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V/0210/2019

Trägervergabe für die Offene Ganztagsschule in der städtischen Grundschule Wolbeck-Nord, Grenkuhlenweg 21 und Erhöhung der Personalkostenzuschüsse für die OGS Träger der freien Jugendhilfe

Vorlagen 25.02.2019

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Schule, Kids und Co e.V. _Konzept_Grundschule Wolbeck-Nord

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Kreisel e.V._Konzept_Grundschule Wolbeck-Nord

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Diakonie_Konzept_Grundschule Wolbeck-Nord

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Anlage A

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Schule, Kids und Co e.V. _Konzept_Grundschule Wolbeck-Nord

40398 Zeichen

Mögliche/s Konzept/Leistungsbeschreibung  
für die offene Ganztagsschule 
in Wolbeck-Nord (Grenkuhlenweg 21)

Konzept OGS Städtische Grundschule Wolbeck- Nord im  Grenkuhlenweg 21 - 1 - 
 © Januar  2019 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
 
Vorwort: 
 
Bei der Ihnen vorliegenden Leistungsbeschreibung ha ndelt es sich um ein mögliches 
Konzept für eine neu zu gründende offene Ganztagsschule. Wir erheben keinen Anspruch 
auf Absolutheit. Das Konzept ist offen für Anregungs- und Änderungswünsche und ist an 
jede Schule individuell anpassbar. Das Konzept ist auf Grundlage fachlicher Kompetenz 
sowohl 13-jähriger praktischer Erfahrung entstanden.  
Die Vernetzungselemente im Vor- und Nachmittag sind wie in Punkt 2.8 beschrieben. Sie 
sind in enger Abstimmung der aktuellen Schulrätin Lennards erstellt worden.  
 
Aufgrund der Größe des Trägers und seiner Erfahrung en kann zum 01.08.2019 
problemfrei neues Fachpersonal akquiriert und pünkt lich zum Schulstart zur Verfügung 
gestellt werden. (S. Punkt 1.3) 
 
Selbstverständlich stehen wir als Träger neben dem Konzept zu 100 % hinter den 2018 
erarbeitenden Qualitätsstandards der „Offenen Ganztagsschulen“ in Münster. 
 
Nach dem Gespräch am 12.02.2019 mit den für das Bew erbungsverfahren 
verantwortlichen Personen seitens der Stadt Münster , haben wir das Konzept / 
Leistungsvereinbarung um das Kapitel 6. Grundsätze des Trägers in der Ganztag-
betreuung erweitert

Konzept OGS Städtische Grundschule Wolbeck- Nord im  Grenkuhlenweg 21 - 2 - 
 © Januar  2019 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Inhaltsverzeichnis 
1 Der Träger „Schule Jugend Kids und Co e. V.“..... .......................................................................... 3 
1.1 Leitlinien des Trägers ........................ .......................................................................................................... 3 
1.2 Leitziele der Ganztagsbetreuung des Trägers ... ................................................................................ 5 
1.3 Erfahrungswerte des Trägers mit Offenen Ganztag sschulen ...................................................... 5 
2 Leistungsbereiche ............................... ................................................................................................... 6 
2.1 Betreuung ..................................... .................................................................................................................... 6 
2.1.1 Randzeitenbetreuung ......................... ................................................................................................ 6 
2.1.2 Tagesablauf ................................. ............................................................................................................ 6 
2.2 Team/Personal ................................. .............................................................................................................. 6 
2.3 Räumlichkeiten ................................ ............................................................................................................... 7 
2.4 Mittagessen ................................... ................................................................................................................... 7 
2.4.1 Lernzeit .................................... ................................................................................................................ 8 
2.4.2 Förderunterricht/individuelle Förderung ..... ........................................................................... 8 
2.4.3 Aufgabenunterteilung ........................ ................................................................................................ 9 
2.5 Arbeitsgemeinschaften (AG) .................... ............................................................................................... 10 
2.6 Partizipation ................................. ................................................................................................................. 10 
2.7 Verknüpfung von Vormittag und Nachmittag ...... ........................................................................... 11 
3 Qualitätsentwicklung/Qualitätssicherung ......... ....................................................................... 12 
3.1 Eigenes Fortbildungsprogramm................... ......................................................................................... 12 
3.2 Supervision ................................... .................................................................................................................. 12 
3.3 Personal – Übergreifende Angebote ............. ....................................................................................... 12 
3.4 Team- und Teamentwicklung ..................... ............................................................................................ 13 
3.5 Dokumentation und Evaluation .................. ........................................................................................... 13 
4 Vernetzung ...................................... ....................................................................................................... 13 
5 Weitere Leistungsbereiche des Trägers ........... .......................................................................... 14 
5.1 Ferienbetreuung ............................... ........................................................................................................... 14 
5.2 Vertretungspool ............................... ............................................................................................................ 14 
5.3 Kinderschutz & Kinderschutzfachkraft .......... .................................................................................... 14 
5.4 Eigene Fußballliga ............................ ........................................................................................................... 15 
5.5 Inklusion, Schulbegleiter, I-Helfer ........... ............................................................................................. 15 
5.6 Schulsozialarbeit ............................. ............................................................................................................. 15 
5.7 Bis-Mittag-Betreuung (BMB) .................... .............................................................................................. 15 
5.8 Förderinsel ................................... .................................................................................................................. 16 
6 Grundsätze des Trägers in der Ganztagsbetreuung . .............................................................. 16 
6.1 Gendersensibilität ............................ ........................................................................................................... 16 
6.2 Partizipation ................................. ................................................................................................................. 16 
6.3 Ethische und moralische Grundsätze ............ ...................................................................................... 17

Konzept OGS Städtische Grundschule Wolbeck- Nord im  Grenkuhlenweg 21 - 3 - 
 © Januar  2019 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
1 Der Träger „Schule Jugend Kids und Co e. V.“ 
Präambel 
Der Grundstein für den Verein wurde 1995 von einer Gruppe Jugendlicher gelegt, die 
gemeinsam mit ehrenamtlichen Mitarbeitern einen Tre ffpunkt in einem alten Bauwagen 
organisiert haben. 
 
Aus dieser Initiative gründete sich bereits ein Jahr später ein Verein. Dieser hatte sich das 
Ursprungsziel gesetzt, die offene Kinder- und Jugen darbeit in Münster-Mecklenbeck zu 
fördern. Ab 2005 erweiterte der Verein sein Angebotsfeld um die Betreuung der Offenen 
Ganztagsschule. Heute ist der Verein, der seit 2009 „Schule Jugend Kids und Co e. V.“ heißt, 
in ganz Münster und dem Umland aktiv. 
 
Die Schwerpunkte seiner Arbeit sind: 
 Die OGS Schulkindbetreuung an drei Schulen in Münster und an vier Schulen in der 
Gemeinde Senden 
 Bis-Mittags-Betreuung (BMB) in 2 Grundschulen Münster und 4 Grundschulen der 
Gemeinde Senden sowie die Bis-Mittags-Betreuung an der Erich-Klausner-Schule 
in Münster 
 Bis-Mittags-Betreuung (BMB) in der Erich-Klausener-Realschule in Münster 
 Ferienangebote an ca. 12 Grundschulen in Münster und 4 Grundschulen in Senden 
 Kinder- und Jugendangebote wie das Spielmobil, der Jugendtreff am Skaterpark in 
Mecklenbeck und der Jugendtreff in Gelmer 
 Schulsozialarbeit in den Grundschulen der Gemeinde Senden 
 Integrationshelfer und Schulbegleiter in den OGS Grundschulen in Münster 
 Förderinsel an der Marienschule Hiltrup 
 Firmenservice 
 Das Angebot „Kinder- und Jugendarbeit in Schule“ 
 Und viele einzelne Projekte und Aktionen für Familien, Kinder und Jugendliche 
 (www.jugend-ms.de ) 
 
1.1  Leitlinien des Trägers 
Die Offene Ganztagsgrundschule stellt sich dem Wand el der Gesellschaft. Die 
Bedingungen für Familie, Lebensgemeinschaften, Sorg eberechtigte und Kinder, ihren 
Alltag zu bewältigen, ändert sich stetig. Diesen He rausforderungen stellt sich die 
Ganztagsgrundschule und bietet einen verlässlichen Ort, mit einem strukturierten 
Tagesablauf. Dies spiegelt sich auch in den Leitlin ien des Trägers wieder. Die Angebote 
von Schule Jugend Kids & Co e.V. richten ihren Fokus auf die individuellen Interessen und

Konzept OGS Städtische Grundschule Wolbeck- Nord im  Grenkuhlenweg 21 - 4 - 
 © Januar  2019 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Bedürfnisse der uns anvertrauten Kinder, Jugendlich en und Familien. Um dies zu 
erreichen, basiert unsere Arbeit auf den folgenden wesentlichen Punkten: 
 
1.  Förderung von Kindern und Jugendlichen 
Mit den vielfältigen Angebotsstrukturen unterstützt  der Träger die 
Persönlichkeitsentwicklung und Lebensbewältigung vo n Heranwachsenden. 
Neben der formellen Bildung, als Teil des offenen G anztages, umspannen die 
Tätigkeitsfelder ebenfalls den Bereich der informellen Bildung. 
 
2.  Stärkung von Familie 
Der Träger möchte Familien in ihren unterschiedlichen Lebenslagen unterstützen 
und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beru f ermöglichen. Dies gilt 
sowohl für die Kunden, als auch die Mitarbeiterschaft des Trägers. 
 
3.  Sozial- und Lebensraumorientierung 
Schule Jugend Kids & Co e.V. orientiert sich mit se iner Arbeit an den 
unterschiedlichen Gegebenheiten vor Ort und knüpft an die Bedürfnisse der 
Lebenswelt von Kindern, Jugendlichen und Familien an. 
 
4.  Werteorientierung 
Die Angebotsstruktur des Trägers ist frei von sämtl icher politischer, religiöser, 
sexueller Weltanschauung. Hierzu zählen unter ander em Hautfarbe, Sprache 
sowie nationale- und soziale Herkunft. Auf diesem G rundverständnis basierend 
wird ein alters-, geschlechts- und ethnisch sensibl er Umgang gelebt und darüber 
hinaus an unsere Kunden weitergegeben. 
 
5.  Partizipation  
Begründet durch den Aufbau und die Struktur eines e ingetragenen Trägers, wie 
Schule Jugend Kids & Co e.V., ist ein wichtiger Bestandteil der Partizipation bereits 
gegeben. Alle Zielgruppen sind Teil der Angebote. D urch deren aktive Beteiligung 
und Einbeziehung wird die Realisierung der oben gen annten Punkte eins bis vier 
sowie ein lebensweltbezogenes Arbeiten erreicht. 
 
6.  Netzwerkarbeit 
Der Träger sieht sich als Teil eines ganzheitlichen  Netzwerkes verschiedenster 
Interessengruppen und Behörden, sowie der öffentlic hen und freien Jugendhilfe. 
Ein partnerschaftlicher Austausch innerhalb des Net zwerkes zählt zu den 
Grundsätzen und zu dem Selbstverständnis des Trägers.

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Eine ausgewogene Mitarbeiterschaft und die Unterstützung, Förderung und Pflege 
des Ehrenamtes ist für den Träger von zentraler Bed eutung und stellt die 
Grundlage zur Erfüllung der Leitlinien.  
 
Im folgenden Text wird „Offene Ganztagsschule“ durch das Kurzwort „OGS“ ersetzt.  
 
1.2  Leitziele der Ganztagsbetreuung des Trägers 
Der Verein „Schule Jugend Kids & Co e. V.“ ist Träg er der Ganztagsbetreuung an drei 
Grundschulen in Münster und vier Schulen in Senden. Als übergeordnete Leitziele gelten 
an all diesen Schulen: 
 Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
 Der Erwerb von sozialen und emotionalen Kompetenzen der Schüler 
 Die Integration von SchülerInnen mit Migrationshintergrund und Fluchterfahrung 
 Die enge Zusammenarbeit mit Schulleitung, Lehrern und Eltern 
 Eine Rhythmisierung des Tagesablaufs 
 Eine Erweiterung von musischen, sportlichen und kre ativen Fertigkeiten und 
Fähigkeiten 
 Die Förderung der Selbstorganisation und die Partizipation der SchülerInnen  
Wir versuchen stets jedes Kind als Individuum, mit seinen eigenen Bedürfnissen, Stärken 
und Schwächen wahrzunehmen. Jedes Kind soll sich im  Ganztag wohl und angenommen 
fühlen. Das Bildungs- und Betreuungsangebot der Offenen Ganztagsschule wird auf Basis 
der gesetzlichen Regelungen gestaltet. Er richtet s ich nach den Vorgaben des 
Schulgesetzes des Landes Nordrhein-Westfalens und d es dazugehörigen 
Grundlagenerlasses. 
 
1.3  Erfahrungswerte des Trägers mit Offenen Ganztagsschulen 
Der Träger „Schule Jugend Kids & Co e. V.“ kann eine 13-jährige Erfahrung im OGS Bereich 
in Münster aufweisen. Am 01.08.2006 wurde die erste  Trägerschaft einer OGS Schule in 
Münster übernommen und seitdem ist der Verein stetig gewachsen. Mittlerweile werden 
sieben OGS Grundschulen vom Träger betreut. Die Übe rnahme oder Neuaufbau einer 
Grundschule und deren OGS kann der Träger konzeptionell unterstützen. Dem Träger ist 
es wichtig, die Individualität jeder Schule zu bewa hren, so dass unser Konzept jederzeit 
in Absprache mit der Schulleitung vor Ort angepasst  werden kann. Aufgrund der Größe 
des Trägers und seiner Erfahrungen kann zum 01.08.2 019 problemfrei neues 
Fachpersonal akquiriert und pünktlich zum Schulstart zur Verfügung gestellt werden.

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2 Leistungsbereiche 
2.1  Betreuung 
Den Familien der Ganztagskinder wird eine verlässliche Betreuung an 5 Tagen der Woche 
geboten. Die Betreuung beginnt unmittelbar nach Unt errichtsende und endet, je nach 
Bedürfnissen der Kinder und Eltern, um 15 Uhr oder 16 Uhr. Eine Betreuung an den 
beweglichen Ferientagen und an Konferenztagen ist von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr gegeben.  
 
Zudem kann eine ganztägige Ferienbetreuung vom Träg er angeboten werden. Diese 
Betreuung ist offen für alle Kinder. 
 
2.1.1  Randzeitenbetreuung 
Für Eltern, die aus beruflichen Gründen eine länger e Betreuung wünschen, kann eine 
Randzeitenbetreuung bis 18:00 Uhr eingeführt werden.  
 
Bereits an einem OGS Standort wird eine Randzeitenb etreuung von „Schule Jugend Kids 
& Co e. V.“ durchgeführt. An der Peter-Wust-Schule gibt es seit 2016 eine 
Randzeitenbetreuung bis 17:30 Uhr. 
 
2.1.2  Tagesablauf 
Nach dem Unterricht kommen die Kinder in den offene n Ganztagsbereich. Zu Beginn 
haben sie die Möglichkeit sich auszutauschen, frei zu spielen oder sich auszuruhen. Der 
weitere Tagesablauf der OGS setzt sich aus folgenden Grundelementen zusammen: 
- Gemeinsames Mittagessen 
- Lernzeit 
- Arbeitsgemeinschaften (AGs) 
- Freispiel 
 
2.2  Team/Personal 
Die Koordinationsstelle des Ganztages wird mit eine r ErzieherIn/SozialpädagogIn 
besetzt. Je nach Größe der OGS werden weitere Gruppenleitungen, Ergänzungskräfte und 
Niedrigteilzeitkräfte im Team eingesetzt. Für die E ssensausgabe und das 
Küchenmanagement gibt es eine separate Küchenkraft. 
Einstellungen werden nur bei entsprechender fachlicher Qualifikation vorgenommen. Die 
Koordinations- und Gruppenleiterstellen sind mit So zialpädagogen und Erziehern zu 
besetzen. Die Stellen für geringfügige Beschäftigte werden mit Studierenden der sozialen

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Arbeit oder Lehramtsstudenten, sowie pädagogisch er fahrenem Personal besetzt. Alle 
Mitarbeiter von Schule Jugend Kids und Co e. V. leg en vor Aufnahme der Tätigkeit ein 
erweitertes polizeiliches Führungszeugnis nach §72a  SGBVIII vor. Jährliche 
Mitarbeitergespräche zwischen Geschäftsführung und Koordinatoren und 
Gruppenleitern dienen der Überprüfung und Festlegun g von Zielen. Zudem werden die 
Mitarbeiter durch unsere internen Fortbildungsveran staltungen (s. Punkt 3.1 
„Fortbildungen“) weitergebildet, um die Qualität de r pädagogischen Arbeit fortdauernd 
zu gewährleisten. Es finden regelmäßige Teamsitzung en zum Austausch, zur Reflexion 
und Organisation statt. Die Arbeitszeiten orientier en sich an der Anzahl der Kinder. Zu 
den Aufgaben gehören unter anderem das Begleiten de s Mittagessens und der Lernzeit, 
die Gestaltung des Freispiels und das Leiten von AG‘s. 
 
Das OGS Personal ist eingebunden in die Organisatio nsstruktur des Trägers. Hierbei 
übernimmt der Träger die Personalverwaltung und die  Fach- und Dienstaufsicht. 
Praktikanten und FSJler werden von den Koordinatoren angeleitet. 
 
2.3  Räumlichkeiten  
Für die Betreuung der Kinder müssen ansprechende Gr uppenräume zur Verfügung 
stehen. Die Räume sollten kindgerecht und gemütlich  eingerichtet sein. Die Ausstattung 
bietet den Kindern die Möglichkeit, sich mit unters chiedlichem Spiel-, Lese- und 
Bastelmaterial zu beschäftigen. Weitere Klassen wer den für die Erledigung der 
Hausaufgaben genutzt. Angebote und Projekte finden in den jeweiligen Räumen statt. Der 
Schulhof wird mit seinen diversen Spiel- und Bewegu ngsmöglichkeiten wie Spielplatz, 
Tischtennisplatte, Turnstangen und einer großen Spielwiese genutzt, hier können sich die 
Kinder frei entfalten. Eine Turnhalle ist ein wichtiger Bestandteil der OGS Betreuung und 
sollte den Kindern an allen Tagen zur Verfügung ste hen. (Der Träger ist erfahren in der 
Projektbegleitung von Neu- und Umbauten von OGS Räu men sowie deren funktionalen 
Innenausstattung.) 
 
2.4  Mittagessen 
Zurzeit beliefert die Firma Gastroservice Remuß uns ere OGS Schulen mit einem 
ausgewogenen Essen. Den Kindern wird eine warme, ab wechslungsreiche und 
kindgerechte Mahlzeit serviert. Den Kindern stehen täglich Rohkost, Obst und Wasser zur 
Verfügung. Spezielle Nahrungsmittelunverträglichkei ten, einzuhaltende Diäten, 
vegetarisches Essen oder muslimische Kost können mi t den Fachkräften der OGS 
abgesprochen werden. Die Mahlzeit wird täglich von einer Küchenkraft serviert und das 
Mittagessen durch die Pädagogen der OGS begleitet, da das Mittagessen eine wichtige

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pädagogische Interaktion im Tagesablauf darstellt. Hierbei wird auf Ordnungs- und 
Umgangsregeln sowie auf die Förderung sozialer Komp etenzen besonderer Wert gelegt. 
Dabei wird versucht die Essenszeiten möglichst ange nehm zu gestalten. Tischgruppen 
von 5 Kindern ermöglichen Gespräche und Austausch. Das Benehmen am Tisch und das 
Essen mit Besteck wird mit den Kindern eingeübt. Na ch dem Essen wird der Tag 
besprochen, AG’s angekündigt und es werden aktuelle  Dinge besprochen. Die Kinder 
helfen der Küchenkraft bei der Arbeit. Sie räumen a b, reinigen die Tische und decken 
diese neu ein. 
Zurzeit belaufen sich die Kosten für das Essen auf 3,10 € inklusive 
Mineralwasserversorgung für den ganzen Tag. Die Kos ten werden direkt vom Träger 
eingezogen. 
 
2.4.1  Lernzeit 
Die Lernzeit ist ein wichtiger Bestandteil der päda gogischen Arbeit in der OGS. Von 
montags bis donnerstags bietet der Ganztag eine Hau saufgabenbetreuung an. Die 
Teilnahme an dieser ist für die Kinder verpflichtend. Für die Hausaufgaben der Erst- und 
Zweitklässler sind 30 Minuten vorgesehen, für die d er Dritt- und Viertklässler maximal 
45 Minuten. Um ein ruhiges Umfeld zu schaffen, lern en die Kinder nach Möglichkeit in 
Gruppen mit ca. zehn Kindern derselben Altersstufe und haben feste 
LernzeitbetreuerInnen. Erledigte Aufgaben werden vo n unseren MitarbeiterInnen 
stichprobenartig auf ihre Sorgfalt überprüft, abgehakt und unterschrieben. Die Kontrolle 
der Richtigkeit der Hausaufgaben liegt aber weiterh in bei der Lehrkraft und den Eltern. 
Schafft es ein Kind nicht, die Hausaufgaben innerha lb des vorgesehenen Zeitraums zu 
erledigen, erfolgt eine Rückmeldung an die zuständi ge Lehrkraft und die Eltern über das 
Hausaufgabenheft. Hierbei wird auch festgehalten, o b die Hausaufgaben für das Kind zu 
schwer oder zu umfangreich waren, oder ob es an der Arbeitshaltung des Kindes lag. 
Die Hausaufgabenbetreuung soll die Eltern so weit w ie möglich entlasten, aber nicht aus 
der Verantwortung entlassen. Dies bedeutet, dass di e inhaltliche Überprüfung der 
Hausaufgaben und die Beratung mit den Lehrkräften b ei Lernschwierigkeiten weiterhin 
bei den Erziehungsberechtigten liegt.   
 
2.4.2  Förderunterricht/individuelle Förderung 
Die OGS-Kinder sollen durch die Lehrkräfte eine spezielle, auf die Bedürfnisse der Kinder 
zugeschnittene Förderung nutzen können. In diesen F örderstunden werden durch die 
Lehrkräfte Leistungsdefizite und Inhalte des Vormittags vertieft und gefestigt. Zudem gibt 
es die Möglichkeit, eine Lernunterstützung durch da s Bildungs- und Teilhabepaket zu

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beantragen, auch hier unterstützen die Koordinatoren der OGS sowie Schulsozialarbeiter 
der Schule die Eltern. 
 
