst des kommenden Jahres
erwarten Experten eine erste Leitzins-
senkung. Die Zinssätze für die Hauptre-
finanzierungsgeschäfte dürften dann bis
Mitte 2025 allmählich auf etwa die Hälfte
des heutigen Niveaus sinken. Baupreis- und
SWD Städt. Wohnungsbau-GmbH & Co. KG Düsseldorf
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 383
Zinsreduktion werden damit die Bedingun-
gen für Bauinvestitionen nur langsam
verbessern.
Die SWD Städt. Wohnungsbau-GmbH & Co.
KG Düsseldorf (SWD KG 1) agiert in dem
skizzierten schwierigen Umfeld in hohem
Maße antizyklisch. Ermöglicht wird die aktive
Bautätigkeit beziehungsweise der Kauf
kompletter Quartiere durch die hohe
Eigenkapitalquote und die Kooperation mit
der Landeshauptstadt Düsseldorf. Die
Einlage von Grundstücken in das Eigentum
der SWD KG 1 ist essenziell, um öffentlich-
geförderten Wohnungsbau umzusetzen.
Die Entwicklung des Düsseldorfer
Wohnungs- und Grundstücksmarktes sowie
die Möglichkeiten zur Finanzierung ermög-
lichen es der Gesellschaft, auch unter den
herausfordernden Bedingungen aktiv zu
bauen. Die konsequente Nutzung der nun
verbesserten Fördermöglichkeiten ermög-
lichen weiterhin eine eigene aktive Bau-
tätigkeit, um bezahlbaren Wohnraum in
Düsseldorf zu schaffen und zu erhalten. Die
Modernisierung der Bestandsimmobilien
nimmt dabei eine bedeutende Rolle ein und
die Herausforderung des Klimaschutzes wird
in den kommenden Jahren erhebliche
Investitionen verlangen.
2023 war für die SWD auf dem Feld der
Nachhaltigkeit ein entscheidendes Jahr, in
dem die Weichen für die kommenden beiden
Jahrzehnte gestellt wurden. Im vergangenen
Jahr wurde nämlich der Klimapfad für das
Unternehmen gemeinsam mit einem
externen Expertenteam ausgearbeitet. Bis
zum Jahr 2045 stehen rund 1 Mrd. Euro an
Modernisierungsinvestitionen an, um den
Bestand im Sinne der Nachhaltigkeit für die
Zukunft zu sichern. Rund ein Viertel der
Mittel wird in energetische Modernisierungen
fließen. Als Partner des Düsseldorfer Klima-
paktes verfolgt die SWD KG 1 das Ziel, bis
2035 möglichst klimaneutral aufgestellt zu
sein, daher werden nun prioritär zunächst
die Modernisierungen angegangen, die die
umfangreichsten C02-Einsparungen ermög-
lichen.
Aufgrund des kaum existierenden und nicht
zuletzt sehr teuren Baulands in Düsseldorf
sucht die SWD KG 1 weiter nach Optionen
zu Nachverdichtungen oder Aufstockungen.
Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt einer
Aufstockung sollen bis zum Ende des Jahr-
zehnts durch weitere Aufstockungen von
Gebäuden in der Siedlung Grünau durch
Holzbauweise noch 49 weitere Wohnungen
entstehen. Mit insgesamt drei Gebäuden, die
für 73 Wohnungen stehen, soll die Siedlung
bis 2026 eine weitere Nachverdichtung und
Aufwertung der Grünanlagen erfahren. Auch
die konkretisierende Planung zur Reali-
sierung des Teils A aus dem städtebaulichen
Wettbewerb „Flingern" für 250 Wohnungen
steht im Zeichen von Neubau als Nachver-
dichtung in Verbindung zu existierenden
Quartieren.
Die signifikant gewachsene Anzahl der
Modernisierungs- und Bauprojekte bei der
SWD führt zu einem höheren Risiko von
Budgetüberschreitungen. Um etwaigen
Überschreitungen der beschlossenen Bau-
budgets frühzeitig begegnen zu können,
wird das Projektcontrolling durch ein
internes Baubuch effektiv unterstützt.
Bei den Projekten, die für die mittelfristige
Zukunft geplant werden, bieten die neuen
Förderregeln nun im Vergleich zum Vorjahr
verbesserte Optionen der Förderung zur
Erreichung von Wirtschaftlichkeit für die
Projekte. Die weitreichenden Beschluss-
planungen im Rahmen der EU-Gebäudericht-
linien wurden nicht wie von der Gesamt-
branche befürchtet in die Gesetzgebung
überführt.
Auch die Entwicklung der langfristigen
Darlehenszinsen sowie die Preisentwicklung
bei den Baukosten sind Risikofaktoren. Bei
steigenden Zinsen und/oder Baukosten
durch höhere Anforderungen für eine
öffentliche Förderung kann geplanten
Projekten die Unwirtschaftlichkeit drohen.
Aktuell bewegen sich die Inflationsraten
SWD Städt. Wohnungsbau-GmbH & Co. KG Düsseldorf
384 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
deutlich unter 3 Prozent und lassen damit
auch auf eine mittelfristig bessere Lage bei
der Baufinanzierung hoffen. Die Baukosten
bleiben aber auf hohem Niveau und er-
schweren somit die Wirtschaftlichkeitser-
reichung insbesondere bei öffentlich-
geförderten Bauprojekten.
Nicht eingeschätzt werden können die
weitere Entwicklung des Krieges .in der
Ukraine und eine eventuell drohende
Ausweitung des Konfliktes auf weitere
Anrainerstaaten.
Aufgrund der Gesamtrechtsnachfolge in
Bezug auf die im Übernahmevertrag
bezeichneten Vermögensgegenstände,
Vertragsverhältnisse mit allen Rechten und
Pflichten sowie unbekannten Verpflichtungen
und Lasten besteht für die Gesellschaft
weiterhin das Risiko, für Steuernach-
zahlungen des übertragenden Rechtsträgers
BgA Wohnungsverpachtung der Landes-
hauptstadt Düsseldorf in Anspruch genom-
men zu werden.
Allein die Neubau- und Modernisierungs-
projekte, die aktuell noch im Bau sind oder
2024 neu begonnen werden, stehen für ein
Investitionsvolumen von rund 105 Mio. Euro
und 274 neu geschaffene fast ausschließlich
öffentlich-geförderte Wohnungen. 148
Wohnungen sollen durch Modernisierung
annähernd auf Neubaustandard gehoben
werden. Wichtige Planungsarbeiten laufen
des Weiteren für weitere Projekte, die für
insgesamt circa 660 neue Wohnungen
stehen.
Für das Jahr 2024 erwartet die Geschäfts-
führung ein rückläufiges, aber immer noch
positives Jahresergebnis. Die Investitionen
in Modernisierung und Neubau führen dazu,
dass mit einer sinkenden Liquidität bei einer
weiterhin stabilen Eigenkapitalquote sowie
mit steigenden Umsatzerlösen gerechnet
wird.
Hinsichtlich der Finanzplanung geht die
Gesellschaft davon aus, in Zukunft jederzeit
zahlungsfähig zu sein.
SWD Städt. Wohnungsbau-GmbH & Co. KG Düsseldorf
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 385
Organe und deren Zusammensetzung
Aufsichtsrat
Vorsitz
Ratsfrau Antonia Frey Landeshauptstadt
Düsseldorf
Stellvertretung Vorsitz
Ratsfrau Angelika Penack-Bielor Landeshauptstadt
Düsseldorf
Mitglied
Matthias Herz Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ben Klar Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Rainer Kretschmann Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Harald Schwenk Landeshauptstadt
Düsseldorf
Beigeordnete Cornelia Zuschke Landeshauptstadt
Düsseldorf
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und
Verwaltungsräten nach Geschlecht
Dem Aufsichts- oder Verwaltungsräten in diesem Unternehmen gehören zum 31.12.2023 von
den insgesamt 7 Mitgliedern 3 Frauen an (Frauenanteil 42,9 Prozent)
Damit wird der im Paragraf 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von
40 Prozent erreicht/überschritten.
SWD Städt. Wohnungsgesellschaft Düsseldorf mbH & Co. KG
386 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
SWD Städt. Wohnungsgesellschaft Düsseldorf mbH &
Co. KG
Firmensitz
Erna-Eckstein-Straße 6
40225 Düsseldorf
Telefon: 0211 8904-0
info@swd-duesseldorf.de
www.swd-duesseldorf.de
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Zweck der Gesellschaft ist die Schaffung von
Wohnraum für die Bürger der Landeshaupt-
stadt Düsseldorf. Vorrangig soll eine sichere
und sozial verantwortbare Wohnraum-
versorgung der breiten Schichten der
Bevölkerung erreicht werden.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Kommanditeinlage 9.984.000,00 EUR
SWD Städt. Wohnungsbau-GmbH & Co. KG Düsseldorf 9.474.400,00 EUR 94,90 %
Stadtsparkasse Düsseldorf 509.600,00 EUR 5,10 %
Komplementäreinlage 0,00 EUR
SWD Städt. Wohnungs-Verwaltungs-GmbH Düsseldorf 0,00 EUR 0,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
SWD Städt. Wohnungsgesellschaft Düsseldorf mbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 387
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 90.642 -2.642 93.284 95.876
Immaterielle Vermögensgegenstände 12 -9 21 100
Sachanlagen 90.630 -2.629 93.260 95.772
Finanzanlagen 0 -3 3 4
Umlaufvermögen 25.038 -341 25.379 22.992
Vorräte 15.443 437 15.006 14.827
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 1.658 675 983 585
Kasse, Bankguthaben, Schecks 7.937 -1.453 9.390 7.580
Rechnungsabgrenzungsposten 493 90 403 569
Summe AKTIVA 116.173 -2.892 119.065 119.438
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 37.308 743 36.565 34.907
Gezeichnetes Kapital - - - -
Kapitalanteile 9.984 0 9.984 9.984
Kapitalrücklage 12.031 0 12.031 12.031
Gewinnrücklagen 14.550 1.658 12.892 12.165
Jahresergebnis 743 -915 1.658 727
Rückstellungen 1.161 -971 2.132 1.812
Verbindlichkeiten 76.123 -2.588 78.711 81.157
Rechnungsabgrenzungsposten 1.582 -75 1.658 1.562
Summe PASSIVA 116.173 -2.892 119.065 119.438
SWD Städt. Wohnungsgesellschaft Düsseldorf mbH & Co. KG
388 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 64.944 1.945 63.000 59.927
Bestandsveränderungen 435 265 170 1.097
Sonstige betriebliche Erträge 835 3 831 563
Materialaufwand 50.206 3.120 47.087 45.795
Personalaufwand 8.296 -135 8.431 7.698
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.555 594 2.962 2.720
Abschreibungen 2.734 -114 2.848 3.014
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 172 166 6 4
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 693 -42 734 820
Steuern vom Einkommen und Ertrag 158 -128 286 815
Ergebnis nach Steuern 743 -915 1.659 729
Sonstige Steuern 0 0 1 1
Jahresergebnis 743 -915 1.658 727
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Landeshauptstadt Düsseldorf 1.348 Forderungen
552 Verbindlichkeiten
882 Erträge
487 Aufwendungen
Stadtsparkasse Düsseldorf 11.908 Verbindlichkeiten
34 Erträge
210 Aufwendungen
Stadtwerke Düsseldorf AG 21 Verbindlichkeiten
5.331 Aufwendungen
SWD Städt. Wohnungsbau-GmbH & Co. KG Düsseldorf 1.340 Forderungen
3.719 Erträge
17.469 Aufwendungen
SWD Städt. Wohnungs-Verwaltungs-GmbH Düsseldorf 210 Aufwendungen
SWD Städt. Wohnungsgesellschaft Düsseldorf mbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 389
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 32,1 1,4 30,7 29,2
Eigenkapitalrentabilität (in %) 2,0 -2,5 4,5 2,1
Anlagendeckung (in %) 41,2 2,0 39,2 36,4
Umsatzrentabilität (in %) 1,1 -1,5 2,6 1,2
Mitarbeiteranzahl 101 -1 102 99
Eigenbestand 1.277 -1 1.278 1.278
Pachtbestand 7.302 132 7.170 7.125
Verwaltungsbestand 31 0 31 31
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres
liegt mit 743 Tausend Euro um 915 Tausend
Euro unter dem des Vorjahres.
Die Mieterlöse liegen mit 46.177 Tausend
Euro über dem Plan. Die Zunahme bei den
Mieterlösen wegen zusätzlicher Flächen
sowie Mietpreisanpassungen wird zum Teil
durch die damit verbundene Erhöhung des
Pachtaufwandes kompensiert.
Der Aufwand für die Bestandserhaltung hat
sich mit 17.104 Tausend Euro im Vergleich
zum Vorjahr erhöht. (Vorjahr: 15.169 Tau-
send Euro). Die Abnahme der Personal-
kosten ist im Wesentlichen eine Konsequenz
durch Personalreduzierung und Mitarbei-
tende mit Krankengeldbezug. Die Abschrei-
bungen haben sich um 4,0 Prozent auf
2.734 Tausend Euro reduziert.
Bei der Position aus der Ertragslage „Sons-
tiger betrieblicher Ertrag/Aufwand" stehen
für das Jahr 2023 325 Tausend Euro (Vor-
jahr: 852 Tausend Euro). Die Summe geht
nahezu vollständig auf Erträge im Zusam-
menhang mit der Geschäftsbesorgung für
die Städtische Wohnungsgesellschaft GmbH
& CO. KG (SWD KG 1) zurück.
Die Ertragssteuerquote (gemessen am
Ergebnis vor Steuern) für das Geschäftsjahr
ist mit 17,5 Prozent ähnlich niedrig wie im
Vorjahr (14,9 Prozent). Grund dafür ist die
erneute Bildung einer nach Paragraf 6b
EStG-Rücklage in der Sonderbilanz der
Gesellschafterin KG 1. Im vorliegenden Fall
einer doppelstöckigen Personengesellschaft
wird das Jahresergebnis der SWD KG 1 als
betriebsnotwendiges Vermögen der Städ-
tische Wohnungsgesellschaft mbH & Co. KG
(SWD KG 2) in Höhe von 2.423 Tausend
Euro dem Ergebnis der Tochtergesellschaft
SWD KG 2 zur Berechnung der ertragsteuer-
lichen Belastung zugeordnet.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme weist im Vergleich zum
Vorjahr eine Verkürzung um 2:892 Tausend
Euro aus.
Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft liegt
bei 32,1 Prozent (Vorjahr: 30,7 Prozent)
und hat sich im Berichtsjahr planmäßig
entwickelt.
Der Unterdeckung bei der Liquidität beab-
sichtigt die Gesellschaft durch eine Aus-
weitung der langfristigen, objektbezogenen
Finanzierung entgegenzutreten.
Die Gesellschaft war im Berichtsjahr 2023
unter Berücksichtigung bestehender Konto-
korrentlinien jederzeit zahlungsfähig. Der
Finanzmittelfonds zum Stichtag beläuft sich
SWD Städt. Wohnungsgesellschaft Düsseldorf mbH & Co. KG
390 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
auf 9.390 Tausend Euro und liegt damit um
1.810 Tausend Euro über dem Vorjahres-
niveau. Der Cashflow 2023 weist 3.061
Tausend Euro aus und liegt um 1.972 Tau-
send Euro unter dem Vorjahresniveau.
Chancen und Risiken
Das Zusammenspiel und die zahlreichen
Wechselwirkungen zwischen hohen Bau-
kosten, Inflation und hohen Darlehenszinsen
bei gleichzeitiger Limitierung der Refinanzie-
rungsmöglichkeiten über Mieten und Mieten-
erhöhungen im Bereich des Neubaus von
öffentlich-geförderten Wohnungen erschwert
es, weiterhin Neubauprojekte und Groß-
modernisierungen wirtschaftlich zu planen.
Insbesondere für einen Marktteilnehmer wie
die SWD im Segment des bezahlbaren
Wohnraums mit dem Fokus auf den Neubau
öffentlich-geförderter Wohnungen sind und
bleiben die Herausforderungen erheblich.
Voraussetzung für die Gewährung der
öffentlichen Förderung für ein Wohnbau-
projekt oder eine Großmodernisierung ist
deren Wirtschaftlichkeit. Diese nachzu-
weisen, ist gerade bei preisgebundenen
Wohnungen nicht zuletzt aufgrund der
hohen Qualitätsstandards, die etwa für
öffentliche-geförderte Wohnungen erfüllt
werden müssen, so schwierig geworden,
dass viele kommunale Wohnungsgesell-
schaften und große Wohnungsunternehmen
aktuell die Bautätigkeit eingestellt haben
und lediglich laufende Projekte fertigstellen.
Die Europäische Union und die Bundesregie-
rung haben ehrgeizige Klimaziele formuliert,
die in der Wohnungswirtschaft zu erheb-
lichen Modernisierungs- und Sanierungs-
aufwänden führen werden. Das Gebäude-
energiegesetz (GEG) hat in seiner im Jahr
2023 verabschiedeten Fassung kurzfristig
etwas den Druck auf Wohnungsunter-
nehmen reduziert, da diese nun zunächst
die kommunalen Wärmeleitplanungen
abwarten können, bevor sie insbesondere
die energetische Modernisierung von
Heizungsanlagen planen. Gerade für die
Wohnungswirtschaft und auch für die SWD
ist dabei der Anschluss ganzer Quartiere an
das Fernwärmenetz ein Königsweg, um
effektiv und schnell C02-Emissionen zu
reduzieren. Im restlichen Bestand werden
Lösungen über Wärmepumpen in der über-
wiegenden Zahl die Lösung der Wahl sein.
Nach intensiver öffentlicher Diskussion über
die Lage des Wohnungsbaus angesichts
eines präzedenzlosen Einbruchs der Bau-
tätigkeit in Deutschland in den Jahren 2022
und 2023 kann zumindest für das Land
Nordrhein-Westfalen konstatiert werden,
dass die Politik wichtige Schritte unter-
nommen hat, die in der aktuellen Neufor-
mulierung der Wohnungsbauförderungen im
Februar 2024 sichtbar werden. Die Grund-
pauschalen für den Mietwohnungsneubau
werden um 100 Euro erhöht nun bis zu
3.490 Tausend Euro pro Quadratmeter in
der Einkommensgruppe A. Die Fördermieten
in Düsseldorf werden in der Einkommens-
gruppe A auf 8 und in der Einkommens-
gruppe B auf 9 Euro erhöht. Dieser Schritt
wird für zukünftige Projekte positive Effekte
für Wirtschaftlichkeitsberechnungen haben
und mehr öffentlich-geförderten Wohnungs-
bau ermöglichen. Im Bereich der Moderni-
sierungsförderung erhöht sich die Förderung
auf 220Tausend Euro pro Wohnung. Diese
Mittel werden im Bereich der gewaltigen
Aufgaben im Bereich der energetischen
Modernisierung sehr wichtig werden.
Im März 2024 befindet sich Deutschland in
einer Rezession. Aussichten auf ein wirk-
liches Wachstum der Wirtschaft gibt es
weiterhin nicht und man muss von einer
Stagnation sprechen, wenn das Bundes-
wirtschaftsministerium in seiner Prognose
für 2024 von 0,2 Prozent Wachstum spricht.
Die gesamte wirtschaftliche Lage bleibt
volatil und es häufen sich Meldungen über
Arbeitsplatzabbaupläne in großen deutschen
SWD Städt. Wohnungsgesellschaft Düsseldorf mbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 391
Unternehmen. Preisbereinigt spricht die
deutsche Bauindustrie von einem Umsatz-
minus in Höhe von 5 Prozent im Jahr 2023,
das auch durch hohe Materialkosten aus-
gelöst worden sei. Für das Jahr 2024 er-
wartet die Branche einen weiteren Umsatz-
rückgang im Umfang von 3,5 Prozent.
Das Engagement der SWD im Neubau und
bei Großmodernisierungen könnte in dieser
Lage kaum antizyklischer sein. Allein die
Neubau- und Modernisierungsprojekte, die
aktuell noch im Bau sind oder 2024 neu
begonnen werden, stehen für ein Investi-
tionsvolumen von rund 105 Mio. Euro und
274 neu geschaffene fast ausschließlich
öffentlich-geförderte Wohnungen. 148
Wohnungen sollen durch Modernisierung
annähernd auf Neubaustandard gehoben
werden. Wichtige Planungsarbeiten laufen
des Weiteren für zukünftige Projekte, die für
insgesamt circa 660 neue Wohnungen
stehen.
Im vergangenen Jahr sind Ausfälle bei den
Nebenkostenabrechnungen der Mieterschaft
ausgeblieben. Da die Energiepreise sich
2023 im Vergleich zum Vorjahr normalisiert
hatten und zusätzlich weiterhin Energie-
preisbremsen in Kraft waren, ist das Risiko
für Ausfälle bei den Abrechnungen für das
Jahr 2023 eher nicht gestiegen. Die Mieter-
schaft der SWD befindet sich in einer sehr
guten Lage, da sie im vergangenen Jahr bis
auf wenige Ausnahmen von den günstigen
langfristigen Energieverträgen des Unter-
nehmens mit den Stadtwerken Düsseldorf
profitiert. Diese Verträge wurden trotz
gestiegener Beschaffungskosten für Erdgas
nicht durch die Stadtwerke gekündigt. Ab
2024 gelten hier neue Konditionen, die noch
immer dafür sorgen, dass die Mietenden der
SWD finanziell deutlich besser dastehen als
bei individuellen Einzelvertragskonditionen.
In Düsseldorf konnten auch im vergangenen
Jahr kein Nachfrageinbruch und kein Rück-
gang der Durchschnittsmieten festgestellt
werden. Im Laufe des Jahres 2023 sind sie
bei Wohnungen im einfachen und mittleren
Segment um 8 bis zu 11 Prozent gestiegen.
Die SWD will weiterhin qualitativ gutes und
bezahlbares Wohnen in Düsseldorf ermög-
lichen. Die Objekte der Gesellschaft werden
daher instandgehalten und modernisiert.
Dies gilt für den Eigen- wie für den Pacht-
bestand. Gerade vor dem Hintergrund des
Klimaschutzes ist eine nachhaltige Entwick-
lung des Bestandes eine zentrale Aufgabe
für die kommenden Jahre. Hier gilt es, An-
forderungen des Umweltschutzes zu berück-
sichtigen und zeitgemäßen Ansprüchen an
den Wohnkomfort zu genügen. Das lnstand-
haltungsprogramm sichert so den Wert des
Bestands, macht ihn zukunftssicher und
schützt aktiv das Betriebsvermögen. Maß-
geblich für die Umsetzung dieser Moderni-
sierungen ist der im Herbst 2023 von der
SWD finalisierte Klimapfad mit dem Ziel, den
Großteil der Treibhausgasemissionen bis
zum Jahr 2035 zu reduzieren.
Die C02-Abgabe auf fossile Energieträger
wie Gas, Heizöl, aber auch Diesel und
Benzin fällt mit dem neuen Jahr höher aus
als ursprünglich geplant: Sie klettert nicht
um 10 Euro, sondern um 15 Euro auf 45
Euro pro ausgestoßene Tonne C02. Ein
vierköpfiger Haushalt mit Gasversorgung
muss daher in diesem Jahr mit Mehrkosten
von circa 65 Euro rechnen. Auch Strom wird
teurer. Denn die Bundesregierung verab-
schiedete sich vom Plan, Zuschüsse zur
Stabilisierung der Netzentgelte von 5,5
Milliarden Euro zu zahlen.
Echte Risiken bestehen für die Gesellschaft
insbesondere durch Verschlechterungen der
Konditionen bei der Baufinanzierung sowie
steigende Bau- und Instandhaltungskosten,
die sich negativ auf die Finanz- und Ertrags-
lage der Gesellschaft auswirken können. Die
Finanzierungskosten lagen während des
Jahres 2023 stets bei annähernd vier Pro-
zent. Erst im Dezember sanken sie ab in
Richtung der 3 Prozent-Marke. Aktuell liegen
sie im März 2024 bei 3,07 Prozent für 10-
SWD Städt. Wohnungsgesellschaft Düsseldorf mbH & Co. KG
392 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
jährige Finanzierungen. Es wird von Ex-
perten aktuell erwartet, dass es aufgrund
der Politik der EZB, die bisher noch keine
Zinssenkungen angekündigt hat, das Niveau
von 3 Prozent während des Jahres gehalten
wird.
Düsseldorfs Bevölkerung war Ende 2023 auf
655.000 Menschen angewachsen. Der
Wohnungsmarkt der Landeshauptstadt wird
somit auch zukünftig verstärkt von einem
Nachfrageüberhang vor allem im niedrigen
und mittleren Preissegment geprägt sein.
Generell werden sich die Mieterlöse der
Gesellschaft daher sogar verbessern, wenn
die Bestandsmieten sowie die höheren
Mieten in der Neuvermietung wie bisher
moderat weiter steigen.
Die mittelfristige Finanz- und Wirtschafts-
planung bis zum Jahr 2027 weist bei
kontinuierlich steigenden Mieterlösen für die
Jahre ab 2023 zunehmend negative Er-
gebnisse bei einer stabilen Eigenkapital-
quote aus. Ursächlich hierfür sind die stetig
steigenden Kosten für die Instandhaltung
und Pachtaufwendungen. Grundsätzlich wird
davon ausgegangen, dass die Entwicklung
von Leerständen, Fluktuation, Erlösschmä-
lerungen und Mieterlösen weiterhin leicht
positiv verlaufen wird. Die Liquiditätsreserve
ist im Jahr 2023 um 18,3 Prozent gesunken.
Insgesamt war die Liquiditätssituation der
Gesellschaft mit dem Vorjahr vergleichbar.
Zur Abdeckung möglicher Engpässe und vor
dem Hintergrund der günstigen Zinssituation
sind seitens der Gesellschaft im Jahr 2015
beziehungsweise Anfang 2016 Kontokorrent-
kreditvereinbarungen mit der Stadtspar-
kasse Düsseldorf abgeschlossen worden,
sodass derzeit ein Kontokorrentkredit-
rahmen in Höhe von 2,0 Mio. Euro zur
Verfügung steht, der aktuell nicht in
Anspruch genommen wird. Die Liquidität
ermöglichte es, kurzfristig Fest- und
Tagesgeld anzulegen.
Im Jahr 2023 wurden zahlreiche Moderni-
sierungsmaßnahmen bei Bestandsimmo-
bilien der SWD realisiert und auch neue
Modernisierungsprojekte gestartet. Die
Aufwertung des Bestands nicht zuletzt nach
ökologischen Gesichtspunkten ist ein dauer-
haftes Projekt für die kommenden beiden
Jahrzehnte.
Die Übertragung kommunalen Wohnungs-
bestandes auf die SWD KG 1 ermöglicht es,
die Modernisierung der Bestandsobjekte
kontinuierlich zu realisieren. Die Gesellschaft
wird sich hier weiterhin konsequent um
öffentliche Fördermittel bewerben. Dabei
wird die nachhaltige Weiterentwicklung des
Bestandes vor dem Hintergrund des Klima-
fahrplans, den das Unternehmen in diesem
Jahr entwickelt, immer wichtiger.
Mit den gut qualifizierten und überaus enga-
gierten Mitarbeitenden wird sich die Gesell-
schaft in Düsseldorf auch zukünftig als un-
verzichtbarer Akteur auf dem Wohnungs-
markt bewähren und zuverlässig für viele
Menschen in der Stadt bezahlbaren und
gleichzeitig qualitativ guten Wohnraum
anbieten.
SWD Städt. Wohnungsgesellschaft Düsseldorf mbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 393
Organe und deren Zusammensetzung
Aufsichtsrat
Vorsitz
Ratsfrau Antonia Frey Landeshauptstadt
Düsseldorf
Stellvertretung Vorsitz
Ratsfrau Angelika Penack-Bielor Landeshauptstadt
Düsseldorf
Mitglied
Matthias Herz Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Rainer Kretschmann Landeshauptstadt
Düsseldorf
Roland Krieger
Ratsherr Sebastian Rehne Landeshauptstadt
Düsseldorf
Michael Teppe
Michael Valentin
Beigeordnete Cornelia Zuschke Landeshauptstadt
Düsseldorf
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und
Verwaltungsräten nach Geschlecht
Dem Aufsichts- oder Verwaltungsräten in diesem Unternehmen gehören zum 31.12.2023 von
den insgesamt 9 Mitgliedern 3 Frauen an (Frauenanteil 33,3 Prozent)
Damit wird der im Paragraf 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von
40 Prozent nicht erreicht/unterschritten.
Düsseldorfer Innovations- und Technologiezentrum GmbH
394 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Düsseldorfer Innovations- und Technologiezentrum
GmbH
Firmensitz
Merowingerplatz 1a
40225 Düsseldorf
Telefon: 0211 9131475-50
heck@ditec-dus.de
www.ditec-dus.de
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gegenstand des Unternehmens ist die
Vermarktung, Entwicklung und Finanzierung
des Düsseldorfer Innovations- und
Technologiezentrum am Standort
Merowingerplatz. Zukunftsorientierte
Unternehmen sollen eine adäquate Ansprache
und Förderung erhalten, um eine Ansiedlung
und möglichst langfristige Bindung solcher
Unternehmen an die Landeshauptstadt
Düsseldorf zu erreichen.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 50.000,00 EUR
Landeshauptstadt Düsseldorf 47.000,00 EUR 94,00 %
Stadtsparkasse Düsseldorf 3.000,00 EUR 6,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Düsseldorfer Innovations- und Technologiezentrum GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 395
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 12.386 22 12.365 13.203
Sachanlagen 12.386 22 12.364 13.203
Umlaufvermögen 3.315 417 2.898 2.430
Vorräte 111 -21 132 50
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 126 -117 244 159
Kasse, Bankguthaben, Schecks 3.078 555 2.522 2.222
Rechnungsabgrenzungsposten 1 -7 8 20
Summe AKTIVA 15.702 432 15.270 15.653
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 2.022 -86 2.108 1.500
Gezeichnetes Kapital 50 0 50 50
Kapitalrücklage 7.751 0 7.751 7.751
Gewinnvortrag / Verlustvortrag -5.692 608 -6.300 -6.536
Jahresergebnis -86 -694 608 236
Rückstellungen 65 -6 71 93
Verbindlichkeiten 13.474 486 12.988 13.955
Rechnungsabgrenzungsposten 140 37 103 105
Summe PASSIVA 15.702 432 15.270 15.653
Düsseldorfer Innovations- und Technologiezentrum GmbH
396 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 3.577 -394 3.971 3.750
Bestandsveränderungen -21 -103 82 -3
Sonstige betriebliche Erträge 46 19 27 97
Materialaufwand 1.662 376 1.286 1.189
Personalaufwand 254 -15 270 315
Sonstige betriebliche Aufwendungen 267 -6 273 283
Abschreibungen 1.031 79 952 946
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 419 -196 615 799
Ergebnis nach Steuern -10 -694 684 312
Sonstige Steuern 76 0 76 76
Jahresergebnis -86 -694 608 236
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Landeshauptstadt Düsseldorf 329 Erträge
Holding der Landeshauptstadt Düsseldorf GmbH 2.906 Verbindlichkeiten
110 Aufwendungen
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 12,9 -0,9 13,8 9,6
Eigenkapitalrentabilität (in %) -0,5 -33,0 32,5 20,8
Anlagendeckung (in %) 16,3 -0,7 17,1 11,4
Umsatzrentabilität (in %) -2,4 -17,7 15,3 6,3
Mitarbeiteranzahl 2 0 2 3
Düsseldorfer Innovations- und Technologiezentrum GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 397
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 86 Tau-
send Euro liegt wesentlich unterhalb des
Jahresüberschusses des entsprechenden
Vorjahreszeitraum mit 608 Tausend Euro.
Grund hierfür sind die geringeren Umsatz-
erlöse und der gegenüber dem Vorjahr
wesentlich höhere Materialaufwand.
Vermögens- und Finanzlage
Zum 31. Dezember 2023 hat die Gesell-
schaft eine Bilanzsumme von 15.701 Tau-
send Euro gegenüber 15.270 Tausend Euro
im Vorjahr.
Auf der Aktivseite entfallen davon 12.386
Tausend Euro auf Sachanlagen. Die Sachan-
lagenquote beträgt 78,89 Prozent der
Bilanzsumme und umfasst im Wesentlichen
die fortgeschriebenen Anschaffungs- und
Herstellungskosten des Ditec (Düsseldorfer
Innovations- und Technologiezentrum).
Die Passivseite ist wesentlich von den auf-
genommenen Fremdmitteln zur Finanzierung
des „Düsseldorfer lnnovations- und Techno-
logiezentrum" geprägt. Die der Gesellschaft
langfristig zur Verfügung stehenden Fremd-
mittel (Fälligkeit über 5 Jahre) belaufen sich
auf 12.533 Tausend Euro und umfassen 80
Prozent der Bilanzsumme.
Die Gesellschaft kam im Geschäftsjahr 2023
ihren Zahlungsverpflichtungen stets fristge-
recht nach; der Finanzmittelbestand erhöhte
sich zum Bilanzstichtag um 556 Tausend
Euro gegenüber dem Zeitpunkt des Vor-
jahres.
Der Cash Flow aus der laufenden Geschäfts-
tätigkeit beläuft sich auf 2.005 Tausend
Euro, der Cash Flow aus der Investitions-
tätigkeit auf -1.030 Tausend Euro (Anlagen-
zugänge und Zinsen) und der Cash Flow aus
Finanzierungstätigkeit auf -419 Tausend
Euro (Darlehenszinsen).
Chancen und Risiken
Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren
der Ditec sind das Mietzinsniveau für die
Büro-/Laborflächen sowie der Vermietungs-
stand des „Düsseldorfer Innovations- und
Technologiezentrum".
Ziel der Gesellschaft ist es, entsprechende
adäquate Mieter zu marktüblichen und
kostendeckenden Mietkonditionen zu
akquirieren und bestehende Mieterhöhungs-
potentiale bestmöglich zu nutzen.
Hierzu werden auch Gebäudeflächen an
Gesellschaften vermietet, die nicht primär
aus dem Life Science-Bereich, sondern auch
aus anderen verwandten Technologie- und
Dienstleistungsbereichen kommen.
Die wesentlichen Risiken bestehen in der
Vermietung des Life Science Centers und
dem erzielbaren Mietzins. Die Gesellschaft
kann sich nur unter der Voraussetzung
vollständig selbst tragen bei Vollvermietung
des Life Science Centers und Mieteinnahmen
mittels kostendeckenden Mieten. Die Gesell-
schaft kann sich derzeit aus den Mietein-
nahmen selbst tragen.
Für das Geschäftsjahr 2023 belasteten die
geringeren Umsatzerlöse sowie der höhere
Materialaufwand das Jahresergebnis und die
Liquidität. Für ein zinsgesichertes Darlehen
eines Kreditinstituts mit einem über dem
derzeitigen Zinsniveau liegenden Zins lief
die Zinsbindung Ende September 2022 aus.
Düsseldorfer Innovations- und Technologiezentrum GmbH
398 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus konnten
durch Umschuldung des Darlehens ab
Oktober 2022 wesentlich geringere Zinsauf-
wendungen erreicht werden, die sich auch
langfristig positiv auf die Liquidität der Ditec
auswirken werden.
