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Jahresabschluss Wirtschaftsjahr 2024/2025 des Gürzenich-Orchesters Köln
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Anlage 6 Jahresabschluss Bestätigungsvermerk
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®&Nexia 101112195 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln, Köln 111/71 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers An das Gürzenich-Orchester Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln - bestehend aus der Bilanz zum 31. August 2025 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 2024/2025 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln für das Wirtschaftsjahr vom 1. September 2024 bis zum 31. August 2025 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den Vorschriften der Nordrhein-Westfälischen Eigenbetriebsverordnung i. V. m. den einschlägigen deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung zum 31. August 2025 sowie seiner Ertragslage für das Wirtschaftsjahr vom 1. September 2024 bis zum 31. August 2025. - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den Vorschriften des $ 103 Abs. 1 GO NRW i. V. m. & 289 HGB und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß $ 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Übereinstimmung mit 8 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerkes weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Eigenbetrieb unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. ®&Nexia 101112195 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln, Köln 11/2 Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Betriebsausschusses für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den Vorschriften der Nordrhein-Westfälischen Eigenbetriebsverordnung i. V. m. den einschlägigen deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichtes, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den Vorschriften der Nordrhein-Westfälischen Eigenbetriebsverordnung i. V. m. den einschlägigen deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichtes in Übereinstimmung mit den anzuwendenden Vorschriften der Nordrhein-Westfälischen Eigenbetriebsverordnung i. V. m. den einschlägigen deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Betriebsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den Vorschriften der Nordrhein- Westfälischen Eigenbetriebsverordnung i. V. m. den einschlägigen deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. ®&Nexia 101112195 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln, Köln 1/3 Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit $ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die eigenbetriebsähnliche Einrichtung ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der landesrechtlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der WVermögens-, Finanz- und Ertragslage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung vermittelt. - beurtelen wir den Einklang des Lageberichtts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung. ®&Nexia 101112195 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln, Köln 11/4 - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen. Köln, den 25. März 2026 Nexia GmbH N, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft < Steuerberatungsgesellschaft Christian Ueberholz Dirk Iwanowitsch Ueberholz Dr. Iwanowitsch Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Anlage 4 Jahresabschluss Anhang
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Gürzenich-Orchester KölnI/3JAHRESABSCHLUSS FÜR DAS WIRTSCHAFTSJAHR1. SEPTEMBER 2024 BIS 31. AUGUST 2025A N H A N GDer Jahresabschluss des Gürzenich-Orchesters Köln für das Wirtschaftsjahr 1.9.2024 bis 31.8.2025 wurde nachden für Eigenbetriebe geltenden Bestimmungen der §§ 21 - 24 der Eigenbetriebsverordnung NRW in derFassung vom 16.11.2004, zuletzt geändert am 8.7.2016 mit Wirkung ab 16.7.2016, sowie in sinngemäßerAnwendung der für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften zum Jahresabschluss im Dritten Buchdes Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung von § 263 HGB und der ergänzenden Vorschriften derBetriebssatzung aufgestellt. Dies schließt die Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein.I.BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, gegenüber dem Vorjahr unveränderten,Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Bilanz wurde nach vollständiger Verwendung desJahresergebnisses (§ 268 Abs. 1 HGB) aufgestellt.Im vorliegenden Jahresabschluss wurden – soweit vorhanden - die zum 1.9.2000 im Rahmen der Ausgliede-rung von der Stadt Köln übertragenen Anlagegüter zu den fortgeführten Zeitwerten und die in den Wirtschafts-jahren 2000/2001 bis 2024/2025 angeschafften Anlagegüter zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.Der Wertminderung wurde durch planmäßige lineare Abschreibungen Rechnung getragen, wobei die Nut-zungsdauern bzw. Restnutzungsdauern auf der Grundlage einschlägiger Abschreibungstabellen sachgerechtgeschätzt wurden. Die Nutzungsdauer der immateriellen Anlagegüter beträgt 3 bis 5 Jahre. Die Nutzungsdauerder Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt 3 bis 30 Jahre. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs-kosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 werden in einen Sammelposten eingestellt, der im Jahr desZugangs sowie in den vier folgenden Wirtschaftsjahren mit jeweils1/5 gewinnmindernd aufgelöst wird.Bei den Vorräten wurden die Betriebsstoffe zu Einstandspreisen bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wertangesetzt. Die bis zum Bilanzstichtag angefallenen Vorleistungen für ein Konzert im neuen Geschäftsjahr wur-den als unfertige Leistungen zu Herstellungskosten auf der Basis einer Normalauslastung des Orchesters be-wertet. Die Forderungen, die sonstigen Vermögensgegenstände und die liquiden Mittel wurden zum Nennwertbewertet.Das Stammkapital wurde zu dem in der Betriebssatzung festgelegten Nennwert angesetzt.Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wurde in Höhe des Betrages angesetzt, derden (ggf. anteiligen) Restwerten der bezuschussten Anlagegüter entspricht. Gürzenich-Orchester KölnI/4Gemäß einer Vereinbarung zwischen der Stadt Köln und dem Orchester hat das Gürzenich-Orchester für Be-amte, die vor dem 1.9.2000 in den Ruhestand getreten sind, die nach dem Beamtenversorgungsgesetz (Be-amtVG) vorgesehenen Versorgungsleistungen vollständig zu übernehmen. Für Beamte, die am 1.9.2000 nochaktiv waren, wird das Gürzenich-Orchester mit Versorgungsleistungen entsprechend dem auf das Orchesterentfallenden Dienstzeitenanteil belastet. Für diese ungewissen Verbindlichkeiten wurden Pensionsrückstellun-gen gebildet. Im Jahresabschluss zum 31.8.2025 erfolgte die Bewertung der Pensionsverpflichtungen wie imVorjahr gemäß § 22 Abs. 3 EigVO NRW nach § 37 Abs. 1 der Kommunalhaushaltsverordnung NRW (KommHVONRW) zum Teilwert unter Zugrundelegung eines festen Rechnungszinsfusses von 5 % und unter Anwendungder neuen Richttafeln 2018G von Klaus Heubeck. Erwartbare Änderungen der künftigen Personalkosten warenbei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen nicht zu berücksichtigen. Die Wertansätze der Pensionsver-pflichtungen wurden durch versicherungsmathematische Gutachten belegt.Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen inangemessener Höhe und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigenErfüllungsbetrags analog § 253 Abs. 1 HGB passiviert. Bei den Rückstellungen für Dienstjubiläen als Rückstel-lungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden im Rahmen der Wertansätze künftige Preis-und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzin-sungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinss-ätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der deutschen Bundesbank monatlichermittelt und bekannt gegeben werden. Bei den langfristigen Rückstellungen für Beihilfeverpflichtungen er-folgte die Bewertung zum 31.8.2025 entsprechend der Bewertung der Pensionsrückstellungen zum Teilwertunter Zugrundelegung eines festen Rechnungszinsfusses von 5 % auf der Grundlage des durchschnittlichenBeihilfeaufwandes der letzten fünf Jahre. Alle Wertansätze der Beihilfe- und Jubiläumsverpflichtungen wurdendurch versicherungsmathematische Gutachten belegt.Die Rückstellung für drohende Verluste im Bereich des Personalaufwands betrifft den Verpflichtungsüberschussfür das Orchester aus den künftigen Gehaltszahlungen im Rahmen einer Freistellung unter Berücksichtigungder orchesterspezifischen Gehaltsentwicklungsprognosen. Soweit die Rückstellung Gehaltszahlungen betrifft,die nach dem 31.8.2025 zur Auszahlung gelangen, wurde eine Abzinsung vorgenommen (§ 21 EigVO NRWi.V.m. § 253 Abs. 2 S. 1 HGB).Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Gürzenich-Orchester KölnI/5II.ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ1.AnlagevermögenDie Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Wirtschaftsjahr 2024/2025 ist dem nachfolgen-den Anlagennachweis zu entnehmen:Anschaffungs- und HerstellungskostenPosten des AnlagevermögensStand Stand1.9.20241Abgang Umbuchung 31.8.2025EUR EUR EUR EUR EURImmaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte196.171,23 0,00 0,00 96.532,80 292.704,03 Geleistete Anzahlungen 42.452,29 57.486,66 0,00 -96.532,80 3.406,15238.623,52 57.486,66 0,00 0,00 296.110,18Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung3.250.640,89 213.001,38 102.507,29 1.000,00 3.362.134,98 Geleistete Anzahlungen 1.000,00 0,00 0,00 -1.000,00 0,003.251.640,89 213.001,38 102.507,29 0,00 3.362.134,983.490.264,41 270.488,04 102.507,29 0,00 3.658.245,16AbschreibungenPosten des AnlagevermögensStand Stand1.9.20241Zugang Abgang Umbuchung 31.8.2025EUR EUR EUR EUR EURImmaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte155.667,23 27.831,80 0,00 0,00 183.499,03 Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00155.667,23 27.831,80 0,00 0,00 183.499,03Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung2.373.864,89 114.652,38 40.973,29 0,00 2.447.543,98 Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,002.373.864,89 114.652,38 40.973,29 0,00 2.447.543,982.529.532,12 142.484,18 40.973,29 0,00 2.631.043,01Posten des AnlagevermögensRestbuchwerte Restbuchwerte Durch- Durch-31.8.2025 31.8.2024 schnittlicher Ab- schnittlicher Rest-schreibungssatz2buchwert3EUR EUR % %Immaterielle Vermögensgegenstände EDV Software 109.205,00 40.504,00 9,51 37,31 Geleistete Anzahlungen 3.406,15 42.452,29 0,00 100,00112.611,15 82.956,29 9,40 38,03Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung914.591,00 876.776,00 3,41 27,20 Geleistete Anzahlungen 0,00 1.000,00 0,00 0,00914.591,00 877.776,001.027.202,15 960.732,29 Zugang Kennzahlen__________________________ 1 Hinsichtlich der Aussagekraft des Anlagennachweises ist darauf hinzuweisen, dass die Anlagegüter, die zum 1.9.2000 auf das Orchester übertragen wurden, mit ihren ursprünglichen Anschaffungs- und Herstellungskosten und den bis zum 1.9.2000 auf- gelaufenen Abschreibungen in den Anlagennachweis aufgenommen wurden. 2 Zugang Abschreibungen x 100 / Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zum 31.8.2025 3 Restbuchwerte am 31.8.2025 x 100 / Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zum 31.8.2025 Gürzenich-Orchester KölnI/6Der Zugang bei den immateriellen Vermögensgegenständen entfällt im Wesentlichen auf geleistete Anzahlun-gen für den Relaunch der Website des Orchesters.Die Zugänge bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 213) entfallen auf Instrumente (TEUR 182),sonstige Betriebsausstattung (TEUR 7), Hardware (TEUR 5) sowie geringwertige Anlagegüter (TEUR 19).2.VorräteDie unter den Vorräten ausgewiesenen Betriebsstoffe (TEUR 9) umfassen im Wesentlichen CD´s, Flyer undBüromaterial. Die unfertigen Leistungen (TEUR 63) umfassen angefallene Kosten für Proben des Orchestersfür ein Konzert in der Spielzeit 2025/2026.3.Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen laufende Leistungsforderungen.Die Forderungen gegen die Stadt Köln umfassen zum einen eine Restforderung aus der Ausgliederung dereigenbetriebsähnlichen Einrichtung in Höhe von TEUR 1.846. Die Stadt hat einen Ausgleich dieser Forderungohne Zinsverluste ab 2005 zugesagt. Im Wirtschaftsjahr 2024/2025 hat die Stadt Köln eine Tilgungsrate (TEUR500) geleistet. Am Bilanzstichtag hat diese Forderung in Höhe von TEUR 1.346 eine Restlaufzeit von mehr alseinem Jahr.Darüber hinaus beinhalten die Forderungen gegen die Stadt Köln Forderungen aus laufenden Verrechnungenzwischen dem Orchester und den folgenden städtischen Dienststellen in folgender Höhe und Zusammenset-zung:31.8.2025TEURKämmerei Cash Concentrating / Stand per 31.8.20256.763 übrige76.770Personalamt-212Rechts- und Versicherungsamt-37Amt für Informationsverarbeitung-12Zentrale Dienste-5Museumsdienst -16.503 Gürzenich-Orchester KölnI/7Bei den Forderungen gegen Eigenbetriebe handelt es sich um Forderungen aus laufender Verrechnung gegendie Bühnen der Stadt Köln.Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:31.8.2025TEURBetriebskostenzuschuss Land NRW 20251.150Forderungen gegen Krankenkassen 10debitorische Kreditoren 9Forderungen gegen Finanzamt 7Personalkostenzuschüsse6übrige01.1824. Liquide MittelAm Bilanzstichtag 31.8.2025 verfügte das Orchester infolge der Beteiligung am Cash-Pooling der Stadt Kölnlediglich über Wechselgeld, das unter den liquiden Mitteln gezeigt wird.5. (Aktiver) RechnungsabgrenzungspostenFolgende, für das Wirtschaftsjahr 2025/2026 bzw. weitere Wirtschaftsjahre vorausbezahlte Aufwendungenwurden per 31.8.2025 als aktive Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt:31.8.2025TEURFlug- und Buskosten September 2025 49Werbemaßnahmen September 202520Versorgungsbezüge September 202513Unfallversicherung September bis Dezember 2025 13Zuschuss Gürzenich Chor September bis Dezember 20257Markenverlängerungen bis 20313übrige13118 Gürzenich-Orchester KölnI/86. EigenkapitalDie Entwicklung des Eigenkapitals des Orchesters stellte sich im Wirtschaftsjahr 2024/2025 wie folgt dar:Saldovortrag Jahres- Entnahmen Stand31.08.2024ergebnisGewinn-31.8.20252024/2025rücklagenTEURTEURTEURTEURVom Rat der Stadt Köln lautSatzung zur Verfügung ge-stelltes Stammkapital 25 0 0 25Gewinnrücklagen andere Gewinnrücklagen2.6060-82.598Bilanzgewinn 3.778 +184 +8 3.9706.409 +184 0 6.593Der Bilanzgewinn zum 31.8.2024 in Höhe von TEUR 3.778 wurde gemäß Ergebnisverwendungsbeschluss desRates zum Jahresabschluss 31.8.2024 des Gürzenich-Orchesters Köln vom 3.7.2025 auf neue Rechnung vor-getragen.7. SonderpostenDer Sonderposten für Investitionszuschüsse entwickelte sich im Wirtschaftsjahr 2024/2025 wie folgt:Saldovortrag ZugangAuflösungStand1.9.2024 2024/2025 2024/2025 31.8.2025TEUR TEUR TEUR TEURSonderposten für Investitionszu-schüsse der Stadt Kölnaus Übertragung des Anlage-vermögens zum 1.9.2000 derStadt Köln3 0 0 3für die Anschaffung von be-weglichem Anlagevermögen41 0 9 3244 0 9 35 Gürzenich-Orchester KölnI/98.RückstellungenDie Rückstellungen entwickelten sich im Wirtschaftsjahr 2024/2025 wie folgt:StandInanspruch-Auf-Auf-/ Ab-Stand1.9.2024 nahmelösung Zuführungzinsung 31.8.20252024/2025 2024/2025 2024/2025 2024/2025TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEURPensionsrückstellungenVersorgungsempfänger904 44 105 0 45 800Sonstige Rückstellungen ausstehender Urlaub 147 147 0 139 0 139 Sonderzahlungen November 29 29 0 25 0 25 Dienstjubiläen26 7 0 0 0 19 Beihilfeverpflichtungen 2.691 0 17 6 135 2.815 Altersteilzeit 448 176 0 0 5 277 Tariferhöhungen0 0 0 203 0 203 Gehaltsnachzahlungen 48 48 0 25 0 25 drohende Verluste aus einem Anstellungsverhältnis247119043135 Künstlersozialkasse0 0 0 82 0 82 austehende Leistungs- abrechnungen11097560068Kosten Jahresabschluss 62 61 1 61 0 61übrige23230270273.831707236321433.8764.735 751 128 632 188 4.676Zum 31.8.2025 bestehen Pensionsverpflichtungen gegenüber 6 Versorgungsempfängern sowie einer aktivtä-tigen Beamtin, die zeitweise bei dem Gürzenich-Orchester beschäftigt war.9. VerbindlichkeitenDie Fristigkeiten und Besicherungen der Verbindlichkeiten zum 31.8.2025 lassen sich dem folgenden Verbind-lichkeitenspiegel entnehmen:Gesamt- bis zu einem zwischenüberdavonbetragJahreinem undfünfgesichert31.8.2025fünf JahrenJahreTEUR TEUR TEUR TEUR TEURVerbindlichkeiten gegenüberKreditinstituten 0 0 0 0 0(0) (0) (0) (0) (0)Verbindlichkeiten aus Liefe-rungen und Leistungen 268 268 0 0 0(291) (291) (0) (0) (0)Sonstige Verbindlichkeiten 52 52 0 0 0(21) (21) (0) (0) (0)320 320 0 0 0(312) (312) (0) (0) (0)(in Klammern: Vorjahr)davon mit einer Restlaufzeit Gürzenich-Orchester KölnI/10Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betreffen laufende Leistungsverpflichtungen.Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen folgende Posten:31.8.2025TEURnoch nicht eingelöste Ticketgutscheine45Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern2Verbindlichkeiten gegenüber Bundeszentralamt für Steuern3übrige252davon aus Steuern 3davon im Rahmen der sozialen Sicherheit010. (Passiver) RechnungsabgrenzungspostenAls passiver Rechnungsabgrenzungsposten wurden folgende für das Wirtschaftsjahr 2024/2025 im Vorauseingegangene Erträge abgegrenzt:31.8.2025TEURBetriebskostenzuschussStadt Köln September 20251.267Land NRW für September bis Dezember 2025383Erträge aus Kartenverkäufen fürdie Spielzeit 2025 / 20261.377übrige103.037 Gürzenich-Orchester KölnI/11III.ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGDie Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:2024/25VorjahrTEURTEURTEUR%Erlöse Bühnen der Stadt Köln für Opernbespielung 2024/258.6227.964+658+8,3 für das Vorjahr0255-255-100,0Erlöse Kartenverkauf Einzelverkauf 896 866 +30 +3,5 Abonnements 729 699 +30 +4,3 Besucherorganisationen 45 50 -5 -10,0sonstige Erlöse Spielbetrieb510 314 +196 +62,410.802 10.148 +654 +6,4VeränderungDen Erlösen lagen dabei im Vergleich zum Vorjahr folgende Leistungsdaten zugrunde:Veran- Besu-ErlöseVeran- Besu-ErlöseVeran- Besu-Erlösestal- cher stal- cher stal- chertungen TEUR tungen TEUR tungen TEURAbonnementkonzerte30 45.345 1.044 31 48.813 1.124 -1 -3.468 -80Kammerkonzerte 8 563 7 7 1.850 27 +1 -1.287 -20Sonderkonzerte 42 36.881 619 29 28.889 409 +13 +7.992 +210Abgrenzungen 0 0 Eigenveranstaltungen 80 82.789 1.670 67 79.552 1.560 +13 +3.237 +110 Kooperationen / Gastspiele 6 468 5 279 +1 +189Opernbespielung 224 8.622 152 7.964 +72 +658 Fremdveranstaltungen 224 8.622 152 7.964 +72 +658sonstige Erlöse42 345 -303310 82.789 10.802 224 79.552 10.148 +86 +3.237 +6542024/25 VorjahrVeränderungDie Kartenpreise fielen in 2024/25 im Vergleich zum Vorjahr unverändert wie folgt aus:Preis-Preis-Preis-Preis-Preis-Preis-Preis-Preis-Preis-gruppegruppegruppegruppegruppegruppegruppegruppegruppe613 213613 213613 213 EUREUREUREUREUREUR%%%Abonnementkonzerte11,0035,0055,0011,0035,0055,000,000,000,00Kammerkonzerte17,0017,0017,0017,0017,0017,000,000,000,00Großes Abonnement (So)124,00236,00382,00124,00236,00382,000,000,000,00Großes Abonnement (Mo/Di)109,00207,00334,00109,00207,00334,000,000,000,00Familienkonzerte4 0,00 0,00 0,00 1Preiswerteste Preisgruppe 2Mittlere Preisgruppe 3Teuerste Preisgruppe 4Kinderkarte/Erwachsenenkarte2024/25 VorjahrVeränderung11,00/22,00 11,00/22,00 Gürzenich-Orchester KölnI/12Die Minderung des Bestands an unfertigen Leistungen erfasst die erfolgswirksame Veränderung des Bilanz-postens „Unfertige Leistungen“ gegenüber dem Vorjahresstichtag.Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen folgende Posten:2024/25 VorjahrTEUR TEUR TEUR %Zuschüsse und KostenerstattungenBetriebskostenzuschuss Stadt Köln für das laufende Wirtschaftsjahr14.491 12.491 +2.000 +16,0Betriebskostenzuschuss Land NRW 1.150 1.132 +18 +1,6Förderbeiträge94 100 -6 -6,0sonstige Kostenzuschüsse66 35 +31 +88,6Erträge aus der Auflösung des Sonderpostensfür Investitionszuschüsse8 6 +2 +33,3Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen128 107 +21 +19,6Erträge aus dem Abgang von Vermögens-gegenständen des Anlagevermögens15 0 +15 .Versicherungsentschädigungen9 6 +3 +50,0übrige0 1 -1 -100,015.961 13.878 +2.083 +15,0davon Erträge aus der Auflösung des Sonder-postens für Investitionszuschüsse zum Anlage-vermögen8 6 +2 +33,3VeränderungDer Materialaufwand entfällt auf folgende Aufwendungen für bezogene Leistungen:2024/25 VorjahrTEURTEURTEUR%Gagen Aushilfsmusiker 745 930 -185 -19,9Gagen Gäste1.221 1.166 +55 +4,7Reisekosten Aushilfsmusiker / Gäste305 396 -91 -23,0Anmietung Konzertsaal für Proben u. Konzerte1.310 1.318 -8 -0,6Instandhaltung Musikinstrumente 244 233 +11 +4,7Transportkosten 24 14 +10 +71,4Programmhefte 107 115 -8 -7,0Produktionskosten 62 266 -204 -76,7Tantiemen und GEMA-Gebühren82 106 -24 -22,6Kosten Gastspiele nach auswärts215 100 +115 >+100,0Aufwendungen Streamingdienst GO-Plus 151 199 -48 -24,1Einrichten Orchester- / Notenmaterial 95 102 -7 -6,9Abrechnung Notenbibliothek 18 29 -11 -37,9übrige49 66 -17 -25,84.628 5.040 -412 -8,2Veränderung Gürzenich-Orchester KölnI/13Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:2024/25 VorjahrTEUR TEUR TEUR %Gehälter Angestellte / Lohnempfänger / Beamte / Künstler15.376 14.481 +895 +6,2Sonderzahlungen / Urlaubsgeld 828 795 +33 +4,2Abfindungen 0 245 -245 -100,0sonstige tarifvertragliche bzw. vertragliche Bezüge30 54 -24 -44,4 +/- Veränderung Rückstellung Altersteilzeit-176 -25 -151 >-100,0 +/- Veränderung Urlaubsrückstellung-7 -61 +54 +88,5 +/- Veränderung Drohverlustrückstellung-95 -94 -1 -1,1Löhne und Gehälter15.956 15.395 +561 +3,6Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung 2.493 2.255 +238 +10,6 +/- Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung aus Ver- änderung Drohverlustrückstellung-20 -20 +0 +0,0Arbeitgeberanteile zur Zusatzversorgungs-kasse / Bayrischen Versorgungskasse 694 661 +33 +5,0Versorgungsbezüge174 191 -17 -8,9+/- Veränderung Pensionsrückstellung-44 -96 +52 +54,2Beihilfen 371 254 +117 +46,1+/- Veränderung Beihilferückstellung6 -244 +250 <+100,0sonstige soziale Abgaben 138 147 -9 -6,1Soziale Abgaben und Aufwendungen fürAltersversorgung und für Unterstützung3.812 3.148 +664 +21,119.768 18.543 +1.225 +6,6davon für Altersversorgung824 756 +68 +9,0 Veränderung Die Entwicklung der Abschreibungen auf Sachanlagen ist dem Anlagennachweis zu entnehmen (vgl. AbschnittII.1.). Gürzenich-Orchester KölnI/14Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen folgende Posten:2024/25 VorjahrTEURTEURTEUR%VerwaltungsaufwendungenVersicherungen 53 51 +2 +3,9Büromieten einschl. Nebenkosten135 133 +2 +1,5Instandhaltungen / Reparaturen 80 74 +6 +8,1Kostenbeteiligung Köln-Ticket92 87 +5 +5,7Personalnebenkosten (Gastspiele nach auswärts)284 160 +124 +77,5Personalnebenkosten (sonstige) 21 24 -3 -12,5Kosten Jahresabschluss / Abschlussprüfung54 52 +2 +3,8Rechts- und Beratungskosten 27 17 +10 +58,8Porti / Telekommunikation 38 40 -2 -5,0Beiträge Verbände / Berufsvertretungen49 47 +2 +4,3Einsatz Zeitarbeitnehmer 42 40 +2 +5,0Verwaltungskostenerstattungen Stadt 56 47 +9 +19,1Ausbuchung der unbegründeten Restforderung aufAuszahlung des Betriebskostenzuschusses 2021/2201.407-1.407-100,0übrige Verwaltungsaufwendungen17 20 -3 -15,0Kosten Werbung, Öffentlichkeitsarbeit750 767 -17 -2,2Spenden 15 15 +0 +0,0Wertberichtigung Kundenforderungen 0 2 -2 -100,0übrige52 10 +42 >+100,01.765 2.993 -1.228 -41,0 Veränderung Die Zinserträge betreffen mit TEUR 177 Zinszahlungen der Stadt Köln (Kämmerei) für die Beteiligung amstädtischen Cash-Pooling.Die Zinsaufwendungen entfallen auf den Aufzinsungsaufwand der langfristigen Personalrückstellungen (Pen-sionsrückstellungen TEUR 45, für Beihilfeverpflichtungen TEUR 135 sowie für sonstige langfristige Personal-rückstellungen TEUR 8).Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die sonstigen Steuern umfassen folgende Abgaben:2024/25VorjahrTEURTEURTEUR%Körperschaftsteuer / Solidaritätszuschlagsowie Gewerbesteuer lfd. Jahr00+0.Körperschaftsteuer / Solidaritätszuschlagsowie Gewerbesteuer Vorjahre00+0.Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 0 +0 .Umsatzsteuer Vorjahre 3 -1 +4 <-100,0Sonstige Steuern 3 -1 +4 <-100,03 -1 +4 <-100,0Veränderung Gürzenich-Orchester KölnI/15IV. SONSTIGE ANGABEN1. OrganeDie Organe des Orchesters bestehen aus dem Betriebsausschuss und der Betriebsleitung.Die stimmberechtigten Mitglieder des Betriebsausschusses (gemäß § 5 Abs. 1 der Betriebssatzung personen-identisch mit dem Ausschuss Kunst und Kultur der Stadt Köln) setzten sich im Wirtschaftsjahr 2024/25 wiefolgt zusammen:Elfi Scho-Antwerpes, Diplom-Ingenieurin- Vorsitzende -Dr. Ralph Elster, Leiter der Expleo Academy (DACH-Region)- 1. Stellvertreter -Mario Michalak, darstellender Künstler und Produzent- 2. Stellvertreter -Dr. Eva Bürgermeister, Leiterin des deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrums, sachkundige BürgerinJörg Kobel, sachkundiger Bürger,Lorenz Deutsch, Landtagsabgeordneter, sachkundiger BürgerDominik Schneider, Bürokaufmann, sachkundiger BürgerBrigitta von Bülow, Gymnasiallehrerin,Maria Helmis-Arend, Studienrätin,Bärbel Hölzing, freischaffende Musiklehrerin,Dr. David Lutz, Informatiker,Ira Sommer, Rechtsanwältin,Thomas Welter, Immobilienunternehmer.Die Betriebsleitung bestand im Wirtschaftsjahr 2024/25 aus:Stefan EnglertGeschäftsführender Direktor Gürzenich-Orchester KölnI/16Für die Mitglieder der Betriebsleitung bzw. ehemalige Mitglieder der Betriebsleitung wurden von dem Orchesterim Wirtschaftsjahr 2024/25 folgende Bezüge aufgewendet:GehälterSonder-AbfindungenvergütungenTEUR TEUR TEURAktive Mitglieder der Betriebsleitung: 169,0 0,0 0,0169,0 0,0 0,0Ehemalige Mitglieder der Betriebsleitung: 0,0 0,0 0,0169,0 0,0 0,0Für ein ehemaliges Mitglied der Betriebsleitung bestehen zum Bilanzstichtag Rückstellungen für eine beam-tenrechtliche Versorgungszusage in Höhe von TEUR 242 sowie Beihilfeverpflichtungen in Höhe von TEUR 38.Für Mitglieder des Betriebsausschusses wurden keine Bezüge aufgewendet.2. ArbeitnehmerDie Anzahl der Beschäftigten des Orchesters im Wirtschaftsjahr 2024/25 entwickelte sich wie folgt:Jahres30.11.2024 28.02.2025 31.05.2025 31.08.2025 durch-schnittkünstlerische Angestellte162,0 162,0 162,0 165,0 162,8Beschäftigte nach TVöD12,0 13,0 11,0 11,0 11,8Beamte 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0174,0 175,0 173,0 176,0 174,6Das Orchester ist Mitglied der Zusatzversorgungskasse der Stadt Köln (ZVK) und der Bayerischen Versorgungs-kammer Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen (BVK). Die Versorgungseinrichtungen haben die Aufgabe,den Arbeitnehmern ihrer Mitglieder eine zusätzliche Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenversor-gung zu gewähren. Die Umlage beträgt bei der ZVK 5,8% und bei der BVK 9,0% des zusatzversorgungspflich-tigen Entgelts. Zum Aufbau einer Kapitaldeckung wird von der ZVK seit 2024 ein Zusatzbeitrag von 3,1%erhoben (2007-2023: 3,2%). Die umlagepflichtigen Gehälter betrugen im Wirtschaftsjahr 2024/25 rd.TEUR 18.599.
Anlage 7 Jahresabschluss Fragenkatalog
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IV
Feststellungen im Rahmen der Prüfung
nach 8 53 Haushaltsgrundsätzegesetz
1. Tätigkeit von Überwachungsorganen und Geschäftsleitung sowie
individualisierte Offenlegung der Organbezüge
a) Gibt es _Geschäftsordnungen für die Organe und einen
Geschäftsverteilungsplan für die Geschäftsleitung sowie ggf. für die
Konzernleitung? Gibt es darüber hinaus schriftliche Weisungen des
Überwachungsorgans zur Organisation für die Geschäfts- sowie ggf. für die
Konzernleitung (Geschäftsanweisung)? Entsprechen diese Regelungen den
Bedürfnissen des Unternehmens bzw. des Konzerns?
Der Betriebsleitung gehören satzungsgemäß zwei Personen an.