2.4.3  Aufgabenunterteilung 
Für die Hausaufgaben wurde von Schule Jugend Kids & Co e. V. ein Konzept erarbeitet, in 
dem die Aufgaben der Lehrkräfte, ErzieherInnen, Kin der und Eltern detailliert auf- 
gesplittet werden.  
 
Die Lehrkräfte 
 unterstützen die Kinder drei Stunden (bei einer Gruppengröße von 25 Kindern) in 
der Woche im OGS-Förderunterricht.  
 schauen täglich ins Hausaufgabenheft, um die Notizen der ErzieherInnen zu lesen. 
 stehen im ständigen Austausch mit den ErzieherInnen. 
 
Die ErzieherInnen der OGS 
 sorgen für einen ruhigen Arbeitsplatz und eine positive Lernatmosphäre. 
 geben bei Bedarf Starthilfe. 
 achten auf eine sorgfältige und übersichtliche Heftführung. 
 vergewissern sich, dass alle Aufgaben erledigt wurden. 
 geben den Lehrkräften und Eltern eine qualifizierte  Rückmeldung über die 
Bearbeitung der Aufgaben und den dabei beobachteten Besonderheiten. 
Die Kinder 
 notieren sich die Hausaufgaben. 
 arbeiten konzentriert und stören die anderen Kinder nicht. 
 bemühen sich selbständig zu arbeiten. 
 achten auf eine sorgfältige und übersichtliche Heftführung. 
 holen nicht erledigte und unvollständige Hausaufgaben nach. 
 
Die Eltern 
 schauen täglich ins Hausaufgabenheft, um die Notizen der ErzieherInnen zu lesen. 
 sollen mit dem Kind die Hausaufgaben durchschauen, um so die Arbeit der Kinder 
wertzuschätzen und um Kenntnis über den Lern- und L eistungsstand des Kindes 
zu erhalten. 
 entscheiden, ob die Hausaufgaben, die in der Hausau fgabenzeit nicht vollständig 
erledigt wurden, zu Hause nachgearbeitet werden sollen. 
 erledigen die Leseaufgaben mit ihrem Kind.

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2.5  Arbeitsgemeinschaften (AG) 
Das OGS Team bietet vielfältige und wechselnde Arbeitsgemeinschaften (AG‘s) an. Zudem 
werden externe spezialisierte Fachkräfte bzw. Koope rationspartner eingesetzt, 
beispielsweise Hundetherapeuten, Reittherapeuten, etc.  
Hier einige Beispiele: 
- Kreativ AG 
- Kochen und Backen 
- Diverse Sportangebote in der Turnhalle, z. Bsp. Fußball AG, Judo AG 
- Theater AG 
- Hunde AG  
- Reit AG 
- Entspannung AG, Yoga AG 
 
Die Arbeitsgemeinschaften finden in Kleingruppen statt. Sie werden nach den Interessen 
der Kinder konzipiert und ausgerichtet (Partizipati on). Dabei sollen die Kinder in ihrem 
eigenen Handeln unterstützt und in ihren Kompetenzen gefördert werden.  
 
Es gibt immer Arbeitsgemeinschaften die den Sportlichen Bereich abdecken (z. B. Reiten, 
Fußball, Volleyball, Tanzen). Der kreative Bereich (z.B. Filzen, Film, Theater, Nähen) und 
viele Spiel- und Spaßangebote stehen neben Forschen  und Lernen fest im AG-Plan. Jedes 
Kind erhält die Möglichkeit zur Teilnahme an den Ar beitsgemeinschaften. Je nach 
Angebot finden diese als geschlossene und offene An gebote statt. Es wird auf eine 
Mischung der Angebote geachtet, um den verschiedenen Interessen und Begabungen der 
Kinder Rechnung zu tragen. Es wird beachtet, dass d en Kindern neben Lernzeiten, 
Mittagessen und Arbeitsgemeinschaften noch Zeit für das wichtige und oft unterschätzte 
Freispiel bleibt. 
 
2.6  Partizipation 
Kinderpartizipation an der OGS ist ein weiteres wic htiges Instrument auf dem Weg, 
Kinder zu Verantwortung und Selbstständigkeit zu er ziehen. Die Kinder sollen erfahren, 
dass sie ihre Umgebung mitgestalten können. Die Kinder müssen darüber mitentscheiden 
dürfen, wie sie ihre Zeit gestalten möchten. In ein igen unserer OGS Schulen wurden 
Kinderparlamente eingeführt, in denen die Kinder mi t den Betreuern gemeinsam über 
Regeln, Verhalten, Arbeitsgemeinschaften, Mittagess en, Projekte, Ausflüge u. v. m. 
sprechen und Ihre Bedürfnisse äußern. Zudem existieren Wunsch-/Meckerbriefkästen, in 
denen die Kinder ihre Kritik zum OGS Ablauf benenne n können. Diese werden dann 
gemeinsam mit den Betreuern vor Ort diskutiert und in den OGS Tagesablauf integriert.

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2.7  Verknüpfung von Vormittag und Nachmittag 
Ganz im Sinne der OGS werden die Inhalte des Vormit tags und des Nachmittags eng 
miteinander verknüpft. Eine fachliche Verknüpfung e rgibt sich durch die Erledigung der 
Hausaufgaben und die fachlichen Förderstunden der Lehrkräfte im Rahmen der OGS. 
  
                     Vormittag              Nachmit tag 
 
 
 
 
 
 
 
Weitere, teilweise auch fächerübergreifende Verknüpfungen, ergeben sich durch die AG-
Arbeit in der OGS.  
Beispiele 
Vormittag      Nachmittag 
 Schule       OGS 
 
                      
 
 
 
                     Vormittag              Nachmit tag 
 
 
                      
 
 
 
 
 
                  
     
 
 
 
 Mathematikunterricht 
 Deutschunterricht 
 Förderunterricht 
 LRS-Förderung 
 Sachunterricht 
 
 Hausaufgaben 
 OGS-Förderstunden 
 LRS-Förderunterricht 
 
 
 Arbeitsplan Deutsch 
der Schule/Klasse 
 
 
 Theater AG  
 Lese AG  
 OGS Parlament  
 
 
 Arbeitsplan Sport der 
Schule/Klasse 
 
 Sportangebote in der 
Turnhalle 
 Fußball AG 
 Volleyball AG 
 Zirkus AG 
 Tanz AG  
 
 Arbeitsplan 
Sachunterricht der 
Schule/Klasse 
 Arbeit im Schulgarten 
 
 
 Garten AG  
 Natur AG

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3 Qualitätsentwicklung/Qualitätssicherung 
Im Rahmen der trägerinternen Qualitätssicherung wer den monatliche 
Qualitätszirkel/Leitungsrunden, unter Beteiligung d er pädagogischen Geschäftsführung, 
durchgeführt. Darüber hinaus nehmen die Mitarbeiter Innen des Trägers regelmäßig an 
dem trägerinternen Fortbildungsprogramm teil. Mögli chkeiten zur Supervision und 
externer Fortbildung sind ebenfalls gegeben. Die Fachaufsicht obliegt der pädagogischen 
Geschäftsführung. 
Zudem arbeitet die hauptamtliche Fachkraft im Sinne  des Wirksamkeitsdialogs mit der 
Stadt Münster zusammen. Dazu zählt, dass sie regelm äßig an den Arbeitskreisen 
teilnimmt.  
 
3.1  Eigenes Fortbildungsprogramm 
Die Mitarbeiter von „Schule Jugend Kids & Co e. V.“ nehmen regelmäßig an trägerinternen 
sowie an trägerexternen Schulungen teil. Dies wird jederzeit vom Träger gefördert und 
unterstützt. Beispiele für interne Schulungen sind:  Erste Hilfe am Kind, Kinderschutz, 
Entspannungstechniken für Kinder, Lernzeitengestalt ung, Interkulturelle Kompetenzen, 
Turnhallensport u. v. m. Externe Fortbildungen die von Mitarbeitern besucht wurden sind 
z. B. Fachkraft für den Kinderschutz, Marburger Kon zentrationstraining, 
Personalauswahlgespräche führen, Hygienebelehrung u. s. w. Auch an Fortbildungen der 
LehrerInnen nimmt ein Teil des Ganztagsteams teil.  
 
3.2  Supervision 
Allen Teams stehen im Rahmen des Fortbildungsbudget s eine Möglichkeit zur 
Supervision zu. Im Zuge der aktuellen Qualitätsentw icklung des Trägers wird ab 2019 
eine ständige Supervision durch ein Institut aus Münster vorgehalten.  
 
3.3  Personal – Übergreifende Angebote 
Viele Angebote und Arbeitsgemeinschaften in der OGS werden durch die Betreuer vor Ort 
und verschiedene Honorarkräften durchgeführt. Zudem  beschäftigt der Träger eine 
Zirkuspädagogin, die an 5 verschiedenen Tagen in 5 verschiedenen Schulen eine 
Zirkus/Theater AG anbietet und halbjährig mit den Kindern eine Aufführung vorbereitet. 
Dazu werden Eltern, Geschwister und Freunde eingela den und ein kleines Fest gefeiert. 
Des Weiteren wird eine Psychologin in zwei Schulen eingesetzt, um die Kinder vor Ort 
spezifisch zu fördern und zu unterstützen. Sie ist ausschließlich für die persönliche 
Förderung der Kinder zuständig und nimmt nicht an d en Lernzeiten oder 
Arbeitsgemeinschaften teil.

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3.4  Team- und Teamentwicklung 
Regelmäßig finden Teamsitzungen mit dem gesamten pä dagogischen Personal statt. 
Diese dienen zum Austausch, Reflexion und Organisation. Vor Schuljahresbeginn wird an 
Teamtagen die Konzeption überprüft und überarbeitet . Die Koordinatoren nehmen 
wöchentlich an Lehrerkonferenzen und Dienstbesprechungen teil, um die Vernetzung mit 
dem Vormittag zu gewährleisten.  
Monatlich treffen sich alle OGS-Koordinatoren der s ieben Schulen gemeinsam mit der 
Geschäftsführung zur Vernetzung der Schulen unterei nander und mit den anderen 
Bereichen des Trägers sowie zur kollegialen Beratun g. An diesen Treffen werden auch 
gemeinsame Aktionen und Ausflüge geplant.  
 
3.5  Dokumentation und Evaluation 
Dokumentation: 
 Führen von Dokumentations- und Beobachtungsbögen  
 Protokollierte Teamsitzungen 
 Mitarbeit an den Schulprogrammen der Schulen 
 Anwesenheitslisten 
 Unfallbögen 
Evaluation: 
 Austausch zwischen Lehrer & OGS 
 Elternbefragungen 
4 Vernetzung 
Der Träger „Schule Jugend Kids & Co e. V.“ ist in M ünster gut vernetzt. Da der Träger 
weitere Angebote für Kinder und Jugendliche vorhält, profitieren die Familien, aber auch 
die Mitarbeiter von dem breit gefächerten internen Angeboten des Trägers. So kommt es 
häufig vor, dass Familien verschiedene Angebote des  Trägers nutzen und dort auf die 
gleichen Mitarbeiter und Anlaufstellen stoßen. Des Weiteren arbeitet der Träger eng mit 
dem Amt für Kinder Jugendliche und Familien zusamme n. Es gibt an allen unserer OGS 
Schulen enge Kooperationen mit den örtlichen Sportv ereinen, städtischen und 
kirchlichen Einrichtungen, Heilpädagogischen Tagesg ruppen und Kindertagesstätten. 
Regelmäßige Teilnahme an Vernetzungsrunden der frei en Träger, am Arbeitskreis für 
Förderinseln und am jeweiligen Stadtteilarbeitskreis sind gegeben.

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5 Weitere Leistungsbereiche des Trägers 
Der Träger hält verschiedene Leistungsbereiche vor,  welche von allen OGS Schulen 
genutzt werden können. Beispielsweise stellt der Tr äger einen eigenen Vertretungspool, 
verfügt über eine eigene Kinderschutzkraft und bietet eine interne Fußballliga an.  
 
5.1  Ferienbetreuung 
Flächendeckend im gesamten Stadtgebiet Münster und der Gemeinde Senden hält der 
Träger als größter Anbieter die verlässliche Ganzta gsbetreuung vor und bietet so die 
Möglichkeit, in gewohnter Umgebung die Ferien mit F reunden und viel Spaß zu 
verbringen. Insbesondere für berufstätige Eltern ist dies eine optimale Ergänzung. Unser 
hauptamtliches Personal bereitet jährlich die Ferienbetreuung vor. Den Kindern wird ein 
buntes und abwechslungsreiches Programm mit verschiedenen Mottowochen geboten.  
 
5.2  Vertretungspool 
Um eine verlässliche Betreuung an unseren Standorte n sichern zu können, wurde ein 
interner Vertretungspool eingerichtet. So kann bei enormen Krankheitsausfällen auf 
weitere Mitarbeiter des Trägers zurückgegriffen wer den. Unter anderem steht die 
trägerinterne Psychologin oder Zirkuspädagogin zur Verfügung. (S. Punkt Personal – 
Übergreifende Angebote) 
 
5.3  Kinderschutz & Kinderschutzfachkraft 
Bei Personaleinstellungen wird auf Einhaltung der V orgaben nach § 72 a SGB VIII 
geachtet. So ist die Vorlage eines erweiterten poli zeilichen Führungszeugnisses für alle 
Mitarbeiter des Trägers (auch Praktikanten und Ehrenamtliche) verpflichtend. Zusätzlich 
unterschreibt jeder Mitarbeiter eine Selbstverpflic htungserklärung zur Prävention von 
Beziehungsmissbrauch mit Personen, die von „Schule Jugend Kids & Co e. V.“ betreut 
werden. Alle Mitarbeiter sind verpflichtet an einer  eintägigen, internen Schulung zum 
Thema Kinderschutz teilzunehmen. 
 
Bei Fällen von Kindeswohlgefährdung findet in Abspr ache mit Schulleitung und Lehrern 
ein protokolliertes Verfahren nach § 8a SGB VII statt. Hierbei arbeitet der Träger eng mit 
dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien zusamm en. Eine eigene zertifizierte  
Kinderschutzfachkraft  kann der Träger ebenfalls vorweisen. Die interne 
Kinderschutzbeauftragte steht allen Schulen zur Ver fügung und greift bei Verdacht auf 
Kindeswohlgefährdung ein und unterstützt die Leitungskraft vor Ort.

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5.4  Eigene Fußballliga 
Der Träger betreut insgesamt 7 Schulen in der OGS Betreuung in Münster und in Senden. 
In jeder Schule findet eine Fußball AG statt. Die a ngemeldeten Fußballkids trainieren 
wöchentlich und treten in einem Schuljahr in einer Fußballmeisterschaft gegeneinander 
an. Die Kinder werden mit unseren Vereins-Fahrzeuge n zu den jeweiligen Schulen 
befördert. Am Ende des Schuljahres veranstalten wir  mit allen Kindern eine 
Fußballmeisterfeier.   
 
5.5  Inklusion, Schulbegleiter, I-Helfer 
Im Rahmen des Jugendhilfeangebotes werden I-Helfer- Schulassistenten an unseren OGS 
Schulen eingesetzt. Hierdurch wird die Schnittstell e zum Vor- und Nachmittag positiv 
bereichert. Zur Sicherung der Personalkontinuität i st es durch die I-Helfer Stellen 
gegeben, dass das pädagogische Fachpersonal Vollzeit beschäftigt werden kann. 
 
5.6  Schulsozialarbeit 
Im Rahmen des Bundesprogrammes BUT Schulsozialarbei t hält der Träger an allen 
Grundschulen in Senden diese Form der sozialen Arbe it vor. Kinder und Familien in 
schwierigen Lebenslagen sind die Kunden dieses Ange botes. Hierdurch sollen 
Schnittstellen zu Behörden und Kunden angstfrei bedient und unterstützt werden.  
 
5.7  Bis-Mittag-Betreuung (BMB)  
An einigen unserer OGS Standorten bieten wir auch die Bis-Mittags-Betreuung (BMB) an. 
Hier wird die Kindbetreuung bis 13:30 Uhr sicherges tellt. Die Betreuung findet in den 
Klassenräumen statt und beinhaltet keine Hausaufgabenbetreuung oder ein Mittagessen. 
In einigen Schulen erhalten die Kinder einen kleine n Snack und können während der 
Betreuungszeit im Gruppenraum spielen und basteln. Zudem werden die Turnhalle und 
das Außengelände der Schule genutzt.  
 
Auch an weiterführenden Schulen fühlt sich der Träg er für die Betreuung nach dem 
Unterricht zuständig. Bisher wird die Betreuung an der Erich-Klausener-Realschule 
Münster vorgehalten. Den Kindern wird die Möglichke it geboten, nach der Schule ein 
gesundes Mittagessen einzunehmen und anschließend in die Lernzeit zu gehen, in der die 
Kinder unter Betreuung der Mitarbeiter ihre Hausaufgaben erledigen.

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5.8  Förderinsel 
Seit 2011 hält der Träger das Angebot „Förderinsel“  vor, bis 2017 an der Peter-Wust-
Schule und anschließend an der Marienschule Hiltrup . Hierbei handelt es sich um ein 
spezielles Angebot der Jugendhilfe. Dieses wird zurzeit von einem Diplom Heilpädagogen 
geleitet. Momentan werden im zeitlichen Rahmen der OGS-Betreuung ca. 8 – 12 Kinder 
gefördert. Dies geschieht in Gruppen aber auch in d er Einzelförderung und umfasst die 
Bereiche kognitive Wahrnehmung, Fein und Grobmotori k, soziales Lernen und auch die 
schulische Förderung. Es finden regelmäßig Auswertungsgespräche zwischen Eltern und 
Mitarbeitern statt. Die Förderinsel ist im Fachbera tungskonzept des Trägers 
eingebunden. 
6 Grundsätze des Trägers in der Ganztagsbetreuung  
Kinder sind ein wichtiger Bestandteil der heutigen Gesellschaft und des Trägers. Der 
Träger bietet den Kindern eine Alternative zum Elte rnhaus und möchte keine 
Aufbewahrungsstelle für Kinder sein, sondern eine a nspruchsvolle Betreuung für die 
Kinder und Eltern anbieten. Im Vordergrund unserer Arbeit mit Kindern steht die 
individuelle Förderung und Forderung der Kinder.  
6.1  Gendersensibilität  
Der Träger Schule Jugend Kids & Co e. V. nimmt sein en Erziehungs- und Bildungsauftrag 
in der Ganztagsbetreuung sehr ernst und richtet sei ne Arbeit nach der Individualität des 
Kindes. Gendersensible Ganztagsangebote sind daher selbstverständliche Komponenten 
in der Arbeit mit Kindern, Eltern und Mitarbeitern.  Individualität entwickeln statt 
Rollenstereotypen tradieren! Keines der Kinder soll  in ein bestimmtes Rollenbild 
gedrängt werden, denn jedes Kind bringt seine eigen en Stärken und Schwächen mit. 
Daher gestalten sich die Ganztagsangebote geschlech tsneutral, so dass jedes Kind an 
verschiedenen Arbeitsgemeinschaften und Lernzeiten teilnehmen kann. 
6.2  Partizipation  
Der Träger möchte die Kinder in möglichst viele sie  betreffende Planungs-, 
Entscheidungs- und Gestaltungsprozesse mit einbezie hen und entsprechend ihrem 
Entwicklungsstand beteiligen. Wir unterstützen die Kinder, sich ihrer Bedürfnisse und 
Interessen bewusst zu werden und sich darüber auszutauschen.  
Sie erleben ihre eigene Wichtigkeit, dass ihre Gefü hle und Meinungen ernst genommen 
werden, dass ihre Stärken und Schwächen angenommen werden. Jeder ist ein wichtiger 
Teil der Gemeinschaft, kann Einfluss nehmen und das  Leben in der Ganztagsbetreuung 
mitgestalten. Durch das Ernstnehmen der kindlichen Aussagen und Beschwerden erlebt 
das Kind seine Selbstwirksamkeit. Diese Erfahrung s teigert das Selbstvertrauen und

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 © Januar  2019 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Selbstbewusstsein. In einigen von uns betreuten Gan ztagsschulen wurden bereits 
Kinderparlamente und Mitteilungsbriefkästen install iert. Hier können die Kinder Ihre 
Meinungen und Wünsche kundtun. Diese werden dann gemeinsam mit den Betreuern vor 
Ort diskutiert und in den OGS Tagesablauf integriert.  
6.3  Ethische und moralische Grundsätze 
Der Träger möchte den Kindern nach der Phase der Wi ssensvermittlung am Vormittag 
einen Ganztag bieten, der den Kindern Geborgenheit,  Rückzugsmöglichleiten sowie Halt 
und Orientierung gibt. Die von Kindern gewollten Bedürfnisse können durch verlässliche 
Strukturen in der Verantwortung Erwachsener, Heraus forderung mit Anleitung und 
Anerkennung, hinhören, ernst nehmen, beteiligen = Partizipation und eindeutige Grenzen 
und Freiräume erreicht werden. Die Wünsche der Kind er an die Nachmittagsschule sind 
an erster Stelle Sport, Spiel und Bewegung am liebsten draußen, an zweiter Stelle steht  in 
einer kleinen Gruppe mit anderen Kindern zusammen zu sein,  und in Projektarbeiten die 
Welt zu entdecken und zu erforschen. Diesen Wünsche n sollte genügend Rechnung 
getragen werden. Ein besonderes Augenmerk liegt ebe nfalls in der individuellen 
Förderung der Kinder im schulischen, sozial emotionalen und im Bereich der Bewegung. 
Ein Ziel in enger Vernetzung mit den Lehrkräften sollte sein, Kinder aus bildungsfremden 
Familien und oder niedrigen Sozialstatus durch den Ganztag den Weg für eine positive 
Schul- und Lebenslaufbahn zu ermöglichen.

Kreisel e.V._Konzept_Grundschule Wolbeck-Nord

48227 Zeichen

Pädagogisches Rahmenkonzept 
des Kreisel e. V. 
 
