V/0086/2012
Umbenennung der Städtischen Bühnen Münster
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Beschlussvorlage
4393 Zeichen
V/0086/2012 DER OBERBÜRGERMEISTER Dezernat IV Betrifft Umbenennung der Städtischen Bühnen Münster Beratungsfolge 02.02.2012 Kulturausschuss Vorberatung 08.02.2012 Hauptausschuss Vorberatung 08.02.2012 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: Die Städtischen Bühnen Münster werden ab der Spielzeit 2012/2013 umbenannt in „Theater Müns- ter“. Die Betriebssatzung der Stadt Münster für die „Städtischen Bühnen Münster“ vom 02.07.2008 ist entsprechend zu ändern; alle bislang auf den Namen „Städtische Bühnen Münster“ lautende bestehenden Verträge, Dienstvereinbarungen usw. werden auf „Theater Münster“ übergeleitet. II. Finanzielle Auswirkungen: Die mit der Umbenennung einhergehenden Kosten sind bislang nicht im Wirtschaftsplan 2011/12 ff. und im mittelfristigen Erfolgsplan der Städtischen Bühnen Münster veranschlagt; sie sind ab er aus dem Wirtschaftsplan 2012/13 zu finanzieren. Begründung: Die Städtischen Bühnen Münster sollen aus Marketinggründen in Theater Münster umbenannt werden. Nachfolgend die Überlegungen des designierten Generalintendanten, Herrn Dr. Ulrich P eters, zur Umbenennung: „Präambel: Umbenennung als Marketingmaßnahme, nicht als verwaltungstechnischer Vorgang – keinerlei Abkopplung des Eigenbetriebs Theater von der Stadt. Status Quo: Zurzeit existiert der Name „Städtischen Bühnen“ neben „Stadttheater“. Beide Begriffe werden mit Sicherheit auch nach einer Umbenennung noch weiter von vielen Besuchern benutzt Vorlagen-Nr.: V/0086/2012 Auskunft erteilt: Frau Dr. Hanke Ruf: 492 70 40 E-Mail: Hanke@stadt-muenster.de Datum: 26.01.2012 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0086/2012 werden. Aber auch der Begriff „Theater Münster“ tauchte in der Vergangenheit bereits gelegentlich auf (z. B. als Internetadresse). Exkurs: Die Entscheidung für einen Theaterbesuch speist sich aus drei Komponenten, einer Ker n- komponente (Stück/Inhalt), einer emotionalen Komponente und sehr stark der Komponente Selbstwertgefühl: Genau hier hat das Theater der Stadt insbesondere bei jüngeren Zuschauern ein Imageproblem: Die Begriffe „Städtische Bühnen“ und „Stadttheater“ tragen m. E. wesentlich dazu bei. „Man“ geht ins „Pumpenhaus“ oder ins „Borchert“, aber man geht nicht in die „Städtischen Bühnen“, ins „Stadttheater“, denn dies klingt für eine nicht unwesentli che Zahl von Zuschauern allzu sehr nach trockener Kommunalverwaltung und städtischer Müllabfuhr, nicht aber nach inte l- lektueller Herausforderung oder spannend/unterhaltsamen Inhalten. In der heutigen Zeit brauchen aber qualitätvolle Inhalte unbedingt auch eine qualitätvolle Verpackung, die das Selbstwertgefühl der Interessenten reflektiert. Die angesprochene Gruppe von Zuschauern ist aber unbedingt wichtig für das Theater der Stadt Münster und darf nicht (nur aus Imagegründen) an die Theater der näheren Um gebung verloren werden. Ziel: Mit der Umbenennung der „Städtischen Bühnen“ in „Theater Münster“ soll diesem Umstand Rechnung getragen werden. Wir sind der Überzeugung, dass allein schon die Umbenennung dem Theater imagemäßig ein neues Gesicht verleiht (Ge fühl des künstlerischen „Aufbruchs“), das dem Selbstwertgefühl der angesprochenen Zuschauergruppen entspricht. Es ist durchaus ein Unte r- schied, ob man sagt, man geht in die „Städtischen Bühnen Münster“ oder ins „Theater Münster“. Selbstredend muss mit diesen Veränderungen aber auch eine Veränderung der Kernprodukte und der Produktnebenleistungen einhergehen, denn Inhalt und Verpackung müssen zusammenpa s- sen. In den vergangen Jahren haben die meisten deutschen Kommunen bei ihren Theatern eine en t- sprechende Namensänderung vorgenommen (Theater Osnabrück, Theater Bremen, Theater Bielefeld, Theater Dortmund, Theater Augsburg, Theater Regensburg, usw.), was das grundsätzl i- che Image des Theaters (so auch meine Erfahrung aus Augsburg) oftmals beträchtlich verbesser t hat. Da die anderen wichtigen Theater in Münster ja Eigennamen tragen (Pumpenhaus, Cactus, Bo r- chert, …) ist bei dem Begriff „Theater Münster“ gewährleistet, dass es keine Verwechslungen g e- ben wird und es bleibt zu hoffen, dass dieser Name über kurz oder lang wie ein Eigenname und hoffentlich bald als ein Markenname für hohe künstlerische Qualität steht.“ Gez. Dr. Andrea Hanke Stadträtin
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- V/0086/2012
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 26.01.2012
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37