V/0764/2006
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
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Beschlussvorlage
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V/0764/2006 DER OBERBÜRGERMEISTER Abfallwirtschaftsbetriebe Münster Betrifft Abfallwirtschaftsbetriebe Münster - Wirtschaftsplan 2007 - Finanzplan 2007 - 2011 Beratungsfolge 21.11.2006 Ausschuss für Personal, Recht und Ordnung Vorberatung 23.11.2006 Werksausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe Vorberatung 06.12.2006 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung 13.12.2006 Hauptausschuss Vorberatung 13.12.2006 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: Sachentscheidung: 1. Der anliegende Wirtschaftsplan 2007 für die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster wird beschlos- sen. a) Der Erfolgsplan 2007 weist Erträge in Höhe von 46.806.000 € und Aufwendungen in Höhe von 46.721.000 € auf. Der Erfolgsplan schließt mit einem Überschuss in Höhe von 85.000 € ab. b) Der Vermögensplan 2007 hat ein Gesamtvolumen von 4.160.000 €. c) Die Stellenübersicht 2007 weist 297,54 Arbeitnehmer/-innenstellen (zuzüglich 11 Aus- zubildende) aus. Darüber hinaus werden 6 Beamte beschäftigt. 2. Zur Überbrückung von kurzfristigen Liquiditätsengpässen können die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster Kassenkredite bis zu einer Höhe von 5.088.100 € aufnehmen. Begründung: Vorbemerkungen Hiermit wird der Wirtschaftsplan 2007 für die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster vorgelegt. Ergän- zend zum Wirtschaftsplan ist ein Finanzplan erstellt worden. Er gibt einen fünfjährigen Überblick über die voraussichtlichen Investitionsausgaben und deren geplante Finanzierung. Der Finanzplan Vorlagen-Nr.: V/0764/2006 Auskunft erteilt: Herr Wedding Ruf: 60 52 42 E-Mail: WeddingC@awm.stadt-muenster.de Datum: 23.10.2006 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0764/2006 ist dem Wirtschaftsplan als Anlage beigefügt. Im Rahmen der Maßnahmen zur Optimierung des Beteiligungsmanagements sowie des Beteiligungscontrollings der Stadt Münster ist dem Wirt- schaftsplan zusätzlich ein fünfjähriger Erfolgsplan als Anlage beigefügt. Zu 1.: Für die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster ist nach den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung ein Wirtschaftsplan, bestehend aus Erfolgs- und Vermögensplan sowie Stellenübersicht, aufzustel- len. Als Grundlage für die dort enthaltenen Wertansätze dienen: a) die Erfahrungen der bisherigen Tätigkeit der AWM b) das Rechnungsergebnis 2005 c) die bisherige Abwicklung des Wirtschaftsplanes 2006 d) das vom Rat der Stadt Münster beschlossene Abfallwirtschaftskonzept e) die Eigenbetriebsverordnung f) die handelsrechtlichen Vorschriften. Von diesem Wirtschaftsplan unabhängig ist die Er stellung der Gebührenbedarfsberechnung, die nach dem Kommunalabgabenrecht erfolgt. Der Erfolgsplan weist einen Überschuss in Höhe von 85.000 € aus. Er ergibt sich aus unterschied- lichen gesetzlichen Kalkulationsansätzen im Wirtschaftsplan und in der Gebührenbedarfsberech- nung. Nähere Einzelheiten hierzu sind in den Erläuterungen des Wirtschaftsplanes Seite 18 darge- stellt. Der Vermögensplan zeigt die notwendigen Investitionsmaßnahmen auf. In der Stellenübersicht sind für 2007 297,54 Stellen für Arbeitnehmer/-innen ausgewiesen. Zu 2.: Um auch kurzfristige Liquiditätsengpässe überbrücken zu können, kann es erforderlich sein, in Abstimmung mit dem Amt für Finanzen und Beteiligungen Kassenkredite bis zu einer max. Höhe von 5.088.100 € aufzunehmen. I.V. gez. Bickeböller Stadtkämmerin Anlage: Wirtschaftsplan 2007 der AWM
Anlage
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Wirtschaftsplan 2007 Saubere Lösung. Umschlag Innenseite Inhaltsverzeichnis 1 Wirtschaftsplan 2007 1. Vorbemerkungen zum Wirtschaftsplan 2007 2 der AWM 2. Die Unternehmensleitlinien und Ziele 4 der AWM 3. Die Betriebsbereiche und Leistungen 7 der AWM 4. Erfolgsplan 2007 14 der AWM Erläuterungen zum Erfolgsplan 2007 15 Anlage: Mittelfristiger Erfolgsplan 20 5. Vermögensplan 2007 21 der AWM Erläuterungen zum Vermögensplan 2007 22 Anlage: Mittelfristiger Finanzplan 24 6. Stellenübersicht 2007 25 der AWM Impressum 28 Wirtschaftsplan 2007 | 1 Inhaltsverzeichnis Wirtschaftsplan 2007 Saubere Lösung. Rechtsgrundlage für die Erstellung des Wirtschafts- planes 2007 ist die Eigenbetriebsverordnung (EigVO NW) in der Fassung vom 16.11.2004. Der hier vorgelegte Wirtschaftsplan stellt die vom Eigenbetrieb 2007 zu erbringenden Dienstleistungs- produkte und die zur Leistungserbringung erforder- lichen Ressourcen dar. Gem. § 14 EigVO besteht der Wirtschaftsplan aus dem Erfolgsplan, dem Vermögensplan und der Stellen- übersicht. Darüber hinaus werden im vorliegenden Wirtschaftplan die Unternehmensleitlinien sowie die Ziele und Leistungen der AWM dargestellt. Der Erfolgsplan des Eigenbetriebes enthält alle voraus- sehbaren Erträge und Aufwendungen des Wirtschafts- planes. Er basiert auf den erzielten Ergebnissen des Wirtschaftsjahres 2005 und auf den heute bekannten und sich bereits abzeichnenden Tendenzen und Trends des laufenden Wirtschaftsjahres 2006. Der