Offene Ganztagsgrundschule im Primarbereich 
der „Städtischen Grundschule Wolbeck-Nord“ 
 
 
erstellt und vorgelegt von 
 
 
 
Friedrichstraße 1-2, 48282 Emsdetten 
Telefon: 02572 88260 
www.kreisel-emsdetten.de 
info@kreisel-emsdetten.de 
 
 
  
Januar 2019

Inhaltsangabe 
 
Trägerdarstellung und Einleitung 
 
3 
1. Rahmenbedingungen 6 
1.1 Rechtliche Grundlagen 6 
1.2 Finanzierung 6 
1.3 Personal 6 
1.4 Betreuungszeiten 7 
1.5 Gruppengröße 8 
1.6 Versicherungsschutz 8 
2. Leitgedanke 9 
3. Zielgruppe und Ziele 9 
3.1 Zielgruppe 9 
3.2 Ziele 9 
4. Die Säulen des pädagogischen Handelns 11 
4.1 Säule OGS - Kinder 12 
4.2 Säule OGS - Eltern 12 
4.3 Säule OGS - Schule 13 
4.4 Säule OGS – außerschulische Kooperationspartner 14 
5. Tagesstruktur im Offenen Ganztag   15 
5.1 Mittagessen 15 
5.2 Lernzeiten und Hausaufgabenbetreuung 16 
5.3 Nachmittagsangebote 17 
6. Kooperation mit Jugendhilfe 18 
7. Qualitätsentwicklung 19 
7.1 Strukturelle Qualität 19 
7.2 Inhaltliche Qualität 19 
7.3 Ergebnisqualität   20 
 
Anlagen: Kalkulation, Wochenplan, Evaluation

3 
 
Trägerdarstellung und Einleitung 
 
Der Kreisel e.V. ist ein gemeinnütziger, nach den Bestimmungen des Kinder - und Jugend-
hilfegesetzes anerkannter, freier Träger de r Jugendhilfe. Der Verein ist weder parteipoli-
tisch noch ko nfessionell gebunden und Mitglied des Deutschen Paritätischen Wohlfahrts-
verbandes. Zwei hauptamtliche Vorstände verantworten die Geschäfte und Bereiche  des 
Kreisel e.V., welcher aktuell 112 Mitarbeiter*innen beschäftigt. 
Im Jahr 1987 gründete sich der Kreisel e.V.  aus einer Selbsthilfegruppe für Alleinerziehen-
de und bietet bis heute in Emsdetten als Kontakt- und Beratungsstelle für Mütter, Väter und 
Kinder in unterschiedl ichen Familienformen in folgenden Bereichen gemäß des SGB VIII 
Beratung und Unterstützung an:  
§ 16 I (allgemeine Förderung der Erziehung), § 17 I (paarstabilisierende Beratung bei Part-
nerschaftskonflikten), § 17 II  (Trennung– und Scheidungsberatung), §§ 18 I, 18 III  (Bera-
tung bei Sorgerechts- und Umgangsfragen) sowie seit 2006 Begleitung in familiengerichtli-
chen Verfahren gemäß SGB VIII § 50  in Delegation der Jugendämter der Stadt Emsdetten 
und des Kreises Steinfurt. 
Beginnend im Jahr 2005 etablierte sich ein weiteres Aufgabenfeld und stellt heute den 
größten Fachbereich des Kreisel e.V. dar - die Offene Ganztagsbetreuung. Inzwischen ist 
der Kreisel e.V. für die Sicherstellung der Betreuun g der Kinder an drei  Grundschulen in 
Emsdetten, nämlich an der Johannesschule, der Schule Holling en und der Josefschule  
sowie an der Paul -Gerhardt-Schule in Mettingen verantwortlich . Die Paul -Gerhardt-Schule 
arbeitet bereits seit vielen Jahren inklusiv nach dem Konzept des gemeinsamen Unterrichts 
(GU). An der Josefschule bieten wir zusätzlich zur OGS auch die Bis-Mittag-Betreuung 
an. 
Darüber hinaus ist der Kreisel e.V. seit 2006 Träger der Offenen Ganztagsbetreuung im 
Förderschulbereich – aktuell für die Peter -Pan- Förderschule in Rheine mit den Depen-
dancen Emsdetten und Dörenthe mit dem Förderschwerpunkt Sprachentwicklung sowie für 
die Michael -Ende-Schule in Borghorst  und in Lenger ich mit dem Förderschwerpunkt der 
Emotionalen und sozialen Entwicklung.   
Im Jahr 2012 konnte der Kreisel e.V. eine Erweiterung seines Tätigkeitsfeldes mit der Be-
auftragung durch das Kreisjugendamt Steinfurt für Vereinsvormundschaften verzeichnen.  
Seit 2013 gewährleistet der Kreisel e.V. an der Käthe-Kollwitz Realschule in Emsdetten die 
inklusive Übermittagsbetreuung für Schüler*innen mit und ohne Förderbedarf im Sekund-
arbereich.

4 
 
Ebenfalls seit 2013 ist er zudem als Träger für die Offene Kinder- und Jugendarbeit in 
Emsdetten zuständig und somit für das Jugendzentrum  „Treffpunkt 13drei“ verantwort-
lich.  
Der Kreisel e.V. stellt in Emsdetten einen wesentlichen Bestandteil des Integrationskonzep-
tes der Stadt Emsdetten  dar. So halten wir seit 2015 drei Brückenprojekte für Flücht-
lingsfamilien vor, um den Übergang in die institutionalisierte Kindertagesbetreuung zu 
erleichtern: Eine tägliche Loslösegruppe für 0 – 3 jährige Flüchtlingskinder, ein Familientreff 
für Flüchtlingsfamilien (zweimal pro Woche) und eine wöchentliche Spielgruppe für Flücht-
lingskinder im Alter von 2 bis 6 Jahren zählen zu unseren Angeboten im Rahmen der 
Flüchtlingshilfe. 
 
Das Motto des Kreisel e.V. lautet „Stabilität durch Bewegung“. Das meint, dass sich das 
Leben ständig in Veränderung befindet und Lebensphasen bewältigt werden müssen, 
wodurch zuweilen auch Krisen verursacht werden können. Wir verstehen Krise als Entwick-
lungsaufgabe und als Chance. Nicht das star re Festhalten an alten Mustern, sondern viel-
mehr das Einlassen auf Veränderung und die kontinuierliche Bewegung ermöglichen eine 
gesunde Stabilität. Der Kreisel e.V. lebt als Organisation aktiv dieses Motto, was anhand 
der oben aufgezeigten Entwicklung des Vereins deutlich wird. 
Unser Selbstverständnis - Stabilität durch Bewegung - hat wesentlich zu unserem Erfolg 
bezüglich der Offenen Ganztagsbetreuung beigetragen.  Der Ausbau  von offenen Ganz-
tagsgrundschulen ist ein landesweites sozialpolitisches Bestreben  mit hohen Inn ovations-
ansprüchen, das  auf die konzeptionell organisierte Zusammenarbeit von Eltern, Kindern, 
Schule, Jugendhilfe, Kultur und Sport setzt. Da bisher noch keine einheitlichen Qual itäts-
standards erlassen wurden bzw. zwischen den unterschiedlic hen an der Bildung, Erzie-
hung, Förderung und Betreuung bete iligten Professionen existiert, ist dieses Vorhaben  auf 
die Bereitschaft zum Dialog angewiesen. Im Bewusstsein um diese Ausgangslage ist der 
Kreisel e.V. als Träger von offenen Ganztagsgrundschulen  bestrebt, mit allen Beteiligten 
auf eine gemeinsame Annäh erung, Präzisierung und Fortschreibung der pädagogischen 
Ganztagskonzeption hinzuwirken. 
Die offene Ganztagsgrundschule stellt sich den Herausforderungen der sich wandelnden 
Lebenswelt, bietet einen verlässlichen Ort und einen regelmäßigen Tagesablauf . Sie trägt 
mit ihren A ngeboten dazu bei, dass  die individuelle ganzheitliche Bildung der Kinder  und 
Jugendlichen, die Entwicklung ihrer Persönlichkeit, der Selbst - und Sozialkompetenzen, 
ihrer, Talente, Fertigkeiten und ihr Wissenserwerb systematisch gestärkt werden.

5 
 
Die Offene Ganztagsbetreuung steht für 
 bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, 
 erleichterte Rückkehr von Frauen in den Beruf, 
 Minderung sozialer Probleme in Familie und Schule, 
 Erziehungspartnerschaft mit Eltern/Erziehungsberechtigten, 
 Unterstützung von Familien in anspruchsvollen Lebenssituationen, 
 Förderung der Demokratiefähigkeit der Schüler*Innen durch das Grundprinzip der 
Partizipation, 
 Teilhabe der Kinder an Bildung und Förderangeboten, 
 Teilhabe der Kinder an kulturellen, musischen, sportiven und gemeinwohlorientier-
ten Angeboten, 
 Akzeptanz und Wertschätzung kultureller und persönlicher Diversitäten. 
  
Die Gesellschaft ist gekennzeichnet von einem stetigen Wandel, welcher eine per manente 
Anpassung der Rahmenbedingungen zur Bewältigung des Alltags für Familien, Lebensge-
meinschaften, Sorgeberechtigte und Ki nder erfordert.  Die aktuellen konzeptionellen Rah-
menbedingungen der Offenen Ganztagsbetreuung des Kreisel e.V. werden im ersten Kapi-
tel dargelegt.  
Im zweiten Kapitel wird der Leitgedanke, der unserer Arbeit im Kontext der Offenen Ganz-
tagsbetreuung zugrunde liegt, kurz erläutert. Das dritte Kapitel benennt die Ziele, um dann 
darauffolgend im vierten Kapitel unser pädagogisches Hande ln darzulegen. Das Kapitel 
fünf beschäftigt sich mit der Tagesstruktur im Offenen Ganztag. Die letzten beiden Kapitel 
zeigen auf, wie der Kreisel e.V. seine Verantwortung in Bezug auf Kooperation mit der Ju-
gendhilfe und Qualitätsmanagement wahrnimmt.  
 
In der Anlage sind sowohl die finanzielle Kalkulation zu finden, als auch einen beispielhaf-
ten Wochen sowie das Ergebnis der letzten Evaluation aus dem Schuljahr 2014/2015. Eine 
aktuelle Evaluation ist derzeit in Arbeit.

6 
 
1. Rahmenbedingungen 
 
1.1  Rechtliche Grundlagen 
Die rechtliche Grundlage des Konzepts richtet sich nach dem Runderlass des Ministeriums 
für Schule und Weiterbildung vom 16.02.2018 / Erlass 12-63 Nr. 2 „Gebundene und Offene 
Ganztagsschulen sowie außerunterrichtlicher Ganztags - und Betreuungsangebote im Pri-
mar- und Sekundarstufe I“. Diese Ausrichtung beinhaltet bereits alle relevanten rechtlichen 
Grundlagen sowohl des SchulG, des KJFöG, als auch des SGB VIII. Wir verpflichten uns, 
alle dort genannten Rahmenbedingungen zu beachten und die Verbesserung der Bildungs-
qualität, den Ausbau der individuellen Förderung, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
sowie die konstruktive Kooperation mit Schule und außerschulischen Partnern zu verfolgen. 
 
1.2  Finanzierung 
Raum- und Personalkosten werden zu 100  % d urch den Schulträger finanziert.  Weitere 
Kosten (Overhead, Sachkosten, Förderbudget) werden durch entsprechende Pauschalen 
abgedeckt. Die Kalkulation ist als Anlage der Konzeption beigefügt.  
Der Kreisel e.V. schließt mit den Eltern der am off enen Ganztags betrieb t eilnehmenden 
Kinder eine Betreuungsvereinbarung ab, woraufhin die Elternbe iträge durch den Schulträ-
ger erhoben werden. Die Entscheidung über die Aufnahme in das Ang ebot trifft die Schule 
in Absprache mit dem Schulträger sowie dem OGS-Träger. 
 
1.3  Personal 
Der Kreisel e.V. gewähr leistet, Personal nur nach den  im Leistungsverzeichnis benannten 
Bedingungen einzustellen. Das hauptamtliche Personal ist pädagogisch qualifiziert und hat 
für die Funktion der Koordination und Gruppenleitung eine B erufsausbildung mindestens 
als staatlich anerkannte*r Erzieher*in abgeschlossen.  
Für die erste Gruppe wird demnach ein*e Erzieher*in mit mindestens 25,32 Wochenstun-
den als Gruppenleitung und zugleich Koordinator*in eingesetzt sowie eine weitere pädago-
gisch qualifizier te Unterstützungskra ft mit 20,5 Wochenstunden.  Ergänzt wird das haupt-
amtliche Personal ggf. durch weitere Kräfte, sollten mehr als 25 und weniger als 49 Kinder 
für den Offenen Ganztag angemeldet sein. 
Darüber hinaus wird angebotsentsprech endes Personal wie z.B. Honorarkräfte, Praktikan-
ten und Studierende adäquat eingeplant. Alle tätigen Pers onen werden pädagogisch sinn-
voll begleitet und angeleitet. Wir achten verantwortungsbew usst darauf, dass  Prakti-
kant*innen und Honorarkräfte eine adäquate Anleitung und S truktur erfahren, damit sie

7 
 
fachlich geschult werden und gleichzeitig einen persönlichen Mehrwert für sich selbst erfah-
ren können.  
Die für die Ganztagsbetreuung zur Verfügung stehenden Lehrkräfte werden sinnvoll hin-
sichtlich ihrer Qualifizierung in außeru nterrichtlichen Angeboten eingesetzt. Diese können 
die Begleitung der Lernzeit und Hausaufgaben, Durchführung einer gesonderten Förderung 
von Kindern oder die Durchführung von besonderen Angeboten aus dem Bereich Musik, 
Sport, Kreativität oder Naturwissenschaften einschließen.  
 
Die Fachaufsicht wird inhaltlich und strukturell durch unsere Führungskräfte in Form einer 
Fachbereichsleitung gewährleistet. Diese steht in einem perma nenten Austausch zur Koor-
dinator*in der OGS und zur Schulleitung der Schule. Darüber hinaus steht sie als erste A n-
sprechperson für den Schulträger zur Verfügung und unterrichtet regelmäßig den Vorstand 
des Kreisel e.V. bezüglich Sachstand und Bedarfe. 
 
Das Personal legt vor Aufnahme seiner Täti gkeit ein erweitertes Führungszeugnis vor  
(gem. § 30a Absatz 1 Bundeszentralregistergesetz). Im  Übrigen gilt § 72 a SGB VIII. D as 
Personal wird vor erstmaliger Aufnahme seiner Tätigkeit und anschließend mindestens im 
Abstand von zwei Jahren über die gesundheitlichen Anforderungen und Mitwirkungsp flich-
ten nach § 34 Infektionsschutzgesetz beziehungsweise bei Personal im K üchen- und Men-
sen Bereich nach §§ 43 und 44 Infektionsschutzgesetz belehrt.  
Für den Fall von Urlaub und Krankheit des Personals hält der Träger eine entsprechende 
Vertretung vor, um die Betreuung sicher zu stellen. 
Für Mitarbeiter*innen in der offenen Ganztagsgrundschule sind arbeitsfeldspezifische Fort - 
und Weiterbildungen vorgesehen und werden durch den Träger im Rahmen der finanziellen 
Möglichkeiten systematisch gefördert. 
 
Der Kreisel e.V. verfügt über eine ausreichende Zahl an zertifizierten Kinderschutzfachkräf-
ten, so dass verlässlich jedem Standort eine gemäß § 8a SGB VIII insoweit erfahrenen 
Kinderschutzfachkraft zur Verfügung steht. Zusätzliche Kinderschutzfachkräfte werden kon-
tinuierlich analog zum Wachstum des Fachbereiches ausgebildet.  
 
1.4  Betreuungszeiten 
Der Zeitrahmen offener Ganztagsschulen im Primarbereich (§ 9 Absatz 3 SchulG) erstreckt 
sich in der Regel an allen Unter richtstagen bis 16 Uhr, mindestens aber bis 15 Uhr . Der 
Zeitrahmen in außerunterrichtlichen Ganztags - und Betreuungsangeboten (§ 9 Absatz 2 
SchulG) orientiert sich an den jeweiligen Bildungs -, Erziehungs- und Betreuungsbedarfen.

8 
 
Mit der Anmeldung und Aufnahme besteht für das Kind somit eine Teilnahmepflic ht, die 
sich über fünf Wochentage bis mindestens 15.00 Uhr erstreckt.  
Die Betreuungszeit der OGS beginnt nach dem Unterricht und endet um 16.00 Uhr. An be-
weglichen Ferientagen ist die Betreuung ab 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr gewährleistet.  
Für außerschulische Bildungsangebote, Therapien und Förderangebote oder außerordent-
liche familiäre Ereignisse können die Schüler*innen nach Absprache mit der Schulleitung 
und Koordination freigestellt we rden. Die Beantragung von regelmäßigen und einmaligen 
Ausnahmen erfolgt schriftlich mit Hilfe eines Antragsformulars, welches durch Schulleitung 
und Koordination geprüft und genehmigt wird . Der explizite Verfahrensweg bezüglich einer 
Freistellungsbeantragung durch die Eltern / Sorgeberechtigten ist gemeinsam zwischen 
Schulleitung und Koordination zu entwickeln. 
 
Zusätzlich zu der Offenen Ganztagsbetreuung besteht die Möglichkeit, eine Randzeitbe-
treuung und Bis-Mittag-Betreuung zu installieren. 
Bei einem Betreuungsbedarf über 16:00 Uhr hinaus, der für mindestens fünf Kinder be-
steht, kann unter Zurverfügungs tellung von zusätzlichen finanziellen Mitteln seitens des 
Kostenträgers eine Randzeitbetreuung installiert und durch den Kreisel e.V. gesichert 
werden.  
Sollten Eltern keine Ganztagsbetreuung, sondern lediglich an Schultagen ei ne verlässliche 
Betreuung bis 13:30 Uhr (ohne Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung) wünschen, kann 
ebenfalls nach Vereinbarung eines entsprechendes Entgeltes und mit Einsatz von zusätzli-
chen personellen Ressourcen eine Bis-Mittag-Betreuung angeboten werden. 
 
1.5  Gruppengröße 
Der Kreisel e.V. arbeitet im t eiloffenen Konzept. Eine Gruppengröße umfasst generell 25 
Schüler*innen, wobei die Angebotsstruktur gruppenübergreifend gestaltet wird. Passend zu 
den Angeboten werden homogene oder gemischte Klein -Gruppen in Bezug auf Alter und 
Geschlecht gebildet.  
 
1.6  Versicherungsschutz 
Der Versicherungsschutz richtet sich nach dem Runderlass „Offene Ganztagsschule im 
Primarbereich“ des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 26.01.2006 in der der-
zeitigen Fa ssung. Die außerunterrichtlichen Angebote im Rahmen der OGS gelten als 
schulische Veranstaltungen.

9 
 
2. Leitgedanke 
 
Der Kreisel e. V. möchte  eine Verknüpfung von Bildung, Erziehung und Betreuung schaf-
fen, wobei sich das Kind im Zentrum d es Handelns befindet. Davon a usgehend entwickelt 
das Team in der Praxis eine Pädagogik, die vom Kinde ausgeht. Diese wird nicht als starre, 
unveränderliche Theorie verstanden, sondern in einer fortlaufenden Auseinandersetzung 
mit den Bedürfnissen der Kinder hinterfragt, weiterentwicke lt und überprüft . Jedes Kind 
bringt eine eigene Geschichte mit . Indem das Team signalisiert: „Wir akzeptieren dich so 
wie du bist.“, hat das Kind die besten Voraussetzungen für eine positive Entwicklung. Das 
Kind wird nicht im Blick auf eine Normvo rstellung, sondern als Individuum mit eigenen Fä-
higkeiten, Stärken und Schwächen verstanden . Ein positives und ressourcenorientiertes 
Menschenbild prägt dab ei die Haltung der Mitarbeiter*i nnen. Das bedeutet einen A nsatz, 
der die Trennung von der Person und seiner Handlung voraussetzt. Die wertschätzende 
Akzeptanz einer Person unabhängig von Herkunft, Religion und Weltanschauung  oder von 
sozialen und kognitiven Hintergründen öffnet Ressourcen und Kompetenzen. Dementspre-
chend stellt Inklusion für uns ein Selbstverstä ndnis dar – wir verstehen unsere Verantwor-
tung darin, Rahmenbedingungen für eine würdevolle und der Menschenrechtskonvention 
entsprechenden Lebenswelt zu erarbeiten. 
 
 
3. Zielgruppe und Ziele 
 
3.1 Zielgruppe 
Das Angebot der offenen Ganztagsgrundschule rich tet sich an Grundschüler *innen der 
Klassen 1 – 4. Voraussetzung ist, dass die Kinder durch die  Eltern verbindlich angemeldet 
werden und der zu zahlende Beitrag (einkommensgestaffelt) geleistet wird.  
Angebotsabhängig können sowohl altersgemischte wie alter shomogene als auch ge-
schlechtsspezifische Kleingruppen gebildet werden. Unter Einbeziehung von gezielten Un-
terstützungsangeboten und zusätzlichen Ressourcen wird  selbstverständlich auch Kindern 
mit individuellen Förderbedarfen die Teilnahme am offenen Ganztagsangebot ermöglicht. 
 
3.2  Ziele 
Die Kinder erhalten in der offenen Ganztagsgrundschule auf der Grundlage einer ganzheit-
lichen Erziehung und den pädagogischen Leitsätzen des Schulprogramms die Möglichkeit,

10 
 
an einer e rweiterten Form von Förderung und Betreuu ng, über den reg ulären Unterrichts-
rahmen hinaus, teilzunehmen. 
Die grundsätzlichen Leitziele der OGS des Kreisel e.V. definieren sich wie folgt: 
 Erweiterung von musischen, sportiven , kreativen und lebenspraktischen Fähigkeiten 
und Fertigkeiten 
 Ermöglichung von mehr Zeit für Bildung und Erziehung, individuelle Förderung, Spiel- 
und Freizeitgestaltung sowie eine bessere Rhythmisierung  des Schultages und der 
Lernzeiten 
 Gewährleistung eines umfassenden Angebotes, das sich partizipativ an den jeweili-
gen Bedarfen der Kinder und Eltern orientiert und die informelle Bildung fördert 
 Förderung der D emokratiefähigkeit der Schüler*i nnen durch das Grundprinzip der 
Partizipation 
 Unterstützung für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
 Unterstützung der Eltern in ihrer Erziehungsverantwortung 
 Förderung der Akzeptanz und Wertschätzung kultureller Diversitäten 
 Förderung der Integration von Kindern und Familien mit Migrationshintergrund inklu-
sive der Sprachbildung in der deutschen Sprache 
 Schaffung einer wertschätzenden und ressourcenorientierten Lebenswelt für alle Kin-
der – unabhängig von ihrem sozialen und geograf ischen Hintergrund und von ihren  
körperlichen, seelischen und kognitiven Ressourcen 
 Förderung des sozialen Lernens und der informellen Bildung 
 Ermöglichung und Förderung der Kooperation von Schule und Kinder- und Jugendhil-
fe (Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW), um positive Syner-
gieeffekte konstruktiv und effektiv nutzbar zu machen. 
 
