V/0344/2012
Feststellung des Jahresabschlusses 2011 der Klarastift Service GmbH
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Beschlussvorlage
2778 Zeichen
V/0344/2012 DER OBERBÜRGERMEISTER Geschäftsstelle der Kommunalen Stiftungen Betrifft Feststellung des Jahresabschlusses 2011 der Klarastift Service GmbH Beratungsfolge 31.05.2012 Stiftungskommission Vorberatung 27.06.2012 Hauptausschuss Vorberatung 27.06.2012 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Jahresabschluss der Klarastift Service GmbH zum 31.12.2011, der a) in den Gewinn- und Verlustrechnung bei einem Umsatz von 1.953.402,17 € und einem Jahresfehlbetrag von 30.969,33 € b) in der Bilanzsumme mit 176.669,53 € abschließt, wird von der Altenzentrum Klaras tift GmbH als alleinige Gesellschafterin der Klarastift Service GmbH festgestellt. 2. Dem Aufsichtsrat und der Geschäftsführung der Klarastift Service GmbH wird für das G e- schäftsjahr 2011 Entlastung erteilt. 3. Der Jahresfehlbetrag wird als Bilanzverlust auf das Geschäftsjahr 2012 übertragen. 4. Der Lagebericht der Geschäftsführung für das Wirtschaftsjahr 2011 wird zur Kenntnis g e- nommen. II. Kosten/Folgekosten entfällt III. Finanzierung/Mittelbereitstellung entfällt Vorlagen-Nr.: V/0344/2012 Auskunft erteilt: Frau Westphal Ruf: 492-5902 E-Mail: Westphal@stadt-muenster.de Datum: 21.05.2012 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0344/2012 Begründung: Der Wirtschaftsprüfer, Herr D iplom-Kaufmann Martin Kossen aus Wildeshausen, hat dem Jahre s- abschluss zum 31.12.2011 seinen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Danach en t- spricht dieser den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze or d- nungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Verm ö- gens-, Finanz- und Ertragslage der Klarastift Service GmbH. Seitens des Beteiligungsmanagements wird darauf hingewiesen, dass für den ausgewiesenen Jahresfehlbetrag in Höhe von 31 T€ der deutlich überproportionale Anstieg des Personalaufwands ursächlich ist. Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich nahezu halbiert und beträgt zum 31.12.2011 nur noch 32 T€. Sollten auch in Zukunft Jahresfehlbeträge ausgewiesen werden, droht die bilanzielle Überschuldung der Klarastift Service GmbH. Das Amt für Finanzen und Beteiligungen und die Geschäftsstelle der Kommunalen Stiftu ngen Münster unterstützen den Vorschlag der Geschäftsführung und empfehlen dem Rat die A nnahme des Beschlussvorschlages. Zusätzlich wird auf die beigefügte Vorlage an den Aufsichtsrat der Kl a- rastift Service GmbH verwiesen (Anlage 1). gez. Markus Lewe Oberbürgermeister Anlagen: - Vorlage der Klarastift Service GmbH an den Aufsichtsrat (Anlage 1) - Jahresabschluss des Wirtschaftsjahres 2011 der Klarastift Service GmbH (Anlage 2)
Anlage 1 - Vorlage Aufsichtsrat
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Vorlagenvordruck TOP 9) 2/12 Vorlage zur Aufsichtsratssitzung der Klarastift Service GmbH vom 31.05.2012 Zu Top 9) Entgegennahme und Beratung des Berichts über die Jahresabschlussprüfung mit seinen Bestandteilen Bilanz, GuV, Anhang und Lagebericht Bezugnehmend auf die Ausführungen des Gesellschaftsvertrags der Klarastift Service GmbH, hat der Aufsichtsrat die Aufgabe, den Bericht der Jahresabschlussprüfung entgegenzunehmen und zu beraten. Bei positiver Bewertung empfiehlt der Aufsichtsrat gegenü ber der Stiftungskommission der Stiftung Magdalenen Hospital die Entgegennahme