Die Finanzplanung für das Geschäftsjahr
2023 zeigt eine Bedienung der fälligen
Verbindlichkeiten.
Mit der Übernahme von 94 Prozent der Ge-
schäftsanteile an der Gesellschaft in 2011
hat die Stadt Düsseldorf ihr Interesse an der
Fortführung des Wirtschaftsförderungs-
instruments „Düsseldorfer Innovations- und
Technologiezentrum" untermauert. Es sind
keine Nachschüsse der Landeshauptstadt
Düsseldorf zur Aufrechterhaltung des
laufenden Betriebes mittelfristig erforderlich.
Für die weitere Entwicklung der Gesellschaft
ist es künftig entscheidend, wie die Stadt als
Haupteigentümerin die Ditec langfristig wirt-
schaftlich aufstellt.
Organe und deren Zusammensetzung
Aufsichtsrat
Vorsitz
Theresa Winkels La ndeshauptstadt
Düsseldorf
Stellvertretung Vorsitz
Ratsherr Giuseppe Saitta (ab 03.02.2023) Landeshauptstadt
Düsseldorf
Mitglied
Piero Alessio La ndeshauptstadt
Düsseldorf
Iris Bellstedt Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Tobias Kühbacher Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Stephan Speit (ab 03.02.2023) Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Dietmar Wolf Landeshauptstadt
Düsseldorf
Geschäftsführung
Dr. Thomas Heck
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und
Verwaltungsräten nach Geschlecht
Dem Aufsichts- oder Verwaltungsräten in diesem Unternehmen gehören zum 31.12.2023 von
den insgesamt 7 Mitgliedern 2 Frauen an (Frauenanteil 28,6 Prozent).
Damit wird der im Paragraf 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von
40 Prozent nicht erreicht/unterschritten.
Digital Innovation Hub Düsseldorf/Rheinland GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 399
Digital Innovation Hub Düsseldorf/Rheinland GmbH
Firmensitz
Kasernenstraße 67
40213 Düsseldorf
Telefon: 0163 1553861
info@digihub.de
www.digihub.de
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Das Unternehmen dient der Wirtschafts-,
Innovations-, Wissenschafts- und Techno-
logieförderung in der Region Düsseldorf/
Rheinland.
Mit dem Digital Innovation Hub Düsseldorf/
Rheinland soll die Bedeutung der Wirtschafts-
region Düsseldorf für die digitale Wirtschaft in
NRW und Deutschland weiter ausgebaut
werden. Der Hub soll digitale Innovationen
und ihre Transformation durch intensiven
Austausch und enge Zusammenarbeit von
Startups, Hochschulen, Mittelstand und
Industrie im Hub vorantreiben. Diese Ziele
sollen durch die Umsetzung eines breit
gefächerten Maßnahmen- und Veranstal-
tungspakets erreicht werden.
Der Hub soll ein zentrales Serviceangebot
konzipieren, um Anfragen von Startups,
Hochschulen, Mittelstand und Industrie zu
neuen Gründungs-, Innovations- und
Geschäftsvorhaben im Bereich digitaler
Geschäftsmodelle, Lösungen und Produkte zu
bearbeiten und Kontakte mit passenden,
potenziellen Partnern herzustellen. Damit
dient er als Drehscheibe und setzt Impulse für
die Mobilisierung der digitalen Wirtschaft in
der Region.
Neben dem Serviceangebot für Anfragen von
Startups, Hochschulen, Mittelstand und
Industrie führt der Hub verschiedene,
wiederkehrende Innovationsformate durch.
Bei diesen Innovationsformaten kommen
Gründer, Experten, Wissenschaftler sowie
Mitarbeiter von Unternehmen aus Mittelstand
und Industrie zusammen, um gemeinsam
neue digitale Geschäftsmodelle, Lösungen
und Produkte zu entwerfen und zu disku-
tieren. Aus den vielversprechendsten Inno-
vationsideen sollen sich im Idealfall konkrete
Businessprojekte zum Beispiel in Form von
neuen Startups oder gemeinsamen Entwick-
lungs- und Pilotprojekten von Mittelstand und
Industrie ergeben.
Digital Innovation Hub Düsseldorf/Rheinland GmbH
400 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 25.000,00 EUR
Landeshauptstadt Düsseldorf 12.750,00 EUR 51,00 %
Industrie- und Handelskammer zu Düsseldorf 6.250,00 EUR 25,00 %
Rhein-Kreis Neuss 3.000,00 EUR 12,00 %
WFMG-Wirtschaftsförderung Mönchengladbach GmbH 3.000,00 EUR 12,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 17 6 12 12
Immaterielle Vermögensgegenstände 4 -1 5 6
Sachanlagen 14 7 7 6
Umlaufvermögen 1.215 -160 1.375 1.343
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 79 -113 192 255
Kasse, Bankguthaben, Schecks 1.136 -47 1.184 1.088
Rechnungsabgrenzungsposten 9 5 4 6
Summe AKTIVA 1.242 -149 1.391 1.362
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 715 86 629 420
Gezeichnetes Kapital 25 0 25 25
Gewinnvortrag / Verlustvortrag 604 209 395 296
Jahresergebnis 86 -122 209 99
Rückstellungen 142 -110 251 112
Verbindlichkeiten 109 -13 122 105
Rechnungsabgrenzungsposten 277 -113 389 725
Summe PASSIVA 1.242 -149 1.391 1.362
Digital Innovation Hub Düsseldorf/Rheinland GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 401
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 1.742 330 1.412 894
Sonstige betriebliche Erträge 1.198 33 1.165 1.078
Materialaufwand 1.491 356 1.135 867
Personalaufwand 1.167 131 1.037 880
Sonstige betriebliche Aufwendungen 186 -5 191 118
Abschreibungen 8 3 5 7
Ergebnis nach Steuern 86 -122 209 99
Jahresergebnis 86 -122 209 99
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Landeshauptstadt Düsseldorf 250 Erträge
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 57,6 12,4 45,2 30,8
Eigenkapitalrentabilität (in %) 12,1 -21,1 33,2 23,5
Verschuldungsgrad (in %) 73,7 -47,5 121,2 224,2
Umsatzrentabilität (in %) 5,0 -9,8 14,8 11,1
Mitarbeiteranzahl 13 0 13 11
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Die Umsatzerlöse konnten im Geschäftsjahr
2023 um 330 Tausend Euro auf 1.742 Tau-
send Euro gesteigert werden. Dies ist unter
anderem auf die im Rahmen einer Zusatzbe-
auftragung des Skalierungsprogramms für
Start-ups in NRW (Scale-up.NRW) gestie-
genen Erlöse in Höhe von 1.054 Tausend
Euro (Vorjahr: 777 Tausend Euro) zurückzu-
führen. Zudem waren erfolgswirksam Finan-
zierungszuschüsse der Gesellschafter in
Höhe von 340 Tausend Euro sowie Auf-
wandszuschüsse des Projektträgers Jülich in
Höhe von 750 Tausend Euro als sonstige
betriebliche Erträge zu verzeichnen.
Die um 356 Tausend Euro gestiegenen
Aufwendungen für bezogene Leistungen in
Höhe von 1.491 Tausend Euro betreffen
überwiegend Kosten aus dem neuen
Geschäftsfeld Scale-up.NRW sowie Kosten
im Zusammenhang mit den öffentlichen
Matchmaking-Veranstaltungen (zum Beispiel
Digital Demo Day, A-Summit und Tech
Innovation Nights) sowie mit der Betreuung
und Unterstützung verschiedener Start-up-
Unternehmungen aus dem Accelerator-
Programm Ignition+. Im Rahmen des
Ignition+-Programms werden pro Jahr circa
15 Start-ups mit Leistungen im Wert von
Digital Innovation Hub Düsseldorf/Rheinland GmbH
402 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
jeweils bis zu 25 Tausend Euro unterstützt,
zuzüglich 25 Tausend Euro für das beste
Team einer Startup-Klasse.
Die Leistungen umfassen Coachings, Men-
torings, maßgeschneiderte Workshops &
Seminare und Produktentwicklungsleis-
tungen, um diese jungen Unternehmen auf
der Suche nach Product Market Fit optimal
zu unterstützen.
Die Personalaufwendungen betrugen er-
wartungsgemäß 1.167 Tausend Euro (Vor-
jahr 1.037 Tausend Euro). Der Zuwachs ist
in erster Linie in inflationsbedingt höheren
Gehaltssteigerungen sowie durch die Aus-
zahlung einer Inflationsausgleichsprämie
begründet. Laufende Tantiemen-Ansprüche
wurden in Höhe von 37 Tausend Euro
(Vorjahr 60 Tausend Euro) in diesem
Jahresabschluss zurückgestellt.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
enthalten nur bedingt umsatzabhängige
Bestandteile und haben insgesamt ein
Volumen von 186 Tausend Euro (Vorjahr
191 Tausend Euro). Davon entfallen unter
anderem 63 Tausend Euro (Vorjahr 55 Tau-
send Euro) auf Mieten sowie 40 Tausend
Euro (Vorjahr 68 Tausend Euro) auf Rechts-
und Beratungskosten.
Insgesamt verbleibt ein Jahresüberschuss
von 86 Tausend Euro (Vorjahr 209 Tausend
Euro).
Vermögens- und Finanzlage
Am 31. Dezember 2023 belief sich die
Bilanzsumme auf 1.242 Tausend Euro (Vor-
jahr 1.391 Tausend Euro). Auf das Anlage-
vermögen entfällt ein Betrag von 8 Tausend
Euro. Die Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen und die sonstigen Vermögens-
gegenstände betragen zum Bilanzstichtag
79 Tausend Euro.
Das Bankguthaben beträgt 1.136 Tausend
Euro.
Das Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.
Dezember 2023 erhöhte sich aufgrund des
Jahresüberschusses in Höhe von 86 Tausend
Euro auf 715 Tausend Euro.
Die Fremdmittel (Rückstellungen und Ver-
bindlichkeiten) in Höhe von 250 Tausend
Euro entfallen mit 142 Tausend Euro auf
sonstige Rückstellungen und mit 109 Tau-
send Euro auf Verbindlichkeiten. Die
sonstigen Rückstellungen betreffen in erster
Linie Verpflichtungen im Personalbereich in
Höhe von 73 Tausend Euro sowie Prüfungs-
und Abschlusskosten in Höhe von 29 Tau-
send Euro. Die Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen betragen 59
Tausend Euro. Die sonstigen Verbindlich-
keiten in Höhe von insgesamt 50 Tausend
Euro beinhalten in Höhe von 20 Tausend
Euro Verbindlichkeiten aus Steuern (Lohn-
steuer).
Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten
beinhalten die erhaltenen Zahlungen für die
Leistungen, die das Unternehmen erst in der
nächsten Periode erbringt.
Chancen und Risiken
Risiken
Ausgehend von den Entwicklungen des ver-
gangenen Jahres sprechen wesentliche Fak-
toren für eine Stabilisierung der wirtschaft-
lichen Lage 2024 in Deutschland im lau-
fenden Jahr. Die Inflation ist im Jahres-
verlauf 2023 deutlich zurückgegangen und
lag im Januar 2024 bei 2,9 Prozent. Der
Arbeitsmarkt ist bemerkenswert robust: Die
Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland
erreichte zuletzt mit über 46 Millionen
Personen einen Höchststand. Die derzeit
hohen nominalen Lohnzuwächse führen in
Kombination mit nachlassender Inflation –
nach den starken Verlusten 2022/23 –
Digital Innovation Hub Düsseldorf/Rheinland GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 403
wieder zu einem Zuwachs an realer Kauf-
kraft. Dies dürfte auch die Binnennachfrage
stärken. Die Bundesregierung geht deshalb
trotz der weiterhin schwierigen Rahmen-
bedingungen, etwa mit Blick auf die Welt-
wirtschaft, für das Jahr 2024 von einem
leichten gesamtwirtschaftlichen Wachstum
von 0,2 Prozent aus.
Trotz des Kriegsgeschehens in der Ukraine
wird das Unternehmen nicht in einem Be-
reich tätig gesehen, der von einem sich
infolge des Kriegsgeschehens abschwächen-
den Investitions- und Konsumklima beson-
ders stark betroffen sein wird. Es wird er-
wartet, dass weiterhin sich die wesentlichen
finanziellen und nicht finanziellen Leistungs-
indikatoren bei Umsatz, Aufwendungen,
Investitionen, Finanzierung, Personal und
somit auch bei der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage gleichbleibend entwickeln.
Grund hierfür sind die langfristig, zum
größten Teil bis zum 30. September 2025
erfolgten Mittelzusagen des Landes NRW,
der vier Gesellschafter und der Koopera-
tionspartner sowie im Geschäftsfeld Scale-
up.NRW die vorzeitige Verlängerung des
Vertrages um zwei weitere Kohorten bis
September 2026.
Die Höhe des Gesamtbudgets und die
daraus abgeleiteten Maßnahmen finden
selbstverständlich in dem laufenden
Wirtschaftsplan für 2024 und in den
zukünftigen Wirtschaftsplänen Berück-
sichtigung. Für 2024 wird keine Verän-
derung der Gesamterlöse erwartet. Durch
ein striktes Kostenmanagement wird auch
weiterhin ein optimiertes Betriebsergebnis
auf der Höhe des Jahresüberschusses des
Vorjahres angestrebt. Zudem wird laufend
eruiert, an welchen Stellen man sich
strategisch, fachlich und personell neu
aufstellen oder erweitern muss. Beispielhaft
sei genannt, dass das neue Produkt
SheInnovates Tech Club sehr erfolgreich
gestartet ist und dieses Engagement im Jahr
2024 weiter ausgebaut wird. Damit wird der
Weiterentwicklung des gesamten Start-up-
Ökosystems Rechnung getragen und den
zahlreichen Frauen im Innovations- und
Tech-Kontext aus Start-ups, Wissenschaft
und etablierten Unternehmen eine zentrale
Plattform zur Vernetzung und zum Match-
making geboten.
Politische Risiken:
Am 30. September 2025 endet die dritte
Förderperiode und somit das neunte Jahr
des Förderprojektes.
Üblicherweise dürfen Projekte dieser Art
nach spätestens zehn Jahren gemäß EU-
Beihilferecht nicht weiter gefördert werden.
Es wird erwartet, dass eine komplett neue
Ausschreibung für Digital Hubs im zweiten
Quartal 2024 vom Ministerium für Wirt-
schaft, Industrie, Klimaschutz und Energie
NRW veröffentlicht wird. Erwartet wird, dass
nicht mehr alle bisherigen Leistungen der
Digital Hubs förderfähig sein werden, Details
stehen aber erst mit der Veröffentlichung
der Ausschreibung zur Verfügung. Diese
Veränderungen können signifikante Risiken
für die Erlösentwicklung des Unternehmens
ab Oktober 2025 mit sich bringen, welche
hier frühzeitig adressiert werden sollen.
Finanzielle Risiken:
Es besteht die Möglichkeit von Zahlungs-
ausfällen der Kooperationspartner. Diesem
Liquiditätsrisiko wird durch jährliche Rech-
nungslegung zu Beginn eines Laufzeitjahres
entgegnet. Das bedeutet, dass alle Koopera-
tionspartner und Gesellschafter zu Beginn
eines Förderjahres vorschüssig an die
Gesellschaft überweisen. Zudem haben die
Kooperationspartner Henkel, Vodafone und
CGI ein jährliches Kündigungsrecht verein-
bart. Bis zum 30. Juni eines jeden Jahres
können diese Partner eine Kündigung aus-
sprechen. Diesem Risiko wird durch einen
regelmäßigen Austausch und Abgleich über
die vereinbarten Ziele und Leistungen mit
den Key Accounts entgegnet sowie durch
eine frühzeitige gemeinsame Planung mit
allen Stakeholdern für das folgende Förder-
jahr, beginnend jeweils am 1. September.
Digital Innovation Hub Düsseldorf/Rheinland GmbH
404 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Die Auszahlung der nach dem Kostener-
stattungsprinzip angelegten Zuwendungen
des Landes NRW durch den Projektträger
Jülich (auch „PTJ“) hat sich verbessert und
mit Beginn der dritten Förderperiode am 1.
Oktober 2022 gibt es die Neuregelung, dass
Ausgaben wie zum Beispiel Personalkosten-
pauschalen ohne weitere Prüfung frühzeitig
ausgezahlt werden. Trotz dieser Verbes-
serung der Situation wird einem möglichen
Liquiditätsrisiko mit striktem Ausgaben- und
Kostenmanagement sowie einem perma-
nenten Austausch mit dem Projektträger
begegnet.
Das Wachstum des Future Tech Festes und
des Vorgängerformates Digital Demo Day
war in den vergangenen Jahren nur durch
Erlössteigerungen in den Bereichen Aus-
stellerstände, Ticketverkäufe und Spon-
soring möglich. Gleichzeitig durchläuft die
Gesellschaft in Deutschland gerade sowohl
für Unternehmen als auch als Gesellschaft
eine wirtschaftlich herausfordernde Phase, in
der Unternehmen Kosten radikal reduzieren
und Ausgaben jenseits vom Kerngeschäft
streichen.
Diese Fokussierung auf das Kerngeschäft
kann dazu führen, dass die Umsatzziele
beim Future Tech Fest nicht erreicht werden.
Diesem Risiko wird durch frühzeitige An-
sprache von bestehenden und potentiellen
neuen Partnern und durch strikte Kosten-
kontrolle aller Gewerke begegnet.
Im Hinblick auf die kommende Ausschrei-
bung für die Förderung der Digital Hubs für
die Zeit vom 1. Oktober 2025 bis zum 30.
September 2028 werden verschiedene
Risiken gesehen: zum einen könnte die
Gesamtförderung des Landes NRW deutlich
reduziert werden und zum anderen könnten
Unternehmen nach erfolgreichen Jahren der
Zusammenarbeit in diesen wirtschaftlich
schwierigen Zeiten ihre Partnerschaft
beenden. Darüber hinaus könnten bislang
förderfähige Bausteine des Unternehmens
wie Events aus der Förderung herausfallen
und diese Bausteine zukünftig nicht mehr
tragfähig sein. Diesen Risiken wird mit
einem regelmäßigen Austausch mit allen
Akteuren sowie durch frühzeitige Ansprache
von bestehenden und potentiellen neuen
Partnern begegnet. Zudem ist es aufgrund
der einfachen Kostenstruktur möglich, die
Gesellschaft schnell auf ein deutlich
geringeres Kostenniveau herunterzufahren.
Chancen
Trotz der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen
und gesamtpolitischen Lage werden die
Chance gesehen, dass sich der Trend und
die Notwendigkeit zur Digitalisierung von
Unternehmensprozessen und zur Entwick-
lung neuer digitaler und technologie-
getriebener Geschäftsmodelle und Produkte
weiter verstärken werden und die Gesell-
schaft bei der Transformation von Wirtschaft
und Gesellschaft weiterhin wichtige Impulse
und Beiträge liefern kann. Als treibende
Kraft des regionalen und landesweiten
prosperierenden Start-up-Ökosystems kann
die Gesellschaft dazu beitragen, NRW und
die Region Rhein/Ruhr unter den besten im
Startup-Ökosystem in Europa zu verankern.
Dieses könnte sich durchaus positiv auf die
Unternehmensentwicklung auswirken, zum
Beispiel in Form von erweiterten Maß-
nahmen und Angeboten sowie Teilnahme an
öffentlichen und privaten Ausschreibungen.
Exemplarisch seien hier das neue Geschäfts-
feld SheInnovates Tech Club genannt.“
Digital Innovation Hub Düsseldorf/Rheinland GmbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 405
Organe und deren Zusammensetzung
Aufsichtsrat
Vorsitz
Theresa Winkels La ndeshauptstadt
Düsseldorf
Stellvertretung Vorsitz
Ratsherr Jörk Cardeneo Landeshauptstadt
Düsseldorf
Mitglied
Piero Alessio La ndeshauptstadt
Düsseldorf
Gregor Berghausen Industrie- und
Handelskammer zu
Düsseldorf
Simon Kell Rhein-Kreis Neuss
Ratsfrau Aletta Mansheim (ab 03.02.2023) Landeshauptstadt
Düsseldorf
Julien Mounier Industrie- und
Handelskammer zu
Düsseldorf
Ratsherr Thomas Peußer Landeshauptstadt
Düsseldorf
Dr. Ulrich Schückhaus WFMG-
Wirtschaftsförderung
Mönchengladbach
GmbH
Geschäftsführung
Klemens Gaida (bis 31.12.2023)
Peter Hornik
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und
Verwaltungsräten nach Geschlecht
Dem Aufsichts- oder Verwaltungsräten in diesem Unternehmen gehören zum 31.12.2023 von
den insgesamt 9 Mitgliedern 2 Frauen an (Frauenanteil 22,2 Prozent).
Damit wird der im Paragraf 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von
40 Prozent nicht erreicht/unterschritten.
Regiobahn Fahrbetriebsgesellschaft mit beschränkter Haftung
406 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Regiobahn Fahrbetriebsgesellschaft mit
beschränkter Haftung
Firmensitz
An der Regiobahn 15
40822 Mettmann
Telefon: 02104 305-0
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gesellschaftszweck ist die Erfüllung von
gemeinwirtschaftlichen Verpflichtungen, das
heißt einer von der zuständigen Behörde
festgelegten oder bestimmten Anforderungen
zur Sicherstellung von im allgemeinen
Interesse liegenden SPNV-Leistungen. Die
Gesellschaft wird insoweit ausschließlich auf
der Grundlage von Verkehrsverträgen mit
dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr Betriebs-
leistungen des Schienenverkehrs auf der
Strecke S28 und weiteren Strecken erbringen,
die räumlich im materiellen Zuständigkeits-
bereich des VRR gelegen sind und deren Be-
trieb mit der für die Gesellschafter geltenden
Gemeindeordnung und der Kreisordnung in
Einklang steht
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 25.000,00 EUR
Landeshauptstadt Düsseldorf 9.750,00 EUR 39,00 %
Rhein-Kreis Neuss 6.500,00 EUR 26,00 %
Kreis Mettmann 5.550,00 EUR 22,20 %
Stadt Kaarst 3.200,00 EUR 12,80 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Regiobahn Fahrbetriebsgesellschaft mit beschränkter Haftung
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 407
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 7.122 -2.073 9.194 7.713
Immaterielle Vermögensgegenstände 397 -74 471 539
Sachanlagen 6.725 -1.999 8.724 7.174
Umlaufvermögen 4.300 142 4.158 4.884
Vorräte 235 -58 294 59
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 3.299 307 2.992 1.811
Kasse, Bankguthaben, Schecks 766 -107 873 3.013
Rechnungsabgrenzungsposten 262 56 205 299
Nicht durch Eigenkapital gedeckter
Fehlbetrag - - - 30
Summe AKTIVA 11.683 -1.875 13.558 12.926
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 194 157 37 0
Gezeichnetes Kapital 25 0 25 25
Kapitalrücklage 2.000 0 2.000 2.000
Gewinnvortrag / Verlustvortrag -1.988 67 -2.055 -3.859
Jahresergebnis 157 90 67 1.804
Nicht gedeckter Fehlbetrag - - - 30
Sonderposten 45 45 - 0
Rückstellungen 1.624 434 1.191 1.931
Verbindlichkeiten 8.294 -282 8.576 7.709
Rechnungsabgrenzungsposten 1.527 -2.228 3.755 3.285
Summe PASSIVA 11.683 -1.875 13.558 12.926
Regiobahn Fahrbetriebsgesellschaft mit beschränkter Haftung
408 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 45.563 12.395 33.169 28.619
Sonstige betriebliche Erträge 120 -530 651 3.253
Materialaufwand 23.562 5.895 17.666 17.312
Personalaufwand 10.074 1.816 8.258 6.105
Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.550 4.062 5.489 4.458
Abschreibungen 2.269 19 2.250 1.948
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 69 -18 87 125
Ergebnis nach Steuern 159 90 69 1.805
Sonstige Steuern 2 0 2 1
Jahresergebnis 157 90 67 1.804
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 1,7 1,4 0,3 0,0
Anlagendeckung (in %) 2,7 2,3 0,4 0,0
Umsatzrentabilität (in %) 0,3 0,1 0,2 6,3
Mitarbeiteranzahl 147 3 144 113
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr
2023 einen Jahresüberschuss von 157
Tausend Euro aus.
Das Geschäftsjahr 2023 hatte war zusam-
menfassend von verschiedenen betrieblichen
Herausforderungen geprägt, die Auswir-
kungen auf die Erbringung der Fahrbetriebs-
leistungen hatten. Durch umfangreiche
Bauaktivitäten der DB Netz AG und die nicht
zufriedenstellende Verfügbarkeit der
Integralfahrzeuge führten im Ergebnis zu
höheren Rückzahlungsverpflichtungen
aufgrund von Nicht- und Schlechtleistungen
an den VRR als Aufgabenträger sowie zu
hohen Kosten für Schienenersatzverkehre.
Zusätzlich stiegen die Kosten im Rahmen
der Instandhaltung/Revisionen der
Integralfahrzeuge.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme ist von 13.558 Tausend
Euro auf 11.683 Tausend Euro gesunken.
Dies bedeutet eine Senkung um 13,8 Pro-
zent gegenüber dem Vorjahr.
Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft
eine Eigenkapital in Höhe von 194 Tausend
Euro aus.
Der Anteil der Rückstellungen beträgt 13,9
Prozent (2022 = 8,8 Prozent) und betrifft im
Regiobahn Fahrbetriebsgesellschaft mit beschränkter Haftung
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 409
Wesentlichen die erwartete Rückzahlungs-
verpflichtung aus der Abrechnung des Ver-
kehrsvertrags.
Der Anteil der Verbindlichkeiten steigt von
63,3 Prozent im Vorjahr auf aktuell 71,0
Prozent.
Der Anteil des Sachanlagevermögens an der
Bilanzsumme beträgt 57,6 Prozent, im Vor-
jahr betrug dieser 64,3 Prozent.
Im Geschäftsjahr 2023 wurde auf eine
Inanspruchnahme von Kontokorrentlinien
verzichtet.
Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen
wurden stets unter Einhaltung der Zahlungs-
ziele erfüllt.
Die Stichtagsliquidität ist von 873 Tausend
Euro auf 766 Tausend Euro gesunken.
Chancen und Risiken
Die Gesellschaft ist gesetzlich verpflichtet,
auf wesentliche Risiken der zukünftigen
Entwicklung, die bestandsgefährdende oder
wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-,
Finanz- oder Ertragslage haben können,
hinzuweisen.
Die Geschäftsführung hat eine Kennzahlen-
und Risikomatrix erarbeitet. Diese ist mit
einem Wirtschaftsprüfer abgestimmt und
wurde in das Berichtswesen der Gesellschaft
integriert.
Die Risikomatrix enthält die identifizierten
Risiken in den Bereichen „Finanzen“, „Be-
triebliche Risiken“, „Personal“, „Energie“,
„Organisation“ und „IT“. Zu jedem der iden-
tifizierten Risiken erfolgt eine Einschätzung
der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie der
finanziellen Folgen und Auswirkungen in
tabellarischer Form. Neben der Identifikation
und Analyse der wesentlichen Risiken liegt
ein Schwerpunkt auf der Risikosteuerung.
Für jedes Risiko sind die Handlungsoptionen
beschrieben und es ist festgelegt, wie und
durch wen das Risikocontrolling erfolgt.
Neben dieser Risikomatrix erfolgt eine Be-
richterstattung und Steuerung der unter-
jährigen beziehungsweise projektbezogenen
Risiken integriert im monatlichen Status-
bericht, die derselben Methodik wie die
Risikomatrix unterliegt.
In der fortgeschriebenen Risikomatrix
(Stand Februar 2024) sind die Risiken im
Zusammenhang mit der Coronapandemie
entfallen. Im Zusammenhang mit, der im
Jahr 2025 anstehenden Wiederbeantragung
der Sicherheitsbescheinigung durch das
Eisenbahn-Bundesamt, wurde ein neues
Risiko identifiziert. Die Bewertung diverser,
bereits in der vorherigen Version vorhan-
dener Risiken wurde aktualisiert und ent-
sprechend den vorliegenden Erkenntnissen
neu bewertet.
Weiterhin sehr konkret spürbar und für die
Betriebsqualität entscheidend ist die Verfüg-
barkeit der Integral-Flotte, die trotz umfang-
reicher Maßnahmen weiterhin nicht auf dem
erforderlichen Niveau liegt. Zusätzlich ist es
im April 2024 zu einem Brand an einem
Triebfahrzeug gekommen, welches dadurch
erheblich beschädigt wurde. Ein Wiederein-
satz des Fahrzeugs in absehbarer Zeit
erscheint unwahrscheinlich.
Die finanziellen Auswirkungen durch Rück-
zahlungsverpflichtungen für Nicht- und
Schlechtleistungen und Kosten für Schienen-
ersatzverkehr sowie Ersatzfahrzeuge stellen
ein erhebliches Risiko für das Finanzergebnis
der Gesellschaft dar.
Die Eintrittswahrscheinlichkeit für Risiken im
Bereich Personal, insbesondere bei Fach-
kräften im Fahrdienst und der Instand-
haltung ist gestiegen. Durch nicht besetzte
Stellen sind Auswirkungen auf die Betriebs-
qualität zu erwarten.
Für den Verkehrsvertrag, der sich an den
Vertrag S28-Interim ab Dezember 2026
Regiobahn Fahrbetriebsgesellschaft mit beschränkter Haftung
410 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
anschließen soll, ist der Abschluss der
Elektrifizierung und die Anpassung der
Bahnsteighöhen existenziell. Bei diesem
Projekt bestehen nach Einschätzung der
Geschäftsführung weiterhin erhebliche
Umsetzungs- und Terminrisiken, die in
engem Verbund mit der Regiobahn GmbH
aktiv bewältigt und durch die Aufsichts-
organe beider Gesellschaften eng überwacht
werden müssen. Eine umfassende Synchro-
nisation der Projektzeitplanung muss
zwischen den beiden Unternehmen sicher-
gestellt werden.
Weiterhin bedeutsam sind zudem die Risiken
im Bereich der IT-Sicherheit. Durch die
Entwicklungen bei der Cyberkriminalität ist
die Bedrohungslage weiterhin sehr hoch.
Neben der laufenden Anpassung der IT-
Sicherheitsarchitektur an den Stand der
Technik kommt der Schulung und Sensi-
bilisierung der Beschäftigten eine entschei-
dende Rolle zu.
Die Regiobahn GmbH plant perspektivisch
als weiteres Ausbauvorhaben, die Strecke
der Regiobahn vom Endhaltepunkt Kaarster
See nach Viersen zu verlängern. Zudem
plant der VRR im Rahmen seines Verkehrs-
konzeptes 2032/2040 eine Taktverdichtung
der Linie S28 zwischen Kaarst und Mett-
mann auf 15 Minuten sowie perspektivisch
eine Erweiterung auf der bestehenden DB-
Strecke Richtung Grevenbroich.
Im Zusammenhang mit dem Strategie-
prozess 2022-2032 ergeben sich pers-
pektivisch weitere Chancen für die Aus-
weitung der Geschäftsaktivitäten. Neben der
Übernahme von Betriebsleistungen im
Schienenpersonenverkehr steht dabei auch
die Übernahme zusätzlicher weiterer
Dienstleistungen für den VRR im Fokus.
Organe und deren Zusammensetzung
Aufsichtsrat
Vorsitz
Heiner Cöllen Rhein-Kreis Neuss
1. Stellvertretung Vorsitz
Dr. Stephan Kopp Kreis Mettmann
2. Stellvertretung Vorsitz
Beigeordneter Jochen Kral
Stellvertretung
Stadtkämmerin Dorothée Schneider
Landeshauptstadt
Düsseldorf
Mitglied
Dirk Brügge Rhein-Kreis Neuss
Alexandra Gräber
Stellvertretung
Annette Mick-Teubler
Kreis Mettmann
Christian Horn-Heinemann
Stellvertretung
Dominik Broda
Stadt Kaarst
Ratsherr Marcus Münter
Stellvertretung
Ratsherr Dr. Andreas Schröder
Landeshauptstadt
Düsseldorf
Regiobahn Fahrbetriebsgesellschaft mit beschränkter Haftung
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 411
Dr. Norbert Stapper
Stellvertretung
Jörn-Eric Morgenroth
Kreis Mettmann
Vinko Telenta Verkehrsverbund
Rhein-Ruhr AöR
Ratsfrau Leonie Tonsen
Stellvertretung
Ratsherr Lukas Mielczarek
Landeshauptstadt
Düsseldorf
Geschäftsführung
Dipl.-Ing. Rolf Ommen
Sascha Zuk
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und
Verwaltungsräten nach Geschlecht
Dem Aufsichts- oder Verwaltungsräten in diesem Unternehmen gehören zum 31.12.2023 von
den insgesamt 10 Mitgliedern 2 Frauen an (Frauenanteil 20,0 Prozent).
