Mandari Insight

V/0365/2023

Trägervergabe für die viergruppige Kindertageseinrichtung am Heinrich-Wichtrup-Weg (York Quartier), Bezirk Südost

Vorlagen 20.07.2023

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83540 Zeichen

KONZEPTION 
der  
KINDERTAGESSTÄTTE HEINRICH-WICHTRUP-WEG

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INHALTSVERZEICHNIS 
 
 
 
1. Trägerkompetenz und Referenzen      4 
 
1.1. Spitzenverband Wohlfahrtspflege/anerkannter Träger der Kinder- 
und Jugendhilfe         4 
 
1.2. Fachberatung Spitzenverband/Beratung Insoweit erfahrene Fachkraft  4 
 
1.3. Erfahrung institutionelle Kinderbetreuung     4 
 
1.4. Mitwirkung in Fachgremien / AGs       5 
 
1.5. Zuverlässigkeit des Trägers        5 
 
1.6. Gemeinsame Bildung und Betreuung von Kindern mit (drohender) 
Behinderung          5 
 
2. Personal           6 
 
2.1. Vergütung nach Tarifvertrag TvöD SuE      7 
 
2.2. Ausbildungskonzept         7 
 
2.3. Personalgewinnungs- und -entwicklungskonzept     7 
 
2.4. Ausfallmanagement         8 
 
3. Pädagogisches Konzept        8 
 
3.1. Querschnittsaufgaben        8 
3.1.1. Bildungsverständnis        8 
3.1.2. Leitbild          9 
3.1.2.1. Achtung der Vielfalt: das Fremde wird das Bekannte   10 
3.1.2.2. Anteilnahme und Zusammenhalten: Altruismus entwickeln  10 
3.1.2.3. Achtung der Lebensalter: Bereicherung durch Begegnung 
der Generationen       10 
3.1.2.4. Inklusion leben        10 
3.1.2.5. Achtung des Lebens und der natürlichen Lebensgrundlagen: 
Ganzheitlich denken und handeln     11 
3.1.3. Eingewöhnung         11 
3.1.4. Demokratische Bildung und Partizipation      11 
3.1.5. Erziehungs- und Bildungspartner*innenschaft     12

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3.1.6. Inklusion, Diversität, armutssensible, rassismuskritische, 
geschlechterreflektierende Bildung, gemeinsame Erziehung   14 
3.1.7. Kinderschutz (Schutzkonzept, Meldewege, Fachberatung, QM)   14 
3.1.8. Beschwerdemanagement und Verfahren zur Selbstvertretung   16 
3.1.9. Methoden der Beobachtung und Dokumentation     17 
3.1.10. Flexible, bedarfsgerechte Raumgestaltung     18 
 
3.2. Bildungsbereiche         18 
3.2.1. Bildungsgrundsätze NRW        18 
3.2.2. Frühkindliche Bildung        18 
3.2.3. Alltagsintegrierte Sprachbildung       19 
3.2.4. Gesundheit, Hygiene und Sicherheit      20 
3.2.5. Prävention         22 
3.2.6. Medienbildung         25 
 
3.3. Qualitätsentwicklung/Qualitätsmanagement     26 
3.3.1. Konzeptionelle Vereinbarung zur Weiterentwicklung der     
Einrichtungskonzeption        26 
3.3.2. Qualitätsmanagement        26 
3.3.3. Fortbildungen         27 
 
3.4. Sozialraumorientierung/Kooperation      27 
3.4.1. Beschreibung/Analyse Sozialraum      27 
3.4.2. Konzeptionelle Ausrichtung/Schwerpunktsetzung wg. Sozialraumanalyse   28 
3.4.3. Transitionsprozesse/Kultur des Übergangs     28 
3.4.4. Netzwerkzusammenarbeit (konzeptionell)     30 
3.4.5. Aufnahmekriterien (Sozialraum)       30 
3.4.6. Familienzentrum NRW Zertifizierung      31 
3.4.7. Flexible/erweiterte Öffnungszeiten / Schließzeiten    31 
3.4.8. Zertifizierung plusKITA        31

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1. Trägerkompetenz und Referenzen 
 
1.1. Spitzenverband Wohlfahrtspflege/anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe 
 
Die 2002 gegründete gemeinnützige wert-voll GmbH (www.wert-voll.org) ist anerkannter 
Träger der freien Jugendhilfe nach § 75 SGB VIII, Mitglied des Paritätischen 
Wohlfahrtsverbandes NRW und des Paritätischen Jugendwerkes NRW. 
Wir sind zudem Mitglied der „Landesarbeitsgemeinschaft 21 - Netzwerk Nachhaltigkeit 
NRW“ sowie Teilhaber im „Netzwerk Stiftungen und Bildung“ und haben uns der „Initiative 
Transparente Zivilgesellschaft“ angeschlossen. 
 
Die wert-voll ggmbh möchte mit ihrer Arbeit zur Lösung drängender Zukunftsfragen 
beitragen: Zum Beispiel das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen und Generationen 
sowie der Schutz der Umwelt. 
Die entscheidenden Weichenstellungen für die Gestaltung der Zukunft verfolgen wir mit 
einer starken Werteorientierung. Dabei fühlen wir uns einem undogmatischen 
Kommunitarismus, einer am Gemeinwohl orientierten sozial-philosophischen Lehre, 
verbunden. 
 
Unsere Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. 2012 mit dem Jugendkulturpreis NRW 
und 2017 mit dem „PSD-Bank Förderpreis Soziale Stadt“. 
 
1.2. Fachberatung Spitzenverband/Beratung Insoweit erfahrene Fachkraft 
 
Wir werden seit Jahren in verschiedenen Kommunen im Bedarfsfall durch die 
Fachberatungen sowie die Insoweit erfahrenen Fachkräfte des Paritätischen 
Wohlfahrtsverbandes beraten und begleitet. 
 
Kinderschutz ist durch eine qualifizierte Fachkraft für Kinderschutz beim Träger auf höchster 
Ebene strukturell verankert. 
 
1.3. Erfahrung institutionelle Kinderbetreuung 
 
Seit Frühjahr 2018 betreibt die wert-voll ggmbh Kindertagesstätten (www.wert-voll-
kita.org), beginnend mit einer viergruppigen Einrichtung in einem Containerprovisorium in 
Düsseldorf-Wersten. Dieses Provisorium wird im nächsten Jahr in einen sechsgruppigen 
Neubau in Holzbauweise am Sportplatz des SV Wersten übergehen.  
 
In Dortmund wurde die wert-voll ggmbh vom Jugendamt Dortmund als Träger sowohl einer 
sechsgruppigen Einrichtung in Dortmund-Westerfilde, die im Herbst 2023 eröffnen wird, als 
auch einer viergruppigen Einrichtung im Kaiserstraßenviertel/Innenstadt-Ost, deren 
Inbetriebnahme für das Kitajahr 2024/25 geplant ist, bestimmt. 
 
In Krefeld eröffnet der Träger Ende 2023 eine neue sechsgruppige Einrichtung in der 
Innenstadt. Darüber hinaus ist nach einem umfangreichen Umbau ab 2024 der Betrieb einer 
zweigruppigen Einrichtung am Standort der bisherigen städtischen Kindertageseinrichtung 
Breite Straße geplant.

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In Havixbeck (Kreis Coesfeld) zeichnet sich die Übernahme einer zweigruppigen 
Elterninitiative zum Beginn des Kitajahres 2023/24 ab. 
 
Weitere Standorte in NRW (u.a. Mönchengladbach und Essen) sind in Planung. 
 
Wir streben danach, je Kommune ein Cluster aus mindestens drei Einrichtungen zu bilden, 
die sich untereinander unterstützen können. 
 
1.4. Mitwirkung in Fachgremien / AGs 
 
Der Träger wird in den Fachgremien und Arbeitsgemeinschaften nach § 78 mitwirken. 
 
1.5. Zuverlässigkeit des Trägers 
 
Die wert-voll ggmbh betreibt seit 2018 eine viergruppige Kindertagesstätte in Düsseldorf-
Wersten und verfügt somit über mehrjährige Erfahrungen hinsichtlich der 
Rahmenbedingungen , der Betriebsabläufe sowie der Zusammenarbeit mit den 
verschiedensten Akteuren (Eltern, kommunales Jugendamt, Landesjugendamt, 
Fachberatung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes etc.). 
 
Nach dem Start in Düsseldorf arbeitet der Träger nun intensiv auch mit anderen Kommunen, 
die ihm die Übernahme weiterer Einrichtungen angetragen haben. 
Ihn zeichnet eine geringe Fluktuation beim Personal, gute Anbindung an den Paritätischen 
Wohlfahrtsverband, hohe fachliche Kompetenz, jahrzehntelange Erfahrung in der 
Bildungsarbeit, gute personelle Ausstattung und gesicherte Zahlungsfähigkeit/Liquidität aus. 
 
Mit der ersten Einrichtung wurde für die Verwaltung das Programm „KitaPlus“, eingeführt. 
In der Kombination aus transparenter, cloud-basierter Verwaltung und regelmäßigen 
persönlichen Besuchen funktioniert der Betrieb von Dortmund aus problemlos. 
 
Nach langjähriger Tätigkeit in der Kinder- und Jugendhilfe und in Bildungsprogrammen hat 
die wert-voll ggmbh ihren Arbeitsschwerpunkt in den Bereich der institutionellen 
Kinderbetreuung verlegt und weitet ihr Angebot nun sukzessive in NRW aus. 
 
1.6. Gemeinsame Bildung und Betreuung von Kindern mit Migrationshintergrund / 
(drohender) Behinderung 
 
Wir sind davon überzeugt, dass jedes Kind über individuelle Stärken, Fähigkeiten und 
Vorlieben wie auch über eigene Grenzen verfügt, individuelle Schwierigkeiten erlebt und 
eigene Bedürfnisse und Bedarfe hat. In der alltäglichen pädagogischen Arbeit ist es unser 
Anspruch, jedes Kind in seiner Einzigartigkeit wahrzunehmen. Dabei ist uns eine 
ressourcenorientierte Sicht besonders wichtig. Wir schauen auf das, was ein Kind an 
Potenzialen mitbringt, nutzen seine Stärken und stellen uns die Frage, was es braucht, um 
sich in unserer Einrichtung optimal entwickeln zu können. Die Auffassung, dass jedes Kind, 
ob mit oder ohne Behinderung, zunächst einmal ein Kind ist, bildet die zentrale Grundlage 
unserer inklusiven Bemühungen. 
Konsequenterweise machen wir keine Angebote für einige wenige Kinder mit besonderem 
Förderbedarf, sondern gestalten unseren pädagogischen Alltag so, dass sich alle Kinder

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gleichermaßen entfalten können. Wir nehmen jedes Kind vorbehaltlos an, wie es ist. Das 
bedeutet nicht, die Augen vor individuellen Schwierigkeiten und Förderbedarfen eines 
Kindes zu verschließen, macht es uns aber möglich, dem Kind in seiner Gesamtheit zu 
begegnen, es mit seinen Stärken zu sehen und ihm mit Respekt und Wertschätzung zu 
begegnen. Potenziale werden so erkannt und der einzigartige Wert eines jeden Menschen 
offenbar. 
Im Team tauschen wir uns regelmäßig über die Kinder und ihre Bedarfe aus, gleichen unsere 
Sichtweisen ab, identifizieren die aktuellen Bildungsthemen der Kinder und formulieren die 
daraus resultierenden Bildungsziele. Bildungsprozesse und -ergebnisse werden 
dokumentiert und dienen als Grundlage für die Ableitung neuer Bildungsziele, ohne dass 
dabei die Altersangemessenheit des individuellen Ziels im Fokus steht. In unserem 
Verständnis ist Inklusion nicht die Aufgabe einer einzelnen Integrationskraft, sondern immer 
der zentrale Auftrag an das gesamte Team. Wir verstehen uns dabei als Lernende, mit dem 
Ziel, kindliche Entwicklungsprozesse zu beschreiben und zu verstehen. 
In Abstimmung mit den Eltern suchen wir gezielt Kontakt zu Frühförderstellen und 
Therapeuten der bei uns betreuten Kinder. Wir bemühen uns um fachlichen Austausch und 
regen Hospitationen in unserer Einrichtung an. Unsere Eindrücke zu einzelnen Kindern 
verschriftlichen wir und stellen die Informationen den behandelnden Fachkräften auf 
Wunsch und mit Einverständnis der Erziehungsberechtigten gerne zur Verfügung.  
Großen Wert legen wir auch auf die Kooperation mit den Eltern. Dabei bieten wir dem 
engen Austausch mit Eltern von Kindern mit besonderem Förderbedarf gleichermaßen 
Raum wie dem Austausch mit der übrigen Elternschaft. Wir sind uns der Tatsache bewusst, 
dass gerade in inklusiv arbeitenden Einrichtungen Eltern besonderer Aufklärung und 
Information bedürfen. In diesem Zusammenhang ist es uns ein wichtiges Anliegen, jedes 
Kind unserer Einrichtung vor Ausgrenzung oder Schuldzuweisung zu schützen. Dies 
erreichen wir durch sachliche Informationen, Aufklärung und Selbstverständlichkeit im Tun. 
Für die Kinder formulieren wir als ein wesentliches Bildungsziel, dass sie lernen sollen, 
eigene Grenzen und die Grenzen Anderer zu erkennen und ihr Handeln darauf 
abzustimmen. Wir schulen Empathie und fordern Kinder zu rücksichtsvollem und 
einfühlsamem Umgang miteinander auf. Die Erkenntnis, dass tatsächlich jeder etwas 
Anderes besser kann, soll in unseren Einrichtungen bei allen Kindern und Erwachsenen 
reifen. 
 
 
2. Personal 
 
Das Team besteht aus pädagogischen, sozial-pädagogischen und therapeutischen Fachkräften 
entsprechend der Vorgaben im KiBiz (§ 10 ). 
Wir streben eine paritätische Verteilung männlicher und weiblicher Fachkräfte an. 
 
Die Leitung wird entsprechend KiBiz (§ 29) von der pädagogischen Arbeit freigestellt.  
 
In der gemeinsamen Bildung und Erziehung von Kindern mit und ohne Förderbedarf ist die Arbeit 
in multiprofessionellen Team als Voraussetzung zu sehen. Dafür bildet der Träger Teams mit 
pädagogischen Fachkräften sowie Ergänzungskräften und fachfremden Fachkräften, wie zum 
Beispiel Ergotherapeut*innen oder Logopäd*innen. 
Ergänzt und erweitert wird diese multiprofessionelle Perspektive bei Bedarf durch den fachlichen 
Austausch und die Kooperation mit externen Fachkräften oder Institutionen.

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Ein Koch/eine Köchin wird täglich für ein frisches, gesundes und abwechslungsreiches 
Mittagessen sorgen. Darüber hinaus sind mehrere Hauswirtschaftskräfte für die Reinigung 
zuständig. 
 
2.1. Vergütung nach Tarifvertrag TvöD SuE 
 
Das Entgelt der pädagogischen Mitarbeiter*innen richtet sich nach §§ 12-17, Besonderer 
Teil Sozial- und Erziehungsdienst (SuE). 
 
2.2. Ausbildungskonzept 
 
Die Qualität der Bildungsarbeit in unseren Einrichtungen ist in hohem Maße von der 
Kompetenz unserer Mitarbeitenden abhängig. Als werteorientierter Arbeitgeber begreifen 
wir die Ausbildung junger Menschen als unsere Aufgabe. In all unseren Einrichtungen bilden 
wir daher in jedem Kita-Jahr konsequent aus. Wir bieten sowohl Ausbildungsplätze für die 
praxisintegrierte Ausbildung als auch Beschäftigungsmöglichkeiten für Praktikantinnen und 
Praktikanten im Anerkennungsjahr. - Da wir uns der besonderen Bindungssensitivität von 
Unter-Dreijährigen bewusst sind, setzen wir Jahrespraktikanten grundsätzlich nicht in der 
Gruppenform II ein.  
Wir suchen und pflegen die Kooperation mit den lokalen Ausbildungsinstituten und 
informieren uns fortlaufend über die Entwicklung der Ausbildungsgänge. Die 
Praxisanleitungen unserer Auszubildenden übernehmen pädagogische Fachkräfte mit 
mehrjähriger Berufserfahrung, die sich regelmäßig fortbilden. 
 
Die Auszubildenden werden von der Einrichtungsleitung zu Feedbackgesprächen 
eingeladen. Zusätzlich werden die erlernten Fähigkeiten dokumentiert und mit den 
Praktikumsbetreuern besprochen.  
Den Auszubildenden werden bei Beginn ein*e Erzieher*in zur Seite gestellt, welche*r als 
Anleiter*in und Ansprechpartner*in dient. 
Wir haben bereits mehrere Auszubildende nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung als 
Erzieher*innen übernehmen können und sind froh diese weiterhin als Mitarbeitende zu 
beschäftigen.  
 
2.3. Personalgewinnungs- und -entwicklungskonzept 
 
Wir verstehen Personalentwicklung als Trägeraufgabe, die wir nicht in den einzelnen 
Einrichtungen, sondern in unserer Zentrale in Dortmund verorten.  
 
Personalgewinnung gelingt uns durch die Zusammenarbeit mit Ausbildungsinstitutionen, 
dem Zur-Verfügung-Stellen von Praktikumsplätzen für Studierende und PIA-Auszubildende 
(nicht im Bereich U3) sowie Unternehmenspräsentationen in unterschiedlichen Kontexten. 
Unserem visuellen Erscheinungsbild kommt bei der Akquise interessierter Fachkräfte eine 
wichtige Bedeutung zu. 
Des Weiteren arbeiten wir bei der Akquise mit dem Jobcenter sowie unterschiedlichen 
Jobportalen wie „kita.nrw“, der Rubrik „Stellenangebote“ auf der Webseite „Der 
Paritätische Wohlfahrtsverband NRW“ oder der Jobbörse „INDEED“.

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Die Passung der Eignung wird im Einstellungsgespräch geprüft. An diesen Gesprächen 
nimmt neben der Einrichtungsleitung auch ein fachkompetenter Trägervertreter teil.  
 
Zum Abgleich von Soll-Ist sowie zur Definition von Zielen und zur Erfassung von Wünschen 
und Perspektiven finden regelmäßige Mitarbeitergespräche statt, auf deren Basis in 
Zusammenarbeit von Leitung und Geschäftsführung für jede Einrichtung ein bedarfs- und 
interessengeleiteter Fortbildungsplan erstellt wird.  
Die Bildungsinhalte orientieren sich stark an der qualitativen Ausrichtung des Trägers, der 
Konzeption der Einrichtung und dem individuellen Bedarf. Kinderschutz und Prävention sind 
Pflichtthemen. 
 
Des Weiteren bieten wir unseren Mitarbeiter*innen gesundheitliche Vorsorge in Form von 
einer Förderung für Sportkurse sowie die Möglichkeit der Teilnahme am Programm JobRad 
(Jobradleasing) an. 
Darüber hinaus wird eine betriebliche Altersvorsorge angeboten. 
 
2.4. Ausfallmanagement 
 
Bildung kann nur gelingen, wenn die uns anvertrauten Kinder kontinuierlich und verlässlich  
von einer hinreichend großen Anzahl von Mitarbeitenden betreut werden. Der 
Mindestbedarf ergibt sich aus den gesetzlichen Vorgaben nach Kinderbildungsgesetz und gilt 
uns als Mindeststandard. Durch Definition von Schließzeiten und vorausschauender 
Urlaubsplanung stellen wir sicher, dass der Betrieb während der Öffnungszeiten stets in 
allen Gruppen gewährleistet ist. Unerwartete Ausfälle kompensieren wir über den Einsatz 
von Springern. Zusätzlich bestehen Kooperationen mit Anbietern aus dem Bereich 
„Personalüberlassung“, die sich in der Vergangenheit bereits bewährt haben. Um die 
Bedeutung von kontinuierlichen und verlässlichen Bezugsbeziehungen wissend, soll der 
Einsatz von Springern oder externen Kräften jedoch niemals den Regelfall darstellen, 
sondern lediglich als Intervention im Notfall zum Tragen kommen. 
Auf das Vorhandensein eine*r Bezugserzieher*in wird geachtet. 
 
 
3. Pädagogisches Konzept 
 
3.1. Querschnittsaufgaben 
 
3.1.1. Bildungsverständnis 
Kinder unterscheiden sich in ihrer Persönlichkeit und sind durch Individualität 
gekennzeichnet. Jedes von ihnen bietet ein Spektrum einzigartiger Besonderheiten auf 
Grund seines Temperamentes, seiner Anlagen, Stärken, Bedingungen des Aufwachsens, 
seiner Eigenaktivitäten und seines Entwicklungstempos. 
Die Entwicklung eines Kindes ist ein komplexes, individuell verlaufendes Geschehen. 
 
Kinder gestalten ihre Bildung und Entwicklung von Geburt an aktiv mit und 
übernehmen dabei entwicklungsangemessene Verantwortung, denn der Mensch ist auf 
Selbstbestimmung und Selbsttätigkeit hin angelegt.

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Allerdings können sie nur in einem Umfeld aktiv lernen und sich positiv entwickeln, in 
dem sie sich wohl, sicher und geborgen fühlen sowie täglich ausreichend Möglichkeit 
erhalten, sich zu bewegen – insbesondere im Freien. 
 
Die Freiräume für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder schmelzen in unserer 
komplett durchorganisierten Gesellschaft immer weiter zusammen. Dadurch lernen 
Kinder immer weniger, mit sich selbst und ihren Emotionen umzugehen und in einem 
sozialen Gefüge zu agieren. Dem arbeiten die „wert-voll – Kindertagesstätten“ 
entgegen. Dies geschieht weniger durch angeleitete Tätigkeiten, sondern vielmehr 
durch die Schaffung eines Rahmens, in dem die Kinder mit all ihren Sinnen, Emotionen, 
Erfahrungen, geistigen Fähigkeiten und Ausdrucksformen ihr Potenzial frei entfalten 
und erfahren können. 
Kinder sollen nachhaltig lernen- d.h., dass sie die Möglichkeit haben, eigenaktiv und 
selbständig lernen zu können, dass sie eigenen Ideen und Interessen nachgehen 
können, dass sie selbst Entdeckungen machen können und eigenständig Antworten auf 
ihre Fragen finden dürfen. 
 
Insbesondere der Förderung von Resilienz (Widerstandsfähigkeit der Psyche) wird 
große Bedeutung beigemessen. 
 
3.1.2. Leitbild 
Unsere Gesellschaft benötigt eine Besinnung auf Werte, um zukunftsfähig zu werden. 
Diese müssen von Kindheit an erlebbar sein und verinnerlicht werden, denn die Kinder 
von heute sind die Gestalter unserer Gesellschaft von morgen. 
Die „wert-voll - Kindertagesstätten“ sind deshalb Orte, an denen Werte von zentraler 
Bedeutung vermittelt und vor allem gelebt werden. 
Sie verfolgen die Vision einer aufgeschlossenen Gesellschaft, die dem Einzelnen mehr 
Gemeinschaftssinn abverlangt, ihm gleichzeitig aber auch mehr gesellschaftliche 
Verantwortung und Beteiligung einräumt. Eine zukunftsfähige Gesellschaft kann nur 
gelingen, wenn diese Haltung bereits in der Kindheit vermittelt und erlebt wird. 
 
In den „wert-voll - Kindertagesstätten“ wird ein respektvoller und achtsamer Umgang 
mit sich selbst, miteinander und mit der Mitwelt gelebt. Sie wirken darauf hin, dass alle 
Kinder trotz unterschiedlicher Herkunft und sozialem Status sowie mit und ohne 
Behinderung für sich die Entwicklungsmöglichkeiten finden können, die für ein 
gelingendes Leben und eine zukunftsfähige Gesellschaft erforderlich sind. 
Darin verstehen die „wert-voll - Kindertagesstätten“ ihren Bildungs-, Erziehungs-, und 
Betreuungsauftrag. 
 
Die „wert-voll - Kindertagesstätten“ sind weltanschaulich unabhängig und nur ihren 
zentralen Werten verpflichtet. Sie sind ein werbefreier Raum. 
 
Auf der Grundlage ihres Wertekanons übernehmen die „wert-voll - Kindertagesstätten“ 
ausgewählte Sichtweisen und Methoden reformpädagogischer Ansätze - wie z. B. 
Waldorf, Montessori, Emmi-Pikler, Wald-, Erlebnis- und Umweltpädagogik und 
erweitert sie um aktuelle Aspekte. Es entsteht so ein neues pädagogisches und 
kulturelles Konzept, das innovativ und prozessorientiert ist. Es bleibt flexibel und „auf

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dem Wege“, denn jede weitere Kindertagesstätte bereichert die gesamte Konzeption 
und passt sie an neue Herausforderungen an. 
 
Die „wert-voll - Kindertagesstätten“ orientieren sich für ihr pädagogisches Handeln an 
folgenden Prinzipien und Grundsätzen: 
 
3.1.2.1. Achtung der Vielfalt: das Fremde wird das Bekannte 
Kulturelle und religiöse Vielfalt stellen einen erhaltenswerten Reichtum 
unserer Gesellschaft dar. 
Der Respekt vor dieser Vielfalt bildet die Grundlage, um die darin 
enthaltenen Potenziale zu erschließen und sie für die individuelle 
Entwicklung zu nutzen. Aus dem Erleben der kulturellen und religiösen 
Vielfalt ergeben sich gegenseitiges Verständnis und Kenntnisse der anderen 
Kulturen und Religionen. Kinder werden darin bestärkt, diese Vielfalt als 
Bereicherung zu sehen. In den „wert-voll - Kindertagesstätten“ werden 
deshalb Interreligiosität und Interkulturalität durch das gemeinsame Feiern 
z.B. des Weihnachtsfestes, des Festes des Fastenbrechens oder des 
Laubhüttenfestes gelebt. 
Die Verpflegung in unseren Einrichtungen ist so gestaltet, dass alle Kinder 
unabhängig von ihrem religiösen und kulturellen Hintergrund partizipieren 
können. 
 
