V/0153/2019
Trägervergabe für die Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren
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Anlage 8.1 Bewerbung Kinderzentren Kunterbunt
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Anlage A
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Anlage A zur V/0153/2019 Kurzüberblick Die Verwaltung schlägt vor, dem Träger Die Kanalhaie e. V. die Trägerschaft für die Kindertages- einrichtung am Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren zu übertragen. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Die Bundesregierung hat für den Ausbau von bedarfsgerechten Betreuungsangeboten in Deutschland einen gesetzlichen Rechtsanspruch geschaffen. Dieser Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz gilt seit dem 1. August 2013 für alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebens- jahr. Die Stadt Münster greift die Pflichtaufgabe zum bedarfsgerechten Ausbau der Kindertagesbe- treuung in der Produktgruppe 0601 „Förderung von Kindern in Tagesbetreuung“ in zwei Zielen auf. Zum einen ist der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für Kinder im Alter von 3 - 6 Jah- ren sicherzustellen und weiterhin sollen Tagesbetreuungsangebote für unter 3-jährige Kinder mit einer Versorgungsquote von bis zu 50 % ausgebaut werden. Mit dem Erreichen dieser Werte werden die ISM Leitziele „Wir werden einer der führenden Bildungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungsstandorte in Europa“ und „Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität mit hohem Wohn- wert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft weiterentwickeln“ for- ciert. Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung der Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg und die anschließende Trägervergabe mit der Vorlage V/0608/2018 beschlos- sen. Die Verwaltung schlägt vor, dem Träger Die Kanalhaie e. V. die Trägerschaft für die Kindertages- einrichtung am Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren zu übertragen. Mit dem Beschluss über die Trägerschaft der Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg wird rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtung ein Träger bestimmt, so dass weitere Detailpla- nungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden können. Finanzierung Produktgruppe: 0601 Förderung von Kindern in Tagesbetreuung Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja X Nein Im beschlossenen Haushaltsplan 2019 enthalten? X Ja Nein Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? X Ja Nein Bereits veranschlagt? X Ja Nein Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg betragen auf der Grundlage der unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen April bis Dezember 2021 677.917 € und 2022 ff. 838.100 €. Der städtische Betriebskostenanteil liegt für April bis Dezember 2021 bei 389.802,28 € und für 2022 ff. bei 481.907,50 €. Die Betriebskostenzuschüsse wurden bereits mit dem Errichtungsbeschluss V/0608/2018 dargestellt. Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist x vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig Vollständig frei- willig Gesetzliche Grundlagen: SGB VIII §§ 22 – 26, insbesondere § 24 Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Münster gehört zu den am stärksten wachsenden Städten in Nordrhein-Westfalen. Nach aktuellen städtischen Vorausberechnungen könnte die Bevölkerung bis 2030 ohne starke Flüchtlingszuzü- ge im Basisszenario "Dynamischer Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort" auf 326.000 Einwoh- ner steigen. Unter Berücksichtigung zusätzlicher Flüchtlingszuwanderungen könnte das Wachs- tum noch deutlich stärker ausfallen und Münster in 2030 bis zu 347.000 Einwohner zählen. Die wachsende Stadt, die alle Bereiche des Lebens betrifft, ist eine zentrale Herausforderung, der sich Münster stellen muss. Die demographische Entwicklung der Stadt Münster ist ein grundlegender Bestandteil der Kita- ausbauplanung. Alle Maßnahmen zum Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder orientieren sich an der kleinräumi- gen Bevölkerungsprognose der Stadt Münster und sind darauf ausgerichtet, eine familienfreundli- che Stadtentwicklung zu fördern. Dazu tragen insbesondere die bedarfsgerechte Schaffung von Plätzen zur Erfüllung des Rechtsanspruchs für ü3-Kinder und der Ausbau von u3-Plätzen bei. Im Rahmen der unterschiedlichen Arbeitsfelder der Kindertagesbetreuung werden wichtige As- pekte wie Barrierefreiheit, Inklusion, Sprachförderung und Qualifizierung differenziert berücksich- tigt und unterstützen eine familienfreundliche Entwicklung in Münster. Weiterhin steht der Ausbau von Kindertagesbetreuungsangeboten im Einklang mit der Ausrichtung Münsters als führender Wirtschaftsstandort.
Anlage 4.2 Konzeption Die Kanalhaie
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Konzept des Vereins „Die Kanalhaie e.V.“
für die Trägerschaft einer neuen Kindertageseinrichtung
am Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren
zur Vorlage bei der Stadt Münster
- Ausschreibungsnummer 11/2018 -
Die Kanalhaie e.V.
Düesbergweg 102
48153 Münster
Tel. und Fax: 0251/761380
kanalhaie@web.de
Inhaltsverzeichnis
1 Kurzdarstellung ................................................................................................................................ 1
1.1 Die Kanalhaie e.V. seit 1988 .................................................................................................... 1
1.2 Motivation zur Bewerbung ...................................................................................................... 1
1.3 Zukünftige Leistungsbeschreibung .......................................................................................... 2
2 Pädagogisches Konzept ................................................................................................................... 3
2.1 Rahmenbedingungen .............................................................................................................. 3
2.2 Pädagogische Arbeit ................................................................................................................ 6
2.3 Personalentwicklung ............................................................................................................. 17
2.4 Zusammenarbeit mit Eltern .................................................................................................. 19
2.5 Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen und Diensten ................................................. 21
2.6 Öffentlichkeitsarbeit .............................................................................................................. 21
2.7 Qualitätsmanagement ........................................................................................................... 23
3 Wirtschaftlichkeit .......................................................................................................................... 24
3.1 Trägeranteil ........................................................................................................................... 24
3.2 Dauerhafte Sicherung der Wirtschaftlichkeit ........................................................................ 24
4 Besondere Merkmale und Eignung der Kanalhaie ........................................................................ 26
4.1 Weiterentwicklung unserer Stärken ..................................................................................... 26
4.2 Unser Umsetzungsplan und -management ........................................................................... 28
5 Unser Team und Vorstand............................................................................................................. 31
Die Kanalhaie e.V. – Konzept zur Ausschreibungsnummer 11/2018 vom 11.01.2019 Seite 1
1 Kurzdarstellung
1.1 Die Kanalhaie e.V. seit 1988
1.1.1 Die Einrichtung und der Verein
Die Kindertageseinrichtung „Die Kanalhaie“ (im Folgenden auch „KiTa“ genannt) wurde im Jahr 1988
von engagierten Eltern und ErzieherInnen zur Schaffung von Betreuungsplätzen für Kinder in Münster
gegründet und betreut seither Kinder im Alter zwischen 1 und 6 Jahren in altersgemischten Gruppen.
Mit seiner Erfahrung und dem über 30-jährigen Bestehen hat sich die Kita im Stadtgebiet Münster als
verlässlicher Partner für die Kinder, Eltern und Sozialpartner etabliert. Seit 2006 befindet sich die KiTa
am Standort Düesbergweg 102, 48153 Münster, in den Räumlichkeiten der evangelischen Johannes-
Kirchengemeinde.
Träger der altersgemischten Einrichtung ist der gemeinnützige Verein „Die Kanalhaie e.V.“ (im
Folgenden auch „Verein“ genannt), der am 21.11.1988 gegründet wurde. Die Trägerschaft ist als
Elterninitiative organisiert. Nach außen wird der Verein durch den von der Mitgliederversammlung
gewählten Vorstand, derzeit bestehend aus vier Elternteilen, vertreten. Der Verein ist Mitglied bei
„Eltern helfen Eltern e.V.“. Dieser Verein berät, informiert und unterstützt Elterninitiativen in Münster.
Die gesetzlichen Grundlagen für die Arbeit in dieser Einrichtung bilden zum einen die
Bildungsvereinbarung NRW, auf die wir uns auch konzeptionell und pädagogisch beziehen und zum
anderen die Vorschriften des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz).
1.1.2 Unser Selbstverständnis als Einrichtung
Unserem Selbstverständnis als Einrichtung spiegelt sich in folgenden Grundsätzen wieder:
Persönlichkeit: Basiert auf einem Bild vom Kind, das die Fachkräfte auffordert, eine
entsprechende Haltung einzunehmen, wie sie den Kindern in der täglichen pädagogischen
Arbeit begegnen. Diese Haltung orientiert sich am humanistischen Menschenbild.
Teilhabe: Wir leben den Grundsatz der Partizipation, d.h. „Entscheidungen, die das eigene
Leben und das Leben der Gemeinschaft betreffen zu teilen und gemeinsame Lösungen für
Probleme zu finden“ (Schröder 1995, S. 14).
Gemeinsam mit den Eltern in eine Erziehungspartnerschaft zu treten und zum Wohl des Kindes
zu agieren, damit jedes einzelne Kind die bestmöglichen Entwicklungschancen in seinen
physischen, kognitiven, motivationalen sozialen und methodischen Kompetenzen erfährt.
1.2 Motivation zur Bewerbung
Bereits seit einigen Jahren zeichnet sich ab, dass typischerweise kleingruppig organisierte
Elterninitiativen (1-2 Gruppen) wirtschaftlich unter Druck geraten. Diese Situation haben wir ebenfalls
beobachtet. Um einer wesentlichen Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation unserer
Einrichtung zuvorzukommen, beschäftigt sich der Vorstand schon seit längerer Zeit mit erforderlichen
und sinnvollen Veränderungen und prüft daher auch als Alternative die Beteiligung an neuen
Trägerschaftsausschreibungen.
Die Kanalhaie e.V. – Konzept zur Ausschreibungsnummer 11/2018 vom 11.01.2019 Seite 2
Darüber hinaus entsprechen die von uns genutzten Räumlichkeiten nicht mehr den inhaltlichen
Vorstellungen unseres pädagogischen Konzepts und behindern teilweise auch unsere Betriebsabläufe.
Wir würden daher gerne Veränderungen vornehmen, um insbesondere auch den bestehenden
Sanierungsstau zu beheben.
Die Trägerschaft für die geplante Einrichtung am Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren bietet die
Möglichkeit diese Ziele in unmittelbarer Nachbarschaft zu unserem aktuellen Standort zu erreichen.
Damit bleiben wir räumlich den Stadteilen Düesberg und Amelsbüren verbunden, können den
angestellten Fachkräften einen Arbeitsplatz in gewohnter Entfernung bieten und unseren Kindern eine
bekannte Umgebung (Jesuiterbrook, Düesberg-Park, Spielpätze) erhalten.
Insbesondere die Vergrößerung und Ausbreitung der Rahmenstruktur begreifen wir neben den
wirtschaftlichen Aspekten als Chance und Bereicherung unsers Angebots für alle Beteiligten. Unsere
besondere Erfahrung der altersgemischten Pädagogik lassen sich dann besser mit gezielten Angeboten
für einzelne Altersgruppen kombinieren. Mit einer größeren Elternschaft lassen sich viele Projekte und
Aufgaben besser realisieren, wobei wir gleichzeitig den besonderen familiär geprägten Zusammenhalt
durch die Beibehaltung unserer Organisationsform Elterninitiative erhalten können.
1.3 Zukünftige Leistungsbeschreibung
1.3.1 Rahmenstruktur
Unsere zukünftige Rahmenstruktur bietet, wie in der Beschlussvorlage vom 24.08.2018 vorgesehen,
Betreuungsplätze für Kinder unter und über drei Jahre in vier Gruppen:
2 Gruppen G1: je 20 Kinder im Alter von 2-6 Jahren
1 Gruppe G2: 10 Kinder im Alter von 0-3 Jahren
1 Gruppe G3: 20-25 Kinder im Alter von 3-6 Jahren
Insgesamt ergibt das 70 - 75 Plätze umfasst, davon mindestens 22 U3-Plätze und mindestens 48 - 53
Ü3-Plätze. Die Eltern sollen die Möglichkeit haben, neben dem Angebot einer wöchentlichen
Betreuung von 45 Stunden auch zwischen einer wöchentlichen Betreuung von 25 Stunden oder 35
Stunden mit Übermittagsbetreuung (Blocköffnungszeit) wählen zu können.
Die Rahmenstruktur wird dabei mit der Inbetriebnahme jährlich den Bedarfen angepasst. Die
Inbetriebnahme der Einrichtung wird voraussichtlich für April 2021 geplant.
1.3.2 Öffnungszeiten
Die Öffnungszeiten unserer Einrichtung werden bisher über jährliche Bedarfsabfrage bei den Eltern
abgestimmt. Derzeit ist die Einrichtung werktäglich von 07:30 Uhr bis 16:30 Uhr geöffnet. Auch im Zuge
einer Vergrößerung wird diese bedarfsgerechte Vorgehensweise durch jährliche Abfragen innerhalb
der Elternschaft beibehalten. Noch mehr Flexibilität können wir den Eltern dadurch bieten, dass für
Randzeiten bei Bedarf eine gruppenübergreifende Betreuung angeboten wird.
Die Kanalhaie e.V. – Konzept zur Ausschreibungsnummer 11/2018 vom 11.01.2019 Seite 3
2 Pädagogisches Konzept
2.1 Rahmenbedingungen
2.1.1 Träger
Träger unserer Einrichtung ist der Verein „Die Kanalhaie e.V.“. Der Verein besteht aus Eltern, deren
Kinder in unserer KiTa betreut werden. Nach außen wird der Verein durch den von den Eltern
gewählten Vorstand vertreten.
2.1.2 Einzugsgebiet
Unser Einzugsgebiet ist das gesamte Stadtgebiet Münster, wobei wir sehr gerne Kinder aus der
näheren Umgebung bzw. den südlichen Stadtteilen aufnehmen. Dies erleichtert die regelmäßige
tägliche Anfahrt sowie Verabredungen der Kinder im Anschluss an den KiTa-Tag. Viele Kinder kommen
daher fußläufig aus der unmittelbaren Umgebung, dem Stadtteil Düesberg, einem gehobenen
Wohngebiet mit gemischter Bebauung, sowie den angrenzenden Stadtteilen, insbesondere wie
Amelsbüren oder Hiltrup. Einige Eltern arbeiten auch in der Nähe der KiTa (z.B. im benachbarten
Clemenshospital) und können daher ihre Kinder im Rahmen ihres Arbeitsweges bringen oder abholen.
Viele Kanalhaie-Eltern sind so von der in der Kita geleisteten Betreuungsarbeit überzeugt, dass sie alle
ihre Kinder bei uns anmelden und bei uns bleiben, obwohl sie selbst in entferntere Stadtteile
umgezogen sind.
Ein großer Vorteil für unsere KiTa-Arbeit ist die vorhandene Infrastruktur: In direkter Nachbarschaft
finden sich Freizeiteinrichtungen wie der Düesberg-Park und andere Spielplätze, die zu kleinen
Wanderungen mit den Kleinen einladen. Zusätzlich liegen mehrere Bushaltestellen in kurzer
Entfernung zur Kita, so dass kleine Gruppen bei Ausflügen schnell und direkt in das Stadtzentrum oder
zum Geistmarkt kommen können. Kleinere Ausflüge werden in die nahegelegenen Grüngebiete
Düesbergpark und Sternbusch gemacht, oder in die katholische Bücherei oder zum Bücherbus, der
nicht weit entfernt von der KiTa hält.
Die Kindertagesstätte ist mittlerweile ein fester Bestandteil der Sozialstruktur im Münsteraner Süden
und mit weiteren Angebotsträgern vernetzt. Wir kooperieren mit unserem Vermieter, der
Evangelischen Johannes-Kirchengemeinde Münster, auf dessen Gelände der Gnadenkirche unsere
KiTa liegt. Zusätzlich verbindet uns mit dem auf der anderen Straßenseite gelegenen Höttestift, einem
Altenheim des Caritasverbandes, eine gemeinsame Projektarbeit. Im Vorschulbereich kooperieren wir
mit anderen KiTas aus der Umgebung und machen mit ihnen Ausflüge.
2.1.3 Aktuelle und neue Einrichtungs- / Gruppenstruktur
Die Kanalhaie sind eine konfessionslose KiTa und offen für alle Kinder, unabhängig von ihrer Konfession
und Staatsangehörigkeit. Unsere Einrichtung besteht aktuell aus eineinhalb altersgemischten
Gruppen, in der derzeit 21 Kinder im Alter von 0,4 bis 6 Jahren betreut werden, neun U3- und dreizehn
Ü3-Kinder. Die Vorteile einer solchen Gruppe liegen u.a. in ihrer familienähnlichen Struktur.
Die Kanalhaie e.V. – Konzept zur Ausschreibungsnummer 11/2018 vom 11.01.2019 Seite 4
Wie in einer Familie mit mehreren Kindern ergibt sich eine Vielfalt von Nachahmungsmöglichkeiten
und Lernfeldern für die Kinder untereinander. Diese gewinnt an Bedeutung unter dem Aspekt der
anwachsenden Tendenz der Isolierung der Kleinfamilien und der großen Zahl Alleinerziehender.
Die zukünftige Rahmenstruktur soll, wie in der Beschlussvorlage vom 24.08.2018 vorgesehen,
Betreuungsplätze für Kinder unter und über drei Jahre in vier Gruppen anbieten:
• 2 Gruppen G1: je 20 Kinder im Alter von 2-6 Jahren
• 1 Gruppe G2: 10 Kinder im Alter von 0-3 Jahren
• 1 Gruppe G3: 20-25 Kinder im Alter von 3-6 Jahren
Insgesamt wird die erweiterte KiTa 70-75 Plätze bieten, von denen mindestens 22 Plätze von U3-
Kindern und mindestens 48 - 53 Plätze von Ü3-Kindern belegt werden. Die Eltern sollen auch die
Möglichkeit haben, neben dem Angebot einer wöchentlichen Betreuung von 45 Stunden auch
zwischen einer wöchentlichen Betreuung von 25 Stunden oder 35 Stunden mit Übermittagsbetreuung
(Blocköffnungszeit) wählen zu können. Auch eine Betreuung zu Randzeiten ist vorgesehen, hängt
jedoch vom tatsächlichen Bedarf der betreuten Kinder ab.
Die Rahmenstruktur wird dabei mit der Inbetriebnahme jährlich den Bedarfen nach Rückfragen bei
den Eltern angepasst. Die Inbetriebnahme der Einrichtung wird voraussichtlich für April 2021 geplant.
2.1.4 Räume
Als langjähriger Betreiber einer KiTa sind sich die Kanalhaie bewusst, dass durch die Erweiterung der
KiTa auf vier Gruppen und das gewünschte Angebot von altersgemischten gruppenübergreifenden
Betreuungsformen sich besondere Herausforderung an die zukünftigen Räumlichkeiten ergeben. Aus
diesem Grund wird es besonders wichtig sein, eine verlässliche Struktur für die Kinder, Eltern und
MitarbeiterInnen zu schaffen, um so einen reibungslosen Ablauf und Aufenthalt zu gewährleisten.
Dazu gehört eine intensive Form des Informationsflusses zwischen Eltern und pädagogischem Team;
aber auch zwischen den einzelnen Teammitgliedern. Unerlässlich sind verbindliche Zuständigkeiten
der MitarbeiterInnen für Räume und Abläufe. Des Weiteren gibt es ein Gruppenbuch, in dem täglich
wichtige Informationen (z.B. Befindlichkeit des einzelnen Kindes, wer holt das Kind ab, besondere
Abholzeit, etc.) aufgeschrieben werden.
Das Raumbuch für die neue Kita sieht insgesamt 501 qm an Betreuungsflächen für die vier geplanten
Gruppen vor, die in etwa gleich Umfang auf alle Gruppen aufgeteilt werden. Zusätzlich stehen weitere
66 qm an Allgemeinflächen zur Verfügung, von denen 32 qm auf Personalräume, 22 qm auf die Küche
und 12 qm auf ein Büro für die KiTa-Leitung entfallen. Darüber hinaus werden noch weiter Räume für
Hausanschlüsse, etc. zur Verfügung stehen, die bisher noch nicht abschließend geplant sind. Da bisher
keine abschließende Bauplanung vorliegt, können auch keine verbindlichen Aussagen über die
Raumnutzung gegeben werden. Die Kanalhaie gehen jedoch davon aus, dass die Räumlichkeiten für
alle Gruppen ausreichend groß geplant wurden, damit wir unser pädagogisches Konzept
vollumfänglich umsetzen können.
Die Kanalhaie e.V. – Konzept zur Ausschreibungsnummer 11/2018 vom 11.01.2019 Seite 5
2.1.5 Personal
Wie auch im Kinderbildungsgesetz (KiBiz) vorgesehen, werden wir den Personalschlüssel (Fachkraft-
und Ergänzungskraftstunden) anhand des Personalstundenrechners des Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) ermitteln. Dieser kann und wird sich durch die Belegung jährlich verändern. Zur
besseren Übersichtlichkeit werden im Zeitwirtschaftsmodul eines geeigenten KiTa-
Verwaltungsprogramms (aktuell über Habanunu) alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit den ihnen
zur Verfügung stehenden Wochenarbeitszeiten dargestellt. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
arbeiten nach einem festgelegten Dienstplan, der besonders in der Eingewöhnungszeit neuer Kinder
den individuellen Bedürfnissen der neuen Familien angepasst wird.
Die Arbeitsbedingungen sind in Anlehnung an den TVöD geregelt. Die wöchentliche Arbeitszeit bei
einer vollen Stelle beträgt 39,0 Stunden. Zehn Prozent der Arbeitszeit wird auch in der neuen
Einrichtung als Verfügungszeit genutzt werden. Diese Zeit wird zu einem Teil in der Kindergruppe
geleistet, z.B. für Teamsitzungen, Elterngespräche, Elternabende, Projektarbeiten, aber auch – in
Absprache mit der leitenden Erzieherin – außerhalb der Einrichtung oder zu Hause (z.B. Besorgungen
erledigen, Lesen von Fachliteratur). Die leitende Erzieherin führt den Dienstplan, anhand dessen man
die Verfügungszeit sowie die Pausen erkennen kann. Gegenüber der Elternschaft ist sie verpflichtet,
zu jeder Zeit Transparenz über die Dienstpläne zu halten. Überstunden dürfen nur in Absprache mit
der zweiten Vorsitzenden anfallen und werden in Freizeit abgegolten. Arztbesuche sind generell
außerhalb der Arbeitszeiten zu legen.
Der Erholungsurlaub der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist durch den TVöD geregelt und erfolgt in
Absprache mit der Leitung. Darüber hinaus können bei besonderen Aktivitäten noch
Sonderurlaubstage vereinbart werden. In unserer Kindergruppe sind hier aktuell u.a. das Schlaffest (1
Sonderurlaubstag) sowie die Ferienfahrt (3 Sonderurlaubstage) zu erwähnen, wobei wir solche
Aktivitäten auch in der erweiterten Konstellation anbieten möchten.
Bei Bedarf haben wir in der Vergangenheit auch für die Betreuung integrativer Betreuungsplätze eine
heilpädagogische Zusatzkraft eingestellt, die uns jedoch aktuell, da kein Kind mit heilpädagogischem
Förderbedarf unsere Einrichtung besucht, die KiTa verlassen hat.
Die heilpädagogische Kraft war jedoch immer Bestandteil des Teams, unterschied sich jedoch durch
ihre vordringliche Aufgabe der Betreuung behinderter und von Behinderung bedrohter Kinder. Dies
kann durch Förderung des einzelnen Kindes in Kleingruppen sowie in der Begleitung im alltäglichen
Gruppengeschehen stattfinden. Die heilpädagogische Zusatzkraft stand im regelmäßigen Austausch
mit den behandelnden Therapeuten sowie den zuständigen Institutionen.
Als Besonderheit verfügt eine pädagogische Fachkraft über eine besondere Zusatzausbildung im
Bereich der tiergestützten Pädagogik. Hierbei bringt die Fachkraft an bestimmten Tagen einen speziell
ausgebildeten Hund in die Kita und zeigt den Kindern den richtigen Umgang mit Tieren. Auch dieses
Angebot würden wir gerne im Zuge einer Erweiterung aufrechterhalten.
Aktuell wird die KiTa durch von einer Erzieherin mit anteiliger Freistellung für die Büroarbeit geleitet.
Seit dem 1. Oktober 2015 ist Frau Alexandra Hölscher-Tillmann die Leiterin unserer KiTa. Sie war
bereits vom 1. Januar 1999 bis zum 15. November 2009 Leiterin der Kanalhaie, hatte jedoch wegen
ihrer Elternzeit ihre Stelle zwischenzeitlich übergeben. Frau Hölscher-Tillmann hat in ihrer Ausbildung
Die Kanalhaie e.V. – Konzept zur Ausschreibungsnummer 11/2018 vom 11.01.2019 Seite 6
den Schwerpunkt Heilpädagogik. Neben ihrer Erfahrung in der Arbeit im integrativen Bereich verfügt
Frau Hölscher-Tillmann damit nunmehr über dreizehn Jahre Leitungserfahrung bei den Kanalhaien.
Darüber hinaus wird die Leitung von sechs pädagogischen Fachkräften in Voll- und
Teilzeitbeschäftigung unterstützt. Zudem gehören noch zwei Köchinnen zum Team, die an
verschiedenen Wochentagen in der Kita das Mittagessen für die Kinder vor Ort kochen. Auf Grund des
kulturellen Hintergrunds einer Köchin werden z.B. auch orientalische Gerichte gekocht, so dass die
Kinder bereits früh in den Genuss einer internationalen Küche kommen.
2.2 Pädagogische Arbeit
Die Betreuungsarbeit in der KiTa Kanalhaie richtet sich aktuelle und zukünftig nach den rechtlichen
Grundlagen des SGBVIII (Kinder- und Jugendhilfe-Gesetz KJHG) und des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz),
welches bei Bedarf auch im Büro zum Einsehen vorliegt. Unsere schriftlichen Verfahrensstandards zum
Umgang mit Kindeswohlgefährdung (§8a) sind allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bekannt.
Mindestens eine Person im Team hat an einer Fortbildung zu diesem Thema teilgenommen. Wir
verpflichten uns zu einer Haltung, die Diskriminierung, Grenzüberschreitung und Gewalt ablehnt.
Kinderrechte sind regelmäßig Thema in unseren Teamsitzungen. Die alltagsintegrierte Sprachbildung
und -erfassung ist in der pädagogischen Praxis verankert. Unsere pädagogischen Fachkräfte werden zu
diesem Themenkomplex umfassend geschult.
Insgesamt orientieren sich die Betreuungsziele der Kanalhaie an den „Bildungsgrundsätzen für Kinder
zwischen 0 und 10 Jahren in der Kindertagesbetreuung und Schulen im Primarbereich in Nordrhein-
Westfalen“, in denen umfassend und aus einer ganzheitlichen Sicht heraus alle einzelnen
Bildungsbereiche beschrieben sind. Dabei seht das Kind im Mittelpunkt und wird in der Entwicklung
seiner Persönlichkeit individuell, ganzheitlich und ressourcenorientiert gefördert und gefordert. Die
pädagogischen Fachkräfte begleiten es unter Berücksichtigung seiner bisherigen Lebenserfahrung und
unterstützen es in seinen (Selbst-)Bildungsprozessen. Die Kita der Kanalhaie wird dabei der
außerfamiliäre Lebensraum sein, der die frühkindliche Bildung, die bereits in der Familie verwurzelt
ist, ergänzt und unterstützt.
2.2.1 Pädagogischer Ansatz
Die pädagogische Arbeit in unserer Kindergruppe geschieht in Anlehnung an den
„situationsorientierten Ansatz“, der hier im Folgenden kurz dargestellt wird:
Der situationsorientierte Ansatz geht davon aus, dass sich die allgemeine Lebenssituation von Kindern
in den letzten Jahren sehr stark verändert hat. Gründe hierfür sind zum Beispiel:
Häufige Umzüge, wodurch der Aufbau von Beziehungen über viele Jahre zu Nachbarn,
Bekannten und Freunden nicht mehr möglich ist
Kein Zusammenleben in Großfamilien, wenig bis keine Geschwister, häufige Trennungen
Immer weniger Platz für spontanes, zweckfreies und ungeplantes Spiel im direkten
Lebensumfeld der Kinder, sodass sich auch Freundschaften nicht mehr einfach und
selbstverständlich ergeben
Die Kanalhaie e.V. – Konzept zur Ausschreibungsnummer 11/2018 vom 11.01.2019 Seite 7
Immer mehr Einflüsse durch die Medien, die oft eine künstliche Ersatzwelt schaffen, wodurch
sich die Welt dem Kind immer weniger über Erfahrungen durch eigenes Tun und Handeln,
eigene Phantasie, Kreativität und Neugierde erschließt
Das Leben in einer Konsumwelt, in der materielle Werte einen höheren Stellenwert haben als
menschliche Werte. Kinder leben in einer Gesellschaft, die leistungs- und erfolgsorientiert ist
und in der sie schon von klein auf einem entsprechend hohen Erwartungsdruck ausgesetzt
sind.
Deshalb ist der Grundgedanke, den der situationsorientierte Ansatz als Basis vorgibt, dass das Kind sich
selbst und seine Lebenswelt durch die Vernetzung zahlreicher Lebensbereiche als ein sinnvolles und
zusammenhängendes Ganzes weit über die Grenzen der Kindergruppe hinaus bewusst entdecken,
erleben, erfahren und begreifen kann.
Alle für die Kinder interessanten und wichtigen Lebensthemen werden mit in den KiTa-Alltag
einbezogen. Die Kinder entscheiden und drücken aus, welche Situationen, Ereignisse und Erlebnisse
für sie bedeutsam und wichtig sind und erleben dadurch eine positive Veränderung der
Machtverhältnisse. Sie erfahren mehr Entscheidungsfreiheit, Selbstbestimmung, Emanzipation und
Partizipation. Die Aufgabe der Erzieherinnen und Erzieher ist, die Ideen, die Interessen und Bedürfnisse
der Kinder aufzugreifen und diese z.B. in Form von Projekten, die den Charakter einer offenen Planung
haben, umzusetzen. Darüber hinaus machen sich die Erzieherinnen und Erzieher durch genaue
Beobachtungen, die schriftlich festgehalten werden, ein möglichst umfassendes Bild jedes einzelnen
Kindes. Insgesamt versteht sich die KiTa als Lebensmittelpunkt, neben der Familie, von wo aus die
Kinder auch den Rest der Welt je nach Interessen und Bedürfnissen erobern, erleben und entdecken
können.
Die Ideen und Inhalte des situationsorientierten Ansatzes werden in unserer Einrichtung den
bestehenden individuellen Möglichkeiten, Bedürfnissen und Bedingungen angepasst und umgesetzt.
Dabei legen wir Wert auf:
Verzicht auf „Inselpädagogik“: Soweit es unsere Möglichkeiten zulassen, versuchen wir, die
Räumlichkeiten zu verlassen, z.B. zu Erkundungsspaziergängen in der Umgebung, Besuchen im
Museum, auf dem Markt, im Mühlenhof, im Zoo, der Gärtnerei, der Feuerwehr, der Bücherei,
zu Vorschultreffen mit anderen KiTa-Kindern usw. ...
Projektarbeit: Die Themen und Ideen für Projekte entwickeln sich aus Anregungen und
Bedürfnissen der Kinder, die wir sammeln, zusammentragen und gemeinsam umsetzen
Freispiel
Die Rolle der Erzieherinnen / des Erziehers: Die Erzieherinnen und Erzieher sehen sich als
Begleiter der Kinder, die ihnen dabei helfen, ihre seelischen, geistigen und körperlichen
Fähigkeiten zu entfalten (ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung). Hierfür ist es sehr wichtig,
auch die Lebensumstände der Kinder außerhalb der KiTa gut zu kennen, um sie verstehen und
entsprechend auf sie eingehen zu können.
In einer altersgemischten Gruppe gibt es ganz unterschiedliche, individuelle Entwicklungsstände. Da
die Variationsbreite des Lernens größer ist, treten weniger Konkurrenzsituationen und Rivalitäten
untereinander auf, Konflikte verringern sich. „[Die] Bedürfnisse[...] der Kinder nach Beziehung,
Sicherheit und Geborgenheit, Wohlbefinden, dem Streben nach Unabhängigkeit, dem Wunsch nach
Die Kanalhaie e.V. – Konzept zur Ausschreibungsnummer 11/2018 vom 11.01.2019 Seite 8
Eigenverantwortung und Selbstbestimmung, Neugier und Lerndrang ergeben [...] veränderte Ansätze
für die pädagogische Arbeit in den Kindertageseinrichtungen.
Diese Bedürfnisse lassen sich nach allen Erfahrungen nicht innerhalb einer starren Gruppenstruktur
oder einer altershomogenen Gruppe dauerhaft erfüllen.“1
Ein weiterer Vorteil einer altersgemischten Gruppe liegt in der Kontinuität der Betreuung der Kinder.
Da die Erzieherinnen und Erzieher die Kinder meistens vom frühesten Alter in ihrer Entwicklung
begleiten, lernen sie diese in einer größeren Intensität kennen und können so auf die individuellen
Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes eingehen. Die Kinder können eine erweiterte, dauerhafte
Beziehung zu den Kindern und den Erwachsenen unserer KiTa aufbauen – ein wichtiger Baustein zur
Festigung ihrer emotionalen Sicherheit. Aber auch die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Team ist
durch ihren kontinuierlichen Aufbau sowie durch die Intensität des Zusammenseins für den
gegenseitigen Austausch sehr bereichernd und kommt letztendlich den Kindern zugute.
Die genannten Chancen dieser offenen, situationsorientierten Betreuungsform zeigen, dass
vermeintliche Unsicherheiten wie das zu große Spielangebot, Orientierungslosigkeit in der Gruppe
oder gegenseitiges Stören im Spiel in der offenen Interaktion der Kinder durch die deutliche
Sozialkompetenz aller Kinder sowie in den von Toleranz geprägten Spiel- und Alltagssituationen in der
KiTa aufgefangen werden. Zudem wird die Gruppe täglich in Zeitfenstern in altersentsprechende
Kleingruppen geteilt und ihren Bedürfnissen nach individuell gefördert.
Zukünftig wird bei einer Erweiterung auf 4 Gruppen allerdings eine stärkere Fokussierung auf eine
altersspezifische Zusammensetzung erfolgen müssen. Dies schließt unserer Ansicht jedoch nicht aus,
dass wir auch weiterhin altersgemischte Gruppenangebote anbieten möchten. Wir streben daher
soweit möglich ein teiloffenes Konzept an. D.h. die Kinder werden feste Gruppen mit festen
Fachkräften haben und jeweils eine eigene Tagesstruktur bekommen (gemeinsamer Beginn am
Morgen, gemeinsame Verabschiedung am Nachmittag). Dazwischen sollen jedoch die Kinder in den
G1-Gruppen und der G3-Gruppe nach Absprache mit den pädagogischen Fachkräften ihre eigene
Gruppe verlassen und sich Spielpartner in den anderen Gruppen suchen können, sofern nicht
bestimmte gruppeninterne Aktivitäten anstehen.
Diese Konzeption soll von einer gruppenübergreifenden altersspezifischen Betreuungsarbeit begleitet
werden, bei der einzelne Fachkräfte regelmäßig mit allen Kindern einer Altersgruppe arbeiten und
gemeinsame Aktionen und Projekte planen. Auch die Vorschulgruppe für die ältesten Kinder wird Teil
dieses Angebots sein. Im Kleinen setzen wir im Übrigen diese altersspezifische Kleingruppenarbeit
schon jetzt in unserer eineinhalb gruppigen Einrichtung regelmäßig um, wenn z.B. die größeren Kinder
zum Turnen oder anderen Aktivitäten gehen. Die Erfahrungen aus dieser Arbeit haben uns überzeugt,
diese Form der Arbeit auch auf größere Rahmenstrukturen zu übertragen.
Im Gegensatz dazu sollen die Kinder der G2-Gruppe zunächst den Tag in ihrer eigenen Gruppe
verbringen und ggf. mit Ihren BezugserzieherInnen Besuche in andere Gruppen oder den
gemeinsamen Flur machen. Sie bekommen altersentsprechend daher ihren eigenen geschützten
Bereich und können sich somit langsam an das allgemeine KiTa-Leben herantasten.
1 Brünnich, Heike, u.a.: „Kästchendenken war einmal“. Gruppenübergreifende pädagogische Arbeit in den
Kindertagesstätten. In: Jugendhilfe-aktuell 01.2014. S. 15.
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Trotz der unterschiedlichen Schwerpunkte und Anforderungen in der Gruppenarbeit wollen wir auf
keinen Fall auf gemeinsame Berührungspunkte für alle Kinder verzichten. Gemeinsame Spielbereiche
in den Fluren sollen dazu einladen, die Kinder der anderen Gruppen kennen zu lernen. Auch
wöchentliche Zusammenkünfte aller Gruppen (z.B. im Rahmen eines Singkreises) sollen daher die
Gemeinschaft und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Kinder stärken.
Die Kombination aus teiloffenem Konzept und altersspezifischen pädagogischen Gruppenangeboten
hat zudem den Vorteil, dass alle ErzieherInnen die Chance haben, alle in der Einrichtung betreuten
Kinder kennen zu lernen. So wird es uns auch möglich sein, eine ggf. benötigte Randzeitenbetreuung
vor und nach den Kernöffnungszeiten anzubieten und gleichzeitig unseren hohen pädagogischen
Ansprüchen (gute Bindung, Vertrauen, Kontinuität und Verlässlichkeit) gerecht zu werden. Die Kinder
können auf Grund der gestiegenen Bindung zu allen in der Einrichtung tätigen Fachkräften
insbesondere in den Randzeiten durch die pädagogischen Fachkräfte betreut werden, ohne dass sie
sich in Ihren üblichen Gruppenstrukturen befinden.
Auch hier bildet die G2-Gruppe eine Ausnahme. Auf Grund der spezifischen Bedürfnisse dieser
Altersgruppe sollten die Kinder kontinuierliche Bezugspersonen haben und keinen Raum- oder
Gruppenwechsel erfahren müssen. Hier werden wir hinsichtlich eines möglichen
Randzeitenbetreuungsangebots individuelle, mit Blick auf das Kindeswohl geeignete Alternativen
erarbeiten.
Durch das neue Angebot der Gruppenformen G1, G2 und G3 werden wir es insbesondere den
aufgenommen U3-Kindern ermöglichen, die Einrichtung bis zum Schuleintritt kontinuierlich zu
besuchen. Die Kinder der Altersklasse G2 werden ganz natürlich aus ihrer Gruppe herauswachsen und
in die anderen Gruppen migrieren, wobei sie die Kinder und pädagogischen Fachkräfte bereits kennen.
So erleben die Kinder Kontinuität und verlässliche Bezugspersonen in einer vertrauten Umgebung.
2.2.2 Pädagogische Zielsetzungen / Bild vom Kind
Das Ziel unserer pädagogischen Arbeit ist das Wohl des Kindes und die Förderung aller Kinder in
unserer altersgemischten Gruppe. Hierbei bestimmen die Lebensrealität und die individuellen
Bedürfnisse unserer Kinder die pädagogischen Ziele. Unser Bild vom Kind ist der Ausgangspunkt und
die Grundlage unserer täglichen pädagogischen Arbeit. An erster Stelle steht für uns die Erkenntnis,
dass die Kinder Konstrukteure ihrer eigenen Wirklichkeit sind, mit hohem Maß an
Selbstbildungspotenzial und reich an Ressourcen und Kompetenzen.
Ein Kind ist also:
Forscher und Entdecker
Künstler und Musiker
Ein sinnliches bzw. sinnreiches Wesen, welches mit allen Sinnen versucht, die Welt zu
begreifen
Ein kulturelles Wesen
Ausgesprochen kompetent
Die Kanalhaie e.V. – Konzept zur Ausschreibungsnummer 11/2018 vom 11.01.2019 Seite 10
Hieraus ergibt sich die Forderung nach einem entwicklungsfördernden Spiel- und Lebensraum, in
welchem sich die Erzieherinnen und Erzieher an der Lebenssituation eines jeden Kindes orientieren.
Sie gehen auf die Erfahrungen, Fragen, Interessen sowie Probleme der Kinder ein und schaffen so einen
Ort, an dem die Kinder ihre sozialen Fähigkeiten schulen können und gleichzeitig Bildungsangebote
erfahren sowie Bildungsräume erleben. Denn nur so können sie ihre eigenen Lehrmeister sein.
Ziele integrativer Erziehung
Unter Integration verstehen wir, dass behinderte und von Behinderung bedrohte Kinder in die
natürliche Lebens- und Lernumwelt nicht behinderter Kinder einbezogen werden und ihnen die volle
Teilhabe an sozialer Kommunikation und gemeinsamem Leben innerhalb der KiTa ermöglicht wird.
Durch die gemeinsame Erziehung behinderter und nicht behinderter Kinder wird die Chance
wahrgenommen, auf das Verhältnis behinderter und nicht behinderter Menschen bereits in einer
Lebensphase Einfluss zu nehmen, in der die Kinder noch weitestgehend unvoreingenommen und
unbelastet auf das „Anderssein“ von Mitmenschen reagieren. Gemeinsame integrative Erziehung will
behinderten und nicht behinderten Menschen die Möglichkeit geben, zu lernen, soziale Beziehungen
zueinander aufzubauen, die durch unterschiedliche Fähigkeiten und Anerkennung der
Beeinträchtigung des einzelnen Kindes, durch persönliche Wertschätzung und gegenseitige
Unterstützung gekennzeichnet sind.
2.2.3 Methoden
a. Eingewöhnung
Die Eingewöhnung neuer Kinder wird auch in der neuen KiTa und bei erweiterter Gruppengröße in
Anlehnung an das „Berliner Modell“ verlaufen. Die Eltern bekommen vor dem ersten KiTa-Tag eine
schriftliche Zusammenfassung über den Ablauf der Eingewöhnungsphase. In intensiven Gesprächen
zwischen Eltern und der Bezugserzieherin oder dem Bezugserzieher werden die Eltern auf die neue
und ungewohnte Situation vorbereitet. So können Fragen ausgetauscht werden und ggf. bestehende
Ängste und Sorgen angenommen und bestenfalls abgebaut werden. Nur mit einem gegenseitigen
vertrauensvollen und wertschätzenden Dialog kann eine gute Eingewöhnung des Kindes in die neue
Situation erfolgen. Der Dienstplan wird so gestaltet, dass das neue Kind kontinuierlich von seiner
neuen Bezugsperson begleitet wird. Nach erfolgreicher Eingewöhnung steigt ein zweites Teammitglied
mit ein und baut ebenfalls eine Bindung auf, sodass das U3-Kind nun mindestens zwei Bezugspersonen
hat. Nach und nach nehmen auch die anderen Teammitglieder Kontakt zu dem Kind auf und lernen es
langsam kennen, dies wird aber immer auf die subjektive Situation jedes einzelnen Kindes angepasst.
Auch bereits anwesende Geschwisterkinder können die Eingewöhnung erleichtern. Durch die neuen
Kinder kommt es zu Rollenverschiebungen in der Gruppe, sodass die Kanalhaie während ihrer KiTa-
Zeit auf natürliche Weise immer wieder in neue Rollen hineinwachsen.
Die Kanalhaie e.V. – Konzept zur Ausschreibungsnummer 11/2018 vom 11.01.2019 Seite 11
Dies hat einen positiven Effekt auf die Gruppenstruktur: Sie bleibt variabler, das heißt, es kommt
seltener zu verfestigten Rangordnungen und Außenseiterpositionen als in altershomogenen Gruppen.
Das Team ist sich dieser Rollenprozesse bewusst und reflektiert diese regelmäßig in den
Teamsitzungen.
b. Der Alltag in der neuen KiTa Kanalhaie
Der folgende Abschnitt beschreibt die pädagogische Arbeit in der KiTa, wie sie zurzeit praktiziert aber
auch zukünftig für die neue Einrichtung zumindest vorgesehen ist. Generell orientiert sich die
Gestaltung des Alltags jedoch ohnehin an den verschiedenen Bedürfnissen entwickelt und ist weiterhin
offen für neue Entwicklungen. Die verschiedenen Aktivitäten, Aktionen u.Ä. werden in Folge nicht
bestimmten Zielen zugeordnet. Denn wie bei den Zielen, so ist auch hier im Sinne der Ganzheitlichkeit
der Übergang meist fließend. Im pädagogischen Alltag stellen wir durch festgelegte Zeiten im
Tagesablauf Verbindlichkeit und Orientierung für die Kinder sicher.
Möglicher Tagesablauf
07:00 – 07:30 Uhr: Die KiTa wird von der zuständigen Erzieherin oder dem zuständigen Erzieher
gefahrensicher vorbereitet, das Frühstück wird zubereitet.
Ab 07:30 Uhr : Die Bring-Zeit für die Eltern beginnt, ein Team-Mitglied hält sich in jeder Gruppen-
Garderobe auf, wo es bis zum Ende der Bring-Zeit (09.30 Uhr) fest zugeordnet ist. Sie oder er nimmt
die ankommenden Familien sowie die kleinen und großen Kanalhaie in Empfang, begrüßt diese und
erhält wichtige Informationen, um das Kind in seiner jeweiligen Tagesverfassung bestmöglich
aufzufangen. Zur Verabschiedung der Eltern gibt ein immer wiederkehrendes Abschiedsritual den
Kleinen Sicherheit: Sie schubsen ihre Eltern aus der Tür oder „fliegen“ vom Arm der Eltern auf den Arm
der jeweiligen Erzieherin oder des Erziehers.
Ab 07:30 Uhr sind auch weitere Erzieherinnen oder der Erzieher anwesend. Sie übernehmen die Kinder
im Flur, wenn diese ihre Sachen ausgezogen haben und begleiten sie in den jeweiligen Gruppenraum,
wo sie, wenn sie möchten, ein Frühstück einnehmen, das immer von einem Teammitglied begleitet
wird.
Diese offene Frühstückszeit wird von 07:30 – 09:30 Uhr für alle Kanalhaie angeboten. Das heißt, dass
die Kinder selbst entscheiden können, wann und mit wem in der Gruppe sie frühstücken wollen.
Unsere U3-Kinder werden in dieser Zeit natürlich intensiv begleitet. So ist es bedeutsam, dass wir
morgens die Information erhalten ob und wann das Kind schon etwas gegessen und getrunken hat.
Häufig spielt sich die Frühstückszeit als immer wiederkehrendes Ritual in der Bringphase ein. In der
Eingewöhnungszeit findet das Ankommen nicht selten am Frühstückstisch, gemeinsam mit den Eltern
und der Bezugserzieherin oder dem Bezugserzieher, in einer überschaubaren Gruppe, statt.
08:00 Uhr: Das Team ist für alle Gruppen voll besetzt, bis 09:30 Uhr gibt es pro Gruppe ausreichend
Betreuungspersonen.
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08:00 – 10:00 Uhr: In den Räumen können die Kinder unter Aufsicht eines Teammitgliedes frei spielen
oder Angebote nutzen, die durch die jeweiligen Erzieherinnen oder Erzieher gestaltet werden
(Wasserfarbe, Kneten, Draußen-Spiel, usw.). Bevor es in die verschiedenen Gruppen geht, können alle
Kinder an einer täglich stattfindenden Singerunde teilnehmen. Der Inhalt richtet sich stets nach den
verschiedenen Altersstufen der teilnehmenden Kinder. Die Kinder dürfen sich während der Singerunde
Lieder, Fingerspiele oder Kreisspiele wünschen.
Betreuungsangebot für die Gruppen der Altersgruppen G1 und G3 (Ü3-Kinder)
In der Zeit von 9:45 Uhr - 11:45 Uhr beginnen für die Ü3-Kinder Bildungsangebote. In unserem
Vormittagsbereich räumen wir den Kanalhaien bewusst eine Freispielzeit ein, in der sie frei
entscheiden können, was, wo und mit wem sie spielen. Dieses Freispielangebot wird von einer
Erzieherin oder einem Erzieher aktiv beobachtet und begleitet. Sie oder er setzt Impulse, wenn es nötig
erscheint und stellt fachlich ausgewählte Materialien zur Verfügung. Des Weiteren haben die Kinder
die Möglichkeit, an geplanten Aktivitäten (z.B. Bastelangebote, Kinderkochen, Backaktionen, Nähen,
Werken, Besuch der Bücherei, Ausflüge auf den Markt oder Spielplatz etc.) teilzunehmen.
Teil dieses Tagesabschnitts werden auch die geplanten gruppenübergreifenden altersspezifischen
Aktivitäten und pädagogischen Angebote sein, in denen die älteren Kinder sich im Rahmen des
teiloffenen Konzepts in den gemeinsamen Spielbereichen oder in den Kleingruppen treffen und
gemeinsame Aktivitäten unternehmen. Es soll insbesondere sichergestellt werden, dass sich zwischen
den Kindern der verschiedenen Gruppen ausreichend Berührungspunkte ergeben.
Ab 11:30 Uhr werden sowohl die Räumlichkeiten der G1- als auch der G3-Kinder zusammen
aufgeräumt und anschließend die Hände für das Mittagessen gewaschen.
11:45 - 12:30 Uhr : Die drei Gruppen mit älteren Kindern (G1 und G3) kommen jeweils zu einem
gemeinsamen Mittagessen in den jeweiligen Gruppenräumen zusammen, wobei nicht ausgeschlossen
ist, dass Kinder verschiedener Gruppen im Rahmen des teiloffenen Konzepts auch in Gruppenräumen
andere Gruppen mitessen können. In diesem Fall informieren sich die jeweiligen
GruppenbetreuerInnen gegenseitig. Der Tischdienst (2 Kinder, die für eine Woche den Tisch
eindecken) sitzt und isst mit einer Gruppe von selbst ausgewählten Kindern und einer Erzieherin oder
einem Erzieher. Im Gruppenraum steht für die U3-Kinder ein der Körpergröße angemessener Tisch mit
speziellen Stühlen zur Verfügung. Das Mittagessen wird von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
begleitet. Die Essenszeiten verstehen wir als einen eigenständigen pädagogischen Bildungsbereich.
12:30 - 13:00 Uhr: Nach dem Mittagessen werden die Zähne geputzt und die Schlafkinder werden von
den GruppenbetreuerInnen ins Bett gebracht. Jedes Kind hat ein eigenes Bett oder Nestchen, in dem
es sowohl vormittags als auch mittags schlafen kann. Über dem Bett ist ein kleines Regal angebracht,
in dem die persönlichen Dinge wie Schnuller und Kuscheltier aufbewahrt werden. Zum Einschlafen
wird ein Schlaflied gesungen und jedes Kind wird individuell mit seinen Einschlafbedürfnissen
berücksichtigt.
Eine Erzieherin oder ein Erzieher ist im Kinderbad und begleitet die Kanalhaie zwischen 2 und 6 Jahren
beim Toilettengang, beim Zähneputzen und macht den Kindern anschließend das Angebot, aus drei
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verschiedenen Sinnesangeboten (Bewegung, Kreativ, Draußen) für sich die passende Ruhestunde
auszuwählen.
13:00 - 14:30 Uhr: Es finden drei verschiedene Ruhestunden statt, die Schlafkinder können über ein
Babyphon jederzeit gehört werden.
14:30 - 16:00 Uhr : Die Schlafkinder werden von den GruppenbetreuerInnen liebevoll und sanft
geweckt und anschließend aus den Bettchen geholt, bei Bedarf auch gewickelt. Anschließend treffen
sich die Schlafkinder und die Kinder aus den Ausruhzeiten zu einer gemeinsamen Brotzeit im
Gruppenraum. Hier gibt es kleine Snacks wie Butterbrote, Quark, Joghurt, o.Ä.
Anschließend findet bis 16:00 Uhr wieder eine gemeinsame Spielzeit statt. Hier können die älteren
Kinder im Rahmen des teiloffenen Konzepts wieder auch gruppenübergreifend zusammenkommen
und miteinander spielen. Auch gruppenübergreifende Aktivitäten finden in dieser Zeit statt. Fall die
Kinder jedoch in Ihren Gruppen spielen möchten ist auch das möglich. Hierzu sprechen sich die
BetreuerInnen untereinander ab. Ansonsten werden auch die wöchentlichen Termine mit den Kindern
wahrgenommen.
Von 16:00 Uhr bis 16:30 Uhr kommen die Kinder der Gruppen G1 und G3 noch einmal in ihren
Gruppenräumen zusammen, räumen auf oder spielen und werden in der Folge von ihren Eltern
abgeholt. Generell können die Kinder je nach Betreuungszeit ab 13:30 Uhr von ihren Eltern abgeholt
werden.
Besonderes Betreuungsangebot für die Gruppen der Altersgruppen G2 (U3-Kinder)
Bis 10:00 Uhr findet der Empfang der Kinder und das Frühstück im Gruppenraum G2 wie oben
beschrieben statt.
Von 10:00 – 11:45 Uhr: Stöpselzeit I (U1 - 1,5 Jahre), Stöpselzeit II (1,5 - 3 Jahre), sowie Freispielzeit für
die Kanalhaie zwischen drei und fünf Jahren mit pädagogischer Begleitung und ggf. offenen Angeboten,
wenn die Kinder das Angebot bejahen.
Den kleinen Kanalhaien werden nach dem „Ankommen“ spezielle Bildungsangebote für ihre Interessen
und ihren Entwicklungsstand angeboten. Besonders in der Eingewöhnungszeit begleiten ausschließlich
die Bezugserzieherinnen und -erzieher die „Stöpselzeit“. Dies ist aufgrund unserer gestaffelten
Aufnahme der Kinder und der sanften Öffnung auch zu einer weiteren pädagogischen Kraft über den
Zeitraum der Eingewöhnung für die neuen Kinder möglich. Immer ausgehend von dem Tempo und der
Bereitschaft des Kindes, neue Erzieherinnen und Erzieher kennenlernen zu wollen, kommt nach einem
individuellen Zeitraum ein Teammitglied hinzu. Es werden in der Stöpselzeit-Angebote im Bereich der
Wahrnehmung, der Sprache und der Bewegung angeboten. Ganz im Vordergrund stehen die Freude
am Tun und die Primärerfahrungen, so wird nach Herzenslust gematscht, geschmiert, gerieben,
gebadet, geklettert, gerutscht, geschaukelt, gesungen, getanzt, Bilderbücher betrachtet, hängende
Wimmelbilder bestaunt, lautiert und unterhalten, über Spiegel und unterschiedliche Oberflächen
gekrabbelt und noch vieles mehr. Aber es gibt auch Raum zur Erholung, zum Kuscheln und Entspannen,
wenn die Kanalhaie mal eine kleine Auszeit brauchen.
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So viel Bewegung macht hungrig. In der Stöpselzeit gibt es für die Kanalhaie immer einen kleinen Snack
und reichlich zu trinken. Während dieser Zeit wird auch gewickelt.
Dieses Bildungsangebot richtet sich an unsere U3-Kinder, ist aber keineswegs eine starre oder feste
Gruppe. Kinder aus der Stöpselzeit, die Freundschaften zu älteren Kanalhaien knüpfen, oder Interesse
an anderen Bildungsangeboten in der Gruppe entwickeln, dürfen natürlich in den anderen Alltag
hineinschnuppern. Dieses Angebot wird von einer Erzieherin oder einem Erzieher begleitet. So können
die Kanalhaie in ihrem Tempo der Stöpselzeit Stück für Stück und Tag für Tag entwachsen. Momentan
gibt es eine Stöpselzeit II. Diese wird eingerichtet für Kinder, die sich aus dem Bildungsbereich der
kleinen Stöpselzeit heraus entwickeln bzw. schon heraus entwickelt haben, aber noch nicht für einen
längeren Zeitraum in der gänzlich freien Situation verbleiben können. Sie erfahren Begleitung und
können so ihren Bedürfnissen nachgehen.
Ein wichtiger Prozess in der Stöpselzeit ist die Kommunikation zwischen den dort anwesenden
pädagogischen Kräften, aber auch zu den Kräften in der Gruppe. So ist gewährleistet, dass alle Kinder
gut im Blick der Erzieherinnen und Erzieher sind und alle Bedürfnisse berücksichtigt werden können.
In der Stöpselzeit sind Gäste immer herzlich willkommen. So werden die kleinen Kanalhaie gerne von
ihren Geschwisterkindern oder Freunden besucht, aber immer unter Berücksichtigung der Ruhe- und
Rückzugsbedürfnisse der Kleinen.
Nach der Stöpselzeit folgen ab 12:00 Uhr das Mittagessen und dann ab 13:00 Uhr die Schlafenszeit.
Die Kleinen verbleiben dabei in ihrer Gruppe und schlafen auch im gruppenindividuellen Schlafraum.
Ab 14:30 Uhr beginnen dann wieder die Spielaktivitäten, wobei jedoch nach Eignung auch Besuche in
die anderen Gruppen gemacht werden.
Bis spätestens 16:00 Uhr sammeln sich auch die U3-Kinder wieder und werden in der Folgezeit von
Ihnen Eltern abgeholt.
c. Wöchentliche Termine
Durch wiederkehrende wöchentliche Termine strukturieren wir für die Kanalhaie den Tagesablauf und
bieten Verbindlichkeit und Orientierung. Folgende Termine finden bei uns aktuell wöchentlich statt:
Vorschulgruppe
Turnen (ab drei Jahren)
Kinderparlament
Kinderkochen
d. Personalengpässe
Bei Personalengpässen, zum Beispiel bei Krankheitsausfällen einer oder mehrerer Erzieherinnen oder
Erzieher, passen wir uns dementsprechend an. Verschiedene Angebote werden, je nach Alter der
Kinder, zusammengelegt. Wenn möglich, finden vermehrt Aktivitäten im Außenbereich statt,
zusätzlich wird auf Elterndienste zurückgegriffen.
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Nicht unbedingt notwendige Aktivitäten, wie z.B. das Aufräumen, werden auf später verlegt.
Nachmittags werden bestimmte Bereiche bedürfnisorientiert geöffnet.
e. Besondere Bedürfnisse der U3-Kinder im KiTa-Alltag
Wir sind uns der besonderen Bedürfnisse unserer U3-Kanalhaie sehr bewusst. Neben unserer
speziellen Eingewöhnungsphase werden auch im KiTa-Alltag für U3-Kinder besondere Methoden
angewandt.
Sensible Bereiche, wie zum Beispiel die Stöpselzeit, das Schlafengehen, das Wickeln und auch die
Körperpflege werden nur von Teammitgliedern begleitet oder übernommen, die bereits eine feste
Bindung zum Kind aufgebaut haben.
U1-Kinder, die außerhalb der Schlafzeiten Schlaf- oder Ruhezeiten brauchen, finden in ihrem Nestchen
einen ruhigen Rückzugsort. Während der Eingewöhnungszeit gehen wir besonders auf die Bedürfnisse
der U1-Kinder ein und führen sie behutsam zu ihrem Schlafnestchen in der KiTa hin. So kann es
vorkommen, dass sie vorübergehend noch in ihrer gewohnten Umgebung, dem von zu Hause
mitgebrachten Kinderwagen, schlafen, bevor sie in ihrem neuen KiTa-Nestchen Ruhe und Schlaf
finden. Das Kind wird in den Schlaf begleitet, es wird gesungen und / oder gestreichelt, bis es
eingeschlafen ist. Dabei berücksichtigen und übernehmen wir die Einschlafrituale von zu Hause
(Schnuller, Schmusetuch). Das schlafende Kind ist stets von mindestens einem Erzieher oder einer
Erzieherin in Sicht- und Hörweite. Zur Gewährleistung der Wahrung der unterschiedlichen
Schlafbedürfnisse von U1-Kindern und U3-Kindern gibt es gruppenindividuelle Schlafräume.
Mit festen Ritualen und zeitlich strukturierten Abläufen fangen wir die U3-Kanalhaie bei uns auf Bei
Bedarf können die Kinder Körpernähe genießen (Sing- und Schoßspiele, kuscheln, Bücher betrachten
und darüber kommunizieren) oder in Zeiten der Trauer auf Ablenkung und Trost zählen. Die
Bedürfnisse und Interessen der U3-Kinder werden bei der Raumvorbereitung und der Gestaltung der
Stöpselzeit besonders berücksichtigt. Wickelsituationen werden mit Sing-und Streichelspielen liebevoll
gestaltet, die Kinder dürfen auch wählen, von wem sie gewickelt werden möchten.
f. Pädagogisches Essen
Unser Mittagessen wird täglich durch einen Koch oder eine Köchin frisch zubereitet. Während der
Zubereitung der Speisen sind die Kinder immer in der Küche herzlich willkommen. Sie dürfen probieren
und bei der Zubereitung der Speisen helfen. Die Zubereitung der Speisen ist ein ganzheitliches Projekt,
das nicht nur eine gesunde Ernährung gewährleisten, sondern auch die Sinne der Kinder ansprechen
soll. Dienstags gibt es aktuell ein pädagogisches Angebot in der Küche: Das sogenannte Kinderkochen.
An diesem Tag bereiten 2-4 Kinder gemeinsam mit einer Erzieherin oder einem Erzieher das
Mittagessen zu. Aber auch an anderen Tagen werden die Kinder von den Köchinnen und Köchen zum
Mitmachen eingeladen. So haben sie die Möglichkeit, die verschiedenen Lebensmittel zu berühren und
wahrzunehmen, sie zu schmecken und sie im rohen, gekochten oder gebratenem Zustand zu riechen
und zu sehen. Uns ist es wichtig, die Kinder an verschiedene Lebensmittel heranzuführen und ihnen so
die Möglichkeit zu bieten, einen positiven und wertschätzenden Umgang mit den Rohstoffen zu
erhalten.
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Ein weiteres Ziel ist es, das Essverhalten der Kinder positiv zu beeinflussen. Daher nehmen die
Erzieherinnen und Erzieher die Mahlzeiten mit den Kindern gemeinsam ein. Dieses „pädagogische
Essen“ stärkt das Gemeinschaftsgefühl und regt die Kinder z.B. zum Probieren von verschiedenen
Speisen an. Dieser Baustein im pädagogischen Konzept ist uns so wichtig, dass wir ihn in einer
erweiterten KiTa auch unbedingt übernehmen möchten.
Darüber hinaus lernen die älteren Kanalhaie beim Kinderkochen auch den Umgang mit Messer, Gabel
und Löffel. Sie brauchen kein Essen von zu Hause mitzubringen, sondern werden in der
Kindertagesstätte voll verpflegt. Natürlich gibt es hier bedürfnisorientiert auch Ausnahmen, z.B. in der
Eingewöhnungsphase, wenn das Essen von zu Hause den Kindern den Übergang in die KiTa erleichtert,
oder an besonderen Tagen, wie z.B. Geburtstagen, Karneval, Nikolaus, wo es auch mal Kuchen oder
Süßigkeiten gibt. Den ganzen Tag über gibt es für die Kinder die Möglichkeit, Wasser aus ihren mit
einem individuellen Bild gekennzeichneten Bechern zu trinken.
g. Wickeln / Toilettengang
Das Wickeln und Trockenwerden ist eine Situation, der wir besondere Beachtung schenken. Gerade in
der Eingewöhnungszeit werden anfänglich die Kinder nur von ihren Eltern, in Begleitung der
Bezugserzieherin oder des Bezugserziehers gewickelt. Dafür steht ihnen auch in der neuen KiTa immer
ein Wickeltisch, ausgestattet mit allen wichtigen Materialien, zur Verfügung.
Die Kinder dürfen entscheiden, von wem und wo sie gewickelt werden, dies geschieht situations- und
bedürfnisorientiert. In der Regel ist es eine oder einer der begleitenden Erzieherinnen und Erzieher. Es
kommt aber durchaus vor, dass ein Kind gerne von einer Erzieherin oder einem Erzieher aus der
Gruppe gewickelt werden möchte. Dann machen wir uns gemeinsam auf den Weg und schauen ob
dieses möglich ist. Gelingt es nicht, suchen wir gemeinsam mit dem Kind nach anderen Lösungen („In
5 Minuten hat er oder sie Zeit und wickelt dich dann.“, „Ist es in Ordnung, wenn du noch eine kleine
Spielzeit machst und ich dich dann wickel?“, etc.). Während des Wickelns wird für Gemütlichkeit,
Geborgenheit, Privatsphäre und Ruhe gesorgt.
Kanalhaie, welche Begleitung auf dem Weg zur Toilette benötigen, zum Beispiel in der Phase des
Trockenwerdens, werden von demjenigen Teammitglied, das gerade das Spiel begleitet, zur Toilette
gebracht und unterstützt. Gegebenenfalls wird diese Begleitung an eine Kollegin oder einen Kollegen
delegiert, wenn die betreffende Erzieherin oder der betreffende Erzieher die Spielsituation nicht
verlassen kann. Auch hier haben die Kinder die Gelegenheit, Wünsche zu äußern.
h. Sprachförderung
Erzieherinnen und Erzieher sind das sprachliche Vorbild der Kinder. Dessen sind wir uns bewusst und
reflektieren dieses Thema regelmäßig in den Teamsitzungen.
Für alle Altersgruppen und Entwicklungsstände werden täglich Bilder- und Bilderbuchbetrachtungen
angeboten. Des Weiteren veranstalten wir jeden Tag Singerunden, in denen wir Lieder singen,
Fingerspiele, Klatsch- und Kreisspiele anbieten. In der Projektarbeit wird der Wort- und Sprachschatz
themenspezifisch erweitert.
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Die Kinder haben die Möglichkeit, ihre Sprache in Rollenspielen, bei Gesellschafts- und Regelspielen,
Liedern und Fingerspielen zu üben und zu erweitern. Auch das Reimen bereitet den Kanalhaien viel
Freude. Die Versprachlichung von Alltäglichem und Nicht-Alltäglichem, von Handlungen und Gefühlen
gehört zur Sprachförderung. So begleitet die Erzieherin oder der Erzieher das eigene Handeln sowie
das der Kinder mit Sprache und bietet somit die Möglichkeit von Spracherwerb. In der Vorschulgruppe
werden spezielle Angebote zum Thema Sprache und Hören angeboten. Ausgewählte Fachmaterialien
unterstützen den Erwerb der Sprache und regen zum Sprechen an. Das Experimentieren mit Sprache
bereitet den Kindern im Alltag viel Freude. So werden lustige Wortspiele erfunden und Quatschwörter
und Sätze gebildet. Das „korrigierende Paraphrasieren“, also die Wiederholung von falschen Sätzen in
richtiger Form, sind ein Bestandteil unserer Sprachförderung im Alltag.
2.3 Personalentwicklung
2.3.1 Ziele der Personalentwicklung
Für uns ist eine gute Zusammenarbeit im Team mit einem wertschätzenden Umgang untereinander
Voraussetzung für eine erfolgreiche pädagogische Arbeit. Wichtig ist uns eine von klaren Strukturen,
Offenheit, Reflexionsbereitschaft, Toleranz, konstruktiver Kritik und positiver Verstärkung geprägte
Atmosphäre. Wir legen großen Wert auf Weiter- und Fortbildungen unserer Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter, weil wir überzeugt sind, dass diese auch unserer Institution und damit letztlich den
Kindern zugutekommen. So streben wir gerade die „Bewegungskitalizenz“ an und bilden unsere
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dementsprechend fort. Unserer Einrichtung kommt zugute, dass
viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schon sehr lange bei uns sind, dementsprechend eine
enge Bindung zu unserer Einrichtung haben und neue Teammitglieder schneller integriert werden
können.
Alle Eltern möchten ihre Kinder gut betreut wissen und das erreichen wir unter anderem über
zufriedene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Daher legen wir besonderen Wert auf Gestaltungs-
und Entwicklungsmöglichkeiten unserer Erzieherinnen und Erzieher sowie die Möglichkeit zu
selbstständigem und eigenverantwortlichem Arbeiten. Als gruppenübergreifende Einrichtung ist für
uns eine funktionierende Kommunikationskultur, einerseits zwischen den Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern, andererseits auch zwischen Eltern und Erzieherinnen und Erziehern wichtig. Daher
gehört für uns neben der pädagogischen, pflegerischen und hauswirtschaftlichen sogenannten „Arbeit
am Kind“ zusätzlich auch die Vorbereitungszeit (VBZ), Verfügungszeit genannt, zur Arbeitszeit dazu.
Diese setzt sich aus wöchentlich stattfindenden Teamsitzungen, Elternabenden, Elterngesprächen,
Vor- und Nachbereitung der pädagogischen Arbeit, Fortbildungen, Einkäufen, Festen und zweimal
jährlich stattfindenden Teamtagen zusammen. Ein Teil dieser VBZ wird in der Einrichtung geleistet, der
andere auswärts (meist zu Hause). Als gruppenübergreifende KiTa bieten wir unseren
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weitere Vorteile, wie beispielsweise eine größere Emanzipation,
Selbstbestimmung und Partizipation durch das Einbringen der eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten
sowie eine neue Form der Zusammenarbeit und eine gemeinsame Übernahme von Verantwortung für
die gesamte Einrichtung.
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2.3.2 Formen der Personalentwicklung
a. Fortbildungen
Alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen regelmäßig an Fortbildungen teil. Diese können
beispielsweise pädagogische, rechtliche oder gesundheitliche Themen beinhalten. Für fachliche
Themen, Fragen o.Ä. stehen uns der Dachverband „Eltern helfen Eltern“ sowie die Beratungsstellen in
unserem Viertel zur Seite.
b. Teamtage
Zweimal jährlich finden Teamtage statt, Inhalte eines Teamtages sind z.B.:
Planung von Projekten
Konzeptionsarbeit
Fortbildungen (z.B. zum Thema Sexualität)
Ausgestaltung der Räumlichkeiten
Qualitätsmanagement und Qualitätsentwicklung
c. Teamsitzungen
Teamsitzungen finden einmal in der Woche statt und dauern 1,5 Stunden. Inhalte der Teamsitzungen
sind:
Organisation, Planung und Durchführung der pädagogischen Arbeit und deren Vor-und
Nachbereitung
Kinderbesprechungen, Bildungsdokumentationen, Entwicklungsberichte
Sichtung von Fachliteratur
Besprechung der Wochenpläne und der Dienstplangestaltung
Vorbereitung der Elternabende und Elterngespräche
Ankündigungen von ausstehenden Fortbildungen sowie Auskünfte / Austausch über
Fortbildungen, an denen teilgenommen wurde
Kontakte zu Fachschulen, Grundschulen, Ämtern, Dachverband, Behörden ...
Berichte über die Teilnahme an Arbeitskreisen oder der Leitungsrunde
Organisation von hauswirtschaftlichen Tätigkeiten
Reflexion des eigenen Handelns
Kinderrechte
Elternfeedback
Qualitätsmanagement
Protokollierung der Teamsitzungen
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d. Mitarbeitergespräche
Bei uns finden verschiedene Mitarbeitergespräche statt:
Mitarbeitergespräche, in denen die Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der
Organisation KiTa besprochen und abgefragt wird, werden jährlich von der zweiten Vorsitzenden, also
der Personalbeauftragten der Einrichtung, durchgeführt und dauern in etwa eine halbe Stunde pro
Mitarbeiterin oder Mitarbeiter.
Darüber hinaus finden jährlich Mitarbeitergespräche mit der Einrichtungsleiterin statt. Hier liegt der
Fokus der Gespräche auf der pädagogischen Arbeit. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bekommen
einen Gesprächsleitfaden zur Vorbereitung an die Hand. Die Auswertung der Selbstbewertung unseres
QM-Systems dient als Grundlage für diese pädagogischen Mitarbeitergespräche.
Anleitungsgespräche für Anerkennungspraktikantinnen und -praktikanten sowie
Kurzzeitpraktikantinnen und -praktikanten werden von der jeweilig anleitenden Erzieherin oder dem
anleitenden Erzieher vereinbart und durchgeführt. Inhalte dieser Gespräche ergeben sich aus dem
jeweiligen Status sowie den daraus hervorgehenden Anforderungen, die an das Praktikum gestellt
werden.
2.4 Zusammenarbeit mit Eltern
Als Elterninitiative stellen wir besondere Anforderungen an die Eltern unserer betreuten Kinder. Bei
uns tragen die Eltern die Verantwortung für die Kindergruppe gemeinsam mit den Erzieherinnen und
Erziehern. Es gibt eine Reihe von Aufgaben, welche die Vereinsmitglieder, also die Eltern, als Träger
unserer Einrichtung übernehmen müssen. Dazu gehören die Bildung eines Vorstands, die Teilnahme
an Elternabenden sowie die Erfüllung der Elterndienste, z.B. Frühstückseinkauf, Reparaturen, etc.,
(siehe Anhang). Die Intensität des Zusammenarbeitens und die häufig stattfindenden Elternabende
bereichern aber auch den Austausch zwischen Eltern und Team und kommen schließlich den Kindern
zugute.
2.4.1 Zielsetzungen
Neben den Aufgaben, welche unsere Eltern als Träger der Einrichtung erfüllen müssen, sehen wir die
Zusammenarbeit mit den Eltern der Kanalhaie als eine vertrauensvolle Erziehungspartnerschaft. Die
Erzieherinnen und Erzieher agieren familienunterstützend und geben Hilfestellung oder Beratung in
Erziehungsfragen. Dies ist praktisch nur umsetzbar, wenn ein gegenseitiges Interesse und ein
wechselseitiger Informationsaustausch auf der Basis von Vertrauen und Respekt besteht. Gleichzeitig
haben wir als KiTa Interesse daran, die Eltern weiterzubilden, z.B. durch themenspezifische
Themenabende von externen Institutionen, durch vom Team vorbereitete Abende, die sich mehr auf
die Gruppensituation beziehen, oder auch durch die Teilnahme des Vorstandes an Weiterbildungen.
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2.4.2 Formen der Zusammenarbeit
Die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Team ist durch die Struktur einer Elterninitiativ-KiTa
notwendigerweise erheblich intensiver als in anderen Kindergärten oder Kindertagesstätten. Sie findet
zurzeit bei den Kanalhaien in folgenden unterschiedlichen Formen statt:
a. Elternabende
Alle vier Wochen finden organisatorische Elternabende statt, hier werden organisatorische Fragen
diskutiert und entschieden. Hieran nimmt auch die Leiterin der Kindergruppe teil. Zusätzlich finden alle
sechs Wochen pädagogische Elternabende statt, an denen sich das gesamte Team beteiligt.
Inhalte sind:
Reflektion der aktuellen Gruppensituation
Pädagogische Themen, wie z.B. Planung und Vorstellung neuer Projekte, Medienerziehung,
geschlechtsspezifische Erziehung, Weiterentwicklung des pädagogischen Konzepts
Fachspezifische Elternabende
Besuch von externen Organisationen, die Themenelternabende gestalten.
b. Elterngespräche
Neben Tür- und Angelgesprächen, die einen kurzen Austausch in den Bring- und Abholphasen bieten,
finden alle sechs Monate Elterngespräche zu jedem Kind statt. Eröffnet werden diese immer mit den
drei „W-Fragen“ bei welchen das Wohlbefinden der Eltern, ihre derzeitige Wahrnehmung von ihrem
Kind sowie der aktuell durch die Eltern wahrgenommene Entwicklungsstand ihres Kindes abgefragt
werden. Im Anschluss stellen zwei Teammitglieder die aktuelle Bildungsdokumentation des jeweiligen
Kindes vor, welche laut §13Abs.2 KiBiz notwendig ist, um die Entwicklung des Kindes erfolgreich
begleiten und fördern zu können. Diese wird mit Hilfe des Entwicklungsbogens von „Kuno Bellers“ und
zahlreicher Alltags- sowie auch gezielter Beobachtungen erstellt. Die Bildungsdokumentation ist in
verschiedene Entwicklungsbereiche aufgegliedert, welche für die Eltern auf kleinen Karten auf dem
Tisch ausgebreitet werden. Die Eltern können nach dieser Eingangsphase nach und nach eine Karte zu
den einzelnen Bildungsbereichen auswählen. So können wir gemeinsam Schritt für Schritt alle
Bildungsbereiche des Kindes in den Blick nehmen und fokussieren uns dadurch auch auf die Interessen,
Wünsche oder Sorgen und Ängste der Eltern. Bei Bedarf können jederzeit nach Absprache noch
weitere Elterngespräche vereinbart werden.
c. Vorstandsarbeit
Der Vorstand versteht sich als Verwaltung des Vereins. Er nimmt somit die Trägerfunktion wahr. Die
Elternversammlung wählt einen Vorstand, welcher zahlreiche Aufgaben und Tätigkeiten inne hat.
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2.5 Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen und Diensten
Für uns stellt die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen, Institutionen und Diensten einen
erforderlichen Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit dar. Zum einen, um uns mit anderen sozialen
Einrichtungen fachlich auszutauschen, zum anderen, um unseren Eltern und Kindern eine
bestmögliche Beratung und Unterstützung zu bieten, und sie bei Bedarf vertrauensvoll an ein
funktionierendes Netzwerk verweisen zu können.
Mit folgenden Einrichtungen und Diensten kooperieren wir:
Jugendamt: Fachlich im Bereich der Jugendhilfeplanung, Fachberatung; organisatorisch über
das KiBiz-Web
Frühförderung
Therapeuten
Grundschule: wöchentliches Turnen, Vorschulkinder
mit anderen KiTas: Vorschulgruppe, Abstimmung zu den Schließzeiten, z.B. in den Ferien
Altenheim: Besuche
Gesundheitsamt: u.a. zahnärztlicher Dienst
Beratungsstellen: Südviertelbüro, Caritas, Diakonie, Tagesklinik Uni
Supervisionen
Dachverband Eltern helfen Eltern
Kirchenkreis
Fachschulen (Erzieherinnenausbildung) in Münster und Umkreis
2.6 Öffentlichkeitsarbeit
2.6.1 Zielsetzungen in der Öffentlichkeitsarbeit
Mit unserer Öffentlichkeitsarbeit, die zum einen von Eltern unserer KiTa, zum anderen von der KiTa-
Leitung sowie den Teammitgliedern geleistet wird, wollen wir auf die Qualität unserer pädagogischen
Arbeit, unsere Leistungen sowie aus dem üblichen Rahmen fallende Aktivitäten und Projekte
aufmerksam machen. Wir möchten Interesse an den Kanalhaien wecken und eine positive
Grundhaltung uns gegenüber in der Öffentlichkeit hervorrufen. Darüber hinaus trägt
Öffentlichkeitsarbeit zur Integration unserer KiTa in der Nachbarschaft und im Gemeinwesen bei. Sie
dient uns zur Herstellung und Pflege von Kontakten zu relevanten Institutionen, also zum Beispiel zum
Jugendamt, zu Firmen, Sparkassen und Banken, zu (Wohltätigkeits-)Vereinen und Verbänden, zu
Grund- und Fachschulen. Die hierdurch entstehende Vernetzung kann sich u.a. in mehr ideeller,
politischer, praktischer oder finanzieller Unterstützung (Fundraising) der Belange der KiTa
niederschlagen. Gleichzeitig dient uns eine aufeinander abgestimmte Öffentlichkeitsarbeit zur
transparenten Gestaltung der täglichen Arbeit mit unseren Kindern für alle Eltern. Unsere „Hailights“
inklusive digitalem Bilderrahmen informieren neben den Aushängen in der Garderobe die Eltern über
die täglichen Aktivitäten. Unsere Homepage und unser Facebook-Auftritt weisen auf aktuelle Themen
und Veranstaltungen hin.
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2.6.2 Formen der Öffentlichkeitsarbeit
a. Tag der offenen Tür
Einmal im Jahr veranstalten wir einen „Tag der offenen Tür“, um interessierten Eltern die Möglichkeit
zu geben, uns und unsere Einrichtung kennenzulernen. Dieser Tag findet in der Woche, nachmittags
bei laufendem Betrieb statt. Hier packen die Eltern mit an, damit die Erzieherinnen und Erzieher genug
Zeit haben, sich um die Fragen interessierter Eltern zu kümmern und ihnen die Schwerpunkte unserer
Arbeit darzustellen. Bei Kasperletheater, Waffeln backen und Kinderschminken haben sowohl unserer
KiTa-Kinder als auch interessierte Familien viel Spaß.
b. Presseartikel
Wir wenden uns regelmäßig mit Artikeln über unsere Arbeit oder über erfolgte Spenden an die lokale
Presse.
c. Flyer / Internetauftritt / soziale Medien
Unser Flyer informiert kurz und knapp über alle wichtigen Informationen zu unserer Einrichtung. Er
liegt sowohl gedruckt in unserer KiTa als auch als PDF zum Download auf unserer Internetseite vor.
Unsere Internetseite und unser Facebook-Auftritt werden von Eltern regelmäßig gepflegt. Hier
informieren wir über aktuelle Termine, unsere Arbeit, unser Team, unsere Räumlichkeiten, wie man
zu uns Kontakt aufnimmt oder wie man uns unterstützen kann.
d. Fundraising
Um die wertvolle Arbeit unserer KiTa ideell, finanziell und materiell zu unterstützen, suchen wir über
Fundraising Menschen, Unternehmen und Institutionen, die uns helfen. Hierzu haben wir eine
Projektgruppe „Fundraising“ eingerichtet, in der einige Eltern versuchen, für uns Zeit-, Sach- oder
finanzielle Spenden zu sammeln. Mit dem Eintritt in unseren Förderkreis kann jeder Interessierte
monatlich an uns Geld spenden.
e. Beschwerdemanagement
Zu Formen des Beschwerdemanagements gehören, neben dem Feedback-Briefkasten, auch
Sprechzeiten der KiTaleitung. Diese finden bei Bedarf spontan statt oder werden über
Terminabsprachen organisiert.
Des Weiteren können alle Eltern und Erzieherinnen und Erzieher ihr Anliegen an den gewählten
Vorstand herantragen. Es wird gewünscht, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihr Anliegen
zuerst an die Leitung herantragen und diese dann die Informationen an den Vorstand leitet.
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Es finden regelmäßig Vorstandssitzungen gemeinsam mit der Leitung statt. Diese dient dem stetigen
Fluss der verschiedensten Informationen und Themen. An dieser Stelle hat auch der Vorstand die
Möglichkeit, Elternwünsche oder -interessen an die Leitung heranzutragen. Die sogenannten „Tür- und
Angelgespräche“ dienen nur dem Austausch von Informationen über das Kind, seinen Bedürfnissen
und dem Befinden. Kritik und Anregungen finden einen Platz im Büro. Zudem bekommen die Eltern
die Möglichkeit, während der regelmäßigen Elternabende, durch Feedbackrunden und der Erläuterung
der pädagogischen Arbeit durch das Team, ihr Mitspracherecht wahrzunehmen, Lob und Kritik zu
äußern sowie Ideen einzubringen. Ein Elternfragebogen zur Ermittlung der Zufriedenheit, Bedarfe und
Veränderungswünsche wird aktuell in einem Qualitätszirkel (QM) beim Dachverband „Eltern helfen
Eltern e.V.“ erarbeitet. In der täglichen pädagogischen Arbeit stärken wir die Kinder darin, ihre Rechte
kennenzulernen, wahrzunehmen und einzufordern. In unserem wöchentlich stattfindenden
Kinderparlament haben die Kinder die Möglichkeit, ihre Wünsche, Ideen und Interessen zum Ausdruck
zu bringen
2.7 Qualitätsmanagement
2.7.1 Entwicklung und Überprüfung von Qualitätsstandards
Die Qualität der Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern hängt entscheidend von der
Kompetenz, der Erfahrung und der Motivation der Fachkräfte ab. Das von uns im Oktober 2012
zusammen mit dem Dachverband für Elterninitiativen „Eltern helfen Eltern e. V.“ und in
Zusammenarbeit mit der „pragma GmbH Beratung und Entwicklung“ nach dem „pragma-indikatoren-
modell (pim®)“ erarbeitete Qualitätsmanagementsystem wird von uns seit 2013 erfolgreich
durchgeführt. In diesem Verfahren wird die Besonderheit des Trägers berücksichtigt. Die jährliche
Bewertung der eigenen Arbeit und der KiTa durch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lässt eine
hohe Akzeptanz der Ergebnisse zu. Dadurch sollen die Stärkung der Fachlichkeit und eine hohe
Motivation für Veränderungsprozesse geschaffen werden. Das entwickelte
Qualitätsmanagementsystem stellt aus diesem Grunde die Entwicklung und Sicherung der Motivation,
der Fachlichkeit und der Professionalität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tageseinrichtung
für Kinder in den Mittelpunkt. Dem liegt ein Grundverständnis von Qualitätsentwicklung und -
management, aufgeteilt in 4 Punkte, zugrunde:
Gesetzliche Grundlagen
Verantwortung des Trägers
Selbstverantwortung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Kundenorientierung.
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3 Wirtschaftlichkeit
3.1 Trägeranteil
Als Trägeranteil leisten wir als Elterninitiative sowohl bisher als auch zukünftig den gesetzlich
verlangten Trägeranteil für Elterninitiativen von 4%.
3.2 Dauerhafte Sicherung der Wirtschaftlichkeit
Der Verein „Die Kanalhaie e.V.“ verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung im wirtschaftlich
nachhaltigen Betrieb der Kindertageseinrichtung am Düesbergweg 102 in 48153 Münster. Auch in den
aktuell für kleinere Einrichtungen wirtschaftlich schwierigeren Zeiten steht die KiTa Kanalhaie
wirtschaftlich solide da. Die Tariferhöhungen in den vergangenen Jahren konnten wir so beispielsweise
ohne Erhöhung der Elternbeiträge oder Auswirkungen auf laufende Ausgaben und anfallende
Ersatzinvestitionen vollständig an unsere MitarbeiterInnen weitergeben.
Um die neue Einrichtung am Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren und die damit einhergehende
Vergrößerung mit veränderten Gruppenstrukturen und Betreuungszeiten zukünftig ebenso
verantwortungsvoll steuern zu können, werden wir zahlreiche heute schon etablierte Grundsätze
weiterhin befolgen und stetig optimieren.
Beispielswiese beinhaltet dies:
Eine langfristige Personalkostenplanung, die regelmäßig z.B. anstehende Gehaltssteigerungen
durch tarifliche Erfahrungsstufen antizipiert
Eine stetige Optimierung der Sachkosten, z.B. die regelmäßige Prüfung von Vergleichswerten
für Versicherungen, Strom- und Heizkosten oder Druckkosten anderer Einrichtungen,
Einholung von mind. 3 Vergleichsangeboten bei Beauftragungen; Beauftragung von proVedi
ist angedacht
Für eine wirtschaftlich gesunde Gruppenstruktur bringen wir pädagogische und
personalwirtschaftliche mit finanziellen Anforderungen in Einklang. Dabei greifen wir auf
unsere langjährige Erfahrung bei der Platzbelegung im Sinne der vorgegeben
Rahmenstrukturen zurück.
Festsetzung der Elternbeiträge unter Sicherstellung ausreichender Finanzpuffer für zukünftige
Elterngenerationen, z.B. durch Rücklagen für den anstehenden Umzug, Rücklagen für
Personalkostensteigerungen sowie für Ersatzinvestitionen abnutzbarer
Ausstattungsgegenstände
Buchführung und Jahresabschluss haben wir an ein spezialisiertes Steuerberatungsbüro
abgegeben. So kann sich unser Finanzvorstand stärker auf die vorausschauende Finanzplanung
der Einrichtung konzentrieren.
Bei Bedarf arbeiten wir eng mit den Experten unseres Dachverbandes „Eltern helfen Eltern
e.V.“ zusammen oder gehen in einen Erfahrungsaustausch mit anderen Elterninitiativen.
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Bei der Besetzung von Vorstandsposten streben wir eine hohe Kontinuität im Vorstand an. Im
Falle von Neubesetzungen im Vorstand erfolgt ein umfangreicher Wissenstransfer bei der
Übergabe. Der Nachfolger wird in der Regel durch das ausscheidende Vorstandsmitglied
intensiv eingearbeitet und steht diesem noch mind. 1 Jahr für Fragen regelmäßig zur
Verfügung.
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4 Besondere Merkmale und Eignung der Kanalhaie
4.1 Weiterentwicklung unserer Stärken
Abgesehen von den Anforderungen des Vergabeverfahrens an das pädagogische Konzept und die
Wirtschaftlichkeit, welche wir in den vorigen Kapiteln ausführlich beschrieben haben, möchten wir nun
darstellen, warum wir als Verein „Die Kanalhaie e.V.“ besonders geeignet sind, die Trägerschaft für die
neue Einrichtung am Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren zu übernehmen.
Die Kanalhaie bieten seit über 30 Jahren ein gemütliches Zuhause für eine Gemeinschaft von Personen:
Kinder, Eltern und Fachkräfte – teilweise sogar Großeltern und Ehemalige – fühlen sich bei uns wohl
und hervorragend aufgehoben. Wir sehen vier wesentliche Vertrauensziele, die wir in unserer
Einrichtung in diesem Zusammenhang geschaffen haben, die wir intensiv pflegen und auch zukünftig
gerne auf eine größere Einrichtung übertragen wollen.
Vertrauen zwischen Kindern und dem Pädagogischen Team
Es ist Konsens der Eltern – aber auch regelmäßig durch Dritte (wie Großeltern oder Freunde) bestätigt
– dass sich das pädagogische Team außerordentlich liebevoll und gewissenhaft um alle Kinder
kümmert. Die pädagogischen Fachkräfte geben sich sehr viel Mühe, dass sich die Kinder in der
Einrichtung wohlfühlen: Sie planen beispielsweise gemütliche Kuschelecken mit Vorlesestunden und
sorgen so für ein familiäres Ambiente in der Einrichtung oder geben regelmäßig neue Impulse durch
das Arrangieren von Mobiliar und Materialien.
Das Ergebnis dieser teilweise sehr aufwendigen, aber immer individuell abgestimmten Betreuung ist
ein großes Vertrauen der Kinder in alle Fachkräfte gleichermaßen. Besonders eng ist das Verhältnis zu
den jeweiligen BezugserzieherInnen, dass Dank der gemischten Gruppen bis zur Schulzeit besteht.
Auch ehemalige Kanalhaie besuchen uns noch regelmäßig, insbesondere zu unserem jährlich
stattfindenden Sommerfest oder dem in diesem Jahr abgehaltenen Jubiläumsfest.
Vertrauen zwischen den Eltern und dem Pädagogischen Team
Auch die Eltern vertrauen ausnahmslos unseren pädagogischen Fachkräften. Dies spiegelt sich
insbesondere in der entspannten familiären „KiTa“-Atmosphäre wieder, in der sich die Eltern oft beim
„ausgedehnten Abholen“ noch gerne ein wenig mit den ErzieherInnen oder untereinander unterhalten
– oft beim Kaffee im Garten, während die Kinder noch etwas weiterspielen.
Entsprechend offen ist auch unsere Mitsprachekultur in der Einrichtung. Sie erlaubt es jederzeit
Vorschläge zu machen, Kritik zu üben, Missverständnisse aufzuklären, Wünsche zu äußern, aber auch
Lob und Anerkennung auszusprechen. Die regelmäßig stattfinden Elternabende (monatlich finden
mind. ein Organisationsabend oder ein Pädagogischer Abend statt), bei denen sich Eltern und das
Team (zukünftig dann auf die einzelnen Gruppen beschränkt) in kleinerem Kreise austauschen, sehen
wir weiterhin als wertvoll und erhaltenswert an.
Die Kanalhaie e.V. – Konzept zur Ausschreibungsnummer 11/2018 vom 11.01.2019 Seite 27
Wir möchten dem pädagogischen Team auch in einer größeren Einrichtung mit veränderter
Rahmenstruktur weiterhin größtmögliche Freiheiten geben, die eigenen Ideen in Bezug auf Pädagogik,
Einrichtung oder KiTa-Events umsetzen zu können. Darüber hinaus kann sich das pädagogische Team
auf die Eltern verlassen, wenn es um die konsequente Anwendung von Absprachen oder
Hilfestellungen in der KiTa im Rahmen von Elterndiensten, Fahrdiensten, etc. geht.
Es ist unser Ziel, dass wir dieses besondere Verhältnis durch geeignete Maßnahmen auch auf eine
größere KiTa mit deutlich mehr Beteiligten übertragen und pflegen wollen und somit die für eine KiTa
wichtige persönliche Ansprache erhalten.
Vertrauen der Eltern untereinander
Nach unserer Überzeugung ist ein vertrauensvolles Verhältnis der Eltern untereinander einer der
Kernbausteine einer erfolgreichen KiTa-Arbeit. Wir tun daher sehr viel dafür, dass sich die Eltern auch
regelmäßig kennenlernen und austauschen können. Zu solchen regelmäßigen Gelegenheiten zur
Pflege der informellen Kontakte zwischen den Eltern zählen nicht nur die gemeinsamen Elternaktionen
(z.B. gemeinsame Pflege der Grünflächen und Außenanlagen durch die Eltern), sondern wir bieten
auch eine Reihe von Vereinsmitgliedern organisierten Freizeitaktivitäten wie Grillabende, Ausflüge
oder Camping-Urlaube an den Alfsee.
Wie gut das Vertrauen und das Verhältnis der Eltern untereinander ist, lässt sich immer dann
feststellen, wenn „Not am Mann“ ist und z.B. Mitarbeiter aus persönlichen Gründen kurzfristig
ausfallen; Eltern springen dann auch kurzfristig als Hilfserzieher unter Anleitung der Fachkräfte ein
oder übernehmen nach vorheriger Einweisung die Zubereitung von Speisen für die Kinder. Notwendige
Elterndienste werden stets wie selbstverständlich geleistet und Freiwillige finden sich immer in
ausreichender Anzahl. Es zeigt sich, dass unsere Vereinsmitglieder die Bedeutung einer Elterninitiative
sehr verinnerlicht haben und sie sich hierzu auch explizit bekennen.
Vertrauen gegenüber dem Umfeld
Trotz und gerade auf Grund der guten Beziehungen zwischen Kindern, dem pädagogischen Team und
den Eltern ist uns auch ein vertrauensvolles Verhältnis mit dem KiTa-Umfeld wichtig. Gerade weil alle
Beteiligten im Verein Vielfalt und Vertrauen als Bereicherung empfinden, ist es uns wichtig, dies auch
auf unser Umfeld zu übertragen.
Vielfalt bezieht sich dabei einerseits auf die Unterschiedlichkeit von Menschen insbesondere in Bezug
auf Herkunft, Kultur, Sprache, Fähigkeiten oder Talente. Die Erfüllung von Querschnittsaufgaben in
Bezug auf Migration, Inklusion oder Genderneutralität ist für uns eine Selbstverständlichkeit und
Bereicherung.
Vertrauen gegenüber dem Umfeld möchten wir durch eine Positionierung als verlässlicher Partner
sicherstellen. Wir stehen zu unseren Aussagen und setzen dies auch jeweils angemessen um. Wir sind
berechenbar und verlässlich und scheuen uns nicht auch alternative Wege zu gehen.
Die Kanalhaie e.V. – Konzept zur Ausschreibungsnummer 11/2018 vom 11.01.2019 Seite 28
Wir freuen uns darauf, zukünftig in einer größeren Gemeinschaft noch mehr und vielfältigere Ideen zu
generieren und umzusetzen, dabei jedoch unsere Prinzipien nicht zu verlassen. Vertrauen ist dabei
unser Gebot, dass unsere Arbeit leitet und den Mehrwert für alle Beteiligten schafft – für unsere
jetzigen Kanalhaie, für die vielen zukünftigen neuen Kanalhaie und für unser Umfeld im
Nordkirchenweg und Umgebung.
Abschließend ist natürlich festzustellen, dass sich nicht alles im Vorfeld eines für den Verein „Die
Kanalhaie e.V.“ so großen Projektes wie die Übernahme der Trägerschaft eine KiTa mit vier Gruppen
planbar ist und auch planen lässt. Natürlich können wir auch nicht unsere tradierten Denkweisen oder
Erfahrungen unreflektiert auf die neuen Verhältnisse übertragen. Wir sind aber sicher, dass wir auf
Grund unserer mittlerweile jahrzehntelangen Erfahrung als Gemeinschaft und als Betreiber einer KiTa
stets die angemessenen Lösungen für die sich bietenden Probleme finden werden. Dies werden wir
vor dem Hintergrund der oben beschrieben Ziele und Werte stets als Gemeinschaft tun, so dass sich
Kinder, das pädagogische Team, Eltern und auch das Umfeld aufgehoben fühlen.
4.2 Unser Umsetzungsplan und -management
Wir sind uns bewusst, dass der Übergang von unserer bestehenden eineinhalbgruppigen Einrichtung
zu einer viergruppigen KiTa eine große Herausforderung darstellt. Wir sind jedoch davon überzeugt,
dass wir die Probleme, die mit der Betriebserweiterung einhergehen durch geeignete Strukturen,
Prozesse und Maßnahmen lösen können. Hierzu möchten wir im Folgenden kurz unser
Umsetzungsmanagement skizzieren:
Professionelles Projektteam erarbeitet Bewerbungskonzept und plant die Umsetzung
Die Elternschaft steht geschlossen und engagiert hinter der Bewerbung. Sie ist ausnahmslos von den
sich bietenden großen Chancen für die Kinder, das pädagogische Team und den Verein „Die Kanalhaie
e.V.“ überzeugt und auf Grund der unmittelbaren Betroffenheit mit großer Leidenschaft und vollem
persönlichen Einsatz dabei. Alle im Zuge der Ausschreibung angefragten Elternpaare haben sofort Ihre
Unterstützung zugesagt, so dass wir vereinsintern auf ein schlag- und tatkräftiges Team zurückgreifen
können.
Wir gehen die Umsetzung professionell an:
Mit einer schlagkräftigen Projektgruppe aus der Elternschaft
Mit einschlägigen beruflichen Expertisen (u.a. Rechtsanwälten, Pädagogen, Führungskräften
in kfm. Positionen, Finanzbereichsleiter deutscher Konzerne, freiberufliche
Unternehmensberater)
Mit klaren Strukturen hinsichtlich Rolle und Aufgabenzuweisung sowie einer Projektplanung
mit Meilensteinen
Regelmäßigen Abstimmungsgesprächen zwischen der Projektgruppe und dem Vorstand
Professioneller Netzwerkarbeit über den Dachverband „Eltern helfen Eltern e.V.“ und die
anderen angeschlossenen Elterninitiativen Münsters.
Die Kanalhaie e.V. – Konzept zur Ausschreibungsnummer 11/2018 vom 11.01.2019 Seite 29
Basierend auf unserem bewährten Rahmenkonzept haben wir bereits Ergänzungen vorgenommen, die
wir im Rahmen der Aufbau- und Startphase in der neuen KiTa umsetzen werden. Aus unserer Sicht
stellen sich für einen termin- und qualitätsgerechten Start am Nordkirchenweg mehrere wesentliche
Herausforderungen:
Die Gewinnung von qualifizierten und passenden Personal
Einrichtung der neuen Kita und Durchführung des Umzugs
Anpassung der Vereinsstrukturen an die neuen Gegebenheiten
Zu Personal:
Start von geeigneten Rekrutierungsmaßnahmen bei erfolgreicher Bewerbung ab Beginn Kita-
Jahr 2020/2021 (ca. 9 Monate vor geplanter Inbetriebnahme)
Bedarfsgerechte Einstellung von Personal entsprechend der neuen Kinderzahlen
Synchronisation des Aufbaus von Kinderanzahl und Erzieherstunden in enger Abstimmung mit
der Stadt Münster
Zu Einrichtung und Umzug:
Basierend auf unserem pädagogischen Konzept wurden im Rahmen der
Vorbereitungsarbeiten für die Ausschreibung bereits Anforderungen an eine geeignete
Ausstattung der in der Ausschreibung beschrieben Räumlichkeiten formuliert. Im Fall eines
Zuschlags wäre dann zu prüfen, inwieweit abgestimmt auch unsere konzeptionellen
Vorschläge im Rahmen der Bauausführung noch berücksichtigt werden können.
