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V/0105/2023

Entwicklung neuer urbaner Stadtquartiere am Dortmund-Ems-Kanal (DEK)

Vorlagen 15.02.2023

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Nächste Beratung: Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen, Sitzung am 19.04.2023, TOP 5

Anlage 2: Perspektivplan

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Berichtsvorlage

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Anlage 1: Dokumentation des Werkstattverfahrens

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Anlage A

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Anlage 2: Perspektivplan

2386 Zeichen

ZUKUNFTSFELDER
Kanalsilhouette (in Vorbereitung)
Büro-Ensemble (in Vorbereitung)
Nördlich Stadthafen 2 mit Stadtsignet
Messe-Vorplatz (Stadtsignet)
Zukunftsmesse + Logistik-Areal
Legende
1
2
3
4
5
Experimentierfeld Hawerkamp
Südlich Stadthafen 2 / Hafenspitze
Nieberding „am Wald“ (mit Eulerstraße)        
Lärmrobuste Nutzungsstruktur
Wohnen & Arbeiten MMQ 3
6
7
8
9
10
SuperHub (neu)
Hub (neu) 
12
11 Zukunftsfelder/ Baufelder
Freiräume & öffentliche Flächen
Keimzellen Gebäudeensemble
Zentrale Raumkanten
Grüner Platz 1
Filigrane Promenade
Promenade (Veloroute)
Retentionsfläche
Entree-Platz
Strandwiese (Option)
Konzertfläche
Platz
Wald
PatchWork Park
PatchWork Park
Lagerfläche für Kanalausbau
Grüner Platz 2
Retentionsgräben
Hafenplatz
Albersloher Weg
Schillerstraße
Schillerbrücke
Albersloher Weg
Hansaring
Hafenweg
Soester Straße
B 51
Am Mittelhafen
Kiesekamps Mühle
Hafengrenzweg
Lippstädter Straße
Lippstädter Straße
Am Hawerkamp
Eulerstraße
Nieberdingstraße
Theodor-Scheiwe-Straße 
Lütkenbecker Weg
Industrieweg
Dortmund-Ems-Kanal
Stadthafen 1
Stadthafen 2
Dortmund-Ems-Kanal
B 51
Pontonbrücke
Kran
Schildkröte + Elefant
Skizze: Jörg Faltin, FALTIN+SATTLER - Düsseldorf 
Perspektivplan (Raum & Funktion) Münster MMQ  3 |4 | 5
Zusammenführung aller 4 Werkstatt-Strukturmodelle vom 02. und 03.09.2022
Maßstab: 1:2.500                                                                           Stand 26.09.2022
Gasometer
Hubertiplatz
Hansaplatz
Stadtsignet
Speicher Ensemble
Badestelle (Option)
Spielplatz Schillerstraße
Liegewiesen
Akademische Ruder V.
Kleingärten
Kleingärten
Kleingärten
Landschaftsweg Kleingarten-Areal
TUS Saxonia Münster Sport-Areal
Lütkebach
Lütkebach
Honebach
Liegewiesen
Feuerwache
EnergieHub
Bauhaus
Stadtsignet
Außengastronomie (Option)
Außengastronomie (Option)
Projekt Stadthaus
Projekt DockLand
Projekt B-Side
Jovel Eventhalle
Halle Münsterland
WLE-Haltepunkt Modellquartiere + Messe
WLE Brücke
WLE-Trasse
Wassersport-Zentrum
Dienstleistung & Gewerbe
Lichtungen
Hawerkamp
Badestelle (Option)
Nieberding
WLE-Haltepunkt (Option)
Hafenpromenade
1
12
2
3
4
5
6
7
8
10
10
10
11
Brückenoption 1
Brückenoption 2
Brückenoption 3
MMQ 5MMQ 5  
„Quartier am Stadthafen 2“
Industrie- und Gewerbegebiet 
Herz-Jesu-Viertel
Hansaviertel
Hauptbahnhof - Bremer Platz
Loddenheide
Stadthafen Nord
MMQ 4 MMQ 4 
„Quartier am Wald“
9
9
9
MMQ 3 MMQ 3 
„Quartier am Wasser“

Berichtsvorlage

8838 Zeichen

V/0105/2023 
V/0105/2023 
 
 
Öffentliche Berichtsvorlage 
Betrifft 
 
Entwicklung neuer urbaner Stadtquartiere am Dortmund-Ems-Kanal (DEK) 
hier: Ergebnisse des Werkstattverfahrens 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   28.02.2023 Bezirksvertretung Münster-Mitte Bericht 
   28.02.2023 Bezirksvertretung Münster-Südost Bericht 
   08.03.2023 Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Verbraucherschutz und Ar-
beitsförderung 
Bericht 
   14.03.2023 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen Bericht 
   15.03.2023 Ausschuss für Verkehr und Mobilität Bericht 
   16.03.2023 Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung Bericht 
   21.03.2023 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft Bericht 
   19.04.2023 Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Be-
hinderungen 
Bericht 
 
 
Bericht: 
 
Der Rat der Stadt Münster hat auf Basis der  Vorlage V/0435/2020 am 26. August 2020 die Entwick-
lung neuer urbaner Stadtquartiere südöstlich des DEK (in den Bereichen Theodor -Scheiwe-Straße, 
Nieberdingstraße / Eulerstraße) beschlossen. Mit dem  Ratsbeschluss vom 23. Juni 2021 
(V/0238/2021) wurde die Verwaltung beauftragt, ein Werkstattverfahren auszuschreiben und durchzu-
führen. Gleichzeitig wurde das Betrachtungsgebiet um die Fläche Am Hawerkamp / Stadthafen 2 
westlich des DEK erweitert, da zwischen den genannten Teil bereichen funktionale Abhängigkeiten, 
die insbesondere Mobilitäts- und Freiraumaspekte betreffen, bestehen.  
 
Das Werkstattverfahren ist im September 2022 mit maßgeblicher Unterstützung durch das beauftrag-
te Planungsbüro FALTIN+SATTLER GmbH (Düsseldorf) durchgeführt worden und hat eine umfas-
sende Quartiersentwicklung im Bereich westlich und östlich des DEK, beider seits des Albersloher 
Weges öffentlichkeitswirksam eingeläutet. Darin wurde auch die Einbindung des Hafendialogs (vgl. 
V/0150/2019) berücksichtigt. Im August 2022 wurde im Rahmen des Hafenratschlags #3 über das 
Werkstattverfahren informiert und die interessierten Hafenakteure und -akteurinnen eingeladen, sich 
in das Verfahren inhaltlich einzubringen.  
 
Stadtplanungsamt 
 
16.02.2023  
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Herr Franke 
Telefon: 492-6181 
FrankeMoritz@stadt-
muenster.de

- 2 - 
V/0105/2023 
In dem Werkstattverfahren wurden die angestrebten städtebaulichen Ziele und die grundsätzlichen 
Qualitäten der Teilquartiere Theodor -Scheiwe-Straße, Nieberdingstraße / Eulerstraße und Am Ha-
werkamp / Stadthafen 2 im intensiven Dialog mit der Bürgerschaft (insbes. auch mit Eigentümerinnen 
und Eigentümern, Mietenden, Pächterinnen und Pächtern, Nutzenden, Anwohnenden) sowie mit Ex-
pertinnen und Experten erörtert und ausgelotet. Dabei wurden im Dialogprozess insbesondere auch 
die „Leitorientierungen für eine gute Öffentlichkeitsbeteiligung – Kommunikation, Partizipation und 
Koproduktion in Münster“ (vgl. V/0553/2021) berücksichtigt. 
 
Mehr als 120 Personen kamen am 2. und 3. September 2022 im Messe und Congress Centrum Halle 
Münsterland zusammen, um grundlegende Leitideen für die neuen Stadtquartiere zu entwickeln und 
zu diskutieren. Unter ihnen waren Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung, Anwoh-
nende, interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Akteure und Akteurinnen aus Wissenschaft, Wirt-
schaft und Zivilgesellschaft. In den vier Werkstattgruppen „Öffentlicher Raum & Mobilität“, „Urbanes 
Arbeiten & Innovation“, „Vielfalt & Zusammenleben“ und „Landschaf t & Nachhaltigkeit“ erarbeiteten 
die Teilnehmenden an Stadtmodellen, wie die neuen Quartiere zukünftig aussehen könnten. Dabei 
sind auch die Planungsleitlinien, die am 26.08.2020 vom Rat der Stadt Münster zur Vorlage 
V/0435/2020 beschlossen wurden, beachtet worden. Professionell begleitet wurde die Arbeit der vier 
Werkstattgruppen von renommierten Stadtplanerinnen und Stadtplanern. Parallel dazu gab es die 
Möglichkeit, über die digitale Plattform „Beteiligung NRW“ Ideen und Anregungen einzureichen. 
 
Für die drei o.a. Teilquartiere wurden im Werkstattverfahren ganz unterschiedliche Schwerpunktthe-
men gesetzt: Während auf dem ca. 20 ha großen Areal der Theodor-Scheiwe-Straße dringend benö-
tigter Wohnraum sowie Arbeitsstätten angedacht wurden, wurde der Fokus im Quartier Nieberding-
straße / Eulerstraße (rund 11 ha) auf urbane Produktionen und Dienstleitungsgewerbe gelegt. Im 
Areal Am Hawerkamp / Stadthafen 2 (ca. 25 ha) sollen auch künftig Kunst, Kultur und Freizeit im Vor-
dergrund stehen. Hohe Priorität für die weiteren Planungen hat es, bestehende (Wohn-)Strukturen zu 
schützen und diese Schritt für Schritt um neue Nutzungen zu ergänzen. Wie dieses Miteinander aus 
Alt und Neu aussehen kann, wurde im Rahmen des Werkstattverfahrens intensiv erörtert. Über die 
Quartiere hinaus wurde zudem der Landschaftsraum entlang des DEK als „Blau -Grüne Lebensader“ 
verstärkt in den Blick genommen - mit herausragender Bedeutung für Freizeit, Erholung und Mobilität, 
damit die neuen Quartiere untereinander und mit den umliegenden Stadtt eilen optimal vernetzt wer-
den. Eine erste Dokumentation der Werkstattarbeit ist der Anlage 1 zu entnehmen.  
 
