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V/0121/2023

Starkregen- und Hochwasserrisikomanagement Stadt Münster - Veröffentlichung

Vorlagen 23.02.2023

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Anlage A

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RAT_V_0121_2023_Starkregen_und_Hochwasserrisikomanagement_Anlage_1

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RAT_V_0121_2023_Starkregen_und_Hochwasserrisikomanagement_Veroeffentlichung_Anlage_1_Stadt_gesamt_60min_30a_DIN_A_4 - Kopie

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RAT_V_0121_2023_Starkregen_und_Hochwasserrisikomanagement_Anlage_3

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RAT_V_0121_2023_Starkregen_und_Hochwasserrisikomanagement_Anlage_2

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Beschlussvorlage

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Ansehen

Rat_V_0121_2023_Starkregen_und_Hochwasserrisikomanagement_Veroeffentlichung_Anlage_3_Stadt_gesamt_60min_90mm_DIN_A_4 - Kopie

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Ansehen

Anlage A

2272 Zeichen

Anlage A zur V/0121/2023 
Kurzüberblick 
Im Zuge eines ganzheitlichen Starkregen- und Hochwasserrisikomanagements wurden durch das 
Amt für Mobilität und Tiefbau sogenannte Starkregengefahrenkarten für das gesamte Stadtgebiet 
erstellt. Die Veröffentlichung des Kartenwerks soll über ein umfangreiches Kommunikationskon-
zept erfolgen. So ist neben der Bereitstellung von Hintergrundinformationen und der Starkregen-
gefahrenkarten über eine neu entwickelte Website als besondere Serviceleistung geplant, alle 
circa 48.000 Grundstückseigentümer:innen per Anschreiben über die Überflutungsgefährdung zu 
informieren. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Mit der Vorlage wird das Ziel „ordnungsgemäße, sichere, umweltgerechte und wirtschaftliche Ab-
leitung und Reinigung von Abwasser“ verfolgt. 
Das Starkregen- und Hochwasserrisikomanagement trägt zur Umsetzung der Ziele zur Klimaan-
passung und Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Münster bei. 
 
Insbesondere die Maßnahmen S (Starkregen) aus dem Handlungskonzept Klimaanpassung 2030 
zur Umsetzung des Klimaanpassungskonzeptes der Stadt Münster werden hiermit umgesetzt. 
 
Nach heutigem Stand ist eine Realisierung des Kommunikationskonzeptes im Jahr 2023 vorgese-
hen. 
Zur Erreichung des Zieles ist mit einem finanziellen Bedarf von 200.000 € zu kalkulieren. 
 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 1101 Abwasserbeseitigung 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan x Ja  Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja x Nein   
Im Haushaltsplan 2023 enthalten? x Ja  Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren?  Ja x Nein   
Die Kosten für die noch umzusetzenden Maßnahmen werden 
in gesonderten Beschlussvorlagen mitgeteilt. 
      
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
x überwiegend 
freiwillig 
 vollständig 
freiwillig 
Rechtliche Grundlagen: 
Europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), Wasserhaushaltsgesetz (WHG), Landeswasserge-
setz NW (LWG), Entwässerungssatzung (EWS), Abwasserbeseitigungskonzept (ABK) 
 
Beeinflussbarkeit der finanziellen Auswirkungen: 
Eine Reduzierung der finanziellen Auswirkungen ist nicht möglich. 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
-

RAT_V_0121_2023_Starkregen_und_Hochwasserrisikomanagement_Veroeffentlichung_Anlage_1_Stadt_gesamt_60min_30a_DIN_A_4 - Kopie

564 Zeichen

T e x t
±
Maßstab:
Albersloher Weg 33
48127 Münster
Tel. : 0251 492 - 6945
Fax.: 0251 492 - 7779
Mail: kanalauskunft@stadt-muenster.de
Servicezeiten:
Deckelhöhen nicht als Straßenendausbauhöhen verwend en!
Alle Angaben sind in der Örtlichkeit zu prüfen!
Starkregengefahrenkarte
Stadt Münster
Szenario 1: 60min 30a
1:25.000 Datum:
Mo-Mi: 08.00 - 16.00 Uhr
Do     : 08.00 - 18.00 Uhr
Fr       : 08.00 - 12.00 Uhr
Legende
Maximaler Wasserstand [m]
0 - 0,02
0,02 - 0,1
0,1 - 0,3
0,3 - 0,5
0,5 - 1
> 1
0 2 4 1
Kilometer
VORABZUG
- nur für den die
nstlich
en Ge
brauch -

Rat_V_0121_2023_Starkregen_und_Hochwasserrisikomanagement_Veroeffentlichung_Anlage_2_Stadt_gesamt_60min_100a_DIN_A_4 - Kopie

565 Zeichen

T e x t
±
Maßstab:
Albersloher Weg 33
48127 Münster
Tel. : 0251 492 - 6945
Fax.: 0251 492 - 7779
Mail: kanalauskunft@stadt-muenster.de
Servicezeiten:
Deckelhöhen nicht als Straßenendausbauhöhen verwend en!
Alle Angaben sind in der Örtlichkeit zu prüfen!
Starkregengefahrenkarte
Stadt Münster
Szenario 2: 60min 100a
1:25.000 Datum:
Mo-Mi: 08.00 - 16.00 Uhr
Do     : 08.00 - 18.00 Uhr
Fr       : 08.00 - 12.00 Uhr
Legende
Maximaler Wasserstand [m]
0 - 0,02
0,02 - 0,1
0,1 - 0,3
0,3 - 0,5
0,5 - 1
> 1
0 2 4 1
Kilometer
VORABZUG
- nur für den die
nstlich
en Ge
brauch -

Beschlussvorlage

37264 Zeichen

V/0121/2023 
V/0121/2023 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Starkregen- und Hochwasserrisikomanagement Stadt Münster - Veröffentlichung 
Starkregengefahrenkarten, Kommunikationskonzept 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   14.03.2023 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen Vorberatung 
   16.03.2023 Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung Vorberatung 
   22.03.2023 Hauptausschuss Vorberatung 
   22.03.2023 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
1. Der Rat der Stadt Münster nimmt den Bericht und die Karten zur Kenntnis. 
 
2. Der Rat beauftragt die Verwaltung, aktiv Informationen und Beratungsangebote zu den Stark-
regengefahrenkarten vorzubereiten. 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Es wird zur Kenntnis genommen, dass für das Kommunikationskonzept zur Veröffentlichung der 
Starkregengefahrenkarten Kosten in Höhe von ca. 200.000 € anfallen. Einnahmen aus Zuschüssen 
werden nicht erwartet. 
 
