V/0001/2023
Digitale Stadt Münster - Bericht zur Gigabitkoordination für die Stadt Münster
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Berichtsvorlage
22653 Zeichen
V/0001/2023
V/0001/2023
Öffentliche Berichtsvorlage
Betrifft
Digitale Stadt Münster - Bericht zur Gigabitkoordination für die Stadt Münster
Beratungsfolge
07.03.2023 Betriebsausschuss der citeq Bericht
22.03.2023 Hauptausschuss Bericht
22.03.2023 Rat Bericht
Bericht:
Die Digitalisierung ist in nahezu allen Lebensbereichen angekommen und gehört weiterhin zu den
nachhaltigen Megathemen. Smartphones, Tablets und Computer sind dabei ein täglicher Wegbeglei-
ter. Durch die weiter steigende Nachfrage und ein immer stärkeres Wachstum beim Datenverbrauch
ist der Ausbau von Glasfasernetzen als zukunftssichere und nachhaltige digitale Infrastruktur unab-
dingbar. Zudem macht die aktuelle Weltlage deutlich, wie notwendig funktionierende digitale Kommu-
nikationsmöglichkeiten sind und dass Herausforderungen wie das Erreichen der Klimaschutzziele
ohne digitale Unterstützung nicht zu bewältigen sind. Ziele für die Stadt Münster sind daher die flä-
chendeckende Versorgung mit Glasfaser (fiber -to-the-home, FTTH) und dem neuesten Mobilfunk-
standard. Im Juli 2022 wurde die neue Gigabitstrategie der Bundesregierung veröffentlicht. Für den
Ausbau der Infrastruktur wird auf verstärkte Anreize für den eigenwirtschaftlichen Ausbau und besse-
re Förderbedingungen gesetzt. Den Hauptbeitrag zum Gigabitausbau in Deutschland leisten private
Unternehmen. Staatliche Förderung soll nur dort zum Einsatz kommen, wo es auf absehbare Zeit
keinen privaten Ausbau gibt. Auch in Münster hat der eigenwirtschaftliche Glasfaserausbau einen
hohen Stellenwert. Mit dem Kooperationsprojekt zwischen der Deutschen Telekom und Stadtwerke
Münster werden bis zum Jahr 2030 rund 160.000 Münsteraner Haushalte mit einem direkten Glasfa-
seranschluss versorgt. Zusätzlich zu den eigenwirtschaftlichen Ausbaumaßnahmen werden in den
Außenbezirken und Gewerbegebieten Förderprogramme von Bund und Land eingesetzt, um die flä-
chendeckende Versorgung mit Glasfaser im S tadtgebiet Münster zu erreichen. Der Bund wird vo-
raussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2023 eine neue Förderrichtlinie für die Erschließung der soge-
nannten grauen Flecken (ohne Aufgreifschwelle) veröffentlichen. Die neue Förderrichtlinie wird auch
für die Stadt Münster relevant sein, da nicht alle Adressen durch die laufenden Ausbauprojekte mit
einem Glasfaseranschluss versorgt werden können.
citeq
23.02.2023
Ihr/e Ansprechpartner/in:
Herr Tebel
Telefon: 492-1803
Tebel@citeq.de
- 2 -
V/0001/2023
Glasfaserausbau in den unterversorgten Gebieten „weiße Flecken“ (Adressen <30 Mbit/s)
Die Stadtwerke Münster wurden im Sommer 2020 beauftragt, die rund 2.000 Wohnadressen im Au-
ßenbereich der Stadt sowie rund 100 Gewerbeadressen mit Glasfaser zu erschließen. Das Ausbau-
vorhaben wird in hohem Maße durch Fördergelder von Bund (50%) und Land (40%) finanziert.
