V/0105/2023
Entwicklung neuer urbaner Stadtquartiere am Dortmund-Ems-Kanal (DEK)
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Anlage 2: Perspektivplan
2386 Zeichen
ZUKUNFTSFELDER Kanalsilhouette (in Vorbereitung) Büro-Ensemble (in Vorbereitung) Nördlich Stadthafen 2 mit Stadtsignet Messe-Vorplatz (Stadtsignet) Zukunftsmesse + Logistik-Areal Legende 1 2 3 4 5 Experimentierfeld Hawerkamp Südlich Stadthafen 2 / Hafenspitze Nieberding „am Wald“ (mit Eulerstraße) Lärmrobuste Nutzungsstruktur Wohnen & Arbeiten MMQ 3 6 7 8 9 10 SuperHub (neu) Hub (neu) 12 11 Zukunftsfelder/ Baufelder Freiräume & öffentliche Flächen Keimzellen Gebäudeensemble Zentrale Raumkanten Grüner Platz 1 Filigrane Promenade Promenade (Veloroute) Retentionsfläche Entree-Platz Strandwiese (Option) Konzertfläche Platz Wald PatchWork Park PatchWork Park Lagerfläche für Kanalausbau Grüner Platz 2 Retentionsgräben Hafenplatz Albersloher Weg Schillerstraße Schillerbrücke Albersloher Weg Hansaring Hafenweg Soester Straße B 51 Am Mittelhafen Kiesekamps Mühle Hafengrenzweg Lippstädter Straße Lippstädter Straße Am Hawerkamp Eulerstraße Nieberdingstraße Theodor-Scheiwe-Straße Lütkenbecker Weg Industrieweg Dortmund-Ems-Kanal Stadthafen 1 Stadthafen 2 Dortmund-Ems-Kanal B 51 Pontonbrücke Kran Schildkröte + Elefant Skizze: Jörg Faltin, FALTIN+SATTLER - Düsseldorf Perspektivplan (Raum & Funktion) Münster MMQ 3 |4 | 5 Zusammenführung aller 4 Werkstatt-Strukturmodelle vom 02. und 03.09.2022 Maßstab: 1:2.500 Stand 26.09.2022 Gasometer Hubertiplatz Hansaplatz Stadtsignet Speicher Ensemble Badestelle (Option) Spielplatz Schillerstraße Liegewiesen Akademische Ruder V. Kleingärten Kleingärten Kleingärten Landschaftsweg Kleingarten-Areal TUS Saxonia Münster Sport-Areal Lütkebach Lütkebach Honebach Liegewiesen Feuerwache EnergieHub Bauhaus Stadtsignet Außengastronomie (Option) Außengastronomie (Option) Projekt Stadthaus Projekt DockLand Projekt B-Side Jovel Eventhalle Halle Münsterland WLE-Haltepunkt Modellquartiere + Messe WLE Brücke WLE-Trasse Wassersport-Zentrum Dienstleistung & Gewerbe Lichtungen Hawerkamp Badestelle (Option) Nieberding WLE-Haltepunkt (Option) Hafenpromenade 1 12 2 3 4 5 6 7 8 10 10 10 11 Brückenoption 1 Brückenoption 2 Brückenoption 3 MMQ 5MMQ 5 „Quartier am Stadthafen 2“ Industrie- und Gewerbegebiet Herz-Jesu-Viertel Hansaviertel Hauptbahnhof - Bremer Platz Loddenheide Stadthafen Nord MMQ 4 MMQ 4 „Quartier am Wald“ 9 9 9 MMQ 3 MMQ 3 „Quartier am Wasser“
Berichtsvorlage
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V/0105/2023 V/0105/2023 Öffentliche Berichtsvorlage Betrifft Entwicklung neuer urbaner Stadtquartiere am Dortmund-Ems-Kanal (DEK) hier: Ergebnisse des Werkstattverfahrens Beratungsfolge 28.02.2023 Bezirksvertretung Münster-Mitte Bericht 28.02.2023 Bezirksvertretung Münster-Südost Bericht 08.03.2023 Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Verbraucherschutz und Ar- beitsförderung Bericht 14.03.2023 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen Bericht 15.03.2023 Ausschuss für Verkehr und Mobilität Bericht 16.03.2023 Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung Bericht 21.03.2023 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft Bericht 19.04.2023 Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Be- hinderungen Bericht Bericht: Der Rat der Stadt Münster hat auf Basis der Vorlage V/0435/2020 am 26. August 2020 die Entwick- lung neuer urbaner Stadtquartiere südöstlich des DEK (in den Bereichen Theodor -Scheiwe-Straße, Nieberdingstraße / Eulerstraße) beschlossen. Mit dem Ratsbeschluss vom 23. Juni 2021 (V/0238/2021) wurde die Verwaltung beauftragt, ein Werkstattverfahren auszuschreiben und durchzu- führen. Gleichzeitig wurde das Betrachtungsgebiet um die Fläche Am Hawerkamp / Stadthafen 2 westlich des DEK erweitert, da zwischen den genannten Teil bereichen funktionale Abhängigkeiten, die insbesondere Mobilitäts- und Freiraumaspekte betreffen, bestehen. Das Werkstattverfahren ist im September 2022 mit maßgeblicher Unterstützung durch das beauftrag- te Planungsbüro FALTIN+SATTLER GmbH (Düsseldorf) durchgeführt worden und hat eine umfas- sende Quartiersentwicklung im Bereich westlich und östlich des DEK, beider seits des Albersloher Weges öffentlichkeitswirksam eingeläutet. Darin wurde auch die Einbindung des Hafendialogs (vgl. V/0150/2019) berücksichtigt. Im August 2022 wurde im Rahmen des Hafenratschlags #3 über das Werkstattverfahren informiert und die interessierten Hafenakteure und -akteurinnen eingeladen, sich in das Verfahren inhaltlich einzubringen. Stadtplanungsamt 16.02.2023 Ihr/e Ansprechpartner/in: Herr Franke Telefon: 492-6181 FrankeMoritz@stadt- muenster.de - 2 - V/0105/2023 In dem Werkstattverfahren wurden die angestrebten städtebaulichen Ziele und die grundsätzlichen Qualitäten der Teilquartiere Theodor -Scheiwe-Straße, Nieberdingstraße / Eulerstraße und Am Ha- werkamp / Stadthafen 2 im intensiven Dialog mit der Bürgerschaft (insbes. auch mit Eigentümerinnen und Eigentümern, Mietenden, Pächterinnen und Pächtern, Nutzenden, Anwohnenden) sowie mit Ex- pertinnen und Experten erörtert und ausgelotet. Dabei wurden im Dialogprozess insbesondere auch die „Leitorientierungen für eine gute Öffentlichkeitsbeteiligung – Kommunikation, Partizipation und Koproduktion in Münster“ (vgl. V/0553/2021) berücksichtigt. Mehr als 120 Personen kamen am 2. und 3. September 2022 im Messe und Congress Centrum Halle Münsterland zusammen, um grundlegende Leitideen für die neuen Stadtquartiere zu entwickeln und zu diskutieren. Unter ihnen waren Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung, Anwoh- nende, interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Akteure und Akteurinnen aus Wissenschaft, Wirt- schaft und Zivilgesellschaft. In den vier Werkstattgruppen „Öffentlicher Raum & Mobilität“, „Urbanes Arbeiten & Innovation“, „Vielfalt & Zusammenleben“ und „Landschaf t & Nachhaltigkeit“ erarbeiteten die Teilnehmenden an Stadtmodellen, wie die neuen Quartiere zukünftig aussehen könnten. Dabei sind auch die Planungsleitlinien, die am 26.08.2020 vom Rat der Stadt Münster zur Vorlage V/0435/2020 beschlossen wurden, beachtet worden. Professionell begleitet wurde die Arbeit der vier Werkstattgruppen von renommierten Stadtplanerinnen und Stadtplanern. Parallel dazu gab es die Möglichkeit, über die digitale Plattform „Beteiligung NRW“ Ideen und Anregungen einzureichen. Für die drei o.a. Teilquartiere wurden im Werkstattverfahren ganz unterschiedliche Schwerpunktthe- men gesetzt: Während auf dem ca. 20 ha großen Areal der Theodor-Scheiwe-Straße dringend benö- tigter Wohnraum sowie Arbeitsstätten angedacht wurden, wurde der Fokus im Quartier Nieberding- straße / Eulerstraße (rund 11 ha) auf urbane Produktionen und Dienstleitungsgewerbe gelegt. Im Areal Am Hawerkamp / Stadthafen 2 (ca. 25 ha) sollen auch künftig Kunst, Kultur und Freizeit im Vor- dergrund stehen. Hohe Priorität für die weiteren Planungen hat es, bestehende (Wohn-)Strukturen zu schützen und diese Schritt für Schritt um neue Nutzungen zu ergänzen. Wie dieses Miteinander aus Alt und Neu aussehen kann, wurde im Rahmen des Werkstattverfahrens intensiv erörtert. Über die Quartiere hinaus wurde zudem der Landschaftsraum entlang des DEK als „Blau -Grüne Lebensader“ verstärkt in den Blick genommen - mit herausragender Bedeutung für Freizeit, Erholung und Mobilität, damit die neuen Quartiere untereinander und mit den umliegenden Stadtt eilen optimal vernetzt wer- den. Eine erste Dokumentation der Werkstattarbeit ist der Anlage 1 zu entnehmen. Die Ergebnisse der Werkstattarbeit sowie der Online -Beteiligung wurden durch das Planungsbüro FALTIN+SATTLER GmbH (Düsseldorf) anschließend in einem Perspektivplan (Anlage 2) grafisch zusammengefasst. Dieser Perspektivplan sieht beispielsweise neue Baufelder für ein urbanes Leben, Wohnen und Arbeiten einschließlich verbindender Grünstrukturen in den Quartieren sowie Standorte für neue Mobilitätshubs und neue Kanalbrücken zur besseren Vernetzung der Quartiere vor. Im Plan wird auch empfohlen, die Kulturszene Hawerkamp durch ein „Experimentierfeld für urbane Produkti- on“ zu stärken und einen Strandpark mit Badeoption am Stadthafen 2 einzuplanen. Im Quart ier Am Hawerkamp sollen auch künftig Kunst und Kultur im Vordergrund stehen, während für die Nieberding- straße / Eulerstraße vor allem die Ergänzung durch kleinteiliges, wohnverträgliches Gewerbe geplant ist. Vorhandene Strukturen, seien es Gebäude oder Wald- und Grünflächen, sollen Inspiration für die architektonischen und