Die v.g. Sachentscheidung ist wie folgt zu finanzieren: 
 
Teilergebnisplan 
 
 Nr. Bezeichnung  Haush.- 
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkungen  
 
Produktgruppe 1101 Abwasserbeseitigung    
Zeile 16 Sonstige ordentliche Aufwen-
dungen 
2023 200.000  
 
Die zur Finanzierung erforderlichen Ermächtigungen sind im Haushaltsplan 202 3 bei der o. g. Pro-
duktgruppe veranschlagt. Die Kosten werden über die Abwassergebühren refinanziert. 
 
Amt für Mobilität und Tiefbau  
 
06.03.2023 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Herr Kopietz 
Telefon: 492-6672 
Kopietz@stadt-muenster.de

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V/0121/2023 
 
 
 
 
1. Veranlassung 
 
Bedingt durch die klimatischen Veränderungen werden in Zukunft häufiger Wetterextreme mit lokalen 
Starkregen und Sturzfluten auf der einen, langen und heißen Trockenperioden auf der anderen Seite 
auftreten. Das heißt, die Verteilung des niedergehenden Regenwassers über das Jahr wird zukünftig 
eine andere, ungleichere sein. Die Anpassungen an die Folgen dieser Klimaveränderungen stellen 
die gesamte Stadtentwicklung und damit in besonderem Maße auch die Wasserwirtschaft vor große 
Herausforderungen.  
In Städten ist der Wasserhaushalt infolge der Bebauung stark verändert. Natürlicherweise würden im 
Raum Münster im Jahresmittel ca. je ein Viertel des Niederschlagswassers auf der Oberfläche abflie-
ßen und versickern. Etwa die Hälfte des Niederschlags würde über Pflanzen und offene Oberflächen 
verdunsten. Durch die zunehmende Versiegelung erhöht sich der Anteil des Oberflächenabflusses 
enorm, die Grundwasserneubildung und die Verdunstung hingegen werden extrem vermindert. Dies 
führt bei Niederschlägen zu beschleunigten, verstärkten Oberflächenabflüssen bis hin zu gewaltigen 
Sturzfluten. In heißen Sommermonaten trägt diese Entwicklung durch die reduzierte Verdunstungs-
kühlung maßgeblich zur Bildung von Hitzeinseln bei. 
Die Auswirkungen der klimatischen Veränderungen waren auch in Münster bereits deutlich zu spüren. 
In den vergangenen Jahren wurde die Stadt sowohl von extremen Niederschlägen als auch von lang-
andauernden Hitze- und Trockenperioden getroffen. Am 28.07.2014 ging das bislang stärkste in 
Deutschland gemessene Starkregenereignis auf die Stadt Münster nieder. Mit knapp 300 mm in ei-
nem Zeitraum von nur sieben Stunden und einem zeitgleich auftretenden Sturmereignis wurde die 
Stadt erheblich getroffen, immense Schäden bis hin zu Personenschäden waren die Folge. Über die 
Bewältigung des Starkregenereignisses vom 28.07.2014 hat die Verwaltung über Berichtsvorlagen 
(Vorlagen V/0349/2017 und V/0925/2021) informiert. 
Diese klimatischen Randbedingungen erfordern im Zusammenspiel mit demographischen Entwick-
lungen einen gezielten und umsichtigen Umgang mit der Ressource Wasser. Die wachsende Stadt 
erfordert außerdem maßgebliche Entwicklungen in Bereichen wie Wohnungsbau, Hochschulentwick-
lung und gewerbliche Entwicklung. Diese soll nicht nur quantitativen Anforderungen genügen, son-
dern vor allem qualitativ einen hochwertigen Anspruch an die Daseinsvorsorge und ein lebenswertes 
Umfeld bieten. Ziel bei allen urbanen Entwicklungen muss sein, langfristig zukunftssichere Städte 
gestalten und damit hochwertige und sichere Lebensräume darbieten zu können.  
Einen wesentlichen Beitrag kann und muss hier eine klimaangepasste Stadtentwicklung mit integrier-
ter gezielter Bewirtschaftung des Regenwassers leisten. Ein entscheidender Bestandteil dieser Re-
genwasserbewirtschaftung ist die Aufstellung eines stadtweiten Starkregen- und Hochwasserrisiko-
managements. Die Stadt Münster hat sich zum Ziel gesetzt, das Risikobewusstsein der Bevölkerung 
für diese Gefahrenlagen zu schärfen und im Rahmen seiner Fürsorgepflicht diesbezüglich zu infor-
mieren und insbesondere zu sensibilisieren. Durch die Möglichkeiten von spezifischen Risikoanalysen 
kann und wird dadurch der zukünftige Bevölkerungsschutz erheblich verbessert.   
Neben der Erarbeitung umfangreicher Analysen, Auswertungen und Informationen hat die Stadt 
Münster in den vergangenen Jahren bereits vielschichtige konkrete Maßnahmen zur Steigerung der 
Leistungsfähigkeit der wasserwirtschaftlichen Infrastruktur umgesetzt und für die bauliche Durchfüh-
rung vorbereitet. Darunter fallen sowohl Maßnahmen an Gewässern als auch im Stadtentwässe-
rungsnetz. Im Zeitraum zwischen 2015 und 2023 gehören dazu die folgenden Projekte:

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V/0121/2023 
Umgesetzt: 
 
Gewässer 
 Canisiusgraben: Entrohrung und Vergrößerung Durchlass Mecklenbecker Str.    
 Hunnebecke: Vergrößerung Durchlass B 54/ ökologische Verbesserung 
 Edelbach: Vergrößerung Durchlässe, ökologische Verbesserung 
 Igelbach: Hochwasserretention, ökologische Verbesserung, Optimierung Einlaufbauwerk Gas-
selstiege 
 Öffnung eines privat verrohrten Nebengewässers des Juffernbachs 
 Westerholtsche Wiese: hochwassertechnische Optimierung, Ökologie, Stadtgestaltung, Mikro-
klima, Aufenthaltsqualität 
 
Stadtentwässerung: 
 Peter-Wust-Str. und Wilhelmstr.: Vergrößerung Regenwasserkanalisation 
 Kinderhaus Ohmweg: Vergrößerung Regenwasserkanalisation und Bau von Notwasserwegen 
 Kinderhaus Eimermacherweg: Vergrößerung Regenwasserkanalisation 
 Kinderhaus Adolf-Reichwein-Str.: Vergrößerung Regenwasserkanalisation  
 