Gemäß der vorliegenden Ausschreibungsunterlagen sind auch Räumlichkeiten für eine Küche
vorgesehen. Da die Eigenständigkeit der vollwertigen Speisenzubereitung für uns ein
integraler Bestandteil unseres pädagogischen Konzepts ist, würden im Fall eines Zuschlags
auch gerne zusammen mit dem Bauherrn prüfen, inwieweit auch unsere konzeptionellen
Vorschläge für eine Küche im Rahmen der Bauausführung noch berücksichtigt werden können.
Das Thema Umzug würden wir mit den Kanalhaien des KiTa-Jahres 2020/2021 in geeigneter
Weise, z.B. durch Themenwochen oder Spiele („Packen meiner Lieblingskiste“) thematisieren
und – soweit möglich – regelmäßig Besuche des neuen Domizils vornehmen.
Im Übrigen sind wir froh darüber, dass wir auf Grund der Struktur in unserer Elternschaft über
geeignete Ressourcen (z.B. Handwerker, Transport-LKW) verfügen, die es uns ermöglichen,
den Umzug zusammen mit der helfenden Elternschaft und Förderern erfolgreich
durchzuführen.
Zur neuen Vereinsstruktur:
Organisatorisch stellt die Erweiterung auch Anforderungen an unsere bisherige Vereins- und
Einrichtungsstruktur. Wir werden uns daher im Fall eines Zuschlags organisatorisch wie folgt
aufstellen:
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Die Zukunft in der neuen Struktur
Trotz der teilweise tiefgreifenden Veränderungen für den Verein und die KiTa, die mit einer
Vergrößerung der Rahmenstruktur von 1,5 Gruppen auf 4 Gruppen einhergeht, haben wir uns die
Befolgung der folgenden Leitlinien vorgenommen:
Wir sind und bleiben die Kanalhaie, nur mit einem etwas größeren Umfeld und mehr Kindern,
aber in unmittelbarer Nähe zu unserem angestammten Zuhause.
Wir freuen uns auf die Möglichkeiten, die uns die neue Einrichtung bieten wird, um unsere
bisherigen Schwerpunkten zu vertiefen und neue Schwerpunkte zu identifizieren und zu
verfolgen.
Wir freuen uns auf die Veränderung, da wir mutig in die Zukunft gehen und die damit
verbundenen Herausforderungen zusammen mit den Kindern, unseren ErzieherInnen und
Eltern meistern werden.
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5 Unser Team und Vorstand
Unser Vorstand besteht aktuell aus den folgenden Personen:
Manuela
Syskowski-Hinck
1. Vorsitzende
Bei den Kanalhaien seit 2017 voraussichtlich bis 2022 mit 1 Kind (2,5 Jahre).
Seit Mai 2018 1. Vorsitzende ; zuständig für die Organisation in diversen
Bereichen; zentrales Organ der Kita und Sammelpunkt aller Informationen;
Bindeglied zwischen Team und Elternschaft
Sascha
Rosendahl
2. Vorsitzender
Bei den Kanalhaien seit 2017 voraussichtlich bis 2024 mit aktuell 1 Kind
(fast 4 Jahre) und das 2. Kind ab August 2019 (1 Jahr).
Seit Mai 2018 2. Vorsitzender (Personalvorstand); zuständig für sämtliche
Personalangelegenheiten
Agnes Schotta Vorstand für Finanzen
Bei den Kanalhaien seit 2013 voraussichtlich bis 2021 mit 1 Kind (3 Jahre)
Seit Mai 2016 Finanzvorstand (Kassenwart); zuständig für Transaktionen und
Finanzplanung, Meldungen im Zuge von KiBiz und allgemeine Vorstandsarbeit
Kathleen
Keuthage
Schriftführerin
Bei den Kanalhaien seit 2015 voraussichtlich bis 2021 mit 1 Kind (3 Jahre).
Seit Mai 2018 Schriftführerin (zuvor 2 Jahre 1. Vorsitzende); zuständig für
Protokolle von Elternabende, Mitgliederversammlungen; Kommunikation mit
der Reinigungsfirma; Organisation Bundesfreiwilligendienst
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Unser KiTa-Team:
Personenbezogene Daten wurden auf der Grundlage des Datenschutzgesetzes des Landes Nordrhein-
Westfalen (DSG NRW) unkenntlich gemacht.
Alexandra
Hölscher- Tillmann
Erzieherin und Kitaleitung
Beruf: staatlich anerkannte Erzieherin und Leitung der Kanalhaie (1999-
2009, 2010-2012 Elternzeit, 2012-2015 Erzieherin im
Gruppendienst, seit Oktober 2015 wieder Leitung), ab April 2019
Systemische Beraterin mit Anerkennung der SG, ab Mai 2019 in der
Weiterbildung zur Systemischen Therapeutin
Bei den Kanalhaien seit: 1998
Stundenumfang: 30 Stunden pro Woche
Viola Deske
Erzieherin und stellv. Kitaleitung
Beruf: staatlich anerkannte Erzieherin
Bei den Kanalhaien seit: 2010 (mit Unterbrechungen für die Elternzeit
meiner 2 Söhne)
Stundenumfang: 25 Stunden pro Woche
Jan Ebbing
Erzieher
Beruf: staatlich anerkannter Erzieher mit Zusatzausbildung zum
tiergestützten Pädagogen
Bei den Kanalhaien seit: Juli 2017
Stundenumfang: 39 Stunden pro Woche
Carolin Urban
Erzieherin
Beruf: staatlich anerkannte Erzieherin
Bei den Kanalhaien seit: September 2018
Stundenumfang: 39 Stunden pro Woche
Die Kanalhaie e.V. – Konzept zur Ausschreibungsnummer 11/2018 vom 11.01.2019 Seite 33
Yvonne Weste
Erzieherin
Beruf: staatlich anerkannte Erzieherin
Bei den Kanalhaien seit: von 1999-2008 (mit Unterbrechung einer
Elternzeit von 2 Jahren) und seit Februar
2016 wieder zurück im Team
Stundenumfang: 25 Stunden pro Woche
Sylvia Harmann
Erzieherin
Beruf: Kinderpflegerin
Bei den Kanalhaien seit: April 2017
Stundenumfang: 23,5 Stunden pro Woche
Felix Haats
Erzieher
Beruf: Erzieher im Anerkennungsjahr
Bei den Kanalhaien seit: August 2018
Stundenumfang: 39 Stunden pro Woche abzüglich der
Anwesenheitszeiten in der Schule
Neren Sarkees
Dikran
Köchin
Beruf: Köchin
Bei den Kanalhaien seit: August 2016
Stundenumfang: 4 Stunden pro Woche
Brigitte Inglis
Köchin
Beruf: Köchin
Bei den Kanalhaien seit: Mai 2016
Stundenumfang: 12 Stunden pro Woche
Anlage 6.2 Konzeption Fröbel
70656 Zeichen
Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft am Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren (Ausschreibungsnummer: 11/2018) Zeichen: 51 10 0014 / 51.10.0013 08.01.2019 FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH Geschäftsstelle Nordrhein-Westfalen Komödienstraße 18-24 50667 Köln Internet: www.froebel-gruppe.de Ihre Ansprechpartner bei FRÖBEL sind: Oliver Just, Leiter Projektentwicklung und Vertrieb Region West Komödienstraße 18-24 50667 Köln Telefon 0221 29 99 42 71 just@froebel-gruppe.de Bärbel Klünter, Geschäftsleiterin Komödienstraße 18-24 50667 Köln Telefon 0221 29 99 42 62 kluenter@froebel-gruppe.de www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Nordkirchenweg 08.01.2019 2 2 Der FRÖBEL e.V. betreibt über die Tochtergesellschaft FRÖBEL Bildung und Erziehung ge- meinnützige GmbH mittlerweile rund 180 Einrichtungen in zehn Bundesländern. In einem stetigen Prozess entwickelt FRÖBEL innovative Wege, um Kindern und ihren Familien das beste Angebot für Bildung, Erziehung und Betreuung zu bieten. Im Mittelpunkt all unseres Handelns stehen dabei das Wohl des Kindes und die optimale Förderung seiner Entwick- lung. Zugleich sind die Unterstützung von Familien und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wesentliche Ziele. Unseren Ansatz, qualitativ hochwertige Bildungseinrichtungen für Kinder anzubieten, setzen wir bisher in 57 Kinderg ärten in NRW um. Von diesen 57 Einrichtungen sind neunzehn als Familienzentren zertifiziert. Gern möchten wir unser Angebot durch die Betriebsträgerschaft der neuen Kinderta- gesstätte am Nordkirchenweg in Münster erweitern. Nicht zuletzt wird diese Kita von den Synergieeffekten sowie dem fachlichen Austausch mit den bereits neu entst ehenden Kindergärten im Am Emmy-Herzog-Platz, in der Landsberger Straße sowie im Zentrum - Nord profitieren und umgekehrt. Von besonderer Attraktivität für die Stadt Münster dürfte dabei unsere langjährige Erfahrung in der Betreuung von Kindern unter drei Jah- ren, unsere an die Bedürfnisse der Familien flexibel anzupassende Öffnungszeit sowie unsere durchgängige Betreuung auch in der Ferienzeit sein. Für den Start einer neuen Einrichtung in Münster Amelsbüren steht ein Expertenteam aus unserem pädagogischen, planerischen und kaufmännischen Bereich zur Verfügung. Sie übernehmen vor Ort die Aufgaben, die im Zusammenhang mit den Vorbereitungen zur Inbetriebnahme anfallen. Unterstützt von den Bereichen Kommunikation und Marketing sowie der Rechtsabteilung in der Hauptgeschäftsstelle in Berlin werden die Personalak- quise und der Abschluss von Arbeitsverträgen vorbereitet. Für die Aufnahme der Kinder stehen rechtzeitig Betreuungsverträge und sämtliche Mittel für die Elternkommunikation zur Verfügung. Um die besonders herausfordernde Anfangszeit beim Aufbau einer Kin- dertageseinrichtung reibungslos zu gestalten, setzt FRÖBEL ferner auf die professionelle Begleitung durch die interne Fachberatung. Die Teams erhalten außerdem die Möglich- keit und Unterstützung, eine gemeinsame inhaltliche Orientierung auf Grundlage der FRÖBEL-Rahmenkonzeption (siehe Beilage FRÖBEL -Rahmenkonzeption), des FRÖBEL - Leitbilds (siehe Beilage FRÖBEL-Leitbild) und der FRÖBEL-Standards zu erarbeiten. Zur Un- terstützung in fachlichen Fragen und Verwaltungsabläufen steht der Leitung und dem Team ein inhaltlich vielfältig aufgestelltes Beraterteam zur Verfügung. Dabei kann so- wohl auf regionale Unterstützung aus der Geschäftsstelle der Region Rhein-Ruhr als auch auf Unterstützung aus der Hauptgeschäftsstelle in Berlin zurückgegriffen werden. In der folgenden Bewerbung finden Sie eine Vorstellung von FRÖBEL als Träger und In- formationen zu unserem pädagogischen Konzept, im Anhang eine Angabe zum Finan- zierungsrahmen, einen Ausschnitt aus dem FRÖBEL-Haustarifvertrag und eine Referenz- liste sowie als Beilage unsere FRÖBEL-Rahmenkonzeption (Anlage 1), das FRÖBEL-Leitbild (Anlage 2) und unser Leporello „FRÖBEL als Arbeitgeber“ mit einem Überblick der be- sonderen Leistungen für Mitarbeiter*innen (Anlage 3). Für Rückfragen stehen wir jeder- zeit zur Verfügung und freuen uns auf Ihre Rückmeldung. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Nordkirchenweg 08.01.2019 3 3 Inhalt 1 Trägerhintergrund .............................................................................................................. 4 1.1 Organisation und Struktur .......................................................................................... 4 1.2 FRÖBEL als Träger ........................................................................................................ 4 1.3 Trägerkonzeption ........................................................................................................ 4 2 Fachlichkeit ........................................................................................................................ 6 2.1 Rahmenkonzept, Zielgruppen, Ziele der Entwicklung ........................................... 6 2.1.1 Bezug zu Friedrich Fröbel ......................................................................... 6 2.1.2 Was Bildung für uns ist .............................................................................. 6 2.1.3 Umsetzung des nordrhein-westfälischen Bildungsprogramms .......... 7 2.1.4 Partizipation .............................................................................................. 7 2.1.5 Beobachtung und Dokumentation ....................................................... 8 2.1.6 Alltagsintegrierte Sprachförderung und bilinguale Erziehung ........... 8 2.2 Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Gender ............................ 9 2.3 Gesundheitsförderung ............................................................................................. 11 2.4 Sozialraumorientierung und Kooperationspartner ............................................... 12 2.5 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft .................................................................. 13 2.5.1 Gestaltung von Übergängen ............................................................... 15 2.6 Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen ............................... 16 2.6.1 Interne Selbstevaluation ....................................................................... 17 2.6.2 Externe Evaluation ................................................................................. 17 2.6.3 Fachberatung ........................................................................................ 17 2.6.4 Mitarbeiter*innenbefragung ................................................................ 18 2.6.5 Elternbefragung ..................................................................................... 18 2.6.6 Personalmanagement .......................................................................... 18 2.6.7 Kinderschutz ............................................................................................ 19 3 Finanzmanagement ........................................................................................................ 21 4 Finanzierung ..................................................................................................................... 22 4.1 FRÖBEL-Haustarifvertrag .......................................................................................... 23 5 Referenzliste ..................................................................................................................... 24 www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Nordkirchenweg 08.01.2019 4 4 1 Trägerhintergrund 1.1 Organisation und Struktur Der FRÖBEL e.V., anerkannter Träger der freien Jugendhilfe und Mitglied im PARITÄTI- SCHEN Wohlfahrtsverband, betreibt über seine FRÖBEL Bild ung und Erziehung gemei n- nützige GmbH bundesweit rund 180 Krippen, Kindergärten und Horte sowie Einrichtun- gen im Bereich Hilfen zur Erziehung. Bei uns betreuen 3.600 Mitarbeiter*innen rund 16.000 Kinder in Kindertageseinrichtungen in Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Schleswig -Holstein sowie in Australien und Polen. Durch die Unterschiede im Hinblick auf Bildungspläne, Sozial- räume, unterschiedliche Anzahl an Menschen mit Migrationshin tergrund und verschie- dene kulturelle Bezüge haben wir vielfältige Erfahrungen in der Umsetzung und Gewähr- leistung pädagogischer Qualität im Rahmen institutioneller Betreuung von Kindern. 1.2 FRÖBEL als Träger Als erfahrenes gemeinnütziges Unternehmen wissen wir um die Herausforderungen, die sich im Aufbau neuer Kindertages einrichtungen und in der Übernahme einer Träger- schaft – konzeptionell und organisatorisch – ergeben. Auf der Grundlage unseres päda- gogischen Profils und unseres Unternehmensleitbilds ist es für uns selbstverständlich, dass wir alle beteiligten Akteure in diesen Aufbauprozess einbinden. Die Verwaltung von FRÖBEL ist in vielerlei Hinsicht erfahren. Allen Einrichtungen steht ein professionell aufgestelltes, internes und interdisziplinäres Beraterteam aus dem pädago- gischen, kaufmännischen und juristischen Bereich zur Verfügung. Bei der Übernahme einer Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte am Nordkirchenweg in Münster wird diese in die Region Rhein -Ruhr eingegliedert. Alle buchhalterisch not- wendigen Abrechnungen sowie die Umsetzung der landesspezifischen Bildungsschwer- punkte werden durch die Geschäftsleitung und Fachberatung vor Ort sowie Mitarbei- ter*innen der Hauptgeschäftsstelle in Berlin sichergestellt und koordiniert. Neben Verwal- tungsaufgaben wie der Elternbeitragsverwaltung, Lohnabrechnung, Mittelverwaltung und dem Controlling gibt es in der Hauptgeschäftsstelle auch eine zentrale fachliche Beratung, Qualitätssicherung und Fortbildungsorganisation. Ebenso stellt FRÖBEL als Trä- ger die Fach- und Dienstaufsicht über das Personal sicher. Mit dieser Einbindung des Kindergartens in unsere Trägerstruktur sowie unserer langjähri- gen Erfahrung als Träger von Kindertageseinrichtungen können wir verbindlich zusichern, die landesspezifische Gesetzgebung sowie sämtliche Vorgaben hinsichtlich der Abrech- nungssysteme zu erfüllen. 1.3 Trägerkonzeption Ein ausgeprägtes fachliches Profil ist für FRÖBEL als Träger und für jede FRÖBEL -Einrich- tung ausschlaggebend, um eine verlässliche und qualitativ hohe Bildung, Erziehung und Betreuung für alle Kinder anzubieten und sicherzustellen. Das Profil einer Kindertagesein- richtung bei FRÖBEL bewegt sich dabei im Spannungsfeld von Gemeinsamkeit auf der einen und Individualität auf der anderen Seite. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Nordkirchenweg 08.01.2019 5 5 Die Gemeinsamkeit aller FRÖBEL -Einrichtungen ist gekennzeichnet durch einen fachli- chen Orientierungsrahmen, der verschiedene verbindende Elemente be inhaltet. Ne- ben der Umsetzung der durch die Länder vorgegebenen Bildungsprogramme , für Ein- richtungen in Münster die „Bildungsgrundsätze für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kinderta- gesbetreuung und Schulen im Prima rbereich in Nordrhein -Westfalen“ geben die FRÖ- BEL-Rahmenkonzeption (siehe Beilage FRÖBEL-Rahmenkonzeption) und das Leitbild von FRÖBEL (siehe Beilage FRÖBEL-Leitbild) eine inhaltliche Orientierung für die pädagogi- sche Arbeit. Das Leitbild setzt sich aus drei Elementen zusammen: dem Unternehmens- leitbild, dem Führungsleitbild und dem pädagogischen Leitbild. Das pädagogische Leit- bild stellt dabei das Herzstück unserer Pädagogik dar. Es betont die Rechte von Kindern im pädagogischen Alltag in allen FRÖBEL-Einrichtungen. So ist es unser oberstes Ziel, Kin- der bei ihren Bildungs- und Entwicklungsprozessen zu begleiten, sie im Wahrnehmen ihrer Rechte zu unterstützen und sie in den Einrichtungen durch gemeinsame Aushandlungs- prozesse ihren Alltag mitgestalten zu lassen. Einen weiteren Orientierungsrahmen gibt der Nationale Kriterienkatalog „Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder“ (NKK; Tietze/Viernickel, 2016). Zudem werden in neun FRÖBEL-Standards praxisnahe Qualitätskriterien formuliert, die den pädagogi- schen Fachkräften in allen FRÖBEL -Einrichtungen nicht nur eine fachliche Orientierung in der Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder geben, sondern gleichzeitig ein Leis- tungsversprechen gegenüber den betreuten Kindern und ihren Familien darstellen. Der- zeit werden mit den FRÖBEL -Standards folgende Themen abgedeckt: Übergänge, Be- obachtung und Dokumentation, Qualitätsentwicklung , Zusammenarbeit mit Familien, gesunde Ernährung, Beziehung, Individualisierung, Partizipation sowie Ausstattung. Die Individualität einer FRÖBEL-Einrichtung ist einerseits durch die unterschiedlichen So- zialräume und die verschiedenen Menschen, die in der Einrichtung aufeinandertreffen, und andererseits durch ihre eigenen konzeptionellen Ausrichtungen geprägt . So kann eine FRÖBEL-Einrichtung ihr Profil mit dem Fokus auf bilingualer Erziehung oder Musik, Be- wegung, Medien oder ande re Bildungsthemen ausbilden. Das individuelle Profil orien- tiert sich dabei an den Interessen der Kinder und ihrer Familien, dem standortspezifischen Bedarf und den Schwerpunktthemen der pädagogischen Fachkräfte und wird in der Einrichtungskonzeption festgeschrieben. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Nordkirchenweg 08.01.2019 6 6 2 Fachlichkeit 2.1 Rahmenkonzept, Zielgruppen, Ziele der Entwicklung 2.1.1 Bezug zu Friedrich Fröbel Der FRÖBEL e.V. und seine Tochtergesellschaft, die FRÖBEL Bildung und Erziehung ge- meinnützige GmbH, tragen den Namen jenes Pädagogen, der Begründer des Kinder- gartens und einer anthropologischen Pädagogik der frühen Kindheit war – Friedrich Frö- bel. Seine Pädagogik der frühen Kindheit, eine kindzentrierte und auf das Spiel begrün- dete Pädagogik mit dem Blick auf die Ganzheitlichkeit des Kindes, ist neben den Auf- fassungen anderer Reformpädagogen Ausgangspunkt aktueller wissenschaftlicher For- schung. In der Tradition Friedrich Fröbels stehend, betrachten wir Bildung als eine aktive Tätigkeit, bei der sich das Kind die Welt selbstständig aneignet. Bildung ist ein lebenslanger Prozess, der von der Initiative und Eigenaktivität des Menschen angetrieben wird. Bildungspro- zesse sind somit Selbstbildungsprozesse, in denen Ich-, Sozial- und Sachkompetenzen er- worben werden. Die Ganzheitlichkeit in der Bildung, also die Bildung der Sinne sowie die Bildung des Körpers, des Geistes und der Gefühle, verhilft den Kindern zu einer ästheti- schen und kognitiven Grundbildung, die für ein sensibles Empfinden der Umwelt und für das Zusammenleben in der Gesellschaft notwendig ist. 2.1.2 Was Bildung für uns ist Kinder haben ein natürliches Bedürfnis nach Bildung und Entwicklung und ein Recht da- rauf, dass sie auf diesem Weg begleitet und unterstützt werden. Sie gestalten ihre Bil- dungsprozesse aktiv, indem sie mit ihrer Umgebung und den Menschen um sich herum in Kontakt treten und die Welt mit allen Sinnen entdecken und erforschen. Auf diesem Weg eignen sie sich die Welt selbsttätig an und entwickeln so ihre eigene Persönlichkeit. Wir verstehen kindliche Bildung als einen Prozess, der sowohl die Entwicklung sozialer und emotionaler Kompetenzen als auch das Ausbilden motorischer, sprachlicher und kogni- tiver Fähigkeiten umfasst. Bildungsprozesse von Kindern sind komplexe und ganzheitliche Prozesse, an denen Sinnesorgane, Körper, Sprache, Gefühle, Denken und Erinnerung beteiligt sind. Von übergeordneter Bedeutung ist dabei das Spiel der Kinder. In diesem eignen sie sich die Welt an, setzen sich in sozialen Prozessen mit anderen Kindern auseinander und ent- decken oder erproben ihre eigenen Fähigkeiten. Die pädagogischen Fachkräfte sorgen dafür, dass die Kinder ihre Spielumgebung, ihre Spielpartner*innen und auch die unter- schiedlichsten Spielmaterialien frei wählen können. Sie setzen s ich mit den Spielideen der Kinder auseinander und nutzen diese für ihre pädagogischen Planungen. Wenn Kinder das Gefühl haben, dass ihnen vertraut und ihnen etwas zugetraut wird, dann gewinnen sie Sicherheit, sich Unbekanntem zuzuwenden und sich in neuen Situa- tionen und immer wieder anderen Konstellationen zurechtzufinden. Sie erleben so ihre Stärken und Möglichkeiten und gestalten mithilfe anderer Kinder und erwachsener Be- zugspersonen ihre eigenen Bildungsprozesse. Aus diesem Grund sehen unsere pädago- gischen Fachkräfte ihre Aufgabe darin, auf die Kinder abgestimmte Bildungsanlässe und Lernsituationen zu schaffen und so jedes Kind in seiner individuellen Entwicklung zu un- terstützen. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Nordkirchenweg 08.01.2019 7 7 In unseren Kindertageseinrichtungen schaffen wir auf der Basis von drei Prin zipien die notwendigen Voraussetzungen, damit Bi ldungs- und Entwicklungs prozesse angeregt und begleitet sowie die Bedürfnisse der Kinder wahrgenommen und aufgegriffen wer- den. Diese sind: Beziehung als Prinzip, Individualisierung als Prinzip sowie Partizipation als Prinzip. Die Art und Weise, wie mit Kindern umgegangen wird, wie sie entsprechend ihrer Persönlichkeit ihre Erfahrungen mitgestalten können, wie er nst sie genommen werden und mitbestimmen können, das alles sind für uns bedeutsame Faktoren in der Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern (für eine ausführliche Erklärung siehe Beilage FRÖ- BEL-Rahmenkonzeption S. 12 ff.). 2.1.3 Umsetzung des nordrhein-westfälischen Bildungsprogramms Die Bildungsgrundsätze von Nordrhein-Westfalen geben der Bildungsarbeit in unseren Kindertageseinrichtungen in Nordrhein -Westfalen einen verbindlichen Orientierungs - und Bezugsrahmen und definieren ein gemeinsames Bildungsverständnis. Die zehn Lernbereiche und Erfahrungsfelder, ▲ Bewegung, ▲ Körper, Gesundheit und Ernährung, ▲ Sprache und Kommunikation, ▲ Soziale und (inter-)kulturelle Bildung, ▲ Musisch-ästhetische Bildung, ▲ Religion und Ethik, ▲ Mathematische Bildung, ▲ Naturwissenschaftlich-technische Bildung, ▲ Ökologische Bildung, ▲ Medien, werden nicht losgelöst voneinander betrachtet, sondern finden sich verzahnt miteinan- der im pädagogischen Alltag wieder. Gemeinsam mit den Kindern planen die pädago- gischen Fachkräfte Aktivitäten und Projekte und setzen diese – immer basierend auf den Themen und Interessen der Kinder – um. Durch eine anregend gestaltete Umgebung haben Kinder die Möglichkeit, sich vielfälti- gen Themen und Materialien zu widmen. Liebevoll gestaltete Räumlichkeiten sprechen die Sinne an, regen Aktivitäten an und fördern damit kindliche Bildungs - und Entwick- lungsprozesse. Bei der Gestaltung der Räume wird auf ein ausgewogenes Verhältnis zwi- schen Bewegungs-, Ruhe-, Begegnungs- und Rückzugsorten geachtet. Sie sind immer wieder durch Kinder und Fachkräfte veränderbar, sodass eine flexible Nutzung möglich ist. 2.1.4 Partizipation Kinder werden von Anfang an als eigenständige und kompetente Persönlichkeiten wahrgenommen und respektiert. Das bedeutet, dass ihnen zugetraut wird, eigene Ent- scheidungen zu treffen, sich offen und neugierig zu bewegen, damit sie die Welt aktiv www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Nordkirchenweg 08.01.2019 8 8 kennenlernen. Weiterhin werden sie ermutigt, sich aktiv in die Gemeinschaft der Kinder- tageseinrichtung einzubringen. Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte ist es, Kinder in ihrer Entwicklung zu unterstützen und gemeinsam mit ihnen herauszufinden, welche Ent- scheidungsprozesse auch für die jüngsten Kinder entwicklungsangemessen sind. Kinder sollen die Erfahrung machen, dass ihre Rechte, wie sie in der UN-Kinderrechtskon- vention beschrieben sind, anerkannt und gelebt werden, denn nur so entwickeln si e Vertrauen in ihre eigenen Kräfte, lernen sich selbst, aber auch die Bedürfnisse und Wün- sche anderer zu achten und wachsen auf diesem Weg ganz selbstverständlich in de- mokratische Strukturen hinein. In der Gemeinschaft einer Kindertageseinrichtung ist es alltäglich, dass viele verschie- dene Kinder viele unterschiedliche Sachen wollen oder auch nicht wollen. Es gilt immer, situationsabhängig abzuwägen, was geht oder nicht geht, auszuhandeln, ggf. Alterna- tiven anzubieten, gemeinsame Regeln zu formulieren, zu erklären und zu begründen. Damit Kinder mitbestimmen können, bieten sich vielfältige Möglichkeiten an. Grundsätz- lich lässt die Gestaltung des pädagogischen Alltags überall die Mitbestimmung der Kin- der zu – z. B. bei der Wahl der Aktivitäten, der Gestaltung der Mahlzeiten, der Vorberei- tung und Durchführung besonderer Aktivitäten (Projekte, Ausflüge, Feiern u.v.m.). Dar- über hinaus haben alle Kinder die Möglichkeit, sich z. B. in Erzähl - und Morgenkreisen oder in so genannten Kinderkonferenzen bzw. Kinderparlamenten einzubringen. 2.1.5 Beobachtung und Dokumentation Verschiedene Beobachtungs- und Dokumentationsverfahren sind das Handwerks zeug pädagogischer Fachkräfte, um Entwicklungsverläufe und Bildungsprozesse der Kinder zu erfassen und auf dieser Grundlage die pädagogische Arbeit (Raum- und Materialge- staltung, Tagesablauf, Angebote, Projekte etc.) gemeinsam mit den Kindern zu planen und ggf. zu verändern. Jedes Kind erhält außerdem seine eigene Bildungsdokumentation, di e es aktiv mit ge- stalten kann. Sie besteht aus Beobachtungen, Fotos, Zeichnungen und vielem mehr. Ein solches Portfolio macht im Sinne eines „Buch des Kindes“ individuelle Bildungs- und Lern- prozesse für Kinder und Erwachsene sichtbar und unterstützt die Entwicklung lernmetho- discher Kompetenzen, da die Kinder so ihren eigenen Lernfort schritt selbst beurteilen können. Die Bildungsdokumentation kann außerdem für Gespräche mit Familien genutzt werden und dient zur Veranschaulichung der Entwicklung des Kindes. Um die pädagogische Arbeit transparent zu gest alten, werden verschiedene Doku - mentationsformen zur Visualisierung des pädagogischen Alltags, wie z. B. Dokumentati- onswände und Schaukästen, genutzt, in denen aktuelle und vergangene Aktivitäten der Kinder anhand von Fotos und Beschriftungen dargestellt werden. 2.1.6 Alltagsintegrierte Sprachförderung und bilinguale Erziehung Sprachliche Kompetenzen sind eine Schlüsselqualifikation in der Bildung von Kindern. Sie sind entscheidend, um mit anderen in Kontakt zu treten, sich mitzuteilen und um andere zu verstehen. Sprachbildung und -förderung ist somit eine grundlegende Aufgabe von Tageseinrichtungen – sowohl für Kinder mit deutscher als auch für Kinder mit nicht-deut- scher Familiensprache. Im Sinne einer alltagsintegrierten Sprachbildung und -förderung wird das gesamte Geschehen in der Einrichtung als sprachanregendes Setting genutzt. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Nordkirchenweg 08.01.2019 9 9 Dies trägt zu einer erfolgreichen Entwicklung sprachlicher und kommunikativer Kompe- tenzen von Kindern bei. Pädagogische Fachkräfte begleiten Alltagssituationen als sprachliche Vorbilder, initiieren Gespräche, stellen weiterführende Fragen, hören Kin- dern zu und greifen ihre Themen und Interessen sprachlich auf. Auch die Gestaltung von Räumen durch Schriftzüge, Bezeichnungen von Gegenständen und die Darbietung von Büchern sind wichtige Elemente der alltagsintegrierten Sprachbildung und -förderung. Um die sprachlichen Kompetenzen von Kindern zu erweitern, unterstützt FRÖBEL weiter- hin den frühzeitigen Kontakt zu einer Fremdsprache. Diese ist dabei in das ganzheitliche Konzept von alltagsintegrierter Sprachbildung und -förderung eingebettet. Neben der bewussten sprachförderlichen Ausgestaltung des Alltags in deutscher Sprache wird eine weitere Fremdsprache ins pädagogische Geschehen eingebunden. Voraussetzung da- für ist, dass unter den pädagogischen Fachkräften Muttersprachler*innen der jeweiligen Fremdsprache der Einrichtung sind. So findet der Kontakt mit einer Fremdsprache nicht durch isolierte Programme statt, sondern ist in den Alltag der Kinder integriert. Durch die sie umgebende Fremdspra che kommen die Kinder ganz selbstverständlich in Kontakt mit dieser. Entscheidend dafür ist, dass Kinder durch die Gestaltung des Alltags selbst beeinflussen können, wie intensiv sie mit der Fremdsprache in Berührung kommen. Damit stärken wir die Selbstwirksamkeit und Freude der Kinder beim Sprachenlernen. Denn nur wenn Kindern die Möglichkeit gegeben wird, selbstständig zu entscheiden und ihren In- teressen nachzugehen, werden Bedingungen für Selbstbildungsprozesse von Kindern geschaffen. 2.2 Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Gender FRÖBEL nimmt die Verantwortung wahr, allen Kindern die bestmögliche Bildung, Erzie- hung und Betreuung zukommen zu lassen. Kindertageseinrichtungen bieten als erste Bil- dungsinstitutionen die Möglichkeiten des gemeinsamen Aufwachsens und Lernens von Kindern. Uns als Träger sowie unseren pädagogischen Fachkräften kommt damit bei der Überwindung von Benachteiligungen, Ungleichheit und Ausgrenzung und der Erhöhung von Chancengleichheit in der Teilhabe von Kindern a n Bildung und Gesellschaft eine große Bedeutung zu. Inklusive Pädagogik ist die konzeptionelle Grundlage unserer Arbeit. Damit schließen wir uns den im Index für Inklusion formulierten Kernaussagen und den international aner- kannten Prinzipien der UN -Kinderrechtskonvention an. Heterogenität als Lebensrealität in all ihren Erscheinungsformen bedeutet für den Alltag in unseren Kindertageseinrich- tungen Individualität in Bezug auf soziale und ökonomische Lebenslagen, das Ge- schlecht, die ethnisch-kulturelle Herkunft und Sprachen, auf körperliche, emotionale und kognitive Fähigkeiten und Voraussetzungen von Kindern. In allen FRÖBEL -Einrichtungen ist deshalb das pädagogische Handeln orientiert an den unterschiedlichen Bedürfnissen und Ressourcen von Kindern und dami t sehr individuell abgestimmt. Handlungsleitend sind dabei Erkenntnisse aus strukturierten Bildungs - und Entwicklungsbeobachtungen, die bei uns alle pädagogischen Fachkräfte durchführen und in entsprechenden Doku- mentationen nachhalten. Über eine enge Bildu ngs- und Erziehungspartnerschaft mit den Familien erfahren wir Besonderheiten über das Kind und seine Lebensumwelt, die dann in den Prozessen innerhalb der Einrichtung berücksichtigt werden. Im Beratungsfall steht Familien und Kindern sowie Mitarbeiter*innen ein FRÖBEL-internes Beratungssystem www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Nordkirchenweg 08.01.2019 10 10 zur Verfügung. Zudem ist der Kontakt zu örtlichen Stellen der Kinder- und Jugendhilfe ein fester Bestandteil bei FRÖBEL, um im Bedarfsfall gemeinsam passgenaue Hilfe - und Handlungspläne zu erstellen. Als weltoffener und international aktiver Träger von Kindertageseinrichtungen kommen bei FRÖBEL Kinder und Erwachsene unterschiedlicher Nationalitäten, Kulturen, Ethnien und Religionen zusammen. Kinder mit Migrationshintergrund sind selbstverständlicher Teil der Kindergruppe. Das Verständnis, dass alle Kinder und ihre Familien gleichwertig und gleichberechtigt in ihren Bedürfnissen betrachtet werden, bedeutet für die Einrichtung und die Fachkräfte, nicht aus Angst vor Stigmatisierung und Diskriminierung Unterschiede zu leugnen, sondern fordert dazu auf, sich Unterschiede bewusst zu machen und auch als relevant für Bildungs - und Lernprozesse einzelner Kinder anzuerkennen. Wir achten sensibel darauf, ob die Tatsache der Migrationsgeschichte (des Kindes bzw. der Familie) den Zugang des Kindes zu Bildung und Erziehung erschwert. Sollte Kindern z. B. aufgrund ihrer nicht-deutschen Familiensprache die Teilhabe an Bildungsinhalten erschwert sein, findet eine gezielte alltagsintegrierte Sprachförderung statt, um Faktoren von Benach- teiligung (präventiv) entgegenzuwirken. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir mit den Kindern über verschiedene Kulturen und Religionen sprechen, sodass sie diese kennen- lernen. Darüber hinaus erleben die Mädchen und Jungen bei uns unterschiedliche Tra- ditionen, beispielsweise durch das Feiern von Festen wie Ostern, Weihnachten oder dem Zuckerfest. Die in der Einrichtung vertretenen Familiensprachen bzw. Sprachen im Allge- meinen werden an Wänden, als Beschriftungen von Gegenständen oder in mehrspra- chigen Büchern aufgegriffen. Durch diese Elemente werden Kinder und Erwachsene für verschiedene Weltanschauungen sensibilisiert und gleichzeitig in ihren interkulturellen Kompetenzen gefördert. Es geht uns darum, Mädchen und Jungen alle Aktivitäten zu ermöglichen, sie dabei zu unterstützen, sich in ihrer Geschlechtsentwicklung zurechtzufinden und eine positive Ge- schlechtsidentität herauszubilden. Dabei werden ganz bewusst weder Mädchen noch Jungen von Aktivitäten ausgeschlossen, sondern explizit aufgefordert, sich zu beteiligen, sich auszuprobieren und Dinge zu wagen. Unsere pädagogischen Fachkräfte sind an- gehalten, sich mit ihrer eigenen Haltung und möglicherweise vorhandenen Vorurteilen auseinanderzusetzen und diese ggf. zu überwinden. Mädchen und Jungen haben nicht nur die gleichen Rechte, sondern dürfen sich auch spielerisch mit der Rolle des jeweils anderen Geschlechts auseinandersetzen. Selbstverständlich ist bei uns „erlaubt“, dass z. B. Jungen Mädchenkleider oder Mädchen Anzüge und Krawatten anziehen, das Spiel mit Puppen ablehnen und es vorziehen, Fußball zu spielen etc. Weiterhin unterstützen unsere Fachkräfte sensibel und aufmerksam Mädchen und Jungen darin, handlungs- kompetent, konflikt- und entscheidungsfähig zu sein bzw. zu werden. Sie werden darin begleitet und unterstützt, eine eigenständige, selbstbestimmte Sexualität zu entwickeln und sich Freiräume zu schaffen, in denen sie Eigenständigkeit entwickeln und neue Er- fahrungen erleben kö nnen. Im Bereich „Soziale und emotionale Entwicklung“ werden im Nationalen Kriterienkatalog zudem Kriterien zur Entwicklung einer resilienten Persön- lichkeit beschrieben, die die geschlechtssensible Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern untermauern. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Nordkirchenweg 08.01.2019 11 11 2.3 Gesundheitsförderung Eine lebensweltbezogene und ganzheitliche Gesundheitsförderung ist eine zentrale Auf- gabe in unseren Kindertageseinrichtungen und hat zum Ziel, die individuellen Ressour- cen eines Kindes, einer Familie und des pädagogischen Personals zu stärken. Ein ganz- heitlicher Ansatz von Gesundheitsförderung beinhaltet u. a. Bewegungs - und Ernäh- rungserziehung sowie die Förderung von Resilienz und Unfall-, Gewalt- und Suchtpräven- tion. Bewegung hat in dieser Hinsicht in der Entwicklung der Kinder einen besonderen Stellen- wert, denn es besteht ein enger Zusammenhang zwischen psychischem und physi- schem Wohlbefinden, der Entwicklung kognitiver Fähigkeiten und dem Beherrschen mo- torischer Abläufe. Eine zentrale Aufgabe ist es daher, Kindern sowohl in den In nenräu- men als auch auf dem Außengelände großzügige und anregende Bewegungsräume für Spiele und motorische Aktivitäten zur Verfügung zu stellen. Für Kinder sind Entspannung und Erholung wichtige Voraussetzungen für ihr Wohlbefin- den und ihre Gesundheit. Kinder brauchen hier zum einen Unterstützung bei der Stress- regulation in der Interaktion mit der Bezugsperson und zum anderen Ruheräume und verschiedenste Schlafmöglichkeiten entsprechend ihren individuellen Schlaf- und Rück- zugsbedürfnissen. Im pädagogisch ge führten Angebot bieten Sinnesübungen, Ge- schichten etc. den Kindern einen Raum, ihre eigene Körperwahrnehmung zu entwickeln und Selbstregulation der eigenen Gefühle zu erlernen. Unsere Ernährungskonzeption sieht für die Kinder eine ausgewogene, altersentsp re- chende hochwertige Ernährung vor, die sich an den Empfehlungen der Deutschen Ge- sellschaft für Ernährung orientiert. Dabei werden die unterschiedlichen ethnischen und religiösen Hintergründe der Kinder und ihrer Familien berücksichtigt sowie den Ki ndern im Bedarfsfall Allergiker gerechte Mahlzeiten angeboten. Als Getränke stehen Tafelwas- ser und ungesüßte Früchtetees zur Verfügung. Um direkten Einfluss auf die Zubereitung der Speisen zu haben, gehen wir davon aus, dass eine Frischküche vorgesehen ist. Essen und Trinken ist aber viel mehr als bloße Nahrungsaufnahme, denn die Atmosphäre, die die Kinder während der Mahlzeiten erleben, beeinflusst ihre Ernährungsgewohnheiten und ihre Fähigkeit, etwas zu genießen. Der Einbezug der Eltern durch Informationsveran- staltungen, Aushänge und Mitmachaktionen unterstützt die Zusammenarbeit und er- höht die Chancen, dass im familiären Alltag Aspekte der Gesundheitsförderung inte- griert werden. Erklärtes Ziel im Rahmen des Kinderschutzes ist es, Kinder zu schützen, Miss- handlungen und Vernachlässigung vorzubeugen und proaktiv zu handeln. FRÖBEL hat dazu ein eigenes Kinderschutzkonzept (siehe auch Abschnitt Kinderschutz) entwickelt und geht damit weit über die üblichen Standards hinaus (§ 8a SGB VIII). Wichtiger Be- standteil des FRÖBEL-Kinderschutzkonzepts ist die fortlaufende Qualifizierung und Sensi- bilisierung der pädagogischen Fachkräfte und die Bildung regionaler Kinderschutz- teams. Außerdem gibt es eine klare Positionierung zur Prävention als eine Notwendigkeit, Kinder wirksam vor Gefahren zu schützen. Um die Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Personals in FRÖBEL-Einrichtungen zu stär- ken, wurde ein eigenes Konzept zum betrieblichen Gesundheitsmanagement entwi- ckelt. Dieses beinhaltet u. a. eine Arbeitszeitentlastung ab dem 56. bzw. 61. Lebensjahr der Mitarbeiter*innen. Weiterhin gehören dazu diagnostische Methoden wie Mitarbei- ter*innenbefragungen und Gefährdungsbeurteilungen, eine ergonomische Ausstattung des Arbeitsplatzes, betriebsärztliche Untersuchungen zur Impfprophylaxe sowie Arbeits- schutzberatungen, Betriebsvereinbarungen zum Wiedereingliederungsmanagement www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Nordkirchenweg 08.01.2019 12 12 sowie zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, tariflich vereinbarte Zeiten für die mittel- bare pädagogische Arbeit sowie trägerinterne Fortbildungsangebote. 2.4 Sozialraumorientierung und Kooperationspartner Die Vernetzung im und die Einbindung in den Sozialraum sowie die direkte Zusammen- arbeit mit der Kommune sind uns äußerst wichtig. Wie in allen bereits vertretenen Regio- nen dient uns der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband als Dachverband. Die künftige Einrichtung wird im Nordkirchenweg, Stadtteil Amelsbüren, Bezirk Münster - Hiltrup von der Stadt Münster errichtet. Der Stadtteil ist noch stark landwirtschaftlich ge- prägt und grenzt im Norden an den Bezirk Münster -Mitte. Die Einrichtung liegt an der Nahtstelle zur Innenstadt. Im Baugebiet „Südwestlich Nordkirchenweg“ werden ca. 70 Wohneinheiten entstehen. Die Planungen sehen dabei einen Mix aus freistehenden Ein- familienhäusern, Doppel-, Reihen- und Mehrfamilienhäusern vor. Der Standort der Kita grenzt im Süden an landwirtschaftliche Betriebe mit entsprech enden landwirtschaftli- chen Nutzflächen und im Norden an mehrere Kleingartenanlagen. Im nahen Umkreis befinden sich weitere Kindertagesstätten anderer Träger sowie die städtische Gemein- schaftsgrundschule Berg Fidel, mit der wir ei ne Zusammenarbeit anstreben: Gegensei- tige Besuche, gegebenenfalls gemeinsame Projekte sowie ein enger pädagogischer Austausch ermöglichen einen reibungslosen Übergang vom Kindergarten in die Grund- schule. Die Teilnahme am „Kita-Navigator“ ist für FRÖBEL selbstverständlich. Die Leistungsvereinbarung umfasst aktuell die Übernahme der Trägerschaft einer vier- gruppigen Kindertageseinrichtung mit einem Angebot von insgesamt 70–75 Plätzen, die sich in 22 U3-Plätze und 48–53 Ü3-Plätze aufgliedern. Die Einrichtung soll vor allem dazu dienen, die vor Ort neu entstehenden B edarfe der anliegenden Bewohner*innen aus Münster-Hiltrup sowie den Bedarf des Stadtbereichs Münster Mitte-Süd zu bedienen. Für die Aufnahme von Kindern unter drei Jahren hat FRÖBEL ein speziell ausgerichtetes Kon- zept, das unter anderem eine sanfte Eingewöhnung nach dem Berliner oder Münchener Eingewöhnungsmodell, sogenannte Nestgruppen für die ganz Kleinen sowie stabile, lie- bevolle Beziehungen zu Bezugserzieher*innen vorsieht. In fast allen FRÖBEL -Einrichtun- gen können Kinder ab einem Alter von acht Wochen betreut werden, sodass wir im Ge- biet der U3-Betreuung umfassende Erfahrungen besitzen, die auf die neue Einrichtung übertragen werden. Bei der Gestaltung der Öffnungszeiten und Angebotsstruktur orien- tieren wir uns an den Bedürfnissen der Familien und ermöglichen so eine bessere Verein- barkeit von „Familie und Beruf“. Schließtage durch Teamfortbildungen und Konzeptions- tage werden langfristig angekündigt. Die sozialräumliche Einbindung der Einrichtung als Ort der Begegnung von Familien ist für uns von großer Bedeutung. Sie soll ein kommunikativer Schnittpunkt von Lebens- und Alltagsthemen der Familien sein. Desh alb betrachten wir die Zusammen arbeit mit den Familien und damit deren Beteiligung sowie die Gemeinwesensorientierung als grundle- gende Elemente der pädagogischen Arbeit und können auch hier auf Erfahrungen ei- gener Einrichtungen als Familienzentren zurückgreifen. Familienmitglieder können bei- spielsweise Ausflüge begleiten und mitgestalten, mit dem Team Feste und Feiern orga- nisieren oder sich als Lesepat*innen in den pädagogischen Alltag einbringen. Neben den zehn verankerten Bildungsbereichen der „Grundsätze zur Bildungsförderung für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kindertagesbetreuung und Schulen im Primarbereich in www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Nordkirchenweg 08.01.2019 13 13 Nordrhein-Westfalen“ wird ein spezielles Thema in den Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit rücken, das sich wie ein roter Faden im täglichen Geschehen in der Kindertages- einrichtung zeigt. Aufgrund der Lage der Einrichtung planen wir an dieser Stelle den Schwerpunkt „Umwelt, Gesundheit und Ernährung“. Der Standort der Kita bietet einen direkten Bezug sowohl zum agrarwirtschaftlichen Ge- müseanbau wie auch zum Hobby-Gärtnern: der Landwirtschaftsbetrieb Otto Lang und Irmgards Bauernlädchen sowie das 2018 gegründete Azubi-Start-Up der AG-RAVIS Raif- feisen AG „Junges Gemüse“ laden gera dezu dazu ein, sich mit den Kin dern auf den Acker zu begeben. Die zahlreichen Kleingärten in unmittelbarer Nähe reichen von der mit dem Traktor bewirtschafteten Großscholle hin zum privaten Gemüseanbau im Gar- tenbeet. Hier sind z ahlreiche Kooperationen denkbar - vom regelmäßigen Besuch beim Groß- bauern über den Einkauf im Bauernlädchen bis hin zum eigenen „Acker“ beim „Jungen Gemüse“ oder vielleicht sogar ein eigener Kleingarten in einer der Kleingartenkolonien. Auch im Außengelände der Einrichtung lässt sich gär tnern. Hochbeete und ein kleiner Acker laden die Kinder ein, sich als Gärtner*innen zu betäti gen. Und weil jede*r Gärt- ner*in auch ein Gartenhäuschen benötigt, könnte die Einrichtung mit dem Lehrbauhof Münster kooperieren. In der überbetrieblichen Aus bildungsstätte findet die Ausbildung verschiedener Handwerksberufe statt, darunter der/die Fliesen-, Platten- und Mosaikle- ger*innen, der/die Maurer*innen und der/die Zimmerer*innen. Hier finden sich sicherlich kompetente Handwerker*innen, die den Kindern bei der Errichtung eines Gartenhäus- chens helfen, wo das nötige Gartenwerkzeug untergestellt werden kann. Über die ses gemeinsame Projekt hinaus ist eine weitreich endere Kooperation denkbar: gegensei- tige Besuche – die Kinder im Lehrbauhof aber auch die Aus zubildenden, Gesell*innen und Meister*innen in der Kita – stellen einen vertiefenden Bezug der Kinder zum Hand- werk her, der vom Zuschauen bis zum eigenen Handwerken der Kinder führt. Das von den Kindern selbst angebaute Gemüse wird natürlich auch gemeinsam geern- tet und zubereitet. FRÖBEL legt generell großen Wert auf eine frische, gesunde Kost. So könnte es ein Ziel der Einrichtung sein, sich im Rahmen der Aktion „FIT KID“ der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) nach den DGE-Qualitätsstandards für die Verpflegung in Kindertageseinrichtungen zertifizieren zu lassen. Doch nicht nur das Feld und der Garten, sondern auch der nahegelegene Wald laden zu Spaziergängen und zur Beschäftigung mit unserer Umwelt ein. Waldtage und Besu- che von sowie Ausflüge mit einem/einer Förster*in sind nur wenige Beispiele, die im pä- dagogischen Alltag gemeinsam mit den Kindern organisiert werden. Neben dem Netzwerkaufbau zur Profilbildung der Einrichtung sehen wir eine Vernetzung mit weiteren im Sozialraum verankerten Institutionen sowie der Teilnahme an entspre- chenden Fachgremien vor. 2.5 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft Die Einbindung von sowie der Austausch mit den Familien sind für die Bildung und Erzie- hung der Kinder von wesentlicher Bedeutung. Im Mittelpunkt dieser Zusammenarbeit steht das gemeinsame Bemühen um die Entwicklung und das Wohlbefinden des Kindes. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Nordkirchenweg 08.01.2019 14 14 Ziel ist es, diese Zusammenarbeit in eine Erziehungspartnerschaft münden zu lassen, in der sich alle Beteiligten über die Belange der Kinder, der Familien und der Tagesein- richtung austauschen und kooperieren, die Bedeutsamkeit der beiden Lebenswelten (Familie und Kindertageseinrich- tung) anerkannt wird, die Verantwortung für die Förderung des Kindes von Familien und Kindertages- einrichtung wahrgenommen wird, die Beteiligten partnerschaftlich handeln, um eine individuelle Lernumgebung zu schaffen und eine individuelle Förderung zu ermöglichen. Im Sinne einer auf diese Art gestalteten Partnerschaft übernehmen Kindertageseinrich- tung und Familie gleichermaßen Verantwortung für die Bildung und Erziehung de s Kin- des. Zu berücksichtigen ist hierbei selbstverständlich die Akzeptanz unterschiedlicher Wertvorstellungen, kultureller bzw. religiöser Vorstellungen und Lebensentwürfe. Neben den rechtlichen Vorgaben zur Beteiligung von Familien und Kindern an Entscheidungen der Einrichtung verstehen wir unter einer qualitativ hochwertigen pädagogischen Arbeit auch die entsprechende Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse von Familien und Kindern - beides bedingt sich. In der konkreten Zusammenarbeit mit Familie n sind daher neben Elternabenden, Tür - und Angelgesprächen, gemeinsamen Ausflügen und Festen insbesondere folgende Ko- operationsangebote vorgesehen: Intensive Gespräche in der Eingewöhnungszeit, um das Kind und deren Familie und damit deren gelebte Familienkultur (Familienform, Sprache/n, Religion, Ge- wohnheiten etc.) und Lebenslage besser einschätzen und entsprechend darauf eingehen zu können. Regelmäßige Entwicklungsgespräche, die den Austausch und die fachliche Ein- schätzung des Entwicklungsstandes, der Interessen und Neigungen des Kindes sowie geplante Maßnahmen zu seiner Förderung zum Inhalt haben. Dies ge- schieht auf der Grundlage der Entwicklungs- und Bildungsdokumentationen und der Beobachtungen und Deutungen der Eltern. Die Einrichtung einer Lounge, welche die Familien zum Verweilen in der Kinder- tageseinrichtung und zum Austausch mit anderen Eltern einlädt. Die Einbindung und Beteiligung der Eltern an pädagogischen Aktivitäten wie Vorlesepatenschaften oder die Durchführung naturwissenschaftlicher Projekte. Transparenz der pädagogischen Arbeit durch Einladung zu Hospitationen und Besuchstagen sowie regelmäßige Information und Dokumentation pädagogi- scher Aktivitäten und Projekte. Die Beratung in erzieherischen Fragen rund um Themen wie Ernährung, Schla- fen, Interessen und Neigungen des Kindes. Themenbezogene Elternabende zur Elternbildung und zum Erfahrungsaustausch der Eltern untereinander. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Nordkirchenweg 08.01.2019 15 15 Die Beteiligung erfolgt darüber hinaus in Mitwirkungsgremien, die durch die jährliche Wahl der Elternvertretungen und Gesamtelternvertretungen (Elternbeirat) besetzt wer- den. Elternbeschwerden werden im Rahmen des FRÖBEL -Beschwerdemanagements auf allen Ebenen zeitnah, verantwortungsbewusst und aufklärend bearbeitet und als Impuls zur Weiterentwicklung unserer Arbeit gewertet. 2.5.1 Gestaltung von Übergängen Eingewöhnung Während der Eingewöhnungszeit hat das Kind ausreichend Gelegenheit, sich mit der neuen Umgebung, den dazugehörigen Personen in der Kindertageseinrichtung und ih- ren Abläufen vertraut zu machen. Auch die Familien b ekommen während dieser Zeit die Möglichkeit, die Kindertageseinrichtung, die Strukturen und ihre Ansprechpersonen kennenzulernen. Eine Eingewöhnung ist dann gelungen, wenn das Kind Sicherheit und Vertrauen in seine neue Umgebung und zu seinen neuen Bezugspersonen entwickeln konnte. Auch für die Familien ist diese Zeit besonders wichtig, damit sie ihr Kind in verlässlichen Händen wissen und die pädagogischen Fachkräfte als kompetente und aussagefähige Ansprechpart- ner*innen für ihr Kind wahrnehmen. Ein konzeptionell begründetes Eingewöhnungskonzept, das sich entweder am Berliner oder Münchener Eingewöhnungsmodell orientiert, erleichtert bei uns diesen Übergang für alle Beteiligten. Alltägliche Übergänge Neben zeitlich begrenzten Übergängen gibt es zudem solche, die ein Kind jeden Tag durchlebt. Die morgendliche Trennung beim Bringen des Kindes muss genauso wie das Abholen professionell begleitet werden. Eine angenehme Atmosphäre, individuelle Ri- tuale und die Gelegenheit zum Austausch erleichtern diese Übergangssituation für Kin- der und Familien gleichermaßen. Übergänge im Haus Um Kindern auch bei Übergängen innerhalb eines Hauses Orientierung und Sicherheit zu geben, erhalten sie die Möglichkeit, sich allmählich an die bevorstehende Verände- rung zu gewöhnen . Gemeinsam mit der aktuellen Bezugsperson können sie die neue Umgebung erschließen, Beziehungen zu den neuen pädagogischen Fachkräften auf- bauen und erste Kontakte zu neuen Spielpartner*innen knüpfen. Übergang in die Grundschule Auch der Übergang in die G rundschule wird von unseren Fachkräften kompetent vor- bereitet. Wenngleich die gesamte Zeit in der Kindertageseinrichtung als Schulvorberei- tung gilt, gewinnen Themen, die mit der Schule verbunden sind, im letzten Kindergarten- jahr an Bedeutung. Eine erfolgreiche Gestaltung des Übergangs zeichnet sich dadurch aus, dass es sowohl Angebote für die Kinder als auch für ihre Familien gibt. Die Kindertageseinrichtung ar- beitet eng mit der ortsansässigen Grundschule zusammen. Sie planen z. B. gemeinsame Elternabende, die Kinder haben die Gelegenheit, die Grundschule kennenzulernen und die zukünftigen Lehrer*innen besuchen die Kinder im Kindergarten. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Nordkirchenweg 08.01.2019 16 16 Obgleich die Neugier auf die Schule bei den meisten Kindern überwiegt, stellt der Austritt aus der Kindertageseinrichtung auch eine Trennung von Gewohntem und Liebgewon- nenem dar. Kindern diesen Abschied von Freundinnen und Freunden und von vertrau- ten erwachsenen Bezugspersonen zu erleichtern, ist ebenso Aufgabe im letzten Jahr. 2.6 Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen Durch den Einsatz verschiedener Verfahren wird die pädagogische Qualität von FRÖ- BEL-Einrichtungen stetig weiterentwickelt und gesichert. Das Team „Pädagogik und Qualitätsentwicklung“ in der FRÖBEL -Hauptgeschäftsstelle ist zentral ver antwortlich für das Qualitätsmanagement bei FRÖBEL. Das Qualitätsmanagement umfasst folgende wesentliche Elemente bzw. Instrumente: Jährliche interne Evaluation der pädagogischen Arbeit in unseren Einrichtungen durch die Teams mit Hilfe der Arbeitsmaterialien zum Nationalen Kriterienkatalog (NKK) in Kindertageseinrichtungen. Systematische und regelmäßige Qualifizierung aller Fachberater*innen und aller Leitungskräfte in sogenannten FRÖBEL-Kursen zur Qualitätsentwicklung zu päda- gogischen Inhalten und systematischem Vorgehen in Qualitätsentwicklungspro- zessen mit dem Ziel nachhaltig beste Fachpraxis in unseren Einrichtungen sicher- zustellen. Durchführung externer Evaluationen durch unabhängige Evaluator*innen unter Anwendung der anerkannten Evaluationsinstrumente KRIPS-R, KES-R und HUGS. Jährliche Bearbeitung der Checklisten Hygiene und Sicherheit zur Wahrung der Vorgaben der Rahmenhygienepläne sowie regelmäßige Sicherheitsbegehun- gen. Durchführung regelmäßiger Qualitätszirkel zu zentralen pädagogischen The- men, aber insbesondere auch zu den Themenbereichen Kinderschutz, Sicher- heit, Hygiene und Datenschutz. Begleitung und Beratung der FRÖBEL-Einrichtungen durch qualifizierte Fachbe- rater*innen zur Unterstützung der Qualitätsentwicklungsprozesse, aber auch, um aktuelle Entwicklungen (z. B. neues Kinderschutzgesetz) zügig umzusetzen und wesentliche Entwicklungen in einzelnen Bundesländern zu etablieren (z. B. ver- pflichtende externe Evaluation in Berlin). Systematische Fortbildung der pädagogischen Fachkräfte vor dem Hintergrund der gesetzten Qualitätsziele im Rahmen einer zentralen Qualitätsentwicklungs- strategie. Zentrales Beschwerdemanagement für Eltern sowie Mitarbeiter*innen, das ge- meinsam mit den Betriebsräten umgesetzt wird, um Verbesserungspotentiale zu erschließen. Befragung der Mitarbeiter*innen in einem zweijährigen Turnus und anschlie- ßende intensive Auswertung der Ergebnisse mit Leitung, Team und Eltern in allen Einrichtungen. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Nordkirchenweg 08.01.2019 17 17 Jährliche Elternbefragung mit anschließender Auswertung der Ergebnisse mit Leitung, Team und Eltern in allen Einrichtungen. 2.6.1 Interne Selbstevaluation Einen fachlichen Rahmen für die Qualitätsentwicklung und -sicherung bildet der Natio- nale Kriterienkatalog „Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder“ (NKK; Tietze/Viernickel, 2016). In seinen Qualitätsbereichen wird beste Fachpraxis durch kon- krete Handlungsempfehlungen für pädagogische Fachkräfte beschrieben. Mittels der Checklisten des dazugehörigen Handbuchs „Pädagogische Qualität entwickeln“ (Tietze/Viernickel, 2016) schätzen die Teams ihre pädagogische Arbeit selbst ein. Durch diese regelmäßig durchgeführten internen Evaluationen wird verstärkt die Verantwor- tung und die fachliche Kompetenz des pädagogischen Personals unserer Kindertages- einrichtungen für die Sicherung der Qualit ät ihrer Arbeit betont. Mithilfe verschiedener Methodenbausteine des Handbuchs werden auf Basis der Ergebnisse Qualitätsentwick- lungsprozesse angestoßen, die in Zielvereinbarungen festgelegt und durch geplante Umsetzungsschritte ausgeführt werden. 2.6.2 Externe Evaluation FRÖBEL lässt als erster Träger deutschlandweit seine Kindertageseinrichtungen durch ei- nen kompetenten Partner extern evaluieren. In einem ersten Projektzeitraum von Okto- ber 2016 bis April 2021 werden die Einrichtungen von erfahrenen und geschulten Evalu- ator*innen der Institute EduCert GmbH und PädQUIS gGmbH anhand der Krippen-, Kin- dergarten- bzw. Hort- und Ganztagsangebote-Skala (KRIPS-R, KES-R und HUGS) in ihrer pädagogischen Arbeit eingeschätzt. Ziel ist es, das seit 2010 in Berlin bestehende System einer verpflichtenden externen Evaluation im Fünf-Jahres-Zyklus auf alle FRÖBEL-Einrich- tungen auszuweiten. Damit stellt FRÖBEL sicher, dass der interne Blick auf die Qualität durch einen externen und objektivierten Blick ergänzt wird. Die ressourceno rientierten Rückmeldungen werden in den bestehenden Qualitätsentwicklungsprozess der Einrich- tungen integriert und durch die Fachberatung inhaltlich unterstützt. So wird sicherge- stellt, dass vorhandene Qualität gesichert und Potenziale weiterentwickelt werd en. Neue FRÖBEL-Einrichtungen werden systematisch in die bestehenden Strukturen inte- griert. 2.6.3 Fachberatung Fachberater*innen sind eine wichtige fest installierte Instanz innerhalb bei FRÖBEL. Sie sind an Entwicklungen des Trägers im Bereich des pädagogischen Profils und des Quali- tätsmanagements eng beteiligt und fungieren als Multiplikatoren dieser Maßnahmen. So stützen unsere Fachberatungen die Qualitätsentwicklung und -sicherung und die pä- dagogische Arbeit direkt vor Ort. Die Fachberatung bei FRÖBEL ist gekennzeichnet von einer hohen frühpädagogischen Fachkompetenz. Mit Zusatzqualifikationen aus den Be- reichen Beratung und Coaching bringen sie in verschiedenen Settings ihre Expertise ein. Vornehmliche Aufgabe der Fachberaterinnen und Fachberater ist es, die Fachkräfte in den Einrichtungen im Sinne eines kollegialen Beratungssystems zu stärken. Dieses syste- mische Beratungsangebot in engem Kontakt zu den Teams ermöglicht es, konkrete und auf die Bedürfnisse der Kindertageseinrichtung abgestimmte Unterstützungsle istungen zu erbringen. Durch die Arbeit mit den Teams an inhaltlichen Themen stellen die Fach- beratungen sicher, dass der pädagogische Orientierungsrahmen in den Einrichtungen www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Nordkirchenweg 08.01.2019 18 18 von allen Beteiligten umgesetzt wird. Dienstrechtliche Eingriffe übernimmt die Fa chbe- ratung bei FRÖBEL nicht. 2.6.4 Mitarbeiter*innenbefragung Die alle zwei Jahre stattfindende Mitarbeiter*innenbefragung ist als partizipatives Ele- ment fester Bestandteil des Systems der Qualitätsentwicklung und -sicherung. Sie stellt sicher, dass alle zu Wort kommen und an Entwicklungen beteiligt werden. Die Ergebnisse der Befragung geben wertvolle Rückmeldungen, aus denen sich durch kritische Ausei- nandersetzungen Veränderungen entwickeln lassen, die wiederum als verbesserte Be- dingungen Mitarbeiter*innen zugutekommen. 2.6.5 Elternbefragung Eine regelmäßig stattfindende Elternbefragung ist als partizipatives Element fester Be- standteil des Systems der Qualitätsentwicklung und -sicherung. Sie ergänzt damit als Strukturmoment den täglichen persönlichen Austausch zwischen Eltern und pädagogi- schen Fachkräften. Die Ergebnisse der Befragungen geben wertvolle Rückmeldungen, aus denen sich durch kritische Auseinandersetzungen Veränderungen entwickeln lassen, die allen Ak- teur*innen des Systems zugutekommen. Am Standort am Nordkirchenweg wird einmal jährlich eine Elternbefragung mittels Fragebogen stattfinden. Eltern haben durch die Be- fragung die Möglichkeit, Feedback zu geben, ihre Bedarfe und Bedürfnisse fokussiert zu formulieren und so dem Grad ihrer Zufriedenheit und der Zufriedenheit ihres Kindes/ihrer Kinder Ausdruck zu verleihen. Selbstverständlich erfolgt die Auswertung in anonymisierter Form und Rückschlüsse auf einzelne Personen sind nicht möglich. 2.6.6 Personalmanagement Die personelle Ausstattung unserer Kindertageseinrichtu ngen bezüglich Anzahl sowie Qualifikation der Fachkräfte und Leitungen richtet sich nach den jeweiligen landesge- setzlichen Vorgaben. Die Personalauswahl erfolgt dezentral für die jeweilige Kinderta- geseinrichtung. Den Bewerbungsgesprächen liegt ein einheitlicher Gesprächsleitfaden zu Grunde, der die Zuverlässigkeit der Auswahlentscheidung unterstützt. Sowohl für pä- dagogische Fachkräfte als auch für Leitungskräfte gibt es Stellenbeschreibungen, die sie vor Beginn ihrer Tätigkeit in einer FRÖBEL-Einrichtung erhalten. Eine gute pädagogische Fachpraxis erfordert reflektiertes pädagogisches Handeln, die Auseinandersetzung mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die Vertiefung der eigenen berufsbezogenen Kompetenzen sowie die Weiterentwicklung professionell er Haltungen. Um unsere Fachkräfte darin zu unterstützen, bietet FRÖBEL über das FRÖBEL- Bildungswerk ein umfangreiches Qualifizierungsprogramm an. Individuelle berufsbegleitende Fort- und Weiterbildungen, Teamfortbildungen, kontinu- ierlicher kollegialer Fac haustausch sowie die Möglichkeit von Zusatzausbildungen und akademischen Berufsabschlüssen sind weitere wesentliche Elemente unseres Personal- entwicklungskonzepts. Ebenfalls können Fachkräfte in anderen FRÖBEL -Einrichtungen hospitieren und sich in regionale n Arbeitskreisen zu pädagogischen Fragestellungen www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Nordkirchenweg 08.01.2019 19 19 austauschen. Eine besondere Möglichkeit zur Fachkräftequalifizierung wurde mithilfe ei- nes Konzepts von Fach- und Führungskarrieren realisiert, das eine Karrieremöglichkeit bei FRÖBEL darstellt. Für sämtliche Fort- und Weiterbildungsaktivitäten unserer Mitarbeiter*innen besteht ein tariflich verankertes Recht auf Freistellung von der Arbeit für den Besuch dieser Veran- staltungen mit einem Umfang von mindestens drei Arbeitstagen pro Jahr. Schließtage im Zuge der Fortbildungsinitiative des FRÖBEL-Curriculums ermöglichen den Teams ge- meinsames Diskutieren, Reflektieren und Verständigen. FRÖBEL -interne Fortbildungen sind für unsere Mitarbeiter*innen kostenlos. Neben Fortbildungen gehören zu den systematisch genutzte n Instrumenten der Perso- nalführung und -entwicklung: Strukturierte Einarbeitung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Regelmäßig stattfindende Teamberatungen Jährliches Personalentwicklungsgespräch Fachtage Einrichtungsleitungen sind bei FRÖBEL Führungskräfte und werden auf die Tätigkeit vor- bereitet und unterstützt. Sie arbeiten effizient und auf den Standort abgestimmt mit ei- nem eigenen Jahresbudget. Die Leitung arbeitet nach einem transparenten Leitungs- konzept, für das unser Führungsleitbild (siehe Beilage FRÖBEL-Leitbild) Rahmen und Ori- entierung bietet. Die Leitungen werden zudem durch regelmäßigen Austausch unter- stützt: Monatliche Besprechungen aller Leitungskräfte mit der Geschäftsleitung und Fachberatung Individuelle Besprechungen der Leitung mit der Geschäftsleitung Regelmäßige Beratung, Begleitung und Unterstützung durch Fachberatung Spezielle Fortbildungsangebote und Trainingsmaßnahmen Darüber hinaus steht jeder Leitung im Rahmen der Wirtschaftsplanung ein Jahresbudget für Supervision zur Verfügung. FRÖBEL bietet pädagogischen Fachkräften die Möglich- keit, bei Fachfragen direkt, vertraulich und unbürokratisch ein Coaching wahrzuneh- men. Dazu wurde bei der vom FRÖBEL e.V. getragenen Erziehungs - und Familienbera- tungsstelle CONRAT das „FRÖBEL-Fon“ eingerichtet. 2.6.7 Kinderschutz Das Wohl und der Schutz der Kinder ist in unseren Einrichtungen oberstes Gebot und ist im FRÖBEL -Kinderschutzkonzept „Kinder schützen – Eltern unterstützen – Erzieherinnen www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Nordkirchenweg 08.01.2019 20 20 und Erzieher stärken“ festgeschrieben. Das FRÖBEL-Kinderschutzkonzept wurde erstma- lig 2008/2009 entwickelt und ist mit dem Inkrafttreten des Bundeskinderschutzgesetzes 2012 erweitert worden. Grundsätzlich werden drei Bereiche erfasst: ▲ Das gesetzlich vorgeschriebene Kinderschutzverfahren bei Kinderschutzfällen nach § 8a – Reaktion auf Anzeichen einer Kindeswohlgefährdung außerhalb der Einrichtung: Hierzu arbeitet ein internes Kinderschutznetzwerk mit verantwortli- chen Kinderschutzbeauftragten und intern ausgebildeten Fachkräften vor Ort in den Regionen. Der Ablauf und die Dokumentation sind verbindlich geregelt. ▲ Der institutionelle Kinderschutz – das Vorgehen, wenn die Kindeswohlgefährdung vermutlich von Mitarbeiter*innen an den zu betreuenden Kindern ausgeht. Grundlegend sind dabei die gesetzlich vor geschriebenen Voraussetzungen (er- weitertes Führungszeugnis) sowie die bei FRÖBEL zusätzlich gültigen Maßnahmen wie der Handlungsrahmen bzw. die „Persönliche Erklärung zum Kinderschutz“. Darüber hinaus sind vorrangig die präventiven Maßnahmen, auch in Verbindung mit dem FRÖBEL-Curriculum und der Umsetzung des Leitbildes und der Rahmen- konzeption, umzusetzen. Das Ablaufverfahren im Falle einer vermutlichen Kinder- schutzproblematik, ausgehend von Mitarbeiter*innen, steht in Verbindung mit dem professionellen Umgang mit diesbezüglich en Elternbeschwerden und akti- viert in der Regel das Krisenmanagement von FRÖBEL. ▲ Das Sexualpädagogische Konzept in Kindertagesstätten (sowie in anderen Berei- chen der „Hilfen zur Erziehung“, insbesondere für die Tagesgruppe und die Wohn- gruppe) und der Umgang mit sexuellen Übergriffen unter Kindern. Ein FRÖBEL-Kinderschutzordner dient als Nachschlagewerk und Orientierungshilfe. Dort sind die Verantwortlichkeiten, die Verfahrensabläufe und die Dokumentation sowie ggf. die Meldung an das zuständige Jugenda mt verbindlich geregelt. Bei Anzeichen einer möglichen Kindeswohlgefährdung bei von FRÖBEL betreuten Kindern und Familien er- folgt eine Risikoabschätzung unter Hinzuziehung der internen regionalen FRÖBEL-Kinder- schutzfachkräfte und ggf. der zentralen Kinderschutzkoordinatorin sowie externer Fach- stellen vor Ort. Kinderschutz heißt auch, dass selbstverständlich gewaltfrei mit den uns anvertrauten Kin- dern umgegangen wird. In einem gemeinsamen Fachaustausch und dem kontinuierlich geführten Reflexionsprozess im Team werden Haltung sowie die Wirkung von Worten und Handlungen geprüft. Dieser fest installierte Teamprozess stellt sicher, dass sich alle Mitar- beiter*innen der Thematik sowie ihrer Verantwortung bewusst sind und sich nicht nur aus akutem Anlass damit auseinandersetzen. Beschwerden im Rahmen des Kinderschutzes werden vertrauensvoll, verantwortlich und immer mit der nötigen Ernsthaftigkeit behandelt. Ziel ist es, jederzeit den Schutz der Kin- der zu gewährleisten, Missstände schnellstmöglich abzubauen und in d er Konsequenz präventiv zu wirken. Vor diesem Hintergrund wurde in Nordrhein -Westfalen der Bereich Kinderschutz mit einer eigenen Stelle ausgeprägt. Als Kinderschutzbeauftragte ist Frau Carmen Breitsch zentrale Ansprechpartnerin für alle FRÖBEL-Kindergärten. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Nordkirchenweg 08.01.2019 21 21 3 Finanzmanagement Das Finanzmanagement für die geplante Einrichtung wird in enger Absprache zwischen der regionalen Geschäftsleitung und der Controlling-Abteilung sowie der Buchhaltung von FRÖBEL in der Hauptgeschäftsstelle in Berlin durchgeführt. Über ein monatliches Budgetcontrolling, Berichtswesen und eine Liquiditätsplanung ist eine solide kaufmänni- sche Führung gewährleistet. Der FRÖBEL-Haustarifvertrag FRÖBEL bietet als Arbeitgeber attraktive Leistungen, die eine Tätigkeit bei FRÖBEL für viele Bewerber*innen interessant gestalten. Hierzu gehört der im November 2009 mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) abgeschlossene Haustarifvertrag, der die arbeitsvertraglichen Bedingungen für alle Beschäftigten bei FRÖBEL regelt. Betriebli- che Altersversorgung, Jahresarbeitszeitkonten, Regelungen zur Höhergruppierung auf der Grundlage einer fachlichen Qualifikation (Fort - und Weiterbildung) sowie die Zah- lung eines Mindestlohns auch für Hilfs - und Wirtschaftskräfte sind nur einige Eckpunkte dieses Tarifvertrags. Die Eingruppierung des Personals erfolgt gemäß der Position und der Qualifikation. Um eine Kontinuität in der Betreuung zu gewährleisten und dem Personal eine langfristige Perspektive zu bieten, schließt FRÖBEL vor allem unbefristete Arbeitsver- träge ab. Ein Stufenaufstieg ist über den Besuch von Fort- und Weiterbildungen möglich, für die entsprechend Fortbildungspunkte (FP) zuerkannt werden. Einen Einblick in die aktuelle Entgelttabelle für pädagogisches und technisches Personal des Haustarifvertrages von FRÖBEL mit Gültigkeit ab 01. Januar 2019 (in EUR) befindet sich im Anhang (siehe 4.1 FRÖBEL -Haustarifvertrag). Weitere Leistungsmerkmale des Haustarifvertrages haben wir in einem Lepore llo zusammengefasst, welches Sie als An- lage zu dieser Interessenbekundung erhalten. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Nordkirchenweg 08.01.2019 22 22 4 Finanzierung Als frei gemeinnütziger Träger bestätigt FRÖBEL im Falle einer positiven Trägerschaftsent- scheidung den im Kinderbildungsgesetz verankerten Trägeranteil an den entstehenden Betriebskosten in Höhe von 9 Prozent. FRÖBEL erklärt, die erforderlichen Mittel für die Anschaffung von Möblierung und Spiel- material des neuen Kindergartens aus Eigenmitteln bereitzustellen. Sofern zum Zeitpunkt der angedachten Eröffnung des Kindergartens ein Fördermittelprogramm für die Aus- stattung des Kindergartens erreichbar ist, wird FRÖBEL einen Antrag auf investive Förder- mittel stellen um den Anteil der Eigenfinanzierung zu reduzieren. Die Refinanzierung des Trägeranteils erfolgt durch die anrechenbaren Eigenleistungen als auch durch Spenden. Die Kostenanteile für Verwaltung und Overhead entsprechen den im Kinderbildungsgesetz festgeschriebenen Maximalwerten. Sofern die Stadt Müns- ter der Bereitstellung von Belegplätzen an Unternehmen im Rahmen der besseren Ver- einbarkeit von Familie und Beruf positiv gegenüber steht, so stünden dem Kindergarten weitere finanzielle Mittel zur Verfügung, die in die weit ere Ausprägung von Bildungs- schwerpunkten investiert werden können. Zur Refinanzierung der Frischküche erhebt FRÖBEL ein Essensgeld welches pro Kind rund 60 Euro im Monat beträgt. Hinzukommen Einnahmen für Verpflegung von eigenen Beschäftigten. Das Angebot einer Frischküche ist in allen von FRÖB EL neu eröffneten Kindertageseinrichtungen fester Bestandteil und Teil einer ganzheitlichen Gesundheitsförderung. FRÖBEL hat allein in den letzten zwei Jahren elf neue Kindergärten eröffnet und verfügt über ein hohes Maß an Erfahrung. Unsere hauseigenen Architekten unterstützen die Pla- nungsprozesse daher fundiert und praxisnah. FRÖBEL steht für diese Trägerschaft als Mie- ter und für eine zielgerichtete Abstimmung und Projektentwicklung für die erforderlichen Anpassungen im Rahmen der Wiederholungsplanung mit der Stadt Münster zur Verfü- gung. Ferner ist die Annahme, dass die geplanten Raumgrößen den durch das Kinder- bildungsgesetz refinanzierten Werten entsprechen und als Planungsgrundlage dienen. Sofern eine Überschreitung der refinanzierten Mietflächen bzw. Quadratmeter vorliegt, geht FRÖBEL davon aus, dass die entstehenden Mehrkosten durch eine kommunale Sonderförderung ausgeglichen werden. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Nordkirchenweg 08.01.2019 23 23 4.1 FRÖBEL-Haustarifvertrag *) Bezogen auf das jeweilige Landesmodell - Tätigkeitsvergütung einschließlich Freistellung für die Ausbildung Gruppe Stellenbezeichnung Stufe A Stufe B Stufe C Stufe D Stufe E Stufe F 1 Jahr 4Jahre 5 Jahre 5 Jahre 3 Jahre Einstieg 3 FP 9 FP 15 FP 15 FP 9 FP P10 Kindergartenleitung mehr als 17 Mitarbeiterinnen (VbE)3.689,86 3.815,57 3.951,30 4.077,01 4.202,73 4.346,42 P9 Kindergartenleitung bis 17 Mitarbeiterinnen (VbE) 3.312,71 3.438,42 3.574,16 3.699,86 3.825,57 3.969,28 P8 Kindergartenleitung bis 8 Mitarbeiterinnen (VbE) 3.182,93 3.308,62 3.444,36 3.570,08 3.695,78 3.839,48 P7 Koordinatorin 2.935,56 3.061,27 3.197,00 3.322,71 3.448,42 3.592,12 Erzieherin mit besonderen Aufgaben/Multiplikatorin mit abgeschlossenem FRÖBEL-Curriculum - 2.961,48 3.097,21 3.222,93 3.348,62 3.492,33 Erzieherin mit besonderen Aufgaben/Multiplikatorin 2.805,77 2.931,48 3.067,21 3.192,93 3.318,62 3.462,33 Erzieherin im Regeldienst mit Zusatzqualifikation und abgeschlossenem FRÖBEL-Curriculum - 2.879,04 3.024,74 3.150,47 3.266,19 3.409,88 Erzieherin im Regeldienst 2.723,31 2.849,04 2.994,74 3.120,47 3.236,19 3.379,88 Erzieherin im Regeldienst mit abgeschlossenem FRÖBEL-Curriculum - 2.818,59 2.984,31 3.110,02 3.205,74 3.349,45 Erzieherin im Regeldienst 2.662,86 2.788,59 2.954,31 3.080,02 3.175,74 3.319,45 Erziehungshelferin/Kinderpflegerin mit abgeschlossenem FRÖBEL-Curriculum - 2.525,55 2.661,28 2.786,99 2.912,70 3.056,39 Erziehungshelferin/Kinderpflegerin 2.369,84 2.495,55 2.631,28 2.756,99 2.882,70 2.026,39 P2 Berufsbegleitende Ausbildung "PiA-Modell" *) 1.093,29 1.201,30 entfällt entfällt entfällt entfällt P1 Erziehungshelferin ohne Ausbildung 1.862,89 1.988,60 entfällt entfällt entfällt entfällt P4 P3 Beschäftigungszeit: Pädagogischer Bereich P6 P5 1 Jahr 4 Jahre 5 Jahre 5 Jahre 3 Jahre Einstieg 1 FP 4 FP 4 FP 4 FP 3 FP T4 Küchenleitung ab 5 Regel-Beschäftigten 2.217,05 2.342,77 2.468,47 2.594,19 2.719,92 2.863,62 T3 Köchin/ technische Koordinatorin 2.157,17 2.282,91 2.408,62 2.534,32 2.660,05 2.803,75 T2 Wirtschaftsdienst/Haushandwerkerin/Reinigerin 1.666,89 1.729,76 1.792,60 1.855,46 1.981,18 2.124,89 T1 Ungelernte Reinigungskräfte/Hauswirtschaftshelferin 1.643,93 entfällt entfällt entfällt entfällt entfällt Beschäftigungszeit: Technischer Bereich www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Nordkirchenweg 08.01.2019 24 24 5 Referenzliste Berlin Herr Sven Nachmann Abteilungsleitung Jugend und Familie, Senatsverwaltung Bildung, Wissenschaft und Forschung Stadt Berlin, Tel. 030 - 90 22 75 503 Hamburg Herr Dr. Dirk Bange Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration Hamburg, Tel. 040 - 428 63 2438 Bonn und Rheinland Frau Carolin Krause Dezernentin Dezernat für Soziales, Bildung und Gesundheit der Bundesstadt Bonn Tel. 0228 – 77 2030 Leipzig Herr Dr. Nicolas Tsapos Jugendamt Stadt Leipzig, Tel. 0341 – 1234683 München Frau Dr. Susanne Herrmann Leitung Abteilung KITA, Referat für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München, Tel. 089 – 239 84440
Anlage 11.2 Konzeption Step Kids
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Anlage 12.1 Bewerbung Villa Luna
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Villa Luna gGmbH
Elternservice · Aachener Str. 164 · 40223 Düsseldorf · T +49 2 11 737777-0 · F +49 2 11 737777-10 ·
elternservice@villaluna.de · www.villaluna.de
Geschäftsführung: Dr. Jürgen Reul · Sitz der Gesellschaft Aachen · Amtsgericht Aachen · HRB 18501
Sparkasse Aachen · IBAN: DE42 3905 0000 1071 2664 70 · BIC: AACSDE33XXX
Villa Luna Kindertagestätten
Aachener Str. 164 · 40223 Düsseldorf
Düsseldorf, den 01.02.2019
Bewerbung um eine Trägerschaft für eine neue Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg im
Stadtteil Amelsbüren (Ref: 11/2018)
Sehr geehrte Frau Gerick, sehr geehrte Frau Tigger,
hiermit erhalten wir unsere Interessenbekundung für die geplante Kindertageseinrichtung
Nordkirchenweg aufrecht.
Im Auftrag des Geschäftsführers Herrn Dr. Reul erklären wir verbindlich, dass wir im Falle einer
Zusage der Stadt Münster, Trägeranteile von 9% für den Betrieb der Einrichtung übernehmen.
Anbei finden Sie unsere konzeptionellen Unterlagen, aus denen unsere Vorstellungen zum Betrieb
der Einrichtung hervorgehen.
Für Rückfragen wenden Sie sich gerne an Herrn Dr. Reul unter 02402-7636330, oder
reul@villaluna.de.
Wir freuen uns auf eine positive Rückmeldung.
Herzliche Grüße
Angelika Steinberg
Kitaprojekte und Kooperationen
E: steinberg@villaluna.de
W: www.villaluna.de
Besuchen Sie unsere Kitas in Aachen, Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Hannover und Köln.
