Mandari Insight

V/0249/2020

Trägervergabe für die Kindertageseinrichtung Alte Post am Sankt-Josefs-Kirchplatz im Stadtteil Schützenhof, Bezirk Mitte

Vorlagen 04.05.2020

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Anlage_4.1_Die_Krümelmonster_Bewerbung_Alte_Post

1170 Zeichen

£

oO |
o° |
Die Krümelmonster e.V. » Hermannstraße 57 + 48151 Münster |
|
Stadt Münster
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Hafenstraße 30
48127 Münster Datum: 18. März 2020
Telefon: +49 251 532920
Mail: vorstand@kita-kruemelmonster.de
Ausschreibung der Trägerschaft für die neue Kindertageseinrichtung |

Alte Post am Sankt-Josefs-Kirchplatz im Stadtteil Schützenhof

Ausschreibungsnummer 01/19

Sehr geehrte Frau Tigger, sehr geehrte Frau Skroka,

hiermit möchten wir weiterhin unser Interesse für die zukünftige Kindertageseinrichtung Alte Post am
Sankt-Josefs-Kirchplatz im Stadtteil Schützenhof bekunden.

Unsere überarbeitete Konzeption erhalten Sie in digitaler Form per Mail an die genannten Adressen
(Tigger@stadt-muenster.de und SrokaS@stadt-muenster.de).

Den für Elterninitiativen erforderlichen Trägeranteil von 3,4% können wir Ihnen verbindlich zusagen.

Mit freundlichen Grüßen,

Vorstand = BAR

Die Krümelmonster e.V. + Hermannstraße 57 + 48151 Münster + Steuernummer 337/5990/0793
Tel.: +49 0251 532920 + www: kita-kruemelmonster.de + Mail: info@kita-kruemelmonster.de
Sparkasse Münsterland Ost + IBAN DE19 4005 0150 0003 0079 78 + BIC WELADEDIMST

Anlage_6.1_Kleine_Riesen_Bewerbung_Alte_Post

1459 Zeichen

BE Kleine
©) dar! |) Riesen

Bilinguale Kindertagesstätten Kindertagesstätten

Kleine Riesen Nord gGmbH | Esslinger Straße 69 | 73732 Esslingen

EINSCHREIBEN-EINWURF

Stadt Münster

Amt für Kinder Jugendliche und Familie
48127 Münster

VORAB PER FAX: (0251) 4927909
VORAB PER MAIL: gerick@stadt-muenster.de

Ihr Zeichen, Ihre Nachricht vom Unsere Zeichen, unsere Nachricht vom Telefon, Name Datum

(0711) 35 116 40, J. Wahler 16.03.2020

Aufrechterhaltung der Bewerbung als Träger für die Kindertageseinrichtung Alte
Post am Sankt-Josefs-Kirchplatz im Stadtteil Schützenhof

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

hiermit zeigen wir an, dass wir unser Interesse an der Übernahme der Trägerschaft der
Kindertagesstätte Alte Post am Sankt-Josefs-Kirchplatz im Stadtteil Schützenhof
aufrechterhalten.

Den Eigenanteil des Trägers in Höhe von 7,8 Prozent können wir sicherstellen.

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit besten Grüßen

=

Jelena Wähler
Geschäftsführerin

®

Kleine Riesen Nord gemeinnützige GmbH | Esslinger Straße 69 | 73732 Esslingen | Telefon: (0711) 35 116 40 | Telefax: (0711) 35 116 417.'www.littlegiants.de | info@littlegiants.de
Geschäftsführer | Dipl.-Ing. Jelena Wahler, MBA (Duke) | Dipl.-Ing. Peter Wahler, MBA (Duke)

Sitz der Gesellschaft | Esslingen am Neckar | Amtsgericht Stuttgart HRB 7393

Bankverbindung | Volksbank Esslingen eG | IBAN DE17 6119 0110 0244 0280 01 | BIC GENODES1ESS

brand

award‘
.18

winner

Anlage_7.2_Konzept-e_Konzept_Alte_Post

58530 Zeichen

INTERESSENSBEKUNDUNG 
 
Für die Übernahme der  Trägerschaft für die Kinderhäu-
ser 
 
- Robert-Bosch-Straße im Stadtteil Berg-Fidel, 
- Holtmannshof im Stadtteil Coerde,  
- Alte Post am Sankt-Josefs-Kirchplatz im Stadtteil Schützenhof und  
- Am Dahlweg im Stadtteil Schützenhof  
 
 in Münster. 
 
 
Name des Trägers: Familie und Beruf gGmbH 
Geschäftssitz:  Wankelstraße 1, 70563 Stuttgart 
Gerichtsstand:  Amtsgericht Stuttgart 
 
     
 
Ansprechpartner: Daniel Braunstein, Standortleitung Norddeutschland 
   Anschrift: Wankelstraße 1, 70563 Stuttgart 
Mobil: 0176 143 62 401 
E-Mail: daniel.braunstein@konzept-e.de 
                                
    
   Ulrich Kraft, Bereichsleitung Kundenprojekte 
Anschrift: Wankelstraße 1, 70563 Stuttgart 
Telefon: 0711-656960-23 
Mobil: 0151-74215005 
E-Mail: ulrich.kraft@konzept-e.de

Inhaltsverzeichnis 
 
1. Trägerprofil und Zielsetzung..................................................................................................... 1-1 
2. Referenzliste element-i Kinderhäuser ..................................................................................... 2-2 
3. Konzept und Organisationsstruktur ......................................................................................... 3-3 
4. Konzept für ein Haus für Kinder .............................................................................................. 4-4 
4.1. Leitziele der element-i Pädagogik .................................................................................... 4-4 
4.2. Der pädagogische Alltag ................................................................................................... 4-4 
4.3. Pädagogische Räume mit dynamischer Gruppenstruktur ............................................ 4-6 
4.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner ......................................................... 4-8 
4.5. Gesundheitsförderung / Bewegung / Ernährung / Kinderschutz ................................ 4-8 
4.6. Eingewöhnung .................................................................................................................. 4-10 
4.7. Querschnittsaufgaben Integration, Inklusion und Genderthematik ......................... 4-11 
4.8. Beobachtung und Dokumentation ................................................................................. 4-12 
4.9. Organisationskultur und Qualitätsmanagement .......................................................... 4-13 
4.10. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften ................................................................ 4-15 
4.11. Öffnungszeiten und Schließtage ................................................................................ 4-16 
4.12. Konzept zur flexiblen Kindertagesbetreuung ........................................................... 4-17 
5. Personalgewinnung, Fort- und Weiterbildung von Personal .............................................. 5-17 
6. Warum ist uns Ihr Standort wichtig? .................................................................................... 6-18 
7. Publikationen ............................................................................................................................ 7-19

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 1 
1. Trägerprofil und Zielsetzung 
 
Die Familie und Beruf gGmbH ist eine Trägergesellschaft von Kinderkrippen und Kindertages-
stätten und Teil des Konzept -e Trägernetzwerks, mit über 40 Kindertagesstätten in Baden-
Württemberg, Bayern und Nordrhein -Westfalen, zwei Grundschulen , eine r Gemeinschafts-
schule und drei pädagogischen Fachschulen. In Karlsruhe entstand das element-i Bildungs-
haus. Dort können Kinder seit September 2019 eine nahtlose Bildungsbiografie von der Krip-
pe bis zum Realschulabschluss oder Abitur erleben – alles unter einem Dach. 
Unser Anspruch ist es, Kindern unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Sprache eine qua-
litativ hochwertige Erziehung, Betreuung und Bildung zu bieten – und das in Abstimmung mit 
der Lebensrealität der Familien. Wir vertrauen auf eine gute Erziehungspartnerschaft mit den 
Eltern und wollen in Münster ein flexibles Betreuungsangebot sowie hervorragende Qualität 
in Erziehung, Bildung und Betreuung anbieten. In der Kindertageseinrichtung wird unser 
pädagogisches element-i Konzept umgesetzt, welches sich an die Leitlinien zum Bildungsauf-
trag von Kindertageseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen und dessen Ausführungsveror d-
nung anlehnt. Die Familie und Beruf gGmbH  ist als Träger der freien und öffentlichen J u-
gendhilfe gemäß § 75 KJHG anerkannt.  
Das Konzept-e Netzwerk mit insgesamt sechs Trägergesellschaften engagiert sich  seit 30 
Jahren für die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und leistet mit langjäh-
riger Erfahrung einen wesentlichen Beitrag bei der Erziehung,  Bildung und Betreuung  von 
Kindern.

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 2 
2. Referenzliste element-i Kinderhäuser 
(1) = Neubau (2) = Sanierungsumbau 
Kinderhaus  Ort  Gründung  Plätze  Alter  Eigenbau 
durch 
Häuser für 
Kinder 
Bärcheninsel  Stuttgart  1993  80  0-14 Jahre  X (1) 
Regenbogenhaus  Stuttgart  1999  25  0-6 Jahre   
Steppkes  Stuttgart  2002  80  0-12 Jahre  X (2) 
Bienenkorb  Stuttgart  2003  17  0-6 Jahre   
Technido  Karlsruhe  2003  105  0-12 Jahre   
Junges Gemüse  Stuttgart  2004  105  0-12 Jahre   
Bengelbande  Stuttgart  2004  46  2-14 Jahre   
Spatzennest  Stuttgart  2005  45  0-6 Jahre   
FrechDax  Stuttgart  2007  45  0-6 Jahre   
Gummi-Bärchen  Karlsruhe  2007  55  0-6 Jahre   
Grünschnabel  Karlsruhe  2008  55  0-6 Jahre   
Forscherzwerge  Stuttgart  2009  25  0-6 Jahre   
Wiki  Friedrichshafen  2010  60  0-6 Jahre   
Sterngucker  Karlsruhe  2010  55  0-6 Jahre   
Energiebündel  Stuttgart  2010  60  0-6 Jahre   
Weleda Kita  Schwäbisch Gmünd  2010  40  2-6 Jahre   
Pallassimo  Stuttgart  2011  10  0-3 Jahre   
Kinderländle  Stuttgart  2011  45  0-6 Jahre   
Südstadtstrolche Karlsruhe 2012 90 0-6 Jahre  
Rheinpiloten Düsseldorf 2012 80 0-6 Jahre X (1) 
Sportkita Wirbelwind Karlsruhe 2012 65 0-6 Jahre  
Spielzeit Stuttgart 2012  25 0-6 Jahre  
Abenteuerland Besigheim 2013 20 0-3 Jahre  
Die Tüftler Kusterdingen 2013 40 0-6 Jahre  
Die Willys Stuttgart 2013 20 0-3 Jahre  
Justizzwerge Mannheim 2013 40 0-6 Jahre  
Knax-Garten Ludwigsburg 2013 35 0-6 Jahre  
Reinsburg Stuttgart 2013 85 0-6 Jahre X (2) 
Feuerseepiraten Stuttgart 2013 30 0-3 Jahre  
Königskinder München 2014 86 0-6 Jahre  
Finkenburg Waiblingen 2014 75 0-6 Jahre X (1) 
Pressekiste Stuttgart 2014 40 0-6 Jahre  
Villa Reizensteinle Stuttgart 2014 50 0-6 Jahre  
Neckarlöwen Stuttgart 2015 50 0-6 Jahre X (1) 
Zauberwald München 2016 48 0-3 Jahre  
Neckarsterne Esslingen 2016 65 0-6 Jahre X (1) 
Feuerland Stuttgart 2016 120 0-6 Jahre  
Seehasen Friedrichshafen  2018 40 0-6 Jahre  
Bildungshaus Karlsruhe Karlsruhe 2019 640 0-18 Jahre X (1) 
Kappelbande Fellbach 2019 ca. 100 0-6 Jahre X (1) 
Hans im Brück Köln 2020 ca. 130 0-6 Jahre X (1) 
Anna-Lindtstraße Köln 2020  ca. 90 0-6 Jahre X (1) 
Summe:   3.017

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 3 
3. Konzept und Organisationsstruktur 
 
Das Konzept-e Netzwerk hat eine einzigartige innovative Struktur und Führungskultur entw i-
ckelt, die Einrichtungen weitgehend von Verwaltungsaufgaben befreit und ihnen einen gr o-
ßen Entscheidungs- und Entwicklungsspielraum bietet.  
Die pädagogische und organisatorische Steuerung und Leitung werden zentral geregelt. Dies 
ermöglicht ein durchgängiges Konzept an all  unseren Standorten sowie dessen Weiteren t-
wicklung und Umsetzung in allen Kitas. An der konzeptionellen Weiterentwicklung der Päd a-
gogik sind die pädagogischen Mitarbeiter*innen beteiligt.  
Auf Grund der Verteilung unserer element -i Kinderhäuser in ganz Deutschland, haben wir 
eine Struktur entwickelt, die einen regionalen Bezug, sowie eine regionale Nähe, zur Kinde r-
tagesstätte und ein autonomes Arbeiten möglich macht. Unsere Kinderhäuser werd en von 
regionalen Standortleitungen betreut, die sich vor Ort um die Belange der Erzieher*innen 
kümmern, als direkte Ansprechpartner für Gemeinden, Städte und Jugendämter fungieren 
und die regionaler Vertreter des Konzept -e Netzwerks sind. Die Standortleit ungen fungieren 
als Schnittstelle zur Zentrale in Stuttgart, um kurze Wege aufrechtzuerhalten. Durch unsere 
Standortleitungen vor Ort, können wir kommunal tätig sein, um den Bezug zur Region zu 
stärken und das Lebensumfeld der Kinder, Eltern und Erzieher*innen zu gestalten.  
Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung sind wir in der Lage, laufende Kosten mit großer 
Sicherheit zu planen. Es gehört darüber hinaus zu unseren Aufgaben, tragfähige Finanzie-
rungskonzepte unter Einbeziehung kommunaler Förderung und Landeszuschüsse aufzustel-
len und die Budgets entsprechend zu steuern. Mit den Bezuschussungssystemen und den 
gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Betrieb von Kindertagestätten sind wir vertraut. 
Die Familie und Beruf gGmbH beantragt als Träger alle notwendigen Genehmigungen, die 
Betriebserlaubnis und kümmert sich um die Abnahme der Kindertagesstätte durch die zu-
ständigen Behörden. 
 
Üblicherweise arbeiten wir mit  unserem standardisierten Anmeldefahren, damit können sich 
die Eltern auf der Homepage https://www.element-i.de/kinderhaeuser/ das entsprechende 
Kinderhaus aussuchen und werden hier Schritt für Schritt durch die Anmeldung geführt. Für 
Fragen und weitere Details stehen unsere Mitarbeiter aus der O rganisation Mo. – Do. von 
08:00 Uhr bis 17.00 Uhr und Freitag von 08.00 Uhr bis 16.30 Uhr auch telefonisch zur Verfü-
gung. Wenn das ausgewählte Kinderhaus keine freien Plätze hat, kommen die Kinder auf 
eine Warteliste. Sobald ein Platz frei wird, werden die  Eltern telefonisch zirka 3 -6 Monate 
vorher über den freiwerdenden Platz informiert. Sie haben die Möglichkeit, den Platz inne r-
halb einer Frist von 10 Werktagen anzunehmen oder abzulehnen.   
Die Abwicklung des Aufnahmeverfahrens und die Platzvergabe für Kinder mit Kita-Navigator 
Münster ist aber ohne Schwierigkeiten möglich. Auch in anderen Städten wie Karlsruhe, 
München oder Düsseldorf erfolgt das Aufnahmeverfahren und die Kinderaufnahme au s-
schließlich über den Kita-Navigator.  
Die Kinder können ab einem Alter von 6 Monaten in die Kinderhäuser aufgenommen werden 
und werden bis zur Einschulung (i. d. R. bis 6 Jahre) betreut. Eine wesentliche Rolle b ei der

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 4 
Vergabe der Plätze spielen beispielsweise der Wohnort, das Anmeldedatum (bzw. die Wart e-
zeit) oder auch, ob bereits ein Geschwisterkind in der Einrichtung ist. Dabei ist es uns wic h-
tig, dass Kinder möglichst bis zum Eintritt in die Schule kontinuierlich in einer Einrichtung 
betreut werden. Wir er hoffen uns dadurch eine gute Erziehungs -und Bildungspartnerschaft 
zwischen den element-i Einrichtung und den Eltern.  
 
4. Konzept für ein Haus für Kinder 
 
4.1. Leitziele der element-i Pädagogik 
 
Oberster Leitgedanke des element-i Kinderhauskonzepts ist das Recht eines jeden Kindes auf 
Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und g e-
meinschaftsfähigen Persönlichkeit (§1 Abs.1 SGB VIII). 
Dies bildet den Bezugsrahmen für die wichtigsten allgemeinen Ziele von Bildung und Erzi e-
hung: Autonomie und Verbundenheit  sowie Gesundheit, Resilienz und Freude am 
Lernen. Handlungsleitend für die Umsetzung, sind die in den Orientierungs - bzw. Bildungs-
plänen der Länder formulierten Lern- und Entwicklungsziele. 
Das element-i Kinderhauskonzept verknüpft das Prinzip der kindlichen Selbstbildung durch  
Eigenaktivität mit einer ganzheitlichen an Geist, Seele und Körper orientierten Erziehung. Das 
Zutrauen in die Fähigkeiten der Kinder und deren Anerkennung sind grundlegende Elemente  
unserer Pädagogik. Diese baut darauf auf, dass Kinder über Fähigkeiten und Möglichkeiten  
verfügen, die wir erkennen und aufgreifen. Im Zusammenspiel mit sorgfältiger Beobachtung  
und Sicherheit gebendem Rückhalt gewähren wir den Kindern einen möglichst großen  Frei-
raum für eigene Interessen und Entscheidungen. Dies ermöglicht und fördert die  Selbstän-
digkeit und das Engagement der Kinder.  
Menschen bilden sich ganz individuell in der Auseinandersetzung mit einer für sie interes-
santen Umgebung und in Interaktion mit Anderen. 
 
4.2. Der pädagogische Alltag 
 
Unser Tagesablauf hat eine klare Struktur, die den Kindern Regelmäßigkeit sowie Verlässlich-
keit vermittelt. Dies erreichen wir durch eine zeitlich klar definierte Tagesstruktur, welche 
den Kindern den Wechsel von Freispiel  und Angeboten sowie von Aktions- und Ruhephasen 
bietet. Außerdem stellen feste Zeiten und Rituale Orientierungspunkte im Alltag dar.  
Wir beginnen den Tag mit einer Ankomm- und Freispielphase sowie mit einem offenen Früh-
stücksbuffet. Auf dem Tisch, an dem die Kinder sitzen, findet sich ein gesundes und a b-
wechslungsreiches Angebot an Speisen. Die Kinder können sich selbstständig bedienen und

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 5 
entscheiden, wann sie mit wem frühs tücken möchten. Durch diese Art der Frühstücksgesta l-
tung sollen die Kinder ihre eigenen Bedürfnisse wahrnehmen und eigenständige Entsche i-
dungen treffen; die Pädagog*innen begleiten die Essenssituation.  
Parallel zum Frühstücksbuffet findet die erste Freispielphase statt. Im freien Spiel bestimmen 
die Kinder ihren Spielort, das Spielmaterial und ihre Spielpartner *innen. Durch Absprachen 
zwischen Kindern und pädagogischen Fachkräften wird den Kindern ein sicherer Rahmen 
geboten, gleichzeitig auch der Freiraum, den sie zum ungestörten Experimentieren und Au s-
probieren benötigen.  
Um etwa 9.30/10.00 Uhr findet jeden Tag die Kinderkonferenz (KiKo) statt. Diese stellt einen 
zentralen Punkt im Tagesablauf der Kindertageseinrichtung dar, bietet Ra um für Rituale und 
wird von der Fragestellung „Was habt ihr heute vor?“ geleitet. 
Die Konferenzen werden mit einem „KiKo -Lied“ eingeleitet und mit einem Abschlusslied b e-
endet. Der Schwerpunkt der Kinderkonferenz liegt auf der Partizipation der Kinder.  Die KiKo 
ist eine Möglichkeit der Kinder, die eigenen Interessen, Anliegen und Themen in den Kitaal l-
tag einzubringen. Die Kinder lernen, dass ihre Stimme Gewicht hat und gehört wird.  Sie er-
fahren Selbstwirksamkeit, indem ihre Ideen ernstgenommen werden und ihr  Tun das Mitei-
nander aller bereichert. 
In der KiKo erhalten die Kinder die Möglichkeit, ihre Interessen für die anschließende Inte n-
sivphase zu äußern. Es finden zwei Kinderkonferenz en statt, die auf die unterschiedlichen 
Entwicklungsstände der Kinder einge hen können. In der KiKo der jüngeren Kinder werden 
die Inhalte von den Pädagog*innen bildlich dargestellt (z.B. symbolisieren Pinsel und Farbfla-
sche ein Angebot im Atelier)  und die geplanten Aktivitäten in der anschließenden Intensi v-
phase stehen im Vordergrund. Die älteren Kinder erarbeiten die Themen der Kinderkonferenz 
(wie bspw. das aktuelle Wetter, die Wochentage und die geplanten Aktivitä ten) gemeinsam 
mit den Pädagog*innen. Egal welches Alter die Kinder haben, im Fokus stehen die Bedürfnis-
se der Kinder. Jedes Kind entscheidet sich nach seinem Interesse für eine Aktivität. Die jün-
geren Kinder werden in ihrer Entscheidung stärker begleitet . Alters- oder bildungsbereichs-
übergreifende Angebote werden regelmäßig eingeplant. Die Kinder sollen möglichst viel Frei-
heit für selbstständiges, selbstverantwortliches und eigeninitiatives Handeln haben, denn 
dadurch wird für uns die Autonomie und Selbstwirksamkeit der Kinder gestärkt.  
Die nach der KiKo beginnende Intensivphase orientiert sich an den Int eressen und Wü n-
schen der Kinder. Diese können durch die genaue und feinfühlige Beobachtung der Kinder im 
Alltag herausgefunden werden. Eine weitere Leitlinie  unserer Arbeit ist die Freude am Le r-
nen. Diese entsteht bspw. durch die Beschäftigung mit eigengewählten Themen und Interes-
sen. Ideen können tagesaktuell entstehen und fordern somit ein e hohe Flexibilität der Päda-
gog*innen. Die pädagogischen Fachkräfte agieren als  Ko-Konstrukteure und begeben sich 
gemeinsam mit den Kindern auf Entdeckungsreise, ohne den Kinde rn abgeschlossenes Wis-
sen zu präsentieren. Das Interesse an einem aktuellen Thema ist der Zugang des Kindes zu 
einem Bildungsbereich. Das Wissen der Pädagog *innen, um die Stärken und bereits erwo r-
benen Kompetenzen eines Kindes, bietet einen Gesamtüberblick über den Entwicklungsstand 
in den verschiedenen Bildungsbereichen.

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 6 
Nach der Intensivphase schließt sich ein Singkreis an. Dieser findet ebenfalls in mehreren 
Kleingruppen statt, damit optimal auf die jeweiligen Bedürfnisse eingegangen werden kann. 
Für die Kleinen werden kürzere Lieder und einfache Fingerspiele oder Bewegungslieder au s-
gewählt. Mit den älteren Kindern werden komplexere Lieder mit Text gesungen, welche mit 
Kreisspielen verbunden werden. Durch regelmäßige Sprech- und Singspiele wird die Erweite-
rung des Wortschatzes angeregt  und die Kinder entwickeln Sicherheit im Umgang mit der 
Sprache und Freude am Sprechen.  
Anschließend findet ein gemeinschaftliches Mittagessen statt, das von unseren hauseigenen 
Köch*innen vor Ort zubereitet wird. Es findet jeden Tag zur gleichen Zeit statt (um Orienti e-
rung und Halt zu bieten) , wiederum aufgeteilt in bedürfnisorientierte Gruppen. Für das Mi t-
tagessen gibt es einen Ernährungsplan, der mit Spezialist *innen entwickelt wurde. Die zube-
reiteten Speisen werden appet itlich in Porzellan - oder Glasschüsseln oder auf Platten mit 
Vorlegebesteck gereicht. Jedes Kind hat die Möglichkeit, selber zu schöpfen, um auf diese 
Weise Mengen zu erfahren und zu lernen, das eigene Hungergefühl einzuschätzen. Selbs t-
verständlich begleit en die Pädagog *innen vor allem die Krippenkinder bei Bedarf beim 
Schöpfen.  
Auf das Mittagessen folgt eine Ruhephase. Die Krippenkinder haben im Schlafraum ihren 
eigenen Schlafplatz, um dort einen Mittagsschlaf zu halten. Die Kinder sollen Geborgenheit 
und Verbundenheit spüren. Die etwas älteren Kinder, die nicht mehr schlafen möchten, b e-
kommen in ruhiger Atmosphäre Rückzugsorte geboten, um sich dort eine Auszeit zu ne h-
men. In dieser Zeit werden beispielsweise  Bücher angesehen oder es finden Massagen mit 
Entspannungsmusik statt. Je nach Interesse der Kinder kann ein Spielkreis oder eine zweite 
Kinderkonferenz stattfinden, in der die Kinder ihre Vorschläge und Ideen  für die Gestaltung 
des Nachmittags einbringen können.  
Um etwa 15:00 Uhr gibt es eine Zwischen mahlzeit, die beispielsweise aus Obst oder Gem ü-
se, Brot oder Quark besteht. Wie beim Mittagessen sitzen die Kinder gemeinsam in einem 
Raum an kindgerechten Tischen und Stühlen. Nach der Zwischenmahlz eit beginnt eine Fre i-
spielphase. Während dieser besteht e ine weitere Gelegenheit für Aktivitäten oder kleine re 
Projekte. In dieser Zeit können die Kinder den Tag ausklingen lassen, bis sie von ihren Eltern 
abgeholt werden. 
 
4.3. Pädagogische Räume mit dynamischer Gruppenstruktur 
 
Jeder Bereich oder auch Raum in der Kita hat eine ihm zugewiesene Funktion, die durch ent-
sprechende Bilder und Beschriftungen an den Türen gekennzeichnet ist. Die Basis der Fun k-
tionsräume sind die neun Bildungsbereiche, welche von den pädagogischen Fachkräften für 
jedes Kind regelmäßig bearb eitet und reflektiert werden. Die einzelnen Bereiche/Räume ori-
entieren sich an den Interessen und Bedürfnissen der Kinder, deshalb werden diese nach 
Möglichkeit in die Raumgestaltung einbezogen. Ein regelmäßiger Austausch von Materialien 
verwandelt die Räume und eröffnet den Kindern neue Möglichkeiten der Entfaltung und He r-

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 7 
ausforderung. Je nach Platzangebot kombinieren wir Funktionsbereiche in einem Raum, die 
thematisch und umsetzungstechnisch zusammenpassen.  
Beim Entdecken und Erkunden der Räume orientier en wir uns an dem individuellen Tempo 
jedes einzelnen Kindes. Ausgehend vom überschaubaren und geschützten Rahmen des 
‚Nests‘ kommen die Kinder in der Einrichtung an, bauen Vertrauen auf und knüpfen erste 
Beziehungen und Kontakte. Sobald die Kinder sicher angekommen sind und Interesse signa-
lisieren das ‚Nest‘ zu verlassen, werden sie von den Pädagog*innen beim Erkunden der 
Funktionsräume begleitet. Dies geschieht in einer überschaubaren Stammgruppe von Ki n-
dern ähnlichen Entwicklungsniveaus und einer bzw. ei nem fest zugeordneten Bezugserzi e-
her*in. Nach und nach erschließen sich die Kinder unter fürsorglicher Begleitung die gesamte 
Kita. Entwicklungsangemessen lösen sie sich mit der Zeit interessensorientiert für einzelne 
Intensivphasen, dann zunehmend mehr aus der Stammgruppe, um sich immer selbständiger 
in dynamischen Kleingruppen zusammenzufinden.  
 
Folgende Funktionsräume stehen den Kindern zur Verfügung: 
 Der Marktplatz: Empfangsbereich für Kinder und Eltern , Dreh- und Angelpunkt sowie 
Ausgangspunkt für den Zugang zu den anderen Räumlichkeiten.  
 Das Nest: Raum für die Jüngsten. Durch unmittelbare Nähe zu seiner Bezugsperson 
gibt er Sicherheit und unterstützt in einer heimeligen und behüteten Atmosphäre die 
Entwicklung von Verbundenheit und Vertrauen, was insbesondere für sehr junge Kin-
der, aber auch für ältere Kinder in der Eingewöhnung, von großer Bedeutung ist. Die-
ser Raum wird meist für die Eingewöhnung genutzt, der wir eine zentrale Bedeutung 
für den Start in die Kindertageseinrichtung beimessen.  
 Der Bewegungsraum: Der Bewegung kann freien Lauf gelassen werden. Freie Fl ä-
chen wechseln sich mit schiefen Ebenen, Podesten oder flexibel einsetzbaren Materia-
lien ab und können täglich umgestaltet werden. Auch das Bad wird als Erfahrung s-
raum für die Kinder genutzt. 
 Das Bauzimmer: Kinder haben die Möglichkeit, sich mit unterschiedlichen Baumateria-
lien in ihren Gestaltungsmöglichkeiten auseinanderzusetzen, wodurch ihr logisches 
Denken, ihre mathematischen Fähigkeiten und ihr physikalisches Wissen gefördert 
und gefestigt werden.  
 Das Rollenspielzimmer: Bietet den Kindern viele Möglichkeiten, sich in verschiedenen 
Rollen auszuprobieren, um dadurch angeregt zu werden , ihre Fantasie auszuleben 
und Gelegenheit zu bekommen, sich mit erlebten Situationen auf spielerische We ise 
auseinanderzusetzen.  
 Das Atelier: Kinder können kreativ handeln und künstlerisch tätig werden , mit den 
unterschiedlichsten Materialien.  
 Die Werkstatt: Für die älteren Kinder sehen wir eine Werkstatt (oder einen Wer k-
stattbereich) vor, der das Arbeiten mit echten Werkzeugen und unterschiedlichsten 
Materialien ermöglicht.

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 8 
4.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  
 
Je mehr sich die pädagogische Arbeit an den Lebensrealitäten der Menschen, die sich inne r-
halb und außerhalb der Kinderhäuser begegnen, orientiert und je mehr die Kinder am Leben 
in der Kommune teilhaben, um so mehr wird diese zum Erfahrungsraum für die Kin der. Sie 
sollen in der Stadt Münster als partizipie rende Mitbürger *innen wahrgenommen werden.  
Hierbei spielt der Sozialraum, in welchem sich die Kindertagesstätte befindet, eine bedeuten-
de Rolle. Dieser soll in die tägliche Arbeit integriert werden und als naheliegendes selbstve r-
ständliches Ausflugsziel genutzt werden. Die Orte des täglichen Lebens , wie Bäckerei, Met z-
gerei, Lebensmittelhändler, Gärtnerei, Bibliothek, Post Feuerwehr oder Polizei bieten sich als 
Anknüpfungspunkte an die Interessen der Kinder und den Alltag an. Die Kinder sollen ihr 
Umfeld als natürlichen Lebensraum wahrnehmen und nutz en. Besonders die Stadtteilbibli o-
thek bietet sich als Ausflugsziel mit den Kindern an. Die Kinder können sich Bücher anscha u-
en oder ausleihen. Auch Ausflugsziele wie der Allwetterzoo oder den Wolbecker Tiergarten 
dienen für alle Altersstufen als Anknüpfungspunkte im Sozialraum und verstärken den Bezug 
zur Natur- und Tierwelt, was uns in der pädagogischen Arbeit wichtig ist.  
Zum einen beschäftigen sich die Erzieher *innen daher genau mit der Lebensrealität der F a-
milien, in denen die Kinder aufwachsen sowie m it den Menschen, Kulturen und sozialen 
Strukturen in Münster, um sie in ihre pädagogische Arbeit einbeziehen zu können. Sie unte r-
stützen die Kinder darin, die Spiel- und Lebensräume der Stadt Münster zu erkunden und zu 
lernen, sich dort auch selbständig zu rechtzufinden. Auch Eltern mit ihren individuellen, pe r-
sönlichen und kulturellen Hintergründen sowie  mit deren professionellen Fähig - und Fertig-
keiten dienen als Ressource. 
Durch eine gemeinsame Zugehörigkeit der vier genannten Einrichtungen zu einem größeren 
Standort lassen sich die jeweiligen Ressourcen vielfältig nutzen. Weitere Vorteile sehen wir in 
der flexibleren Handhabung des Personalmanagements. Durch die Trägerschaft mehrerer 
Häuser aus einer Hand lassen sich viele weitere Synergien erzeugen. 
Zum anderen sind die Kinderhäuser aber auch offen für Kinder aus der Umgebung. Durch die 
Zusammenarbeit mit Kindertagesstätten im direkten Umfeld werden ebenfalls Synergien er-
zeugt. Zur Sozialraumorientierung zählen für uns auch Institutionen des öffentlichen Lebens. 
Die Vernetzung mit Fach diensten und -schulen sowie die Teilnahme an Fachgremien sollen 
Fachkompetenzen und Ressourcen vereinen, um die Arbeit effektiv und qualitativ hochwertig 
zu gestalten. Somit werden die Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsmöglichkeiten für die 
Kinder insgesamt optimiert.  
 
4.5. Gesundheitsförderung / Bewegung / Ernährung / Kinderschutz 
 
Bewegung ist ein elementares Bedürfnis des Kindes und zugleich die wichtigste Vorausse t-
zung für seine körperliche, geistige und soziale Entwicklung. Kinder brauchen dementspr e-
chend Raum für Spiele, bei denen sie ihren Körper und alle Sinne einsetzen können.

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 9 
Das Wissen um die Bedeutung von Bewegung und Wahrnehmung für die Gesamtentwicklung  
und die Ausbildung der Persönlichkeit von Kindern  sowie das Wissen um die enge Verbi n-
dung mit der psychischen, geistigen und sozialen Entwicklung , führt zu der erzieherischen 
Vorgabe, Kindern jederzeit Raum, Spielmaterialien und Gelegenheit für abwechslungsreiche 
Bewegungsspiele zu geben, die sie zu selbs ttätigen Bewegungserfahrungen herausfordern. 
In den element -i Kinderhäusern erhalten Kinder vielfältige Bewegungsanreize, die in den 
Alltag integriert und nicht auf bestimmte Zeiten und Räumlichkeiten begrenzt sind. Zudem 
findet Bewegung natürlich auch außerhalb in der Natur oder im Sozialraum des Kinderhauses 
statt.  
In einer erlebnisreichen und motivierenden Umwelt gehören kleine Beulen und Tränen dazu, 
wenn die Kinder in Bewegung sind. Viel schlimmer wären die unsichtbaren und langfristigen 
Folgen einer gut gemeinten, aber behindernden Bewegungsbegrenzung. Denn nur was die 
Kinder erproben können, können sie auch wirklich lernen. 
Nach unserem Ernährungskonzept verwenden wir ausschließlich hochwertige sowie nach 
Möglichkeit regionale und saisonale Produkte,  die nährstoffschonend jeden Tag in der eig e-
nen Küche des Kinderhauses frisch zubereitet werden. Hierfür wird ein Koch oder eine K ö-
chin, beziehungsweise geeignetes hauswirtschaftliches Personal , eingestellt. Die Speisen 
sollen ihren Eigengeschmack nicht ve rlieren, deshalb wird bei uns sparsam gewürzt. Aus 
pädagogischer Sicht legen wir großen Wert darauf, dass die Kinder die Speisen und Me ngen 
selbst wählen. Die Pädagog*innen begleiten die Mahlzeiten und sind sich ihrer Vorbildfunkt i-
on bewusst. Obst und Gemü se werden regelmäßig angeboten, stehen beim Frühstück, Mi t-
tagessen und dem Nachmittagssnack bereit. Das Mittagessen findet bei Bedarf zeitlich ve r-
setzt oder in getrennten Räumen statt. Die Krippenkinder beginnen früher mit der Mahlzeit 
und gehen meist nach dem Essen schlafen.  
Beim Thema Gesundheit ist es wichtig, dass die Pädagog *innen mit dem Küchenpersonal 
eng zusammenarbeiten. Es findet ein ständiger Austausch statt. Zudem werden Kinder – 
wenn es sich anbietet – in die Speisenzubereitung einbezogen und verbringen auch Zeit mit 
dem Küchenpersonal. Im Garten des Kinderhauses wird m it den Kindern ein Gemüsegarten 
angelegt, aus dem die Kinder gemeinsam mit der Köchin oder dem Koch ihre Produkte er n-
ten können. Die Kinder lernen so den Weg von der Saat über das Pflanzenwachstum bis hin 
zur Speise kennen. Der Austausch mit den Eltern ist für beide Themen – Ernährung wie auch 
Bewegung – unser besonderes Anliegen.    
Die Pädagog*innen bestärken und begleiten die Kinder darin, sich mit ihre n Gefühlen und 
Emotionen auseinander zu setzen, sich kennen und verstehen zu lernen und einen individuel-
len Ausdruck und Umgang damit zu entwickeln, Konflikte selbstständig zu lösen, positive  
Lösungsmöglichkeiten zu finden und Kompromisse zu schließen. Darüber hinaus machen sie 
die Kinder mit verschiedenen Formen der Aggressionsbewältigung vertraut. Die Kinder lernen 
Regeln und Grenzen sowie Konsequenzen, die Regelbrüche und Grenzverletzungen mit sich 
bringen, kennen und werden mit zunehmendem Entwicklungsstand an der Gestaltung der 
Regeln beteiligt. Die Kinder werden ermutigt, Gerechtigkeit und Ungerechtigk eit zu unte r-
scheiden und sich für einen gerechten und erwünschten Umgang mit Personen und Situati o-
nen einzusetzen. Teilhabe und Verantwortungsübernahme kann im Kinderhaus z.B. bei 
hauswirtschaftlichen oder handwerklichen Tätigkeiten sowie im Kontakt mit jüngeren Kindern

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 10 
oder bei der Anleitung von Spielsituationen eingeübt werden. Darüber hinaus werden die 
Kinder darin unterstützt, Toleranz und Wertschätzung gegenüber Personen mit Besonderhe i-
ten und / oder Beeinträchtigungen zu entwickeln, sinnvolle Unterstützungsmöglichkeiten und 
alternative Zugangsweisen zu Aktivitäten zu schaffen und  zu erproben. Die Kinder setzten 
sich mit verschiedenartigem Witz und Ironie auseinander und können einen i ndividuellen 
Humor entwickeln.  
Im Rahmen der Vereinbarungen zur Sicherstellung der Umsetzung der §§ 8a und  72a des 8. 
Sozialgesetzbuches zum Wohl und Schutz der Kinder mit den jeweils örtlich zuständigen J u-
gendämtern, liegen für alle von  der Familie und Beruf gGmbH  betriebenen Kinderhäuser 
Schutzkonzepte vor. Diese sehen vor, dass die Mitarbeitenden Hinweise auf Gesundheitsg e-
fährdung, Gewalt gegen Kinder und Vernachlässigung wahrnehmen und mit den Eltern th e-
matisieren. Es wird auf geeignete Hilfeangebote hingewiesen und gemeinsam ein Maßna h-
menplan festgelegt. Zudem kooperieren alle Kinderhäuser eng mit Fachberatungsstellen, auf 
die sie immer zugreifen können, wenn sie Hilfe bei der Abschätzung des Gefährdungsrisikos 
oder fachliche Beratung und Unterstützung in der Zusammenarbeit mit den Eltern benötigen. 
Die Familie und Beruf gGmbH  hält für diese Fälle eigene sogenannte „Insoweit erfahrene 
Fachkräfte (Kinderschutz) (IsoFaK)“ sowie eine fachpädagogische Leitung mit Theme n-
schwerpunkt Kinderschutz vor. Die aus der Vereinb arung mit dem Jugendamt stammende 
Verpflichtung ist auf jeden Fall, sämtliche Beobachtungen, Gespräche und vereinbarte Ma ß-
nahmen zu dokumentieren, den Sachverhalt mit einer „IsoFaK“ zu beraten und eng mit dem 
Jugendamt zu kooperieren. 
Zum Schutz der Kinder in unseren Einrichtungen müssen alle Mitarbeitenden vor Arbeitsau f-
nahme ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Außerdem regelt das „Konzept zum U m-
gang mit Mitarbeiter*innen im Missbrauchs-Verdachtsfall“ das entsprechende Vorgehen. Das 
Schutzkonzept für Kinder legt zudem Regeln für den Alltag fest.  
 
4.6. Eingewöhnung 
 
Auf der Grundlage der Erkenntnisse der Bindungsforschung messen wir der Eingewöhnung s-
phase der Kinder im Rahmen des element -i-Kinderhauskonzeptes eine hohe Bedeutung bei 
und gestalten diese entsprechend sorgfältig. Dabei ist eine enge Kooperation und große  Un-
terstützung durch die Eltern unerlässlich. 
Der Aufbau eines Bindungssystems im Kinderhaus kann nur durch die Begleitung einer e r-
wachsenen, familiär -vertrauten Person erfolgreich sein. Diese Person fungiert solange als 
sichere Basis, die das Kind für sein Wohlbefinden in der neuen Umgebung braucht, bis es die 
Bezugserzieher*in als Vermittler eines Gefühls von Sicherheit, Vertrauen, Unterstützung und 
Trost akzeptiert. 
Wir arbeiten in Anlehnung an das „Berliner Eingewöhnungsmodell“, demnach die Kinder für 
den Aufbau einer solchen Beziehung normalerweise zwischen zwei und vier Wochen benöt i-
gen. Die individuelle Anpassung des Zeitrahmens findet in Absprache mit der /dem Bezugser-
zieher*in statt.

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 11 
Die Eltern verpflichten sich daher, vier Wochen einzuplanen, in den en sie ihr Kind nur wä h-
rend der Dienstzeit der zuständigen Bezugserzieher*in in das Kinderhaus bringen und dafür 
Sorge tragen, dass ein Elternteil oder eine andere Bezugsperson des Kindes während dieser 
Zeit anwesend sein kann, um das Kind nach Bedarf zu b egleiten und sich selbst mit dem 
Leben im Kinderhaus vertraut zu machen. Eine gelungene Eingewöhnungsphase bietet eine 
solide Grundlage für ein vertrauensvolles Zusammensein im „Lebensraum Kindertagesstätte“ 
über viele Jahre hinweg. 
 
4.7. Querschnittsaufgaben Integration, Inklusion und Genderthematik 
 
Die wertschätzende, unbegrenzt entwicklungsorientierte Perspektive auf das Kind, die Scha f-
fung eines Rahmens, in welchem das einzelne Kind seinen Bildungsprozess individuell ausge-
stalten kann und das Ziel, Kinder zu starken Persönlichkeiten zu erziehen, gehen Hand in 
Hand mit den Kerngedanken der Inklusion: Alle Kinder sollen gemeinsam betreut werden 
und lernen können, unabhängig von individuellen Fähigkeiten und Besonderheiten, sozialer 
oder kultureller Zugehörigkeit, Sprache oder anderen Vielfaltsdimensionen. Vielfalt erfährt 
Akzeptanz und Wertschätzung.  
Unsere Mitarbeitenden begegnen Vielfalt mit Akzeptanz und Wertschätzung und legen im 
Kinderhaus einen Grundstein für gleiche Chancen auf Te ilhabe an Bildung und Gesellschaft. 
Die Anwesenheit von vielfältigen Kindern und Erwachsenen im Kinderhaus  bietet die Gel e-
genheit, sich im Umgang mit Unterschiedlichkeit in gegenseitiger Achtung und Anerkennung 
zu üben.  
Die individuellen Bedürfnisse jede s Kindes zu berücksichtigen steht hierbei im Vordergrund. 
Wir erarbeiten und realisieren individuelle Lösungsansätze für besondere Lebens - und B e-
treuungssituationen, auch in Zusammenarbeit mit Fachdiensten, Beratungsstellen und med i-
zinischem Fachpersonal. Die Voraussetzung hierfür ist die gemeinsame Feststellung und Ver-
gewisserung aller Beteiligten, dass diese Form der Betreuung für das einzelne Kind förderlich 
ist und dabei für die Mitarbeitenden leistbar bleibt.  
Wir achten auf Barrierefreiheit und den Abbau von nicht-baulichen, sprachlichen, kulturellen, 
vorurteilsbezogenen und sozialen Hürden und Barrieren.  
Der Kern einer inklusiven frühen Bildung bilden Aktivitäten und Angebote, die die ganze Ki n-
dergruppe einbeziehen und zu denen jedes Kind einen Beitrag leisten kann. 
Jungen und Mädchen haben in unserer Gesellschaft unterschiedliche Lebensbedingungen 
und Entwicklungslinien. Wir wollen diesen Unterschieden gerecht werden, geschlechterro l-
lenspezifische Benachteiligungen ausgleichen und gleichberechtigte E ntwicklungsmöglichkei-
ten für Mädchen und Jungen bieten. Hierbei berücksichtigen und fördern wir die unterschied-
lichen Interessen und Lebenssituationen aller Kinder, gleich welchen Geschlechts. Jedes Kind 
kann sich seine eigene Geschlechterrolle, welche nic ht zwangsläufig mit Rollenstereotypen 
und dem biologischen Geschlecht verbunden ist, konstruieren.

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 12 
Wir setzen Chancengleichheit, Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit im Kinderhaus 
bzgl. nachfolgender Blickwinkel um: Eine geschlechterbezogene Perspe ktive auf die Kinder 
bedeutet, diese auch in ihrer Geschlechtlichkeit als Mädchen und Jungen wahrzunehmen. Die 
Geschlechter unterscheiden sich in manchem, verhalten sich in vielem aber auch ganz äh n-
lich. Wir fördern die positive Kör perwahrnehmung und indiv iduelle (emotionale) Ausdrucks-
fähigkeit sowie ein gesundes Selbstbewusstseins aller Kinder. Im Rahmen der Erziehung s-
partnerschaft sprechen wir beide Elternteile an, nehmen die ganze Familie in den Blick und 
beachten die unterschiedlichen Zugänge, Interesse n und Möglichkeiten, die Mütter, Väter 
und andere elterliche Sorge - und Pflegepersonen für eine aktive Beteiligung am Geschehen 
im Kinderhaus haben. Wir forcieren geschlechtergemischte Teams, reflektieren die G e-
schlechterperspektive kontinuierlich und schä tzen die Vielfalt aller Mitarbeitenden. Bei der 
Gestaltung der pädagogischen Rahmenbedingungen (z.B. in der Raumgestaltung und bei der 
Materialauswahl) achten wir auf Diversität und  individuelle sowie geschlechterbezogene För-
derung. In jedem Bildungsbereich sind Aspekte der Geschlechterbildung aufzufinden, ebenso 
in den Beobachtungs- und Dokumentationsinstrumenten. Darüber hinaus achten wir im p ä-
dagogischen Alltag auf geschlechtsheterogene sowie geschlechtshomogene  Aktivitäten und 
Angebote – je nach Anlass, Zielsetzung und Interesse des Kindes bzw. der Kinder. Im Ra h-
men unserer Kooperationsbeziehungen und der Vernetzung im Sozialraum achten wir auf 
vielfältige Gesprächspartner *innen, übernehmen Verantwortung bei der Erhaltung und 
Schaffung von positiven Leb ensbedingungen für junge Menschen und deren Familien und 
thematisieren Geschlechteraspekte bspw. auch in Fachberatung und träger übergreifender 
Gremienarbeit.    
 
4.8. Beobachtung und Dokumentation  
 
Die Vorstellung von Bildung als eigenaktivem Konstruktions - und sozialem Interaktionspr o-
zess setzt Verständigung mit dem Kind voraus. Die Verständigung darüber, welchen Themen 
das Kind solche Bedeutung beimisst, dass es sich aus eigener Motivation forschend -
problemlösend damit auseinandersetzt, muss handlungsleitend für unsere tägliche Arbeit 
sein. 
Wir haben eine Vielfalt von Beobachtungs - und Dokumentationsinstrumenten entwickelt, die 
in Kombination ihre volle Wirkung zum Wohle des Kindes entfalten, wie zum Beispiel die 
Grenzsteine der Entwicklung, die element -i Bögen, Reisepässe und  Portfolios. Diese dienen 
als Grundlage für die regelmäßig stattfindenden Elterngespräche. 
Dabei gibt es Instrumente, die verstärkt erfassen und festhalten, welche Entwicklungsschritte 
ein Kind bereits gegangen ist (Grenzsteine, Portfolio), die also das Vergangene beleuchten. 
Zentral für unser pädagogisches Handeln ist jedoch, das Kind beim nächsten Entwicklung s-
schritt angemessen zu begleiten, sozusagen die Impulse anzubieten, die ein Kind in seiner  
Entwicklung weiter voranbringen. Dazu nutzen wir die element -i Bögen für alle Bildungsb e-
reiche und den Reisepass, der einen Überblick über die Interessen des Kindes in den Bi l-

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 13 
dungsbereichen widerspiegelt. Die unterschiedlichen Bildungs - und Entwicklungsfelder sind 
auf die Inhalte der Orientierungs- bzw. Bildungspläne der Länder abgestimmt. 
Die Pädagogen greifen die Themen der Kinder auf, bieten ihnen dementsprechende Angebo-
te oder Bildungsimpulse an und ermöglichen den Kindern, ihre Interessen zu vertiefen, w e-
cken die Neugier für Neues u nd unterstützen die Kinder ggf. dabei, den nächsten anstehe n-
den Entwicklungsschritt zu gehen (Zone der nächsten Entwicklung). 
Die element -i Bildungsbögen veranschaulichen unseren kompetenz - bzw. ressourcenorie n-
tierten Blick auf das Kind. Mit ihm werden Stä rken der Kinder, ihre bereits erworbenen Kom-
petenzen sowie die aktuell für sie bedeutsamen Themen erfasst . Die Bögen bieten zudem 
einen Ausblick auf mögliche Entwicklungen, die sich aus dem aktuellen Interesse erschließen. 
Das Wissen um die Stärken und ber eits erworbenen Kompetenzen eines Kindes , ermöglicht 
sowohl einen Gesamtüberblick über die Entwicklung in den verschiedenen Bildungsbereichen, 
als auch Zugangsmöglichkeiten für eine längerfristig geplante Gestaltung der Umwelt des 
Kindes sowie der Interaktion mit ihm. So können den Kindern Anregungen gegeben werden, 
ihre Stärken weiter auszubauen, denn besondere Begabungen sind wichtig und eine wertvol-
le Bereicherung des Lebens. Ebenso können sie auch als Ressourcen dienen, über die man 
Kinder in weniger beliebten oder gar ganz vernachlässigten Bildungsbereichen erreichen und 
herausfordern kann. Sie bieten einen Ansatzpunkt, Kinder in für wichtig und richtig eracht e-
ten Themen anzuregen, ohne auf ihre Zustimmung verzichten zu müssen.  
Die element-i-Bildungsbögen werden für jedes Kind alle drei Monate ausgefüllt. Grundlage 
für diese Arbeit sollen unter anderem Beobachtungsnotizen, Kindbesprechungen oder Info r-
mationen von Kolleginnen oder Kollegen aus dem Kita -Alltag sein. Auch tragen die element-i 
Bildungsbögen dazu bei, die eigene Arbeit zu reflektieren und die Bildungsziele im Blick zu 
behalten, ohne das Kind zu bevormunden und seine Interessen zu übergehen. 
 
4.9. Organisationskultur und Qualitätsmanagement 
 
Wir sind überzeugt, dass professionelle soziale Arbeit ko nzeptionell abgesichertes method i-
sches Arbeiten braucht. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, ein eigenes Qualitätsma-
nagementsystem unter Beteiligung der Mitarbeiter*i nnen zu entwickeln. Professionelles Ar-
beiten unter den Kriterien der Effektivität und Effizienz soll nicht zufällig stattfinden, sondern 
gezielt angestrebt werden. Ausgehend von diesem Verständnis von Qualität streben wir ein 
Qualitätsmanagement nach ISO 9001 an, welches: 
• das gesamte Unternehmen umfasst, 
• Klarheit über Ziele, Abläufe und Zuständigkeiten schafft, 
• die Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit verbessert, 
• anerkannte organisatorische und pädagogische Qualitätsstandards integriert,

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 14 
• eine kontinuierliche Verbesserung der Organisation steuert. 
Pädagogisches Handeln hat eine Sonderstellung in unserem Qualitätsmanagementsystem. In 
diesem Bereich ist nachweisbar gute Qualität das Ziel, welche durch die Umsetzung des i n-
tern entwickelten pädagogischen Konzeptes (element-i) und die damit verbundenen pädago-
gischen Qualitätsziele erreicht wird. In unseren element-i Kinderhäusern steht allen Mitarbei-
ter*innen ein Qualitätsmanagement-Handbuch zur Verfügung, in dem sämtliche Abläufe b e-
schrieben und in der Zielerreichung definiert sind. Auf Grundlage des Qualitätshandbuches 
erfolgt eine kon tinuierliche Qualitätsentwicklung in den Kinderhäusern. Teamleitungen sind 
für die Ergebnisqualität des Kinderhauses verantwortlich. Dafür werden sie fachberatend 
durch eine Pädagogische Leitung unterstützt. Die Qualitätssteuerung erfolgt bei uns durch 
Selbstreflexionen der Erziehenden , u.a. auch  im Rahmen der Online Plattform TopKita und 
deren Leitfäden zu den Bildungsbereichen. Zusätzlich zur selbst evaluierten Qualitätsentwick-
lung werden alle Kinderhäuser jährlich fremd evaluiert: über eine Elternbefragung sowie eine 
Fremdevaluation durch das TopKita Institut für Qualität gGmbH (ab Ende 2018). 
Um den Qualitätsstandard in unseren element -i Kinderhäusern weiterzuentwickeln, konzipie-
ren wir Fortbildun gen mit qualifizierten  Referent*innen aus Wissenschaft, Fo rschung und 
Praxis. Sie vermitteln grundlegende und neue pädagogische Kenntnisse, die in die Arbeit der 
Kinderhäuser einfließen. Alle Mitarbeiter*i nnen können ein umfassendes Qualifizierungssy s-
tem in der eigenen Konzept -e Akademie, beim eigenen Zukunftskongress für Bildung und 
Betreuung „Invest in future“, durch Seminare und Qualitätszirkel in Anspruch nehmen. 
Alle Mitarbeiter *innen beginnen in unserem Netzwerk mit einem Einarbeitungsprogramm, 
welches eine zeitnahe fachliche Einarbeitung und soziale Einbindung vorsieht. Dafür stehen 
erfahrene Fachkräfte als Pat *innen zur Verfügung, ein zweitägiger Einarbeitungs -Workshop 
bietet die Möglichkeit, sich mit der Konzeption, der element-i-Pädagogik und den Abteilungen 
vertraut zu machen.  
Reflektiert und gesteuert werden die Potentiale und  Entwicklungschancen der Mitarbe i-
ter*innen in regelmäßig stattfinden Gesprächen mit dem/r jeweiligen  Vorgesetzen. Einmal 
jährlich findet das Jahresgespräch statt, dem ein 360 -Grad-Feedback (Mitarbeiter-Reflexion 
im Team) vorausgeht. Darin werden Entwicklungs - und Unterstützungsbedarf eruiert und 
Ziele vereinbart. Im Alltag steht der jeweilige Vorgesetze für Kurz- bzw. qualifiziertes Feed-
back bei Impulsreflexionen, Bildungsbereichs - und Kindbesprechungen zur Verfügung. Auf 
dieser Grundlage, und im Interessensgebiet des jeweiligen Mitarbeiters, werden miteinander 
Weiter- oder Fortbildungen ausgewählt und be i Bedarf Teamentwicklung oder Supervision 
angestoßen und umgesetzt. 
Fachliches Know-How und ein konzeptionsbezogener  Theorie-Praxis-Transfer findet in den 
Qualitätszirkeln statt. Dort bringen sich die Mitarbeiter *innen als Fach - und/ oder Praxis -
Expert*innen ein, diskutieren Prozess - und Ergebnisqualität und verabreden konkrete Pr o-
zessbeschreibungen.  
Im Rahmen des Arbeitsauftrages in den Einrichtungen übernehmen die Mitarbeiter *innen 
zusätzlich für einzelne übergeordnete Aufgaben Verantwortung. Diese sind mit deren fachli-
cher Kompetenz verknüpft, fokussieren deren Entscheidungskompetenz und nehmen sie in

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 15 
Verantwortung (AKV-Prinzip). Auch daraus leitet sich im Einzelfall die individuelle Entwic k-
lung zur Fachkarriere oder hierarchischen Karriere ab. 
Für (angehende) Leitungskräfte stehen unterschiedliche Bausteine der Leitungsqualifizierung 
zur Verfügung. Die Leitungen in den Häusern sind für die pädagogische Qualität verantwor t-
lich und steuern bzw. coachen die pädagogischen Fachkräfte. Die unterschiedlichen Fo rmate 
für Fort- und Weiterbildungen, die größtenteils an der Konzept -e Akademie stattfinden, bi e-
ten Möglichkeiten, die Fachkräfte berufsbegleitend zu fördern und auch neu herauszufo r-
dern. 
Als Träger -Netzwerk sehen wir unsere Verantwortung auch in einer hoc hwertigen Nac h-
wuchsförderung. Wir bilden in Zusammenarbeit mit unserer Freien dualen Fachakademie für 
Pädagogik Erzieher*innen und Berufs-Quereinsteiger*innen aus sowie vorrangig in Kooper a-
tion mit der Dualen Hochschule Baden -Württemberg Kindheits - und Soz ialpädagog*innen. 
Wir sind Maßnahmenträger für Freiwilligendienste sowie für die Nachqualifizierung von Mi t-
arbeiter*innen des erweiterten Fachkraftkatalogs. Die Fortbildungsmodule sind zertifiziert 
und vom öffentlichen Träger als Fortbildungen anerkannt. 
 
 
4.10. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
 
Die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kinderhaus ist eine wichtige Säule in der Arbeit der 
Kinderhäuser. Auf Basis des gegenseitigen Verständnisses und der gegenseitigen Akzeptanz 
ist eine enge Zusammenarbeit und ein offener Austausch zwischen den Erzieher*innen sowie 
den Eltern eines Kindes Grundlage einer guten Erziehung, Betreuung und damit der Bildung. 
So achten die Erzieher *innen die Eltern als Experten für ihre Kinder. Ebenso sind aber die 
Pädagogen Fachleute in einer Gemeinschaftseinrichtung und treffen somit in der täglichen 
Arbeit mit den Kindern eigenverantwortliche und unabhängige Entscheidungen. 
Kindertagesstätten sind familienergänzende Einrichtungen mit eigenständigem Bildungsau f-
trag. Wir verknüpfen diesen Auftrag mit dem Leistungsversprechen an Eltern größtmöglicher 
Flexibilität für familiäre und berufliche Abläufe und Erforderlichkeiten bei zugleich höchster 
Qualität für ihr Kind. Um dies umzusetzen, muss die Ausschöpfung eines zeitlich großen und 
flexiblen Rahmens durch die Eltern immer mit den individuellen Bedürfnissen des einzelnen 
Kindes bzw. des Gruppengeschehens in Einklang gebracht werden. Dadurch können Spa n-
nungsfelder entstehen, die die Erzieher*i nnen mit den Eltern und einem gemeinsamen Blic k 
auf das Wohl des Kindes im Einzelnen bzw. als Mitglied der Gemeinschaft , zu lösen vers u-
chen. In diesem Zusammenhang  sind beispielsweise die Dauer der Anwesenheit vor allem 
junger Kinder in der Kita oder generell die aktuell gesundheitliche Verfassung , besonders 
sensible Themen. Wünsche nach Ausnahmen (auch bezüglich der Ernährung) bringen Kinder 
in eine Sonderrolle oder -situation. Die Erzieher *innen wägen jeden Fall gewissenhaft ab, 
handlungsleitend ist aber der fachliche Blick der Erzieher *innen auf die Teilhabemöglichkei-
ten des Kindes in der Gemeinschaft bzw. deren persönliche Verantwortlichkeit in der konkr e-

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 16 
ten Situation. Dies betrifft selbstverständlich medizinisch indizierte notwendige Einzelfallrege-
lungen nicht. 
Die Erzieher*innen führen mit den Elt ern regelmäßig Einzelgespräche über die Entwicklung 
ihres Kindes. Dieser Austausch fördert sowohl das gegenseitige Verständnis, als auch die 
gegenseitige Information. Im laufenden Betrieb informiert das Team die Eltern über das 
schwarze Brett. Darüber hina us können sich die Eltern bei Nachfragen gerne direkt an ei n-
zelne Mitglieder des Teams wenden oder über den Elternbeirat Vorschläge und Wünsche an 
das Kinderhaus geben. Zwei- bis dreimal jährlich finden Elternabende statt, die aktuelle En t-
wicklungen in der Einrichtung, pädagogische Inhalte sowie den gegenseitigen Austausch zum 
Thema haben. 
Die Eltern der Kinder in den Kinderhäusern wählen einmal jährlich einen Elternbeirat. In g e-
meinsamen Sitzungen mit Vertretern des Kinderhausteams kann der Elternbeirat di e Wün-
sche der Eltern vertreten und ist in der Diskussion der pädagogischen Arbeit ein wichtiger 
Gesprächspartner für die pädagogisch Tätigen. Zielsetzung ist eine vertrauensvolle Zusa m-
menarbeit zum Wohle aller Kinder, Eltern und des pädagogischen Teams. Di e Regelungen 
des jeweilig gültigen Kindergartengesetzes finden Anwendung. 
Die Träger der Kinderhäuser wünschen sich eine intensive Zusammenarbeit mit den Eltern, 
bei der sich diese aktiv einbringen, eigene Initiativen starten und realisieren. Dabei sind die 
Vereinbarkeit mit der Tagesarbeit im Kinderhaus und die Übereinstimmung mit dem pädag o-
gischen Konzept von entscheidender Bedeutung. 
4.11. Öffnungszeiten und Schließtage  
 
Das Betreuungsangebot orientiert sich in Bezug auf die Öffnungszeiten am Bedarf berufstäti-
ger Eltern und umfasst ca. 10 Stunden. Die Eltern können zwischen Ganztages -, Halbtages- 
(Vor- oder Nachmittag) oder flexiblen Betreuungsplätzen wählen. Diese flexiblen Plätze bi e-
ten den Eltern die Möglichkeit, ihre Kinder entsprechend ihrem wechselnden Bedarf betreuen 
zu lassen. Änderungen sind – sofern sie dies wünschen – jederzeit möglich. 
Die Betreuungszeit kann für die kommende Woche – in Ausnahme für den kommenden Tag 
– tageweise flexibel festgelegt werden. Durch die gruppenübergreifende Arbeit pla nen wir 
die Belegung für die Funktionsbereiche im gesamten Haus und nicht im wesentlich unflexi b-
leren Gruppensystem. Der Tagesablauf ist durch dynamische Kleingruppen geprägt, die sich 
zu einem bestimmten Thema, altersgemäß oder –übergreifend, selbstständig oder gezielt , 
zusammenfinden. Das element-i Kinderhaus bietet demnach für flexible Betreuungsangebote 
den optimalen und pädagogisch sinnvollen Rahmen. 
Die Einrichtungen sind montags bis freitags geöffnet. Unsere Kalkulationen basieren auf ma-
ximal 20 Schließtagen; davon zwei Wochen im Rahmen der Nordrhein-Westfälischen Som-
merferien, ca. eine Woche nach Weihnachten, ggf. Brückentage und ca. 3 Tagen für Fortbil-
dungen/Klausurtage, je nach Einrichtungsart.