Damit wird der im Paragraf 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von
40 Prozent nicht erreicht/unterschritten.
Regionale Bahngesellschaft Kaarst - Neuss - Düsseldorf - Erkrath - Mettmann - Wuppertal mbH
412 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Regionale Bahngesellschaft Kaarst - Neuss -
Düsseldorf - Erkrath - Mettmann - Wuppertal mbH
Firmensitz
Bahnstraße 58
40822 Mettmann
Telefon: 02104 305-0
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gegenstand des Unternehmens sind der
Betrieb des Schienenverkehrs auf der Strecke
Kaarst-Neuss-Düsseldorf-Erkrath-Mettmann
in eigener Trägerschaft und die Sicherstellung
eines auf die Marktbedürfnisse zugeschnit-
tenen Betriebes auf dieser Strecke. Sie kann
sich zu diesem Zweck an gleichartigen oder
ähnlichen Unternehmen beteiligen sowie
Geschäfte aller Art tätigen, die dem Zweck
der Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar
förderlich sind. Im Falle einer Verlängerung
der Strecke über die derzeitig vorgesehenen
Endpunkte in Kaarst und Mettmann hinaus
oder im Falle der Eröffnung sonstiger
Zweigstrecken, gehören die Einrichtung und
Aufrechterhaltung des Schienenverkehrs und
die Sicherstellung des Betriebes auf neuen
Teilstücken ebenfalls zum Gegenstand des
Unternehmens entsprechend Abs. 1. Die
Gesellschaft bedient sich zur Durchführung
des Betriebes eines Betriebsführers. Mit dem
Betriebsführer wird ein gesonderter
Betriebsführungsvertrag abgeschlossen.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stammkapital 28.000,00 EUR
Landeshauptstadt Düsseldorf 9.800,00 EUR 35,00 %
Kreis Mettmann 5.600,00 EUR 20,00 %
Rhein-Kreis Neuss 3.300,00 EUR 11,79 %
Stadt Kaarst 3.250,00 EUR 11,61 %
Stadtwerke Neuss GmbH 3.250,00 EUR 11,61 %
Wuppertaler Stadtwerke AG 2.800,00 EUR 10,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Regionale Bahngesellschaft Kaarst - Neuss - Düsseldorf - Erkrath - Mettmann - Wuppertal mbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 413
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 82.364 -1.716 84.080 86.141
Immaterielle Vermögensgegenstände 103 -28 131 111
Sachanlagen 82.262 -1.688 83.949 86.029
Umlaufvermögen 2.839 -3.702 6.541 932
Vorräte 12 11 1 4
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 1.833 183 1.650 599
Kasse, Bankguthaben, Schecks 994 -3.896 4.889 328
Rechnungsabgrenzungsposten 36 -1 38 32
Summe AKTIVA 85.239 -5.419 90.659 87.104
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 1.460 -307 1.768 2.870
Gezeichnetes Kapital 28 0 28 28
Kapitalrücklage 2.933 0 2.933 2.933
Gewinnvortrag / Verlustvortrag -1.193 -1.102 -91 2.012
Jahresergebnis -307 794 -1.102 -2.103
Sonderposten 42.778 -563 43.341 31.869
Rückstellungen 214 -1 215 236
Verbindlichkeiten 40.719 -4.514 45.233 51.993
Rechnungsabgrenzungsposten 68 -34 102 137
Summe PASSIVA 85.239 -5.419 90.659 87.104
Regionale Bahngesellschaft Kaarst - Neuss - Düsseldorf - Erkrath - Mettmann - Wuppertal mbH
414 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 7.649 1.788 5.860 5.748
Andere aktivierte Eigenleistungen 375 39 336 340
Sonstige betriebliche Erträge 2.026 -1.534 3.560 2.615
Personalaufwand 2.010 94 1.916 1.779
Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.633 -574 3.207 3.283
Abschreibungen 4.474 26 4.448 4.397
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.239 -47 1.286 1.345
Ergebnis nach Steuern -307 794 -1.101 -2.102
Sonstige Steuern 1 0 1 2
Jahresergebnis -307 794 -1.102 -2.103
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 1,7 -0,2 2,0 3,3
Eigenkapitalrentabilität (in %) -21,0 41,3 -62,3 -73,2
Anlagendeckung (in %) 1,8 -0,3 2,1 3,3
Umsatzrentabilität (in %) -4,0 14,8 -18,8 -36,6
Mitarbeiteranzahl 26 -1 27 26
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen
durch Entgelte für die Überlassung der
Infrastruktur erwirtschaftet. Hierzu gehören
die Trassen und Haltepunkte auf dem West-
und Ostast der Regiobahn-Infrastruktur
sowie die Servicestation in Mettmann
Stadtwald. Die sonstigen betrieblichen
Erträge betreffen in erster Linie die Erträge
aus der ratierlichen Auflösung des Sonder-
postens für Investitionszuschüsse zum
Anlagevermögen.
Im Geschäftsjahr 2023 hat die Gesellschaft
einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 307
Tausend Euro erzielt. Aufgrund des erst im
April 2024 eingegangen Zuwendungs-
bescheids, konnte die Regiobahn GmbH
keine Zuwendungen im Geschäftsjahr 2023
abrufen und ertragswirksam auflösen. Dem
gegenüber stand ein Vorjahresergebnis von
-1.101 Tausend Euro.
Vermögens- und Finanzlage
Bei einer um 5.420 Tausend Euro ver-
ringerten Bilanzsumme, hat sich die
Eigenkapitalquote von 1,9 Prozent im
Vorjahr auf 1,6 Prozent verringert. Der
Anteil des Sonderpostens für Investitions-
zuschüsse beträgt 50,2 Prozent gegenüber
47,8 Prozent im Vorjahr. Der Anteil der
Rückstellungen beträgt 0,3 Prozent, der
Regionale Bahngesellschaft Kaarst - Neuss - Düsseldorf - Erkrath - Mettmann - Wuppertal mbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 415
Anteil der Verbindlichkeiten 47,8 Prozent
und der Anteil des passiven Rechnungsab-
grenzungspostens 0,1 Prozent.
Der Anteil des Anlagevermögens an der
Bilanzsumme ist von 92,6 Prozent im
Vorjahr auf 96,5 Prozent im Jahr 2023
gestiegen.
Die Stichtagsliquidität betrug im Vorjahr
4.889 Tausend Euro, im Jahr 2023 betrug
die Liquidität 994 Tausend Euro.
Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen
wurden stets – in der Regel unter Erwirt-
schaftung von Skontoerträgen – unter Ein-
haltung der Zahlungsziele erfüllt.
Chancen und Risiken
GVFG-Maßnahme Verlängerung Wuppertal
und Elektrifizierung
Die VRR AöR hat der Gesellschaft im Dezem-
ber 2017 einen Zuwendungsbescheid zur
Projektförderung für den Bau der Verlän-
gerung der Linie S28 von Mettmann nach
Wuppertal inklusive Elektrifizierung der
Regiobahn-Infrastruktur, Bahnsteighöhen-
anpassung und Einbindung in die S9-Strecke
erteilt. Es wurde eine Zuwendung von
70.032 Tausend Euro bewilligt. Aufgrund
von Kostensteigerungen hat die Regiobahn
GmbH einen Änderungsantrag zum Finan-
zierungsbescheid beim Zuwendungsgeber
eingereicht.
Dieser wurden mit Datum vom 18. März
2024 mit einer Zuwendungssumme in Höhe
von 87.784 Tausend Euro bewilligt. Auf-
grund von weiteren erkennbaren Kostenstei-
gerungen und derzeit geschätzten Projekt-
kosten von circa 160.000 Tausend Euro wird
die Regiobahn GmbH einen weiteren
Änderungsantrag beim Zuwendungsgeber
einreichen. Resultierend aus den Kosten-
steigerungen, musste die Regiobahn GmbH
eine weitere Finanzierung der Eigenmittel
sowie Vorfinanzierung von Fördermitteln
über Darlehen abschließen. Diese Darlehen
in summierter Höhe von 34.300 Tausend
Euro konnten im April 2024 abgeschlossen
werden.
Die Streckenverlängerung nach Wuppertal
wurde im Dezember 2020 in Betrieb genom-
men.
Die Fertigstellung der Elektrifizierung sowie
weiteren Gleisbauarbeiten der Regiobahn-
Infrastruktur ist zum Dezember 2026 ge-
plant, sodass zum großen Fahrplanwechsel
Mitte Dezember 2026 mit Elektrotriebwagen
gefahren werden kann.
Die Regiobahn Fahrbetriebsgesellschaft mbH
hat mit dem VRR einen Interimsverkehrs-
vertrag mit Dieseltriebwagen bis Dezember
2026 abgeschlossen und kann einen
weiteren Verkehrsvertrag mit Elektrotrieb-
wagen erwarten.
Aufgrund von umfangreichen Bautätigkeiten
im Zusammenhang mit der Elektrifizierung
und den daraus resultierend eingeschränkt
zur Verfügung stehenden Trassen, konnte
die Regiobahn GmbH mit Bescheid vom 2.
April 2024 durch die Bundesnetzagentur die
Trassenpreise für das Fahrplanjahr 2025 von
7,15 Euro/Kilometer auf 10,60 Euro/Kilo-
meter erhöhen.
Verlängerung nach Viersen
Neben der Regiobahn-Verlängerung von
Mettmann nach Wuppertal Hauptbahnhof
(Hbf) ist ausgehend vom westlichen End-
haltepunkt der Linie S28 am Bahnhof
Kaarster See perspektivisch eine Strecken-
verlängerung nach Viersen Hbf geplant. Im
Rahmen einer Nutzen-Kosten-Untersuchung
aus dem Jahr 2015 wurde die Wirtschaft-
lichkeit für das Projekt nachgewiesen.
Für eine Wiederinbetriebnahme der ehe-
maligen Streckenverbindung von Kaarster
See nach Viersen Hbf sollen ungefähr 12
Regionale Bahngesellschaft Kaarst - Neuss - Düsseldorf - Erkrath - Mettmann - Wuppertal mbH
416 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Kilometer zwischen dem Bahnhof Kaarster
See und dem Bahnhof Viersen reaktiviert
werden. Bahnübergänge, Weichen,
Ingenieurbauwerke, zwei Haltepunkte in
Willich-Schiefbahn und Neersen und ein
neuer Bahnsteig im Bahnhof Viersen sind
hierfür vorgesehen.
Die Baukosten ohne Elektrifizierung wurden
damals mit circa 60.000 Tausend Euro ver-
anschlagt.
Für die Elektrifizierung müssten zusätzlich
circa 9.000 Tausend Euro aufgewendet
werden. (Preisstand 2015)
Nach derzeitigen Planungen kann von einer
Baukostensumme von circa 150.000 Tau-
send Euro ausgegangen werden. Für das
Vorhaben wurde am 29. Januar 2021 ein
Finanzierungsantrag für die Leistungsphasen
1 + 2 nach HOAI in Höhe von 1.155 Tau-
send Euro beim VRR gestellt (Deckung der
Planungs- und Projektsteuerungskosten und
einer neuen standardisierten Bewertung),
welcher am 15. Juni 2021 bewilligt wurde.
Im Zuge der Ausschreibung der Planungs-
leistungen wurde am 23. September 2022
ein Änderungsantrag zum Finanzierungs-
bescheid in Höhe von 1.950 Tausend Euro
gestellt, um die Kostensteigerungen abzu-
fangen. Der Änderungsantrag wurde am 23.
Januar 2023 beschieden.
Bedingt durch eine Betriebsprogrammstudie
wurden weitere Mehrkosten in Höhe von
rund 1.100 Tausend Euro, welche größten-
teils aus Infrastrukturmehrungen im 15-
Minuten-Takt resultieren, absehbar. Zur
Sicherstellung der Finanzierung wurden
neben diversen vorangegangenen
Änderungsanzeigen für Planbeschaffungen
und Gutachten diese Mehrkosten mit dem
zweiten Änderungsantrag in Höhe von 3.060
Tausend Euro beim VRR gestellt.
Grundsätzlich übernimmt der Kreis Viersen
den Eigenanteil, welcher vom Vorhaben-
träger zu finanzieren wäre, vollständig.
Dies ist durch eine Kostenübernahme-
erklärung gesichert, welche aktuell
fortgeschrieben wird und um den zweiten
Änderungsantrag inhaltlich und wertmäßig
mitaufzunehmen.
Regionale Bahngesellschaft Kaarst - Neuss - Düsseldorf - Erkrath - Mettmann - Wuppertal mbH
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 417
Organe und deren Zusammensetzung
Aufsichtsrat
Vorsitz
Heiner Cöllen Rhein-Kreis Neuss
1. Stellvertretung Vorsitz
Dr. Stephan Kopp Kreis Mettmann
2. Stellvertretung Vorsitz
Beigeordneter Jochen Kral Landeshauptstadt
Düsseldorf
Mitglied
Claudia Föhr Stadt Neuss
Alexandra Gräber Kreis Mettmann
Christian Horn-Heinemann Stadt Kaarst
Frank Meyer Wuppertaler
Stadtwerke AG
Ratsherr Marcus Münter Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsfrau Leonie Tonsen Landeshauptstadt
Düsseldorf
Axel Welp Kreis Mettmann
Geschäftsführung
Stefan Stach
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und
Verwaltungsräten nach Geschlecht
Dem Aufsichts- oder Verwaltungsräten in diesem Unternehmen gehören zum 31.12.2023 von
den insgesamt 10 Mitgliedern 3 Frauen an (Frauenanteil 30,0 Prozent).
Damit wird der im Paragraf 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von
40 Prozent nicht erreicht/unterschritten.
Eigenbetrieb/Anstalten
418 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Eigenbetrieb/Anstalten
Eigenbetrieb/Anstalten
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 419
Umsatzerlöse (Gesamtvolumen 669,6 Mio Euro)
Eigenkapital (Gesamtvolumen 993,0 Mio Euro)
Stadtsparkasse Düsseldorf
Stadtentwässerungsbetrieb der
Landeshauptstadt Düsseldorf
Stadtsparkasse Düsseldorf
Stadtentwässerungsbetrieb der
Landeshauptstadt Düsseldorf
Stadtentwässerungsbetrieb der Landeshauptstadt Düsseldorf
420 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Stadtentwässerungsbetrieb der Landeshauptstadt
Düsseldorf
Firmensitz
Auf'm Hennekamp 47
40225 Düsseldorf
Telefon: 0211 89-22722
sebd.kundeninfo@duesseldorf.de
www.duesseldorf.de/kanal/
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Stadtentwässerung sind die Planung, der Bau,
die Unterhaltung und der Betrieb von
Abwasseranlagen zur Sammlung, schadlosen
Ableitung und Reinigung sämtlichen, nicht
vermeidbaren Abwassers, entsprechend den
gesetzlichen, genehmigungsrechtlichen und
ökologischen Anforderungen, und dessen
Rückführung in die Umwelt einschließlich aller
den Betriebszweck fördernden Geschäfte.
Wesentliche Aufgaben des Wasserbaus sind
die Planung, der Bau, die Unterhaltung und
der Betrieb von Anlagen des Hochwasser-
schutzes sowie der Uferanlagen am Rhein und
sonstige Gewässer im Zuständigkeitsbereich
der Landeshauptstadt Düsseldorf. Diese
Aufgaben werden vom Stadtentwässerungs-
betrieb selbständig und eigenverantwortlich
wahrgenommen.
Ziel der ganzheitlich angelegten Organi-
sationsstruktur des Unternehmens ist es, die
durch die Aufgaben der Stadtentwässerung
bedingten Umweltbelastungen (Beein-
trächtigungen von Wasser, Boden und Luft)
mit möglichst geringen Kosten zu minimieren,
den Hochwasserschutz im Zuständigkeits-
bereich der Landeshauptstadt Düsseldorf
sicherzustellen und unter Berücksichtigung
des urbanen Umfelds die städtischen Fließ-
gewässer im Zuständigkeitsbereich der
Landeshauptstadt durch naturnahen Ausbau
und Unterhaltung gemäß der Wasserrahmen-
richtlinie zu entwickeln. Unabhängig hiervon
ist der Stadtentwässerungsbetrieb bemüht,
ständig neue Aufgabenfelder im Rahmen der
genannten Aufgaben zur Verbesserung seiner
wirtschaftlichen Situation unter Berücksich-
tigung der rechtlichen Möglichkeiten zu er-
schließen.
Beteiligungen
Klärschlammverwertung Buchenhofen GmbH 16.667,00 EUR 25,25 %
aquabench GmbH 4.000,00 EUR 8,00 %
Stadtentwässerungsbetrieb der Landeshauptstadt Düsseldorf
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 421
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 1.127.814 30.701 1.097.113 1.084.459
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.032 74 957 752
Sachanlagen 1.124.729 30.318 1.094.411 1.082.716
Finanzanlagen 2.053 309 1.745 991
Umlaufvermögen 54.936 -7.207 62.142 27.867
Vorräte 3.203 1.188 2.015 927
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 6.430 2.553 3.878 3.831
Kasse, Bankguthaben, Schecks 45.302 -10.948 56.250 23.110
Rechnungsabgrenzungsposten 11 2 9 53
Summe AKTIVA 1.182.761 23.496 1.159.264 1.112.379
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 205.499 3.907 201.592 191.883
Gewinnrücklagen 199.832 9.675 190.157 170.980
Gewinnvortrag / Verlustvortrag 1.732 1.171 561 -
Bilanzergebnis 3.935 -6.939 10.874 20.903
Sonderposten 21.074 -536 21.610 22.116
Empfangene Ertragszuschüsse 69.838 -1.159 70.996 73.578
Rückstellungen 23.564 1.281 22.283 20.172
Verbindlichkeiten 862.786 20.002 842.783 804.629
Summe PASSIVA 1.182.761 23.496 1.159.264 1.112.379
Stadtentwässerungsbetrieb der Landeshauptstadt Düsseldorf
422 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 127.320 -471 127.791 130.173
Andere aktivierte Eigenleistungen 5.416 593 4.823 5.077
Sonstige betriebliche Erträge 2.294 257 2.037 3.544
Materialaufwand 45.755 6.050 39.705 35.824
Personalaufwand 37.393 1.320 36.073 35.258
Sonstige betriebliche Aufwendungen 324 -59 383 1.493
Abschreibungen 33.555 -267 33.822 33.917
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.911 1.743 168 1
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 17.648 1.759 15.889 15.672
Steuern vom Einkommen und Ertrag 21 21 - 3
Ergebnis nach Steuern 3.440 -6.607 10.047 17.343
Sonstige Steuern -468 -806 338 311
Jahresergebnis 3.907 -5.801 9.709 17.033
Entnahmen aus Rücklagen 28 -1.137 1.165 3.870
Bilanzergebnis 3.935 -6.939 10.874 20.903
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Landeshauptstadt Düsseldorf 868 Forderungen
12.913 Verbindlichkeiten
19.835 Erträge
3.808 Aufwendungen
Flughafen Düsseldorf GmbH 250 Erträge
Rheinbahn AG 238 Erträge
Stadtwerke Düsseldorf AG 3.639 Forderungen
1.867 Verbindlichkeiten
355 Erträge
7.185 Aufwendungen
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalrentabilität (in %) 1,7 -3,3 5,0 9,0
Anlagendeckung (in %) 18,2 -0,2 18,4 17,7
Umsatzrentabilität (in %) 3,1 -4,5 7,6 13,1
Mitarbeiteranzahl 489 8 481 482
Schmutzwasser (in Mio. m³) 35,8 -1,0 36,8 38,2
Fläche (in Mio. m²) 36,5 -0,1 36,6 36,6
Stadtentwässerungsbetrieb der Landeshauptstadt Düsseldorf
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 423
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Handelsrechtlich hat der Stadtentwässe-
rungsbetrieb der Landeshauptstadt Düssel-
dorf (SEBD) (inklusive Betrieb gewerblicher
Art [BgA] Abscheider und Sparte Wasser-
bau) nach dem Ausweis in der Gewinn- und
Verlustrechnung 2023 im 23. Geschäftsjahr
Erträge in Höhe von 136,23 Mio. Euro (Vor-
jahr 135,75 Mio. Euro) erzielt und Aufwen-
dungen in Höhe von 117,03 Mio. Euro (Vor-
jahr 109,98 Mio. Euro) getätigt. In den
Erträgen werden Umsatzerlöse in Höhe von
127,32 Mio. Euro (Vorjahr 127,79 Mio. Euro)
ausgewiesen. Die größte Position bei den
Umsatzerlösen sind die Abwassergebühren
mit 96,46 Mio. Euro (Vorjahr 91,42 Mio.
Euro). Die Erstattung der Kosten der Ent-
wässerung öffentlicher Straßen, Wege und
Plätze durch die LHD beträgt 16,63 Mio.
Euro (Vorjahr 18,16 Mio. Euro). Der Erlösan-
teil für Entgelte aus Abscheiderreinigungen,
für die Unterhaltung und Reinigung der
Straßenabläufe sowie für die Klärung des
Abwassers von Nachbargemeinden beträgt
insgesamt 7,88 Mio. Euro (Vorjahr 9,04 Mio.
Euro).
Im Bereich des BgA Abscheider hat sich die
Auftragslage im Geschäftsjahr 2023 nach
Aufhebung der pandemiebedingten, gesetz-
lichen Einschränkungen in der Gastronomie-
branche weitgehend normalisiert.
Der auf Basis des Kommunalabgabegesetz
NRW erstellte Betriebsabschluss 2023
schließt mit einer Kostenüberdeckung in
Höhe von 3,56 Mio. Euro (Vorjahr Kosten-
unterdeckung in Höhe von 1,35 Mio. Euro)
ab.
Die im Betriebsabschluss 2023 ausgewie-
sene Kostenüberdeckung splittet sich in eine
Schmutzwasserunterdeckung in Höhe von
100 Tausend Euro und eine Niederschlags-
wasserüberdeckung in Höhe von 3,66 Mio.
Euro. Die Schmutzwasserunterdeckung von
100 Tausend Euro wird mit 72 Tausend Euro
durch eine Entnahme aus der Gebührenaus-
gleichsverbindlichkeit und mit 28 Tausend
Euro durch eine Entnahme der zweckgebun-
denen Rücklage für Gebührenausgleich
(Eigenkapital) ausgeglichen. Die Nieder-
schlagswasserüberdeckung in Höhe von
3,66 Mio. Euro wird der Gebührenaus-
gleichsverbindlichkeit zugeführt.
Die ursprünglich mit 147,62 Mio. Euro
geplanten Kosten konnten um 18,59 Mio.
Euro auf 129,03 Mio. Euro begrenzt werden.
Die geplanten Leistungen in Höhe von
139,71 Mio. Euro verminderten sich um 7,12
Mio. Euro auf 132,59 Mio. Euro (jeweils
ohne Berücksichtigung der Entnahme aus
der Gebührenausgleichsverbindlichkeit, der
zweckgebundenen Rücklage für Gebühren-
ausgleich (Eigenkapital) und der SEBD-
internen Leistungsverrechnung).
Vermögens- und Finanzlage
In 2023 beläuft sich das Investitions-
volumen des SEBD auf 64,45 Mio. Euro
(Vorjahr 46,74 Mio. Euro). Hierin enthalten
sind Investitionen in Höhe von 1,59 Mio.
Euro (Vorjahr 137 Tausend Euro), die über
Investorenverträge dem Anlagevermögen
zugeführt wurden.
Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum
Vorjahr um 23,50 Mio. Euro gestiegen
(Vorjahr Erhöhung um 46,89 Mio. Euro).
Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanz-
stichtag 17,37 % (Vorjahr 17,39 %). Be-
zieht man den Sonderposten für verrechnete
Abwasserabgabe, der dem Unternehmen zur
Kapitalverstärkung zur Verfügung steht, in
die Berechnung der Eigenkapitalquote ein,
so errechnet sich eine modifizierte Eigen-
kapitalquote von 19,16 % (Vorjahr 19,25
%). Die Fremdkapitalquote beträgt zum
Bilanzstichtag 74,94 % (Vorjahr 74,62 %).
Stadtentwässerungsbetrieb der Landeshauptstadt Düsseldorf
424 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Bei der Betrachtung der Eigenkapital-
beziehungsweise Fremdkapitalquote wird
der Passivposten empfangene Ertrags-
zuschüsse in Höhe von 5,90 % (Vorjahr
6,13 %) nicht mit einbezogen. Die Fremd-
mittelaufnahme erfolgt grundsätzlich durch
die Aufnahme langfristiger Darlehen und
Förderkredite von Banken und anderen
Kapitalgebern. Im Jahr 2023 wurde zur
Finanzierung von Investitionen ein Darlehen
aufgenommen sowie ein bereits bewilligter
Förderkredit abgerufen. Ein Förderkredit-
antrag wurde in 2023 nicht gestellt, auch die
Bewilligung eines bereits gestellten Antrags
erfolgte im Geschäftsjahr 2023 nicht.
Der Cashflow, der hier den Jahresüber-
schuss und die Abschreibungen auf
immaterielle Vermögensgegenstände und
Sachanlagen umfasst, liegt bei 37,46 Mio.
Euro (Vorjahr 43,53 Mio. Euro). Der Betrieb
konnte seinen Zahlungsverpflichtungen
jederzeit nachkommen.
Chancen und Risiken
Chancen
Der SEBD nimmt Forschungs- und Entwick-
lungsaktivitäten wahr, um auch zukünftig
den Aufwand zu senken und die Produk-
tivität zu erhöhen. Darüber hinaus leistet
der SEBD durch seine aktive Mitgliedschaft
in Fachinstitutionen wie der Deutschen
Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser
und Abfall e.V. (DWA), dem Institut für
unterirdische Infrastruktur gGmbH (IKT),
dem Forschungsinstitut für Wasser- und
Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen e.V.
(FIW) und dem Institut zur Förderung der
Wassergüte- und Wassermengenwirtschaft
e.V. (IFWW) einen wichtigen Beitrag zur
Entwicklung innovativer Ideen.
Modernes Arbeiten in einem neuen
Verwaltungsgebäude
Auf Grund der Entscheidung des Rates der
LHD, den bisherigen Standort Auf’m Henne-
kamp/ Brinckmannstraße bis zum Jahr 2030
aufzugeben und zu vermarkten, wird der
SEBD ein neues Verwaltungsgebäude für
seine nichtgewerblichen Bereiche realisieren.
Das neue Gebäude soll Arbeitsplätze für
etwa 200 bis 230 Mitarbeitende zur Ver-
fügung stellen.
Die Planung des Büroraumkonzepts soll die
Bedürfnisse des SEBD und die seiner Mit-
arbeitenden in einem aktivitätsbasierten
Umfeld berücksichtigen, um künftig
effiziente, bedarfsgerechte, attraktive und
frei wählbare Arbeitsplätze anzubieten, die
damit auch eine sinnvolle und hilfreiche
Ergänzung zur mobilen Arbeit und Telearbeit
bieten. Dabei werden flexible Arbeitszeiten
betriebsbedingte Abwesenheiten sowie
Urlaub oder Elternzeit künftig mit einer
Desk-Sharing-Quote berücksichtigt.
Neben den funktionalen Anforderungen
sollen auch besondere Ansprüche an die
Architektur, die städtebauliche Einbindung
und Ziele der Nachhaltigkeit sowie des
Klimaschutzes erfüllt werden.
Die Projektleitungsstelle konnte Ende 2023
erfolgreich besetzt werden. Im Jahr 2024
sollen die Prüfung und Bewertung möglicher
Umsetzungsmodelle erfolgen.
Starkregenereignis 2021 – Konsequenzen
für die Zukunft
Am 14. und 15. Juli 2021 kam es in ganz
Nordrhein-Westfalen und insbesondere in
Rheinland-Pfalz zu mehreren Starkregen-
ereignissen, die zu erheblichen Überflu-
tungen und zum Teil außergewöhnlichen
Hochwasserereignissen an mittleren und
kleineren Gewässern führten. Auch das
Stadtgebiet von Düsseldorf war erheblich
betroffen. Auswertungen von Regen-
schreibern ergaben, dass die Starkregen-
ereignisse dem Starkregenindex von 10 (auf
einer Skala von 1 bis 12) einzuordnen
waren.
Stadtentwässerungsbetrieb der Landeshauptstadt Düsseldorf
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 425
Insbesondere die Düssel trat an mehreren
Stellen über die Ufer und verursachte
erhebliche Überflutungsschäden. Stark-
regenereignisse, wie sie am 14. und 15. Juli
2021 aufgetreten sind, bringen das öffent-
liche Kanalnetz, die Sonderbauwerke und
auch die innerstädtischen Gewässer wie zum
Beispiel die Düssel an ihre Belastungs-
grenzen und darüber hinaus, auch wenn die
Kanalisation und die Sonderbauwerke den
gesetzlichen Leistungsanforderungen ent-
sprechen und die Düsseldorfer Gewässer
darauf ausgelegt sind, ein 100-jährliches
Hochwasser aufzunehmen. Das Starkregen-
ereignis im Juli kann als ein Jahrtausend-
ereignis bezeichnet werden. Als Konsequenz
aus diesem Ereignis hat der SEBD mehrere
Maßnahmen initiiert, um bei zukünftigen
Ereignissen noch besser vorbereitet zu sein.
Dies sind zum Beispiel:
Gewässermodellierung der innerstädtischen
Gewässer:
Für die innerstädtischen Gewässer sollen die
Niederschlags-Abfluss-Modelle der Bezirks-
regierung Düsseldorf aktualisiert, erweitert
und mit einem höheren Genauigkeitsgrad
erstellt werden. Auf diese Weise sollen
vertiefte Erkenntnisse gewonnen werden,
wie sich verschiedene Regenereignisse auf
das Abflussverhalten der Gewässer im
Düsselsystem auswirken und um darüber
hinaus verschiedene Hochwasserszenarien
zu den gemessenen Pegeldaten zu erhalten.
Auf diese Weise können Grundlagen für
Warnsysteme geschaffen werden. Mit dem
Abschluss der Arbeiten wird im in der 2.
Jahreshälfte 2024 gerechnet.
Gewässerinformationssystem:
Das Gewässerinformationssystem (GewIS)
soll alle relevanten Informationen zu den
innerstädtischen Gewässern innerhalb einer
sogenannten Gewässerfachschale (Small-
world GIS) bereithalten. Dazu gehören
neben den genauen Gewässergeometrien
insbesondere auch detailliertere Angaben,
wie zum Beispiel Gewässerstrukturgüte,
Bewuchs, Biozönose und so weiter, die als
Grundlage zur Bewertung des ökologischen
Zustandes der Gewässer wie auch deren
hydraulische Leistungsfähigkeit heran-
gezogen werden können. Hieraus sollen
Maßnahmen zur Umsetzung der Ziele gemäß
Wasserrahmenrichtlinie und Hochwasser-
risikomanagementrichtlinie abgeleitet und
priorisiert werden. Das GewIS dient damit
als Instrument der Gewässerentwicklungs-
planung und des Hochwasserrisikomanage-
ments.
Aufstellung eines Handlungskonzeptes
Starkregen
Das Handlungskonzept Starkregen fungiert
auf Grundlage der kommunalen Risiko-
analyse als Instrument für die Umsetzung
von ämterübergreifenden Projekten zur
Überflutungsvorsorge. Ziel ist es einerseits,
den Bestandsschutz von gefährdeten
Objekten zu unterstützen. Andererseits
sollen für zukünftige Bereiche in der
Stadtplanung Konzepte zur Überflutungs-
vorsorge, insbesondere in der Bauleit-
planung, erarbeitet werden. Das Hand-
lungskonzept wird als kommunale Gemein-
schaftsaufgabe mit Federführung beim SEBD
gesehen.
Das Handlungskonzept wurde erarbeitet und
im Januar 2024 von der Verwaltungskon-
ferenz (VK) beschlossen. Gemäß dem VK-
Beschluss wird vom SEBD in 2024 ein
Aktionsteam Starkregen gegründet.
Aufgrund der aufwendigen Koordination von
großen Arbeitskreisen wurde die Stelle eines
Vorsitzenden der Starkregenkoordination
erschaffen. Diese wird beim SEBD ange-
siedelt und voraussichtlich in 2024 besetzt
werden.
Ausbau der Energieneutralität und Nutzung
von Solarenergie:
Der SEBD hat 2014 in seiner Energiepolitik
das Ziel einer möglichst hohen Energie-
neutralität festgehalten. Das Ziel erreichen
vergleichbare Großklärwerke (Größenklasse
5) mit Schlammfaulung nicht allein durch
die Nutzung von Kraft-Wärme-Kopplungs-
Stadtentwässerungsbetrieb der Landeshauptstadt Düsseldorf
426 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Technologien, bei denen grundsätzlich sehr
effizient das entstehende Faulgas verwertet
wird und damit sowohl Wärme als auch
Elektrizität in großen Mengen generiert
werden können. In den meisten Fällen ver-
bleibt ein nicht unerheblicher Fremdstrom-
bezug.
Nicht nur der SEBD hat das Thema Energie-
neutralität in seiner Energiepolitik verankert.
Erstmals werden die Begriffe Energie-
autarkie und Energieneutralität im Vorschlag
zur neuen EU-Kommunalabwasserrichtlinie
(KARL) thematisiert, in der Artikel 11 die
Bundesrepublik Deutschland dazu verpflich-
ten würde, in der Nationalbilanz aller Kläran-
lagen größer 10.000 Einwohnerwerte (EW)
bis 2045 mindestens 100 % des Gesamt-
energieverbrauchs über Eigenerzeugung aus
erneuerbaren Quellen innerhalb des Sektors
Kläranlagen sicherzustellen.
Durch die Nutzung von Kraft-Wärme-Kopp-
lungs-Technologien kann der SEBD heute
schon auf dem Klärwerk Düsseldorf-Nord
(KWN) und zukünftig auch auf dem Klärwerk
Düsseldorf-Süd (KWS) bis zu 75 % seines
Gesamtstrombedarfs und nahezu 100% des
Wärmebedarfs decken. Dazu werden auf
beiden Kläranlagen Projekte zur Optimie-
rung der Energieversorgung und -verteilung
(OEV) geplant, die auf dem KWS beispiels-
weise den Zubau von zwei weiteren Block-
heizkraftwerken (BHKW) und eines Solar-
faltdaches vorsehen.
Die restlichen 25 % des Strombedarfs
müssen später von weiteren erneuerbaren
Energien getragen werden.
Insbesondere werden diesbezüglich aktuell
die Möglichkeiten zur Nutzung der Windkraft
verfolgt. Da genehmigungsrechtliche, tech-
nische sowie politische Hürden zugunsten
von Windkraftprojekten stetig abgebaut
werden, kann der Standort „Klärwerk Süd“
einer erneuten Prüfung unterzogen werden.
Der Bau des Solarfaltdachs „HORIZON“ über
dem Regenüberlaufbecken des KWS wurde
mit Beginn des Jahres 2024 vergeben. Diese
innovative Technologie erlaubt die Flächen-
doppelnutzung im Klärwerksbetrieb. Das
Projekt soll eine PV-Fläche von knapp
10.000 m² schaffen, mit einer Nennleistung
von größer 1 Megawatt (MW) und einem
jährlichen Ertrag von circa 1.000.000 kWh
pro Jahr. Die Investitionskosten der
Gesamtmaßnahme belaufen sich auf circa
5,22 Mio. Euro.
Auch weitere Themen zur alternativen
Energieerzeugung wie Biomethanerzeugung,
Potentiale für eine optimierte Faulgaspro-
duktion oder die Nutzung von Abwärme-
potenzialen der Klärwerke werden be-
leuchtet.
Konkret soll zum Thema Abwasserwärme-
nutzung auf dem KWS ein Letter of Intent
mit einem Kooperationspartner unter-
zeichnet werden. Inhalt ist die Prüfung einer
möglichen Errichtung einer Großwärme-
pumpe im Ablauf des KWS und die Anbin-
dung an das Fernwärmenetz.
Das Nachverstromen der BHKW-Abwärme
mit Organic Rankine Cycle (ORC)-Turbinen
ist bereits Planungsbestandteil der OEV-
Maßnahme KWN.
Digitalisierung in der Planung - Einführung
Building Information Modeling (BIM),
Bauwerksdatenmodellierung:
Der SEBD hat im Jahr 2019 mit der Ein-
führung von BIM, einer softwareunter-
stützten Methode zur vernetzten Planung,
Ausführung und Bewirtschaftung von
Gebäuden und anderen Bauwerken, begon-
nen. So können Projekte verschiedener
Baubereiche, wie Kanal-, Klärwerks- und
Sonderbau, aber auch aus der Stadtplanung
verknüpft und dadurch Synergien genutzt
werden.
Die Verwaltungskonferenz der Landeshaupt-
stadt Düsseldorf hat am 13. Juli 2021 die
stufenweise Einführung und Anwendung der
BIM-Methode als verpflichtende Verfahrens-
weise für die Bereiche Planen, Bauen und
Betreiben städtischer Bauwerke beschlos-
Stadtentwässerungsbetrieb der Landeshauptstadt Düsseldorf
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 427
sen. Im Zuge dessen wurden zwei Plan-
stellen als BIM-Koordinatoren beim SEBD
geschaffen und in 2023 besetzt.
Die Einführungsstrategie hat sich bewährt.
Diese Strategie beinhaltet die schrittweise
Einführung der BIM-Methode mit dem
Projektfortschritt unter Berücksichtigung der
BIM-Fähigkeiten der internen und externen
Projektbeteiligten und der Maßgabe, dass
laufende Projekte durch die Einführung von
BIM nicht in ihrem Ablauf verzögert werden.
