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V/0660/2023

Externe Managementunterstützung zur Weiterentwicklung des städtischen Bäderbetriebs

Vorlagen 06.11.2023

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 13.12.2023, TOP 26

Anlage A

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Beschlussvorlage

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Anlage A

1567 Zeichen

Anlage A zur V/0660/2023 
Kurzüberblick 
Mit der externen Managementunterstützung zur Weiterentwicklung des städtischen Bäderbetriebs 
werden die Bäder auf die Bedürfnisse der münsterschen Bevölkerung ausgerichtet und in diesem 
Sinne zu attraktiven Bädern. Die Öffnungszeiten, die Sauberkeit und die Aufenthaltsqualität wer-
den optimiert, es soll städtische Schwimmkurse geben. Die Bäder werden als kostengünstige 
Freizeit- und Gesundheitseinrichtungen für alle Bevölkerungs- und Altersgruppen aufgestellt. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Mit der Vorlage wird das Ziel „Die Bereitstellung und den Betrieb der städtischen Bäder zur Siche-
rung angemessener Schwimm- und Bademöglichkeiten für die Bereiche öffentlicher Badebetrieb, 
Schulsport und schwimmsportliche Vereinsarbeit“ verfolgt. 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 0802 Bäder 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan x Ja  Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja x Nein   
Im Entwurf des Haushaltsplan 2024 enthalten?  Ja  Nein x teilw. 
Belastungen in zukünftigen Jahren? x Ja  Nein   
Bereits veranschlagt?  Ja  Nein x teilw. 
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
x überwiegend 
freiwillig 
 vollständig 
freiwillig 
Ebenso sollte zur Umsetzung des zweiten Teils der NaSa-Sofortmaßnahme zumindest durch Ein-
fordern eines erläuternden Satzes abgefragt werden, 
- auf welcher rechtlichen Grundlage diese Aufgabe beruht (Gesetz, Ratsbeschluss, etc.), 
- und ob und in welchem Anteil die finanziellen Auswirkungen in ihrer Höhe beeinflussbar sind.

Beschlussvorlage

8763 Zeichen

V/0660/2023 
V/0660/2023 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Externe Managementunterstützung zur Weiterentwicklung des städtischen Bäderbetriebs 
 
 
Beratungsfolge 
 
   22.11.2023 Sportausschuss Vorberatung 
   28.11.2023 Ausschuss für Personal, Digitalisierung, Organisation, Sicherheit 
und Ordnung 
Vorberatung 
   13.12.2023 Hauptausschuss Vorberatung 
   13.12.2023 Rat Entscheidung 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Die Leitung der Fachstelle Bäder im Sportamt wird als Interimsmanagement für die Dauer 
von drei Jahren zusammen mit Beratungsleistungen zur Optimierung von Angebot, Be-
triebsprozessen, Sicherheit und Servicequalität  an eine*n externe*n Dienstleister*in ver-
geben. Die zu erbringenden Leistungen haben einen Schätzwert von 450.000 Euro. 
 
2. Die Verwaltung wird beauftragt, ein entsprechendes Vergabeverfahren durchzuführen. 
 
3. Der Antrag der CDU-Ratsfraktion A-R/0047/2022 „Den Bäderbetrieb endlich mit mehr Kun-
denorientierung weiterentwickeln“ ist aufgegriffen und erledigt. 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Teilergebnisplan 
 
 Nr. Bezeichnung  Haush.- 
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkungen  
 
Produktgruppe 0802 Bäder    
Zeile 16 Sonstige ordentliche Aufwen-
dungen 
2024 75.000  
   2025 150.000  
   2026 150.000  
   2027 75.000  
Sportamt 
 
13.11.2023 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Frau Dew aldt 
Telefon: 492-5200 
Dew aldt@stadt-muenster.de

- 2 - 
V/0660/2023 
 
Zur anteiligen Finanzierung der Aufwendungen für das Interimsmanagement werden die kalkulierten 
Personalkosten für nicht besetzte Leitungsstellen im Sportamt per Veränderungsblätter zum Haus-
haltsplanentwurf 2024 in das Budget des Sportamtes verlagert. Darüberhinausgehende Aufwen-
dungen werden im Rahmen der flexiblen Haushaltsführung im Budget des Sportamtes aufgefangen. 
 