3.1.2.2. Anteilnahme und Zusammenhalten: Altruismus entwickeln 
Anteilnahme, gegenseitiges Helfen und voneinander Lernen fördern den 
gesellschaftlichen Zusammenhalt und überwinden die Trennung, die aus 
sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Merkmalen resultiert.  
Altruismus ist eine Chance. Er wirkt sich positiv auf die 
Persönlichkeitsentwicklung von Kindern aus, fördert deren soziale 
Kompetenz und ist der „Kitt“ einer zukunftsfähigen Gesellschaft. Deshalb ist 
eine ausgewogene Mischung nicht nur der Religionen und Kulturen, sondern 
auch der der verschiedenen sozialen Milieus ein unverzichtbarer Bestandteil 
der „wert-voll - Kindertagesstätten“. 
 
3.1.2.3. Achtung der Lebensalter: Bereicherung durch Begegnung der Generationen 
Die „wert-voll - Kindertagesstätten“ nutzen die Potenziale, welche durch die 
Begegnung von Kindern und Senior*innen bei verschiedensten 
Gelegenheiten geweckt werden: kindliche Unbefangenheit und Kreativität 
treffen auf Lebenserfahrung und -erkenntnis. Alle Beteiligten profitieren - 
lebenslanges Lernen wird veranlagt und praktiziert. 
 
3.1.2.4. Inklusion leben 
Wir unterstützen das elementare Bedürfnis aller Menschen nach 
selbständiger Entwicklung und den Wunsch dazuzugehören. Damit dieses 
Recht auf Teilhabe gelebt werden kann, besuchen auch Kinder mit 
besonderem Entwicklungsbedarf unsere „wert-voll - Kindertagesstätten“ und 
tragen so zur Vielfalt bei. (vgl. 1.6)

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3.1.2.5. Achtung des Lebens und der natürlichen Lebensgrundlagen: Ganzheitlich  
denken und handeln 
Wir sind in die Natur um uns herum eingebettet und tragen für sie 
Verantwortung. Diesen ganzheitlichen Ansatz leben die „wert-voll - 
Kindertagesstätten“ und vermittelt ihn den Kindern. 
 
Auf dem Weg in die Gesellschaft von morgen verfolgen wir unsere 
ganzheitliche Haltung bei der Gestaltung und Ausstattung des Gebäudes/der 
Räumlichkeiten und des Außengeländes, bei dem Umgang mit Ressourcen 
und bei der Ernährung der Kinder. Außerdem erzeugt eine qualitativ 
hochwertige und anregende Umgebung Achtung vor den Dingen und übt 
einen positiven Effekt auf das Verhalten der Kinder und pädagogischen Kräfte 
aus. Der Raum ist ein pädagogischer Faktor. 
 
Die Achtung des Lebens und der natürlichen Lebensgrundlagen findet ihren 
Ausdruck auch in einer vegetarischen Küche. Unseren Einrichtungen ist es ein 
Anliegen, den Kindern eine gesunde, ausgewogene und mit verschiedensten 
Religionen und Kulturen kompatible Verpflegung anzubieten. 
 
3.1.3. Eingewöhnung 
Die Fachkräfte informieren die Eltern bereits im ersten Gespräch über das 
Eingewöhnungskonzept der Einrichtung. Die Eingewöhnung erfolgt in enger Absprache 
mit den Eltern. In der Regel wird das partizipatorische Modell angewendet. Bei Bedarf 
werden aber auch andere Formen aufgegriffen. (vgl. 3.4.3. Transitionsprozesse/ Kultur 
des Übergangs) 
 
3.1.4. Demokratische Bildung und Partizipation 
Die UN–Kinderrechtskonvention hat die Partizipation als Grundrecht im Artikel 12 
„Unter Berücksichtigung des Kindeswillens“ folgendermaßen festgeschrieben: 
 
„Die Vertragsstaaten sichern dem Kind, das fähig ist, sich eine eigene Meinung zu 
bilden, das Recht zu, diese Meinung in allen das Kind berührenden Angelegenheiten 
frei zu äußern, und berücksichtigen die Meinung des Kindes angemessen und 
entsprechend seinem Alter und seiner Reife.“ 
 
Wir sind in der Gestaltung der „wert-voll - Kindertagesstätten“ diesen demokratischen 
Werten und Rechten verpflichtet. Das gilt für alle - Kinder, Eltern und 
Mitarbeiter*innen. 
Wir nehmen die Kinder ernst, trauen ihnen etwas zu, nehmen Rücksicht auf Ängste, 
Gefühle und Interessen. Wir kommen ihnen mit Achtung, Wertschätzung und Respekt 
entgegen. Wenn Kinder dies selbst erfahren, sind auch sie in der Lage, anderen 
Menschen mit Respekt und Achtung zu begegnen. 
Wir versuchen somit ein Vorbild im Umgang mit den Kindern, Eltern und 
Kollegen*innen zu sein. Dabei lernen die Kinder, Entscheidungen zu treffen und ihre 
eigenen Interessen zu vertreten, Kompromisse einzugehen, zu erarbeiten und auch zu 
diskutieren. Dadurch machen die Kinder zahlreiche Erfahrungen.

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Wir beteiligen Kinder altersgerecht an den sie betreffenden Themen und 
Entscheidungen, soweit möglich und mit unserer Verantwortung für das Wohl der 
Kinder vereinbar. 
Wir informieren Kinder in verständlicher Sprache und altersgerecht über ihre Rechte 
und Möglichkeiten von Mitbestimmung. 
Wir sind überzeugt, dass Kinder durch Beteiligung lernen, für sich und andere 
Verantwortung zu übernehmen. 
Wir ermuntern Kinder, sich zu beteiligen und sich eine eigene Meinung zu bilden, z. B. 
indem wir bewusst Fragen stellen. Wir vermeiden es, wenn möglich, eigenen 
Entscheidungen und Lösungen von Kindern vorwegzugreifen. 
Partizipation verstehen wir dabei nicht ausschließlich als demokratisches 
Abstimmungsverfahren, sondern als Dialog und gemeinsame Entscheidungsfindung der 
Kinder untereinander und mit den pädagogischen Fachkräften.  
Wir nehmen dabei die Meinungen, Bedürfnisse und auch die Kritik der Kinder ernst und 
begründen ihnen gegenüber unsere Entscheidungen. 
 
Partizipation umfasst auch die Möglichkeit zur „Beschwerde“. Kindliche Beschwerden 
bieten im günstigsten Fall Anlass für hochmotivierte Selbstbildungsprozesse.  
Je jünger Kinder sind, umso größer ist aber die Herausforderung, ihre Beschwerden als 
solche wahrzunehmen. Kinder signalisieren diese oft eher als allgemeines Unwohlsein 
(z.B. „mir ist langweilig“) oder bringen sie nonverbal zum Ausdruck. Demzufolge steht 
zunächst die Sensibilisierung aller Fachkräfte für das bewusste Wahrnehmen und 
Aufgreifen der kleinen und großen Beschwerden der Kinder im Kita-Alltag im Zentrum. 
Kinder nutzen alle ihnen zur Verfügung stehenden Ausdrucksformen, um sich zu 
beschweren.  
Wir möchten erreichen, dass alle Fachkräfte im Dialog mit den Kindern ihre 
Beschwerden wahrnehmen und als berechtigt zulassen. Dafür ist es wesentlich, dass 
die Kinder in der gesamten Einrichtung ein „beschwerdefreundliches Klima“ erleben: 
dies ist dann der Fall, wenn in der Kita eine lebendige Partizipationskultur (s.o.) besteht, 
in der es gewünscht ist, sich einzumischen und sich aktiv einzubringen. Zentraler 
Bestandteil der Beschwerdekultur ist auch die wechselseitige Wahrnehmung der 
Mitarbeiter*innen untereinander und die Offenheit, sich gegenseitig „einmischen“ zu 
dürfen, wenn der Eindruck entsteht, dass ein*e Kolleg*in eine Beschwerde nicht 
hinreichend wahr oder ernst genommen hat.  
Aufbauend auf der Wahrnehmung und Interpretation kindlicher Beschwerden können 
im nächsten Schritt gemeinsame Lösungen gesucht und gefunden werden. Dabei spielt 
eine bewusste Zurückhaltung der Erwachsenen im Blick auf (vorschnelle) Lösungen eine 
wichtige Rolle (s.o.). (vgl. 3.1.8. Beschwerdemanagement und Verfahren zur 
Selbstvertretung) 
 
3.1.5. Erziehungs- und Bildungspartner*innenschaft 
Eine gute Betreuung des Kindes basiert auf der verlässlichen und vertrauensvollen 
Zusammenarbeit zwischen Eltern und Fachkräften. Gegenseitige Wertschätzung und 
Rollenbewusstsein sowie Entwicklung eines gemeinsamen Bildungsverständnisses 
bilden die Grundlage für unsere Erziehungspartner*innenschaft. Dies wird durch 
folgende Maßnahmen erreicht: 
In einem ausführlichen Erstgespräch vor der Aufnahme des Kindes informieren sich die 
Fachkräfte über das Lebensumfeld der Familie, lernen die Eltern und das Kind kennen.

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Die Fachkräfte informieren die Eltern über das Eingewöhnungskonzept der Einrichtung.  
Die Aufnahme des Kindes in die Kindergartengruppe und der Übergang von der 
Kindergartengruppe in die Schule sind sensible Phasen. Sie werden mit den Eltern 
besprochen und der Prozess des Übergangs gemeinsam gestaltet. Den pädagogischen 
Fachkräften ist bewusst, dass sich die Familie des Kindes in einer Übergangsphase 
(siehe Transitionsforschung) befindet, in der gewohnte Strukturen verändert werden 
und ambivalente Gefühle bei den Eltern Verständnis und Empathie erfordern. 
 
Ein täglicher informeller Austausch stärkt die Verantwortlichkeit der Eltern und das 
Vertrauen der Zusammenarbeit mit den pädagogischen Kräften. 
Ausführliche Entwicklungsgespräche können jederzeit vereinbart werden. Regelmäßige 
Elternabende sowie gemeinsame Unternehmungen und Aktionen ermöglichen den 
Eltern, am Lebensraum „Kindertageseinrichtung“ teilhaben zu können. Beschwerden 
werden von den Fachkräften mit Offenheit entgegengenommen und zeitnah geklärt. 
Grundsätzlich gilt, dass die Eltern in den „wert-voll - Kindertagesstätten“ nicht als 
Kunden des Betreuungsangebotes verstanden werden. Sie bringen sich 
partnerschaftlich mit ihren Anliegen und Möglichkeiten in die Kindertagesstätte ein. 
Ihre Wünsche, Sorgen und Anregungen werden aufgenommen. Eltern sind und bleiben 
die wichtigsten Bezugspersonen im Leben der Kinder. Sie sind unersetzlich und in ihrer 
Eigenschaft als primäre Bezugsperson von den Fachkräften vorbehaltlos zu akzeptieren 
und wertzuschätzen. 
Die „wert-voll - Kindertagesstätten“ legen deshalb großen Wert auf eine offene, 
partnerschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern. Sie erkennen 
ihre besondere Expertise an und stärken ihre Rolle durch konsequente und individuelle 
Rückmeldungen. 
 
Eltern sind zur Hospitation in den Einrichtungen willkommen. Außerdem werden 
regelmäßig gemeinsame Aktionen, Ausflüge und Feste veranstaltet, so dass die für die 
Kinder stark getrennten Lebensbereiche „Kindertagesstätte“ und „zu Hause“ mit den 
jeweils handelnden Personen ab und an eine erkennbare Schnittmenge erhalten. 
 
In regelmäßigen Abständen werden themenzentrierte Elternabende angeboten, in 
denen über das aktuelle Gruppengeschehen berichtet wird und den Eltern allgemeine 
Einblicke in die Arbeit gegeben werden. Ziel ist es, Transparenz und Vertrauen zu 
schaffen. Darüber hinaus soll im gemeinsamen Austausch die Entwicklung 
gemeinsamer Ziele ermöglicht werden. 
 
Bei diesen Gelegenheiten werden auch die Vertreter des Elternbeirats entsprechend 
den gesetzlichen Vorgaben gewählt. 
 
Die Eltern werden ermutigt, ihre Sichtweise in die Gremien einzubringen. 
Die wert-voll ggmbh sucht den regelmäßigen Austausch mit den gewählten 
Vertreter*innen/Mandatsträger*innen und bindet sie entsprechend ein. 
 
Der Elternbeirat gibt Informationen über die Belange der Eltern an das Team weiter 
und hat sowohl vermittelnde wie beratende Funktion. Der Elternbeirat wird vom Träger 
und der Leitung der Einrichtung rechtzeitig und umfassend über wesentliche 
Entscheidungen informiert.

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Vertreter des Elternbeirats, der pädagogisch Mitarbeitenden und Trägervertreter 
bilden den Rat der Tageseinrichtung, der z.B. Aufnahmekriterien erörtert und die 
Grundsätze der pädagogischen Arbeit sowie die sächliche und personelle Ausstattung 
der Kindertageseinrichtung berät und ggf. Vereinbarungen trifft. 
 
Die „wert-voll - Kindertagesstätten“ begrüßen und fördern das Engagement von Eltern, 
aber im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Denn grundsätzlich gilt, dass die 
Kindertagesstätte die Eltern unterstützen will und nicht zu einem - letztendlich zu 
Lasten der Kinder gehenden - Mehr an Verpflichtungen führen soll. 
 
3.1.6. Inklusion, Diversität, armutssensible, rassismuskritische, 
geschlechterreflektierende Bildung, gemeinsame Erziehung 
Unsere „wert-voll - Kindertagesstätten“ möchten Erfahrungsmöglichkeiten von Kindern 
nicht durch stereotype Rollenerwartungen einschränken. Stattdessen soll Kindern die 
gesamte Bandbreite an Erfahrungen ermöglicht und sie bei der Entwicklung einer 
eigenständigen Identität unterstützt werden. 
Dies verfolgen wir, indem wir Rollen im Alltag und im Spiel berücksichtigen, Interaktion 
unter den Kindern bewusst begleiten, Projekte und Angebote sensibel gestalten, 
Räume reflektiert nutzen; Spielmaterial und Medien reflektiert auswählen und auch die 
Eltern zur Reflexion anregen. 
 
3.1.7. Kinderschutz (Schutzkonzept, Meldewege, Fachberatung, QM) 
Als verantwortlich handelnder Träger von Kindertagesstätten fühlen wir uns dem 
Schutz der uns anvertrauten Kinder vor jeder Form von psychischer, physischer oder 
sexueller Gewalt in oder außerhalb unserer Einrichtungen uneingeschränkt verpflichtet. 
Dabei haben wir den Anspruch, nicht ausschließlich nur auf Gefährdungslagen zu 
reagieren, sondern konsequent präventiv zu handeln, in dem wir die kindliche 
Entwicklung zu selbstbewussten und selbstbestimmt handelnden Persönlichkeiten aktiv 
unterstützen und Kinder so bestmöglich vor Vernachlässigung und Gewalt schützen. 
Selbstverständlich ist uns bewusst, dass Kinder, wie selbstbewusst sie auch sein mögen, 
Gefährdungslagen und Missbrauchssituationen niemals allein vermeiden oder gar 
beenden können. Wir haben jedoch auch verinnerlicht, dass selbstbestimmt 
auftretende, mutig agierende und ihre Rechte kennende Kinder seltener Gefahr laufen, 
Opfer von (sexualisierter) Gewalt zu werden. Kinder die sich ihrer Selbstwirksamkeit 
bewusst sind, können sich deutlicher abgrenzen, auf Gefährdungssituationen hinweisen 
und sind besser in der Lage, Mitbestimmung und Hilfe einzufordern. Unsere 
Bildungsziele erreichen wir durch alltagsintegrierte Präventionsarbeit und partizipative 
Bildung (vgl. 3.2.5 Prävention).  
 
Es ist uns ein großes Anliegen den Kindern unserer Einrichtungen einen besonderen 
Schutz zu bieten.  
 
Wir erstellen ein einrichtungsbezogenes, partizipatives Schutzkonzept, welches die 
Schutzbedarfe und Risiken aller Betreffenden sowie einrichtungsbezogene Risiken 
identifiziert und beachtet. Dieses wird unter Einbeziehung aller, im Besonderen der 
Kinder, aber auch der Eltern, Erzieher*innen, Leitung sowie des Jugendamtes und des 
Landesjugendamtes erstellt und verpflichtend beschlossen. So wurde auch in der seit 
2018 betriebenen 4-gruppigen Einrichtung in Düsseldorf verfahren.

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Bei Ereignissen oder Entwicklungen, die geeignet sind, das Wohl von Kindern zu 
beeinträchtigen, erfolgt unverzüglich eine Meldung nach §47 an das Landesjugendamt. 
 
All unsere Mitarbeiter*innen werden regelmäßig zu Themen der Prävention 
(sexualisierter) Gewalt und zum Kinderschutz geschult. Dabei begreifen wir Prävention 
nicht nur als Aufgabe, die es mit Blick auf die kindliche Beziehung zu seinem familiären 
Umfeld zu bewältigen gilt, sondern beziehen unsere Einrichtungen aktiv mit ein. 
Selbstverständlich hinterfragen wir regelmäßig die Strukturen unserer Einrichtungen 
und nehmen eine konsequente Risikoanalyse vor. Dabei überprüfen wir kritisch, ob wir 
wirklich alle Anstrengungen unternehmen, um Kinder in unseren Einrichtungen 
bestmöglich zu schützen. Leitfragen unserer Analyse sind unter anderem: 
 Arbeiten wir so transparent und offen, dass wir korrigierende und kritische 
Impulse von außen wahrnehmen können? 
 Sind wir bereit, kritische Anregungen anzunehmen? 
 Arbeiten wir gleichzeitig hinreichend geschlossen, dass niemand ohne weitere 
Prüfung in unseren Räumlichkeiten ein Vertrauensverhältnis zu den uns 
anvertrauten Kindern aufbauen kann? 
 Achten wir die Rechte der Kinder und machen sie auf diese aufmerksam? 
 Stellen wir unmissverständlich klar, dass wir wachsam sind und 
Kindeswohlgefährdungen gleich welcher Art unter keinen Umständen 
hinnehmen werden? 
 Halten wir im Umgang mit Kindern und Eltern das Gleichgewicht zwischen Nähe 
und Distanz? 
 Hinterfragen wir uns und unser Tun in ausreichendem Maße?  
 
Unsere Fachkräfte werden regelmäßig geschult und sind deshalb mit möglichen 
Anzeichen für Kindeswohlgefährdung und sexuellen Missbrauch vertraut. Das Thema 
hat allerhöchste Priorität für uns, weshalb entsprechende Kompetenz auch beim 
Träger angesiedelt ist. Wir beschäftigen in der Dortmunder Unternehmenszentrale 
eine kompetente Mitarbeiterin, die die Qualifizierung zur Insoweit erfahrenen 
Fachkraft nach § 8a SGB VIII absolviert hat und unseren Einrichtungen schulend und 
beratend zur Seite steht.  
  
Besteht der Verdacht einer Kindeswohlgefährdung, so haben wir ein fest definiertes 
Handlungsschema, das es uns erlaubt, die Gefährdungslage abzuschätzen und ggf. 
geeignete Maßnahmen einzuleiten, um die (potentielle) Gefährdung abzuwehren. Bei 
einem Verdachtsfall tauschen sich unsere Mitarbeitenden zunächst auf der Basis 
ihrer umfangreichen Dokumentation im Team aus. Erhärtet sich der Verdacht einer 
einzelnen Fachkraft durch die Reflexion im Team, so wird der Träger informiert und 
die Insoweit erfahrene Fachkraft gemäß § 8a SGB VIII eingebunden. Die Empfehlung 
der Fachkraft wird dokumentiert und konsequent umgesetzt. 
Vom skizzierten Schema wird abgewichen, wenn der Verdacht auf 
Kindeswohlgefährdung innerhalb der eigenen Einrichtung und somit die Möglichkeit 
besteht, dass die Gefährdung von einem Mitglied des Kollegiums ausgehen könnte. In 
diesem Fall wird auf den Austausch im Team bewusst verzichtet, die Fachkraft sucht 
unmittelbar den Kontakt zum Träger und zur Insoweit erfahrenen Fachkraft; diese zieht 
eine weitere Insoweit erfahrene Fachkraft außerhalb unserer Trägerschaft zur 
Sicherung der Objektivität hinzu. Eine entsprechende Kooperation mit Fachkräften des

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Paritätischen Wohlfahrtsverband als unserem Dachverband ist aufgebaut. Im 
Bedarfsfall werden wir in enger Zusammenarbeit mit dem Paritätischen 
Wohlfahrtsverband Krefeld unter der Fachberatung eine unabhängige Beurteilung 
durch den Kinderschutzbund Krefeld durchführen lassen. 
 
Grundsätzlich fühlen wir uns auch im Handlungsfeld Kinderschutz der 
partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den Eltern des Kindes verpflichtet. Deshalb 
wird das Vorgehen im Verdachtsfall mit den Eltern abgestimmt, es sei denn, die 
unmittelbare Gefahr für das Kind ist zu groß. Dem Kind gestehen wir das Recht auf 
Selbstbestimmung zu. Wir binden deshalb das Kind altersangemessen in unser Handeln 
ein und verzichten auf Versprechungen, die wir nicht sicher einhalten können.  
 
3.1.8. Beschwerdemanagement und Verfahren zur Selbstvertretung 
Eltern wird jederzeit die Möglichkeit geboten, Beschwerden einzureichen. Dazu stehen 
Ihnen je nach Vorliebe und Möglichkeit unterschiedliche Beschwerdewege zur 
Verfügung. 
Die uns anvertrauten Kinder und ihr Wohl stehen im Zentrum all unserer Bemühungen. 
Ihre Rechte achtend und überzeugt von ihren Kompetenzen und Fähigkeiten, gestehen 
wir Ihnen das Recht zu, im Hinblick auf alle sie betreffenden Angelegenheiten 
Beschwerde zu führen. Die gilt auch und uneingeschränkt für Kinder, die sich (noch) 
nicht sprachlich äußern können. Ihr Protest und Widerspruch signalisierenden 
Handlungen und Ausdrücke werden wahr- und ernstgenommen, als Beschwerde 
begriffen, als solche dokumentiert und anschließend entsprechend bearbeitet. 
Kritik oder Einwände sehen wir als wertvolle Rückmeldung zu unserer Arbeit und als 
Möglichkeit zur kontinuierlichen Qualitätsverbesserung. Lösungsmöglichkeiten werden 
im Team und in regelmäßigen Besprechungen mit dem Träger entwickelt und 
dokumentiert. Eingeleitete Maßnahmen werden zeitnah an den Beschwerdeführer 
zurückgemeldet.  
 
Wir sehen das Beschwerdemanagement als einen wichtigen Teil der partizipativen 
Kultur, die wir in unseren Einrichtungen leben wollen. Kinder und Eltern sollen Prozesse 
und Vorgaben in leichter Sprache begreifen und mitgestalten dürfen. Durch die 
Wahrnehmung der Bedürfnisse der Kinder und der Eltern als Erziehungsberechtigte 
sowie die Möglichkeit der freien Äußerung von Kritik sollen der Kinderschutz, 
Kinderrechte und die Qualität der Betreuung gesichert werden. 
Dabei fühlen wir uns den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der UN verpflichtet, an 
deren Erreichung wir auch im Rahmen unserer Projekte arbeiten.  
 
Unser transparentes Beschwerdeverfahren bietet folgende Schritte für kleine, wie für 
große Anliegen, je nach Akteur: 
 
 Bei Beschwerden von Kindern: 
Kinder die unsere Einrichtung besuchen sollen Selbstwirksamkeit und 
Anerkennung erfahren. Daher begegnen unsere Erzieher*innen ihnen auf eine 
offene, freundliche und vorbehaltslosen Weise. Da jedoch nicht alle Kinder 
bereits gelernt haben Ihre Bedürfnisse klar zu äußern, sollen Ihnen auch 
indirekte oder non-verbale Möglichkeiten geboten werden, ihre Bedürfnisse 
und Beschwerden zu äußern. So steht in jedem Gruppenraum ein

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Kummerkasten, der jedem Kind vorgestellt wird. In diesen können vorgemalte 
Bilder mit Stimmungen oder selbstgemalte Bilder, die auf Themen und 
Probleme hinweisen, eingeworfen werden. Diese werden dann persönlich oder 
in der Gruppe besprochen. 
Auch Verhalten von Kindern wird als Beschwerde wahrgenommen, verstanden 
und entsprechend bearbeitet (z.B. bei sozialem Rückzug, Verweigerung von 
Nahrung etc.). 
Ist eine Beschwerde schwerwiegend, wird diese dokumentiert und an die 
Einrichtungsleitung kommuniziert um dann mit den Eltern, dem Elternbeirat 
oder dem Träger zeitnah besprochen zu werden. 
 
 Bei Beschwerden von Eltern: 
Eltern sollen unsere Kindertagesstätten als einen Ort der Bildungs- und 
Erziehungspartnerschaft erleben. Die wert-voll ggmbh ist dankbar für das 
Vertrauen der Eltern, die ihre Kinder in die Betreuung der Erzieher*innen 
geben und ist sich dieser Verantwortung auch bewusst. So werden 
Beschwerden und Verbesserungsvorschläge als Anreize zur Verbesserung 
verstanden und aufgenommen.  
 
