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V/0975/2013

Münster als Stadt des Friedens weiter profilieren - Ergebnisses des Fachbeirates Frieden

Vorlagen 20.12.2013

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 12.02.2014, TOP 12

975-2013_Anlage

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Beschlussvorlage

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975-2013_Anlage

2007 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. A-R/0023/2008 
CDU-Fraktion im Rat der Stadt Münster 
SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster 
Bündnis 90/Die Grünen/GAL- Fraktion im Rat der Stadt Münster 
FDP-Fraktion im Rat der Stadt Münster 
UWG-MS/ödp Fraktion im Rat der Stadt Münster 
21. April 2008
Interfraktioneller Antrag 
“Münster als Stadt des Friedens weiter profilieren„ 
D
er Rat möge beschließen: 
Als Stadt des Westfälischen Friedens ist Münster weltweit bekannt und wird mit der Neu-
ordnung Europas auf dem Prinzip von Toleranz durch Dialog wahrgenommen.  
In Münster gibt es eine Vielzahl von Gruppen und Initiativen, die sich intensiv und sehr 
unterschiedlich mit den Themen „Friedliches Zusammenleben der Kulturen“, „Friedenssi-
cherung“, Konfliktforschung und –lösung“ und „Humanitäre Hilfe“ beschäftigen und für ei-
ne rege Auseinandersetzung in der Stadtgesellschaft sorgen. Die im Herbst durchgeführ-
te Veranstaltungsreihe zum Westfälischen Frieden war viel beachtet und Teil einer Neu-
ausrichtung und verstärkten Akzentuierung der Stadt Münster. 
Um das Profil Münsters als Stadt des Friedens weiter zu stärken, wird die Verwaltung – 
in Übereinstimmung mit dem Ausländerbeirat und dem Friedensforum Münster - beauf-
tragt zu prüfen, welche Maßnahmen und Veranstaltungen diesem Ziel dienen und dazu 
• einen Bericht über die bisherigen Aktivitäten der Stadt und der Zivilgesellschaft zu
erstellen;
• falls möglich, diese Aktivitäten zu bündeln, z. B. durch einen gemeinsamen Inter-
netauftritt;
• Perspektiven zu entwickeln und aufzuzeigen, wie eine Profilschärfung konzeptio-
nell erreicht werden kann;
• Perspektiven aufzuzeigen, wie die bestehenden Friedensgruppen koordiniert in
diesen Prozess eingebunden werden können.
CDU-Fraktion im Rat der Stadt Münster 
S
PD-Fraktion im Rat der Stadt Münster 
Bündnis 90/Die Grünen/GAL- Fraktion im Rat der Stadt Münster 
FDP-Fraktion im Rat der Stadt Münster 
UWG-MS/ödp Fraktion im Rat der Stadt Münster 
RH Ali Atalan Die Linke 
Anlage zur Vorlage V/0975/2013

Beschlussvorlage

18139 Zeichen

V/0975/2013 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Bürger- und Ratsservice 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Münster als Stadt des Friedens weiter profilieren - Ergebnisses des Fachbeirates Frieden 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
29.01.2014 Integrationsrat Anhörung 
12.02.2014 Hauptausschuss Vorberatung 
12.02.2014 Rat Entscheidung 
 
Vorbemerkung: 
Der vom Rat eingerichtete Fachbe irat Frieden hat die unter dargestellt Beschlussempfeh-
lung an den Rat erarbeitet. Die Verwaltung, die den Prozess des Fachbe irates Frieden 
begleitet hat, leitet diesen Beschluss in Umsetzung des Auftrages des Rates vom 
14.12.2011 zur politischen Beratung w eiter. Eine Stellungnahme der Fachverwaltung wu r-
de bisher nicht eingeholt. 
 
Folgende Empfehlungen an den Rat hat der Fachbeirat Frieden beschlossen:  
 
 
„Präambel – Friedensprofil der Stadt Münster schärfen –  
 
In Anknüpfung an die eigenen geschichtlichen Wurzeln als Stadt des Westfälischen Friedens und 
unter Berücksichtigung der vorhandenen Aktivitäten der Kommune, der Zivilgesellschaft und der 
Religionsgemeinschaften beschließt der Rat der Stadt Münster, die weitere Profi lschärfung als 
Stadt des Friedens u nter den Leitgedanken einer Kultur des Dialogs zu stellen und unter dem 
Titel „Frieden durch Dialog“ zu kommunizieren. 
 