atmosphärischen Qualitäten der neuen Quartiere sein. Zentrales Ergebnis der Werkstattarbeit war zudem der Wunsch, die Hafenspitze am Stadthafen 1 / DEK für eine öffentliche Nutzung als neuer grüner Hafenplatz vorzuhalten. Entstehen sollen Quartiere mit Modellcharakter, die in puncto Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Vielfalt und Mobilität neue Maßstäbe setzen. Sie sollen bezahlbaren Wohnraum und Raum für neue Wohnformen bieten, nutzungsgemischt sowie autoarm bzw. in weiten Teilen auch autofrei sein. Dem öffentlichen Raum wird als Raum für Begegnung eine zentrale Rolle zugeschrieben. Ziel ist es, über eine attrakti- ve Freiraumgestaltung die Klimaresilienz der neuen Quartiere zu stärken. Das Element Wasser soll in der Planung eine wichtige Rolle spielen und bis tief in die Quartiere hinein erlebbar gemacht werden. Vor allem aber sollen sowohl die Planung als auch die Quartiere selbst flexibel sein, um auf künftige Veränderungen in der Lebens- und Arbeitswelt reagieren zu können. Der Perspektivplan wurde der - 3 - V/0105/2023 Öffentlichkeit am 28. September 2022 im Jovel präsentiert und konnte anschließend online bis zum 28. Oktober 2022 kommentiert werden. Der Perspektivplan bildet die Grundlage für die nachfolgend en städtebaulich-freiraumplanerischen Qualifizierungen der o.a. Teilquartiere. Der Bereich der Theodor-Scheiwe-Straße soll aufgrund seines großen städtebaulichen Potenzials und seiner prominenten Lage am DEK und unmittelbar gegenüber vom Stadthafen 1 sowie aufgrund der planungsrechtlichen Vorprägung als erstes weiter qualifiziert werden. Die aus den vorgesehenen Qualifizierungen hervorgehenden Entwürfe werden dann in die weitere städtebaulich-freiraumplanerische Gestaltungsplanung einfließen. Weiterhin find en sie Ein- gang in die Fortschreibung des Masterplans Stadthäfen, mit der der Rat die Verwaltung gemäß V/0150/2019 und V/0150/2019/1 beauftragt hat. Die Ergebnisse des Werkstattverfahrens fließen auch in das Mobilitätskonzept Stadthäfen, das feder- führend durch das Büro PTV Planung Transport Verkehr GmbH (Düsseldorf) erstellt wird, ein. Das- selbe Büro erarbeitet mit der Stadt Münster den Masterplan Mobilität 2035+ und legt mit dem Mobili- tätskonzept Stadthäfen einen räumlichen Fokus auf diesen Stadtbereich, der prozessbegleitend fort- laufend mitgeführt wird. Die Erarbeitung einer abschließenden Druckfassung der Dokumentation des Werkstattverfahrens ist für Mitte 2023 vorgesehen. Hinweis: Die vorliegende Berichtsvorlage wird auch dem Beirat für Klimaschutz zu r Kenntnis gege- ben. In Vertretung gez. Robin Denstorff Stadtbaurat Anlagen: Anlage 1: Dokumentation des Werkstattverfahrens Anlage 2: Perspektivplan
Anlage 1: Dokumentation des Werkstattverfahrens
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Werkstattverfahren
Neue Stadtquartiere am Dortmund-Ems-Kanal
Theodor-Scheiwe-Straße | Nieberdingstraße | Am Hawerkamp
Dokumentation (Kurzfassung)
2. und 3. September 2022 | 28. September 2022
Stadtplanungsamt – Dezernat für Planung, Bau und Wirtschaft
Münster Modell Quartiere 3|4|5
Beiträge zur Stadtforschung, Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 1 / 2023
AUFTRAGGEBERIN
Stadt Münster
Stadtplanungsamt
Albersloher Weg 33
48155 Münster
BETREUUNG + KOORDINATION
FALTIN + SATTLER | FSW Düsseldorf GmbH
Rathausufer 14, D-40213 Düsseldorf
E-Mail: office@fsw-info.de
Internet: www.fsw-info.de
T.: +49(0)211.83.68.980
MODERATION + REGIE
Jörg Faltin, FALTIN + SATTLER | FSW Düsseldorf GmbH
REDAKTION
Stadtplanungsamt Münster:
Mattias Bartmann
Christopher Festersen
Lukas Fiegen
Gerd Franke
Moritz Franke
Prof. Dr. Thomas Hauff
Meike Janssen
Andreas Kurz
René Lutz
Nicole de Vries
gemeinsam mit:
FALTIN + SATTLER | FSW Düsseldorf GmbH
Antje Ehlert, Andreas M. Sattler, Jana Weiss
LAYOUT + GRAFIKEN
FALTIN + SATTLER | FSW Düsseldorf GmbH
FOTOS
Jörg Faltin, FALTIN + SATTLER | FSW Düsseldorf GmbH
Miriam Juschkat Fotografie, Wesel
PLANUNGSGRUNDLAGEN UND LUFTBILDER
(falls nicht anders angegeben)
Stadt Münster
FALTIN + SATTLER | FSW Düsseldorf GmbH
© FSW 2023
Impressum
Inhaltsverzeichnis
Einführung 4
Perspektive 6
Werkstattverfahren 8
Perspektivplan 16
Handlungsfelder 18
Ergebnis-Dialog 24
Ausblick 25
Einführung
>> spannend: von den gewerblich genutzten Flächen
>> am Dortmund-Ems-Kanal zum wichtigen Stadterweiterungsareal Münster
Münster steht vor der Herausforderung eines hohen
Wachstumsdrucks und ist daher gefordert, auch in den
innerstädtischen Randbereichen neue Flächen für Bau-
landentwicklungen in den Blick zu nehmen. Der Rat der
Stadt Münster hat daher am 26. August 2020 die Ent-
wicklung neuer urbaner Stadtquartiere südlich des
Dortmund-Ems-Kanals beschlossen. Anlass für die
Entwicklung ist, dass der Bereich an der Nieberding-
straße nicht mehr als möglicher Standort für ein neues
Fußballstadion zu reservieren ist, wodurch sich völlig
neue Perspektiven eröffnen.
Das Betrachtungsgebiet wurde für das Werkstatt-
verfahren um die Fläche westlich des Kanals erweitert
(Am Hawerkamp). Grund dafür ist unter anderem, dass
zwischen den Teilbereichen funktionale Abhängig-
keiten, die insbesondere Mobilitäts- und Freiraum-
aspekte betreffen, bestehen.
Das übergeordnete Ziel für die Modellquartiere 3 | 4 | 5
ist die Schaffung eines adäquaten Angebots zur De-
ckung des in Münster bestehenden erhöhten Bedarfs an
Wohn- und Arbeitsstätten, einschließlich erneuerter,
zeitgemäßer Gewerbestrukturen. Auf dem über 80 ha
großen Gesamtareal aller Modellquartiere 3 | 4 | 5 und
nur wenige Fahrradminuten vom Stadtzentrum ent-
fernt, soll neuer, auch öffentlich geförderter Wohnraum
in urbaner Mischung mit sozialen Einrichtungen, Mög-
lichkeiten für die Kultur und Kreativwirtschaft sowie für
dienstleistungs- und gewerbeorientierte Betriebe und
urbane Produktionsstätten geschaffen werden.
Der Bereich der Kanalkante vom Lütkenbecker Weg bis
zur Eulerstraße soll sich dabei in eine gestärkte grüne
Zone für Freizeit und Erholung verwandeln, die auch für
die „sanfte“ Mobilität zu Fuß oder mit dem Rad
zwischen den Modellquartieren eine große Bedeutung
erhalten soll.
Die vorliegende Dokumentation gibt einen Überblick
über das zwischen August und Oktober 2022 durch-
geführte Werkstattverfahren zur Entwicklung der neuen
Quartiere am Kanal sowie seine Ergebnisse. Sowohl
beim Werkstattverfahren als auch bei den nachfolgen-
den städtebaulichen Wettbewerben handelt es sich um
informelle Instrumente der Stadtplanung, das heißt, sie
sind rechtlich nicht bindend. Erst im Anschluss folgt die
Bebauungsplanung, mit der dann auch die formellen
Rahmenbedingungen für die Realisierung der neuen
Stadtquartiere geschaffen werden.
4 Einführung
Mit dem Fahrrad den Kanal entlang
Am Dortmund-Ems-Kanal
Einführung
5
Luftbild des Betrachtungsraums und der Modellquartiere 3 | 4 [ 5
Perspektive
Perspektive
>> gemeinsam: auf dem Weg zu einem Vorbildprojekt für Münster, innovativ
>> und wegweisend
Die Entwicklung der neuen Quartiere ist nicht Aufgabe
der Stadt Münster allein. Für die Begleitung des Werk-
stattverfahrens wurden zahlreiche Expertinnen und Ex-
perten aus den Bereichen Verkehr, Städtebau, Archi-
tektur und Landschaftsplanung gewonnen, um den Pro-
zess mit ihrer Expertise zu bereichern. Vor allem aber
lebt der Prozess vom Wissen und den Ideen der Men-
schen in den Quartieren sowie der gesamten Stadt-
gesellschaft.
Folgende Fragen und Themen stehen im Fokus der
Quartiersentwicklung:
6
Die Modellquartiere 3 | 4 | 5 im städtischen Gefüge
Schrägluftbild aus Westen
Perspektive
Kernfrage Modellquartier 3: Wie kann hier neues
urbanes Leben und Arbeiten gestaltet werden?
Geplant ist die Realisierung eines breiten Wohnungs-
mixes mit rund 2.000 neuen Wohnungen für etwa 5.000
neue Bewohnerinnen und Bewohner. Das Wohnungs-
angebot soll insbesondere ein finanziell leistbares Woh-
nen im Sinne der "Sozialgerechten Bodennutzung
Münster" (SoBoMü) ermöglichen und somit ebenfalls
einen erheblichen Beitrag zur Entlastung des Münster-
schen Wohnungsmarktes leisten. Es soll ein neues
lebendiges Quartier in einer dichten, vitalen Mischung
aus Wohnen und Arbeiten, sowohl im gesamten Quar-
tier als auch in den einzelnen Gebäuden entstehen. Die
urbane Vitalität soll durch "lebendige" Erdgeschosse
entstehen, zum Beispiel durch Räume für Gemeinschaft,
kulturelle und soziale Treffpunkte, Läden, Orte zum
Arbeiten, für Dienstleistungen sowie für urbane Pro-
duktionsstätten und Handwerk, Galerien, Gastronomien
etc. Erste Schätzungen gehen davon aus, dass hier ins-
gesamt auch etwa 2.200 neue Arbeitsplätze an-
gesiedelt werden könnten.
