V/0738/2020
Bericht zum Umsetzungstand von Maßnahmen und Projekten für die angestrebte Klimaneutralität der Stadt Münster 2030
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V_0738_2020 Anlage 1 - Übersicht Maßnahmen
39693 Zeichen
V/0738/2020_Anlage 1: Übersicht Maßnahmen, Bericht zur Umsetzung Münster Klimaneutral 2030
Lfd.
Nr.
Was?
(Zielsetzung)
Wie?
(Maßnahme)
Wann?
(Umsetzung) Erläuterung und Entwicklungsfortschritt
Zuständigkeit
(Fachamt /
Gesellschaft)
potenzielle
THG-
Einsparung
(t/a)
1 CO 2-Reduktion im Neubau
Weiterentwicklung der
Wärmedämmstandards bei Wohn-
und Nichtwohngebäuden in
Grundstückskaufverträgen und
Städtebauverträgen
09/20
Die Weiterentwicklung der Wärmestandards ist ein wirkungsvoller
Hebel um Energieverbräuche und CO2-Emission im Gebäude-
Neubau-Bereich zu reduzieren. Die fortlaufende Weiterentwicklung
über den KfW55-Standard für Grundstückskaufverträge und
Städtebauverträge hinaus in Richtung Passivhausstandard wird
daher angestrebt.
Dez VI
67 450
2 Erhöhung des Anteils Erneuerbarer
Energien im Neubau
PV-Pflicht bei Wohn- und
Nichtwohngebäuden (mind. 1kW)
und nach Möglichkeit in
Kombination mit Gründach in
Grundstückskaufverträgen und
Städtebauverträgen
09/20
Die PV-Versorgung im Wohn- und nicht-Wohnbereich ist
grundsätzlich aktiver Klimaschutz und auch wirtschaftlich gut
darstellbar. Die 1kW Mindestforderung sollen einen Anreiz,
insbesondere im Wohnbereich, darstellen. Unter Berücksichtigung
eines Ausbaus auch auf Bürogebäuden wird von einem Potenzial
von durschnittlich ca. 10 kWp pro Gebäude ausgegangen. Die
Kombination mit Gründach wird angestrebt.
Dez VI
67 1100
3 CO
2-Reduktion durch Information und
Sensibilisierung von BürgerInnen
Ausweitung der Klimaschutz-
Kampagnen "Münsters
KlimaMischpoke" mit den
Ansätzen des Reallabors (Klima-
Coaches, Trainingsplan, etc.)
01/20
Die 2019 durchgeführte Kampagne zu "Münsters Klimamischpoke"
soll weiterenwickelt und intensiviert werden. Dabei sollen
BürgerInnen der Stadt motiviert werden
, Klimaschutz verstärkt in
Ihren Alltag zu integrieren.
Dez VI
67 380
4 CO 2-Reduktion durch Information und
Sensibilisierung von BürgerInnen
Intensivierung der
Öffentlichkeitsarbeit und
Entwicklung und Nutzung von
neuen Formaten (Radio,
Kinospots, etc.)
01/20
Die Öffentlichkeitsarbeit zum Klimaschutz soll weiter ausgebaut
werden und dabei auch mit innovativen und neuen Methoden,
Konzepten und Ansätzen intensiviert werden. Auch die Nutzung von
neuen und innovativen Kanälen und Formaten wird geprüft und soll
Einzug in die Öffentlichkeitsarbeit finden.
Dez VI
67 1000
5 CO
2-Reduktion durch Information und
Sensibilisierung von BürgerInnen
Fortführung der Energieberatung
der Verbraucherzentrale NRW 06/20
Die Energieberatung in Kooperation mit der Verbraucherzentrale soll
fortgeführt und weiterenentwickelt werden.
Dez VI
67 150
6 Erhöhung des Anteils Erneuerbarer
Energien und CO
2-Reduktion
Klimanfreundliche energetische
Sanierung Friedhof Lauheide 09/20
Der Friedhof Lauheide soll energetisch saniert werden. Das heißt,
dass die Energieversorgungszentrale nach Möglichkeit auf Basis
von Erneuerbarer Energien umgestellt werden soll. Zusätzlich sollen
PV-Module an geeigneter Stelle auf den Betriebsgebäuden installiert
werden.
Dez VI
67 35
Lfd.
Nr.
Was?
(Zielsetzung)
Wie?
(Maßnahme)
Wann?
(Umsetzung) Erläuterung und Entwicklungsfortschritt
Zuständigkeit
(Fachamt /
Gesellschaft)
potenzielle
THG-
Einsparung
(t/a)
7 CO 2-Reduktion bei städtischer Mobilität
Vollständige Elektrifizierung des
PKW Fuhrparks und Teil-
Elektrifizierung des
Nutzfahrzeugfuhrparks des
Amtes unter pilothafter
Einbindung von
Wasserstoffnutzung
laufend
Der Fuhrpark des Amts für Grünflächen fungiert als Pilot zur
Umstellung auf eine möglichst vollständig elektrifizierte
Fahrzeugflotte - für den PKW als auch den Nutzfahrzeugbereich.
Hierfür werden derzeit verschiedene Förderprogramme von Bund
und Land genutzt.
Perspektivisch sollen alle städtischen Fahrzeuge durch Fahrzeuge
mit alternativen Antrieben ausgetauscht werden.
Dez VI
67 120
8 CO
2-Reduktion und Lärmreduktion bei der
städtischen Grünpflege
Ersatz krafstoffbetriebener
Handmaschinen im
Grünpflegebereich durch
elektrische Geräte
laufend
Dort wo es möglich ist und wo der Markt entsprechende Angebote
bereithält, wird kontinuierlich auf elektrisch betriebene Geräte
umgestellt. Diese sind leiser und energieeffizienter und bieten damit
einen guten Synergieeffekt
Dez VI
67 1
9 Stärkung der Klimaresilienz der Stadt
durch Prozessoptimierung
Teilnahme am European Climate
Adaption Award (ECA) 06/20
Neben dem bereits seit Jahren laufenden Prozess zum European
Energy Award (Klimaschutz) soll parallel dazu ein Prozess
eingeführt und an einem Programm teilgenommen werden, welches
sich mit dem Thema der Klimawandelanpassung befasst.
Dez VI
67 n.q.
10 CO
2-Reduktion durch Information und
Beratung
Aufbau eines Solar- und
Gründachkataster für
BürgerInnen und Unternehmen
04/20
Das stadtweite Kataster bietet BürgerInnen die Möglichkeit
, die
Eignung des eigenen Gebäudedaches auf die Nutzung von
Photovoltaik und/oder eines Gründachs hin zu überprüfen - und
bietet darüber hinaus auch erste Wirtschaftlichkeitsberechnungen
mit an.
Dez VI
67 30
11 Klimaschutz als Grundsatz im städtischen
Handeln etablieren
Entwicklung eines Klimachecks
von Ratsbeschlüssen gemäß
Orientierungshilfe zur Prüfung
der Klimaverträglichkeit in den
Städten (Dt. Städtetag)
09/20
In Abstimmung und Zusammenarbeit mit dem Amt für Bürger- und
Ratsservice soll eine Methode entwickelt werden, wie
Ratsbeschlüsse einer Klimaverträglichkeits-Prüfung unterzogen
werden können.
Dez VI / I
67 / 33 indirekt
12
Erhöhung des Anteils Erneuerbarer
Energien und CO
2-Reduktion durch
finanzielle Förderung privater Maßnahmen
Weiterentwicklung des
Förderprogrammes
"Energieeinsparung und
Altbausanierung"
04/20
Das Förderprogramm wurde zum 01.05. mit neuen und
umfassenden Fördertatbeständen und Finanzierungsvolumina
gestartet (Förderung von Neubauten und Solarthermie, etc.). Eine
fortlaufende inhaltliche Weiterentwicklung ist weiterhin vorgesehen.
Dez VI
67 / 64 2000
13 CO
2-Reduktion der kommunalen Gebäude
Zertifizierter Ökostrom und
Ökogas-Bezug für alle
kommunalen Gebäude
k.A.
Derzeit wird herkömmlicher Ökostrom für die städtischen
Liegenschaften bezogen. Es ist in Prüfung und angestrebt in Zukunft
hochwertigeren, und zertifizierten Ökostrom für die städtischen
Liegenschaften zu beziehen. Hierzu haben bereits erste Gespräche
mit der Stadtwerke Münster GmbH stattgefunden.