Anlage 7.2 Konzeption pme
57307 Zeichen
Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 1 von 15 Die Einrichtungen des pme Familienservice Konzept für die Betreuung in unseren Kindertageseinrichtungen von 0-6 Jahren Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 2 von 15 Die Einrichtungen der Global Education – pme Familienservice Gruppe Konzept für die Betreuung in unseren Kindertageseinrichtungen von 0 bis 6 Jahren Vorwort Dieses Rahmenkonzept stellt die Überlegungen und Planungen des Trägers Global Education (Teil von pme Familienservice) dar. Unsere pädagogischen Teams, die vor Ort in unseren Kindertagesstätten tätig sind, greifen dieses Konzept auf, um es in einem kontinuierlichen Prozess den lokalen Gegebenheiten anzupassen, weiterzuentwickeln und gezielt eigene Schwerpunkte zu setzen. Bei uns steht das Kind im Mittelpunkt. In unserer pädagogischen Arbeit bieten wir allen Kindern viel Raum für Kreativität und Fantasie. Die Raumgestaltung und der Tagesablauf orientieren sich an den Bedürfnissen sowohl der Gruppe als auch der einzelnen Kinder. Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Familien ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Alle tragen zum Wohl des Kindes bei und bringen gemeinsam ihre Kompetenzen ein, um jedem Kind die besten Entwicklungschancen zu geben. Wir freuen uns, wenn wir Kinder und ihre Familien ein Stück auf dem Lebensweg begleiten dürfen, und möchten mit dem vorliegenden Konzept unsere pädagogische Grundhaltung näherbringen. Stand: August 2018 Inhalt Vorstellung des Trägers und Entstehung der Einrichtungen ............................................. 3 Allgemeines Selbstverständnis und unser Bild vom Kind ................................................. 3 Beschreibung der Rahmenbedingungen ........................................................................... 4 Öffnungszeiten und Betreuungsmodelle .................................................................................. 4 Raumkonzept ..................................................................................................................... 5 Pädagogisches Fachteam ...................................................................................................... 5 Gesunde Ernährung der Kinder ............................................................................................. 5 Ziele und Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit .......................................................... 6 Beteiligungsverfahren für Kinder – ein Grundrecht ................................................................... 6 Inklusive Bildung ................................................................................................................ 7 Eingewöhnung der Kinder ..................................................................................................... 8 Bildungsziele ...................................................................................................................... 8 Bildungsschwerpunkte ....................................................................................................... 10 Qualitätssicherung ............................................................................................................ 11 Unser Kinderschutzauftrag ................................................................................................. 11 Partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Familien .......................................................... 12 Bedarfserhebung und Mitwirkung von Familien ...................................................................... 13 Entwicklungsbegleitung und Dokumentation: „BeDo“ ............................................................. 13 Beschwerdeverfahren für Kinder und Sorgeberechtigte ........................................................... 13 Literatur ........................................................................................................................ 14 Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 3 von 15 Vorstellung des Trägers und Entstehung der Einrichtungen Der pme Familienservice beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit dem Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ und sieht es als eine seiner Kernaufgaben, die Lebenssituation von berufstätigen Eltern und ihren Kindern zu erleichtern. Hierbei arbeiten wir mit Unternehmen und Institutionen zusammen, die durch Aktivitäten im Bereich Work-Life-Balance ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen möchten. Seit unserer Entstehung im Jahr 1991 haben wir unser Netzwerk kontinuierlich ausgebaut. Die pme Familienservice Gruppe ist an mehr als 30 Standorten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Tschechien vertreten und betreibt über 60 betriebsnahe Kinderbetreuungseinrichtungen. Die Kindertagesstätten des pme Familienservice stellen einen innovativen Beitrag für die Kinderbetreuungslandschaft in den einzelnen Regionen dar. Ende 1999 haben wir mit Unterstützung der Commerzbank in Frankfurt „Kids & Co. Back-up“ eröffnet – Europas erste Back- up-Einrichtung zur Betreuung von Kindern im Alter von acht Wochen bis ca. 12 Jahren in Ausnahmefällen. Inzwischen hat sich der pme Familienservice als Träger von betriebsnahen, bedarfsorientierten sowie öffentlich geförderten Kinderbetreuungseinrichtungen etabliert. Heute betreiben wir über 60 Einrichtungen in ganz Deutschland – Kindergärten, Kinderkrippen, Back-up- Einrichtungen, Familienkrippen und Schülerbetreuungen. Die Global-Education-Einrichtungen der pme Familienservice Gruppe sind speziell auf öffentlich zugängliche, institutionelle Kinderbetreuung ausgerichtet. Der Standort Münster des pme Familienservice betreibt zwei Regeleinrichtungen, welche beide durch das KiBiz finanziert werden. Sowohl die sechsgruppige Einrichtung Kids World im Kreis Gütersloh, als auch die viergruppige (eine fünfte Gruppe startet 2019) Einrichtung Kita Ideenreich haben ein erweiteretes Öffnungszeitenkonzept. Dieses wird durch eine Unternehmensbeteiligung refinanziert. In Münster und Gütersloh betreiben wir des Weiteren Einrichtungen für den Ausnahmefall, sogenannte Back-up Center. Hier werden Kinder bei Bedarf betreut, wenn die Regelbetreuung ausfällt (Unternehmensgebunden). Allgemeines Selbstverständnis und unser Bild vom Kind Zufriedene Kinder bedeuten zufriedene Mütter und Väter – dies gilt auch im Umkehrschluss. In unseren Kinderbetreuuungseinrichtungen stehen die Bedürfnisse von Eltern und ihrer Kinder im Mittelpunkt. Unser Ziel ist es, dass Eltern mit gutem Gewissen ihrer Arbeit nachgehen können und ihre Kinder bestens betreut wissen. Wir orientieren uns inhaltlich und strukturell an den Bedingungen eines modernen Familien- und Arbeitslebens und verstehen uns als Dienstleister, der lebendige, zuverlässige und nachhaltige Bildungsorte für Kinder schafft. Das vorliegende pädagogische Konzept der Kindertageseinrichtungen knüpft an die Ergebnisse der Nationalen Qualitätsinitiative (NQI) des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) an (Tietze/Viernickel 2002). Die neueren wissenschaftlichen Erkenntnisse der Krippenforschung, der Gleichaltrigenforschung und der Hirnforschung (vgl. Beller 1995; Dornes 1993; Schneider/Wüstenberg 1996; Singer 2004) sowie die nationale und internationale Diskussion zum Thema „Häuser für Kinder und Familien“, ausgelöst von den in Großbritannien gegründeten Einrichtungen zur frühkindlichen Erziehung „Early Excellence Centers“ (vgl. Hebenstreit-Müller 2003; Seehausen 2004) gehen in dieses Konzept ein. Unser Verständnis von Kleinstkind- und Elementarpädagogik geht von einem grundsätzlichen Bild vom Kind aus, bei dem Kinder heranwachsende Menschen und von Geburt an eigenständige Persönlichkeiten sind, die als „Akteure ihrer Entwicklung“ zu respektieren sind. Die Säuglings- und Kleinkindforschung der letzten Jahrzehnte hat deutlich gemacht, dass jedes Kind mit einer Vielzahl an Kompetenzen und Bedürfnissen auf die Welt kommt. Kinder sind fähig, mit dem Rückhalt einer Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 4 von 15 Bezugsperson eigenaktiv die Welt mit allen Sinnen zu entdecken und zu erkunden. Sie eignen sich dabei Wissen an, das ihr Weltbild tagtäglich komplexer werden lässt. Wir verstehen Bildung und Erziehung als einen Prozess, bei dem die Erwachsenen die Kinder auf ihrem jeweiligen Entwicklungsweg begleiten, unterstützen und motivieren, ihnen Lob und Anerkennung geben und sie in ihren „Stärken stärken“. Der Erwachsene sieht sich als aufmerksamer, wacher Begleiter des Kindes und seiner Entwicklungsprozesse. Er ist nicht aktiv eingreifender Förderer der Entwicklung, sondern seine innere Haltung ist geprägt von Respekt und Achtsamkeit gegenüber der Eigenständigkeit seiner Mitmenschen. In unserer täglichen Arbeit respektieren wir die Autonomie und Individualität des Kindes und unterstützen den Entwicklungsprozess, indem wir emotionale Sicherheit, Geborgenheit und Schutz bieten und die Umgebung und die Tagesstruktur so gestalten, dass ein ganzheitliches Lernen und ein Einfinden in die soziale Welt ermöglicht wird. Wir beobachten und erkennen die individuellen Lern- und Entwicklungsthemen des einzelnen Kindes und knüpfen in der pädagogischen Arbeit daran an. Die autonome Bewegungsentwicklung, das freie Spiel und die beziehungsvolle, kooperative Pflege sind Grundthemen der Pikler/Hengstenberg-Pädagogik und wesentliche Elemente in unserem Verständnis des Bildes vom Kind. Sie prägen den Umgang mit dem einzelnen Kind. (Kleinst-)Kinder lernen permanent mit all ihren Sinnen durch Imitation, Beobachtung, Zuhören und auch durch Ruhephasen. Wichtig ist ein geregelter Tagesablauf, der Freiräume zum aktiven Erkunden zulässt, Entwicklungsanreize gibt und nötige Ruhephasen bietet, damit die vielen Erlebnisse und Eindrücke verarbeitet werden können. Jedes Kind folgt seinem eigenen Entwicklungsplan. Diese Selbstbildungsprozesse unterliegen dem individuellen Tempo und orientieren sich an kindlichen Interessen. Kinder sind Forscher und Gestalter ihrer Lebenswelt. Deshalb brauchen sie · die Möglichkeit, mit allen Sinnen die Welt zu erfahren und begreifen zu können, · eine Welt, die ihnen ganzheitliche Erfahrungen ermöglicht, · Spiel- und Bewegungsräume, die sie in ihrer Tätigkeit und Fantasie anregen und ihnen Herausforderungen und gleichzeitig Schutz bieten, · Zeit zum Einfinden in neue Situationen, Zeit für Übergänge, Zeit für individuelle Lernerfahrungen, Zeit zum eigenständigen Ausprobieren und Zeit für Zuneigung, Ruhe und Pflege, · andere Kinder, mit denen sie auf Entdeckungsreise gehen, an denen sie sich messen und denen sie helfen können und · Erwachsene, die auf die Signale der Kinder im Dialog eingehen, sich Zeit nehmen und Halt und Orientierung bieten. Beschreibung der Rahmenbedingungen Die beschriebenen Rahmenbedingungen gelten grundsätzlich für alle unsere Einrichtungen. Lokale Unterschiede ergeben sich durch Vorgaben und Richtlinien der Kommunen. Öffnungszeiten und Betreuungsmodelle Die Global Education bietet den Eltern nach Möglichkeit eine bedarfsorientierte Kinderbetreuung an. Die Öffnungs- und Schließzeiten der Einrichtungen richten sich nach den regionalen Vorgaben und nach Möglichkeit an den Bedürfnissen der Eltern. Wir bieten eine „Flexizeit“ an, d.h. Eltern können bei ungeplantem Betreuungsbedarf, der über die regulär gebuchten Zeiten hinaus geht, kurzfristig Entlastung erfahren. Unsere Personalplanung und pädagogischen Konzepte unterstützen eine lange Öffnungszeit. Mit Ausnahme der gesetzlichen Feiertage und der regional festgelegten Schließzeiten (20 Schließtage in vier Perioden) wird die Einrichtung ganzjährig geöffnet sein. In den Einrichtungen der Global Education können Kinder im Alter von ca. einem Jahr bis zum Schuleintritt ganztags betreut werden, wobei auf eine ausgewogene Altersmischung geachtet wird. Die Global Education legt besonderen Wert auf einen positiven Übergang zu weiterführenden Betreuungslösungen. Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 5 von 15 Raumkonzept Jede Einrichtung der Global Education verfügt über ein individuelles Raumkonzept, das sich an den Bedarfen der jeweiligen Altersgruppe orientiert. Räume als „dritter Erzieher“ haben eine große Bedeutung für die Entwicklung der Kinder und müssen vor allem für Kinder, die sich ganztags in Kitas aufhalten, eine Reihe von Funktionen bereithalten. Wir konzipieren flexible Raumkonzepte, die sich an die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder anpassen und den nötigen Sicherheitsstandards gerecht werden. Hierbei arbeiten wir mit den Jugendämtern und pädagogischen Fachberaterinnen und Fachberatern, mit Unfallkassen und Feuerwehren zusammen. Pädagogisches Fachteam Bei der Personalauswahl achten wir auf ein hohes Ausbildungsniveau und auf einschlägige pädagogische Erfahrung. Wertgelegt wird auf eine hohe Bildungsorientierung und Motivation in Bezug auf lebenslanges Lernen. Die Leitung der Einrichtung wird von einer pädagogischen Fachkraft (nach Möglichkeit mit Studienabschluss) übernommen. Für fachliche Fragen steht eine Fachberatung zur Verfügung. Wir verstehen uns als Lern- und Lehrbetrieb und ermöglichen eine Vielzahl von Praktika und berufsbegleitende pädagogische Ausbildungen. Wir möchten das in unserem Leitbild verankerte Ziel von Vielfältigkeit/Diversity in unserer Mitarbeiterschaft auch fördern. Da wir auch als Arbeitgeber Vorbild sein möchten, ist es für Einrichtungen der Global Education selbstverständlich, im Rahmen von Selbstevaluationsprozessen die Qualität der Arbeitspraxis zu überprüfen. Wir geben unseren Fachkräften · Zeit für kollegialen Erfahrungsaustausch, · Verfügungszeit zur Kooperation mit Eltern und mit anderen Einrichtungen, · flexible Arbeitszeiten für eigene Interessen und die familiäre Lebenssituation, · Beratungs- und Fortbildungsmöglichkeiten und · Zeit zur Beteiligung an Forschungsprojekten. · Eine Personalentwicklung –begleitung hat in der Gesamtorganisation einen hohen Stellenwert. Festlegungen und Dokumente für die Fortbildungsteilnahme, für Mitarbeitergespräche, für Fachsupervision, für soziale Betreuung und Lebensphasenorientierung stehen allen Führungskräften, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in unserem pme Familienservice –Wikipedia zur Verfügung. Eine Ausstattung der Einrichtungen mit ausreichenden Personalstunden wird auf der Basis einer Kalkulation hergestellt, die eine Ausfallquote durch Krankheit, Urlaub und Fortbildung berücksichtigt. Dabei werden im Personalgerüst Springerstunden ausgewiesen, die in der Personalplanung und –einstellung berücksichtigt werden. Die Einrichtungsleitung und Kolleginnen und Kollegen vernetzen sich innerhalb der Kommune und nehmen an Fachgremien und Arbeitsgemeinschaften teil. Unser Leitbild („unsere Gene“) berücksichtigt die Werte Herz und Verstand, Flexibilität, Respekt, Weiterentwicklung, Vielfältigkeit, Vertrauen und Profssionalität. Eine Übesicht befindet sich am Ende der Konzeption. Gesunde Ernährung der Kinder Essen ist für uns mehr als Nahrungsaufnahme. Essen bedeutet für uns Gemeinsamkeit, Wohlbefinden und Austausch. Deshalb nehmen wir unsere Mahlzeiten gemeinsam ein, richten sie bei Bedarf jedoch an den individuellen Zeiten und Bedürfnisse der Kinder aus. In unseren Einrichtungen legen wir großen Wert auf eine gesunde, kindgerechte, ausgewogene und vitaminreiche Ernährung. Wir setzen uns für eine Errichtung einer Kochküche ein, um frisch und selbständig für die Kinder unserer Einrichtungen zu kochen. Neben dem Mittagessen versorgen wir alle Kinder mit Frühstück und einem Snack am Nachmittag. Dies dient auch der besseren Vereinabrkeit von Beruf und Privatleben. Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 6 von 15 Ziele und Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit Die Einrichtungen der Global Education möchten als außerfamiliäres System das Heranwachsen in der Familie ergänzen. Aufgabe der Einrichtung ist es, den Kindern neue, vielfältige Erfahrungen außerhalb der Familie zu ermöglichen. In der Kommunikation und im Zusammenleben in einer Kindergruppe sollen die Kinder emotionale Sicherheit erhalten, Anregungen für die Auseinandersetzung mit der Umwelt erleben und altersgemäße Erfahrungsräume für ihre Entwicklung kennenlernen. Klare zeitliche Strukturen und räumliche Vielfalt unterstützen diesen Prozess. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen den Kindern als zuverlässige und kontinuierlich tätige Bezugspersonen zur Seite. Geborgenheit und Orientierungshilfen stehen im Vordergrund des Umgangs mit dem Kind. In Erziehungspartnerschaft mit den Eltern wollen wir die Persönlichkeit des Kindes fördern, mit ihm seine Umgebung für selbstständige Betätigungsmöglichkeiten vorbereiten. Das Kind wird unterstützt, eine fröhliche und an seiner Umwelt interessierte Person zu werden, die lernt, in der Gruppe mit anderen Kindern zu spielen, seine Umwelt zu entdecken und Verantwortung zu übernehmen. In den Einrichtungen der Global Education werden Kinder mit Beeinträchtigungen oder mit speziellem Förderbedarf im Rahmen von Einzelintegrationsmaßnahmen in den pädagogischen Alltag integriert. Die Einrichtungen der Global Education arbeiten im Rahmen des Schutzauftrages nach § 8a SGB VIII zum Wohle des Kindes mit den Sorgeberechtigten und gegebenenfalls mit den örtlichen öffentlichen Behörden zusammen, um einem begründeten Verdacht auf Kindeswohlgefährdung bestmöglich zu begegnen. Die pme Familienservice Gruppe verfügt über ausgebildete Kinderschutzfachkräfte und jede Einrichtung über eigene Kinderschutzbeauftragte. Beteiligungsverfahren für Kinder – ein Grundrecht Die aktive Teilhabe der Kinder an allen sie betreffenden Abläufen ist konzeptionelles Gestaltungsmerkmal in unseren Kindertagesstätten. Jedes Kind erhält die Möglichkeit, Eigenverantwortung zu übernehmen und eigene Aktivitäten zu gestalten, soweit sich dies mit seinem Wohl und dem der Gruppe vereinbaren lässt. Je jünger Kinder sind, desto weniger können sie selbst Beteiligungsrechte einfordern. Umso größer ist die Verantwortung der Erwachsenen, Kindern Partizipation zu ermöglichen. Eine partizipative Grundhaltung unserer pädagogischen Fachkräfte zeigt sich darin, dass Kinder in die Gestaltung des Lebens in der Einrichtung eingebunden werden. Wir begegnen den Kindern mit einer zugewandten und interessierten Haltung, hören ihnen zu und nehmen sie als Individuen mit spezifischen Bedürfnissen und Rechten ernst. Wir achten · die Selbstbestimmungsrechte der Kinder, insbesondere das Recht auf körperliche Selbstbestimmung, · die Grundbedürfnisse der Kinder, · das Recht des Kindes auf freie Meinungsäußerung, · das Recht des Kindes, als Individuum gesehen zu werden, und · das Recht des Kindes auf die Wahl seiner Kontaktpersonen. Erste Partizipationserfahrungen können Kleinstkinder machen, wenn sie in alltäglichen Situationen erleben, dass sie mit ihren Signalen und Bedürfnissen wahrgenommen und respektiert werden, zum Beispiel beim Essen, Schlafen und Anziehen. Die Teilhabe und Mitgestaltung an Entscheidungen und Abläufen reicht vom täglichen Tisch decken über die Gestaltung der Räume bis zur Mitsprache an Regeln im pädagogischen Gruppenalltag. Kinder werden dabei unterstützt, ihre Bedürfnisse und Wünsche auszudrücken – bzw. je nach Alter der Kinder müssen diese sensibel von den Fachkräften „erfragt“ und beobachtet werden. Babys benötigen aufgrund der noch fehlenden verbalen Fähigkeiten eine individuellere Prozessbegleitung. Unser pädagogisches Personal verfügt über ein hohes Maß an Feinfühligkeit, um die nonverbalen Mitteilungen der Kleinstkinder wahrzunehmen, richtig zu interpretieren und angemessen zu reagieren. Hierfür werden unsere Fachkräfte auch in entsprechenden Seminaren zu „Feinzeichen“ geschult. Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 7 von 15 Durch die Methode der Projektarbeit werden Themen und Vorhaben für den Alltag gemeinsam mit den Kindern ausgehandelt, entschieden, geplant und bearbeitet. Im Rahmen der Projektarbeit gibt es offene Beteiligungsformen, die den Kindern die Möglichkeit gibt, sich an Aktionen zu beteiligen. Voraussetzung dafür ist ein dialogisches Verständnis der Kommunikation zwischen dem Betreuerteam und den Kindern. So werden Kinder bei Konflikten begleitet und unterstützt. Lösungsmöglichkeiten werden nicht vorgegeben, sondern gemeinsam im Dialog gefunden. Je nach Alter und Entwicklungsstand der Kinder werden unterschiedlichste Beteiligungsformen in den Kita-Alltag integriert, zum Beispiel: · Kinderkonferenzen · Stuhlkreise/Morgenkreise · Kindersprecher · Beobachtung und Dokumentation (Portfolio) So werden beispielsweise im Stuhlkreis freie Aktionen für den Tag vorgestellt, die meist in Kleingruppen angeboten werden. Die Kinder können selbst entscheiden, ob und woran sie teilnehmen möchten, oder können eigene Vorschläge einbringen, die gerne aufgegriffen werden. Durch eine partizipative Haltung und gut entwickelte Strukturen in unseren Teams sichern wir das Recht der Kinder auf Schutz vor Unrecht. Wir verstehen es als unseren Auftrag, Kindern die Beteiligung zu ermöglichen, um sie dadurch zu stärken. Dies ist auch Bestandteil eines präventiven Kinderschutzes, denn starke Kinder sind besser vor möglichen Gefährdungen geschützt. Inklusive Bildung Kinder mit Beeinträchtigungen Die Pädagogik der Vielfalt will eine Kultur der Akzeptanz und der demokratischen Teilhabe von Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen und mit unterschiedlichen Lebenswelten fördern und stärken. Dieser Gedanke stellt uns alle vor die Herausforderung, uns mit dem Fremden und dem Anderssein aktiv auseinanderzusetzen – frei von Vorurteilen und daraus resultierender Ablehnung. Kinder mit speziellen Bedürfnissen werden in die Einrichtungen der Global Education integriert. Alle Kinder, ob mit Erschwernissen oder nicht, finden in unseren heterogenen Gruppen stimulierende Spielpartner und Gegebenheiten, die für ihre Bildungsprozesse förderlich sind. In der Gemeinschaft erfahren Kinder die Andersartigkeit als Lernmöglichkeit und Bereicherung. Die Einrichtungen der Global Education sind Orte, an denen Gemeinschaft und Solidarität gepflegt und gelebt wird. Im Vordergrund stehen die Möglichkeiten und Kompetenzen der Kinder, nicht deren Defizite. Dabei werden Spiel - und Lernangebote genutzt, bei denen Kinder mit unterschiedlicher Ausgangslage unter Berücksichtigung ihrer individuellen Kompetenzen gemeinsam aktiv werden können. Ein wertschätzender Umgang zwischen Mitarbeiter/in und Kind setzt das tiefe Vertrauen in das Entwicklungsinteresse, die Eigenaktivität und die Persönlichkeit des Kindes voraus. Die Kinder sind Ausgangspunkt, Bezugspunkt und Mitgestalter der pädagogischen Planung des Alltags. Wichtig ist die Unterstützung der Eltern in einem behutsamen Umgang mit Vielfalt und unterschiedlichen Entwicklungsverläufen. Ausgehend von Vorgesprächen und der Beobachtung erfolgt eine individuel-le klare, überschaubare, ggf. individuelle Regeln und Grenzen für das soziale Zusammenleben und den Alltag werden mit den Kindern erarbeitet, festgehalten und weiterentwickelt, dabei werden die Kinder aktiv mit einbezogen. In unseren Fachteams wird mindestens eine Fachkraft zur Fachkraft für Inklusion weitergebildet. Mädchen und Jungen Bereits im Kindergartenalter eifern Kinder unterschiedlichen Geschlechtsmustern nach und haben in der Regel unterschiedliche Interessengebiete. Was sich im Laufe ihrer Entwicklung als typisch mädchen- oder jungenhaft zeigt, ist ein multifaktorelles Zusammenspiel von genetischen Veranlagungen und neurobiologischen Prozessen und vor allem das Ergebnis der entsprechenden Sozialisation. Es wird in der ständigen Interaktion und Kommunikation mit anderen Kindern, besonders aber mit Erwachsenen verstärkt. Vor diesem Hintergrund begleiten wir die Kinder, individuelle Wege bei ihrer Identitätsentwicklung zu finden. Wichtig sind hierbei Vorbilder, die beiden Geschlechtern angehören. Viele unserer Kitas zeichnen sich durch eine hohe Männerquote aus, die wir dadurch erreichen, dass wir Männer als pädagogisches Fachpersonal, als Honorarkräfte und als zusätzliches Betreuungspersonal einstellen. Dabei wird die Genderkompetenz sowohl durch Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 8 von 15 die Anwesenheit beider Geschlechter als auch in der Auseinandersetzung im Betreuungsteam und in der Elternschaft in unseren Einrichtungen gefördert. Kulturelle Herkunft Die Global Education steht in ihrer gesamten Ausrichtung für eine Pädagogik der Vielfalt. Dies zieht sich als roter Faden durch sämtliche Arbeitsfelder. In unseren Einrichtungen sind Familien mit unterschiedlichen Familienkulturen eine Selbstverständlichkeit und werden stets als Bereicherung angesehen. Wir schätzen die unterschiedlichen Erfahrungen, Sprachen und interkulturellen Zusammenhänge und unterstreichen dies sowohl in unserem erzieherischen Alltag als auch in vielfältiger Projektarbeit und Festgestaltung („Diversity-Kalender“). Dazu zählen beispielsweise fremd- und zweisprachige Bücher in der Leseecke, Begrüßungsformeln und Mitteilungen am Informationsbrett in den jeweiligen Familiensprachen und feste Tage mit dem Motto: „Heute lerne ich eine andere Sprache“. Auch unser pädagogisches Team versuchen wir interkulturell zusammenzustellen. Regelmäßig nehmen Kolleginnen und Kollegen an internen Weiterbildungsmaßnahmen teil. Die Einrichtungsleitung knüpft aktiv Kontakte zu Beratungsstellen, um geeignete Unterstützungsmaßnahmen in die Wege zu leiten. Eingewöhnung der Kinder Bei der Eingewöhnung der Kinder orientieren wir uns an dem Berliner Eingewöhnungsmodell (Laewen 2002; Pikler 1988). Die Dauer des Ablösungsprozesses gestaltet sich variabel und orientiert sich grundsätzlich am Kind und seinen Erfahrungen. Auch für die Eltern stellt der Start in einer Kindertageseinrichtung oder der Wechsel in eine andere Betreungsform den Beginn einer neuen Lebensphase dar. Eine Eingewöhnungsphase, die den individuellen Bedürfnissen der Kinder und gleichermaßen den beruflichen Anforderungen der Eltern gerecht wird, ist die Basis für eine positive Entwicklung des Betreuungsverhältnisses. Bildungsziele Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen die Kinder mit ihren Bedürfnissen und Interessen. Die pädagogische Zielrichtung und die Methoden werden bestimmt von altersgemäßen Entwicklungsthemen wie Identitätsbildung, Selbstständigkeit, Autonomiesuche, Bewältigen von Ängsten, Erforschen und Entdecken der eigenen Fähigkeiten und Grenzen. Die Zielsetzungen der lokalen Konzepte orientieren sich stets an den Bildungsplänen und -programmen der einzelnen Bundesländer. Als Querschnittsthema ist die Gesundheitsförderung ein Anliegen unserer Einrichtungen. Neben der grundsätzlichen Bewegungsförderung nutzen wir als Baustein in der Körpererfahung die Bewegungsförderung nach Pikler Hengstenberg. Eine gesunde Ernährung wird durch die Versorgung durch unsere Kochküche und durch Angebote in den einzelnen Gruppen geleistet. Alle nachgeführten Bereiche dienen allgemein der Prävention. Dabei nutzen wir auch Angebote von Anbietern in der Gesundheitsförderung. Aus dem Bereich Hygiene und Qualitätssicherung befindet sich als Beispiel am Ende der Konzeption ein Prozesskette „Händewaschen“. Sinnliche und körperliche Erfahrungen Körperliche, geistige und soziale Empfindungen in Einklang zu bringen, heißt den eigenen Körper mit allen Sinnen kennenzulernen und die Freude an Bewegung und körperlicher Herausforderung zu entdecken. Dabei ist die Ausbildung des körpereigenen Schemas und das Erleben, was Psyche und Körper gesund hält, von besonderer Bedeutung. Außderm ist es wichtig, dass Kinder ihre kindliche Sexualität entwickeln. Der Umgang mit der körperlichen Neugier von Kindern im Krippen- und Kindergartenalter ist ein zentraler Baustein der kindlichen Entwicklung, der viele Lebensbereiche innerhalb Kita und Familie berührt. Kinder sind von Geburt an geschlechtliche Wesen mit körperlichen Wünschen, Bedürfnissen und Interessen. Sie mögen es zu kuscheln, zu schmusen, berührt zu werden und auch den eigenen Körper zu berühren. Eine Trennung zwischen Zärtlichkeit, Sinnlichkeit und Sexualität gibt es bei Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 9 von 15 Kindern nicht. Sie erleben Schmusen, Kuscheln und Berührungen ihres Körpers als lustvoll und sinnlich. Sexualität ist nicht nur Genitalität. Die Entwicklung der Sexualität ist ein fortlaufender Prozess und vollzieht sich im Laufe der kindlichen Entwicklung immer wieder, entweder als bewusste Mitteilung über Sachverhalte auf dem jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes oder aber als „Lernen am Modell“. Zu einer ganzheitlichen Förderung in unseren Einrichtungen zählt auch der bewusste Umgang mit der Sexualentwicklung. In einer geschützten und liebevollen Atmosphäre dürfen Kinder ihren Körper auf ihre eigene, kindgerechte Art und Weise kennenlernen und erleben. Nur wenn ein Kind seinen Körper, seine Gefühle und auch seine Grenzen kennt, kann es diese deutlich machen, benennen und einfordern. Dies ist ein grundlegender Aspekt in der Prävention vor sexuellen Übergriffen. Außerdem wird die Sensibilität im Hinblick auf die Einschätzung der Gefühle anderer gestärkt und gelernt, deren Grenzen zu wahren, zu respektieren und zu achten. Eine gute Zusammenarbeit mit Eltern in diesem sensiblen Entwicklungsbereich ist ein wichtiger Grundsatz in der sexualpädagogischen Arbeit. Sorgen und Bedenken dürfen bzw. müssen unbedingt angesprochen werden, damit Kinder nicht verunsichert werden und sich auch bei der Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper gut begleitet und unterstützt fühlen. Emotionale Entwicklung Ich-Kompetenz als Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung der Persönlichkeit und psychosoziales Wohlbefinden: · Eigene Bedürfnisse kennen und adäquat ausdrücken können · Selbstbewusstsein entwickeln · Selbstverantwortung für das eigene Handeln übernehmen · Gemeinschaftssinn entwickeln · Neugier, Kreativität und Spontaneität ausleben Soziales und interkulturelles Lernen Bindung und soziale Beziehungen als Grundstock für Bildung und Lernen: · Wertschätzung und Empathie entgegenbringen · Unterschiedlichkeiten erkennen und anerkennen · Regeln des Zusammenlebens kennen · Konflikt- und Kompromissfähigkeit ausbilden · Demokratieverständnis und Solidarität entwickeln Sprechen und Denken als Einheit Sprache als Schlüssel, um die Welt zu begreifen: · Lust und Freude an Austausch und Sprache allerart · Mit anderen Menschen Kontakt aufnehmen, zuhören können · Wortschatz ausbauen, auch Mehrsprachigkeit erleben · Unterschiedlichkeit der Kommunikation erfahren · Medienkompetenz entwickeln Kreativität und Musik Kreativität und Musikalität als Bestandteil des Lebens: · Eigene Ausdrucksmöglichkeiten erleben · Erfahrungen mit unterschiedlichen Materialien, Beschaffenheiten usw. · Spaß am Musizieren, an Melodien und Rhythmus · Wissen über Lieder, Tänze und deren Bedeutung · Fantasie und Kreativität als Motor für weiteres Lernen erfahren Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 10 von 15 Mathematik und Naturwissenschaften Naturwissenschaftliche Auseinandersetzung als Grunderfahrung: · Spaß am Umgang mit Zahlen und Formen · Grundverständnis für Ordnungsstrukturen bekommen · Lust entwickeln, Dingen auf den Grund zu gehen · Zusammenhänge von Natur und Technik sehen · Gemeinsames Forschen und Erkunden Bildungsschwerpunkte „Kleine Forscher“ In unseren Einrichtungen arbeiten wir nach dem Konzept des „Haus der kleinen Forscher“. Jedem Kind werden damit Möglichkeiten eröffnet, seine Neigungen, Interessen und Begabungen für Naturwissenschaften und Technik zu entdecken und die spannende Welt um sich herum zu erkunden. Es geht dabei nicht primär um die Vermittlung naturwissenschaftlicher Inhalte, sondern um das Wecken der Neugierde der Kinder und die Auseinandersetzung mit entsprechenden Themen wie Formen, Farben, Muster und Strukturen, Größen oder Entfernungen im Alltag. Bewegungsförderung nach Pikler und Hengstenberg In unsere Einrichtungen legen wir besonders großes Augenmerk auf die Möglichkeiten einer gezielten Bewegungsförderung von Anfang an. Wir orientieren uns dabei an den Konzepten von Emmi Pikler und Elfriede Hengstenberg, die die individuelle Entwicklung des einzelnen Kindes in den Vordergrund stellen. Jedes Kind erhält in unseren Kitas gemäß seinem individuellen Entwicklungsstand die Möglichkeit, Bewegungsabläufe in seinem eigenen Tempo zu entfalten und zu entwickeln. Bewegung ist in unseren Einrichtungen ein fester Bestandteil und in vielfältigen Formen vorhanden: spontan, als gezieltes Angebot, im Freispiel, während „Bewegungseinheiten “, drinnen und draußen, alleine und in der Gruppe. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Global Education erhalten spezielle Schulungen zum Bewegungskonzept nach Pikler und Hengstenberg. Tiergestützte Pädagogik Wir ermöglichen den Kindern in unseren Einrichtungen, eine Beziehung zu Tieren aufzubauen und eröffnen ihnen somit neue Lernchancen. Empirische Befunde bestätigen den positiven Einfluss von Tieren auf die kindliche Entwicklung: Die geistige, emotionale und körperliche Entwicklung wird gefördert. Die Einrichtungen stellen den Bezug zu den Tieren auf unterschiedliche Weise her. Wenn möglich haben die Einrichtungen der Global Education ein eigenes Tier (Wüstenrennmäuse, Fische, Schnecken etc) Die Kinder haben die Möglichkeit, das Tier zu versorgen und zu pflegen und den täglichen Kontakt zu suchen. Dabei wird auf die artgerechte Haltung des Tieres besonders viel Wert gelegt. Andere Einrichtungen suchen den Kontakt zu Tieren durch regelmäßige Zoobesuche, Ausflüge zu Kleintierzuchtvereinen, Waldausflüge oder Hofbesuche. Der direkte Kontakt zu Tieren wird durch eine tiergestützte Arbeitsweise in Form von Bilderbuchbetrachtungen, thematisch bezogenen Kreisspielen, Bastelangeboten, Kontaktaufnahme mit Experten (Tierpfleger, Tierärzte etc.) und Kreisgesprächen begleitet. Alltagsintegrierte Sprachbildung In unseren Einrichtungen leben wir eine gezielte alltagsintegrierte und durchgängige Sprachbil-dung, die sich an alle Kinder richtet. In Zusammenarbeit zwischen dem pme Familienservice und der Stiftung Zuhören haben wir ein Konzept geschaffen, das die kindliche Sprachentwicklung auch auf der Ebene der Zuhörkompetenz stärkt. Alltagsintegrierte Sprachbildung bedeutet für uns, den gesamten Alltag sprachlich anregend zu gestalten und Sprache durch einen wertschätzenden, fein-fühligen Dialog als wichtiges Kommunikationsmittel erfahrbar zu machen. Kinder können sich in der Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 11 von 15 deutschen, englischen wie auch in anderen Sprachen in vielfältiger Weise ausprobieren und mit Sprache experimentieren und erleben sich dadurch selbstwirksam und kompetent. Nachhaltigkeit In unserem Konzept für nachhaltige Entwicklung geht es um Verantwortung für unsere Umwelt und darum, Position zu beziehen für einen bewussteren Umgang mit vorhandenen Ressourcen. Wir möchten gemeinsam mit allen Generationen, die mit unseren Kitas zu tun haben (vom Krippenkind über Eltern bis zu Erzieherinnen und Erziehern), ein Bewusstsein für einen Wertewandel im Umgang mit der Natur und unseren Lebensgrundlagen schaffen. Gestaltung des Übergangs vom Kindergarten zur Grundschule Die ganzheitliche Schulvorbereitung der Kinder beginnt mit dem ersten Tag in unseren Kindertageseinrichtungen. Sie bezieht sich sowohl auf die Stärkung von Basiskompetenzen als auch auf die Entwicklung schulnaher Kompetenzen, auf die die Schule aufbauen kann (z. B. Sprachentwicklung, Begegnung mit der Schriftkultur, mathematische Bildung, naturwissenschaftlich-technische Bildung). Bei jedem Kind besteht das Interesse, die Vorfreude und somit auch die Bereitschaft, ein Schulkind zu werden. Im Jahr vor der Einschulung intensiviert sich die Schulvorbereitung durch gezielte Angebote und Aktivitäten. Durch Schulbesuche, Kindergartenbesuche von Lehrkräften und regelmäßige Informationsgespräche mit den Kindern und das Eingehen auf ihre Fragen geben wir den Kindern die Gelegenheit, den Lebensraum Schule frühzeitig kennenzulernen. Zu den Aufgaben der pädagogischen Fachkräfte zählt auch die Übergangsbegleitung der Eltern. Frühzeitige Gespräche thematisieren sowohl die Kompetenzen und Probleme der Kinder als auch die Erwartungen, Hoffnungen und Befürchtungen der Eltern. Vernetzung im Sozialraum Die Kindertageseinrichtung ist immer auch ein Teil des Sozialraumes und kooperiert mit verschie-denen Institutionen in der Stadt. Kontakte zum örtlichen Jugendamt, z.B. auf Trägerkonferenzen, sind obligatorisch. Auch die Kooperation mit sozialpädriatischen Zentren, Frühförderstellen, Zahn-ärzten, Therapeuten, Kooperationen mit dem Gesundheitswesen und anderen Kindertagesstätten in Münster sind Bestandteil der Arbeit in der Einrichtung. Regelmäßige Ausflüge in die nähere Umgebung oder das Einbeziehen der Kinder bei Alltäglichen Erledigungen (z.B. Einkauf beim Bäcker, Besuche bei der Post) helfen dabei, den Kindern eine Ori-entierung zu geben. Die Kindertagesstätte strebt an, Kooperationen mit den Akteuren in Münster einzugehen und diese Kontakte kontinuierlich zu pflegen. Dies kann beispielsweise in Form von Beteiligungen an Stadt-teilarbeitskreisen, Kinder- oder Ortsteilfesten, gegenseitigen Besuchen, gemeinsamen Ausflügen, sowie Informationsveranstaltungen geschehen. Unsere Einrichtungen werden nach Möglichkeit zum Familienzentrum weiterentwickelt, um eine Vernetzung im Stadtteil auszubauen. Dabei greifen wir auf die Unterstützung und die Konatkte aus unserem Beratungs- und Bildungsbereich der pme Familienservicefamilie zurück. In Münster findet sich am Friesenring eine Niederlassung. Qualitätssicherung Die Qualität unserer pädagogischen Arbeit überprüfen die Teams und Fachberatungen kontinuierlich anhand der Kriterien des Nationalen Kriterienkatalogs (NKK) und entwickeln sie daraufhin weiter. Darüber hinaus orientieren wir uns an den jeweiligen Bildungsprogrammen mit den entsprechenden Vorgaben zur Qualitätsentwicklung. Unser Kinderschutzauftrag Jedes Kind hat gemäß der UN-Kinderrechtskonvention ein Recht auf · eine gewaltfreie Erziehung · die Entfaltung seiner Persönlichkeit · staatliche Unterstützung bei Erziehungsproblemen · Beteiligung bei Entscheidungen, die es selbst betrifft Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 12 von 15 · Fürsorge · Ernährung · Partizipation · Meinungsäußerung · Schutz vor körperlicher, seelischer oder sexueller Gewalt Der Schutz dieser Rechte und des Kindeswohls ist Bestandteil des gesetzlichen Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrags von Kindertageseinrichtungen (§ 22 Abs.3 SGB VIII). Unser Schutzkonzept stellt sicher, dass der gesetzliche Auftrag zum Schutz des Kindeswohls von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Global-Education-Einrichtungen umgesetzt wird. Mit dem Schutzkonzept von Global Education stellen wir sicher, dass Kinder nach §1 Abs. 3 Nr. 3 SGB VIII vor Gefahren für ihr Wohl geschützt werden. Gleichfalls stellen wir damit und mit den hieraus resultierenden innerbetrieblichen Maßnahmen sicher, dass die übernommenen Verpflichtungen durch die jeweils geschlossenen Vereinbarungen mit den zuständigen Ämtern eingehalten werden. Alle Beschäftigten unserer Kindertageseinrichtungen sind mit dem Schutzkonzept vertraut und werden im Umgang mit Fragen zum Kinderschutz kontinuierlich fortgebildet. Jede Einrichtung verfügt über mindestens eine/n intern geschulte/n Kinderschutzbeauftragte/n, welche/r in Verdachtsfällen die Teammitglieder unterstützt und den weiteren Prozess steuert, ggf. gemeinsam mit der Einrichtungsleitung Kontakt zur insoweit erfahrenen Fachkraft aufnimmt. Unsere Fachkräfte dokumentieren die Wahrnehmung der Aufgaben und Verpflichtungen aus diesem Schutzkonzept umgehend schriftlich und nachvollziehbar. Diese Dokumentationspflicht erfasst alle Verfahrensschritte und muss bei jedem dieser Schritte mindestens beinhalten: · Beteiligte Fachkräfte · Zu beurteilende Situation · Ergebnis der Beurteilung · Art und Weise der Ermessensausübung (Gefährdungseinschätzung) · Weitere Entscheidungen · Definition der Verantwortlichkeiten für den nächsten Schritt · Zeitvorgaben und Überprüfungen Die pme Familienservice Gruppe hat eigene „insoweit erfahrene Fachkräfte“ zur Erfüllung des § 8b Abs. 1 SGB VIII, welche die bundesweiten Einrichtungen beraten und betreuen. Sie haben die Ausbildung zur IseF mit entsprechender Zertifizierung bei einem anerkannten Träger absolviert und verfügen über folgende Qualifikationen: · Einschlägige Berufsausbildung · Qualifizierung durch nachgewiesene Fortbildung · Praxiserfahrung im Umgang mit Kindeswohlgefährdung und Problemfamilien · Kompetenz zur kollegialen Beratung · Persönliche Eignung (z. B. Belastbarkeit, professionelle Distanz, Urteilsfähigkeit) Die Überprüfung der persönlichen Eignung gemäß § 72a, SGB VIII betrifft alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Global-Education-Einrichtungen, die direkt mit Kindern arbeiten bzw. mit diesen in Kontakt kommen. Das Schutzkonzept wurde im Sommer 2005 implementiert und wird seither fortlaufend gemäß den neuesten gesetzlichen Bestimmungen aktualisiert. Partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Familien Familien werden als wesentliche Partner im Bildungs- und Erziehungsprozess geachtet. Sie werden mit ihren individuellen Interessen, Bedürfnissen und besonderen Lebensverhältnissen ernst genommen. In unseren Kitas werden alle familialen Lebensformen gleichwertig anerkannt und unterstützt. Insbesondere werden die Väter der Kinder wahrgenommen und in die Arbeit der Kita einbezogen. Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 13 von 15 Wir sind an vertrauensvollen und kontinuierlichen Beziehungen zu unseren Eltern und der Eltern untereinander interessiert. Bedarfserhebung und Mitwirkung von Familien Jährlich stattfindende Elternbefragungen sollen die Bewertung und Zufriedenheit über die Angebote und die pädagogische Qualität der Einrichtung feststellen. Die Ergebnisse der Erhebungen werden für die Weiterentwicklung des Angebots genutzt. Die Einbindung der Eltern ist uns wichtig: · Kommunikation und Information auf vielen Ebenen (regelmäßige News, E-Mails, Fotos ...) · Jährlich gewählte Elternvertretungen · Eltern können im Alltag der Einrichtungen mitarbeiten (z. B. Ausflüge, Feiern) Die Global Education bietet verschiedene Veranstaltungen für Eltern: · Themenbezogene Elternabende nach Bedarf der Eltern · Informationen z. B. über psychosoziale Dienste, Bildungs-, Kultur- und Freizeitangebote Entwicklungsbegleitung und Dokumentation: „BeDo“ Die Kitas der Global Education möchten ihre pädagogische Arbeit den Eltern gegenüber veröffentlichen und eine gute Kommunkation und Transparenz herstellen. Dies geschieht durch vielfältige Gespräche bereits bei der Eingewöhnung und in den regelmäßig stattfindenden Entwicklungsgesprächen. Anhand unserer Beobachtungen über den Entwicklungsstand der einzelnen Kinder bieten wir den Eltern ausführliche Gespräche an. Das Kind wird seinem Entwicklungsstand entsprechend einbezogen. Ziel dieser Gespräche ist, die Sichtweise der Eltern auf die Entwicklung ihres Kindes in die tägliche Arbeit einzubeziehen. „BeDo“ – die Beobachtungsdokumentation für Eltern und Kind Mit „BeDo“ haben wir speziell für unsere Kitas ein Beobachtungs- und Dokumentationsinstrument für Kinder und Eltern entwickelt. Nach der Beobachtung des Kindes wird beim Erstellen des BeDo- Bogens der Schwerpunkt auf Stärken und Interessen des einzelnen Kindes gelegt. Die Beobachtungen zu allen Entwicklungsbereichen sowie zu speziellen Themen, die das Kind beschäftigen, werden mit zahlreichen Fotos unterlegt. Zudem wird für jedes Kind ein sogenannter BeDo-Ordner bzw. ein Portfolio angelegt. Hierbei handelt es sich um einen Ordner, in dem neben selbstgemalten Werken des Kindes auch Themenblätter Platz finden, die gemeinsam mit dem Kind bearbeitet werden. Diese werden mit Fotos, die die Kinder selbst auswählen, wörtlichen Zitaten, Geschichten über die Kinder und ihr Leben in der Kita und zu Hause bestückt. Beschwerdeverfahren für Kinder und Sorgeberechtigte Die Familien werden bei der Global Education als wesentliche Partner im Bildungs- und Erziehungsprozess geachtet und mit ihren individuellen Interessen, Bedürfnissen und besonderen Lebensverhältnissen ernst genommen. Kinder werden hierbei besonders sensibel wahrgenommen. Sie äußern ihre Beschwerden entsprechend ihrem Alter und ihren entwicklungsbedingten Fähigkeiten noch nicht mit Worten, sondern z. B. durch Rückzug, Verweigerung, Aggression. Unser pädagogisches Personal wird hierfür durch geeignete Schulungsmaßnahmen für eine professionelle Wahrnehmung und eine professionelle Responsivität im Umgang mit Kindern sensibilisiert. Durch eine partizipative Grundhaltung und durch unterschiedliche Kommunikationsmöglichkeiten wie Kinderkonferenzen, Gesprächsrunden oder Einzelgespräche werden den Kindern Möglichkeiten gegeben, ihre Wünsche und Bedürfnisse einzubringen. Hierbei werden auch Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 14 von 15 Unzufriedenheitsäußerungen der Kinder bewusst wahrgenommen und durch das Personal konkretisiert. Gemeinsam mit den Kindern wird dann nach Lösungen gesucht. Im Team wird gemeinsam reflektiert, in welcher Form Beschwerden wahrgenommen werden und wie damit umgegangen wird. In Protokollen werden diese dokumentiert und eventuelle Handlungsmaßnahmen festgehalten. Die Sorgeberechtigten erhalten vielfältige Möglichkeiten, Beschwerden einzubringen. Sie haben jederzeit die Möglichkeit, Beschwerden direkt an die Fachkräfte, die Leitung oder auch den Träger zu richten, sei es persönlich oder über den Elternbeirat. In den regelmäßig stattfindenden Entwicklungsgesprächen und bei Feedbackrunden an Elternabenden werden die Sorgeberechtigten nach ihrem Befinden in der Einrichtung befragt. Zusätzlich findet einmal im Jahr eine Online-Elternbefragung zur Zufriedenheit statt. Verbesserungsvorschläge werden auch hier entgegengenommen und als Anlass gesehen, die Beziehung zu den Sorgeberechtigten und die Erziehungspartnerschaft anzupassen und zu verbessern. Die Eltern erfahren u. a. im Anmeldegespräch von der Möglichkeit, Beschwerden an Fachkräfte, Leitungen oder Träger zu richten. Zusätzlich bieten wir für unsere Kunden an jedem unserer Standorte eine/n Ansprechpartner/in im Bereich Beschwerdemanagement an. Der/Die jeweilige Ansprechpartner/in erfasst alle relevanten Informationen über den Beschwerdefall und leitet diese zeitnah an den betroffenen Bereich weiter. Folgende Punkte werden aufgenommen, um eine reale Problemlösung bewirken zu können: · Identität des Beschwerdeführers/Angaben zur Person und Firma · Erreichbarkeit des Beschwerdeführers · Verärgerungsgrad/Verhaltenskonsequenz des Beschwerdeführers · Erst- oder Folgebeschwerde · Art des Problems · Genaue Umstände des Beschwerdevorfalls/Problemursache. Literatur · · Bundesjugendkuratorium (Hrsg.): Bildung fängt vor der Schule an. Zur Förderung von Kindern unter sechs Jahren. Bonn 2004 · Dornes, Martin: Der kompetente Säugling. Frankfurt/M. 1993 · Erler, Gisela: Diesseits und jenseits der Kindergruppe: Das Kinderbetreuungspuzzle der postindustriellen Welt. In: KiTa-aktuell Bayern, Heft 2/2000, S. 29-35 · Frankfurter Agentur für Innovation und Forschung/Commerzbank AG (Autor Harald Seehausen): Das Modellprojekt Kids & Co. Kinderbetreuung in Ausnahmefällen. Evaluationsstudie. Frankfurt am Main 2004 · Gutknecht, Dorothee: Bildung in der Kinderkrippe. Wege zur professionellen Responsivität. Stuttgart Kohlhammer 2015 · Hauser, Bernhard: Spielen. Frühes Lernen in Familie, Krippe und Kindergarten. 2. Auflage. Suttgart 2016 · Hebenstreit-Müller, Sabine: Ein Blick zu unseren Nachbarn am Beispiel des Pen-Green Centre – Aufbau eines Early Excellence Centres in Berlin. In: Verein für Kommunalwissenschaften e.V. (Hrsg.): Nicht nur gut aufgehoben. Kindestagesbetreuung als zukunftsorientierte Dienstleistung. Tagungsdokumentation. Berlin 2003, S. 20-30 · Kasten, Hartmut (Hrsg.): Entwicklungspsychologie. Lehrbuch. Europa-Lehrmittel 2014 · Knauf, Tassilio: Beobachtung und Dokumentation: Stärken statt Defizitorientierung. In: KiTa- aktuell, BW Heft 2/2005, S.28-33 · Krabbelstube „Dreikäsehoch“ (Hrsg.): Kleinstkind und außerfamiliäre Betreuung. Konzeption frühkindliche Pädagogik der Krabbelstube an der Fachhochschule Frankfurt am Main. Frankfurt am Main 1999 · Krappmann, Lothar: Keine Angst vor Flexibilisierung: In: Kiga heute, Heft 11-12/2001, S. 6-13. Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 15 von 15 · Kronberger Kreis für Qualitätsentwicklung in Kindertageseinrichtungen: Qualität im Dialog entwickeln. Wie Kindertageseinrichtungen besser werden. Seelze/Velber 1998 · Laewen, Hans-Joachim/Andres, Beate (Hrsg.): Forscher, Künstler, Konstrukteure. Werkstattbuch zum Bildungsauftrag von Kindertageseinrichtungen. Weinheim 2002 · Laewen, Hans-Joachim/Andres, Beate (Hrsg.): Das infans-Konzept der Frühpädagogik. Bildung und Erziehung in der Kindertagessätte. Verlag Das Netz 2011 · Laewen, Hans-Joachim/Andres, Beate/Hédervari, Éva: Die ersten Tage: Ein Modell zur Eingewöhung in der Krippe und Tagespflege. 7., überarbeitete Auflage. Berlin 2011 · Lorenz, Jens-Holger. Kinder begreifen Mathematik. Frühe mathematische Bildung und Förderung. 2. Auflage Stuttgart 2016 · Pikler, Emmi: Lasst mir Zeit. Die selbständige Bewegungsentwicklung bis zum freien Gehen. 3. Auflage. München 2001 · Ruberg, Tobias & Rothweiler, Monika. Spracherwerb und Sprachförderung in der KiTa. Stuttgart: Kohlhammer 2012 · Rühl, Monika/Seehausen, Harald: Flexibilisierung von Arbeits- und Betreuungszeiten. Chancen und Risiken für Kinder, Eltern, Unternehmen. In: Hagemann/Kreß/Seehausen 1999, S. 77-98 · Schäfer, Gerd. E. (Hrsg.): Bildung beginnt mit der Geburt. Förderung von Bildungsprozessen in den ersten sechs Lebensjahren. Weinheim 2003 · Schneider, Kornelia/Wüstenberg, Wiebke: Soziale Kompetenz bei Kindern unter drei Jahren. In: Engelhard, Dorothee u.a. (Hrsg.): Handbuch der Elementarerziehung. Ergänzungslieferung 1.4. Seelze-Velber 1996 · Schneider, Kornelia: Qualitätskriterien zur Förderung sozialer und kognitiver Kompetenz von Kindern unter 3 Jahren. Manuskript. München. November 2004 · Tietze, Wolfgang/Viernickel, Susanne (Hrsg.): Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder. Ein Nationaler Kriterienkatalog. 5. Auflage. Weinheim 2016 · Seehausen, Harald: Zukunftsmodell „Haus des Kindes in Melsungen“. Ergebnis-Dokumentation. Abschlussbericht. Frankfurt/M/Berlin/Melsungen 2004 · Singer, Wolf: „Was kann ein Mensch wann lernen?“ In: KiTa-aktuell HRS, Heft. 2/2004, S. 27- 34 § Stamm, Margit/Doris Edelmann (Hrsg.): Handbuch frühkindlicher Bildungsforschung. Wiesbaden 2013 · Trägerverbund frei gemeinnütziger Träger Frankfurt (Hrsg.): Die ersten gemeinsamen Schritte in die Welt. Lüneburg 2004 Herz und Verstand – leiten uns und sind bei all unseren Entscheidungen dabei Im Herzen entstand die Idee, so- ziale Dienstleistungen in der freien Wirtschaft anzubieten. Heute wird sie rentabel umgesetzt. Wir arbeiten mit Herz und Verstand, um unsere Kunden in emotionalen Bereichen zu unter- stützen, ökonomische Potenziale aufzudecken und unser Unter- nehmen wirtschaftlich zu führen. Flexibilität – ist unsere Stärke und unser Anspruch an uns selbst Wir gehen auf die Wünsche unserer Kunden flexibel ein und finden effektive und Nutzen spen- dende Lösungen. Von unseren Teammitgliedern fordern wir Ein- satzbereitschaft auf vielfältige Weise und gehen gleichzeitig mit variablen Möglichkeiten der Work-Life-Balance auf sie ein. Respekt – vor den Werten und Lebensentwürfen jedes Einzelnen bestimmt unsere Arbeit Respekt prägt unseren Umgang mit den Kunden, innerhalb unseres Unternehmens und mit den Individuen in der Gesellschaft. Im Gegenzug erwarten wir respektvollen Umgang von unseren Auftraggeberinnen und Auftraggebern sowie von unseren Partnerinnen und Partnern. Wir respek- tieren Privatleben und Lebensstile des Einzelnen sowie die individuellen Bedürfnisse und Talente der uns anvertrauten Men- schen. Vertrauen – ist die Grundlage unserer Beziehungen Von unseren Teammitgliedern sowie von unseren Partnerinnen und Partnern erwarten wir volles Vertrauen und Zuverlässigkeit, wäh- rend wir ihnen dies als Unternehmen schenken. Gegenüber unseren Kun- den fördern wir durch Transpa- renz und Diskretion die vertrau- ensvolle Beziehung beider Seiten. Weiter- entwicklung – ist unser Ideal und unsere Verantwortung Wir tragen die Verantwortung, unse- re Produkte ständig weiterzuentwickeln. Damit unterstützen wir die Entwicklung unserer Kunden und unseres Unterneh- mens. Wir fördern die Menschen und Ta- lente bei uns, bei unseren Kunden und insbesondere bei den uns anvertrauten Kindern. Wir geben unseren Team- mitgliedern Freiräume und Verant- wortung zur beruflichen und persönlichen Weiterent- wicklung. Professionalität – zeichnet unsere Lösungen und Konzepte aus Wir besitzen die Kompetenz, qualitativ hochwertige Konzepte im Bereich Work-Life-Balance und Diversity zu entwickeln, internatio- nal erprobte Konzepte dem Markt anzupassen und diese einer im- mer breiter werdenden Öf- fentlichkeit zugänglich zu machen. Vielfältigkeit – leben wir, denn sie bestimmt unseren Erfolg Wir respektieren Unterschiede und fördern bewusst die Verschieden- artigkeit in unserem Unternehmen. Wir möchten aktiv dazu beitragen, dass Di- versity auch in anderen Unternehmen und der Gesellschaft als sinnvoll und förder- lich verstanden wird. Gemeinsam wol- len wir diese Werte auch in unserem wachsenden Unternehmen und in einer sich verändernden Kultur leben und vertiefen. unser leitbild Weiterentwicklung Vertrauen Respekt Flexibilität Herz und Verstand Vielfältigkeit Professionalität Händewaschen Kita Legende: Beginn/Ende Prozessschritt Entscheidung© pme Familienservice Gruppe Output, Input, MaterialStand: 01.06.2013 kleinere Kinder und Betreuerinnen/Betreuer gehen gemein- sam zum Händewaschen in kleinen Gruppen • die Kinder waschen sich unter der begleitenden Anleitung durch die Be- treuerin/den Betreuer die Hände Ende pädagogische Aspekte den Kinder beschreiben/erklären, was gemacht wird und warum • die Kinder soviel wie möglich selbst machen lassen • auch die Erwachsenen waschen sich sichtbar die Hände, sie sind Vorbild für das Händewaschen • je nach Situation: beim Waschen auch auf ökologische Aspekte kindgerecht hinweisen (nur soviel Seife/Wasser, wie nötig, v.a. bei äl- teren Kindern) • andererseits auch auf die Experi- mentierfreude der Kinder mit Wasser eingehen und ihre Handlungen in vertretbarem Rahmen zulassen vor und nach dem Mittagessen, nach dem Raus- gehen, Malen/Basteln, nach dem Toilettengang Hände nass machen, danach das Wasser abdrehen Hände gut abwaschen, dass sie frei von Seifenresten sind Hände abtrocknen (CWS-Rollen) Sicherheits-Aspekte geeignete Seife wird von der Einrich- tung zur Verfügung gestellt • Seife nach Gebrauch ggf. wegstellen • den Nachfüllbehälter für Seifen- spender an einem für die Kinder nicht zu erreichenden Ort stellen Hygieneplan der Einrichtung Seife in den Händen gut verreiben und richtig einseifen, auch zwischen den Fingern den Kindern (nach Bedarf) geeignete Seife in die Hände geben oder selbst entnehmen lassen
Anlage 12.3 Anerkennung als freier Träger Villa Luna
1457 Zeichen
En En Jugendamt 7 Landeshauptstadt Düsseldorf N Bnefpostanschuft Stadtverwaltung Amt 51/18. 40200 Dusseldorf Villa Luna gGmbH Herrn Dr. Reul Am Flachsbach 19 52223 Stolberg (Rheinland) 01 Jun 2016 /k Anerkennung als Trägerder freien Jugendhilfe gem. $ 75 SGB VIll hier: Villa Luna Kindertagesstätten g6mbH Sehr geehrter Herr Dr. Reul, ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass der Jugendhilfeausschuss der Stadt Düsseldorf in seiner Sitzung am 21.06.2016 die „Villa Luna Kindertagesstätten gGmbH" als Träger der freien Jugendhilfe gem. $ 75 SGB VIII in Verbindung mit $ 6 KiBiz nunmehr unbefristet anerkannt hat. Die öffentliche Anerkennung erfolgt für den Betrieb von Tageseinrichtungen für Kinder. Sie wird widerrufen, wenn die Voraussetzungen für die Anerkennung nicht mehr vorliegen. Eine Durchschrift dieses Schreibens erhält der Landschaftsverband Rheinland — Landesjugendamt - zur Kenntnis. Mit freundlichen Grüßen Im Auftrag Seite 1/1 An lage ı Landeshauptstadt Dusseldorf Der Oberburgermeister Jugendamt Betriebskostenzu Kındertageseinric -Becker-Allee 7 4022 7 Dusseldorf Kontakt Frau Berz Zimmer 40la Telefon 0211 89-96471 Fax 021189-36471 E-Mail sılke.berz@ duesseldort.ae Datum 24.06 2016 AZ 51/18 Telefonzentrale 021189-91 Internet www duesseldorf de Sprechzeiten Montag bis Bus. Bahn. U-Bahn Hauptbannhof Bankkonto Stadtsparnasse Dusselago: BAN DES! 3005 07! 81 SSDEDDXAX Glaubiger-ID DE15DUSO0000
Anlage 5.1 Bewerbung educcare
2594 Zeichen
educcare • Alter Markt 36-42 • 50667 Köln educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH • Alter Markt 36-42 • 50667 Köln • Telefon 0 221 466 194 00 • Fax 0 221 466 194 99 • Email info@educcare.deBankverbindung: Sparkasse KölnBonn • BLZ 370 501 98 • Konto 144 862 950 Geschäftsführer: Marcus Bracht, Axel Thelen • AG Köln HRB 48030 • USt-Idnr DE226823572 • Beirat: Prof. Gisela Lück, Fiona Stollmann, Dr. Patrick Adenauer, Dr. Günter Bulk, Dr. Ronald Bernecker, Prof. Dr. Henning Wode Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Frau Anja Gerick Hafenstraße 30 48153 Münster Köln, 7. Februar 2019 Interessensbekundung für die Kindertageseinrichtungen in Münster Sehr geehrte Frau Gerick, mit diesem Schreiben übersenden wir Ihnen unsere konzeptionellen Unterlagen für die folgende n Kindertageseinrichtungen: 1. Kindertageseinrichtung an der Sonnenstraße im Stadtteil Altstadt (09/2018) 2. Kindertageseinrichtung an der Neubrückenstraße im Stadtteil Altstadt (10/2018) 3. Kindertageseinrichtung am Nordkirchenwerg im Stadtteil Amelsbüren (11/2018) 4. Kindertageseinrichtung südlich Nottulner Landweg im Stadtteil Roxel (12/2018) 5. Kindertageseinrichtung am Meckmannweg im Stadtteil Mecklenbeck (13/2018) Den gewünschten Trägeranteil von 9% der Betriebskosten kann educcare allerdings nicht übernehmen. Um den qualitativen Standard des educcare Bildungskonzeptes umzusetzen, wäre für die Kita s eine öffentliche Förderung notwendig. Die Angaben zum Trägeranteil finden Sie in den Bewerbungsunterlagen. Qualitative Betreuung ist für Unternehmen, aber auch zunehmend für Städte und Kommunen, in deren Auftrag educcare Kindertagesstätten betreiben, ein bedeutendes Thema. Wir setzen flexible Betreuung in unseren Kitas weitestgehend um, vorausgesetzt, dass die educcare Qualitätsstandards eingehalten werden. So werden wir den heutigen Lebenswelten von Familien gerecht und schaffen für ihre Kinder ein zweites Zuhause. Mit den Lacki Kids, die wir im Auftrag der BASF Coatings seit dem 1. März 2013 in Hiltrup betreiben, sind wir bereits in Münster vertreten, sowie ab Sommer 2019 mit der neuen sechsgruppigen Einrichtung in der Middeler Straße im Stadtteil Wolbe ck. Wir würden uns freuen, wenn wir die Zusammenarbeit mit der Stadt Münster mit der Übernahme der Trägerschaft einer weiteren öffentlichen Kita intensivieren können. Mit diesem Schreiben übersenden wir Ihnen unsere konzeptionellen Unterlagen. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören. Mit freundlichen Grüßen, Sabrina Klein Projektentwicklung
Anlage 11.1 Bewerbung Step Kids.pdf
2443 Zeichen
GERERE Richtig gute KiTa. Adresse: Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Hafenstraße 30 48153 Münster Interessenbekundung für die Trägerschaft einer 4-gruppigen Kindertageseinrichtung am Standort Nordkirchenweg in Münster Amelsbüren (11/2018) Absender: Step Kids KiTas gGmbH Am Friedrichshain 22 10407 Berlin Tel.: 030 209 271 71 Fax: 030 420 259 35 www.stepke-kitas.de Ansprechpartnerin: Denise Landmann Step Kids KiTas gGmbH Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin Registergericht: Amtsgericht Finanzamt für Körperschaften Ill, Berlin ‚Am Friedrichshain 22 Sitz der Gesellschaft: Berlin Charlottenburg, HRB 149735 B Steuernummer: 29/026/63024 10407 Berlin FREE a gute wi Step Kids KiTas gGmbH + Am Friedrichshain 22 + 10407 Berlin Step Kids KiTas gGmbH Am Friedrichshain 22 Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 10407 Berlin Hafenstraße 30 Tel.: +49 (0) 30 209 271 71 Fax: +49 (0) 30 209 271 72 48153 Münster www.stepke-kitas.de Ansprechpartnerin Denise Landmann d.landmann@stepke-kitas.de Mobil: +49 (0) 176 60 60 72 57 Berlin. 03.12.2019 Interessenbekundung für die Trägerschaft einer 4-gruppigen Kindertageseinrichtung in Münster Amelsbüren (11/2018) Sehr geehrte Frau Gerick, sehr geehrte Frau Tigger, mit großem Interesse haben wir das Interessenbekundungsverfahren zur Kenntnis genommen und bewerben uns hiermit auf die Trägerschaft für die geplante Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren. Gerne möchten wir als Träger in Münster aktiv werden und zur Deckung des derzeitigen Kitaplatz Bedarfes sowie zu einer familienfreundlichen Stadtentwicklung beitragen. Durch unsere mehrjährige Erfahrung sowie unseren zahlreichen zufriedenen Eltern und Kindern, sehen wir uns mehr als geeignet, die geplante KiTa in Münster zu betreiben. Wir würden uns freuen, wenn wir in die engere Auswahl der potenziellen Betreiber kämen. Darüber hinaus bieten wir Ihnen sehr gerne an, eine unserer bestehenden KiTas in NRW zu besichtigen. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung. Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen Dr. Kurt Berlin Geschäftsführer Step Kids KiTas gGmbH Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin Registergericht: Amtsgericht Finanzamt für Körperschaften I, Berlin Am Friedrichshain 22 Sitz der Gesellschaft: Berlin Charlottenburg, HRB 149735 B Steuernummer: 27/639/01214 10407 Berlin
Anlage 6.4 Leitbild Fröbel
10824 Zeichen
Die Rechte von Kindern sind Fundament unserer
Arbeit. Schon unser Namensgeber Friedrich Fröbel stell
te als Innovator der Pädagogik das Kind als eigen
ständiges Individuum in den Mittelpunkt seiner päda
gogischen Idee. Diesem Ideal und dieser Tradition füh
len wir uns auch in Zukunft verpflichtet.
Wir sind ein zuverlässiger Partner für Eltern und ihre Kin
der und gewährleisten eine beziehungsbasierte und lie
bevolle Erziehung und Betreuung. Wir legen Wert dar
auf, Menschen zu bilden, um sie darin zu unterstützen,
selbstständige, selbstbewusste, vorurteilsbewusste
und verantwortungsvolle Mitglieder einer demokrati
schen Gesellschaft zu werden. Wir unterstützen Kinder
dabei, eigene Wertmaßstäbe zu entwickeln.
Wir stehen für eine interkulturelle Offenheit in unseren
Krippen, Kindergärten und Horten, um Menschen mit
vielfältigen kulturellen und sprachlichen Lebenswelten
an der Bildung, Erziehung und Betreuung zu beteiligen.
Wir leben alle Facetten einer inklusiven Pädagogik –
Verschiedenheit ist unsere Normalität.
Wir leisten einen aktiven Beitrag zu einer chancenge
rechten Gesellschaft, indem wir Kindern aus Familien
aller Schichten bestmögliche Start und Bildungschan
cen ermöglichen. Dies schließt die Unterstützung der
Eltern und Familien mit ein. Die Gemeinschaft unserer
Fördermitglieder und ehren amtlichen Unterstützer ist
hierbei eine wesentliche und wertvolle Ressource.
Wir engagieren uns für die Anerkennung der Profession
von Erzieherinnen und Erziehern im Bereich der Aus
und Weiterbildung, insbesondere durch moderne
Fortbildungsangebote und die Förderung der akade
mischen Qualifikation in der Frühpädagogik - auch
dafür steht unser Motto „Kompetenz für Kinder“.
Wir verstehen uns als Partner aller, die für eine bildungs
gerechte Gesellschaft eintreten. In diesem Sinne setzen
wir uns gemeinsam mit Verbänden, wissenschaftlichen
Organisationen, Unternehmen und öffentlichen Trägern
für optimale Bedingungen des Aufwachsens von Kin
dern ein. Auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf le
gen wir großen Wert und schaffen dafür die notwendi
gen Rahmenbedingungen.
Wir handeln verantwortungsbewusst vor dem
Hintergrund der Größe und des Wachstums unserer
Organisation. In diesem Bewusstsein wollen wir als inno
vativer und gesellschaftspolitisch engagierter Akteur
Maßstäbe für eine hohe Qualität in der Früh
pädagogik setzen.
FRÖBEL steht als Marke für eine qualitativ hochwertige
Pädagogik. Diese wollen wir möglichst vielen Kindern
und ihren Familien in Deutschland zugänglich machen.
Wir nehmen als überregionaler Träger die Herausforde
rung an, die in Deutschland etablierten pädagogi
schen Standards international zu verbreiten.
Unser Leitbild gibt es auch zum Download unter
www.froebel-gruppe.de/leitbild.
UNTERNEHMENSLEITBILD
„Kompetenz für Kinder“: Mit diesem Leitgedanken betreiben wir als ge-
meinnütziger, überregionaler Träger Krippen, Kindergärten, Horte und
bieten familienunterstützende Leistungen an. Unsere Einrichtungen sind
Orte für alle Kinder und ihre Familien, unabhängig von sozialer und kul tu r-
eller Herkunft, von individuellem Förderbedarf und vom Geschlecht.
Unser Leitbild gibt es auch zum Download unter
www.froebel-gruppe.de/leitbild.© 2018, 1. Auflage
FÜHRUNGSLEITBILD
Motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Eigeninitiative und Engage-
ment als grundlegende Prinzipien ihres Arbeitens verinnerlicht haben, sind
die wichtigste Ressource von FRÖBEL. Alle Führungskräfte bei FRÖBEL
tragen die Verantwortung, die dafür notwendigen Bedingungen bereitzu-
stellen.
Führungskräfte bei FRÖBEL schaffen durch transparen
tes und klares Führungshandeln ein von Vertrauen ge
prägtes Arbeitsklima und binden Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter frühzeitig in für sie relevante Veränderungs
prozesse ein. Dabei planen, strukturieren und organisie
ren unsere Führungskräfte die Arbeitsprozesse so, dass
alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich mitverant
wortlich einbringen können.
Führungskräfte bei FRÖBEL achten darauf, dass in ihren
Teams unterschiedliche Qualifikationen und Persönlich
keiten vertreten sind. Sie legen beson deren Wert auf
heterogene Teams, in denen Menschen verschiedener
Generationen und Kulturen, mit verschiedenen Aus
bildungen und fach lichen Hintergründen sowie unter
schiedlichen Geschlechts zusammen arbeiten.
Führungskräfte bei FRÖBEL bilden damit die Grundlage
für einen vorurteilsbewussten Umgang miteinander und
für eine inklusive Pädagogik.
Führungskräfte bei FRÖBEL erfüllen ihren Auftrag, gezielt
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auszuwählen, die sich
mit Begeisterung für Kinder engagieren, die deren Ent
wicklung planen und fördern und sich für eine hohe
Qualität in der Kindertagesbetreuung einsetzen.
Führungskräfte bei FRÖBEL geben als qualifizierte
Leitungspersonen fachliche Orientierung und Impulse
für die Weiterentwicklung ihrer Teams.
Führen bedeutet, offen zu kommunizieren, eigenver
antwortlich zu entscheiden und unternehmerisch zu
handeln. Darüber hinaus reflektieren Führungskräfte
bei FRÖBEL ihr Handeln und setzen sich konstruktiv mit
eigenen Fehlern und Fehlern ihrer Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter auseinander.
Führungskräfte bei FRÖBEL begreifen innovative päda
gogische Konzepte als herausfordernde Arbeitsfelder
und stehen aktuellen Bildungsthemen aufgeschlossen
gegenüber. Sie sind neugierig, entwickeln Ideen und
sind offen für Veränderungen. Im Sinne eines lebenslan
gen Lernens vertiefen und stärken sie durch regel
mäßige Fort- und Weiterbildung ihre fachliche Qualifi
kation und ihre Kompetenzen in der Personal und Team
entwicklung.
Führungskräfte bei FRÖBEL engagieren sich für optima
le Start und Bildungschancen aller Kinder. Sie stehen für
eine interkulturelle Offenheit und leben das pädagogi
sche Leitbild und das Unternehmensleitbild. Führungs
kräfte folgen in ihrem Anspruch und ihrem Handeln den
Rechten der Kinder und setzen sich täglich für diese ein.
Führungshandeln bei FRÖBEL bedeutet, Modelle zur
Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verwirklichen
und damit gesellschaftspolitische Akzente zu setzen.
Führungskräfte bei FRÖBEL sind Teil einer Gemeinschaft,
die offen für Kooperationen mit Dritten ist. Sie schaffen
Netzwerke mit und für Familien und kooperieren mit
Politik, Verbänden und anderen Trägern, um ein stabi
les Fundament für Bildung in unserer Gesellschaft zu
schaffen.
Führungskräfte bei FRÖBEL übernehmen als Expertin
nen und Experten Verantwortung und erfüllen ihre
Vorbildfunktion für eine hohe Qualität in der institutio
nellen Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern.
Mit unserem Leitbild greifen wir diese Rechte auf und erweitern und akzentuieren sie für unseren pädagogischen
Alltag. Kinder erfahren in unseren Einrichtungen Gemeinschaft und lernen dadurch soziales Handeln. Im Mitein-
ander erkennen sie die Grenzen ihrer Rechte darin, dass andere Menschen gleichermaßen anzuerkennende
und zu respektierende Rechte haben.
Bei uns sollen Kinder erfahren, was es heißt, eigene Rechte zu haben, und erleben, dass diese sowohl für
sie selbst als auch für Erwachsene verbindliche Maßstäbe im Umgang miteinander sind. Damit sind für uns wesent-
liche und täglich wiederkehrende Herausforderungen verbunden:
Die Herausforderung, die Individualität des einzelnen
Kindes, seine Besonderheiten, seinen Willen und seine
Rechte im pädagogischen Alltag jederzeit zu achten
und zu wahren und die Grenzen des eigenen Verhal-
tens dabei zu erkennen.
Die Herausforderung, Vielfalt und Gemeinsamkeit für
Kinder erlebbar zu machen und vorurteilsbewusst zu
gestalten.
Die Herausforderung, Kinder in ihrem familiären Umfeld
wahrzunehmen und Eltern und Familien aktiv einzube-
ziehen und zu beteiligen.
Die Herausforderung, dass alle Kinder an der sozialen
Gemeinschaft im Kindergarten teilhaben und die
Rechte der jeweils anderen Kinder von allen geachtet
und respektiert werden.
Die Herausforderung, die Qualität unserer Arbeit
stets im Sinne dieser Rechte und der bestmöglichen
Förderung der Kinder laufend weiterzuentwickeln.
Die Herausforderung, Kinder dabei zu be gleiten, anzu-
regen und zu unterstützen, ihre eigenen Fragen und In-
teressen zu verfolgen, um sich so ein Bild von sich und
der Welt zu machen.
Die Herausforderung, Kindern gerade im hektischen
Alltag liebevolle und stabile Beziehungen und einen
sicheren Erfahrungsraum zu bieten.
Die Herausforderung, das eigene pädag ogische
Handeln immer wieder zu hinterfragen -
ren und uns fortzubilden.
In unseren Krippe n , Kindergärten
und Horten füllen wir
die Rechte von Kindern
täglich neu mit Leben.
Kinder haben das Recht auf Bildung und die
Entfaltung ihrer Persönlichkeit. Sie haben ein Recht
auf die Zeit, die sie brauchen, um die Welt zu erfor-
schen und ihre eigenen Ideen zu verfolgen. Kinder
haben das Recht, Fragen zu stellen und eigene
Kinder haben das Recht, frei von Gewalt und mit
Achtung ihrer persönlichen Würde aufzuwachsen.
Dazu gehört das Recht auf Hilfe, wenn ihre
Grenzen nicht respektiert werden.
Kinder haben das Recht auf Selbstbestimmung .
Dazu gehört das Recht, eigenen Bedürfnissen und
Interessen nachgehen zu können, Nein zu sagen
und sich zurückzuziehen, wach zu bleiben, wenn sie
nicht müde sind, zu essen, wenn sie hungrig sind und
das zu essen, was ihnen schmeckt.
Kinder haben das Recht auf Partizipation. Dazu
gehört, Teil einer sozialen Gemeinschaft zu sein,
eigene Entscheidungen zu treffen, die mit ihnen
selbst und dem Leben in der Gemeinschaft zu tun
haben, und den Alltag aktiv mitzugestalten.
Kin der haben das Recht auf kompetentes
pädagogisches Personal sowie eine hohe Qualität
der pädagogischen Arbeit.
Kinder haben das Recht, so zu sein, wie sie sind:
Junge oder Mädchen, schüchtern, mutig, ängst-
lich, wild, unordentlich, kreativ, mit ihren individuel-
len Fähigkeiten, ihrer jeweiligen Sprache, ihrer
sozialen und kulturellen Herkunft und ihrer familiären
Lebensweise.
PÄDAGOGISCHES LEITB ILD
Kinder sollen in unseren Krippen, Kindergärten und Horten die Erfahrung
machen, dass ihre Rechte, wie sie in der UN-Kinderrechtskonvention
beschrieben sind, anerkannt und gelebt werden. So unterstützen wir Kinder
darin, selbstständige, selbstbewusste, vorurteilsbewusste und verantwor-
tungsvolle Mitglieder einer demokratischen Gesellschaft zu werden.
Kinder haben das Recht auf eigene Erfahrungen.
Dies bedeutet auch, zu lernen mit Risiken und
Herausforderungen umzugehen.
Kinder haben das Recht auf verlässliche und
vertrauensvolle Beziehungen zu Erwachsenen, auf
Kontakte und Freundschaften mit anderen Kindern
und auf gemeinsam vereinbarte Regeln, die
Orientierung und Sicherheit bieten.
Anlage 10.1 Bewerbung Outlaw
3214 Zeichen
Wir finden den Weg. Gemeinsam. O_tlaw Kinder- und Jugendhilfe Outlaw gGmbH - Johann-Krane-Weg 18- 48149 Münster Outlaw gGmbH Hauptsitz Münster Stadt Münster Johann-Kraneweg 18 Amt für Kinder Jugendliche und Familien 48149 Münster Anna Pohl Tel. 02571 3835660 Hafenstraße 30 Fax. 0251 35356699 48145 Münstesr info@outlaw-ggmbh.de www.outlaw-ggmbh.de Münster, 05.02.2019 Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren Ausschreibungsnummer: 11/2018 Sehr geehrte Frau Pohl, gerne möchten wir unser Engagement im Bereich der Kindertagesbetreuung in Münster ausweiten und übersenden Ihnen unsere Bewerbungsunterlagen für die Kindertageseinrichtung Nordkirchen im Stadtteil Amelsbüren. Besonders hervorheben möchten wir unsere Erfahrungen im Bereich der flexiblen Betreuungszeiten, die passgenau auf die Bedürfnisse der Familien abgestimmt werden. In unseren Einrichtungen setzen wir sukzessive das Angebot der "Extrazeit" um, um die Familien bei der Betreuung ihrer Kinder im Randzeitenbereich zu unterstützen. In Münster sind wir bereits mit sieben Einrichtungen und einer Dependance in den Stadtteilen Gievenbeck, Kinderhaus, Sprakel, Mitte Hiltrup und Wolbeck vertreten. Unsere Arbeit orientiert sich an den konkreten sozialräumlichen Bedingungen und Möglichkeiten in Münster. Die Ressourcen der Stadtteile zu nutzen, ist ein wesentlicher Baustein für die Arbeit der Einrichtung. Dies setzt eine angemessene Vernetzung verschiedener Institutionen vor Ort voraus. Im Rahmen der sozialräumlichen Angebote wird die Einrichtung Mitverantwortung für die Ausgestaltung des sozialen Miteinanders im Stadtteil Amelsbüren übernehmen. Wir werden uns aktiv beteiligen, um aktuelle Entwicklungen aufgreifen und die Inhalte unserer Arbeit fortschreiben zu können. Mit dem besonderen Schwerpunkt der Kita-Sozialarbeit schaffen wir ein gutes Fundament, um den Familien ein multiprofessionelles Unterstützungsangebot vorhalten zu können. DER PARITÄTISCHE UNSER SPITZENVERBAND Outlaw gemeinnützige Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe mbH (Outlaw gGmbH) Geschäftsführer: Ralf Evers, Dr. Friedhelm Höfener IBAN DES54 3702 0500 0007 0821 00 - BIC BFSWDE 33XXX - Bank für Sozialwirtschaft Köln Sitz der Gesellschaft: Münster - Amtsgericht Münster - Handelsregister-Nr. HRB 16904 - Steuer-Nr. 336/5827/8293 Wir finden den Weg. Gemeinsam. O_tlaw Kinder- und Jugendhilfe Wir bieten einen verbindlichen Trägeranteil von 5,5%. Wir freuen uns mit unserem Konzept Ihr Interesse zu wecken und hoffen auf eine positive Rückmeldung. Gerne stehen wir Ihnen für weitere Informationen und Gespräche zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen dhilfe law gemeinnützige Gesellschaft für Tomas Boritz Jugendhilfe mbH Regionale Geschäftsfü r äftsführer. Region. NEWY/Niedersachsen Tel. 02381 91585121 - Fax 91585129 ER PARITÄTISCHE INSER SPITZENVERBAND Outlaw gemeinnützige Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe mbH (Outlaw gGmbH) Geschäftsführer: Ralf'Evers, Dr. Friedhelm Höfener IBAN DES4 3702 0500 0007 0821 00 - BIC BFS WDE 33XXX - Bank für Sozialwirtschaft Köln Sitz der Gesellschaft: Münster - Amtsgericht Münster - Handelsregister-Nr. HRB 16904 - Steuer-Nr.: 336/5827/8293
Anlage 5.2 Konzeption educcare
98943 Zeichen
h RAUM FÜR INDIVIDUELLE MÖGLICHKEITEN Trägerselbstdarstellung zur Interessensbekundung für fünf neue Kindertageseinrichtungen in Münster F a m i l i e n f r e u n d l i c h i s t e r f o l g r e i c h ! Seite 2 von 67 Seite 3 von 67 Seite 4 von 67 Inhalt 1 Ausgangssituation ....................................................................................... 6 2 educcare – frühkindliche Bildung und Betreuung „neu denken“ .................. 8 2.1 Allgemeines ................................................................................. 8 2.2 educcare als Träger von Kindertagesstätten ........................... 8 2.3 educcare als im Sozialumfeld engagierte Organisation ......... 9 2.4 educcare - Begleiter und Netzwerk ........................................... 9 3 Pädagogisches Konzept zum Betreuungs-, Erziehungs- und Bildungsauftrag 10 3.1 educcare Bildungskonzeption als pädagogische Basis ....... 12 3.2 Bild vom Kind und Haltung zum Kind .................................... 12 3.3 Schwerpunkte und Umsetzung der Bildungs-konzeption .... 13 3.3.1 Individuelle Förderung ...................................................................... 14 3.3.2 Partizipation der Kinder .................................................................... 14 3.3.3 Kreativität als Bildungsansatz ........................................................... 15 3.3.4 Angestrebter bilingualer Kita-Alltag ................................................. 17 3.3.5 Bewegungs- und Gesundheitsförderung .......................................... 18 3.3.6 Musikerziehung ................................................................................ 20 3.3.7 Natur und Naturwissenschaften ....................................................... 20 3.3.8 Medien und Technik ......................................................................... 21 3.3.9 Raumnutzung und -gestaltung oder „Raum als dritter Erzieher“ ..... 22 3.3.10 Verpflegung ................................................................................. 24 3.3.11 Öffnungs-, Schließ- und Betreuungszeiten .................................. 26 4 Kinderschutzkonzept ..................................................................................27 5 Integration, Inklusion und Genderthematik ................................................28 5.1 Interkulturelle Arbeit der Kindertageseinrichtungen ............ 31 5.2 Integration und interkulturelle Orientierung .......................... 32 5.3 Integration von Kindern mit Behinderung .............................. 33 6 educcare als im Sozialraum engagierter Träger ...........................................34 Seite 5 von 67 6.1 Zusammenarbeit mit dem Jugendamt .................................... 39 6.2 Zusammenarbeit mit Grundschulen oder „lebenslanges Lernen fördern“ ...................................................................................... 40 6.2.1 Beispiel für Sozialraumorientierung: Zusammenarbeit der educcare Kita Stuttgart Hasenbergstraße mit den Grundschulen Schwabschule und Falkertschule ................................................................................................... 41 6.3 educcare als Partner der Stadt Münster oder „Transparenz herstellen und Kooperation leben“ ...................................................... 42 6.4 Kooperation mit anderen Institutionen ................................... 42 7 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern ...................................... 43 8 Tagesablauf ................................................................................................ 45 9 Organisationskultur, Qualitätsmanagement und Dokumentation .............. 48 9.1 educcare Strukturen und Prozesse zur systemischen Verankerung............................................................................................ 48 9.2 Angaben zur Qualitätssicherung ............................................. 50 9.2.1 Dokumentation der pädagogischen Arbeit und Entwicklung der Kinder 53 10 Personalmanagement ................................................................................ 55 10.1 Grundsätzliches zur educcare Personalentwicklung ............ 56 10.2 Fach- und Dienstaufsicht mittels Coaching ........................... 59 10.3 Personalausstattung, Arbeits- und Vertragsbedingungen, Tarifbindung............................................................................................ 60 11 Beweggründe für die Bewerbung ............................................................... 62 Seite 6 von 67 1 Ausgangssituation Münster ist eine lebendige Großstadt mit vielen Gesichtern – Wissen- schaftsstadt, Skulpturenstadt, Stadt des Westfälischen Friedens, Fahrra d- stadt, Hansestadt – die viel Wert auf Kultur, Bildung und Familienfreundlic h- keit legt. Familien sollen sich in Münster wohlfühlen, deswegen werden die Belange von Familien in den zentralen Mittelpunkt gestellt. Zur Familienförderung werden optimale Rahmenbedingu ngen, Unterstützung und Beratung geb o- ten. Das breitgefächerte Angebot für Familien hat zum Ziel, Eltern in ihrer Erziehungsverantwortung zu stärken und die bunte Vielfalt von Familienl e- ben zu fördern. Kinder- und Familienfreundlichkeit soll in Münster in a llen gesellschaftlichen Bereichen ausgebaut werden und zu einem familienfreundlichen Klima be i- tragen. Münster hat erkannt, dass die Punkte wie Kinder aufwachsen, we l- che Rahmenbedingungen und welches Klima Familien vorfinden, Qualität s- merkmale und zentrale Aufgaben für eine zukunftsfähige Stadt sind. Aktuell hat Münster fünf Kindertageseinrichtungen in den Stadtteilen Al t- stadt, Amelsbüren, Mecklenbeck und Roxel ausgeschrieben und möchte damit die Attraktivität als familienfreundliche Stadt erhöhen. Mit qual itativ hochwertigen Kindertagesstätte n soll der Betreuungsbedarf in Münster wei- ter gedeckt werden. Zudem soll mit hochwertigen Betreuungs - und Bildungseinrichtungen Eltern Angebote und Unterstützung im Bereich Betreuung und früher Bildung zur Verfügung ges tellt werden. Die Einrichtung en sollen den hinzuziehenden Familien das Ankommen sowie die Etablierung in und Identifizierung mit der neuen Umgebung erleichtern. Dafür müssen die Einrichtungen in Konzepti- on, Kultur, Verhalten und durch Angebote auf diese Be darfe und Anford e- rungen zugeschnitten sein. Seite 7 von 67 Folgende Gruppenstrukturen sind für die Einrichtungen aktuell berücksic h- tigt: Eine viergruppige Einrichtung an der Neubrückenstraße im Stadtteil Altstadt: 2 GT-Gruppe 2 bis 6 Jahren 1 GT-Gruppe 0 bis 3 Jahren 1 GT-Gruppe 3 bis 6 Jahren Eine sechsgruppige Einrichtung an der Sonnenstraße im Stadtteil Altstadt: 4 GT-Gruppe 2 bis 6 Jahren 2 GT-Gruppe 0 bis 3 Jahren 1 GT-Gruppe 3 bis 6 Jahren 1 GT-Gruppe für 10 Kinder von 3 bis 6 Jahren Eine viergruppige Einrichtung am Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren: 2 GT-Gruppe 2 bis 6 Jahren 1 GT-Gruppe 0 bis 3 Jahren 1 GT-Gruppe 3 bis 6 Jahren Eine viergruppige Einrichtung am Meckmannweg im Stadtteil Mecklenbeck: 2 GT-Gruppe 2 bis 6 Jahren 1 GT-Gruppe 0 bis 3 Jahren 1 GT-Gruppe 3 bis 6 Jahren Eine sechsgruppige Einrichtung südlich des Nottulner Landwegs im Stadtteil Roxel: 2 GT-Gruppe 2 bis 6 Jahren 2 GT-Gruppe 0 bis 3 Jahren 2 GT-Gruppe 3 bis 6 Jahren Seite 8 von 67 educcare ist mit der Betriebskindertagesstätte der BASF Coatings „Lacki Kids“ in Münster Hiltrup bereits seit 2013 vertreten, die Platz für 60 Kinder im Alter von sechs Monaten bis zur Einschulung bietet und eröffnet im Sommer 2019 eine kommunale sechsgruppige Einrichtung im Stadtteil Wolbeck. Durch die gesammelten Erfahr ungen am Standort Münster und die sich durch mehrere Einrichtungen in direkter Umgebung ergebenden Synergiee f- fekte bewirbt sich educcare als erfahrener Träger für die neue Kindertages- einrichtungen in Münster. Mit der vorliegenden Bewerbung bekundet educcare die Bereitschaft für die Übernahme der Trägerschaften für die neue Kitas. 2 educcare – frühkindliche Bildung und Betreuung „neu denken“ 2.1 Allgemeines educcare wurde von Marcus Bracht und Axel Thelen im Jahr 2001 mit dem o. g. Anspruch des „neu Denkens“ ge gründet. Antrieb sfeder waren persönliche Erfahrungen mit Kindertagesstätten sowie gemeinsame Forderungen von Eltern, Erzieherinnen, Unternehmen und der Politik nach neuen umsetzbaren Ansätzen im frühkindlichen Bereich. In den darauf folgenden Jahren konnte n Personen aus Praxis, Wissenschaft und Verwaltung gewonnen werden, mit dem gemeinsamen Ziel, frühkindliche Bildung und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie signifikant zu verbessern. 2.2 educcare als Träger von Kindertagesstätten Seit 2002 ist educcare bu ndesweit anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. educcare plant, realisiert und betreibt im Auftrag von Seite 9 von 67 innovativen Städten und Unternehmen sogenannte educcare Kindertagesstätten. Diese stellen konsequent die Anforderun gen von Kindern, Eltern, Städten und Unternehmen in den Mittelpunkt ihres professionellen Handelns. Stand Februar 2019 verantwortet educcare 32 eigene Kindertagesstätten in fünf Bundesländern mit insgesamt über 900 engagierten Mitarbeiter/-innen. Beispielhafte Auftraggeber von educcare si nd innovative Kommunen/Städte wie Bergisch Gladbach, Overath, Hennef, Stuttgart, Karlsruhe und Darm- stadt; schnell wachsende Mittelständler wie Grünenthal, FEV, BARBOR und Miltenyi Biotec sowie Konzerne beispielsweise BASF SE, Bayer Crop Science, BMW Group und Bosch. 2.3 educcare als im Sozialumfeld engagierte Organisation educcare unterstützt Kommunen und Regionen im Rahmen von Projekten bei der weiteren Verbesserung frühkindlicher Bildung. Als ein Beispiel verantwortet educcare das Projektdesign und -management des Projektes „Offensive Bildung“. Dieses Projekt hat seit 2005 die Zielsetzung , trägerübergreifend die Qualität frühkindlicher Bildung in inzwischen 250 Kindertagesstätten signifikant, nachhaltig und übertragbar (auf andere Regi- onen und Städte) zu erhöhen. 2.4 educcare - Begleiter und Netzwerk Viele Experten und engagierte Bürger haben sich auch auf den Weg gemacht, frühkindliche Bildung und Unterstützung von Familien zu verbessern. Einige konnten wir gewinnen, den Weg gemeinsam mit uns zu gehen. Sie unterstützen uns mit Rat und Tat im educcare Beirat. Mitglieder des educcare Beirats (Auszug): Dr. Roland Bernecker, Bonn, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission Seite 10 von 67 Prof. Dr. Henning Wode, Kiel, Sprachwissenschaftler am Englischen Seminar der Christian-Albrechts-Universität Kiel Dr. Patrick Adenauer, Köln, Unternehmer und engagierter Bürger 3 Pädagogisches Konzept zum Betreuungs -, Erzi e- hungs- und Bildungsauftrag „Ein Kind ist, was in ihm steckt!“ Im Mittelpunkt steht immer das Kind mit seinen individ uellen Bedürfnissen und seinem Streben nach Entwicklung. Die frühkindliche Entwicklung möchten wir bestmöglich fördern und fordern. Anspruch von educcare ist es, Kindern, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, ein zweites Zuhause und elementarer Bildungsort zu sein Eltern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen, Kommunen bei der Herausforderung von hohen Qualitätsanforderungen und engen Budgets zu unterstützen Unternehmen eine effektive und effiziente betriebsnahe Kinderbetreuung zu ermöglichen eigenen Mitarbeiter/innen Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Mit diesem Engagement möchte educcare etwas in Bewegung setzen, das unser Land dringend benötigt: Eine Bildung, die früh beginnt, die individuellen Potenziale der Kinder zu entwickeln. Seite 11 von 67 educcare beschreibt (Richtungs)ziele als Muss in der pädagogischen Arbeit, prozessbetonend und mit dem kon sequenten Blick vom Kind aus. Gerade weil Bildungsprozesse von Kindern subjektiv und eigensinnig sind, hat Pädagogik die Aufgabe, herauszufinden, welc he Kompetenzen gerade jetzt und in besonderer Ausprägung für das Kind von Bedeutung sind. Ziele, Analyse und Bewertung sind Voraussetzungen, damit Bildungs arbeit, das heißt die Entwicklung von Kindern hin zu weltoffenen, fröh lichen und selbstbewussten Menschen, gelingen kann. Die Haltung „Ein Kind ist, was in ihm steckt“ bildet die Grundlage aller Zielformulierungen. Mit dem Blickwinkel sowohl auf das einzelne Kind als auch auf die Gruppe sind einflussnehmende Faktoren – wie Gruppenstruktur, Raumgestalt ung, Materialangebot, Spiel – und Angebotsformen – im Bildungskonzept näher erläutert. Qualitäten die für ein zweites Zuhause gefordert und notwendig sind: eine Atmosphäre der Geborgenheit Beachtung, Zuwendung und Anerkennung Bindungen und Beziehungen die Erfüllung grundlegender Bedürfnisse. Wir sind davon überzeugt, dass das einzelne Kind nur dann das Vertrauen und die Sicherheit gewinnt, um sich mit der weiteren Welt positiv auseinanderzusetzen, wenn es sich rundherum wohlfühlt und die Kindertagesstätte als zweites Zuhause empfindet. Seite 12 von 67 3.1 educcare Bildungskonzeption als pädagogische Basis Als pädagogische Basis dient die educcare Bildungs - und Erziehungskonzeption. Sie basiert auf dem situationsorientierten Ansatz sowie der Reggio und Montessori Pädagogik. D as Konzept baut auf den fortschrittlichsten nationalen und internationalen Bildungsplänen sowie wegweisenden Methoden zur Umsetzung auf. Die educcare Bildungskonzept ion, unterteilt in die verschiedenen Bildungsbereiche, beschreibt die Ziele und Kompetenze n je Bereich und formuliert Praxisbeispiele für verschiedene Alters - und Entwicklungsstufen. Die Differenzierungen fokussieren Themen und Aufgaben und bieten damit Orientierung. 3.2 Bild vom Kind und Haltung zum Kind Kinder sind Forscher, Erfinder, Entdecker, Dichter, Musiker und Maler, Wortakrobaten und Philosophen, Physiker und Mathematiker. Sie stellen eine Menge an, ihren Wissensdurst zu stillen, und stürzen sich mit Wagemut in das tägliche Abenteuer der Entdeckung ihrer Welt. In ihren Köpfen führen Versuch und Irrtum zu immer neuen Herausforderungen. Spielend sammeln sie Erkenntnisse. Kinder lieben es, Dinge in ihre Bestandteile zu zerlegen, sie zu untersuchen und aus ihren Forschungsergebnissen überraschende und überzeugende Schlussfolgerungen zu ziehen. Sie demonstrieren uns täglich: „Hier bin ich und so ist die Welt!“ All dies tun sie ab ihrem ersten Schrei unablässig auf ihre ganz individuelle Art und Weise – so vielfältig und unterschiedlich wie Kinder nun mal sind. Einfach nicht vergleichbar. Dieses Bild vom Kind ist eine Herausforderung für uns Erwachsene. Es verlangt von uns, die Individualität eines jeden Kindes bedingungslos anzuerkennen und ihr gerecht zu werden. Wir müssen mit ihm ab der Geburt auf rasante Entdeckungsreise gehen und ihm gleichz eitig Liebe und Schutz Seite 13 von 67 gewähren, damit es sich von den ‚Strapazen’ des Weltentdeckens immer wieder in unseren Armen erholen kann. Dies ist eine großartige und verantwortungsvolle Aufgabe für alle Beteiligten – für Eltern, für educcare und für die educcare Mitarbeiterin vor Ort. Wir verstehen die Zeit vor der Schule ausdrücklich als prägende Bildungszeit. In ihrer Bedeutung schätzen wir sie für das spätere Leben und Lebensglück mindestens ebenso hoch ein wie die darauf folgende Bildungszeit in der Schule. 3.3 Schwerpunkte und Umsetzung der Bildungs- konzeption Die im Folgenden dargestellten Schwerpunkte können nur exemplarische Ausschnitte aus de r educcare Bildungskonzept ion darstellen. Es handelt sich hierbei eher um die Grundlagen des pädagogischen Handelns in den Kindertagesstätten als um spezifische Förderangebote, die educcare ebenfalls bei Bedarf bereithält. educcare legt Wert auf eine ganzheitliche Förderung der Lebenskompetenzen sowie der Kompetenzen in den verschiedenen Bildungsbereichen. Individuelle Förderung Partizipation der Kinder Kreativität als Bildungsansatz Angestrebter bilingualer Kita-Alltag Sprachförderung Bewegungs- und Gesundheitsförderung Musikerziehung Natur und Naturwissenschaften Medien und Technik Seite 14 von 67 Raumnutzung und -gestaltung oder „Raum als dritter Erzieher“ 3.3.1 Individuelle Förderung Der educcare Bildungsansatz betont die Individualität des Kindes und geht von seinen Stärken aus. Dabei verfolgt es einen spielerischen und ganzhei t- lichen Ansatz und setzt die Partizipation von Kindern als un abdingbar v o- raus. Die Grundhaltung der Erzieher/innen gegenüber den Kindern und ihrer partizipatorischen Möglichkeiten lässt den Kindern viel Freiraum zum Exp e- rimentieren und um die Welt mit allen Sinnen zu entdecken. Sie stärkt die Selbstbildungskompetenzen des Kindes sowie dessen Selbstbewusstsein, was grundlegend in der heutigen schnelllebigen Gesellschaft ist. Um das einzelne Kind wirklich individuell begleiten zu können, bilden syst e- matische und wertschätzende Beobachtung und Dokumentation sowie la u- fender Austausch mit Eltern wichtige Bausteine im educcare Konzept. Die gemeinsame Einschätzung bildet dann die Grundlage der pädagogischen Förderung, Impulse und Angebote in unterschiedlichen Themen, u.a.: B e- wegung und Wahrnehmung, Kommunikation und Sprache , Kunst und Musik, Natur und deren Phänomene, Lernkompetenzen, soziale und personale Kompetenz sowie Technologie und Medien. Die Förderung erfolgt theme n- übergreifend. 3.3.2 Partizipation der Kinder Kinder haben ein Recht, an allen sie betreffenden Entscheidungen entspre- chend ihrem Entwicklungsstand beteiligt zu werden (vgl. Art. 12 UN - Kinderrechtskonvention). Beteiligung heißt, Kinder als Betroffene einzube- ziehen und ihnen ernsthaft Einflussnahme zuzugestehen. Die geschützte Atmosphäre der Kindertagesstätte ist e in ideales Lern - und Übungsfeld für gemeinschaftliches Handeln und das Einüben demokratischer Prozesse. Beteiligung ist bereits für junge Kinder möglich. Das Kindesalter spielt für die Beteiligungsform eine Rolle, nicht jedoch für die Beteiligung als solch e. Die Erfahrungen zeigen, dass Kinder durchaus fähig sind, ihren Lebensalltag Seite 15 von 67 bewusst und gezielt mitzugestalten. Sie entscheiden z.B., ob und womit sie spielen möchten. Aufgabe der Erzieher/in ist es hier, die individuellen Wü n- sche des Kindes zu e rfragen, zu respektieren und zu berücksichtigen. Auch einen Teller wegräumen bedeutet Beteiligung im Sinne von Verantwortung für sich und andere. Sich auf den Weg machen heißt bei educcare, individuelle Ausgangssituat i- onen mit den pädagogischen Zielen der Konze ption und den aktuellen Not- wendigkeiten zu verbinden. Sie setzt die Partizipation von Kindern als unab- dingbar voraus. Institutionalisierte Instrumente der Partizipation der Kinder sind: Redekreis / Morgenkreis Kinderkonferenz gemeinsame Reflexion mit Kinder im Anschluss von Angeboten Die Kinder erfahren durch ihre aktive Beteiligung, dass sie kompetent sind, Einfluss nehmen, Dinge in Bewegung bringen und Richtungen steuern kön- nen. Es ist die Bestätigung, mit jeder Ansicht und jeder Idee wichtig zu sein und kleine sowie große Welten gestalten zu können. 3.3.3 Kreativität als Bildungsansatz Die educcare Bildungs - und Betreuungskonzept ion formuliert durchgängig ein Bild vom Kind, das dessen Selbstbildungspotenziale, Selbstbestimmung und –bewusstsein, sowie die Freih eit des Denkens und Handelns betont. Auf dem Weg der Persönlichkeitsentwicklung des einzelnen Kindes nimmt die Erfahrung mit bzw. die Übernahme von Verantwortung einen besond e- ren Stellenwert als methodisches Instrument im pädagogischen Alltag ein. Daraus leitet sich die Forderung ab, dass educcare Kindertagesstätten krea- tive, d.h. ergebnisoffene, prozessorientierte und experimentelle Lernorte sein müssen. Seite 16 von 67 So wird „Kreativität“ nicht nur auf das schöpferische Tun innerhalb künstleri- scher Prozesse reduzier t, sondern als „kreative Lernkultur“ im ganz „norma- len“ Alltag gesehen und gefördert. Dies hat zur Folge, dass die Berücksichtigung kindlicher Autonomie und Verantwortung vorrangig betrachtet wird und Angebote primär unter dem Fokus der Entwicklung kreativ en, individuellen Lernens geplant bzw. ausge- wertet werden. Gleichzeitig stuft sich die überwiegende Anzahl von Erzieher/innen als „krea- tiv“ ein. Damit stehen den Kindern „bewusst“ kreative Vorbilder zur Verfü- gung, die eine Verbindung zur Problemlösungskom petenz und zur grund- sätzlichen Haltung von Neugier, Offenheit und Experimentierfreude herstel- len. Hauptziele, die im Projektauftrag Kreativität beschrieben sind und bezüglich der Kinder erreicht werden sollen: Die Kinder in den educcare Einrichtungen vert rauen in ihre Fähi g- keit, schöpferisch zu denken und zu handeln. Sie haben ihre individuellen Einstellungen und Gestaltungskomp e- tenzen maximal entwickelt und nutzen ihr kreatives Potenzial vielfä l- tig und umfassend. Durch die Klientel der Mitarbeiter und M itarbeiterinnen des Auftraggebers könnte sich zusätzlicher Bedarf an die pädagogische Arbeit ergeben: bildungsnahe Familien mit entsprechenden Anforderungen an die Qualität der Einrichtung ausgeprägte Angebote in den Bereichen Musik, Ernährung, Wahrnehmung, Natur / Naturwissenschaft, mathematische Grunderfahrungen, Medien / Technik, … Seite 17 von 67 intensiver und qualifizierter Austausch über Entwicklung des Kindes. Gestaltung und Einbeziehung des Außengeländes (Natur) in den pädagogischen Alltag die Gestaltung des Außengeländes soll zur Bewegung s- freude, Neugier auf neue Bewegungsabläufe und motor i- schen Herausforderungen anregen zu einem späteren Zeitpunkt werden partnerschaftliche K o- operationsmodelle (z.B. mit Kitas im Bereich „Übergänge gestalten“, Frühförderstell en oder Familienberatungen) a n- gestrebt. 