Mandari Insight

V/0220/2018

Jahresabschluss 2017 der Westfälische Bauindustrie GmbH

Vorlagen 20.04.2018

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 16.05.2018, TOP 17

Anlage 1 Bilanz 2017

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage 2 GuV mit Lagebericht 2017

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Ansehen

Anlage 1 Bilanz 2017

2400 Zeichen

Bilanz der Westfälische Bauindustrie GmbH,

Aktivseite

A. Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte

Sachanlagen

1. Grundstücke und grundstücksgleiche
Rechte mit Wohnbauten

2. Grundstücke und grundstücksgleiche
Rechte mit Geschäfts- und anderen
Bauten

3. Technische Anlagen und Maschinen

4. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung

5. Anlagen im Bau

B. Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige

Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Vermietung

2. Forderungen aus Betreuungstätigkeit

3. Forderungen aus anderen Lieferungen
und Leistungen

4. Forderungen gegen verbundene
Unternehmen

- davon gegen Gesellschafter: € 1.206.009,39

(Vi. € 339.950,91)
5. Sonstige Vermögensgegenstände

. Flüssige Mittel

Kassenbestand, Guthaben bei
Kreditinstituten

1.137.148,19

26.693.384,62
228.051,00

272.507,34

841.976,59
29.173.074,74

27.502,70
910,96

919,89

1.206.114,39

509.922,59

31.12.2017
€

7,00

1.745.370,53

551.999,33

2.297 .369,86

31.470.444,60

31.12.2016
€

1.369,00

1.168.645,19
24.544.333,52
251.571,00

309.127,00
2.086.384,34

28.360.061,05
28.361.430,05

25.676,42
867,98

3.331,06

358.200,64

602.708,05

990.784,15

1.835.197,15

2.825.981,30

31.187.411,35

Münster, zum 31.12.2017

Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital
Il. Kapitalrücklage
III. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen
IV. Bilanzgewinn
- davon Gewinnvortrag € 44.940,08
(Vj. € 31.464,74)

Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen
2. Sonstige Rückstellungen

Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

2. Verbindlichkeiten aus Vermietung
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen

4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen

Unternehmen

- davon gegenüber Gesellschafter: € 49.108,87

(vi. € 43.312,48)
5. Sonstige Verbindlichkeiten
- davon aus Steuern €
(Vj. € 137.930,22)

D. Rechnungsabgrenzungsposten

E.

Passive latente Steuern

21.630.000,00
2.350.000,00

1.000.000,00
2.788.437,80

276.838,00

192.200,00

2.057.236,46
101.203,60

505.975,00

54.529,45

155.627,44

31.12.2017
€

27.768.437,80

469.038,00

2.874.571,95

317.745,85

40.651,00

31,470.444,60

Passivseite

31.12.2016
€

21.630.000,00
2.350.000,00

500.000,00
2.794.940,08

27.274.940,08

126.445,00
547.400,00

—673.845,00.

2.246.460,24
98.821,48

312.268,74

57.080,68

142.356,28

2.856.987,42

340.047,85

41.591,00

31.187.411,35

Beschlussvorlage

3767 Zeichen

V/0220/2018 
V/0220/2018 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Jahresabschluss 2017 der Westfälische Bauindustrie GmbH 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   16.05.2018 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 
   16.05.2018 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Jahresabschluss 2017 der Westfälische Bauindustrie GmbH (Anlage 1 Bilanz, Anlage 2 
Gewinn- und Verlustrechnung mit Lagebericht der Geschäftsführung) wird zur Kenntnis ge-
nommen. 
 
2. Des Weiteren wird davon Kenntnis genommen, dass die Wirtschaftsprüfer Frank Pühse und 
Konrad Kluczka, Münster, dem Jahresabschluss 2017 den uneingeschränkten Bestätigungs-
vermerk erteilt haben. 
 
3. Die Vertreter der Stadt Münster und der Stadtwerke Münster GmbH in der Gesellschafterver-
sammlung der Westfälische Bauindustrie GmbH (WBI) werden ermächtigt, folgende Erklä-
rungen abzugeben: 
 
3.1 Der vom Geschäftsführer aufgestellte Jahresabschluss auf den 31.12.2017 
abschließend in der Bilanz  
 beim Aktiva und Passiva mit     31.470.444,60 € 
 beim Eigenkapital mit     27.768.437,80 € 
abschließend in der Gewinn- und Verlustrechnung 
 mit Umsatzerlösen von    12.841.748,83 € 
 mit einem Jahresüberschuss von     3.243.497,72 €   
 mit einem Bilanzgewinn von      2.788.437,80 € 
wird genehmigt. 
 