Kombinierte Maßnahme 
 Kanalstraße: 
 Neubau Pumpwerk für die Regenwasserkanalisation 
 Hydraulische Sanierung der Regenwasserkanalisation Ring bis Wibbeltstr. 
 Neubau der Brücke Wibbeltstraße 
 Renaturierung und hochwassertechnische Optimierung der Münsterschen Aa (1,3 km) 
 Deicherhöhung mit integriertem Radweg (bis zu 80 cm)  
 
In Vorbereitung 
 Innenstadt Aa 
 Gesamtkonzept für den Bereich zwischen Westerholtsche Wiese und Nevinghoff, be-
reits integriert in die Maßnahmen des ISEK 
 Bausteine der Zielsetzung: Hochwasserschutz, Ökologie, Stadtgestaltung, 
Mikroklima, Aufenthaltsqualität. Sanierung der Stützwände 
 in Planung: Abschnitt Zeppelinstraße bis Maximilianstraße 
 
 Haferlandweg 
 hydraulische Kanalsanierung 
 ca. 400.000 € 
 Bau ab 2023 
 
 Alfred-Krupp-Weg / Roddestraße 
 hydraulische Kanalsanierung 
 ca. 4 Mio € 
 Bau ab 2023 / 2024 
 
 Gievenbeck Ortsmitte  
 hydraulische Kanalsanierung 
 Ca. 2,5 Mio € 
 Bau ab 2023/2024

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V/0121/2023 
 Sukzessive Umsetzung der Maßnahmen aus dem Abwasserbeseitigungskonzept: Maßnah-
menart A2 „hydraulische Sanierung“ 
 
Insgesamt wurden im Zeitraum von 2015 bis 2023 in diesem Zusammenhang ca. 7 Mio. € im Gewäs-
serbereich und ca. 11 Mio. € in der Stadtentwässerung umgesetzt. Die Gewässermaßnahmen wur-
den mit Hilfe von Landesmitteln in Höhe von 80% aus dem Programm „lebendige Gewässer“ finan-
ziert. 
Die Verwaltung hat auf Grundlage der „Arbeitshilfe kommunales Starkregenrisikomanagement“ des 
Landes NRW Starkregengefahrenkarten und Risikoanalysen erstellt. Die Arbeitshilfe gibt für ganz 
NRW einheitliche Grundlagen zur Aufstellung eines Konzepts für den Umgang mit Starkniederschlä-
gen vor. Sie beinhaltet Hinweise und Vorgaben zur Durchführung von Gefährdungsanalysen als 
Grundlage für ein Konzept zur Starkregenvorsorge und damit zur Risiko- und Schadensminimierung. 
Mittels dieser Konzepte sollen Risiken in jeglicher Form effektiv minimiert werden.  
Bauliche Maßnahmen vor und in Ortschaften werden ebenso wie Maßnahmen zum direkten Objekt-
schutz benannt. Der Umgang mit Extremereignissen sowie eine Risiko- und Schadensminimierung 
kann dabei nur als kommunale Gemeinschaftsaufgabe, also von Kommune und privaten Grundstück-
seigentümer:innen gleichermaßen gemeinsam durchgeführt werden. Es ist weder technisch möglich 
noch wirtschaftlich vertretbar, die öffentliche Infrastruktur für derartige Extremereignisse auszulegen.  
Das Starkregen- und Hochwasserrisikomanagement trägt zur Umsetzung der folgenden Ziele zur 
Klimaanpassung und Nachhaltigkeitsstrategie bei: 
 
 
 
  
  
  
 
 "Global Nachhaltige Kommune in NRW (GNK)" - Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 - Teil 
3: "Maßnahmenprogramm 2019 - 2022" (Vorlage V/0669/2019) 
 Kapitel 2.1 „In Münster bleiben die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten und die bi-
ologische Vielfalt ist verbessert“ Maßnahme U17 „Handlungskonzept Klimaanpas-
sung“  
 Handlungskonzept Klimaanpassung 2030 zur Umsetzung des Klimaanpassungskonzeptes 
der Stadt Münster (Vorlage V/0799/2019) 
 Maßnahme A2 Öffentlichkeitsarbeit „Klimawandel in Münster“ 
 Maßnahme A3 Warn- und Informationssystem 
 Maßnahme A5 a) und b) Schutz und Vorsorgemaßnahmen an städtischen Infrastruk-
turen 
 Maßnahme A5 c) Schutz und Vorsorgemaßnahmen an kritischen Infrastrukturen 
 Maßnahme S2 a) Wassersensible Stadtentwicklung: Verbesserung des Nieder-
schlagsrückhaltes im Siedlungsraum 
 Maßnahme S2 b) Wassersensible Stadtentwicklung: Multifunktionale Flächen 
 Maßnahme S2 c) Wassersensible Stadtentwicklung : Berücksichtigung von Notwas-
serwegen 
 Maßnahme S2 d) Wassersensible Stadtentwicklung: Vorsorgemaßnahmen Bereiche 
mit überfluteten Freiraumflächen 
 Maßnahme S3 Überflutungsangepasste Bauweisen 
 Maßnahme S5 Sicherung des Versorgungsnetzes der Rettungswege 
 Maßnahme S6 Notfallregeln für Busverkehr im Starkregenfall

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V/0121/2023 
2. Starkregen- / Hochwasserrisikomanagement Stadt Münster 
 
Die Aufgabe des Starkregen- / Hochwasserrisikomanagements teilt sich grundsätzlich in zwei Berei-
che: die wasserwirtschaftlichen und die kommunikativen Aufgaben.  
 
