V/0086/2013
Städtisches Stadion Hammer Straße - Sachstandsbericht zu Erhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen
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Sanitärgebäude SCP
1783 Zeichen
LANDHEER
ARCHITEKTEN
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SC PREUSSEN 06 e.V. Münster
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ERRICHTUNG VON 2 SANITARHAUSERN IN BLOCK K-L IM PREUSSEN STADION
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FAX +49 251 / 91 99 019 INTERNET WWWLANDHEER.DE-E-MAIL: lNFO@LANDHEER.DE-ARCH.-KAM. NW 27304
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Berichtsvorlage
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V/0086/2013 DER OBERBÜRGERMEISTER Dezernat III Betrifft Städtisches Stadion Hammer Straße - Sachstandsbericht zu Erhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen Beratungsfolge 07.03.2013 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Bericht 12.03.2013 Sportausschuss Bericht 13.03.2013 Hauptausschuss Bericht 13.03.2013 Rat Bericht Bericht: Ausgangslage: Der Rat der Stadt Münster hat in seiner Sitzung am 09.05.2012 über die Kosten der kurz -, mittel- und langfristig erforderlichen Sanierungsmaßnahmen an den Gebäuden und Außenanlagen des städtischen Stadions an der Hammer Strasse beraten. 1. Im Rahmen der Beschlussfassung über die Vorlage V/0131/2012/1 beauftragte der Rat die Verwaltung, einen Sani erungsplan zu erstellen, der einen sukzessiven Abbau des Sani e- rungsstaus in den kommenden Jahren beinhaltet. Dieser Sanierungsplan ist kontinuierlich zu aktualisieren. Über dessen Realisierung wird jeweils im Rahmen der jährlichen Haushaltsb e- ratungen entschieden. 2. Das Amt für Wirtschaftlichkeit sprüfung und Revision erhielt den Auftrag, die vertraglichen Regelungen des „Überlassungsvertrages“ über die Instandhaltung und den Betrieb des g e- samten städtischen Preußen Stadions zu überprüfen. Zu 1: Die städtische Liegenschaft „Preußen Stadion“ wurde am 13.06.1926 eingeweiht. Seitdem ist die Anlage – mit Ausnahme der Überdachung der Gegengeraden, der neu erstellten Tribüne und der Flutlichtanlage - und ihr unmittelbares Umfeld baulich nahezu unverändert geblieben. Trotz vielfältiger Diskussionen um eine Sanierung und Verbesserung des städtischen Preußen Stadions und trotz einer umfassenden Standortuntersuchung für ein möglichst multifunktionales und voll nutzbares Fußballstadion zeichnet sich ab, dass kurz- bis mittelfristig ein Stadionneubau – zumindest mit kommunalen Mitteln - an der Nieberdingstraße nicht realisierbar ist. Trotz dieser Vorlagen-Nr.: V/0086/2013 Auskunft erteilt: Herr Schultheiß Herr Adams Ruf: 492-7070/7072 E-Mail: Schultheiss@stadt-muenster.de Adamsr@stadt-muenster.de Datum: 13.02.2013 Öffentliche Berichtsvorlage 2 V/0086/2013 Perspektive haben sich die Baumaßnahmen in der städtischen Liegenschaft „Preußen -Stadion“ an der Hammer Straße nur auf zwingend erforderliche Bauunterhaltungen beschränkt. Ziel ist es, das Stadion in den nächsten Jahren zumindest in einen mittelmäßig akzeptablen baulichen Z u- stand zu bringen. Im Zuge der Haushaltsberatungen 2012 ha tten alle Fraktionen darum gebeten, vor weiteren In- vestitionsentscheidungen die zukünftig anfallenden Sani erungs- und Investitionsmaßnahmen im Sinne eines Rahmenkonzeptes zu benen nen und die Sanierungs - und Unterhaltsleistungen am/im Stadion darzustellen. Auch die Bezirksregierung Münster als Kommunalaufsicht der Stadt Münster hatte mitgeteilt, dass kommunale