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 17 
4.12. Konzept zur flexiblen Kindertagesbetreuung  
 
Da uns eine bestmögliche Betreuung der Kinder, mit möglichst wenig Brüchen und Übergä n-
gen am Herzen liegt, haben wir uns gezielt mit der Betreuung von Kindern bei verlängerten 
und erweiterten Öffnungszeiten auseinandergesetzt. Unser Konzept befasst sich unter and e-
rem mit der Gestaltung der Übergänge vom normalen Kitabetrieb in die Tagespflege. Diese 
möchten wir für die Kinder so weich wie möglich gestalten.  Dabei achten wir stets darauf, 
dass sich die Kinder wohl und geborgen fühlen.  
Dabei liegt es uns am Herzen, dass die Erweiterung der Betreuungszeiten qualitativ hochwer-
tig ist, stets nach dem Motto:  „Weil gute Betreuung keine Frage der Uhrzeit ist! “  Dies wird 
unter anderem durch folgende Aspekte gewährleistet:  
 Die Übergänge der Betreuungsphasen sind für die Kinder gut gestaltet. Die Betre u-
ungspersonen nehmen am Nachmittag frühzeitig Kontakt zu den Kindern auf und in i-
tiieren Rituale. So arbeitet die Tagespflege auch schon im Kitaalltag mit.  
 Auf eine Beziehungskontinuität wird Wert gelegt. Die Eltern und Kinder kennen das 
Betreuungspersonal. Die Kinder sehen jederzeit eine ihnen bekannte Betreuungspe r-
son. 
 Zwischen den Betreuungspersonen der verschiedenen Betreuungsformen findet ein 
geregelter Austausch statt, so dass Informationen zu den Kindern und deren Entwick-
lung nicht verloren gehen. 
 Es finden qualitativ hochwertige, an den Interessen orientierte  Angebote für die Ki n-
der statt. Die Kinder haben die Möglichkeit, ihre Ideen einzubringen und die erweiter-
ten Betreuungszeiten aktiv mitzugestalten.  
 Wir legen großen Wert auf die Gestaltung des Ablaufs am Abend. Feste Rituale, wie 
das gemeinsame Abendessen und das Zu -Bett-gehen spielen dabei eine besondere 
Rolle, damit die Kinder den Tag  gemütlich ausklingen lassen, das Erlebte verarbeiten 
und zur Ruhe kommen können. 
 Da Kinder am Abend besondere Kontinuität brauchen und 19 Uhr dabei eine „mag i-
sche“ Grenze darstellt, finden  danach keine Trennung en und kein Wechsel des B e-
treuungsortes mehr für die Kinder statt. Im Falle, dass Eltern eine Betreuung nach 19 
Uhr benötigen, übernachten die Kinder entweder in der Einrichtung oder zu Hause 
bei der Tagespflegeperson. 
5. Personalgewinnung, Fort- und Weiterbildung von Personal  
 
 
Wer über 40 Kitas leitet, weiß genau, wo die Defizite bei der Erzieherausbildung liegen. Weil 
es zudem viel zu wenig Erzieher*innen gibt, haben wir 2011 die FDFP-Freie Duale Fachschu-
le für Pädagogik (PIA) und Jugend- und Heimerziehung (JuH) gegründet. Weitere Fachschu-
len werden 2019 in Fellbach bei Stuttgart, sowie 2019/2020 in Köln in Betrieb genommen.  
Darüber hinaus planen wir die Übernahme einer weiteren Fachschule in Bayern.

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 18 
Bei unseren Kampagnen zur Gewinnung neuer Fachkräfte setzte n wir sowohl auf Social -
Media-Kanäle, wie auch auf die diversen Stellenportale. Durch den Erwerb von Wohnungen 
gewährleisten wir unseren Mitarbeiter*innen kostengünstigen Wohnraum und kurze Arbeit s-
wege.   
Auch Quereinsteiger*innen bilden wir durch unsere einzigartige Qualifizierungsmaßnahme an 
der FDFP zu Fachkräften mit besonderer Qualifikation aus. Nach dieser Maßnahme haben die 
Teilnehmer*innen als vollwertiger Teil des Teams die Möglichkeit, ihre speziell en Kenntnisse 
– zum Beispiel im MINT Bereich – in den Kinderhäusern weiterzugeben. 
An der Akademie unseres Trägernetzwerks bieten wir in unterschiedlichen Rubriken Fortbi l-
dungen, Seminare und Workshops aus den Bereichen Pädagogik & Familie, Beruf & Karriere 
oder zur Weiterentwicklung der individuellen Pe rsönlichkeit an. Nur wenn Erzieherinnen und 
Erzieher mit den aktuellen Erkenntnissen aus Wissenschaft und Forschung versorgt werden, 
kann eine dauerhaft hohe Qualität in der Kinderbetreuung gewährleistet werden. 
 
 
 
 
 
6. Warum ist uns Ihr Standort wichtig? 
 
Münster besitzt als bede utende Universitätsstadt eine hohe Wohnqualität und gilt als eine 
der lebenswertesten Städte der Welt. Die Stadt Münster ist sehr aktiv in Bezug auf Nachha l-
tigkeit, sie begegnet uns als sehr grüne Stadt, für deren Bewohner das Fahrr ad ein Muss zu 
sein scheint. Daher sehen wir die Stadt Münster als idealen Partner und Standort um unser 
Wirken auch im Norden Deutschlands weiter auszudehnen. Wir nehmen in Stuttgart am Fö r-
derprogramm „Nachhaltig fit für morgen mit dem Gemeinwohl -Kompakt-Bericht“ teil und 
arbeiten aktuell am ersten Nachhaltigkeitsbericht für das Konzept -e Trägernetzwerk. Aktuell 
statten wir beispielsweise u nsere eigenen Kinderhä user im Raum Stuttgart und  Karlsruhe  
mit Photovoltaikanlagen und Ladesäulen für unsere Elektrofahrzeuge aus.  
Zudem schafft Münster Arbeitsplätze mit einem Netzwerk aus Spitzenforschung und innov a-
tiven Zentren für Forschungs - und Technologietransfer und sichert somit die Zukunft  der 
Stadt und Region.

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 19 
Damit ist die Frage „Wo möchte ich meine Kinder g roßziehen?“ ein wichtiger Punkt bei der 
Ansiedlungsfrage für jungen Familien. 
Die Tendenz der Ansiedlung besonders von jungen Familien ist steigend. Münster tut viel für 
seine Bewohner – dazu wollen wir unseren Teil beitragen. 
Wir möchten Sie darin unterst ützen Ihrem Auftrag gegenüber Ihren Einwohnern gerecht zu 
werden. In der Vereinbarkeit von Familie & Beruf sehen wir unsere Passion. 
Mit unserem fachlichen Know -how aus über 30 Jahren und unserem ausgereiften und wi s-
senschaftlich unterstützten pädagogische m Konzept von element -i sind wir ein exzellenter 
Partner für Ihre Betreuungs- und Bildungsinfrastrukturangebote nach Maß. 
 
7. Publikationen 
 
 
Fachleute aus dem Konzept -e-Netzwerk publizieren regelmäßig in frühpädagogischen Zei t-
schriften wie Kindergarten heute, Kita aktuell, didacta – Das Magazin für lebenslanges Le r-
nen u.a.m. 
 
 Weegmann, W. / Ostendorf, E.: Freie Träger und ihre Bedeutung für die Kundenb e-
treuung in Deutschland. Das Kita-Handbuch, 4/2017. Martin R. Textor (Hrsg.) 
 
 Weegmann, C. M.: Qualitätsmanagement in der Kindertagesbetreuung, Carl Link Ver-
lag, 2011 
 
 Weegmann, W. /Kammerlander, C. (Hrsg.): Die Jüngsten in der Kita. Ein Handbuch 
zur Krippenpädagogik, Kohlhammer, 2010

Anlage A

4592 Zeichen

Anlage A zur V/0249/2020 
Kurzüberblick 
Die Verwaltung schlägt vor, dem Träger die Krümelmonster e.V. die Trägerschaft für die Kinder-
tageseinrichtung in der Alten Post am Sankt-Josefs-Kirchplatz im Stadtteil Schützenhof zu über-
tragen. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Der Bundesgesetzgeber hat für den Ausbau von bedarfsgerechten Betreuungsangeboten in 
Deutschland einen gesetzlichen Rechtsanspruch geschaffen. Dieser Rechtsanspruch auf einen 
Betreuungsplatz gilt seit dem 1. August 2013 für alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebens-
jahr.  
 
Die Stadt Münster greift die Pflichtaufgabe zum bedarfsgerechten Ausbau der Kindertagesbe-
treuung in der Produktgruppe 0601 „Förderung von Kindern in Tagesbetreuung“ in zwei Zielen 
auf.  
Zum einen ist der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für Kinder im Alter von 3 - 6 Jah-
ren sicherzustellen und weiterhin sollen Tagesbetreuungsangebote für unter 3-jährige Kinder mit 
einer Versorgungsquote von bis zu 50 % ausgebaut werden.  
 
Mit dem Erreichen dieser Werte werden die ISM Leitziele „Wir werden einer der führenden  
Bildungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungsstandorte in Europa“ und  
„Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität mit hohem Wohn-
wert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft weiterentwickeln“ for-
ciert.   
 
Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung der Kindertageseinrichtung im 
Stadtteil Schützenhof und die anschließende Trägervergabe mit der Vorlage V/0809/2019 be-
schlossen. 
 
Die Verwaltung schlägt vor, dem Träger Die Krümelmonster e.V. die Trägerschaft für die Kinder-
tageseinrichtung Alte Post am Sankt-Josefs-Kirchplatz im Stadtteil Schützenhof zu übertragen. 
 
Mit dem Beschluss über die Trägerschaft der Kindertageseinrichtung in der Alten Post  wird 
rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtung ein Träger bestimmt, so dass weitere Detailpla-
nungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden können. 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 0601 Förderung von Kindern in Tagesbetreuung 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja  Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja X Nein   
Im beschlossenen Haushaltsplan 2020 enthalten? X Ja  Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? X Ja  Nein   
Bereits veranschlagt? X Ja  Nein   
Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung Alte Post betragen auf der Grundlage der unter 
Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen Mai bis Dezember 2022 322.500 € und 2023 
ff. 526.500 €. Der städtische Betriebskostenanteil liegt für Mai bis Dezember 2022 bei  175.117 € 
und für 2023 ff. bei  285.889 €. Die Betriebskostenzuschüsse wurden bereits mit dem Errichtungs-
beschluss V/0809/2019 dargestellt.

Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist x vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
 vollständig frei-
willig 
Gesetzliche Grundlagen:  SGB VIII §§ 22 – 26, insbesondere § 24 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Münster gehört zu den am stärksten wachsenden Städten in Nordrhein-Westfalen. Nach aktuellen 
städtischen Vorausberechnungen könnte die Bevölkerung bis 2030 ohne starke Flüchtlingszuzüge 
im Basisszenario "Dynamischer Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort" auf 326.000 Einwohner 
steigen. Unter Berücksichtigung zusätzlicher Flüchtlingszuwanderungen könnte das Wachstum 
noch deutlich stärker ausfallen und Münster in 2030 bis zu 347.000 Einwohner zählen. Die wach-
sende Stadt, die alle Bereiche des Lebens betrifft, ist eine zentrale Herausforderung, der sich 
Münster stellen muss.  
Die demographische Entwicklung der Stadt Münster ist ein grundlegender Bestandteil der Kitaaus-
bauplanung.  
Alle Maßnahmen zum Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder orientieren sich an der kleinräumigen 
Bevölkerungsprognose der Stadt Münster und sind darauf ausgerichtet, eine familienfreundliche 
Stadtentwicklung zu fördern. Dazu tragen insbesondere die bedarfsgerechte Schaffung von Plätzen 
zur Erfüllung des Rechtsanspruchs für ü3-Kinder und der Ausbau von u3-Plätzen bei.  
Im Rahmen der unterschiedlichen Arbeitsfelder der Kindertagesbetreuung werden wichtige Aspekte 
wie Barrierefreiheit, Inklusion, Sprachförderung und Qualifizierung differenziert berücksichtigt und 
unterstützen eine familienfreundliche Entwicklung in Münster. Weiterhin steht der Ausbau von Kin-
dertagesbetreuungsangeboten im Einklang mit der Ausrichtung Münsters als führender Wirt-
schaftsstandort.

Anlage_4.2_Die_Krümelmonster_Konzept_Alte Post

64072 Zeichen

1
Bewerbung um die Kita 
an der Josefskirche
Kindertagesstätte Krümelmonster e.V.
Hermannstraße 57
48151 Münster
Telefon: 0251 532920
info@kita-kruemelmonster.de

2
INHALTSVERZEICHNIS
1 Motivation der Bewerbung  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .   3
2 Vorstellung und Wirtschaftlichkeit des Trägers  . . . . .   4
2.1 Kontaktinformationen  ....................   4
2.2 Der Verein „Krümelmonster e.V.“ ...........   4
2.3 Elternbeiträge  ...........................   4
3 Unser Rahmenkonzept   . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .   5
3.1 Grundsätze unserer Arbeit  ................   5
3.2 Gruppenstruktur .........................   5
3.3 Raumkonzept  ...........................   6
3.4 Aufnahmekriterien und Eingewöhnung  .....   6
3.5 Entwicklungsdokumentation und  
 Entwicklungsgespräche ...................   7
3.6 Betreuungs- und Schließungszeiten,  
 Jahresplan ..............................   7
3.7 Pädagogische Schwerpunkte ..............   8
3.7.1 Natur und Umwelt ...................   8
3.7.2 MINT- Mathematik, Informatik,  
 Naturwissenschaft und Technik ........   9
3.7.3 Mitwirkung der Kinder am Bildungs- und  
 Einrichtungsgeschehen (Partizipation) ... 10
3.7.4 Das Freispiel ........................ 10
3.8 Alltagsintegrierte Sprachförderung ......... 11
4 Integration, Inklusion und Genderthematik  . . . . . . . . 11
5 Gesundheitsförderung  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
5.1 Bewegungsförderung  .................... 12
5.2 Hygiene  ................................ 12
5.3 Gesunde Ernährung ...................... 12
5.4 Kinderschutzkonzept ..................... 12
5.5 Sexualpädagogisches Konzept ............. 13
6 Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  . . . 13
6.1 Zusammenarbeit mit dem Jugendamt ...... 13
6.2 Zusammenarbeit mit (umliegenden) Schulen .. 13
6.3 Zusammenarbeit mit (umliegenden)  
 Institutionen  ............................ 13
6.4 Offene pädagogische Elternabende und  
 Angebote zu MINT-Themen ............... 14
7 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft  
 mit den Eltern  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
8 Organisationskultur und qualitätssichernde  
 Maßnahmen   . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
8.1 Personal ................................ 15
8.2 Beschwerdemanagement ................. 16
8.3 Evaluation  .............................. 16
9 Anhang  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
9.1 Berliner Eingewöhnungsmodell ............ 17
9.2 KiTa-ABC der Hermannstr. zur Veranschaulichung .. 18
22

3
1 MOTIVATION DER  
 BEWERBUNG
Die Eltern unseres Vereins nehmen Münster seit 
vielen Jahren als eine Stadt wahr, die für Werte 
wie Verantwortungsbewusstsein, Innovation, 
Partizipation, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit 
steht und die im Besonderen im Südviertel gelebt 
werden . Da wir eben diese Werte als Grund-
voraussetzung für ein gesundes Miteinander in 
einer demokratischen Gesellschaft sehen, ist die 
Idee entstanden sich auf diese Ausschreibung zu 
bewerben und somit mehr Einfluss auf die Gestal-
tung des Lebensraumes der Kinder und Familien 
im Südviertel zu haben. So könnten wir die von 
uns so geschätzten familiären Strukturen auch 
in der alten Post umsetzen und andere Familien 
ebenso davon profitieren lassen. 
Als im Südviertel ansässiger Verein sind wir uns 
der exklusiven Lage der alten Post direkt am Süd-
park bewusst und sehen hier nicht nur vielfältige 
Möglichkeiten für unseren KiTa-Betrieb bzw . zur 
Umsetzung der pädagogischen Schwerpunkte 
Natur und Umwelt, MINT, Partizipation und Frei-
spiel, sondern auch um uns im Sozialraum weiter 
zu etablieren . Der Südpark ist schon für Kinder im 
Alter von 0-6 Jahren ein beliebter Treffpunkt – ob 
zum Rodeln im Winter, zum Spielen auf den Spiel-
plätzen, zur Kinder-Klima-Karawane, welche Eltern 
unseres Vereins mitorganisiert haben, oder in Zu-
kunft sicher auch zum Matschen auf dem aktuell 
geplanten Wasserspielplatz. Wir wollen eine KiTa 
schaffen, die das Angebot in und um den Südpark 
erweitert und so Familien und Kindern ermöglicht, 
ihren Treffpunkt zu einem zweiten Zuhause wer-
den zu lassen.
Neben dem grundsätzlichen, bürgerschaftlichen 
Engagement der Eltern unseres Vereins und der 
aktuellen Teammitglieder, etwas in „ihrem“ Viertel 
zu bewegen, sehen wir durch die Vergrößerung 
eine starke Verbesserung unserer Wirtschaftlich-
keit, vielfältigere Kooperations- und Gestaltungs-
möglichkeiten sowie besondere Synergieeffekte 
zum Beispiel in den Bereichen Personal (sicherere 
Arbeitsplätze, unkomplizierte Aushilfe bei Perso-
nalengpässen) und Angebotsvielfalt.
In der letzten Mitgliederversammlung hat sich die 
Elternschaft einstimmig für die Bewerbung ausge-
sprochen und ist dementsprechend motiviert mit 
Blick auf die Umsetzung. Daher würden wir uns 
freuen, wenn Sie unsere Konzeption überzeugt 
und wir zwei weitere Gruppen in der alten Post 
gründen dürfen.
3

4
2  VORSTELLUNG UND  
 WIRTSCHAFTLICHKEIT  
 DES TRÄGERS
2.1  KONTAKTINFORMATIONEN
Die Krümelmonster e.V. 
Christian Oberteicher (1. Vorsitzender) 
 
Hermannstraße 57 
48151 Münster
Telefon: 0251 532920
E-Mail: info@kita-kruemelmonster.de
2.2 DER VEREIN „KRÜMELMONSTER E.V.“
Der Verein „Krümelmonster e.V.“ wurde 1987 von 
Eltern gegründet, ist seit 1996 staatlich anerkannt 
und finanziert die Kindertageseinrichtung1 „Krü-
melmonster“ durch Gelder vom Amt für Kinder, 
Jugendliche und Familien der Stadt Münster 
(96,6%) sowie Elternbeiträge (3,4%).
Die Mitglieder des Vereins sind die Eltern der 
Kinder unserer KiTa, welche sich somit aktiv in der 
KiTa beteiligen (siehe 7) und die „Krümelmons-
ter“ nun über Jahre hinweg im Südviertel etabliert 
haben.
1  Kindertages-
einrichtung: im 
Folgenden als 
KiTa bezeichnet
4
2.3 ELTERNBEITRÄGE
Neben dem einkommensabhängigen Elternbeitrag 
für den Besuch einer KiTa an das Amt für Kinder, 
Jugendliche und Familien der Stadt Münster, 
leisten die Eltern folgende Beiträge an den Verein 
„Krümelmonster e.V.“:
- Essensgeld: 77€ pro Kind
- Vereinsbeitrag: 10€ pro Familie
- Trägeranteil: 43€ pro Kind

5
3 UNSER RAHMENKONZEPT
3.1  GRUNDSÄTZE UNSERER ARBEIT
Im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit steht 
stets das Kind als eigenständige Persönlichkeit mit 
individuellen Interessen und Bedürfnissen, wes-
halb wir uns als Weg- und Entwicklungsbegleiter 
des Kindes sehen. Wir unterstützen die Kinder auf 
ihrem Weg die Welt zu erforschen und zu ent-
decken, indem wir Interessen, Begabungen, Be-
dürfnisse und Wünsche erkennen, aufgreifen und 
fördern. Dabei wird jedem Kind mit Respekt und 
Wertschätzung und ohne Druck entgegnet sowie 
das Empfinden jedes Einzelnen ernst genommen. 
Um dies umzusetzen ist uns der vertrauensvolle 
Austausch mit den Eltern besonders wichtig. Wir 
betrachten Familie und KiTa als sich ergänzende 
und eng miteinander verbundene Bereiche der 
Lebenswelt des Kindes und wollen den Kindern in 
der KiTa eine familiäre Atmosphäre ermöglichen. 
Wir schaffen klare Strukturen und vermitteln Gren-
zen und Werte, die den Kindern Orientierung und 
Sicherheit auf dem Weg zur Selbstständigkeit ge-
ben. Wichtige Bausteine sind dabei unter anderem 
unsere in der Wochenstruktur und im Tagesablauf 
fest verankerten Rituale (z.B. das „Rausschubsen“ 
bei der Verabschiedung, der Morgenkreis, die 
Kinderkonferenz) sowie die möglichst eigenständi-
ge Klärung von Konflikten.2
3.2 GRUPPENSTRUKTUR
Grundsätzlich betreuen wir Kinder ab einem Jahr 
bis zur Einschulung; in begründeten Ausnahme-
fällen ist die Aufnahme schon ab vier Monaten 
möglich. In den neuen Räumlichkeiten wollen wir 
zusätzlich zu unserer bestehenden altersgemisch-
ten Gruppe in der Hermannstraße zwei weitere 
altersgemischte Gruppen schaffen. Wir sind 
überzeugt von der Arbeit mit altersgemischten 
Gruppen, da sowohl die Kinder der verschiede-
nen Altersgruppen als auch die Erzieherinnen und 
Erzieher3 von diesem Konzept profitieren, Werte 
wie Rücksichtnahme intensiver gelebt werden 
und dieser Ansatz den familiären Strukturen näher 
kommt. Einzelkinder können in der Gruppe „Er-
satz-Geschwister“ finden und die geringere Fluktu-
ation bzw. der fließende Übergang (kein KiTa- bzw. 
Gruppenwechsel nach dem u3-Bereich) gibt den 
Kindern Sicherheit und Geborgenheit. Mit Blick 
auf die individuelle Förderung eines jeden Kindes 
ermöglicht eine altersgemischte Gruppe mehr 
Möglichkeiten, z.B. durch das Drehtürmodell und 
es entsteht insgesamt weniger Leistungsdruck, da 
weniger Konkurrenz durch Gleichaltrige gegeben 
ist. Um den einzelnen Altersgruppen darüber hin-
aus gerecht zu werden, findet z.B. das Mittagessen 
getrennt statt, denn die jüngeren Kinder brauchen 
früher eine Mittagspause als die älteren und für 
Angebote bzw. Ausflüge wie Theaterbesuche wer-
den altersentsprechende Kleingruppen gebildet.
Die älteren Kinder dienen den jüngeren als Ver-
haltensmodelle (vgl. Modelllernen nach Albert 
Bandura) und geben ihnen Anregungen sowie 
Entwicklungsanreize, womit eine motorische und 
kognitive Förderung und Forderung einhergeht. 
Durch die Interaktion zwischen den Kindern wird 
darüber hinaus die Sprachentwicklung gefördert 
(vgl. 3.8) und nicht zuletzt geben die älteren Kinder 
den jüngeren Sicherheit bei Abwesenheit und 
Wechsel der Erzieher.
Der Schwerpunkt des Profits der älteren Kinder 
liegt auf den sozialen Kompetenzen. Sie über-
nehmen Verantwortung z.B. beim Weckdienst, 
passen ihren Sprachstil in der Interaktion mit den 
jüngeren Kindern an, d.h. sie sprechen langsamer 
und deutlicher, sind rücksichtsvoll, 
hilfsbereit, bieten Trost und lernen 
so schon früh Empathie. Durch 
die Weitergabe ihres Wissens an 
die jüngeren Kinder („Tutoring“) 
wird ihr Wissen gesichert und das 
Selbstbewusstsein gesteigert.
Auch die Erzieher profitieren von 
einer altersgemischten Gruppe, 
da sich ihre Arbeit mit Blick auf 
Gruppenbildung, individuelle För-
derung, Angebote und Ausflüge 
abwechslungsreicher gestaltet.
Zur Vorbereitung auf den an-
stehenden Schulwechsel wird im 
         Ich mache mir 
              die KiTa, 
 
          wie sie mir                   gefällt!“ 
 
                     (nach Astrid Lindgren)
2  Weitere Grund-
sätze unserer 
Arbeit sind unse-
rem aktuellen 
KiTa-ABC (siehe  
Anhang) zu  
entnehmen.
3  Im Folgenden 
wird aus Gründen 
der besseren 
Lesbarkeit immer 
ausschließlich 
die männliche 
Form verwendet, 
die anderen Ge-
schlechteridenti-
täten (weiblich/
divers) sind dabei 
ausdrücklich mit-
gemeint.
5

6
letzten KiTa-Jahr eine Vorschulgruppe eingerich-
tet, welche je nach Interesse der Vorschulkinder 
Projekte zu unterschiedlichen Themen durchführt 
und sich so gezielt auf die Schule vorbereitet. 
Hier ist uns eine Kooperation mit anderen KiTas 
wichtig (vgl. 6.3), denn neben dem Kennenlernen 
möglicher Klassenkameraden ist ein Austausch mit 
weiteren Kindern, d.h. in einer größeren Gruppe 
mit Blick auf die Schule sinnvoll. Ein Erzieher leitet 
diese Vorschulgruppe und plant Zeiträume in der 
Wochenstruktur für die Arbeit in der Gruppe ein.
3.3 RAUMKONZEPT
Laut Raumprogramm (siehe Anlage 2 zur Aus-
schreibung) stehen den beiden Gruppen neben 
einem Waschraum jeweils ein Gruppenraum, ein 
Nebenraum, ein Schlaf-/Differenzierungsraum 
und ein Garderobenbereich zur Verfügung. Die 
einzelnen Räume haben für uns unterschiedliche 
Funktionen, die sich an den Bedürfnissen der Kin-
der orientieren. 
Der Gruppenraum ist das Zentrum jeder Gruppe 
– hier wird gespielt, gestaltet, gegessen, gefeiert, 
… Je nach Bedarf wird dieser Raum verändert und 
angepasst, zum Beispiel durch den Austausch von 
Spielmaterialien (hier legen wir Wert auf möglichst 
natürliche und somit plastikarme Rohstoffe) und 
die Neugestaltung von Dekorationselementen. Wir 
planen kleine Podeste, welche den Kindern kleine 
Rückzugsorte bieten, auf welchen sie weitestgehend 
ungestört spielen und sich zurückziehen können. 
Unsere Nebenräume stehen ganz unter dem Mot-
to „Forschen und Entdecken“, weshalb ein Raum 
als Forscherraum mit MINT-Materialien (vgl. 3.7.2) 
gestaltet werden soll und der zweite als Atelier, 
d.h. als Kreativbereich mit einer Werkecke. Die 
Nebenräume sollen gruppenübergreifend und je 
nach Bedarf genutzt werden.
Der Differenzierungsraum dient als Rückzugsort 
und Ruheoase auch außerhalb des Schlafens und 
ist damit gerade für die u3-Kinder von besonderer 
Bedeutung. 
Jede Gruppe hat ihre eigene Garderobe. Dieser 
Bereich ist von besonderer Bedeutung, denn hier 
kommen die Kinder an und sollen sich direkt wohl 
fühlen, weshalb jedes Kind nicht nur seinen festen 
Platz bzw. Schrank hat, sondern auch ein eigenes 
Tierzeichen. Darüber hinaus dient dieser Bereich 
kurzen Tür-und Angelgesprächen zwischen Eltern 
und Erziehern.
Geplant ist neben den gruppeninternen Räumen 
ein weiterer u3-Raum als Rückzugsort für die 
Kleinen sowie ein Mehrzweckraum, welchen wir 
besonders schätzen. Hier können die Kinder nach 
Absprache in einer Kleingruppe (im Freispiel) oder 
durch gezielte Bewegungsangebote der Erzieher 
ihren Bewegungsdrang ausleben. 
Bei der Gestaltung des Gartens legen wir Wert 
auf eine großzügige gepflasterte Fläche, einen 
Sandkastenbereich, Hochbeete zum Anpflanzen 
von Lebensmitteln und (inklusive!) Spielgerüste/-
materialien, welche das Angebot des Südparks 
ergänzen.
3.4 AUFNAHMEKRITERIEN UND  
 EINGEWÖHNUNG
Bei der Aufnahme unserer Kinder entscheiden wir 
nach sozialen Kriterien, d.h. nach Alter, Wohnort, 
Berufstätigkeit der Eltern und ob Geschwisterkin-
der bereits unsere KiTa besuchen.
• Alter: Bei der Alterszusammensetzung achten 
wir auf die mit dem Jugendamt vereinbarte 
Rahmenstruktur sowie auf ein ausgewogenes 
Verhältnis der verschiedenen Altersklassen.
• Wohnort:Wir bevorzugen Kinder aus dem di-
rekten Einzugsgebiet, um den Eltern eine gute 
Koordination von KiTa und Beruf sowie den 
Kindern auch (unkomplizierte) Treffen außerhalb 
der KiTa (z.B. im Südpark) zu ermöglichen.
• Berufstätigkeit der Eltern: Kinder, deren Eltern 
berufstätig sind oder in der Ausbildung sind, haben 
höheren Betreuungsbedarf und somit Vorrang.
Die Eingewöhnung gestalten wir nach dem Berliner 
Eingewöhnungsmodell4, welches uns einen konzep-
tionellen Rahmen für die individuelle Eingewöhnung 
(je nach Temperament, bisherigen Bindungserfah-
rungen und individuellem kindlichen Verhalten) eines 
jeden Kindes liefert. Durch eine langsame, sensible 
Eingewöhnung soll dem Kind der Start in der KiTa so 
leicht wie möglich gemacht werden, wobei wir be-
sonderen Wert auf einen festen Bezugserzieher, eine 
feste Begleitperson (Mutter oder Vater) und einen 
klar strukturierten, vorhersehbaren Tagesablauf le-
gen, d.h. auf Ausflüge und besondere Aktivitäten wird 
während der Eingewöhnungszeit verzichtet. 
4  Siehe Anhang
6

3.5 ENTWICKLUNGSDOKUMENTATION  
 UND ENTWICKLUNGSGESPRÄCHE
Da wir die Entwicklung unserer Kinder möglichst 
optimal unterstützen und fördern wollen, sind re-
gelmäßige Beobachtungen und Dokumentationen, 
welche wir für jedes Kind in einem Ordner, der so-
genannten Bildungsdokumentation, zusammenfas-
sen, unerlässlich. Die Bildungsdokumentation dient 
somit einerseits als Steuerungshilfe bei der individu-
ellen Arbeit mit den Kindern, andererseits aber auch 
als fachliche Grundlage für die Entwicklungsge-
spräche mit den Eltern und steht im Gruppenraum, 
sodass die Kinder sich diese jederzeit ansehen kön-
nen. Geführt wird sie jeweils von dem Bezugserzie-
her, welcher im Sinne der Partizipation das Kind bei 
Interesse in die Gestaltung mit einbezieht.
Die Beobachtungen finden regelmäßig und all-
tagsintegriert in allen Bereichen des KiTa-Alltags 
statt und fokussieren die Sprachentwicklung (vgl. 
3.8), das Sozialverhalten, die kognitive Entwick-
lung, die Grob- und Feinmotorik, das Schlaf- oder 
Ruhverhalten, das Essverhalten und Besonderhei-
ten wie ggf. die Eingewöhnung, besondere Pro-
jekte. Dabei findet ein Austausch im Erzieherteam 
statt, lediglich die Verantwortung der Dokumenta-
tion liegt bei dem Bezugserzieher.
Einmal im Jahr (Zeitraum ist im 
jeweiligen Jahresplan aufge-
führt) finden auf Grundlage 
der Beobachtungen Ge-
spräche mit den Eltern 
statt (auch diese wer-
den dokumentiert), 
sodass einerseits 
die Eltern eine 
ausführliche 
Rückmeldung 
zum Entwick-
lungsstand 
ihres Kindes 
bekommen, 
andererseits 
die Wahr-
nehmung 
der Eltern 
mit den Be-
obachtungen 
in der KiTa 
abgeglichen 
werden kann. 
Sind darüber 
hinaus Ge-
spräche, die den 
zeitlichen Rahmen 
eines kurzfristigen 
Gespräches beim 
Bringen oder Abholen des Kindes sprengen, not-
wendig, werden diese individuell mit dem Bezugs-
erzieher terminiert.
Zum Ende der KiTa-Zeit, d.h. zum Schuleintritt 
bzw. beim Verlassen der KiTa aufgrund eines Um-
zuges etc. bekommen die Kinder ihren Ordner 
und behalten somit ein Erinnerungsalbum voller 
spannender Momente aus ihrem KiTa-Alltag.
3.6 BETREUUNGS- UND SCHLIESSUNGS- 
 ZEITEN, JAHRESPLAN
In der Hermannstraße betreuen wir unsere Kinder 
aktuell von Montag bis Donnerstag jeweils von 
07:15-16:30 Uhr sowie am Freitag von 07:15-15:30 
Uhr. Mit der Erweiterung am Josephskirchplatz pla-
nen wir verlängerte Öffnungszeiten ab 06:30 Uhr; 
eine Betreuung nach 16:30 Uhr kann durch Eltern 
in den Räumlichkeiten des Vereins erfolgen .
Bei den Schließungszeiten orientieren wir uns an 
den Schulferien in Nordrhein-Westfalen und haben 
die letzten drei Wochen der Sommerferien sowie 
über Weihnachten und Neujahr geschlossen. Wei-
tere Schließtage wie Rosenmontag und Teamtage, 
an welchen sich das pädagogische Fachpersonal 
z.B. mit konzeptionellen und pädagogischen Ver-
änderungen auseinandersetzt, werden zu Beginn 
des KiTa-Jahres im Jahresplan angegeben.
Neben Schließungszeiten und Zeiträumen für 
Elterngespräche sind im Jahresplan Termine für 
Feste und besondere Aktivitäten angegeben, 
welche je nach Interessen jährlich angepasst wer-
den. Auch wenn unsere KiTa an keine Konfession 
gebunden ist und eine religiöse Erziehung somit 
nicht gezielt stattfindet, feiern wir gemeinsam mit 
den Kindern und Eltern entsprechend der west-
lichen Tradition die Adventszeit und das Laternen-
fest. Darüber hinaus wird zum Beispiel jährlich von 
Vorschulkindern und ihren Eltern ein Sommerfest 
organisiert, Karneval gefeiert und ein Großeltern-
café angeboten. 
Einen hohen Stellenwert im Jahresplan hat für uns 
die KiTa-Fahrt, bei welcher Erzieher, Eltern und 
Kinder gemeinsam ein Wochenende auf einem 
Bauernhof verbringen. Dies ist für uns von beson-
derer Bedeutung, da hier die familiäre Atmosphäre, 
die uns im KiTa-Alltag so wichtig ist, in besonde-
rem Maße weiter gestärkt wird.
Die Vorschulkinder fahren zudem mit ihrem Vor-
schulerzieher und einem weiteren Erzieher in eine 
Jugendherberge und übernachten dort. Diese 
Fahrt sehen wir als Möglichkeit, die Kinder mit 
einem „Highlight“ gezielt auf die Schule vorzu-
bereiten.
7

3 .7 .1 NATUR UND UMWELT
Im Sinne der Erlebnispädagogik (nach 
Kurt Hahn) wollen wir durch regelmäßige 
Naturerlebnisse (z.B. Waldausflüge) ei-
nen verantwortungsbewussten Umgang 
mit Pflanzen, Tieren und Lebensräumen 
schaffen. Wir entdecken und beobachten 
die Pflanzenvielfalt, heimische Tierarten 
sowie deren natürlichen Lebensbedingungen, 
setzen uns mit Werten wie Verantwortung, Acht-
samkeit und Fürsorge auseinander und sammeln 
Materialien zum Gestalten von Bildern, Rasseln etc.
Auch im KiTa-Alltag lässt sich ein umweltbezogenes Denken 
und Handeln integrieren, zum Beispiel durch den Anbau von 
Obst und Gemüse in eigenen Hochbeeten, durch Spiel-
materialien aus der Natur und durch wiederverwendbare 
Wäschesäcke und Einkaufstaschen statt Plastiktüten. 
Darüber hinaus reflektieren wir in diesem Zusammen-
hang Gesundheitsaspekte sowie das Konsumverhal-
ten und sehen daher zusammengefasst die „Natur 
und Umwelt“ als einen bedeutsamen Schwerpunkt 
unserer pädagogischen Arbeit.
8
3.7 PÄDAGOGISCHE  
SCHWERPUNKTE 
8

9
3 .7 .2 MINT – MATHEMATIK, INFORMATIK,  
 NATURWISSENSCHAFT UND TECHNIK
MINT als Abkürzung für Mathe, Informatik, Naturwissen-
schaft und Technik steht für uns als Synonym für den 
Forscherdrang der Kinder. Die Kinder als neugierige 
und wissbegierige Entdecker setzen sich täglich 
mit ihrer Umwelt auseinander und stoßen 
dabei auf naturwissenschaftliche Fragen, 
welche wir aufgreifen und erforschen. 
Im Fokus stehen dabei Fragen wie 
„Warum passiert etwas?“ und „Wie 
funktioniert etwas?“, die wir in gezielten 
Angeboten und Projekten aufnehmen 
und so die Kinder dabei unterstützen, die Zu-
sammenhänge des Alltags zu begreifen. Durch eine anregende 
Lernumgebung in unserem geplanten Forscherraum (vgl. 3.3) 
haben die Kinder dabei die Möglichkeit ihren Fragen auf den 
Grund zu gehen. 
Seit Februar 2020 sind wir als „Haus der kleinen Forscher“ zerti-
fiziert .  Die gleichnamige gemeinnützige Stiftung engagiert sich 
bundesweit für gute frühe Bildung in den MINT-Berei-
chen mit dem Ziel, Mädchen und Jungen stark für 
die Zukunft zu machen und zu nachhaltigem 
Handeln zu befähigen. Die Angebote der Stif-
tung für zertifizierte Einrichtungen reichen 
von Weiterbildungen für Erzieher bis 
hin zu konkreten Experimentieran-
leitungen.5
9
5  vgl. Stiftung Haus der kleinen Forscher (2020): Mehr 
Bildungschancen für alle. Online unter: https://www.
haus-der-kleinen-forscher.de/de/ueberuns/die-stiftung 
(zuletzt abgerufen am 26.01.2020)

10
3 .7 .3 MITWIRKUNG DER KINDER  
 AM BILDUNGS- UND EINRICHTUNGS- 
 GESCHEHEN (PARTIZIPATION)
Partizipieren heißt, Planungen und Entscheidungen 
über Angelegenheiten, die das eigene Leben und 
das der Gemeinschaft betreffen, zu teilen und ge-
meinsam Lösungen für anstehende Fragen und Pro-
bleme zu finden. Kinderbeteiligung umfasst Mit- und 
Selbstbestimmung und dies ist von klein an möglich, 
denn durch Mitsprache lernen Kinder Verantwortung zu übernehmen und eigene Aktivitäten zu gestalten, 
soweit sich dies mit eigenem Wohl und dem der Gemeinschaft ver-
einbaren lässt. Kinder gewinnen dadurch eine Einsicht und Verständnis 
in Regeln und Strukturen, sie lernen 
Mehrheitsentscheidungen zu akzep-
tieren und entwickeln ein Grundver-
ständnis für Demokratie.
Partizipation der Kinder ist uns daher 
ein besonderes Anliegen, welche wir 
zum Beispiel in Anlehnung an die 
Idee der „Just Community“ (nach 
Lawrence Kohlberg) konkret durch 
die Kinderkonferenz umsetzen. 
In der wöchentlich stattfindenden 
Kinderkonferenz werden zum Bei-
spiel gemeinsam Ausflüge geplant 
sowie Anschaffungen und Verände-
rungen besprochen.6
10
3 .7 .4 DAS FREISPIEL
„Kinder sollen mehr spielen, als Kinder es heutzu-
tage tun. Denn wenn man genügend spielt, solan-
ge man klein ist, dann trägt man Schätze mit sich 
herum, aus denen man später sein ganzes Leben 
lang schöpfen kann.“
(Astrid Lindgren)
Spielen und Lernen sind eng miteinander ver-
knüpft, denn freie Spielprozesse sind nach Gerd 
Schäfers Theorie zur frühkindlichen Bildung immer 
auch Lernprozesse. Durch das freie Spielen setzen 
sich die Kinder alleine oder gemeinsame mit ande-
ren mit allen Sinnen mit ihrer Umwelt auseinander 
und erforschen diese selbstbestimmt. Das Freispiel 
variiert je nach Alter, Entwicklungsstand, Interessen 
und Bedürfnissen des Kindes. Es ist ein Ausdruck 
der inneren Befindlichkeit und des Erlebten. Mit 
jedem Lebensjahr entwickelt das Kind zunehmend 
komplexere Spielformen. 
In unserer Kita wird im Sinne Maria Montessoris 
das Freispiel so gestaltet, dass sich die Kinder das 
Spielmaterial, den Spielpartner, den Spielort, die 
Dauer und Verlauf des Spiels selbst wählen können 
– der Erzieher hat hier die wichtige Aufgabe des 
Beobachtens. Durch gezielte Beobachtungen kön-
nen die Bedürfnisse, Fähigkeiten und Vorlieben der 
Kinder und der Gruppe wahrgenommen werden 
und in folgenden Projekten etc. berücksichtigt 
werden. Darüber hinaus sind diese Beobachtun-
gen auch fester Bestandteil der Rückmeldung im 
Entwicklungsgespräch mit den Eltern. 
6  Weitere Ausführungen zur Partizipation 
und zur Kinderkonferenz finden sich in 
Kapitel 8.3.

11
3.8 ALLTAGSINTEGRIERTE  
 SPRACHFÖRDERUNG 
Die Sprache ist schon ab dem Säuglingsalter ein 
wichtiger Bestandteil der kindlichen Entwick-
lung, denn das Kind lernt Kontakt aufzunehmen, 
zu kommunizieren und sich mitzuteilen. Die 
ersten sechs Jahre gelten u.a. nach Gerd Schäfer 
als wichtigste Phase in der Sprachentwicklung, 
weshalb wir diesem Entwicklungsbereich große 
Aufmerksamkeit innerhalb unserer pädagogische-
ren Arbeit widmen. Wir treten mit den Kindern 
durch Gespräche, gezielte Fragen, Körperkon-
takt und Blickkontakt in Kommunikation – ein 
respektvoller und wertschätzender Umgang ist 
hierbei Grundvoraussetzung . Wir achten auf einen 
freundlichen Umgangston und legen Wert auf All-
tagskommunikation, wie z.B. die Begrüßung und 
Verabschiedung. Ziel ist es, dass die Kinder Freude 
an der Sprache und am Dialog entwickeln, denn so 
lernen sie aktiv zuzuhören und Gedanken und Ge-
fühle sprachlich differenziert mitzuteilen. Zur Do-
kumentation der beobachteten Sprachentwicklung 
sowie zur Erkennung von speziellem Förderbedarf 
nutzen wir ab dem vollendeten ersten Lebensjahr 
den BaSik7-Bogen.
Die KiTa hat die Aufgabe eine geschlechtssensible 
Pädagogik umzusetzen, die individuelle Interessen, 
Fähigkeiten und die Vielfalt von Kindern unabhängig 
vom Geschlecht fördert sowie Chancengleichheit 
herstellt. Uns ist es daher wichtig, dass pädagogi-
sche Fachkräfte nicht geschlechtstypisch erziehen 
und alle Kinder gleichbehandeln. Ziel ist ein ge-
schlechtssensibles Verhalten der Erzieher, d.h. eine 
aufmerksame Haltung und ein bewusster Umgang 
mit geschlechtsbezogenen Aspekten. Eine stetige 
Reflexion des eigenen Handelns und Verhaltens ist 
hierbei ebenso wichtig wie die entsprechende Ge-
staltung der Räumlichkeiten und des Spielmaterials. 
Aktuell bereitet eine Erzieherin den nächsten Team-
tag, auf welchem es um die Genderthematik gehen 
soll, vor und setzt sich daher intensiv mit Fachlitera-
tur zu diesem Thema auseinander.
11
4 INTEGRATION, INKLUSION  
 UND GENDERTHEMATIK
Wir machen keinen Unterschied zwischen der 
Herkunft, der Religion, dem sozialen Status oder 
einer Beeinträchtigung; wir schaffen eine dis-
kriminierungsfreie Lernumgebung und zeigen 
den Kindern, dass Vielfalt eine Bereicherung ist, 
die wir wertschätzen. Um jedes Kind mit seinen 
individuellen Bedürfnissen und Stärken zu fordern 
und zu fördern ist eine enge Zusammenarbeit mit 
den Eltern und ggf. weiteren Hilfesystemen wie 
Logopädie und Ergotherapie notwendig. Darüber 
hinaus haben wir, um inklusiv arbeiten zu können, 
eine Heilerziehungspflegerin eingestellt.
Durch die Kooperation ist eine ganzheitliche Unter-
stützung gewährleistet und Inklusion von Kindern 
mit besonderen Bedürfnissen gelingt, während Aus-
grenzungen und Stigmatisierungen kein Raum ge-
lassen wird. Stattdessen wird bei dem Miteinander 
aller Beteiligten der gegenseitige Profit, die gegen-
seitige Bereicherung sowie Werte wie Toleranz und 
Akzeptanz in den Mittelpunkt gerückt.
7  Begleitende alltagsintegrierte 
Sprachentwicklungsbeobachtung in 
Kindertageseinrichtungen

12
5 GESUNDHEITSFÖRDERUNG
5.1 BEWEGUNGSFÖRDERUNG
Kinder haben einen natürlichen Drang und Freude 
daran, sich zu bewegen . Für sie ist Bewegung ein 
wichtiges Mittel, ihre Umwelt zu erkunden und 
diese zu „begreifen“, sie erfahren, dass sie durch 
körperliche Handlungen Selbstständigkeit und da-
mit auch Unabhängigkeit erreichen können.
Durch vielfältige Bewe-
gungserfahrungen wie 
zum Beispiel ein wöchent-
liches Turnangebot in 
einer Sporthalle und Wald-
wanderungen möchten 
wir die Kinder nicht nur 
auf ihrem Weg zur Selbst-
ständigkeit unterstützen, 
sondern darüber hinaus 
ein positives Körperbe-
wusstsein und somit eine 
Steigerung des Wohlbefin-
dens erreichen, durch das 
Miteinander in der Gruppe 
die Konzentration stärken 
und allgemein einen wich-
tigen Beitrag zur Gesund-
heit des Kindes leisten.
5.2 HYGIENE
Gerade für eine Gemeinschaftseinrichtung mit 
Küche, Speiseraum und sanitären Anlagen ist eine 
sorgfältige Hygienepraxis unumgänglich, weshalb 
neue Eltern direkt bei der Anmeldung über die 
Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen infor-
miert werden und ein Merkblatt erhalten. Mit den 
Kindern werden allgemeine Maßnahmen hygieni-
scher Vorsorge erarbeitet und im KiTa-Alltag um-
gesetzt, z. B. Händewaschen nach dem Aufsuchen 
der Toilette. Darüber hinaus werden alle Mitarbei-
ter mit dem Hygieneplan vertraut gemacht und 
wissen so selbstverständlich um die Bedeutung 
von möglichen und sinnvollen Vorsorgemaßnah-
men, um gesundheitlichen Schäden vorzubeugen. 
5.3 GESUNDE ERNÄHRUNG
Im Rahmen der Gesundheitsförderung sehen wir 
eine ausgewogene und gesunde Ernährung als 
unerlässlich, weshalb wir großen Wert auf frisch 
zubereitetes, saisonales Essen legen. Dabei haben 
wir gute Erfahrungen mit der Einstellung eines 
Koches gemacht, welcher schon beim Einkauf auf 
vollwertige und frische Produkte achtet. Aktuell 
beziehen wir Lebensmittel von einem regionalen 
Betrieb, welcher hochwertige Bio-Produkte in 
geprüfter Qualität garantiert. Unser Koch kauft ein 
und bereitet das Mittagessen zu; die Vorbereitung 
des Frühstücks und des Snacks am Nachmittag 
(das „Knabbern“) übernimmt das Erzieherteam.
5.4 KINDERSCHUTZKONZEPT
Im Folgenden wird der Umgang mit Verstößen 
gegen das Kindeswohl (SGB VII § 8a) beschrieben, 
wozu körperliche Schädigungen, psychische Auf-
fälligkeiten und sexueller Missbrauch zählen.
Im Falle eines Verstoßes wird umgehend die KiTa-
Leitung informiert und alle Verdachtsmomente 
werden dokumentiert. Daraufhin wird Kontakt zu 
einer erfahrenen Fachkraft aufgenommen, die in 
der Vereinbarung mit dem Jugendamt festgelegt 
ist (darüber hinaus kann auch der Kinderarzt/
Hausarzt miteinbezogen werden) und kurzfristig 
ein Gespräch mit der KiTa-Leitung, der Fachkraft, 
dem Vorstand und den Eltern geführt. Bei starken 
Verstößen wird schon vor dem Gespräch das Ju-
gendamt mit einbezogen.
Bei Kindeswohlverstößen erlaubt der besondere 
Vertrauensschutz in der persönlichen und erzie-
herischen Hilfe nach § 65 SGB VIII Abs. 1 nur unter 
fünf Bedingungen die Übermittlung von Sozial-
daten:
1. mit der Einwilligung dessen, der die Daten an-
vertraut hat, oder 
2. dem Vormundschafts- oder dem Familien-
gericht zur Erfüllung der Aufgaben nach § 8a 
Abs. 3, wenn angesichts einer Gefährdung des 
Wohls eines Kindes oder eines Jugendlichen 
ohne diese Mitteilung eine für die Gewährung 
von Leistungen notwendige gerichtliche Ent-
scheidung nicht ermöglicht werden könnte, 
oder 
3. dem Mitarbeiter, der aufgrund eines Wechsels 
der Fallzuständigkeit im Jugendamt oder eines 
Wechsels der örtlichen Zuständigkeit für die 
Gewährung oder Erbringung der Leistung ver-
antwortlich ist, wenn Anhaltspunkte für eine 
Gefährdung des Kindeswohls gegeben sind 
und die Daten für eine Abschätzung des Ge-
fährdungsrisikos notwendig sind, oder 
4. an die Fachkräfte, die zum Zweck der Abschät-
zung des Gefährdungsrisikos nach § 8a hinzu-
gezogen werden; § 64 Abs. 2a bleibt unberührt, 
oder 
5. unter den Voraussetzungen, unter denen eine 
der in § 203 Abs. 1 oder 3 des Strafgesetzbu-
ches genannten Personen dazu befugt wäre.
12

13
5.5 SEXUALPÄDAGOGISCHES KONZEPT
Schon im Kleinkindalter beschäftigen sich die Kinder mit ihrer Sexuali-
tät. Sie erforschen ihren Körper, seine Funktionen und zeigen Interesse 
an ihren eigenen Geschlechtsorganen sowie den von anderen Kindern. 
Besonders spannend ist die Unterscheidung von Mädchen und Jungen 
anhand der Geschlechtsorgane: „L. ist ein Mädchen, denn sie hat eine 
Scheide.“ Werden die Kinder älter, entdecken sie weitere Unterschiede 
zwischen den Geschlechtern – hier ist es besonders wichtig, ein positives 
Rollenverständnis vorzuleben. 
Das Erforschen und Kennenlernen des eigenen Körpers gehört zu den 
wichtigen Erfahrungen, die die Kinder auf ihrem Weg zum Erwachsenwer-
den machen . Elementar für eine natürliche Entdeckung ist ein angstfreier 
Umgang mit dem Thema, d.h. die Kinder brauchen Raum, um Fragen 
stellen und ein positives Verhältnis zu ihrem Körper und ihrer Sexualität 
entwickeln zu können. 
Wir nehmen die Fragen der Kinder ernst und geben ihnen den benötigten 
Raum zur Auseinandersetzung zum Beispiel bei gezielten Bilderbuchbe-
trachtungen oder auch Projekten. Im Badezimmer oder auch in den Um-
kleidekabinen beim Turnen zeigt sich der natürliche Umgang miteinander 
und Schamgrenzen (ein Kind möchte nur allein auf die Toilette gehen, sich 
nicht von jedem Wickeln lassen, sich nicht vor anderen Kindern umziehen 
etc.) werden jederzeit respektiert und eingehalten. 
13
6.1 ZUSAMMENARBEIT MIT DEM 
 JUGENDAMT
Die Zusammenarbeit mit dem Amt für Kinder, 
Jugendliche und Familien gestaltet sich sehr zu-
verlässig und ist für uns als kleinen Verein und 
Träger von besonderer Bedeutung – wir erhalten 
nicht nur Rückmeldungen, sondern vor allem auch 
wichtige Hilfestellungen und zielführende Hin-
weise.
6.2 ZUSAMMENARBEIT MIT  
 (UMLIEGENDEN) SCHULEN
Der Übergang zur Schule ist für jedes Kind ein 
aufregender Meilenstein in der Entwicklung. Um 
jedem Kind einen optimalen Start in der Schule 
zu ermöglichen, ist uns ein intensiver Austausch 
schon vor dem Schulstart wichtig, sodass bei Be-
darf Probleme, Ängste und Vorbehalte der Kinder 
angesprochen werden können. Daher organisieren 
wir einen Schnupper(nachmit)tag in der Grund-
schule und begleiten unsere Kinder, um ihnen Si-
cherheit vor dem eigentlichen Schulstart zu geben 
und um Kontakte für den Austausch zu knüpfen.
6.3 ZUSAMMENARBEIT MIT  
 (UMLIEGENDEN) INSTITUTIONEN
Wir arbeiten mit umliegenden Elterniniativen zu-
sammen, indem wir zum Beispiel gemeinsame 
Projekte und Ausflüge wie den Besuch der Feuer-
wehr mit der jeweiligen Vorschulgruppe durchfüh-
ren und uns in einer Leitungsrunde austauschen, 
beraten sowie Synergien bündeln.
Gemeinsam mit der Polizei im Südviertel wollen 
wir schon unsere Vorschulkinder für den Straßen-
verkehr rüsten und setzen uns daher mit Ver-
kehrszeichen und -regeln auseinander. Die Kinder 
lernen die Polizei als Ansprechpartner und Helfer 
(im Straßenverkehr) kennen.
Seit 2019 haben wir eine Kooperation mit dem 
Friederike-Fliedner-Haus und organisieren aktuell 
einmal im Quartal ein Treffen mit den Senioren 
der Tagespflege, welches jedes Mal von enormer 
Wertschätzung füreinander geprägt ist. Der Aus-
tausch zwischen den Generationen ist durch den 
gesellschaftlichen Wandel (Familienmitglieder 
leben meist nicht mehr generationsübergreifend 
unter einem Dach) nicht mehr selbstverständlich, 
bietet aber Vorteile für beide Seiten. Die Kinder 
singen zum Beispiel für die Senioren und bauen 
durch die Auseinandersetzung Hemmschwellen 
gegenüber dem Alter ab, entwickeln Verständnis 
6 SOZIALRAUM-ORIENTIERUNG UND KOOPERATIONSPARTNER

14
14
und soziales Verhalten für die Eigenheiten alter 
Menschen und lernen Rücksichtnahme, Hilfs-
bereitschaft, Verantwortungsbewusstsein und 
Höflichkeit. Senioren lesen den Kindern unter 
anderem Geschichten vor, erleben so das Gefühl 
wichtig zu sein, erhalten durch das gemeinsame 
Tun neue Lebensenergie, können ihr Wissen an 
jüngere Generationen weitergeben und fördern 
dabei sogar noch die Sprachentwicklung der 
Kinder. Diese Kooperation kann mit zwei zusätz-
lichen Gruppen weiter ausgebaut und intensiviert 
werden.
Der Verein „Eltern helfen Eltern e .V .“ als Dach-
verband der Münsteraner Elterninitiativen bietet uns 
vielfältige Austauschmöglichkeiten, Unterstützung, 
Fortbildungen und auch Materialien zur Ausleihe. Das 
Highlight im laufenden KiTa-Jahr ist bisher der ge-
liehene Leuchttisch, welcher die Kinder täglich faszi-
niert und das Verantwortungsbewusstsein und sowie 
Nachhaltigkeitsgedanken im Umgang mit fremden 
Sachen schult. IWIKI (Initiative Wissenschaft in Ki-
Tas) des Vereins bietet uns darüber hinaus konkrete 
Angebote zu den MINT-Themen (vgl. 3.7.2).
6.4 OFFENE PÄDAGOGISCHE ELTERN- 
 ABENDE UND ANGEBOTE ZU  
 MINT-THEMEN
Aktuell finden KiTa-interne Elternabende zum 
Filzen, Haare flechten und zur Herstellung einer 
Waldorfpuppe statt, welche großen Anklang finden 
und daher in Zukunft auch für Eltern außerhalb der 
KiTa-Gemeinschaft geöffnet werden sollen. Wir 
wollen uns mit diesen und weiteren Elternabenden, 
welche von Eltern, Erziehern und Externen geleitet 
werden und in Zukunft einmal im Quartal statt-
finden sollen, im Sozialraum „Südviertel“ bzw. im 
Stadtteil Schützenhof engagieren und vernetzen. 
Darüber hinaus wollen wir quartalsweise MINT-An-
gebote für Kinder des Südviertels schaffen – Bei-
spiele für aktuelle Angebote aus unserer KiTa in der 
Hermannstraße sind die Zubereitung von Frisch-
käse und die Auseinandersetzung mit der Frage 
„Wohin geht unser Müll?“. Diese Angebote werden 
von den Erziehern konzipiert und geleitet.
7 ERZIEHUNGS- UND  
 BILDUNGSPARTNERSCHAFT  
 MIT DEN ELTERN
Grundsatz unserer Arbeit ist das Schaffen einer fa-
miliären Atmosphäre, um den Kindern ein zweites 
Zuhause bieten zu können. Um dies zu erreichen 
ist ein vertrauensvoller, offener und wertschät-
zender Umgang mit den Eltern unabdingbar. Eine 
gelungene Erziehungs- und Bildungspartnerschaft 
zeichnet sich somit durch eine enge Zusammenar-
beit mit den Eltern aus, denn sie sind die Experten 
für ihre Kinder und können den Erziehern wichtige 
Hinweise und Erfahrungen geben, welche diese 
durch ihre Kompetenzen und ihr Fachwissen zur 
Förderung des Kindes nutzen. Wir arbeiten daher 
transparent und schaffen Möglichkeiten des Aus-
tausches, z.B. bei Tür- und Angelgesprächen, an 
Hospitationstagen, bei Elternabenden, bei Ent-
wicklungsgesprächen, allgemeinen Elterngesprä-
chen und bei Festen. Auf einer Infotafel präsen-
tieren wir wichtige Informationen und lassen die 
Eltern an unseren Erlebnissen teilhaben.
Darüber hinaus sind in unserer Elterninitiative kon-
krete Aufgaben von den Eltern zu übernehmen, 
welche in den Mitgliederversammlungen reflektiert, 
konkretisiert und angepasst werden. Es gibt Aufga-
ben bzw. Dienste, die wöchentlich rotieren wie den 
Gartendienst und den Notfalldienst und Aufgaben 
bzw. Posten, wie die Vorstands-, der Geschenke-, 
der Müll- und Hausmeisterposten. Im Folgenden 
werden ein paar Posten, die sich besonders be-
währt haben, exemplarisch beschrieben:
• Gartendienst 
Für den Gartendienst sind jeweils zwei Familien 
eingeteilt, die den Garten zu einem beliebigen 
Zeitpunkt am Wochenende gemeinsam pflegen. 
Neben der erledigten Gartenarbeit ist die Arbeit 
im Team besonders gewinnbringend, da die Kin-
der gemeinsam mit anderen Kindern auch am 
Wochenende am KiTa-Geschehen partizipieren 
und die Eltern sich im Sinne einer familiären 
Atmosphäre besser kennenlernen.
• Notdienst 
Falls der Krankenstand im Team so hoch ist, dass 
das verbleibende pädagogische Fachpersonal 
den einzelnen Kindern in der Betreuung nicht 
mehr gerecht werden kann, springt der Eltern-
notdienst ein. Dies ermöglicht einerseits, dass 
der KiTa-Alltag weiterlaufen kann und alle Kinder 
betreut werden können, andererseits wird hier 
noch einmal die Zusammenarbeit mit den Eltern 
gefördert bzw. intensiviert.

