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V/0738/2020

Bericht zum Umsetzungstand von Maßnahmen und Projekten für die angestrebte Klimaneutralität der Stadt Münster 2030

Vorlagen 24.07.2020

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V_0738_2020 Anlage 1 - Übersicht Maßnahmen

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Anlage A

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Ansehen

V_0738_2020 Anlage 1 - Übersicht Maßnahmen

39693 Zeichen

V/0738/2020_Anlage 1: Übersicht Maßnahmen, Bericht zur Umsetzung Münster Klimaneutral 2030 
Lfd. 
Nr. 
Was? 
(Zielsetzung) 
Wie? 
(Maßnahme) 
Wann? 
(Umsetzung) Erläuterung und Entwicklungsfortschritt 
Zuständigkeit 
(Fachamt / 
Gesellschaft) 
potenzielle 
THG- 
Einsparung 
(t/a) 
1 CO 2-Reduktion im Neubau 
Weiterentwicklung der 
Wärmedämmstandards bei Wohn- 
und Nichtwohngebäuden in 
Grundstückskaufverträgen und 
Städtebauverträgen 
09/20 
Die Weiterentwicklung der Wärmestandards ist ein wirkungsvoller 
Hebel um Energieverbräuche und CO2-Emission im Gebäude- 
Neubau-Bereich zu reduzieren. Die fortlaufende Weiterentwicklung 
über den KfW55-Standard für Grundstückskaufverträge und 
Städtebauverträge hinaus in Richtung Passivhausstandard wird 
daher angestrebt. 
Dez VI 
67 450 
2 Erhöhung des Anteils Erneuerbarer 
Energien im Neubau 
PV-Pflicht bei Wohn- und 
Nichtwohngebäuden (mind. 1kW) 
und nach Möglichkeit in 
Kombination mit Gründach in 
Grundstückskaufverträgen und 
Städtebauverträgen 
09/20 
Die PV-Versorgung im Wohn- und nicht-Wohnbereich ist 
grundsätzlich aktiver Klimaschutz und auch wirtschaftlich gut 
darstellbar. Die 1kW Mindestforderung sollen einen Anreiz, 
insbesondere im Wohnbereich, darstellen. Unter Berücksichtigung 
eines Ausbaus auch auf Bürogebäuden wird von einem Potenzial 
von durschnittlich ca. 10 kWp pro Gebäude ausgegangen. Die 
Kombination mit Gründach wird angestrebt. 
Dez VI 
67 1100 
3 CO 
2-Reduktion durch Information und 
Sensibilisierung von BürgerInnen 
Ausweitung der Klimaschutz- 
Kampagnen "Münsters 
KlimaMischpoke" mit den 
Ansätzen des Reallabors (Klima- 
Coaches, Trainingsplan, etc.) 
01/20 
Die 2019 durchgeführte Kampagne zu "Münsters Klimamischpoke" 
soll weiterenwickelt und intensiviert werden. Dabei sollen 
BürgerInnen der Stadt motiviert werden 
, Klimaschutz verstärkt in 
Ihren Alltag zu integrieren. 
Dez VI 
67 380 
4 CO 2-Reduktion durch Information und 
Sensibilisierung von BürgerInnen 
Intensivierung der 
Öffentlichkeitsarbeit und 
Entwicklung und Nutzung von 
neuen Formaten (Radio, 
Kinospots, etc.) 
01/20 
Die Öffentlichkeitsarbeit zum Klimaschutz soll weiter ausgebaut 
werden und dabei auch mit innovativen und neuen Methoden, 
Konzepten und Ansätzen intensiviert werden. Auch die Nutzung von 
neuen und innovativen Kanälen und Formaten wird geprüft und soll 
Einzug in die Öffentlichkeitsarbeit finden. 
Dez VI 
67 1000 
5 CO 
2-Reduktion durch Information und 
Sensibilisierung von BürgerInnen 
Fortführung der Energieberatung 
der Verbraucherzentrale NRW 06/20 
Die Energieberatung in Kooperation mit der Verbraucherzentrale soll 
fortgeführt und weiterenentwickelt werden. 
Dez VI 
67 150 
6 Erhöhung des Anteils Erneuerbarer 
Energien und CO 
2-Reduktion 
Klimanfreundliche energetische 
Sanierung Friedhof Lauheide 09/20 
Der Friedhof Lauheide soll energetisch saniert werden. Das heißt, 
dass die Energieversorgungszentrale nach Möglichkeit auf Basis 
von Erneuerbarer Energien umgestellt werden soll. Zusätzlich sollen 
PV-Module an geeigneter Stelle auf den Betriebsgebäuden installiert 
werden. 
Dez VI 
67 35

Lfd. 
Nr. 
Was? 
(Zielsetzung) 
Wie? 
(Maßnahme) 
Wann? 
(Umsetzung) Erläuterung und Entwicklungsfortschritt 
Zuständigkeit 
(Fachamt / 
Gesellschaft) 
potenzielle 
THG- 
Einsparung 
(t/a) 
7 CO 2-Reduktion bei städtischer Mobilität 
Vollständige Elektrifizierung des 
PKW Fuhrparks und Teil- 
Elektrifizierung des 
Nutzfahrzeugfuhrparks des 
Amtes unter pilothafter 
Einbindung von 
Wasserstoffnutzung 
laufend 
Der Fuhrpark des Amts für Grünflächen fungiert als Pilot zur 
Umstellung auf eine möglichst vollständig elektrifizierte 
Fahrzeugflotte - für den PKW als auch den Nutzfahrzeugbereich. 
Hierfür werden derzeit verschiedene Förderprogramme von Bund 
und Land genutzt. 
Perspektivisch sollen alle städtischen Fahrzeuge durch Fahrzeuge 
mit alternativen Antrieben ausgetauscht werden. 
Dez VI 
67 120 
8 CO 
2-Reduktion und Lärmreduktion bei der 
städtischen Grünpflege 
Ersatz krafstoffbetriebener 
Handmaschinen im 
Grünpflegebereich durch 
elektrische Geräte 
laufend 
Dort wo es möglich ist und wo der Markt entsprechende Angebote 
bereithält, wird kontinuierlich auf elektrisch betriebene Geräte 
umgestellt. Diese sind leiser und energieeffizienter und bieten damit 
einen guten Synergieeffekt 
Dez VI 
67 1
9 Stärkung der Klimaresilienz der Stadt 
durch Prozessoptimierung 
Teilnahme am European Climate 
Adaption Award (ECA) 06/20 
Neben dem bereits seit Jahren laufenden Prozess zum European 
Energy Award (Klimaschutz) soll parallel dazu ein Prozess 
eingeführt und an einem Programm teilgenommen werden, welches 
sich mit dem Thema der Klimawandelanpassung befasst. 
Dez VI 
67 n.q. 
10 CO 
2-Reduktion durch Information und 
Beratung 
Aufbau eines Solar- und 
Gründachkataster für 
BürgerInnen und Unternehmen 
04/20 
Das stadtweite Kataster bietet BürgerInnen die Möglichkeit 
, die 
Eignung des eigenen Gebäudedaches auf die Nutzung von 
Photovoltaik und/oder eines Gründachs hin zu überprüfen - und 
bietet darüber hinaus auch erste Wirtschaftlichkeitsberechnungen 
mit an. 
Dez VI 
67 30 
11 Klimaschutz als Grundsatz im städtischen 
Handeln etablieren 
Entwicklung eines Klimachecks 
von Ratsbeschlüssen gemäß 
Orientierungshilfe zur Prüfung 
der Klimaverträglichkeit in den 
Städten (Dt. Städtetag) 
09/20 
In Abstimmung und Zusammenarbeit mit dem Amt für Bürger- und 
Ratsservice soll eine Methode entwickelt werden, wie 
Ratsbeschlüsse einer Klimaverträglichkeits-Prüfung unterzogen 
werden können. 
Dez VI / I 
67 / 33 indirekt 
12 
Erhöhung des Anteils Erneuerbarer 
Energien und CO 
2-Reduktion durch 
finanzielle Förderung privater Maßnahmen 
Weiterentwicklung des 
Förderprogrammes 
"Energieeinsparung und 
Altbausanierung" 
04/20 
Das Förderprogramm wurde zum 01.05. mit neuen und 
umfassenden Fördertatbeständen und Finanzierungsvolumina 
gestartet (Förderung von Neubauten und Solarthermie, etc.). Eine 
fortlaufende inhaltliche Weiterentwicklung ist weiterhin vorgesehen. 
Dez VI 
67 / 64 2000 
13 CO 
2-Reduktion der kommunalen Gebäude 
Zertifizierter Ökostrom und 
Ökogas-Bezug für alle 
kommunalen Gebäude 
k.A. 
Derzeit wird herkömmlicher Ökostrom für die städtischen 
Liegenschaften bezogen. Es ist in Prüfung und angestrebt in Zukunft 
hochwertigeren, und zertifizierten Ökostrom für die städtischen 
Liegenschaften zu beziehen. Hierzu haben bereits erste Gespräche 
mit der Stadtwerke Münster GmbH stattgefunden. 
Dez VI 
23 indirekt