und bittet um eine abschließende Beschlussfassung. Gem. vorliegender Beschlussfassung des Aufsichtsrats wurde der Wirtschaftsprüfer, Dipl. -Kfm. Martin Kossen, Ahlhorner Str. 82, 27793 Wildeshausen, beauftragt, den Jahresabschluss zum 31.12.2011 zu prüfen. Die Bestandteile Bilanz, GuV, Anhang und Lagebericht werden durch den Wirtschaftsprüfer, Herrn Kossen, gegenüber dem Aufsichtsrat unter Einbindung der Geschäftsführungen, Herrn Lucas und Frau Temme (Personalverantwortung), vorgestellt. Beschlussfassung Der Aufsichtsrat hat den Bericht über die Jahresabschlussprüfung vom 31. Dezember 2011 entgegengenommen und beraten. Der Aufsichtsrat schlägt der Gesellschafterversammlung vor: 1. Den vorgelegten Jahresabschluss der Klarastift Service GmbH zum 31.12.2011, der a) In der Gewinn- und Verlustrechnung bei einem Umsatz von 1.953.402,17 € und einem Jahresfehlbetrag von 30.969,33 € b) in der Bilanzsumme mit 176.669,53 € abschließt, festzustellen. 2. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 30.969,33 € wird auf das nächste Geschäftsjahr vorgetragen. Begründung Die Leistungserbringung erfolgte weiterhin überwiegend in den angrenzenden Stadtteilen Münster-Ost, in der Innenstadt und dem Kreuzviertel. Eine Ausnahme stellt d ie Wohngemeinschaft Irmgard Buschmann Haus in Gievenbeck dar. Ein Leistungsmerkmal liegt in der Leistungserbringung gegenüber den Gesellschaften der Klarastift Sozialholding. Die Wohngemeinschaften Casa Mauritz und das Irmgard Buschmann Haus verfügen weiterhin über eine positive Nachfrage. Gleichwohl führen zeitweise Leerstände, bedingt durch die natürliche Fluktuation, zu Ertragsverlusten. Das Risiko der Belegungsschwankungen findet in den kalkulierten Betreuungspauschalen aufgrund der fehlenden Akzeptanz des örtlichen Sozialhilfeträgers keine Berücksichtigung. Eine Anerkennung einer Belegungsauslegung von 98 % wäre begrüßenswert. Die lang anhaltende Verhandlungsphase hat zu einer fehlenden Anpassung der Betreuungspauschale und einer deutlich defizitären Be triebsführung beigetragen. Zum Ende des Wirtschaftsjahres 2011 zeichnete sich eine Anpassung an, die voraussichtlich ab Mitte des anstehenden Wirtschaftsjahres zu einer kostendeckenden Entwicklung führt. Im Vergleich zum vorherigen Wirtschaftsjahr 2010 e rgibt sich eine Veränderung der Bilanzsumme von ./. 8,5 TEURO. Das Eigenkapital der Gesellschaft deckt mit 18,1 % das Gesamtvermögen.
Anlage 2 - Jahresabschluss
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Jahresabschluss 2011
der Klarastift Service GmbH
• Bilanz zum 31.12.2011
• Gewinn- und Verlustrechnung 01.01. – 31.12.2011
• Lagebericht der Geschäftsführung
Klarastift Service GmbH
Münster
Anlage 1
Blatt 1
Bilanz zum 31. Dezember 2011
A k t i v a P a s s i v a------------- ----------------
Vorjahr Vorjahr
€ € T€ € € T€
A. Anlagevermögen A. Eigenkapital
Sachanlagen 5.588,00 7,7 1. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25,0
2. Betriebsmittelrücklage 52.487,85 52,5
3. Verlustvortrag 14.567,07 0,0
B. Umlaufvermögen 4. Bilanzverlust - 30.969,33 31.951,45 -14,6
I. Forderungen und
sonstige Vermögensgegenstände B. Rückstellungen
1. Forderungen aus Sonstige Rückstellungen 51.700,00 30,5
Lieferungen und Leistungen 6.037,99 6,1
- davon mit einer Restlaufzeit von
mehr als einem Jahr: € 0,00 (i. Vj. T€ 0,0) C. Verbindlichkeiten
2. Forderungen gegen 1. Verbindlichkeiten gegenüber
Gesellschafter 109.405,28 105,6 Kreditinstituten 30.160,56 0,0