Zentral bei dieser Förderung der Persönlichkeitsentwic klung ist das Bestreben, die  Eigen-
verantwortung und Selbstorganisation der Kinder zu fördern, so dass sie durch die Erfah-
rung von Selbstwirksamkeit zu ganzheitlich kompetenten Lernenden heranwachsen.

11 
 
4. Die Säulen des pädagogischen Handelns in der OGS 
 
Folgende Aspekte stellen die Säulen unseres pädagogischen Handelns dar: 
 Gestaltung des Alltags im Austausch zwischen OGS und Kindern, 
 Erzieherische Zusammenarbeit zwischen OGS und Eltern, 
 Ergänzung des Bildungsauftrags im Austausch zwischen der OGS und Schule, 
 Zusammenarbeit zwischen der OGS und außerschulischen Kooperationspartnern 
 
Diese Säulen gestalten und entwickeln in dynamischen Prozessen das pädagogische Han-
deln der OGS und beruhen auf systemisch wechselseitige Beziehungen, die durch partizi-
pierende Prinzipien genutzt werden. 
Zum Aufbau einer tragfähigen Identifikation mit der offenen Ganztagsgrundschule ist eine 
wertschätzende Beachtung und Einbeziehu ng der Ideen und Initiativen der  Eltern, Lehre-
rinnen, Lehrern sowie insbesondere der zu betreuenden Kindern wichtig.  
Der Grundsatz der Partizipation ist bereits in der Phase der Konzeptentwicklung b erück-
sichtigt und wird in der Begleitung und Evaluation des Ganztagsbetriebes konsequent wei-
tergeführt. Die zustande kommenden Erfahrungen und Ergebnisse  der Beteiligung, Mitwir-
kung und Zusamme narbeit sind für den Prozess der Entwicklung und Fortschreibung der 
offenen Ganztagsgrundschule, besonders für die inhaltliche und methodische Gesta ltung, 
von besonderer Bedeutung.  
In dieser Perspektive heißt Kooperation: 
 gemeinsame Planung und Konzeptentwicklung 
 miteinander abgestimmte Durchführung und Auswertung 
 ressourcenorientierte Zusammenarbeit und Klärung von Zuständigkeiten und Verant-
wortung 
 Rhythmisierung der Zusammenarbeit 
 gemeinsame Qualitätssicherung und -entwicklung. 
 
Das Zusammenwirken der Beteiligten bedarf eine r Beteiligungsstruktur, die geprägt ist von 
einem kontinuierlichen Austausch aller und der Ber eitschaft zur Weiterentwicklung. Diese 
Struktur wird anhand der genannten Säulen des pädagogischen Ha ndelns im Folgenden 
dargelegt.

12 
 
4.1 Säule OGS - Kinder 
In der OGS des Kreisel e.V. gilt das Prinzip der Bildungs - und Erziehungspartnerschaft, in 
der die Kinder die OGS als Ort der Partizipation erleben. Sie lernen in haltgebenden und 
entwicklungsförderlichen Strukturen demokratische Mitbestimmung, die dem Alter ange-
messen sind. Sie g estalten aktiv den Alltag m it, übernehmen adäquate Aufgaben und Ver-
antwortungsbereiche und entwickeln in verschiedenen Beteiligungsformen Ideen und Lö-
sungen. 
Die Schüler*innen können zum einen ihre Kompetenz zur Selbststeuerung entsprechend 
ihrer Möglichkeiten entwickeln, zum anderen erfahren sie die Gleichwertigkeit aller Kinder.  
Hierzu werden entsprechende Beteiligungsformen genutzt. Beispielsweise bestimmen die 
Kinder über die Gestaltung des Gruppenraumes mit, sie bringen eigene Ideen ein und wir-
ken an deren Umsetzung mit. Ebenso liefern Projekte oder andere Anschaffungen zusätzli-
che Anlässe dafür, die Kinder aktiv und mitentscheidend einzubeziehen.  
Darüber hinaus ist die Einrichtung von institutionalisierten Beteiligungsformen sinnvoll. Die 
Kinderkonferenz, der Schülerrat oder das Kinderparlament sind geeignet, Kindern einen 
verlässlichen Ort zu geben, an dem sie dauerhaft und regelmäßig eine Gelegenheit finden, 
an der Gestaltung des Offenen Ganztages mitzuwirken. 
 
4.2 Säule OGS - Eltern 
Im Rahmen der gemeinsamen Verantwortung nimmt die Zusammenarbeit von Elternhaus 
und OGS einen hohen Stellenwert ein.  
Die Grundlage dieser Zusammenarbeit bildet de r Betreuungsvertrag, in dem die kooperati-
ve Zusammenarbeit, die pädagogischen Maßnahmen und die grundsätzlichen Rahmenbe-
dingungen formuliert sind. 
Durch einen regelmäßigen Kommunikationsfluss gestaltet sich eine Bildungs - und Erzie-
hungspartnerschaft mit den Eltern, die eine Mitgest altung des Offenen Ganztags und 
gleichzeitig den Blick auf das Kind fördert.  
Zudem herrscht ein regelmäßiger Kommunikations fluss zwischen den Mitarbeiter*i nnen 
und den Eltern über vereinfa chte Informationssysteme wie einem  Hausaufgabenheft, re-
gelmäßigen Rundschreiben oder einer Programmvorschau. Im Alltag können beim Abholen 
der Kinder Gespräche mit den Eltern geführt werden, die z. B. Informationen hi nsichtlich 
des Tagesverlaufs beinhalten. Am Nachmittag sind die Fachkräfte in der Regel telef onisch 
erreichbar.  
Darüber hinaus sind weitere Unterstützungsangebote wie individuelle Elterngespräche, auf 
Wunsch auch in Kooperation mit der Schule und anderweitigen Institutionen , Sprechzeiten 
oder Elternsprechtage vorgesehen.

13 
 
Diese lösungsorientierten Kommunikati onsformen unterstützen die Eltern dabei, eine opti-
male Förderung für ihre Kinder zu gestalten. Werden von den Eltern weitergehende Einzel- 
oder Familiengespräche in einem anderen von der offenen Ganztagsgrundschule losgelös-
ten Rahmen gewünscht, vermittelt das Personal der OGS den Kontakt zu entsprechenden 
Angeboten der J ugendhilfe und Jugendarbeit  – selbstverständlich unter Berücksichtigung 
des Datenschutzes. Somit werden niedrigschwellige Zugänge zu Hilfen für Familien in den 
Fragen und Herausforderungen der Erziehung gewährleistet.  
Die Fachkräfte der offenen Ganztagsgrundschulen gestalten mehrmals im Schuljahr ge-
meinsame Freizeitaktivitäten für Ki nder und Eltern, die unter  besonderen Mottos stehen. 
Der Träger erschließt für Eltern und Sorgeberechtigte weitere Angebote, z. B.: 
 Wochenendaktion an der Schule für Eltern und Kinder, damit auch stark eingespann-
te berufstätige Eltern die Möglichkeit finden, Spiel, Spaß, Gespräche, Kontakte und 
ggf. Unterstützung zu entdecken (z.B. das OGS-Sommerfest, der Kreisel - Kinderkul-
turtag oder das Familienpicknick) 
 Veranstaltungen und Vorträge zu Themen wie Erziehung / Lernen / Familie / Partner-
schaft 
 Hinweise auf Veranstaltungen and erer Jugendhilfeträger und Jugendverbände oder 
Vereine 
 Elterncafés, in denen auf die Wünsche, Fragen und Vorschläge der Eltern eingegan-
gen werden und die Möglichkeit zum Austausch mit den Fachkräften vor  Ort und an-
deren Eltern besteht. 
Der Kreisel e.V. installiert eine Elternvertretung für die Gruppen eines jeden Standortes , 
worauf unter anderem im folgenden Punkt näher eingegangen wird. 
 
4.3 Säule OGS – Schule 
Die OGS als integrierter Bestandteil von Schule bietet erweiterte Möglichkeiten, alle Di-
mensionen der Förderung und des Unterrichts durch eine Verknüpfung mit außerschuli-
schen Angeboten zu vertiefen und zu bereichern. Ein verantwortliches Zusammenwirken im 
Rahmen der gemeins amen Bildungs- und Erziehungsarbeit und somit ein kontinuierlicher 
Austausch zwischen den Lehrkräften und dem pädagogischen Personal der OGS verste-
hen wir als selbstvers tändlich. Wir fördern und pflegen gemeinsame Werthaltungen, wir 
integrieren Erfahrungen, Rituale, Methoden und Vereinbarungen aus dem Klassen - und 
Schulleben in die OGS und wir knüpfen an dem im Unterricht Erlerntem an. Hierzu werden 
den Fachkräften der OG S das Schulprogramm, die Leh rpläne und Unterrichtshilfen sowie 
ggf. vorhandene weitere Materialien zur Verfügung gestellt. Ein persönlicher und kollegialer 
Austausch zwischen OGS und Schule findet auf verschiedenen Ebenen und in unterschied-

14 
 
lichen Foren statt: Die OGS Koordinator*in tauscht sich täglich mit der Schulleitung und der 
Verwaltung aus. Außerdem nimmt die OGS Koordinator*in oder eine Gruppenleitung in der 
Regel an Schul -, Lehrer - und Fachkonferenzen  sowie bei Bedarf an Fallbespr echungen 
sowie an Elternsprechtagen teil. Regelmäßig stattfindende Treffen von Lehrkräften und den 
Gruppenleitungen der OGS dienen dem Austausch in fachlichen, organisatorischen und 
individuellen Fragen. Die Möglichkeit  zur gegenseitigen Hospitation des Schulunte rrichts 
und des OGS -Alltags ist wechselseitig gegeben. Lehrkräfte der Schule beteiligen sich 
ebenso an der G estaltung des Ganztags, beispielsweise durch eine Beratung bei der Or-
ganisation und Durchfü hrung von Förderangeboten, durch das Anbieten von AG‘s sowie 
durch die Begleitung der Hausaufgabenbetreuung.  
Mindestens einmal pro Jahr findet ein Gespräch zwischen dem Vorstand des Kreisel e.V. 
und der Schulleitung statt. 
Es besteht eine schulinterne Elternvertretung für die Gruppen der offenen Ganztagsgrund-
schule. Bei Bedarf können als weitere Mitglieder die Schulleitung und die Leitung des Trä-
gers teilne hmen. Der konkrete Zuständigke its- und Aufgabenkatalog für die Elternvertre-
tung wird zwischen der jeweiligen Elternvertretung und dem Träger abgestimmt. 
Für eine solche K ooperation sind wechselseitige Beteiligungs- und Mitwirkungsformen not-
wendig, die schulintern zu verabreden sind. 
 
4.4 Säule OGS - außerschulische Kooperationspartner 
An der Durchführung und Weiterentwicklung des außerunterrichtlichen Ganztagsangebotes 
sind verschiedene Kooperationspartner beteiligt, um eine differenzierte Angebotspalette zu 
schaffen. Die OGS unterstützt die Öffnung von Schule zum Sozialraum und den dort tätigen 
Akteuren und erschließt ein Netzwerk der Zusammenarbeit mit Vereinen und Personen. 
In regelmäßigen Netzwerktreffen zwischen OGS und den außerschulischen Kooperations-
partnern werden Zielrichtung, Qualität und Effizienz entwickelt und überprüft. Dazu gehört 
die gemeinsame Planung und Konzeptentwicklung, die miteinander abgestimmte Durchfüh-
rung und Auswertung der Angebote, die ressourcenorientierte Zusammenarbeit und Klä-
rung von Zuständigkeiten und Verantwortung, die Rhythmisierung der Zusammenarbeit und 
die gemeinsame Qualitätssicherung und -entwicklung.  
Langjährige Kooperationspartner sind in den jeweiligen Sozialräumen verorteten Sportver-
eine, Musikschulen, Kunstpädagogen, Entspannungspädagogen, Jugendverbände (freiwil-
lige Feuerwehr, DRK, Pfadfinder etc.) und städtische Einrichtungen (Museen, Bücherei).  
Nach § 1 Abs. 3 SGB VIII zielen di ese Angebote effizienter, entwicklungsförderlicher Hilfs - 
und Unterstützungsmaßnahmen darauf hin, für die Kinder und ihre Familien eine positive 
Lebenswelt zu schaffen und notwendige und geeignete Hilfen zu installieren.

15 
 
5. Tagesstruktur im Offenen Ganztag 
 
Für die Entwicklung der außerunterrichtlichen Angebote werden aus Sicht des Trägers vier 
grundsätzliche Kriterien vorausgesetzt: 
 
 Die Angebote sind standortbezogen und sozialraumorientiert. 
 Die unterschiedlichen Voraussetzungen der Kinder werden bei der Planung der An-
gebote berücksichtigt.  
 Die Verlässlichkeit bzw. Kontinuität bei der inhaltlichen und zeitlichen Gestaltung ist 
gesichert. 
 Der Einsatz von qualifiziertem Personal ist gewährleistet. 
 
Die Angebote im Rahmen der Ganztagsgrundschule basieren auf  einem breiten Aufgaben-
verständnis. In gebundenen und ungebundenen Angeboten können Schülerinnen und 
Schüler u mfangreiche Erfahrungen sa mmeln, vielfältige Kompetenzen erwerben und ler-
nen, ihre Freizeit sinnerfüllt zu gestalten. Somit weisen die Angebote üb er das Spektrum 
curricular definierter Unterrichtsziele hinaus. 
So kommen in Arbeitsgemeinschaften allgemeine Kompetenzen zur Lebensbewältigung 
zum Tragen, ebenso werden spezielle Neigungen und Interessen entwickelt. 
Bei der Zusammenstellung der Angebote i st zu berücksichtigen, dass die Kinder im Ganz-
tag auch didaktisch -methodisch unstrukturierte Gelegenheiten benötigen. Dort können sie 
nach Belieben einzeln oder mit Freunden en tspannen, sprechen und spielen. Sie verarbei-
ten Eindrücke und schöpfen Energie. Den Schülerinnen und Schülern stehen in diesen 
Freispielphasen anregende Materialen  zur Verfügung, so dass sie sich ihr Wissen u nd 
Können in einem Prozess der Selbstbildung aneignen. 
Die konkreten Angebote in der offenen Ganztagsgrundschule setzen sich aus  drei Grunde-
lementen zusammen, nämlich aus dem Mittagessen, den Lernzeiten / Hausaufgabenbe-
treuung und den Nachmittagsangeboten. 
 
5.1. Mittagessen 
Vor dem Mittagessen findet eine Gruppenbesprechung statt. Die Gruppenbesprechung 
dient dazu, die Gemeinschaft zu stärken und aktuelle Anliegen der Gruppe zu klären. Des 
Weiteren wird der Tagesablauf besprochen, Gruppenkonflikte thematisiert und mögliche 
Wünsche der Kinder eingebracht.

16 
 
Das Mittagessen wird von einem Essensanbieter angeliefert und entspricht den G rundsät-
zen e iner ausgewogenen und kindgerechte n Ernährung. Spezielle Nahrungsmittelunver-
träglichkeiten oder einzuhaltende Diäten und kulturelle Besonderheiten können von den 
Eltern bzw. Sorgeberechtigten mit den Fachkrä ften der offenen Ganztagsgrundschule ab-
gestimmt werden. Die Kinder werden an den Aufgaben beteiligt, die im Zusammenhang mit 
dem Mittagessen entstehen, z.B. Speiseplanerstellung, Tischdecken und –abräumen. Die 
Kosten für die Eltern liegen aktuell bei ca. 3,20 Euro pro Essen. 
Die Kinder nehmen ihr Mittagessen in ihrer jeweiligen festen OGS-Gruppe ein. Somit wird 
eine angenehme Atmosphäre geschaffen, in der die Kinder Zeit zum Erzählen haben und 
eine angemessene Tischkultur entwickeln können.  
Feste Absprachen und Regeln während des Mittagessens ermöglichen es den Kindern, 
Eigenverantwortung und Selbstständigkeit zu erlernen und soziales Lernen in der Gruppe 
zu üben. 
 
5.2 Lernzeiten und Hausaufgabenbetreuung 
Während der sich anschließenden Lernzeit werden die Kinder in kleinen Gruppen durch 
unsere Mitarbeiter*innen, Lehrkräfte oder Honorarkräfte bei der Erledigung der Hausaufga-
ben begleitet und bei Bedarf individuell unterstützt (Lernzeit). 
Die Kinder erledigen ihre Hausaufgaben in einem dafür vorgesehenen Raum in der Regel 
selbständig. Für Fragen stehen die Hausaufgabenhilfe ggfs. auch die Lehrer*innen zur Ver-
fügung. 
Das Personal achtet auf: 
 eine selbstständige Arbeitshaltung 
 die Förderung und Forderung der einzelnen Kinder 
 eine ruhige Arbeitsatmosphäre 
 die Einhaltung von Arbeitstechniken und Lernstrukturen  
 
Besonderes Augenmerk legen wir auf Selbstständigkeit und selbstorganisiertes Lernen. 
Das bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler Verantwortung für ihre Aufgaben über-
nehmen. Sie lernen ihre Arbeitsmaterialien zu organisieren, sie strukturieren die ihnen zur 
Verfügung stehende Zeit und sie nutzen unterschiedliche Lernquellen. Das Fachpersonal, 
die Lehrkräfte und andere Beauftragte stehen den Schülern beratend bei diesem Lernpro-
zess zur Verfügung.  
Grundvoraussetzung für ein solches Lernarrang ement ist die Akzeptanz der Verantwor-
tungsteilung auf die beteiligten Personengruppen. Besonders die Eltern müssen in ihrer 
Verantwortung am Lernprozess beteiligt und informiert werden. Zwischen denen am Lern-

17 
 
prozess Beteiligten herrscht Transparenz bezüglich der Verantwortungsteilung. Um dies zu 
gewährleisten und zu unterstützen wird das Hausaufgabenheft als Kommunikationsmittel 
zwischen Eltern, Lehrkräften und Personal genutzt. Hier schreiben die Kinder täglich ihre 
Hausaufgaben auf und die Fachkräfte geben ein Feedback über die Arbeitsweise der Schü-
ler und Stand der Erledigung der Aufgaben.  
Selbstorganisiertes Lernen ist ein Prozess, der es Schülerinnen und Schülern schrittweise 
ermöglicht, selbstständig und selbstverantwortlich zu lernen und zu arbeiten. 
Bei besonderem Forder - oder Förderbedarf von Kindern wird Kontakt zum Lehrpersonal 
und gegebenenfalls anderen Institutionen gesucht. 
 
5.3 Nachmittagsangebote 
Die differenzierte inhaltliche und methodische Ausgestaltung der Angebote wird unter Ein-
beziehung der Wünsche und Vorstellungen von Kindern, Eltern und Lehrkräften geplant.  
Aus dem Bereich der Methoden werden solche verstärkt eingesetzt, die die Eigenaktivität 
und Experimentierfreudigkeit der Kinder fördern und gruppenbezogenes Lernen unterstüt-
zen. Bevorzugt sind somit Projektarbeit, Werkstattarbeit und soziale Gru ppenarbeit. Durch-
geführt werden sie von unserem Personal, aber auch von Honorarkräften und von qualifi-
zierten Kräften aus Vereinen. 
Grundsätzlich gilt, dass die Angebotspalette einerseits den Erwerb von Fähigkeiten, Wissen 
und Kompetenzen ermöglicht und zudem Modelle für das außerschulische Freizeitverhalten 
aufzeigt. Andererseits müssen die Besonderheiten der Ganztagsstruktur berücksichtigt 
werden und Rückzugsmöglichkeiten bestehen. 
Der Kreisel e.V. hält eine Angebotspalette in seinem Programm für die offene Ganztags-
grundschule vor, die folgende Themenbereiche umfasst: 
 Kreativangebote 
 Musische bzw. Theater-Angebote 
 Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote 
 Psychomotorik, kompensatorischer Sport 
 Strategie- und Denkspiele 
 Entspannungsangebote 
 Geschlechterspezifische Angebote 
 Lese- und Sprachförderung 
 Medienarbeit 
Wie bereits unter 4.4. beschrieben, ist es dem Träger  wichtig, dass die außerunterrichtli-
chen Angebote im Sozia lraum der Stadt Münster – vorzugsweise im Stadtteil Wolbeck -

18 
 
verankert werden. Der Kreisel e.V. bemüht sich um konstruktive  Kooperationen zum Bei-
spiel mit dem  Jugend- und Kulturzentrum Bahnhof Wolbeck , der  Musikschule W olbeck, 
dem Kulturverein KulturVorOrt Wolbeck e.V. sowie mit den Sportvereinen wie TV Wolbeck, 
VFL Wolbeck, HSG Gremmendorf-Angelmodde 78, Tennisclub 66 e.V. Wolbeck  und ggf. 
weitere.  
Um möglichst in allen Bereichen Angebote vorzuhalten, werden die Wochenpl äne ca. halb-
jährlich nach den  individuellen Wünschen und Inter essen der Kinder und der sozialräu mli-
chen Bedingungen angepasst.  
Diesem Konzept ist als Anlage ein beispielhafter Wochenplan angehängt. 
 