3.3.4 Angestrebter bilingualer Kita-Alltag Eine zweite Sprache schafft Zugang zu anderen Menschen und Kulturen. Sie ist der Anfang von Internationalität. Gerade in den ersten Lebensjahren sind die Möglichkeiten eines spie lerischen Sprach erwerbs so gut wie nie wieder. Zugleich eröffnen gute Sprachkenntnisse den Menschen Chancen in der persönlichen Entwicklung. Deshalb gilt es, den Spracherwerb in der Kindertagesstätte gezielt zu fördern. Mehrsprachige Förderung und das Erlernen der Muttersprache bilden keinen Widerspruch, sondern eine Ergänzung. Voraussetzung für den Spracherwerb ist ein möglichst intensiver und anhaltender Umgang mit der Sprache. Im Krippen- und Kindergartenalter ist es eine Hauptaktivität der Kinder, neue Laute, Worte, Sätze und Wendungen zu erfassen und zu entschlüsseln. In diesem Alter ist das Fenster für Sprachen weit geöffnet, und das Leben in der Tages stätte stellt mit seiner Fülle eine ideale Voraussetzung für den Spracherwerb dar. Die Zweitsprache wird – im Grunde wie die Erstsprache – mit der Immersionsmethode erlernt, im sogenannten „Sprachbad“. Dies bedeutet, dass eine der der beiden Gruppenerzieherinnen konsequent mit den Kindern in der Fremdsprache als Alltagssprache – bisher in allen Seite 18 von 67 educcare Kindertagesstätten Englisch – spricht. Diese klaren Sprachtrennungsregeln nach dem Prinzip „eine Person – eine Sprache“ erleichtern den Kindern den (Zweit)Spracherwerb. Die Kommunikation wird – ebenfalls wie in der Muttersprache – unterstützt durch Mim ik, Gestik und begleitende Aktivitäten, die den Kindern weitere sinnstiftende Informationen liefern. Bilingualität (deutsch -englisch) mittels der Immersionsmethode gilt durch ihren natürlichen und spielerischen Ansatz nachweislich als die erfolgreichste Methode des Zweitspracherwerbs. Die englisch sprachige Erzieherin ist eine ausgebildete pädagogische Fachkraft und Muttersprachler/in bzw. Mitarbeiter/in mit annähernd "Native Niveau" und mindestens einem Jahr Auslandsaufenthalt. Die als „Native Speaker“ eingesetzten Erzieher/innen vermitteln mit und neben der Sprache auch die Kultur des Landes. Ausschließlich diese Erzieherinnen sprechen mit den Kindern in der zweiten Sprache, wodurch keine Sprachvermischung zustande kommt. 3.3.5 Bewegungs- und Gesundheitsförderung Bewegungsförderung findet in den educcare Kindertagesstätten täglich auf unterschiedliche Art statt: Auf dem Außengelände, bei (Wald -) Ausflügen, auf Spielplätzen oder in Turnräumen. Unterstützt wird die natürliche Bewe- gungsfreude von Kindern zudem du rch eine Raumgestaltung, die Körperer- fahrung von klein an ermöglicht (z. B. durch Podeste, zweite Ebenen, Hän- geschaukeln) Die Lust an Bewegung zu erhalten und zu fördern ist ein w e- sentlicher Bestandteil de r educcare Bildungs - und Erziehungskonzeption und w ird entsprechend von den Erzieher/innen „selbstverständlich“ in den Tagesablauf eingebunden. Kinder entdecken und erforschen ihre Umwelt, indem sie sich bewegen. Sie erhalten zahlreiche Informationen über die Sinnessysteme und den Körper und machen dadurc h Erfahrungen über sich selbst und ihre Umgebung. Sie Seite 19 von 67 erleben durch ihre Aktivität, dass sie imstande sind, etwas zu leisten und etwas zu bewirken. Sie erfahren, dass sie durch körperliche Handlungen Selbstständigkeit und damit auch Unabhängigkeit erreichen können. Bewegung und Wahrnehmung sind die ersten Instrumente zur Bildung des Selbstkonzeptes und mithin auch die prägenden Erfahrungen für die Identi- tätsentwicklung. Damit ist Bewegung nicht nur Grundvoraussetzung für eine körperliche Entwicklung, sonde rn auch für die geistige und emotionale Ent- faltung. Werden Sinneserfahrungen gering geschätzt oder vernachlässigt, gehen diese Informationen für die innere Verarbeitung verloren. Gesundheitserziehung bedeutet, ein Kind zu befähigen, für sein eigenes Wohlergehen zu sorgen. Körperpflege, vielfältige Bewegungsangebote, Ru- he und Entspannung, gesunde Ernährung und ein unbefangenes Verhältnis zu Körper und Sexualität gehören dazu. Ziele der Bewegungs- und Gesundheitsförderung: Entwicklung des Körperschemas: Den eigenen Körper wahrnehmen, innere Empfindungen spüren, sich wohlfühlen, seiner Möglichkeiten und Grenzen bewusst sein... Einsatz und Steuerung des Körpers in unterschiedlichen Situatio- nen: Koordination, Anspannung –Entspannung, zielgerichteter Ein- satz der Muskulatur Grundverständnis über die Körperfunktionen entwickeln: Wissen darüber erlangen, was dem Körper gut tut und was ihm schadet Bewusstsein der eigenen Entwicklungsmöglichkeiten aufbauen: Z u- sammenhänge erkennen zwischen Bewegung und Wohlbefinden Fingerfertigkeit / Handgeschicklichkeit: Gezieltes Bewegen, greifen und loslassen unterschiedlicher Gegenstände/ Materialien, Auge – Hand–Koordination: Einen Faden in die Nadel fädeln, Flüssigkeit in unterschiedliche Gefäße schütten, einen Ball aus der Luft fangen... Seite 20 von 67 Erfahrungen sammeln: Bewegung an der frischen Luft bei jedem Wetter und zu unterschiedlichen Jahreszeiten als spannend erleben Vorfreude entwickeln: Auf alle Fertigkeiten, die ein Mensch lebens- lang handhaben kann. 3.3.6 Musikerziehung Der Aufbau von musisc hen Fähigkeiten ist ästhetische Bildung. Sie schafft Vertrauen zu sich selbst und durch das musische Zusammenspiel auch zu anderen Kindern. Vor diesem Hintergrund räumen educcare Tagesstätten den Kindern den größtmöglichen Spielraum für die eigene Fantasi e ein. Sie stellen den Ki n- dern Materialien bereit, mit denen sie wirklich gut arbeiten können und schaffen ihnen den Platz, der Ihrem kindlichen Bedürfnis nach persönlichem Ausdruck und raumgreifender Aktivität Rechnung trägt. Kunst und Musik als „Sprach d er Emotion“ ist ein schöpferischer Prozess, in dem die Kinder Empfindungen, Gefühlen, Beziehungen, Problemen, vorübergehenden Th e- orien, Ideen von etwas Möglichem wie offensichtlich Unmöglichem Gestalt geben. Wofür wir uns verantwortlich einsetzen: aktives gestalterisches Lernen Erweiterung der Lebenskompetenzen Die integrative Musikförderung betrifft den Gehörsinn z. B. Fähigkeit Laute differenziert zu hören, Entwicklung von Sprachrhythmus und –melodie. 3.3.7 Natur und Naturwissenschaften Kinder wollen die Zusamm enhänge ihres lebensweltlichen Umfeldes ergrün- den und brauchen dafür Raum. Erfahrungen in und mit der Natur betreffen die belebte Welt – den Umgang mit Pflanzen und Tieren – wie die unbelebte Natur. Die belebte Natur ist traditioneller Bestandteil der pädagogischen Arbeit. Kinder nehmen ihre Welt durch Beobachten, Beschreiben, Vergle i- Seite 21 von 67 chen und Bewerten wahr. Dabei berühren sie ihrem Interesse und ihrer e i- genen Logik folgend Themen aus der Biologie, der Chemie, Physik und Technik: Warum fallen die Blätter von den Bäumen? Was schwimmt da oben auf der Suppe und warum? Woraus besteht ein Regenbogen? Warum kann ich mich nicht von meinem Schatten trennen? Staunen – als Ausgangspunkt – regt die Neugier an, weckt den Forscher- geist und unterstützt die Kinder, ihr int uitives Wissen oder die diffuse Kennt- nis von etwas zu überprüfen. Waldtage, Natur und naturwissenschaftliche Projekte sind mit kindorientier- ten Themen Teil des pädagogischen Alltags – passend zum Entwicklungs- stand des Kindes und mit unmittelbarem Lebensbez ug. So lernen die Kinder in kleinsten bis hin zu übergeordneten Zusammenhängen. Sie erweitern Wissen und Fähigkeiten, übernehmen Verantwortung und entwickeln B e- wusstsein für den Umweltschutz. 3.3.8 Medien und Technik Kinder wachsen von Geburt an mit Medien und T echnik auf. Sie zeigen Inte- resse an deren Funktionen und Verwendungsweisen. Bereits von Anfang an begeistern sie sich für das Telefon, den Lichtschalter oder den Kühlschrank. Ihre ersten Kontrollerfahrungen machen sie, indem sie Geräte ein – und aus- schalten, Knöpfe drücken und sehen, was passiert. Sie haben unterschiedl i- chen Zugang zu Fernsehern, Computern und Videospielen und nichts ver- schließt sich ihrer Neugier. Entsprechend verantwortungsbewusst müssen Erwachsene planen, agieren und reagieren. Kinder ve rstehen die Bedeutung unterschiedlicher technischer Geräte am besten, wenn sie sie als nützliches Werkzeug im Alltag erfahren. Radio, CD – Seite 22 von 67 Player, Telefon, Kamera, PC sind nur einige Beispiele aus der Informations – und Kommunikationstechnik, mit denen Kinde r heute selbstverständlich aufwachsen. Lichtschalter, Waschmaschine, Mixer, Bohrmaschine, Auto und andere Beispiele lassen Kinder erkennen, dass Technik dem Menschen die Arbeit erleichtert oder auch mitunter nicht funktioniert. Kinder setzen die Dinge mit ihrer Erfahrungswelt in Bezug. Kann der Mensch auch einmal nicht funktionieren? Wer repariert ihn dann? Medien und Technik sind in diesem Sinne ein nicht wegzudenkender Teil der pädagogischen Arbeit. Die Fragen liefern die Kinder entwicklungsentsprechend von ganz allein. 3.3.9 Raumnutzung und -gestaltung oder „Raum als dritter Erzieher“ Die Räume in den Kindertagesstätten und in den Außenbereichen sind als Erfahrungswelten konzipiert und stellen so die Betätigungsmöglichkeiten sicher, die Kinder für ihre Bildung sprozesse brauchen. Sie unterstützen die Eigenaktivität von Kindern, Selbstbestimmung und Verantwortung. Entspr e- chend ausgestattet sind die konkreten „Spielräume in der Praxis: funktion s- bereite Materialien, einladend gestaltende Nischen, wechselnde, attrak tive Herausforderungen. Räume haben Ordnungen und bieten damit Orientierung und Verlässlichkeit für Kinder. Ihre Gestaltung fördert Kommunikation, soziales Miteinander, Körpererfahrung und ästhetische Bildung. Bei der Gestaltung der „Spielräume“ sind Abwec hslungsreichtum und Rei z- überflutung sorgsam abzuwägen. Kinder werden durch die Gestaltung der Räumlichkeiten auf den Zeitgeist, Unterschiede zwischen den Kulturen und subjektive Geschmacksvorstellu n- gen aufmerksam. Sie setzen sich mit diesen auseinander, je mehr Einfluss sie auf die Gestaltung nehmen. Die pädagogische Arbeit educcares basiert unter anderem auf der Reggio -Pädagogik, bei der der Raum eine sehr wic h- tige Rolle spielt: „der Raum als dritter Erzieher. Räume wirken als reichhalt i- ge, vorbereitete Um gebung, die den Kindern sowohl Anregung und Herau s- Seite 23 von 67 forderung bieten, als auch Geborgenheit und Rückzugsmöglichkeiten. Sie können als Gruppenräume strukturiert sein, wie auch als Funktionsräume, z.B. Räume für Atelier, Bewegung, Entspannung etc. Einrichtung und Mate- rial haben durch die Präsentation Aufforderungscharakter, bieten ordnende Orientierung, ermöglichen unterschiedliche Perspektiven, fordern verschi e- dene Wahrnehmung heraus und laden zum forschenden Lernen ein.“ Der Raumgestaltung kommt in den educca re Kindertagesstätten eine wichtige Bedeutung zu, denn diese wirkt sich wesentlich auf die Persönlichkeitsen t- wicklung der Kinder aus. Neben den verschiedenen Räumen für Bewegung, Ruhe, Entspannung usw. haben auch die räumlichen Bedingungen wie Licht, Farben und Akustik eine wesentliche Bedeutung. Der Lärmpegel ist in Kindertagesstätten mit ca. 80 Dezibel enorm hoch. Damit sich Kinder in der Einrichtung beim Spielen und der kreativen Entfaltung nicht gestört fühlen sind Schallschutzdecken oder geräuschdämmen de Fußbodenbeläge ein Muss. In den Gruppenräumen wird auf große Fensterfronten geachtet, denn bei Tageslicht ist nicht nur die Sinneswahrnehmung anders geschärft als bei Kunstlicht, sondern das Tageslicht steuert die körperlichen Vorgänge wie Körpertemperatur, Stoffwechsel, Herzschlag, Gehirntätigkeit und Hormo n- produktion. In den Schlafräumen werden gerne sogenannte Hochebenen eingebaut, diese dienen zum einen als platzsparende Schlafmöglichkeit, zum anderen als Spiel- und Kletterobjekt zu Nicht-Schlafenszeiten. Das Außengelände sollte möglichst direkt an die Einrichtung angrenzen. Die Gesamtfläche sollte in verschiedene Funktionsbereiche unterteilt werden: Sand, Wiese, fester Boden, Rückzugsmöglichkeiten, Wasser -/Bachlauf mit Auffang-/Spielbecken und mit Trinkwasser, unterschiedliche Höhen und Tiefen, naturnah (Einbindung vorhandenen Baumbestandes), Wege für Ki n- derfahrzeuge, Klettergerüste (möglichst aus Holz), Spielbereich für Kleins t- kinder. Seite 24 von 67 3.3.10 Verpflegung educcare hat ein umfassendes Verpflegungskonzept entwickelt, das den Leitungen, Teams, Eltern und Auftraggebern zur Verfügung steht. In dem Konzept wird der Umgang mit Speisen, Hygienevorschriften und praktisches Vorgehen im Detail erläutert. Ernährung bedeutet mehr als nur ausreichende Nahrungsaufnahm e. Der Genuss ist wichtig, genauso wie die Versorgung mit wertvollen Nährstoffen. Eine vielfältige und ausgewogene Ernährung fördert die Entwicklung der kognitiven und motorischen Fähigkeiten der Kinder. Bei educcare werden täglich rund 2.200 Kinder (Stan d September 2018) verpflegt – vom Frühstück über das Mittagessen bis hin zum Nachmittagssnack, je nach Angebotsumfang der Kita. Das Verpflegungskonzept soll die Ernährungsversorgung der Kinder in educcare Kindertagesstätten sichern. Es dient übergreifend d er Qualitätssicherung in allen educcare Einrichtungen. educcare Mitarbeitern bietet es einen fachlichen Leitfaden und Eltern eine Informationsgrundlage für die Ernährung ihrer Kinder. Sprachliche Bildung/ Sprachförderung Sprache ist – im Unterschied zu Kr abbeln, Laufen, Klettern usw. – die einzige Fähigkeit, die nur im beständigen, unmittelbaren Kontakt zu einem Menschen gelernt und verfestigt werden kann. Kinder nehmen wahr, wie Menschen miteinander kommunizieren, wie sie einander zuhören und gehört werden. Sprachliche Bildung beginnt in den ersten Lebenswochen. Sie ist ein kontinuierlicher Prozess, der über Kindheit, Schule und Ausbildung hinaus andauert. Kommunikation umfasst die verbale und auch die nonverbale Verständigung wie Gestik, Mimik, Körperspr ache, Tonfall, Rhythmus. Sprechfreude, Entwicklung der Körpersprache, Lautbildung, Neugierde und Seite 25 von 67 Interesse an Reimen, an Geschichten, Büchern und fremden Sprachen, die Erweiterung von Wortbildung und Satzbau, die Fähigkeit zum Ausdruck von Gefühlen und Bed ürfnissen und aktives Zuhören stellen die ersten Bildungsziele in der Sprachentwicklung dar. Im frühen Kindesalter besitzt die nonverbale Kommunikation hohe Bedeutung als Ausdrucksform und Kontaktmittel. Dies stellt entsprechende Anforderungen an den Erwa chsenen, sich einzufühlen, zu verstehen und in den Dialog zu treten. Kinder wollen sich ausdrücken, sich verständlich machen können. Sie brauchen verantwortliche Vorbilder, Anerkennung und Ermutigung für die Nutzung all ihrer sprachlichen Möglichkeiten. K inder ohne die Erfahrung positiver Resonanz verstummen. Spracherwerb hat als „Produktion von Lauten“ etwas Spielerisches, Experimentelles und in gleichem Maße Sinnstiftendes. Sprachentwicklung basiert auf dieser Lust an Tönen, Sprachmelodien und Wortspiele n. Sie bilden im ständigen Dialog die Basis für die Förderung im Alltag. In der Gemeinschaft erleben Kinder, welches Gewicht ihre Stimme hat. Je mehr Kinder in einen Dialog einbezogen sind, umso mehr Anreiz und Motivation erhalten sie, sich sprachlich weiterzuentwickeln. Schriftzeichen stehen für die Laute der gesprochenen Sprache. Kinder lernen, dass diese Zeichen Inhalte vermitteln. Die Entdeckung von Zeichen, Zahlen, Buchstaben sind ein Meilenstein auf dem Weg zum abstrakten Denken. Die Möglichkeit, si ch mitzuteilen, ohne selbst anwesend zu sein, ja sogar die ganze Welt zu erreichen, ist für Kinder ein faszinierender Gedanke. Selbst erfundene Zeichen, der Wunsch, den eigenen Namen sichtbar zu machen, oder auch die Entdeckung von Zahlen auf dem Weg zum Kindergarten sind Ausdruck dieses Entwicklungsschrittes. Seite 26 von 67 Ziele der Sprachförderung: Sprache als persönliches Ausdrucksmittel genießen, sprachliche Vielfalt mit Spaß erleben Stärken des einzelnen Kindes in seiner Beziehung zur Welt: Erfahrun- gen und Gedanken verbal ausdrücken und andere verstehen können kommunikationsoffene und anregende Gestaltung der Atmosphäre und des Raumes sich der Familiensprache als Teil der eigenen Identität bewusst sein Korrekter und bewusster Umgang mit der deutschen Sprache und – in den meisten educcare Tagesstätten – mit einer zweiten Sprache (Vor- bildfunktion) Vergrößerung des Wortschatzes, nach Bedeutungen von Worten fragen, Lernen in Sinn-zusammenhängen altersgemäße grammatikalische Kompetenz phonologisches Bewusstsein (Reime, Silben, einzelne Laute) Schönheit von Sprache(n) und Schrift(en) entdecken, Wahrnehmen und Aufgreifen des Interesses der Kinder an Schriftsprache (eigener Name, Hausnummern, chinesische Zeichen) Zeichen, Ziffern, Symbole, Piktogramme erkennen, eigene Zeichen er- finden 3.3.11 Öffnungs-, Schließ- und Betreuungszeiten Die Betreuungszeiten sollen den Eltern Planungssicherheit und Flexibilität gewähren, aus pädagogischen Gründen jedoch maximal 9 Stunden pro Tag betragen: Öffnungszeiten im Jahresverlauf: In der Regel habe n educcare Einrichtu ng zwanzig jährliche Schließtage . Innerhalb dieser Schließtage können die fünf Fortbildungs -/ Konzept -/ Teamtage für das Team stattfinden. Im ersten Jahr sind für eine qualitative Seite 27 von 67 hochwertige Einarbeitung der Mitarbeiter zwei weitere Te amfortbildungstage vorgesehen, die in der o. g. Schließungszeit stattfinden können. Öffnungszeiten je Tag: Die Öffnungszeiten sollten sich nach den Anforderungen der Eltern richten. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag. Die Uhrzeit kann je nach Bedarf zwischen 7:00 Uhr und 19:00 Uhr festgelegt werden. Hier richtet sich educcare flexibel nach dem Bedarf der Eltern und der Kommune , so dass auch eine spätere oder frühere Öffnung umgesetzt werden kann. Sonstige, ergänzende Betreuungsangebote / Stundenbuchung: Um Flexibilität in der Betreuung zu ermöglichen, kann educcare weitere Möglichkeiten anbieten, die bei Bedarf mit dem Sozial - und Jugendamt besprochen werden können. Dazu gehören z.B. die zeitweilige Buchung von Zusatzstunden innerhalb und außer halb der Öffnungszeiten. Diese werden von den Eltern gebucht und auch bezahlt. Buchungskontingente mit zubuchbaren Stunden (angekündigt wie auch unangekündigt). Notfallbetreuung soweit rechtlich zulässig und gewünscht kann educcare auch Platzsharing einrichten. 4 Kinderschutzkonzept educcare versteht sich als ein Träger, der sich für das Wohlergehen und den Schutz der ihm anvertrauten Kinder verantwortlich fühlt. In der engen Z u- sammenarbeit zwischen Kindern, Eltern, Pädagogen und dem Träger so r- gen wir dafür, dass sich die Kinder sicher, wohl und geborgen fühlen, uns e- rem Anspruch folgend, Kindern, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, ein zweites zu Hause und ein exzellenter Bildungsort zu sein. Seite 28 von 67 educcare hat ein Kinderschutzkonzept entwickelt, dass alle G rundsätze zum Kinderschutz, sowie den praktischen Umgang darstellt. Die educcare Konzeption bildet die Grundlage der pädagogischen Arbeit. Somit ist Sicherheit für alle Beteiligten gewährleistet: für Kinder, sich in anregender und beschützender Umgebung i ndivi- duell entfalten zu können für Eltern, die sich als Erziehungspartner an - und ernstgenommen fühlen für Pädagogen, die die individuelle Ausprägung vor Ort gestalten und sich weiterentwickeln wollen und für den Träger in seiner Gesamtverantwortung. Das Kinderschutzkonzept versteht sich als wichtiger Bestandteil der edu c- care Konzeption. Wir haben ein gemeinsames Verständnis von Kinderschutz geschaffen, welches für alle educcare Einrichtungen verbindlich ist. Ziel des educcare Schutzkonzeptes ist es, den p ädagogischen Fachkräften Orienti e- rung und Handlungssicherheit im Krisenfall zu geben. Neben der Fürsorge für das Wohl des Kindes, haben wir gleichzeitig die Fürsorge der Mitarbe i- tenden im Blick. 5 Integration, Inklusion und Genderthematik Inklusion ist der folgerichtige Schritt auf die Bemühungen der Integration. Sie eröffnet allen Kindern die Möglichkeit, ihr Recht auf die Erreichung ihres individuell höchstmöglichen Bildungszieles wahr zu nehmen. In den UNESCO „Leitlinien für die Bildungspolitik“, die von der Bundesrepublik Deutschland unterschrieben wurden, geht es um die Inklusion von Kindern mit Entwicklungsschwierigkeiten. „Inklusive Bildung bedeutet, es allen Menschen in gleichem Maße zu ermöglichen, an hochwertiger Bildung teilzuhaben und ihr Potentia l zu entwickeln. Dieser Seite 29 von 67 Anspruch ist universal und gilt unabhängig von Geschlecht, sozialen und ökonomischen Voraussetzungen oder besonderen Lebensbedürfnissen.“ educcare Kindertagesstätten stehen allen Kindern offen. Jedes Kind ist willkommen, kein Kind wird ausgegrenzt! Unser Leitsatz „Ein Kind ist, was in ihm steckt“ verdeutlicht die Offenheit und Achtung gegenüber der Verschiedenheit und des Andersseins eines jeden Kindes mit all seinen Potentialen und Herausforderungen. Im Sinne und im Anspruch ermögl icht educcare allen Kindern, insbesondere auch den Kindern mit Benachteiligungen und besonderen Bedürfnissen: Respektierung der eigenen Persönlichkeit Würde und Selbständigkeit Selbstvertrauen und Begeisterung beim Lernen ein ausgeglichenes Lern- und Betreuungsumfeld Geselligkeit, Freundschaft und Zusammenarbeit mit anderen kulturelle Unterschiede und Vielfalt Wohlfühlen im familiären Umfeld. educcare ist der festen Überzeugung, dass es notwendig und sinnvoll ist, behinderte und nichtbehinderte Kinder so fr üh wie möglic h zusammenzuführen, da sich Einstellungen und Vorurteile bereits im Kindergartenalter bilden und da von der Umwelt Bewertungen von Behinderung übernommen werden können. educcare sieht folgende Vorteile gemeinsamen Spielens und Lernens: das Le rnen der Akzeptanz von "Anderssein", das für die Identitätsbildung behinderter Kinder besonders wichtig ist das Verarbeiten von neuen Erfahrungen, die sich für nichtbehinderte Kinder im Kontakt mit behinderten Kindern ergeben die Vermeidung von Vorurteilen das unbefangene Aufeinander zugehen Seite 30 von 67 die Chance, verstärkte soziale Kompetenzen zu entwickeln, die sich für nichtbehinderte Kinder aus der Vielfalt an anderen Kontaktmöglichkeiten ergeben der Anreiz der gegenseitigen Vorbildfunkt ion bei der Ausbildung sozialer, sprachlicher, kognitiver und sensomotorischer Fähigkeiten. educcare–Bildungseinrichtungen beschränken sich nicht auf das Zusammensein von behinderten und nichtbehinderten Kindern an gemeinsamen Spiel - und Lernorten, sondern schließen ein gemeinschaftliches Betreuungsangebot ein. Wir gehen auf die individuellen Bedürfnisse aller Kinder ein, insbesondere derjenigen Kinder, die ohne einen speziellen Aufwand an Betreuung und Pflege nicht zurechtkommen. Voraussetzung ist eine vertrauensvolle Zusammenarbei t mit allen Beteiligten des Netzwerks: mit den Eltern des Kindes, den behandelnden Ärzten und Therapeuten, den sonderpädagogischen Einrichtungen, dem Sozial - und Jugendamt, ggf. auch den Integrationshelfern. educcare Bildungseinrichtungen erfüllen nicht nu r integrative Aufgaben im sozialen Umfeld des Kindes und seiner Familie, sondern sie sind auch eingebunden in eine umfassende Förderung und gemeinsame Erziehung und Bildung. Wir vereinbaren und verfolgen gemeinsame Ziele. Die Erwartungen an das Spielen und das Lernen berücksichtigt den jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes. educcare Erzieher/innen und Mitarbeiter/innen zeichnen sich durch hohe Empathie und Engagement in ihrer Arbeit aus. Sie sehen sich als Ansprechpartner/innen für die Herausforderungen, Unsicherheiten bis zu Ängsten der Eltern, beraten und geben wenn möglich Hilfestellung. Sie verfügen über Kooperationsmöglichkeiten mit verschiedenen Partnern und Institutionen. Seite 31 von 67 Eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Inklusionsarbeit ist neben der interdisziplinären Kooperation die Fort - und Weiterbildung der Mitarbeiter/innen und ihre pädagogische Begleitung. 5.1 Interkulturelle Arbeit der Kindertageseinrichtungen Die educcare Kindertagesstätten orientieren sich in besonderer Weise an den Idee n der internationalen Verständigung, der interkulturellen Bildung und des Lernens gemäß der Leitlinien der UNESCO -Projektschulen/- Bildungseinrichtungen. Die Einrichtungen unterstützen aktiv das Ziel der UNESCO – die Erziehung zu internationaler Verständigu ng und Zusammenarbeit – in allen Bereichen. Die Themen Toleranz, Demokratie, Nachhaltigkeit und globale Entwicklung werden in den educcare Kindertagesstätten bereits intensiv und verlässlich gelebt. So wurde beispielsweise die educcare Kindertagesstätte in der Stuttgarter Hasenbergstraße von der Deutschen UNESCO -Kommission zur „mitarbe i- tenden UNESCO Projektschule“ ernannt. Zielsetzung es ist, Kindern die Fähigkeit, das Wissen und die Verhalten s- weisen zu vermitteln, die sie für eine glückliche und erfolgrei che Zukunft benötigen. Dies schließt die Erziehung zu internationaler Verständigung und Zusammenarbeit ausdrücklich mit ein. Soziale Beziehungen sind die Grundvoraussetzung aller Bildungsprozesse. Die Welt, in der Kinder aufwachsen, ist von kultureller und sprachlicher Viel- falt geprägt. Interkulturelle Kompetenz hat in den educcare Kindertagesstä t- ten eine hohe Bedeutung. Dabei gilt es, kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu entdecken. Mehrsprachigkeit und Multikulturalität werden in den Einrichtunge n als Bereicherung und Chance gelebt. Die Tagesstätten spiegeln die Vielfalt unserer Gesellschaft wider. Verschiedene Familienkult u- ren mit unterschiedlichen Vorstellungen werden durch die Familien und Mi t- arbeiter/innen repräsentiert. Seite 32 von 67 5.2 Integration und interkulturelle Orientierung Weder gegenüber dem einzelnen Kind noch gegenüber der Gesellschaft ist es zu verantworten, dass anforderungsgerechte Betreuung und Bildung nur wenigen zugänglich ist. educcare vertritt entschieden die Auffassung, dass hochwertige Bi ldung allen Kindern und Familien zugänglich sein muss. Durch konsequentes Kostenmanagement gelingt es educcare in der Regel, mit der regulären öffentlichen Förderung für freie Träger die ortsüblichen Elternbeiträge beizubehalten. Neben den Elternbeiträgen sind hier die richt i- ge Ansprache der Familien sowie bedarfsgerechte Angebote entscheidend. Weiterhin ist es für educcare selbstverständlich, Kinder und Familien aufz u- nehmen, bei denen die verantwortlichen Stellen besonderen Handlungsb e- darf sehen. educcare Tagesstätten sind zweites Zuhause für alle Kinder und ihre Familien, unabhängig von Abstammung, Sprache, Herkunft, Welta n- schauung oder Konfession. Die Tür steht für sie stets offen, ob es sich um Betreuungs-, Beratungs-, Gesprächs-, Vermittlungsbedürfnisse handelt oder um öffentliche Veranstaltungen oder private Feiern. Die educcare Einrichtungen sind exzellente Bildungseinrichtungen, in denen jedes Kind in einer Erziehungspartnerschaft mit den Eltern individuell begle i- tet und umfassend gefördert wird. Ansp ruch von educcare ist es, dass die Elternschaft in der Zusammensetzung das soziale Umfeld widerspiegelt. Im Verbund mit lokalen Einrichtungen beteiligt sich die Kita aktiv am kommun a- len Leben und erweitert so das Angebot für Familien. Die interkulturelle O ri- entierung der educcare Kindertagesstätten zeigt sich allein schon durch die bilinguale Ausrichtung jeder educcare Kita (bisher deutsch / englisch), die bei Bedarf z.B. auch deutsch / türkisch sein könnte. Zudem arbeiten die Einrichtungen nach den UNESCO Leitlinien, deren Grundsätze u.a. die Fö r- derung von Demokratie, gegenseitiger Achtung und Toleranz sind. In den Einrichtungen werden die unterschiedlichen Kulturen gelebt und somit ke n- nen gelernt als auch das gegenseitige Verständnis füreinander gefördert. Unterschiede werden als Chance und Ressource betrachtet, den Alltag in Seite 33 von 67 der Kindertagesstätte zu bereichern und für die Kinder weitere Lernmöglic h- keiten zu schaffen. 5.3 Integration von Kindern mit Behinderung educcare Kindertagesstätten stehen konzeptionell allen Kindern, unabhä n- gig von Religion, sozialem Status, kulturellem Hintergrund oder körperlichen/ seelischen Beeinträchtigungen, offen. Leitsätze wie „Jedes Kind ist anders“ und „Ein Kind ist, was in ihm steckt“ verdeutlichen die Offenheit gegenüber der Verschiedenheit und die Achtung des Andersseins mit all den Potenti a- len und Herausforderungen, die eine solche Haltung birgt. Die educcare Kindertagesstätten streben ein Spiegelbild des gesellschaftl i- chen Umfeldes an. Dies bedeutet, jedes Kind ist willkom men, und kein Kind soll ausgegrenzt werden. Jedes Kind wird entsprechend seiner individuellen Entwicklung und seiner individuellen Interessen und Stärken anerkannt und gefördert. Bei Kindern mit besonderem Förderbedarf ist eine intensive Zusammenarbeit mit den Eltern unerlässlich. Eine zusätzliche Förderkraft wird, wenn es die Situation erfordert, angestellt, entweder stundenweise oder alltagsbegleitend. Kinder mit Behinderung in den Alltag der Kindertagesstätte zu integrieren bietet eine besondere Chance, Kinder für individuelle Unterschiede zu se n- sibilisieren und ihnen mit Respekt und Achtsamkeit zu begegnen. Sie erha l- ten die Möglichkeit, den vorurteilslosen Umgang mit Gleichaltrigen zu lernen. Die Integration von Kindern mit besonderem Förderbedarf biete t für alle Kinder wichtige Entwicklungserfahrungen. Die Räumlichkeiten sind, soweit möglich und mit der Stadt abgesprochen, auf die Nutzbarkeit eines Rollstuhlfahrers ausgelegt. Im Grundsatz versuchen wir, allen Kindern einen Kitaplatz anzubieten. Seite 34 von 67 Jeder Fall sollte als Einzelfallentscheidung genauer betrachtet werden, da die Betreuung in einer Regeleinrichtung vom Grad der Behinderung abhängig ist und nicht alle Kinder in einer Regeleinrichtung ausreichend gefördert werden können. Mit den Eltern und den Förderstellen muss abgewogen werden, was sinnvoll ist. Ggf. sind unterstützende Kräfte einzusetzen (i.d.R. nach Absprache mit dem Jugendamt). Erfahrungen aus unserer Einrichtung in Stuttgart Hasenbergstraße: Es gibt zwei Integrationspl ätze. Die Kinder erha lten durch eine unterstützende Kraft entsprechen de Förderung. Die Kräfte werden von der Frühförderstelle finanziert. 6 educcare als im Sozialraum engagierter Träger educcare Kindertagesstätten verstehen sich immer als Teil einer Stadtteilgemeinschaft – mit den damit verbundenen Rechten und Pflichten. Die Aufgabe der Gemeinschaft ist es, den Familien die notwendigen Angebote „auf Augenhöhe und mit passender Ansprache“ zur Verfügung zu stellen, die sie bei der Erfüllung ihres Erziehungsauftrags benötigen. Hier zu möchte educcare verlässlich einen Beitrag leisten. Die educcare Bildungs - und Erziehungskonzeption bildet die fundierte und verbindliche Basis für die pädagogische Arbeit. Der Sozialraum und seine Familien bestimmen die konkrete Ausprägung des Profils d er jeweiligen Kindertagesstätte und der täglichen pädagogischen Arbeit. Der Auftrag der educcare Kindertagesstätte in Münster soll zum einen der Deckung des Bedarfs der Bildung und Betreuung von neu zugezogenen Kindern unter sechs Jahren liegen, zum andere n in der anforderungsgerech- ten Un terstützung der Familien und des Stadtteils . Eine Kindertagesstätte bietet sich hier idealerweise als Treffpunkt für Familien an und kann integri e- rend wirken. Seite 35 von 67 Grundsätzliches zu Münster Die kreisfreie Stadt Münster steht für Familienfreundlichkeit, Fahrradpar a- dies und Studentenstadt. Münster ist in die sechs Stadtbezirke Mitte, Nord (Coerde, Kinderhaus, Sprakel mit Sandrup) , Ost (Gelmer und Handorf), West (Albachten, Gievenbeck, Mecklenbeck, Nienberge, Häger und Roxel) , Süd-Ost (Angelmodde, Gremmendorf und Wolbeck) und Hiltrup (Amelsbü- ren, Berg Fidel und Hiltrup) gegliedert. Münster hat über 180 Kindertageseinrichtungen und ist von einer großen Träger- und Angebotsvielfalt geprägt. Ca. 30 Einrichtungen bieten als Fam i- lienzentrum Angebote für Familien im Bereich der Beratung und Unterstü t- zung. Die Stadt selbst ist Träger von 29 eigenen Kindertageseinrichtungen. Strukturdaten zum Sozialraum Das Stadtgebiet von Münster umfasst ca. 303 km² und hat ca. 310.000 Ein- wohner (Stand Dezember 2015). Stand Juni 2017 gibt es ca. 8.600 Kinder im Alter von 0 -2 Jahren in Münster. Mit den derzeitig vorhandenen Kindertageseinrichtungen kann ca. 42,4% des Betreuungsbedarfes abgedeckt werden. Im Alter von 3 -5 Jahren gibt es ca. 7.700 Kinder. Münster-Mitte – Altstadt Münster ist eine Stadt, die ihre Geschichte lebendig hält. Häuser, Kirchen und Plätze in der restaurierten Altstadt „erzählen“ Geschichten aus ve r- schiedenen Jahrhunderten und schaffen eine Kulisse, die Münster einziga r- tig war. Münster-Mitte, der zentrale und größte Stadtbezirk Münsters, umfasst den Kernbereich der Stadt mit ca. 122.432 Einwohnern (Stand Dezember 2011). Die Gesamtfläche von 23,95 km² wird in die vier Teilbereiche Altstadt, I n- nenstadtring, Mitte -Süd und Mitte -Nordost un tergliedert. Viele Sehenswü r- digkeiten Münsters finden sich in der Altstadt, beispielsweise der Prinzipa l- markt – eine Flaniermeile in historischer Kulisse – der St. Paulus -Dom, das Seite 36 von 67 gotische Rathaus in dem sich der Friedenssaal befindet, sowie der Erbdro s- tenhof – Münsters schönster Adelshof. Das Fürstbischöfliche Schloss der Stadt beherbergt heute die Universität. In unmittelbarer Nähe zur neu entstehenden Kindertageseinrichtung an der Neubrückenstraße gibt es die städtische katholische Martinischule, sowie mehrere Kitas in freier Trägerschaft, beispielsweise die Kindergruppe K o- tenbeis und die Kita Kinderwerkstatt. Nahe der neuen Einrichtung an der Sonnenstraße gibt es zwei Kitas in freier Trägerschaft, die AWO Kindertageseinrichtung Fürstenbergstraße und di e Kita Kinderwerkstatt. Amelsbüren Amelsbüren ist der südlichste Stadtteil von Münster und stark landwirtschaf t- liche geprägt. Amelsbüren ist mit einer Fläche von ca. 43,35 km² der größte Stadtteil und hat aktuell ca. 6.400 Einwohner (Stand Dezember 2015). Auch umfangreiche Waldgebiete wie die Davert und die Hohe Ward gehören zu Amelsbüren. In Amelsbüren gibt es zwei Grundschulen, die Davert Schule Amelsbüren und die Grundschule Loevelingloh, sowie drei Kindertageseinrichtungen: die Kita und Familienzentrum St. Sebastian in Trägerschaft der Kirchengemei n- de St. Clemens, die städtische Kindertageseinrichtung und Familienzentrum Sonnentau, sowie die Einrichtung Pezzettino in Trägerschaft der evangel i- schen Jugendhilfe Münsterland gGmbH. Mecklenbeck Der Stadtteil Mecklenbeck befindet sich im Westen von Münster. Meckle n- beck ist deutlich gegliedert und bietet neben Wohnvierteln auch landwir t- schaftlich genutzte Flächen und Gewerbegebiete. Aktuell leben hier rund 9.300 Einwohner auf einer Fläche von knapp 6,24 km ² und der Stadtteil ent- wickelt sich kontinuierlich weiter. So gibt es verschiedene neue Wohnb e- bauungen in der Mitte Mecklenbecks rund um die St. Anna -Kirche und auch Seite 37 von 67 ein neues Stadtbereichszentrum befindet sich an der Weseler Straße im Bau. Für sportliche Aktivi täten bietet der Stadtteil zwei Fußball - bzw. Sport- vereine, den DJK Wacker Mecklenbeck 1956 e.V. und den 1. FC Meckle n- beck, die beide zusammen auf einer der modernsten Sportanlagen von Münster und Umgebung ihre Sportprogramme ausführen (110.360m²). Hi n- zu k ommt der Skaterpark mit dazugehörigem Fußballplatz und Volleybal l- spielfeld. Für junge Leute gibt es das Kinder - und Jugendmobil, das mit zahlreichen Spiel- und Bastelmaterialien den Kindern viele Möglichkeiten zum kreativen gestalten und spielen bietet, s owie den Jugendtreff am Skaterpark und den Jugendtreff in Gelmer. Es gibt zwei Grundschulen im Stadtteil: die städtische Grundschule am Di n- bängerweg Peter -Wust-Schule und die städtisch katholsiche Grundschule Loevelinglohschule an der Wiedaustraße In unmit telbarer Nähe zur neu entstehenden Einrichtung gibt es drei Kindergärten: die Kita Kotenkotten e.V., die katholische Kindertageseinrichtung Maria Aparecida und die Kita Unter den Eichen der evangelischen Jugendhilfe Münsterland. Roxel Roxel ist ein Wohnbe reich im Stadtbezirk West von Münster . Hier wohnen 9.184 Einwohner (Stand Dezember 2015) auf einer Fläche von 19,92 km². Roxel bietet viele Freizeitangebote, beispielsweise das Roxeler Hallenbad, das Sportzentrum Roxel mit Outdoor - und Hallensportangeboten oder auch die Musikschule in Roxel, die regelmäßig Vorspiel-Konzerte veranstaltet. In Roxel gibt es eine Grundschule: die katholische Marienschule Roxel, die allen Kindern offen steht; sowie vier Kindergärten: die AWO Kindertagesei n- richtung Aloysia Delsen , zwei Einrichtungen des CVJM Münster e.V., Kita auf dem Dorn und das Anne -Jakobi-Haus und die katholische Kindertage s- stätte St. Pantaleon. Das Anne -Jakobi-Haus richtet sich mit den ve r- Seite 38 von 67 schiedensten Angeboten an unterschiedliche Altersgruppen, sowohl an Ki n- der und Jugendliche als auch an Familien. Unter einem Dach befinden sich eine Kindertagesstätte, ein Jugendbereich und ein Familienzentrum. Gerne möchte educcare sich mit den im Stadtteil Roxel vertretenen Akteuren ve r- netzen und gemeinsame Angebote für Fam ilien gestalten. Auch die Koop e- ration von pädagogischem Fachpersonal aus den verschiedenen Einrichtu n- gen sehen wir als selbstverständlich an, zum fachlichen Austausch und zur Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit. Auch die Teilnahme an For t- bildungs- und Qualifikationsveranstaltungen trägt zu einer verbesserten Z u- sammenarbeit bei. Ein „zweites Zuhause“ und exzellenter Bildungsort für Kinder und E l- tern in Münster Kindern und Eltern ein „zweites Zuhause“ und exzellenten Ort der individue l- len Entfaltung in de n Kindertagesstätten Münster zu bieten, heißt für uns ergänzend zu den grundsätzlichen Aussagen i n der educcare Bildungs- und Erziehungskonzeption zum Beispiel: Vernetzung in den Stadtteilen und in den Bezirken aktiv unterstützen u.a. zu umliegenden Kindergärten und Grundschulen kulturelle Verständigung fördern, auch über die Kindertagesstätte hinaus den hinzuziehenden Familien das Ankommen in der neuen Umg e- bung erleichtern , z.B. durch gemeinsame Ankommensfeiern, g e- meinsames Kochen, Elterncafé , sportliche Aktivitäten wie Yogaku r- se, Eltern-Kind-Zelten… Familien die Möglichkeit bieten, Teil der Gemeinschaft zu werden und Verantwortung für sie zu übernehmen Konkret könnten folgende Elemente die Realisierung des Stadtteilbezugs herstellen: Schwabschule Stuttgart Seite 39 von 67 umfeldadäquate Angebote für die Familien zur Kontaktknüpfung (z. B. Eltern-Kind-Spielgruppen, Kurse zur Erziehungspartnerschaft, E l- terncafé; gemeinsame Ausflüge in die Umgebung (beispielsweise an den Aasee, den Wolbecker Tiergarten…) interkulturelle Angebote, Veranstaltungen und Feiern (z. B . als Haus der Kulturen; o.ä.) Ort familiärer Unterstützung z. B. Sprachförderung für die ganze Familie; Bildungsveranstaltungen (Vorträge, Seminare), mehrspr a- chige Informationen, Hilfen zur Erziehung, Unterstützung solidar i- scher Netzwerkbildung z. B. für Alleinerziehende, Studenten... educcare möchte aktiv einen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung in Münster leisten und in enger Zusammenarbeit mit den bereits vertretenen Trägern, Angebote für die Familien in Münster realisieren. In Abstimmung mit den anderen Akteuren können in der Kita familienzentrum -ähnliche Strukturen geschaffen werden, um den Eltern trägerübergreifende Fortbi l- dungs- und Beratungsangebote anzubieten. Im Falle der Auftrag serteilung soll educcare in Münster den Bedarf der Bildung und Betreuung von Kindern im Alter von sechs Monaten bis zum Schuleintritt decken sowie Familien anforderungsgerecht unterstützen. 6.1 Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Das Ziel einer vorbildlichen und zugleich effizienten Bildung und Be treuung ist nur in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt erreichbar. educcare sieht das Ju gendamt als Handlungs partner, welcher die gleichen Ziele mit derselben Beharrlichkeit und gleichem „neue n Denken“ verfolgt. Eine gute Partnerschaft hat educcare schon in a nderen Kommunen in der Vergangenheit unter Beweis gestellt. Seite 40 von 67 Aufbauend auf diesen Erfahrungen würden wir gerne in den folgenden Themen mit dem Jugendamt konkret zusammenarbeiten: gemeinsame Definition und Erprobung von neuen Angeboten und Abläufen gemeinsame Durchführung von Schulungen Erfahrungstransfer aus anderen Kommunen 6.2 Zusammenarbeit mit Grundschulen oder „lebenslanges Lernen fördern“ Einen besonderen Schwerpunkt setzt educcare für Kindergartengruppen auf die Vorbereitung auf die Grundschulzeit. ed uccare entwickelt zusammen mit Grundschulen Prozessbeschreibungen für den Übergang in die Schule. Dem Übergang vom Kindergarten in das Schulsystem kommt ein besonderer Stellenwert zu, denn was bei den Kindern in der Elementar - und Primarbildung grundgelegt – oder aber versäumt – wird, prägt den weiteren Bildungsverlauf und somit auch den Bildungserfolg oder -misserfolg von Kindern und Jugendlichen entscheidend mit. Nicht nur im Hinblick auf individuelle Lebenschancen, sondern auch mit Blick auf die gesamtgesellschaftliche Entwicklung muss somit dem Übergang vom Kindergarten in die Grundschule eine besondere Verantwortung beigemessen werden. Kinder, die in die Schule kommen, stehen in der Kontinuität längst begonnener Bildungsprozesse. Kindertagesstätten und Schule haben die gemeinsame Verantwortung und Verpflichtung, durch ihre Zusammenarbeit eine weitgehende Kontinuität der Entwicklungs - und Lernprozesse für die Kinder zu gewährleisten und gemeinsam mit den Eltern Verantwortung für eine beständige, ganzheitl iche Bildungs - und Erziehungsentwicklung zu übernehmen. Die enge Verzahnung von Elementar- und Primarbereich dient der frühzeitigen und bestmöglichen Förderung für jedes einzelne Kind. Seite 41 von 67 Kindertagesstätte und Schule tragen gemeinsam und gleichberechtigt die Verantwortung dafür, dass ein guter Schulanfang kein punktuelles Ereignis, sondern eine zu gestaltende Übergangsphase ist, dass die persönliche Eigenart des einzelnen Kindes und seine Lerngeschichte berücksichtigt wird und in der Schule zur Geltung kommt, dass wechselseitig und kontinuierlich Informationen ausgetauscht, Fragen aufgenommen und Ideen entwickelt werden. educcare sieht sich deswegen in der Verantwortung, mit Grundschulen in der Umgebung zusammenzuarbeiten und Kindergartenkindern eine gute Vorbereitung auf die Schule zu bi eten. educcare sieht sich in der Verpflic h- tung die umliegende Grundschulen anzusprechen und sich zusammen mit ihnen diesen Aufgaben zu stellen (z.B. durch Kooperationsvereinbarungen, Kooperationskalender, gemeinsame Informa tionsabende, übergreifende Portfolios, Projekte zwischen Kita - und Schulkindern, Evaluierung des Übergangsprozesses). 6.2.1 Beispiel für Sozialraumorientierung: Zusammenarbeit der educcare Kita Stuttgart Hasenbergstraße mit den Grundschulen Schwabschule und Falkertschule Konkret ist es beispielsweise gelungen , an zwei öffen tlichen Schulen im Stuttgarter Westen (Schwabschule und Falkertschule) ein bilinguales Unterrichtsmodell einzuführen. Initiator waren Eltern der educcare Kindertagesstätte Hasenbergstraße. Damit ist in unmittelbarer Nachbarschaft der bilingualen Kita die Weiterführung der Bilingualität in der Schule gewährleistet. Der Erfolg der Eltern und des Trägers ist auch ein Seite 42 von 67 gelungenes Beispiel dafür, wie Kindertagesstätten Bewegung in einen Stadtteil bringen und Schulentwicklung mit gestalten können. 6.3 educcare als Partner der Stadt Münster oder „Transparenz herstellen und Kooperation leben“ Auf Grund entstehender Neubaugebiete und damit verbundenem Zuzug von Familien soll die neue Kita den Eltern anforde rungsgerechte Kinderbildung und -betreuung anbieten. Durch die flexiblen, auf die Bedürfnisse abgestimmten Angebote und Betreuungszeiten ist den Eltern die größtmögliche Planungssicherhe it in der Umsetzung ihres Lebensmodells garantiert. Die Stadt Münster will nicht ausschließlich den Bedarf abdecken, sondern auch eine qualitativ hochwertige, gut kommunizierbare Betreuung und Bildung der jüngsten Bewohner im Stadtteil Münster-Mitte zur Verfügung stellen. Die Wohn- und Lebensqualität sowie Identifikation der Bewohner mit dem Stadtteil we rden mit der Kindertagesstätte als Ort der Begegnung, des Kennenlernens und des Dialogs zusätzlich gestärkt. educcare wird verantwortlich und effizient mit der Stadt Münster zusammenarbeiten und Prozesse und Strukturen stets transparent halten und dynamisch weiterentwickeln. 6.4 Kooperation mit anderen Institutionen Grundgedanke von educcare Kindertagesstätten ist es, Familien – Kinder wie Eltern – als Partner zu sehen. Diese haben unterschiedliche Bedarfe, die sich je nach Lebens situation und Umfeld ändern können. Wir sehen es als unsere Aufgabe, Familien adäquate Angebote anzubieten: von de r hochwertigen Umsetzung unsere r Bildungskonzeption über die Beratung von jungen Eltern oder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bis hin z u offenen, generationenübergreifenden Angeboten. Seite 43 von 67 educcare richtet seine Angebote an den lokalen Anforderungen aus. Dies wird mit Hilfe der Sozialraumanalyse und Elternumfragen sichergestellt und regelmäßig überprüft. Folgende Partnerschaften werden angestrebt: Kooperationsmodelle mit Vereinen, Verbänden; Institutionen (z.B. mit (Grund-)Schulen, Sportvereinen, Museen, Bibliotheken etc.) Zusammenarbeit mit anderen freien Trägern der Jugendhilfe Kindertagesstätten Jugend- und Familienhäusern Hilfen zur Erziehung Sprachförderprojekten Vereinen Vernetzung mit anderen Trägern Austausch über pädagogische Konzepte ggf. gemeinsame Schulungen Bereitstellung der Räumlichkeiten 7 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern Erziehungspartnerschaft von Eltern und Erziehern educcare sieht in der Bildung und Erziehung der Kinder eine gemeinsame Verantwortung mit den Eltern. Das Gelingen gründet auf Respekt und Vertrauen. Voraussetzungen sind authentisches Interesse, individuelles Eingehen, gleiche Augenhöhe so wie Professionalität in der Kommunikation bei den educcare Mitarbeiter/innen. Erzieher/innen in educcare Einrichtungen respektieren Eltern in ihrer Seite 44 von 67 besonderen Bedeutung für ihr Kind. Sie (be)achten individuelle Lebenssituationen, Wertvorstellungen, kulture lle Zusammenhänge und vielfältige Erwartungen, die Eltern in ihrer persönlichen Lebenssituation formulieren. Voneinander erfahren, sich austauschen und gemeinsam Lösungen entwickeln sind unverzichtbare Schritte, damit eine vertrauensvolle Partnerschaft ent stehen und familienergänzend und - entlastend wirken kann. Beteiligung, Verständigung und manchmal auch Auseinandersetzung verlangen von Erzieher/innen besondere Kompetenzen. educcare trägt diesem Aspekt u. a. durch eine sehr sorgfältige Personalauswahl Re chnung. Alle Mitarbeiter/innen in den educcare Einrichtungen werden in Kommunikation und Erwartungsmanagement geschult. Wesentliche Grundeinstellungskriterien sind z. B. Begeisterung für die Arbeit mit Kindern und Eltern, ausgeprägte Hobbys, Spaß am stru kturierten Arbeiten, nachgewiesener Wille zur persönlichen Weiterentwicklung und eine freundliche Ausstrahlung. Ergänzt wird dies um spezifische Kriterien wie kultureller Hintergrund oder spezielle Kenntnisse. Die konkrete Elternarbeit bei educcare beinhaltet z. B.: intensive Vorab-Information über educcare und die Ziele intensives Vorab -Gespräch mit den Eltern über das Kind, seine bisherige Entwicklung, Wünsche und Ängste von Eltern individuelle Eingewöhnung von Kindern und Eltern (Berliner Modell) vier (für Kinder unter 3 Jahren) bzw. zwei (für Kinder über 3 Jahren) ca. einstündige Elterngespräche pro Jahr zum Austausch über die individuelle Entwicklung der Kinder (die “ educcare-Eltern“ lieben diese Gespräche) Seite 45 von 67 halbjährliche Elternbefragung jährliche Mitwirkung von Eltern bei der Ausrichtung und Entwicklung der jeweiligen Kita im Rahmen des „Kickoff“ (u.a. auf Basis der Befragung s- ergebnisse) Einbinden von Elternkompetenzen und Ressourcen in die Bildungsarbeit und den Alltag der Tagesstätte diverse Elternmitwirkungsmöglichkeiten (z. B. Arbeitsgruppen, Elternrat, Projekt-/Themengruppen) lebendige Elternversammlungen mit Themenabenden (z. B. Naturwissenschaften), Vernetzen und Vergnügen, z. B. Kochen Angebote der Beratung und Unterstützung von Familien Angebote für Eltern in gewünschten Themen (z. B. das Elternseminar: „Rituale“, „Grenzen setzen“) 8 Tagesablauf Durch Rituale Orientierung und Halt geben. Strukturierung des Tagesablaufs Ein strukturierter Tagesablauf ist für Kinder im Kindergarten- und besonders im Krippenalter wichtiger Bestandteil für eine gesunde Entwicklung. Den Kindern wird ein Tagesablauf geboten, der Orientierung und damit auch Sicherheit bietet. Hierbei wird stets vom Wohlbefinden des einzelnen Kindes ausgegangen. So ist unser Tage sablauf eine Stütze für das Kind, aber keinesfalls ein Muss (s. „Ein exemplarischer Tag bei den Wasserflöhen“). Feste Rituale und Strukturierungsmerkmale sind dabei täglich der Morgenkreis / Morning Circle mit allen Kindern, das gemeinsame Obstfrühstück, das Mittagsessen sowie die Mittagsruhe und der Seite 46 von 67 nachmittagliche Snack. In den Zwischenzeiten kann der Tag immer wieder neu erfunden werden, ausprobiert und variiert werden. Ein exemplarischer Tag bei den „Wasserflöhen“, der Betriebskindertagesstätte der Bundesanstalt für Wasserbau 7:30-8:00 Uhr Gruppenübergreifende Frühbetreuung: Der entspannte Start in den Tag steht im Vordergrund. Die Kinder werden liebevoll begrüßt und Informationen mit den Eltern ausg e- tauscht. 8:00 Uhr Bringzeit der Kinder in ihre Bez ugsgruppen - erste Fre i- spielphase 8:00-11:15 Uhr individuelle Schlafens- und Ruhezeiten der Kleinsten 9:00-Uhr Start in den Tag: Morning Circle - in der Gruppe anko m- men, begrüßen; gemeinsam schmieden die Kinder Pläne für den Tag; es wird gesungen, getanz t, gelacht und d a- nach gibt es gemeinsames Obstfrühstück 9:30-11:00 Uhr Treffpunkt Piazza, offene Angebote 1. Entdeckerphase: Die Kinder können altersentsprechend frei wählen, ob sie an einem gezielten Angebot (Piazza, Atelier, Bad) tei l- nehmen wollen oder eigenen Wünschen nachgehen: z.B. im Garten spielen, sich ausruhen, kuscheln oder in der Küche nachschauen, was es später zu essen gibt. Die Erzieher/innen unterstützen die Kinder bei der Real i- sierung ihrer Ideen, sie schaffen Anreize und fördern die Kinder mit ihren individuellen Interessen. Sie beobachten und dokumentieren und tauschen sich später mit den E l- tern darüber aus. 11:30 Uhr Mittagessen für die Krippenkinder 12:30 Uhr Mittagessen für die Kita-Kinder. 13:15-15:00 Uhr Mittagsruhe. Es kehrt Ruhe ein im Haus. Seite 47 von 67 Die großen Kinder beschäftig en sich leise, bekommen e t- was vorgelesen oder ruhen und kuscheln miteinander. Die jüngeren Kinder machen sich bettfertig, klettern in ihre Kisten oder auf ihre Matratzen. Wer nicht schlafen kann, ruht. Die Schlafdau er richtete sich individuell nach dem Bedürfnis des Kindes. Wer wach wird, ruft oder kommt a l- lein aus dem Schlafraum und wird von einer Gruppene r- zieherin begrüßt. 15:00 Uhr Treffpunkt Piazza, 2. Freispielphase 15:15 Uhr Der Snack - Energie für den Nachmittag: Dieser kleine Snack variiert täglich. Abgestimmt auf den Mittagstisch, bietet er einen Energienachschub, der die Kinder für Ihre Aktivitäten am Nachmittag stärkt. Je nach Belegung der Gruppen, findet der Imbiss gemeinsam mit Kindern der anderen Gruppen statt. 15:45 Uhr 2. Entdeckerphase: Die Kinder können sich zwischen vereinzelten Angeboten entscheiden, Garten und Fre i- spiel. 17:00 Uhr Ende Der Alltag wird für alle Kinder durchgehend in englischer und deutscher Sprache gestaltet. Der Tagesablauf wi rd natürlich an lange Öffnungszeiten in der Kita oder sonstige Besonderheiten entsprechend verändert und angepasst. Basis des Tagesablaufes bleibt aber immer eine Grundstruktur, in der feste Rituale und Abläufe den Kindern Orientierung und Sicherheit bieten. Seite 48 von 67 9 Organisationskultur, Qualitätsmanagement und Dokumentation 9.1 educcare Strukturen und Prozesse zur systemischen Verankerung Die Strukturen und Prozesse sind aus den pädagogischen Zielen abgeleitet und sichern die verlässliche Erfüllung der Qualitätsvers prechen an Kinder, Eltern und Auftraggeber (z.B. das Jugendamt Stuttgart). Beispiele für definierte Prozesse sind: Prozess der systematischen Beobachtung und Dokumentation Prozess des Austausches mit Eltern über institutionalisierte und fundierte Entwicklungsgespräche mit den Eltern Prozess der individualisierten Entwicklungsbegleitung auf der Basis führender methodischer und inh altlicher Konzepte (Beispiel für Methoden im Rahmen der Angebotsplanung bilden das havard teaching model sowie das Konzept der International Baccalaureate Organisation) Prozess der Auswahl und laufenden Fortbildung der Fachkräfte Die Schwerpunkte der Förderung sind: Förderung der Basisk ompetenzen, wie lernmethodische Kompetenz sowie Lebenskompetenzen Förderung in den klassischen Bereichen, wie Bewegung/ Wahrnehmung, Sprache und Zweitsprache, Kunst und Musik, Naturwissenschaft sowie Technik und MedienPraktische Beispiele für wissenschaftlich fundierte Methoden in den Schwerpunkten sind: Immersion bei der Zweitsprachenförderung (s . auch educcare Beiratsmitglied Herr Prof. Wode) Seite 49 von 67 naturwissenschaftlicher Vorschul -Ansatz (s. auch educcare Beiratsmitglied Frau Prof. Lück) Frühförderkonzept in Sprache nach dem Ansatz von Prof. Tracy, Universität Mannheim Übergangsmodell Kita -Grundschule nach dem Ansatz von Prof. Schumacher, PH Schwäbisch Gmünd Grafik zur Darstellung der pädagogischen Basis, der Methoden und Förderung: educcare Bildungs- und Betreuungskonzept mit Zielen, Teilzielen je Bereich, konkreten Aufgabenbeschreibungen Praxiswerkstatt: mit Anregungen für Raum, Material, Alltag und Projekte… Best practice Methoden Beobachtung & Doku, Reflektion, Ange- botsplanung, -durchführung, …. (Belgien, Australien, USA, Schweiz, …. ) Sozialkonstruktivistischer Ansatz Reggio, Montessori, situationsorientierter Ansatz Elternpartnerschaft Basis- kompetenzen Förder- schwerpunkte Bildungspläne (national und international) Best practice Inhalte Sprache, Bilingualität, Wahrnehmung, Mu- sik, Naturwissenschaft, …. (Kanada, Frankreich, Deutschland, …. ) Seite 50 von 67 9.2 Angaben zur Qualitätssicherung Ein fundiertes pädagogisches Konzept benötigt Strukturen und Prozesse, um eine nachhaltige Umsetzung sicherzustellen. Strukturen und Prozesse geben der täglichen Arbeit Orientierung, Verbindlichkeit und erzeugen eine transparente Qualität. educcare unterscheidet dabei auf der einen Seite in pädagogische und auf der anderen Seit e betriebswirtschaftliche Strukturen und Prozesse. Der betriebswirtschaftliche Teil stellt u.a. sicher, dass die Mittelverwendung hoch effizient ist, um einen breiten demokratischen Zugang zu ermöglichen. Beispiele von zahlreichen pädagogischen Prozessen der Qualitätssicherung: Prozess der Eingewöhnung (nach Berliner Modell) der Beobachtungs - und Dokumen tationsprozess erzeugt z.B. die Transparenz in der Entwicklung des Kindes laufende Umsetzungsreviews dur ch den Träger als Fundament für Qualität und Wirtschaftlichkeit Seite 51 von 67 Grafik zur Übersicht über pädagogische und betriebswirtschaftliche Prozesse: Im Folgenden wird exemplarisch auf die Prozesse „Review“ und Beobachtungsmanagement eingegangen. An ihnen soll die Philosophie und Konsequenz der Umsetzung , und damit die hochwertige und verlässliche Erfüllung der Versprechen dargestellt werden. Gerne stellen wir die anderen Prozesse im Detail dar, dies sowohl vom Konzept als auch in der Praxis in einer educcare Kindertagesstätte vor Ort. Das educcare Team würde sich über das Interesse freuen. Zuverlässige und effiziente Umsetzung von Bildungskonzept und Anforderungen Pädagogisch • Review • Benchmarking • Kooperationen • ....... • Befragungen • Elterngespräche • ........ • Dokumentation • Beobachtung • Betriebswirtschaftlich • Nutzungsanalysen • Arbeitszeitmodelle • Modellförderung • ....... • Personalbedarf • Personalmanagement • ........ • Arbeitsteilung • Raum = 3 Erzieher • Strukturen und Prozesse • Review Seite 52 von 67 Grafik zum Beispielprozess Reviewmanagement: Kern des educcare Qualitätsmanagements ist das Reviewverfahren. Es geht in dem Review darum, zu prüfen ob die richtigen Dinge getan werden (Effektivität) und ob diese richtig getan werden (Effizienz). Dies sichert die kontinuierliche Analyse auf Basis der educcare Bildungskonzeption. Ergänzend zu dem Review, das sich in Selbstevaluation und externe Evaluation trennt, gehen in die Analyse der Arbeit auch noch folgende Informationen ein: jährliche Elternbefragung jährliche Mitarbeiterbefragung jährliche Auftraggeberbefragung (z.B. Jugendamt) An die externe Evaluation schließt sich die Auswertung und gemeinsame Vereinbarung von Zielen und Vorgehen in einem gemeinsamen Kic koff Workshop mit Eltern, Mitarbeitern und Träger an. Seite 53 von 67 Die vereinbarten Ziele und Vorgehen für die nächste Zeitperiode (meistens das kommende Jahr) werden dokumentiert und über das Jahr verfolgt. Über regelmäßige Statusreporte werden die Entwicklungen do kumentiert und an die Beteiligten Informationen verteilt. 9.2.1 Dokumentation der pädagogischen Arbeit und Entwicklung der Kinder Die systematische Beobachtung und Dokumentation ist ein wichtiges Kernelement einer qualitativ hochwertigen Pädagogik. Sie zeichnet verantwortlich handelnde pädagogische Fachkräfte aus und ist Bestandteil ihrer professionellen Haltung. Sie hat zum Ziel, das Kind in seinen Handlungen, seinen Fähigkeiten und seinem Verhalten zu beobachten, die Beobachtungen zu dokumentieren, sie mit Koll eginnen und Kollegen zu reflektieren und die Eltern in regelmäßigen Abständen über die Entwicklungsschritte ihres Kindes zu informieren. Beobachtung und Dokumentation bei educcare heißt: Be(ob)achten mit aller Wertschätzung für die Individualität des Kin- des Beobachten, um Kinder besser zu verstehen Beobachten, um ihre Entwicklung optimal zu begleiten und zu unter- stützen Beobachten, um Transparenz für Eltern zu schaffen Beobachtung und Dokumentation ist eine verpflichtende Aufgabe für alle pädagogischen Fachkräfte. educcare hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesem Qualitätsanspruch gerecht zu werden und entwickelt sein Beobachtungs - und Dokumentationssystem kontinuierlich weiter und greift dabei sowohl auf aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse der Entwicklun gspsychologie als auch auf Erfahrungen aus der Praxis zurück. Eingebettet in ein Seite 54 von 67 Gesamthandlungskonzept werden verschiedene Formen der Beobachtung und Dokumentation umgesetzt: Beobachtung und Begleitung von Kindern (Arbeitsbuch zur Leuve- ner Engagiertheits-Skala) (Vandenbussche & Laevers, 2009), Learning Stories (Carr, 2001), Entwicklungsbeobachtung und –Dokumentation (EBD 3-48 Monate und EBD 48-72 Monate - Petermann, Petermann & Koglin, 2012; 2015). Übersicht über das educcare Beobachtungs - und Dokumentationssystem Seite 55 von 67 10 Personalmanagement Professionelles, engagiertes Personal durch umfangreiche Unterstüt- zungsleistungen und Entwicklungsmöglichkeiten Aufgabe des/der Erzieher /in ist es , das Konzept durch situations - und entwicklungsbezogenes pädagogisches Ha ndeln umzusetzen, das heißt ausgerichtet am einzelnen Kind bzw. den Erfordernissen der Gruppe. Das Wissen um die grundlegenden Entwicklungsschritte des Kindes von der Wahrnehmung zum Denken, Gestalten, Sprechen und forschendem Lernen ist unerlässlich, um f ür das einzelne Kind als auch für entwicklungs - homogene Gruppen passende Impulse setzen und Angebote formulieren zu können. Die Begleitung der Kinder in den wichtigsten Bildungsjahren erfordert nicht nur Begeisterung und Intuition, sie erfordert absolute Professionalität bei den Erzieher/innen. Dies ist eine Grund voraussetzung, um den Kindern und Eltern gerecht zu werden. Der Träger hat – unserer Meinung nach – durch entsprechende Rahmen bedingungen sicherzustellen, dass diese Professio - nalität entstehen und sich permanent weiterentwickeln kann. Zu den professionellen Rahmenbedingungen gehören unter anderem: Eine genaue, kompromisslose Auswahl der Mitarbeiter/innen anhand eines klaren Qualifikationsprofils: authentische Begeisterung für die Arbeit mi t Kindern, erkennbarer und nachgewiesener Wille zur Weiterentwicklung, Bereitschaft un d Fähigkeit zur Selbstverantwor tung sowie Ergänzung des Teams hinsichtlich Persönlichkeit und pädagogischer Schwerpunkte. Eine Kultur des Vertrauens, der Fehlertoleranz u nd des Zutrauens sowie der Selbstverantwortung, ständig aktiv zu initiieren, zu pflegen und zu fordern. Entscheidungen werden vor Ort und in gemeinsamer Verantwortung getroffen, in Ab stimmung zwischen den unterstüt zenden Kräften, den Fachkräften, den Gruppenleitungen und der Kita-Leitung. Seite 56 von 67 Als Träger ist es eine unserer v ornehmsten Aufgaben, mit dieser Kultur des Vertrauens die Basis für eine Entfaltung unserer Kolleginnen und Kollegen zu schaffen. So kann die Einzelne/ der Einzelne aktiv ihren/seinen Weg s uchen und gestalten. Aktiv heißt in diesem Zusammenhang, selbst die Initiative zu übernehmen und die educcare Kultur zu nutzen , selbst nach Ansätzen und Lösungen zu suchen, den Austausch hierüber a nzustoßen und Verantwortung für die Realisierung zu übernehmen – auch mit dem Bewusstsein Fehler machen zu können, was immer bedeutet, lernen zu können. educcare sieht Kultur als einen Prozess, der sich ständig weiterentwickelt und nur durch die Beteiligung aller entsteht. Daher sind alle – insbesondere Erzieherinnen, Eltern, Träger – dazu eingeladen, an dieser Kultur mitzuwirken. Die Arbeit in der Einrichtung ist von flexibler, gruppenübergreifender Arbeit geprägt. Unabdingbar hierfür ist es, dass sich die Mitarbeiter/innen als Team begreifen und die Vorteile eines Teams zu schätzen wissen. Die Leitung ist u.a. dafür verantwortlich, dass sich die Mitarbeiter /innen zu Teams entwickeln können und dies zum Wohle der Kinder und der Einrichtung bemerkbar wird. Die Zusammenarbeit im Team wird erleichtert durch eine Tea mordnung, die Erwartungen und Regeln transparent macht und von allen Teammitgliedern getragen wird. 10.1 Grundsätzliches zur educcare Personalentwicklung Die educcare Personalentwicklung entwickelt und sichert die Kompetenzen, die die Fachkräfte vor Ort für di e verlässliche Leistungserfüllung gegenüber Kindern, Eltern und Auftraggebern benötigen. Seite 57 von 67 Die Personalentwicklung von educcare basiert auf der richtigen Auswahl der Mitarbeiter u.a. hinsichtlich: Persönlichkeit (selbstständig und -tätig, problemlösungsfäh ig und lebenstüchtig), Einstellung zum Kind und zu den Eltern, Leidenschaft zu bestimmten Themen, Qualifikation im Bereich frühkindlicher Bildung. Die Personalentwicklung entwickelt und sichert für den jeweiligen Verantwortungsbereich folgende Kompetenzen: Sachkompetenz Handlungskompetenz Selbstkompetenz Reflektionskompetenz Die Personalentwicklung startet mit dem Tag der Einstellung (in Abgrenzung zu dem ersten Arbeitstag). Präferierte Instrumente der Personalentwicklung bei educcare sind insbesondere: intensive Schulungen, kontinuierliches Coaching sowie laufendes Feedback, Reflektion, Projektarbeit. Personalentwicklung wird nicht nur als Aufgabe der Führungskraft verstanden, sondern als gemeinschaftliche Aufgabe mit unterschiedlichen Rollen. Seite 58 von 67 Grafik zu Rollen in der Personalentwicklung am Beispiel einer einzelnen Fachkraft: Exkurs educcare Commitment Schulungen Je Verantwortungsprofil (z.B. Kita -Leitung oder Gruppenleitung) sind bestimmte Schulungen als Pflichtschulungen definiert. Die Schulungen finden in Form von „ Commitment Schulungen“ statt. Dies im Sinne von Verpflichtungen, die jeder an der Schulung Beteiligte (d.h. teilnehmen de Fachkraft, Kita -Leitung, Träger und Dozent) im Vorfeld, während und nach der Schulung eingeht. Beispiel hier für sind die durch die teilnehmende Fachkraft vorbereitete n Transfergespräche, die nach der Schulung mit der Kita-Leitung stattfinden. In diesen Transfergesprächen werden die Coach Päd. Fachkraft Kollegin/nen Kita Leitung Laufendes FeedbackCoaching Laufendes Feedback Institutionalisierte Reflexion Coaching * Mitarbeiter - gespr äch ** * in Ausnahmefällen, auf Anforderung der Kita Leiterin ** bis Kita Leiterin übernimmt *** Gruppenleiterin für ergänzende Fachkraft Mitarbeiter - gespr äch Coaching *** Coaching Coaching Geschäftsführung Coach Päd. Fachkraft Kollegin/nen Kita Leitung Laufendes FeedbackCoaching Laufendes Feedback Institutionalisierte Reflexion Coaching * Mitarbeiter - gespr äch ** * in Ausnahmefällen, auf Anforderung der Kita Leiterin ** bis Kita Leiterin übernimmt *** Gruppenleiterin für ergänzende Fachkraft Mitarbeiter - gespr äch Coaching *** Coaching Coaching Geschäftsführung Seite 59 von 67 Umsetzung und die Verankerung der Schulungsinhalte in den pädagogischen Alltag be sprochen und festgelegt. Das beschlossene Vorgehen wird protokolliert und u.a. im Rahmen des Reviews auf seine Umsetzung überprüft. Konkret bedeutet dies: erstes Statusgespräch in der Mitte der Probezeit (wird im Arbeitsvertrag bereits terminlich vereinbart), im weiteren Verlauf einmal pro Jahr ein Entwicklungsgespräch mit klaren Zielen und Meilensteinen ; nach fünf bis sechs Monaten ein Statusgespräch bezüglich Zielerreichungsgrad, obligatorische Schulungen sind u.a.: educcare Konzept ion, Grundlagen Bildung und frühkindliche Bildung, Beobachtung, Dokumentation, Elterngespräche, Angebotsplanung, Zeitmanagement. 10.2 Fach- und Dienstaufsicht mittels Coaching Die Coaches der educcare Einrichtungen sind ein weiteres Instrument, um die educcare Erziehungs- und Bildungskonzeption und die hohe Qualität in den Einrichtungen umzusetzen und sicherzustellen. Sie sind ständiger Ansprechpartner für die Einrichtungen, und bilden die Erzieherinnen und das Team stetig fort. Je ein Coach steht für ca. fünf educcare Einrichtun gen, die sich im Aufbau befinden, unterstützend bereit bzw. für ca. zehn Einrichtungen, die bereits mindestens ein Jahr in Betrieb sind. Coaching bedeutet, dass ein Coach die Mitarbeiter /innen sowie die Leitung darin unterstützt, ihren Verantwortungsbereich/ ihre Ziele zu erfüllen, ohne selbst Handlungen zu übernehmen oder direkte Lösungsvorschläge zu geben. Der Coach stärkt Selbstreflexion und –wahrnehmung, Bewusstsein und Verantwortung, um so Hilfe zur Selbsthilfe zu geben und sich selb st überflüssig zu machen. Seite 60 von 67 Verantwortung des Coaches Die educcare Einrichtungen, die durch den Coach betreut werden sind in der Wahrnehmung der Eltern und Kinder ein zweites Zuhause, exzellenter Bildungsort und Raum für verlässlichen Rückhalt. Die benötigten Kompetenzen un d Fachwis sen sind durch die Mitarbeiter/innen in den betreuten Kitas abgedeckt. Jeder Mitarbeiter/innen kennt und arbeitet nach der educcare Konzepti- on. Es existieren Rahmenbedingungen in den Kitas , die es den Mitarbeiter/innen ermöglichen, die an sie gest ellten Anforderungen selbstständig, auf hohem Niveau und mit hoher Arbeitszufriedenheit umzusetzen. Mitarbeiter/innen der betreuten Einrichtungen sehen educcare als attraktiven Arbeitgeber und Arbeitsplatz. Der Coach substituiert sich zunehmend selb st in d er Zusammenarbeit mit der Kita Leitung. Das Bildungs - und Erbringungskonzept (Prozesse und Strukturen) gelten als Best-Practice und werden als Benchmark genutzt. Der Coach selbst leistet ein en Beitrag zur Weiterentwicklung der frühkindlichen Bildung in Deutschland. 10.3 Personalausstattung, Arbeits- und Vertragsbedingun- gen, Tarifbindung Qualität dank Professionalität Für die Betreibung der geplanten Kindertagesstätte n ergibt sich folgendes mögliches Zielprofil in Bezug auf Alter und Betreuungszeiten: Seite 61 von 67 Ganztagsöffnung je nach Bedarf der Stadt, Betreuungszeiten max. 9 Stunden pro Tag Schließung gem. KiBiz (20 Tage pro Jahr) flexible Betreuungsangebote bilinguale Betreuung, falls dies durch qualifiziertes Personal sichergestellt werden kann educcare Bildungskonzeption Notfallbetreuung (optional) Personal: Leitung mit Erfahrung im Neuaufbau von Einrichtungen sowie mit einem besonderen Blick für Familien und das Gemeinwesen / den Sozialraum Team wird nach Möglichkeit entsprechend des Spiege ls des Sozialraums ausgewählt fünf bis acht Tage Fortbildung je Mitarbeiter und Jahr monatliches Coaching der Leitung / des Teams von zwei bis drei Tagen Entgelt angelehnt an TVöD In der Regel unbefristete Arbeitsverhältnisse bei Personalengpässen (z.B. wegen Krankheit / Urlaub) können Fachkräfte aus anderen educcare Einrichtungen einspringen Seite 62 von 67 11 Beweggründe für die Bewerbung Die Beweggründe von educcare , sich für die Trägerschaft en zu bewerben, unterteilen sich in zwei Bereiche. Erstens, grundsätzlich in Münster tätig zu sein, da in Münster durch Verwal- tung und Politik ein Umfeld geschaffen worden ist, welches sich durch die folgenden Eigenschaften auszeichnet: Hohe Transparenz und gute Strukturen im Jugendamt Qualitätsorientierte Ausrichtung Offenheit gegenüber neuen Trägern Interessiert an einer breiten Angebotsvielfalt Verbindlichkeit und sehr starke Leistungsorientierung Vernetzung der Träger Viel Potenzial in Münster durch viele neu hinzuziehende Familien Diese Eigenschaften machen es für educcare sehr erstrebenswert mit den Verantwortlichen der Stadt die Zusammenarbeit zu intensivieren und weitere Kindertagesstätten in Münster zu eröffnen. Zudem ergeben sich mit weiteren Einrichtungen in Münster viele Synergie- effekte in den Bereichen Qualität, Stabilität und Effizient Zu den Synergien bezogen auf die Qualität: Die Synergien liegen in den Verzahnungsmöglichkeiten in den Themen Pädagogik und B e- trieb der Kitas. Konkret u.a. in erweiterten und Kita -übergreifenden Angeboten für Kinder und Eltern, einem Patenmodell der Leitungen und Mitarbeiterinnen sowie gemeinsamen Management mit unte r- schiedlichen Themenschwerpunkten Zu den Synergien bezogen auf die Stabilität: Die Synergien ergeben sich hier durch die Nutzung der erweiterten Kapazitäten und insb e- sondere bei unkomplizierter Aushi lfe bei Personalengpässen Seite 63 von 67 (Krankheit und sonstige Ausfallzeiten) auf Fachkraft - als auch Le i- tungsebene Zu den Synergien bezogen auf die Effizienz: Effizienzen entstehen durch gemeinsames Coaching der Leitungen, Themenaufteilung zwischen den Leitungen, sow ie gemei n- same Schulung der Teams. Durch Nutzung dieser Syne r- gien entstehen Potenziale sich noch intensiver auf pädag o- gische Themen zu konzentrieren Durch die zukünftig enge Zusammenarbeit der bestehenden bzw. im Aufbau befindlichen educcare Kitas in Hiltru p und Wolbeck kann eine neue Kita - insbesondere im Aufbau und später im laufenden Betrieb – sehr gut unterstützt werden, sodass hohe Qualität von Anfang an gewährleistet wird. Wir haben aus gleich gelagerten anderen educcare Kindertagesstä t- ten Erfahrungen, die wir hier zum Nutzen der Familien und der Stadt Münster einbringen können: Beispielweise hat educcare bereits umfangreiche Erfahru n- gen in der Zusammenarbeit mit anderen Kitas und Trägern, so bildet die educcare Kindertagesstätte „Der bunte Luftba l- lon“ in Overath seit vielen Jahren in Kooperation mit der i n- tegrativen Kindertagesstätte „Zauberkiste e.V.“ im Verbund das Familienzentrum Overath -Mitte. Dieses bietet Familien einen Anlaufpunkt zu Beratung in Erziehungsfragen, En t- wicklungsauffälligkeiten, F örderbedarf, Sprach - und Bew e- gungsförderung, Therapieangeboten oder Fragen rund ums Baby und Kleinkind. Zudem vermittelt das Zentrum Kontakte zu Beratungsstellen und Therapeuten, Sprachkursen und Angeboten zu Kindertagespflege und Babysittern. Neben Beratung und Kontaktvermittlung bietet das Familienzen t- rum kreative und sportliche Angebote für Kinder und Eltern, Seite 64 von 67 wie beispielsweise einen Kinderchor, musikalische Frühfö r- derung, einen Lauftreff und viele weitere sportliche Angeb o- te, z.B. Yoga, Zumba… Gerne bringen wir unsere Expertise auch in Familienzentren in Münster mit ein. Das Ankommen und Zusammenwachsen der Menschen in einem schnell wachsenden Wohngebiet durch Angebote und Maßnahmen in der Kita zu unterstützen, ist eine He r- ausforderung, die der educcare Philosophie entspricht Umfangreiche Erfahrungen hinsichtlich Kinderbetreuung, deutsc h- landweit und auch in Münster durch die Kindertagesstätte „ Lacki Kids“ und bald mit einer zweiten Einrichtung mit kommunalem Ve r- sorgungsauftrag im Stadtteil Wolbeck, die sich derzeit im Aufbau be- findet und voraussichtlich 2019 eröffnet Hohe Zufriedenheit der Eltern in Münster in der Kita „ Lacki Kids “: Durch regelmäßige Elternbefragungen (2mal jährlich) kann educcare belegen, dass die Eltern mit der Arbeit in der Kindertages stätte sehr zufrieden sind. Die letzte Befragung im Zeitraum 05.06.2018 – 19.06.2018 hat ergeben, dass bei den befragten Eltern (Teilna h- mequote 61,4%) die Weiterempfehlungsquote bei 92% liegt. d.h. der Standort Münster bietet eine interessante Kombination von bereits erfolgreich Erprobtem sowie noch gemeinsam zu Entwickelndem. Zur Übernahme der Trägerschaften für die Einrichtungen benötigen wir die finanzielle Unterstützung der Stadt Münster. Die Übernahme der Träge r- schaft die die fünf Einrichtung ist für educcare nur unter folgenden Aspekten möglich: Seite 65 von 67 1. Einrichtungen Neubrückenstraße im Stadtteil Altstadt (4 Gruppen): Anrechnung der Wochenstunden für Hauswirtschaftskraft in den päd a- gogischen (Kibiz-)Personalschlüssel Berücksichtigung von 25 – 35 und 45 Stunden Plätzen 3% freiwillige kommunale Förderung notwendig 2. Einrichtung Sonnenstraße im Stadtteil Altstadt (8 Gruppen): Anrechnung der Wochenstunden für Hauswirtschaftskraft in den päd a- gogischen (Kibiz-)Personalschlüssel Berücksichtigung von 25 – 35 und 45 Stunden Plätzen 3% freiwillige kommunale Förderung notwendig. 3. Einrichtung Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren (4 Gruppen) Anrechnung der Wochenstunden für Hauswirtschaftskraft in den päd a- gogischen (Kibiz-)Personalschlüssel Berücksichtigung von 25 – 35 und 45 Stunden Plätzen 3% freiwillige kommunale Förderung notwendig 4. Einrichtung Meckmannweg im Stadtteil Mecklenbeck (4 Gruppen) Anrechnung der Wochenstunden für Hauswirtschaftskraft in den päd a- gogischen (Kibiz-)Personalschlüssel Berücksichtigung von 25 – 35 und 45 Stunden Plätzen 3% freiwillige kommunale Förderung notwendig 5. Einrichtung Nottulner Landweg im Stadtteil Roxel (6 Gruppen) Anrechnung von 50% der Wochenstunden für Hauswirtschaftskraft in den pädagogischen (Kibiz-)Personalschlüssel Berücksichtigung von 25 – 35 und 45 Stunden Plätzen Seite 66 von 67 3% freiwillige kommunale Förderung notwendig Auf Basis der Erfahru ngen von educcare zu kommunalen und betrieblichen Kitas betonen wir hiermit unser außerordentliches Interesse, diese Herau s- forderungen zusammen mit der Stadt Münster annehmen zu dürfen. Köln, 07.02.2019 Axel Thelen Sabrina Klein Geschäftsführer Projektentwicklerin Seite 67 von 67
Anlage 9.1 Bewerbung Kleine Riesen
91933 Zeichen
Bilinguale Kindertagesstätten
Kle1ne R1esen Nord gGmbH I Esslmger Straße 69 I 73732 Esslmgen
PER EXPRESS
Stadt Münster
Amt für Kinder, Jugendliche und Famile
48127 Münster
VORAB PER MAll gerick@stadt-muenster.de
VORAB PER FAX (0251) 4927909
Ihr Zeichen, Ihre Nachncht vom Unsere Zeichen, unsere Nachricht vom Telefon, Name
(0711) 35 116 40, PW
Kindertagesstätten
Datum
06.02.2019
Aufrechterhaltung der Bewerbung als Träger für die Kindertag~seinrichtung
Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren
Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,
hiermit zeigen wir an, dass wir unser Interesse an der Übernahme der Trägerschaft der
Kindertagesstätte" Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren" aufrechterhalten.
Den Eigenanteil des Trägers in Höhe von 9 Prozent können sicherstellen.
Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Mit~u
1:/
I f
Geschäftsführer
Anlage: Aktualisiert Konzeption
Kleine Riesen Nord gemeinnützige GmbH I Esslinger Straße 69 I 73732 Esslingen I Telefon: {0711) 35 116 40 I Telefax: (0711) 35 116 417 j www.littlegiants.de I info@littlegiants.de n ~.?.?.~.
Geschäftsführer I D1pl.-lng. Jelena Wahler, MBA (Duke) I D1pl-lng. Peter Wahler, MBA (Duke)
Sitz der Gesellschaft I Esslingen am Neckar I Amtsgericht Stuttgart HRB 7393
Bankverbindung I Volksbank Esslingen eG II BAN DE17 6119 0110 0244 0280 01 I BIC GENODESlESS
Kapitel:
1
PÄDAGOGISCHES KONZEPT
für die Kindertagesstätte in Münster, Nordkirchenweg
Kapitel:
2
Pädagogisches Konzept
Kindertagestätte Little Giants
Nordkirchenweg – Stadtteil Amelsbüren
TRÄGER :
Kleine Riesen Nord gemeinnützige GmbH
Esslinger Straße 69
73732 Esslingen am Neckar
Tel: (0711) 35 116 4 - 0
Fax: (0711) 35 116 4 - 17
E-Mail: info@littlegiants.de
Internet: www.littlegiants.de
Kapitel:
3
INHALTSVERZEICHNIS
1. Allgemeine Angaben zum Träger .............................. ...................................................................... 5
1.1. Kontaktinformatio nen / Rechtsform ....................................................................................... 5
1.2. Unternehmensgegenstand / Geschäftsfeld ................... ......................................................... 5
2. Organisation und Verwaltung ................................ ......................................................................... 5
3. Angaben zur Trägerkonzeption ............................... ........................................................................ 6
3.1. Leitbild .......................................................................................................................................... 6
3.2. Werte ............................................................................................................................................ 6
4. Pädagogisches Konzept ....................................................................................................................... 7
4.1. Zielsetzung .................................................................................................................................... 7
4.2. Betreuungs-, Bildungs- und Erziehungsauftrag ............................................................................ 7
4.3. Grundsätze ................................................................................................................................... 8
4.4. Philosophie ................................................................................................................................... 9
4.5. Eingewöhnung ............................................................................................................................ 11
4.6 Partizipatio n der Kinder ......................................................................................................... 13
4.7. Pädagogik nach Altersgruppen ................................................................................................. 13
2-24 Monate .................................................................................................................................. 13
24-36 Monate ................................................................................................................................ 15
Kindergarten & Vorschule ............................................................................................................. 15
Pädagogische Angebote ................................................................................................................ 17
5. Integration und interkulturelle Orientierung .................................................................................... 17
5.1. Grundsätzliches .......................................................................................................................... 18
5.2. Integration .................................................................................................................................. 18
5.3. Interkulturelle Orientierung der Personalpolitik ........................................................................ 18
5.4. Integration von Kindern von Geflüchteten ................................................................................ 18
5.5 Genderthematik .......................................................................................................................... 19
6. Familienorientierung und Elternbeteiligung ..................................................................................... 20
6.1 Elterngespräche ........................................... ............................................................................ 20
6.2 Elternbefragung ........................................... ............................................................................ 20
6.3 Elternbeirat .............................................. ................................................................................. 20
6.4 Gewaltprävention und Umgang mit Gewalt .................... .................................................... 21
7. Sozialraumorientierung (Kooperation und Vernetzung) ................................................................... 21
9. Qualitätsmanagement ....................................................................................................................... 22
9.1. Dokumentation .......................................................................................................................... 22
Kapitel: Allgemeine Angaben zum Träger
4
9.2. Elternbefragung .......................................................................................................................... 23
9.3. PersonalAusstattung .................................................................................................................. 23
9.4. Hygieneplan ................................................................................................................................ 23
9.5. Qualitätsmanagementhandbuch ................................................................................................ 23
9.6. Qualitätssicherungsmethoden (6-Sigma – DMAIC) .................................................................... 23
9.7. Qualitätszirkel ............................................................................................................................. 24
9.8. Insoweit Erfahrene Fachkraft SGB VIII, 8a .................................................................................. 24
9.9. Fachberatung .............................................................................................................................. 25
9.10. Pädagogische Tage ................................................................................................................... 25
9.11. Kennenlernen von anderen Einrichtungen .............................................................................. 25
9.12. Leitungskonferenzen ................................................................................................................ 25
9.13. Beschwerdemanagement i. S. d. § 45 Abs. 2 Nr. 3 SGB VIII ..................................................... 25
9.14. Beschwerdemanagement ......................................................................................................... 25
10. Ernährung ........................................................................................................................................ 26
11. Personalmanagement ..................................................................................................................... 26
11.1. Personalgewinnung .................................................................................................................. 27
11.2. Mitarbeiterentwicklung ............................................................................................................ 27
12. Finanzmanagement ......................................................................................................................... 27
13. Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung i. S. d. § 8a SGB VIII ....................................................... 29
Anlage 1: Ernährungskreis ..................................................................................................................... 30
Anlage 2: Hygiene Plan .......................................................................................................................... 30
Hygiene im Sanitärbereich ................................................................................................................ 30
Trinkwasserhygiene ........................................................................................................................... 31
Erste Hilfe .......................................................................................................................................... 31
Küche ................................................................................................................................................. 32
Handhygiene ...................................................................................................................................... 32
Flächenreinigung und Desinfektion ................................................................................................... 33
Außenanlagen.................................................................................................................................... 33
Anlage 3: Verfahrensanweisung bei Hohen Temperaturen .................................................................. 33
Kapitel: Allgemeine Angaben zum Träger
5
1. ALLGEMEINE ANGAB EN ZUM TRÄGER
1.1. KONTAKTINFORMATIONEN / RECHTSFORM
Kontaktdaten: Kleine Riesen Nord gemeinnützige GmbH
Esslinger Straße 69
73732 Esslingen
Geschäftsführer: J e l e n a W a h l e r , P e t e r W a h l e r
1.2. UNTERNEHMENSGEGENSTAND / GESCHÄFTSFELD
Kleine Riesen Nord betreibt Kinderkrippen und Kindertagesstätten.
2. ORGANISATION UND VERWALTUNG
Träger Einrichtung
Pädagogik Pädagogische Richtlinien
Wissensaustausch zwischen Ein-
richtungen
Kinderschutz
Frühkindliche Bildung (Pla-
nung und Durchführung
von Angeboten)
Dokumentation
Weiterschreibung Konzep-
tion
Kinderkonferenzen
Finanzen Buchhaltung
Jahresabschluss
Controlling
Budgetierung
Kassenbuch
Einkäufe
Personalmanagement Bewerbermanagement
Lohnbuchhaltung
Fortbildung
360°-Feedback
Bewerbungsgespräche
Beteiligung an Personalent-
scheidungen
Reflexionsgespräche
Beteiligung an Fortbil-
dungsentscheidungen
Beschaffung Abschluss von Rahmenverträgen
Kreditorenbuchhaltung Debito-
renbuchhaltung
Bedarfsmeldung
Beschaffung und Bestel-
lung
Elternarbeit Vertragsgestaltung
Elternbefragungen
Richtlinien zur Elternarbeit
Richtlinien zur Eingewölhnung
Elterngespräche
Beteiligung an Elternbefra-
gungen
Elternabende und Feste
Erziehungs- und Bildungs-
partnerschaft
Individuelle Eingewöhnung
Investitionen Budgetierung
Beschaffung von großen Investiti-
onsgütern
Bedarfserhebung und –
meldung
Qualitätsmanagement Qualitätshandbuch
Audits
Beschwerdemanagment
Qualitätszirkel
Pädagogische Tage
Beschwerden bearbeiten
und Arbeitskreise bilden
Kapitel: Angaben zur Trägerkonzeption
6
3. ANGABEN ZUR TRÄGERKONZEPTION
3.1. LEITBILD
Kleine Riesen Nord bietet qualitativ hochwertige Ganztageskinderbetreuung an.
Wir wollen Kinder beim Erwerb von Basiskompetenzen altersgerecht und individuell unterstützen.
Wir sehen jedes Kind als einzigartiges Individuum. Unser pädagogisches Konzept sieht vor, individuell auf die
Bedürfnisse und Interessen eines jeden Kindes einzugehen. Dadurch wollen wir die Entwicklung eines gesunden
Selbstbildes und Selbstvertrauens fördern.
Wir verstehen uns als Dienstleister, der es berufstätigen Müttern und Vätern ermöglicht sorgenfrei Beruf und
Familie zu vereinbaren, der in engem Austausch mit dem Jugendam und der Politik steht, um mit jeder neuen
Kita einen Mehrwert für die Gemeinde zu schaffen.
3.2. WERTE
INDIVIDUALITÄT: Jedes Kind ist ein einzigartiges Individuum, das eigene
Interessen, Bedürfnisse und Fähigkeiten hat. Wir respektieren die Beson-
derheiten eines jeden Kindes und sehen diese als Geschenk an. Little Giants
fördert Kinder individuell beim Entfalten ihrer Fähigkeiten und Ihrer Persön-
lichkeit.
INTELLEKTUELLE STIMULATION: Kinder haben einen angeborenen Lern-
und Entdeckerdrang. Um die wertvolle Zeit der Kindheit mit sinnvollen
Lernerfahrungen zu erfüllen, sowohl selbst entdecken, aber auch spielerisch
in der Gruppe, geht Little Giants individuell auf die Bedürfnisse jeder Alters-
stufe und jedes einzelnen Kindes ein. Unser Raumkonzept und unsere pädagogischen Angebote sind so ausge-
legt, dass Kinder ganz individuell von der BetreuerIn lernen können.
GESUNDHEIT UND SICHERHEIT: Kinder sollen in einer sowohl physisch als auch psychisch gesunden und si-
cheren Umgebung aufwachsen, die ihnen Freiraum zum Entdecken, Spielen und Lernen bietet. Durch gesunde
und ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung, frühzeitiges Erlernen von Zahn- und Handwaschhygiene,
sowie durch ein durchdachtes und sicheres Raumkonzept werden wir diesen Ansprüchen gerecht. Darüber hin-
aus werden Verfahren zur Unfallprävention und dem frühzeitigen Erkennen von Gewalt entwickelt und Maß-
nahmen für den Notfall vorgestellt.
PARTNERSCHAFT MI T DEN ELTERN: Wir glauben daran, dass qualitativ hochwertige Kinderbetreuung eines
intensiven Austauschs zwischen BetreuerInnen und Eltern bedarf. Bei uns werden die Eltern täglich schriftlich
oder mündlich über den Tag der Kinder informiert. Die Entwicklung der Kinder wird während der gesamten Zeit
bei Little Giants ausführlich dokumentiert. Regelmäßige Eltern-Betreuer-Gespräche halten die Eltern über die
Entwicklung des Kindes bei Little Giants auf dem Laufenden.
WÄRME UND ZUWENDUNG: Alle Kinder, insbesondere sehr junge Kinder, brauchen die Wärme und Zuwen-
dung einer Bezugsperson. Little Giants ist bestrebt im Rahmen der operativen Möglichkeiten jedes Kind einer
BetreuerIn zuzuordnen. Diese begleitet das Kind und dessen Eltern ganz individuell während seiner Zeit bei
Little Giants, spendet Zuwendung und ermutigt das Kind bei seinen Entdeckungsreisen.
MOTIVIERENDES ARBEITSUMFELD: Wir sind der festen Überzeugung, dass nur zufriedene MitarbeiterInnen
gute Kinderbetreuung gewährleisten können. Little Giants bietet, seinen MitarbeiterInnen einen sicheren und
Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept
7
motivierenden Arbeitsplatz an, den sie jeden Tag gerne wieder zurückkehren. Regelmäßige Schulungen verbes-
sern nicht nur die Qualität der Betreuung, sondern auch die Zufriedenheit unserer MitarbeiterInnen. Flexibel
reagieren wir auf die sich wandelnden Bedürfnisse unseres Teams. Dieses wiederum kommt auch unseren Klei-
nen zugute.
4. PÄDAGOGISCHES KONZEPT
4.1. ZIELSETZUNG
Wir verstehen unsere Aufgabe darin, Erziehung, Betreuung und Bildungsauftrag in Einklang miteinander zu
bringen, dabei stehen die individuellen altersgerechten Bedürfnisse des Kindes stets im Mittelpunkt.
Im Sinne der UN-Kinderechtskonvention sind wir der festen Überzeugung, dass Kinder ein Recht auf Erziehung
und Bildung, die die Persönlichkeit, die Begabung und die geistigen, körperlichen und sozialen Fähigkeiten zur
Entfaltung bringt, haben. Ebenso erachten wir es als selbstverständlich, dass Kinder ein Recht auf Teilhabe und
Beteiligung, auf Gesundheit, auf Schutz vor Gewalt und Diskriminierung haben.
4.2. BETREUUNGS-, BILDUNGS- UND ERZIEHUNGSAUFTRAG
Wir sehen unseren Betreuungs-, Bildungs- und Erzie-
hungsauftrag in der Sicherstellung der folgenden Ziele
begründet:
• Unter Bildung verstehen wir den lebenslangen
Prozess zur Aneignung der Welt von Geburt an. Es
handelt sich um einen aktiven Aufnahme- und
Verarbeitungsprozess von Informationen, welcher
in der Kindertagesstätte durch Interaktion mit an-
deren Kindern und pädagogischem Personal in ei-
ner anregenden Umgebung abläuft. Dabei spielen
Erzieherinnen und Erzieher eine vitale Rolle.
• Erziehung bedeutet für uns Unterstützen der Bil-
dungsprozesse sowohl durch Vormachen als auch durch Anhalten eigene Erfahrungen zu machen.
• Bildung ist der Zusammenhang von Lernen, Wissen, Wertebewusstsein, Haltungen und Handelsfähigkeit
im Zusammenhang mit einem sinnerfüllten Leben.
• Wir bieten Kindern eine sichere Lernumgebung und Betreuung, in der das körperliche und seelische Wohl
der Kinder sichergestellt ist.
• Wir unterstützen Kinder bei der Entwicklung einer eigenständigen Persönlichkeit, größtmöglicher Selbst-
ständigkeit und Eigeninitiative.
• Wir wollen die natürliche Lernfreude von Kindern anregen und stärken und gleichzeitig die Kreativität der
Kinder unter Berücksichtigung ihrer individuellen Interessen und Begabungen.
• Wir wollen Kindern elementare Kenntnisse der Umwelt durch ein breites Angebot an Erfahrungsmöglich-
keiten vermitteln.
• Wir betrachten die Kindertagesstätte als Begegnungsraum für soziales Lernen. Kinder sollen soziale Verhal-
tensweisen, Situationen und Probleme bewusst erleben.
• Das Lernen findet durch soziale Interaktion zwischen pädagogischen Bezugspersonen und Kind statt. Die
pädagogischen Bezugspersonen fungieren als Mentoren und unterstützen das Kind beim Erwerb von Wis-
sen und Fähigkeiten. Sie geben dem Kind Hilfestellungen und unterstützen es dabei Problemlösungsstrate-
gien zu entwickeln.
Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept
8
• Die Kindertagesstätte arbeitet in enger Kooperation mit der Stadt Münster, insbesondere mit allen im
Stadtteil verfügbaren Ressourcen..
• Kinder werden unabhängig von Bekenntnis, Nationalität und Herkunft aufgenommen.
Bei der Umsetzung unseres Betreungs-, Erziehungs- und Bildungsauftrages orientieren wir uns an den Zielset-
zungen des KiBiz und der Stadt Münster.
4.3. GRUNDSÄTZE
Qualitativ hochwertige Kinderbetreuung muss gewisse
Voraussetzung erfüllen, um die optimale Entwicklung
der Kinder sicherzustellen. Unserer Pädagogik liegen
folgende vier Prinzipien zugrunde:
BETREUUNG DURCH BEZUGSTEAMS: Bei den Little
Giants ist jedes Kind einer Gruppe zugeordnet. Das pä-
dagogische Personal in dieser ist für das Kind und da-
mit für seine Pflege verantwortlich. Unsere BetreuerIn-
nen arbeiten eng zusammen, da Bezugsbetreuung am
besten in gut organisierten Teams funktioniert. Dar-
über hinaus versuchen wir, sofern organisatorisch
möglich, eine hauptverantwortliche Betreuungsperson
jedem Kind und seiner Familie zuzuordnen.
Bezugsbetreuung heißt nicht, dass ein Kind nur Kon-
takt zu einer BetreuerIn hat. Vielmehr ist stets klar,
wer die Hauptverantwortung für ein Kind trägt und dessen Entwicklung dokumentiert.
KLEINE GRUPPEN : Forschungsergebnisse zeigen, dass eine kleine Gruppe und ein guter Betreuungsschlüssel
die wichtigsten Kriterien für qualitativ hochwertige Kleinkindbetreuung sind. Unsere Richtlinie lautet: je jünger
das Kind, desto kleiner die Gruppe.
Kleine Gruppen unterstützen individuelle Betreuung, welche Babys und Kleinkinder brauchen, Freiheit und Si-
cherheit beim Bewegen und Entdecken sowie die Entwicklung einer festen Bindung zwischen Kind und Betreue-
rInnen.
KONTINUITÄT IN DER BETREUUNG: Kontinuität in der Betreuung unterstützt das Bedürfnis des Kleinkindes
nach innigen Beziehungen und Bindung an Bezugspersonen. Aus diesem Grund wird bei den Little Giants größ-
ter Wert sowohl auf eine behutsame Eingewöhnung als auch auf einen langsamen Übergang in die nächste Al-
tersgruppe unter Begleitung einer Bezugsperson gelegt.
INDIVIDUELLE BETREUUNG: Wir gehen auf den individuellen Biorhythmus jedes betreuten Kindes ein.
Dadurch werden das Wohlgefühl und das positive Selbstwertgefühl des Kindes unterstützt. Es ist wichtig, dass
ein Kind sich nicht schlecht oder ausgegrenzt fühlt, weil sein Biorhythmus und seine Bedürfnisse von denen an-
derer Kinder abweichen.
Die umgehende Reaktion auf die individuellen Bedürfnisse unterstützt das Kind beim Erlernen des selbstständi-
gen Handelns.
Das Little Giants Konzept passt sich auf das Kind an und nicht das Kind auf das Little Giants Konzept. Dadurch
spürt das Kind, dass es wichtig ist, dass seine Bedürfnisse gestillt und seine Auswahl, Vorlieben und Impulse res-
pektiert werden.
Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept
9
4.4. PHILOSOPHIE
Für Little Giants bedeutet Erziehung Kindern die Möglichkeit zu geben
sich zu selbstbewussten Menschen zu entwickeln. Die Welt begreifen un-
sere Kinder als eine Einladung zum Lernen und Wachsen. Bei Little Giants
werden Kinder mit den Fähigkeiten und dem Selbstvertrauen ausgestat-
tet, die im späteren Leben wichtig sind.
EIN PLATZ FÜR KINDER : Jedes Kind hat ein Anrecht auf eine erfüllte
Kindheit. Kinder in einer Kindertageseinrichtung verdienen eine sichere
Umgebung, in der Sie die Wunder unserer Welt entdecken können. Dabei
ist es wichtig, dass die Einrichtung so gestaltet ist, dass sie die richtige Mi-
schung aus Freiheit und Beschränkungen, aus Ausgelassenheit und Ruhe
und Wärme und Lachen im Überfluss gibt. Unsere Little Giants Center ha-
ben den Anspruch, dass sie warm und freundlich gestaltet sind. Wir wollen unseren Kindern eine Atmosphäre
bieten, die ein zweites Zuhause ist und nicht ein schulähnlicher Betrieb.
AKTIVES LERNEN: Kinder lernen aktiv. Sie erwerben Basiskompetenzen am besten durch Aktivitäten, die sie
selbst planen und ausführen lernen. Sie sind alle kleine Wissenschaftler, Baumeister, Akrobaten und Künstler,
die "begreifbare" Erfahrungen mit ihrer Umwelt, Menschen und Dingen benötigen. Kinder brauchen die Mög-
lichkeit sich Ziele zu setzen, zu planen, nachzudenken und Verantwortung zu übernehmen. Dabei kommunizie-
ren sie von Geburt an und benötigen eine Umgebung, die gefüllt ist mit Büchern, Spracherlebnissen und Kon-
versation.
BETREUER SIND MENTOREN: Die pädagogischen Fachkräfte in Little Giants Centern sind Teile eines Teams,
das Kindern eine Lernumgebung zum Sammeln von Erfahrungen zur Verfügung stellt. Sie bieten altersgerechte
Erlebnisse für jedes individuelle Kind, stellen Fragen, schaffen Herausforderungen und helfen Kindern beim Fin-
den von Antworten. Die Betreuungseinrichtung unterstützt diese bei der Entwicklung eines gesunden Selbst-
vertrauens. Dadurch entwickeln die Kinder zunehmend intellektuelle Fähigkeiten und Wissen, das sie auf die
Schule spielerisch vorbereitet.