In der zweiten Jahreshälfte 2022 wurden die Ausbautätigkeiten in den Clustern 4 und 5 -dem Bereich
Industrieweg / Loddenheide sowie östlich von Hiltrup- abgeschlossen (68 Adressen). Insgesamt wur-
den rund 22,5 Kilometer Tiefbauarbeiten und rund 8 Kilometer Einzugs strecken im öffentlichen Be-
reich realisiert. Die Hauptstrecken in den ausgebauten Bereichen wurden zwischen 2 PoPs (Point of
Presence) und 8 Kabelverzweigern hergestellt, von denen die Verbindungen zu den einzelnen Haus-
anschlüssen vorgenommen wurden. Die Tiefbauausschreibung für das Cluster 6 im Bereich Amelsbü-
ren wurde bereits Ende 2022 abgeschlossen und die Stadtwerke Münster haben mit dem Glasfaser-
ausbau von rund 330 Adressen begonnen. Die Adressen im Ausbaugebiet verteilen sich über ein
großflächiges Gebiet, das sich von der Hiltruper Kanalinsel bis zum westlichen Rand des Stadtgebiets
südlich der A43 erstreckt sowie vom Kappenberger Damm bis zur Stadtgrenze in der Davert reicht.
Für den Bau der schnellen Internetleitung sind daher lange Strecken zu bewältigen. Im ersten Schritt
finden die Arbeiten im westlichen Teil von Amelsbüren statt. Um die Leitungen möglichst schnell und
mit minimalen Einschränkungen bauen zu können, setzen die Stadtwerke und das beauftragte Tief-
bauunternehmen Albers an vielen Stellen auf Spülbohrungen, die ohne offene Gräben auskommen.
Bei dieser geschlossenen Bauweise sind lediglich kleinere Start- und Zielgruben notwendig, durch die
die Kabel unterirdisch gezogen werden. So können täglich bis zu 300 Meter Kabelstrecken verbaut
werden. Parallel zu den Tiefbauarbeiten im Cluster 6 werden im ersten Quartal 2023 die Ausbauar-
beiten im Cluster 10 Wolbeck beginnen. Im Jahr 2023 wird zusätzlich noch der Ausbau des Clusters 8
(Handorf/Coerde) starten.
Wie bereits in der Vorlage V/0396/202 2 „Breitbandausbau im Stadtgebiet Münster - Umstellung auf
das zukunftsfähige und nachhaltige Materialkonzept des BMVI“ beschrieben, mussten wir gemeinsam
mit der Stadtwerke den Projektzeitraum von März 2023 auf Dezember 2024 verlängern. Aufgrund der
pandemiebedingten, weltweit erhöhten Nachfrage und weiterer globaler, ökonomischer Faktoren be-
steht weiterhin eine Rohstoff- und Materialknappheit in nahezu allen ausbauenden Sektoren. Die Lie-
ferzeit für die notwendigen Leerrohre und Rohrverbände hat sich für e inige Faserprodukte von 20
Wochen auf fast ein Jahr erheblich verlängert. Zusätzlich hat im Sommer 2022 eine Auswertung bei
der Feuerwehr Münster ergeben, dass auf über 100 Kilometer der auszubauenden Trasse Verdachts-
fälle von Kampfmitteln vorzufinden sind. Dies führte leider zu einem nicht vorhersehbaren mehrmona-
tigen Baustopp. Die betroffenen Privathaushalte und Gewerbetreibende werden auch weiterhin im
Internet oder auf Informationsveranstaltungen über den Baufortschritt auf dem neuesten Stand gehal-
ten.
- 3 -
V/0001/2023
Eigene Darstellung (grün: Glasfaser versorgt, gelb: Ausbau in Arbeit, rot: Ausbau in Planung): https://www.citeq.de/internet-versorgung-
muenster/gefoerderter-glasfaserausbau/foerderprogramm-ausbau-weisser-flecken
Gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan verschiebt sich der Ausbau für die Adressen in Roxel (Clus-
ter 1) und Albachten (Cluster 7) auf das Jahr 2024. Die Stadtwerke Münster arbeitet mit Hochdruck
daran, die Zeit aufzuholen und neue Verzögerungen zu vermeiden. Nach derzeitigem Stand (Februar
2023) sieht die weitere Ausbauplanung für die Ausbaucluster folgende Reihenfolge vor:
2022: Industrieweg / Loddenheide sowie östlich von Hiltrup (Cluster 4/5): Ausbau abgeschlossen
2023: Hiltrup/Amelsbüren (Cluster 6), Handorf/Coerde (Cluster 8), Wolbeck (Cluster 10),
2024: Roxel (Cluster 1), Kinderhaus/Zentrum Nord (Cluster 2), Nienberge (Cluster 3), Albachten
(Cluster 7), Sprakel/Gimbte (Cluster 9).