Die Partizipativen Organe für die Elternschaft, wie der Elternbeirat oder der Rat 
der Kindertagesstätte, sind hier direkte Möglichkeiten, um mit der Verwaltung 
der KiTa auf Augenhöhe zu kommunizieren. Dabei stehen diese in ständigem 
Kontakt mit den Eltern. 
Wird eine Beschwerde direkt an eine*n Erzieher*in herangetragen, sind 
folgende Schritte für diese*n verbindlich: 
o Wir nehmen die Beschwerde zur Kenntnis und signalisieren den Eltern, dass 
wir sie ernst nehmen und offen für ihre Sorgen und Wünsche sind. 
o Anschließend wird das Anliegen der pädagogischen Leitung vorgetragen, 
die das weitere Vorgehen beschließt. 
o Bei Bedarf wird die Beschwerde im (Klein-)Team dargestellt und 
gemeinsam darüber diskutiert. 
o Die Eltern erhalten eine Rückmeldung zum beschlossenen Vorgehen. 
 
Wichtig ist uns dabei eine lösungsorientierte und zeitnahe Kommunikation mit den 
Beschwerdeführern. So werden kleinere Anliegen in einem direkten Gespräch, 
schwerwiegende Vorwürfe in gesonderten Gesprächsterminen ggfs. mit unserer 
Insoweit erfahrenen Fachkraft zu Kinderschutz etc. geklärt. 
 
3.1.9. Methoden der Beobachtung und Dokumentation 
Die Entwicklung des Kindes ist kein linearer Prozess, sondern eine Abfolge von 
individuellen Entwicklungsphasen. Regelmäßige Beobachtung und Dokumentation sind 
für uns die Grundlage, den ganzheitlichen Entwicklungsprozess des Kindes 
wahrzunehmen und die eigene Arbeit zu reflektieren. 
Dabei wenden wir vielfältige Beobachtungsformen an, die sowohl auf freier wie auch 
auf strukturierter Beobachtung basieren. Ein wesentliches Mittel ist die tägliche, 
urteilsfreie Rückschau auf die pädagogische Arbeit mit den Kindern und auf uns selbst 
als pädagogische Kräfte.

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Portfolio wird als prozessorientiertes und BaSiK als ergebnisorientiertes Verfahren für 
den Bildungsbereich Sprache eingesetzt. (vgl. 3.2.3. Alltagsintegrierte Sprachbildung) 
 
Die Bildungsdokumentation in den Gruppen unserer Einrichtung geht auf folgende 
Entwicklungsbereiche des Kindes ein: 
• Bewegung 
• Körper, Gesundheit und Ernährung 
• Sprache und Kommunikation 
• Soziale und (inter-)kulturelle Bildung 
• Musisch-ästhetische Bildung 
• Religion und Ethik 
• Mathematische Bildung 
• Naturwissenschaftlich-technische Bildung 
• Ökologische Bildung 
• Medien 
 
3.1.10. Flexible, bedarfsgerechte Raumgestaltung 
Die Raumgestaltung und -ausstattung unserer Einrichtungen bietet den Kindern die 
Möglichkeit im Alltag selbständig Ihren Interessen und Aktivitäten nachzugehen. 
Sie spricht alle Sinne an, hat eine klare Struktur, ist reizreduziert und bedarfsgerecht. 
Es gibt Räume für die Stammgruppen und Funktionsräume. 
 
3.2. Bildungsbereiche 
 
3.2.1. Bildungsgrundsätze NRW 
Die pädagogische Arbeit orientiert sich an den in § 13a (2) KiBiz formulierten  
Bildungsgrundsätzen in Verbindung mit den „Bildungsgrundsätzen für Kinder von 0 bis 
10 Jahren in Kindertagesbetreuung und Schulen im Primarbereich in Nordrhein-
Westfalen“ 
 
3.2.2. Frühkindliche Bildung 
Die frühe Kindheit ist von einer enormen Entwicklungsdichte geprägt. In keiner anderen 
Lebensphase entwickelt der Mensch derart grundlegende Fähigkeiten. Dabei ist jeder 
Entwicklungsverlauf von immenser inter- und intraindividueller Variabilität der 
beteiligten Reifungs- und Lernprozesse geprägt, die eine enorme Vielfalt im 
Entwicklungsgeschehen sichtbar werden lassen. Wir begreifen Kinder dabei als 
„Akteure ihrer eigenen Entwicklung“, die ihre Bildungsprozesse vom ersten Lebenstag 
an entscheidend mitgestalten. Intrinsische Motivation und Neugierde wirken als Motor 
des Entwicklungsgeschehens, qualifizierte Fachkräfte gestalten den Rahmen, in dem 
das Kind sich aktiv und selbstwirksam mit seiner Umwelt auseinandersetzen kann.  
Dieser Überzeugung entsprechend legen wir in unseren Einrichtungen großen Wert auf 
die Umsetzung der Bildungsbereiche der Bildungsvereinbarung NRW im pädagogischen 
Alltag. Die Planung unserer Bildungsarbeit wird somit durch die Kinder geprägt, die wir 
als kompetent und wissend betrachten. Uns ist es wichtig, dass das Kind in seiner 
Einzigartigkeit wahrgenommen wird, damit so an seine Interessen und an seinen 
individuellen Entwicklungsstand angeknüpft werden kann. Das Kind lernt dabei durch 
sein eigenes Handeln im Alltag der Kindertagesstätte

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Die Entwicklung des Kindes wird durch die Arbeit der pädagogischen Fachkräfte 
unterstützt. Sie sehen sich als Begleiter und Impulsgeber des Kindes. Wir motivieren 
und unterstützen das Kind in seiner Tätigkeit und regen es an, den jeweils nächsten 
Schritt zu tun. Dem Kind begegnen wir auf Augenhöhe und bringen ihm ein hohes Maß 
an Aufmerksamkeit, Respekt und Wertschätzung entgegen.  
 
Wir begreifen das kindliche Spiel als wesentliche Quelle von Lernen und Verstehen und 
geben ihm daher ausreichend Raum. Dabei sind wir uns der Tatsache bewusst, dass 
konzentriertes, freies, entdeckendes und neugieriges Spiel nur auf Basis einer sicheren 
Bindungsbeziehung entstehen kann. Wir definieren uns daher als 
Entwicklungsbegleiter, deren wesentliche Aufgaben darin bestehen, den Kindern eine 
sichere und verlässliche Bindungsperson zu sein und ihnen angemessene, 
bedarfsorientierte Lernumwelten zu gestalten und zu erschließen. 
 
Uns als Einrichtung ist es wichtig, dass wir die unterschiedlichen, individuellen 
kindlichen Bedürfnisse respektieren und jedes Kind in seiner Art wertschätzen. Dies 
unterstützt sie, Vertrauen aufzubauen und gibt ihnen Sicherheit darin, dass wir als 
pädagogische Fachkräfte sie jederzeit in ihrer Eigeninitiative bestärken. Ein täglich 
wiederkehrender Tagesablauf gibt den Kindern Sicherheit, Struktur und Halt.  
Die Interessen der Kinder, ihre Stärken und ihre individuellen Bildungsthemen sind uns 
Leitfaden für die Gestaltung des pädagogischen Alltags. Wir nehmen Ideen und Impulse 
der Kinder wahr, greifen sie auf und richten unsere Angebotsgestaltung danach aus. Die 
Kinder wählen deshalb ihre Spielpartner, das Spielmaterial, den Spielort und die 
Spieldauer über weite Phasen des Tages selbst aus. 
 
3.2.3. Alltagsintegrierte Sprachbildung 
Das Konzept der „wert-voll – Kindertagesstätten“ stellt für die Sprachförderung sowohl 
eine Herausforderung als auch eine Chance dar. 
 
Kinder aus bildungsfernen Milieus und/oder mit Migrationshintergrund weisen einen 
besonderen Bedarf in der Begleitung hinsichtlich ihrer Sprachentwicklung auf. Für diese 
Kinder stellt eine langsam verlaufende Sprachentwicklung das größte Problem in ihrer 
weiteren Entwicklung dar. Wenn Kinder mit mangelnden Sprachkenntnissen 
eingeschult werden, wirkt dieses Defizit während der gesamten Bildungslaufbahn und 
kann nur schwer kompensiert werden. Der Spracherwerb erfolgt bei Kindern im 
Wesentlichen innerhalb ihrer ersten sechs Lebensjahre. Wenn diese Entwicklung aber 
im Elternhaus aufgrund fehlender deutscher Sprachkenntnisse nicht genügend 
gefördert werden kann, ist die Kindertageseinrichtung der Ort des Spracherwerbs. 
Kinder erlernen eine oder mehrere Sprachen durch die Interaktion mit anderen 
Menschen, die diese Sprache beherrschen.  
Hier spielt das Vorbild der pädagogischen Kräfte eine große Rolle. Das wechselseitige 
Hören und Sprechen, aber auch der große nonverbale Anteil an Kommunikation 
(Sprachmelodie, Rhythmus, Tonfall, Mimik, Gestik, Körperhaltung) sind 
Voraussetzungen für jegliche Sprachentwicklung und Sprachförderung. 
Die pädagogischen Kräfte haben dies im Bewusstsein bei der Unterstützung des 
Spracherwerbs des Kindes. 
Die Freude der pädagogischen Kräfte an der Sprache und an ihren 
Ausdrucksmöglichkeiten bildet ein „Sprachbad“ für die Kinder.

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Die Fachkräfte arbeiten bewusst an ihrer eigenen Sprache und achten auf Aussprache, 
Akzentuierung, Sprachfluss, Wortschatz und Wortwahl. Insbesondere künstlerische 
Sprachgestaltung gehört zu den pädagogischen Qualitätsmerkmalen 
Alltagsintegrierte Sprachbildung und Förderung findet statt bei Dialogen mit und unter 
Kindern und den vorbildlich wirkenden Gesprächen mit Eltern und Kolleg*innen, wie 
auch bei der Pflege des Zuhörens. 
Gelegenheiten zum Dialog ergeben sich besonders in den Pflegesituationen, bei den 
gemeinsamen Mahlzeiten und dem gemeinsamen Tun. 
Im Alltag unserer Einrichtung wird eine sinnvolle sprachliche Begleitung der 
Handlungen der pädagogischen Kräfte gelebt. Die unmittelbare Zuwendung bei allen 
sprachlichen Äußerungen ist uns wichtig. 
Sprüche, Reime, Verse, Lieder, Fingerspiele und Handgestenspiele begleiten den Alltag 
der Kinder. 
Altersgemäße Lieder und Reigen, rhythmische Erzählungen, Märchen ab dem 
Kindergartenalter, Puppenspiele, Singspiele, frei erzählte Geschichten, erste schöne 
(bewegliche) Bilderbücher ergänzen das sprachliche Spektrum. Bei den Inhalten dieser 
vielen verbalen und kommunikativen Anregungen wird bewusst der kulturellen Vielfalt 
der Kinder und deren Elternhäuser Rechnung getragen. So werden z.B. Märchen, 
Erzählungen und Lieder aus vielen Kulturkreisen in den kulturellen Kanon der 
Kindertagesstätte übernommen. 
 
Neben dem nachahmenden Lernen von den erwachsenen Fachkräften spielt aber auch 
die Interaktion mit den Gleichaltrigen eine zentrale Rolle bei dem Spracherwerb. Der 
Einfluss der Peer-Group dabei darf nicht unterschätzt werden. Hier liegt eine besondere 
Möglichkeit des Konzeptes der „wert-voll - Kindertagesstätten“. Auf Grund der 
verschiedenen Milieus ist mindestens die Hälfte der Kinder in ihrem Spracherwerb auf 
einem guten Weg, wovon wiederum andere Kinder profitieren können. Die dadurch 
zustande kommende Peer-Education wirkt sich positiv auf die Sprachentwicklung 
gerade der Kinder aus, welche Deutsch als Zweitsprache lernen. 
 
Für die Dokumentation der Sprachentwicklung wird BaSiK genutzt. 
 
3.2.4. Gesundheit, Hygiene und Sicherheit 
Gesundheit betrachten wir im ganzheitlichen Sinne nicht nur als Abwesenheit von 
Krankheit, sondern beziehen vielfältige Facetten in den Gesundheitsbegriff mit ein. 
Gesundheitsförderung manifestiert sich für uns in der Förderung von Bewegung, 
Körper- und Eigenwahrnehmung sowie sinnlichem Erleben, im Bereich der Hygiene, der 
gesunden Ernährung, der Prävention jedweder Form von Gewalt sowie der Förderung 
von seelischem Wohlbefinden. 
Die gesunde Ernährung des Kindes ist für seine individuelle Entwicklung von 
entscheidender Bedeutung. Daher legen wir großen Wert auf eine ausgewogene und 
vielfältige Ernährung.  
In unseren Einrichtungen gilt der Grundsatz, dass Lebensmittel keine Erziehungsmittel 
sind. Sie werden grundsätzlich weder zur Belohnung noch zur Sanktion oder als 
Verstärker eingesetzt.

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Genussmittel wie Süßigkeiten, Eis, Kuchen, Kekse oder ähnliches werden in unseren 
Einrichtungen anlassbezogen angeboten – beispielsweise beim Feiern von 
Geburtstagen oder besonderen Festen. Die Kinder lernen, Genussmittel nicht zur 
Sättigung zu sich zu nehmen und den Konsum zu begrenzen.  
Wir achten darauf, Kinder im Umgang mit Langeweile zu befähigen, damit sie im Fall 
der Fälle nicht auf Genuss- oder Lebensmittel zu Beschäftigung ausweichen. Auch 
achten wir darauf, dass Lebensmittel nicht zum Trost eingesetzt werden. 
Im Rahmen unserer pädagogischen Bemühungen im Bildungsbereich Ernährung 
begleiten wir die Kinder während der Mahlzeiten aktiv, um ihre Körperwahrnehmung 
zu schulen. Dabei sensibilisieren wir für das Bauchgefühl bei Hunger und Sättigung und 
schulen die Wahrnehmung für den Füllstand des Magens.   
Tischsituationen werden von den Fachkräften pädagogisch begleitet, so dass diese als 
Modell wirken können. Sie ermuntern die Kinder, neue Lebensmittel auszuprobieren 
und deren Geschmack bewusst wahrzunehmen. Wir vermitteln Faktenwissen darüber, 
wie verschiedene Lebensmittel aussehen, schmecken, riechen, woher sie stammen und 
wie man sie zubereitet. Außerdem thematisieren wir Fakten zur gesunden Ernährung 
im Gespräch, aber auch über den gezielten Einsatz von Büchern und Spielmaterialien.  
Wir schulen die Kinder im Umgang mit Lebensmitteln, beteiligen sie an deren 
Zubereitung und vermitteln ihnen dabei auch wichtige Hygieneregeln. Die Kinder 
werden außerdem beim Decken und Abräumen des Tisches eingebunden und erfahren 
so, dass vor und nach dem Essen der Tisch geputzt werden muss. Wir vermitteln hierbei 
den angemessenen Umgang mit Reinigungsutensilien und schaffen ein Bewusstsein für 
Hygienestandards. Im Waschraum leiten wir die Kinder an, sich die Hände nach dem 
Toilettengang sorgfältig zu waschen und üben mit ihnen die korrekte Benutzung von 
Sanitäranlagen. 
 
Zur Schaffung einer sicheren Umgebung für die uns anvertrauten Kinder orientieren wir 
uns an gesetzlich vorgeschriebene Sicherheitsstandards und entfernen grobe 
Gefahrenquellen. Darüber hinaus legen wir aber vor allem Wert auf eine kindgerechte, 
alltagsintegrierte Sicherheitserziehung, die wir als wesentlichen Beitrag zur Verhütung 
von Unfällen im Kindergartenalltag aber auch darüber hinaus begreifen. Kinder sollen 
lernen, mit Gefahren umzugehen und diese selbständig einzuschätzen. Das impliziert, 
dass wir mögliche Gefahrenpunkte nicht konsequent vermeiden, sondern unsere 
pädagogischen Bemühungen vielmehr darauf ausrichten, die Kinder zum richtigen 
Umgang mit ihnen zu befähigen. So kommen in unseren Einrichtungen beispielsweise 
Türstopper als Klemmschutz nicht pauschal zum Einsatz, sondern lernen die Kinder den 
vorsichtigen Umgang mit Tür und Schubladen unter Begleitung ihrer Bezugspersonen 
im Alltag. So sind sie auch außerhalb der Einrichtung wirksam vor entsprechenden 
Gefahrenpunkten geschützt. Wir befähigen Kinder, bei Gefahren und Verletzungen 
Hilfe zu holen. Kinder werden darüber hinaus für den adäquaten Umgang mit 
erkrankten und verletzten Kindern sensibilisiert.

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Bestandteil unserer pädagogischen Bemühungen im Gesundheitsschutz ist auch eine 
Sicherheitserziehung, die das Ziel verfolgt, das Kind zu sensibilisieren, aufzuklären und 
zu verantwortlichem, vorsichtigem und umsichtigem Handeln zu befähigen.  
Sozialraumerkundungen sind fester Bestandteil unserer Bildungsbemühungen. In 
Kleingruppen und von den Fachkräften begleitet, bewegen sich die Kinder außerhalb 
der Einrichtung, um beispielsweise alltägliche Besorgungen zu machen und damit die 
sichere Orientierung im Straßenverkehr einzuüben. Verkehrserziehung unter 
Einbeziehung der Fachkräfte bei der Polizei gehört darüber hinaus zur 
Vorschulerziehung in unseren Einrichtungen. 
 
Die Zahngesundheit fördern wir, indem wir mit den Kindern die Grundlagen für gute 
Zahnhygiene erarbeiten. Das bedeutet, dass die Kinder die Handhabung der Zahnbürste 
einüben. Wichtig ist uns dabei vor allem die Etablierung von Gewohnheiten durch die 
wiederholte Koppelung von Ereignissen: Nach dem Essen: Zähneputzen. In Projekten 
lernen Kinder den Aufbau und die Funktion des Gebisses kennen und werden über 
Zahnkrankheiten informiert. Hierzu gehört auch der Besuch in einer kooperierenden 
Zahnarztpraxis am Ort. Die Kinder können die Praxis und ihre Abläufe kennen lernen 
und Vertrauen aufbauen. Wir thematisieren mit Kindern, welche Nahrungsmittel für 
die Zähne gut oder schlecht sind und dass Süßigkeiten und gezuckerte Getränke nur in 
geringen Maßen konsumiert werden sollten. 
 
Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass eine gesunde Lebensweise einen 
ausgewogenen Wechsel zwischen Aktivitäts- und Ruhephasen beinhaltet. Kinder sollen 
deshalb lernen, ihren Erregungszustand wahrzunehmen und ihren individuellen Bedarf 
an Erholung oder Aktivierung abzuleiten und angemessen zu artikulieren. Durch 
Entspannungsübungen und Ruheangebote erhalten sie Instrumente zur wirksamen 
Selbstregulation bei Überreizung an die Hand. Neben den Ruhephasen achten wir 
andererseits auf regelmäßige und abwechslungsreiche Bewegungsmöglichkeiten im 
Kindergartenalltag.  
Um Fehlhaltungen der Halt- und Stützapparatur und ihren Folgen vorzubeugen, achten 
wir auf die Körperhaltung der Kinder und stellen ihnen altersgerechtes Mobiliar zur 
Verfügung.  
 
3.2.5. Prävention 
Unsere Präventionsarbeit verfolgt das Ziel, Kinder konsequent und bestmöglich vor 
(sexualisierter) Gewalt zu schützen. Diesem Auftrag fühlen wir uns in unseren 
Einrichtungen konsequent verpflichtet. Fachkräfte in unseren Einrichtungen werden im 
Rahmen von Schulungen für ihren Schutzauftrag und ihre Verantwortung sensibilisiert. 
Die Bedeutung von Prävention betonen wir in aller Deutlichkeit, um potentiellen Tätern 
die Botschaft zu vermitteln, dass wir uns dem Schutz der Kinder kompromisslos 
verpflichtet fühlen.

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Im Wissen um die besondere Gefährdung bedürftiger und sich selbst als wenig wirksam 
erlebender Kinder legen wir auf Präventionsarbeit mit den Kindern besonderen Wert. 
Dabei leiten wir Bildungsziele und Handlungsbedarfe vor allem aus bekannte 
Täterstrategien ab. Sexualisierte Gewalt geschieht in der Regel nicht zufällig und 
einmalig. Die Täterinnen und Täter kommen vielfach aus dem Nahbereich und bahnen 
ihre Taten an, indem sie Abhängigkeiten schaffen, Grenzen systematisch verschieben, 
die kindliche Wehrfähigkeit testen, Widerstand brechen und Schweigen sicherstellen. 
Konsequenterweise setzen wir deshalb auf alltagsintegrierte Prävention und nehmen 
dabei den Nahbereich besonders in den Fokus. Denn: Grenzen setzen fällt bei 
bestehender Beziehung und gegenseitiger Sympathie besonders schwer und muss 
dementsprechend in Alltagssituationen mit vertrauten Personen eingeübt werden. 
Projekte und externe Angebote zur Stärkung von Selbstbewusstsein und 
Handlungsfähigkeit von Kindern können sinnvolle Ergänzungen sein, ersetzen aber 
keinesfalls die Präventionsarbeit im täglichen Miteinander und scheinen uns für die 
Zielgruppe der Kleinkinder aufgrund der fehlenden Bindungsbeziehung zwischen 
Anbieter und Kindern grundsätzlich ungeeignet.  
Für unsere alltagsintegrierte Präventionsarbeit haben wir die nachstehenden 
Handlungsfelder definiert: 
 
 Mein Körper 
Kinder sind nur dann sicher vor Gewalt und Missbrauch geschützt, wenn sie 
ihren Körper kennen, annehmen und seine Hinweise deuten können. Wir 
fördern die Sprachfähigkeit von Kindern, indem wir ihnen korrekte und 
eindeutige Begrifflichkeiten für ihre Körperteile anbieten und ihnen korrekte 
Sachinformationen über ihren Körper und seine Funktionen vermitteln. Milieu- 
und kindersprachliche Begriffe für Sexualität sowie für Sexual- und 
Ausscheidungsorgane werden bei den Kindern geduldet, sofern, sie frei von 
Gewalt und Diskriminierung sind, über korrektives Feedback jedoch 
eingeordnet. Unsererseits werden grundsätzlich keine milieusprachlichen 
Begriffe für Sexual- und Ausscheidungsorgane verwendet. Die Kinder werden 
altersangemessen aufgeklärt und erhalten die Botschaft, dass über Sexualität 
und Geschlecht gesprochen werden darf. Fragen sind jederzeit erlaubt und 
willkommen. Sprachfähigkeit betrachten wir als Grundvoraussetzung für 
Handlungsfähigkeit. Nur wenn Kinder ihren Körper kennen, sind sie in der Lage, 
Körpergrenzen zu erkennen und bei Bedarf verbal anzuzeigen. Neben der 
Sprachfähigkeit sind deshalb die Förderung der Selbstwahrnehmung und des 
Körpergefühls wichtige Bildungsziele unserer täglichen pädagogischen Arbeit. 
Wir fördern die Sinneswahrnehmung durch sensumotorische Angebote im 
Alltag und sensibilisieren die Kinder für die Signale des eigenen Körpers. So 
fordern wir sie in Essenssituationen beispielsweise auf, gezielt auf ihren Bauch 
zu achten und zu prüfen, ob sie Hunger haben oder Sättigung erleben (vgl. 
oben). Wir verzichten konsequent darauf, Körpergefühle von Kindern zu

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bewerten und fördern damit das Vertrauen des Kindes in die 
Eigenwahrnehmung.  
 
 Gefühle und Intuition 
Gefühle sind ein wichtiger Indikator für (verletzte) Bedürfnisse und 
unverzichtbar im Kinderschutz. Damit einem „etwas komisch vorkommen 
kann“, braucht es jedoch einen guten Zugang zum eigenen Affekt und das 
Vertrauen in die Selbstwahrnehmung. Wie bei den Körpergefühlen verzichten 
wir deshalb auch bei emotionalen Ausdrücken der Kinder im Alltag auf eine 
Bewertung aus Erwachsenensicht. Wir bestärken Kinder darin, ihr Gefühl zu 
prüfen und diesem zu vertrauen. Die emotionale Entwicklung unterstützen wir 
durch eine Förderung von Selbstbewusstsein und Ich-Identität. Die Kinder 
werden regelmäßig im Gespräch mit den Fachkräften mit ihren Wünschen und 
Vorlieben in Kontakt gebracht, sie betrachten und erstellen Selbstbildnisse und 
dokumentieren mit unserer Hilfe, wie sich ihre Vorlieben, Wünsche, 
Abneigungen und Präferenzen verändern. Kindliche Gefühlsäußerungen 
werden von den Fachkräften aufgegriffen und gespiegelt, ihr (sozial-
verträgliches) Ausagieren gefördert und eingeübt. Kinder erhalten bei uns die 
Botschaft, dass alle Gefühle willkommen sind und ihre Berechtigung haben. Wir 
betonen den Kindern gegenüber deutlich, dass ein „Nein-Gefühl“ verlässlich ist, 
seine Berechtigung hat und geäußert werden darf. 
Die umfassende Förderung im sozial-emotionalen Bildungsbereich dient neben 
den präventiven Bemühungen selbstverständlich auch der allgemeinen 
Entwicklungsförderung sowie der Förderung der psychosozialen Gesundheit. 
Der Mensch als soziales Wesen benötigt Fähigkeiten, um eigene Bedürfnisse 
und die anderer Personen wahrzunehmen, adäquat auszudrücken, angemessen 
zu berücksichtigen und auszuhandeln. Die Fähigkeiten zur Eigenwahrnehmung 
und Empathie sowie zum Aushalten von Frustration sind grundlegende 
Voraussetzung für ein erfolgreiches Agieren im sozialen Miteinander und damit 
wichtige Voraussetzung für seelisches Wohlbefinden allgemein. 
 