Die Ergebnisse der Werkstattarbeit sowie der Online -Beteiligung wurden durch das Planungsbüro 
FALTIN+SATTLER GmbH (Düsseldorf) anschließend in einem Perspektivplan (Anlage 2) grafisch 
zusammengefasst. Dieser Perspektivplan sieht beispielsweise neue Baufelder für ein urbanes Leben, 
Wohnen und Arbeiten einschließlich verbindender Grünstrukturen in den Quartieren sowie Standorte 
für neue Mobilitätshubs und neue Kanalbrücken zur besseren Vernetzung der Quartiere vor. Im Plan 
wird auch empfohlen, die Kulturszene Hawerkamp durch ein „Experimentierfeld für urbane Produkti-
on“ zu stärken und einen Strandpark mit Badeoption am Stadthafen 2 einzuplanen. Im Quart ier Am 
Hawerkamp sollen auch künftig Kunst und Kultur im Vordergrund stehen, während für die Nieberding-
straße / Eulerstraße vor allem die Ergänzung durch kleinteiliges, wohnverträgliches Gewerbe geplant 
ist. Vorhandene Strukturen, seien es Gebäude oder Wald- und Grünflächen, sollen Inspiration für die 
architektonischen und atmosphärischen Qualitäten der neuen Quartiere sein. Zentrales Ergebnis der 
Werkstattarbeit war zudem der Wunsch, die Hafenspitze am Stadthafen 1 / DEK für eine öffentliche 
Nutzung als neuer grüner Hafenplatz vorzuhalten.  
 
Entstehen sollen Quartiere mit Modellcharakter, die in puncto Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Vielfalt und 
Mobilität neue Maßstäbe setzen. Sie sollen bezahlbaren Wohnraum und Raum für neue Wohnformen 
bieten, nutzungsgemischt sowie autoarm bzw. in weiten Teilen auch autofrei sein. Dem öffentlichen 
Raum wird als Raum für Begegnung eine zentrale Rolle zugeschrieben. Ziel ist es, über eine attrakti-
ve Freiraumgestaltung die Klimaresilienz der neuen Quartiere zu stärken. Das Element Wasser soll in 
der Planung eine wichtige Rolle spielen und bis tief in die Quartiere hinein erlebbar gemacht werden. 
Vor allem aber sollen sowohl die Planung als auch die Quartiere selbst flexibel sein, um auf künftige 
Veränderungen in der Lebens- und Arbeitswelt reagieren zu können. Der Perspektivplan wurde der

- 3 - 
V/0105/2023 
Öffentlichkeit am 28. September 2022 im Jovel präsentiert und konnte anschließend online bis zum 
28. Oktober 2022 kommentiert werden. 
 
Der Perspektivplan bildet die Grundlage für die nachfolgend en städtebaulich-freiraumplanerischen 
Qualifizierungen der o.a. Teilquartiere. Der Bereich der Theodor-Scheiwe-Straße soll aufgrund seines 
großen städtebaulichen Potenzials und seiner prominenten Lage am DEK und unmittelbar gegenüber 
vom Stadthafen 1 sowie  aufgrund der planungsrechtlichen Vorprägung als erstes weiter qualifiziert 
werden. Die aus den vorgesehenen Qualifizierungen hervorgehenden Entwürfe werden dann in die 
weitere städtebaulich-freiraumplanerische Gestaltungsplanung einfließen. Weiterhin find en sie Ein-
gang in die Fortschreibung des Masterplans Stadthäfen, mit der der Rat die Verwaltung gemäß 
V/0150/2019 und V/0150/2019/1 beauftragt hat.  
 
Die Ergebnisse des Werkstattverfahrens fließen auch in das Mobilitätskonzept Stadthäfen, das feder-
führend durch das Büro PTV Planung Transport Verkehr GmbH (Düsseldorf) erstellt wird, ein. Das-
selbe Büro erarbeitet mit der Stadt Münster den Masterplan Mobilität 2035+ und legt mit dem Mobili-
tätskonzept Stadthäfen einen räumlichen Fokus auf diesen Stadtbereich, der prozessbegleitend fort-
laufend mitgeführt wird. 
 
Die Erarbeitung einer abschließenden Druckfassung der Dokumentation des Werkstattverfahrens ist 
für Mitte 2023 vorgesehen.  
 
Hinweis: Die vorliegende Berichtsvorlage wird auch dem Beirat für Klimaschutz zu r Kenntnis gege-
ben. 
 
 
 
In Vertretung 
 
gez.  
 
Robin Denstorff 
Stadtbaurat 
 
 
 
Anlagen: 
 
Anlage 1: Dokumentation des Werkstattverfahrens 
 
Anlage 2: Perspektivplan

Anlage 1: Dokumentation des Werkstattverfahrens

64944 Zeichen

l 
  Werkstattverfahren  
 Neue Stadtquartiere am Dortmund-Ems-Kanal  
  Theodor-Scheiwe-Straße | Nieberdingstraße | Am Hawerkamp  
  Dokumentation (Kurzfassung) 
  2. und 3. September 2022 | 28. September 2022
Stadtplanungsamt – Dezernat für Planung, Bau und Wirtschaft
Münster Modell Quartiere 3|4|5  
 
Beiträge zur Stadtforschung, Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 1 / 2023

AUFTRAGGEBERIN 
Stadt Münster 
Stadtplanungsamt 
Albersloher Weg 33 
48155 Münster 
 
 
BETREUUNG + KOORDINATION 
FALTIN + SATTLER | FSW Düsseldorf GmbH 
Rathausufer 14, D-40213 Düsseldorf 
E-Mail: office@fsw-info.de 
Internet: www.fsw-info.de 
T.: +49(0)211.83.68.980 
 
 
MODERATION + REGIE 
Jörg Faltin, FALTIN + SATTLER | FSW Düsseldorf GmbH 
 
 
REDAKTION 
Stadtplanungsamt Münster: 
Mattias Bartmann 
Christopher Festersen  
Lukas Fiegen 
Gerd Franke 
Moritz Franke 
Prof. Dr. Thomas Hauff 
Meike Janssen 
Andreas Kurz 
René Lutz 
Nicole de Vries 
 
gemeinsam mit:  
FALTIN + SATTLER | FSW Düsseldorf GmbH 
Antje Ehlert, Andreas M. Sattler, Jana Weiss 
 
 
LAYOUT + GRAFIKEN  
FALTIN + SATTLER | FSW Düsseldorf GmbH 
 
 
FOTOS  
Jörg Faltin, FALTIN + SATTLER | FSW Düsseldorf GmbH 
Miriam Juschkat Fotografie, Wesel 
 
 
PLANUNGSGRUNDLAGEN UND LUFTBILDER  
(falls nicht anders angegeben) 
Stadt Münster  
FALTIN + SATTLER | FSW Düsseldorf GmbH 
 
 
© FSW 2023
 
Impressum

Inhaltsverzeichnis
Einführung                                                                                                                   4  
 
Perspektive                                                                                                                   6  
  
Werkstattverfahren                                                                                                     8 
     Perspektivplan                                                                                                      16 
     Handlungsfelder                                                                                                    18 
     Ergebnis-Dialog                                                                                                    24  
 
Ausblick                                                                                                                      25

Einführung  
 
>> spannend: von den gewerblich genutzten Flächen  
>> am Dortmund-Ems-Kanal zum wichtigen Stadterweiterungsareal Münster
Münster steht vor der Herausforderung eines hohen 
Wachstumsdrucks und ist daher gefordert, auch in den 
innerstädtischen Randbereichen neue Flächen für Bau-
landentwicklungen in den Blick zu nehmen. Der Rat der 
Stadt Münster hat daher am 26. August 2020 die Ent-
wicklung neuer urbaner Stadtquartiere südlich des 
Dortmund-Ems-Kanals beschlossen. Anlass für die  
Entwicklung ist, dass der Bereich an der Nieberding-
straße nicht mehr als möglicher Standort für ein neues 
Fußballstadion zu reservieren ist, wodurch sich völlig 
neue Perspektiven eröffnen. 
 
Das Betrachtungsgebiet wurde für das Werkstatt- 
verfahren um die Fläche westlich des Kanals erweitert 
(Am Hawerkamp). Grund dafür ist unter anderem, dass 
zwischen den Teilbereichen funktionale Abhängig- 
keiten, die insbesondere Mobilitäts- und Freiraum-
aspekte betreffen, bestehen. 
 
Das übergeordnete Ziel für die Modellquartiere 3 | 4 | 5 
ist die Schaffung eines adäquaten Angebots zur De-
ckung des in Münster bestehenden erhöhten Bedarfs an 
Wohn- und Arbeitsstätten, einschließlich erneuerter, 
zeitgemäßer Gewerbestrukturen. Auf dem über 80 ha 
großen Gesamtareal aller Modellquartiere 3 | 4 | 5 und 
nur wenige Fahrradminuten vom Stadtzentrum ent-
fernt, soll neuer, auch öffentlich geförderter Wohnraum 
in urbaner Mischung mit sozialen Einrichtungen, Mög-
lichkeiten für die Kultur und Kreativwirtschaft sowie für 
dienstleistungs- und gewerbeorientierte Betriebe und 
urbane Produktionsstätten geschaffen werden. 
Der Bereich der Kanalkante vom Lütkenbecker Weg bis 
zur Eulerstraße soll sich dabei in eine gestärkte grüne 
Zone für Freizeit und Erholung verwandeln, die auch für 
die „sanfte“ Mobilität zu Fuß oder mit dem Rad  
zwischen den Modellquartieren eine große Bedeutung 
erhalten soll. 
 
Die vorliegende Dokumentation gibt einen Überblick 
über das zwischen August und Oktober 2022 durch-
geführte Werkstattverfahren zur Entwicklung der neuen 
Quartiere am Kanal sowie seine Ergebnisse. Sowohl 
beim Werkstattverfahren als auch bei den nachfolgen-
den städtebaulichen Wettbewerben handelt es sich um 
informelle Instrumente der Stadtplanung, das heißt, sie 
sind rechtlich nicht bindend. Erst im Anschluss folgt die 
Bebauungsplanung, mit der dann auch die formellen 
Rahmenbedingungen für die Realisierung der neuen 
Stadtquartiere geschaffen werden. 
4 Einführung
Mit dem Fahrrad den Kanal entlang
Am Dortmund-Ems-Kanal

Einführung
 5
Luftbild des Betrachtungsraums und der Modellquartiere 3 | 4 [ 5

Perspektive
Perspektive 
 
>> gemeinsam: auf dem Weg zu einem Vorbildprojekt für Münster, innovativ    
>> und wegweisend 
Die Entwicklung der neuen Quartiere ist nicht Aufgabe 
der Stadt Münster allein. Für die Begleitung des Werk-
stattverfahrens wurden zahlreiche Expertinnen und Ex-
perten aus den Bereichen Verkehr, Städtebau, Archi- 
tektur und Landschaftsplanung  gewonnen, um den Pro-
zess mit ihrer Expertise zu bereichern. Vor allem aber 
lebt der Prozess vom Wissen und den Ideen der Men-
schen in den Quartieren sowie der gesamten Stadt-
gesellschaft.  
 
Folgende Fragen und Themen stehen im Fokus der 
Quartiersentwicklung: 
6
Die Modellquartiere 3 | 4 | 5 im städtischen Gefüge
Schrägluftbild aus Westen

Perspektive
Kernfrage Modellquartier 3: Wie kann hier neues  
urbanes Leben und Arbeiten gestaltet werden?  
 