 
6. Kooperation mit Jugendhilfe 
 
Die Konzeptentwicklung der offenen Ganztagsgrundschule setzt auf die Z usammenarbeit 
von Schule und Jugendhilfe. Aus dieser Zusammenarbeit e rwachsen besondere Chancen 
für eine qualitativ angemessene Betre uung und Förderung von Kindern. Die Kooperation 
verbindet zwei fachliche Perspektiven - die der Schulpädagogik und die der Sozialpädago-
gik. 
So kann die Jugendhilfe in die offene Ganztagsgrundschule bewährte und praxiserprobte 
Qualitätsmodule einbringen. Diese sind unter anderem 
 Erfahrungen mit individueller Stärkung von Kindern 
 Erfahrungen mit Interaktions-  und Kommunikationsansätzen zur Stärkung  des sozia-
len Verhaltens 
 Erfahrungen mit familienorientierter Beratung und Unterstützungen bis hin zu Hilfen 
zur Erziehung 
 Kooperation mit dem Jugendamt als Steuerungsorgan beim Aufbau kommunaler Bil-
dungslandschaften 
 Kooperation mit dem Jugendamt als Vernetzungsinstanz für informelle Bildungspro-
zesse 
 Kooperation mit dem Jugendamt als Steuerung der Hilfen zur Erziehung. 
 
Der Träger Kreisel e.V. setzt sich ein, diese Elemente in die konkrete Arbeit an den Schu-
len ei nfließen zu lassen, um die wertvollen  Ressourcen zu nutzen. So engagiert er sich 
verlässlich in  relevanten Facharbeitskreisen, Trägerkonferen zen, Fachtagungen sowie in 
regionalen und landesweiten Qualitätszirkeln und Arbeitsgruppen.

19 
 
7. Qualitätsentwicklung 
 
Der Kreisel e.V. legt großen Wert auf eine prozesshafte Qualitätsent wicklung. Wir unter-
scheiden in Struktur-, Inhalt- und Ergebnisqualität. 
 
7.1 Strukturelle Qualität  
Die strukturelle Qualität wird mittels des Kooperationsvertrages gemeinsam mit dem Schul-
träger geregelt und ist bereits unter den Punkten Finanzierung, Personal, Räu-
me/Ausstattung, Betreuungszeiten, Gruppengröße und Versicherungsschutz beschrieben. 
An dieser Stelle sei lediglich der Verweis zu den entsprechenden Punkten gestattet. 
 
7.2  Inhaltliche Qualität  
Das OGS-Konzept wird rege lmäßig evaluiert und kontinuierlich fortgeschrieben. Alle be-
reits genannten „Säulen der OGS“ sowie der Schulträger werden inhaltlich daran beteiligt. 
Dabei erfolgt stetig ein Abgleich mit der pädagogischen Praxis und daraus folgend gegebe-
nenfalls Anpassungen. Die Teamarbeit ist elementarer Bestandteil der Arbeit und dient der 
Planung und Weite rentwicklung des gemeinsamen pädagogischen Prozesses. Die päda-
gogische Arbeit ist im Team anhand wöchentlicher Teambesprechungen organisiert. Die 
individuellen Kompete nzen der Mi tarbeiter*innen werden sinnvoll eingesetzt. Benötigte 
Ressourcen zur Reflexion und Supervision werden in einem angemessenen Umfang be-
reitgestellt. Für ein notwendiges Krisenmanagement kennen die pädagogischen Mitarbei-
ter*Innen die internen und e xternen Kommunikations- und Meldewege und arbeiten nach 
dem Mehr-Augen-Prinzip. Interne und externe Hilfeangebote sind bekannt und werden bei 
Bedarf im Rahmen der Krisenintervention genutzt. Zur Sicherung des Kindeswohls ge-
währleisten wir ein protokolliert es Verfahren nach §8a (SGBVIII). Wir stellen innerbetrieb-
lich insoweit erfahrene Kinderschutz -Fachkräfte zur Verfügung. Zur Qualifizierung unse-
res Personals sind externe arbeitsfeldspezifische Fort- und Weiterbildungen vorgesehen  
und werden im Rahmen der f inanziellen Möglichkeiten gefördert. Zu unserem Qualitäts-
standard zählt auch eine jährliche interne Fortbildung zu aktuellen Themen für alle eigenen 
Mitarbeiter*innen und für externe Fachkräfte.  
Der Kreisel e.V. verfügt zudem bereits über einen qualifizie rten Mitarbeiterpool mit unter-
schiedlichen Zusatzqualifikationen wie zum Beispiel Inklusionsfachkräfte, Lernberater*in , 
Medientrainer*in, Anti-Aggressivitäts- und Coolness-Trainer*in, Erlebnispädagog*in, tierge-
stütze Therapeut*in , Tanztherapeut*in, Ernähru ngsberater*in und  systemische F amilien-

20 
 
therapeut*in. Eine vielfältige interdisziplinäre Nutzung der Qualifikationen wird unter den 
einzelnen Standorten, Fachbereichen und weiteren Vernetzungen ermöglicht.  
Auch ist der Kreisel e. V. daran interessiert in be reits existierenden Arbeitsgremien und 
Fachtagungen mitzuwirken bzw. solche zu initiieren. 
 
7.3  Ergebnisqualität  
In jährlich geführten Qualitätsdialogen mit der Schule und dem Schulträger, werden Jah-
resplanungen und Ziele entsprechend der Leistungs - und Qualitätsvereinbarungen formu-
liert, operationalisiert und mit entsprechenden Indikatoren zur Messba rkeit der Zielerrei-
chung konkretisiert. Die erarbeiteten Indikatoren w erden rhythmisiert evaluiert. Die Ergeb-
nisse werden zur Generierung von Steuerungsimpulsen und zur Entwicklung neuer und 
weiterführender Ziele genutzt. Sie dienen der kritischen Reflexion der eigenen Arbeit und 
Wirksamkeit und sie dienen als Grundlage für die Angebotsplanungen und die Optimie-
rungsprozesse. In diesem Zuge führen wir in vierjährig en Abständen Befragungen der Kin-
der, Eltern und Lehrer*innen durch, und nutzen die Erhebungen für die Evaluation unserer 
Arbeit. 
Jahresgespräche mit dem Stadtelternrat tragen ebenfalls zur Sicherung der Ergebnisquali-
tät bei.   
 
 
 
Emsdetten, 07.01.2019

Kalkulation der Kosten einer Gruppe 
im Rahmen der 
Offenen Ganztagsschule im 
Primarbereich 
Kreisel e.V. Emsdetten 
 
 
 
Personalkosten 
1 Erzieher/in (TVöD SuE 8b/4 Entgelttabelle 2019) mit    
25,32  Wochenstunden als Gruppenleitung  
2 Ergänzungskräfte mit 10 Wochenstunden (SuE 2/4) 
 
37.797,20 € 
 
 
20.657,15 € 
 
Overhead-Kosten (10% der Personalkosten) 5.845,43 € 
Sachmittelpauschale 100 € pro Kind 2.500,00 € 
Zusätzliches Förderangebot von durchschnittlich 36 € + 
Sockelbetrag 1.500 € 
2.400,00 € 
  
GESAMT 69.199,78 €

Wochenplan  OGS Schule Hollingen, 2.Schulhalbjahr 
 
 Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag 
11.30-12.30 Uhr Freies Spiel Freies Spiel Freies Spiel Freies Spiel Freies Spiel 
 
Hausaufgabenzeit 
Gruppe 1 
Hausaufgabenzeit  
Gruppe 1 
Hausaufgabenzeit  
Gruppe 1 
Hausaufgabenzeit 
Gruppe 1 
Hausaufgabenzeit 
Gruppe 1 
12.30-13.15 Uhr Mittagessen 
Gruppen 1, 2 und 3 
Mittagessen 
Gruppen 1, 2 und 3 
Mittagessen 
Gruppen 1, 2 und 3 
Mittagessen 
Gruppen 1, 2 und 3 
Mittagessen 
Gruppen 1, 2 und 3 
13.15-14.00 Uhr Mittagessen Gr. 4 Mittagessen Gr. 4 Mittagessen Gr. 4 Mittagessen Gr. 4 Mittagessen Gr. 4 
13.15-14.15 Uhr Hausaufgabenzeit 
der Gruppe 3 
Hausaufgabenzeit 
der Gruppe 3 
Hausaufgabenzeit 
der Gruppe 3 
Hausaufgabenzeit 
der Gruppe 3 
Hausaufgabenzeit 
der Gruppe 3 
Gruppe 1: freies 
Spiel 
Gruppe 1: freies 
Spiel 
Gruppe 1: freies 
Spiel 
Gruppe 1: freies 
Spiel 
Gruppe 1: freies 
Spiel 
14.00-15.00 Uhr 
(Förder bis 15.30) 
Hausaufgabenzeit 
Gruppen 2 und 4 
Hausaufgabenzeit 
Gruppen 2 und 4 
Hausaufgabenzeit 
Gruppen 2 und 4 
Hausaufgabenzeit 
Gruppen 2 und 4 
Hausaufgabenzeit 
Gruppen 2 und 4 
Nachmittagsangebote 
ab 14.00 
14.30 Uhr oder 
15.00 Uhr oder 
15.30 Uhr 
o Film-AG Gr. 4 
o Tanzen 
o Kreativangebot 
Gr. 1+3 und  
Gr. 2+4 
o Musik Gr.3 
o Backen Gr. 2+4 
o Tischtennis  
für Gr. 1+2, 3+4  
o Fußball, Brenn- 
und Völkerball 
o Basteln Gr. 2+4 
o Turnen für die 
Gr. 1+2, 3+4 
 
o Traumreise Gr.1 
o Handball-AG  
Gr. 3+4 
o Schwimmen 
o Ringen und 
Raufen Gr.1 und 
Gr. 2,3+4 
o Werken  
Gr. 1+2, Gr. 2+4 
o Schach 
16.00-17.00 Uhr Obst-/Gemüse- 
Imbiss 
 
Freies Spiel 
Obst-/Gemüse- 
Imbiss 
 
Freies Spiel 
Obst-/Gemüse- 
Imbiss 
 
Freies Spiel 
Obst-/Gemüse- 
Imbiss 
 
Freies Spiel 
Obst-/Gemüse- 
Imbiss 
 
Freies Spiel

Ergebnisse der Kinder-,  
Eltern- und Lehrerbefragung  
      Schuljahr 2014/15 
  
 
Teilnehmende OGS-Schulen: 
 Schule Hollingen  - Emsdetten 
 Josefschule - Emsdetten 
 Johannesschule - Emsdetten 
 Annette-von-Droste-Hülshoff-Schule - Emsdetten  
 Paul Gerhardt-Schule - Mettingen 
 Ludgeri-Schule - Mettingen 
 
Die Rückläufe der Fragebögen von Kindern, LehrerInnen und Eltern in Prozent 
dargestellt. 
  
 
 
Die allgemeine Zufriedenheit der LehrerInnen und Eltern mit der OGS. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
77%34%74%23%66%26%KINDER (GESAMT 347) ELTERN (GESAMT 309) LEHRERINNEN (GESAMT 88)TeilnehmerNichtteilnehmer
62%
38%
0%Elternsehr zufriedenzufriedenunzufriedenEnthaltungen
83%
15%
0%
2%LehrerInnensehr zufriedenzufriedenunzufriedenEnthaltungen

Geht Ihr Kind/ Gehen Ihre SchülerInnen gerne in die OGS? 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Ergebnisse der Befragung der Kinder, dargestellt anhand des 
Schulnotensystems (1-6) im Durchschnitt. 
 
 Kinder 
Gruppe 
  
2,13 
Hausaufgabenbetreuung 
  
2,28 
OGS-Team 
  
2,43 
AG’s 
  
2,38 
 
 
Die Ergebnisse der Befragung der Eltern und LehrerInnen,  
dargestellt anhand des Schulnotensystems (1-6) im Durchschnitt. 
 
 Eltern LehrerInnen 
Regelung der 
Betreuungszeiten 
während der Schulzeit 
  
1,37 1,31 
Regelung der 
Betreuungszeiten 
während der Schulferien 
  
1,54 1,46 
Begleitung der 
Hausaufgaben 
  
1,82 1,72 
gezielte Hilfe bei den 
Hausaufgaben 
  
1,91 1,93 
Kommunikation 
zwischen Eltern, Lehrern 
und OGS-Personal bzgl. 
der Hausaufgaben 
  
2 1,78 
73%
23%
0%
4%LehrerInnensehr gernegernenicht gerneEnthaltungen
56%
39%
5%Elternsehr gernegernenicht gerneEnthaltungen

Eltern LehrerInnen 
Freizeitangebote in den 
Ferien 
1,70 1,53 
Nachmittagsangeboten 
  
1,69 1,62 
Gestaltung und 
Einrichtung der 
einzelnen Räume 
  
2 1,62 
Ausstattung mit Spiel- 
und Lernmaterial 
  
1,84 1,86 
Klima/ Atmosphäre im 
offenen Ganztag 
  
1,66 1,42 
Kontakt zu den 
Mitarbeitern im 
Ganztagsangebot 
  
1,48 1,53 
Mitwirkungs- 
möglichkeiten im 
Ganztagsangebot 
   
1,81 1,85 
Unterstützungs- und 
Beratungsmöglichkeiten 
bei Erziehungsfragen 
   
1,82 1,56 
 
 
 
Mir gefällt am Ganztagsangebot besonders gut: 
Die Reihenfolge der Aussagen gibt die Bewertung wieder. 
 
Kinder Eltern LehrerInnen 
AG’s AG’s/Angebote 
  
kompetente Fachkräfte 
Freunde Betreuer 
  
Vielzahl d. Angebote 
Essen zuverlässige, 
kompetente 
Betreuung 
  
familiäre Atmosphäre 
Hilfe und Unterstützung vom 
Team 
Spielmöglichkeiten tolle Team-Atmosphäre in der 
OGS/engagiertes Personal 
  
Kuschelecke Essen Hausaufgabenbetreuung

Mich stört am Ganztagsangebot besonders: 
Die Reihenfolge der Aussagen gibt die Bewertung wieder. 
 
Kinder Eltern LehrerInnen 
Ärger und Streit Hausaufgabenbetreuung ist 
nicht optimal 
  
Vereine sind wenig 
eingebunden 
Lautstärke in der OGS Mittagessen muss einen Tag 
vorher abbestellt werden 
  
fehlende Räume 
Essen schmeckt nicht jeden Tag bis 15 Uhr 
Betreuungspflicht 
einige Kinder stiften in den 
Klassenräumen Unordnung 
   
Hausaufgabenbetreuung Raumangebot der einzelnen 
Gruppen ist nicht optimal 
    
 
OGS-Räume sind zu klein zu wenig Zeit für die 
Hausaufgaben 
   
 
 
 
Ich wünsche mir für unsere offene Ganztagsgrundschule ganz besonders: 
Die Reihenfolge der Aussagen gibt die Bewertung wieder. 
 
Kinder Eltern LehrerInnen 
besseres Essen mehr männliche Mitarbeiter 
    
mehr Räume 
weniger Streit flexiblere Abholzeiten 
     
mehr Personal 
kochen und backen bessere 
Hausaufgabenbetreuung 
    
weiterhin gute Zusammenarbeit 
mehr Ruhe Mittagessen am selben Tag 
abbestellen 
weiterhin gute Kommunikation 
zwischen OGS, LehrerInnen und 
Eltern 
    
dass die OGS so bleibt wie 
sie ist 
mehr Raumangebote und 
Rückzugsmöglichkeiten  
     
Freistellung der OGS-Leitung 
 
 
Vielen herzlichen Dank für Ihre Teilnahme!  
Wir freuen uns über die überwiegend positiven Rückmeldungen. Wir werden 
die Ergebnisse nutzen, um die Qualität des Kreisel Ganztagsangebots 
weiterzuentwickeln.  
 
 
Ihr OGS-Kreisel-Team

Beschlussvorlage

16507 Zeichen

V/0210/2019 
V/0210/2019 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Trägervergabe für die Offene Ganztagsschule in der städtischen Grundschule Wolbeck-Nord, 
Grenkuhlenweg 21 und Erhöhung der Personalkostenzuschüsse für die OGS Träger der freien 
Jugendhilfe 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   12.03.2019 Bezirksvertretung Münster-Südost Anhörung 
   19.03.2019 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung 
   27.03.2019 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 
   03.04.2019 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 
   03.04.2019 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaft für die Offene Ganztagsschule in der  
Grundschule Wolbeck-Nord, Grenkuhlenweg 21 dem Kinder- und Jugendhilfeträger Kreisel e.V. 
– Emsdetten. 
 
2. Die Trägerschaft beginnt mit dem Start der Grundschule Wolbeck-Nord zum Schuljahr 
2019/2020 am 01.08.2019. 
 
3. Für den prognostizierten Ausbau des Offenen Ganztags in der Grundschule Wolbeck-Nord (SJ 
19/20 2 Gruppen; SJ 20/21 4 Gruppen; SJ 21/22 6 Gruppen und für 22/23 ff. 8 Gruppen) stehen 
die hierfür erforderlichen Finanzmittel (siehe II) im Haushalt 2019 zur Verfügung. 
 
4. Analog der Eingruppierung der städtischen OGS- Koordinatorinnen in S 12, TVöD erhalten die 
freien OGS-Träger eine Erhöhung des Personalkostenzuschusses ab dem 01.08.2019 für 2019 
in Höhe von insgesamt 17.120 € und für 2020 ff. 41.090 €. 
 
 
 
 
 
Amt für Kinder, Jugendliche 
und Familien 
 
27.02.2019 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in: 
Frau Pohl, Herr Paschert, 
Frau Schild 
Telefon: 492-5100, -5890, 
-5143 
schildk@stadt-muenster.de

- 2 - 
V/0210/2019 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Teilergebnisplan 
 
 Nr. Bezeichnung Haush.- 
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkungen 
 
Pro-
dukt-
grup-
pe 
060
2 
Kinder- und Ju-
gendarbeit 
   
Zeile 02 Zuwendungen 
und allgemeine 
Umlagen 
2019 25.000 Landeszuwendungen OGS (5 Mona-
te) 
   2020 100.000  
   2021 150.000  
   2022 ff. 200.000  
Zeile 04 Öffentlich-
rechtliche Leis-
tungsentgelte 
2019 12.500 OGS-Elternbeiträge (5 Monate) 
   2020 50.000  
   2021 75.000  
   2022 ff. 100.000  
  Summe Erträge: 2019 37.500 Landeszuweisungen und Elternbei-
träge 
   2020 150.000  
   2021 225.000  
   2022 ff. 300.000  
Zeile 13 Aufwendungen 
für Sach- und 
Dienstleistungen 
2019 73.760 2 Gruppen OGS + 1 Gruppe BMB + 
Förderbudget (5 Monate) 
 
Incl. der neuen Eingruppierung der 
Koordinatorinnen nach S12 TVöD für 
alle OGS-Träger der freien Jugendhil-
fe 
  
   2020 269.370 4 Gruppen OGS + 1x BMB + Förder-
budget, davon 218.000 € über 
V/0202/2018 und Kosten der Ein-
gruppierung nach S12 TVöD (vgl. 
oben)

- 3 - 
V/0210/2019 
 
Teilergebnisplan 
 
 Nr. Bezeichnung Haush.- 
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkungen 
 
Zeile  13 Aufwendungen 
für Sach- und 
Dienstleistungen 
2021 383.510 6 Gruppen OGS + 1x BMB + Förder-
budget, davon 327.000 € über 
V/0202/2018, sonst w. o. 
 
   2022 ff. 497.650 8 Gruppen OGS + 1x BMB + Förder-
budget, davon 436.000 € über 
V/0202/2018 sonst w. o. 
 
Zeile 16 Sonstige ordent-
liche Aufwen-
dungen 
2019 4.500  
Sachmittel, Gruppen w.o. 
   2020 18.000  
   2021 27.000  
   2022 ff. 36.000  
  Summe Auf-
wendungen: 
2019 78.260  
   2020 287.370  
   2021 410.510  
   2022 ff. 533.650  
 
 
 
Begründung: 
 
1. Ausgangslage  
 
Der Rat der Stadt Münster hat mit der Vorlage V/0202/2018 beschlossen, die städtische Grundschule 
Wolbeck-Nord als Offene Ganztagsschule zu führen. Die Schule wird zunächst zweizügig geführt.  
 
Zurzeit liegen 54 Anmeldungen zum Schuljahr 2019/20 vor, von denen 48 Kinder für die Offene 
Ganztagsschule angemeldet wurden.  
 
Auf der Grundlage der Qualitätsstandards für die Offenen Ganztagsschulen werden zunächst zwei 
OGS Gruppen zum kommenden Schuljahr gebildet. 
 
Im Rahmen des oben genannten Errichtungsbeschlusses hat der Rat der Stadt Münster beschlossen, 
die Trägerschaft für die OGS an einen geeigneten freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe zu ver-
geben. 
 
 
 
2. Verbindliche Bewerbung freier Träger zur Übernahme der Trägerschaft 
 
Die freien Träger von Offenen Ganztagsschulen sowie die freien Träger der Schulsozialarbeit in 
Münster wurden am 26.11.2018 über das Ausschreibungsverfahren schriftlich informiert und gebeten, 
bis zum 14.01.2019 ihr Interesse zu bekunden und bis zum 25.01.2019 ihre Konzepte einzureichen.

- 4 - 
V/0210/2019 
Die Träger, die ihr Interesse bekundet haben, legten zwischen dem 18.12.2018 und 10.01.2019 ihre 
Konzepte und trägerschaftlichen Vorstellungen entsprechend der im Kapitel 3 genannten Kriterien 
dar. 
 
Die Frist zur Abgabe einer daran anschließenden, verbindlichen Bewerbung war der 11.02.2019. 
 
Folgende Träger haben anschließend eine verbindliche Bewerbung abgegeben (in alphabetischer 
Reihenfolge): 
 
 
 Diakonie Münster 
Kinder-, Jugend- und Familiendienste GmbH 
Am Blaukreuzwäldchen 31 
48167 Münster 
 
 Kreisel e.V. – Emsdetten 
Friederichstraße 1-2 
48282 Emsdetten 
 
 Outlaw gGmbH 
Regionale Geschäftsstelle 
Johann-Krane-Weg 18 
48149 Münster 
 
 Schule, Jugend, Kids & Co. e. V. 
Harkortstraße 13 
48163 Münster 
 
 
3. Trägerauswahl 
 
3.1 Kriterien für den Entscheidungsvorschlag 
 
Mit der Bewerbung haben die Träger Konzeptionen übersandt, die den Anlagen zu entnehmen sind. 
Die Verwaltung und die Schulleitung haben gemeinsam mit allen Bewerbern umfangreiche Trägerge-
spräche anhand des in der Anlage beigefügten Gesprächsleitfadens (in Anlehnung an das Kitaaus-
wahlverfahren und der Qualitätsstandards der Offenen Ganztagsschulen) geführt und die folgenden 
Auswahlkriterien zur Bewertung der Gespräche herangezogen: 
 
- Personalkonzept 
- Fachlichkeit/Pädagogik 
o Rahmenkonzept 
o Querschnittsaufgaben (Partizipation, Inklusion und Gender) 
o Sozialraumorientierung und Kooperationspartner 
o Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen 
- Mittagsversorgung 
- Besondere Merkmale des Trägers 
 
 
3.2 Analyse der Fachlichkeit/Pädagogik 
 
Anhand der beschriebenen Auswahlkriterien zum Thema Fachlichkeit/Pädagogik sowie der voraus-
gegangenen Darstellung des Personalkonzeptes wurden die Konzepte und Bewerbungsgespräche 
der benannten Träger ausgewertet. 
 