 Freundschaft und Liebe  
Die Kindertagesstätte ist in der Regel der erste Ort sozialer Beziehungen 
außerhalb der Familie und damit ein wichtiger Erfahrungsraum, insbesondere 
für die Begegnung mit Gleichaltrigen. Kinder erfahren bei uns im Alltag, dass 
Freundschaften selbstbestimmt gewählt und Beziehungen ausverhandelt 
werden dürfen. Dabei ist uns die Botschaft wichtig, dass Freundschaften 
durchaus auch problematisch und konfliktreich werden dürfen. Wir fördern die 
Konfliktfähigkeit der Kinder im Alltag und sensibilisieren sie für die Erfahrung, 
dass nicht jeder Konflikt beigelegt werden muss. Es ist „in Ordnung“, wenn 
Interaktionspartner sich unterschiedlich sympathisch sind und es gehört zum

Seite | 25  
 
Leben dazu, dass Beziehungsangebote vom Gegenüber gelegentlich nicht 
erwidert werden.  
 
 Nein Sagen und Hilfe holen 
Wir befähigen Kinder zu einem kompetenten Umgang mit ihren eigenen 
(Körper-)Grenzen, indem wir achtsam und grenzsensibel mit ihnen 
kommunizieren. Wir achten ihre Privatsphäre im Alltag, weisen sie immer 
wieder auf ihre Rechte hin und begegnen ihnen mit einer fragenden Haltung. 
Wir stellen grundsätzlich keine Frage, wo wir kein Nein zu akzeptieren bereit 
sind und fordern die Kinder aktiv auf, ihre Grenzen zu erspüren und 
anzuzeigen. Wo wir ihr Unbehagen wahrnehmen, unterstützen wir sie darin, 
dieses zu äußern und anzuzeigen. Wir unterstützen sie darin, sich Hilfe zu 
holen, wo sie ihre Interessen und Anliegen nicht vollumfänglich allein vertreten 
können und klären sie altersangemessen über ihre Rechte auf.  
 
 Partizipation  
Partizipation wir in unseren Einrichtungen alltagsintegriert gelebt, auch 
deshalb, weil sie durch Stärkung von Selbstbewusstsein und Selbstbestimmung 
entscheidend zum Schutz von Kindern beiträgt. Wir begegnen allen Kindern in 
der Einrichtung grundsätzlich in der Haltung, dass sie ein Recht darauf haben, 
ihren Standpunkt zu allen wesentlichen sie betreffenden Aspekten des 
täglichen Miteinanders einzubringen und gewürdigt zu wissen. (vgl. 3.1.4. 
Demokratische Bildung und Partizipation) 
 
3.2.6. Medienbildung 
Da digitale Medien die kindliche Sozialisation wesentlich prägen, sollen die Kinder in 
den „wert-voll - Kindertagesstätten“ begleitet durch die Erzieher*innen Grundlagen für 
Medienkompetenz und einen altersgerechten Zugang zu modernen Medien erhalten. 
Eine durchdachte Medienbildung wird dabei in den Alltag integriert. Kinder sollen mit 
und durch Medien verschiedene Nutzungsmöglichkeiten lernen: 
 als Mittel des Ausdrucks und der Gestaltung für Erlebnisse, Eindrücke und 
Ideen 
 als Mittel zum Informieren und Forschen aber auch zur Unterhaltung 
 zur Präsentation von Abläufen und Ereignissen 
 
Besondere Lernchancen entfalten sich dann, wenn Kinder, Erzieher*innen und Medien 
interagieren. 
 
Ein besonderes Augenmerk gilt in unseren Kindertagesstätten bei der Medienbildung 
der Sicherheit (Persönlichkeitsrechte, Recht auf Beteiligung sowie Privatsphäre und 
Datenschutz)

Seite | 26  
 
3.3. Qualitätsentwicklung/Qualitätsmanagement 
 
3.3.1. Konzeptionelle Vereinbarung zur Weiterentwicklung der Einrichtungskonzeption 
Grundlegend gehören zu den Merkmalen der guten gelebten Praxis, dass die räumliche, 
personelle wie auch zeitliche Gestaltung der Betreuung so einzurichten ist, dass den 
elementaren Bedürfnissen und Entwicklungsmöglichkeiten des Kindes bestmöglich 
entsprochen wird und die Mitarbeiter*innen die fachlichen Anforderungen erfüllen. 
Im Rahmen der Qualitätsentwicklung der „wert-voll - Kindertagesstätten“ werden das 
pädagogische Konzept und die Organisationsform beschrieben, reflektiert und 
überarbeitet. An dieser Arbeit sind sowohl die Pädagog*innen als auch die Eltern und 
der Träger beteiligt. So wird sichergestellt, dass die Qualitätsentwicklung als Prozess die 
aktuellen Fragen und Bedürfnisse aller aufgreift. Dementsprechend zeigen sich die 
Ergebnisse der Qualitätsarbeit im Leitbild und in der aktuellen Einrichtungskonzeption. 
Die schriftliche Konzeption der Arbeit der Kindertageseinrichtung, in der die Leitlinien 
für die pädagogische Arbeit und die Trägerschaft in einem eigenen Profil formuliert 
sind, versteht sich als Grundlage der Qualitätsarbeit. 
In regelmäßigen Abständen wird die Konzeption überprüft, weiterentwickelt und an die 
äußeren und inneren Bedingungen angepasst. 
 
Die „wert-voll - Kindertagesstätten“ schätzen ihre Mitarbeiter*innen und sorgen durch 
qualifizierende Weiterbildungen dafür, dass sie verantwortungsbewusst und sinnerfüllt 
tätig sein können. Ihre Anregungen sind sowohl pädagogisch als auch für die Strukturen 
der Einrichtungen hilfreich.  
 
3.3.2. Qualitätsmanagement 
Unser Ziel ist eine kontinuierliche hohe Qualität und damit verbunden gute Bildungs- 
und Entwicklungsmöglichkeiten für alle Kinder mit unterschiedlichen Fähigkeiten und  
Persönlichkeiten. 
Grundlage unseres Handelns ist unsere pädagogische Konzeption, die regelmäßig 
überarbeitet und an neue wissenschaftliche Erkenntnisse angepasst wird.  
Wir sind der Einhaltung der „Grundsätze der Bildungsförderung für Kinder von 0-10 
Jahren“ sowie der „Bildungsvereinbarung des Landes NRW“ verpflichtet und richten 
unser Handeln entsprechend aus.  
 
Wir sehen uns als eine lernende Organisation, in der wir die Beziehungsgestaltung und 
den Dialog zwischen Kind, pädagogischer Fachkraft und Eltern als zentral betrachten. 
Wichtigstes Qualitätskriterium sind dabei die Entwicklungsmöglichkeiten des Kindes 
sowie die Zufriedenheit aller am Bildungsprozess Beteiligten. 
Zentraler Baustein jeder Qualitätsverbesserung sind Beobachtungen und 
Dokumentationen über die Lernentwicklung sowie die Bildungsprozesse des einzelnen 
Kindes. Die dort gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlagen für strukturierte 
Elterngespräche und jedwedes pädagogisches Handeln der Fachkräfte.  
Elterngespräche finden täglich im Tür- und Angelkontakt statt, anlassunabhängig 
mindestens zweimal pro Jahr und darüber hinaus bedarfsbezogen. 
Teambesprechungen und Teamsupervisionen dienen der Qualitätssicherung der 
pädagogischen Arbeit im Kita-Alltag und gehören bei uns zum Standard.  
Regelmäßige einrichtungsübergreifende Treffen mit dem Träger ermöglichen 
Austausch der Fachkräfte an Erfahrungen und Wissen.

Seite | 27  
 
Über den Paritätischen Wohlfahrtsverband als Dachverband steht die Fachberatung zur 
Verfügung. Die Möglichkeit des Austausches wird regelmäßig genutzt.  
Zur ständigen Weiterentwicklung der Mitarbeitenden sind regelmäßige Fort- und 
Weiterbildungen fester Bestandteil unserer Arbeit. Teamtage werden zur Reflexion der 
pädagogischen Arbeit und durch externe Referenten bereichert. Schwächen der 
täglichen Arbeit sollen erkannt und gezielt behoben werden.  
 
Die „wert-voll - Kindertagesstätten“ werden durch die Fachberatung des Paritätischen 
Wohlfahrtsverbandes als Spitzenverband begleitet. 
Wir lassen unsere Mitarbeiter*innen in regelmäßigen Abständen extern beraten und 
supervidieren.  
Evaluationen durch die wert-voll ggmbh helfen die hohen Qualitätsansprüche 
langfristig zu erfüllen. 
In diesem Zusammenhang soll u.a. auch das Qualitätsentwicklungsinstrument PQ-Sys-
KiQ des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes NRW genutzt werden.  
Wesentlich zur Qualitätssicherung tragen die Vernetzung der Einrichtung und die 
Unterstützung durch die Fachberatung bei. 
 
3.3.3. Fortbildungen 
Die wert-voll ggmbh sichert die Qualität in ihren Einrichtungen, indem sie alle 
Mitarbeitenden regelmäßig bedarfsbezogen fortbildet und dabei auf ein großes 
Spektrum an Qualifikationen achtet. 
 
3.4. Sozialraumorientierung/Kooperation 
 
3.4.1. Beschreibung/Analyse Sozialraum 
Die geplante Kindertagesstätte befindet sich im südlichen Bereich des auf einem 50 
Hektar großen ehemaligen Kasernengelände neu entstehenden „York-Quartiers“ im 
Stadtteil Gremmendorf/Gremmendorf-West (Stadtbezirk Süd-Ost), einer der jüngeren 
Ortschaften Münsters. Sie ist Bestandteil des sehr kleinen Teilquartiers „Vielfalt Leben“, 
das aus einem inklusiven Mehrfamilienhaus mit 15 Wohneinheiten sowie der Kita 
besteht. Dieses Objekt wird auf drei Seiten von dem äußersten südlichen Teilquartier 
„Wohnen im eigenen Haus“ mit 112 Reihen- und Doppelhäusern (Starter- und 
Budgethäuser) umschlossen, das eine vielfältige Gemeinschaft beherbergen soll. 
Zwischen Angelsachsen- und Wiegandweg schließt sich eine bestehende Bebauung mit 
Mehrfamilienhäusern an.  
Insgesamt sollen in den zehn Teilquartieren des York-Quartiers ca. 1.800 
Wohneinheiten für mehr als 6.000 Menschen entstehen. 
 
Die Struktur der Bevölkerung von Gremmendorf-West zeichnet sich durch einen 
deutlich über dem Münsteraner Durchschnitt von 17,4% liegenden 19,2%igen 
Bevölkerungsanteil der 20-Jährigen und einem mit 7,1% deutlich unter dem 
Durchschnitt von 10,9% liegenden Ausländeranteil ab. 
 
Diese Zahlen sind aber nur von bedingter Relevanz, da sich die Struktur des Stadtteils 
durch den zu erwartenden Zuzug in die neu entstehenden Teile des „York-Quartiers“ 
(ca. 50% mehr Einwohner im Stadtteil) stark verändern wird.

Seite | 28  
 
Denn es ist erklärtes Ziel des „York-Quartiers“, von einem „weißen Fleck“ inmitten 
eines bestehenden Stadtteils zu einem „bunten“ zu werden – ein „lebens- und 
liebenswertes“ sowie „nachhaltiges und klimaresilientes Quartier“. 
 
3.4.2. Konzeptionelle Ausrichtung/Schwerpunktsetzung wg. Sozialraumanalyse  
Mit ihrem Claim „Zukunft gestalten“ und ihrer Werteorientierung eignet sich die wert-
voll ggmbh auf besondere Weise als Träger einer Kindertagesstätte im York-Quartier. 
Sie kann in die konzeptionelle Ausrichtung der Einrichtung Erfahrungen aus der 
langjährigen Projekttätigkeit des Trägers zu Zukunftsthemen wie dem Miteinander 
unterschiedlicher Generationen, sozialer Milieus (z.B. das Programm „dreizeit“ / 
www.dreizeit.org), Religionen und Kulturen (z. B. „abraham & Co.“ / https://www.wert-
voll.org/projekte/abraham-co-look-at-me/ und das mit dem Jugendzentrum im Paul-
Gerhard-Haus/Münster realisierte Projekt „Begegnung / https://www.wert-
voll.org/projekte/begegnung/), der Energiewende (z.B. „Bildungsbande – mit Energie in 
die Zukunft“ / http://www.bildungsbande.de/projekte/energie/ und „e.lab – 
Bürgerlabor für Energieinnovationen“ / https://www.wert-
voll.org/projekte/bildungsbande-mit-energie-in-die-zukunft/) sowie des „Transition 
Town Movements“ (z.B. „Selber machen!“ / https://www.wert-
voll.org/projekte/sonstige/) einbringen. 
Bei mehreren Projekten wurden und werden Kindern mit sonderpädagogischen 
Unterstützungsbedarf involviert (insbesondere im Rahmen des Bundesprogramms 
“Bündnisse für Bildung / Kultur macht stark“). 
 
Für die pädagogische Arbeit sind die Nutzung der Parks des York-Quartiers, 
regelmäßige Ausflüge in das Waldgebiet „Großer Lodden“ (fußläufige Entfernung ca. 
400 Kilometer), sowie sozialräumliche Kooperationen mit den anderen 
Kindertageseinrichtungen des Quartiers, der Ida-Grundschule (1,5 Kilometer Meter 
Entfernung) und der „Annette-von-Droste-Hülshoff-Grundschule“ (1,3 Kilometer) 
geplant. 
 
Auf Grund der Lage ist eine Zertifizierung als „Bewegungskindergarten“ beabsichtigt. 
Außerdem strebt die Einrichtung eine Teilnahme an den Projekten „Nachhaltige KiTa“ 
(Wissenschaftsladen Bonn) und „Globales Lernen in der Kita“ (Engagement Global) an. 
 
3.4.3. Transitionsprozesse/Kultur des Übergangs 
Die Aufnahme des Kindes in die Kindergartengruppe und der Übergang von der 
Kindergartengruppe in die Schule sind sensible Phasen. Sie werden mit den Eltern 
besprochen und der Prozess des Übergangs gemeinsam gestaltet. Den pädagogischen 
Fachkräften ist bewusst, dass sich die Familie des Kindes in einer Übergangsphase 
befindet, in der gewohnte Strukturen verändert werden und ambivalente Gefühle bei 
den Eltern Verständnis und Empathie erfordern. 
 
Als Träger von Kindertageseinrichtungen sind wir uns der Bedeutung von erfolgreichen 
Übergangserfahrungen für den Bildungs- und Entwicklungserfolg eines Kindes in der 
Kindertagesstätte sehr bewusst. Aus der modernen Bindungsforschung wissen wir 
heute, dass die Erfahrungen mit frühen Transitionen das Erleben bei künftigen 
Übergängen im Lebensverlauf nachhaltig prägen. Kindliche Übergangserfahrungen sind 
selten von Freiwilligkeit geprägt und bedürfen deshalb einer besonders achtsamen und

Seite | 29  
 
sensiblen Begleitung, insbesondere da die Trennung von der Hauptbezugsperson zu 
den größten Stressfaktoren in der frühen Kindheit zählt. Eine achtsame, 
leitliniengestützte Eingewöhnung bildet deshalb die Grundlage all unserer 
pädagogischen Bemühungen. 
 
Um die Tatsache wissend, dass Betreuungswechsel speziell im Kleinkindalter einen 
gewichtigen Risikofaktor für die Bindungssicherheit der Kinder sowie für die Entstehung 
von Frühmutismen darstellen, begleiten wir eine evtl. Transition 
betreuungsvorerfahrener Kinder in eine unserer Einrichtungen mit besonderer 
Aufmerksamkeit. Die Kontakte zu den Trägern der Kindertagespflege werden im 
Sozialraum gepflegt und ein fallbezogener Austausch unter Einbeziehung der Eltern 
forciert. Eltern und Tagespflegeperson sind eingeladen, die frühsten 
Transitionserfahrungen des Kindes gemeinsam mit der eingewöhnenden Fachkraft in 
unserer Einrichtung zu reflektieren. Mit Hilfe einer Checkliste werden die Erfahrungen 
des Kindes und seine Entwicklung im ersten Bereuungssetting nachvollzogen. Wissen 
um Rituale, Bedarfe, Fähigkeiten, Vorlieben und Abneigungen sowie Gewohnheiten des 
Kindes hilft der eingewöhnenden Fachkraft in unserer Einrichtung ein individuelles 
Setting für den Beziehungsaufbau zu gestalten. Abschied und Neuanfang werden 
gemeinsam mit der abgebenden Tagespflegekraft besprochen und der individuelle 
Übergang unter Einbeziehung der Eltern gemeinsam besprochen.  
 
Neben der Eingewöhnung und dem Bindungsaufbau legen wir in unserer Einrichtung 
großen Wert auf die Anbahnung des Ablösungsprozesses und die Begleitung der 
Transition von der Kita in die Grundschule. Vorschularbeit beginnt deshalb bereits mit 
der Aufnahme in unsere Einrichtung und nicht erst im letzten Jahr vor der Einschulung. 
Wir vertreten die Auffassung, dass Kinder lernen, wenn sie bereit und motiviert dazu 
sind. Selbstbildungsprozesse sind hoch individuell und nicht auf das letzte Kitajahr 
beschränkt. 
Schulfähigkeit beschreibt für uns nicht eine »Checkliste« von »Vorschulwissen und 
Fertigkeiten«. Wir streben vielmehr einen grundlegenden Entwicklungsstand des 
Kindes an, der es ihm ermöglicht, den neuen Alltag innerhalb und außerhalb der Schule 
eigenständig zu bewältigen. Vorschularbeit ist somit nicht von Selbstbildungsprozessen 
und der Begleitung und Unterstützung des Kindes in seiner eigenen Entwicklung zu 
unterscheiden. 
Auch wenn Vorschularbeit zentraler Teil unseres pädagogischen Alltags ist, sind wir 
überzeugt davon, dass ergänzende Vorschularbeit in altershomogenen Gruppen wichtig 
für die Identität der Kinder ist. Sich als Vorschulkind zu erleben und sich so mit dem 
bevorstehenden Übergang zu konfrontieren, sehen wir als bedeutsam an.  
Wir bemühen uns deshalb um intensive Kooperation mit den abnehmenden 
Grundschulen im Einzugsgebiet und versuchen so, die Kinder schon vor dem Wechsel 
mit der neuen Institution vertraut zu machen. Regelmäßig gleichen wir zudem die 
Bildungsziele unserer Vorschulinhalte mit denen der Grundschulen ab, damit bereits 
gewohnte Inhalte von den Kindern in der Grundschule wiedererkannt und erweitert 
werden können. Dabei sollen gleichermaßen sozial-emotionale sowie schulbezogene 
Fähigkeiten über die KiTa-Jahre gefördert werden.  
Einen besonderen Fokus legen wir auf die Elternbeteiligung in der Kultur des 
Übergangs. Ihre Einstellung gegenüber der Schule und den Herausforderungen des 
Kindes prägen maßgeblich neue Situationen. So ermöglichen wir bereits im Voraus ein

Seite | 30  
 
Kennenlernen der Eltern mit der neuen Schule über Veranstaltungen oder persönliche 
Kontakte.  
 
Den Abschied aus unserer Einrichtung gestalten wir mit einem Ritual, da unserer 
Auffassung nach Abschied einer klaren Handlung und eines deutlichen äußeren Signals 
bedarf, um angemessen bewältigt zu werden.  
 
Neben den großen Übergängen versuchen wir im pädagogischen Alltag auch aktiv, die 
Kinder bei Mikrotransitionen, wie sie im Kitaalltag vielfach durch den Wechsel von 
Spiel- oder Angebotssituationen entstehen, zu unterstützen und ihre Belastungen zu 
reduzieren, indem wir den Tagesablauf ritualisieren. Dabei ist uns nicht wichtig, dass 
bestimmte Elemente immer zur gleichen Uhrzeit stattfinden, sondern vielmehr, dass 
eine Aktion konsequent auf die nächste folgt und der Ablauf damit für die Kinder plan- 
und kontrollierbar erscheint. 
Für die Bring- und Abholsituation sind uns selbstinitiierte Trennungen zur Reduktion 
der trennungsindizierten Belastungen beim Kind sehr wichtig. Deshalb bitten wir die 
Bezugspersonen, morgens und nachmittags ausreichend Zeit für Abschied und 
Übergang einzuplanen und allzu hohe Termindichte für die Kinder zu vermeiden. 
 
3.4.4. Netzwerkzusammenarbeit (konzeptionell) 
Die „wert-voll - Kindertagesstätte“ wird mit anderen Institutionen/Einrichtungen im 
Sozialraum, wie Grundschulen, Sportvereinen, Kulturvereinen, anderen 
Kindertageseinrichtungen (vgl. 3.4.2 und 3) sowie Therapeuten kooperieren und sich 
kommunal vernetzen. 
Über den Paritätischen ist der Träger in den Austausch und die Zusammenarbeit mit 
zum selben Wohlfahrtsverband gehörenden Einrichtungen eingebunden. - Am Standort 
Düsseldorf wird dies bereits seit mehreren Jahren praktiziert. 
Der Träger ist seit vielen Jahren in der Kinder- und Jugendhilfe tätig und verfügt über 
ein umfangreiches Netzwerk aus Wald-, Ernährungs-, Bauernhof-, Religions-, Theater- 
und Musikpädagogen sowie Erfahrungen in Projekten, die unterschiedliche soziale 
Milieus und Generationen zusammenbringen (z.B. das Programm „dreizeit“; 
www.dreizeit.org). Diese Netzwerke und Erfahrungen werden nach Bedarf und 
Möglichkeit für die Kindertagesstätte genutzt. 
 
3.4.5. Aufnahmekriterien (Sozialraum) 
Die Aufnahmekriterien werden bedarfsorientiert und überkonfessionell gestaltet, mit 
den Ergebnissen der örtlichen Jugendhilfeplanung fortgeschrieben und jährlich im  
Rahmen der Sitzungen des Rates der Einrichtungen besprochen und festgelegt. 
In der „wert-voll - Kindertagesstätte“ gelten nach Priorität geordnet die folgenden 
Kriterien: 
 Geschwisterkind 
 Mischung der sozialen Milieus und Kulturen/Religionen 
 Geschlecht und Alter 
 Berufstätigkeit der Eltern (Vereinbarkeit Familie und Beruf) 
 Zeitpunkt der Anmeldung 
Es werden vornehmlich Kinder aus dem direkten Wohnumfeld aufgenommen. Die 
Einrichtung ist bereit, auf Zuweisung des Jugendamtes mit bis zu fünf Prozent 
überzubelegen.

Seite | 31  
 
 
Die Einrichtung erhebt keine Zusatzgebühren. 
 
3.4.6. Familienzentrum NRW Zertifizierung 
Die Einrichtung ist bereit, sich als Familienzentrum NRW zertifizieren zu lassen. 
 
3.4.7. Flexible/erweiterte Öffnungszeiten / Schließzeiten 
Die Einrichtung ist montags bis freitags von 7.00 - 16.30 Uhr geöffnet. Bei Bedarf wird 
sich der Träger bemühen, die Randzeiten auf 6 und 18 Uhr oder länger auszuweiten. 
 
In den Sommerferien gibt es eine Schließzeit von 3 Wochen und in den 
Weihnachtsferien gibt es eine Schließzeit von einer Woche. 
 
3.4.8. Zertifizierung plusKITA 
Die Einrichtung ist bereit, sich als plusKita zertifizieren zu lassen.

V_0365_2023_2.1_Stepke_Anschreiben

1429 Zeichen

Stadt Münster

| GEABREr

22. Mai 0 Richtig gute KiTa.

AmtfürKıncer |
Jugendliche und Familien_|
Step Kids KiTas gGmbH

Am Friedrichshain 22

10407 Berlin

Step Kids KfTas g&mbH « Am Friedrichshain 22 + 10407 Berlin

Stadt Münster

Tel.: +49 (0) 30 209 27171

Fax: +49 (0) 30 209 271 72
. ‚stepke-kitas.d

48127 Münster www.stepke-kitas.ce

Amt für Kinder, Jugend und Familien

Ansprechpartnerin
Larissa Loyek-Syr&e
lloyek-syree@stepke-kitas.de
Mobil: +49 (0) 151-728 75554

Oberhausen, 17.05.2023

Interessenbekundung für die Trägerübernahme in der Stadt Münster zu den
geplanten Kindertagestätten im Stadtteil Berg Fidel (03/2023) sowie im
Stadtbezirk Südost (04/2023 und 05/2023)

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für das freundliche Gespräch zur Trägervorstellung am 08. Mai 2023. Hiermit bestätigen
wir unser Interesse zur Trägerübernahme der geplanten Kindertagesstätten:

® Hammer Str. (03/2023)

e  Hiltruper Str. (04/2023)

®  Heinrich-Wichtrup-Weg (05/2023)

Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung,
Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung.

Mit freundlichen Grüßen

LE
Larissa Loyek-Syree
Business Development

Step Kids KiTas ggmbH Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin Registergericht: Amtsgericht Finanzamt für Körperschaften I, Berlin
‚Am Friedrichshain 22 Sitz der Gesellschaft: Berlin Charlottenburg, HRB 149735 B Steuernummer: 27/639/01214
10407 Berlin

V_0365_2023_3.1_wertvoll_Anschreiben

972 Zeichen

e’sa
©,>

wert -Vollsemon

DIE PROJEKTENTWICKLER

wert-vollggmbh Weißenburger Str. 23 44135 Dortmund

Stadt Münster

Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Hafenstr. 30

48153 Münster

- per Fax -

Montag, 5. Juni 2023

Trägerausschreibung Kita am Heinrich-Wichtrup-Weg (Ausschreibungsnummer 05/2023);
verbindliches Angebot zur Übernahme der Trägerschaft

Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit erhalten Sie unser verbindliches Angebot, die Trägerschaft für die Kita am Heinrich-
Wichtrup-Weg (Ausschreibungsnummer 05/2023) zu übernehmen - mit einem Trägeranteil

in Höhe von 3,5%.