Kernfrage Modellquartier 4: Wie kann hier neues
urbanes Leben und Arbeiten unter Berücksichtigung
der bestehenden Nutzungs- und Freiraumstrukturen
gestaltet werden?
Grundsätzlich vorgesehen ist hier die Sicherung der vor-
handenen Wohnnutzungen im Bestand sowie die Wei-
terentwicklung und Ansiedlung gewerblicher und
dienstleistungsorientierter Strukturen, zum Beispiel in
Form eines neuen Innovations-Campus, kleinteiliger
Gewerbe- und Handelshöfe, urbaner Produktions-
stätten, gegebenenfalls Flächen für soziale Infrastruktu-
ren, Gastronomiebetriebe und Veranstaltungsnutzun-
gen sowie Freizeitsport-Angebote. Der vorhandene
Wald- bzw. Baumbestand soll – soweit möglich – mit-
berücksichtigt werden und zu einer Aufwertung des
Freiraums entlang des Dortmund-Ems-Kanals beitragen.
Kernfrage Modellquartier 5: Wie kann hier urbanes
Leben und Arbeiten unter Berücksichtigung beste-
hender Impulsnutzungen gestaltet werden?
Vorgesehen ist die Sicherung und Weiterentwicklung
bestehender Nutzungen, zum Beispiel des Messe und
Congress Centrums Halle Münsterland sowie der Kultur-
szene Am Hawerkamp und die Schaffung neuer gewerb-
licher und dienstleistungsorientierter Strukturen. Auf-
grund von bestehenden Gewerbe- und Industrie-
betrieben entlang des Industrieweges wird eine künfti-
ge Wohnnutzung in diesem Quartier nicht umsetzbar
sein. Als wichtige Maßnahmen für die Zukunft sind hier
zu nennen: die Anpassung und Fortentwicklung des Er-
schließungssystems mit einem neuen Bahnhaltepunkt,
die Gestaltung der künftigen Freiflächen rund um das
Messe und Congress Centrum Halle Münsterland sowie
die Schaffung eines attraktiven Freiraumsystems mit
Wegeverbindungen entlang der Wasserkanten und ggf.
die Weiterentwicklung von Veranstaltungsflächen.
7
Der Stadthafen 1 als Treffpunkt, Aufenthaltsraum
und wichtige städtische Visitenkarte
Am Dortmund-Ems-Kanal
Die Stadt Münster führte von August bis Oktober 2022
ein Werkstattverfahren mit der Bürgerschaft sowie Ex-
pertinnen und Experten als Vorbereitung der weiteren
Planungsschritte, insbesondere der nachfolgenden
Wettbewerbe, durch.
Wie sieht ein vorbildliches Mobilitätskonzept aus? Wel-
che neuen Wohnformen und Mischnutzungen mit
Arbeitsstätten und urbaner Produktion sind denkbar?
Was ist wichtig für ein gut funktionierendes Zusammen-
leben in den Quartieren? Und wie gelingen trotz Ver-
dichtung Umwelt- und Klimaschutz?
Diese und weitere Fragen sollten gemeinsam mit allen
Interessierten beantwortet werden.
Das Werkstattwochenende Anfang September war da-
bei der Vorbereitung und Orientierung sowie der Arbeit
in thematischen Gruppen gewidmet. Insgesamt kamen
im Messe und Congress Centrum Halle Münsterland am
2. und 3. September mehr als 120 Personen zusammen,
um erste Ideen für die über das Landschaftsband des
Kanals verbundenen Areale der Quartiere Theodor-
Scheiwe-Straße, Nieberdingstraße / Eulerstraße und
Am Hawerkamp zu sammeln. Unter ihnen Vertreterin-
nen und Vertreter aus Politik und Verwaltung, Anwoh-
nende, interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Ak-
teurinnen und Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft
und Zivilgesellschaft.
Nach einer intensiven Arbeitsphase präsentierten alle
vier Gruppen ihre zentralen Erkenntnisse und Ergebnis-
se. Diese haben wir auf den folgenden Seiten für Sie zu-
sammengefasst.
Werkstattverfahren
>> kooperativ: durch die intensive Vorbereitung der Werkstatt zur
bestmöglichen, modellhaften Konzeption für das Quartier
Modellquartier 3 Theodor-Scheiwe-Straße
Modellquartier 4 Nieberdingstraße
Modellquartier 5 Am Hawerkamp
8 Werkstattverfahren
Spannender Partizipationsprozess:
4 Teams
3 Plangebiete
1 AufgabeSpaziergänge durch die Modellquartiere
Als Vorbereitung auf die Werkstattarbeit dienten
Spaziergänge durch die Quartiere, um den Teilnehmen-
den einen Eindruck der Gegebenheiten vor Ort zu ver-
mitteln und den Austausch über Potenziale, aber auch
Probleme und Herausforderungen der Quartiere
anzuregen. Architektin Lina Streeruwitz zeigte in ihrem
Impulsvortrag anhand des Wiener Nordbahnhofviertels
auf, dass Verdichtung und die Schaffung von Freiräumen
nicht im Widerspruch stehen müssen. Zentrales Ele-
ment für die Lebendigkeit eines Quartiers sei die richti-
ge Nutzungsmischung. Eine richtige Mischung aus Woh-
nen und Nicht-Wohnen produziere kurze Wege im
Sinne der 15-Minuten-Stadt und verbinde den Wohnort
mit der Arbeitsstätte oder Schule sowie dem Freiraum.
Neben der Mischung aus Wohnen und Arbeiten trügen
aber auch verschiedene Wohnformen sowie Eigentums-
und Mietverhältnissen zur Diversität eines Quartiers bei.
Der Fokus des Wochenendes lag dann auf der Arbeit in
vier thematischen Werkstätten. In den Gruppen
„Öffentlicher Raum & Mobilität“, „Urbanes Arbeiten &
Innovation“, „Vielfalt & Zusammenleben“ und „Land-
schaft & Nachhaltigkeit“ haben die Teilnehmenden in-
tensiv diskutiert und am städtebaulichen Arbeitsmodell
skizziert, wie die Quartiere zukünftig aussehen können.
Die erarbeiteten Grundlagen sowie Ideen flossen in
einen zusammenfassenden Perspektivplan für das ge-
samte Plangebiet rund um die Lebensader des
Dortmund-Ems-Kanals ein. Dieser wurde der Öffentlich-
keit am 28. September 2022 präsentiert. Begleitet wur-
de das Verfahren durch zwei Phasen der Online-Betei-
ligung.
Arbeit in den Teams, zwischen Ideensammlung und
Diskussion an Strukturmodellen
9Werkstattverfahren
Aufgrund der zentralen Lage der drei Quartiere und
ihrer vielfältigen Beziehungen untereinander sowie in
die benachbarten Quartiere, können Mobilität und Ver-
kehr nicht isoliert für den Planungsraum betrachtet
werden, sondern müssen im gesamtstädtischen Kontext
gesehen werden. Neben einem Mobilitätskonzept
Stadthäfen braucht es daher auch einen anspruchs-
vollen Masterplan Mobilität für die Gesamtstadt. Beide
werden derzeit erarbeitet. Es wurde grundlegend fest-
gehalten, dass öffentliche Räume robust und an-
passungsfähig sein müssen, insbesondere mit Blick auf
den Klimawandel. Flächen sollten effizient genutzt wer-
den (Stichwort Mehrfachnutzung) und Barrierefreiheit
muss immer mitgedacht werden. Als wesentliche Ziele
formulierte Team 1, Freizeit- und Erholungsflächen zu
stärken bzw. auszuweiten und das Wasser als verbin-
dendes Element der Quartiere zu entwickeln. Bestehen-
de Grünräume sollten ausgeweitet, die Grünzonen am
Kanal mit den anderen öffentlichen Freiräumen in den
Quartieren verknüpft werden. In diesem Zusammen-
hang wurden Querungen des Dortmund-Ems-Kanals für
den Fuß- und Radverkehr über Brücken vorgesehen.
Innerhalb der Quartiere solle die Fortbewegung zu Fuß
im Fokus stehen. Die Kompaktheit der Quartiere bietet
zusammen mit den vorgeschlagenen zusätzlichen Que-
rungen der Wasserflächen die ideale Voraussetzung da-
für. Der Radverkehr solle auf zwei Achsen (Radweg auf
der Südostseite des Dortmund-Ems-Kanals und Route
Lütkenbecker Weg-Schillerstraße-Innenstadt) gebün-
delt werden. Zur Stärkung des ÖPNV wurden ein weite-
rer WLE-Haltepunkt, eine eigene Busspur auf dem Al-
bersloher Weg sowie flexible Mobilitätsangebote wie
"on demand" verkehrende Kleinbusse vorgeschlagen.
Betont wurde die zentrale Funktion von Mobilitätshubs
zur Verknüpfung unterschiedlicher Mobilitätsangebote.
Diese ließen sich gut durch weitere Nutzungen ergän-
zen, vom Kiosk bis zur Sportanlage auf dem Dach. Der
private Kfz-Verkehr solle soweit möglich aus den
Quartieren herausgehalten werden.
Passend zu den entwickelten Wegenetzen und Frei-
raumstrukturen wurden mögliche bauliche Strukturen
für die drei Quartiere skizziert. Das verdichtete Quartier
Theodor-Scheiwe-Straße (Modellquartier 3) solle
durch die Anordnung und Ausformung der Baumassen
genügend Platz für grüne Binnenfreiräume mit hohen
Aufenthaltsqualitäten und Sport- / Spielangeboten
bieten. Wohnen solle in unterschiedlichen Preis- und
Wohnformen möglich sein, gemischte Nutzungen sind
vor allem in Richtung B 51 denkbar. Im Quartier Nieber-
dingstraße (Modellquartier 4) seien die eher klein-
teiligen Strukturen mit gemischten Nutzungen zu erhal-
ten und zu ergänzen. Das gelte gleichermaßen für das
Kreativquartier am Hawerkamp. Bestehendes solle hier
behutsam um Neues ergänzt werden. Lediglich an der
nordwestlichen Seite des Dortmund-Ems-Kanals nord-
östlich des Albersloher Weges kann sich Team 1 größere
Strukturen mit gemischt gewerblichen Nutzungen vor-
stellen.