Glasfaserausbau in den Münsteraner Gewerbegebieten
Die Stadt Münster verfolgt das Ziel, alle Gewerbe- und Industriegebiete mit einer nachhaltigen sowie
zukunfts- und hochleistungsfähigen Gigabit-Infrastruktur zu versorgen. Zur Erreichung dieses Ziels
hat der Rat mit Vorlage V/0716/2019 am 11.12.2019 entschieden, die unterversorgten Gewerbege-
- 4 -
V/0001/2023
biete mit Unterstützung des Förderprogramms „Sonderaufruf Gewerbegebiete“ von Bund und Land
flächendeckend mit Glasfaser auszubauen. Im November 2021 hat die Stadt Münster gemeinsam mit
dem Netzbetreiber NDIX und Vodafone Deutschland den Glasfaserausbau in mehreren Gewerbege-
bieten aufgenommen. Die Ausbauarbeiten in den Gewerbegebieten Nienberge -Feldstiege, Nienber-
ge-Steinfurter Straße/Haus Uhlenkotten sind bereits abgeschlossen und die ersten Unternehmen am
Glasfasernetz angebunden. Beim Ausbauprojekt Weseler Straße, Siemensstraße und Höltenweg
kam es aufgrund von Kampfmittelverdachtspunkten zu einem kurzzeitigen Ausbaustopp . Dennoch
sollen die Tiefbauarbeiten in der ersten Jahreshälfte 2023 abgeschlossen werden. Bereits im Sommer
2022 startete der Glasfaserausbau in den Gewerbegebieten Hansa -Business-Park und Hiltrup -
Hansestraße. Auch hier sollen die Arbeiten im Sommer 2023 beendet werden. Im Frühjahr 2023 wird
der Netzbetreiber NDIX den Ausbau in den Gewerbegebieten Coerde und Gelmer starten. Die Eigen-
tümer wurden bereits durch ein Rundschreiben von Stadt und Wirtschaftsförderung Münster über das
Ausbauvorhaben informiert.
Eigene Darstellung (Gemeldeter Glasfaserausbau der Netzanbieter, Abweichungen möglich – grün: Glasfaser versorgt, gelb: Ausbau in
Arbeit, rot: Ausbau in Planung): https://www.citeq.de/internetversorgung-in-muenster/gefoerderter-glasfaserausbau/sonderprogramm-
gew erbegebiete
Mit großem Bedauern hat die Bietergemeinschaft NDIX Anfang 2023 mitgeteilt, die bereits zugesag-
ten Ausbauvorhaben in den Gewerbe- und Industriegebieten Albachten, Gremmendorf, Hafen, Kin-
derhaus, Roxel, Wolbeck und Zentrum Nord (siehe Karte, rot markierten Flächen, circa 400 Adres-
sen) zu widerrufen. Die Gründe für die Absage sind stark gestiegenen Tiefbaukosten, geringe Kun-
dennachfrage sowie die Komplexität im Förderprogramm des Bundes. Der abgesagte Ausbau führt
für beide Parteien zu keinen förderrechtlichen Konsequenzen. Alle Kosten, die der Stadt Münster im
- 5 -
V/0001/2023
Rahmen des europaweiten Ausschreibungsverfahren entstanden sind, werden durch die Bieterge-
meinschaft NDIX erstattet.
