2145/2026
Jahresbericht 2025 der Verbraucherberatungsstelle Köln und der Verbraucherberatung im Quartier
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Anlage 2: Jahresbericht Verbraucherberatung im Quartier
95752 Zeichen
Unsere Arbeit im Jahr 2025
Verbraucherberatung
im Quartier Köln
Inhalt
I. Übergeordnete Ziele der Verbraucherberatung im Quartier ................................ 3
II. Input / Ressourcen .................................................................................... ...... 4
III. Outputs / Leistungen nach Ziel ......................................................................... 6
Übergeordnetes Ziel 1: Niederschwelliger und frühzeitiger Zugang zu rechtlicher Beratung
und Vertretung für Bürger:innen, die den Weg nicht oder nur schwer in eine
Beratungsstelle der Verbraucherzentrale finden ........................................................ ........ 6
Übergeordnetes Ziel 2: Kooperative Vernetzung und Synergienutzung vorhandener
Strukturen, um die bestehenden Hilfen und Angebote b estmöglich miteinander zu
vernetzen und die Maßnahmen bedarfsgerechter, passgena uer und wirkungsvoller
auszurichten ...................................... ................................................... ........................ 18
Übergeordnetes Ziel 3: Präventiv tätig werden und du rch Bildung und Information dazu
beitragen, dass bestimmte Probleme im Verbraucheralltag gar nicht erst auftreten und
das Selbsthilfepotential gestärkt wird ............ ................................................... .............. 25
Übergeordnetes Ziel 4: Sensor- und Frühwarnfunktion ................................................... .. 29
Übergeordnetes Ziel 5: Entwicklung von Strategie und Ansatzpunkten zur Erhöhung der
Reichweite mit dem Ziel, eine präventive Wirkung des aufsuchenden Arbeitsansatzes in
allen 15 Kölner Sozialräumen zu entfalten ............................................................. .......... 33
Übergeordnetes Ziel 6: Identifizierung von strukturellen Problemlagen, Lücken im
Hilfesystem, Handlungsempfehlungen an die Stadt Köln ................................................. 3 5
IV. Verbraucherberatung im Quartier: Rückblick 2025 und Ausblick 2026 .............. 37
V. Darstellungsverzeichnis ................................................................................ 41
Tabellen ............................................................................................. ..................................... 41
Diagramme ........................................... ................................................... ............................... 41
Fotos ............................................. ................................................... ...................................... 41
VI. Anhang ................................................................................................ ......... 42
Impressum ............................................................................................ ............. 49
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Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
I. Übergeordnete Ziele der
Verbraucherberatung im Quartier
• Anknüpfung an integriertes Handlungskonzept
• Verbesserte Vernetzung der Hilfs- und Unterstützungsangebote
• Nachhaltiger Beitrag zur sozialen Stabilisierung
• Bedarf an kommunalen Transferleistungen wird mittelfristig reduziert
• Sitzung des Bereits in der
Verbraucherzentrale Köln
• Auswertung identifizierter
Problemlagen und deren Aufbereitung
für Handlungsempfehlungen an Politik
und Verwaltung
• Infos und Aktionen da, wo die
Menschen sind
• niederschwellige Bildung zu Themen
praktischer Bedeutung
• flexible Ausgestaltung der Bildungs-
formate z.B. mit Übersetzung
• Kontinuierlicher Austausch mit
Akteur:innen im Stadtteil
• qualifizierte gegenseitige Verweise
• Information, inhaltlicher Austausch
• Multiplikator:innen-Schulung
• Aufbereitung von Informationen,
Musterbriefen und Checklisten zu
unseriösen Geschäftspraktiken in
einfacher Sprache, teils mehrsprachig
• Verbreitung über Infostände, digitale
Wege, sonstige Aktionen und
Multiplikator:innen
• Vernetzung mit Sozialraumkoordination
• Angebotsvorstellung in
Sozialraumkonferenzen
• Zurverfügungstellung von
Frühwarnmaterialien zum Einsatz in
allen Sozialräumen
• Quartiers-Newsletter
• Gute Erreichbarkeit per Telefon und E-
Mail
• Zielgruppengerechte persönliche
Ansprache
• Jede:r ist erstmal richtig –
Lotsenfunktion
• Flexible Ausrichtung auf aktuelle
Bedarfe
Abbildung 1: Übergeordnete Ziele der Verbraucherberatung im Quartier
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Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
II. Input / Ressourcen
Ansatz
Seit September 2015 bietet die Verbraucherzentrale NRW in Köln neben der Beratungsstelle in der
Innenstadt ein Angebot in den Sozialräumen Chorweiler, Blumenberg und Seeberg-Nord; Höhen-
berg und Vingst; Kalk und Humboldt-Gremberg an. Das Angebot richtet sich an die Verbraucher:in-
nen, die die Beratungsstelle in der Innenstadt gar nicht oder nur schwer erreichen können und mit
vielfach multiplen Problemlagen zu kämpfen haben. Insbesondere zählen dazu Armutsbetroffene,
Erwerbslose, Menschen mit geringen Deutschkenntnissen, Senior:innen, Jugendliche sowie Men-
schen mit Beeinträchtigungen. Im direkten Wohnumfeld ist die "Verbraucherberatung im Quartier"
für diese Zielgruppe niederschwellig ansprechbar und ein fester Bestandteil der Unterstützungs-
landschaft. Beraterinnen mit Rechtsberatungsbefugnis bieten verbraucherrechtliche Beratungen in
wöchentlichen Sprechstunden an und übernehmen die außergerichtliche rechtliche Vertretung. In
den Sozialräumen findet außerdem Präventions- und Bildungsarbeit statt, „Verbraucherberatung
im Quartier“ nimmt an Aktionen und Festen vor Ort teil.
Seit 2020 werden geeignete Strategien und Ansatzpunkte zur Erhöhung der Reichweite entwickelt
und genutzt mit dem Ziel, eine präventive Wirkung in allen Kölner Sozialräumen zu entfalten.
Ressourcen
Personelle Ressourcen und Team der "Verbraucherberatung im Quartier":
• eine Planstelle Teamleitung
• zwei Planstellen Beratungskraft
• eine 0,5 Planstelle Assistenz
• nach Bedarf Aushilfen
Die Teamleitung ist disziplinarische Personalvorgesetzte für das Team der Verbraucherberatung im
Quartier, sie begleitet die strategische Weiterentwicklung der aufsuchenden Verbraucherarbeit in
Köln und ist für die systematische Auswertung identifizierter Problemlagen und deren Aufbereitung
für Handlungsempfehlungen an Verwaltung und Politik zuständig. Ferner obliegt ihr die Reichwei-
tenerhöhung in weitere Sozialräume durch entsprechende Öffentlichkeitsarbeit und eine gute Ver-
netzung mit den Sozialraumkoordinator:innen und weiteren Schlüsselpersonen in den Sozialräu-
men. Auch die Erstellung regelmäßiger Newsletter mit aktuellen und zielgruppenspezifischen Infor-
mationen für Kooperationspartner:innen und Multiplikator:innen gehört zu ihren Aufgaben. Der Auf-
gabenbereich der Teamleitung ist um die Rechtsbesorgung erweitert, um hier nachfragegerechter
die Beratungsbedarfe ohne längere Wartezeiten bedienen und Vertretungssituationen im Team ab-
federn zu können.
Im Februar 2025 wurde die Stelle der Teamleitung neu besetzt. Die Kollegin erhielt zunächst eine
fundierte Einarbeitung in die Themenvielfalt der Beratungs-, Präventions- und Bildungsangebote,
der Instrumente sowie in die sozialraumbezogene Aktions- und Öffentlichkeitsarbeit der Verbrau-
cherzentrale in Köln. Ferner musste die neue Teamleitung zunächst die so genannte Vollumfängli-
che Rechtsbesorgungsbefugnis im Rahmen eines einjährigen Fernlehrgangs erlangen. Diese Ausbil-
dung erfolgt durch den vzbv-Bundesverband und ist Voraussetzung für die Durchführung einer
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Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
individuellen Rechtsberatung und -vertretung bei der Verbraucherzentrale. Die Ausbildung startete
im Sommer 2025.
Die Beratungskraftstellen werden durch zwei Teilzeitmitarbeiterinnen und eine Mitarbeiterin in Voll-
zeit besetzt. Die Mitarbeiterinnen werden in Chorweiler/ Blumenberg/ Seeberg-Nord, Höhenberg/
Vingst, Kalk und Humboldt-Gremberg schwerpunktmäßig so eingesetzt, dass jeweils eine Verbrau-
cherberaterin "das Gesicht der Verbraucherzentrale" in einem Sozialraum darstellt. Eine präsente
Vertrauensperson ist für die Arbeit im Quartier wichtig, da sie die Hemmschwelle der Bewohner:in-
nen zur Angebotsnutzung senkt. Chorweiler/Blumenberg/Seeberg-Nord sowie Höhenberg/Vingst
werden von je einer Kollegin mit einem halben Stellenanteil betreut. Die Kollegin in Vollzeit küm-
mert sich vorrangig um die Sozialräume Kalk und Humboldt-Gremberg. Zwischen Höhen-
berg/Vingst, Humboldt-Gremberg und Kalk gibt es im Stadtbezirk Köln-Kalk übergreifende Struktu-
ren innerhalb der Akteur:innen-Landschaft und hinsichtlich diverser Arbeitskreise und -konferen-
zen. Dahingehende Aktivitäten werden mit dem vollen Stellenanteil abgedeckt.
Die Verbraucherberaterinnen vertreten sich nach Möglichkeit gegenseitig bei Urlaub, Krankheit oder
bei Fortbildungen und unterstützen sich bei besonderer Arbeitsbelastung, um eine verlässliche Er-
reichbarkeit in den Sprechstunden vorzuhalten, Nachfragen zu bedienen oder Aktionen durch-zu-
führen.
Um eine ausreichende Infostandbesetzung von mindestens zwei Personen bei Festen sicherzustel-
len, kommt in der Regel zusätzlich eine teamexterne Aushilfe hinzu.
Statistische Erfassung
Im Vertrag zwischen der Stadt Köln und der Verbraucherzentrale NRW zur "Verbraucherberatung im
Quartier" vom 17.07.2019 wurde in § 5 festgehalten, dass „ein übersichtliches Erhebungsraster zu
noch zu vereinbarenden Kennziffern der "Verbraucherberatung im Quartier" zu entwickeln sei, wel-
ches Aussagen zur Erfolgsbilanz der Arbeit und zu deren Wirkungen in den jeweiligen Sozialräumen
ermöglicht“. Dieses wird in den Jahresbericht integriert.
Die Orientierung an den übergeordneten Zielen 1 bis 6 soll eine Aussage ermöglichen, wie sich die
Erfolge der aufsuchenden Verbraucherarbeit in den Sozialräumen abgebildet und welche struktu-
rellen Problemlagen in den Blick genommen werden sollten. Grundlage für die Ableitung aus der
Praxissicht sind sowohl qualitative als auch quantitative Indikatoren.
Alle vorgetragenen verbraucherrechtlichen Anliegen werden in einem elektronischen Statistiksys-
tem der Verbraucherzentrale NRW erfasst. Die Daten werden von der Gruppe Controlling der Ver-
braucherzentrale NRW aufbereitet und auf Plausibilität geprüft. Mit Abschluss eines Verbraucher-
falles wird manuell in einer Übersichtstabelle nach "erfolgreich" oder "nicht erfolgreich/ohne Ergeb-
nis" kategorisiert.
Zu den Zielen der "Verbraucherberatung im Quartier" gehören ferner u. a. der Aufbau und die Pflege
einer bedarfsgerechten Verweisstruktur sowie die Bildungs- und Präventionsarbeit. Die Führung
und Auswertung einer Aktionstabelle sollen dazu beitragen, Aussagen über das Erreichen der Ziel-
setzung zu treffen. In dieser Tabelle werden Veranstaltungen und Aktionen in den Quartieren und
die Beteiligung von Seiten der Verbraucher:innen und Kooperationspartner:innen festgehalten.
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III. Outputs / Leistungen nach Ziel
Im Folgenden werden die Ergebnisse des Jahres 2025 anhand von den im Punkt 1 dargelegten über-
geordneten Zielen der „Verbraucherberatung im Quartier“ präsentiert.
Übergeordnetes Ziel 1: Niederschwelliger und frühzeitiger Zugang zu rechtli-
cher Beratung und Vertretung für Bürger:innen, die den Weg nicht oder nur
schwer in eine Beratungsstelle der Verbraucherzentrale finden
Im Sinne des aufsuchenden Ansatzes verfolgt die Arbeit der Verbraucherberatung im Quartier das
Ziel, insbesondere strukturell benachteiligte und sogenannte verletzliche Verbraucher:innen früh-
zeitig zu erreichen und ihnen ein zugängliches, nutzbares und lebensnahes Beratungsangebot be-
reitzustellen.
Zentral ist dabei die Verlagerung von Beratung in die Lebenswelt der Menschen sowie der Abbau
von Zugangsbarrieren – sowohl räumlich als auch sprachlich, sozial und organisatorisch.
Dieses Kapitel bildet daher den Kern der Berichterstattung. Es verbindet:
• quantitative Daten (Inanspruchnahme, Themen, Erfolgsquoten),
• sozialräumliche Differenzierungen,
• qualitative Einblicke (Fallbeispiele),
• sowie strukturelle Herausforderungen im Beratungsalltag.