Von allen Bewerbern werden die vom Rat der Stadt Münster beschlossenen OGS - Qualitätsstan-

- 5 - 
V/0210/2019 
dards akzeptiert.  Bei einer Übernahme der OGS Trägerschaft  wären diese Standards für alle Träger 
Grundlage für die pädagogische Arbeit mit den Schulen. 
 
 
Der Träger 
 Diakonie Münster e.V. 
Die Kinder-, Jugend und Familiendienste GmbH ist seit den achtziger Jahren ein etablierter diakoni-
scher Jugendhilfeträger an 20 Standorten in Münster und Umgebung mit den unterschiedlichsten An-
gebots- und Hilfeformen im Rahmen des SGB VIII. Die vielfältigen Tätigkeiten umfassen allgemeine 
präventive und ambulante Jugendhilfeangebote von der offenen Kinder- und Jugendarbeit und 
Schulsozialarbeit sowie aufsuchender Jugendsozialarbeit bis hin zu Regelwohngruppen und lnten-
sivhilfen. 
 
Der Träger ist bislang nicht als Träger von Offenen Ganztagsschulen tätig. Der Träger hat ein Kon-
zept vorgelegt, das die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegt. Das Perso-
nal der OGS soll an den Teams in den Tagesgruppen angebunden werden. Vertretungskräfte im 
Krankheitsfall sollen ebenfalls darüber abgerufen werden. Der Träger bietet derzeit keine unbefriste-
ten Verträge bei Neueinstellung an, signalisiert jedoch die Bereitschaft, das im Fall einer Neueinstel-
lung für die OGS Wolbeck-Nord zu überdenken. Der Träger propagiert zudem eine enge Zusammen-
arbeit mit der Schulleitung und dem Lehrpersonal im Sinne einer systemorientierten Pädagogik. Dar-
über hinaus sichert der Träger eine Ferienbetreuung in der Schule zu. 
 
 
Der Träger:  
 Kreisel e.V. 
Im Jahr 1987 gründete sich der Kreisel e.V. aus einer Selbsthilfegruppe für Alleinerziehende und bie-
tet bis heute in Emsdetten als Kontakt- und Beratungsstelle für Mütter, Väter und Kinder in unter-
schiedlichen Familienformen Beratung und Unterstützung an. Seit 2005 etablierte er sich als Träger 
der Offenen Ganztagsschule an der Johannesschule, der Schule Hollingen und der Josefschule in 
Emsdetten sowie an der Paul-Gerhardt-Schule in Mettingen. Die Paul-Gerhardt-Schule arbeitet inklu-
siv nach dem Konzept des gemeinsamen Unterrichts (GU). An der Josefschule bietet der Träger zu-
sätzlich zur OGS auch die Bis-Mittag-Betreuung an. Seit 2006 ist er darüber hinaus Träger an der 
Peter-Pan-Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Sprachentwicklung sowie an der Michael-Ende-
Schule in Borghorst und in Lengerich mit dem Förderschwerpunkt  emotionale/soziale Entwicklung.  
 
Der Träger hat ein ganzheitliches, inklusives Konzept vorgelegt, das die wesentlichen Eckpunkte der 
pädagogischen Ausrichtung darlegt. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren Schwerpunkte 
wie Bewegungsangebote für Kinder in den Vordergrund zu stellen und sie partizipativ zu begleiten 
und zu führen. Im Abstand von vier Jahren findet grundsätzlich eine Evaluation der Angebote im Sin-
ne der Qualitätsentwicklung und –sicherung statt. Konzeptionell plant der Träger teiloffen zu arbeiten. 
Die Lernzeit wird in festen Gruppen erledigt, ebenso die Einnahme des Mittagessens. Im Rahmen der 
Fachberatung werden individuelle Hilfestellungen zu pädagogischen Fragen geboten. Der Träger 
bietet während der Ferien eine Betreuung in der Schule an. Der Träger spürt bislang noch keine 
Auswirkungen des Fachkräftemangels und kann zeitnah bislang immer alle Stellen in den Offenen 
Ganztagsschulen besetzen.  
 
 
Der Träger: 
 Outlaw gGmbH 
Der Träger ist ein anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe und in der klassischen Kinder- und 
Jugendhilfe in Wohngruppen, in ambulanten Betreuungsformen, in der Kindertages-betreuung, in 
Jugendzentren und in Schulprojekten tätig. In Münster betreibt Outlaw zurzeit sieben Kindertagesein-
richtungen. Darüber hinaus verfügt der Träger über Erfahrungen in Trägerschaften der offenen Ganz-
tagsschulen in Bochum.  
 
Der Träger hat ein Konzept vorgelegt, das die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrich-

- 6 - 
V/0210/2019 
tung darlegt. Der Träger nannte im Bewerbungsverfahren Schwerpunkte wie das Verständnis von 
Offenheit und Beteiligung sowie die Vernetzung und Kooperation im Sozialraum und hier insbesonde-
re zum Bauspieltreff Holtrode. Der Träger verfügt über eine Fachberatung. Die Vertretungsregelung 
wurde zugesichert. 
 
Zudem benannte der Träger für diesen Standort die möglichen Synergien zum umliegenden Bauspiel-
treff und der Kita Holtrode in Wolbeck und den Hilfen zur Erziehung. Die Ferienbetreuung soll auf 
dem Bauspielplatz durchgeführt werden. 
     
 
Der Träger: 
 Schule, Jugend, Kids & Co e.V. 
Aus einer Initiative Jugendlicher gründete sich der Verein ursprünglich mit dem Ziel offene Kinder- 
und Jugendarbeit in Münster-Mecklenbeck anzubieten. Im Jahr 2005 übernahm der Träger die Offene 
Ganztagsschule an der Peter-Wust-Schule und ist seit 2009 OGS Träger an der Pleisterschule und 
der Grundschule Loevelingloh. In der Gemeinde Senden ist er an weiteren vier Grundschulen Träger 
der OGS. Darüber hinaus bietet er die sogenannte „Bis-Mittag-Betreuung“ an der Pleisterschule, der 
Grundschule Loevelingloh, der Erich-Klausener-Schule in Münster und an allen vier Standorten in 
Senden an. Der Träger führt stadtweit und jeweils im gesamten Schuljahr an bis zu 12 Grundschulen 
ganztägige Ferienangebote durch. Er ist außerdem Träger der Förderinsel an der Marienschule in 
Hiltrup.  
 
Der Träger hat ein Konzept vorgelegt, das die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrich-
tung darlegt. Er weist darauf hin, dass es sich um den Entwurf eines Konzeptes handelt, welches dem 
Schulprogramm angepasst und stetig verändert werden muss. Die Vertretung der Gruppenleitungen 
im Krankheitsfall kann durch den Träger gesichert werden. 
 
Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren Schwerpunkte wie die zentrale Einstellung von mitar-
beitenden Experten (u.a. Zirkuspädagogen, Psychologen) die dezentral an mehreren Standorten in 
der OGS Arbeitsgemeinschaften anbieten.  
 
 
 
 
 
4. Gesamtbewertung / Fazit 
 
Die Verwaltung und die Schulleitung schlagen mit einem hohen Konsens abschließend vor, dem Trä-
ger Kreisel e.V. die Trägerschaft für die Offene Ganztagsschule in der städtischen Grundschule Wol-
beck-Nord zu übertragen.  
 
Der Träger hat ein umfassendes pädagogisches Konzept vorgelegt, verfügt über vielfältige Erfahrun-
gen im Bereich der Offenen Ganztagsschulen und hat sich im Bewerbungsverfahren fachlich fundiert 
und überzeugend präsentiert.  
 
Das Konzept ist geprägt durch einen ganzheitlichen, inklusiven Ansatz. Der Träger verfügt über eine 
hohe fachliche Kompetenz aller Akteure. Die Fachberatung wird durch eine versierte Fachkraft si-
chergestellt.  
 
Die Trägerübernahme durch den Kreisel e.V. eröffnet  für Münster die Möglichkeit, von den langjähri-
gen Erfahrungen des Trägers im Bereich der OGS zu profitieren. Der Träger sichert ein Vertretungs-
konzept zu und bietet eine erfahrende Fachberatung, die über fundierte Kenntnisse insbesondere in 
der inklusiven Offenen Ganztagsschule, geprägt von herausforderndem Lern- und Sozialverhalten, 
verfügt.  Der Träger organisiert die Ferienbetreuung mit dem eigenen Fachpersonal.   
 
Im Verfahren wurde berücksichtigt, dass der Träger nicht in Münster ansässig ist, viele seine Mitarbei-

- 7 - 
V/0210/2019 
tenden jedoch in Münster wohnhaft sind und über Kontakte zu weiteren Vereinen verfügen. Der Trä-
ger pflegt einen partizipativen Führungsstil und verfügt über langjährige Zugehörigkeit seiner Mitarbei-
terschaft.  
 
Aufgrund der oben beschriebenen Gründe wird die Übernahme der Trägerschaft an den Träger Krei-
sel e.V. von der Verwaltung und der Schulleitung vorgeschlagen.  
 
Mit diesem Beschluss wird vor Inbetriebnahme der Offenen Ganztagsschule ein Träger gefunden, 
sodass weitere Detailplanungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger, der Schulleitung und der 
Verwaltung getroffen werden können. 
 
Das Verfahren zeigt das Interesse der freien Träger an einer Trägerschaft der OGS in dieser Stadt. 
Das gesamte Auswahlverfahren belegt zudem eine hohe Fachlichkeit der Träger, die sich abschlie-
ßend für eine Trägerschaft beworben haben. 
 
Der Verwaltungs- und Schulleitungsvorschlag hatte die Aufgabe, aus vier Bewerbern unter der glei-
chen Würdigung der Fachlichkeit/Pädagogik einen Vorschlag zu erstellen. Das beschriebene Aus-
wahlverfahren zur Trägerauswahl liegt der Bewertung der Bewerber zu Grunde. Vor diesem Hinter-
grund sind auch die Personalkostenzuschüsse der freien Träger anzupassen. 
 
 
 
 
 
5. Personalkostenzuschüsse freier Träger  
 
Die Bewertungskommission der Stadt Münster hat die Stellen der städtischen OGS – Koordinatorin-
nen Anfang 2019 neu bewertet. Die Tätigkeit der OGS - Koordinierungskräfte ist mit  S 12 BT, Ziff. 
XXIV (SuE) TVöD bewertet worden. Insbesondere der Anteil der nicht pädagogischen Aufgaben im 
Bereich der Personal- und Organisationsfähigkeit, Steuerung und Leitung des OGS – Betriebes sowie 
der hohe Anteil administrativer Aufgaben wird tarifrechtlich dem Bachelorniveau zugeordnet.   
 
 
 
Freie Träger der Jugendhilfe in der OGS: 
  
- Caritasverband für die Stadt Münster e.V     3 Schulen  
- Förderverein der Dreifaltigkeitsschule    1 Schule 
- Kreisel e.V.:         1 Schule 
- Schule, Jugend, Kids und Co e.V.:      3 Schulen 
- SeHT e.V.:         1 Schule 
 
In einer Schule, unter Trägerschaft der Caritas, wird eine städtische OGS-Koordinatorin mit Gestel-
lungsvertrag eingesetzt.  Somit erhalten die o.g. Träger an acht Schulstandorten ab dem 01.08.2019 
einen entsprechenden, erhöhten Personalkostenzuschuss.   
 
Mit der Übernahme des offenen Ganztags an der städtischen Grundschule Wolbeck-Nord erhöht sich 
die Quote der freien Trägerschaft an 46 Offenen Ganztagsschulen auf 19,56 %.

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V/0210/2019 
i.V. 
 
gez. 
 
Thomas Paal 
Stadtdirektor 
 
 
 
 
 
Anlagen: 
 
1. Anlage A 
2. Bewerbungsunterlagen: Diakonie Münster 
3. Bewerbungsunterlagen: Kreisel e.V. 
4. Bewerbungsunterlagen: Outlaw gGmbH 
5. Bewerbungsunterlagen: Schule, Jugend, Kids& Co e.V. 
 
 
Hinweis: 
Die umfangreichen Bewerbungsunterlagen der einzelnen Träger (Anlagen 2-5) stehen ausschließlich 
als pdf-Dateien im Ratsinformationssystem der Stadt Münster als Download unter der Vorlagennum-
mer V/0210/2019 zur Verfügung. 
Link: https://www.stadt-muenster.de/session/sessionnetbi/info.php

Diakonie_Konzept_Grundschule Wolbeck-Nord

17731 Zeichen

Diakonie Münster 
Kinder-, Jugend- und 
Familiendienste GmbH 
Am Blaukreuzwäldchen 31 
48167 Münster 
 
 
 
Bereichsleitung Bildung: 
Uwe Kelle 
 
 
Tel.: 0251/96410-32 
Fax: 0251/96140-40 
u.kelle@diakonie-muenster.de 
 
 
www.diakonie-muenster.de 
 
Leistungsbeschreibung 
OGS 
Grundschule Wolbeck- Nord

Inhaltsverzeichnis  
1.  Zuordnung des Angebots  
1.1 Allgemeine Beschreibung     0 
1.2 Grundleistungen    0 
 
2. Ziele  
2.1 rechtliche Grundlage      0 
2.2 Zielgruppe      0 
2.3 übergeordnete Ziele 
2.4        Ziele unserer Arbeit      
  0 
 
3. Ausstattung und Ressourcen  
3.1 Anzahl der Plätze       0 
3.2 Personelle Ausstattung       0 
3.3 Räumliche Ausstattung   0 
3.4 Kernöffnungszeiten 
 
4. Leistungsumfang des Angebots  
4.1 Grundleistungen  
4.1.1 Aufnahme über Schulverwaltung    
    07 
4.1.2 Aufsicht und Betreuung      0 
4.1.3 Alltägliche Versorgung       0 
4.1.4 Gestaltung der Gruppenatmosphäre    0 
4.1.5 Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und  
Sozialkompetenz        0 
4.1.6 Möglichkeiten zur Teilhabe und ganzheitlicher Bildung   0
  0 
4.1.7 Schaffung von Voraussetzungen für eine körperlich 
 gesunde Entwicklung          
4.1.8 Einübung lebenspraktischer Fertigkeiten   0 
4.1.9 Schulische Bildung       
4.1.10 Kooperation mit den Sorgeberechtigten  
4.1.11   Verlassen des Ganztags/Beendigung     
   
4.1.12    Kooperation und Schulleitung und Verwaltung der GS und Amt für 
Schule und Weiterbildung 
         
     
 
5. Qualitätssicherung  
5.1 Qualitätssicherungsgrundsätze, Multiprofessionelle Kooperation 
    
5.2 Qualitätssicherung durch Team und u. fachliche Entwicklung           
5.3        Qualitätssicherung durch Personalentwicklung     
5.4 Konzeptionelle Entwicklung 
5.5 Beteiligungs- und Beschwerdemanagement für Eltern  
  
 
 
Impressum

Leistungsbeschreibung OGS 
 
Seite 3 von 13 Stand: 01.2019 Bereichsleitung Bildung: Uwe Kelle  –  Tel.: 0251/96140-32  –  Email: u.kelle@diakonie-muenster.de 
 
1. Zuordnung des Angebots 
1.1      Allgemeine Beschreibung 
Der offene Ganztag der Grundschule Wolbeck –Nord  richtet sich nach den Bedürfnissen und Erfordernissen der Kinder der Grundschule aus. Er 
hat den Anspruch , den Kindern in enger Kooperation mit der Schule,  einen sicheren Rahmen der Betreuung zu gestalten und  die Bedürfnisse 
nach Orientierung, Struktur und Verlässlichkeit zu bieten. Den Kindern wird mit einer wertschätzenden Haltung begegnet  und über einen 
transparenten, verlässlichen pädagogisch strukturierten und partizipativen Betreuungsrahmen ermöglicht, dass über Lernerfahrungen (Freispiel, 
Gruppenpädagogik, Hausaufgabenbegleitung, gelenkte soziale interaktive Erfahrunge n) Selbstwirksamkeit zu erfahren . Parallel zu diesen 
Erfahrungen werden pädagogische Elemente der Te ilhabe, wie entsprechende Gruppesetting s in die pädagogisch betreuenden Rahmen  
eingepflegt. Der offene Ganztag kooperiert eng mit der Schulleitung/Lehrerschaft, dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familie n, dem Amt für 
Schule und Weiterbildung sowie Trägern vor Ort (Sportverein, offene Kinder- und Jugendarbeit oder andere), um die Möglichkeiten der Angebote 
im Sozialraum zu nutzen und kulturelle Teilhabe zu ermöglichen. (vgl. Qualitätsstandards der offenen Ganztagsschulen in Münster 2018). 
 
 
    1.2        Grundleistungen 
 
 Bereitstellung einer Bis Mittag -Betreuung (Schule von acht bis eins) bis 13.30 Uhr 
 Gemeinsame Mittagsverpflegung im Gruppenkontext für die OGS-Kinder 
 Bereitstellung einer Lernzeit und Lernförderung/Hausaufgabenbetreuung 
 Bereitstellung eines umfassenden Betreuungsrahmens (Freispiel, Gruppenpädagogische Angebote, Projekte) bis max. 16.00 Uhr 
 Randzeitenbetreuung bei Bedarf, ab 16.00 Uhr

Leistungsbeschreibung OGS 
 
Seite 4 von 13 Stand: 01.2019 Bereichsleitung Bildung: Uwe Kelle  –  Tel.: 0251/96140-32  –  Email: u.kelle@diakonie-muenster.de 
 
 Ganztägige Ferienbetreuung (6 Wochen Im Schuljahr) 
 Kooperation mit der offenen Kinder- und Jugendarbeit und Sport- und anderen Vereinen 
 Gestaltung der Erziehungspartnerschaft mit den Personensorgeberechtigten 
          
Ziele 
2.1.     rechtliche Grundlagen 
 RdErl. des Ministeriums für Schule und Weiterbildung v. 16.02.2018 Erlass12-63 Nr.2 
 
2.2     Zielgruppe 
 
 Grundschulkinder der städtischen Grundschule Wolbeck Nord 
 Personensorgeberechtigte der Grundschule Wolbeck Nord 
 Kooperationspartner 
 
2.3      übergeordnete Ziele 
 Verbesserung der Bildungsqualität und der individellen Förderung 
 Vereinbarkeit von Schule und Beruf  
 Ganztagsangebote aus einer Hand unter dem Dach der Schule  
(vgl. Qualitätsstandards der offenen Ganztagsschule) 
 
2.4 Ziele unserer Arbeit 
 Gestaltung eines verlässlichen Lern-und Lebensortes 
 Herstellung von Selbstwirksamkeitserfahrungen (Erweiterung der sozialen Kompetenzen, der Sprach - und Ausdrucksfähigkeit, der 
Erfolgsorientierung sowie der Sozial- und Handlungskompetenz, emotionale Stabilität)

Leistungsbeschreibung OGS 
 
Seite 5 von 13 Stand: 01.2019 Bereichsleitung Bildung: Uwe Kelle  –  Tel.: 0251/96140-32  –  Email: u.kelle@diakonie-muenster.de 
 
 Erhöhung der Chancengleichheit für Kinder mit Problemstellungen  
 Verbesserung von Lernkompetenzen des Kindes (Konzentration, Leistungsbereitschaft, Motivation) 
 Gestalten einer Erziehungspartnerschaft mit den Personensorgeberechtigten 
 Gestaltung einer multiprofessionellen Kooperation mit anderen Partnern 
 
3. Ausstattung und Ressourcen  
3.1      Anzahl der Plätze: 
           OGS: für 25 Grundschulkinder (1.Planung) 
            Bis-Mittag-Betreuung: nach Absprache und Anfragevolumen              
3.2 Personelle Ausstattung  
 
    
 Staatl. anerkannter Erzieherin 
25,32 Wo.-St, Gruppenleitung 
und Koordination/ 28,12 St. 
Jahresarbeitszeit 
 Unterstützungskraft mit 
20, 50 St. Wo.-
St./22,78St. 
Jahresarbeitszeit 
  Niedrig –Teilzeit-Kräfte bei 
Bedarf und für das Angebot 
Schule von acht bis eins (u.a. 
HW-Kraft)- u. a. AG 
 FSJ o. BFD, ggf. 
Praktikanten 
 
 
 Erzieher/innen im AJ oder Praxisintegrierte Ausbildung (PIA) unter bestimmten Voraussetzungen möglich  
 
Einsatz von Lehrkräften im Ganztag unter Abstimmung mit der Schulleitung und Lehrkräften  
 
 
3.3 Räumliche Ausstattung

Leistungsbeschreibung OGS 
 
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Zur Planung des räumlichen Konzeptes bedarf es einer engen Kooperation mit der Schulleitung und dem Amt für Schule und Weiterbildung, 
damit die Verzahnung von Schule und Jugendhilfe räumlich (3 Räume) werden kann. Dieses bedarf jedoch einer gemeinsamen 
Konzeptentwicklung und Abstimmung mit  der Schulleitung. Grundsätzlich ermöglicht werden in der Gestaltung getrennte Funktionsbereiche 
und eine umfassende Nutzung von mehreren Räumlichkeiten im Sinne der unterschiedlichen Bedürfnisse und des sozialen Lernens und der 
Verantwortung für die Räumlichkeiten.  Ein besonderes Augenmerk sollte pädagogisch auf den Wechsel von der Aktivität der Gesamtgruppe 
(z.B. Mittagessen) in die weiterführenden Angebote gelegt werden. Die Schüler/Innen von 1. Klassen benötigen hier Orientierung und klare 
räumliche Konzepte, um von Aktivitätsphasen  in Ruhe und Entspannung zu kommen. Zu entwickeln sind auch die Räumlichkeiten für die 
Betreuung Schule von acht bis eins. 
Grundsätzlich vorgehalten werden sollten für die OGS Funktionsbereiche oder -räume für: 
o Kreatives Gestalten 
o Spiel 
o Toben 
o Entspannen/ Ruhe 
o Hausaufgaben (temporär) 
o Individuelle Förderung 
o Einnahme von Mahlzeiten 
o Außengelände/Sporthalle 
 
Eine variable Nutzung ist durchaus möglich. Das Gesamtkonzept der Schule wird hier Berücksichtigung finden. 
 