Um eine 100% Glasfaserversorgung in allen Gewerbe- und Industriegebieten sicherzustellen, müssen
die verbliebenden Adressen entweder über eigenwirtschaftliche Ausbauprojekte der Netzanbieter
erschlossen werden oder die Stadt Münster bewirbt sich für das neue „Graue -Flecken-
Förderprogramm“ des Bundes (siehe unten). Da der eigenwirtschaftliche Ausbau Vorrang vor staatli-
cher Förderung hat, wird der Gigabitkoordinator mit Unterstützung der Wirtschaftsförderung Münster
in den nächsten Monaten mit jedem Netzanbieter Gespräche führen. Sollte sich keine zufriedenstel-
lende Lösung für die Stadt ergeben, könnte die Teilnahme am neuen Förderprogramm des Bundes
sinnvoll sein. In jedem Gewerbegebiet können mindestens 100 Mbit/s im Download über eine Vecto-
ring-Infrastruktur erreicht werden, so dass der kurzfristige Bedarf der Unternehm en gedeckt ist. Auf-
grund der derzeitigen Ausbauplanung werden bis Ende 2023 über 80% der Adressen in den Gewer-
be- und Industriegebieten mindestens „homes passed“ versorgt und damit Gigabitfähig sein.
Glasfaseranbindung für städtische Schulen und Einrichtungen in den Außenbezirken
Die städtischen Standorte in den Außenbezirken Albachten, Gelmer, Handorf, Nienberge und Sprakel
sind aufgrund der hohen Ausbaukosten noch nicht an das städtische Glasfasernetz angebunden. Die
citeq führt derzeit mit alle n Netzanbietern und beteiligten Ämtern Gespräche, um eine wirtschaftlich
angemessene Lösung für die betroffenen Standorte zu finden. Hierbei ist es wichtig, Synergien mit
den vielen eigenwirtschaftlichen und geförderten Glasfaserprojekten zu bilden. Neben der Anmietung
von sogenannten Dark Fiber Verbindungen über Drittanbieter wird auch über eine Richtfunklösung für
schwer erreichbare Standorte nachgedacht. Erste Gespräche mit potentiellen Richtfunkanbietern
wurden bereits geführt. Sobald das Konzept zur An bindung der verbliebendenden Standorte vorliegt,
wird die citeq eine Beschlussvorlage einreichen.
Eigene Darstellung (grün: Glasfaser versorgt, gelb: Ausbau in Arbeit, rot: Ausbau in Planung): https://www.citeq.de/internetversorgung-in-
muenster/staedtische-gebaeude
- 6 -
V/0001/2023
Das Graue Flecken-Förderprogramm
Nach Abschluss aller derzeit laufenden eigenwirtschaftlichen und geförderten Glasfaser -
Ausbauprojekten werden nach einer ersten Einschätzung circa 5-10% der Adressen in Münster nicht
gigabitfähig versorgt sein. Die betroffenen Adressen liegen größtenteils zwischen Außenbereich und
Innenstadt und waren bislang nicht förderfähig. Auch für die Netzanbieter ist die Versorgung dieser
Gebiete mit gigabitfähigen Glasfasernetzen unwirtschaftlich. Aus diesem Grund hat d er Bund im
Sommer 2022 das neue Graue-Flecken-Förderprogramm veröffentlicht. Alle Adressen die aktuell und
perspektivisch keinen gigabitfähigen Anschluss zur Verfügung haben, können über das Förderpro-
gramm des Bundes einen Glasfaseranschluss erhalten. Anal og zu den Förderprogrammen „weiße
Flecken“ und „Sonderaufruf Gewerbegebiete“ wird der Ausbau auch hier zu 50% vom Bund und 40%
vom Land NRW finanziert. Der Eigenfinanzierungsanteil der Kommune liegt weiterhin bei 10%.
Die Breitbandstrategie der Stadt Münster orientiert sich am Ziel der Bundesregierung, dass alle Müns-
teraner Haushalte mit Übertragungsraten von mindestens 1 Gbit/s versorgt sein sollen. Dieses Ziel
kann nur erreicht werden, wenn die Stadt Münster an dem neuen Graue -Flecken-Förderprogramm
teilnimmt. In der zweiten Jahreshälfte 2023 wird der Gigabitkoordinator ein Markterkundungsverfah-
ren zur Ermittlung der genauen Adressen durchführen. Im Anschluss wird mit der Unterstützung eines
technischen Beraters eine grobe Kosteneinschätzung für das Ausba uvorhaben aufgestellt. Die Er-
gebnisse sowie das weitere Vorgehen werden in einer neuen Beschlussvorlage (2023/2024) präsen-
tiert.