Einig war sich die Gruppe auch darin, dass zeitnahes
Handeln erforderlich ist. Viele der gesammelten Ideen
ließen sich über Experimentierräume und Reallabore
erproben, von der temporären Umnutzung von Park-
plätzen bis zu Tempo 30 auf dem Albersloher Weg.
Team 1: Öffentlicher Raum & Mobilität
Moderation: Hille Krause, Hamburg & Burkhard Horn, Berlin
Die Mobilität in den zu entwickelnden Quartieren muss primär den Bedürfnissen des Rad- und Fußverkehrs
gerecht werden, wobei die Beziehungen zur Innenstadt und in die benachbarten Quartiere gestärkt
werden sollen.
10
Werkstattverfahren
Werkstattverfahren
Übergeordnetes Thema in dieser Gruppe waren die
Nutzungsmischung und die Überzeugung, dass die
neuen Quartiere bunt werden sollen. Vorhandene Qua-
litäten und Identitäten sollen gestärkt und Nutzerinnen
und Nutzer in die Planung eingebunden werden. Grund-
sätzlich war das Team 2 der Meinung, dass Experimente
und Pilotprojekte gewagt werden und modellhaft in die
Zukunft geblickt werden soll, was eine gewisse Offen-
heit in der Planung erfordert. Denkbar wären hier zum
Beispiel Zwischennutzungen.
Auch das Schaffen von räumlichen Verbindungen und
eine gleichzeitige Stärkung von funktionalen Synergien
wurde als essenziell betrachtet. Teilweise müsse die Zu-
gänglichkeit und Eingangssituation in die einzelnen
Quartiere deutlich verbessert werden. Um eine klein-
teilige Nutzungsmischung zu erreichen, seien flexible
Bebauungsstrukturen mit Raum für Experimente ins-
besondere in den Erdgeschosszonen von großer Bedeu-
tung. Dabei war es dem Team sehr wichtig, dass eine
"24 h-Belebung" durch verschiedene Nutzungen statt-
finden kann.
Für Modellquartier 3 sieht das Team den Schwerpunkt
auf dem Wohnen am Wasser. Nutzungen des Nicht-
Wohnens sollen auf alle Baufelder verteilt eingestreut
und ein Quartierszentrum als Treffpunkt und für die
kleinteilige Nahversorgung vorgesehen werden. Das
Gewerbe konzentriert sich an der Umgehungsstraße
(B 51), da so Lärmschutz und eine gute Anbindung
gewährleistet würden.
Das Modellquartier 4 könne unter dem Motto
Mischung am Wald stehen. Die bestehenden Wohn-
formen an der Nieberdingstraße sollen um experimen-
telles, innovatives und leistbares Wohnen ergänzt
werden. Gebaut werden solle nur auf bereits versiegel-
ten Flächen, dort dürfe es dann auch dicht werden. Es
soll eine Mischung aus Wohnen, kleinteiligem Arbeiten
und Gewerbenutzungen erreicht werden. Die Frei- so-
wie Grünflächen entlang des Kanals gelten als Potenzial
und sollen Aktionsraum für den Wassersport bleiben.
Für Modellquartier 5 wurden vier zentrale Bausteine
identifiziert: der Hawerkamp, die Messe, das Jovel und
das Hafenbecken II samt Freiraum. Diese impulsgeben-
den Elemente bilden den Charakter des Quartiers und
die neuen Strukturen müssen sich in diese einfügen. Der
Hawerkamp könne um urbane Produktionsstätten
(Handwerksbetriebe, kleine Manufakturen) erweitert
werden, im Stadthafen II das Schwimmen möglich
werden - dies bedeute auch einen öffentlichen Zugang
zum Wasser. Auch das Jovel wird als Impulsgeber und
Standort für eine Mischung aus Büro und Dienstleistun-
gen, aber auch für experimentelle Wohnformen gese-
hen. Stark versiegelte Flächen sollen durch Bäume und
andere Grünstrukturen aufgewertet werden, die Park-
platz- / Festivalfläche wird als Möglichkeitsraum und Po-
tenzialfläche gesehen, die erhalten bleiben soll.
Das Team äußerte zudem den Wunsch, den Gasometer
und die Grünzüge südlich der Umgehungsstraße stärker
in den Blick zu nehmen, als Möglichkeitsraum und Bin-
deglied zu den Wohngebieten in Münsters Südosten.
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Team 2: Urbanes Arbeiten & Innovation
Moderation: Lina Streeruwitz, Wien & Prof. Janna Hohn, Frankfurt
Es muss gelingen, die Entwicklung der Quartiere so zu gestalten, dass die bestehenden kulturellen und
sozialen „Kleinode“ nicht gefährdet werden. Eine jeweils passende Nutzungsmischung soll lebendige
Strukturen in den Quartieren schaffen.
Als grundlegend für die Entstehung von Gemeinschaft
erachtete Team 3 die Freiraumstruktur und den Grad
der Vernetzung der Quartiere. Dabei sollen klar fuß- und
radfreundliche Verbindungen entstehen, während
Autos weitestgehend aus den Quartieren heraus-
gehalten werden sollen.
Die Teilnehmenden der Arbeitsgruppe haben zunächst
diskutiert, welche Werte für sie wichtig sind und welche
Bedingungen erfüllt sein müssen. Dazu zählen gemein-
schaftliche Nutzungen, Barrierefreiheit, der Erhalt von
Freiräumen, die Schaffung von Quartierszentren, eine
Vielfalt an Bauformen und Wohntypen sowie Misch-
nutzungen. Die Themen Klimaanpassung und Klima-
resilienz sollen stets mitgedacht und ein dauerhafter
Austausch zu den nächsten Planungsschritten
ermöglicht werden.
Das Modellquartier 5 solle unbedingt in seiner Identität
erhalten bleiben. Was dort schon vorhanden ist, solle
durch Lärmschutz gesichert, durch Grünflächen auf-
gewertet und durch ein Haus der Kulturen als stadt-
weiten Magneten ergänzt werden. Dieses Haus der
Kulturen könne Treffpunkt für unterschiedliche
Kulturen sein und ein breites Angebot an Werkstätten
und Veranstaltungen bieten, bereichert durch einen
Garten mit einer Town Hall oder einem Amphitheater.
Wichtig dabei sei, nicht alles bis zum Ende zu planen,
sondern Freiräume zu erhalten und Flexibilität zu
schaffen. Wo möglich, solle über eine Entsiegelung von
Flächennachgedacht werden, wobei Flächen für Festi-
vals erhalten bleiben sollen. Außerdem sollen Synergien
geschaffen und gestärkt werden, etwa zum Jovel oder
zur Nieberdingstraße.
Das Modellquartier 4 soll auch weiterhin ein Ort für
preiswertes und "alternatives" Wohnen bleiben mit viel
Raum für Gemeinschaft. Denkbar wären zum Beispiel
eine Quartiersküche oder ein Gemeinschaftsgarten.
Bestehende Strukturen sollen durch kleinteiliges
Gewerbe ergänzt werden, insbesondere solle es Raum
für Kreativwirtschaft, Werkstätten und Co-Working
geben. Der Wald solle unbedingt erhalten bleiben, gut
vorstellbar wäre hier eine Wald-KITA.
Auch für das Modellquartier 3 wünscht sich das Werk-
statteam bezahlbares und gemeinschaftliches Wohnen.
Stichworte, die hier genannt wurden, sind generatio-
nenübergreifend, familienfreundlich, autofrei, grün und
naturnah. Gewünscht werden eine kleinteilige Nah-
versorgung und lebendige Erdgeschosse. Wohnen und
Arbeiten an einem Ort solle möglich sein. Die hier ent-
stehenden Wohnungen sollen barrierefrei und flexibel
nutzbar bzw. an unterschiedliche Lebensphasen anpass-
bar sein. Wichtig seien Gemeinschaftsräume als Orte
der Begegnung. Ganz grundsätzlich solle der Charakter
des Quartiers bunt und lebendig sein, in dem es - auch
wegen der unmittelbaren Lage am belebten Kanalufer -
auch mal lauter werden kann. Gleichzeitig solle es aber
auch ruhigere Rückzugsorte geben. Potenziellen
Konflikten könne auch architektonisch vorgebeugt wer-
den. Alle Menschen im Quartier sollen von der Lage am
Wasser profitieren, dies gelte es bei der Grünflächen-
gestaltung und durch eine offene Bebauung zu
bedenken.
Team 3: Vielfalt & Zusammenleben
Moderation: Nadine Radtke, Berlin & Prof. Petra Teitscheid, Münster & Prof.
Henrike Specht, Frankfurt
Die Identität der einzelnen Quartiere muss unbedingt erhalten bleiben und die Akteurinnen und Akteure
müssen konsequent in den weiteren Planungsprozess einbezogen werden. Für die Entstehung von Vielfalt
und Gemeinschaft ist eine Vielzahl an unterschiedlichen Treffpunkten wichtig.
12
Werkstattverfahren
13
Team 4 war sich darin einig, dass der Dortmund-Ems-
Kanal samt der Uferbereiche in seiner Durchgängigkeit
das unverbaubare Rückgrat für eine klimaresiliente
Stadtentwicklung darstellt. Neben seiner Funktion als
Transportader sollen die Nutzungen Sport und Freizeit
am Wasser erhalten und gestärkt werden. Um dies zu
gewährleisten, sollen Grünräume am Kanalufer mit
großzügigem Baumbestand und ein öffentlicher Raum
im Bereich der Spitze der Einmündung des Stadthafen 1
in den Dortmund-Ems-Kanal entstehen. Darüber hinaus
kann der Kanal auch die Funktion der nachhaltigen
Energiegewinnung erfüllen.
Zentrales Thema waren zudem Frischluftschneisen, vor-
ranging in der Verlängerung des Stadthafen I in südöst-
licher Richtung, sowie Verbindungsachsen vertikal zum
Kanal, die dessen Frischluftpotenzial und weitere Frei-
raumqualitäten auch in die zweite und dritte Reihe der
späteren Bebauung bringen. Der Zugang zum Wasser
könne darüber hinaus durch attraktive Treppen, Platt-
formen oder Podeste ermöglicht werden.