Geplant ist die Realisierung eines breiten Wohnungs-
mixes mit rund 2.000 neuen Wohnungen für etwa 5.000 
neue Bewohnerinnen und Bewohner. Das Wohnungs-
angebot soll insbesondere ein finanziell leistbares Woh-
nen im Sinne der "Sozialgerechten Bodennutzung 
Münster" (SoBoMü) ermöglichen und somit ebenfalls 
einen erheblichen Beitrag zur Entlastung des Münster-
schen Wohnungsmarktes leisten. Es soll ein neues  
lebendiges Quartier in einer dichten, vitalen Mischung 
aus Wohnen und Arbeiten, sowohl im gesamten Quar-
tier als auch in den einzelnen Gebäuden entstehen. Die 
urbane Vitalität soll durch "lebendige" Erdgeschosse 
entstehen, zum Beispiel durch Räume für Gemeinschaft, 
kulturelle und soziale Treffpunkte, Läden, Orte zum  
Arbeiten, für Dienstleistungen sowie für urbane Pro-
duktionsstätten und Handwerk, Galerien, Gastronomien 
etc. Erste Schätzungen gehen davon aus, dass hier ins-
gesamt auch etwa 2.200 neue Arbeitsplätze an- 
gesiedelt werden könnten. 
 
Kernfrage Modellquartier 4: Wie kann hier neues  
urbanes Leben und Arbeiten unter Berücksichtigung 
der bestehenden Nutzungs- und Freiraumstrukturen 
gestaltet werden? 
 
Grundsätzlich vorgesehen ist hier die Sicherung der vor-
handenen Wohnnutzungen im Bestand sowie die Wei-
terentwicklung und Ansiedlung gewerblicher und 
dienstleistungsorientierter Strukturen, zum Beispiel in 
Form eines neuen Innovations-Campus, kleinteiliger  
Gewerbe- und Handelshöfe, urbaner Produktions- 
stätten, gegebenenfalls Flächen für soziale Infrastruktu-
ren, Gastronomiebetriebe und Veranstaltungsnutzun-
gen sowie Freizeitsport-Angebote. Der vorhandene 
Wald- bzw. Baumbestand soll – soweit möglich – mit-
berücksichtigt werden und zu einer Aufwertung des 
Freiraums entlang des Dortmund-Ems-Kanals beitragen. 
 
 
 
 
 
Kernfrage Modellquartier 5: Wie kann hier urbanes 
Leben und Arbeiten unter Berücksichtigung beste-
hender Impulsnutzungen gestaltet werden?  
 
Vorgesehen ist die Sicherung und Weiterentwicklung 
bestehender Nutzungen, zum Beispiel des Messe und 
Congress Centrums Halle Münsterland sowie der Kultur-
szene Am Hawerkamp und die Schaffung neuer gewerb-
licher und dienstleistungsorientierter Strukturen. Auf-
grund von bestehenden Gewerbe- und Industrie- 
betrieben entlang des Industrieweges wird eine künfti-
ge Wohnnutzung in diesem Quartier nicht umsetzbar 
sein. Als wichtige Maßnahmen für die Zukunft sind hier 
zu nennen: die Anpassung und Fortentwicklung des Er-
schließungssystems mit einem neuen Bahnhaltepunkt, 
die Gestaltung der künftigen Freiflächen rund um das 
Messe und Congress Centrum Halle Münsterland sowie 
die Schaffung eines attraktiven Freiraumsystems mit 
Wegeverbindungen entlang der Wasserkanten und ggf. 
die Weiterentwicklung von Veranstaltungsflächen. 
7
Der Stadthafen 1 als Treffpunkt, Aufenthaltsraum 
und wichtige städtische Visitenkarte
Am Dortmund-Ems-Kanal

Die Stadt Münster führte von August bis Oktober 2022 
ein Werkstattverfahren mit der Bürgerschaft sowie Ex-
pertinnen und Experten als Vorbereitung der weiteren 
Planungsschritte, insbesondere der nachfolgenden 
Wettbewerbe, durch. 
 
Wie sieht ein vorbildliches Mobilitätskonzept aus? Wel-
che neuen Wohnformen und Mischnutzungen mit  
Arbeitsstätten und urbaner Produktion sind denkbar? 
Was ist wichtig für ein gut funktionierendes Zusammen-
leben in den Quartieren? Und wie gelingen trotz Ver-
dichtung Umwelt- und Klimaschutz?  
Diese und weitere Fragen sollten gemeinsam mit allen 
Interessierten beantwortet werden.  
 
Das Werkstattwochenende Anfang September war da-
bei der Vorbereitung und Orientierung sowie der Arbeit 
in thematischen Gruppen gewidmet. Insgesamt kamen 
im Messe und Congress Centrum Halle Münsterland am 
2. und 3. September mehr als 120 Personen zusammen, 
um erste Ideen für die über das Landschaftsband des  
Kanals verbundenen Areale der Quartiere Theodor-
Scheiwe-Straße, Nieberdingstraße / Eulerstraße und  
 
Am Hawerkamp zu sammeln. Unter ihnen Vertreterin-
nen und Vertreter aus Politik und Verwaltung, Anwoh-
nende, interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Ak-
teurinnen und Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft 
und Zivilgesellschaft.  
 
Nach einer intensiven Arbeitsphase präsentierten alle 
vier Gruppen ihre zentralen Erkenntnisse und Ergebnis-
se. Diese haben wir auf den folgenden Seiten für Sie zu-
sammengefasst. 
 
Werkstattverfahren  
>> kooperativ: durch die intensive Vorbereitung der Werkstatt zur  
      bestmöglichen, modellhaften Konzeption für das Quartier 
Modellquartier 3   Theodor-Scheiwe-Straße 
Modellquartier 4   Nieberdingstraße 
Modellquartier 5   Am Hawerkamp  
8 Werkstattverfahren
Spannender Partizipationsprozess: 
 
4 Teams  
3 Plangebiete 
1 AufgabeSpaziergänge durch die Modellquartiere

Als Vorbereitung auf die Werkstattarbeit dienten  
Spaziergänge durch die Quartiere, um den Teilnehmen-
den einen Eindruck der Gegebenheiten vor Ort zu ver-
mitteln und den Austausch über Potenziale, aber auch 
Probleme und Herausforderungen der Quartiere  
anzuregen. Architektin Lina Streeruwitz zeigte in ihrem 
Impulsvortrag anhand des Wiener Nordbahnhofviertels 
auf, dass Verdichtung und die Schaffung von Freiräumen 
nicht im Widerspruch stehen müssen. Zentrales Ele-
ment für die Lebendigkeit eines Quartiers sei die richti-
ge Nutzungsmischung. Eine richtige Mischung aus Woh-
nen und Nicht-Wohnen produziere kurze Wege im  
Sinne der 15-Minuten-Stadt und verbinde den Wohnort 
mit der Arbeitsstätte oder Schule sowie dem Freiraum. 
Neben der Mischung aus Wohnen und Arbeiten trügen 
aber auch verschiedene Wohnformen sowie Eigentums- 
und Mietverhältnissen zur Diversität eines Quartiers bei.  
 
Der Fokus des Wochenendes lag dann auf der Arbeit in 
vier thematischen Werkstätten. In den Gruppen  
„Öffentlicher Raum & Mobilität“, „Urbanes Arbeiten & 
Innovation“, „Vielfalt & Zusammenleben“ und „Land-
schaft & Nachhaltigkeit“ haben die Teilnehmenden in-
tensiv diskutiert und am städtebaulichen Arbeitsmodell 
skizziert, wie die Quartiere zukünftig aussehen können.            
 
Die erarbeiteten Grundlagen sowie Ideen flossen in  
einen zusammenfassenden Perspektivplan für das ge-
samte Plangebiet rund um die Lebensader des  
Dortmund-Ems-Kanals ein. Dieser wurde der Öffentlich-
keit am 28. September 2022 präsentiert. Begleitet wur-
de das Verfahren durch zwei Phasen der Online-Betei-
ligung. 
 
Arbeit in den Teams, zwischen Ideensammlung und  
Diskussion an Strukturmodellen
9Werkstattverfahren

Aufgrund der zentralen Lage der drei Quartiere und  
ihrer vielfältigen Beziehungen untereinander sowie in 
die benachbarten Quartiere, können Mobilität und Ver-
kehr nicht isoliert für den Planungsraum betrachtet 
werden, sondern müssen im gesamtstädtischen Kontext 
gesehen werden. Neben einem Mobilitätskonzept 
Stadthäfen braucht es daher auch einen anspruchs- 
vollen Masterplan Mobilität für die Gesamtstadt. Beide 
werden derzeit erarbeitet. Es wurde grundlegend fest-
gehalten, dass öffentliche Räume robust und an- 
passungsfähig sein müssen, insbesondere mit Blick auf 
den Klimawandel. Flächen sollten effizient genutzt wer-
den (Stichwort Mehrfachnutzung) und Barrierefreiheit 
muss immer mitgedacht werden. Als wesentliche Ziele 
formulierte Team 1, Freizeit- und Erholungsflächen zu 
stärken bzw. auszuweiten und das Wasser als verbin-
dendes Element der Quartiere zu entwickeln. Bestehen-
de Grünräume sollten ausgeweitet, die Grünzonen am 
Kanal mit den anderen öffentlichen Freiräumen in den 
Quartieren verknüpft werden. In diesem Zusammen-
hang wurden Querungen des Dortmund-Ems-Kanals für 
den Fuß- und Radverkehr über Brücken vorgesehen.  
 
Innerhalb der Quartiere solle die Fortbewegung zu Fuß 
im Fokus stehen. Die Kompaktheit der Quartiere bietet 
zusammen mit den vorgeschlagenen zusätzlichen Que-
rungen der Wasserflächen die ideale Voraussetzung da-
für. Der Radverkehr solle auf zwei Achsen (Radweg auf 
der Südostseite des Dortmund-Ems-Kanals und Route 
Lütkenbecker Weg-Schillerstraße-Innenstadt) gebün-
delt werden. Zur Stärkung des ÖPNV wurden ein weite-
rer WLE-Haltepunkt, eine eigene Busspur auf dem Al-
bersloher Weg sowie flexible Mobilitätsangebote wie 
"on demand" verkehrende Kleinbusse vorgeschlagen. 
Betont wurde die zentrale Funktion von Mobilitätshubs 
zur Verknüpfung unterschiedlicher Mobilitätsangebote. 
Diese ließen sich gut durch weitere Nutzungen ergän-
zen, vom Kiosk bis zur Sportanlage auf dem Dach. Der 
private Kfz-Verkehr solle soweit möglich aus den  
Quartieren herausgehalten werden. 
 