Erfolgsplan 2007 zeigt neben den Wirtschaftsplan- ansätzen 2006 und 2007 auch das Rechnungsergebnis 2005. Der Vermögensplan enthält alle voraussehbaren Ein- nahmen und Ausgaben aus Anlageänderungen und aus der Kreditwirtschaft, die notwendigen Verpflichtungs– ermächtigungen sowie auf der Einnahmeseite die vor- handenen oder zu beschaffenden Deckungsmittel. Die Stellenübersicht hat gem. § 17 EigVO NW die im Wirtschaftsjahr erforderlichen Stellen für Angestellte und Arbeiter zu enthalten. Beamte, die bei dem Eigen- betrieb beschäftigt werden, sind im Stellenplan der Ge- meinde zu führen und in der Stellenübersicht des Eigen- betriebes nachrichtlich anzugeben. Zum Vergleich sind die Zahlen der im laufenden Wirtschaftsjahr vorgesehe- nen und der tatsächlich besetzten Stellen anzugeben. 1. Vorbemerkungen zum Wirtschaftsplan 2007 der AWM 2 | Wirtschaftsplan 2007 Saubere Lösung. Wirtschaftsplan 2007 | 3 Erfolgsplan Erträge und Aufwendungen des Erfolgsplans gliedern sich wie folgt: Erträge Umsatzerlöse 42.817.000 € Sonstige betriebliche Erträge 865.000 € Sonstige Zinsen u. ä. Erträge 500.000 € Ertrag aus der Auflösung der 2.624.000 € Rückstellung Gebührenüberschüsse 46.806.000 € Aufwendungen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.531.000 € Aufwendungen für bezogene 19.530.000 € Leistungen Löhne und Gehälter 10.887.000 € Soziale Abgaben 3.195.000 € Abschreibungen abzüglich der Erträge 4.278.000 € aus der Auflösung des Sonderpostens aus Zuweisungen der öffentlichen Hand Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.025.000 € Zinsen u. ä. Aufwendungen 203.000 € Sonstige Steuern 72.000 € 46.721.000 € Jahresüberschuss 85.000 € Der Jahresüberschuss entsteht aus unterschiedlichen gesetzlichen Kalkulationsansätzen im Wirtschaftsplan und in der Gebührenbedarfsberechnung (vgl. S. 19 Er- läuterungen zum Erfolgsplan, Ziff. 15). Vermögensplan Die Ausgaben und deren Deckungsmittel stellen sich im Vermögensplan folgendermaßen dar: Ausgaben Darlehnstilgungen 960.000 € Investitionen - Stadtreinigung 440.000 € - Abfall- u. Wertstoffwirtschaft 2.580.000 € - Gemeinsame Anlagen 180.000 € 4.160.000 € Deckungsmittel Zuführungen zu Rückstellungen mit 0 € langfristigem Charakter Abschreibungen abzüglich der Erträge 4.160.000 € aus der Auflösung des Sonderpostens aus Zuweisungen der öffentlichen Hand Kredite 0 € Jahresüberschuss 0 € 4.160.000 € Münster, 13.12.2006 i. V. gez. Bickeböller Stadtkämmerin i. A. gez. Hasenkamp Werkleiter Saubere Lösung. Das Unternehmen Die AWM sind ein kommunales Unternehmen der Ent- sorgungswirtschaft. Als Eigenbetrieb der Stadt Münster nehmen wir die hoheitlichen Aufgaben in den Bereichen Abfallwirtschaft und Stadtreinigung in Münster wahr. Im Rahmen der Daseinsvorsorge garantieren wir Ent- sorgungssicherheit. Innerhalb dieser Geschäftsfelder erbringen die AWM in Verbindung mit Ihren Partnern qualifizierte Dienstleistungen für Münster. Unsere Kernkompetenzen decken das gesamte Spektrum die- ser Aufgaben – Logistik, Lagerung, Verwertung, Beseiti- gung, Stadtreinigung und Winterdienst – ab. Die AWM sind zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb für das Einsammeln, Befördern, Lagern, Behandeln, Ver- werten und Beseitigen von Abfällen. Darüber hinaus ist der gesamte Betrieb, inklusive der Leistungsbereiche Straßenreinigung, Winterdienst sowie Wartung und Instandhaltung kommunaler Fahrzeuge gem. DIN EN ISO 9001:2000 (Qualitätsmanagement), DIN EN ISO 14001:2004 (Umweltmanagement) und OHSAS 18001 (Arbeitsschutzmanagement) zertifiziert. 2. Die Unternehmensleitlinien und Ziele der AWM 4 | Wirtschaftsplan 2007 Saubere Lösung. Rechtsform Eigenbetrieb der Stadt Münster Beschäftigte 320 Mitarbeiter Werkleitung Patrick Hasenkamp Gründung 1996 [davor: Amt für Stadtreinigung und Abfallwirtschaft] Entsorgung 302 km 2 Stadtfläche 280.000 Einwohner Straßenreinigung Winterdienst Betriebsbereiche Entsorgungswirtschaft [Logistik, Lagerung, Verwertung, Beseitigung] für Privathaushalte und gewerbliche Bereiche Containerdienst Betriebsstandorte Hauptverwaltung und Betriebshof für Abfallwirtschaft und Straßenreinigung 10 Recyclinghöfe Entsorgungszentrum mit Deponiefläche und Anlagen: · mechanisch-biologische Restabfallbehandlungsanlage [Betreiber Remondis] · Blockheizkraftwerk [Stadtwerke Münster] · Sickerwasserbehandlungsanlage · Bioabfallvergärungsanlage [Stadtwerke Münster] · Grünkompostierungsanlage · Zentraldeponie I und II · Lebensmittelverwertungsanlage [Saria] · Wertstoffsortieranlage [MS-Recycling] Abfallwirtschaftsbetriebe Münster Immer mit Verantwortung Die AWM übernehmen mit Ihrer Arbeit die Verantwor- tung für Entsorgungssicherheit, Sauberkeit und Stadt- hygiene in Münster, für das Allgemeinwohl und die Umwelt sowie für rechtlich, fachlich und wirtschaftlich einwandfreie Arbeit. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AWM ist eigenverantwortliches Han- deln selbstverständlich. Immer für die Umwelt Die gesetzlichen Bestimmun- gen und behördlichen Auf- lagen und Vorschriften zum Umweltschutz sind für die AWM ein Mindeststandard. Unter Berücksichtigung wirt- schaftlicher Bedingungen streben wir jedoch ein höhe- res Maß an Umweltverträg- lichkeit und Nachhaltigkeit in allen Handlungsbereichen an. Unsere Unternehmensleitlinien Immer für Münster Die AWM arbeiten für und in Münster und sind eng mit der Stadt verbunden. Die Mitarbeiter der AWM gehören zum Stadtbild und tragen mit ihrer Leistung zur Lebens- qualität in Münster bei. Wir sind immer in der Nähe, gut zu erreichen und schnell vor Ort. Alles was wir mit unserer täglichen Arbeit erwirtschaften, erwirtschaften wir für Münster. Wir fühlen uns den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt verpflichtet. Die Produkte und Leistungen der AWM sollen allen Menschen in Münster Nutzen bringen. Immer mit Erfahrung Die AWM sowie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verfügen über langjährige Erfahrung in Abfallwirtschaft und Stadtreinigung. Wir kennen Münster genau. So sind wir in der Lage den Bürgern und unseren gewerb- lichen Kunden unkomplizierte und praktische Lösungen anzubieten. Um diese Kompetenz zu erhalten und weiterzuentwickeln setzen wir auf langfristige Beschäf- tigung, Fortbildung unserer Mitarbeiter, Zukunftssicherung durch Ausbildung von Nach- wuchskräften und moderne Informationsverarbeitung. Immer mit Innovation Die AWM haben sich seit ihrer Gründung sehr verändert und die Abfallwirtschaft hat in den vergangen Jahren einen regelrechten Strukturwandel vollzogen. Die AWM wol- len den Wandel gestalten und stehen daher auch immer für Innovation. Ob logistische Lösungen, Ver- fahrenstechnik oder Gebührenordnung, die AWM wol- len immer an der Spitze der Entwicklung stehen. Wirtschaftsplan 2007 | 5 Saubere Lösung. Unsere Unternehmensziele Sauberkeit Die AWM fühlen sich der Sauberkeit in der Stadt Münster verpflichtet. Deshalb ist es uns ein wichtiges Anliegen, im Rahmen unseres öffentlichen Auftrages eine mög- lichst umfassende und reibungslose Abfallwirtschaft und Stadtreinigung zu gewährleisten. Dem hohen An- spruch der münsterschen Bürgerschaft entsprechend, sorgen die AWM dafür, dass die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung in Münster qualitativ führend ist. Sicherheit Je reibungsloser Abfallwirt- schaft und Stadtreinigung funktionieren, umso selbst- verständlicher wird ihr origi- näres Ziel, die Sicherung gesunder und hygienischer Lebensbedingungen, wahrge- nommen. Für die AWM ist Stadthygiene das Leitziel ihres Handelns. Die AWM garantieren den Bürgerinnen und Bürgern Münsters Entsorgungssicherheit und Daseinsvorsorge für mindestens 10 Jahre. Wirtschaftlichkeit Im Rahmen ihres öffentlichen Auftrages ist es den AWM ein wichtiges Anliegen, alle abfallwirtschaftlichen Leistungen für die Stadt Münster wirtschaftlich zu erbringen. Seit der Gründung der AWM wurde das ehe- malige städtische Amt zu einem modernen, leistungs- starken und kostenbewussten Unternehmen umgestal- tet. So sind wir auch im Wandel der Abfallwirtschaft gut positioniert und den zukünftigen Herausforde- rungen gewachsen. Qualität Wirtschaftliches Handelnbedeutet für die AWM immer auch Qualität. Im Sinne der Daseinsvorsorge müssen und wollen wir langfristig denken. Daher entscheiden sich die AWM in Zusammenarbeit mit dem Werksaus- schuss der Abfallwirtschaftsbetriebe immer für Qualität. Nachhaltigkeit Nicht nur im wirtschaftlichen, sondern auch im ökolo- gischen und sozialen Sinne stehen die AWM für Nach- haltigkeit. Ob Abfallwirtschaftkonzept, Verwertungs- und Entsorgungsanlagen oder Fuhrpark, die AWM orientieren sich an hohen ökologischen Maßstäben. Damit die Abfallwirtschaft auch sozial tragbar ist, ste- hen wir auch dafür, dass sie bezahlbar ist. Dies behal- ten wir bei den Gebühren, aber auch vor Ort an den Wohnstandorten im Auge. Lebensqualität Mit Entsorgungssicherheit, Sauberkeit und einer ökolo- gischen Abfallwirtschaft wollen die AWM ihren Beitrag zu einer hohen Lebensqualität in Münster leisten. Erste Wahl Die AWM wollen für Münster, seine Bürger und Gewer- bebetriebe die erste Wahl und das führende Entsor- gungsunternehmen in Münster sein. Dies wollen wir durch eine gute Leistung, ein gutes Preis- / Leistungs- verhältnis sowie Bürger- bzw. Kundenorientierung errei- chen. Im Spannungsfeld zwi- schen öffentlichen Aufgaben und wirtschaftlichem Den- ken ist es unser Wunsch, dem Wert einer gesicherten Abfallwirtschaft Bedeutung zu geben. 6 | Wirtschaftsplan 2007 Saubere Lösung. Wirtschaftsplan 2007 | 7 3. Die Betriebsbereiche und Leistungen der AWM Saubere Lösung. Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster gliedern sich in die originären Betriebsbereiche „Stadtreinigung“ und „Abfallwirtschaft“ . Zur Erfüllung der originären Betriebs- aufgaben werden die allgemeinen und zentralen Be- triebe benötigt. Dargestellt sind die Leistungen aller Betriebsbereiche gem. dem Leistungskatalog der AWM. Eine Leistung umfasst alle Tätigkeiten von der Planung über Samm- lung und Transport bis zur Verwertung und Beseitigung. Leistungen Stadtreinigung Leistungen Abfallwirtschaft Allgemeine und zentrale Leistungen Leistungen Stadtreinigung Grundlage für die Durchführung der Straßenreinigung ist das Straßenreinigungsgesetz - StrReinG NW- vom 18.12.1975 und die dazu erlassene Straßenreinigungs- satzung der Stadt Münster in der jeweils gültigen Fassung. Hieraus ergibt