Lfd. 
Nr. 
Was? 
(Zielsetzung) 
Wie? 
(Maßnahme) 
Wann? 
(Umsetzung) Erläuterung und Entwicklungsfortschritt 
Zuständigkeit 
(Fachamt / 
Gesellschaft) 
potenzielle 
THG- 
Einsparung 
(t/a) 
14 
Erhöhung des Anteils Erneuerbarer 
Energien und CO 
2-Reduktion der 
kommunalen Gebäude 
Energieversorgung der 
kommunalen Gebäude über 
Erneuerbare Energien - 
insbesondere bei der 
Wärmeversorgung 
k.A. 
Unter dem Projekstichwort  "Grüne Wärme" wird derzeit daran 
gearbeitet, die Wärmeversorgung der städtischen Liegenschaften 
möglichst mit Erneuerbaren Energien sicherzustellen. Erste 
Gespräche zur Realisierbarkeit mit der Stadtwerke Münster GmbH 
sind bereits erfolgt. 
Dez VI 
23 100 
15 
Erhöhung des Anteils Erneuerbarer 
Energien und CO 
2-Reduktion der 
kommunalen Gebäude 
PV bei städtischen Neubauten k.A. 
Ein grundsätzlicher Beschluss liegt hierzu bereits vor 
(V/0499/2019/2). Zur Umsetzung wird darüber hinaus bei jedem 
Baubeschluss ein separater Beschlusspunkt zum Thema PV und 
auch Gründach behandelt. 
Dez VI 
23 50 
16 
Erhöhung des Anteils Erneuerbarer 
Energien und CO 
2-Reduktion der 
kommunalen Gebäude 
Einsatz von EE bei Neubau- und 
Sanierungsvorhaben k.A. 
Bei bereits geplanten oder im Bau befindlichen Neubau- und 
Sanierungsvorhaben wird grundsätzlich bei allen Vorhaben geprüft, 
ob der Einsatz von regenerativen Energieerzeugungsanlagen 
möglich ist. 
Dez VI 
23 
siehe 
Maßnahme 14 
17 CO 
2-Reduktion der kommunalen Gebäude LED bei Neubau und Sanierung k.A. Der Einsatz von LED-Leuchten ist bereits bei allen Sanierungs- und 
Neubauvorhaben Standard. 
Dez VI 
23 120 
18 CO 2-Reduktion durch Information und 
Sensibilisierung 
Weiterentwicklung und Ausbau 
des Projektes Klimaschutz macht 
Schule 
2020 
Das seit Jahren erfolgreich durchgeführte Projekt "Klimaschutz 
macht Schule" soll in Zukunft weiterentwickelt und ausgebaut 
werden. Hierzu finden noch vor der Sommerpause Auftaktgespräche 
zwischen Klenko und dem Amt für Immobilienmanagement statt. 
Dez VI 
23 30 
19 CO 2-Reduktion der kommunalen Gebäude Überarbeitung Gebäudeleitlinien 06/2020 
Das Null-Emissions-Haus soll flächendeckender Standard werden 
und Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten. Der 
Gebäudebestand soll umfassend und flächendeckend saniert 
werden. 
Dez VI 
23 1.000 
20 CO 
2-Reduktion bei der Fahrzeugflotte 
Fahrzeugflotte auf alternative 
Antriebe mit geringem CO 2-
Ausstoß umstellen 
laufend bis 2030 
Konsequenter Einsatz von Elektro- und Hybrid-Fahrzeugen in der 
gesamten Fahrzeugflotte (rund 180 Versorgungsfahrzeuge) sowie 
Änderung der Dienstwagen-Richtlinie. 
SWM 650

Lfd. 
Nr. 
Was? 
(Zielsetzung) 
Wie? 
(Maßnahme) 
Wann? 
(Umsetzung) Erläuterung und Entwicklungsfortschritt 
Zuständigkeit 
(Fachamt / 
Gesellschaft) 
potenzielle 
THG- 
Einsparung 
(t/a) 
21 Emissionsfreier ÖPNV und Stärkung des 
Energieträgers H2 
Ersatz der gesamten 
Dieselbusflotte durch Elektro- 
und Wasserstoffbusse (inkl. 
Subunternehmer) und Ausbau 
der Infrastruktur 
laufend bis 2030 
Der ÖPNV-Betrieb soll bis 2030 emmissionsfrei werden. Die 
Mehrkosten werden weitestgehend durch Fördermittel abgedeckt. Im 
Folgenden sind einige der nächsten konkreten Schritte skizziert: 
- Komplette Elektrifizierung der Linie 11 (Aufbau Ladeinfrastruktur, 
Beschaffung v. 10 Elektro-Gelenkbussen) bis 2021 
- Umrüstung des Bus-Depots und Bau von Ladestationen im 
Liniennetz (betriebsbereit sind 4 Schnellladepunkte, 5 Slow-Charger, 
1 Wasserstofftankstelle; im Bau sind  24 Depot Charger,  in Planung 
ist 1 Schnellladepunkt) 
- Einsatz von diversen Schnellladern, grünem Wasserstoff und einer 
stationärne Speicherbatterie sowie Ökostromnutzung für o.g. 
Ladepunkte 
- zukünftige Anpassung der Ladeleistung in Abhängigkeit von der 
Verfügbarkeit regenerativ erzeugten Stroms 
- Wasserstofftankstelle in Amelsbüren in Kooperation mit Westfalen 
AG bereits in Betrieb 
- 3 Wasserstoffbusse in Beschaffung 
- im Jahr 2021 Inbetriebnahme von drei Bussen 
SWM 1.250 
22 Stärkung des Energieträgers H2 in der 
Mobilität 
Beteilung am Förderaufruf 
Modellkommune Wasserstoff 
NRW 
k.A. 
Der Antrag zur Beteiligung am Modellvorhaben war im 
Vorauswahlverfahren erfolgreich. Die Federführung liegt beim Kreis 
Steinfurt und die SWM sind als Partner für den Bereich 
Sektorenkopplung und Mobilität eingebunden. 
SWM / 67 n.q. 
23 Attraktivierung ÖPNV Hiltrup on Demand 2020 
Einführung eines On-Demand Service für den ÖPNV im Stadtteil 
Hiltrup. Das Projekt wird vom Land NRW gefördert und die 
eingesetzten Fahrzeuge sollen in Abhängigkeit von der 
Marktverfügbarkeit emissionsfrei sein. 
SWM / 66 siehe 
Maßnahme 21 
24 Stärkung Sharing-Angebote und 
Umweltverbund 
Beteiligung an Stadtteilauto & 
Entwicklung Leihradsystem 2020 f 
Ausweitung der Kooperation zwischen Stadtwerken und 
Stadtteilauto über eine direkte Beteiligung der SWM, um u.a. Car- 
Sharing und ÖPNV stärker zu verknüpfen. 
Dies soll u.a. über den Aufbau eines Leihradsystems in Verbindung 
mit der Stadtwerke-PlusCard erfolgen. 
SWM / 66 n.q.

Lfd. 
Nr. 
Was? 
(Zielsetzung) 
Wie? 
(Maßnahme) 
Wann? 
(Umsetzung) Erläuterung und Entwicklungsfortschritt 
Zuständigkeit 
(Fachamt / 
Gesellschaft) 
potenzielle 
THG- 
Einsparung 
(t/a) 
25 Ausbau Elektromobilität 
Ausbau Ladeinfrastruktur & 
Dienstleistungen und Angeboten 
für Gewerbe / 
Wohnungswirtschaft 
k.A. 
Der Ausbau der öffentlichen Pkw-Ladeinfrastruktur im Stadtgebiet 
soll gezielt vorangetrieben werden. Für die Stärkung der 
Elektromobilität im Stadtgebiet insgesamt, sollen spezifische 
Dienstleistungen und Angebote für das Gewerbe und die 
Wohnungswirtschaft entwickelt werden. 
SWM 760 
26 
Erhöhung des Anteils Erneuerbarer 
Energien und Reduktion des CO 
2-
Ausstoßes 
Dienstleistungen und Angebote 
im Bereich PV für Haushalte und 
Gewerbe ausbauen (u.a. 
Mieterstrommodell) 
2020 ff 
Erweiterung des Leistungsspektrums der SWMS im Bereich der 
Planung, Errichtung und dem Betrieb von PV-Dachanlagen für 
private Haushalte; Gewerbe-/Industriebetriebe und 
Wohnungswirtschaft sowie Schwesterunternehmen im Stadtkonzern 
Derzeit in Projektpipeline: >2000 kWP. Als ein Baustein soll die 
Entwicklung und Etablierung eines Mieterstromodelles zur 
Förderung des Ausbaus von klimafreundlichen Wohngebäuden 
weiter vorangetrieben werden. 
SWM 210 
27 
Erhöhung des Anteils Erneuerbarer 
Energien und Reduktion des CO 
2-
Ausstoßes 
Ausbau von PV- 
Freiflächenanlagen 
kontinuierlich bis 
2030 
Realisierung von PV-Freiflächenanlagen entlang von 
Bundesfernstraßen (Autobahnen und Bundesstraßen) und 
Schienenwegen mit überregionaler Bedeutung: 
1. in vorbelasteten Gebieten (z.B. WEA-Standorte) 
2. in der Nähe von Gewerbegebieten 
3. in der Nähe von neuausgewiesenen Baugebieten 
SWM 190 
28 
Erhöhung des Anteils Erneuerbarer 
Energien und Reduktion des CO 
2-
Ausstoßes 
PV auf Neubauten und 
Bestandsgebäuden der SWMS k.A. 
Installation von PV-Dachanlagen bei Neubauten und 
Bestandsgebäuden der SWMS: Derzeit in Planung: 
- Neubau Parkdeck H (ca. 300 kWP) 
- Bestandsgebäude + Neubauten des Wasserwerksbetriebes 
(gesamt ca. 750 kWP) 
SWM 400 
29 
Erhöhung des Anteils Erneuerbarer 
Energien und Reduktion des CO 
2-
Ausstoßes 
Aktualisierung Wärme- und 
Kraftwerksstrategie 
kontinuierlich bis 
2030 
Aktualisierung der Wärme- und Kraftwerksstrategie mit dem Ziel, 
einen signifikant höheren Anteil erneuerbarer Energien im Nah- und 
Fernwärmedargebot zu erreichen. 
Dabei soll auch der Einsatz von Biogas in BHKW-Anlagen geprüft 
und in die Anwedung gebracht werden. 
SWM 360