1515
• Geschenkeposten 
Für eine familiäre Atmosphäre ist Wertschätzung 
unabdingbar. Ein Elternteil hat daher nicht nur 
die Geburtstage des Teams im Blick, sondern 
auch besondere Anlässe in den einzelnen Fami-
lien, wie zum Beispiel Geburten.
• Vorstandsposten 
Da der Verein „Krümelmonster e.V.“ aus unseren 
Eltern besteht, werden auch die vier Vorstand-
posten von diesen übernommen. Der erste 
Vorsitzende übernimmt die Führung des Vereins 
und kümmert sich um bauliche Maßnahmen, 
der Finanzvorstand ist für die Beantragung und 
Verwaltung der KiTa-Gelder verantwortlich, der 
Personalvorstand kümmert sich um Personalan-
gelegenheiten, führt Einstellungs- und Personal-
gespräche und das vierte Mitglied unterstützt die 
anderen Vorstandsmitglieder und dokumentiert 
die Vorstandsarbeit. Bei der Personal- und Fi-
nanzverwaltung wird unser Vorstand unterstützt 
von ProVedi8.
Neben diesen Aufgaben ist uns eine Elternver-
tretung wichtig, die einerseits den Vorstand bei 
Bedarf unterstützt, andererseits als Ansprech-
partner für und Vermittler zwischen Eltern, Team 
und Vorstand fungiert. Die Elternvertretung bzw. 
der Elternbeirat und die KiTa-Leitung befinden 
sich in einem regelmäßigen Austausch über alle 
KiTa-Belange, was neben dem gewinnbringenden 
Austausch auch für 
Transparenz der Arbeit 
sorgt. Der Elternbeirat 
ist für alle Vereinsmit-
glieder offen.
8 ORGANISATIONSKULTUR UND QUALITÄTSSICHERNDE  
 MASSNAHMEN
8.1 PERSONAL
Um jedem Kind individuell gerecht werden zu 
können und um Raum für differenzierende An-
gebote zu haben, planen wir unser Personal lang-
fristig und bemühen uns um Praktikanten. Aktuell 
besteht unser Team für unsere 16-köpfige, alters-
gemischte Gruppe in der Hermannstraße aus fünf 
Erzieherinnen (in Vollzeit, Teilzeit und Teilzeit in 
Elternzeit), einer Musikpädagogin, einem Koch und 
Reinigungspersonal.
Durch ein monatlich einkalkuliertes Budget haben 
die Teammitglieder die Möglichkeit an Fortbil-
dungen, welche von der KiTa-Leitung koordiniert 
werden, teilzunehmen. Nach der Durchführung 
wird der Inhalt in einer Teamsitzung vorgestellt, 
wodurch wichtige neue Impulse und Informatio-
nen geteilt und von allen in ihrer Arbeit mit den 
Kindern umgesetzt und genutzt werden können.
In dem Stundenvolumen der Erzieher sind Vorbe-
reitungszeiten berücksichtigt, welche sie z.B. zum 
Schreiben von Angeboten, zur Projektplanung 
oder zur professionellen Vorbereitung von Eltern-
gesprächen nutzen können. Einmal im Jahr findet 
für alle Teammitglieder ein ausführliches Gespräch 
mit der KiTa-Leitung zur Personalentwicklung 
statt – eine bekannte Gliederung sorgt dabei für 
Transparenz bei allen Beteiligten, vereinbarte Ziele 
werden dokumentiert und fortlaufend überprüft 
bzw. evaluiert. Zur Sicherung der Arbeitsqualität 
und der Mitarbeiterzufriedenheit sowie zur Stär-
kung des Teamgefühls ermöglichen wir dem Team 
zwei Teamtage im Jahr, welche je nach Bedarf 
vom Team frei gestaltet werden können.
Praktikanten sehen wir als Bereicherung und be-
gleiten sie bestmöglich auf ihrem Weg zum Er-
zieher. Sie können bei uns ihr theoretisch erlangtes 
Fachwissen ein- und umsetzen, somit ihr pädago-
gisches Handeln optimieren und werden dabei von 
einer pädagogischen Fachkraft begleitet, angeleitet 
und unterstützt. In regelmäßigen Besprechungen 
zwischen der pädagogischen Fachkraft und dem 
Praktikanten wird das Praktikum, die damit verbun-
denen Aufgaben und die Entwicklung reflektiert.
8  proVedi GmbH – Gesellschaft 
für professionelle Verwaltungs-
dienstleistungen; Bahnhofstraße 
26; 32312 Lübbecke

16
8.2 BESCHWERDEMANAGEMENT
Wir sind grundsätzlich offen für Kritik, pflegen eine 
positive Fehlerkultur, eine ausgeprägte Feedback-
kultur und haben den Umgang mit Beschwerden 
klar geregelt.
Die Kinder wenden sich an einen Erzieher und 
haben die Möglichkeit ihr Anliegen als Tagesord-
nungspunkt bei der Kinderkonferenz festzulegen. 
Die Eltern wenden sich zunächst an ihren Bezugs-
erzieher und nur wenn etwas nicht geklärt werden 
kann, wird die KiTa-Leitung und ggf. der Vorstand 
mit einbezogen. Je nach Anliegen können Aspekte 
auch nach Absprache mit dem Team auf einem 
Elternabend thematisiert werden. 
Ist ein Mitarbeiter mit dem Verhalten einer Person 
unzufrieden, wird das direkte Gespräch gesucht 
und nach der Gliederung von Schulz v. Thun 
geführt. Bei allen anderen Beschwerden der Mit-
arbeiter ist die KiTa-Leitung der erste Ansprech-
partner; diese ist ausgebildet in der kollegialen 
Fallberatung.
Praktikanten wenden sich zunächst an ihre päda-
gogische Fachkraft und nur wenn darüber hinaus 
Bedarf besteht, wird die KiTa-Leitung kontaktiert.
8.3 EVALUATION
Die Evaluation der pädagogischen und organisato-
rischen Arbeit findet regelmäßig auf unterschiedli-
chen Ebenen statt. Ziel ist die Arbeit in der KiTa für 
Mitarbeiter, Kinder, ihre Familien und das soziale 
Umfeld ständig zu verbessern .
Neben den regelmäßigen Rückmeldungen auf 
Sitzungen der Vereinsmitglieder findet jährlich eine 
umfassende Umfrage des Vorstandes zur Zufrie-
denheit in der KiTa für Eltern und Fachkräfte statt. 
Die Ergebnisse dienen der Qualitätsweiterent-
wicklung und werden vom Vorstand ausgewertet 
und sowohl den Eltern als auch den Fachkräften 
in einer Zusammenfassung zurückgegeben. Im 
Vorstand sowie Sitzungen mit der KiTa-Leitung 
werden die wichtigsten Ergebnisse reflektiert so-
wie direkt Änderungen besprochen. Auch positives 
Feedback wird weitergegeben und den Mitarbei-
tern gespiegelt. (Beispielsweise Ende des Jahres 
2019 in Form einer verschriftlichten „warmen 
Dusche“ für alle Mitarbeiter).
Neben Eltern und Fachkräften haben auch die 
wichtigsten Personen in unserer KiTa die Mög-
lichkeit, ihre Meinung mitzuteilen. Dies lässt sich 
sowohl aus einer rechtlichen als auch einer päd-
agogischen Position ableiten. Zunächst stellt die 
Partizipation (vgl. 3.7.3) ein grundlegendes Recht 
jedes Menschen dar (Artikel 1 und 2 Grundgesetz) 
und ist zusätzlich als Auftrag der Tageseinrichtung 
gesetzlich im Sozialgesetzbuch (z.B. SGB §45) ver-
ankert. Aus erzieherischer Perspektive geht es im 
Wesentlichen darum, die Kindern durch das frühe 
Einbeziehen in Entscheidungen zu unterstützen 
einfache Problemlösungsstrategien zu entwickeln 
und so die eigene Selbstwirksamkeit zu erfahren.
Dabei gilt es in besonderer Weise die Kinder nicht 
mit komplexen Aufgaben zu überfordern, die Äu-
ßerungen der Kinder ernst zu nehmen und bei der 
Suche nach eigenen Lösungen zu unterstützen. 
Zur Institutionalisierung dieses Anspruches wurde 
in der KiTa Krümelmonster seit letztem Jahr die 
wöchentliche Kinderkonferenz eingeführt. Dabei 
können Kinder aus dem Ü3-Bereich (teilweise 
auch jüngere Kinder) kleine Aufgaben im KiTa-All-
tag übernehmen (z.B. der Weckdienst), bei der 
Nutzung der Räume mitwirken (z.B. Anzahl von 
Spielzeug reduzieren) und bei der Gestaltung der 
kommenden Woche mitwirken. Darüber hinaus 
sollen auch aktuelle Wünsche und Sorgen artiku-
liert und gemeinsam mit den Fachkräften diskutiert 
werden.
Kinder erhalten so die Chance, sich zu starken 
individuellen Persönlichkeiten und kritischen 
Bürgern in einer demokratischen Gesellschaft zu 
entwickeln und gleichzeitig eine stabile Haltung 
gegenüber schwer auflösbaren Situationen oder 
persönlichen Rückschlägen zu einwickeln. Der 
Aufbau einer solchen Resilienz ist in einer plura-
listischen und weltoffenen Gesellschaft von ent-
scheidender Bedeutung und sollte deshalb früh 
begleitet werden.
16

17
9 ANHANG
9.1 BERLINER EINGEWÖHNUNGSMODELL
17

18
9.2 KITA-ABC 
 DER HERMANNSTR. 
 ZUR VERANSCHAU- 
 LICHUNG
 
18
Abholzeiten
Die Kinder können zu drei verschie-
denen Zeiten aus der Kita abgeholt 
werden. Die erste Abholzeit ist von 
11:45–12:15 Uhr. Die zweite Abholzeit ist von 
14:30–15:00 Uhr und die dritte Abholzeit ist 
(Montag bis Donnerstag) von 16:00–16:30 Uhr  
(Freitag von 14:30–15:30 Uhr).
Abwesenheit Kinder
Die Kinder müssen in der Kita telefonisch bis 
spätestens 9:00 Uhr abgemeldet werden.
Abwesenheit Personal
Das Personal muss sich direkt zu Kitabeginn 
(7:15 Uhr) telefonisch in der Kita, bei der Kitalei-
tung und dem Personalvorstand krankmelden. 
Anschrift
Kita Krümelmonster e.V. 
Hermannstraße 57 in 48151 Münster.
Attest
Ab dem dritten Krankheitstag muss eine ärzt-
liche Krankmeldung von dem Personal, in der 
Kita vorliegen.
Aufsichtspflicht
Die Aufsichtspflicht des päd. Fachpersonals 
beginnt bei der täglichen Übergabe des Kindes 
durch die Eltern und endet sobald das Kind bei 
der Abholung an die Eltern übergeben wurde.
Die Aufsicht schließt Exkursionen, Ausflüge, 
Besuche etc. mit ein.
Bei Veranstaltungen mit den Eltern und Groß-
eltern, z.B. bei Festen und Ausflügen, liegt die 
Aufsichtspflicht allein bei den Eltern.
Aushänge
Im Garderobenbereich hängt eine Tafel. Hier 
stehen den Eltern die Aushänge, der Wochen-
plan und der Essensplan zur Verfügung.
Beiträge
Die Kita Krümelmonster ist ein Verein, 
daher kommen zu den Kitakosten des 
Jugendamtes noch weitere Kosten auf 
die Eltern zu, diese sind wie folgt:
Trägeranteil:  43 € pro Kind
Vereinsbeitrag:  10 € pro Familie
Essensgeld:  77 € pro Kind
Beschriftung der Kleidung
Die Kleidungsstücke, die in der Kita gelagert 
werden wie Wechselkleidung oder Regenklei-
dung sind mit dem Namen oder den Initialen 
des Kindes zu versehen.
Betreuungszeit
Die Betreuungszeiten sind Montag bis Don-
nerstag von 7:15–16:30 Uhr und Freitag von 
7:15–15:30 Uhr.
Bildungsdokumentation
Zweimal im Jahr wird die Bildungsdokumen-
tation von der jeweiligen Bezugserzieherin 
erweitert.
Eingewöhnung
Das Berliner Eingewöhnungsmodell ist 
eine elternbegleitende Eingewöhnung 
und möchte den Kitastart für alle Be-
teiligten so angenehm wie möglich gestalten. 
Elternabend
Alle zwei Monate fi  ndet ein Elternabend statt. 
Den Inhalt und die Themen bereitet das päd-
agogische Fachpersonal vor. Die Eltern dürfen 
eigene Punkte miteinbringen.
Elternarbeit
Die Kita Krümelmonster ist eine Elterninitiative. 
Das bedeutet, dass die Eltern dieses Vereins 
aktiv mitarbeiten. Während der Zeit in unserer 
Einrichtung, gibt es unterschiedliche Dienste, 
die übernommen werden müssen.
Das Kita-ABC

1919
DIE VORSTANDSARBEIT
Es gibt vier Vorstände die sich im Interesse der 
Kita (Eltern, Kinder,Personal) um folgende Be-
reiche kümmern. Der erste Vorsitzende küm-
mert sich um bauliche Maßnahmen in der Kita.
Der Finanzvorstand ist für die Beantragung und 
Verwaltung der Kitagelder verantwortlich. 
Der Personalvorstand kümmert sich um alle 
Personalangelegenheiten wie z.B. Einstellun-
gen und Personalgespräche. Der vierte Vor-
standsposten kümmert sich um den Kontakt 
mit unserem Vermieter, unterstützt die anderen 
Vorstandsmitglieder und schreibt das Protokoll 
in den Vorstands-/Leitungssitzungen.
Die Vorstands- / Leitungssitzungen fi  nden 
monatlich und / oder nach Bedarf außerhalb 
der Kitazeit statt. Hierbei tauschen sich der 
Vorstand, die Leitung und die stellvertretende 
Leitung über Veränderungen, Kitabelange aus 
und treff  en Entscheidungen.
KITAPLAN
Im Kitaplan sind die regelmäßigen Elternaufga-
ben wie der Gartendienst, Einkaufsdienst und 
Notfalldienst verankert. Ein Elternteil erstellt 
diesen Plan in Absprache mit den Eltern der 
Krümelmonsterkinder. Die Aufgaben rotieren.
GARTENDIENST 
Hierfür sind zwei Elternpaare eingeteilt. 
Genaue Aufgaben sind auf dem Zettel Garten-
dienst vermerkt.
NOTFALLDIENST
Falls zwei oder mehrere Personen vom pädagogi-
schen Fachpersonal krank sind, muss der Eltern-
teil, der für diesen Tag eingeplant ist den Notdienst 
übernehmen und das pädagogische Fachpersonal 
bei der Betreuung der Kinder unterstützen.
GESCHENKEPOSTEN
Ein Elternteil besorgt rechtzeitig die Geburts-
tags-/ und Weihnachtsgeschenke für das 
Personal der Krümelmonster.
MÜLLPOSTEN
Der Elternteil, der dieses Amt übernimmt, muss 
darauf achten, die Gartenabfallsäcke rechtzeitig 
für die Müllabfuhr bereit zu stellen. Des Weiteren 
muss sich dieses Amt um den Sperrmüll in Ab-
sprache mit dem päd. Fachpersonal kümmern.
DER ELTERNBEIRAT
Der Elternbeirat dient als Unterstützung für den 
Vorstand und ist als Vermittler zwischen Eltern/
T eam und Vorstand gedacht.
Elterngespräche 
Einmal im Jahr findet bei uns in der Kita ein 
Entwicklungsgespräch statt. Bei Bedarf kann 
natürlich ein zusätzliches Elterngespräch mit 
den Erziehern vereinbart werden. Ansonsten 
besteht die Möglichkeit für kurze T ür & Angel- 
Gespräche in der Bring- und Abholphase.
Erziehungspartnerschaft
Eltern verstehen wir als Partner. Wir möchten 
gemeinsam mit ihnen den besten Weg finden, 
ihr Kind zu betreuen. Ein vertrauensvoller 
Umgang und eine aktive T eilnahme der Eltern 
am Kitaalltag bilden die Basis einer solchen 
Zusammenarbeit. 
Der Kita ist ein regelmäßiger Austausch durch 
T ür- und Angelgesprächen, Elterngesprächen, 
T eilnahme an Elternabenden (diese finden 
jeden zweiten Monat statt), T eilnahme an Mit-
gliederversammlungen, sehr wichtig.

2020
Feste / Feiern
WEIHNACHTSFEIER 
Zur Feier werden Eltern und Geschwister 
der Kinder zu einem gemeinsamen 
Nachmittag eingeladen. Ein paar Eltern 
helfen zuvor beim Schmücken der Kita. Die 
Kinder bereiten in den Tagen vor der Feier kleine 
Präsentationen, wie ein Lied, einen Tanz oder ein 
kleines Theaterstück vor. Die Eltern bringen für 
das Buff  et Essen mit.
Im Dezember gibt es in der Regel einen kleinen 
Adventskalender, bei dem jedes Kind T ürchen 
öff  nen darf.
LATERNENFEST/KÜRBISFEST
In den Wochen vor dem Laternenfest werden 
in der Kita mit den Kindern und/oder Eltern 
die Laternen für den Umzug gebastelt. Wenn 
dies unter Beteiligung der Eltern geschieht, 
ist hierfür etwa eine Stunde an einem Nach-
mittag aufzubringen. Die Kinder üben mit den 
Erzieherinnen Laternenlieder und werden auf 
das Fest eingestimmt. Das Laternenfest selber 
fi  ndet an einem Nachmittag im November 
statt. Hierfür werden einige Eltern um einen 
Essensbeitrag gebeten. Eltern und Geschwister 
der Kinder sind eingeladen, den Nachmittag 
in der Kita gemeinsam zu verbringen. Dann 
gehen alle gemeinsam in einem kleinen Later-
nenumzug auf den nächsten Schulhof um dort 
zu singen.
GROSSELTERNCAFÉ
 1 x im Jahr fi  ndet nachmittags das Groß-
elterncafé ohne Eltern statt. Falls ein Kind keine 
Großeltern vor Ort hat, oder diese verhindert 
sein sollten, kann auch z. B. eine Tante oder ein 
Onkel oder Freunde von der Familie kommen. 
Die Kinder führen ein kleines Theaterstück vor. 
Die Eltern backen einen Kuchen oder bringen 
Plätzchen mit. Hier hängen vorher Listen am 
Brett aus. 
GEBURTSTAG
Dem Geburtstag des Kitakindes wird eine be-
sondere Bedeutung im Kitaalltag beigemessen. 
Das Kind steht im Mittelpunkt des Geschehens. 
Die Gestaltung der Feier übernimmt das T eam. 
Das Krümelmonster kommt zu Besuch und 
überreicht dem Geburtstagskind ein kleines 
Geschenk. Die Kinder lassen eine „Geburts-
tagsrakete“ starten und singen im Stuhlkreis 
ein Geburtstagslied. Das Geburtstagskind bringt 
einen kleinen Nachtisch für alle mit.
Freispiel
Das Freispiel ist ein fester Bestandteil unserer 
pädagogischen Arbeit.
„Kinder sollen mehr spielen, als Kinder es heut-
zutage tun. Denn wenn man genügend spielt, 
solange man klein ist, dann trägt man schätze 
mit sich herum, aus denen man später sein 
ganzes Leben lang schöpfen kann.“
Astrid Lindgren.
Spielen und Lernen gehören zusammen, denn 
im Spiel lernen die Kinder mit ihren Sinnen sich 
mit der Umwelt auseinander zu setzen, sie zu 
erforschen, zu begreifen und zu erobern.
In unserer Kita wird das Freispiel so gestaltet, 
dass sich die Kinder Ihr Spielmaterial, Spiel-
partner, Spielort, Dauer und Verlauf des Spiels 
selbst wählen können. In diesem sogenannten 
Freispiel tritt auch eine der wichtigsten Auf-
gaben und Anforderungen an die Erzieherin 
heran das Beobachten.
Frühstück
Das pädagogische Fachpersonal bereitet jeden 
Morgen ein Frühstück für die Kinder vor. 
Garten
Wir achten darauf mindestens einmal 
täglich mit den Kindern in den Garten 
zu gehen. Hier stehen den Kindern Bobbycars, 
Roller, ein Klettergerüst und ein Häuschen zur 
Verfügung.
Gruppe
Die Elterninitiative „Krümelmonster“ e.V. ist eine 
kleine altersgemischte Gruppe im Südviertel 
von Münster. Wir betreuen 16 Kinder ab einem 
Jahr bis zur Einschulung.

2121
Haftung
Für abgestellte Kinderwägen und Fahr-
räder im Flur über nehmen wir keine 
Haftung. Auch für mitgebrachtes Spiel-
zeug das verloren geht und / oder kaputt geht 
übernehmen wir keine Haftung. 
Hausschuhe
Die Kinder und das pädagogische Fachpersonal 
tragen in der Einrichtung Hausschuhe oder 
Stoppersocken.
Jahresplan
Die Eltern bekommen am ersten El-
ternabend nach den Kitaferien einen 
Jahresplan von der Leitung ausgehändigt. 
Es können während des Jahres noch 
weitere T ermine hinzukommen.
Jährliche Ausflüge 
Das ganze Jahr über finden viele Ausflüge statt, 
z.B.: In den Allwetterzoo, in den Hiltruper Wald, 
zu einem Reiterhof in Hiltrup, in die Stadtbü-
cherei oder zum Wochenmarkt im Südviertel, 
regelmässig auch in den Südpark oder zu um-
liegenden Spielplätzen.
Zu einem der größten Ausflüge des Jahres ge-
hört unsere alljährliche unvergessliche Kitafahrt 
für ein ganzes Wochenende mit allen Kindern, 
Erziehern, Eltern und Geschwisterkindern zu 
einem Bauernhof. Der Elternbeirat kümmert 
sich um die Wahl des Bauernhofs und die 
Organisation vor Ort, und schlägt den Eltern 
T ermine zur Auswahl vor.
Karneval 
Karneval wird in unserer Kita sehr 
gerne gefeiert, mit viel „Helau“ zur 
Begrüßung und bunter (natürlich 
vorher selbstgebastelter) Dekoration. 
Am Dienstag nach Rosenmontag findet ein 
Karnevalsfrühstück für Kinder statt. Die Kinder 
kommen verkleidet und/oder geschminkt an. 
Nach Wunsch können sie sich aber auch in der 
Kita verkleiden oder von Erziehern schminken 
lassen (das stimmt doch oder war das an einer 
anderen Feier?). Wir singen viel und Kinder 
schlüpfen bekanntlich gerne in andere Rollen  
Wer möchte, kann nach dem Frühstück sein 
Kostüm allen anderen Kinder vorführen.
Kitafahrt  
1 x im Jahr findet von freitags bis sonntags die 
Kita-Fahrt statt. Hierbei nehmen alle Eltern so-
wie Kinder teil (freiwillig). Die Erzieher nehmen 
nur einen Tag/Nacht teil und nicht das ganze 
WE. Die Kita-Fahrt wird vom Elternbeirat orga-
nisiert. Meistens fahren wir auf einen Bauern-
hof, machen eine Planwagenfahrt, Ponyreiten, 
T reckerfahren, Strockbrot, Grillen, Schatzsuche 
etc. Die Eltern können sich untereinander bes-
ser kennenlernen und die Kinder haben eine 
Menge Spaß zusammen. Falls es schon “neue” 
Eltern gibt, die ihr Kind zum nächsten 
Kitajahr in die Kita geben wollen, können diese 
auch gefragt werden, ob sie Lust haben, mit-
zukommen. 
Kitaplätze
Wir vergeben ausschließlich 45 Stunden Plätze. 
Die freien Plätze richten sich danach, wie viele 
Kinder die Kita durch den Schulbesuch oder 
einen Umzug verlassen. 
Die Eltern, die ihr Kind gerne bei uns unterbrin-
gen möchten, müssen ihr Kind im Kitanavigator 
vormerken. Anschließend werden sie, wenn ihr 
Kind in unsere Rahmenstruktur passt zu einem 
Kennlernnachmittag eingeladen. Hier ist das 
pädagogische Fachpersonal und zwei bis vier 
Vertreter der Elternschaft anwesend.

2222
Kooperation
Ein wichtiger Aspekt unserer Arbeit ist die 
Zusammenarbeit mit anderen Institutio-
nen.Zu folgenden Einrichtungen besteht 
derzeit eine Kooperation:
• Verschiedenen Elterniniative aus Münster
(Leitungsaustausch, Vorschultreff  en)
• Verschiedenen Schulen aus Münster
• Eltern helfen Eltern (Austausch, Fortbildungen)
• Jugendamt Münster
• Pro Vedi
• Gesundheitsamt
• Beratungsstellen
Konfl  ikte zwischen Erziehern
Ist ein T eammitglied mit einer Situation un-
zufrieden oder gab es einen Konfl  ikt zwischen 
zwei T eammitgliedern suchen diese das 
direkte Gespräch. Findet hierbei keine Klä-
rung statt, fi  ndet mit der Leitung ein Kritik-
gespräch statt. Kritikgespräche werden nach 
der Gliederung von F. Schulz v. Thun im 
T eam geführt. Bei allen anderen Beschwerden 
ist die Leitung der erste Ansprechpartner. 
FÜR PRAKTIKANTEN
Jede/r Praktikant/in hat eine Anleitung aus dem 
pädagogischen Fachpersonal.
Beschwerden werden als erstes mit der An-
leitung kommuniziert. Falls dies zu keinem Er-
gebnis führt wird die Leitung mit eingebunden.
Bei Wunsch auf Veränderung wird dies im 
T eam kommuniziert.
Konfession 
Die Kita ist religionslos. Es wird nicht gebetet. 
Die Erzieher fragen die Eltern, ob es gewünscht 
wird, dass zum Beispiel die Weihnachtsge-
schichte vorgelesen wird. Wir feiern Weihnach-
ten und ein Laternenfest. Das St. Martinsfest 
heißt entweder Kürbis- oder Laternenfest. 
Konflikte zwischen Kindern
Haben zwei Kinder einen Konflikt ist es uns 
wichtig, dass sie diesen versuchen allein zu 
klären. Die Erzieherinnen können ihnen dabei 
Hilfestellung geben.
Krankheiten
Bei ansteckenden Krankheiten besteht eine 
Meldepfl  icht. Es ist darauf zu achten, dass bei 
ansteckenden Krankheiten euer Kind 24 Stun-
den symptomfrei sein muss bevor es die Kita 
wieder besuchen darf.
Krümelmonsterbesuch 
Das Krümelmonster macht auch Hausbesuche 
mit Übernachtung! Reihum wird jedes Kind ein-
mal vom Krümelmonster über das Wochen-
ende zu Hause besucht. Die aufregenden 
Erlebnisse und gemeinsame Zeit kann die 
Familie dann, vielleicht auch mit ein paar 
Fotos, im Krümelmonsterbuch festhalten. 
Die Kinder können diesen Besuch immer 
kaum erwarten und sind sehr stolz, wenn 
das Krümelmonster zu Besuch kommt.
Kündigung des Kitaplatzes
Die Kündigungsfrist beträgt jeweils drei Monate 
zum 31.03., 31.07. und 31.12. eines Jahres. 
Mit dem Ende der Vereinsmitgliedschaft gilt 
auch der Betreuungsvertrag als gekündigt.
Medikamente
Es besteht die Möglichkeit, dass die 
Erzieherinnen nach ausfüllen eines 
Medikamentenzettels den Kindern 
Medikamente verabreichen. Dies geschieht auf 
freiwilliger Basis der Erzieherinnen. 
Mitbringfrühstück
Das Mitbringfrühstück fi  ndet am letzten Freitag 
im Monat statt. Die Eltern geben ihren Kindern 
das Frühstück in die Kita mit. Die Kita bietet 
Obst und Gemüse als Ergänzung an. Das 
Mitbringfrühstück soll ein gesundes Frühstück 
sein. Schokoaufstrich und Süßigkeiten sollen 
nicht mitgegeben werden.
Mittagessen
Das Mittag wird jeden Tag von unserem Koch 
frisch zubereitet. Die Schlafkinder und die 
Ruhkinder essen jeweils gemeinsam mit ein bis 
zwei Erzieherinnen.

2323
Mittagsschlaf
Die Schlafkinder gehen nach dem Mittagessen 
mit zwei Erzieherinnen zum Schlafen. Gegen 
13:45 Uhr werden die Kinder vorsichtig ge-
weckt.
Musik
Jeden Donnerstag kommt Helma unsere 
Musikpädagogin zu uns und musiziert mit den 
Kindern ab zwei Jahren.
Notfallnummer
In der Kita muss eine Notfallnummer 
hinterlassen werden, die die Erzieherin-
nen kontaktieren können, falls die Eltern nicht 
erreichbar sind.
Öff  nungszeiten
Die Öff  nungszeiten der Krümelmonster 
sind Montag- Donnerstag von 7:15–16:30 
Uhr und Freitag von 7:15–15:30 Uhr.
Putzkraft
Die Kita wird täglich von einer Reini-
gungskraft gesäubert.
Regenkleidung
Da wir mit den Kindern jeden Tag 
an die frische Luft gehen brauchen 
sie wetterfeste Kleidung in der Kita. 
(Eine Regenhose, eine Regenjacke 
und Gummistiefel)
Ruhen
Die älteren Kinder ruhen sich nach dem Mittag-
essen aus. Sie legen sich auf eine Deckenwiese 
und eine Erzieherin liest den Kindern eine 
Geschichte vor.
Schließungstage
Die Kita hat in den Sommerferien drei 
Wochen lang geschlossen.
Über Weihnachten und Neujahr hat die 
Kita eine Woche lang Winterferien.
Zwei Tage im Jahr hat das pädagogische T eam 
einen T eamtag, hier werden wichtige pädago-
gische Punkte ausführlich besprochen.
An Rosenmontag hat die Kita ebenfalls ge-
schlossen.
Spielzeugtag
Jeden Montag dürfen die Kinder ein Spielzeug 
von Zuhause mitbringen.
Tür- und Angelgespräche
Es besteht jederzeit die Möglichkeit für 
kurze T ür & Angel- Gespräche in der Bring-  
und Abholphase.
Teamsitzungen
Jeden Montag trifft sich das pädagogische 
Fachpersonal um 16:30 Uhr zur T eamsitzung.
Trinken
Es gibt in der Kita für die Kinder Wasser zu trin-
ken. Es wird zum Mittagessen Wasser gereicht. 
Die Kinder können selber wählen, ob sie mit 
“Kribbel” (Kohlensäure) oder ohne wünschen. 
Außerdem steht noch eine T rinkstation in der 
Küche. Die Kinder können jederzeit was trin-
ken, wenn sie durstig sind.  
Turnen
Jeden Dienstag gehen alle Kinder ab zwei 
Jahren mit mindestens zwei Erzieherinnen in 
der T urnhalle an der Josef-Schule 
turnen. In der T urnhalle werden 
altersspezifische Angebote 
vorbereitet und durchgeführt.

2424
Waffen 
Wir möchten in unserer Kita auf 
Spielzeugwaffen aller Art verzichten. 
Karneval stellt eine Ausnahme dar – 
dort dürfen Ritter ihre Schwerter mitbringen 
und Cowboys ihre Pistolen.
Windeln 
Windeln stehen in der Kita zur Verfügung und 
werden vom Einkaufsdienst besorgt.
Windeln wechseln
Die Kinder werden nach Bedarf gewickelt. Zu-
sätzlich werden sie nach dem Frühstücken und 
nach dem Mittagessen gewickelt. Vor und nach 
dem Schlafen gehen wird die Windel zusätzlich 
kontrolliert.

Anlage_5.1_Kita_Süd_Bewerbung_Alte_Post

1179 Zeichen

Kita Süd e.V. · Hammer Str. 142-144 · 48153 Münster 
 
Stadt Münster  
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien  
48127 Münster  
 
 
Kita Süd e.V. 
Hammer Str. 142-144 
48153 Münster 
 
Tel 0251 794026 
Fax 0251 8993786 
 
  
k
i
t
a
r
.
 
 
 
Bewerbung auf die Ausschreibung der Trägerschaft für eine neue Kindertages-
einrichtung  Alte Post am Sankt-Josefs-Kirchplatz im Stadtteil Schützenhof  
Ausschreibungsnummer 01/19  
         Münster, 08.03.2020 
Sehr geehrte Frau Trockel,          
sehr geehrte Frau Kratz-Tutti, 
sehr geehrte Frau Tigger,   
sehr geehrte Damen und Herren,   
 
hiermit erklären wir, dass wir die Interessensbekundung bzgl. der Ausschreibung der Trägerschaft 
mit einem 3,4  %igen Trägeranteil aufrechterhalten.  Auch wenn wir keine neuen Kita-Plätze 
schaffen, könnten wir durch den Zuschlag sicherstellen, dass die derze it vorhandenen 32 -Kita 
Plätze nicht verloren gehen, sondern erhalten bleiben.  
Wir bewerben uns mit dem vorliegenden Konzept. 
 
Freundliche Grüße  
 
 
Der Vorstand   
 
 
 
 
 
Kita Süd e.V. · Hammer Str. 142-144 · 48153 Münster · Tel 0251 794026 · Fax 02518993786 · kitasued@muenster.de IBAN: DE83 
4401 0046 0276 1194 60

Beschlussvorlage

18259 Zeichen

V/0249/2020 
V/0249/2020 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Trägervergabe für die Kindertageseinrichtung Alte Post am Sankt-Josefs-Kirchplatz im Stadtteil 
Schützenhof, Bezirk Mitte 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   26.05.2020 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 
   17.06.2020 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 
   24.06.2020 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 
   24.06.2020 Rat Entscheidung 
 
 
 
Beschlussvorschlag: 
 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaft für die zweigruppige Kindertageseinrichtung 
Alte Post am Sankt-Josefs-Kirchplatz im Stadtteil Schützenhof dem Kinder- und Jugendhilfeträger  
Die Krümelmonster e. V. (siehe Begründung zu Ziffer 3).  
 
Der voraussichtliche Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung ist zum 01.05.2022 geplant. 
 
2. Zur Regelung der gegenseitigen Rechte und Pflichten werden folgende vertragliche Vereinbarun-
gen entsprechend getroffen:  
 
2.1 Für die Kindertageseinrichtung werden vertragliche Regelungen zur Trägerschaft (Leistungsver-
einbarung) zwischen dem Träger Die Krümelmonster e. V. und der Stadt Münster getroffen. Es wird 
ein Trägeranteil von 3,4 % vereinbart. 
 
2.2 Mietvertragliche Regelungen werden zwischen der Stadt Münster (Vermieter) und dem Träger Die 
Krümelmonster e. V. getroffen. 
 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Auswirkungen a uf Transferaufwendungen im Teilergebnisplan (hier: städtischer Anteil an den B e-
triebskostenzuschüssen) 
Amt für Kinder, Jugendliche 
und Familien 
 
05.05.2020 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in: 
Frau Tigger, Frau Kratz-
Trutti, Frau Trockel 
Telefon: 492-5768 
Tigger@stadt-muenster.de

- 2 - 
V/0249/2020 
Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung Alte Post am Sankt-Josefs-Kirchplatz betragen auf 
der Grundlage der unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen 
 für Mai  bis Dezember 2022 = 322.500 € 
 für 2023 ff. =  526.500 € 
 
Die voraussichtliche Inbetriebnahme ist für Mai 2022 geplant (V/0809/2019). Die Kosten sind entspre-
chend angepasst worden. 
Die Kosten teilen sich wie folgt auf Land, Stadt und Träger auf 
 
Träger 
Betriebskostenzuschuss  Trägeranteil 
Städt. An-
teil BKZ 
gesamt Gesamt Land Stadt 
Gesamt, ge-
setzlicher 
Trägeranteil 
Angebot 
Stadt 
(Erforderlicher 
Zuschuss) 
  1 2 3 4 5 6 7 
Die Krüme l-
monster e.V. 96,6% 42,3% 54,3% 3,4% 3,4% 0,0% 54,3% 
 
 Mai - Dez. 2022 2023ff. 
Träger 
Trägeranteil 
Städtischer  
Trägeranteil 
Städtischer  
Anteil  Anteil BKZ 
Angebot 
Stadt. (erfor-
derlicher Zu-
schuss) 
gesamt Angebot 
Stadt. erfor-
derlicher Zu-
schuss 
gesamt 
  5 6 7 5 6 7 
Die Krüme l-
monster e.V.    10.965,00 €  0,00 €   175.117,50 €     17.901,00 €  0,00 €   285.889,50 €  
 
 
III. Finanzierung/Mittelbereitstellung 
 
Die Betriebskostenzuschüsse (Transferaufwendungen) wurden bereits mit dem Errichtungsbeschluss 
V/0809/2019 dargestellt und sind im Haushaltsplan 2020 ff. veranschlagt. 
 
 
Begründung: 
 
1. Ausgangslage 
 
Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung dieser Kindertageseinrichtung mit der 
Vorlage V/0809/2019 beschlossen: 
 
Die Kindertageseinrichtung Alte Post am Sankt-Josefs-Kirchplatz ist mit folgenden Gruppen geplant:  

2 kleine altersgemischte Gruppen für Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren mit insgesamt 30 Plätzen, 
davon 10 u3-Plätze und 20 ü3-Plätze. 
 
Die jeweilige Gruppenstruktur wird auf der Grundlage der jährlich zu vereinbarenden Rahmenstru k-
turen bedarfsgerecht weiterentwickelt.  
 
Neben dem Angebot einer wöchentlichen Betreuung von 45 Stunden werden ebenfalls elterliche B e-
darfe nach einer wöchentlichen Betreuung von 25 Stunden und 35 Stunden  mit Übermittagsbetreu-
ung (Blocköffnungszeit) flexibel angeboten.

- 3 - 
V/0249/2020 
Im Rahmen des oben genannten Errichtungsbeschlusses hat der Rat der Stadt Münster beschlossen, 
die Trägerschaft für diese Einrichtung an einen geeigneten freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe 
zu vergeben. 
 
Mit der Trägerausschreibung wurden die Bewerber darauf hingewiesen, dass abhängig von den B e-
darfen der Eltern und in Absprache mit dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien, Angebote der 
flexiblen Öffnungszeiten gem. § 48 KiBiz NW entwickelt werden sollen.  
 
 
2. Verbindliche Bewerbung freier Träger zur Übernahme der Trägerschaft 
 
Die Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster sowie die in der Arbeitsgemeinschaft gem.  
§ 78 SGB VIII (AG 5 – Kindertagesbetreuung) tätigen Träger wurden am 16.12.2019 über die Pla-
nungen der Stadt Münster zum Umbau dieser Einrichtung und über das Ausschreibungsverfahren für 
die Betriebsträgerschaft informiert und gebeten, bis zum 30.01.2020 ihr Interesse an einer Übernah-
me der Trägerschaft mitzuteilen. Gleichzeitig erfolgten diesbezüglich eine Pressemitteilung am 
16.12.2019 und eine Veröffentlichung der Ausschreibung auf der Internetseite des Amtes für Kinder, 
Jugendliche und Familien. Die Träger, die ihr Interesse bekundet haben, legten zwischen dem 12.02. 
und 13.03.2020 ihre Konzepte und trägerschaftlichen Vorstellungen entsprechend der in Kapitel 3 
genannten Kriterien dar. 
Die Frist zur Abgabe einer daran anschließenden, verbindlichen Bewerbung war der 20.03.2020. 
 
Folgende Träger haben anschließend eine verbindliche Bewerbung abgegeben (in alphabetischer 
Reihenfolge): 
 
 Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gGmbH (DRK), Zumsandestraße 25/27, 48145 
Münster 
 
 Die Krümelmonster e.V. (Die Krümelmonster), Hermannstraße 57, 48151 Münster 
 
 Kita Süd e.V. (Kita Süd), Hammer Straße 142-144, 48151 Münster 
 
 Kleine Riesen Nord gGmbH (Kleine Riesen Nord), Esslinger Straße 69, 73732 Esslingen 
 
 Konzept-e Trägernetzwerk, Familie und Beruf gGmbH (Konzept-e), Wankelstraße 1, 70563 Stutt-
gart 
 
 
3. Trägerauswahl 
 
3.1. Kriterien für den Entscheidungsvorschlag  
 
Mit der Bewerbung haben die Träger Konzeptionen übersandt, die den Anlagen zu entnehmen sind. 
Die Verwaltung hat mit allen Bewerbern umfangreiche Trägergespräche anhand des in der Vorlage 
V/0089/2018 beschriebenen Gesprächsleitfadens geführt und die folgenden, in der Vorlage darge-
stellten Auswahlkriterien zur Bewertung der Gespräche/Konzepte herangezogen: 
 
- Wirtschaftlichkeit 
- Fachlichkeit/Pädagogik 
o Rahmenkonzept 
o Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik 
o Gesundheitsförderung 
o Sozialraumorientierung und Kooperationspartner 
o Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
o Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen 
- Besondere Merkmale des Trägers

- 4 - 
V/0249/2020 
Die Zusammenfassung der Gesprächsdokumentation sowie die Informationen aus den ausführlichen 
Gesamtkonzeptionen der Träger sind dem im Anhang beigefügten Auswertungsformular zu entneh-
men. 
 
3.2. Analyse der Wirtschaftlichkeit  
 
Im Rahmen dieser Analyse werden jeweils die jährlichen Kosten für den durchgängigen Betrieb einer 
Kindertageseinrichtung dargestellt. Die anteiligen Betriebskosten ab Inbetriebnahme der Einrichtun-
gen werden unter „II. Finanzielle Auswirkungen“ aufgeführt.  
 
Trägeranteile 
 
Bezüglich des gesetzlichen Trägeranteils gibt es für die Trägerschaft folgende Angebote: 
 
Die Angebote der Träger zum Eigenanteil des Trägers an den Betriebskosten sind der folgenden Ta-
belle zu entnehmen. Zur Bewertung der Angebote ist dort zusätzlich der prozentuale Anteil für den 
gesamten städtischen Zuschuss dargestellt (= Gesetzlicher Förderanteil am Betriebskostenzuschuss 
+ freiwilliger städtischer Zuschussanteil am Eigenanteil des Trägers).  
 
a) Vergleichstabelle: Prozentuale Aufteilung der Betriebskosten 
 
Träger 
Betriebskostenzuschuss  Trägeranteil 
Städt. An-
teil BKZ 
gesamt Gesamt Land Stadt 
Gesamt, 
gesetzlicher 
Trägeranteil 
Angebot 
Stadt 
(erforderlicher 
Zuschuss) 
  1 2 3 4 5 6 7 
DRK 92,2% 40,0% 52,2% 7,8% 4,0% 3,8% 56,0% 
Die Krümel-
monster 96,6% 42,3% 54,3% 3,4% 3,4% 0,0% 54,3% 
Kita Süd 96,6% 42,3% 54,3% 3,4% 3,4% 0,0% 54,3% 
Kleine Riesen 
Nord 92,2% 40,0% 52,2% 7,8% 7,8% 0,0% 52,2% 
Konzept-e 92,2% 40,0% 52,2% 7,8% 7,8% 0,0% 52,2% 
 
Die jährlichen Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung Alte Post am Sankt -Josefs-Kirchplatz 
betragen ab 2023 ff. 526.500 € und teilen sich dementsprechend wie folgt auf: 
 
b) Vergleichstabelle: Beträge Trägeranteil/Freiwilliger städt. Zuschuss/Städtischer Gesamtanteil BKZ  
 
  Jährliche Kosten ab 2023 ff 
Träger 
Trägeranteil 
Städtischer  
Anteil BKZ 
Angebot Stadt. (FWZ) gesamt 
% € % € % € 
  5 6 7 
DRK 4,0%  21.060,00 €  3,8% 20.007,00 € 56,0%   294.840,00 €  
Die Krüme l-
monster 3,4%  17.901,00 €  0,0% 0,00 € 54,3%   285.889,50 €  
Kita Süd 3,4%  17.901,00 €  0,0% 0,00 € 54,3%   285.889,50 €  
Kleine Riesen 
Nord 7,8%  41.067,00 €  0,0% 0,00 € 52,2%   274.833,00 €  
Konzept-e 7,8%  41.067,00 €  0,0% 0,00 € 52,2%   274.833,00 €

- 5 - 
V/0249/2020 
 
Die Träger die Krümelmonster, Kita Süd,  Kleine Riesen Nord und Konzept-e bieten den vollen Trä-
geranteil von 3,4 % (Elterninitiative) bzw. 7,80% (freier Träger) für den Betrieb der Kindertageseinrich-
tung an. 
Der Träger DRK bietet einen geringeren Trägeranteil an, sodass ein freiwilliger städtischer Zuschuss 
notwendig wird. 
 
3.3. Analyse der Fachlichkeit/Pädagogik 
 
Anhand der in der Vorlage V/0089/2018 beschriebenen Auswahlkriterien zum Thema der Fachlich-
keit/Pädagogik wurden die Konzepte und Bewerbungsgespräche der interessierten Träger ausgewer-
tet (siehe hierzu auch die ausführlichen Auswertungsformulare im Anhang dieser Vorlage).  
Alle Bewerber bestätigten, dass eine Bezahlung in Anlehnung an den Tarifvertrag für den öffentlichen 
Dienst (TVöD) getätigt wird. 
 
Der Träger: 
 DRK Münster Sozialwerk gGmbH 
Das DRK ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt und in Münster als Träger von 
acht Kindertageseinrichtungen (Schatzkiste, Meerwiese, Erpho-Bogen, Wirbelwind, Wolkenburg, 
Lummerland, Hand in Hand sowie die Interimskita Wartburgschule und Folgeeinrichtung Hüfferstra-
ße) aktiv. Zudem ist das DRK Träger von zwei Großtagespflegestellen mit angestellten Tagespflege-
personen. Das DRK hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Aus-
richtung darlegen. Zudem benannte der Träger seine Offenheit für Vernetzungen im Sozialraum, ins-
besondere zur nahegelegenen Kita Erpho-Bogen  im Stadtteil Schlachthof. Zusätzlich verfügt der 
Träger Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gGmbH bereits über Erfahrungen im Bereich der 
flexiblen Betreuung durch die Teilnahme an Projekt FlexiZeit. Der Träger benannte zudem, dass sich 
das DRK an dem Bundesprojekt KitaPlus beteiligte und damit die Weiterentwicklung der Kindertages-
betreuung in Münster begleitete.  
 
Der Träger: 
 Die Krümelmonster e. V. 
Die Elterninitiative Die Krümelmonster e. V. ist seit 1987 in Münster aktiv und betreut derzeit 16 Kin-
der in der Einrichtung an der Hermannstraße 57. Die Elterninitiative ist als freier Träger der Kinder- 
und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der 
pädagogischen Ausrichtung darlegen. Als Schwerpunkte benannte der Träger die Themen Partizipa-
tion, Natur- und Umweltpädagogik sowie Ernährung und Bewegung. 
Durch die Erweiterung auf drei Gruppen möchte sich der Träger dauerhaft wirtschaftlich absichern 
sowie konzeptionell und räumlich weiterentwickeln. Der Standort Alte Post am Sankt-Josefs-
Kirchplatz liegt in räumlicher Nähe des derzeitigen Standortes. Die bereits jahrelang vorhandenen 
Kooperationen im Südviertel, sollen weiterhin bestehen bleiben und durch eine zusätzliche Öffnung 
der Angebote für den Sozialraum ergänzt werden. 
 
Der Träger: 
 Kita Süd e. V. 
Die Elterninitiative Kita Süd e. V. ist seit 1986 in Münster aktiv und betreut derzeit 30 Kinder in der 
Einrichtung an der Hammer Straße. Die Elterninitiative ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhil-
fe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen 
Ausrichtung darlegen. Als Schwerpunkte benannte der Träger die Themen Sozialraumorientierung, 
Gesundheit, Ernährung und Bewegung sowie Partizipation. 
Durch einen zeitlich befristeten Mietvertrag am derzeitigen Standort an der Hammer Str. 142-144 
möchte sich der Träger an einem neuen Standort dauerhaft räumlich absichern und konzeptionell 
weiterentwickeln. Der Standort Alte Post am Sankt-Josefs-Kirchplatz liegt im sozialräumlichen Umfeld 
des jetzigen Standortes. Die bereits jahrelang vorhandenen Kooperationen im Südviertel sollen konti-
nuierlich bestehen bleiben.

- 6 - 
V/0249/2020 
Der Träger: 
 Kleine Riesen Nord gGmbH 
Der Träger betreibt bereits sechs Kitas in Münster (Willingrott, Hermannschule, Pavillon Albachten-
Ost, Meyerbeerstraße, an der Eichendorffstraße und der Pavillon Beckstraße sowie die jeweiligen 
Folgeeinrichtungen in Albachten und in der Aaseestadt). Der Träger betreibt aktuell bundesweit 31 
Kindertageseinrichtungen und ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger 
hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. 
Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren das Thema Migration als einen grundsätzlichen Be-
standteil der pädagogischen Aufgabenstellung in der Kindertageseinrichtung. Der Träger plant dar-
über hinaus eine konkrete Zusammenarbeit mit den im Sozialraum ansässigen Kitas, Schulen und 
Sportvereinen und stellte seine Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Kindertagespflegestellen vor. 
Für diesen Standort ergeben sich Synergien zu den trägereigenen Einrichtungen Kita Hermannschule 
und Kita Beckstraße im Bezirk Mitte. 
 
Der Träger: 
 Konzept-e Trägernetzwerk, Familie und Beruf gGmbH 
Der Träger ist bislang nicht als Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster tätig. Der Träger be-
treibt aktuell bundesweit 40 Kindertageseinrichtungen, zwei Grundschulen, ein Bildungshaus (Kita, 
Grundschule, weiterführende Schule und Fachschule unter einem Dach) sowie drei Fachschulen für 
Erzieher/-innen. Er ist als freier Träger der Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, 
die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im 
Bewerbungsverfahren zudem Schwerpunkte im Bereich der kindzentrierten  Arbeit durch gezielte 
Bewegungs- und Ernährungsangebote sowie Konzepte zu flexiblen Betreuungszeiten. Kooperationen 
und Vernetzungen sollen mit verschiedenen Akteuren im Stadtteil aufgebaut werden. 
 
 
4. Gesamtbewertung / Fazit 
 
Die Verwaltung schlägt abschließend vor, dem Träger Die Krümelmonster e. V. die Trägerschaft für 
die Kindertageseinrichtung Alte Post am Sankt-Josefs-Kirchplatz im Stadtteil Schützenhof zu 
übertragen, da der Träger als Elterninitiative den vollen Trägeranteil von 3,4 % für den Betrieb der 
Kindertageseinrichtung anbietet, ein umfassendes pädagogisches Konzept vorgelegt hat und über 
langjährige Erfahrungen im Bereich der Kindertagesbetreuung verfügt. Durch die Übertragung der 
Trägerschaft kann die Elterninitiative weiterhin langfristig im Südviertel aktiv in der Kindertagesbe-
treuung arbeiten. Die bestehende Trägervielfallt im Sozialraum kann damit gesichert werden. 
Die Trägerübernahme durch die Krümelmonster eröffnet für diesen Standort gute Möglichkeiten die 
bestehenden Kooperationen mit den nahegelegenen Kitas und Grundschulen weiterzuführen, da die 
Einrichtung im sozialräumlichen Umfeld ausgebaut wird. Ebenso kann sich der Träger am zusätzli-
chen neuen Standort konzeptionell und räumlich weiterentwickeln und durch die Übernahme von zwei 
weiteren Gruppen dauerhaft wirtschaftlich absichern. 
Im Verfahren wurde beachtet, dass sowohl der Träger Die Krümelmonster e. V. als auch die Träger 
Kleine Riesen Nord gGmbH, Kita Süd e.V. und Konzept-e Trägernetzwerk ebenfalls den vollen Trä-
geranteil bieten. 
 
Im Errichtungsbeschluss (V/0809/2019) wurde eine anteilige Finanzierung der Baukosten durch Lan-
desmittel in Höhe von 810.000 Euro beschlossen. Um die Landesförderung zu bekommen, ist es ge-
mäß den Förderrichtlinien erforderlich, dass an diesem Standort neue Kitaplätze geschaffen werden. 
Bei der Vergabe der Trägerschaft ist das zu berücksichtigen. Eine Vergabe an den Träger Kita Süd 
e.V. ist auf dieser Grundlage nicht möglich. 
 
Aufgrund der oben beschriebenen Gründe wird die Übernahme der Trägerschaft an den Träger Die 
Krümelmonster e. V. von der Verwaltung vorgeschlagen. 
 
Mit diesem Beschluss wird rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtung ein Träger gefunden, so 
dass weitere Detailplanungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden können.

- 7 - 
V/0249/2020 
Das Verfahren zeigt weiterhin das Interesse freier Träger an einer Trägerschaft von Kitas in dieser 
Stadt. Gleichzeitig zeigt das Verfahren auch, dass erneut neue Träger mit einem hohen Trägeranteil 
bereit sind, sich zu engagieren. 
Das gesamte Auswahlverfahren belegt zudem eine hohe Fachlichkeit der Träger, die sich abschlie-
ßend für eine Trägerschaft verbindlich beworben haben.  
 
Der Verwaltungsvorschlag hatte die Aufgabe, aus fünf Bewerbern unter der gleichgewichteten Würdi-
gung der Fachlichkeit / Pädagogik und der Wirtschaftlichkeit einen Vorschlag darzustellen. Das in der 
Vorlage V/0089/2018 beschriebene Verfahren zur Trägerauswahl liegt der Bewertung der Bewerber 
zu Grunde. 
 
 
I.V. 
 
Gez. 
 
Thomas Paal 
Stadtdirektor 
 
 
Anlagen:  
 
1. Anlage A 
 
2. Auswertungsformulare aller Träger 
 
3. Bewerbungsunterlagen: Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gGmbH, Zumsandestra-
ße 25/27, 48145 Münster 
 
4. Bewerbungsunterlagen: Die Krümelmoster e.V., Hermannstraße 57, ,48151 Münster 
 
5. Bewerbungsunterlagen: Kita Süd e.V., Hammer Straße 142-144, 48151 Münster 
 
6. Bewerbungsunterlagen: Kleine Riesen Nord gGmbH, Esslinger Straße 69, 73732 Esslingen 
 
7. Bewerbungsunterlagen: Konzept-e Trägernetzwerk, Familie und Beruf gGmbH, Wankelstraße 
1, 70563 Stuttgart 
 
Hinweis: 
Die umfangreichen Bewerbungsunterlagen der einzelnen Träger (Anlagen 3 bis 7: Anschreiben und 
Konzepte) stehen ausschließlich als pdf-Dateien im Ratsinformationssystem der Stadt Münster als 
Download unter der Vorlagennummer V/0249/2020 zur Verfügung.  
Link: https://www.stadt-muenster.de/sessionnet/sessionnetbi/infobi.php

Anlage_3.2_DRK_Konzept_Alte Post

61580 Zeichen

DRK Münster Sozialwerk gGmbH 
Zumsandestraße 25/27 
48145 Münster 
 
 
Dezember 2019 
 
 
 
 
 
Pädagogische 
Einrichtungskonzeption  
DRK-Kindertageseinrichtung Alte Post

DRK Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
 
 
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Dezember 2019 
 
Inhaltsverzeichnis 
 
1 Kurzporträt des Trägers ................................ ................................ ................................ ........... 3 
2 Fachbereich: Kinder, Jugend und Familien ................................ ................................ .............. 5 
3 Grundsätze der pädagogischen Arbeit in der DRK-Kindertagesbetreuung ..............................  6 
4 Kurzportrait DRK-Kindertageseinrichtung Alte Post ................................ ................................ . 8 
4.1 Vereinbarkeit von Familie und Beruf ................................ ................................ ................. 8 
5 Situationsorientierte Ansatz ................................ ................................ ................................ ..... 9 
6 Pädagogische Schwerpunkte ................................ ................................ ................................  10 
6.1 Ökologische Bildung und Nachhaltigkeit ................................ ................................ ......... 10 
6.2 Gesunde Ernährung und Bewegung ................................ ................................ ............... 11 
6.2.1 Gesunde Ernährung ................................ ................................ ................................ . 11 
6.2.2 Bewegung ................................ ................................ ................................ ................ 12 
7 Bildungsarbeit................................ ................................ ................................ ........................ 13 
7.1 Bildungsverständnis und Bildungsziele ................................ ................................ ........... 14 
7.2 Erweitertes Bildungsangbot durch externe Anbieter ................................ ....................... 15 
7.3 Entwicklungs- und Bildungsdokumentation ................................ ................................ ..... 16 
8 Inklusive Pädagogik ................................ ................................ ................................ .............. 17 
9 Eingewöhnungskonzept ................................ ................................ ................................ ........ 18 
10 Partizipation von Kindern ................................ ................................ ................................ ..... 19 
11 Gemeinschaftsverpflegung ................................ ................................ ................................ .. 20 
12 Ruhephasen im Tagesablauf ................................ ................................ ...............................  21 
13 Zusammenarbeit mit Familien ................................ ................................ ............................. 21 
14 Kinderschutz................................ ................................ ................................ ........................ 23 
15 Zusammenarbeit zwischen den DRK-Kitas und mit dem Träger ................................ .......... 23 
16 Zusammenarbeit mit Fachdiensten ................................ ................................ ...................... 25 
17 Zusammenarbeit mit dem Jugendamt................................ ................................ .................. 25 
18 Qualitätsmanagement ................................ ................................ ................................ ......... 25

DRK Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
 
 
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Dezember 2019 
1 Kurzporträt des Trägers  
Der DRK-Kreisverband Münster e.V. wurde 1907 gegründet. Er ist ein anerkannter Verband der 
freien Wohlfahrtspflege und Nationale Hilfsgesellschaft mit ca . 400 ehrenamtlichen Helfern und 
mehr als 320 hauptamtlichen Mitarbeiter *innen. Der Kreisverband untergliedert sich in drei 
nicht-selbständige Ortsvereine (Hiltrup, Nienberge und Roxel -Albachten) sowie einige direkt 
dem Kreisverband zugeordnete Rotkreuzgemeinschaften. 
Die "DRK Münster gemeinnützige Pflege und Service GmbH" und die "DRK Münster Sozialwerk 
gGmbH" sind 100%ige T ochtergesellschaften des Kreisverbandes.  Mehr als 8.000 
Fördermitglieder unterstützen darüber hinaus die Arbeit des DRK-Kreisverbandes Münster e.V.. 
Die DRK-Geschäftsstelle befindet sich in zentraler Lage von Münster und dient unseren Kita -
Fachkräften als Anlauf - und Beratungsstelle. In den vergangenen zwei Jahren haben wir den 
Geschäftsbereich Kinder, Jugend und Familien  durch eine Bere ichsleitung, eine Fachberatung 
und Verwaltungskräfte personell stark erweitert. Diese Ressource ermöglicht es , uns aktiv in 
Münsteraner Gremien wie dem Jugendhilfeausschuss, der AG 78 und angeschlossenen 
Unterarbeitsgruppen zur Umsetzung einer bedarfsgerec hten Kindertagesbetreuung einbringen 
zu können. 
Ehrenamtliche Projekte und hauptamtliche Geschäftsbereiche:

DRK Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
 
 
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Dezember 2019 
Organigramm des DRK-Kreisverbandes Münster e.V.:

DRK Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
 
 
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Dezember 2019 
2 Fachbereich: Kinder, Jugend und Familien 
Von dem DRK -Kreisverband Münster e. V. und der  
Tochtergesellschaft, der DRK Münster Sozialwerk 
gGmbH werden in acht DRK-
Kindertageseinrichtungen, zwei DRK-
Großtagespflegestellen, unterschiedlich en 
Projekten und einem Jugendtreff Familien mit ihren 
Kindern in der Stadt Münster betreut.

DRK Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
 
 
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Dezember 2019 
3 Grundsätze der pädagogischen Arbeit in der DRK-Kindertagesbetreuung 
Die pädagogische Arbeit in der Kindertagesbetreuung in NRW erfolgt auf der Grundlage des 
Kinderbildungsgesetzes (KiBiz)  zur frühen Bildung und Förderung von Kindern. Die dort 
genannten Anforderungen bilden die rechtliche Basis für die Arbeit in den Einrichtungen der 
Kindertagesbetreuung des Deutschen Roten Kreuzes. Neben den gesetzlichen Bemühungen 
bilden die Grundsätze des Roten Kreuzes eine Leitlinie in der pädagogischen Arbeit. Die 
Auseinandersetzung mit diesen Grundsätzen wirkt sich zum einen auf die Persönlichkeit, das 
Selbstverständnis und auf das Verhalten der Fachkräfte aus, zum anderen ergeben sich 
Konsequenzen für die inhaltliche Arbeit.  
Menschlichkeit Das pädagogische Handeln ist geleitet vom Grundsatz 
der Menschlichkeit. Jedes Kind steht mit seiner Einzigartigkeit und 
Menschenwürde im Zentrum unserer Arbeit. Die Fachkräfte  schaffen 
Raum, Sicherheit und Strukturen für eine bestmögliche individuelle 
Entwicklung. Sie eröffnen den Kindern Erfahrungsräume, ermutigen und 
unterstützen die Kinder in ihrer Entwicklung.  Damit Kinder sich in der 
DRK-Kindertagesbetreuung sicher fühlen können, schaffen Fachkräfte 
eine äußere Sicherheit für Kinder durch Rituale, Regeln, eine zugewandte Atmosphäre und eine 
anregende Raumgestaltung. Die innere Sicherheit der Kinder fördern die pädagogischen 
Fachkräfte durch die Stärkung der Selbstwirksamkeit. Akzeptanz und Wertschätzung prägen 
dabei die pädagogische Grundhaltung. Die DRK -Kindertagebetreuung bietet einen O rt, um 
Achtung und Verständnis für andere zu entwickeln und freundschaf tliche Beziehungen 
aufzubauen. 
Unparteilichkeit Die Vielfalt der Lebensentwürfe von Familien, die 
geprägt sind von kulturellen Einflüssen, aber auch durch ihre sozialen 
Bedingungen, bi eten große Chancen für die pädagogische Arbeit der 
Kindertagesbetreuung. Hier treffen viele Kinder zusammen, die 
aufgrund ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung, aber auch durch 
unterschiedliche Familienkulturen individuelle Bedingungen mitbringen. 
Es gehört zur Aufgabe des Teams, dieses Zusammenleben als 
wechselseitiges Lernen aller Beteiligten aktiv zu unterstützen. Hierzu zählt auch der bewusste 
Umgang mit Vielfalt und die Motivation der Kinder zur Wahrnehmung der unterschiedlichen 
Fähigkeiten und Interessen. Eine vorurteilsbewusste Erziehung basiert auf dem bewussten und 
kompetenten Umgang mit Unterschieden und Vielfältigkeit. Diese Grundhaltung basiert auf dem 
Verständnis der Inklusion, welches die Teilhabe aller Menschen und eine Ausrichtung der 
Strukturen und Angebote nach den individuellen Bedürfnissen der Kinder umfasst.  
Neutralität Die Einnahme einer neutralen Position macht es möglich, 
Vertrauen zu bilden, Vermittlungsversuche zu initiieren und 
Konfliktlösungen zu erarbeiten. Die Fachkräfte  deuten nicht 
eigenmächtig die Gefühle der Kinder, sondern führen einen Dialog mit 
den Kindern über deren Gefühle und kindlichen Signale. Die 
Vertrauensbildung ist eng verknüpft mit der Ermöglichung sicherer

DRK Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
 
 
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Dezember 2019 
Bindungserfahrungen. Die positiven Bindungserfah rungen der Kinder in der 
Kindertagesbetreuung spielen eine wesentliche Rolle für deren Explorationsverhalten und 
Teilnahme an Bildungsangeboten. Die Fachkräfte initiieren Vermittlungsversuche und begeben 
sich mit den Kindern in einen gemeinsamen Prozess de s Erforschens, indem sie sich mit den 
Kindern über deren Wahrnehmungen und Ansichten austauschen und ergänzen. Um 
Konfliktlösungen mit den Kindern zu erarbeiten, begleiten die Fachkräfte die Kinder dabei, ihre 
eigenen Interessen wahrzunehmen, mitzuteilen u nd sich eigenständig zu entscheiden. Die 
Fachkräfte berücksichtigen dabei die Entwicklungsschritte der Kompetenzen der Kinder für die 
Konfliktbewältigung.  
Unabhängigkeit Unabhängig von den Einflüssen und Interessen 
jedweder Art nehmen die Fachkräfte  Verantwortung wahr und sind 
dabei einzig dem Wohle des Kindes verpflichtet. Die Fachkräfte 
begleiten und unterstützen die Kinder in ihrer Entwicklung zur 
Eigenständigkeit und geben ihnen den dafür notwendigen Raum, um im 
selbstbestimmten Lernen Selbstvertrauen zu gewinnen. Im Rahmen der 
gesetzlichen Bestimmungen wird die Eigenständigkeit bewahrt, um 
nach den Grundsätzen des Roten Kreuzes Erziehungs - und 
Bildungsarbeit zu gewährleisten. Eigene Aufnahmekriterien und ein 
selbst entwickeltes Konzept dokumentieren dies.  
Freiwilligkeit In den DRK -Kindertagesbetreuung wird eine  
Einrichtungskultur gepflegt, in der die Entwicklung von Hilfsbereitschaft 
und Kooperation bei Kindern, Eltern und Besuchern gefördert wird. In 
der pädagogischen Arbeit haben die Kinder ein Rec ht auf Beteiligung, 
das sowohl Mitentscheiden als auch Mithandeln umfasst.  
Einheit Unser Team besteht aus vielen pädagogischen Mitarbeitern, die 
ihre eigene Persönlichkeit und Individualität einbringen. Die 
Individualität der Einrichtungen ist in einen e inheitlichen Rahmen 
gefasst: Allen Einrichtungen der Kindertagesbetreuung liegen die 
Grundsätze des Roten Kreuzes zugrunde. Diese werden durch die 
Umsetzung des Situationsorientierten Ansatzes in die Praxis umgesetzt. 
Darüber hinaus entwickeln die Einricht ungen bedarfsgerechte und an 
den Kompetenzen des Teams orientierte weitere pädagogische 
Schwerpunkte.  
Universalität Die Rotkreuz - und Rothalbmond -Bewegung ist 
weltumfassend. Für die Fachkräfte bedeutet das, sich darüber bewusst 
zu sein, dass die DRK -Kindertagesbetreuung ideell und aktiv in eine 
weltumfassende Institution eingebunden ist. In den Einrichtungen der 
Kindertagesbetreuung begegnen die Fachkräfte anderen Menschen, 
Kulturen und Gesellschaften mit Interesse, Offenheit und 
Hilfsbereitschaft. Die Vi elfalt der Kinder und Familien ist eine große 
Bereicherung für die Gemeinschaft der Kindertages betreuung. Nach dem Ansatz der 
vorurteilsbewussten Bildung  wird die Identität aller Kinder gestärkt, Erfahren mit Vielfalt

DRK Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
 
 
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Dezember 2019 
ermöglicht, kritisches Denken über Ger echtigkeit angeregt und die 
Auseinandersetzung mit Unrecht und Diskriminierung thematisiert.  
Das pädagogische DRK -Konzept für Einrichtungen der 
Kindertagesbetreuung „Henry + Mischi“ wurde von der Musikpädagogin 
Elisabeth Junk und dem Illustrator Daniel H inkenbrandt mit Vertretern  
und Vertreterinnen  des DRK in den vergangenen Jahren entwickelt, 
damit Kinder und Eltern in den DRK-Einrichtungen der 
Kindertagesbetreuung alles über die Arbeit des Deutschen Roten 
Kreuzes auf spielerische Art erfahren und erleben können.  
Als Nachfahre des Rot -Kreuz-Gründers Henry Dunant steckt dem 5 -jährigen Henry das Helfen 
einfach im Blut. Er ist gerne mit seinem Onkel Heinrich, dem Rettungssanitäter, in den 
unterschiedlichsten DRK-Einrichtungen unterwegs. Dort erlebt er zusam men mit seinem Hund 
Mischi (beides Handpuppen) viele Abenteuer und lernt, worauf es beim Helfen wirklich 
ankommt: auf ein großes Herz! 
4 Kurzportrait DRK-Kindertageseinrichtung Alte Post 
Die DRK -Kindertageseinrichtung Alte Post  liegt im Herzen der Stadt, i m Südviertel . In zwei 
Gruppen bietet die Kindertageseinrichtung insgesamt 30 Betreuungsplätze für Kinder im Alter 
von 1 bis 6 Jahren an.   
Folgende Gruppenstrukturen bietet die DRK-Kindertageseinrichtung Alte Post:  
 Eine Gruppe für Kinder im Alter unter 3 Jahren 
 Eine Gruppe für Kinder im Alter von 2 bis 6 Jahren  
Die DRK-Kindertageseinrichtung ist von Montag bis Freitag von 07:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.  
Schließungstage sind in den Sommerferien und zwischen Weihnachten und Neujahr. Zusätzlich 
ist die DRK-Kita an einzelnen Tagen für pädagogische Konzeptionstage geschlossen. 
4.1 Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
Mit unserem Betreuungsangebot in der DRK -Kindertageseinrichtung unterstützen wir Familien 
aus Münster in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zur  Sicherung des Lebensunterhaltes 
und in einer familienfreundlichen Organisation des beruflichen und persönlichen Alltags.  
Seit August 2016 nimmt die achtgruppige DRK -Kindertageseinrichtung Schatzkiste am 
Bundesprogram „KitaPlus: Weil gute Betreuung keine Frage der Uhrzeit ist“  teil. Basierend auf 
den vielfältigen und positiven Erfahrungen der DRK -Kindertageseinrichtung Schatzkiste haben 
wir ein erprobtes Konzept für die Umsetzung erweiterter Betreuungszeiten vor 7:00 Uhr und 
nach 17:00 Uhr entwickelt.  
In der Konzeptentwicklung wurden personelle, räumliche und strukturelle Ressourcen 
betrachtet und aus der Perspektive von Kindern, Familien, Fachkräften und dem Träger

DRK Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
 
 
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reflektiert. Als Ergebnis unserer positiven Erfahrungen mit den erweiterten Betreuungszeite n 
und aufgrund erhobener Bedarfe der Familien, nimmt seit August 2017 auch die zweigruppige 
DRK-Kindertageseinrichtung Wirbelwind an dem Bundesprogramm KitaPlus teil. 
Die Leitung der Kindertageseinrichtung berät die Familien zu den erweiterten Betreuungsze iten 
und zur Umsetzung des Angebotes. Das individuelle Wohlbefinden der Kinder steht für uns im 
Mittelpunkt der Umsetzung . In einem ersten Bedarfsermittlungsgespräch werden die Familien 
über die Rahmenbedingungen und über die Gestaltung der erweiterten Bet reuungszeiten 
informiert und beraten. Die Familien formulieren ihre Bedarfe an erweiterten Betreuungszeiten 
und besprechen mit der Leitung die Umsetzungsmöglichkeiten. Gemeinsam wird auch eine 
Form der Eingewöhnung des Kindes in seine neuen Betreuungszeiten besprochen.  
Kontinuität und Sicherheit werden durch ein festes Team an Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen 
in der erweiterten Betreuungszeit gesichert. Ein „Übergabeprotokoll“ unterstützt den 
gelingenden Übergang für die Kinder und den Informationsaustausch zwischen Fachkräften und 
Familien. Bei der Abholung der Kinder können die Familien über den gesamten Tag des Kindes 
informiert werden. Die wertvollen Tür- und Angelgespräche bleiben auf diese Weise erhalten. 
5 Situationsorientierte Ansatz 
Zur Umsetzung der Rotkreuz- und Rothalbmond-Grundsätze liegt dem pädagogischen Konzept 
der DRK -Kindertagesbetreuung der Situationsorientierte Ansatz zugrunde. Der 
Situationsorientierte Ansatz ist keine Methode, sondern eine Grundsatzhaltung, bei der das 
methodische pädagogische Handeln an erster Stelle steht. Die Bedürfnisse und Interessen der 
Kinder werden zum Ausgangspunkt der pädagogischen Angebote gesetzt. Den pädagogischen 
Fachkräften kommt im Situationsorientierten Ansatz die Aufgabe zu, ausgehend von 
Beobachtungen und Schlussfolgerungen, das, was die Kinder an Fragen, Problemen und 
Informationen einbringen, aufzugreifen und die darin enthaltenen Lernmöglichkeiten und 
Erfahrungsräume zu erschließen. Der Grundsatz dieses pädagogischen Ansatzes lautet: 
„Lernen in Zusa mmenhängen“. Hierbei werden alle Dimensionen des Wahrnehmens und 
Erlebens (kognitiv, sinnlich, körperlich, psychisch -emotional, individuell und sozial) und des 
Ausdrucks (sprachlich, motorisch, musisch und kreativ) einbezogen. Kinder können sich 
freiwillig, selbst- und auch fremdmotiviert ohne Leistungsdruck mitgestaltend einbringen. 
Die Kinder werden als eigenständige Akteure in ihren Bildungsprozessen wahrgenommen und 
in die pädagogische Arbeit eingebunden. Bildungs - und Lernangebote orientieren sich an d em 
Lerntempo und den Interessen der Kinder. Die Fachkräfte begeben sich mit den Kindern auf 
einen gemeinsamen Weg des Forschens, Lernens und Entdeckens. Sie sind Vorbilder, 
Unterstützer, Mitspieler und Berater für die Kinder.   
Die Aufgabe der Fachkräfte l iegt auch darin, den Kindern dabei zu helfen, zu einer starken 
Gemeinschaft zusammen zu wachsen. Sie beraten bei Konflikten, hören zu und unterstützen 
die Kinder darin, Regeln für ein soziales Miteinander zu entwickeln. Die Fachkräfte helfen den 
Kindern dabei, ihre Fähigkeiten und Leistungen zu erkennen und auch zu benennen. Ziel des 
Situationsorientierten Ansatzes ist es, dass die Kinder mit Freude und Stolz erkennen, dass sie 
der Akteur ihrer eigenen Entwicklung sind. Die Bildung, Erziehung und Betreuung der DRK -
Kindertagesbetreuung schließt auch Kinder mit erhöhtem Förderbedarf ein.