Die Geschäftsverteilung zwischen den Betriebsleitern sowie die Abgrenzung ihrer
Kompetenzen und Zuständigkeiten ergeben sich aus der am 16. Mai 2025 zuletzt
geänderten und inkraftgetretenen Betriebssatzung und Dienstanweisung zur
Geschäftsverteilung Die Betriebsleitung führt die Geschäfte des Gürzenich-
Orchesters Köln gesamtverantwortlich nach einheitlichen Zielsetzungen, Plänen
und Richtlinien. Unbeschadet der Gesamtverantwortung werden den
Betriebsleiterinnen Ressorts zugewiesen, für die sie zuständig sind. Die
Betriebsleiter*innen sind gehalten, die ressortbezogenen Interessen stets dem
Gesamtwohl des Gürzenich-Orchesters Köln unterzuordnen.
Der*Die Erste Betriebsleiter*in führt die Amtsbezeichnung Direktorin des
Gürzenich-Orchesters; ihm*ihr obliegt insbesondere die künstlerische
Programmplanung (unter Berücksichtigung der musikalischen Kompetenzen
der*des Gürzenich-Kapellmeister*in) und die Außendarstellung des Orchesters.
Der*Die Zweite Betriebsleiter*in führt die Amtsbezeichnung Verwaltungsdirektor*in
und ist insbesondere für die Personalführung und das Rechnungswesen zuständig.
Die musikalischen Kompetenzen, die dem*der Gürzenich-Kapellmeister*in/‘GMD
der Stadt Köln (im folgenden GMD) zustehen, werden von den Betriebsleiter*innen
berücksichtigt.
Dienstvorgesetzter der Dienstkräfte des Orchesters ist der*die
Oberbürgermeister*in der Stadt Köln ($ 6 der Betriebssatzung).
Die aktuell gültige Betriebssatzung ist zum 16. Mai 2025 in Kraft getreten.
Das Überwachungsorgan des Orchesters sind der Rat der Stadt Köln und der
Betriebsausschuss.
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IV/2
Der Rat entscheidet über Angelegenheiten, die er nicht übertragen kann (8 41
Abs. 1 GO NRW), dazu gehören u. a.:
« die Wahl der Mitglieder der Ausschüsse und ihrer Vertreter,
« der Erlass, die Änderung und die Aufhebung von Satzungen und
ortsrechtlichen Bestimmungen,
« derErlass eines Stellenplanes und
« die Festsetzung privatrechtlicher Entgelte.
Darüber hinaus entscheidet der Rat der Stadt Köln u. a. über folgende
Angelegenheiten ($ 4 der Betriebssatzung),
o die Bestellung und die Abberufung der Betriebsleiter*innen,
o die Feststellung und Änderung des Wirtschaftsplanes,
o die Feststellung des Jahresabschlusses, die Behandlung des
Jahresergebnisses und die Entlastung des Betriebsausschusses,
o die Rückzahlung von Eigenkapital an die Stadt.
Die übrigen Zuständigkeiten des Rates der Stadt Köln nimmt - bis auf die oben
genannten nicht übertragbaren Aufgaben und die in der Betriebssatzung genannten
Angelegenheiten - der Betriebsausschuss wahr (8 41 Abs. 2 und 3 GO NRW i. V. m.
der Zuständigkeitsordnung des Rates der Stadt Köln).
Der Betriebsausschuss ist der Ausschuss Gürzenich-Orchester der Stadt Köln (8 5
Abs. 1 der Betriebssatzung). Der Betriebsausschuss bündelt alle - die
eigenbetriebsähnliche Einrichtung betreffenden - kaufmännischen, technischen und
personellen Angelegenheiten, die ansonsten nach der Zuständigkeitsordnung des
Rates der Stadt Köln grundsätzlich auch anderen Fachausschüssen zur
Entscheidung übertragen sind.
Der Betriebsausschuss entscheidet in den Angelegenheiten, die ihm durch die GO
NRW und die EigVO NRW übertragen sind, sowie in den ihm vom Rat der Stadt
Köln ausdrücklich übertragenen Angelegenheiten sowie gemäß der
Betriebssatzung über
« Erlass und Niederschlagung von Ansprüchen bei Beträgen von
EUR 10.000,00 bis EUR 50.000,00,
«e _Stundung von Ansprüchen bei Beträgen von EUR 20.000,00 bis
EUR 50.000,00,
« _Bedarfsfeststellung für Lieferungen und Leistungen bei Auftragswerten
von mehr als EUR 300.000,00 bis EUR 1,5 Mio.; die Befugnisse des
Betriebsausschusses nach $ 5 Abs. 1 der Zuständigkeitsordnung der
Stadt Köln hinsichtlich des Vorbehaltes über die Vergabeentscheidung
bleiben unberührt,
« Zustimmung zu sonstigen Verträgen, die nicht unter Buchst. a) bis c)
fallen und deren Wert im Einzelfall den Betrag von EUR 300.000
übersteigt, ausgenommen sind Angelegenheiten, die nach der GO NRW,
der EigVO oder dieser Betriebssatzung der Zuständigkeit des Rates
vorbehalten sind.
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« Vorschlag eines Wirtschaftsprüfungsbüros oder einer
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für den Jahresabschluss zur Vorlage an
die Gemeindeprüfungsanstalt.
Die Regelungen zum Dienstbetrieb und Geschäftsablauf innerhalb der Kölner
Stadtverwaltung sind in dem „Handbuch der Stadtverwaltung Köln
(HK)“ zusammengefasst.
Die vorstehend dargestellten Regelungen entsprechen den Bedürfnissen der
eigenbetriebsähnlichen Einrichtung.
Im Wirtschaftsjahr 2024/2025 war die Betriebsleitung durch Herrn Stefan Englert als
Geschäftsführender Direktor und kaufmännischer Betriebsleiter besetzt. Die zweite
Betriebsleitung blieb auf Grund des Ausscheidens von Francois Xavier Roth und der
Neuaufteilung der Betriebsleiteragenden bis zum 10. November 2025 unbesettzt.
b) Wie viele Sitzungen der Organe und ihrer Ausschüsse haben stattgefunden
und wurden Niederschriften hierüber erstellt?
Im Zeitraum vom 1. September 2024 bis zum 31. August 2025 fanden insgesamt
acht Sitzungen des Betriebsausschusses statt. Entsprechende Protokolle liegen vor.
Die vom Betriebsausschuss vorbereiteten Empfehlungen hat der Rat der Stadt Köln
durch entsprechende Beschlussfassungen übernommen. Die Beschlüsse des
Rates der Stadt Köln liegen vor.
c) In welchen Aufsichtsgremien und anderen Kontrollgremien i.S.d. $ 125 Abs. 1
Satz 5 AktG sind die einzelnen Mitglieder der Geschäftsleitung tätig?
Die Mitglieder der Betriebsleitung sind auskunftsgemäß in keinen
Kontrollgremien tätig.
d) Wird die Vergütung der Organmitglieder (Geschäftsleitung, Überwachungs-
organ) individualisiert im Anhang des Jahresabschlusses/Konzern-
abschlusses aufgeteilt nach Fixum, erfolgsbezogenen Komponenten und
Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung ausgewiesen? Falls nein, wie
wird dies begründet?
Organe des Gürzenich Orchesters sind die Betriebsleituüng und der
Betriebsausschuss. Die gewährte Vergütung der Betriebsleitung wird im Anhang
individualisiert ausgewiesen. Die Mitglieder des Betriebsausschusses erhalten
keine Vergütung.
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2. Aufbau- und ablauforganisatorische Grundlagen
a) Gibt es einen den Bedürfnissen des Unternehmens entsprechenden Organi-
sationsplan, aus dem Organisationsaufbau, Arbeitsbereiche und Zuständig-
keiten/Weisungsbefugnisse ersichtlich sind? Erfolgt dessen regelmäßige
Überprüfung?
Die Arbeitsbereiche und dazugehörigen personellen Zuständigkeiten ergeben sich
aus dem jährlichen Dienstverteilungs- und Stellenplan. Im Dienstverteilungs- und
Stellenplan sind kurze Stellenbeschreibungen der Mitarbeiter vorhanden.
Unterlagen zu Weisungsbefugnissen und Vollmachten der Mitarbeiter sind zentral
dokumentiert.
Darüber hinaus besteht eine Dienstanweisung über die Abgrenzung der
Zuständigkeiten der Betriebsleiter, die zum 16. Mai 2025 anstelle der bisherigen
(Stand 1. Januar 2011) in Kraft getreten ist.
Eine regelmäßige Überprüfung der Aufbauorganisation durch die Betriebsleitung
findet auskunftsgemäß statt. Sie ergibt sich aus dem jährlich aufzustellenden
Dienstverteilungs- und Stellenplan.
Bezüglich der Ablauforganisation sind zwar keine zentral verfügbaren Unterlagen
vorhanden, die Abläufe sind aber aufgrund der Betriebsgröße überschaubar.
b) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass nicht nach dem Organisationsplan
verfahren wird?
Es haben sich im Rahmen unserer Prüfung keine Anhaltspunkte dafür ergeben,
dass die vorstehend genannten Regelungen und Richtlinien nicht eingehalten
wurden.
c) Hat die Geschäftsleitung Vorkehrungen zur Korruptionsprävention ergriffen
und dokumentiert?
Die Stadt Köln hat Vorkehrungen zur Korruptionsprävention getroffen, die auch für
die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gültigkeit haben. Diese beinhalten Hinweise
zur Umsetzung des Korruptionsbekämpfungsgesetzes (KorruptionsbG) vom
16. Dezember 2004 im Vergabewesen sowie eine Richtlinie zur Rotation von
Mitarbeiter/-innen in korruptionsgefährdeten Bereichen.
Die Einhaltung dieser Maßnahmen wird auskunftsgemäß von der internen Revision
kontrolliert.
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d) Gibt es geeignete Richtlinien bzw. Arbeitsanweisungen für wesentliche
Entscheidungsprozesse (insbesondere Auftragsvergabe und Auftrags-
abwicklung, Personalwesen, Kreditaufnahme und -gewährung)? Haben sich
Anhaltspunkte ergeben, dass diese nicht eingehalten werden?
Die für den Betrieb geltenden Regelungen zum allgemeinen Dienstbetrieb und
Geschäftsablauf innerhalb der Kölner Stadtverwaltung sind im „Handbuch der
Stadtverwaltung Köln (HK)“ vom 20. November 2001 bzw. den laufenden
Aktualisierungen dokumentiert. Darüber hinaus ergeben sich weitere Richtlinien aus
der Zuständigkeitsordnung für den Rat der Stadt Köln vom 5. März 2012. Den
Mitarbeitern stehen im Intranet der Stadt Köln die zu beachtenden
Gesetze/Rechtsverordnungen, Dienstanweisungen/-vereinbarungen und
städtischen Regelungen zur Verfügung. Die städtischen Regelungen umfassen u.a.:
Allgemeine Rahmenbedingungen für Sponsoringleistungen im Bereich der
Stadtverwaltung vom 9. November 2010 bzw. laufende Aktualisierungen
- Geschäftsanweisung zur Durchführung von Vergabeverfahren vom 01.10.2022
bzw. laufende Aktualisierungen.
- Wertgrenzenregelung für die Vorlage- und Informationspflichten gegenüber dem
Rechnungsprüfungsamt (Stand 01.04.2022).
Für Personalangelegenheiten gelten die Vorschriften des $ 8 der Betriebssatzung
in Verbindung mit $ 28 der Hauptsatzung der Stadt Köln.
Der Rat der Stadt Köln beschließt einmal jährlich im Zusammenhang mit der
Prüfung des Wirtschaftsplanes den Gesamtbetrag der Kredite zur Finanzierung der
Ausgaben und ermächtigt gleichzeitig die Betriebsleitung, Kassenkredite bis zu
einer bestimmten Höhe aufzunehmen, um die kurzfristige Liquidität sicherzustellen.
Die Ermächtigung der Betriebsleitung zur Inanspruchnahme von Kassenkrediten zur
rechtzeitigen Leistung von Ausgaben wurde gemäß Beschluss des Rates der Stadt
Köln im Rahmen der Genehmigung des Wirtschaftsplanes für 2020/2021 auf
TEUR 500 begrenzt.
Das Gürzenich-Orchester Köln hat im Berichtsjahr keine Kredite aufgenommen oder
gewährt.
Anhaltspunkte für die Nichteinhaltung von Regelungen haben sich im Rahmen
unserer Prüfung nicht ergeben.
e) Besteht eine ordnungsmäßige Dokumentation von Verträgen (z. B. Grund-
stücksverwaltung, EDV)?
Es besteht eine ordnungsgemäße, chronologische und nach Sachverhalten sortierte
Dokumentation der Verträge.
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3. Planungswesen, Rechnungswesen, Informationssystem und Controlling
a) Entspricht das Planungswesen - auch im Hinblick auf Planungshorizont und
Fortschreibung der Daten sowie auf sachliche und zeitliche Zusammenhänge
von Projekten - den Bedürfnissen des Unternehmens?
Das Planungswesen entspricht den Bedürfnissen der eigenbetriebsähnlichen
Einrichtung.
b) Werden Planabweichungen systematisch untersucht?
Planabweichungen werden in Monats- und Quartalsberichten untersucht und in den
Quartalsberichten dokumeniiert.
c) Entspricht das Rechnungswesen einschließlich der Kostenrechnung der
Größe und den besonderen Anforderungen des Unternehmens?
Das Rechnungswesen entspricht der Größe und den Anforderungen der
eigenbetriebsähnlichen Einrichtung.
d) Besteht ein funktionierendes Finanzmanagement, welches u. a. eine laufende
Liquiditätskontrolle und eine Kreditüberwachung gewährleistet?
Es wird seitens der Bühnen der Stadt Köln auf Grundlage eines
Geschäftsbesorgungsvertrages eine wöchentliche Liquiditätskontrolle für das
Gürzenich-Orchester durchgeführt. Im mittelfristigen Bereich wird die Liquidität
grundsätzlich durch eine Finanzplanung sichergestellt. Dem durch den Rat der Stadt
Köln festgestellten Wirtschaftsplan 2024/2025 ist eine mittelfristige Finanzplanung
beigefügt. Kredite bestehen nicht.
e) Gehört zu dem Finanzmanagement auch ein zentrales Cash-Management und
haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die hierfür geltenden Regelungen
nicht eingehalten worden sind?
Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung am Cash-Pooling mit der Kämmerei der Stadt
Köln teil.
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IVI7
f) Ist sichergestellt, dass Entgelte vollständig und zeitnah in Rechnung gestellt
werden? Ist durch das bestehende Mahnwesen gewährleistet, dass
ausstehende Forderungen zeitnah und effektiv eingezogen werden?
In Bezug auf den Verkauf von Eintrittskarten, der im Rahmen eines
Geschäftsbesorgungsvertrages über die Bühnen der Stadt Köln abgewickelt wird,
erfolgt eine Rechnungsstellung für den Bereich der Abonnements. Insoweit ist
grundsätzlich sichergestellt, dass Forderungen zeitnah und effektiv eingezogen
werden.
g) Entspricht das Controlling den Anforderungen des Unternehmens/Konzerns
und umfasst es alle wesentlichen Unternehmens-/Konzernbereiche?
Das kaufmännische Controlling wird unter Nutzung des SAP-Controlling-Moduls
durch den Ersten Betriebsleiter des Orchesters wahrgenommen. Die Auswertungen
nach Kostenstellen (Verwaltung und Orchesterbetrieb) und Kostenträgern (z. B.
Abokonzerte, CD-Produktionen) umfassen lediglich die Ist-Zahlen. Planzahlen
werden im Rahmen des Wirtschaftsplanes dokumentiert. Planabweichungen
werden im Rahmen der Quartalsberichte dokumentiert und analysiert.
h) Ermöglichen das Rechnungs- und Berichtswesen eine Steuerung und/oder
4.