Lfd. 
Nr. 
Was? 
(Zielsetzung) 
Wie? 
(Maßnahme) 
Wann? 
(Umsetzung) Erläuterung und Entwicklungsfortschritt 
Zuständigkeit 
(Fachamt / 
Gesellschaft) 
potenzielle 
THG- 
Einsparung 
(t/a) 
30 CO 2-Reduktion im Wärmenetz Optimierung und Modernisierung 
der Wärmenetze laufend 
Ausbau und Optimierung des Fernwärmenetzes durch: 
- Schaffung von Ringschlüssen, Erneuerung der 
Haupttransportleitung am östl. Ring, Schaffung neuer 
Hausanschlüsse im laufenden Ausbau 
- Analyse des Wärmenetzes mittels Thermografiebefliegung und 
Effizienzsteigerung durch höhere Rohrqualität (Dämmstufe 3 und 
Leckwarnsystem) im laufenden Ausbau 
- Konzeptentwicklung zur Absenkung der Rücklauftemperatur im 
Fernwärmenetz im Jahr 2020 
SWM 20 
31 SWMS CO2-Neutralität Einsatz von Ökostrom und CO 
2-
Kompensation seit 2019 
Einsatz von 100% Ökostrom (2019: 21,2 GWh) in 
Trinkwassergewinnung, Straßenbeleuchtung sowie in allen 
Liegenschaften (außer Kraftwerk). Darüber hinaus werden die 
verbleibenden Emissionen (außer Kraftwerk) durch Zertifikate 
neutral gestellt (2019: 14.719 Tonnen CO2). 
Des weiteren wird derzeit an der Einrichtung einer Online-Plattform 
zum CO2-Ausgleich für Privathaushalte und Gewerbe gearbeitet. 
SWM indirekt, da 
Kompensation 
32 CO 
2-Reduktion im Bereich Mitarbeiter- 
und dienstlicher Mobilität 
Ausbau von mobilem Arbeiten 
digitalen Konferenzen & Job-Rad 2020 
Die Digitalisierung von Kommunikations- und 
Abstimmungsprozessen soll intensiv vorangetrieben werden: 
- Vermehrt Videokonferenzen und Webinare nutzen 
- Neue Betriebsvereinbarung "Mobiles Arbeiten" mit erweiterten 
Möglichkeiten 
, im Homeoffice zu arbeiten 
- Schaffung von Infrastruktur für Homeoffice, Telefon- und 
Videokonferenzen im Rahmen von Zusammenarbeit.digital 
- Einführung eines Job-Rad-Modells, um CO2-reduziertes Pendeln 
zwischen Wohnort und Arbeitsstätte zu unterstützen 
(tariifvertragliche Zulassung nötig). 
SWM 30

Lfd. 
Nr. 
Was? 
(Zielsetzung) 
Wie? 
(Maßnahme) 
Wann? 
(Umsetzung) Erläuterung und Entwicklungsfortschritt 
Zuständigkeit 
(Fachamt / 
Gesellschaft) 
potenzielle 
THG- 
Einsparung 
(t/a) 
33  CO 2-Reduktion im IT-Bereich Digitalisierung am Arbeitsplatz 
und in der IT-Ausstattung 2020 
Die Digitalisierung am Arbeitsplatz und in der IT-Ausstattung sollen 
u.a. durch die folgenden technischen und organisatorischen 
Maßnahmen vorangetrieben werden: 
- Ausschalten der Monitore anstatt Standby zum Feierabend; Ecosia 
als Standardsuchmaschine einrichten 
- Beschaffung umstellen auf "Grüne IT" (green IT-Services; 
nachhaltig produzierte Hardware bevorzugen mit Ökolabel o.ä.) 
- Ausweitung des papierlosen Büros durch Umstellung auf neue 
Technologien (E-Mail-Nutzung ausweiten; Funktionen des neuen 
Personalausweises implementieren; Handytickets ausbauen) 
- Abbau der Einzelplatzdrucker auf ein Minimum; zentrale Drucker 
auf den jeweiligen Etagen einrichten 
SWM 20 
34 CO 
2-Reduktion durch Stärkung des ÖPNV Azubi NRW-Ticket und Jobticket September 2019 
Das NRW-Ticket für alle Auszubildenden der Stadtwerke wurde 
bereits 2019 eingeführt. Ebenfalls geplant ist die Durchführung eines 
Pilotversuchs zur Einführung des Jobtickets. 
SWM n.q. 
35 CO 2-Reduktion durch mehr 
Trinkwasserkonsum 
Informationskampagne 
klimaschonendes Leitungswasser k.A. 
Durchführung von Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit: Informationen 
zum CO2 
-Ausstoß beim Wasserkonsum und Aufzeigen von 
Einsparungspotentialen durch Leitungswasserkonsum. 
SWM siehe 
Maßnahme 3 
36 CO 2-Reduktion durch vertriebliche 
Maßnahmen 
Erhöhung Ökostromanteil bei 
Stadtwerkekunden 2021 CO 
2-Reduktion durch Erhöhung des Ökostromanteils der 
Stadtwerkekunden, auf 20 % bis Ende 2021 SWM indirekt, da 
Kompensation 
37 CO 2-Reduktion bei städtischer Mobilität 
Neuausrichtung des städtischen 
Mobilitätsmanagements unter 
Klimaschutzaspekten 
2020 ff. 
Erarbeitung eines Konzepts zur dienstlichen Mobilität mit einem 
Schwerpunkt auf einem klimafreundlichen städtischen 
Mobilitätsmanagement ist in Vorbereitung. Zu berücksichtigende 
Aspekte dabei wären u.a.: 
- PKW-Neuanschaffung (dezentral und über PKW- 
Kompetenzzentrum) nur noch als Elektro und Aufbau von E- 
Ladeinfrastruktur an allen städtischen Verwaltungsstandorten 
- CO
2-Kompensation von Dienstreisen (PKW-Fahrten und Flüge) 
und Verzicht auf Inlandsflüge für städtische Mitarbeiter und 
Ratsmitglieder 
- Fahrradbenutzungsgebot für innerstädtische Dienstfahrten und 
Ausstattung aller Verwaltungsstandorte mit Pedelecs 
Dez I 
10 25