3.2 Ein Betrag von 500.000,00 € wird in die Gewinnrücklagen eingestellt. Aus dem  
Bilanzgewinn erfolgt eine Ausschüttung in Höhe von 2.750.000,00 € anteilig an die Ge-
sellschafter. Der verbleibende Betrag von 38.437,80 € wird auf neue Rechnung vorgetra-
gen. 
 
Amt für Finanzen und 
Beteiligungen 
 
19.03.2018 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in: 
Herr Preuß 
Telefon: 492-2046 
PreussD@stadt-muenster.de

- 2 - 
V/0220/2018 
 3.3 Der Aufsichtsrat und der Geschäftsführer werden für das Geschäftsjahr 2017 entlastet. 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Die Stadt Münster ist mit einem Anteil von 1 v.H. an der WBI beteiligt. Daher wird in der Jahresrech-
nung 2018 ein Betrag von 27.500,00 € planmäßig als Ertrag zu erfassen sein. 
 
 
Begründung: 
 
Gewinn- und Verlustrechnung 
 
Die Umsatzerlöse 2017 steigen im Vergleich mit dem Vorjahr leicht um  224 T€ (+ 1,8 %). Zusätzlich erhö-
hen sich die sonstigen betrieblichen Erträge (+218 T€), was im Wesentlichen auf eine Entschädigungszah-
lung (Verringerung Abstandsfläche Parkhaus Engelenschanze) zurück zu führen ist. 
 Auf der Aufwandsseite ist ein Anstieg von 349 T€ (+ 6,4 %) bei den bezogenen Leistungen zu 
verzeichnen. In der Sparte Gewerbliche Objekte (I.2) ist die Fassadensanierung für das Objekt 
Aegidiimarkt angefallen. Allerdings verringern sich die Abschreibungen im Vorjahresvergleich um rund          
330 T€, da das Parkhaus Theater (geringer Restbuchwert) vollständig abgeschrieben ist. 
 Saldiert mit weiteren, geringeren Abweichungen verbleibt es bei einem Anstieg des Jahresüberschusses 
von rund 180 T€, wobei schon Mehrsteuern von ca. 112 T€ abgezogen wurden.  
 
Bilanz 
 
Die Bilanzsumme steigt abermals um rund 283 T€ auf 31.470 T€. Verschiebungen ergeben sich zu Gun s-
ten der Sachanlagen (+ 812 T€, u.a. Aaseemarkt) gegenüber den Forderungen  und f lüssigen Mitteln          
(- 525 T€). Auf der Passivseite bildet sich diese Entwicklung in der Verringerung der Rückstellun gen um 
205 T€ und einem Anstieg des Eigenkapitals um 493 T€ ab. 
 
Gewinnverwendung 
  
Der Geschäftsführer und der Aufsichtsrat schlagen vor, vom Jahresüberschuss von 3.243.497 € und dem 
Gewinnvortrag des Vorjahrs von 44.940 € einen Betrag von 500.000 € in die Gewinnrücklage einzustellen. 
Darüber hinaus soll ein Betrag von 2.750.000 € ausgeschüttet werden, der exakt dem Managementko n-
trakt entspricht. Der Restbetrag von 38.437 € wird vorgetragen. 
 
 
 
In Vertretung 
 
 
 
gez. 
 
 
Reinkemeier 
Stadtkämmerer

Anlage 2 GuV mit Lagebericht 2017

10764 Zeichen

_

o

10.

11.

12.

13.

14.

16.

Gewinn- und Verlustrechnung
der Westfälische Bauindustrie GmbH
für das Geschäftsjahr 2017

(01.01. - 31.12.)