Überwachung der Tochterunternehmen und der Unternehmen, an denen eine
wesentliche Beteiligung besteht?
Es bestehen keine Tochter- oder Beteiligungsunternehmen.
Risikofrüherkennungssystem
a) Hat die Geschäfts-/Konzernleitung nach Art und Umfang Frühwarnsignale
definiert und Maßnahmen ergriffen, mit deren Hilfe bestandsgefährdende
Risiken rechtzeitig erkannt werden können?
Ein auf die speziellen Belange und die überschaubare Größe der
eigenbetriebsähnlichen Einrichtung zugeschnittenes Handbuch zum Risiko-/
Chancenmanagement wird ständig ergänzt und aktualisiert. Die letzte
Risikoinventur erfolgte auskunftsgemäß im Dezember 2025.
Die Arbeiten an einem zeitnahen und umfassenden Berichtswesen zur laufenden
Erfassung der Risiken und Chancen sowie einem Katalog der notwendigen
Abwehrmaßnahmen sollen auskunftsgemäß fortgesetzt werden.
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IV/8
b) Reichen diese Maßnahmen aus und sind sie geeignet, ihren Zweck zu
erfüllen? Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die Maßnahmen nicht
durchgeführt werden?
Die bisher getroffenen Maßnahmen sind - unter Berücksichtigung der noch
durchzuführenden Ausgestaltung des Berichtswesens - nach unserer Einschätzung
grundsätzlich geeignet, ihren Zweck zu erfüllen.
c) Sind diese Maßnahmen ausreichend dokumentiert?
Die letzte zum 1. Dezember 2025 durchgeführte Risikoinventur wurde entsprechend
dokumentiert. Das RCM-Handbuch wird ständig ergänzt bzw. aktualisiert.
d) Werden die Frühwarnsignale und Maßnahmen kontinuierlich und
systematisch mit dem aktuellen Geschäftsumfeld sowie mit den Geschäfts-
prozessen und Funktionen abgestimmt und angepasst?
Im Rahmen der Risikoinventur erfolgte die Aufnahme der Frühwarnsignale und der
bereits implementierten bzw. zu implementierenden Maßnahmen. Aufgrund der
geringen Betriebsgröße und der flachen Aufbauhierarchie ist unseres Erachtens
sichergestellt, dass die Frühwarnsignale und Maßnahmen kontinuierlich und
systematisch mit den aktuellen Geschäftsprozessen und Funktionen abgestimmt
und entsprechend angepasst werden.
5 Finanzinstrumente, andere Termingeschäfte, Optionen und Derivate
Dieser Fragenkreis kommt bei der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung nicht zur
Anwendung, da derartige Instrumente nicht eingesetzt werden.
a) Hat die Geschäfts-/Konzernleitung den Geschäftsumfang zum Einsatz von
Finanzinstrumenten sowie von anderen Termingeschäften, Optionen und
Derivaten schriftlich festgelegt? Dazu gehört:
- Welche Produkte/lnstrumente dürfen eingesetzt werden?
- Mit welchen Partnern dürfen die Produkte/lnstrumente bis zu welchen
Beträgen eingesetzt werden?
- Wie werden die Bewertungseinheiten definiert und dokumentiert und in
welchem Umfang dürfen offene Posten entstehen?
- Sind die Hedge-Strategien beschrieben, z. B. ob bestimmte Strategien
ausschließlich zulässig sind bzw. bestimmte Strategien nicht durchgeführt
werden dürfen (z. B. antizipatives Hedging)?
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IV/9
b) Werden Derivate zu anderen Zwecken eingesetzt als zur Optimierung von
Kreditkonditionen und zur Risikobegrenzung?
c) Hat die Geschäfts-/Konzernleitung ein dem Geschäftsumfang entsprechendes
Instrumentarium zur Verfügung gestellt insbesondere in Bezug auf
- Erfassung der Geschäfte,
- Beurteilung der Geschäfte zum Zweck der Risikoanalyse,
- Bewertung der Geschäfte zum Zweck der Rechnungslegung,
- Kontrolle der Geschäfte?
d) Gibt es eine Erfolgskontrolle für nicht der Risikoabsicherung (Hedging)
dienende Derivatgeschäfte und werden Konsequenzen aufgrund der
Risikoentwicklung gezogen?
e) Hat die Geschäfts-/Konzernleitung angemessene Arbeitsanweisungen
erlassen?
f) Ist die unterjährige Unterrichtung der Geschäfts-/Konzernleitung im Hinblick
auf die offenen Positionen, die Risikolage und die ggf. zu bildenden Vorsorgen
geregelt?
6. Interne Revision
a) Gibt es eine den Bedürfnissen des Unternehmens/Konzerns entsprechende
interne Revision/Konzernrevision? Besteht diese als eigenständige Stelle
oder wird diese Funktion durch eine andere Stelle (ggf. welche?)
wahrgenommen?
Die Aufgaben der Internen Revision werden von der Internen Revision der Bühnen
der Stadt Köln im Wege einer Geschäftsbesorgung mit fünf Wochenstunden
wahrgenommen.
Die Aufgaben der internen Revision sind in der „Dienstanweisung
Innenrevision“ vom 27. Januar 2015 festgelegt.
Darüber hinaus werden auch durch das Rechnungsprüfungsamt der Stadt Köln
Prüfungen durchgeführt.
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IV/10
b) Wie ist die Anbindung der internen Revision/Konzernrevision im Unter-
nehmen/Konzern? Besteht bei ihrer Tätigkeit die Gefahr von
Interessenkonflikten?
Da die Aufgaben der internen Revision für den Bereich des Gürzenich-Orchesters
im Wege der Geschäftsbesorgung auf die interne Revision der Bühnen der Stadt
Köln bzw. das RPA ausgelagert worden sind, ist die Gefahr von Interessenkonflikten
gering.
c) Welches waren die wesentlichen Tätigkeitsschwerpunkte der internen
Revision/Konzernrevision im Geschäftsjahr? Wurde auch geprüft, ob
wesentlich miteinander unvereinbare Funktionen (z.B. Trennung von
Anweisung und Vollzug) organisatorisch getrennt sind? Wann hat die interne
Revision das letzte Mal über Korruptionsprävention berichtet? Liegen
hierüber schriftliche Revisionsberichte vor?
Die mit der internen Revision beauftragte Mitarbeiterin war im Berichtsjahr in
folgenden Bereichen/Prüfungen schwerpunktmäßig tätig:
Prüfung
Verfahrensprüfung des Verkaufs von Abonnements und Einzeltickets des
Gürzenich-Orchesters Köln durch den Kartenservice der Bühnen Köln in Bezug auf
die Abwicklung und -führung der Vorverkaufsgebühren an das Gürzenich-Orchester
Köln
Vergabeverfahren
« Prüfung der Vergabeunterlagen
« Umsetzung der städtischen Geschäftsanweisung zur Durchführung von
Vergabeverfahren
Prüfungen des Rechnungsprüfungsamtes und des Rechtsamtes, die von der
Internen Revision begleitet und unterstützt wurden:
« Amt für Recht, Vergabe und Versicherungen
"= Prüfung von Vergaben auf Rechtmäßigkeit und Ordnungsmäßigkeit, hier:
Begleitung der Stichprobenprüfung in Bezug auf die Einhaltung der
Vergabevorschriften
« Rechnungsprüfungsamt
" Prüfung von Bedarfsprüfungen auf Rechtmäßigkeit und Ordnungsmäßig-
keit, hier: Begleitung der Stichprobenprüfung in Bezug auf die Einhaltung
der Bedarfsprüfungsrichtlinie
"= Schwerpunktprüfung: Durchführung und Wirksamkeit der Arbeit der
Innenrevisionen/Internen Revisionen
Datenschutz, hier Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sowie
Überwachung der Einhaltung der datenschutzrechtlichen Vorschriften
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d) Hat die interne Revision ihre Prüfungsschwerpunkte mit dem Abschluss-
prüfer abgestimmt?
Eine Abstimmung der Prüfungsschwerpunkte der internen Revision mit dem
Abschlussprüfer erfolgt nicht.
e) Hat die interne Revision/Konzernrevision bemerkenswerte Mängel aufgedeckt
und um welche handelt es sich?
Die interne Revision hat auskunftsgemäß keine bemerkenswerten Mängel
aufgedeckt.
f
=
Welche Konsequenzen werden aus den Feststellungen und Empfehlungen der
internen Revision/Konzernrevision gezogen und wie kontrolliert die interne
Revision/Konzernrevision die Umsetzung ihrer Empfehlungen?
Die Betriebsleitung veranlasst die Umsetzung der Empfehlungen der internen
Revision u. a. durch Dienstanweisungen. Die interne Revision prüft die Einhaltung
der Dienstanweisungen bei Bedarf bzw. auf Anweisung in zeitlichem Abstand.
7. Übereinstimmung der Rechtsgeschäfte und Maßnahmen mit Gesetz, Satzung,
Geschäftsordnung, Geschäftsanweisung und bindenden Beschlüssen des
Überwachungsorgans
a) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die vorherige Zustimmung des
Überwachungsorgans zu zustimmungspflichtigen Rechtsgeschäften und
Maßnahmen nicht eingeholt worden ist?
Im Rahmen unserer stichprobenhaften Prüfung haben sich keine Anhaltspunkte
ergeben, dass die vorherigen Zustimmungen des Überwachungsorgans zu
zustimmungspflichtigen Rechtsgeschäften und Maßnahmen nicht eingeholt worden
sind.
b) Wurde vor der Kreditgewährung an Mitglieder der Geschäftsleitung oder des
Überwachungsorgans die Zustimmung des Überwachungsorgans eingeholt?
Es wurden keine derartigen Kredite gewährt.
c) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass anstelle zustimmungsbedürftiger
Maßnahmen ähnliche, aber nicht als zustimmungsbedürftig behandelte
Maßnahmen vorgenommen worden sind (z. B. Zerlegung in Teilmaßnahmen)?
Anhaltspunkte dafür haben sich Im Rahmen unserer Prüfung nicht ergeben.
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Iv112
d) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die Geschäfte und Maßnahmen nicht
mit Gesetz, Satzung, Geschäftsordnung, Geschäftsanweisung und bindenden
Beschlüssen des Überwachungsorgans übereinstimmen?
Anhaltspunkte dafür haben sich im Rahmen unserer Prüfung nicht ergeben.
8. Durchführung von Investitionen
a) Werden Investitionen (in Sachanlagen, Beteiligungen, sonstige Finanz-
anlagen, immaterielle Anlagewerte und Vorräte) angemessen geplant und vor
Realisierung auf Rentabilität/Wirtschaftlichkeit, Finanzierbarkeit und Risiken
geprüft?
Die Investitionen im Bereich der Sachanlagen werden im Wirtschaftsplan im
Rahmen des Vermögensplanes erfasst.
Das Anlagevermögen besteht im Wesentlichen aus Instrumenten. Bei der
Anschaffung dieser Instrumente müssen die Besonderheiten eines
Orchesterbetriebes berücksichtigt; werden. Eine interne Planung der
Instrumentenbeschaffung findet statt, wobei Abnutzung im Spielbetrieb (Er-
satzbeschaffung) sowie die Spielplanung (eventuelle Beschaffung nicht
vorhandener Instrumente) als Kriterien im Vordergrund stehen.
Bei den Investitionen im Bereich des Vorratsvermögens (z. B. Druck der
Jahresbroschüre) finden entsprechende Planungen und Prüfungen statt; die
Vergabestelle der Stadt Köln wird mit eingeschaltet.
b) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die Unterlagen/Erhebungen zur
Preisermittlung nicht ausreichend waren, um ein Urteil über die
Angemessenheit des Preises zu ermöglichen (z.B. bei Erwerb bzw.
Veräußerung von Grundstücken oder Beteiligungen)?
Für Fremdleistungen wird der Preis grundsätzlich über die vorgeschriebenen
Verfahren nach der VOB, VOL und der VOF ermittelt. Ab einem Auftragswert von
EUR 20.000,00 (VOL) bzw. EUR 100.000,00 (VOB) erfolgen grundsätzlich
öffentliche Ausschreibungen zentral durch das Vergabeamt der Stadt Köln.
c) Werden Durchführung, Budgetierung und Veränderungen von Investitionen
laufend überwacht und Abweichungen untersucht?
Die Durchführung der Investitionen wird laufend überwacht. Es wurde darauf
geachtet, dass die im Rahmen des Wirtschaftsplanes budgetierte und genehmigte
Gesamtsumme der Investitionen nicht überschritten wird.
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IV113
d) Haben sich bei abgeschlossenen Investitionen wesentliche Überschreitungen
ergeben? Wenn ja, in welcher Höhe und aus welchen Gründen?
Es haben sich keine wesentlichen Investitionsüberschreitungen ergeben.
e) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass Leasing- oder vergleichbare
Verträge nach Ausschöpfung der Kreditlinien abgeschlossen wurden?
Anhaltspunkte dafür haben sich im Rahmen unserer Prüfung nicht ergeben.
9. Vergaberegelungen
a) Haben sich Anhaltspunkte für eindeutige Verstöße gegen Vergaberegelungen
(z. B. VOB, VOL, VOF, EU-Regelungen) ergeben?
Für die eigenbetriebsähnliche Einrichtung gilt die Geschäftsanweisung zur
Durchführung von Vergabeverfahren in der Fassung vom 1. Februar 2024. Darüber
hinaus werden Vergaben vom Amt für Recht, Vergabe und Versicherungen der
Stadt Köln begleitet und geprüft. Ein weiteres Prüfungsrecht ab einem Betrag von
25.000,00 € (netto) obliegt dem Rechnungsprüfungsamt der Stadt Köln.
Alle Vergaben ab 500,00 € werden auskunftsgemäß in speziellen Sharepoint-
System der Stadtverwaltung Köln, cMarket und cVergabe, eingestellt, sodass diese
vom Amt für Recht, Vergabe und Versicherungen und Rechnungsprüfungsamt der
Stadt Köln eingesehen werden können.
Anhaltspunkte für eindeutige Verstöße gegen Vergaberegelungen haben sich im
Rahmen unserer stichprobenartigen Prüfung nicht ergeben.
Wir weisen darauf hin, dass die Überprüfung von Verstößen bei Vergaben im
Rahmen einer Abschlussprüfung nicht möglich ist und dass eine rechtliche
Beurteilung insoweit von uns nicht durchgeführt werden kann.
b) Werden für Geschäfte, die nicht den Vergaberegelungen unterliegen,
Konkurrenzangebote (z.B. auch für Kapitalaufnahmen und Geldanlagen)
eingeholt?
Das Rechnungsprüfungsamt ist in den nach den städtischen Vergaberichtlinien
vorgesehenen Vergabeprozess eingebunden. Die Vorlagepflichten richten sich
nach den im Intranet der Stadt Köln veröffentlichten Vorlagegrenzen. Unabhängig
hiervon hat das Rechnungsprüfungsamt ein jederzeit umfängliches Prüfungsrecht.
Im Rahmen der von uns durchgeführten Stichproben wurden keine Verstöße
festgestellt.
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IV114
10.
Berichterstattung an das Überwachungsorgan
a) Wird dem Überwachungsorgan regelmäßig Bericht erstattet?
Gemäß 8 20 der Eigenbetriebsverordnung i. V. m. & 17 der Betriebssatzung hat die
Betriebsleitung der*die Oberbürgermeister{n und den Betriebsausschuss
vierteljährlich über die Entwicklung der Erträge und Aufwendungen sowie über die
Abwicklung des Vermögensplanes schriftlich unterrichtet. Der Betriebsausschuss
erhält den jährlichen Wirtschaftsplan, der dem Rat der Stadt Köln anschließend zur
Zustimmung vorgelegt wird.
b) Vermitteln die Berichte einen zutreffenden Einblick in die wirtschaftliche Lage
des Unternehmens/Konzerns und in die wichtigsten Unternehmens-/
Konzernbereiche?