- davon mit einer Restlaufzeit von - davon mit einer Restlaufzeit bis
mehr als einem Jahr: € 0,00 (i. Vj. T€ 0,0) zu einem Jahr: € 30.160,56 (i. Vj. T€ 0,0)
3. Forderungen gegen verbundene 2. Verbindlichkeiten aus
Unternehmen 42.389,11 24,3 Lieferungen und Leistungen 8.859,19 5,1
- davon mit einer Restlaufzeit von - davon mit einer Restlaufzeit bis
mehr als einem Jahr: € 0,00 (i. Vj. T€ 0,0) zu einem Jahr: € 8.859,19 (i. Vj. T€ 5,1) mehr als einem Jahr: € 0,00 (i. Vj. T€ 0,0) zu einem Jahr: € 8.859,19 (i. Vj. T€ 5,1)
4. Sonstige Vermögensgegenstände 6.391,32 164.223,70 6,9 3. Verbindlichkeiten gegenüber
- davon mit einer Restlaufzeit von verbundenen Unternehmen 10.800,00 12,1
mehr als einem Jahr: € 0,00 (i. Vj. T€ 0,0) - davon mit einer Restlaufzeit bis
zu einem Jahr: € 10.800,00 (i. Vj. T€ 12,1)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 36.702,33 86.522,08 49,3
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten - davon mit einer Restlaufzeit bis
zu einem Jahr: € 36.702,33 (i. Vj. T€ 49,3)
1. Kassenbestand 4.043,97 1,6 - davon aus Steuern
- davon Treuhandguthaben: € 6.477,49 (i. Vj. T€ 5,0)
€ 4.019,36 (i. Vj. T€ 1,6) - davon Treuhandverbindlichkeiten:
2. Guthaben bei Kreditinstituten 2.813,86 6.857,83 16,0 € 6.444,17 (i. Vj. T€ 15,2)
- davon Treuhandguthaben:
€ 2.424,81 (i. Vj. T€ 13,7)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 6.496,00 8,6D. Rechnungsabgrenzungsposten 6.496,00 8,6
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0,3
______ _________ _____ ______ _________ _____
176.669,53 168,5 176.669,53 168,5
====== ========= ===== ====== ========= =====
Klarastift Service GmbH
Münster
Anlage 1
Blatt 2
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit
vom 01. Januar bis 31. Dezember 2011
_________________________________
Vorjahr
€ € T€
1. Umsatzerlöse 1.953.402,17 1.786,8
2. Sonstige betriebliche Erträge 13.534,48 1.966.936,65 11,3
3. Personalaufwendungen
a) Löhne und Gehälter 1.517.172,75 1.329,7
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und für Unterstützung 317.719,97 1.834.892,72 296,3
4. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf Sachanlagen 2.093,00 2,0
b) Abschreibungen auf Forderungen 0,00 2.093,00 0,0
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 158.454,98 181,3
Betriebsergebnis - 28.504,05 -11,2
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 70,46 0,2
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 427,43 -356,97 0,1
_____ _________ ___
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -28.861,02 - 11,1
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 2.108,31 3,5_________ ___
10. Jahresfehlbetrag -30.969,33 -14,6
========= ====
Lagebericht der Klarastift Service GmbH für das Jahr 2011
I. Allgemeines
Wie bereits im Jahresabschluss des Wirtschaftsjahres 2010 aufgezeigt, unterliegt der
gesamte Wirtschaftsbereich der Klarastift Service GmbH einer umfassenden
Besteuerung, so dass die e rwirtschafteten Erträge der Wohngemeinschaften weiterhin
eine Reduzierung ihrer Erträge erfahren.
Die Leistungserbringung erfolgte überwiegend in den angrenzenden Stadtteilen
Münster-Ost, in der Innenstadt und dem Kreuzviertel. Eine Ausnahme stellt die
Wohngemeinschaft Irmgard Buschmann Haus in Gievenbeck dar.
II. Aspekte des Geschäftsverlaufs
Das Wirtschaftsjahr 2011 konnte in den Wohngemeinschaften Casa Mauritz und
Irmgard Buschmann Haus auf eine durchgängig positive Nachfrage bauen.
