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V/0433/2017

Feststellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts des Theater Münster für das Wirtschaftsjahr 2015/2016

Vorlagen 17.05.2017

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 12.07.2017, TOP 23.4

Beschlussvorlage

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Ansehen

Theater Münster Anhang + Lagebericht 2015-2016.doc

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Ansehen

Beschlussvorlage

4284 Zeichen

V/0433/2017 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Theater Münster 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Feststellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts des Theater Münster für das 
Wirtschaftsjahr 2015/2016 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
22.06.2017 Kulturausschuss Vorberatung 
05.07.2017 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 
12.07.2017 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
  
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Jahresabschluss 201 5/2016 der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Theater Münster, best e-
hend aus der Bilanz, der Gewinn - und Verlustrechnung, dem Anhang sowie dem Lagebericht der 
Betriebsleitung, wird zur Kenntnis genommen und festgestellt. 
 
2. Es wird zur Kenntnis genommen, dass dem Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr 201 5/2016 
nebst Anhang und dem Lagebericht der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Theater Münster am 
10.03.2017 durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft HLB Dr. Schumacher & Partner  GmbH, 
Münster, der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt wurde. 
 
3. Die Gewinn - und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 201 5/2016 weist einen Jahres über-
schuss von 108.149,69 € aus. Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen. 
 
4. Der Betriebsleitung des Theater Münster wird für das Wirtschaftsjahr 2015/2016 Entlastung erteilt. 
 
5. Zur Prüfung des Jahresabschlusses 2016/2017 des Theater Münster wird die Wirtschaftsprü-
fungsgesellschaft HLB Dr. Schumacher & Partner GmbH , 48143 Münster, An der Apostelkirche 4, 
bestellt.  
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Kosten der Prüfung des Jahresabschlusses 2015/2016  im 
Wirtschaftsplan 2015/2016 berücksichtigt sind. 
 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0433/2017 
Auskunft erteilt: 
Herr Braun 
Ruf: 
59 09 121 
E-Mail: 
Braun@stadt-muenster.de  
Datum: 
16.05.2017 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0433/2017 
 
 
Begründung: 
 
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft HLB Dr. Schumacher & Partner GmbH  aus Münster hat im Auf-
trag des Theater Münster mit Zustimmung der Gemeindeprüfungsanstalt Nor drhein-Westfalen den 
Jahresabschluss und Lagebericht des Wirtschaftsjahres 2015/2016 geprüft. Die geprüften Unterlagen 
sind gemäß gem. § 13 der  Betriebssatzung des Theater Münster dem Betriebsau sschuss und dem 
Rat vorzulegen. 
 
Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung NRW in Verbindung mit 
den handelsrechtlichen Bestimmungen aufgestellt worden. 
 
Zum Lagebericht wurde seitens der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft HLB Dr. Schumacher & Par tner 
GmbH festgestellt, dass dieser entsprechend § 25 EigVO aufgestellt worden ist, im Einklang mit dem 
Jahresabschluss steht und die sonstigen Angaben im Lagebericht keine f alsche Vorstellung von der 
Lage des Eigenbetriebes vermitteln und die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutre f-
fend dargestellt sind. 
 
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft HLB Dr. Schumacher & Partner GmbH erteilt dem Theater Müns-
ter für das Wirtschaftsjahr 2015/2016 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. 
 
Die weiteren Einzelheiten zum Jahresabschluss 20 15/2016 können den beigefügten Unterlagen en t-
nommen werden. 
 
Darüber hinaus werden die Abschlussergebnisse vom zuständigen Wirtschaftsprüfer , Herrn Dr. M i-
chael Kaufmann, der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft HLB Dr. Schumacher & Partner GmbH  in der 
Betriebsausschusssitzung am 22.06.2017 im Einzelnen erläutert. 
 
Die Prüfung des Jahresabschlusses der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Theater Müns ter obliegt 
gem. §106 Abs. 2 GO NW der Gemeindeprüfungsanstalt. Diese bedient sich zur Durchfü hrung der 
Jahresabschlussprüfung eines Wirtschaftsprüfers oder einer Wirtschaftsprüfungsgesel lschaft. Das 
Theater Münster kann einen Vorschlag unterbreiten, dem d ie Gemeindeprüfungsanstalt Nordrhein-
Westfalen folgen soll.  
 
Gem. § 5 EigVO benennt der Betriebsausschuss die Prüferin oder den Prüfer für den Jahresa b-
schluss.  
 
In Abstimmung mit dem Amt für Finanzen und Beteiligungen und dem AWR sowie der am 15.05.2017 
erteilten Zustimmung durch die Gemeindeprüfungsanstalt Nordrhein -Westfalen wird vorgeschlagen, 
die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft HLB Dr. Schumacher & Partner GmbH  mit der Prüfung des Jah-
resabschlusses 2016/2017 zu beauftragen.  
 
 
Gez. 
 
 
 
Wilkens 
Stadträtin

Theater Münster Anhang + Lagebericht 2015-2016.doc

46357 Zeichen

Eigenbetriebsähnliche Einrichtung 
 
Theater Münster 
 
 
 
Jahresabschluss  
 
für das 
 
Wirtschaftsjahr 2015/2016

2
 
Bilanz zum 31.08.2016 
 
      
A K T I V A   31.08.2016  Vorjahr  
===========  €  € 
A. Anlagevermögen    
    I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Summe immaterielle Vermögensgegenstände  42.204,56  61.337,58  
    II. Sachanlagen    
1.  Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.261.487,63  5.024.832,05  
2.  Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.465,75  110.877,22  
Summe Sachanlagen  4.266.953,38  5.135.709,27  
    III. Finanzanlagen    
1.  Wertpapiere des Anlagevermögens  862.987,44  644.188,60  
2.  Sonstige Ausleihungen  10.963,05  13.376,14  
Summe Finanzanlagen  873.950,49  657.564,74 
Summe Anlagevermögen  5.183.108,43  5.854.611,59  
B. Umlaufvermögen    
    I. Vorräte    
        Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe  89.253,00  99.338,00  
Summe Vorräte  89.253,00  99.338,00  
    II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
        1. Forderung aus Lieferungen und Leistungen 53.599,17  82.643,70  
            Forderungen gegen die Stadt Münster    
           davon Forderungen gegen die Stadt Münster mit einer Laufzeit von über einem Jahr 1.125.192, 13 1.278.259,16  
           Übrige Forderungen gegen die Stadt Münster 89.993,94  41.542,73  
        2. Summe Forderungen gegen die Stadt Münster 1.215.186,07  1.319.801,89  
        3. Sonstige Vermögensgegenstände  759.409,48  742.980,00  
Summe Forderungen  2.028.194,72  2.145.425,59  
    III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.050.700,58  1.361.234,32 
Gesamtsumme Umlaufvermögen  5.168.148,30  3.605.997,91 
C. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten  109.063,12  123.496,37  
    
S U M M E   A K T I V A  10.460.319,85  9.584.105,87  
=======================    
    
P A S S I V A   31.08.2016  Vorjahr  
=============   €   €  
A. Eigenkapital    
    I. Gezeichnetes Kapital  50.000,00  50.000,00  
    II. Kapitalrücklagen  4.244.893,79  4.244.893,79  
    III. Gewinnrücklage    
    IV. Verlustvortrag  -135.254,11  -205.334,51  
    V. Jahresüberschuss  108.149,69  70.080,40  
Summe Eigenkapital  4.267.789,37  4.159.639,68  
B. Sonderposten für Zuwendungen  276.785,99  356.483,19  
C. Rückstellungen    
    I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.267.681,89  2.132.866,00  
    II. Sonstige Rückstellungen  1.274.212,00  1.038.730,87  
Summe Rückstellungen  3.541.893,89  3.171.596,87  
D. Verbindlichkeiten    
1.  Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen  859.110,71  310.417,93  
         davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr  859.110,71  310.417,93  
2.  Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Münster                                                                        
 davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 
376.983,71                                                                                                                           
376.983,71                                                                                                                            
504.430,18                                                                                                              
504.430,18                                                                                         
3.  Sonstige Verbindlichkeiten    
        davon Steuerverbindlichkeiten  6.918,71  2.602,34  
        davon Verbindlichkeiten der sozialen Sicherheit  48.782,27  52.978,26  
        davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 777.462,75  504.430,18  
        andere sonstige Verbindlichkeiten  0,00  0,00  
   Summe sonstige Verbindlichkeiten  777.462,75  607.142,72  
Summe Verbindlichkeiten  2.013.557,17  1.421.990,83 
   davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.013.557,17  1.421.990,83  
E. Passive Rechnungsabgrenzungsposten  360.293,43  474.395,30  
    