Er lädt die Bürgerinnen und Bürger, zivilgesellschaftlichen Gruppen, Religionsgemei nschaften 
und Institutionen der Stadt Münster dazu ei n, das Signet „Frieden durch Di alog“ mit Leben zu 
füllen. 
 
Zur Umsetzung dieses Grundgedankens werden folgende Beschlüsse gefasst: 
 
A) Für den Bereich „Bildungsarbeit und Forschung“ 
 
1. Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit den Hochschulen und Fachhochschulen 
das Friedensprofil der Stadt Münster „Frieden durch Dialog“ ins öffentliche Bewusstsein 
zu tragen und Vorschläge zu erarbeiten mit den Zielen:  
 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0975/2013 
Auskunft erteilt: 
Herr Kupferschmidt 
Ruf: 
492-3300 
E-Mail: 
Kupferschmidt@stadt-muenster.de  
Datum: 
19.12.2013 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0975/2013 
 eine Übersicht über bestehende Forschungsvorhaben und Lehrangebote im Th e-
menbereich Frieden zu erstellen;  
 auf dieser Grundlage koordiniert durch das Wissenschaftsbüro bei Münster Marketing 
im städtischen öffentlichen Raum einen Tag der Friedensforschung zu etablieren, um 
Ergebnisse münsterscher Friedensforschung zu präsentieren; 
 angeregt durch das Wissenschaftsbüro bei Münster Marketing und in Kooperation mit 
städtischen Einrichtungen wie der Volkshochschule in regelmäßigen Abständen th e-
matisch passende Ringvorlesungen für ein breites Publikum an Veranstaltungsorten 
der Stadt anzubieten; 
 angeregt durch die  Stadtbücherei Münster in Zusammenarbeit mit münsteraner Ve r-
lagen eine jährliche Veranstaltung zur Präsentation einer aktuellen Veröffentlichung 
mit Bezug zum Friedensprofil der Stadt Münster zu etablieren. 
 
2. Die Verwaltung wird beauftragt, 
 
 zur Umsetzung d es in Art. 7 Abs. 2 der Verfassung des Landes NRW verankerten 
Auftrages  der Erziehung der Jugend zur Friedensgesinnung eine Abfrage friedensre-
levanter Aktivitäten in den Schulen durchzuführen mit dem Ziel der interschulischen 
Kooperation zur Förderung des Friedensgedankens; 
 auf dieser Grundlage eine regelmäßige, alle Schulen und Schulformen berücksicht i-
gende und stadtöffentliche Darstellung von friedensrelevanten Aktivitäten der Schulen 
vorzubereiten und dabei fachkompetente Kooperationspartner aus den Ber eichen 
Bildungsinstitutionen, Zivilgesellschaft und Religionsgemeinschaften hinzuzuziehen; 
 ab dem Jahr 2015 einen regelmäßigen Schülerwettbewerb zum Friedensprofil der 
Stadt Münster „Frieden durch Dialog“ zu organisieren und durchzuführen. 
 
 
B) Für den Bereich „Ortsbezogene Erinnerungsarbeit“ 
 
1. Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass die auf dem Gebiet der Friedensarbeit tätigen gesel l-
schaftlichen Gruppen Anträge gem. § 24 GO NRW stellen werden, um an Orten und 
Denkmälern des Kriegsgeschehens Tafeln mit weitergehen den Informationen aufstellen 
zu lassen.  
2. Die Verwaltung wird beauftragt, eine neue Darstellungsebene „Orte des Friedens“ für 
Stätten, Plätze, Mahnmale und Naturorte des Friedens in den elektronischen Stadtplan 
der Stadt Münster aufzunehmen. Voraussetzung d afür ist, dass die auf dem Gebiet der 
Friedensarbeit tätigen gesellschaftlichen Gruppen die dafür notwendige Systematik era r-
beiten und zur Verfügung stellen. 
3. Die Verwaltung wird beauftragt, dem Beispiel der auf dem Gebiet der Friedensarbeit tät i-
gen gesellschaftlichen Gruppen zu folgen und in internen und externen Publikationen etc. 
den eigentlichen Namen „Platz des Westfälischen Friedens“ statt des Begriffes „Ratha us-
innenhof“ zu verwenden. 
4. Der Rat bekennt sich dazu, den Gedanken des europäischen Kulturerbes iegels für die 
Friedenssäle in Münster und Osnabrück unabhängig vom Ausgang des Anerkennung s-
verfahrens weiter mit Leben zu füllen.  
5. Die Verwaltung wird beauftragt, im Rahmen des Stadtmarketings eine Kooperation der 
Friedenssäle in Münster und Osnabrück zu entwickeln und zu fördern, beispielsweise 
durch eine wechselseitige Web -Cam-Live-Übertragung, und mit diesem Ziel Kontakt mit 
der Stadt Osnabrück aufzunehmen.