Weitere wichtige Punkte, die von den Teilnehmenden
als zukunftsrelevant erachtet wurden, sind etwa nach-
haltiges Regenwassermanagement (insbesondere auch
mit Blick auf Starkregenereignisse), Flächenentsieglung,
Bauen im Bestand und nachhaltige Baumaterialien,
Zwischennutzungen sowie eine flexible und lernende
Planung, die auf zukünftige Entwicklungen reagiert. Für
die Zukunft wünschen sich die Teilnehmenden zudem
Raum für urban gardening, einen Skatepark und Aufent-
haltsflächen ohne Konsumzwang.
Zusammenfassend hielt das Team fest, dass die
Quartiere gekennzeichnet sein sollen durch Klima-
neutralität, eine hohe Aufenthalts- und Lebensqualität,
ein Miteinander von Mensch und Natur sowie die Erleb-
barkeit des Elementes Wasser für die gesamte Öffent-
lichkeit.
Team 4: Landschaft & Nachhaltigkeit
Moderation: Prof. Herbert Dreiseitl, Überlingen & Prof. Andreas Kipar, Mailand
Der Dortmund-Ems-Kanal samt seiner Uferbereiche stellt in seiner Durchgängigkeit das unverbaubare
Rückgrat für eine klimaresiliente Stadtentwicklung dar.
Werkstattverfahren
14
KLEINBUSSE
Quartierszentrum
Liegewiesen
A k t i ve Erdgeschosse
familienge recht
nic ht-k ommer zielle Nutzung en
F r i sch l u ftschnei s e
nachhaltige Materialien
PV - D ä c herG RÜN ZON E N E R W EITERUNG
Zwischennutzungen
Über bauu ng Baum arkt
MULTIFUNKTIONALE FLÄCHEN
neue Brückenverbindung
AUT OFR E I
Rad- & Fußwege
experimentelles, innovatives
& leistbares Wohnen
Nutzungsmischung
WASSERSPORT
URBAN GARDENING
FUNKTIONALER LÄRMSCHUTZ
G r ünr a u m a m K anal
p r o z e ssual e E n t wickl ung
Nachverdichtung Gewerbe &
Wohnens im Bestand
BARRIEREFREIHEIT
Eingangssituationen & Durchwegung
GASTRONOMIE
Urbane Produktion
SOZIALE
EINRICHT UNG EN
Bademöglichkeiten
Haus der Kul tur en
SKATEPLATZ
Zugänge zum Wasser
F l ä c henent s i egl ung
e x peri ment e lle W ohnf ormen
SITZG ELEGENHE ITEN
N A CHT L EBEN
Impulsgeber stärken
Container
grüne Verbindungen
Märkte
Q u a r t i e r scaf é
Beteilig ung alle r Akteur e
-
24h Bel ebung
Büros & Dienstleistungen
W ä rmetauscher
Mobilitäts-HubsBeteiligung
Verkehrsflächen reduzieren
M O B I L I T Ä T SKO N Z EPT
Ideensammlung Modellquartiere 3 | 4 | 5
Zusammenführung aller 4 Werkstatt-Teams vom 2. und 3. September 2022
Werkstattverfahren
Auch auf digitalem Wege sind zahlreiche Anregungen
gegeben worden. Von Mitte August bis Mitte Septem-
ber waren alle Interessierten dazu eingeladen, ihre Ide-
en auf einer interaktiven Karte einzutragen. Hierfür wur-
de das Kartentool der Plattform Beteiligung NRW ge-
nutzt.
Ein zentraler Wunsch war es, den Gasometer stärker mit
in den Blick zu nehmen und als Standort für Kunst und
Kultur zu erhalten.
Der Gasometer könne als Bindeglied zwischen der In-
nenstadt, den neuen Quartieren und Münsters Süd-
osten dienen. Allerdings bedürfe es hier eines besseren
Lärmschutzes.
Mehrfach geäußert wurde außerdem der Bedarf nach
ausreichend Sitzmöglichkeiten und Schatten im öffent-
lichen Raum. Betont wurde zudem, dass bereits heute
mit Maßnahmen begonnen und Nutzungen erprobt
werden müssen, zum Beispiel durch Zwischen-
nutzungen, um die Flächen vor Ort zu beleben. Und
auch hier war für viele der Umgang mit Vorhandenem,
insbesondere mit der Kulturszene am Hawerkamp
sowie mit Wald- und Grünstrukturen, ein wichtiges
Thema.
15
Online-Beteiligung
“Der Kanal sollte öffentlich zugänglich sowie grün
bleiben und die angrenzenden Flächen an keiner
Stelle privatisiert oder zugebaut werden.”
“Die Kultur- und Clubszene mit ihren vielfältigen
Möglichkeiten zur Abend- sowie Nachtgestaltung ist
in ganz NRW bekannt und seit Jahrzehnten
gewachsen. Diese Struktur gilt es zu bewahren.“
“Ein Haltepunkt des ÖPNV im Quartier Nieberding-
straße könnte die neuen Arbeits- und Wohnquartiere
deutlich entlasten und den Zufahrtsverkehr
reduzieren.“
“Der Gasometer ist ein nicht-kommerzieller Raum für
sozialen Austausch und ein partizipatives Mit-
einander, welcher seit Jahren für die Integration
vieler Interessen und Ideen steht und folglich
erhalten bleiben muss.“
“Eine Qualifizierung des bestehenden kleinen
Wäldchens im Modellquartier 4 könnte die doch sehr
Industrie- und verkehrsbelastete Umgebung auf-
werten und somit einen Ort zum Verweilen und
Spazierengehen schaffen.“
“Schon heute ist an heißen Tagen das Leben in der
Stadt erschwert, weshalb Frischluftschneisen immer
wichtigere Funktionen erfüllen. Aus diesem Grund
besteht die Notwendigkeit die Frischluftschneise in
Verlängerung des Hafen 1 nach Osten hinweg zu
erhalten.“
“Die blaue Infrastruktur des Kanals sollte unbedingt
für alle Stadtbewohnerinnen und -bewohner nutzbar
gemacht werden und Grünräume entlang der Ufer-
promenade mit ausreichend Sitzmöglichkeiten aus-
gestattet werden.“
-
Werkstattverfahren
Online-Beteiligung
Perspektivplan
Die Zusammenfassung der Ergebnisse im Überblick
Aus den Ergebnissen der Werkstattarbeit am 2. und 3.
September 2022 sowie den Anregungen und Ideen aus
der Online-Beteiligung hat das Büro FALTIN+SATTLER
aus Düsseldorf einen Perspektivplan für die drei neuen
Quartiere am Kanal erstellt. Er bildet die Grundlage für
die folgenden städtebaulichen Wettbewerbe und gibt
vor, in welche Richtung die Entwicklung gehen soll,
indem er Handlungsräume und ihre Funktionen defi-
niert. So gibt er etwa einen Überblick darüber, wo
welche Nutzungen angesiedelt werden könnten, zeigt
auf, wo Brücken über den Kanal zur Vernetzung der
Quartiere oder städtebauliche Hochpunkte entstehen
könnten, schlägt Standorte für Mobilitätshubs vor und
trifft Empfehlungen zur Qualität der öffentlichen
Räume.
Für die drei Quartiere sind im Werkstattverfahren dabei
ganz unterschiedliche Schwerpunktthemen gesetzt
worden: Während auf dem ca. 20 ha großen Areal an
der Theodor-Scheiwe-Straße dringend benötigter
Wohnraum sowie Arbeitsstätten geschaffen werden sol-
len, liegt der Fokus beim Quartier Nieberdingstraße /
Eulerstraße (rund 11 ha) auch auf urbanen Produktio-
nen und Dienstleitungsgewerbe. Am Hawerkamp /
Stadthafen 2 (ca. 25 ha) stehen dagegen Kunst, Kultur
und Freizeit im Vordergrund. Hohe Priorität für die
weiteren Planungen hat es, bestehende (Wohn-) Struk-
turen zu schützen und Schritt für Schritt um neue
Nutzungen zu ergänzen. Wie dieses Miteinander aus Alt
und Neu aussehen kann, wurde im Rahmen des Werk-
stattverfahrens intensiv erörtert. Über die Quartiere
hinaus wurde und wird zudem der Landschaftsraum des
Dortmund-Ems-Kanals als „Blau-Grüne Lebensader“ ver-
stärkt in den Blick genommen - mit herausragender Be-
deutung für Freizeit, Erholung und Mobilität, damit die
neuen Quartiere untereinander und mit den um-
liegenden Stadtteilen optimal vernetzt werden.
Der Perspektivplan schlägt beispielsweise neue Bau-
felder für ein urbanes Leben, Wohnen und Arbeiten ein-
schließlich verbindender Grünstrukturen in den
Quartieren sowie Standorte für neue Mobilitätshubs
und neue Kanalbrücken zur besseren Vernetzung der
Quartiere vor. Vorhandene Strukturen, seien es Ge-
bäude oder Wald- und Grünflächen, sollen Inspiration
für die architektonischen und atmosphärischen Quali-
täten der neuen Quartiere sein. Zentrales Ergebnis der
Werkstattarbeit war zudem der Wunsch, die Hafen-
spitze am Stadthafen 1 an der Einmündung in den Dort-
mund-Ems-Kanal für eine öffentliche Nutzung als neuer
grüner Hafenplatz vorzuhalten.
Entstehen sollen Quartiere mit Modellcharakter, die in
puncto Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Vielfalt und
Mobilität neue Maßstäbe setzen. Sie sollen bezahlbaren
Wohnraum und Raum für neue Wohnformen bieten,
nutzungsgemischt sowie autoarm bzw. in weiten Teilen
autofrei sein. Dem öffentlichen Raum wird als Raum für
Begegnung eine zentrale Rolle zugeschrieben. Ziel ist es,
über eine attraktive Freiraumgestaltung die Klima-
resilienz der neuen Quartiere zu stärken. Das Element
Wasser soll in der Planung eine wichtige Rolle spielen
und bis tief in die Quartiere hinein erlebbar gemacht
werden. Vor allem aber sollen sowohl Planung als auch
die Quartiere selbst flexibel sein, um auf künftige Ver-
änderungen in der Lebens- und Arbeitswelt reagieren zu
können.