S U M M E   P A S S I V A  10.460.319,85  9.584.105,87  
=========================

3
 
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. September 2015 bis 31. August 2016 
    
   2015/2016 Vorjahr  
   €   €  
      
1. Umsatzerlöse 3.697.786,03  
       
3.354.503,97  
    
2. Betriebskostenzuschüsse 20.626.115,16  19.683.503,67 
   
3. Andere aktivierte Eigenleistungen                                                                                         29.346,73  186.450,31  
    
4. Sonstige betriebliche Erträge 
 
1.133.988,50  1.076.542,98  
    
5. Materialaufwand   
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -769.044,98  -806.081,26  
    und bezogene Ware   
    
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.564.065,22  -1.458.096,14  
Summe Materialaufwand -2.333.110,20  -2.264.177,40  
Rohergebnis                                                  23.193.250,61                                 22.036.823,53  
 
6. Personalaufwand   
a) Löhne, Gehälter und Honorare -14.539.726,70 
 -13.917.749,91  
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für   
    Altersvorsorgung und Unterstützung   
    davon für Altersversorgung -871.541,98 
 -912.813,66  
    für soziale Abgaben und Unterstützung -2.643.660,17  -2.632.385,79  
Summe soziale Abgaben und Aufwendungen für  -3.515. 202,15  -3.545.199,45  
            Altersvorsorgung und Unterstützung   
Summe Personalaufwand -18.054.928,85 
 -17.462.949,36  
    
Zwischenergebnis 5.099.197,37  4.573.974,17  
    
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände  -1.279.183,90  -1.228.178,50  
   des Anlagevermögens und Sachanlagen    
   
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.725.282,26 
 -3.282.606,55  
    
Zwischenergebnis 94.731,21  63.089,12  
    
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   
   davon von der Stadt Münster   
   sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.310,99 
 10.364,21  
    
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -111,51  -1.591,93  
    
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 10 9.930,69  71.861,40  
    
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00  0,00  
13: Sonstige Steuern                           -1.781,00                                         -1.781,00 
14. Jahresüberschuss 108.149,69  70.080,40  
15. Verlustvortrag aus dem Vorjahr                                            -135.254,11  -205.334,51  
16. Bilanzverlust -27.104,42  -135.254,11  
 
                                                                                                      
=============================================

4
 
 
Anhang für das Wirtschaftsjahr 2015/16 
 
A. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn-  und Verlust- 
rechnung 
1. Allgemeine Angaben   
1.1. Der Jahresabschluss zum 31.8.2016 ist unter Be achtung der einschlägigen Vor- 
schriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 ff.) und den Grundsätzen ordnungsmä- 
ßiger Buchführung aufgestellt worden.  
 
1.2. Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Theater Münster ist zum Abschlussstichtag 
eine mittelgroße Gesellschaft i. S. von § 267 Abs. 2 HGB und gem. Betriebssatzung 
der Stadt Münster für das Theater Münster und § 21 Eigenbetriebsverordnung 
NRW. Der Jahresabschluss ist aufgestellt nach den V orschriften für eine große Ka- 
pitalgesellschaft. 
 
1.3. Aufgrund der erstmaligen Anwendung des Bilanzr ichtlinie-Umsetzungsgesetz 
(BilRUG) wurden Umgliederungen von den sonstigen be trieblichen Erträgen zu den 
Umsatzerlösen (127 T€) und von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu den 
Materialaufwendungen (39 T€) vorgenommen. Der Vorja hresausweis wurde zur 
besseren Vergleichbarkeit entsprechend angepasst (118 T€ und 40 T€). 
2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 
2.1. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden wie im Vorjahr angewandt.  
 
2.2. Die Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstel- 
lungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen unter Berücksichtigung 
der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt (§ 253 Abs.1 und 3 HGB). 
Die im Wirtschaftsjahr neu angeschafften abnutzbare n beweglichen Wirtschaftsgü- 
ter mit Anschaffungskosten zwischen 150 € und 1.000 € (netto)  wurden analog zum 
Vorjahr gemäß § 6 Abs. 2a EStG als Sammelposten dar gestellt und innerhalb von 
fünf Jahren abgeschrieben. Der Festwert Maskenfundu s wurde im Vorjahr und in 
diesem Jahr zu je 50 % außerplanmäßig abgeschrieben. 
 
2.3. Die Vorräte sind durch körperliche Bestandsauf nahme ermittelt und zu Anschaf- 
fungskosten bzw. fortgeführten Anschaffungskosten g emäß § 255 Abs. 1 HGB be- 
wertet worden. Das Niederstwertprinzip ist beachtet.  
 
2.4. Die Wertansätze der Forderungen aus Lieferunge n und Leistungen, der Forderun- 
gen gegen die Stadt Münster und der sonstigen Vermö gensgegenstände entspre- 
chen ihren Nominalbeträgen.  
 
2.5. Sämtliche Verbindlichkeiten der eigenbetriebsä hnlichen Einrichtung Theater Müns- 
ter sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB). Rückstellungen wur- 
den in Höhe des Betrages passiviert, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurtei- 
lung notwendig ist (Erfüllungsbetrag). Die Passivierung der Rückstellungen für Pen- 
sionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgte gemäß § 22 Abs. 3 EigVO NRW i. V. 
m. § 36 Abs. 1 GemHVO NRW.     
 
2.6. Die sonstigen Rückstellungen wurden mit dem na ch vernünftiger kaufmännischer 
Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Die Rückstellungen für Alters- 
teilzeitverpflichtungen wurden unter Berücksichtigu ng der individuellen Restlaufzei- 
ten mit den durchschnittlichen Marktzinssätzen der vergangenen sieben Jahre ab- 
gezinst. Es wurde der Barwert der Altersteilzeitverpflichtungen ermittelt.

5
3. Erläuterung zur Bilanz 
 
3.1. Zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlag evermögens wird auf den separat 
dargestellten Anlagenspiegel verwiesen (vgl. Anlage  zum Anhang). Im Anlagen- 
spiegel sind, ausgehend von den gesamten Anschaffun gs- und Herstellungskosten, 
die Zugänge, Abgänge und Abschreibungen des Geschäf tsjahres gesondert aufge- 
führt.  
 
3.2. Bei den geleisteten Anzahlungen für Anlagen im Bau handelt es sich um eine Inves- 
tition für eine Übertitelungsanlage im Großen Haus (5,5 T€). Die Planungs- und Ar- 
chitektenleistung aus den VJ für den Umbau der Kant ine und Nutzräume (33 T€) 
wurden ausgebucht, da die Maßnahme in absehbarer Ze it nicht realisiert werden 
kann. 
 
3.3. Bei dem Finanzanlagevermögen handelt es sich u m Mitarbeiterdarlehen und um 
Wertpapiere zur Absicherung der Pensionsbezüge. Die  Anlage der Wertpapiere er- 
folgte bei der Deka Investment Bank. 
 
3.4. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von 903 T€ 
eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe  von 1.125 T€ eine Restlaufzeit 
von mehr als einem Jahr.  
 