Lfd. 
Nr. 
Was? 
(Zielsetzung) 
Wie? 
(Maßnahme) 
Wann? 
(Umsetzung) Erläuterung und Entwicklungsfortschritt 
Zuständigkeit 
(Fachamt / 
Gesellschaft) 
potenzielle 
THG- 
Einsparung 
(t/a) 
38 CO 2-Reduktion und nachhaltige Bewirtung 
im Kantinenbetrieb 
Einbindung von Anforderungen 
bzgl. regionaler und saisonaler 
Essenszubereitung bei 
Ausschreibung von Kantinen- 
Dienstleistungen 
2020 ff. 
Derzeit läuft die Umstellung des Wareneinkaufs der Städtischen 
Kantinen von Einzelkäufen auf Einjahres-Rahmenverträge. In die 
Bewertungskriterien werden Nachhaltigkeitsaspekte wie Regionalität 
und Saisonalität der Essenszubereitungen aufgenommen. 
Dez I 
10 
indirekt; 
außerhalb 
Systemgrenze 
39 CO 
2-Reduktion in der städtischen Post-/ 
Warendistribution 
Einsatz E-Lastenrad für den Post- 
/Warenaustausch zw. zentraler 
Poststelle und Stadthaus 1 
2021 
Aufbau eines Shuttles-Service mittels eines E-Lastenrades für den 
Post- und Warenaustausch zwischen Stadthaus 1 und der 
Fachstelle Expedition und Druck als Pilotmaßnahme. 
Bei positivem Verlauf kann eine Ausweitung des Konzepts 
angestrebt werden. 
Dez I 
10 > 1 
40 CO 
2-Reduktion und Steigerung der 
Nachhaltigkeit im IT-Bereich Beschaffung von Grüner IT laufend Die Themen Grüne-IT und Nachhaltigkeit werden bei der 
Beschaffung laufend berücksichtigt und intensiviert. 
Dez I 
Citeq 10 
41 Berufsverkehr reduzieren Heimarbeitsplätze für städtische 
Mitarbeiter laufend 
Der Ausbau von Heimarbeitsplätzen wird laufend vorangetrieben. 
Durch die neuen Anforderungen im Rahmen der Corona-Krise gibt 
es hierbei derzeit nochmal einen deutlichen Intensivierungsschub. 
Dez I 
Citeq 30 
42 Wegezeiten für Besprechungen einsparen Präsensveranstaltungen durch 
Videokonferenzen ersetzen 
laufend seit 
3/2020 
Insbesondere durch die neuen Anforderungen im Rahmen der 
Corona-Krise wird der Ausbau von Videkonferenzsystemen für die 
städtischen Arbeitsplätze deutlich intensiviert. 
Dez I 
Citeq 10 
43 Bürgerwege zur Verwaltung sparen Onlinedienste der Verwaltung 
ausbauen 
laufend seit 
3/2020 
Die Maßnahme befindet sich im laufenden Ausbau. Durch 
Beschluss des Corona-Krisenstabs wird der Ausbau einfacher 
Onlinedienste nochmal deutlich intensiviert. 
Dez I 
Citeq 10 
44 CO 
2-Reduktion (indirekt) im städtischen 
Finanzwesen Grüne Kredite k.A. Berücksichtigung von „Grünen Krediten"  bei der Aufnahme von 
Investitionskrediten durch die Stadt. 
Dez II 
20 
indirekt; 
außerhalb 
Systemgrenze 
45 CO 2-Reduktion (indirekt) im städtischen 
Finanzwesen Grüne Fonds k.A. Geldanlagen nur noch in nachhaltige Anlagen investieren ("grüne 
Fonds"), als Weiterentwicklung des Divestments. 
Dez II 
20 
indirekt; 
außerhalb 
Systemgrenze 
46 CO 2-Reduktion beim 
Ressourcenverbrauch (Papier / Transport) 
Digitalisierung 
Haushaltsbewirtschaftung und 
Steuervorgänge 
k.A. 
Umstellung aller Steuervorgänge auf digitale Aktenführung und 
Weiterentwicklung der digitalen Haushaltsbewirtschaftung für 
Vordrucke und Anträge.  
Dez II 
20 
indirekt; 
außerhalb 
Systemgrenze 
47 
Nachhaltigkeit und Klimaschutz als 
Grundsatz im städtischen Handeln 
etablieren 
Gemeinwohlökonomie k.A. 
Weiterentwicklung der Steuerung des städtischen Haushaltes 
anhand von Zielen und Kennzahlen der Nachhaltigkeit und der 
Gemeinwohlökonomie. 
Dez II 
20 n.q.

Lfd. 
Nr. 
Was? 
(Zielsetzung) 
Wie? 
(Maßnahme) 
Wann? 
(Umsetzung) Erläuterung und Entwicklungsfortschritt 
Zuständigkeit 
(Fachamt / 
Gesellschaft) 
potenzielle 
THG- 
Einsparung 
(t/a) 
48 
Erhöhung des Anteils Erneuerbarer 
Energien und Reduzierung des CO 
2-
Ausstoßes im Neubau sowie 
Berücksichtigung von 
Nachhaltigkeitaspekten 
Kriterienkatalog Klimaschutz- und 
Klimaanpassung in der 
Bauleitplanung umsetzen 
laufend 
Weiterentwicklung der Kriterien sowie schrittweise Einbindung und 
Anwendung in die Bauleitplanung in Abstimmung zwischen den 
beteiligten Fachämtern unter Berücksichtigung von 
Kriterienkonkurenzen. Der Katalog umfasst Aspekte wie:  
Energiekonzeptvorgabe für neu zu entwickelnde Gebiete mit 
energetischen Anforderungen, Ausrichtung der Baukörper - 
Kaltluftbahnen, Grün-/ Freiraumkonzept/ Biodiversität, 
wassersensible Stadtentwicklung, Gründachvorgabe, Verbot von 
Stein/Schottergärten, etc. 
Dez III 
61 380 
49 CO 
2-Reduktion durch Stärkung des 
Umweltverbunds im Bereich Mobilität 
Ausweisung autofreier Straßen 
bzw. -Quartiere als Pilot wird geprüft 
In Abhängigkeit von der Lage im Stadtgebiet und der Qualität der 
funktionalen und verkehrlichen Erschließung wird die Möglichkeit bei 
künftigen Projekten geprüft. Denkbar ist hierbei bspw. 1 Jahr im 
Rahmen eines Piloten den Prozess intensiv zu begleiteten und evtl. 
vorab über einen Quartiers-Wettbewerb zu ermitteln. 
Dez III 
61 n.q. 
50 Reduktion der CO 2-Emissionen in 
zukünftigen Baugebieten 
Modellquartier als PlusEnergie- 
Siedlung ausloben im 
städtebaulichen Wettbewerb 
2021 Für einen Teil des 4xW-Quartiers in Nienberge-Feldstiege ist die 
Ausweisung als PlusEnergie-Siedlung vorgesehen. 
Dez III 
61 90 
51 CO 
2-Reduktion durch Erhöhung der 
Sanierungsquote 
Umsetzung der 
Thermografiebefliegungen 2020 f 
Mittels Thermografiebefliegungen sollen energetische 
Sanierungspotenziale von vornehmlich Wohngebäuden aufgedeckt 
werden. Die Eigentümer sollen hierzu intensiv beraten werden. 
Dez III 
62 30 
52 CO 
2-Reduktion durch Stärkung des 
Umweltverbunds im Bereich Mobilität 
Ausweisung und Ausbau von 
Fahrradstraßen laufend 
Der Ausbau von Fahrradstraßen soll laufend ausgeweitet und 
intensiviert werden. Konzeptionelle Grundlagen und begleitende 
Maßnahmen hierfür sind u.a.: 
Masterplan Mobilität 2035+ 
Radverkehrskonzept 2025 
Nahverkehrsplan Münster 
Reaktivierung WLE 
Einrichtung von Busspuren an großen Einfallstraßen 
Ausbau der Velorouten 
Dez III 
66 210 
53 Reduktion des Energieverbrauchs bei der 
Straßenbeleuchtung 
Anwendung von innovativen 
Straßenbeleuchtungssystemen 
und Umrüstung auf LED 
laufend 
Der Einsatz von adaptiven Beleuchtungssystemen soll getestet und 
bei positiven Erfahrungen in flächendeckendere Anwendung gehen. 
Darüber hinaus sollen Beleuchtungskonzepte entwickelt werden und 
perspektivisch die vollständige Umstellung auf LED-Beleuchtung 
erfolgen. 
Dez III 
66 / SWM 150