2.1 Wasserwirtschaftliche Aufgaben 
 
Die wasserwirtschaftlichen Aufgabenstellungen im Zusammenhang mit dem Starkregen- und Hoch-
wasserrisikomanagement der Stadt Münster gliedern sich wie folgt: 
 Aufbau und laufende Pflege eines realitätsnahen, digitalen, georeferenzierten Stadtmodells als 
Grundlage für sämtliche Simulationsberechnungen, Risikoanalysen und Ergebnisdarstellun-
gen. 
 Betrachtung, Analyse und Einschätzung möglicher Extremwetterlagen wie urbane Sturzfluten 
durch Starkregen aber auch Überschwemmungen aus Gewässerhochwasser auf Basis unter-
schiedlicher Niederschlagsszenarien für Starkregen und Eintrittswahrscheinlichkeiten bei Ge-
wässerhochwassern. 
 Analyse und Bewertung von Schadenspotentialen abhängig von der Art der Gebäude/-
Flächennutzung und der Örtlichkeit 
 Analyse und Bewertung von Risikopotentialen und Gefährdungsgraden in Abhängigkeit der 
Überflutungs-/Überschwemmungsgefährdung und der Schadenspotentiale 
 Spezifische Risikoanalysen und Handlungsempfehlungen, z.B. digitales Verschneiden der 
Starkregengefahrenkarten mit z.B. 
- Gebäuden der kritischen Infrastruktur (technische, soziale, Gesundheit) 
- dem Vorbehaltsnetz der Feuerwehr 
- Flächen des Wohnbaulandprogramms 
- Öffentlichen Gebäuden, Schulen, Kitas 
- etc. 
 Identifizierung von Potentialen zum Ausgleich extremer Auswirkungen von Überflutun-
gen/Überschwemmungen (Notwasserwege, Wasserreservoirs, etc.) 
 Weitergehende / detailliertere ggf. gekoppelte 1D/2D Simulationen (Kanal-
netz/Gewässer/Oberfläche) und Analysen von Teilflächen, die 
- ein besonders hohes Risikopotential aufweisen 
- von einer gezielten (z.B. politischen) Anfrage betroffen sind 
- innerhalb oder angrenzend an einen Planungsbereich liegen 
 Laufende Aktualisierung sämtlicher Simulationen und Analysen, um wasserwirtschaftlich rele-
vante Veränderungen im Stadtgebiet berücksichtigen zu können (Neuerschließungen, Nach-
verdichtungen, Umnutzung von Flächen, Gewässerrenaturierungen etc.) 
 
Das digitale Stadtmodell, sämtliche Simulationsberechnungen und Analysen bis hin zur finalen Auf-
stellung der Starkregengefahrenkarten wurden vollumfänglich durch die Verwaltung aufgestellt. Ziel 
ist es, sowohl die fachliche Expertise als auch die langjährigen Ortskenntnisse, Kenntnisse über wei-
tere Fachplanungen sowie die städtischen Ziele und Prioritäten zielgerichtet und wirtschaftlich umset-
zen zu können.  
Dies führt dazu, dass die Verwaltung auch zukünftig zum Thema Überflutungsrisiko bei Bedarf unver-
züglich reaktions- und sprachfähig ist und dementsprechend unmittelbar auf Anfragen oder neue

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V/0121/2023 
Entwicklungen wie z.B. Wohnbaulandentwicklungen, Flächenumnutzungen, Hinweise aus der Bür-
gerschaft, andere Fachplanungen etc. reagieren kann.  
Im Vergleich mit anderen Großstädten in NRW ist Münster damit eine der wenigen Städte, die die 
komplexen Simulationen und Analysen sowie das daraus resultierende Kartenwerk ohne Unterstüt-
zung von externen Planungsbüros realisiert hat und damit langfristig unabhängig handlungsfähig ist. 
 
2.2 Ergebnis Starkregengefahrenkarten (Urbane Sturzflut / Oberfläche) 
Die Verwaltung hat die Gefährdungsanalyse gemäß den Anforderungen der "Arbeitshilfe kommunales 
Starkregenrisikomanagement und Hochwasserrisikomanagementplanung in NRW" aufgestellt. Das 
entstandene Kartenwerk steht über die neue Website (externe Kommunikation) und über das verwal-
tungsinterne WebGIS (interne Kommunikation) zur Verfügung. 
Für das gesamte Stadtgebiet wurden Starkregengefahrenkarten (SRGK) aufgestellt. Dabei wurden 
mittels eines georeferenzierten Modells des Stadtgebiets die oberflächigen Überflutungsvorgänge bei 
definierten Starkregenszenarien simuliert und dargestellt.  
Gemäß der NRW-Arbeitshilfe sind die folgenden drei Regenszenarien verwendet worden: 
  
 Szenario 1: Ein seltenes Regenereignis von einer Stunde Dauer, das statistisch gesehen alle 
30 Jahre auftritt und die Bemessungsgrundlagen des öffentlichen Kanalnetzes deutlich über-
schreitet.  
 Szenario 2: Ein außergewöhnliches Regenereignis von einer Stunde Dauer, das statistisch 
gesehen alle 100 Jahre auftritt und zu einem außergewöhnlichen Oberflächenabflussereignis 
führt. 
 Szenario 3: Ein extremes Regenereignis mit einer Regenmenge von 90mm in einer Stunde, 
welches zu einem extremen Oberflächenabflussereignis führt. 
  
Ergebnis der Simulationen sind Starkregengefahrenkarten, die die Überflutungsausdehnung, die 
Wasserspiegellagen und die Überflutungstiefen bei den oben genannten Regenszenarien darstellen. 
Dabei wird der maximale Wasserstand angezeigt, der über die Simulationsdauer an der jeweiligen 
Stelle erreicht wurde.

- 7 - 
V/0121/2023 
  
Abbildung 1: Ausschnitt aus Starkregengefahrenkarte Stadt Münster (Szenario III – 60min 90mm)  
 
Für das Land NRW wurden durch das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie in einem Pilotpro-
jekt landesweite Starkregengefahrenhinweiskarten erstellt. Dieses Kartenwerk ist sehr grob und be-
rücksichtigt im Gegensatz zu den kommunalen Starkregengefahrenkarten keine detaillierten lokalen 
Verhältnisse wie z.B. den aktuellen Gebäudebestand aus dem Liegenschaftskataster, Durchlässe    
oder andere kleinräumige abflussrelevante Gegebenheiten. Die Karten des Landes NRW bieten da-
her lediglich einen ersten Überblick über die Gefahrenbereiche von Starkregenereignissen für das 
Land NRW. Das Bundesamt weist explizit darauf hin, dass dort, wo kommunale Starkregengefahren-
karten vorhanden sind, diese zu verwenden sind, da die modelltechnischen Ansätze detaillierter ge-
fasst werden und damit zu realitätsnäheren Ergebnissen führen. Im Übrigen gibt es keine Informatio-
nen darüber, wann und in welchen Zeitabständen die Hinweiskarten aktualisiert und fortgeschrieben 
werden. 
Die jetzt vorliegenden kommunalen Starkregengefahrenkarten der Stadt Münster zeigen die Ergeb-
nisse von Simulationen, die dem heutigen Stand der Technik entsprechen. Die stadtweiten Berech-
nungen bilden den Oberflächenabfluss auf Basis eines digitalen Geländemodells ab.  
Zur Identifizierung spezifischer Objektschutzmaßnahmen sollten die Ergebnisse der Starkregengefah-
renkarten weiter konkretisiert werden. Zum einen können dazu für Teilbereiche ergänzende aufwän-
dige 1D/2D-gekoppelte Simulationsberechnungen durchgeführt werden, die das Kanalisationsnetz mit 
der Oberfläche des digitalen Geländemodells verbinden und so auch für zusätzliche, weniger intensi-
ve Niederschläge wichtige Ergebnisse liefern. Weiterhin sollten die Modellergebnisse mittels Ortsbe-
gehungen der betroffenen Bereiche und einer damit verbundenen Validierung des Schadensrisikos 
(z.B. Erkenntnisse über tiefliegende Gebäudeöffnungen, topographische Tiefpunkte) durchgeführt 
werden.  
Die Karten geben jeder/m Eigentümer:in, Unternehmen und Betroffenen die Möglichkeit, die Risiken 
für das jeweilige Eigentum einschätzen zu können, bedarfsweise Objektschutzmaßnahmen vorzuse-
hen und sich auf ein bedarfsgerechtes Verhalten im Gefahrenfall einzustellen. Sie bilden damit eine 
wesentliche Grundlage für einen effektiven Bevölkerungsschutz.