3.5. Bei den Forderungen gegenüber der Stadt Münste r handelt es sich um eine Forde- 
rung aus dem Personalbereich (Lohnsteuer der Beamte n 6 T€ und tarifsteigerungs- 
bedingte Nachzahlungen für die Spielzeit 2015/2016 von insgesamt 33 T€), Zins- 
einnahmen aus Geldanlagen 13 T€, Überzahlungen für Nebenkosten der VJ 9 T€, 
Vorauszahlung für Kosten der Folgejahre 27 T€ und für Gebäudenebenkosten und -
dienstleistungen ein zusätzlicher Betrag von 250 T€. 
 
3.6. Das gezeichnete Kapital beträgt 50 T€. Es ist voll eingezahlt. Im Zuge der Ausglie- 
derung der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung wurde  wertmäßig höheres Vermö- 
gen als Schulden abzüglich des Stammkapitals überno mmen. Daher bildet sich als 
Gegenposten eine Kapitalrücklage von 4.245 T€.  
 
3.7. Den Rückstellungen für die Pensionsverpflichtu ngen (Altfälle) steht wie in den Vor- 
jahren eine Forderung an die Stadt Münster gegenüber. 
 
3.8. Die Sonderposten aus Zuwendungen haben sich anteilig der AFA um 80 T€ auf 277 
T€ vermindert. 
 
3.9. Die Rückstellungen haben sich im Wirtschaftsjahr 2015/16 wie folgt entwickelt 
 
 
 
Stand 
01.09.2015 
Inanspruch- 
nahme / 
 Auflösung 
Zuführung Stand 
31.08.2016 
 
 T€ T€ T€ T€ 
Pensionsrückstellungen     
Pension Aktive Beamte 1.780  10  121 1.891  
Beihilfe 352  2 26  376  
Gesamt Pensionsrückstellungen 2.132  12  147  2.267  
Sonstige Rückstellungen     
Mehrarbeit und ausstehender Urlaub 208  208  220  220  
Anteilige Sonderzahlungen 
 
270 
  
270  
 
442  
 
442  
 Abfindungen 0 0 0 0 
Leistungsabhängige Vergütung 146 146 155  155  
Altersteilzeit 95  60  0 35

6
     
Unterlassene Instandhaltung 0 0 0 0 
Archivierungskosten 47  47  47  47  
     
Ausstehende Rechnungen 17  17  102 102  
Beratungs- und Prüfungskosten 18  18  20  20  
Prozesskosten und Strittiges Honorar 52  52  0 0 
Nebenkostenabrechnung 
 
150  120 
 
180 210  
 Sonstige Rückstellungen 36  21  28 43  
Gesamt sonstige Rückstellungen 
ngen  
1.039  
 
959  1194  1.274  
 Gesamt Rückstellungen 3.171  971  1.341 3.541  
     
3.10. In den sonstigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten aus dem Sanierungs- 
euro in Höhe von 447 T€ (Vorjahr: 262 T€) ausgewiesen.  
4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlust Rechnung 
 
4.1. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte gemäß § 275 Abs. 2 HGB 
in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren. Die Gliederung enthält wie im VJ 
die Position Betriebskostenzuschüsse.   
 
4.2. Umsatzerlöse und Statistik:  
 
Umsatzerlöse T€ 
Einnahmen aus Vorstellungen 3.487  
Auswärtige Gastspiele und Gastkonzerte 427  
Nebeneinnahmen aus Vorstellungen 64  
Sonstige Umsatzerlöse 20  
 3.698  
4.3. Kostendeckungsgrad 
Der Kostendeckungsbeitrag des Theater Münster liegt  in der Spielzeit 2015/2016 
gegenüber dem Vorjahr unverändert bei 20,8 %. Bei d er Berechnung wurden nur 
die Erträge berücksichtigt, die nicht durch die Fin anzformel abgedeckt sind. Somit 
kann das Theater Münster aus erwirtschafteten Eigen mitteln (Umsatzerlöse, Spon- 
soring, Landesmittel u.ä.) rd. ein Fünftel zur Deckung der Aufwendungen beitragen. 
 
Kostendeckungsgrad   
Spielzeit 2015/2016                               S pielzeit 2014/2015 
        20,80%   20,80%   
 
 
    Besucherzahlen     
  
    2012/2013  2013/2014  2014/2015  2015/2016  
Theater 150.082  156.752  149.074  158.561  
Konzert 36.142  37.567  37.069  44.711  
Besucher insgesamt 186.224  194.319  186.143  203.272  
Anzahl der Vorstellungen 672  662  675  717  
Besucher je Vorstellung 277  294  276  284

7
      Aufführungen    Platzaus- 
Theater Stücke insgesamt Besucher nutzung 
Premieren            
Musiktheater 7 76 45.524  76,01%  
Schauspiel   13 150 37.914  70,37%  
Tanztheater 4 38 12.212  76,12%  
Kinder- und Jugendtheater 10 102 26.379  84,92%  
Gesamt 34 366 122.029  75,85%  
Wiederaufnahmen           
Musiktheater   2 10 7.733  88,52%  
Schauspiel 4 40 1.939  92,82%  
Kinder- und Jugendtheater 5 39 1.990  65,65%  
Tanztheater   1 6 344  96,90%  
Gesamt   12 95 12.006  84,48%  
 Sonderveranstaltungen   11 116 8.013  68,61%  
fremde Gastspiele   17 53 20.307  79,39%  
Gesamt Theaterbereich   74 630 162.355  76,46%  
Konzert           
Sinfoniekonzerte 10 29 23.580  91,52%  
Kinderkonzerte   5 24 5.725  79,71%  
Rathauskonzerte 6 6 870  60,42%  
Erbdrostenhofkonzerte   5 5 921  97,98%  
Gesamt   26 64 31.096  75,14%  
Sonderveranstaltungen 6 14 5.977  75,04%  
fremde Gastkonzerte   6 9 3.844  76,65%  
Gesamt Konzertbereich 38 87 40.917  84,70%  
Gesamt Theater Münster 112 717 203.272  77,99%  
 
Aufführungszahlen nach Spielstätten 
  2012/2013  2013/2014  2014/2015  2015/2016  
Veränderung 
zum Vorjahr 
Theater 
Grosses Haus 191 167 158 161  3 
Kleines Haus 188 162 154 156  2 
Fremde Spielstätten 173 169 209 266  57 
Fremde Gastspiele 33 63 66 37  -29 
Gesamt   585 561 587 620  33 
Konzert 
  
  
Grosses Haus 32 35 33 40  7 
Kleines Haus 32 25 27 31  4 
Fremde Spielstätten 15 26 18 17  -1 
Fremde Gastkonzerte 8 15 10 9  -1 
Gesamt   87 101 88 97  9 
    Gesamt Theater Münster 672 662 675 717  42

8
 
Abonnementsentwicklung   
        Veränderung  Stand  
  2013/2014  2014/2015  2015/2016  Gegenüber 2016/2017 
  Vorjahr 25.01.2017 
Theater 
Großes Haus     
Premieren-Abo 226 251 280 29 288 
Großes Abo     
Dienstag A 156 165 174 9 196 
Dienstag B 505 530 543 13 533 
Mittwoch 203 207 197 -10 203 
Donnerstag 139 132 143 11 136 
Freitag A 145 130 123 -7 119 
Freitag C 196 193 190 -3 184 
Samstag A 181 178 180 2 156 
So.-Nachmittag 180 158 176 18 173 
Kleines Schauspiel-Abo 312 322 318 -4 299 
Großes Schauspiel-Abo 27 59 76 17 93 
Kennenlern-Abo 437 471 471 0 479 
Geschenk-Abo 458 376 324 -52 339 
Misch-Abo 99 176 210 34 230 
  