Mittel nicht zur Unterstützung des Profifußballs genutzt werden dürfen. Diese Gemengelage hatte dazugeführt, da ss die Stadt Münster in der Anlage 1 zur Vorlage V/0131/2012/1 sämtliche kurz -, mitt el- und langfristigen Investitionen und Sani e- rungsmaßnahmen innerhalb der städtischen Liegenschaft „Preußen Stadion“ sowie deren v o- raussichtliche Realisierungszeiträume dargelegt hat. Der aktuelle Sanierungstand 2012 bzw. der Sanierungsplan für 2013 stellen sich wie folgt dar: Gesamt- kosten V/0131/2012/1 2012 Ist-Kosten 2013 (geplant) Erneuerung des Hauptspielfeldes 1.367.000 Erneuerung des Rasens 511.000 511.000 Technische Vorinstallation Rasenheizung un- terhalb des Rasens 195.000 195.000 Altlastensanierung 300.000 337.036 Technische Einrichtung Wärmeerzeugung *165.000 *trägt SCP Energieversorgung der Rasenheizung *196.000 *trägt SCP Neuerrichtung eines Sanitärgebäudes 205.000 Rückbau Altgebäude 26.000 26.000 Neubau Sanitärgebäude 179.000 179.000 Anforderungen Brandschutzkonzept 253.000 Sicherheitsbeleuchtung (Gegentribüne, Stadion) 92.000 80.000 12.000 Blitzschutz (Gegentribüne, Fernsehturm) 5.000 5.000 Rettungswegkennzeichnung Stadion 13.000 13.000 Fluchttore zum inneren Bereich 84.000 Zusätzliche Fluchttore 59.000 15.000 2012: Die unter sportfachlichen Gesichtspunkten und zur Sicherstellung des Spielbetriebs vordringlichs- te Maßnahme - die komplette Erneuerung des völlig überalterten Rasens – wurde in der Spie l- pause (Sommer 2012) umgesetzt. Unter bautechnischen Gesichtspunkten und um eine nac h- trägliche Zerstörung des Rasens zu vermeiden, erfolgte zeitgleich mit der Sanierung des Haup t- spielfeldes der Einbau der für den Betrieb einer Rasenheizung erforderlichen technischen Infr a- struktur. Die Investitionen blieben in dem geschätzten Kostenrahmen. Die Kosten der Wärmee r- zeugung für die Rasenheizung sowie deren Energieversorgung gehen zu Lasten des SCP. Im Rahmen der Erneuerung des Hauptspielfeldes wu rde die Altlastensanierung dieser Fläche vorgenommen. Die von einem externen Gutachter begleiteten Maßnahmen wurden sach - und fachgerecht ausgeführt. Die eingereichten Unterlagen wurden durch den Gutachter auf Vollstä n- digkeit und Richtigkeit geprüft und sc hlussgerechnet. Auf der Grundlage der Ergebnisse der B o- 3 V/0086/2013 denproben ergaben sich Gesamtkosten für die Beseitigung von belasteten Auffüllungen (Aushub, Transport und Entsorgung der Aushubmaterialien) und die Verlegung einer HDPE -Bahn zur Ab- dichtung im Sohlbere ich (Wasserschutzzone II) i.H.v. 337.036,65 €. Die Mittel wurden u.a. per Dringlichkeitsentscheidung vom 13.07.2012 bereitgestellt. Den Anforderungen des Brandschutz- und des Sicherheits konzeptes wurde hohe Priorität eingeräumt. Während die Maßnahmen „Blitzschutz“ und „ Rettungswegkennzeichnung“ vollstän- dig umgesetzt sind und – soweit erforderlich - auch schon durch das Bauordnungsamt abg e- nommen wurden, sind bei der „Siche rheitsbeleuchtung“ noch einzelne Positionen offen, die aber kurzfristig in 2013 realisiert werden. Die sich aus dem Bra ndschutzkonzept noch ergebenden baulichen Maßnahmen wie „zusätzliche Fluchttore“ und „Fluchttore zum inneren Bereich“ werden technisch sukzessive in den Folgejahren umgesetzt. Bis dahin wird die Sicherheit an den Fluc h- toren über Ordnungskräfte gewährleistet. Entsprechend des Ratsbeschlusses vom 09.05.2012 wurden (2012) und werden (2013 + 2014) für die vorstehenden, Maßnahmen in der Bauherrenschaft des SCP durchgeführt. Finanzielle Aufwende, die den Rahmen der jährlich zweckgebundenen städtische Zuschüsse in Höhe von jeweils 300.000 € (insgesamt 900.000 €) übersteigen, hat der Verein vorfinanziert. 