2017
€

. Umsatzerlöse +  12.841.748,83
. Andere aktivierte Eigenleistungen + 20.000,00
. Sonstige betriebliche Erträge + 260.483,08
. Aufwendungen für bezogene Lieferungen

und Leistungen -

Aufwendungen für Hausbewirtschaftung -  5.833.954,29

. Personalaufwand

a) Löhne und Gehälter - 838.301,32

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen

für Altersversorgung und für Unterstützung - 217.234,03
- davon für Altersversorgung € 65.616,89
(Vi. € 62.509,77)

. Abschreibungen auf immaterielle - 792.530,85

Vermögensgegenstände des

Anlagevermögens und Sachanlagen
. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 344.716,24

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge + 108,03

Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 57.283,38

- davon an verbundene Unternehmen
0,00 € (Vj. € 47,50)

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 1.543.799,24

Ergebnis nach Steuern + 3.494.520,59

Sonstige Steuern - 251.022,87

Jahresüberschuss + 3.243.497,72

Gewinnvortrag . + 44.940,08
. Einstellung in die Gewinnrücklagen - 500.000,00

Bilanzgewinn + __2.788.437,80

Vorjahr
€

12.617.286,25
20.000,00

41.978,72

5.485.083,07

791.746,91

206.238,47

1.122.556,21

267.927,03
120,94

59.574,80

1.431.761,21

3.314.498,21

- 251.022,87

3.063.475,34

31.464,74

300.000,00

2.794.940,08

LAGEBERICHT
der
Westfälische Bauindustrie GmbH, Münster
für das Geschäftsjahr 2017

DARSTELLUNG DES GESCHÄFTSVERLAUFES UND DES ERGEBNISSES
DES JAHRES 2017 SOWIE DARSTELLUNG DER LAGE DES UNTERNEHMENS

1. GRUNDLAGEN, GESCHÄFTSVERLAUF UND RAHMENBEDINGUNGEN, LAGE
1.1 GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS
1.2 GESCHÄFTSVERLAUF UND RAHMENBEDINGUNGEN
1.3 LAGE DES UNTERNEHMENS
1.3.1 Vermögenslage
1.3.2 Finanzlage
. 1.3.3 Ertragslage

1.1 GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

Die Gesellschaft betreibt in Münster i.W. eigene und fremde Parkhäuser und übernimmt die
technische Betreuung von Parkabfertigungsanlagen Dritter. Außerdem vermietet sie eigene
Immobilien und verwaltet fremde Immobilien in Eigentümergemeinschaften an denen sie
selbst beteiligt ist, oder auf Veranlassung eines Gesellschafters.

1.2 GESCHÄFTSVERLAUF UND RAHMENBEDINGUNGEN

Der Kerngeschäftsbereich „PARKEN“ entwickelte sich insgesamt positiv. Umsatzrückgänge
im 1.Halbjahr wurden bereits im Sommer wieder aufgeholt. Positiv ausgewirkt hat sich hier
insbesondere die Ausstellung „skulptur — projekte“ vom 10. Juni bis zum 1. Oktober.

Die Parkhäuser im unmittelbaren Nahbereich des Hauptbahnhofes profitierten von dessen

Wiedereröffnung im Juni 2017.

Der Geschäftsbereich Vermietung von gewerblichen Objekten und Wohnungen ist im
Berichtsjahr von hohen Instandhaltungsaufwendungen gezeichnet. Ursächlich sind die
Aufwendungen in Verbindung mit den Neubaumaßnahmen im Bereich AASEEMARKT und
der auf die Gesellschaft entfallende Anteil an den Sanierungskosten der Fassade des
AEGIDIIMARKTES. Die Erlöse liegen zwar im Bereich der Vorjahre, der erwirtschaftete

. Jahresüberschuss aber deutlich unter den Vorjahreswerten.

Die im Vorjahr für das Geschäftsjahr aufgestellte Ergebnis-Planung konnte erfüllt werden.

1.3 LAGE DES UNTERNEHMENS

1.3.1 Vermögenslage
Die Bilanzsumme der Westfälische Bauindustrie GmbH hat sich im Berichtsjahr leicht erhöht,
wobei insbesondere das Sachanlagevermögen durch die Investitionen in die gewerblichen
Immobilien im Aaseemarkt gestärkt wurde.

Neben den liquiden Mitteln auf Bankkonten in Höhe von etwa 552 T€ stehen weitere Mittel
aus den Forderungen gegen verbundene Unternehmen von rd. 1.100 T€ kurzfristig zur
Verfügung. Dabei handelt es sich um das Guthaben der Gesellschaft an dem Cash — Pool
Verfahren mit der Stadt Münster. Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen
betreffen die Gesellschafterin Stadtwerke Münster mit rd. 47 T€ für Parkentgelte aus der
Nutzung der „Stadtwerke PlusCard“ und die Stadt Münster mit rd. 59 T€ für verauslagte
Bauunterhaltungskosten für das Stadtmuseum Münster.