Kleines Haus     
Premieren- Abo 76 80 74 -6 77 
Schauspiel-Abo 20 27 34 7 32 
Mittwoch 64 64 93 29 96 
Freitag 111 126 74 -52 41 
Kennenlern-Abo 88 76 89 13 95 
Geschenk-Abo 71 66 139 73 118 
Samstag 58 67 65 -2 68 
Gesamt Theater 3.752 3.854 3.973 119 3.955 
          
Konzert 
  
  
 Sinfoniekonzerte         
Abo A 333 332 331 -1 313 
Abo B 361 346 377 31 361 
Abo C 589 565 595 61 586 
Abo K 94 81 82 1 105 
Rathauskonzerte 20 26 26 0 36 
Erbdrostenhofkonzerte 106 95 103 8 98 
Gesamt Konzerte 1.503 1.445 1.514 69 1.499 
          
Gesamt Theater Münster 5.255 5.299 5.487 188 5.454

9
 
Entwicklung der Besucherorganisationen   
  
        Veränderung  Stand  
2012/2013  2013/2014  2014/2015  2015/2016  Gegenüber 2016/2017  
  Vorjahr 25.01.2017  
  
Theaterring Volksbühne 636  589  594  599  5 544  
Christl. Theatergemeinde 653  682  609  624  15 510  
ver.di 412  414  380  358  -22 391  
Theaterjugendring 1335  1566  1633  1665  32 2.071  
    
Gesamt 3.036  3.251  3.216  3.246  30 3.516  
 
4.4. Zusammensetzung der Betriebskostenzuschüsse:  
 T€ 
Stadt Münster 19.574 
Land NRW 1.052 
Gesamt Zuschüsse 20.626 
 
4.5. Die sonstigen betrieblichen Erträge bestehen i m Wesentlichen aus einem AFA-
Zuschuss der Stadt Münster i.H.v. 649 T€, Erlösen a us Sponsoring i.H.v.159 T€, 
Auflösung von Sonderposten 80 T€, Auflösung von Rüc kstellungen für Nebenkos- 
ten der Theatergebäude und Mieträume 56 T€, Auflösung einer Rückstellung für ein 
arbeitsrechtliches Verfahren 53 T€ und Verringerung  von Pensions- und Beihil- 
feverpflichtungen  12 T€. 
 
4.6. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen s ind insbesondere die Positionen 
Beiträge, Gebühren und Versicherungen i.H.v. 220 T€ , Werbung und Druckkosten 
i.H.v. 345 T€, Unterhaltung der technischen Ausstat tung i.H.v. 690 T€, Dienstleis- 
tungen durch die Stadt Münster einschließlich IT-St ruktur i.H.v. 737 T€, Verlust aus 
Abgang von Vermögensgegenständen i.H.v. 57 T€, sowi e Gebäudemiete und Ne- 
benkosten i.H.v. 1.118 T€ zu nennen. 
5. Nachtragsbericht 
 
Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Wirtschaftsjahres 
2015/2016 eingetreten, die eine Auswirkung auf die im Jahresabschluss dargestellte Vermö- 
gens-, Finanz- und Ertragslage haben. 
 
B. Sonstige Angaben 
 
1. Wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen  gemäß § 285 Nr. 3a HGB werden 
auf Grund von Unwesentlichkeit nicht angegeben. Haf tungsverhältnisse gemäß 
§ 251 HGB bestehen nicht. 
 
 
2. Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl im Gesch äftsjahr 2015/2016  betrug: 
 
Angestellte 309,0  
Beamte 6,5  
 315,5

10 
 
Die Beschäftigten verteilen sich auf folgende Funktionsbereiche innerhalb des The- 
aters Münster: 
 
Verwaltung 11,5  
Kasse 5,5  
Hausdienste 19,0  
Bühnentechnischer Dienst 82,0  
Werkstätten 28,0  
Schauspieler 19,0  
Sänger 10,0  
Chor 26,0  
Orchester 67,0  
Tanz 15,0  
Künstlerisches Funktionspersonal 32,5  
 
Die einzelnen Arbeitsverhältnisse werden durch nach stehende Regelungen be- 
stimmt: 
 
 Beamtenrecht 
 Tarifvertrag öffentlicher Dienst (TVöD) 
 Normalvertrag Bühne (NV Bühne) 
 Tarifvertrag für Musiker in Kulturorchestern (TVK) . 
 
 Zusätzlich zu den fest angestellten Mitarbeitern, sind bei den nicht ständig Beschäf- 
tigten (Ersatz für abwesende eigene Kräfte, Aushilf en, Gastverpflichtungen etc.) rd. 
3.100 Abrechnungsfälle angefallen. 
 
3. Die Betriebsleitung bildeten die Verwaltungsdire ktorin Rita Feldmann und Generalin- 
tendant Dr. Ulrich Peters. Die Vergütung erfolgt be i der Verwaltungsdirektorin nach 
Besoldungsgruppe A16 und beim Generalintendanten nach Sondervertrag. 
 
Gemäß § 24 Abs. 1 EigVO NRW i. V. m. § 285 Nr. 9 HGB sind für die Mitglieder der   
Betriebsleitung die Gesamtbezüge für das jeweilige Wirtschaftsjahr anzugeben. Für 
die Verwaltungsdirektorin sind im Wirtschaftsjahr V ergütungen i.H.v. 86.872,58 €   
und für den Generalintendanten i.H.v. 177.123,07 € inkl. Sonderhonorare angefal- 
len. 
 
4. Mit der Prüfung des Jahresabschlusses wurde nach  Beschluss des Kulturausschus- 
ses am 07.06.2016 und erteilter Zustimmung der Geme indeprüfungsanstalt Nord- 
rhein-Westfalen (GPA) vom 19.04.2016 die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft HLB Dr. 
Schumacher & Partner GmbH beauftragt. Im Wirtschaft sjahr 2015/2016 wurden 
Aufwendungen für die Beratungs- und Prüfungskosten der Jahresabschlussprüfung 
2015/2016 in Höhe von 21.182 € erfasst. 
 
5. Der Betriebsausschuss setzte sich zum Bilanzstic htag wie folgt zusammen: 
 
Ratsherr Dr. Dietmar Erber (CDU), Dipl.-Chemiker 
Ratsherr Bruno Kleine Borgmann (CDU), Lehrer a.D. 
Ratsfrau Dr. Maria Galen (CDU),  Kunsthändlerin 
Ratsherr Jan Leiße (CDU), Immobilienmakler 
Ratsherr Josef Schliemann (CDU), Gemeindedirektor a. D. 
Dr. Wolfgang Weikert (CDU), Studienrat  
Ratsfrau Angela Stähler (CDU), Hausfrau 
Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson (SPD), Lehrerin i.R. 
Philipp Gabriel (SPD), Jurist 
Ratsherr Marius Herwig (SPD), Student 
Ratsfrau Dr. Cornelia Jäger (SPD), Referentin

11 
 
Renate Weidenfeller (SPD), Lehrerin i.R. 
Ratsherr Tim Rohleder (Bündnis 90/Die Grünen/GAL), Politologe, wiss. Mitarbeiter  
Christa Nonhoff (Bündnis 90/Die Grünen/GAL), Lehrerin 
Martin Schulte (Bündnis 90/Die Grünen/GAL), Soziologe 
Ratsfrau Annette Kemper (Bündnis 90/Die Grünen/GAL), Lehrerin 
Heinrich Götting (FDP), Kaufmann 
 Katharina Geuking (DIE LINKE) 
 Martin Gutsch (Piraten/ÖDP), Kaufmann im Gesundhei tswesen 
 
6. Die Mitglieder des Betriebsausschusses erhalten für ihre Tätigkeit vom Theater 
Münster keine Bezüge. 
 
7. Der Jahresüberschuss 2015/2016 in Höhe von 108.1 49,69 € soll nach dem Ergeb- 
nisverwendungsvorschlag der Betriebsleitung auf neu e Rechnung vorgetragen wer- 
den.   
 