- 3 - 
V/0975/2013 
C) Für den Bereich „Internationale Friedensarbeit“ 
 
1. Die Verwaltung wird beauftragt, 
 
a)  d ie Bürgerschaft Münsters über die Mayors  for Peace-Erklärung, den aktuellen Mit-
gliederstand, aktuelle Aktionen und die Weiterentwicklung  von Mayors for Peace zu 
informieren. 
 
b)  die Partnerstädte in die Dialoge und die Veranstaltungen hinsichtlich Münste rs im 
Netzwerk Mayors for Peace mit einzubinden. 
 
c)   Die Verwaltung wird gebeten, darauf hinzuwirken, dass eine der kommenden Jahre s-
versammlungen der Mayors for Peace Deutschland in Münster stattfindet. 
 
2. Die Verwaltung wird beauftragt, vorhandene Ress ourcen für Friedenskongresse in der 
Stadt Münster zu erheben und in Kooperation mit den Akteuren im kommunalen und zivi l-
gesellschaftlichen Bereich und von Religionsgemeinschaften und Bildungseinrichtungen 
ein attraktives Angebotsbündel für Organisationen u nd Veranstaltungen mit friedenspoliti-
scher Ausrichtung zusammenzustellen und zu bewerben. 
 
3. Die Verwaltung wird beauftragt,  
 
a)   zu prüfen, wie – möglichst in Zusammenarbeit mit der Stadt Osnabrück – das histori-
sche Erbe der Friedenssäle und die damit verbundene Erfahrung, dass Frieden auf 
dem Weg des Dialoges möglich ist, in beginnenden innerstaatlichen oder internati o-
nalen Konfliktlagen zur Geltung gebracht werden kann, z. B. durch Erklärungen oder 
durch Schreiben an kommunale Entscheidungsträger in Konfliktregionen.  
 
b) zu prüfen, ob und inwieweit sich Münster und Osnabrück als Orte für Friedensve r-
handlungen auch in internationalen Konflikten anbieten kö nnen. 
 
4. Die Partnerstädte werden eingeladen, eigene Friedenssymbole im öffentlichen Raum der 
Stadt Münster einzubringen. 
 
 
D) Für den Bereich „Öffentliche Veranstaltungen“  
 
1. Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass im Rahmen des Online-Veranstaltungskalenders Müns-
ter die Termine der Jahresagenda „Erinnerungs - und Gedenktage“ (siehe V/0863/2011) 
veröffentlicht und auf gesonderten Seiten im Rahmen des Online-Auftritts der Stadt Müns-
ter erläutert werden. 
   
2. Er beauftragt die Verwaltung, 
 
a) den Online -Veranstaltungskalender weiterzuführen und einen Vorschlag für die 
dauerhafte Pflege des Kalenders zu erarbeiten, 
b) jeweils zum Jahresanfang relevante Akteure im Handlungsfeld Frieden zu einem I n-
formations- und Austauschtreffen einzuladen, 
c) den Facharbeitskreis ’1648 – Dialoge zum Frieden’ um Kontaktaufnahme mit Koop e-
rationspartnern in Osnabrück zu bitten, im Sinne des verbin denden Erbes, Friedens-
städte zu sein, regelmäßige gemeinsame Veranstaltungen zu etablieren. 
 
3. Der Rat der Stadt Münster beschließt, die Richtlinien der Kulturförderung auf den B e-
reich „Frieden durch Dialog“ zu erweitern und dabei eine Unterstützung von Auss tellun-
gen und kulturellen Veranstaltungen zum Thema Frieden und Versöhnung vorzusehen.

- 4 - 
V/0975/2013 
 
E) Struktur und Institutionalisierung 
 
1. Die Verwaltung wird beauftragt  zu prüfen, inwieweit in interkulturellen Konflikten in der 
Stadtgesellschaft bzw. in den Stadtt eilen neben den  etablierten kommunalen Han d-
lungsinstrumenten verstärkt auf das Mittel der Mediation zurück gegriffen werden kann. 
 