ANGEMESSENE UMGEBUNG: Unser Konzept schafft eine altersgerechte und individuelle Umgebung, in der
jedes Kind entdecken kann, wie die Welt beschaffen ist und wie sie funktioniert. Es kann seine Fähigkeiten tes-
ten und seine Grenzen kennenlernen. Die tägliche Routine und die Gruppenräume sind so geplant, dass die Kin-
der individuell entdecken, lernen und Erfahrungen sammeln können: Beschriftete Regale benutzen Farben,
Symbole und Worte, die den Sinn der geschriebenen Sprache zu verstehen helfen. Spielorte beinhalten einfa-
che wissenschaftliche Experimente aus den Bereichen Biologie, Physik und Chemie. Sprechen und Zählen sind
Bestandteil der täglichen Routinetätigkeiten, wie Mittagessen oder Aufräumen.
Die pädagogischen Fachkräfte planen und wechseln Lerncenter aus. Darüber hinaus bieten sie Gruppenaktivitä-
ten an, bei denen die Kinder lernen, Projekte ihren Interessen entsprechend zu wählen und diese dann in einer
Gruppe zu bearbeiten. Sich in ein Team einzugliedern, zu führen aber auch unterzuordnen sind Fähigkeiten, die
in der frühesten Kindheit gelernt werden sollten.
DOKUMENTATION : Die Dokumentation des Erwerbs der Basiskompetenzen und der Entwicklung eines jeden
Kindes ist ein wichtiges Element des pädagogischen Konzeptes von Little Giants.
BetreuerInnen dokumentieren Erfahrungen zusammen mit den Kindern in Portfolios. Quartalsweise werden
Entwicklungsprofile für jedes Kind erstellt. Im U3 Bereich setz
ten wir in der Regel“ Mondey“, im Ü3 Bereich
„Grenzsteine der Entwicklung“ als Instrumente ein. Diese werden, wenn es keine Auffälligkeiten gibt, zweimal
Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept
10
jährlich mit den Eltern besprochen. .
Unsere Dokumentation stellt die Basis für die Bewertung der Entwicklung des Kindes dar. Diese wiederum hilft
der BetreuerIn, den Eltern und dem Kind Entwicklungsdefizite aufzudecken und besondere Begabungen früh-
zeitig zu erkennen. So können gezielt Akzente im pädagogischen Angebot gesetzt werden.
ELTERN SIND PARTNER: Bei Little Giants sind Eltern gleichberechtigte Partner in jeder Hinsicht. Sie helfen
Ziele und Prioritäten zu setzen und unterstützen die Entwicklung ihres Kindes durch gezielte Erfahrungen zu-
hause. Tägliche Berichterstattung, in der Krippe schriftlich, im Kindergarten mündlich, seitens der Betreuerin,
die nicht nur den Ernährungsplan des Kindes, sondern auch die emotionalen Höhe- sowie Tiefpunkte wieder-
gibt, helfen den Eltern zu beurteilen, wie sich ihr Kind entwickelt.
GRUNDLAGEN: Das pädagogische Konzept von Little Giants basiert auf Theorien der frühkindlichen Entwick-
lung. Die entwicklungspsychologischen Erkenntnisse von Jean Piaget, Lev Vygotsky, Eric Erickson und Howard
Gardner sind Bestandteil unseres Konzepts. Wir beziehen die Arbeiten von Daniel Goleman zur emotionalen
Intelligenz in unsere Pädagogik mit ein.
Die Schlüsselfaktoren der Little Giants Pädagogik sind:
• Kinder lernen aktiv.
• Durch Erfahrungen werden Synapsen gebildet.
• Kinder bilden beim Lernen selbst Regeln und Strukturen.
• Kinder sind im Stande mit hoher Geschwindigkeit und Intensität zu lernen.
• Kinder lernen mit allen Sinnen.
• Kinder lernen mit anderen.
• Spielen bedeutet Lernen.
• Unsere Pädagogen unterstützen die intrinsische Lernmotivation und fördern jedes Kind individuell.
• Intelligenz hat viele Formen.
• Sprache spielt eine kritische Rolle während der Entwicklung, da sie unser primäres Kommunikationsmittel
ist.
• Basierend auf der Gehirnentwicklung, gibt es optimale Entwicklungszeitfenster, insbesondere was die Ent-
wicklung von sprachlichen Fähigkeiten betrifft. Daher ist ein sprachlich stimulierendes Umfeld während der
ersten fünf Lebensjahre besonders wichtig.
• Kinder lernen hauptsächlich durch Entdecken und Untersuchen, durch Interaktionen mit anderen Kindern
und Erwachsenen sowie durch Reflektieren von Erfahrungen.
• Die Aufgabe unserer BetreuerInnen ist es, eine Umgebung zu schaffen, die die Entwicklung der Kinder
bestmöglich unterstützt.
DAS PÄDAGOGISCHE UMFELD: Das pädagogische Umfeld gestaltet sich wie folgt.
• Unser pädagogisches Personal arbeitet in stetigem Austausch mit Eltern einen Plan zur individuellen Förde-
rung des Kindes aus. Die Entwicklung des Kindes wird regelmäßig
gemeinsam besprochen und evaluiert.
• Wir bieten eine gut geplante und erprobte Raumstruktur an, die den Kindern Wahlmöglichkeiten lässt. Die
Räume müssen den Entdeckungs- und Untersuchungsdrang der Kinder unterstützen und altersgerechte
Herausforderungen bieten.
• Aktivitäten und Projekte müssen die Interessen und Fähigkeiten der Kinder widerspiegeln. Kinder nehmen
aktiv an der Raumgestaltung und Veränderung teil.
• Wir nutzen bewusst die Infrastruktur der Umgebung, seien es Naherholungsgebiete, Sportstätten oder Bib-
liotheken.
• Unser pädagogisches Personal unterstützte Kinder beim Entdecken. Sie erkennen Momente, in denen das
Kind lernt, und bieten Unterstützung, Ermutigung und die notwendige Herausforderung.
Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept
11
• Aktivitäten werden in Teams gemeinsam mit Kindern oder, sofern die Kinder noch zu klein sind, unter Be-
rücksichtigung derer Intereeressen erarbeitet.
• Die Erfahrungen der Kinder und der Gruppe werden dokumentiert und mit den Eltern besprochen.
• Unser pädagogisches Konzept bezieht sowohl gezielte Interaktionen als auch ein einfühlsam geplantes
Raumkonzept in die Entwicklung der Kinder mit ein. Wir integrieren Elemente der Spracherziehung, des
mathematischen und naturwissenschaftlichen Denkens, der Projektarbeit, der Sachkunde und der Kunst-
sowie Musikerziehung in alle Aspekte unserer Center, anstatt diese künstlich zu trennen. Wir wollen, dass
Kinder „begreifen“ anstatt im klassischen Sinne mit Lernstoff „berieselt“ werden.
PÄDAGOGISCHES SELBSTVERSTÄNDNIS
• Wir und unsere MitarbeiterInnen sind uns bewusst, dass unser Handeln, unsere Werte, Ansprüche und Er-
fahrungen direkten Einfluss auf unsere pädagogische Arbeit.
• Wir und unsere MitarbeiterInnen sehen unser Handeln fest verankert in den demokratischen Grundwerten
unserer Gesellschaft.
• Unsere MitarbeiterInnen sind angehalten stets den Mittelpunkt Ihres Handels ausgehend von der Sicht-
weise des Kindes zu setzen.
• Unsere pädagogischen Fachkräfte stimmen im Team ihr pädagogischen Planen und Handeln ab und tau-
schen regelmäßig Erkenntnisse über den Bildungs- und Entwicklungsprozess einzelner Kinder aus.
• Unsere Fachkräfte geben den Kindern Orientierung und Sicherheit durch liebevolle Zuwendung und durch
den Aufbau einer kontinuierlichen, stabilen Bindung.
• Unsere Fachkräfte verstehen sich als Partner der Eltern, die diesen auf Augenhöhe begegnen.
4.5. EINGEWÖHNUNG
GRUNDSÄTZLICHES
Jedes Kind ist anders. Unsere Erfahrung zeigt, dass die Eingewöhnungsphase bei jedem Kind unterschiedlich ist.
Während manche Kinder sich schon in den ersten Tagen ganz leicht an den Kitaalltag und die Trennung von den
Eltern gewöhnen, brauchen andere bis zu vier Wochen um sich mit der neuen Situation zurechtzufinden.
Daher glauben wir auch, dass es kein Patentrezept zur Eingewöhnung mit fest vorgeschriebenen Zeitpunkten,
zu denen gewisse Dinge geschehen müssen, gibt. Die Eingewöhnung verlangt von allen Beteiligten, d. h. Eltern,
pädagogischem Personal und Kind, hohe Flexibilität, bei der die Bedürfnisse des Kindes im Vordergrund stehen
müssen.
Die Zeit, die die Eingewöhnungsphase einnimmt wird allein vom Kind vorgegeben. Die Eingewöhnung kann und
darf dabei nicht von außen beschleunigt werden. Es können lediglich Vorkehrungen getroffen werden, die es
dem Kind leichter machen sich einzuleben. Hierfür muss sich mindestens ein Elternteil die Zeit nehmen.
AUFKLÄRUNG DER ELTERN
Vor Beginn der Eingewöhnungsphase wird mit den Eltern ein Gespräch geführt. Die Eltern werden insbeson-
dere über folgende Themen informiert:
• Ablauf und Dauer der Eingewöhnung
• Notwendigkeit von zeitlicher Flexibilität
• Trennungsstress beim Kind
• Kriterien für einen erfolgreichen Abschluss bzw. Abbruch der Eingewöhnung
DER ERSTE TAG
Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept
12
Der erste Tag bei Little Giants ist generell nie der erste Betreuungstag. Vielmehr dient dieser dazu, dass das
Kind die neue Umgebung, die Kinder und seine Bezugsbetreuerin im Beisein von einem oder zwei Elternteilen
kennenlernt.
Der anwesende Elternteil verhält sich während der gesamten Zeit passiv und lässt das Kind so selbstständig wie
möglich Entdeckungen machen und seine BezugsbetreuerIn kennenlernen.
Die Anwesenheitsdauer in der Kita sollte am ersten Tag zwei, höchstens jedoch drei Stunden nicht überschrei-
ten. Am Ende des ersten Tages entscheiden die Eltern und die Bezugsperson, ob ein weiterer Kennenlerntag
notwendig ist, oder ob das Kind am nächsten Tag bereits für eine sehr kurze Zeit alleine in seinem Gruppen-
raum bleiben soll.
DIE ERSTEN ZWEI WOCHEN
Wie zuvor erwähnt, verlangen die ersten Wochen der Eingewöhnung von allen Seiten hohe Flexibilität: Das
Kind muss sich auf eine neue und nicht vertraute Umgebung einstellen, die Bezugsbetreuer müssen sich inten-
siv mit dem Kind beschäftigen und auf seine Bedürfnisse eingehen. Der an der Eingewöhnung beteiligte Eltern-
teil muss sich stets in der Einrichtung oder in deren Nähe aufhalten, sodass das Kind bei Bedarf kurzfristig abge-
holt werden kann.
Am ersten Tag, an dem das Kind alleine in der Kindertagesstätte bleiben soll, verabschiedet sich der Elternteil,
der das Kind bringt, und verlässt den Gruppenraum. Eine für die Eingewöhnung zuständige BezugsbetreuerIn
kümmert sich intensiv um das Kind und versucht es abzulenken, zu beschäftigen und bei Bedarf zu trösten. Der
Elternteil hält sich während dessen entweder im Aufenthaltsraum der Einrichtung oder in der näheren Umge-
bung auf. Sollte der Trennungsstress des Kindes zu groß werden, dies kann bereits nach 15-30 Minuten der Fall
sein, wird der eingewöhnende Elternteil benachrichtigt. Dieser kommt dann und nimmt das Kind mit. Wichtig
ist, dass das Kind begreift, dass es ohne seine Eltern in der Krippe ist und dass es dort nur dann bleiben und
spielen kann, wenn keine Eltern dabei sind.
In den folgenden 14 Tagen wird der Zeitraum, in dem das Kind die Krippe besucht sukzessive verlängert.
DIE DRITTE UND VIERTE WOCHE
Unsere Erfahrung zeigt uns, dass die meisten Kinder nach zwei Wochen, Kindergarten oftmals auch schon frü-
her, so weit sind, einen ganzen Tag in der Kita zu verbringen. Dennoch ist es wichtig, dass die Eltern auch wäh-
rend Woche 3 und 4 der Eingewöhnungsphase jederzeit erreichbar und bereit das Kind abzuholen sind, um auf
eventuell aufkommenden Trennungsstress zeitnah reagieren zu können.
Nach vier Wochen führen eine BezugsbetreuerIn und Eltern ein Gespräch. Der Verlauf der Eingewöhnung wird
besprochen. Gemeinsam wird entschieden, ob
• das Kind vollständig eingewöhnt ist,
• die Eingewöhnungsphase verlängert werden sollte,
• oder ob der Trennungsstress für das Kind zu groß ist und von einer weiteren Betreuung in einer Krippe
besser abgesehen werden sollte.
ÜBERGANG VON DER KRIPPE IN DEN KINDERGARTEN
Auch der Übergang von der Krippe in den Kindergarten im eigenen Haus erfordert eine Eingewöhnung. Das
Kind verlässt seine Freunde in der alten Gruppe, trifft auf neue Räume und ältere Kinder – es wechselt aus der
Position „des Ältesten“ zur „Jüngsten“. Da in unseren Häusern alle Kinder gemeinsam auf dem Spielplatz sind,
immer wieder gmeinsame Ausflüge machen und auch mal morgens zusammen frühstücken, ist der Wechsel
von der Krippe in den Kindergarten in der Regel sehr sanft. Schon mehrer Monate vor dem geplanten Über-
gang, geht immer eine ErziehrIn mit dem/den Kindern, die in den Kindergarten wechseln sollen, in die Gruppe
Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept
13
zu den Älteren und nimmt dort an selektierten Aktivitäten teil. So schaffen wir nicht nur Vorfreude auf den
Wechseln, sondern geben den Kindern die Möglichkeit in einer entspannten Atmosphäre, ohne Verlustängste,
die neue Umgebung kennen zu lernen und Freunde zu gewinnen. Üblicherweise funktioniert dann der Start im
Kindergarten ohne weiteres Zutun der Eltern – schließlich sind Besuche der Kinder in ihrer alten Gruppe im-
mernoch stets willkomen, was aber mit der Zeit immer weniger wird und sich schließlich auf das freundliche
Grüßen der ErzieherInnen und Ihrer Zöglinge beschränkt
4.6 PARTIZIPATION DER KINDER
Wir betrachten die Partizipation der Kinder nicht nur als ein wichtiges Element unseres Konzepts, sondern auch
von zentraler Bedeutung für die demokratische Grundordnung unserer Gesellschaft.
Kinder, die Little Giants Kindertagesstätten besuchen, können, soweit dies mit dem Wohl des Kindes als auch
mit dem Wohl der anderen Kinder vereinbart ist, selbstbestimmt handeln und das pädagogische Umfeld im
Rahmen ihrer Möglichkeiten mitbestimmen.
Wir unterstützen eine Beteiligung der Kinder bereits im jüngsten Alter. Die Art der Beteiligung ist dabei selbst-
verständlich vom Alter abhängig. Wir sind der Auffassung, dass Kinder sowohl verbal als auch nonverbal ihre
Bedürfnisse und Wünsche mitteilen können. Auf diese wird im Rahmen der Möglichkeiten, die eine Kinderta-
geseinrichtung bietet, individuell eingegangen.
Alle Angebote und Aktivitäten bei Little Giants sind so ausgelegt, das Kinder stets entscheiden können, welche
Aktivitäten Sie interessieren. Uns ist wichtig die Entscheidungsfähigkeit der Kinder zu stärken und Ihnen zu er-
möglichen, sich Ihren Interessen zu widmen.
Weiterhin betrachten wir die Partizipation als essenziell für die Entwicklung einer gesunden Sozialkompetenz.
Die Kinder lernen, dass Ihre Wünsche und Bedürfnisse nicht allein in der Welt stehen, sondern oftmals mit den
Wünschen und Bedürfnissen anderer Kinder in Einklang gebracht werden müssen.
Um den Interessen der Kinder gerecht zu werden und bereits im jungen Alter an demokratische Entscheidungs-
prozesse heranzuführen, werden regelmäßig Kinderkonferenzen abgehalten.
4.7. PÄDAGOGIK NACH ALTERSGRUPPEN
2-24 MONATE
Die ersten Lebensjahre sind eine besondere Zeit, die auf das restliche Leben vorbereitet. Jedes Kind entwickelt
ein Gefühl der Autonomie, das Gefühl ein Individuum zu sein.
Es ist wichtig, jedes Kind als eine eigenständige Persönlichkeit zu behandeln und ihm Möglichkeiten zu geben,
frei zu agieren. Nur wenn Kinder erkennen, dass sie aus eigenen Kräften Dinge beeinflussen können, sind sie
bereit den nächsten wichtigen Schritt in Ihrer Entwicklung zu gehen: Sie werden sich ihrer Fähigkeiten bewusst
und merken, dass sie Dinge erreichen können. Dadurch werden Kleinkinder zu aktiven Lernern und Problemlö-
sern und können ihre Umwelt besser kennenlernen.
Die ersten drei Jahre im Leben eines Menschen sind die Wichtigsten für die Entwicklung von Gehirn und Spra-
che. Während dieser Zeit spielen die Erfahrungen des Kindes eine fundamentale Rolle beim Schaffen von Ver-
knüpfungen im Gehirn und somit beim Legen des Fundaments für die nachfolgende intellektuelle und emotio-
nale Entwicklung.
Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept
14
Von Geburt an sind Babys hervorragende Lerner. Sie untersuchen optische Eindrücke, Geräusche und fühlen
ihre Umwelt. Babys und junge Kleinkinder erhalten bei Little Giants liebevolle Bezugspersonen, die sie brau-
chen, und eine sichere Umgebung mit vielen Gelegenheiten zum aktiven Entdecken und Spaß haben. Die Kin-
der können sehen, hören, fühlen, anfassen und Dinge bewegen.
Sehr junge Kinder brauchen Bezugspersonen die mit ihnen interagieren, ihnen Sicherheit geben und vor allem
viel mit Ihnen sprechen. Es ist wichtig, sie in Konversationen einzubeziehen und selbst junge Babys mit Büchern
vertraut zu machen. Lieder singen, zuhören und auf die Laute und Worte des Kindes reagieren runden das Bild
ab. Bei Little Giants erhalten Babys und Kleinkinder die Aufmerksamkeit und die Entfaltungsmöglichkeiten, die
sie brauchen, um sich optimal zu entwickeln:
INDIVIDUELLE BETREUUNG: BetreuerInnen stellen in Kooperation mit den Eltern einen individuellen Be-
treuungsplan auf. Dieser wird ständig, den Bedürfnissen des Kindes angepasst, sodass sicher ist, dass die Be-
treuung bei Little Giants zum Kind und zu seiner Familie passt.
LIEBEVOLLE BETREUUNG: Babys brauchen viel Körperkontakt zu ihren Bezugspersonen, um sich gesund zu
entwickeln. Unsere BetreuerInnen verbringen, deshalb viel Zeit damit den Kindern die liebevolle Aufmerksam-
keit zu geben, die sie brauchen. Auf jeden Laut und jede Bewegung erhält das Baby eine freundliche Antwort:
Ein Wort, ein Lächeln oder eine vorsichtige Berührung lassen das Kind spüren, dass es etwas Besonderes ist.
VORLESEN: Lange bevor Babys Worte oder Bilder begreifen, können sie vom Vorlesen eines Buches profitie-
ren. Schon im frühsten Alter kann so die Grundlage für die Liebe zum Lesen gelegt werden. Ob auf dem Schoß,
auf dem Boden oder beim Einschlafen, Babys und Kleinkinder lernen bei Little Giants frühzeitig, die Magie von
Büchern und Geschichten zu schätzen.
EIN PLATZ ZUM WACHSEN: Babys und Kleinkinder entdecken die Welt mit allen Sinnen und mit ihren moto-
rischen Fähigkeiten. Lange bevor ein Kind begreift, was "unter" oder "entfernt" bedeutet, lernen sie sich fortzu-
bewegen: hinauf und hinab, unter Tischen hindurch und über Gegenstände hinweg. Unsere Gruppenräume bie-
ten den Kindern eine reichhaltige Lernumgebung mit altersgerechten Lerncentern, die darauf ausgerichtet sind,
Lernerfahrungen zu ermöglichen:
• Grob- und feinmotorische Erfahrungen: Babys können greifen, treten, halten, ziehen, stehen, kriechen und
krabbeln. Kleinkinder können begreifen, werfen, Gegenstände manipulieren, laufen, klettern, schieben,
ziehen, usw.
• Sinneseindrücke: Bei Little Giants entdecken Kinder Oberflächenbeschaffenheit, Farben, Muster, Formen,
Geruch, Geschmack und Gewicht.
• Kognitive Erfahrungen: Kinder entdecken die Objektpermanenz und räumliche Zusammenhänge. Sie lernen
Dinge zu sammeln, klassifizieren und von einem Behälter in den anderen zu schütten. In einfachen Experi-
menten vermitteln wir das Prinzip von Ursache und Wirkung und fördern jene Fähigkeiten, die benötigt
werden, um Probleme zu lösen.
• Sprache und Musik: Unsere BetreuerInnen sprechen viel mit den Kindern, sowohl individuell als auch in der
Gruppe. Wir machen Lese- und Sprachspiele und entdecken Musik, Reime und Geräusche.
• Persönliches Ausdrucksvermögen: Kunst, Bewegung, Nachahmung, erste Rollenspiele und das Spiel mit
Puppen und Kuscheltieren.
ELTERN ALS HAUPTBEZUG: Unsere BetreuerInnen wissen, dass die Beziehung zwischen Eltern und Kind
durch nichts zu ersetzen ist. Wir freuen uns auch über jede Idee, jede Frage und jeden Verbesserungsvorschlag.
Zusätzlich zu klasssichen Vier-, Sechs oder auch Achtaugengesprächen haben wir in den Kitas „Ideen Boxen“, in
die Eltern jederzeit, auch anonym, neue Denkansätze anregen können.
Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept
15
24-36 MONATE
Die Welt eines Zweijährigen spiegelt den Übergangscharakter des dritten Lebensjahres wider. Unser Programm
ist darauf ausgelegt, dem Kind den Übergang von der motorisch-sensorischen Welt eines Einjährigen in eine
zunehmend soziale Welt zu erleichtern.
Die Kommunikationsfähigkeit, die Zielstrebigkeit, das Bestehen auf Individualität und Unabhängigkeit und die
Kontrolle über Körperfunktionen explodieren bei Zweijährigen geradezu. Diese Zeit kann für das Kind frustrie-
rend sein. Charakteristisch sind das wechselhafte Gemüt und die Unsicherheit darüber, was das Kind eigentlich
tun will. Oftmals übersteigen Wunsch und Vorstellungskraft die eigenen Fähigkeiten. Zweijährige brauchen des-
halb Herausforderungen, die sie meistern können, und Erfahrungen, die ihre Fähigkeiten festigen. Eine ent-
spannte Atmosphäre macht es leichter mit häufigen Stimmungswechseln und Interessen umzugehen. Beson-
ders Zweijährige brauchen BetreuerInnen, die ihnen beim Erfahren und Entdecken zur Seite stehen, ihre Inkon-
sistenz akzeptieren und wenn nötig ruhig aber bestimmt Grenzen setzen.
Das pädagogische Umfeld für zweijährige Kinder besteht sowohl aus Lerncentern als auch aus einem kreativen
Konzept. Gut geplante Lerncenter unterstützen die pädagogischen Aktivitäten und erlauben den Kindern
selbstbestimmt in kleinen Gruppen zu spielen. Sprachentwicklung, mathematisches und wissenschaftliches
Denken wird in allen Little Giants Centern betont. Wir passen die Räume regelmäßig an, um aufkommenden
Interessen und individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden, Neugier zu wecken und um Abwechslung zu
schaffen. Unsere Lerncenter bieten betreute Aktivitäten an, die Entwicklung von Basiskompetenzen fördern.
Typische Lerncenter sind:
Bücher Bewegung Bauklötze
Entdecken / Wissenschaft Haushalt / Rollenspiel Lernen im Freien
Kunst/Musik Sensorik: Wasser und Sand Tischspielzeug: Puzzles,
etc.
Lerncenter werden ergänzt durch Aktivitäten, die jeweils nur ein oder zwei Kinder gleichzeitig ausüben können.
Im Ablauf eines Tages, entscheiden die Kinder entweder selbst, was sie machen wollen, oder erhalten Hilfe um
eine Entscheidung treffen zu können. Sie nehmen an Gruppenaktivitäten und Projekten teil und versammeln
sich im Gruppenkreis, um über ihr Erfahrungen zu reflektieren. Die Kinder werden angeleitet kritische Erfahrun-
gen, die die Bausteine einer gesunden Entwicklung sind, zu machen. Mit unserem Lehrplan und der Kenntnis
der Kinder und deren Familien entwickeln unsere Betreuerinnen ständig neue Lerncenter, die den Kindern in
ihrem Raum gerecht werden.
Das Little Giants Konzept vermittelt Sprachkenntnisse, mathematisches und wissenschaftliches Denken, Projek-
tarbeit, Sachkenntnisse und Kreativität. Dabei sorgen wir für ausreichend Bewegung und ausgewogene Ernäh-
rung, damit sich die Kinder auch körperlich optimal entwickeln können. Dies alles ist Bestandteil des Alltags der
Kinder.
KINDERGARTEN & VORSCHULE
Im Zentrum unserer Kindergarten- und Vorschulpädagogik stehen gut durchdachte Lerncenter (pädagogische
Angebote), die den Kindern die Möglichkeit geben, selbstständig oder in kleinen Gruppen zu spielen und zu ler-
nen.
Unsere ErzieherInnen unterstützen die Kinder dabei spielerisch. Sprachentwicklung, sowie mathematisches und
naturwissenschaftliches Denken sind selbstverständlicher Bestandteil aller Angebote. Wir wechseln das Ler-
numfeld, Aktivitäten und Projekte häufig ab, um den Interessen der Kinder gerecht zu werden. Lerncenter bie-
ten die Möglichkeit unter Anleitung Erfahrungen zu machen, die eine optimale Entwicklung des Kindes fördern
Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept
16
und es auf die Schule vorbereiten. Hier ist eine enge Kooperation mit der zukünftigen Grundschule wichtig. Be-
suche des Unterrichts sowie die Teilnahme an Schulveranstaltungen wie dem Sommerfest verhelfen zu einem
sanften Übergang.
Typische Lerncenter sind:
Bücher Bewegung Bauklötze
Entdecken / Wissenschaft Haushalt / Rollenspiel Lernen im Freien
Kunst/Musik Sensorik: Wasser und Sand Tischspielzeug: Puzzles, e tc.
Kinder entscheiden selbst, was sie spielen wollen. Weiterhin bieten wir Gruppenaktivitäten und Projekte an.
Jedoch hat jedes Kind immer die Möglichkeit frei zu spielen. Die Entscheidungsfreiheit des Kindes ist ein wichti-
ger Bestandteil unserer Pädagogik.
Einmal am Tag versammeln sich die Kinder und sprechen über ihre Erfahrungen und Erlebnisse.
Auf Grundlage des Little Giants Konzepts für und mit den Kindern gestalten unsere ErzieherInnen ständig neue
Lerncenter, die auf die Interessen der Kinder in ihrem Raum angepasst sind. Unser Konzept umfasst Elemente
der Spracherziehung, des mathematischen und naturwissenschaftlichen Denkens, der Projektarbeit, der Sach-
kunde, der Musikalischen- sowie der Kunsterziehung. Diese werden in tägliche Aktivitäten, in Lerncenter und
Projekte integriert.
Was ist im Kindergarten wichtig?
Wir wollen Kinder spielerisch und mit viel Geduld auf Vorschule und Schule vorbereiten. Dabei legen wir größ-
ten Wert auf eine gute intellektuelle und soziale Entwicklung des Kindes. Das physische Wohlbefinden wird da-
bei keinesfalls vernachlässigt. Täglich werden sportliche Übungen mit den Kindern gemacht. Darunter verste-
hen wir zum Beispiel das Fangen von Seifenblasen für unsere Kleinsten oder Bobby Car und Dreirad-Wettren-
nen für die etwas Größeren. Bei schlechtem Wetter tanzen wir zur Musik und machen Dehnungsübungen. Zu-
sätzlich werden auf Wunsch extern betreute Sportarten angeboten.
Ganzheitlicher Ansatz in der Vorschule
Little Giants bereitet Kinder ganzheitlich auf die neue Herausforderung Schule vor. Wir fordern und fördern die
Kinder auf allen Gebieten. Dabei ist insbesondere wichtig, dass Kinder mit Lernen positive Gefühle verbinden
und Spaß haben.
Wie in den anderen Altersgruppen orientiert sich unser Konzept an den Interessen der Kinder, jedoch wird die
Umsetzung, für die Kinder ersichtlich, strukturierter gehandhabt. Während die Kinder bis jetzt überall im Cen-
ter Lernerfahrungen gesammelt haben, arbeiten Sie ab jetzt täglich eine überschaubare Zeit konzentriert am
Tisch.
In der Vorschule haben das spielerische Fördern von Feinmotorik, die Voraussetzung für späteres Schreiben
und das Verstehen der Grundrechenarten einen großen Stellenwert.
Unsere ErzieherInnen beobachten die Lernfortschritte jedes Kindes individuell und entwickeln idealer Weise
zusammen mit den Kooperationslehrern Projekte und Aktivitäten, die dazu beitragen, dass jedes Kind erfolg-
reich in die Schule starten kann.
Ein wichtiger Punkt unserer Vorschularbeit ist die Zusammenarbeit mit den Grundschulen. Gemeinsam mit den
Lehrkräften der Schulen wollen wir den Kindern einen sanften Einstieg in die Schulzeit ermöglichen. Wir nutzen
jede Gelegenheit die zukünftige Schule zu besuchen und den Kindern die Möglichkeit zu geben sich schon vor
Beginn auf den neuen Lebensabschnitt zu freuen.
Kapitel: 5. Integration und interkulturelle Orientierung
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PÄDAGOGISCHE ANGEBOTE
SPRACHERZIEHUNG : Lange bevor Kinder lesen lernen, können sie Aktivitäten ausgesetzt werden, die lebens-
lange Bewunderung und Respekt vor der Kraft und Schönheit unserer Sprache schaffen. Phonemisches Be-
wusstsein ist integraler Bestandteil unseres Konzepts. Sprache ist Teil jeder Interaktion und jedes Aspektes un-
seres Konzepts.
Wir bieten Kindern Aktivitäten, die auch für ihre sprachlichen Fähigkeiten eine Herausforderung darstellen und
somit ihr Wissen steigern. Unsere BetreuerInnen bieten den Kindern die Chance, ihre Interessen in Bezug auf
Lesen, Schreiben, Sprechen und Zuhören auszubauen. Worte werden in Laute zerlegt und Gedichte aufgesagt.
Fingerspiele und Vorlesen ergänzen den Lernprozess. Kinder erfahren die Magie der Sprache durch Reime, Pup-
penspiele und Rollenspiele.
MATHEMATISCHES DENKEN: Unser Konzept ermutigt alle Erwachsenen im Leben des Kindes Möglichkeiten
zu schaffen, die dem Kind zeigen, das Mathematik Bestandteil des täglichen Lebens ist. Bereits Kleinkinder ha-
ben Freude am sortieren, ordnen und zählen. Größere Kinder lernen, dass beim Kuchenbacken bestimmte
Mengen an Zutaten notwendig sind. Bei Little Giants machen Kinder spielerisch Erfahrungen mit Ziffern, Zuord-
nungen und Reihen.
NATURWISSENSCHAFTLICHES DENKEN: Wir lassen naturwissenschaftliche Phänomene lebendig werden,
indem wir alltägliche Erfahrungen der Kinder ausnutzen: fallende Gegenstände, gemischte Farben, beschlagene
Fenster oder das Wachstum von Pflanzen. Unsere Lerncenter nutzen die Neugier der Kinder und fördern ihre
Fähigkeiten Probleme zu lösen heraus. Die Kinder werden ermutigt zu beobachten, zu hinterfragen, auszupro-
bieren und nachzudenken. Jeder Tag ist voller wissenschaftlicher Phänomene, man muss sie nur erkennen und
zu vermitteln wissen.
Im Krippenbereich bedeutet Naturwissenschaft das Erfahren von Naturgesetzen. Dies geschieht durch einfache
und dem Alter angepasste Aktivitäten wie z. B. das Fallenlassen von Gegenständen (Ball, Feder, etc.), Seifenbla-
sen, Pflanzaktivitäten, sensorische Spiele mit Wasser und Sand, etc.
Im Kindergartenalter können Kinder schon näher mit Naturwissenschaften vertraut werden. Wir messen z. B.
das Wachstum von Pflanzen, Untersuchen Aggregatzustände von Wasser, erfassen Zeit, etc.
KUNST- UND MUSIKERZIEHUNG: Wir wissen, dass bereits kleine Kinder Kunst, Musik, Theater und Tanz lie-
ben. Schon im jungen Alter können die ersten Schritte getätigt werden, um künstlerische Fähigkeiten zu för-
dern. Wir unterstützen Kinder bei der Entwicklung Ihrer künstlerischen und musischen Fähigkeiten. Im Krippen-
alter malen, modellieren und singen wir mit den Kindern und führen Tanzspiele durch. Im Kindergartenalter
werden diese Aktivitäten dann durch Instrumentenunterricht und auf Wunsch durch Ballettangebote ergänzt.
Bei Festen führen alle Altersgruppen gemeinsam kleine Theaterstücke, Lieder und Tänze auf.
KOCHEN UND ERNÄHRUNG: Bereits im jungen Alter werden die Ernährungsgewohnheiten für das ganze Le-
ben angelegt. Deshalb stellen das gemeinsame Zubereiten und Essen von Mahlzeiten im Rahmen pädagogi-
scher Angebote ab dem Kindergartenalter wichtige Elemente des Little Giants Konzepts dar. Regelmäßig gehen
die Kinder der Little Giants Kindergärten gemeinsam mit den pädagogischen MitarbeiterInnen einkaufen. Sei es
auf dem Wochenmarkt oder im Supermarkt, es werden frische Zutaten eingekauft. Aus diesen werden gemein-
sam leckere Zwischenmahlzeiten gekocht.
5. INTEGRATION UND INTER KULTURELLE ORIENTIERUNG
Little Giants begrüßt Diversität. Wir sind bestrebt, dass unsere Einrichtungen mit Kindern und MitarbeiterInnen
unterschiedlicher Herkunft belegt sind.
Kapitel: 5. Integration und interkulturelle Orientierung
18
5.1. GRUNDSÄTZLICHES
Integration und interkulturelle Orientierung basiert auf folgenden Prämissen:
• Anerkennung der Grundwerte des Grundgesetzes und eines freiheitlich demokratischen Weltbildes
• Anerkennung von Grund und Menschenrechten
• Das Begreifen von Diversität und kulturellen Unterschiedlichkeiten als Chance
• Verständnis und Toleranz für kulturelle Unterschiede
5.2. INTEGRATION
DIVERSITÄT UND KULTURELLE VIELFALT
Wir verstehen Diversität und kulturelle Vielfalt als Chance und Bereicherung für unsere Kindertagesstätten.
Da viele unserer Einrichtungen bilingual betrieben werden und diese generell zu einem großen Prozentsatz mit
Kindern mit Migrationshintergrund belegt sind, betrachten wir interkulturelle Orientierung als unabdingbar.
EINGEHEN AUF BEDÜRFNISSE
Wir sind uns bewusst, dass Wertvorstellungen und Traditionen kulturspezifisch sind. Wir begrüßen dies und
begegnen diesem „Anderssein“ mit Respekt und Toleranz. Bedürfnisse, die sich aus kulturellen Unterschieden
ergeben, versuchen wir, soweit dies in unseren Möglichkeiten steht zu erfüllen.
SPRACHE
Die Kenntnis der deutschen Sprache betrachten wir als einen der Schlüsselfaktoren bei einer erfolgreichen In-
tegration. Deshalb versuchen wir alle Kinder, ungeachtet der Herkunft, bis zur Einschulung auf deutsches Mut-
tersprachlerniveau zu bringen.
WIDERSPIEGELUNG IN DER TÄGLICHEN PÄDAGOGISCHEN ARBEIT
Es ist uns wichtig, dass unsere pädagogische Arbeit interkulturelles Zusammenleben und die Wertschätzung
von Diversität bereits von frühster Kindheit an gefördert werden. Wir führen regelmäßig Angebot durch, die die
kulturellen Besonderheiten der betreuten Kinder mit einbeziehen. Auch werden bei Little Giants alle Feste
(Weihnachten, Hanukkah, islamisches Opferfest, Zuckerfest, etc.) gefeiert.
5.3. INTERKULTURELLE ORIENTIERUNG DER PERSONALPOLITIK
Bei unserer Personalwahl sind wir bestrebt MitarbeiterInnen zu gewinnen, die interkulturell kompetent sind.
Weiterhin verfolgen wir das Ziel, die Diversität in unserer Belegschaft hochzuhalten.
5.4. INTEGRATION VON KINDERN VON GEFLÜCHTETEN
Wir sind der Auffassung, dass eine gelungene Integration bereits im frühsten Kindesalter beginnt. Der KiTa
kommt dabei eine besondere Aufgabe zu.
Wir sehen unsere Aufgabe dabei nicht nur in der kultursensitiven Vermittlung von Toleranz und demokrati-
schen Werten an Kinder, sondern auch darin, deren Eltern dabei zu begleiten und zu unterstützen in Deutsch-
land anzukommen. Wie wichtig und wertvoll diese Aufgabe ist, erkennen wir täglich in unseren KiTas in den
Kapitel: 5. Integration und interkulturelle Orientierung
19
Kölner Stadtteilen Gremberghoven und Ostheim. Diese liegen mitten in sozialen Brennpunkten und in unmittel-
barer Nähe zu Unterkünften für Geflüchtete.
Auch wenn wir das Erlernen der deutschen Sprache als einen der wichtigsten Grundpfeiler erfolgreicher Inter-
gration ansehen, ist es im Alltag genauso wichtig, die Eltern der Kinder in deren Landessprache oder zumindest
auf Englisch unterstützen zu können. Deshalb ist eine internationale Belegschaft, die tolerant und kultursensitiv
ist, für solche KiTas besonders wichtig. Die Umsetzung unseres Konzepts beginnt daher bereits mit der Perso-
nalauswahl. Um MitarbeiterInnen die besonderen Herausforderungen bei der Unterstützung und Betreuung
von Kindern von Geflüchteten vorzubereiten, nutzen wir die Expertise unserer Brennpunktkitas in Köln, die
auch als Schulungszentrum dienen.
Kinder, die während der Flucht kein Zuhause hatten, unterstützen wir unter anderem auch mit speziellen auf
das Erlernen von Körperhygiene zugeschnittenen pädagogischen Angeboten. Stets gehen unsere Mitarbeiter
individuell auf das Kind ein, um ihm zu helfen, eventuelle Fluchtraumata zu überwinden. Bei Bedarf wird Fach-
personal von Außen hizugezogen.
5.5 GENDERTHEMATIK
Auch hier gehen wir auf die individuellen Bedürfnisse jedes betreuten Kindes ein. Dadurch unterstützen wir
sein positives Selbstwertgefühl. Es ist wichtig, dass ein Kind sich nicht schlecht oder ausgegrenzt fühlt, weil
seine Bedürfnisse von denen anderer Kinder abweichen. Indem wir diese unterstützen, fördern wir die Entwick-
lung eines positiven Selbstbildes und selbstständiges Handeln.
Es ist uns eine Herzensangelegenheit, dass Gender Mainstreaming in unseren Häusern mehr und mehr gelebt
und vor allem regelmäßig in den verschiedenen Groß- und Kleinteamsitzungen reflektiert wird. So wie Sprach-
förderung nicht ausschließlich gezielt, sondern vor allem alltagsintegriert stattfindet, ist auch unser Gender
Mainstreaming Ansatz übergreifend und zieht sich durch alle Aspekte des Kitaalltags.
Das fängt schon bei den Teams an. Das Ziel ist bei der Zusammensetzung folgende Kriterien zu erfüllen:
1. Multiprofessionell (PraktikantInnen, Ergänzungskräfte, Heilpädagogische Fachkräfte, ErzieherInnen,
BA und Master und Diplom – Absolventen)
2. Multikulturell (wir setzten uns aktiv für die Anerkennung ausländischen Fachkräftepersonals ein und
übernehmen Sprachkurse vor und nach der Anerkennung)
3. hoher Männeranteil an pädagogischen Fachpersonal
4. Wir unterstützen und fördern bei gleicher Eignung eine der Demographie-Entwicklung entsprechende
Altersmischung innerhalb des Teams
5. Menschen mit und ohne Behinderung
Zu 3. Es ist wichtig, dass in der frühkindlichen Erziehung Frauen und Männer gemeinsam arbeiten, und
zwar für Jungen ebenso wie Mädchen, denn im frühkindlichen Bereich fehlen moderne männliche Rollen-
vorbilder und Bezugspersonen für Mädchen und Jungen: Gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderun-
gen führen häufig zu abwesenden familiären Vorbildern und die vorhandenen familiären Vorbilder müssen
nicht unbedingt den Erwartungen an moderne männliche Rollenbilder entsprechen. (BMFSVJ, 04/08/2015)
Mit diesem Ansatz bzw. Anspruch der Diversität ans Team, schaffen wir unserer Meinung nach, die Basis und
den Nährboden auf dem Gender Mainstreaming stattfinden und gelebt werden kann.
Durch diese hohe Diversität auf allen Ebenen, kombiniert mit der Förderungen und Partizipation der Kinder,
wird erreicht, dass Jungen und Mädchen in den Little Giants Kitas mit variablen und vielseitigen Fähigkeiten in
ihre Zukunft zu starten, um jetzt und später, die für sich richtigen Entscheidungen zu treffen. Mädchen wie Jun-
gen lernen schon jetzt, im Kita-Alter und Alltag, für ihre Interessen und Bedürfnisse einzustehen. Auch deswe-
gen ist Partizipation und Gender Mainstreaming konzeptionell bei den Little Gians eng miteinander verknüpft.
Kapitel: 6. Familienorientierung und Elternbeteiligung
20
Wir beobachten mit Hilfe des systemischen Ansatzes die individuellen Ressourcen jedes Kindes (und deren Fa-
milien), versuchen diese herauszukristallisieren und unterstützen die Kleinen bei deren Weiterentwicklung. Die-
ses setzten wir mit der Überzeugung um, dass ihnen damit jetzt und später möglichst viele (Entscheidungs-)
Möglichkeiten offen stehen. Wir zielen mit unseren pädagogischen Angeboten darauf ab, das Selbstwertgefühl
eines jeden Kindes zu stärken, sowie die Wahrnehmung der Umwelt und damit des eigenen Lebens zu erwei-
tern, um darauf im eigenen Sinne reagieren zu können.
6. FAMILIENORIENTIERUNG UND ELTERNBETEILIGUNG
Eltern sind die Experten für ihre Kinder. Das Personal vor Ort kann durch fachliche Kompetenzen die Eltern be-
raterisch unterstützen. Wir verstehen die Zusammenarbeit mit den Eltern daher als eine Erziehungspartner-
schaft.
Sollte es bezüglich der Erziehung des Kindes oder in der Familie des Kindes Probleme geben, so bietet unser
Personal zunächst vor Ort Hilfe an um dann, bei tiefer greifenden Problemen eine geeignete Beratungsstelle
einzubeziehen.
6.1 Elterngespräche
Elterngespräche sind ein wichtiger Bestandteil des Little Giants Konzepts. Eine Bezugsbetreuerin jedes Kindes
sucht mindestens zweimal im Jahr ein Gespräch mit dessen Eltern, um seine Entwicklung und Fördermaßnah-
men durchzusprechen.
Bei Entwicklungsauffälligkeiten bieten wir darüber hinaus ebenfalls Unterstützung und Hilfe an, ggf. ziehen wir
hier externes Fachpersonal hizu.
6.2 Elternbefragung
Um die Zufriedenheit der Eltern mit unserer Dienstleistung sicherzustellen, führt Little Giants jährlich eine El-
ternbefragung durch. Es werden die nachstehenden Themengebiete abgefragt:
• Öffnungszeiten
• Zufriedenheit des KIndes
• Pädagogische Aktivitäten
• Ernährung
• Kundenfreundlichkeit
• Ausstattung
6.3 Elternbeirat
Wir unterstützen und motivieren Eltern einen Elternbeirat zu gründen. Dieser wird im jährlichen Turnus demo-
kratisch gewählt.
Die Aufgaben des Elternbeirates sind:
• Vertreten der Elterninteressen
• Vorschlags- und Beschwerdemanagement
• Motivation von Eltern sich aktiv am Kita-Leben zu beteiligen.
• Organisation von Festen
• Spendenaktionen
Kapitel: 7. Sozialraumorientierung (Kooperation und Vernetzung)
21
6.4 Gewaltprävention und Umgang mit Gewalt
Gewaltprävention funktioniert nur in Zusammenarbeit mit den Familien, deshalb gehört sie bei uns in den Be-
reich Elternarbeit.
Kinder imitieren Erwachsene, was sie daheim oder im Fernsehen sehen, halten sie für richtig und probieren es
dann in der Kita aus. Wenn Sie in einem Umfeld aufwachsen, in dem Gewalt zum Alltag gehört, kennen sie
nichts anderes. Aber es muss nicht immer das Elternhaus oder der Freundeskreis sein. Manchmal kommen Kin-
der durch Zufall, ganz von selbst, zu dem Schluss, dass negatives Verhalten, wenn auch negative, aber dennoch
Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Meistens fehlt dem Kind aber einfach die Fähigkeit seine Gefühle zu kontrollie-
ren, seine Empathiefähigkeit ist noch nicht voll entwickelt, es wendet einfach Gewalt an, weil es keine andere
Lösung weiß. Das Kind macht es immer wieder, bis ihm seine Umwelt/andere Kinder schon mit Angst begeg-
nen oder als Abwehr selbst zuschlagen. Das führt zu einem Teufelskreis, aus dem das Kind nicht alleine heraus-
findet – es benimmt sich, wie man es von ihm erwartet.
Hier sind dann die ErzieherInnen gefragt, deren Aufgabe der Schutz aller Kinder ist, also gleichermaßen auch
des gewaltausübenden Kindes. Kleine Kinder gilt es aus den Situationen, in denen sie zum Beispiel typischer
Weise zubeißen würden, herauszunehmen und sie so abzulenken, dass es gar nicht zu dem Akt des Verletzens
einer anderen Person kommen kann. Mit Kindergartenkindern muss man sprechen, versuchen ihnen die Konse-
quenzen ihres Handelns zu erklären. Als Kita kann man in vielerlei Hinsicht einem Gewaltausbruch entgegen-
wirken – man kann die Kinder beschäftigen, man kann sie toben lassen, bis sie müde sind, man kann ihnen Pro-
jekte zuweisen oder Gewalt in Form von Programmen aufarbeiten und gemeinsam dagegen vorgehen. Generell
werden unsere MitarbeiterInnen im Umgang mit Gewalt geschult. Auch Eltern bieten wir, falls notwendig,
Schulungen und Hilfen an. In jedem Fall gilt aber, dass Eltern aktiv an der Behebung des Problems teilhaben
müssen. Gemeinsam versuchen die ErzieherInnen mit den Eltern und Kindern die Ursachen für das Verhalten
herauszufinden, danach legen sie einen schriftlichen Maßnahmenplan fest, den beide Seiten unterschreiben.
Prinzipiell wird die Fachkraft nach SGB 8a eingeschaltet und um Rat gefragt, manchmal auch zum Gespräch mit
den Eltern hinzugezogen . Gegebenenfalls bedeuten die Maßnahmen, dass auch Hilfe von außen in Form von
Psychologen geholt werden muss. In jedem Fall gilt aber, dass zu einer erfolgreichen Prävention geschultes Pe-
sonal und der konsequente Umgang mit Gewalt gehört.
7. SOZIALRAUMORIENTIERUNG (KOOPERATION UND VERNETZUNG)
Wir sind bestrebt unsere Einrichtungen mit Fachdiensten, Schulen, Unternehmen und kulturellen Organisa-
tionen sowie Sportstätten im Umfeld zu vernetzen. Wir pflegen Kontakte zu Wissenschaft, Politik, Wirtschaft
und Kultur. Auch passen wir unser Konzept den Bedürfnissen des jeweiligen Standortes, an die Familien an.
Sehr gerne streben wir eine enge Kooperation mit der Primus Schule in Berg Fidel und der Gottfried – von –
Cappenberg - Schule an. Hier kann der Übergang vom Kindergarten in die Schule durch Besuche und allmähli-
ches Kennenlernen der Umgebung sehr sanft erfolgen. Im letzten Kindergartenjahr werden unsere Kinder die
Räumlichkeiten der Kooperationsschulen besuchen, gegebenenfalls am Schulsommerfest oder anderen Aktio-
nen teilnehmen und parallel durch engste Zusammenarbeit den Anforderungsspiegel für die erste Klasse er-
reichen.
Auch nutzen wir gerne die Sportmöglichkeiten des Stadtteils. Hier kann eine Kooperation mit der Turnhalle der
Grundschule in Berg Fidel erfolgen. Außerdem bietet der Zirkus Alfredo verschiedene akrobatische Angebote.
Eine spannende Erfahrung könnte auch ein Ausflug zum Reit- und Fahrverein in Münster Hiltrup sein. Dies bie-
tet sich insbesondere als Vorschulausflug an.
Kapitel: 9. Qualitätsmanagement
22
Das Stadteilhaus Lorenz Süd in Berg Fidel bietet vielfältige Möglichkeiten für Familien an. Hier ist eine Koopera-
tion sicher bereichernd. Unter anderem findet hier das jährliche Duplo Bauevent statt. Eine regelmäßige
Teilnahme ist geplant.
Die Umgebung bietet vielfältige Möglichkeiten zu Ausflügen ins Grüne. Wald- und Felderkundungen sind
möglich in der nahe gelegenen Grafschaft und am Galgenbach. Eine Kooperation kann mit dem Kleingarten-
verein Deutsche Eiche im Werneweg entstehen. Hier erfahren die Kinder sicher einiges über Anbau von Ge-
müse, Obst und Blumenzucht.
Ebenfalls nutzen wir gerne die in der Umgebung vorhandenen Lebensmittelgeschäfte oder Bäckereien wie z.B.
Irmgards Bauernlädchen am Kappenberger Damm für einen kleinen Ausflug. Hier können die Zutaten für einen
Nachmittagsimbiss gekauft und später in der Kita zubereitet werden. Außerdem ist die Beobachtung der
großen Gänsezucht auf dem Gelände sicher spannend.
Regelmäßig laden wir Musikschulen zu uns ein und bieten den Kindern damit die Möglichkeit professionellen
Unterricht zu genießen – hier planen wir die Musikschule Crescendo anzusprechen.
Eine besonders enge Zusammenarbeit streben wir mit unseren eigenen Kindertagesstätten in Albachten und
Mecklenbeck an, aber auch mit den nahegelegenen Einrichtungen wie der städtischen Kindertageseinrichtung
in Berg Fidel oder dem Familienzentrum Maximilian Kolbe und anderen Kitas in der Umgebung.
Im Nordkirchenweg befindet sich eine Flüchtlingsunterbringung. Durch die Aufnahme der Kinder ist eine
Zusammenarbeit mit dem Träger Christlicher Verein Junger Menschen (CVJM) geplant. Hier können ge-
meinsame internationale Feste und andere kulturelle Veranstaltungen entstehen. An anderen Standorten ha-
ben wir schon gute Erfahrungen damit gesammelt.
Da die Kleinen Riesen flexible Öffnungszeiten und Familienfreundlichkeit auszeichnen, werden wir auch im
Nordkirchenweg gerne flexible, den Bedürfnissen der Eltern angepasste, Öffnungszeiten anbieten. Eine Über-
mittagbetreuung ist uns wichtig, insbesondere aber dass die Qualität nicht darunter leidet. Durch ein pädagog-
isches Angebot, dass sich auf den ganzen Tag erstreckt, haben wir es in allen unseren Kindertagesstätten
geschafft, mit der Ganztagesbetreuung, anstatt eines „Babysitterservices“ in den Nachmittagsstunden, einen
echten Mehrwert für unsere Kinder und Familien zu schaffen. Unsere Pädagogen genießen die Möglichkeit, die
Kinder durch den ganzen Tag zu begleiten und sie zu unterstützen, die Welt mit den Kindern zu entdecken.
Da sich jede unserer Kitas dem jeweiligen Sozialraum in den Angeboten anpasst, können wir uns vorstellen
auch hier ein individuelles Angebot für unsere Kunden zu erstellen. Sehr gerne werden unsere bilingualen, aber
auch unsere auf sportliche Aktivitäten oder auch städtische Unternehmungen ausgelegten Konzepte ange-
nommen. In der Regel besprechen wir mit den Eltern, welche Wünsche vorhanden sind und gehen dann darauf
ein.
9. QUALITÄTSMANAGEMENT
9.1. DOKUMENTATION
TAGESBERICHTE
Die Eltern eines jeden Krippenkindes erhalten täglich einen kurzen Bericht, in dem Sie über folgende Punkte
informiert werden:
• Laune des Kindes
• Mahlzeiten
Kapitel: 9. Qualitätsmanagement
23
• Windelwechsel und Stuhlgang
• Dauer des Mittagsschlafs/der Mittagsruhe
• Besondere Ereignisse und Erfahrungen, die das Kind am Tag gemacht hat.
ENTWICKLUNGSPROFILE
Little Giants erstellt unter Zuhilfenahme von „ Mondey“ und „Grenzsteine der Entwicklung“ für jedes Kind quar-
talsweise ein standardisiertes Entwicklungsprofil. Dabei wird altersspezifisch die Entwicklung von Basiskompe-
tenzen abgefragt. Anlage 1 erhält weitere Informationen.
9.2. ELTERNBEFRAGUNG
Um die Zufriedenheit der Eltern mit unserer Dienstleistung sicherzustellen, führt Little Giants jährlich eine El-
ternbefragung durch. Es werden die nachstehenden Themengebiete abgefragt:
• Öffnungszeiten
• Pädagogische Aktivitäten
• Ernährung
• Kundenfreundlichkeit
9.3. PERSONALAUSSTATTUNG
Qualität kommt durch mehr und vor allem besser geschultes Personal. Auch wenn die Mindestpersonalanfor-
derungen durch das KiBiz vorgegeben sind, versuchen wir immer darüber hinaus zu gehen. Nicht nur werden
unsere ErzieherInnen durch PraktikantInnen, Hauswirtschaftskräfte und BundesfreiwilligendienstlerInnen ent-
lastet, sondern es wird auch Wert darauf gelegt, jedes Team durch die Diversität aus verschiedenen anerkann-
ten Abschlüssen, Alters- und Lebenssituationen, Geschlechtern und Kulturen einzigartig zu machen. Die Teams
merken sehr schnell, dass sie durch die vielfältigen Erfahrungen, in denen sich die einzelnen Mitglieder ergän-
zen, gemeinsam viel stärker als die Summe der Individuen sind.
9.4. HYGIENEPLAN
Die Hygienesicherung ist im Qualitätsmanagementhandbuch ausführlich dokumentiert. Eine Zusammenfassung
des Hygieneplans findet sich in Anlage 3.
9.5. QUALITÄTSMANAGEMENTHANDBUCH
Alle qualitätssichernden Verfahren und unser pädagogisches Konzept sind ausführlich im Little Giats Qualitäts-
managementhandbuch dokumentiert.
9.6. QUALITÄTSSICHERUNGSMETHODEN (6-SIGMA – DMAIC)
Alle im Qualitätshandbuch abgebildeten Prozesse werden nach dem 6-Sigma-Konzept überwacht, um unseren
kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu unterstützen (Erklärung s.u.).
Kapitel: 9. Qualitätsmanagement
24
Definieren Definiert wird, für wen der Prozess wichtig ist
und welche Bedürfnisse durch den Prozess er-
füllt werden sollen. Darauf aufbauend wer-
den die Merkmale des Prozesses definiert, die
kritisch für die Erfüllung der Kundenerwartun-
gen sind.
Datenerhebung Sammlung von Daten über die derzeitige Aus-
prägung der Merkmale des Prozesses.
Analysieren Ursachen für Abweichung von den definierten
Leistungszielen identifizieren.
Verbesserungsphase In der Verbesserungsphase sollen Lösungs-
möglichkeiten für die in der Analyse-Phase
identifizierten und ausgewählten Probleme
gefunden werden.
Überwachen Verankerung der gefundenen Verbesserun-
gen im Alltag.
9.7. QUALITÄTSZIRKEL
Um Verbesserungspotenziale im eigenen Arbeitsbereich aufzudecken und Lösungen zu entwickeln arbeiten un-
sere MitarbeiteInnenr in Kleingruppen in regelmäßigen Abständen Lösungen aus. Die Zirkel setzen die gefun-
den Lösungen meist selbstständig um und nehmen auch eine Ergebniskontrolle vor.
Qualitätszirkel werden sowohl in einrichtungsinternen Teamsitzungen gebildet als auch einrichtungsübergrei-
fend auf Leitungsebene.
Zur Moderation und methodischen Unterstützung steht der Qualitätsbeauftragte den Qualitätszirkeln jederzeit
mit Rat und Tat zur Verfügung.
9.8. INSOWEIT ERFAHRENE FACHKRAFT SGB VIII, 8A
Das Unternehmen beschäftigt mehrere insoweit erfahrene Fachkräfte, die von den Leitungen im Falle eines
Verdachts auf Kindeswohlgefährdung umgehend eingeschaltet werden. Es erfolgt zunächst eine telefonische
Beratung. Sollte die Fachkraft der Meinung sein, dass eine Kindeswohgefährdung vorliegt, werden weitere
Definieren
[Define]
Datenerhebung
[Measure]
Analysieren
[Analyze]
Verbesserungs-
phase
[Implement]
Überwachen
[Control]
Kapitel: 9. Qualitätsmanagement
25
Schritte, zu denen neben Gesprächen mit ErzieherInnen, Eltern und Kindern auch die Einschaltung von anderen
Beratungsstellen gehören können. Näheres in Kapitel 12.
9.9. FACHBERATUNG
Für die Fachberatung werden im gleichen Maße interne und externe Stellen hinzugezogen. In unserem Unter-
nehmen haben wir MitarbeiterInnen, die die Erfahrung und Qualifikation haben eine Fachberatung durchzufüh-
ren. Oftmals übernimmt die regionale Leitung auch die Fachberatung der Einrichtungen, für die sie zuständig
ist. Sollte dies einmal nicht ausreichen oder man in besonders schwierigen Fällen eine vollkommen neutrale
Meinung, die aus der Distanz das Problem analysiert, benötigen, so wird eine externe Fachberatung, zum Bei-
spiel vom Paritätischen oder der Caritas, eingeschaltet.
9.10. PÄDAGOGISCHE TAGE
Alle unsere Kindertagesstätten halten 5 pädagogische Tage im Jahr ab. Diese werden genutzt für
- Fortschreibung der Konzeption;
- Jahresplanung;
- Präsentation und Diskussion der Arbeit der Q-Zirkel;
- Teambuildingmaßnahmen
- Gruppenschulungen
- Umstrukturierung der pädagogischen Räume
9.11. KENNENLERNEN VON ANDEREN EINRICHTUNGEN
Um das organisationsinterne Lernen zu unterstützen besucht jeder Mitarbeiter immer wieder eine andere Kin-
dertagesstätte des eigenen oder auch eines Kooperations-Trägers.
9.12. LEITUNGSKONFERENZEN
Vier Mal im Jahr treffen sich alle Little-Giants-Leitungen einer Region zu einer Leitungskonferenz, um einrich-
tungsübergreigend Qualitätsverbesserungsmöglichkeiten auszuarbeiten und Erfahrungen auszutauschen.
9.13. BESCHWERDEMANAGEMENT I. S. D. § 45 ABS. 2 NR. 3 SGB VIII
Zur Sicherung der Rechte der Kinder in der Kindertagesstätte, werden 6-mal im Jahr Kinderkonferenzen abge-
halten. Unsere MitarbeiterInnen sind angehalten Sorgen, Anliegen und Beschwerden der Kinder schriftlich fest-
zuhalten, sodass diese in dem Zusammenhang von und mit den Kindern ausdiskutiert werden können.
Kleinere Anliegen besprechen die Kinder im täglichen Morgenkreis.
Sollten Kinder ein Problem haben, dass sie nicht mit dem Personal im Gruppendienst besprechen wollen, kön-
nen sie sich an die Einrichtungsleitung wenden. Den Kindern wir die Einrichtungsleitung als Vertrauensperson
regelmäßig ans Herz gelegt.
Bei Kleinkindern, die noch nicht sprechen können, achtet unser Personal auf Feinzeichen in Form von Gesten,
Mimik und Lauten, um auf ein eventuelles Unwohlsein der Kinder einzugehen.
9.14. BESCHWERDEMANAGEMENT
Kapitel: 10. Ernährung
26
Wir betrachten Beschwerden von Eltern als einen Ansporn, unsere Konzeption kontinuierlich zu verbessern.
Der Prozess zum Umgang mit eingehenden Beschwerden unterliegt folgenden Prinzipien:
Eingang der Beschwerde Beschwerden können sowohl schriftlich als auch
mündlich eingehen. Empfänger der Beschwerde
können pädagogische MitarbeiterInnen auf Grup-
pen- bzw. Leitungsebene oder der Träger sein.
Deeskalation von Konflikten Wir sind uns bewusst, dass Beschwerden bezüglich
der Betreuung der eigenen Kinder teilweise auf ei-
ner sehr emotionalen Ebene eingereicht werden.
Daher hat die Reaktion der MitarbeiterInnen stets
sachlich, emotional zurückhaltend und lösungsori-
entiert zu sein.
Dokumentation / Analyse Jede Beschwerde wird in einer Aktennotiz festge-
halten. Sollte eine Lösung ad hoc nicht möglich
sein, so wird im Team das Problem analysiert und
nach Lösungsmöglichkeiten gesucht. Die Lösung ist
zu dokumentieren.
Antwortzeit Alle Beschwerden sind von Beschwerdeeingang bis
zur Rückmeldung an die Eltern innerhalb einer Zeit
von zwei Wochen abzuarbeiten. Die Rückmeldung
an die Eltern kann sowohl schriftlich als auch
mündlich erfolgen.
Einbindung des Trägers / von externen Bera-
tungsstellen
Sollte das der Beschwerde zugrunde liegende Prob-
lem nicht kindertagesstättenintern gelöst werden
können, so hat die Leitung den Träger einzuschal-
ten. Im Dialog entscheiden Leitung und Träger eine
adäquate Problemlösung. Sollte Einbindung einer
externen Beratungsstelle notwendig sein, so wird
diese Maßnahme ebenfalls von Träger und Leitung
gemeinsam beschlossen und eingeleitet.
10. ERNÄHRUNG
Little Giants legt großen Wert auf ausgewogene und gesunde Ernährung. Wir sind der Überzeugung, dass die
Weichenstellung für richtiges Ernährungsverhalten bereits im Kindesalter erfolgt.
Unser Ernährungskonzept basiert auf den nachstehenden Grundsätzen:
• Wir verwenden bevorzugt ökologische Lebensmittel, wenn gewünscht in Bio-Qualität,sofern möglich
aus der Region.
• Die Zusammensetzung der Lebensmittel orientiert sich am Ernährungskreis der DGE (siehe Anlage 2).
• Die Mittagsmalzeit wird von einem Caterer (cook and chill, warm oder cook and freeze) geliefert.
• Alle Mahlzeiten werden gemeinsam am Tisch eingenommen.
11. PERSONALMANAGEMENT
Kinderbetreuung lebt von der Qualität und vom Engagement des Personals. Wir sehen daher unsere Mitarbei-
terInnen als unsere wichtigste Ressource an.
Kapitel: 12. Finanzmanagement
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11.1. PERSONALGEWINNUNG
Bei Neubesetzung einer Stelle wird diese vom Träger ausgeschrieben. Die eingehenden Bewerbungen werden
an die jeweilige Kita weitergeleitet.
In einer zweiten Runde, oftmals im Jour fixe, wird in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Kindertagesstättenlei-
tung entschieden, welche BewerberInnen zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden.
Die Entscheidung über die Einstellung wird vom Träger und der Kindertagesstättenleitung gemeinsam getrof-
fen.
11.2. MITARBEITERENTWICKLUNG
In der heutigen Zeit ist es einfacher Personal zu gewinnen als zu halten. Aus diesem Grund legen wir großen
Wert auf eine gute Personalentwicklung und -bindung.
WEITERBILDUNG
Wir unterstützen die Weiterbildung unserer MitarbeiterInnen. Weiterbildungsmaßnahmen müssen jeweils an
die Bedürfnisse der MitarbeiterInnen und der Einrichtung angepasst sein. Gemeinsam mit der MitarbeiterInnen
bespricht die Leitung welche Entwicklungswünsche die MitarbeiterIn hat und welche Notwendigkeit das Unter-
nehmen sieht. Danach legen sie gemeinsam fest, welche Schulung/-en fürs Folgejahr belegt werden.
REFLEXIONSGESPRÄCHE
Regelmäßige Reflexionsgespräche sind ein wichtiger Bestandteil unserer Personalstrategie. Wir verstehen Re-
flexionsgespräche stets nur als konstruktive Kritik, die als Impuls zur kontinuierlichen Verbesserung dienen soll.
DIVERSITÄT
Little Giants fördert Diversität unter der Belegschaft. Wir sind der festen Überzeugung, dass dies sowohl die
Teamarbeit, das gegenseitige Lernen als auch die Betreuungsqualität selbst verbessert.
UNTERSTÜTZUNG DER MITARBEI TER IN ALLEN LEBENSLAGEN
Auch unterstützt die Kleine Riesen Nord seine MitarbeiterInnen in individuellen Lebenslagen. So reagieren wir
flexibel auf Pflegeanfragen, Elternzeitmodelle oder nehmen auch gerne MitarbeiterInnenkinder in unseren
Kitas auf.
VERWALTUNGSTÄTIGKEITEN
Alle Verwaltungstätigkeiten, die im Zusammenhang mit MitarbeiterInnen stehen (Lohnbuchhaltung, etc.), wer-
den für alle Standorte zentralisiert ausgeübt.
12. FINANZMANAGEMENT
Das Finanzmanagement erfolgt nach kaufmännischen Grundsätzen.
Die Finanzplanung umfasst folgende Elemente:
Kapitel: 12. Finanzmanagement
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• Rollierende Umsatzplanung und Liquiditätsplanung
• Kostenstellen / Kostenträger-Rechnung mit Budgetierung
• Controlling-System
Schon allein aus der Gesellschaftsform ergibt sich die Verpflichtung zur doppelten Buchführung und der Veröf-
fentlichung des Jahresabschlusses im elektronischen Unternehmensregister.
Kapitel: 13. Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung i. S. d. § 8a SGB VIII
29
13. SCHUTZAUFTRAG BEI KINDESWOHLGEFÄHRDUNG I. S. D. § 8A SGB VI II
SCHULUNG
• Die Leitung der Einrichtung ist
bezüglich der Thematik zu schulen.
• Das Wissen ist durch jährliche
Schulungen an die anderen
MitarbeiterInnen weiterzugeben.
ANZEICHEN FÜR GEFÄHRDUNG DES
KINDESWOHLS (GEFÄHRDUNGSRISIKEN)
• Körperliche und seelische Gewalt
• Emotionale und körperlich-
gesundheitliche Vernachlässigung
• Sexueller Missbrauch
• Versagung entscheidender existenzi-
eller Entwicklungschancen
INSOWEIT ERFAHRENE FACHKRAFT
Der Träger beschäftigt mehrere insoweit erfahrene
Fachkräfte, die den Einrichtungen bei der Erkennung
und Einschätzung einer Kindeswohlgefähr-
dung helfen. Es findet bis zum Abschluss des
Falles eine Prozessbegleitung statt, falls not-
wendig auch im Gespräch mit den Eltern.
Ende
Erkennen
Gefährdungsrisiko
Information
erfahrene
Fachkraft
(Leitung)
Dokumentation
Gefährdungsrisiko
Gespräch mit
Erziehungs-
berechtigten
Risiko
ausgräumt
Hinwirken auf
Inanspruchnahme
von Hilfen
Hilfe- und
Beratungsplan
Dokumentation
Gespräch
Beratungsplan
eingehalten?
Beratungsplan
erfolgreich
Dokumentation
der Schritte
Jugendamt
informieren
Dokumentation
Nein
Ja
Nein
Nein
JaDokumentation
Ja
Risiko
ausgräumt
Ja
Nein
Kapitel: Anlage 1: Ernährungskreis
30
ANLAGE 1: ERNÄHRUNGSKREIS
Während die Versorgung mit regionalen Produkten bei uns eine Selbstverständlichkeit ist, bieten wir auf
Wunsch der Eltern, auch BioKost an. Unsere Konzepte sind der Essensversorgung sind weitreichend und passen
sich an die Bedürfnisse der Familien an, lediglich eines haben sie alle gemeinsam – sie sind gesund.
ANLAGE 2: HYGIENE PLAN
HYGIENE IM SANITÄRBEREICH
SANITÄRAUSSTATTUNG
Die Sanitärbereiche sind mit Einmalhandtüchern und Spendervorrichtungen für Flüssigseife ausgestattet. Die
Sanitärbereiche für Mitarbeiter sind zusätzlich mit Spendervorrichtungen für alkoholische Handdesinfektionslö-
sung zu versehen.
WARTUNG UND PFLEGE
Die Toilettenanlagen und die Ausstattung werden regelmäßig kontrolliert, gepflegt und gewartet. Die Kontrolle
und Pflege wird dokumentiert.
WICKELBEREICHE
Die Wickelbereiche werden nach jeder Verwendung desinfiziert. Verunreinigungen mit Fäkalien werden mit
einem mit Desinfektionsmittel getränkten Tuch gereinigt und danach nochmals desinfiziert. MitarbeiterInnen
haben nach dem Wickeln die Hände zu waschen und zu desinfizieren. Im Wickelbereich hängt gut sichtbar eine
Verfahrensanweisung zur Wickelhygiene aus.
Lebensmittel, die
viel Stärke
enthalten, wie
Getreideprodukte
und Kartoffeln
Gemüse und
HülsenfrüchteObst
Getränke (Wasser)
Milch und
Milchprodukte
Fleisch, Wurst und
Fisch
Streich- und
Kochfette
Kapitel: Anlage 2: Hygiene Plan
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BE- UND ENTLÜFTEN
Die Entlüftungsanlagen der Sanitäranlagen werden regelmäßig von einer Fachfirma gewartet. Defekte werden
Zeitnah in Stand gesetzt.
TRINKWASSERHYGIENE
LEGIONELLENPROPHYLAXE
Bei Duschen, die nicht täglich genutzt werden, muss das Wasser, sofern es aus Großanlagen bezogen wird, bei
Höchsttemperatur mehrere Minuten ablaufen. Spritzen und Zerstäuben des Wassers sind dabei zu vermeiden.
Kalkablagerungen werden regelmäßig entfernt.
PRÄVENTION VON STAGNATIONSPROBLEMEN
Am Wochenanfang und nach längerer Schließung der Krippe wird das Wasser aus Leitungen, aus denen Trink-
wasser entnommen wird, fünf Minuten ablaufen gelassen. Jeder Wasserauslass muss mindestens jeden dritten
Tag benutzt oder alternativ gespült werden.
PRÄVENTION VON STAGNATIONSPROBLEMEN
Wasseruntersuchungen auf chemische und mikrobilogische Reinheit werden gemäß Trinkwasserverodnugn
jährlich durchgeführt.
ERSTE HILFE
ERSTE-HILFE-INVENTAR
Die Einrichtung hält folgendes Erste-Hilfe-Material vor:
• Verbandskasten nach DIN 13157 „Verbandskasten C“
• Alkoholisches Desinfektionsmittel zur Handdesinfektion
Verbrauchsmaterialien, wie Pflaster und Einmalhandschuhe, werden nach Verbrauch ersetzt.
VERSORGUNG VON BAGATELLWUNDEN
Es werden grundsätzlich Einmalhandschuhe getragen. Die Wunde wird mit einem Pflaster oder Verband so ver-
sehen, dass der Kontakt Dritter mit Blut ausgeschlossen ist. Nach der Wundversorgung werden die Hände
gründlich gewaschen und desinfiziert.
REINIGUNG KONTAMINIERTER FLÄCHEN
Flächen, die mit Körperflüssigkeiten (Blut, Exkremente, Erbrochenes) kontaminiert werden unter Verwendung
von Einweghandschuhen mit einem mit Desinfektionslösung getränkten Tuch gereinigt. Anschließend wird die
Fläche nochmals desinfizieren.
NOTFALLKONTAKTE
Neben allen Telefonen und in allen Gruppenräumen wird ein Aushang mit folgenden Notfallkontakten aufge-
hängt:
• Polizei
Kapitel: Anlage 2: Hygiene Plan
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• Feuerwehr
• Ärztlicher Bereitschaftsdienst
• Giftinformationszentrum
• Kinderarzt
KÜCHE
ALLGEMEINE ANFORDERUNGEN
Personen, die an Erkrankungen im Sinne des § 42 IfSG oder an Hauterkrankungen leiden oder Wunden haben
dürfen nicht in unserer Verteilerküche tätig sein
Das in der Küche tätige Personal wird von uns einmal jährlich im Sinne des § 43 IfSG über Tätigkeitsverbote so-
wie über Lebensmittelhygiene geschult.
QUALITÄTSSICHERNDE MAßNAHME N UND LEBENSMITTELHYGIENE
Es werden qualitätssichernde Maßnahmen im Sinne von HACCP getroffen. Alle Maßnahmen werden dokumen-
tiert:
• Messung der Kühlschranktemperatur
• Wareneingangskontrolle (Temperatur, Sensorik, Geruch)
• Reinigung und Desinfektion nach Reinigungsplan
• Kontrolle auf Schädlinge
Beim Handhaben von Lebensmitteln werden Handschuhe getragen.
HANDHYGIENE
Hände sind wie folgt zu waschen:
A. Bei Ankunft in der Einrichtung und beim Wechsel von einer Gruppe in eine andere.
B. Vor und Nach:
• Essen, Handhabung von Lebensmitteln, Füttern eines Kindes
• Verabreichen von Medizin
• Wasserspielen, falls das Wasser von mehr als einer Person benutzt wird.
C. Nach:
• Windelwechsel
• Toilettengang, Assistieren eines Kindes beim Toilettengang.
• Handhabung von Körperflüssigkeiten (Speichel, Blut, Erbrochenem), Niesen, Naseputzen, Abwi-
schen des Mundes oder von Wunden.
• Handhabung von rohem Lebensmitteln, insbesondere Fleisch und Geflügel.
• Berühren von Tieren.
• Spiel im Sandkasten
• Reinigung und Handhabung von Müll
• Berühren von Geld
• Handhabung von verschmutztem Geschirr
Diese Regelungen gelten für alle MitarbeiterInnen, insbesondere aber für in der Küche tätiges Personal.
Die Handreinigung erfolgt mit Flüssigseife und Desinfektionsmittel aus Wandspendern. Es werden nur Einmal-
handtücher verwendet.
Kapitel: Anlage 3: Verfahrensanweisung bei Hohen Temperaturen
33
An allen Waschbecken werden Verfahrensanweisungen und Hautschutzpläne ausgehängt.
FLÄCHENREINIGUNG UND DESINFEKTION
Alle Fußböden der Krippe werden täglich feucht gereinigt. Arbeitsflächen in der Verteilerküche werden täglich
desinfiziert. Da nicht mit kritischen Rohwaren gearbeitet wird, ist eine einmal tägliche Desinfektion im Normal-
fall ausreichend.
AUßENANLAGEN
Unser Außenanlage wir bei jedem Besuch auf Tierkot untersucht. Tauben werden durch geeignete Maßnahmen
ferngehalten.
Der Sand im Sandkasten wird alle zwei Jahre ausgetauscht.
ANLAGE 3: VERFAHRENSANWEISUNG BEI HOHEN TEMPERATUREN
Zunehmend steigen im Sommer auch in Deutschland, dieses Jahr bereits im Mai, die Temperaturen auf deutlich
über 30 °C. Auch wenn es ein Stück weit normal ist, dass sich Gebäude, in der heißen Jahreszeit stark aufheizen
und wir Menschen uns mit der Zeit daran gewöhnen, versuchen wir in der Kita den Alltag auch an Tagen, an
denen laut Wettervorhersage die Außentemperatur über 28 ° steigen soll, so angenehm und sicher wie möglich
zu gestalten. Folgende Maßnahmen werden eingeleitet:
• Morgens mindestens 30 Minuten vor Öffnung der Kita werden die Fenster und Türen in allen Räumen ge-
öffnet, diese arretiert, sodass ein Zug und damit Luftaustausch entsteht.
• Nach dem Lüften werden die Beschattungen in Gruppen- und Nebenräumen, in den Schlafräumen Rolllä-
den, heruntergelassen. Im Anschluss sind die Türen zu den Schlafräumen zu verschließen und erst zur
Schlafenszeit wieder zu öffnen, um das Hineinströmen der heißen Luft von den Fluren zu verhindern.
• Im Allgemeinen sind im Obergeschoss, sofern vorhanden, die Türen zu allen verschatteten Räumen wäh-
rend des Tages geschlossen zu halten, um ein Aufheizen zu verhindern.
• Wenn die Temperatur über 30 °C im OG steigt, sind die Kinder ins Erdgeschoss zu bringen. Hier sind dann
alle Gruppenraumtüren zum Gang und in den Außenbereich zu öffnen und damit ein Luftaustausch zu
schaffen.
• Wenn die Schlafräume im Obergeschoss vor Beginn der Schlafenszeit über 28 °C haben, sind Schlafalterna-
tiven im EG mit guter Durchlüftung zu schaffen. Während der Sommermonate ist durchgehend Schlafwa-
che auch für über Dreijährige zu halten.
• Die Kinder werden in der Zeit nach einem teiloffenen Konzept betreut.
• Während immer gilt, dass stets ausreichend Flüssigkeit anzubieten ist und die Kinder ans Trinken erinnert
werden sollen, gilt insbesondere an heißen Tagen, dass feste – z.B. halbstündliche - „Trinkrunden“ zu ma-
chen sind.
• Wenn es Kindern zu heiß wird, sollen bei Bedarf Maßnahmen wie Duschen oder Bespritzen mit Wasser ein-
geleitet werden.
• Wasserspiele im Außenbereich sind in schattigen Bereichen eine gute Möglichkeit sich abzukühlen. Dabei
ist darauf zu achten, dass kein Wasser in großen Gefäßen steht, da Kinder bereits in 3 cm tiefem Wasser in
einem Eimer ertrinken können.
• Generell gilt, dass Kinder nie in der prallen oder Mittagssonne spielen sollen, selbst wenn Sie Mützen tra-
gen und gut eingecremt sind. Vielmehr sollte an heißen Tagen hauptsächlich am frühen Morgen, ggf. auch
am späten Nachmittag, der Außenbereich genutzt werden. Aber auch hier gilt: nur im Schatten spielen!
• Anstrengende Aktivitäten, wie langes Gehen, Toben, Fußballspielen, etc. sollten an den heißen Tagen ge-
mieden oder zu Randzeiten durchgeführt werden.
Kapitel: Anlage 3: Verfahrensanweisung bei Hohen Temperaturen
34
• Es ist immer darauf zu achten, dass die Kinder entsprechend leicht und luftig angezogen sind. Gegebenen-
falls sind Eltern darauf hinzuweisen, angemessene Schlaf- und Tageskleidung mitzubringen. Für den Auf-
enthalt im Freien sind dünne, helle Baumwoll- oder Leinenhemden gut, da sie einen zusätzlichen Schutz
vor Sonnenbrand bieten. Enge, dicke Kleidung ist (z.B. Jeans), selbst wenn sie kurz sein sollte, ungeeignet.
• Auch bedeckte Körperstellen sollen eingecremt werden.
• Schließlich ist jedes Kind individuell und reagiert - so wie Erwachsene - unterschiedlich auf heiße Tempera-
turen. In jedem Fall sind Erzieher angehalten, Maßnahmen individuell anzupassen und bei dem geringsten
Verdacht, dass es einem Kind nicht gut geht, die Eltern zu informieren und eine Abholung durch abholbe-
rechtigte Personen einzuleiten.
Im Allgemeinen gewöhnen sich Kinder relativ gut an unterschiedliche Temperaturen und wenn stets ausrei-
chend Getränke, schattige Plätze (dazu zählt auch das Innere von Gebäuden) vorhanden sind und Sorge getra-
gen wird, dass es nicht zu Hitzestaus kommt, können sie den Sommer auch unbeschwert genießen.
Anlage 3.1 Bewerbung DRK
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DRK Münster Sozialwerk gemeinnützige GmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Frau Anna Pohl Hafenstraße 30 48127 Münster Münster, 06.02.2019 Ausschreibung der Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung im Nordkirchenweg, Hiltrup-Amelsbüren Verbindliches Angebot zur Übernahme der Trägerschaft Ausschreibungs-Nr. 11/2018 Sehr geehrte Frau Pohl, wir freuen uns über den stetig wachsenden Bereich der Kindertagesstätten in Münster und beteiligen uns gerne an der Ausschreibung der Kita-Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung in Hiltrup-Amelsbüren. Wir sind bereit, einen Trägeranteil von 4,5 % zu leisten. Gerne stehen wir für weitere Fragen zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen Geschäftsführerin Anlage Pädagogische Konzeption Deutsches Rotes Kreuz Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gemeinnützige GmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster Tel. 0251 37880 Fax 0251 37 88 55 www.DRK-muenster.de info@DRK-muenster.de Geschäftsführerin Gudrun Sturm Tel. 0251 / 37 8827 Fax 0251 / 37 8855 g.sturm@DRK-muenster.de Vorsitzender des Aufsichtsrates: Werner Kampmann Handelsregister HRB 14637 Amtsgericht Münster IBAN DEO4 4005015000005851432 BIC WELADED1MST
Anlage 8.4 Referenzliste Kinderzentren Kunterbunt
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1 Referenzen Derzeit betreibt die Kinderzentren Kunterbunt gGmbH in NRW 30 und deutschlandweit rund 80 Kinderbildungseinrichtungen. Für die nächsten Jahre sind zudem bereits weitere neue Standorte fest geplant. Im Folgenden finden Sie unsere Referenzenliste für NRW. Nordrhein-Westfalen » Kindertagesstätte „KiKu Kinderland“, Brühl / 70 Plätze Herr Lorenz Schmitz, 02232/794600 2 Gruppen GFI, 1 Gruppe GFII, 1 Gruppe GFIII Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr » Kindertagesstätte „KiKu Kinderland 1 u. 2“, Bonn / 115 Plätze (in Koop. mit der Deutschen Post) Frau Rieck, 0228/18253068 (Deutsche Post) 2 Gruppen GF III, 3 Gruppen GFI, 5 Gruppen GFII Öffnungszeiten: 7.30 - 18.30 Uhr » Kindertagesstätte „Xkids“, Leverkusen / 50 Plätze (in Koop. mit LANXESS) Frau Dr. Peilstöcker (Lanxess) 1 Gruppe GFII, 1 Gruppe GF I, 1 Gruppe GFIII Öffnungszeiten: 7.30 - 18.30 Uhr » Kindertagesstätte „KiKu Kinderland“ und „KiKu Wäldchen“ Troisdorf / jeweils 30 Plätze Herr Dr. Markus Wüst , 02241/900551 jeweils 1 Gruppe GFI, 1 Gruppe GFIII Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr » Kindertagesstätte „KiKu Zauberwald“, Troisdorf / 55 Plätze Herr Dr. Markus Wüst , 02241/900551 1 Gruppe GFI, 1 Gruppe GFII, 1 Gruppe GFIII Erweiterung um 2 Gruppen in 2018/19 Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr » Kindertagesstätte „KiKu Apfelbäumchen“, St. Augustin / 55 Plätze Frau Sandra Clauß und Herr Marcus Lübken, 02241/243225 1 Gruppe GFI, 1 Gruppe GFII, 1 Gruppe GFIII Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr » Kindertagesstätte „KiKu Wunderland“, St. Augustin / 70 Plätze Frau Sandra Clauß und Herr Marcus Lübken, 02241/243225 3 Gruppen GFIII, Umzug und Erweiterung in Planung Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr » Kindertagesstätte „KiKu Seepferdchen“, Gütersloh / 80 Plätze Herr Karsten Amshoff, 0524 /822365 1 Gruppe GFI, 2 Gruppen GFII, 2 Gruppen GFIII Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr 2 » Kindertagesstätte „KiKu Sonnenschein“, Hennef / 90 Plätze Frau Miriam Immisch 02242-888-399 2 Gruppen GFII, 3 Gruppen GFIII Öffnungszeiten: 7:30 -17:00 Uhr » Kindertagesstätte „KiKu Wolkenburg“, Hennef / 65 Plätze Frau Miriam Immisch 02242-888-399 1 Gruppe GFI, 2 Gruppen GFIII Öffnungszeiten: 7:30 -17:00 Uhr » Kindertagesstätte „KiKu Kinderland“ und „KiKu Hoppelhasen“ (weitere Kita in 2018/19) Pulheim / jeweils 40 Plätze Frau Gabriele Tatas, 02238/808303 jeweils 4 Gruppen GF I Öffnungszeiten: 7.30 - 16.30 Uhr » Kindertagesstätte „KiKu NePoMuK“, Meerbusch / 110 Plätze Frau Smittmanns, 02159/916571 2 Gruppen GFI, 2 Gruppen GFII, 2 Gruppen GFIII Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr » Kindertagesstätte „KiKu Kinderland“ Alfter / 70 Plätze Herr Dr. Rolf Schumacher, 0228/6484141 2 Gruppen GFI (1x integrativ), 1 Gruppe GFII, 1 Gruppe GFIII Öffnungszeiten: 7.30 - 16.30 Uhr » Kindertagesstätte „KiKu Kinderland“ Köln / 110 Plätze Herr Gringmuth-Held Jeweils 2 Gruppen GFI, 2 Gruppen GFII, 2 Gruppen GFIII Öffnungszeiten: 7.30 - 16.30 Uhr » Kindertagesstätte „Kiku Bärenbande“ und „KiKu Rheinpiraten“ Köln / jeweils 60-70 Plätze Herr Gringmuth-Held, 0221/22129153 Jeweils 2 Gruppen GFII, 2 Gruppen GFIII Öffnungszeiten: 7.30 - 16.30 Uhr » Zwei Kindertagesstätten in Euskirchen 3 und 4 Gruppen Herr Alfred Jaax , 02251/14386 Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr » Kindertagesstätte KiKu-Kinderland Mülheim / 110 Plätze Frau Bode-Brock, 0208/4554558 Jeweils 1 Gruppe GF II und III und 4 Gruppen GF I Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr » Kindertagesstätte KiKu Burgmäuse (Koop. mit ALDI Süd) in Mülheim a. d. Ruhr / 100 Plätze Frau Bode-Brock, 0208/4554558 und Herr Pina Nell, 0208/89925000 Jeweils 2 Gruppen GF I, II und III Öffnungszeiten: 7 - 18 Uhr 3 » Kita/FamZ Wasserwerk/ 45 Plätze 3 inklusive Gruppen GF III und FamZ Herr Dr. Markus Wüst , 02241/900551 » Kindertagesstätte KiKu Grasshüpfer in Swisttal/ 52 Plätze Frau Adamek 02255/309530 Jeweils 1 Gruppe GF I, II und III Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr » Kindertagesstätte KiKu Waldwichtel in Neuss/ 70 Plätze Frau Kaup 02131/905157 Jeweils 1 Gruppe GF II und III sowie 2 Gruppen GF I Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr » Kindertagesstätte „KiKu Bullerbü“, Harsewinkel / 44 Plätze Frau Tröster, 05241/85 2434 2 Gruppen GFIII (Erweiterung um 2 Gruppen im Nov. 2019) Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr » Kindertagesstätte Kiku Emspiraten in Telgte Frau Schnur 02504/13301 3 Gruppen » Kindertagesstätten Kiku Lüttenland in Telgte 4 Gruppen, (Eröffnung Mai 2019) Frau Schnur 02504/13301 » Neue Kindertagesstätte in Kleve (Eröffnung Sept. 2018/19) Erweiterung für 1-3 Gruppen für 2020/21 geplant Herr Träder 02821/99799-625 » Neue Kindertagesstätten in Euskirchen, 3 Gruppen (Eröffnung Jan. 2019) Herr Alfred Jaax , 02251/14386 » Zwei neue Kindertagesstätten in Langenfeld, 4 und 6 Gruppen (Eröffnung 2019/20) Frau Oberfranc 02173/794-3301 » Neue Kindertagesstätte Mülheim-Barbarastraße, 5 Gruppen (Eröffnung März 2020) Frau Bode-Brock, 0208/4554558 » Neue Kindertagesstätte in Köln, 4 Gruppen (Eröffnung 2019/20) Herr Gringmuth-Held, 0221/22129153 » Neue Kindertagesstätte in Essen-Krey (Koop. mit ALDI Nord), 4 Gruppen (Eröffnung 2020/21) Frau Mees 0201/88-51586 » Neue Kindertagesstätte in Essen-Kettwig, 3 Gruppen (Eröffnung 2020/21) Frau Mees 0201/88-51586
Anlage 4.1 Bewerbung Die Kanalhaie
1958 Zeichen
Tel./Fax.: 0251 / 761 4 u KiTa „Die Kanalhaie“ e.V. * Düesbergweg 102 + 48153 Münster Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Hafenstraße 30 48127 Münster | 8. Februar 2019 Interessenbekundung für die Trägerschaft der geplanten Kindertageseinrichtung Nordkirchenweg Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Frau Pohl, wir bedanken uns recht herzlich für das freundliche und informative Gespräch vom 23. Januar 2019. | SQ Die aus dem Gespräch gewonnenen Eindrücke und Informationen haben wir zwischenzeitlich gegenüber unseren Mitgliedern berichtet und auch einen obligatorischen Mitgliederentsche Vereinsstatuten durchgeführt. Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass s ci id gemäß unserer h über 70% unserer Vereinsmitglieder für eine weitere Teilnahme an dem Trägerauswahlverfahren für die geplante Kindertageseinrichtung Nordkirchenweg ausgesprochen haben. Dies unterstreicht aus unserer Sicht auch noch einmal die große Bereitschaft in der Mitgliederschaft sich dieser neuen Hefjhsorderung zu stellen. Der Vorstand möchte nunmehr dieses eindeutige Votum aufnehmen und auch I hnen gegenüber verbindlich bestätigen, dass der Verein Die Kanalhaie e.V., Münster, sich weiter an dem Trägerauswahlverfahren für die geplante Kindertageseinrichtung Nordkirchenweg beteiligen möchte. Darüber hinaus möchten wir weiterhin unsere verbindliche Erklärung bestätige! erwartenden Trägeranteil für den Betrieb der Einrichtung aufkommen werden, prognostizierten voraussichtlichen jährlichen Gesamtbetriebskosten in Höhe von Trägeranteil von 4% der Gesamtbetriebskosten aktuell bei rund € 33.100,00 liegt. Berechnungen finden Sie auch als Anlage anbei. Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit zu Verfügung stellen. Mit freundlichen Grüßen Eintragung im Vereinsregister: S Yü BIC: = WEL / dass wir für den zu r hr auf Basis der von Ihnen € 825.700,00 bei einem Entsprechende Bankverbindung: 6) 0150 0001 00 \DED1MST
Anlage 7.1 Bewerbung pme
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pmefamilienservice ...o pme Familienservice g6mbH pme Familienservice g6mbH Friesenring 50 | 48147 Münster Friesenring 50 48147 Münster Stadt Münster Telefon: +49 251 703776-0 Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Telefax: +49 281 70377622 Frau Anja Gerick Hafenstraße 30 muenster@familienservice.de www.familienservice.de D-48127 Münster 4. Februar 2019 Ausschreibungsverfahren 9-13/2018 verbindlicher Trägeranteil Sehr geehrte Frau Gerick, gerne beteiligen wir uns an den Ausschreibungen der Trägerschaften für neue Kindertageseinrichtungen Kita Sonnenstraße (Ausschreibungsnummer 09/2018), Kita Neubrückenstraße (Ausschreibungsnr. 10/2018), Kita Nordkirchenweg (Ausschreibungsnr. 11/2018), Kita Nottulner Landweg (Ausschreibungsnr. 12/2018) und Kita Meckmannweg (Ausschreibungsnr. 13/2018) Hierbei möchten wir unsere umfänglichen Erfahrungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf einbringen. Aus unserem pädagogischen Konzept sind dabei insbesondere unsere Erfahrungen mit langen Öffnungszeiten, flexiblen Betreuungszeiten, eine gesunde und frische Vollverpflegung, eine Personalkalkulation, die Ausfallzeiten berücksichtigt und eine digitalisierte Dokumentation hervorzuheben. Außerdem unterstützen lokale Strukturen eine Anbindung und Loyalität gegenüber dem Träger. Die Trägerschaft wird durch unsere 100%-ige Tochter, die Global Education gGmbH angeboten. Aktuell ist die pme Familienservice gGmbH in Gütersioh und Halle Träger von zwei Betriebskindertagesstätten mit einer Mischung aus öffentlichen und betrieblich unterstützten Plätzen. Im August 2019 werden wir in Ochtrup eine Kindertagesstätte eröffnen. Das Angebot in Münster möchten wir aufgrund der Struktur der rein Öffentlichen Kindertagesstätten in unserer eigens für diesen Zweck gegründeten gemeinnützigen Tochtergesellschaft zur Verfügung stellen. Das Kitamanagement und die Fachberatung wird über die bewährten Strukturen der pme Familienservice gGmbH übernommen. Beiliegend finden Sie einen Gesellschaftsvertrag, einen Auszug aus dem Handelsregister und eine Übersicht der Struktur des pme Familienservice zur internen Verwendung. Bislang fehlt für diese Gesellschaft eine Anerkennung nach 875 SGB VIII. Wir würden diese im Falle eines Zuschlags beantragen wollen. Die Voraussetzungen für eine öffentliche Förderung sind nach 874 SGB VIII gegeben, Wir freuen uns sehr über eine positive Nachricht im weiteren Verfahren berücksichtigt zu werden und die Trägerlandschaft in Münster konzeptionell, vielfältig und innovativ zu bereichern. Einer Teilnahme an Ausschreibungsverfahren geht eine individuelle Kalk! Träger der Einrichtung: pme Familienservice gGmbH | Geschäftsführerin: Alexa Ahmad Registergericht: AG Frankfurt am Main | HRB 75728 | Steuernummer: 047/250/11164 pmefamilienservice eo ooo Kalkulationszentrums voraus. Hierbei werden mögliche Belegungsszenarien und die Gruppenkonstellation beachtet und Risiken abgewägt. Bei der Übernahme der Trägerschaft von den oben genannten Kindertagesstätten können wir verbindlich einen Trägeranteil von 4,5% garantieren und erwarten eine freiwillige kommunale Leistung der Stadt Münster von ebenso 4,5%. Für die Ausschreibung 09/18 Kita Sonnenstraße können wir abweichend einen Trägeranteil von 7,2% anbieten. Eine freiwillige kommunale Leistung der Stadt Münster von 1,8% würde erwartet werden.