Ziel ist es, nicht nur Beratungsleistungen abzubilden, sondern auch sichtbar zu machen, welche
Bedarfe, Hürden und Kompetenzdefizite im Quartier bestehen und wie diesen im Sinne von Em-
powerment begegnet wird.
1.1 Beratung in der Lebenswelt der Menschen
Wöchentlich findet in jedem der drei Sozialräume die Rechtsberatung statt. Dafür nutzen wir die
Räumlichkeiten unserer Kooperationspartner, die in den jeweiligen Stadtteilen etabliert und den
meisten recht- und Ratsuchenden bekannt sind.
Chorweiler/ Blumenberg/ Seeberg-Nord: Kulturbrücke, eine Einrichtung, die zum Bürgerzentrum
Chorweiler gehört. Die Beratung findet nachmittags statt.
Kalk/ Humboldt-Gremberg: Hier nutzen wir im wöchentlichen Wechsel zwei Standorte: Den Nach-
barschaftstreff Kalk-Nord vom Interkulturellem Dienst der Stadt Köln und den Quartierstreff GAG.
Die Beratung findet vormittags statt.
Höhenberg-Vingst: Vingster Treff, Bürgerzentrum Vingst. Die Beratung findet vormittags statt.
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Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
Alle Räumlichkeiten verfügen über einen barrierefreien Zugang. An allen Standorten finden andere
Beratungen bzw. weitere Beratungen anderer Akteur:innen statt, was die Verweisstruktur vor Ort
sowie die Präsenz unseres rechtlichen Beratungsangebotes stärkt.
1.2 Zugänge zur Beratung: Niedrigschwelligkeit in der Praxis
Ein zentrales Element des Quartiersansatzes der Verbraucherzentrale NRW ist die Vielfalt der Zu-
gangswege, um unterschiedlichen Lebenslagen gerecht zu werden. Ratsuchende können die Bera-
tung erreichen über:
• persönliche Vorsprache (vor Ort im Quartier),
• telefonische Kontaktaufnahme,
• schriftliche Wege (E-Mail, Kontaktformular).
Tabelle 1: Kontaktwege Verbraucherberatung im Quartier Köln
Verbraucherberatung im Quartier Köln Persönlich Telefonisch schriftlich
Chorweiler 266 55 26
Kalk / Humboldt-Gremberg 173 99 111
Höhenberg-Vingst 269 11 15
Die Daten zeigen, dass die persönliche Beratung weiterhin die wichtigste Zugangsform darstellt.
Dies unterstreicht die Bedeutung des Vertrauensaufbaus und direkter Ansprache im Sozialraum.
Gleichwohl werden sozialräumliche Unterschiede sichtbar:
• In Kalk/Humboldt-Gremberg werden auch telefonische und digitale Zugänge intensiv genutzt.
• In Höhenberg-Vingst spielen diese eine deutlich geringere Rolle.
Diese Unterschiede lassen sich im Sinne des Quartiersansatzes als Ausdruck unterschiedlicher so-
zialer, sprachlicher und digitaler Kompetenzen sowie vorhandener Unterstützungsstrukturen inter-
pretieren.
Beobachtungen aus der Praxis zeigen:
• Multiplikator:innen (z. B. soziale Einrichtungen) nutzen bevorzugt telefonische Wege.
• Menschen mit geringen Deutschkenntnissen greifen häufiger auf E-Mail zurück, da sie Überset-
zungstools nutzen können, was allerdings auch Missverständnisse und rechtliche Risiken birgt.
Niedrigschwelligkeit bedeutet nicht nur „Zugang zu ermöglichen“, sondern auch qualitätsgesi-
cherte Kommunikation sicherzustellen.
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Inanspruchnahme der Beratung
Die gestiegene Nachfrage im Jahr 2025 verdeutlichen den hohen Bedarf an wohnortnaher Verbrau-
cherberatung. Die Nachfrage stieg von 728 Anliegen in 2024 auf 1.024 Anliegen in 2025.
Tabelle 2: Anzahl (n) der jeweiligen Anliegen für die Verbraucherberatung im Quartier
Anliegen Gesamt (n) Chorweiler (n) Kalk,
Hum.-Grem.
Höhenberg-
Vingst (n)
Gesamt 1.024 346 383 295
Verweis 128 55 65 8
Auskunft 155 48 84 23
Rechtsbesorgung1 741 243 234 264
Rechtsberatung 378 127 133 118
Folgerechtsberatung 73 7 19 47
Rechtsvertretung 248 107 74 67
Folgerechtsvertretung 42 2 8 32
Es wurden insgesamt 451 Rechtsberatungen durchgeführt (im Vorjahr waren es 255), 73 davon wa-
ren Folgerechtsberatungen. Letztere werden immer dann statistisch erfasst, wenn es im vorliegen-
den Fall einen neuen Aspekt zu beraten gilt. Ein Großteil der Fälle (248) mündete in aufwendige
Rechtsvertretungen. Dies zeigt:
• Problemlagen sind häufig nicht punktuell, sondern strukturell und mehrschichtig
• einmalige Beratung reicht oft nicht aus
• die Rechtsproblematiken werden immer komplexer
Der Quartiersansatz trägt dem Rechnung durch:
• kontinuierliche Begleitung,
• ganzheitliche Fallbetrachtung,
• sowie Verknüpfung von Beratung und Bildungsarbeit.
Ein Fallbeispiel soll an dieser Stelle die Komplexität der Fallbearbeitung vermitteln sowie aufzeigen,
wie fehlendes Wissen, unzureichende Vorberatung und strukturelle Anbieterpraktiken zusammen-
wirken. Und wie durch hartnäckige rechtliche Vertretung sowie Kompetenzvermittlung nachhaltige
Lösungen entstehen können.
1 „Rechtsbesorgungen“ umfassen alle Rechts- Folgerechtsberatungen sowie Rechts- und Folgerechtsvertretungen
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Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
Fallbeispiel 1:
Komplexe Problemlagen hinter vermeintlichen Routineanfragen
Häufig suchen uns Ratsuchende mit einem scheinbar isolierten Anliegen auf. Eine vierköpfige Fami-
lie wandte sich im April 2025 an uns, da die Kommunikation mit ihrem Energieversorger stagnierte.
Das Unternehmen reagierte nicht auf Rückfragen, buchte aber weiterhin unabgesprochen Raten ab.
Was zunächst wie ein reines Kommunikationsproblem wirkte, erwies sich nach unserer Sichtung
als hochkomplexer Fall.
Bereits bei der Strom-Jahresabrechnung 2022/2023 erhielt die Familie eine sehr hoher Nachforde-
rung. Eine andere Organisation half bei der Vereinbarung einer Ratenzahlung. Eine inhaltliche Prü-
fung der Forderung oder der Abrechnungsgrundlagen fand jedoch nicht statt. (An dieser Stelle muss
angemerkt werden, dass die beratende Organisation auch keine inhaltliche Prüfung machen
konnte, da es nicht zu ihrem Aufgabenbereich gehörte und andere Schwerpunkte in ihrer Arbeit hat).
Die eigentliche Ursache der hohen Forderung blieb dennoch unentdeckt: Der monatliche Abschlag
für den Vierpersonenhaushalt war mit 13 Euro im Abrechnungsjahr deutlich zu niedrig angesetzt. Da
der ratsuchenden Familie grundlegendes Wissen zur Energieabrechnung fehlte und die Vorbera-
tung hierzu auch keine Aufklärung leisteten konnte, wiederholte sich das Problem. Der Abschlag im
Folgejahr war ebenfalls zu niedrig angesetzt. Die Folge war eine erneute hohe Nachforderung für
den Zeitraum 2023/2024. Wieder bat die zu Rat gezogene Beratungsstelle das Unternehmen um die
Ratenzahlung. Da das Unternehmen diesmal aber nicht antwortete, wurde die Familie an die Ver-
braucherberatung im Quartier verwiesen.
Unsere umfassende Prüfung der Vertrags- und Abrechnungsunterlagen deckte tiefgreifende Mängel
auf, die weit über den zu niedrigen Abschlag hinausgingen.
Die Familie erhielt mehrere Preisanpassungsschreiben, verstand diese mangels Vorwissens nicht
und konnte nicht entsprechend reagieren. Der bestehende Vertrag wurde nicht gekündigt, obwohl
die letzte Preisanpassung einen hohen Arbeitspreis ankündigte. Die Familie befand sich nun in ei-
ner zwölfmonatigen Vertragsverlängerung zu sehr hohen Tarifen.
Unsere Prüfung ergab, dass die Anpassungsschreiben rechtlich fehlerhaft waren. Darüber hinaus
rechnete der Anbieter in der Jahresabrechnung 2023/2024 mit nicht nachvollziehbaren Preisen ab.
Wir forderten den Energieanbieter zur sofortigen Rechnungskorrektur auf, da die Abrechnung auf
falschen Preisen basierte. Zudem forderten wir zur Stornierung des Ratenplans für 2023/2024 sowie
zur Zinserstattung auf. Nach mehrmaliger Intervention lenkt das Unternehmen ein, korrigiert die
Jahresabrechnung und senkt die Preise bis zum Vertragsende auf die günstigen Konditionen, die
beim Vertragsbeginn vereinbart waren.
Durch die ganzheitliche Bearbeitung des Falles konnten somit folgende Ergebnisse erzielt werden:
• Das Unternehmen erstattete die unrechtmäßig abgebuchten Beträge inkl. Zinsen aus dem Ra-
tenplan.
• Der Abschlag wurde realitätsnah auf 120 Euro festgesetzt.
• Der Vertrag wurde fristgerecht zum Ende 2025 gekündigt und die Familie erhielt unsere Unter-
stützung beim Wechsel zu einem neuen Anbieter.
• Die Höhe der Nachzahlung wurde korrigiert und entsprechend gesenkt.
• Die Familie wurde darin geschult, ihren Verbrauch und die entsprechenden Abschläge künftig
selbst zu berechnen und Abrechnungen zu prüfen.
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Der nachhaltige Erfolg unserer auch präventiven Beratung Selbsthilfe zeigte sich bei der gemeinsa-
men Prüfung der finalen Jahresabrechnung 2024/2025: Der von uns neu berechnete Abschlag
passte exakt zum Verbrauch, sodass keine Nachzahlungen mehr entstanden. Dieser Fall macht
deutlich, dass reine Symptombekämpfung ohne fachliche Detailprüfung zu jahrelangen finanziellen
Belastungen führen kann.
Es lässt sich festhalten, dass wir neben der Rechtsbesorgung auch auf Bildung der Verbraucher:in-
nen im Sinne des zentralen Prinzips „Hilfe zur Selbsthilfe statt reiner Einzelfalllösung“ setzen.
1.3 Inhaltliche Schwerpunkte: Spiegel sozialer Problemlagen
Die thematischen Schwerpunkte der Beratung spiegeln typische Risikolagen im Verbraucheralltag
vulnerabler Gruppen wider:
• Energie: komplexe Vertragsstrukturen, hohe Kostenrisiken
• Alltagsverträge: zunehmende Unsicherheit bei Vertragsabschlüssen
• Telekommunikation und Digitales: stark wachsender Bereich
Diagramm 1: Rechtsbesorgungen (n) nach Thema für Verbraucherberatung im Quartier
Wie man dem Diagramm 1 entnehmen kann, bleibt das Thema Energie mit insgesamt 262 Rechts-
besorgungen zentral in der Quartiersberatung. Die Rechtsvertretungen zu energierechtlichen
258 262
163
31
17 5 5
0
50
100
150
200
250
300
Rechtsbesorgungen
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Anliegen sind nach wie vor durchweg komplex und die Verhandlungen mit Energieversorgern ziehen
sich regelmäßig über mehrere Wochen oder sogar Monate hin (siehe Fallbeispiel 1).
Die Anzahl der Fälle mit dem Thema Alltagsverträge stieg deutlich an (258 Fälle 2025 in Vergleich zu
167 Fälle in 2024). Dasselbe gilt für die Rechtsbesorgungen mit Schwerpunkt Telekommunikation
und Digitales (163 Fälle im Jahr 2025, 96 Fälle im Jahr 2024).
Diagramm 2: Verweis und Auskunft (n) nach Thema für Verbraucherberatung im Quartier
Das Diagramm 2 bildet ab, mit welchen Anliegen Verbraucher:innen uns aufgesucht hatten, ohne
dass es zu Rechtsbesorgung kam, entweder weil wir Ihnen mit Auskunft helfen konnten oder sie in-
tern (z.B. in die Beratungsstelle Köln) oder an andere Organisationen verweisen konnten.
Bei den Auskünften sind die Fragen rund um Alltagsverträge Spitzenreiter. In den meisten Fällen
handelt es sich um Fragen zu Widerrufsrecht, Gewährleistung oder dem Wunsch nach Musterbrie-
fen. Bei dem Thema Energie und Wasser wünschen sich die meisten Verbraucher:innen Informatio-
nen dazu, wie man Strom spart oder Anbieterwechsel vollzieht.
Bei den Verweisen leiten wir am häufigsten die Anfragen zu Mietrecht und Heizkostenabrechnun-
gen an die kompetenten Stellen weiter. Zum ersten Mal hatten wir im Jahr 2025 einige Anfragen zum
Thema Gesundheit. Wir führen dies auf die präventiven Veranstaltungen zur elektronischen Patien-
tenakte. Dank einer guten Kooperation können die Gesundheitsfragen zielgerichtet in den sozialen
Räumen gelotst werden. In Chorweiler arbeiten wir seit einigen Jahren eng mit dieKümmerei und in
Kalk/Humboldt-Gremberg und in Höhenberg-Vingst verweisen wir auf die Kompetenzen von Soli-
Med Köln e.V..