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6 Pädagogische Schwerpunkte 
Die pädagogischen Schwerpunkte der DRK-Kindertageseinrichtung Alte Post orientieren sich 
an den Interessen der Kinder und ebenso stark an dem Sozi alraum „Südviertel“ unmittelbar 
angrenzend zum Südpark . Der Sozialraum der Einrichtung strahlt ein besonderes lebendiges 
und ökologisches Bewusstsein sowie Nachhaltigkeitsbestreben aus. Das Südviertel  ist ein 
lebendiger junger Stadtteil, in dem sich viele moderne Familien wohlfühlen und vielfältige 
Lebensmittelanbieter und Lokalitäten mit einem nachhaltigen und biologischen Konzept in den 
vergangenen Jahren angesiedelt haben. Zahlreiche Cafés und Restaurants bieten gesunde und 
nachhaltig produzierte Lebensmittel an. Das ökologische Bewusstsein im Sozialraum wird sich 
in der pädagogischen Konzeption der Einrichtung wiederfinden. Die verschiedenen Akteure und 
Angebote im Sozialraum werden ideal in die Bildungsarbeit mit den Kindern und Familien 
einbezogen.  
6.1 Ökologische Bildung und Nachhaltigkeit 
Die ökologische Bildung zielt auf den achtsamen Umgang mit den natürlichen Ressourcen 
unserer Umgebung ab. Die nachhaltige Nutzung dieser Ressourcen und der Umweltschutz sind 
in der ökologischen Bildung  zwei wichtig e Themenbereichen. Mit s ituationsorientierten 
Angeboten, einem attraktiv gestalteten Raumkonzept sowie themenbezogenen Spielimpulsen 
soll die kindliche Neugierde für die Themen Natur und Umwelt geweckt we rden. Gemeinsam 
mit den Kindern werden Fragen aus de n Themenbereichen der ökologischen Bildung erforscht 
und Lösungsideen gemeinsam entwickelt.  
Die Kinder sollen neben alltägliche n Beobachtungen 
und Erfahrungen  die Möglichkeit bekommen, sich an 
langfristig angelegten Projekten, Experimenten und 
Untersuchungen zu probieren. Die Stadt Münster bietet 
ein vielfältiges Programm zur Beteiligung von Bürgern 
an Nachhaltigkeitsprojekten. Der Sozialraum der DRK -
Kindertageseinrichtung bildet einen wichtigen 
Bildungsraum für die ökologische Bildung der Kinder. 
Hierzu gehören selbstverständlich auch Ausflüge in 
naheliegende Ökosysteme und die Verkehrserziehung.  
Der pädagogische Schwerpunkt in der ökologischen Bildung bietet außerdem vielfältige 
Erfahrungsmöglichkeiten für das Lernen in sozialen Gruppen. Die Kinder erfa hren wichtige 
soziale Kompetenzen, die auch für den Besuch späterer Bildungseinrichtungen sehr wertvoll 
sind.  
Im Tagesablauf haben die Kinder viel Zeit, um sich ihren eigenen Beobachtungen und 
Entdeckungen zu widmen. Die Fachkräfte nehmen hier - im Sinne des Situationsorientierten 
Ansatzes - eine begleitende und mitforschende Haltung ein.  
Ein weiteres Bildungsziel dieses Schwerpunktes ist die Verantwortungsübernahme für die 
eigene Umwelt, für eigene Entscheidungen und für das eigene Handeln und seine Ausw irkung 
für Mitmenschen, Natur und Umwelt.

DRK Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
 
 
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In der Auseinandersetzung mit Naturphänomenen, verschiedenen Lebensräumen oder mit 
Nachhaltigkeitsthemen lernen die Kinder Zusammenhänge herzustellen und Übertragungen zu 
leisten. Für die verschiedenen Altersgruppen der Kinder in der Einrichtung werden die Themen 
alters- und entwicklungsgerecht aufgearbeitet.  
In der Raumkonzeption finden sich vielfältige Impulse mit hohem Aufforderungscharakter aus 
dem ökologischen Bildungsbereich wieder. Die Materialauswahl und der Medieneinsatz fördern 
die Neugierde an ökologischen Fragestellungen. Auch die Einrichtung selbst kann ökologisch 
betrachtet werden und kleine Projekte zur besseren Nachhaltigkeit initiiert werden. Diese 
werden in der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern gelebt.  
6.2 Gesunde Ernährung und Bewegung 
Die Gesunde Ernährung und viel Bewegung sind eng verbunden mit Gesundheit und dem 
Wohlbefinden. Das körperliche und seelische Wohlbefinden sind wichtige Voraussetzungen für 
die förderliche Entwicklung des Kindes.  
6.2.1 Gesunde Ernährung 
Bereits in den ersten Lebensjahren entwickeln Kinder Geschmacksgewohnheiten, Essverhalten 
und Bewegungsverhalten, die entscheidende Weichen für spätere Verhaltensweisen stellen. 
Die Ernährung von Kindern hat einen  direkten Einfluss auf die körperliche und geistige 
Entwicklung.  
Die Bildungsarbeit im Bereich der gesunden Ernährung umfasst ebenso die ausgewogene und 
vollwertige Mahlzeit, wie auch den Umgang mit Lebensmitten und Grundkenntnisse über deren 
Auswirkungen auf den eigenen Körper.  
Die gemeinsame Zubereitung von Lebensmitteln mit den Kindern bietet vielfältige 
Bildungsmomente: Riechen, Schmecken und Fühlen fördern die Sinnesausbildung. Beim 
Schneiden, Waschen und Zub ereiten der Lebensmittel werden die Grob -und Feinmotorik 
angeregt. Auch an dieser Stelle wird der Sozialraum der Einrichtung gewinnbringend 
einbezogen. Umliegende Lebensmittelgeschäfte mit dem Schwerpunkt in Nachhaltigkeit, laden 
zum gemeinsamen Einkauf der Lebensmittel ein. Hier sind die beiden p ädagogischen 
Schwerpunkte der ökologischen Bildung und Gesundheitsbildung eng miteinander verknüpft.  
Gemeinsame Mahlzeiten haben auch einen 
gesellschaftlich hohen Wert und bieten Anlässe 
alltagsintegrierter sprachlicher Bildung  in 
entspannter Atmosphäre.  Auch die 
sogenannten Tischmanieren lassen sich in der 
sozialen Gruppe erlernen, Rücksichtnahme 
und Höflichkeit üben. Die gemeinsamen 
Mahlzeiten in der DRK -Kindertageseinrichtung 
gestalten wir sehr bewusst in einer 
angenehmen Esskultur, für die wir uns vie l Zeit 
nehmen.

DRK Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
 
 
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Kinder sollen den Genuss an gesunder Ernährung entdecken. Auf diese Weise unterstützen wir 
die Kinder in ihrem nachhaltigen gesunden Essverhalten. Kinder und besonders sehr junge 
Kinder haben ein natürliches Gefühl für ihr Sättigungsgefühl.  Unsere Kinder entscheiden selbst 
was und wie viel sie essen.  
Ernährungsgewohnheiten sind stark familiär und kulturell geprägt. Die Zusammenarbeit mit den 
Familien ist entscheidend für die Nachhaltigkeit dieses Themas. Gemeinsames Kochen, 
Projekte und the menspezifische Elternabende bieten vielfältigen Raum für  den Austausch und 
Information mit den Familien.  
6.2.2 Bewegung 
Bewegung ist ein Grundbedürfnis jeden Kindes. Ausgehend von seinem eigenen Körper 
entwickelt das  Kinder sein Selbst- und Weltkonzept. Mit Handlungen, Bewegungen und 
Gefühlen, erkundet das Kind seine Umwelt. Über den eigenen Körper t ritt es in  Kontakt zu 
anderen Menschen. Besonders in den ersten Lebensmonaten ist der Körper das wichtigste 
Kommunikationsinstrument und Ausdruck für Nähe und Wohlbefinden.  
Die pädagogischen Fachkräfte  nutzen die 
natürliche Bewegungsfreude des Kindes  
für eine anregende Raumgestaltung. Die 
Kinder haben reichliche Möglichkeiten sich 
mit der eigenen Körperlichkeit 
auseinanderzusetzen und eine positive 
Einstellung zum eigenen Körper zu 
entwickeln. In der Raumgestaltung finden 
sie Materialien zum Matschen und Kneten 
mit beispielsweise Sand, Ton, Knete, 
Kleister und Fingerfarbe. Aber auch 
Cremes und Schminke sind geeignete 
Materialien für Körpererfahrung.  
Für das Er lernen von Bewegungsabläufen, der Grob - und Feinmotorik bieten wir 
unterschiedliche Anlässe für das Kriechen, Krabbeln, Klettern, Toben, Hüpfen und Rennen. Die 
Kinder testen ihre eigenen Stärken und Grenz en aus und lernen den  Umgang mit Erfolg und 
Misserfolg. Die Kinder können das Material selbstständig nutzen, um eigene 
Bewegungsherausforderungen zu entwickeln, in denen sie ihre Kompetenzen und Fertigkeiten 
austesten und erweitern . Die unterschiedlichen Bewegungsanlässe finden sich sowohl in der 
Gruppenraumgestaltung, wie auch im Bewegungsbereich der Kindertageseinrichtung und auf 
dem Außengelände wieder. Die Räume sind mit unterschiedlichen Schwerpunkten ausgestattet, 
um für Kinder gut strukturiert und reizvoll zu sein. Zudem liegt der weitläufige und mit vielen 
Spielanlässen gestaltete Südpark direkt hinter der Kindertageseinrichtung. 
Bewegung fördert die kognitive und sprachliche Entwicklung des Kindes. Über Bewegung und 
Rhythmik können die sprachliche Bildung des Kindes begleitet werden. Die Orientierung  und 
Wahrnehmung in einem Raum sind wichtige Vorerfahrungen für das mathematische 
Verständnis.

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Im gemeinsamen Bewegungsspiel erlernen die Kinder den Umgang mit Regeln, Fairness und 
Rücksichtnahme. Die Kinder lernen die eigenen körperlichen Grenzen und die  der anderen 
wahrzunehmen und rücksichtvoll miteinander umzugehen. In den angeleiteten Angeboten 
erfahren die Kinder auch ein gutes Verhältnis zwischen An- und Entspannung.  
Der nahegelegene Südpark der Stadt Münster ist ein natürlicher Bewegungsraum im 
Sozialraum der Einrichtung. Die Natur besitzt einen besonderen Aufforderungscharakter. Die 
Kinder können sich ganz eigene Bewegungsherausforderungen suchen und ihre Grenzen 
sowie Fertigkeiten testen. Kraft, Ausdauer und Mut erproben die Kinder in ihrem 
Bewegungsspiel.  
Das Team der DRK -Kindertageseinrichtung kann hier auf die wertvollen Erfahrungen unserer 
DRK-Kindertageseinrichtung Hand in Hand zurückgreifen. Unsere DRK -Kindertageseinrichtung 
Hand in Hand ist eine zertifizierte Bewegungskita mit einem wertvo llen Erfahrungs - und 
Fachwissen.  
Mit vielen Bewegungs anlässen und einem gesunden – überwiegend zuckerfreien – 
Lebensmittelangebot, unterstützt die DRK-Kindertageseinrichtung die kindliche Entwicklung und 
lebt eine Vorbildfunktion für Kinder und Erwachsene. 
7 Bildungsarbeit  
Lernen geschieht aus eigener Motivation 
heraus (intrin sische Motivation). Den 
pädagogischen Fachkräften kommt hier 
die Aufgabe zu, Bildungsräume für die 
Kinder zu gestalten, die die eigenen 
Themen und Fragestellungen der Kinder 
aufgreifen und mit Impulsen von den 
Fachkräften zu kombinieren. 
Bildungsräume meint hier nicht nur 
räumlich, sondern auch zeitlich und 
sozial. 
Der eigenständige Bildungsauftrag der 
Kindertagesbetreuung umfasst die Bildung, Betreuung und Erziehung der ihnen anvert rauten 
Kinder. In der Bildungsvereinbarung NRW werden folgende Bildungsbereiche unterschieden: 
 Bewegung 
 Körper, Gesundheit, Ernährung 
 Sprache und Kommunikation 
 Soziale und (inter-)kulturelle Bildung 
 Musisch-ästhetische Bildung  
 Religion und Ethik 
 Mathematik 
 Naturwissenschaft und technische Bildung

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 Ökologische Bildung  
 Medien 
Diese 10 Bildungsbereiche werden in der täglichen pädagogischen Arbeit der DRK -
Kindestagesbetreuung mit dem Situationsorientieren Ansatz und in der Projektarbeit 
angesprochen oder gezielt gefördert. Das Wohlbefinden der Kinder ist dabei ein zentraler Wert 
und Ziel der Bildungsarbeit.  
7.1 Bildungsverständnis und Bildungsziele  
Kinder setzen sich - seit ihrer Geburt - als aktives Wesen mit ihrer Umtwelt auseinander und 
treiben auf diese W eise die eigene Entwicklung voran. Kinder sind eigenständige Akteure ihrer 
kindlichen Bildung und Entwicklung. Die ersten drei Lebensjahre sind besonders prägend: 
zwischen enormer Entwicklungsgeschwindigkeit und gleichzeitig hoher Sensibilität und 
Verletztlichkeit machen Säuglinge und Kleinkinder grundlegende Erfahrungen für ihre späteren 
Entwicklungsschritte.  
Kinder haben eigene Ideen von sich selbst und der Welt (Selbst- und Weltwahrnehmung). Neue 
Erfahrungen versuchen Kinder zunächst in Einklang mit bereits bestehenden Denksturkturen zu 
bringen (Assmilisation). Kinder eignen sich dann neue Denkmuster und Handlungsstrategien 
an, wenn sie Erfahrungen nicht mehr mit den alten Mustern beantworten, sondern ihre 
Handlungs- und Denkmöglichkeiten erweitern könne n (Akkomodation). 
(Entwicklungsstufenmodell von Jean Piaget ) Hier belgeiten die Fachkräfte die Kinder bei der 
Entwicklung von Antworten, Handlungs-, und Lösungskompetenzen.  
Bildungsräume bzw. -anlässe sollten in der Weise gestaltet sein, dass die gewählten Themen… 
 für die Kinder relevant und interessant sind (Sinnhaftigkeit). 
 so gestaltet sind, dass die Kinder sie verstehen können (Verstehbarkeit). 
 für die Kinder im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu bewältigen sind (Handhabbarkeit). 
Kinder fühlen sich durch Im pulse und Anregungen besonders dann angesprochen, wenn sie 
emotional beteiligt sind und sich den Dingen über sinnliche Erfahrungen nähern. Den 
Fachkräften eröffnen sich auf diese Weise vielfältige Anlässe alltagsintegrierter 
Sprachförderung. 
Das Lernen in sozialen Gruppen ist ein weiteres Ziel der Bildungsarbeit. In der Gruppe werden 
nochmals ganz andere Ideen und Lösungen entwickelt, wie Kinder es alleine für sich entwickeln 
könnten. Lernen vollzieht sich zum größten Teil in sozialen Austauschprozessen. In  
gemeinsamen Lernprozessen werden wichtige soziale Fähigkeiten entiwickelt und gestärkt, 
sowie kulturelle und gesellschftliche Werte, Regeln und Praktiken erfahren und gemeinsam 
kultiviert.  
Vielfalt und Verschiedenheit gehören zum Alltag unserer Kita. Wir  setzen uns mit 
Gemeinsamkeiten, Stärken und Unterschieden der Kinder auseinander und lernen mit den 
Kindern einen wertschätzenden und respektvollen Umgang in der Gruppe.

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Die pädagogischen Fachkräfte reflektieren ihr sprachliches Handeln und nutzen im Kita -Alltag 
eine Vielzahl an Situationen für die sprachliche Bildung. Gemeinsam entwickeln wir neue 
Sprachangebote für Kinder und Familien. Dabei ist uns die Berücksichtigung der Vielfalt der 
Familien und einzelnen Kinder sehr wichtig.  
„Sprachliche Bildung“ u mfasst alle Anlässe, Situationen und Prozesse bei denen eine 
Sprachanregung des Kindes und seiner Bezugspersonen erfolgt. Mit der sprachlichen Bildung 
unterstützen wir die natürliche Sprachentwicklung des Kindes. Ein umfassendes, anregendes 
Sprachangebot sowie die Anregung der Sprechfreude des Kindes sind hier besonders wichtig. 
Durch den Grundstein einer frühen sprachlichen Bildung leisten wir einen wichtigen Beitrag zur 
Chancengleichheit für die Teilnahme und Teilhabe an unseren Bildungsangeboten.  Durch die 
Teilnahme von fünf DRK -Kindertageseinrichtungen am Bundesprogramm „Sprach -Kitas: Weil 
Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ haben wir 
einen wertvollen Erfahrungsschatz und  
umfangreiches Fachwissen im Team der DRK -
Kindertageseinrichtungen aufbauen können . 
Die zusätzlichen Fachkräfte für sprachliche 
Bildung qualifizieren das gesamte Team und 
bringen professionelle Beratungskompetenzen 
für Familien mit ein. Für Kinder entwickeln sie 
individuelle Sprachförderangebote und 
Methoden alltagsintegrierter sprachli cher 
Bildung. 
Auch die Entwicklung der persönlichen Identität ist ein wichtiges Bildungsziel. Die Kinder sollen 
ausreichend Erfahrungen in der Kita sammeln, um ihr Selbstwertgefühl zu bestärken und 
Selbstverantwortung zu übernehmen. Kinder sollen sich als gesellschaftliches und individuelles 
Wesen begreifen: sie vertreten in der Gruppe ihre eigene Position und können diese mit der 
Umwelt in Einklang bringen.  
Letztendlich stellt sich auch die Frage, wie Kinder für ihre 
weitere Bildungsbiografie durch die K indertageseinrichtung 
unterstützt werden können? Umbrüche und Diskontiutäten 
sind mit die größten Herausforderungen, denen sich Kinder in 
unserer Zukunft stellen müssen. Sowohl das Privat -, wie auch 
das berufliche Leben hat sich so ausdifferenziert, dass 
Umbrüche und Veränderungen Teil wahrscheinlich jeder 
Biografie sind. Im Elementarbereich sollen die Kinder eine 
solche Selbstsicherheit aufbauen, dass sie in der Lage sind, 
Verunsicherungen und Veränderungen auszuhalten und mit vielfältigen Handlungsstrategien zu 
antworten.  
7.2 Erweitertes Bildungsangbot durch externe Anbieter 
In der Kooperation mit externen Bildungseinrichtungen bzw. Dienstleistern ergänzen wir die 
pädagogische Arbeit der Teams. Auf diese Weise bieten wir eine zusätzliche Vielfalt an

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Bildungsangeboten, die die Diversität unserer Einrichtung wiederspiegeln. Wir nutzen die 
externen Angebote auch dahingehend, neue Impulse in die eigene pädagogische Arbeit 
aufzunehmen und stützen diese Synergieeffekte durch die spezifische Fortbildung von 
Mitarbeiter*innen.  
Angebote und Aktionen musisch -ästethischer Bildung  bieten den Kinder Möglichkeiten, 
schöpferisch tätig zu sein, musikalischen, tänzerischen, emotionalen und sprachlichen 
Ausdruck zu erfahren. Beim Musizieren sollen die Kinder der Kita Aufmer ksamkeit für das 
entwickeln, was klingt. Sie erleben, wie Dinge klingen, wie sie Töne auslösen oder variieren 
können. Auch erfahren die Kinder, dass Musik Emotionen und Phantasien anregen und 
ausdrücken kann. Geräusche, Klänge, Körperbewegung, Worte, Rhyth men eröffnen den 
Kindern neue Ausdrucks- und Erfahrungsräume.  
In Kooperation mit der Jugendkunstschule Münster e.V. bieten der DRK -Kreisverband Münster 
e.V. und die DRK Münster Sozialwerk gGmbH Angebote aus den Bereichen Musik, Tanz und 
Theater in den DRK-Kitas an. Das Angebot entwickelt sich in enger Zusammenarbeit zwischen 
dem pädagogischen Team und den Mitarbeiter*innen der Jugendkunstschule.  
Darüber hinaus nutzen wir die vielfältige Landschaft von Leistungsanbietern in Münster, um - je 
nach Bedürfnislage der Kindertageseinrichtung und Kinder - externe pädagogische Angebote in 
die eigene Bildungsarbeit zu integrieren. Hierzu gehören beispielsweise motopädische 
Angebote zur gezielten Bewegungsförderung oder auch Kinderyoga -Angebote für alternative 
Bewegungsangebote in Form von Entspannung. Gleichzeitig findet eine Qualifizierung der 
Fachkräfte durch die Teilnahme und Mitbegleitung statt. Die unterschiedlichen Professionen 
bereichern unsere Kita-Gemeinschaft.  
7.3 Entwicklungs- und Bildungsdokumentation  
Die Entwicklungs- und Bildungsdokumentation besteht aus zwei Bausteinen: alltagsintegrierte 
wahrnehmende Beobachtung und die anschließende Dokumentation. Nach § 13b KiBiz ist die 
Entwicklungs- und Bildungsdokumentation in Form von Portfolios oder anderen Fo rmen der 
Dokumentation (z. B. Lerngeschichten, (halb -)standardisierte Instrumente der Beobachtung, 
Fragebögen etc.) zu leisten. Auf diese Weise werden die Bildungsprozesse der Kinder 
beobachtet, dokumentiert und für die weitere Bildungsarbeit mit dem Kind verwendet.  
In der Entwicklungs- und Bildungsdokumentation werden folgende Bereiche dokumentiert:  
 die Entwicklungsschritte und Lösungswege eines Kindes 
 die wichtigen Themen des Kindes (z. B. mit der Dokumentation von „Werken“ des Kindes) 
 die Art und Weise, wie sich das Kind Wissen aneignet 
 bevorzugte Spielpartner und Spielpartnerinnen  
 beliebte Spielbereiche des Kindes 
 Themen, von denen das Kind vorzugsweise erzählt  
Darüber hinaus können weitere Instrumente zur Erhebung des Entwicklungsstandes in der 
Entwicklungs- und Bildungsdokumentation eingesetzt werden. Außerdem führen wir mit allen 
Kindern den BaSiK -Sprachbeobachtungsbogen durch. Hier werden besondere

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Unterstützungsbedarfe der Kinder sichtbar, auf die mit gezielten und alltagsintegrierten 
Angeboten sprachlicher Bildung reagiert wird. 
Mindestens einmal im Kindergartenjahr wird den Eltern ein Entwicklungsgespräch angeboten. 
Die Entwicklungs- und Bildungsdokumentation ist Grundlage dieser Gespräche. Kontinuierlich 
stehen wir mit den Eltern in Kontakt, um die Bildungs- und Entwicklungsprozesse ihrer Kinder 
zu besprechen und die sich daraus ableitenden weiteren Bildungswege zu vereinbaren.  
Die Erkenntnisse werden mit den Eltern in Elterngesprächen besprochen und werden  
fortlaufend in der pädagogischen Arbeit mit umgesetzt.  
8 Inklusive Pädagogik 
Die Inklusive Pädagogik ist ein 
Prozess der Entwicklung und 
Gestaltung eines angemessenen 
Bildungs-, Erziehungs - und 
Entwicklungsraum für alle Kinder. 
Die pädagogische Förderung von 
Kindern mit erhöhtem Förderbedar f 
ist Teil der inklusiven Grundhaltung. 
Kinder mit und ohne Behinderung 
bzw. besonderem Förderbedarf 
nehmen gemeinsam an den 
pädagogischen Angebot en und der 
Förderung in der 
Kindertageseinrichtung teil.  Kinder 
mit einem besonderen Förderbedarf werden mit d em Antrag auf Förderung von Kindern mit 
Behinderung beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe besonders unterstützt.   
Inklusion in der DRK -Kindertageseinrichtung ist kein optionales Zusatzprogramm, sondern ein 
das ganze Team und alle Arbeitsbereiche betreffende Leitgedanke, der eine kontinuierliche und 
professionelle Reflexion mit dem Ziel der gleichberechtigten Teilhabe und Beteiligung aller 
Kinder erfordert. Inklusion ist eine Aufgabe des gesamten Teams der DRK -
Kindertageseinrichtung. Die zusätzlichen Fach kräfte für Inklusion nehmen an Arbeitskreisen, 
organisiert und geleitet von der Fachberatung des Trägers teil.  
Die Anerkennung der Vielfalt von Lebenslagen und Lebensentwürfe n der Familien ist eine 
wichtige Voraussetzung zur Entwicklung einer inklusiven H altung, einer inklusiven Konzeption 
sowie einer inklusiven Handlungspraxis in den DRK -Kindertageseinrichtungen. Einrichtungen 
und Angebote stehen damit vor der Herausforderung, für alle Formen und Inhalte dieser Vielfalt 
offen zu sein und Angebote zu entwi ckeln, in denen sich Menschen in ihren Lebensbezügen 
diskriminierungsfrei wiederfinden und an denen sie barrierefrei teilhaben können. 
Gemäß dem Grundgedanken inklusiver Pädagogik soll jedes Kind seiner individuellen 
Entwicklung und seinen Bedürfnissen ent sprechend begleitet und unterstützt werden. Die 
inklusive Pädagogik spricht nicht nur Kinder mit Behinderung an, sondern alle Kinder. Die

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Kinder werden dazu befähigt, die unterschiedlichen Bedürfnisse und Fähigkeiten in der sozialen 
Gruppe wahrzunehmen, zu  respektieren und Rücksicht zu nehmen. Das solidarische 
Miteinander wird gemeinsam in der Gruppe geübt und gepflegt.  
Zur Förderung sozialer Lernprozessen werden alle Kinder an der Entwicklung von Regeln und 
Absprachen für das gemeinsame Spielen und Lernen  beteiligt. Das Recht der Partizipation in 
der Kindertageseinrichtung schließt kein Kind aus.  
9 Eingewöhnungskonzept 
Eine sensible Eingewöhnung der Kinder 
liegt den pädagogischen Fachkräften 
besonders am Herzen, damit sich die 
Kinder in der DRK -Kita wohl fühlen und sie 
die Kinder in ihrer Entwicklung bestmöglich 
begleiten können. Auch bietet die 
Eingewöhnungszeit den Eltern die 
Möglichkeit, gemeinsam mit ihrem Kind gut 
in unserer DRK -Kindertageseinrichtung 
anzukommen.  
Das Ziel der Eingewöhnung liegt darin, dass 
das Kind zu den pädagogischen Fachkräften eine verlässliche und nahe Beziehung aufbauen 
kann. Dazu braucht das Kind die Unterstützung der Eltern. Nur wenn die Eltern ihr Kind in der 
Eingewöhnung verlässlich begleiten und ihm ein Gefühl der Sicherhe it vermitteln, kann es sich 
dem neuen Ort der Kindertageseinrichtung und den neuen Bezugspersonen neugierig  und 
liebevoll zuwenden. Die Eingewöhnung in der DRK-Kindertageseinrichtung erfolgt in Anlehnung 
an das Berliner Eingewöhnungsmodell.  
Die Eingewöhnungszeit dauert etwa zwei bis drei Wochen. Das Kind wird von einem Elternteil 
in der Eingewöhnung begleitet. In manchen Fällen dauert die Eingewöhnung von Kindern etwas 
kürzer oder länger. Während dieser Zeit soll das Kind die Räumlichkeiten, die Rituale, d ie 
Tagesstruktur, die Regeln, die Menschen und die Angebote in Ruhe kennenlernen. 
In den ersten Gesprächen werden den Eltern die Grundzüge des Eingewöhnungsmodells 
erläutert und gemeinsam werden die gegenseitigen Erwartungen und Vorstellungen zur 
Eingewöhnung des Kindes besprochen.  
In den ersten drei Tagen bleibt ein Elternteil mit dem Kind im Gruppenraum, um eine erste 
Vertrautheit mit dem neuen Ort, den anderen Kindern und seiner Bezugserzieherin zu 
ermöglichen.  
Aufgabe des Elternteils ist es, einen „si cheren Hafen“ für das Kind zu bilden. Das bedeutet, 
dass sich das Elternteil gegenüber dem Kind zwar passiv aber aufmerksam verhält. Sie 
drängen ihr Kind nicht zu Aktionen oder Kontaktaufnahmen, sondern unterstützen das Kind und 
geben ihm Sicherheit, indem sie positiv auf alle Signale des Kindes mit Blickkontakt, Ansprache 
oder Annäherung reagieren.

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In der Regel findet am vierten Tag das erste Mal eine kurze Trennung statt. Die erste 
Trennungssituation wird vorab zwischen dem Elternteil und der pädagogisch en Fachkraft 
besprochen. Das Elternteil verabschiedet sich vom Kind und wartet einen kurzen Moment 
außerhalb der Gruppe. Je nachdem, wie das Kind reagiert, dauert die Trennungsphase 
zwischen zwei und dreißig Minuten. 
Wenn das Kind die Trennung akzeptiert, finden tägliche Trennungen mit zunehmender zeitlicher 
Ausdehnung statt. Wichtig ist, dass sich das Elternteil immer vom Kind verabschiedet und 
vielleicht sogar ein gemeinsames Abschiedsritual entwickelt wird.  
Zum Ende der Stabilisierungsphase nimmt sich d as Elternteil immer mehr zurück und gibt der 
pädagogischen Fachkraft die Möglichkeit, als Erste auf die Signale des Kindes zu reagieren. So 
können die Eltern und die pädagogischen Fachkräfte gemeinsam daraufhin arbeiten, dass das 
Kind eine verlässliche Bez iehung zur pädagogischen Fachkraft aufbaut. Auch die 
Pflegeroutinen werden zunehmend von der Fachkraft übernommen.  
Die Eingewöhnung des Kindes ist dann abgeschlossen, wenn das Kind die pädagogische 
Fachkraft als sichere Basis akzeptiert hat und sie das Ki nd auch nachhaltig trösten kann, 
nachdem sich das Elternteil von dem Kind verabschiedet hat. Das Kind besucht die DRK -
Kindertageseinrichtung zunehmend mit Freude und fügt sich in die Gruppe ein.  
10 Partizipation von Kindern  
Die Partizipation der Kinder b eginnt damit, dass die Fachkräfte ausreichend über die Rechte 
von Kindern informiert sind und diese in den pädagogischen Alltag umzusetzen wissen. Die 
Motivation zur Partizipation von Kindern entspringt allerdings nicht nur dem Recht auf 
Beteiligung von Ki ndern, sondern auch der fachlichen Haltung der pädagogischen Fachkräfte, 
die Kinder aufgrund eines entsprechenden Bildes vom Kind zu beteiligen und Beschwerden von 
Kindern wahrzunehmen, zu zulassen und zu bearbeiten.  
In der Kindertageseinrichtung gibt es Entscheidungen, die Fachkräfte treffen müssen. Es gibt 
aber auch Entscheidungen, an denen die Kinder alters - und entwicklungsgerecht beiliegt 
werden sollen und können.  
Die Leitung der DRK -Kita verständigt sich mit ihrem Team, wie die alters - und 
entwicklungsgerechte/reifeangemessene Beteiligung der Kinder in der DRK -
Kindertageseinrichtung konkret umgesetzt wird.  
Als Grundlagen für die Partizipation von Kindern können folgende Voraussetzungen genannt 
werden:  
 Information: Kinder haben das Recht auf umfassende Information. 
 Transparenz: Kinder erfahren, wie sie sich beteiligen können.  
 Freiwilligkeit: Kinder entscheiden selbst, ob und wie sie ihre Rechte in Anspruch nehmen. 
 Verlässlichkeit: Kinder können sich darauf verlassen, dass sie ihre Rechte wahrnehmen 
können. 
 Unterstützung: Kinder werden individuell bei der Wahrnehmung ihrer Rechte unterstützt.

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Der Wille von Säuglingen und Kleinstkindern äußert sich in der Regel nicht sprachlich, sondern 
durch Mimik, Gestik und jeden körperlichen Ausdruck von Wohl - und Unwohlsein. Für die 
Partizipation der sehr jungen Kinder arbeiten und agieren die pädagogischen Fachkräfte in 
hohem Maße feinfühlig. Die pädagogische Fachkraft interpretiert die kindlichen Signale aus der 
Perspektive des Kindes und nicht aus der Eigenpersp ektive heraus. Sie reagiert angemessen 
und prompt auf die Signale des Kindes, damit dieses eine Verbindung zwischen den eigenen 
Signalen und der Reaktion der Bezugsperson herstellen kann. Dadurch wird das Kind in die 
Lage versetzt aktiv am Geschehen teilzu nehmen. Bei den Hygienetätigkeiten darf das Kind 
beispielsweise mitentscheiden, von welcher pädagogischen Fachkraft das Kind gewickelt 
werden möchte oder nicht. Beim Einkauf von Lebensmitteln werden die Kinder beispielweise an 
der Auswahl von Lebensmitteln beteiligt.  
Partizipation von Kindern stärkt die Kinderrechte und schützt vor Missbrauch.  
 
11 Gemeinschaftsverpflegung 
Eine Hauswirtschaftskraft bereitet täglich ein 
ausgewogenes Mittagessen  für die 
Tagesstättenkinder zu. Die Kindertageseinrichtungen 
werden durch apetito mit tiefkühlfrischen Zutaten für 
das Mittagessen beliefert. Zusätzlich  werden die 
Kindertageseinrichtungen von regionalen 
Lebensmittelanbietern und Bauerhöfen  mit Obst, 
Getränken, Gemüse und Milchprodukten beliefert.  
Die Kinder essen in der Zeit von 11.30 bis 13.00 Uhr.

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Sie werden in den jeweiligen Gruppen von zwei pädagogischen Fachkräften beim Essen 
begleitet.  
Die Mahlzeiten werden mit frischem Salat, Rohkost oder Gemüse ergänzt. Zum Nachtisch 
erhalten die Kinder frisches Obst, Joghurt oder eine Quarkspeise. Auf kulturelle, religiöse und 
medizinische Besonderheiten im Umg ang mit Nahrungsmitteln wird selbstverständlich 
Rücksicht genommen.  
12 Ruhephasen im Tagesablauf 
Nach dem Mittagessen und dem Zähneputzen 
beginnt für die Kinder die Ruhephase. 
Die jüngeren Kinder haben einen eigenen 
Schlafplatz in der Kita. In einem abge dunkelten 
Raum mit entspannter Atmosphäre schlafen die 
Kinder ca. ein- bis anderthalb Stunden.   
In dieser Zeit werden in de n Gruppen oder de n 
Nebenräumen Geschichten und Musik zur 
Entspannung gehört. Die älteren Kinder können sich auf Decken und Kissen ausruhen. 
13 Zusammenarbeit mit Familien 
Die Familie ist der erste und wichtigste Bindungs- und 
Bildungsort für Kinder. Die pädagogischen Fachkräfte arbeiten 
mit den Eltern bei der Bildung, Betreuung und Erziehung der 
Kinder partnerschaftlich und vertrauens voll zusammen. Die 
Zusammenarbeit orientiert sich am Wohl des Kindes und 
sichert die Kontinuität in ihrem Entwicklungsprozess.  
Die Eltern haben einen Anspruch auf regelmäßige Information 
über den Stand des Bildungs - und Entwicklungsprozesses ihres Kindes. Mindestens einmal im 
Kindergartenjahr findet ein gemeinsames Gespräch über die Entwicklung des Kindes, seine 
besonderen Interessen und Fähigkeiten sowie geplante Maßnahmen der gezielten Förderung 
statt. Die Kita-Teams beraten und unterstützen die Familien  im Rahmen ihrer Kompetenzen zu 
wichtigen Fragen der Bildung, Erziehung und Betreuung des Kindes (siehe § 9 KiBiz). 
In der Beteiligung der Eltern werden die Eltern als Mitwirkende im Betreuungs -, Erziehungs- 
und Bildungsprozess der Kinder einbezogen, indem  sie über Gremienarbeit in der Kita 
angesprochen und aktiv einbezogen werden.  
Der kontinuierliche Austausch zwischen der Kita-Leitung, den pädagogischen Fachkräften und 
den Eltern ist das Herzstück einer gelingenden Erziehungs - und Bildungspartnerschaft. Die 
Teams schaffen stets verschiedene Anlässe für Kommunikation und Information:  
 Tür- Angelgespräche

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 Eltern-und Entwicklungsgespräche 
 Schriftliche Elterninformation in Form von Aushängen und Elternbriefen 
 Elternabende zu verschiedenen (pädagogischen) Themen  
 Beteiligung und Mitwirkung der Eltern bei Festen und Feierlichkeiten 
Beschwerden und Sorgen der Eltern werden von den pädagogischen Fachkräften und der 
Leitung entgegengenommen. Abhängig vom Beschwerdeanlass suchen die Eltern das 
Gespräch zunächst auf der Gruppenebene oder direkt mit der Leitung. Um einen gleichen 
Informationsstand zu haben, tauschen sich die Leitung und die pädagogischen Fachkräfte über 
die Beschwerdeanlässe aus. Auch die Bereichsleitung als Vertretung des Trägers wird zur 
Bearbeitung einer Beschwerde hinzugezogen.   
Das KiBiz (Kinderbildungsgesetz) beschreibt in § 9a formelle Formen der Zusammenarbeit mit 
Eltern als Maßnahmen zur Förderung und Sicherung der Elternmitwirkung in der 
Kindertageseinrichtung: Elternversammlung, Elternbeirat, Rat der Kindertageseinrichtung.  
Bei Wahlen in den einzelnen Gremien haben Eltern eine Stimme je Kind. Ziel dieser 
Mitwirkungsgremien ist, das Interesse der Eltern für die Arbeit der Einrichtung zu fördern und 
die Zusammenarbeit zwischen den Eltern, päda gogischen Fachkräften und dem Träger zu 
stärken.  
13.1 Elternversammlung  
Die Eltern der Kinder, die die Einrichtung besuchen, bilden die Elternversammlung. Diese tagt 
mindestens einmal im Kindergartenjahr, spätestens am 10. Oktober des Jahres. In der 
Elternversammlung informiert der Träger alle Eltern über personelle Veränderungen, über 
pädagogische und konzeptionelle Angelegenheiten sowie über angebotene Öffnungs - und 
Betreuungszeiten. Zu den Aufgaben der Elternversammlung zählt die Wahl der Mitglieder de s 
Elternbeirates.  
13.2 Elternbeirat 
Der Elternbeirat vertritt die Interessen der Eltern gegenüber dem Träger und der Leitung der 
DRK-Kindertageseinrichtung. Das Mandat des Elternbeirates endet erst mit der Wahl eines 
neuen Elternbeirates. Der Träger muss den Elternbeirat rechtzeitig und umfassend über 
wesentliche Entscheidungen in Bezug auf die Einrichtung informieren und vor wichtigen 
Entscheidungen den Elternbeirat anhören. Hierzu gehören folgende Bereiche: die 
pädagogische Konzeption, die personelle Bes etzung, die räumliche und sachliche Ausstattung, 
die Hausordnung, die Öffnungszeiten, ein Trägerwechsel und die Aufnahmekriterien. 
Entscheidungen, die die Eltern in finanzieller Hinsicht tangieren, erfordern eine Zustimmung des 
Elternbeirates.  
13.3 Rat der Kindertageseinrichtung 
Der Rat der Kindertageseinrichtung tagt mindestens einmal jährlich und setzt sich zusammen 
aus Vertreter*innen des Trägers, des Personals und des Elternbeirates. Zu den Aufgaben 
gehören die Beratung in Angelegenheiten der Bildungs - und Erziehungsarbeit, hinsichtlich

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räumlicher, personeller und sachlicher Ausstattung sowie die Vereinbarung von 
Aufnahmekriterien. 
14 Kinderschutz  
Im Kinderschutz arbeiten die DRK-Kitas eng mit der DRK-Ärztlichen Kinderschutzambulanz und 
dem Jugendamt der Stadt Münster zusammen.  
Ein Leitfaden zum Handeln im Kinderschutz bietet den pädagogischen Mitarbeiter*innen 
Handlungssicherheit und fachliche Anleitung. Der Leitfaden ist allen Mitarbeitern bekannt und 
die DRK-Kitas werden bei der Umsetzung durch die Fachberatung unterstützt.  
Die DRK -Kinderschutzambulanz begleitet die DRK -Kindertageseinrichtungen in allen 
Situationen, in denen Anhaltspunkte einer Kindeswohlgefährdung beobachte t und 
wahrgenommen werden. Die DRK -Kinderschutzambulanz bietet neben der Ber atung im § 8a 
SGB VIII (Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung) auch eine anonyme Fallberatung an.  
Darüber hinaus arbeiten die DRK -Kitas in Münster mit einem Konzept , welches sowohl 
mögliche Macht- und Hierarchiebeziehungen zwischen Erwachsenen und Kinder n und auch 
Übergriffe unter Kindern thematisiert.  
Zum präventiven Kinderschutz gehört eine zweitägige  Fortbildung der pädagogischen 
Mitarbeiter*innen durch die DRK -Ärztliche Kinderschutzambulanz mit dem Schwerpunkt 
„sexueller Missbrauch“.  
Ein sexualpädagogisches Konzept entsteht in der Zusammenarbeit zwischen dem Träger und 
den Kindertageseinrichtungen und basiert auf den Erfahrungen aus der Präventionsschulung 
mit der Ärztlichen Kinderschutzambulanz. Das sexualpädagogische Konzept umfasst Themen 
zur Sexu alentwicklung von Kinder im Alter von 1 bis 6 Jahren und Pflegesituationen in der 
Betreuung der Kinder, wie zum Beispiel beim Wickeln und dem Begleiten des Toilettengangs. 
Außerdem beschreibt das Konzept den Umgang mit alters - und entwicklungsgerechtem 
Sexualverhalten der Kinder in der Kita und setzt sich mit dem professionellem Verhalten der 
Fachkräfte bei einem sexuellen Übergriff durch ein Kind auseinander und gibt hier 
Handlungssicherheit.   
15 Zusammenarbeit zwischen den DRK-Kitas und mit dem Träger 
Teamarbeit ist die Grundlage für eine gute pädagogische Arbeit innerhalb der Einrichtung. 
Gegenseitige Unterstützung, Flexibilität, Offenheit, Verlässlichkeit, genaue Absprachen und 
gegenseitige Akzeptanz halten wir für unerlässlich. Regelmäßig finden Klein - und 
Großteamsitzungen st att. Diese dienen dem Austausch, der Reflexion und der weiteren 
Planung. 
Die Kindertageseinrichtungen  und Familienzentren  in Trägerschaft des DRK -Kreisverbandes 
Münster und der DRK Münster Sozialwerk gGmbH stehen im regelmäßigen Dialog miteinander 
(z. B. monatliche DRK-Kita-Leitungssitzungen und AG´s zu unterschiedlichen 
Schwerpunktthemen). Sie unterstützen sich gegenseitig bei der Weiterentwicklung ihres

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pädagogischen Angebotes. Hilfestellungen erfahren sie dabei durch die Bereichsleitung und die 
pädagogische Fachberatung in Form von individuellen und regelmäßigen Beratungsterminen, 
Personalentwicklungsgesprächen, Leiter*innentagungen, Fortbildungen und Arbeitskreisen.  
Alle vier Wochen findet die Leitungssitzung aller DRK -Kindertageseinrichtungen unter Leitung 
der Bereichsleitung und der pädagogischen Fachberatung statt.  
Supervision, als Methode der Teamentwicklung, Fallberatung und persönlicher 
Weiterentwicklung, gehört zum Standard der DRK -Kindertageseinrichtungen. Sowohl die Kit a-
Leitungen wie auch die pädagogischen Fachkräfte können an Einzel - und 
Gruppensupervisionen teilnehmen.  
In Übereinstimmung mit geltendem Landesrecht sorgt der Träger für die Einhaltung 
quantitativer und qualitativer Standards auch bei der Besetzung des P ersonals. Er ist 
verantwortlich für die personelle Besetzung, Weiterqualifizierung, Fortbildung, Fachberatung 
und Supervision der pädagogischen Mitarbeiter*innen.  Auch Hilfestellungen bei administrativen 
Aufgaben sowie bei der Unterstützung und Förderung d es Personals gehören zur 
gemeinsamen Zusammenarbeit mit allen Kita-Mitarbeiter*innen. 
Die Leitziele des Trägers liegen in der Sicherung pädagogischer Qualität durch die Entwicklung 
neuer Qualitätsstandards sowie in der Schaffung gleicher Entwicklungs - und 
Bildungsmöglichkeiten für Kinder. Die Bereichsleitung und die pädagogische Fachberatung 
vermitteln Fachwissen an die Kita-Leitungskräfte und das gesamte Kita-Team. Sie erarbeiten 
gemeinsam mit den pädagogischen Mitarbeiter*innen bedarfsgerechte pädagogisch e und 
personelle Konzepte zur Weiterentwicklung und Sicherung der pädagogischen Qualität.  
Nicht nur bei der Entwicklung neuer Konzeptbausteine, sondern auch bei deren Umsetzung in 
die praktische Arbeit werden die pädagogischen Mitarbeiter*innen im regelmä ßigen Austausch 
mit der Bereichsleitung und der Fachberatung unterstützt.  
Darüber hinaus gibt es R aum und Gelegenheit zur fachlichen Weiterentwicklung und 
Synergieeffektiven innerhalb der DRK -Kindertageseinrichtungen mit der Initiierung von 
Arbeitskreisen, beispielweise zur Sprachförderung, Inklusion und Qualitätsentwicklung , die von 
der pädagogischen Fachberatung angeleitet werden.  
Selbstverständlich profitiert die DRK -Kindertageseinrichtung auch von weiteren Arbeitsfeldern 
der DRK Münster Sozialwerk gGm bH und des DRK -Kreisverbandes Münster e.V. , wie zum 
Beispiel der Ärztlichen Kinderschutzambulanz oder des Autismus -Therapiezentrums, deren 
Dienste wir regelmäßig in Anspruch nehmen. Die Ärztliche Kinderschutzambulanz begleitet alle 
DRK-Kindertageseinrichtungen im Kontext des Kinderschutzes in der Rolle der insoweit 
erfahrenen Fachkraft bei Gefährdungseinschätzungen. Darüber hinaus bietet die Ärztliche 
Kinderschutzambulanz eine anonyme Beratung für Fachkräfte bei Fragen in Fällen des 
Kindesschutzes an.

DRK Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
 
 
Seite 25 von 26 
Dezember 2019 
16 Zusammenarbeit mit Fachdiensten 
Wir arbeiten regelmäßig mit verschiedenen Fachdiensten zusammen, die wir als wertvolle 
Unterstützung und Ergänzung unserer Arbeit ansehen: 
 den Kinderärzten 
 den Logopäden 
 den Ergotherapeuten 
 der Frühförderstelle 
 dem Kommunalen Sozialdienst (KSD) 
 der DRK-Kinderschutzambulanz  
 
 
17 Zusammenarbeit mit dem Jugendamt 
Als übergeordnete Behörde unterstützt uns das örtliche Jugendamt bei der Einhaltung aller 
gesetzlichen Vorgaben und der Umsetzung des Bildungsauftrages. Die gute Zusamm enarbeit 
mit dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien der Stadt Münster ist ein wesentlicher Faktor 
für die erfolgreiche Umsetzung unseres pädagogischen Auftrages und Angebotes. Darüber 
hinaus stehen wir zum Thema Kinderschutz in einer gelungenen Kooperation mit dem 
Jugendamt im Sinne einer gemeinsamen Verantwortungsgemeinschaft. 
18 Qualitätsmanagement 
Der Träger entwickelte in den vergangenen Jahren neue Konzepte  für die Qualitätsentwicklung 
und Sicherung der pädagogischen Qualität für die  DRK-Kindertageseinrichtungen. In 
Zusammenarbeit mit den Trägervertretern ist die Leitung der DRK -Kindertageseinrichtung 
verantwortlich für die Qualitätssicherung und Entwicklung der pädagogischen Qualität in der 
täglichen pädagogischen Arbeit.  
Alle DRK -Kindertageseinrichtungen sind durch PädQuis gGmbH in Maßnahmen zur 
Qualitätsentwicklung und Sicherung von Qualität in Kindertageseinrichtungen zertifiziert. 
PädQuis gGmbH ist ein Forschungs - und Entwicklungsinstitut zur Qualifikation von 
Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Trägerorganisationen und pädagogischem 
Personal mit dem Ziel der dauerhaften pädagogischen Qualitätssicherung. 
Der Nationale Kriterienkatalog von Wolfgang Tietze und Susanne Viernickel (2016) dient der 
Beschreibung von Qualität in Tages einrichtungen für Kinder. Der Nationale Kriterienkatalog 
bietet mit 20 verschiedenen Qualitätsbereichen ein systematisches Instrument zur Gestaltung 
pädagogischer Arbeit, Evaluation und Weiterentwicklung. Jeder Qualitätsbereich ist in eine 
Checkliste mit m ehreren Qualitätskriterien überführt. Die Bearbeitung der Checkliste durch die 
pädagogischen Fachkräfte und die Leitung ermöglicht eine Beschreibung von Stärken und 
Schwächen und bietet eine Methode, diese gemeinsamen im Team zu diskutieren und als 
Ausgangspunkt von Prozessen der Qualitätsentwicklung zu setzen. 
Nach § 11 KiBiz erfordert die Umsetzung des Bildungs -, Erziehungs- und Betreuungsauftrages 
eine ständige Fortbildung der mit dem Auftrag betrauten Personen. Die Sicherung und

DRK Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
 
 
Seite 26 von 26 
Dezember 2019 
Weiterentwicklung der pä dagogischen Arbeit in der Tagesbetreuung bedarf einer 
kontinuierlichen Evaluierung. Die DRK Münster Sozialwerk gGmbH sorgt mit qualifizierter 
Fachberatung für bedarfsgerechte Fortbildungsmöglichkeiten. Die Fachberatung ermittelt die 
Fortbildungsbedarfe der pädagogischen Fachkräfte und setzt diese in Zusammenhang mit den 
gegenwärtigen Herausforderungen in der Tagesbetreuung von Kindern und den 
Qualitätsentwicklungsprozessen der DR K-Kindertageseinrichtungen mit externen Referenten 
um.  
Unsere DRK-Kindertageseinrichtungen in Münster präsentieren sich gemeinsam mit unserem 
DRK- Kreisverband Münster e.V. und den dazugehörigen Einrichtungen auf unserer Homepage 
im Internet unter www.DRK-muenster.de. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Text und Gestaltung: Anne Westendorf, Bereichsleitung; Kim Liebsch, pädagogische 
Fachberatung; Stand: Dezember 2019

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1343 Zeichen

DRK Münster Sozialwerk gGmbH - Zumsandestraße 25/27 - 48145 Münster

Stadt Münster

Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Sabine Trockel

Hafenstraße 30

48127 Münster

Münster, den 19.03.2020

Ausschreibung der Trägerschaft für eine Kindertageseinrichtung in
Münster-Schützenhof, Alte Post am Sankt-Josef-Kirchplatz

Verbindliches Angebot zur Übernahme der Trägerschaft
Ausschreibungs-Nr. 01/2019

Sehr geehrte Frau Trockel,

wir freuen uns über den stetig wachsenden Ausbau der
Kindertagesstättenplätze in Münster und beteiligen uns gerne an der
Ausschreibung zur Kita-Trägerschaft für eine 2-gruppige
Kindertageseinrichtung am Sankt-Josef-Kirchplatz.

Wir sind bereit, einen Trägeranteil von 4,0 % einzubringen.

