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Beantwortung der schriftlichen Anfrage der SPD Fraktion AN/0291/2024 im Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren vom 29.02.2024 zum Thema „Armut in Köln: Welche sozialen Maßnahmen plant die Stadt in den Stadtteilen mit akutem sozialem Handlun

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 1274/2024 vom 21.05.2024

Stand: Am 18.06.2024 im Jugendhilfeausschuss beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.

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    Dezernat, Dienststelle V/V/3 Vorlagen-Nummer 21.05.2024 1274/2024 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 06.06.2024 Ausschuss Schule und Weiterbildung 10.06.2024 Jugendhilfeausschuss 18.06.2024 Beantwortung der schriftlichen Anfrage der SPD Fraktion AN/0291/2024 „Armut in Köln: Welche sozialen Maßnahmen plant die Stadt in den Stadtteilen mit akutem sozialem Handlungsbedarf?" im Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren vom 29.02.2024 Zu den Fragen nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung: Bezugnehmend auf die vorgelegten Ergebnisse aus der Strukturdatenerhebung 2023 zur Einkommensverteilung (Mitteilung 0446/2024) stellt die SPD Fraktion Fragen zum Thema „Armut in Köln: Welche sozialen Maßnahmen plant die Stadt in den Stadtteilen mit akutem sozialem Handlungsbedarf?“ Die integrierte, strategische Sozialplanung geht davon aus, dass eine Armutsrisiko- lage in der Regel nicht allein durch Einkommensarmut gekennzeichnet ist. Oftmals geht sie einher mit Belastungen oder Schwierigkeiten in anderen Lebenslagenberei- chen wie z. B. Beeinträchtigungen im gesundheitlichen Bereich, geringere Chancen im Bildungs- oder Beschäftigungssystem sowie im Bereich der sozialen, kulturellen und politischen Teilhabe. Im 1. Kölner Lebenslagenbericht 2020 wurde aufgezeigt, wie durch Wechselwirkungen zwischen materiellen Lebensverhältnissen und weiteren Ein- flussfaktoren wie z.B. Krankheit, Bildung, Arbeitslosigkeit, Familienkonstellationen, etc. Armutsrisikolagen entstehen können: Wenn beispielsweise Kinder in einkommensschwachen Verhältnissen aufwach- sen, die Bildungs- und Erziehungskompetenz der Eltern eingeschränkt ist und ggf. gesundheitliche Belastungen oder sprachliche Barrieren hinzukommen, be- steht das Risiko, dass Übergänge von der Kita in die Grundschule und in die weiterführenden Schulen nicht gut gelingen, d. h. dass Bildungsdefizite entste- hen. Im späteren Verlauf des Lebens kann dadurch der Zugang zu einer berufli- chen Ausbildung und zu einer Erwerbstätigkeit beeinträchtigt sein. Damit redu- ziert sich die Wahrscheinlichkeit einer guten Einkommens- und Wohnsituation sowie einer guten Versorgung im Alter. 2 2 Vor diesem Hintergrund bedeutet Armut zu bekämpfen, vor allem in den frühen Le- bensphasen Projekte und Maßnahmen zu fördern, die dazu beitragen, dass auch Kin- der aus belasteten Familien Kitas und Kindergärten besuchen. Viele der Kinder, die von dieser Betreuung profitieren würden, besuchen den Kindergarten erst gar nicht. Der Kindergartenbesuch sollte deshalb „gefördert“ werden. Nur so können Übergänge - vom Eintritt in die Kita, in die Grundschule, in die weiterführende Schule und später ins Berufsleben - gut gelingen. Aus Sicht der integrierten Sozialplanung sind dazu die folgenden Herausforderungen zu bewältigen: 1. Startchancen verbessern – Gesundheit von Kindern und Jugendlichen aus ein- kommensschwachen Familien fördern. 2. Mehr Bildungsgerechtigkeit für Kinder und Jugendliche aus einkommensschwa- chen, benachteiligten Familien. 3. Berufliche Chancen insbesondere für junge Erwachsene mit internationaler Fa- miliengeschichte verbessern. 