2013: Ist-Kosten 2012 2013 ge- plant Sanierungsmaßnahmen 1.339.000 424.000 Beseitigung akuter Mängel (Geschäftsstelle, Betriebsgebäude, Fanport, Kassenhäuser, Haupteingang, Vorplatz, Außenanlagen, 89.000 89.000 Marathontor, Betonsanierung, neue Toranlage (einschl. Abbau / Wiederaufbau Fernsehturm) 100.000 100.000 Stehränge 800.000 155.000 Einfriedungen 160.000 50.000 Platzbeleuchtung Haupteingang 20.000 20.000 Erneuerung Treppenanlage neben der Haupttri- büne 170.000 10.000 Bei den Sanierungsmaßnahmen hat die Faninitiative bereits im Sommer 2012 durch ehrenam t- liches Engagement und unter fachkundiger Anleitung bereits eine Teilfläche der Stehränge in der Ostkurve (Block O) saniert. Für diese Arbeiten ist – auf der Grundlage des Gutachtens der Pl a- nungsgruppe Skribbe-Jansen GmbH - ein Finanzvolumen von 50.000 € anzusetzen. Ein weiterer Teil der Stehränge in der Ostkurve (Block N) wird in 2013 saniert; Volumen 105.000 €. In 2013 genießt die Errichtung einer ausreichend dimensionierten Toilettenanlage für die G e- gengerade oberste Priorität. Die Planungen sehen zwei aufgeständerte Sanitärgebäude in einer Holzrahmenbauweise im Bereich der No rdtribüne (Block K-L) sowie die Instandsetzung der vo r- handenen Räumlichkeiten für die Funktionen (technische Anlagen Rasenheizung und Sanitära n- lagen für Einsatzkräfte der Polizei) im bestehe nden Sanitärgebäude vor. Dieses Sanitärgebäude wurde im Rahmen der Maßnahmenplanung für die Stadionsanierung zwar als abgängig eing e- stuft, jedoch ist aus städtischer Sicht der Erhalt dieses Gebäudes unbedenklich (Bauunterhaltung durch Verein). Seitens der Stadt wird der vorgestellten Ko nzeption (Anlage 1) zugestimmt. Dies auch vor dem Hintergrund, dass der Finanzrahmen i.H.v. 205.000 € nicht überschritten wird. Mit einer Fertigstellung der Sanitärgebäude ist noch im 3. Quartal 2013 zu rechnen. Weiterhin sollen in 2013 die akuten Mängel an den baulichen Anlagen auf der Sportanlage besei- tigt, Schäden am Marathontor behoben und eine neue Toranlage eingebaut werden, ein Teil der 4 V/0086/2013 Einfriedungen erneuert, die Platzbeleuchtung des Haupteingangs erneuert und die Planungen für eine Erneuerung der Treppenanlagen beidseits der Haupttribüne aufgenommen werden. Für diese Sanierungsmaßnahmen sind im Haushalt 2013 Finan zmittel in Höhe von 424.000 € bereit gestellt worden. Diese Sanierungsarbeiten setzt der SCP – in enger Absti mmung mit der Verwaltung - im Rahmen der Bauherrenfunktion um. Sanierungsmaßnahmen/-volumen ab 2014: 2014-2016 2017-2020 Brandschutzkonzept/Sanierungsmaßnahmen 639.000 404.000 Fluchttore zum inneren Bereich 84.000 Zusätzliche Fluchttore 44.000 Stehränge 345.000 300.000 Einfriedungen 50.000 60.000 Erneuerung beider Treppenanlagen neben der Haupttribüne 160.000 Mittelfristig (2014 – 2016) ist vor allem die Installation/Erneuerung von Fluchttoren zum inneren Bereich des Stadions vorgesehen. Es handelt sich um Fluchttore, vor denen zurzeit während eines Spiels Ordnungskräfte positioniert sind. Die Sanierung der Stehränge in der Ostku rve und der Einfriedungen erfolgt sukzessiv entsprechend des Sanierungsaufwandes. Für diese mittelfristig erforderlichen Sanierungsmaßnahmen wird die Verwaltung in den Hau s- haltsjahren 2014 – 2016 Finanzmittel i.H.v. 213.000 € jährlich (insgesamt 639.000 €) in den j e- weiligen Haushaltsplanentwurf