Passend zu den entwickelten Wegenetzen und Frei-
raumstrukturen wurden mögliche bauliche Strukturen 
für die drei Quartiere skizziert. Das verdichtete Quartier 
Theodor-Scheiwe-Straße (Modellquartier 3) solle 
durch die Anordnung und Ausformung der Baumassen 
genügend Platz für grüne Binnenfreiräume mit hohen 
Aufenthaltsqualitäten und Sport- / Spielangeboten  
bieten. Wohnen solle in unterschiedlichen Preis- und 
Wohnformen möglich sein, gemischte Nutzungen sind 
vor allem in Richtung B 51 denkbar. Im Quartier Nieber-
dingstraße (Modellquartier 4) seien die eher klein- 
teiligen Strukturen mit gemischten Nutzungen zu erhal-
ten und zu ergänzen. Das gelte gleichermaßen für das 
Kreativquartier am Hawerkamp. Bestehendes solle hier 
behutsam um Neues ergänzt werden. Lediglich an der 
nordwestlichen Seite des Dortmund-Ems-Kanals nord-
östlich des Albersloher Weges kann sich Team 1 größere 
Strukturen mit gemischt gewerblichen Nutzungen vor-
stellen. 
 
Einig war sich die Gruppe auch darin, dass zeitnahes 
Handeln erforderlich ist. Viele der gesammelten Ideen 
ließen sich über Experimentierräume und Reallabore  
erproben, von der temporären Umnutzung von Park-
plätzen bis zu Tempo 30 auf dem Albersloher Weg. 
Team 1: Öffentlicher Raum & Mobilität   
Moderation: Hille Krause, Hamburg & Burkhard Horn, Berlin  
Die Mobilität in den zu entwickelnden Quartieren muss primär den Bedürfnissen des Rad- und Fußverkehrs 
gerecht werden, wobei die Beziehungen zur Innenstadt und in die benachbarten Quartiere gestärkt  
werden sollen.
10
Werkstattverfahren

Werkstattverfahren
Übergeordnetes Thema in dieser Gruppe waren die 
Nutzungsmischung und die Überzeugung, dass die  
neuen Quartiere bunt werden sollen. Vorhandene Qua-
litäten und Identitäten sollen gestärkt und Nutzerinnen 
und Nutzer in die Planung eingebunden werden. Grund-
sätzlich war das Team 2 der Meinung, dass Experimente 
und Pilotprojekte gewagt werden und modellhaft in die 
Zukunft geblickt werden soll, was eine gewisse Offen-
heit in der Planung erfordert. Denkbar wären hier zum 
Beispiel Zwischennutzungen. 
 
Auch das Schaffen von räumlichen Verbindungen und 
eine gleichzeitige Stärkung von funktionalen Synergien 
wurde als essenziell betrachtet. Teilweise müsse die Zu-
gänglichkeit und Eingangssituation in die einzelnen 
Quartiere deutlich verbessert werden. Um eine klein-
teilige Nutzungsmischung zu erreichen, seien flexible  
Bebauungsstrukturen mit Raum für Experimente ins-
besondere in den Erdgeschosszonen von großer Bedeu-
tung. Dabei war es dem Team sehr wichtig, dass eine  
"24 h-Belebung" durch verschiedene Nutzungen statt-
finden kann.  
 
Für Modellquartier 3 sieht das Team den Schwerpunkt 
auf dem Wohnen am Wasser. Nutzungen des Nicht-
Wohnens sollen auf alle Baufelder verteilt eingestreut 
und ein Quartierszentrum als Treffpunkt und für die 
kleinteilige Nahversorgung vorgesehen werden. Das  
Gewerbe konzentriert sich an der Umgehungsstraße 
 (B 51), da so Lärmschutz und eine gute Anbindung  
gewährleistet würden.  
 
Das Modellquartier 4 könne unter dem Motto  
Mischung am Wald stehen. Die bestehenden Wohn- 
formen an der Nieberdingstraße sollen um experimen-
telles, innovatives und leistbares Wohnen ergänzt  
werden. Gebaut werden solle nur auf bereits versiegel-
ten Flächen, dort dürfe es dann auch dicht werden. Es 
soll eine Mischung aus Wohnen, kleinteiligem Arbeiten 
und Gewerbenutzungen erreicht werden. Die Frei- so-
wie Grünflächen entlang des Kanals gelten als Potenzial 
und sollen Aktionsraum für den Wassersport bleiben. 
 
 
 
Für Modellquartier 5 wurden vier zentrale Bausteine 
identifiziert: der Hawerkamp, die Messe, das Jovel und 
das Hafenbecken II samt Freiraum. Diese impulsgeben-
den Elemente bilden den Charakter des Quartiers und 
die neuen Strukturen müssen sich in diese einfügen. Der 
Hawerkamp könne um urbane Produktionsstätten 
(Handwerksbetriebe, kleine Manufakturen) erweitert 
werden, im Stadthafen II das Schwimmen möglich  
werden - dies bedeute auch einen öffentlichen Zugang 
zum Wasser. Auch das Jovel wird als Impulsgeber und 
Standort für eine Mischung aus Büro und Dienstleistun-
gen, aber auch für experimentelle Wohnformen gese-
hen. Stark versiegelte Flächen sollen durch Bäume und 
andere Grünstrukturen aufgewertet werden, die Park-
platz- / Festivalfläche wird als Möglichkeitsraum und Po-
tenzialfläche gesehen, die erhalten bleiben soll. 
 
Das Team äußerte zudem den Wunsch, den Gasometer 
und die Grünzüge südlich der Umgehungsstraße stärker 
in den Blick zu nehmen, als Möglichkeitsraum und Bin-
deglied zu den Wohngebieten in Münsters Südosten.
11
Team 2: Urbanes Arbeiten & Innovation  
Moderation: Lina Streeruwitz, Wien & Prof. Janna Hohn, Frankfurt  
Es muss gelingen, die Entwicklung der Quartiere so zu gestalten, dass die bestehenden kulturellen und  
sozialen „Kleinode“ nicht gefährdet werden. Eine jeweils passende Nutzungsmischung soll lebendige 
Strukturen in den Quartieren schaffen.

Als grundlegend für die Entstehung von Gemeinschaft 
erachtete Team 3 die Freiraumstruktur und den Grad 
der Vernetzung der Quartiere. Dabei sollen klar fuß- und 
radfreundliche Verbindungen entstehen, während  
Autos weitestgehend aus den Quartieren heraus- 
gehalten werden sollen. 
 
Die Teilnehmenden der Arbeitsgruppe haben zunächst 
diskutiert, welche Werte für sie wichtig sind und welche 
Bedingungen erfüllt sein müssen. Dazu zählen gemein-
schaftliche Nutzungen, Barrierefreiheit, der Erhalt von 
Freiräumen, die Schaffung von Quartierszentren, eine 
Vielfalt an Bauformen und Wohntypen sowie Misch- 
nutzungen. Die Themen Klimaanpassung und Klima- 
resilienz sollen stets mitgedacht und ein dauerhafter 
Austausch zu den nächsten Planungsschritten  
ermöglicht werden. 
 
Das Modellquartier 5 solle unbedingt in seiner Identität 
erhalten bleiben. Was dort schon vorhanden ist, solle 
durch Lärmschutz gesichert, durch Grünflächen auf-
gewertet und durch ein Haus der Kulturen als stadt- 
weiten Magneten ergänzt werden. Dieses Haus der  
Kulturen könne Treffpunkt für unterschiedliche  
Kulturen sein und ein breites Angebot an Werkstätten 
und Veranstaltungen bieten, bereichert durch einen 
Garten mit einer Town Hall oder einem Amphitheater. 
Wichtig dabei sei, nicht alles bis zum Ende zu planen, 
sondern Freiräume zu erhalten und Flexibilität zu  
schaffen. Wo möglich, solle über eine Entsiegelung von 
Flächennachgedacht werden, wobei Flächen für Festi-
vals erhalten bleiben sollen. Außerdem sollen Synergien 
geschaffen und gestärkt werden, etwa zum Jovel oder 
zur Nieberdingstraße. 
 
Das Modellquartier 4 soll auch weiterhin ein Ort für 
preiswertes und "alternatives" Wohnen bleiben mit viel 
Raum für Gemeinschaft. Denkbar wären zum Beispiel 
eine Quartiersküche oder ein Gemeinschaftsgarten.  
Bestehende Strukturen sollen durch kleinteiliges  
Gewerbe ergänzt werden, insbesondere solle es Raum 
für Kreativwirtschaft, Werkstätten und Co-Working  
geben. Der Wald solle unbedingt erhalten bleiben, gut 
vorstellbar wäre hier eine Wald-KITA. 
 
Auch für das Modellquartier 3 wünscht sich das Werk-
statteam bezahlbares und gemeinschaftliches Wohnen. 
Stichworte, die hier genannt wurden, sind generatio-
nenübergreifend, familienfreundlich, autofrei, grün und 
naturnah. Gewünscht werden eine kleinteilige Nah- 
versorgung und lebendige Erdgeschosse. Wohnen und 
Arbeiten an einem Ort solle möglich sein. Die hier ent-
stehenden Wohnungen sollen barrierefrei und flexibel 
nutzbar bzw. an unterschiedliche Lebensphasen anpass-
bar sein. Wichtig seien Gemeinschaftsräume als Orte 
der Begegnung. Ganz grundsätzlich solle der Charakter 
des Quartiers bunt und lebendig sein, in dem es - auch  
wegen der unmittelbaren Lage am belebten Kanalufer - 
auch mal lauter werden kann. Gleichzeitig solle es aber 
auch ruhigere Rückzugsorte geben. Potenziellen  
Konflikten könne auch architektonisch vorgebeugt wer-
den. Alle Menschen im Quartier sollen von der Lage am 
Wasser profitieren, dies gelte es bei der Grünflächen-
gestaltung und durch eine offene Bebauung zu  
bedenken. 
Team 3: Vielfalt & Zusammenleben  
Moderation: Nadine Radtke, Berlin & Prof. Petra Teitscheid, Münster & Prof.  
Henrike Specht, Frankfurt  
Die Identität der einzelnen Quartiere muss unbedingt erhalten bleiben und die Akteurinnen und Akteure 
müssen konsequent in den weiteren Planungsprozess einbezogen werden. Für die Entstehung von Vielfalt 
und Gemeinschaft ist eine Vielzahl an unterschiedlichen Treffpunkten wichtig. 
12
Werkstattverfahren

13
Team 4 war sich darin einig, dass der Dortmund-Ems- 
Kanal samt der Uferbereiche in seiner Durchgängigkeit 
das unverbaubare Rückgrat für eine klimaresiliente 
Stadtentwicklung darstellt. Neben seiner Funktion als 
Transportader sollen die Nutzungen Sport und Freizeit 
am Wasser erhalten und gestärkt werden. Um dies zu        
gewährleisten, sollen Grünräume am Kanalufer mit 
großzügigem Baumbestand und ein öffentlicher Raum 
im Bereich der Spitze der Einmündung des Stadthafen 1 
in den Dortmund-Ems-Kanal entstehen. Darüber hinaus 
kann der Kanal auch die Funktion der nachhaltigen 
Energiegewinnung erfüllen. 
 
Zentrales Thema waren zudem Frischluftschneisen, vor- 
ranging in der Verlängerung des Stadthafen I in südöst-
licher Richtung, sowie Verbindungsachsen vertikal zum 
Kanal, die dessen Frischluftpotenzial und weitere Frei-
raumqualitäten auch in die zweite und dritte Reihe der 
späteren Bebauung bringen. Der Zugang zum Wasser 
könne darüber hinaus durch attraktive Treppen, Platt- 
formen oder Podeste ermöglicht werden. 
 