9 6 3
44
0
12
4
50
68
32
12 11 10
4 8 10
0
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50
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Verweis Auskunft
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Diagramm 3: Rechtsbesorgung nach Thema für einzelne Quartiersstandorte (in %)
Chorweiler
Kalk / Humboldt-Gremberg
Höhenberg-Vingst
In den Sozialräumen bleiben die inhaltlichen Beratungsschwerpunkte wie im Jahr zuvor unter-
schiedlich gewichtet.
Höhenberg-Vingst folgt dem allgemeinen Trend. Hier ist das Thema Energie mit 151 (57%) Fällen
der absolute Spitzenreiter in der Beratung, gefolgt von den Themen Alltagsverträge und Telekommu-
nikation und Digitales.
Im Kalk/ Humboldt-Gremberg liegt der inhaltliche Schwerpunkt wie im Vorjahr bei den vertragsbe-
zogenen Konflikten (113 Fälle, 48%). Die Anzahl der Energierechtsfälle ist im Vergleich zum Vorjahr
gestiegen, Telekommunikation und Digitales belegen den dritten Platz.
In Chorweiler/ Blumenberg/ Seeberg-Nord ist das zentrale Thema der Rechtsbesorgung Telekom-
munikation und Digitales (98 Fälle, 40%), den zweiten Platz belegen die Alltagsverträge (27%) und
die Anfragen zur Rechtsbesorgung in energierechtlichen Fragen schaffen „nur“ auf Platz drei (23%).
Der Quartiersansatz ermöglicht es uns, diese Unterschiede gezielt wahrzunehmen und passgenaue
Angebote zu entwickeln (siehe übergeordnetes Ziel 3).
1.4 Wirkung der Rechtsvertretung: Durchsetzung und Befähigung
Die Erfolgskennzahlen zeigen eine hohe Wirksamkeit der Rechtsbesorgung. 88,8 Prozent der Fälle
mit Rechtsvertretung konnten bereits im Jahr 2025 abgeschlossen werden. 10,1 Prozent fanden den
Abschluss im Jahr 2026 und 1,1 Prozent waren zum Zeitpunkt der Berichtserstattung noch nicht zu
Ende geführt.
Von den abgeschlossenen Fällen endeten 84,5 Prozent mit einem positiven Ergebnis. 3,9 Prozent
der Fälle endeten negativ. Das heißt, es war uns nicht möglich, außergerichtlich Recht durchzuset-
zen.
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10,5 % der Fälle musste ohne Ergebnis ad Acta gelegt werden. Dies erfolgt, wenn die Gegenseite
trotz mehrfacher Versuche unsererseits nicht erreichbar bleibt oder die Verbraucher:innen im Ver-
lauf der Fallbearbeitung nicht mehr reagieren. In ersten Fällen klären wir die Verbraucher:innen
über die Möglichkeit, sich ggf. an eine Schlichtungsstelle oder sich mit einem Beratungsgutschein
an eine Anwaltskanzlei zu wenden.
Die von uns beratenden Verbraucher:innen zogen einen direkten wirtschaftlichen Nutzen aus Er-
stattungen, Einsparungen, abgewehrten Forderungen von 38.601,78 Euro. Die höchste Einzeler-
sparnis betrug dabei 7.721,08 Euro und die niedrigste 11,92 Euro.
„Thank you
so much“
Abbildung 2: Dankesnachrichten von Verbraucher:innen
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1.5 Herausforderungen im Beratungsalltag
Kommunikation mit den Ratsuchenden
• Verzögerte Reaktion: Klient:innen reagieren zu spät auf die Nachfragen, sind aus unterschiedli-
chen Gründen zeitweise nicht erreichbar.
• mangelnde Deutschkenntnisse und keine geeigneten Sprachmittler. Unsere Beratung findet aus-
schließlich in der deutschen Sprache statt. Sprachmittlung in Beratungssituationen ist ein sehr
sensibles Thema. Die von den Ratsuchenden mitgebrachten Dolmetscher:innen haben häufig
geringe Kenntnisse über die zu besprechenden Sachverhalte. Daraus erwächst die Notwendig-
keit dem/der Dolmetscher:in das entsprechende Konzept derart zu erklären, dass diese:r es kor-
rekt übersetzt und bei der Übersetzung des Kundenanliegens alle für die qualitätsgesicherte Be-
ratung wesentlichen Punkte mittransportiert werden.
• Sprunghafte Erzählungen: Da die Ratsuchenden oft mit multiplen Problemlagen behaftet sind,
verbinden sie mehrere ihrer Anliegen in einem Beratungsgespräch miteinander.
• Portionierte Wiedergabe der Information: Hierbei handelt es sich um eine andere Art des gestör-
ten Informationsflusses. Die Verbraucher:innen geben nicht alle relevanten Informationen preis,
entweder, weil es Ihnen nicht klar ist oder weil sie es nicht für angebracht halten.
Kommunikation mit der Anbieterseite
• Anbieter antwortet nicht.
• Anbieter nutzt KI für seine Antworten, die sehr allgemein bleiben und nicht speziell auf die Ver-
braucher:innen-Fälle anzuwenden sind. Somit wird der Weg zur lösungsorientierten Kommunika-
tion länger und komplizierter.
• Gegenseite bezieht sich bei ihren Antworten nur auf Teilaspekte der Verbraucheranliegen, was
die Kommunikation in die Länge zieht.
• Gegenseite kommuniziert an uns vorbei direkt mit den Verbraucher:innen, was den Informations-
fluss erneut stört.
Fehlende Kompetenzen
• Organisationsfähigkeit
Viele unserer Ratsuchenden fällt es schwer, den Überblick über ihre Unterlagen zu behalten. Eine
geordnete Ablage der wichtigen Dokumente ist selten.
• Digitale Kompetenzen
An dieser Stelle treten verschiedene Herausforderungen der Digitalisierung im Verbraucheralltag
auf.
Einige Verbraucher.innen schließen online-Verträge ab, sind sich dabei jedoch nicht be-
wusst, dass die Kommunikation mit dem Anbieter ausschließlich durch digitale Kundepor-
tale verläuft.
Viele Verbraucher:innen geben ihre Daten online preis, ohne zu wissen, wofür. Das ist einer
der häufigsten Gründe, der uns in der Beratung zu untergeschobenen Verträgen genannt
wird.
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Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
• Informations- und Wissensmanagement
Nicht selten suchen die Verbraucher:innen unsere Beratung auf, nachdem sie vorher an oft wenig
hilfreichen Stellen Hilfe gesucht haben: ChatGPT, Nachbarn, Bekannte. Selbst die gut gemeinte
Hilfe Dritter kann in einigen Situationen die Sachlage verschlimmern. Aufgrund von Unsicherheit
und geringem Vertrauen in eigene Kompetenzen sind die verletzlichen Verbraucher:innen anfälli-
ger für unseriöse Informations- und Unterstützungsangebote.
• Finanzkompetenz
Oft Ursache für Schulden, besonders im Zusammenhang mit „buy now, pay later“.
• Belastbarkeit
Viele Verbraucher:innen sind aufgrund der multiplen Problemlagen nicht in der Lage in den
Stresssituationen emotional stabil zu bleiben.
• Verbraucherkompetenzen
Um dieser fehlenden Kompetenz entgegenzuwirken, fließen in unsere Beratung Elemente der Bil-
dungsarbeit ein. Immer wieder stellen wir dabei fest, dass bei den meisten Ratsuchenden eng-
maschige Nachbetreuung wünschenswert wäre. Insbesondere wenn es um die Vermeidung von
Energie- und Konsumschulden geht.
Fallbeispiel 2:
Lerncoach 24 und Folgen fehlender Resilienz
Herr H. hat wandte sich telefonisch an die Stadt Köln mit der Bitte um die Zusendung eines Wohn-
geldantrags. Ihm wurde mitgeteilt, dieser wäre im Internet kostenlos zugänglich und leicht über
Google auffindbar. Der Kunde folgte der telefonischen Auskunft, gab „Wohngeldantrag“ in die
Suchmaschine ein, landete allerdings nicht auf der Seite der Stadt Köln, sondern bei der FormULink
GmbH.
Da Herr H. glaubte, auf der richtigen Seite zu sein, gab er arglos seine Daten ein, um das Formular
herunterzuladen. Dass der Service kostenpflichtig sein soll, sieht er nicht. Der Preis steht nur im
Fließtext und ist nicht hervorgehoben. Nach dem Abschließen des Vorgangs erhält der Kunde eine
Zahlungsaufforderung über 179 Euro, fällig in vier Tagen.
Herr H. machte Gebrauch von seinem Widerrufsrecht. Daraufhin bekam er eine Mitteilung per E-
Mail, er hätte auf sein Widerrufsrecht bei Vertragsabschluss verzichtet. Nun war der Kunde gänzlich
verunsichert: Zum einen war er überzeugt, auf der Seite der Stadt Köln einen kostenlosen Antrag
ausgefüllt zu haben; zum anderen waren seine Sprach- und Rechtskenntnisse nicht ausreichend,
um zu verstehen, was ein Verzicht aufs Widerrufsrecht bedeutete.
Die erste Mahnung kam per E-Mal und enthielt Mahngebühren in Höhe von 4,50 Euro. Fünf Tage
später folgte die zweite Mahnung mit einem Betrag von 190 Euro und die Androhung von Inkassoge-
bühren und gerichtlichem Mahnverfahren.
Unser Mandant rief mehrmals FormULink GmbH an, um zu erfahren, wie es zu diesem kostenpflich-
tigen Vertragsabschluss kommen konnte. Am Telefon erhielt er keine Auskunft, auf seine Anfragen
per E-Mail wurde er immer auf das fehlende Widerrufsrecht wegen des Auftrags zur sofortigen Aus-
führung hingewiesen.
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Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
Herr H. bekam auf Grund der ständig steigenden Kosten Angst. Er hatte einen Einbürgerungsantrag
gestellt und wollte keinen Ärger haben, der seine Einbürgerung gefährden könnte. Er ließ sich
scheinbar auf eine Ratenzahlung ein. Eine Ratenzahlungsvereinbarung konnte Herr H. später der
Beraterin nicht vorlegen, wohl aber ein Schreiben von FormULink GmbH, in dem die zweite Rate in
Höhe von 30 Euro plus 5 Euro Ratenzahlungsgebühr verlangt wurde, zahlbar vier Tage nach dem
Ausstellen des Schreibens. Wir gehen davon aus, dass jede Rate mit einer solchen unzulässigen
Gebühr erhöht werden soll. Dieses Schreiben brachte letztendlich Herr H. dazu, unsere Beratung
aufzusuchen.
Der Vertrag wurde seitens der Verbraucherberatung im Quartier umfassend bestritten, Mahngebüh-
ren wurden reklamiert und der Vertragsnachweis gefordert. Zwei Monate nach der ersten Beratung
war der Fall zu Gunsten unseres Mandanten abgeschlossen: Der Vertrag wurde storniert, das be-
reits gezahlte Geld wurde an das Konto von Herr H. überwiesen.
Warum ist dieser Fall so plakativ für unsere Arbeit?
Anbieter wie ForumLink GmbH, Cvneed B.V, SSS-Software Special Service GmbH, PRC Media UG,
Digitaler Post Service – FZCO, 36media GmbH, Müller & Weber B.V. und einige mehr suggerieren
Unterstützung bei der Beantragung von Leistungen. Solche Dienstleister leiten die Anfragen der Ver-
braucher:innen gegen Gebühr an Behörden oder andere Dienstleister weiter. Kunden, die nicht ge-
nau hinschauen, zahlen dann für Leistungen, welche sie auf der offiziellen Seite kostenlos erhalten
hätten, oder erhalten statt des gewünschten Papiers lediglich Informationen zum Ablauf eines An-
tragsverfahrens. Die Verbraucher:innen glauben dabei häufig, auf einer offiziellen Seite zu sein, und
kontrollieren den Inhalt nicht ausreichend, überlesen den im Fließtext genannten Preis.
Verbraucher:innen, welche auf solche Anbieter hereinfallen, kann man manchmal helfen, da die
Seite vielleicht gegen die so genannte Button-Lösung verstößt oder das Widerrufsrecht nicht richtig
umgesetzt wird. Oft sind die Internetseiten so geschickt erstellt, das die genannten Argumente
nicht greifen. Verbraucher:innen stehen dann vor der Entscheidung, die Forderung zu zahlen oder
zu bestreiten (und nicht zu zahlen). In dem einen Fall zahlen sie dann für etwas, dass sie so nicht
wollten, oder wo sie gar nicht erkannt haben, dass die Leistung etwas kosten soll. Im anderen Fall
werden sie regelmäßig durch Mahnungen von Anbieter und Inkassounternehmen beunruhigt und
unter Druck gesetzt. Dass ein Anbieter auch einmal das gerichtliche Mahnverfahren wählt, ist nicht
ausgeschlossen. Es besteht also ein hohes Kostenrisiko.
Verbraucher:innen, die die Forderung unter Vorbehalt gezahlt haben, erhalten in der Regel keine
Rückerstattung, selbst wenn die Anbieter angreifbar sind. Besonders problematisch ist die Rechts-
durchsetzung bei Unternehmen, welche nicht in Deutschland sitzen.
Die Zielgruppe der Verbraucherberatung im Quartier fällt besonders häufig auf solche dubiosen
Anbieter herein. Diese Zielgruppe hat einen hohen Bedarf an Unterstützung beim Ausfüllen von For-
mularen. Wenn sie im Internet Unterstützung zu finden glauben, geben sie oft in Unkenntnis der
Rechtslage Daten ein. Sie können schwierige Texte oft nicht gut lesen und vor allem verstehen.