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V/0121/2023 
 
2.3 Kommunikative Aufgaben 
 
Der zweite wesentliche Bestandteil dieses ganzheitlichen Managementkonzeptes ist eine zielgerichte-
te Kommunikation. Die umfangreichen wasserwirtschaftlichen Fachinformationen, Risikoanalysen und 
Auswertungen sollen an die unterschiedlichen Zielgruppen angepasst und gut verständlich kommuni-
ziert werden. Um die fachlich komplexe Thematik gut verständlich zu übersetzen, innovative Kanäle 
umfänglich zu bedienen, die Thematik in ein ganzheitliches Bild der digitalen Angebote der Stadt 
Münster einzubetten und allen Beteiligten leicht zugänglich zu machen, wurde gemeinsam mit der 
Stabstelle Smart City und dem Vermessungs- und Katasteramt ein Kommunikationskonzept erarbei-
tet, das sich an dem Vorgehen zur Kommunikation der Ergebnisse der Thermografiebefliegunggeb-
nisse orientiert.  
Das Kommunikationskonzept beinhaltet die Bereitstellung der Starkregengefahrenkarten für das 
Stadtgebiet Münster inklusive der notwendigen Hilfestellungen zum Verständnis der Karten und Er-
gebnisse, zur Bedeutung der kommunalen Gemeinschaftsaufgabe, Informationen zu Handlungsfel-
dern seitens der Kommune und der Privateigentümer:innen sowie gezielte Hilfestellungen zur Erar-
beitung von Handlungsempfehlungen, Verbesserungsmaßnahmen und korrektem Verhalten im Ge-
fahrenfall.  
Die Strategie gliedert sich auf in die interne und in die externe Kommunikation. Art, Inhalt und Wege 
der Kommunikation werden jeweils auf die entsprechende Adressatengruppe ausgerichtet, aufbereitet 
und durchgeführt. Zielgerichtet sind dafür Kanäle wie z.B. die Presse, eine neue Website, Social Me-
dia Plattformen, eine klassisch analoge Bereitstellung der Informationen sowie persönliche Gesprä-
che vorgesehen. Die Formate werden je nach Adressatengruppe, Bedarf und Möglichkeit digital, ana-
log oder als Hybridveranstaltungen angeboten, um möglichst allen Personen den Zugang zu Informa-
tionen und Hilfestellungen zu ermöglichen. 
Zu den Zielgruppen gehören im ersten Schritt die politischen Entscheidungsträger sowie diverse 
Fachbereiche, die die gewonnenen Erkenntnisse in ihre planerischen Arbeiten oder in die Beurteilung 
von Arbeits- und Vorgehensweisen z.B. bei Entwicklungen im Stadtgebiet wie Nachverdichtungen 
oder Neuerschließungen einfließen lassen. Auch die Sicherstellung und Aufrechterhaltung der kriti-
schen Infrastruktur sowie eine angepasste, optimierte Einsatzplanung der Rettungskräfte sind unab-
dingbarer Teil des ganzheitlichen Konzepts. Des Weiteren sollen sämtliche Informationen auch Ex-
ternen wie z.B. Interessensverbänden oder Betreibern kritischer Infrastruktur zur Verfügung werden.  
Darüber hinaus stellt die Bürgerschaft eine ganz wesentliche und vielschichtige Adressatengruppe 
dar. Die Kommunikation verfolgt an dieser Stelle mehrere Ziele: 
 Nutzung eines breiten Spektrums an Kommunikationsformen- und wegen (digital und ana-
log), um möglichst allen Personen die Informationen und Unterstützungsangebote zur Ver-
fügung stellen zu können 
 Bereitstellung aktueller, interaktiver Starkregengefahrenkarten  
 Bereitstellung umfassender aktueller Hintergrundinformationen zu den Starkregengefah-
renkarten sowie langfristig zur Gesamtthematik „Wasser“ (Starkregen, urbane Sturzfluten, 
Gewässerhochwasser, Hitze, Trockenheit) 
 Hilfestellung zum Verständnis über die Zuständigkeiten und Handlungsfelder innerhalb der 
kommunalen Gemeinschaftsaufgabe im Starkregen- und Hochwasserrisikomanagement:  
 Was ist Aufgabe der Kommune, was ist Aufgabe der Privateigentümer:innen?  
 Hilfestellung zur Einschätzung des eigenen Risikos 
 Hilfestellung zur Optimierung des eigenen Objektschutzes 
 Hilfestellung zur Sensibilisierung und für ein angepasstes Verhalten im Gefah-
renfall 
 direkte Kontaktmöglichkeit als besonderer Service: Vereinbarung von telefonischen oder 
persönlichen Beratungsgesprächen, Antworten auf FAQs, etc.

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V/0121/2023 
Die Bereitstellung der Informationen für die Grundstückseigentümer:innen erfolgt zunächst durch die 
Veröffentlichung der Starkregengefahrenkarten und der zugehörigen Hintergrundinformationen. Dazu 
wurde unter www.stadt-muenster.de/wasser eine neue Website vorbereitet und freigeschaltet. Ein 
Hinweis zur Veröffentlichung der Kartenwerke wird über eine Pressemitteilung bekannt gegeben. 
Damit stehen sowohl die Starkregengefahrenkarten der Stadt Münster als auch umfangreiches Infor-
mationsmaterial zur Unterstützung und Selbsthilfe bereits frei zugänglich zur Verfügung. 
 