4. Familien- und Kinderarmut abbauen - Mehrfach belastete Lebenslagen durch abgestimmte Hilfen gezielt verbessern. Darüber hinaus sind auch Armutsrisikolagen der älteren Menschen zu bearbeiten. In der Beschlussvorlage 4069/2022 werden weitere Herausforderungen dargestellt sowie die jeweils zu erreichenden strategischen Ziele und Teilziele zur Bewältigung der Her- ausforderungen (vgl. hierzu Anlage 1 der Vorlage 4069/2022). In der Sitzung am 21.3.2024 hat der Rat die Vorlage beschlossen. Gemäß des Ratsauftrages hat die Verwaltung inzwischen einen integrierten, dezernatsübergreifenden Prozess gestartet, in dem die vorhandenen Strategien und Maßnahmen im Hinblick auf die zu erreichen- den Ziele zur Bekämpfung von Armut überprüft und weiterentwickelt werden sollen. Im Rahmen des Förderprogramms „Lebenswerte Veedel – Bürger*innen und Sozial- raumorientierung in Köln“ wurde bereits damit begonnen, Strategien zur Verbesserung der Kinder- und Jugendgesundheit zu überprüfen und Projekte und Maßnahmen zur Zielerreichung zu entwickeln und umzusetzen. Das Thema ist im Rahmen des Förder- programms Schwerpunktthema. Frage 1: Wie bewertet die Stadtverwaltung die Verschlechterung der Armutsquoten in den betreffenden Stadtteilen, und wie begründet sie sie? Antwort der Verwaltung: Mit den Ergebnissen der Strukturdatenerhebung 2023 zur Einkommensverteilung wur- den erstmals Armutsrisikoquoten für Kölner Stadtteile vorgelegt. Da keine Bezugsgrö- ßen aus Vorjahren vorliegen, kann nicht beurteilt werden, welche Veränderungen ein- getreten sind, also ob sich die Armutsrisikoquoten in den Stadtteilen verschlechtert haben. Die Ergebnisse der Strukturdatenerhebung 2023 zur Einkommensverteilung (Mittei- lung 0446/2024) weisen für Köln für das Jahr 2023 eine Armutsrisikoquote von 24,1% aus. Gemessen wurde hier der Anteil der Haushalte mit Armutsrisiko. Innerhalb des Stadtgebiets gibt es Stadtteile mit weit über dem städtischen Durch- schnitt liegenden Armutsrisikoquoten. Bezirke bzw. Stadtteile mit sehr hohen Armuts- gefährdungsquoten sind  Bezirk Chorweiler (33%) 3 3  Stadtteil Chorweiler (64%)  Stadtteil Seeberg (60%)  Bezirk Porz (25%):  Stadtteil Finkenberg (58%)  Bezirk Kalk (34%)  Stadtteil Ostheim (52%)  Stadtteil Kalk (48%)  Bezirk Mülheim (30%):  Stadtteil Dünnwald (43%) Im Vergleich mit den 15 größten Städten Deutschlands liegt Köln mit einer personen- bezogenen Armutsrisikoquote von 20,4% im Jahr 2022 auf Platz 10. D. h. es gibt neun Städte, die höhere Armutsrisikoquoten1 ausweisen als Köln. Von den 15 Städten hat Duisburg mit 30,3% den höchsten Anteil an Personen (nicht Haushalten!) mit einem Armutsrisiko, München mit 10,5% den niedrigsten Anteil. Von einem höheren Armutsrisiko betroffen sind insbesondere Alleinerziehende, kin- derreiche Familien sowie Familien mit einer Zuwanderungsgeschichte.2 Die Gründe für die Entstehung von Armut sind – wie oben beschrieben – oftmals in Wechselwirkungen der Belastungen oder Schwierigkeiten in anderen Lebenslagenbe- reichen (Gesundheit, Bildung, Erwerbstätigkeit, Wohnen, soziale, kulturelle und politi- sche Teilhabe) zu suchen. Dass die Armutsrisikoquoten in einzelnen Stadtteilen weit über dem gesamtstädti- schen Durchschnitt liegen, hat damit zu tun, dass einkommensarme Familien – Allein- erziehende, kinderreiche Familien und Familien mit einer Zuwanderungsgeschichte – öfter in Stadtteilen wohnen, in denen die Mieten günstiger sind. Diese liegen eher am Stadtrand bzw. in den oben genannten Stadteilen. Zu berücksichtigen ist, dass es sich bei Ergebnissen aus der Strukturdatenerhebung um eine „Momentaufnahme“ zum Zeitpunkt der Befragung handelt. Da Menschen ins- besondere bei Verbesserung der Lebensverhältnisse den Wohnort wechseln (Fort- züge) und andere Personen in die betreffenden Gebiete ziehen (Zuzüge), können zu einem anderen Zeitpunkt nicht mehr dieselben Personen befragt werden. Das bedeu- tet, dass mit den berichteten Daten nur Aussagen zur Bevölkerung zum Zeitpunkt der Befragung im jeweiligen Gebiet getroffen werden können, nicht aber über die Entwick- lung der Lebenssituation der Menschen im Verlauf. Frage 2: Welche Maßnahmen/Projekte zur Armutsbekämpfung laufen aktuell in den betref- fenden Stadtteilen? Antwort der Verwaltung: Insbesondere in den Stadtteilen in den 15 Sozialraumgebieten werden zur Armutsbe- kämpfung eine Vielzahl von gesetzlichen Leistungen gewährt und darüber hinaus viele Maßnahmen zur Verbesserung von Teilhabechancen bei freien Trägern gefördert. Die Leistungen und Maßnahmen können hier nicht vollständig aufgelistet werden. In der 1 vgl. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/159848/umfrage/armutsgefaehrdungsquote -in- deutschland-2008/; Abrufdatum: 12.3.2024 ) Auf Duisburg mit 30,3% folgt von Bremen 27,6%, Dort- mund 23,8%, Essen 22.4%, Hannover 22,3%, Leipzig 21,2%, Düsseldorf 20,8%, Frankfurt 20,7%, Nürnberg 20,7% und Köln 20,4%. Im Mikrozensus 2022 wurde der Anteil der Personen mit einem Ar- mutsrisiko ermittelt. 2 vgl. hierzu den 1. Kölner Lebenslagenbericht 2020, S. 53, S. 87, S. 98, S. 112, auf Basis der Daten der Leben in Köln -Umfrage 2016 ermittelt. 4 4 folgenden Tabelle werden Beispiele benannt: Gez. Dr. Rau 5 5 Lebenslagen - bereich Lebensphase/ Zielgruppe Maßnahme Erläuterung Verantwortlich Gesundheit 0 - 3 Jahre Frühe Hilfen Unterstützung, Beratung und Begleitung von Schwangeren und Familien mit Kindern im Alter von 0 -3 Jahren in belasteten Lebenssituationen (insbeson- dere minderjährige Schwangere und Mütter, Eltern mit psychischer oder kör- perlicher Erkrankung und/oder noch nic ht lange in Deutschland sind. Es er- folgt eine Unterstützung mit koordinierten Hilfsangeboten (u.a. auch Unterstüt- zung im Rahmen der Kita -Anmeldung oder Anbindung an diverse Beratungs- stellen), so dass die Entwicklungsmöglichkeiten verbessert und die Bezie- hungs- und Erziehungskompetenz der Eltern gestärkt wird. Die Möglichkeit zu einem gesunden Aufwachsen soll verbessert und gesichert werden. Es be- steht eine enge Zusammenarbeit mit anderen Akteuren, wie z.B. Schwanger- schaftsberatungsstellen, Gesundheitswesen (Entbindungs- / Kinderkliniken, niedergelassene Kollegen, Hebammen etc.), Interdisziplinäre Frühförderung, Kinder- und Jugendhilfe und weiteren soziale Dienste und Beratungsstellen. Das Angebot ist kostenlos, niedrigschwellig und freiwillig. Gesundheitsamt, 533 - Abteilung Kinder- und Ju- gendgesundheits- dienst; Netzwerk Frühe Hilfen Betreuung/ Bildung 2-6 Jahre Ausbau der sozialräum- lichen Betreuungs- und Bildungsinfrastruktur Für gerechte Bildungs - und Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen verfolgt die Stadt Köln eine „Doppelstrategie“: Erstens wird entschieden in die Regelsysteme der Bildung investiert, um die Bildungs - und Entwicklungschan- cen aller Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen zu verbessern. Zweitens kommt die Stadt der zentralen Maxime stä dtischer Armutsbekämpfung in ei- nem sozialräumlichen Bezug, „Ungleiches ungleich behandeln“, auch mit Blick auf das Handlungsfeld „Bildung, Jugend und Sport“ nach und fördert gerade solche Einrichtungen und Angebote noch einmal verstärkt, die vielen Kindern und Jugendlichen in prekären sozialen Lebenslagen verbesserte Bildungs - und Entwicklungschancen eröffnen. IV/2 Integrierte Ju- gend- und Schul- entwicklungspla- nung Bildung 3 – 6 Jahre Familienzentren/ plusKITA Mit Blick auf die Bildung von Kindern und Jugendlichen haben insbesondere der Ausbau der Kindertagesbetreuung und die schulische Ganztagsbildung ei- nen ausgesprochen hohen bildungs - und gesellschaftspolitischen Stellenwert: Für die Eltern spielt eine flexible und qualitativ hochwertige Kinderbetreu ung eine zentrale Rolle für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf (Betreuungsas- pekt). Für die Kinder selbst ergeben sich verbesserte Bildungschancen, insbe- sondere, wenn sie aus benachteiligten Familien kommen (Bildungsaspekt). In diesem Zusammenhang werd en gerade Kindertageseinrichtungen, die beson- ders vielen Kindern aus sozial benachteiligten Lebensverhältnissen verbes- serte Bildungschancen eröffnen, zu Familienzentren weiterentwickelt und/oder erhalten zusätzliche finanzielle Förderungen als plusKITA -Einrichtungen für zusätzliche Sprachförderung nach KiBiz. IV/2 Integrierte Ju- gend- und Schul- entwicklungspla- nung 6 6 Lebenslagen - bereich Lebensphase/ Zielgruppe Maßnahme Erläuterung Verantwortlich Gesundheit 6 - 10 Jahre, Fa- milien Gesundheitslotsen- dienste in Familien- grundschul-zentren Der Gesundheitslotsendienst ist ein Angebot des Gesundhe itsamtes an den 9 Familiengrundschulzentren (FGZ) im Kölner Stadtgebiet seit Ende 2021. Im Rahmen der Untersuchungen des kinder - und jugendärztlichen Dienstes fiel immer wieder auf, dass viele Schüler*innen einen medizinischen Bedarf mit- bringen, der in der Schulsituation nicht abgedeckt ist. Die Zusammenarbeit mit den Familiengrundschulzentren ermöglicht gemeinsame Angebote, engen Kontakt zur Schulsozialarbeit, Austausch mit den übergeordneten Strukturen (Schul- und Jugendhilfeplanung) und gemeinsame Evalua tion. Der GLD ist Teil der Kölner Gesamtstrategie „Kölner Kinder Stärken!