Mit freundlichen Grüßen

ärfnelöre Böhnke-Bruns
Geschäftsführerin

Deutsches
Rotes
Kreuz

DRK Münster Sozialwerk
gemeinnützige GmbH

Fachbereich Kinder, Jugend
und Familien

Zumsandestraße 25/27
48145 Münster

Tel. 0251 3788-0

Fax 0251 3788-55
info@drk-muenster.de
www.drk-muenster.de

Geschäftsführerin
Hannelore Böhnke-Bruns

Bearbeiter/in

Anne Westendorf
Bereichsleiterin

Fachbereich Kinder, Jugend und
Familien

Tel. 0251 3788-22
Fax 0251 3788-55
anne.westendorf@drk-muenster.de

Amtsgericht Münster
Handelsregister-Nr. HRB 14637

Steuernummer
337/5906/1913

Bankverbindung
IBAN DEO4 4005 0150 0000 5514 32

Seite 1/1

Anlage_5.2_Kita_Süd_Konzept_AltePost

100590 Zeichen

„Unsere Arbeit gilt allen drei Hauptdarstellern des Erziehungsprozesses: 
                             dem Kind, den Erziehern und den Familien.“     (C.Rinaldi)  
           
zur Vorlage bei der Stadt Münster
Konzeptpapier
Projekt Karneval 2020
Bewerbung Alte Post 
am Sankt-Josefs-Kirchplatz

Inhaltsverzeichnis
Entstehung der Elterninitiative / Präambel............................................................................... 3
1. Die Elterninitiative als Träger der Kindertagesstätte......................................................... 5
1.1. Die Säulen des Trägers........................................................................................... 5
1.2. Vorstand.................................................................................................................. 6
1.3. Elternrat.................................................................................................................. 7
1.4. Elternschaft............................................................................................................. 8
1.5. Mitgliederversammlung........................................................................................... 9
1.6. Leitung und Team................................................................................................... 9
2. Qualitätsmanagement.................................................................................................... 11
2.1. Qualitätsentwicklung............................................................................................. 11
2.2. Beschwerdemanagement...................................................................................... 11
2.3. Dokumentation...................................................................................................... 12
3. Die Kindertageseinrichtung Kita Süd e.V........................................................................ 13
3.1. Die Leitung............................................................................................................ 13
3.2. Das Team.............................................................................................................. 13
3.3. Gruppenstruktur.................................................................................................... 14
3.4. Die Räumlichkeiten............................................................................................... 15
3.5. Außenanlage:........................................................................................................ 16
3.6. Die Öffnungszeiten der Kita.................................................................................. 16
3.7. Die Abläufe in der Kita........................................................................................... 17
3.7.1. Rituale....................................................................................................... 17
3.7.2. Tagesablauf............................................................................................... 17
4. Ziele und Methoden der pädagogischen Arbeit.............................................................. 20
4.1. Reggio-Pädagogik als Ausgangspunkt der pädagogischen Arbeit........................ 20
4.2. Unser Bild vom Kind.............................................................................................. 20
4.3. Die Rolle der Erzieherinnen und Erzieher............................................................. 20
4.4. Der Raum als „dritter Erzieher“.............................................................................. 21
4.5. Leitlinien der Kita................................................................................................... 21
4.6. Partizipation.......................................................................................................... 21
4.7. Geschlechtergerechte /Gendersensible Pädagogik............................................... 22
4.8. Inklusion – Kinder mit besonderen Teilhabebedürfnissen..................................... 23
4.9. Integration / Migration............................................................................................ 24
4.10. Prävention – Förderung und Schutz unserer Kinder.............................................. 25

5. Ziele............................................................................................................................... 28
5.1. Förderung der Basiskompetenzen........................................................................ 28
5.2. Förderung der sozialen Kompetenzen................................................................... 28
5.3. Förderung der lernmethodischen Kompetenzen.................................................... 28
5.4. Förderung der Selbstbildungspotenziale............................................................... 29
5.5. Förderung der motorischen Kompetenzen............................................................ 29
6. Schwerpunkt unserer Arbeit – Bildung:.......................................................................... 30
6.1. Bildungsbereich Gesundheitsförderung................................................................. 30
6.1.1. Ernährung.................................................................................................. 30
6.1.2. Zahngesundheit......................................................................................... 31
6.1.3. Suchtprävention......................................................................................... 31
6.1.4. Unfallprävention / Erste Hilfe..................................................................... 31
6.2. Bildungsbereich Bewegung:.................................................................................. 31
6.3. Bildungsbereich Natur und Kulturelle Umwelt:...................................................... 32
6.4. Bildungsbereich Spielen/Gestalten, Medien:......................................................... 33
6.5. Bildungsbereich Sprache:..................................................................................... 34
6.6. Projektarbeit.......................................................................................................... 34
7. Das Eingewöhnungskonzept.......................................................................................... 36
7.1. Warum uns eine fundierte Eingewöhnung so wichtig ist........................................ 36
7.2. Primäre Ziele der Eingewöhnung.......................................................................... 36
7.3. Die Struktur des Berliner Eingewöhnungsmodells…............................................. 37
7.4. Rahmenbedingungen, für die wir während der Eingewöhnungszeit sorgen.......... 37
7.5. Zeitlicher Ablauf der Eingewöhnung...................................................................... 38
7.5.1. Grundphase............................................................................................... 38
7.5.2. Trennungsphase........................................................................................ 38
7.5.3. Stabilisierungsphase.................................................................................. 39
7.5.4. Schlussphase............................................................................................ 39
8. Förderung und Betreuung von Kindern unter 3 Jahren................................................... 40
9. Vorschularbeit................................................................................................................ 41
9.1. Zusammenarbeit mit den Grundschulen................................................................ 41
10. Öffnung nach außen / Kooperationen / Vernetzungen.................................................... 42
11. Wirtschaftlichkeit............................................................................................................ 44
2

Entstehung der Elterninitiative / Präambel
Vor nun fast 34 Jahren hat die heutige Kita Süd als Elterninitiative im Südviertel gestartet. Die
Kinder von damals sind heute erwachsen, der Name der Kita hat sich ebenso verändert, wie
die  Adresse,  an  der  wir  zu  finden  sind.  Und  doch  ist,  war  und  soll  die  Kita  Süd  eine
Elterninitiative bleiben, die im Südviertel auf Basis der Reggio-Pädagogik vielen Kindern eine
Stätte  des  Wohlfühlens,  Entdeckens,  Geborgenseins  und  Erkundens  bietet  und  in  der
Wertschätzung, ein gleichberechtigtes offenes Miteinander, Toleranz und Akzeptanz sowie
herzlicher Umgang stets groß geschrieben werden. 
Wer sind wir:
Die Kindertagesstätte Kita Süd e.V. (in Folgenden Kita Süd e.V.) nahm am 01.03.1986 ihren
Betrieb auf, damals noch als Elterninitiative an der Westfälischen- Wilhelms-Universität mit
dem Namen „Kita an der WWU e.V.“. Getreu des Mottos „Nur wer sich ändert, bleibt sich
treu“ wurde 1998 die Entscheidung  getroffen, eine  wesentliche  Zugangsbeschränkung  in
Form der Zugehörigkeit zur WWU aufzugeben und sich grundsätzlich allen Eltern und damit
natürlich allen Kindern zu öffnen.  So ist auch in § 2 der Vereinssatzung als Zweck des
Vereins festgelegt, Kinder aus allen sozialen Schichten im Vorschulalter zu betreuen und
pädagogisch zu fördern.  Die neue Namensfindung war nicht schwer: Kita Süd e.V. mit dem
Elternverein „Kindertagesstätte Süd e.V.“ als Träger der Einrichtung. Denn das Südviertel
gehört zu uns wie wir zum Südviertel. Hier sind wir verwurzelt. 
Nachdem wir zunächst in der Friedrich-Ebert-Straße beheimatet waren, befinden sich unsere
Räumlichkeiten seit 2004 an der Hammerstraße. Seit Mai 2019 sind wir vorübergehend – bis
Februar 2020 – in die unmittelbare Nachbarschaft in die Räumlichkeiten des ehemaligen
Fliednerhauses  im  Fehrbellinweg  gezogen.  Ab  Mai  2022  soll  unsere  Einrichtung  in  fast
unmittelbarer Umgebung in der Alten Post am Sankt-Josefs-Kirchplatz unterkommen.
Bereits seit 2018 stehen wir im vermehrten Austausch mit dem Amt für Kinder, Jugendliche
und  Familien  in  Münster,  da  wir  eine  räumliche  Veränderung  anstreben  und  anstreben
müssen. Der Mietvertrag unserer aktuellen Räumlichkeiten ist befristet bis April 2024 und
eine  nochmalige  Verlängerung  aus  unternehmerischen  Gründen  des  Vermieters
ausgeschlossen. 
3

Die neue Kita in der Alten Post am Sankt-Josefs-Kirchplatz ab Mai 2022,  in der – genau wie
bei uns seit jeher – 30 Kinder im Alter von 4 Monaten bis zum Eintritt in die Schule in zwei
Gruppen betreut werden können, ist für uns als Träger nahezu maßgeschneidert.   
Wir können weiter in dem Viertel bleiben, in dem sich Team, Kinder und Eltern zu Hause
fühlen  und  welches  wir  täglich  im  Kitaalltag  schätzen.  Das  historisch  gewachsene
Südviertel,  welches  nach  einer  Veröffentlichung  des  dort  beheimateten
Südviertelbüros die  drei offiziellen Stadtteile Josef, Geist und Alter Schützenhof
umfasst, bietet ein vielfältiges Angebot,  das als in jeder Hinsicht „bunt“ und lebendig zu
beschreiben ist. Die Kinder und Erzieherinnen wie Erzieher finden umfassende Möglichkeiten
für Bewegungsaktivitäten, Naturlebnisse, Gesundheitsförderung und Verkehrserziehung, eine
hervorragende Anbindung für Ausflüge in die Stadt oder in die ländlichere Natur, aber auch
diverse Einkaufsmöglichkeiten für den Kitaalltag direkt vor der Haustür vor. Der Südpark mit
seinen verschiedenen Attraktionen ist seit jeher ein beliebtes Ziel für unsere U3 wie Ü3
Kinder. 
Die Fortführung der Kita Süd in der neuen Einrichtung würde das Altbewährte in neuem
Glanz weiterleben lassen. 
4

1. Die Elterninitiative als Träger der Kindertagesstätte
Ein funktionierender Träger ist für eine stabile Kita elementar. Vorrangige Aufgabe ist dabei
stets, die Finanzierung mit 3,4 % der Gesamtkosten zu gewährleisten. Die weiteren 96,6 %
der Kosten werden durch die Förderung der Stadt Münster und des Landes NRW getragen.
Die Kita Süd e.V. ist als eingetragener Verein ohne Gewinnabsicht organisiert. Unser Verein
ist anerkannter Träger der Jugendhilfe und Mitglied beim Dachverband „Eltern helfen Eltern
Münster e.V.“. Bei Aufnahme eines Kindes in unsere Kita wird für die Eltern der Vereinsbeitritt
erforderlich. Die einmali ge Aufnahmegebühr ist einkommensgestaffelt. Sodann zahlen die
Familien  monatlich  einen  Vereinsbeitrag  und  pro  Kitakind  werden  abhängig  von  der
jeweiligen Buchungszeit weitere monatliche Kosten für den Trägeranteil und das Essensgeld
fällig1. Auch von diesen Gebühren kann bei einkommensschwachen Familien abgesehen
werden.
Aus  unserer  Sicht  ist  die  Führung  der  Kita  durch  ein  kontinuierliches  und  verbindliches
ehrenamtliches Engagement der Eltern mit der Intention der Selbstverwaltung der Einrichtung
im  gleichwertigen  Schulterschluss  mit  dem  Team  ein  zentrales  Anliegen  in  der
professionellen Betreuung der Kinder innerhalb der Kitagemeinschaft. Deshalb betrachten wir
das Sich-Einbringen der Elternschaft sowie des Teams und der Kinder als Kernstück des
Trägers, um die gemeinsamen Ziele im Rahmen der Begleitung der Kinder zu erarbeiten und
weiterzuentwickeln. 
Die Instrumente zur Wahrung von Kontinuität bei infrastrukturell eingebettetem Wechsel der
verantwortlichen  Ansprechpersonen  des  Trägers  haben  sich  im  Laufe  der  Jahre  ohne
Wissensverlust eingespielt. Dieses Vorgehen und die Abläufe haben sich so gut entwickelt,
dass Eltern mit ihren persönlichen Fähigkeiten und individuellem Engagement gemeinsam
mit dem Team im konstruktiven Dialog und am Zahn der Zeit bleiben lässt.
1.1. Die Säulen des Trägers
Wir  verstehen  uns  als  eine  gemeinsame  Einheit,  in  der  die  Aufgaben  des  Kitabetriebs
gemeinsam angegangen und auf die verschiedenen tragfähigen Säulen des Trägers sowie
Team  und  Leitung  verteilt  werden.  Uns  zeichnet  aus,  dass  die  Zusammenarbeit  der
verschiedenen Beteiligten auf Augenhöhe geschieht. Wesentliche Entscheidungen werden in
1 Nähere Details sind dem Finanzplan zu entnehmen.
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gemeinsamer  Absprache  getroffen.  So  werden  ausgewogene  und  alle  Interessen
berücksichtigende Ergebnisse erzielt.
1.2. Vorstand
Unser Vorstand besteht aus sechs Personen, die aus dem Kreis der Elternschaft für jeweils
zwei Jahre gewählt werden. Um eine fortwährende Kontinuität zu gewährleisten, haben wir
die Wahlperiode so gelegt, dass eine vollständige Auswechslung des Vorstands durch die
ordentlichen  Wahlen  nicht  eintreten  kann.  Vorstandsaufgaben  werden  unter  Einhaltung
vereinsrechtlicher Normen als Mindestmaßstab und der Einhaltung der DSGVo dokumentiert
und geordnet an die jeweils folgenden Vorstandsmitglieder übergeben. 
Der Vorstand bildet sich regelmäßig z.B. durch Veranstaltungen des Dachverbandes “Eltern
helfen Eltern e.V.” fort. Zudem holt er professionellen Rat ein, wenn aufkommende Fragen
sich  nicht  mit  den  Kompetenzen  aus  den  eigenen  Reihen,  Team  oder  der  Elternschaft
beantworten lassen. So wird die Kita Süd e.V. beispielsweise von der proVedi GmbH, die
sich durch eine hohe Expertise im Kitabereich auszeichnet, unterstützt und beraten. Auch
das  Amt  für  Kinder,  Jugendliche  und  Familien  sowie  “Eltern  helfen  Eltern  e.V.”  stellen
verlässliche und fachkompetente Ansprechpartner für uns dar. Darüber hinaus besteht ein
regelmäßiger Austausch mit Vorständen anderer Elterninitiativen in der Stadt.
Neben den Funktionen eines Vorsitzenden oder einer Vorsitzenden, eines Kassenwarts oder
einer Kassenwartin sowie einer zur Schriftf ührung beauftragten Person nimmt der Vorstand
verschiedene Aufgaben der Verwaltung wahr. 
Der Vorstand ist maßgeblich verantwortlich für die Finanzen und übernimmt die monetären
Kitaangelegenheiten.  Zudem  sieht  sich  der  Vorstand  in  der  Verantwortung,  regelmäßige
Spenden zu akquirieren, um etwaige Neuanschaffungen zu ermöglichen, Projekte der Kinder
zu  finanzieren  oder  bspw.  durch  spendenfinanzierte  Maßnahmen  die  Gesundheit  der
Mitarbeitenden zu fördern. 
Weiter ist bei ihm die Personalaufsicht verankert und er hat Personalentscheidungen zu
treffen. Hier sind die enge Zusammenarbeit und ein regelmäßiger Austausch mit der Leitung
von  zentraler  Bedeutung.  Gemeinsam  werden  Vorstellungs-  und  Personalgespräche
durchgeführt und der Vorstand fungiert als weiterer Ansprechpartner für die Teammitglieder. 
Auch  kümmert sich  der Vorstand  um Mietangelegenheiten,  arbeits-, versicherungs-  oder
andere  rechtliche  Fragen  und  hat  die  Verantwortung  für  die  Einhaltung  aller
6

bereichsspezifischer Vorgaben und Normen. Diese sind uns als langjähriger Betreiber einer
Kita bekannt und für Vorstand wie Team und Leitung auch Maßgabe des weiteren Handelns. 
Schließlich übernimmt der Vorstand auch wichtige Funktionen in der Außenvertretung. Bei
der Öffentlichkeitsarbeit und der Präsentation der Kita werden gemeinsame Absprachen mit
dem  Team  getroffen,  um  die  Kita  angemessen  zu  repräsentieren  (z.B.  Pflege  und
Weiterentwicklung  der  Homepage,  Absprachen  zur  Spendenakquise,  Vernetzung  mit
stadtweiten Kooperationspartnern sowie mit den relevanten Einrichtungen im Sozialraum).
Auch  die  Entscheidung  über  die  Aufnahme  neuer  Kinder  unter  Anwendung  des  Kita-
Navigators  sowie  nachrangiger  kitaeigener  Kriterien  wie  z.B.  Geschwisterkind  oder  Alter
obliegt in Absprache mit der Leitung dem Vorstand. 
Die Vorstandssitzungen werden gemäß der Vereinssatzung protokolliert und – soweit nicht
vertraulich  –  den  anderen  Eltern  der  Kita  öffentlich  gemacht.  Da  für  ein  Arbeiten  auf
Augenhöhe  die  gegenseitige  Information  und  der  gemeinsame  Austausch
Basisvoraussetzungen sind, nimmt die Leitung an den monatlich stattfindenden ordentlichen
Vorstandssitzungen  teil,  um  auch  gegenüber  dem  Team  einen  transparenten
Informationsfluss zu gewährleisten. Zudem besuchen einzelne Mitglieder des Vorstands rund
alle  zwei  Monate  die  wöchentlich  stattfindenden  Teamsitzungen.  Darüber  hinaus  findet
zweimal  jährlich  ein  informelles  Beisammensein  von  Vorstand  und  Team in  Form  eines
gemeinsamen Sommergrillens sowie eines Weihnachtsessens statt. 
1.3. Elternrat
Der Elternrat besteht aus drei ehrenamtlich tätigen Personen aus der Elternschaft. Auch der
Elternrat  arbeitet  eng  mit  dem  Vorstand  und  dem  Team  zusammen.  Er  hat  vor  allem
organisatorische  Aufgaben.  Zugleich  fungiert er als  weiteres  Bindeglied  zwischen  Team,
Eltern  und  Vorstand.  Auch  er  kann  jederzeit  Anregungen  und  Beschwerden
entgegennehmen,  pflegt  den  sog.  „Kummerkasten“  und  kann  bei  Bedarf  als
Vertrauensperson vermitteln. 
Dem Elternrat kommt zudem die Aufgabe zu, die von den Eltern zu übernehmenden Dienste
inhaltlich aufzuschlüsseln, zu verteilen und die erforderlichen Materialien vorzuhalten. Weiter
ist dieses Gremium in enger Absprache mit dem Team in die Durchführung von Kita-Festen
und die Planung der jährlichen Kita-Fahrt eingebunden. 
7

Zu Beginn des neuen Kitajahres begrüßt er gemeinsam mit der Leitung die Eltern der neu
aufgenommenen Kinder im Zuge eines Kennenlernnachmittages. Hierbei haben die neuen
Eltern  Gelegenheit,  sich  untereinander  kennenzulernen,  Fragen  zu  stellen  und  erste
Eindrücke von der Kita zu erhalten.
1.4. Elternschaft
Alle Eltern tragen die Verantwortung für die Erhaltung und Pflege der Einrichtung. Neben der
täglich  stattfindenden  Grundreinigung  durch  eine  professionelle  Reinigungsfirma  wird
monatlich  ein  zusätzlicher  Reinigungsdienst  durch  die  Eltern  bewerkstelligt.  Daneben
übernimmt jede Familie jährlich pro Kind zwei sog. Hofdienste zur Pflege und Aufbereitung
der Außenflächen (Fegen des Hofes, Säubern der Spielgeräte, Rasenmähen, etc.). Neben
diesen regelmäßigen Diensten finden bei entsprechenden Anlässen weitere Elternaktionen
statt, so z.B. der Austausch des Sandkastensands, die Renovierung unseres Ateliers oder
der Rückumzug vom ehemaligen Fliednerhaus in die Räumlichkeiten der Hammerstraße.
Schließlich wird auch der Winterdienst von den Eltern übernommen und es stellen sich Eltern
zur Verfügung, um kleinere typische Hausmeistertätigkeiten zu übernehmen. 
Diese  Elterndienste  und  Elternaktionen  sind  einerseits  sinnvoll  und  erforderlich,  um  die
finanziellen  Ressourcen  zu  schonen,  andererseits  sind  sie  probates  Mittel,  um  das
Miteinander, den Austausch, das Zugehörigkeitsgefühl zur Kita und das Gemeinschaftsgefühl
der Eltern untereinander zu stärken. Dies wird unterstützt z.B. durch ein Intranet auf unserer
Homepage.  
Das  Team  der  Kita  und  die  Eltern  stehen  zueinander  in  einem  Verhältnis  der
Erziehungspartnerschaft.  Hier  ist  von  besonderer  Bedeutung,  miteinander  ein
vertrauensvolles  Verhältnis für die  Zusammenarbeit zu entwickeln.  Ein  wichtiger Teil  der
Zusammenarbeit der Eltern und des Teams in Bezug auf die Entwicklung der Kinder ist das
persönliche  Gespräch  der  Erzieherinnen  und  Erzieher  mit  den  Eltern.  Elterngespräche
können bei Bedarf spontan und zeitnah miteinander vereinbart werden, finden aber auch im
regelmäßigen  Turnus  statt.  Hier  wird  zusammengetragen,  wie  sich  derzeit  die  familiäre
Situation  des  Kindes  gestaltet  und  wie  das  Kind  sich  im  Gruppengeschehen  zeigt.  Die
Gespräche  sind  ein  wichtiges  Instrument  und  zugleich  ein  wichtiger  Austausch  aller
Beteiligten,  um  eine  Gesamtsicht  auf  das  Kind  zu  ermöglichen  und  es  gemeinsam  zu
begleiten. Neben den Elterngesprächen finden in der Regel alle zwei Monate Elternabende
statt. Die Termine werden zum Anfang eines Kitajahres für das ganze Jahr vereinbart. Die
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pädagogischen Themen der Elternabende ergeben sich aus dem Alltag der Kita. Die Eltern
werden  auf  den  Elternabenden  auch  über  Gruppensituation,  Ausflüge,  Angebote  etc.
informiert. Ebenfalls  werden verwaltungstechnische  und organisatorische Aspekte erörtert
und  gegebenenfalls  Aufgabenverteilungen  festgelegt. Jeder Elternabend  wird  protokolliert
und allen Eltern zugänglich gemacht.
1.5. Mitgliederversammlung
Die Mitgliederversammlung ist das oberste beschlussfassende Organ der Kitagemeinschaft
und findet gemäß unserer Vereinssatzung regelmäßig, mindestens jährlich statt. Hierzu wird
schriftlich  und  unter  Angabe  der  Tagesordnung  einberufen.  Zudem  kann  sie,  wenn  das
Interesse  des  Vereins  es erfordert, auch außerordentlich  einberufen  werden, bzw. wenn
wenigstens  ein  Drittel  sämtlicher  Mitglieder  unter  Angaben  mindestens  eines
Tagesordnungspunktes diese schriftlich verlangt.  An der Mitgliederversammlung nimmt auch
die  Leitung  teil. Die  Aufgaben  der  Mitgliederversammlung  sind  enumerativ  in  der
Vereinssatzung niedergelegt. 
So  kann  sie  über  alle  die  Kita  betreffenden  Themen  hinsichtlich  der  Pädagogik,  der
Organisation und der Finanzen beraten. Sie führt die Wahlen der Vorstandsmitglieder sowie
Kassenprüferinnen  und  -prüfer  durch,  setzt  Beiträge  fest  und  beschließt  etwaige
Satzungsänderungen.  Auch  der  Jahresbericht  sowie  Jahresabschluss  wird  von  ihr  nach
Vorstellung  durch  den  Vorstand  und  Prüfung  durch  die  Kassenprüferinnen  und  -prüfer
genehmigt. Etwaige Beschlüsse werden demokratisch gefasst. 
Auf  diese  Weise  wird  sichergestellt,  dass  alle  Eltern  aktiv  ihre  Sichtweisen  und  Ideen
einbringen und maßgeblich mitgestalten. 
Das für jede Mitgliederversammlung zu fertigende Protokoll wird der Elternschaft zugänglich
gemacht.
1.6. Leitung und Team
Die Leitung und das Team der Kita sind zwar nicht unmittelbare Säule des Trägers, aber
bilden dessen tragendes Fundament.
Die  pädagogische Leitung  ist stets von elementarer Bedeutung. Sie identifiziert sich mit
dem Konzept und trägt maßgeblich zur pädagogischen Ausrichtung der Kita bei. Sie steht
dem Team, deren Prozesse durch flache Hierarchien und vertrauensvolle Zusammenarbeit
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gekennzeichnet sind, vor. Sie hat die spannende Aufgabe, für die verschiedenen Säulen des
Trägers  –  Vorstand,  Elternrat,  Elternschaft  und  Mitgliederversammlung  –  sowie  für  das
gesamte  Team  wie  auch  die  einzelnen  Erzieherinnen  und  Erzieher  und  nicht  zuletzt
Kooperationspartnern,  Dachverband  und  außenstehenden  Institutionen  als
Ansprechpartnerin zur Verfügung zu stehen und in diesen Ebenen wesentlicher Faktor einer
funktionierenden Kommunikation zu sein. Die Leitung bietet der Kita Stabilität und steht für
Kontinuität,  Verlässlichkeit  und  Weiterentwicklung.  Sie  geht  professionell  mit  den  sich
ändernden  Herausforderungen  des  Kitaalltags  um  und  ermöglicht  dem  Team  so  eine
zukunftsorientierte Arbeit. Gerade die Arbeit in einer Elterninitiative erfordert von der Leitung
persönliche  Flexibilität  und  die  Fähigkeit  zur  vertrauensvollen  Zusammenarbeit  mit
wechselnden Ansprechpartnern. 
Noch wichtiger erscheint die Kompetenz, die Stärken der einzelnen Teammitglieder zu sehen
und  darauf  aufbauend  den  Einzelnen,  aber  auch  das  Teamgefüge  im  Ganzen  und  die
pädagogische Arbeit voranzubringen. Klare Aufgabenbereiche im Verhältnis zu den Gremien
des  Trägers,  aber  auch  innerhalb  des  Teams  und  im  Verhältnis  zum  Team  schaffen
Sicherheit und sind die Basis einer konstruktiven Zusammenarbeit. 
Das  Team bildet  eine  Einheit  aus  Personen  mit  unterschiedlichen  Stärken  und  auch
Erfahrungsstufen,  die  sich  ergänzen,  sich  unterstützen  und  aneinander  wachsen.
Gemeinsam  möchte  das  Team  das  pädagogische  Konzept  prägen  und  stetig
weiterentwickeln. Dem regen Austausch und der steten kritischen Hinterfragung der eigenen
Positionen und Rolle wird durch die enge Zusammenarbeit im Team Raum gegeben. In den
wöchentlichen  Teamsitzungen  können  Beobachtungen  besprochen,  Handlungsweisen
hinterfragt und auch neue Ansätze im täglichen Umgang mit den Kindern entwickelt und
geprüft werden. Auch werden so die Kita-Woche sowie besondere Ausflüge und Projekte
geplant, aber auch auffallende Entwicklungen der Kinder bei Bedarf frühzeitig erörtert und in
den Blick genommen. Der Austausch innerhalb des ganzen Teams bei den Teamsitzungen,
wie gleichermaßen im jeweiligen Kleinteam der einzelnen Kitagruppen, der Gruppenleitungen
untereinander sowie die stetige Kommunikation mit der pädagogischen Leitung ist elementar,
um Tendenzen frühzeitig zu erfassen und eine verlässliche Zusammenarbeit zu garantieren.
Auf  diese  Weise  werden  wichtige  Beobachtungen  zu  den  einzelnen  Kindern
zusammengetragen und Elterngespräche vorbereitet. 
Für den tiefgehenden Austausch und um einzelne Themen oder Fragestellungen intensiver
bearbeiten  und  das  pädagogische  Konzept  weiterentwickeln  zu  können,  findet  zudem
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halbjährlich ein Teamtag statt, an dem auch externe Expertise bei Bedarf herangezogen
werden kann. 
11

2. Qualitätsmanagement
Die Qualität der Arbeit in einer Kita hat entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der
Kinder und ihr sollte somit eine wichtige Bedeutung zukommen. Im Folgenden möchten wir
verdeutlichen, was wir in unserer Kita unter Qualität verstehen und wie wir sicherstellen, dass
diese gewahrt sowie kontinuierlich weiterentwickelt wird.
2.1. Qualitätsentwicklung 
Unsere Einrichtung arbeitet beständig an der Verbesserung ihrer Arbeit, um Kindern und
Eltern eine optimale Dienstleistung zu erbringen. Die Eltern werden von uns gebeten, uns
ihre Anregungen und Kritikpunkte jederzeit mitzuteilen.  Wir sehen Qualitätsentwicklung als
fortlaufenden Prozess, der Transparenz schafft sowie eine strukturierte Verbesserung und
Weiterentwicklung  unserer  Arbeit  gewährleistet.  Um  die  professionelle  Gestaltung  des
Kitaalltags  sicherzustellen,  arbeiten  wir  über  die  Fort-  und  Weiterbildungen  der
pädagogischen Mitarbeiter hinaus in Zusammenarbeit mit dem Dachverband “Eltern helfen
Eltern“  nach  dem  “pragma-indikatoren-Modell  (pim©)”  der  “pragma  GmbH  Beratung  und
Entwicklung“  aus  Bochum.  Da  bei  dieser  Art  des  Qualitätsentwicklungsverfahrens  auf
Selbstverantwortung  und  kompetente  Selbstorganisation  gesetzt  wird  und  alle
pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Entwicklungsprozess eingebunden
sind, ist es zu einem lebendigen System für unsere Kita geworden. Jedes Jahr wird eine
Selbstbewertung  vorgenommen  und  kontinuierlich  an  der  Weiterentwicklung  der  Qualität
unserer Kita gearbeitet.
2.2. Beschwerdemanagement
Eltern werden von Beginn an sowie im Alltag dazu ermutigt, ihre Anliegen und Sorgen zu
äußern.  Dazu  haben  sie  die  Möglichkeit,  jederzeit  ein  Teammitglied  oder  die  Leitung
anzusprechen.  Ebenso  wie  bei  der  Zusammenarbeit  mit  den  Kindern  (siehe  1.1.3
Elternschaft) nehmen  wir  diese Anliegen  ernst, besprechen  sie im Team und  erarbeiten
gemeinsam  mit  den  Eltern  Lösungswege.  Darüber  hinaus  stehen  der  Elternrat  und  der
Vorstand als Ansprechpartner zur Verfügung.
Der  Vorstand  ist  zudem  Ansprechpartner  für  die  Leitung  und  alle  Teammitglieder  bei
etwaigen Beschwerden und steht, wie oben bereits beschrieben, in regelmäßigem Austausch
mit Leitung und Team, um dies zu gewährleisten.
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2.3. Dokumentation
Dokumentation dient dazu, Lernprozesse der Kinder sichtbar zu machen. Zur individuellen,
stärkenorientierten,  ganzheitlichen  Förderung  eines  jeden  Kindes  ist  eine  regelmäßige
alltagsintegrierte  wahrnehmende  Beobachtung  des  Kindes  von  besonderer  Bedeutung.
Hierzu  werden  die  Lernprozesse,  Projekte,  Ideen,  Vorstellungen,  Handlungen  und
Möglichkeiten der Kinder im Kitaalltag beobachtet und dokumentiert. Diese Dokumentation
bietet die Grundlage zum regelmäßigen Austausch mit den Eltern, welche nach Möglichkeit
im  Kleinen  täglich  stattfindet,  in  jedem  Fall  jedoch  alle  sechs  Monate  in  Form  eines
Entwicklungsgespräches zwischen den jeweiligen Bezugserzieherinnen und Bezugserziehern
des Kindes und den Eltern. Besondere Bedeutung haben die Entwicklungsgespräche sechs
Monate  nach  Eingewöhnung  des  Kindes  sowie  nach  einem  Gruppenwechsel  und  vor
Schuleintritt.  Die  Bildungsdokumentation  findet  mit  Zustimmung  der  Eltern  statt.   Ist  die
Zustimmung erfolgt, dient die Dokumentation ebenfalls zum Austausch mit den jeweiligen
Grundschulen, um eine individuelle Förderung der Kinder auch im Übergang zwischen Kita
und Schule zu gewährleisten. Die Dokumentation wird den Eltern nach Abschluss der Kitazeit
ausgehändigt.
Im Bereich der Reggio-Pädagogik kommt der Dokumentation eine besondere Bedeutung zu.
Eine Form der Dokumentation sind die „ sprechenden Wände“, auf welchen Bilder, Fotos,
gestalterische Arbeiten und/oder Aussagen der Kinder ausgestellt werden. Weitere Formen
sind die  Dokumentationsordner und  kurze Videosequenzen . Der Dokumentationsorder
erzählt die individuellen Bildungs- und Entwicklungsschritte eines jeden Kindes und dient als
Bildungsdokumentation.  Kinder  erfahren  Wertschätzung  durch  Dokumentation  und
Handlungsprozesse werden strukturiert. Die Dokumentationen bieten den Kindern Anlässe
sich zu erinnern, zu kommunizieren und ermöglichen somit neue Lernprozesse. Gedanken,
Ziele und Entwicklungsschritte der Kinder werden hierdurch transparent.
Wir beobachten regelmäßig (auch unter Verwendung von BaSiK) und systematisch wie jedes
Kind  spricht  und  wie  es  sich  im  Dialog  mit  anderen  Kindern  verhält.  In  unsere
Gesprächskultur beziehen  wir nicht nur Kinder ein, sondern auch die Eltern und andere
Adressaten.  Wir  bieten  ihnen  zahlreiche  Gelegenheiten  zum  Gespräch  und  zur
Auseinandersetzung mit unserer Arbeit.
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3. Die Kindertageseinrichtung Kita Süd e.V.
Unser Team nimmt die zentrale Bedeutung für die Umsetzung des pädagogischen Konzeptes
und das Funktionieren des Kitaalltags ein, steht für den Zusammenhalt und übernimmt die
wichtige Kommunikation nach Innen und Außen.
3.1. Die Leitung
Unsere  Leitung  ist  eine  sozialpädagogische  Fachkraft  mit  einem  Arbeitsumfang  von  39
Wochenstunden,  die  vom  Gruppendienst  freigestellt  ist.  Sie  nimmt  an  verschiedenen
Arbeitskreisen innerhalb des Stadtgebietes teil, ist vernetzt in zwei Leitungsrunden sowie mit
mehreren anderen Kitas und Institutionen im Viertel sowie darüber hinaus (siehe 10 Öffnung
nach außen / Kooperationen / Vernetzungen).
3.2. Das Team 
Aktuell fungieren zwei pädagogische Fachkräfte als Gruppenleitungen und vier pädagogische
Fachkräfte  komplettieren  das  Hauptteam  der  zwei  Gruppen.  Unser  Team  setzt  sich
zusammen  aus  ausgebildeten  Erzieherinnen  und  Erziehern,  Sozialarbeiterinnen  und
Sozialarbeitern sowie Erziehungswissenschaftlerinnen und Erziehungswissenschaftlern. Des
Weiteren wird das Team von Werkstudentinnen und Werkstudenten in der pädagogischen
Arbeit  mit den  Kindern  unterstützt.  Ergänzt  wird  das  Team  durch unsere  festangestellte
Köchin.
Uns sind regelmäßige Fortbildungen des Teams,  die für die Gestaltung der Arbeit mit den
Kindern von Bedeutung sind,  sehr wichtig.  Daher versuchen wir diese auch durch eigene
finanzielle Mittel oder auch z.B. Spenden zu ermöglichen.
So  können  wir  aktuell  Fortbildungen  in  den  Bereichen  Sexualpädagogik,  Betreuung  von
Säuglingen und Kleinkindern, Naturwissenschaft und Technik sowie unserem Grundstein, der
Reggiopädagogik,  vorweisen.  Darüber  hinaus  besitzen  alle  unsere  Mitarbeiterinnen  und
Mitarbeiter  eine  Ausbildung  in  Erster  Hilfe  und  jeweils  ein  Teammitglied  fungiert  als
Sicherheitsbeauftragte  oder  Sicherheitsbeauftragter  und  Brandschutzhelferin  bzw.
Brandschutzhelfer.
Ein Teammitglied besitzt zudem eine Zusatzausbildung als Fachkraft für Begabtenförderung,
was es uns erlaubt, insbesondere im Vorschulbereich die Kinder entsprechend zu fördern.
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Themen, zu denen sich das gesamte Team weiterbilden möchte, werden im Rahmen von
Teamtagen  aufgegriffen  und  bei  Bedarf  durch  Schulungen  mit  externen  Referenten
aufbereitet.
Da die Reggio-Pädagogik ein Grundpfeiler unserer Arbeit ist, ist der Hauptteil der Mitarbeiter
im  Bereich  Reggio  ausgebildet  (siehe  4.1  Reggio-Pädagogik  als  Ausgangspunkt  der
pädagogischen Arbeit ). Neue Teammitglieder nehmen, je nach zeitlichen und finanziellen
Möglichkeiten  der Kita, an den durch das  Franz-Hitze-Haus  angebotenen  verschiedenen
Fortbildungen zur Reggio-Pädagogik (ein- sowie mehrtägige umfangreiche Veranstaltungen)
teil. 
Darüber hinaus ist uns auch die eigene professionelle Unterstützung neuer Teammitglieder
sehr wichtig. Durch die Anleitung, Intervision, enge Begleitung und den intensiven Austausch
mit den anderen Teammitgliedern gewährleisten wir, dass sie sich fachlich wie menschlich
schnell als Teil des Teams fühlen und so eine vertrauensvolle verlässliche Zusammenarbeit
erfolgt. Von dem Erfahrungsschatz dieser Personen können wiederum auch wir profitieren. 
Gerade angesichts des momentanen Fachkräftemangels im Erziehungswesen sehen wir es
als immens wichtige Aufgabe an, Menschen für diese Berufssparte zu begeistern und auch
selbst weiterhin Ausbildungsstätte zu sein. Die Ausbildung von Fachkräften ist für uns seit
jeher ein fester Bestandteil unserer Arbeit. Auf diese Weise konnten wir bereits dauerhafte
Teammitglieder gewinnen. Die Zusammenarbeit mit Praktikantinnen und Praktikanten aber
auch noch auszubildenden Kolleginnen und Kollegen empfinden wir als Bereicherung. Die
teils unvoreingenommene Herangehensweise, die Neugierde  an unserem pädagogischen
Konzept, aber auch die kritische Auseinandersetzung mit diesem kann den Austausch im
Team beleben und neue Impulse setzen.
3.3. Gruppenstruktur 
Wir betreuen Kinder im Alter von 4 Monaten durchgehend bis zum Beginn der Schulpflicht in
altersgemischten Gruppen. Die Altersmischung ermöglicht den jüngeren Kindern von den
älteren  zu  lernen  und  gibt  den  älteren  Kindern  die  Möglichkeit  Verantwortung  und
Rücksichtnahme für die jüngeren zu entwickeln. Unser teiloffenes Konzept ermöglicht es den
Kindern, sich aber auch in Kleingruppen entsprechend ihres Entwicklungsstandes zusammen
zu finden, um gemeinsam auf Augenhöhe zu lernen. 
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Unsere  vorläufige  und exemplarische  Gruppenstruktur für die  Kita  in der Alten Post am
Sankt-Josefs-Kirchplatz sieht dabei wie folgt aus (Stand 01/2020): 
Gruppe G2: 10 Kinder 0-3 Jahre 
Gruppe G1: 20 Kinder 2-6 Jahre 
Da  wir  den  integrativen  Leitgedanken  vertreten,  besteht  die  Möglichkeit  Kinder  mit
besonderem Förderbedarf aufzunehmen. 
Alle Kinder werden von uns kontinuierlich von Eintritt in die Kita bis zum Übergang in die
Schule betreut und begleitet. Diese Kontinuität hat für uns eine hohe  Bedeutung, weshalb wir
grundsätzlich keine befristeten Verträge anbieten. Bei der Auswahl  neu aufzunehmender
Kinder nach den oben dargestellten Grundsätzen spielt dieser Aspekt unter Berücksichtigung
der gewählten Gruppenstruktur eine große Rolle, da wir zugleich ermöglichen wollen, trotz
der  altersgemischten  Gruppen  eine  möglichst  homogene  Besetzung  der  einzelnen
Altersklassen zu erreichen. 
3.4. Die Räumlichkeiten 
Es gibt Gruppen-, sowie Funktionsräume, die in unterschiedliche Tätigkeitsbereiche aufgeteilt
sind. Diese sind nach individuellen, altersentsprechenden Bedürfnissen und Interessen der
Kinder eingerichtet und werden regelmäßig gemeinsam mit den Kindern an die aktuellen
Bedürfnisse  angepasst.  Neben  den  Gruppenräumen  sind  für  unseren  Kitaalltag
Gemeinschaftsflächen,  in  denen  Begegnung  zwischen  den  Kindern  der  beiden  Gruppen
stattfinden kann, sehr wichtig. Darüber hinaus ermöglichen wir auch allen Kindern ein freies
Bewegen zwischen den Gruppenräumen. Zusätzlich gibt es Schlafräume, Waschräume mit
Kindertoiletten, Personaltoiletten, eine Küche, Wickelräume, einen Personalraum, ein Büro,
einen Bewegungsraum, den „Marktplatz“ und ein „Atelier“. 
Das Atelier nimmt eine besondere Bedeutung in der Reggiopädagogik ein. Dieses kann auch
als  sogenanntes  "Miniatelier"  den  Gruppenräumen  angegliedert  sein  und  als  sorgfältig
ausgestattetes  Magazin  und  als  Einzel-  oder  Kleingruppenarbeitsraum  fungieren.  In  der
Reggiopädagogik  wird  von  der  “Grammatik  der  Phantasie”  gesprochen,  in  der  sich  die
Möglichkeit des Ausdrückens durch Phantasie als Sprache und Werkzeug für Mitteilung und
Ausdruck  widerspiegeln.  Um  dies  zu  gewährleisten,  benötigen  die  Kinder  geeignete
Werkstoffe und Werkzeuge, die wir ihnen im Atelier frei zur Verfügung stellen. So entstehen
bei uns in der Kita regelmäßig verschiedene Formen der Phantasie der Kinder und für die
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Kinder ist es selbstverständlich, die unterschiedlichsten Werkstoffe für ihre Werke zu nutzen,
bspw. entstehen so kreative Formen der Schultüten für die angehenden Schulkinder oder im
Zuge von unseren Projekten werden oft Alltagsgegenstände zu Kunstwerken verarbeitet.
Der o.g. “Marktplatz” oder im Rahmen der Reggio-Pädagogik auch “Piazza” genannt, dient in
der  Kita  als  sogenanntes  “Herzstück  des  Gemeinwesens”2.  Dieser  ist  Ausdruck  von
Lebendigkeit  und  ist  räumlich  im  Eingangsbereich  platziert.  Auch  ein  Flur  kann  als
“Marktplatz”  dienen  und  wird  mit  der  richtigen  Einrichtung  von  Spiel-  und
Erfahrungsmöglichkeiten zur Begegnungsstätte und damit zu einem weiteren Erlebnisraum
für die Kinder.
Neben  dem  Atelier  und  dem  Marktplatz  mit  speziellen  Aufgaben  sollen  in  der
Reggiopädagogik  alle  Räume  eine  Möglichkeit  des  Erfahrens  und  der  Phantasie
ermöglichen.
"Räume dienen dem Ziel, das Staunen und den Zauber der alltäglichen Phänomene wieder
zu entdecken. Unsere Einrichtungen sind vor allem Werkstätten, in denen Kinder die Welt
untersuchen und erforschen" (Malaguzzi, zit. Nach Ullrich/ Brockschnieder 2001, S. 65).
Dies möchten wir gerne auch in den neuen Räumlichkeiten der Alten Post am Sankt-Josefs-
Kirchplatz umsetzen,  um  den  Kindern  auch  dort  Möglichkeiten  des  Ausdrucks  und  der
Mitteilung ihrer Phantasie zu ermöglichen.
3.5. Außenanlage:
Unser  Außenbereich  besteht  aus  einem  Garten  mit  unterschiedlichen  Spielmöglichkeiten
(Spielhaus, Wasserrinne, Kletterturm, etc.) und einer gepflasterten leicht hügeligen Fläche für
die Nutzung verschiedener Fahrzeuge (Laufrad, Fahrrad, Bobby Car, etc.). Es gibt ein hohes
Interesse,  die  zur  Verfügung  stehende  Außenanlage  entsprechend  der  kindlichen
Bedürfnisse  partizipativ  zu  gestalten,  das  heißt,  ein  Teil  der  Gestaltungsräume  sollte
gemeinsam mit den zukünftigen Kindern der Kita gestaltet werden.
3.6. Die Öffnungszeiten der Kita
Als Elterninitiative liegt uns die Gewährleistung  von Vereinbarkeit von Familie und Beruf
besonders am Herzen. Zusätzlich zur ganztägigen Betreuung (45-Stunden) bieten wir in der
Kita am Sankt-Josefs-Kirchplatz auch die Betreuung im Umfang von 25- und 35 Stunden an.
2 https://kindergartenpaedagogik.de/fachartikel/raumgestaltung/innenraeume/2076
17

In den neuen Räumlichkeiten möchten wir flexible Öffnungszeiten anbieten und sind, je nach
Bedarf der Elternschaft auch bereit diese weiter auszubauen. Der Bedarf wird regelmäßig bei
den Eltern abgefragt.
Die  Schließzeiten  der  Kita  sollen  unter  Einhaltung  der  gesetzlichen  Vorgaben  minimal
gehalten werden. Wir unterstützen die Eltern derjenigen Kinder, die weder von ihren Eltern
noch auf andere Weise angemessen betreut und gefördert werden können, eine anderweitige
Betreuung sicherzustellen. So halten wir für die Ü3 Kinder bspw. eine Kooperation mit einer
Kita im Viertel für die Schließzeiten unserer Kita. 
3.7. Die Abläufe in der Kita 
3.7.1. Rituale
Rituale sorgen für Geborgenheit; diese entsteht auch durch Wiederholungen und Muster, auf
die sich das Kind verlassen kann. Immer wiederkehrende Abläufe bringen in die kleine Welt
des Kindes Übersicht. Sie vermitteln Verlässlichkeit und Vorhersehbarkeit. Rituale haben
darüber  hinaus  weitere  Funktionen:  Durch  Gemeinsamkeit  stärken  sie  die  emotionale
Verbundenheit und Ordnungsstrukturen, die immer wiederkehrend und deshalb vorhersehbar
sind, geben dem Kind Sicherheit und Halt. Aus diesem Grund gibt es Rituale als stabiles
Gerüst  in  unserem  Tagesablauf.  Wir  überprüfen  diese  regelmäßig  mit  den  Kindern  und
passen sie an die aktuellen Bedürfnisse der Kinder an. 
3.7.2. Tagesablauf
Wir starten den Tag mit einer flexiblen Bringzeit. In dieser Zeit können die Kinder an einem
offenen  Frühstück  teilnehmen,  das  zuvor  mit  den  zuerst  gebrachten  Kindern  zubereitet
wurde. 
Die Verabschiedung der Kinder von ihren Eltern wird ritualisiert durchgeführt. Wir haben
„Winkefenster“, an denen sich die Kinder in Ruhe von ihren Eltern verabschieden können.
Auf diese Weise ermöglichen wir den Kindern eine bewusste Verabschiedung und einen
geregelten Start in den Kitatag.
Pro Gruppe ist im Morgenbereich mindestens eine Erzieherin oder ein Erzieher anwesend,
um jedem Kind eine Bezugsperson zur Verfügung zu stellen. Die Kinder dürfen sich mit der
von ihnen gewünschten Bezugsperson gemeinsam von den Eltern verabschieden.
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Die einzelnen Gruppen starten jeweils mit einem Sitzkreis in den Tag. Wir orientieren uns in
den Sitzkreisen am jeweiligen Entwicklungsstand der Kinder. Bei den U3 Kindern stehen
primär Sing- und Fingerspiele sowie die Planung des Tages im Vordergrund. Bei den älteren
Kindern  zeigt  sich  im  Sitzkreis  das  starke  Bedürfnis  nach  Eigenverantwortlichkeit  und
Meinungsaustausch. Sie leiten den Sitzkreis zum Teil selbständig, stimmen demokratisch
über Spielvorschläge und den weiteren Tagesablauf ab, was unseren kindzentrierten Ansatz
in der Gestaltung des Tages widerspiegelt und fördert. Anschließend ist Zeit für Freispiel,
Projektarbeit und Ausflüge.
An  verschiedenen  Tagen  gibt  es  feste  Termine,  wie  bspw.  neben  den  immer
wiederkehrenden Ausflügen in Kleingruppen einen festen Ausflugstag pro Woche, an dem
die  Kinder  verschiedene  Einrichtungen  der  näheren  und  weiteren  Umgebung  besuchen.
Zudem gehen die Ü3 Kinder einmal wöchentlich in der Turnhalle der Hermannschule Turnen.
Die U3 Kinder turnen im Bewegungsraum der Kita. Das Turnen wird durch die Erzieherinnen
und Erzieher angeleitet. 
Einmal wöchentlich findet auf freiwilliger Basis ein Angebot der Westfälischen Schule für
Musik (Musikalische Früherziehung für die Dauer von 2 Jahren) in den Räumlichkeiten der
Kita statt. 
Darüber  hinaus  entwickeln  sich  durch  die  Themen  und  Projekte  der  Kinder  weitere
Ausflugsziele,  die  die  Kinder  interessengeleitet  in  Kleingruppen  besuchen,  wie  z.B.  der
Besuch  einer  nahegelegenen  Kirche,  einer  Fledermaushöhle,  der  Feuerwehr  o.ä.  Dazu
nutzen  wir  unterschiedliche  Fortbewegungsmittel  wie  z.B.  Laufräder,  Fahrräder  oder
öffentliche Verkehrsmittel. Das Einbeziehen der Kinder in die Besorgungen des täglichen
Bedarfs ist ein zentraler Punkt in unserer Arbeit. Dazu nutzen wir die fußläufig erreichbaren
Einzelhändler des Viertels.
Das  Mittagessen  findet  in  altershomogenen  Kleingruppen  statt.  Die  Kleingruppen
ermöglichen den Kindern einen guten Austausch über die Erlebnisse und Erfahrungen des
Alltags.  Auch  dort  entwickeln  sich  häufig  Ideen  für  die  Projekte.  Vor  dem  Mittagessen
kümmern  sich  mehrere  Kinder  darum,  die  Tische  zu  decken  und  eine  ansprechende
Atmosphäre  (Blumen,  Tischdecke,  etc.)  zu  schaffen.  Im  Anschluss  an  das  Mittagessen
verteilt jeweils ein Kind Aufgaben an alle Kinder (Tisch abräumen, Tisch abwischen, Boden
fegen etc.) Jede Gruppe wird von einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter der Kita begleitet.
19

Dem Mittagessen schließt sich die Schlaf- und Ausruhzeit, wiederum in altershomogenen
Kleingruppen, an. Individuelle Schlafbedürfnisse werden hier berücksichtigt.
Nach den Schlaf- und Ausruhzeiten gibt es den Nachtisch und daran anschließend erneut
Zeit für Freispiel und verschiedene Angebote.
Neben den Aktivitäten, die sich über das ganze Jahr erstrecken, gibt es noch die zweimal im
Jahr stattfindende Waldwoche, unser alljährliches Schlaffest für die Ü3 Kinder, die zweitägige
Schulkindfahrt  oder  auch  Besuche  bei  saisonalen  Veranstaltungen  wie
Tannenbaumschmücken an der Josefskirche, Besuch des Weihnachtsmarktes etc.
Gruppenübergreifende  Feiern  sowohl  mit  als  auch  ohne  Eltern  sind  ebenso  ein  fester
Bestandteil des Kitaalltags im Jahr. So feiern wir jedes Jahr gemeinsam das Lichterfest, eine
Nikolausfeier, ein Sommerfest zur Verabschiedung der Schulkinder, eine Weihnachtsfeier,
Karneval und Ostern.
20

1. Ziele und Methoden der pädagogischen Arbeit
1.1. Reggio-Pädagogik als Ausgangspunkt der pädagogischen Arbeit
Die Reggio-Pädagogik ist eine Erziehungsphilosophie und stammt aus der pädagogischen
Praxis, in der die Rechte der Kinder und ein reflektiertes Bild vom Kind im Vordergrund
stehen.  Sie  gibt  den  Kindern  die  Möglichkeit,  experimentell  und  erfahrungsorientiert  zu
lernen, wobei die sinnliche Wahrnehmung bei der Entwicklung des Kindes von besonderer
Bedeutung  ist.  Diese  Pädagogik  basiert  auf  dem  neuesten  Kenntnisstand  der  Lern-,
Entwicklungs- und Sozialisationstheorie.
1.2. Unser Bild vom Kind
„Das Kind ist kein Gefäß, das man mit beliebigen Inhalten füllt. Sinn des kindlichen Lernens 
liegt nicht im Endprodukt sondern im Lernprozess selbst.“ (Christine Weber (2004): Spielen 
und Lernen mit 0-3- jährigen)
Das Kind bildet sich von Geburt an aus eigener Initiative und eigenen Mitteln. Es hat sowohl
Möglichkeiten, sich durch sinnliche Erfahrungen ein eigenes Bild zu machen, als auch die
Fähigkeit, sich mit seiner sozialen Umwelt auseinander zu setzen. Jeder Erfahrung, jeder
Form  der  Auseinandersetzung  des  Kindes  mit  seiner  Umwelt  liegt  ein  Lernprozess  zu
Grunde. Das Kind ist Akteur seiner eigenen Entwicklung.
1.3. Die Rolle der Erzieherinnen und Erzieher
Ausgehend von ihrer eigenen Erlebniswelt wollen wir den Kindern Hilfestellungen bei der
Bewältigung ihrer kleinen und großen Probleme im Umgang mit sich und ihrer Umwelt geben.
Wir möchten den Kindern eine liebevolle und sichere Atmosphäre schaffen, in der sie sich
wohl und geborgen fühlen. Eine Grundlage hierfür ist zunächst die Beobachtung kindlichen
Verhaltens  und  die  Wahrnehmung  kindlicher  Bedürfnisse  durch  den  Erzieher  bzw.  die
Erzieherin, um Empathie für die Interessen, Freuden und Nöte der Kinder zu entwickeln. Die
Kinder werden hierbei nicht ausschließlich ihrer Selbstorganisation überlassen, sondern das
erzieherische  Handeln  orientiert  sich  an  den  Bedürfnissen  und  Reaktionen  der  Kinder.
Innerhalb dieses Rahmens wollen wir den Kindern größtmögliche Freiräume zur Entfaltung
ihrer individuellen Persönlichkeit geben. Die Kinder brauchen feste Regeln und Grenzen als
Orientierungspunkte. Diese werden mit ihnen gemeinsam klar und verständlich formuliert und
21

regelmäßig auf ihre Gültigkeit überprüft, so dass sie auch nachvollzogen werden können. Um
den Kindern Sicherheit und Halt zu vermitteln, schaffen wir ihnen im Tagesablauf Rituale wie
z.  B.  morgendliche  Sitzkreise  und  festgelegte  Essenszeiten.  Im  Alltag  ist  unser
wertschätzender  Umgang  miteinander  Vorbild  für  die  Kinder.  Ein  wichtiger  Bestandteil
unserer Rolle ist die Selbstreflektion und die Reflektion im Team.
1.4. Der Raum als „dritter Erzieher“
Kinder erforschen aktiv ihre Welt und warten hierbei nicht darauf, belehrt zu werden. Somit
spielen die Räumlichkeiten, in denen sie sich täglich aufhalten, eine große Rolle. 
Von ihnen ist abhängig, ob die vom Kind ausgehende Aktivität ein lohnendes Ziel findet. Wir
legen großen Wert auf die ästhetische Gestaltung der Räume. Viele Lichtquellen und warme
Farben sorgen für eine geborgene Atmosphäre; auch bieten wir verschiedene Nischen und
Rückzugsmöglichkeiten. Die „sprechenden Wände“ (siehe  2.3 Dokumentation) und Spiegel
an verschiedenen Orten wirken anregend und dienen der Selbst- und Fremdwahrnehmung.
Um die Kommunikation untereinander und Kooperation zu unterstützen, werden räumliche
Beziehungen hergestellt. Transparenz und Durchlässigkeit sind hierbei wichtige Elemente.
Fenster und verglaste Türausschnitte, die die visuelle Kommunikation herausfordern oder
Übergänge, wie Öffnungen in den Wänden, haben einen großen Stellenwert. In unserer Kita
finden Kinder eine Vielzahl  von Dingen  vor, deren Farben, Formen und Strukturen zum
Betasten, Zuordnen und Verändern anregen. Die Fantasie und Kreativität der Kinder werden
somit in besonderem Maß gefordert und angeregt. Die Raumgestaltung wird gemeinsam mit
den  Kindern  immer  wieder  neu  überdacht  und  soweit  wie  möglich  den  individuellen
Bedürfnissen angepasst. Zum pädagogisch wirksamen Raum gehört auch das gesamte von
den Kindern erschließbare Umfeld.
„Kinder  brauchen  keine  Spielsachen,  sondern  Sachen  zum  Spielen.“
(Renate Zimmer: Handbuch der Sinneswahrnehmung)
1.5. Leitlinien der Kita
1.6. Partizipation
Partizipation ist nur dann möglich, wenn eine gute Vertrauensbasis besteht, die von Offenheit
zwischen  den  Erzieherinnen  und  Erziehern  und  den  Kindern  in  der  Kita  geprägt  ist.
Partizipation erfordert ein hohes Maß an Akzeptanz des Gegenübers. Die Beteiligung von
22

Kindern erfolgt in einem Prozess, der für die Kinder nachvollziehbar und überschaubar ist.
Die Altersgruppen unterscheiden sich hinsichtlich der Beteiligungskompetenzen: bei jüngeren
Kindern wird die Realisierung von Entscheidungen, die gemeinsam getroffen werden, von
den  Erwachsenen  koordiniert  –  die  Kinder  werden  in  die  Lage  versetzt,  zukünftig  viele
Beschlüsse je nach Entwicklungsstand auch selbstständig umzusetzen. Die Kompetenzen
der Kinder und ihre Möglichkeiten der Teilhabe  sind vielfältig: nicht nur die individuellen
Bedürfnisse von Kindern werden wahrgenommen, auch werden unterschiedliche Wünsche
an die soziale und sachliche Umwelt aufgegriffen. Vor diesem Hintergrund ist es notwendig,
verschiedene Stufen der Beteiligung zu ermöglichen.
Mitbestimmung: Hier geht es um ein Beteiligungsrecht, das Kinder bei Entscheidungen
einbezieht und ihnen das Gefühl des Dazugehörens und Mitverantwortung vermittelt. Auch
wenn  eine  Idee  oder  ein  Impuls  von  Erwachsenen  ausgeht,  werden  die  wesentlichen
Entscheidungen, die zur Umsetzung notwendig sind, gemeinsam und demokratisch mit den
Kindern getroffen. 
Selbstbestimmung: Aktionen  und  Projekte  werden  auch  von  Kindern  initiiert.  Die
Entscheidungen  fällen  die  Kinder,  die  Erwachsenen  werden  evtl.  beteiligt,  tragen  die
Entscheidungen aber mit. Die Kinder haben täglich die Möglichkeit selber zu entscheiden
was, mit wem und wo sie spielen. Bereits im Kleinkindalter haben Kinder ein von der Umwelt
abgegrenztes  Selbstkonzept.  Sie  können  über  sich  selbst  reflektieren  und  anstehende
Entscheidungen  treffen,  sofern  ihnen  die  dafür  notwendigen  Informationen
entwicklungsangemessen  vermittelt  werden.  Sie  wollen  über  ihr  Handeln  und  die  sie
betreffenden Dinge selber entscheiden.
Anregungen und Beschwerden aufgreifen:  Täglich findet in jeder Gruppe ein Sitzkreis
statt, an denen alle Kinder, sowie Erzieherinnen und Erzieher teilnehmen. Hier beraten sie
gemeinsam den Tagesablauf, Gruppenregeln, besondere Aktionen (Ausflüge, Projekte, Feste
etc.).  Fragestellungen,  Erkenntnisse  oder  Beschwerden  können  erzählt  und  Ideen  und
Wünsche der Kinder besprochen werden. Darüber hinaus haben die Kinder auch im Alltag
jederzeit die Möglichkeit, ihre Anliegen mit den Erzieherinnen und Erziehern zu besprechen.
Diese  werden  von  den  Erzieherinnen  und  Erziehern  ernst  genommen  und  es  werden
gemeinsame Lösungsmöglichkeiten erarbeitet.
23

1.7. Geschlechtergerechte /Gendersensible Pädagogik
Die Kinder unserer Kita werden in der Entwicklung ihrer geschlechtlichen Identität unterstützt
–  dies  wird  durch  eine  reflektierende  gendersensible  Haltung  der  Mitarbeitenden  in  der
pädagogischen  Umsetzung des Kitaalltags  garantiert. Sowohl  Mädchen als auch Jungen
machen  im  Kitaalltag  die  Erfahrung,  dass  die  Wahrnehmung  eigener  Interessen  nicht
unweigerlich an die geschlechtliche Identität gekoppelt ist. Ziel ist, dass unsere Kinder sich in
der  Wahrnehmung  ihrer  Interessen  und  Bedürfnisse  gleichberechtigt  und  ohne
Entwicklungshemmnisse  aufgrund  ihres  biologischen  Geschlechts  oder  ihrer
geschlechtlichen Identität erleben. So heften sich Mädchen und Jungen Haarklammern in ihr
Haar, raufen, basteln und singen, einfach, weil sie es mögen. Gerade weil gemeinschaftliche
und  gesellschaftliche  Prozesse  nicht  bewertungs-  und  vorurteilsfrei  verlaufen,  wird  ein
reflektierender Umgang mit der Zuordnung geschlechtsspezifischer Merkmale im täglichen
Miteinander vielfältig unterstützt. Es gehört zum Kitaalltag, informelle Anlässe aufzugreifen,
um genderorientierte Interessenangebote zu verwirklichen, und diese mit den Kindern zu
thematisieren. 
Wir  sind  davon  überzeugt,  dass  auf  diese  Weise  Kindern  geschlechterübergreifende
Erfahrungen im Miteinander und in der Umsetzung gemeinsamer Interessen zu bieten, ein
wesentlicher  Baustein  für chancengleiche  Bildung  ohne Ausgrenzung  - bezogen  auf das
biologische Geschlecht oder die geschlechtliche Identität - ermöglicht wird. Unter diesem
Aspekt  sieht  der  Träger  vor,  dass  sowohl  Erzieherinnen  als  auch  Erzieher  im  Team
zusammenarbeiten, um den Kindern aus unterschiedlichen Perspektiven Sicherheit in ihrer
Entwicklung  zu  bieten.  Derzeit  ist  das  Team  nahezu  paritätisch  von  Erzieherinnen  und
Erziehern besetzt. 
Kinder wachsen sowohl in Einelternfamilien als auch mit heterosexuellen Elternpaaren und in
Regenbogenfamilien  auf  -  die  Atmosphäre  in  der  Kitagemeinschaft,  in  der  Eltern,
Mitarbeitende und Kinder inkludiert sind, ist geprägt von Interesse aneinander. Im Rahmen
der Elterninitiative rücken alle Beteiligten in einen besonderen gemeinsamen Interessenraum.
Zum Beispiel lernen Kinder von anderen Kindern und Familien den offenen Umgang mit
unterschiedlichen Familienrahmen, in denen sie aufwachsen und leben. Eine von Toleranz
und  Akzeptanz  geprägte  Atmosphäre  wird  insgesamt  im  Kitaalltag  als  erstrebenswert
angesehen.
24

1.8. Inklusion – Kinder mit besonderen Teilhabebedürfnissen
Ausgehend  von  einer  ganzheitlichen  Betrachtungsweise  des  Menschen  sollte  die
Lebensumwelt für alle Menschen so gestaltet sein, dass sie sich ohne Stigmatisierung und
Aussonderung  gemäß  ihrer  individuellen  Eigenschaften  und  Möglichkeiten  entwickeln
können. Toleranz, Vielfalt und Offenheit ermöglichen die Gesamtpersönlichkeit zu erleben
und  wertzuschätzen.  So  können  gemeinsame  Erfahrungen  gemacht und  deren  Grenzen
kennen gelernt werden. Die integrative Arbeit erlaubt den Kindern, gemeinsam voneinander
zu lernen. Es gilt, den Alltag mit seinen individuellen Abläufen in der Gruppe zu erleben, um
so Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entwickeln und zu manifestieren. Im Vordergrund unserer
integrativen  Arbeit  steht  eine  individuelle  Begleitung  und  Unterstützung  der
Entwicklungsmöglichkeiten  eines  jeden  Kindes,  d.  h.  seinen  Fähigkeiten  entsprechend
Aktivität und Eigeninitiative anzuregen. Es heißt nicht Förderarbeit der Bereiche, in denen
vermeintliche  Defizite  vorliegen,  vielmehr  bedeutet  es,  die  individuellen  Fähigkeiten  und
Stärken zu unterstützen, anzuregen und zu erweitern. Den anderen so anzunehmen wie er
ist und die Achtung, die ich mir selbst und anderen entgegenbringe, zeigt auch dem Kind,
dass es sich selbst mit all seinen Stärken und Schwächen annehmen kann. Dies trägt zu
einem gesunden Selbstwertgefühl bei und ist Voraussetzung, um Vertrauen in die eigenen
Fähigkeiten zu erlangen.
Ein wichtiger Bestandteil der integrativen Arbeit stellt die interdisziplinäre Zusammenarbeit
des Teams mit den Eltern/Bezugspersonen und allen am Entwicklungsprozess des jeweiligen
Kindes  beteiligten  Institutionen  (Logopädie,  Krankengymnastik,  Ergotherapie,
Beratungsstellen, Jugendamt etc.) dar.
„Ein Kind mit einer Behinderung ist vor allem ein Kind und nicht vor allem eine Behinderung.“
1.1. Integration / Migration
Kinder  mit  Migrationsvorgeschichte  und  insbesondere  Kinder  und  ihre  Familien  mit
Fluchterfahrung benötigen eine Alltagserfahrung, in der sie sich willkommen fühlen und Zeit
erhalten, sich in der Kitaumgebung mit dem pädagogischen Alltag zurecht zu finden. Unsere
pädagogischen  Angebote  sind  im  täglichen  Ablauf  schnell  identifizierbar  und  leicht
zugänglich, so dass sie Kindern verschiedener kultureller Herkunft und Sprache nicht lange
fremd  sein  werden.  Die  Kita  verfügt  über  verschiedene  Spielmaterialien,  die  nicht  von
vornherein kulturell vorgeprägt sind, sondern die Gestaltungspotentiale der Kinder anregen
und  sowohl  gemeinschaftliche  sowie  selbstständige  Spielkreationen  anregen.  Durch  die
25

weiteren Bildungsangebote der Kita im sprachlichen und musikalischen Bereich werden alle
Kinder  in  ihrer  Ausdrucksmöglichkeit  gefördert  und  erleben  motivierende  Anlässe  der
Selbstbildung.  Bei  Themen  kultureller  Verschiedenheit  werden  Fragen  und  Fremdheit
aufgegriffen, um sie mit den Kindern zu besprechen oder auch in gemeinsamen Projekten zu
bearbeiten. Durch den besonderen Charakter der Eltern(mit)arbeit werden die Eltern in den
Kitaalltag eingebunden – alle Eltern haben Aufgaben und sind wichtig, um die Belange der
Kita  umzusetzen. Sie  werden gefordert und ebenso  durch  das Team in  Bezug  auf ihre
Elternschaft und ihr Kind gut und für sie nachvollziehbar beraten und begleitet.
In der näheren Umgebung der Kita in der Alten Post am Sankt-Josefs-Kirchplatz befindet sich
eine dauerhafte Einrichtung für geflüchtete Familien - verschiedene Formen der Kontakte und
Kooperation können erörtert und umgesetzt werden.
1.9. Prävention – Förderung und Schutz unserer Kinder
Der  Schutzauftrag  zum  Wohl  des  Kindes  hat  eine  übergreifende  Priorität  im
Alltagsgeschehen  der  Kita.  Insbesondere  die  §§  8a  und  72  a  SGB  VIII  werden  als
institutionell eingebettete Unterstützung zur Gewährleistung des Kinderschutzes gesehen.
Unsere Kindertagesstätte ist geprägt von einem respektvollen Umgang mit den kindlichen
Bedürfnissen.  In  regelmäßigen  Fortbildungen  und  Studientagen  wird  die  Haltung  der
Kindertagesstätte  fortlaufend  definiert  und  die  Mitarbeiterinnen  und  Mitarbeiter  für  einen
verantwortungsvollen und aufmerksamen Umgang mit den Kindern sensibilisiert.
Unsere  pädagogischen  Mitarbeitenden  kennen  die  altersentsprechenden
Entwicklungsverläufe  von  Kindern.  Hierzu  gehört  auch  ein  bewusster  und  transparenter
Umgang mit kindlicher Sexualität. Wir sichern die Intimsphäre der Kinder und schützen sie
vor sexuellen Grenzverletzungen. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind vertraut mit
unserem  institutionellen  Schutzkonzept.  Sie  sind  informiert  über  den  Umgang  mit
Verdachtsfällen, kennen klare Handlungsabläufe, wenn es zu Grenzverletzungen kommt und
nehmen ihre Verantwortung als Vertrauensperson im Rahmen des Beschwerdesystems aktiv
wahr. Für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt es eine Selbstverpflichtung.
In  unserer  Kindertagesstätte  gibt  es  für  alle  Kinder,  Mitarbeitende  und  Eltern  ein
Verhaltenssystem, dass für alle Beteiligten sichtbar angemessenes und wünschenswertes
Verhalten von unangemessenem Verhalten unterscheidet und unter Beteiligung der Kinder
bedarfsgerecht fortgeschrieben wird.
26

Hieraus folgend wurde ein Verhaltenskodex entwickelt, der grundsätzliche Verhaltensregeln
in der Rahmung des Umgangs von Nähe und Distanz festschreibt – zum Beispiel werden
Kinder nicht ungefragt auf den Schoß genommen – ebenso wird darauf geachtet, dass die
Intimsphäre der Kinder beim Toilettengang gewahrt wird. Private Kontakte der Mitarbeitenden
zu Kindern und Eltern sollen vermieden werden (z.B. Babysitting).
Es ist zu berücksichtigen, dass zur angemessenen Betreuung der Kinder durchaus auch zum
Beispiel schützende oder tröstende Aspekte gehören, die physische Nähe inkludieren, wie
das  Anleiten  und  Unterstützen  beim  Umziehen,  Waschen,  Abtrocknen,  Haare  kämmen,
sowie das Eincremen im Falle von anhaltender Sommerhitze. Aufklärungsgespräche mit den
Kindern  aus der Situation  in  angemessener  Sprache  und altersentsprechendem Material
(Bücher etc.) sind ebenso Teil unserer Arbeit, wie auch Projekte zum Thema Körper, eigene
Gefühle und Grenzen.
Diesen Prozess sichern wir durch regelmäßigen Austausch und Qualifizierung des Teams in
Form  von  Fortbildungen  über  unseren  Dachverband  „Eltern  helfen  Eltern“  oder  anderen
Anbietern.
Handlungsabläufe:
Liegen  einer  Mitarbeiterin  oder  einem  Mitarbeiter  gewichtige  Anhaltspunkte  für  eine
Kindeswohlgefährdung vor, ist für unsere Kindertagesstätte folgendes Verfahren festgelegt:
1. Die Mitarbeiterin/der Mitarbeiter unterrichtet die Leitung der Einrichtung.
2. Die Leitung unterrichtet den Träger. Gemeinsam wird die Situation besprochen und
eine Einschätzung vorgenommen, ob tatsächlich gewichtige Gründe für die Annahme
einer Kindeswohlgefährdung vorliegen.
3. Sollte sich die Annahme erhärten wird zusätzlich:
· eine  insofern  erfahrene  Fachkraft  zur  Beratung  bzw.  Risikoeinschätzung
hinzugezogen;
· die Risikoeinschätzung wird dokumentiert.
· Kommen alle Beteiligten zu der Einschätzung, dass eine Kindeswohlgefährdung
vorliegt, 
· wird  ein  schriftlicher  Schutzplan  entwickelt,  welche  erforderlichen  Hilfen
eingeleitet werden können und müssen, um die Gefährdung abzuwenden.
27