Die BIM-Methode wird in einer Vielzahl von
Projekten des SEBD eingesetzt. Dies sind
zum Beispiel die Sanierung der Misch-
wasserpumpstation an der Heinrichstraße
oder auch bei dem Projekt Klärschlamm-
entwässerung im Klärwerk-Nord.
Gesicherte Klärschlammverwertung durch
Kooperation und Phosphorrückgewinnung:
1. Verpflichtende zur Phosphor-
rückgewinnung:
Vor dem Hintergrund des hohen Phosphor-
gehalts in Klärschlämmen hat das Bundes-
ministerium für Umwelt eine verpflichtende
Phosphorrückgewinnung ab dem Jahr 2029
eingeführt. Gesetzliche Grundlage für die
Einführung des verpflichtenden Phosphor-
recyclings ist die am 3. Oktober 2017 in
Kraft getretene Novelle der Klärschlamm-
verordnung.
Nach eingehenden wissenschaftlichen
Untersuchungen und Analysen wurden für
die in den Düsseldorfer Kläranlagen
anfallenden Klärschlämme Verfahren zum
Phosphorrecycling aus dem Klärprozess
ausgeschlossen. Im Ergebnis wurde für den
SEBD die Monoverbrennung mit ange-
schlossener Ascheablagerung und nach-
gelagertem Phosphorrecycling als technisch
und wirtschaftlich sinnvollste Verfahren zur
Klärschlammverwertung ermittelt.
2. Beteiligung an einer Kooperation zur
gemeinsamen Klärschlammver-
wertung:
Die erhöhten Anforderungen an die künftige
Klärschlammverwertung haben den SEBD
und weitere öffentlich-rechtliche, ebenfalls
zur Abwasserbeseitigung verpflichtete
Partner bewogen, eine Kooperation zur
gemeinsamen Planung, zum Bau und Betrieb
einer Klärschlammmonoverbrennungsanlage
zu begründen.
Die Partner verfolgen das Ziel, die
Entsorgungssicherheit für die in ihren
Kläranlagen anfallenden Klärschlämme im
Rahmen der gesetzlichen Vorgaben
umweltverantwortlich, wirtschaftlich und
langfristig sicherzustellen.
Mit Beschluss vom 13. Dezember 2018 hat
der Rat der LHD den SEBD beauftragt, einen
Kooperationsvertrag abzuschließen und eine
gemeinsame Gesellschaft in der Rechtsform
einer GmbH zu gründen, mit dem Ziel eine
Klärschlammmonoverbrennungsanlage in
Wuppertal zu planen, zu bauen und zu
betreiben. Über langfristig festgelegte
Liefermengen eines jeden Partners wird eine
sinnvolle Anlagengröße mit dauerhaft
optimaler Auslastung konzipiert.
Am 19. April 2019 hat der Rat der LHD einer
deutlichen Erhöhung des vom SEBD zuerst
zugesagten Mengenkontingents zugestimmt
Das spiegelt sich in einer Beteiligungsquote
von aktuell 25,253 % wider.
Öffentlicher Zweck der KVB GmbH ist die
Verwertung und Entsorgung der bei der
Abwasserentsorgung und -aufbereitung
anfallenden Abfälle für ihre Gesellschafter.
Im Jahr 2023 wurde die Ausführungs-
planung nebst Wirtschaftlichkeitsberechnung
fertiggestellt und seitens der BezReg
Düsseldorf die 1. Teilgenehmigung zur
Errichtung der geplanten Klärschlamm-
verbrennungsanlage erteilt.
Die Phasen für Ausschreibung, Vergabe und
Anlagenbau schließen sich in den Jahren
2024 - 2028 an. Die Inbetriebnahme der
Anlage ist nach derzeitigen Planungsstand
für das Jahr 2028 geplant.
Stadtentwässerungsbetrieb der Landeshauptstadt Düsseldorf
428 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Risiken
Nach der gültigen Fassung der Eigenbe-
triebsverordnung NRW sind Eigenbetriebe
gemäß Paragraf 10 Eigenbetriebsverordnung
NRW verpflichtet, ein Risikoüberwachungs-
system einzurichten, um bestandsgefähr-
dende Entwicklungen frühzeitig zu erken-
nen. Im SEBD gibt es folgende wesentliche
Risikomanagement-Ebenen: Die Betriebslei-
tungsebene und die Abteilungsleitungsebene
sowie die federführende Stelle.
Kernrisiken des SEBD, das sind besonders
erhebliche Risiken technischer, finanzieller,
rechtlicher oder sonstiger Natur, werden
einem zentralen, auf die Betriebsleitung
ausgerichteten standardisierten Risiko-
managementsystem unterworfen. Für alle
anderen wesentlichen und sonstigen
abteilungsbezogenen Risiken ist ein
dezentrales, auf die jeweiligen Bereichs-
beziehungsweise Abteilungsleiter und -
leiterinnen ausgerichtetes, ebenfalls
standardisiertes Risikomanagementsystem
installiert.
Die Risikoberichte sind in turnusmäßig
festgelegten Zeitabständen (jährlich) sowie
bei negativen Veränderungen anlassbedingt
abzugeben. Zudem erfolgt einmal im Jahr
eine Risikobesprechung zwischen der
Betriebsleitung, der Internen Revision und
den jeweils Bericht erstattenden Bereichs-
beziehungsweise Abteilungsleiterinnen und -
leitern.
Aus dem Risikoinventar, in dem sämtliche
Kernrisiken aufgeführt wurden, geht hervor,
dass Maßnahmen zur Risikovorsorge er-
griffen beziehungsweise schon umgesetzt
wurden. Dies wird im Risikobericht durch die
Abbildung des Handlungsbedarfs mit
„ja/nein/offen“ dargestellt. Ein akuter
Handlungsbedarf, dargestellt durch ein „ja“,
besteht im Berichtjahr 2023 nicht. Die
Anzahl der Inventurliste erfassten Kern-
risiken liegt bei 23. Im Vergleich zum Vor-
jahr ist die Gesamtanzahl der Kernrisiken
um eins gestiegen.
Bedeutende Einzelrisiken
Explosion in Klärwerken: Gasverteilung und
Blockheizkraftwerk (BHKW) im Klärwerk
Düsseldorf-Nord (KWN) und Klärwerk
Düsseldorf-Süd (KWS):
Auf beiden Düsseldorfer Klärwerken kann es
bei Leckagen und einer Zündquelle bei ent-
sprechender Gasausbreitung zur Verpuffung
oder Explosion kommen. Dabei können
Personenschäden je nach Arbeitsplatz und
Leckageort nicht ausgeschlossen werden.
Vorbeugend werden alle Anlagenbereiche
der Gasverteilung (inklusive der jeweiligen
Gasbehälter auf den Klärwerken) gewartet.
Alle zwei Jahre werden die sichtbaren
Leitungen und Behälter vom Deutschen
Verein des Gas- und Wasserfaches
zertifizierten Firma geprüft. Alle vier Jahre
werden die Erdgasleitungen von den
Stadtwerken Düsseldorf AG begutachtet.
Eine entsprechende Rahmenvereinbarung
pro Klärwerk wurde abgeschlossen.
Mit den jetzigen Maßnahmen werden die
Belange dieses Risikos hinreichend erfüllt.
Die im Risikobericht 2024 aufgeführten
Vorsorgemaßnahmen liegen in aktueller
Fassung vor und werden angewendet. Das
entsprechende Explosions(Ex)-Schutzdoku-
ment liegt für beide Klärwerke geprüft vor.
Im KWN wurden alle drei BHKWs im Jahr
2006 erneuert. Im Jahr 2010 wurde ein
neues BHKW auf dem KWS errichtet. Alle
vier vorhandenen BHKWs entsprechen den
anerkannten Regeln der Technik. Eine teil-
weise Erneuerung ist in den Projekten zu
Optimierung der Energieverteilung vorge-
sehen, die sich derzeit in Planung befinden.
Die im Risikobericht 2024 aufgeführten Vor-
sorgemaßnahmen sind aktuell und werden
angewendet. Beide Ex-Schutzdokumente der
Klärwerke liegen geprüft vor. Bei allen
BHKWs (Bereich innerhalb der Schallschutz-
haube) liegen keine Ex-Zonen vor.
Die Schadenshöhe für Sachschäden wird als
sehr gering eingestuft, bei sehr geringer
Stadtentwässerungsbetrieb der Landeshauptstadt Düsseldorf
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 429
Eintrittswahrscheinlichkeit für das Klärwerk
Düsseldorf-Süd und bei gering für das
Klärwerk Düsseldorf-Nord.
Explosion in Klärwerken: Trocknungsanlage
im Klärwerk Düsseldorf-Nord (KWN) und im
Klärwerk Düsseldorf-Süd (KWS):
Im Bereich der Trocknungsanlage auf den
beiden Düsseldorfer Klärwerken kann es bei
Leckagen und einer Zündquelle bei ent-
sprechender Gasausbreitung zur Verpuffung
oder Explosion kommen Weiterhin kann das
staubförmige Trockengut bei Vorliegen einer
Zündquelle verpuffen. Zündquellen können
über Glimmnester aus dem Trockengut
selbst entstehen.
Die Trocknungsanlagen wurden sicher-
heitstechnisch geprüft und ein Gutachten
erstellt. Die Maßnahmen des Gutachtens
wurden umgesetzt. Ein Wartungskonzept
liegt vor. Im Vergleich birgt die Trock-
nungsanlage auf dem KWS ein geringeres
Risiko (trotz höherer Feinstaubemission) als
auf dem KWN, da aufgrund der kontinuier-
lichen und weitgehenden Inertisierung mit
Stickstoff die Gefährdung sinkt. Darüber
hinaus wird die Anlage ständig geprüft. Auf
dem KWN wird zusätzlich die Lagerung von
Trockengut im Silo auf zwei Tage begrenzt.
Für den Normalbetrieb werden keine unbe-
kannten Gefahren erwartet. Bei Wartungs-
arbeiten wird die Trocknungsanlage bei allen
Arbeiten, die das Explosionsrisiko erhöhen
können, abgefahren, abgeschaltet und
gesichert. Die ex-geschützten Betriebsmittel
werden regelmäßig geprüft. Die im Risiko-
bericht 2024 aufgeführten Vorsorgemaß-
nahmen liegen in aktueller Form vor und
werden angewendet. Die Ex-Schutzdoku-
mente für die Trocknungsanlagen liegen für
beide Klärwerke vor.
Im Jahr 2020 wurde entschieden, dass beide
Trocknungsanlagen nicht erneuert werden.
Im Jahr 2022 wurden die konkreten Ab-
schlussszenarien für die Trocknungsanlagen
auf beiden Klärwerken definiert. Auf dem
KWS endet der Betrieb der
Trocknungsanlage am 31. Dezember 2024.
Auf dem KWN wird die Trocknungsanlage bis
mindestens Ende 2026 betrieben.
Die Schadenshöhe für Sachschäden wird als
sehr gering eingestuft, bei geringer Eintritts-
wahrscheinlichkeit.
Stromausfall des Versorgers im Klärwerk
Düsseldorf-Nord (KWN) und Klärwerk
Düsseldorf Süd (KWS):
Alle Aggregate der beiden Düsseldorfer
Klärwerke werden elektrisch betrieben. Bei
Ausfall der Stromversorgung (beidseitig)
wäre die Abwasserreinigung auf dem KWN
unmöglich sowie die Ableitung des
Abwassers auf dem KWS eingeschränkt.
Beide Klärwerke verfügen über zwei Ver-
sorgungsleitungen. Im Gegensatz zum
Mittelspannungsring auf dem KWS wird
dieser auf dem KWN mit beidseitiger Zu-
leitung gefahren. Bei Ausfall einer Zuleitung
entsteht eine Unterbrechungszeit von circa 3
Minuten. Danach müssen eventuell gefallene
Sicherungen quittiert werden. Die Reali-
sierung der automatischen Umschaltung
wurde im 2. Halbjahr 2023 abgeschlossen.
Anders als beim KWS münden beide Ver-
sorgungsleitungen auf dem KWN in einem
Umspannwerk und besitzen in Abschnitten
eine gleiche Trasse. Somit existiert ein
Nadelöhr außerhalb des Einflussbereichs des
SEBD. Bei vollständigem Stromausfall kann
das Kanalsystem auf dem KWN nicht
entleert werden. Eine vertragliche Fixierung
von Ausfallzeiten existiert nicht, jedoch ist
das KWS in einer hohen Priorität zur
Wiederversorgung eingestuft.
Im Falle eines beidseitigen Stromausfalls
wird das Abwasser des Einzugsgebietes des
KWS über die Flutschlitze im Zulaufpump-
werk in den Stauraumkanal 2 geleitet.
Parallel wird ein Schieber zum Stauraum-
kanal 1 geöffnet und das Volumen des
Regenüberlaufbeckens (RÜB) und des
Stauraumkanals 1 genutzt.
Stadtentwässerungsbetrieb der Landeshauptstadt Düsseldorf
430 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Analog zum KWN bedeutet dies, dass das
Kanalnetz nicht über das KWS entleert
werden kann, sollte es zu einem voll-
ständigen Stromausfall kommen.
Beide Klärwerke besitzen keinerlei Ersatz-
anlagen, die die Abwasserableitung in den
Rhein sowie die Abwasserreinigung ohne
Fremdstrombezug sicherstellen.
Die bestehenden Blockheizkraftwerke
(BHKW) sind nicht für den Netzersatzbetrieb
(Inselbetrieb) ausgerüstet.
Im Rahmen der Investitionsmaßnahmen
„Optimierung der Energieerzeugung und -
verteilung (OEV)“ auf dem KWN und KWS
werden jeweils die neuen anzuschaffenden
BHKW für einen Inselbetrieb mit redun-
dantem Erd- und Faulgasbetrieb vorge-
sehen. Folglich können diese dann bei
Stromausfall als Netzersatzbetrieb einge-
setzt werden.
Ein kompletter beidseitiger und längerfris-
tiger Stromausfall ist bisher noch nie auf-
getreten. Die Verhandlungsmöglichkeiten
mit dem Netzwerkbetreiber sind ausge-
schöpft, das Risiko ist durch den SEBD als
nicht weiter minimierbar zu bewerten.
Seit 2023 tagt beim SEBD regelmäßig eine
Arbeitsgruppe „Sicherstellung des Dienst-
betriebes“, um entsprechende Maßnahmen
zu definieren und umzusetzen. Die Abteilung
67/8 hat zusätzlich eine AG „Energie“ ge-
schaffen.
Auf dem KWN kann es im Zuge der Bau-
maßnahme „Ausbau Klärwerk Düsseldorf-
Nord auf 13 mg“ zu einem weiteren Risiko
kommen. Gemäß dem genehmigten Wege-
konzept und der damit verbundenen Neu-
regelung der LKW-Zuwegung, muss eine
Verstärkung der Überfahrtsbrücke am
Kreuz-Wildweg erfolgen. Die geplanten
Baumaßnahmen erfolgen räumlich zwingend
nahe an den bestehenden Mittelspannungs-
Versorgungssträngen des Klärwerks, welche
teilweise unter und parallel zur bestehenden
Überfahrt verlaufen. Die Stadtwerke
Meerbusch Willich GmbH & Co. KG sind
Eigentümer dieser Kabel und auch für die
Reparatur im Schadensfall verantwortlich.
Die Schadenshöhe bei längerfristigem
Stromausfall wird als hoch eingestuft. Die
Eintrittswahrscheinlichkeit für das KWS wird
als sehr gering, für das KWN als gering
eingestuft.
Überflutung durch Deichbruch oder
extremes Hochwasserereignis am Rhein:
Der Zustand der Hochwasserschutzanlagen
am Rhein entspricht vielerorts nicht dem
Stand der Technik. Bei extremen Hoch-
wasserereignissen können durch Deichbruch
an Schwachstellen sowie bei Wasserständen
über dem Bemessungshochwasser Über-
flutungen der Deiche beziehungsweise
Hochwasserschutzanlagen auftreten.
Die Deichabschnitte, die dem Stand der
Technik nicht entsprechen, wurden vom
SEBD identifiziert und die entsprechenden
Sanierungsplanungen werden gemäß den
Priorisierungen durchgeführt. Darüber
hinaus werden Deichkontrollen und Unter-
haltungsarbeiten ausgeführt und bei Bedarf
werden Instandsetzungsmaßnahmen der
Hochwasserschutzanlagen eingeleitet.
Der Hochwassereinsatzplan des SEBD bein-
haltet im Rahmen der Hochwasserrisiko-
managementrichtlinie Folgendes:
die durch die Bezirksregierung
Düsseldorf ausgewiesenen Über-
schwemmungsgebieten für ein
einhundertjährliches Hochwasser
(HQ100),
die Risiko- und Gefahrenkarten für
ein extremes Hochwasser (HQ
extrem),
den Hochwasserrisikomanagement-
plan.
Die Schadenshöhe für Sachschäden wird als
sehr hoch eingestuft bei sehr geringer
Eintrittswahrscheinlichkeit.
Stadtentwässerungsbetrieb der Landeshauptstadt Düsseldorf
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 431
Überflutung durch sonstige Gewässer
Im Rahmen der Umsetzung der Hochwasser-
risikomanagementrichtlinie im Zuständig-
keitsbereich des SEBD wurden Überschwem-
mungsgebiete an sonstigen Gewässern für
HQ100 neu ermittelt und durch die Bezirks-
regierung Düsseldorf amtlich festgesetzt.
Danach ergeben sich an wenigen Stellen an
den sonstigen Gewässern die Gefahr einer
Überflutung bei HQ100.
Aufgrund des Klimawandels und des Stark-
regenereignisses Mitte Juli 2021 - das durch
die extreme Unwetterlage mit andauerndem
Starkregen in Düsseldorf erhebliche Sach-
schäden und Personenschaden verursacht
hat – hat der SEBD eine erneute Priori-
sierung der geplanten Schutzmaßnahmen
vorgenommen.
Die Schadenshöhe wird als hoch eingestuft
und die Eintrittswahrscheinlich als gering.
Eingeschränkte Aufgabenwahrnehmung
aufgrund des Fachkräftemangels:
Die Personalakquise von gut qualifizierten
Fachkräften insbesondere im technischen
Bereich gestaltet sich zunehmend als
schwierig. Offene Stellen müssen zum Teil
mehrfach ausgeschrieben werden, da die
Bewerberresonanz auf Stellen im öffent-
lichen Dienst eher gering ist. Verschärft wird
diese Problematik durch vermehrte Ausfälle
(unbesetzte Stellen/Krankheit [lang-
fristig]/Schwangerschaft/Elternzeit/vorzeitig
er Renteneintritt), welche das eingeplante
Personal immer wieder unvorbereitet stark
dezimieren.
Zusätzlich zeigen die im SEBD bereits seit
mehreren Jahren durchgeführten Alters-
strukturanalysen (sowohl berufsgruppen-
orientiert als auch organisationsbezogen) für
die nächsten 5-10 Jahre einen erheblichen
Personalverlust in den verschiedensten
Fachkräftebereichen auf. So verliert der
SEBD allein aufgrund altersbedingter Ab-
gänge in den nächsten 10 Jahren einen
Anteil in Höhe von circa 30% der Gesamt-
beschäftigten. Dies betrifft sowohl die
technisch ausgelegten als auch zunehmend
die verwaltungsadministrativen Bereiche.
Besonders die vermehrt auftretenden
altersbedingten Personalabgänge in den
Berufsbildern der Techniker und Ingenieure
bilden insofern ein gewisses Risiko, dass
aufgrund einer eventuell fehlenden Verfüg-
barkeit qualifizierter Fachkräfte dem gesetz-
lichen Auftrag zum Betrieb funktionierender
Anlagen der Abwasserbeseitigung und des
Hochwasserschutzes nicht ordnungsgemäß
nachgekommen werden kann. Im IT-Bereich
ist die Diskrepanz zwischen Stellenplan-Soll
und tatsächlicher Ist-Besetzung inzwischen
so hoch, dass dieses Risiko in einem
separaten Block behandelt wird.
Zur Problematik des drohenden, demo-
grafiebedingten Personalverlustes im
Fachkräfte-bereich hat der SEBD im Rahmen
der gesamtbetrieblichen Personalkonzeption
eine Reihe von Einzelmodulen entwickelt,
um dem Engpass- beziehungsweise Aus-
trittsrisiko entgegenzusteuern. Neben einer
proaktiven Neuausrichtung im Bereich der
Personalbeschaffung ein wichtiger Baustein
dieser Konzeption ein betriebsintern
erarbeitetes Personalentwicklungstool.
Unter dem Namen „KaPITal“ wurde im Jahr
2019 ein Förderprogramm für Beschäftigte
des SEBD entwickelt, welches es erlaubt,
individuelle Fortbildungsbegehren mit
betrieblich benötigten Zielqualifikationen
überein zu bringen. Daneben sind – neben
einem Fortbestand eines hohen Angebotes
an Ausbildungsplätzen in den nächsten
Jahren – im Rahmen der oben genannten
Personalkonzeption eine Vielzahl weiterer
Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität
des SEBD als Arbeitgeber vorgesehen
(Führungskultur, Onboarding-Konzeption,
Gesundheitsfürsorge, und vieles mehr), die
dem durch den demografischen Wandel
bedingten Personalabgang tendenziell
entgegensteuern.
Die Schadenshöhe wird als mittel eingestuft
bei einer Eintrittswahrscheinlichkeit von
gering.
Stadtentwässerungsbetrieb der Landeshauptstadt Düsseldorf
432 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Organe und deren Zusammensetzung
Betriebsleitung
Frank Heuner (ab 01.11.2023)
Janine Mentzen Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ingo Noppen (bis 31.05.2023) Landeshauptstadt
Düsseldorf
Betriebsausschuss
Vorsitz
Ratsherr Andreas Hartnigk Landeshauptstadt
Düsseldorf
Stellvertretung Vorsitz
Ratsfrau Elke Fobbe Landeshauptstadt
Düsseldorf
Mitglied
Ratsherr Burkhard Albes Landeshauptstadt
Düsseldorf
Daniela Dauner
Christian Dortschy Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Udo Figge Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Dr. Thorsten Graeßner Landeshauptstadt
Düsseldorf
Burkhard Harting Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ralf Klein Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Rainer Kretschmann Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsfrau Sarah Löffler Landeshauptstadt
Düsseldorf
Alexander Neumann Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Sebastian Rehne Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Mirko Rohloff Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Giuseppe Saitta Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ulrich Scheinhardt Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Walter Schmidt Landeshauptstadt
Düsseldorf
Anke Schürg Landeshauptstadt
Düsseldorf
Stadtentwässerungsbetrieb der Landeshauptstadt Düsseldorf
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 433
Björn Syffus Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Uwe Warnecke Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Ulrich Wensel Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Stefan Wiedon Landeshauptstadt
Düsseldorf
beratendes Mitglied
Sergej Eisenberg Landeshauptstadt
Düsseldorf
Eberhard Fischer Landeshauptstadt
Düsseldorf
Viktor Furcinti Landeshauptstadt
Düsseldorf
Karin Rinklake Landeshauptstadt
Düsseldorf
Zoran Stanojevic Landeshauptstadt
Düsseldorf
Stadtsparkasse Düsseldorf
434 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Stadtsparkasse Düsseldorf
Firmensitz
Berliner Allee 33
40212 Düsseldorf
Telefon: 0211 878-2211
service@sskduesseldorf.de
www.sskduesseldorf.de
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Sparkassen haben die Aufgabe, der geld-
und kreditwirtschaftlichen Versorgung der
Bevölkerung und der Wirtschaft insbesondere
des Geschäftsgebietes und ihres Trägers zu
dienen.
Die Sparkassen stärken den Wettbewerb im
Kreditgewerbe. Sie fördern die finanzielle
Eigenvorsorge und Selbstverantwortung vor-
nehmlich bei der Jugend, aber auch in allen
sonstigen Altersgruppen und Strukturen der
Bevölkerung. Sie versorgen im Kreditgeschäft
vorwiegend den Mittelstand sowie die wirt-
schaftlich schwächeren Bevölkerungskreise.
Die Sparkassen tragen zur Finanzierung der
Schuldnerberatung in Verbraucher- oder
Schuldnerberatungsstellen bei.
Die Sparkassen führen ihre Geschäfte nach
kaufmännischen Grundsätzen unter Beach-
tung ihres öffentlichen Auftrags. Gewinn-
erzielung ist nicht Hauptzweck des Geschäfts-
betriebes.
Die Sparkassen dürfen im Rahmen dieses
Gesetzes und den nach diesem Gesetz
erlassenen Begleitvorschriften alle bank-
üblichen Geschäfte betreiben.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Beteiligungen
Kunsthalle Düsseldorf gGmbH 10.000,00 EUR 10,00 %
Düsseldorfer Innovations- und Technologiezentrum
GmbH 3.000,00 EUR 6,00 %
SWD Städt. Wohnungsgesellschaft Düsseldorf mbH &
Co. KG 509.600,00 EUR 5,10 %
Stadtsparkasse Düsseldorf
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 435
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Barreserve 287.974 -8.744 296.718 4.266.365
Forderungen an Kreditinstitute 2.815.054 -805.391 3.620.445 414.709
Forderungen an Kunden 10.514.609 -164.051 10.678.661 10.194.414
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere 834.627 321.320 513.307 553.080
Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere 449.942 158 449.783 327.445
Beteiligungen 167.237 735 166.502 166.399
Anteile an verbundenen
Unternehmen 5.250 3.830 1.420 25.033
Treuhandvermögen 50.173 -14.066 64.239 61.529
Immaterielle Anlagewerte 86 27 59 57
Sachanlagen 26.331 -1.438 27.769 29.288
Sonstige Vermögensgegenstände 87.670 -62.105 149.775 83.892
Rechnungsabgrenzungsposten 4.886 -414 5.300 5.731
Summe AKTIVA 15.243.839 -730.138 15.973.977 16.127.942
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 1.273.640 -665.815 1.939.456 3.285.432
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 11.685.024 -30.597 11.715.622 10.955.343
Verbriefte Verbindlichkeiten 19.042 -15.208 34.250 91.946
Treuhandverbindlichkeiten 50.173 -14.066 64.239 61.529
Sonstige Verbindlichkeiten 327.273 -136.503 463.775 8.364
Rechnungsabgrenzungsposten 1.757 -901 2.659 2.630
Rückstellungen 247.067 52.278 194.789 187.811
Nachrangige Verbindlichkeiten 129.739 -8.152 137.891 135.862
Fonds für allgemeine Bankrisiken 722.581 50.000 672.581 644.381
Eigenkapital 787.543 38.827 748.716 754.643
Summe PASSIVA 15.243.839 -730.138 15.973.977 16.127.942
Stadtsparkasse Düsseldorf
436 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Zinserträge 542.292 326.650 215.642 211.913
Zinsaufwendungen 217.306 154.108 63.197 94.874
Laufende Erträge 5.272 -19.862 25.135 38.367
Provisionserträge 115.898 2.759 113.139 111.097
Provisionsaufwendungen 15.961 -3.815 19.777 19.846
Sonstige betriebliche Erträge 23.702 1.893 21.809 20.704
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 231.351 33.455 197.896 191.621
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
immaterielle VGG des AV und Sachanlagen 4.018 -62 4.079 4.397
Sonstige betriebliche Aufwendungen 27.721 16.497 11.224 15.544
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie
Zuführungen zu Rückstellungen 27.036 5.436 21.600 0
Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen
und bestimmten Wertpapieren sowie aus der
Auflösung von Rückstellungen 0 0 0 21.152
Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen,
Anteilen an verbund. Unt. und wie AV
behandelten Wertpapieren 1.446 1.030 416 741
Zuführungen zum oder Entnahmen aus dem
Fonds für allgemeine Bankrisiken 50.000 21.800 28.200 52.000
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 60.178 43.524 16.654 7.661
Sonstige Steuern 227 0 227 227
Jahresergebnis 54.813 41.527 13.286 17.804
Gewinnvortrag / Verlustvortrag VJ 0 -2.700 2.700 4.109
Bilanzergebnis 54.813 38.827 15.986 21.913
Finanzbeziehungen (in TEUR)
D.LIVE GmbH & Co. KG 96 Erträge
145 Aufwendungen
Rheinbahn AG 1.047 Forderungen
1.496 Erträge
10 Aufwendungen
SWD Städt. Wohnungsbau-GmbH & Co. KG Düsseldorf 18.105 Forderungen
251 Erträge
38 Aufwendungen
SWD Städt. Wohnungsgesellschaft Düsseldorf mbH & Co.
KG 11.908 Forderungen
210 Erträge
34 Aufwendungen
Zweckverband Erholungsgebiet Unterbacher See 188 Forderungen
Stadtsparkasse Düsseldorf
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 437
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) (in %) 5,2 0,5 4,7 4,7
Eigenkapitalrentabilität (in %) (in %) 7,0 5,2 1,8 2,4
Mitarbeiteranzahl 1.428 21 1.407 1.421
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Die in besonderem Maße durch die Kriege in
der Ukraine und im Nahen Osten geopoli-
tisch angespannte Lage bestimmte das wirt-
schaftliche Geschehen im Geschäftsjahr
2023 nachhaltig.
Die bereits zum Ende des Vorjahres ein-
setzende Trendwende bei der Geldpolitik
setzte sich fort und führte zunächst zu
einem weiteren Zinsanstieg, der gegen Ende
des Jahres wieder etwas abflachte. Der
zuvor hohe Anstieg der Inflationsrate
verzeichnete im Jahresverlauf einen fast
durchgängigen Rückgang. Dennoch bewegte
sich die Rate auf einem im Vergleich zu
Vorjahren hohen Niveau. Die befürchteten
Engpässe aufgrund der Energiekrise sind
nicht eingetreten.
Um stichtagsbedingte Abweichungen zu
vermeiden, beziehen sich die nachfolgend
aufgeführten Relationen auf die Durch-
schnittsbilanzsumme in Höhe von 15.713
Mio. Euro, die gegenüber dem Vorjahr um
6,6 Prozent gesunken ist.
Der Zinsüberschuss einschließlich laufender
Erträge liegt deutlich über dem Planwert und
erhöhte sich auf 330 Mio. Euro (Vorjahr:
178 Mio. Euro). Er bleibt damit wichtigster
Ertragsfaktor der Gewinn- und Verlust-
rechnung der Stadtsparkasse Düsseldorf.
Die Entwicklung des Zinsüberschusses war
im Verlauf des Geschäftsjahres maßgeblich
durch die Geldpolitik der Europäischen
Zentralbank sowie die Entwicklungen am
Kapitalmarkt geprägt. Im Jahresverlauf
verzeichneten insbesondere die Renditen mit
kurzen Laufzeiten einen deutlichen Anstieg,
während die Renditen im mittleren und
langen Laufzeitbereich rückläufig waren.
Insgesamt führte die Entwicklung zu einer
deutlichen Verbesserung des Zinsergebnis-
ses. Negativzinsen werden wie schon zum
Ende des Vorjahres nicht mehr erhoben.
Primär aufgrund des gestiegenen Zins-
niveaus erhöhte sich das Zinsergebnis im
Geschäftsjahr wie erwartet deutlich um 173
Mio. Euro auf 325 Mio. Euro. Dabei stiegen
die Zinserträge um 327 Mio. Euro und die
Zinsaufwendungen um 154 Mio. Euro.
Die Zinsaufwendungen für Spareinlagen
erhöhten sich um 9 Mio. Euro. Parallel
stiegen auch die Zinsaufwendungen für
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
(25 Mio. Euro), die Zinsaufwendungen für
Pfandbriefe (9 Mio. Euro) sowie die Zins-
aufwendungen für Kundenderivate (7 Mio.
Euro).
Auf der Ertragsseite stiegen insbesondere
die Zinserträge aus dem Kontokorrent- und
Darlehensgeschäft (72 Mio. Euro) sowie die
Zinserträge für Forderungen an Kreditinsti-
tute (79 Mio. Euro) und die Zinserträge für
festverzinsliche Wertpapiere (16 Mio. Euro)
deutlich an.
Per Saldo ergeben die Zinserträge und Zins-
aufwendungen aus Swapvereinbarungen
Erträge in Höhe von 80 Mio. Euro (Vorjahr:
Aufwendungen in Höhe von 4 Mio. Euro).
Aufwendungen aus der Beendigung von
Swapvereinbarungen zur Zinsbuchsteuerung
Stadtsparkasse Düsseldorf
438 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
fielen in Höhe von 9 Mio. Euro (Vorjahr: 5
Mio. Euro) an. Die Schließung von Swaps
erfolgt im Rahmen der Steuerung des Zins-
änderungsrisikos.
Sie dient der Begrenzung von Adressenaus-
fallrisiken gegenüber Kontrahenten sowie
der Stabilisierung des Zinsergebnisses in
Folgejahren. Korrespondierende Erträge aus
vereinnahmten Vorfälligkeitsentgelten aus
der vorzeitigen Rückzahlung von Kunden-
krediten werden ebenfalls dem Zinsergebnis
zugeordnet.
Gezahlte negative Zinsen für Guthaben bei
anderen Kreditinstituten und im Kunden-
geschäft werden in der Gewinn- und Verlust-
rechnung im Zinsertrag ausgewiesen; erhal-
tene positive Zinsen für Geldaufnahmen bei
anderen Kreditinstituten sowie im Kunden-
geschäft im Zinsaufwand. Die entsprechen-
den Zinsabgrenzungen sind unmittelbar den
betroffenen Bilanzposten zugeordnet.
Die laufenden Erträge aus Aktien und an-
deren nicht festverzinslichen Wertpapieren,
Beteiligungen sowie Anteilen an verbun-
denen Unternehmen gingen deutlich auf 5
Mio. Euro (Vorjahr: 25 Mio. Euro) zurück.
Der Rückgang betrifft in erster Linie die
laufenden Erträge aus Anteilen an verbun-
denen Unternehmen sowie die laufenden
Erträge aus Aktien und anderen nicht fest-
verzinslichen Wertpapieren. Aufgrund des
deutlich gestiegenen Zinsüberschusses
ergibt sich im Verhältnis zu der gegenüber
dem Vorjahr rückläufigen Durchschnitts-
bilanzsumme ein Anstieg der Relation auf
2,10 Prozent (Vorjahr: 1,06 Prozent).
Der Provisionsüberschuss liegt mit 100 Mio.
Euro (Vorjahr: 93 Mio. Euro) erwartungs-
gemäß über dem Planwert des Vorjahres.
Das Wachstum ist insbesondere durch ge-
stiegene Provisionserträge im Giro- und
Zahlungsverkehr geprägt. Dem gegenüber
stehen Rückgänge der Provisionserfolge im
Wertpapier-, Immobilien und Vermittlungs-
geschäft für Versicherungsleistungen sowie
geringere Provisionsaufwendungen aus der
Vermittlungstätigkeit Dritter.
Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen
mit 24 Mio. Euro um 2 Mio. Euro über dem
Vorjahreswert. In dem Posten sind 5 Mio.
Euro (Vorjahr: 5 Mio. Euro) für die Personal-
gestellung im Zusammenhang mit der
Auslagerung von Marktfolgetätigkeiten sowie
10 Mio. Euro (Vorjahr: 6 Mio. Euro) aus der
Auflösung von Rückstellungen enthalten,
davon 9 Mio. Euro aus der Auflösung von
Rückstellungen für Prämiensparverträge.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
stiegen um 17 Mio. Euro deutlich auf 28 Mio.