“, die sich gegen Armut von Kindern, Jugendlichen und Familien richtet und durch Mittel aus dem Förderprogramm „kinderstark – NRW schafft Chancen“ unterstützt wird. Im Mittelpunkt de s Angebotes stehen die Beratung zu Gesundheit und Krankheit, Vermittlung z.B. zu einer ärztlichen Behandlung oder Diagnostik und bei Bedarf Begleitung der Adressat*innen zu Erstterminen bei Ärzten oder Beratungsstellen. Um Sprachbarrieren zu überwinden, si nd die Lots*innen mit mobilen Videodolmetschern ausgestattet. Ebenso erfolgen präventive Gruppenangebote an den Schulen (z.B. Gesun- des Elterncafé, Rauchpräventionstag, Stadtteilparcours, Gesunde Brotdose, Stadtteilparcours, Fit -Gruppe für Kinder mit beson deren Bedarfen u.a.). Gesundheitsamt, 533- Abteilung Kin- der- und Jugend- gesundheits- dienst, Gesund- heitsamt Gesundheit 6-10 Jahre brotZeit Grundschulen mit einem Schulsozialindex in den Stufen 6 bis 9 können an dem Projekt "brotZeit" (kostenloses Frühstück) teilnehmen, welches der gleichnamige Verein initiiert. Derzeit erfolgt ein Aufbau der erforderlichen Strukturen. Aus den Stadtbezirken Chorweiler, Porz, Kalk und Mülheim könn- ten mittelfristig 35 Schulen an dem Projekt teilhaben. Amt für Schulent- wicklung 7 7 Lebenslagen - bereich Lebensphase/ Zielgruppe Maßnahme Erläuterung Verantwortlich Bildung 6 - 10 Jahre Familiengrundschul- zentren Besonders herausgeforderte Grundschulen erhalten seit 2020 mit Landesför- dermitteln aus „kinderstark – NRW schafft Chancen“ und auf der Grundlage des kommunalen Gesamtkonzeptes „Kölner Kinder stärken“ sowie Fö rdermit- teln des Ministeriums für Schule und Bildung Nordrhein -Westfalen zu Famili- engrundschulzentren mit angeschlossenem Gesundheitslotsendienst (s. oben). Vorrangige Ziele der Familiengrundschulzentren sind, sozialer Benachteili- gung entgegenzuwirken und m ehr Bildungsgerechtigkeit herzustellen über niederschwellige, partizipativ entwickelte Angebote für Eltern und Kinder an Grundschulen. In den Stadtbezirken 6, 7, 8 und 9 sieht die Ausstattung wie folgt aus:  Chorweiler: 16 kommunale Stellen Schulsozialarbe it, davon 2 FGZ an Grundschulen  Porz: 23 kommunale Stellen Schulsozialarbeit, davon 2 FGZ an Grund- schulen  Kalk: 19 kommunale Stellen Schulsozialarbeit, davon 5 FGZ an Grund- schulen  Mülheim: 33 kommunale Stellen Schulsozialarbeit an Grund - und weiter- führenden Schulen, davon 2 Familiengrundschulzentren (FGZ) an Grund- schulen Amt für Schulent- wicklung; IV/2 Inte- grierte Jugend- und Schulentwick- lungs-planung Bildung 6 - 18 Jahre Schulsozialarbeit Vorrangige Ziele der Schulsozialarbeit sind, Kinder, Jugendliche und junge Er- wachsene in der Schule und in der Familie zu stärken, soziale Benachteiligun- gen von Schüler*innen auszugleichen und individuelle Beeinträchtigungen zu überwinden. Der Einsatz erfolgt nach Kriterien der sozialen Benachteiligung und wird nach einem „schulscharfen“ Sozialindex umgesetzt. (S. auch Familiengrundschul- zentren.) Amt für Schulent - wicklung; IV/2 Inte- grierte Jugend- und Schulentwick- lungsplanung 8 8 Lebenslagen - bereich Lebensphase/ Zielgruppe Maßnahme Erläuterung Verantwortlich Bildung 6 – 18 Jahre Kulturelle Bildung (s. auch die folgenden un- tenstehenden Maßnah- men zu kultureller Bil- dung) Projekte Kultureller Bildung unterstützen langfristig die Bekämpfung von Ar- mut, in dem sie zu Chancengerechtigkeit und gesellschaftlicher Teilhabe bei- tragen. So werden auch in Porz und Kalk für Kinder und Jugendliche regelmä- ßig kostenlose Angebote Kultureller Bildung vorgehalten.  