Dez VI
23 indirekt
Lfd.
Nr.
Was?
(Zielsetzung)
Wie?
(Maßnahme)
Wann?
(Umsetzung) Erläuterung und Entwicklungsfortschritt
Zuständigkeit
(Fachamt /
Gesellschaft)
potenzielle
THG-
Einsparung
(t/a)
14
Erhöhung des Anteils Erneuerbarer
Energien und CO
2-Reduktion der
kommunalen Gebäude
Energieversorgung der
kommunalen Gebäude über
Erneuerbare Energien -
insbesondere bei der
Wärmeversorgung
k.A.
Unter dem Projekstichwort "Grüne Wärme" wird derzeit daran
gearbeitet, die Wärmeversorgung der städtischen Liegenschaften
möglichst mit Erneuerbaren Energien sicherzustellen. Erste
Gespräche zur Realisierbarkeit mit der Stadtwerke Münster GmbH
sind bereits erfolgt.
Dez VI
23 100
15
Erhöhung des Anteils Erneuerbarer
Energien und CO
2-Reduktion der
kommunalen Gebäude
PV bei städtischen Neubauten k.A.
Ein grundsätzlicher Beschluss liegt hierzu bereits vor
(V/0499/2019/2). Zur Umsetzung wird darüber hinaus bei jedem
Baubeschluss ein separater Beschlusspunkt zum Thema PV und
auch Gründach behandelt.
Dez VI
23 50
16
Erhöhung des Anteils Erneuerbarer
Energien und CO
2-Reduktion der
kommunalen Gebäude
Einsatz von EE bei Neubau- und
Sanierungsvorhaben k.A.
Bei bereits geplanten oder im Bau befindlichen Neubau- und
Sanierungsvorhaben wird grundsätzlich bei allen Vorhaben geprüft,
ob der Einsatz von regenerativen Energieerzeugungsanlagen
möglich ist.
Dez VI
23
siehe
Maßnahme 14
17 CO
2-Reduktion der kommunalen Gebäude LED bei Neubau und Sanierung k.A. Der Einsatz von LED-Leuchten ist bereits bei allen Sanierungs- und
Neubauvorhaben Standard.
Dez VI
23 120
18 CO 2-Reduktion durch Information und
Sensibilisierung
Weiterentwicklung und Ausbau
des Projektes Klimaschutz macht
Schule
2020
Das seit Jahren erfolgreich durchgeführte Projekt "Klimaschutz
macht Schule" soll in Zukunft weiterentwickelt und ausgebaut
werden. Hierzu finden noch vor der Sommerpause Auftaktgespräche
zwischen Klenko und dem Amt für Immobilienmanagement statt.
Dez VI
23 30
19 CO 2-Reduktion der kommunalen Gebäude Überarbeitung Gebäudeleitlinien 06/2020
Das Null-Emissions-Haus soll flächendeckender Standard werden
und Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten. Der
Gebäudebestand soll umfassend und flächendeckend saniert
werden.
Dez VI
23 1.000
20 CO
2-Reduktion bei der Fahrzeugflotte
Fahrzeugflotte auf alternative
Antriebe mit geringem CO 2-
Ausstoß umstellen
laufend bis 2030
Konsequenter Einsatz von Elektro- und Hybrid-Fahrzeugen in der
gesamten Fahrzeugflotte (rund 180 Versorgungsfahrzeuge) sowie
Änderung der Dienstwagen-Richtlinie.
SWM 650
Lfd.
Nr.
Was?
(Zielsetzung)
Wie?
(Maßnahme)
Wann?
(Umsetzung) Erläuterung und Entwicklungsfortschritt
Zuständigkeit
(Fachamt /
Gesellschaft)
potenzielle
THG-
Einsparung
(t/a)
21 Emissionsfreier ÖPNV und Stärkung des
Energieträgers H2
Ersatz der gesamten
Dieselbusflotte durch Elektro-
und Wasserstoffbusse (inkl.
Subunternehmer) und Ausbau
der Infrastruktur
laufend bis 2030
Der ÖPNV-Betrieb soll bis 2030 emmissionsfrei werden. Die
Mehrkosten werden weitestgehend durch Fördermittel abgedeckt. Im
Folgenden sind einige der nächsten konkreten Schritte skizziert:
- Komplette Elektrifizierung der Linie 11 (Aufbau Ladeinfrastruktur,
Beschaffung v. 10 Elektro-Gelenkbussen) bis 2021
- Umrüstung des Bus-Depots und Bau von Ladestationen im
Liniennetz (betriebsbereit sind 4 Schnellladepunkte, 5 Slow-Charger,
1 Wasserstofftankstelle; im Bau sind 24 Depot Charger, in Planung
ist 1 Schnellladepunkt)
- Einsatz von diversen Schnellladern, grünem Wasserstoff und einer
stationärne Speicherbatterie sowie Ökostromnutzung für o.g.
Ladepunkte
- zukünftige Anpassung der Ladeleistung in Abhängigkeit von der
Verfügbarkeit regenerativ erzeugten Stroms
- Wasserstofftankstelle in Amelsbüren in Kooperation mit Westfalen
AG bereits in Betrieb
- 3 Wasserstoffbusse in Beschaffung
- im Jahr 2021 Inbetriebnahme von drei Bussen
SWM 1.250
22 Stärkung des Energieträgers H2 in der
Mobilität
Beteilung am Förderaufruf
Modellkommune Wasserstoff
NRW
k.A.
Der Antrag zur Beteiligung am Modellvorhaben war im
Vorauswahlverfahren erfolgreich. Die Federführung liegt beim Kreis
Steinfurt und die SWM sind als Partner für den Bereich
Sektorenkopplung und Mobilität eingebunden.
SWM / 67 n.q.
23 Attraktivierung ÖPNV Hiltrup on Demand 2020
Einführung eines On-Demand Service für den ÖPNV im Stadtteil
Hiltrup. Das Projekt wird vom Land NRW gefördert und die
eingesetzten Fahrzeuge sollen in Abhängigkeit von der
Marktverfügbarkeit emissionsfrei sein.
SWM / 66 siehe
Maßnahme 21
24 Stärkung Sharing-Angebote und
Umweltverbund
Beteiligung an Stadtteilauto &
Entwicklung Leihradsystem 2020 f
Ausweitung der Kooperation zwischen Stadtwerken und
Stadtteilauto über eine direkte Beteiligung der SWM, um u.a. Car-
Sharing und ÖPNV stärker zu verknüpfen.
Dies soll u.a. über den Aufbau eines Leihradsystems in Verbindung
mit der Stadtwerke-PlusCard erfolgen.
SWM / 66 n.q.
Lfd.
Nr.
Was?
(Zielsetzung)
Wie?
(Maßnahme)
Wann?
(Umsetzung) Erläuterung und Entwicklungsfortschritt
Zuständigkeit
(Fachamt /
Gesellschaft)
potenzielle
THG-
Einsparung
(t/a)
25 Ausbau Elektromobilität
Ausbau Ladeinfrastruktur &
Dienstleistungen und Angeboten
für Gewerbe /
Wohnungswirtschaft
k.A.
Der Ausbau der öffentlichen Pkw-Ladeinfrastruktur im Stadtgebiet
soll gezielt vorangetrieben werden. Für die Stärkung der
Elektromobilität im Stadtgebiet insgesamt, sollen spezifische
Dienstleistungen und Angebote für das Gewerbe und die
Wohnungswirtschaft entwickelt werden.
SWM 760
26
Erhöhung des Anteils Erneuerbarer
Energien und Reduktion des CO
2-
Ausstoßes
Dienstleistungen und Angebote
im Bereich PV für Haushalte und
Gewerbe ausbauen (u.a.
Mieterstrommodell)
2020 ff
Erweiterung des Leistungsspektrums der SWMS im Bereich der
Planung, Errichtung und dem Betrieb von PV-Dachanlagen für
private Haushalte; Gewerbe-/Industriebetriebe und
Wohnungswirtschaft sowie Schwesterunternehmen im Stadtkonzern
Derzeit in Projektpipeline: >2000 kWP. Als ein Baustein soll die
Entwicklung und Etablierung eines Mieterstromodelles zur
Förderung des Ausbaus von klimafreundlichen Wohngebäuden
weiter vorangetrieben werden.