 
Abbildung 2: Startseite des neuen Internetauftritts 
Analog zum Projekt „Thermografiebefliegung“ werden individuelle Anschreiben an die privaten 
Grundstückseigentümer:innen versandt und ein Beratungsangebot als besonderer Service für die 
Bürgerschaft eingerichtet. Diese zusätzliche analoge Serviceleistung soll sicherstellen, dass die In-
formationen möglichst alle Eigentümer:innen erreichen. Der Start der Versandaktion ist für Anfang 
April 2023 geplant. 
Zunächst erhalten diejenigen Eigentümer:innen ein Schreiben, deren Grundstück ein erhöhtes Risiko 
durch urbane Sturzfluten aufweist. Dafür wurde auf Basis des außergewöhnlichen Regenereignisses 
(Szenario 2, 100-jähriges Regenereignis) eine GIS-Auswertung mit dem Ergebnis durchgeführt, dass 
im gesamten Stadtgebiet circa 7.600 Grundstücke bei diesem 100-jährigem, außergewöhnlichen Re-
gen durch eine rechnerischen Überflutungstiefe von > 0,30 m betroffen sind. Die Kontaktdaten der 
entsprechenden Grundstückseigentümer:innen werden über die Gebührenempfängeradressdatei 
ermittelt. Das Anschreiben für diese Personengruppe beinhaltet neben allgemeinen Informationen 
zum Projekt auch einen individuellen Kartenausschnitt mit dem Ergebnis der Berechnungen und Ana-

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lysen für das jeweilige Grundstück sowie eine Interpretationshilfe und erste Hinweise für Handlungs-
empfehlungen und mögliche Objektschutzmaßnahmen.  
Anschließend erhalten alle übrigen Grundstückseigentümer:innen (circa 40.500) ein allgemeines In-
formationsschreiben mit Verweis auf die neue Internetpräsenz. Hier sollen weitere ca. 40.500 An-
schreiben verschickt werden. Der Versand erfolgt in 4 Wellen mit etwa 2-3 Wochen Abstand.  
Ein wichtiger Bestandteil der Kommunikation ist die Angabe einer Servicehotline und die Bereitstel-
lung einer Terminbuchungsmöglichkeit. Rückläufer und Anfragen aus der Bürgerschaft, die sich aus 
den Anschreiben ergeben, werden analog zur Thermografiebefliegung in einem ersten Schritt durch 
ein Call- bzw. Beratungscenter angenommen. Sollte die Notwendigkeit nach einer detaillierteren Be-
ratung bestehen, so ist dafür auf der neuen Internetseite ein Online-Terminbuchungsportal eingerich-
tet worden. Über dieses kann bei Bedarf ein Beratungsgespräch bei den Fachleuten der Haus- und 
Grundstücksentwässerung gebucht werden. Um eine qualifizierte Abarbeitung aller Beratungswün-
sche mit den vorhandenen Kapazitäten zu gewährleisten werden entsprechende Zeitfenster im Onli-
ne-Buchungsportal angeboten.  
Die folgende Grafik stellt das abgestufte Vorgehen schematisch dar: 
 
Abbildung 3: Abgestufte Vorgehensweise von Information und Beratung  
 
 
3. FAQs 
 
Im Zusammenhang der Aufstellung der Starkregengefahrenkarten und den daraus resultierenden 
Informationen ergeben sich verschiedene wiederkehrende Fragestellungen. Die maßgeblichsten wer-
den im Folgenden aufgeführt und finden sich auch auf der Internetpräsenz wieder: 
 
1. Wie sind die in den Karten dargestellten Starkregenereignisse einzuordnen? 
 
Die Einordnung und Bewertung von Niederschlägen erfolgt über die statistische Wiederkehrzeit der 
einzelnen Ereignisse. Diese hängt von Intensität und Dauer des jeweiligen Regenereignisses ab. Um 
diese komplexen Zusammenhänge allgemein verständlich auszudrücken, wurde der sogenannte 
„Starkregenindex“ entwickelt. Diese Darstellung ist an die verbreitet bekannte Einordnung von Erdbe-
ben mittels der „Richterskala“ angelehnt. Der Starkregenindex bildet moderate, häufig auftretende

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Regenereignisse im Index 1 bis hin zu extremen, sehr seltenen Starkregenereignissen im Index 12 
ab. 
Die Starkregengefahrenkarten wurden nach Vorgabe der Arbeitshilfe des Landes NRW erstellt und 
stellen folgende drei Starkregenszenarien dar: 
 Starkregen mit einer statistischen Wiederkehrzeit von 30 Jahren: 
o Intensität ca. 37 – 40 mm/Stunde über eine Dauer von 60 min 
o häufiger Starkregen 
o Starkregenindex 5 
 
 Starkregen mit einer statistischen Wiederkehrzeit von 100 Jahren: 
o Intensität ca. 44 – 48 mm/Stunde über eine Dauer von 60 min 
o außergewöhnlicher Starkregen 
o Starkregenindex 7 
 
 Starkregen mit einer statistischen Wiederkehrzeit von >100 Jahren: 
o Intensität ca. 70 – 105 mm/Stunde über eine Dauer von 60 min 
o extremer Starkregen 
o Starkregenindex 10 
 
 
Abbildung 4: Einordnung der unterschiedlichen Starkregen anhand des "Starkregenindexes" 
 
Zum Vergleich: das Starkregenereignis in Münster vom Juli 2014 wird eindeutig dem Starkregenindex 
12 zugeordnet. 
 
 
 
2. Ist die Kommune für Risiko- und Schadensminimierung verantwortlich? 
 
Die Zuständigkeiten zur Bewältigung der Auswirkungen von Niederschlagsereignissen hängt von In-
tensität und Dauer und damit von der zu Frage 1 genannten statistischen Einordnung ab. Diese 
Grundlagen finden sich in den technischen Regelwerken der Wasserwirtschaft wieder und wurden in 
die rechtlich gültigen und behördlich verbindlichen Regelungen übersetzt.  
 
Nach diesen Vorgaben muss die Kommune dafür Sorge tragen, dass alle Regenereignisse, die in den 
Bereich Starkregenindex 1 – 3 fallen, durch die Kanalnetze abgeleitet werden können, ohne dass 
Wasser aus den Schächten austritt. Niederschläge vom Index 4 – 5 dürfen aus der Kanalisation aus-
treten, sofern sie keine Schäden verursachen können (z.B. auf Grünflächen). Für alle darüber hin-
ausgehenden Starkregenereignisse vom Index 5 – 12 muss eine Risiko- bzw. Schadensminimierung 
durch Kommune und private Grundstückseigentümer:innen gleichermaßen als kommunale Gemein-
schaftsaufgabe gewährleistet werden.