sich der Umfang der Straßen- reinigung. Die Abfallwirtschaftsbetriebe haben nach den gesetzlichen Vorgaben die Reinigung und die Win- terwartung auf öffentlichen Verkehrsflächen, Wegen und öffentlichen Plätzen innerhalb des Stadtgebietes durchzuführen. Allg. Straßenreinigung · Fahrbahnreinigung · Vollreinigung Winterdienst · Winterdienst auf Fahrbahnen · Winterdienst auf Geh- und Überwegen Sonderleistungen der Straßenreinigung · Außergewöhnliche Reinigung · Reinigung von Radwegen außerhalb geschlossener Ortslagen · Reinigung von Grundstücken für das Amt für Liegenschaften und Schulamt · Reinigung von öffentlichkeitsrelevanten Veranstaltungen · Reinigung von Gewerbeflächen Sonderleistungen im Winterdienst · Winterdienst an Bushaltestellen · Winterdienst vor städt. Grundstücken · Winterdienst auf Schulhöfen 8 | Wirtschaftsplan 2007 Saubere Lösung. Leistungen Abfallwirtschaft Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster erfüllen für das Gebiet der Stadt Münster die Aufgaben des öffentlich- rechtlichen Entsorgungsträgers im Sinne des Kreislauf- wirtschafts- und Abfallgesetzes (KrW-/AbfG). Die Sicherstellung einer geordneten Abfallwirtschaft bildet die Grundlage für eine langfristige Entsorgungs- sicherheit in der Stadt Münster. Neben den gesetz- lichen Vorgaben von KrW-/AbfG und Landesabfallgesetz wurde zur Entwicklung und Umsetzung der kommunalen abfallwirtschaftlichen Ziele bereits 1986 ein Abfallwirtschaftskonzept (AWK) erarbeitet. Das AWK wird regelmäßig fortgeschrieben (letztmalig im Jahre 2002). Betrieb der abfallwirtschaftlichen Anlagen · 10 Recyclinghöfe · Problemabfallzwischenlager · Entsorgungszentrum Münster Restabfallbeseitigung · Restabfall aus 35-l-Abfallbehältern bis 1.100-l-Abfallbehältern · Restabfall aus Restabfallsäcken · Restabfall aus Sperrgutabfuhr · Restabfall aus Straßenpapierkörben · Restabfall von Recyclinghöfen · Gewerbeabfälle · Asbesthaltige Abfälle · Mineralfaserabfälle · Sonstige Abfälle Bioabfallverwertung · Bioabfall aus 35-l-Biotonnen bis 240-l-Biotonnen Grünabfallverwertung · Grünabfall von Recyclinghöfen · Grünabfall aus Gartenabfallsäcken (Sperrgutabfuhr) Papierverwertung (Mono ohne DSD) · Papier aus Papiertonnen (Gewerbe), 88 % · Papier aus Papiertonnen (Haushalt), 88 % · Papier von Recyclinghöfen, 88 % Papier DSD · Papier aus Papiertonnen, Gewerbe 12 % · Papier aus Papiertonnen, Haushalte 12 % · Papier von Recyclinghöfen, 12 % Leichtverpackungen DSD · LVP aus Gelben Säcken · LVP aus Gelben 1100-l-MGB · LVP aus Presscontainern Wirtschaftsplan 2007 | 9 Saubere Lösung. Containerdienst · Umleerbehälter 2,5 cbm bis 7,0 cbm · Kleinbehälter 1,25 cbm bis 2,2 cbm · Absetzbehälter 5 cbm bis 7 cbm · Abrollbehälter 18 cbm bis 34 cbm · Presscontainer 10 cbm (Absetzverfahren) · Presscontainer 22 cbm (Abrollverfahren) · Entsorgung von Großveranstaltungen Sonderleistungen Müllabfuhr · Abholung von ölhaltigen Abfällen · Sonderleerungen 120-l-Behälter bis 1.100-l-Behälter · Sonderabholung sonstiger Abfall (z. B. Sperrgut) · Behälterreinigung · Sonstige Sonderleistungen Altholzverwertung · Holz von Recyclinghöfen Sammlung von Kühlgeräten und Elektronikschrott · Kühlgeräte von Recyclinghöfen · Kühlgeräte aus der Sperrgutabfuhr · Kühlgeräte Direktanlieferung EZM Verwertung von Altmetallen · Metalle von Recyclinghöfen Verwertung und Beseitigung von Problemabfällen · Problemabfälle aus Haushalten Verwertung sonstiger Abfälle · Styropor von Recyclinghöfen · Altreifen von Recyclinghöfen · Sonstige Wertstoffe von Recyclinghöfen Aktenvernichtung · 240-l-Behälter bis 660-l-Behälter · 5-cbm-Absetzbehälter bis 7-cbm-Absetzbehälter 10 | Wirtschaftsplan 2007 Saubere Lösung. Sonderleistungen der Entsorgungsanlagen · Problemabfallbeseitigung aus Kleingewerbebetrieben · Annahme von Inertstoffen · Sickerwasserbehandlung für Dritte · Grünabfall Direktanlieferung EZM · Wertstoffgemisch Direktanlieferung EZM · Annahme von artenreinen verwertbaren Abfällen EZM · Annahme von Bauschutt EZM · Annahme von nicht sortierten Baustellenabfällen EZM · Papier Direktanlieferung EZM · Holz Direktanlieferung EZM · Kühlgeräte, Elektronikschrott Direktanlieferung EZM · Sonstige Sonderleistungen Werkstätten (externe Fahrzeuge) · Reparaturwerkstatt · Tankstelle Bereitschaftsdienst (für andere Ämter) · Bereitschaftsdienst gem. StrWG · Bereitschaftsdienst gem. OBG · sonstiger Bereitschaftsdienst Wirtschaftsplan 2007 | 11 Saubere Lösung. Allgemeine und zentrale Leistungen Zur Erfüllung der originären Betriebsaufgaben im Bereich der Stadtreinigung und der Abfallwirtschaft werden die internen Leistungen der AWM benötigt. Folgende interne Leistungen werden erbracht. Verwaltung · Werkleitung · Werksausschussbetreuung · Allgemeine Verwaltung · Beschaffungs- und Lagerwesen · Personaleinsatz, Personalbetreuung · Vermarktung von Recyclingprodukten · Debitoren-Kreditorenbuchhaltung · Finanzbuchhaltung · Kostenrechnung · Kreditwesen · Wirtschaftsplanung/Controlling · DV-Organisation · Pförtnerdienst Ausbildung · Kfz-Mechatroniker · Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft Betriebsmarketing/Öffentlichkeitsarbeit/ Abfallwirtschaftberatung · Abfalltelefon · Abfallwirtschaftsberatung von