· Auf  der  Basis  des  Schutzplanes  erfolgt  das  Gespräch  mit  den
Erziehungsberechtigten.
· In  diesem  Gespräch  werden  mögliche  Hilfen  und  Unterstützungsangebote
vereinbart.
· Diese  Vereinbarungen  werden  schriftlich  festgehalten  und  den
Erziehungsberechtigten ausgehändigt.
· Die Leitung überprüft die vereinbarte Vorgehensweise, wirkt auf die Annahme von
Hilfen hin und überprüft die Vereinbarungen.
4. Der Träger und das Jugendamt sind unverzüglich zu informieren, wenn
· die Kindeswohlgefährdung durch das verabredete Vorgehen nicht abgewendet
werden konnte und / oder
· das  Wohl  des  Kindes  akut  gefährdet ist  und  sich  die  Gefährdung  nur  durch
sofortiges Handeln abwenden lässt. Die Information an das Jugendamt erfolgt
zunächst fernmündlich, wird aber so schnell wie möglich auch schriftlich getätigt.
5. Sollten  Verdachtsmomente  im  Hinblick  auf  Kindeswohlgefährdung  durch  eine
Mitarbeiterin/einen Mitarbeiter unserer Einrichtung aufkommen,
· sprechen Leitung und Träger unverzüglich mit der belasteten Person.
· Führt  das  Gespräch  zu  dem  Ergebnis,  dass  möglicherweise  gewichtige
Anhaltspunkte  für  eine  Kindeswohlgefährdung  vorliegen,  werden  unverzüglich
weitere Maßnahmen eingeleitet (wie die Hinzuziehung weiterer Kräfte nach §8a
SGB VIII, Information des Jugendamtes bis hin zur möglichen Suspendierung der
betroffenen Person).
Der Träger beschäftigt insbesondere keine Personen im Sinne des §  72 Abs. 1 S. 1 SGBVIII,
die wegen einer in § 72a SGB VIII aufgeführten Straftaten rechtskräftig verurteilt worden sind
(persönliche Eignung). Der Träger ist verpflichtet, von allen Mitarbeitenden im Sinne des § 72
Abs. 1 S. 1 SGB VIII die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses zu verlangen. 
28

5. Ziele
Im alltäglichen Miteinander legen wir unser Augenmerk auf folgende Ziele:
3.8. Förderung der Basiskompetenzen
Ausgehend von einer individuellen Eingewöhnung und Begleitung jedes einzelnen Kindes
entwickeln sich:
· Identitätsaufbau (Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl, Selbstwirksamkeit) 
· Haltung 
· Sensible und reflektierende Persönlichkeit 
· Selbstständigkeit
2.1. Förderung der sozialen Kompetenzen
In unserem Alltag vermitteln wir durch Situationen wie z. B. Morgenkreis:
· Empathie für Situationen u. Bedürfnisse anderer 
· Verantwortungsbewusstsein 
· Demokratisches Bewusstsein  durch Partizipation,  Wertevermittlung, Solidarität  und
soziale Gerechtigkeit 
· Konfliktlösungsstrategien 
3.1. Förderung der lernmethodischen Kompetenzen
Unser zentrales Ziel ist nicht die Speicherung von fertigem Wissen, sondern die Lernfreude
der Kinder zu erhalten und zu fördern. Dieses wird erreicht durch:
· Aneignung von Lernstrategien
· Potenzialentfaltung
· Erweiterung der individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten 
· das Miteinbeziehen in alltägliche Situationen wie z. B. Einkaufen, hauswirtschaftliche
Tätigkeiten. 
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Hieraus ergeben sich folgende kognitive Kompetenzen:
· Mathematisches Verständnis (z. B. Stufen zählen) 
· Wahrnehmung (z. B. Farben, Formen)
· Kommunikation
4.1. Förderung der Selbstbildungspotenziale
Jeder Mensch entwickelt im Verlauf seiner Biographie Handlungs- und Denkmöglichkeiten
(Selbstbildungspotenziale), um sich in der Welt zu orientieren, um leben, handeln und denken
zu  können.  Das  Denken  und  Handeln  von  Kindern  entwickelt  sich  durch  innere  Bilder,
Vorstellungen  und  Phantasien  und  durch  die  verschiedenen  Formen  des  Spielens  und
Gestaltens. Jedem Kind stehen von Geburt an Möglichkeiten der sinnlichen Wahrnehmung,
Erfahrungen  und  inneren  Verarbeitung  zu  Verfügung.  Das  Kind  braucht  sensibel
wahrnehmende  Bezugspersonen,  die  seine  Entwicklungsmöglichkeiten  erkennen  und
entsprechende Entwicklungsräume herstellen.
3.9. Förderung der motorischen Kompetenzen
Durch  die  Bereitstellung  unterschiedlicher  Materialien  und  Räumlichkeiten  entwickeln  die
Kinder diese grob- und feinmotorischen Kompetenzen:
· schneiden, zeichnen, kleben, werken, arbeiten mit verschiedenen Materialien (Atelier)
· klettern, laufen, springen, taktiles Empfinden, balancieren, schaukeln (Gruppenräume,
Garten, Fahrzeuge)
Diese Kompetenzen werden durch Ausflüge (Wald, Spielplätze, Museen etc.) erweitert. 
30

6. Schwerpunkt unserer Arbeit – Bildung: 
„Kinder sind – ebenso wie Dichter, Musiker und Naturwissenschaftler - eifrige Forscher und
Gestalter. Sie besitzen die Kunst des Forschens und sind sehr empfänglich für den Genuss,
den  das  Erstaunen  bereitet.  Unsere  Aufgabe  besteht  darin,  den  Kindern  bei  ihrer
Auseinandersetzung  mit  der  Welt  zu  helfen,  wobei  all  ihre  Fähigkeiten,  Kräfte  und
Ausdrucksweisen eingesetzt werden.“ 
(Loris Malaguzzi 1990, Convegno internazionale di studio)
3.10. Bildungsbereich Gesundheitsförderung
3.10.1. Ernährung
In der Kindertagesstätte wird eine vollwertige vegetarische Ernährung zum Frühstück wie
auch zum Mittagessen sowie kleinere Zwischenmahlzeiten angeboten. 
Uns zeichnet aus, dass wir eine eigene Köchin haben, die in unserer eigenen Küche täglich
das Mittagessen frisch zubereitet. Sie arbeitet bereits seit fast 20 Jahren bei uns, so dass sie
mit unseren Gewohnheiten und auch den Besonderheiten eines Kitabetriebes eng vertraut
ist. Sie bildet sich regelmäßig in diesem Bereich fort. Ein abwechslungsreicher Speiseplan,
bei dem die unterschiedlichen Grundnahrungsmittel in verschiedenen Variationen angeboten
werden, liefert eine ausgewogene Ernährung in kindgerechter Form. 
Durch  entsprechende  Öffnungen  in  den  Wänden  zur  Küche  können  die  Kinder  bei  der
Zubereitung der Speisen zusehen. Wir sehen im Alltag immer wieder, dass nahezu sämtliche
Kinder eine große Neugierde bezüglich der Herstellung von Speisen in sich tragen und sehr
gerne  –  pädagogisch  begleitet  –  mithelfen,  Obst  und  Gemüse  zu  scheiden,  Nachtisch
herzustellen  etc.  So  entwickeln  die  Kinder  von  klein  auf  ein  Gespür  für  verschiedene
saisonale  Gemüsearten  und  den  Wert  von  frisch  zubereiteten  Speisen.  Auch  auf
Unverträglichkeiten  bezüglich Lebensmittel, die bereits im Kindesalter vermehrt auftreten,
sowie auf kulturell oder religiös bedingte Essgewohnheiten können wir durch den Einsatz
einer eigenen Köchin Rücksicht nehmen. 
Zwischenmahlzeiten wie Obst und Gemüse stehen im Tagesverlauf zu Verfügung. Einmal in
der  Woche  wird  die  Kindertagesstätte  von  einem  Bio-Bauern  beliefert.  Der  zusätzliche
tägliche  Bedarf  an  Lebensmitteln  wird  zum  Teil  gemeinsam  mit  den  Kindern  in  den
31

nahegelegenen Lebensmittelläden sowie auf dem Geistmarkt eingekauft. Gerne backen wir
mit den Kindern auch Kuchen – sei es anlässlich von Geburtstagen oder auch ab und an als
besondere  Nachspeise  für  die  Kinder.  An  den  Geburtstagen  dürfen  die  jeweiligen
Geburtstagskinder mit einem von ihnen zu wählenden weiteren Kind den Geburtstagskuchen
selbst backen und dann verzieren. Dies ist ein von den Kindern geliebtes Ritual in der Kita. 
3.10.2. Zahngesundheit
Nach dem Mittagessen putzen wir gemeinsam mit den Kindern die Zähne. Die jüngeren
Kinder unterstützen wir dabei aktiv. Einmal jährlich besucht eine Zahnärztin oder ein Zahnarzt
des Gesundheitsamtes die Kita.
3.10.3. Suchtprävention
Suchtpräventive  Ansätze  haben  bereits im Kindesalter  einen  relevanten  Einfluss  auf  die
Entwicklung eines gesunden Risikobewusstseins. In unserem pädagogischen Alltag sind wir
auf  bedürfnisgerechte  Angebote  ausgerichtet  und  bieten  vielfältige  Spiel-  und
Erlebnisgelegenheiten, die durch partizipative Prozesse gekennzeichnet sind. Dies beinhaltet
die Lernerfahrung, eigene Stärken und Schwächen anzuerkennen - ein wichtiger Aspekt der
Persönlichkeitsentwicklung.  Wenn ein Kind über alltägliche Ruhebedürfnisse hinausgehend
Rückzugsverhalten  zeigt,  bzw.  Verhalten,  das  kompensierenden  oder  auffällig
wiederholenden  Charakter  hat,  wird  zugehend  und  kindgerecht  der  Hintergrund  des
Verhaltens miteinander geklärt und es werden Handlungsalternativen erörtert und entwickelt.
Hierbei sind die Eltern aktiv informiert und in den Prozess eingebunden. 
3.10.4. Unfallprävention / Erste Hilfe
Selbstverständlich  wird  bei  uns  auch  Unfallprävention  und  Erste  Hilfe  großgeschrieben.
Neben  der  entsprechenden  Ausbildung  unserer  Mitarbeitenden  und  einer  engen
Zusammenarbeit mit Fachstellen bieten wir auch unseren Kindern ab vier Jahren spezielle
Erste-Hilfe-Kurse für Kinder an. 
3.11. Bildungsbereich Bewegung: 
Bewegung ist ein zentraler Punkt in der kindlichen Entwicklung. Daher bieten wir den Kindern
in  unseren  Räumlichkeiten  viele  bewegungsanregende  Möglichkeiten  in  Form  von
32

unterschiedlichen Podesten, Schaukeln, Klettermöglichkeiten und Fahrzeugen. Die Kinder
können diese im Alltag für ihre Bedürfnisse individuell einsetzen. 
Um  dem  hohen  Bewegungsdrang  der  Kinder  gerecht  zu  werden,  nutzen  wir
wetterunabhängig  täglich unser Außengelände  mit unterschiedlichen Fahrzeugen, Kletter-
und Spielmöglichkeiten. Büsche und Bäume sind ideale Plätze zum Verstecken, aber auch
zum Klettern für die, die an unserer Kletterwand bereits ihr Können gesteigert haben. Zudem
bietet der Hof genug Platz, mit unserer Rikscha „Taxi“ zu spielen oder das Laufrad- und
Fahrradfahren zu üben. Im Garten können Fußball  oder andere Ballspielarten  praktiziert
werden.  
Mehrmals in der Woche besuchen wir die Grünflächen und Spielplätze des Viertels. Die
Wege  dorthin  werden  aktiv  zur  Verkehrsgewöhnung  und  -erziehung  genutzt.  Das  Team
unternimmt auch mit den U-3 Kindern in Kleingruppen Ausflüge. Beliebtes Ziel ist hierbei die
in  unmittelbarer  Nähe  gelegene  autofreie  Weißenburgsiedlung  oder  auch  der  Südpark.
Zudem fahren die Kinder regelmäßig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Wälder der
Umgebung (Jesuiter Brook, Aasee Wald, Dyckburgwald, Baumberge). Dienstags gehen die
U3 Kinder in die Turnhalle der Hermannschule, welche gut zu Fuß zu erreichen ist. Dort
werden verschiedene Bewegungsparks aufgebaut, es kann Trampolin gesprungen werden
und  es  findet  eine  Ballgewöhnung  statt.  So  erlernen  und  verbessern  die  Kinder  ihre
Bewegungsgrundformen  wie  Springen,  Laufen,  Hüpfen,  Hangeln,  Balancieren,  Werfen,
Fangen  etc.  in  verschiedenen  Bewegungsspielen.  Die  U3  Kinder  turnen  angeleitet  im
Bewegungsraum der Kita. 
Auch die Förderung der taktil-kinastetischen Entwicklung der Kinder gehört für uns zu diesem
Bildungsbereich. Wir bieten den Kindern ganzheitliche Körpererfahrungen durch matschen,
cremen und experimentieren mit unterschiedlichen Flüssigkeiten . Wir verfügen zudem über
eine Wasserpumpe im Außenbereich, so dass die Kinder mit verschiedenen Materialien des
Gartens – Schlamm, Matsch, Kieselsteine etc. – Matschen und Bauen können. 
3.12.  Bildungsbereich Natur und Kulturelle Umwelt:
Wir  sind  über  die  Möglichkeiten  unseres  Umfeldes,  unseres  Viertels  und  der  Stadt  gut
informiert und nutzen diese häufig. Wir bereiten die regelmäßigen Unternehmungen (z.B.
Besuch  auf  dem  Wochenmarkt)  und  die  Ausflüge  zusammen  mit  den  Kindern  vor  und
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reflektieren diese nachher mit den Kindern. Dabei berücksichtigen wir die Ideen, Interessen
und Bedürfnisse der Kinder und deren Entwicklungsstand.  Uns ist ein respektvoller Umgang
mit der Natur wichtig.  In unserem Außengelände  pflanzen  wir  saisonal  mit den  Kindern
Gemüse und Blumen an, ernten die Früchte unseres Obstbaumes und verarbeiten diese. In
den regelmäßig stattfindenden Waldtagen und zweimal jährlichen Waldwochen erleben die
Kinder unterschiedliche Jahreszeiten, sammeln Naturmaterialien und erforschen den Wald
und  ihre  Bewohner.  Fast  täglich  finden  Ausflüge,  häufig  auch  in  Kleingruppen,  in  das
Lebensumfeld  der Kinder  statt.  Wir besuchen  den  Geistmarkt  im Viertel  sowie  auf  dem
Domplatz,  den  Südpark,  Museen  etc.  Wir  vermitteln  den  Kindern  die  Wichtigkeit  eines
nachhaltigen  Umgangs  mit  Ressourcen,  indem  wir  unnötige  Plastikabfälle  vermeiden,
Mehrwegflaschen  verwenden,  waschbare  Beutel  für  verschmutzte  Kleidung  angeschafft
haben  und  auf  Mülltrennung  achten.  Zur  Vertiefung  dieser  Kenntnisse  besuchen  die
Vorschulkinder alljährlich den Abfallwirtschaftsbetrieb Münster (AWM). 
Im Jahr 2019 nahmen unsere Ü3 Kinder an einem Vermittlungsprogram für Kitas im LWL-
Museum für Kunst und Kultur teil. Das Programm besteht aus einer Reihe von altersgerecht
konzipierten Bausteinen und ermöglicht den Kindern eine kulturelle Teilhabe und das Erleben
früher  ästhetischer  Erfahrungen.  Durch  das  Ansprechen  aller  Sinne  wird  die  kognitive,
sprachliche, soziale und emotionale Entwicklung gestärkt. 
Da  die  Kinder  in  ihren  ästhetischen  Bedürfnissen  ernst  genommen  werden  und  sie
partizipativ in die Vermittlungsarbeit einbezogen werden, passt das Programm sehr gut zu
unserem pädagogischen Ansatz.
So wurde z.B. in einem Baustein die Architektur des Museums erkundet und ein erstes
Gefühl  für  Räume  und  Kunst  entwickelt.  Anschließend  wurde  im  Atelier  ein  eigenes
Museumsmodell  gestaltet.  Ein  anderer  Baustein  beschäftigte  sich  mit  “Spuren”  auf
Gemälden, welche beispielsweise durch die Verwendung unterschiedlicher Malerwerkzeuge
wie  Pinseln,  Bürsten  oder  Besen  entstehen.  Im  angeschlossenen  Praxisteil  konnten  die
Kinder selbst unter Einsatz vielfältiger Malutensilien eigene “Spuren” herstellen.
Auch ein Baustein zum Thema “Licht” wurde belegt, in dem erst Lichtkunstwerke genauer
unter die Lupe genommen und dann interaktiv mit Lichteffekten gearbeitet wurde.
34

3.13.  Bildungsbereich Spielen/Gestalten, Medien:
Der morgendliche Sitzkreis ist für die Kinder ein wichtiges Ritual, um gemeinsam in den Tag
zu  starten.  Die  dort  stattfindenden  Sing-,  Rollen-  und  Regelspiele  fördern  das  soziale
Miteinander in einer größeren Gruppe und das Regelverständnis. Nach dem Sitzkreis beginnt
die  Freispielphase,  in  der  die  Kinder  in  kleinen  Gruppen  spielen  können.  Ein  wichtiger
Bestandteil ist dabei das Experimentieren und Forschen. Hierzu greifen wir die Fragen der
Kinder im Alltag auf und geben ihnen mit Hilfe unterschiedlicher Materialien die Möglichkeit,
Antworten auf ihre Fragen zu finden. Dazu nutzen wir auch unterschiedliche Medien wie
bspw. Computer, Tablet, Kamera, Tageslichtprojektor etc. und zeigen den Kindern einen
sensiblen Umgang mit diesen.  
Im  Rahmen  unserer  Atelierarbeit  stehen  den  Kindern  verschiedene  Materialien  und
Werkzeuge zur Verfügung, um ihrem gestalterischen Potenzial Ausdruck zu verleihen. Die
fertigen Kunstwerke zeigen die Kinder dann im Sitzkreis, stellen sie in der Kita aus oder
nehmen sie mit nach Hause.
3.14.  Bildungsbereich Sprache:
Eine  gute  Sprachentwicklung  ist  essenziell  für  soziale  Interaktion,  dem  Mitteilen  von
Bedürfnissen und die Teilhabe an demokratischen Prozessen. Daher leben und fördern wir
eine wertschätzende Kommunikation im Alltag (z.B. begrüßen wir alle Eltern und Kinder mit
Namen,  wünschen  uns  guten  Appetit,  etc.).  In  den  Sitzkreisen  bieten  wir  musikalische
Anregungen und stärken das Rhythmusgefühl der Kinder durch Singspiele und Instrumente.
Dies wird noch weiter ausgebaut durch die oben genannte Kooperation mit der Westfälischen
Schule  für  Musik  für  die  Kinder  ab  vier  Jahren.  Zudem  ermuntern  wir  die  Kinder,  ihre
Bedürfnisse sprachlich zu äußern, sich aktiv in das Alltagsgeschehen mit einzubringen und
zuzuhören,  indem  wir  ihnen  vielfältige  Sprachanlässe  bieten.  Eine  individuelle
alltagsintegrierte  Sprachförderung  erfordert  eine  regelmäßige  und  fundierte
Sprachstandserhebung  jedes  einzelnen  Kindes.  Zu  diesem  Zweck  nutzen  wir  die
“Begleitende alltagsintegrierte Sprachentwicklungsbeobachtung in Kindertageseinrichtungen”
(BaSiK von Renate Zimmer).
3.15. Projektarbeit
Projektarbeit ist Bildungsarbeit. Projekte gehören in unseren Kitaalltag. Sie entwickeln sich
aus Interessen, Emotionen, Beobachtungen und Gesprächen der Kinder. Die Kinder finden
35

sich in Kleingruppen zusammen. Durch ständigen Dialog und gemeinsames Forschen und
Entdecken  machen  sie  sich  auf  den  Weg,  ihr  selbst  gestecktes  Ziel  zu  erreichen.
Lebensnahes Lernen wie z. B. das Kontaktieren von Experten, der Besuch von Institutionen
und  öffentlichen  Einrichtungen  sind  wichtige  Wegbegleiter  und  sorgen  für  kontinuierliche
Wissenserweiterung.  Die  Atelierarbeit  ist  dabei  die  wichtigste  Ausdrucksmöglichkeit.
Während dieser Zeit sehen wir uns als Assistenten. Durch weckende Fragen, Wertschätzung
und Bereitstellung von Materialien und Medien unterstützen wir die Kinder auf ihrem Weg
durch das Projekt. Dabei nehmen wir keine Lösungen vorweg. Die Zeitspanne des Projektes
ist vom anhaltenden Interesse der Kinder abhängig und kann von einer Stunde (Miniprojekt)
bis  zu  einem  Jahr  dauern.  Projektarbeit  umfasst  alle  Bildungsbereiche  der
Bildungsvereinbarung NRW.
Zur Veranschaulichung beschreiben wir im Folgenden ein Projekt aus dem letzten Jahr. Aus
der Frage eines Kindes „Wie werden Häuser gemacht?” ist ein ca. ein Jahr andauerndes
Projekt mit 5 Kindern entstanden. Zunächst haben die Kinder Häuser aus ihrer Vorstellung
heraus mit Bleistiften auf Papier gezeichnet. Daraus haben sich mehrere Fragen ergeben,
unter anderem: „Wie baut man ein Dach?“ Zur Beantwortung der Frage haben wir mehrere
Baustellen im Viertel aufgesucht und die Arbeiter dort gefragt. Auf den Baustellen haben die
Kinder wiederum Bleistiftzeichnungen der Baustelle gefertigt. Im Anschluss daran wollten die
Kinder  ein  eigenes  Haus  bauen  und  haben  dafür  zunächst  zusammen  jedes  Haus  der
Projektgruppe besucht und von außen betrachtet. Dabei ist den Kindern aufgefallen, dass
diese aus unterschiedlichen Materialien gebaut sind. Um diese Materialien zu testen, haben
wir Modelle aus Ton sowie aus kleinen Ziegelsteinen gebaut. Das Modell aus Ziegelsteinen
gefiel den Kindern besser, so dass sie dieses im größeren Maßstab nachbauen wollten,
damit sie darin spielen können. Da dieses Haus im Gruppenraum stehen sollte, konnten
keine echten Steine verwendet werden und wir haben über einen längeren Zeitraum ca. 300
Schuhkartons in den umliegenden Schuhgeschäften und von den Eltern gesammelt. Diese
haben wir erst lose zu einem Haus gestapelt und sie anschließend verklebt. Es wurden noch
Fenster und eine Tür aus Stoff und ein Dach aus einem großen Karton gefertigt. Das Haus
stand mehrere Monate im Gruppenraum und wurde intensiv bespielt bis wir es gemeinsam
abgebaut haben.
36

4. Das Eingewöhnungskonzept 
4.1. Warum uns eine fundierte Eingewöhnung so wichtig ist
Die sorgfältige und behutsame Eingewöhnung neuer Kinder ist ein grundlegender Baustein
unserer Arbeit und stellt den Kindern die Weichen für eine feste Bindung  und eine von
Vertrauen geprägte Kitazeit. Wir berufen uns hierbei auf das Berliner Eingewöhnungsmodell
nach  infans  (Institut  für  angewandte  Sozialforschung/Frühe  Kindheit  e.V.)  von  Laewen,
Andres und Hedevari (2003), an das wir uns in unserer Arbeit anlehnen.
Grundlage dieses Modells ist die Beachtung der Bindung des Kindes an seine Eltern (oder
andere begleitende Bezugsperson3) und eine stufenweise Loslösung.
Jeder neue Start ist ein Übergang, jeder Übergang bedeutet eine Krise. Die Begleitung durch
vertraute Bezugspersonen indes gibt Sicherheit und verhilft dazu, in irritierenden Situationen,
die in einer neuen und fremden Umgebung auftreten können, ins Gleichgewicht zurück zu
kommen.
Untersuchungen in den 80er Jahren stellten fest, dass Krippenkinder (0-3), die bei ihrer
Eingewöhnung nicht durch ein Elternteil begleitet wurden, deutlich häufiger in den ersten
sechs Monaten wegen einer Erkrankung fehlten und die kognitive Entwicklung verlangsamt
war.
Ebenso wiesen Kindergartenkinder (3-6) nach einer unbegleiteten Eingewöhnung erheblich
mehr Stressreaktionen und Krankheitszeiten auf als begleitete Kinder.
Daraus  wurde  geschlussfolgert,  dass  die  Bindung  der  Eltern  ein  wichtiger  und
unverzichtbarer Baustein ist für das Bestehen der Krise, das Aufbauen neuer Bindungen und
den  gelingenden  Übergang,  um  die  oben  erwähnten  Folgen  (häufige  Krankheiten,
schlechtere Entwicklungschancen) zu vermeiden. 
4.2. Primäre Ziele der Eingewöhnung
Das grundlegende Ziel der Eingewöhnung besteht darin, dass die eingewöhnende Fachkraft
während  der  Anwesenheit  der  Bezugsperson  eine  tragfähige  Beziehung  zu  dem  Kind
aufbaut.
3 Dies können bspw. neben den Eltern andere Familienangehörige oder andere enge Vertraute des Kindes sein,
die dieses bei der Phase der Eingewöhnung begleiten. 
37

Nur so kann auch eine Bindung zwischen Fachkraft und Kind entstehen, die es dem Kind
später ermöglicht, sich auf Bildungsprozesse einzulassen.
Das Kind lernt in dieser Zeit sowohl die Regeln, Abläufe und Rituale als auch die Menschen
und Räume in aller Ruhe kennen.
Auch  den  Eltern  bietet  diese  Zeit  eine  besondere  Form  des  Einblicks  in  die  Kita,  was
wiederum eine gute Grundlage für die spätere Erziehungs- und Bildungspartnerschaft ist.
Um allen Beteiligten – auch den „alten Kitakindern“ – die Zeit für das Kennenlernen zu geben,
ist  es  wichtig,  dass  die  neuen  Kinder  gestaffelt  starten  und  nicht  alle  gleichzeitig.  Dies
erfordert eine individuelle Absprache zwischen den neuen Familien und den Fachkräften.
4.3. Die Struktur des Berliner Eingewöhnungsmodells…
… besteht aus mehreren Schritten und beginnt mit der Information der Eltern.
Uns ist wichtig, dass die Eltern schon in einem angemessenen Zeitraum vor dem Kitastart
über die Eingewöhnung informiert werden. So können sie nicht nur die organisatorischen
Abläufe planen, sondern sich auch darüber bewusst werden, dass sie ein unverzichtbarer
Bestandteil  der  Eingewöhnung  sind  und  dass  es  gleichzeitig  wichtige  Regeln  und
Vorgehensweisen gibt, deren Einhaltung zum Gelingen beitragen.
In  weiteren  Schritten  erfolgt  der  Kern  der  Eingewöhnung:  eine  Grundphase,  der  erste
Trennungsversuch, eine Stabilisierungsphase sowie eine Schlussphase.
4.4. Rahmenbedingungen, für die wir während der Eingewöhnungszeit
sorgen 
Ein möglichst konstanter und stabiler Rahmen macht es den neuen Kindern leichter, sich an
die  Veränderung  in  ihrem  Leben  zu  gewöhnen.  Das  heißt,  dass  wir  während  der
Eingewöhnungszeit (in der Regel mit dem Start des neuen Kitajahres) auf Ausflüge oder
besondere  Aktivitäten  mit  den  neuen  Kindern  verzichten.  Damit  auch  die  Fachkräfte
genügend Kapazitäten für die Eingewöhnung aufbringen können, finden auch in dieser Zeit
keine Turn- oder Kleingruppenaktivitäten statt. Dies bietet auch den “alten” Kindern genügend
Möglichkeiten zum Kennenlernen der neuen Kinder.
Auch Eltern gewöhnen sich in die neue Umgebung ein, deswegen führen wir regelmäßig
kurze Gespräche mit ihnen und haben jederzeit ein offenes Ohr für Fragen oder Sorgen.
38

Jedes  neue  Kind  wird  in  unserer  Einrichtung  von  einer  vorher  festgelegten  Fachkraft
eingewöhnt. Diese spricht sich gegebenenfalls mit den Eltern individuell bezüglich der Bring-,
Abhol- und Schlafzeiten ab, um eine Konstante für das Kind zu sein. Nichtsdestotrotz gibt es
für jedes  Kind auch eine Ersatzfachkraft, die bei Nichtanwesenheit der eingewöhnenden
Person den Part übernimmt.
In Teamsitzungen findet ein intensiver Austausch über den Stand der Eingewöhnung eines
jeden Kindes statt, so dass immer alle Teammitglieder auf dem gleichen Stand sind. 
Übergangsobjekte wie Kuscheltier, Schnuffeltuch oder auch Schnuller sind oft hilfreich und
sollten bei Bedarf auch mitgebracht werden.
In einem Gespräch vor dem Kitastart erfragen wir besondere Bedürfnisse, Vorlieben und
individuelle Besonderheiten des Kindes, damit wir uns möglichst gut auf jedes Kind einstellen
können.
4.5. Zeitlicher Ablauf der Eingewöhnung
4.5.1. Grundphase
Das eingewöhnende Elternteil hält sich für ein oder zwei Stunden in der Einrichtung auf. Das
Kind  bestimmt  die  Nähe  zum  Elternteil.  Das  Kind  wird  von  selbst  beginnen,  die  ersten
Erkundungen  zu  starten;  es  sollte  trotzdem  die  Aufmerksamkeit  des  Elternteils  haben,
Blickkontakt haben können und sich des „sicheren Hafens“ sicher sein.
Aufgabe der einzugewöhnenden Person ist es sich passiv zu verhalten; d.h. nicht mit dem
Kind ausgiebig spielen, auch nicht mit den anderen Kindern spielen oder ihnen vorlesen;
ebenso wenig selbst lesen, stricken o.ä. Das Kind braucht jederzeit das Gefühl, es könnte die
volle Aufmerksamkeit der Eltern (begleitenden Bezugsperson) haben. Die Eltern übernehmen
auch  die  komplette  Versorgung  wie  Wickeln  o.ä.  Die  Fachkraft nutzt  Gelegenheiten  zur
Kontaktaufnahme.
4.5.2. Trennungsphase
Es können erste kurze Trennungsversuche unternommen werden. Dazu gehört immer eine
kurze Verabschiedung, das Elternteil verlässt den Raum, bleibt danach aber in der Nähe der
Tür.
39

Aufgrund dieser Erfahrungen an diesem Tag (welche Reaktionen zeigt das Kind) kann in
einem kurzen Gespräch das weitere Vorgehen der Eingewöhnung geklärt werden.
4.5.3. Stabilisierungsphase
Nun beginnt die  Stabilisierungsphase, in der die Fachkraft zunehmend – im Beisein  der
Eltern – die Versorgung des Kindes übernimmt, solange es dies zulässt, und bietet sich als
Spielpartner an. Das begleitende Elternteil (oder andere begleitende Bezugsperson) sollte es
zunehmend der Fachkraft überlassen, auf die Signale des Kindes zu reagieren und hilft nur,
wenn das Kind die Erzieherin oder den Erzieher noch nicht akzeptiert.
Unter  der  Beachtung  der  Reaktionen  des  Kindes  können  die  Zeiträume  der  Trennung
langsam ausgeweitet werden. Das Elternteil hält sich aber weiterhin in der Einrichtung auf.
Ein kurzes Abschiedsritual kann entwickelt werden, das von nun an eingehalten  werden
sollte. Dies kann dem Kind die Trennung erleichtern.
Wird die Trennung hier noch nicht akzeptiert, sollten die nächsten Trennungsversuche auf
einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.
4.5.4. Schlussphase
In der Schlussphase der Eingewöhnung halten sich die Eltern nicht mehr in der Einrichtung
auf, sind jedoch für Notfälle jederzeit erreichbar. Als abgeschlossen gilt die Eingewöhnung,
wenn die Fachkraft als sichere Basis angenommen wird und sich das Kind von ihr trösten
lässt. Dies kann nach zwei Wochen der Fall sein, nicht selten aber auch erst nach drei oder
vier Wochen.
Im Berliner Modell ist der Ablauf der Eingewöhnung in Tage gegliedert (1. bis 3. Tag usw.).
Wir lehnen uns lediglich daran an und entscheiden ganz individuell nach den Kindern und
Eltern, wann wir welche Phase beginnen.
 „Die Anwesenheit der Eltern in der Kita wird entbehrlich, wenn das Kind zu seiner Erzieherin
eine solche Beziehung aufgebaut hat und die Erzieherin anstelle der Eltern die Funktion
einer sicheren Basis für das Kind übernehmen kann.“
(Die  ersten  Tage  –  ein  Modell  zur  Eingewöhnung  in  Krippe  und  Tagespflege;  Laewen,
Andres, Hederveari)
40

5. Förderung und Betreuung von Kindern unter 3 Jahren
Vom ersten Tag an erforschen Säuglinge die Welt wie Wissenschaftler. Sie beginnen ihr
intuitives Wissen über Naturgesetze zu erweitern und zu perfektionieren. Schon wenn sie
durch spontanes, noch unkoordiniertes Strampeln eine Rassel oder ein Mobile in Bewegung
setzen,  erfahren  sie  etwas  über  das  Prinzip  Ursache  und  Wirkung.  Schon  im  ersten
Lebensjahr stellen Kinder Hypothesen auf, bestätigen oder verwerfen sie. Mit all ihren Sinnen
bewältigen sie jede Stunde eine Flut von Reizen. Sie sind effektiver und schneller als es ein
Erwachsener jemals wieder sein kann. Säuglinge sind kleine Forscher. Sie fangen an ihre
Umgebung auf lustvolle Art und Weise zu entdecken und zu verstehen. Um dieses zu tun,
bieten wir ihnen einen geschützten Raum. Der Aktionsradius eines Kleinkindes erweitert sich
explosionsartig. Von Tag zu Tag wird es selbstständiger und eigenbestimmter. Das Kind
möchte  z.B.  nicht  mehr  gefüttert  werden,  sondern  greift  selber  zum  Besteck.  Für  das
Kleinkind ist es von besonderer Bedeutung, sich insbesondere mit elementaren Materialien,
wie z.B. Sand, Erde, Wasser etc. zu befassen. Diese Materialien regen zum Erforschen und
zum Ausprobieren, später dann zum ersten Malen und Gestalten an. Bevor das Kind mit
einem  Material  gezielt  gestaltet,  muss  es  dessen  Eigenschaft  erkunden  und  die
unterschiedlichen Arten der Bearbeitung kennengelernt haben. In der Kita geben wir den
Kindern die Möglichkeit ihrem Entdeckungsdrang nachzugehen. Das kann z.B. bedeuten,
dass den Kindern Stapel von Zeitungen zur Verfügung gestellt werden. Diese können sie
dann  zerreißen  oder  auseinanderfalten.  Sie  matschen  mit  Farben,  Lehm  und  Wasser,
Schaum etc. Das Kleinkind lernt mit der Zeit auch den symbolischen Umgang mit der Welt
durch Bilder oder durch erste symbolische Spiele. Gegenstände und Vorgänge, die das Kind
zuvor in der Realität erlebt hat, kann es bald auf einfachen Abbildungen wiedererkennen. Es
beobachtet  intensiv  die  Geschehnisse  um  sich  herum  und  die  Verhaltensweisen  von
Personen und bildet sie in eigenen Spielen nach. Das Nachahmen und das nachahmende
Mittun sind neben dem Ausprobieren und Erforschen die wichtigsten Lernweisen der Kinder.
Wir  unterstützen  die  Kinder  darin,  Gefühle  bei  sich  und  den  Anderen  zu  erkennen,  sie
angemessen  auszudrücken  und  empathisch  auf  die  Emotionen  ihres  Gegenübers  zu
reagieren.    
41

6. Vorschularbeit
Das letzte Kitajahr hat für die zukünftigen Schulkinder eine ganz besondere Bedeutung. Sie
haben  die  Möglichkeit,  Eigenverantwortung  ohne  ständige  Begleitung  Erwachsener  zu
übernehmen, Regeln aufzustellen und Lösungswege zu finden. Durch unsere Begleitung und
Unterstützung zur Selbstständigkeit und Verantwortung für sich und für andere bekommen
die Kinder die Möglichkeit, den Übergang in den Schulalltag besser zu bewältigen. Es findet
einmal wöchentlich, bei Bedarf auch häufiger, die Schulkindgruppe statt. Dort greifen wir die
Themen der Kinder auf, die mit dem Wechsel in die Schule im Zusammenhang stehen.
Zusätzlich  kooperieren  wir  mit  Vorschulgruppen  aus  fünf  anderen  Einrichtungen  des
Südviertels und treffen uns regelmäßig mit diesen für gemeinsame Ausflüge und Aktionen,
wie bspw. gemeinsames Turnen, Besuche bei der Feuerwehr und Polizei, des Flughafens,
der AWM, etc. Zum Abschluss der Vorschulzeit unternehmen die angehenden Schulkinder
eine zweitägige Schulkindfahrt, die von Erzieherinnen und Erziehern begleitet wird. 
Wir  haben  uns  im  Team  eingehend  damit  auseinandergesetzt,  welche  Fähigkeiten  und
Kompetenzen die Kinder aus unserer Sicht für die Schule benötigen. Dazu zählen unter
anderem: richtige Stifthaltung, Selbstorganisation, Konzentration, Frustrationstoleranz, etc.
6.1. Zusammenarbeit mit den Grundschulen
Wir suchen den Kontakt zu den Schulen. Hierzu stimmen wir uns mit den Eltern ab und holen
bei Bedarf deren Einverständnis ein. Wir planen mit den Schulen gemeinsam den Übergang.
Dies bedeutet im Einzelnen: Wir besuchen mit den angehenden Schulkindern ihre zukünftige
Schule und nehmen,  wenn möglich, am Unterricht teil, um die schulischen Anforderungen
und Abläufe kennen zu lernen. Potentielle zukünftige Lehrerinnen oder Lehrer besuchen die
angehenden  Schulkinder  in  der  Kita  und  wir  tauschen  uns  mit  den  Schulen  über  den
Entwicklungsstand  der  Kinder  aus.  Wir  versuchen  gemeinsam  mit  den  Schulen  das
Übergangskonzept weiterzuentwickeln und zu reflektieren.
42

7.   Öffnung nach außen / Kooperationen / Vernetzungen 
Wir organisieren die Erziehungsarbeit auf allen Ebenen in kooperativer Form und nutzen
gemeinschaftliche Strukturen in der Umgebung. Dazu zählen unter anderem: Besuche auf
dem Geistmarkt, in den Arbeitsstätten der Eltern, Geschäfte in der Umgebung, Turnen in der
Hermannschule etc. Für diese Unternehmungen nutzen wir die öffentlichen Verkehrsmittel
und Lauf-/Fahrräder oder erkunden die Umgebung zu Fuß.
Wie bereits mehrfach beschrieben, ist uns eine enge Vernetzung im Viertel und auch darüber
hinaus sehr wichtig. Wir möchten den Kindern eine Vielzahl an Begegnungsmöglichkeiten
und dem Erleben des Alltäglichen, aber auch die Vermittlung von besonderen Fähigkeiten,
Kenntnissen und Dingen der nahen und ferneren Umwelt zukommen lassen. In diesem Sinne
bestehen  verschiedenen  Kooperationen  mit  den  Einzelhändlern  des  Südviertels,  sowie
beispielsweise eine Kooperation mit der Polizei und hier im Besonderen mit dem zuständigen
Polizisten des Viertels. Dieser besucht die Kita in regelmäßigen Abständen und vermittelt den
Kindern so Wissenswertes bzgl. Sicherheit, Umgang im Straßenverkehr und der Polizeiarbeit.
Des Weiteren zählen wir die Stadtbücherei Münster zu einem unserer Partner. Wir besuchen
regelmäßig die Hauptstelle in der Innenstadt, aber auch die Zweigstelle am Aaseemarkt und
das Bilderbuchkino ist fester Bestandteil unserer Ausflugsziele.
Mit  den  AWM  besteht  eine  weitere  Kooperation.  So  beteiligen  uns  an  der  jährlich
stattfindenden Aktion „Sauberes Münster“ und kümmern uns im Rahmen dessen um die
Sauberkeit  unseres  Viertels.  Darüber  hinaus  spielen  die  AWM  im  Rahmen  unserer
Projektarbeit –  ebenso wie die anderen Partner – oft eine Rolle. 
Auch  im  Bereich  Kultur  sind  wir  bereits  verschiedene  Kooperationen  eingegangen.  Als
Beispiel sei hier das bereits beschriebene Kunstprojekt des LWL Museum für Kunst und
Kultur genannt, im Rahmen dessen die Ü3 Kinder verschiedene Erfahrungen im Bereich
bildender Künste mitnehmen konnten.
Für Förderungsbedarfe, die über die fachlichen Möglichkeiten der Einrichtung hinausgehen,
nutzen  wir  sowohl  nach  Bedarf  als  auch  präventiv  weitere  Fachstellen.  Dazu  gehören
Beratungsstellen, Frühförderstellen und verschiedene Therapieangebote (z.B. Ergotherapie,
Logopädie, etc.) und unser Dachverband “Eltern helfen Eltern e.V.”. Wir geben den Eltern im
Bedarfsfall  die  entsprechenden  Informationen  an  die  Hand.  Externe  Anbieter  haben  die
Möglichkeit,  ihre  Angebote  in  unserer  Einrichtung  durchzuführen  und  wir  nutzen  diese
43

Anbieter für die Weiterentwicklung unserer Kenntnisse und Kompetenzen. In diesem Sinne
können wir uns gut vorstellen, unsere Einrichtung zu einem Familienzentrum auszubauen.
Darüber hinaus nehmen wir regelmäßig an Arbeitskreisen im Viertel und in der Region teil.
Dazu  gehören  unter  anderem:  Kooperationsarbeitskreis  Elterninitiativen  im  Südviertel,
Arbeitskreis  Südviertel,  Leitungsarbeitskreise,  Arbeitskreise  von  unserem  Dachverband
„Eltern  helfen  Eltern“,  Reggio  Regionalgruppentreffen,  Arbeitskreis  Qualitätsmanagement,
Arbeitskreis Übergang Kita/Schule. Wir halten Kooperationen mit anderen Kitas aus dem
Viertel sowie Schulen im Bereich der gemeinsamen Vorschularbeit (siehe 9 Vorschularbeit)
sowie mit einer anderen Kita im Viertel zur Abdeckung etwaigen Betreuungsbedarfs während
unserer Schließzeiten (siehe 3.5 Die Öffnungszeiten der Kita).
44

8.   Wirtschaftlichkeit
Wir als anerkannter Träger Kita Süd e.V. in Form einer Elterninitiative bringen auch für den
Betrieb einer Kindertagesstätte in der Alten Post am Sankt-Josefs-Kirchplatz in Münster ab
2022  einen  Trägeranteil  von  3,4%  der  anerkennenswerten  Betriebskosten  ein. Unsere
Planungen hinsichtlich der finanziellen Gestaltung des Kitabetriebes können in detaillierter
Form den angehangenen Finanzplandokumenten für die Kitajahre 2022/23, 2023/24 sowie
2024/25 entnommen werden.  
Zudem  verfügen  wir  angesichts  der  anstehenden  Notwendigkeit  für  eine  räumliche
Veränderung über nicht unerhebliche finanzielle Vereinsrücklagen, die wir zu einem Großteil
in die Gestaltung der Kita-Räumlichkeiten einfließen lassen werden. 
Ein weiterer Einnahmepunkt für kleinere unterjährige Aufwendungen findet sich für uns im
Bereich  Spenden.  Hier  konnten  wir  in  den  letzten  Jahren  bereits  mehrfach  Einzel-
(Privatpersonen  /  Firmen)  aber  auch  kontinuierliche  Spenden,  wie  z.B.  über  den
Bildungsspender  akquirieren.  Diese  Spendenbemühungen  werden  wir  weiter
fortsetzen. Darüber hinaus können wir vereinzelt finanzielle Zuweisungen der ordentlichen
Gerichte verbuchen. 
Unser  geplanter  Personaleinsatz  umfasst,  neben  der  freigestellten  Leitung  mit  einem
Arbeitsumfang  von  39  Wochenstunden,  sechs  weitere  Fachkräfte  (unterschiedlicher
Erfahrungsstufen/Stufeneinordnungen), mit ebenfalls 39 Wochenstunden, die durch bspw.
Werkstudentinnen  und  –studenten  unterstützt  werden  sowie  einer  fest  angestellten
Köchin/Koch. Sämtliche bei uns angestellten Fachkräfte werden bei uns entsprechend des
TVÖD  eingestuft und vergütet. Auch bei  den  übrigen  wesentlichen  Vertragsbedingungen
orientieren wir uns an den Vorgaben des TVÖD. Wir legen großen Wert darauf, die Anzahl
befristeter Anstellungsverträge möglichst gering zu halten. 
Diese Berechnungen sind reine Planzahlen, die insbesondere hinsichtlich der personellen
Besetzung  noch  variieren  können.  Wie  bereits  dargelegt,  ist  es  uns  ein  Anliegen
Ausbildungsstätte  zu sein, so dass wir  auch zukünftig  am Sankt-Josefs-Kirchplatz  unser
Team gerne wieder durch Anerkennungs- oder PIA.Praktikantinnen/–praktikanten ergänzen
möchten. 
45

Anlage_7.1_Konzept_e_Bewerbung_Alte_Post

2117 Zeichen

.eleweut-i

Familie und Beruf gGmbH. c/o Konzept-e GmbH . Wankelstraße 1. 70563 Stuttgart Ihr/e Ansprechpartner/in:
Ulrich Kraft
Telefon +49 (0) 71165 69 60-23
Stadt Münster Testen -+391(0),71/65/69. 60.58

E-Mail ulrich.kraft&konzept-e.de

Frau Sibylle Kratz-Trutti
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien

35008 - 002/03.2019

48127 Münster

Stuttgart, 19.03.2020

Bewerbung für die Übernahme der Trägerschaft für die neue Kindertageseinrichtung
Alte Post am Sankt-Josefs-Kirchplatz im Stadtteil Schützenhof
Ausschreibungsnummer 01/19

Sehr geehrte Frau Kratz-Trutti, Frau Sroka, Frau Tigger,
wir möchten uns nochmals für das gute Gespräch bei Ihnen in Münster am 12. März bedanken.

Hiermit bestätigen wir unsere Bewerbung als anerkannter freier Träger auf den Betrieb der o.g.

Kindertageseinrichtung in Münster.

Wir erklären hiermit verbindlich, dass der zu erwartende Trägeranteil für den Betrieb dieser
Einrichtung 7,8% beträgt, sofern die tatsächliche Miete voll bezuschusst wird.

Familie und Beruf gGmbH Sitz der Gesellschaft Bankverbindung Geschäftsführerin
c/o Konzept-e GmbH Knappenweg 42i Bank für Sozialwirtschaft Waltraud Weegmann
Wankelstraße 1 D-70569 Stuttgart IBAN: DE43601205000008798600 HRB: 762927
D-70563 Stuttgart BIC: BFSWDE33STG Amtsgericht Stuttgart

www.element-i.de St. Nr. 99124/03485

Wir hatten im persönlichen Gespräch ja bereits darüber gesprochen, dass wir für einen

reibungslosen Start in Münster den Synergieeffekt von drei Kindertagesstätten benötigen.

Wir wären begeistert, wenn wir die Vielfalt der Träger in Münster mit unserem pädagogischen

Konzept weiter bereichern können und freuen uns auf Ihre Rückmeldung Ende Juni.

Mit herzlichen

Geschäftsführerin Leiter Kundenprojekte

Familie und Beruf gGmbH Konzept-e für Bildung und Soziales GmbH

Familie und Beruf gGmbH Sitz der Gesellschaft Bankverbindung Geschäftsführerin
c/o Konzept-e GmbH Knappenweg 42i Bank für Sozialwirtschaft Waltraud Weegmann
Wankelstraße 1 D-70569 Stuttgart IBAN: DE43601205000008798600 HRB: 762927
D-70563 Stuttgart BIC: BFSWDE33STG Amtsgericht Stuttgart

www.element-i.de St. Nr. 99124/03485

Anlage_6.2_Kleine_Riesen_Konzept_Alte Post

123714 Zeichen

Kapitel: Allgemeine Angaben zum Träger 
1 
 
 
 
  
PÄDAGOGISCHES KONZEPT
  
Stand 2020

Kapitel: Allgemeine Angaben zum Träger 
2 
 
 
Pädagogische s Konzept 
Kindertagestätte Kleine Riesen  
 
 
Sankt-Josefs-Kirchplatz, 48153 Münster 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
TRÄGER : 
Kleine Riesen Nord gemeinnützige GmbH 
Esslinger Straße 69 
73732 Esslingen am Neckar 
Tel:  (0711) 35 116 4 - 0 
Fax:   (0711) 35 116 4 - 17 
E-Mail:  info@littlegiants.de 
Internet: www.littlegiants.de

Kapitel: Allgemeine Angaben zum Träger 
3 
 
INHALTSVERZEICHNIS  
1. Allgemeine Angaben zum Träger .................................................................................................... 5 
1.1. Kontaktinformationen / Rechtsform ....................................................................................... 5 
1.2. Unternehmensgegenstand / Geschäftsfeld ............................................................................ 5 
2. Organisation und Verwaltung ......................................................................................................... 5 
3. Angaben zur Trägerkonzeption ....................................................................................................... 6 
3.1. Leitbild .......................................................................................................................................... 6 
3.2. Werte ............................................................................................................................................ 6 
4. Pädagogisches Konzept ....................................................................................................................... 7 
4.1. Zielsetzung .................................................................................................................................... 7 
4.2. Betreuungs-, Bildungs- und Erziehungsauftrag ............................................................................ 7 
4.3. Grundsätze ................................................................................................................................... 8 
4.4. Philosophie ................................................................................................................................... 9 
4.5. Eingewöhnung ............................................................................................................................ 11 
4.6 Schlaf- und Ruhemöglichkeiten ............................................................................................. 13 
4.7 Partizipation der Kinder ......................................................................................................... 13 
4.8.   Pädagogik nach Altersgruppen ................................................................................................. 14 
2-24 Monate .................................................................................................................................. 14 
24-36 Monate ................................................................................................................................ 15 
Kindergarten & Vorschule ............................................................................................................. 16 
Pädagogische Angebote ................................................................................................................ 17 
5.Inklusion, Integration und interkulturelle Orientierung .................................................................... 18 
5.1. Grundsätzliches .......................................................................................................................... 18 
5.2. INKLUSION  .............................................................................................................................. 18 
5.3. Integration .................................................................................................................................. 19 
5.4. Interkulturelle Orientierung der Personalpolitik ........................................................................ 19 
5.5. Integration von Kindern von Geflüchteten ................................................................................ 19 
5.6 Genderthematik .......................................................................................................................... 20 
6. Familienorientierung und Elternbeteiligung ..................................................................................... 21 
6.1. ELTERNGESPRÄCHE  ................................................................................................................. 21 
6.2. ELTERNBEFRAGUNG  ............................................................................................................... 21 
6.3. ELTERNBEIRAT  ......................................................................................................................... 21 
6.4. GEWALTPRÄVENTION UND UMGANG MIT GEWALT  ......................................................... 21 
7. Sozialraumorientierung (Kooperation und Vernetzung) ................................................................... 22 
8. Qualitätsmanagement ....................................................................................................................... 23

Kapitel: Allgemeine Angaben zum Träger 
4 
 
8.1. Dokumentation........................................................................................................................... 23 
8.2. Elternbefragung .......................................................................................................................... 23 
8.3. PersonalAusstattung .................................................................................................................. 23 
8.4. Hygieneplan ................................................................................................................................ 24 
8.5. Qualitätsmanagementhandbuch................................................................................................ 24 
8.6. Qualitätssicherungsmethoden (6-Sigma – DMAIC) .................................................................... 24 
8.7. Qualitätszirkel ............................................................................................................................. 25 
8.8. Insoweit Erfahrene Fachkraft SGB VIII, 8a .................................................................................. 25 
8.9. Fachberatung .............................................................................................................................. 25 
8.10. Pädagogische Tage ................................................................................................................... 25 
8.11. Kennenlernen von anderen Einrichtungen .............................................................................. 25 
8.12. Leitungskonferenzen ................................................................................................................ 26 
8.13. Beschwerdemanagement i. S. d. § 45 Abs. 2 Nr. 3 SGB VIII ..................................................... 26 
8.14. Beschwerdemanagement......................................................................................................... 26 
9. Ernährung .......................................................................................................................................... 27 
10. Personalmanagement ..................................................................................................................... 27 
10.1. Personalgewinnung .................................................................................................................. 28 
10.2. Mitarbeiterentwicklung ............................................................................................................ 28 
11. Finanzmanagement ......................................................................................................................... 28 
12. Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung i. S. d. § 8a SGB VIII ....................................................... 30 
Anlage 1: Ernährungskreis ..................................................................................................................... 31 
Anlage 2: Hygiene Plan .......................................................................................................................... 31 
Hygiene im Sanitärbereich ................................................................................................................ 31 
Trinkwasserhygiene ........................................................................................................................... 32 
Erste Hilfe .......................................................................................................................................... 32 
Küche ................................................................................................................................................. 33 
Handhygiene...................................................................................................................................... 33 
Flächenreinigung und Desinfektion ................................................................................................... 34 
Außenanlagen.................................................................................................................................... 34 
Anlage 3: Verfahrensanweisung bei Hohen Temperaturen .................................................................. 34 
Anlage 4: Verfahrensanweisung bei Tiefen Temperaturen .................................................................. 35 
Anlage 5: sexualpädagogische Konzeption ........................................................................................... 36 
Anlage 6: Personalmangel ..................................................................................................................... 42 
Anlage 7: Aufnahmekriterien ................................................................................................................ 43

Kapitel: Allgemeine Angaben zum Träger 
5 
 
1. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM TRÄGER  
1.1.  KONTAKTINFORMATIONEN / RECHTSFORM   
Kontaktdaten: Kleine Riesen Nord gemeinnützige GmbH 
Esslinger Straße 69 
73732 Esslingen 
Geschäftsführer:    Jelena Wahler, Peter Wahler 
1.2.  UNTERNEHMENSGEGENSTAND / GESCHÄFTSFELD  
Kleine Riesen Nord betreibt Kinderkrippen und Kindertagesstätten.  
2. ORGANISATION UND VERWALTUNG  
  
Träger 
 
Einrichtung 
Pädagogik Pädagogische Richtlinien 
Wissensaustausch zwischen Ein-
richtungen 
Kinderschutz 
 
Frühkindliche Bildung (Pla-
nung und Durchführung 
von Angeboten) 
Dokumentation 
Weiterschreibung Konzep-
tion 
Kinderkonferenzen 
Finanzen Buchhaltung 
Jahresabschluss 
Controlling 
Budgetierung 
Kassenbuch 
Einkäufe 
Personalmanagement Bewerbermanagement 
Lohnbuchhaltung 
Fortbildung 
360°-Feedback 
Bewerbungsgespräche 
Beteiligung an Personalent-
scheidungen 
Reflexionsgespräche 
Beteiligung an Fortbil-
dungsentscheidungen 
Beschaffung Abschluss von Rahmenverträgen 
Kreditorenbuchhaltung Debito-
renbuchhaltung 
Bedarfsmeldung 
Beschaffung und Bestel-
lung 
Elternarbeit Vertragsgestaltung 
Elternbefragungen 
Richtlinien zur Elternarbeit 
Richtlinien zur Eingewölhnung 
Elterngespräche 
Beteiligung an Elternbefra-
gungen 
Elternabende und Feste 
Erziehungs- und Bildungs-
partnerschaft 
Individuelle Eingewöhnung 
Investitionen Budgetierung 
Beschaffung von großen Investiti-
onsgütern 
Bedarfserhebung und –
meldung 
Qualitätsmanagement Qualitätshandbuch 
Audits 
Beschwerdemanagment 
Qualitätszirkel 
Pädagogische Tage 
Beschwerden bearbeiten 
und Arbeitskreise bilden

Kapitel: Angaben zur Trägerkonzeption 
6 
 
3. ANGABEN ZUR TRÄGERKONZEPTION  
3.1. LEITBILD  
Kleine Riesen Nord bietet qualitativ hochwertige Ganztageskinderbetreuung an.  
Wir wollen Kinder beim Erwerb von Basiskompetenzen altersgerecht und individuell unterstützen.  
Wir sehen jedes Kind als einzigartiges Individuum. Unser pädagogisches Konzept sieht vor, individuell auf die 
Bedürfnisse und Interessen eines jeden Kindes einzugehen. Dadurch wollen wir die Entwicklung eines gesunden 
Selbstbildes und Selbstvertrauens fördern.  
Wir verstehen uns als Dienstleister, der es berufstätigen Müttern und Vätern ermöglicht sorgenfrei Beruf und 
Familie zu vereinbaren, der in engem Austausch mit dem Jugendamt und der Politik steht, um mit jeder neuen 
Kita einen Mehrwert für die Gemeinde zu schaffen. 
3.2. WERTE  
INDIVIDUALITÄT : Jedes Kind ist ein einzigartiges Individuum, das eigene 
Interessen, Bedürfnisse und Fähigkeiten hat. Wir respektieren die Beson-
derheiten eines jeden Kindes und sehen diese als Geschenk an. Kleine Rie-
sen fördert Kinder individuell beim Entfalten ihrer Fähigkeiten und Ihrer 
Persönlichkeit. 
INTELLEKTUELLE STIMULATION : Kinder haben einen angeborenen Lern- 
und Entdeckerdrang. Um die wertvolle Zeit der Kindheit mit sinnvollen 
Lernerfahrungen zu erfüllen, sowohl selbst entdecken, aber auch spieleri sch 
in der Gruppe, gehen die Kleinen Riesen individuell auf die Bedürfnisse je-
der Altersstufe und jedes einzelnen Kindes ein. Unser Raumkonzept und unsere pädagogischen Angebote sind 
so ausgelegt, dass Kinder ganz individuell von den Betreuer*innen lernen können. 
GESUNDHEIT UND SICHERHEIT : Kinder sollen in einer sowohl physisch als auch psychisch gesunden und si-
cheren Umgebung aufwachsen, die ihnen Freiraum zum Entdecken, Spielen und Lernen bietet. Durch gesunde 
und ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung, frühzeitiges Erlernen von Zahn- und Handwaschhygiene, 
sowie durch ein durchdachtes und sicheres Raumkonzept werden wir diesen Ansprüchen gerecht.  Darüber hin-
aus werden Verfahren zur Unfallprävention und dem frühzeitigen Erkennen von Gewalt entwickelt u nd Maß-
nahmen für den Notfall vorgestellt. 
PARTNERSCHAFT MIT DEN ELTERN : Wir glauben daran, dass qualitativ hochwertige Kinderbetreuung eines 
intensiven Austauschs zwischen Pädagog*innen und Eltern bedarf. Bei uns werden die Eltern täglich mündlich 
über den Tag der Kinder informiert. Die Entwicklung der Kinder wird während der gesamten Zeit bei den Klei-
nen Riesen ausführlich dokumentiert. Regelmäßige Eltern-Betreuer-Gespräche halten die Eltern über die Ent-
wicklung des Kindes auf dem Laufenden. 
WÄRME UND ZUWENDUNG : Alle Kinder, insbesondere sehr junge Kinder, brauchen die Wärme und Zuwen-
dung einer Bezugsperson. Kleine Riesen ist bestrebt im Rahmen der operativen  Möglichkeiten  jedes Kind einer 
Pädagog*in zuzuordnen. Diese begleitet das Kind und dessen Eltern  ganz individuell während seiner Zeit bei 
den Keinen Riesen, spendet Zuwendung und ermutigt das Kind bei seinen Entdeckungsreisen.  
MOTIVIERENDES ARBEITSUMFELD : Wir sind der festen Überzeugung, dass nur zufriedene Mitarbeiter*in-
nen gute Kinderbetreuung gewährleisten können. Kleine Riesen bietet einen sicheren und motivierenden Ar-
beitsplatz, an den sie jeden Tag gerne wieder zurückkehren. Regelmäßige Schulungen verbessern nicht nur die

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
7 
 
Qualität der Betreuung, sondern auch die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter *innen. Flexibel reagieren wir auf 
die sich wandelnden Bedürfnisse unseres Teams. Dieses wiederum kommt auch unseren Kleinen zugute. 
 
4. PÄDAGOGISCHES KONZEPT  
4.1. ZIELSETZUNG  
Wir verstehen unsere Aufgabe darin, Erziehung, Betreuung und Bildungsauftrag in Einklang miteinander zu 
bringen, dabei stehen die individuellen altersgerechten Bedürfnisse des Kindes stets im Mittelpunkt. 
Im Sinne der UN-Kinderechtskonvention sind wir der festen Überzeugung, dass Kinder ein Recht auf Erziehung 
und Bildung, die die Persönlichkeit, die Begabung und die geistigen, körperlich en und sozialen Fähigkeiten zur 
Entfaltung bringt, haben. Ebenso erachten wir es als selbstverständlich, dass Kinder ein Recht auf Teilhabe und 
Beteiligung, auf Gesundheit, auf Schutz vor Gewalt und Diskriminierung haben. 
4.2 . BETREUUNGS -, BILDUNGS - UND ER ZIEHUNGSAUFTRAG  
Wir sehen unseren Betreuungs-, Bildungs- und Erzie-
hungsauftrag in der Sicherstellung der folgenden Ziele 
begründet: 
• Unter Bildung verstehen wir den lebenslangen 
Prozess zur Aneignung der Welt von Geburt an. Es 
handelt sich um einen aktiven Aufnahme- und 
Verarbeitungsprozess von Informationen, welcher 
in der Kindertagesstätte durch Interaktion mit an-
deren Kindern und pädagogischem Personal in ei-
ner anregenden Umgebung abläuft. Dabei spielen 
Erzieherinnen und Erzieher eine vitale Rolle. 
• Erziehung bedeutet für uns Unterstützen der Bil-
dungsprozesse sowohl durch Vormachen als auch durch Anhalten eigene Erfahrungen zu machen.  
• Bildung ist der Zusammenhang von Lernen,  Wissen, Wertebewusstsein, Haltungen und Handelsfähigkeit 
im Zusammenhang mit einem sinnerfüllten Leben. 
• Wir bieten Kindern eine sichere Lernumgebung und Betreuung, in der das körperliche und seelische Wohl 
der Kinder sichergestellt ist. 
• Wir unterstützen Kinder bei der Entwicklung einer eigenständigen Persönlichkeit, größtmöglicher Selbst-
ständigkeit und Eigeninitiative. 
• Wir wollen die natürliche Lernfreude von Kindern anregen und gleichzeitig die Kreativität der Kind er unter 
Berücksichtigung ihrer individuellen Interessen und Begabungen stärken. 
• Wir wollen Kindern elementare Kenntnisse der Umwelt durch ein breites Angebot an Erfahrungsmöglich-
keiten vermitteln. 
• Wir betrachten die Kindertagesstätte als Begegnungsraum für soziales Lernen. Kinder sollen soziale Verhal-
tensweisen, Situationen und Probleme bewusst erleben. 
• Das Lernen findet durch soziale Interaktion zwischen pädagogischen Bezugspersonen und Kind statt. Die 
pädagogischen Bezugspersonen  fungieren  als Mentoren und unterstützen das Kind beim Erwerb von Wis-
sen und Fähigkeiten. Sie geben dem Kind Hilfestellungen und unterstützen es dabei Problemlösungsstrate-
gien zu entwickeln. 
• Die Kindertagesstätte arbeitet in enger Kooperation mit der jeweiligen Stadt, insbesondere mit allen im 
Stadtteil verfügbaren Ressourcen.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
8 
 
• Kinder werden unabhängig von Bekenntnis, Nationalität und Herkunft aufgenommen.  
Bei der Umsetzung unseres Betreungs-, Erziehungs- und Bildungsauftrages orientieren wir uns an den Zielset-
zungen des KiBiz und der Stadt. 
4.3. GRUNDSÄTZE  
Qualitativ hochwertige Kinderbetreuung muss gewisse 
Voraussetzung erfüllen, um die optimale Entwicklung 
der Kinder sicherzustellen. Unserer Pädagogik liegen 
folgende vier Prinzipien zugrunde: 
BETREUUNG DURCH BEZUGSTEAMS : Bei den Klei-
nen Riesen ist jedes Kind einer Gruppe  zugeordnet. 
Das pädagogische Personal in dieser ist für das Kind 
und damit für seine Pflege verantwortlich. Unsere Be-
treuer*innen arbeiten eng zusammen, da Bezugsbe-
treuung am besten in gut organisierten Teams funktio-
niert. Darüber hinaus versuchen wir, sofern organisa-
torisch möglich, eine hauptverantwortliche Betreu-
ungsperson jedem Kind und seiner Familie zuzuord-
nen. 
 