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Abbildung 5: Abgrenzung der Zuständigkeiten Kommune - kommunale Gemeinschaftsaufgabe f ür Kommune und 
Privateigentümer:innen  
 
 
3. Inwiefern wird das Kanalnetz in den Berechnungen berücksichtigt? 
 
Starkregensimulationen und -analysen betrachten grundsätzlich nur die Abflüsse auf der Oberfläche. 
Bei diesen Niederschlagsmengen sind Kanalnetze bereits voll gefüllt und haben keine Rückhaltewir-
kung mehr, die Niederschläge fließen vollständig auf der Oberfläche ab (sog. „urbane Sturzflut“). Das 
Starkregensimulationsmodell der Stadt Münster ist daher ein reines georeferenziertes Oberflächen-
modell.  
Das vorhandene Oberflächenmodell kann für die Betrachtung und Analyse kleinerer Niederschläge, in 
denen das Netz noch Rückhaltewirkung hat mit dem Kanalnetz gekoppelt und simuliert werden, z.B. 
für Sanierungs- und Neuplanungen des Kanalnetzes oder zur Analyse und Bewertung der Auswir-
kungen von Nachverdichtungen und Erschließungen neuer Gebiete (Plan- und angrenzende Be-
standsgebiete). 
 
 
 
4. Inwiefern werden Gewässer in den Berechnungen berücksichtigt? 
 
Urbane Sturzfluten entstehen auf der Oberfläche durch lokal begrenzte, intensive Starkregen auch 
dort, wo keine Gewässer in der Nähe sind. Gewässerhochwasser entstehen i.d.R. durch lang anhal-
tende Niederschläge im Einzugsgebiet. Lediglich in sehr kleinen Einzugsgebieten kleiner Fließgewäs-
sern sind die Ansätze zur Entstehung der jeweiligen Überflutungsflächen annährend vergleichbar. Bei 
Gewässern mit sehr großen Einzugsgebieten (z.B. der Rhein bei Köln) müssen Auswirkungen durch 
urbane Sturzfluten völlig unabhängig von Gewässerhochwassern betrachtet werden. 
 
Urbane Sturzfluten und Gewässerhochwasser entstehen demnach durch unterschiedliche wasser-
wirtschaftliche Prozesse und werden dementsprechend unterschiedlich simuliert. Daher können die 
Modellansätze zur Simulation von Gewässerhochwassern nicht an das vorhandene Modell gekoppelt 
werden. Die Kopplung solcher Modelle befindet sich aktuell in der wissenschaftlichen Erprobung.  
 
In Münster gibt es vorrangig Fließgewässer mit kleinen bis mittleren Einzugsgebieten. Für die örtli-
chen sogenannten „Risikogewässer“ (Münstersche Aa, Werse, Angel, Kinderbach) liegen offizielle, 
frei zugängliche Hochwassergefahren- und risikokarten der Bezirksregierung vor. Kleinere Gewässer 
werden durch die Verwaltung in einzelnen Modellen im Zuge von Planungen betrachtet und bewertet. 
Die gemeinsame Bewertung der Risiken durch urbane Sturzfluten und Gewässerhochwasser erfolgt 
derzeit vereinfacht durch die computergestützte Überlagerung beider Gefährdungsbereiche.

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5. Welche Konsequenzen haben die Informationen für die privaten Eigentümer:innen?  
 
Nutzungs-/ Baurestriktionen 
 
Erkenntnisse über Gewässerhochwasser haben die offizielle Ausweisung von Überschwemmungsge-
bieten zur Folge und führen somit zu Nutzungs- und baurechtliche Restriktionen. Erkenntnisse über 
Auswirkungen von Starkregenereignissen haben aktuell keine offizielle Ausweisung von Über-
schwemmungsgebieten zur Folge und ziehen dementsprechend keine Nutzungs- und baurechtlichen 
Restriktionen nach sich.  
Die Informationen dienen lediglich als Basis zur Einschätzung und Bewertung der vorhandenen Risi-
ken, zur Unterstützung für die Entwicklung und Umsetzung von kommunalen Bau- und privaten Ob-
jektschutzmaßnahmen sowie zur Sensibilisierung der Stadtgesellschaft hinsichtlich Vorsorge und 
korrektem Verhalten im Gefahrenfall. 
 
Datenschutz / Nachbarschaftsfragen 
 
Die Informationen stellen im Gegensatz zur energetischen Bewertung der Privathäuser im Zuge der 
Thermografiebefliegung keine Auswertung ausschließlich individueller Belange dar. Die zugrundelie-
genden Daten des Stadtgebietsmodells sind allesamt frei zugänglich und fallen unter das „Geodaten-
zugangsgesetz NRW“ (GeoZG NRW). Das Gesetz dient dem Aufbau der Geodateninfrastruktur 
NRW, in der der Zugang und die Nutzung von Geodaten, Metadaten und Diensten verbessert werden 
sollen. Es richtet sich an die Behörden des Landes und der Kommunen. 
Bei den Starkregengefahrenkarten handelt es sich damit lediglich um eine visuelle Darstellung frei 
zugänglicher topographischer Informationen. 
 
Versicherungsschutz / Elementarschadensversicherungen 
 
Die Versicherungen verfügen bereits seit einigen Jahren über eigene Auswertungen und die entspre-
chenden Informationen und Karten. Zur Einschätzung des Risikos von Starkregenschäden verwen-
den die Versicherer die Einteilung in sogenannte Starkregengefährdungsklassen (SGK). Die Zuord-
nung eines Grundstückes in die jeweilige Gefährdungsklasse erfolgt mittels eines Zonierungssystems 
für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen, kurz ZÜRS. 
 
 
4. Ausblick  
 
Durch die Bearbeitung und Simulation im eigenen Haus ist es der Verwaltung zukünftig möglich, spe-
zifische Risikoanalysen und Kartenaufbereitungen zu erstellen und für zukünftige Planungsprozesse 
zielgerichtet zu verwenden.  
Die Starkregengefahrenkarten wurden den Katastrophenschutz-relevanten Behörden wie Feuerwehr, 
Polizei, Wasserbehörden (Untere Wasserbehörde, Bezirksregierung Münster), THW, Stadtwerken 
Münster und Krankenhausbetreibern zur Verfügung gestellt, verbunden mit dem Angebot eines fach-
lichen Austausches und einer weitergehenden Beratungsunterstützung. Des Weiteren werden die 
Karten im verwaltungsinternen WebGIS allen Fachämtern als Grundlage für ihre Planungen und 
Prüfprozesse zugänglich gemacht. 
Die spezifischen Risikoanalysen in Bezug auf z.B. Anlagen der kritischen Infrastruktur, Vorbehalts-
netz der Feuerwehr, öffentliche Gebäude können je nach Bedarf erstellt und zur Verfügung gestellt 
werden. Nach Identifikation von besonders durch Überflutung gefährdeten Stadtteilen oder Teilgebie-
ten wird für die Erarbeitung eines hydraulischen Sanierungskonzeptes zusätzlich eine gekoppelte 
1D/2D-Simulation, also die Simulation des Oberflächenabflusses zusammen mit dem Abfluss in der 
öffentlichen Kanalisation, durchgeführt. Diese sehr aufwändigen Risikoanalysen mit entsprechenden