2. Die Verwaltung wird beauftragt, aus dem Kreis der durch den Fachbeirat Frieden besetz-
ten Institutionen der Stadtgesellschaft  eine mit fünf Personen besetzte Arbeit sgruppe 
Frieden, besetzt mit jeweils zwei Vertretern der Religionsgemeinschaften sowie der zivil-
gesellschaftlichen Friedensgruppen und einem/einer Vertreter/in des Integrationsrates 
der Stadt Münster, zu bilden. 
Die Arbeitsgruppe Frieden soll  
a)  vorhandene Angebote in die öffentliche Kommunikation (z.B. den Online -Kalender)       
einbringen,  
b)  in die Stadtgesellschaft hinein dazu anregen und motivieren, kulturelle Veransta l-
tungen und Ausstellungen im Sinne des stä dtischen Friedensprofils „Frieden durch 
Dialog“ zu entwickeln bzw. in die Stadt zu holen,  
c)  die Umsetzung und Institutionalisierung dieser Sachentscheidung begleiten, 
d)  die Arbeit der Verwaltung begleiten. 
 
3. Die Zuständigkeit des Hauptausschusses wird um den Themenkomplex „Frieden durch 
Dialog“ erweitert. Die Verwaltung wird beauftragt, im Hauptausschuss regelmäßig über 
die Umsetzung der Beschlüsse zu berichten. 
  
4. Zur Koordinierung der Umsetzung der vorgenannten Maßnahmen wird die bisher für die 
Geschäftsführung des Fachbeirates Frieden eingesetzte halbe Stelle stellenplanneutral 
bis zum 31.12.2014 weitergeführt.  
 
5. Der Kämmerer wird gebeten, die nicht verausgabten Mittel für die Arbeit des Fachbeir a-
tes Frieden in Höhe von insgesamt 30.000 € zur Umsetzung  der vorgenannten Ma ß-
nahmen gemäß § 22 Gemeindehaushaltsverordnung in das Haushaltsjahr 2014 zu über-
tragen.“ 
 
 
 
 
Beschreibung des bisherigen Verfahrens: 
 
1. Antrags- und Beschlusslage 
 
Mit ihrem gemeinsamen interfraktionellen Antrag „Münster als Stadt des Friedens weiter profilie-
ren“ (A-R/0023/2008) vom 21.04.2008 hatten die Ratsfraktionen sowie das Einze lmitglied im Rat 
angeregt, die Verwaltung mit der Prüfung zu beauftragen, welche Maßnahmen  und Veransta l-
tungen Beiträge leisten, das Profil Münsters als S tadt des Friedens weiter zu stärken; der Antrag 
stützt sich auf einen ihm vorangegangenen Meinungs - und Gedankenaustausch zwischen den 
Fraktionen, dem Friedensforum und dem damaligen Ausländerbeirat. Konkret schlägt der Antrag 
vor,  
 einen Bericht über die bisherigen Aktivitäten der Stadt und der Zivilgesellschaft zu erste l-
len;  
 falls möglich, diese Aktivitäten zu bündeln, z. B. durch einen gemeinsamen Internetauftritt; 
 Perspektiven zu entwickeln und aufzuzeigen, wie eine Profilschärfung konzeptionell e r-
reicht werden kann; 
 Perspektiven aufzuzeigen, wie die bestehenden Friedensgruppen koordiniert in diesen 
Prozess eingebunden werden können.

- 5 - 
V/0975/2013 
Das Anliegen wurde in der Entscheidung des Hauptausschuss vom 18.06.2008 zur Vo rlage 
V/0504/2008 behandelt. Der Hauptausschuss nahm zustimmend zur Kenntnis, dass  die Verwa l-
tung das Grundanliegen des Antrags inhaltlich aufgreift und mit den in diesem Themenfeld tät i-
gen Akteuren kooperativ umsetzen wird. Dazu wurde die Verwaltung b eauftragt, perspektivische 
Zielgespräche zu führen, einen konkreten Vorschlag zur inhaltlichen Aufarbeitung und zum weite-
ren Verfahren abzustimmen und diesen zur Beschlussfassung vorzulegen.  
 