Bezugsbetreuung heißt nicht, dass ein Kind nur Kon-
takt zu einer Pädagog*in hat. Vielmehr ist stets klar, wer die Hauptverantwortung für ein Kind trägt und dessen 
Entwicklung dokumentiert. 
KLEINE GRUPPEN : Forschungsergebnisse zeigen, dass eine kleine Gruppe und ein guter Betreuungsschlüssel 
die wichtigsten Kriterien für qualitativ hochwertige Kleinkindbetreuung sind. Unser e Richtlinie lautet: je jünger 
das Kind, desto kleiner die Gruppe.  
 
Kleine Gruppen unterstützen individuelle Betreuung, welche Babys und Kleinkinder bra uchen, Freiheit und Si-
cherheit beim Bewegen und Entdecken sowie die Entwicklung einer festen Bindung zwischen Kind und Betreu-
ern. 
KONTINUITÄT IN DER BETREUUNG : Kontinuität in der Betreuung unterstützt das Bedürfnis des Kleinkindes 
nach innigen Beziehungen und Bindung an  Bezugspersonen. Aus diesem Grund wird bei den Kleinen Riesen 
größter Wert sowohl auf eine behutsame Eingewöhnung als auch auf einen langsamen Übergang in die nächste 
Altersgruppe unter Begleitung einer Bezugsperson gelegt. 
INDIVIDUELLE BETREUUNG : Wir gehen auf den individuellen Biorhythmus jedes betreuten Kindes ein. 
Dadurch werden das Wohlgefühl und das positive Selbstwertgefühl des Kindes unterstützt. Es ist wichtig, dass 
ein Kind sich nicht schlecht oder ausgegrenzt fühlt, weil sein Biorhythmus und seine Bedürfnisse von denen an-
derer Kinder abweichen.  
 
Die umgehende Reaktion auf die individuellen Bedürfnisse unterstützt das Kind beim Erlernen des selbstständi-
gen Handelns.  
 
Das Kleine Riesen Konzept passt sich auf das Kind an und nicht das Kind auf das Konzept. Dadurch spürt das 
Kind, dass es wichtig ist, dass seine Bedürfnisse gestillt und seine Auswahl, Vorlieben und Impulse respektiert 
werden.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
9 
 
 
4.4. PHILOSOPHIE  
Für die Kleinen Riesen bedeutet Erziehung Kindern die Möglichkeit zu ge-
ben sich zu selbstbewussten Menschen zu entwickeln. Die Welt begreifen 
unsere Kinder als eine Einladung zum Lernen und Wachsen. Bei den Klei-
nen Riesen werden Kinder mit den Fähigkeiten und dem Selbstvertrauen 
ausgestattet, die im späteren Leben wichtig sind. 
EIN PLATZ FÜR KINDER : Jedes Kind hat ein Anrecht auf eine erfüllte 
Kindheit. Kinder in einer Kindertageseinrichtung verdienen eine sichere 
Umgebung, in der Sie die Wunder unserer Welt entdecken können. Dabei 
ist es wichtig, dass die Einrichtung so gestaltet ist, dass sie die richtige Mi-
schung aus Freiheit und Beschränkungen, aus Ausgelassenheit und Ruhe 
und Wärme und Lachen im Überfluss gibt. Unsere Einrichtungen haben 
den Anspruch, dass sie warm und freundlich gestaltet sind. Wir wollen unseren Kindern eine Atmosphäre bie-
ten, die ein zweites Zuhause ist und nicht ein schulähnlicher Betrieb.  
AKTIVE S LERNE N: Kinder lernen aktiv. Sie erwerben Basiskompetenzen am besten durch  Aktivitäten, die sie 
selbst planen und ausführen lernen. Sie sind alle kleine Wissenschaftler, Baumeister, Akrobaten und Künstler, 
die "begreifbare" Erfahrungen mit ihrer Umwelt, Menschen und Dingen benötigen. Kinder brauchen die Mög-
lichkeit sich Ziele zu setzen, zu planen, nachzudenken und Verantwortung zu übernehmen. Dabei kommunizie-
ren sie von Geburt an und benötigen eine Umgebung, die gefüllt ist mit Büchern, Spracherlebnissen und Kon-
versation.  
BETREUER SIND MENTOREN:  Die pädagogischen Fachkräfte sind Teile eines Teams, das Kindern eine Ler-
numgebung zum Sammeln von Erfahrungen zur Verfügung stellt. Sie bieten altersgerechte Erlebnisse für jedes 
individuelle Kind, stellen Fragen, schaffen Herausforderungen und helfen Kindern beim Finden von Antworten. 
Die Betreuungseinrichtung unterstützt diese bei der Entwicklung eines gesunden Selbstvertrauens. Dadurch 
entwickeln die Kinder zunehmend intellektuelle Fähigkeiten und Wissen, das sie auf die Schule spielerisch vor-
bereitet. 
ANGEMESSENE U MGEBUNG : Unser Konzept schafft eine altersgerechte und individuelle Umgebung, in der 
jedes Kind entdecken kann, wie die Welt beschaffen ist und wie sie funktioniert. Es kann seine Fähigkeiten tes-
ten und seine Grenzen kennenlernen. Die tägliche Routine und die Gruppenräume sind so geplant, dass die Kin-
der individuell entdecken, lernen und Erfahrungen sammeln können: Beschriftete Regale benutzen Farben, 
Symbole und Worte, die den Sinn der geschriebenen Sprache zu verstehen helfen. Spielorte beinhalten einfa-
che wissenschaftliche Experimente aus den Bereichen Biologie, Physik und Chemie. Sprechen und Zählen sind 
Bestandteil der täglichen Routinetätigkeiten, wie Mittagessen oder Aufräumen.  
 
Die pädagogischen Fachkräfte planen und wechseln Lernbereiche aus. Darüber hinaus bieten sie Gruppenakti-
vitäten an, bei denen die Kinder lernen, Projekte ihren Interessen entsprechend zu wählen und diese dann in 
einer Gruppe zu bearbeiten. Sich in ein Team einzugliedern, zu führen aber auch unterzuordnen sin d Fähigkei-
ten, die in der frühesten Kindheit gelernt werden sollten. 
DOKUMENTATION : Die Dokumentation des Erwerbs der Basiskompetenzen und der Entwicklung eines jeden 
Kindes ist ein wichtiges Element des pädagogischen Konzeptes von den Kleinen Riesen.  
 
Pädagog*innen dokumentieren Erfahrungen zusammen mit den Kindern  in Portfolios. Jährlich werden Ent-
wicklungsprofile mit Hilfe des Gabip Programms für jedes Kind erstellt. Diese werden mit den Eltern bespro-
chen.  Das Fachpersonal bietet insgesamt zweimal jählich ein Entwicklungsgespräch an.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
10 
 
 
Unsere Dokumentation stellt die Basis für die Bewertung der Entwicklung des Kindes dar. Diese wiederum hilft 
den Pädagog*innen, den Eltern und dem Kind Entwicklungsdefizite aufzudecken und besondere Begabungen 
frühzeitig zu erkennen. So können gezielt Akzente im pädagogischen Angebot gesetzt werden.  
ELTERN SIND PARTNER : Bei den Kleinen Riesen sind Eltern gleichberechtigte Partner in jeder Hinsicht. Sie 
helfen Ziele und Prioritäten zu setzen und unterstützen die Entwicklung ihres Kindes durch gezielte Erfahrun-
gen zuhause. Tägliche mündliche Berichterstattung seitens der Pädagog*in, die nicht nur den Ernährungsplan 
des Kindes, sondern auch die emotionalen Höhe- sowie Tiefpunkte wiedergibt, helfen den Eltern zu beur teilen, 
wie sich ihr Kind entwickelt.  
GRUNDLAGEN : Das pädagogische Konzept von den kleinen Riesen basiert auf Theorien der frühkindlichen 
Entwicklung.  Die entwicklungspsychologischen Erkenntnisse von Jean Piaget, Lev Vygotsk y, Eric Erickson und 
Howard Gardner sind Bestandteil unseres Konzepts. Wir beziehen die Arbeiten von Daniel Goleman zur emotio-
nalen Intelligenz in unsere Pädagogik mit ein.  
Die Schlüsselfaktoren der Kleine Riesen Pädagogik sind: 
• Kinder lernen aktiv.  
• Durch Erfahrungen werden Synapsen gebildet. 
• Kinder bilden beim Lernen selbst Regeln und Strukturen. 
• Kinder sind im Stande mit hoher Geschwindigkeit und Intensität zu lernen.  
• Kinder lernen mit allen Sinnen. 
• Kinder lernen mit anderen. 
• Spielen bedeutet Lernen. 
• Unsere Pädagog*innen unterstützen die intrinsische Lernmotivation und fördern  jedes Kind individuell. 
• Intelligenz hat viele Formen.  
• Sprache spielt eine kritische Rolle während der Entwicklung, da sie unser primäres Kommunikationsmittel 
ist.  
• Basierend auf der Gehirnentwicklung, gibt es optimale Entwicklungszeitfenster, insbesondere was die Ent-
wicklung von sprachlichen Fähigkeiten betrifft. Daher ist ein sprachlich stimulierendes Umfeld während der 
ersten fünf Lebensjahre besonders wichtig.  
• Kinder lernen hauptsächlich durch Entdecken und Untersuchen, durch Interaktionen mit anderen Kindern 
und Erwachsenen sowie durch Reflektieren von Erfahrungen.  
• Die Aufgabe unserer Pädagog*innen ist es, eine Umgebung zu schaffen, die die Entwicklung der Kinder 
bestmöglich unterstützt. 
DAS PÄDAGOGISCHE UMFELD : Das pädagogische Umfeld gestaltet sich wie folgt:  
• Unser Pädagogisches Personal arbeitet in stetigem Austausch mit Eltern einen Plan zur individuellen Förde-
rung des Kindes aus. Die Entwicklung des Kindes wird regelmäßig gemeinsam besprochen und evaluiert.  
• Wir bieten eine gut geplante und erprobte Raumstruktur an, die den Kindern Wahlmöglichkeiten lässt. Die 
Räume müssen den Entdeckungs- und Untersuchungsdrang der Kinder unterstützen und altersgerechte 
Herausforderungen bieten. 
• Aktivitäten und Projekte müssen die Interessen und Fähigkeiten der Kinder widerspiegeln.  Kinder nehmen 
aktiv an der Raumgestaltung und Veränderung teil. 
• Wir nutzen bewusst die Infrastruktur der Umgebung, seien es Naherholungsgebiete, Sportstätten oder Bib-
liotheken. 
• Unser pädagogisches Personal unterstützt Kinder beim Entdecken. Sie erkennen Momente, in denen das 
Kind lernt, und bieten Unterstützung, Ermutigung und die notwendige Herausforderung.  
• Aktivitäten werden in Teams gemeinsam mit Kindern oder, sofern die Kinder noch zu klein sind, unter Be-
rücksichtigung derer Intereeressen erarbeitet.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
11 
 
• Die Erfahrungen der Kinder und der Gruppe werden dokumentiert und mit den Eltern besprochen.  
• Unser pädagogisches Konzept bezieht sowohl gezielte Interaktionen als auch ein einfühlsam geplantes 
Raumkonzept in die Entwicklung der Kinder mit ein. Wir integrieren Elemente der Spracherziehung (so-
wohl der Mutter- als auch der Fremdsprachen), des mathematischen und naturwissenschaftlichen Den-
kens, der Projektarbeit, der Sachkunde und der Kunst- sowie Musikerziehung in alle Aspekte unserer Ein-
richtungen, anstatt diese künstlich zu trennen. Wir wollen, dass Kinder „begreifen“ anstatt im klassischen 
Sinne mit Lernstoff „berieselt“ werden. 
PÄDAGOGISCHES SELBSTVERSTÄNDNIS  
 
• Wir und unsere Mitarbeiter*innen sind uns bewusst, dass unser Handeln, unsere Werte, Ansprüche und 
Erfahrungen direkten Einfluss auf unsere pädagogische Arbeit hat. 
• Wir und unsere Mitarbeiter*innen sehen unser Handeln fest verankert in den demokratischen Grundwer-
ten unserer Gesellschaft. 
• Unsere Mitarbeiter*innen sind angehalten stets den Mittelpunkt Ihres Handels ausgehend von der Sicht-
weise des Kindes zu setzen. 
• Unsere pädagogischen Fachkräfte stimmen im Team ihr pädagogischen Planen und Handeln ab und tau-
schen regelmäßig Erkenntnisse über den Bildungs- und Entwicklungsprozess einzelner Kinder aus. 
• Unsere Fachkräfte geben den Kindern Orientierung und Sicherheit durch liebevolle Zuwendung und durch 
den Aufbau einer kontinuierlichen, stabilen Bindung. 
• Unsere Fachkräfte verstehen sich als Partner der Eltern, die diesen auf Augenhöhe begegnen. 
4.5. EINGEWÖHNUNG  
GRUNDSÄTZLICHES  
Jedes Kind ist anders. Unsere Erfahrung zeigt, dass die Eingewöhnungsphase bei jedem Kind unterschiedlich ist. 
Während manche Kinder sich schon in den ersten Tagen ganz leicht an den Kitaalltag und die Trennung von den 
Eltern gewöhnen, brauchen andere bis zu vier Wochen um sich mit der neuen Situation zurechtzufinden.  
Daher glauben wir auch, dass es kein Patentrezept zur Eingewöhnung mit f est vorgeschriebenen Zeitpunkten, 
zu denen gewisse Dinge geschehen müssen, gibt. Die Eingewöhnung verlangt von allen Beteiligten, d. h. Eltern, 
pädagogischem Personal und Kind, hohe Flexibilität, bei der die Bedürfnisse des Kindes im Vordergrund stehen 
müssen. 
Die Zeit, die die Eingewöhnungsphase einnimmt wird allein vom Kind vorgegeben. Die Eingewöhnung kann und 
darf dabei nicht von außen beschleunigt werden. Es können lediglich Vorkehrungen getroffen werden, die es 
dem Kind leichter machen sich einzuleben. Hierfür muss sich mindestens ein Elternteil die Zeit nehmen. 
AUFKLÄRUNG DER ELTERN  
Vor Beginn der Eingewöhnungsphase wird mit den Eltern ein Gespräch geführt. Die Eltern werden insbeson-
dere über folgende Themen informiert: 
• Ablauf und Dauer der Eingewöhnung 
• Notwendigkeit von zeitlicher Flexibilität 
• Trennungsstress beim Kind 
• Kriterien für einen erfolgreichen Abschluss bzw. Abbruch der Eingewöhnung

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
12 
 
DER ERSTE TAG  
Der erste Tag bei den Kleinen Riesen ist generell nie der erste Betreuungstag. Vielmehr dient dieser dazu, dass 
das Kind die neue Umgebung, die Kinder und seine Bezugsbetreuerin im Beisein von einem oder zwei Elterntei-
len kennenlernt. 
Der anwesende Elternteil verhält sich während der gesamten Zeit passiv und lässt das Kind so selbstständi g wie 
möglich Entdeckungen machen und seine Bezugsbetreuer*in kennenlernen. 
Die Anwesenheitsdauer in der Kita sollte am ersten Tag zwei, höchstens jedoch drei Stunden nicht überschrei-
ten. Am Ende des ersten Tages entscheiden die Eltern und die Bezugsperson , ob ein weiterer Kennenlerntag 
notwendig ist, oder ob das Kind am nächsten Tag bereits für eine sehr kurze Zeit alleine in seinem Gruppen-
raum bleiben soll. 
DIE ERSTEN ZWEI WOCHEN  
Wie zuvor erwähnt, verlangen die ersten Wochen der Eingewöhnung von allen Seiten hohe Flexibilität: Das 
Kind muss sich auf eine neue und nicht vertraute Umgebung einstellen, die Bezugsbetreuer*innen müssen sich 
intensiv mit dem Kind beschäftigen und auf seine Bedürfnisse eingehen. Der an der Eingewöhnung beteiligte 
Elternteil muss sich stets in der Einrichtung oder in deren Nähe aufhalten, sodass das Kind bei Bedarf kurzfristig 
abgeholt werden kann. 
Am ersten Tag, an dem das Kind alleine in der Kindertagesstätte bleiben soll, verabschiedet sich der Elternteil, 
der das Kind bringt, und verlässt den Gruppenraum. Eine für die Eingewöhnung zuständige Bezugsbetreuer*in 
kümmert sich intensiv um das Kind und versucht es abzulenken, zu beschäftigen und bei Bedarf zu trösten. Der 
Elternteil hält sich während dessen entweder im Aufenthaltsraum der Einrichtung oder in der näheren Umge-
bung auf. Sollte der Trennungsstress des Kindes zu groß werden , dies kann bereits nach 15-30 Minuten der Fall 
sein,  wird der eingewöhnende Elternteil benachrichtigt. Dieser kommt dann und nimmt das Kind mit. Wichtig 
ist, dass das Kind begreift, dass es ohne seine Eltern in der Krippe ist und dass es dort nur dann bleiben und 
spielen kann, wenn keine Eltern dabei sind. 
In den folgenden 14 Tagen wird der Zeitraum, in dem das Kind die Krippe besucht, sukzessive verlängert.  
DIE DRITTE UND VIERTE WOCHE  
Unsere Erfahrung zeigt uns, dass die meisten Kinder nach zwei Wochen, Kindergarten oftmals auch schon frü-
her, so weit sind, einen ganzen Tag in der Kita zu verbringen. Dennoch ist es wichtig, dass die Eltern auch wäh-
rend Woche 3 und 4 der Eingewöhnungsphase jederzeit erreichbar und bereit das Kind abzuholen sind, um auf 
eventuell aufkommenden Trennungsstress zeitnah reagieren zu könn en. 
Nach vier Wochen führen eine Bezugsbetreuer*in und Eltern ein Gespräch. Der Verlauf der Eingewöhnung wird 
besprochen. Gemeinsam wird entschieden, ob  
• das Kind vollständig eingewöhnt ist,  
• die Eingewöhnungsphase verlängert werden sollte, 
• oder ob der Trennungsstress für das Kind zu groß ist und von einer weiteren Betreuung in einer Krippe 
besser abgesehen werden sollte. 
ÜBERGANG VON DER KRIPPE IN DEN KINDERGARTEN  
Auch der Übergang von der Krippe in den Kindergarten im eigenen Haus erfordert eine Eingewöhnung. Das 
Kind verlässt seine Freunde in der alten Gruppe, trifft auf neue Räume und ältere Kinder – es wechselt aus der 
Position „des Ältesten“ zur „Jüngsten“. Da in unseren Häusern alle Kinder gemeinsam auf dem Spielplatz sind, 
immer wieder gemeinsame Ausflüge machen und auch mal morgens zusammen frühstücken, ist der Wechsel

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
13 
 
von der Krippe in den Kindergarten in der Regel sehr sanft. Schon mehrere Monate vor dem geplanten Über-
gang, geht immer eine Erziehr*in mit dem/den Kindern, die in den Kindergarten wechseln sollen, in die Gruppe 
zu den Älteren und nimmt dort an selektierten Aktivitäten teil. So schaffen wir nicht nur Vorfreude auf den 
Wechseln, sondern geben den Kindern die Möglichkeit in einer entspannten Atmosphäre, ohne Verlustängste, 
die neue Umgebung kennen zu lernen und Freunde zu gewinnen. Üblicherweise funktioniert dann der Start im 
Kindergarten ohne weiteres Zutun der Eltern – schließlich sind Besuche der Kinder in ihrer alten Gruppe im-
mernoch stets willkomen, was aber mit der Zeit immer weniger wird. 
 
4.6  SCHLAF - UND RUHEMÖGLICHKEITEN  
Das Schlafbedürfnis eines jeden Kindes und sein aktuelles Befinden sind ausschlaggebend für die Gestaltung 
der Mittagssituationen. Jedes Kind hat ein anderes Schlafbedürfnis, so benötigt ein Kind nach dem Essen noch 
einen einstündigen Mittagsschlaf, ein anderes Kind dagegen gar keinen Schlaf mehr. Manche Kinder strengt der 
Kita-Tag sehr an, andere sind mittags noch fit. Das Bedürfnis nach Schlaf kann in einer Kindergruppe sehr unter-
schiedlich sein. Da gilt es, für Kinder, die sehr müde sind, Schlafmöglichkeiten zu schaffen, aber auch die Kinder 
zu berücksichtigen, die keinen Schlaf benötigen. 
Wir geben hier eine Trennung anhand des Alters bzw. des Entwicklungsstandes des Kindes vor. Kinder von 0 -2 
Jahren und Kinder von 2-3 Jahren haben jeweils die Möglichkeit nach dem Mittagessen, in nahegelegenen Räu-
men zum Gruppenraum hin, zu schlafen. Die Mittagsruhe wird durch, auf die Kinder abgestimmte Rituale, 
eingeleitet und von den Pädagog*innen begleitet. Verschiedene angenehme Lichtquellen, Sterne an der Decke, 
gemütliche Kissen und kuschelige Decken oder Geschichten hören, das Mitbestimmen der Geschichten oder 
Hörspiele, ein schöner „Einschlafspruch“ ist möglich. Bei Kindern unter 2 Jahren findet eine Schlafwache durch 
eine Pädagog*in statt. 
Für Kinder ab 3 Jahre können unterschiedliche Entspannungsmöglichkeiten geschaffen werden. So kann viel-
leicht eine Kolleg*in mit Kindern in den Garten gehen, eine Kolleg*in in der kuscheligen Leseecke eine entspan-
nende Geschichte vorlesen und eine dritte Kolleg*in übernimmt den Schlafraum. Die „wachen“ Kinder können 
nach dem Geschichte hören vielleicht selbst entscheiden, ob sie im Raum ihren Spielinteressen nachgehen. 
Kinder brauchen somit in den Räumen Rückzugsmöglichkeiten, Höhlen oder Matratzen zum Ausruhen. Sie 
müssen die Möglichkeit des Rückzuges, ruhigen Spiels oder auch zum Schlafen erhalten. Das kindliche Gehirn 
muss all diese Eindrücke verarbeiten können, um dieses vor Überreizung und Überforderung zu schützen . 
Auch beim Thema Schlafen/Ausruhen ist eine enge Zusammenarbeit mit Eltern wichtig. Die Erfahrungen der 
Eltern und die Beobachtungen der Erzieher*innen sollten gut miteinander ausgetauscht werden, immer zum 
Wohle des Kindes. Das Bedürfnis des Kindes steht im Vordergrund und das bedeutet: Kinder, die Schlaf benöti-
gen, dürfen schlafen und Kinder, die nicht schlafen können, werden auf keinen Fall von den Pädagog*innen 
dazu gezwungen.  
 
4.7  PARTIZIPATION DER KINDER  
Wir betrachten die Partizipation der Kinder nicht nur als ein wichtiges Element unseres Konzepts, sondern auch 
von zentraler Bedeutung für die demokratische Grundordnung unserer Gesellschaft.  
Kinder, die Kleine Riesen Kindertagesstätten besuchen, können, soweit dies mit dem Wohl des Kindes als auch 
mit dem Wohl der anderen Kinder vereinbart ist, selbstbestimmt handeln und das pädagogische Umfeld im 
Rahmen ihrer Möglichkeiten mitbestimmen.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
14 
 
Wir unterstützen eine Beteiligung der Kinder bereits im jüngsten Alter. Die Art der Beteiligung ist dabei selbst-
verständlich vom Alter abhängig. Wir sind der Auffassung, dass Kinder sowohl verbal als auch nonverbal ihre 
Bedürfnisse und Wünsche mitteilen können. Auf diese wird im Rahmen der Möglichkeiten, die eine Kinderta-
geseinrichtung bietet, individuell eingegangen. 
Alle Angebote und Aktivitäten bei den Kleinen Riesen sind so ausgelegt, das Kinder stets entscheiden können, 
welche Aktivitäten Sie interessieren. Uns ist wichtig die Entscheidungsfähigkeit der Kinder zu stärken und Ihnen 
zu ermöglichen, sich Ihren Interessen zu widmen. 
Weiterhin betrachten wir die Partizipation als essenziell für die Entwicklung einer gesunden Sozialkompetenz. 
Die Kinder lernen, dass Ihre Wünsche und Bedürfnisse nicht allein in der Welt stehen, sondern oftmals mit den 
Wünschen und Bedürfnissen anderer Kinder in Einklang gebracht werden müssen.  
Um den Interessen der Kinder gerecht zu werden und bereits im jungen Alter an demokratische Entscheidungs-
prozesse heranzuführen, werden regelmäßig Kinderkonferenzen abgehalten.  
4. 8.   PÄDAGOGIK NACH  ALTERSGRUPPEN  
 2-24 MONATE  
Die ersten Lebensjahre sind eine besondere Zeit, die auf das restliche Leben vorbereitet. Jedes Kind entwickelt 
ein Gefühl der Autonomie, das Gefühl ein Individuum zu sein.  
Es ist wichtig, jedes Kind als eine eigenständige Persönlichkeit zu behandeln und ihm Möglichkeiten zu geben, 
frei zu agieren. Nur wenn Kinder erkennen, dass sie aus eigenen Kräften Dinge beeinflussen können, sind sie 
bereit den nächsten wichtigen Schritt in Ihrer Entwicklung zu gehen: Sie werden sich ihrer Fähigkeiten bewusst 
und merken, dass sie Dinge erreichen können. Dadurch werden Kleinkinder zu aktiven Lernern und Problemlö-
sern und können ihre Umwelt besser kennenlernen. 
Die ersten drei Jahre im Leben eines Menschen sind die Wichtigsten für die Entwicklung von Gehirn und Spra-
che. Während dieser Zeit spielen die Erfahrungen des Kindes eine fundamentale Rolle beim Schaffen von Ver-
knüpfungen im Gehirn und somit beim Legen des Fundaments für die nachfolgende intellektuelle und emotio-
nale Entwicklung.  
Von Geburt an sind Babys hervorragende Lerner. Sie untersuchen optische Eindrücke, Geräusche und füh len 
ihre Umwelt. Babys und junge Kleinkinder erhalten bei den Kleinen Riesen liebevolle Bezugspersonen,  die sie 
brauchen, und eine sichere Umgebung mit vielen Gelegenheiten zum aktiven Entde cken und Spaß haben. Die 
Kinder können sehen, hören, fühlen, anfassen und Dinge bewegen.  
Sehr junge Kinder brauchen Bezugspersonen die mit ihnen interagieren, ihnen Sicherheit geben und vor allem 
viel mit Ihnen sprechen. Es ist wichtig, sie in Konversationen einzubeziehen und selbst junge Babys mit Büchern 
vertraut zu machen. Lieder singen, zuhören und auf die Laute und Worte des Kindes reagieren runden das Bild 
ab. Bei den Kleinen Riesen erhalten Babys und Kleinkinder die Aufmerksamkeit und die Entfaltung smöglichkei-
ten, die sie brauchen, um sich optimal zu entwickeln: 
INDIVIDUELLE BETREUUNG: Betreuer*innen stellen in Kooperation mit den Eltern  einen individuellen Be-
treuungsplan auf. Dieser wird ständig, den Bedürfnissen des Kindes angepasst, sodass sicher ist, dass die Be-
treuung bei den Kleinen Riesen zum Kind und zu seiner Familie passt. 
LIEBEVOLLE BETREUUNG: Babys brauchen viel Körperkontakt zu ihren Bezugspersonen, um sich gesund zu 
entwickeln. Unsere Betreuer*innen verbringen, deshalb viel Zeit damit den Kindern die liebevolle Aufmerksam-
keit zu geben, die sie brauchen. Auf jeden Laut und jede Bewegung erhält das Baby eine freundliche Antwort: 
Ein Wort, ein Lächeln oder eine vorsichtige Berührung lassen das Kind spüren, dass es etwas Besonderes ist.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
15 
 
VORLESEN: Lange bevor Babys Worte oder Bilder begreifen, können sie vom Vorlesen eines Buches profitie-
ren. Schon im frühsten Alter kann so die Grundlage für die Liebe zum Lesen gelegt werden. Ob auf dem Schoß, 
auf dem Boden oder beim Einschlafen, Babys und Kleinkinder lernen frühzeitig, die Magie von Büchern und Ge-
schichten zu schätzen.  
EIN PLATZ ZUM WACHSEN: Babys und Kleinkinder entdecken die Welt mit allen Sinnen und mit ihren moto-
rischen Fähigkeiten. Lange bevor ein Kind begreift, was "unter" oder "ent fernt" bedeutet, lernen sie sich fortzu-
bewegen: hinauf und hinab, unter Tischen hindurch und über Gegenstände hinweg. Unsere Gruppenräume bie-
ten den Kindern eine reichhaltige Lernumgebung mit altersgerechten Lerncentern, die darauf ausgerichtet sind , 
Lernerfahrungen zu ermöglichen: 
• Grob- und feinmotorische Erfahrungen: Babys können greifen, treten, halten, ziehen, stehen, kriechen und 
krabbeln. Kleinkinder können begreifen, werfen, Gegenstände manipulieren, laufen, klettern, schieben, 
ziehen, usw. 
• Sinneseindrücke: Bei den Kleinen Riesen entdecken Kinder Oberflächenbeschaffenheit, Farben, Muster, 
Formen, Geruch, Geschmack und Gewicht. 
• Kognitive Erfahrungen: Kinder entdecken die Objektpermanenz und räumliche Zusammenhänge. Sie lernen 
Dinge zu sammeln, klassifizieren und von einem Behälter in den anderen zu schütten. In einfachen Experi-
menten vermitteln wir das Prinzip von Ursache und Wirkung und fördern jene Fähigkeiten, die benötigt 
werden, um Probleme zu lösen. 
• Sprache und Musik: Unsere Pädagog*innen sprechen viel mit den Kindern, sowohl individuell als auch in 
der Gruppe. Wir machen Lese- und Sprachspiele und entdecken Musik, Reime und Geräusche.  
• Persönliches Ausdrucksvermögen: Kunst, Bewegung, Nachahmung, erste Rollenspiele und das Spiel mit 
Puppen und Kuscheltieren. 
ELTERN ALS HAUPTBEZUG: Unsere Erzieher*innen wissen, dass die Beziehung zwischen Eltern und Kind 
durch nichts zu ersetzen ist. Wir freuen uns auch über jede Idee, jede Frage und jeden Verbesserungsvorschlag.  
 
24 -36  MONATE  
Die Welt eines Zweijährigen spiegelt den Übergangscharakter des dritten Lebensjahres wider. Unser Programm 
ist darauf ausgelegt, dem Kind den Übergang von der motorisch-sensorischen Welt eines Einjährigen in eine 
zunehmend soziale Welt zu erleichtern. 
Die Kommunikationsfähigkeit, die Zielstrebigkeit, das Bestehen auf Individualität und Unabhängigkeit und die 
Kontrolle über Körperfunktionen explodieren bei Zweijährigen geradezu. Diese Zeit kann für das Kind frustrie-
rend sein. Charakteristisch sind das wechselhafte Gemüt und die Unsicherheit darüber, was das Kind eigentlich 
tun will. Oftmals übersteigen Wunsch und Vorstellungskraft die eigenen Fähigkeiten. Zweijährige brauchen des-
halb Herausforderungen, die sie meistern können, und Erfahrungen, die ihre Fähigk eiten festigen. Eine ent-
spannte Atmosphäre macht es leichter mit häufigen Stimmungswechseln und Interessen umzugehen. Beson-
ders Zweijährige brauchen Pädagog*innen, die ihnen beim Erfahren und Entdecken zur Seite stehen, ihre In-
konsistenz akzeptieren und wenn nötig ruhig aber bestimmt Grenzen setzen. 
Das pädagogische Umfeld für zweijährige Kinder besteht sowohl aus Lern bereichen als auch aus einem kreati-
ven Konzept. Gut geplante Lerncenter unterstützen die pädagogischen Aktivitäten und erlauben den Kindern 
selbstbestimmt in kleinen Gruppen zu spielen. Sprachentwicklung, mathematisches und wissenschaftliches 
Denken wird in allen Einrichtungen betont. Wir passen die Räume regelmäßig an, um aufkommenden Interes-
sen und individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden, Neugier zu wecken und um Abwechslung zu schaffen. 
Unsere Lernbereiche bieten betreute Aktivitäten an, die Entwicklung von Basiskompetenzen fördern.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
16 
 
Typische Lernbereiche sind: 
Bücher Bewegung Bauklötze 
Entdecken / Wissenschaft Haushalt / Rollenspiel Lernen im Freien 
Kunst/Musik Sensorik: Wasser und Sand Tischspielzeug: Puzzles, 
etc. 
Diese werden ergänzt durch Aktivitäten, die jeweils nur ein oder zwei Kinder gleichzeitig ausüben können.  
Im Ablauf eines Tages, entscheiden die Kinder entweder selbst, was sie machen wollen, oder erhalten Hilfe um 
eine Entscheidung treffen zu können. Sie nehmen an Gruppenaktivitäten und Projekten teil und versammeln 
sich im Gruppenkreis, um über ihr Erfahrungen zu reflektieren. Die Kinder werden angeleitet kritische Erfahrun-
gen, die die Bausteine einer gesunden Entwicklung sind, zu machen. Mit unserem Lehrplan und der Kenntnis 
der Kinder und deren Familien entwickeln unsere Betreuer*innen ständig neue Lernbereiche, die den Kindern 
in ihrem Raum gerecht werden. 
Das Kleine Riesen Konzept vermittelt Sprachkenntnisse, mathematisches und wissenschaftliches Denken, Pro-
jektarbeit, Sachkenntnisse und Kreativität. Dabei sorgen wir für ausreichend Bewegung und ausgewogene Er-
nährung, damit sich die Kinder auch körperlich optimal entwickeln können. Dies alles ist Bestandteil des Alltags 
der Kinder. 
KINDERGARTEN & VORSCHULE  
 
Um die Vorschulkinder gut auf die Anforderungen in der Schule vorzubereiten n ehmen die Kleinen Riesen 
insbesondere folgende Entwicklungsbereiche nochmals näher in den Fokus:  
Die  
• sozial – emotionale Entwicklung 
• Grob- und Feinmotorik (z.B. Schwungübungen, um die Schreibfähigkeit vorzubereiten) 
• Sprachförderung 
• kognitive Entwicklung 
• Förderung der Selbständigkeit (selber an- und ausziehen, Schleife binden etc.) 
• Mengen/ Zahlenverständnis  
 
Da für die Vorschulkinder das letzte Kindertagesstätten Jahr von besonderer Bede utung ist, ist es uns ein An-
liegen nach zumeist 4 Jahren Kita Erfahrung die Kinder partizipativ und je nach kognitiver Entwicklung in die 
Inhalte des letzten Kita Jahres einzubinden. 
Unter Berücksichtigung der Interessen der Kinder und den oben genannten Z ielen zum Erlangen der 
Schulfähigkeit erarbeitet das pädagogische Fachpersonal entsprechende Angebote und Projekte.  
 
In regelmäßigen Abständen treffen sich die Kinder in den Vorschulgruppen und erfahren hier gleichzeitig 
Selbstbewusstsein und gemeinsame Stärke für einen guten Übergang von Kindergarten zur Grundschule.  
 
Auch Ausflüge zur Erkundung der näheren und weiteren Umgebung werden durchgeführt, z.B. Besuch bei der 
Polizei, Feuerwehr und/ oder ähnliches. 
 
Unser pädagogisches Personal beobachtet und dokumentiert die Entwicklungsfortschritte der Kinder zum 
förderlichen und wertschätzenden Austausch zwischen Schule, Eltern und Kindertagesstätte . 
 
Ein wichtiger Punkt unserer Vorschularbeit ist die Kooperation mit den umliegenden Grundschulen. Ge-
meinsam mit den Lehrkräften der Schulen wollen wir den Kindern einen sanften Einstieg in die Schulzeit er-
möglichen. Auch im Arbeitskreis Kita - Grundschule sind wir zur Netzwerkarbeit vertreten. 
Eine Kooperation kann beispielsweise folgendes beinhalten: 
 
• Hospitation mit den Vorschulkindern im Unterricht der Grundschule  
• Patenschaften zwischen Grundschülern und Vorschulkindern  
• Gemeinsames Turnen in der Turnhalle der Schule

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
17 
 
• Lesepatenschaften zwischen den Grundschülern und den Vorschulkindern  
• Teilnahme am Sommerfest o.ä. 
 
Zum Abschluss der gemeinsamen Kindergartenzeit ist der Abschied zwischen den Kindern, Eltern und Kita -Per-
sonal von besonderer Bedeutung. 
Er kann Ausdruck finden in: 
 
• einem gemeinsamen Abschiedsfest 
• einem Abschiedsritual 
• einem abschließenden Ausflug o.ä. 
 
PÄDAGOGISCHE ANGEBOTE  
SPRACHERZIEHUNG : Lange bevor Kinder lesen lernen, können sie Aktivitäten ausgesetzt werden, die lebens-
lange Bewunderung und Respekt vor der Kraft und Schönheit unserer Sprache schaffen. Phonemisches Be-
wusstsein ist integraler Bestandteil unseres Konzepts. Sprache ist Teil jeder Interaktion und jedes Aspektes un-
seres Konzepts. 
Wir bieten Kindern Aktivitäten, die auch für ihre sprachlichen Fähigkeiten eine Herausforderung darstellen und 
somit ihr Wissen steigern. Unsere Betreuerinnen bieten den Kindern die Chance, ihre Interessen in Bezug auf 
Lesen, Schreiben, Sprechen und Zuhören auszubauen. Worte werden in Laute zerlegt und Gedichte aufgesagt. 
Fingerspiele und Vorlesen ergänzen den Lernprozess. Kinder erfahren die Magie der Sprache durch Reime, Pup-
penspiele und Rollenspiele. 
MATHEMATISCHES DENKEN: Unser Konzept ermutigt alle Erwachsenen im Leben des Kindes Möglichkeiten 
zu schaffen, die dem Kind zeigen, das Mathematik Bestandteil des täglichen Lebens ist. Ber eits Kleinkinder ha-
ben Freude am sortieren, ordnen und zählen. Größere Kinder lernen, dass beim Kuchenbacken bestimmte 
Mengen an Zutaten notwendig sind. Bei den Kleinen Riesen machen Kinder spielerisch Erfahrungen mit Ziffern, 
Zuordnungen und Reihen. 
NATUR WISSENSCHAFTLICHES DENKEN:  Wir lassen naturwissenschaftliche Phänomene lebendig werden, 
indem wir alltägliche Erfahrungen der Kinder ausnutzen: fallende Gegenstände, gemischte Farben, beschlagene 
Fenster oder das Wachstum von Pflanzen. Unsere Lernbereiche nutzen die Neugier der Kinder und fördern ihre 
Fähigkeiten Probleme zu lösen heraus. Die Kinder werden ermutigt zu beobachten, zu hinterfragen, auszupro-
bieren und nachzudenken. Jeder Tag ist voller wissenschaftlicher Phänomene, man muss sie nur erkennen un d 
zu vermitteln wissen. 
Im Krippenbereich bedeutet Naturwissenschaft das Erfahren von Naturgesetzen. Dies geschieht durch einfache 
und dem Alter angepasste Aktivitäten wie z. B. das Fallenlassen von Gegenständen (Ball, Feder, etc.), Seifenbla-
sen, Pflanzaktivitäten, sensorische Spiele mit Wasser und Sand, etc. 
Im Kindergartenalter können Kinder schon näher mit Naturwissenschaften vertraut werden. Wir messen z. B. 
das Wachstum von Pflanzen, Untersuchen Aggregatzustände von Wasser, erfassen Zeit, etc. 
KUNST - UND MUSIKERZIEHUNG:  Wir wissen, dass bereits kleine Kinder Kunst, Musik, Theater und Tanz lie-
ben. Schon im jungen Alter können die ersten Schritte getätigt werden, um künstlerische Fähigkeiten zu för-
dern. Wir unterstützen Kinder bei der Entwicklung Ihrer künstlerischen und musischen Fähigkeiten. Im Krippen-
alter malen, modellieren und singen wir mit den Kindern und führen Tanzspiele durch.  Bei Festen führen alle 
Altersgruppen gemeinsam kleine Theaterstücke, Lieder und Tänze  auf. 
KOCHEN UND ERNÄHRUNG:  Bereits im jungen Alter werden die Ernährungsgewohnheiten für das ganze Le-
ben angelegt. Deshalb stellen das gemeinsame Zubereiten und Essen von Mahlzeiten im Rahmen pädagogi-

Kapitel: 5.Inklusion, Integration und interkulturelle Orientierung 
18 
 
scher Angebote ab dem Kindergartenalter wichtige Elemente des Kleine Riesen Konzepts dar. Regelmäßig ge-
hen die Kinder der Einrichtungen gemeinsam mit den pädagogischen Mitarbeiter*innen einkaufen. Sei es auf 
dem Wochenmarkt oder im Supermarkt, es werden frische Zutaten eingekauft. Aus d iesen werden gemeinsam 
leckere Zwischenmahlzeiten gekocht. 
 
5. INKLUSION,  INTEGRATION  UND INTERKULTURELLE ORIENTIERUNG  
Die Kleinen Riesen begrüßen Diversität. Wir sind bestrebt, dass unsere Einrichtungen mit Kindern und Mitarbei-
ter*innen unterschiedlicher Herkunft belegt sind. 
5.1.  GRUNDSÄTZLICHES  
Inklusion, Integration und interkulturelle Orientierung basiert auf folgenden Prämissen: 
• Anerkennung der Grundwerte des Grundgesetzes und eines freiheitlich demokratischen Weltbildes 
• Anerkennung von Grund und Menschenrechten 
• Das Begreifen von Diversität und kulturellen Unterschiedlichkeiten als Chance  
• Verständnis und Toleranz für kulturelle Unterschiede 
5.2. INKLUSION  
 
Der Grundgedanke der Kleinen Riesen besteht darin, das natürliche und vorurteilsfreie Zusammenleben von 
allen Kindern zu fördern. Jedes Kind in unserer Einrichtung hat ein Anrecht auf Bildung nach dem  Kinderbil-
dungsgesetz. Inklusion ist für die Kleinen Riesen und das pädagogische Team selbstverständlich  und wird aktiv 
gelebt. 
Unser inklusiver Leitgedanke spiegelt sich im täglichen Leben, in unserem Herzen und in unserer Gruppenstruk-
tur wider. Bei uns sind ALLE herzlich willkommen, unabhängig von Förderbedarf, Herkunft, Religion, Alter, Se-
xualität, Erstsprache oder Entwicklungsstand. Neben unserem Konzept ist auch unser Alltag auf die bunte Viel-
falt unserer Kinder ausgelegt. So achten wir stets darauf, alle mit einzubeziehen und allen zu ermöglichen teil-
zuhaben.  
Bei der Aufnahme achten wir darauf, dass sich im Rahmen einer späteren Betreuung alle Kinder bei uns wohl  
fühlen und von uns bestmöglich während ihrer Kindergartenzeit begleitet werden können. Hierfür müssen für 
alle, natürlich insbesondere bei Kindern mit besonderem Förderbedarf, die personellen und räumlichen Vo-
raussetzungen stimmen. Diese besprechen wir vorab gemeinsam und bemühen uns darum, wenn erforderlich, 
die nötigen Voraussetzungen zu schaffen. 
Um die pädagogische Betreuung beeinträchtigter Kinder zu gewährleisten, wird die jeweilige Gruppengröße 
entsprechend reduziert und ausreichend Mitarbeitende beschäftigt, die für die Arbeit mit Kindern aus unter-
schiedlichen Lebensbedingungen fachspezifisch qualifiziert sind oder durch Fortbildungen nachgeschult wer-
den. 
Wir arbeiten mit allen Kindern nach dem situationsorientierten Ansatz. Pädagogische Angebote, 
Veranstaltungen und Projekte sind so gestaltet, dass sie die unterschiedlichen körperlichen, emotionalen, 
sozialen und geistigen Möglichkeiten aller Mädchen und Jungen berücksichtigen.  
Besondere Bedeutung in unserer integrativen und inklusiven Arbeit findet eine interdisziplinäre Vernetzung 
zwischen Tageseinrichtung, Eltern und externen Fördermaßnahmen.  Alle Angebote der Tageseinrichtung für 
Kinder berücksichtigen die unterschiedlichen und wechselnden Bedarfslagen der Kinder und Eltern. Durch 
Kontakte zu externen Stellen und Therapeuten versuchen wir, eine Hand -in-Hand-Arbeit zu gewährleisten, um 
die bestmöglichen Fördermaßnahmen für die Kinder zu erzielen. Die Eltern werden in allen Fra gen zur 
individuellen Entwicklung ihres Kindes regelmäßig beraten und unterstützt.

Kapitel: 5.Inklusion, Integration und interkulturelle Orientierung 
19 
 
Ein Schwerpunkt der Kleinen Riesen ist es, den Kindern im Rahmen der inklusiven Erziehung zu vermitteln, sich 
gegenseitig mit allen Stärken und Schwächen zu akzeptieren. Dadurch erlernen die Kinder einen rücksichts- und 
respektvollen und natürlichen Umgang untereinander.  
 
5.3. INTEGRATION  
DIVERSITÄT UND KULTURELLE VIELFALT  
Wir verstehen Diversität und kulturelle Vielfalt als Chance und Bereicherung für unsere Kindertagesstätten.   
Da viele unserer Einrichtungen bilingual betrieben werden und diese generell zu einem großen Prozentsatz mit 
Kindern mit Migrationshintergrund belegt sind, betrachten wir interkulturelle Orientierung als unabdingbar. 
EINGEHEN AUF BEDÜRFNISSE  
Wir sind uns bewusst, dass Wertvorstellungen und Traditionen kulturspezifisch sind. Wir begrüßen dies und 
begegnen diesem „Anderssein“ mit Respekt und Toleranz. Bedürfnisse, die sich aus kulturellen Unterschieden 
ergeben, versuchen wir, soweit dies in unseren Möglichkeiten steht zu erfüllen. 
SPRACHE  
Die Kenntnis der deutschen Sprache betrachten wir als einen der Schlüsselfaktoren bei einer erfolgreichen In-
tegration. Deshalb versuchen wir alle Kinder, ungeachtet der Herkunft, bis zur Einschulung auf deutsches Mut-
tersprachlerniveau zu bringen. 
WIDERSPIEGELUNG IN DER TÄGLICHEN PÄDAGOGISCHEN ARBEIT  
Es ist uns wichtig, dass unsere pädagogische Arbeit interkulturelles Zusammenleben und die Wertschätzung 
von Diversität bereits von frühster Kindheit an gefördert werden. Wir führen regelmäßig Angebot durch, die die 
kulturellen Besonderheiten der betreuten Kinder mit einbeziehen. Auch werden bei den Kleinen Riesen alle 
Feste (Weihnachten, Hanukkah, islamisches Opferfest, Zuckerfest, etc.) gefeiert. 
 
5.4. INTERKULTURELLE ORIENTIERUNG DER PERSONALPOLITIK  
Bei unserer Personalwahl sind wir bestrebt Mitarbeiter*innen zu gewinnen, die interkulturell kompetent sind. 
Weiterhin verfolgen wir das Ziel, die Diversität in unserer Belegschaft hochzuhalten.  
5. 5. INTEGRATION VON KINDERN VON GEFLÜCHTE TEN  
Wir sind der Auffassung, dass eine gelungene Integration bereits im frühsten Kindesalter beginnt. Der KiTa 
kommt dabei eine besondere Aufgabe zu.  
Wir sehen unsere Aufgabe dabei nicht nur in der kultursensitiven Vermittlung von Toleranz und  demokrati-
schen Werten an Kinder, sondern auch darin, deren Eltern dabei zu begleiten und zu unterstützen in Deutsch-
land anzukommen.  
Auch wenn wir das Erlernen der deutschen Sprache als einen der wichtigsten Grundpfeiler erfolgreicher Inter-
gration ansehen, ist es im Alltag genauso wichtig, die Eltern der Kinder in deren Landessprache oder zumindest 
auf Englisch unterstützen zu können. Deshalb ist eine internationale Belegschaft, die tolerant und kultursensitiv 
ist, für solche KiTas besonders wichtig. Die Umsetzung unseres Konzepts beginnt daher bereits mit der Perso-
nalauswahl. Um Mitarbeiter*innen die besonderen Herausforderungen bei der Unterstützung und Betreuung

Kapitel: 5.Inklusion, Integration und interkulturelle Orientierung 
20 
 
von Kindern von Geflüchteten vorzubereiten, bieten wir fachlichen Austausch in Arbeitskreisen und Fortbildun-
gen an. 
Stets gehen unsere Mitarbeiter*innen individuell auf das Kind ein, um ihm zu helfen, eventuelle Fluchtraumata 
zu überwinden. 
5. 6 GENDER THEMATIK  
Auch hier gehen wir auf die individuellen Bedürfnisse jedes betreuten Kindes ein. Dadurch unterstützen wir 
sein positives Selbstwertgefühl. Es ist wichtig, dass ein Kind sich nicht schlecht oder ausgegrenzt fühlt, weil 
seine Bedürfnisse von denen anderer Kinder abweichen. Indem wir diese unterstützen, fördern wir die Entwick-
lung eines positiven Selbstbildes und selbstständiges Handeln. 
Es ist uns eine Herzensangelegenheit, dass Gender Mainstreaming in unseren Häusern mehr und mehr gelebt 
und vor allem regelmäßig in den verschiedenen Groß- und Kleinteamsitzungen reflektiert wird. So wie Sprach-
förderung nicht ausschließlich gezielt, sondern vor allem alltagsintegriert stattfindet, ist auch unser Gender 
Mainstreaming Ansatz übergreifend und zieht sich durch alle Aspekte des Kitaalltags. 
Das fängt schon bei den Teams an. Das Ziel ist bei der Zusammensetzung folgende Krit erien zu erfüllen: 
1. Multiprofessionell (Praktikanten, Ergänzungskräfte, Heilpädagogische Fachkräfte, Erzieher, BA und 
Master und Diplom – Absolventen) 
2. Multikulturell (wir setzten uns aktiv für die Anerkennung ausländischen Fachkräftepersonals ein und 
übernehmen Sprachkurse vor und nach der Anerkennung) 
3. hoher Männeranteil an pädagogischen Fachpersonal  
4. Wir unterstützen und fördern bei gleicher Eignung eine der Demographie -Entwicklung entsprechende 
Altersmischung innerhalb des Teams 
5. Menschen mit und ohne Behinderung 
Zu 3. Es ist wichtig, dass in der frühkindlichen Erziehung Frauen und Männer gemeinsam arbeiten, und 
zwar für Jungen ebenso wie Mädchen, denn im frühkindlichen Bereich fehlen moderne männliche Rollen-
vorbilder und Bezugspersonen für Mädchen und Jungen: Gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderun-
gen führen häufig zu abwesenden familiären Vorbildern und die vorhandenen familiären Vorbilder müssen 
nicht unbedingt den Erwartungen an moderne männliche Rollenbilder entsprechen. (BMFSVJ, 04/08/2015 ) 
Mit diesem Ansatz bzw. Anspruch der Diversität ans Team, schaffen wir unserer Meinung nach, die Basis und 
den Nährboden auf dem Gender Mainstreaming stattfinden und gelebt werden kann.  
Durch diese hohe Diversität auf allen Ebenen, kombiniert mit der Förderungen und Partizipation der Kinder, 
wird erreicht, dass Jungen und Mädchen in den Kleine Riesen Kitas mit variablen und vielseitigen Fähigkeiten in 
ihre Zukunft zu starten, um jetzt und später, die für sich richtigen Entscheidungen zu treffen. Mädchen wie Jun-
gen lernen schon jetzt, im Kita-Alter und Alltag, für ihre Interessen und Bedürfnisse einzustehen. Auch deswe-
gen ist Partizipation und Gender Mainstreaming konzeptionell bei den Kleinen Riesen eng miteinander ver-
knüpft.  
Wir beobachten mit Hilfe des systemischen Ansatzes die individuellen Ressourcen jedes Kindes (und deren Fa-
milien), versuchen diese herauszukristallisieren und unterstützen die Kleinen bei deren Weiterentwicklung. Die-
ses setzten wir mit der Überzeugung um, dass ihnen damit jetzt und später möglichst viele (Entscheidung s-) 
Möglichkeiten offen stehen. Wir zielen mit unseren pädagogischen Angeboten darauf ab, das Selbstwertgefühl 
eines jeden Kindes zu stärken, sowie die Wahrnehmung der Umwelt und damit des eigenen Lebens zu erwei-
tern, um darauf im eigenen Sinne reagieren zu können.

Kapitel: 6. Familienorientierung und Elternbeteiligung 
21 
 
6. FAMILIENORIENTIERUNG UND ELTERNBETEILIGUNG  
Sollte es bezüglich der Erziehung des Kindes oder in der Familie des Kindes Probleme geben, so bietet unser 
Personal zunächst vor Ort Hilfe an um dann, bei tiefer greifenden Problemen eine geeignete Beratungsstelle 
einzubeziehen.  
6.1 . ELTERNGESPRÄCHE  
Elterngespräche sind ein wichtiger Bestandteil des Kleine Riesen Konzepts. Eine Bezugsbetreuer*in jedes Kin-
des sucht mindestens zweimal im Jahr  ein Gespräch mit dessen Eltern, um seine Entwicklung und Fördermaß-
nahmen durchzusprechen. 
Sollte es bezüglich der Erziehung des Kindes oder in der Familie des Kindes Probleme geben, so bietet unser 
Personal zunächst vor Ort Hilfe an, um dann, bei tiefer greifenden Problemen, eine geeignete Beratungsstelle 
zu vermitteln. 
6.2 . ELTERNBEFRAGUNG  
Um die Zufriedenheit der Eltern mit unserer Dienstleistung sicherzustellen , führen die Kleinen Riesen jährlich 
eine Elternbefragung durch. Es werden die nachstehenden Themengebiete abgefragt: 
• Öffnungszeiten 
• Zufriedenheit des Kindes 
• Pädagogische Aktivitäten 
• Ernährung 
• Kundenfreundlichkeit 
• Ausstattung 
6.3 . ELTERNBEIRAT  
Wir unterstützen und motivieren Eltern einen Elternbeirat zu gründen. Dieser wird im jährlichen Turnus demo-
kratisch gewählt. 
Die Aufgaben des Elternbeirates sind: 
• Vertreten der Elterninteressen 
• Vorschlags- und Beschwerdemanagement 
• Motivation von Eltern sich aktiv am Kita-Leben zu beteiligen. 
• Organisation von Festen 
• Spendenaktionen 
 
6.4 . GEWALTPRÄVENTION UND UMGANG MIT GEWALT  
Gewaltprävention funktioniert nur in Zusammenarbeit mit den Familien, deshalb gehört sie bei uns in den Be-
reich Elternarbeit. 
 Kinder imitieren Erwachsene, was sie daheim oder im Fernsehen sehen, halten sie für richtig und probieren es 
dann in der Kita aus. Wenn Sie in einem Umfeld aufwachsen, in dem Gewalt zum Alltag gehört, kennen sie 
nichts anderes. Aber es muss nicht immer das Elternhaus oder der Freundeskreis sein. Manchmal kommen Kin-
der durch Zufall, ganz von selbst, zu dem Schluss, dass negatives Verhalten , wenn auch negative, aber dennoch

Kapitel: 7. Sozialraumorientierung (Kooperation und Vernetzung) 
22 
 
Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Meistens fehlt dem Kind aber einfach die Fähigkeit seine Gefühle zu kontrollie-
ren, seine Empathiefähigkeit ist noch nicht voll entwickelt, es wendet einfach Gewalt an, weil es keine andere 
Lösung weiß.  Das Kind macht es immer wieder, bis ihm seine Umwelt/andere Kinder schon mit Angst begeg-
nen oder als Abwehr selbst zuschlagen. Das führt zu einem Teufelskreis, aus dem das Kind nicht alleine heraus-
findet – es benimmt sich, wie man es von ihm erwartet.  
Hier sind dann die Erzieher*innen gefragt, deren Aufgabe der Schutz aller Kinder ist, also gleichermaßen auch 
des gewaltausübenden Kindes. Kleine Kinder gilt es aus den Situationen, in denen sie zum Beispiel typischer 
Weise zubeißen würden, herauszunehmen und sie so abzulenken, dass es gar nicht zu dem Akt des Verletzens 
einer anderen Person kommen kann. Mit Kindergartenkindern muss man sprechen, versuchen ihnen die Konse-
quenzen ihres Handelns zu erklären. Als Kita kann man in vielerlei Hinsicht einem Gewaltausbruch entgegen-
wirken – man kann die Kinder beschäftigen, man kann sie toben lassen, bis sie müde sind, man kann ihnen Pro-
jekte zuweisen oder Gewalt in Form von Programmen aufarbeiten und gemeinsam dagegen vorgehen. Generell 
werden unsere Mitarbeiter*innen im Umgang mit Gewalt geschult. Auch Eltern bieten wir, falls notwendig, 
Schulungen und Hilfen an. In jedem Fall gilt aber, dass Eltern aktiv an der Behebung des Problems teilhaben 
müssen. Gemeinsam versuchen die Erzieher mit den Eltern und Kindern die Ursachen für das Verhalten heraus-
zufinden, danach legen sie einen schriftlichen Maßnahmenplan fest, den beide Seiten unterschreiben. Prinzipi-
ell wird die Fachkraft nach SGB 8a eingeschaltet und um Rat gefragt, manchmal auch zum Gespräch mit den 
Eltern hinzugezogen . Gegebenenfalls bedeuten die Maßnahmen, dass auch Hilfe von außen in Form von 
Psychologen geholt werden muss. In jedem Fall gilt aber, dass zu einer erfolgreichen Prävention geschultes Pe-
sonal und der konsequente Umgang mit Gewalt gehört. 
 
7. SOZIALRAUMORIENTIERUNG (KOOPERATION UND VERNETZUNG)  
Wir sind bestrebt unsere Einrichtungen mit Fachdiensten, Schulen, Unternehmen und kulturellen Organisa-
tionen sowie Sportstätten im Umfeld zu vernetzen. Wir pflegen Kontakte zu Wissenschaft, Politik, Wirtschaft 
und Kultur. Auch passen wir unser Konzept den Bedürfnissen des jeweiligen Standortes, an die Familien an.  
Gerne streben wir eine sehr enge Kooperation mit der Grundschule Hermannschule im Dahlweg an. Daher 
kann der Übergang vom Kindergarten in die Schule durch viele Besuche und allmähliches Kennenlernen der 
Umgebung sehr sanft erfolgen.  Im letzten Kindergartenjahr werden unsere Kinder die Räumlichkeiten der Ko-
operationsschulen besuchen, gegebenenfalls am Schulsommerfest oder anderen Aktionen teilnehmen und pa-
rallel durch engste Zusammenarbeit den Anforderungsspiegel für die erste Klasse erreichen . 
Auch nutzen wir gerne die Sportmöglichkeiten und Spielplätze des Stadtteils. Hier bietet der Südpark viel Gele-
genheit zum Toben und Klettern. Eine Kooperation mit dem Sportverein DJK Borussia wird angestrebt.  Ein Be-
such der Bücherei Heilig Geist kann gut in das Vorschulprogramm mit integriert werden. Hier können Bücher 
ausgeliehen oder vor Ort angeschaut werden. Nach Bedarf wird ein fester Lesetage in den Kita -Alltag einge-
baut. Ebenfalls nutzen wir gerne die in der Umgebung vorhandenen Lebensmittelgeschäf te oder Bäckereien für 
einen kleinen Ausflug. Hier können die Zutaten für einen Nachmittagsimbiss gekauft und später in der Kita zu-
bereitet werden. Zusätzlich nutzen wir die guten Verkehrsanbindungen für Ausflüge außerhalb . Wir werden 
uns den Stadtteilarbeitskreisen anschließen, um eine Kooperation mit den sozialen Einrichtungen, Trägern, Be-
ratungsstellen und Ehrenämter zu gewährleisten. Somit können wir im Bedarfsfall im Sinne der Familien die 
Netzwerke nutzen und passgenaue Hilfe oder Ansprechpartner anbi eten. Eine Zusammenarbeit mit den umlie-
genden Kindertagesstätten ist selbstverständlich. Wir streben Kooperationen mit Musik -oder Kultureinrichtun-
gen, wie Musikfratz-Kinderkulturwerkstatt an. Der Kirchengemeinde St. Josef würden wir im Rahmen von Aus-
flügen immer wieder einen Besuch abstatten. 
Da die Kleinen Riesen Familienfreundlichkeit auszeichnen, bieten wir gerne flexible, den Bedürfnissen der El-
tern angepasste, Öffnungszeiten (im Rahmen der 45 Wochenstunden) an. Eine Übermittagbetreuung ist uns

Kapitel: 8. Qualitätsmanagement 
23 
 
wichtig, insbesondere aber dass die Qualität nicht darunter leidet. Durch ein pädagogisches Angebot, dass sich 
auf den ganzen Tag erstreckt, haben wir es in allen unseren Kindertagesstätten geschafft, mit der Ganztagesbe-
treuung, anstatt eines „Babysitterservices“ in den Nachmittgasstunden, einen echten Mehrwert für unsere Kin-
der und Familien zu schaffen. Unsere Pädagog*innen genießen die Möglichkeit, die Kinder durch den ganzen 
Tag zu begleiten und sie zu unterstützen, die Welt mit den Kindern zu entdecken.  
Da sich jede unserer Kitas dem jeweiligen Sozialraum in den Angeboten anpasst, erstellen wir gerne ein indivi-
duelles Angebot für unsere Kunden- hier orientieren wir uns stark an den Bedürfnissen der Kinder und den Res-
sourcen im Team. In der Regel besprechen wir mit den Eltern, welche Wünsche vorhanden sind und gehen 
dann darauf ein. Eine enge Zusammenarbeit und Austausch findet mit der Kindertagesstätte Hermannschule, 
Scheibenstraße statt.   
Angebote von Außen, wie zum Beispiel Musikfrühförderung sind frei von zusätzlichen Kosten, um eine Teil-
nahme alller Kinder zu ermöglichen und werden im Alltag der Kindertagesstätte integriert. Entsprechende An-
gebote werden über Spenden, Förderverein oder Einnahmen aus Aktivitäten, wie Basare finanziert. 
 
8. QUALITÄTSMANA GEMENT  
8.1.  DOKUMENTATION  
TAGESBERICHTE  
Die Eltern eines jeden Krippenkindes erhalten täglich mündlich einen kurzen Bericht, in dem Sie über folgende 
Punkte informiert werden: 
• Laune des Kindes 
• Mahlzeiten 
• Windelwechsel und Stuhlgang 
• Dauer des Mittagsschlafs/der Mittagsruhe 
• Besondere Ereignisse und Erfahrungen, die das Kind am Tag gemacht hat.  
ENTWICKLUNGSPROFILE  
Die Kleinen Riesen erstellen unter Zuhilfenahme von „ Gabip“ für jedes Kind ein standardisiertes Entwicklungs-
profil. Dabei wird altersspezifisch die Entwicklung von Basiskompetenzen abgefragt.  
8.2. ELTERNBEFRAGUNG  
Um die Zufriedenheit der Eltern mit unserer Dienstleistung sicherzustellen , führen die Kleinen Riesen jährlich 
eine Elternbefragung durch. Es werden die nachstehenden Themengebiete abgefragt: 
• Öffnungszeiten 
• Pädagogische Aktivitäten 
• Ernährung 
• Kundenfreundlichkeit 
8.3. PERSONAL AUSSTATTUNG  
Qualität kommt durch mehr und vor allem besser geschultes Personal.  Auch wenn die Mindestpersonalanfor-
derungen durch das KiBiz vorgegeben sind, versuchen wir immer darüber hinaus zu gehen. Nicht nur werden

Kapitel: 8. Qualitätsmanagement 
24 
 
unsere Erzieher*innen durch Praktikant*innen, Hauswirtschaftskräfte und Bundesfreiwilligendienstler entlas-
tet, sondern es wird auch Wert darauf gelegt, jedes Team durch die Diversität aus verschiedenen anerkannten 
Abschlüssen, Alters- und Lebenssituationen, Geschlechtern und Kulturen einzigartig zu machen. Die Teams 
merken sehr schnell, dass sie durch die vielfältigen Erfahrungen, in denen sich die einzelnen Mitglieder ergän-
zen, gemeinsam viel stärker als die Summe der Individuen sind. 
8.4 . HYGIENEPLAN  
Die Hygienesicherung ist im Qualitätsmanagementhandbuch ausführlich dokumentiert. Eine Zusammenfassung 
des Hygieneplans findet sich in Anlage 3. 
 