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

it freundlichen Grüßen

\p

Benedikt Stumpf
Geschäftsführung

info@wert-voll.org | Weißenburger Str. 23 | T 0231.586 9614-0 | Amtsgericht Dortmund HRB15289 | GLS Bank (BIC GENODEMIGLS)
www.wert-voll.org | 44135 Dortmund F 0231.586 9614-19 | Geschäftsführer Benedikt Stumpf | IBAN DE13 4306 0967 4020 4884 00

V_0365_2023_1_Auswertungsformulare

18208 Zeichen

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung:  
Kindertageseinrichtung am Heinrich-Wichtrup-Weg (York Quartier) im Wohnbereich Gremmen- 
dorf im Stadtbezirk Südost  
 
 
Name und Adresse des Trägers:  
Step Kids KiTas gGmbH 
„Stepke“ 
Am Friedrichshain 22 
 
10407 Berlin 
 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, 
Leitbild etc.  
- Step Kids Kitas gGmbH ist ein Tochterunternehmen der Step Kids Education GmbH 
- Gemeinnütziger Träger von Kindertagesstätten mit aktuell 56 Standorten in NRW (Dortmund, 
Bielefeld, Lippetal, Essen, Sundern, Gelsenkirchen, Bochum), Berlin, Brandenburg und Bre- 
men 
- Viele weitere Kitas im Bau bzw. in Planungen  
- Ca. 1.100 Mitarbeiter*innen 
- Seit 01. April 2017 gehört Stepke zur AcadeMedia Gruppe (Dachverband in Schweden),  
5 Träger in Deutschland angeschlossen  
- Anerkannter überregionaler Träger der Kinder- und  Jugendhilfe 
- Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung li egt vor 
- Stepke Akademie bildet Stepke-Mitarbeitende weite r 
- Eigenqualifizierung von Ergänzungskräften (160 h –Qualifizierung) / die Ausbildung erfolgt 
Online und in den Kitas vor Ort / auch externe Träger können das Angebot nutzten 
- Ziel ist es, sich als neuer Träger in Münster mit  zwei oder drei Einrichtungen zu etablieren, 
um Synergien zu schaffen 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
7,8% Trägeranteil 
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 
 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kindertagesbetreuung lie- 
gen vor. 
- Situationsorientierter und systemischer Ansatz 
- Konzeptausrichtung: Best Practice Ansatz abhängig vom Sozialraum unter Berücksichtigung 
von Ressourcen & Anforderungen  
- Konzept nach dem 6-Säulen-Modell: Räume, Ernährun g, Englisch, Natur (Wald- und Wie- 
sentage), Schwimmen, Qualität 
- Elemente der Reggio Pädagogik und der Pädagogik nach Pikler  
- Projektarbeit unter Einbezug der Eltern 
- Fokus auf Unternehmens- und Qualitätsentwicklung

2 
 
- Gruppenübergreifende Aktivitäten 
- Ausrichtung an den 10 Bildungsbereichen der Bildu ngsgrundsätze NRW  
- Partizipation nach dem Bundeskinderschutzgesetz ( BKischG) / Beteiligung an Tages- und 
Projektgestaltung, Gesprächskreise, Kinderkonferenzen 
- Alltagsintegrierte Sprachbildung, Kommunikationsk ultur 
- Bildungsdokumentation über Portfolio 
- Interessiert an der Arbeit als Familienzentrum  
Flexible Betreuung: 
- Öffnungszeiten zum Kitastart von 07:00 Uhr – 16:0 0 Uhr  
- Betreuungszeiten orientieren sich nach Kitastando rt / Anpassung an Elternbedarfe möglich 
 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol- 
gende Merkmale besonders heraus: 
- Willkommenskultur unabhängig von Herkunft, Religi on, körperlichen oder geistigen Beein- 
trächtigung, Hautfarbe und Geschlechtsidentität 
- Schulung der Mitarbeitenden im Bereich der Quersc hnittsaufgaben (z.B. Sprachliche Beglei- 
tung aller Handlungen - Sprachförderung im Alltag - Sprach Kitas im Portfolio) 
- Inklusion als Verständnis alle Kinder einzubezieh en / individuelle Förderung 
- Individuelle Begleitung und heilpädagogische Förd erung bei besonderem Förderbedarf mög- 
lich (Inhouse Fortbildungen), Begleitung der Eltern bei der Diagnostik 
- Besonderer Blick auf Kinder mit Fluchterfahrungen  / Erfahrung mit dem Thema Migration: 
Mobile Kita im Rahmen der Brückenprojekte für Flüchtlingskinder 
- „Integrierte Hilfen aus einer Hand“ und „Alltagsi ntegrierte Förderstrategien“ 
- Einsatz von multiprofessionellen Teams (Diversitä t) 
- Gender: Unterstützung zur Ausgestaltung der Gesch lechtsidentität jenseits von Rollenkli- 
schees  
- Partizipation: zieht sich durch das gesamte Unter nehmen, hoher Stellenwert auch im u3-Be- 
reich (Kinderparlament, Einbezug bei Stuhlkreisen) 
- Qualitätsmanagement bezieht sich auf Feed Back vo n Kindern, Eltern und Mitarbeitenden 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol- 
gende Merkmale besonders heraus: 
- Einrichtung einer Frischkostküche (sofern baulich e Umsetzung möglich) / alternativ Essens- 
anlieferung durch, auf die Bedürfnisse von Kindern spezialisierte, Caterer) 
- Vollverpflegung nach Empfehlungen der Deutschen G esellschaft für Ernährung e.V. (DGE) 
- Kräuter- und Gemüsegarten  
- Zahngesundheit (tägliches Zähneputzen, Kooperatio n mit Gesundheitsamt) 
- Tägliche offene oder geplante gruppenübergreifend e Bewegungsangebote, Bewegungsland- 
schaften, situative Angebote drinnen oder draußen, regelmäßiges Schwimmen und Wald- 
und Wiesentage 
- Entspannung in Form von Ruhephasen und Schaffung von Rückzugsorten durch gezielte 
Ausstattung der Räume 
- Unfallprävention in Kooperation mit der Polizei 
- Elterninformation zu Gesundheitsthemen 
- Human Ressource / Burnout Prävention (Angebote in  der Akademie) / „Urban Sports“ (Ange- 
bot an Gesundheitskursen) 
- Mitarbeiterbefragung zur gesunden Arbeitsumgebung  durch externen Business Coach 
- Kinderschutzkonzept zur  Umsetzung des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdung liegt 
vor

3 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  
Stepke Kitas führen eine Sozialraumanalyse durch und betten sich als Kooperationspartner in 
den Sozialraum ein. 
Individuelle Schwerpunkte werden je nach Sozialraum und Bedürfnissen der Familien entwickelt 
(z.B. Sprach-Kita oder Familienzentrum). 
Geplante Vernetzungen: 
- Vernetzung im Stadtteil durch eigene Vorstellung im Stadtteil, Teilnahme an Stadtteilarbeits- 
kreisen 
- Niederschwellige Öffnung der Kita durch Kooperati onen im Stadtteil (z.B. Familien-/ Jugend- 
zentren) 
- Kooperation mit Heilpädagogen, Frühförderung, Kin derpsychologen, Kinderärzten, KSD, Be- 
ratungsstelle 
- Kooperation mit der Kindertagespflege, mit andere n Kitas und Schulen im Sozialraum sowie 
sozialen Institutionen des Stadtteils 
- Regelmäßiger Austausch mit den Grundschulen auch zum Übergang Kita-Schule  
- Nutzung von Schwimmbädern, Sport- und Freizeitang eboten, Spielplätzen und Parks in der 
Umgebung  
- Schaffung familienzentrumsähnlicher Strukturen an gestrebt 
 
 
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. 
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Eingewöhnung in Anlehnung an das Berliner Modell 
- Strukturierte Elternarbeit findet statt  
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Ver mittlung und Begleitung zu Hilfen, 
Elternabende, Elternstammtische, gemeinsame Aktionen und (interkulturelle) Feste usw. fin- 
den statt 
- Transparente Elterninformationen durch TV im Eing angsbereich, Aushänge, Wochenpläne, 
„sprechende Wände“, Newsletter, Dokumentationen etc. 
- Jährliche Umfragen bei den Eltern  
- Regelmäßige Feste und Aktionen mit aktiver Eltern beteiligung 
- Elternhospitationen möglich 
 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde 
Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- 2 Büros in Wuppertal und Oberhausen für die Admin istration, Personalakquise mit eigens ent- 
wickeltem Bewerbersystem, Belegung etc. zur Entlastung der Leitungen, Rechtsabteilung für 
Quereinsteigerprüfung 
- Eigene Qualitätsmanagement-Abteilung / QM mit int erner und externer Evaluation (Päd- 
QUIS) / Fachexperten im Unternehmen mit eigenem QM z.B. für das Küchenpersonal / Vor- 
schul-QM  
- Regionalleitung plus 2 Stellvertreter*innen für 2 6 Einrichtungen zuständig 
- Regional eingesetzte Fachberater*innen betreuen r und 10 Kitas (Einarbeitung neuer Leitun- 
gen ein halbes Jahr vor Arbeitsbeginn, Begleitung u nd Controlling im Kontext des QM, Wö- 
chentlich bundesweiter jour fixe der Fachberatungen) 
- Jährliche Fachtagungen für alle Fachkräfte 
- Teilnahme an AG nach § 78 in der Kommune erfolgt durch die Regionalleitung 
- Regelmäßige jährliche Eltern-, Mitarbeiter- und V orgesetzten-Evaluationen 
- Beschwerdemanagement 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, entsprechend  der Personalvereinbarung 
- Bezahlung der Mitarbeitenden in Anlehnung an TVöD  (unbefristete Arbeitsverträge) 
- Personalgewinnung u.a. auch durch finanzielle Zus atzleistungen (monatlicher Sachbezug 
über eine Shopping Card / Erholungsbeihilfe pro Jahr / Betriebsrente)

4 
 
- Kostenlose Nutzung der Stepke-Akademie / Supervis ion, Fortbildung, Bildungsurlaub 
- 500 € Bonus für Werbung neuer Mitarbeiter*innen 
- Nutzen von Online-Jobplattformen & Bundesagentur für Arbeit 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Eigene Akademie mit Fortbildungsangeboten für Mit arbeitende und Externe 
- Regelmäßige Angebote, wie Wassergewöhnung und Wal d- und Wiesentage 
- Ausbildung zur Rettungsfähigkeit durch die Akadem ie in Kooperation mit der DLRG möglich 
- Bilingualität / Förderung des Umgangs mit der eng lischen Sprache 
- Innovativ & flexibel in der Lösungsentwicklung 
- Besondere Angebote abhängig vom Standort 
- Frischkostküche gewünscht

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung:   
Kindertageseinrichtung am Heinrich-Wichtrup-Weg (York Quartier) im Wohnbereich Gremmen- 
dorf im Stadtbezirk Südost  
 
 
Name und Adresse des Trägers:  
Wertvoll gGmbH 
Weißenburger Str.23 
 
44135 Dortmund 
 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, 
Leitbild etc.  
- Seit 2002 anerkannter Träger der Kinder- und Juge ndhilfe 
- Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband und P aritätischen Jugendwerk NRW 
- Zentrale Geschäftsstelle in Dortmund 
 (Geschäftsleitung und -entwicklung, Kinderschutz 
Fachkraft, Buchhaltung, Fachliche Beratung) 
- Langjährige Erfahrung in der Kinder- und Jugendhi lfe und in Bildungsprogrammen  
- Projekte in der Dortmunder Nordstadt und NRW mit den Themen: Soziales, Interkulturalität, 
Energien 
- Humanitäre Hilfen in Ex-Jugoslawien 
- 2018 viergruppige Kita in Düsseldorf (z. Zt. Cont ainer / Neubau erfolgt 2024) 
- 2023/2024 ist die Übernahme der Trägerschaft von neuen und bestehenden Einrichtungen in 
Dortmund, Krefeld und Havixbeck geplant 
- Institutionelle Kindertagesbetreuung als neuer Sc hwerpunkt, Angebot soll sukzessive  
      in NRW ausgeweitet werden / ein Cluster aus 3 Einrichtungen je Kommune wird angestrebt 
- Konzeptionelle Schwerpunkte: Verantwortung für di e Zukunft – Gestaltung der Gesellschaft 
von morgen – Inklusion – Partizipation – frühe kindliche Bildung 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
3,5% Trägeranteil 
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 
 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kindertagesbetreuung liegen 
vor. 
- Pädagogisches Konzept bezieht Inhalte verschieden er reformpädagogischer Ansätze ein  
- Bildungseinrichtung mit Blick auf das Wohl des Ki ndes / Kinder als Akteure der eigenen Ent- 
wicklung  
- Unterstützende alltagsintegrierte Bildungsarbeit (bindungssensitive Bildungsarbeit)  
- Gleiche Bildungschancen für alle Kinder 
- Fokus: Vereinbarung von Familie und Beruf 
- Wertevermittlung für eine zukunftsfähige Gesellsc haft / Wert-voll Wertekanon (Achtung der 
Vielfalt, Anteilnahme und Zusammenhalten, Achtung der Lebensalter, Inklusion leben, Ach- 
tung des Lebens und der natürlichen Lebensgrundlagen)

2 
 
- Spiel als „Quelle von Lernen und Verstehen“ 
- Teiloffenes Konzept mit festen Stammgruppen  
- Bereitschaft zur Gründung eines Familienzentrums mit dem Ziel „Aus einer Hand an einem 
Ort“  
Flexible Angebote: 
- Öffnungszeiten 07:00 Uhr -16:00 Uhr 
- Flexible Öffnungszeiten (06:00 Uhr – 18:00 Uhr) am Bedarf der Eltern und am Wohl des Kin- 
des orientiert, keine Abholzeiten in den Essens- und Schlafzeiten  
- Schließzeiten (3 Wochen Sommerferien, 1 Woche Wei hnachtsferien) 
 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol- 
gende Merkmale besonders hervor: 
- Integration und Inklusion als zentrales Selbstver ständnis 
- Alltagsintegrierte stärkenorientierte (Sprach)För derung aller Kinder (keine isolierten Förder- 
angebote)  
- Zusammenarbeit mit Eltern, Frühförderstellen und Therapeut*innen  
- Genderreflektierte Begleitung der eigenen (Geschl echts)Identität 
- Genderreflektierte Nutzung von Räumen, Materialie n und Medien / Gendersensible Sprache 
- Paritätische Personalbesetzung 
- Austausch mit den Eltern mit Anregungen zur Refle xion von Geschlechterrollen  
- Partizipation im Dialog zwischen Kindern und päda gogischen Fachkräften 
- Schaffung eines beschwerdefreundlichen Klimas (Be schwerdemöglichkeiten für Kinder ver- 
bal oder über Kummerkasten für gemalte Bilder)  
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol- 
gende Merkmale besonders hervor: 
- Ausgewogene vegetarische Ernährung / Frischkostkü che ist gewünscht 
- Aktive Begleitung der Mahlzeiten / Sensibilisieru ng für Körperwahrnehmung bei Hunger und 
Sättigung / Gesunde Ernährung wird in Gesprächen, Büchern und mit Hilfe von Spielmateria- 
lien thematisiert 
- Zähneputzen nach dem Essen und Besuch der Zahnarz tpraxis vor Ort 
- Stärkung der Resilienz / des Immunsystems durch v ielfältige Bewegungsangebote  
- Wechsel von Bewegungs- und Ruhephasen 
- Bewegungsmöglichkeiten drinnen und draußen (natur nahe Außenanlage für vielfältige sen- 
sorische Anreize) 
- Ziel: Zertifizierung zur Bewegungs-Kita  
- Pädagogisches Konzept zur Hygiene im Alltag  
- Unterstützung der Kinder im Umgang mit Gefahren i m Alltag (Verkehrserziehung / Projekte 
mit der Polizei) 
- Kinderschutzkonzept zur  Umsetzung des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdung liegt 
vor 
- Eigene insoweit erfahrene Fachkraft in der Dortmu nder Zentrale und Zusammenarbeit mit 
Fachkräften des Paritätischen 
- Förderung der Sprachfähigkeit von Kindern (über K örper und Gefühle)

3 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  
Vernetzung und Kooperation mit anderen Institutionen/Einrichtungen im Sozialraum (Kindertages- 
pflege, Kitas, Grundschulen, Sportvereine, Kulturve reine, Logopäd*innen, Ärzt*innen, Thera- 
peut*innen etc.) geplant. 
- Vernetzung mit Kindertagespflege, Kitas im Sozial raum 
- Kooperation mit den Grundschulen (Übergangsgestal tung / Paten- und Experimentierprojekte)
 
- Ausflüge zu Grünflächen und Parks des York-Quarti ers und in das Waldgebiet „Großer Lod- 
den“ 
- Zertifizierung als Bewegungskindergarten sowie Te ilnahme an den Projekten „Nachhaltige 
KiTa“ und „Globales Lernen in der Kita“ angestrebt 
- Zertifizierung als Bewegungskindergarten und Klim aKita.NRW angestrebt 
- Zertifizierung zum Familienzentrum angestrebt 
- Aufbau eines Netzwerkes für Elternberatungen 
- Vorhandene Erfahrungen in der Projektarbeit nutze n / Projekt „Sozialraumaustausch“ 
 
 
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. 
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: 
- Gegenseitige Wertschätzung und Aufbau eines gemei nsamen Bildungsverständnisses 
- Eltern sind nicht Kunden, sondern primäre Bezugsp ersonen ihrer Kinder 
- Täglicher informeller Austausch zwischen Fachkräf ten und Eltern 
- Beobachtung und Dokumentation über Portfolio und BaSiK sind Grundlage für Elterngesprä- 
che 
- Regelmäßige Elternabende (auch themenbezogen) 
- Hospitationen, Beteiligung bei Ausflügen und Vera nstaltungen 
- Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat 
- Festes Vorgehen zum Beschwerdemanagement 
 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernden 
Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: 
- Pädagogische Rahmenkonzeption als Grundlage der p ädagogischen Arbeit / individuelle 
Standortkonzepte  
- Orientierung an  Grundsätzen der Bildungsförderung für Kinder von 0-10 Jahren und Bil- 
dungsvereinbarung des Landes NRW 
- Selbstbild als „lernende Organisation“ (regelmäßi ge Fort- und Weiterbildungen) 
- Zufriedenheit aller Beteiligten und Entwicklungsm öglichkeiten der Kinder als wichtigste 
Qualitätskriterien (Partizipation / Feedback der Mitarbeitenden) 
- Beobachtung und Dokumentation als zentrale Mittel  zur Qualitätsentwicklung 
- Regelmäßiger Austausch zwischen Eltern und Fachkr äften, Fachkräften untereinander so- 
wie mit dem Träger 
- Teamsupervision und Team-Tage mit externen Refere nt*innen 
- Fachberatung, Supervision und Beratung durch den Paritätischen Wohlfahrtsverband 
- Qualitätsentwicklungsinstrument PQ-Sys-KiQ des Pa ritätischen Wohlfahrtsverbandes NRW 
soll genutzt werden 
- Personalgewinnung und Personalbindung als zentral e Aufgabe (Zusammenarbeit mit Aus- 
bildungsinstitutionen / Anbieten von PiA- und Praktikumsstellen / Zusammenarbeit mit Job- 
center und Jobportalen) 
- Zusätzliche Angebote wie Gesundheitsvorsorgekurse , Jobradleasing, betriebliche Alters- 
vorsorge 
- Ausfallmanagement durch Einsatz von Springerkräft en und Personal aus anderen Einrich- 
tungen

4 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Seit vielen Jahren in der Kinder- und Jugendhilfe  tätig 
- Verfügt über ein umfangreiches Netzwerk aus Wald- , Ernährungs-, Bauernhof-, Religions-, 
Theater- und Musikpädagogen sowie Erfahrungen in Projekten, die unterschiedliche soziale 
Milieus und Generationen zusammenbringen 
- Träger ist neu im Bereich Kindertagesbetreuung (s eit 2018) 
- Bereitschaft zur Zertifizierung als Familienzentr um und plusKita 
- Bereitschaft auf Zuweisung des Jugendamtes bis zu  5% über zu belegen 
- Starke Werteorientierung

Anlage A

4411 Zeichen

Anlage A zur V/0365/2023 
Kurzüberblick 
 
Die Verwaltung schlägt vor, dem Träger Step Kids Kitas gGmbH die Trägerschaft für die Kinder-
tageseinrichtung am Heinrich-Wichtrup-Weg (York Quartier) im Stadtteil Gremmendorf im Bezirk 
Südost zu übertragen. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
 
Der Bundesgesetzgeber hat für den Ausbau von bedarfsgerechten Betreuungsangeboten in 
Deutschland einen gesetzlichen Rechtsanspruch geschaffen. Dieser Rechtsanspruch auf einen 
Betreuungsplatz gilt seit dem 1. August 2013 für alle Kinder ab dem vollendeten ersten 
Lebensjahr. 
 
Die Stadt Münster greift die Pflichtaufgabe zum bedarfsgerechten Ausbau der 
Kindertagesbetreuung in der Produktgruppe 0601 „Förderung von Kindern in Tagesbetreuung“ in 
zwei Zielen auf. Zum einen ist der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für Kinder im Alter 
von 3 - 6 Jahren sicherzustellen und weiterhin sollen Tagesbetreuungsangebote für unter  
3-jährige Kinder mit einer Versorgungsquote von bis zu 50 % ausgebaut werden. 
 
Mit dem Erreichen dieser Werte werden die ISM Leitziele „Wir werden einer der führenden 
Bildungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungsstandorte in Europa“ und 
„Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität mit hohem 
Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft weiterentwickeln“ 
forciert. 
 
Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung der Kindertageseinrichtung am  
Heinrich-Wichtrup-Weg (York Quartier) und die anschließende Trägervergabe mit der Vorlage 
V/0070/2023 beschlossen. 
 
Die Verwaltung schlägt vor, dem Träger Step Kids Kitas gGmbH die Trägerschaft für die 
Kindertageseinrichtung am Heinrich-Wichtrup- Weg (York Quartier) im Stadtteil Gremmendorf im  
Bezirk Südost zu übertragen. 
 
Mit dem Beschluss über die Trägerschaft der Kindertageseinrichtung am Heinrich-Wichtrup-Weg  
wird rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtung ein Träger bestimmt, so dass weitere 
Detailplanungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden können. 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 0601 Förderung von Kindern in Tagesbetreuung 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan x Ja  Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja x Nein   
Im Haushaltsplan-Entwurf 2024 enthalten? x Ja  Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? x Ja  Nein   
Bereits veranschlagt? x Ja  Nein   
Die Betriebskostenzuschüsse (Transferaufwendungen) wurden bereits mit dem Errichtungsbe-
schluss V/0070/2023 dargestellt. Mit dem vorgenannten Beschluss wurde zur Kenntnis genom-
men, dass eine haushaltsmäßige Belastung der kommenden Jahre noch vor den eigentlichen 
Etatberatungen für die Jahre 2025ff. erfolgt.

Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist X vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
 vollständig 
freiwillig 
Gesetzliche Grundlagen: SGB VIII §§ 22 – 26, insbesondere § 24 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
 
Münster gehört zu den am stärksten wachsenden Städten in Nordrhein-Westfalen. Nach aktuellen 
städtischen Vorausberechnungen könnte die Bevölkerung bis 2030 auf 334.774 Einwohner stei-
gen. Im Bereich der u3 - Kinder wird eine Zunahme von 740 Kindern und im Bereich der ü3 - Kin-
der eine Zunahme von 767 Kindern prognostiziert (V/0549/2021). 
 
Die wachsende Stadt, die alle Bereiche des Lebens betrifft, ist eine zentrale Herausforderung, der 
sich Münster stellen muss. 
 
Die demographische Entwicklung der Stadt Münster ist ein grundlegender Bestandteil der 
Kitaausbauplanung. Alle Maßnahmen zum Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder orientieren 
sich an der kleinräumigen Bevölkerungsprognose der Stadt Münster und sind darauf ausgerichtet, 
eine familienfreundliche Stadtentwicklung zu fördern. Dazu tragen insbesondere die bedarfsge-
rechte Schaffung von Plätzen zur Erfüllung des Rechtsanspruchs für ü3-Kinder und der Ausbau 
von u3-Plätzen bei. 
 
Im Rahmen der unterschiedlichen Arbeitsfelder der Kindertagesbetreuung werden wichtige As-
pekte wie Barrierefreiheit, Inklusion, Sprachförderung und Qualifizierung differenziert berücksich-
tigt und unterstützen eine familienfreundliche Entwicklung in Münster. Weiterhin steht der Ausbau 
von Kindertagesbetreuungsangeboten im Einklang mit der Ausrichtung Münsters als führender 
Wirtschaftsstandort.