Nach einer Reihe von Gesprächen zwischen der Verwaltung und den Initiatorinnen bzw. Initiat o-
ren des Antrag s hat der Hauptausschuss mit Beschluss vom 09.06.2010 zur Vorl age 
V/0234/2010 die Verwaltung beauftragt, den „Arbeitskreis Friedenskultur“ einzurichten und di e-
sen beauftragt, die mit dem Ratsantrag formulierten Überlegungen zu verti efen und mit Blick auf 
ihre Umsetzungsmöglichkeiten aufzubereiten.  
 
 
Der „Arbeitskreis Friedenskultur“ erarbeitete von Juni 2010 bis Oktober 2011 den Bericht  
 
„Münster als Stadt des Friedens weiter profilieren 
Bericht und Empfehlungen des Arbeitskreises Friedenskultur“, 
 
der im November 2011 dem Oberbürgermeister überreicht wurde.  
 
 
Zum Bericht (Vorlage V/0863/2011) fasste der Rat am 14.12.2011 den folgenden Beschluss: 
 
1.    Die Verwaltung wird beauftragt, die weitere Prüfung, Konkretisierung und Umsetzung 
der im Bericht des Arbe itskreises Friedenskultur formulierten Empfehlungen (Anlage 1 
der Vorlage) nach Maßgabe der personellen Kapazitäten und finanziellen Möglichke i-
ten zu koordinieren.  
 
2.    Zur Unterstützung der Aufgabenwahrnehmung durch die Verwaltung wird ein Fachbe i-
rat eingerichtet, der sich wie folgt zusammensetzt:  
 
Der Fachbeirat setzt sich aus 11 stimmberechtigten Mitgliedern und jeweils ein von den 
Parteien des Rates benanntes, nicht stimmberechtigtes Mitglied zusammen. 
Die stimmberechtigten Mitglieder setzen sich aus: 
 
- ein vom Integrationsrat benanntes Mitglied, 
- fünf Mitglieder aus dem Kreis zivilgesellschaftlicher Friedensorganisationen/- 
     gruppen sowie 
- fünf Mitglieder aus dem Kreis der Friedensgruppen im Bereich der Kirchen  
     und Religionsgemeinschaften zusammen. 
 
3.    Über die Umsetzung der Empfehlungen berichtet die Verwaltung dem Rat im 2. Hal b-
jahr 2013.  
 
4.    In der Überzeugung, dass sich die Katastrophen von Hiroshima und Nagasaki ni r-
gendwo wiederholen dürfen, tritt die Stadt Münster für eine friedliche Welt ohne Atom-
waffen ein. Zum Zeichen der Solidarität mit den Städten dieser Welt in ihrem gemei n-
samen Wunsch nach einer vollständigen nuklearen Abrüstung wird die Stadt Münster 
dem internationalen Netzwerk Mayors for Peace beitreten.  
 
 
2. Konstituierung und Begleitung der Arbeit des Fachbeirates Frieden 
 
Im Mai 2012 fanden auf Einladung der Verwaltung zwei Sitzungen statt, in denen die Ve rtreter 
der zivilgesellschaftlichen Friedensorganisationen/ -gruppen bzw. der Friedensgruppen im B e-

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V/0975/2013 
reich der Kirchen und Religionsgemeinschaften aus ihrer Mitte die Vertretungen für den Fachbe i-
rat Frieden bestimmten. Es wurden je fünf Vertreter/innen benannt.  
 
Der Integrationsrat wurde durch die Verwaltung um die Benennung seiner Vertretung gebeten. Er 
benannte Herrn Marinos als Vertreter für den Fachbeirat Frieden. 
 
Die Konstituierung des Fachbeirates Frieden erfolgte  im Juni 2012 unter Vorsitz des Oberbü r-
germeisters. Das Gremium tagte insgesamt 11 Mal.  
 
Auf der Basis der Empfehlungen des Arbeitskreises Friedenskultur wurden die entwickelten Pro-
jektideen in den verschiedenen Handlungsfeldern konkretisiert und priorisiert. In Arbeitsgruppen 
wurden die priorisierten Projektideen getrennt nach Handlungsfeldern aufgearbeitet ausgewertet 
und in entsprechende Beschlussempfehlungen an den Rat gefasst.  
 