 
Begründung: 
 
Die städtischen Bäder stehen seit geraumer Zeit vor einer Vielzahl von Herausforderungen. Neben 
der Sicherstellung des bestehenden Angebots, der Errichtung und Inbetriebnahme des Südbades 
ergeben sich aus dem Beschluss des Rates zur Vorlage V/0532/2019 „Eine attraktive Bäderland-
schaft für Münster“ vom 03.07.2019 Entwicklungsaufträge zu Öffnungszeiten, Wassertemperatur, 
Aufenthaltsqualität, Kursangebote und Besucher*innenzahlen der Bäder.  
 
Für die Weiterentwicklung der Angebote und Ausweitung der Öffnungszeiten wurden insgesamt 28,5 
Planstellen eingerichtet. 12 Stellen in der Badaufsicht wurden mit einem Sperrvermerk versehen. Zum 
Betrieb des Südbades wurden hiervon fünf Stellen eingesetzt und der Sperrvermerk wurde aufgeho-
ben (Vorlage V/0184/2023). Der Großteil der Beschlusspunkte konnte bislang nicht umgesetzt wer-
den. Hierfür kann die rund ein halbes Jahr nach dem Beschluss über die vorgenannte Vorlage einset-
zende Covid-19-Pandemie nur zu einem Teil als Begründung herangezogen werden. 
 
Bereits im Beschluss wird darauf hingewiesen, dass die Maßnahmen und ihre Umsetzung in Abhän-
gigkeit einer erfolgreichen Personalgewinnung stehen. Dies gestaltet sich sowohl im Bäderbetrieb als 
auch auf Leitungsebene schwierig. 
 
Auch das Reorganisationsprojekt in den Jahren 2020 bis 2022 unter Einbeziehung der Stadtwerke 
Osnabrück GmbH (Bäderbetriebe) konnte für die Verbesserung der Attraktivität der Bäder nicht den 
Umschwung bringen, sondern es diente der Aufarbeitung der Defizite aus Prüfberichten des Amtes 
für Wirtschaftlichkeitsprüfung und Revision und der Erarbeitung von Betriebsgrundlagen und der Her-
stellung des Arbeitsschutzes in den Bädern. 
 
Die Verwaltung berichtet dem Sportausschuss regelmäßig über die schwierige Personalsituation im 
Bäderbereich und deren Auswirkungen auf den Badbetrieb. Nicht besetzte Stellen und ungeplante 
Ausfälle bspw. durch Krankheit führen weiterhin dazu, dass in einigen Bädern kein öffentlicher 
Schwimmbetrieb, sondern nur Schul- und Vereinsschwimmen stattfindet bzw. einzelne Bäderstandor-
te wegen einer akuten Unterdeckung des Aufsichtspersonals tageweise vollständig geschlossen wer-
den müssen.  
 
Dabei ist die Leitung der Fachstelle Bäder seit Mitte 2020 vakant. Vorübergehend ist im Rahmen des 
bereits genannten Reorganisationsprojekts intern eine kommissarische Besetzung vorgenom men 
worden, die Anfang 2022 endete. Die Vertretung ist auch kommissarisch erfolgt, da sich zumindest 
zeitweise im Beratungsprojekt mit der Stadtwerke Osnabrück GmbH abzeichnete, darüber eine ge-
eignete Person gewinnen zu können. Nach Einschätzung der Verwaltung kommt es für die Qualifika-
tion der Leitungskraft entscheidend darauf an, dass sie in der Lage ist, die städtischen Bäder auf die 
Bedürfnisse der münsterschen Bevölkerung auszurichten und in diesem Sinne zu attraktiven Bädern 
zu machen. Die Gewährleist ung des Schulschwimmens im Rahmen der Vorgaben des Lehrplans 
sowie einer breiten Nutzung durch die schwimmsporttreibenden Vereine sind daneben gefordert. 
 
Insgesamt vier Auswahlverfahren zur Nachbesetzung sind erfolglos geblieben. Von Auswahlverfahren 
zu Auswahlverfahren sind sukzessive die Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Unterstützungsstruktu-
ren angepasst sowie Entwicklungspotentiale vorweggenommen worden, so dass ausgehend von der 
ursprünglichen Dotierung mit Entgeltgruppe 12 TVöD/ Besoldungsgruppe A 1 3 1. Einstiegsamt 
LBesG auch Entgeltgruppe 14 TVöD/ Besoldungsgruppe A 14 LBesG offeriert wurde.