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital durch die Zuführung in „andere
Gewinnrücklagen“ um knapp 500 T€ und macht jetzt gut 88 % der Bilanzsumme aus.

Dank geringerer ausstehender Instandhaltungsaufwendungen reduzierten sich die sonstigen
Rückstellungen gegenüber dem Vorjahr um etwa 355 T€ auf jetzt 192 T€. Die
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich planmäßig, wobei die Summe
aus Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten sich kaum verändert hat.

1.3.2 Finanzlage

Einschließlich des Guthabens am Cash - Pool Verfahren standen der Gesellschaft am
Bilanzstichtag rd. 1,65 Mio. € liquide Mittel zur Verfügung. Zusammen mit der im Cash — Pool
Verfahren genehmigten Kreditlinie ist die Gesellschaft damit gut aufgestellt, um den
ordentlichen Geschäftsbetrieb zu sichern und die anstehenden Investitionen zu finanzieren.

1.3.3 Ertragslage

Der die Umsatzerlöse prägende Geschäftsbereich ist weiterhin der Bereich „PARKEN“ mit
einem Anteil von rd. 80 %. Gleiches gilt für die Aufwendungen für bezogene Lieferungen und
Leistungen, die mit etwa 74 % ebenfalls dem Geschäftsbereich „PARKEN“ zuzuordnen sind.

Die Personalkosten entwickelten sich entsprechend dem genehmigten Stellenplan. Die
Steuerquote aus der Veranlagung zur Gewerbe- und Körperschaftsteuer liegt bei etwa 32 %.

Der Jahresüberschuss beträgt rd. 3,24 Mio. €, was einer Verzinsung des anfänglichen
Eigenkapitals in Höhe von knapp 11,9 % entspricht. Im Vorjahr betrug die Verzinsung rd.
10,5 %. Die Ertragslage kann damit als weiterhin stabil bezeichnet werden.

2. UNTERNEHMENSENTWICKLUNG - PROGNOSE, CHANCEN UND RISIKEN

2.1 Chancenbericht
2.2 Risikobericht
2.3 Prognosebericht

2.1 Chancenbericht

Mit den im Prognosebericht genannten neuen Geschäftsfeldern wird sich die Gesellschaft
personeil verstärken und wirtschaftlich breiter aufstellen. Die vertraglichen Regelungen mit
der Auftraggeberin Stadt Münster enthalten auskömmliche Entgeltregelungen,
Zahlungsausfälle sind angesichts der öffentlichen Auftraggeberin nicht zu erwarten.

Im Rahmen der Neubebauung / -gestaltung der Ostseite des Hauptbahnhofes ist die
Errichtung einer weiteren Fahrradstation und einer Tiefgarage für PKW vorgesehen. Die
Gesellschaft bewirbt sich um die Übernahme der jeweiligen Geschäftsbetriebe als
Erweiterung der bestehenden Parkeinrichtungen.

2.2 Risikobericht

Das Risikomanagement der Westfälische Bauindustrie GmbH ist der Gesellschaftsgröße,
den flachen Hierarchien, der Mitarbeiterzahl und dem Tätigkeitsfeld entsprechend schlank
ausgeprägt. Es hat das Ziel, potentielle Risiken frühzeitig zu erkennen, um durch geeignete
Maßnahmen drohenden Schaden für das Unternehmen abzuwenden und eine
Bestandsgefährdung auszuschließen. Die Geschäftsleitung wird durch ein aussagekräftiges
Berichtswesen des operativen Controllings laufend informiert.

Das Finanzmanagement berücksichtigt sowohl die Risiken der laufenden und mittelfristigen
Liquidität, als auch mögliche Ausfallrisiken im Debitorenbereich. Ausschüttungen an die
Gesellschafter sind im Managementkontrakt festgelegt. Mit der Vorhaltung ausreichender
liquider Mittel wird dem Risiko von Zahlungsausfällen und kurzfristigem Finanzierungsbedarf
aktiv begegnet.

Altersbedingt steht im Jahr 2018 eine Neubesetzung der Geschäftsführung an. Mit dem
Wechsel eröffnen sich Chancen und Risiken durch Veränderungen.