Privathaushalten (einschließlich Wohnbaugesellschaften und Hausverwaltungen) und Gewerbebetrieben · Erarbeitung und Umsetzung zielgruppenspezifischer Vermeidungs- und Verwertungskonzepte · Konzepterstellung zur abfallwirtschaftlichen Beratung von Multiplikatorengruppen (Abfallpädagogik, Arbeit mit Verbänden und Interessenvertretungen) · Systemberatung und Kundenbetreuung · Beschwerdemanagement · Öffentlichkeitsarbeit zu Themen der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung 12 | Wirtschaftsplan 2007 Saubere Lösung. Planung und Entwicklung · Fortschreibung des kommunalen Abfallwirtschafts- konzeptes · Entwicklung, Konzeption und Bau abfallwirtschaftlich erforderlicher Behandlungs-, Verwertungs- und Entsorgungsanlagen, einschließlich Recyclinghöfe und Zwischenläger · Ausführungsplanung für die Rekultivierung von Teilabschnitten der Zentraldeponie Münster II · Organisation der Beseitigung und Verwertung der getrennt erfassten Restabfälle, Wertstoffe und Problemabfälle · Organisation von Abfallabfuhr und Stadtreinigung · Entwicklung und Konzeption von Sammelsystemen und Transportlogistik · Revier- und Tourenplanung · Disposition Abfallwirtschaft und Stadtreinigung · Betriebdatenerfassung/Rapportierung · Abfallstatistik Betrieb · Überwachung der von Dritten betriebenen Anlagen, insbesondere der Wertstoffsortieranlage, dem Block- heizkraftwerk, der Sickerwasserbehandlungsanlage, der Bioabfallvergärungsanlage und der Restabfallbe- handlungsanlage (MBRA) · Betrieb der Werkstätten (Rösnerstraße, Deponie) · Betrieb der Tankstelle und der Waschanlage Wirtschaftsplan 2007 | 13 Saubere Lösung. 1. Umsatzerlöse 42.817.000 39.981.000 41.120.499 2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen Erzeugnissen 0 0 - 9.177 3. Sonstige betriebliche Erträge 3.489.000 4.696.000 2.739.743 davon Inanspruchnahme der Rückstellung für Gebührenüberschüsse 2.624.000 4.336.000 1.718.507 4. Ertrag aus der Auflösung des Sonderpostens DSD 0 0 5.040 5. Materialaufwendungen a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.531.000 2.930.000 2.832.071 b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 19.530.000 18.267.000 18.169.728 6. Personalaufwendungen a) Löhne und Gehälter 10.887.000 10.839.000 10.832.051 b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und 3.195.000 3.206.000 3.345.129 Unterstützung 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des 4.278.000 4.295.000 3.844.885 Anlagevermögens und Sachanlagen und Finanzanlagen 8. Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens aus Zuweisungen 0 50.000 18.494 der öffentlichen Hand 9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.025.000 5.034.000 4.690.615 davon Zuführung zu Rückstellungen für Gebührenüberschüsse 0 00 10. Sonstige Zinsen u. ä. Erträge 500.000 265.000 415.729 11. Zinsen u. ä. Aufwendungen 203.000 213.000 241.965 12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 157.000 208.000 334.683 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 00 14. Sonstige Steuern 72.000 73.000 64.922 15. Jahresergebnis 85.000 135.000 269.762 14 | Wirtschaftsplan 2007 Planansatz Planansatz Rechnungs- 2007 2006 ergebnis 2005 EUR EUR EUR Saubere Lösung. 4. Erfolgsplan 2007 der AWM Erläuterungen zum Erfolgsplan 2007 1. Umsatzerlöse 42.817.000 € Inhalt dieser Position sind die Einnahmen aus der Stra- ßenreinigung und der Abfallwirtschaft. Im Einzelnen gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt: · Straßenreinigungsgebühren 3.318.000 € · Straßenreinigungsentgelt Stadtanteil 1.097.000 € · Umsatzerlöse Winterdienst 1.405.000 € · Umsatzerlöse Abfallwirtschaft/DSD 34.889.000 € · Umsatzerlöse Nebengeschäfte 2.108.000 € 1.1 Straßenreinigung Den Umsatzerlösen aus der Straßenreinigung liegen die vom Rat für 2005 beschlossenen Straßenreinigungs- gebühren zugrunde. Der Anteil des Allg. Haushaltes basiert auf gesetzlichen und satzungsrechtlichen Bestimmungen. Die Kosten des Winterdienstes werden zugunsten einer rechtssicheren Straßenreinigungssatzung aus der Ge- bührenkalkulation abgegrenzt und seit dem Jahr 2004 aus allgemeinen Haushaltsmitteln der Stadt getragen. Die Gebühr der Straßenreinigung bleibt 2007 konstant (s. auch Vorlage Nr. V/0827/2006). Wirtschaftsplan 2007 | 15 Saubere Lösung. Die Gebühren betragen für die regelmäßige wöchentliche Reinigung je Frontmeter: 1.2 Abfallwirtschaft Die folgenden vom Rat der Stadt Münster zu beschlie- ßenden Abfallbeseitigungs-, Abfallverwertungs- und Deponiegebühren bilden die Grundlage der Umsatz- erlöse aus der Abfallwirtschaft. Die Gebühren basieren auf einem Gebührenmodell bestehend aus einer haus- haltsbezogenen Grundgebühr und einer Leistungsge- bühr. Der Gebührensatz steigt gegenüber 2006 um durchschnittlich 6,56 %. Die Anhebung basiert im Wesentlichen auf der geplanten Mehrwertsteuerer- höhung und gestiegenen Energiekosten. (s. dazu Vorlage V/0826/2006). Vollreinigung der Anliegerstraßen 3,96 1 x wöchentliche Reinigung Vollreinigung der Durchgangsstraßen 3,48 1 x wöchentliche Reinigung Fahrbahnreinigung der Anliegerstraßen 1,92 1 x wöchentliche Reinigung Fahrbahnreinigung der Durchgangsstraßen 1,68 1 x wöchentliche Reinigung 16 | Wirtschaftsplan 2007 Gebührensatz EUR