8.5 . QUALITÄTSMANAGEMENTHANDBUCH  
Alle qualitätssichernden Verfahren und unser pädagogisches Konzept sind ausführlich im Kleine Riesen Quali-
tätsmanagementhandbuch dokumentiert. 
8.6 . QUALITÄTSSICHERUNGSMETHODEN (6 -SIGMA – DMAIC)  
Alle im Qualitätshandbuch abgebildeten Prozesse werden nach dem 6-Sigma-Konzept überwacht, um unseren 
kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu unterstützen (Erklärung s.u.). 
 
Definieren Definiert wird, für wen der Prozess wichtig ist 
und welche Bedürfnisse durch den Prozess er-
füllt werden sollen. Darauf aufbauend wer-
den die Merkmale des Prozesses definiert, die 
kritisch für die Erfüllung der Kundenerwartun-
gen sind. 
 
Datenerhebung Sammlung von Daten über die derzeitige Aus-
prägung der Merkmale des Prozesses.  
 
Analysieren Ursachen für Abweichung von den definierten 
Leistungszielen identifizieren. 
 
Verbesserungsphase In der Verbesserungsphase sollen Lösungs-
möglichkeiten für die in der Analyse-Phase 
Definieren 
[Define]
Datenerhebung 
[Measure]
Analysieren 
[Analyze]
Verbesserungs-
phase 
[Implement]
Überwachen 
[Control]

Kapitel: 8. Qualitätsmanagement 
25 
 
identifizierten und ausgewählten Probleme 
gefunden werden. 
 
Überwachen Verankerung der gefundenen Verbesserun-
gen im Alltag. 
 
8.7 . QUALITÄTSZIRKEL  
Um Verbesserungspotenziale im eigenen Arbeitsbereich aufzudecken und Lösungen zu entwickeln arbeiten un-
sere Mitarbeiter*innen in Kleingruppen/ Arbeitskreisen in regelmäßigen Abständen Lösungen aus. Die Zirkel 
setzen die gefunden Lösungen meist selbstständig um und nehmen auch eine Ergebniskontrolle vor.  
Qualitätszirkel werden sowohl in einrichtungsinternen Teamsitzungen gebildet als auch einrichtungsübergrei-
fend auf Leitungsebene. 
Zur Moderation und methodischen Unterstützung steht der Qualitätsbeauftragte den Qualitätszirkeln jederzeit 
mit Rat und Tat zur Verfügung. 
8.8 . INSOWEIT ERFAHRENE FACHKRAFT SGB VIII, 8A  
Das Unternehmen beschäftigt mehrere insoweit erfahrene Fachkräfte, die von den Leitungen im Falle eines 
Verdachts auf Kindeswohlgefährdung umgehend eingeschlatet werden. Es erfolgt zunächst eine telefonische 
Beratung. Sollte die Fachkraft der Meinung sein, dass eine Kindeswohgefährdung vorliegt, werden weitere 
Schritte, zu denen neben Gesprächen mit Erzieher*innen, Eltern und Kindern auch die Einschaltung von ande-
ren Beratungsstellen gehören können. Näheres in Kapitel 12. 
8.9. FACHBERATUNG  
Für die Fachberatung werden im gleichen Maße interne und externe Stellen hinzugezogen. In unserem Unter-
nehmen haben wir Mitarbeiter*innen, die die Erfahrung und Qualifikation haben eine Fachberatung durchzu-
führen. Oftmals übernimmt die regionale Leitung auch die Fachberatu ng der Einrichtungen, für die sie zustän-
dig ist. Sollte dies einmal nicht ausreichen oder man in besonders schwierigen Fällen eine vollkommen neutrale 
Meinung, die aus der Distanz das Problem analysiert, benötigen, so wird eine externe Fachberatung  eingeschal-
tet. 
8.10 . PÄD AGOGISCHE TAGE  
Alle unsere Kindertagesstätten halten 5 pädagogische Tage im Jahr ab. Diese werden genutzt für 
- Fortschreibung der Konzeption; 
- Jahresplanung; 
- Präsentation und Diskussion der Arbeit der Q-Zirkel; 
- Teambuildingmaßnahmen 
- Gruppenschulungen 
- Umstrukturierung der pädagogischen Räume 
8.11 . KENNENLERNEN VON ANDEREN EINRICHTUNGEN  
Um das organisationsinterne Lernen zu unterstützen hat jede Mitarbeiter*in immer wieder die Möglichkeit 
eine andere Kindertagesstätte des eigenen Trägers kennenzulernen und vor Ort zu hospitieren.

Kapitel: 8. Qualitätsmanagement 
26 
 
8.12 . LEITUNGSKONFERENZEN  
Vier Mal im Jahr treffen sich alle Kleine Riesen Leitungen einer Region  zu einer Leitungskonferenz, um einrich-
tungsübergreigend Qualitätsverbesserungsmöglichkeiten auszuarbeiten und Erfahrungen auszutauschen. 
 
 
8.13 . BESCHWERDEMANAGEMENT  I. S. D. § 45 ABS. 2 NR. 3 SGB VIII  
Zur Sicherung der Rechte der Kinder in der Kindertagesstätte, werden 4 bis 6-mal im Jahr  Kinderkonferenzen 
abgehalten. Unsere Mitarbeiter*innen sind angehalten Sorgen, Anliegen und Beschwerden der Kinder schrift-
lich festzuhalten, sodass diese in dem Zusammenhang  von und mit den Kindern ausdiskutiert werden können. 
Kleinere Anliegen besprechen die Kinder im täglichen Morgenkreis. 
Sollten Kinder ein Problem haben, dass sie nicht mit dem Personal im Gruppendienst besprechen wollen, kön-
nen sie sich an die Einrichtungsleitung wenden. Den Kindern wir die Einrichtungsleitung als Vertrauensperson 
regelmäßig ans Herz gelegt. 
Bei Kleinkindern, die noch nicht sprechen können, achtet unser Personal auf Feinzeichen in Form von Gesten, 
Mimik und Lauten, um auf ein eventuelles Unwohlsein der Kinder einzugehen.  
8.1 4. BESCHWERDEMANAGEMENT  
Wir betrachten Beschwerden von Eltern als einen Ansporn, unsere Konzeption kontinuierlich zu verbessern.  
Offizieller Beschwerdeweg für Eltern 
 
Erziehungsberechtigte 
 
Hilfestellung durch den Elternbeirat möglich 
 
                                                                           Gruppenfachkräfte 
 
 
 
Kita- Leitung 
 
 
      
Bereichsleitung 
 
 
 
Regionale Leitung 
 
          Geschäftsführung

Kapitel: 9. Ernährung 
27 
 
 
Der Prozess zum Umgang mit eingehenden Beschwerden unterliegt folgenden Prinzipien: 
Eingang der Beschwerde Beschwerden können sowohl schriftlich als auch 
mündlich eingehen. Empfänger der Beschwerde 
können pädagogische Mitarbeiter*innen auf Grup-
pen- bzw. Leitungsebene oder der Träger sein. 
 
Deeskalation von Konflikten Wir sind uns bewusst, dass Beschwerden bezüglich 
der Betreuung der eigenen Kinder teilweise auf ei-
ner sehr emotionalen Ebene eingereicht werden. 
Daher hat die Reaktion der Mitarbeiter*in stets 
sachlich, emotional zurückhaltend und lösungsori-
entiert zu sein. 
 
Dokumentation / Analyse Jede Beschwerde wird in einer Aktennotiz festge-
halten. Sollte eine Lösung ad hoc nicht möglich 
sein, so wird im Team das Problem analysiert und 
nach  Lösungsmöglichkeiten gesucht. Die Lösung ist 
zu dokumentieren. 
 
Antwortzeit Alle Beschwerden sind von Beschwerdeeingang bis 
zur Rückmeldung an die Eltern innerhalb einer Zeit 
von zwei Wochen abzuarbeiten. Die Rückmeldung 
an die Eltern kann sowohl schriftlich als auch 
mündlich erfolgen. 
 
Einbindung des Trägers / von externen Bera-
tungsstellen 
Sollte das der Beschwerde zugrunde liegende Prob-
lem nicht kindertagesstättenintern gelöst werden 
können, so hat die Leitung den Träger einzuschal-
ten. Im Dialog entscheiden Leitung und Träger eine 
adäquate Problemlösung. Sollte Einbindung einer 
externen Beratungsstelle notwendig sein, so wird 
diese Maßnahme ebenfalls von Träger und Leitung 
gemeinsam beschlossen und eingeleitet. 
 
9. ERNÄHRUNG  
Die Kleinen Riesen legen großen Wert auf ausgewogene und gesunde Ernährung. Wir sind der Überzeugung, 
dass die Weichenstellung für richtiges Ernährungsverhalten bereits im Kindesalter erfolgt.  
Unser Ernährungskonzept basiert auf den nachstehenden Grundsätzen:  
• Wir verwenden bevorzugt ökologische Lebensmittel, wenn gewünscht in Bio-Qualität,sofern möglich 
aus der Region. 
• Die Zusammensetzung der Lebensmittel orientiert sich am Ernährungskreis der DGE (siehe Anlage 2).  
• Die Mittagsmahlzeit wird von einem Caterer (cook and chill, warm oder cook and freeze) geliefert.  
• Alle Mahlzeiten werden gemeinsam am Tisch eingenommen. 
10. PERSONALMANAGEMENT  
Kinderbetreuung lebt von der Qualität und vom Engagement des Personals. Wir sehen daher unsere Mitarbei-
ter als unsere wichtigste Ressource an.

Kapitel: 11. Finanzmanagement 
28 
 
10.1.  PERSONALGEWINNUNG  
Bei Neubesetzung einer Stelle wird diese vom Träger ausgeschrieben. Die eingehenden Bewerbungen werden 
an die jeweilige Kita weitergeleitet.  
Die Entscheidung über die Einstellung wird vom Träger und der Kindertagesstättenleitung gem einsam getrof-
fen. 
 
 
10.2.  MITARBEITERENTWICKLUNG  
In der heutigen Zeit ist es einfacher Personal zu gewinnen als zu halten. Aus diesem Grund legen wir großen 
Wert auf eine gute Personalentwicklung und -bindung.  
WEITERBILDUNG  
Wir unterstützen die Weiterbildung unserer Mitarbeiter*innen. Weiterbildungsmaßnahmen müssen jeweils an 
die Bedürfnisse der Mitarbeiter*innen und der Einrichtung angepasst sein. Gemeinsam bespricht die Leitung 
welche Entwicklungswünsche die Mitarbeiter*in hat und welche Notwendigkeit das Unternehmen sieht. Da-
nach legen sie gemeinsam fest, welche Schulung/-en fürs Folgejahr belegt werden. 
REFLEXIONSGESPRÄCHE  
Regelmäßige Reflexionsgespräche sind ein wichtiger Bestandteil unserer Personalstrategie. Wir verste hen Re-
flexionsgespräche stets nur als konstruktive Kritik, die als Impuls zur kontinuierlichen Verbesserung dienen soll. 
Daher wird einmal im Jahr ein 360 Grad Feedback durchgeführt.  
DIVERSITÄT  
Die Kleinen Riesen fördern Diversität unter der Belegschaft. Wir sind der festen Überzeugung, dass dies sowohl 
die Teamarbeit, das gegenseitige Lernen als auch die Betreuungsqualität selbst verbessert.  
UNTERSTÜTZUNG DER MITARBEITER IN ALLEN LEBENSLAGEN  
Auch unterstützt die Kleine Riesen Nord seine Mitarbeiter*innen in individuellen Lebenslagen. So reagieren wir 
flexibel auf Pflegeanfragen, Elternzeitmodelle oder nehmen auch gerne Mitarbeiterkinder in unseren Kitas auf.  
VERWALTUNGSTÄTIGKEITEN  
Alle Verwaltungstätigkeiten, die im Zusammenhang mit Mitarbeiter*innen stehen (Lohnbuchhaltung, etc.), 
werden für alle Standorte zentralisiert ausgeübt. 
 
11. FINANZMANAGEMENT  
Das Finanzmanagement erfolgt nach kaufmännischen Grundsätzen.  
Die Finanzplanung umfasst folgende Elemente: 
• Rollierende Umsatzplanung und Liquiditätsplanung 
• Kostenstellen / Kostenträger-Rechnung mit Budgetierung

Kapitel: 11. Finanzmanagement 
29 
 
• Controlling-System 
Schon allein aus der Gesellschaftsform ergibt sich die Verpflichtung zur doppelten Buchführung und der Veröf-
fentlichung des Jahresabschlusses im elektronischen Unternehmensregister.

Kapitel: 12. Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung i. S. d. §  8a SGB VIII  
30 
 
12. SCHUTZAUFTRAG BEI KINDESWOHLGEFÄHRDUNG I.  S.  D. § 8A SGB VIII  
SCHULUNG  
• Die Leitung der Einrichtung ist   
bezüglich der Thematik zu schulen. 
• Das Wissen ist durch jährliche  
 Schulungen an die anderen  
 Mitarbeiter weiterzugeben. 
ANZEICHEN FÜR GEFÄHRDUNG DES   
KINDESWOHLS (GEFÄHRDUNGSRISIKEN)  
• Körperliche und seelische Gewalt 
• Emotionale und körperlich- 
gesundheitliche Vernachlässigung 
• Sexueller Missbrauch 
• Versagung entscheidender existenzi-
eller Entwicklungschancen 
INSOWEIT ERFAHRENE  FACHKRAFT  
 
Der Träger beschäftigt mehrere insoweit erfahrene  
Fachkräfte, die den Einrichtungen bei der Erkennung 
und Einschätzung einer Kindeswohlgefähr-
dung helfen. Es findet bis zum Abschluss des 
Falles eine Prozessbegleitung statt, falls not-
wendig auch im Gespräch mit den Eltern.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ende
Erkennen 
Gefährdungsrisiko
Information 
erfahrene 
Fachkraft 
(Leitung)
Dokumentation 
Gefährdungsrisiko
Gespräch mit 
Erziehungs-
berechtigten
Risiko 
ausgräumt
Hinwirken auf 
Inanspruchnahme 
von Hilfen
Hilfe- und 
Beratungsplan
Dokumentation 
Gespräch
Beratungsplan 
eingehalten?
Beratungsplan 
erfolgreich
Dokumentation 
der Schritte
Jugendamt 
informieren
Dokumentation
Nein
Ja
Nein
Nein
JaDokumentation
Ja
Risiko 
ausgräumt
Ja
Nein

Kapitel: Anlage 1: Ernährungskreis 
31 
 
ANLAGE 1: ERNÄHRUNGSKREIS  
 
 
Während die Versorgung mit regionalen Produkten bei uns eine Selbstverständlichkeit ist, bieten wir auf 
Wunsch der Eltern, auch BioKost an. Unsere Konzepte der Essensversorgung sind weitreichend und passen sich 
an die Bedürfnisse der Familien an, lediglich eines haben sie alle gemeinsam – sie sind gesund. 
ANLAGE 2: HYGIENE PLAN  
HYGIENE IM SANITÄRBEREICH  
SANITÄRAUSSTATTUNG  
Die Sanitärbereiche sind mit Einmalhandtüchern und Spendervorrichtungen für Flüssigseife ausgestattet. Die 
Sanitärbereiche für Mitarbeiter*innen sind zusätzlich mit Spendervorrichtungen für alkoholische Handdesinfek-
tionslösung zu versehen. 
WARTUNG UND PFLEGE  
Die Toilettenanlagen und die Ausstattung werden regelmäßig kontrolliert, gepflegt und gewartet. Die Kontrolle 
und Pflege wird dokumentiert.  
WICKELBEREICHE  
Die Wickelbereiche werden nach jeder Verwendung desinfiziert. Verunreinigungen mit Fäkalien werden mit 
einem mit Desinfektionsmittel getränkten Tuch gereinigt und danach nochmals desinfiziert. Mitarbeiter *innen 
haben nach dem Wickeln die Hände zu waschen und zu desinfizieren. Im Wickelbereich hängt gut sichtbar eine 
Verfahrensanweisung zur Wickelhygiene aus.  
BE- UND ENTLÜFTEN  
Die Entlüftungsanlagen der Sanitäranlagen werden regelmäßig von einer Fachfirma gewartet. Defekte werden 
Zeitnah in Stand gesetzt. 
Lebensmittel, die 
viel Stärke 
enthalten, wie 
Getreideprodukte  
und Kartoffeln
Gemüse und 
HülsenfrüchteObst
Getränke (Wasser)
Milch und 
Milchprodukte
Fleisch, Wurst und 
Fisch
Streich- und 
Kochfette

Kapitel: Anlage 2: Hygiene Plan 
32 
 
TRINKWASSERHYGIENE  
LEGIONELLENPROPHYLAXE  
Bei Duschen, die nicht täglich genutzt werden, muss das Wasser, sofern es aus Großanlagen bezogen wird, bei 
Höchsttemperatur mehrere Minuten ablaufen. Spritzen und Zerstäuben des Wassers sind dabei zu vermeiden. 
Kalkablagerungen werden regelmäßig entfernt. 
PRÄVENTION VON STAGNATIONSPROBLEMEN  
Am Wochenanfang und nach längerer Schließung der Krippe wird das W asser aus Leitungen, aus denen Trink-
wasser entnommen wird, fünf Minuten ablaufen gelassen. Jeder Wasserauslass muss mindestens jeden dritten 
Tag benutzt oder alternativ gespült werden. 
PRÄVENTION VON STAGNATIONSPROBLEMEN  
Wasseruntersuchungen auf chemische und mikrobilogische Reinheit werden gemäß Trinkwasserver ordnung 
jährlich durchgeführt. 
ERSTE HILFE  
ERSTE -HILFE -INVENTAR  
Die Einrichtung hält folgendes Erste-Hilfe-Material vor: 
• Verbandskasten nach DIN 13157 „Verbandskasten C“ 
• Alkoholisches Desinfektionsmittel zur Handdesinfektion 
Verbrauchsmaterialien, wie Pflaster und Einmalhandschuhe, werden nach Verbrauch ersetzt.  
VERSORGUNG VON BAGATELLWUNDEN  
Es werden grundsätzlich Einmalhandschuhe getragen. Die Wunde wird mit einem Pflaster oder Verban d so ver-
sehen, dass der Kontakt Dritter mit Blut ausgeschlossen ist. Nach der Wundversorgung werden die Hände 
gründlich gewaschen und desinfiziert. 
REINIGUNG KONTAMINIERTER FLÄCHEN  
Flächen, die mit Körperflüssigkeiten (Blut, Exkremente, Erbrochenes) kontam iniert werden unter Verwendung 
von Einweghandschuhen mit einem mit Desinfektionslösung getränkten Tuch gereinigt. Anschließend wird die 
Fläche nochmals desinfizieren. 
NOTFALLKONTAKTE  
Neben allen Telefonen und in allen Gruppenräumen wird  ein Aushang mit fo lgenden Notfallkontakten aufge-
hängt: 
• Polizei 
• Feuerwehr 
• Ärztlicher Bereitschaftsdienst 
• Giftinformationszentrum 
• Kinderarzt

Kapitel: Anlage 2: Hygiene Plan 
33 
 
KÜCHE  
ALLGEMEINE ANFORDERUNGEN  
Personen, die an Erkrankungen im Sinne des § 42 IfSG oder an Hauterkrankungen leiden oder Wunden haben 
dürfen nicht in unserer Verteilerküche tätig sein 
Das in der Küche tätige Personal wird von uns einmal jährlich im Sinne des § 43 IfSG über Tätigkeitsverbote so-
wie über Lebensmittelhygiene geschult. 
QUALITÄTSSICHERNDE MAßNAHMEN UND LEBENSMITTELHYGIEN E 
Es werden qualitätssichernde Maßnahmen im Sinne von HACCP getroffen. Alle Maßnahmen werden dokumen-
tiert: 
• Messung der Kühlschranktemperatur 
• Wareneingangskontrolle (Temperatur, Sensorik, Geruch) 
• Reinigung und Desinfektion nach Reinigungsplan 
• Kontrolle auf Schädlinge 
Beim Handhaben von Lebensmitteln werden Handschuhe getragen.  
HANDHYGIENE  
Hände sind wie folgt zu waschen: 
A. Bei Ankunft in der Einrichtung und beim Wechsel von einer Gruppe in eine andere.  
B. Vor und Nach: 
• Essen, Handhabung von Lebensmitteln, Füttern eines Kindes 
• Verabreichen von Medizin 
• Wasserspielen, falls das Wasser von mehr als einer Person benutzt wird.  
C. Nach: 
• Windelwechsel 
• Toilettengang, Assistieren eines Kindes beim Toilettengang. 
• Handhabung von Körperflüssigkeiten (Speichel, Blut, Erbrochenem), Niesen, Naseputzen, Abwi-
schen des Mundes oder von Wunden. 
• Handhabung von rohem Lebensmitteln, insbesondere Fleisch und Geflügel.  
• Berühren von Tieren. 
• Spiel im Sandkasten 
• Reinigung und Handhabung von Müll 
• Berühren von Geld 
• Handhabung von verschmutztem Geschirr  
Diese Regelungen gelten für alle Mitarbeiter, insbesondere aber für in der Küche tätiges Personal. 
Die Handreinigung erfolgt mit Flüssigseife und Desinfektionsmittel aus Wandspendern. Es werden nur Einmal-
handtücher verwendet. 
An allen Waschbecken werden Verfahrensanweisungen und Hautschutzpläne ausgehängt.

Kapitel: Anlage 3: Verfahrensanweisung bei Hohen Temperaturen 
34 
 
FLÄCHENREINIGUNG UND DESINFEKTION  
Alle Fußböden der Krippe werden täglich feucht gereinigt. Arbeitsflächen in der Verteilerküche werden täglich 
desinfiziert. Da nicht mit kritischen Rohwaren gearbeitet wird, ist eine einmal tägliche Desinfektion im Normal-
fall ausreichend. 
AUßENANLAGEN  
Unser Außenanlage wird bei jedem Besuch auf Tierkot und Verunreinigungen untersucht. Tauben werden 
durch geeignete Maßnahmen ferngehalten. 
Der Sand im Sandkasten wird alle zwei Jahre ausgetauscht. 
 
ANLAGE 3: VERFAHRENSANWEISUNG BEI HOHEN TEMPERATUREN  
Zunehmend steigen im Sommer auch in Deutschland, dieses Jahr bereits im Mai, die Temperaturen auf deutlich 
über 30 °C. Auch wenn es ein Stück weit normal ist, dass sich Gebäude in der heißen Jahreszeit stark aufheizen 
und wir Menschen uns mit der Zeit daran gewöhnen, versuchen wir in der Kita den Alltag auch an Tagen, an 
denen laut Wettervorhersage die Außentemperatur über 28 ° steigen soll, so angenehm und sicher wie möglich 
zu gestalten. Folgende Maßnahmen werden eingeleitet: 
• Morgens, mindestens 30 Minuten vor Öffnung der Kita, werden die Fenster und Türen in allen Räu-
men geöffnet, diese arretiert, sodass ein Zug und damit Luftaustausch entsteht.  
• Nach dem Lüften werden die Beschattungen in Gruppen- und Nebenräumen, in den Schlafräumen 
Rollläden, heruntergelassen. Im Anschluss sind die Türen zu den Schlafräumen zu verschließen und 
erst zur Schlafenszeit wieder zu öffnen, um das Hineinströmen der heißen Luft von den Fluren zu 
verhindern. 
• Im Allgemeinen sind im Obergeschoss die Türen zu allen verschatteten Räumen während des Tages 
geschlossen zu halten, um ein Aufheizen zu verhindern. 
• Wenn die Temperatur über 30 °C im OG steigt, sind die Kinder ins Erdgeschoss zu bringen. Hier sind 
dann alle Gruppenraumtüren zum Gang und in den Außenbereich zu öffnen , um damit ein 
Luftaustausch zu schaffen.  
• Wenn die Schlafräume im Obergeschoss vor Beginn der Schlafenszeit über 28 °C haben, sind Schlafal-
ternativen im EG mit guter Durchlüftung zu schaffen. Während der Sommermonate ist durchgehend 
Schlafwache auch für über Dreijährige zu halten.  
• Die Kinder werden in der Zeit nach einem teiloffenen Konzept betreut. 
• Während immer gilt, dass stets ausreichend Flüssigkeit anzubieten ist und die Kinder ans Trinken erin-
nert werden sollen,  gilt insbesondere an heißen Tagen, dass feste – z.B. halbstündliche - „Trinkrun-
den“ zu machen sind. 
• Wenn es Kindern zu heiß wird, sollen bei Bedarf Maßnahmen wie Duschen oder Bespritzen mit Wasser 
eingeleitet werden. 
• Wasserspiele im Außenbereich sind in schattigen Bereichen eine gute Möglichkeit sich abzukühlen. 
Dabei ist darauf zu achten, dass kein Wasser in großen Gefäßen ste ht, da Kinder bereits in 3 cm tiefem 
Wasser in einem Eimer ertrinken können. 
• Generell gilt, dass Kinder nie in der prallen oder Mittagssonne spielen sollen, selbst wenn Sie Mützen 
tragen und gut eingecremt sind. Vielmehr sollte an heißen Tagen hauptsächlic h am frühen Morgen, 
ggf. auch am späten Nachmittag, der Außenbereich genutzt werden. Aber auch hier gilt: nur im 
Schatten spielen! 
• Anstrengende Aktivitäten, wie langes Gehen, Toben, Fußballspielen, etc. sollten an den heißen Tagen 
gemieden oder zu Randzeiten durchgeführt werden.

Kapitel: Anlage 4: Verfahrensanweisung bei Tiefen Temperaturen 
35 
 
• Es ist immer darauf zu achten, dass die Kinder entsprechend leicht und luftig angezogen sind. Geg-
ebenenfalls sind Eltern darauf hinzuweisen, angemessene Schlaf- und Tageskleidung mitzubringen. Für 
den Aufenthalt im Freien sind dünne, helle Baumwoll- oder Leinenhemden gut, da sie einen zusätzli-
chen Schutz vor Sonnenbrand bieten. Enge, dicke Kleidung ist (z.B. Jeans), selbst wenn sie kurz sein 
sollte, ungeeignet. 
• Auch bedeckte Körperstellen sollen eingecremt werden. 
• Schließlich ist jedes Kind individuell und reagiert - so wie Erwachsene - unterschiedlich auf heiße Tem-
peraturen. In jedem Fall sind Erzieher angehalten, Maßnahmen individuell anzupassen und bei dem 
geringsten Verdacht, dass es einem Kind nicht gut geht, die Eltern zu inform ieren und eine Abholung  
durch abholberechtigte Personen einzuleiten.  
• Sollten die Temperaturen in den Innenräumen für mehr als zwei Stunden auf über 35 ° C steigen, wird 
empfohlen sich mit den Kindern auf schattigen Freiflächen aufzuhalten. Hierzu sind da s Außengelände 
der Kita, Spielplätze im Park, Wasserspielplätze oder auch Spaziergänge im Wald besonders zu 
empfehlen. Sollte aufgrund einer besonderen Gegebenheit der Aufenthalt im Freien nicht möglich 
sein, so müssen die Kinder nach Hause geschickt werden. Generell ist im Sommer der Wetterbericht 
zu verfolgen und schon im Voraus Aktivitäten zu planen, die für Abkühlung sorgen.   
Im Allgemeinen gewöhnen sich Kinder relativ gut an unterschiedliche Temperaturen und wenn stets 
ausreichend Getränke, schattige Plätze (dazu zählt auch das Innere von Gebäuden) vorhanden sind und Sorge 
getragen wird, dass es nicht zu Hitzestaus kommt, können sie den Sommer auch unbeschwert genießen.  
 
ANLAGE 4: VERFAHRENSANWEISUNG BEI TIEFEN TEMPERATUREN  
Jeden Winter fallen die Temperaturen so stark, dass besondere Maßnahmen erforderlich sind:  
• Es ist darauf zu achten, dass jedes Kind ausreichend warme und wetterfeste Kleidung, incl. Handschuhen 
und Mützen und eine Fettcreme in der Kita hat. 
• Empfehlenswert ist der Zwiebellook: Mehrere dünne Schichten wärmen besser als eine dicke, denn zwi-
schen jeder Schicht bildet sich eine Luftschicht, die als Wärmeisolator dient.  
Die erste Schicht sorgt für den Feuchtigkeitstransport, die Unterwäsche sollte eng am Körper anliegen . Die 
zweite Schicht sorgt für Isolierung, sie speichert die Körperwärme und sollte atmungsaktiv sein. Die dritte 
Schicht schützt vor Wind und Wetter, sollte wind- und wasserabweisend sein. Hier eigenen sich Schneean-
züge sehr gut. 
• Mütze, Schal und Handschuhe sind bei tiefen Temperaturen ein „Muss“. Der Körper gibt die meiste Wärme 
an die Körperpartien ab, die weit vom Rumpf entfernt liegen. Kopf und Finger sind daher schneller kalt.  
• Das richtige Schuhwerk sorgt stets für warme Füße: Jedes Kind sollte  Wollsocken und wasserfeste Schuhe, 
am besten wäre es, wenn die Schuhe mit Membranen versehen wären, dabeihaben. Ein Ersatzpaar Schuhe 
ist wichtig, da auch Schuhe mit Membran nass werden können. 
• Da die Kinderhaut besonders zart ist, empfiehlt es sich mit einer reichhaltigen Creme das Gesicht der Kin-
der vor dem Austrocknen zu schützen. Die Creme sollte fetthaltig sein und kein Wasser enthalten, damit 
sie nicht auf der Haut gefriert.  
• Die Raumtemperatur sollte zwischen 20 und 22 °C betragen. Im Schlafraum sollen 17 °C nicht unterschrit-
ten werden warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen, was zu Problemen führt, wenn sie auf kalte 
Oberflächen, wie zum Beispiel Außenwände trifft. Es ist daher wichtig, regelmäßig zu lüften, um die 
feuchte Luft abzuführen. Die Fenster müssen mehrmals täglich komplett für fünf Minuten geöffnet wer-
den, um die Luft auszutauschen (wenn sich keine Kinder in dem Raum befinden).  
• Damit das Trinken in der kalten Jahreszeit nicht vergessen wird, sollten Getränke in der Einrichtung sicht-
bar hingestellt werden, um sich an das regelmäßige Trinken zu erinnern. Pro Tag empfiehlt es sich etwa 1,5 
bis 2 Liter zu trinken.  
• Die Verweildauer im Freien bei Temperaturen unter -5 °C sollte nicht eine halbe Stunde je Aufenthalt über-
schreiten. Dieser kann auch gestückelt werden, z.B. in der Bringphase wenn alle Kinder schon eingemum-
melt in die Kita kommen oder auch kurz zur Mittagszeit oder zur Abholphase. Jedoch ist immer auf das 
Wohlbefinden der Kinder zu achten und bei tiefen Temperaturen die maximale Verweild auer nicht zu 
überschreiten

Kapitel: Anlage 5: sexualpädagogische Konzeption 
36 
 
 
Im Allgemeinen gewöhnen sich Kinder relativ gut an unterschiedliche Temperaturen und wenn stets ausrei-
chend Getränke, Möglichkeiten, sich aufzuwärmen (dazu zählt auch das Innere von Gebäuden) sowie sensible 
Betreuer, die auf die Bedürfnisse der Kinder umgehend reagieren vorhanden sind, steht dem Spaß im Schnee 
auch bei tiefen Temperaturen nichts im Weg. 
ANLAGE 5: SEXUALPÄDAGOGISCHE KONZEPTION  
Vorwort: 
Alle Mädchen und Jungen sollen auf eine sensible und individuelle Weise in ihrer altersgemäßen körperlichen, 
seelischen und geistigen Entwicklung begleitet werden. Hierzu gehört selbstverständlich auch die kindliche Sex-
ualentwicklung. Wir wollen uns dem Thema ganz natürlich und offen anhand von respektvollem Umgang mit 
dem eigenen Körper und Nähe empfinden sowie auch dem Gegenüber widmen. Auch zu den Themen Liebe, 
Sexualität, Zeugung und Geburt sollen sie altersangemessen anhand ihres Entwicklungsstandes informiert 
werden. Damit wollen wir dem Recht auf Schutz und Entwicklung jedes K indes Rechnung tragen.  
Wir sehen jedes Kind als Individuum, das sich in allen Entwicklungsbereichen in seinem eigenen Tempo 
entwickelt. Diesem Recht Raum zu verschaffen, ist Aufgabe der Mitarbeiter*innen. Ziel des Konzeptes ist es 
Kinder handlungsleitend und durch Wissen über ihren eigenen Körper Selbstbestimmung und eine körper -be-
jahende Haltung zu vermitteln und sie so möglichst vor Missbrauch zu schützen. So lernen die Kinder schon 
früh, sich mit einer distanzierenden Handbewegung und dem Wort „Stopp“ o der „Lass das-ich will das nicht- 
hör auf.“ abzugrenzen. 
 
1. Zusammenarbeit mit Eltern  
Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den Kindertagesstätten Kleine Riesen Nord ist es wichtig, 
dass die Familie über die pädagogische Arbeit informiert wird. Dazu zäh len auch Informationen über 
die kindliche Entwicklung, einschließlich der kindlichen Sexualität.  
Diese Informationen ermöglichen einen intensiven und offenen Austausch über das Kind und seine 
Entwicklung mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus der E inrichtung, in der dieses täglich be-
treut wird. Zudem werden mögliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Thema der „kind-
lichen Sexualität“ abgebaut und das Kind in seiner individuellen Entwicklung gestärkt.  
Um die Fragen, die Mütter und Väter stellen, richtig beantworten zu können, erhalten alle Mi-
tarbeiterinnen und Mitarbeiter aus unseren KiTas eine Schulung zum Thema „Kindliche Entwicklung“ 
und „Sexualpädagogik“. Bei Bedarf gibt es die Möglichkeit, Experten für gemeinsame Infor-
mationsabende in die Einrichtung einzuladen, entsprechende Beratungsangebote vorzustellen oder 
nach den individuellen Bedarfen zu entwickeln.  
Zudem stellt der Träger speziell geschulte Mitarbeiter*innen als Ansprechpartner für „Kindes-
wohlgefährdung“.  
 
2. Teilhabe und Selbstbestimmung  
Teilhabe im Zusammenhang mit der Arbeit mit Mädchen und Jungen bedeutet, dass Kinder aktiv in sie 
betreffenden Entscheidungen einbezogen werden und so ihren Alltag mitgestalten können. Dadurch 
werden Kinder in ihrer Selbständigkeit und in ihrem Selbstwertgefühl gestärkt und können lernen, sich 
für oder gegen etwas zu entscheiden und die Entscheidungen anderer zu respektieren.  
Dies beginnt schon bei dem ganz jungen Kind, das sich aussuchen kann, mit wem es spielen möc hte 
oder welche Mitarbeiter*in es wickeln soll. So erfahren Mädchen und Jungen, dass sie mit ihren 
Wünschen gehört und ernst genommen werden. Es liegt in der Verantwortung der Mitarbeiterinnen 
und Mitarbeiter, die Bereiche festzulegen, in denen die Kinder mitentscheiden. Es gibt Bereiche, in

Kapitel: Anlage 5: sexualpädagogische Konzeption 
37 
 
denen Mädchen und Jungen keine eigenen Entscheidungen treffen können, wenn ihre Gesundheit 
oder ihre Sicherheit gefährdet ist 
(z.B. nicht umziehen wollen bei nasser Kleidung, im Winter barfuß laufen o.ä.)  
  
Partizipation betrifft grundsätzlich alle Bereiche des Alltags mit Kindern. Wir beziehen uns hier vor al-
lem auf das Erziehungsziel der Selbstbestimmung in Bezug auf den eigenen Körper und die eigenen 
Gefühle der Kinder: Mädchen und Jungen werden darin bestärkt, ihre e igenen Gefühle und die Ge-
fühle anderer wahrzunehmen und sie zu beachten. So haben sie das Recht „Nein“ zu sagen und ihr 
„Nein“ wird akzeptiert. Dies bezieht sich auch darauf, wenn sie zum Beispiel nicht auf den Schoß ge-
nommen werden, nach mehrfacher Motivation und Unterstützung/Begleitung nicht fotografiert oder 
berührt werden möchten. 
Bei allen Handlungen achtet der Mitarbeiter/die MitarbeiterInnen darauf, eigene Vorstellungen und 
Einstellungen dem Kind gegenüber neutral zu halten und/oder gegebenenfalls a n andere Mi-
tarbeiter*innen abzugeben. 
 
3. Nähe und Distanz 
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter respektieren die Wünsche des Kindes in Bezug auf Nähe und 
Distanz, wie zum Beispiel beim Wickeln oder Kuscheln.  
Mädchen und Jungen suchen sich dabei die eigene Bindungsperson unter den Mitarbeiterinnen und 
Mitarbeitern aus, der sie sich anvertrauen und bei der sie Nähe suchen.  
Grundsätzlich soll das Bedürfnis nach körperlicher Nähe nur vom Kind und nicht vom Erwachsenen 
ausgehen- Sonderfall: Trösten, Pflege, Sicherheit. 
Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist wichtig, dass jedes Kind das Maß an Nähe bekommt, dass 
es benötigt, um sich sicher und beschützt zu fühlen. Dafür achten sie auf die Signale des Kindes und 
orientieren sich an seinen Bedürfnissen. Sie achten auf individuelle Äußerungen des Kindes, z. B. in 
Bezug auf Berührungen, und reagieren angemessen. Dabei gilt es dem Kind auch ein angemessenes 
Nähe- Distanz Verhalten gegenüber Fremden, Erwachsenen usw. erfahrbar zu machen, um ein Ver-
trauen gezielt und vorsichtig im Sinne von Selbstschutz und Prophylaxe zu entwickeln. 
 
Das Maß an körperlicher Nähe ist abhängig von dem Alter der Kinder. Die Jüngsten benötigen noch 
viel Schutz und Zuwendung. Die älteren Kinder sind häufig nicht mehr so anhänglich wie die jün geren 
und erkunden neugierig ihr Umfeld, so dass auch das Nähe-suchende Verhalten gegenüber den Mi-
tarbeiterinnen und Mitarbeitern allmählich abnimmt. In Situationen, in denen das Kind Unterstützung 
oder Nähe wünscht, weil es zum Beispiel traurig ist, reagieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 
entsprechend feinfühlig auf die Bedürfnisse des Kindes, bis es sich wieder wohlfühlt. Dann wird es zu 
neuen Aktivitäten bzw. zum Spiel angeregt.  
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter achten auf ihre eigenen Grenzen. Mitarbeiterinnen bzw. ein Mi-
tarbeiter werden sich nicht von Kindern auf den Mund küssen oder im Intimbereich anfassen (Brust, 
Scheidenbereich) lassen.  
So lernen die Kinder nach und nach, dass sie selbst, wie auch ihre authentischen und selbstverant-
wortlichen Erzieherinnen und Erzieher, für sich entscheiden können, wie viel körperliche Nähe sie 
darüber hinaus, zulassen möchten. Zudem lernen sie durch die Vorbildfunktion der Erzieherin bzw. des 
Erziehers, sich selbstbestimmt zu verhalten und „Nein“ zu unerwünschtem Verhalten, wie ungewollte 
Berührungen, zu sagen. Die Kinder lernen über Grenzen setzen, sich selbst auch abgrenzen zu können 
und/oder sich zu trauen

Kapitel: Anlage 5: sexualpädagogische Konzeption 
38 
 
4. Typisch Mädchen - typisch Junge  
Für die Entwicklung eines Kindes ist es wichtig, sich in vielen verschiedenen Bereichen auszuprobieren 
- unabhängig davon, ob es ein Mädchen oder ein Junge ist.  
Diese gesellschaftliche Entwicklung findet sich in vielen Aspekten des alltäglichen Angebotes in der 
KiTa wieder. So erhalten Kinder Anregungen und Impulse, die von den Interessen der Kinder aus-
gehen, egal welchem Geschlecht sie angehören. Jungen und Mädchen erhalten kreative Angebote, wie 
zum Beispiel Musik und Tanz, Bewegungsangebote wie Fußball und Klettern, Angebote im haus-
wirtschaftlichen Bereich, wie zum Beispiel Kochen und Backen oder handwerkliche Tätigkeiten.  
Es ist die Aufgabe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darauf zu achten, dass sich alle Kinder glei-
chermaßen daran beteiligen können. Die Gruppenräume sind so ausgestattet, dass Mädchen und 
Jungen Spiel- und Beschäftigungsmaterial vorfinden, das vielfältig und für alle Kinder zugänglich ist. So 
bieten die Fachkräfte Kindern gezielt Material und Spielmöglichkeiten an, die ihre Kompetenzen er-
weitern und ihre Interessen fördern. So sollen die Kinder angeregt werden, Tätigkeiten und 
Verhaltensweisen zu erproben und entwickeln, die nicht den typischen Rollenzuschreibungen 
entsprechen. 
 Alle Gefühlsäußerungen sind willkommen und wertgeschätzt, unabhängig von gesellschaftlichen 
Erwartungen an das Verhalten von Mädchen und Jungen.  
Gleichzeitig ist den Mitarbeiter*innen bewusst, dass sie auch mit ihrem Handeln wichtige Rollenmod-
elle für die Kinder sind.  
 
In regelmäßigen Abständen gibt es Entwicklungsgespräche, in denen auch die Identitätsfindung de s 
Kindes ein Thema sein kann, damit sowohl die Eltern als auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 
das Kind darin unterstützen, seine eigene Persönlichkeit zu entwickeln. 
 
 
5. Wickeln  
Es gehört zu den Aufgaben aller beschäftigten Erzieherinnen und Erziehern , Kinderpflegerinnen und 
Kinderpflegern sowie Berufspraktikantinnen und Berufspraktikanten, das Wickeln der Kinder zu 
übernehmen- geschlechterunabhängig. 
Voraussetzung ist ein vorliegendes einwandfreies Führungszeugnis. Ebenso bedarfs es gerade bei 
neuen Mitarbeitern*innen einen Beziehungsaufbau zu den Kindern. 
Praktikantinnen und Praktikanten, die nur wenige Wochen oder kürzer in der KiTa sind, wickeln nicht.  
Während der Eingewöhnungszeit begleiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Eltern beim 
Wickeln Ihres Kindes. Es ist das Ziel, in dieser Zeit das Vertrauen des Kindes zu gewinnen, so dass es 
sich bald auch gerne von den Pädagogen*innen der Gruppe wickeln lässt. Außerdem können Sie auf 
Besonderheiten und Rituale beim Wickeln hinweisen.  
Die Wickelsituation ist nicht nur eine reine Pflege- sondern auch eine soziale Situation, die die Mäd-
chen und Jungen oft genießen. Damit sich das zu versorgende Kind nicht mit seinem Körper aus-
geliefert fühlt, wird das Kind nach seinen Möglichkeiten in den Prozess d es Wickelns und Umziehen, 
sowie Versorgung nach Toilettengang aktiv einbezogen- so entwickelt das Kind zudem ein Gefühl und 
eine Verantwortung für den eigenen Körper. Andere Kinder dürfen die Wickelsituation begleiten, 
wenn das Kind sowie die begleitenden Kinder dies wünschen und die Situation für sie damit gelöster 
wird. 
Zudem bildet die Gestaltung des Wickelns (Rituale, kleine Körperspiele, Lieder usw.…) sowie die hy-
gienische Umsetzung eine wichtige Grundlage für den intimen Wickelprozess des Kindes.  
Als Schutz für den Intimbereich, stehen die Mitarbeiter*innen schützend vor dem Kind und lehnen die 
Türe zum Waschraum während eines erhöhten Publikumsverkehrs (Bring -und Holzeiten) sichtges-
chützt an.  Eltern, die ihre Kinder noch in der KiTa wickeln möchten, werden gebeten zu warten, bis 
die Mitarbeiter*in ihre Wickelsituation beendet hat. 
 
Die Kinder bei den Kleinen Riesen werden nach Bedarf und nicht nach Zeitplan gewickelt.

Kapitel: Anlage 5: sexualpädagogische Konzeption 
39 
 
Die Entwöhnung von der Windel ist eine große Aufgabe für die Familie und das Kind,  die individuell 
unterschiedlich bewältigt wird. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möchten durch z. B. Gespräche, 
Informationsveranstaltungen und Literaturtipps unterstützen.  
Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begleiten die Entwöhnung I hres Kindes von der 
Windel gelassen und beugen Leistungsdruck vor.  
Zum Umkleiden wird den Kindern natürlich ein sichtgeschützter Bereich ermöglicht.  
Natürlich werden Kinder, die sich von der Windel entwöhnen, darin unterstützt und erinnert, die Toi-
lette aufzusuchen. So werden die Kinder vor und nach längeren Beschäftigungen, Essenssituationen 
und außer Haus Aktivitäten angehalten die Toilette nochmal aufzusuchen.  Da Kinder in erster Linie 
bedürfnisorientiert entscheiden, soll der Erwachsene dem Kind eine E rinnerungshilfe sein. 
 
Grundsätzlich werden Kinder, die eine Toilette aufsuchen darin unterstützt, diese intime Situation ges-
chützt und alleine wahrzunehmen und bei Bedarf nach Hilfe durch eine Mitarbeiter*in zu rufen.  
 
 
6. Kindliche Sexualentwicklung  
Mütter und Väter sind oft irritiert, wenn im Zusammenhang mit ihren jungen Kindern von Sexualität 
gesprochen wird. Die kindliche Sexualität unterscheidet sich jedoch grundlegend von der Sexualität 
Erwachsener. 
Mädchen und Jungen nehmen angenehme Gefühle mit allen Sinnen wahr und reagieren spontan, neu-
gierig und unbefangen auf alles, was sie im Zusammenhang mit Körperlichkeit erleben.  
Die Regeln, nach denen Erwachsene Handlungen bewerten - also entscheiden, was „erlaubt“ ist und 
was nicht -, erlernen die Kinder in den ersten Lebensjahren dadurch, dass Erwachsene ihnen diese 
vorleben oder dadurch, dass ihnen bestimmte Handlungen erlaubt oder verboten werden.  
 
 
Was bedeutet das konkret für das Alltagshandeln in der KiTa?  
 
o Über den eigenen Körper sprechen  
Genauso selbstverständlich wie Kleinkinder ihre Hände und Füße betrachten und begreifen, erkunden 
sie auch ihre Geschlechtsteile und so selbstverständlich wie Eltern z. B. beim Wickeln und Waschen 
des Kindes Arme, Beine, oder Bauch benennen, sollten sie auch die Geschlechtsteile benennen. So ler-
nen die Mädchen und Jungen mit der Sprachentwicklung die Benennung aller Körperteile, was für den 
Aufbau eines positiven Körpergefühls ein wichtiger Schritt ist. Die Fachkräfte setzen dies bei ihrer Ar-
beit in der KiTa fort und achten darauf angemessene Bezeichnungen bei der Benennung der Ges-
chlechtsteile zu verwenden. Verniedlichungen in den Begriffen seitens der Erwachsenen ist eine „Kon-
traindikation“ hinsichtlich eines natürlichen Umgangs mit Sexualität. 
Die Nutzung von Vulgärbegriffen wird hinterfragt und so korrigiert, dass ein wertschätzender respektv-
oller Umgang beibehalten wird. Den Mitarbeiter*innen ist bewusst, dass sowohl im Krippen -als auch 
im Kindergartenalter Vulgär- und Fäkalbegriffe Ausdruck von Scham sein kann und somit eine Atmos-
phäre von Natürlichkeit umso wichtiger ist.  
Dazu gehört auch, dass Fragen von Kindern ernsthaft beantwortet werden. Mit der Sprachentwicklung 
geht das sogenannte „Fragealter“ der Kinder einher. Sie möchten alles ergründen und s tellen zu jedem 
Thema Fragen. Die Kinder erhalten auf ihre Fragen Antworten in kindgerechter Sprache, die 
entsprechend ihrem Entwicklungsstand formuliert und erklärt werden und in Absprache mit den 
Eltern erfolgen.  
 
o Kennenlernen des eigenen Körpers  
Bemerken Erwachsene, dass ein Kind sich an seinen Geschlechtsteilen berührt, ist ihnen dies 
manchmal unangenehm und sie neigen dazu, dies zu verbieten. Für eine positive Einstellung zum 
eigenen Körper ist es förderlich, seine Erkundungen zuzulassen. In jedem Fa ll achten die Erzieherinnen

Kapitel: Anlage 5: sexualpädagogische Konzeption 
40 
 
und Erzieher darauf, dass dies in einem geschützten Rahmen (WC Bereich) und nicht öffentlich ges-
chieht.  
Zur kindlichen Sexualentwicklung gehört die Neugier auf alles, was mit dem eigenen Körper und des-
sen Funktionen zusammenhängt. Deutlich tritt dieses Interesse bei dem Thema Selbstberührungen 
und bei „Doktorspielen“ zu Tage. Es gehört zur kindlichen Sexualentwicklung, dass manche Kinder ih-
rer Neugier durch Berührungen im Genitalbereich Ausdruck verleihen. Manche Kinder tun dies , andere 
nicht. Diesem Interesse des Kindes begegnen die Fachkräfte mit einer offenen und wertschätzenden 
Haltung auf der Basis von fachlichem Wissen.  
 
Genauso wichtig wie das Thema Selbsterkundung ist die Auseinandersetzung mit den so genannten 
„Doktorspielen“. Bei „Doktorspielen“ stillen Kinder ihre Neugierde und ihr Interesse in Bezug auf ihren 
eigenen Körper und den anderen Kindern. Sie schauen sich gegenseitig unbekleidet an und vergleichen 
ihren Körper mit den anderen Kindern.  
Aus Rücksicht zu verschiedenen Kulturen und familiären Hintergründen lassen wir dies in unseren Ein-
richtungen nicht zu.  Die Mitarbeiter*innen reagieren sachlich, neutral und verweisen die Kinder 
darauf dies im Kindergarten zu unterlassen. 
So darf niemand einem anderen Kind oder sich selbst einen Gegenstand in den Mund, die Nase, das 
Ohr, den Po, die Scheide oder den Penis stecken oder die Grenzen des Spielpartners missachten.  
 
Jedes Mädchen und jeder Junge bestimmt selbst, ob und mit wem sie oder er spielen möchte. Die 
Fachkräfte kennen die Grenzen und vermitteln diese den Kindern und achten immer auf deren Einhal-
tung.  
Mütter und Väter sind und bleiben die Experten für Ihr Kind. Für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit 
sind die Entwicklungsgespräche, in denen sich die Eltern mit den Fachkräften auch über die sexuelle 
Entwicklung ihres Kindes austauschen können, sehr wichtig.  
Unser Ziel, die Kinder zu gesunden, selbstbewussten und selbstbestimmten Mädchen und Jungen zu 
erziehen, können wir nur gemeinsam erreichen, indem wir dazu beitragen, den Kindern eine Stärkung 
des Körpergefühls zu vermitteln, sie gut zu informieren und somit möglicher Kindeswohlgefährdung 
vorzubeugen. 
 
 
7. Sexualpädagogik in der KiTa  
Das Thema Sexualpädagogik ist ein wichtiges Thema im Bildungsbereich „Körper u nd Sinne“ mit Ange-
boten für Familien, Mitarbeitende und Kinder.  
Ziel ist es, dass alle Mädchen und Jungen einen positiven Zugang zu ihrem Körper und zu ihrer Sexuali-
tät finden. So lernen sie, respektvoll mit sich und anderen umzugehen und ihre eigenen Gre nzen zu 
wahren. Auch Angebote zur Prävention von sexueller Gewalt gegen Kinder sowie entsprechende 
Auflagen zum Schutz der Kinder im Alltag gehören dazu. 
Die Kinder tragen immer eine Badehose, Schwimmwindel und/oder einen Badeanzug. Die Umkleideak-
tion wird immer in den Räumlichkeiten der Kita vorgenommen. 
  
Das Themenfeld Sexualpädagogik wird, wie alle Bildungsbereiche in unserer KiTa, sowohl zu Hause als 
auch in der KiTa umgesetzt. Über die pädagogische Umsetzung in der KiTa des Kindes werden Eltern  z. 
B. durch Informationsabende, zum Teil mit externen Referentinnen und Referenten, durch Aushänge, 
in den Entwicklungsgesprächen und natürlich in der vorliegenden Konzeption informiert.  
Das Thema Sexualpädagogik findet sich in den Gruppenräumen der KiTa  durch vielfältiges Material, 
wie z. B. Bilderbücher wieder.  
Unser Ziel ist es dabei, dass die Kinder ihren Körper ohne Schamgefühl wahrnehmen und als Ich -
Erfahrung schätzen, schützen und akzeptieren zu lernen.

Kapitel: Anlage 5: sexualpädagogische Konzeption 
41 
 
In ihrer Kindergartenzeit sollen alle Mädchen und Jungen die Bezeichnungen und die Funktionen der 
Körperteile des menschlichen Körpers kennenlernen. Dazu gehört auch, dass Kinder die Bezeich-
nungen für die Geschlechtsorgane kennen und benutzen können und Antworten auf ihre Fragen 
bezüglich Liebe, Sexualität, Zeugung und Geburt erhalten. Themen, die durch die Kinder aufkommen, 
werden erzieherisch begleitet, damit die Kinder mit diesem Thema und damit aufkommenden Gefüh-
len nicht allein gelassen werden.  
 
Die Kinder erleben, dass alle Lebens- und Familienformen in der KiTa gleichermaßen wertgeschätzt 
werden. Ziel unserer Gesellschaft und unserer Kita ist eine vorurteilsfreie Erziehung - in der der 
Mensch mit seinem Charakter und Wesen im Vordergrund steht und niemals aufgrund seiner Gesin-
nung.  
 
Um die Kinder und Eltern kompetent begleiten zu können, besuchen die Mitarbeiterinnen und Mi-
tarbeiter unserer KiTas u.a. Fortbildungen zum Thema Sexualpädagogik und Prävention.  
Einzelfallbesprechungen und kollegialer offener Austausch verbunden mit selbstreflektie rendem 
Verhalten bilden die Grundlage für einen sensible und möglichst  
vorurteilsfreie Begleitung in der Sexualpädagogik Ihres Kindes.  
 
Regeln kurzgefasst für den Kita-Alltag bei den Kleinen Riesen: 
▪ Der Wunsch nach körperlicher Nähe geht nur vom Kind aus, nicht vom Pädagogen*innen 
▪ Gefühle, Meinungen sowie Grenzen werden von allen respektiert und akzeptiert („Nein heißt Nein“)  
▪ Körperteile werden immer klar benannt (Penis, Vagina, Brust, Gesäß, Brustwarzen)  
▪ Vulgäre Ausdrucksformen werden nicht geduldet 
▪ Das Kind agiert Selbstbestimmt mit Rücksicht auf andere Spielpartner (Grenzen wahren)  
▪ Erkundungsspiele finden nur in voller Bekleidung mit Kindern des gleichen Entwicklungsstand statt 
▪ Körperöffnung sind Tabu 
▪ Das Entkleiden des Körpers beim Spielen ist verboten 
▪ Die Selbsterkundung findet immer ohne jegliche Beobachter (Kinder, Eltern, Pädagogen) und in der Toi-
lettenkabine statt 
▪ Die Kinder werden sowohl von weiblichen, männlichen und diversen Pädagogen*innen, gewickelt sowie 
beim Toilettengang begleitet (Voraussetzungen sind eine aufgebaute Bindung zum Kind sowie ein Füh-
rungszeugnis ohne Einträge) 
▪ Das Mitteilen bzw. Hilfe holen ist kein Petzen, sondern wird positiv bewertet  
▪ Eltern werden noch am gleichen Tag über Vorkommnisse informiert  
▪ Pädagogen*innen und Kinder küssen sich nicht auf den Mund 
Zum Schluss ist noch hinzuzufügen, dass jede Kita diese Konzeption auf den entsprechenden Sozialraum 
anpasst. Dies wird in der hauseigenen Konzeption ausgeführt.

Kapitel: Anlage 6: Personalmangel 
42 
 
ANLAGE 6: PERSONALMANGEL  
Definition:  
Es kann jederzeit vorkommen, dass Personal durch Krankheit, Urlaub oder Fortbildung ausfällt und es dadurch 
zu personellen Engpässen kommt. Um die sichere Betreuung der uns anvertrauten Kinder zu gewährleisten, ist 
immer eine gewisse Anzahl an Person al notwendig.  Wenn eine voll belegte Gruppe an Kindern von weniger als 
zwei Kräften mit Aufsichtspflicht besetzt ist, gilt dies als Personalmangel.  
Infobox 
➢ Die Gruppenstärke darf folgende Kinderanzahl nicht überschreiten:  
o Gruppenform 1: 22 Kinder 
o Gruppenform 2: 11 Kinder 
o Gruppenform 3: 27 Kinder 
➢ Jede Gruppe ist mit 2 Kräften mit Aufsichtspflicht besetzt. 
➢ Die Einrichtungsleitung oder in Abwesenheit die Stell - / Abwesenheitsvertretung ist berechtigt fol-
gendes zu streichen bzw. anzuordnen: 
- Überstunden (Auf- oder Abbau von Überstunden) anzuordnen 
- Fortbildungen der MA abzusagen bzw. abzubrechen (wenn Personalnotstand vorhersehbar oder 
akut ist) 
- Je nach Situation Arzttermine (auch Facharzttermine) sowie Urlaube von MA streichen  
- Bei Streichung von Fortbildungen, kostenpflichtigen Arztterminen bzw. Urlauben wird die regionale 
Leitung / der Träger informiert & Absprachen bezüglich der Kostenerstattung bzw. Kostenentste-
hung getroffen. 
 
Maßnahmen: 
1. Internes Aufteilen der Kräfte auf die ein zelnen Gruppen. Bei geringer Gruppenstärke Zusammenlegen 
der Gruppen. 
Beispiel:  
Gruppe A hat eine Kraft und Gruppe C hat drei Kräfte auf jeweils volle Gruppenstärken. Es wechselt eine 
Kraft aus Gruppe C in Gruppe A, um in beiden Gruppen den Personalschlüs sel zu gewährleisten. 
Wenn nicht möglich, da in allen anderen Gruppen auch nur zwei Kräfte sind übernimmt dies die Stel-
lvertretung bzw. Leitung und geht in den Gruppendienst (ggf. Ganztägig).  
2. Dienstzeiten der MA überprüfen und anpassen, damit wenn möglich die Schichten abgedeckt sind. 
3. Individuelles Abwägen der Teilzeitkräfte / Springer 
Bei der Regionalleitung Springerkraft anfragen oder bei den Teilzeitkräften die Dienstzeit entsprechend 
dem Bedarf schieben bzw. den Überstundenaufbau anordnen zum Abdecken d er Kernzeitbetreuung. 
4. Wenn möglich Personal „zurückrufen“ 
- Von Fortbildungen 
- Bei Arztterminen / Terminen 
- Vom Überstundenabbau 
 
5. Notbetreuung: 
 
5.1. Gruppenbelegung (Gruppenstärke) überprüfen . Je nach Kinderzahl können Gruppen zusam-
mengelegt werden. -siehe Infobox-  
5.2. Öffnungszeiten verkürzen . Die Einrichtung wird eine halbe Stunde früher geschlossen, je nach 
Möglichkeit auch eine Stunde.  
5.3.  Gruppenstärke verringern, dabei werden Kinder nach Hause geschickt.  
Beachte folgende „Platzierung“:

Kapitel: Anlage 7: Aufnahmekriterien 
43 
 
1. Berufstätige Familien (wo beide Eltern arbeiten) haben Vorrang 
2. Familien deren Eltern zur Schule, Ausbildung, Uni gehen (mit Nachweis)  
3. Eltern die wirklich wichtigen Termine haben (nur mit Nachweis, sonst werden diese ebenfalls 
nach Hause geschickt) 
5.4.  Gruppen schließen  
Hier muss abgewogen werden, ob eine einzelne Gruppe, ein Bereich oder alle Gruppen betroffen sind. 
Es sollte darauf geachtet werden, dass nicht immer die gleiche Gruppe betroffen ist. In kleinen Einrich-
tungen, evtl. direkt Gruppenübergreifend arbeiten (orientiert an 5.2.). 
Die regionale Leitung/ Träger wird über folgende Maßnahmen informiert, so dass der Ablauf an das Landesju-
gendamt weitergegeben werden kann.  
 
ANLAGE 7: AUFNAHMEKRITERIEN  
 
o Kinder, die in der Gemeinde/Stadt wohnen und gemeldet sind, vorzugs weise Kinder aus dem Einzugs-
bereich. 
o Aufnahme der Kinder im Rahmen der festgelegten Betreuungsstruktur.  
o Kinder, deren Geschwister die Einrichtung zeitgleich besuchen haben Vorrang zum Besuch derselben 
Kindertageseinrichtung 
o Kinder, deren Eltern einer Berufstätigkeit nachgehen, eine Ausbildung absolvieren bzw. dem Arbeits-
markt zu Verfügung stehen müssen. (Die Bescheinigung einer Erwerbstätigkeit oder eine Bescheini-
gung der Ausbildungsstelle kann eingefordert werden) 
o Beachtung der Gruppenaltersstruktur 
o Kinder, deren Eltern Mitarbeiter*innen der Kitas der Kleinen Riesen Nord gGmbH sind, haben Vorrang 
zum Besuch einer der Kindertageseinrichtungen. 
o Kinder, die aufgrund einer persönlichen Notlage einen Kitaplatz benötigen. Als persönliche Notlagen 
gelten der nachgewiesene Ausfall der wesentlichen Betreuungsperson/en durch Tod oder durch Er-
krankung, die eine Betreuung des Kindes unmöglich macht und die  wirtschaftliche Absicherung der 
Familie gefährdet sowie eine Betreuungsnotwendigkeit zum Schutz des Kindes erforderlich ist. Die 
Prüfung und Entscheidung hierzu obliegt der Kita-Leitung in Abstimmung mit dem Träger. 
o Geschlechterverhältnis 
o Verhältnis von Kindern mit und ohne Migrationshintergrund 
o Verhältnis von Kindern mit und ohne Behinderung 
o Ältere Kinder werden vorrangig aufgenommen 
o  Zusammenarbeit mit Eltern (Gesprächsbereitschaft, Einhaltung von Kita -Regeln und Absprachen, Ver-
ständnis von Erziehungspartnerschaft) 
 
 
Platzvergabe 
Die Platzvergabe erfolgt durch die Leitung, ohne dass eine Begründung der Entscheidung erfolgt.

Beratungsverlauf (4)

26.05.2020 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 6.8 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
17.06.2020 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 17.1 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
24.06.2020 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 31.1 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
24.06.2020 Rat
TOP 33.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung

Orte (20)

  • Scheibenstraße
  • Friedrich-Ebert-Straße
  • Zumsandestraße 25
  • Hermannstraße 57
  • Hammer Straße 142
  • Meyerbeerstraße
  • Eichendorffstraße
  • Robert-Bosch-Straße
  • Hafenstraße 30
  • Sankt-Josefs-Kirchplatz
  • Dahlweg
  • Fehrbellinweg
  • Kirchplatz
  • Bahnhofstraße 26
  • Willingrott
  • Geistmarkt
  • Domplatz
  • Beckstraße
  • Kinderhaus
  • Tiergarten

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0249/2020
Typ
Vorlagen
Datum
04.05.2020
Erstellt
06.10.2020 14:37