16 Werkstattverfahren
17
Werkstattverfahren
Richtungsweisend für die städtebaulichen Wettbewerbe sind ebenfalls die den Perspektivplan ergänzenden
und konkretisierenden Handlungsfelder. Sie bilden einen inhaltlichen Leitfaden.
18
Handlungsfelder
Werkstattverfahren
[ 1 ] Stadthafen 1, südliche Hafenspitze
Der Mut Münsters, diese prominenteste Stelle am
Wasser für eine bedeutsame öffentliche Nutzung vor-
zuhalten, muss unbedingt aufrechterhalten werden. Sie
besitzt eine maximale Wertigkeit und darf nicht trivial
verwertet werden. Eine mittelfristige Nutzung als Hafen-
park ist realistisch, der Freiraum könnte gar mit einem
Erlebnis „an die Wasseroberfläche“ des Kanals gelangen/
heranragen („Landschaftstreppen“ zum Kanal – sicheres
Schwimmen im Ponton-Schwimmbecken etc.). Sehr
wohl bedarf dieser besondere Ort aber einer räum-
lichen Fassung und einer angemessenen Dimension.
[ 2 ] Stadthafen 1 Entréesituation mit dem „Gegen-
über“ der Kanal-Silhouette des Modellquartiers 3
Für die Entréesituation zum Stadthafen 1 ist neben der
Sicherung und Aktivierung der Hafenspitze auch das
nördliche Geschehen rund um das Areal des ehema-
ligen Osmo-Geländes samt Hochhaus an der Brücke
Schillerstraße zentral. Die Integration aller angren-
zenden Bauvorhaben an der Wasserfront sowie auch
des prägnanten Speichergebäudes an der nördlichen
Spitze des Stadthafens 1 ist von Bedeutung.
Die auf der östlichen Kanalseite zu definierende neue
stadträumliche Ausprägung im Modellquartier 3 muss
im Zusammenhang mit dieser prominenten Situation
rund um das bedeutende „Entrée“ vom Kanal zum
Stadthafen 1 sorgfältig betrachtet und gestaltet werden.
In dem städtebaulichen Wettbewerb ist diese Situation
daher besonders zu thematisieren.
Ob dabei auf der gegenüber dem Stadthafen 1 liegen-
den Seite des Modellquartier 3 sehr nah an die Kanal-
und Wasserseite herangerückt wird oder nicht, sollte
der weiteren städtebaulichen Betrachtung überlassen
bleiben. Bestandteil ist selbstverständlich immer eine
garantierte komfortable öffentliche Zugänglichkeit und
auch die Integration des Bestandsgrundstücks der „Aka-
demischen Rudervereinigung“.
[ 3 ] Kanalsilhouette und innen liegende Kanal-
promenade, wichtige Verknüpfung Stadthafen 1 mit
dem „neuen“ Stadthafen 2
Der stadträumlich und funktional wichtige Übergang
vom Stadthafen 1 bis zur „Barriere“ des Albersloher
Weg muss gerade wegen schwieriger Rahmen-
bedingungen einen einheitlichen Duktus der Freiraum-
gestaltung der stadtseitigen Wasserkanten erhalten. Ein
schmales gestaltetes „Band“ im Sinne einer feinsinnig
und filigran herausgearbeiteten Uferpromenade ist der
richtige Ansatz. Verbindungen in die Tiefe der Stadt-
hafen 1 Quartiere bzw. der öffentlichen Räume der Stra-
ßen „Am Mittelhafen“, „Kiesekamps Mühle“ sowie „Ha-
fengrenzweg“ samt der zu qualifizierenden Verbindung
unter dem Albersloher Weg zum Stadthafen 2 sind von
zentraler Bedeutung, um die Verbindung der genannten
Räume untereinander und mit dem Kanal sicherzustel-
len. Letztgenannte Verbindung ist ein weiterer, wichti-
ger öffentlicher Raum in der zweiten Reihe, da der ter-
minierte und planfestgestellte Kanalausbau nur eine
schmale Wegebegleitung am Ufer zulässt.
Die fest eingeplanten Projekte an der Uferseite, wie
beispielsweise das Projekt der Dockland GmbH, die
schmalen vorgesehenen Baufelder direkt an der Kanal-
kante sowie ein in zweiter Reihe, aber prominent am
Albersloher Weg angedachtes Projekt der Projekt-
entwicklung der Grimm Holding, sind Teile der Kanal-
silhouette.
Die Integration des neuen Güterschiffsanlegers (dieser
ist parallel zum Kanal zw. Stadthafen 1 und Albersloher
Weg geplant) muss den gestalterischen Ansprüchen der
19Werkstattverfahren
Kanalsilhouette entsprechen und zum Erleben des
Kanals beitragen. An dieser prominenten Stelle am
Kanal sollten etwaige Kombinationen / Doppelnutz-
ungen mit weiteren Freizeit-Schiffsanlegeoptionen ge-
prüft werden.
[ 4 ] Stadthafen 2 mit optionalem Strandpark
Ausgehend von der Kanalsilhouette im Übergang vom
Stadthafen 1 zum Stadthafen 2, samt Barriereüberwin-
dung des Albersloher Weges, muss der Erlebnisbereich
im Anschluss an dieses „Nadelöhr“ wieder eine größere
Kraft entwickeln, um zum Stadthafen 2 zu überführen.
Auf der Nordseite des Stadthafens 2 bietet sich optio-
nal, auch wegen der hervorragenden Sonnenausrich-
tung des Ufers, die besondere Chance der Schaffung ei-
nes öffentlichen „Strandparks“ als einzigartiges Erlebnis
für Münster an. Die Spundwände des Hafenbeckens un-
terliegen einem Erneuerungsbedarf, sodass auch zum
Kanalwasserspiegel hinführende Landschaftsgestalt-
ungen einzigartige Erlebnisse schaffen können. Wasser-
sportoptionen und sichere Schwimmangebote sind ge-
rade hier im Ziel- und Strategiekonzept richtig verortet.
Das Nebeneinander von Naherholung (optional
„Strandpark“) und Wohnen / Gewerbe (s. unten) muss
mit besonderer Vorsicht behandelt werden, damit
etwaige Nutzungskonflikte vermieden werden. Beson-
ders sensibel ist der Übergang von den öffentlichen
(Bade-)Bereichen zu den angrenzenden privaten
Nutzungen. Hier sind entsprechende städtebauliche
Lösungen gefordert.
[ 5 ] Baufelder nördlich Stadthafen 2 - südlich des
Jovel
Unter dem starken, positiven Einfluss einer Lage am
Stadthafen 2 kann das Areal südlich des Jovel städtebau-
lich qualifiziert werden. Zur Erschließungsrahmen-
bedingung zählt auch eine unbedingt zu ertüchtigende
Querverbindung unter dem Albersloher Weg, dort wo
eine Unterquerung bereits vorbereitet wurde. An dieser
Stelle müssen zukünftig die lichten Höhen überprüft
werden, um eine vollwertige Barriereminderung des
Albersloher Weges zu erreichen bzw. eine komfortable
Vernetzung des Stadthafen 1 mit dem Stadthafen 2 zu
gewährleisten.
Zu beachten ist innerhalb dieser Entwicklungsflächen
resp. neuen Baufeldern, dass bei stadträumlich über-
geordneten Betrachtungen ein möglicher Hochhaus-
Standort als Stadtsignet vorgesehen wird. Damit soll die
besondere stadträumliche und orientierungsgebende
Situation als Auftakt zur Innenstadt direkt am Kanal-
Brückenkopf unterstrichen werden. Ein solches Projekt
stärkt auch das gesamte städtebauliche Erscheinungs-
bild der Magistrale Albersloher Weg.
Die Popularität des Jovel und seine raue, industriell
geprägte Backsteinarchitektur sollte als Beispiel für die
architektonischen und atmosphärischen Qualitäten des
neu zu entwickelnden Quartiers berücksichtigt werden.
[ 6 ] Messe der Zukunft
Die für die Stadt Münster unverzichtbare Adresse rund
um die Messe mit der Halle Münsterland muss Teil der
gesamten Aufwertungsstrategie für die Modellquartie-
re 3 | 4 | 5 werden.
Der geplante neue Haltepunkt für die Regionalbahnver-
bindung der WLE wird dazu führen, dass auch das
Messegelände als öffentlicher Verknüpfungsraum weiter
an Bedeutung gewinnt. Eine urbane Ausstrahlung der
Messe und ihres unmittelbaren Umfeldes muss als
selbstverständlicher Bestandteil im stadträumlichen
Kontext der neuen Quartiere im Fokus der Entwick-
lungsstrategie der nächsten Jahrzehnte stehen. Dabei
sollte auch die wichtige Adresse zum Albersloher Weg
und das wenig zeitgemäße Entrée, bestehend aus einem
versiegelten, überdimensionierten Platz, aufgewertet
werden. Abgeleitet aus dem städtebaulichen Gesamt-
kontext ist ein Standort für ein städtebauliches Signet
direkt gegenüber dem Stadthaus 3 möglich. Synergien
z.B. von gastronomischen Angeboten in den lebendigen
Quartieren nebenan und im Stadthafen 1 können Teil
der gemeinsamen Entwicklungsstrategie werden.
Bisherige Konzerte und Großevents haben über die Ver-
webung mit dem Messeareal und dem Hawerkamp ein
Alleinstellungsmerkmal geschaffen, deren Durch-
führung auch mit der Nachbarschaft eines Störfall-
betriebes möglich ist. Hier muss es gelingen, die „back-
stage“ und Logistikbereiche noch enger mit der Messe
20 Werkstattverfahren
und den Raumangeboten „außen“ und auch „innen“
(Logistik-Reserven in den Hallen) zu verzahnen, um
wertvolle Flächen in Richtung DEK und Stadthafen 2
Schritt für Schritt entwickeln zu können.
[ 7 ] Urbanes Zukunftsbaufeld am Stadthafen 2 inkl.
der kleinen „Hafenspitze“
Zwischen Hawerkamp und dem Becken des Stadthafens
2 entfaltet sich ein kleines Teilquartier, welches eben-
falls von der Situation am Wasser hervorragend an der
Entwicklung partizipieren kann. Die vorhandene Gastro-
nomieterrasse rund um den „Coconut-Beach“ wird
hoffentlich noch lange den Abschnitt positiv vorprägen.