Der Wirtschaftsplan und die Quartalsberichte vermittelten zum Zeitpunkt der
Berichterstattung einen zutreffenden Einblick in die wirtschaftliche Lage der
eigenbetriebsähnlichen Einrichtung.
c) Wurde das Überwachungsorgan über wesentliche Vorgänge angemessen und
zeitnah unterrichtet? Liegen insbesondere ungewöhnliche, risikoreiche oder
nicht ordnungsgemäß abgewickelte Geschäftsvorfälle sowie erkennbare
Fehldispositionen oder wesentliche Unterlassungen vor und wurde hierüber
berichtet?
Gemäß $ 6 Abs. 2 der Betriebssatzung hat die Betriebsleitung die*den
Oberbürgermeister“in über alle wichtigen Angelegenheiten rechtzeitig zu
unterrichten und ihm auf Verlangen die zur Wahrnehmung seiner Aufgabe
notwendigen Auskünfte zu erteilen.
Anhaltspunkte dafür, dass dies nicht geschehen ist bzw. Anhaltspunkte für
besondere risikoreiche Geschäftsvorfäle bzw. Fehldispositionen und
Unterlassungen und sonstige berichtspflichtige Sachverhalte haben sich im
Rahmen unserer Prüfung nicht ergeben.
d) Zu welchen Themen hat die Geschäfts-/Konzernleitung dem Überwachungs-
organ auf dessen besonderen Wunsch berichtet ($ 90 Abs. 3 AktG)?
Die Betriebsleitung hat auf besonderen Wunsch des Überwachungsorgans über
Personalfragen berichtet.
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11.
IVN5
e) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die Berichterstattung (z. B. nach
8 90 AktG oder unternehmensinternen Vorschriften) nicht in allen Fällen
ausreichend war?
Anhaltspunkte dafür haben sich im Rahmen unserer Prüfung nicht ergeben.
f
=
Gibt es eine D&O-Versicherung? Wurde ein angemessener Selbstbehalt
vereinbart? Wurden Inhalt und Konditionen der D&O-Versicherung mit dem
Überwachungsorgan erörtert?
Eine D&O-Versicherung (Vermögenschadenhaftpflichtversicherung) wurde
auskunftsgemäß für die Betriebsleitung und den Betriebsausschuss nicht
abgeschlossen.
g) Sofern Interessenkonflikte der Mitglieder der Geschäftsleitung oder des
Überwachungsorgans gemeldet wurden, ist dies unverzüglich dem
Überwachungsorgan offengelegt worden?
Uns liegen keine Kenntnisse zu bestehenden Interessenkonflikten vor.
Ungewöhnliche Bilanzposten und stille Reserven
a) Besteht in wesentlichem Umfang offenkundig nicht betriebsnotwendiges
Vermögen?
Es besteht kein offenkundig nicht betriebsnotwendiges Vermögen.
b) Sind Bestände auffallend hoch oder niedrig?
Auffallend hohe oder niedrige Bestände sind ausweislich des Jahresabschlusses
nicht erkennbar.
c) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die Vermögenslage durch im
Vergleich zu den bilanziellen Werten erheblich höhere oder niedrigere
Verkehrswerte der Vermögensgegenstände wesentlich beeinflusst wird?
Anhaltspunkte dafür haben sich im Rahmen unserer Prüfung nicht ergeben.
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IV116
12. Finanzierung
a) Wie setzt sich die Kapitalstruktur nach internen und externen Finanzierungs-
quellen zusammen? Wie sollen die am Abschlussstichtag bestehenden
wesentlichen Investitionsverpflichtungen finanziert werden?
Das Gesamtkapital beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 14.661, davon entfallen
TEUR 6.593 (45,0 %) auf das Eigenkapital und 55,0 % auf das Fremdkapital (inkl.
Sonderposten).
Die externen Finanzierungsquellen betreffen im Wesentlichen mit EUR 15,6 Mio.
die Betriebskostenzuschüsse der Stadt und des Landes NRW (vgl. auch Frage 12c).
Wesentliche Investitionsverpflichtungen bestehen am Abschlussstichtag nicht.
b) Wie ist die Finanzlage des Konzerns zu beurteilen, insbesondere hinsichtlich
der Kreditaufnahmen wesentlicher Konzerngesellschaften?
Das Orchester ist kein Mutterunternehmen und es liegt kein Konzernverhältnis vor.
c) In welchem Umfang hat das Unternehmen Finanz-/Fördermittel einschließlich
Garantien der öffentlichen Hand erhalten? Haben sich Anhaltspunkte
ergeben, dass die damit verbundenen Verpflichtungen und Auflagen des
Mittelgebers nicht beachtet wurden?
Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung ist in die Haushaltsplanung der Stadt Köln
eingebunden und erhielt im Wirtschaftsjahr 2024/2025 Zuschüsse von insgesamt
TEUR 14.491. Der Betriebskostenzuschuss des Landes Nordrhein-Westfalen
betrug für das Wirtschaftsjahr 2024/2025 TEUR 1.150.
13. Eigenkapitalausstattung und Gewinnverwendung
a) Bestehen Finanzierungsprobleme aufgrund einer evtl. zu niedrigen Eigen-
kapitalausstattung?
Aufgrund der vorhandenen Eigenkapitalausstattung sind derzeit unter der Prämisse
nachhaltiger weiterer Zuschussgewährungen keine Finanzierungsprobleme zu
erwarten.
b) Ist der Gewinnverwendungsvorschlag (Ausschüttungspolitik, Rücklagen-
bildung) mit der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens vereinbar?
Gemäß 8 2 Abs. 3 der Betriebssatzung darf die Stadt Köln keine Zuwendungen
- und damit auch keine Ausschüttungen - aus Mitteln des Betriebes erhalten. Die
jeweiligen Jahresergebnisse werden entweder auf neue Rechnung vorgetragen
oder den Rücklagen zugeführt.
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14.
15.
Iv117
Rentabilität/Wirtschaftlichkeit
a) Wie setzt sich das Betriebsergebnis des Unternehmens/Konzerns nach
Segmenten/Konzernunternehmen zusammen?
Es ist nur ein Segment, nämlich der Orchesterbetrieb, vorhanden. Eine weitere
Aufgliederung erübrigt sich somit.
b) Ist das Jahresergebnis entscheidend von einmaligen Vorgängen geprägt?
Das Jahresergebnis ist nicht entscheidend von einmaligen Vorgängen geprägt. Im
Übrigen wird zur Erläuterung des Jahresergebnisses auf die Ausführungen im
Lagebericht verwiesen.
c) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass wesentliche Kredit- oder andere
Leistungsbeziehungen zwischen Konzerngesellschaften bzw. mit den
Gesellschaftern eindeutig zu unangemessenen Konditionen vorgenommen
werden?
Im Rahmen des Geschäftsbesorgungsvertrages vom 17. Dezember 2001 zwischen
den Bühnen der Stadt Köln und dem Gürzenich-Orchester ist geregelt, dass jede
der beiden Einrichtungen eine angemessene Kostenerstattung für die vereinbarten
Tätigkeiten (Verwaltung und Opernbespielung) zu leisten hat. Die Ermittlung der
angemessenen Kosten erfolgt durch die Kostenträgereinrichtung der Einrichtungen.
d) Wurde die Konzessionsabgabe steuer- und preisrechtlich erwirtschaftet?
Diese Frage ist im vorliegenden Fall nicht relevant.
Verlustbringende Geschäfte und ihre Ursachen
a) Gab es verlustbringende Geschäfte, die für die Vermögens- und Ertragslage
von Bedeutung waren, und was waren die Ursachen der Verluste?
Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung ist angesichts ihrer spezifischen
Dienstleistung strukturell ein Zuschussbetrieb. Über das strukturelle Maß
hinausgehende einzelne wesentliche verlustbringende Geschäfte sind uns im
Rahmen der Prüfung nicht bekannt geworden.
b) Wurden Maßnahmen zeitnah ergriffen, um die Verluste zu begrenzen, und um
welche Maßnahmen handelt es sich?
Wie im Lagebericht von der Betriebsleitung ausgeführt, ist diese bestrebt, im
Rahmen des strukturell möglichen einerseits Kostensteigerungen
entgegenzuwirken und andererseits höhere Einnahmen zu erzielen.
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IV118
16. Ursachen des Jahresfehlbetrages und Maßnahmen zur Verbesserung der
Ertragslage
a) Was sind die Ursachen des Jahresfehlbetrages?
Das Wirtschaftsjahr 2024/25 konnte mit einem Jahresüberschuss von 183.792,84 €
abgeschlossen werden.
b) Welche Maßnahmen wurden eingeleitet bzw. sind beabsichtigt, um die
Ertragslage des Unternehmens zu verbessern?
Vgl. Nach Abschmelzen der Rücklagen au einen Sockelbetrag wird die Stadt Köln
einen bedarfsgerechten Betriebskostenzuschuss zur Verfügung stellen.
Anlage 2 Jahresabschluss Bilanz
1733 Zeichen
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung m Gürzenich-Orchester Köln, Köln Bilanz zum 31. August 2025 AKTIVA 31.08.2025 31.08.2024 PASSIVA 31.08.2025 31.08.2024 € € € € € € A. Anlagevermögen A. Eigenkapital I. Immaterielle Vermögensgegenstände I. Stammkapital 25.000,00 25.000,00 1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 109.205,00 40.504,00 2. Geleistete Anzahlungen 3.406,15 42.452,29 Il. Gewinnrücklagen 2.598.471,07 2.606.080,07 112.611,15 Il. Bilanzgewinn 3.969.435,54 Il. Sachanlagen 6.592.906,61 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 914.591,00 876.776,00 2. Geleistete Anzahlungen 0,00 1.000,00 914.591,00 B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 35.416,00 1.027.202,15 B. Umlaufvermögen —[ a ep 2 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 799.673,00 903.823,00 I. Vorräte 2. Sonstige Rückstellungen 3.875.706,00 3.830.821,00 1. Betriebsstoffe 9.529,00 12.514,00 4.675.379,00 2. Unfertige Leistungen 63.000,00 330.000,00 72.529,00 342.514,00 D. Verbindlichkeiten Il. Eorderungen und sonstige Vermögensgegenstände m 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.210,00 6.500,00 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 18,16 39,56 2. Forderungen gegen die Stadt Köln 8.349.063,57 9.457.612,65 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 268.119,97 290.994,41 3. Forderungen gegen Eigenbetriebe 3.904.769,49 2.163.317,62 3. Sonstige Verbindlichkeiten 52.016,46 21.503,24 4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.182.137,58 845.431,50 320.154,59 13.443.180,64 _12.472.861,77. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten E. Rechnungsabgrenzungsposten 3.037.259,76 und Schecks 270,25 270,25 m C. Rechnungsabgrenzungsposten 117.933,92 56.563,72 832.94; 3
Anlage 3 Jahresabschluss Gewinn-Verlustrechnung
1414 Zeichen
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln, Köln 10. 11. 12. 13. 14. 15. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. September 2024 bis 31. August 2025 . Umsatzerlöse . Verminderung/Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen . Sonstige betriebliche Erträge . Materialaufwand Aufwendungen für bezogene Leistungen . Personalaufwand a) Löhne und Gehälter b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung . Abschreibungen auf immaterielle Vermögens- gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen . Sonstige betriebliche Aufwendungen . Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge - davon aus der Abzinsung 0,00 € (Vorjahr 301,45 €) . Zinsen und ähnliche Aufwendungen - davon aus der Aufzinsung 188.450,92 € (Vorjahr 216.324,00 €) Ergebnis nach Steuern Sonstige Steuern Jahresüberschuss/-fehlbetrag Gewinnvortrag aus dem Vorjahr Entnahme aus Gewinnrücklagen Bilanzgewinn 2024/2025 € € 10.802.288,06 -267.000,00 15.960.819,95 4.628.173,49 15.955.661,42 3.812.400,64 19.768.062,06 142.484,18 1.765.284,39 177.121,84 188.450,92 180.774,81 -3.018,03 183.792,84 3.778.033,70 7.609,00 3.969.435,54 2 2023/2024 15.394.735,26 3.147.980,41 € 10.148.319,63 -39.900,00 13.877.691,99 5.039.921,88 18.542.715,67 121.989,65 2.992.578,86 330.614,76 195.641,91 -2.576.121,59 661,49 -2.576.783,08 6.347.207,78 7.609,00 3.778.033,70
Anlage 5 Jahresabschluss Lagebericht
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Gürzenich-Orchester KölnII/1LAGEBERICHTFÜR DAS WIRTSCHAFTSJAHR1. SEPTEMBER 2024 BIS 31. AUGUST 2025I.SPIELZEITVERLAUF UND LAGE DES ORCHESTERS IM WIRTSCHAFTSJAHR 2024/251.Die wirtschaftliche Situation öffentlicher Orchester in der Bundesrepublik Deutschlandin der Spielzeit 2024/25Vor dem Hintergrund der anhaltenden Verunsicherung vor allem durch internationale Krisen war dieSpielzeit 2024/25 kulturpolitisch weiterhin geprägt von hohen Personal und Sachkosten sowie drohen-den öffentlichen Mittelkürzungen. Große Häuser erzielten dabei laut Saisonbilanzen 2024/25 tendenziellstabile bis leicht verbesserte Auslastungen, während kleinere Bühnen und die Freie Szene deutlich stär-ker unter Finanzierungslücken und Publikumsschwankungen leiden1.In der vorjährigen Spielzeit 2023/24 erreichte die Zahl der Zuschauer in Deutschland rund 20Mio. undlag damit etwa 1,5Mio. über der vorangegangenen Spielzeit. Damit wurden etwa 88% der Besucher-zahlen und rund 91% der Aufführungszahlen der letzten VorCoronaSaison 2018/19 wieder erreicht.Über alle Genres hinweg ergab die Werkstatistik des Deutschen Bühnenvereins2 einen Durchschnitt vonmehr als 55.000 Bühnenbesucher pro Tag, der umso bemerkenswerter ausfiel, als die Anzahl der Insze-nierungen und Aufführungen in Deutschland im Vergleich zur vorangegangenen Spielzeit fast gleichge-blieben ist. Auch wenn die Besucherzahlen damit noch unter denen der Vor-Corona-Zeit liegen, zeigtesich, dass die Erholung nach der Pandemie weiter voranschreitet.Dementsprechend musste sich auch das Gürzenich-Orchester Köln in der Spielzeit 2024/25 weiterhinbemühen, die Menschen nach den Pandemie-Erfahrungen und in einer Zeit verschiedenster Krisen zumotivieren, in seine Konzerte zu gehen. Unverändert bleibt dabei - nicht zuletzt auch mit Blick auf dieZukunft des Orchesters - das Bestreben, neue Einnahmequellen (z.B. das Sponsoring) zu erschließenbzw. durch innovative Projekte, so z.B. das vom Orchester betriebene Projekt GO-Plus, das „Ohren auf!“-Projekt für jüngere Musikliebhaber und Familien sowie Livestream-Konzerte, bisherige Besuchergruppenzu binden und neue Besuchergruppen anzusprechen. Dabei ist es Ziel des Orchesters, die künstlerischeQualität ständig zu verbessern und weiterzuentwickeln sowie ein möglichst einzigartiges, charakteristi-sches und unverwechselbares Klangbild zu kreieren, um die Attraktivität für Konzertbesucher*innen,Sponsoren und auch Medien zu erhöhen.__________________________________________________
1 Quelle: Die Deutsche Bühne: Saisonbilanz 2024/25, in Heft 04/2025
2 Quelle: 77. Jahrgang der Werkstatistik des Deutschen Bühnenvereins 2025
Gürzenich-Orchester KölnII/22.Die künstlerische Bilanz des Orchesters in der Spielzeit 2024/25Das Gürzenich-Orchester Köln zählt sowohl im Konzert- wie auch im Opernbereich zu den führendenOrchestern Deutschlands und verfügt wie kaum ein anderes über eine Tradition, die Musikgeschichteschrieb. Es steht für wegweisende Interpretationen, innovative Programme und vielfältige Aktivitätenauch über den Konzertsaal hinaus. Gegründet wurde das Orchester 1827 durch die Concert-GesellschaftKöln, seit 1888 ist es das Orchester der Stadt Köln und begeistert in etwa 50 Konzerten pro Saison inder Kölner Philharmonie mehr als 100.000 Besucher. Außerdem tritt es als Orchester der Oper Köln injeder Spielzeit bei etwa 160 Vorstellungen auf. Der Name des Orchesters verweist auf den Gürzenich,Kölns repräsentativen historischen Festsaal, in dem die Konzerte zwischen 1857 und 1986 stattfanden.Herausragende Werke des romantischen Repertoires von Johannes Brahms, Richard Strauss und GustavMahler erfuhren mit dem Gürzenich-Orchester ihre Uraufführung, am Pult standen führende Dirigentenund Komponisten ihrer Zeit wie Hector Berlioz, Giuseppe Verdi, Johannes Brahms oder Igor Strawinsky.Bis heute pflegt das Orchester dieses große Erbe und ist Magnet für die weltweit prominentesten Diri-gent*innen und Solist*innen. Mit unterschiedlichsten Konzert-Formaten und einem fantasievollen Edu-cation-Angebot begeistert das Gürzenich-Orchester eine große Bandbreite an Zielgruppen für Musik.Vielfältige digitale Angebote und preisgekrönte CDs machen das Orchester als Kulturbotschafter derStadt Köln für die Welt erlebbar. Seit der Saison 2023/24 ist das Gürzenich-Orchester neben LondonPhilharmonic Orchestra und Rotterdams Philharmonisch Orkest eines der drei Residenzorchester desConcertgebouw Brügge.In der Saison 2024/25 präsentierte das Gürzenich-Orchester Köln in zehn Abonnementkonzerten, einemFestkonzert in Kooperation mit der Concert-Gesellschaft Köln, einem Passionskonzert, einem Benefiz-Konzert zugunsten der Initiative »wir helfen« des Kölner Stadt-Anzeigers, einem Weihnachtskonzert,einem Neujahrskonzert, acht Sonderkonzerten, zwölf Kammerkonzerten sowie dem traditionellen Dom-konzert bei freiem Eintritt ein äußerst vielfältiges Programm vom klassisch-romantischen Repertoire bishin zu zeitgenössischer Musik. Auch zwei Familienkonzerte sowie das beliebte Konzert des Kölner Bür-gerorchesters gehörten zum Angebot.Mit dem traditionellen Festkonzert eröffnete Lorenzo Viotti die Saison des Gürzenich-Orchesters. Auf demProgramm stand Mahlers „Auferstehungs-Sinfonie“ mit prominenten Solistinnen und dem beliebten Köl-ner Bürgerchor. Ganz dem Jubilar Arnold Schönberg gewidmet, der 2024 als einer der bedeutendstenund für die europäische Musikgeschichte richtungsweisendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts150 Jahre alt geworden wäre, stand das 1. Abonnementkonzert unter Leitung von Matthias Pintscherund mit dem Quatuor Diotima als Artist in Residence des Gürzenich-Orchesters. Der britische DirigentIvor Bolton gab im 2. Abonnementkonzert Einblicke in seine Sichtweise auf Mozart, Alexander Melnikovbrillierte in dessen d-Moll- Klavierkonzert.