Euro. Der Anstieg resultiert primär aus der
Einbringung von 20 Mio. Euro in eine Treu-
handstiftung. Der Posten beinhaltet darüber
hinaus 1 Mio. Euro (Vorjahr: 2 Mio. Euro)
Aufwendungen für die Aufzinsung von Rück-
stellungen.
Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen
sowie die Abschreibungen auf Sachanlagen
belaufen sich auf 235 Mio. Euro (Vorjahr:
202 Mio. Euro).
Die hierin enthaltenen Personalaufwen-
dungen erhöhten sich erwartungsgemäß auf
126 Mio. Euro (Vorjahr: 122 Mio. Euro).
Ursächlich hierfür sind in erster Linie höhere
Aufwendungen aufgrund des gestiegenen
Mitarbeiterbestandes. Darüber hinaus ent-
hält der Posten Aufwendungen für die
Zahlung einer erfolgsorientierten Vergütung
sowie Aufwendungen aufgrund von Tarif-
steigerungen.
Die Anderen Verwaltungsaufwendungen
erhöhten sich wie erwartet deutlich auf 105
Mio. Euro (Vorjahr: 76 Mio. Euro). Der An-
stieg resultiert unter anderem aus der Fort-
führung von Investitionen in Maßnahmen
zur Zukunftssicherung. Ziel der Maßnahmen
sind die Stärkung und das Wachstum des
operativen Geschäftes der Stadtsparkasse
Düsseldorf.
In den Allgemeinen Verwaltungsaufwen-
dungen ist die Zuführung zu einer in Vor-
jahren gebildeten Rückstellung für die
ausstehenden Beitragsleistungen zur
Erreichung des Zielvolumens der Beiträge
Stadtsparkasse Düsseldorf
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 439
zum Sicherungssystem der Sparkassen-
Finanzgruppe in Höhe von 1 Mio. Euro
enthalten. Der im Geschäftsjahr 2023
erhobene Beitrag zum Sicherungssystem der
Sparkassen-Finanzgruppe in Höhe von ins-
gesamt 7 Mio. Euro wurde aus der beste-
henden Rückstellung bedient. Darüber
hinaus wurde für den mit Wirkung ab 2025
eingerichteten Zusatzfonds des Stützungs-
fonds der Sparkassen-Finanzgruppe eine
Rückstellung in Höhe von 21 Mio. Euro ge-
bildet. In dem Posten ebenfalls ausgewiesen
werden Aufwendungen für die Europäische
Bankenabgabe in Höhe von 5 Mio. Euro
(Vorjahr: 5 Mio. Euro).
Die sonstige Entwicklung der Anderen Ver-
waltungsaufwendungen wird insbesondere
durch den gestiegenen Aufwand für Dienst-
leistungen Dritter (3 Mio. Euro), Miete für
Geschäftsräume (1 Mio. Euro) sowie EDV-
Dienstleistungen des Rechenzentrums (1
Mio. Euro) bestimmt.
Die Aufwendungen für Abschreibungen auf
Sachanlagen bleiben mit 4 Mio. Euro gegen-
über dem Vorjahr nahezu unverändert.
Das Gesamtergebnis der Erträge stieg auf
454 Mio. Euro (Vorjahr: 293 Mio. Euro).
Gleichzeitig lag die Summe der Aufwen-
dungen mit 263 Mio. Euro um 50 Mio. Euro
über dem Vorjahreswert. Die Relation der
Aufwendungen zu den Erträgen (Cost-
Income-Ratio) verbesserte sich wie erwartet
deutlich auf 49 Prozent (Vorjahr: 70 Pro-
zent).
Die Abschreibungen und Wertberichtigungen
auf Forderungen, bestimmte Wertpapiere
und Beteiligungen werden nach Verrechnung
mit korrespondierenden Erträgen ausge-
wiesen.
Der Saldo des Bewertungsergebnisses be-
läuft sich auf insgesamt - 26 Mio. Euro
(Vorjahr: -22 Mio. Euro). Für die Wert-
papiere des Umlaufvermögens wurde ent-
sprechend dem strengen Niederstwertprinzip
stets der niedrigere beizulegende Zeitwert
angesetzt.
Der Saldo aus Ab- und Zuschreibungen
sowie Kursgewinnen und -verlusten der
Wertpapiere der Liquiditätsreserve lag mit -
1 Mio. Euro (Vorjahr: -16 Mio. Euro) im
Rahmen der Erwartungen.
Für akute Ausfallrisiken hat die Stadtspar-
kasse Düsseldorf für Forderungen an
Kunden ausreichende Wertberichtigungen
und Rückstellungen gebildet.
Zusätzlich wurden für vorhersehbare, noch
nicht individuell konkretisierte Ausfallrisiken
im Kreditgeschäft für Forderungen an
Kreditinstitute und Forderungen an Kunden
sowie Eventualverbindlichkeiten und andere
Verpflichtungen Pauschalwertberichtigungen
nach dem sogenannte Bewertungsverein-
fachungsverfahren des IDW RS BFA 7
gebildet.
Die in Höhe des erwarteten Verlustes über
einen Zeitraum von 12 Monaten gebildeten
Pauschalwertberichtigungen orientieren sich
im Wesentlichen an dem auch für Zwecke
des internen Risikomanagements ermittelten
und verwendeten Wert. Per Saldo erfolgte
eine Zuführung zu den Pauschalwertberich-
tigungen in Höhe von 1 Mio. Euro.
Das Bewertungsergebnis Kreditgeschäft hat
sich mit -26 Mio. Euro (Vorjahr: -6 Mio.
Euro) wie erwartet rückläufig entwickelt. Der
Rückgang ist auf die geopolitischen Ra-
hmenbedingungen, insbesondere aufgrund
der Kriege in der Ukraine und Nahost, der
hohen Inflation, der gestiegenen Energie-
preise und Zinsen und deren negative
Auswirkungen auf die Realwirtschaft
zurückzuführen. Erhöhungen der Be-
wertungsmaßnahmen aufgrund der Corona-
Pandemie haben sich nicht ergeben.
Erwartungsgemäß haben sich für das Be-
wertungsergebnis Beteiligungen in 2023
keine wesentlichen Auswirkungen ergeben.
Das Ergebnis liegt mit 2 Mio. Euro gering-
fügig über dem Vorjahresergebnis.
Vor dem Hintergrund unverändert ver-
schärfter regulatorischer Anforderungen an
Stadtsparkasse Düsseldorf
440 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
die Eigenkapitalausstattung von Kredit-
instituten hat die Stadtsparkasse Düsseldorf
50 Mio. Euro in den Fonds für allgemeine
Bankrisiken gemäß Paragraf 340g HGB
eingestellt.
Insgesamt besteht für die besonderen
Risiken des Geschäftszweigs der Kredit-
institute gemäß Paragraf 340g HGB Vor-
sorge in Höhe von 723 Mio. Euro. Darin
enthalten sind 36 Mio. Euro bilanzielle
Vorsorge für das Risiko der Inanspruch-
nahme aus einer indirekten Verpflichtung
hinsichtlich der mittelbaren Beteiligung an
der "Erste Abwicklungsanstalt" sowie 1 Mio.
Euro (Vorjahr: 11 Mio. Euro) für zusätzliche
Risiken aus der Beteiligung am Rheinischen
Sparkassen- und Giroverband (RSGV).
Der Posten Steuern vom Einkommen und
vom Ertrag beläuft sich auf insgesamt 60
Mio. Euro (Vorjahr: 17 Mio. Euro), die in
voller Höhe das Geschäftsjahr 2023 be-
treffen. Im Posten enthalten sind darüber
hinaus Steuererstattungen sowie Steuer-
aufwendungen aus Vorjahren in Höhe von
jeweils 6 Mio. Euro.
Über die Verwendung des Jahresüberschus-
ses entscheidet der Rat der Stadt Düsseldorf
auf Vorschlag des Verwaltungsrates. Die
Eigenkapitalausstattung der Stadtsparkasse
Düsseldorf ermöglicht auch weiterhin eine
ausreichende Liquiditäts- und Kreditversor-
gung des regionalen Marktes.
Vermögens- und Finanzlage
Die Sicherheitsrücklage der Stadtsparkasse
Düsseldorf beläuft sich zum Bilanzstichtag
31. Dezember 2023 auf unverändert 733
Mio. Euro. Darüber hinaus erfolgte im Ge-
schäftsjahr 2023 eine Dotierung des Fonds
für allgemeine Bankrisiken gemäß Paragraf
340g HGB in Höhe von 50 Mio. Euro.
Die Gesamtkapitalquote der Relation der
anrechenbaren Eigenmittel zu den gewich-
teten Risikopositionen nach den Eigenmittel-
anforderungen gemäß Capital Requirements
Regulation (CRR) liegt bei 18,1 Prozent
(Vorjahr: 18,2 Prozent) und damit über dem
geforderten Mindestwert. Das aufsichts-
rechtliche Eigenkapital beläuft sich auf 1.441
Mio. Euro (Vorjahr: 1.432 Mio. Euro). Die
Kernkapitalquote zum Bilanzstichtag beträgt
17,0 Prozent (Vorjahr: 16,9 Prozent). Die
Eigenkapitalanforderungen wurden im Ge-
schäftsjahr 2023 jederzeit eingehalten. Im
Jahresverlauf bewegte sich die Gesamt-
kapitalquote in einer Bandbreite zwischen
18,1 Prozent und 18,4 Prozent. Die Kern-
kapitalquote lag in einer Bandbreite
zwischen 17,0 Prozent und 17,2 Prozent.
Auch vor dem Hintergrund der weiter zu-
nehmenden Anforderungen an die Eigen-
mittelausstattung von Kreditinstituten ist
damit die Basis für die weitere Liquiditäts-
und Kreditversorgung der regionalen Wirt-
schaft gegeben.
Die gemäß Paragraf 26a Absatz 1 Satz 4
Kreditwesengesetz (KWG) ermittelte Quote
(Jahresüberschuss/Bilanzsumme) zum 31.
Dezember 2023 beläuft sich auf 0,36 Pro-
zent.
Der Rückgang der Bilanzsumme um 730
Mio. Euro resultiert im Wesentlichen aus
dem Rückgang der Forderungen an Kredit-
institute, der sonstigen Vermögensgegen-
stände, der Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten sowie der sonstigen Ver-
bindlichkeiten, kompensiert mit dem Anstieg
der Schuldverschreibungen und anderen
festverzinslichen Wertpapieren.
Auf der Aktivseite der Bilanz bleibt der Anteil
der Barreserve mit 2 Prozent gegenüber
dem Vorjahr unverändert. Der Anteil der
Forderungen an Kreditinstitute sinkt auf 19
Prozent (Vorjahr: 23 Prozent). Mit 69 Pro-
zent (Vorjahr: 67 Prozent) bleiben die For-
derungen an Kunden weiterhin der bedeu-
tendste Einzelposten auf der Aktivseite. Die
Relation der Eigenanlagen (Schuldverschrei-
bungen, Aktien und andere nicht festver-
zinsliche Wertpapiere) zur Bilanzsumme
Stadtsparkasse Düsseldorf
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 441
erhöht sich auf 8 Prozent (Vorjahr: 6 Pro-
zent).
Auf der Passivseite sinkt der Anteil der Ver-
bindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
auf 8 Prozent (Vorjahr: 12 Prozent).
Bedeutendster Posten bleiben die Verbind-
lichkeiten gegenüber Kunden. Der relative
Anteil steigt auf 77 Prozent (Vorjahr: 73
Prozent).
Unter Berücksichtigung der veränderten
Zins- und Geldpolitik der Zentralbanken
sowie der angespannten wirtschaftlichen
und politischen Rahmenbedingungen ist der
Vorstand mit der wirtschaftlichen Lage der
Stadtsparkasse Düsseldorf sehr zufrieden.
Die Zahlungsfähigkeit der Stadtsparkasse
Düsseldorf war im Geschäftsjahr 2023 auf-
grund einer planvollen und ausgewogenen
Liquiditätsvorsorge jederzeit gegeben.
Die von der EU erlassene Verordnung über
Aufsichtsanforderungen CRR (Capital
Requirements Regulation) reguliert die
europaweit einheitliche Liquiditätsdeckungs-
anforderung (Liquidity Coverage Ratio –
LCR) an Kreditinstitute und Wertpapier-
firmen. Zum Bilanzstichtag lag die Kenn-
ziffer mit 144 Prozent über der vorgeschrie-
benen Mindestgröße von 100 Prozent.
Sie bewegte sich im Jahresverlauf in einer
Bandbreite zwischen 144 Prozent und 180
Prozent. Die ermittelten Kennziffern zeigen
eine jederzeit ausreichende Liquiditätslage.
Weitere Angaben zu den Liquiditätsrisiken
enthält der Risikobericht.
Das Angebot der Europäischen Zentralbank
(EZB) zu gezielten langfristigen Refinanzie-
rungsgeschäften (GLRG-III) vor dem Hinter-
grund der wirtschaftlichen Folgen der
Corona-Pandemie und zur Unterstützung der
Kreditvergabe wurde mit bis zu 540 Mio.
Euro genutzt.
Im Laufe des Jahres 2023 erfolgte eine
vollständige Rückführung. Weitere Refinan-
zierungsgeschäfte in Form von Hauptre-
finanzierungsgeschäften wurden nicht
getätigt. Die bei der eigenen Girozentrale
(Landesbank Hessen-Thüringen, Helaba)
eingeräumten Kreditlinien hat die Stadtspar-
kasse Düsseldorf nicht in Anspruch genom-
men.
Als weitere Refinanzierungsquelle nutzt die
Stadtsparkasse Düsseldorf grundsätzlich die
Emission von Pfandbriefen. Im Geschäftsjahr
2023 wurden keine Emissionen von Pfand-
briefen vorgenommen. Der Umlauf der
öffentlichen Pfandbriefe liegt zum Bilanz-
stichtag 31. Dezember 2023 wie im Vorjahr
bei einem Nominalbetrag von 30 Mio. Euro.
Aufgrund von Fälligkeiten verringerte sich
der Umlauf der Hypothekenpfandbriefe per
31. Dezember 2023 auf einen Nominalbe-
trag von 1.121 Mio. Euro (Vorjahr: 1.171
Mio. Euro).
Zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften
unterhielt die Stadtsparkasse Düsseldorf
entsprechende Guthaben bei der Deutschen
Bundesbank. Die vorgeschriebenen Mindest-
reserven wurden stets in der erforderlichen
Höhe unterhalten.
Chancen und Risiken
Die Stadtsparkasse Düsseldorf verfügt über
ein dem Umfang der Geschäftstätigkeit an-
gemessenes System zur Steuerung, Über-
wachung und Kontrolle der vorhandenen
Risiken gemäß Paragraf 25a KWG. Durch
das Risikomanagement und -controlling der
Stadtsparkasse können frühzeitig die
wesentlichen Risiken identifiziert und ge-
steuert sowie Informationen an die zustän-
digen Entscheidungsträger weitergeleitet
werden.
Ende 2023 erfolgte in der Stadtsparkasse
Düsseldorf die Umstellung der Risikomess-
Stadtsparkasse Düsseldorf
442 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
systeme für das Marktpreisrisiko/Liqui-
ditätsrisiko und der weitestgehend bar-
wertigen Ableitung des Risikodeckungs-
potentials in der ökonomischen Sichtweise.
Mit diesen Umstellungen wurde ein weiterer
Schritt in Richtung Standardisierung vorge-
nommen.
Es ergaben sich daraus gegenüber dem
Vorjahr veränderte Risikowerte, unter
anderem ein höheres Refinanzierungs-
kostenrisiko (andere methodische Vor-
gehensweise). Bei den Operationellen
Risiken war gegenüber Vorjahr aufgrund
neuer Parameter ebenfalls eine Risiko-
ausweitung zu beobachten.
Auf Basis der internen Risikoberichte be-
wegten sich die Risiken in 2023 unter Be-
rücksichtigung von Limitumschichtungen
innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen
Limitsystems.
Die durch die Marktpreisentwicklungen ge-
stiegenen Risiken hat die Sparkasse durch
umfassende Sicherungsmaßnahmen redu-
ziert. Das für den ökonomischen Steue-
rungskreis bereitgestellte Gesamtbanklimit
war am Bilanzstichtag mit 76,4 Prozent
(Vorjahr: 58,6 Prozent) beziehungsweise
das ermittelte Risikodeckungspotenzial mit
77,9 Prozent (Vorjahr: 81,9 Prozent) ausge-
lastet. Demnach war und ist die Risikotrag-
fähigkeit in der ökonomischen Sicht ge-
geben. Die durchgeführten Stresstests
zeigen, dass nach eingeleiteten Maßnahmen
auch außergewöhnliche Ereignisse durch das
vorhandene Risikodeckungspotenzial grund-
sätzlich abgedeckt werden können.
Auf Basis der durchgeführten Kapitalplanung
(normative Betrachtung) ist bei den beste-
henden Eigenmittelanforderungen bis zum
Ende des Planungshorizonts keine Ein-
schränkung der Risikotragfähigkeit zu er-
warten.
Bestandsgefährdende oder entwicklungsbe-
einträchtigende Risiken sind auf der Grund-
lage der internen Risikoberichterstattung
derzeit nicht erkennbar. Risiken der künf-
tigen Entwicklung bestehen im Hinblick auf
geopolitische Verwerfungen, einer drohen-
den Rezession, durch die Regulatorik und
einer Korrektur an den Immobilien- sowie
den internationalen Finanzmärkten, die
unter anderem zur Bildung einer möglichen
Drohverlustrückstellung gemäß IDW RS BFA
3 in künftigen Jahresabschlüssen führen
kann. Weitere Risiken bestehen im Hinblick
auf die Auswirkungen einer nur begrenzt
ausbaufähigen Risikotragfähigkeit, die durch
Adressenausfall- und signifikante Beteili-
gungsrisiken in Verbindung mit Zinsände-
rungsrisiken gekennzeichnet ist. Diesen
Risiken begegnet die Sparkasse durch ein
weiterhin enges Risikomonitoring.
Aufgrund des hohen Zinsniveaus und den
damit einhergehenden steigenden Ergeb-
nissen aus der Gewinn- und Verlustrechnung
sowie den daraus resultierenden Thesau-
rierungen wird planerisch von moderat
steigenden Kapitalquoten in der normativen
Risikotragfähigkeitsrechnung ausgegangen.
Diese positiven Ergebnisse sind allerdings an
diverse Prämissen geknüpft wie zum Beispiel
an die aktuell komfortable Situation im Kun-
denpassivgeschäft auskömmliche Margen
durchsetzen zu können. Sollten diese Prä-
missen nicht wie in der Planung unterstellt
eintreten, könnten die geplanten positiven
Ergebnisse nicht in dem erwarteten Ausmaß
eintreten und die unterstellte Kapitalquoten-
entwicklung konterkarieren. Um die positive
Kapitalentwicklung auch zukünftig sicherzu-
stellen, wurden die bereits in Vorjahren
eingeleiteten internen Maßnahmen hinsicht-
lich der Ertragsstärkung weiterverfolgt.
Insgesamt beurteilt die Sparkasse die
Risikolage unter Berücksichtigung der
geschilderten Rahmendaten und trotz der
weiterhin unsicheren wirtschaftlichen
Entwicklung als ausgewogen.
Die geopolitischen Aussichten für das Jahr
2024 sind erneut von großer Unsicherheit
geprägt. Der Krieg in der Ukraine dauert an,
ebenso im Nahen Osten, dazu kommen die
Stadtsparkasse Düsseldorf
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 443
Angriffe auf die internationale Schifffahrt im
Roten Meer. In 76 Ländern, die für mehr als
die Hälfte der Weltbevölkerung stehen,
finden im Jahr 2024 Wahlen statt. Als größte
Volkswirtschaft der Welt kommt der Prä-
sidentschaftswahl in den USA eine beson-
dere Bedeutung zu, auch an den inter-
nationalen Kapitalmärkten.
Der Internationale Währungsfonds (IWF)
rechnet mit einem ähnlichen Wachstum der
Weltwirtschaft wie im vergangenen Jahr. Die
Organisation hat ihre Prognose für die Welt-
produktion (BIP) um 0,2 Prozent-Punkte auf
3,1 Prozent angehoben und erwartet einen
Anstieg des Welthandels um 3,3 Prozent
(2023: +0,4 Prozent). Im Folgejahr erwartet
der IWF eine BIP-Wachstumsrate von 3,2
Prozent und eine weitere Zunahme des
Welthandels um 3,6 Prozent.
Für Deutschland fallen die Prognosen
weniger gut aus. Die großen deutschen
Wirtschaftsforschungsinstitute hatten in
ihren jüngsten Prognosen von Dezember
2023 eine Zunahme des Bruttoinlands-
produkts (BIP) um +0,5 Prozent bis +0,9
Prozent im Jahr 2024 und um 1,0 Prozent
bis 1,4 Prozent im Jahr 2025 erwartet. Die
Bundesregierung hat ihre Wachstumspro-
gnose für das Jahr 2024 gegenüber ihrer
Herbstprognose deutlich reduziert auf
nunmehr 0,2 Prozent für das laufende und
1,0 Prozent für das kommende Jahr.
Die instabile geopolitische Lage hat nicht nur
negative Auswirkungen auf die Außenwirt-
schaft, sondern durch die Verunsicherung
der Verbraucher ebenso auf den inlän-
dischen Konsum und die langfristigen
Investitionsentscheidungen von Unter-
nehmen.
Belastend wirken weiterhin die Auswir-
kungen der vorangegangenen geldpoli-
tischen Straffung, die Unternehmens-
investitionen verteuern und in besonderem
Maße den Immobilienmarkt stark belasten.
Auch der extreme Anstieg der Verbraucher-
preise in den vergangenen Jahren dürfte das
Konsumverhalten zunächst noch negativ
beeinflussen.
Positiv für die Konjunktur im Jahr 2024 ist
zu vermerken, dass sich die Energiepreise
wieder etwas normalisiert haben. Auch die
Beschaffungssituation in der Industrie hat
sich deutlich entspannt. Allerdings drohen
hier aufgrund der verschlechterten Sicher-
heitslage auf dem Seeweg erneut Schwierig-
keiten. Für die exportstarke deutsche
Wirtschaft würde sich zudem die – bei-
spielweise vom IWF – prognostizierte
Belebung des Welthandels positiv aus-
wirken.
Im Inland dürften sich der Anstieg der
Tariflöhne und im Zeitverlauf die nach-
lassende Inflation positiv auf den privaten
Konsum auswirken.
Vor diesem Hintergrund entwickelte sich der
ifo-Geschäftsklimaindex nach einer gewissen
Stabilisierung im Herbst 2023 zu Jahresbe-
ginn 2024 nur schwach. Während die
Dienstleistungsunternehmen sich mehrheit-
lich eher positiv zu ihrer aktuellen Ge-
schäftslage äußerten, beurteilten die Unter-
nehmen aller anderen Sektoren sowohl ihre
aktuelle Lage wie auch die Aussichten
negativ. Die Erwartungen im Bausektor sind
im Februar 2024 auf den niedrigsten Stand
seit 1991 gesunken.
Die Auftragslage im Verarbeitenden Ge-
werbe zeigt ein gemischtes Bild. Wie das
Statistische Bundesamt mitteilt, lagen die
Auftragseingänge im Gesamtjahr 2023 5,9
Prozent niedriger als im Vorjahr. Dennoch
befindet sich der Auftragsbestand auf einem
hohen Niveau und die Unternehmen ver-
fügen immer noch über ein Auftragspolster
von mehr als einem halben Jahr (7 Monate).
Die rückläufige Zahl der Baugenehmigungen
und weitere Faktoren sprechen dafür, dass
die Bauindustrie im Jahr 2024 einen wie-
teren Rückgang verzeichnen wird. Die
großen Wirtschaftsforschungsinstitute
prognostizieren einen Rückgang der realen
Bauinvestitionen um -0,6 Prozent bis -2,5
Stadtsparkasse Düsseldorf
444 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Prozent. Die Aussichten in den einzelnen
Baubereichen fallen dabei recht unter-
schiedlich aus. Während es beim Wohnungs-
bau erste Anzeichen für ein Erreichen der
Talsohle gibt, bleibt die Lage im Bereich der
Gewerbe- und insbesondere der Büroimmo-
bilien schwierig.
Die Verbraucher schauen zu Jahresbeginn
skeptisch in die Zukunft. Das GfK-Konsum-
klima, das kurzzeitig zum Jahresende 2023
eine leichte Erholung verzeichnete, ist er-
neut gesunken, und zwar um 4,3 Punkte auf
-29,7.
Laut der GfK-Umfrage in der ersten Januar-
hälfte sind die Verbraucher sowohl pessi-
mistischer hinsichtlich der Entwicklung ihrer
Einkommenssituation als auch in Bezug auf
die allgemeine Konjunkturlage. Infolge-
dessen neigen sie vermehrt dazu, zu sparen,
und zögern bei größeren Anschaffungen.
Die schwierige Konjunkturlage schlägt sich
bislang lediglich teilweise in einer steigenden
Arbeitslosigkeit beziehungsweise einer rück-
läufigen Nachfrage nach Arbeitskräften nie-
der. Auch im Jahr 2024 dürfte der deutsche
Arbeitsmarkt vergleichsweise stabil bleiben.
Für das Gesamtjahr 2024 erwarten die
großen deutschen Wirtschaftsforschungs-
institute mehrheitlich einen leichten Anstieg
der Arbeitslosenquote auf 5,8 Prozent bis
5,9 Prozent und eine weitere Zunahme der
Zahl der Erwerbstätigen auf über 46
Millionen (+0,1 Prozent bis +0,2 Prozent).
Nach den außergewöhnlichen Anstiegen der
Inflationsrate in Deutschland in 2022 (+6,9
Prozent) und 2023 (+5,9 Prozent) lassen die
aktuellen Daten zur Preisentwicklung er-
warten, dass der Höhepunkt der Inflation
überschritten ist. Den Prognosen der großen
Wirtschaftsforschungsinstitute zufolge wird
der Anstieg der Verbraucherpreise in
Deutschland 2024 mit +2,2 Prozent bis +3,0
Prozent nur etwa halb so hoch ausfallen wie
im Vorjahr und im Folgejahr mit +1,8
Prozent bis +2,3 Prozent wieder weitgehend
der 2 Prozent-EZB-Zielmarke entsprechen.
Der Anstieg der Unternehmensinsolvenzen
wird sich im laufenden Jahr voraussichtlich
weiter fortsetzen. Der IWH-Insolvenztrend
blieb zu Jahresbeginn auf hohem Niveau: 40
Prozent
über dem Wert vor einem Jahr und 20 Pro-
zent über dem Wert der Vor-Corona-Jahre
2016 bis 2019. Neben dem schwierigen
gesamtwirtschaftlichen Umfeld dürften die
Staatshilfen während der Corona-Pandemie
dafür ursächlich sein, die zunächst viele
Insolvenzen verhindert hatten. Nachdem der
Insolvenztrend im Baugewerbe bereits im
vergangenen Jahr klar aufwärtsgerichtet war
und die Entwicklung der Baugenehmigungen
als Konjunkturindikator auf eine weitere
Verschlechterung der Baukonjunktur hin-
weist, ist ein weiterer Anstieg in diesem
Wirtschaftsbereich wahrscheinlich.
Auch zu Jahresbeginn 2024 bleiben alle
Einschätzungen zu den wirtschaftlichen
Aussichten mit einer hohen Unsicherheit
behaftet. Risiken bestehen insbesondere
bzgl. des weiteren Verlaufs des Krieges in
der Ukraine und im Nahen Osten und dem
Ausgang wichtiger Wahlen in diesem Jahr.
Zudem ist es noch ungewiss, ob die Inflation
wirklich nachhaltig auf ein stabilitätskon-
formes Niveau sinkt und im Zuge dessen,
die Frage, wann die EZB die erneute geld-
politische Wende vollziehen wird. Der
künftige Zinsverlauf ist wiederum ein
wichtiger Faktor für die weitere Entwicklung
am Immobilienmarkt. Darüber hinaus steht
die deutsche Wirtschaft unverändert vor
strukturellen Herausforderungen.
Der Fachkräftemangel in der deutschen
Wirtschaft hat sich unverändert ausgeweitet,
die Lieferketten sind weiterhin fragil und die
Zukunft insbesondere energieintensiver
Industrien in Deutschland ist vor dem
Hintergrund der Klimakrise ungewiss.
Nachdem die Notenbanken in 2023 weltweit
zunächst ihren restriktiven Kurs fortgeführt
hatten und in den vergangenen Monaten das
Leitzinsniveau stabil gehalten haben, deuten
Stadtsparkasse Düsseldorf
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 445
sich nunmehr erste Tendenzen für Zins-
senkungen der Zentralbanken im Jahr 2024
an. Im bisherigen Jahr 2024 haben sich die
Zinsen am Geldmarkt wenig verändert.
Am Kapitalmarkt war bei den zehnjährigen
Bundesanleihen wieder ein Anstieg der Ren-
diten festzustellen. Die Renditen der 10-
Jährigen Bundesanleihen lagen zum Jahres-
beginn bei 2,10 Prozent und bis zum Tag der
Aufstellung dieses Lageberichts bei 2,28
Prozent.
Die Deutsche Bundesbank geht davon aus,
dass sich der Anstieg der Margen im Ein-
lagen- und Kreditgeschäft der deutschen
Kreditinstitute so nicht fortsetzen wird. Es
ist demnach zu erwarten, dass der zu-
nehmende Wettbewerb im Einlagengeschäft,
das schwache Kreditneugeschäft sowie eine
Zunahme von Kreditausfällen die Ertrags-
lage der nächsten Jahre belasten werden.
Darüber hinaus geht die Bundesbank von
steigenden Verwaltungsaufwendungen durch
notwendige Investitionen (unter anderem
zur Verhinderung von Cyberkriminalität und
zur verstärkten Digitalisierung) aus.
Für das stark zinsabhängige Geschäfts-
modell der Sparkassen wird im laufenden
Jahr aufgrund der Erwartung sinkender
Marktzinsen mit leicht rückläufigen Zins-
überschüssen gerechnet. Gleichzeitig
werden die Verwaltungsaufwendungen durch
das Inkrafttreten des letzten Tarifabschlus-
ses sowie der weiterhin hohen Inflation
erneut ansteigen, wenn auch nicht so stark
wie im Jahr 2023. Die Kreditnachfrage wird
voraussichtlich weiter verhalten ausfallen,
während auf der Einlagenseite weitere
Umschichtungen von den Sichteinlagen hin
zu Termingeldern und Eigenemissionen zu
erwarten sind.
Eine Einschätzung zur Entwicklung der
Risikovorsorge im Kreditgeschäft unterliegt
den gleichen Unsicherheiten wie die Pro-
gnose zur Wirtschaftsentwicklung. Vor dem
Hintergrund der angespannten wirtschaft-
lichen Gesamtsituation kann es zu einem
Anstieg der Risikovorsorge im Kreditgeschäft
kommen.
Stadtsparkasse Düsseldorf
446 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Organe und deren Zusammensetzung
Vorstand
Karin-Brigitte Göbel
Dr. Stefan Dahm (Stellvertretendes vorsitzendes Mitglied)
Uwe Baust (bis 28.02.2023)
Dr. Michael Meyer
Henrietta Six (ab 01.05.2023)
Henrietta Six (Stellvertretendes Mitglied bis 30.04.2023)
Verwaltungsrat
Vorsitz
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller Landeshauptstadt
Düsseldorf
1. Stellvertretung Vorsitz
Wolfgang Scheffler
Stellvertretung
Ratsherr Harald Schwenk
Landeshauptstadt
Düsseldorf
2. Stellvertretung Vorsitz
Ratsherr Andreas Hartnigk
Stellvertretung
Dagmar von Dahlen
Landeshauptstadt
Düsseldorf
Mitglied
Thomas Breuer
Stellvertretung
Ludger Hogenkamp
Ratsfrau Paula Elsholz
Stellvertretung
Ratsherr Jörk Cardeneo
Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Marcus Flemming (ab 09.11.2023) Landeshauptstadt
Düsseldorf
Stephan Hoffmann
Stellvertretung
Jörg Fischer
Peter Kirchner (bis 01.03.2023)
Stellvertretung
Ratsherr Marcus Flemming
Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsfrau Monika Lehmhaus
Stellvertretung
Ratsherr Mirko Rohloff
Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsfrau Angelika Penack-Bielor
Stellvertretung
Ratsherr Andreas Auler
Landeshauptstadt
Düsseldorf
Michaela Polgar-Jahn
Stellvertretung
Christian Fuchs
Stadtsparkasse Düsseldorf
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 447
Ratsherr Peter Rasp
Stellvertretung
Ratsherr Burkhard Albes
Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Markus Raub
Stellvertretung
Ratsfrau Claudia Bednarski
Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Andreas Paul Stieber
Stellvertretung
Ratsherr Dirk Angerhausen
Landeshauptstadt
Düsseldorf
Dr. Daniel Tiwisina
Stellvertretung
Peter Matzpreiksch
Michaela Zernicke
Stellvertretung
Birgit Biester
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und
Verwaltungsräten nach Geschlecht
Dem Aufsichts- oder Verwaltungsräten in diesem Unternehmen gehören zum 31.12.2023 von
den insgesamt 15 Mitgliedern 5 Frauen an (Frauenanteil 33,3 Prozent)
Damit wird der im Paragraf 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von
40 Prozent nicht erreicht/unterschritten.
Stiftungen
448 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Stiftungen
Stiftungen
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 449
Umsatzerlöse (Gesamtvolumen 8,2 Mio Euro)
Eigenkapital (Gesamtvolumen 60,0 Mio Euro)
Stiftung Museum Kunstpalast
Stiftung Schloss und Park Benrath
Wim Wenders Stiftung
Stiftung Haus der Talente
Düsseldorf
Stiftung IMAI - Inter Media Art
Institut
Stiftung Haus der Universität
Stiftung Museum Kunstpalast
Stiftung Schloss und Park Benrath
Wim Wenders Stiftung
Stiftung Haus der Universität
Stiftung Haus der Talente
Düsseldorf
Stiftung IMAI - Inter Media Art
Institut
Weitere Beteiligungen
Stiftung Schloss und Park Benrath
450 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Stiftung Schloss und Park Benrath
Firmensitz
Benrather Schlossallee 100-106
40597 Düsseldorf
Telefon: 0211 89-21903
info@schloss-benrath.de
www.schloss-benrath.de
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Zweck der Stiftung ist die Förderung von
Kunst und Kultur
Zweck der Stiftung ist es insbesondere,
Schloss und Park Benrath mit Nebengebäuden
als Gesamtkunstwerk und Denkmal zu
schützen und zu erhalten, in einer denkmal-
verträglichen Weise zu nutzen und der
Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dies
erfolgt zum Beispiel durch:
a) die Sanierung und Restaurierung des
Ostflügels von Schloss Benrath unter
Beschaffung der hierfür notwendigen
Geldmittel,
b) die Einrichtung und Unterhaltung eines
Europäischen Gartenkunstmuseums im
Ostflügel,
c) die Sanierung, Restaurierung, Unter-
haltung und Verschönerung von Schloss
Benrath einschließlich aller Neben-
gebäude und des Parks als
Kulturdenkmal,
d) Verdeutlichung der kunst- und kultur-
historischen Bedeutung von Schloss und
Park Benrath in der Öffentlichkeit,
e) Bemühungen um Aufnahme von Schloss
Benrath in die UNESCO-Liste des
"Weltkulturerbes".