Im weiteren Umfeld und am Kanal ist zudem die
Zwischennutzung für die Lagerfläche für den Kanal-
ausbau über einen Zeitraum von mindestens zehn
Jahren mit zu integrieren. Langfristig kann hier eines der
interessantesten urbanen Teilquartiere entstehen. Klare
Raumkanten zum Wasser können dieses Teilquartier
prägen, eine Sicherung der vollständigen Ufersituation
für eine öffentliche Zugänglichkeit auch im Bereich des
Experimentierfeldes Hawerkamp ist obligatorisch und
Grundvoraussetzung. Die Zukunft der kleinen Hafen-
spitze sollte nach dem Vorbild der großen Schwester im
Stadthafen 1 lange offengehalten werden bzw. Bestand-
teil besonderer Freiraumangebote am Kanal sein.
[ 8 ] „Am Hawerkamp“ mit Experimentierfeld zum
Kanal
Bereits die Straße Am Hawerkamp, beginnend am
Messe-Entrée und am Jovel-Ensemble, bekommt zu-
künftig über einen veränderten Verlauf eine andere
Rolle zugewiesen. Die Straße wird zum zentralen öffent-
lichen Raum mit Zuführungsfunktion zum Event-,
Kultur- und Gastronomieareal des Hawerkamp-
Geländes und des Stadthafens 2, samt neuer Entwick-
lungsoptionen. Der Hawerkamp steht für ein vielfältiges
und einmaliges kulturelles Angebot. Diese Funktion
muss gesichert, gestärkt und mit Erweiterungsräumen
angereichert werden. Neben der Keimzelle des
Gebäudeensembles mit einer Vielzahl von Nutzerinnen
und Nutzern ist in Richtung DEK ein urbanes
Experimentierfeld ein erklärtes städtebauliches Ziel.
Auch hier kann, orientiert an zukunftsfähiger urbaner
Produktion, durchaus auch aus den Event- und Kunst-
aktivitäten entwickelt, mit Dienstleistungen, Fortbil-
dungen etc. eine bedächtige und von den Initiativen des
Hawerkamp getragene Entwicklung mit Betreiber-
konzept in Gang gesetzt werden.
Einfaches, experimentelles Bauen nach dem Vorbild
einer nachhaltigen „Minimalarchitektur“ (SeeCon-
tainer / „Kreativ-Garagen“ u.a. Experimente) kann auch
unter dem Aspekt der Lärmschutzfunktion für das ge-
genüberliegende Wohnen des Modellquartiers 4 an der
Nieberdingstraße Vorbildcharakter übernehmen.
[ 9 ] Nieberding „am Wald“ samt Teilareal Eulerstraße
Das Modellquartier 4 rund um die Nieberdingstraße hat
über die zahlreichen Nutzer und Nutzerinnen in höchst
unterschiedlichen Gebäudebeständen bereits eine
eigene Identität erlangt. Diese wurde von einem aus-
geprägten Gemeinschaftssinn, ausgehend u.a. von der
Nieberding-Initiative, auf den Weg gebracht und ver-
leiht dem Standort Lebendigkeit. Die naturräumliche
Situation mit einer breiten, landschaftlich geprägten
und waldartigen Adresse zum DEK, wird auch zum Leit-
bild zukünftiger Entwicklungen.
Als „Quartier am Wald“ muss dieses Motiv auch weiter
unterstützt werden z.B. durch ergänzende Baum-
pflanzungen für einen langfristig zu erreichenden Wald-
charakter. Sukzessive Nachverdichtungen und Erneu-
erungen (kleinere und mittlere Baufelder am Rande des
Waldes oder Einzelneubauten) können das Quartier
nach und nach zukunftsfähig machen. Zeitgemäße For-
men von Arbeiten, auch aus den Keimzellen vorhande-
ner Inkubatoren rund um die Event- und Gastronomie-
szene entwickelt, können trotz der Umfeld-Belastungen
der aktiven Hafenindustrie südlich der WLE-Brücke Teil
der Entwicklungsstrategie werden.
Das „Quartier am Wald“ kann sich Stück für Stück erneu-
ern. Hierbei sollte auch das abgeschiedene Teilareal an
der Eulerstraße als südlicher Auftakt des „Quartiers am
Wald“, trotz der Barriere der in der Erneuerung befind-
lichen WLE-Trasse, mit eingebunden werden.
21Werkstattverfahren
Der Waldbestand im Modellquartier 4 wird zukünftig
als „Mittelpunkt“ des Quartiers 4 am Kanal liegen und
einer neuen sozialen Kontrolle unterliegen bzw. nicht
mehr im „Dornröschenschlaf“ liegen, dies bedeutet
aller Voraussicht nach auch Pflege-Begleitmaßnahmen
etc. Vor allem dann, wenn sich die Quartiere mit vielen
Beschäftigten und neuen Bewohnerinnen und Bewoh-
nern weiterentwickeln. Auch könnte eine Kanal-
Brückenoption für Fußgängerinnen und Radfahrer als
Vernetzung mit dem gegenüberliegenden Modell-
quartier 5 am Hawerkamp dazu führen, dass der
Waldsituation eine weitergehende Bedeutung zu-
gewiesen wird. Das Leitbild des „Quartiers am Wald“
verlangt dabei ohnehin eine landschaftliche Begleitung
der Stärkung des Waldthemas im gesamten Quartier.
Nach Norden muss die Vernetzung zum Modellquartier
3 gelingen. Hier sind auch Entwicklungen zum Albers-
loher Weg hin mit einem multifunktionalen Gewerbe-
hof rund um den EventPort zu einem hybrid genutzten
Quartier möglich. Ein weiterer Mobilitäts-Hub an der
B 51 beschreibt eine städtebauliche Option.
[ 10 ] Wassersportzentrum Münster
Als unverzichtbarer Bestandteil des Kanalerlebnisses
und des „Quartiers am Wald“ gilt das Wassersport-
zentrum Münster, deren Partnerschaft auch den erfolg-
reichen Kanu Polo Münster e.V. umfasst. Vorrangig
solche Keimzellen machen das Freizeit- und Land-
schaftserlebnis am DEK attraktiv.
Diese kleine „Waldlichtung“ inkl. im Rahmen des Kanal-
ausbaus geplanter neuer Ein- und Ausstiegsstelle ist
dabei ein zu integrierender Bestandteil der Zukunfts-
perspektive im Modellquartier 4. Auch hier ist eine
langfristige Entwicklung im Rahmen neuer Bauprojekte
in Kanalufernähe nicht gänzlich ausgeschlossen, sofern
diese im Einklang mit dem Wassersport steht. Das B-
Side Projekt im Stadthafen 1 zeigt beispielsweise ein-
drucksvoll auf, wie eine hybride Gebäudenutzung im
Erdgeschoss auch die Sportlerinnen und Sportler
attraktiv und mit direktem Zugang zum Wasser integrie-
ren kann.
[ 11 ] Modellquartier 3 mit Schwerpunkt Wohnen und
Lebendigkeit mit begleitendem Retentionsraum und
Kaltluftschneise „Lütkebach“
Die Qualitäten der „Lebensader“ des DEKs bis in die
Tiefe des Modellquartiers 3 und damit langfristig bis
zur Trasse der B 51 hineinzuziehen, ist eines der städte-
baulich-freiraumplanerischen Leitziele. Es gilt, möglichst
hohe Qualitäten für die neuen Bewohnerinnen und
Bewohner zu schaffen.
Auch in der Tiefe des Stadtviertels muss das Erlebnis
vom Wasser im Quartier durch neue Freiräume
Richtung Kanal spürbar gemacht werden. Das zieht
möglicherweise auch höhere Verdichtungen nach sich
und verlangt eine städtebauliche Strukturierung in den
Baufeldern mit entsprechenden Gebäudetypologien
und partiellen und Höhenpointierungen. Dass dies
möglich ist, zeigen Beispiele wie Hamburg – Hafencity
oder Wien – Nordbahnhof, welche für die Modell-
quartiere als Referenzen herangezogen werden. Die
Wohnangebote in Modellquartier 3 werden auch in der
gewünschten Durchmischung der „SoBoMü“ und damit
für alle Segmente, insbesondere auch für preiswerten
Wohnraum ausgelegt.
Weitere Durchmischungen und Erdgeschoss-
belebungen nach Wiener Vorbild sind obligatorisch.
Hier sind u.a. urbane Produktionen, Büros, Praxen,
Gastronomie, untergeordnete Nahversorgung, Kultur,
soziale Infrastruktur wie Gemeinschaftsangebote und
KITAs Teil der Programmierung.
Zur B 51 kann unter mittelfristiger Integration und
innerbetrieblicher Verlagerung vorhandener Gewerbe-
betriebe auch eventuell eine passive Lärmschutzfunk-
tion geleistet werden.
Nach Norden zur Schillerstraße und nach Osten zur B 51
prägen Retentionsräume für Starkregenereignisse und
die Kaltluftschneise des Lütkenbachs bei Einbezug des
Areals des Akademischen Ruderklubs und der land-
schaftlich eingebetteten Schillerstraße die Außenkontur
des Modellquartiers 3.
22 Werkstattverfahren
Nach Süden zum Albersloher Weg muss sich die Entrée-
situation noch lange Zeit mit den städtebaulichen
Prägungen des Bauhaus-Areals arrangieren. Ein gestalt-
erisch prägnant herausgearbeiteter öffentlicher Raum
samt der Möglichkeit eines „Super-Hubs“ für die
Modellquartiere an der Feuerwache ist das erklärte Ziel.
[ 12 ] Albersloher Weg – Tor zur Stadt, aber Barriere
zwischen den Modellquartieren
Der Albersloher Weg ist ein wichtiger und intensiver
Verkehrsweg, der die Innenstadt mit dem Osten der
Stadt verbindet. Die Überquerung der Brücke wird als
Eintritt in die Stadt erlebt. Diese Eingangssituation
könnte durch die Setzung baulicher Hochpunkte (s. un-
ten) stärker inszeniert werden.
Der Albersloher Weg wirkt im gesamten Projektgebiet
als Barriere und zerschneidet die Modellquartiere. Das
gilt insbesondere für den Teil südlich der Brücke, der auf
einem Damm geführt wird und von Gewerbebauten
und Parkplätzen flankiert wird. Die Barrierewirkung
muss – soweit es die die baulichen und topografischen
Bedingungen erlauben – durch bauliche und gestalt-
erische Maßnahmen reduziert werden.
