AN/0325/2022
Abfuhrrhytmus Restmülltonnen
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FDP Antrag nach § 3
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www.FDP-Koeln.de Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker An die Vorsitzende des Betriebsausschusses der Abfallwirtschaftsbetriebe Köln Frau Denise Abé Rathaus · 50667 Köln Fon 0221. 221-23830 Fax 0221. 221-23833 fdp-fraktion@stadt-koeln.de www.fdp-koeln.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: AN/0325/2022 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Betriebsausschuss Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln 31.03.2022 Abfuhrrhytmus Restmülltonnen Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrte Frau Vorsitzende, die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln bittet Sie darum, folgenden Antrag auf die Tagesord- nung der Sitzung des Betriebsausschusses der Abfallwirtschaftsbetriebe Köln am 31. März 2022 zu setzen. Beschluss: Der Betriebsausschuss Abfallwirtschaftsbetriebe Köln beschließt: 1. Die Stadt Köln führt einen Modellversuch gemäß §6(4) Abfallsatzung durch, bei dem der Mindestlitermaßstab gemäß §8(2) für je einen geeigneten Stadtteil links- und rechtsrheinisch, die ihren Abfall in Behälter bis 120 Liter bereitstellen (Einfamilien- hausbedarf), auf 12 Liter pro Kopf und Woche reduziert wird. 2. Die Verwaltung prüft in diesem Zusammenhang, ob zumindest im Winterhalbjahr, be- vorzugt ganzjährig, der Abfuhrrhythmus für die Restmülltonnen bis 120 Liter Volumen in den für den Modellversuch ausgewählten Abfuhrbezirken von wöchentlich auf zweiwöchentlich umgestellt werden kann. 3. Die Stadtverwaltung berichtet den zuständigen Gremien incl. der betroffenen Bezirks- vertretungen über die Wirkungen des Versuches bezüglich der Vermeidung von Ab- fällen und Kosten in den entsprechenden Entsorgungsbezirken und die mögliche mo- netäre Weitergabe dieser Vorteile an die betroffenen Gebührenzahlerinnen und - zahler und schätzt die möglichen Einsparungen an Abfall und Kosten im Fall einer Ausweitung auf das Stadtgebiet für die Bürgerinnen und Bürger ab. FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln - 2 - www.FDP-Koeln.de Begründung: Analysen der Kölner Restmülltonnen durch das INFA-Institut haben ergeben, dass der Be- darf an Restmüllvolumen in Köln eine breite Verteilung aufweist. Es mag Menschen geben, die sich um Müllvermeidung und -trennung wenig kümmern und Müll illegal entsorgen, um, Geld zu sparen. Die Angst vor diesen Menschen führt bisher dazu, dass Menschen, die sich engagieren, nicht belohnt werden. Es gab gerichtliche Auseinandersetzungen mit Bürgern, die die Stadt Köln gewonnen hat. Wenn sich Politik aus Angst an den Langsamsten in Rich- tung Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft orientiert, dann sind die Klimaziele von Paris eben- so unerreichbar wie soziale Ziele im Bereich der Gebührenstabilität („zweite Miete“). Die Analysen des Kölner Hausmülls durch INFA zeigen, ca. ein Achtel der Bevölkerung mit we- niger als den genannten in §8(2) Abfallsatzung genannten 20 Litern/Kopf auskommt. Es ist anzunehmen, dass dieser Anteil sich von Sozialraum zu Sozialraum und damit von Abfuhr- bezirk zu Abfuhrbezirk unterscheidet. Eine Sozialraumabhängigkeit des Entsorgungsverhal- tens ist Basis des erfolgreichen Kölner Umweltbildungs-Projektes „Hallo Nachbar“. Es ist anzunehmen, dass dann, wenn Lebensgemeinschaften die volle Kontrolle über die Entsor- gung ihrer Abfälle und Wertstoffe haben, der Anteil der Menschen, die weniger als 20 Liter Restmüllvolumen benötigen, höher ist als der Durchschnitt Deshalb soll im Bereich der klei- neren Tonnen zuerst gezeigt werden, welche Konsequenzen mit einem verringerten Min- destlitermaßtab verbunden sind. Die Bundesstadt Bonn hat zweiwöchige Abfuhrrhythmen. Es scheint also möglich zu sein, so Treibstoffe, Kosten und CO2 zu sparen, ohne hygienische Probleme zu erzeugen - in ver- schiedenen Siedlungsstrukturen. Langfristig kann so möglicherweise auch der Investitions- bedarf in Fahrzeuge mit klimaneutralen Antrieben verringert werden. Die Reaktion auf ein Angebot zu seltenerer Abholung oder kleinerer Tonne, wird von der Bevölkerungsstruktur im jeweiligen Abfuhrbezirk abhängen. Daher ist gemäß §6(4) der Abfallsatzung ein Modellver- such notwendig, um kundenspezifisch zu agieren. Die Ziele dieses Modellprojektes sind nachhaltig, weil ökologisch Müll vermieden wird, öko- nomisch Kosten weniger stark steigen und sozial, weil so Gebühren als Teil der „zweiten Miete“ stabilisiert werden. Mit freundlichen Grüßen Gez. Ulrich Breite Dr. Rolf Albach Fraktionsgeschäftsführer Umweltpolitischer Sprecher
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur weiteren Bearbeitung in die Verwaltung überwiesen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- AN/0325/2022
- Typ
- FDP/KSG Antrag nach § 3
- Datum
- 21.02.2022
- Erstellt
- 08.02.2022 16:30