Lfd. 
Nr. 
Was? 
(Zielsetzung) 
Wie? 
(Maßnahme) 
Wann? 
(Umsetzung) Erläuterung und Entwicklungsfortschritt 
Zuständigkeit 
(Fachamt / 
Gesellschaft) 
potenzielle 
THG- 
Einsparung 
(t/a) 
54 CO 2-Reduktion und Ressourcenschonung 
beim Asphaltbau 
Durchführung von Pilotstrecken 
mit erhöhtem RC-Anteil und als 
Warmmix-Asphalt 
2020 
Ausführung von insgesamt sechs Pilotstrecken im Straßenbau im 
Zuge der Sanierung von Wirtschaftswegen. Hier wird zum einen der 
RC-Anteil erhöht und zum anderen die Asphalttemperatur 
herabgesetzt. Die Baudurchführung der Pilotstrecken ist 
abgeschlossen. Im Nachgang werden die Bauweisen durch 
erweiterte Laborprüfungen evaluiert. 
Dez III 
66 
indirekt; 
außerhalb 
Systemgrenze 
55 CO 
2-Reduktion in der 
Abwasserbehanldung 
Energetische Optimierung von 
Kläranlagen laufend 
Bei der Planung und dem Betrieb von Kläranlagen wird verstärkt auf 
energeitsche Optimierung der Verfahren gesetzt - bspw. über den 
Einsatz von Thermodruckhydrolyse zur vermehrten Gaserzeugung, 
den Einsatz energiesparender Maschinen und Verfahren, etc. 
Dez III 
66 70 
56 CO 
2-Reduktion in der 
Abwasserbehanldung 
Einführung eines 
Energiemanagement 2022 
Es wird ein Energiemanagementsystem auf den Grundlagen der DIN 
EN ISO 14001 und 50001 eingeführt. Darüber hinaus ist eine 
flächendeckendere Installation von Energieverbrauchsmessgeräten 
an den Abwasseranlagen zu Monitoring- und 
Energieverbrauchsoptimierungszwecken vorgesehen. 
Dez III 
66 35 
57 C0 
2-Reduktion und Ressourcenschonung Ausbau von EE-Anlagen la ufend Prüfung und Installation weiterer Anlagen zur Gewinnung von 
Energie (Photovoltaik, Windkraft, Wärmerückgewinnung, etc.) 
Dez III 
66 3
58 CO 
2-Reduktion und Steigerung der 
Nachhaltigkeit bei der Beschaffung 
Arbeits-/Dienst- 
/Unfallschutzkleidung nach 
Nachhaltigkeitsaspekten 
2021 
Für die Zukunft ist eine vollständige nachhaltige, klimafreundliche 
und ökologische Beschaffung von Arbeits-/Dienst- 
/Unfallschutzkleidung vorgesehen. 
Dez III 
66 
indirekt; 
außerhalb 
Systemgrenze 
59 CO 
2-Reduktion und nachhaltige Bewirtung 
im Kantinenbetrieb 
Einbindung von Anforderungen 
bzgl. regionaler und saisonaler 
Essenszubereitung bei 
Ausschreibung von Kantinen- 
Dienstleistungen 
laufend 
Die Leistungsverzeichnisse zu den vergaberechtlich notwendigen 
Ausschreibungen der Mittagsverpflegung an Schulen beinhalten 
bereits die Aufforderung an die Anbieter, bevorzugt saisonale und 
regionale Produkte zu nutzen. 
Dez IV 
40 
indirekt; 
außerhalb 
Systemgrenze 
60 CO 
2-Reduktion durch Information und 
Sensibilisierung von SchülerInnen 
Durchführung von Klimaschutz- 
und Klimawandelbildungs 
- und 
Informationsangeboten im 
schulischen Betrieb 
k.A. 
Es wird zukünftig in geeigneter Weise an die Schulleitungen 
herangetreten - 1 mal jährlich bspw. eine Klimaschutzwoche in den 
Schulen zu organisieren. Das Amt für Immobilienmanagement 
koordiniert bereits seit Jahren Klimaschutzbildungsangebote für die 
Schulen. Beide Vorhaben werden koordiniert und miteinander 
abgeglichen. 
Dez IV 
40 
siehe 
Maßnahme 18

Lfd. 
Nr. 
Was? 
(Zielsetzung) 
Wie? 
(Maßnahme) 
Wann? 
(Umsetzung) Erläuterung und Entwicklungsfortschritt 
Zuständigkeit 
(Fachamt / 
Gesellschaft) 
potenzielle 
THG- 
Einsparung 
(t/a) 
61 CO 2-Reduktion bei städtischem 
Gebäudebetrieb 
Ersatz von Gerätschaften mit 
Verbrennungsmotor 2021 ff 
Bei Neubeschaffungen werden die Gerätschaften bereits seit einiger 
Zeit sukzessive ersetzt. 
Dabei werden Geräte mit Verbrennungsmotor (Laubbläser, 
Freischneider, Räumgeräte etc.) auf leistungsgleiche Geräte mit 
Akkubetrieb bei verkürzten Abschreibungszyklen für 
Hausmeistertätigkeiten an Schulen eingesetzt. Die Geräte sind 
leiser und energetisch effizienter und bieten damit einen hohen 
Synergieeffekt. 
Dez IV 
40 < 1 
62 CO 
2-Reduktion und nachhaltige Bewirtung 
im Kantinenbetrieb 
Einbindung von Anforderungen 
bzgl. regionaler und saisonaler 
Essenszubereitung bei 
Ausschreibung von Kantinen- 
Dienstleistungen 
k.A. 
Bei künftigen Ausschreibungen des Kita-Caterings sollen regionale 
und saisonale Aspekte berücksichtigt werden. Aufgrund des hohen 
Aufwands in der Umstellung des Ausschreibungssystem kann 
aufgrund mangelnder personeller Ressourcen die Umsetzung 
derzeit noch nicht direkt aufgegriffen bzw. umgesetzt werden. 
Dez IV 
51 
indirekt; 
außerhalb 
Systemgrenze 
63 CO 
2-Reduktion durch Information und 
Sensibilisierung von BürgerInnen 
Integration von Klimaschutz- und 
Klimawandelbildungs- und 
Informationsangeboten in den 
Büchereien 
laufend 
Es werden bereits verschiedene Maßnahmen zur Integration von 
Klimaschutz- und Klimawandelbildungsangeboten in der städtischen 
Büchereien angeboten und weiterentwickelt. 
Dez V 
42 
siehe 
Maßnahme 3, 
4, 5 
64 CO 
2-Reduktion durch Information und 
Sensibilisierung von BürgerInnen 
Intensivierung und Ausweitung 
der Beratung finanzschwacher 
Haushalte 
laufend und ab 
IV/2020 
Der "Stromsparcheck" (Energieberatung und Förder- und 
Unterstützungsprogramm) wird seit Jahren und auch weiterhin 
erfolgreich für finanzschwache Haushalte von der "Gemeinnützige 
SKM GmbH Münster" durchgeführt. 
Der Stromsparcheck soll in Zukunft darüber hinaus auch allen 
Münster-Pass-Inhabern angeboten werden. 
Dez V 
50 10 
65 CO 
2-Reduktion durch Information und 
Sensibilisierung von BürgerInnen 
Durchführung/Anwerbung eines 
Klimaschutztheaterstücks 2020 ff 
Grundsätzlich wird die Aufführung eines "Klimaschutztheaterstücks" 
positiv gesehen und bei kommenden Planungen berücksichtigt. 
Dies wird aber auch von der Wiederöffnung der Theater i.Z.m. 
Corona abhängig sein. 
Dez V 
Theater 
siehe 
Maßnahme 3, 
4, 5 
66 CO 
2-Reduktion durch effizientere 
Beleuchtung 
energetische/r Sanierung/Ersatz 
sämtlicher Beleuchtungssysteme 4. Quartal 2022 
Die Beleuchtung des Stadt-Museums wird vollständig auf LED 
umgestellt. Dadurch wird gleichzeitig ein hoher Anteil an Abwärme 
reduziert, die durch die Klimaanlage des Museums dann nicht mehr 
heruntergekühlt werden muss, so dass insgesamt ein hoher 
Energieeinsparungseffekt zu erwarten ist. 
Dez V 
45 
siehe 
Maßnahme 17 
67 
Erhöhung des Anteils Erneuerbarer 
Energien und Reduzierung des CO 
2-
Ausstoßes im Neubau 
PV bei Neubau 
überwiegend 
bereits 
umgesetzt 
Der Ausbau von Photovoltaik wird grundsätzlich forciert. Hierfür wird 
mit den Stadtwerken Münster eine Kooperation angestrebt - die 
Gespräche hierzu laufen. 
W+S 120

Lfd. 
Nr. 
Was? 
(Zielsetzung) 
Wie? 
(Maßnahme) 
Wann? 
(Umsetzung) Erläuterung und Entwicklungsfortschritt 
Zuständigkeit 
(Fachamt / 
Gesellschaft) 
potenzielle 
THG- 
Einsparung 
(t/a) 
68 
Erhöhung des Anteils Erneuerbarer 
Energien und Reduzierung des CO 
2-
Ausstoßes im Neubau 
Neubauten im KfW55 Standard 
entwickeln laufend Zukünftige Neubauten werden nach dem KfW55-Standard 
entwickelt. W+S n.q. 
69 CO 
2-Reduktion durch Erhöhung der 
Sanierungsquote 
energetische 
Sanierungsoffensive im Bestand laufend 
Der Wohnungsbestand der Wohn+Stadtbau ist bereits zu einem 
Anteil größer als 50 % energetisch saniert. Jährlich investiert die W 
+ S in energetische Maßnahmen. Dies soll nach Möglichkeit auch 
weiter ausgebaut und intensiviert werden. Rand- und 
Nebenbedinung dabei ist inbesondere das Sanierungsbudget. 
W+S 100 
70 CO 
2-Reduktion im Bereich Mobilität 
Anwendung von innovativen 
Mobilitätskonzepten in den 
Konversionsquartieren 
laufend 
Für Quartiersentwicklungen wie z.B. Oxford ist die W+S Vorreiter bei 
der Entwicklung von Mobilitätskonzepten. Ziel der Konzepte ist die 
Schaffung von alternativen Mobilitätsangeboten im Quartier, wie 
verbesserte Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, Lastenräderverleih, 
Car-Sharing etc. Zudem werden Strukturen für die alternative 
Mobilität (z.B. E-Ladeseäulen, Paket- und 
Fahrradreparaturstationen) geschaffen die Mieter entsprechend 
involviert. 
Zudem werden großzügigere Fahrradstellplätze errichtet, um die 
Nutzung des Fahrrades intensiv zu unterstützen. 
W+S 60 
71 C0 
2-Reduktion durch Reduzierung des 
Energieverbrauchs 
Umstellung der 
Parkhausbeleuchtung auf LED 2020 ff 
Die Leuchten in den städtischen Parkhäusern sollen schrittweise 
durch moderne und energieeffiziente LED-Leuchten ersetzt werden -  
teilweise ist dies auch bereits erfolgt. Insbesondere das Parkhaus 
am Aegidiimarkt weist hierbei ein hohes Einsparpotenzial auf. 
WBI 70 
72 CO2-Reduzierung in der Abfallwirtschaft Abfallwirtschaftskonzept 2016 laufend Optimierung der Abfallwirtschaft unter dem Aspekt des 
Klimaschutzes bei den Abfallwirtschaftsbetrieben Münster. AWM 
indirekt; 
außerhalb 
Systemgrenze 
73 CO2-Reduktion durch Reduktion des 
Energieverbrauchs 
Einführung eines 
Energiemanagementsystems und 
Energieaudits 
2020-2021 
Flächendeckende Installation von Energieverbrauchsmessgeräten in 
alles Anlagen und Gebäuden der AWM zur Optimierung und 
Steuerung des Energieverbrauchs. Ergänzend dazu werden 
Energieaudits durchgeführt mit dem Ziel die 
Energieeinsparpotenziale aufzudecken und zu nutzen. 
AWM 4