SWM 210
27
Erhöhung des Anteils Erneuerbarer
Energien und Reduktion des CO
2-
Ausstoßes
Ausbau von PV-
Freiflächenanlagen
kontinuierlich bis
2030
Realisierung von PV-Freiflächenanlagen entlang von
Bundesfernstraßen (Autobahnen und Bundesstraßen) und
Schienenwegen mit überregionaler Bedeutung:
1. in vorbelasteten Gebieten (z.B. WEA-Standorte)
2. in der Nähe von Gewerbegebieten
3. in der Nähe von neuausgewiesenen Baugebieten
SWM 190
28
Erhöhung des Anteils Erneuerbarer
Energien und Reduktion des CO
2-
Ausstoßes
PV auf Neubauten und
Bestandsgebäuden der SWMS k.A.
Installation von PV-Dachanlagen bei Neubauten und
Bestandsgebäuden der SWMS: Derzeit in Planung:
- Neubau Parkdeck H (ca. 300 kWP)
- Bestandsgebäude + Neubauten des Wasserwerksbetriebes
(gesamt ca. 750 kWP)
SWM 400
29
Erhöhung des Anteils Erneuerbarer
Energien und Reduktion des CO
2-
Ausstoßes
Aktualisierung Wärme- und
Kraftwerksstrategie
kontinuierlich bis
2030
Aktualisierung der Wärme- und Kraftwerksstrategie mit dem Ziel,
einen signifikant höheren Anteil erneuerbarer Energien im Nah- und
Fernwärmedargebot zu erreichen.
Dabei soll auch der Einsatz von Biogas in BHKW-Anlagen geprüft
und in die Anwedung gebracht werden.
SWM 360
Lfd.
Nr.
Was?
(Zielsetzung)
Wie?
(Maßnahme)
Wann?
(Umsetzung) Erläuterung und Entwicklungsfortschritt
Zuständigkeit
(Fachamt /
Gesellschaft)
potenzielle
THG-
Einsparung
(t/a)
30 CO 2-Reduktion im Wärmenetz Optimierung und Modernisierung
der Wärmenetze laufend
Ausbau und Optimierung des Fernwärmenetzes durch:
- Schaffung von Ringschlüssen, Erneuerung der
Haupttransportleitung am östl. Ring, Schaffung neuer
Hausanschlüsse im laufenden Ausbau
- Analyse des Wärmenetzes mittels Thermografiebefliegung und
Effizienzsteigerung durch höhere Rohrqualität (Dämmstufe 3 und
Leckwarnsystem) im laufenden Ausbau
- Konzeptentwicklung zur Absenkung der Rücklauftemperatur im
Fernwärmenetz im Jahr 2020
SWM 20
31 SWMS CO2-Neutralität Einsatz von Ökostrom und CO
2-
Kompensation seit 2019
Einsatz von 100% Ökostrom (2019: 21,2 GWh) in
Trinkwassergewinnung, Straßenbeleuchtung sowie in allen
Liegenschaften (außer Kraftwerk). Darüber hinaus werden die
verbleibenden Emissionen (außer Kraftwerk) durch Zertifikate
neutral gestellt (2019: 14.719 Tonnen CO2).
Des weiteren wird derzeit an der Einrichtung einer Online-Plattform
zum CO2-Ausgleich für Privathaushalte und Gewerbe gearbeitet.
SWM indirekt, da
Kompensation
32 CO
2-Reduktion im Bereich Mitarbeiter-
und dienstlicher Mobilität
Ausbau von mobilem Arbeiten
digitalen Konferenzen & Job-Rad 2020
Die Digitalisierung von Kommunikations- und
Abstimmungsprozessen soll intensiv vorangetrieben werden:
- Vermehrt Videokonferenzen und Webinare nutzen
- Neue Betriebsvereinbarung "Mobiles Arbeiten" mit erweiterten
Möglichkeiten
, im Homeoffice zu arbeiten
- Schaffung von Infrastruktur für Homeoffice, Telefon- und
Videokonferenzen im Rahmen von Zusammenarbeit.digital
- Einführung eines Job-Rad-Modells, um CO2-reduziertes Pendeln
zwischen Wohnort und Arbeitsstätte zu unterstützen
(tariifvertragliche Zulassung nötig).
SWM 30
Lfd.
Nr.
Was?
(Zielsetzung)
Wie?
(Maßnahme)
Wann?
(Umsetzung) Erläuterung und Entwicklungsfortschritt
Zuständigkeit
(Fachamt /
Gesellschaft)
potenzielle
THG-
Einsparung
(t/a)
33 CO 2-Reduktion im IT-Bereich Digitalisierung am Arbeitsplatz
und in der IT-Ausstattung 2020
Die Digitalisierung am Arbeitsplatz und in der IT-Ausstattung sollen
u.a. durch die folgenden technischen und organisatorischen
Maßnahmen vorangetrieben werden:
- Ausschalten der Monitore anstatt Standby zum Feierabend; Ecosia
als Standardsuchmaschine einrichten
- Beschaffung umstellen auf "Grüne IT" (green IT-Services;
nachhaltig produzierte Hardware bevorzugen mit Ökolabel o.ä.)
- Ausweitung des papierlosen Büros durch Umstellung auf neue
Technologien (E-Mail-Nutzung ausweiten; Funktionen des neuen
Personalausweises implementieren; Handytickets ausbauen)
- Abbau der Einzelplatzdrucker auf ein Minimum; zentrale Drucker
auf den jeweiligen Etagen einrichten
SWM 20
34 CO
2-Reduktion durch Stärkung des ÖPNV Azubi NRW-Ticket und Jobticket September 2019
Das NRW-Ticket für alle Auszubildenden der Stadtwerke wurde
bereits 2019 eingeführt. Ebenfalls geplant ist die Durchführung eines
Pilotversuchs zur Einführung des Jobtickets.
SWM n.q.
35 CO 2-Reduktion durch mehr
Trinkwasserkonsum
Informationskampagne
klimaschonendes Leitungswasser k.A.
Durchführung von Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit: Informationen
zum CO2
-Ausstoß beim Wasserkonsum und Aufzeigen von
Einsparungspotentialen durch Leitungswasserkonsum.
SWM siehe
Maßnahme 3
36 CO 2-Reduktion durch vertriebliche
Maßnahmen
Erhöhung Ökostromanteil bei
Stadtwerkekunden 2021 CO
2-Reduktion durch Erhöhung des Ökostromanteils der
Stadtwerkekunden, auf 20 % bis Ende 2021 SWM indirekt, da
Kompensation
37 CO 2-Reduktion bei städtischer Mobilität
Neuausrichtung des städtischen
Mobilitätsmanagements unter
Klimaschutzaspekten
2020 ff.
Erarbeitung eines Konzepts zur dienstlichen Mobilität mit einem
Schwerpunkt auf einem klimafreundlichen städtischen
Mobilitätsmanagement ist in Vorbereitung. Zu berücksichtigende
Aspekte dabei wären u.a.:
- PKW-Neuanschaffung (dezentral und über PKW-
Kompetenzzentrum) nur noch als Elektro und Aufbau von E-
Ladeinfrastruktur an allen städtischen Verwaltungsstandorten
- CO
2-Kompensation von Dienstreisen (PKW-Fahrten und Flüge)
und Verzicht auf Inlandsflüge für städtische Mitarbeiter und
Ratsmitglieder
- Fahrradbenutzungsgebot für innerstädtische Dienstfahrten und
Ausstattung aller Verwaltungsstandorte mit Pedelecs
Dez I
10 25
Lfd.
Nr.
Was?
(Zielsetzung)
Wie?
(Maßnahme)
Wann?
(Umsetzung) Erläuterung und Entwicklungsfortschritt
Zuständigkeit
(Fachamt /
Gesellschaft)
potenzielle
THG-
Einsparung
(t/a)
38 CO 2-Reduktion und nachhaltige Bewirtung
im Kantinenbetrieb
Einbindung von Anforderungen
bzgl. regionaler und saisonaler
Essenszubereitung bei
Ausschreibung von Kantinen-
Dienstleistungen
2020 ff.
Derzeit läuft die Umstellung des Wareneinkaufs der Städtischen
Kantinen von Einzelkäufen auf Einjahres-Rahmenverträge. In die
Bewertungskriterien werden Nachhaltigkeitsaspekte wie Regionalität
und Saisonalität der Essenszubereitungen aufgenommen.
Dez I
10
indirekt;
außerhalb
Systemgrenze
39 CO
2-Reduktion in der städtischen Post-/
Warendistribution
Einsatz E-Lastenrad für den Post-
/Warenaustausch zw. zentraler
Poststelle und Stadthaus 1
2021
Aufbau eines Shuttles-Service mittels eines E-Lastenrades für den
Post- und Warenaustausch zwischen Stadthaus 1 und der
Fachstelle Expedition und Druck als Pilotmaßnahme.