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stiftungskapital 5.857.359,79 EUR
Landeshauptstadt Düsseldorf 3.311.126,22 EUR 56,53 %
Beteiligungen
Spiegelweiher GmbH 25.100,00 EUR 100,00 %
Stiftung Schloss und Park Benrath
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 451
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 22.732 269 22.463 22.451
Immaterielle Vermögensgegenstände 63 -25 88 98
Sachanlagen 16.673 129 16.544 16.573
Finanzanlagen 5.996 165 5.831 5.780
Umlaufvermögen 6.139 652 5.487 5.531
Vorräte 5 -3 7 9
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 362 -998 1.360 107
Kasse, Bankguthaben, Schecks 5.772 1.653 4.120 5.416
Rechnungsabgrenzungsposten 2 0 2 2
Summe AKTIVA 28.873 922 27.952 27.984
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 24.071 169 23.902 23.816
Stiftungskapital 5.857 0 5.857 5.857
Rücklagen 18.153 195 17.958 17.903
Jahresergebnis 61 -26 86 56
Sonderposten 3.357 49 3.308 3.308
Rückstellungen 1.084 656 428 623
Verbindlichkeiten 285 -23 308 229
Rechnungsabgrenzungsposten 76 70 6 9
Summe PASSIVA 28.873 922 27.952 27.984
Stiftung Schloss und Park Benrath
452 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Steuerpflichtiger wirtschaftlicher
Geschäftsbetrieb - - - -
Sonstige Umsatzerlöse 1.292 172 1.120 485
Erträge aus Zuwendungen 4.634 752 3.882 3.013
Sonstige betriebliche Erträge 75 -277 352 458
Materialaufwand 781 -45 826 428
Personalaufwand 2.023 67 1.956 1.481
Abschreibungen 63 -9 72 92
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.178 697 2.481 1.982
Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanz-AV 119 46 74 85
Steuern vom Einkommen und Ertrag 13 8 5 0
Ergebnis nach Steuern 68 -20 87 59
Sonstige Steuern 7 6 1 3
Jahresergebnis steuerpflichtiger
wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb 61 -26 86 56
Jahresergebnis gesamt 61 -26 86 56
Kennzahlen (Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Mitarbeiteranzahl 51 -2 53 56
Besucher Corps des Logis 40.266 5.850 34.416 24.774
Besucher Naturkundemuseum 25.974 6.012 19.962 10.739
Besucher Museum für Gartenkunst 26.290 6.173 20.117 9.737
Besucher Veranstaltungen 125.000 0 125.000 90.000
Stiftung Schloss und Park Benrath
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 453
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäfts-
tätigkeit hat die Stiftung das Jahr 2023 mit
einem Jahresüberschuss in Höhe von
60.760,77 Euro (Vorjahr: 86.371,30 Euro)
abgeschlossen. Der positive
Jahresüberschuss soll in voller Höhe in die
Risikovorsorge der Stiftung investiert
werden, auch um den realen Kapitalerhalt
zu genügen. Hierzu ist geplant, die Summe
in die Gewinnrücklagen einzustellen.
Vermögens- und Finanzlage
Bei der Anlage des Stiftungskapitals lagen
bei einem Depotwert von 5.379.915,14 Euro
die stillen Reserven zum Bilanzstichtag bei
rund 60 Tausend Euro. Die Jahresentwick-
lung der Anlagen lag bei 8,67 Prozent
(Vorjahr: -8,66 Prozent). Die Jahreszins-
erträge aus den Anlagen beliefen sich 2023
auf insgesamt 119.157,76 Euro und liegen
damit deutlich über dem Niveau der Erträge
des Vorjahres (73.607,47 Euro).
Das Vermögen der Stiftung Schloss und Park
Benrath besteht zum Stichtag 31. Dezember
2023 im Wesentlichen aus Sachanlagen, die
zum Stichtag 31. Dezember 2023 mit
16.672.692,24 Euro (Vorjahr:
16.544.167,29 Euro) bewertet wurden,
sowie aus Finanzanlagen und Beteiligungen,
die zum Stichtag 31. Dezember 2023 mit
5.995.889,10 Euro (Vorjahr: 5.830.538,16
Euro) bewertet wurden. Zu den Finanz-
anlagen und Beteiligungen hinzu kommen
Guthaben bei Kreditinstituten, die zum
Stichtag 31. Dezember 2023 bei
5.772.450,28 Euro (Vorjahr: 4.119.862,28
Euro) lagen.
Chancen und Risiken
Neben den Hauptrisiken des geänderten
Nutzerverhaltens nach den Krisen und den
allgemeinen Risiken auf dem Veranstal-
tungsmarkt sowie der nicht kontrollierbaren
Wetterverhältnisse liegen die Risiken vor
allem in den Auswirkungen der Energiekrise
auf den Finanzmarkt und die Energiepreise.
Durch das sukzessive Auslaufen der Finanz-
anlagen der Stiftung in den letzten Jahren
und der erneuten Anlage zu geringeren
Zinssätzen ist zu erwarten, dass die jähr-
lichen Zinserträge tendenziell sinken
werden. Durch die unsichere Lage auf dem
Finanzmarkt ist auch die Gefahr von
schwankenden stillen Reserven in den
Finanzanlagen gegeben, was sich unmittel-
bar auf den realen Kapitalerhalt auswirken
kann.
Grundsätzlich sollen in Zukunft Prozesse
weiter optimiert, Kosten minimiert und
Einnahmen maximiert werden, insbesondere
um hierdurch die Stiftungszwecke der
Stiftung, die auf Überschüsse angewiesen
sind, ausreichen betreiben zu können.
Neben dem musealen Bereich ist dies insbe-
sondere der Baubereich, der so aufgestellt
und ausgestattet werden soll, das erforder-
liche Maßnahmen auch finanzierbar sind.
Durch die Steigerung der Attraktivität der
Angebote der Stiftung und der Tochter-
gesellschaft sowie durch eine Optimierung
und Ausweitung der für die Stiftung
wirtschaftlich wichtigsten Bereiche des
Besucher- und Veranstaltungsbetriebs sowie
des Vermietungsgeschäftes sollen die Um-
satzerlöse in den nächsten Jahren weiter
deutlich gesteigert werden. Daneben sollen
sämtliche Handlungsabläufe der Stiftung
auch weiterhin laufend auf organisatorische,
rechtliche oder sonstige Optimierungsmög-
lichkeiten hin überprüft und entsprechend
umgesetzt werden.
Stiftung Schloss und Park Benrath
454 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Hauptkriterium ist hier die Generalsanie-
rung, welche die Stiftung in die Situation
versetzt, nicht nur die Gebäude zu sanieren,
sondern sie auch so modernisieren und
strukturieren zu können, dass ein Erreichen
des gesetzten Ziels in Zukunft möglich ist.
Neben Investitionen in sich schnell amorti-
sierende Bereiche (Gebäudetechnik) und
modernen Technologien (Smart Building),
wird insbesondere ein Fokus auf die
Attraktivitätssteigerung des Gesamtgeländes
gelegt. Hierdurch soll die Stiftung in die
Lage versetzt werden, die Einnahmen –
möglichst krisenfest – zu generieren, welche
in Zukunft benötigt werden. Da aus den
erläuterten Gründen spürbare Summen
erwirtschaftet werden müssen, wird hier ein
Hauptaugenmerkt der Stiftung liegen.
Ergänzt wird diese Strategie durch eine
möglichst breite Risikostreuung, um nicht
vollumfänglich von einzelnen Bereichen
abhängig zu sein. In der Vergangenheit ist
dies in Teilen zum Beispiel durch die
Übernahme des Managements der Eishalle
bereits gelungen, in Zukunft sollen
Geschäftsfelder der Stiftung aber weiter
ausgebaut und erweitert werden.
Stiftung Schloss und Park Benrath
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 455
Organe und deren Zusammensetzung
Kuratorium
Vorsitz
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller Landeshauptstadt
Düsseldorf
Mitglied
Dr. Simone Bagel-Trah Henkel KGaA
Henning Brandes Siemens AG
Dr. Corinna Franz Landschaftsverband
Rheinland
Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff Udo van Meeteren
Karin-Brigitte Göbel Stadtsparkasse
Düsseldorf
Stadtdirektor Burkhard Hintzsche Landeshauptstadt
Düsseldorf
Adelheid Klahold Vereinigung der
Freunde Schloss und
Park Benrath e.V.
Dr. Daniel Kleine Henkel KGaA
Beigeordnete Miriam Koch Landeshauptstadt
Düsseldorf
Beigeordneter Jochen Kral Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsfrau Dr. Frederike Möller Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Thomas Peußer Landeshauptstadt
Düsseldorf
Stadtkämmerin Dorothée Schneider Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Philipp Thämer Landeshauptstadt
Düsseldorf
Carsten Tilger Henkel KGaA
Bürgermeisterin Klaudia Zepuntke Landschaftsverband
Rheinland
beratendes Mitglied
Dr. Andrea Pufke Rheinisches Amt für
Denkmalpflege
Jens Spanjer Stiftu ng Schloss Dyck
Vorstand
Nicolas Maas
Prof. Dr. Stefan Schweizer
Stiftung Museum Kunstpalast
456 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Stiftung Museum Kunstpalast
Firmensitz
Ehrenhof 4-5
40479 Düsseldorf
Telefon: 0211 56642100
info@kunstpalast.de
www.kunstpalast.de
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Zweck der Stiftung ist die Förderung von
Kunst und Kultur.
Der Stiftungszweck wird insbesondere
verwirklicht durch
die Erneuerung des Kunstpalastes
unter Erhalt der denkmalgeschützten
Fassade.
den Betrieb des Kunstpalastes unter
Einbeziehung des Betriebs des Kunst-
museums Düsseldorf, einschließlich
der Sammlung Kunstakademie und der
Glassammlung Hentrich, sowie des
Robert-Schumann-Saals.
den Betrieb des NRW.Forums,
den Ausbau der Kunstbestände durch
Ankäufe sowie gemeinnützige Zu-
wendungen, einschließlich Sach-
spenden und Schenkungen.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stiftungskapital 23.722.249,83 EUR
Landeshauptstadt Düsseldorf 16.361.340,20 EUR 68,97 %
E.ON SE 7.360.909,63 EUR 31,03 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Stiftung Museum Kunstpalast
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 457
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 66.199 15.747 50.452 37.299
Immaterielle Vermögensgegenstände 0 -2 2 7
Sachanlagen 66.179 15.749 50.430 37.272
Finanzanlagen 20 0 20 20
Umlaufvermögen 13.408 2.108 11.300 10.097
Vorräte 93 37 56 65
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 644 -296 940 1.235
Wertpapiere 5.041 -5 5.046 7.287
Kasse, Bankguthaben, Schecks 7.630 2.372 5.258 1.509
Rechnungsabgrenzungsposten 113 45 68 163
Summe AKTIVA 79.720 17.901 61.819 47.559
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 27.479 408 27.071 27.018
Stiftungskapital 23.722 0 23.722 23.722
Rücklagen 6.170 52 6.118 6.118
Bilanzergebnis -2.413 355 -2.768 -2.822
Sonderposten 43.899 14.806 29.093 15.097
Rückstellungen 1.898 225 1.673 1.672
Verbindlichkeiten 5.906 2.525 3.381 3.336
Ausgleichsposten - -601 601 437
Summe PASSIVA 79.720 17.901 61.819 47.559
Stiftung Museum Kunstpalast
458 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Sonstige Umsatzerlöse 5.284 475 4.809 3.134
Andere aktivierte Eigenleistungen 78 -3 81 62
Erträge aus Zuwendungen 12.377 1.538 10.839 11.094
Sonstige betriebliche Erträge 1.307 453 854 1.385
Materialaufwand 4.075 35 4.040 3.752
Personalaufwand 5.523 539 4.984 4.921
Abschreibungen 1.970 314 1.656 1.552
Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.250 1.619 5.631 5.601
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 138 98 40 46
Abschreibungen auf Finanzanlagen und
Wertpapiere des UV 7 -245 252 53
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0 -2 2 1
Ergebnis nach Steuern 360 302 59 -159
Sonstige Steuern 5 0 5 5
Jahresergebnis steuerpflichtiger
wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb 355 302 54 -164
Jahresergebnis gesamt 355 302 54 -164
Gewinnvortrag/Verlustvortrag VJ -2.768 54 -2.822 -2.658
Bilanzergebnis -2.413 355 -2.768 -2.822
Kennzahlen (Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Mitarbeiteranzahl 83 -1 84 84
Besucher 353.000 180.000 173.000 110.000
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Das Ergebnis der Stiftung beträgt 2023
0,4 Mio. Euro und setzt somit den positiven
Trend aus dem Vorjahr fort. Dazu trugen
ertragsseitig aufgrund eines attraktiven
Programms vor allem höhere Besucher-
zahlen bei; die Umsatzerlöse stiegen 2023
gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Mio. Euro
auf 5,3 Mio. Euro Dies betrifft vor allem
Ausstellungseintritte, Konzerttickets und
Shopumsätze.
Erneut massiv gestiegene Energiepreise
wirkten sich negativ aus (-1,0 Mio. Euro).
Da zum Jahresende 2023 die Sammlung
wieder geöffnet war, sind die Kosten für
Bewachung (-0,1 Mio. Euro), Reparaturen
Stiftung Museum Kunstpalast
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 459
und Gebäudetechnik (-0,1 Mio.), Werbe-
kosten (-0,1 Mio. Euro) und Ausstellungs-
material (-0,2 Mio. Euro) entsprechend
angestiegen.
Mit Rücksicht auf die weiter steigenden
Baukosten hat die Stiftung gemäß Ab-
sprache mit der Landeshauptstadt Düssel-
dorf im Geschäftsjahr 2023 0,5 Mio. Euro
ergebnisbelastend übernommen.
Vermögens- und Finanzlage
Vor allem aufgrund abnehmender Restlauf-
zeiten haben sich die Werte der festverzins-
lichen Wertpapiere im Jahr 2023 positiv ent-
wickelt, so dass im Jahr 2023 mit 0,1 Mio.
Euro Zuschreibung bereits ein Teil der in
2022 erforderlichen Abschreibungen neu-
tralisiert werden konnte.
Die Liquidität stieg im Vergleich zum Vorjahr
um 2,4 Mio. Euro auf 12,6 Mio. Euro an.
Dies resultiert vor allem aus operativem
Cashflow. Zum positiven Ergebnis kommen
vor allem zahlungsunwirksame Abschrei-
bungen von rund 2,0 Mio. Euro hinzu;
gegenläufig wirken Auflösungen von
Sonderposten von rund -0,6 Mio. Euro.
Der negative Mittelvortrag in Höhe von etwa
-2,4 Mio. Euro besteht noch. Aufgrund von
Kapitalrücklagen in Höhe von knapp 6,2 Mio.
Euro ist das Stiftungskapital aber weiterhin
nicht angegriffen. Die Stiftung nimmt keine
Fremdfinanzierung in Anspruch, sondern ist,
von operativen Verbindlichkeiten abgesehen,
eigenkapitalfinanziert. Die finanziellen
Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse
und das Jahresergebnis. 2022 waren
Umsatzerlöse in Höhe von 17.231 Tausend
Euro und einen Gewinn von 55 Tausend
Euro für 2023 geplant, erreicht worden sind
in 2023 Umsatzerlöse in Höhe von 17.661
Tausend Euro sowie 355 Tausend Euro
Gewinn.
Chancen und Risiken
Die im Folgenden aufgezeigten Risiken sind
in der Reihenfolge ihrer abnehmenden Be-
deutung dargestellt.
Der Zuschuss der Landeshauptstadt Düssel-
dorf macht rund zwei Drittel der Erträge der
Stiftung aus und ist damit für die Stiftung
essenziell. Seit Bestehen der Stiftung wurde
dieser Zuschuss ununterbrochen und in vor-
her abgestimmter Höhe gewährt; formell
wird er aber immer erst zum Jahresende für
das Folgejahr vom Rat der Stadt beschlos-
sen.
Auch wenn die Energiepreise wieder deutlich
gefallen sind, bleibt der Kunstpalast sehr
anfällig für Energiepreisschwankungen oder
Energieengpässe, da vor allem die konser-
vatorisch erforderliche Klimatisierung des
großen Gebäudes viel Energie benötigt.
Unverändert gilt, dass sonstige kurzfristige
Risiken des Kunstpalastes vor allem bei den
Eintritts- und Führungserlösen liegen; hier
bestehen wie in der Vergangenheit Ergeb-
nisrisiken und –chancen in mittlerer sechs-
stelliger Höhe. Aufwand für Instandhal-
tungen kann sich spürbar auswirken, wenn
mehrere kostspielige Projekte in einem Jahr
anfallen.
Im Umbau- und Sanierungsprojekt bestehen
weiterhin Terminrisiken, die auch wirtschaft-
liche Folgen nach sich ziehen. Aufgrund der
begrenzten Restleistungen sind die Risiken
in diesem Bereich aber deutlich gesunken.
Für den Eintritt bestandsgefährdender
Risiken und solcher mit einem wesentlichen
Einfluss auf die wirtschaftliche Lage sind
keine Anzeichen zu erkennen. Die
Neupräsentation der Sammlung seit
November 2023 hat nicht nur unmittelbar
nach Eröffnung, sondern bis zum Abschluss
dieses Lageberichts großes
Besucherinteresse hervorgerufen, insbe-
sondere neue Besuchergruppen für das
Museum gewonnen. Diese deutliche
Stiftung Museum Kunstpalast
460 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Verstetigung der Besucherströme auch
außerhalb attraktiver Wechselausstellungen
bietet die Chance zu verbesserten Erlös-
strukturen und effizienterem Ressourcen-
einsatz.
Organe und deren Zusammensetzung
Kuratorium
Vorsitz
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller Landeshauptstadt
Düsseldorf
1. Stellvertretung Vorsitz
Gil Bronner Freunde Museum
Kunstpalast e.V.
Mitglied
Jörg Thomas Alvermann Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Dr. Alexander Fils Landeshauptstadt
Düsseldorf
Bürgermeisterin Clara Gerlach Landeshauptstadt
Düsseldorf
Beigeordnete Miriam Koch Landeshauptstadt
Düsseldorf
Michael Kortländer (bis 19.05.2023) Verein zur Veranstal-
tung von Kunstausstel-
lungen Düsseldorf e.V.
Prof. Dr. Dirk Matejovski
Dr. Emmanuel Mir (ab 08.11.2023) Verein zur Veranstal-
tung von Kunstausstel-
lungen Düsseldorf e.V.
Ratsherr Ulf Montanus Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Marcus Münter Landeshauptstadt
Düsseldorf
Stadtkämmerin Dorothée Schneider Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsfrau Marina Spillner Landeshauptstadt
Düsseldorf
Philipp Tacer Landeshauptstadt
Düsseldorf
Vorstand
Felix Krämer
Harry Schmitz
STIFTUNG PRO SPORT DÜSSELDORF
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 461
STIFTUNG PRO SPORT DÜSSELDORF
Firmensitz
Arena-Straße 1
40474 Düsseldorf
Telefon: 0211 8995207
stiftung@pro-sport-duesseldorf.de
www.pro-sport-duesseldorf.de
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Stiftung verfolgt ausschließlich unmittel-
bar gemeinnützige Zwecke im Sinne des
Abschnitts "steuerbegünstigte Zwecke" der
Abgabenordnung. Zweck der Stiftung ist die
Förderung des Sports in seiner Gesamtheit in
Düsseldorf, insbesondere die Förderung des
Leistungs- und Breitensports sowie gezielter
Nachwuchsarbeit. Hierzu gehört zum Beispiel
die Förderung talentierter und bedürftiger
jugendlicher Sportler sowie herausragender
Jugendmannschaften (nationaler Titel), die
ihre Sportart in einem Düsseldorfer Sport-
verein ausüben, in finanzieller, ideeller und
materieller Hinsicht.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stiftungskapital 750.516,76 EUR
Landeshauptstadt Düsseldorf 375.258,38 EUR 50,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 744 100 644 744
Finanzanlagen 744 100 644 744
Umlaufvermögen 111 -102 213 52
Kasse, Bankguthaben, Schecks 111 -102 213 52
Summe AKTIVA 855 -2 857 796
STIFTUNG PRO SPORT DÜSSELDORF
462 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 855 -2 857 796
Stiftungskapital 751 0 751 751
Rücklagen 104 -2 106 46
Summe PASSIVA 855 -2 857 796
Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Einnahmen 51 -64 115 33
Ausgaben 53 -1 55 54
Gesamtüberschuss -2 -63 61 -21
Organe und deren Zusammensetzung
Kuratorium
Mitglied
Ratsherr Burkhard Albes Landeshauptstadt
Düsseldorf
Burkhard Dahmen IHK zu Düsseldorf
Günter Karen-Jungen Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsfrau Monika Lehmhaus Landeshauptstadt
Düsseldorf
Peter Schwabe Stadtsportbund
Düsseldorf e.V.
Ratsherr Dirk Peter Sültenfuß Landeshauptstadt
Düsseldorf
Präsident/-in
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller Landeshauptstadt
Düsseldorf
Vizepräsident/-in
Beigeordnete Britta Zur Landeshauptstadt
Düsseldorf
Vorstand
Dr. Stefan Dahm Stadtsparkasse
Düsseldorf
Tobias Scherbarth
Stiftung Haus der Universität
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 463
Stiftung Haus der Universität
Firmensitz
Ernst-Schneider-Platz 1
40212 Düsseldorf
Telefon: 0211 81-10345
hdu@hdu.de
www.hdu.hhu.de
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Zweck der Stiftung ist die Förderung von
Wissenschaft und Forschung sowie der Volks-
und Berufsbildung einschließlich der Studen-
tenhilfe in Düsseldorf gem. Paragraf 52
Absatz 2 Nummer 1 und 7 Abgabenordnung.
Der Stiftungszweck wird verwirklicht durch
die Unterstützung der Universität bei der
Unterhaltung und dem Betrieb des Hauses der
Universität, Schadowplatz 14 in Düsseldorf,
als Wissenschafts-, Informations- und
Kommunikationszentrum für Studierende der
Heinrich-Heine-Universität und Bürgerinnen
und Bürger der Stadt Düsseldorf.
Die Unterstützung der Unterhaltung des
Hauses umfasst insbesondere die üblichen
Betriebskosten im Sinne von Paragraf 556
BGB.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stiftungskapital 2.000.000,00 EUR
Landeshauptstadt Düsseldorf 1.000.000,00 EUR 50,00 %
Herr Udo van Meeteren 700.000,00 EUR 35,00 %
Gesellschaft von Freunden und Förderern der Heinrich-
Heine-Universität Düsseldorf e.V. 300.000,00 EUR 15,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Stiftung Haus der Universität
464 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 1.953 93 1.860 2.100
Finanzanlagen 1.953 93 1.860 2.100
Umlaufvermögen 257 140 118 95
Kasse, Bankguthaben, Schecks 257 140 118 95
Summe AKTIVA 2.211 233 1.978 2.195
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 2.211 233 1.978 2.182
Stiftungskapital 2.000 0 2.000 2.000
Rücklagen 140 0 140 123
Umschichtungsergebnisse -147 93 -240 -
Bilanzergebnis 217 139 77 59
Verbindlichkeiten 0 0 - 13
Summe PASSIVA 2.211 233 1.978 2.195
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Ideeller Tätigkeitsbereich - - - -
Sonstige Einnahmen 94 94 0 22
Materialaufwand 3 -1 4 85
Sonstige betriebliche Aufwendungen 14 0 14 16
Jahresergebnis ideeller Bereich 78 95 -18 -79
Vermögensverwaltung - - - -
Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanz-AV 156 102 54 57
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1 -240 240 0
Jahresergebnis Vermögensverwaltung 155 342 -187 57
Jahresergebnis gesamt 233 437 -204 -22
Entnahmen aus Rücklagen - -240 240 -
Zuführungen in die Rücklagen 93 76 18 19
Gewinnvortrag/Verlustvortrag VJ 77 18 59 101
Bilanzergebnis 217 139 77 59
Stiftung Haus der Universität
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 465
Organe und deren Zusammensetzung
Kuratorium
Vorsitz
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller Landeshauptstadt
Düsseldorf
1. Stellvertretung Vorsitz
Prof. Dr. Anja Steinbeck
Mitglied
Eduard H. Dörrenberg
Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff
Stadtkämmerin Dorothée Schneider Landeshauptstadt
Düsseldorf
Stiftung Haus der Talente Düsseldorf
466 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Stiftung Haus der Talente Düsseldorf
Firmensitz
Oberrather Straße 37
40472 Düsseldorf
Telefon: 0211 89-24043
hausdertalente@duesseldorf.de
www.hausdertalente-duesseldorf.de
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Stiftung verfolgt ausschließlich und un-
mittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des
Abschnittes „Steuerbegünstigte Zwecke“ der
Abgabenordnung.
Zweck der Stiftung ist die Förderung von
Wissenschaft und Forschung sowie der Er-
ziehung, Volks- und Berufsbildung durch die
Erkennung und Förderung besonders be-
gabter Kinder, Jugendlicher und junger
Erwachsener im kommunalen Bildungswesen,
wobei unter Begabung nicht nur kognitive,
sondern auch musisch-kreative, handwerk-
lich-technische, sportliche und soziale Bega-
bungen zu verstehen sind. Zweck ist außer-
dem die Mittelbeschaffung und Mittelweiter-
gabe im Sinne des Paragraf 58 Nummer 1. 1
AO zur Förderung durch eine andere
Körperschaft oder KdöR.
Der Stiftungszweck wird insbesondere ver-
wirklicht durch
a) die Durchführung und Weiterentwicklung
von begabungsdiagnostischen
Maßnahmen,
b) die individuelle Förderung und Begleitung
besonders begabter Kinder, Jugendlicher
und junger Erwachsener, zum Beispiel
durch die Ermöglichung geeigneter
Zusatzangebote und Auslandsaufenthalte
sowie durch Stipendien, professionelles
Mentoring et cetera,
c) die Entwicklung und Erprobung spezieller
Veranstaltungsprogramme im schulischen
und außerschulischen Bereich,
d) die Sensibilisierung der Kooperations-
partner (Erzieherinnen und Erzieher,
Lehrkräfte, Ärztinnen und Ärzte,
Psychologinnen und Psychologen) und
Entwicklung entsprechender
Qualifizierungsmaßnahmen,
e) die Förderung der angewandten
Begabungsforschung (Forschungs-
projekte, Studien, Evaluationen,
Symposien),
f) die Bereitstellung von finanziellen Mitteln
für unter a) bis d) genannte Maßnahmen
und Projekte Dritter
Die Maßnahmen der Stiftung sollen über-
wiegend einen Bezug zu Düsseldorf und zu
den dort lebenden Menschen haben.
Die Stiftung nimmt keine Pflichtaufgaben der
öffentlichen Hand wahr.
Stiftung Haus der Talente Düsseldorf
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 467
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stiftungskapital 1.000.000,00 EUR
Herr Udo van Meeteren 500.000,00 EUR 50,00 %
Landeshauptstadt Düsseldorf 500.000,00 EUR 50,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 908 0 908 918
Finanzanlagen 908 0 908 918
Umlaufvermögen 526 376 150 271
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 3 -54 57 17
Kasse, Bankguthaben, Schecks 524 430 93 255
Summe AKTIVA 1.434 376 1.058 1.189
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 1.420 410 1.011 1.173
Stiftungskapital 1.450 450 1.000 1.000
Rücklagen - -19 19 117
Umschichtungsergebnisse -8 0 -8 2
Bilanzergebnis -21 -21 0 54
Rückstellungen 8 6 2 2
Verbindlichkeiten 5 -39 45 13
Summe PASSIVA 1.434 376 1.058 1.189
Stiftung Haus der Talente Düsseldorf
468 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Ideeller Tätigkeitsbereich - - - -
Zuschüsse 250 -75 325 144
Spenden 14 8 6 31
Materialaufwand 254 -87 341 38
Personalaufwand 109 14 94 84
Sonstige betriebliche Aufwendungen 41 11 30 42
Jahresergebnis ideeller Bereich -140 -5 -135 10
Vermögensverwaltung - - - -
Abschreibungen - -10 10 -
Sonstige betriebliche Aufwendungen 2 1 1 2
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20 3 18 24
Jahresergebnis Vermögensverwaltung 18 12 6 22
Zweckbetriebe - - - -
Sonstige Umsatzerlöse 83 25 58 41
Sonstige betriebliche Erträge 215 48 167 192
Personalaufwand 216 -8 225 195
Sonstige betriebliche Aufwendungen 50 15 35 33
Jahresergebnis Zweckbetriebe 31 65 -34 5
Jahresergebnis gesamt -90 72 -163 37
Zuführungen in die Rücklagen - - - 8
Gewinnvortrag/Verlustvortrag VJ - -54 54 34
Sonstige Ergebniserhöhungen/-minderungen - -10 10 -9
Bilanzergebnis -21 -21 0 54
Kennzahlen (Personal)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Mitarbeiteranzahl 7 2 5 5
Stiftung Haus der Talente Düsseldorf
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 469
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
Sabine Warnecke
Kuratorium
Vorsitz
Amtsleiterin Dagmar Wandt
Mitglied
Gregor Berghausen
Dr. Axel Fuhrmann
Prof. Thomas Leander (ab 01.04.2023)
Suzanne Oetker-von Franquet
Prof. Karl-Heinz Petzinka
Prof. Dr. Anja Steinbeck
Prof. Dr. Edeltraut Vomberg
Prof. Raimund Wippermann (bis 31.03.2023)
Vorstand
Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff
Stadtdirektor Burkhard Hintzsche
Stiftung IMAI - Inter Media Art Institut
470 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Stiftung IMAI - Inter Media Art Institut
Firmensitz
Birkenstraße 47 / Hof
40233 Düsseldorf
Telefon: 0211 54230990
info@stiftung-imai.de
www.stiftung-imai.de
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Stiftung verfolgt ausschließlich und
unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne
des Abschnittes steuerbegünstigte Zwecke
der Abgabenordnung.
Zweck der Stiftung ist die Förderung von
Kunst und Kultur.
Der Stiftungszweck wird insbesondere
verwirklicht durch das Bewahren, Sammeln,
Aufbereiten, systematische Archivieren und
Zugänglichmachen künstlerisch audiovisueller
Werke für ein breites Publikum. Die Stiftung
wird sich der wissenschaftlichen Aufarbeitung
der Kunst mit audiovisuellen Medien widmen
und ihre Aktivitäten in einen wissenschaft-
lichen Kontext einbinden. Als zentrales
Recherche- und Distributionssystem für Kunst
mit audiovisuellen Medien wird sie Insti-
tutionen der Weiterbildung, Forschung und
Lehre zur Verfügung stehen und die audio-
visuellen Arbeiten im Sinne der Künstler
verbreiten. Die Stiftung soll zu einer Schnitt-
stelle internationaler Medienkunst werden.
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stiftungskapital 1.123.000,00 EUR
Herr Axel Wirths und Herr Ulrich Leistner 595.000,00 EUR 52,98 %
Landeshauptstadt Düsseldorf 528.000,00 EUR 47,02 %
Axel Wirths und Ulrich Leistner GbR 0,00 EUR 0,00 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Stiftung IMAI - Inter Media Art Institut
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 471
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 1.129 -1 1.130 1.132
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.123 0 1.123 1.123
Sachanlagen 6 -1 7 9
Umlaufvermögen 98 27 71 84
Vorräte 4 0 4 4
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 5 -9 14 1
Kasse, Bankguthaben, Schecks 89 36 53 79
Summe AKTIVA 1.226 25 1.201 1.216
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Stiftungskapital 1.123 0 1.123 1.123
Rücklagen 10 3 7 7
Bilanzergebnis 36 2 34 35
Sonderposten 4 -1 5 7
Rückstellungen 18 -10 28 23
Verbindlichkeiten 36 32 4 20
Summe PASSIVA 1.226 25 1.201 1.216
Stiftung IMAI - Inter Media Art Institut
472 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Ideeller Tätigkeitsbereich - - - -
Zuschüsse 256 56 200 348
Sonstige betriebliche Erträge 4 -1 5 2
Personalaufwand 115 8 107 152
Abschreibungen 1 -1 2 3
Sonstige betriebliche Aufwendungen 144 42 102 203
Jahresergebnis ideeller Bereich -1 6 -7 -7
Sonstige Umsatzerlöse 5 -1 6 5
Jahresergebnis Vermögensverwaltung 5 -1 6 5
Sonstige Umsatzerlöse 10 3 8 6
Materialaufwand 9 2 7 5
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1 0 1 -
Jahresergebnis Zweckbetriebe 0 1 -1 1
Jahresergebnis gesamt 5 6 -1 -2
Entnahmen aus Rücklagen - - - 7
Zuführungen in die Rücklagen 3 3 0 0
Gewinnvortrag/Verlustvortrag VJ 34 -1 35 30
Bilanzergebnis 36 2 34 35
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Mitarbeiteranzahl 4 2 2 2
Stiftung IMAI - Inter Media Art Institut
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 473
Organe und deren Zusammensetzung
Kuratorium
Vorsitz
Beigeordnete Miriam Koch Landeshauptstadt
Düsseldorf
Mitglied
Alain Bieber
Prof. Danica Dakic
Dr. Georg Jacobs
Dr. Doris Krystof
Tanja Langenbach
Ulrich Leistner
Dr. Jochen Link
Dr. Marcel Schumacher
Prof. Anja Vorman
Vorstand
Prof. Dr. Reiner Nachtwey
Rajiv Strauß
Wim Wenders Stiftung
474 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Wim Wenders Stiftung
Firmensitz
Birkenstraße 47
40233 Düsseldorf
Telefon: 0211 96667480
kontakt@wimwendersstiftung.de
www.wimwendersstiftung.de
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Zweck der Stiftung ist die Förderung von
Kunst und Kultur durch:
a) die Förderung und die Vertretung des
filmischen, künstlerischen und, fotografischen
und literarischen Werkes von Wim Wenders,
z.B. durch
aa) den Erwerb der zu dem Zeitpunkt der
Errichtung der Stiftung noch im Eigentum der
RESERVE ANGLE PICTURE GmbH, Hamburg,
liegenden Rechte an Wim Wenders Filmen;
bb) der Erwerb der Rechte (oder zumindest
der Auswertungsgenehmigungen) an den
einzigen beiden anderen Wim Wenders
Filmen, die dann noch in Fremdbesitz sind,
nämlich "Hammett". 1982, im Besitz der
American Zoetrope, San Francisco, und der
"BAP-Film" 2003, im Besitz der Screen Works,
Köln;
cc) die Sammlung von weiteren Arbeits-
materialen und Originalen jeder Art sowie
deren Pflege, Erhalt und Restaurierung;
dd) die Sicherung und Archivierung des
filmischen sowie des fotografischen Werkes
incl. deren Digitalisierung beziehungsweise
Übertragung auf moderne Datenträger;
ee) die ganzheitliche Aufarbeitung, das heißt
Lektorierung des Werkes, um eine zukünftige
Gesamtsicht auf das Werk zu ermöglichen;
ff) die Vorführung und Ausstellung des
filmischen, fotografischen, künstlerischen
sowie literarischen Werkes zu verschiedenen
kulturellen und wissenschaftlichen Zwecken;
b) die Förderung von innovativer Erzählkunst.