Weitere wichtige Punkte, die von den Teilnehmenden 
als zukunftsrelevant erachtet wurden, sind etwa nach-
haltiges Regenwassermanagement (insbesondere auch 
mit Blick auf Starkregenereignisse), Flächenentsieglung, 
Bauen im Bestand und nachhaltige Baumaterialien,  
Zwischennutzungen sowie eine flexible und lernende 
Planung, die auf zukünftige Entwicklungen reagiert. Für 
die Zukunft wünschen sich die Teilnehmenden zudem 
Raum für urban gardening, einen Skatepark und Aufent-
haltsflächen ohne Konsumzwang. 
 
Zusammenfassend hielt das Team fest, dass die  
Quartiere gekennzeichnet sein sollen durch Klima- 
neutralität, eine hohe Aufenthalts- und Lebensqualität, 
ein Miteinander von Mensch und Natur sowie die Erleb-
barkeit des Elementes Wasser für die gesamte Öffent-
lichkeit.  
 
 
 
 
 
 
 
Team 4: Landschaft & Nachhaltigkeit  
Moderation: Prof. Herbert Dreiseitl, Überlingen & Prof. Andreas Kipar, Mailand  
Der Dortmund-Ems-Kanal samt seiner Uferbereiche stellt in seiner Durchgängigkeit das unverbaubare  
Rückgrat für eine klimaresiliente Stadtentwicklung dar. 
Werkstattverfahren

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KLEINBUSSE
Quartierszentrum
Liegewiesen
A k t i ve Erdgeschosse
familienge recht
nic ht-k ommer zielle  Nutzung en
F r i sch l u ftschnei s e
nachhaltige Materialien
PV - D ä c herG RÜN ZON E N E R W EITERUNG
Zwischennutzungen
Über bauu ng Baum arkt
MULTIFUNKTIONALE FLÄCHEN
neue Brückenverbindung
AUT OFR E I
Rad- & Fußwege
experimentelles, innovatives 
& leistbares Wohnen
Nutzungsmischung
WASSERSPORT
URBAN GARDENING
FUNKTIONALER LÄRMSCHUTZ
G r ünr a u m  a m  K anal
p r o z e ssual e  E n t wickl ung
Nachverdichtung Gewerbe &
Wohnens im Bestand
BARRIEREFREIHEIT
Eingangssituationen & Durchwegung
GASTRONOMIE
Urbane Produktion
SOZIALE 
EINRICHT UNG EN
Bademöglichkeiten
Haus der Kul tur en
SKATEPLATZ
Zugänge zum Wasser
F l ä c henent s i egl ung
e x peri ment e lle  W ohnf ormen
SITZG ELEGENHE ITEN
N A CHT L EBEN
Impulsgeber  stärken
Container
grüne Verbindungen
Märkte
Q u a r t i e r scaf é
Beteilig ung alle r Akteur e
-
24h Bel ebung
Büros & Dienstleistungen
W ä rmetauscher
Mobilitäts-HubsBeteiligung
Verkehrsflächen reduzieren
M O B I L I T Ä T SKO N Z EPT
Ideensammlung Modellquartiere 3 | 4 | 5  
Zusammenführung aller 4 Werkstatt-Teams vom 2. und 3. September 2022
Werkstattverfahren

Auch auf digitalem Wege sind zahlreiche Anregungen 
gegeben worden. Von Mitte August bis Mitte Septem-
ber waren alle Interessierten dazu eingeladen, ihre Ide-
en auf einer interaktiven Karte einzutragen. Hierfür wur-
de das Kartentool der Plattform Beteiligung NRW ge-
nutzt. 
 
Ein zentraler Wunsch war es, den Gasometer stärker mit 
in den Blick zu nehmen und als Standort für Kunst und 
Kultur zu erhalten.  
Der Gasometer könne als Bindeglied zwischen der In-
nenstadt, den neuen Quartieren und Münsters Süd-
osten dienen. Allerdings bedürfe es hier eines besseren 
Lärmschutzes.  
 
Mehrfach geäußert wurde außerdem der Bedarf nach 
ausreichend Sitzmöglichkeiten und Schatten im öffent-
lichen Raum. Betont wurde zudem, dass bereits heute 
mit Maßnahmen begonnen und Nutzungen erprobt 
werden müssen, zum Beispiel durch Zwischen- 
nutzungen, um die Flächen vor Ort zu beleben. Und 
auch hier war für viele der Umgang mit Vorhandenem, 
insbesondere mit der Kulturszene am Hawerkamp  
sowie mit Wald- und Grünstrukturen, ein wichtiges  
Thema.
15
Online-Beteiligung  
“Der Kanal sollte öffentlich zugänglich sowie grün 
bleiben und die angrenzenden Flächen an keiner  
Stelle privatisiert oder zugebaut werden.” 
“Die Kultur- und Clubszene mit ihren vielfältigen 
Möglichkeiten zur Abend- sowie Nachtgestaltung ist 
in ganz NRW bekannt und seit Jahrzehnten  
gewachsen. Diese Struktur gilt es zu bewahren.“
“Ein Haltepunkt des ÖPNV im Quartier Nieberding-  
straße könnte die neuen Arbeits- und Wohnquartiere 
deutlich entlasten und den Zufahrtsverkehr  
reduzieren.“
“Der Gasometer ist ein nicht-kommerzieller Raum für 
sozialen Austausch und ein partizipatives Mit- 
einander, welcher seit Jahren für die Integration  
vieler Interessen und Ideen steht und folglich 
erhalten bleiben muss.“
“Eine Qualifizierung des bestehenden kleinen  
Wäldchens im Modellquartier 4 könnte die doch sehr 
Industrie- und verkehrsbelastete Umgebung auf- 
werten und somit einen Ort zum Verweilen und  
Spazierengehen schaffen.“
“Schon heute ist an heißen Tagen das Leben in der 
Stadt erschwert, weshalb Frischluftschneisen immer 
wichtigere Funktionen erfüllen. Aus diesem Grund 
besteht die Notwendigkeit die Frischluftschneise in 
Verlängerung des Hafen 1 nach Osten hinweg zu  
erhalten.“
“Die blaue Infrastruktur des Kanals sollte unbedingt 
für alle Stadtbewohnerinnen und -bewohner nutzbar 
gemacht werden und Grünräume entlang der Ufer-
promenade mit ausreichend Sitzmöglichkeiten aus-
gestattet werden.“
-
Werkstattverfahren
Online-Beteiligung

Perspektivplan  
Die Zusammenfassung der Ergebnisse im Überblick  
Aus den Ergebnissen der Werkstattarbeit am 2. und 3. 
September 2022 sowie den Anregungen und Ideen aus 
der Online-Beteiligung hat das Büro FALTIN+SATTLER 
aus Düsseldorf einen Perspektivplan für die drei neuen 
Quartiere am Kanal erstellt. Er bildet die Grundlage für 
die folgenden städtebaulichen Wettbewerbe und gibt 
vor, in welche Richtung die Entwicklung gehen soll, 
indem er Handlungsräume und ihre Funktionen defi-
niert. So gibt er etwa einen Überblick darüber, wo  
welche Nutzungen angesiedelt werden könnten, zeigt 
auf, wo Brücken über den Kanal zur Vernetzung der 
Quartiere oder städtebauliche Hochpunkte entstehen 
könnten, schlägt Standorte für Mobilitätshubs vor und 
trifft Empfehlungen zur Qualität der öffentlichen  
Räume.  
 
Für die drei Quartiere sind im Werkstattverfahren dabei 
ganz unterschiedliche Schwerpunktthemen gesetzt 
worden: Während auf dem ca. 20 ha großen Areal an 
der Theodor-Scheiwe-Straße dringend benötigter 
Wohnraum sowie Arbeitsstätten geschaffen werden sol-
len, liegt der Fokus beim Quartier Nieberdingstraße /  
Eulerstraße (rund 11 ha) auch auf urbanen Produktio-
nen und Dienstleitungsgewerbe. Am Hawerkamp / 
Stadthafen 2 (ca. 25 ha) stehen dagegen Kunst, Kultur 
und Freizeit im Vordergrund. Hohe Priorität für die  
weiteren Planungen hat es, bestehende (Wohn-) Struk-
turen zu schützen und Schritt für Schritt um neue  
Nutzungen zu ergänzen. Wie dieses Miteinander aus Alt 
und Neu aussehen kann, wurde im Rahmen des Werk-
stattverfahrens intensiv erörtert. Über die Quartiere  
hinaus wurde und wird zudem der Landschaftsraum des 
Dortmund-Ems-Kanals als „Blau-Grüne Lebensader“ ver-
stärkt in den Blick genommen - mit herausragender Be-
deutung für Freizeit, Erholung und Mobilität, damit die 
neuen Quartiere untereinander und mit den um- 
liegenden Stadtteilen optimal vernetzt werden.  
 
Der Perspektivplan schlägt beispielsweise neue Bau- 
felder für ein urbanes Leben, Wohnen und Arbeiten ein-
schließlich verbindender Grünstrukturen in den  
Quartieren sowie Standorte für neue Mobilitätshubs 
und neue Kanalbrücken zur besseren Vernetzung der 
Quartiere vor. Vorhandene Strukturen, seien es Ge- 
bäude oder Wald- und Grünflächen, sollen Inspiration 
für die architektonischen und atmosphärischen Quali-
täten der neuen Quartiere sein. Zentrales Ergebnis der 
Werkstattarbeit war zudem der Wunsch, die Hafen- 
spitze am Stadthafen 1 an der Einmündung in den Dort-
mund-Ems-Kanal für eine öffentliche Nutzung als neuer 
grüner Hafenplatz vorzuhalten.  
 
Entstehen sollen Quartiere mit Modellcharakter, die in 
puncto Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Vielfalt und  
Mobilität neue Maßstäbe setzen. Sie sollen bezahlbaren 
Wohnraum und Raum für neue Wohnformen bieten, 
nutzungsgemischt sowie autoarm bzw. in weiten Teilen 
autofrei sein. Dem öffentlichen Raum wird als Raum für 
Begegnung eine zentrale Rolle zugeschrieben. Ziel ist es, 
über eine attraktive Freiraumgestaltung die Klima- 
resilienz der neuen Quartiere zu stärken. Das Element 
Wasser soll in der Planung eine wichtige Rolle spielen 
und bis tief in die Quartiere hinein erlebbar gemacht 
werden. Vor allem aber sollen sowohl Planung als auch 
die Quartiere selbst flexibel sein, um auf künftige Ver-
änderungen in der Lebens- und Arbeitswelt reagieren zu 
können. 
16 Werkstattverfahren

17
Werkstattverfahren

Richtungsweisend für die städtebaulichen Wettbewerbe sind ebenfalls die den Perspektivplan ergänzenden  
und konkretisierenden Handlungsfelder. Sie bilden einen inhaltlichen Leitfaden. 
18
Handlungsfelder  
Werkstattverfahren

[ 1 ] Stadthafen 1, südliche Hafenspitze  
Der Mut Münsters, diese prominenteste Stelle am  
Wasser für eine bedeutsame öffentliche Nutzung vor-
zuhalten, muss unbedingt aufrechterhalten werden. Sie 
besitzt eine maximale Wertigkeit und darf nicht trivial 
verwertet werden. Eine mittelfristige Nutzung als Hafen-
park ist realistisch, der Freiraum könnte gar mit einem 
Erlebnis „an die Wasseroberfläche“ des Kanals gelangen/ 
heranragen („Landschaftstreppen“ zum Kanal – sicheres 
Schwimmen im Ponton-Schwimmbecken etc.). Sehr 
wohl bedarf dieser besondere Ort aber einer räum- 
lichen Fassung und einer angemessenen Dimension.  
 