Anlage 9.2 Konzeption Kleine Riesen
91880 Zeichen
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WćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞŶŐĞďŽƚĞ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϭϳ ϱ͘/ŶƚĞŐƌĂƚŝŽŶƵŶĚŝŶƚĞƌŬƵůƚƵƌĞůůĞKƌŝĞŶƚŝĞƌƵŶŐ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϭϳ ϱ͘ϭ͘'ƌƵŶĚƐćƚnjůŝĐŚĞƐ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϭϴ ϱ͘Ϯ͘/ŶƚĞŐƌĂƚŝŽŶ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϭϴ ϱ͘ϯ͘/ŶƚĞƌŬƵůƚƵƌĞůůĞKƌŝĞŶƚŝĞƌƵŶŐĚĞƌWĞƌƐŽŶĂůƉŽůŝƚŝŬ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϭϴ ϱ͘ϰ͘/ŶƚĞŐƌĂƚŝŽŶǀŽŶ<ŝŶĚĞƌŶǀŽŶ'ĞĨůƺĐŚƚĞƚĞŶ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϭϴ ϱ͘ϱ'ĞŶĚĞƌƚŚĞŵĂƚŝŬ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϭϵ 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Anlage 10.2 Konzeption Outlaw
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GRUND- KONZEPT KITA & MORE Stand: März 2017 Seite 1 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 INHALTSVERZEICHNIS 1 KITA & MORE – SPIElEND lERNEN! ............................................................................................ 2 2 ANGEBOT UND RAHMENBEDINGUNGEN ................................................................................ 3 2.1 Gesetzliche Grundlagen ....................................................................................................... 3 2.2 Ziele ........................................................................................................................................ 3 2.3 Kontextbezogene Konzeption ............................................................................................ 4 3 KONZEPTIONEllE UND METHODISCHE GRUNDSÄTZE .......................................................... 5 3.1 Das Bild vom Kind ................................................................................................................. 5 3.2 Selbstbildungsprozesse – Spielend lernen! ....................................................................... 5 3.3 Individualität und Heterogenität ........................................................................................ 7 3.4 Partizipation .......................................................................................................................... 8 3.5 Sozialraumorientierung ....................................................................................................... 8 3.6 Integration und Inklusion ..................................................................................................... 9 3.7 Geschlechterorientierung .................................................................................................. 10 3.8 Beobachtung und Dokumentation .................................................................................. 11 3.9 Gestaltung von Übergängen ............................................................................................. 11 3.10 Raumgestaltung .................................................................................................................. 12 3.11 Bildungs- und Erziehungspartnerschaften ...................................................................... 13 4 ROllE UND AUFGABE PÄDAGOGISCHER FACHKRÄFTE .......................................................14 5 SICHERUNG DES KINDESWOHLS .............................................................................................15 6 QUALITÄT ...................................................................................................................................16 6.1 Inhaltliche Qualität ............................................................................................................. 16 6.2 Strukturelle Qualität .......................................................................................................... 18 6.3 Ergebnisqualität .................................................................................................................. 18 7 SCHLUSSWORT ..........................................................................................................................19 Seite 2 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 1 KITA & MORE – SPIELEND LERNEN! Spielend lernen! So heißt ein Standpunkt der Outlaw gGmbH für den Fachbereich Kita & More. Er ist zugleich handlungsleitend für unsere pädagogischen Mitarbeiter*innen zur Ausgestaltung ihres Arbeitsbereiches als auch fachliche Positionierung in der anhaltenden politischen Bildungsdebatte. Aus der Entwicklungspsychologie wissen wir um die Bedeutung des Spiels in der kindlichen Entwicklung. Kinder haben in ihrem Kindsein das Recht darauf, das was sie ausmacht, zu sein: Kinder, die den Herausforderungen des Lebens spielerisch begegnen. Das, was sie brauchen, um sich zu entwickeln, sollen sie in unseren Einrichtungen bekommen: Ausreichend Freiräume, ihrem selbst- bestimmten Tun nachzufolgen. Basis ist unser tiefes Vertrauen in das uneingeschränkte Bedürfnis des Kindes zu lernen und sich entwickeln zu wollen. Jedes Kind lernt anders - das macht es für uns nicht unbedingt einfach in der Ausgestaltung der pädagogischen Arbeit, aber es ist auch die Sicherheit zugleich, dass jedes Kind seinen Weg im Leben gehen wird, wenn wir es zugewandt und mit unserem fachlichen Wissen begleiten. Diese Grundhaltung zieht sich wie ein roter Faden durch das Grundkonzept des Fachbereiches Kita & More, in dem wir die Arbeit der pädagogischen Mitarbeiter*innen beschreiben und definieren. Dies erfolgt in dem Bewusstsein, dass wir jeden Tag neu daran arbeiten müssen, Kindern die bestmögliche Förderung auch unter den sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen in der bundesweiten Kitalandschaft zu ermöglichen. Das Kind als Individuum steht für uns nicht alleine im Fokus. Es lebt in seinem familiären Kontext und innerhalb seines Sozialraumes. Es ist unsere Aufgabe, das Kind nicht nur innerhalb der Kita zu betrachten, sondern immer im Kontext, in dem es lebt. Wenn wir das alles tun, dann unterstützen wir die Kinder darin, eine kindgerechte Kindheit zu haben und zuversichtlich in neue Herausforderungen zu gehen! Die Outlaw gGmbH hat mit Kita & More 2009 einen eigenen Fachbereich geschaffen, zu der neben der Betreuung von Kindern in Kindertageseinrichtungen auch die Kindertagespflege sowie die Betreuung von Schulkindern im außerschulischen Bereich und Familienzentren gehören. Seite 3 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 2 ANGEBOT UND RAHMENBEDINGUNGEN Kita & More umfasst alle Angebote frühkindlicher Bildung, Erziehung und Betreuung. Alle Kita &- More-Einrichtungen sind Orte für Kinder und ihre Familien, in denen sie sich akzeptiert und respektiert fühlen. Wir verstehen die Arbeit unserer Einrichtungen als einen Teil der gesellschaftlichen Verantwortung. Unter Kita & More haben sich neben Kindertageseinrichtungen weitere Angebote entwickelt und etabliert: die Betreuung und Begleitung von Kindertagespflege Familienzentren die Betreuung von Schulkindern gemäß der Landes Gesetzgebung die Vernetzung mit anderen Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe z. B. offene Kinder- und Jugendarbeit, Beratungsstellen etc. Diese Angebote wirken in den Sozialraum hinein und orientieren sich an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Eltern. Wir beziehen in unsere Arbeit die Lebenswelt der Menschen und ihre soziale Bezüge ein. Kita & More ist Partner von Eltern, Kommunen und anderen Einrichtungen, engagiert sich im Sozialraum und arbeitet in Netzwerken und Gremien mit. Die aktuellen Fachdiskussionen fließen in unsere Arbeit und Konzepte mit ein. Wir stehen für eine fachlich qualifizierte Frühkindpädagogik. 2.1 Gesetzliche Grundlagen Die rechtlichen Grundlagen sind im SGB VIII verankert. § 22 regelt die Grundsätze der Förderung in Tageseinrichtungen und der Kindertagespflege. In ihm ist der Auftrag zur Bildung, Erziehung und Betreuung geregelt (Absatz 3). Die jeweiligen Länder regeln die spezifische Kitagesetzgebung vor Ort. Die gesetzlichen Bestimmungen und Vorgaben zum Kindesschutz (vgl. § 8a SGB VIII; Bundeskinderschutzgesetz) werden in besonderer Weise berücksichtigt. Auf der Basis des Bundeskinderschutzgesetzes werden Maßnahmen gemäß der rechtlichen Vorgaben ergriffen, um den Schutz des Kindeswohles zu sichern. Die UN-Kinderrechtskonvention und die UN-Menschenrechtskonvention sind die verbindliche Grundlage zur Wahrung der Grundrechte der Familien. 2.2 Ziele Wir erfüllen unseren Auftrag zur Bildung, Erziehung und Betreuung, in dem wir aus Sicht der Kinder ihrer Entwicklung entsprechend und spielerisch auf das Leben vorbereiten. Wir unterstützen jedes Seite 4 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 Kind darin, sich zu einer selbstständigen, verantwortungsbewussten, gemeinschafts- und entscheidungsfähigen Persönlichkeit entwickeln zu können und wirken somit Benachteiligung entgegen. Unsere Angebote orientieren sich an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien. Wir unterstützen die Mütter und Väter in ihren Erziehungsaufgaben und stehen mit unserem Fachwissen und unseren Beobachtungen und Erkenntnissen in der Erziehung ihrer Kinder begleitend zur Seite. Durch unser Angebot ermöglichen wir den Müttern und Vätern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Unsere Kitas sind für alle Kinder und Familien offen, unabhängig von ihrer sozialen, kulturellen, ethnischen oder religiösen Herkunft. Dort, wo Rahmenbedingungen es ermöglichen, arbeiten wir integrativ und betreuen Kinder mit Förderbedarf. 2.3 Kontextbezogene Konzeption Die Kita & More-Einrichtungen in den verschiedenen Outlaw-Regionen verteilen sich auf Standorte, die durch teils sehr unterschiedliche Gegebenheiten gekennzeichnet sind. Für die pädagogischen Mitarbeiter*innen bedeutet das, sich auf die Besonderheiten des Sozialraumes einzulassen und diese aktiv in die Konzeption und die pädagogische Tätigkeit aufzunehmen. Die Bedarfe der Kinder und ihrer Familien, die dort leben, werden bei der Planung der pädagogischen und organisatorischen Arbeit einbezogen. Aus diesem Grund ist es für jede Kita & More-Einrichtung unerlässlich über eine kontextbezogene Einrichtungskonzeption zu verfügen und den verschiedenen Zielgruppen (Eltern, Jugendamt, Öffentlichkeit, pädagogischen Mitarbeiter*innen) als Orientierung zugänglich zu machen. Die konzeptionellen Planungen sind dabei immer zielgerichtet auf die Kompetenzerweiterung der Kinder und basieren daher auf einem hohen Maß an Offenheit, die Wünsche, Ideen und Bedürfnisse der Kinder wertzuschätzen und partizipativ aufzugreifen. Innerhalb des Einrichtungskonzeptes werden Schwerpunkte und spezifische Zielsetzungen der pädagogischen Arbeit verdeutlicht. Durch die jeweiligen Lebenssituationen der Familien sowie durch die rechtlichen, politischen, sozialräumlichen und lebensweltlichen Rahmenbedingungen begründet sich die konkrete Ausgestaltung dieser konzeptionellen Schwerpunkte und Zielsetzungen. Bei der Ausgestaltung der kontextbezogenen Konzeption berücksichtigen wir, dass diese keine Spezialisierung anstrebt. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall: Unsere Einrichtungen müssen ein größtmögliches Maß an Wahlmöglichkeiten und Verwirklichungsoptionen auf der Basis der konzeptionellen Grundlagen, Grundprinzipien und Haltungen gewährleisten. Somit ist gesichert, dass bedarfsangemessene Angebote basierend auf einem gemeinsamen Wertekanon vor Ort zur Verfügung gestellt werden können. Besonderen Wert legen wir auf die für alle Zielgruppen verständliche Verschriftlichung der Einrichtungskonzeption sowie auf die regelmäßige Fortschreibung. Seite 5 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 3 KONZEPTIONELLE UND METHODISCHE GRUNDSÄTZE 3.1 Das Bild vom Kind Die Lebensphase Kindheit hat eine eigenständige Bedeutung. Für uns steht das Kind mit seinen individuellen und aktuellen Bedürfnissen und Entwicklungserfordernissen im Vordergrund. Wir bereiten die Kinder auf das weitere Leben vor. Jedes Kind lernt von sich aus und benötigt eine bestimmte, individuelle Unterstützung zur Entfaltung seiner Potentiale. Das setzt jedoch voraus, dass diese Potentiale erkannt, wertgeschätzt und nutzbar gemacht werden. Hierfür muss das Kind von den Fachkräften in seiner Sicht des Erlebten ernst genommen werden. Das Kind als Akteur seines Selbst braucht für seine Entwicklung Gelegenheiten, mit allem, was das Zusammenleben ausmacht, in Berührung zu kommen, um sich ein Bild von der Welt zu konstruieren. Ein zentrales Feld für Bildungserfahrungen sind die Beziehungen der Kinder untereinander. Das Sich- Arrangieren mit gleichberechtigten Anderen, das Aushandeln von Gruppenregeln, Gruppenstatus und der Umgang mit Konflikten enthalten zentrale Lern- und Bildungsgelegenheiten, für die der erforderliche Freiraum bereitgestellt werden muss. Kindheit ist heute in einem hohen Maß institutionalisiert. Kinder brauchen Orte und Räume für eigenständige Erfahrungen. Unsere Einrichtungen sind pädagogische Orte, die es ermöglichen, dem Bedürfnis der Kinder nach Selbsttätigkeit und freiem Spiel mit Gleichaltrigen nachzukommen und dafür ausreichend Anlässe bereitstellen. Jedes Kind muss die Möglichkeit haben, seinen Platz in der Gesellschaft zu finden und zu gestalten. Bildung ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass dies gelingen kann. Kinder haben ein unmittelbares Recht auf Bildung als Grundvoraussetzung für Chancengleichheit. Die Bildungschancen der Kinder hängen jedoch von biologischen, psychischen und sozialen wie gesellschaftlichen, politischen und strukturellen Faktoren und Voraussetzungen ab. Diese unterschiedlichen Voraussetzungen in ihrer hohen Varianz erfordern eine direkte Berücksichtigung im pädagogischen Alltag, um nicht stigmatisierend und benachteiligend zu wirken. Unsere Einrichtungen haben durch den ihnen zugesprochenen Auftrag zur Bildung, Erziehung und Betreuung die Verpflichtung, allen Kindern entsprechend der rechtlichen Rahmenbedingungen vor Ort die bestmögliche Förderung zukommen zu lassen. 3.2 Selbstbildungsprozesse – Spielend lernen! Spiel ist die Hauptaneignungstätigkeit der Kinder von Geburt an. Kinder werden mit Entdecker- und Forscherdrang geboren, sie wollen lernen und ihre Welt erkunden. Die sie (an)treibenden Kräfte sind ihre Neugier und Eigenaktivität. Seite 6 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 Eine entscheidende Voraussetzung für gelingendes lernen in unseren Einrichtungen ist eine an- regende, freundliche und wertschätzende Atmosphäre, die bewusst durch alle Mitarbeiter*innen gestaltet wird. Viele Kompetenzen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, auf die es im Leben ankommt, eignen Kinder sich durch ein auf eigenen Erfahrungen basiertes lernen an. Kinder lernen besser, wenn sie sich sicher und geborgen fühlen. Dazu brauchen sie Spiel- und Lernräume, die ihnen Entdeckungen ermöglichen sowie Erfolgserlebnisse. So erfahren sie, dass lernen Freude macht. Je intensiver Kinder freudige Ereignisse mit lernen verbinden, desto umfangreicher werden sie dazu befähigt, selbstbewusst und zielstrebig an die Lösung von Problemen heranzugehen. Die pädagogischen Mitarbeiter*innen verstehen Bildung daher als sozialen Prozess, dem das Bild eines kompetenten Kindes zugrunde liegt, das seine Lernumwelt aktiv konstruiert. Die von Geburt an vorhandenen Eigenschaften des Kindes, wie Neugier, Interesse, Begeisterung und Mut stehen im Mittelpunkt und bilden die Basis für jegliches Entdecken und Forschen. Selbstwirksamkeitserfahrungen („ich kann das“) über das freie Spielen, die Freude am Tun und am Gelingen schaffen eine nachhaltige Motivation bei den Kindern, Dinge auszuprobieren, Mut zu Neuem zu entwickeln und konzentriert bei der Sache zu bleiben. Wenn Kinder die Möglichkeit haben, immer wieder eigene Lösungsmöglichkeiten für die selbst gestellten Aufgaben entwickeln zu können, entwickeln sie Handlungskompetenz auch für Aufgaben, die sich in der Zukunft stellen werden. Erleben Kinder in der frühen Kindheit dabei Erwachsene, die ihr Spiel mit Interesse begleiten, die die Wichtigkeit der kindlichen Aktivität sehen, die die Kinder ermuntern und anregen, so erleben Kinder Freude und Bestätigung. Spielen und lernen ist insbesondere in den ersten Lebensjahren identisch - Spielzeit ist Bildungszeit. Das Spiel erlaubt dem Kind, neue Fertigkeiten zu erproben, Lösungen und Strategien für immer komplexere Herausforderungen und Probleme zu (er)finden und emotionale Konflikte zu bewältigen. Für die Arbeit der pädagogischen Mitarbeiter*innen heißt das, die Kinder im Spiel zunächst bewusst und aufmerksam zu beobachten. Auf dieser Basis gilt es dann, die Spiele der Kinder zu entdecken und gegebenenfalls auch mitzuspielen. Die Spielideen der Kinder werden aufgegriffen und andere Kinder angeregt, über die Bedeutung des jeweiligen Spiels ihrem Entwicklungsstand angemessen zu reflektieren. Kinder bleiben nur dann Entdecker, wenn ihnen die Möglichkeit zum selbstbestimmten Lernen gegeben wird. Trotz Anstrengung und gelegentlicher Frustration wird das Spiel für das Kind zu einer unersetzbaren Quelle von Zufriedenheit, Selbstsicherheit und positivem Selbstwertgefühl. Fördern lässt sich dieser Prozess dadurch, dass in unseren Einrichtungen Spiel- und Erfahrungsräume sowie Gelegenheiten geschaffen werden, in denen Kinder sich selbst, ihre Grenzen und Möglichkeiten erproben können. Diese Räume und Gelegenheiten bieten auch ausreichend Platz für Fehler und unangemessene Selbsteinschätzungen. Kinder der heutigen Gesellschaft sind einer sich schnell wandelnden Umgebung ausgesetzt, die mit komplexen und vielfältigen Anforderungen verbunden ist. Auch das müssen die Fachkräfte im pädagogischen Alltag berücksichtigen. Sie müssen sich darauf einstellen und entsprechende Angebote machen. Ob Sprachen lernen, Vermittlung kognitiven Lernens oder der Umgang mit Medien – Kinder wollen vieles verstehen und begreifen. Nicht als reine Wissensvermittlung, sondern eingebettet in Kreativität und Projekte. Das, was erfahren und beobachtet wird, kann mit den unterschiedlichsten Methoden und Materialien festgehalten werden, vom gemalten Bild bis zur selbst Seite 7 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 gestalteten Fotocollage. Gleichzeitig nimmt der Stress unter Kindern zu. Das Pendant zu diesem schnellen lernen muss die gezielte Entspannung sein, das lustvolle „Sich-hängen-lassen“ auf der Schaukel, in der Hängematte oder das Träumen über dem Bilderbuch. Lernen findet in einem Zusammenspiel von emotionalen, sozialen und kognitiven Aktivitäten statt. Für erfolgreiches lernen ist die Erfahrung vieler komplexer Situationen erforderlich: Lernen in Kindertageseinrichtungen vollzieht sich meist in einer Kindergruppe. Kinder können so schon früh voneinander lernen, miteinander agieren, Probleme aufwerfen und gemeinsam nach Lösungen suchen, ohne dabei die Hilfe von Erwachsenen in Anspruch zu nehmen. Den pädagogischen Mitarbeiter*innen kommt die Aufgabe zu, die vorgenannten Aktivitäten als Voraussetzung für gelingende Lernprozesse mit Interesse und Empathie zu verfolgen. Hierzu müssen sie in Teamsitzungen und anderen Besprechungssettings ihre Haltung zu Lernprozessen von Kindern sowie die eigene Lernweise reflektieren und weiterentwickeln. 3.3 Individualität und Heterogenität Unsere Einrichtungen sind Orte der Begegnung, die von Toleranz und Verständnis geprägt sind. Kindern und Eltern ist es möglich, Menschen aus verschiedenen Kulturen zu begegnen, sich kennen zu lernen und in den Austausch zu gehen. Die Vielfalt, die sich den Kindern in unseren Einrichtungen bietet, wird ihnen in alltäglichen Situationen und in gezielten pädagogischen Projekten näher gebracht. Verschiedene Lebensformen, Kulturen und Sprachen erleben die Kinder als selbstverständlich und Bereicherung. Kinder beobachten und erkunden ihr Lebensumfeld und setzen sich mit der eigenen Identität und der Vielfalt in ihrem Sozialraum auseinander. Jedes Kind wird bei der persönlichen Entwicklung des individuellen Lebensstils unterstützt, ohne dabei den Blick auf die Akzeptanz anderer Lebensstile zu verlieren. Die pädagogischen Mitarbeiter*innen gestalten die Erlebnis- und Erfahrungsräume, in denen die Kinder ihre eigene Herkunft vorstellen können und die individuellen Lebenswelten der anderen Kinder aktiv miterleben können. Durch die Reflexion der gewonnenen Eindrücke mit Kindern durch die pädagogischen Mitarbeiter*innen erfahren die Kinder den Reichtum der verschiedenen Lebenswelten der Familien und können Unterschiedlichkeiten feststellen, einordnen und akzeptieren. Durch eine intensive Begleitung der Erwachsenen entwickeln sie dabei parallel eine Vorstellung der eigenen Individualität, die ihr Selbstvertrauen stärkt. Um ein soziales Miteinander entstehen zu lassen, werden Regeln für das Zusammenleben in der Gruppe gemeinsam mit den pädagogischen Mitarbeiter*innen entwickelt. Die verschiedenen Meinungen und Bedürfnisse, die in den Kindergruppen zusammenfließen, erfordern ein konstruktives Konfliktverhalten, eine Auseinandersetzung und stetige Abstimmung, um einen gemeinsamen Konsens zu entwickeln. Die Kinder lernen, die eigenen Bedürfnisse, Interessen und ihre Meinung zu vertreten sowie die Bedürfnisse, Meinungen und Interessen der anderen Kinder und Erwachsenen zu respektieren. Kinder lernen in diesen Zusammenhängen, die eigenen Interessen mit denen aus ihrer Gemeinschaft zu vereinen und verantwortlich zu handeln. Seite 8 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 3.4 Partizipation Teilhabe an demokratischen Prozessen zur Ausgestaltung der eigenen Lebenswelt gehört zu den Grundrechten eines jeden Menschen. Die Kinder in unseren Einrichtungen sollen ihrem Entwicklungsstand entsprechend in allen Angelegenheiten, die sie betreffen, beteiligt werden. Den pädagogischen Mitarbeiter*innen kommt hierbei eine wichtige Aufgabe zu: Sie müssen ihrer Haltung entsprechend den Kindern vorleben und verdeutlichen, dass sie ihre Meinung äußern und sich aktiv in die Gestaltung ihres Tagesablaufes mit einbringen sollen! Es geht vor allem darum, Kinder zu befähigen, ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse und die der/ des anderen wahrzunehmen und im zweiten Schritt, diese gegenüber Kindern und Erwachsenen zu äußern. Gemeinsam geht es dann darum, in einem Aushandlungsprozess Lösungen und Strategien für das gemeinsame Kitaleben zu finden und umzusetzen. So erlebt sich das Kind als wichtiger Teil einer Gemeinschaft und erkennt, welchen Einfluss es selbst auf die Gestaltung seiner Umgebung nehmen kann. Schließlich lernt das Kind, wie Aushandlungsprozesse zwischen den eigenen und den Bedürfnissen der anderen gestaltet werden können. Partizipation findet in unseren Einrichtungen je nach Entwicklungsstand in verschiedenen Bereichen statt, wie z. B.: Gestaltung von Angeboten und Projekten Gestaltung der Umgebung (Außengelände, Gruppenräume etc.) Gestaltung von Regeln des Zusammenlebens Verteilung von Ressourcen (Material, Geld, Zeit etc.) 3.5 Sozialraumorientierung Outlaw steht für eine sozialräumliche Kinder- und Jugendhilfe. Insbesondere Kita & More bietet vor diesem konzeptionellen Hintergrund eine besonders umfassende Wirkfläche: Unsere Einrichtungen sind elementarer Bestandteil der jeweiligen Sozialräume. Sie sind fester Bestandteil des öffentlichen Lebens und gleichzeitig geschützte Räume für Kinder. Die gesamte Bandbreite familiärer und gesellschaftlich bedingter Herausforderungen, Probleme und Fragen, sowie Chancen und Ressourcen sind präsent und repräsentiert. Die Einrichtungen sind demnach Sozialisationsfelder, die ein Abbild, einen Ausschnitt des jeweiligen Sozialraumes, in dem sie sich befinden, zur Verfügung stellen. Es gehört zu den Aufgaben der pädagogischen Mitarbeiter*innen, die Kinder mit ihrer räumlichen Umgebung vertraut und diese für sie altersgerecht begreifbar zu machen. Für die Lebenswelt der Kinder ist zweierlei von großer Bedeutung: Zum einen die Kenntnis des Sozialraums und zum anderen das Wissen um die Ressourcen. Unsere Einrichtungen vernetzen sich in ihren jeweiligen Sozialräumen mit anderen Einrichtungen wie Sportvereinen, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen und weiteren Institutionen. Auch Kinder- und Familienzentren schaffen Ressourcen im Sozialraum, indem sie niedrigschwellige Hilfen zur Erziehung direkt in unseren Einrichtungen integrieren. Die Sozialraumorientierung hat unter anderem „Empowerment“ (Befähigung, Ermutigung) zum Ziel. „Empowerment“ meint, den Grad an Selbstbestimmung und Autonomie durch Ermächtigung von Seite 9 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 Menschen zu erhöhen und auf einem individuell erreichbaren Niveau zu maximieren. Dies betrifft sowohl die Kinder in unseren Einrichtungen, aber auch die Eltern und Familienangehörigen. Hier wird ein problemorientierter Blick auf diese Menschen überwunden, und durch einen ressourcen- und fähigkeitsorientierten Ansatz ersetzt. Im Kern geht es um die Befähigung von Menschen, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten und eigene Entscheidungen zu treffen. Lebensweltorientierung bei Kita & More heißt, die individuelle Ausgestaltung des Lebens der Kinder, aber auch der Eltern und Familien, zu berücksichtigen und zu respektieren. Die Lebenswelten hängen dabei auch von Lebensverhältnissen ab, die ihrerseits wiederum durch den Sozialraum geprägt oder bestimmt sein können. Darüber hinaus fordert Lebensweltorientierung aber auch die strikte Orientierung an Bedürfnissen, Wünschen und Bedarfen sowie Ideen und Vorstellungen zur und von der eigenen Lebensgestaltung und den Respekt vor dem freien Willen der Kinder, Eltern und Familien. 3.6 Integration und Inklusion Sowohl Integration als auch Inklusion sind wichtige Grundlagen der pädagogischen Arbeit und Haltung bei Kita & More. Das Grundverständnis von Integration bei Outlaw basiert schon immer auf inklusiven Gedanken und Haltungen. Integration beschreibt dabei die unbedingte Notwendigkeit, die Menschen, die ausgeschlossen und ausgegrenzt werden, wieder einzubeziehen. Diese Ausgrenzung, diese Segregation, basiert auf der Wahrnehmung von Unterschiedlichkeit und Andersartigkeit. Diese Andersartigkeit kann sich sowohl in physischen, psychischen wie sozialen Dimensionen zeigen. Sie definiert sich beispielsweise über Kategorien wie Geschlecht, Herkunft, Sprache, kognitive und emotionale Fähigkeiten, körperliche Voraussetzungen, Gesundheit, Krankheit und Behinderung oder Religion. Inklusion beschreibt die Grundlage der umfassenden Akzeptanz dieser konstruierten Andersartigkeit und der Anerkennung einer nicht-kategorial gedachten und gelebten Vielfalt. Ein inklusives System macht Integration überflüssig. So lange jedoch segregiert und kategorisiert wird, ist Integration unbedingt erforderlich und Inklusion das Ziel. Auch Kinder schließen aus, sie (re-)konstruieren Unterschiede und Unterschiedlichkeit, definieren ihr Selbstbild auch über die Konstituierung von Andersartigkeit und Gleichheit - wenn auch häufig auf eine andere Art und Weise, als Erwachsene dies tun. Aber auch Kinder haben Vorurteile und (be-)urteilen andere anhand von kategorialen Merkmalen. Das erfordert eine pädagogische Haltung, die vorurteilsbewusst ausgestaltet sein muss. Eine derart ausgestaltete vorurteilsbewusste und integrative Pädagogik akzeptiert Kinder in ihrer Persönlichkeit, in ihren emotionalen, kognitiven und sozialen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kompetenzen grundlegend und ist nicht stigmatisierend. Sie muss auch in der Lage sein, Kindern diese Haltung zu vermitteln und dort, wo Kinder ausschließen und vorverurteilen, einzugreifen und integrativ zu wirken. Unsere Einrichtungen sind Orte für alle Kinder und sollen den Kindern die Möglichkeiten bieten, gemeinsam in respektvollem Miteinander aufzuwachsen. So ist es jedem Kind möglich, eine individuelle Entwicklung vor dem Hintergrund der jeweiligen biologischen, psychischen und sozialen Seite 10 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 Voraussetzungen zu durchlaufen. Andersartigkeit und Unterschiedlichkeit werden dabei zur Normalität. Dies erfordert pädagogisch die Wahrnehmung von individuellen Voraussetzungen, Ressourcen, Interessen, Fähigkeiten und Möglichkeiten sowie gegenseitige Wertschätzung und Vertrauen. Auch die vorurteils- und segregationssensible Beobachtung der sozialen Interaktionen der Kinder untereinander sind eine grundlegende Voraussetzung für das Gelingen einer inklusiven Pädagogik. In der Elternarbeit müssen diese Aspekte umfassend berücksichtigt werden. 3.7 Geschlechterorientierung Unsere Einrichtungen sind Orte, die die Mädchen und Jungen bei der Entwicklung ihrer Identität beeinflussen. Sie sind Orte, die bestehende Geschlechterverhältnisse sowohl reproduzieren als auch mitgestalten. Unsere geschlechterdifferenzierte Pädagogik bietet Möglichkeiten, die eigene Geschlechteridentität kennen zu lernen und Rollenklischees zu hinterfragen. Das soziale Miteinander in der Kindertageseinrichtung eröffnet neue Interaktionsfelder, Lebens- und Bildungsräume, die Mädchen und Jungen aktiv mitgestalten, individuell nutzen und für sich erfahrbar machen. Für die pädagogischen Mitarbeiter*innen gilt es, sowohl sensibel mit Unterschiedlichkeiten umzugehen - zum Beispiel in Bezug auf Herkunft oder Geschlecht - als auch unterschiedliche Ressourcen von Jungen und Mädchen wahrzunehmen, um entsprechende Bildungschancen für alle anzubieten. Die Kindertageseinrichtung ist eine vor allem weibliche geprägte Domäne in Bezug auf erwachsene Vorbilder und Bezugspersonen. Deshalb streben wir einen deutlich höheren Anteil von männlichen Fachkräften in unseren Einrichtungen an. Die pädagogischen Mitarbeiter*innen lassen die Geschlechterthemen der Entwicklung der Kinder entsprechend in Projekte einfließen. Die dort stattfindenden Prozesse werden beobachtet, dokumentiert und reflektiert. Diese Reflexion erfolgt, je nach Entwicklungsstand und individueller Voraussetzung, insbesondere auch mit den Kindern zusammen. Anscheinend selbstverständliche Rollenvorstellungen und Rollenverinnerlichungen treten so an die Oberfläche und können auch im Team der Mitarbeiter*innen konstruktiv thematisiert und reflektiert werden. Die kindliche Sexualität spielt eine wichtige Rolle. Im geeigneten Zusammenhang greifen wir Fragen, Erfahrungen usw. behutsam auf und gehen altersentsprechend darauf ein. Die pädagogischen Mitarbeiter*innen treffen eine gezielte Medien-, Bücher- und Liederauswahl, damit Kinder moderne Rollenverteilungen- und Möglichkeiten kennen lernen. Informationen für Eltern richten sich bewusst an Mütter und Väter, denn beide sind für die Erziehung ihrer Kinder verantwortlich und werden zur Mitarbeit im Rahmen der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft motiviert. Seite 11 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 3.8 Beobachtung und Dokumentation Beobachtung und Dokumentation sind wichtige Elemente der pädagogischen Planung für das einzelne Kind sowie Gruppen von Kindern. Die pädagogischen Mitarbeiter*innen gewinnen daraus wichtige Informationen über die individuellen und zielgerichteten Bildungs-, Lern- und Entwicklungsprozesse von Kindern. Hierzu ist das Erkennen und Wahrnehmen der Ressourcen jedes Kindes sowie das Beobachten und Beurteilen seiner Fähigkeiten und Kompetenzen vor dem Hintergrund des jeweiligen Entwicklungsstandes eine wichtige Grundlage. Im Vordergrund der Bildungsbegleitung steht daher für die pädagogischen Mitarbeiter*innen das Entdecken und Forschen: Es geht darum, begreifen zu wollen, welche Wünsche, Bedürfnisse, Interessen und Impulse das Kind bewegen. Auch die jeweiligen Bewertungen dieser Aspekte und die Zuschreibungen des Kindes müssen fester Bestandteil dieses Blickes sein. Ein weiterer Aspekt umfasst dabei die Rekonstruktion der individuell von den Kindern konstruierten und rekonstruierten Vorstellung von Alltag, Welt und Sinngebung. Die Kinder müssen darüber hinaus dazu angeregt und unterstützt werden, sich auf Neues einzulassen, darauf zuzugehen, eigene Grenzen zu erkennen, sich heranzutasten und gegebenenfalls auch zu überschreiten. Um verantwortlich mit diesen Aspekten der kindlichen Entwicklung umgehen zu können sowie die Bildungs-, Lern- und Entwicklungsprozesse des einzelnen Kindes und der Gruppe zu erfassen, verfügen die pädagogischen Mitarbeiter*innen über ein grundlegendes Wissen über systematische Beobachtung und Dokumentation. Der Ausgangspunkt jeder Beobachtung muss ein differenzierter Blick auf die Fähigkeiten und Stärken des Kindes vor dem Hintergrund der Reflexion der eigenen Haltung sein. Hier benötigen die pädagogischen Mitarbeiter*innen eine vorurteilsbewusste Sicht, die Fähigkeit und ein Interesse daran, sich dem Kind mit Offenheit zuzuwenden. Im Prozess der Bildungsdokumentation für jedes einzelne Kind werden die regelmäßigen Beobachtungen des Entwicklungs- und Bildungsprozesses schriftlich festgehalten und dienen als Grundlage für einen professionellen und differenzierten Austausch im Team sowie innerhalb der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern, um mit diesen weitere Schritte zur Unterstützung der Bildungs-, Lern- und Entwicklungsprozesse ihres Kindes zu beraten. Die aus unseren Beobachtungen gewonnenen Erkenntnisse und deren Dokumentation sollen dem Entwicklungsstand der Kinder entsprechend mit ihnen besprochen werden und Maßnahmen ermöglichen, die anschließend in die pädagogische Planung einfließen. 3.9 Gestaltung von Übergängen Die Gestaltung von Übergängen zwischen Familie und Bildungseinrichtungen, aber auch innerhalb einer Einrichtung (Gruppenwechsel) und insbesondere der Übergang von einer Kindertageseinrichtung in die Grundschule und die außerschulische Betreuung (Hort, OGS etc.) haben eine wichtige Bedeutung. Übergänge werden von allen Kindern und ihren Eltern in unterschiedlicher Intensität er- und gelebt und sind mit verschiedenen Emotionen, wie z. B. Unsicherheit, Angst, Neugierde, besetzt. Die Einschätzungen und Bedürfnisse aller Beteiligten werden dabei von den pädagogischen Seite 12 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 Mitarbeiter*innen sehr ernst genommen. Geschaffene Sicherheiten, gewohnte Abläufe, Strukturen und Rituale sind Ausgangsbedingungen, die die Öffnung zu Neuem erleichtern können. Grundlage ist das genaue Beobachten der Kinder, die gewonnen Erkenntnisse aus Entwicklungsgesprächen mit den Eltern und konkrete Reflexionen im Team. Sämtliche Übergangsprozesse werden von den pädagogischen Mitarbeiter*innen individuell begleitet. Im engen Austausch mit den Eltern wird die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gelegt. Trotz der Sorge um das Wohl des Kindes und der elterlichen Unsicherheiten, Fragen und Bedenken, werden Übergänge für alle Beteiligten als Bereicherung erlebt; dies ist eine Voraussetzung dafür, dass diese positive Grundhaltung (un-)bewusst von den Eltern auf ihr Kind übertragen wird. Wenn sich die Kinder sicher und geborgen fühlen, verfügen sie über eine wesentliche Grundlage für gelingende Bildungs- und Entwicklungsprozesse. So lernen Kinder, freudig und zuversichtlich auf neue Gruppen zuzugehen, veränderte Lebenssituationen auch als Lernchancen zu erfahren und diese für ihre eigene Weiterentwicklung zu nutzen. 3.10 Raumgestaltung Die Räume in unsere Einrichtungen sind Lebensräume, Spielräume, Erfahrungsräume, Rückzugs- räume und Bildungsräume für Kinder. Kinder und pädagogische Mitarbeiter*innen verbringen den Großteil des Tages gemeinsam. Ein Innen- sowie Außenraum und dessen Ausgestaltung stellen eine wesentliche Ressource für seelisches, körperliches und geistiges Wohlbefinden dar. Kinder nehmen ihre Umwelt mit allen Sinnen auf. Daher ist es bei der Raumplanung wesentlich, dass alle Wahrnehmungsbereiche angesprochen und diese bei der Möblierung und der Gestaltung beachtet werden. Neben der Gruppe und den pädagogischen Mitarbeiter*innen wird der Raum oft als dritte/r Erzieher/in bezeichnet, der eine Wirkung auf die Kinder hat. Er muss Kindern daher entwicklungsangemessen vielfältige Anregungen, Mitgestaltungsmöglichkeiten und Bildungsanreize bieten. Bei der Raumgestaltung achten die pädagogischen Mitarbeiter*innen auf ausreichend Rückzugsmöglichkeiten für die Kinder sowie Nischen, die den Kindern ein ungestörtes Spiel ermöglichen. Eine Reizüberflutung durch zu viele Materialien oder Dekoration wird von den pädagogischen Mitarbeiter*innen vermieden. Auch in Hinblick auf die Selbstbildungsprozesse der Kinder ist eine durchdachte Raumgestaltung von Bedeutung. Räume sind so ausgestattet, dass sie Kindern die Möglichkeit der Selbstbildung durch Begreifen, Erleben und Erfahren ermöglichen. Die Gestaltung der Räume nach unterschiedlichen Schwerpunkten berücksichtigt die individuellen Bedürfnisse der Kinder. Damit haben die Kinder die Gelegenheit, entweder zur Ruhe und Entspannung zu kommen oder sich Aktivitäten hinzugeben, wie Bewegung, kreatives Gestalten, Entdecken, Forschen, Experimentieren oder Rollenspiel. Wir schaffen für die Kinder großzügige Spielflächen, die mit anregenden Spielmaterialien ausgestattet sind. Ein gelungenes Raumkonzept ist die Umsetzung dieser Grundlagen in die Praxis. Alle Planungen zur sinnvollen Raumgestaltung basieren auf der Haltung, dass das Spiel die wesentliche Ausdrucks- und Seite 13 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 Erlebnisform der Kinder darstellt. Da Kinder sich ihre Umwelt über das Spiel aneignen, ist eine spielfreundliche Umgebung somit gleichzeitig auch immer eine lernfreundliche Umgebung. Die pädagogischen Mitarbeiter*innen haben die Aufgabe, die Kinder ihrem Entwicklungsstand entsprechend aktiv in die Raumgestaltung einzubeziehen. So können sich die Kinder die Räume der Kita in Begleitung der pädagogischen Mitarbeiter*innen und dann zunehmend alleine erschließen. Dies gilt sowohl für alle Räume der Kita als auch für das Außengelände als eigenständiger pädagogischer Raum. 3.11 Bildungs- und Erziehungspartnerschaften Primär sind die Eltern für die Erziehung ihrer Kinder verantwortlich. Eine enge Zusammenarbeit mit ihnen ist für uns daher selbstverständlich und für eine erfolgreiche Bildungs- und Erziehungs- partnerschaft unerlässlich. Bei den unterschiedlichen Lebensbedingungen der Familien ist es uns wichtig, die Eltern zu stärken und ihnen zu verdeutlichen, dass wir uns als Partner in Fragen der Erziehung und Bildung ihrer Kinder verstehen. Wir arbeiten mit den Eltern zum Wohle der Kinder zusammen. Die Einbeziehung und Mitwirkung der Eltern ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal für die pädagogische Arbeit in unseren Einrichtungen. Eltern sollen bei der Erziehung ihrer Kinder entlastet und unterstützt werden. Wir beraten sie in Erziehungsfragen und lassen sie in schwierigen Situationen nicht alleine, z. B. bei Erkrankung ihrer Kinder, ungewöhnlichen Arbeitszeiten oder prekären familiären Situationen: Wir vermitteln z. B. zwischen den Eltern, die sich gegenseitig Hilfestellungen bei der Betreuung von Kindern außerhalb der Öffnungszeit der Kita geben können und unterstützen bei der Suche nach Beratungsstellen. Wir orientieren uns an den Bedürfnissen der Familien und entsprechen nach Möglichkeit den Wünschen und Bedarfen hinsichtlich der Gestaltung des Angebotes. Von unserem Angebot profitieren also nicht nur die Kinder, sondern auch deren Eltern. Es ist es für uns von großer Bedeutung, jedes Kind und seine Lebenssituation zu kennen und individuell zu berücksichtigen. Dafür sind regelmäßige Elterngespräche notwendig. Die Eltern haben dabei die Möglichkeit, Fragen zur Entwicklung ihres Kindes zu stellen. Gemeinsam können dann Vereinbarungen getroffen werden, die zur positiven Entwicklung des Kindes beitragen. Jederzeit haben die Eltern die Möglichkeit über die aktiv geführte Dokumentation der Bildungsprozesse zu sprechen. Im Elterngremium haben die Eltern ihre Vertretung. Von dort sollen Impulse ausgehen und in die Einrichtung wirken. In gemeinsamen Aushandlungsprozessen mit der engagierten Elternschaft im Stadtteil gilt es, diese individuellen Ressourcen einzubinden und einzufordern. Die Eltern werden motiviert, das Leben in „ihrer Kindertageseinrichtung“ mitzugestalten. Erziehungs- und Bildungspartnerschaft verstehen wir als aktive Teilhabe von Eltern aktives Zusammenwirken von pädagogischen Fachkräften und Eltern Familienberatung und Familienbildung Unterstützung im Aufbau und Nutzung von Netzwerken Seite 14 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 4 ROLLE UND AUFGABE PÄDAGOGISCHER FACHKRÄFTE Je nach Landesgesetzgebung sind im Fachbereich Kita & More Mitarbeiter*innen mit unterschiedlichen Berufsabschlüssen tätig. Die staatlich anerkannten Erzieher*innen arbeiten gemeinsam mit Sozialpädagog*innen sowie Heilpädagog*innen (Diplom, Bachelor, Master), qualifizierten Tagespflegepersonen sowie Kinderpfleger*innen und Sozialassistent*innen zusammen im Team. Die Interdisziplinarität innerhalb eines Hauses ermöglicht allen pädagogischen Mitarbeiter*innen einen weiter gefassten Blick auf pädagogische Inhalte, deren Umsetzung und Reflexion. Pädagogisches Fachwissen der Mitarbeiter*innen aus den unterschiedlichen Perspektiven wird auf diese Weise gebündelt und mündet in einer differenzierten und vielfältigen Wahrnehmung und Umsetzung vor Ort. Unsere pädagogischen Mitarbeiter*innen verfügen über Kompetenzen, die eine Pädagogik entsprechend unserer im Trägerkonzept formulierten Grundprinzipien ermöglichen. Ihre Aufgabe ist es, Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten. Sie unterstützen und geben Anregungen wenn es notwendig ist und halten sich zurück wo es möglich ist. Dabei ist es wichtig, dass sie authentisch und empathisch sind und sich auf Beziehungen zu den Kindern soweit einlassen, wie es die Kinder fordern und erlauben. Sie nehmen die Bedürfnisse und Belange der Kinder wahr und reagieren der Situation angemessen. Hierfür müssen sie ein hohes Maß an Flexibilität, Reflexionsfähigkeit und Engagement für das einzelne Kind mitbringen. Die pädagogischen Mitarbeiter*innen haben viele verschiedene und vielfältige Rollen in unseren Einrichtungen zu gestalten und selbstbewusst zu leben: Die pädagogischen Mitarbeiter*innen gehen Beziehungen mit Kindern ein! Die pädagogischen Mitarbeiter*innen stellen sich aktiv als Bezugspersonen zur Verfügung. Sie akzeptieren, mit wem die Kinder in Beziehung treten möchten, wem sie sich anvertrauen möchten. Kinder jeden Alters suchen sich ihre Bezugsperson selbst aus. Kita & More ist mit einer stabilen und möglichst kontinuierlichen personellen Ausstattung versehen, um so einen kontinuierlichen und langfristigen Beziehungsaufbau zu ermöglichen. Die pädagogischen Mitarbeiter*innen sind Expert*innen für frühkindliches Lernen! Es ist Aufgabe der pädagogischen Mitarbeiter*innen, Kinder in ihren Entwicklungs- und Selbstbildungsprozessen kompetent zu begleiten und zu unterstützen. Mit ihrem Fachwissen stellen sie sicher, dass alle entwicklungs- und lernförderlichen Faktoren im Einklang stehen und Beachtung finden. Die pädagogischen Mitarbeiter*innen fördern die Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern! Gemeinsam mit Eltern begeben sich die pädagogischen Mitarbeiter*innen in einen Lernprozess, dessen Ziel es ist, herauszufinden, wie für das Kind die bestmöglichen Entwicklungschancen geschaffen und genutzt werden können. Sie hören zu, beraten und vermitteln an Beratungs- oder Frühförderstellen, Kinderärzte etc. falls andere Fachkompetenzen erforderlich sind. Zum Wohle des Kindes und seiner Familie arbeiten sie kooperativ mit den genannten Institutionen zusammen. Die pädagogischen Mitarbeiter*innen beobachten und dokumentieren! Seite 15 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 Gemäß der Bildungscurricula der verschiedenen Bundesländer nehmen sie sich viel Zeit, die Kinder zu beobachten und diese Beobachtungen zu dokumentieren. Hierdurch gelingt es ihnen, in die Welt der Kinder einzutauchen, die kindliche Denkweise und das daraus resultierende Handeln zu begreifen. Es ist wichtig, dass sie, trotz aller nötigen Gewissenhaftigkeit, gelassen den Alltag mit Kindern gestalten. Die pädagogischen Mitarbeiter*innen sind Netzwerker*innen! Unsere Einrichtungen sind Zentren für Familien. Dieser Gedanke wird von unseren pädagogischen Mitarbeiter*innen gelebt, indem sie Kontakte im sozialräumlichen Umfeld zu anderen Institutionen, wie etwa Schulen, Seniorenheimen, Vereinen etc. aufbauen und pflegen. Das Wohl der Kinder und Familien steht bei allen Kooperationen und Kontakten immer im Mittelpunkt. In dieser Vielfalt schaffen sie Bedingungen für Kinder, in denen sie sich entsprechend ihrer Bedürfnisse, ihrer individuellen Fähigkeiten und im Rahmen ihrer sozialen und kulturellen Umwelt entwickeln können. Sie verstehen sich als Fachkräfte für Erziehung, Bildung und Betreuung. Sie verfügen über ein erziehungswissenschaftliches und erziehungspraktisches Fundament, vor dessen Hintergrund sie das Erziehungs- und Bildungsgeschehen kritisch bedenken und entsprechend gestalten. Um die pädagogischen Mitarbeiter*innen vor dem Hintergrund der vielfältigen und anspruchsvollen Anforderungen in ihrer Tätigkeit zu unterstützen, bieten wir ihnen regelmäßige Gelegenheit zum fachlichen Austausch z. B. auf den bundesweit stattfindenden Tagungen sowie Leitungskonferenzen und regionalen Beratungstagen. 5 SICHERUNG DES KINDESWOHLS Nach § 8a SGB VIII sind alle Träger der freien Jugendhilfe verpflichtet, für den organisatorischen Rahmen des Schutzauftrages hinsichtlich einer Kindeswohlgefährdung zu sorgen. Die Outlaw gGmbH hat eine Dienstanweisung auf dieser Grundlage erstellt, die die genaue Vorgehensweise bei Kindeswohlgefährdung regelt. Sie gilt für alle pädagogischen Mitarbeiter*innen, die regelmäßig Kontakt mit Kindern, Jugendlichen und Familien haben. Jede/r neue Mitarbeiter/in erhält die Dienstanweisung mit dem Arbeitsvertrag und im ersten Monat der Tätigkeit eine Belehrung zur Dienstanweisung durch dafür verantwortliche Leitungskräfte. In jeder Einrichtung ist die Dienstanweisung zugänglich. Das Verfahren der internen Dienstanweisung berücksichtigt dabei die jeweils gültigen Vereinbarungen gemäß SGB VIII § 8a mit den öffentlichen Trägern der Jugendhilfe. Outlaw stellt innerbetrieblich insoweit erfahrene Fachkräfte, die im Verdachtsfall eine Beratung mit den beteiligten Fachkräften durchführen. Dabei wird das Gefährdungsrisiko abgeschätzt, der Einbezug der Beteiligten besprochen und weitere Handlungsschritte werden festgelegt. Gerade der Umgang mit der Thematik Kindeswohlgefährdung bedarf eines abgestimmten, adäquaten Verfahrens zum Wohle der Kinder und Jugendlichen. Das interne Verfahren bei dem Verdacht einer Kindeswohlgefährdung sieht vor, dass die verantwortliche Leitungskraft von der/dem pädagogischen Mitarbeiter/in informiert wird, sobald Hinweise auf eine Kindeswohlgefährdung vorliegen. Gemeinsam wird die Situation reflektiert und es erfolgt eine Einschätzung darüber, welcher Handlungsbedarf besteht. Bestätigt sich der Verdacht, wird eine entsprechende Beratung nach § 8a durch die pädagogische Fachkraft organisiert, die den Hinweis erhalten hat bzw. durch eine damit Seite 16 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 beauftragte Person. In der Beratung erfolgt begleitet durch die insoweit erfahrene Fachkraft eine Gefährdungsabschätzung sowie die daraus resultierende Planung des weiteren Vorgehens. Weiterhin sind regelmäßige Erfolgskontrollen in Form von Beratungen durch mehrere Fachkräfte durchzuführen, bis die Gefährdung abgewendet ist. Der sachgerechte Umgang mit Kindeswohlgefährdung erfordert eine sorgfältige Dokumentation. Diese dient der professionellen Bearbeitung sowie der rechtlichen Überprüfbarkeit. 6 QUALITÄT Die Verpflichtung und Anforderungen zur Qualitätsentwicklung und -Sicherung für Einrichtungen, die zum Fachbereich Kita & More gehören, sind auf Landes- und Kommunalebene geregelt und werden von unseren Einrichtungen entsprechend umgesetzt. Qualitätsentwicklung ist in sämtliche Strukturen und Abläufe im Fachbereich integriert und eine fortlaufende Aufgabe sämtlicher Führungskräfte und aller weiteren Fachkräfte, die an den relevanten Prozessen beteiligt sind. Qualitätsentwicklung bei Kita & More ist unmittelbarer Bestandteil und Fokus der pädagogischen und organisatorischen Arbeit und Verantwortung. Qualitätsentwicklung hat dabei immer kurzfristige und unmittelbare, wie auch mittel- und langfristige Perspektiven und Ansätze und ist auf allen hierarchischen Ebenen fest verankert. Zentrale Aussagen und Setzungen zur Qualität sind integrale Bestandteile aller Konzepte und konzeptionellen Ansätze. Demnach ist der Anspruch an die Konzepte bei Kita & More, die relevanten Prozesse, Herangehensweisen, Sichtweisen und Ansätze deutlich hervorzuheben und zu beschreiben. Dies ist insbesondere notwendig, da Qualität in diesem Sinne immer der Pädagogik als Ganzem zu dienen hat und sie sich demnach an den in diesem Konzept beschriebenen Grundlagen ausrichten muss. Aus diesen Grundlagen lassen sich Qualitätsstandards ableiten, die in diesem Kapitel beschrieben werden. Es ist eine wesentliche Aufgabe, die Umsetzung dieser Standards sicherzustellen. Dies erfordert die Interpretation vor dem Hintergrund des jeweiligen Einzelfalles sowie die Nutzbarmachung für den pädagogischen Alltag und die Konkretisierung. Die Einrichtungskonzepte müssen entsprechend ausgestaltet sein. Die übergreifenden Qualitätsstandards bei Kita & More sind in drei Dimensionen gegliedert und werden jeweils durch Qualitätsmerkmale konkretisiert. 6.1 Inhaltliche Qualität Konzept – Es existiert für alle Angebote bei Kita & More ein schlüssiges, begründetes, fachliches, handlungsleitendes, überprüfbares und verbindliches Konzept. Alle Einrichtungskonzepte Seite 17 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 orientieren sich verbindlich am Grundkonzept. Die in diesem Konzept beschriebenen Grundlagen zu Menschenbild, Haltungen und pädagogischem Ansatz und werden verbindlich in allen Einrichtungen umgesetzt. Die Einrichtungskonzepte beschreiben Ziele, Methoden und die Schwerpunkte des jeweiligen Angebotes und begründen den Zusammenhang zwischen Bedarfslage und pädagogischer Leistung. Die Konzepte werden kontinuierlich fortgeschrieben, regelmäßig evaluiert und überprüft. Dabei erfolgt ein Abgleich von Konzept und pädagogischer Praxis und daraus folgend gegebenenfalls Anpassungen. Steuerung über Zielvereinbarungen – Die in den Einrichtungskonzepten festgeschriebenen Ziele werden in Jahres- und Projektplanungen operationalisiert und mit entsprechenden Indikatoren zur Zielerreichung untersetzt. Diese operationalisierten Ziele bilden die Grundlage für die jährlichen Zielvereinbarungen. Zielvereinbarungen werden sowohl mit den Teams der jeweiligen Einrichtung als auch mit den einzelnen Mitarbeiter*innen geschlossen. Teamorientierung – Die pädagogische Arbeit ist in Teams organisiert. Die Teamarbeit ist elementarer Bestandteil aller Angebote und betrifft alle Tätigkeiten, die zur Umsetzung der jeweiligen Angebote notwendig sind. Sie dient der Planung und Weiterentwicklung des gemeinsamen pädagogischen Angebots. Die individuellen Kompetenzen, Qualifikationen und Fähigkeiten sind den Mitarbeiter*innen der jeweiligen Teams bekannt. Sie werden sinnvoll eingesetzt. Benötigte Ressourcen für eine gelingende Teamorientierung werden bereitgestellt. Das sind in erster Linie Zeit und Mittel zur Reflexion, Teamberatung, Supervision und Fortbildung. Fachberatung – Unsere Einrichtungen erhalten Fachberatung durch die Bereichsleiter*innen, die auch die Fachaufsicht sicherstellen; ein Austausch zwischen den Bereichsleitungen findet in regelmäßigen Abständen sowie im Einzelfall nach Bedarf statt. Beschwerdemanagement – Wir gewährleisten die alters- und entwicklungsgerechte Information von Kindern und ihren Familien/Sorgeberechtigten über bestehende Beschwerderechte und -Möglichkeiten. Informationsmaterial über Rechte, Möglichkeiten und konkrete Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sind in unseren Angeboten und Einrichtungen verfügbar und zugänglich. Es besteht ein einheitlicher Verfahrensstandard zur Annahme und Bearbeitung von Beschwerden. In unseren Einrichtungen und Angeboten fördern wir darüber hinaus informelle Beschwerdewege und -Möglichkeiten. Sicherung des Kindeswohls – Zum Schutzauftrag nach § 8a SGB VIII setzen alle Mitarbeiter*innen der Outlaw gGmbH eine Dienstanweisung um, die die genaue Vorgehensweise bei Kindeswohlgefährdung regelt. Alle Mitarbeiter*innen erhalten jährlich und unmittelbar mit Beginn des Arbeitsverhältnisses eine Belehrung zur Dienstanweisung. In jeder Einrichtung ist die Dienstanweisung zugänglich und das Ablaufschema bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung hängt aus. Outlaw stellt innerbetrieblich insoweit erfahrene Fachkräfte zur Verfügung, die im Verdachtsfall eine Beratung mit den beteiligten Fachkräften durchführen. Dabei wird eine Gefährdungseinschätzung vorgenommen, der Einbezug der Beteiligten besprochen und weitere Handlungsschritte werden festgelegt. Alle Mitarbeiter*innen haben ein erweitertes Führungszeugnis vorgelegt. Eine Einstellung erfolgt nur dann, wenn das erweiterte Führungszeugnis bereits vorliegt. Sozialräumlichkeit – Sozialräumlichkeit und Sozialraumorientierung realisieren sich über verschiedene Zugänge und Methoden, die in den Einrichtungskonzepten kontextbezogen konkretisiert werden. Dies umfasst beispielsweise: Die Beteiligung in Gremien, die Einmischung in Diskussionen und Auseinandersetzungen auf verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Ebenen, das bewusste Agieren im und Gestalten des Sozialraumes, die deutliche Positionierung zu Themen und Entwicklungen. Wir leiten unsere Mitarbeiter*innen an, den Sozialraum auch über den einzelnen Fall hinaus wahrzunehmen, ihn zu kennen sowie darüber zu informieren. Die Ressourcen Seite 18 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 des Sozialraumes werden aktiv in die pädagogische Arbeit eingebunden und einbezogen, Netzwerke werden aufgebaut und genutzt. Interkulturalität – Unsere Angebote sind grundsätzlich offen für Interkulturalität. Menschen aller Nationen, Kulturen und Sprachen sind in unseren Angeboten willkommen. Unsere Mitarbeiter*innen verfügen über interkulturelle Kompetenzen und leisten kulturelle Übersetzungsarbeit. Wir schaffen Angebote, die konkrete Lernfelder schaffen, um sich mit unterschiedlichen Lebensentwürfen, Kulturen und Haltungen auseinanderzusetzen. Eine differenzierte Betrachtung ethnischer, kultureller und sozialer Bedingungen und Konflikte wird gefördert. Geschlechterorientierung – Geschlechtsspezifische Lebenslagen und Bedürfnisse werden in den Einrichtungskonzepten angemessen berücksichtigt. Die Angebote lassen individuelle Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen zu, ohne dass daraus Benachteiligungen entstehen. 6.2 Strukturelle Qualität Personal – Alle pädagogisch tätigen Mitarbeiter*innen sind als pädagogische Fachkräfte qualifiziert. Das Fachkräftegebot und Qualifikationsanforderungen von Aufsichtsbehörden sowie die geltenden Fachstandards werden berücksichtigt. Dies umfasst insbesondere eine entsprechende Berufsausbildung bzw. ein entsprechendes Hochschulstudium, aber auch eine regelmäßige Fort- und Weiterbildung. Auch Berufserfahrung sowie weitere in der Person liegende Eigenschaften, Erfahrungen und Ressourcen finden hierbei Berücksichtigung. Dienst- und Fachaufsicht – Die Dienst- und Fachaufsicht wird inhaltlich, personell und strukturell durch die Führungskräfte auf den verschiedenen Ebenen sichergestellt. Klare Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten der verschiedenen Führungsebenen sowie transparente Vertretungsregelungen sind sichergestellt. Anstellungs- und Arbeitsbedingungen – Es gibt ein professionelles Bewerbungs- und Auswahlverfahren für neue Mitarbeiter*innen. Alle Mitarbeiter*innen sind in der Regel zu in Betriebsvereinbarungen festgeschriebenen Bedingungen angestellt. Fachlicher Austausch – Regelmäßig stattfindende Bereichsleitungskonferenzen, Ausschusssitzungen, Bundestagungen sowie der fachliche Austausch ggf. über elektronische Kommunikationssysteme (z. B. Telefonkonferenzen) stellen einen kontinuierlichen, wie auch zeitnahen und direkten Austausch zu aktuellen fachlichen Herausforderungen, Themen, pädagogischen Ansätzen und notwendigen Klärungen in pädagogischen Prozessen sicher. Supervision, Fortbildung – Das personelle Anforderungsprofil ist über den fachlich kollegialen Austausch, fortlaufende Qualifikation und Weiterbildung stetig weiterzuentwickeln. Supervision steht den Teams bzw. Fachkräften bei Bedarf zur Verfügung. Sie dient der fortlaufenden Reflexion von Prozessen, um eigene Haltungen, Herangehensweisen und pädagogische Ideen und Konzepte überprüfen und anpassen zu können. Fort- und Weiterbildung werden nicht nur durch flexible Freistellungen und finanzielle Zuwendungen gefördert, sondern auch erwartet, da sie Voraussetzung für stetige inhaltliche Entwicklung sind und somit der Erweiterung der Angebotsvielfalt in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit dienen. 6.3 Ergebnisqualität Selbstevaluation – Wir verstehen uns als lernende Organisation und haben einen nachhaltigen Verbesserungsprozess in Form einer kontinuierlichen Selbstevaluation installiert. Seite 19 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 Beobachtung und Dokumentation – Die Beobachtung und Dokumentation von Entwicklungsprozessen stellen eine Grundlage für die Auswertung der pädagogischen Arbeit sicher. Sie dient als Grundlage für die Evaluation von pädagogischen Prozessen und Konzepten. Qualitätsziele – Die Einrichtungen entwickeln auf der Basis des Grundkonzeptes Qualitätsziele, legen Maßnahmen zur Erreichung der Ziele fest, setzen diese um und werten die Ergebnisse aus. Die Qualitätsziele werden in Schlüsselprozessen operationalisiert. Daraus werden überprüfbare Indikatoren abgeleitet, die in einem Soll-Ist-Abgleich prozesshaft fortlaufend evaluiert werden. Zielerreichung und Evaluation – Die erarbeiteten Indikatoren zur Zielerreichung werden mit geeigneten Instrumenten überprüft. Die Methoden der Evaluation orientieren sich an der jeweiligen Einrichtung und der Zielgruppe. Die Ergebnisse werden zur zielgerichteten Beeinflussung der Arbeitsprozesse und zur Entwicklung neuer und weiterführen der Ziele genutzt. In diesem Zusammenhang werden auch die Adressatinnen und Adressaten sowie die öffentlichen Träger aktiv in den Evaluationsprozess einbezogen. 7 SCHLUSSWORT Das Grundkonzept Kita & More wurde von Fach- und Leitungskräften aus verschiedenen Standorten erarbeitet. Unter Berücksichtigung der konzeptionellen Grundlagen und unserer Werte bündelt es die vielfältigen und umfangreichen Erfahrungen unserer Arbeit im Feld der frühkindlichen Erziehung. Allen Mitarbeiter*innen, die an der Erarbeitung mitgewirkt haben, sei an dieser Stelle gedankt. Rückmeldungen, Gedanken und Anregungen sind uns willkommen, um die gewünschte Lebendigkeit des Austausches zwischen den Fachkräften zu Konzepttheorie und Praxis zu fördern.
Anlage 2 Auswertungsformulare aller Träger V 0153 2019
60519 Zeichen
1
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster
Auswertungsformular
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren
Name und Adresse des Trägers:
DRK Münster Sozialwerk gGmbH
Zumsandestraße 25/27
48145 Münster
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit,
Leitbild etc.
- Gründung des DRK Kreisverbandes Münster: 1907
- Anerkannter Träger der freien Wohlfahrtspflege und nationale Hilfsgesellschaf t mit ca. 400
ehrenamtlichen Helfern und mehr als 300 hauptamtlichen Helfern in Münster
- DRK Sozialwerk gGmbH ist 100% Tochter des Kreisverbandes
- Betreiber von acht Kindertageseinrichtungen als Kreisverband und Sozialwerk gGmbH in
Münster
- Ehrenamtliche Gemeinschaften und Projekte: Blutspende, Jugendrotkreuz, Katastr ophen-
schutz, Kleiderladen, Mentoren „Fit für den Job“, Rettungshunde, Sanitäts- und Rettungs-
dienst, Suchdienst, Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche
- Hauptamtliche Geschäftsbereiche: Autismus-Therapiezentrum, Breitenausbildung, Freiw il-
ligendienste, Hausnotruf, häusliche Pflege, Kinderschutzambulanz, Kindertageseinrichtun-
gen, Krankentransport, Migration und Integration, Seniorenwohngemeinschaften
- Leitbild in Bezug auf Kind, Grundhaltung und Personal liegt vor
- Strategischer Ausbau von Kindertageseinrichtungen
2. Wirtschaftlichkeit
Angebotener Trägeranteil
4,50% Trägeranteil
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben.
3. Fachlichkeit / Pädagogik
3.1. Rahmenkonzept
Fachliche Ausrichtung:
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kinderta gesbe-
treuung liegen vor
- Situationsorientierter Ansatz nach Armin Krenz und Projektarbeit; Schwerpunkt Bew e-
gung und Gesundheit
- Zertifizierung als Bewegungskita angestrebt (siehe Gesundheitsförderung)
- DRK eigenes päd. Konzept zum Erlernen der DRK Grundsätze („Henry und Mischi“);
alle Mitarbeiter/-innen werden diesbezüglich geschult
- Teilnahme am Bundesprogramm SprachKitas in fünf Einrichtungen in Münster
- Transparente Bildungsdokumentation gegenüber den Eltern
2
Flexible Betreuung:
- Regelöffnungszeiten: 07.00 Uhr – 17.00 Uhr, erweiterte Öffnungszeiten nach Bedarf
der Eltern möglich
- Träger bietet Modell ExtraZeit und FlexiZeit an
- Teilnahme am Bundesprogramm KitaPlus
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus:
- Das DRK Konzept ist aufgeschlossen ggü. allen Konfession en / Nationen / Kulturen
- Erfahrung hier insbesondere durch Brückenprojekte und Erstaufnahmeeinrichtung für
Flüchtlinge
- Einsatz von multikulturellen / multiprofessionellen Teams
- Teilnahme am Programm Makaton (Schulung der Mitarbeiter/-innen in Bildsprache und
Gebärdensprache)
- Partizipation aller Kinder im Alltag durch Kinderkonferenzen, Kinderparlament usw.,
auch für die Elternschaft (Beteiligung sowie Beschwerdemanagement)
3.3. Gesundheitsförderung
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus:
- Schwerpunkt der Einrichtung ist Gesunde Ernährung und Bewegung
- Zertifizierung zur Bewegungs-Kita in naher Zukunft angestrebt (tägliche bedürfnisorien-
tierte Bewegungsangebote, abwechslungsreiche Möglichkeiten der Körpererfahrung,
Wahrnehmung, ganzheitliche Erfahrungen)
- Bewegungsförderung im Konzept des DRK verankert (viel Platz für Beweg ung)
- Das DRK bietet zukünftig in ihren Kitas in Münster Essen von einem Zulieferer in
Kombination mit frischen, überwiegend zuckerfreien Lebensmitteln an
- Gemeinsames Frühstück in der Einrichtung
- Sprachbildung soll zur gesunden Entwicklung der Kinder beitragen (Möglichkeit der
freien Meinungsäußerung)
- Beratung der Familien / Eltern zu Themen der Gesundheitsförderung, Unfal lprävention
etc.
- Kooperation mit Ärzten und Zahnärzten (Impfberatung, U-Vorsorge, Zahngesundheit)
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner
Bereits bestehende Vernetzungen:
- Zusammenarbeit mit Fachdiensten, Kinderschutzambulanz, Ärzten usw.
- Kooperationen mit Schulen in Münster vorhanden
- Kooperation und bestehende Vernetzungen durch die DRK Kita Lummerland in Hiltrup
- Angebote durch den DRK Ortsverband Hiltrup
Geplante Vernetzungen:
- Familienbildungsangebote, Vernetzung von Familien mit Nachbarschaft und externen
Partnern
- Mitarbeit in Stadtteilarbeitskreisen
- Vernetzung mit umliegenden Kindertageseinrichtungen
- Die Übernahme einer Trägerschaft von Großtagespflegen mit angestellten Tagesp fle-
gepersonen wird aktuell vorbereitet
- Kooperation mit Kreativ-Haus e.V. Jugendkunstschule (Musikpädagogik)
- Weiterentwicklung zum Familienzentrum erstrebenswert
3
3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor.
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus:
- Eingewöhnung nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell
- Strukturierte Elternarbeit findet statt
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende usw. finden statt
- Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat
- Partnerschaftliche und unterstützende Beratung; systemische Beratung in den Famil i-
enzentren
- Interkulturelle Öffnung in der Elternarbeit
- Mitgestaltung und Einbezug der Eltern dort wo es sinnvoll und nötig ist (z. B. Gestal-
tung der Räume oder des Außenspielgeländes)
- Beschwerdemanagement für Eltern
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß-
nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor:
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, Flexibilität des personellen Einsatzes durch
mehrere Einrichtungen in Münster gegeben
- Bezahlung der Mitarbeiter/-innen in Anlehnung an den TVöD
- Inhouse Schulungen sowie externe Fortbildungsangebote für Mitarbeiter/-inn en
- Nutzung des Institutes für Bildung und Kommunikation des Landesverbandes
- Fachberatung vor Ort in Münster
- Qualitätsentwicklung durch PädQuis (einem pädagogischen Qualitäts- und Infor mati-
onssystem)
- Systematische Qualitätssicherung und -entwicklung
- Einführung von DRK-einheitlichen Standards für Einrichtungen in Münster
- Teilnahme an Fachgremien und AGs
- Teilnahme am ESF- Projekt „rückenwind+“ zur Stärkung und Weiterentwicklung der
Mitarbeiter/-innen
- Beschwerdemanagement für Eltern
- Kinderschutzkonzept liegt vor
4. Besondere Merkmale / Eignung
- Erfahrungen im Bereich der bedarfsorientierten und flexiblen Betreuungszei ten (Kita-
Plus und FlexiZeit)
- DRK eigenes päd. Konzept zum Erlernen der DRK Grundsätze („Henry und Mischi“)
- Ortsansässiger Träger mit langjähriger Erfahrung in Münster
- Einrichtung als zertifizierte Bewegungskita angestrebt
- Teilnahme am ESF- Projekt „rückenwind+“
- Schaffung weiterer Synergien im Bezirk Hiltrup/Amelsbüren
1
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster
Auswertungsformular
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren
Name und Adresse des Trägers:
Elterninitiative Die Kanalhaie e. V.
Düesbergweg 102
48153 Münster
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit,
Leitbild etc.
- Gründung der Elterninitiative im Jahr 1988 mit einer altersgemischten Gruppe ( 1-6
Jahre)
- Seit 2006 in den Räumlichkeiten am Düesbergweg
- Grundsatz der Partizipation; Haltung orientiert sich am humanistischen Menschenb ild
- Dachverband: Eltern helfen Eltern
- Vorstand des Vereins derzeit bestehend aus vier Elternteilen
- Wunsch ist die Vergrößerung der Angebotsstruktur sowie wirtschaftliche und räumliche
Verbesserung der aktuellen Situation (auslaufender Mietvertrag)
- Standort Nordkirchenweg wäre in unmittelbarer Nähe zum jetzigen Standort ( gewohn-
ter Sozialraum)
2. Wirtschaftlichkeit
Angebotener Trägeranteil
4,00 % Trägeranteil
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben.
3. Fachlichkeit / Pädagogik
3.1. Rahmenkonzept
Fachliche Ausrichtung:
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kinderta gesbe-
treuung liegen vor
- „Kinder sind Konstrukteure ihrer eigenen Wirklichkeit“
- Pädagogische Arbeit nach dem situationsorientierten Ansatz
- Gruppenübergreifende Arbeit in allen Gruppen- und Altersstrukturen (t eiloffenes Kon-
zept)
- Kita als Wohlfühlort für Kinder
- Kinder sind selbstbildend und neugierig, hierzu soll eine entsprechende Umgebung /
Raumgestaltung geschaffen werden
- Kinder in ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Selbstbestimmung stärken Resilienz
fördern, um Übergänge zu meistern
- Alltagsintegrierte Sprachbildung und -förderung
- Transparente Bildungsdokumentation gegenüber den Eltern
Flexible Betreuung:
- Betreuungszeit: täglich 7:30 bis 16:30 Uhr
- Bei Bedarf gruppenübergreifende Randzeitenbetreuung
- Öffnungszeiten anhand des Bedarfes der Familien werden abgefragt
2
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus:
- Jedes Kind wird individuell wahrgenommen und entsprechend seiner Bedürfnisse g e-
fördert
- Erfahrungen in der inklusiven Betreuung von Kindern
- Partizipation im Kitaalltag integriert (z.B. Kinderparlament)
- Einsatz eines multiprofessionellen/multikulturellen Teams
- Zusammenarbeit mit einem Therapiehund
- Einsatz männlicher Erzieher in der Einrichtung
- Sprachliche Ressourcen durch Mitarbeiter/-innen oder Eltern
3.3. Gesundheitsförderung
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus:
- Frischkost durch Einrichtung einer Frischkostküche (sofern bauliche Umsetzung in A b-
stimmung mit dem Investor möglich
- Ernährung, Umgang mit Lebensmitteln, gemeinsames Kochen mit den Kindern
- Kräuter- und Hochbeet im Außenbereich
- Fortbildungen der Mitarbeiter/-innen zu gesundheitlichen Themen
- Kooperationen mit dem Gesundheitsamt
- Bewegungsförderung durch verschiedene pädagogische Bausteine
- Es wird eine „Bewegungskitalizenz“ angestrebt
- Musikalische Frühförderung
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner
Bereits bestehende Vernetzungen:
- Vernetzungen als wichtiger Bestandteil der pädagogischen Arbeit
- Kooperation mit umliegenden Kitas und Schulen
- Regelmäßige Vorschultreffen, um Übergänge in die Schule zu begleiten
- Kooperation mit Frühförderstellen, Therapeuten, Ärzten und Beratungsstellen
- Zusammenarbeit mit dem Dachverband Eltern helfen Eltern sowie dem Jugendamt
- Enge Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle Südviertel
- Kooperationen mit der Kindertagespflege um sensible Übergänge zu gestalten
- Intergenerative Arbeit in Kooperation mit Seniorenheimen
Geplante Vernetzungen:
- Kooperation mit allen Akteuren im Stadtteil
3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor.
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus:
- Individuelle Eingewöhnungskonzepte angelehnt an das Berliner Modell
- Aufbau einer vertrauensvollen Erziehungspartnerschaft
- Kita als familienunterstützende Institution (Hilfestellung und Beratung in Erzi ehungs-
fragen)
- Tür- und Angelgespräche; Entwicklungsgespräche zweimal jährlich
- Regelmäßige Elternabende zu pädagogischen und organisatorischen Themen
- Gemeinsame Feste, Nachmittage, Tage der offenen Tür für den Stadtteil
- Vorstand übernimmt die Trägerfunktion und die Verwaltung des Vereins
- Zukünftig Wahl von Elternbeiräten
- Habanunu (Software) als Kommunikationstool für Eltern
- Eltern-Kind-Wochenende
3
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernden
Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus:
- Personaleinsatz nach KiB iz-Vorgaben
- Qualitätsmanagementsystem in Zusammenarbeit mit Eltern helfen Eltern („pragma-
indikatorenmodell pim“)
- Regelmäßige Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten für die Mitarbeiter/-i nnen
- Zwei Teamtage pro Jahr
- Externe Supervision bei Bedarf möglich
- Einarbeitungskonzept für neue Mitarbeiter/-innen
- Beschwerdemanagement über Feedback-Briefkasten sowie Sprechzeiten bei der K i-
taleitung
- Regelmäßige Vorstandssitzungen
- Übergangszeit von einem Jahr bei Wechsel im Vorstand
- Elternfragebogen wird derzeit in Zusammenarbeit mit Eltern helfen Elte rn erarbeitet
- Fachberatung über Eltern helfen Eltern
- Buchführung und Jahresabschluss durch ein Steuerberatungsbüro
4. Besondere Merkmale / Eignung
- Weiterentwicklung und dauerhafte wirtschaftliche Absicherung der Kita durch die E r-
weiterung auf vier Gruppen
- Langjährige Arbeit im Stadtteil Düesberg und dadurch bestehende Vernetzungen und
Kooperationen
- Engagement und Motivation im Projektteam zum Aufbau der neuen Einrichtung
1
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster
Auswertungsformular
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren
Name und Adresse des Trägers:
educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH
Alter Markt 36-42
50667 Köln
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit,
Leitbild etc.
- educcare ist ein gemeinnütziger Träger, häufige Kooperationen mit Unternehmen
- Gründung 2001; der Träger ist seit 2002 bundesweit anerkannter Träge r der freien
Kinder- und Jugendhilfe
- Betreiber von aktuell 34 Kindertageseinrichtungen in fünf Bundesländern mit über 900
Mitarbeiter/-innen
- Seit 2013 Betreiber der Betriebskita „Lacki Kids“ in Münster-Hiltrup
- Ab dem 1.8.2019 Betreiber der Kindertageseinrichtung an der Middelerstraße (Wo l-
beck)
- Weiterer Ausbau der Kindertagesbetreuungsangebote in Münster, um stadtweit Syner-
gien zu schaffen
- Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung liegt vor
2. Wirtschaftlichkeit
Angebotener Trägeranteil
6,00% Trägeranteil
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben
3. Fachlichkeit / Pädagogik
3.1. Rahmenkonzept
Fachliche Ausrichtung:
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kinderta gesbe-
treuung liegen vor
- Bildungs- und Betreuungskonzept als Grundlage der Arbeit
- Kita wird als zweites Zuhause für Kinder gesehen
- Individuelle Bildung mit partizipativem Ansatz
- „Ein Kind ist, was in ihm steckt“ ist Grundlage aller Zielformulierungen
- Angebote und Impulse für Kinder aufgrund eines bestimmten Beobachtungssystems
- Bilinguale Erziehung kann angeboten werden
- Gruppenübergreifende Arbeit in allen Gruppen- und Altersstrukturen
- Raum als „dritter Erzieher“ / Reggiopädagogik / sozialkonstruktivistischer Ansatz
- Einsatz verschiedener Beobachtungs- und Bildungsdokumentationsverfahren
Flexible Betreuung:
- Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der Eltern eingerichtet werden, z.B. B u-
chung von Zusatzstunden innerhalb und außerhalb der Öffnungszeiten (ExtraZeit)
- Regelöffnungszeiten : 07.00 Uhr - 19.00 Uhr, Betreuung max. 9 Std./Tag
- Ca. 20 Schließtage im Jahr
2
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus:
- Toleranz und Demokratie sind die Grundwerte des Trägers
- Jedes Kind wird individuell wahrgenommen und entsprechend seiner Bedürfnisse g e-
fördert - auch hinsichtlich Integration / Inklusion und Migration
- Erfahrungen in der inklusiven Betreuung von Kindern
- Barrierefreie Raumgestaltung
- Interdisziplinäre Fortbildungen für Fachkräfte
- Hohe Bedeutung interkultureller Kompetenz in Einrichtungen
- Partizipation im Kitaalltag integriert (z.B. Kinderkonferenzen
- Genderpädagogik: Raumangebote mit ausgewogenen Spielmaterialien
- Einsatz von multiprofessionellen / multikulturellen Teams
3.3. Gesundheitsförderung
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus:
- Bewegungs- und Gesundheitsförderung durch verschiedene pädagogische Bausteine
- Individuelle Verpflegungskonzepte und Angebotsgestaltung je nach Kita (Zusamme n-
arbeit mit einem Caterer)
- Ernährung, Umgang mit Lebensmitteln, gemeinsames Kochen mit den Kindern
- Körpererfahrungen sammeln
- Kooperation mit Ärzten, Zahnärzten und Therapeuten
- Unfall-, Gewalt- und Suchtprävention
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner
Bestehende Vernetzungen
- Kooperationen mit der nahegelegenen Kita Lacki Kids in Hiltrup und Kit a Middeler-
straße in Wolbeck
Geplante Vernetzungen:
- Zusammenarbeit mit Schulen und umliegenden Kitas im Sozialraum
- Vernetzung mit anderen Kitas und Trägern im Sozialraum: Gemeinsame Feste, g e-
meinsame Projekte, gegenseitige Besuche usw.
- Kooperationen mit Vereinen, Institutionen, anderen Trägern
- Kooperation mit Ärzten, Therapeuten, sonderpädagogischen Einrichtungen
- Ort familiärer Unterstützung (familienzentrumähnliche Strukturen)
- Kontakte mit bestehenden Kindertagespflegepersonen / Großtagespfleges telle denk-
bar
- interkulturelle und generationenübergreifende Angebote
- Weiterentwicklung als Familienzentrum denkbar, Angebote je nach Bedarfen der Fa mi-
lien im Stadtteil
3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor.
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus:
- Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Vordergrund
- Individuelles Eingewöhnungskonzept am Kind orientiert (Berliner Modell)
- Fokus auf familienunterstützender Arbeit (Familie im Fokus)
- Strukturierte Elternarbeit findet statt
- Regelmäßige Elterngespräche, Informationsgespräche, Tür- und Angelgespräche, E l-
ternabende/-nachmittage usw. finden statt
- Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat
- Halbjährliche Elternbefragung
3
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernden
Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus:
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben / Flexibilität des personellen Einsatzes durch
mehrere Einrichtungen in Münster zukünftig gegeben
- Synergieeffekte mit bestehender Einrichtung „Lacki Kids“ und zukünftiger Einrichtung
an der Middelerstraße
- Coach als Fachberatung und Bindeglied zwischen zentralem Träger un d Einrichtung
- Begleitung, Moderation und Beratung für Mitarbeiter/-innen, Leitung, Eltern
- Coach hat i.d.R. einen zusätzlichen fachlichen Schwerpunkt (z.B. Sprache, Naturwis-
senschaften etc.) und ist für die Vermittlung dieser Inhalte an andere Coaches und Lei-
tungen zuständig ist
- Fortbildungsangebote für Mitarbeiter/-innen
- 7 Teamtage pro Jahr für jede Einrichtung
- Verschiedene Evaluationsmöglichkeiten für Mitarbeiter/-innen und Eltern
- Personalentwicklungskonzept (z.B. durch Coaching)
- Bezahlung der Mitarbeiter/-innen nach Tarif
- Kinderschutzkonzept liegt vor
4. Besondere Merkmale des Trägers
- Ausbau der stadtweiten Angebote in Münster (Synergieeffekte hinsichtlich Persona l-
einsatz und Fachberatung)
- Flexible Öffnungszeiten; Vereinbarkeit von Familie und Beruf
- Insbesondere Erfahrung bei Betriebskitas
- Bilingualer Kita-Alltag wird angestrebt
1
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster
Auswertungsformular
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren
Name und Adresse des Trägers:
FRÖBEL Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbH
Komödienstraße 18-24
50667 Köln
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit,
Leitbild etc.
- FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH mit Sitz in Berlin ist eine Tochtergesellschaft
des FRÖBEL e.V.
- Anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe und Mitglied im paritätisc hen Gesamt-
verband
- Bundesweit tätiger Träger im Bereich der Kinderbetreuung und Hilfen zur Erziehung
(insgesamt über 180 Kitas in Deutschland, rund 60 davon in NRW)
- Philosophie des Friedrich Fröbel (Kinder verfügen über individuelles Bildungspotential)
- Pädagogisches Leitbild, Führungsleitbild und Unternehmensleitbild liegen vor
- In 2019 Eröffnung der Kindertageseinrichtungen Emmy-Herzog-Platz (Markweg) und
2020 der Kita Landsberger Straße in Amelsbüren
- Ab 01.08.2021 Betreiber der Kindertageseinrichtung im Zentrum Nord
2. Wirtschaftlichkeit
Angebotener Trägeranteil
9,00% Trägeranteil
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben.
3. Fachlichkeit / Pädagogik
3.1. Rahmenkonzept
Fachliche Ausrichtung:
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kinderta gesbe-
treuung liegen vor
- Arbeit mit offenem Konzept, Raumgestaltung in Funktionsbereiche
- Konzeptioneller Schwerpunkt Nordkirchenweg : Umwelt, Gesundheit und Ernährung
- Schwerpunkt Bilingualität
- Alltagsintegrierte Sprachbildung und -förderung
- Einsatz verschiedener Beobachtungs- und Bildungsdokumentationsverfahren
- Individualisierung und Partizipation von Kindern
Flexible Betreuung:
- Regelöffnungszeiten: 07.00 Uhr - 17.00 Uhr
- Flexible Öffnungszeiten, an die Bedürfnisse der Eltern ausgerichtet.
- Durchgängige Betreuung - auch während der Ferienzeit
2
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stell fol-
gende Merkmale besonders heraus:
- Aufnahme von Kindern unterschiedlicher Herkunft / Konfessionen
- Partizipation als konzeptioneller Schwerpunkt (Rechte durch die EU-
Kinderrechtskonvention)
- Kinder werden für verschiedene Weltanschauungen sensibilisiert und in ihrer interku l-
turellen Kompetenz gefördert
- Ideen zur Nutzung neuer Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit Beh inderun-
gen
- Einsatz von multikulturellen / multiprofessionellen Teams
- Einsatz von männlichen Fachkräften
- Pädagogisches Handeln orientiert sich an den Bedürfnissen und Ressourcen der Ki n-
der
- Fröbelberatungsstelle / Fröbelfon als übergeordnete Soforthilfe immer erreichb ar
3.3. Gesundheitsförderung
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus:
- Als zentrale Aufgabe: Eine lebensweltbezogene und ganzheitliche Gesundheitsförd e-
rung
- Das Ernährungskonzept sieht eine ausgewogene, altersentsprechende und hochwert i-
ge Ernährung vor
- Frischkost durch Einrichtung einer Frischkostküche (sofern bauliche Umsetzu ng in Ab-
stimmung mit dem Investor möglich); Beteiligung der Kinder, Erleben der Essenskultur,
Erlernen von Essenszubereitung
- Einrichtung von Ruhezonen zur Förderung der körperlichen / seelischen Entspannung
und Ruhe
- Bereits Erfahrung in der Zertifizierung von Bewegungskitas
- Gewalt- und Suchtprävention
- Betriebliches Gesundheitsmanagement für Mitarbeiter/-innen
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner
Bestehende Vernetzungen:
- Kindertageseinrichtung Landsberger Straße in Amelsbüren (Eröffnung Herbst 2019)
Geplante Vernetzungen:
- Offener Zugang auf alle vorhandenen Sozialraumakteure ist geplant
- Kooperation mit der Gemeinschaftsgrundschule Berg Fidel , um einen reibungslosen
Übergang vom Kindergarten in die Grundschule zu ermöglichen und gemeinsame Pro-
jekte durchzuführen
- Kooperation mit der Kindertagespflege, um Übergänge zu gestalten; Erfah rungen
durch die Übernahme einer Tagespflege mit angestellten Tagespflegepersonen
- Aufgrund des Schwerpunktes „Umwelt, Gesundheit und Ernährung“ sind Kooperatio-
nen mit umliegenden landwirtschaftliche Betrieben, Irmgards Bauernladen oder dem
Azubi-Start-Up „Junges Gemüse“ des Unternehmens Agravis geplant
- Regelmäßige Besuche auf Bauernhöfe und in Kleingartenanlagen sowie Waldtage mit
einem Förster geplant
- Exkursionen und Ausflüge im Sozialraum
- Weiterentwicklung zum Familienzentrum bei Bedarf gewünscht
3
3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor.
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus:
- Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Bemühen um die Entwicklung und das Wohlb e-
finden des Kindes
- Eingewöhnung nach dem Berliner oder Münchener Eingewöhnungsmodell
- Strukturierte Elternarbeit findet statt
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende usw. finden statt
- Elternhospitationen möglich
- Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat
- Regelmäßige Elternbefragungen
- Einbindung und Beteiligung der Eltern an pädagogischen Aktivitäten
- Errichtung einer Lounge, die Eltern zum Austausch und Verweilen einlädt
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß-
nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus:
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben / Flexibilität des personellen Einsatzes durch
mehrere Einrichtungen in Münster zukünftig gegeben
- Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mitarbeiter/-innen
- Konzept zum betrieblichen Gesundheitsmanagement
- Externe Qualitätsentwicklung durch PädQuis (einem pädagogischen Qualitäts- und In-
formationssystem)
- Interne Evaluation anhand des Nationalen Kriterienkataloges (NKK)
- Jährliche Evaluation der pädagogischen Arbeit
- Durchführung regelmäßiger Qualitätszirkel zu pädagogischen Themen
- Zentrales Beschwerdemanagement für Eltern sowie Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
- Kinderschutzkonzept liegt vor
- Bezahlung der Mitarbeiter/-innen nach eigenem Haustarifvertrag
- Betreiber einer Fachschule für Sozialpädagogik
4. Besondere Merkmale des Trägers
- Durchgängige Betreuungszeiten - auch in den Ferien
- Ausbau des Standortes Münster, um Synergieeffekte zu nutzen (hier mit den na hege-
legenen Kita Landsberger Straße in Amelsbüren)
- Eröffnung einer Geschäftsstelle in Münster ab Juni 2019
- Erfahrungen als Träger in der Kindertagespflege
1
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster
Auswertungsformular
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren
Name und Adresse des Trägers:
Global Education gGmbH
Tochtergesellschaft der: pme Familienservice gGmbH
Friesenring 50
48147 Münster
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit,
Leitbild etc.
- Global Education gGmbH ist eine 100%ige Tochterge sellschaft der pme Familienser-
vice gGmbH
- Die pme Familienservice Gruppe ist an mehr als 30 Standorten in Deutschland, Öster-
reich, der Schweiz und Tschechien vertreten
- Betreibt über 60 betriebsnahe Kinderbetreuungsein richtungen in Deutschland (Kinder-
gärten, Kinderkrippen, Back-up-Einrichtungen, Familienkrippen, Schülerbetreuungen)
- In Münster mit einer Geschäftsstelle und einem Ba ck-up-Service vertreten
- Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung li egt vor
2. Wirtschaftlichkeit
Angebotener Trägeranteil
4,50% Trägeranteil
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben.
3. Fachlichkeit / Pädagogik
3.1. Rahmenkonzept
Fachliche Ausrichtung:
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kindertagesbe-
treuung liegen vor
- Orientierung am modernen Familien- und Arbeitsleb en, Verständnis als Dienstleister
- Bedürfnisse von Eltern und Kindern im Mittelpunkt
- Kind als „autonomer und individueller Akteur sein er Entwicklung“ (ressourcenorientiert,
Resilienz fördernd), Fachkraft bzw. Erwachsener als Begleiter der Entwicklungspro-
zesse
- Teilnahme „Haus der kleinen Forscher“ (Forschende s Lernen)
- Tiergestützte Pädagogik
- Alltagsintegrierte Sprachbildung
- Bildungsdokumentationskonzept liegt vor
Flexible Betreuung:
- Öffnungs- und Schließzeiten sind an Bedürfnissen der Eltern orientiert
- Flexible Betreuungsmodelle möglich
2
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus:
- Einsatz von multikulturellen / multiprofessionell en Teams mit verschiedenen Migrati-
onshintergründen
- Hoher Anteil von männlichen Fachkräften
- Erfahrungen in der inklusiven Betreuung von Kinde rn
- Bereits Erfahrungen mit dem Thema Migration / Par tizipation
- Schulungen der Mitarbeiter/-innen zu den einzelne n Themenfeldern (Experten)
3.3. Gesundheitsförderung
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus:
- Gesunde Ernährung und Bewegung als Schwerpunkt
- Frische und selbstständige Zubereitung in Kochküc he (Frischkostküche, sofern bauli-
che Umsetzung in Abstimmung mit dem Investor möglich)
- Regionale und saisonale Lebensmittel
- Bewegungsangebote innerhalb und außerhalb der Kit a
- Hygieneerziehung und Zahngesundheit sind Bestandt eile der Gesundheitsförderung
- Beratung der Familien / Eltern zu Themen der Gesu ndheitsförderung
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner
Geplante Vernetzungen:
- Zusammenarbeit mit Schulen ist konzeptionell vorg esehen
- Teilnahme an Fachgremien und Arbeitsgemeinschafte n
- Kontakte zu Beratungs- und Frühförderstellen
- Kontakte zum Jugendamt, sozialpädiatrischen Zentr en, Zahnärzten, Therapeuten
- Kooperation mit anderen Kindertagesstätten im Soz ialraum (z. B. Projekte)
- Sozialraumorientierung bei Ausflügen
- Die Übergänge zwischen Tagespflege, Kita und Schu le werden sensibel begleitet
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor.
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus:
- Eingewöhnung nach Berliner Eingewöhnungsmodell
- Jährlich stattfindende Elternbefragungen
- Strukturierte Elternarbeit findet statt
- Feedback als Chance für die Weiterentwicklung
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elt ernabende usw. finden statt
- Regelmäßige Newsletter für die Eltern
- Beschwerdemanagementkonzept liegt vor
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß-
nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus:
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben
- Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mi tarbeiter/-innen
- Bezahlung der Mitarbeiter/-innen nach Tarif
- Betriebliches Gesundheitsmanagement
- Kitamanagement und Fachberatung bei pme Familiens ervice gGmbH angesiedelt
- internes pme Familienservice – Wikipedia als Plat tform für Fachkräfte
- Kinderschutzkonzept liegt vor
3
- Beschwerdemanagementkonzept liegt vor
- Qualitätssicherung nach DIN ISO-Zertifizierung so wie anhand des Nationalen Kriteri-
enkatalogs (NKK)
4. Besondere Merkmale / Eignung
- Schwerpunkt Vereinbarkeit von Familie und Beruf
- Erfahrungen mit flexiblen und erweiterten Betreuu ngszeiten
- Bildungsschwerpunkt: „Haus der kleinen Forscher“, Ernährung, Bewegung
- Lokaler Bezug durch die Geschäftsstelle in Münste r
1
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster
Auswertungsformular
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren
Name und Adresse des Trägers:
Kinderzentren Kunterbunt gGmbH
Carl-Schwemmer-Straße 9
90427 Nürnberg
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit,
Leitbild etc.
- Gemeinnütziger Träger der freien Jugendhilfe mit Sitz in Nürnberg
- 1998 als Elterninitiative gegründet
- Spezialisiert auf Kinderbetreuung, Weiterbildung und frühkindliche Erziehun g
- Idee: Erweiterte und ganzjährige Öffnungszeit zur Vereinbarkeit von Fami lie und Beruf
- Seit 2004 / 2005 eingetragen als gGmbH
- Aktuell Träger von bundesweit 80 Kitas – hiervon 30 in NRW (hauptsächlich Köln /
Bonn)
- Betreiber von zwei Einrichtungen in Telgte (Eröffnung 09/2018 und 09/2019, als Par t-
nereinrichtungen dienend)
- Übergeordnete Rahmenkonzeption – individuelle Konzeptentwicklung am Standort an-
hand der Bedarfe und Ressourcen
- Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung liegt vor
2. Wirtschaftlichkeit
Angebotener Trägeranteil
4,00 % Trägeranteil
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben.
3. Fachlichkeit / Pädagogik
3.1. Rahmenkonzept
Fachliche Ausrichtung:
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kinderta gesbe-
treuung liegen vor
- Übergeordnetes Rahmenkonzept
- Ko-konstruktive Arbeit in den Kitas, Lernen durch Zusammenarbeit
- Schwerpunkte werden individuell am Standort entwickelt anhand der Bedarfe und Re s-
sourcen
- Träger hat bisher noch wenig Erfahrungen mit Familienzentren, steht dem aber offen
gegenüber und plant in zwei Einrichtungen aktuell die Weiterentwicklung zum Familien-
zentrum
- Teiloffenes Konzept (angepasst auf altersspezifische Differenzen)
Flexible Betreuung:
- Regelöffnungszeiten: 07.30 Uhr – 17.00 Uhr
- Flexibles Stundenbuchungssystem
- Öffnungszeiten werden anhand von Bedarfsabfragen angepasst
- Zusätzliches Angebot von flexiblen Buchungsstunden (ExtraZeit)
2
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus:
- Inklusion als wichtiger Faktor für gelingende Bildungs- und Betreuungsarbei t im ganz-
heitlichen Sinne (Kinder, Familie, Fachkräfte)
- Qualitätsleitungen betreuen jeweils 15 Kitas in päd. Fragen und allen Querschn ittsfra-
gen
- Konzept der Ko-Konstruktion: Individuelle Betrachtung und Partizipation des Kindes
(z.B. Kinderkonferenz)
- Beteiligung der Eltern und Kinder in Entscheidungsprozessen
- Möglichst gemischtgeschlechtliche Zusammensetzung des Teams
3.3. Gesundheitsförderung
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus:
- Bereits in bestehenden Kitas ist der Bereich der Gesundheitsförderung ein Schwe r-
punkt
- Aktive Arbeit im Bereich Bewegung und Ernährung
- Hygiene und Zahngesundheit konzeptionell verankert
- Beratung und Angebote für Familien zum Thema Gesundheitsförderung
- Kräutergarten im Außenbereich
- Angebote für Eltern zu diesen Themen
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner
Geplante Vernetzungen:
- Kooperation mit z.B. Jugendamt, Grundschulen, Kindergärten, Büchereien im Stadtteil
- Vernetzung mit Kindertagespflege gewünscht, Übernahme der Trägerschaft ei ner Groß-
tagespflegestelle vom Träger gut vorstellbar
- Teilnahme an AKs und AGs ist gewünscht
- Synergien mit Partnereinrichtungen in Telgte (u.a. Vertretungsregelungen)
3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor.
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus:
- Eingewöhnung nach dem Münchener Eingewöhnungsmodell
- Ko-Kunstruktion in der Elternarbeit durch die aktive Beteiligung der Eltern und Kinder in
Entscheidungsprozessen
- Sicherstellung der Partnerschaft durch gemeinsame Gremienarbeit
- Offener Austausch mit Eltern (Transparenz)
- Feedbackgespräche bei Verlassen der Kita
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernden
Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus:
- Interne und externe Fortbildungen für Mitarbeiter/-innen
- Interne Fortbildungen durch Inklusionsfachberaterin
- Vier Fortbildungstage pro Mitarbeiter/-innen / Jahr
- Bezahlung der Mitarbeiter/-innen in Anlehnung an den TVöD
- Jährliche anonyme Mitarbeiter/-innen- sowie Elternbefragung
- Feedbackgespräche sind jederzeit möglich
- Facilitymanagement zur kurzfristigen Behebung von Sachmängeln
3
4. Besondere Merkmale / Eignung
- Ausbau der Angebote in Ballungszentren / Raum Westfalen
- Angebot der erweiterten und ganzjährigen Öffnungszeiten
1
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster
Auswertungsformular
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren
Name und Adresse des Trägers:
Kleine Riesen Nord gGmbH
Esslinger Straße 69
73732 Esslingen
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit,
Leitbild etc.
- Kleine Riesen Nord gGmbH ist ein Tochterunternehmen der Giant Leap GmbH und Co
KG
- Gemeinnütziger Träger der Kinder- und Jugendhilfe
- Betreiber von bundesweit aktuell 30 Kindertageseinrichtungen und Kinderkrippen
- Seit 2018 Betreiber von drei Kindertageseinrichtungen Willingrott, H ermannschule, und
Interims-Pavillon Albachten (dauerhafte Folgeeinrichtung in Albachten-Ost) und in
2019 Inbetriebnahme von drei weiteren Einrichtungen (Meyerbeerstraße, Eichendorff-
straße, Pavillon Beckstraße)
- Implementierung einer anteiligen Fachberatung in Münster
- Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung liegt vor
2. Wirtschaftlichkeit
Angebotener Trägeranteil
9,00% Trägeranteil
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben.
3. Fachlichkeit / Pädagogik
3.1. Rahmenkonzept
Fachliche Ausrichtung:
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kinderta gesbe-
treuung liegen vor
- Individuelle Förderung und Entwicklung des Kindes
- Entwicklung des Schwerpunktes der Einrichtung anhand der bestehenden Bedarfe und
Ressourcen des Teams, der Eltern und Kinder
- Geschlossenes Konzept mit festen Bezugserziehern für die Kinder
- Sprachförderung im Kitaalltag
- Bildungsdokumentationskonzept (quartalsweise Entwicklungsprofile) liegt vor
- Bei Bedarf soll Bilingualität angeboten werden
Flexible Betreuung:
- Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der Eltern eingerichtet werden, Einstieg
in das Modell ExtraZeit / FlexiZeit vorstellbar
- Regelöffnungszeiten : 07.00 Uhr - 16.00 Uhr
2
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus:
- Bereits Erfahrungen mit dem Thema Migration / Partizipation
- Jedes Kind wird individuell wahrgenommen
- Einsatz von multikulturellen / multiprofessionellen Teams mit verschi edenen Migrati-
onshintergründen
- Externe und interne Schulungen der Mitarbeiter/-innen in Bezug auf Migration / Inklusi-
on
- Erfahrungen in der inklusiven Betreuung von Kindern
- Möglichst Einsatz von männlichen Fachkräften
3.3. Gesundheitsförderung
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus:
- Der Träger bietet Essen vom Zulieferer in Kombination mit frischen Lebensmittel n an
nach DGE-Standards
- Gemeinsame Essenssituation als schöner und besonderer Moment im Kitaaltag
- Projekte zur Gesundheitserziehung und Zahngesundheit in Kooperation mit dem G e-
sundheitsamt
- Bewegungsangebote innerhalb und außerhalb der Kita, auch in Kooperation mit Vere i-
nen im Stadtteil
- Beratung der Familien / Eltern zu Themen der Gesundheitsförderung
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner
Geplante Vernetzungen:
- Zusammenarbeit mit Schulen (z.B. Davertgrundschule) im Sozialraum
- Zusammenarbeit mit Frühförderung in den Räumlichkeiten der Kindertageseinrichtung
- Vernetzung mit anderen Kitas im Sozialraum: Gemeinsame Feste, gemeinsame Pr o-
jekte usw.
- Kooperation mit Sportvereinen im Sozialraum geplant
- Kooperation mit der Tagespflegepersonen im Stadtteil
- Zertifizierung zum Familienzentrum nach Entwicklungsphase in Münster anvisiert
- Weitere Zusammenarbeit mit Musikschulen, der Bücherei, Ärzten, Betri eben und ande-
ren Akteuren im Sozialraum geplant
- Teilnahme an Arbeitskreisen und AG’s ist geplant
3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor.
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus:
- Individuelles Eingewöhnungskonzept nach dem Berliner Modell am Kind orientiert
- Strukturierte Elternarbeit findet statt
- Stichwortartige Tagesdokumentation bei den u3-Kindern
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende usw. finden statt
- Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat
- Jährliche Elternbefragung
- Beschwerdemanagementkonzept liegt vor
3
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernden
Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus:
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, Flexibilität des personellen Einsatzes durch
mehrere Einrichtungen in Münster zukünftig gegeben
- Implementierung einer anteiligen Fachberatung in Münster
- Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mitarbeiter/-innen
- Fünf Konzeptionstage pro Einrichtung im Jahr
- Bezahlung der Mitarbeiter/-innen in Anlehnung an den TVöD
- Qualitätssicherung anhand der 6-SIGMA-DMAIC Methode
- Teilnahme an Fachgremien und AGs ist geplant
- Kinderschutzkonzept liegt vor
4. Besondere Merkmale des Trägers
- Möglichkeit v erschiedener Schwerpunktbildungen anhand sozialräumlicher Bedarfe
(Bilingualität, Naturwissenschaftliche Bildung, usw.)