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Sanierungskonzepten können jedoch nur nach ermittelten Prioritäten sukzessive nach und nach für 
das gesamte Stadtgebiet erfolgen.  
Zusätzlich zu den Starkregengefahrenkarten wird ein Gesamtrisiko für Schäden durch Wasser ermit-
telt. Dazu sollen Überlagerungen der Überflutungsflächen der Starkregensimulationen mit den Über-
schwemmungsflächen der Gewässer aus den Hochwassergefahrenkarten der Bezirksregierung und 
aus weiteren hydraulischen Berechnungen ermittelt werden. Diese Überlagerungen können derzeit 
lediglich vereinfacht auf Basis der voneinander unabhängig ermittelten Starkregengefahren- und 
Hochwassergefahrenkarten durchgeführt werden. Gekoppelte Simulationen von Überflutungsgesche-
hen aus urbanen Sturzfluten auf der Oberfläche und aus Gewässern in einem gemeinsamen hydrau-
lischen Modell werden derzeit wissenschaftlich erprobt. Das Amt für Mobilität und Tiefbau beteiligt 
sich dabei aktiv im Rahmen von wissenschaftlichen Arbeiten der FH Münster und ist aktives Mitglied 
in zwei neu geschaffenen Arbeitsgruppen der DWA (Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Ab-
wasser und Abfall e.V.), die aktuell die entsprechenden Regelwerke zu diesem Thema erarbeitet. 
Des Weiteren wird zukünftig eine Identifizierung von wasserwirtschaftlich sinnvoll nutzbaren Flächen 
(Potential- und Tabuflächen) angestrebt. Ziel ist es, im Starkregenfall größtmöglichen Schutz zu bie-
ten und das überschüssige Wasser zurück zu halten, zu nutzen oder verlangsamt zum Abfluss zu 
bringen. Um einen bestmöglichen Ausgleich der eingangs beschriebenen Wetterextreme zu errei-
chen, soll Wasser gespeichert werden, wenn zu große Mengen vorhanden sind, um es bereitzustel-
len, wenn in heißen und trockenen Phasen Wasser fehlt. Um sowohl für Neubaugebiete als auch ins-
besondere für Bestandssituationen ganzheitliche Bewirtschaftungssysteme etablieren zu können, 
arbeitet die Verwaltung sukzessive an planerischen und organisatorischen Lösungen, die einen effek-
tiven und gezielten Umgang mit der wertvollen Ressource gewährleisten sollen. 
Darüber hinaus plant die Verwaltung zusätzlich eine laufende Weiterentwicklung der notwendigen 
Grundlagendaten, um z.B. Planungs- und Messdaten fortlaufend zu optimieren, Bestandsanlagen 
gezielt bewirtschaften zu können oder Möglichkeiten für Prognosen und Frühwarnungen zu verbes-
sern. Neben einer stetigen Entwicklung der bestehenden Simulationsmodelle wird derzeit beispiels-
weise das Management von Radarregendaten erarbeitet.  
Grundsätzlich hat die Verwaltung mit den Starkregengefahrenkarten und dem aktuellen zugehörigen 
Kommunikationskonzept einen wesentlichen Schritt zum Umgang mit Wetterextremen angestoßen. 
Das Nutzen von Daten und Digitalisierungsmöglichkeiten im Sinne einer Smart City spielt dabei eine 
wichtige Rolle. Sowohl die wasserwirtschaftlichen als auch die kommunikativen Aufgaben werden 
zukünftig stetig optimiert, erweitert und fortgesetzt. Durch die Expertise im eigenen Haus besteht 
auch zukünftig die Möglichkeit der verschiedensten Analysen und Auswertungen. Eine schnelle 
Handlungs- und Sprachfähigkeit bleibt dadurch gewährleistet. Ziel ist es, den Ansatz zum Umgang 
mit Wetterextremen fortzusetzen und eine gezielte Bewirtschaftung der wertvollen Ressource „Was-
ser“ ganzheitlich zu erreichen. 
 
Aufgrund des großen Umfangs des Kartenwerks sind die Anlagen dieser Beschlussvorlage lediglich 
digital in Session hinterlegt und nicht in Papierform angefügt. Bei Bedarf und auf Anfrage können Un-
terlagen als Ausdruck nachgereicht werden.  
 
Die Bezirksvertretungen werden mittels Berichtsvorlage V/0006/2023 informiert.  
 
 
 
i. V. 
 
gez. 
 
Robin Denstorff 
Stadtbaurat

Rat_V_0121_2023_Starkregen_und_Hochwasserrisikomanagement_Veroeffentlichung_Anlage_3_Stadt_gesamt_60min_90mm_DIN_A_4 - Kopie

565 Zeichen

T e x t
±
Maßstab:
Albersloher Weg 33
48127 Münster
Tel. : 0251 492 - 6945
Fax.: 0251 492 - 7779
Mail: kanalauskunft@stadt-muenster.de
Servicezeiten:
Deckelhöhen nicht als Straßenendausbauhöhen verwend en!
Alle Angaben sind in der Örtlichkeit zu prüfen!
Starkregengefahrenkarte
Stadt Münster
Szenario 3: 60min 90mm
1:25.000 Datum:
Mo-Mi: 08.00 - 16.00 Uhr
Do     : 08.00 - 18.00 Uhr
Fr       : 08.00 - 12.00 Uhr
Legende
Maximaler Wasserstand [m]
0 - 0,02
0,02 - 0,1
0,1 - 0,3
0,3 - 0,5
0,5 - 1
> 1
0 2 4 1
Kilometer
VORABZUG
- nur für den die
nstlich
en Ge
brauch -

Beratungsverlauf (4)

14.03.2023 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen
TOP 6.4 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
16.03.2023 Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung
TOP 5.3 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
22.03.2023 Hauptausschuss
TOP 15 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
22.03.2023 Rat
TOP 22 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (17)

  • Peter-Wust-Straße
  • Wilhelmstraße
  • Kanalstraße
  • Wibbeltstraße
  • Maximilianstraße
  • Roddestraße
  • Haferlandweg
  • Alfred-Krupp-Weg
  • Albersloher Weg 33
  • Mecklenbecker Straße
  • Eimermacherweg
  • Zeppelinstraße
  • Edelbach
  • Kinderhaus
  • Nevinghoff
  • Ohmweg
  • Werse

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0121/2023
Typ
Vorlagen
Datum
23.02.2023
Erstellt
21.02.2023 15:16