Saubere Lösung. Die wesentlichen Gebührensätze betragen: 1. je Nutzungseinheit 30,00 Euro. 2. für das regelmäßige Einsammeln, Befördern und Annehmen von Abfällen Für den Bereich Deponierung/Verwertung liegen die Gebührensätze je nach Art bzw. Verwertungs- oder Beseitigungsaufwand der Abfälle zwischen 130,00 EUR/t und 250,00 EUR/t. Die Entgelte DSD basieren auf vertraglichen Regelun- gen mit der DSD AG. Basis für die Umsatzerlöse der privaten Abfuhr sind die privatrechtlichen Tarife der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (s. Vorlage V 0828/2006). Wirtschaftsplan 2007 | 17 35 l 52,92 84,00 60 l 90,84 144,00 90 l 136,32 216,00 120 l 181,80 288,00 240 l 363,60 576,00 660 l 999,84 770 l 1.166,52 1,1 cbm 1.666,44 nutzbarer Rauminhalt je Restabfallbehälter je Biotonne (§ 7 Abs. 2 Ziff. 1 Abfallsatzung) (§ 7 Abs. 2 Ziff. 2 Abfallsatzung) 14-tägliche Abfuhr wöchentliche Abfuhr EUR/a EUR/a Saubere Lösung. Es handelt sich hier insbesondere um den Aufwand für den Betrieb der mechanisch-biologischen Restabfallbe- handlungsanlage, den Betrieb der Bioabfallvergärungs- anlage, den Betrieb der Wertstoffsortieranlage, die Kosten für die Behandlung von Sickerwasser, die Be- seitigung wilder Müllablagerungen und die Entsorgung von Problemabfällen. 6. Personalaufwendungen a) Löhne und Gehälter 10.887.000 EUR b) Soziale Abgaben und Aufwen- 3.195.000 EUR dungen für Altersversorgung und für Unterstützung Inhalt dieser Position sind die Arbeitgeberanteile zu den Sozialabgaben. Weiterhin sind hier die Gemeindeunfall- versicherungsbeiträge, Beihilfen, Zusatzversorgungs- aufwendungen und Zuführungen zu Pensionsrückstel- lungen zu nennen. Beamte 6 6 Arbeitnehmer 297,54 297,54 Auszubildende 11 11 314,54 314,54 [vgl. Stellenübersicht] Plan 2007 Plan 2006 2. Erhöhung oder Verminderung des 0 € Bestandes an fertigen Erzeugnissen Zum Bilanzstichtag sind keine Veränderungen der Kom- postbestände absehbar. 3. Sonstige betriebliche Erträge 3.489.000 € In Höhe von 2.624.000 ist hier die Auflösung der Rück- stellung für Gebührenüberschüsse dargestellt. An- sonsten handelt es sich um Erträge aus der laufenden Betriebsführung, die nicht zu den Umsatzerlösen zäh- len. Hierunter fallen u. a. die Entgelte für den Bereitschafts- dienst und Einnahmen aus dem Betrieb der Kantine. 4. Ertrag aus der Auflösung des 0 € Sonderpostens aus DSD-Überschüssen Hierunter fallen die Entnahmen aus dem Sonderposten Überschuss DSD. Für 2007 ist keine Entnahme geplant. 5. Materialaufwendungen a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- 3.531.000 € und Betriebsstoffe und für bezogene Waren Es handelt sich hier um den Materialverbrauch für In- standhaltungsarbeiten und Aufwendungen für den lau- fenden Betrieb der Straßenreinigung und der Abfall- wirtschaft. Weitere Aufwandsposten sind die Treib- stoffverbräuche der Fahrzeuge. b) Aufwendungen für bezogene 19.530.000 € Leistungen Inhalt dieser Position ist hauptsächlich die Inanspruch- nahme von Fremdleistungen für die Beseitigung und Behandlung von Wertstoffen und Abfällen. 18 | Wirtschaftsplan 2007 Saubere Lösung. 7. Abschreibungen auf immaterielle 4.278.000 € Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Es wurde die lineare Abschreibungsmethode unter Zu- grundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungs- dauer angewendet. 8. Erträge aus der Auflösung des 0 € Sonderpostens aus Zuweisungen der öffentlichen Hand Die Investitionszuschüsse werden anteilig entspre- chend der Nutzungsdauer der bezuschussten Vermö- gensgegenstände ertragswirksam aufgelöst. 9. Sonstige betriebliche 5.025.000 € Aufwendungen Hauptposten bei dieser Position bilden die Aufwendun- gen zur weiteren Dotierung der Rückstellungen für Re- kultivierung und Nachsorge der ZDM I und II mit ca. 2.277.000 Euro. Weiterhin handelt es sich hierbei um Aufwendungen für die Inanspruchnahme städt. Ämter (1.109.000 Euro). Ebenfalls im Ansatz enthalten sind Sachaufwendungen der Abfallwirtschaftsberatung, Ingenieur- und Gutachteraufwendungen sowie sämtli- che Gebäudeaufwendungen. 10. Sonstige Zinsen und 500.000 € ähnliche Erträge Hierbei handelt es sich um zu erwartende Zinserträge aus der Anlage liquider Mittel. 11. Zinsen u. ä. Aufwendungen 203.000 € Dieser Ansatz beinhaltet die planmäßigen Zinsen für Fremddarlehen. 12. Ergebnis der gewöhnlichen 157.000 € Geschäftstätigkeit 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 € Für das Wirtschaftsjahr 2007 wird kein Gewinn aus der gewerblichen DSD-Tätigkeit erwartet. 14. Sonstige Steuern 72.000 € Es handelt sich hier um die Grundsteuer und die Kfz- Steuer. 15. Jahresüberschuss 85.000 € Der Jahresüberschuss ergibt sich wie folgt: Der positive Betrag resultiert aus unterschiedlichen gesetzlichen Kalkulationsansätzen im Wirtschaftsplan und in der Gebührenbedarfsberechnung: · Im Bereich der Abschreibungen wird in der Gebühren- kalkulation auf Basis von Wiederbeschaffungswerten und im Wirtschaftsplan auf Basis von Anschaffungs- werten kalkuliert. Hieraus ergibt sich ein Unter- schiedsbetrag von ca. 85.000 Euro. Dieses führt zu einem gegenüber dem Wirtschaftsplan- ansatz erhöhten Aufwand in der Gebührenkalkulation. Der Aufwand spiegelt sich in den im Wirtschaftsplan dargestellten Umsatzerlösen wider. Wirtschaftsplan 2007 | 19 Saubere Lösung. 