Lfd. 
Nr. 
Was? 
(Zielsetzung) 
Wie? 
(Maßnahme) 
Wann? 
(Umsetzung) Erläuterung und Entwicklungsfortschritt 
Zuständigkeit 
(Fachamt / 
Gesellschaft) 
potenzielle 
THG- 
Einsparung 
(t/a) 
74 CO2-Reduktion durch effizientere 
Beleuchtung 
Energetische Sanierung 
sämtlicher Beleuchtungs-systeme 2020-2024 
Nach dem Umbau der Kfz-Werkstatt, eines Recyclinghofes und der 
Rotehalle sollen auch weitere Bestandsgebäude und Standorte der 
AWM auf die LED-Beleuchtungssysteme umgerüstet werden. 
Ebenfalls erfolgt die Umstellung der Beleuchtungssysteme im 
Bereich der MRA auf LED Technik (Außengelände, Umschlaghalle, 
Annahmehalle Restmüll, Sortierung Restmüll, Annahmehalle 
Biomüll, Sortierung Biomüll, OWS, Rottehalle, Lüftergang 
Rottehalle, Feinaufbereitung Kompost). 
AWM 2
75 CO2-Reduktion durch Nutzung von EE Weiterer Ausbau von EE- 
Anlagen (Fokus PV) 2020-2027 
Inbetriebnahme weiterer EE-Anlagen: 
- auf dem Standort Rösnerstraße (Altbau Verwaltungsgebäude, 
Fahrzeughalle, PKW Unterstand) mit einer Gesamtleistung von 120- 
150 kWp (2020-2025) 
- Installation von weiteren PV-Analgen auf Rottehalle, 
Restmüllsortierhalle, Umschlaghalle, Werkstatt EZM (2020-2027) 
- Auf der ZDM II betreiben die SWM eine 1 MW PV-Anlage. Diese 
Anlage soll um rd. 700 kWp erweitert werden (2022) 
- CO2-Reduktion durch die Eigenstromerzeugung aus 100% 
regenerativen Energieträgern. Damit werden die 
Entsorgungsanlagen im Entsorgungszentrum Münster und die 
Hauptkläranlage fast vollständig mit Eigenstrom versorgt (laufend) 
SWM / AWM 
siehe 
Maßnahme 26 
+ 27 
76 CO2-Reduktion im Bereich Mobilität 
Umstellung der Fahrzeugflotte 
auf alternative Antriebe und 
Ausbau E-Ladeinfrastruktur 
laufend 
Im Mobilitätsbereich sind zahlreiche Maßnahmen geplant: 
- PKW-Flotte zu 95% umgestellt; klein Transporter und Transporter 
zur 50% umgestellt; Laufender Ersatz der konventionellen 
Fahrzeuge und Arbeitsmaschinen durch elektro- oder 
wasserstoffangetriebene Fahrzeuge (Nach Marktverfügbarkeit) 
- Ausbau der Ladeinfrastruktur mit möglichst hohem Anteil der 
Stromnutzung aus eigenen regenerativen Quellen 
- Kontinuierlicher Umstellung der Abfallsammelfahrzeuge auf 
alternative Antriebe (nach Marktverfügbarkeit) 
- Einsatz von e-Bikes in der Straßenreinigung, Transporterfuhrpark 
zur ca. 40% umgestellt, Beschaffung fünf weiterer E-Kehrmaschinen 
(2020) 
- Fahrrad-/Pedelecnutzungsangebot für innerstädtische 
Dienstfahrten (2020) 
- Ersatz eines Dieselumschlagbaggers durch ein E-Umschlagbagger 
(Zweischichtbetrieb); Stromerzeugung durch eigenes BHKW (2021-
2023) 
AWM 70

Lfd. 
Nr. 
Was? 
(Zielsetzung) 
Wie? 
(Maßnahme) 
Wann? 
(Umsetzung) Erläuterung und Entwicklungsfortschritt 
Zuständigkeit 
(Fachamt / 
Gesellschaft) 
potenzielle 
THG- 
Einsparung 
(t/a) 
77 CO2-Reduktion im Anlagen- und 
Gebäudebetrieb 
Elektrifizierung von Anlagen und 
Geräten, Nutzung von Abwärme 
und Brauchwasseraufbereitung, 
Energiestandards im Neubau 
2020-2023 
Im Gebäudebereich und Anlagenbetrieb werden zahlreiche 
Maßnahmen angestoßen: 
- Einsatz von elektrischer Trommelsiebanlage und Windsichter im 
Bereich der Kompostierung am EZM 
- Brauchwasseraufbereitung und Nutzung von Regenwasser am 
Waschplatz MRA (2020) 
- Neubau des Verwaltungsgebäudes an der MRA nach neusten 
Energiestandards (2021-2023) 
- Warmwasseraufbereitung und Heizung diverser Gebäude und 
Anlagen mit Nahwärme aus eigenem BHKW 
- Installation von Solarpapierkörben mit Pressfunktion zur 
Verlängerung der Leerungsintervalle. Dadurch Verringerung der 
Entleerungstouren 
- Sämtliche benzingetriebenen Freischneider/Trimmer werden durch 
elektrische Geräte ersetzt 
AWM 20

Lfd. 
Nr. 
Was? 
(Zielsetzung) 
Wie? 
(Maßnahme) 
Wann? 
(Umsetzung) Erläuterung und Entwicklungsfortschritt 
Zuständigkeit 
(Fachamt / 
Gesellschaft) 
potenzielle 
THG- 
Einsparung 
(t/a) 
78 CO 2-Reduktion, Ressourcenschutz und 
Abfallvermeidung bei den Bürgern 
Durchführung von Maßnahmen 
zu digitalen Bildungsangebote, 
Öffentlichkeitsarbeit, Information 
und Sensibilisierung 
laufend 
Im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, Information und Sensibilisierung 
werden zahlreiche Maßnahmen und Aktivitäten durchgeführt - 
besonders hervorzuheben sind: 
- Anpassung und Weiterentwicklung erlebnisorieintierter 
Bildungskonzepte an klimaschutzrelevante Themen und Ausrichtung 
an den SDG's (z. B. Deponie-Erlebnispfad, Klimaschutz macht 
Schule) 
- Ausbau und Intensivierung der Netzwerkarbeit (z. B. fairTEiLBAR, 
Leihothek, Hansaforum) und Förderung bürgerschaftlichen 
Engagements (z. B. Sauberes Münster) 
- Intensivierung der Aufklärung- und Öffentlichkeitsarbeit und 
Stärkung des Netzwerks zur Förderung der Umsetzung von 
Mehrweglösungen, z.B. auf (Groß)-veranstaltungen oder dem 
Münsteraner Wochenmarkt 
- August/September/Oktober 2020: Schwerpunkt "Abfallvermeidung" 
(Plakatkampagne, Bürgerzeitung, Aktionen, etc.) 
- Öffentlichkeitsarbeit zur richtigen Bioabfalltrennung, Kampagne 
"Aktion Biotonne Münster", Biotonnenkontrollen 
- "Give Boxen" an den Recyclinghöfen: BürgerInnen können noch 
gut erhaltenen Gegenstände abgeben, die dann kostenfrei von 
anderen Nutzen mitgenommen werden können. Ausweitung des 
Projekts aufs Stadtgebiet ist geplant. 
- unter www.awm-tauschmarkt.de können Bürgerinnen und Bürger 
gut erhaltene Dinge zum Tauschen oder Verschenken anbieten 
AWM siehe 
Maßnahme 4 
Bezeichnungen: 
Dez - jeweiliges Dezernat 61 - Stadtplanungsamt 
10 - Personal- und Organisationsamt 62 - Vermessungs- und Kata steramt 
20 - Amt für Finanzen und Beteiligungen 64 - Amt für Wohnung swesen und Quartiersentwicklung 
23 - Amt für Immobilienmanagement 66 - Amt für Mobilität und T iefbau 
40 - Amt für Schule und Weiterbildung 67 - Amt für Grünflächen,  Umwelt und Nachhaltigkeit 
42 - Stadtbücherei Citeq - interner IT-Dienstleister 
45 - Stadtmuseum W+S - Wohn+Stadtbau 
50 - Sozialamt SWM - Stadtwerke Münster GmbH 
51 - Amt für Kinder, Jugendliche und Fam. AWM - Abfallwirtschaftsbetriebe Münster