Aufgrund ihrer finanziellen Mittel, sprachlicher und sonstiger Hürden hat unsere Zielgruppe oft auch
nicht den Mut, die Zahlung zu verweigern, die Forderung zu bestreiten und die Sache auszusitzen.
Die Angst vor höheren Forderungen durch Inkassounternehmen ist zu groß. Oft zahlen die Men-
schen in solchen Fällen lieber. In vielen Fällen besteht auch ein hohes Kosten- und Prozessrisiko.
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Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
Was machen wir?
Aufgrund der teilweise geringen Aussicht auf Erfolg und der besonderen Situation der verletzlichen
Verbraucher:innen haben wir in präventiven Veranstaltungen (KIWI und FluMi) vor diesen Anbie-
tern gewarnt und dringend empfohlen, die Seiten der Diensteanbieter, welche Sie beauftragen wol-
len, gründlich zu überprüfen. Dieser Ansatz wird weiterverfolgt.
Die vorliegende Auswertung aus dem Jahr 2025 zeigt deutlich, dass die Verbraucherberatung im
Quartier es erneut geschafft hat, gleichzeitig auf mehreren Ebenen zu wirken:
• Sicherstellung eines niederschwelligen lebensweltorientierten Zugangs für die Zielgrup-
pen, die klassische Beratungsangebote nicht erreichen
• Durchsetzung des Rechts durch rechtliche Beratung und Vertretung
• Stärkung der Kompetenzen
• flexible Ausrichtung an den Bedarfen der Ratsuchenden
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Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
Übergeordnetes Ziel 2: Kooperative Vernetzung und Synergienutzung vorhan-
dener Strukturen, um die bestehenden Hilfen und Angebote bestmöglich mit-
einander zu vernetzen und die Maßnahmen bedarfsgerechter, passgenauer
und wirkungsvoller auszurichten
Die Verbraucherberatung im Quartier ist nicht als isoliertes Angebot konzipiert, sondern als integra-
ler Bestandteil der lokalen Unterstützungsstrukturen. Ziel ist es, die vorhandenen Angebote in den
Sozialräumen so aufeinander abzustimmen, dass Ratsuchende schnell, passgenau und ohne Um-
wege die passende Unterstützung erhalten. Gleichzeitig übernimmt die Verbraucherberatung im
Quartier eine Lotsenfunktion, indem sie Bedarfe erkennt, weitervermittelt und strukturelle Versor-
gungslücken sichtbar macht. Dafür ist es notwendig, dass die sozialen Akteur:innen sich vernetzen
und Zugangswege bündeln.
2.1. Einbindung in sozialräumliche Netzwerke
Nach über zehn Jahren ist die Verbraucherberatung im Quartier ein fest etablierter Bestandteil der
Unterstützungslandschaft in den Sozialräumen. Wir arbeiten besonders eng mit den vier Sozial-
raumkoordinationsstellen: Höhenberg-Vingst, Kalk, Humboldt-Gremberg und Chorweiler zu-
sammen. Durch diese sind wir an die Arbeitskreise in den Quartieren angebunden und können uns
mit unserer Expertise einbringen. Weitere enge Partnerschaft pflegen wir mit den Kooperations-
partner, deren Räumlichkeiten wir in den Sozialräumen nutzen (siehe 1.1).
Durch die Teilnahme an den Runden Tischen, Sozialraumkonferenzen und diversen Arbeitsgruppen
bleibt das Beratungs-Team in einem engen und produktiven Kontakt mit den Akteur:innen vor Ort.
Tabelle 3: Regelmäßige Arbeitskreise nach Sozialräumen
Kalk,
Hum.-Grem.
Höhenberg
Vingst
Bezirk Kalk
(sozialraumübergreifend)
Chorweiler,
Blumenberg,
Seeberg-Nord
AK Geflüchtete AK Geflüchtete Ost RT Senioren RT Se nioren
RT Humboldt-
Gremberg AK Bildung Dialog der Kulturen AK Seeberg-Nord
Stadtteilkonferenz Sozialraumkonferenz AK Beratung AK Chorweiler
RT Quartiers-
entwicklung Kalk AK Chorweiler-Nord
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Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
Diese regelmäßige Teilnahme ermöglicht:
• frühzeitige Wahrnehmung von Problemlagen im Quartier,
• direkte Abstimmung mit anderen Hilfsangeboten,
• eine kontinuierliche Weiterentwicklung der eigenen Angebote entlang realer Bedarfe.
Die regelmäßige Teilnahme an lokalen Gremien schafft zudem Vertrauen und fördert die gegensei-
tige fachliche Ergänzung der Akteur:innen.
In der sozialräumlichen Netzwerkstruktur übernehmen wir eine doppelte Rolle: als spezialisierte
Fachstelle für Verbraucherrecht und als vermittelnde Instanz im Hilfesystem (Lotsenfunktion). Ge-
rade für vulnerable Zielgruppen ist diese koordinierende Funktion entscheidend, da sie häufig
Schwierigkeiten haben, sich im bestehenden Hilfesystem zu orientieren.
2.2. Instrumente der Zusammenarbeit
Ergänzend zur Gremienarbeit nutzt die Verbraucherberatung im Quartier verschiedene Formate, um
die Vernetzung zu vertiefen und Wissen zu transferieren.
Individueller Austausch
Der direkte Kontakt zu einzelnen Akteur:innen (z. B. Jobcenter, Bezirksvertretungen oder Einrichtun-
gen) ermöglicht:
• gezielte Fallabstimmungen,
• schnelle Reaktionen auf aktuelle Problemlagen,
• sowie die Erschließung neuer Zielgruppen.
Austausch mit einzelnen Akteur:innen ist vor allem dann wichtig, wenn diese nicht an den
Arbeitskreisen und runden Tischen regelmäßig beteiligt sind.
Schulungen und Infoveranstaltungen für Kooperationspartner:innen
Für Multiplikator:innen werden bedarfsorientiert Schulungen, Fachinputs und Informationsveran-
staltungen angeboten. Diese stärken die Verbraucherkompetenz innerhalb der Unterstützungs-
strukturen und tragen dazu bei, dass Problemlagen frühzeitig erkannt und richtig eingeordnet wer-
den können.
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Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
Padlets in den Sozialräumen
Wir versorgen Padlets der Sozialraumkoordination Höhenberg-Vingst, der Seniorenarbeit im Bezirk
Kalk sowie Seniorenkoordination Chorweiler niederschwellig mit relevanten Informationen zu Ver-
braucherthemen. Dieses Format wirkt sehr nachhaltig und wird mit Dankbarkeit angenommen.
Abbildung 3: Veröffentlichungen der ViQ auf dem Padlet der Sozialraumkoordination HöVi
Newsletter Verbraucherberatung im Quartier
Seit März 2025 erscheinen die Newsletter der Verbrau-
cherberatung im Quartier wieder monatlich. Wir infor-
mieren dabei über die wichtigen Themen des Bera-
tungsalltags, gehen auf die Besonderheiten in den So-
zialräumen ein und machen auf die Veranstaltungen
der Verbraucherzentrale NRW aufmerksam.
Abbildung 4: Newsletter August 2025 der ViQ Köln
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Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
2.3. Präsenz im Quartier
Ein zentrales Element unseres aufsuchenden Ansatzes ist die aktive Präsenz im Sozialraum. Durch
Stadtteilfeste, Aktionen und Informationsstände sind wir sichtbar, ansprechbar und niedrigschwel-
lig erfahrbar.
Im Jahr 2025 führten wir insgesamt 16 Aktionen vor Ort durch und erreichten dabei 1.137 Besu-
cher:innen. Unsere Teilnahme an einigen Veranstaltungen wird bereits seit Jahren von den Koope-
rationspartner:innen erwartet und sehr geschätzt.
Tabelle 4: Regelmäßige Teilnahme an Aktionen in Sozialräumen
Kalk, Humboldt-Gremberg
Höhenberg/ Vingst
Chorweiler, Blumenberg,
Seeberg-Nord
Elternsprechtag Adolph-Kol-
ping-Schule
Marktstand mit der Infobox
vier Mal im Jahr Seniorenmesse VielfALT
Sommerseniorenfest Kalk Aktionsstand bei Höviland Bezirksfest Chorweiler
Nachbarschaftsfest
Passauer Straße
Nachbarschaftsfest Chor-
weiler
Mittsommerfest Tag der Nachbarschaft
Nachbarschaftsfest Weima-
rer Straße
Diese Formate erfüllen mehrere Funktionen gleichzeitig:
• direkter Zugang zu den Zielgruppen,
• Vertrauensaufbau außerhalb klassischer Beratungssituationen,
• Verknüpfung von Information, Prävention und konkreter Beratung.
Abbildung 5: Nachbarschaftsfest Chorweiler Nord | Aktionsstand mit
Quiz zum Thema Lebensmittel
Abbildung 6: Markt HöVi | Infotand zum Thema Demo-
kratie
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Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
Neben den regelmäßigen Veranstaltungen werden wir von den Akteur:innen vor Ort auch für neue
oder einmalige Formate angefragt. Im Sozialraum Höhenberg-Vingst wurde 2025 im Rahmen der AK
Bildung ein neues Format – Tisch der Kulturen – entwickelt. Wir nahmen daran teil und informier-
ten zum Thema Trinkwasser.
Im Kalk konnten wir 2025 unsere Teilnahme am Kalk-Fest wiederaufnehmen.
Inhaltlich richtet die Verbraucherberatung im Quartier ihre Aktionen und Aktionsstände wie oben
beschrieben meist an den aktuellen Themen und Anlässen in jeweiligen sozialen Räumen aus.
Tisch der Kulturen
Dieses Format wurde von der Sozialraumkoordi-
naton Höhenberg- Vingst ins Leben gerufen, um
einen Ort im Stadtteil – Hesshofplatz - anspre-
chend zu gestalten und seine Nutzung für die
Bewohner:innen der umliegender Häuser attrak-
tiv zu machen. Das zentrale Thema des Festes
waren Demokratie und Vielfalt. Für das Zusam-
mentreffen der unterschiedlichsten Menschen
im Viertel und das gemeinsame Verbleiben am
Hesshofplatz sorgten das gemeinsame Essen
und Spiel- und Kreativangebot für Groß und
Klein. In den vorangegangenen Wochen startete
die Sozialraumkoordination mit der Refill-Aktion
Abbildung 8: Markt HöVi | Infostand zum Thema Faire
Woche
Abbildung 7: Elternsprechtag | Infostand zum Thema Rechtsirrtümer
Abbildung 9: Tisch der Kulturen | Aktionsstand zum Thema Infu-
sed Water
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Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
in den Stadtteilen und stellte fest, dass es bei vielen Einrichtungen die Skepsis gegenüber der Trink-
barkeit des Leitungswassers sehr groß war, weshalb viele sich nicht trauten, den Refill-Punkt anzu-
bringen. Im Rahmen des Arbeitskreises baten die Koordinatorinnen uns um Unterstützung, daraus
entstand die Idee für unseren Aktionsstand bei dem Tisch der Kulturen. Wir boten Infused Water an
und kamen so mit den durstigen Besucher:innen in den Austausch zu Leitungswasser, dessen
Trinkbarkeit und Möglichkeiten das „langweilige Trinkwasser“ aufzupeppen. Dank sommerlichen
Temperaturen war diese Aktion ein Riesenerfolg mit mehreren Nachhaltigkeitsdimensionen, sowohl
für durstige Besuchende als auch für die Refill-Aktion im Stadtteil.
Dieses neue Format zeigt exemplarisch, wie Netzwerkarbeit in konkrete, bedarfsorientierte
Angebote übersetzt wird.
Kalk-Fest
Unter dem Titel „Fakt oder Fake? Teste dein Verbraucherwissen!“ konnten Interessierte spielerisch
prüfen, wie gut sie sich im Dschungel des Verbraucherrechts auskennen. Anhand von sechs alltäg-
lichen Behauptungen - wie etwa der Aussage: „im Laden gekaufte Sachen kann ich immer umtau-
schen“ – durften die Besuchenden entscheiden, ob es sich um einen Fakt oder einen vermeintli-
chen Fake handelt. Die identifizierten Falschaussagen konnten dann buchstäblich mit einem Wurf-
sack „abgeworfen“ werden.
Abbildung 10: Kalk-Fest | Aktionsstand zum Thema Rechtsirrtümer
In lebhaften Gesprächen tauschten sich die Teilnehmenden über ihre eigenen Erfahrungen aus und
knobelten gemeinsam über ihre Rechte im Alltag. Die Mitarbeitenden der Verbraucherberatung im
Quartier begleiteten das Spiel und standen durchgehend als Ansprechpersonen zur Verfügung.
Am Ende des Tages kamen wir so mit vielen Menschen aus dem Veedel ins Gespräch. Wir konnten
direkt vor Ort erste rechtliche Fragen von Ratsuchenden klären und ganz praktisch auf unser regulä-
res Beratungsangebot in Kalk aufmerksam machen.
Hier zeigt sich Erfolg besonders im Sinne des Quartiersansatzes:
Menschen wurden erreicht, die klassische Beratungsangebote nicht aktiv aufsuchen würden.