Bei positivem Verlauf kann eine Ausweitung des Konzepts
angestrebt werden.
Dez I
10 > 1
40 CO
2-Reduktion und Steigerung der
Nachhaltigkeit im IT-Bereich Beschaffung von Grüner IT laufend Die Themen Grüne-IT und Nachhaltigkeit werden bei der
Beschaffung laufend berücksichtigt und intensiviert.
Dez I
Citeq 10
41 Berufsverkehr reduzieren Heimarbeitsplätze für städtische
Mitarbeiter laufend
Der Ausbau von Heimarbeitsplätzen wird laufend vorangetrieben.
Durch die neuen Anforderungen im Rahmen der Corona-Krise gibt
es hierbei derzeit nochmal einen deutlichen Intensivierungsschub.
Dez I
Citeq 30
42 Wegezeiten für Besprechungen einsparen Präsensveranstaltungen durch
Videokonferenzen ersetzen
laufend seit
3/2020
Insbesondere durch die neuen Anforderungen im Rahmen der
Corona-Krise wird der Ausbau von Videkonferenzsystemen für die
städtischen Arbeitsplätze deutlich intensiviert.
Dez I
Citeq 10
43 Bürgerwege zur Verwaltung sparen Onlinedienste der Verwaltung
ausbauen
laufend seit
3/2020
Die Maßnahme befindet sich im laufenden Ausbau. Durch
Beschluss des Corona-Krisenstabs wird der Ausbau einfacher
Onlinedienste nochmal deutlich intensiviert.
Dez I
Citeq 10
44 CO
2-Reduktion (indirekt) im städtischen
Finanzwesen Grüne Kredite k.A. Berücksichtigung von „Grünen Krediten" bei der Aufnahme von
Investitionskrediten durch die Stadt.
Dez II
20
indirekt;
außerhalb
Systemgrenze
45 CO 2-Reduktion (indirekt) im städtischen
Finanzwesen Grüne Fonds k.A. Geldanlagen nur noch in nachhaltige Anlagen investieren ("grüne
Fonds"), als Weiterentwicklung des Divestments.
Dez II
20
indirekt;
außerhalb
Systemgrenze
46 CO 2-Reduktion beim
Ressourcenverbrauch (Papier / Transport)
Digitalisierung
Haushaltsbewirtschaftung und
Steuervorgänge
k.A.
Umstellung aller Steuervorgänge auf digitale Aktenführung und
Weiterentwicklung der digitalen Haushaltsbewirtschaftung für
Vordrucke und Anträge.
Dez II
20
indirekt;
außerhalb
Systemgrenze
47
Nachhaltigkeit und Klimaschutz als
Grundsatz im städtischen Handeln
etablieren
Gemeinwohlökonomie k.A.
Weiterentwicklung der Steuerung des städtischen Haushaltes
anhand von Zielen und Kennzahlen der Nachhaltigkeit und der
Gemeinwohlökonomie.
Dez II
20 n.q.
Lfd.
Nr.
Was?
(Zielsetzung)
Wie?
(Maßnahme)
Wann?
(Umsetzung) Erläuterung und Entwicklungsfortschritt
Zuständigkeit
(Fachamt /
Gesellschaft)
potenzielle
THG-
Einsparung
(t/a)
48
Erhöhung des Anteils Erneuerbarer
Energien und Reduzierung des CO
2-
Ausstoßes im Neubau sowie
Berücksichtigung von
Nachhaltigkeitaspekten
Kriterienkatalog Klimaschutz- und
Klimaanpassung in der
Bauleitplanung umsetzen
laufend
Weiterentwicklung der Kriterien sowie schrittweise Einbindung und
Anwendung in die Bauleitplanung in Abstimmung zwischen den
beteiligten Fachämtern unter Berücksichtigung von
Kriterienkonkurenzen. Der Katalog umfasst Aspekte wie:
Energiekonzeptvorgabe für neu zu entwickelnde Gebiete mit
energetischen Anforderungen, Ausrichtung der Baukörper -
Kaltluftbahnen, Grün-/ Freiraumkonzept/ Biodiversität,
wassersensible Stadtentwicklung, Gründachvorgabe, Verbot von
Stein/Schottergärten, etc.
Dez III
61 380
49 CO
2-Reduktion durch Stärkung des
Umweltverbunds im Bereich Mobilität
Ausweisung autofreier Straßen
bzw. -Quartiere als Pilot wird geprüft
In Abhängigkeit von der Lage im Stadtgebiet und der Qualität der
funktionalen und verkehrlichen Erschließung wird die Möglichkeit bei
künftigen Projekten geprüft. Denkbar ist hierbei bspw. 1 Jahr im
Rahmen eines Piloten den Prozess intensiv zu begleiteten und evtl.
vorab über einen Quartiers-Wettbewerb zu ermitteln.
Dez III
61 n.q.
50 Reduktion der CO 2-Emissionen in
zukünftigen Baugebieten
Modellquartier als PlusEnergie-
Siedlung ausloben im
städtebaulichen Wettbewerb
2021 Für einen Teil des 4xW-Quartiers in Nienberge-Feldstiege ist die
Ausweisung als PlusEnergie-Siedlung vorgesehen.
Dez III
61 90
51 CO
2-Reduktion durch Erhöhung der
Sanierungsquote
Umsetzung der
Thermografiebefliegungen 2020 f
Mittels Thermografiebefliegungen sollen energetische
Sanierungspotenziale von vornehmlich Wohngebäuden aufgedeckt
werden. Die Eigentümer sollen hierzu intensiv beraten werden.
Dez III
62 30
52 CO
2-Reduktion durch Stärkung des
Umweltverbunds im Bereich Mobilität
Ausweisung und Ausbau von
Fahrradstraßen laufend
Der Ausbau von Fahrradstraßen soll laufend ausgeweitet und
intensiviert werden. Konzeptionelle Grundlagen und begleitende
Maßnahmen hierfür sind u.a.:
Masterplan Mobilität 2035+
Radverkehrskonzept 2025
Nahverkehrsplan Münster
Reaktivierung WLE
Einrichtung von Busspuren an großen Einfallstraßen
Ausbau der Velorouten
Dez III
66 210
53 Reduktion des Energieverbrauchs bei der
Straßenbeleuchtung
Anwendung von innovativen
Straßenbeleuchtungssystemen
und Umrüstung auf LED
laufend
Der Einsatz von adaptiven Beleuchtungssystemen soll getestet und
bei positiven Erfahrungen in flächendeckendere Anwendung gehen.
Darüber hinaus sollen Beleuchtungskonzepte entwickelt werden und
perspektivisch die vollständige Umstellung auf LED-Beleuchtung
erfolgen.
Dez III
66 / SWM 150
Lfd.
Nr.
Was?
(Zielsetzung)
Wie?
(Maßnahme)
Wann?
(Umsetzung) Erläuterung und Entwicklungsfortschritt
Zuständigkeit
(Fachamt /
Gesellschaft)
potenzielle
THG-
Einsparung
(t/a)
54 CO 2-Reduktion und Ressourcenschonung
beim Asphaltbau
Durchführung von Pilotstrecken
mit erhöhtem RC-Anteil und als
Warmmix-Asphalt
2020
Ausführung von insgesamt sechs Pilotstrecken im Straßenbau im
Zuge der Sanierung von Wirtschaftswegen. Hier wird zum einen der
RC-Anteil erhöht und zum anderen die Asphalttemperatur
herabgesetzt. Die Baudurchführung der Pilotstrecken ist
abgeschlossen. Im Nachgang werden die Bauweisen durch
erweiterte Laborprüfungen evaluiert.
Dez III
66
indirekt;
außerhalb
Systemgrenze
55 CO
2-Reduktion in der
Abwasserbehanldung
Energetische Optimierung von
Kläranlagen laufend
Bei der Planung und dem Betrieb von Kläranlagen wird verstärkt auf
energeitsche Optimierung der Verfahren gesetzt - bspw. über den
Einsatz von Thermodruckhydrolyse zur vermehrten Gaserzeugung,
den Einsatz energiesparender Maschinen und Verfahren, etc.