3.4 Kernöffnungszeiten 
 OGS: montags bis freitags von11.00 Uhr bis max.16.00 Uhr (Beginn nach Unterrichtsende) 
 Angebot an beweglichen Ferientagen von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Leistungsbeschreibung OGS 
 
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 Abholung ab 15.00 Uhr möglich, frühere einmalige oder regelmäßige Abholung auf Antrag bei der Schulleitung 
 Schule von acht bis eins: montags bis freitags bis 13.30 Uhr 
 
4. Leistungsumfang des Angebots 
4.1 Grundleistungen  
Leistungsbereiche: Inhalte: Häufigkeit/Umfang: 
4.1.1     
Aufnahme über Schulverwaltung 
  
 Vorstellung des Angebots für da s Kind und dessen Personensorge berechtigten in Form eines 
Informationsgespräch (Anfordernisse entsprechend der Qualitätsk riterien der Stadt Münster  
und/oder Tag der offenen Tür 
 Möglichkeit der Besichtigung 
 Klärung von Fragestellungen  
       z.B. Abläufe des pädagogischen Betreuungsprofils (Flyer) 
 Aufnahmeritual für neue Kinder 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
4.1.2 
Aufsicht und Betreuung 
 Wahrnehmung der Aufsichtspflicht durch das vorgehaltene Personal 
 Strukturierung und Begleitung alltäglicher Aufgaben und Anforderungen unter 
Berücksichtigung der Bedarfe und des Alters des Kindes 
 
 Überprüfung evtl. Gefährdungen und angemessene Reaktionen/Interventionen (§ 8a SGB VIII)  
 
 
 
 
Bei Bedarf

Leistungsbeschreibung OGS 
 
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4.1.3 
Alltägliche Versorgung 
 Bereitstellen von Funktionsräumen bzw.-bereichen 
 Organisation und Bereitstellung des Mittagessens (Kulturelle Besonderheiten werden 
beachtet) 
 Bereitstellen von Arbeitsplätzen für Hausaufgaben 
 Bereitstellen von Sanitär- und Waschbereichen  
 Bereitstellen des Außenbereichs der Schule 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
4.1.4 
Gestaltung der 
Gruppenatmosphäre 
 kindgemäße, altersentsprechende Einrichtung (in Kooperation mit den Amt für Schule 
und Weiterbildung und der Schulleitung) 
 kindgerechte Spiel- und Angebotsmöglichkeiten (siehe P 4.1.5.) 
 getrennte, überschaubare und am Kind orientierte Funktionsbereiche (lernen, spielen, 
essen entspannen und toben) 
 altersgemäße Beteiligung der Kinder an der Ausgestaltung der Angebote 
 Gestaltung der Gruppenatmosphäre/Stärkung des Miteinanders über gemeinsame 
Aktivitäten 
 Entwickeltes Raumkonzept und Übergänge von Gesamtgruppe (u.a. laut) in andere ruhige 
Aktivitäten zu gewährleiten 
 
 
 
 
 
 
 
 
4.1.5 
Förderung der 
Persönlichkeitsentwicklung und 
Sozialkompetenz 
 Verabredungen von Umgangsregeln/Formen der Teilhabe  
(z.B. regelmäßige Gruppengespräche) Erläuterung des sozialen Miteinanders/ Visualisierung 
der Rechte/Kinderrechte und Pflichten im gemeinsamen Zusammenlebens 
Reflexionsgespräche in der Gruppe, allgemein oder themenzentriert (Teilhabe) 
 Visualisierter Wochenplan 
 Bedarfsorientierte Einzelkontakte, individuelle Förderung (Förderplan) 
 Durchführung von Förderangeboten (Förderplan )in Kleingruppen und gruppenübergreifenden 
 
 
 
wöchentlich 
 wöchentlich 
regelmäßig 
regelmäßig

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AGs  in verschiedenen Bildungsbereichen zu folgenden Aspekten: 
- emotionale Entwicklung und soziale Entwicklung 
- Körper, Gesundheit, Ernährung 
- Bewegung 
- Sprache und Kommunikation 
- musisch-ästhetische Bildung 
- soziale, kulturelle und interkulturelle Bildung 
 Feiern von Geburtstagen 
 
 
 
 
 
  
 
 
 
 
4.1.6 
Möglichkeiten zur Teilhabe und 
ganzheitlicher Bildung 
 Ganzheitlicher Bildungsgedanke : 
- gruppenpädagogisches Angebot (wöchentliche Reflexion in der  
Gruppe/Beschwerdeverfahren, „Meckerkasten“ Abstimmung mit Schulleitung) 
- individuelle pädagogische Angebote und Mitbestimmungsmöglichkeiten, z.B. Räumlichkeiten 
und Umgangsregeln 
- Unterstützung bei der Orientierung im Sozialraum, Nutzung der dort vorhandenen Angebote   
  und Ressourcen    
 Kooperation mit „BUT“ 
  und 
bedarfsorientiert 
 
 
 
 
 
 
 
4.1.7 
Schaffung von Voraussetzungen 
für eine körperlich gesunde 
Entwicklung 
 Allgemeine Gesundheitserziehung (Kleidung) und Ernährung (Kooperation/Projekte) 
 Bewegungsangebote (u.a. Kooperationen/Projekte) 
 Körperpflege und Hygiene (Grundregeln) 
 Beratung der Eltern/sonstige Sorgeberechtigter  
 Infoabende mit Referenten u.a. aus dem Sozialraum 
 
 regelmäßig 
 regelmäßig 
 bei Bedarf 
 bei Bedarf 
 bei Bedarf 
4.1.8 
Einübung lebenspraktischer 
Fertigkeiten 
 
 Pädagogische Gestaltung (Einbindung und Tischkultur von Mahlzeiten, kulturelle 
Besonderheiten) 
 Feinmotorik und allgemeine Motorik („bewegende“ Angebote und Projekte) 
 Ordnungsprinzipien (Kleidung, Arbeitsplatz, Tornister) 
  
 
 
 
 


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4.1.9 
Schulische Bildung  
 Mitgestaltung eines gemeinsamen Förderplans  
 kontinuierliche, strukturierte Begleitung der Hausaufgaben 
 Vermittlung einer Arbeitshaltung und Arbeitsstruktur  
 Vermittlung von Lerntechniken und Motivation 
 Kooperation mit Lehrkräften im OGS 
 Beratung der Eltern zur schulischen Begleitung und Förderung ihres Kindes 
 Abstimmung mit Schule 
 Abstimmung mit Schule 
 bei Bedarf (in enger  
Abstimmung mit Schule) 
 
 
 bei Bedarf 
  
4.1.10 
Kooperation mit den 
Sorgeberechtigten 
(§ 42 Abs. 4 Schulgesetz NRW) 
 
 Regelmäßiger Kontakt im Rahmen der Abholungssituation 
 Informationswege und Jahresplanung 
 Rückmeldung zur Entwicklung und Beteiligung des Kindes im OGS 
 Elternabende  
 Beteiligung an Elternabenden der Schule 
 Vorhalten einer Elternsprechzeit (Terminabsprache) 
 Gewinnung für Beteiligung an Aktivitäten und Festen 
 Informationen durch Elternbriefe und Aushänge 
 Bei besonderen persönlichen Problemlagen (z. B. Trennung, Scheidung, Umgangsregelungen 
oder Verschuldung) ist eine Vermittlung in die Beratungsdienste der Diakonie (BBC) oder eines 
anderen Trägers möglich 
 Herstellen von  Kontakten zum Amt für Kinder -, Jugendlichen und Familien, um mögliche 
weiterführende Hilfen im Rahmen der Hilfen zur Erziehung zu erhalten  
 
 
 Abstimmung mit Schule 
 
in Absprache mit Schule 
(Konzept) 
bei Bedarf  
bei Bedarf 
bei Bedarf 
 
bei Bedarf 
 
bei Bedarf 
4.1.11 Verlassen des 
Ganztages/Beendigung 
 Individuelle Verabschiedung 
 Abschiedsfest nach jedem Schuljahr 
 


Leistungsbeschreibung OGS 
 
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4.1.12 
Kooperation mit Schulleitung 
und 
Verwaltung der GS und Amt für 
Schule und Weiterbildung 
 Regelmäßige Abstimmungen zur institutionalisierten Zusammenarbeit (Rücksprachen 
Teilnahme an Konferenzen)  
 Kooperation mit Schulleitung und Sekretariat (Anmeldungen, BUT) 
 Enge Kooperation zwischen Schulleitung/Lehrkräften und Koordinator/in (Abstimmungen zu 
Förderaspekten, pädagogischen Inhalten/Konzepten und Einsatz von Lehrkräften im Ganztag) 
 Dokumentationen (Anwesenheitsliste, Einzelfalldokumentationen, Erstellung von Plänen und 
Elternbriefen, Dokumentation im Rahmen der schulischen Kooperation usw.)  
 Antragsstellungen bei sächlichen Bedarfen 
 Kooperation mit Netzwerkern 
 Sachgerechte Verwendung der Fördermittel 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
5. Qualitätssicherung  
 
Leistungsbereiche: Inhalte: Häufigkeit/Umfang: 
5.1 
Qualitätssicherungsgrundsätze  
Multiprofessionelle Kooperation 
 Enge Kooperation mit der Schulleitung und Verwaltung der Schule und  (Amt für Kinder 
Jugendliche und Familien) 
 Fachliche Kontakte zu Einrichtungen, Mitarbeit in Arbeitsgruppen 
 Teilnahme an Fachgremien der OGS-Anbieter 
 Teilnahme an Qualitätszirkeln 
 Jahresgespräche (Wirksamkeitsdialog)  
 stetig fortlaufende 
Prozesse in Arbeits- und 
Fachgruppen; 
gruppenübergreifend 
und durch Leitung 
gesteuert

Leistungsbeschreibung OGS 
 
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5.2 
Qualitätssicherung Team und 
fachliche Entwicklung 
 Wöchentliche Teambesprechungen zur Arbeitsorganisation und pädagogischen Planung  
 Regelmäßige Beratung durch Bereichsleitung 
 Supervision und kollegiale Beratung  
 Vorhalten einer Fachkraft für § 8a  (Leitungsvereinbarung Amt für Kinder -, Jugendliche und 
Familien und den Kinder- Jugend- und Familiendiensten der Diakonie) 
 Fachliche Anbindung zu den Entwicklungsthemen Familienarbeit und Grundschulkinder bei den 
HTG 
 
 
bei Bedarf 
bei Bedarf 
 
 
5.3  
Qualitätssicherung durch 
Personalentwicklung 
 Personalführung durch Bereichsleitung  
 Fortbildungsangebote (Fortbildungsprogramm der Stadt Münster und trägerinterne Fortbildung 
u. a. Part)) 
 Einarbeitungsprogramm für neue Mitarbeitende 
 Förderung der Ausbildung von Praktikanten   
 Fortbildungsangebote der Stadt Münster 
 
 
 
 
 
 
 
 5.4. Konzeptionelle Entwicklung  OGS Fachtagung 
 Enge Kooperation mit der Schulleitung 
 Kooperation im Sozialraum 
 
  

Leistungsbeschreibung OGS 
 
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5.5 
Beteiligungs- und 
Beschwerdemanagement für 
Eltern  
 Standardisiertes Verfahren im Umgang mit Beschwerden 
(Vordruck, Annahme, Bearbeitung und Abschluss, Dokumentation) 
 Jahresplanung 
 Einladungen zur Mitarbeit 
 
 
 
 
 
 
 
Diakonie Münster  
Kinder-, Jugend- und Familiendienste GmbH 
Fliednerstraße 15 • 48149 Münster 
Tel:  0251.8909-0 
Fax: 0251.8909-32 
info@diakonie-muenster.de 
www.diakonie-muenster.de 
Geschäftsführung: Marion Kahn • Ulrich Schülbe

Outlaw gGmbH_Konzept_Grundschule Wolbeck-Nord

21075 Zeichen

Konzept Offene

Ganztagsschule

(OGS) Wolbeck-
Nord

Januar 2019

Wir Finden den weg. Gemeinsam,

Otlaw

Kinder- und Jugendhilfe

1. Ouklaw gGmbH
1.1 Trägerbeschreibung und Leitziele

„Outlaw“ - so hieß der Zweimastschoner, mit dem alles begann und der als Namensgeber
für unser 1987 gegründetes Unternehmen fungierte.

Die Outlaw gGmbH ist ein freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe und Mitglied im Paritä-
tischen Wohlfahrtsverband. Dezentral über mehrere Bundesländer organisiert bieten wir an
den einzelnen Standorten sozialräumliche und flexibel organisierte Angebote an - konfessi-
onell und weltanschaulich unabhängig. Ob familienanaloge Wohngruppen, Sozialpädagogi-
sche Lebensgemeinschaften und Erziehungsstellen, ob klassische Kinder-

Und Jugendhilfe in Wohngruppen oder ambulante Betreuung, ob Kindertagesbetreuungs-
angebote, Jugendzentren, Schulprojekte, Horte oder Mehrgenerationenprojekte - unser
Ziel ist es immer den Menschen dort wo sie leben so viele Chancen wie möglich zu eröffnen.

INHALTLICHE UND STRUKTURELLE LEITLINIEN

SOZIALRÄUMLICHE ORIENTIERUNG:

Flexible Hilfen sind nur sinnvoll zu realisieren, wenn sie sozialräumlich organisiert sind.
Selbstverständlich gilt das Prinzip der Sozialräumlichkeit auch für andere Angebote von Out-
law, insbesondere für die Kindertageseinrichtungen. Sie sind in ihrem jeweiligen Viertel ver-
ortet. Das gleiche gilt für Jugendzentren, Schulprojekte, Familienzentren oder dem Mehr-
generationenhaus. Wir beziehen in unsere Angebote und Hilfen den Lebensort/ Lebensmit-

telpunkt von Kindern, Jugendlichen und Familien ein.

WEITGEHENDER ERHALT DER SOZIALEN BEZUGSSYSTEME:
Familie, Freunde, Bildungseinrichtungen - diese Bezüge sollen erhalten bleiben oder wie-
derhergestellt werden. Wir greifen so wenig wie möglich in die bestehenden Strukturen ein.

GESCHLECHTERORIENTIERUNG:

Wir akzeptieren, dass Frauen, Männer und Menschen mit dem dritten Geschlecht unter-
schiedliche Voraussetzungen und Bedürfnisse haben. Wir fragen nach den spezifischen The-
men von Mädchen, Jungen und den Bedürfnissen des dritten Geschlechtes und denken über

angemessene Antworten nach. Wir stehen ein für dessen Gleichstellung.

Wir finden den Weg. Gemeinsam.

Otlaw

Kinder- und Jugendhilfe

PRÄVENTION VOR INTERVENTION:

Für uns steht frühzeitige Förderung immer vor Intervention. Weiche Eingriffe vor harten Ein-
griffen - auf diese Formel lässt sich unser Verständnis von Prävention bringen.

Kinder- und Jugendhilfe insgesamt hat ihren Beitrag dazu zu leisten, dass insbesondere dau-

ernde Fremdunterbringungen zu vermeiden sind.

KOOPERATION:
Unser Ziel, die Verbesserung der Lebensbedingungen junger Menschen und ihrer
Familien, können wir nicht alleine erreichen. Wir suchen die Kooperation mit Partner*innen

innerhalb und außerhalb der Kinder- und Jugendhilfe.

BILDUNGSORIENTIERUNG:

Wir geben Bildungsanregungen. Kinder, Jugendliche und deren Eltern erfahren Lernen als
etwas, das sie brauchen und das Spaß macht, erweitern damit ihre Fähigkeiten und Kompe-
tenzen, um das eigene Leben selbstständig in die Hand zu nehmen. Lebensweltorientierte

Bildung ist der Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe.

LEITZIELE

TEILHABE ERÖFFNEN - FÜR GERECHTIGKEIT KÄMPFEN

Wir leisten mit unseren Angeboten in allen Arbeitsfeldern Beiträge, die allen Kindern bzw.
Jugendlichen erfolgreiche Zugänge zur Bildung eröffnen.

Outlaw setzt sich uneingeschränkt für eine Stärkung der Rechte von Kindern, Jugendlichen
und Familien ein.

Wir haben Respekt vor unterschiedlichen Lebensentwürfen und geben keine „Muster-Bio-
grafien“ vor, sondern unterstützen Menschen dabei, in unserer Gesellschaft ihren eigenen

Weg und ihren Platz zu finden.

DAS RICHTIGE RICHTIG TUN
Wir Formulieren zu Outlaw passende Standards, Indikatoren und Verfahren, um die Qualität
unserer Arbeit überprüfen und darstellen zu können. Wir stellen sicher, dass die gleichen

Werte für alle Menschen und Bereiche bei Outlaw gelten.

Seite 3 Konzept OGS Wolbeck-Nord 10.01.2019

Wir Finden den Weg. Gemeinsam.

Otlaw

Kinder- und Jugendhilfe

EIN GUTER ARBEITGEBER SEIN UND BLEIBEN

Outlaw strebt an, allen Mitarbeiter*innen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermög-
lichen. Wir fördern die berufliche und persönliche Entwicklung. Wir setzen uns für gute Rah-
menbedingungen der Arbeit ein. Führung bei Outlaw ist auf allen Ebenen dialogisch und par-

tizipativ, kompetent und verbindlich.

EINE LEISTUNGSFÄHIGE ORGANISATION SCHAFFEN

Wir arbeiten an der stetigen Professionalisierung und Weiterentwicklung der Organisation.
Wir gestalten eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Zentrale, Regionen und
Tochterunternehmen, die den jeweiligen Erfordernissen Rechnung trägt und die

Zusammengehörigkeit im Gesamtunternehmen Outlaw stärkt.

WIRTSCHAFTLICHEN ERFOLG NACHHALTIG SICHERN

Mit einer gesunden Ökonomie stärken wir die Substanz des Unternehmens. Wir sind von un-
seren Konzepten und der guten Praxis vor Ort überzeugt und wollen diese erfolgreich um-
setzen und Marktanteile sichern sowie strategisch klug ausbauen. Durch eine Weiterent-
wicklung der bestehenden Konzepte und die damit einhergehende Qualifikation sichern wir
den wirtschaftlichen und inhaltlichen Erfolg von Outlaw.

Das dynamische Wachstum von Outlaw in den letzten Jahren wird durch eine in erster Linie

qualitativ nachwachsende Organisation abgesichert.

AUSSENBEZIEHUNGEN PRODUKTIV GESTALTEN
Wir bringen uns aktiv in gesellschafts- und sozialpolitische Diskussionen ein.

1.2 „Outlaw macht Schule“ - Referenzen

Ob Stärkung der Sozialkompetenz, individuelle schulische Förderung, erlebnispädagogische
Angebote, Überwindung von Entwicklungsschwierigkeiten oder Vermeidung von Schulabb-
rüchen:

Mit unseren vielfältigen bundesweiten Angeboten in Schule arbeiten wir an der Schnittstelle
von Schule und Jugendhilfe. Ziel ist es immer, den Kindern und Jugendlichen in ihrer schuli-

schen Entwicklung so viel Unterstützung wie nötig zu ermöglichen.

Seite 4 Konzept OGS Wolbeck-Nord 10.01.2019

Wir finden den Weg, Gemeinsam,

Otlaw

Kinder- und Jugendhilfe

Unsere Angebote reichen von Offenen Ganztagen an Grundschulen, über Schulsozialarbeit,
Betreuungs- und Koordinationsaufgaben an weiterführenden Schulen bis hin zu Schulpro-
jekten mit dem Schwerpunkt digitale Medien und Cybermobbing.

In Bochum betreiben wir bereits seit acht Jahren den Offenen Ganztag der Regenbogen-
schule und seit 2015 der Frauenlobschule in Bochum-Hiltrup. Auch in Bochum sind wir dabei
den Bereich der OGS auszubauen und betreiben voraussichtlich ab Sommer 2019 vier neue

Einrichtungen.
1.3 Outlaw in Münster-Wolbeck

Im Stadtteil Wolbeck sind wir als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe mit einer breiten
Palette von Angeboten seit mehr als sieben Jahren fest verankert. Um die sich daraus erge-
benden Synergien für die Kinder und Familien im Stadtteil zu erweitern, übernehmen wir
gerne die Trägerschaft des Offenen Ganztages der „Städtischen Grundschule Wolbeck-
Nord.

Zu unseren Einrichtungen/ Angeboten im Stadtteil Wolbeck zählen:
« Kita Holtrode - Kita im Familienzentrumsverbund
«  BauSpielTreff Holtrode (Offene Kinder- und Jugendarbeit)
«  Ganztägige Ferienbetreuung für Grundschulkinder
e _OGS-Angebote für die Nikolaigrundschule Wolbeck
« Pädagogische Angebote für Kinder aus Flüchtlingsfamilien für die Flüchtlingseinrich-
tung am Tönskamp
e  Schulsozialarbeit am Schulzentrum Münster-Wolbeck, Haupt- und Realschule
« _AG-Koordination an der Hauptschule Wolbeck
«  Übermittagsbetreuung an der Realschule Wolbeck
« Schulprojekt „Cyber-Mobbing@fairer Umgang im Netz"

Wir verstehen uns als Sozialraumakteure, die sich täglich für positive Lebensbedingungen
für Kinder, Jugendliche und ihre Familien in Wolbeck einsetzen. Insgesamt sind wir derzeit
mit 23 hauptamtlichen Sozialpädagog*innen/ Erzieher*innen und mehr als 35 Honorarkräf-
ten im Stadtteil Wolbeck aktiv.