veranschlagen. Fazit: Durch die erfolgte Erneuerung des Rasenhauptspielfeldes, durch die Altlastensanierung, durch den Neubau der Toilettenanlage und durch die Sanierungsmaßnahmen erfuhr und erfährt das im Eigentum der Stadt befindliche Stad ion eine deutliche Aufwertung . Die Sanierungsmaßnahmen am städtischen Preußen Stadion an der Hammer Straße tangieren weder die Sicherung des Sta- dionstandortes an der Nieberdingstraße noch schließen si e Planungen durch den Verei n oder von privater Seite aus. Im Falle der Errichtung eines Fußballstadions an der Nieberdingstraße verbleibt das bisherige Preußen -Stadion in kommunalem Eigentum und wird auch weiterhin als Trainingsstätte bzw. ein eventuelles Nachwuchsleistungszentrum benötigt. Zu 2.: Das Amt für Wirtschaftlichkeitsprüfung und Revision hat auf der Grundlage des Ratsbeschlusses vom 09.05.2012 die vertraglichen Regelungen des Überlassungsvertrages über die Instandha l- tung und den Betrieb des Preußen Stadions geprüft. Die im Zuge der Prüfung getroffenen Fes t- stellungen wurden in der Sitzung des Rechnungsprüfungsausschusses am 13.11.2012 vorg e- stellt und ausführlich beraten. Auf dieser Grundlage beauftragte der Ausschuss die Verwaltung, einige vertragliche Regelungen in dem „Ü berlassungsvertrag“ mit dem Ziel einer verbesserten Transparenz und einer genaueren Bestimmung der Verantwortlichkeiten der Vertragspartner zu überarbeiten. Weiterhin ist die im Rahmen des Handlungsprogramms 2012 -2017 beschlossene Sofortma ß- nahme Nr. 180 „Kürzung des Zuschusses um 10 % aus dem Überlassungsvertrag Stadt - SCP“ in die Aufarbeitung der vertraglichen Regelungen einzubeziehen. 5 V/0086/2013 Vor dem Hintergrund der Erörterung mit der Bezirksregierung Münster ist nochmals deutlich zu machen, dass es bei den I nvestitionen für die Stadionsanierung nicht um eine (unzulässige) Fö r- derung des Profisports geht. Die Kommunalaufsicht ist der Auffassung, dass mit dem Aufstieg in die 3. Fußballbundesliga der SC Preußen Münster als Profifußballverein einzustufen ist. Dahe r bestehe (Zitat) „ein Spannungsverhältnis zwischen möglichen städtischen Investiti o- nen/Aufwendungen für das Stadion und einer unzulässigen Förderung des Profisports.“ Angesichts der Vielzahl der Aufträge erscheint es sinnvoll, eine grundsätzliche Neugestaltung der vertraglichen Beziehungen zwischen der Stadt Münster und dem SC Preußen 06 e.V. Münster in Erwägung zu ziehen. Die Verwaltung favorisiert ein zweistufiges Vorgehen, dessen Realisierung aber zeitgleich geprüft wird: 1. inhaltliche Überprüfung und Neufassung der Bestimmungen des Überlassungsvertrages in Absprache mit dem Verein. Ggfs. ergeben sich Überschneidungen zu Ziffer 2. 2. Darstellung/Schaffung von nachhaltigen Organisations - und Finanzierungsstrukturen zum Betrieb, zur Bewirtschaftung und zur Unterhaltung des Preußen Stadions im Rahmen der Nutzung durch eine Profimannschaft. Die Verwaltung stellt die Ergebnisse – Änderungen/Neufassung der Bestimmungen des Überlas- sungsvertrages, Schaffung möglicher Organ isations-/Finanzierungsstrukturen - in den jeweiligen Fachausschüssen sowie im Rat noch vor den Sommerferien 2013 vor. In Vertretung Gez. Schultheiß Stadtdirektor Anlagen: Planung Sanitärgebäude
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungOrte (2)
- Hammer Straße
- Nieberdingstraße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0086/2013
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 05.02.2013
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37