V_0365_2023_2.2_Stepke_Konzept

50958 Zeichen

1 
 
 
 
 
 
 
 
Bildung, Betreuung und Förderung für 
Kinder von 0 bis 6 Jahren 
 
Trägerkonzeption der Step Kids KiTas gGmbH 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Stand: 03/2023

2 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Step Kids KiTas gGmbH 
Am Friedrichshain 22 
10407 Berlin 
 
Ansprechpartner: 
Jutta Thomas 
Regionalleitung NRW Mitte 
j.thomas@stepke-kitas.de 
Mobil: 0176 478 302 26 
 
 
Stand: 
März 2023 
 
Herausgeber: 
Step Kids KiTas gGmbH 
Am Friedrichshain 22 
10407 Berlin

3 
 
Inhalt 
1 Leitbild und Organisationsstruktur der Step Kids KiTas gGmbH ..................................................... 4 
1.1 Leitbild ......................................................................................................................................... 4 
1.2 Organisationsstruktur .................................................................................................................. 4 
2 Träger der Einrichtungen ................................................................................................................. 4 
2.1 Öffnungszeiten ............................................................................................................................ 5 
2.2 Gruppengröße und Fachkraftschlüssel ........................................................................................ 5 
2.3 Aufnahmekriterien ...................................................................................................................... 5 
3 Ziele der pädagogischen Arbeit ....................................................................................................... 6 
4 Rolle und Aufgaben der Pädagogen ................................................................................................ 6 
5 Raumkonzept ................................................................................................................................... 8 
6 Partizipation .................................................................................................................................... 9 
7 Übergänge ..................................................................................................................................... 10 
7.1 Eingewöhnung ........................................................................................................................... 10 
7.2 Übergang in der KiTa ................................................................................................................. 10 
7.3 Übergang von der KiTa in die Schule ......................................................................................... 11 
8 Ernährung und Gesundheit ........................................................................................................... 11 
8.1 Ernährung .................................................................................................................................. 11 
8.2 Bewegung .................................................................................................................................. 11 
8.3 Wassergewöhnung .................................................................................................................... 12 
8.4 Gesunde Zähne .......................................................................................................................... 12 
8.5 Wald- und Wiesentage .............................................................................................................. 12 
9 Inklusion ........................................................................................................................................ 13 
10 Beobachtung und Dokumentation ............................................................................................ 13 
11 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern ................................................................... 13 
12 Kooperationspartner und sozialräumliche Vernetzung ............................................................ 14 
13 Öffentlichkeitsarbeit .................................................................................................................. 14 
14 Qualitätssicherung und –entwicklung ....................................................................................... 15 
14.1 Grundlegende Organisationsbedürfnisse .................................................................................. 15 
14.2 Sicherung des Qualitätsmanagements durch die Fachberatung .............................................. 15 
15 Weiterbildung / Fortbildung ...................................................................................................... 16 
16 Beschwerdemanagement .......................................................................................................... 16 
17 Schutzkonzept ........................................................................................................................... 17 
18 Gewaltschutzkonzept ................................................................................................................ 17

4 
 
 
1 Leitbild und Organisationsstruktur der Step Kids KiTas gGmbH 
 
1.1 Leitbild 
 
Stepke ist ein bundesweit tätiger, schnell wachsender und moderner Betreiber von KiTas.  
Unser Erfolgskonzept beruht auf unseren Mitarbeiter *innen, die für den hohen Qualitätsstandard 
unseres pädagogischen Konzepts stehen. 
Alle Stepke-KiTas verfügen über ein besonderes Raumkonzept und eine hervorragende technische 
Ausstattung. Besondere Merkmale unseres Konzeptes sind ein guter Personalschlüssel, vom eigenen 
Küchenpersonal frisch gekochtes Essen, gezielte Sprachangebote, Wassergewöhnung sowie Waldtage 
und -wochen. Je nach Standort können einzelne Komponenten des Konzeptes variieren. 
Stepke als engagierter Arbeitgeber bietet s einen Mitarbeiter *innen eine enge , praxisorientierte 
Begleitung in einem sicheren Arbeitsverhältnis mit attraktiven Konditionen.  
Stepke steht für Effizienz, Kompetenz und Sympathie auch bei zukünftigen Projekten.  
Den Slogan „Richtig gute KiTa“ sehen wir als Versprechen an die großen und kleinen Menschen im 
Unternehmen. Um diesem gerecht zu werden, dient unser täglicher und persönlicher Einsatz. 
 
1.2 Organisationsstruktur 
 
Von unsere n zentral gestützten Verwaltung en in Berlin , Bremen, Leverkusen, Oberhausen und 
Wuppertal werden die wichtigsten Aufgaben durchgeführt, z. B. Personalakquise, Lohnbuchhaltung, 
Vertragsangelegenheiten für die Eltern oder der Zentraleinkauf. Zusätzlich werden die einzelnen 
Regionen durch die zuständige(n) Regionalleitung(en) gesteuert, verwaltet und verantwortet. An den 
einzelnen Standorten arbeiten die KiTa-Leitungen eng mit den zuständigen Regionalleitungen sowie 
zusätzlich mit der pädagogischen Fachberatung  zusammen. Somit kann sich die KiTa-Leitung 
vollumfänglich auf die Qualität der pädagogischen Arbeit , der Mitarbeiterführung und der 
Weiterentwicklung der KiTa im Sozialraum fokussieren. 
 
Erfahrungen aus der Führung bestehender Einrichtungen helfen neuen Stepke-KiTas vor allem in der 
Teambildung. Die KiTa-Leitungen werden tatkräftig von anderen Leitungen und den Regionalleitungen 
unterstützt und zusätzlich von den Fachberatungen beraten.  
 
 
2 Träger der Einrichtungen 
 
Die Step Kids KiTas gGmbH befasst sich nach einem einheitlichen Basis-Konzept mit dem Auf - und 
Ausbau und dem Betrieb von Familienzentren, Kindertagesstätten und Kinderkrippen in ganz 
Deutschland. 
Stepke versteht sich als Dienstleistungsunternehmen für Familien und ihre Kinder, Städte, Gemeinden 
und Unternehmen. Als Betreiber von Krippen und Kindertagesstätten nimmt Stepke einen 
Bildungsauftrag für Kinder im Alter von sechs Wochen bis zum Eintritt in die Grundschule wahr. Unser 
pädagogisches Konzept wird kontinuierlich der lokalen Nachfrage und Bedarfssituation angepasst und 
dahingehend optimiert. Zusätzlich wird die spezifische KiTa-Konzeption stetig durch die KiTa-Leitungen 
weiterentwickelt, entsprechend dem Bedarf in dem Sozialraum, in welchem sich die KiTa befindet. 
 
Seit dem 1. April 2017 gehört Stepke zur AcadeMedia Gruppe. Die AcadeMedia AB ist der größte 
private Bildungsanbieter Nordeuropas. Das Unternehmen deckt den gesamten Bildungsweg ab, von

5 
 
Kindertagesstätten über Schulen bis zu Einrichtungen der Erwachsenenbildung. In Schweden, 
Norwegen und Deu tschland werden jährlich über 140.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene in 
mehr als 700 Einrichtungen betreut und ausgebildet. AcadeMedia Deutschland (academedia.de) 
betreibt unter den Trägern Espira (espira-kinderbetreuung.de), Kita Luna (Kita-luna.de) und Joki (joki-
kinderbetreuung.de) weitere KiTas in Deutschland, mit denen wir den Aufbau des Unternehmens in 
Deutschland gemeinsam gestalten. 
 
Die Step Kids KiTas gGmbH hat einen, dem jeweiligen Bundesland entsprechend en, eigenen 
Erziehungs- und Bildungsauftrag.  
Dieser ergänzt und unterstützt die Bildung und Erziehung des Kindes in der Familie und soll die 
Gesamtentwicklung durch allgemeine und gezielte erzieherische Hilfen und Bildungsangebote 
fördern. Seine Aufgabe ist es insbesondere, durch differenzierte Erziehungsarbeit die geistige und 
körperliche Entwicklung des Kindes anzuregen, seine Gemeinschaftsfähigkeit zu fördern und allen 
Kindern gleiche Entwicklungschancen zu bieten. 
 
In den Kindertageseinrichtungen der Step  Kids KiTas gGmbH spielen  und lernen, erleben und 
erfahren, experimentieren und forschen täglich über tausend e Kinder in verschiedenen 
Einrichtungen – an verschiedenen Standorten in Deutschland – im Alter von null bis sechs Jahren. 
Das Kind erhält die Möglichkeit, in einer wertschätzenden und respektvollen Atmosphäre soziales 
Verhalten zu erproben, sich als Mensch im Zusammenhang mit Anderen zu begreifen, sich 
auseinanderzusetzen, Konflikte zu lösen, sich Wissen anzueignen und etwas gemeinsam zu tun.  
 
Unser vielfältiges Angebot umfasst kleine  und große Einrichtungen mit bedarfsangepassten 
Öffnungszeiten bis zu zehn Stunden. 
 
2.1 Öffnungszeiten 
 
Die Step Kids KiTas gGmbH bietet grundsätzlich bedarfsgerechte Öffnungszeiten zwischen 6:30-
17:30 Uhr an.  
 
Die Schließungszeiten der jeweiligen Einrichtungen werden den Eltern frühzeitig schriftlich 
mitgeteilt. A lle Informationen können zusätzlich auf unserer Homepage  und in den KiTas 
nachgelesen werden. Jährliche Eltern -, Bedarfs-, und Zufriedenheitsabfragen diene n der 
Optimierung der Öffnungszeit- und Konzeptionsanpassung. 
 
2.2 Gruppengröße und Fachkraftschlüssel 
 
Die Gruppengrößen und die personelle Ausstattung richten sich nach dem jeweiligen Bundesland, 
in welchem sich unsere Einrichtung befindet.  
 
Im Rahmen unserer Möglichkeiten bieten w ir eine besondere Qualität unseres Angebotes  durch 
eine großzügige personelle , räumliche, finanzielle und s achliche Ausstattung unserer 
Einrichtungen. 
 
2.3 Aufnahmekriterien 
 
In unseren Einrichtungen werden Kinder aller Nationalitäten und Konfessionen aufgenommen. 
 
Bei der Aufnahme berücksichtigen wir individuelle Voraussetzungen und Lebenslagen von 
Familien. Chancengleichheit und das Leben von Inklusion sind uns ein wichtiges Anliegen.

6 
 
 
 
3 Ziele der pädagogischen Arbeit  
 
Unsere situations - und stärkenorientierte päd agogische Arbeit stellt das Kind und seine 
Entwicklung in den Mittelpunkt. In diese fließen wesentliche Elemente der Reggio-Pädagogik ein.  
 
Kindern begegnen wir auf Augenhöhe und sehen sie als Konstrukteur *innen ihrer eigenen 
individuellen Entwicklung. Wir sehen es als unsere Aufgabe , die natürliche Freude der Kinder am 
Entdecken und Erkunden zu fördern.  
Anregungsreich gestaltete Räume bieten den Kindern die Möglichkeit, sich mit Neugier die Welt 
und das Wissen zu erschließen. Sie laden zum Forschen, sich Ausprobieren und Gestalten ein. Dabei 
achten wir auf eine Balance zwischen Reizvielfalt und Struktur. Das regelmäßige Austauschen von 
Spielmaterial bietet den Kindern immer wieder neue Impulse.  
 
Ein wesentliche r Bestandteil unserer Pädagogik ist die Projektarbeit. Ausgehend von den 
Interessen des Kindes gestalten die pädagogischen Mitarbeiter *innen Angebote und 
Lernumgebungen und organisieren gruppenübergreifende Aktivitäten. Der Lebensraum der Kinder 
fließt in unsere pädagogische Arbeit mit ein. Familienmitglieder mit besonderen Kenntnissen und 
Fähigkeiten binden wir gerne als willkommene Bereicherung in unsere Projektarbeit mit ein. 
 
Der Grundgedanke und die Elemente der Pädagogik nach Emmi Pikler finden sich i n unserer 
pädagogischen Arbeit mit den Jüngsten wieder. 
 
Insbesondere für die jungen Kinder ist die achtsame und beziehungsvolle Pflege von großer 
Bedeutung. Signale der Kinder, verbal und nonverbal, werden sensibel wahrgenommen, geachtet 
und respektiert. 
Die Räume für die Kleinsten bieten durch ihre großzügige Gestaltung die Möglichkeit der freien 
Bewegungsentwicklung, des sich Ausprobierens und des Auslotens der eigenen Grenzen. 
 
In unseren ganzheitlichen Bildungsangeboten finden sich alle  Bildungsbereiche nach dem 
Kinderbildungsgesetz wieder: 
 
• Bewegung, Körper, Gesundheit & Ernährung 
• Sprache & Kommunikation 
• Soziale und (inter-)kulturelle Bildung 
• Musisch-ästhetische Bildung 
• Religion & Ethik 
• Mathematische, naturwissenschaftliche und technische Bildung 
• Ökologische Bildung  
• Umgang mit Medien  
 
Dabei setzen wir unsere pädagogischen Fachkräfte stärken- und interessenorientiert ein. 
 
 
4 Rolle und Aufgaben der Pädagogen  
 
Alle Mitarbeiter*innen in unseren Einrichtungen sind Ansprechpartner *innen für die Kinder. Die 
Haltung des pädagogischen Fachpersonals allen Kindern gegenüber ist geprägt von der Liebe und

7 
 
Achtung zum Kind unter Berücksichtigung seines individuellen Entwicklung sstandes. Gemeinsam 
mit den Familien sorgen wir für das Wohlbefinden der Kinder und stützen uns auf eine gegenseitige 
Vertrauensbasis. Unsere Mitarbeiter*innen haben eine umfangreiche pädagogische Ausbildung 
absolviert und erleben die Step Kids KiTas gGmbH als familienergänzende Einrichtung. 
 
Die pädagogischen Mitarbeiter*innen sehen die Kinder als aktive und kreative Gestalter *innen 
ihrer Entwicklung, deren Selbstgestaltungsprozess sie begleiten und unterstützen.  Sie stärken die 
Kinder und unterstützen ihr Selbstbewusstsein, sodass sie sich in ihrer Individualität erleben 
können und lernen , Akzeptanz, Rücksichtnahme und Hilfsbereitsc haft für andere Menschen zu 
entwickeln. 
 
Die jeweiligen Teams identifizieren sich mit den Aufgaben und Zielen der Step Kids KiTas gGmbH 
und wirken an der kontinuierlichen Weiterentwicklung unseres Aufgabenprofils mit. Dazu ist eine 
laufende Weiterqualifizierung in Form von Aus -, Fort - bzw. Weiterbildung und Evaluation 
unerlässlich. Diese wird kontinuierlich angeboten, unterstützt und erweitert. 
 
Als anerkannter Ausbildungsträger bieten wir zusätzlich Vor - bzw. Berufspraktikant*innen oder 
Schülerpraktikant*innen sowie Schnupper - und Blockpraktikant *innen unterschiedlicher 
Schulträger die Möglichkeit, in unseren Einrichtungen mitzuarbeiten. 
Das pädagogische Personal  bereitet sich intensiv auf ihre Arbeit vor. Sie sammel n Ideen, such en 
variationsreiche Materialien (auch aus dem Alltag), Lieder, Spiele usw., die zum geplanten Projekt und 
zur Altersstruktur der Kindergruppe passen. 
 
Unter die persönliche Vorbereitungszeit fällt die Reflexion der eigenen pädagogischen Arbeit und der 
Zusammenarbeit im Team sowie die intensive Vorbereitung von Elterngesprächen. 
 
Regelmäßig treffen sich die Mitarbeiter*innen zu G roßteamsitzungen sowie Klein temtreffen oder 
projektspezifischen Teamtreffen. 
 
In diesem Zusammenhang werden auch Elterngespräche besprochen und vorbereitet. Des Weiteren 
werden Regelungen und Zuständigkeiten im täglichen Ablauf verteilt, z. B.  Angebote, Planung von 
Festen, Durchführung von Elterngesprächen und Elternabenden etc. 
Kontinuierlich werden gemeinsam mit den zuständigen Regionalleitungen in Zusammenarbeit mit den 
KiTa-Leitungen wichtige Fragestellungen und Anliegen thematisiert, bearbeitet und weiterentwickelt. 
 
Aus der Beobachtung von Gruppenprozessen werden Ideen oder Anstöße von Kindern aufgegriffen 
und Projekte geplant und vorbereitet. Passende Aktivitäten, Gesprächsan lässe, gestalterisches 
Arbeiten, angeleitete Rollenspiele und Lieder, die der momentanen Lebenssituation oder den 
Interessen der Kinder entsprechen , werden überlegt. Feste und Elternabende werden geplant und 
organisiert, Ideen und Materialien gesammelt. 
 
Um diesen Prozess kontinierlich voranzutreiben, stehen der KiTa zwei feste Schließtage in einem KiTa-
Jahr zur Vefügung. An diesen Tagen wird mit dem pädagogischen Team, der KiTa-Leitung und ggf. der 
pädagogischen Fachberatung oder mit externen Fachdozent*innen die pädagogische Konzeption 
überprüft und weiterentwickelt. 
Für die Besprechung einzelner Kinder (Fallbesprechung durch kollegiale Beratung) wird den 
Mitarbeiter*innen der benötigte  Raum gegeben, um das allgemeine Verhalten, die Fähigkeiten, 
Konflikte und Ängste, die Position des Kindes innerhalb der Gruppe, die soziale, emotionale, 
motorische und kognitive Entwicklung auf zugreifen sowie um  das Verhältnis zu Bezugspersonen, 
Eltern und der Gruppe zu erläutern. Weitere Schritte sind die Reflexion des pädagogischen Verhaltens 
und möglicher Schwierigkeiten sowie die daraus resultierenden Überlegungen zu pädagogischen 
Maßnahmen, Hilfen oder weiteren Angeboten.

8 
 
5 Raumkonzept 
 
Bewegungsfreiräume, -herausforderungen und -anregungen sind die entscheidenden Faktoren 
frühkindlichen Lernens. 
Die Gestaltung der Räume mit entsprechender Materialvielfalt in unseren Einrichtungen ist für die 
Unterstützung der Selbsttätigkeit und Selbstbildungsprozesse wichtig.  Kinder brauchen 
Orientierung und erhalten bei uns klar definierte Bereiche. 
Unsere Räume sind übersichtlich strukturiert und gestaltet, auf Eigenaktivität  und Partizipation 
ausgerichtet, mit sensorisch anregenden Materialien ausgestattet und eine Einladung, die Welt zu 
erkunden. 
 
Unser Raumkonzept berücksichtigt folgende Bedürfnisse: 
 
• Entspannung: Ruhe, Rückzug, Geborgenheit 
• Bewegung: Toben, Tanzen, Klettern 
• Pflege: Wickeln, Waschen 
• Schlafen: Ausruhen, Stille erleben 
• Essen, Trinken 
• Gestalten: Knete, Ton, Holz, Papier, Malen 
• Lesen: Bilderbücher schauen, Vorlesen 
• Musik: Rhythmik, Klangspiele, Singen, Klatschen 
• Spielen: Rollen- und Puppenspiel, Gesellschaftsspiele 
• Experimentieren: Konstruieren, Bauen 
 
Unsere Wickelbereiche sind so konzipiert, dass sie die Intimität der Kinder berücksichtigen. Sie sind 
mit einer teilweise ausziehbaren Treppe  ausgestattet und laden zum selbstständigen Erklimmen 
ein. Eine Wasch möglichkeit (Babybecken) ist unmittelbar angrenzend und mit Pflegeutensilien 
ausgestattet.  
 
Unterschiedlich große Kinder-WCs im Sanitärbereich , darunter auch eine behindertengerechte 
Kabine, lassen Kinder n bei der Pflege - und Sauberkeitserziehung genügend Freiraum , sich 
auszuprobieren und unterstützen das Körperbewusstsein. Im Sanitärraum befindet sich ein Ablauf 
im Boden, sodass Wasser - oder Schaumexperimente ohne großen Aufwand für Kinder möglich 
sind. Unsere Waschrinnen  und Waschbecken  sind mit Überlaufvorrichtun gen, Armaturen und 
Wandspiegeln ausgestattet. 
 
Unsere Schlaf - und Ruheräume zeichnen  sich dadurch aus , dass das Licht zu dimmen ist, das 
Farbkonzept Ruhe ausstrahlt, jedes Kind seinen individuellen Schlafplatz hat und dass sie in einem 
ruhigen, eigenen und  ungestörten Bereich innerhalb der KiTa gelegen sind. Die Räume sind mit 
Teppich und Abdunkelungsmöglichkeiten ausgestattet und können natürlich belüftet  sowie 
ebenerdig entflüchtet (U3) werden. 
 
Neben den separaten Schlaf - und Ruheräumen gibt es großzügige Gruppen - und 
Differenzierungsräume, die mit unseren üblichen Standards wie Spiegelwänden, Snoez elen-
Effekten und Rückzugsorten durch kleine Höhlen und Nischen  sowie Podestlandschaften  
ausgestattet sind. 
 
Wir legen sehr viel Wert darauf, in allen Stepke-KiTas den Eltern und Kindern den gleichen 
beliebten Standard zu bieten. Es können sich aufgrund der unterschiedlichen Rahmenbedingungen 
in den einzelnen Bundesländern kleinere Abweichungen ergeben.

9 
 
Insgesamt stehen den Kindern – nach den neuesten Richtlinien und Vorgaben der 
Landesjugendämter – ausreichend Räumlichkeiten für eine optimale Entwicklung zu r Verfügung. 
Die direkt angrenzenden Außenspielbereiche unserer Kindertagese inrichtungen sind mit 
Spielgeräten für jedes Alter entsprechend ausgestattet und genauso vielfältig und anregend für die 
Kinder wie die Innenräume, sodass die Kinder auch hier ihrem Alter, ihren Bedürfnissen und 
Interessen entsprechend gestalten können. 
 
Es werden Bereiche mit unterschiedlichen Materialien wie Sand, Rindenmulch, Rasenfläche, 
Kieselsteinen sowie befestigte Bereiche für unterschiedliche Aktivitäten angeboten . Es gibt 
Erhebungen und Hügel, Wege zum Befahren mit Fahrzeugen oder Schubkarren, Kle tterbereiche 
aus Baumstämmen, Schaukeln und Wippen, kleine Nutz - oder Hochbeete, Kräuterspirale n oder 
Wildwuchs-Wiesen u. ä. 
 
Unsere Wasser -, Matsch - und Sandplätze ermöglichen den Kindern , mit Wasser und Sand zu 
spielen und laden zum Experimentieren mit unterschiedlichen Materialien und Gefäßen ein. 
 
 
6 Partizipation 
 
Seit dem 1. Januar 2012 regelt das Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG) in der pädagogischen Arbeit 
die verbindliche Beteiligung von Kindern bei allen Belangen und Entscheidungen, die sie konkret 
betreffen. 
 
In unserer pädagogischen Praxis wird ein Umfeld geschaffen, in  dem Beteiligung von Kindern aller 
Altersklassen ausdrücklich erwünscht und von den Fachkräften pädagogisch unterstützt und 
angeregt wird . Bei der Planung gemeinsamer Projekte und in Gesprächskreisen bieten wir den 
Kindern das Recht auf freie Meinungsäußerung, damit sie sich aktiv an Entscheidungen und 
Entwicklungen in ihrer KiTa beteiligen und frühzeitig lernen, Verantwortung zu übernehmen.  
 
Wir nehmen unsere besondere Verantwortung wahr, Kinder ganzheitlich zu fördern und ihnen die 
volle Teilhabe an allen Bildungsmöglichkeiten zu ermöglichen und die Selbst wirksamkeit zu 
unterstützen. 
Dabei ermutigen wir Kinder , sich  – unabhängig von ihrem Alter  – am Tagesablauf und den 
dazugehörigen Prozessen nach ihren Entwicklungspotenzialen aktiv zu beteiligen. 
 
Durch Teilhabe, Mitwirkung, Mitbestimmung und Selbstbestimmung erleben Kinder in unseren 
Einrichtungen tagtäglich Partizipation. Dazu gehö rt selbstverständlich auch, dass die Kinder 
eigenständig Einfluss auf die Tages - oder Projektgestaltung haben, selbstbestimmt entscheiden 
können, wo sie sich in der Gruppe einbringen oder an welchen konkreten Angeboten sie teilnehmen 
möchten. 
 
In unseren r egelmäßigen Morgenkreisen wird für die Kinder ein Rahmen geschaffen , auch über 
Angelegenheiten, die ihnen missfallen, in der Gruppe zu sprechen und Kritik zu äußern. Hier können 
basisdemokratische Entscheidungen in den Angelegenheiten getroffen werden. Ebe nso werden 
Projekthemen erörtert und ausgewählt sowie Räume und Mobiliar an die jeweiligen Bedürfnisse von 
Kindern angepasst. Regeln werden immer wieder überprüft und ggf. modifiziert, um nur einige 
Beispiele unserer Praxis zu veranschaulichen. 
 
Die respektvolle Kommunikation auf Augenhöhe zwischen Kind und Erzieher *innen bildet die 
tägliche Grundlage für die Einbindung und Mitbestimmung der Kinder bei allen Entscheidungen. 
Dabei erleben die Kinder, wie sie Meinungen frei äußern können, fühlen sich gesehen und erkennen

10 
 
Konsequenzen ihres Handelns. Damit unterstützen wir die Wichtigkeit, die Kinder auf ein 
selbstbewusstes, eigenverantwortliches Leben in der Gemeinschaft vorzubereiten und ihnen 
aufzuzeigen, auf ihre eigenen Potenziale zu vertrauen. 
 
 
7 Übergänge 
 
Die Eingewöhnung in die KiTa als besonderer Lebensabschnitt für die Kinder und Familien erfordert 
eine intensive Begleitung durch die Bezugspersonen und unsere pädagogischen Mitarbeiter*innen. 
 
Diese neue Situation braucht Zeit, Geduld, Verständnis und feste Tagesabläufe sowie die 
Unterstützung durch die begleitende Bezugsperson, um einen gelungenen Bindungsaufbau zwischen 
dem Kind und den pädagogischen Mitarbeiter*innen entstehen zu lassen. 
Das Vertrauen der Kinder in ihre eigenen Stärken wird durch gelungene Übergänge gefördert. 
 
7.1 Eingewöhnung  
 
Der Übergang aus der Familie in eine Kindertageseinrichtung bedeutet eine Herausforderung für die 
Fähigkeit des Kindes, sich an eine neue Umgebung anzupa ssen und Beziehungen zu anderen 
Erwachsenen und Kindern aufzubauen. Auch Eltern erleben den Start mit dem Beginn einer neuen 
Lebensphase. 
 