- 3 - 
V/0660/2023 
Ebenso ist die Direkteinstellung einer Bewerberin gescheitert, die das Anforderungsprofil einer Aus-
schreibung nicht erfüllt hatte, aber einschlägige berufliche (Leitungs-)Erfahrungen, die daraus abzulei-
tende Kompetenz und demzufolge vielversprechendes Potential aufwies. Sie entschied sich für eine 
ihr ebenfalls angebotene andere Stelle (Leitung eines großen Bades mit Spaßbad-/ Wellnesselemen-
ten etc.). 
 
Ein nochmaliges Auswahlverfahren wird aus Sicht der Verwaltung insbesondere mit Blick auf die fi-
nanziellen Rahmenbedingungen und die Arbeitsmarktlage keine Aussicht auf Erfolg versprechen. 
Hinzu kommt, dass die Struktur des Bäderbetriebs der Stadt Münster mit sie ben Hallenbädern und 
drei Freibädern zwar einen großen Umfang bietet, gleichzeitig aber einen die Attraktivität der Stelle 
schmälernden Mangel an Bädern mit nennenswerten Spaß- und Wellnesselementen hat. Daher soll 
nun die Leitung der Fachstelle zusammen im Paket mit Beratungsleistungen extern vergeben werden. 
Gleichzeitig konnte aus dem letzten Auswahlverfahren eine Person gewonnen und mittlerweile einge-
stellt werden, die zum Zeitpunkt der Auswahlentscheidung aus Sicht der Verwaltung noch nicht die 
Leitungsfunktion ausfüllen konnte, aber das Potential bietet, sich dahin entwickeln zu können. Die 
Entwicklung in die Leitungsfunktion, voraussichtlich über den Zwischenschritt der operativen Leitung, 
erfolgt dann zum einen über Anleitung durch das externe Interims-Management, zum anderen durch 
zielgerichtete Personalentwicklungsmaßnahmen (Fortbildungen, Trainings). 
 
Mit dem Antrag an den Rat Nr.: A-R/0047/2022 „Den Bäderbetrieb endlich mit mehr Kundenorientie-
rung weiterentwickeln“ vom 19.09.2022 hat die CDU-Ratsfraktion die Idee einer Kooperation der 
Stadt mit einem Bäder-Management-Unternehmen eingebracht, um „ein tragfähiges Konzept über 
eine Betriebsführung und Beratung für die städtischen Bäder auszuarbeiten, die Münsteraner Bäder 
neu auszurichten, eine energetische Optimierung zu erreichen und eine attraktive Bäderlandschaft 
mit einem Angebot für verschiedene Zielgruppe zu schaffen“. Aus Sicht der Verwaltung bietet eine 
solche Kooperation die Chancen, nicht nur die Bäderlandschaft, sondern auch das Beschäftigungs-
angebot und -umfeld für die Fachstellenleitung Bäder attraktiv zu gestalten. 
 
Die Verwaltung hat im Rahmen einer Marktrecherche und eines interkommunalen Austauschs mehre-
re potenzielle Auftragnehmer*innen identifiziert und einen Schätzwert von 450.000 € für die geplante 
Vergabe der dreijährigen Leitung der Fachstelle Bäder und Beratungsleistungen zur Weiterentwick-
lung des städtischen Bäderbetriebs an eine*n externe*n Dienstleister*in ermittelt. 
 
Im Haushaltsplanentwurf 2024 sind keine Mittel für die Beauftragung eines Bäder-Management-
Unternehmens veranschlagt. Da die Aufwendungen nur anteilig im Rahmen einer flexiblen Bewirt-
schaftung der Budgets für die Produktgruppen 0801 und 0802 aufgefangen werden können, sollen 
die durch die Stellenvakanzen eingesparten Personalkosten aufgabenentsprechend ins Budget des 
Sportamtes verlagert und zur Deckung der Aufwendungen für das Interimsmanagement eingesetzt 
werden. 
 
Im Anschluss an die Entscheidung des Rates werden der Personalrat, das Amt für Gleichstellung und 
die Schwerbehindertenvertretung beteiligt. 
 
In Vertretung 
 
 
gez. 
Thomas Paal 
Stadtdirektor 
 
Anlagen: 
Anlage A

Beratungsverlauf (4)

22.11.2023 Sportausschuss
TOP 11 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung
28.11.2023 Ausschuss für Personal, Digitalisierung, Organisation, Sicherheit und Ordnung
TOP 8 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung
13.12.2023 Hauptausschuss
TOP 19 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
13.12.2023 Rat
TOP 26 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
V/0660/2023
Typ
Vorlagen
Datum
06.11.2023
Erstellt
30.10.2023 10:02