- Erfahrungen in der Arbeit der Interkulturalität und mit bildungsfe rnen Familien
- Ausbau des Standortes Münster, um Synergieeffekte (Vertretungsregelungen, Fachbe-
ratung vor Ort) zu erzielen
1
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster
Auswertungsformular
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren
Name und Adresse des Trägers:
Outlaw gemeinnützige Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe mbH (Outlaw gGmbH)
Johann-Krane-Weg 18
48149 Münster
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild
etc.
- Gründung des Unternehmens in 1987, seit 10 Jahren in Münster tätig
- Die Outlaw gGmbH ist ein bundesweit anerkannter freier Träger der Kinder- und J u-
gendhilfe und Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband
- In Münster ist der Träger mit 7 Kindertageseinrichtungen und einer Dependance ver-
treten, in der Region West mit 40 Einrichtungen
- Die Angebote im Bereich der Kindertagesbetreuung s ind bei Outlaw mit der Überschrift
„Kita und More“ zusammengefasst und stehen nicht nur für die Betreuung von Kindern
in Kindertageseinrichtungen, sondern umfassen alle Angebote frühkindlicher Bildung,
Betreuung und Erziehung
2. Wirtschaftlichkeit
Angebotener Trägeranteil
5,50% Trägeranteil
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben.
3. Fachlichkeit / Pädagogik
3.1. Rahmenkonzept
Fachliche Ausrichtung:
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kindert agesbe-
treuung liegen vor.
- Pädagogisches Konzept wird an die jeweiligen Rahmenbedingungen des Sozia lraums
angepasst
- Kita als zweites Zuhause für Kinder
- Leitgedanke: spielend lernen
- Alltagsintegrierte Bildung, individuelle Förderung des Kindes
- Videobasierte Bildungsdokumentation
- Weiterentwicklung zum Familienzentrum gewünscht
- Alle Kitas arbeiten bereits in familienzentrumähnlichen Strukturen
- „Kita-Sozialarbeit“ wird auch in Münster verankert (Unterstützung, Beratung, Angebote
und Projekte für Familien)
2
Flexible Angebote:
- Angebot von flexiblen Öffnungszeiten, Teilnahme an den Modellprojekten Flexi Zeit und
ExtraZeit
- Regelöffnungszeit nach Bedarfen der Eltern
- In den Ferien eingeschränkte Öffnungszeiten
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders hervor:
- Integration ist gelebter Alltag
- Erfahrung in der Betreuung von Kindern mit Behinderung in allen Einrichtungen
- Multiprofessionelle und multikulturelle Teams
- Ca. 15-20 % Anteil männliche Erzieher
- Angebote und deren Vermittlung für Familien hinsichtlich Sprachkurse etc. (Famili en-
zentrumähnliche Angebote)
- Fortbildungen für Mitarbeiter/-innen entsprechend der Bedarfe
- Partizipation hat hohen Stellenwert (Kinderparlament, Kinderkonferenz; „Paul“ stellv.
für den Stellenwert und Bedeutung der Partizipation)
- Förderung der individuellen Entwicklung von Jungen und Mädchen
3.3. Gesundheitsförderung
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders hervor:
- Zahlreiche Bewegungsangebote
- Nutzen der umliegenden Spielplätze, Waldtage, Sportangebote
- Kooperation mit Ärzten und dem Gesundheitsamt hinsichtlich Hygiene
- Erste-Hilfe-Angebote auch für Kinder
- Gesunde Ernährung und bedarfsgerechte Angebote zur Verpflegung
- Das Mittagessen wird von einem Caterer bezogen, der seinen Menüplan auf die b e-
sonderen Essgewohnheiten und Bedarfe der Kinder (Religion, Allergien, Vegetarier)
ausrichtet
- Es soll ein verlässliches kindgerechtes Angebot von Ernährung, Bewegung und En t-
spannung im pädagogischen Alltag geschaffen werden
- Ressourcen im Team geschaffen (Logopädie und Motopädie)
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner
Geplante Vernetzungen:
- Flexible Betreuungszeiten sollen passgenau auf die Bedürfnisse der Familien abge-
stimmt werden (FlexiZeit, ExtraZeit)
- Zusammenarbeit mit umliegenden Kitas, Grundschulen, Sportvereinen
- Mitarbeit im Stadtteilarbeitskreis und AGs
- Übergang Kita und Schule durch Hospitationen, gemeinsame Feste, Aktionen und r e-
gelmäßiger Austausch der Akteure, Kinder sollen den Schulweg kennenlernen
- Kooperation mit der Kindertagespflege, Übergänge sollen sicher gestaltet w erden,
Entwicklung von Konzepten mit der Kindertagespflege
- Synergien und Kooperationen mit der Kita Marie-Curie-Straße in Hiltrup
- Weiterentwicklung zum Familienzentrum denkbar
3
3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor.
Der Träger garantiert:
- Individuelle Eingewöhnungskonzept e nach dem Berliner Modell
- Bedarfe der Kinder durch regelmäßigen Austausch mit den Eltern erkennen, Entwi ck-
lungsgespräche zwei Mal jährlich
- Transparente Kommunikation mit den Eltern
- Beschwerde- und Feedbackmanagement für Eltern und Mitarbeiter/-innen
- Elternbeirat und Elternabende finden regelmäßig statt
- Unterstützung der Familien im Aufbau von Netzwerken
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß-
nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor:
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, Freistellung der Leitung auch in kleinen Einric h-
tungen
- Springerkrä fte für alle Einrichtungen in Münster
- Pädagogische Fachberatung als Bereichsleitung
- Regelmäßige interne und externe Fortbildungen für Mitarbeiter/-innen
- Transparentes und kommunikatives Führungsleitbild wird gelebt
- Erarbeitung eines eigenen Qualitätsmanagementsystems (angelehnt an QuaMS)
- Leitungsrunden und AGs finden regelmäßig zum Austausch statt
- Ausbildung von Erzieher/-innen im Anerkennungsjahr, praxisintegrierte Ausbi ldung,
Berufspraktikanten
- Kinderschutzkonzept liegt vor
4. Besondere Merkmale / Eignung
- Langjährige Erfahrungen mit Kindertagesbetreuungsangeboten in untersc hiedlichen
Stadtteilen in Münster
- Weitere ergänzende Angebote im Stadtteil, insbesondere die Vermittlung v on gezielten
Angeboten im Bereich der flexiblen Betreuungszeiten mit FlexiZeit und ExtraZeit
- „Kita-Sozialarbeit“ wird auch in Münster verankert (Unterstützung, Beratung, Angebote
und Projekte für Familien)
- Synergien und Kooperationen mit der Kita Marie-Curie-Straße in Hiltrup
- Ausbau der Kindertagesbetreuung in Münster
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Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster
Auswertungsformular
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren
Name und Adresse des Trägers:
Step Kids KiTas gGmbH
Am Friedrichshain 22
10407 Berlin
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit,
Leitbild etc.
- Step Kids Kitas gGmbH ist ein Tochterunternehmen der Step Kids Education GmbH –
ein bundesweit tätiger Träger von aktuell 15 Kindertageseinrichtungen in NRW und
Brandenburg / Berlin
- Anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe
- Angebot von Brückenprojekten: Mobile Kitas (für Kinder mit Fluchthinterg rund)
- Seit April 2017 gehört Stepke zur AcadeMedia Gruppe
- Überkonfessioneller und diskriminierungsfreier Träger
- Ausbau der Angebote in NRW
- Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung liegt vor
2. Wirtschaftlichkeit
Angebotener Trägeranteil
9,00% Trägeranteil
In Münster entfallen sowohl die Aufnahmegebühr als auch die Zusatzbeiträge.
3. Fachlichkeit / Pädagogik
3.1. Rahmenkonzept
Fachliche Ausrichtung:
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kinderta gesbe-
treuung liegen vor
- Situationsorientierter und systemischer Ansatz
- Konzeptausrichtung: Best Practice Ansatz abhängig vom Sozialraum
- Konzeptionsschwerpunkte z.B. Schwimmen, Wald- und Wiesentage, Musik, Bew e-
gung, Natur, Ernährung
- Bilingualität durch Native Speaker in allen Einrichtungen
- Alltagsintegrierte Sprachbildung, Kommunikationskultur
- Bildungsdokumentationskonzept liegt vor
Flexible Betreuung:
- Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der Eltern eingerichtet werden, Einstieg
in die Modellprojekte ExtraZeit / FlexiZeit vorstellbar
- Regelöffnungszeiten: 07.00 Uhr - 17.00 Uhr
- Bei Bedarf 11 Stunden Öffnungszeit möglich
2
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus:
- Individuelle Arbeit mit jedem Kind entsprechend seiner Bedarfe
- Gleichbehandlung aller Kinder hinsichtlich Integration / Inklusion / Migration un d Ge-
schlechtsidentität
- Barrierefreie Kitas
- Schulung der Mitarbeiter/-innen im Bereich der Querschnittsaufgaben (z.B. Sprachliche
Begleitung aller Handlungen - Sprachförderung im Alltag)
- Einsatz von multiprofessionellen Teams (Diversität)
- Hoher Stellenwert von Partizipation auch im u3-Bereich (Kinderparlament, Einbezug
bei Stuhlkreisen)
- Bereits Erfahrung mit dem Thema Migration: Mobile Kita im Rahmen de r Brückenpro-
jekte für Flüchtlingskinder
3.3. Gesundheitsförderung
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus:
- Einrichtung einer Frischkostküche (sofern bauliche Umsetzung in Abstimmung mit dem
Investor möglich)
- Ganztägiges freies Angebot von Obst und Gemüse
- Regelmäßiges Schwimmen, regelmäßige Wald- und Wiesentage
- Bewegungsangebote innerhalb und außerhalb der Kita
- Kräuter- und Gemüsegarten
- Zahngesundheit (tägliches Zähneputzen, Kooperation mit Gesundheitsamt)
- Entspannung in Form von Ruhephasen und Schaffung von Rückzugsorten durch g e-
zielte Ausstattung der Räume
- Unfallprävention in Kooperation mit der Polizei
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner
Geplante Vernetzungen:
- Vernetzung im Stadtteil durch Teilnahme an Stadtteilarbeitskreisen und Integra tions-
sowie Brückenprojekten geplant
- Niederschwellige Öffnung der Kita durch Kooperationen im Stadtteil (z.B. Fami lien-
/Jugendzentren, Sporteinrichtungen)
- Kooperation mit anderen Kindertageseinrichtungen und Schulen sowie umliegender
Trägerlandschaft und sozialen Institutionen des Stadtteils angestrebt
- Regelmäßiger Austausch mit den Grundschulen, um die Vorschulgruppen an den B e-
darfen der Schule auszurichten
- Kontakt mit Tagespflegepersonen ist wünschenswert, um guten Übergan g in die Kita
zu schaffen
- Ausbau zum Familienzentrum gewünscht
3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor.
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus:
- Eingewöhnung in Anlehnung an das Berliner Modell
- Strukturierte Elternarbeit findet statt
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende, Elternstammt ische,
gemeinsame Aktionen und (interkulturelle) Feste usw. finden statt
- Transparente Elterninformationen durch TV im Eingangsbereich, Dokumentationen et c.
- Regelmäßige Feste und Aktionen sollen stattfinden
- Elternhospitationen möglich
- Teilnahme an Fachgremien und AGs ist geplant
3
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß-
nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus:
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, freigestellte Leitung, drei Vollzeitkräfte pro
Gruppe
- Einarbeitung neuer Leitungskräfte ein halbes Jahr vor Inbetriebnahme der Kita
- Jährliche Fachtagungen für alle Fachkräfte
- Regionalbüro in Wuppertal
- Ein Qualitätsentwicklungskonzept liegt vor und wird vor Ort in den Kitas u mgesetzt
- Regelmäßige Evaluationen durch Eltern- und Mitarbeiterumfragen
- Kostenfreie Fortbildungsangebote für alle Mitarbeiter/-innen in der Stepke Akadem ie zu
aktuellen Themen
- Bezahlung der Mitarbeiter/-innen in Anlehnung an den TVöD
- Kinderschutzkonzept liegt vor
4. Besondere Merkmale / Eignung
- Eigene Akademie mit Fortbildungsangeboten für Mitarbeiter/-innen und Ext erne
- Regelmäßige Angebote, wie Schwimmen und Wald- und Wiesentage
- Bilingualität
1
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster
Auswertungsformular
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren
Name und Adresse des Trägers:
Villa Luna gGmbH
Am Flachsbach 19
52223 Stolberg
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit,
Leitbild etc.
- Gründung des Unternehmens in 2005 durch Dr. Jürgen Reul
- Erste Eröffnungen in Düsseldorf und Aachen
- Unbefristete Anerkennung als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe seit 2016
- Villa Luna ist in fünf Bundesländern mit insgesamt acht Einrichtungen vertreten, davon
fünf in NRW
- Elternservice in Düsseldorf angesiedelt
- Die Klett-Gruppe ist Teilhaber der Kindertageseinrichtungen
- Ausbau der Einrichtungen in NRW, Münster als attraktiver Standort
2. Wirtschaftlichkeit
Angebotener Trägeranteil
9,00% Trägeranteil
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben.
Bei einem bilingualen Angebot ist ein Zusatzbeitrag von ca. 100€ e rforderlich (Native Speaker
werden nicht über KiBiz finanziert).
3. Fachlichkeit / Pädagogik
3.1. Rahmenkonzept
Fachliche Ausrichtung:
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kinderta gesbe-
treuung liegen vor.
- Individuelle Bedürfnisse der Kinder stehen im Vordergrund
- Teiloffene Arbeit mit fester Gruppenzugehörigkeit für Kinder
- Alltagsintegrierte Sprachbildung und -förderung
- Pädagogische Ansätze: Montessori, situationsorientiert er und kokonstruktiver Ansatz
sowie projektbezogene Arbeiten
- Konzeptionelle Schwerpunkte des Trägers: Bewegung, Musikalische Früherziehung,
Sprache / Bilingualität, Natur und kulturelle Umwelt, Kunst und gestalterische Arbei-
ten/Malort (angelehnt an Arno Stern), Naturwissenschaften
- Bildungsdokumentationskonzept liegt vor
- Zusatzangebot: Bilinguale Spracherziehung durch die Immersionsmethode
2
Flexible Betreuung:
- Kernzeit: 7.30 Uhr – 16.30 Uhr
- Erweiterte Öffnungszeiten bis 18.00 Uhr möglich
- Öffnungs- und Schließzeiten sind an Bedürfnissen der Eltern orientiert
- Schließzeiten in den Ferien sowie Konzeptionstage
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus:
- Alltag ist durch Partizipation und Toleranz geprägt
- Partizipation: Selbstwirksamkeit und Mitbestimmung fördern; Grenzen und Mög lichkei-
ten ausloten
- Einsatz von multikulturellen / multiprofessionellen Teams mit verschied enen Migrati-
onshintergründen
- Träger lebt ausgeprägte Willkommenskultur für Familien und Mitarbeiter
- Erfahrungen in der inklusiven Betreuung von Kindern
- Bereits Erfahrungen mit dem Thema Migration / Partizipation
- Einsatz von männlichen Erziehern
3.3. Gesundheitsförderung
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus:
- Bewegungsangebote innerhalb und außerhalb der Kita (Bewegungsraum, Naturerku n-
dungen)
- Frische und selbstständige Zubereitung in Kochküche (Frischkostküche , sofern bauli-
che Umsetzung in Abstimmung mit dem Investor möglich)
- Projektangebote zum Umgang und der Zubereitung von Lebensmitteln
- Kooperation mit Ärzten und Gesundheitsamt zu verschiedenen Themen
- Medienerziehung
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner
Geplante Vernetzungen:
- Zusammenarbeit mit umliegenden Kitas , Grundschulen, Sportvereinen etc.
- Kooperation mit Ärzten, Logopäden, Therapeuten, sozialpädiatrischen Zentren etc.
- Erschließung der Nachbarschaft um Beziehungen und Strukturen zu schaffen
- Ausflüge und Exkursionen im Stadtteil zur Erkundung des Sozialraumes
- Beratung und Unterstützung von Familien hinsichtlich verschiedener Fragestellungen
- Teilnahme und Stadtteilarbeitskreisen und Netzwerken
3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor.
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus:
- Eingewöhnung nach Berliner Eingewöhnungsmodell
- Einrichtung als familienergänzende, -unterstützende und –freundliche Institution
- Strukturierte Elternarbeit findet statt
- Wöchentliche Newsletter per Email für Eltern
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende usw. finden statt
- Beschwerdemanagementkonzept liegt vor
3
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß-
nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus:
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, überdurchschnittlicher Betreuungsschlüssel von
drei bis vier Fachkräfte pro Gruppe
- Stellvertretende Leitung wird ebenfalls anteilig freigestellt
- Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mitarbeiter/-innen
- Qualitätsleitung als Fachberatung für die Einrichtungen
- Regelmäßige Evaluation in Zusammenarbeit mit der Klett-Gruppe
- Zentraler Elternservice für Informationen und Fragen der Eltern
- Übertarifliche Bezahlung der Mitarbeiter/-innen
- Kinderschutzkonzept liegt vor
- Beschwerdemanagementkonzept liegt vor
4. Besondere Merkmale / Eignung
- Schwerpunkt Vereinbarkeit von Familie und Beruf
- Bilingualität bei Bedarf
Beschlussvorlage
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V/0153/2019 V/0153/2019 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Trägervergabe für die Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren Beratungsfolge 21.03.2019 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Anhörung 27.03.2019 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 03.04.2019 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 03.04.2019 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaft für die viergruppige Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren dem Kinder- und Jugendhilfeträger Die Kanalhaie e. V. (siehe Begründung zu Ziffer 3). Der voraussichtliche Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung ist zum 01.04.2021 geplant. 2. Zur Regelung der gegenseitigen Rechte und Pflichten werden folgende vertragliche Vereinbarun- gen entsprechend getroffen: 2.1 Für die Kindertageseinrichtung werden vertragliche Regelungen zur Trägerschaft (Leistungsver- einbarung) zwischen dem Träger Die Kanalhaie e. V. und der Stadt Münster getroffen. Es wird ein Trägeranteil von 4,0% vereinbart. 2.2 Mietvertragliche Regelungen werden zwischen der Stadt Münster (Vermieter) und dem Träger Die Kanalhaie e. V. getroffen. Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 27.02.2019 Ihr/e Ansprechpartner/in: Frau Gerick, Frau Tigger, Frau Kratz-Trutti, Frau Pohl Telefon: 492-5528 -5768 Gerick@stadt-muenster.de Tigger@stadt-muenster.de - 2 - V/0153/2019 II. Finanzielle Auswirkungen: Auswirkungen auf Transferaufwen dungen im Teilergebnisplan (hier: städtischer Anteil an den B e- triebskostenzuschüssen) Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg betragen auf der Grundlage der unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen für April bis Dezember 2021 = 677.917 € für 2022 ff. = 838.100 € Die voraussichtliche Inbetriebnahme ist für April 2021 geplant (abweichend vom Errichtungsschluss V/0608/2018). Die Kosten sind entsprechend angepasst worden. Die Kosten teilen sich wie folgt auf Land, Stadt und Träger auf Träger Betriebskostenzuschuss Trägeranteil Städt. An- teil BKZ gesamt Gesamt Land Stadt Gesamt, ge- setzlicher Trägeranteil Angebot Stadt (Erforderlicher Zuschuss) 1 2 3 4 5 6 7 Die Kanalhaie 96,0% 38,5% 57,5% 4,0% 4,0% 0,0% 57,5% Apr. - Dez. 2021 2022ff. Träger Trägeranteil Städtischer Trägeranteil Städtischer Anteil Anteil BKZ Angebot Stadt. (erfor- derlicher Zu- schuss) gesamt Angebot Stadt. erfor- derlicher Zu- schuss gesamt 5 6 7 5 6 7 Die Kanalhaie 27.116,67 € 0,00 € 389.802,28 € 33.524,00 € 0,00 € 481.907,50 € III. Finanzierung/Mittelbereitstellung Die Betriebskostenzuschüsse (Transferaufwendungen) wurden bereits mit dem Errichtungsbeschluss V/0608/2018 dargestellt. Es wird zur Kenntnis genommen, dass mit diesem Beschluss eine hau s- haltsmäßige Belastung der kommenden Jahre noch vor den eigentlichen Etatberatungen für die Jahre 2021ff. erfolgt. Begründung: 1. Ausgangslage Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung dieser Kindertageseinrichtung mit der Vorlage V/0608/2018 beschlossen: Die Kindertageseinrichtung in Amelsbüren beginnt zunächst mit folgenden Gruppen: 2 Gruppen für Kinder im Alter von 2-6 Jahren (G1) 1 Gruppe für Kinder im Alter von 0-3 Jahren (G2) 1 Gruppe für Kinder im Alter von 3-6 Jahren (G3) - 3 - V/0153/2019 Die jeweilige Gruppenstruktur wird auf der Grundlage der jährlich zu vereinbarenden Rahmenstru k- turen bedarfsgerecht weiterentwickelt. Neben dem Angebot einer wöchentlichen Betreuung von 45 Stunden werden ebenfalls elterliche Bedarfe nach einer wöchentlichen Betreuung von 25 Stunden und 35 Stunden mit Übermittagsbe- treuung (Blocköffnungszeit) flexibel angeboten. Im Rahmen des oben genannten Errichtungsbeschlusses hat der Rat der Stadt Münster beschlossen, die Trägerschaft für diese Einrichtung an einen geeigneten freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe zu vergeben. Im Rahmen der Trägerausschreibung wurden die Träger darauf hingewiesen, dass abhängig von den Bedarfen, Angebote des Modellprojektes ExtraZeit/FlexiZeit zu prüfen sind, um so den Eltern die Möglichkeit zu geben, flexible Öffnungszeiten der Kita wahrzunehmen. 2. Verbindliche Bewerbung freier Träger zur Übernahme der Trägerschaft Die Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster sowie die in der Arbeitsgemeinschaft gem. § 78 SGB VIII (AG 5 – Kindertagesbetreuung) tätigen Träger wurden am 03.12.2018 über die Pla- nungen der Stadt Münster zum Neubau dieser Einrichtung und über das Ausschreibungsverfahren für die Betriebsträgerschaft informiert und gebeten, bis zum 11.01.2019 ihr Interesse an einer Übernah- me der Trägerschaft mitzuteilen. Gleichzeitig erfolgten diesbezüglich eine Pressemitteilung am 03.12.2018 und eine Veröffentlichung der Ausschreibung auf der Internetseite des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien. Die Träger, die ihr Interesse bekundet haben, legten zwischen dem 21.01. und 06.02.2019 ihre Konzepte und trägerschaftlichen Vorstellungen entsprechend der in Kapitel 3 genannten Kriterien dar. Die Frist zur Abgabe einer daran anschließenden, verbindlichen Bewerbung war der 08.02.2019. Folgende Träger haben anschließend eine verbindliche Bewerbung abgegeben (in alphabetischer Reihenfolge): Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gGmbH (DRK), Zumsandestraße 25/27, 48145 Münster Die Kanalhaie e. V., Düesbergweg 102 (Kanalhaie), 48153 Münster educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH (educcare), Alter Markt 36-42, 50667 Köln FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH (Fröbel), Komödienstraße 18-24, 50667 Köln Global Education gGmbH (Global Education), Friesenring 50, 48147 Münster Kinderzentren Kunterbunt gGmbH (Kinderzentren Kunterbunt), Carl-Schwemmer-Straße 9, 90427 Nürnberg Kleine Riesen Nord gGmbH (Kleine Riesen Nord), Esslinger Straße 69, 73732 Esslingen Outlaw gGmbH (Outlaw), Johann-Krane-Weg 18, 48149 Münster Step Kids KiTas gGmbH (Step Kids), Am Friedrichshain 22, 10407 Berlin Villa Luna gGmbH (Villa Luna), Am Flachsbach 19, 52223 Stolberg - 4 - V/0153/2019 3. Trägerauswahl 3.1. Kriterien für den Entscheidungsvorschlag Mit der Bewerbung haben die Träger Konzeptionen übersandt, die den Anlagen zu entnehmen sind. Die Verwaltung hat mit allen Bewerbern umfangreiche Trägergespräche anhand des in der Vorlage V/0089/2018 beschriebenen Gesprächsleitfadens geführt und die folgenden, in der Vorlage darge- stellten Auswahlkriterien zur Bewertung der Gespräche/Konzepte herangezogen: - Wirtschaftlichkeit - Fachlichkeit/Pädagogik o Rahmenkonzept o Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik o Gesundheitsförderung o Sozialraumorientierung und Kooperationspartner o Erziehungs- und Bildungspartnerschaften o Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen - Besondere Merkmale des Trägers Die Zusammenfassung der Gesprächsdokumentation sowie die Informationen aus den ausführlichen Gesamtkonzeptionen der Träger sind dem im Anhang beigefügten Auswertungsformular zu entneh- men. 3.2. Analyse der Wirtschaftlichkeit Im Rahmen dieser Analyse werden jeweils die jährlichen Kosten für den durchgängigen Betrieb einer Kindertageseinrichtung dargestellt. Die anteiligen Betriebskosten ab Inbetriebnahme der Einrichtun- gen werden unter „II. Finanzielle Auswirkungen“ aufgeführt. Trägeranteile Bezüglich des gesetzlichen Trägeranteils gibt es für die Trägerschaft folgende Angebote: Die Angebote der Träger zum Eigenanteil des Trägers an den Betriebskosten sind der folgenden Ta- belle zu entnehmen. Zur Bewertung der Angebote ist dort zusätzlich der prozentuale Anteil für den gesamten städtischen Zuschuss dargestellt (= Gesetzlicher Förderanteil am Betriebskostenzuschuss + freiwilliger städtischer Zuschussanteil am Eigenanteil des Trägers). a) Vergleichstabelle: Prozentuale Aufteilung der Betriebskosten Träger Betriebskostenzuschuss Trägeranteil Städt. An- teil BKZ gesamt Gesamt Land Stadt Gesamt, gesetzlicher Trägeranteil Angebot Stadt (erforderlicher Zuschuss) 1 2 3 4 5 6 7 DRK 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 4,5% 4,5% 59,5% Die Kanalhaie 96,0% 38,5% 57,5% 4,0% 4,0% 0,0% 57,5% educcare 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 6,0% 3,0% 58,0% Fröbel 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 9,0% 0,0% 55,0% Global Educ a- tion 91,0% 36,5% 55,0% 9,0% 4,5% 4,5% 59,5% Kinderzentren Kunterbunt 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 4,0% 5,0% 60,0% Kleine Riesen Nord 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 9,0% 0,0% 55,0% - 5 - V/0153/2019 Outlaw 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 5,5% 3,5% 58,5% Step Kids 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 9,0% 0,0% 55,0% Villa Luna 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 9,0% 0,0% 55,0% Die jährlichen Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg betragen ab 2022 ff. 838.100 € und teilen sich dementsprechend wie folgt auf: b) Vergleichstabelle: Beträge Trägeranteil/Freiwilliger städt. Zuschuss/Städtischer Gesamtanteil BKZ Jährliche Kosten ab 2022 ff Träger Trägeranteil Städtischer Anteil BKZ Angebot Stadt. (FWZ) gesamt % € % € % € 5 6 7 DRK 4,5 37.714,50 4,5 37.714,50 59,5 498.669,50 Die Kanalhaie 4,0 33.524,00 0,0 0,00 57,5 481.907,50 educcare 6,0 50.286,00 3,0 25.143,00 58,0 486.098,00 Fröbel 9,0 75.429,00 0,0 0,00 55,0 460.955,00 Global Educ a- tion 4,5 37.714,50 4,5 37.714,50 59,5 498.669,50 Kinderzentren Kunterbunt 4,0 33.524,00 5,0 41.905,00 60,0 502.860,00 Kleine Riesen Nord 9,0 75.429,00 0,0 0,00 55,0 460.955,00 Outlaw 5,5 46.095,50 3,5 29.333,50 58,5 490.288,50 Step Kids 9,0 75.429,00 0,0 0,00 55,0 460.955,00 Villa Luna 9,0 75.429,00 0,0 0,00 55,0 460.955,00 Die Träger die Kanalhaie, Fröbel, Kleine Riesen Nord, Step Kids und Villa Luna bieten den vollen Trägeranteil von 4,0% (Elterninitiative) bzw. 9,0% (freier Träger) für den Betrieb der Kindertagesein- richtung an. Die Träger DRK, educcare, Global Education, Kinderzentren Kunterbunt und Outlaw bieten einen geringeren Trägeranteil an, sodass ein freiwilliger städtischer Zuschuss notwendig wird. 3.3. Analyse der Fachlichkeit/Pädagogik Anhand der in der Vorlage V/0089/2018 beschriebenen Auswahlkriterien zum Thema der Fachlich- keit/Pädagogik wurden die Konzepte und Bewerbungsgespräche der interessierten Träger ausgewer- tet (siehe hierzu auch die ausführlichen Auswertungsformulare im Anhang dieser Vorlage). Alle Bewerber bestätigten, dass eine Bezahlung in Anlehnung an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) getätigt wird. Der Träger: DRK Münster Sozialwerk gGmbH Das DRK ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt und in Münster als Träger von acht Kindertageseinrichtungen (Schatzkiste, Meerwiese, Erpho-Bogen, Wirbelwind, Wolkenburg, Lummerland, Hand in Hand (Oxford) sowie Interimskita Wartburgschule und Folgeeinrichtung Hüffer- straße aktiv. Zudem ist das DRK Träger von Großtagespflegestellen mit angestellten Tagespflege- personen. Das DRK hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Aus- richtung darlegen. Zudem benannte der Träger seine Offenheit für Vernetzungen im Sozialraum, ins- besondere zur nahegelegenen Kita Lummerland im Stadtteil Hiltrup. Zusätzlich verfügt der Träger - 6 - V/0153/2019 Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gGmbH bereits über Erfahrungen im Bereich der flexib- len Betreuung durch die Teilnahme an dem Modellprojekt ExtraZeit/FlexiZeit. Der Träger benannte zudem, dass sich das DRK an dem Bundesprojekt KitaPlus beteiligt und damit die Weiterentwicklung der Kindertagesbetreuung in Münster unterstützt. Der Träger: Die Kanalhaie e. V. Die Elterninitiative Die Kanalhaie e. V. ist seit über 30 Jahren in Münster aktiv und betreut derzeit 22 Kinder in der Einrichtung am Düesbergweg. Die Elterninitiative ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der päda- gogischen Ausrichtung darlegen. Als eines der Schwerpunkte benannte der Träger die Themen Ge- sundheit, Ernährung und Bewegung. Durch die Erweiterung auf vier Gruppen möchte sich der Träger dauerhaft wirtschaftlich absichern sowie konzeptionell und räumlich weiterentwickeln. Der Standort Nordkirchenweg liegt im sozialräum- lichen Umfeld des jetzigen Standortes. Die bereits jahrelang vorhandenen Kooperationen im Stadtteil Düesberg / Geist, wie z.B. mit der Beratungsstelle Südviertel, sollen weiterhin bestehen bleiben. Der Träger: educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH Die educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH ist ein in Münster ansässiger Träger. Zurzeit be- treibt educcare eine Kindertageseinrichtung (Betriebskita Lacki Kids in Hiltrup) und ab dem 01.08.2019 die Einrichtung an der Middelerstraße in Wolbeck. Bundesweit ist educcare Betreiber von aktuell 34 Kindertageseinrichtungen und ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren das Angebot einer bilingualen Spracherzie- hung. Weitere konzeptionelle Schwerpunkte stellen die Bewegungsförderung und Naturwissenschaf- ten dar. Zudem bietet educcare flexible Öffnungszeiten nach den Bedarfen der Eltern an. Der Träger benannte darüber hinaus seine Offenheit für eine Vernetzung im Stadtteil sowie der Kooperation mit der Kindertagespflege. Darüber hinaus ergeben sich durch den Ausbau weiterer Standorte in Münster Synergien zu den Einrichtungen in Hiltrup und Wolbeck. Der Träger: FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH Dem Träger sind in Münster bislang drei Einrichtungen übertragen worden. Die Kita am Emmy- Herzog-Platz (Markweg) eröffnet in 2019, die Einrichtung an der Landsberger Straße in 2020 und die Kita im Zentrum Nord wird zum 01.08.2021 in Betrieb genommen. Ab Mitte 2019 eröffnet der Träger eine Geschäftsstelle in Münster, um für Familien als Ansprechpartner vor Ort zu sein. Der Träger be- treibt aktuell bundesweit rund 180 Kindertageseinrichtungen und ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der päda- gogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren für diesen Standort zudem den Schwerpunkt Umwelt, Gesundheit und Ernährung. Darüber hinaus sollen Vernetzungen und enge Kooperationen mit der nahegelegenen Kita Landsberger Straße entstehen, um Synergieef- fekte zu nutzen. Durch den Ausbau weiterer Einrichtung im Stadtgebiet soll der Standort Münster etabliert werden. Der Träger: Global Education gGmbH (pme Familienservice) Die pme Familienservice Gruppe ist an mehr als 30 Standorten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Tschechien vertreten (davon 3 in NRW). Eine Geschäftsstelle besteht in Münster. Die Global Education gGmbH ist eine Tochtergesellschaft mit dem Fokus auf öffentliche Kindertagesein- richtungen und ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. In Münster betreibt der Träger ein Back-up Center für Unternehmen. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Konzeptionelle Schwerpunkte liegen bei der Global Education gGmbH im Bereich der Bewegungsför- derung, tiergestützter Pädagogik und auch Naturwissenschaften und Technik. Der Träger strebt an, Kooperationen mit verschiedenen Akteuren im Stadtteil einzugehen und diese Kontakte kontinuierlich - 7 - V/0153/2019 zu pflegen. Zudem bietet der Träger flexible Öffnungszeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf an. Der Träger: Kinderzentren Kunterbunt gGmbH Der Träger mit Sitz in Nürnberg ist bislang nicht als Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster tätig. Er ist ein bundesweit tätiger Träger mit insgesamt 80 Einrichtungen, davon 30 in Nordrhein- Westfalen und ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Zusätzlich hat der Träger Erfahrung im Bereich der flexiblen Betreuung und bietet verlän- gerte Öffnungszeiten, analog zum Modellprojekt ExtraZeit/FlexiZeit, an. Die Vernetzung und Koopera- tion im Stadtteil ist geplant. Darüber hinaus sollen zwei neue Einrichtungen in Telgte als Partnerein- richtungen zur Verfügung stehen. Der Träger: Kleine Riesen Nord gGmbH Der Träger betreibt bereits drei Kitas in Münster (Willingrott, Hermannschule, Pavillon Albachten-Ost). In 2019 werden die Einrichtungen an der Meyerbeerstraße, an der Eichendorffstraße und der Pavillon Beckstraße hinzukommen. Zudem hat Kleine Riesen Nord eine anteilige Fachberatung in Münster eingesetzt. Der Träger betreibt aktuell bundesweit 30 Kindertageseinrichtungen und ist als freier Trä- ger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren zudem das mögliche Angebot von Bilingualität in der Kita und das Thema Migration als einen grund- sätzlichen Bestandteil der pädagogischen Aufgabenstellung in einer Kindertageseinrichtung. Der Trä- ger plant darüber hinaus eine konkrete Zusammenarbeit mit den im Sozialraum ansässigen Kitas, Schulen und Sportvereinen und stellte seine Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Kindertages- pflegestellen vor. Für diesen Standort ergeben sich Synergien zu der trägereigenen Einrichtung Mey- erbeerstraße in Mecklenbeck. Der Träger: Outlaw gGmbH Der Träger ist in Münster verortet und betreibt im Stadtgebiet zurzeit sieben Kindertageseinrichtungen und eine Dependance in verschiedenen Stadtteilen. Außerdem betreibt er zusätzlich bundesweit in anderen Städten Kindertageseinrichtungen und ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe aner- kannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Aus- richtung darlegen. Darüber hinaus entwickelt der Träger zur zeit ein sozialraumbezogenes Projekt „Kita-Sozialarbeit“, um Eltern und Familien individuelle Hilfen anbieten zu können. Zusätzlich verfügt die Outlaw gGmbH bereits über Erfahrungen im Bereich der flexiblen Betreuung, u.a. durch die Tei l- nahme an dem Modell projekt ExtraZeit/FlexiZeit und unterstützt damit die Weiterentwicklung der fl e- xiblen Kindertagesbetreuung in Münster. Zudem benannte der Träger für diesen Standort die möglichen Kooperationen zu der nahegelegenen Kita Marie-Curie-Straße in Hiltrup sowie weitere Synergien durch den Ausbau weiterer Kitas in Mün s- ter. Der Träger: Step Kids KiTas gGmbH Der Träger ist bislang nicht als Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster tätig. Der Träger mit Sitz in Berlin betreibt aktuell bundesweit 15 Kindertageseinrichtungen (Schwerpunkt Berlin und NRW) und ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vor- gelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benann- te im Bewerbungsverfahren zudem Schwerpunkte im Bereich der Gesundheit und regelmäßiger Be- wegungsangebote, wie Schwimmen und Wald- und Wiesentage. Darüber hinaus wird auch eine bilin- guale Spracherziehung in den Einrichtungen angeboten. In Münster werden die Aufnahmegebühr sowie die Servicepauschale für Zusatzangebote entfallen. - 8 - V/0153/2019 Der Träger: Villa Luna gGmbH Der Träger ist in Düsseldorf ansässig und bislang nicht als Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster tätig. Villa Luna betreibt aktuell acht Kindertageseinrichtungen in fünf Bundesländern. Der Träger ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. Er hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im Bewer- bungsverfahren zudem Schwerpunkte in den Bereichen Bewegung, Sprache, Natur, Kunst und Mu- sik sowie Naturwissenschaften. Für ein mögliches Zusatzangebot „Bilingualität“ erhebt der Träger einen monatlichen Zusatzbeitrag. Zudem bietet der Träger flexible und bedarfsgerechte Öffnungszei- ten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf an. 4. Gesamtbewertung / Fazit Die Verwaltung schlägt abschließend vor, dem Träger Die Kanalhaie e. V. die Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren zu übertragen, da der Trä- ger als Elterninitiative den vollen Trägeranteil von 4,0% für den Betrieb der Kindertageseinrichtung anbietet, ein umfassendes pädagogisches Konzept vorgelegt hat und über langjährige Erfahrungen im Bereich der Kindertagesbetreuung verfügt. Durch die Übertragung der Trägerschaft kann die El- terninitiative weiterhin langfristig in Münster aktiv in der Kindertagesbetreuung arbeiten. Die Trägerübernahme durch die Kanalhaie eröffnet für diesen Standort gute Möglichkeiten die beste- henden Kooperationen mit den nahegelegenen Kitas und Grundschulen weiterzuführen, da die Ein- richtung im sozialräumlichen Umfeld bestehen bleibt. Ebenso kann sich der Träger am neuen Stand- ort konzeptionell und räumlich weiterentwickeln und durch die Übernahme von vier Gruppen dauer- haft wirtschaftlich absichern. Im Verfahren wurde beachtet, dass sowohl der Träger Die Kanalhaie e. V. als auch die Träger FRÖ- BEL Bildung und Erziehung GmbH, Kleine Riesen Nord gGmbH, Step Kids KiTas gGmbH und Villa Luna gGmbH ebenfalls den vollen Trägeranteil bieten. Aufgrund der oben beschriebenen Gründe wird die Übernahme der Trägerschaft an den Träger Die Kanalhaie e. V. von der Verwaltung vorgeschlagen. Mit diesem Beschluss wird rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtung ein Träger gefunden, so dass weitere Detailplanungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden können. Das Verfahren zeigt weiterhin das Interesse freier Träger an einer Trägerschaft von Kitas in dieser Stadt. Gleichzeitig zeigt das Verfahren auch, dass erneut neue Träger mit einem hohen Trägeranteil bereit sind, sich zu engagieren. Das gesamte Auswahlverfahren belegt zudem eine hohe Fachlichkeit der Träger, die sich abschlie- ßend für eine Trägerschaft verbindlich beworben haben. Der Verwaltungsvorschlag hatte die Aufgabe, aus zehn Bewerbern unter der gleichgewichteten Wür- digung der Fachlichkeit / Pädagogik und der Wirtschaftlichkeit einen Vorschlag darzustellen. Das in der Vorlage V/0089/2018 beschriebene Verfahren zur Trägerauswahl liegt der Bewertung der Bewer- ber zu Grunde. I.V. Gez. Thomas Paal Stadtdirektor - 9 - V/0153/2019 Anlagen: 1. Anlage A 2. Auswertungsformulare aller Träger 3. Bewerbungsunterlagen: Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gGmbH, Zumsandestra- ße 25/27, 48145 Münster 4. Bewerbungsunterlagen: Die Kanalhaie e. V., Düesbergweg 102, 48153 Münster 5. Bewerbungsunterlagen: educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH, Alter Markt 36-42, 50667 Köln 6. Bewerbungsunterlagen: FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH, Komödienstraße 18-24, 50667 Köln 7. Bewerbungsunterlagen: Global Education gGmbH , Friesenring 50, 48147 Münster 8. Bewerbungsunterlagen: Kinderzentren Kunterbunt gGmbH, Carl-Schwemmer-Straße 9, 90427 Nürnberg 9. Bewerbungsunterlagen: Kleine Riesen Nord gGmbH, Esslinger Straße 69, 73732 Esslingen 10. Bewerbungsunterlagen: Outlaw gGmbH, Johann-Krane-Weg 18, 48149 Münster 11. Bewerbungsunterlagen: Step Kids KiTas gGmbH, Am Friedrichshain 22, 10407 Berlin 12. Bewerbungsunterlagen: Villa Luna gGmbH, Am Flachsbach 19, 52223 Stolberg Hinweis: Die umfangreichen Bewerbungsunterlagen der einzelnen Träger (Anlagen 3 bis 12: Anschreiben und Konzepte) stehen ausschließlich als pdf-Dateien im Ratsinformationssystem der Stadt Münster als Download unter der Vorlagennummer V/0153/2019 zur Verfügung. Link: https://www.stadt-muenster.de/sessionnet/sessionnetbi/infobi.php
Anlage 8.3 Kurzkonzept Kinderzentren Kunterbunt
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- 1 - Pädagogische Kurz-Konzeption für den Betrieb einer Kin- dertagesstätte Die Grundlage der pädagogischen Arbeit in der Einrichtung wird in unserem allgemeinen Be- treuungskonzept ausführlich dargestellt. Unsere strategischen Zielvorstellungen sind unserem Leitbild zu entnehmen. Sowohl das allgemeine Betreuungskonzept als auch unser Leitbild sind unter www.kinderzentren.de einsehbar. Das Bildungskonzept orientiert sich an der Bildungs- vereinbarung Nordrhein-Westfalens. Gruppenstruktur Kinderzentren Kunterbunt bietet die Gruppenform I (2-6 Jahre), die Gruppenform II (0-3 Jahre) und die Gruppenform III (3-6 Jahre) an. Die Gruppenstruktur wird entsprechend der baulichen Voraussetzungen und der Nachfrage im sozialen Raum in Absprache mit dem jeweiligen Ju- gendamt angepasst. Personal Das Personal orientiert sich an den Vorgaben des Kinderbildungsgesetzes, Anlage zu § 19, ausgewiesene Fach- bzw. Ergänzungskraftstunden und der anteiligen Leitungsfreistellung. Jedem Mitarbeiter der KiKu -Familie steht ein festes Ausbildungsbudget zur Verfügung über das er sich weiterentwickeln kann. Hierzu führen unsere Qualitätsleitungen mit den Mitarbei- tern Zielvereinbarungsgespräche. Eingewöhnung Bei der Eingewöhnung orientieren wir uns am „Münchener Eingewöhnungsmodell“, dieses sieht eine sanfte, gestaffelte Eingewöhnung vor die sich am individuellen Bedürfnis des Kindes orientiert. Bei jedem Kind wird die Eingewöhnungszeit protokolliert und auf einem dafür vorge- sehen Formblatt dokumentiert. Bildungspartnerschaft mit Eltern Eltern sind Experten für ihre Kinder. Mit ihnen gehen wir eine Partnerschaft ein, die das Ziel verfolgt, gemeinsam den Bildungsprozess ihres Kindes optimal zu unterstützen und begleiten. Inklusion Inklusion ist ein international abgesicherter Rechtsanspruch. Natürlich ist es für uns ein selbst- verständliches Anliegen, eine gelebte Inklusion fest im Elementarbereic h zu verankern und den Kerngedanken der Inklusion in unseren Kindertagesstätten zu leben. - 2 - Gelebte Inklusion mit den Kindern Wir wollen Kinder mit „Leuchteaugen“, unabhängig davon ob eine sprachliche, körperliche o- der sonstige Benachteiligung vorliegt. Dazu gehört, dass wir kein Kind ausgrenzen oder als Fürsorgeobjekt sehen, sondern sie an allem teilhaben lassen und ressourcenorientiert fördern. Durch diese inklusive Haltung schätzen wir alle Kinder gleichermaßen, was dazu führt, dass das Resilienzvermögen der Kinder gestärkt und gefestigt wird. Wir machen es uns zur Auf- gabe, sowohl für Kinder als auch für Eltern als „Resilientin“ wirksam zu werden und die „seeli- schen Widerstandskräfte“ der Kinder zu wecken. Dafür schaffen wir Alltagssituationen in de- nen die Kompetenzen der Kinder im Vordergrund stehen und erweitert werden. Die Kinder erhalten so eine Basis, sich als „starke Kinder“ erfahren. Sie erleben und spüren, dass sie etwas bewirken können, gebraucht werden und den Alltag mit bestimmen können. Gelebte Inklusion unter den Fachkräften Wir verstehen die gelebte Inklusion nicht nur als Arbeitsprinzip sondern als Lebensprinzip. In diesem Zusammenhang ist die ständige Überprüfung der eigenen Haltungen eine Grund- voraussetzung, um eine gute Zusammenarbeit mit den Kindern sicherzustellen. Wir legen Wert darauf, dass die pädagogischen Fachkräfte eine engagierte, lebendige und begeisterungsfä- hige Haltung ausstrahlen. Durch eine Inklusionsfachberaterin finden außerdem interne Fort- bildungen statt, in denen der inklusive Blick und die pädagogische Alltagsgestaltung im Vor- dergrund stehen. Unser Ziel ist es, das unsere Fachkräfte eine inklusive Pädagogik gestalten, die neugierig, bunt, individuell, spannend und den Alltag der Kinder immer wieder zu einem Abenteuer werden lässt. In diesem Sinne ist es für uns von Interesse die derzeit bereits tätigen, erfahrenen und engagierten Fachkräfte einzubinden und weiter zu fördern. Gelebte Inklusion in der Bildungsarbeit mit den Eltern Um eine wertschätzende und bereichernde Bildungsarbeit mit den Eltern zu praktizieren, be- gegnen wir den Eltern mit einer hohen professionellen Aufmerksamkeit. Schon immer galten die Eltern in unseren Einrichtungen als die Experten ihrer Kinder. Im Zuge der Inklusion haben wir neue Interventionen für eine noch optimalere Bildungsarbeit mit den Eltern entwickelt. Für die Entwicklungsgespräche benutzen wir unter anderem als Dokumentationsvorlage einen Baum, die Wurzel füllen wir mit den schon vorhandenen Stärken der Kinder, dabei holen wir die Eltern aktiv ins Boot, indem sie die Stärken ihrer Kinder benennen. Im Baumstamm werden die noch nicht vorhandenen Fähigkeiten benannt, welches das Kind noch erlernen muss. In der Baumkrone wird dann das individuelle Handlungskonzept mit den Eltern gemeinsam ent- wickelt, welche Handlungsmöglichkeiten wir, als Einrichtung haben, und was die Familie zu Hause tun kann, um das Kind positiv in seiner Entwicklung begleiten zu können. Durch die veränderte Sichtweise, dass die Kinder keine Probleme mit sich bringen, sondern noch unge- lernte Fähigkeiten, können wir als Team, sowie auch die Eltern, erneut den Kindern eine in- klusive Haltung vermitteln, die sich positiv auf die Entwicklung der Kinder auswirkt. Wir bieten ganzheitliche Elternabende zum Thema „Inklusion“ an. Um die Eltern optimal in den Prozess zur Entstehung einer inklusiven Kindertagesstätte einzubinden, entwickeln wir praktische Me- thoden, die den Eltern das Verständnis für gelebte Inklusion näher bringt. In unserer pädagogischen Arbeit heißt Inklusion auch, die Unterschiede aller Kinder und Eltern wahrzunehmen, um Beteiligung unter Berücksichtigung der individuellen spezifischen Beson- derheiten erkennen und entwickeln zu können. - 3 - Teiloffen und kokonstruktiv Die Einrichtung wird teiloffen geführt. D.h. dass jedes Kind einer Gruppe zugeordnet ist, diese durch gemeinsame Mahlzeiten und Aktivitäten auch als soziales Zuhause erlebt und sich mit dieser Gruppe identifiziert, dabei aber auf offene Türen im Hause trifft, die Raum für Begeg- nung und gruppenübergreifendes Spiel ermöglichen. Daneben können Kinder zu bestimmten Zeiten am Tag an gruppenübergreifenden Angeboten z.B. in den Funktionsräumen teilneh- men. In Anlehnung an die Bildungsvereinbarung NRW bieten wir neben Einzel- und Gruppenange- boten auch gr uppenübergreifende Angebote und Projek te an. Die Spiel - und Bildungsange- bote werden hierdurch erweitert und Kontakte über die eigene Gruppe hinaus ermöglicht. Dadurch lernen die Kinder Akzeptanz und Alternativen wahr - und anzunehmen. Sie bauen Kontakte zu Kindern anderer Gruppen und Mitarbeiter/innen auf und lassen sich auf „Neues“ ein. Hierbei wird ihre soziale Kompetenz gestärkt. Sie lernen, sich in anderen Räumlichkeiten und weniger vertrauten Umgebungen zurechtzufinden. Durch diese Form der pädagogischen Arbeit werden verschiedene Fähigkeiten der Kinder und besondere Neigungen gefördert. Unser Ziel ist, eine altersgerechte Entwicklung durch eine entwicklungsstandgerechte Förde- rung zu ermöglichen und dabei den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden. Die Grund- bedürfnisse sowohl im körperlichen, kognitiven, emotionalen als auch sozialen Bereich der Kinder von 0-3 Jahren unterscheiden sich wesentlich von denen der 3 - bis 6-Jährigen. Die unter dreijährigen Kinder benötigen in allen Belangen eine noch engere Begleitung im Alltag. Kindergartenkinder ab drei Jahren sind bereits selbstständiger und haben somit andere Mög- lichkeiten zu agieren, gefordert und gefördert zu werden. Beispiele dafür sind u.a. die motori- schen und sprachlichen Fähigkeiten, die Sauberkeitserziehung und der Schlafrhythmus. Auf diese Unterschiede wird bei uns in der Raumgestaltung, der pädagogischen Ausrichtung, den bereit gestellten Materialien und durch das geschulte Fachpersonal eingegangen. So lernen die unter dreijährigen Kinder die teiloffene Arbeit z.B. durch gruppenübergreifende Projekte für eine Altersgruppe oder auch durch das Nutzen des Ateliers „der Großen“ für ge- zielte Angebote kennen. Für die Kindergartenkinder ab drei Jahren ist es erforderlich, dass die Funktionsbereiche differenzierter und täglich nutzbar sind, um ihre große Wissbegierde befrie- digen zu können. In unserer Arbeit ist es uns wichtig, die Kinder nicht voneinander in Gruppen zu isolieren. Begegnungen, gruppen- und altersüberreifend, sind daher möglich. Im Tagesablauf ermöglichen die pädagogischen Fachkräfte abwechslungsreiche und span- nende Projekte. Hier werden die Kinder mit Lebenssituationen konfrontiert, in denen sie kog- nitive, soziale und emotionale Kompetenzen erwerben können. Wichtig ist dabei, dass die Be- dürfnisse und Wünsche der Kinder berücksichtigt werden. Das betrifft sowohl das Thema des Projektes als auch seine Dauer, welche am Interesse der Kinder orientiert sind. Die Kinder wählen ihr Projekt im Rahmen von Kinderkonferenzen selber aus , dabei spielen Selbstbestimmung und Eigenverantwortlichkeit eine große Rolle. In einer solchen Kinderkon- ferenz schlagen die Kindergartenkinder Themen vor, über die in einer demokratischen Wahl entschieden wird . Auch in den Gruppenformen II können Kinder schon Mit entscheidungs- rechte wahrnehmen. Die Inhalte sind überschaubarer und die Wahl -Methoden altersentspre- chend. - 4 - Die Entwicklung der Kinder im Alter von 0 Jahren bis zur Einschulung ist wesentlich durch das Einüben und Erlangen von Selbstständigkeit geprägt. Beiderseitige Besuche und gemeinsame Aktivitäten von unter dreijährigen - und Kindergartenkindern erleichtern den jungen Kindern den Übergang in die Kindergartengruppen. Aber auch die Kindergartenkinder profitieren, in- dem sie neue Freundschaften weiter pflegen können. Neben den Berührungspunkten, die sich aus der Gemeinschaft der Kinder ergeben, wie z.B. gemeinsam genutzte Räume, das Außen- gelände, wird die Kooperation von Gruppen für unter dreijährige Kinder und Kindergarten- gruppen vor allem bei der Planun g und Durchführung von gemeinsamen Feiern und Festen gepflegt. Kindergartenkinder können auch Patenschaften für Krippenkinder übernehmen. Hierdurch werden die sozialen und die emotionalen Kompetenzen, sowie die Werteorientierung en der Kinder gefördert. Emotionale und soziale Kompetenzen sind Voraussetzungen, damit ein Kind lernt, sich in soziale Gemeinschaften zu integrieren. Soziales Verständnis setzt voraus, dass sich ein Kind in andere einfühlen, hineinversetzen und deren Perspektive (wie Gefühle, Wün- sche, Bedürfnisse) erkennen kann. Die Kindergartenkinder üben sich in Verantwortung, Rück- sichtnahme und Toleranz. Zur Spiel- und Freizeitgestaltung stehen den Kindern die vielfältig en Möglichkeiten des Frei- spiels zur Verfügung. Neben den Gruppenräumen mit altersgemäßen Spielen, Literatur und Rollenspielmaterialien bieten die Funktionsräume eine Auswahl an Bastel- und Werkmateria- lien, Forscherutensilien, Musik- und Rhythmusinstrumenten. In der Einrichtung gibt es für die Kinder verschiedene Rückzugsmöglichkeiten, so dass sie mit ihren Freunden auch ungestört spielen können. Für unbeobachtete Spielsituationen bestehen Regeln, die mit den Kindern vereinbart und die eingehalten werden müssen. An die Nutzung solcher Spielräume werden sie langsam herangeführt. Partizipation von Kindern Unter Partizipation verstehen wir die Teilhabe von Personen an Entscheidungsprozessen und Handlungsabläufen. Für das Heranwachsen zu einer selbständigen Persönlichkeit ist es wich- tig, Standpunkte beziehen zu können und in seinen Entscheidungen ernst genommen zu wer- den. In der Kita ermöglichen wir den Kindern viele Mitsprache- und Mitwirkungsmöglichkeiten. Bei den im Alltag anfallenden Entscheidungsprozessen wie z. B. Auswahl des Frühstücks in Kinderkrippe sowie Kindergarten (bei Angebot eines Frühstücksbuffets) und bei der Wahl des Spielbereichs/Spielpartners, etc. können die Kinder ihre Wünsche einbringen. Die Spielzeuge und Gebrauchsgegenstände sind frei zugänglich für die Kinder ebenso die Mögli chkeit zum Rückzug. Das Kind entscheidet selbst, wann es welchen Bedürfnissen nachkommen möchte. Größten Wert legen wir auf die Beteiligung von Kindern an Planungen für die Gestaltung der Räumlichkeiten, der Projekte und der verschiedenen Veranstaltungen. Die Pädagogen/innen beteiligen die Kinder bei sämtlichen Entscheidungsprozessen und unterstützen sie, eigene Strategien/Ergebnisse herbeizuführen. Sozialraumorientierung In der Einrichtung greifen wir die Gegebenheiten des Sozialraumes auf und machen sie zum Gegenstand der pädagogischen Arbeit. Wir verstehen uns als Teil eines Bildungsnetzwerkes für Kinder und kooperieren mit Institutionen, wie z.B. Jugendamt, Grundschulen, Kindergärten, Büchereien, Beratungsstellen, Sport- und Bürgervereinen, Ärzten, Therapeuten, etc - 5 - Versorgungssystem Das Mittagessen wird durch die Firma Hofmann tiefgekühlt angeliefert und in einem Convec- tomaten schonend erhitzt. Die Mahlzeiten sind kindgerecht. Es werden überwiegend Produkte in Bio-Qualität verarbeitet. Es gibt täglich Obst, Salat und/oder Gemüse aus Bio -Anbau. Es wird auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung großen Wert gelegt. Als Getränke stehen den Kindern Wasser und ungesüß te Tees ständig zur Verfügung. Unsere Einrichtungen werden nach dem HACCP Hygiene-Standard geführt.
Anlage 12.2 Konzeption Villa Luna
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Pädagogisches Konzept
zur Bewerbung um eine Trägerschaft
für eine Kindertagesstätte in der Stadt Münster
Ihre Ansprechpartner:
Dr. Jürgen Reul, Geschäftsführer: reul@villaluna.de – 02402/12446-0
Stefanie Vieira-Mykoniatis, Projektleiterin: vieira@villaluna.de – 0173/172 49 75
Am Flachsbach 19
52223 Stolberg
Pädagogik & Qualität Stand:1/2019 Seite 1/17
1. Darstellung der eigenen Kompetenzen
In der Villa Luna haben Qualität und Fachkompetenz einen ho hen Stellenwert. Damit
Kinder und Eltern sich in unseren Kindertagesstätten wohlfühlen und optimale Be-
dingungen für Bildung, Erziehung und Betreuung vorfinden, überprüfen wir fortwäh-
rend die Qualität unserer pädagogischen Arbeit und der Zusatzangebote durch unse-
re Abteilung Pädagogik & Qualität in Zusammenarbeit mit den Leitung skräften. Die
individuellen Bedürfnisse der Kinder und die neusten Entwicklungen in der Pädago-
gik stehen für uns dabei im Vordergrund.
Für uns sind Aspekte wie
Naturnähe
individuelles Lernen
soziale Erfahrungen erleben und sammeln
Selbstwirksamkeit durch Partizipation erfahren
verlässliche Bezugspersonen
prozessorientiertes Arbeiten
verschiedene Erfahrungsräume erleben und
atmosphärisch eingerichtete und multifunktionale Räume mit viel Platz zum
Wohlfühlen
von großer Bedeutung in der täglichen Arbeit mit den Kindern.
In unseren Kindertagesstätten bieten wir einen überdurchschnittlichen Betreuungs-
schlüssel mit 3 -4 Fachkräften in Teil - und Vollzeit sowie bilinguale Betreuung mit je
einem/einer englischsprachigen Mitarbeiter/in pro Gruppe, motivierte und fachkompe-
tente Mitarbeiter, gesundes und täglich frisch zubereitetes Essen, flexible Öffnungs-
zeiten, zusätzliche Vorschularbeit im Jahr vor der Einschulung sowie enge Erzie-
hungspartnerschaft mit den Eltern. Bei Villa Luna wird nach dem geschlossenen
Konzept gearbeitet: Die Gruppenzugehörigkeit mit festen Bezugspersonen bietet den
Kindern Sicherheit und Verlässlichkeit. Gleichzeitig arbeiten wir nach dem Prinzip der
Partizipation und einige Angebote finden teiloffen statt. Durch die erhöhte Anzahl der
Mitarbeiter ist uns zudem eine Arbeit in Kleingruppen möglich , woraus eine höhere
pädagogische Qualität und individuelle Präsenz am Kind resultieren.
Pädagogik & Qualität Stand:1/2019 Seite 2/17
2. Darstellung der eigenen Wertehaltung
Die Phase der ersten sechs Lebensjahre ist für Kinder sehr prägend. Gerade in die-
ser Zeit wollen wir Kindern den Entwicklungsspi elraum und die Aufmerksamkeit ge-
ben, die sie für ihre individuelle Entwicklung brauchen. Dazu gehört zunächst eine
feste Bezugsperson, die den Kindern die notwendige Sicherheit gibt, um sich frei
entwickeln zu können. Diese bildet (nach den Sorgeberechtigt en) die Basis für den
Entdeckerdrang der Kinder.
Die Kinder sollten, unserer Ansicht nach, so früh wie möglich vielfältige Möglichkeiten
in unterschiedlichen Bildungsbereichen wie Musik, Sprache, Naturwissenschaften,
Bewegung oder Natur erhalten , um sich ausprobieren zu können. Hierbei werden
Stärken individuell entdeckt, geweckt und entfaltet. Die Kinder lernen bei uns mit Be-
geisterung, wodurch sich das Gehirn am besten ausbildet.
Vielfalt und Verschiedenheit sind unser gesell schaftlicher Alltag und bede uten Nor-
malität in den Villa Luna Kindertagesstätten. Für uns ist es eine Selbstverständlich-
keit, gemeinsam einen wertschätzenden Umgang zu leben, der durch Partizipation
und Toleranz geprägt ist. Daher fühlen sich viele Mensche n aus verschiedenen Nati-
onen zu unseren Einrichtungen hingezogen. Wir pflegen für Mitarbeiter /innen und
Familien gleichermaßen eine ausgeprägte Willkommenskultur.
3. Schwerpunkte des Trägers
Durch verschiedene Projekte und Angebote werden die Kinder in den Villa Luna Kin-
dertagesstätten behutsam an unsere Schwerpunktthemen herangeführt. Diese wer-
den alters - und teilweise gruppenübergreifend sowie altersspezifisch zur Auswahl
gestellt.
„Der Weg ist das Ziel“ ist diesbezüglich unser Leitsatz. Um den individuellen Bedürf-
nissen der K inder gerecht zu werden, bedienen wir uns an unterschiedlichen päda-
gogischen Ansätzen , wie z.B. Montessori, dem situationsorientierten und ko-
konstruktiven Ansatz und dem projektbezogenen Arbeiten. Hier achten wir stets da-
rauf, alle Bildungsbereiche abzudecken. Um dies qualitativ hochwertig anbieten zu
können, werden unsere Mitarbeiter regelmäßig und umfassend in den hierfür essen-
ziellen Bereichen geschult. Die Weiterentwicklung unserer pädagogischen Mitarbeiter
ist von unschätzbarem Wert für uns, weil sie die Fachlichkeit und Begeisterung der
Kollegen und damit die Qualität in der Arbeit am Kind und mit den Eltern erhöht. Dies
führt zu einer hohen Zufriedenheit auf allen Ebenen.
Pädagogik & Qualität Stand:1/2019 Seite 3/17
3.1 Soziale Kompetenz:
Kinder entdecken gemeinsam mit anderen Kindern und Erwachsenen die Welt. Diese
Gemeinschaftlichkeit bedeutet Toleranz und Akzeptanz des Gegenübers, gleichzeitig
auch sich durchzusetzen oder Kompromisse einzugehen, Stärken und Schwächen
von sich und anderen zu kennen und diese zu akzeptieren.
Bei uns erhalten di e Kinder dazu den nötigen Raum sowie zahlreiche Anregungen
und Hilfen. Wir zeigen den Kindern , die Dinge selbst in die Hand zu nehmen , und
arbeiten lösungsorientiert mit ihnen an den Themen, die sie beschäftigen.
Gemeinsam mit den Kindern entwickeln di e Pädagogen Regeln und sinnvolle Gren-
zen, die ihnen den Rahmen und die Sicherheit für das Leben in einer Gemeinschaft
geben und ihr Selbstwertgefühl stärken.
Sozial-emotionale Fähigkeiten zu stärken, steht für uns im Vordergrund, weil sie die
Grundvoraussetzung für das kognitive Lernen in der Schule sind.
3.2 Bewegung:
Kinder entdecken sich und ihre materielle und personale Umwelt durch Bewegung
und machen sie sich über ihren Körper und die Sinne zu eigen. Bewegung dient dem
Kind als Ausdrucksmittel seine r Gefühle und als wichtigste Kommunikationsform in
der vorsprachlichen Phase. Bewegung und Sprache ntwicklung sind daher eng mitei-
nander verknüpft und bedingen sich gegenseitig. Wir bieten den Kindern vielfältige
Möglichkeiten, ihrem Bewegungsdrang nachzugehen. Die Kinder haben die Möglich-
keit, in der Gruppe, auf dem Außengelände, beim Spaziergang, bei Ausflügen sowie
in Bewegu ngsräumen und Spielefluren ihren Drang nach Bewegung auszuleben –
frei oder auch unter Anleitung.
3.3 Ernährung:
Wir bieten den Kindern täglich durch eigene Köche frisch zubereitetes Essen. Durch
unseren Qualitätsstandard unterstützen wir eine gesundheitsfördernde und vollwerti-
ge Verpflegung und die Ernährungsbildung. Durch verschiedene Projektangebote
probieren die Kinder leckere Rezepte aus und lernen den Umgang mit und die Zube-
reitung von Lebensmitteln kennen.
3.4 Sprachentwicklung/Bilingualität:
Das Konzept der altersintegrierten Sprachförderung ist bei Villa Luna , zusätzlich zur
Bilingualität, gelebte Praxis (siehe S.12 Sprachbildung).
Die Kinder der Villa Luna lernen die englische Sprache nach dem Immersionsprinzip
so frei und im Alltag eingebunden wie eine Muttersprache – spielerisch und ohne
Druck. Bilingualität verleiht den Kindern eine starke Sprachkompetenz. Die weitere
Pädagogik & Qualität Stand:1/2019 Seite 4/17
Sprache wird in den ersten Jahren des Lebens in der gleichen Gehirnregion gespei-
chert, in der die Muttersprache liegt. Die Kinder tauchen in ein „Sprachbad“ ein und
erlangen eine höhere Flexibilität im Denken. Englischsprachige Mitarbeiter /innen
sprechen ausschließlich Englisch mit den Kindern. Neben der Sprache vermitteln sie
auch ein kulturelles Bewusstsein über ihre einzelnen Herkunftsländer und fördern so
die Offenheit und Toleranz der Kinder. In jede Gruppe ist ein /e englischsprachige/r
Mitarbeiter/in eingebunden.
3.5 Kreativität und Musik:
In der musisch -ästhetischen Bildung machen Kinder ihre Gedanken, Gefühle und
Interpretationen in der Auseinandersetzung mit der Welt sichtbar, indem sie ihnen
eine Form, Farbe oder einen Klang geben. Unsere pädagog ischen Fachkräfte unter-
stützen die Kinder darin, indem sie ihnen ansprechendes Material zur Verfügung stel-
len und ihnen das Kennenlernen neuer und unbekannter Ausdrucksforme n ermögli-
chen. Eine gängige Form der kreativen Ausdrucksform ist bei Villa Luna z.B . der
Malort nach Arno Stern, in dem die Kind er frei und ohne Bewertung von a ußen ihre
Empfindungen in einem eigenen Raum zu Papier bringen können.
3.6 Naturwissenschaften:
Kinder erforschen ihre Umwelt selbständig und mit allen Sinnen. Diese Sinne serfah-
rungen werden von unseren pädagogischen Fachkräften in Form von Fragen, Dialo-
gen und der gemeinsamen Suche nach Antworten aufgeno mmen, um den Entde-
ckerdrang der Kinder zu unterstützen . Die partizipatorische Einbindung der Kinder
fördert ihre Begeiste rung. Unsere pädagogischen Fachkräfte sehen sich als Lernbe-
gleiter, die Kinder neugierig auf etwas Neues machen, die gemeinsam Spaß am
Ausprobieren haben, hartnäckig nach Lösungen und kreativ nach Antworten suchen.
So erlernen Kinder das forschende Lernen. Dabei ist auf allen Seiten auch eine Feh-
lerkultur erwünscht. Es wird in Forscherräumen und -ecken und in der Natur, mit For-
scherkisten oder mit ausgebildeten Chemikern wöchentlich geforscht, experimentiert
und entdeckt.
3.7 Ich-Stärke/Alltagskompetenzen:
Zu einer persönlichen Entwicklung gehört, dass sich die Kinder mit ihrer Person und
der Umwelt vertraut machen. Daher legen wir einen Fokus auf das Erlernen von
Selbstorganisation und Alltagskompetenzen. Die Kinder bekommen die Zeit und den
Raum, sich mit sich und der Umwelt zu beschäftigen. Dies wird jedem Alters stand
angepasst. Während die U3-Kinder noch sehr stark mit dem ganzen Körper
Pädagogik & Qualität Stand:1/2019 Seite 5/17
wahrnehmen und lernen wollen, wie sie sich z.B. anziehen oder den Tisch abräumen
können, sind die Ü3 -Kinder schon m it der Außenwelt beschäftigt und freuen sich,
wenn sie z.B. beim Einkaufen die Milch im Regal gefunden haben , oder das Altglas
im Container verschwindet.
3.8 Vorschule:
Unser Vorschulprogramm findet in allen Einrichtungen der Villa Luna Kindertages-
stätten statt und beginnt bereits mit dem Eintritt in unsere Kindertagesstätte. Die Kin-
der erschließen sich ihre Umwelt handelnd und experimentierend; sie lernen beim
Spielen und verbinden Freude damit. Mit Beginn des letzten Kindergartenjahres ent-
wickeln wir mi t den Kindern gemeinsam besondere Angebote und Projekte, die die
Kinder individuell in ihren Kompetenzen fordern, aber nicht überfordern. Eine hohe
Gewichtung haben hier die s ozial-emotionale und die ICH -Kompetenz der Kinder.
Sich auch mal zurücknehmen, se lbständig sein und sich Hilfe holen zu können,
Selbstorganisation und Frustrationstoleranz sind wichtige Fähigkeiten für die Schul-
reife.
Das Lernen -Lernen hat für uns eine hohe P riorität und dazu müssen die Kinder
Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und Sel bstwertgefühl entwickeln. Je nach Vor-
schulgruppe schauen die Pädagogen sich die Bedürfnisse der Kinder an und entwi-
ckeln einen i ndividuellen Schwerpunkt für jedes Vorschuljahr. Die Themen werden
mit den Kindern partizipativ besprochen.
3.9 Partizipation
Die Beteiligung von Kindern ist im Sinne von Mitwirkung, Mitgestaltung und Mitbe-
stimmung zu verstehen. Voraussetzung hierfür sind eine enge Beziehung und der
stetige Austausch zwischen Kindern und Erwachsenen. Auf dieser Basis können
Kinder in die Planung und Entscheidung mit einbezogen werden, Probleme anspre-
chen und gemeinsam mit Erwachsenen Lösungen finden.
In den Kindergartengruppen werden die Kinder hauptsächlich durch Dialoge oder
Gespräche zur Mitbestimmung angeregt. Dies kann in unterschiedlichen Formen er-
folgen, z.B. durch Alltagsgespräche im Stuhlkreis, Kinderbefragungen zu einem be-
stimmten Rahmenthema, Ausflugszielort en oder Wunschessen, sowie durch Beteili-
gungsprojekte zur Innen - und Außenraumgestaltung ( etwa zur Umgestaltung der
Gruppenräume bzw. des Außengeländes).
Die Beteiligung in der U3 -Betreuung erfolgt weniger in Dialogform, wichtiger ist es
hier, Signale und Körpersprache (Gestik und Mimik) der Kinder zu beobachten und
auf diese einzugehen.
Pädagogik & Qualität Stand:1/2019 Seite 6/17
4. Eingewöhnungskonzept
Das Eingewöhnungskonzept der Villa Luna Kindertagesstätten lehnt sich an das Ber-
liner Modell an und sieht, um eine erfolgreiche Eingewöhnung des Kindes zu ge-
währleisten, eine enge Zusammenarbeit zwischen Kindern, Eltern und den pädago-
gischen Fachkräften der Einrichtung vor.
In ei nem erste n persönlichen Gespräch, dem so genannten Erstgespräch, werden
das Konzept, der Ablauf der Eingewöhnung und, durch einen Fragebogen, die Ent-
wicklung des Kindes bis zu diesem Zeitpunkt thematisiert. Die Bedeutung der Eltern
als Hauptbezugsperson des Kindes während des Eingewöhnungsprozesses wird
erläutert, ebenso wie der Vorgang des Aufbaues einer Beziehung zwischen Kind und
pädagogischer Fachkraft. Hierbei ist es wichtig, dass die betreuende (päd.) Fachkraft
den Eltern verdeutlicht, dass diese die H auptbindungspersonen für das Kind bleiben
werden, jedoch eine Kind-Erzieher-Bindung wünschenswert ist.
In der ersten Phase der Eingewöhnung, die ca. 1 -2 Wochen dauert (je nach den Be-
dürfnissen des Kindes auch länger), ist die Bezugsperson immer anwesend, sodass
das Kind zu jeder Zeit eine sichere Basis hat. Die betreuende (päd.) Fachkraft beo-
bachtet das Bindungsverhalten des Kindes und seine Interaktion mit dem begleiten-
den Elternteil. Durch Spielangebote und Beteiligung an den Aktivitäten des Kindes
nimmt die Fachkraft dann ersten Kontakt zum Kind auf. In dieser Phase, die 2 -3
Stunden am Tag nicht überschreitet, ist es wichtig, dass es zu keiner Trennung von
der Bezugsperson kommt. Erst zum Ende dieser Phase findet die erste Trennung
statt, welche je nach Verhalten des Kindes zunächst ca. 10 -30 Minuten andauert.
Danach kann die Fachkraft aus den Beobachtungen der ersten Woche und dem
Verhalten des Kindes während der Trennung, gemeinsam mit den Eltern, den weite-
ren Verlauf der Eingewöhnung festlegen.
In der zweiten Phase übernimmt die betreuende (päd.) Fachkraft im Beisein der El-
tern allmählich die beziehungsabhängigen und pflegerischen Tätigkeiten (z.B. Wi-
ckeln und Füttern im U3 -Bereich). Die Kinder werden von den Eltern und der Fach-
kraft gemeinsam ins Bett gebracht. In dieser Phase wird die Abwesenheitszeit der
Eltern langsam gesteigert, wobei die Eltern die Einrichtung noch nicht verlassen, um
jederzeit zur Verfügung zu stehen. In der Schlussphase halten sich die Eltern nicht
mehr in der unmittelbaren Nähe ihres Kindes auf, sind aber abrufbereit. Die Einge-
wöhnungszeit ist beendet, wenn das Kind eine tragfähige Beziehung zur (päd.)
Fachkraft aufgebaut hat und bei Bedarf von ihm/ihr beruhigt werden kann.
Pädagogik & Qualität Stand:1/2019 Seite 7/17
Um den Kindern und Eltern den Neustart zusätzlich zu erleichtern, finden bereits drei
Monate vor Betreuungsbeginn sogenannte Schnuppertage statt, welche die betreu-
ende (päd.) Fachkraft nach Vertragsabschluss mit den Eltern vereinbart.
5. Elternarbeit
Beim Wahrnehmen ihrer Aufgaben arbeiten die in der Einricht ung tätigen Fachkräfte
mit den Erziehungsberechtigten zum Wohl der Kinder wertschätzend und auf Augen-
höhe zusammen.
Unser Leistungsangebot orientiert sich an den Bedürfnissen der Familien; die Eltern
werden an allen wesentlichen Angelegenheiten der Tagese inrichtung beteiligt. In
diesem Sinne gehen wir mit den Eltern eine Erziehungspartnerschaft ein, sodass
beide Seiten Verantwortung für die Förderung des jeweiligen Kindes übernehmen
bzw. diese miteinander teilen. Eltern und Fachkräfte tauschen sich über di e Entwick-
lung, das Erleben und Verhalten des Kindes, über ihre Erziehungsvorstellungen und
über die Situation in Familie und Tageseinrichtung aus. Je nach Alter des Kindes fin-
den hierzu 1 -2 Mal jährlich Entwicklungsgespräche , je nach Alter des Kindes , statt.
Diese basieren auf Beobachtungen der (päd.) Fachkräfte, welche zuvor in Dokumen-
ten wie dem Entwicklungsbaum, dem Portfolio und dem Basic -Bogen festgehalten
wurden.
Weitere Formen der Elternarbeit sind bei uns:
Das Aufnahmegespräch
Eltern- sowie Tür- und Angelgespräche
Elternabende
Hospitationstage für Eltern
Feste und Feiern
Pädagogik & Qualität Stand:1/2019 Seite 8/17
6. Erfahrungen des Trägers im Bereich der Kindertagesbetreuung
Seit über 13 Jahren sind wir in fünf Bundesländern und acht Einrichtungen mit
Schwerpunkt in NRW vertreten und k ennen die organisatorischen, pädagogischen
und administrativen Rahmenbedingungen zum Betrieb von Kindertagesstätten. Das
Kinderbildungsgesetz (KiBiz) ist uns, mit bereits fünf Einrichtungen in NRW, als ge-
setzliche Grundlage seit Jahren vertraut.
Die Klett-Gruppe als renommiertes Bildungsunternehmen ist Teilhaber der Kinderta-
gesstätten und evaluiert regelmäßig die Qualität in unseren Einrichtungen mit uns.
7. Leistungsbeschreibung
Betreuung von Kindern ab 4 Monate bis zum Schuleintritt
Bilingualität durch die Immersionsmethode
Reichhaltige Förderangebote im Bereich Musik, Kunst, Bewegung Naturwis-
senschaften
Täglich frische und ausgewogene Mahlzeiten aus der eigenen Küche
Flexible und damit familienfreundliche Öffnungszeiten
Möglichst geringe Schließzeiten
Erhöhter Betreuungsschlüssel durch englischsprachige Mitarbeiter
Zum Teil Unterstützung durch externe Anbieter/Zusatzangebote
Ausgewähltes und hochmotiviertes Personal mit Zusatzqualifikationen (unsere
Mitarbeiter müssen regelmäßig an Fortbildungen teilnehmen und sich aktiv an
der Gestaltung und Umsetzung des Konzeptes zu beteiligen)
Freigestellte Einrichtungsleitungen
Intensive Unterstützung und Fachberatung der Standorte durch trägereigene,
pädagogische Qualitätsleitungen (eine Qualitätsleitung betreut 3 -4 Einrichtun-
gen)
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8. Frühkindliche Bildung, Dokumentation
Wir sehen das Kind al s eigenen Akteur seiner Bildung/ Selbstbildung und jeden Er-
wachsenen als Begleiter in diesem Prozess. Die individuellen Bedürfnisse der Kinder
stehen im täglichen Umgang für uns im Vordergrund. Unsere Rahmenbedingungen
ermöglichen Kindern, dass sie sich wohlfühlen und sich entsprechend ihrer Persön-
lichkeit entfalten können.
Unser Bildungskonzept orientiert sich an den Standards, die sich aus den gesetzli-
chen Vorgaben ableiten. Zusätzlich haben Villa Luna Kindertagesstätten ihre eigenen
individuellen Schwerpunkte:
Bewegung
Musikalische Früherziehung
Sprache / Bilingualität
Natur und kulturelle Umwelt
Kunst und gestalterische Arbeiten/Malort (angelehnt an Arno Stern)
Naturwissenschaften
Die Schwerpunkte finden sich im gesamten Tages - und Jahresablauf des Alltags
wieder. Sie sind Bestandteil von Projekten, des Freispiels im Haus und auf dem Au-
ßengelände, der Exkursionen, der Vorschularbeit sowie der Sprachförderung.
Durch einen partiz ipativen Ansatz wird den Kindern Raum gegeben , Neugier und
Lernfreude zu entfalten. Eine Pädagogik auf Augenhöhe mit demokratischer Gestal-
tung ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Sie stärkt die Kinder in ihrer Entwicklung
zu einer eigenständigen, selbst- und verantwortungsbewussten Persönlichkeit.
Die Beteiligung von Kindern ist im Sinne von Mitwirkung, Mitgestaltung und Mitbe-
stimmung zu verstehen. Über einen ko - konstruktiven Ansatz und den Dialog gehen
wir in den gemeinsamen Austausch mit dem Kind, g ehen Fragen nach, planen Pro-
jekte, treffen Entscheidungen (Umgestaltung von Räumen, Speiseplangestaltung)
oder besprechen Probleme in Gesprächskreisen oder Kinderkonferenzen.
Mitbestimmung findet bereits im U3 -Bereich seine Beachtung und hat auch dort für
uns einen hohen Stellenwert. Auch Kleinkinder können bereits partnerschaftlich und
nachvollziehbar an Entscheidungen beteiligt werden. Dies erfolgt weniger in Dialog-
form, sondern meist durch den Einsatz von Bildkarten und Fotos. Die nonverbale
Kommunikation wird weiterhin durch eine d eutliche Mimik und verstärkende Gestik
mit den Händen oder dem ganzen Körper unterstützt.
Pädagogik & Qualität Stand:1/2019 Seite 10/17
Die Ziele unserer frühkindlichen Bildung sind:
Entwicklung von sozialen Kompetenzen
Förderung von Selbständigkeit
ein Recht auf Selbstbestimmung
Selbstbildung
Förderung von Inklusion
Eltern sind für uns Partner in der frühkindlichen Bildung. Wir sehen Eltern als Exper-
ten für ihr Kind. Gemeinsam gehen wir eine Bildungspartnerschaft ein, um Kinder in
ihren Entwicklungsprozessen optimal zu un terstützen, zu begleiten, zu fördern. Im
Zusammenführen der Erziehungskompetenz der Eltern und des Wissens unserer
Fachkräfte schaffen wir eine Basis für die beste Entwicklungsmöglichkeit der Kinder.
Die Entwicklung des Kindes wird anhand von
Karteikarten im Alltag
dem Portfolio sowie
einem Entwicklungsbaum
durch die Bezugserzieher beobachtet und dokumentiert.
Der Entwicklungsbaum (siehe Abbildung auf der nächsten Seite ) wurde in einem trä-
gereigenen Arbeitskreis entwickelt und dient als Gesprächsgrundlage für die Entwick-
lungsgespräche. In ihm sind alle Bildungsbereiche nach Alter aufgelistet. Es gibt für
jedes Entwicklungsalter einen eigenen Baum.
Pädagogik & Qualität Stand:1/2019 Seite 11/17
Die Entwicklungsgespräche finden zwei Mal im Jahr im U3 - und jährlich im Ü3 - Be-
reich zwischen Elter n und pädagogischer Fachkraft/ Bezugserzieher statt. D as Kind
darf hierbei für eine gewisse Zeit an dem Gespräch teilnehmen und gemeinsam mit
den Eltern das Portfolio anschauen. Im Alter von 3 - 6 Jahren findet zusätzlich ein
Portfolio-Tag für Eltern mit ihren Kindern statt. Weitere Gespräche finden je nach Be-
darf statt.
Das Portfolio ist ein Ordner , der gemeinsam mit dem Kind gefüllt wird und ist sein
Eigentum. Die Kinder haben jederzeit Einsicht in die Ordner. Die Eltern haben die
Möglichkeit an bestimmten Seiten des Portfolios mitzuarbeiten.
Der Eingewöhnungsprozess eines jeden Kind es wird ebenfalls anhand eines Tage-
buches dokumentiert . Nach Beendigung dieses Prozesses findet ein kurzes Ge-
spräch mit den Eltern über den Verlauf statt.
Pädagogik & Qualität Stand:1/2019 Seite 12/17
9. Sprachbildung
Alle Kinder unserer Einrichtung haben ein Anrecht auf Spra chbildung und Sprachför-
derung, und damit auf eine gezielte Erweiterung ihres Sprachvermögens.
Hierzu nutzen wir den ganzheitlichen Ansatz der Alltagsintegration und orientieren
uns an den Stärken der Kinder. Jede Einrichtung verfügt über eigene Sprachförde r-
kräfte, die sich regelmäßig einrichtungsübergreifend in einem Arbeitskreis austau-
schen und reflektieren.
Die pädagogischen Fachkräfte beobachten und d okumentieren die sprachliche Ent-
wicklung der Kinder. Als Dokumentationsverfahren arbeitet Villa L una mit BaSiK für
Kinder unter drei Jahren und BaSiK für Kinder über drei Jahren. Das Verfahren
sismik findet Anwendung in der Beobachtung und Dokumentation von Migrantenkin-
dern.
Die Beobachtung und Dokumentation der sprachlichen E ntwicklung ist entwicklungs-
und prozessorientiert und ermöglicht die Beurteilung der kindlichen Sprachkompe-
tenz in realen Alltagssituationen. Die Dokumentation dient als Grundlage für ein El-
terngespräch.
Im Rahmen von Netzwerkarbeit und Qualitätssicherung arbeiten wir mit weiteren In-
stituten zusammen, die u.a. auch Fortbildungen und Seminare für pädagogische
Fachkräfte und Eltern anbieten:
Ortsansässige Logopäden
Ortsansässige logopädische Dienste wie z.B. Gesundheitsämter
Grundschulen
Sozialpädiatrische Zentren
Sprachheilambulanzen
Wir begleiten und fördern die Kinder täglich in ihrer sprachlichen Bildung im ganzheit-
lichen Ansatz. So treten unsere Mitarbeiter/innen z.B. in den Dialog mit den Kindern
und regen so deren Spracherwerb an. Sprachförderung findet bei uns an vielen Stel-
len im Alltag der Kinder statt:
Beim Wickeln und Füttern/Essen
Bei Bilderbuchbetrachtungen
Durch Literacy
Mit der Kinderbibliothek
Beim Reimen
Pädagogik & Qualität Stand:1/2019 Seite 13/17
Durch Musik und Sprache (Singkreis/Klanggeschichten)
Beim Morgenkreis in deutscher und englischer Sprache
Bei gemeinsamen Mahlzeiten
Durch Sprachspiele
Durch Bewegung und Sprache/Tanz
Mithilfe von Geschichtensäckchen
Während der Projektarbeit
Mit dem Würzburger-Sprachtraining im letzten Kita-Jahr.
Die Kinder der Villa Luna Kindertagesstätten lernen neben der deutschen auch die
englische Sprache nach dem Immersionsprinzip. Bilingualität verleiht Kindern eine
starke Sprachkompet enz. Bilinguale Mitarbeiter sprechen in den Gruppen aus-
schließlich Englisch mit den Kindern. In jeder Gruppe ist ein /e englischsprachige/r
Mitarbeiter/in eingebunden.
10. Kommunikation und Beschwerdemanagement
Eine der wichtigsten Aufgaben der Kita -Leiter/innen ist die Kommunikationsfähigkeit
und damit auch der Austausch zwischen der Leitung und dem Team bzw. den Eltern.
Das Büro is t täglich mindestens von 08:00 bis 16:00 Uhr besetzt, womit dem Team
und den Eltern eine große Zeitspanne eröffnet wird, mit der L eitung ins Gespräch zu
kommen.
Bezüglich der Platzvergabe von Kitaplätzen und zu administrativen Themen haben
Eltern darüber hinaus die Möglichkeit, die in Düsseldorf ansässige Abteilung Eltern-
service zu kontaktieren. Dies trägt vor allem auch zur admini strativen Entlastung un-
serer Kita-Leitungen und zur besseren Informierung der Eltern bei.
11. Vernetzung und Kooperation
Ausgehend vom ganzheitlichen Blick auf die einzelne Familie und das bei uns be-
treute Kind ergibt sich der Anspruch, jedem Kind angemessene und auf die persönli-
chen Bedürfnisse zugeschnittene Bildungs - und Beratungsangebote sowie Betreu-
ungsformen anzubieten.
Ganzheitliche Förderung von Kindern bedarf der Vernetzung des kindlichen Lebens-
raumes mit der Kindertagesstätte und dem Sozialraum vor Ort.
Pädagogik & Qualität Stand:1/2019 Seite 14/17
Neben der Erziehungspartnerschaft mit Eltern ergeben sich Kooperationsmöglichkei-
ten vor allem in der Zusammenarbeit mit dem örtlichen Jugendamt, Grundschulen,
Kinderärzten, Logopäden, Ergotherapeuten, sozialpädiatrischen Zentren usw.
Wir verstehen uns als Partner der Elt ern und stellen bei Bedarf Hilfs möglichkeiten
innerhalb der Beratung zu verschiedenen Themenfeldern zur Verfügung und stellen
erste Kontakt her. Wir unterstüt zen Eltern innerhalb ihrer Erziehungskompetenz und
bündeln Ressourcen, um einen gemeinsamen Erziehungsauftrag zu entwickeln und
diesen partnerschaftlich umsetzen zu können.
Bildungsangebote werden nicht nur innerhalb der eigenen Kita gestaltet, vielmehr
stellt die Erschließung des Lebensraumes außerhalb der Kitaräumlichkeiten einen
weiteren konzeptionellen Schwerpunkt unserer Arbeit dar. Dazu gehören z.B. die
Verkehrserziehung zusammen mit der Polizei, Ausflüge und Exkursionen zu kulturel-
len Einrichtungen innerhalb der Umgebung sowie die Zusammenarbeit mit verschie-
denen Grundschulen.
12. Kinderschutzkonzept
Der Schutz von Kindern und Jugendlichen hat für die Bundesregierung oberste Prio-
rität. Dieser Schutz beginnt schon im Säuglingsalter und soll Kleinkinder, Kinder und
Jugendliche in allen Lebensphasen und Lebenssituationen begleiten.
In der pädagogischen Arbeit akzentuieren wir die Grundpfeiler zum Wohl und Schutz
des Kindes. Dies ist eine Selbstverständlichkeit und zugleich ein Thema mit beson-
derer Wichtigkeit, welches bei den Villa Luna Kindertagesstätten eine essentielle Rol-
le im Alltag spielt.
Für alle Akteure in der pädagogischen Arbeit von Villa Luna steht das körperliche
und seelische Wohl der Kinder an erster Stelle. Das Recht eines jeden Kindes ist es ,
„umgeben von Liebe, Geborgenheit und Verständnis aufzuwachsen“. Es soll sich frei,
individuell und in einer geschützten Atmosphäre entwickeln dürfen. Das Kindeswohl
muss, beginnend in der Familie und auch darüber hinaus in sozialen Institutionen,
auf allen Ebenen gegeben sein. Das SGB VI II wurde 2015 durch das Kinder - und
Jugendhilfeweiterentwicklungsgesetz verändert. Es hat sich vor allem zum Ziel ge-
setzt, den Schutz von Kindern und Jugendlichen bei Gefahren für ihr Wohl zu ver-
bessern. § 8a regelt das Verfahren zur Erfüllung des Schutzauftrages bei Kindes-
wohlgefährdung. In diesem Sinne verpflichtet sich Villa Luna, dass alle Einrichtungen
als schützender Raum für die dort betreuten Kinder fungieren.
Pädagogik & Qualität Stand:1/2019 Seite 15/17
Villa Luna hat zu diesem Zweck ein trägereigenes Schutzkonzept entwi ckelt und im-
plementiert. In unseren Einrichtungen finden regelmäßige Schulungen, Belehrungen
und Fachgespräche mit dem pädagogischen Fachpersonal statt , und die Mitarbeiter
arbeiten stetig an der Weiterentwicklung des genannten Konzeptes.
Das Gesamtkonzept kann bei Bedarf gerne vollumfänglich nachgereicht werden.
13. Qualitätsentwicklung und -sicherung
Bei Villa Luna werden acht Formen der Qualitätsentwicklung und -sicherung nach-
haltig betrieben:
Leitungstreffen (LT): In regelmäßigen Abständen finden Leitungstreffen statt,
im Zuge derer aktuelle Situationen in den Einri chtungen besprochen werden
und nach einem gemeinsamen Lösungsweg gesucht wird.
Dienstbesprechung: Hier trifft sich das gesamte pädagogische Personal mit
der Leitung und tauscht sich über pädagogische und organisatorische Punkte
aus.
Kleinteam (Vorbereitungszeit): Jede Gruppe hat wöchentlich eine Vorberei-
tungszeit. Sie beinhaltet einen Wochenrückblick und einen Wochenausblick
und darüber hinaus werden organisatorische Punkte, wie Ausflüge oder El-
ternabende, geklärt. Außerdem tauschen sich die Gruppenkollege n über Ent-
wicklungsstände der Kinder aus.
Die Leitung geht 1x im Monat mit ins Kleinteam, um u.a. regelmäßig die Arbeit
der (päd.) Fachkräfte zu reflektieren.
Fachberatung: Unsere Abteilung für Pädagogik & Qualitä tsentwicklung (PQ)
besteht aus drei Kolleginnen, die in regelmäßigen Abständen unsere Quali-
tätskriterien in den Einrichtungen überprüfen, weiterentwickeln bzw. den Kol-
legen/Kolleginnen in pädagogischen Fragen zur Seite stehen.
Personalabteilung (HR): Unsere Personalabteilung ist neben der allgemeinen
Personalbetreuung an unseren aktuell acht Standorten insbesondere auch für
die Personalentwicklung (Altersstruktur, Fachlichkeit und Schwerpunkte, re-
gelmäßige Fortbildungen) in allen Einrichtungen zuständig. Dies geschieht in
enger Abstimmung mit dem F achbereich „Pädagogik & Qualitätsentwicklung“
(PQ).
Pädagogik & Qualität Stand:1/2019 Seite 16/17
Ausbildung von Fachkräften: Wir verstehen uns als Ausbildungsbetrieb und
beteiligen uns aktiv an der Beseitigung des Fachkräftemangels. Wir stellen
verschiedene Formen an Praxisstellen zur Verfügung und b ieten uns bei
Fachschulen als Ausbildungsträger an. Wir nehmen an Tagungen von Fach-
schulen teil und informieren uns über die jeweiligen Ausbildungsmöglichkeiten
und Veränderungen. Wir bieten zudem Begleitung durch Praxisanleitung an
und ermöglichen Umschulungs- und/oder Qualifizierungsmaßnahmen.
Feedback-Bogen: Eltern und Team mitglieder erhalten einen Feedback -
Bogen, in dem sie ihre Wünsche, Kritik und Zufriedenheit äußern können. Die-
se Bögen werden von uns ausgewertet und Ergebnisse dazu genutzt , uns als
Träger stetig weiterzuentwickeln.
Klausurtagung (KT): Einmal jährlich kommen alle Kita -Leitungskräfte sowie
alle administrativen Mitarbeiter/innen und das Management zusammen, um
pädagogische und organisatorische Kernthemen sowie die strategische Aus-
richtung als deutschlandweiter Betreiber zu diskutieren und gemeinsam fest-
zulegen.
14. Öffnungszeiten
Durch unser flexibles Betreuungssystem bieten wir eine realistische Lösung zur Ver-
einbarkeit von Familie und Beruf. Dabei finden das Kindeswohl und auch die El tern-
wünsche Berücksichtigung. Auf Wunsch bieten wir Eltern wochentags verlänge rte
Öffnungszeiten wie folgt an:
Kernzeit: 07.30 Uhr - 16.30 Uhr
Erweiterung: 07.00 Uhr - 18.00 Uhr (Frühdienst & Late Care)
Unsere Schließzeiten sind (vorbehaltlich ortsspezifischer Besonderheiten) wie folgt:
2 Wochen Schließzeit in den Sommerferien
3 Konzeptionstage werktags
bis zu 3 Brückentage
Schließung zwischen Weihnachten und Neujahr
Anlage 6.1 Bewerbung Fröbel
1512 Zeichen
FRÖBEL Kompetenz für Kinder & FRÖBEL Bildung und Erziehung - Komödienstr. 18-24 - 50557 köln Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Frau Anja Gerick Hafenstraße 30 48127 Münster Ausschreibung der Trägerschaft für die neue Kindertlageseinrichtung am Nordkirchenweg (Ausschreibungsnummer: 11/2018), Zeichen: 51 10 0014 / 51 10 0013 Angebot zur Übernahme der Trägerschaft Sehr geehrte Frau Gerick, hiermit geben wir form- und fristgerecht unser verbindliches schriftliches Ange- bot zur Übernahme der Trägerschaft der neuen Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg ab. Wie in unseren ausführlichen Bewerbungsunterlagen auf- geführt, ist es uns möglich, einen Trägeranteil in Höhe von 9,0 % zu leisten. Für weiterführende Gespräche stehen wir sehr gerne zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen FRÖBEL Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbH ertrieb Nordrhein-Westfalen Köln, 05. Februar 2019 Von Oliver Just Tel 022112999 42-71 just@froebel-gruppe.de FRÖBEL Bildung und Erziehung ge- meinnützige GmbH Komöclienstr. 18-24 50667 Köln Tel 0221129 99 42 60 Fax 0221|29 99 42 80 www.froebel-gruppe.de Geschäftsführung: Dr. Gudrun Rannacher Stefan Spieker (Sprecher) Aufsichtsratsvorsitzender Rainer Borgmann-Quade Bank für Sozialwirtschaft IBAN DE72 1002 0500 0003 3535 00 BIC BFSWDES3BER Amisgericht Charlottenburg HRB 102668 B Siiz der Gesellschaft: Berlin Steuernummer 271603/52722 Steuernummer des Organträgers 271635/52999 Gläubiger-Idenfifikationsnummer DE1122700000342860
Anlage 3.2 Konzeption DRK
102178 Zeichen
DRK Münster Sozialwerk gGmbH
Zumsandestraße 25/27
48145 Münster
Januar 2019
Pädagogische Konzeption
der DRK-Bewegungs-Kita am Nordkirchenweg,
Münster-Amelsbüren
DRK Münster Sozialwerk gGmbH
Kita-Konzeption zur Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg, Münster 2
Inhaltsverzeichnis
Vorwort ................................ ................................ ................................ ................................ ....... 4
Ehrenamtliche Gemeinschaften und Projekte ................................ ................................ ......... 5
Hauptamtliche Geschäftsbereiche ................................ ................................ .......................... 7
ESF-Projekt zur Personal- und Organisationsentwicklung ab 2019 ................................ ............ 9
Organigramm zum Fachbereich Kinder, Jugend und Familie ................................ ................... 11
Leitbild und Profilbildung der DRK-Kindertageseinrichtungen ................................ ................... 11
Quartiersbezug ................................ ................................ ................................ ......................... 15
Situationsorientierte Ansatz für die DRK-Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg ............. 16
Schwerpunkte in der pädagogischen Konzeption der DRK-Kindertageseinrichtung am
Nordkirchenweg ................................ ................................ ................................ ....................... 17
Projektarbeit ................................ ................................ ................................ ............................. 17
Gesunde Ernährung und Bewegung................................ ................................ ......................... 17
Bildungsarbeit der DRK-Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg ................................ ...... 18
Bewegung ................................ ................................ ................................ ............................ 19
Spielen und Gestalten ................................ ................................ ................................ .......... 20
Sprache und Sprachförderung ................................ ................................ .............................. 21
Musischer Bereich ................................ ................................ ................................ ................ 22
Natur und Umwelt ................................ ................................ ................................ ................. 23
Interkulturelle Öffnung ................................ ................................ ................................ .......... 24
Inklusive Pädagogik ................................ ................................ ................................ .............. 24
Die pädagogische Arbeit mit Vorschulkindern ................................ ................................ ....... 26
Bildungsdokumentation der DRK-Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg ........................ 26
Ein guter Start in die DRK-Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg: Das
Eingewöhnungskonzept ................................ ................................ ................................ ........... 27
Das Betreuungsangebot der DRK-Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg ....................... 29
Tägliche Regel-Öffnungszeiten und flexible erweiterte Betreuungszeiten ................................ . 30
Jahresöffnungszeiten ................................ ................................ ................................ ............... 31
Mahlzeiten ................................ ................................ ................................ ................................ 31
Frühstück ................................ ................................ ................................ ............................. 31
Mittagessen ................................ ................................ ................................ .......................... 32
Ruhephasen ................................ ................................ ................................ ......................... 32
Raumkonzept der DRK-Kindertagesstätte am Nordkirchenweg ................................ ................ 32
Qualitätsmanagement ................................ ................................ ................................ .............. 33
Beschwerdemanagement und Partizipation von Kindern und Eltern ................................ ......... 34
Beteiligung von Kindern ................................ ................................ ................................ ........ 34
Beteiligung von Eltern ................................ ................................ ................................ ........... 35
Beschwerdemanagement ................................ ................................ ................................ ..... 36
DRK Münster Sozialwerk gGmbH
Kita-Konzeption zur Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg, Münster 3
Zusammenarbeit mit Eltern ................................ ................................ ................................ ...... 36
Zusammenarbeit des Teams ................................ ................................ ................................ .... 37
Zusammenarbeit mit dem Träger ................................ ................................ ............................. 38
Zusammenarbeit mit dem Jugendamt ................................ ................................ ...................... 39
Zusammenarbeit mit anderen DRK- Kindertageseinrichtungen ................................ ................ 39
Stadtteilbezogene Zusammenarbeit von Kindertageseinrichtungen................................ .......... 40
Zusammenarbeit mit Fachdiensten ................................ ................................ .......................... 40
Unsere Zielsetzungen für die DRK-Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg ...................... 41
DRK Münster Sozialwerk gGmbH
Kita-Konzeption zur Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg, Münster 4
Vorwort
„Frühe Bildung, frühe Hilfen, Ausbau der Betreuung für Kinder unter 3 Jahren, Sprachförderung,
Kinderschutz, Familienzentren, Dienstleister für Familien …“.