Dez III
66 70
56 CO
2-Reduktion in der
Abwasserbehanldung
Einführung eines
Energiemanagement 2022
Es wird ein Energiemanagementsystem auf den Grundlagen der DIN
EN ISO 14001 und 50001 eingeführt. Darüber hinaus ist eine
flächendeckendere Installation von Energieverbrauchsmessgeräten
an den Abwasseranlagen zu Monitoring- und
Energieverbrauchsoptimierungszwecken vorgesehen.
Dez III
66 35
57 C0
2-Reduktion und Ressourcenschonung Ausbau von EE-Anlagen la ufend Prüfung und Installation weiterer Anlagen zur Gewinnung von
Energie (Photovoltaik, Windkraft, Wärmerückgewinnung, etc.)
Dez III
66 3
58 CO
2-Reduktion und Steigerung der
Nachhaltigkeit bei der Beschaffung
Arbeits-/Dienst-
/Unfallschutzkleidung nach
Nachhaltigkeitsaspekten
2021
Für die Zukunft ist eine vollständige nachhaltige, klimafreundliche
und ökologische Beschaffung von Arbeits-/Dienst-
/Unfallschutzkleidung vorgesehen.
Dez III
66
indirekt;
außerhalb
Systemgrenze
59 CO
2-Reduktion und nachhaltige Bewirtung
im Kantinenbetrieb
Einbindung von Anforderungen
bzgl. regionaler und saisonaler
Essenszubereitung bei
Ausschreibung von Kantinen-
Dienstleistungen
laufend
Die Leistungsverzeichnisse zu den vergaberechtlich notwendigen
Ausschreibungen der Mittagsverpflegung an Schulen beinhalten
bereits die Aufforderung an die Anbieter, bevorzugt saisonale und
regionale Produkte zu nutzen.
Dez IV
40
indirekt;
außerhalb
Systemgrenze
60 CO
2-Reduktion durch Information und
Sensibilisierung von SchülerInnen
Durchführung von Klimaschutz-
und Klimawandelbildungs
- und
Informationsangeboten im
schulischen Betrieb
k.A.
Es wird zukünftig in geeigneter Weise an die Schulleitungen
herangetreten - 1 mal jährlich bspw. eine Klimaschutzwoche in den
Schulen zu organisieren. Das Amt für Immobilienmanagement
koordiniert bereits seit Jahren Klimaschutzbildungsangebote für die
Schulen. Beide Vorhaben werden koordiniert und miteinander
abgeglichen.
Dez IV
40
siehe
Maßnahme 18
Lfd.
Nr.
Was?
(Zielsetzung)
Wie?
(Maßnahme)
Wann?
(Umsetzung) Erläuterung und Entwicklungsfortschritt
Zuständigkeit
(Fachamt /
Gesellschaft)
potenzielle
THG-
Einsparung
(t/a)
61 CO 2-Reduktion bei städtischem
Gebäudebetrieb
Ersatz von Gerätschaften mit
Verbrennungsmotor 2021 ff
Bei Neubeschaffungen werden die Gerätschaften bereits seit einiger
Zeit sukzessive ersetzt.
Dabei werden Geräte mit Verbrennungsmotor (Laubbläser,
Freischneider, Räumgeräte etc.) auf leistungsgleiche Geräte mit
Akkubetrieb bei verkürzten Abschreibungszyklen für
Hausmeistertätigkeiten an Schulen eingesetzt. Die Geräte sind
leiser und energetisch effizienter und bieten damit einen hohen
Synergieeffekt.
Dez IV
40 < 1
62 CO
2-Reduktion und nachhaltige Bewirtung
im Kantinenbetrieb
Einbindung von Anforderungen
bzgl. regionaler und saisonaler
Essenszubereitung bei
Ausschreibung von Kantinen-
Dienstleistungen
k.A.
Bei künftigen Ausschreibungen des Kita-Caterings sollen regionale
und saisonale Aspekte berücksichtigt werden. Aufgrund des hohen
Aufwands in der Umstellung des Ausschreibungssystem kann
aufgrund mangelnder personeller Ressourcen die Umsetzung
derzeit noch nicht direkt aufgegriffen bzw. umgesetzt werden.
Dez IV
51
indirekt;
außerhalb
Systemgrenze
63 CO
2-Reduktion durch Information und
Sensibilisierung von BürgerInnen
Integration von Klimaschutz- und
Klimawandelbildungs- und
Informationsangeboten in den
Büchereien
laufend
Es werden bereits verschiedene Maßnahmen zur Integration von
Klimaschutz- und Klimawandelbildungsangeboten in der städtischen
Büchereien angeboten und weiterentwickelt.
Dez V
42
siehe
Maßnahme 3,
4, 5
64 CO
2-Reduktion durch Information und
Sensibilisierung von BürgerInnen
Intensivierung und Ausweitung
der Beratung finanzschwacher
Haushalte
laufend und ab
IV/2020
Der "Stromsparcheck" (Energieberatung und Förder- und
Unterstützungsprogramm) wird seit Jahren und auch weiterhin
erfolgreich für finanzschwache Haushalte von der "Gemeinnützige
SKM GmbH Münster" durchgeführt.
Der Stromsparcheck soll in Zukunft darüber hinaus auch allen
Münster-Pass-Inhabern angeboten werden.
Dez V
50 10
65 CO
2-Reduktion durch Information und
Sensibilisierung von BürgerInnen
Durchführung/Anwerbung eines
Klimaschutztheaterstücks 2020 ff
Grundsätzlich wird die Aufführung eines "Klimaschutztheaterstücks"
positiv gesehen und bei kommenden Planungen berücksichtigt.
Dies wird aber auch von der Wiederöffnung der Theater i.Z.m.
Corona abhängig sein.
Dez V
Theater
siehe
Maßnahme 3,
4, 5
66 CO
2-Reduktion durch effizientere
Beleuchtung
energetische/r Sanierung/Ersatz
sämtlicher Beleuchtungssysteme 4. Quartal 2022
Die Beleuchtung des Stadt-Museums wird vollständig auf LED
umgestellt. Dadurch wird gleichzeitig ein hoher Anteil an Abwärme
reduziert, die durch die Klimaanlage des Museums dann nicht mehr
heruntergekühlt werden muss, so dass insgesamt ein hoher
Energieeinsparungseffekt zu erwarten ist.
Dez V
45
siehe
Maßnahme 17
67
Erhöhung des Anteils Erneuerbarer
Energien und Reduzierung des CO
2-
Ausstoßes im Neubau
PV bei Neubau
überwiegend
bereits
umgesetzt
Der Ausbau von Photovoltaik wird grundsätzlich forciert. Hierfür wird
mit den Stadtwerken Münster eine Kooperation angestrebt - die
Gespräche hierzu laufen.
W+S 120
Lfd.
Nr.
Was?
(Zielsetzung)
Wie?
(Maßnahme)
Wann?
(Umsetzung) Erläuterung und Entwicklungsfortschritt
Zuständigkeit
(Fachamt /
Gesellschaft)
potenzielle
THG-
Einsparung
(t/a)
68
Erhöhung des Anteils Erneuerbarer
Energien und Reduzierung des CO
2-
Ausstoßes im Neubau
Neubauten im KfW55 Standard
entwickeln laufend Zukünftige Neubauten werden nach dem KfW55-Standard
entwickelt. W+S n.q.
69 CO
2-Reduktion durch Erhöhung der
Sanierungsquote
energetische
Sanierungsoffensive im Bestand laufend
Der Wohnungsbestand der Wohn+Stadtbau ist bereits zu einem
Anteil größer als 50 % energetisch saniert. Jährlich investiert die W
+ S in energetische Maßnahmen. Dies soll nach Möglichkeit auch
weiter ausgebaut und intensiviert werden. Rand- und
Nebenbedinung dabei ist inbesondere das Sanierungsbudget.
W+S 100
70 CO
2-Reduktion im Bereich Mobilität
Anwendung von innovativen
Mobilitätskonzepten in den
Konversionsquartieren
laufend
Für Quartiersentwicklungen wie z.B. Oxford ist die W+S Vorreiter bei
der Entwicklung von Mobilitätskonzepten. Ziel der Konzepte ist die
Schaffung von alternativen Mobilitätsangeboten im Quartier, wie
verbesserte Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, Lastenräderverleih,
Car-Sharing etc. Zudem werden Strukturen für die alternative
Mobilität (z.B. E-Ladeseäulen, Paket- und
Fahrradreparaturstationen) geschaffen die Mieter entsprechend
involviert.