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Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
2.4. Neue Kooperationen in den Sozialräumen
Die Netzwerkarbeit ist dynamisch und wird kontinuierlich ausgebaut. Im Berichtsjahr konnten neue
Kooperationen initiiert werden, u. a.:
• Die Grundschule Grünberg Kalk sollte zu einem Familienzentrum werden und hatte Interesse an
unseren Angeboten für die jungen Familien. Wir konnten zeitnah nach dem ersten Austausch ei-
nen Workshop zum Thema Verträge anbieten.
• Aus dem AK Geflüchtete Kalk kam die Anfrage der Unterkunft Kapellen Straße, den Bewohner:in-
nen Grundkenntnisse zu Vertragsabschlüssen zu vermitteln. Nach dem entsprechenden Vortrag
hatten wir eine gut funktionierende Verweisstruktur mit den zuständigen Sozialarbeitenden auf-
gebaut.
• Kalk Solidarisch – eine Stadtteilgemeinschaft, die zu steigenden Mieten, nicht gezahlten oder zu
geringen Löhnen, Sanktionen beim Bürgergeld oder Einschränkungen gegen Menschen ohne
deutschen Pass berät.
• TONI Kalk – Treffpunkt Organisierte Nachbarschaft.
• Kindernöte e.V. in Chorweiler. Wir planen für das Jahr 2026 eine Veranstaltungsreihe für Eltern.
Diese neuen Verbindungen ermöglichen uns:
• Zugang zu bisher schwer erreichbaren Zielgruppen,
• sowie eine thematische Erweiterung der Angebote (z. B. Ernährung).
Gleichzeitig wird durch gezielte Information der Partner:innen sichergestellt, dass: verbraucher-
rechtliche Fragestellungen frühzeitig erkannt und an die Verbraucherberatung weitergeleitet wer-
den
Die kooperative Vernetzung ist im Sozialraum ein zentraler Hebel zur Zielerreichung (siehe Kapi-
tel1) ist. Sie ermöglicht effizientere Nutzung vorhandener Ressourcen, zielgerichtete Unterstüt-
zung und eine nachhaltige strukturelle Verankerung unseres Angebotes. Die Verbraucherbera-
tung im Quartier wirkt dabei als Fachstelle, als Vermittlerin und als Impulsgeberin für neue Ange-
botsstrukturen.
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Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
Übergeordnetes Ziel 3: Präventiv tätig werden und durch Bildung und Informa-
tion dazu beitragen, dass bestimmte Probleme im Verbraucheralltag gar nicht
erst auftreten und das Selbsthilfepotential gestärkt wird
Das präventive Angebot der Verbraucherberatung im Quartier richtet sich nicht nur an die Bewoh-
ner:innen der Quartiere Chorweiler/ Blumenberg/ Seeberg-Nord, Kalk/Humboldt-Gremberg und
Höhenberg-Vingst, sondern alle 15 Kölner Sozialraumkoordinationsgebiete.
3.1. Präventive Veranstaltungen: Themen und Zielgruppen
Tabelle 5: Präventions- und Bildungsarbeit vor Ort für Quartier gesamt und je Sozialraum
Art des Angebots Sozialraum Aktionen (n) Teilnehmende (n)
Vorträge, Bildungseinheiten Gesamt 17 236
Chorweiler 6 73
Höhenberg-Vingst 4 40
Kalk, Hum.-Grem. 5 73
Sozialraumübergreifend 2 50
Info- und Aktionsstand Gesamt 16 1.137
Chorweiler 4 535
Höhenberg-Vingst 9 375
Kalk, Hum.-Grem. 3 227
Infovortrag, Schulung für
Multiplikator:innen
Gesamt 3 33
Chorweiler 1 6
Höhenberg-Vingst 1 12
Kalk, Hum.-Grem, 1 15
Vortrag Gesamt 12 172
Chorweiler 4 39
Höhenberg-Vingst 5 56
Kalk, Hum.-Grem. 1 8
Sozialraumübergreifend 2 69
Gesamt 48 1.548
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Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
Im Berichtsjahr konnte in jedem Sozialraum jeweils eine Multiplikator:innen-Schulung durchgeführt
werden. Durch die intensive Vernetzung mit lokalen Einrichtungen und Akteur:innen gelingt es uns,
Bedarfe frühzeitig zu erkennen und zielgerichtete Angebote zu entwickeln.
Insgesamt führten wir 29 präventive Veranstaltungen mit 408 Verbraucher:innen durch.
Die Mehrzahl der Angebote befasste sich mit dem allgemeinen Verbraucherrecht In 14 Veranstal-
tungen mit insgesamt 206 Teilnehmenden wurden unter anderem das Zustandekommen von Ver-
trägen, Widerrufsrechte, Gewährleistungsansprüche sowie Fragen rund um Online-Shopping und
digitale Bezahldienste behandelt. Die hohe Nachfrage bestätigt den Bedarf an alltagsnaher Ver-
braucherbildung und frühzeitiger Aufklärung.
Sieben Veranstaltungen widmeten sich dem Thema Energie. Insgesamt 82 Teilnehmende lernten
dabei, Stromrechnungen besser zu verstehen, Abschlagszahlungen zu überprüfen und passende
Energieanbieter auszuwählen. Gerade in Zeiten steigender Energiekosten zeigt sich, wie wichtig
niedrigschwellige Informationsangebote für Verbraucher:innen im Quartier sind.
Ein weiteres Schwerpunktthema war die elektronische Patientenakte. An fünf Veranstaltungen
nahmen insgesamt 101 Personen teil. Dabei zeigte sich deutlich die Bedeutung der engen Zusam-
menarbeit mit Multiplikator:innen im Sozialraum: Während das Thema zunächst nur geringe Reso-
nanz fand, stieg das Interesse in der zweiten Hälfte des Berichtsjahres deutlich an, nachdem Multi-
plikator:innen verstärkt auf den Informationsbedarf hingewiesen hatten.
Abbildung 11: Workshopbegleitendes Infomaterial zum Thema
Energie
Abbildung 12: Infoblatt: der ViQ | ePa einfach erklärt
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Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
Die Themen Finanzen (zwei Vorträge) und Wohnen (eine Veranstaltung) erreichten insgesamt 19
Personen. Gleichwohl sehen wir in diesen Bereichen weiterhin einen hohen Unterstützungs- und
Informationsbedarf. Wir streben weitere Gespräche mit Multiplikator:innen an, um die Themen an
die schwer erreichbaren Zielgruppen wie Jugendliche zu bringen.
Mit unseren Präventionsangeboten erreichten wir im Berichtsjahr insbesondere Menschen mit Mig-
rationshintergrund (elf Veranstaltungen). Acht Veranstaltungen richteten sich an alle Verbrau-
cher:innen, fünf an Senior:innen, vier an Familien und eine Veranstaltung speziell an Jugendliche.
Damit orientieren sich unsere Angebote konsequent an den Bedarfen der jeweiligen Zielgruppen
und Sozialräume.
3.2. Angebotsbeispiele aus der Präventionsarbeit
Die folgenden Beispiele verdeutlichen, wie der quartiersbezogene Ansatz der Verbraucherarbeit in
der Praxis umgesetzt wird.
Aufgeweckte Jugendliche: Stromverträge als Thema der Verselbstständigung
Im Rahmen eines Straßenfestes in der Passauer Straße kamen junge Erwachsene aus einer
Wohneinrichtung aktiv auf uns zu. Sie berichteten, dass sie im kommenden Jahr erstmals eigen-
ständig Stromverträge abschließen müssten und große Unsicherheit im Umgang mit diesem Thema
hätten. Bislang hatten sie sich damit nie befassen müssen und sorgten sich, wichtige Aspekte zu
übersehen.
Die jungen Menschen kannten unsere Angebote bereits von anderen Stadtteilfesten und verbanden
unsere Präsenz im Quartier mit verlässlicher und niedrigschwelliger Unterstützung. Sie fragten ge-
zielt an, ob wir eine Informationsveranstaltung für die Bewohner:innen ihrer Einrichtung anbieten
könnten.
Drei Monate später konnte die Veranstaltung umgesetzt werden. Thematisiert wurden unter ande-
rem:
• Abschluss und Kündigung von Stromverträgen
• Unterschiede zwischen Grundversorgung und Sonderverträgen
• Abschlagszahlungen und Jahresabrechnungen
• typische Kostenfallen bei Energieverträgen
Erste eigene Wohnung: Welche Verträge muss ich abschließen?
Im Berichtsjahr bearbeiteten wir mehrere Fälle hoher Stromnachzahlungen in der Grundversorgung.
Betroffen waren vor allem Verbraucher:innen, die aus Unterkünften für Geflüchtete in ihre erste ei-
gene Wohnung gezogen waren. Vielen war nicht bewusst, dass sie eigenständig einen Stromvertrag
abschließen, beziehungsweise einen Zähler anmelden müssen. Häufig fehlten grundlegende Kennt-
nisse über:
• das System der Stromversorgung,
• Grundversorgung und Sonderverträge,
• Abschlagszahlungen und Jahresabrechnungen.
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Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
Aus unserer Sicht bestand hier ein erheblicher Präventionsbedarf. Der Zugang zu der Zielgruppe er-
wies sich allerdings als sehr herausfordernd.
Letztlich konnte eine Veranstaltung in einem Wohnheim für Geflüchtete in Köln-Lindweiler unter
der Trägerschaft von Linoclub – Das soziale Zentrum e.V. durchgeführt werden.
Aus dem Austausch entwickelte sich unmittelbar weiterer Informationsbedarf, sodass anschlie-
ßend eine zusätzliche Veranstaltung zum Thema SCHUFA und Scoring realisiert wurde.
3.3. Prävention trotz sprachlicher Barriere
Unsere Beratungs- und Präventionsangebote werden aus rechtlichen Gründen ausschließlich in
deutscher Sprache durchgeführt.
Um dennoch einen niedrigschwelligen Zugang zu ermöglichen, greifen wir in der Präventionsarbeit
erfolgreich auf die sprachlichen Kompetenzen unserer Kooperationspartner:innen zurück. Durch
diese Zusammenarbeit können Sprachbarrieren reduziert und Inhalte verständlich vermittelt wer-
den.
Im Berichtsjahr konnten wir erstmals eine Veranstaltung realisieren, die gleichzeitig in drei Spra-
chen gedolmetscht wurde. Dies verdeutlicht:
• die sprachliche Vielfalt der Zielgruppen,
• die Bedeutung lokaler Netzwerke sowie
• den hohen Stellenwert vertrauensvoller Kooperationen im Quartier
Präventive Verbraucherarbeit ist trotz ihrer hohen gesellschaftlichen Relevanz mit zahlreichen Her-
ausforderungen verbunden.
Zentrale Herausforderungen:
• Offene Veranstaltungen werden häufig nur begrenzt angenommen.
• Die Gewinnung von Kooperationspartner:innen erfordert oftmals intensive persönliche
Gespräche.
• Materialien und Veranstaltungsformate müssen zielgruppenspezifisch angepasst wer-
den.
• Besonders vulnerable Gruppen sind oft nur schwer erreichbar.
Gleichzeitig bestätigt die praktische Arbeit den Mehrwert des quartiersbezogenen Ansatzes:
• Verbraucher:innen werden in ihrem direkten Lebensumfeld erreicht.
• Vertrauen entsteht durch kontinuierliche Präsenz vor Ort.
• Lokale Netzwerke ermöglichen bedarfsgerechte Angebote.
• Niedrigschwellige Formate stärken langfristig die Handlungskompetenz der Verbrau-
cher:innen.
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Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
Übergeordnetes Ziel 4: Sensor- und Frühwarnfunktion
Eine verbraucherpolitische Aufgabe der "Verbraucherberatung im Quartier" ist es, verbraucher-
rechtliche Fallstricke und dubiose Geschäftspraktiken frühzeitig zu erkennen und die Sozialraum-
bewohner:innen zeitnah zu informieren. Wir übernehmen dabei eine wichtige Schnittstellenfunk-
tion zwischen Verbraucher:innen, sozialen Einrichtungen, Multiplikator:innen und den Fachabtei-
lungen der Verbraucherzentrale NRW. Auffälligkeiten werden häufig entweder in den Sprechstun-
den sichtbar oder durch Multiplikator:innen und Kooperationspartner:innen an uns herangetragen.
Gerade durch die kontinuierliche Präsenz in den Sozialräumen und die vertrauensvolle Zusammen-
arbeit mit lokalen Netzwerken können problematische Entwicklungen oftmals früh erkannt werden.
Auf dieser Grundlage entwickelt die Verbraucherberatung im Quartier zielgruppenspezifische Prä-
ventionsmaßnahmen, bereitet komplexe Sachverhalte in einfacher Sprache auf und informiert die
Fachreferate der Verbraucherzentrale NRW im Rahmen der Marktbeobachtung über aktuelle Ent-
wicklungen und problematische Geschäftspraktiken. Ziel ist es, Verbraucher:innen möglichst früh-
zeitig zu sensibilisieren und insbesondere vulnerable Gruppen vor finanziellen Schäden zu schüt-
zen.
Die folgenden Beispiele verdeutlichen die praktische Umsetzung dieser Sensor- und Frühwarnfunk-
tion.
Chorweiler / Untergeschobene Vodafone-Verträge
Von ihrem Ausmaß an Betroffenen und Dreistigkeit des Verursachers ist das der größte Fall, den wir
2025 begleitet haben. Im Februar 2025 wandte sich eine Mitarbeiterin einer anderen Beratungs-
stelle an die Verbraucherberatung im Quartier, nachdem ihre Klientin eine Auftragsbestätigung und
Rechnung von Vodafone West erhalten hatte, obwohl sie den darin genannten Vertrag „Vodafone
TV Connect Start“ nie abgeschlossen hatte.