Gürzenich-Orchester KölnII/3In einem Sonderkonzert, geleitet von Joshua Weilerstein, interpretierte die weltberühmte Geigerin MidoriBartóks 2. Violinkonzert, das Orchester widmete sich einem Werk des in Auschwitz ermordeten PavelHaas und der 7. Sinfonien von Dvoák. Als weitere Hommage an Schönberg stellte Michael Sanderlingdas einzige Violinkonzert Beethovens einer sinfonischen Bearbeitung des Klavierquartetts g-Moll vonBrahms durch Schönberg gegenüber. Einen Bogen von der Wiener Klassik zur Musik unserer Tage schlugder Osmo Vänskä und kombinierte Beethovens 7. Sinfonie mit Toshio Hosokawas Violinkonzert, gespieltvon Akiko Suwanai, und der Uraufführung eines Auftragswerks des Gürzenich-Orchesters an den KölnerKomponisten York Höller.Blechbläser des Gürzenich-Orchesters eröffneten mit einem glanzvollen Programm die Adventszeit, einWeihnachtskonzert mit dem Kammerorchester des Gürzenich-Orchesters sorgte für festliche Stimmung.Die Tradition der beliebten Familienkonzerte wurde auch in der Saison 2024/25 fortgeführt: BesondereAkzente setzte kurz vor Weihnachten in einer musikalischen Reise ins Tierreich der Zeichner GrégoirePont mit faszinierenden Live-Animationen. Ein weiteres Familienkonzert im Frühsommer 2025 gab Ein-blicke in die Welt bildgewaltiger Filmmusik. Markus Stenz, ehemaliger Gürzenich-Kapellmeister, leiteteein schwungvolles Neujahrskonzert mit einem abwechslungsreichen Programm.In einem Sonderkonzert zu Beginn des Jahres 2025 präsentierte Sakari Oramo Werke aus Finnland sowiedie 8. Sinfonie von Dvoák. Der junge Dirigent Lorenzo Viotti kehrte mit zwei Hauptwerken russischerSinfonik zurück. 120 Jahre nach ihrer Uraufführung durch das Gürzenich-Orchester dirigierte SakariOramo die 5. Sinfonie von Mahler. In diesem Konzert begeisterte zudem der japanische Star-Pianist MaoFujita mit Schumanns Klavierkonzert. Ebenfalls mit Sakari Oramo am Pult stellte Emanuel Ax das 2. Klavierkonzert von Anders Hillborg vor. Sinfonik ihrer Landsmänner Roussel und Ravel brachte diefranzösische Dirigentin Ariane Matiakh zum Leuchten. Eine Wiederbegegnung mit dem jungen DirigentenEmmanuel Tjeknavorian beinhaltete Ravels Klavierkonzert G-Dur (Solist: Bertrand Chamayou), Aus-schnitte aus Chatschaturjans Ballettmusik zu Gayaneh und Mussorgskis Hauptwerk „Bilder einer Ausstel-lung“.Die Pianistin Elisabeth Leonskaja schuf im vorletzten Abonnementkonzert gemeinsam mit Eliahu Inbalam Pult und Ludwig van Beethovens 5. Klavierkonzert eine musikalische Sternstunde. Auf seine vieljäh-rige enge Verbindung mit dem Schaffen Dmitri Schostakowitschs verwies das Gürzenich-Orchester inseiner Interpretation der 15. Sinfonie von Schostakowitsch.Am Karfreitag stellte der niederländische Dirigent Ton Koopman seine eindrucksvolle Rekonstruktion vonBachs im Original verschollener Markus-Passion vor. Das ebenfalls seit vielen Jahren zur Tradition ge-wordene Benefizkonzert zu Gunsten der Initiative „wir helfen“ brachte zwei Debüts: Der erst 24-jährigerussische Pianist Alexander Malofeev beeindruckte in Rachmaninows 2. Klavierkonzert, am Pult stand dienorwegische Dirigentin Tabita Berglund. Glanzpunkt des vorletzten Abonnementkonzerts der Saison war
Gürzenich-Orchester KölnII/4Schumanns „Rheinische“ Sinfonie, dirigiert von Constantinos Carydis. Außerdem erklang das Violinkon-zert von Mendelssohn Bartholdy mit Alina Pogostkina als Solistin. In einem Sonderkonzert leitete AndrésOrozco-Estrada Schönbergs Melodram „Ein Überlebender aus Warschau“, ebenfalls in diesem Konzertwar mit der 5. Sinfonie von Schostakowitsch ein weiteres Zeugnis künstlerischen Aufbegehrens gegenGewalt und Totalitarismus zu erleben. Das abschließende Abonnementkonzert des Gürzenich-Orchestersvor der Sommerpause knüpfte noch einmal an die Mahler-Tradition des Orchesters an: Unter der Leitungvon Thomas Guggeis sang Anna Lucia Richter Lieder aus „Des Knaben Wunderhorn“. Das traditionelleDomkonzert lud bei freiem Eintritt zu Verdis „Quattro pezzi sacri“ und Mozarts Großer Messe c-Moll ein.Zum Sinfonischen Kehraus bat das Gürzenich-Orchester gemeinsam mit der Kölner Philharmonie: UnterLeitung von Oscar Jockel konnten Kölnerinnen und Kölner kostenfrei ihr Orchester sowie Stars der inter-nationalen Klassikszene erleben.Eine Reihe von Kammerkonzerten bewies in ausgefeilten Programmen das hohe Niveau jedes einzelnenOrchestermitglieds. An ein studentisches Publikum richtete sich erneut die Reihe „Bock auf Klassik“ mitzwei sinfonischen Programmen und anschließender Aftershow-Party.Bei den Gastspielaktivitäten des Orchesters dirigierte Ivor Bolton im Rahmen der Residenz des Concert-gebouw Brugge im Herbst 2024 in Brügge Sinfonien von Weber und Mozart, Alexander Melnikov alsSolist spielte dessen Klavierkonzert d-Moll. Zu Beginn des Jahres 2025 folgten zwei Konzerte im Concert-gebouw Amsterdam, einem der bedeutendsten Konzertsäle der Welt: Markus Stenz und das Orchesterbegeisterten mit einem Neujahrskonzert, die Konzertmeisterin des Gürzenich-Orchesters, Natalie Chee,präsentierte Musik von Haydn und Dvoák. Bei einem Gastspiel im BOZAR in Brüssel interpretierte Em-manuel Tjeknavorian Werke von Chatschaturian, Ravel (Solist: Bertrand Chamayou) und Mussorgski. EinKonzert in der Philharmonie Essen bewies mit einer Uraufführung von Márton Illés sowie mit Kompositi-onen von Milica Djordjevi und Arnold Schönberg das große Engagement des Gürzenich-Orchesters fürMusik des 20. und 21. Jahrhunderts. Höhepunkt der Gastspiele des Gürzenich-Orchesters in der Saison2024/25 war eine ausgedehnte Japan-Tournee im Februar 2025 mit gefeierten Konzerten in Tokorazawa,Osaka, Yokohama, in der Tokyo City Opera Hall sowie in der berühmten Suntory Hall in Tokyo. MaoFujita (Klavier), Akiko Suwanai (Violine) und Sakari Oramo am Pult musizierten u. a. Werke von Mozart,Beethoven, Schumann und Mahler.
Gürzenich-Orchester KölnII/53. Die wirtschaftliche Lage des Orchesters im Wirtschaftsjahr 2024/2025a) LeistungsdatenDie Aktivitäten des Gürzenich-Orchesters Köln führten im Wirtschaftsjahr 2024/25 zu folgenden Leis-tungsdaten:AnzahlVeranstal-Erlösemax. Ist % tungen TEUREigenveranstaltungen1. Sinfoniekonzert 2024/25 6.454 3.456 53,55 3 802. Sinfoniekonzert 2024/25 6.483 4.758 73,39 3 1153. Sinfoniekonzert 2024/25 6.268 4.733 75,51 3 1134. Sinfoniekonzert 2024/25 6.252 4.235 67,74 3 985. Sinfoniekonzert 2024/25 6.313 5.638 89,31 3 1326. Sinfoniekonzert 2024/25 6.256 4.501 71,95 3 1057. Sinfoniekonzert 2024/25 6.255 4.650 74,34 3 1088. Sinfoniekonzert 2024/25 6.315 5.197 82,30 3 1239. Sinfoniekonzert 2024/25 6.238 4.155 66,61 3 9610. Sinfoniekonzert 2024/25 5.438 4.022 73,96 3 74Sinfoniekonzerte gesamt 62.272 45.345 72,82 30 1.0441. Kammerkonzert 2024/25 250 95 38,00 1 12. Kammerkonzert 2024/25 150 85 56,67 1 13. Kammerkonzert 2024/25 150 75 50,00 1 14. Kammerkonzert 2024/25 250 73 29,20 1 15. Kammerkonzert 2024/25 250 78 31,20 1 16. Kammerkonzert 2024/25 250 50 20,00 1 07. Kammerkonzert 2024/25 250 72 28,80 1 18. Kammerkonzert 2024/25 250 35 14,00 1 0Kammerkonzerte gesamt 1.800 563 31,28 8 6Konzertreihen gesamt 64.072 45.908 71,65 38 1.050Benefizkonzert 2.120 1.911 90,14 1 66Passionskonzert 2.153 1.814 84,25 1 53Familienkonzerte 4.544 4.158 91,51 3 57Schulkonzerte 5.934 5.674 95,62 4 21Festkonzert 3.836 3.549 92,52 2 88Neujahrskonzert 2.138 2.116 98,97 1 82Unterwegskonzerte "Hänneschen"3.553 2.347 66,06 13 13Sonderkonzert "Fluchtpunkt" 1.918 1.011 52,71 1 20Sonderkonzert "Glänzend"1.818 1.101 60,56 1 20Sonderkonzert "Fest versprochen" 1.818 1.211 66,61 1 21Sonderkonzert "Ins Weite" 3.701 1.870 50,53 2 30Sonderkonzert "Aufbruch" 1.866 936 50,16 1 19Sonderkonzert "Magisch" 3.699 2.322 62,77 2 36Sonderkonzert "Über Leben"3.830 2.803 73,19 2 53Konzertreihe "Bock auf Klassik" 2.660 2.345 88,16 2 14Kölner Bürgerorchester1.831 1.199 65,48 1 19sonstige Sonderkonzerte 990 514 51,92 7 7Sonderkonzerte 48.409 36.881 76,19 45 619112.481 82.789 73,60 83 1.669Kooperationen / Gastspiele10 46810 468Opernbespielung Bühnen Stadt Köln224 8.623sonstige Aktivitäten0 42224 8.665Leistungsdaten gesamt 317 10.802
Auslas-tungVeranstaltung
Eigenveranstaltungen
Besucher
Fremdveranstaltungen / sonstige Aktivitäten
Gürzenich-Orchester KölnII/6Der Vergleich der Leistungsdaten des Orchesters im eigenen Konzertbetreib in der Spielzeit 2024/25 mitdem Vorjahr zeigt, dass sich die Anzahl der Eigenveranstaltungen mit 83 deutlich erhöht hat (im Vorjahr67). Gleichzeitig stieg die Anzahl der Besucher um 3.237 (4,1%) auf 82.789. Die Auslastung der Eigen-veranstaltungen lag mit 73,6% um 1,2% geringfügig unter derjenigen der vorherigen Spielzeit. Bei denErlösen war im gleichen Zeitraum ein Zuwachs um TEUR 109 bzw. 7,0% (davon SinfoniekonzerteTEUR -80 bzw. -7,1%, Kammerkonzerte TEUR -21 bzw. -77,8%, Sonderkonzerte TEUR +210 bzw.+51,3%) festzustellen. Die durchschnittliche Einnahme je Besucher reduzierte sich in der Spielzeit2024/25 leicht von EUR 19,61 um EUR 0,55 bzw. +2,8% auf EUR 20,16.Für die Bühnen der Stadt Köln wurden im Bereich der Oper und Kinderoper 224 und damit 72 Veranstal-tungen mehr (+47,4%) als in der vorherigen Spielzeit durchgeführt. Die Gesamtvergütung für die Opern-bespielung in Höhe von TEUR 8.623 lag damit auch deutlich über dem Erlös des Vorjahres. Dieser betrug(ohne Nachbelastung für die Spielzeit 2022/23 in Höhe von TEUR 255) TEUR 7.964, so dass im Bereichder Opernbespielung ein Umsatzzuwachs in Höhe von TEUR 659 (+8,3%) erzielt werden konnte.b) Ertragslage / Vergleich mit dem Wirtschaftsplan und PeriodenvergleichIn Spielzeit 2024/25 erzielte das Gürzenich-Orchester nach dem vorjährigen Jahresfehlbetrag in Höhevon TEUR 2.577 einen Jahresüberschuss von TEUR 184.Die an der Struktur des Wirtschaftsplans 2024/25 ausgerichtete Analyse des Ergebnisses zeigt, dass sichder Überschuss aus einem positiven Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 193 (im Vorjahr TEUR -2.711),einem negativen Zinsergebnis von TEUR 12 (im Vorjahr TEUR +135) sowie Steuererstattungen vonTEUR 3 (im Vorjahr Steueraufwand TEUR 1) zusammensetzt.