 
 
 
Münster,   28. Februar 2017 
 
 
 
Rita Feldmann         
Verwaltungsdirektorin

Bezeichnung Anschaffungs-/ Anschaffung-/ Buchwerte Buchwerte 
Herstellungs- Herstellungs- Abschreibung Abschreibung Abschreibung Ab schreibung 
kosten Brutto Brutto Brutto Umbuchg kosten Brutto kummuliert 
01 .09.201 5 Zugänge Abgänge 31 .08.201 6 01 .09.201 5 Zugänge Abgänge 31 .08.201 6 31 .08.201 6 31 .08.201 5 
I. Immaterielle Vermögengsgegenstände 1 23.91 9,32 9.228,70 0,00 0,00 1 33.1 48,02 -62.581 ,74 -28.3 61 ,72 0,00 -90.943,46 42.204,56 61 .337,58 
II. Sachanlagen 
A ndere A nlagen, B etriebs- und Geschäftsausstattung 9 .485.027,51 389.234,17 -76.817,10 101.235,34 9.898.679, 92 -4.460.195,46 -1.250.822,18 73.825,35 -5.637.192,29 4 .261.487,63 5.024.832,05 
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1 1 0.877,22 49.925,71 -54.1 01 ,84 -1 01 .235,34 5.465,75 0,0 0 0,00 0,00 0,00 5.465,75 1 1 0.877,22 
Summe Sachanlagen 9.595.904,73 439.159,88 -130.918,94 0,00 9.904.145,67 -4 .460.195,46 -1.250.822,18 73.825,35 -5.637.192,29 4.266 .953,38 5.135.709,27 
III. Finanzanlagen 
Wertpapiere 644.1 88,60 21 8.798,84 0,00 0,00 862.987,44 0,00 0,00 0,00 0 ,00 862.987,44 644.1 88,60 
Ausleihungen 1 3.376,1 4 1 0.1 20,00 -1 2.533,09 0,00 1 0.963,05 0,00 0,00 0, 00 0,00 1 0.963,05 1 3.376,1 4 
Summe F inanzanlagen 657.564,74 228.918,84 -12.533,09 0,00 873.950,49 0,00 0,0 0 0,00 0,00 873.950,49 657.564,74 
Summe A nlagevermö gen 10.377.388,79 677.307,42 -143.452,03 0,00 10.911.244,18 -4.522.777,20 -1.279.183,90 73.825,35 -5.728.135,75 5.1 83.108,43 5.854.611,59 
 Theater M ünster 
Entwicklung des Anlagevermögens 201 6

13 
 
Lagebericht zum 31. August 2016 
 
 
 
1. Geschäftsgrundlagen 
 
Das Theater Münster ist seit dem 01.09.2008 eine ei genbetriebsähnliche Einrichtung der 
Stadt Münster entsprechend den Vorschriften der Gem eindeordnung für das Land Nord- 
rhein-Westfalen. Sie wird gemäß der Eigenbetriebsve rordnung sowie nach den Bestimmun- 
gen der Betriebssatzung für das Theater Münster gef ührt (Hinweis: Die Städtischen Bühnen 
Münster wurden zur Spielzeit 2012/2013 umbenannt in  „Theater Münster“, s. Vorlage 
V/0086/2012). 
 
Satzungsmäßiger Zweck und Gegenstand einschließlich  etwaiger Hilfs- und Nebenbetriebe 
ist die Förderung des kulturellen Lebens durch den Betrieb des Theater Münster. Das Sinfo- 
nieorchester Münster ist Bestandteil des Betriebes.  Die Einrichtung kann zur Erfüllung des 
Betriebszwecks sowohl eigene Leistungen erstellen, als auch die Bestrebungen und Aktivitä- 
ten Dritter unterstützen. Der Betriebszweck ist im Rahmen der gesamtstädtischen Zielset- 
zung der Stadt Münster, individueller Zielvereinbar ungen sowie unter Beachtung einer wirt- 
schaftlichen Leistungserbringung zu erfüllen 
. 
 
Die Einrichtung verfolgt ausschließlich und unmitte lbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des 
Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenor dnung. Sie ist selbstlos tätig und ver- 
folgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel der Einrichtung dürfen nur für die 
satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Es darf ke ine Person durch Ausgaben, die 
dem Zweck der Einrichtung fremd sind, oder durch un verhältnismäßig hohe Vergütungen 
begünstigt werden. Bei Auflösung oder Aufhebung der  Einrichtung oder bei Wegfall ihres 
bisherigen Zwecks hat die Stadt Münster ihr Vermöge n, soweit es den Wert der Sach- und 
Kapitaleinlagen übersteigt, ausschließlich für die Förderung der Kunst und Kultur zu verwen- 
den. 
 
Die Gemeinnützigkeit der eigenbetriebsähnlichen Ein richtung Theater Münster wurde im 
Rahmen der Konzernbetriebsprüfung der Stadt Münster  aberkannt. Dies ist jedoch, da die 
Stadt Münster als juristische Person des öffentlich en Rechts Spenden für kulturelle Zwecke 
entgegen nehmen darf und hierfür Zuwendungsbeschein igungen ausstellen kann, unschäd- 
lich. 
 
Das Theater Münster umfasst folgende Sparten: 
 
• Musiktheater 
• Sprechtheater 
• Tanztheater 
• Junges Theater 
• Konzerte 
 
Die Betriebsleitung im Sinne der EigVO NW bilden de r Generalintendant Dr. Ulrich Peters 
und die Verwaltungsdirektorin Rita Feldmann. 
 
2. Geschäftsverlauf / Spielzeitenüberblick 
 
Das Wirtschaftsjahr 2015/2016 war in finanzieller H insicht erneut durch einen positiven Ge- 
schäftsverlauf gekennzeichnet. Der vorliegende Jahr esabschluss weist einen Jahresüber- 
schuss von 108 T€ aus.

14 
 
Die wirtschaftliche Situation des Theater Münsters stellt sich zum jetzigen Zeitpunkt weiterhin 
als stabil dar.  
 
Die Besucherzahlen konnten im Vergleich zum Vorjahr  um 9,2 % gesteigert werden. Insge- 
samt besuchten 203.272 Theater- und Konzertinteress ierte die Vorstellungen des Theater 
Münster. Dies ist ein Zuwachs von 17.129  Besuchern gegenüber der Spielzeit 2014/2015. 
 
Im Verlauf der Spielzeit  wurden im Musiktheater,  Schauspiel, Junges Theater und Tanzthe- 
ater 34 Premieren und 12 Wiederaufnahmen gezeigt. I m Konzertspielplan des Sinfonieor- 
chesters standen neben 10 Sinfoniekonzerten zahlrei che weitere Auftritte in den einzelnen 
Konzertreihen. Das Programm des Theater Münster wur de ergänzt durch die Produktion der 
Niederdeutschen Bühne, zahlreiche Gastspiele und –k onzerte, Lesungen, Vorträge und 
Ausstellungen. Die Anzahl der Aufführungen hat sich  mit 717 im Vergleich zur vorherigen 
Spielzeit nochmals um 13 Vorstellungen erhöht. 
 
Bei der Entwicklung der Abonnements im Theater- und  Konzertbereich ist nochmals eine 
steigende Besuchernachfrage zu verzeichnen. Es wurd en 5.487 Abonnements abgeschlos- 
sen. Damit erhöhte sich die Anzahl der Abonnements um weitere 188. In der aktuellen Spiel- 
zeit 2016/2017 ist die Anzahl der Abonnements etwa unverändert und bestätigt damit die 
Attraktivität der Abonnementangebote.. 
 
Bei den Besucherorganisationen ist bei einem Zugewinn von 30 Abonnements bei insgesamt 
3246 Abonnements ein konstanter Bestand zu verzeichnen. 
 