[ 2 ] Stadthafen 1 Entréesituation mit dem „Gegen-
über“ der Kanal-Silhouette des Modellquartiers 3  
Für die Entréesituation zum Stadthafen 1 ist neben der 
Sicherung und Aktivierung der Hafenspitze auch das 
nördliche Geschehen rund um das Areal des ehema-
ligen Osmo-Geländes samt Hochhaus an der Brücke 
Schillerstraße zentral. Die Integration aller angren- 
zenden Bauvorhaben an der Wasserfront sowie auch 
des prägnanten Speichergebäudes an der nördlichen 
Spitze des Stadthafens 1 ist von Bedeutung.  
 
Die auf der östlichen Kanalseite zu definierende neue 
stadträumliche Ausprägung im Modellquartier 3 muss 
im Zusammenhang mit dieser prominenten Situation 
rund um das bedeutende „Entrée“ vom Kanal zum 
Stadthafen 1 sorgfältig betrachtet und gestaltet werden. 
In dem städtebaulichen Wettbewerb ist diese Situation 
daher besonders zu thematisieren.  
 
Ob dabei auf der gegenüber dem Stadthafen 1 liegen-
den Seite des Modellquartier 3 sehr nah an die Kanal- 
und Wasserseite herangerückt wird oder nicht, sollte 
der weiteren städtebaulichen Betrachtung überlassen 
bleiben. Bestandteil ist selbstverständlich immer eine 
garantierte komfortable öffentliche Zugänglichkeit und 
auch die Integration des Bestandsgrundstücks der „Aka-
demischen Rudervereinigung“.
 
 
[ 3 ] Kanalsilhouette und innen liegende Kanal-        
promenade, wichtige Verknüpfung Stadthafen 1 mit 
dem „neuen“ Stadthafen 2 
 
Der stadträumlich und funktional wichtige Übergang 
vom Stadthafen 1 bis zur „Barriere“ des Albersloher 
Weg muss gerade wegen schwieriger Rahmen- 
bedingungen einen einheitlichen Duktus der Freiraum-
gestaltung der stadtseitigen Wasserkanten erhalten. Ein 
schmales gestaltetes „Band“ im Sinne einer feinsinnig 
und filigran herausgearbeiteten Uferpromenade ist der 
richtige Ansatz. Verbindungen in die Tiefe der Stadt-
hafen 1 Quartiere bzw. der öffentlichen Räume der Stra-
ßen „Am Mittelhafen“, „Kiesekamps Mühle“ sowie „Ha-
fengrenzweg“ samt der zu qualifizierenden Verbindung 
unter dem Albersloher Weg zum Stadthafen 2 sind von 
zentraler Bedeutung, um die Verbindung der genannten 
Räume untereinander und mit dem Kanal sicherzustel-
len. Letztgenannte Verbindung ist ein weiterer, wichti-
ger öffentlicher Raum in der zweiten Reihe, da der ter-
minierte und planfestgestellte Kanalausbau nur eine 
schmale Wegebegleitung am Ufer zulässt.  
 
Die fest eingeplanten Projekte an der Uferseite, wie  
beispielsweise das Projekt der Dockland GmbH, die 
schmalen vorgesehenen Baufelder direkt an der Kanal-
kante sowie ein in zweiter Reihe, aber prominent am  
Albersloher Weg angedachtes Projekt der Projekt- 
entwicklung der Grimm Holding, sind Teile der Kanal- 
silhouette.  
 
Die Integration des neuen Güterschiffsanlegers (dieser 
ist parallel zum Kanal zw. Stadthafen 1 und Albersloher 
Weg geplant) muss den gestalterischen Ansprüchen der 
19Werkstattverfahren

Kanalsilhouette entsprechen und zum Erleben des  
Kanals beitragen. An dieser prominenten Stelle am  
Kanal sollten etwaige Kombinationen / Doppelnutz- 
ungen mit weiteren Freizeit-Schiffsanlegeoptionen ge-
prüft werden.  
 
[ 4 ] Stadthafen 2 mit optionalem Strandpark  
Ausgehend von der Kanalsilhouette im Übergang vom 
Stadthafen 1 zum Stadthafen 2, samt Barriereüberwin-
dung des Albersloher Weges, muss der Erlebnisbereich 
im Anschluss an dieses „Nadelöhr“ wieder eine größere 
Kraft entwickeln, um zum Stadthafen 2 zu überführen.  
Auf der Nordseite des Stadthafens 2 bietet sich optio-
nal, auch wegen der hervorragenden Sonnenausrich-
tung des Ufers, die besondere Chance der Schaffung ei-
nes öffentlichen „Strandparks“ als einzigartiges Erlebnis 
für Münster an. Die Spundwände des Hafenbeckens un-
terliegen einem Erneuerungsbedarf, sodass auch zum 
Kanalwasserspiegel hinführende Landschaftsgestalt- 
ungen einzigartige Erlebnisse schaffen können. Wasser-
sportoptionen und sichere Schwimmangebote sind ge-
rade hier im Ziel- und Strategiekonzept richtig verortet.  
 
Das Nebeneinander von Naherholung (optional 
„Strandpark“) und Wohnen / Gewerbe (s. unten) muss 
mit besonderer Vorsicht behandelt werden, damit  
etwaige Nutzungskonflikte vermieden werden. Beson-
ders sensibel ist der Übergang von den öffentlichen 
(Bade-)Bereichen zu den angrenzenden privaten  
Nutzungen. Hier sind entsprechende städtebauliche  
Lösungen gefordert.  
 
[ 5 ] Baufelder nördlich Stadthafen 2 - südlich des      
Jovel  
Unter dem starken, positiven Einfluss einer Lage am 
Stadthafen 2 kann das Areal südlich des Jovel städtebau-
lich qualifiziert werden. Zur Erschließungsrahmen- 
bedingung zählt auch eine unbedingt zu ertüchtigende 
Querverbindung unter dem Albersloher Weg, dort wo 
eine Unterquerung bereits vorbereitet wurde. An dieser 
Stelle müssen zukünftig die lichten Höhen überprüft 
werden, um eine vollwertige Barriereminderung des  
Albersloher Weges zu erreichen bzw. eine komfortable 
Vernetzung des Stadthafen 1 mit dem Stadthafen 2 zu 
gewährleisten.  
Zu beachten ist innerhalb dieser Entwicklungsflächen 
resp. neuen Baufeldern, dass bei stadträumlich über- 
geordneten Betrachtungen ein möglicher Hochhaus-
Standort als Stadtsignet vorgesehen wird. Damit soll die 
besondere stadträumliche und orientierungsgebende 
Situation als Auftakt zur Innenstadt direkt am Kanal-
Brückenkopf unterstrichen werden. Ein solches Projekt 
stärkt auch das gesamte städtebauliche Erscheinungs-
bild der Magistrale Albersloher Weg.  
 
Die Popularität des Jovel und seine raue, industriell  
geprägte Backsteinarchitektur sollte als Beispiel für die 
architektonischen und atmosphärischen Qualitäten des 
neu zu entwickelnden Quartiers berücksichtigt werden. 
  
[ 6 ] Messe der Zukunft  
Die für die Stadt Münster unverzichtbare Adresse rund 
um die Messe mit der Halle Münsterland muss Teil der 
gesamten Aufwertungsstrategie für die Modellquartie-
re 3 | 4 | 5 werden.  
 
Der geplante neue Haltepunkt für die Regionalbahnver-
bindung der WLE wird dazu führen, dass auch das  
Messegelände als öffentlicher Verknüpfungsraum weiter 
an Bedeutung gewinnt. Eine urbane Ausstrahlung der 
Messe und ihres unmittelbaren Umfeldes muss als 
selbstverständlicher Bestandteil im stadträumlichen 
Kontext der neuen Quartiere im Fokus der Entwick-
lungsstrategie der nächsten Jahrzehnte stehen. Dabei 
sollte auch die wichtige Adresse zum Albersloher Weg 
und das wenig zeitgemäße Entrée, bestehend aus einem 
versiegelten, überdimensionierten Platz, aufgewertet 
werden. Abgeleitet aus dem städtebaulichen Gesamt-
kontext ist ein Standort für ein städtebauliches Signet 
direkt gegenüber dem Stadthaus 3 möglich. Synergien 
z.B. von gastronomischen Angeboten in den lebendigen 
Quartieren nebenan und im Stadthafen 1 können Teil 
der gemeinsamen Entwicklungsstrategie werden.  
 
Bisherige Konzerte und Großevents haben über die Ver-
webung mit dem Messeareal und dem Hawerkamp ein 
Alleinstellungsmerkmal geschaffen, deren Durch- 
führung auch mit der Nachbarschaft eines Störfall-
betriebes möglich ist. Hier muss es gelingen, die „back-
stage“ und Logistikbereiche noch enger mit der Messe 
20 Werkstattverfahren

und den Raumangeboten „außen“ und auch „innen“ 
(Logistik-Reserven in den Hallen) zu verzahnen, um 
wertvolle Flächen in Richtung DEK und Stadthafen 2 
Schritt für Schritt entwickeln zu können.  
 
[ 7 ] Urbanes Zukunftsbaufeld am Stadthafen 2 inkl. 
der kleinen „Hafenspitze“  
Zwischen Hawerkamp und dem Becken des Stadthafens 
2 entfaltet sich ein kleines Teilquartier, welches eben-
falls von der Situation am Wasser hervorragend an der 
Entwicklung partizipieren kann. Die vorhandene Gastro-
nomieterrasse rund um den „Coconut-Beach“ wird  
hoffentlich noch lange den Abschnitt positiv vorprägen.  
 
Im weiteren Umfeld und am Kanal ist zudem die  
Zwischennutzung für die Lagerfläche für den Kanal- 
ausbau über einen Zeitraum von mindestens zehn  
Jahren mit zu integrieren. Langfristig kann hier eines der 
interessantesten urbanen Teilquartiere entstehen. Klare 
Raumkanten zum Wasser können dieses Teilquartier 
prägen, eine Sicherung der vollständigen Ufersituation 
für eine öffentliche Zugänglichkeit auch im Bereich des 
Experimentierfeldes Hawerkamp ist obligatorisch und 
Grundvoraussetzung. Die Zukunft der kleinen Hafen-
spitze sollte nach dem Vorbild der großen Schwester im 
Stadthafen 1 lange offengehalten werden bzw. Bestand-
teil besonderer Freiraumangebote am Kanal sein. 
 