Gürzenich-Orchester KölnII/7Im Überblick stellt sich die Ertragslage im Wirtschaftsjahr 2024/25 wie folgt dar, wobei den Ist-Datenzum einen die Planansätze des vom Rat der Stadt Köln in seiner Sitzung am 27.6.2024 beschlossenenWirtschaftsplans und zum anderen die Vorjahreszahlen gegenübergestellt werden:Ertragslage Vgl. mit Wirtschaftsplan Vgl. mit Vorjahr 2023/24TEUR % TEUR TEUR % TEUR TEUR %Umsatzerlöse10.802 40,8 9.755 +1.047 +10,7 10.148 +654 +6,4Kartenverkauf aus Konzertbetrieb 1 .670 6,3 1 .903 -233 -1 2,2 1 .61 5 + 55 +3,4Opernbespielung 8.622 32,5 7.364 + 1 .258 + 1 7,1 8.21 9 +403 +4,9Gastspielerlö se468 1 ,8 0 +468 . 224 +244 >+ 1 00,0sonstige Bereiche Konzertbetrieb 42 0,2 488 -446 -91 ,4 90 -48 -53,3Bestandsveränderungunfertige Produktionen -267 -1,0 50 -317 <-100,0 -40 -227>+ 1 00,0sonstige betriebliche Erträge15.961 60,2 15.994 -33 -0,2 13.878 +2.083+1 5,0Betriebskostenzuschuss Stadt Köln1 4.491 54,7 1 4.479 + 1 2 + 0,1 1 2.492 + 1 .999 +1 6,0Betriebskostenzuschuss Land 1 .1 50 4,3 1 .095 + 55 +5,0 1 .1 32 + 1 8 + 1 ,6andere sonstige betriebliche Erträge320 1 ,2 420 -1 00 -23,8 254 + 66+26,0betriebliche Erträge26.496 100,0 25.799 +697 +2,7 23.986 +2.510 +10,5Materialaufwand -4.628 -17,5 -5.385 -757 -14,1 -5.040 -412 -8,2Gagen für Gastdirigenten,Solisten, Chöre-1 .322 -5,0 -1 .1 72 + 1 50 + 1 2,8 -1 .298 + 24 + 1 ,8Gagen für Aushilfen-949 -3,6 -1 .298 -349 -26,9 -1 .1 93 -244 -20,5Saalmieten -1 .31 0 -4,9 -1 .71 9 -409 -23,8 -1 .31 8 -8 -0,6anderer M aterialaufwand -1 .047 -4,0 -1 .1 96 -1 49 -1 2,5 -1 .231 -1 84 -1 4,9Personalaufwand -19.768 -74,6 -19.418 +350 +1,8 -18.543 +1.225 +6,6Löhne und Gehälter-1 5.956 -60,2 -1 6.298 -342 -2,1 -1 5.395 + 561 +3,6soziale Abgaben, Altersverso rgungund Unterstützung-3.81 2 -1 4,4 -3.1 20 +692 + 22,2 -3.1 48 +664 + 21 ,1Abschreibungen Anlagevermögen-142 -0,5 -150 -8 -5,3 -122 +20 +16,4sonstige betriebliche Aufwendungen-1.765 -6,7 -1.569 +196 +12,5 -2.993 -1.228 -41,0betriebliche Aufwendungen -26.303 -99,3 -26.522 -219 -0,8 -26.698 -395 -1,5Betriebsergebnis193 0,7 -723 +916>+100,0-2.712 +2.905 >+100,0Zinserträge177 0,7 180 -3 -1,7 331 -154 -46,5Zinsaufwendungen -189 -0,7 -300 -111 -37,0 -195 -6 -3,1Steuern vom Einkommen und Ertrag 0 0,0 0 +0 . 0 +0 .sonstige Steuern 3 0,0 0 +3 . -1 +4 >+100,0Jahresfehlbetrag184 0,7 -843 +1.027>+100,0-2.577 +2.761 >+100,0Gewinnvortrag 3.778 14,3 3.778 +0 +0,0 6.347 -2.569 -40,5Entnahmen aus Gewinnrücklagen7 0,0 7 +0 +0,0 8 -1 -12,5Bilanzgewinn3.969 15,0 2.942 +1.027 +34,9 3.778 +191 +5,1
Wj. 2024/25AbweichungAbweichung
Jahresüberschuss /
Gürzenich-Orchester KölnII/8Im Vergleich mit dem Wirtschaftsplan zeigt die Analyse, dass das erwirtschaftete Betriebsergebnis inHöhe von TEUR +193 den budgetierten negativen Planansatz (TEUR -723) um TEUR 916 bzw. 126,7%überschritten hat.Für die anteilige Deckung der laufenden Kosten standen dem Gürzenich Orchester betriebliche Erträgeaus der Opernbespielung, des Landeszuschusses sowie der Erträge aus eigenem Konzertbetrieb in einerHöhe von insgesamt TEUR 10.802 zur anteiligen Deckung der laufenden Kosten zur Verfügung; diesentspricht einem Mehrertrag von TEUR 1.047 gegenüber dem Planansatz. Die erhöhten Erträge sinddabei im Wesentlichen auf die erheblich gestiegenen Erstattungen aus der Opernbespielung(TEUR +1.258 bzw. +17,1%) zurückzuführen. Diese erfolgten – wie in den Vorjahren - auch in derSpielzeit 2024/25 auf Basis der pauschalen Weiterbelastung von 60% der im Orchester anfallenden Kos-ten, soweit diese nicht unmittelbar dem Konzertbetrieb zuzuordnen waren. Die Einnahmen aus Karten-verkäufen sanken dagegen gegenüber der Planung in 2024/25 um TEUR 233 (-12,2%) infolge einergeringfügig verschlechterten Auslastung trotz der im Vorjahr angehobenen Ticketpreise. Eine Ergebnis-belastung ergab sich auch aufgrund einer Bestandsminderung der zu Herstellungskosten bewertetenLeistungen für Produktionen des Folgejahres, die ein Unterschreiten des kalkulierten Wertes um TEUR -317 zur Folge hatte. Schließlich lagen auch die sonstigen Erträge um TEUR -33 bzw. -0,2% unter demPlanansatz. Unter Einschluss der leicht gestiegenen Erträge aus dem städtischen Betriebskostenzuschuss(TEUR +12 bzw. +0,1%) und dem Betriebskostenzuschuss des Landes (TEUR +55 bzw. +5,0%) über-stiegen die betrieblichen Erträge in Summe damit den Ansatz im Wirtschaftsplan um TEUR 697 bzw.+2,7%.Die betrieblichen Aufwendungen konnten zeitgleich um insgesamt TEUR 219 bzw. 0,8% gegenüber denkalkulierten Kostenansätzen unterschritten werden. Zu dieser Entwicklung trugen vor allem die Kosten-einsparungen in Höhe von TEUR 757 bzw. -14,1% im Bereich der Materialaufwendungen bei, währendim Bereich der Personalaufwendungen (TEUR +350 bzw. +1,8%) und der sonstigen betrieblichen Auf-wendungen für Verwaltung, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit (TEUR +196 bzw. +12,5%) deutlicheMehrkosten gegenüber dem Wirtschaftsplan verausgabt wurden.Im Bereich der Materialaufendungen verteilten sich die Kosteneinsparungen vor allem auf die Kosten fürAushilfen (TEUR -349 bzw. -26,9%) sowie den Aufwand für die Saalmieten und Konzertsäle (TEUR -409bzw. -23,8%), während die Gagen für Gastdirigenten, Solisten und Chöre um TEUR 150 (+12,5%) undanstiegen. Bei den pauschal mit TEUR 1.196 kalkulierten übrigen Materialaufwendungen (im Wesentli-chen Instandhaltungskosten für Instrumente, Programmhefte, Produktionskosten, Kosten für Gastspiele,Streamingdienste und Notenmaterial), konnten Einsparungen um insgesamt TEUR 149 (-12,4%) reali-siert werden. Im Bereich der Personalaufwendungen lagen die Kosten für Gehälter um TEUR 342 bzw.2,1% unter den budgetierten Ansätzen, nicht zuletzt als Folge von Kostenentlastungen durch die Inan-spruchnahme von im Vorjahr gebildeten Rückstellungen im Bereich der Altersteilzeit (TEUR 176). Hier
Gürzenich-Orchester KölnII/9ist zu berücksichtigen, dass der Personalaufwand des Orchesters in jedem Haushaltsjahr von denSchwankungen bei den Stellenbesetzungen abhängig ist und insbesondere mit dem Aufwand für Aushil-fen (Rückgang um TEUR -349, siehe oben Erläuterungen zum Materialaufwand) korreliert. Die sozialenAbgaben sowie Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung wiesen dagegen in Höhe vonTEUR 692 bzw. +22,2% eine erhebliche Kostenüberschreitung gegenüber dem Wirtschaftsplan auf, dievor allem auf den hohen Aufwand für Beihilfen (TEUR 377) in der Spielzeit 2024/25 zurückzuführen ist,so dass der Personalaufwand in Summe den Planansatz überstieg Der Mehraufwand im Bereich dersonstigen betrieblichen Aufwendungen verteilte ich im Wesentlichen auf die Verwaltungsaufwendungensowie die Kosten für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit.Im Rahmen des Zinsergebnisses konnten budgetierte Zinserträge in Höhe von TEUR 177 infolge des mitder Kämmerei vereinbarten Cash-Poolings vereinnahmt werden, denen der Aufzinsungsaufwand fürlangfristige Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 189 gegenübersteht. Letzterer wurde im Wirt-schaftsplan um TEUR 111 bzw. +37,0% zu hoch kalkuliert. Unter Einschluss des Zinsergebnisses reali-sierte das Orchester damit im Wirtschaftsjahr 2024/25 einen Jahresüberschuss von TEUR 184 und konntedamit den geplanten Jahresfehlbetrag (TEUR -843) um TEUR 1.027 bzw. 121,8% unterschreiten.Im Periodenvergleich lag das Betriebsergebnis mit TEUR +193 um TEUR 2.905 erheblich über dem be-trieblichen Vorjahresdefizit von TEUR -2.712. Dabei überschritten die betrieblichen Erträge die Erträge2023/24 um TEUR 2.510 bzw. 10,5% nicht zuletzt als Folge der um TEUR 654 bzw. 6,4% gestiegenenUmsatzerlöse. Hier war der Zuwachs im Wesentlichen auf die gestiegenen Erstattungen aus der Opern-bespielung (TEUR +403 bzw. +4,9%) sowie höhere Gastspielerlöse (TEUR +244 bzw. +108,9%) imZusammenhang mit der Japan-Tournee zurückzuführen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass in der Spiel-zeit 2023/24 die Erlöse für die Opernbespielung noch eine Nachbelastung für das Vorjahr (TEUR 255)enthielten. Der Anstieg bei den Erlösen wurde zu einem Teil durch die Ergebnisbelastung aus der Ver-änderung des Bestands der zu Herstellungskosten bewerteten Produktionsleistungen des Folgejahres(TEUR -227) aufgezehrt. Einen wesentlichen Zuwachs verzeichnete das Orchester schließlich bei demBetriebskostenzuschuss, der sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.999 bzw. +16,0 erhöhte.Mitgeprägt wurde die Entwicklung des Betriebsergebnisses 2024/25 aber auch von Einsparungen imBereich der betrieblichen Aufwendungen, die gegenüber dem Vorjahr um TEUR 395 bzw. 1,5% abge-nommen haben. Hierbei sank zunächst der Materialaufwand, vor allem als Folge der um TEUR 244 bzw.20,5% reduzierten Gagen für Gastdirigenten, Solisten und Chöre und der übrigen Materialaufwendungen(TEUR -184 bzw. -15,0%). Dagegen war beim Personalaufwand ein Kostenzuwachs in Höhe vonTEUR 1.225 bzw. 6,6% zu konstatieren. Bezogen auf die Gesamterträge des Orchesters im Wirtschafts-jahr 2024/25 bilden die laufenden Personalkosten mit 74,6% (im Vorjahr 75,3%) unverändert den größ-ten Aufwandsposten. Im Berichtsjahr setzten sich diese Kosten wie folgt zusammen:
Gürzenich-Orchester KölnII/102024/25 VorjahrTEUR TEUR TEUR %Löhne und Gehälter, Beamtenbezüge15.956 15.150 +806 +5,3Abfindungen 0 245 -245 -100,0Soziale Abgaben 2.603 2.381 +222 +9,3Aufwendungen für Altersversorgung831 756 +75 +9,9Aufwendungen für Unterstützung378 11 +367 >+100,019.768 18.543 +1.225 +6,6VeränderungIm Bereich der laufenden Personalaufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr die Gehälter derangestellten Künstler und sonstigen Mitarbeiter um TEUR 806 bzw. 5,3% vor allem als Folge der Tarif-steigerungen im TVöD und der zweiten Stufe der Orchestererweiterung, die ab 2024 beschlossen wurde.Auch die gesetzlichen Sozialabgaben und die Aufwendungen für Altersversorgung erhöhten sich um rd.TEUR 222 (+9,3%) bzw. TEUR 75 (+9,9%). Dem erheblichen Zuwachs bei den Aufwendungen für Un-terstützungsleistungen um TEUR 367 lagen dabei deutlich gestiegene Aufwendungen für Beihilfen zu-grunde, was sich auch auf die stichtagsbezogene Bewertung der Rückstellungen für diese Verpflichtun-gen auswirkte.Die Personalstatistik weist für das Wirtschaftsjahr 2024/25 folgende Daten aus:Jahres-Zum Vergl.30.11.2428.02.2531.05.2531.08.25durch-Wirtschafts-schnittplan2024/25Besetzte StellenBeschäftigte nach TVöD10,9111,279,779,7710,4311,50künstlerische Angestellte149,89149,05149,77151,42150,03155,00Beamte0,000,000,000,000,000,00Platzanweiser0,000,000,000,000,000,00160,80160,32159,54161,19160,46166,50zum Vergleich Vorjahr(146,44)(151,34)(158,55)(165,22)(155,39)(163,17)BeschäftigteBeschäftigte nach TVöD12,0013,0011,0011,0011,75künstlerische Angestellte162,00162,00162,00165,00162,75Beamte0,000,000,000,000,00Platzanweiser0,000,000,000,000,00174,00175,00173,00176,00174,50zum Vergleich Vorjahr(161,00)(167,00)(174,00)(183,00)(171,25)Die Zahl der tatsächlich besetzten Stellen lag in 2024/25 mit durchschnittlich 160,46 um 6,04 Stellenbzw. 3,6% unter dem Planansatz (166,50).