Bei der Prüfung fiel auf, dass mehrere personenbezogene Daten nicht mit den Angaben der Be-
troffenen übereinstimmten:
• falscher Vorname,
• abweichende E-Mail-Adresse,
• falsche Telefonnummer.
Es wurde deutlich, dass es sich um einen untergeschobenen Vertrag handelte. Das Vertragsverhält-
nis konnte gegenüber dem Anbieter erfolgreich rückabgewickelt werden. Gegenüber der Mandantin
wurden keine Forderungen geltend gemacht.
Während der Beratung erzählte die Klientin, ihre Nachbarin habe auch so einen Vertrag mit falschen
Daten. Die Verbraucherberaterin wurde hellhörig, sie sprach die Fälle in allen Arbeitskreisen an und
bat um die Aufmerksamkeit und die Weiterleitung der Fälle, wenn solche gemeldet werden.
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Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
In den folgenden Wochen meldeten sich zahlreiche weitere Betroffene mit nahezu identischen Fäl-
len. Auffällig war:
• Alle Betroffenen wohnten in den Hochhäusern am Liverpooler Platz 1–5.
• Viele der Ratsuchenden waren ältere, überwiegend russischsprachige Menschen.
• Zahlreiche Fälle wurden über zwei lokale Organisationen vermittelt.
Wir verfassten mit Hilfe der Multiplikator:in-
nen einen Flyer in vier Sprachen: Deutsch,
Türkisch, Arabisch und Russisch und verteil-
ten diese zusammen mit einer Multiplikato-
rin in den Hochhäusern.
Zusätzlich wird der Flyer auf der Seite chor-
weiler-panorama.de veröffentlicht, einer pri-
vaten „Initiative von einigen engagierten Be-
wohnern des Bezirks Chorweiler“.
Parallel dazu fand ein Austausch mit der Po-
lizei Köln statt. Diese empfahl, die Betroffe-
nen gezielt zur Erstattung von Strafanzeigen
zu ermutigen. Nach unserem Kenntnisstand
machten hiervon jedoch nur zwei Personen
Gebrauch.
Später stellte der betroffene Anbieter selbst
fest, dass sämtliche beanstandeten Ver-
träge auf denselben Vertriebspartner zu-
rückzuführen waren.
Noch ein Jahr nach der Flyeraktion erreichen
uns Fälle von Verbraucher:innen, die auf-
grund der untergeschobenen Verträge In-
kassoforderungen erhalten.
Der Fall verdeutlicht exemplarisch:
• die Bedeutung frühzeitiger Warnhinweise aus dem Sozialraum,
• die zentrale Rolle vertrauensvoller Netzwerke,
• die Notwendigkeit mehrsprachiger Präventionsarbeit,
• die besondere Vulnerabilität älterer und sprachlich benachteiligter Verbrauchergruppen.
Gleichzeitig zeigt das Beispiel eindrücklich, wie wirksam quartiersbezogene Verbraucherarbeit sein
kann, wenn Informationen schnell, niedrigschwellig und zielgruppengerecht verbreitet werden.
Abbildung 13: Warnflyer | Untergeschobene Vodafone-Verträge
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Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
Erdgasumstellung im Kölner Norden
Ab Juli 2025 schritt die Erdgasumstellung in Köln linksrheinisch fort: von Nippes über Niehl bis nach
Chorweiler, Fühlingen, Blumenberg und Worringen. In diesem Zusammenhang machten wir - wie
bereits 2024 rechtsrheinisch - die Verbraucher:innen vor Ort frühzeitig über mögliche Risiken und
typische Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Umstellung aufmerksam. Im Mittelpunkt der
Aufklärung standen insbesondere folgende Hinweise:
• Für die technische Anpassung vorhandener Geräte dürfen Verbraucher:innen keine Rechnungen
erhalten.
• Nur eindeutig legitimierte Mitarbeitende der Erdgasumstellung sollten Zugang zur Wohnung er-
halten.
Zur Unterstützung entwickelten wir einen Infor-
mationsflyer in einfacher und verständlicher
Sprache. Dieser wurde über die Sozialraumko-
ordination sowie die Bezirksvertretung Chorwei-
ler weiterverbreitet.
Das Beispiel zeigt, wie die Verbraucherberatung
im Quartier technische und infrastrukturelle
Veränderungen frühzeitig aufgreift und präven-
tiv begleitet, bevor daraus größere Problemla-
gen entstehen.
Vermeintlich kostenlose Dienstleistungen online
Wie im Fallbeispiel 2 beschrieben, setzten wir uns im Berichtsjahr oft mit den Forderungen aus den
vermeintlich kostenlosen Dienstleistungen auseinander und entwickelten daraus einen Informa-
tionsformat für Multiplikator:innen und Verbraucher:innen. Dabei erklärten wir die Vorgehensweise
an konkreten Beispielen, ließen Raum für den persönlichen Austausch und schauten gemeinsam
mit den Teilnehmenden sowohl die offiziellen Seiten als auch die kostenpflichtigen Alternativen an,
um ganz praktische Tipps zu geben.
Abbildung 14: Infoflyer der ViQ | Erdgasumstellung
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Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
Kostenlose Beilage im Kölner Stadtanzeiger. Zusammenarbeit mit der Präventionsstelle der
Polizei
Auf diese Thematik wurden wir von der Präventionsstelle der Polizei Köln angesprochen: „Verkaufen
Sie Ihre Sachen für bares Geld!“ oder „Wir zahlen für Pelze & Nerze bis zu 10.000 Euro“: Mit solchen
Slogans locken Inserate, Handzettel und Beilagen, farbenfroh und vollgepackt mit Bildern von Gold,
Pelzmänteln, Handtaschen und Hüten. Oft wird ein vermeintlich zeitlich begrenztes Angebot ange-
priesen („Aktion nur 6 Tage gültig“), das suggeriert, schnell handeln zu müssen. Versprochen wird
eine „seriöse Abwicklung“ und sofortige Barauszahlung. Doch zwischen all den Bildern und Ver-
sprechen versteckt sich die eigentliche Botschaft: „Bieten Sie uns alles an! Nur in Verbindung mit
Gold.“ Angesprochen fühlen sich häufig ältere Bürger:innen, die Antiquitäten, Pelze und andere
Wertgegenstände aus ihrem Besitz gerne verkaufen möchten. Verlockend scheint da, wenn Anbie-
ter sogar noch mit „kostenlosen Hausbesuchen bis 80 km“ und Beratungsterminen vor Ort werben
– vermeintlich ein Service, um weniger mobilen Menschen entgegenzukommen.
Eine Prüfung durch die Verbraucherzentrale ergab, dass das oben genannte Angebot keine Rechts-
verstöße enthielt, die angreifbar wären. Daher entschieden wir uns gemeinsam mit der Polizei Köln
für einen präventiven Informationsansatz.
Über Newsletter sowie unsere Informationskanäle sensibilisierten wir Verbraucher:innen dafür, An-
gebote kritisch zu prüfen, sich nicht unter Zeitdruck setzen zu lassen und keine vorschnellen Ent-
scheidungen zu treffen.
Abbildung 15: Aufruf der Polizei Köln
Besonders große Unterstützung erhielten wir dabei aus den Senior:innennetzwerken Köln. Von dort
kam zugleich eine sehr positive Resonanz seitens der Verbraucher:innen.
Das Beispiel zeigt, dass Verbraucherberatung nicht nur auf rechtliche Interventionen angewiesen
ist. Gerade in rechtlichen Graubereichen kommt der präventiven Sensibilisierung und Verbraucher-
bildung eine besondere Bedeutung zu.
Die enge Zusammenarbeit mit Multiplikator:innen, sozialen Einrichtungen, lokalen Netzwerken,
Polizei und kommunalen Akteur:innen ermöglicht es, problematische Entwicklungen frühzeitig
zu erkennen und zielgerichtet darauf zu reagieren.
Gleichzeitig zeigt sich, dass insbesondere vulnerable Verbrauchergruppen von niedrigschwelli-
ger, mehrsprachiger und lebensweltorientierter Verbraucherinformation profitieren.
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Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
Übergeordnetes Ziel 5: Entwicklung von Strategie und Ansatzpunkten zur Er-
höhung der Reichweite mit dem Ziel, eine präventive Wirkung des aufsuchen-
den Arbeitsansatzes in allen 15 Kölner Sozialräumen zu entfalten
Der Abbau von Zugangshürden und die Sicherstellung von Teilhabe der Verbraucher:innen in allen
Kölner Sozialräumen sind ein weiterer Schwerpunkt.
5.1. Ausbau der Reichweite durch Netzwerkarbeit
Präsenz in lokalen Gremien und Arbeitskreisen
Um Verbraucherinformationen möglichst breit in die Stadtgesellschaft zu tragen, beteiligen wir uns
aktiv an Bezirksgremien, Arbeitskreisen und lokalen Netzwerken in den Kölner Sozialräumen (vgl.
Tabelle 2)
Diese kontinuierliche Präsenz ermöglicht es,
• Informationen zielgerichtet weiterzugeben,
• frühzeitig auf Missstände aufmerksam zu machen,
• Verbraucherwarnungen zu verbreiten sowie
• Bedarfe aus den Sozialräumen unmittelbar aufzunehmen.
Multiplikator:innen übernehmen dabei eine zentrale Rolle. Sie fungieren als Vertrauenspersonen
vor Ort und tragen dazu bei, dass Informationen auch Verbraucher:innen erreichen, die klassische
Beratungsangebote häufig nicht in Anspruch nehmen.
Digitale und Print-Angebote
Ergänzend zur persönlichen Netzwerkarbeit nutzen wir monatliche Newsletter und die im Kapitel 2
genannten Padlets, um Informationen mit größerer Reichweite zu verbreiten.
Darüber hinaus werden Informationsmaterialien – abhängig von der jeweiligen Thematik – bezirks-
weit oder stadtweit in Printversion zur Verfügung gestellt.
5.2. Bildungsangebote in allen Kölner Sozialräumen
Im Berichtsjahr konnten wir zu diesem Zweck zwei neue Kooperationen aufbauen.
So wurde gemeinsam mit Machbarschaft Peterhof e.V. ein Workshop zum Thema Verträge für ein
internationales Frauencafé durchgeführt.
Aus dem Arbeitskreis Geflüchtete Kalk-Ost entstand eine Zusammenarbeit mit Erfolg e.V., einem
Verein für Integration, persönliche Entwicklung und kulturellen Austausch.
Im Rahmen dieser Kooperation konnten kurzfristig zwei Veranstaltungen realisiert werden:
• ein Vortrag zum Thema Verträge sowie
• ein Workshop zum Thema „Stromrechnung verstehen“.
Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e.V. 34 | 49
Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
Die Vermittlung von Informationen, Schulungen und Angebotsvernetzung erreichen auch Multi-
plikator:innen und Menschen jenseits der drei Sozialräume, in denen wir vorrangig unterwegs
sind.
Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e.V. 35 | 49
Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
Übergeordnetes Ziel 6: Identifizierung von strukturellen Problemlagen, Lü-
cken im Hilfesystem, Handlungsempfehlungen an die Stadt Köln
Ein wesentliches Ziel der quartiersbezogenen Verbraucherarbeit besteht nicht nur in der individuel-
len Beratung und Prävention, sondern auch in der frühzeitigen Identifikation struktureller Problem-
lagen im Alltag von Verbraucher:innen.
Formularhilfe und Scam-Dienstleister
Das Thema bleibt zentral. Zu den sprachlichen Hürden beim Ausfüllen der behördlichen Formulare
gesellt sich in vielen Bereichen die geringe digitale Kompetenz einiger Verbraucher:innen, die oft
vorausgesetzt wird (siehe Fallbeispiel 2).
Dies betrifft unter anderem:
• Online-Anträge bei Behörden,
• digitale Nachweisverfahren,
• Uploads von Dokumenten
• Sowie die Nutzung digitaler Serviceportale.
Vor diesem Hintergrund sehen wir weiterhin einen erheblichen Bedarf an niedrigschwelliger Unter-
stützung im Umgang mit Behördenverfahren.
• Beratungsleistungen müssen ausreichend zeitlich ausgestattet werden.
• Informationen sollten verständlich und niedrigschwellig aufbereitet werden.
• Digitale Verfahren benötigen ergänzende analoge Unterstützungsangebote.
Aus unserer Sicht kann frühzeitige und verständliche Unterstützung langfristig sowohl Verwaltungs-
aufwand als auch Folgekosten reduzieren.
Engmaschige Betreuung
In einer großen Anzahl der Fälle, insbesondere in Verbindung mit Energieschulden, stellen wir im-
mer wieder fest, dass die Verbraucher:innen nach der Beratung und Rechtsvertretung längere Zeit
nachbetreut werden müssen, bevor sie in der Lage sind, sich eingeständig um die zum Problem füh-
renden Sachverhalte kümmern zu können. Überwiegend handelt es sich darum, dass die Rat-Su-
chenden in der Beratung zum ersten Mal das Abschlagssystem erklärt bekommen und die Notwen-
digkeit des Ablesens der Zähler verstehen. Danach gilt es sicherzustellen, dass der Strom auch
wirklich abgelesen und die Abschläge entsprechend angepasst und regelmäßig gezahlt werden.