Durchschnittlich ist eine Belegung in Höhe von 98% erzielt worden. Dieser
Belegungsdurchschnitt stellt eine erforderliche Auslastung dar, um dauerhaft einen
kostendeckenden Betrieb aufrecht erhalten zu können. Die bis dato in Anwendung
gebrachten Betreuungspauschalen für die einzelnen Wohngemeinschaften erzielten
insbesondere im Betrieb der Casa Mauritz keine ausreichende Kostendeckung. Sowohl
die tariflichen Anpassungen als auch die Erhöhung der Gemeinkosten fanden für das
Wirtschaftsjahr 2011 keine ausreichende Berücksichtig ung im Rahmen der durch -
geführten Verhandlungen mit den Kostenträgern. Gleichzeitig stellt sich insbesondere
in den Wohngemeinschaften neben einer zunehmenden Krankheitsquote das Problem
der Personalgewinnung ein.
III. Wirtschaftliche Bewertung
Vermögens- und Finanzlage
Der Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr 2011 der Klarastift Service GmbH weist
eine Bilanzsumme in Höhe von 176,7 TEURO auf. Im Vergleich zum vorherigen
Wirtschaftsjahr 2010 ergibt sich eine Ve ränderung in Höhe von 8,2 TEURO. Das
Umlaufvermögen einschließlich gebildeter Rechnungsabgrenzungsposten beträgt
171,1 TEURO. Das Eigenkapital der Gesellschaft deckt mit 18,1 % das Gesamt -
vermögen.
Ertragsentwicklung
Wie bereits aufgezeigt, gest altet sich die wirtschaftliche Betriebsführung in den
Wohngemeinschaften zunehmend schwieriger. Trotz der durchgängigen Nachfrage
bzgl. der angebotenen Dienstleistungen in sämtlichen Bereichen der Gesellschaft ist
die ausbleibende Refinanzierung der Person alaufwendungen in den Wohnge -
meinschaften für das Gesamtdefizit der Klarastift Service GmbH verantwortlich.
Der entstandene Jahresfehlbetrag in Höhe von 30,9 TEUR führt zu einer Entlastung
der noch auszugleichenden Steuerlast. Die erzielte Anpassung der k alkulierten
Betreuungsentgelte gegenüber Dritten konnte das Defizit nicht auffangen.
IV. Allgemeine Perspektiven, Entwicklungen und Risiken
Die steuerliche Beurteilung des Betriebs der Klarastift Service GmbH wirft die Frage
auf, inwieweit die Einbindung d er Wohngemeinschaften in die Gesellschaftsstruktur
perspektivisch dauerhaft sinnvoll ist. Alternative Strukturen müssen unter der Voraus -
setzung einer bestehenden positiven Ertragsentwicklung mit Überschüssen geprüft
werden.
Grundsätzlich wird die zukünfti ge Entwicklung der Betreuungspauschalen für die
Wohngemeinschaften dauerhaft entscheidend für die Fortführung des Betriebs und die
Umsetzung seitens der Klarastift Service GmbH entwickelten Konzeption sein. In
diesem Zusammenhang zeigt die tarifliche Einbi ndung des NGG Tarifs bereits
bestehende Grenzen finanzieller und personeller Ressourcen auf. Ggf. sind bauliche
Gegebenheiten hinsichtlich einer betriebswirtschaftlichen Finanzierung zu
hinterfragen. Ebenso sind mögliche Synergieeffekte durch eine Erweiter ung des
Angebots zu prüfen.
Mit Beschluss des Aufsichtsrats wird die Klarastift Service GmbH im Wirtschaftsjahr
2011 ihr Dienstleistungsangebot für die Stiftungen erweitern. Im Rahmen eines
gemeinsamen Projekts werden gegenüber einigen stiftungseigenen Wohneinheiten
Serviceleistungen erbracht werden.
Münster, den 14. Februar 2012 Dr. Michael Lucas Renate Temme
Geschäftsführer Geschäftsführerin Personal
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- V/0344/2012
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 27.04.2012
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37