2.3 Prognosebericht

Der Geschäftsschwerpunkt der Westfälische Bauindustrie GmbH wird weiterhin im Bereich
Parken liegen. Die Bewirtschaftung der drei nicht im Eigentum stehenden Parkhäuser ist mit
langfristigen Pachtverträgen abgesichert. Die 8 innerstädtischen Parkhäuser mit insgesamt
rd. 3.750 EP sind die Basis einer konstanten wirtschaftlichen Entwicklung, wobei auch die
Betreuung von Parkeinrichtungen Dritter diesen Bereich zunehmend ergänzen wird.

Der Geschäftsbereich gewerbliche Objekte und Wohnungen wird sich mit der Fertigstellung
des Lebensmittelmarktes im Aaseemarkt positiv entwickeln. Die gesteigerte Attraktivität des
Wohn- und Geschäftszentrums Aaseemarkt wird dessen Wirtschaftlichkeit aufwerten und die
Werte der jeweiligen Immobilien erhöhen.

Mit den im Gesellschaftsvertrag neu aufgenommenen Geschäftsbereichen, nämlich:

a) Errichtung und Betrieb baulicher Sicherungsmaßnahmen im städtischen Interesse
zum Schutz von Wegen, Straßen und Plätzen,

b) Engagement im Bereich des Bauens als Bauherr im eigenen Namen oder als
Baubetreuer im fremden Namen unter Beachtung der öffentlichen Zwecksetzung in
solchen Bereichen, die strukturell zur Stadtentwicklung in Münster beitragen. Hierzu
gehören Gewerbe- und Handwerkerzentren, Projekte zur wohnungsnahen
Grundversorgung in der Entwicklung / Verbesserung von Wohnbereichen, Bau von
Schulen, Kitas und Flüchtlingseinrichtungen sowie soziale Infrastruktureinrichtungen,

erhält die Gesellschaft zusätzliche interessante Aufgaben, die es gilt wirtschaftlich attraktiv
anzugehen und umzusetzen.

Die baulichen Sicherungsmaßnahmen wird die Gesellschaft in das Anlagevermögen
übernehmen und mit einer vertraglichen Regelung über 20 Jahre Laufzeit an die Stadt
Münster vermieten. Während die Finanzierung der ersten Sicherungsmaßnahmen am
Schlossplatz wohl noch über Eigenkapital erfolgen wird, ist für die weiteren Standorte der
Einsatz von Fremdkapital zu erwarten. Die Regelung mit der Stadt Münster sieht ein
angemessenes Entgelt für Abschreibung, Unterhaltung und Verzinsung vor, so dass die
Wirtschaftlichkeit der Investition in jedem Fall gegeben ist.

Auch für den zweiten neuen Geschäftsbereich haben bereits erste Gespräche mit den
Ämtern für Schule und Weiterbildung und der Kämmerei der Stadt Münster stattgefunden.
Neben der Bedarfsermittlung für Schulneubauten / -erweiterungen gilt es zu klären welche
Rolle die Gesellschaft dabei einnimmt. Agiert sie als Bauherr in eigenem Namen oder
arbeitet sie als Generalübernehmer für die Stadt Münster? Wirtschaftliche und steuerliche
Fragen mit denen sich die Geschäftsführung in naher Zukunft auseinandersetzt und
gemeinsam mit den vorgenannten Ämtern eine Lösung erarbeiten wird.

Das bestehende Kerngeschäft erfolgreich fortzuführen und die neu aufgenommenen
Geschäftsbereiche in Gang zu setzen sind anspruchsvolle Aufgaben für die nahe Zukunft.
Bei Erhalt der positiven Rahmenbedingungen und der Gesellschaftsstruktur als weiterhin
unabhängige und eigenständige Gesellschaft im Konzern der Stadt Münster aber lösbar.

Erfolgs- und zielorientiertes Handeln der Interessenvertreter in Aufsichtsrat und
Geschäftsführung werden auch in Zukunft die positive Entwicklung der Gesellschaft
bestimmen. Die Gesellschaft steht nach wie vor zur Verfügung, auch stadtstrukturelle
Aufgaben zur Attraktivitätssteigerung der Stadt Münster zu übernehmen.

Münster, 20. Februar 2018

K. Kötterheinrich

Beratungsverlauf (2)

16.05.2018 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 14 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
16.05.2018 Rat
TOP 17 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (3)

  • Schlossplatz
  • Engelenschanze
  • Aegidiimarkt

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Details

Aktenzeichen
V/0220/2018
Typ
Vorlagen
Datum
20.04.2018
Erstellt
06.10.2020 14:37