Eventuell müssen Strom-Spar-Quellen erschlossen werden oder Anbieterwechsel vollzogen wer-
den. Diese Nachbetreuung können wir nicht leisten. Bei den letzten zwei Punkten verweisen wir
gerne an die Strom-Spar- Checker der Caritas und an die Möglichkeit, einen Termin zur Anbieter-
wechselberatung in der Beratungsstelle Köln zu vereinbaren. Wir beobachten aber einen größeren
Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e.V. 36 | 49
Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
Bedarf an Austausch und Betreuung bei diesen Verbraucher:innen. Für die Leistungsempfänger in
SGB II haben wir die Anwendung des §16k ins Gespräch gebracht, konnten uns aber keine konkrete
Anwendung vorstellen. Daran möchten wir in Kooperation mit den Trägern und dem Jobcenter wei-
terarbeiten. Aus unserer Sicht wäre eine stärkere Verzahnung von Verbraucherberatung, sozialer
Unterstützung und präventiver Begleitung sinnvoll, um wiederkehrende Problemlagen langfristig zu
vermeiden.
KI als Berater
Ein weiteres Thema, das im Berichtsjahr zunehmend sichtbar wurde, betrifft die Nutzung von Künst-
licher Intelligenz (KI) als vermeintlichen Ersatz für persönliche Beratung. Die Themen in unserer Be-
ratung sind für die Ratsuchenden oft schambehaftet. Viele Menschen versuchen aktuell, die per-
sönliche Kommunikation mit einer beratenden Person zu umgehen, indem sie ihre Probleme KI-ba-
sierten Anwendungen schildern und auf eine qualifizierte Antwort hoffen. Oft leisten sie auch den
Empfehlungen des Programms Folge. Die von KI-Systemen gegebenen Antworten sind jedoch nicht
immer korrekt oder auf den konkreten Einzelfall anwendbar. In der Beratung beobachten wir zuneh-
mend Fälle, in denen fehlerhafte oder missverständliche Empfehlungen zu zusätzlichen Problemen
geführt haben, mit denen die Verbraucher:innen schlussendlich in unsere Beratung kommen. Dies
betrifft beispielsweise:
• unzutreffende Fristen,
• fehlerhafte Einschätzungen rechtlicher Ansprüche,
• ungeeignete Musterschreiben oder
• falsche Handlungsempfehlungen gegenüber Unternehmen oder Behörden.
Diese Hürde in unserer Arbeit kann nur durch Aufklärungsarbeit gemeistert werden. Wir gehen aber
davon aus, dass wir durch gebündelte Präventionsarbeit schnell Erfolge erzielen können.
Die Erfahrungen des Berichtsjahres verdeutlichen erneut, dass quartiersbezogene Verbraucher-
arbeit wichtige Hinweise auf strukturelle Problemlagen und Versorgungslücken liefert.
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Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
IV. Verbraucherberatung im Quartier:
Rückblick 2025 und Ausblick 2026
Das Jahr 2025 war für die Verbraucherberatung im Quartier von personellen Veränderungen, struk-
tureller Weiterentwicklung und neuen fachlichen Herausforderungen geprägt. Gleichzeitig zeigte
sich erneut die hohe Bedeutung der aufsuchenden und sozialraumorientierten Verbraucherarbeit in
Köln.
Personelle Situation
Die Verbraucherberatung im Quartier ist mit einer neuen Leitung und einer Vollzeit-Beraterin in Ein-
arbeitung in das Berichtsjahr 2025 gestartet. Das zentrale Ziel des Jahres war es, beide Kolleginnen
zu befähigen, ihre Aufgaben vollumfänglich übernehmen und qualifiziert durchführen zu können.
Beratung in Kalk/ Humboldt-Gremberg
Bereits im Mai 2025 konnte das Beratungsangebot im Sozialraum Kalk erweitert werden. Zusätzlich
zu den bestehenden Beratungsorten wurde einmal monatlich eine Beratung im Stadtteil Humboldt-
Gremberg im Raum „Hoch3“ angeboten.
Gerade in großflächigen Sozialräumen ist die wohnortnahe Erreichbarkeit von Beratungsangeboten
ein zentraler Bestandteil des Ansatzes „Verbraucherberatung im Quartier“. Insbesondere mobili-
tätseingeschränkte Verbraucher:innen profitieren von kurzen Wegen und vertrauten Anlaufstellen
im direkten Lebensumfeld.
Leider musste die Sozialraumkoordination Humboldt-Gremberg diese Räumlichkeiten im Novem-
ber abgeben, weshalb auch wir unsere Beratung dort nicht mehr durchführen können. Das ist ein
Rückschlag für den Aufbau eines neuen Standortes gewesen, da ein neuer Ort immer zunächst bei
der Zielgruppe etabliert werden muss. Sobald die Sozialraumkoordination neue Räume im Quartier
hat, werden wir unsere Beratung in Humbold-Gremberg erneut anbieten.
Zahlen und Themen
Die stabile personelle Situation sowie der erfolgreiche Abschluss des Rechtslehrgangs durch die
Beratungskraft ermöglichten es dem Team, die steigende Zahl an Beratungsanfragen wieder umfas-
sender zu bearbeiten. Damit konnte die Handlungsfähigkeit der Verbraucherberatung im Quartier
nach einer Phase personeller Übergänge weiter gestärkt werden.
Inhaltlich zeigte sich im Berichtsjahr eine Veränderung der Beratungsschwerpunkte. Das Thema
Energie, das die Beratung in den vergangenen Jahren besonders stark geprägt hatte, verlor erstmals
seit längerer Zeit seine dominierende Stellung.
Gleichzeitig nahm jedoch die Komplexität energierechtlicher Rechtsbesorgungen deutlich zu. Die
Fälle erforderten häufig:
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Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
• umfangreiche rechtliche Prüfungen,
• intensive Kommunikation mit Energieversorgern,
• Unterstützung bei Zahlungsrückständen sowie
• langfristige Begleitung der Verbraucher:innen.
Dies verdeutlicht, dass sich nicht allein die Anzahl der Fälle, sondern auch deren Bearbeitungsauf-
wand verändert.
Im Bereich der Präventionsarbeit erreichte das Thema elektronische Patientenakte (ePa) im Be-
richtsjahr die höchste Zahl an Teilnehmenden. Die Veranstaltungen zeigten deutlich, dass insbe-
sondere bei digitalen und gesundheitsbezogenen Themen ein hoher Informations- und Gesprächs-
bedarf besteht.
Die Erfahrungen bestätigen erneut die Bedeutung des quartiersbezogenen Ansatzes der Ver-
braucherzentrale: Verbraucherberatung entfaltet ihre besondere Wirksamkeit dort, wo sie dau-
erhaft im Sozialraum präsent, niedrigschwellig erreichbar und eng mit lokalen Netzwerken ver-
bunden ist. Gleichzeitig zeigt sich, dass die aufsuchende Form der Verbraucherarbeit stabile
personelle und infrastrukturelle Rahmenbedingungen benötigt, um langfristig wirksam zu blei-
ben.
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Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
Ausblick auf das Jahr 2026
Netzwerkausbau in allen Kölner Sozialräumen
Neben den bereits bestehenden und gut funktionierenden Strukturen sind wir bestrebt, andere so-
ziale Räume enger in die präventive Verbraucherarbeit einzubinden. Wir bekommen immer häufiger
mit, dass andere Beratungsstellen nicht selten mit verbraucherrechtlichen Themen zu tun haben
und oft im Namen ihrer Klient:innen tätig werden – bedingt durch fehlendes Fachwissen nicht im-
mer zum Vorteil der Klient:innen.
Sozialraumanalyse
In Kölns Sozialräumen laufen seit 2025 zeitversetzt Sozialraumanalysen. Diesen Prozess beobach-
ten wir mit großem Interesse und unterstützen die Sozialraumkoordinator:innen „unserer“ Quar-
tiere bei der Verbreitung entsprechender Informationen. Die Ergebnisse der Analysen können wich-
tige Hinweise liefern auf:
• soziale und strukturelle Veränderungen,
• neue Unterstützungsbedarfe,
• zukünftige Handlungsschwerpunkte in den Sozialräumen.
Für die quartiersbezogene Verbraucherarbeit stellen solche Erkenntnisse eine wichtige Grundlage
dar, um Präventions- und Beratungsangebote bedarfsgerecht weiterzuentwickeln und gezielt an
den Lebensrealitäten der Bewohner:innen auszurichten.
Sanierung der Hochhäuser in Chorweiler, Durchlauferhitzer und Stromverbrauch
Bereits Ende 2025 suchten Verbraucher:innen aus Chorweiler wegen ungewöhnlich hoher Strom-
nachzahlungen Beratung. Ursache war ein stark gestiegener Stromverbrauch nach dem Rückzug in
frisch sanierte Wohnungen, die mit Durchlauferhitzer ausgestattet wurden.
Vielen Betroffenen war nicht bewusst, dass diese den Stromverbrauch erheblich erhöhen, welche
Auswirkungen dies auf die Abschlagszahlungen hat und dass sich dadurch sozialrechtliche Ansprü-
che, etwa auf Mehrbedarf, verändern können.
Ähnliche Fälle wurden auch der Mieterkontaktstelle Chorweiler bekannt. Nach individueller Bera-
tung, der Anpassung der Abschläge und Gesprächen mit der Wohnungsgesellschaft zeigte sich:
Zwar wurden die Bewohner:innen vorab umfassend informiert, die Komplexität der Informationen
überforderte jedoch viele. Besonders Menschen im Bezug von SGB II- oder SGB XII-Leistungen
konnten die finanziellen Folgen nur schwer einschätzen.
Da für 2026 und 2027 weitere Sanierungen mit rund 1.050 betroffenen Wohneinheiten geplant sind,
sehen wir erheblichen präventiven Handlungsbedarf. Gemeinsam mit der Mieterkontaktstelle Chor-
weiler planen wir daher gezielte Informationskampagnen, zusätzliche Beratungssprechstunden,
Informationsveranstaltungen sowie verständliche und zielgruppengerechte Materialien. Ein erstes
Informationsblatt wurde bereits gemeinsam mit dem Energiebereich der Verbraucherzentrale NRW
entwickelt; ein Flyer in einfacher Sprache ist in Vorbereitung.
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Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
Elektronische Patientenakte und digitale Sicherheit
Das Thema elektronische Patientenakte (ePa) wird die Verbraucherberatung im Quartier auch im
Jahr 2026 weiterhin intensiv begleiten. Bereits mehrere Veranstaltungen wurden durchgeführt, wei-
tere Angebote sind in Planung.
Besonders bei älteren Menschen zeigt sich ein hoher Informations- und Gesprächsbedarf. Die Ver-
anstaltungen verdeutlichen, dass digitale Entwicklungen häufig nicht nur Informationsfragen, son-
dern auch Unsicherheiten und Ängste auslösen.
Digitale Sicherheit gewinnt an Bedeutung in breiteren Gesellschaftsgruppen. Unser Ziel ist es, die
Verbraucher:innen dafür zu sensibilisieren, sparsam mit ihren persönlichen Daten im Internet um-
zugehen. Der Fokus liegt im Jahr 2026 auf dem Thema Social Engineering in Form von Phishing,
Smishing und Quishing. Geplant sind dazu sowohl Aktionsstände bei Festen als auch Infoveranstal-
tungen.
Das vergangene Jahr hat gezeigt: Die Verbraucherberatung im Quartier ist ein verlässlicher Anker
für die Menschen vor Ort. Unsere Arbeit stärkt Selbstbestimmung, unterstützt im Alltag und för-
dert das Miteinander im Quartier. Mit Blick auf das kommende Jahr wollen wir unsere Angebote
weiter ausbauen, neue Menschen erreichen und die Nachbarschaften noch stärker vernetzen.
Gemeinsam gestalten wir Sozialräume, in denen Beratung nicht nur informiert, sondern für ein
selbstbestimmtes und starkes Miteinander sorgt.
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Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
V. Darstellungsverzeichnis
Tabellen
Tabelle 1: Kontaktwege Verbraucherberatung im Quartier Köln ..................................................... 7
Tabelle 2: Anzahl (n) der jeweiligen Anliegen für die Verbraucherberatung im Quartier ................... 8
Tabelle 3: Regelmäßige Arbeitskreise nach Sozialräumen ........................................................... 18
Tabelle 4: Regelmäßige Teilnahme an Aktionen in Sozialräumen ................................................. 21
Tabelle 5: Präventions- und Bildungsarbeit vor Ort für Quartier gesamt und je Sozialraum ........... 25
Diagramme
Diagramm 1: Rechtsbesorgungen (n) nach Thema für Verbraucherberatung im Quartier .............. 10
Diagramm 2: Verweis und Auskunft (n) nach Thema für Verbraucherberatung im Quartier ........... 11
Diagramm 3: Rechtsbesorgung nach Thema für einzelne Quartiersstandorte (in %) ..................... 12
Fotos
Abbildung 1: Übergeordnete Ziele der Verbraucherberatung im Quartier ....................................... 3
Abbildung 2: Dankesnachrichten von Verbraucher:innen ............................................................ 13
Abbildung 3: Veröffentlichungen der ViQ auf dem Padlet der Sozialraumkoordination HöVi ......... 20
Abbildung 4: Newsletter August 2025 der ViQ Köln ..................................................................... 20
Abbildung 5: Nachbarschaftsfest Chorweiler Nord | Aktionsstand mit Quiz zum Thema
Lebensmittel .......................................................................................................................... 21
Abbildung 6: Markt HöVi | Infotand zum Thema Demokratie ....................................................... 21
Abbildung 8: Elternsprechtag | Infostand zum Thema Rechtsirrtümer .......................................... 22
Abbildung 7: Markt HöVi | Infostand zum Thema Faire Woche ..................................................... 22
Abbildung 9: Tisch der Kulturen | Aktionsstand zum Thema Infused Water ................................... 22
Abbildung 10: Kalk-Fest | Aktionsstand zum Thema Rechtsirrtümer ............................................ 23
Abbildung 12: Workshopbegleitendes Infomaterial zum Thema Energie ...................................... 26
Abbildung 13: Infoblatt:der ViQ | ePa einfach erklärt ................................................................... 26
Abbildung 14: Warnflyer | Untergeschobene Vodafone-Verträge ................................................. 30
Abbildung 15: Infoflyer der ViQ | Erdgasumstellung ..................................................................... 31
Abbildung 15: Aufruf der Polizei Köln .......................................................................................... 32
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Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
VI. Anhang
Übersicht Kooperationspartner:innen
Kooperationspartner:innen, mit denen im Berichtsjahr erstmalig zusammengearbeitet
wurde, sind mit einem * markiert.