Das Theater Münster nutzt für die Veranstaltungen n eben den eigenen Spielstätten, Großes 
und Kleines Haus, U2 und Theatertreff, auch externe Aufführungsorte.   
 
Musiktheater 
 
Das Musiktheater nahm mit der Oper „Aufstieg und Fa ll der Stadt Mahagonny“ von Bertolt 
Brecht und Kurt Weill die selbstzerstörerischen Mec hanismen der kapitalistischen Warenge- 
sellschaft ins Visier: Das Stück, das bei der Urauf führung 1930 in Leipzig aufgrund seiner 
schonungslosen Zeitkritik einen Skandal auslöste, s pielt raffiniert mit vielfältigen Stilelemen- 
ten wie Jazz-Rhythmen, eingängigen Songs und Zitaten aus der klassischen Musik. General- 
intendant und Regisseur Ulrich Peters erarbeitete B rechts Vorstellung vom Theater als einer 
„moralischen Anstalt“ in einem farbenprächtigen Bilderbogen, in der Musik-, Tanz- und Wort- 
beiträge eine mitreißende Symbiose eingingen. Zerpl atzte Träume, verratene Liebe, Ehe- 
bruch, brennende Eifersucht, verletztes Ehrgefühl u nd eine tödlich endende Rivalität – die- 
ses dramatische Themenspektrum vereint die Opern „C avalleria Rusticana“ von Pietro 
Mascagni und „Der Bajazzo“ von Ruggero Leoncavallo, die wegen ihrer Kürze und der ver- 
wandten Sujets seit jeher an einem Abend präsentier t werden und in Münster zu einem 
nachhaltigen Bühnenerfolg gerieten . Generalintendant Dr. Ulrich Peters nahm sich schlie ß- 
lich Jacques Offenbachs Oper „Hoffmanns Erzählungen“ an und siedelte den Künstlerkonflikt 
um Selbstverwirklichung, erotische Erfüllung und abgesicherte Bürgerlichkeit in einem glanz- 
vollen Art Déco-Ambiente an, das bisweilen an die Ästhetik von Fritz Langs Film „Metropolis“ 
erinnerte. Letztmalig im  Programm war Mozarts ZAUB ERFLÖTE die in der dritten aufeinan- 
derfolgenden Spielzeit dem Publikum noch einmal ein galaktisches Vergnügen bereitete.  
 
Schauspiel 
 
Das Sprechtheater setzte die Klassikerpflege in Mün ster mit einer hochpolitischen Inszenie- 
rung von Schillers republikanischem Trauerspiel „Di e Verschwörung des Fiesco zu Genua“ 
fort. Schauspieldirektor Frank Behnke führte dem Pu blikum eine selbstgefällige, machtdurs- 
tige, aber völlig abgebrühte junge Generation von Politikern vor, die nur halbherzig die Ideale 
der Republik vertritt und mehr für den eigenen Vort eil, denn für eine gemeinsame Sache 
kämpft. Rolf Hochhuths dramatischer Erstling „Der Stellvertreter“, Dokumentarstück und Ge- 
schichtsdrama zugleich, löste in Münster – wenn auch nicht vergleichbar mit den Reaktionen

15 
 
anlässlich der Uraufführung 1963 – hitzige Diskussi onen aus: Hätte der Papst durch Protest 
dem Holocaust Einhalt gebieten können? Wäre eine en tschiedene Haltung nicht christliche 
Pflicht gewesen? Und: Wie kann man einen gnädigen Gott predigen und das Böse auf Erden 
geschehen lassen? Der Shakespeare-Tradition am Thea ter Münster folgend stand mit 
„Othello“ ein Meisterwerk des elisabethanischen Dra matikers auf dem Spielplan: Die Ge- 
schichte  des „Mohren von Venedig“, der sich in einem Netz v on Intrigen verstrickt und zum 
Mord an der eigenen Frau getrieben wird, geriet zur  Fallstudie für die Instabilität von politi- 
scher Macht und privatem Glück. Das Rechercheprojek t „Auch Deutsche unter den Opfern“ 
von Tu ğsal Mo ğul setzte sich mit den Morden des NSU auseinander u nd schuf ein beklem- 
mendes Stück dokumentarisches Theater über den wach senden Rechtsradikalismus in 
Deutschland. 
 
Junges Theater 
 
Das Junge Theater lud seine Zuschauer in das „Unsichtbare Haus“ ein und wurde dafür 
prompt auf dem Westwind-Festival, dem 32. Theatertreffen in NRW für junges Publikum, 
ausgezeichnet. Das Stück vermittelte mit Hilfe von animierten Bildern, Tanz, Musik und 
Soundeffekten unsere Lebens- und Denkweisen und verband damit Wissen und Unterhal- 
tung in einem zugleich didaktischen wie amüsanten Konzept. Kaum unerwartet kam für das 
spielfreudige junge Ensemble der Erfolg des Familienstücks „Pünktchen und Anton“ von 
Erich Kästner! Denn wer ließ sich nicht von der alle Hindernisse überwindenden Freund- 
schaft zwischen dem pfiffigen Pünktchen aus wohlhabendem Haus und dem fürsorglichen 
Anton, der die chronisch leere Haushaltskasse seiner Mutter aufbessern hilft, begeistern und 
mitreißen – noch dazu, wenn alles in eine rasante Kriminalgeschichte verpackt ist?  
 
 
Tanztheater 
 
In dem zweiteiligen Abend „Homo Sacer/ Sacre“ widme te sich Tanztheaterchef Hans Hen- 
ning Paar den emotionalen Tiefen der menschlichen E xistenz in ihren ganzen Widersprü- 
chen. „Homo Sacer“ (lat. heiliger Mensch), zeigte z unächst den göttlichen Aspekt, den ein 
Jeder in sich trägt:  die Möglichkeit, Gutes zu tun  und Schönes zu erschaffen. Neben dieser 
hingebenden Liebe ist der Mensch jedoch auch zu bes tialischen Gedanken und brutalen 
Handlungen fähig. Diese andere, dunkle Seite von el ementarer Kraft und zerstörerischer 
Energie spiegelte sich anschließend in Igor Strawin skys musikalischem Meisterwerk „Le 
Sacre du Printemps“ wider.  In „Gefangen“ wandte sich das Tanztheater der europ äischen 
Gefangenenliteratur zu und übersetzte Vorlagen von Paul Verlaine, Jean Genet, Oscar Wilde 
und Maxim Gorki in einen subversiven Mikrokosmos vo n Außenseitern und Randexistenzen, 
die zwischen Gewalt, Sexualität, Sehnsüchten und me nschlichen Fantasien aufgerieben 
werden.  
 
Theater Extra 
 
Die „Theatergespräche“ stellten in 2016 den wohl be rühmtesten Jubilar des Jahres in den 
Vordergrund: William Shakespeare. Mit über 50 Veranstaltungen würdigten namhafte Vertre- 
ter der Shakespeare-Forschung das Gesamtwerk des Dr amatikers und dessen Umsetzung 
im Film. Die Reihe „Gelehrte im Theater“ nahm die Erinnerung an den Theaterneubau vor 60 
Jahren zum Anlass, mit Vorträgen, Filmen und Hörspi elen ein breites kulturhistorisches Pa- 
norama der 50er-Jahre zu entwerfen, in denen das Ge bäude an der Neubrückenstraße zum 
„Donnerschlag in der Theaterarchitektur“ avancierte.