Stellungnahme Stadtwerke Münster zum Glasfaser-Kooperationsprojekt mit der Telekom
Mauritz-West – Gestartet ist die Kooperation mit der Telekom im Gebiet Mauritz-West am 01.09.2021
mit der Vorvermarktung. Aufgrund der damals geltenden Corona-Schutzmaßnahmen haben wir uns
digital mit den Bürgern/Bürgerinnen von Mauritz Mitte connected. Drei Monate später hat der Initial-
ausbau des ersten Gebietes begonnen. Dieser wird Ende Februar 2023 abgeschlossen sein. Die
Trassen in den Straßenzügen sind zu 100% fertiggestellt, so dass die 635 Gebäude „Homes Passed“
(das Glasfaserkabel liegt in der Straße) erschlossen sind. Damit ist die Vorau ssetzung für die erste
Pachtstufenzahlung der Telekom für Mauritz West erfüllt. Dort, wo eine Produktbuchung in einem
Haus vorliegt, wird - soweit das Einverständnis zum Ausbau seitens des/der Hauseigentü-
mers/Hauseigentümerin vorliegt –der Hausanschluss gesetzt und die Inhausverkabelung verlegt. Wir
haben in Mauritz-West aktuell 83 Kunden am Netz, die bereits entsprechende Leistungen von den
Stadtwerken bzw. der Telekom beziehen.
- 7 -
V/0001/2023
Hier eine Karte des Ausbaugebietes Mauritz-West:
Neutor – Das zweite Gebiet ist Neutor. Hier ist die Vorvermarktung am 01.03.2022 mit einer digitalen
Bürgerinformationsveranstaltung gestartet. Die Zustimmungsquote der Eigentümer/innen liegt auf
einem sehr guten Niveau von 56,3%. Der Bau in Neutor ist am 01.06.2022 gestartet und endet ge-
plant zum 31.03.2023. Bauverzögerungen sind entstanden, da in einer der Hauptkabeltrassen ein
Bombenverdachtspunkt verifiziert wurde. Daher sind hier trotz der beschaulichen Größe bisher noch
wenige Gebäude angeschlossen. 92 Gebäude sind im Status „Homes Passed“. Einige vorbereitende
Tätigkeiten bei Hausanschlüssen wurden zwischenzeitlich erledigt, sodass wir von einer schnellen
Erschließung in den nächsten Wochen ausgehen.
635 Gebäude
3.986 Wohneinheiten
13.096 m Kabeltrasse
83 aktive Kunden
47,1% Eigentümerzu-
stimmungen
- 8 -
V/0001/2023
Hier eine Karte des Ausbaugebietes Neutor:
Kinderhaus-West – Das dritte Gebiet, hier ist die Vorvermarktung am 01.05.2022 gestartet. Das bis-
her größte Gebiet wurde bauseits in Nord und Süd eingeteilt. Im südlichen Teil sind 77 Gebäude
„Homes Passed“ erschlossen. Bauende wird voraussichtlich im Sommer 2023 sein. Die Zustim-
mungsquote der Eigentümer/innen liegt auch hier auf einem sehr guten Niveau von 48,7%.
Hier eine Karte des Ausbaugebietes Kinderhaus-West:
:
1.863 Gebäude
4.916 Wohneinheiten
keine aktiven Kunden
48,7% Eigentümerzustimmungen
Kinderhaus-West (Nord) Kinderhaus-West (Süd)
478 Gebäude
2.817 Wohneinheiten
keine aktiven Kunden
56,3% Eigentümerzustimmungen
- 9 -
V/0001/2023
Weiterer Ausbau – Die nächsten Gebiete sind bereits in der Vorvermarktung. Seit 01.02.2023 das
Geistviertel und am 01.03.2023 startet Gremmendorf-Ost, gefolgt von Mauritz-Mitte am 01.04.2023.
Entsprechende Bürgerinformationsveranstaltungen werden in den einzelnen Vierteln nun in Präsenz
terminiert.