Angebote im Rahmen des Landesprogramms NRW Kulturrucksack: 2023 haben in Kalk 4 Projekte stattgefunden, in Porz waren es 14. Für 2024 werden Stand Ende März in Kalk 5 Projekte, in Porz 8 Projekte geplant. 2023 haben in Mülheim 6 Projekte stattgefunden, in Chorweiler waren es 2. Für 2024 sind in Mülheim Stand Mitte März 7 Projekte geplant, in Chor- weiler sind 3 geplant.  Angebote über das Landesprogramm NRW Kultur und Schule: Im Schul- jahr 2023/24 haben 2 Projekte in Kalk und 8 Projekte in Porz an unter- schiedlichen Schulformen stattgefunden. Für das Schuljahr 2024/25 sind bislang ebenfalls 2 Projekte in Kalk und 8 Projekte in Porz gepla nt. Im Schuljahr 2022/23 haben 2 Projekte in Chorweiler und 3 Projekte in Mül- heim stattgefunden. Im Schuljahr 2023/24 werden 3 Projekte in Mülheim und 2 Projekte in Chorweiler durchgeführt.  Angebot Kommunaler Fonds Kulturelle Bildung: Über den neuen kommu- nalen Fonds KuBiK wird aktuell 1 Projekt in Porz unterstützt.  Plattform für Kulturelle Bildung Musenkuss (www.musenkuss -koeln.de): Die Plattform-Datenbank hat einen Filter für Angebote in rechtsrheini- schen Stadtteilen (29 Angebote Stand März 2024) sowie für kostenlose Veranstaltungen und Kurse (47 Stand März 2024). Amt für Schulent- wicklung Bildung 6 – 10 Jahre Offene Ganztagsschu- len (OGTS) Erhöhte Fördermittel werden für Offene Ganztagsschulen in Wohnbereichen mit erhöhtem Jugendhilfebedarf gewährt. Hier handelt es sich um zusätzliche kommunale Fördermittel in Höhe von 2.560, - Euro pro Gruppe und Schuljahr. Aus den Stadtbezirken 6 -9 erhalten derzeit 36 Grundschulen diese Förderung. Amt für Schulent- wicklung Bildung 3 – 6 Jahre Outreach KiTas Grundstufe Mus ikalisierungsprogramm an KiTas in Chorweiler und Kalk Amt für Schulent- wicklung 9 9 Lebenslagen - bereich Lebensphase/ Zielgruppe Maßnahme Erläuterung Verantwortlich Bildung 6 - 10 Jahre Outreach Grundschule Kostenloses Musikalisierungsangebot  an der Grundschule Lustheiderstraße in Kalk: 2. Schuljahr: Klassensingen (Sidifit) 3. Schuljahr Ukuleleklassen OGTS TanzenSingenMusizieren  für alle 2. und 3. Jahrgangsstufen an der Gemeinschaftsgrundschule Riphahnstraße in Chorweiler: 2. Jahrgang Klassensingen 3. Jahrgang Ukulelenklassen Amt für Schulent- wicklung Bildung 6 – 10 Jahre Kulturelles Bildungspro- gramm  in Grund- und Förderschulen in Chorweiler und Mülheim: JeKits („JeKits – Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen“ - kulturelles Bildungsprogramm in Grund- und Förderschulen des Landes NRW), Percussions -AG  in Grund- und Förderschulen in Kalk und Porz: TanzenSingenMusizieren als OGTS-Angebot, Baglama -AG und Baglama Einzelunterricht, JeKits, Percussions-AG Amt für Schulent- wicklung Bildung 6 – 18 Jahre KölnPass für alle Angebote der Rheinischen Musikschule Amt für Schulent- wicklung Bildung 6 – 18 Jahre Bildung und Teilhabe Gutscheine für alle Angebote der Rheinischen Musikschule Amt für Schulent- wicklung Gesundheit z.B. Geflüchtete ohne Aufent- halts-status, Wohnungslose o- der ehemals Pri- vatversicherte Anonymer Kranken- schein Mit Hilfe eines anonymen Krankenscheins (AKS) können Menschen ohne Krankenversicherung medizinische Behandlungen in Anspruch nehmen. Ne- ben der Behandlung bei bereits bestehenden gesundheitlichen Einschränkun- gen liegt der Fokus auf Präventivmaßnahmen. Betro ffene sind z.B. Geflüch- tete ohne Aufenthaltsstatus, Wohnungslose oder ehemals Privatversicherte. Das Projekt ist auf eine Laufzeit von 18 Monaten vom 01.07.2023 bis zum 31.12.2024 begrenzt. Kooperation des Gesundheitsamts, des Amts für In- tegration und Vie l- falt, der Clearing- stelle Migration und Gesundheit, des Netzwerks für Menschen ohne Papiere und der Malteser Medizin für Menschen ohne Krankenver- sicherung Gesundheit Alle Lebenspha- sen Aufsuchendes Suchtclearing Beratung von drogengebrauchenden Menschen im öffentlichen Raum und Vermittlung in das Sozial -/Gesundheitssystem Gesundheitsamt in Kooperation mit Suchthilfeträgern 10 10 Lebenslagen - bereich Lebensphase/ Zielgruppe Maßnahme Erläuterung Verantwortlich Gesundheit Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund Integrationslots*innen Gesundheit Die Integrationslots*innen Gesundheit informieren in den Communities von Zugewanderten über das Gesundheitssystem, Zugänge zur Gesundheitsvor- sorge und Gesundheitsversorgung. Ziel ist die Eigenverantwortung für Ge- sundheit und Prävention zu stärke n sowie langfristig einen Beitrag zur Redu- zierung von Ungleichheiten bezüglich der Gesundheitschancen, bei Men- schen mit Migrations - und Fluchthintergrund zu leisten. Caritas i.A. des Gesundheitsamtes Gesundheit Senior*innen Präventive Hausbesu- che Durch die aufsuchende Beratung der präventiven Hausbesuche werden früh- zeitig Bedarfe bekannt und die Bürger*innen werden bei der Beantragung ent- sprechender Leistungen unterstützt. Amt für Soziales, Arbeit und Senio- ren, 503 - Fach- stelle für Senior*in- nen und behin- derte Menschen Einkommen Gesundheit Senior*innen Senior*innenberatung Die Senior*innenberatung in den einzelnen Stadtteilen berät zu den ver- schiedensten Themen, die eine (drohende) Altersarmut aufdecken und zu den entsprechenden Hilfs - und Leistungsangeboten für Menschen, denen eine sol- che Lage droht oder die sich bereits darin befinden. Amt für Soziales, Arbeit und Senio- ren, 503 - Fach- stelle für Senior*in- nen und behin- derte Menschen Beschäftigung Langzeitarbeits- lose Menschen KomProArBeit Die kommunale Arbeitsmarktförderung ist mit ihren Programmen „KomProAr- Beit – Kommunales Programm für Arbeit und Beschäftigungsfähigkeit“ und dem Stadtverschönerungsprogramm auch sozialraumorientiert aufgestellt. Bei der Orientierung auf Empowerment ist es unerlässlich, die Menschen dort zu erreichen, wo sich ihr Lebensraum befindet. Amt für Soziales, Arbeit und Senio- ren, 505 - Abtei- lung Arbeitsmarkt - förderung Beschäftigung Erwerbs- und ar- beitslosen Men- schen BOREA Das Netzwerk „BOREA - Beratung und Orientierung für erwerbs- und arbeits- lose Menschen“ umfasst die Teilelemente „Erweiterte Erwerbslosenberatung“ und „ArBOr - Arbeitsbezogene Beratung und Orientierung“ Amt für Soziales, Arbeit und Senio- ren, 505 - Abtei- lung Ar-beitsmarkt- förderung Einkommen Alte Menschen, Menschen mit Erwerbsminde- rung Hilfen zum Lebensun- terhalt und Grundsiche- rung nach dem SGB XII Einkommenssicherung Amt für Soziales, Arbeit und Senio- ren, 502 - Abtei- lung Fachstelle Wohnen, wirt- schaftliche Hilfen, ResoDienste 11 11 Lebenslagen - bereich Lebensphase/ Zielgruppe Maßnahme Erläuterung Verantwortlich Einkommen Pflegebedürftige Personen, die den Pflege-auf- wand nicht aus eigenen Mitteln sicherstellen kön- nen. Leistungen der Hilfe zur Pflege und Hilfe in be- sonderen Lebenslagen (insbesondere Hilfe zur Weiterführung des Haushalts) nach SGB XII Einkommenssicherung Amt für Soziales, Arbeit und Senio- ren, 503 - Fach- stelle für Senior*in- nen und behin- derte Menschen Einkommen Asylbewerber* innen Leistungen nach dem Asylbewerberleistungs- gesetz Einkommenssicherung Amt für Soziales, Arbeit und Senio- ren, 502 - Abtei- lung Fachstelle Wohnen, wirt- schaftliche Hilfen, ResoDienste Einkommen Kinder von Al- leinerziehenden Unterhaltsvorschuss für Kinder von Alleinerzie- henden nach dem Un- terhaltsvorschussge- setz Einkommenssicherung Amt für Soziales, Arbeit und Senio- ren, 502 - Abtei- lung Fachstelle Wohnen, wirt- schaftliche Hilfen, ResoDienste Bildung Kinder aus ein- kommens- schwachen Fa- milien BuT - Leistungen Unterstützende Leistungen für die Bildung (unter anderem Schulbedarf, Aus- flüge und Klassenfahrten, ermäßigtes Mittagessen in Kindertagesstätte und Schule) und Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben (Sport, Kultur, Musik, Ferienfreizeit) nach dem Sozialgesetzbuch II und XII und dem Bundeskinder- geldgesetz Amt für Soziales, Arbeit und Senio- ren, 504 - Abtei- lung Bildung und Teilhabe, Köln - Pass Gesellschaftli- che/ kulturelle Teilhabe Senior*innen Seniorennetzwerke Unter Berücksichtigung, dass der Begriff der Altersarmut auch geringere Teil- habe am gesellschaftlichen Leben bedeut et, wird durch die SeniorenNetz- werke in den einzelnen Sozialräumen Teilhabe ermöglicht. Amt