Wir finden den Weg. Gemeinsam,

O.tlaw

Kinder- und Jugendhilfe

Wir sind Fester Bestandteil der Sozialen Arbeit in Wolbeck und in den bezirksbezogenen Ar-
beitskreisen und Gremien vertreten. Durch unsere langjährige Arbeit im Stadtteil verfügen
wir über fundierte Kenntnisse des Sozialraums sowie ein breites Netzwerk. Eine enge Zu-
sammenarbeit und Kooperation mit den verschiedensten Akteuren im Stadtteil ist für uns
selbstverständlich. Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern stellen wir Unterstüt-
zungsangebote für Kinder, Jugendliche und ihre Familien ohne Brüche sicher und begleiten

Übergänge zwischen Institutionen,
2. Konzept Offene Ganztagsschule Wolbeck-Nord

Wir verstehen die Offene Ganztagsschule (OGS) als einen Teil des Lebensraumes von Kin-
dern. Uns ist wichtig, dass Kinder sich hier angenommen und wohl fühlen. Unser Ziel ist es
jedes Kind in seiner individuellen Entwicklung bestmöglich zu unterstützen und zu Fördern.
In der OGS bieten wir Kindern Platz zum spielen, bewegen, toben, kreativ sein, sich auspro-
bieren, mitbestimmen und ausruhen. Wir schaffen einen Ort an dem in kindgerechter Atmo-
sphäre gemeinsam Mittag gegessen wird und Kinder bei ihren Hausaufgaben begleitet so-
wie individuell gefördert werden.

Grundlage unserer Arbeit in der OGS bilden die Qualitätsstandards. Darauf aufbauend
prägt unser Verständnis von Beteiligung und Offenheit die konzeptionelle Ausrichtung un-
serer OGS in Wolbeck. Die Vernetzung und Kooperation mit unseren Angeboten und Ein-
richtungen im Stadtteil und unserem Netzwerk vor Ort bildet einen weiteren zentralen

Schwerpunkt.
2.1 Qualitätsstandards

Die Offene Ganztagsschule leistet einen wichtigen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie
und Beruf. Um für Kinder und ihre Familien ein qualitatives und bildungsorientiertes OGS-
Angebot zu schaffen, bedarf es der Festschreibung und Sicherung von Standards auf Träger-
und Einrichtungsebene. Wir orientieren uns bei der Ausrichtung der OGS an den Qualitäts-
standards der Stadt Münster auf Struktur-, Leistungs- und Qualitätsebene.

wir Finden den Weg. Gemeinsam,

Otlaw

Kinder- und Jugendhilfe

Struktur

Ganztagsstrukturen und -zeiten (inkl. Bis-Mittag-Betreuung)
Personalstruktur und fachliche Qualifizierung
Zusammenarbeit mit Schulleitung und Lehrkräften

Raumressourcen

Leistung

Soziales Lernen und ganzheitliche Förderung
Individuelle Förderung

Begleitung bei Hausaufgaben und Lernzeiten
Zusammenarbeit mit Eltern

Gemeinsames Mittagessen

Kultur der Beteiligung

Vielfältige Kooperationsangebote

Qualität

Kinderschutz
Qualitätssicherung und -entwicklung

Aufbauend auf den OGS-Qualitätsstandards der Stadt Münster prägen trägerinterne Struk-
turen und Qualitätsinstrumente die Arbeit in unserer OGS. Wir arbeiten teamorientiert und

in transparenten Organisationsstrukturen, dies beinhaltet

für die OGS:

[2

Regelmäßige Teamsitzungen

Teamtage

Teamführung durch Teamleitung

Anbindung an Bereichsleitung

Mitarbeit im trägerinternen Fachteam „OKJA, Schule, HzE Münster”
Regelmäßige trägerinterne Stadtteilgespräche
Jahresmitarbeitergespräche inkl. Zielvereinbarung

Trägerinternes Führungsleitbild

Einarbeitungskonzept

Wir finden den Weg. Gemeinsam.

Otlaw

Kinder- und Jugendhilfe

Darüber hinaus stellen wir der Qualität der Arbeit u.a. durch folgendes sicher:
« Möglichkeit zur kollegialen. Beratung oder Supervision
«e Interne und externe Angebote der Fort- und Weiterbildung
e Konzeptarbeit
« Berichte und Dokumentationen
«  Reflexions- und Evaluationsinstrumente
« Internes Verfahren zum Kinderschutz

« Internes Beschwerdemanagement
2.2 Beteiligung und Offenheit

Die Beteiligung von Kindern in der Offenen Ganztagsschule sowie die Offenheit von Ange-
boten und Tagesstruktur sind für uns wichtiger Bestandteil unserer konzeptionellen Aus-

richtung.

Beteiligung

Die Partizipation von jungen Menschen trägt nach unserem Verständnis einen wichtigen Teil
zum gelingenden Aufwachsen und Mitwirken in einer demokratischen Gesellschaft bei. Kin-
der an den sie betreffenden Angelegenheiten zu beteiligen und sie dazu anzuregen ihren
Lebensraum mitzugestalten, bildet für uns eine zentrale Querschnittsaufgabe in der OGS.
Um eine Beteiligungskultur in der OGS zu schaffen bedarf es als Grundlage einer positiven

Haltung der Erwachsenen dazu.

Darauf aufbauend zeigen sich für uns vielfältige Beteiligungsfelder:
«e Pausen- und Freizeitgestaltung
« Offene Angebote
e Mittagessen
« Gestaltung der Räume und des Schulhofes
*e Hausaufgabenbetreuung
« Öffnung in den Stadtteil

Seite 8 Konzept OGS Wolbeck-Nord 10.01.2019

Wir finden den Weg. Gemeinsam.

Otlaw

Kinder- und Jugendhilfe

Der Neuaufbau der Offenen Ganztagsschule bietet die Chance von Anfang an eine Beteili-

gungskultur aufzubauen und zu etablieren, z.B. durch:

« Neueinrichtung und Gestaltung der Räumlichkeiten

« Beschaffung von Materialien

Wir verfügen über ein breites Methodenwissen im Bereich Partizipation von Kindern. Die
stetige Berücksichtigung von Interessen, Wünschen und Anregungen von Kindern im Alltag
der OGS bildet für uns das Fundament einer umfassenden Beteiligungskultur.

Darüber hinaus werden wir - immer am Bedarf orientiert - zielgruppengerechte Partizipati-

onsmöglichkeiten schaffen, wie z.B.:

«e  Kinderversammlung, Kinderparlament

e Gremien, Sprecher*innen und Ämter

« Projektarbeit

e  Wunschbox, schwarzes Brett, Ideenkiste

Uns ist wichtig die Gestaltung von Beteiligungsprozessen immer wieder zu evaluieren und
anzupassen sowie die eigene Haltung dazu kritisch zu reflektieren. Hierfür werden wir ge-
meinsam mit unseren Mitarbeiter*innen in der OGS Methoden und Arbeitshilfen entwickeln.

Offenheit

Für die Etablierung einer Beteiligungskultur und der Förderung von Selbstwirksamkeit be-
darf es Entscheidungsspielräume. Ein wichtiger Ansatzpunkt ist dabei für uns die Gestaltung
der eigenen Zeit. Wir möchten Kindern die Möglichkeit geben ihre Zeit in unserer OGS selbst
zu gestalten und sie dabei unterstützen immer wieder eigene Entscheidungen zu treffen.
Hierfür bedarf es einer offenen Tagesstruktur und einer Offenheit der Angebote.

Im Rahmen der OGS-Zeiten können die Kinder für sich entscheiden, ob freies Spiel, Ausruhen
und Erholung oder die Mitwirkung bei offenen Angeboten für sie angemessen erscheint und
wann sie die Hausaufgabenbetreuung wahrnehmen sowie Mittagessen. Für die Begleitung
der Hausaufgaben und das gemeinsame Mittagessen stehen den Kindern verschiedene Zeit-

fenster zur Verfügung.

Wir finden den Weg, Gemeinsam.

Otlaw

Kinder- und Jugendhilfe

Offene Angebote verstehen wir als Angebote, an denen spontan jedes Kind teilnehmen
kann aber nicht muss. Es bedarf keiner Anmeldung im Vorfeld. Die offene Struktur ermög-
licht den Kindern die Angebote jederzeit wahrzunehmen oder auch wieder zu verlassen. Die
Angebotsschwerpunkte z.B. Kunst, Handwerk, Sport, Musik, Spiele und dessen Ausgestal-
tung orientieren sich an den Interessen der Kinder und bilden ein wichtiges Beteiligungsfeld

in unserer OGS.

Bsp. Lottas Montag in der OGS

Bis 13:00 Uhr: Freies Spiel & Erholung

13:00-13:30 Uhr: Mittagessen

13:30 - 14:30 Uhr: Offenes Angebot Kreativwerkstatt
14:30-15:00 Uhr: Lernzeit/ Hausaufgaben

15:00-16:00 Uhr: Freies Spiel/ Offene Angebote/ Ballspiele

VVVVWV

Unsere Mitarbeiter*innen in der OGS fungieren in der frei verfügbaren Zeit sowie in den of-
fenen Angeboten als Begleiter*innen und Impulsgeber*innen. Sie unterstützen Kinder dort
wo es sinnvoll und nötig ist und stellen sicher, dass jedes Kind täglich am Mittagessen teil-
nimmt und seine Hausaufgaben erledigt.

2.3 Vernetzung und Kooperation

Die Öffnung in den Stadtteil ist für uns ein wichtiger Bestandteil der Offenen Ganztags-
schule. Hier können wir auf unsere Angebote und Einrichtungen sowie unsere bewährten
Vernetzungs- und Kooperationsstrukturen in Wolbeck zurückgreifen. Unter der Öffnung in
den Stadtteil verstehen wir einerseits die Schaffung von Kooperationsprojekten mit ver-
schiedenen Akteuren in Wolbeck/ Münster-Südost im Rahmen der OGS-Zeiten. Andererseits
beinhaltet Sozialraumorientierung für uns immer die Vernetzung und Schaffung von indivi-
duellen Unterstützungsangeboten für Kinder und ihren Familien.

Kooperationsprojekte

Im BauSpielTreff Holtrode, eine Einrichtung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in unse-
rer Trägerschaft, werden täglich Angebote im Rahmen der OGS stattfinden. Der BauSpiel-
Treff Holtrode liegt ebenfalls im Wohngebiet Wolbeck-Nord, Fußläufig zur Grundschule.
Zielgruppe der Einrichtung sind Kinder von 6 bis 13 Jahren.

Wir Finden den Weg, Gemeinsam.

Otlaw

Kinder- und Jugendhilfe

Einen Schwerpunkt der Einrichtung bildet das große Außengelände mit Bauspielplatz, Feu-
erstelle, Trampolin und vielem mehr. Die Räume, das große Außengelände sowie die Aus-
stattung des BauSpielTreff Holtrode stehen Für tägliche OGS-Angebote, z.B. Hütten bauen,
Feuer machen, Gemüsebeete anlegen, Fahrrad- und Holzwerkstatt, zur Verfügung. Darüber
hinaus können im BauSpielTreff Holtrode besondere Aktionen, wie z.B. Osterfeuer, Beach-
party, Wasserspiele stattfinden. Neben dem BauSpielTreff Holtrode befinden sich ein Sport-
park (Stand 11/2018: Fußball, Basketball - im Bau: Beachvolleyball, Boule, Pumptrack). Die
Sportflächen werden wir in die tägliche Angebotsgestaltung der OGS aufnehmen.

Durch die kontinuierliche Nutzung des BauSpielTreff Holtrode und der Sportflächen schaf-
fen wir eine OGS, die eine kindgerechte Vielzahl an Räumen, Plätzen und Möglichkeiten im
Wohngebiet Wolbeck-Nord bietet und sich nicht auf die Räumlichkeiten der OGS beschränkt.
Darüber hinaus können wir in Kombination mit dem BauSpielTreff Holtrode wichtige Syner-
gieeffekte nutzen und schaffen.

Hierzu zählt der übergreifende Einsatz von Honorarkräften in der OGS und im BauSpielTreff
Holtrode, der regelmäßige Fachkräfteaustausch, die Nutzung der Angebote des BauSpiel-
Treff Holtrode im Anschluss an die OGS - als Randzeitenbetreuung - und die einrichtungs-

übergreifende Betreuung an Brückentagen.

Zudem kann der dringend erforderliche Ausbau der ganztägigen Ferienbetreuung vom Bau-
SpielTreff Holtrode, durch die zusätzliche Nutzung der OGS-Räumlichkeiten, im Wohngebiet
Wolbeck-Nord für Grundschulkinder erfolgen.

In Zusammenarbeit mit der Schulleitung und der Schule werden wir den BauSpielTreff
Holtrode für Schulaktivitäten, wie z.B. Klassenfeiern, Kennenlerntage oder Projektwochen

zur Verfügung stellen und bei Bedarf aktiv mitgestalten.

Weitere Kooperationsprojekte im Rahmen der OGS werden wir bedarfsorientiert und ge-
meinsam mit Stadtteilakteuren, wie z.B. dem TV Wolbeck, dem VFL Wolbeck, den Kirchen-
gemeinden, der Musikschule Wolbeck und der KG ZiBoMo installieren.

Wir finden den Weg. Gemeinsam.

Otlaw

Kinder- und Jugendhilfe

Unterstützungsangebote und Übergänge

Dort wo Kinder und ihre Familien Unterstützung brauchen setzen wir uns, immer in enger
Zusammenarbeit mit der Schule und der Schulleitung, für passgenaue Angebote und Hilfen
ein. Durch unsere langjährige Arbeit in Wolbeck können wir auf ein breites und gefestigtes
Netzwerk im Stadtteil und stadtweit zurückgreifen. Mit Blick auf Unterstützungsangebote
zählen zu unseren wichtigsten Kooperationspartnern u.a. der Familienzentrumsverbund im
Stadtteil, die frühen Hilfen, der Kommunale Sozialdienst Münster, die Flüchtlingshilfe Müns-
ter Südost, die Schulsozialarbeit am Schulzentrum Wolbeck, die aufsuchende Arbeit im
Stadtteil, die schulpsychologische Beratungsstelle der Stadt Münster und das Amt für Kin-
der, Jugendliche und Familien sowie das Sozialamt der Stadt Münster. Mit der Lebenshilfe
Münster arbeiten wir in Wolbeck bereits eng zusammen, um für Kinder mit Behinderung

passgenaue Angebote zu ermöglichen.

Darüber hinaus fungieren wir in Kooperation mit der Schule und der Schulleitung als Unter-
stützer bei der Gestaltung von Übergängen. Wir begleiten Kinder und ihre Familien bei den
Schnittstellen Kita, Grundschule und weiterführende Schule. Hier können wir einerseits auf
Einrichtungen und Angebote in unserer Trägerschaft (siehe 3. Outlaw in Wolbeck) sowie auf
unsere Mitarbeiter*innen am Schulzentrum Wolbeck zurückgreifen. Andererseits nutzen wir
unsere externen Netzwerkstrukturen.

Dort wo sich der Bedarf zeigt setzen wir uns zudem dafür ein, dass Kinder während ihrer Zeit
in der OGS z.B. in der ganztägigen Ferienbetreuung oder auch im Sportverein ihren Platz
finden. Hierfür arbeiten wir eng mit den Eltern sowie der Flüchtlingseinrichtung am Töns-

kamp zusammen und nutzen Zugänge über die Kooperationsprojekte der OGS.

Netzwerkpflege und -ausbau sind für uns wichtiger Bestandteil qualitativer Sozialer Arbeit.
wir sind in den Arbeitskreisen des Stadtteils - und stadtweit - vertreten, zeigen Präsenz im
Stadtteil und wirken bei Festen und Aktionen in Wolbeck, wie z.B. dem ZiBoMO, dem Fest
der Flüchtlingshilfe Münster Südost oder bei Aktionen des Gewerbevereins, mit.

Seite 12 Konzept OGS Wolbeck-Nord 10.01.2019

Ansprechpartnerin
Bereichsleitung

Sabrina Oertker

Outlaw gGmbH

Johann-Krane-Weg 18

48149 Münster

0251-383566-405

0160-98206230
sabrina.oertker@outlaw-ggmbh.de

Seite 13 Konzept OGS Wolbeck-Nord

10.01.2019

Wir finden den Weg, Gemeinsam,

Otlaw

Kinder- und Jugendhilfe

Anlage A

4861 Zeichen

Anlage A zur V/0210/2019 
Kurzüberblick 
Die Verwaltung und die Schulleitung schlagen mit einem hohen Konsens abschließend vor, dem 
Träger Kreisel e.V. die Trägerschaft für die Offene Ganztagsschule in der städtischen Grundschu-
le Wolbeck-Nord zu übertragen.  
Die freien Träger der Offenen Ganztagsschulen erhalten für die Koordinationen Ihrer Einrichtun-
gen erhöhte Personalkostenzuschüsse ab dem 01.08.2019 von S8b auf  S12 TVöD. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Der Rat der Stadt Münster hat mit der Vorlage V/0202/2018 beschlossen, die: „Städtische Grund-
schule Wolbeck-Nord“ wird als Offene Ganztagsschule (OGS) im Sinne des § 9 Abs. 3 Schulge-
setz NRW geführt. Die Durchführung des Offenen Ganztags übernimmt ein freier Träger der Ju-
gendhilfe. Die Vergabe hierzu erfolgt über ein Ausschreibungsverfahren.“ 
Es wurde weiterhin beauftragt, den Anteil der freien Träger der Jugendhilfe, die im Offenen Ganz-
tag tätig sind, auf mehr als 25% zu erhöhen. 
Mit dem Erreichen dieser Werte werden die ISM Leitziele „Wir werden einer der führenden Bil-
dungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungsstandorte in Europa“ und „Wir werden 
Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwickeln“, forciert. 
 
Mit der Vergabe der freien Trägerschaft der OGS für die Grundschule Wolbeck-Nord wird er-
reicht, dass bereits rund 20% der Offenen Ganztagsschulen in freier Trägerschaft geführt werden.  
 
Die Verwaltung und die Schulleitung schlagen mit einem hohen Konsens abschließend vor, dem 
Träger Kreisel e.V. die Trägerschaft für die Offene Ganztagsschule in der städtischen Grundschu-
le Wolbeck-Nord zu übertragen.  
 
Mit diesem Beschluss wird vor Inbetriebnahme der Offenen Ganztagsschule ein Träger gefunden, 
sodass weitere Detailplanungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger, der Schulleitung und 
der Verwaltung getroffen werden können. 
 
Analog zu den Koordinatorinnen im Amt 51 erhalten die freien Träger der OGS einen erhöhten 
Personalkostenzuschuss für ihre Koordinationen ab dem 01.08.2019 von derzeit S8b auf S12 
TVöD. 
 
 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 0602 Kinder- und Jugendarbeit (Offene Ganztagsschule) 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja  Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja X Nein   
Im beschlossenen Haushaltsplan 2019 enthalten? X Ja  Nein   
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? X Ja  Nein   
Bereits veranschlagt? X Ja  Nein   
Die Höhe der Aufwendungen oder Auszahlungen sind unabhängig von der vorhandenen Mittelbe-
reitstellung im Beschlussvorschlag zu nennen. Eine Angabe an dieser Stelle oder bei den Zielen

reicht nicht aus. 
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
X überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
 vollständig frei-
willig 
„Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe sind verpflichtet, Plätze für Kinder und Jugendliche im 
schulpflichtigen Alter bedarfsgerecht in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege vorzuhalten 
(§ 24 Absatz 4 SGB VIII). Die Kommune kann diese Verpflichtung auch durch entsprechende An-
gebote 
an Schulen erfüllen, soweit die Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebote nach den Grunds-
ätzen des SGB VIII gestaltet werden (§ 5 Absatz 1 KiBiz).“ RdErl. d. Ministeriums für Schule und 
Weiterbildung v. 23.12.2010 (ABl. NRW. 01/11 S. 38, berichtigt 02/11 S. 85) 
 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Münster gehört zu den am stärksten wachsenden Städten in Nordrhein-Westfalen. Nach aktuellen 
städtischen Vorausberechnungen könnte die Bevölkerung bis 2030 ohne starke Flüchtlingszuzü-
ge im Basisszenario "Dynamischer Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort" auf 326.000 Einwoh-
ner steigen. Unter Berücksichtigung zusätzlicher Flüchtlingszuwanderungen könnte das Wachs-
tum noch deutlich stärker ausfallen und Münster in 2030 bis zu 347.000 Einwohner zählen. Die 
wachsende Stadt, die alle Bereiche des Lebens betrifft, ist eine zentrale Herausforderung, der 
sich Münster stellen muss.  
Die demographische Entwicklung der Stadt Münster ist ein grundlegender Bestandteil des weite-
ren Ausbaus der Offenen Ganztagsschulen (OGS).  
Alle Maßnahmen zum Ausbau der OGS orientieren sich an der kleinräumigen Bevölkerungsprog-
nose der Stadt Münster und sind darauf ausgerichtet, eine familienfreundliche Stadtentwicklung 
zu fördern. Dazu trägt insbesondere der bedarfsgerechte Ausbau der OGS bei.  
Im Rahmen der unterschiedlichen Arbeitsfelder der OGS werden wichtige Aspekte wie Barriere-
freiheit, Inklusion, Sprachförderung und Qualifizierung differenziert berücksichtigt und unterstüt-
zen eine familienfreundliche Entwicklung in Münster. Weiterhin steht der Ausbau von Angeboten 
der Offenen Ganztagsschulen im Einklang mit der Ausrichtung Münsters als führender Wirt-
schaftsstandort.

Beratungsverlauf (5)

12.03.2019 Bezirksvertretung Münster-Südost
TOP 3.3 Anhörung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung
19.03.2019 Ausschuss für Schule und Weiterbildung
TOP 9 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
27.03.2019 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 14.1 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
03.04.2019 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 18 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
03.04.2019 Rat
TOP 22 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (9)

  • Harkortstraße 13
  • Fliednerstraße 15
  • Friedrichstraße 1
  • Grenkuhlenweg 21
  • Johann-Krane-Weg 18
  • Tönskamp
  • Am Blaukreuzwäldchen 31
  • Loevelingloh
  • Holtrode

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0210/2019
Typ
Vorlagen
Datum
25.02.2019
Erstellt
06.10.2020 14:37