Damit wird aber auch deutlich wie viele Planungen aktuell laufen und wie wichtig eine gute Zusam-
menarbeit der Ämter uns ist. Denn die Frequenz von Anfragen nimmt stetig zu; hierzu zählen vor al-
lem Genehmigungsanträge, Begehungstermine, Bombenverdachtspunkte und Abnahmetermine.
Wie man an der Auswahl der Gebiete erkennen kann, folgt die Stadt sehr stringent ihrer Ausbaulogik.
Damit wird eine gute Durchmischung von verschiedenen Stadtclustern und Viertelstrukturen erreicht.
Quelle: Stadtw erke Münster GmbH
Im Rahmen der Weiterentwicklung der Kooperationen hat die Stadt ein weiteres strategisch sehr
wichtiges Ergebnis bei der Telekom erzielt. Neubaugebiete werden zukünftig nicht von der Telekom
ausgebaut, sondern vorrangig in der Kooperation mit den Stadtwerken Münster. Gerade aufgrund der
Vielzahl von Neubaugebieten und Quartieren in der wachsenden Stadt ein wichtiger Schritt. Es laufen
bereits einige Gespräche mit Projektieren zum Anschluss der Gebiete.
Aufgrund des Ausbaus mit der Telekom und der weißen Flecken wird in den nächsten fünf Jahren
das Aufkommen an Genehmigungen, Begehungen und Abnahmen bei der Stadt Münster sehr stark
steigen.
- 10 -
V/0001/2023
Stellungnahme der beteiligten städtischen Fachämter zu den laufenden Ausbauprojekten
Die laufenden und kommenden Breitbandprojekte in der Stadt Münster werden durch die Fachämter
Ordnungsamt, Amt für Mobilität und Tiefbau, Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit betreut.
Hierbei hat sich eine sehr gute Zusammenarbeit der Ämter eingestellt und entwickelt. Durch einen
Workshop Ende 2021 wurden neue Standards für die Planunterlagen, das Zustimmungsverfahren
und die Bauabläufe entwickelt. Bei der Stadt Münster wurde ein zentraler Verantwortlicher (SpoC)
eingerichtet. Es wurde zudem festgelegt, alle Prozesse in einer digitalen Form umzusetzen. Die hier-
für erforderliche IT-Ausstattung in Verbindung mit einen digitalen Zugriff auf das städtische Netz au-
ßerhalb der Dienstgebäude steht noch aus.
Der Ausbaufortschritt im Stadtgebiet hängt den Erwartungen hinterher. Aufgrund von nicht durchge-
führten bzw. höheren Anforderungen bei der Kampfmittelüberprüfung und teilweise Überarbeitung
von Planunterlagen infolge von geänderten Förderrichtlinien kam es zur Verzögerungen. Die in Teilen
ohnehin schon mangelhaft vorbereiteten Planunterlagen mussten daraufhin angepasst werden. Dar-
aus resultierten stellenweise erneute notwendige Trassenbegehungen was wiederum zu Verzögerun-
gen in einigen Ausbaugebieten führte.
Ein weiteres und wiederkehrendes Problem stellen die ausführenden Tiefbaufirmen und deren Nach-
unternehmen dar, die häufig mangelhafte Ergebnisse bezüglich der Verkehrsabsicherung, der Flä-
chenwiederherstellung sowie der Belange des Baum- und Grünanlagenschutzes leisten. Die entstan-
denen und festgestellten Mängel werden dabei meist nur schleppend bis gar nicht beseitigt. Dies führt
zu einem erheblich erhöhten Betreuungs - und Leistungsaufwand für die verantwortlichen Vertre-
ter/innen der Fachämter. Verkehrssicherheit und der Werterhalt der städtischen Anlagen für die Bür-
gerinnen und Bürger von Münster sind nur zu gewährleisten, wenn die eingesetzten Bauunternehmen
qualitativ hochwertige Arbeit leisten. Dies trifft leider häufig nicht zu. Kapazitäten, die für Mängelbesei-
tigung und Nacharbeiten aufgewendet werden müssen, stehen für die notwendige, qualitativ hoch-
wertige Vorbereitung und Betreuung von weiteren Ausbaubereichen nicht zur Verfügung. Die Auf-
traggeber-Aufgabe, die Bauunternehmen intensiv zu betreuen, wird zunehmend auf die Vertre-
ter/innen der Fachämter abgewälzt. Daher kann durch die Stadt Münster nicht sichergestellt werden,
dass die Vorbereitungen für die weiteren Ausbaugebiete fristgerecht bearbeitet werden können.