Unter Eingewöhnung verstehen wir die Phase der ersten Wochen, die das Kind in unseren 
Kindertageseinrichtungen verbri ngt. Während dieser Phase kommunizieren wir intensiv mit den 
Eltern und gleichen immer wieder die Einschätzung des kindlichen Verhaltens ab. 
Das Kind bestimmt das Tempo der Eingewöhnungsphase und deren Abschluss. 
 
Vor Beginn der Eingewöhnung n ehmen die Mitarbeiter*innen Kontakt zu den Familien auf und 
vereinbaren ein persönliches Gespräch, in welchem ein Austausch über die Inhalte des 
Elternfragebogens stattfindet, um Kenntnisse über die Familie und das Kind zu erlangen. 
 
Unsere Einrichtungen gestalten die Eingewöhnung in Anlehnung an das Berliner Modell nach 
Laewen, Andres und Hédervári.  
 
Die Kinder haben die Möglichkeit, die jeweilige Einrichtung gemeinsam mit ihren Eltern 
kennenzulernen. Sie können die Räumlichkeiten bei diese n ersten Besuchen erkunden und werden 
feststellen, dass dies eine neue, aber durchaus interessante Welt ist. 
 
In unserem Eingewöhnungstagebuch werden Besonderheiten, das Verhalten des Kindes während 
der Trennung sowie die Entwicklung der Eingewöhnung festgehalten. 
 
7.2 Übergang in der KiTa 
 
Der Wechsel der Kinder aus dem U3 Bereich in den Ü3 Bereich ist für die Kinder ein besonderer Schritt. 
 
Die Übergänge innerhalb unserer Einrichtungen werden so gestaltet, dass die wechselnden jüngeren 
Kinder im Frühjahr beginnen, die Kinder im Ü3 Bereich regelmäßig zu besuchen. Sie lernen dadurch die 
Räume, die Kinder, die Abläufe in der Gruppe und die pädagogischen Fachkräfte kennen. 
 
Gemeinsame Morgenkreise und die Gestaltung gemeinsamer Angebote verstärk en den Aufbau einer

11 
 
Bindung der Kinder zu den für sie neuen pädagogischen Fachkräften. 
Für die Eltern der wechselnden Kinder findet ebenfalls im Frühjahr ein gesonderter Elternabend statt, 
an welchem sie über alles Wichtige und Wissenswerte informiert werden. 
 
7.3 Übergang von der KiTa in die Schule 
 
Ein weiterer besonderer Lebensabschnitt für die Kinder und Familien ist der Übergang von der KiTa in 
die Grundschule. 
 
Das letzte Jahr in der KiTa ist für die Kinder und uns ein ganz besonderes. Durch regelmäßige Gespräche 
nehmen die pädagogischen Mitarbeiter*innen die Fragen und Sorgen in Bezug auf den Wechsel in die 
Schule wahr und gehen sensibel darauf ein. 
 
Unser Ziel ist es, den Kindern mögliche Ängste zu nehmen und die Vorfreude auf den neuen und 
aufregenden Lebensabschnitt zu stärken.  
 
In speziellen Projekten werden die Themen, die die Kinder beschäftigen , aufgegriffen. Das Erkunden 
des Schulweges, die Verkehrserziehung und die Frage, wie es in der Schule sein wird, gehören dazu. 
 
 
8 Ernährung und Gesundheit 
 
8.1 Ernährung 
 
Die Kinder werden in unseren KiTas rundum vollwertig verpflegt.  (Frühstück, Mittagessen, 
Nachmittagssnack, Obst-/Gemüserunden) 
 
Bei der Step Kids KiTas gGmbH wird das Mittagessen täglich frisch gekocht. 
Die Ernährung ist abwechslungsreich und kindgerecht. Der kindliche Bedarf an Eiweiß, leicht 
verdaulichen und hochwertigen Fetten, Ballaststoffen sowie die Deckung vom Vitamin - und 
Mineralstoffbedarf wird bei der Zubereitung und Zusammenstellung der Nahrung berücksichtigt. 
Zuckerfreie Getränke st ehen ausreichend zur Verfügung. In jedem Gruppenraum befindet sich eine 
Trinkbar, die jederzeit für die Kinder zugänglich ist. 
Gegebenenfalls werden Ernährungsgewohnheiten von Kindern aus anderen Kulturkreisen 
berücksichtigt. 
Auf vegetarische Ernährung und Nahrungsmittelallergien wird grundsätzlich Rücksicht genommen.  
 
Regelmäßiges Backen und Zubereiten einfacher Speisen findet gemeinsam mit den Kindern in unseren 
speziell dafür eingerichteten Kinderküchen statt.  
Dabei erlernen die Kinder einen achtsamen Umgang mit Lebensmitteln, ihre Bedeutung für eine 
gesunde Ernährung und wie man Lebensmittel behandelt. Das gemeinsame Kochen sehen wir als ein 
wichtiges Detail in der kindlichen Förderung. Zum einen wird hier das Prinzip der Partizipation verfolgt, 
da die Kinder an alltäglichen Prozessen beteiligt werden und sich selbstbestimmt einbringen können. 
Zum anderen lernen sie , bei der Vorbereitung der Speisen , über das Schneiden, Rühren etc. , 
handwerklich zu agieren. Das gemeinsame Kochen bringt dem Kind nahe, etwas mit eigenen Händen 
geschaffen zu haben – von der Vorbereitung bis das Essen auf dem Tisch steht.  
 
8.2 Bewegung 
 
Von Anfang an nehmen Kinder die Welt über ihren Körper und ihre Sinne wa hr. Indem sie sich

12 
 
bewegen, entdecken sie räumliche Zusammenhänge, lernen Eindrücke zuzuordnen und machen 
Erfahrungen über sich selbst. 
Die Fähigkeit zur differenzierten Wahrnehmung entwickelt sich im Laufe der ersten Lebensjahre. Ein 
Kind muss sehen, hören, riechen, tasten, schmecken und seinen Körper vielfältig erfahren, um sich im 
Gleichgewicht zu entwickeln. 
 
Kinder sind in ihrer Bewegungsentwicklung prinzipiell kompetent und autonom. Sie sind fähig, ihre 
Bewegungsmöglichkeiten selbst zu entdecken, sie auszuprobieren und sie weiterzuentwickeln. 
 
Die Kinder bei der Step Kids KiTas gGmbH gehen regelmäßig in den eigenen Bewegungsraum, der nach 
neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen altersadäquat ausgestattet ist. Diese Räumlichkeiten 
bieten den Kindern v erschiedene Möglichkeiten , sich altersentsprechend an Großgeräten oder 
kleineren Bewegungslandschaften mit Treppen, Auf - und Abgängen zu erproben. Die gesamte 
Körpermotorik, Körperkoordination und viele Sinneswahrnehmungen werden hier z. B.  an der 
Kletterwand und eigenständigen Seilsystemen an Decken und Wänden angesprochen und gefördert.  
 
Unser tägliches Bewegungsangebot setzt sich aus „flexiblen Bausteinen" zusammen, die über die 
Woche verteilt regelmäßig angeboten werden. Dazu gehören of fene, gruppenübergreifende 
Bewegungsangebote, geplante Bewegungsangebote, spielerische Wassergewöhnung, 
Bewegungslandschaften mit Groß- und Kleingeräten, situative Bewegungsspiele drinnen und draußen 
sowie der Waldtag. 
 
8.3 Wassergewöhnung 
 
Durch spielerische Wassergewöhnung stärken wir das Körperbewusstsein der Kinder. Sie erleben das 
Element Wasser mit all seinen spannenden Eigenschaften. Vielfältige Experimente vermitteln 
kindgerecht erstes Wissen aus den Bereichen der Naturwissenschaften. Dies kann den Kindern in Form 
von Aktivitäten , wie dem Umfüllen von Wasser in verschiedene Gefäße , nähergebracht werden. 
Gleichzeitig können sie so auch erste Erfahrungen mit Gewichten und Materialeigenschaften machen. 
Beim Spiel mit dem Wasser werden die verschiedenen Sinn e der Kinder u. a. durch Geräusche oder 
unterschiedliche Wassertemperaturen angesprochen. Auch mit Matschküchen, Wasserläufen und 
Planschbecken setzen die Kinder sich fröhlich mit dem Element Wasser auseinander. 
 
 
8.4 Gesunde Zähne  
 
Die Kinder putzen bei uns täglich ihre Zähne nach dem Mittagessen.  
Wir arbeiten eng mit dem Gesundheitsamt zusammen, das regelmäßig mit den Kindern, 
pädagogischen Fachkräften und Eltern Infoveranstaltungen anbietet. Auch in diesem Bereich ist die 
„gesunde Ernährung" ein wichtiger Bestandteil. 
 
8.5 Wald- und Wiesentage 
 
Innerer Bezug zur Natur kann nur entwickelt werden, wenn Natur nicht als Lernort, sondern als Ort 
kindlichen Lebens verstanden wird. In der offenen und natürlichen Umgebung des Waldes geschieht 
Lernen ganzheitlich und phantasiereich. Alle Sinne werden angesprochen. Der Aufenthalt im Wald 
bietet somit einen wichtigen Gegenpol zum alltäglichen Leben. 
 
An regelmäßig stattfindenden Waldtagen ziehen die Kinder für einen bestimmten Zeitraum mitten in 
den Wald. D er Aufenthalt im  Wald und auf der Wiese  hängt von der Gruppenform ab. Die Kinder 
erleben den Wald als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, gehen auf Spurensuche und spielen und

13 
 
essen unter freiem Himmel bei fast jedem Wetter. In der KiTa werden die Erlebnisse reflektiert und die 
gesammelten Materialien werden kreativ verwendet. Die Kinder lernen so ökologische 
Zusammenhänge im Lauf e der Jahreszeiten kennen und den Wald als Schutzraum für Tiere und 
Pflanzen zu respektieren. 
 
 
9 Inklusion  
 
In unseren Stepke-KiTas leben wir eine Kultur des Miteinanders und der Inklusion, die geprägt ist von 
Anerkennung und Wertschätzung der Verschiedenheit und Vielfalt. Wir sind der festen Überzeugung, 
dass Kinder und Erwachsene gleichermaßen im Zusammenleben  von dieser Vielfalt nur profitieren 
lernen. 
 
Wir haben es uns zum Ziel gemacht , in unseren Stepke-KiTas, unterschiedlichste 
Entwicklungspotenziale von Kindern frühzeitig zu erkennen und individuell zu fördern.  
 
Dies geschieht in gemeinsamer Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsverantwortung gegenüber allen 
Kindern unabhängig des Förderbedarfs. 
Wir wenden dabei das Prinzip alltagsintegrierter Förderstrategien an und sorgen für ange passte und 
flexible Rahmenbedingungen. Dies geschieht u. a. durch zusätzliches Fachpersonal, Kooperationen mit 
Frühförderstellen, Therapeuten, Einbeziehung von Inklusionshelfer *innen/Assistent*innen und/oder 
standortbezogen eine reduzierte Platzanzahl.  
 
 
10 Beobachtung und Dokumentation  
 
Beobachtung ist das wichtigste Instrument der pädagogischen Mitarbeiter*innen, um ihre 
pädagogische Arbeit fundiert zu gestalten. Deshalb führen alle täglich in der Arbeit mit den Kindern 
Beobachtungen durch und dokumentieren diese. Die Planung der sich aus der Beobachtung ergebenen 
Bildungsangebote erfolgt unter stärken- und ressourcenorientierten Gesichtspunkten. 
 
Beobachtungen finden sowohl im Alltag als auch unter gezielten Fragestellungen, wie beispielsweise 
die Beobachtung in Vorbereitung auf die jährlichen Entwicklungsgespräche, statt. Im Zusammenhang 
mit den Beobachtungen tauschen sich die pädagogischen Mitarbeiter*innen über ihre Einschätzungen 
aus.  
 
Jedes Kind bekommt bei uns einen eigenen Portfolioordner (Schatzbuch), in welchem die individuelle 
Entwicklung transparent dokumentiert wird. Ergänzt wird dieses durch Fotodokumentationen aus dem 
Alltag, von Projekten oder bei Festen und Ausflügen. Die Ordner befinden sich an einem für die Kinder 
zugänglichen Ort, um ihnen die Möglichkei t zu geben, sich ihr persönliches Portfolio jederzeit 
anzuschauen. 
 
Sämtiche Dokumentationen unterliegen den aktuellen Datenschutzbestimmungen. 
 
 
11 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern 
 
Die Eltern bzw. Sorgeberechtigten sind die wichtigsten Bezugspersonen für die Kinder. Aus diesem

14 
 
Grund liegt uns eine gute partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Familien sehr am Herzen.  
 
Bewusst verstehen wir uns als familienergänzende Einrichtung, indem wir die Familie als das wichtigste 
Erziehungsfeld ansehen. Wir unterstützen die Erziehungsarbeit der Eltern und ergänzen diese. Daher 
gestalten wir unsere pädagogische Arbeit für die Eltern in Form von Aushängen, Wochenplänen , 
sprechenden Wänden und Newsletter transparent. 
Wir bieten vielfältige Formen der Zusammenarbeit mit Eltern. Hierzu zählen u. a. Elterngespräche und 
thematische Elternabende, ebenso gemeinsame Feiern und Arbeitseinsätze. Besondere Aktivitäten, 
welche in eine längerfristige Projektplanung der gesamten KiTa  eingebunden sind, werden für die 
Eltern durch Plakate und Elternbriefe rechtzeitig bekannt gegeben. So wird die pädagogische Arbeit 
transparent und es werden Ansatzpunkte gegeben, miteinander ins Gespräch zu kommen und das 
Leben in unseren Einrichtungen aktiv mitzugestalten.  
 
Wir möchten allen Familien unabhängig von der sozialen Herkunft gerecht werden und jedem die 
Chance ermöglichen, bei uns, ganz gleich, welcher Nationalität, Geschlecht sowie Bildungsgeschichte, 
ein Teil des „Ganzen“ zu sein und durch uns als KiTa in diesem Sozialraum unterstützt, beraten und 
vernetzt zu werden.  
 
Um den gegenseitigen Austausch über den Entwicklungss tand der Kinder abzugleichen, finden 
regelmäßige Elterngespräche statt, die sowohl von den Eltern als auch vo n pädagogischen 
Mitarbeiter*innen angeregt werden können. 
 
 
12 Kooperationspartner und sozialräumliche Vernetzung 
 
Unsere KiTas sind ein aktiver Teil der sozialen Infrastruktur des jeweiligen S ozialraumes. Durch die 
Kooperation mit den Fachdiensten der Stadt, mit anderen Institutionen und Initiativen, bringen wir die 
Vernetzung in den Sozialräumen voran. 
 
Kinder lernen über die Ta geseinrichtung hinaus Angebote im S ozialraum kennen. Wir stehen in  
regelmäßigem Kontakt mit: 
• anderen Kindertageseinrichtungen 
• ASD und sozialen Beratungsstellen 
• Jugendamt 
• Polizei und Feuerwehr 
• Gesundheitsamt 
• Erziehungsberatungsstellen 
• Grundschulen  
• Sprach-)Heilpädagog*innen, Frühförderstellen, Kinderpsycholog*innen, 
Kinderärzt*innen, Logopäd*innen u.s.w. 
 
 
13  Öffentlichkeitsarbeit 
 
Die Step Kids KiTas gGmbH legt Wert auf Transparenz der Arbeit. Dies wird u. a. durch unsere Website, 
Social Media, Newsletter, offene Tausch- und Bücherschränke, Veröffentlichungen in Schaukästen im 
Außenbereich, Aushänge in den jeweiligen Einrichtungen sowie durch Presseberichte und Internet 
erreicht.

15 
 
 
14  Qualitätssicherung und –entwicklung  
 
Unsere Qualitätssicherung gewährleisten wir durch zusätzliche Fachberater*innen, die begleitend mit 
den Leitungen und dem Team zusammenarbeiten. Grundlage für die konzeptionelle Gestaltung einer 
jeden Stepke-KiTa ist ein pädagogisches Basiskonzept, welche jede KiTa für sich selbst weiterführend 
gestaltet. 
 
Regelmäßige Evaluation unserer Prozesse finden in Form von jährlichen Eltern- und Mitarbeiter*innen-
Umfragen sowie einer Durchführung des Qualitätsmanagements statt.  
 
Die daraus resultierenden Ergebnisse dienen unserer Qualitätsweiterentwicklung.  
Die Regionalleitungen sichten die Umfrageergebnisse und spiegeln diese für die Mitarbeiter*innen und 
Eltern in einer Zusammenfassung in die Einrichtungen zurück  und gehen zusätzlich mit den KiTa-
Leitungen und den Fachberater *innen sowie den Elternbeiräten in das Geschpräch  zur weiteren 
Entwicklung. 
In Leitungscalls und Sitzungen werden die wichtigsten Ergebnisse reflektiert und entsprechen d 
besprochen sowie direkt Änderungslösungen gefunden und umgesetzt. Auch positives Feedback wird 
gerne weitergegeben und zurückgespiegelt. 
 
14.1 Grundlegende Organisationsbedürfnisse 
 
Wir wollen die Integrität der Organisation der Stepke-KiTas als kollektives Ganzes entwickeln, was 
bedeutet, dass jede*r Mitarbeiter*in mit unseren Organisationsbedürnissen, Zielen und Werten im 
Einklang ist. Diese Übereinstimmung gilt es immer wieder zu überprüfen. 
 
Unsere Organisationsbedürfnisse dienen der Einzigartigkeit unseres Unternehmens und ziehen sich 
wie ein roter Faden durch alle KiTas, die Stepke als Träger verbindet, immer im Kontext des 
Bundeslandes und des Sozialraumes, in den die Einrichtung eingebunden ist.  
 
Die individuellen Herangehensweisen der Leitungen, standortbedingte Gegebenheiten und 
Ressourcen der multiprofessionellen Teams sind das, was jede KiTa zu etwas Besonderem werden 
lassen. 
 
Zu den grundlegenden Organisationsbedürnissen zählen vor allem ein hohes Maß an Wertschätzung, 
Respekt und Toleranz. 
 
Das Stepke-Mitarbeiter*innen-Handbuch gibt eine erste Orientierung für alle neuen 
Mitarbeiter*innen, welches bei Arbeitsbeginn für den persönlichen Gebrauch ausgehändigt wird, um 
sich zu orientieren und unser Unternehmen in seiner Struktur kennenzulernen.  
 
14.2 Sicherung des Qualitätsmanagements durch die Fachberatung  
 
Die Fachberatungen der Stepke-KiTas sind städtebezogen bzw. regional eingesetzt. Ihre Tätigkeit en 
teilen sich auf die Bereiche Einarbeitung im pädagogischen Bereich  neuer KiTa-Leitungen sowie 
Begleitung und Controlling im Kontext des Qualitätsmanagments auf. 
 
Sie verbinden die Mitarbeiter*innen an der Basis in den KiTas  durch enge und regelmäßige fachliche, 
entwicklungs- und organisationsbezogene Begleitung der Leitung  mit dem Träger. Damit sorgen die 
Fachberatungen für die Transparenz der KiTas zum Träger und umgekehrt und  stehen den KiTa-

16 
 
Leitungen in allen pädagogischen und inhaltlichen Bereichen zur Verfügung. 
 
Die Fachberatun gen sind  für das Controlling der Stepke-Standards sowie die  Durchführung des 
Qualitätsmanagments verantwortlich. Bei regelmäßigen Besuchen vor Ort wird dieses Controlling in 
der Ausübung des Qualitätsmanagements gewährleistet. Dazu gehören die Qualifizierung und 
Weiterentwicklung der pädagogischen Praxis der Stepke-KiTas, die Sicherung der Qualitätsstandards 
und Begleitung bei der Umsetzung von Innovatione , sowie die Mitgestaltung trägerspezifischer 
Zielsetzungen. 
 
Die Fachberatungen sind maßgeblich an der kontinuierlichen Unternehmensentwicklung beteiligt und 
sichern die Qualität der Standards an der Basis, in den KiTas, unterstützend zur Regionalleitung. 
 
 
15 Weiterbildung / Fortbildung 
 
Jede*r pädagogische Mitarbeiter*in hat das Recht an pädagogischen Fortbildungen teilzunehmen oder 
Bildungsurlaub zu beantragen. Zur internen Fortbildung können in unregelmäßigen Abständen 
kitainterne Schulungen in den KiTas und/oder Online -, Präsenzseminare und Schulungen besucht 
werden.  
Stepke betreibt eine eigene Akademie, um eine hohe fachliche Qualität der pädagogischen Arbeit im 
Unternehmen zu sichern und interne und externe Mitarbeiter*innen und Interessierte fort- und 
weiterzubilden. 
Die Teilnahme an den Weiterbildungsangeboten ist für Stepke-Mitarbeiter*innen kostenlos, die 
Kosten übernimmt der Träger. Das Angebot der Akademie basiert auf Interessen und Bedürfnisse n 
unserer pädagogischen Mitarbeiter*innen, welche unter anderem durch die jährliche 
Mitarbeiterumfrage abgefragt werden. 
 
Unsere pädagogischen Mitarbeiter*innen erhalten fruchtbare Impulse für ihre Kreativität sowie mehr 
Sicherheit und Struktur für den KiTa-Alltag.  
Unsere Expert *innen vermitteln umfangreiches Praxiswissen u nd beantworten gern individuelle 
Fragen. So integrieren wir das Gelernte unmittelbar in die pädagogische Praxis. 
 
Die Stepke Akademie bietet Impulse und nützliche Übungen für die pädagogische Praxis, einen  
kreativen Austausch, Führungskräftetraining, indiv iduelles Coaching und ein Traineeprogramm zur 
Entwicklung des Führungsnachwuchses.  
 
Dabei werden die Ressourcen der Mitarbeiter*innen aktiviert und entwickelt, die Mitarbeiter*innen 
stärkenorientiert gefördert und eine hohe Qualität in der Umsetzung des p ädagogischen Konzepts 
gesichert und erreicht. 
 
 
16 Beschwerdemanagement 
 
Grundsätzlich werden alle Anliegen der Eltern ernst genommen und mit den jeweiligen 
Ansprechpartner*innen lösungsorientiert behandelt. Dabei steht die Weiterentwicklung der 
Qualitätssicherung unserer Arbeit im Vordergrund. 
Bei inhaltlich umfassenden Anmerkungen sowie sehr persönlichen Themen wird zeitnah ein Termin 
vereinbart, wobei dem Gespräch ein geschützter Raum geboten wird.

17 
 
Alle Eltern der Stepke-KiTas haben die Möglichkeit, sich über das in jeder KiTa ausliegende 
Beschwerdeformular direkt an die pädagogischen Mitarbeiter*innen ihrer Gruppe zu wenden. Diese 
leiten das Formular umgehend an die KiTa-Leitung weiter. Innerhalb von zwei Tagen hält die KiTa-
Leitung Rücksprache mit den Eltern, ggf. wird ein Gesprächstermin vereinbart.   
 
Die KiTa-Leitung hat die Möglichkeit , sich mit der Regionalleitung und/oder der Fachberatung 
auszutauschen, um interessenorientiert und zielgerichtet zu handeln.  
 
Beschwerden von Eltern sind für alle Stepke-Mitarbeiter*innen als willkommene, konstruktive Kritik 
zu sehen. 
 
Auch i nnerhalb des Teams sind Konflikte und Meinungsunterschiede in der täglichen Arbeit 
unvermeidbar. Um Eskalationen zu vermeiden, ist eine offene,  positive, effektive und klare  
Kommunikation von großer Bedeutung. Eine klare und transparente Aufgabenverteilung soll der 
Vorbeugung von Konflikten dienen. 
 
Bei entstandenen Konflikten werden die Beteiligten zunächst motiviert, den Konflikt untereinander zu 
lösen. Dafür werden ihnen von der Leitung die benötigte Zeit und Raum zur Verfügung gestellt.  
 
 
17 Schutzkonzept 
 
Unser Kinderschutz -Konzept der Step Kids KiTas gGmbH Einrichtungen zur Umsetzung des 
Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung gemäß § 2 der Vereinbarung zur Wahrnehmung des 
Kinderschutzauftrags nach § 8a Abs. 2 SGB VIII. 
 
Unser Schutzkonzept findet sich in einem separaten Dokument wieder. 
 
 
18 Gewaltschutzkonzept 
 
Unser Gewaltschutzkonzept stellt einen wichtigen und notwenigen Baustein zur Prävention und 
Intervention innerhalb des Schutzes von Kindern dar. Die Grundlage für Gewaltschutz ist demnach 
einerseits eine Präventionsstrategie, die durch Maßnahmen zur Vermeidung von Gewalt auf Ebene der 
Organisation erfolgt. Andererseits unterstützt unser Gewaltschutzkonzept dabei, Verfahrensabläufe 
und Prozesse zu beschreiben, die allen Beteiligten Handlungssicherheit bei Gewaltvorfällen inkl. 
Verdachtsfällen bieten.  
Eine detaillierte Ausführung zum Thema Gewaltschutz findet sich in unserem Gewaltschutzkonzept. 
 
 
Diese Trägerkonzeption der Step Kids KiTas gGmbH obliegt der stetigen Überprüfung und 
Weiterentwicklung.