Zudem werden großzügigere Fahrradstellplätze errichtet, um die
Nutzung des Fahrrades intensiv zu unterstützen.
W+S 60
71 C0
2-Reduktion durch Reduzierung des
Energieverbrauchs
Umstellung der
Parkhausbeleuchtung auf LED 2020 ff
Die Leuchten in den städtischen Parkhäusern sollen schrittweise
durch moderne und energieeffiziente LED-Leuchten ersetzt werden -
teilweise ist dies auch bereits erfolgt. Insbesondere das Parkhaus
am Aegidiimarkt weist hierbei ein hohes Einsparpotenzial auf.
WBI 70
72 CO2-Reduzierung in der Abfallwirtschaft Abfallwirtschaftskonzept 2016 laufend Optimierung der Abfallwirtschaft unter dem Aspekt des
Klimaschutzes bei den Abfallwirtschaftsbetrieben Münster. AWM
indirekt;
außerhalb
Systemgrenze
73 CO2-Reduktion durch Reduktion des
Energieverbrauchs
Einführung eines
Energiemanagementsystems und
Energieaudits
2020-2021
Flächendeckende Installation von Energieverbrauchsmessgeräten in
alles Anlagen und Gebäuden der AWM zur Optimierung und
Steuerung des Energieverbrauchs. Ergänzend dazu werden
Energieaudits durchgeführt mit dem Ziel die
Energieeinsparpotenziale aufzudecken und zu nutzen.
AWM 4
Lfd.
Nr.
Was?
(Zielsetzung)
Wie?
(Maßnahme)
Wann?
(Umsetzung) Erläuterung und Entwicklungsfortschritt
Zuständigkeit
(Fachamt /
Gesellschaft)
potenzielle
THG-
Einsparung
(t/a)
74 CO2-Reduktion durch effizientere
Beleuchtung
Energetische Sanierung
sämtlicher Beleuchtungs-systeme 2020-2024
Nach dem Umbau der Kfz-Werkstatt, eines Recyclinghofes und der
Rotehalle sollen auch weitere Bestandsgebäude und Standorte der
AWM auf die LED-Beleuchtungssysteme umgerüstet werden.
Ebenfalls erfolgt die Umstellung der Beleuchtungssysteme im
Bereich der MRA auf LED Technik (Außengelände, Umschlaghalle,
Annahmehalle Restmüll, Sortierung Restmüll, Annahmehalle
Biomüll, Sortierung Biomüll, OWS, Rottehalle, Lüftergang
Rottehalle, Feinaufbereitung Kompost).
AWM 2
75 CO2-Reduktion durch Nutzung von EE Weiterer Ausbau von EE-
Anlagen (Fokus PV) 2020-2027
Inbetriebnahme weiterer EE-Anlagen:
- auf dem Standort Rösnerstraße (Altbau Verwaltungsgebäude,
Fahrzeughalle, PKW Unterstand) mit einer Gesamtleistung von 120-
150 kWp (2020-2025)
- Installation von weiteren PV-Analgen auf Rottehalle,
Restmüllsortierhalle, Umschlaghalle, Werkstatt EZM (2020-2027)
- Auf der ZDM II betreiben die SWM eine 1 MW PV-Anlage. Diese
Anlage soll um rd. 700 kWp erweitert werden (2022)
- CO2-Reduktion durch die Eigenstromerzeugung aus 100%
regenerativen Energieträgern. Damit werden die
Entsorgungsanlagen im Entsorgungszentrum Münster und die
Hauptkläranlage fast vollständig mit Eigenstrom versorgt (laufend)
SWM / AWM
siehe
Maßnahme 26
+ 27
76 CO2-Reduktion im Bereich Mobilität
Umstellung der Fahrzeugflotte
auf alternative Antriebe und
Ausbau E-Ladeinfrastruktur
laufend
Im Mobilitätsbereich sind zahlreiche Maßnahmen geplant:
- PKW-Flotte zu 95% umgestellt; klein Transporter und Transporter
zur 50% umgestellt; Laufender Ersatz der konventionellen
Fahrzeuge und Arbeitsmaschinen durch elektro- oder
wasserstoffangetriebene Fahrzeuge (Nach Marktverfügbarkeit)
- Ausbau der Ladeinfrastruktur mit möglichst hohem Anteil der
Stromnutzung aus eigenen regenerativen Quellen
- Kontinuierlicher Umstellung der Abfallsammelfahrzeuge auf
alternative Antriebe (nach Marktverfügbarkeit)
- Einsatz von e-Bikes in der Straßenreinigung, Transporterfuhrpark
zur ca. 40% umgestellt, Beschaffung fünf weiterer E-Kehrmaschinen
(2020)
- Fahrrad-/Pedelecnutzungsangebot für innerstädtische
Dienstfahrten (2020)
- Ersatz eines Dieselumschlagbaggers durch ein E-Umschlagbagger
(Zweischichtbetrieb); Stromerzeugung durch eigenes BHKW (2021-
2023)
AWM 70
Lfd.
Nr.
Was?
(Zielsetzung)
Wie?
(Maßnahme)
Wann?
(Umsetzung) Erläuterung und Entwicklungsfortschritt
Zuständigkeit
(Fachamt /
Gesellschaft)
potenzielle
THG-
Einsparung
(t/a)
77 CO2-Reduktion im Anlagen- und
Gebäudebetrieb
Elektrifizierung von Anlagen und
Geräten, Nutzung von Abwärme
und Brauchwasseraufbereitung,
Energiestandards im Neubau
2020-2023
Im Gebäudebereich und Anlagenbetrieb werden zahlreiche
Maßnahmen angestoßen:
- Einsatz von elektrischer Trommelsiebanlage und Windsichter im
Bereich der Kompostierung am EZM
- Brauchwasseraufbereitung und Nutzung von Regenwasser am
Waschplatz MRA (2020)
- Neubau des Verwaltungsgebäudes an der MRA nach neusten
Energiestandards (2021-2023)
- Warmwasseraufbereitung und Heizung diverser Gebäude und
Anlagen mit Nahwärme aus eigenem BHKW
- Installation von Solarpapierkörben mit Pressfunktion zur
Verlängerung der Leerungsintervalle. Dadurch Verringerung der
Entleerungstouren
- Sämtliche benzingetriebenen Freischneider/Trimmer werden durch
elektrische Geräte ersetzt
AWM 20
Lfd.
Nr.
Was?
(Zielsetzung)
Wie?
(Maßnahme)
Wann?
(Umsetzung) Erläuterung und Entwicklungsfortschritt
Zuständigkeit
(Fachamt /
Gesellschaft)
potenzielle
THG-
Einsparung
(t/a)
78 CO 2-Reduktion, Ressourcenschutz und
Abfallvermeidung bei den Bürgern
Durchführung von Maßnahmen
zu digitalen Bildungsangebote,
Öffentlichkeitsarbeit, Information
und Sensibilisierung
laufend
Im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, Information und Sensibilisierung
werden zahlreiche Maßnahmen und Aktivitäten durchgeführt -
besonders hervorzuheben sind:
- Anpassung und Weiterentwicklung erlebnisorieintierter
Bildungskonzepte an klimaschutzrelevante Themen und Ausrichtung
an den SDG's (z. B. Deponie-Erlebnispfad, Klimaschutz macht
Schule)
- Ausbau und Intensivierung der Netzwerkarbeit (z. B. fairTEiLBAR,
Leihothek, Hansaforum) und Förderung bürgerschaftlichen
Engagements (z. B. Sauberes Münster)
- Intensivierung der Aufklärung- und Öffentlichkeitsarbeit und
Stärkung des Netzwerks zur Förderung der Umsetzung von
Mehrweglösungen, z.B. auf (Groß)-veranstaltungen oder dem
Münsteraner Wochenmarkt
- August/September/Oktober 2020: Schwerpunkt "Abfallvermeidung"
(Plakatkampagne, Bürgerzeitung, Aktionen, etc.)
- Öffentlichkeitsarbeit zur richtigen Bioabfalltrennung, Kampagne
"Aktion Biotonne Münster", Biotonnenkontrollen
- "Give Boxen" an den Recyclinghöfen: BürgerInnen können noch
gut erhaltenen Gegenstände abgeben, die dann kostenfrei von
anderen Nutzen mitgenommen werden können. Ausweitung des
Projekts aufs Stadtgebiet ist geplant.