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Sinfonieorchester Münster 
 
Herzstück des Konzertprogramms sind die zehn Sinfoniekonzerte pro Saison, die jeweils drei  
Mal im Großen Haus des Theaters Münster gespielt we rden. Durch die Konzertsaison 15/16 
zogen sich die neun Sinfonien Ludwig van Beethovens , die damit erstmals vom Sinfonieor- 
chester Münster zyklisch in einer einzigen Spielzei t erklangen,  bevor dann im Juni noch 
einmal alle neun Sinfonien kompakt am Aasee aufgefü hrt wurden. Konterkariert wurde der 
Schwerpunkt Wiener Klassik mit Aufführungen von Wer ken des 20. und 21. Jahrhunderts, 
darunter das Violinkonzert von John Adams oder Giorgio Battistellis »Sinfonia da Experimen- 
tum Mundi«, ein experimentelles Werk, das die Arbei tsgeräusche realer Handwerker, unter 
anderem von Schuhmachern, Bäckern, Maurern und Küfe rn, mit Klängen eines Sinfonieor- 
chesters vereint. Ursprünglich hatte Battistelli da s Werk nur für Schlagzeug komponiert; für 
das Sinfonieorchester Münster und Fabrizio Ventura,  die bereits früher eine Reihe seiner 
Werke aufgeführt hatten, erweiterte er das Stück um  einen Orchesterpart zu einer »Sinfo- 
nie«. Die Neufassung erlebte in Münster ihre Uraufführung, ausgeführt von Handwerkern aus 
der Stadt und dem Umland. Neben Gegenwartskompositi onen stellten Werke der klassi- 
schen Moderne wie Strawinskys »Feuervogel« oder Charles Ives‘ »Central Park in the Dark« 
einen deutlichen Schwerpunkt dar. Eine besondere Herausforderung war die Aufführung von 
Gustav Mahlers großformatiger  AUFERSTEHUNGS-SINFON IE, die mit Solisten und Chö- 
ren und in Kooperation mit dem Sinfonieorchester Ha gen zum Ausklang der Saison 15/16 
realisiert werden konnte. Über die Karwoche und die  Ostertage 2016 veranstaltete das Sin- 
fonieorchester  Münster zum nunmehr dritten Mal das große, international ausgerichtete Fes- 
tival MUSICA SACRA. Eröffnet wurde es mit einer ein drucksvollen Aufführung von Verdis 
»Messa da Requiem« im St-Paulus-Dom zu Münster, unt er Mitwirkung vom Konzertchor 
Münster, dem Philharmonischen Chor Münster und der Cappella Vocale Münster. Zu weite- 
ren Höhepunkten des Festivals zählten eine Aufführu ng der Johannes-Passion durch das 
Ensemble Concerto Kopenhagen mit Lars Ulrik Mortensen, ein Orgelkonzert in der Lamberti-
Kirche mit Olivier Latry und eine Aufführung des ko mpletten Klavier-Zyklus »Vingt rgards sur 
l’enfant-Jésus« durch den französischen Pianisten R oger Muraro. MUSICA SACRA wird 
auch 2018 in Kooperation mit den Kirchen Münsters stattfinden.  
 Die langjährige intensive Arbeit für ein Kinderpub likum wurde vom Sinfonieorchester auch 
2016 mit rund 25 Konzerten für Kinder ab etwa 6 Jah ren fortgesetzt. Das Kinderkonzert mit 
Mussorgskys berühmten »Bildern einer Ausstellung«, moderiert unter anderem auch von 
Kindern, wurde als neue CD eingespielt und ist seit  Ende des Jahres auf dem Markt. Ju- 
gendliche konnte das Sinfonieorchester Münster in d iesem Jahr in deutlich höherer Zahl als 
in den vorangehenden Jahren durch sein »Beethoven-Projekt« erreichen: Zu sämtlichen Ge- 
neralproben der Sinfonien Beethovens öffnete das Th eater seine Pforten und lud Schülerin- 
nen und Schüler ein. Es regte mit dem Projekt zu ei ner intensiven, über das Probenerlebnis 
hinausgehenden Beschäftigung, mit Beethoven an. 
Neben dem umfänglichen Konzertprogramm wirkte das S infonieorchester Münster bei sämt- 
lichen Aufführungen des Musiktheaters mit und konnt e dabei seine Kompetenz in den unter- 
schiedlichsten musikalischen Epochen und Genres unter Beweis stellen.  
 
3. Vermögenslage 
Die Bilanzsumme beziffert sich zum 31.08.2016 auf  10.460 T€.  
 
Auf der Aktiva wird ein Anlagevermögen i.H.v. 5.183  T€ und ein Umlaufvermögen, ein- 
schließlich Rechnungsabgrenzungsposten i.H.v. 5.277  T€ geführt. Zum Anlagevermögen 
gehören vorwiegend als Sachanlagen geführte betrieb sspezifische Anlagegüter, die mit 
Gründung der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung The ater Münster übertragen wurden. Das 
Umlaufvermögen besteht vorwiegend aus Forderungen g egenüber der Stadt Münster aus 
Pensionen und Transferleistungen von der Stadtsparkasse an die Stadt Münster.  
 
Die Passiva weist ein Eigenkapital i.H.v. 4.268 T€ auf. Die Eigenkapitalquote beträgt damit 
40,80 %.  Ein weiterer größerer Posten der Passiva sind Rückstellungen mit einer Gesamt- 
höhe von 3.542 T €.

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4. Finanzlage 
Durch die festgelegten Zuschusszahlungen der Stadt Münster, die kontinuierlichen Einnah- 
men aus dem Verkauf von Eintrittskarten und die Bet riebskostenzuweisungen des Landes 
NRW, ist die Liquidität im Wirtschaftsjahr 2015/2016 jederzeit gesichert gewesen. 
 
Im Wirtschaftsjahr 2015/2016 sind neben den übliche n Instandhaltungs- und Wartungsarbei- 
ten folgende größere Investitionen und Unterhaltungsmaßnahmen zu erwähnen: 
 
• Sanierung Videotechnik Großes und Kleines Haus  
• Sanierung des Ballett- und Chorsaales 
• Sanierung der Punktzuganlage im Großen Haus (1. Ba uabschnitt) 
 
In den darauf folgenden Jahren sind neben investive n Ersatzbeschaffungen weiterhin Inves- 
titionen in die Bühnentechnik und Service- und Aufe nthaltsbereiche geplant. Weitere Maß- 
nahmen werden entsprechend einer Prioritätenliste k urzfristig geplant und umgesetzt. Diese 
Maßnahmen werden jeweils aus eigenen Mitteln finanziert. 
 
Darüber hinaus sind in den kommenden Jahren umfangreiche Sanierungsmaßnahmen in der 
Bühnenausstattung erforderlich; neben Maßnahmen aus  betriebs- und sicherheitstechni- 
scher Sicht, die über den Vermögensplan bzw. den Sa nierungseuro finanziert werden müs- 
sen.  
 
Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Theater Münst er ist nicht Eigentümerin der vom Amt 
für Immobilienmanagement überlassenen Gebäude. Die direkt an den Gebäuden anstehen- 
den Investitionen und Instandsetzungen werden von d er Eigentümerin Stadt Münster in en- 
ger Abstimmung mit dem Theater Münster vorgenommen. 
   
5. Ertragslage 
 
Die Gesamtzuschüsse (Stadt, Land) zum Betrieb des T heaters und Orchesters sind im Ver- 
gleich zum vergangenen Wirtschaftsjahr entsprechend der festgelegten, gültigen Beschlüsse 
und Bewilligungsbescheide um 951 T€ gestiegen. Dies e Erhöhung erklärt sich durch die ta- 
rifbedingten Mehraufwendungen, die auf Grundlage de s Managementkontrakts, inkl. 6. Fi- 
nanzformel, Spielzeiten 2014/2015 bis 2017/2018, Vo rlage V/0240/2013/1 eine entspre- 
chende Erhöhung des Zuschusses an das Theater Münster durch die Stadt Münster beinhal- 
tet. 
 