Gürzenich-Orchester KölnII/11Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich die Kosten gegenüber dem Vorjahr zwarum TEUR 1.228 bzw. 41,0%. Dies ist aber darauf zurückzuführen, dass im Vorjahr ein Aufwand in Höhevon TEUR 1.407 aus der Ausbuchung einer Restforderung des städtischen Betriebskostenzuschusses2021/22 das Ergebnis des Orchesters außerordentlich belastete. Die unter den sonstigen betrieblichenAufwendungen ausgewiesenen Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich dagegen um rd. TEUR 156bzw. 19,7%.Insgesamt konnte das Orchester in der Spielzeit 2024/25 mittels der vereinnahmten Betriebskostenzu-schüsse, der Erträge aus der Opernbespielung und der übrigen selbst erwirtschafteten Erträge bei zu-sätzlichen Einsparungen im Bereich der betrieblichen Aufwendungen ein positives Betriebsergebnis er-wirtschaften. Unter Einschluss der vereinnahmten Zinserträge und der Ergebnisbelastung aus dem Auf-zinsungsaufwand bei den langfristigen Personalrückstellungen wurde damit letztlich ein Jahresüber-schuss von TEUR 184 (im Vorjahr Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 2.577) erzielt.c)Vermögens- und FinanzlageDie Vermögenslage des Orchesters stellt sich an den beiden Bilanzstichtagen zusammengefasst wie folgtdar:
Gürzenich-Orchester KölnII/1231.8.202531.8.2024VeränderungTEUR%TEUR%TEUR%VermögenAnlagevermögen1.0277,09616,9+66+6,9Forderung aus Ausgliederung der eigen-betriebsähnlichen Einrichtung zum 1.9.20001.84612,62.34617,0-500-21,32.873 19,6 3.307 23,9 -434 -13,1Vorräte73 0,5 343 2,5 -270 -78,7Forderungen und sonstigeVermögensgegenstände11.59779,110.12773,2+1.470+14,5Flüssige Mittel0 0,0 0 0,0 + .Kurzfristig gebundene Vermögenswerte11.670 79,6 10.470 75,7 +1.200 +11,5Rechnungsabgrenzungsposten 118 0,8 56 0,4 +62 >+100,0Vermögen insgesamt14.661 100,0 13.833 100,0 +828 +6,0KapitalStammkapital250,2250,20+0,0Gewinnrücklagen2.59917,72.60618,8-7-0,3Bilanzgewinn3.96927,13.77827,3+191+5,1Eigenkapital 6.593 45,0 6.409 46,3 +184 +2,935 0,2 44 0,3 -9 -20,5Sonderposten 35 0,2 44 0,3 -9 -20,5Pensionsrückstellungen704 4,8 808 5,8 -104 -12,9Sonstige Rückstellungen2.716 18,5 2.864 20,7 -148 -5,2Lang- und mittelfristiges Fremdkapital 3.420 23,3 3.672 26,5 -252 -6,9Pensionsrückstellungen96 0,7 96 0,7 + +0,0Steuerrückstellungen0 0,0 0 0,0 + .Sonstige Rückstellungen1.160 7,9 967 7,0 +193 +20,0Verbindlichkeiten 320 2,2 312 2,3 +8 +2,6Kurzfristiges Fremdkapital 1.576 10,8 1.375 10,0 +201 +14,6Rechnungsabgrenzungsposten 3.037 20,7 2.333 16,9 +704 +30,2Kapital insgesamt14.661100,013.833100,0+828+6,0
Lang- und mittelfristig gebundeneVermögenswerteSonderposten Investitionszuschüssezum AnlagevermögenDie Analyse der Vermögenslage ergibt auf den Stichtag 31.8.2025 eine Eigenkapitalquote1 von 45,2%(im Vorjahr 46,6%), einen Verschuldungsgrad2 von 34,1% (zum 31.8.2024 36,4%) sowie einen Anlage-deckungsgrad3 von 645,4% (zum 31.8.2024 671,5%). Die Investitionsquote4 lag im Wirtschaftsjahr2024/25 bei 26,3% (im Vorjahr 12,9%).
1 Eigenkapital einschließlich Sonderposten / Bilanzsumme
2 Rückstellungen + Verbindlichkeiten / Bilanzsumme
3 Eigenkapital einschließlich Sonderposten / Anlagevermögen
4 Investitionen / Buchwert Anlagevermögen zum 1.9. des jeweiligen Wirtschaftsjahres
Gürzenich-Orchester KölnII/13An Mitteln aus dem städtischen Haushalt standen dem Orchester im Wirtschaftsjahr 2024/25TEUR 14.491 als Betriebskostenzuschuss auf der Grundlage des Ratsbeschlusses vom 27.6.2024 zurVerfügung. Die Mittel waren vollständig zur Minderung des Betriebsverlustes zu verwenden.Bezogen auf die Verhältnisse an den beiden Bilanzstichtagen 31.8.2024 und 31.8.2025 ergab sich unterAußerachtlassung der Beteiligung am städtischen Cash-Pooling keine zahlungswirksame Veränderungdes Finanzmittelfonds (Kassenbestand), wie die folgende Cashflowrechnung zeigt:2024/25VorjahrTEURTEURJahresüberschuss / -fehlbetrag184 -2.577Abschreibungen auf Anlagevermögen (+)142 122Buchgewinne (-)/ Buchverluste (+)aus dem Verkauf von Anlagevermögen-60Erträge aus der Auflösung des Sonderpostensfür Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen (-)-9-6Zunahme (+) / Abnahme (-) der langfristigen Personal-rückstellungen-252 90Cashflow 59 -2.371Zunahme (-) / Abnahme (+) der Aktiva -762 2.200Zunahme (+) / Abnahme (-) der Passiva 905 -768Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit202-939Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens690Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen-271-124Cashflow aus Investitionstätigkeit-202-124Tilgung von Krediten00Cashflow aus Finanzierungstätigkeit0 0Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds0 -1.063Unter Einschluss der liquiden Mittel, die vom Orchester in das städtische Cash Polling eingestellt wurden,stand dem Orchester auch im Wirtschaftsjahr 2024/25 eine ausreichende Liquidität für den Spielbetriebzur Verfügung, so dass keine Kredite in Anspruch genommen werden mussten.
Gürzenich-Orchester KölnII/144.Prüfungsfeststellungen nach § 53 des Haushaltsgrundsätzegesetzes im Rahmen derVorjahresprüfung (1.9.2023 – 31.8.2024)Die Nexia Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, hat entsprechend demAuftrag der Betriebsleitung des Gürzenich-Orchesters auf der Grundlage des Beschlusses des Betriebs-ausschusses vom 6.1.2025 den Jahresabschluss des Orchesters unter Einbeziehung der Buchführungund des Lageberichts für das Wirtschaftsjahr 1.9.2023 bis 31.8.2024 geprüft. Der Prüfungsauftrag um-fasste nach § 103 Abs. 2 GO NRW in entsprechender Anwendung des § 53 HGrG auch die Prüfung derOrdnungsmäßigkeit der Geschäftsführung sowie die Berichterstattung über wirtschaftlich bedeutsameSachverhalte.Die Prüfer sind zu der im Bestätigungsvermerk vom 25.4.2025 getroffenen Beurteilung gelangt, dass derJahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung NRW i.V. m. den einschlägigen deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriftenentspricht und unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tat-sächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Eigenbetriebes zum31.8.2024 sowie seiner Ertragslage für das Wirtschaftsjahr vom 1.9.2023 bis 31.8.2024 vermittelt. DerLagebericht vermittelt zudem insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Orchesters, steht in allenwesentlichen Belangen in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den Vorschriften des § 103 Abs.1 GO NRW i. V. m. § 289 HGB und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffenddar.Die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung führte zu keinen Beanstandungen.II. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHTUnter Einschluss des im Geschäftsjahr 2024/25 erwirtschafteten Jahresüberschusses weist das Gürze-nich-Orchester zum 31.8.2025 einen Bilanzgewinn von TEUR 3.969 aus. Das Eigenkapital beträgt damitzum 31.8.2025 TEUR 6.593 (zum 31.8.2024 TEUR 6.409). Im Rahmen der weiteren wirtschaftlichenEntwicklung des Orchesters stellte der Rat in seiner Sitzung am 3.7.2025 gemäß § 4 der Betriebssatzungin Verbindung mit § 4 der EigVO NRW den Wirtschaftsplan des Orchesters für das Wirtschaftsjahr2025/26 mit folgenden Eckdaten fest:
Gürzenich-Orchester KölnII/15Wirtschafts-plan 2025/26TEURUmsatzerlöse Kartenverkauf 2.159 Opernbespielung 7.776 sonstige Erlöse Spielbetrieb65710.592Sonstige Erträge (ohne Betriebskostenzuschuss Stadt)1.70912.301Materialaufwendungen -5.236Personalaufwendungen -20.927Abschreibungen -150Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.618Zinserträge100Zinsaufwendungen -250Steuern 0Planergebnis vor Betriebskostenzuschuss -15.780Betriebskostenzuschuss 15.208Jahresfehlbetrag -572Das geplante Defizit resultiert vor allem aus Tarifsteigerungen. Die dritte Stufe der beschlossenen Stel-lenzusetzung im künstlerischen Bereich soll um ein weiteres Jahr verschoben werden, da die Opern-Spielzeit 2025/2026 in der Interimspielstätte der Bühnen im Staatenhaus stattfindet und der Musterspiel-plan „actori“ noch nicht umgesetzt werden kann. Für die Spielzeit 2025/2026 werden im Übrigen höhereKartenerlöse erwartet. Die Steigerungen der jährlichen Betriebskostenzuschussbeträge bis 2028/2029decken dabei plangemäß nicht die erwarteten Steigerungen der Aufwendungen des Orchesters. Zur De-ckung des für 2025/26 zu erwartenden negativen Betriebsergebnisses wird deshalb der Gewinnvortrag(per 31.8.2025 TEUR von 3.969) herangezogen, um die weiterhin vorhandene überschüssige Liquiditätdes Orchesters, die im Rahmen des Cash-Poolings der Stadt Köln verwaltet wird, abzuschmelzen.Bis zum Ende des ersten Quartals 2025/26 (1.9.2025 – 30.11.2025) weist das Betriebsergebnis desOrchesters mangels erfolgswirksamer Abgrenzungen zum Teil noch deutliche Abweichungen von denPlandaten aus. So lagen die Umsatzerlöse aus dem Kartenverkauf, der Opernbespielung und den sons-tigen Erlösen des Spielbetriebs um TEUR 159 bzw. 5,4% unter den geplanten Erlösen. Die Entwicklungder sonstigen betrieblichen Erträge unter Einschluss des Betriebskostenzuschusses verlief dagegen er-heblich günstiger (TEUR +1.446 bzw. +35,0%), so dass die betrieblichen Erträge insgesamt am Endedes ersten Quartals 2025/26 die Budgetansätze um TEUR 1.286 bzw. 16,8% überstiegen. Gleichzeitigreduzierte sich der Aufwand für Material- und Leistungsbezüge (TEUR -99 bzw. -9,1%), während derPersonalaufwand die kalkulierten Kosten um TEUR 156 bzw. 3,0% überstieg. Unter Berücksichtigungeines Rückgangs der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR -141 bzw. -41,5%) unterschrittendie betrieblichen Aufwendungen die Planansätze insgesamt um TEUR 83 bzw. 1,3%. Damit stellte sichfür das erste Quartal der Spielzeit 2025/26 ein Betriebsergebnis in Höhe von TEUR +1.800 ein, das umTEUR 1.370 deutlich über dem budgetierten Ergebnis für diesen Zeitraum (TEUR +430) liegt.
Anlage 1 Öffentlichkeitsbeteiligung
605 Zeichen
Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung Die Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung ist allen Beschlussvorlagen der Verwaltung beizufügen. Kreuzen Sie bitte eine der folgenden drei Varianten an und machen Sie entsprechende Angaben dazu. Eine freiwillige Öffentlichkeitsbeteiligung wird nicht vorgeschlagen. Warum wird keine Öffentlichkeitsbeteiligung vorgeschlagen? - Sonstiges Bitte begründen Sie Ihre Entscheidung (Begründung zwingend erforderlich): Eine Öffentlichkeitsbeteiligung ist in dem formalen Ablauf nicht angezeigt. Die Ergebnisse sind nach entsprechender Beschlussfassung öffentlich zugänglich.
Beschlussvorlage Rat
2774 Zeichen
Dezernat, Dienststelle VII/47 47 Vorlagen-Nummer 1018/2026 Freigabedatum 07.05.2026 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Jahresabschluss Wirtschaftsjahr 2024/2025 des Gürzenich-Orchesters Köln Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: 1. Gemäß § 4 c der Betriebssatzung des Gürzenich-Orchesters Köln in Verbindung mit § 26 Abs. 3 der Eigenbetriebsverordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (EigVO NW) wer- den der mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk vom 25.03.2026 der Wirt- schaftsprüfungsgesellschaft Nexia GmbH versehene Jahresabschluss zum 31.08.2025 sowie der Lagebericht für das Wirtschaftsjahr vom 01.09.2024 bis 31.08.2025 festgestellt. 2. Der Bilanzgewinn für das Wirtschaftsjahr vom 01.09.2024 bis zum 31.08.2025 in Höhe von EUR 3.969.435,54, der sich aus dem Jahresüberschuss 2024/2025 in Höhe von EUR 183.792,84 nach Verrechnung mit dem Gewinnvortrag von EUR 3.778.033,70 sowie Ent- nahmen aus den Gewinnrücklagen in Höhe von EUR 7.609,00 ergibt, wird auf neue Rech- nung vorgetragen. 3. Dem Betriebsausschuss und der Betriebsleitung wird Entlastung erteilt. Betriebsausschuss Gürzenich-Orchester 07.05.2026 Finanzausschuss 11.05.2026 Rat 12.05.2026 02.07.2026 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Zur Begründung des Beschlussvorschlags sind folgende Anlagen beigefügt: 1. Jahresabschluss zum 31.08.2025, bestehend aus a) Bilanz zum 31.08.2025 Anlage 2 b) Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 01.09.2024 – 31.08.2025 Anlage 3 c) Anhang einschließlich Anlagennachweis für das Wirtschaftsjahr 01.09.2024 – 31.08.2025 Anlage 4, Seite 1 - 15 2. Lagebericht für das Wirtschaftsjahr vom 01.09.2024 - 31.08.2025 Anlage 5, Seite 1 – 16 3. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Nexia GmbH vom 25.03.2026 Anlage 6, Seite 1 – 4 4. Fragenkatalog zu § 53 HGrG Anlage 7, Seite 1-18 Auf ein Abschlussgespräch hat die Gemeindeprüfungsanstalt NRW (GPA NRW) verzichtet. Begründung der Dringlichkeit Die verwaltungsinterne Abstimmung zum Jahresabschluss 2024/2025 konnte erst jetzt abge- schlossen werden. Um die Fristen der Eigenbetriebsverordnung (EigVO NRW) und der Ge- meindeordnung (GO NRW) möglichst einzuhalten und die Eingabe nicht noch weiter zu ver- schieben, muss die Vorlage zwingend in den jetzigen Sitzungslauf. Damit kommt das Gürzenich-Orchester seiner Verpflichtung nach, den geprüften Jahresab- schluss unmittelbar nach dessen Aufstellung dem Betriebsausschuss und dem Rat zur Fest- stellung vorzulegen.
Beratungsverlauf (6)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert empfohlen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1018/2026
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 30.06.2026
- Erstellt
- 09.04.2026 10:33