Neue Medien und Techniken, deren Er-
forschung sich charakteristisch durch das
Werk von Wim Wenders zieht, sollen geför-
dert werden durch Vergabe von Stipendien an
junge Filmschaffende und Videokünstler,
deren Vision es ist, mit neuen Mitteln zu
erzählen, unsere Bildersprache zu bereichern
und zu erneuern. Diese Förderung wird
vergeben soweit dies aus Stiftungsmitteln
möglich ist, die nicht zur Erfüllung der unter
aa) genannten Aufgaben benötigt werden.
Wim Wenders Stiftung
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 475
Darstellung der Beteiligungsverhältnisse
Stiftungskapital 1.702.800,00 EUR
Landeshauptstadt Düsseldorf 300.000,00 EUR 17,62 %
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 2.565 401 2.164 1.975
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.535 405 2.130 1.937
Sachanlagen 29 -4 34 38
Umlaufvermögen 644 247 398 396
Vorräte 82 0 82 10
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 264 216 48 149
Kasse, Bankguthaben, Schecks 299 31 268 237
Summe AKTIVA 3.210 648 2.562 2.371
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 2.766 695 2.072 1.857
Stiftungskapital 1.702 293 1.409 1.199
Rücklagen 1.064 401 663 658
Sonderposten 245 -2 247 177
Rückstellungen 141 -3 144 136
Verbindlichkeiten 58 -42 100 201
Summe PASSIVA 3.210 648 2.562 2.371
Wim Wenders Stiftung
476 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Ideeller Tätigkeitsbereich - - - -
Zuschüsse 109 17 92 49
Sonstige betriebliche Erträge 0 -3 3 -
Personalaufwand 84 5 80 76
Sonstige betriebliche Aufwendungen 119 18 102 73
Ergebnis nach Steuern -95 -9 -86 -100
Jahresergebnis ideeller Bereich -95 -9 -86 -100
Vermögensverwaltung - - - -
Ertragsteuerneutrale Positionen / Spenden 34 32 3 30
Ergebnis nach Steuern 34 32 3 30
Jahresergebnis Vermögensverwaltung 34 32 3 30
Zweckbetriebe - - - -
Umsatzerlöse 767 356 410 359
Sonstige betriebliche Erträge 56 51 5 153
Materialaufwand 70 15 55 70
Personalaufwand 196 10 185 175
Abschreibungen 30 1 30 29
Sonstige betriebliche Aufwendungen 64 8 56 62
Ergebnis nach Steuern 462 373 88 175
Jahresergebnis Zweckbetriebe 462 373 88 175
Steuerpflichtiger wirtschaftlicher
Geschäftsbetrieb - - - -
Sonstige Umsatzerlöse - - - 24
Sonstige betriebliche Aufwendungen - - - 2
Ergebnis nach Steuern - - - 22
Jahresergebnis steuerpflichtiger
wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb - - - 22
Jahresergebnis gesamt 401 397 5 128
Entnahmen aus Rücklagen 212 -14 226 204
Zuführungen in die Rücklagen 613 383 230 332
Bilanzergebnis 0 0 0 0
Wim Wenders Stiftung
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 477
Wirtschaftliche Entwicklung
Vermögens- und Finanzlage
Das Stiftungskapital besteht aus 100.000,00
Euro Grundstockvermögen aus dem Stif-
tungsgeschäft. Ferner sind Zustiftungen von
1.602.100,00 Euro ausgewiesen. Im Wirt-
schaftsjahr erfolgte eine Zustiftung in Höhe
von 293.400,00 Euro.
Das positive Stiftungsergebnis des Jahres
2023 wird gemäß Vorstandsbeschluss in
voller Höhe den steuerlich zulässigen Rück-
lagen nach der Abgabeordnung zugewiesen.
Die Entwicklung dieser Rücklagen ist im
Erläuterungsbericht dargestellt.
In den Sonderposten wurden die in 2013
zugeflossenen Fördermittel in Höhe von
600.000,00 Euro eingestellt. Mit den Förder-
mitteln wurden die in 2012 angeschafften
Filmlizenzen anteilig finanziert. Es erfolgte
eine Zuordnung zu den jeweils geförderten
Filmtiteln, mit entsprechender ratierlicher
Auflösung.
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbind-
lichkeiten mit einer. Restlaufzeit von mehr
als 5 Jahren beträgt 0,00 Euro (Vorjahr:
50.000,00 Euro).
Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer
Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt
49.823,73 Euro (Vorjahr: 49.823,73 Euro).
Organe und deren Zusammensetzung
Kuratorium
Vorsitz
Petra Müller
Stellvertretung Vorsitz
Dagmar Forelle
Mitglied
Mirko Derpmann (ab 11.12.2023)
Bernd Desinger
Thomas Hoegh
Beigeordnete Miriam Koch (ab 14.12.2023) Landeshauptstadt
Düsseldorf
Hella Wenders
David von Galen
Vorstand
Wim Wenders
Marion Döring
Felix Krämer
Rusta Mizani
Donata Wenders
Zweckverbände
478 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Zweckverbände
Zweckverbände
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 479
Umsatzerlöse (Gesamtvolumen 69,9 Mio Euro)
Eigenkapital (Gesamtvolumen 31,8 Mio Euro)
Zweckverband IT-Kooperation
Rheinland
Zweckverband Erholungsgebiet
Unterbacher See
Zweckverband IT-Kooperation
Rheinland
Zweckverband Erholungsgebiet
Unterbacher See
Zweckverband Erholungsgebiet Unterbacher See
480 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Zweckverband Erholungsgebiet Unterbacher See
Firmensitz
Kleiner Torfbruch 31
40627 Düsseldorf
Telefon: 0211 8992094
service@unterbachersee.de
www.unterbachersee.de
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Der Zweckverband verfolgt ausschließlich und
unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne
der Paragrafen 51 fortfolgende Abgaben-
ordung (AO 1977) vom 16. März 1976 (BGBl.
I S. 613; ber. 1977 I S. 269), und zwar ins-
besondere durch Förderung der öffentlichen
Gesundheitspflege, des Sports und des
Landschaftsschutzes. Der Zweckverband hat
insbesondere die Aufgabe, im Rahmen des
bestehenden Nutzungskonzeptes die
erforderlichen Einrichtungen und Anlagen für
den Wassersport- und Erholungsbetrieb zu
schaffen, zu unterhalten und zu sichern, 1.
die Einrichtungen und Anlagen zu betreiben 2.
oder zu verpachten, für die Erhaltung des
Landschaftsbildes zu sorgen und den Schutz
von Natur und Landschaft im Sinne eines
Naturerlebnisgebietes zu fördern.
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 11.123 -358 11.481 11.895
Immaterielle Vermögensgegenstände 0 -1 1 3
Sachanlagen 11.123 -357 11.481 11.891
Umlaufvermögen 588 290 298 202
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 166 58 107 108
Kasse, Bankguthaben, Schecks 422 232 190 94
Rechnungsabgrenzungsposten 6 -4 10 6
Summe AKTIVA 11.717 -72 11.789 12.102
Zweckverband Erholungsgebiet Unterbacher See
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 481
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 9.755 301 9.454 9.657
Gewinnrücklagen 11.239 0 11.239 11.239
Gewinnvortrag / Verlustvortrag -1.786 -203 -1.583 -1.366
Jahresergebnis 301 504 -203 -217
Sonderposten 637 -81 718 764
Rückstellungen 754 -142 896 800
Verbindlichkeiten 561 -150 711 871
Rechnungsabgrenzungsposten 10 1 9 11
Summe PASSIVA 11.717 -72 11.789 12.102
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 2.498 -35 2.533 1.980
Andere aktivierte Eigenleistungen 4 4 - 0
Erträge aus Zuwendungen 1.026 171 855 855
Sonstige betriebliche Erträge 927 777 149 174
Materialaufwand 238 -57 295 271
Personalaufwand 2.141 125 2.016 1.673
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.291 384 907 746
Abschreibungen 463 -16 479 495
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0 -3 3 1
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4 -25 29 38
Steuern vom Einkommen und Ertrag 17 0 17 4
Ergebnis nach Steuern 301 504 -203 -217
Jahresergebnis 301 504 -203 -217
Finanzbeziehungen (in TEUR)
Landeshauptstadt Düsseldorf 971 Erträge
Stadtsparkasse Düsseldorf 188 Verbindlichkeiten
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 83,3 3,1 80,2 79,8
Eigenkapitalrentabilität (in %) 3,1 5,2 -2,1 -2,2
Anlagendeckung (in %) 87,7 5,4 82,3 81,2
Verschuldungsgrad (in %) 13,6 -3,5 17,1 17,4
Zweckverband Erholungsgebiet Unterbacher See
482 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Umsatzrentabilität (in %) 12,1 20,1 -8,0 -10,9
Mitarbeiteranzahl 26 -1 27 25
Besucher Strandbad Nord 29.235 -25.644 54.879 28.788
Besucher Strandbad Süd 69.290 -17.840 87.130 43.794
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Die Ertragslage hat sich sowohl gegenüber
dem Wirtschaftsplan als auch dem Vorjahr
aufgrund der (einmaligen) Auflösung einer
Pensionsrückstellung deutlich verbessert.
Die Gesamterträge (ohne die Verbandsum-
lage in Höhe von 1.026 Tausend Euro)
liegen bei rund 3.429 Tausend Euro und
damit um rund 519 Tausend Euro bezie-
hungsweise 17,8 Prozent über den geplan-
ten Erträgen in Höhe von 2.910 Tausend
Euro. Im Vorjahresvergleich liegen die
Erträge um rund 743 Tausend Euro be-
ziehungsweise 27,7 Prozent über den
Gesamterträgen von 2022 in Höhe von rund
2.686 Tausend Euro. Die Verbandsumlage in
Höhe von 1.026 Tausend Euro musste auf-
grund der stark gestiegenen Energie- und
Personalkosten das erste Mal seit dem
Geschäftsjahr 2015 erhöht werden.
Die Gesamtaufwendungen in Höhe von rund
4.156 Tausend Euro liegen um 167 Tausend
Euro beziehungsweise 3,9 Prozent unter den
geplanten Aufwendungen von 4.323 Tau-
send Euro. Im Vergleich zum Vorjahr (3.743
Tausend Euro) stiegen die Gesamtaufwen-
dungen um rund 413 Tausend Euro be-
ziehungsweise 11,0 Prozent.
Umsätze nach Betriebsbereichen
Die Summe der Umsatzerlöse in Höhe von
rund 2.498 Tausend Euro haben das Planziel
in Höhe von 2.827 Tausend Euro um rund
329 Tausend Euro beziehungsweise 11,6
Prozent verfehlt. Gegenüber den Umsatz-
erlösen des Vorjahres in Höhe von rund
2.533 Tausend Euro wurde ein geringer
Umsatzrückgang in Höhe von rund 35 Tau-
send Euro beziehungsweise 1,4 Prozent
gebucht.
Die Umsatzerlöse der Strandbäder in Höhe
von rund 350 Tausend Euro blieben deutlich
unter dem Planziel von 491 Tausend Euro (-
141 Tausend Euro beziehungsweise 28,6
Prozent). Gegenüber dem Vorjahresergebnis
in Höhe von rund 468 Tausend Euro wurde
ein Umsatzrückgang um rund 118 Tausend
Euro beziehungsweise 25,2 Prozent fest-
gestellt.
Die Gesamtumsätze der Campingplätze
einschließlich Touristen- und Saisoncamping,
Verkaufserlöse und Minigolf in Höhe von
rund 928 Tausend Euro blieben rund 101
Tausend Euro beziehungsweise 9,9 Prozent
unterhalb des gesteckten Ziels von rund
1.030 Tausend Euro. Das Vorjahresergebnis
in Höhe von rund 942 Tausend Euro wurde
um rund 14 Tausend Euro beziehungsweise
1,5 Prozent unterschritten.
Die Gesamtumsätze für den Wassersport mit
Segelschule, Segel- und Tretbootverleih,
Liegeplätzen und so weiter in Höhe von rund
840 Tausend Euro erreichten die Erlöserwar-
tungen von rund 875 Tausend Euro nicht
ganz (-36 Tausend Euro beziehungsweise -
4,1 Prozent). Die Vorjahreserlöse in Höhe
von rund 854 Tausend Euro wurden um
knapp verfehlt (-14 Tausend Euro be-
ziehungsweise 1,70 Prozent).
Die Umsätze aus Pachten (einschließlich
Nebenkosten) in Höhe von rund 216 Tau-
send Euro lagen rund 11 Tausend Euro
beziehungsweise 5,0 Prozent unter dem
Planansatz von 227 Tausend Euro. Das
Zweckverband Erholungsgebiet Unterbacher See
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 483
Vorjahresergebnis in Höhe von rund 224
Tausend Euro wurde um rund 8 Tausend
Euro beziehungsweise 3,6 Prozent unter-
schritten.
Die Erlöse aus den übrigen Bereichen
betrugen 164 Tausend Euro gegenüber 49
Tausend Euro im Vorjahr. Hierin sind im
Wesentlichen die erstmalig im Jahr 2023
erzielten Erträge aus der Parkraumbewirt-
schaftung in Höhe von 116 Tausend Euro
enthalten.
Die Sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe
von rund 927 Tausend Euro übertrafen den
Planansatz von rund 82 Tausend Euro um
rund 845 Tausend Euro. Darin enthalten
sind Erträge aus der Auflösung von Sonder-
posten aufgrund der Abschreibung für
Investitionen nach Attraktivierungszuschuss
durch die Landeshauptstadt Düsseldorf in
Höhe von rund 75 Tausend Euro sowie
Erträge aus der Auflösung von Rück-
stellungen in Höhe von 490 Tausend Euro
(davon 447 Tausend Euro Einmaleffekt
Pensionsrückstellung). Zum Vorjahreswert in
Höhe von 149 Tausend Euro stiegen die
Erträge um rund 778 Tausend Euro
beziehungsweise 334,4 Prozent.
Die Gesamtaufwendungen in Höhe von rund
4.156 Tausend Euro lagen um rund 167
Tausend Euro beziehungsweise 3,9 Prozent
unter den geplanten Aufwendungen von
4.323 Tausend Euro und um rund 413
Tausend Euro beziehungsweise 11,0 Prozent
über den Aufwendungen des Vorjahres in
Höhe von rund 3.743 Tausend Euro.
Der wesentliche Aufwand des Zweckver-
bands ist der Personalaufwand in Höhe von
rund 2.141 Tausend Euro, der 51,5 Prozent
der Gesamtaufwendungen ausmacht und im
Berichtsjahr um rund 329 Tausend Euro
beziehungsweise 13,3 Prozent unter den
geplanten Aufwendungen in Höhe von 2.470
Tausend Euro lag.
Aufwandssteigernd (im Vergleich zum
Vorjahr) wirkte sich die in der Tarifrunde
zum Tarifvertrag Öffentlicher Dienst (TVÖD)
beschlossene Entgelterhöhung aus. Auf
Basis dieser wurde ab Juni 2023 jedem
Tarifangestellten eine lnflationsausgleichs-
prämie in Höhe von 2.560 Tausend Euro im
Jahr 2023 ausgezahlt. Im Vorjahresvergleich
mit insgesamt 2.016 Tausend Euro Aufwen-
dungen wurden rund 125 Tausend Euro
beziehungsweise 6,2 Prozent höhere
Aufwendungen gebucht.
Mit rund 31,1 Prozent Anteil an den Gesamt-
aufwendungen schlägt die Sammelposition
der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen
mit 11 Unterpositionen in Höhe von rund
1.291 Tausend Euro zu buche. Gegenüber
dem Planansatz in Höhe von 1.017 Tausend
Euro wurden demnach höhere
Aufwen-
dungen in Höhe von rund 274 Tausend Euro
beziehungsweise 26,9 Prozent gebucht.
Im Vergleich zu den Vorjahresaufwendungen
in Höhe von 907 Tausend Euro wurden im
Berichtsjahr rund 385 Tausend Euro
beziehungsweise 42,4 Prozent höhere
Aufwendungen getätigt. Darin enthalten sind
die „Verschiedenen betrieblichen Kosten" in
Höhe von rund 761 Tausend Euro, die den
Planansatz um 309 Tausend Euro
beziehungsweise 68,3 Prozent überschritten.
Die Vorjahresaufwendungen in Höhe von
rund 414 Tausend Euro wurden um rund
346 Tausend Euro beziehungsweise 83,6
Prozent überschritten. Die sehr deutliche
Überschreitung des Planes und des
Vorjahres liegt darin begründet, dass die
Kosten für die Wiederherstellung des
Ostufers in Höhe von rund 267 Tausend
Euro in die „Verschiedenen betrieblichen
Kosten" gebucht wurden, während die dafür
erhaltenen Fördergelder des Landes NRW in
die „sonstigen Erträge" gebucht wurden.
Die nächsthöhere Aufwandsposition sind die
Raumkosten mit den Energie- und
Wasserkosten. Diese wurde mit insgesamt
rund 348 Tausend Euro gebucht. Damit
wurden die Plankosten in Höhe von 387
Tausend Euro um rund 39 Tausend Euro
beziehungsweise 10,1 Prozent
unterschritten. Die Vorjahresaufwendungen
Zweckverband Erholungsgebiet Unterbacher See
484 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
in Höhe von rund 280 Tausend Euro wurden
um rund 67 Tausend Euro beziehungsweise
24 Prozent überschritten. Dies liegt in erster
Linie an den weiterhin hohen Energiekosten.
Rund 11,2 Prozent der Gesamtaufwen-
dungen werden in den Abschreibungen auf
immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe
von rund 464 Tausend Euro gebucht, die da-
mit rund 39 Tausend Euro beziehungsweise
7,8 Prozent unter den geplanten Abschrei-
bungen in Höhe von 503 Tausend Euro
lagen. Im Vorjahresvergleich verringerten
sich die Abschreibungen um rund 15 Tau-
send Euro beziehungsweise 3,1 Prozent.
Der Materialaufwand setzt sich aus den
beiden Positionen Aufwendungen für Roh-,
Hilfs- und Betriebsstoffe sowie aus
Aufwendungen für bezogene Leistungen
zusammen und hat einen Anteil am
Gesamtaufwand von 5,7 Prozent. Die
Aufwendungen in Höhe von rund 238
Tausend Euro unterschritten die Planzahl
von 293 Tausend Euro um rund 55 Tausend
Euro beziehungsweise 18,6 Prozent. Die
Vorjahresaufwendungen in Höhe von rund
295 Tausend Euro wurden um rund 27
Tausend Euro beziehungsweise 19,4 Prozent
unterschritten.
Vermögens- und Finanzlage
Der Anteil des Anlagevermögens am Ge-
samtvermögen ist weiterhin sehr hoch. Dies
spiegelt die Kennzahl der Anlagenintensität
wider, die im Berichtsjahr bei 94,9 Prozent
liegt und sich damit zum Vorjahr von 97,4
Prozent um 2,5 Prozentpunkte verringert
hat. Demgegenüber hat sich der Anteil des
kurzfristig gebundenen Vermögens (Umlauf-
intensität) von 2,6 Prozent aus dem Vorjahr
auf 5,1 Prozent im Berichtsjahr um 2,5 Pro-
zentpunkte erhöht.
Die Grundstücke und Gebäude mit einem
Anlagenwert in Höhe von rund 10.375 Tau-
send Euro (Vorjahr rund 10.644 Tausend
Euro) bilden den größten Teil des Sach-
anlagevermögens in Höhe von insgesamt
rund 11.123 Tausend Euro (Vorjahr rund
11.481 Tausend Euro) auf der Aktivseite der
Bilanz. Für die Pflege, Instandsetzung,
Unterhaltung und Weiterentwicklung der
Vermögensteile sind jährlich erhebliche
Mittel aufzuwenden, die aufgrund der sozial-
verträglichen Tarifstruktur und der Wetter-
abhängigkeit aus den eigenen Erträgen nicht
gedeckt werden können. Zur Erhaltung der
Vermögenssubstanz ist der Zweckverband
daher nach wie vor auf die Zuschüsse der
Verbandsmitglieder angewiesen.
Gegenpositionen auf der Passivseite sind
zum einen das durch die Verbandsmitglieder
eingebrachte Verbandsvermögen in Höhe
von rund 9.755 Tausend Euro (Vorjahr rund
9.454 Tausend Euro), die Rückstellungen für
Pensionen und Beihilfen mit rund 6 Tausend
Euro (Vorjahr rund 483 Tausend Euro) sowie
der Sonderposten für Investitionszuschüsse
in Höhe von rund 637 Tausend Euro (Vor-
jahr rund 718 Tausend Euro).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kredit-
instituten aus Darlehen in Höhe von rund
322 Tausend Euro (Vorjahr: 376 Tausend
Euro) sind unter Berücksichtigung der plan-
mäßigen Tilgungen im Vorjahresvergleich
um rund 54 Tausend Euro gesunken. Die
Gesamtverbindlichkeiten sind von rund 711
Tausend Euro im Jahr 2022 auf rund 561
Tausend Euro im Berichtsjahr gesunken.
Die Eigenkapitalquote (inklusive Sonder-
posten) des Zweckverbandes lag im
Berichtsjahr bei 88,7 Prozent und ist damit
als ausgezeichnet einzustufen. Im Jahr 2022
lag die Quote bei 86,3 Prozent, das heißt sie
hat sich um 2,4 Prozentpunkte verbessert.
Der Sonderposten für Investitionszuschüsse
hatte im Berichtsjahr einen Anteil an der
Bilanzsumme von 5,4 Prozent (Vorjahr: 6,1
Prozent). Die Fremdkapitalquote lag im
Berichtsjahr bei 11,3 Prozent und sank
somit um 2,4 Prozentpunkte im Vergleich
Zweckverband Erholungsgebiet Unterbacher See
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 485
zum Vorjahr (13,7 Prozent). Der Verschul-
dungsgrad betrug im Berichtsjahr 12,8 Pro-
zent und ist im Vergleich zum Vorjahr (15,9
Prozent) um 3,1 Prozentpunkte gesunken.
Die Gesamtinvestitionen im Berichtsjahr
betrugen rund 106 Tausend Euro (Vorjahr:
66 Tausend Euro) und lagen damit um rund
40 Tausend Euro beziehungsweise 60 Pro-
zent über denen des Vorjahres.
Den größten Anteil an den Investitionen
hatten mit rund 28 Tausend Euro bezie-
hungsweise 26 Prozent eine Calisthenics
Anlage und mit rund 20 Tausend Euro und
einem Anteil von 19 Prozent eine Schran-
kenanlage zur Absicherung eines Kunden-
parkplatzes, reserviert für Segelschüler,
Liegeplatzmieter und Vereinsvorstände zur
Vermeidung von Parkgebühren.
Die Finanzlage weist im Geschäftsjahr einen
positiven Cashflow in Höhe von 231 Tausend
Euro (Vorjahr: +96 Tausend Euro) aus. Der
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
lag im Berichtsjahr bei -635 Tausend Euro
und verringerte sich damit um -160 Tausend
Euro im Vergleich zum Vorjahr (-475 Tau-
send Euro). Der Cashflow aus Investitions-
tätigkeit lag bei -102 Tausend Euro und
verringerte sich damit um -44 Tausend Euro
im Vergleich zum Vorjahr (-58 Tausend
Euro). Der Cashflow aus Finanzierungs-
tätigkeit lag bei 968 Tausend Euro und stieg
damit um 339 Tausend Euro im Vorjahres-
vergleich (629 Tausend Euro). Verbindlich-
keiten bei Kreditinstituten wurden plan-
mäßig getilgt in Höhe von 54 Tausend Euro
(Vorjahr: 71 Tausend Euro).
Der Finanzmittelbestand des Zweckver-
bandes hat sich· von 190 Tausend Euro
(Vorjahr) auf 422 Tausend Euro erhöht.
Die Finanzierung zur Aufrechterhaltung der
Liquidität erfolgt in der Regel in Form von
jährlichen Verbandsumlagen der am Zweck-
verband beteiligten Städte. Sie ist aufgrund
der sozialverträglichen Tarifstruktur und der
saisonalen Ertragsschwankungen unabding-
bar. Die Verbandsumlagen werden auf Basis
der jährlichen Wirtschaftspläne festgelegt,
und mussten in 2023 das erste Mal seit
2015 aufgrund der großen Kostensteigerung
angehoben werden.
Darüber hinaus existieren Bankdarlehen, die
sowohl zur Deckung des laufenden Finanz-
bedarfs als auch für Investitionen aufge-
nommen wurden. Im Jahr 2021 wurde ein
Liquiditätsrahmenkredit zur Deckung eines
pandemiebedingten kurzfristigen Liquiditäts-
engpasses in Höhe von 300 Tausend Euro
bei der Landeshauptstadt Düsseldorf aufge-
nommen. Die noch offenen 25 Prozent der
abgeforderten Mittel in Höhe von 200 Tau-
send Euro wurden im Berichtsjahr voll-
ständig zurückgezahlt.
Auszahlungen aus der Verbandsumlage
erfolgen nach Bedarf und entsprechender
Anforderung, auch unter Berücksichtigung
des Wirtschaftsplans. Da die überwiegenden
Angebote und Einrichtungen des Zweckver-
bands vom Wetter abhängig sind, unterliegt
die Schätzung möglicher Einnahmen aus der
laufenden Geschäftstätigkeit vielen Unwäg-
barkeiten. Daher erfolgt die Planung auf
Basis von Erfahrungswerten aus Vorjahren
unter Einbeziehung zukünftiger Erwartungen
und geplanter Investitionen. Auf der Aus-
gabenseite werden die erwarteten Auszah-
lungen ermittelt, um die entsprechende
Liquidität vorhalten zu können.
Chancen und Risiken
Zuträglich für weitere Nachfragesteige-
rungen sind wachsende Einwohnerzahlen im
Ballungsraum Düsseldorf und in unmittel-
barer Nähe des Erholungsgebietes, durch
Wohnungsbauprojekte in Düsseldorf
Unterbach „Wohnen im Hochfeld" und
Gerresheim durch Ausbau des Glashütten-
geländes.
Zweckverband Erholungsgebiet Unterbacher See
486 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Durch vielseitige Alternativangebote im
Bereich der Freizeitaktivitäten im Einzugs-
gebiet des Unterbacher Sees und der
Wetterabhängigkeit, bestehen weiterhin
schwer kalkulierbare Ertragsrisiken.
Die in regelmäßigen Abständen den Markt-
bedingungen anzupassenden sozialverträg-
lichen Tarife des Zweckverbands ent-
sprechen dem Satzungsziel der gemein-
nützigen Förderung der öffentlichen Gesund-
heitspflege, des Sports und des Landschafts-
schutzes und sichern den Nutzern zu, dass
die vielseitigen Einrichtungen für jedermann
erschwinglich bleiben. Jedoch decken die in
der Saison zu erzielenden Einnahmen auf-
grund der sozialverträglichen Tarifstruktur
bei weitem nicht die Aufwendungen, die zum
Betrieb. und der Weiterentwicklung des
Erholungsgebietes erforderlich sind.
Darüber hinaus werden einige Angebote
sogar kostenlos erbracht, wie beispielsweise
die Waldpflege und die gesamte Wegeinfra-
struktur, die einen erhöhten Sanierungs-
bedarf aufweist.
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
Peter von Rappard
Michael Frisch
Verbandsversammlung
Vorsitz
Dagmar von Dahlen
Stellvertretung
Ratsherr Ulrich Wensel
Landeshauptstadt
Düsseldorf
Stellvertretung Vorsitz
Ratsherr Burkhard Albes
Stellvertretung
Ratsfrau Elke Fobbe
Landeshauptstadt
Düsseldorf
Mitglied
Ratsherr Rolf Buschhausen
Stellvertretung
Ratsherr Dirk Peter Sültenfuß
Landeshauptstadt
Düsseldorf
Amtsleiter Stefan Ferber (ab 01.07.2023) Landeshauptstadt
Düsseldorf
Ratsherr Jürgen Fischer
Stellvertretung
Ratsherr Samy Charchira
Landeshauptstadt
Düsseldorf
Barbara Geiss-Kuchenbecker Stadt Erkrath
Amtsleiterin Eva Kulot
Stellvertretung
Stefan Boesel
Landeshauptstadt
Düsseldorf
Amtsleiter Thomas Loosen (bis 30.06.2023)
Stellvertretung
Landeshauptstadt
Düsseldorf
Zweckverband Erholungsgebiet Unterbacher See
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 487
Andreas Luberichs
Ratsfrau Dr. Christine Rachner
Stellvertretung
Felix Droste
Landeshauptstadt
Düsseldorf
Stadtkämmerin Dorothée Schneider
Stellvertretung
Christian van Beeck
Landeshauptstadt
Düsseldorf
Christoph Schultz Stadt Erkrath
Beigeordneter Peter Stuhlträger Stadt Hilden
Amtsleiterin Doris Törkel
Stellvertretung
Paul Schmitz
Landeshauptstadt
Düsseldorf
Reinhard Zenker Stadt Hilden
Verbandsvorsteher/-in
Beigeordneter Jochen Kral
Stadtkämmerer Thorsten Schmitz Stadt Erkrath
Zweckverband IT-Kooperation Rheinland
488 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Zweckverband IT-Kooperation Rheinland
Firmensitz
Hammfelddamm 4
41460 Neuss
Telefon: 02131 750-0
Ziele der Beteiligung und Erfüllung des öffentlichen Zwecks
(1) Der Zweckverband betreibt die Kom-
munale Datenverarbeitungszentrale (KDVZ)
IT Kooperation Rheinland (im folgenden ITK
Rheinland genannt).
(2) Der Zweckverband hat die Aufgabe, die
KDVZ für die Verbandsmitglieder zu betreiben
und Technikunterstützte Informationsver-
arbeitung (TUIV) im Sinne eines Beratungs-,
Organisations-, Software-, Qualifizierungs-
und Produktionsverbundes für seine Ver-
bandsmitglieder bereitzustellen.
Insbesondere obliegen ihm
Entwicklung und Fortschreibung
gemeinsamer Standards für eine
einheitliche Informationstechnische
Infrastruktur,
Entwicklung und Fortschreibung von
Konzeptionen zu Einsatz und Nutzung
der TUIV,
Auswahl und Beschaffung, Neuent-
wicklung, Weiterentwicklung und
Pflege der Anwendungssoftware,
Organisation und Bereitstellung von
Beratung und Unterstützung sowie
Betreuung und Schulung,
Abwicklung der zentralen Produktion,
Organisation der netztechnischen
Infrastruktur zwischen der ITK Rhein-
land und den Anwenderverwaltungen,
einschließlich Betreiben der Netze,
Organisation und Betrieb (auch
Support und Service) der IT-Infra-
struktur sowie der Kommunikations-
technik in den Anwenderverwaltungen
auf deren Wunsch,
auf Wunsch der Anwenderverwal-
tungen die Errichtung und der Betrieb
eines Bürgerportals (zentrale Iden-
tifikationsplattform zur Abwicklung
„dahinter liegender“ Bürgerdienste)
einschließlich des zentralen Führens
notwendiger Berechtigungszertifikate
organisatorische Weiterentwicklung
der Zusammenarbeit.
Das Unternehmen selbst hält keine Beteiligungen.
Zweckverband IT-Kooperation Rheinland
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 489
Übersicht über den Stand der Verbindlichkeiten und die Entwicklung
des Eigenkapitals
Aktiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Anlagevermögen 56.859 -182 57.040 54.055
Immaterielle Vermögensgegenstände 6.897 -382 7.279 4.821
Sachanlagen 5.962 200 5.762 5.234
Finanzanlagen 44.000 0 44.000 44.000
Umlaufvermögen 31.731 7.949 23.782 19.152
Vorräte 819 -426 1.245 1.283
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 16.029 -2.598 18.626 16.457
Kasse, Bankguthaben, Schecks 14.882 10.972 3.910 1.412
Rechnungsabgrenzungsposten 4.217 242 3.975 3.220
Summe AKTIVA 92.806 8.009 84.797 76.426
Passiva
in TEUR
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapital 22.069 5.663 16.407 10.821
Gezeichnetes Kapital 100 0 100 100
Gewinnrücklagen 15.818 5.406 10.412 6.110
Bilanzergebnis 6.151 257 5.894 4.611
Rückstellungen 64.171 1.118 63.053 59.384
Verbindlichkeiten 4.848 1.187 3.661 5.007
Rechnungsabgrenzungsposten 1.718 42 1.676 1.215
Summe PASSIVA 92.806 8.009 84.797 76.426
Zweckverband IT-Kooperation Rheinland
490 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Umsatzerlöse 67.396 3.155 64.241 60.915
Bestandsveränderungen -422 -383 -38 150
Sonstige betriebliche Erträge 149 -912 1.061 1.353
Materialaufwand 25.251 2.703 22.548 23.591
Personalaufwand 24.455 -1.452 25.908 23.727
Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.212 552 3.661 3.529
Abschreibungen 4.830 -59 4.889 4.525
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 100 100 0 58
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.883 161 2.722 2.627
Ergebnis nach Steuern 5.663 77 5.586 4.476
Jahresergebnis 5.663 77 5.586 4.476
Entnahmen aus Rücklagen 489 180 308 134
Bilanzergebnis 6.151 257 5.894 4.611
Kennzahlen (Wirtschaftsdaten, Personal, Leistungen)
2023 Veränderung
2023/2022
2022 2021
Eigenkapitalquote (in %) 23,8 4,4 19,3 14,2
Eigenkapitalrentabilität (in %) 25,7 -8,4 34,0 41,4
Anlagendeckung (in %) 38,8 10,1 28,8 20,0
Umsatzrentabilität (in %) 8,4 -0,3 8,7 7,3
Mitarbeiteranzahl 375 21 354 340
Zweckverband IT-Kooperation Rheinland
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 491
Wirtschaftliche Entwicklung
Ertragslage
Im Jahr 2023 hat die ITK Rheinland einen
Jahresüberschuss in Höhe von 5.663 Tau-
send Euro erwirtschaftet und weist eine
Kostenüberdeckung in Höhe von 6.151 Tau-
send Euro aus.
Die Umsatzsteigerung gegenüber dem
Vorjahr im Bereich der Erlöse mit Verbands-
mitgliedern in Höhe von 2.126 Tausend Euro
resultiert hauptsächlich aus der Steigerung
der zusätzlichen Aufträge durch die Ver-
bandsmitglieder.
Die Erlöse mit Dritten und die Erlöse aus
Weiterverrechnung verzeichnen im Vergleich
zum Vorjahr ebenfalls eine Steigerung. Die
getätigten Abrufe für den Digitalpakt Schule
wurden im Jahr 2023 im Vergleich zum
Vorjahr wieder vermehrt vorgenommen.