- unter www.awm-tauschmarkt.de können Bürgerinnen und Bürger
gut erhaltene Dinge zum Tauschen oder Verschenken anbieten
AWM siehe
Maßnahme 4
Bezeichnungen:
Dez - jeweiliges Dezernat 61 - Stadtplanungsamt
10 - Personal- und Organisationsamt 62 - Vermessungs- und Kata steramt
20 - Amt für Finanzen und Beteiligungen 64 - Amt für Wohnung swesen und Quartiersentwicklung
23 - Amt für Immobilienmanagement 66 - Amt für Mobilität und T iefbau
40 - Amt für Schule und Weiterbildung 67 - Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit
42 - Stadtbücherei Citeq - interner IT-Dienstleister
45 - Stadtmuseum W+S - Wohn+Stadtbau
50 - Sozialamt SWM - Stadtwerke Münster GmbH
51 - Amt für Kinder, Jugendliche und Fam. AWM - Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Berichtsvorlage
11872 Zeichen
V/0738/2020 V/0738/2020 Öffentliche Berichtsvorlage Betrifft Bericht zum Umsetzungstand von Maßnahmen und Projekten für die angestrebte Klimaneutralität der Stadt Münster 2030 Beratungsfolge 18.08.2020 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen Bericht 26.08.2020 Haupt- und Finanzausschuss Bericht 26.08.2020 Rat Bericht Bericht: 1. Anlass für den Bericht In der Ratssitzung vom 11.12.2019 wurde das Handlungsprogramm Klimaschutz 2030 zusammen mit einem Finanzpaket im Umfang von mehr als 40 Mio. Euro für die Jahre 2020 bis 2023 verabschiedet. Auf Basis dieser Grundlage und vor dem Hi ntergrund, dass es grundsätzlich einer fortlaufenden I n- tensivierung der kommunalen Klimaschutzaktivitäten bedarf – insbesondere vor dem Hintergrund einer angestrebten Klimaneutralität bis 2030 – hat der Verwaltungsvorstand Anfang des Jahres b e- schlossen dem Rat der Stadt Münster einen Bericht zum Umsetzungsstand, dem Fortschritt und der thematischen Fokussierung der Klimaschutzaktivitäten innerhalb der einzelnen Fachämter und G e- sellschaften der Stadtverwaltung vorzulegen. 2. Masterplan 100 % Klimaschutz Im Jahr 2017 wurde auf Basis des 2010 beschlossenen Klimaschutzkonzeptes 2020 mit dem Master- plan 100% Klimaschutz ein umfassendes Konzept einschließlich detaillierter Potenzialanalysen und der Darstellung von verschiedenen Szenarien für eine Klimaneutralit ät bis zum Jahr 2050 erarbeitet und vom Rat beschlossen (V/0689/2017). Zentrales Element des Masterplans ist die darin erarbeitete Klimaschutzstrategie für die Stadt Münster. Die Strategie formuliert Leitlinien und Leitplanken über alle Handlungsfelder des kommunalen Klimaschutzes hinweg und bildet damit den Überbau für alle Klimaschutzaktivitäten der Stadt Münster. Natürlich wurden die bestehenden Konzepte weiterhin parallel umgesetzt und zahlreiche ganz ko n- krete Maßnahmen und Aktivitäten weiter ausgebaut und in die Wege geleitet – ein paar zentrale Bei- spiele seien an dieser Stelle genannt: Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit 03.08.2020 Ihr/e Ansprechpartner/in: Herr Schütte Telefon: 492-6851 SchuetteJ@stadt- muenster.de - 2 - V/0738/2020 - Aufbau und fortlaufende Weiterentwicklung sowie Aufstockung des Förderprogramms zur Energieeinsparung und Altbausanierung - Gewinnung von über 100 Unternehmen für Münsters Allianz für Klimaschutz - Aufstockung und Weiterentwicklung der Startberatung Energieeffizienz für Unternehmen - Ausbau und Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit für den Klimaschutz - Jährliche Durchführung von Solarkampagnen zur Information und Beratung - Weiterentwicklung des Bürgerpakts „Münster packt´s“ zu „Münsters KlimaMischpoke“ - Durchführung eines Reallabors für klimafreundliche Entscheidungen in Haushalten - Ausbau von zahlreichen Fahrradstraßen im Stadtgebiet - Entwicklung und Umsetzung eines Förderprogramms für Lastenräder - Energetische Sanierung von städtischen Gebäuden und Ausbau der PV - Nutzung - Fortlaufende Elektrifizierung des städtischen Fuhrparks mit Bundes- und Landesmitteln Mit all diesen Maßnahmen, die einen Einblick in die Aktivi täten geben, aber bei weitem nicht a b- schließend zu verstehen sind, konnte die Stadt in den von ihr beeinflussbaren Bereichen einen nicht unwesentlichen Anteil zur CO 2-Reduktion innerhalb der städtischen Gesamtbilanz beitragen. Insg e- samt konnten die städtis chen CO 2-Emissionen in den letzten 12 Jahren im Schnitt um ca. 1,5 Pr o- zentpunkte bzw. ca. 36.000 Tonnen pro Jahr reduziert werden – die Gesamtreduktion, gemessen am Ausgangswert von 1990 beläuft sich bis 2018 auf knapp 26% (Sachstands - und CO 2-Bilanzbericht V/0021/2019). Aufbauend auf der Klimaschutz-Strategie des Masterplan 100% Klimaschutz wurde gemäß o.g. Rats- beschluss von der Verwaltung ein maßnahmenorientiertes Handlungsprogramm für den Klimaschutz 2030 erarbeitet. Dies erfolgte 2019 mit gutachterlicher Unterstützung (GERTEC GmbH – Essen, Jung Stadtkonzepte – Köln, IFEU - Heidelberg) und unter Beteiligung der zentralen Fachämter und Toc h- tergesellschaften der Stadt Münster. Insgesamt ist das Handlungsprogramm 2030 - wie bereits das Handlungskonzept 202 0 – nicht sta- tisch festgeschrieben, sondern es ist als eine Grundlage für einen Prozess zu verstehen, in dem das Programm fortlaufend weiterentwickelt und fortgeschrieben wird, um auch über die Maßnahmen hin- aus weitere Entwicklungen und Erkenntnisse in den kommenden Jahren zuzulassen und aufzune h- men und damit auf die sich stets ändernden Rahmenbedingungen, sowohl stadtinterner als auch e x- terner Herkunft, reagieren zu können. 3. Beschluss zum Klimanotstand Begleitet wurde der Prozess zur Erarbeitung des Handlungsprogramms von nationalen und internati- onalen gesellschaftlichen Diskussionen um die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse rund um den Klimawandel und den Forderungen der Fridays -for-Future Bewegung, dass der Klimaschutz schneller und intensiver vorangetrieben werden muss. Der Rat der Stadt Münster und die Stadtverwaltung griffen diese Entwicklung proaktiv auf. Der Rat verabschiedete in einem ersten Schritt den Klimanotstand und setzte damit ein Zeichen, dass die bisherige erfolgreiche städtische Klimapolitik weiterentwickelt werden muss und, dass die Eindä m- mung des Klimawandels in der städtischen Politik eine hohe Priorität besitzt und bei allen Entsche i- dungen grundsätzlich zu beachten ist (Klimanotstand V/0482/2019). Erweitert wurde der Klimano t- stands-Beschluss mit dem Beschluss zum Handlungsprogramm Klimaschutz 2030 dahingehend, dass die Stadt Münster alsbald – möglichst bis 2030 – klimaneutral werden soll (V/0770/2019/1). Mit dem Beschluss zum Handlungsprogramm Klimaschutz 2030 wurden Finanzmittel im Umfang von mehr als 40 Mio. Euro für die Jahre 2020 bis 2023 zusätzlich zu den bereits im Haushalt veranschlag- ten Mitteln bereitgestellt. Die Bereitstellung dieser Finanzmittel sind eine konsequente Schlussfolg e- rung aus den gefassten Beschl üssen zum Klimanotstand und zur Klimaneutralität und stellen eine deutliche Stärkung des kommunalen Klimaschutzes dar. - 3 - V/0738/2020 4. Stand der Maßnahmen Auf Basis der Grundlage des o.g. Handlungsprogramm und wie unter „1. Anlass für den Bericht“ e r- läutert hat die Verwaltung die bestehenden Klimaschutzmaßnahmen aus den Fachämtern und Toc h- tergesellschaften gesammelt, begutachtet und soweit möglich i hr CO 2-Reduktionspotenzial quantifi- ziert. In der Anlage 1 sind die Projekte und Maßnahmen als Übersicht zusammengestellt, wobei