1 Umsatzerlöse 42.817.000 42.822.000 42.827.000 47.107.000 47.724.000 2 Bestandsveränderung 0 0 0 0 0 3 Gesamtleistung 42.817.000 42.822.000 42.827.000 47.107.000 47.724.000 4 Materialaufwand 23.061.000 23.393.000 23.730.000 24.073.000 24.421.000 5 Personalaufwand 14.082.000 14.223.000 14.365.000 14.509.000 14.654.000 6 sonst. betr. Aufwendungen 5.025.000 5.027.000 5.029.000 5.031.000 5.033.000 7 sonst. betr. Erträge 3.489.000 3.961.000 4.442.000 806.000 689.000 8 Ergebnis vor Zinsen, Steuern 4.138.000 4.140.000 4.145.000 4.300.000 4.305.000 und AfA 9 Abschreibungen 4.278.000 4.278.000 4.278.000 4.278.000 4.278.000 10 Betriebliches Ergebnis -140.000 -138.000 -133.000 22.000 27.000 11 Zinsergebnis (Aufwand) -297.000 -300.000 -300.000 -150.000 -150.000 12 Beteiligungsergebnis 0 0 0 0 0 13 sonstiges Finanzergebnis 0 0 0 0 0 14 Finanzergebnis -297.000 -300.000 -300.000 -150.000 -150.000 15 Ergebnis der gewöhnlichen 157.000 162.000 167.000 172.000 177.000 Geschäftstätigkeit 16 Außerordentliches Ergebnis 0 0 0 0 0 17 Ergebnis vor Steuern 157.000 162.000 167.000 172.000 177.000 18 Steuern 72.000 72.000 72.000 72.000 72.000 19 Jahresüberschuss 85.000 90.000 95.000 100.000 105.000 20 | Wirtschaftsplan 2007 Plan 2007 Plan 2008 Plan 2009 Plan 2010 Plan 2011 EUR EUR EUR EUR EUR Saubere Lösung. Anlage: Mittelfristiger Erfolgsplan 2007 – 2011 der AWM I. Einnahmen 4.160.000 5.525.000 1. Zuführungen zu Rückstellungen mit langfristigem Charakter 0 1.145.000 · Finanzierung Rekultivierungsmaßnahmen 0 0 · Pensionsrückstellungen 00 2. Abschreibungen abzgl. Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens aus 4.160.000 4.245.000 Zuweisungen der öffentlichen Hand 3. Aufnahme von Krediten 00 4. Jahresüberschuss 0 135.000 II. Ausgaben 4.160.000 5.525.000 1. Darlehnstilgungen 960.000 960.000 2. Investitionen 3.200.000 4.565.000 a) Stadtreinigung 440.000 410.000 a1) Straßenreinigung 225.000 265.000 a2) Winterdienst 215.000 145.000 a3) Sonstiges 0 0 b) Abfallwirtschaft 2.580.000 3.875.000 b1) Abfallabfuhr 1.515.000 1.680.000 b1.1) Abfall- u. Wertstoffbehälter 600.000 600.000 b1.2) Fahrzeuge 905.000 1.075.000 b1.3) Sonstiges 5.000 5.000 b1.4) Errichtung von Annahmestellen 5.000 0 b2) Abfallverwertung/-entsorgung 1.065.000 2.195.000 b2.1) Fahrzeuge/Geräte 335.000 415.000 b2.2) Baukosten Infrastruktur EZM 710.000 80.000 b2.3) Errichtung von abfallwirtschaftlichen Anlagen 20.000 1.700.000 b2.4) Sonstiges 00 c) Gemeinsame Anlagen 180.000 280.000 c1) Fahrzeuge 5.000 30.000 c2) Maschinen/Geräte 40.000 65.000 c3) Geringwertige Wirtschaftsgüter 15.000 15.000 c4) Baumaßnahmen 0 50.000 c5) Sonstiges 120.000 120.000 Nachrichtlich: Vermögensplan 2007 Vermögensplan 2006 EUR EUR 5. Vermögensplan 2007 der AWM Wirtschaftsplan 2007 | 21 Saubere Lösung. 22 | Wirtschaftsplan 2007 Saubere Lösung. Erläuterungen zum Vermögensplan 2007 [Investitionen] a) Stadtreinigung 440.000 € a1) Straßenreinigung 225.000 € In dieser Position werden die Mittel für die Ersatzbe- schaffung von 2 Kehrmaschinen und die Beschaffung diverser Geräte veranschlagt. a2) Winterdienst 215.000 € Die Mittel werden für die Beschaffung von einem Streu- gutfahrzeugaufbau, zwei Radwegbetreuungsgeräten und einem Schneeschild benötigt. b) Abfallwirtschaft 2.580.000 € b1) Abfallabfuhr 1.515.000 € b1.1) Abfall- u. Wertstoffbehälter 600.000 € Der Ansatz ist vorgesehen für die Ersatzbeschaffung von Abfallgefäßen, Großbehältern, Papierkörben sowie Containern und Pressen. b1.2) Fahrzeuge 905.000 € Die Mittel sind für die Ersatzbeschaffung von 5 Abfall- sammelfahrzeugen vorgesehen. b1.3) Sonstiges 5.000 € Der Ansatz beinhaltet die Beschaffung von Wirtschafts- gütern gem. § 6 Abs. 2 EStG, deren einzelner Wert nach Abzug der Vorsteuer 410,00 Euro nicht übersteigt. Diese Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. b1.4) Errichtung von Annahmestellen 5.000 € Die Mittel sind vorgesehen für die Anschaffung von Schaukästen. b2) Abfallverwertung/-entsorgung 1.065.000 € b2.1) Fahrzeuge/Geräte 335.000 € Die Mittel sind vorgesehen für Ersatzbeschaffungen eines Radladers und eines Hakenliftfahrzeuges. Der Radladereinsatz erfolgt auf der Kompostierungsanlage. Der LKW steht für innerbetriebliche Transporte und für Kompostauslieferungen zur Verfügung. c) Gemeinsame Anlagen 180.000 € c1) Fahrzeuge 5.000 € Der Ansatz beinhaltet die Beschaffung von Funkgeräten und Rückfahrkameras. c2) Maschinen/Geräte 40.000 € Im Ansatz enthalten ist die Ersatzbeschaffung von Maschinen und Geräten für die Zentralwerkstatt. c3) Geringwertige Wirtschaftsgüter 15.000 € Der Ansatz beinhaltet die Beschaffung von Wirtschafts- gütern gem. § 6 Abs. 2 EStG, deren einzelner Wert nach Abzug der Vorsteuer 410,00 Euro nicht übersteigt. Diese Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. c4) Baumaßnahmen 0 € c5) Sonstiges 120.000 € Die Mittel sind vorgesehen für Ersatzbeschaffungen im Bereich der EDV-Hardware in Höhe von 60.000 €, für Software in Höhe von 40.000 € und die Beschaffung von Büromöbeln in Höhe von 20.000 €. Wirtschaftsplan 2007 | 23 Saubere Lösung. b2.2) Baukosten Infrastruktur 710.000 € Entsorgungszentrum In der Antragskonferenz zum Wirtschaftsplan 2007 am 19. Oktober 2006 wurde das Projekt zur Errichtung und den Betrieb einer Photovoltaikanlage auf dem Gelände der ZDM I vorgestellt. Die geschätzte Gesamtin- vestitionssumme für die angestrebte Anlagengröße von ca. 150 kWp beträgt netto rd. 758.000 €. Aufgrund der techn. Entwicklung lässt sich ggf. auch eine leistungs- stärkere Anlage bei gleichem Flächenbedarf realisieren. Daher werden zu den bereits vorh. Mitteln zusätzlich noch rd. 700.000 € angesetzt. Aufgrund eines Änderungsgenehmigungsbescheides für die Zentraldeponie Münster II ist die Errichtung eines zusätzlichen Gundwasserbeobachtungsbrunnens erforderlich. Die Kosten betragen 10.000 €. b2.3) Errichtung von abfallwirtschaft- 20.000 € lichen Anlagen Nach Beendigung des Monitoringprogramms für den 3. BA, ist es geplant, das Sickerwasser direkt der Haupt- kläranlage zuzuführen. Für die Antragstellung, gutach- terliche Stellungnahmen etc. werden zusätzlich rd. 20.000 € eingeplant. b2.4) Sonstiges 0 € 24 | Wirtschaftsplan 2007 Saubere Lösung. Anlage: Mittelfristiger Finanzplan 2007 – 2011 der AWM Investitionen a) Stadtreinigung 440.000 450.000 450.000 450.000 450.000 a1) Straßenreinigung 225.000 235.000 235.000 235.000 235.000 a2) Winterdienst 215.000 215.000 215.000 215.000 215.000 a3) Sonstiges 00000 b) Abfallwirtschaft 2.580.000 2.055.000 2.055.000 2.055.000 2.055.000 b1) Abfallabfuhr 1.515.000 1.605.000 1.605.000 1.605.000 1.605.000 b1.1) Abfall- u. Wertstoffbehälter 600.000 600.000 600.000 600.000 600.000 b1.2) Fahrzeuge 905.000 1.000.000 1.000.000 1.000.000 1.000.000 b1.3) Sonstiges 5.000 5.000 5.000 5.000 5.000 b1.4) Errichtung von Annahmestellen 5.000 0000 b2) Abfallverwertung/-entsorgung 1.065.000 450.000 450.000 450.000 450.000 b2.1) Fahrzeuge 335.000 250.000 250.000 250.000 250.000 b2.2) Baukosten Infrastruktur 710.000 100.000 100.000 100.000 100.000 b2.3) Erricht. abfallwirtsch. Anlagen 20.000 0000 b2.4) Sonstiges 0 100.000 100.000 100.000 100.000 c) Gemeinsame Anlagen 180.000 195.000 180.000 195.000 180.000 c1) Fahrzeuge 5.000 20.000 5.000 20.000 5.000 c2) Maschinen/Geräte 40.000 40.000 40.000 40.000 40.000 c3) Geringw. Wirtschaftsgüter 15.000 15.000 15.000 15.000 15.000 c4) Baumaßnahmen 0 0 0 0 0 c5) Sonstiges 120.000 120.000 120.000 120.000 120.000 Darlehenstilgung 960.000 960.000 700.000 700.000 700.000 Gesamt: 4.160.000 3.660.000 3.385.000 3.400.000 3.385.000 1. Zuführungen zu Rückstellungen 00000 mit langfristigem Charakter 2. Regelabschreibungen 4.160.000 3.660.000 3.385.000 3.400.000 3.385.000 3. Aufnahme von Krediten 00000 4. Jahresüberschuss 00000 Gesamt 4.160.000 3.660.000 3.385.000 3.400.000 3.385.000 Investitionen Plan 2007 Plan 2008 Plan 2009 Plan 2010 Plan 2011 EUR EUR EUR EUR EUR Deckungsmittel Plan 2007 Plan 2008 Plan 2009 Plan 2010 Plan 2011 EUR EUR EUR EUR EUR Stellenübersicht der tariflich Beschäftigten Wirtschaftsplan 2007 | 25 Saubere Lösung. G 15 Ü 1,00 - 1,00 1,00 G 15 1,00 - 1,00 1,00 G 14 1,00 - 1,00 1,00 G 13 3,00 - 3,00 3,00 1 x ku G 12 G 12 2,00 - 2,00 2,00 G 11 2,00 - 2,00 2,00 G 10 3,00 - 3,00 3,00 G 09 8,00 - 8,00 8,50 G 08 7,00 - 7,00 7,00 G 07 12,00 - 12,00 12,00 G 06 127,28 - 127,28 126,28 G 05 6,00 - 6,00 7,00 G 04 124,00 - 124,00 124,00 G 03 0,26 - 0,26 0,26 Summe 297,54 - 297,54 298,04 nachrichtlich: Auszubildende 11,00 - 11,00 9,00 EntgGr Stellen Abweichungen Stellen Ist-Besetzung Vermerke/ 2007 gegenüber 2006 2006 30.06.2006 Erläuterungen 6. Stellenübersicht 2007 der AWM Nachrichtlich: Übersicht der Stellen für Beamtinnen/Beamte A 12 2,00 2,00 - 1,73 A 11 1,00 1,00 - 1,00 A 09 mD 1,00 1,00 - 1,00 A 07 2,00 2,00 - 2,00 insgesamt 6,00 6,00 - 5,73 26 | Wirtschaftsplan 2007 Saubere Lösung. Besoldungsgruppen Stellen Stellen Abweichungen Ist-Besetzung Bemerkungen 2007 2006 gegenüber 2006 30.06.2006 Wirtschaftsplan 2007 | 27 Saubere Lösung. Einzelaufstellungen Nachrichtlich: Zeitlich befristete Projekte [ohne Einrichtung von Stellen] Betreuung 1 €-Kräfte G 06 1,00 Finanzierung bis 31.12.2006 durch AIM jugend+ zugesagt, Verlängerung ist beantragt. „Sozialer Arbeitsplatz“ G 04 1,00 Einsatz eines leistungsgeminderten Mitarbeiters; Finanzierung aus der verzögerten Wiederbesetzung verschiedener Stellen Zusätzlicher Ver- und Entsorger G 06 1,00 Absicherung über eine Planstelle Recyclinghof Eulerstraße wird in 2007 angestrebt. Akquise G 09 1,50 Gewerbekunden/Kundenbetreuung Projekte/Programme Stellenwert Bemerkungen 28 | Wirtschaftsplan 2007 Saubere Lösung. Impressum Stadt Münster, Der Oberbürgermeister Abfallwirtschaftsbetriebe Münster Dezember 2006 Bildnachweise 16 Fotos | AWM 10 Fotos | Andreas Hempel 6 Fotos | Ewald Freitag Umschlag Innenseite Saubere Lösung. Abfallwirtschaftsbetriebe Münster Rösnerstraße 10 48155 Münster Telefon: 0251/6052 - 0 Telefax: 0251/6052 - 48 awm@stadt-muenster.de www.awm.muenster.de Recyclingpapier aus 100 % Altpapier X&Y Design · Münster
Beratungsverlauf (5)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (2)
- Rösnerstraße 10
- Eulerstraße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0764/2006
- Typ
- Vorlage
- Datum
- 25.09.2006
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37