für Soziales, Arbeit und Senio- ren, 503 - Fach- stelle für Senior*in- nen und behin- derte Menschen 12 12 Lebenslagen - bereich Lebensphase/ Zielgruppe Maßnahme Erläuterung Verantwortlich Wohnen Alle Lebenspha- sen Gemeinwesenarbeit Das Förderprogramm Gemeinwesenarbeit wird nach Ausweitung seit dem 01.07.2021 in insgesamt 13 Kölner Quartieren umgesetzt, im Stadtbezirk Porz in den Quartieren Finkenberg, sowie Zündorf Rosenhügel, im Stadtbezirk Kalk in den Quartieren Kalk -Nord, sowie Merheim Mitte – Winterberger Straße. Amt für Soziales, Arbeit und Senio- ren, 507 - Abtei- lung für Woh- nungsnotfälle Wohnen Alle Lebenspha- sen Zuhause im Veedel Die Maßnahme Zuhause im Veedel, die Teil des Integrierten Stadtentwick- lungskonzeptes „Starke Veedel – starkes Köln“ ist , läuft im Sozialraum Ostheim Neubrück (Gernsheimer Straße) vom 01.07.2022 bis zum 31.12.2025. Amt für Soziales, Arbeit und Senio- ren, 507 - Abtei- lung für Woh- nungsnotfälle Wohnen Alle Lebenspha- sen Sozialverträgliche Bele- gungssteuerung grund- sätzlich mietvertragsfä- higer Wohnungsnotfälle Die sozialverträgliche Belegungssteuerung grundsätzlich mietvertragsfähiger Wohnungsnotfälle im Rahmen der Belegrechtsverträge mit der GAG Immobi- lien AG sowie (in geringerem Umfang) mit der Aachener Siedlungs - und Woh- nungsgesellschaft mbH erfolgt in ausgewählten Straßenzügen bzw. Quartie- ren in Porz, Seeberg, Ostheim, Kalk und Dünnwald. Amt für Soziales, Arbeit und Senio- ren, 507 - Abtei- lung für Woh- nungsnotfälle Einkommen, gesellschaftli- che/ kulturelle Teilhabe Alle Lebenspha- sen Bürgerhäuser Von den 14 Kölner Bürgerhäusern/-zentren befinden sich sieben in ausge- schriebenen Sozialraumgebieten u.a. in Chorweiler, Finkenberg oder Kalk. Die einzelnen Häuser wirken mit diversen Angeboten, Veranstaltungen oder auch Projekten der Armut entgegen. In fünf der Bürgerhäuser gibt es Lebensmittel- ausgaben. Dabei handelt es sich i.d.R. um Kooperationsprojekte mit der Köl- ner Tafel und weiteren sozialräumlichen Akteur*innen. Ferner gibt es verschie- dene Angebote, die sich auch gezielt an Personengruppen mit geringem Ein- kommen richten, beispielsweise Mittagstische, Seniorenfrühstücke oder ähnli- che Angebote. Hier werden teilweise keine oder auch nur geringe Beiträge er- hoben, um sicherstellen zu können, dass möglichst viele Menschen von den Angeboten partizipieren können. Neben kostenfreien und kostengünstigen Be- gegnungsräumen, gibt es auch Angebote, wie beispielsweise „Umsonst -Lä- den“. Hier werden Gebrauchsgegenstände oder Kleidung an Hilfebedürftige ausgegeben.Des Weiteren können Menschen m it geringem Einkommen auch am kulturellen Leben, durch vergünstigte Eintrittspreise, teilhaben. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Beratungsangebote, die bis auf wenige Ausnah- men, allen Menschen kostenlos zur Verfügung stehen. Amt für Soziales, Arbeit und Senio- ren, 506 - Abtei- lung Bürgerhäuser/ -zentren [Hier eingeben] Frage 3: Welche Maßnahmen/Projekte zur Armutsbekämpfung sind aktuell in den betref- fenden Stadtteilen geplant, und werden? Antwort der Verwaltung: Vielfach sind keine neuen Maßnahmen geplant. Überwiegend werden vorhandene Maßnahmen weitergeführt und ggf. weiterentwickelt (vgl. auch Tabelle zu Frage 2 und Antwort auf Frage 4). Frage 4: Wie bewertet die Stadtverwaltung die Bilanz der bisherigen Maßnahmen im Kampf gegen die Armut in den betreffenden Stadtteilen? Antwort der Verwaltung: Wie in der Beschlussvorlage 4069/2022 vorgesehen, sollen im Rahmen der integrier- ten, strategischen Sozialplanung die bisherigen Strategien und Maßnahmen im Hin- blick auf ihren Beitrag zur Zielerreichung überprüft und ggf. weiterentwickelt werden, sofern dies noch nicht im Rahmen der zuständigen Fachplanungen erfolgt ist. Über die Umsetzung der Strategien und die Erreichung der Ziele soll regelmäßig berichtet werden. Bei der Erarbeitung von Sozialraumgebietsplanungen werden zukünftig im Rahmen des Förderprogramms „Lebenswerte Veedel – Bürger*innen- und Sozialraumorientie- rung in Köln“ vorhandene Strategien/Maßnahmen sozialräumlich bewertet. Ein