Mobilfunk-Versorgung im Stadtgebiet Münster
Der Ausbau der Mobilfunkversorgung wird getrieben durch den Wettbewerb der Mobilfunknetzbetrei-
ber und das Erfüllen der Versorgungsauflagen aus den Frequenzvergabeverfahren. Nach den Daten
des Mobilfunk-Monitorings der Bundesnetzagentur waren Anfang 2022 mehr als 96 Prozent der Flä-
che Deutschlands von mindestens einem Mobilfunknetzbetreiber mit dem Mobilfunkstandard der vier-
ten Generation (4G) versorgt. Die 5G-Versorgung lag zum selben Zeitpunkt bei rund 58 Prozent der
Fläche. Dabei setzen die Netzbetreiber Deutsche Telekom und Vodafone aktuell schwerpunktmäßig
auf das sogenannte Dynamic Spectrum Sharing (DSS), bei dem bestehende 4G-Infrastruktur mitge-
nutzt und Mobilfunkspektrum bedarfsorientiert zwischen den beiden Technologien aufgeteilt wird.
Sogenanntes 5G Standalone, das ohne 4G-Netzkomponenten auskommt, kommt in knapp 8 Prozent
der Fläche und zurzeit vor allem in Ballungszentren zum Einsatz. Die LTE und 5G Versorgung im
Stadtgebiet Münster liegt bei 99,8% und 94,1% (mobilfunk.NRW, Stand: Juli 2022). Die Zahl der
Funkanlagestandorte in Münster ist im Vergleich zum Jahr 2021 ebenfalls leicht gestiegen:
256 Mobilfunkstandorte (4G, 5G und „Dynamic Spectrum Sharing“) (vgl. Jahr 2021: 245)
43 Small Cells (vgl. Jahr 2021: 40)
5 Stand-Alone-5G-Standorte (vgl. Jahr 2021: 0)
- 11 -
V/0001/2023
Zur weiteren Verbesserung der Mobilfunkversorgung in den Kommunen fördert das Land Nordrhein-
Westfalen den Einsatz von Mobilfunkkoordinatoren. Ziel der Mobilfunkkoordinatorinnen und Mobil-
funkkoordinatoren ist es, den gesamten Kreis einschließlich der kreisangehörigen Gemeinden und
kreisfreien Städte bei der Umsetzung des Ausbaus mit flächendeckenden Mobilfunknetzen in allen
Belangen zu unterstützen und als zentraler Ansprechpartner für Mobilfunkfragen zur Verfügung zu
stehen. Für dieses Vorhaben werden insgesamt bis zu 11 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Auch
in der Stadt Münster ist der Einsatz eines Mobilfunkkoordinators sinnvoll, da so die verbliebenden
Funklöcher im Stadtgebiet geschlossen, die Mobilfunk-Abdeckung in den Außenbezirken verbessert
sowie der Ausbau des ultraschnellen 5G Netz gestartet werden kann. Mit dem flächendeckenden
Mobilfunkausbau der fünften Generation werden die Grundlagen für die vollständige Umsetzung einer
Smart City ermöglicht. Die Stelle der Mobilfunkkoordination soll voraussichtlich im Jahr 2023 bei der
citeq besetzt werden.
I. V.
gez.
Wolfgang Heuer
Stadtrat
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (12)
- Steinfurter Straße
- Siemensstraße
- Hansestraße
- Industrieweg
- Kappenberger Damm
- Haus Uhlenkotten
- Weseler Straße
- Loddenheide
- Kinderhaus
- Feldstiege
- Höltenweg
- Neutor
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0001/2023
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 13.02.2023
- Erstellt
- 02.01.2023 12:22