die mei s- ten Maßnahmen als Bestandteil und Konkretisierung des Handlungsprogramm Klimaschutz 2030 zu verstehen sind. Hierbei ist anzumerken, dass die Zusammenstellung kein en Anspruch auf Vollstä n- digkeit hat und lediglich einen Einblick in einzelne Bereiche darstellt. Anhand der Art der Maßnahmen und der Beschreibungen lässt sich auf den aktuellen Entwicklungsstand schließen und erkennen in welchen Bereichen und anhand welch er Themen derzeit ein Fokus innerhalb der Stadtverwaltung liegt. Es wird deutlich, dass viele Maßnahmen und Aktivitäten bereits seit längerer Zeit in der fortla u- fenden Umsetzung und Weiterentwicklung sind. Auch lässt sich erkennen, dass nicht alle Fachämte r und Gesellschaften gleichermaßen berücksichtigt sind, was unter anderem damit zusammenhängt, dass die jeweiligen Handlungsspielräume unterschiedlich ausgeprägt sind. So haben beispielsweise das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit oder das Amt für Immobilienmanagement sowie die Stadtwerke Münster GmbH einen größeren Handlungs- und Gestaltungsspielraum im Hinblick auf den Klimaschutz, als beispielsweise das Sport - oder Sozialamt sowie die Westfälische Bauindustrie (WBI). Insgesamt lässt sich zus ammenfassen, dass an sehr vielen Stellen innerhalb der Stadtverwaltung und ihrer Tochtergesellschaften das Thema Klimaschutz immer stä rker verankert ist und dass insbe- sondere auch durch die o.g. politischen Beschlüsse aus 2019 der städtische Klimaschutz no chmal einen deutlichen Schwung erhalten hat. Als ausgewählte positive Beispiele, die auch direkte und maßgebliche CO 2-Reduktionspotenziale entfalten, seien an dieser Stelle folgende Maßnahmen g e- nannt: - PV-Gebot in Grundstückskaufverträgen (ca. 1.100 t/a) - Öffentlichkeitsarbeit, KlimaMischpoke und Reallabore (ca. 1.400 t/a) - Weiterentwicklung Wärmedämmstandards Wohngebäude (ca. 450 t/a) - Förderprogramm Klimafreundliche Wohnbebäude (ca. 1.000 t/a) - Weiterentwicklung der städtischen Gebäudeleitlinien (ca. 1.000 t/a) - Umstellung der ÖPNV-Flotte auf E-und H2-Mobilität (ca. 1.250 t/a) Weitere Maßnahmen mit geringerer CO 2-Reduktion bzw. indirekter Wirkung aber mit hoher Auße n- wirksamkeit: - Ausbau von Digitalisierung im Stadtkonzern zur Wegereduzierung (ca. 100 t/a) - Plus-Energie-Siedlung Nienberge-Feldstiege mit Plangröße 100 WE (90 t/a) - Berücksichtigung von Klimaschutzaspekten bei Kantinenbewirtschaftung (indirekte Wir- kung) - Klimaneutraler Waldfriedhof Lauheide (35 t/a) - Weiterentwicklung des Divestments durch Grüne Kredite und Grüne Fonds (indirekte Wir- kung) Die o.g. genannten Maßnahmen befinden sich zum Teil noch in der Entwicklung und bedürfen weit e- rer politischer Beschlüsse – sie alle weisen aber ein hohes Einsparpotenzial auf oder haben eine weitreichende positive Außenwirksamkeit. Die CO2-Quantifizierung betreffend wurde bei vielen Maßnahmen auf die gutachterlichen Ansätze aus dem Handlungsprogramm Klimaschutz 2030 zurückgegriffen, bei einigen weiteren wurden eigene Berechnungsansätze und Annahmen zu Grunde gelegt. Ein ige wenige Maßnahmen entfalten eine - 4 - V/0738/2020 Reduktion außerhalb der Bilanzgrenze der Stadt Münster und wirken damit indirekt. Grundsätzlich ist anzumerken, dass die Quantifizierungen überwiegend auf Annahmen beruhen und somit nur eine grobe Größenordnung an Einsparungen darstellen können. 5. Ausblick In Vorbereitung befinden sich darüber hinaus gemäß Ratsbeschluss V/0770/2019/1 zwei Konzeptstu- dien, die sich mit der Klimaneutralität 2030 befassen und Handlungs - und Gestaltungsspielräume ermitteln sollen, wie sowohl die gesamte Stadt Münster (in Anlehnung an den Masterplan 100% Kl i- maschutz 2050) als auch die Stadtverwaltung bereits 2030 eine Klimaneutralität erreichen können. Die Erarbeitung und die Ergebnisse dieser Konzeptstudien sollen den fortlaufenden Klim aschutzpro- zess innerhalb der Stadt Münster stärken und weiter konkretisieren. Die Ergebnisse werden im zwe i- ten Quartal 2021 vorliegen. Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass die Stadt Münster, auch bedingt durch die Klimaschut z- beschlüsse des vergangenen Jahres und die Bereitstellung weiterer Finanzmittel einen guten Schritt in die richtige Richtung macht und kurzfristig, bspw. mit der thematischen Weiterentwicklung und e i- ner massiven Aufstockung des städtischen Klimaschutz -Förderprogramms, starke maßnahmenorien- tierte Akzente setzt. Die Erreichung einer Klimaneutralität – möglichst bis 2030 – stellt aber nichtsdestotrotz für die Stadt Münster eine enorme Herausforderung dar, die nur gemeinsam mit allen Akteuren aus Wirtschaft, Politik, Institutionen, Ver bänden und natürlich den Bürgerinnen und Bürgern bewältigt werden kann. Hierfür ist eine deutliche Intensivierung der Klimaschutzaktivitäten aller Akteure der Stadt notwendig. Gleichzeitig bedarf es aber auch einer deutlichen Veränderung der externen Rahme nbedingungen auf Europa-, Bundes-, und Landesebene, da Politik und Gesetzgebung, der aktuelle Stand der Tec h- nik sowie der gesellschaftliche Lebens- und Konsumstil einen großen Einfluss auf die Erreichung der gesamtstädtischen Ziele haben. In Vertretung gez. Matthias Peck Stadtrat Anlage 1: Übersicht Maßnahmen
Anlage A
1966 Zeichen
Anlage A zur V/0738/2020 Kurzüberblick Die Berichtsvorlage stellt eine Übersicht zum Umsetzungsstand der Maßnahmen und Projekte für die angestrebte Klimaneutralität der Stadt Münster dar. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Mit der Vorlage wird das Ziel „Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität und hoher Umwelt- und Naturqualität weiterentwickeln“ verfolgt. Das Teilziel lautet „Fortführung und Ausbau der Aktivitäten zur Umsetzung einer zielgerichteten Klimaschutzpolitik“ gemäß Masterplan 100 % Klimaschutz der Stadt Münster (V/0689/2020). Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig x vollständig freiwillig In der Ratssitzung vom 11.12.2019 wurde das Handlungsprogramm Klimaschutz 2030 zusammen mit einem Finanzpaket im Umfang von mehr als 40 Mio. Euro für die Jahre 2020 bis 2023 verab- schiedet. Auf Basis dieser Grundlage und vor dem Hintergrund, dass es grundsätzlich einer fort- laufenden Intensivierung der kommunalen Klimaschutzaktivitäten bedarf – insbesondere vor dem Hintergrund einer angestrebten Klimaneutralität bis 2030 – hat der Verwaltungsvorstand Anfang des Jahres 2020 beschlossen dem Rat der Stadt Münster einen Bericht zum Umsetzungsstand, dem Fortschritt und der thematischen Fokussierung der Klimaschutzaktivitäten innerhalb der ein- zelnen Fachämter und Gesellschaften der Stadtverwaltung vorzulegen. Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Mit dem o.g. Beschluss zum Handlungsprogramm Klimaschutz 2030 (V/0770/2019/1) geht die Zielsetzung einher, dass die Stadt Münster alsbald – möglichst bis 2030 – klimaneutral werden soll. Klimaschutz wirkt als Querschnittsaufgabe in alle städtischen Bereiche und hat daher grundsätz- lich eine hohe Relevanz und eine hohe Priorität in allen Entscheidungen (V/0482/2019).
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungOrte (3)
- Aegidiimarkt
- Rösnerstraße
- Feldstiege
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0738/2020
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 24.07.2020
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37