Berichtsvorlage

11872 Zeichen

V/0738/2020 
V/0738/2020 
 
 
Öffentliche Berichtsvorlage 
Betrifft 
 
Bericht zum Umsetzungstand von Maßnahmen und Projekten für die angestrebte Klimaneutralität 
der Stadt Münster 2030 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   18.08.2020 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen Bericht 
   26.08.2020 Haupt- und Finanzausschuss Bericht 
   26.08.2020 Rat Bericht 
 
 
Bericht: 
 
 
1. Anlass für den Bericht 
In der Ratssitzung vom 11.12.2019 wurde das Handlungsprogramm Klimaschutz 2030 zusammen mit 
einem Finanzpaket im Umfang von mehr als 40 Mio. Euro für die Jahre 2020 bis 2023 verabschiedet. 
Auf Basis dieser Grundlage und vor dem Hi ntergrund, dass es grundsätzlich einer fortlaufenden I n-
tensivierung der kommunalen Klimaschutzaktivitäten bedarf – insbesondere vor dem Hintergrund 
einer angestrebten Klimaneutralität bis 2030 – hat der Verwaltungsvorstand Anfang des Jahres b e-
schlossen dem Rat der Stadt Münster einen Bericht zum Umsetzungsstand, dem Fortschritt und der 
thematischen Fokussierung der Klimaschutzaktivitäten innerhalb der einzelnen Fachämter und G e-
sellschaften der Stadtverwaltung vorzulegen. 
 
 
2. Masterplan 100 % Klimaschutz 
Im Jahr 2017 wurde auf Basis des 2010 beschlossenen Klimaschutzkonzeptes 2020 mit dem Master-
plan 100% Klimaschutz ein umfassendes Konzept einschließlich detaillierter Potenzialanalysen und 
der Darstellung von verschiedenen Szenarien für eine Klimaneutralit ät bis zum Jahr 2050 erarbeitet 
und vom Rat beschlossen (V/0689/2017). Zentrales Element des Masterplans ist die darin erarbeitete 
Klimaschutzstrategie für die Stadt Münster. Die Strategie formuliert Leitlinien und Leitplanken über 
alle Handlungsfelder des  kommunalen Klimaschutzes hinweg und bildet damit den Überbau für alle 
Klimaschutzaktivitäten der Stadt Münster.  
 
Natürlich wurden die bestehenden Konzepte weiterhin parallel umgesetzt und zahlreiche ganz ko n-
krete Maßnahmen und Aktivitäten weiter ausgebaut und in die Wege geleitet – ein paar zentrale Bei-
spiele seien an dieser Stelle genannt: 
Amt für Grünflächen, Umwelt 
und Nachhaltigkeit 
 
03.08.2020 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in: 
Herr Schütte 
Telefon: 492-6851 
SchuetteJ@stadt-
muenster.de

- 2 - 
V/0738/2020 
- Aufbau und fortlaufende Weiterentwicklung sowie Aufstockung des Förderprogramms zur 
Energieeinsparung und Altbausanierung 
- Gewinnung von über 100 Unternehmen für Münsters Allianz für Klimaschutz 
- Aufstockung und Weiterentwicklung der Startberatung Energieeffizienz für Unternehmen 
- Ausbau und Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit für den Klimaschutz 
- Jährliche Durchführung von Solarkampagnen zur Information und Beratung 
- Weiterentwicklung des Bürgerpakts „Münster packt´s“ zu „Münsters KlimaMischpoke“ 
- Durchführung eines Reallabors für klimafreundliche Entscheidungen in Haushalten 
- Ausbau von zahlreichen Fahrradstraßen im Stadtgebiet 
- Entwicklung und Umsetzung eines Förderprogramms für Lastenräder 
- Energetische Sanierung von städtischen Gebäuden und Ausbau der PV - Nutzung 
- Fortlaufende Elektrifizierung des städtischen Fuhrparks mit Bundes- und Landesmitteln 
Mit all diesen Maßnahmen, die einen Einblick in die Aktivi täten geben, aber bei weitem nicht a b-
schließend zu verstehen sind, konnte die Stadt in den von ihr beeinflussbaren Bereichen einen nicht 
unwesentlichen Anteil zur CO 2-Reduktion innerhalb der städtischen Gesamtbilanz beitragen. Insg e-
samt konnten die städtis chen CO 2-Emissionen in den letzten 12 Jahren im Schnitt um ca. 1,5 Pr o-
zentpunkte bzw. ca. 36.000 Tonnen pro Jahr reduziert werden – die Gesamtreduktion, gemessen am 
Ausgangswert von 1990 beläuft sich bis 2018 auf knapp 26% (Sachstands - und CO 2-Bilanzbericht 
V/0021/2019). 
 
Aufbauend auf der Klimaschutz-Strategie des Masterplan 100% Klimaschutz wurde gemäß o.g. Rats-
beschluss von der Verwaltung ein maßnahmenorientiertes Handlungsprogramm für den Klimaschutz 
2030 erarbeitet. Dies erfolgte 2019 mit gutachterlicher Unterstützung (GERTEC GmbH – Essen, Jung 
Stadtkonzepte – Köln, IFEU - Heidelberg) und unter Beteiligung der zentralen Fachämter und Toc h-
tergesellschaften der Stadt Münster.  
Insgesamt ist das Handlungsprogramm 2030 - wie bereits das Handlungskonzept 202 0 – nicht sta-
tisch festgeschrieben, sondern es ist als eine Grundlage für einen Prozess zu verstehen, in dem das 
Programm fortlaufend weiterentwickelt und fortgeschrieben wird, um auch über die Maßnahmen hin-
aus weitere Entwicklungen und Erkenntnisse in den  kommenden Jahren zuzulassen und aufzune h-
men und damit auf die sich stets ändernden Rahmenbedingungen, sowohl stadtinterner als auch e x-
terner Herkunft, reagieren zu können. 
 
 
3. Beschluss zum Klimanotstand 
 
Begleitet wurde der Prozess zur Erarbeitung des Handlungsprogramms von nationalen und internati-
onalen gesellschaftlichen Diskussionen um die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse rund um 
den Klimawandel und den Forderungen der Fridays -for-Future Bewegung, dass der Klimaschutz 
schneller und intensiver vorangetrieben werden muss. 
Der Rat der Stadt Münster und die Stadtverwaltung griffen diese Entwicklung proaktiv auf. Der Rat 
verabschiedete in einem ersten Schritt den Klimanotstand und setzte damit ein Zeichen, dass die 
bisherige erfolgreiche städtische Klimapolitik weiterentwickelt werden muss und, dass die Eindä m-
mung des Klimawandels in der städtischen Politik eine hohe Priorität besitzt und bei allen Entsche i-
dungen grundsätzlich zu beachten ist (Klimanotstand V/0482/2019). Erweitert wurde der Klimano t-
stands-Beschluss mit dem Beschluss zum Handlungsprogramm Klimaschutz 2030 dahingehend, 
dass die Stadt Münster alsbald – möglichst bis 2030 – klimaneutral werden soll (V/0770/2019/1). 
 
Mit dem Beschluss zum Handlungsprogramm Klimaschutz 2030 wurden Finanzmittel im Umfang von 
mehr als 40 Mio. Euro für die Jahre 2020 bis 2023 zusätzlich zu den bereits im Haushalt veranschlag-
ten Mitteln bereitgestellt. Die Bereitstellung dieser Finanzmittel sind eine konsequente Schlussfolg e-
rung aus den gefassten Beschl üssen zum Klimanotstand und zur Klimaneutralität und stellen eine 
deutliche Stärkung des kommunalen Klimaschutzes dar.

- 3 - 
V/0738/2020 
4. Stand der Maßnahmen 
 
Auf Basis der Grundlage des o.g. Handlungsprogramm und wie unter „1. Anlass für den Bericht“ e r-
läutert hat die Verwaltung die bestehenden Klimaschutzmaßnahmen aus den Fachämtern und Toc h-
tergesellschaften gesammelt, begutachtet  und soweit möglich i hr CO 2-Reduktionspotenzial quantifi-
ziert. 
 