23Werkstattverfahren
Die Präsentation des Perspektivplans und der Hand-
lungsfelder bildeten den öffentlichen Abschluss des
Werkstattverfahrens. Im Rahmen der Veranstaltung am
28. September 2022 im Jovel informierte eine Ausstel-
lung über die Ergebnisse dieser Werkstattarbeit. Der
Abend endete mit einem bildreichen Vortrag des Ham-
burger Oberbaudirektors Franz-Josef Höing, der seine
Erfahrungen mit der Entwicklung von Quartieren am
Wasser in Hamburg mit dem Publikum teilte. Der Per-
spektivplan konnte anschließend online bis zum 28. Ok-
tober 2022 kommentiert werden.
Im Rahmen dieser zweiten Online-Beteiligung wurde er-
neut der Wunsch nach Freiräumen ohne Konsumzwang,
der insbesondere auch für Jugendliche attraktiv ist, be-
tont sowie das Bedürfnis nach öffentlichen Toiletten.
Autofreie Zonen und die Vermeidung großflächiger,
ebenerdiger Parkplatzflächen – wobei es zu keiner Be-
schneidung der Parkplätze der MCC Halle Münsterland
kommen sollte, – die Stärkung des Fuß- und Radver-
kehrs und des ÖPNV (z. B. durch eine eigene Busspur),
eine Verbindung ins Südviertel sowie mehr Shared
Spaces wurden angeregt. Die Brückenoption entlang
der WLE-Trasse wurde zugunsten des Erhalts des Wäld-
chens bevorzugt. Deutlich wurde auch hier nochmal,
dass der Erhalt der Club- und Kulturszene rund um den
Stadthafen 2 für die Entwicklung des Quartiers für Viele
von elementarer Bedeutung ist. Hier komme es auch auf
innovative Lärmschutzkonzepte an. Das Konzept der
Schwammstadt wurde eingebracht sowie der Wunsch
nach alternativen und nachhaltigen Wohnformen, z. B.
in Tiny Houses, wobei nachhaltige Baumaterialien ein-
gesetzt und wiederverwendet werden sollten. Eine na-
turnahe Freiraumgestaltung wird gewünscht mit vielen
Bäumen, die Schatten spenden und das Mikroklima po-
sitiv beeinflussen. Ein Spazierweg entlang des Baches
wurde vorgeschlagen und die Relevanz nachhaltiger
Energiekonzepte betont.
Unter dem Titel „Mehr wagen!“ fasste eine Teilnehmerin
zusammen, dass es darauf ankomme, Quartiere zu pla-
nen, die auch in 60 Jahren noch funktionieren – ins-
besondere mit Blick auf die Themen Klimaresilienz, zu-
kunftsfähige Veranstaltungsplanung und die perspekti-
vische Nutzung von Verkehrsachsen wie dem Albers-
loher Weg.
24 Werkstattverfahren
Im kontinuierlichen Dialog
Ergebnisspräsentation im Jovel
“Die Einrichtung eines barrierearmen Zugangs zur
Badestelle am Stadthafen 2 könnte die Vielfalt
fördern. Auch wäre eine Lösung wie in Berlin mit dem
Spree-Pool denkbar.”
“Der Gasometer stellt nicht nur für die queere
Community einen wichtigen Ort dar und soll erhalten
bleiben.”
“Um die Atmosphäre eines kalten Büroviertels zu ver-
meiden, wäre die Verwendung natürlicher Baustoffe
wie Holz oder Naturstein wünschenswert.”
“Um weitere Bodenversiegelungen zu vermeiden,
sollten Höhen ausgenutzt werden und mit einer
nachhaltigen Wasserwirtschaft und Solarenergie
geplant werden.”
Ergebnis-Dialog
Dank analoger und digitaler Beteiligung der Bürger-
innen und Bürger ist ein großer Speicher an lokalem
Wissen und innovativen Ideen entstanden, der eine
große Bereicherung für die nächsten Schritte im
Planungsprozess darstellt. Auch im Rahmen der zeitnah
nachfolgenden städtebaulich-freiraumplanerischen
Wettbewerbe soll der intensive Dialog mit der Stadt-
gesellschaft fortgeführt werden, um gemeinsam an
überzeugenden Lösungen für zukunftsfähige Quartiere
zu arbeiten.
25Ausblick
Ausblick
>> Wie geht´s weiter?
Die Modellquartiere im Blick
26
TITEL HEFT NR.
Parkraumuntersuchung Altstadt / Hbf. Münster / Westf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/94
Werkstattbericht Stadtentwicklung Münster 2010, Materialien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2/94
Dokumentation Kongress, neue Wege für das Rad . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3/94
Radverkehr in Fußgängerzonen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4/94
Bauleitplanung und Wohnungsbau 1994 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5/94
Verkehrsbericht Münster 1993 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6/94
Verkehrsmittelwahl und ÖPNV-Akzeptanz der Studierenden in Münster . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .7/94
Bauleitplanung und Wohnungsbau 1995 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1/95
Programm fahrradfreundliche Stadt Münster
Gemeinsame Benutzung von Sonderfahrstreifen durch Bus- und Radverkehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2/95
Haushaltsbefragung Münster 1994, Zeitbudget und Verkehrsteilnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3/95
Wohnungsbau und Eigenheimbau Wohnwünsche von Wohnungssuchenden und Bauwilligen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4/95
Parkraumuntersuchung im Universitätssektor der Westfälischen Wilhelm-Universität Münster . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/96
Optimierung für den Radverkehr an Lichtsignalanlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2/96
Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur im Universitätsbereich / Innenstadtbereich Münster . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3/96
mensch.mobil ´96 Forum für humane Mobilität. Kongressdokumentation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/97
Nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung - von Rio über Istanbul zur lokalen Agenda . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2/97
Zeitstrukturen und Stadt. Das Zeitprofil von Münster - Chance für eine nachhaltige Entwicklung!? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/98
Untersuchung zu Bündelungspotentialen im Wirtschaftsverkehr des Dienstleistungssektors
zum Aufbau einer Branchenlogistik in Münster . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2/98
Erster Nahverkehrsplan Münster . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3/98
Entwicklungskorridor Hauptbahnhof Albersloher Weg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/99
Funktionale Stärkung von Stadtteilzentren in Münster . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2/99
Neues Wohnen im Bestand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/2000
Regionaler Wohnungsmarkt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2/2000
Maßnahmen zur Akzeptanzsteigerung von mobilé - Wahrnehmung und Bewertung der
Mobilitätszentrale Münster . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3/2000
Großflächiger Einzelhandel in Münster . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4/2000
Wohnbaulandentwicklung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/2001
Verkehrsbild Münster 2001 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/2003
Lokale Agenda – Nachhaltigkeitsbericht 2001 /2002 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2/2003
Einzelhandelskonzept Münster – Leitlinien der räumlichen Entwicklung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/2004
Betriebliches Mobilitätsmanagement der Stadtverwaltung Münster . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/2005
Wohnbaulandentwicklung 2005 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2/2005
2. Nahverkehrsplan Stadt Münster . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/2006
Das alltägliche Verkehrsverhalten der Münsteraner
Ergebnisse einer Haushaltsbefragung im November 2007 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/2008
Einzelhandels- und Zentrenkonzept Münster . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/2009
Attraktiv, generationengerecht, partnerschaftlich
Münsters Handlungskonzept zum Demografischen Wandel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2/2009
Verkehrsentwicklungsplan Münster 2025 Teil 1: Analyse und Bestand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3/2009
Monitoringbericht zur Einzelhandelsentwicklung in Münster 2010 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/2011
Verkehrsverhalten und Verkehrsmittelwahl der Münsteraner
Ergebnisse einer Haushaltsbefragung im Herbst 2013 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/2014
3. Nahverkehrsplan Stadt Münster . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/2016
Einzelhandels- und Zentrenkonzept Münster (2. Fortschreibung) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8/2018
Planungswerkstatt 2030
Dokumentation des Prozesses zur Erarbeitung des Wohnsiedlungsflächenkonzepts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1/2019
Zukunftswerkstatt Albachten – Zusammenfassung und Ergebnisse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/2020
Integriertes Entwicklungskonzept Coerde . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2/2020
Stadtteilentwicklungskonzept Nienberge / Häger . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3/2020
Stadtteilentwicklungskonzept Handorf, Gelmer, Sudmühle, Mariendorf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/2022
Stadtteilentwicklungskonzept Hiltrup-Ost . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2/2022
Neue Stadtquartiere am Dortmund-Ems-Kanal. Theodor-Scheiwe-Straße | Nieberdingstraße |
Am Hawerkamp. Werkstattdokumentation (Kurzfassung) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1/2023
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Beiträge zur Stadtforschung, Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrs-
planung ISSN 0933-9078
27
Stadt Münster
Stadtplanungsamt
Albersloher Weg 33
48155 Münster
© 2023 Stadt Münster / FALTIN+SATTLER
Anlage A
1197 Zeichen
Anlage A zur V/0105/2023 Kurzüberblick Mit der vorliegenden Vorlage wird über das Ergebnis des Werkstattverfahrens und den Perspek- tivplan zur Entwicklung neuer urbaner Stadtquartiere am Dortmund-Ems-Kanal (DEK) informiert. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Mit der Vorlage werden insbesondere folgende Ziele bzw. Leitorientierungen aus dem ISM- Prozess verfolgt: Wir werden als Wirtschaftsstandort die Stadt des dynamischen Mittelstandes in Nordrhein- Westfalen Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwi- ckeln: mit hoher Umwelt- und Naturqualität mit breitem Freizeit- und Sportangebot mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft Finanzierung Durch die Berichtsvorlage entstehen der Stadt Münster keine Kosten. Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig X vollständig freiwillig Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Mit der Vorlage ist keine besondere Relevanz mit den genannten Aspekten verbunden.
Beratungsverlauf (8)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (21)
- Eulerstraße
- Lippstädter Straße
- Theodor-Scheiwe-Straße
- Nieberdingstraße
- Schillerstraße
- Bremer Platz
- Hafenplatz
- Albersloher Weg 33
- Lütkenbecker Weg
- Am Hawerkamp 8
- Am Mittelhafen
- Umgehungsstraße
- Soester Straße
- Kiesekamps Mühle
- Hafengrenzweg
- Industrieweg
- Loddenheide
- Promenade
- Hansaring
- Hansaplatz
- Hafenweg
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0105/2023
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 15.02.2023
- Erstellt
- 14.02.2023 16:21