Step Kids KiTas gGmbH 
Am Friedrichshain 22 
10407 Berlin 
Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin  
Sitz der Gesellschaft: Berlin 
Registergericht: Amtsgericht 
Charlottenburg, HRB 149735 B 
Finanzamt für Körperschaften I, Berlin 
Steuernummer: 27/639/01214 
 
Step Kids KiTas gGmbH • Am Friedrichshain 22 • 10407 Berlin 
 
 
 
 
 
 
 
 
    
   
   
 
                         Berlin, 21.04.2023 
 
Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  
Am Heinrich-Wichtrup-Weg (York Quartier) im Wohnbereich Gremmendorf im Stadtbezirk Südost   
Unsere Einrichtungen führen eine Sozialraumanalyse durch und betten sich als Kooperationspartner 
in den Sozialraum ein. Individuell und standortbezogen entwickelt sich die Kita durch die Bedürfnisse 
des Sozialraums mit ihren Schwerpunkten weiter, z.B. zur Sprachkita, Familienzentrum o.ä. 
In unseren Kitas ist eine Kooperation mit umliegenden Institutionen und Vereinen selbstverständlich. 
Unsere Einrichtungen sind ein aktiver Teil der sozialen Infrastruktur des jeweiligen Stadtteils oder der 
jeweiligen Gemeinde. Durch die Kooperation mit den Fachdiensten und anderen Institutionen und 
Initiativen, bringen wir die Vernetzung in den Stadtteilen voran. 
Bei der Sozialraumarbeit der KiTa spielt das Mitwirken des sozialen Umfelds der Kinder eine wichtige 
Rolle. Die Nutzung von standortbezogenen Chancen sowie die Einbindung der Eltern in den KiTa-Alltag 
ist uns ein besonderes Anliegen. Nicht nur der Einzelfall steht im  Fokus, sondern die gesamte 
Lebenswelt des Kindes, inklusive der räumlichen Gegebenheiten. Um dies zu gewährleisten, wird eine 
niederschwellige Öffnung der KiTa durch Kooperationen mit umliegenden Familien - und 
Jugendzentren, der örtlichen Feuerwehr sowie Kultur- und Sporteinrichtungen angestrebt, um diese 
konstruktiv in die Arbeit mit den Kindern einzubinden. Dadurch sollen die Kinder dazu motiviert 
werden, ihren Blick auf den umliegenden Sozialraum zu erweitern , wodurch sich wertvolle 
Synergieeffekte für Kinder und Familien ergeben können. 
Regelmäßig pflegen wir Kontakt zu: 
• Anderen Kindertageseinrichtungen, wie beispielsweise 
o Kindergarten St. Ida, DRK Kita- und Familienzentrum 
• Schwimmhallen, wie beispielsweise 
o Hallenbad Ost, Hallenbad Hiltrup 
• Sport und Freizeitangeboten, wie beispielsweise 
o Spielplatz Kranichweg, Sportclub Gremmendorf 1946 e.V. 
• Wald & Natur, wie beispielsweise 
o Dirtpark Gremmendorf 
Step Kids KiTas gGmbH 
Am Friedrichshain 22 
10407 Berlin 
 
Tel.: +49 (0) 30 209 271 71 
Fax: +49 (0) 30 209 271 72 
www.stepke-kitas.de

Step Kids KiTas gGmbH 
Am Friedrichshain 22 
10407 Berlin 
Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin  
Sitz der Gesellschaft: Berlin 
Registergericht: Amtsgericht 
Charlottenburg, HRB 149735 B 
Finanzamt für Körperschaften I, Berlin 
Steuernummer: 27/639/01214 
 
• Polizei, Krankenhäuser und Feuerwehr, wie beispielsweise 
o Freiwillige Feuerwehr Münster Löschzug Gremmendorf, Herz Jesu Krankenhaus, 
Polizeiwache Patronatsstraße 
• sowie mit (Sprach-)Heilpädagogen, Frühförderstellen, Kinderpsychologen, Kinderärzten, usw. 
Den Kindern können damit außerinstitutionelle Bildungsangebote in Bereichen Bewegung, Natur und 
Gesellschaft angeboten werden, welche die Bildungsarbeit innerhalb der Einrichtung ergänzt. 
Umliegende Freizeitangebote wie Spiel - und Sportplätze bieten sich für die Ki Ta-übergreifende 
Aktivitäten besonders an.  
Auch mit  den umliegenden Pfarrgemeinden und der umliegenden Trägerlandschaft  sowie 
Kulturvereinen ergeben sich, sofern Interesse der anderen Partei besteht, mögliche 
Kooperationsmöglichkeiten und Synergieeffekte. Getreu dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ 
erkennen wir in den Besonderheiten des Gebiets fruchtbare Gestaltungsmöglichkeite n, um Best 
Practice Lösungen zu entwickeln, Erfahrungswerte nutzen oder einrichtungsübergreifende 
Fortbildungen zu vor Ort benötigten Aspekten interkultureller Arbeit wahrzunehmen. 
Uns ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit in Münster und den dort wirkend en Akteuren  sehr 
wichtig. Den Anforderungen wollen wir flexibel und zuverlässig entsprechen. Die 
Kommunen/Stadtteile in denen Stepke bereits vertreten ist, können das bestätigen. Ebenso pflegen 
wir enge Kontakte zu den Eltern und legen Wert auf ein vertrauensvolles, offenes Miteinander. 
• Kooperation KiTa & Schule 
Wir möchten mit benachbarten Grundschulen , wie beispielsweise der Idaschule und Annette von 
Droste-Hülshoff Grundschule kooperieren und einen guten Kontakt aufbauen. Lehrkräfte möchten 
wir in unsere KiTa einladen, um unsere Arbeit in den Vorschulgruppen kennenzulernen sowie sich bei 
den Eltern mit dem Konzept Ihrer Schule vorzustellen. Wir wünschen uns ein nachbarschaftliches 
Netzwerk, damit der Übergang in die Schule bekannter wird. Wünschenswert wäre es zudem, wenn 
unsere Fachkräfte die Möglichkeit haben, an vereinzelten Unterrichtsstunden zu hospitieren, um 
inhaltliche Einblicke zu erhalten und einen aktuellen Bezug zur heutigen Gru ndschulpädagogik zu 
bekommen. Mögliche Vernetzungen zur Nutzung von Sporthallen oder Werkräumen werden 
angestrebt.

Beschlussvorlage

16030 Zeichen

V/0365/2023 
V/0365/2023 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Trägervergabe für die viergruppige Kindertageseinrichtung am Heinrich-Wichtrup-Weg (York 
Quartier), Bezirk Südost 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   22.08.2023 Bezirksvertretung Münster-Südost Anhörung 
   14.09.2023 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 
   19.09.2023 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft Vorberatung 
   20.09.2023 Hauptausschuss Vorberatung 
   20.09.2023 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaft für die viergruppige Kindertageseinrichtung 
am Heinrich-Wichtrup-Weg (York Quartier) im Bezirk Südost an die Step Kids Kitas gGmbH (siehe 
Begründung unter Ziffer 3).  
 
Der voraussichtliche Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung ist im 2. Quartal 2025 geplant. 
 
2. Zur Regelung der gegenseitigen Rechte und Pflichten werden folgende vertragliche Vereinbarun-
gen entsprechend getroffen:  
 
2.1. Für die Kindertageseinrichtung werden vertragliche Regelungen zur Trägerschaft  
(Leistungsvereinbarung) zwischen dem Träger Step Kids Kitas gGmbH und der Stadt Münster ge-
troffen. Es wird ein Trägeranteil von 7,8 % vereinbart. 
 
2.2 Mietvertragliche Regelungen werden zwischen der Stadt Münster (Vermieter) und dem Träger 
Step Kids Kitas gGmbH getroffen. Die Mietzeit soll für die Dauer von 20 Jahren, plus zweimaliger 
Verlängerungsoption um je 5 Jahre, vereinbart werden. 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Auswirkungen auf Transferaufwendungen im Teilergebnisplan (hier: städtischer Anteil an den Be-
triebskostenzuschüssen) 
Amt für Kinder, Jugendliche 
und Familien 
 
04.08.2023 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Frau Sroka 
Telefon: 492-5777 
SrokaS@stadt-muenster.de

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V/0365/2023 
Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung am Heinrich-Wichtrup-Weg (York Quartier) betra-
gen auf der Grundlage der unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen 
 für April bis Dezember 2025 = 766.600 € 
 für 2026 ff. = 1.030.900 €. 
 
Die Kosten teilen sich wie folgt auf Land, Stadt und Träger auf: 
 
Träger 
Betriebskostenzuschuss  Trägeranteil  
Städt. An-
teil BKZ 
gesamt Gesamt  Land Stadt 
Gesamt, 
gesetzlicher 
Trägeranteil  
Angebot 
Stadt 
(Erforderlicher 
Zuschuss) 
  1 2 3 4 5 6 7 
Stepke 92,2% 40,0% 52,2% 7,8% 7,8% 0,0% 52,2% 
 
 
April - Dez. 2025 2026 ff 
Träger 
Trägeranteil  
Städtischer  
Trägeranteil  
Städtischer  
Anteil  Anteil BKZ 
Angebot 
Stadt. (erfor-
derlicher 
Zuschuss)  
gesamt  Angebot 
Stadt. erfor-
derlicher 
Zuschuss  
gesamt  
  5 6 7 5 6 7 
Stepke  59.794,80 €  0,00 €  400.165,20 €   80.410,20 €  0,00 €  538.129,80 €  
 
Die Betriebskostenzuschüsse (Transferaufwendungen) und die übrigen finanziellen Auswirkungen 
wurden bereits mit dem Errichtungsbeschluss V/0070/2023 dargestellt. Die Beträge werden jährlich 
gemäß § 37 KiBiz fortgeschrieben und im Rahmen der Haushaltsplanungen angepasst. Mit dem 
vorgenannten Beschluss wurde zur Kenntnis genommen, dass eine haushaltsmäßige Belastung der 
kommenden Jahre noch vor den eigentlichen Etatberatungen für die Jahre 2025 ff. erfolgt.  
 
 
Begründung: 
 
1. Ausgangslage 
 
Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung dieser Kindertageseinrichtung mit der 
Vorlage V/0070/2023 beschlossen: 
 
Die Kindertageseinrichtung am Heinrich-Wichtrup-Weg beginnt zunächst mit folgenden Gruppen: 
 
 2 Gruppen für je 20 Kinder im Alter von 2 – 6 Jahren (G1) 
 1 Gruppe für 10 Kinder im Alter von 0 – 3 Jahren (G2)  
 1 Gruppe für 20 – 25 Kinder im Alter von 3 – 6 Jahren (G3) 
 
und umfasst insgesamt 70 - 75 Plätze, davon 22 u3-Plätze und 48 - 53 ü3-Plätze. 
 
Die jeweilige Gruppenstruktur wird auf der Grundlage der jährlich zu vereinbarenden 
Rahmenstrukturen bedarfsgerecht weiterentwickelt. 
Neben dem Angebot einer wöchentlichen Betreuung von 45 Stunden werden ebenfalls elterliche 
Bedarfe nach einer wöchentlichen Betreuung von 25 Stunden und 35 Stunden mit 
Übermittagsbetreuung (Blocköffnungszeit) flexibel angeboten. 
Mit der Trägerausschreibung wurden die Bewerber darauf hingewiesen, dass abhängig von den Be-
darfen der Eltern und in Absprache mit dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien, Angebote der

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V/0365/2023 
flexiblen Öffnungszeiten gem. § 48 KiBiz NRW entwickelt werden sollen. 
 
Im Rahmen des oben genannten Errichtungsbeschlusses hat der Rat der Stadt Münster beschlossen, 
die Trägerschaft für diese Einrichtung an einen geeigneten freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe 
zu vergeben. 
 
 
2. Verbindliche Bewerbung freier Träger zur Übernahme der Trägerschaft 
 
Die Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster sowie die in der Arbeitsgemeinschaft gem.  
§ 78 SGB VIII (AG 5 – Kindertagesbetreuung) tätigen Träger wurden am 16.03.2023 über die 
Planungen der Stadt Münster zum Neubau dieser Einrichtung und über das Ausschreibungsverfahren 
für die Betriebsträgerschaft informiert und gebeten, bis zum 24.04.2023 ihr Interesse an einer Über-
nahme der Trägerschaft mitzuteilen. Gleichzeitig erfolgte diesbezüglich eine Pressemitteilung am 
16.03.2023 und eine Veröffentlichung der Ausschreibung auf der Internetseite des Amtes für Kinder, 
Jugendliche und Familien. Die Träger, die ihr Interesse bekundet haben, legten zwischen dem 
08.05.2023 bis 26.05.2023 ihre Konzepte und trägerschaftlichen Vorstellungen entsprechend der in 
Kapitel 3 genannten Kriterien dar. Die Gespräche fanden als Videokonferenzen statt. 
Die Frist zur Abgabe einer daran anschließenden, verbindlichen Bewerbung war der 06.06.2023. 
Folgende Träger haben anschließend eine verbindliche Bewerbung abgegeben (in alphabetischer 
Reihenfolge): 
 
 
- Step Kids Kitas gGmbH (Stepke), Am Friedrichshain 22, 10407 Berlin 
 
- Wertvoll gGmbH (Wertvoll), Weißenburger Str. 23, 44135 Dortmund 
 
 
3. Trägerauswahl 
 
3.1. Kriterien für den Entscheidungsvorschlag 
 
Die Verwaltung hat mit allen Bewerbern umfangreiche Trägergespräche anhand des in der Vorlage 
V/0089/2018 beschriebenen Gesprächsleitfadens geführt und die folgenden, in der Vorlage 
beschriebenen Auswahlkriterien zur Bewertung der Gespräche/Konzepte herangezogen: 
 
- Wirtschaftlichkeit 
- Fachlichkeit/Pädagogik 
o Rahmenkonzept 
o Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik 
o Gesundheitsförderung 
o Sozialraumorientierung und Kooperationspartner 
o Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
o Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen 
- Besondere Merkmale des Trägers 
 
Die Zusammenfassung der Gesprächsdokumentation sowie die Informationen aus den ausführlichen 
Gesamtkonzeptionen der Träger sind dem im Anhang beigefügten Auswertungsformular zu 
entnehmen. 
 
3.2. Analyse der Wirtschaftlichkeit 
 
Im Rahmen dieser Analyse werden jeweils die jährlichen Kosten für den durchgängigen Betrieb einer 
Kindertageseinrichtung dargestellt. Die anteiligen Betriebskosten ab Inbetriebnahme der 
Einrichtungen werden unter „II. Finanzielle Auswirkungen“ aufgeführt.

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V/0365/2023 
Trägeranteile 
 
Bezüglich des gesetzlichen Trägeranteils gibt es für die Trägerschaft folgendes Angebot: 
 
Das Angebot des Trägers zum Eigenanteil des Trägers an den Betriebskosten ist der folgenden Ta-
belle zu entnehmen. Zur Bewertung des Angebotes ist dort zusätzlich der prozentuale Anteil für den 
gesamten städtischen Zuschuss dargestellt (= Gesetzlicher Förderanteil am Betriebskostenzuschuss 
+ freiwilliger städtischer Zuschussanteil am Eigenanteil des Trägers).  
 
a) Vergleichstabelle: Prozentuale Aufteilung der Betriebskosten  
Träger 
Betriebskostenzuschuss  Trägeranteil  
Städt. An-
teil BKZ 
gesamt Gesamt  Land Stadt 
Gesamt, 
gesetzlicher 
Trägeranteil  
Angebot 
Stadt 
(erforderlicher 
Zuschuss) 
  1 2 3 4 5 6 7 
Stepke 92,2% 40,0% 52,2% 7,8% 7,8% 0,0% 52,2% 
Wertvoll 92,2% 40,0% 52,2% 7,8% 3,5% 4,3% 56,5% 
 
Die jährlichen Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung am Heinrich-Wichtrup-Weg betragen ab 
2026 ff. 1.030.900 € und teilen sich dementsprechend wie folgt auf: 
 
b) Vergleichstabelle: Beträge Trägeranteil/Freiwilliger städt. Zuschuss/Städtischer Gesam tanteil BKZ  
 
  Jährliche Kosten ab 2026 ff 
Träger 
Trägeranteil  
Städtischer  
Anteil BKZ 
Angebot Stadt. (FWZ) gesamt  
% € % € % € 
  5 6 7 
Stepke 7,8% 80.410,20 € 0,0% 0,00 € 52,2% 538.129,80 € 
Wertvoll 3,5% 36.081,50 € 4,3% 44.328,70 € 56,5% 582.458,50 € 
 
Der Träger Step Kids Kitas gGmbH bietet den vollen Trägeranteil von 7,8% für den Betrieb der Kin-
dertageseinrichtung an, so dass kein freiwilliger städtischer Zuschuss notwendig wird. 
 
3.3. Analyse der Fachlichkeit/Pädagogik 
 
Anhand der in der Vorlage V/0089/2018 beschriebenen Auswahlkriterien zum Thema der Fachlich-
keit/Pädagogik wurden die Konzepte und Bewerbungsgespräche der interessierten Träger ausgewer-
tet (siehe hierzu auch die ausführlichen Auswertungsformulare im Anhang dieser Vorlage). Alle Be-
werber bestätigten, dass eine Bezahlung in Anlehnung an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst 
(TVÖD) erfolgt. 
 
Der Träger: 
 Step Kids Kitas gGmbH 
Step Kids Kitas gGmbH ist ein gemeinnütziger Träger von Kindertagesstätten mit aktuell 56 Standor-
ten in NRW (Dortmund, Bielefeld, Lippetal, Essen, Sundern, Gelsenkirchen, Bochum), Berlin, Bran-
denburg und Bremen. Als anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe baut die Step Kids Kitas 
gGmbH ihr Angebot aus und befindet sich derzeit mit mehreren Einrichtungen im Bau oder Planung. 
Seit 01. April 2017 gehört Stepke zur AcadeMedia Gruppe (Dachverband in Schweden) bei der in 
Deutschland fünf Träger angeschlossen sind. Step Kids Kitas gGmbH ist ein überregionaler und kon-
fessionsloser Träger. Ein Konzept und ein Leitbild für die Kindertagesbetreuung wurden vorgelegt.

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Stepke arbeitet mit einem systemischen und situationsorientierten Ansatz. Elemente der Reggio Pä-
dagogik und der Pädagogik nach Pikler sind enthalten, außerdem wird das Konzept nach dem 6-
Säulen-Modell: Räume, Ernährung, Englisch, Natur (Wald- und Wiesentage), Schwimmen und Quali-
tät ausgestaltet. Die Öffnungszeiten werden von 07:00 Uhr bis 16:00 Uhr geplant, können sich aber 
auch an den Elternbedarfen orientieren. Partizipation zieht sich durch die Unternehmenskultur. Inklu-
sion und Integration, sowie die Gesundheitsförderung werden ebenfalls als wichtige Elemente im 
Konzept aufgeführt. Dazu führt der Träger in seinem Konzept eine gesunde Ernährung, Zähne put-
zen, ausreichend Bewegung aber auch Rückzugsmöglichkeiten zur Entspannung aus. Als besondere 
Merkmale stellt der Träger unter anderem Bilingualität, regelmäßige Wald- und Wiesentage und Was-
sergewöhnung, eine eigene Akademie für Fortbildungsmöglichkeiten von Mitarbeitenden und Exter-
nen heraus. Stepke möchte sich mit der Bewerbung den Standort Münster erschließen und die Trä-
gervielfalt erhöhen. 
 
Der Träger: 
 Wertvoll gGmbH 
Die Wertvoll gGmbH mit Sitz in Dortmund ist ein anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe. Der 
Träger betreibt seit 2018 eine viergruppige Kita in Düsseldorf. Die Übernahme von neuen und beste-
henden Einrichtungen in Dortmund, Krefeld und Havixbeck ist geplant. Zudem umfasst das Ange-
botsspektrum des Trägers Bildungsprogramme in der Kinder- und Jugendhilfe, soziale und interkultu-
relle Projekte und humanitäre Hilfen.  
Die Wertvoll gGmbH hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen 
Ausrichtungen darlegen. 
Den konzeptionellen Schwerpunkt legt der Träger auf eine starke Werteorientierung mit den Themen 
Achtung der Vielfalt, Anteilnahme und Zusammenhalt, Achtung der Lebensalter, Inklusion, Achtung 
des Lebens und der natürlichen Lebensgrundlagen. Die bindungssensitive Bildungsarbeit stellt einen 
weiteren Schwerpunkt der konzeptionellen Arbeit dar. Der Träger plant im Sozialraum interdisziplinäre 
Bezüge zu schaffen, ein bedarfsgerechtes Netzwerk für Elternberatungen aufzubauen und einen pro-
jektbezogenen Sozialraumaustausch zu etablieren. Der Träger signalisierte außerdem die Bereit-
schaft eine Zertifizierung als Familienzentrum und plusKita anzustreben. 
Die Wertvoll gGmbH möchte mit der Bewerbung den Standort Münster erschließen und damit zur 
Erhöhung der Trägervielfalt im Stadtgebiet beitragen. 
 
4. Gesamtbewertung / Fazit 
 
Die Verwaltung schlägt abschließend vor, dem Träger Step Kids Kitas gGmbH die Trägerschaft für 
die Kindertageseinrichtung am Heinrich-Wichtrup-Weg (York Quartier) im Bezirk Südost zu 
übertragen. 
 
Step Kids Kitas gGmbH bietet den vollen Trägeranteil von 7,8 %.  
Der Träger Wertvoll bietet einen Trägeranteil von 3,5 %. 
 
Die eingereichten Konzepte und Zusatzinformationen in den Bewerbungsgesprächen der Step Kids 
Kitas gGmbH, sowie auch dem Träger Wertvoll gGmbH erfüllten in allen Punkten im Bereich der 
Fachlichkeit / Pädagogik die Anforderungen. 
 
Die Verwaltung empfiehlt, die Trägerschaft für die o. g. Kindertageseinrichtung in diesem Verfahren 
an Step Kids Kitas gGmbH, neben dem Angebot zur Übernahme des vollen Trägeranteils, aus den 
folgenden Gründen zu übertragen: 
 
 Step Kids Kitas gGmbH bietet in seinem Konzept mit den Inhalten Wald- und Wiesentage, Bi-
lingualität und Wassergewöhnung neue Wahlmöglichkeiten für Eltern im Bereich der Kinderta-
gesbetreuung, auch die Ansätze einer Reggio Pädagogik und einer Pädagogik nach Pikler 
bieten eine Erweiterung der pädagogischen Vielfalt. 
 
 Step Kids Kitas gGmbH kann sich mit der Übernahme der Trägerschaft der Kita 
am Heinrich-Wichtrup-Weg als zusätzlicher erfahrener Träger in das plurale Netz der

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V/0365/2023 
Kindertageseinrichtungen in Gremmendorf einbringen und zur Trägervielfalt in Münster beitra-
gen. 
 
 Mit der Übernahme der Kitaträgerschaft am Heinrich-Wichtrup-Weg kann sich Step Kids Kitas 
gGmbH als Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster etablieren. Von den geplanten 
Vernetzungen des Trägers ist ein allgemeiner Zugewinn an Erfahrung und Austausch zu er-
warten. Bei einer Übernahme der Kita südlich Hiltruper Straße (V/0364/2023) für die die Ver-
waltung ebenfalls Step Kids Kitas gGmbH vorschlägt, ist außerdem von der Möglichkeit Sy-
nergieeffekte nutzen zu können, auszugehen.  
 
 Das Angebotsspektrum und die Erfahrung des Trägers sowie die Möglichkeit als neuer Träger 
in einem neuen Wohnquartier mit einzuwachsen und dieses mitzugestalten, stellen in diesem 
Umfang für dieses Verfahren ein Alleinstellungsmerkmal der Step Kids Kitas gGmbH dar. 
 
 Mit der Übertragung der Trägerschaft der Kita am Heinrich-Wichtrup-Weg an die Step Kids 
Kitas gGmbH wird das bestehende Netzwerk für Familien in Gremmendorf ergänzt. 
 
Mit diesem Beschluss wird rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtung ein Träger gefunden, so 
dass weitere Detailplanungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden können. 
Das Verfahren zeigt weiterhin das Interesse freier Träger an einer Trägerschaft von Kitas in dieser 
Stadt.  
Das Auswahlverfahren belegt zudem eine hohe Fachlichkeit der Träger, die sich abschließend für 
eine Trägerschaft verbindlich beworben haben. 
 
Der Verwaltungsvorschlag hatte die Aufgabe, aus zwei Bewerbern unter der gleichgewichteten 
Würdigung der Fachlichkeit / Pädagogik und der Wirtschaftlichkeit einen Vorschlag darzustellen. Das 
in der Vorlage V/0089/2018 beschriebene Verfahren zur Trägerauswahl liegt der Bewertung der Be-
werber zu Grunde. 
 
I.V. 
 
 
Thomas Paal 
Stadtdirektor 
 
 
Anlagen: 
 
Anlage A 
 
1. Auswertungsformulare aller Träger 
 
2. Bewerbungsunterlagen: Step Kids Kitas gGmbH (Stepke), Am Friedrichshain 22,  
10407 Berlin 
 
3. Bewerbungsunterlagen: Wertvoll gGmbH (Wertvoll), Weißenburger Str. 23, 44135 Dortmund 
 
 
Hinweis: 
Die umfangreichen Bewerbungsunterlagen der einzelnen Träger (Anlagen 2 und 3: Anschreiben und 
Konzepte) stehen ausschließlich als pdf-Dateien im Ratsinformationssystem der Stadt Münster als 
Download unter der Vorlagennummer V/0365/2023 zur Verfügung.  
Link: https://www.stadt-muenster.de/sessionnet/sessionnetbi/info.php

Beratungsverlauf (5)

22.08.2023 Bezirksvertretung Münster-Südost
TOP 4.2 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
14.09.2023 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 14 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
19.09.2023 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft
TOP 7.26 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
20.09.2023 Hauptausschuss
TOP 31.4 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
20.09.2023 Rat
TOP 38.4 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung

Orte (7)

  • Hammer Straße
  • Hiltruper Straße
  • Heinrich-Wichtrup-Weg
  • Wiegandweg
  • Patronatsstraße
  • Hafenstraße 30
  • Kranichweg

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0365/2023
Typ
Vorlagen
Datum
20.07.2023
Erstellt
13.06.2023 14:07