In der Anlage 1 sind die Projekte und Maßnahmen als Übersicht zusammengestellt, wobei die mei s-
ten Maßnahmen als Bestandteil und Konkretisierung des Handlungsprogramm Klimaschutz 2030 zu 
verstehen sind. Hierbei ist anzumerken, dass die Zusammenstellung kein en Anspruch auf Vollstä n-
digkeit hat und lediglich einen Einblick in einzelne Bereiche darstellt. Anhand der Art der Maßnahmen 
und der Beschreibungen lässt sich auf den aktuellen Entwicklungsstand schließen und erkennen in 
welchen Bereichen und anhand welch er Themen derzeit ein Fokus innerhalb der Stadtverwaltung 
liegt. Es wird deutlich, dass viele Maßnahmen und Aktivitäten bereits seit längerer Zeit in der fortla u-
fenden Umsetzung und Weiterentwicklung sind. Auch lässt sich erkennen, dass nicht alle Fachämte r 
und Gesellschaften gleichermaßen berücksichtigt sind, was unter anderem damit zusammenhängt, 
dass die jeweiligen Handlungsspielräume unterschiedlich ausgeprägt sind. So haben beispielsweise 
das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit oder das Amt für Immobilienmanagement sowie 
die Stadtwerke Münster GmbH einen größeren Handlungs- und Gestaltungsspielraum im Hinblick auf 
den Klimaschutz, als beispielsweise das Sport - oder Sozialamt sowie die Westfälische Bauindustrie 
(WBI). 
 
Insgesamt lässt sich zus ammenfassen, dass an sehr vielen Stellen innerhalb der Stadtverwaltung 
und ihrer Tochtergesellschaften das Thema Klimaschutz immer stä rker verankert ist und  dass insbe-
sondere auch durch die o.g. politischen Beschlüsse aus 2019 der städtische Klimaschutz no chmal 
einen deutlichen Schwung erhalten hat. Als ausgewählte positive Beispiele, die auch direkte und 
maßgebliche CO 2-Reduktionspotenziale entfalten, seien an dieser Stelle folgende Maßnahmen g e-
nannt: 
 
- PV-Gebot in Grundstückskaufverträgen (ca. 1.100 t/a) 
- Öffentlichkeitsarbeit, KlimaMischpoke und Reallabore (ca. 1.400 t/a) 
- Weiterentwicklung Wärmedämmstandards Wohngebäude (ca. 450 t/a) 
- Förderprogramm Klimafreundliche Wohnbebäude (ca. 1.000 t/a) 
- Weiterentwicklung der städtischen Gebäudeleitlinien (ca. 1.000 t/a) 
- Umstellung der ÖPNV-Flotte auf E-und H2-Mobilität (ca. 1.250 t/a) 
Weitere Maßnahmen mit geringerer CO 2-Reduktion bzw. indirekter Wirkung aber mit hoher Auße n-
wirksamkeit: 
 
- Ausbau von Digitalisierung im Stadtkonzern zur Wegereduzierung (ca. 100 t/a) 
- Plus-Energie-Siedlung Nienberge-Feldstiege mit Plangröße 100 WE (90 t/a) 
- Berücksichtigung von Klimaschutzaspekten bei Kantinenbewirtschaftung (indirekte Wir-
kung) 
- Klimaneutraler Waldfriedhof Lauheide (35 t/a) 
- Weiterentwicklung des Divestments durch Grüne Kredite und Grüne Fonds (indirekte Wir-
kung) 
Die o.g. genannten Maßnahmen befinden sich zum Teil noch in der Entwicklung und bedürfen weit e-
rer politischer Beschlüsse – sie alle weisen aber ein hohes Einsparpotenzial auf oder haben eine 
weitreichende positive Außenwirksamkeit. 
 
Die CO2-Quantifizierung betreffend wurde bei vielen Maßnahmen auf die gutachterlichen Ansätze aus 
dem Handlungsprogramm Klimaschutz 2030 zurückgegriffen, bei einigen weiteren wurden eigene 
Berechnungsansätze und Annahmen zu Grunde gelegt. Ein ige wenige Maßnahmen entfalten eine

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V/0738/2020 
Reduktion außerhalb der Bilanzgrenze der Stadt Münster und wirken damit indirekt.  Grundsätzlich ist 
anzumerken, dass die Quantifizierungen überwiegend auf Annahmen beruhen und somit nur eine 
grobe Größenordnung an Einsparungen darstellen können. 
 
 
5. Ausblick 
 
In Vorbereitung befinden sich darüber hinaus gemäß Ratsbeschluss V/0770/2019/1 zwei Konzeptstu-
dien, die sich mit der Klimaneutralität 2030 befassen und Handlungs - und Gestaltungsspielräume 
ermitteln sollen, wie sowohl die gesamte Stadt Münster (in Anlehnung an den Masterplan 100% Kl i-
maschutz 2050) als auch die Stadtverwaltung bereits 2030 eine Klimaneutralität erreichen können. 
Die Erarbeitung und die Ergebnisse dieser Konzeptstudien sollen den fortlaufenden Klim aschutzpro-
zess innerhalb der Stadt Münster stärken und weiter konkretisieren. Die Ergebnisse werden im zwe i-
ten Quartal 2021 vorliegen. 
 
Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass die Stadt Münster, auch bedingt durch die Klimaschut z-
beschlüsse des vergangenen Jahres und die Bereitstellung weiterer Finanzmittel einen guten Schritt 
in die richtige Richtung macht und kurzfristig, bspw. mit der thematischen Weiterentwicklung und e i-
ner massiven Aufstockung des städtischen Klimaschutz -Förderprogramms, starke maßnahmenorien-
tierte Akzente setzt. 
 
Die Erreichung einer Klimaneutralität – möglichst bis 2030 – stellt aber nichtsdestotrotz für die Stadt 
Münster eine enorme Herausforderung dar, die nur gemeinsam mit allen Akteuren aus Wirtschaft, 
Politik, Institutionen, Ver bänden und natürlich den Bürgerinnen und Bürgern bewältigt werden kann. 
Hierfür ist eine deutliche Intensivierung der Klimaschutzaktivitäten aller Akteure der Stadt notwendig. 
Gleichzeitig bedarf es aber auch einer deutlichen Veränderung der externen Rahme nbedingungen 
auf Europa-, Bundes-, und Landesebene, da Politik und Gesetzgebung, der aktuelle Stand der Tec h-
nik sowie der gesellschaftliche Lebens- und Konsumstil einen großen Einfluss auf die Erreichung der 
gesamtstädtischen Ziele haben. 
 
 
 
 
In Vertretung 
 
gez. 
 
Matthias Peck 
Stadtrat 
 
 
Anlage 1: Übersicht Maßnahmen

Anlage A

1966 Zeichen

Anlage A zur V/0738/2020 
Kurzüberblick 
Die Berichtsvorlage stellt eine Übersicht zum Umsetzungsstand der Maßnahmen und Projekte für 
die angestrebte Klimaneutralität der Stadt Münster dar. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Mit der Vorlage wird das Ziel „Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens-  
und Erlebnisqualität und hoher Umwelt- und Naturqualität weiterentwickeln“ verfolgt. 
 
Das Teilziel lautet „Fortführung und Ausbau der Aktivitäten zur Umsetzung einer  
zielgerichteten Klimaschutzpolitik“ gemäß Masterplan 100 % Klimaschutz der  
Stadt Münster (V/0689/2020). 
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
x vollständig 
freiwillig 
In der Ratssitzung vom 11.12.2019 wurde das Handlungsprogramm Klimaschutz 2030 zusammen 
mit einem Finanzpaket im Umfang von mehr als 40 Mio. Euro für die Jahre 2020 bis 2023 verab-
schiedet. Auf Basis dieser Grundlage und vor dem Hintergrund, dass es grundsätzlich einer fort-
laufenden Intensivierung der kommunalen Klimaschutzaktivitäten bedarf – insbesondere vor dem 
Hintergrund einer angestrebten Klimaneutralität bis 2030 – hat der Verwaltungsvorstand Anfang 
des Jahres 2020 beschlossen dem Rat der Stadt Münster einen Bericht zum Umsetzungsstand, 
dem Fortschritt und der thematischen Fokussierung der Klimaschutzaktivitäten innerhalb der ein-
zelnen Fachämter und Gesellschaften der Stadtverwaltung vorzulegen. 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Mit dem o.g. Beschluss zum Handlungsprogramm Klimaschutz 2030 (V/0770/2019/1) geht die 
Zielsetzung einher, dass die Stadt Münster alsbald – möglichst bis 2030 – klimaneutral werden 
soll. 
Klimaschutz wirkt als Querschnittsaufgabe in alle städtischen Bereiche und hat daher grundsätz-
lich eine hohe Relevanz und eine hohe Priorität in allen Entscheidungen (V/0482/2019).

Beratungsverlauf (3)

18.08.2020 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen
TOP 5.37 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
26.08.2020 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 68 Bericht Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
26.08.2020 Rat
TOP 62 Bericht Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich geändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (3)

  • Aegidiimarkt
  • Rösnerstraße
  • Feldstiege

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0738/2020
Typ
Vorlagen
Datum
24.07.2020
Erstellt
06.10.2020 14:37