 
Dem Fachbeirat gehörten an: 
 
Stimmberechtigte Mitglieder: 
A: aus dem Bereich von Kirchen und Religionsgemeinschaften 
  
 Herr Pfr. Dr. Dechow  
Herr Kaatz  
Herr Kersken  
Frau Ögel  
Frau Schweder  
 
Stellvertretung: 
Herr Demir   
Frau Heveling  
Herr Pfr. Krefis  
Frau Dr. Peus-Bispinck  
Frau Thomas  
 
B: aus dem Bereich von zivilgesellschaftlichen Friedensgruppen  
 und –organisationen: 
  
 Herr Determann  
 Herr Dingerkus  
 Herr Heidbrink  
 Herr Dr. Kinkelbur  
 Herr Korth  
  
 Stellvertretung:  
 Herr Schneider  
 Frau Brüggemann  
 Herr Hülsken  
 Frau Englert  
 
C:          auf Vorschlag des Integrationsrates: 
 
              Herr Marinos

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V/0975/2013 
Beratende Mitglieder: 
 
auf Vorschlag der Parteien aus dem Rat: 
 
Herr RH Halberstadt  CDU-Ratsfraktion 
Herr RH von Olberg,  SPD-Ratsfraktion, Vertretung:  
 Herr Bürgermeister Holger Wigger  
Herr RH Peters Bündnis 90/Die Grünen/GAL-Ratsfraktion  
Herr Gerhardy   FDP-Ratsfraktion  
Herr (RH) Bruns  DIE LINKE – Ratsgruppe Münster 
Herr Kersting Ratsgruppe UWG/ÖDP 
Herr Rosenfeld  Piratenpartei 
 
 
Von der Verwaltung: 
Herr Kupferschmidt  Amt für Bürger- und Ratsservice 
 
Schriftführung:  
Herr Nover  Amt für Bürger- und Ratsservice 
 
 
3. Ergebnisse  
 
Fertig gestellt wurde bereits im Jahr 2012 die Internetseite 1 des Fachbeirates Frieden mit Informa-
tionen und Links zu Arbeit und Grundlagen des Fachbeirates Frieden, auße rdem zu Mayors for 
Peace. Außerdem wurde ein Online -Veranstaltungskalender-Frieden entwickelt, der auf derselben 
Seite angeboten wird, auch erreichbar ist über e ine eigene Adre sse2 oder über die Seite 
www.muenster.de über die Links Freizeit und Sport sowie Kultur. Der Kale nder wird seitdem für 
Veranstaltungen zum Themenbereich Frieden genutzt. Die Freigabe und Einstellung vo n Veran-
staltungen sowie  die Pflege des Online-Kalenders liegen bei der Verwaltung. Für die Einstellungs-
praxis werden die folgenden Einstellungskriterien angewandt: 
- ein (mindestens auch) in Münster stattfinder Veranstaltungsort 
- eine Initiative oder Organisation (auch) mit Sitz in Münster mit einer eindeutigen    
  Identifizierungsmöglichkeit 
- eine friedensthematische Eindeutigkeit 
- ein plurales Friedensverständnisses 
- Seriösität der einstellenden Initiative oder Organisation 
 
Umgesetzt wurde der Beit ritt des Oberbürgermeisters zu Mayors for Peace, der im April 2012 
erfolgte. In diesem Kontext beteiligte sich die Stadt Mün ster auch am „Flaggentag“ von Mayors 
for Peace am 8. Juli 2013. Auf einer eigenen Internetseite 3 unter www.mayorsforpeace.de wird 
über den Fachbeirat Frieden sowie den Flaggentag berichtet.  
 
i.V. 
 
gez. 
Wolfgang Heuer 
Stadtrat 
 
Anlage: Interfraktioneller Antrag Nr. A-R/0023/2008 „Münster als Stadt des Friedens weiter profilie-
ren.“ 
                                                
1 http://www.muenster.de/stadt/ratsangelegenheiten/fachbeirat_frieden.html 
2 http://www5.stadt-muenster.de/01/vdb/ps_suche.cfm 
3http://www.mayorsforpeace.de/liste-der-buergermeister/stadt-
detail.html?tx_mfpmayorsdb_pi1%5Bcityid%5D=570&tx_mfpmayorsdb_pi1%5Bbacklink%5D=138%7C%7C%7C5

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V/0975/2013

Beratungsverlauf (3)

29.01.2014 Integrationsrat
TOP 2.2 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
12.02.2014 Hauptausschuss
TOP 9 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
12.02.2014 Rat
TOP 12 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Platz des Westfälischen Friedens

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Details

Vorlagen-Nr.
V/0975/2013
Typ
Vorlagen
Datum
20.12.2013
Erstellt
06.10.2020 14:37