[ 8 ] „Am Hawerkamp“ mit Experimentierfeld zum  
Kanal  
Bereits die Straße Am Hawerkamp, beginnend am  
Messe-Entrée und am Jovel-Ensemble, bekommt zu-
künftig über einen veränderten Verlauf eine andere  
Rolle zugewiesen. Die Straße wird zum zentralen öffent-
lichen Raum mit Zuführungsfunktion zum Event-,  
Kultur- und Gastronomieareal des Hawerkamp- 
Geländes und des Stadthafens 2, samt neuer Entwick-
lungsoptionen. Der Hawerkamp steht für ein vielfältiges 
und einmaliges kulturelles Angebot. Diese Funktion 
muss gesichert, gestärkt und mit Erweiterungsräumen 
angereichert werden. Neben der Keimzelle des  
Gebäudeensembles mit einer Vielzahl von Nutzerinnen 
und Nutzern ist in Richtung DEK ein urbanes  
Experimentierfeld ein erklärtes städtebauliches Ziel.  
 
Auch hier kann, orientiert an zukunftsfähiger urbaner 
Produktion, durchaus auch aus den Event- und Kunst-
aktivitäten entwickelt, mit Dienstleistungen, Fortbil-
dungen etc. eine bedächtige und von den Initiativen des  
Hawerkamp getragene Entwicklung mit Betreiber- 
konzept in Gang gesetzt werden. 
 
Einfaches, experimentelles Bauen nach dem Vorbild  
einer nachhaltigen „Minimalarchitektur“ (SeeCon- 
tainer / „Kreativ-Garagen“ u.a. Experimente) kann auch 
unter dem Aspekt der Lärmschutzfunktion für das ge-
genüberliegende Wohnen des Modellquartiers 4 an der 
Nieberdingstraße Vorbildcharakter übernehmen.  
 
[ 9 ] Nieberding „am Wald“ samt Teilareal Eulerstraße  
Das Modellquartier 4 rund um die Nieberdingstraße hat 
über die zahlreichen Nutzer und Nutzerinnen in höchst 
unterschiedlichen Gebäudebeständen bereits eine  
eigene Identität erlangt. Diese wurde von einem aus-
geprägten Gemeinschaftssinn, ausgehend u.a. von der 
Nieberding-Initiative, auf den Weg gebracht und ver-
leiht dem Standort Lebendigkeit. Die naturräumliche  
Situation mit einer breiten, landschaftlich geprägten 
und waldartigen Adresse zum DEK, wird auch zum Leit-
bild zukünftiger Entwicklungen.  
 
Als „Quartier am Wald“ muss dieses Motiv auch weiter 
unterstützt werden z.B. durch ergänzende Baum- 
pflanzungen für einen langfristig zu erreichenden Wald-
charakter. Sukzessive Nachverdichtungen und Erneu-
erungen (kleinere und mittlere Baufelder am Rande des 
Waldes oder Einzelneubauten) können das Quartier 
nach und nach zukunftsfähig machen. Zeitgemäße For-
men von Arbeiten, auch aus den Keimzellen vorhande-
ner Inkubatoren rund um die Event- und Gastronomie-
szene entwickelt, können trotz der Umfeld-Belastungen 
der aktiven Hafenindustrie südlich der WLE-Brücke Teil 
der Entwicklungsstrategie werden.  
 
Das „Quartier am Wald“ kann sich Stück für Stück erneu-
ern. Hierbei sollte auch das abgeschiedene Teilareal an 
der Eulerstraße als südlicher Auftakt des „Quartiers am 
Wald“, trotz der Barriere der in der Erneuerung befind-
lichen WLE-Trasse, mit eingebunden werden. 
 
21Werkstattverfahren

Der Waldbestand im Modellquartier 4 wird zukünftig 
als „Mittelpunkt“ des Quartiers 4 am Kanal liegen und 
einer neuen sozialen Kontrolle unterliegen bzw. nicht 
mehr im „Dornröschenschlaf“ liegen, dies bedeutet  
aller Voraussicht nach auch Pflege-Begleitmaßnahmen 
etc. Vor allem dann, wenn sich die Quartiere mit vielen 
Beschäftigten und neuen Bewohnerinnen und Bewoh-
nern weiterentwickeln. Auch könnte eine Kanal- 
Brückenoption für Fußgängerinnen und Radfahrer als 
Vernetzung mit dem gegenüberliegenden Modell- 
quartier 5 am Hawerkamp dazu führen, dass der  
Waldsituation eine weitergehende Bedeutung zu- 
gewiesen wird. Das Leitbild des „Quartiers am Wald“ 
verlangt dabei ohnehin eine landschaftliche Begleitung 
der Stärkung des Waldthemas im gesamten Quartier. 
 
Nach Norden muss die Vernetzung zum Modellquartier 
3 gelingen. Hier sind auch Entwicklungen zum Albers-
loher Weg hin mit einem multifunktionalen Gewerbe-
hof rund um den EventPort zu einem hybrid genutzten 
Quartier möglich. Ein weiterer Mobilitäts-Hub an der  
B 51 beschreibt eine städtebauliche Option. 
 
[ 10 ] Wassersportzentrum Münster  
Als unverzichtbarer Bestandteil des Kanalerlebnisses 
und des „Quartiers am Wald“ gilt das Wassersport- 
zentrum Münster, deren Partnerschaft auch den erfolg-
reichen Kanu Polo Münster e.V. umfasst. Vorrangig  
solche Keimzellen machen das Freizeit- und Land-
schaftserlebnis am DEK attraktiv.  
 
Diese kleine „Waldlichtung“ inkl. im Rahmen des Kanal-
ausbaus geplanter neuer Ein- und Ausstiegsstelle ist  
dabei ein zu integrierender Bestandteil der Zukunfts-
perspektive im Modellquartier 4. Auch hier ist eine 
langfristige Entwicklung im Rahmen neuer Bauprojekte 
in Kanalufernähe nicht gänzlich ausgeschlossen, sofern 
diese im Einklang mit dem Wassersport steht. Das B-
Side Projekt im Stadthafen 1 zeigt beispielsweise ein-
drucksvoll auf, wie eine hybride Gebäudenutzung im 
Erdgeschoss auch die Sportlerinnen und Sportler  
attraktiv und mit direktem Zugang zum Wasser integrie-
ren kann.  
 
 
[ 11 ] Modellquartier 3 mit Schwerpunkt Wohnen und 
Lebendigkeit mit begleitendem Retentionsraum und 
Kaltluftschneise „Lütkebach“ 
 
Die Qualitäten der „Lebensader“ des DEKs bis in die  
Tiefe des Modellquartiers 3 und damit langfristig bis 
zur Trasse der B 51 hineinzuziehen, ist eines der städte-
baulich-freiraumplanerischen Leitziele. Es gilt, möglichst 
hohe Qualitäten für die neuen Bewohnerinnen und  
Bewohner zu schaffen.  
 
Auch in der Tiefe des Stadtviertels muss das Erlebnis 
vom Wasser im Quartier durch neue Freiräume  
Richtung Kanal spürbar gemacht werden. Das zieht 
möglicherweise auch höhere Verdichtungen nach sich 
und verlangt eine städtebauliche Strukturierung in den 
Baufeldern mit entsprechenden Gebäudetypologien 
und partiellen und Höhenpointierungen. Dass dies 
möglich ist, zeigen Beispiele wie Hamburg – Hafencity 
oder Wien – Nordbahnhof, welche für die Modell- 
quartiere als Referenzen herangezogen werden. Die 
Wohnangebote in Modellquartier 3 werden auch in der 
gewünschten Durchmischung der „SoBoMü“ und damit 
für alle Segmente, insbesondere auch für preiswerten 
Wohnraum ausgelegt.  
 
Weitere Durchmischungen und Erdgeschoss- 
belebungen nach Wiener Vorbild sind obligatorisch. 
Hier sind u.a. urbane Produktionen, Büros, Praxen,  
Gastronomie, untergeordnete Nahversorgung, Kultur, 
soziale Infrastruktur wie Gemeinschaftsangebote und 
KITAs Teil der Programmierung.  
 
Zur B 51 kann unter mittelfristiger Integration und  
innerbetrieblicher Verlagerung vorhandener Gewerbe-
betriebe auch eventuell eine passive Lärmschutzfunk-
tion geleistet werden.  
 
Nach Norden zur Schillerstraße und nach Osten zur B 51 
prägen Retentionsräume für Starkregenereignisse und 
die Kaltluftschneise des Lütkenbachs bei Einbezug des 
Areals des Akademischen Ruderklubs und der land-
schaftlich eingebetteten Schillerstraße die Außenkontur 
des Modellquartiers 3.  
 
 
22 Werkstattverfahren

Nach Süden zum Albersloher Weg muss sich die Entrée-
situation noch lange Zeit mit den städtebaulichen  
Prägungen des Bauhaus-Areals arrangieren. Ein gestalt-
erisch prägnant herausgearbeiteter öffentlicher Raum 
samt der Möglichkeit eines „Super-Hubs“ für die  
Modellquartiere an der Feuerwache ist das erklärte Ziel.  
 
[ 12 ] Albersloher Weg – Tor zur Stadt, aber Barriere 
zwischen den Modellquartieren  
Der Albersloher Weg ist ein wichtiger und intensiver 
Verkehrsweg, der die Innenstadt mit dem Osten der 
Stadt verbindet. Die Überquerung der Brücke wird als 
Eintritt in die Stadt erlebt. Diese Eingangssituation 
könnte durch die Setzung baulicher Hochpunkte (s. un-
ten) stärker inszeniert werden.  
 
Der Albersloher Weg wirkt im gesamten Projektgebiet 
als Barriere und zerschneidet die Modellquartiere. Das 
gilt insbesondere für den Teil südlich der Brücke, der auf 
einem Damm geführt wird und von Gewerbebauten 
und Parkplätzen flankiert wird. Die Barrierewirkung 
muss – soweit es die die baulichen und topografischen 
Bedingungen erlauben – durch bauliche und gestalt- 
erische Maßnahmen reduziert werden. 
23Werkstattverfahren

Die Präsentation des Perspektivplans und der Hand-
lungsfelder bildeten den öffentlichen Abschluss des 
Werkstattverfahrens. Im Rahmen der Veranstaltung am 
28. September 2022 im Jovel informierte eine Ausstel-
lung über die Ergebnisse dieser Werkstattarbeit. Der 
Abend endete mit einem bildreichen Vortrag des Ham-
burger Oberbaudirektors Franz-Josef Höing, der seine 
Erfahrungen mit der Entwicklung von Quartieren am 
Wasser in Hamburg mit dem Publikum teilte. Der Per-
spektivplan konnte anschließend online bis zum 28. Ok-
tober 2022 kommentiert werden. 
 