Mit der Vorlage V0702/2012/1.Ergänzung hat der Rat der Stadt Münster das Handlungspro- 
gramm 2012 bis 2017 beschlossen, welches für das Th eater Münster folgende Einzelmaß- 
nahme festgelegt hat:  
 
„Das Theater Münster leistet im Rahmen des Handlung sprogramms 2012 bis 2017 einen 
Konsolidierungsbeitrag, der bis zur Spielzeit 2016/ 17 eine Gesamthöhe von 700 T€ in der 
Ergebnisrechnung erreicht. Dieser setzt sich zusamm en aus zurzeit noch nicht finanzierten 
Tarifsteigerungen der Spielzeit 2013/14 in Höhe von  563 T€ sowie einem zusätzlichen Kon- 
solidierungsbeitrag in Höhe von 137 T€. Dazu sind E rtragssteigerungen sowie Aufwandsre- 
duzierungen bis zur geforderten Höhe stufenweise um zusetzen. Die Verwaltung wird beauf- 
tragt, ein entsprechendes Konzept zu erarbeiten.“ 
 
Die Umsetzung dieses Konsolidierungsbeitrages durch  das Theater Münster (Vorlage 
V/0165/2013/1) ist ab der Spielzeit 2013/2014 konse quent durchgeführt worden und hat so- 
mit zum positiven Jahresergebnis beigetragen. 
 
Für die Erhöhungen der Tarifrunde 2014 ab dem 01.03 .2014 und alle weiteren Tarifsteige- 
rungen im öffentlichen Dienst während der Laufzeit des gültigen Managementkontrakts, inkl. 
6. Finanzformel, Spielzeiten 2014/2015 bis 2017/2018, hat der Rat der Stadt Münster mit der

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Vorlage V/0240/2013/1 eine entsprechende Erhöhung d es Zuschusses an das Theater 
Münster durch die Stadt Münster beschlossen. Auf de r Basis dieser Finanzierungregelung, 
war der Etat für die Personalbewirtschaftung in der  Spielzeit 2015/2016 insgesamt ausrei- 
chend. Innerhalb des Personaletats haben sich die ü blichen vom Spielplan abhängigen Ver- 
schiebungen ergeben.  
 
Im Rahmen der dezentralen Etatverwaltung innerhalb des Theater Münster sind Steigerun- 
gen bei einzelnen Positionen durch Einsparungen an anderen Stellen ausgeglichen worden.  
 
6. Nachtragsbericht 
 
Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Wirtschaftsjahres 
2015/2016 eingetreten, die eine Auswirkung auf die im Jahresabschluss dargestellte Vermö- 
gens-, Finanz- und Ertragslage haben. 
 
7. Risiko- und Prognosebericht 
 
Die aktuelle 6. Finanzformel (Vorlage/0240/2013/1),  die bis zum Ende der Spielzeit 
2017/2018 gültig ist, garantiert eine entsprechende Erhöhung des Zuschusses an das Thea- 
ter Münster durch die Stadt Münster für die nachfol genden Tarifsteigerungen im öffentlichen 
Dienst. Dem Theater Münster wird mit diesem Zuschus sverfahren eine verlässliche Finanz- 
basis und finanzielle Planungssicherheit gegeben. H ierzu zählt auch die Bewilligung von 
Zuschüssen durch das Land NRW, die seit Jahren eine weitere konstante und somit verläss- 
liche Größe der finanziellen Basis des Theater Münster bildet.  
 
Die Parteien, Stadt Münster und Theater Münster, haben sich im Rahmen des Management- 
kontraktes verpflichtet, die Verhandlungen über eine Fortschreibung des Kontraktes u.a. we- 
gen der personalrechtlichen Regelungen (Verfahren f ür die Nichtverlängerungsmitteilungen 
zur Beendigung von Arbeitsverträgen im Solo-Bereich  § 61 NV-Bühne) spätestens ab dem 
01.01.2017 zu beginnen und bis zum 15.05.2017 abzus chließen. Die Theaterleitung hat für 
die Fortschreibung des Kontraktes eine Vorlage „V/0 019/2017 Managementkontrakt mit der 
eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Theater Münster, inkl. 7. Finanzformel für die Spielzeiten 
2018/2019 bis 2021/2022“ eingebracht, die am 17.05. 2017 vom Rat der Stadt Münster 
beschlossen werden soll. 
 
Das Theater Münster hat nach dem Beschluss des Rate s vom 16.12.2015 zur nachhaltigen 
Haushaltssanierung (NaSa) mit Vorlage V/0700/2015 u nd Antrag der Ratsfraktionen CDU 
und Bündnis 90/Die Grünen/GAL V/0959/2015 einen wei teren Konsolidierungsbeitrag zu 
leisten. Als Konsolidierungsbeitrag des Theater Mün ster soll daher der neue städtische Zu- 
schuss ab der Spielzeit 2018/2019 um 200.000 € und ab der Spielzeit 2020/2021 um weitere 
50.000 € abgesenkt werden. Damit soll sich während der Laufzeit des Managementkontrak- 
tes, inkl. 7. Finanzformel ein Konsolidierungsbeitr ag mit einer Gesamthöhe von 900.000 € 
ergeben. 
 
Bereits in der Spielzeit 2017/2018 (letzte Spielzei t der noch laufenden 6. Finanzformel) soll 
das Theater im Rahmen der nachhaltigen Haushaltssanierung (NaSa) als einmalige Sonder- 
zahlung einen Beitrag i.H.v. 200.000 € an die Stadt  Münster abführen (V/0020/2017 Wirt- 
schaftsplan 2017/2018 des Theater Münster). Um dies e Vorgabe zu erreichen, hat das 
Theater Münster ab der Spielzeit 2017/18 eine Preis anpassung für die Abonnements im 
Theater und Orchester durch Absenkung der Rabattstu fen vorgenommen. Ausgehend von 
einer gleichbleibenden Besucher- bzw. Abonnentenzah l erwartet das Theater Münster mit 
der beschriebenen Preisanpassung im Abonnementberei ch die erforderlichen Mehreinnah- 
men von 200.000 Euro zu erreichen.  
 
Durch das neue Konsolidierungskonzept NaSa bleibt j edoch der finanzielle Handlungsspiel- 
raum des Theater Münster weiter eingeschränkt. Der Erhalt aller Sparten ist jedoch auch 
unter den geänderten finanziellen Rahmenbedingungen sichergestellt.

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Unter Berücksichtigung des aktuellen Besucheraufkom mens in der laufenden Spielzeit 
2016/2017  und der konsequenten Umsetzung der besch lossenen Konsolidierungsmaßnah- 
men, erwartet die Theaterleitung auch in den folgen den Jahren weiterhin einen leichten Jah- 
resüberschuss.  
 
Eine eventuelle Kürzung der Zuschüsse von Stadt und  Land hätte kurzfristig Auswirkungen 
auf die Struktur des Theater Münster. 
  
8. Angabe zu den Feststellungen der Prüfung nach § 53 HGrG für 2015/2016   
Der mit der Prüfung des Jahresabschlusses und Lageb erichtes für das Wirtschaftsjahr 
2015/2016 beauftragte Abschlussprüfer hat seine Prü fung auftragsgemäß um die Prüfung 
nach § 53 HGrG erweitert und die wesentlichen Fests tellungen in seinem Prüfungsbericht 
dargestellt. Es ergaben sich keine Feststellungen, aus denen sich für die Betriebsleitung die 
Notwendigkeit zum Handeln ergeben hätte.  
 
 
 
Münster, 28. Februar 2017 
 
Rita Feldmann       
Verwaltungsdirektorin

Beratungsverlauf (3)

22.06.2017 Kulturausschuss
TOP 8 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
12.07.2017 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 19.4 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
12.07.2017 Rat
TOP 23.4 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (2)

  • Neubrückenstraße
  • An der Apostelkirche 4

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Details

Aktenzeichen
V/0433/2017
Typ
Vorlagen
Datum
17.05.2017
Erstellt
06.10.2020 14:37