Im Jahr 2023 konnte der Bestand an
unfertigen Leistungen gegenüber dem
Vorjahr verringert werden.
Die Veränderungen zum Vorjahr in den
sonstigen betrieblichen Erträgen ergeben
sich im Wesentlichen aus folgenden Sach-
verhalten:
Die Erstattungsansprüche auf (anteilige)
Zahlung von Pensionen und Beihilfen be-
stehen gegenüber früheren Dienstherren
hinsichtlich der bereits vor der Fusion er-
worbenen Ansprüche von übernommenen
Beamtinnen und Beamten sowie den Erstat-
tungsansprüchen aus Beihilfen für die 14
Beamtinnen und Beamten, die durch die
Fusion mit dem IT-Bereich der Stadt
Mönchengladbach zur ITK Rheinland ge-
wechselt sind. Hier ist eine deutliche Re-
duzierung im Vergleich zum Vorjahr zu
verzeichnen. Dies steht ebenfalls im Zusam-
menhang mit den Veränderungen bei den
Pensionen und Beihilfen und den daraus
resultierenden, geringeren Erstattungs-
ansprüchen.
Die im Jahr 2022 gebildeten und bestehen-
den Rückstellungen wurden 2023 zu einem
Großteil in Anspruch genommen. Rückstel-
lungen, bei denen die ursprünglichen
Ansatz- und Bewertungsvoraussetzungen
aufgrund neuer Erkenntnisse entfallen oder
zu aktualisieren sind, wurden teilweise oder
ganz aufgelöst. Die Höhe dieser Auflösungen
war im Vergleich zum Vorjahr jedoch etwas
höher.
Die übrigen Erträge enthalten im Wesent-
lichen Skontoerträge und Erträge aus
sonstigen Kostenerstattungen, die keinen
Bezug zur Leistungserbringung der ITK
Rheinland haben. Diese sind im Vergleich
zum Vorjahr leicht gestiegen.
Die Aufwendungen für Hilfs- und Betriebs-
stoffe lagen mit rund -319 Tausend Euro
unter dem Vorjahreswert. Der deutliche
Rückgang in diesem Bereich ist im Wesent-
lichen auf die reduzierten Abrufe bei den
Lizenzen und Hardware aus Weiterver-
rechnungen für IT an Schulen aufgrund des
Digitalpakts Schule zurückzuführen. Der
Anteil an erworbenen Lizenzen unter 250
Euro ist leicht gestiegen.
In Summe sind die Aufwendungen für
bezogene Leistungen um 3.023 Tausend
Euro gegenüber dem Vorjahr gestiegen.
Dies liegt hauptsächlich an gestiegenen
Kosten aus Softwarewartung und Soft-
waremiete für neue Produkte, den ersten
Aufwendungen für das Backup-Rechen-
zentrum und einer Steigerung bei den
sonstigen Dienstleistungen für dauerhaft
bezogene Leistungen. Die hier enthaltenen
Weiterverrechnungen sind aufgrund der
Abrufe für den Digitalpakts Schule wieder
deutlich gestiegen.
Im Jahr 2023 haben sich die Personalkosten
gegenüber dem Vorjahr um rund -6 Prozent
verändert. Die Bemühungen der ITK Rhein-
land qualifiziertes Personal zu finden,
Zweckverband IT-Kooperation Rheinland
492 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
werden stetig fortgeführt und haben in
diesem Jahr zu einer Steigerung des Auf-
wands für das aktive Personal geführt.
Jedoch fielen die Zuführungen zu den
Pensions- und Beihilferückstellungen negativ
aus. Die bereits im Geschäftsverlauf dar-
gelegten Gründe für die Abweichungen im
Bereich der Pensions- und Beihilferückstel-
lungen führen auch im Vergleich zum Vor-
jahr zu einer Reduzierung des Personal-
aufwands.
Die Abschreibungen sind gegenüber dem
Vorjahr leicht um -59 Tausend Euro ge-
sunken.
Insgesamt liegt die Position „sonstige
betriebliche Aufwendungen" mit 552 Tau-
send Euro über dem Vorjahresbetrag.
Die Steigerung der sonstigen betrieblichen
Aufwendungen ist unter anderem auf höhere
Kosten bei der Telekommunikation zurück-
zuführen. Corona-bedingte Mehrbedarfe an
Bandbreite führen hier dauerhaft zu einer
Erhöhung der Kosten. Insbesondere die
Änderungen im Umgang mit HomeOffice
werden langfristig gesehen nicht wieder
zurückgenommen werden. Darüber hinaus
gab es einen höheren Bedarf von in An-
spruch genommenen externen Dienst-
leistungen insbesondere ein gestiegener
Rechts- und Beratungsbedarf.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem
Vorjahr um 8.009 Tausend Euro verändert.
Hauptursache für diese Steigerung ist ein
höherer Bestand an liquiden Mitteln mit
einer Steigerung von 10.972 Tausend Euro.
Eine leichte Verringerung des Anlagever-
mögens um -182 Tausend Euro und eine
Reduzierung bei den Forderungen gegen
Verbandsmitglieder zum Bilanzstichtag um -
2.246 Tausend Euro kompensieren die
Erhöhung jedoch nur zum Teil.
Die Anlagendeckung (Deckung des Anlage-
vermögens durch das Eigenkapital) ergab
einen Wert von 38,8 Prozent (Vorjahr 28,8
Prozent). Unter zusätzlicher Berücksich-
tigung des langfristigen Fremdkapitals
betrug die Anlagendeckung 144,4 Prozent
(Vorjahr 132,9 Prozent). Die Langfrist-
Deckung, das heißt die Deckung des
Anlagevermögens und des langfristigen
Umlaufvermögens durch Eigenkapital und
langfristiges Fremdkapital, lag bei 117,0
Prozent (Vorjahr 105,8 Prozent). Die
Forderung, dass langfristig gebundenes
Vermögen durch langfristiges Kapital
finanziert werden soll, konnte im laufenden
Jahr erneut erfüllt werden.
Im Berichtsjahr wurden 4.661 Tausend Euro
(Vorjahr 7.874 Tausend Euro) in das An-
lagevermögen (ohne Finanzanlagen) inves-
tiert. Hierbei handelte es sich überwiegend
um Ersatzbeschaffungen von Servern und
sonstiger Hardware sowie Lizenzen. Die
gesamten Investitionen wurden zu 103,6
Prozent (Vorjahr 62,1 Prozent) durch
Abschreibungen gedeckt. Die Finanzierung
erfolgte aus dem laufenden Cashflow.
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023
betrug die Eigenkapitalquote 23,8 Prozent
gegenüber 19,3 Prozent im Vorjahr.
Am Bilanzstichtag stehen den kurzfristigen
Forderungen in Höhe von 2.718 Tausend
Euro (Vorjahr 3.958 Tausend Euro) sowie
den liquiden Mitteln in Höhe von 14.882
Tausend Euro (Vorjahr 3.910 Tausend Euro)
kurzfristige Rückstellungen und Verbindlich-
keiten von 8.877 Tausend Euro (Vorjahr
7.080 Tausend Euro) gegenüber.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten liegen bei
4.718 Tausend Euro (Vorjahr 3.444 Tausend
Euro). Die kurzfristigen Rückstellungen be-
laufen sich auf 4.160 Tausend Euro (Vorjahr
3.636 Tausend Euro) und die langfristigen
Rückstellungen in Höhe von 60.012 Tausend
Euro (Vorjahr 59.417 Tausend Euro) haben
zum Bilanzstichtag einen Anteil von 64,7
Zweckverband IT-Kooperation Rheinland
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 493
Prozent (Vorjahr 70,1 Prozent) an der
Bilanzsumme. Insbesondere die Erhaltenen
Anzahlungen auf Bestellungen sind aufgrund
von begonnenen Projekten für die Folge-
jahre deutlich angestiegen.
Der Zweckverband verfügt entsprechend der
aktuellen Liquiditätsplanung mittel- bis
langfristig über eine ausreichende Liquidität,
die jedoch auch der Refinanzierung der
künftig fälligen Pensionsverpflichtungen
dient. Anhand des Vermögens- und Finanz-
plans werden der Kapitalbedarf und die
Fremdkapitalaufnahme abgestimmt. Für die
zukünftigen Zahlungsströme der Pensionen
wurden die vorhandenen liquiden Mittel in
Geldanlagen gezeichnet. Diese haben
bedarfsorientierte Laufzeiten, so dass die
Rückzahlungen dann erfolgen, wenn die
liquiden Mittel für die zukünftigen Pensions-
zahlungen benötigt werden. Die Zahlungs-
fähigkeit war jederzeit gesichert.
Die ITK Rheinland verfolgt im Bereich des
Finanzmanagements das Ziel, die Finan-
zierung des laufenden Geschäfts und der
Investitionen zu optimieren. Für die Finan-
zierung des laufenden Geschäfts, der Kredit-
tilgung und der Investitionen stehen der
Cashflow sowie eine Kreditlinie von 10
Millionen Euro zur Verfügung.
Chancen und Risiken
Chancen
Ausdehnung des Leistungsportfolios für die
Verbandsmitglieder
Die durch die letzten Fusionen entstandene
größere personelle Basis ermöglicht Quali-
tätssteigerungen und eine Vertiefung der
angebotenen Dienstleistungen. Zudem
eröffnen sich neue Möglichkeiten zur Be-
wältigung der anstehenden Herausforde-
rungen bezüglich steigender Komplexität,
Demografie und Fachkräftemangel in der IT.
Aufbau eines Compliance Management
Systems
Mit dem Aufbau eines Prozessmanagements,
verschiedener Zertifizierungen im Bereich
Rechenzentrum und Qualitätsmanagement
wurde der Bedarf nach einem Compliance
Management System (CMS) für die ITK
Rheinland bereits deutlich. Zusätzlich dazu
wurde im Jahr 2020 beschlossen, ein Tax
CMS aufzubauen. Dies wurde im Jahr 2023
durch die KPMG zertifiziert. Im Rahmen der
Vorbereitungen für das Tax CMS wurde
deutlich, dass ein umfassendes CMS für die
ITK Rheinland empfehlenswert ist. Hierzu
wurde von Seiten des Prozessmanagements
ein Vorschlag erarbeitet, welcher aktuell
umgesetzt wird.
Darüber hinaus wurde deutlich, dass auch
der Aufbau eines Risikomanagementsystems
für die ITK Rheinland sinnvoll ist. Im
Rahmen der bestehenden Zertifizierungen
existiert für Teilbereiche der ITK Rheinland
bereits ein Risikomanagement, jedoch nicht
vollumfänglich. Auch im Kontext der Zerti-
fizierung des Tax CMS wurde weiterer
Bedarf für eine vollumfängliche Risikobe-
trachtung der ITK Rheinland erkannt.
Mit dem Aufbau des Compliance Manage-
ment Systems und dem damit einher-
gehenden Aufbau des Risikomanagement-
systems, stellt sich die ITK Rheinland
adäquat für die Zukunft auf. So können zum
Beispiel neue Regularien als Risiko erkannt
und frühzeitig Maßnahmen ergriffen werden.
Zusammenarbeit mit dem kdvz Rhein-Erft-
Rur
Der Verwaltungsrat hat die Geschäfts-
führung der ITK Rheinland am 13. März
2024 damit beauftragt, weitergehende
Gespräche mit der kdvz Rhein-Erft-Rur im
Hinblick auf eine verstärkte Zusammen-
arbeit aufzunehmen.
In den vorangegangenen Monaten hatten
die Führungskräfte beider Einrichtungen
gemeinsam die Möglichkeiten einer engeren
Zweckverband IT-Kooperation Rheinland
494 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
Zusammenarbeit betrachtet. Intention der
verstärkten Zusammenarbeit ist es, bei
gleichen Produkten oder Themenstellungen
Ressourcen zu bündeln sowie vorhandene
Lösungen oder Schnittstellen bei Interesse
dem jeweils anderen Zweckverband zur
Verfügung zu stellen. Durch die partielle
Aufgabenbündelung können vorhandene
Kompetenzen zusammengelegt, der Ab-
nehmerkreis erweitert und Kostenredu-
zierungen beziehungsweise qualitative
Verbesserungen bei bestehenden gleich-
artigen Leistungen und Produkten erzielt
werden.
Perspektivisch sollen die gemeinsamen
Aktivitäten nach einer Reviewphase weiter
ausgebaut werden. Die Zusammenarbeit mit
der kdvz Rhein-Erft-Rur eröffnet darüber
hinaus neue Möglichkeiten zur Bewältigung
der anstehenden Herausforderungen bezüg-
lich steigender Komplexität, Demografie und
Fachkräftemangel in der IT. Die Initiative
einer verstärkten Kooperation verstehen ITK
und kdvz Rhein-Erft-Rur letztlich als
Investition in die Zukunftssicherheit und
Innovationskraft beider Häuser.
Nachhaltigkeitsberichterstattung
Das im Zuge der 2017 erfolgten Organi-
sationsuntersuchung eingeführte Prozess-
management und Controlling werden bei der
zukünftigen Herausforderung, eine Nach-
haltigkeitsberichterstattung zu implemen-
tieren, von großer Bedeutung sein.
Im Jahr 2023 sind die Vorarbeiten für die in
2024 vorgesehene Ausschreibung für eine
externe Beratung in Bezug auf die Im-
plementierung der Nachhaltigkeitsbericht-
erstattung erfolgt.
Risiken
Das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz
im Unternehmensbereich (KonTraG) sowie
die Eigenbetriebsverordnung für das Land
NRW verpflichtet die ITK Rheinland, ein
angemessenes Risikomanagement einzu-
richten. Insbesondere sollen bestands-
gefährdende Risiken frühzeitig erkannt und
adäquate Maßnahmen zur Risikobe-
herrschung umgesetzt werden.
Der Verbandsvorsteher sieht bei der
zukünftigen Geschäftsentwicklung folgende
Risiken, die absteigend in der Reihenfolge
ihrer Bedeutung aufgeführt werden:
IT-Sicherheit
Die fortschreitende Digitalisierung bringt
viele Vorteile und Möglichkeiten mit sich.
Um die Vorzüge und das volle Potenzial der
Digitalisierung nutzen zu können, muss
gleichzeitig die IT-Sicherheit gestärkt
werden, denn die Bedrohungen durch
Cyber-Kriminelle sind in den letzten Jahren
kontinuierlich gestiegen. Im Jahr 2023
erkannte die ITK Rheinland mit Hilfe ihrer
IT-Sicherheitsinfrastruktur einen deutlichen
Anstieg von Schad-Software und Angriffs-
versuchen auf die IT-Infrastruktur. Der
Umgang mit Schwachstellen ist und bleibt
eine der größten Herausforderungen der IT-
Sicherheit, denn Cyberkriminelle nutzen
diese Lücken, um einen maximalen Schaden
bei ihren Opfern zu verursachen.
Die ITK Rheinland muss als kommunaler IT-
Dienstleister kontinuierlich auf diese dyna-
mische Bedrohungslage reagieren, um einen
bestmöglichen Schutz für die sensiblen
Daten der Anwender im Zweckverband
gewährleisten zu können. Das Rechen-
zentrum ist dabei ein zentraler Bestandteil,
denn alle Verbandsmitglieder sind über
Datenleitungen direkt verbunden.
Dabei greifen die Verbandsmitglieder auf
interne Daten und Verfahren zu, rufen
Informationen aus dem Internet ab oder
stellen Informationen im Internet zur
Verfügung.
Es ist bereits absehbar, dass hierfür weitere
Investitionen und Maßnahmen notwendig
sind. Durch den anhaltenden Ukraine-Krieg
und die damit einhergehende Bedrohung
durch russische Hacker, ist aktuell mit einer
Steigerung von Angriffen zu rechnen. Es
muss daher weiter kontinuierlich in die IT-
Sicherheit investiert werden. Am 28. März
Zweckverband IT-Kooperation Rheinland
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 495
2022 hat der Verwaltungsrat daher be-
schlossen, den Bereich der IT-Sicherheit um
zwei weitere Stellen auszudehnen. Weitere
umfängliche Investitionen in Netzwerk- und
Sicherheitskomponenten wurden in den
Jahren 2022 und 2023 getätigt. Im Jahr
2023 wurde eigens für die IT-Sicherheit eine
Rücklage gebildet. Aus diesen Mitteln wird
2024 ein Protokollierungsserver angeschafft.
Aufgrund der oben genannten Sachverhalte
und der Tatsache, dass der öffentliche
Sektor vermehrt Cyberangriffen ausgesetzt
ist, hat die ITK Rheinland die zwingende
Notwendigkeit erkannt, den Bereich der IT-
Sicherheit mit personellen Ressourcen und
Know-How besser aufzustellen. So wird
neben einem Spezialisten für Cyberabwehr
auch ein BCM-Manager als Unterstützung
gesucht. Der akute Fachkräftemangel und
die Konkurrenz der freien Wirtschaft stellen
bei der zeitnahen Besetzung dieser Stellen
jedoch eine besondere Herausforderung dar.
Personalgewinnung/demographischer
Wandel
In den nächsten Jahren wird eine nicht
unerhebliche Anzahl an Beschäftigten die
ITK Rheinland altersbedingt verlassen.
Zusätzlich zu der Herausforderung, jeweils
geeignete Nachfolger zu finden, ist es
zwingend erforderlich, das vorhandene
Wissen dieser Kollegen zu transferieren
beziehungsweise in geeigneter Form zu
konservieren.
Durch die Konkurrenz zur Privatwirtschaft,
die finanziell deutlich attraktivere Arbeits-
konditionen als der öffentliche Dienst bieten
kann, gestaltet sich die Gewinnung neuer
Mitarbeitender immer schwieriger.
Daher wird die ITK Rheinland die Ausbildung
von eigenen Nachwuchskräften weiter
intensivieren, um den absehbar verstärkt
zunehmenden demographischen Wandel
aufzufangen. Zum 31. Dezember 2023 sind
bei der ITK Rheinland insgesamt acht
Auszubildende beschäftigt.
Steuer
Der neue Paragraf 2 b UStG ist zum 1.
Januar 2016 in Kraft getreten, die erst-
malige Anwendung erfolgte zum 1. Januar
2017, wobei gemäß Paragraf 27 Absatz 22
UStG ein Wahlrecht dahingehend bestand,
für einen Übergangszeitraum weiterhin nach
den bis dahin geltenden Regelungen be-
steuert zu werden. Die ITK Rheinland hat
2016 gegenüber dem Finanzamt erklärt,
dass sie weiterhin nach dem alten Recht
behandelt werden will. Diese Erklärung kann
widerrufen werden, wovon die ITK Rheinland
jedoch keinen Gebrauch gemacht hat. Diese
Option wurde um 2 Jahre, bis zum 31. De-
zember 2022 verlängert. Eine erneute Ver-
längerung des Optionszeitraums um weitere
2 Jahre, bis zum 31. Dezember 2024, trat
Mitte Dezember 2022 in Kraft.
Die Ende 2016 bei der ITK Rheinland durch-
geführte Betriebsprüfung durch das Finanz-
amt für Groß- und Konzernbetriebsprüfung
Krefeld wurde im ersten Halbjahr 2018 von
Seiten des Finanzamtes abgeschlossen. Die
Vertreter der Betriebsprüfung sind der
Ansicht, dass die ITK Rheinland mit Teilen
ihrer Leistungen einen Betrieb gewerblicher
Art (BgA) begründet. Im Rahmen des BgA
ist die ITK Rheinland demnach unter-
nehmerisch tätig und die Leistungen
unterliegen der gesetzlichen Umsatzsteuer.
Die Abstimmung über die dem BgA zuge-
hörigen Leistungen ist abgeschlossen und
der ITK Rheinland wurden im Mai 2018 die
Umsatzsteuerbescheide für die Jahre 2009
bis 2015 zugesandt. Gleichzeitig muss die
ITK Rheinland seit 2016 Umsatzsteuervor-
anmeldungen abgeben. Eine Ertragssteuer-
pflicht wurde nicht festgestellt.
Gemäß Beschluss des Verwaltungsrates vom
21. März 2018 hat die ITK Rheinland gegen
die Auffassung des Finanzamtes und die
daraus resultierenden Umsatzsteuerbe-
scheide Einspruch eingelegt und beabsich-
tigt, die vertretene Rechtsposition ge-
gebenenfalls gerichtlich klären zu lassen.
Sollte die ITK Rheinland vollständig umsatz-
steuerpflichtig werden, so würde auf die
Verbandsmitglieder nach aktueller Sachlage
Zweckverband IT-Kooperation Rheinland
496 Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf
eine Mehrbelastung von schätzungsweise
rund 6 Mio. Euro zukommen. Diese Summe
setzt sich aus der Umsatzsteuerbelastung
für den bei der ITK Rheinland erbrachten
Mehrwert (zum Beispiel auf Personalkosten)
und der Steuerbelastung auf bisher nicht
steuerpflichtige Leistungen von Lieferanten
abzüglich voraussichtlicher Vorsteuerbeträge
zusammen.
Mit Veröffentlichung des BMF-Schreibens
zum Paragraf 4 Nummer 29 UStG am 19.
Juli 2022, sieht sich die Finanzverwaltung
nun in der Lage, über die Einsprüche zu
entscheiden. Die ITK Rheinland wurde mit
Schreiben vom 12. Oktober 2022 dazu
aufgefordert, Unterlagen zur Aufteilung der
Leistungen zwischen steuerpflichtigen und
steuerbefreiten BgAs beizubringen und die
einzelnen Leistungen der BgA dahingehend
zu prüfen ob die Merkmale „Unmittelbarkeit"
und „Wettbewerbsverzerrung" erfüllt be-
ziehungsweise nicht erfüllt sein könnten. Für
die Bereitstellung der geforderten Unter-
lagen zur Aufteilung der Leistungen benö-
tigte die ITK Rheinland die Unterstützung
ihrer Verbandsmitglieder. Daher wurden am
28. Oktober 2022 die Verbandsmitglieder
aufgefordert, bei der Beantwortung der
Fragen mitzuwirken. Die Zusammenstellung
und Prüfung der Antworten konnte im
Oktober 2023 abgeschlossen und die
geforderten Unterlagen der Finanzver-
waltung zur Verfügung gestellt werden. Der
Vorgang befindet sich seitdem bei der
Finanzverwaltung zur weiteren Prüfung.
Einige Verbandsmitglieder, die für die ITK
Rheinland sogenannte „Verwaltungsleis-
tungen" erbringen, haben auf die weitere
Verlängerung der Option jedoch verzichtet.
Diese stellen ab dem 1. Januar 2023 ihre
Leistungen inklusive Umsatzsteuer der ITK
Rheinland in Rechnung, so dass es hier
bereits zu einer Mehrbelastung, wenn auch
in einem überschaubaren Ausmaß, kommt.
Haushaltslage der Kommunen des
Zweckverbands
Die wirtschaftliche Lage für die Kommunen
im Zweckverband hat sich gegenüber dem
Vorjahr kaum verändert. Da die ITK Rhein-
land nahezu ausschließlich für ihre ange-
schlossenen Kommunen tätig ist, bestehen
hier entsprechende Risiken. Insbesondere
durch den anhaltenden Ukraine-Krieg und
die daraus resultierenden Flüchtlingsströme
und gestiegene Inflation haben auch Kon-
sequenzen für die Haushaltslage der
Kommunen. Bisher hat die ITK Rheinland
keine größeren Auswirkungen der höheren
Ausgaben, sinkenden Einnahmen und der
Steuerausfälle ihrer angeschlossenen
Kommunen zu spüren bekommen. Allerdings
ist nicht absehbar, inwieweit sich dies in den
Folgejahren noch ändern kann.
Weitere wesentliche Ereignisse, welche
Einfluss auf diese Einschätzung zur Risiko-
lage haben, sind nach dem Bilanzstichtag
nicht eingetreten.
Im Vergleich zu Unternehmen im privat-
wirtschaftlichen Bereich ist die Risikolage
überschaubar und durch gemeinsame
Anstrengungen mit den Mitgliedern und
Arbeitsgemeinschaften zu meistern.
Risiken, die den Bestand der ITK Rheinland
gefährden oder die Vermögens-, Ertrags-
und Finanzlage wesentlich beeinträchtigen,
sind nicht zu erkennen.
Zweckverband IT-Kooperation Rheinland
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 497
Organe und deren Zusammensetzung
Geschäftsführung
André Hermens
Dr. Bodo Karnbach (bis 30.04.2023)
Wolfgang Vits
Lars Michelson (ab 28.11.2023)
Verwaltungsrat
Vorsitz
Bürgermeister Harald Zillikens Gemeinde Jüchen
Stellvertretung Vorsitz
Bürgermeister Marc Venten Stadt Korschenbroich
Mitglied
Bürgermeisterin Ursula Baum Stadt Kaarst
Bürgermeister Christian Bommers Stadt Meerbusch
Bürgermeister Reiner Breuer Stadt Neuss
Beigeordnete Susanne Garding-Maak Gemeinde
Rommerskirchen
Oberbürgermeister Felix Heinrichs Stadt Mönchengladbach
Bürgermeister Klaus Krützen Stadt Grevenbroich
Bürgermeister Eric Lierenfeld Stadt Dormagen
Beigeordneter Dr. Michael Rauterkus (bis 30.09.2023) Landeshauptstadt
Düsseldorf
Beigeordneter Harald Vieten Rhein-Kreis Neuss
Beigeordneter Olaf Wagner (ab 01.10.2023) Landeshauptstadt
Düsseldorf
Verbandsvorsteher/-in
Beigeordneter Matthias Engel
Bürgermeister Reiner Breuer
Beigeordneter Dr. Michael Rauterkus (bis 31.03.2023)
Beigeordneter Olaf Wagner (ab 28.11.2023)
Information der Öffentlichkeit über die Zusammensetzung von Aufsichts- und
Verwaltungsräten nach Geschlecht
Dem Aufsichts- oder Verwaltungsräten in diesem Unternehmen gehören zum 31.12.2023 von
den insgesamt 11 Mitgliedern 2 Frauen an (Frauenanteil 18,2 Prozent)
Damit wird der im Paragraf 12 Absatz 1 LGG geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von
40 Prozent nicht erreicht/unterschritten.
Beteiligungsorganigramm
Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf 499
Beteiligungsorganigramm
Landeshauptstadt Düsseldorf
100 %
95 %
50 %
24,90%
DWG Wohnen GmbH
Rheinbahn Beteiligungsgesellschaft
mbH
Reisedienst Maaßen GmbH
Rhein-Bus Verkehrsbetrieb GmbH
ELBA-Omnibusreisen GmbH
beka GmbH
Flughafen Düsseldorf Ground Handling
GmbH
Messe Düsseldorf GmbH
Zukunftswerkstatt
Düsseldorf GmbH
Messe Düsseldorf ASIA Pte. Ltd.
Messe Düsseldorf North America Inc.
Düsseldorfer Transfer GmbH
100 %
100 %
49 %
25 %
6,24 %
100 %
5 %
100 %
100 %
100 %
100 %
20 %
56,51 % 100 %
100 %
25,05 %
Rheinbahn AG
Holding
der Landeshauptstadt Düsseldorf GmbH
Die vierte Ebene wird aus Platzgründen nicht vollständig dargestellt.
25 %
Lokalradio Düsseldorf Betriebs-
gesellschaft mbH & Co. KG
Lokalradio Düsseldorf Betriebs-
gesellschaft mbH
100 %
Stand: 31.12.2023
Industrieterrains
Düsseldorf-Reisholz AG
Bünger Bau- und Projektmanagement
GmbH
IDR Bahn GmbH & Co. KG
IDR Bahn Verwaltungsgesellschaft mbH
IDR Immobilien GmbH
100 %
100 %
100 %
100 %
0,8 %
IDR Nord I GmbH & Co. KG
IDR Nord II GmbH & Co. KG
IDR Nord III GmbH & Co. KG
IDR Süd I GmbH & Co. KG
IDR Süd II GmbH & Co. KG
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien II
GmbH & Co. KG
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien III
GmbH & Co. KG
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien IV
GmbH & Co. KG
IDR Sonstige Gewerbeimmobilien I
GmbH & Co. KG
IDR Schloss Eller GmbH & Co. KG
100 %
100 %
100 %
100 %
100 %
100 %
100 %
100 %
100 %
100 %
Sirius Seedfonds Düsseldorf
GmbH & Co. KG i.L.
Elbsee-Kieswerk Düsseldorf GmbH + Co.
50 %
Flughafen Düsseldorf Immobilien GmbH
100 %
Netzgesellschaft Düsseldorf mbH
100 %
Japon Grundstücksverwaltungsgesell-
schaft mbH & Co. Vermietungs KG
49 %
LAROBA GmbH & Co. KG
99,9 %
Flughafen Düsseldorf GmbH
Grünwerke GmbH
100 %
100 % Grünwerke Verwaltungs GmbH
Jugendberufshilfe
Düsseldorf gGmbH
100 %
100 %
D.LIVE Management GmbH
D.LIVE GmbH & Co. KG
100 %
Connected Mobility
Düsseldorf GmbH
100 %
IPM Immobilien Projekt Management
Düsseldorf GmbH
100 %
Flughafen Düsseldorf Security GmbH
Swissport DUS Cargo Services GmbH
25,1 %
100 %
100 %
Flughafen Düsseldorf Energie GmbH
SITA Airport IT GmbH
30 %
Flughafengesellschaft Mönchengladbach
GmbH
20 %
Düsseldorf Marketing GmbH
100 %
Bädergesellschaft
Düsseldorf mbH
100 %
Hafen Düsseldorf-Reisholz
Entwicklungsgesellschaft mbH
Messe Düsseldorf Japan Ltd.
Messe Düsseldorf India Pvt. Ltd.
100 %
100 %
Messe Düsseldorf China Ltd.
100 %
Messe Düsseldorf (Shanghai)
Co. Ltd.
100 %
2,35 %
ekz.bibliotheksservice GmbH
START NRW GmbH
7 %
50 %
100 %
Windpark Breitenbach GmbH
Düsseldorf Tourismus
GmbH
100 %
GEC-German Exposition Corporation
International GmbH
33,33%
Düsseldorf Congress
GmbH
50 %
Messeturm Düsseldorf
Verwaltungsgesellschaft mbH
50 %
Shanghai New International Expo
Center Co. Ltd.
50 %
94 % Düsseldorfer Innovations- und
Technologiezentrum GmbH
94,9 % SWD Städt.
Wohnungsgesellschaft
Düsseldorf mbH & Co. KG
SWD Städt. Wohnungs-
Verwaltungs- GmbH Düsseldorf
100 %
SWD Städt. Wohnungsbau-
GmbH & Co. KG Düsseldorf
100 %
Werkstatt für angepasste
Arbeit GmbH
75 %
Kunsthalle Düsseldorf gGmbH
64,9 %
51 %
50 %
Deutsche Oper am Rhein
Theatergemeinschaft Düsseldorf-
Duisburg gGmbH
45 %
Sana Kliniken Düsseldorf GmbH
Sana Medizinisches Versorgungszentrum
Düsseldorf GmbH
25,1 %
100%
Regiobahn Fahrbetriebs-
gesellschaft mbH
Düsseldorfer Künstleratelier GmbH
15,32 %
8 %
Regionale Bahngesellschaft
Kaarst-Neuss-Düsseldorf-Erkrath-
Mettmann-Wuppertal mbH
35 %
39 %
Digital Innovation Hub
Düsseldorf/ Rheinland GmbH
Neue Schauspiel-Gesellschaft
mbH
90 %
Tonhalle Düsseldorf gGmbH
Klärschlammverwertung Buchenhofen GmbH
(über Stadtentwässerungsbetrieb der LHD)
25,25 %
aquabench GmbH
(über Stadtentwässerungsbetrieb der LHD)
CIOSH Asia Co. Ltd. (Peking)
50 %
33,3 %
Windpark Prützke II GmbH & Co. KG
Kemberg Windpark Management GmbH &
Co. Betriebsgesellschaft KG
33,3 %
Gemeinschaftsheizkraftwerk Fortuna GmbH
100 %
26 %
Windpark Lindtorf GmbH
50 %
17 %
Zentraldeponie Hubbelrath GmbH76 %
100 % AWISTA Logistik GmbH
49 %
MOWA Mobile Waschanlage GmbH
Wasserübernahme Neuss-Wahlscheid GmbH
50 %
Niederrheinisch-Bergisches
Gemeinschaftswasserwerk GmbH
50 %
Neuss–Düsseldorfer Häfen Verwaltungs-GmbH
50 %
50 %
50 %
Neuss-Hessentor Multimodal GmbH
49 %
Hafen Krefeld GmbH & Co. KG
RheinCargo GmbH & Co. KG
50 %
RheinCargo Verwaltungs-GmbH
Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH & Co. KG50 %
49 %
Hafen Krefeld Verwaltungs-GmbH
RheinWerke GmbH
50 %
50 %
Biogas Pool3 für Stadtwerke GmbH & Co. KG
biogasNRW GmbH i.L.
50 %
MURVA Grundstücks-Verwaltungs-
gesellschaft mbH & Co. KG
100%
Nahwärme Düsseldorf GmbH66 %
51 % AWISTA Gesellschaft für Abfallwirtschaft und
Stadtreinigung mbH
REMONDIS Rhein-Wupper GmbH & Co. KG49 %
100 % IDR Entsorgungsgesellschaft mbH
REMONDIS Rhein-Wupper Verwaltungs GmbH
49 %
Gemeinschaft für Energieeffizienz GmbH
26,4 %
100 %
EVD Entsorgungsverbund GmbH & Co. KG
100 %
EVD Entsorgungsverbund Verwaltungs GmbH
50 %
R & R Rohstoffrückgewinnung / Recycling GmbH
50 % KDM Kompostierungs- und Vermarktungsgesell-
schaft für Stadt Düsseldorf / Kreis Mettmann mbH
ID Quadrat Verwaltungsgesellschaft mbH
50 %
Innovative Immobilien Duisburg Düsseldorf ID
Quadrat GmbH & Co. Betriebsgesellschaft KG
50 %
CleverShuttle Düsseldorf GmbH
50 %
450MHz Beteiligung GmbH
10 %
100 % Düsseldorfer Entsorgungs- und
Stadtreinigungsgesellschaft mbH
WISAG Messe Service GmbH
24,9 %
100 %
Windpark Geldern GmbH
100 % MURVA Grundstücks-Verwaltungs-
gesellschaft mbH
Informationsvorlage
738 Zeichen
HFA/020/2025 X öffentlich nicht öffentlich Informationsvorlage Betrifft: Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf Fachbereich: 20 - Kämmerei Dezernentin / Dezernent: Stadtkämmerin Dorothée Schneider Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität Haupt- und Finanzausschuss 19.05.2025 Kenntnisnahme Rat 28.05.2025 Kenntnisnahme Sachdarstellung: Der Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf entspricht den gesetzlichen Regelungen; der Aufbau des Beteiligungsberichts orientiert sich am Musterbeteiligungsbericht des Landes NRW, der im April 2021 veröffentlicht wurde. Anlagen: Beteiligungsbericht 2023 der Landeshauptstadt Düsseldorf (liegt nur digital vor)
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- HFA/020/2025
- Typ
- Informationsvorlage
- Datum
- 08.05.2025
- Erstellt
- 08.05.2025 13:00