Sozialraumübergreifend Kalk/ Humboldt-Gremberg und Höhenberg-Vingst
(in alphabetischer Reihenfolge)
KOOPERATIONSPARTNER:INNEN ASPEKTE DER ZUSAMMENARBEIT
ARBEITSKREIS BERATUNG Lotsenfunktion
funktionierende Verweisstruktur
thematischer Austausch
Einbringen von Themen
BEZIRKSVERTRETUNG KALK thematischer Austausch
CARITAS FACHDIENST FÜR INTEGRATION
UND MIGRATION
Lotsenfunktion
funktionierende Verweisstruktur
thematischer Austausch
Bildung und Prävention
DIALOG DER KULTUREN
Lotsenfunktion
funktionierende Verweisstruktur
thematischer Austausch
Teilnahme am Runden Tisch
INKA
Lotsenfunktion
funktionierende Verweisstruktur
thematischer Austausch
JOBCENTER KÖLN KALK/ DEUTZ
thematischer Austausch
Verweisstruktur
Weiterleiten der Information
RUNDER TISCH SENIOREN BEZIRK KALK Lotsenfunktion
funktionierende Verweisstruktur
thematischer Austausch, Einbringen
von Themen
Bildung und Prävention
Teilnahme am Runden Tisch
SPZ KÖLN KALK Lotsenfunktion
funktionierende Verweisstruktur
thematischer Austausch
Bildung und Prävention
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Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
KOOPERATIONSPARTNER:INNEN ASPEKTE DER ZUSAMMENARBEIT
STADT KÖLN SOZIALDIENST FÜR GEFLÜCH-
TETE
Lotsenfunktion
funktionierende Verweisstruktur
thematischer Austausch
Einbringen von Themen
STADT KÖLN UND CENO E.V Lotsenfunktion
funktionierende Verweisstruktur
thematischer Austausch
Bildung und Prävention
Sozialraum Kalk/ Humboldt-Gremberg
(in alphabetischer Reihenfolge)
KOOPERATIONSPARTNER:INNEN ASPEKTE DER ZUSAMMENARBEIT
180 GRAD WENDE Lotsenfunktion
funktionierende Verweisstruktur
thematischer Austausch
Bildung und Prävention
ADOLPH-KOLPING-SCHULE Lotsenfunktion
thematischer Austausch
Bildung und Prävention
ARBEITSKREIS GEFLÜCHTETE KALK Lotsenfunktion
funktionierende Verweisstruktur
thematischer Austausch
Bildung und Prävention
DIAKONIE MICHAELSHOVEN
BERMICO UND BEWO
Lotsenfunktion
funktionierende Verweisstruktur
thematischer Austausch
Bildung und Prävention
GAG-QUARTIERSTREFF Jede zweite Woche persönliche
Sprechstunden
durchgehende telefonische und elekt-
ronische Erreichbarkeit
Lotsenfunktion
Austausch und Verweisstruktur
Bekanntmachung von Veranstaltun-
gen u.Ä
GRUNDSCHULE GRÜNBERG Lotsenfunktion
thematischer Austausch
Bildung und Prävention
GRUNDSCHULE LOHMARER STR. Lotsenfunktion
thematischer Austausch
Bildung und Prävention
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Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
KOOPERATIONSPARTNER:INNEN ASPEKTE DER ZUSAMMENARBEIT
INTERKULTURELLE DIENSTE KÖLN Jede zweite Woche persönliche
Sprechstunden
durchgehende telefonische und elekt-
ronische Erreichbarkeit
Lotsenfunktion
Austausch und Verweisstruktur
Bekanntmachung von Veranstaltun-
gen u.Ä
KALK SOLIDARISCH* Verweisstruktur
Thematischer Austausch
PAVILLION E.V . Lotsenfunktion
funktionierende Verweisstruktur
thematischer Austausch
Bildung und Prävention
SENIORENKOORDINATION KALK Lotsenfunktion
funktionierende Verweisstruktur
thematischer Austausch
Bildung und Prävention
SENIORENNETZWERK HUMBOLDT-GREM-
BERG
Lotsenfunktion
funktionierende Verweisstruktur
thematischer Austausch
Bildung und Prävention
SOLIMED KÖLN E.V . * Lotsenfunktion
funktionierende Verweisstruktur
thematischer Austausch
Bildung und Prävention
SOZIALDIENST DER KATHOLISCHEN
FRAUEN
Lotsenfunktion
funktionierende Verweisstruktur
thematischer Austausch
Bildung und Prävention
SOZIALDIENST DER KATHOLISCHEN MÄN-
NER
Lotsenfunktion
funktionierende Verweisstruktur
thematischer Austausch
Bildung und Prävention
SOZIALRAUMKOORDINATION HUMBOLDT-
GREMBERG
Bekanntmachung von Informationen
Lotsenfunktion
Austausch und Verweisstruktur
Teilnahme an der Stadtteilkonferenz
SOZIALRAUMKOORDINATION KALK Bekanntmachung von Informationen
Lotsenfunktion
Austausch und Verweisstruktur
Teilnahme am Runden Tisch
STADTTEILBIBLIOTHEK Bewerbung der Veranstaltungen und
Beratungsangebote
Bildung und Prävention
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Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
KOOPERATIONSPARTNER:INNEN ASPEKTE DER ZUSAMMENARBEIT
TONI KALK* Verweisstruktur
Thematischer Austausch
UNTERKUNFT KAPELLENSTRAßE* Lotsenfunktion
Bildung und Prävention
VEEDEL E.V Lotsenfunktion
funktionierende Verweisstruktur
thematischer Austausch
Bildung und Prävention
Sozialraum Höhenberg-Vingst
(in alphabetischer Reihenfolge)
KOOPERATIONSPARTNER:INNEN ASPEKTE DER ZUSAMMENARBEIT
ARBEITSKREIS GEFLÜCHTETE KALK-OST Lotsenfunktion
funktionierende Verweisstruktur
thematischer Austausch
Bildung und Prävention
BÜRGERZENTRUM VINGST/ VINGSTER
TREFF
wöchentliche persönliche Sprech-
stunden
durchgehende telefonische und elekt-
ronische Erreichbarkeit
Lotsenfunktion
Austausch und Verweisstruktur
Bekanntmachung von Veranstaltun-
gen u.Ä
FAMILIENWERKSTATT HÖVI Lotsenfunktion
funktionierende Verweisstruktur
Bildung und Prävention
GAG SOZIALMANAGEMENT Lotsenfunktion
Prävention
GRUNDSCHULE HEßHOFSTRAßE Lotsenfunktion
Bildung und Prävention
HÖVI-LAND Bildung und Prävention
INITIATIVE FLUMI Lotsenfunktion
funktionierende Verweisstruktur
thematischer Austausch
Bildung und Prävention
KATHOLISCHE KIRCHENGEMEINDE ST.
THEODOR
Bekanntmachung von Informationen
Lotsenfunktion
Austausch und Verweisstruktur
SENIORENBERATUNG DER JOHANNITER Lotsenfunktion
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Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
KOOPERATIONSPARTNER:INNEN ASPEKTE DER ZUSAMMENARBEIT
funktionierende Verweisstruktur
Bildung und Prävention
SENIORENNETZWERK HÖHENBERG Lotsenfunktion
funktionierende Verweisstruktur
Bildung und Prävention
SOZIALRAUMKOORDINATION HÖHEN-
BERG-VINGST
Bekanntmachung von Informationen
Lotsenfunktion
Austausch und Verweisstruktur
Infobox
Stadtteil-Spaziergänge
STADTTEILTREFFEN HÖHENBERG UND
VINGST
Lotsenfunktion
funktionierende Verweisstruktur
thematischer Austausch, Einbringen
von Themen
Teilnahme am StadtteiltreƯen
STADTTEILWOHNUNG PASSAUER STR. Lotsenfunktion
Bildung und Prävention
Sozialraum Chorweiler/ Blumenberg/ Seeberg-Nord
(in alphabetischer Reihenfolge)
KOOPERATIONSPARTENR:INNEN ASPEKTE DER ZUSAMMENRARBEIT
ARBEITSKREIS BERATUNG Lotsenfunktion
funktionierende Verweisstruktur
thematischer Austausch
Einbringen von Themen
BEZIRKSVERTRETUNG CHORWEILER Thematischer Austausch
DIEKÜMMEREI Lotsenfunktion
funktionierende Verweisstruktur
Bildung und Prävention
DTVK E. V Lotsenfunktion
funktionierende Verweisstruktur
Bildung und Prävention
FIZ E.V . Lotsenfunktion
funktionierende Verweisstruktur
Bildung und Prävention
GAG SOZIALMANAGMENT Lotsenfunktion
Prävention
JOBCENTER CHORWEILER Thematischer Austausch
Verweisstruktur
Weiterleiten der Information
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Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
KOOPERATIONSPARTENR:INNEN ASPEKTE DER ZUSAMMENRARBEIT
KULTURBRÜCKE BÜRGERZENTRUM CHOR-
WEILER
wöchentliche persönliche Sprech-
stunden
durchgehende telefonische und elekt-
ronische Erreichbarkeit
Lotsenfunktion
Austausch und Verweisstruktur
Bekanntmachung von Veranstaltun-
gen u.Ä
MIETERKONTAKTSTELLE CHORWEILER Lotsenfunktion
funktionierende Verweisstruktur
Bildung und Prävention
SENIORENKOORDINATION CHORWEILER Lotsenfunktion
funktionierende Verweisstruktur
Bildung und Prävention
SOZIALDIENST DER KATHOLISCHEN
FRAUEN
Lotsenfunktion
funktionierende Verweisstruktur
SOZIALRAUMKOORDINATION CHORWEI-
LER
Bekanntmachung von Informationen
Lotsenfunktion
Austausch und Verweisstruktur
Teilnahme an Stadtteilkonferenz
SYNAGOGEN-GEMEINDE CHORWEILER Lotsenfunktion
Thematischer Austausch
Bildung und Prävention
Stadtweite Vernetzung
(in alphabetischer Reihenfolge)
KOOPERATIONSPARTENR:INNEN ASPEKTE DER ZUSAMMENRARBEIT
FAMILIENZENTREN DER STADT KÖLN* Lotsenfunktion
Thematischer Austausch
Bekanntmachung von Informationen
IN VIA - KATHOLISCHER VERBAND FÜR
MÄDCHEN- UND FRAUENSOZIALARBEIT
KÖLN E.V .
Lotsenfunktion
Funktionierende Verweisstruktur
Bildung und Prävention
PRÄVENTIOSSTELLE POLIZEI KÖLN* Thematischer Austausch
Bekanntmachung von Informationen
Prävention
STROMSPAR-CHECK CHARITAS Thematischer Austausch
Lotsenfunktion
Funktionierende Verweisstruktur
Bekanntmachung von Informationen
Prävention
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Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
Vernetzung in weiteren Sozialräumen
(in alphabetischer Reihenfolge)
KOOPERATIONSPATNER:INNEN ASPEKTE DER ZUSAMMENARBEIT
ERFOLG E.V . * Bildung und Prävention
LINOCLUB – DAS SOZIALE ZENTRUM E.V . * Bildung und Prävention
MACHBARSCHAFT PETERSHOF E.V . * Bildung und Prävention
SOZIALRAUMKOORDINATION PORZ Bildung und Prävention
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Jahresbericht der Verbraucherberatung im Quartier Köln
Verbraucherzentrale NRW e.V.
Verbraucherberatung im Quartier Köln
Frankenwerft 35, 50667 Köln
Ansprechpartnerinnen:
Beate Fackeldey Tel.: 0211 91380-1474
Olga Fröhlich Tel: 0211 91380-2179
E-Mail: koeln.quartier@verbraucherzentrale.nrw
www.verbraucherzentrale.nrw/koelnquartier
Impressum
Herausgeber:
Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e. V.
Helmholtzstr. 19, 40215 Düsseldorf
www.verbraucherzentrale.nrw
Text: Olga Fröhlich
Layout: Kathrin Ercklentz
© Fotos:
Verbraucherzentrale NRW e. V.
© Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, 2026
Die auszugsweise Wiedergabe für wissenschaftliche und schulische Zwecke ist gestattet
Grafiken und Fotos unterliegen dem Urheberrecht. Eine Reproduktion – gleich welcher Art – ist nur
nach ausdrücklicher Genehmigung durch die Copyright-Inhaber (s.o.) gestattet.
Beratungsverlauf (1)
Orte (10)
- Passauer Straße
- Helmholtzstraße 19
- Heßhofplatz
- Liverpooler Platz 1
- Lohmarer Straße
- Kapellenstraße
- Heßhofstraße
- Michaelshoven
- Frankenwerft 35
- Markt
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2145/2026
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 17.08.2026
- Erstellt
- 23.07.2026 08:32