Bei- spiel aus dem Bereich der Kinder –und Jugendgesundheit soll dies veranschaulichen (s. Abschnitt a)). Weitere Beispiele werden benannt (s. Abschnitte b) und c)). a) Kinder- und Jugendgesundheit Im Bereich der Kinder –und Jugendgesundheit wurden die angewendeten Strategien und Maßnahmen bereits durch Expert*innen und Akteur*innen in den Sozialraumge- bieten in zwei Auftakt-Konferenzen bewertet. Auf die Frage, wie die gesundheitliche Lage von Kindern und Jugendlichen verbessert werden kann, wurden drei strategi- sche Ansätze erarbeitet:  Verbesserung der Zugänge und Übergänge  Verbesserung der Informationen und der Vernetzung  Beteiligung der Zielgruppen. In einer Online-Umfrage in allen 15 Sozialraumgebieten wurden 1.250 Vertreter*innen von Angebote/Dienste/Einrichtungen angeschrieben und gefragt, wie sie die Umset- zung dieser strategischen Ansätze in ihren Sozialraumgebieten bewerten. 406 Vertre- ter*innen haben geantwortet (= 33% Rücklaufquote). Die Rückmeldungen wurden nach verschiedenen Aspekten kategorisiert und strukturiert. Aus den Ergebnissen wurden dann insgesamt elf Projekte abgeleitet, fünf sozialräumliche und sechs ge- samtstädtische Projekte, die schrittweise in die Umsetzung gehen (vgl. untenstehende Abbildung; blau gekennzeichnete Projekte = sozialräumliche Projekte): 14 b) Bildung  Vorrangige Ziele der Schulsozialarbeit sind, Kinder, Jugendliche und junge Er- wachsene in der Schule und in der Familie zu stärken, soziale Benachteiligungen von Schüler*innen auszugleichen und individuelle Beeinträchtigungen zu überwin- den. Die Wirksamkeit von Schulsozialarbeit wird unter anderem über Rückmeldun- gen der Schüler*innen und Lehrkräfte beobachtet.  Vorrangige Ziele der Familiengrundschulzentren sind, sozialer Benachteiligung entgegenzuwirken und mehr Bildungsgerechtigkeit herzustellen über nieder- schwellige, partizipativ entwickelte Angebote für Eltern und Kinder an Grundschu- len. Familiengrundschulzentren bestehen seit 2020. Ergebnisse einer ersten Eva- luation mittels einer Fachkräftebefragung sind in der Mitteilung 0182/2024 zu fin- den. Eine Schüler*innenbefragung ist für 2024 geplant. c) Beschäftigungsförderung  Die große Zielsetzung der kommunalen Arbeitsmarktförderung ist es, die Erwerbs- beteiligung zu steigern und insbesondere Frauen noch stärker als bisher in das Er- werbsleben einzubinden. Zudem ist ebenfalls ein Ziel, die Zuwanderung von Fach- kräften aus dem Ausland zu fördern und auch das Potenzial der Geflüchteten zu nutzen, in dem diese gezielt in den Arbeitsmarkt integriert werden. Unternehmen müssen dabei unterstützt werden, die Vorteile einer vielfältigen Arbeitnehmer- schaft, die aus Menschen unterschiedlichen Geschlechts und Alters sowie ver- schiedener Herkunft besteht und auch Menschen mit Behinderung einschließt, zu nutzen und von diesen zu profitieren.  Die Träger im Netzwerk BOREA haben ein Alleinstellungsmerkmal in der Arbeit mit den Zielgruppen, insbesondere mit von Arbeitslosigkeit Betroffenen und langzeitar- beitslosen Menschen. Sie verfügen über teilweise jahrzehntelange Erfahrung in der Arbeit und weisen einen hohen Bekanntheitsgrad unter den ratsuchenden Menschen auf. Sie sind oftmals erste Anlaufstelle im „Veedel“ für ihre Bedarfe, 15 Nöte und Fragen sowie für Nutzung von unterschiedlichen Angeboten im Bereich Bildung, Freizeit und Aktivitäten. Frage 5: Sind der Verwaltung bereits Pläne des Landes bekannt, welche Maßnah- men/Projekte zur Armutsbekämpfung im Jahr 2024 für Köln aufgelegt werden? Antwort der Verwaltung: Pläne des Landes zu neuen Projekten/Maßnahmen zur Armutsbekämpfung sind der Verwaltung nicht bekannt.

Beratungsverlauf

  1. 06.06.2024

    Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren

    Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  2. 10.06.2024

    Ausschuss Schule und Weiterbildung

    TOP 8.10, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  3. 18.06.2024 zuletzt

    Jugendhilfeausschuss

    TOP 8.5.3, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen

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