Im Rahmen dieser zweiten Online-Beteiligung wurde er-
neut der Wunsch nach Freiräumen ohne Konsumzwang, 
der insbesondere auch für Jugendliche attraktiv ist, be-
tont sowie das Bedürfnis nach öffentlichen Toiletten. 
Autofreie Zonen und die Vermeidung großflächiger, 
ebenerdiger Parkplatzflächen – wobei es zu keiner Be-
schneidung der Parkplätze der MCC Halle Münsterland 
kommen sollte, – die Stärkung des Fuß- und Radver-
kehrs und des ÖPNV (z. B. durch eine eigene Busspur), 
eine Verbindung ins Südviertel sowie mehr Shared 
Spaces wurden angeregt. Die Brückenoption entlang 
der WLE-Trasse wurde zugunsten des Erhalts des Wäld-
chens bevorzugt. Deutlich wurde auch hier nochmal, 
dass der Erhalt der Club- und Kulturszene rund um den 
Stadthafen 2 für die Entwicklung des Quartiers für Viele 
von elementarer Bedeutung ist. Hier komme es auch auf 
innovative Lärmschutzkonzepte an. Das Konzept der 
Schwammstadt wurde eingebracht sowie der Wunsch 
nach alternativen und nachhaltigen Wohnformen, z. B. 
in Tiny Houses, wobei nachhaltige Baumaterialien ein-
gesetzt und wiederverwendet werden sollten. Eine na-
turnahe Freiraumgestaltung wird gewünscht mit vielen 
Bäumen, die Schatten spenden und das Mikroklima po-
sitiv beeinflussen. Ein Spazierweg entlang des Baches 
wurde vorgeschlagen und die Relevanz nachhaltiger 
Energiekonzepte betont. 
 
Unter dem Titel „Mehr wagen!“ fasste eine Teilnehmerin 
zusammen, dass es darauf ankomme, Quartiere zu pla-
nen, die auch in 60 Jahren noch funktionieren – ins-
besondere mit Blick auf die Themen Klimaresilienz, zu-
kunftsfähige Veranstaltungsplanung und die perspekti-
vische Nutzung von Verkehrsachsen wie dem Albers-
loher Weg. 
24 Werkstattverfahren
Im kontinuierlichen Dialog
Ergebnisspräsentation im Jovel 
“Die Einrichtung eines barrierearmen Zugangs zur  
Badestelle am Stadthafen 2 könnte die Vielfalt  
fördern. Auch wäre eine Lösung wie in Berlin mit dem 
Spree-Pool denkbar.”
“Der Gasometer stellt nicht nur für die queere  
Community einen wichtigen Ort dar und soll erhalten 
bleiben.”
“Um die Atmosphäre eines kalten Büroviertels zu ver-
meiden, wäre die Verwendung natürlicher Baustoffe 
wie Holz oder Naturstein wünschenswert.”
“Um weitere Bodenversiegelungen zu vermeiden, 
sollten Höhen ausgenutzt werden und mit einer 
nachhaltigen Wasserwirtschaft und Solarenergie  
geplant werden.”
Ergebnis-Dialog

Dank analoger und digitaler Beteiligung der Bürger- 
innen und Bürger ist ein großer Speicher an lokalem 
Wissen und innovativen Ideen entstanden, der eine  
große Bereicherung für die nächsten Schritte im  
Planungsprozess darstellt. Auch im Rahmen der zeitnah 
nachfolgenden städtebaulich-freiraumplanerischen 
Wettbewerbe soll der intensive Dialog mit der Stadt-
gesellschaft fortgeführt werden, um gemeinsam an 
überzeugenden Lösungen für zukunftsfähige Quartiere 
zu arbeiten. 
 
 
25Ausblick
Ausblick  
>> Wie geht´s weiter? 
Die Modellquartiere im Blick

26
TITEL                                                                                                                                                                                                                  HEFT NR. 
Parkraumuntersuchung Altstadt / Hbf. Münster / Westf  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/94 
Werkstattbericht Stadtentwicklung Münster 2010, Materialien  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2/94 
Dokumentation Kongress, neue Wege für das Rad  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3/94 
Radverkehr in Fußgängerzonen  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4/94 
Bauleitplanung und Wohnungsbau 1994  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5/94 
Verkehrsbericht Münster 1993  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6/94 
Verkehrsmittelwahl und ÖPNV-Akzeptanz der Studierenden in Münster  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .7/94 
Bauleitplanung und Wohnungsbau 1995  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1/95 
Programm fahrradfreundliche Stadt Münster 
     Gemeinsame Benutzung von Sonderfahrstreifen durch Bus- und Radverkehr  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2/95 
Haushaltsbefragung Münster 1994, Zeitbudget und Verkehrsteilnahme  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3/95 
Wohnungsbau und Eigenheimbau Wohnwünsche von Wohnungssuchenden und Bauwilligen  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4/95 
Parkraumuntersuchung im Universitätssektor der Westfälischen Wilhelm-Universität Münster  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/96 
Optimierung für den Radverkehr an Lichtsignalanlagen  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2/96 
Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur im Universitätsbereich / Innenstadtbereich Münster  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3/96 
mensch.mobil ´96 Forum für humane Mobilität. Kongressdokumentation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/97 
Nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung - von Rio über Istanbul zur lokalen Agenda  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2/97 
Zeitstrukturen und Stadt. Das Zeitprofil von Münster - Chance für eine nachhaltige Entwicklung!? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/98 
Untersuchung zu Bündelungspotentialen im Wirtschaftsverkehr des Dienstleistungssektors  
     zum Aufbau einer Branchenlogistik in Münster . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2/98 
Erster Nahverkehrsplan Münster  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3/98 
Entwicklungskorridor Hauptbahnhof Albersloher Weg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/99 
Funktionale Stärkung von Stadtteilzentren in Münster  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2/99 
Neues Wohnen im Bestand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/2000 
Regionaler Wohnungsmarkt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2/2000 
Maßnahmen zur Akzeptanzsteigerung von mobilé - Wahrnehmung und Bewertung der 
     Mobilitätszentrale Münster  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3/2000 
Großflächiger Einzelhandel in Münster  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4/2000 
Wohnbaulandentwicklung  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/2001 
Verkehrsbild Münster 2001 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/2003 
Lokale Agenda – Nachhaltigkeitsbericht 2001 /2002  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2/2003 
Einzelhandelskonzept Münster – Leitlinien der räumlichen Entwicklung  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/2004 
Betriebliches Mobilitätsmanagement der Stadtverwaltung Münster  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/2005 
Wohnbaulandentwicklung 2005  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2/2005 
2. Nahverkehrsplan Stadt Münster  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/2006 
Das alltägliche Verkehrsverhalten der Münsteraner
 
     Ergebnisse einer Haushaltsbefragung im November 2007  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/2008 
Einzelhandels- und Zentrenkonzept Münster  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/2009 
Attraktiv, generationengerecht, partnerschaftlich  
     Münsters Handlungskonzept zum Demografischen Wandel  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2/2009 
Verkehrsentwicklungsplan Münster 2025 Teil 1: Analyse und Bestand  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3/2009 
Monitoringbericht zur Einzelhandelsentwicklung in Münster 2010  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/2011 
Verkehrsverhalten und Verkehrsmittelwahl der Münsteraner 
     Ergebnisse einer Haushaltsbefragung im Herbst 2013  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/2014 
3. Nahverkehrsplan Stadt Münster  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/2016 
Einzelhandels- und Zentrenkonzept Münster (2. Fortschreibung)  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8/2018 
Planungswerkstatt 2030  
     Dokumentation des Prozesses zur Erarbeitung des Wohnsiedlungsflächenkonzepts  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1/2019 
Zukunftswerkstatt Albachten – Zusammenfassung und Ergebnisse  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/2020 
Integriertes Entwicklungskonzept Coerde  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2/2020 
Stadtteilentwicklungskonzept Nienberge / Häger  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3/2020 
Stadtteilentwicklungskonzept Handorf, Gelmer, Sudmühle, Mariendorf  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/2022 
Stadtteilentwicklungskonzept Hiltrup-Ost  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2/2022 
Neue Stadtquartiere am Dortmund-Ems-Kanal. Theodor-Scheiwe-Straße | Nieberdingstraße |  
     Am Hawerkamp. Werkstattdokumentation (Kurzfassung)  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/2023 
Lesen Sie weiter  
Beiträge zur Stadtforschung, Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrs-        
planung ISSN 0933-9078

27

Stadt Münster 
Stadtplanungsamt 
Albersloher Weg 33 
48155 Münster 
 
© 2023 Stadt Münster / FALTIN+SATTLER

Anlage A

1197 Zeichen

Anlage A zur V/0105/2023 
Kurzüberblick 
Mit der vorliegenden Vorlage wird über das Ergebnis des Werkstattverfahrens und den Perspek-
tivplan zur Entwicklung neuer urbaner Stadtquartiere am Dortmund-Ems-Kanal (DEK) informiert. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Mit der Vorlage werden insbesondere folgende Ziele bzw. Leitorientierungen aus dem ISM-
Prozess verfolgt: 
 
 Wir werden als Wirtschaftsstandort die Stadt des dynamischen Mittelstandes in Nordrhein-
Westfalen 
 
 Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwi-
ckeln: 
 mit hoher Umwelt- und Naturqualität 
 mit breitem Freizeit- und Sportangebot 
 mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft 
 
 
Finanzierung 
Durch die Berichtsvorlage entstehen der Stadt Münster keine Kosten. 
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
X vollständig 
freiwillig 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Mit der Vorlage ist keine besondere Relevanz mit den genannten Aspekten verbunden.

Beratungsverlauf (8)

28.02.2023 Bezirksvertretung Münster-Südost
TOP 3.5 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
28.02.2023 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 6.4 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
08.03.2023 Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung
TOP 5 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
14.03.2023 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen
TOP 6.9 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
15.03.2023 Ausschuss für Verkehr und Mobilität
TOP 6.2 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
16.03.2023 Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung
TOP 6.1 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
21.03.2023 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft
TOP 5.2 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
19.04.2023 Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen
TOP 5 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (21)

  • Eulerstraße
  • Lippstädter Straße
  • Theodor-Scheiwe-Straße
  • Nieberdingstraße
  • Schillerstraße
  • Bremer Platz
  • Hafenplatz
  • Albersloher Weg 33
  • Lütkenbecker Weg
  • Am Hawerkamp 8
  • Am Mittelhafen
  • Umgehungsstraße
  • Soester Straße
  • Kiesekamps Mühle
  • Hafengrenzweg
  • Industrieweg
  • Loddenheide
  • Promenade
  • Hansaring
  • Hansaplatz
  • Hafenweg

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Details

Aktenzeichen
V/0105/2023
Typ
Vorlagen
Datum
15.02.2023
Erstellt
14.02.2023 16:21