Diese Schlagworte, die in den letzten Jahren die politische und fachliche Diskussion um die
Entwicklung der Kindertagesstätten auch in Münster geprägt haben, zeigen, dass sich die
Arbeit d er Kindertagesstätten insgesamt in den letzten Jahren erheblich verändert und
weiterentwickelt hat.
Viele dieser fachlichen Entwicklungen setz en der DRK Kreisverband Münster e.V. und seine
Tochtergesellschaft DRK Münster Sozialwerk gGmbH als Träger von acht Kindertagesstätten
seit Jahren aktiv und konsequent um. Die Familienzentren Hand in Hand und Schatzkiste bieten
darüber hinaus ein erweitertes Angebot für Eltern und Kinder an. So leben wir eine
Partnerschaft mit Eltern auf Augenhöhe . Das vorliegende Kon zept für die neu zu gestaltende
Kindertagesstätte am Nordkirchenweg vereint die bislang gewonnenen Erfahrungen beste -
hender Kita-Konzepte aus dem Bereich der DRK -Kindertagesstätten mit dem besonderen
Bedarf dieses Quartiers.
Diese Entwicklungen und Ziele sollen für die neu zu betreibende Kindertagesstätt e in i hrem
sozialräumlichen Umfeld und mit ihrem eigenen Profi l unter dem Dach des Deutschen Roten
Kreuzes konkretisiert und in unsere bereits bestehende Kita-Landschaft eingebettet werden. Im
Sinne der Definition von Integration, d.h. der Vervollständigung und der Ganzheit, gehören nach
unserem Menschenbild alle Kinder aus verschiedenen Nati onen und Kulturkreisen,
verschiedenen Konfes sionen und Religionen, sozial Benachteiligte, Kinder mit und ohne
Behinderung, große, kleine, la ute, leise, … Kinder zur gemeinsamen Bereicherung in unsere
Kita-Gemeinschaft. Integrative Betreuungsmöglichkeiten für Kinder mit und ohne Behinderung
sichern auf Dauer allen Beteiligten wichtige gemeinsame Erlebnis- und Entwicklungschancen
auf dem Weg in eine inclusive Gesellschaft .
Wir freuen uns, dass es bei aller fachlichen Weiterentwicklung unserer Kindertagesstätt en
gelingt, eines zu fördern und zu erhalten: Freude am gemeinsamen Entdecken und Erleben!
Denn nur ein Kind, das sich an diesem Ort wohlfühlt, wird sich frei entfalten und gut entwickeln
können.
DRK Münster Sozialwerk gGmbH
Kita-Konzeption zur Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg, Münster 5
Wir stellen uns vor: Kurzporträt
Der DRK-Kreisverband Münster e.V. wurde 1907 gegründet. Er ist ein anerkannter Verband der
freien Wohlfahrtspflege und Nationale Hilfsgesellsc haft mit ca. 400 ehrenamtlichen Helfern und
mehr als 300 hauptamtlichen Mitarbeitern. Der Kreisverband untergliedert sich in drei nicht -
selbständige Ortsvereine (Hiltrup, Nienberge und Roxel -Albachten) sowie einige direkt dem
Kreisverband zugeordnete Rotkreuzgemeinschaften.
Die "DRK Münster gemeinnützige Pflege und Service GmbH" und die "DRK Münster Sozialwerk
gGmbH" sind 100%ige Töchter des Kreisverbandes. Mehr als 8.000 Fördermitglieder
unterstützen die Arbeit des DRK Münster.
Die DRK-Geschäftsstelle befindet sich in zentraler Lage von Münster und dient unseren Kita -
Fachkräften als Anlauf - und Beratungsstelle. In den vergangenen zwei Jahren haben wir den
Geschäftsbereich Kinder, Jugend und Familien durch eine Bereichsleitung, eine Fachberatung
und eine Verwaltungskraft personell stark erweitert. Diese Ressource ermöglicht es, uns aktiv in
Münsteraner Gremien wie dem Jugendhilfeausschuss, der AG 78 und angeschlossenen
Unterarbeitsgruppen zur Umsetzung einer bedarfsgerechten Kindertagesbetreuung mitwirken
zu können.
Ehrenamtliche Gemeinschaften und Projekte
Allein in Münster engagieren sich etwa 400 Menschen ehrenamtlich neben ihrem Beruf, dem
Studium oder der Schule beim DRK. Mehr als 400.000 sind es in ganz Deutschland. Es sind
Ehrenamtliche unterschiedlichen Alters und Geschlechts, unterschiedlicher Herkunft, Religion
und politischer Einstellung. Aber eines haben sie alle gemein: Sie helfen Menschen. Dabei
bringt jeder seine eigenen Fähigkeiten ein und jeder entscheidet selbst, wie viel Zeit er
einbringen möchte. Die Form, in der sich die Freiwilligen beim Roten Kreuz in Münster
organisieren, heißt „Rotkreuzgemeinschaft“. In Rahmen von verschiedenen Gemeinschaften,
Projekten und in den drei Ortsvereinen Hiltrup, Nienberge und Roxel -Albachten leisten sie
ehrenamtliche Hilfe.
DRK Münster Sozialwerk gGmbH
Kita-Konzeption zur Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg, Münster 6
Blutspende
Die Gemeinschaft Blutspende unterstützt zahlreiche Blutspendetermine des DRK -
Blutspendedienstes in Münster und den Stadtteilen. Die beruflichen Mitarbeiter des
Blutspendedienstes vertrauen dabei auf das zuverlässige Enga gement der Ehrenamtlichen bei
der Registrierung, Betreuung und Verpflegung der Spender.
Jugendrotkreuz (JRK)
Das JRK im Kreisverband Münster ist vor allem bei der Notfalldarstellung und im
Schulsanitätsdienst aktiv.
Katastrophenschutz
Die aktiven Mitglie der sind auch Teil der zwei DRK -Einsatzeinheiten für den
Katastrophenschutz. Sie sind im Sanitätsdienst und Betreuungsdienst sowie im Bereich Technik
& Sicherheit fachlich ausgebildet und auf Notfälle und Großeinsätze gut vorbereitet.
Evakuierungen nach ei nem Brand oder bei einer Bombenentschärfung und extreme
Witterungsbedingungen, z.B. durch Orkan oder Schnee, erfordern den Betreuungsdienst des
DRK. In diesen Fällen geht es darum, die betroffenen Menschen zu verpflegen und bei Bedarf
eine Notunterkunft herzurichten.
Kleiderladen
Unter dem Motto "Mode von Mensch zu Mensch" bietet das Deutsche Rote Kreuz im
Kleiderladen an der Wolbecker Straße 25 modische Kleidung aus zweiter Hand an. Natürlich zu
günstigen Preisen. Der Verkauf, die Dekoration und Beratung sowie die Sortierung und
Auswahl der Waren wird durch ein ehrenamtliches Team zusammen mit einer hauptamtlichen
Koordinatorin geleistet.
Mentoren "Fit für den Job"
Bildung, Integration und ein erfolgreicher Berufseinstieg für Jugendliche mit besonderem
Unterstützungsbedarf sind die Ziele der DRK-Mentoren in Münster. Mit „Fit für den Job“ hilft das
Deutsche Rote Kreuz Jugendlichen ihre beruflichen Chancen zu verbessern. Ehrenamtliche
Mentoren engagieren sich in einer 1-zu-1-Betreuung für ihre Mentees.
Rettungshunde
Die Rettungshundearbeit im Roten Kreuz ist Bestandteil des Fachdienstes Sanitätsdienst. Der
Rettungshundeführer erhält eine sanitätsdienstliche Ausbildung zum Sanitäter und nimmt neben
der Rettungshundeausbildung am Dienst der DRK-Einsatzeinheiten für den Katastrophenschutz
teil.
Sanitäts- und Rettungsdienst
Die wohl bekannteste ehrenamtliche Aufgabe ist der Sanitäts - und Rettungsdienst. Helfer
leisten sanitätsdienstliche Unterstützung in Notsituationen und sichern Großveranstaltungen.
Bei Notfällen, in denen Personen verschüttet oder vermisst werden, sind die feinen Spürnasen
der Rettungshundestaffel Nienberge gefragt. Jedes Wochenende wird im Auftrag der
Berufsfeuerwehr ein Rettungswagen auf der „Wache 8“ im Wechsel mit den anderen
Hilfsorganisationen besetzt.
Suchdienst
Um das Auffinden von Vermissten nach Großschadenereignissen kümmern sich die Helfer der
Gemeinschaft Suchdienst. Im Kreisauskunftsbüro bemühen sie sich, diese Personen zu finden
und deren Familien wieder zusammenzuführen. Zudem leisten sie Aufklärungsarbeit über die
weltweiten Programme und Kampagnen des Suchdienstes wie z.B. "Trace the face".
DRK Münster Sozialwerk gGmbH
Kita-Konzeption zur Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg, Münster 7
Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche
Durch verschiedene kreative Methoden geben wir Kindern und Jugendlichen, die einen
nahestehenden Menschen verloren haben, die Möglichkeit ihre Trauer individuell
auszudrücken. Gemeinsam mit ihren Angehörigen werden sie von ausgebildeten
ehrenamtlichen Mitarbeitern begleitet.
Hauptamtliche Geschäftsbereiche
Das DRK bietet in Münster eine
Vielzahl sozialer Dienstleistungen
an. Von klassischen Rotkreuz -
Aufgaben wie der Häuslichen
Pflege, der Erste Hilfe-Ausbildung
und dem Krankentransport bis hin
zu speziellen Arbeitsfeldern wie
etwa der Ärztlichen
Kinderschutzambulanz, dem
Autismus-Therapiezentrum oder
der Wohngruppe für
Demenzerkrankte. Auch im
Bereich Kinder, Jugend und
Familien ist das DRK in Münster
mit acht Kitas (ca. 6 60 Kita -
Plätze) stark vertreten. Bei den
Freiwilligendiensten FSJ und BFD
ist der DRK-Kreisverband seit
Jahren ein erfahrener Träger für ganz Westfalen -Lippe. Die Bereiche Migration und Integration
sowie Jugendarbeit, Hausnotruf und vieles andere mehr gehören ebenfalls zum breiten DRK -
Angebot.
Im Einzelnen lassen sich die Angebote wie folgt beschreiben:
Autismus-Therapiezentrum
Das Autismus -Therapiezentrum (ATZ) bietet therapeutische und beratende Angebote für
Menschen mit Besonderheiten aus dem autistischen Spektrum. Autismus wird medizinisch den
tiefgreifenden Entwicklungsstörungen zugeordnet.
Breitenausbildung
Breitenausbildung bezeichnet die Ausbildung in Erster Hilfe für jedermann. Das
Lehrgangsangebot zur Ersten Hilfe umfasst die Grundausbildung und die Fortbildung, auch für
betriebliche Ersthelfer. Aus - und Fortbildungen in der Früh Defibrillation sowie spezielle
Lehrgänge wie z.B. Erste Hilfe am Kind bieten wir an.
Freiwilligendienste
Im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) und dem Bundesfreiwilligendienst (BFD) vermitteln und
betreuen wir jährlich über 800 Teilnehmer in Einsatzstellen in ganz Westfalen-Lippe. Wir sorgen
für die Vermittlung und die pädagogische Bildungsarbeit und stehen sowohl den Freiwilligen als
auch den Einsatzstellen als Ansprechpartner zur Verfügung.
DRK Münster Sozialwerk gGmbH
Kita-Konzeption zur Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg, Münster 8
Hausnotruf
Unser Hausnotrufdienst alarmiert - je nach Erfordernissen und Wünschen der Teiln ehmer -
Angehörige, Pflegedienst, Hausarzt oder im Notfall den Rettungsdienst. Mit einem sicher bei
uns hinterlegten Zweitschlüssel können unsere Mitarbeiter im Notfall auch direkt zur Hilfe
kommen. Dieser Service steht den Teilnehmern 365 Tage im Jahr und 24 St unden am Tag zur
Verfügung.
Häusliche Pflege
Wir bieten häusliche Alten - und Krankenpflege nach ärztlicher Verordnung. Die gute
Zusammenarbeit mit Haus - und Fachärzten, mit Klienten und Angehörigen ermöglicht es,
gemeinsame Pflegeziele zu erreichen. Im Mi ttelpunkt der Hilfe steht der ganze Mensch im
Zusammenspiel von Körper, Seele und sozialem Umfeld.
Kinderschutzambulanz
Die Ärztliche Kinderschutzambulanz ist eine ambulante Beratungs - und Therapieeinrichtung.
Hier arbeiten Psychologen, Sozialarbeiterinne n, Pädagogen und eine Ärztin mit Kindern und
Jugendlichen, die Erfahrung von sexueller und/oder körperlicher Gewalt und/oder
Vernachlässigung gemacht haben.
Kindertageseinrichtungen
Die Kitas des DRK in Münster sind generationsübergreifende Lebens - und
Kommunikationsorte. Hier zeigt sich die Vielfalt von Lebensstilen, Werten und Kulturen in
unserer Gesellschaft. Kinder und Familien mit ganz unterschiedlicher Herkunft und Prägung
haben hier die Möglichkeit, sich zu begegnen.
Krankentransport
Der DRK-Kreisverband Münster beteiligt sich am Rettungsdienst der Stadt Münster. Es stehen
zwei Krankentransportwagen (KTW) bereit, die von Montag bis Sonntag im Tagesdienst besetzt
werden. Somit ist der DRK-Rettungsdienst an 365 Tagen im Jahr im Einsatz.
Migration und Integration
Wir helfen Zuwanderern bei der Integration, beraten fachlich und begleiten sie. Wir betreuen
mehrere Unterkünfte und Projekte für Geflüchtete und leisten soziale Arbeit. Der offene
Jugendtreff Coerde bietet Jugendlichen Raum zur Begegnung und Chancen zur Entfaltung bei
gegenseitiger Toleranz. Unsere Mitarbeiter tragen dazu bei, stabile und lebenswerte
Verhältnisse zu schaffen.
Senioren-Wohngemeinschaft
Die Wohngemeinschaft für Demenzerkrankte bietet einen Lebensort für Menschen mit
Demenzerkrankungen, die nicht mehr in der Lage sind, in ihrem bisherigen Umfeld zu bleiben.
Trotz Demenzerkrankung und auch bei steigender Pflegebedürftigkeit ermöglichen wir den
Nutzern eine möglichst große Selbständigkeit und Mitbestimmung.
DRK Münster Sozialwerk gGmbH
Kita-Konzeption zur Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg, Münster 9
ESF-Projekt zur Personal- und Organisationsentwicklung ab 2019
ESF-Projekt zur Förderlinie rückenwind+
Ab dem 01.06.2019 wird der DRK-Kreisverband Münster e. V. mit seinen Tochtergesellschaften
ein dreijähriges Projekt umsetzen, bei dem Personal - und Organisationsentwicklungskonzepte
mit den einzelnen Fachbereichen, Einrichtungen und Mitarbeiter*innen ausgebildet und
umgesetzt werden. Die acht DRK-Kindertageseinrichtungen werden ein wesentlicher
Bestandteil des Projektes sein.
Die Schwerpunkte der Förderlinie bilden Personal - und Organisationsentwicklungsmaßnahmen
für hauptamtliche Mitarbeiter*innen in kleinen und mittleren Unternehmen der Wohlfahrtspflege.
In dieser Förderrunde liegt ein Schwerpunkt bei der Digitalisierung der Arbeitswelt bezogen
auf Personal- und Organisationsentwicklungsmaßnahmen.
1.Hintergrund:
Auf Grund der vergangenen und aktuell laufenden Organisations - und
Personalentwicklungsmaßnahmen im DRK -Kreisverband Münster e. V. und seinen
Tochtergesellschaften ist es erstrebenswert, für weitere Maßnahmen diese Förderlinie zu
nutzen. Die Umsetzung von neuen Strukturen soll finanziell unte rmauert und
Erneuerungsprozesse gestartet werden, die ansonsten nicht oder nicht in der Komplexität
umgesetzt werden.
Die ESF-Förderlinie rückenwind+ enthält wesentliche Förderbestandteile aus den Bereichen
der Personal- und Organisationsentwicklung, die aktuell in unserem Verband bereits diskutiert,
analysiert und in gewünschte /erforderliche Veränderungsprozesse eingebracht werden.
2. Projektskizzierung:
Projektlaufzeit: 1.6.2019 bis zum 31.5.2022 (3 Jahre).
Projektvolumen: 867.845,00 €
Ca. 54 Führungskräfte mit einer jeweiligen Teamstärke von mindestens 8-10 Personen werden
über einen Zeitraum von 3 Jahren an diesem Projekt teilnehmen.
Eine Teilnahme werden über Workshops, Fortbildungen, Coachings und Teamsitzungen,
Leitungsteamsitzungen, Führungskräfte-Workshops sichergestellt.
Die ca. 54 Führungskräfte im Schwerpunkt aus den Fachbereichen KiJuFam, Pflege und
Rettungsdienst setzen sich aus Vorständen, Geschäftsführer*innen, Bereichsleiter*innen und
Einrichtungsleiter*innen (mit ihren jeweiligen Teams) zusammen. Die Teilnehmer*innen sind im
DRK-Kreisverband Münster e. V. und seinen Tochtergesellschaften beschäftigt.
Das Projekt gliedert sich in 7 Projektbausteine / Meilensteine.
Die Meilensteine lauten wie folgt:
DRK Münster Sozialwerk gGmbH
Kita-Konzeption zur Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg, Münster 10
1. Aufbau einer trägerübergreifenden Steuerungsgruppe;
2. Statusanalyse branchenspezifischer Chancen und Risiken sowie trägerspezifischer
Stärken und Schwächen vor dem Hintergrund der Digitalisierung der Arbeitswelt;
3. Entwicklung eines Leitfadens zur systematischen Auswahl unter besonderer
Berücksichtigung des digitalen Changes;
4. Entwicklung eines Qualifizierungsmoduls und Selbstcoaching -Sequenzen für (neue)
Mitarbeiter*innen;
5. Qualifizierung von Führungskräften zur Einarbeitung und Führung von MitarbeiterInnen
unter besonderer Berücksichtigung des digitalen Changes;
6. Qualifizierung von interessierten Nachwuchsführungskräften im eigenen
Mitarbeiter*innenpool
7. Interne und externe Öffentlichkeitsarbeit
Die Projektumsetzung erfolgt über (Web -) Seminare, Coachings, Workshops, etc.. Ziele des
Projektes sind: Steigerung der Arbeitgeberattraktivität, Implementierung neuer digital
unterstützter Instrumente (z. B. Intranet, Personaleinsatzplanung, Archivierung von
Dokumenten, Sensibilisierung für einen „neuen Arbeitsnehmermarkt“. Externe Referenten
werden die Seminare, Coachings und Expertenrunden begleiten oder durchführen.
DRK Münster Sozialwerk gGmbH
Kita-Konzeption zur Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg, Münster 11
Organigramm zum Fachbereich Kinder, Jugend und Familie
Leitbild und Profilbildung der DRK-Kindertageseinrichtungen
Die pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen in NRW erfolgt auf der Grundlage des
Gesetzes zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (KiBiz). Die dort genannten
Anforderungen bilden die rechtliche Basis für die Arbeit in den Kindertageseinrichtungen des
Deutschen Roten Kreuzes. Neben den gesetzlichen Bemühungen bilden die Grundsätze des
Roten Kreuzes eine Leitlinie in unserer pädagogischen Arbeit. Die Auseinandersetzung mit
diesen Grundsätzen wirkt sich zum einen auf die Persönlichkeit, das Selbstverständnis und das
Verhalten der Erzieherin/des Erziehers aus, zum anderen ergeben sich Konsequenzen für die
inhaltliche Arbeit.
Unsere pädagogische Arbeit ist auf die ganzheitliche Entwicklung des Kindes angelegt, um ihre
Persönlichkeits- und Sozialkompetenzen, das Sprach- und Sachvermögen sowie ihre Kreativität
zu fördern. Dabei werden die individuellen Kompetenzen jedes Kindes berücksichtigt. Zum
Erlangen dieser Kompetenzen bieten wir umfassende Entwicklungsmöglichkeiten auch im
weiteren Umfeld der Familie an. Für unter dreijährige Kinder stellt die Kindertageseinrichtung oft
der Ort für erste Erfahrungen außerhalb des Elternhauses dar.
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Erziehung, Bildung und Betreuung gehören zum familienergänzenden und
familienunterstützenden Angebot einer jeden DRK -Kindertageseinrichtung. D ie DRK -
Kindertageseinrichtungen in Trägerschaft der DRK Münster Sozialwerk gGmbH und des DRK -
Kreisverbandes Münster e.V. kooperieren mit allen Institutionen und Personen, die bei der
Erfüllung der Ziele und Aufgaben hilfreich sind. Die Öffnung der Einricht ung zum Gemeinwesen
spiegelt die Einstellung wieder, dass sich die Lebenswelten der Kinder und ihrer Familien in
allen ihren Facetten in der Einrichtung wiederfinden sollen.
Orientierung für die pädagogische Umsetzung der Rotkreuz - und Rothalbmond-Grundsätze in
den DRK -Kindertageseinrichtungen bietet die Handlungsempfehlung des DRK -
Generalsekretariats. Die Grundsätze bilden in der fachlichen und persönlichen
Auseinandersetzung die zentrale Wertegrundlage der pädagogischen Arbeit und somit ein
wichtiges Rah menkonzept der DRK -Kindertageseinrichtungen. Darüber hinaus sind sie auch
Grundlage der Zusammenarbeit mit den Familien und Kindern.
Menschlichkeit Unser pädagogisches Handeln ist geleitet vom
Grundsatz der Menschlichkeit. Jedes Kind steht mit seiner
Einzigartigkeit und Menschenwürde im Zentrum unserer Arbeit. Unsere
Aufgabe ist es, ihnen Raum, Sicherheit und Strukturen für eine
bestmögliche individuelle Entwicklung zu geben, ihnen
Erfahrungsräume zu öffnen und sie in ihrer Entwicklung begleitend und
ermutigend zu unterstützen. Damit Kinder sich in der DRK -
Kindertageseinrichtung sicher fühlen können, schaffen wir eine äußere Sicherheit für Kinder
durch Rituale, Regeln, eine zugewandte Atmosphäre und eine anregende Raumgestaltung. Die
innere Sicherheit der Kinder fördern die pädagogischen Fachkräfte durch die Stärkung der
Selbstwirksamkeit. Akzeptanz und Wertschätzung prägen dabei die pädagogische
Grundhaltung. Die DRK -Kindertageseinrichtung bietet einen Ort, um Achtung und Verständnis
für andere zu entwickeln und freundschaftliche Beziehungen aufzubauen.
Unparteilichkeit Die Vielfalt der Lebensentwürfe von Familien, die
geprägt sind von kulturellen Einflüssen, aber auch durch ihre sozialen
Bedingungen, bieten große Chancen für die pädagogische Arbeit der
Kindertageseinrichtungen. Hier treffen viele Kinder zusammen, die
aufgrund ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung, aber auch durch
unterschiedliche Familienkulturen individuelle Bedingungen mitbringen.
Es gehört zur Aufgabe des Teams, dieses Zusa mmenleben als
wechselseitiges Lernen aller Beteiligten aktiv zu unterstützen. Hierzu
zählen auch der bewusste Umgang mit Vielfalt und die Motivation der Kinder zur Wahrnehmung
der unterschiedlichen Fähigkeiten und Interessen. Eine vorurteilsbewusste Erzieh ung basiert
auf dem bewussten und kompetenten Umgang mit Unterschieden. Diese Grundhaltung basiert
auf dem Verständnis der Inklusion, welches die Teilhabe aller Menschen umfasst und eine
Ausrichtung der Strukturen und Angebote nach den individuellen Bedürfnissen der Kinder.
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Neutralität Die Einnahme einer neutralen Position macht es möglich,
Vertrauen zu bilden, Vermittlungsversuche zu initiieren und
Konfliktlösungen zu erarbeiten. Die pädagogischen Fachkräfte deuten
nicht eigenmächtig die Gefühle der Kinder, sondern führen einen Dialog
mit den Kindern über deren Gefühle und kindlichen Signale. Die
Vertrauensbildung ist eng verknüpft mit der Ermöglichung sicherer
Bindungserfahrungen. Die positiven Bindungserfahrungen der Kinder in
der Kindertageseinrichtu ng spielen eine wesentliche Rolle für deren
Explorationsverhalten und Teilnahme an Bildungsangeboten. Die pädagogischen Fachkräfte
initiieren Vermittlungsversuche und begeben sich mit den Kindern in einen gemeinsamen
Prozess des Erforschens, indem sie sich mit den Kindern über deren Wahrnehmungen und
Ansichten austauschen und ergänzen. Um Konfliktlösungen mit den Kindern zu erarbeiten,
belgeiten die pädagogischen Fachkräfte die Kinder dabei, ihre eigenen Interessen
wahrzunehmen, mitzuteilen und sich eigenst ändig zu entscheiden. Die pädagogischen
Fachkräfte berücksichtigen dabei die Entwicklungsschritte der Kompetenzen der Kinder für die
Konfliktbewältigung.
Unabhängigkeit Unabhängig von den Einflüssen und Interessen
jedweder Art nehmen wir unsere pädago gische Verantwortung wahr
und sind dabei einzig dem Wohle des Kindes verpflichtet. Die
pädagogischen Fachkräfte begleitet und unterstützen die Kinder in ihrer
Entwicklung zur Eigenständigkeit und geben ihnen den dafür
notwendigen Raum, um im selbstbestimmen Lernen Selbstvertrauen zu
gewinnen. Im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen und
Rahmenbedingungen bewahren wir uns das Maß an Eigenständigkeit, das uns gestattet,
jeweils nach den Grundsätzen des Roten Kreuzes Erziehungs - und Bildungsarbeit zu
gewährleisten. Eigene Aufnahmekriterien und ein selbst entwickeltes Konzept dokumentieren
dies.
Freiwilligkeit In den DRK -Kindertageseinrichtungen pflegen wir eine
Einrichtungskultur, in der die Entwicklung von Hilfsbereitschaft und
Kooperation bei Kindern, Eltern und Ehrenamtlichen gefördert wird. Wir
bieten den Eltern und Ehrenamtlichen in unseren Einrichtungen die
Möglichkeit, sich zu engagieren. In der pädagogischen Arbeit haben die
Kinder ein Recht auf Beteiligung, das sowohl Mitentscheiden als auch
Mithandeln umfasst.
Einheit Unser Team besteht aus vielen pädagogischen Mitarbeitern, die
ihre eigene Persönlichkeit und Individualität einbringen. Diese
Vielseitigkeit wird in gemeinsame Ziele gefasst. Das von uns erstellte
Konzept dient als Grundlage für unse r einheitliches pädagogisches
Handeln. Für die pädagogische Arbeit mit den Kindern bedeutet der
Grundsatz der Einheit, dass ein für alle Einrichtungen einheitliches Bild
vom Kind und seiner Bildung zugrunde liegt. Diese Bild begreift das
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Kind als eigenstän digen Akteur seiner Bildungs - und
Entwicklungsprozesse. Die DRK -Kindertageseinrichtungen
bieten den Kindern die notwendigen verlässlichen sozialen
Beziehungen und ein anregendes Lernumfeld, damit sie ihre
Welt eigenständig erfahren und neue Impulse verarbe iten
können.
Universalität Die Rotkreuz - und
Rothalbmond-Bewegung ist
weltumfassend. Für die pädagogischen
Fachkräfte bedeutet das, sich darüber
bewusst zu sein, dass die DRK -
Kindertageseinrichtungen ideell und
aktiv in eine weltumfassende Institution eingebunden sind. In
den DRK -Kindertageseinrichtungen begegnen die pädagogischen Fachkräfte anderen
Menschen, Kulturen und Gesellschaften mit Interesse, Offenheit und Hilfsbereitschaft. Die
Vielfalt der Kinder und Familien ist eine große Bereicherung für d ie Gemeinschaft der
Kindertageseinrichtung. Wir arbeiten nach dem Konzept der vorurteilsbewussten Bildung: Wir
stärken die Identität aller Kinder, ermöglichen die Erfahrungen mit Vielfalt, regen das kritische
Denken über Gerechtigkeit an und setzen uns gegen Unrecht und Diskriminierung ein.
Das pädagogische DRK -Konzept für Kindertageseinrichtungen Henry + Mischi wurde von der
Musikpädagogin Elisabeth Junk und dem Illustrator Daniel Hinkenbrandt mit Vertretern des
DRK in den vergangenen Jahren entwick elt, damit Kinder und Eltern in unseren DRK -
Kindertageseinrichtungen alles über die Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes auf spielerische
Art erfahren und erleben können.
Die Rotkreuzgrundsätze (Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit ,
Freiwilligkeit, Einheit, Universalität) sind neben den Bildungsgrundsätzen die wesentliche
Grundlage für die familienunterstützende pädagogische Arbeit in den DRK -
Kindertageseinrichtungen und Familienzentren.
Die Handpuppen Henry und Mischi bringen den Kindern auf liebevolle, kindgerechte Art die
Rotkreuzgrundsätze spielerisch näher. Gleichzeitig erwerben die Mädchen und Jungen dabei
wichtige persönliche und soziale Fähigkeiten. Zum Einsatz kommen neben den Handpuppen
Henry und Mischi illustrierte Mitmac h-Abenteuerbücher zum Mitmalen, Mitsingen, Mitbasteln,
Mitraten und Mitspielen. Die Materialien und Musik -CD´s können die Kinder
auch mit nach Hause nehmen.
Durch das Spiel mit den Handpuppen Henry und Mischi werden die Kinder
selbst für eine Weile Rettungssanitäter, schauen bei der Blutspende zu, lernen
aber auch weniger bekannte Bereiche wie den Fahrdienst oder die
Rettungshundestaffel kennen. Handpuppe Henry ist dabei je nach Thema mit
unterschiedlicher Kleidung ausgestattet, z. B. als Rettungssanitäter in Einsatzkleidung oder für
den Fahrdienst ganz in weiß.
Als Nachfahre des Rot -Kreuz-Gründers Henry Dunant steckt dem 5 -jährigen Henry das Helfen
einfach im Blut. Er ist gerne mit seinem Onkel Heinrich, dem Rettungssanitäter, in den
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unterschiedlichsten DRK-Einrichtungen unterwegs. Dort erlebt er zusammen mit seinem Hund
Mischi viele Abenteuer und lernt, worauf es beim Helfen wirklich ankommt: auf ein großes Herz!
Quartiersbezug
Die Quartiersangebote unserer Einrichtung sollen besonders dazu beitra gen, Kontakte mit
anderen Eltern und Bewohnern des Viertels knüpfen zu können. Wir werden
Familienbildungsangebote wie beispielsweise generationsübergreifende Musik - und
Bewegungsprojekte anbieten und damit auch die Auseinandersetzung mit dem eigenen
Familienleben beleben und die Erziehungskompetenz von Eltern und Großeltern stärken.
Darüber hinaus werden Projekte die Vernetzung von Familien mit deren unmittelbaren
Nachbarschaft unterstützen.
Unsere Leitorientierung zum Quartiersbezug lässt sich wie folgt zusammenfassen:
Umsetzung eines standortorientierten Konzepts mit allen im Sozialraum möglichen
externen Partner und den umliegenden DRK-Einrichtungen
Konzipierung von konkreten familienorientierten Leistungen in Kooperation mit externen
Partnern
Aufbau, Pflege und Stabilisierung eines sozialen Netzwerks im Quartier
Brückenfunktion zu Ämtern und Institutionen z. B. durch Beratungsangebote
intensive Gemeinwesen- und Öffentlichkeitsarbeit
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Hierfür bringen der DRK-Kreisverband Münster e.V. und die DRK Müns ter Sozialwerk gGmbH
mit ihren multiprofessionellen Fachkräften zusätzliche Kompetenzen in das Einrichtungsteam
ein. Der Fokus liegt stets darauf, Angebote auf Grundlage der Bedarfe der Kinder und Eltern
und auch der Bewohner des Viertels zu entwickeln. Di e Bereichsleitung für Kinder, Jugend und
Familien wird diese Angebote maßgeblich inhaltlich ausrichten, koordinieren und deren
Weiterentwicklung sicherstellen.
Situationsorientierte Ansatz für die DRK -Kindertageseinrichtung am
Nordkirchenweg
Zur Umsetzung der Rotkreuz- und Rothalbmond-Grundsätze liegt dem pädagogischen Konzept
der DRK -Kindertageseinrichtungen der Situationsorientierte Ansatz zugrunde. Der
Situationsorientierte Ansatz ist keine Methode, sondern eine Grundsatzhaltung, bei der das
methodische pädagogische Handeln an erster Stelle steht. Die Bedürfnisse und Interessen der
Kinder werden zum Ausgangspunkt der pädagogischen Angebote gesetzt. Den pädagogischen
Fachkräften kommt im Situationsorientierten Ansatz die Aufgabe zu, ausgehend von
Beobachtungen und Schlussfolgerungen, das, was die Kinder an Fragen, Problemen und
Informationen einbringen, aufzugreifen und die darin enthaltenen Lernmöglichkeiten und
Erfahrungsräume zu erschließen. Der Grundsatz dieses pädagogischen Ansatzes lautet:
„Lernen in
Zusammenhängen“.
Hierbei werden alle
Dimensionen des
Wahrnehmens und
Erlebens (kognitiv,
sinnlich, körperlich,
psychisch-emotional,
individuell und sozial)
und des Ausdrucks
(sprachlich, motorisch,
musisch und kreativ)
einbezogen. Kinder
können sich f reiwillig,
selbst- und auch
fremdmotiviert ohne
Leistungsdruck
mitgestaltend einbringen.
Die Kinder werden als eigenständige Akteure in ihren Bildungsprozessen wahrgenommen und
in die pädagogische Arbeit eingebunden. Bildungs - und Lernangebote orientieren sich an dem
Lerntempo und den Interessen der Kinder. Die pädagogischen Fachkräfte begeben sich mit den
Kindern auf einen gemeinsamen Weg des Forschens, Lernens und Entdeckens. Sie sind
Vorbilder, Unterstützer, Mitspieler und Berater für die Kinder.
Die Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte liegt auch darin, den Kindern dabei zu helfen, zu
einer starken Gemeinschaft zusammen zu wachsen. Sie beraten bei Konflikten, hören zu und
unterstützen die Kinder darin, Regeln für ein soziales Miteinander zu entwickeln . Die
pädagogischen Fachkräfte helfen den Kindern dabei, ihre Fähigkeiten und Leistungen zu
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erkennen und auch zu benennen. Ziel des Situationsorientierten Ansatzes ist es, dass die
Kinder mit Freude und Stolz erkennen, dass sie der Akteur ihrer eigenen Ent wicklung sind. Die
Bildung, Erziehung und Betreuung der DRK -Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg
schließt auch Kinder mit erhöhtem Förderbedarf ein.
Schwerpunkte in der pädagogischen Konzeption der DRK-
Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg
Projektarbeit
Die Form der Projektarbeit bildet einen wichtigen Schwerpunkt im situationsorientierten
Arbeiten. Die Projektarbeit spielt zur Gewinnung von alltagsbezogenen Fertigkeiten - vor allem
aber auch für das Selbst - und Weltverständnis der Kinder - eine zentrale Rolle. Die Projekte
orientieren sich an den Lebensthemen der Kinder, werden in strukturierter Form geplant und
durchgeführt und bieten vielseitige Bildungs - und Erfahrungszugänge für die Kinder. Projekte
dauern zwischen drei und sechs Wochen und werden innerhalb einer Gruppe oder
gruppenübergreifend durchgeführt. Die Themen für die Projekte ergeben sich aus
Schlüsselsituationen mit den Kindern oder sind von den pädagogischen Fachkräften unter
Berücksichtigung der kindlichen Bedürfnisse und Intere ssen initiiert. Die Beteiligung der Kinder
an der Planung und Durchführung der Projekte ist ein wichtiger Maßstab in der pädagogischen
Projektarbeit.
Gesunde Ernährung und Bewegung
Gesunde Ernährung und viel Bewegung bilden zwei wesentliche Elemen te einer gesunden
Entwicklung von Kindern und stehen im Zusammenhang mit Gesundheit und Wohlbefinden.
Bereits in den ersten Lebensjahren
entwickeln Kinder Geschmacks-
gewohnheiten, Essverhalten und
Bewegungsverhalten, die
entscheidende Weichen für spätere
Verhaltensweisen stellen. Die Kinder
orientieren sich in der Entwicklung
dieser Verhaltensweisen und
Gewohnheiten zunächst an ihren
Eltern, Geschwistern und weiteren
wichtigen Bezugspersonen. Die DRK -
Kindertageseinrichtung am
Nordkirchenweg fördert durch
spezifische Angebote und tägliche Rituale im Kindergartenalltag das Gesundheitsbewusstsein
bei Kindern und Eltern. Die Kinder können jeden Tag Ernährung als gesunden Genuss erleben.
Mit vielen Bewegungsangeboten und einem gesunden – überwiegend zuckerfreie n –
Lebensmittelangebot wird eine gesunde Entwicklung der Kinder gestärkt. Körperbildung,
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Bewegung und Spiel sind bedeutsame Faktoren für die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes.
Sie stärken die geistigen Fähigkeiten und unterstützen die Aufnahme und Ver arbeitung neuer
Informationen. In der pädagogischen Arbeit wird das tägliche Bewegungsbedürfnis der Kinder
jeden Alters wahrgenommen und viel (Frei -)Raum und Zeit für Bewegungsmöglichkeiten
angeboten. In den pädagogischen Bewegungsangeboten werden die Kind er bei
Körpererfahrungen zur Wahrnehmung und Entwicklung eines Selbst - und Weltbildes begleitet
und motiviert. Weitere Ziele der pädagogischen Bewegungsangebote sind Erfolgserlebnisse für
Kinder zu ermöglichen und damit das Selbstbewusstsein der Kinder zu stärken.
Im angeleiteten Turnangebot der DRK -Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg können die
Kinder im großzügigen Turnraum
(ca. 55 qm²) verschiedene
Turngeräte ausprobieren und
kennen lernen. Kletter - und
Schaukelmöglichkeiten sowie
Anregungen zur Gestaltung
verschiedener
Bewegungslandschaften mit
Kästen, Bänken, Matten als auch
Musik- und Rhythmikutensilien
laden die Kinder dabei zum
kreativen und
bewegungsfreudigen Spiel ein.
Durch unsere Erfahrungswerte
als zertifizierter Bewegungskindergarten (D RK-Bewegungskita Hand in Hand , Münster -
Gievenbeck) sind wir besonders kompetent und sensibilisiert für das umfangreiche Lerngebiet
Bewegung. Wir streben ebenfalls für die Kita am Nordkirchenweg die Zertifizierung zur
Bewegungs-Kita in naher Zukunft an.
Bildungsarbeit der DRK-Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg
Das Kinderbildungsgesetz beschreibt die Frühkindliche Bildung als die aktive
Auseinandersetzung des Kindes mit seiner Umgebung auf der Grundlage seiner bisherigen
Lernerfahrungen. Selbstbildung vollzieht sich in der unmittelbaren Wahrnehmung, durch aktives
und experimentelles Handeln in Wechselseitigkeit mit den Einflüssen der Umgebung.
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Bildung wirkt darauf hin, die Kinder in der Entwicklung einer eigenständigen Persönlichkeit zu
begleiten und bei der Entwicklung seiner Kompetenzen zu fördern. In der Bildungsvereinbarung
NRW für Kindertageseinrichtungen werden folgende Bildungsbereiche unterschieden.
Bewegung
Körper, Gesundheit, Ernährung
Sprache und Kommunikation
Soziale und (inter-)kulturelle Bildung
Musisch-ästhetische Bildung
Religion und Ethik
Mathematik
Naturwissenschaft und technische Bildung
Ökologische Bildung
Medien
Diese Bildungsbereiche werden in der täglichen pädagogischen Arbeit der DRK -
Kindertageseinrichtung am Nordkirchen weg mit dem Situationsorientieren Ansatz und in der
Projektarbeit angesprochen oder gezielt gefördert.
Darüber hinaus haben einige Schwerpunkte eine besondere Bedeutung in der pädagogischen
Arbeit der DRK -Kindertageseinrichtungen in Münster und ergänzen oder vertiefen die
verschiedenen Bildungsbereiche. Diese Bereiche wurden in der pädagogischen Arbeit durch
spezifische Qualifizierung, Fortbildung oder Ausstattung professionalisiert.
Bewegung
Als zertifizierte Bewegungskita schaffen die pädagogischen Mitarbeiter*innen den Kindern
tägliche bedürfnisgerechte Bewegungsangebote und ermöglichen abwechslungsreiche
Möglichkeiten der Körpererfahrung, Wahrnehmung und Entwicklung eines Selbst - und
Weltbildes.
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Die Kinder bekommen als Entdecker und Forscher täglich die Zeit und den Raum sich im Innen-
und Außenbereich auf vielfältige Weise ihren Bedürfnissen entsprechend zu bewegen. Im
großen und abwechslungsreichen Außenspielbereich haben die Kinder die Möglichkeit
verschiedene Spielgeräte, Rutschen, Schaukeln, Fahrzeuge und Sandspiel- und Rasenflächen
zu nutzen. Spielerische Bewegung ermöglicht allen Kindern gemeinsame Erfahrungen jenseits
sprachlicher, kultureller und sozialer
Vielfältigkeit und möglicher Barrieren.
(www.Bewegungskindergarten-NRW.de)
Spielen und Gestalten
Durch eine offene Raumgestaltung und ein differenziertes Angebot von anregenden
Spielmaterialien möchten wir das freie, kreative Spielen fördern und unterstützen. „Heute viel
gespielt und noch mehr gelernt“: Besonders das freie Spiel bietet Raum für die Verwirklichung
und Entwicklung eigener Ideen und Kreativität der Kinder.
Die Gruppen sind mit vielfältigem Material der
verschiedenen Bildungsbereiche ausgestattet. Darüber
hinaus ist uns die Freiheit in der Anschaffung neuer und
an den Interessen und Spielbedürfnissen der Kinder
orientierten Spiel- und Angebotsmaterialien ein wichtiges
Qualitätsmerkmal in den DRK-Kindertageseinrichtungen.
Die pädagogischen Fachkräfte können auch ihre
eigenen fachlichen Stärken mit in die Planung des
Spielangebots einfließen lassen und Raumgestaltung gemeinsam mit den Kindern partizipativ
umsetzen.
Im angeleiteten Spielen wie zum Beispiel im Morgenkreis, in der Projektarbeit oder bei
Gesellschaftsspielen, erlernen die Kinder in der Gruppe wichtige Regeln im sozialen
Miteinander und die Einhaltung und gemeinsame Entwicklung von Regeln.
Genauso wie beim freien Spiel wollen wir den Kindern beim bildnerischen Gestalten durch
vielseitige Materialien krea tives Schaffen ermöglichen. Kinder malen, kritzeln und matschen
nach ihren eigenen individuellen Vorstellungen und Fertigkeiten. Für uns steht nicht das
Produkt im Vordergrund, sondern die Freude kreativ tätig zu sein und sich auszudrücken.
Vorgegebene Schablonen werden von uns bewusst nicht eingesetzt.
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Sprache und Sprachförderung
Eine Sprache zu erlernen ist für jedes Kind eine wichtige Herausforderung in seiner
Persönlichkeitsentwicklung, denn Sprache ist das wichtigste Werkzeug im Umgang mit anderen
Menschen und für den Ausdruck der eigenen Bedürfnisse und Interessen. Mit Sprache äußern
Kinder ihre Wünsche, sie stellen Fragen, geben Antworten, sie treten in Kontakt mit anderen
Kindern und bauen Beziehungen auf. Sprache ermöglicht jedem einzelnen Kind s ich
weiterzuentwickeln und seine sozialen Kompetenzen auszubauen.
Aus der Teilnahme am Bundesprogramm „Sprach -Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt
ist“ haben die DRK -Kindertageseinrichtungen wertvolles Fach - und Erfahrungswissen in der
Sprachförderung erworben und entsprechende individuelle Angebot e für die
Kindertageseinrichtungen erarbeitet. Die alltagsintegrierte Sprachbildung, inklusive Pädagogik
und die Zusammenarbeit mit Familien sind besondere konzeptionelle Schwerpunkte in unseren
fünf Sprach-Kitas. Eine zusätzliche Fachkraft qualifiziert in jeder Einrichtung die pädagogischen
Fachkräfte, berät und begleitet das gesamte Team auf dem Weg der Professionalisierung der
alltagsintegrierten Sprachförderung.
Die alltagsintegrierte Sprachförderung orientiert sich genau an den Bedürfnissen der Kinder und
ist von einer feinfühligen Beziehungsarbeit begleitet. Die pädagogischen Fachkräfte greifen
Situationen des Kitaalltags auf – beispielweise beim Wickeln, Anziehen oder Essen – und
setzen Impulse der S prachförderung (beispielweise sprachliche Begleitung des Handelns) und
legen großen Wert auf ihre Rolle als Sprachvorbild. Im Dialog erfahren die Kinder, dass
Sprache Spaß macht. Die Evaluation des Bundesprogramms Sprach -Kitas hat gezeigt: Eine
höhere Qual ität der Angebote alltagsintegrierten sprachlichen Bildung hat einen
unterstützenden Einfluss auf die Sprachentwicklung der Kinder.
(https://sprach-kitas.fruehe-chancen.de)
Folgende Ziele stehen für uns dabei im Vordergrund:
die Freude am Sprechen zu wecken
die Wortschatzerweiterung
die Förderung der kommunikativen Kompetenz
die Förderung des Sprachverständnisses und der Ausdrucksfähigkeit
die Förderung der Satzbildungsfähigkeit
das rhythmische Sprechen
Darüber hinaus bieten wir in unseren DRK -Kindertageseinrichtungen den Sprachförder-Ansatz
MAKATON an. Der MAKATON-Ansatz wurde vor über 30 Jahren entwickelt.
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Margaret Walker, eine Sprach - und Sprechtherapeutin (ähnlich einer hoch qualifizierten
Logopädin), hat um 1970 ein Forschungsprojekt geleitet, das zum Inhalt die Förderung von
Kindern und Erwachsenen mit erheblichen Kommunikationsproblemen durch Gebärden hatte.
Die Teilnehmer des Projektes hatten
Kommunikationsprobleme, welche verbunden waren
mit erheblichen Lernproblemen, Autismus,
Körperbehinderung und vielem mehr. Angespornt
durch die positiven Resultate, die Frau Walker mit
dem Forschungsprojekt erzielte, benutzte sie
Gebärden fortan auch in ihrer praktischen Arbeit als
Sprach- und Sprechtherapeutin.
MAKATON ist ein alltagstauglicher Sprachförder -
Ansatz, der in den DRK -Kindertageseinrichtungen
nicht nur bei Kommunikationsproblemen Anwendung
findet, sondern auch in der bilingualen Erziehung
eingesetzt wird. Beim MAKATON -Ansatz werden
drei El emente miteinander verbunden:
Sprache/Wort, Gebärde und Symbol. Gebärden sind
formbeschreibend und damit einfacher zu verstehen
und zu lernen als Worte. Die Symbole sind möglichst
unkompliziert und sind Grundlage sofortiger
Kommunikation. Ihre einfache For m und Zeichnung
ermöglicht einen flexiblen Einsatz in unterschiedlichen Arbeitssituationen in der
Kindertageseinrichtung.
Musischer Bereich
Musikpädagogische Angebote und Aktionen bieten den Kinder Möglichkeiten, schöpferisch tätig
zu sein, musikalischen, tänzerischen, emotionalen und sprachlichen Ausdruck zu erfahren.
Beim Musizieren sollen die Kinder der Kita
am Nordkirchenweg Aufmerksamkeit für
das entwickeln, was klingt. Sie erleben, wie
Dinge klingen, wie sie Töne auslösen oder
zu variieren könne n. Auch erfahren die
Kinder, dass Musik Emotionen und
Phantasien anregen und ausdrücken kann.
Geräusche, Klänge, Körperbewegung,
Worte, Rhythmen eröffnen den Kindern
neue Ausdrucks- und Erfahrungsräume.
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Damit allen Kindern der DRK -
Kindertagesein-richtungen dieselbe
Chance zur Wahrnehmung der
musikalischen Früherziehung
zuteilwird, bieten die DRK Münster
Sozialwerk gGmbH und der DRK -
Kreisverband Münster e.V. in
Kooperation mit dem Kreativ -Haus
e.V. Jugendkunstschule in Münster ein
regelmäßiges Musikpädago gisches
Angebot - kostenlos für alle Eltern - an.
Das Angebot wird nach dem Konzept „MIKA - Musik im Kita -Alltag“ durchgeführt. Der MIKA -
Ansatz orientiert sich stark an den Bedürfnissen und Interessen der Kinder und ermöglicht
ihnen einen situations- und entwicklungsgerechten Zugang zu Musik im Alltag und eröffnet auf
diese Weise einen weiteren Raum für Erfahrungen der Selbstbildung und Entwicklung von
Kindern.
In einer Gruppengröße von ca. zehn Kindern können Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren
und ebenso Kinder mit
besonderem
Förderbedarf am
Angebot in der Kita
teilnehmen. Das
Musikpädagogische
Angebot entwickelt sich in enge r Zusammenarbeit zwischen der Musikpädagogin und den
pädagogischen Mitarbeiter*innen der DRK-Kindertageseinrichtungen.
Natur und Umwelt
Das Außengelände lädt zum Toben, Bauen, Rutschen, Schaukeln, Buddeln, Matschen und
Springen ein! Regelmäßig stattfindende Waldtage sind ein wichtiges Element unserer
pädagogischen Arbeit: Natur hautnah erleben, das eigene Selbst - und Weltverstän dnis
erweitern. Beim Waldtag möchten wir die Kinder in Form der Projektarbeit und gemeinsamen
Entdeckungsreisen in ihrer kindliche n Neugierde fördern. Die pädagogische Arbeit der DRK -
Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg geht über die räumlichen Grenzen der
Kindertageseinrichtung hinaus und nutzt die natürlichen Angebote in der Natur zu motorischen
Übungen - wie beispielweise dem Balancieren auf dem Baumstamm - und fokussiert
Erfahrungen sinnlicher Wahrnehmung und Kreativität. Eng verknüpft mit den Waldt agen und
den Angeboten in der Natur ist der ökologische Bildungsbereich. Die pädagogischen Fachkräfte
vermitteln den Kindern Respekt und Achtsamkeit gegenüber der Natur und legen den
Grundstein eines ökologischen Bewusstseins und Verhaltens.
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Interkulturelle Öffnung
Der Auftrag an die Kindertageseinrichtungen hat sich im gesellschaftlichen Wandel stark
verändert. Die Anforderungen reichen heutzutage über die pädagogische Arbeit mit den
Kindern weit hinaus: Familien sollen ganzheitlich in der Bildung, E rziehung und Betreuung
unterstützt werden. Entsprechend den Grundsätzen des Deutschen Roten Kreuzes verstehen
wir es als unsere Aufgabe, den Kindern und Familien eine Betreuung anzubieten, die ihre
kulturellen und individuellen Biografien in die pädagogische Arbeit einbindet.
Mit der interkulturellen Öffnung in der Elternarbeit in der DRK -Kindertageseinrichtung am
Nordkirchenweg sollen Barrieren und Zugangshürden für Eltern mit Flucht - und
Migrationshintergrund abgebaut und die Teilnahme an den Elternange boten gestärkt werden.
Die Angebote der interkulturellen Elternarbeit sind so gestaltet, dass Eltern diese unabhängig
von ihrem kulturellen Hintergrund wahrnehmen können. Gleichzeitig nehmen sie Rücksicht auf
die besonderen Bedürfnisse und Herausforderungen von Familien mit Migrationshintergrund.
Die Mitarbeiter*innen der DRK -Kita am Nordkirchenweg können bei sprachlich bedingten
Schwierigkeiten der Eltern auf die Kulturmittler*innen der Stadt Münster zurückgreifen. Diese
können sowohl Gespräche übersetzen , als auch bei kulturell bedingten Unterschieden
vermitteln. Bei Familien mit Migrationshintergrund wird außerdem berücksichtigt, dass in
anderen Kulturen nicht ausschließlich die beiden Elternteile an der Erziehung der Kinder
beteiligt sind, sondern auch die
erweiterte Verwandtschaft zum
Erziehungssystem gehören kann. Es
gilt gemeinsam mit den Eltern - und im
Rahmen der Möglichkeiten der DRK -
Kindertageseinrichtung - zu reflektieren,
inwieweit weitere Familienangehörige
an der Bildungs - und
Erziehungspartnerschaft beteiligt
werden können.
Durch unsere positiven Erfahrungen in den Brückenprojekten in Gievenbeck, Gremmendorf und
Angelmodde, die Kinderstuben in der Wartburgschule und der Erstaufnahmeeinrichtung Oxford
sowie im Projekt „Kein Kind zurück lassen“ in der DRK -Kita Hand in Hand haben wir sehr
umfassende Konzepte entwickelt, Kinder mit Fluchterfahrung in bestehende pädagogische
Konzepte zu integrieren. Auch unsere Beteiligung an dem Bundesprogramm Sprach -Kita mit 5
DRK-Kitas in Münster ermöglicht im B ereich der kindlichen Sprachbildung eine großartige
Unterstützung für die Kinder und ihre Eltern. Durch die zusätzlich eingesetzten
Sprachförderfachkräfte bieten wir den Eltern und Kindern ein breites Spektrum an
sprachfördernden Maßnahmen z. B. in Lesepro jekten, der Einrichtung einer Bücherei und
Beratung- und Reflexionseinheiten für die Kita-Mitarbeiter*innen.
Inklusive Pädagogik
Die inklusive Pädagogik ist ein Prozess der Entwicklung und Gestaltung eines angemessenen
Bildungs-, Erziehungs- und Entwickl ungsraum für Kinder mit besonderem Förderbedarf. Eine
zusätzliche Fachkraft für Inklusion fördert den Inklusionsgedanken der gesamten DRK -
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Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg und unterstützt das Team in der pädagogischen
Arbeit mit Kindern mit Behinder ung und der Weiterentwicklung pädagogischer Qualität im
Bereich der Inklusion.
Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern ist eine wichtige Voraussetzung für die
erfolgreiche Begleitung und Förderung des Kindes . Die pädagogischen Fachkräfte vermitt eln
den Eltern in intensiven Gesprächen Sicherheit und Vertrauen und beraten sich gemeinsam
über die bestmögliche Förderung des Kindes - auch in Kooperation mit anderen Fachdiensten.
Die zusätzliche Fachkraft für Inklusion berät und begleitet Familien auch in der besonders
sensiblen Phase des Übergangs von der Kindertageseinrichtung in die Schule.
Gemäß dem
Grundgedanken inklusiver
Pädagogik soll jedes Kind
seiner individuellen
Entwicklung und seinen
Bedürfnissen entsprechend
begleitet und unterstützt
werden. Die inklusive
Pädagogik spricht nicht nur
Kinder mit Behinderung an,
sondern alle Kinder. Ein
wichtiges Anliegen in der
inklusiven Pädagogik
besteht darin, Kinder zu
befähigen, mit unterschiedlichen Fähigkeiten einander zu respektieren und ein sozial es
Miteinander in der Gruppe zu entwickeln, aufrecht zu erhalten und zu pflegen. Wir möchten die
Vorurteilslosigkeit der Kinder nutzen, um Toleranz und Akzeptanz zu fördern und zu stärken.
Die Anerkennung der Vielfalt der Lebenslagen und der Lebensentwürf e von Kindern und ihren
Familien ist die Voraussetzung zur Entwicklung einer inklusiven Haltung, einer inklusiven
Konzeption sowie einer inklusiven Handlungspraxis in der Kindertageseinrichtung.
Einrichtungen und Angebote stehen damit vor der Herausforderung, für alle Formen und Inhalte
dieser Vielfalt offen zu sein und Angebote zu eröffnen, in denen sich Menschen in ihren
Lebensbezügen diskriminierungsfrei wiederfinden und an denen sie barrierefrei teilhaben
können.
Grundlagen für eine inklusive Pädagogik in der DRK-Kita am Nordkirchenweg sind neben den
Grundsätzen des Roten Kreuzes und Roten Halbmondes die verschiedenen
menschenrechtlichen Konventionen, u.a. die UN -Kinderrechtskonvention, die UN -
Behindertenrechtskonvention und weitere Menschenrechtsabkomme n der Vereinten Nationen
sowie die EU -Grundrechtecharta und das Grundgesetz. Hieraus lässt sich die umfassende
Bedeutung von Inklusion als langfristige gesellschaftliche Aufgabe zur Umsetzung des
Menschenrechts auf Nichtdiskriminierung ablesen.
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Die pädagogische Arbeit mit Vorschulkindern
Die gesamte Kindergartenzeit ist auch Vorbereitung auf die Schulzeit und führt die Kinder in
ihrer Entwicklung zur Schulfähigkeit. Die Fähigkeit zu sozialem Verhalten und zur
Selbstständigkeit wird ganzheitlich in ihrer Entwicklung gefördert. Diese Förderung findet
individuell im Freispiel und in Kleingruppen auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt statt. Die
Projektarbeit spielt für die Vorschulkinder nochmals eine besondere Rolle. In der Projektarbeit
werden Themen u nd Bildungsbereiche in komplexerer Weise gemeinsam mit den Kindern
erarbeitet.
Im letzten Kindergartenjahr wird bei
diesen Beobachtungen dann
besonders auf die Entwicklung der
Fähigkeiten geachtet, die für die
Einschulung notwendige
Voraussetzung sind, wi e zum Beispiel
Konzentration, Aufgabenverständnis,
Sprachverhalten, Durchsetzungs -
vermögen, etc.. Für die Bildungs -
dokumentation der Vorschulkinder
werden Testungen zu den mathe -
matischen Basiskompetenzen und zur
Früherkennung von Lese-Rechtschreibschwächen durchgeführt. Bei Auffälligkeiten arbeiten die
pädagogischen Fachkräfte mit speziellen Förderprogrammen im Mathematischen - und
Sprachbereich.
Durch ein gemeinsames Übernachtungsfest mit den Vorschulkindern und den pädagogischen
Mitarbeiter*innen, wird der Ausklang der Kindergartenzeit für die Kinder gestaltet. Zusätzlich
arbeiten wir besonders eng mit den umliegenden Grundschulen zusammen und ermöglichen
damit einen möglichst individuellen und von Vorfreude geprägten Übergang.
Bildungsdokumentation der DRK-Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg
Kontinuierlich stehen wir mit den Eltern in Kontakt, um die Bildungs - und Entwicklungsprozesse
ihrer Kinder zu besprechen und die sich daraus ableitenden weiteren Bildungswege
vereinbaren zu können. Wir gest alten unsere Bildungsarbeit transparent, damit eine
gemeinsame Gestaltung der Kindergartenzeit von Eltern, Kindern und dem pädagogischen
Team in vielfältiger Weise und an den
individuellen Bedarfen des Kindes orientiert
realisierbar wird. Wir dokumentieren
Projekte oder bemerkenswerte Situationen,
an denen auch ganze Kindergruppen
beteiligt waren und die Aufschluss über
einen Bildungsprozess der Kinder geben.
Diese Erkenntnisse werden in unserer Kita
großflächig in Bild und Schrift für Eltern und
Kinder präsentiert.
DRK Münster Sozialwerk gGmbH
Kita-Konzeption zur Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg, Münster 27
Zu den Bestandteilen der Dokumentationen gehören Kinderarbeiten, Kinderäußerungen, Fotos
oder auch Videos, die den Aktionsprozess der Kinder darstellen. Die pädagogischen Fachkräfte
sind für Materialauswahl und Gestaltung der Dokumentationen v erantwortlich. Vielfach werden
die Kinder an der Dokumentationserstellung beteiligt. Gestärkt werden dadurch ihre
Eigenverantwortlichkeit und Identifikation mit ihren Handlungsprozessen und deren
Dokumentation. Sie vermittelt den Kindern Wertschätzung, Rüc kmeldung, Anlässe zur
Erinnerung. Auch für pädagogische Fachkräfte und Eltern stellen die Projektdokumentationen
wichtige Informationsquellen über das Denken, Fühlen, Können ihrer Kinder und deren
Entwicklung dar.
Für die Kinder ist die Dokumentation eine wertvolle Gelegenheit zur Erkenntnis, Reflexion und
Interpretation, vor allem aber zur Veranschaulichung eigener Erkenntnisprozesse. Indem die
Dokumentation das Gedächtnis stützt, bietet sie den Kindern die Gelegenheit sich
wiederzusehen, sich zu
kommentieren und sich
kommentiert zu sehen.
Zum Ende der
Kindergartenzeit
bekommen die Eltern
diese
Bildungsdokumentationen
ausgehändigt. Durch die
Miteinbeziehung des
einzelnen Kindes in sein
eigenes Portfolio, können
die Kinder ihre eigene
Entwicklung verfolgen
und ihr Ich -Bewusstsein
spielerisch stärken.
Darüber hinaus
unterschieden wir in der Bildungsdokumentation zwischen verschiedenen Altersgruppen: Die
Entwicklung der Vorschulkinder wird mit der Anwendung zweier Testverfahren zur
Sprachentwicklung (Bielefel der Screening) und zu den mathematischen Basiskompetenzen
(MBK 0-Test), besonders dokumentiert und bei Bedarf mit entsprechenden Förderprogrammen
gearbeitet (Hören-Lauschen-Lernen und Mengen, zählen, Zahlen). Die Entwicklung aller Kinder
wird über das gesa mte Kindergartenjahr mit teils standardisierten Beobachtungsinstrumenten
dokumentiert und die Erkenntnisse in die pädagogische Arbeit mit den Kindern umgesetzt.
Zusätzlich wird für alle Kinder das standardisierte Beobachtungsinstrument BaSiK -
Sprachbeobachtung durchgeführt.
Die DRK -Kindertageseinrichtungen legen großen Wert auf den Methoden -Mix in der
Bildungsdokumentation, um die Entwicklung des Kindes möglichst ganzheitlich und in der
Zusammenschau unterschiedlicher Momentaufnahmen darzustellen.
Ein gut er Start in die DRK -Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg :
Das Eingewöhnungskonzept
Eine sensible Eingewöhnung der Kinder liegt den pädagogischen Fachkräften besonders am
Herzen, damit sich die Kinder in der DRK -Kita am Nordkirchenweg wohl fühlen und die
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Kita-Konzeption zur Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg, Münster 28
pädagogischen Fachkräfte die Kinder in ihrer Entwicklung bestmöglich begleiten können. Auch
bietet die Eingewöhnungszeit den Eltern die Möglichkeit, gemeinsam mit ihrem Kind gut in
unserer DRK-Kindertageseinrichtung anzukommen.
Das Ziel der Eingewöhn ung liegt darin, dass das Kind zu den pädagogischen Fachkräften und
besonders zu der Bezugserzieherin /dem Bezugserzieher eine verlässliche Beziehung
aufbauen kann. Dazu braucht das Kind die Unterstützung der Eltern. Nur, wenn die Eltern ihr
Kind in der Eingewöhnung begleiten und ihm ein Gefühl der Sicherheit vermitteln, kann es sich
dem neuen Ort der Kindertageseinrichtung und den neuen Personen neugierig zuwenden. Die
Eingewöhnung in der DRK-Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg erfolgt in Anlehnung an
das Berliner Eingewöhnungsmodell.
Die Eingewöhnungszeit dauert etwa zwei bis drei Wochen. Das Kind wird von einem Elternteil
in der Eingewöhnung begleitet. In manchen Fällen dauert die Eingewöhnung von Kindern etwas
kürzer oder länger. Während d ieser Zei t soll das Kind die Räumlichkeiten, die Rituale, die
Tagesstruktur, die Regeln, die Menschen und die Angebote in Ruhe kennenlernen.
Die Eingewöhnung in unserer
DRK-Kindertageseinrichtung
am Nordkirchenweg erfolgt
nach folgender Struktur in
Anlehnung an d as Berliner
Eingewöhnungsmodell:
1. Informationen und
Absprachen
Zunächst finden gemeinsame
Gespräche zum Kennenlernen
mit den Eltern, der Leitung der
DRK-Kindertageseinrichtung
und der pädagogischen
Fachkraft statt, die als erste Bezugsperson die Kinder un d Eltern während der
Eingewöhnungszeit begleiten wird. In diesen ersten Gesprächen werden den Eltern die
Grundzüge des Eingewöhnungsmodells erläutert und gemeinsam werden die gegenseitigen
Erwartungen und Vorstellungen zur Eingewöhnung des Kindes besprochen. Ein Fragebogen für
Eltern zur Eingewöhnung des Kindes erfragt einige Informationen, die für eine gute
Eingewöhnung des Kindes wichtig sind.
2. Grundphase
Der erste Tag der Eingewöhnung sollte nicht länger als eine Stunde andauern und nur langsam
ausgedehnt werden. Am zweiten oder dritten Tag kann das Kind auch bereits in der DRK -
Kindertageseinrichtung gewickelt und/oder gefüttert werden. In den ersten drei Tagen bleibt ein
Elternteil mit dem Kind im Gruppenraum, um eine erste Vertrautheit mit dem neuen Ort, den
anderen Kindern und seiner Bezugserzieherin zu ermöglichen.
Aufgabe des Elternteils ist es, einen „sichere Hafen“ für das Kind zu bilden. Das bedeutet, dass
sich das Elternteil gegenüber dem Kind zwar passiv aber aufmerksam verhält. Sie drängen i hr
Kind nicht zu Aktionen oder Kontaktaufnahmen, sondern unterstützen das Kind und geben ihm
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Kita-Konzeption zur Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg, Münster 29
Sicherheit, indem sie positiv auf alle Signale des Kindes mit Blickkontakt, Ansprache oder
Annäherung reagieren.
Am vierten Tag findet das erste Mal eine kurze Tr ennung statt. Die erste Trennungssituation
wird vorab zwischen dem Elternteil und der pädagogischen Fachkraft besprochen. Das
Elternteil verabschiedet sich vom Kind und wartet einen kurzen Moment außerhalb der Gruppe.
Je nachdem, wie das Kind reagiert, dau ert die Trennungsphase zwi schen zwei und dreißig
Minuten.
3. Stabilisierungsphase
Wenn das Kind die Trennung akzeptiert, finden tägliche Trennungen mit zunehmender zeitlicher
Ausdehnung statt. Wichtig ist, dass sich das Elternteil immer vom Kind verabschiede t und
vielleicht sogar ein Abschiedsritual entwickelt wird.
Zum Ende der Stabilisierungsphase nimmt sich das Elternteil immer mehr zurück und gibt der
Bezugserzieherin die Möglichkeit, als Erste auf die Signale des Kindes zu reagieren. So können
die Eltern und die pädagogische Fachkraft gemeinsam daraufhin arbeiten, dass das Kind eine
verlässliche Beziehung zu seiner Bezugserzieherin aufbaut. Auch die Pflegeroutinen werden
zunehmend von der Bezugserzieherin übernommen.
4. Die Schlussphase
Die Eingewöhnung d es Kindes ist dann abgeschlossen, wenn das Kind die Bezugserzieher in
als sichere Basis akzeptiert . Die Bezugserzieherin kann das Kind auch nachhaltig trösten,
nachdem sich das Elternteil von dem Kind verabschiedet hat. Das Kind besucht die DRK -
Kindertageseinrichtung zunehmend mit Freude und fügt sich in die Gruppe ein.
In den folgenden zwei Wochen, ist es sehr wichtig, dass die Eltern telefonisch gut erreichbar
sind und das Kind bei Bedarf abholen können. Falls es den Eltern möglich ist, das Kind in den
ersten Wochen nur halbtags betreuen zu lassen, erleichtern sie ihm zusätzlich den Start in die
Kindertageseinrichtung. Ein „ Stimmungseinbruch“ bei dem Kind nach dem eigentlichen
Abschluss der Eingewöhnung ist nicht als gescheiterte Eingewöhnung zu bewerten. In diesem
Fall werden sich die Eltern mit der Bezugserzieherin austauschen und ein weiteres Vorgehen
abstimmen.
Das Betreuungsangebot der DRK-Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg
In der heutigen Zeit müssen die
Angebote in der Kinderbetreuung den
Bedürfnissen der Eltern und de m
Sozialraum angepasst werden, um
junge Familien bei der Vereinbarkeit
von Familie und Beruf zu
unterstützen. Unsere
Betreuungszeiten richten sich nach
diesem Grundsatz und werden in
Kooperation mit den Eltern und den
Mitarbeitern festgelegt.
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Kita-Konzeption zur Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg, Münster 30
Bei de r Kita am Nordkirchenweg wird es sich um eine DRK-Bewegungs-Kita mit dem
zusätzlichen konzeptionellen Schwerpunkt der Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit einer
bedarfsorientierten und flexiblen Betreuungszeit handeln.
Die Kindertageseinrichtung verfügt über 4 Gruppen mit ca. 75 Plätzen für Kinder im Alter von 1-
6 Jahren.
Die 75 Kita-Plätze verfügen über eine Betreuungszeit von max. 45 Stunden pro Woche und ein
bedarfsgerechtes zusätzliches Angebot im Rahmen der Extrazeit.
Tägliche Regel-Öffnungszeiten und flexible erweiterte Betreuungszeiten
Die Kernbetreuungszeiten richten sich nach den Grundlagen des Kinderbildungsgesetzes und
liegen in der Zeit zwischen 07: 00 bis 17:00 Uhr. Darüber hinaus wird bei Bedarf eine tägliche
Öffnungszeit von 6:00 bis 19:00 Uhr angeboten, die sich nach den konkreten Elternbedarfen zur
besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Rahmen der Extrazeit richtet. Die Planung
der flexiblen und erweiterten Öffnungszeiten erfolgt unter Berücksichti gung der Bedarfe der
Kinder, Eltern und eventuell entsprechender Firmen. Wir sind an zwei Standorten in Münster mit
dem Bundesprogramm KitaPlus „Weil gute Betreuung keine Frage der Uhrzeit ist“, welches vom
BMFSFJ gefördert wird, vertreten.
Hier bieten wir Münsteraner Eltern für ihr Kind ein flexibles oder erweitertes Betreuungsangebot
von montags bis samstags in der Zeit von 6:30 bis 20:30 Uhr an. Beratung zu den Projekt -
Konditionen erfolgt durch die Bereichsleitung , Anne Westendorf (Tel. 0251 -378822,
a.westendorf@drk-muenster.de).
Das Kindeswohl hat auch in diesem Zusammenhang oberste Priorität. Kinder haben ein Recht
darauf, gut und sicher aufzuwachsen. Es ist wichtig, dass alle Kinder in Deutsch land –
unabhängig von ihrer Herkunft – eine frühe Chance auf Bildung und Teilhabe erhalten.
Außerdem wollen Eltern, dass sich ihre Kinder zu allen Zeiten wohl fühlen. Daher müssen die
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Betreuungslösungen so gestaltet sein, dass die bestmögliche pädagogische Qualität in
kindgerechten und anregungsreichen Räumlichkeiten realisiert wird und die Kinder stets
individuell begleitet und gefördert werden.
Jahresöffnungszeiten
Mögliche Schließungszeiten in den
Schulferienzeiten bzw. eine durchgängige
jährliche Öffn ungszeit der
Kindertageseinrichtungen werden mit den
jeweiligen Eltern über Bedarfsabfragen
ermittelt und abgestimmt.
Das DRK kann durch seine vielfältigen
bereits bestehenden Angebotsstrukturen bei
Bedarf den Eltern weitere
Betreuungsmöglichkeiten anbiet en,
beispielsweise durch die Vermittlung unserer
DRK Partner -Kindertageseinrichtungen in
Münster.
Außerdem bestehen Partnerschaften mit den umliegenden Kindertageseinrichtungen, wie wir
es auch bereits mit unseren bestehenden Kindertageseinrichtungen in d en anderen Stadtteilen
in Münster erfolgreich umsetzen.
Die flexiblen und ergänzenden Betreuungszeiten werden die bestehenden Öffnungszeiten
passgenau ergänzen. Ein dadurch entstehender zusätzlicher Personalbedarf kann zeitnah
bedient werden, so dass das Ziel der Vereinbarkeit von Familie und Beruf stets erreicht wird.
Der Einsatz von qualifiziertem Betreuungspersonal ist für uns von besonderer Bedeutung, um in
der pädagogischen Arbeit zum Wohle des Kindes, insbesondere des Kleinstkindes ,
Beziehungsaufbau, Betreuungsqualität und Bildungsansprüche sicherstellen zu können.
Eine gute Balance zwischen der von den Eltern gewünschten Flexibilität, dem Recht des Kindes
auf eine gesunde Entwicklung und der Kindertageseinrichtung, die Betreuungs - und
Bildungsansprüche garantiert, ist Grundvoraussetzung für eine gute Qualität unserer
pädagogischen Arbeit.
Mahlzeiten
Frühstück
Jedes Kind bringt von zu Hause ein eigenes Frühstück mit. Hierbei wird auf ein gesundes und
ausgewogenes Frühstück wertgelegt. Getränke wi e Wasser und Früchtetee stehen in den
Gruppen zur Verfügung.
Bis 10.00 Uhr können die Kinder das offene Frühstücksangebot wahrnehmen. So haben sie
täglich die Möglichkeit zu entscheiden , wann und mit welchen Freunden sie gemeinsam essen
möchten.
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Mittagessen
Eine Hauswirtschaftskraft bereitet täglich ein ausgewogenes Mittagessen für die
Tagesstättenkinder zu, welches zum größten Teil frisch zubereitet wird. An einigen Tagen wird
es durch vorbereitete Tiefkühlkost (Apetito) ergänzt.
Die Kinder der vier Gruppen essen in der Zeit von 11.30 bis 13.00 Uhr . Sie werden in den
jeweiligen Gruppen von zwei Erzieherinnen beim Essen begleitet. An einem von den Kindern
schön gedeckten Tisch werden die Mahlzeiten eingenommen.
Die Mahlzeiten werden mit frischem Salat, Rohkost oder Gemüse ergänzt. Zum Nachtisch
erhalten die Kinder frisches Obst, Joghurt oder eine Quarkspeise. Auf kulturelle und religiöse
Besonderheiten im Umgang mit Nahrungsmitteln wird selbstverständlich Rücksicht genommen.
Ruhephasen
Nach dem Mitta gessen und dem
Zähneputzen beginnt für die Kinder die
Ruhephase.
In dieser Zeit werden in de n Gruppen oder
den Nebenräumen altersentsprechend
Geschichten und Musik zur Entspannung
gehört. Die Kinder können sich auf Decken
und Kissen ausruhen und zwei Erzieherinnen
begleiten die Phase, um eine gemütliche und
ruhige Atmosphäre zu schaffen.
Raumkonzept der DRK-Kindertagesstätte am Nordkirchenweg
In vier Kita-Gruppen können die Kinder durch spielen, ausprobieren und wahrnehmen
Erfahrungen mit unterschiedlichen Materialien, Formen und Größen sammeln.
Im Schlafraum befinden sich Kinderbetten, die jedes Kind individuell mit Kissen, Stofftieren,
Spieluhren etc., einrichten kann. Garderobe, Eigentumsfächer, sowie Bereiche des
Waschraumes sind mit Fotos der Kinde r gekennzeichnet, so dass sie sich stets eigenständig
zurechtfinden.
Geplant sind für diese vier Gruppen - Einrichtung folgende Räumlichkeiten:
- 4 Gruppenräume, incl. Garderobenbereiche
- 4 Nebenräume
- 4 Wasch-WC-Räume mit Wickelbereiche
- 1 Duschbereich
- 4 Abstellräume
- 4 Schlaf- bzw. Differenzierungsräume
- 1 großer Mehrzweckraum plus Abstellraum
- 1 Personalraum
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- 1 Personal-WC incl. Dusche
- 1 Beratungsraum
- 1 Büro
- 1 Küche incl. Abstellraum
- ein weiträumiges Außengelände
Qualitätsmanagement
Die DRK Münster Sozialwerk gGmbH entwickelte in den vergangenen Jahren neue Konzepte
für die Qualitätsentwicklung und Sicherung der pädagogischen Qualität der Arbeit in den DRK -
Kindertageseinrichtungen. In Zusammenarbeit mit den Trägervertretern ist die Leitung der DRK-
Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg verantwortlich für die Qualitätssicherung und
Entwicklung der pädagogischen Qualität in der täglichen pädagogischen Arbeit.
Alle DRK -Kindertageseinrichtungen sind durch PädQuis gGmbH in Maßnahmen zur
Qualitätsentwicklung und Sicherung von Qualität in Kindertageseinrichtungen zertifiziert.
PädQuis gGmbH ist ein Forschungs - und Entwicklungsinstitut zur Qualifikation von
Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Trägerorganisationen und pädagogischem
Personal mit dem Ziel der dauerhaften pädagogischen Qualitätssicherung.
Der Nationale Kriterienkatalog von Wolfgang Tietze und Susanne Viernickel (2016) dient der
Beschreibung von Qualität in Tageseinric htungen für Kinder. Der Nationale Kriterienkatalog
bietet mit 20 verschiedenen Qualitätsbereichen ein systematisches Instrument zur Gestaltung
pädagogischer Arbeit, Evaluation und Weiterentwicklung. Jeder Qualitätsbereich ist in eine
Checkliste mit mehrere n Qualitätskriterien überführt. Die Bearbeitung der Checkliste durch die
pädagogischen Fachkräfte und die Leitung ermöglicht eine Beschreibung von Stärken und
Schwächen und bietet eine Methode, diese gemeinsamen im Team zu diskutieren und als
Ausgangspunkt von Prozessen der Qualitätsentwicklung zu setzen.
Nach § 11 KiBiz erfordert die Umsetzung des Bildungs -, Erziehungs- und Betreuungsauftrages
eine ständige Fortbildung der mit dem Auftrag betrauten Personen. Die Sicherung und
Weiterentwicklung der pädagogi schen Arbeit in der Tagesbetreuung bedarf einer
kontinuierlichen Evaluierung. Die DRK Münster Sozialwerk gGmbH sorgt mit qualifizierter
Fachberatung für bedarfsgerechte Fortbildungsmöglichkeiten. Die Fachberatung ermittelt die
Fortbildungsbedarfe der pädagogischen Fachkräfte und setzt diese in Zusammenhang mit den
gegenwärtigen Herausforderungen in der Tagesbetreuung von Kindern und den
Qualitätsentwicklungsprozessen der DRK-Kindertageseinrichtungen um.
DRK Münster Sozialwerk gGmbH
Kita-Konzeption zur Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg, Münster 34
Der DRK-Kindertageseinrichtung werden trägerseits imm er wieder Anregungen und Methoden
zur (Selbst-)Evaluation zur Verfügung gestellt. Entsprechend der Entwicklung in Wissenschaft
und Forschung in den Feldern der Elementarpädagogik, Bildungs - und Erziehungswissenschaft
sowie auf der Grundlage wissenschaftlic h fundierter Publikationen, werden neue Wege zur
Evaluation erschlossen und in die Praxis implementiert. Instrumente der Selbstevaluation bieten
vielfältige Einsatzmöglichkeiten in der Praxis. Die Fragebögen können im Großteam, im
Kleinteam oder auch von Einzelpersonen eigenständig bearbeitet werden.
Beschwerdemanagement und Partizipation von Kindern und Eltern
Beteiligung von Kindern
Es ist unsere Aufgabe, Kindern das ihnen zustehende Recht auf Beteiligung in unserer
Einrichtung im täglichen Miteinan der spielend zu ermöglichen. Es hängt von unserer
erzieherischen Haltung maßgeblich ab, wie wir uns mit den Kindern in Beziehung setzen und
welche Beteiligungsmöglichkeiten wir ihnen eröffnen. Die Partizipation der Kinder beginnt damit,
dass die pädagogisc hen Fachkräfte ausreichend über die Rechte von Kindern informiert sind
und diese in den pädagogischen Alltag umzusetzen wissen.
Im Wesentlichen geht es darum, dass sich die Kinder an allen Aufgaben des Gruppenalltags
beteiligen können und sich somit als G estalter ihres eigenen Lebens selbstwirksam erfahren.
Dafür schaffen wir mit den Kindern Strukturen, die es ermöglichen, dass sie sich
altersangemessen passende Beteiligungsformen suchen können, z.B. in Kinderkonferenzen,
Morgenkreisen und
Projekten.
Die Leitung der DRK -
Kindertageseinrichtung am
Nordkirchenweg verständigt
sich mit ihrem Team, wie die
alters- und
entwicklungsgerechte/reifean
gemessene Beteiligung der
Kinder in der
Kindertageseinrichtung
konkret umgesetzt wird. Im
pädagogischen Alltag der
Kindertageseinrichtung gibt
es Entscheidungen, die jedes
Kind allein zu treffen hat, und Entscheidungen, die in die Verantwortung der Erwachsenen fallen
und bei denen dem Kind lediglich ein Mitbestimmungsrecht zukommt.
Die pädagogischen Fachkräfte ermutigen u nd motivieren die Kinder , die Verfahren zur
Beteiligung auch in Anspruch zu nehmen. Die Einrichtungskul tur und die Haltung der
pädagogischen Fachkräfte haben entscheiden den Einfluss auf die Nutzung von strukturell
verankerten Verfahren in Bezug auf Beschwerden und Beteiligung.
Ein wichtiges Instrument der Partizipation von Kindern der DRK -Kindertageseinrichtung am
Nordkirchenweg ist die Kinderkonferenz. Die Kinderkonferenz ist eine besondere Form des
Austauschs mit Kindern und findet wöchentlich in den einz elnen Gruppen statt. Im Stuhlkreis
DRK Münster Sozialwerk gGmbH
Kita-Konzeption zur Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg, Münster 35
gehen die pädagogischen Fachkräfte in einen intensiven Austausch mit den Kindern über deren
Wohlbefinden und Bedürfnisse. In diesem Rahmen werden die Kinder dazu motiviert, über ihre
Gefühle zu sprechen, Konflikte mit and eren Kindern oder Umständen in der DRK -
Kindertageseinrichtung anzusprechen, Beschwerden zu formulieren und gemeinsame
Lösungsansätze zu entwickeln. Außerdem werden die Kinder über die Kinderkonferenz an der
Planung und Gestaltung pädagogischer Angebote bet eiligt. Die Kinder können Wünsche zu
Angeboten oder Themen benennen bzw. auswählen. Jede Kinderkonferenz wird gemeinsam
von den Kindern und den pädagogischen Fachkräften dokumentiert. Dieses Protokoll besteht in
der Regel aus gemalten Elementen der Kinder und schriftlichen Ergänzungen der
pädagogischen Fachkräfte. Jedes Kind wird über die Funktion und den Ablauf der
Kinderkonferenz informiert.
Der Wille von Säuglingen und Kleinstkindern äußert sich in der Regel nicht sprachlich, sondern
durch Mimik, Gestik und jeden körperlichen Ausdruck von Wohl - und Unwohlsein. Für die
Partizipation der sehr jungen Kinder arbeiten und agieren die pädagogischen Fachkräfte in
hohem Maße feinfühlig. Die pädagogische Fachkraft interpretiert die kindlichen Signale aus der
Perspektive des Kindes und nicht aus der Eigenperspektive heraus. Sie reagiert angemessen
und prompt auf die Signale des Kindes, damit dieses eine Verbindung zwischen den eigenen
Signalen und der Reaktion der Bezugsperson herstellen kann. Dadurch wird das Kind in die
Lage versetzt aktiv am Geschehen teilzunehmen. Bei den Hygienetätigkeiten darf das Kind
beispielsweise mitentscheiden, von welcher pädagogischen Fachkraft das Kind gewickelt
werden möchte oder nicht. Beim Einkauf von Lebensmitteln werden die Kinder beispielweise an
der Auswahl von Lebensmitteln beteiligt.
Beteiligung von Eltern
In der Beteiligung der Eltern werden die Eltern als Mitwirkende im Betreuungs -, Erziehungs-
und Bildungsprozess der Kinder einbezogen, indem sie über Gremienarbeit angespro chen und
aktiv einbezogen werden.
Das KiBiz beschreibt in § 9a formelle Formen der Zusammenarbeit mit Eltern als Maßnahmen
zur Förderung und Sicherung der Elternmitwirkung in der Kindertageseinrichtung:
Elternversammlung, Elternbeirat, Rat der Kindertages einrichtung. Bei Wahlen in den einzelnen
Gremien haben Eltern eine Stimme je Kind. Ziel dieser Mitwirkungsgremien ist, das Interesse
der Eltern für die Arbeit der Einrichtung zu fördern und die Zusammenarbeit zwischen den
Eltern, pädagogischen Fachkräften und dem Träger zu stärken. Die Eltern werden an
Entscheidungen in wesentlichen Angelegenheiten der Erziehung, Bildung und Betreuung ihres
Kindes beteiligt. In diesen Gremien werden Eltern über unsere aktuellen Inhalte und die
pädagogische Arbeit informiert . Zusätzlich bekommen die Eltern die Möglichkeit aktiv das
Kindergartenleben mitzugestalten.
Eine Elternbeteiligung bei konzeptionellen Fragen und Neuerungen setzt dementsprechend
eine frühzeitige und umfassende Elterninformation über unsere pädagogische A rbeit auf
Elternabenden, bei alltäglichen Tür - und Angelgesprächen, auf
Elterninformationsveranstaltungen und Elternumfragen voraus.
Eltern tragen die Hauptverantwortung für die Bildung und Erziehung ihrer Kinder. Sie sind in
ihrer Elternkompetenz wertzusc hätzen, ernst zu nehmen und zu unterstützen. Teilhabe und
Mitwirkung von Eltern am pädagogischen Geschehen sind also unverzichtbarere Bestandteile
von Qualitätsentwicklungsprozessen in unserer DRK -Kindertageseinrichtung am
Nordkirchenweg. Im Sinne einer gu ten Bildungs - und Erziehungspartnerschaft ist ein
DRK Münster Sozialwerk gGmbH
Kita-Konzeption zur Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg, Münster 36
regelmäßiger Austausch z. B. über Erziehungsvorstellungen, Aktivitäten, Mittagessen,
Gestaltung der Räumlichkeiten Grundlage für eine vertrauensvolle Elternpartnerschaft und die
konzeptionelle Weiterentwicklung unserer Kindertageseinrichtung.
Beschwerdemanagement
Die Eltern sind schriftlich über das Beschwerdemanagement informiert und werden im Einzelfall
aufgeklärt. Alle Beschwerden von Eltern werden ausschließlich vom pädagogischen
Fachpersonal entgegen genommen. Die Eltern haben die Möglichkeit, ihre Beschwerde
schriftlich mit einem Beschwerdeformular an die Kita -Leitung oder an den Träger zu
kommunizieren. Die schriftlichen Beschwerden werden im ersten Schritt schriftlich beantwortet.
Hierfür verwendet die DRK -Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg einen einheitlichen
Bearbeitungsbogen für Beschwerden von Eltern. Besteht die Notwendigkeit eines persönlichen
Gesprächs, wird ein protokollierter Gesprächstermin zur Bearbeitung der Beschwerde geführt.
Das Protokoll wird von den Gesprächsteilnehmer*innen unterzeichnet. Alle Beschwerden aus
der DRK-Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg werden an den Träger weitergeleitet.
Dieses standardisierte Vorgehen vermittelt den Eltern und den pädagogischen Mitarbeiter*innen
ein hohes Maß an Sicherheit, Zuverlässigkeit und Verbindlichkeit. Die Beschwerden von Eltern
sind uns ein ernstes Anliegen und werden dementsprechend professionell bearbeitet.
Zusammenarbeit mit Eltern
Eltern haben einen Anspruch auf die rege lmäßige Information über den Stand des Bildungs -
und Entwicklungsprozesses ihres Kindes (§ 9 Abs. 1 KiBiz). Die Zusammenarbeit mit Eltern
erfordert einen regelmäßigen Dialog zwischen den pädagogischen Fachkräften und den Eltern
sowie die Achtung der elterl ichen Erziehungsentscheidungen. Mindestens einmal im
Kindergartenjahr wird ein gemeinsames geplantes Gespräch mit den Eltern über den Stand des
Bildungs- und Entwicklungsprozesses des Kindes, sowie über seine Interessen und Fähigkeiten
und geplante Maßnahm en zur gezielten Förderung des Kindes geführt. Darüber hinaus berät
und unterstützt die DRK -Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg die Eltern zu wichtigen
Fragen der Bildung, Erziehung und Betreuung des Kindes.
Die Aufnahme neuer Familien und die Eingew öhnung neuer Kinder stellt eine besonders
sensible Phase in der Zusammenarbeit mit Eltern dar. Entscheidend für eine gute
Eingewöhnung sind das konzeptionell verankerte „Berliner -Eingewöhnungsmodell“ und eine
umfangreiche persönliche und schriftliche Infor mation der Eltern sowie die transparente
Vermittlung der Handlungsschritte und Vorgehensweisen in der Eingewöhnung. Hierzu gehören
auch der Austausch zu den verschiedenen Erwartungen und Rollen der pädagogischen
Mitarbeiter*innen und der Eltern in der Eingewöhnung neuer Kinder.
Die unterschiedlichen Angebote für Eltern zeichnen eine gute Balance zwischen nieder - und
höherschwelligen Angeboten ab. In der Elternarbeit werden die Eltern durch die Vermittlung von
Informationen und Erziehungsmethoden in der Erz iehung ihrer Kinder unterstützt. Ebenso
sollen die Eltern durch die Angebote zur Reflektion ihres eigenen Erziehungsverhaltens
angeregt und begleitet werden. Bildungs -, und soziale Ressourcen der Familien werden
erkannt, genutzt und weiterentwickelt werden , um die Handlungsspielräume der Familien zu
erweitern.
DRK Münster Sozialwerk gGmbH
Kita-Konzeption zur Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg, Münster 37
Um eine möglichst umfangreiche gemeinsame Grundlage für die Bildung, Erziehung und
Betreuung der Kinder zu gewährleisten, informieren wir die Eltern umfassend über unsere
Arbeit.
Dies geschieht durch:
Aufnahmegespräche
Hospitationen
Elternsprechtage / Elternabende
Tür- und Angelgespräche
Hausbesuche
Wir ermöglichen den Eltern einen Einblick in unsere pädagogische Arbeit durch:
Infowände im Eingangsbereich
Infowände vor den Gruppen
Elternbriefe
Fotodokumentationen über einzelne Projekte / Ausflüge
Faltblatt mit Informationen über die jeweilige Gruppe
Gemeinsam erleben wir:
Elternnachmittage
Feste
Ausflüge
Die DRK -Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg steht stets in einem Prozess der
Weiterentwicklung der Angebote für Eltern und orientiert sich dabei stark an den Bedürfnissen
und dem Zeitmanagement der Familien.
Zusammenarbeit des Teams
Unsere Arbeit basiert auf den sieben
Grundsätzen des Roten Kreuzes, die in den
Statuten der Internationalen Rot kreuz- und
Rothalbmondbewegung enthalten sind:
• Menschlichkeit
• Unparteilichkeit
• Neutralität
• Unabhängigkeit
• Freiwilligkeit
• Einheit
• Universalität
Diese Leitlinie bestimmt sowohl unser pädagogisches Handeln al s auch das Miteinander in
einem multiprofessionell besetzten Team. Teamarbeit ist die Grundlage für eine gute
pädagogische Arbeit innerhalb der Einrichtung. Gegenseitige Unterstützung, Flexibilität,
Offenheit, Verlässlichkeit, genaue Absprachen und gegenseitige Akzeptanz halten wir für
unerlässlich.
DRK Münster Sozialwerk gGmbH
Kita-Konzeption zur Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg, Münster 38
Wöchentlich treffen sich alle Mitarbeiter /innen zu einer gemeinsamen Teamsitzung. Alles
Wichtige, die Vor - und Nachbereitung sämtlicher Aktivitäten, Fallanalysen und das Abstimmen
von Terminen werden dann besprochen.
Seit 2016 nehmen unsere freigestellten und stellvertretenden Kita-
Leitungskräfte an einer umfangreichen Qualitätsentwicklungsmaßnahme mit
dem Institut PädQuis erfolgreich teil . Hier erhalten wir fortlaufend sehr
wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung und Evaluation unserer pädagogischen Arbeit.
Regelmäßig werden 1-2 Konzeptionstage im Jahr durchgeführt. An diesen Tagen ist die
Einrichtung für die Kinder geschlossen. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, im Gesamtteam
wesentliche Grundlagen pädagogischer Arbeit zu planen oder unter Beteiligung der
Bereichsleiterin oder eines externen Referenten relevante Themen zu erarbeiten.
Regelmäßig finden einmal wöchentlich Kleinteamsitzungen in den einzelnen Gruppen statt.
Diese dienen dem Austausch und der Reflexion des Gruppengesc hehens und der weiteren
Planung.
Fortbildungen, Fachtagungen und Supervision werden regelmäßig von den Kita-
Mitarbeiter*innen wahrgenommen.
Unsere pädagogischen Fachkräfte werden in der täglichen pädagogischen Arbeit von zusätzlich
eingesetzten FSJ´lern und Honorarkräften unterstützt.
Zusammenarbeit mit dem Träger
In Übereinstimmung mit geltendem Landesrecht sorgt der Träger für die Einhaltung
quantitativer und qualitativer Standards auch bei der Besetzung des Personals. Er ist
verantwortlich für die
Einstellung,
Weiterqualifizierung,
Fortbildung,
Fachberatung und
Supervision der
pädagogischen
Mitarbeiter*innen.
In Zusammenarbeit
mit de n
Trägervertreterinnen
(z. B. Bereichsleitung
und pädagogische
Fachberatung) erfolgt
die Abstimmung der
pädagogischen und
organisatorischen
Arbeit. Dazu ist ein regelmäßiger monatlicher Austausch zwischen Leitung, Bereichsleitung und
DRK Münster Sozialwerk gGmbH
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Fachberatung über wichtige Belange der Arbeit in der Einrichtung notwendig. Auch
Hilfestellungen bei administrativen Aufgaben sowie bei der Unterstützung und Förderung des
Personals gehören zur gemeinsamen Zusammenarbeit.
Die Leitziele de s Trägers liegen in der Qualitätss icherung pädagogischer Qualität durch die
Entwicklung neuer Qualitätsstandards sowie in der Schaffung gleicher Entwicklungs - und
Bildungsmöglichkeiten für Kinder. D er Träger vermittelt Fachwissen an die Leitung und das
gesamte Team und erarbeitet gemeinsam mit den pädagogischen Mitarbeiter*innen
bedarfsgerechte pädagogische und personelle Konzepte zur Weiterentwicklung und Sic herung
der pädagogischen Qualität.
Nicht nur bei der Entwicklung neuer Konzeptbausteine, sondern auch bei deren Umsetzung in
die praktische Arbeit werden die pädagogischen Mitarbeiter*innen im regelmäßigen Austausch
mit der Bereichsleitung und der Fachberatung unterstützt.
Darüber hinaus gibt es R aum und Gelegenheit zur fachlichen Weiterentwicklung und
Synergieeffektiven innerhalb der DRK -Kindertageseinrichtungen mit der Initiierung von
Arbeitskreisen, beispielweise zur Sprachförderung, Inklusion und Qual itätsentwicklung, die von
unserer Fachberatung angeleitet werden . Auch ein individuelles einrichtungsbezogenes
Fortbildungskonzept wird für die DRK-Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg entwickelt.
Selbstverständlich profitiert die DRK-Kita am Nordkirchenweg auch von weiteren Arbeitsfeldern
der DRK Münster Sozialwerk gGmbH und des DRK -Kreisverbandes Münster e.V. , wie zum
Beispiel der Ärztlichen Kinderschutzambulanz oder des Autismus -Therapiezentrums, deren
Dienste wir bei Bedarf in Anspruch nehmen. Die Ärztliche Kinderschutzambulanz begleitet alle
DRK-Kindertageseinrichtungen im Kontext des Kinderschutzes in der Rolle der insoweit
erfahrenen Fachkraft bei Gefährdungseinschätzungen. Darüber hinaus bietet die Ärztliche
Kinderschutzambulanz eine anonyme Ber atung für Fachkräfte bei Fragen in Fällen des
Kindesschutzes an.
Zusammenarbeit mit dem Jugendamt
Als übergeordnete Behörde unterstützt uns das örtliche Jugendamt bei der Einhaltung aller
gesetzlichen Vorgaben und der Umsetzung des Bildungsauftrages. Di e gute Zusammenarbeit
mit dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien der Stadt Münster ist ein wesentlicher Faktor
für die erfolgreiche Umsetzung unseres pädagogischen Auftrages und Angebotes. Darüber
hinaus stehen wir zum Thema Kinderschutz in einer gel ungenen Kooperation mit dem
Jugendamt im Sinne einer gemeinsamen Verantwortungsgemeinschaft.
Zusammenarbeit mit anderen DRK- Kindertageseinrichtungen
Die Kindertageseinrichtungen und Familienzentren in Trägerschaft des DRK -Kreisverbandes
Münster und der DRK Münster Sozialwerk gGmbH stehen im regelmäßigen Dialog miteinander.
Sie unterstützen sich gegenseitig bei der Weiterentwicklung ihres pädagogischen Angebotes.
Hilfestellungen erfahren sie dabei auch durch die Bereichsleitung und der Fachberatung des
DRK-Kreisverbandes Münster e.V. in Form von individuellen Beratungsterminen,
Personalentwicklungsgesprächen, Leiter/innentagungen, Fortbildungen und Begleitung bei QM-
Prozessen.
DRK Münster Sozialwerk gGmbH
Kita-Konzeption zur Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg, Münster 40
Stadtteilbezogene Zusammenarbeit von Kindertageseinrichtungen
Auch die im Stadtteil vertretenen Kindertageseinrichtungen arbeiten trägerübergreifend
zusammen. Das geschieht zum einem in einem Arbeitskreis auf Leitungsebene und zum
anderen im pädagogischen Arbeitskreis, wo alle Institutionen vertreten sind, die im Stad tteil in
pädagogischer Hinsicht zusammenarbeiten. Dabei werden die kulturellen, sozialen un d alle
anderen Einrichtungen im Umfeld der Kita als Erfahrungsorte für die Kinder zusammengeführt
und genutzt.
Zusammenarbeit mit Fachdiensten
Wir arbeiten regelm äßig mit verschiedenen Fachdiensten zusammen, die wir als wertvolle
Unterstützung unserer Arbeit ansehen:
• den Kinderärzten
• den Logopäden
• den Ergotherapeuten
• der Frühförderstelle
• dem Kommunalen Sozialdienst ( KSD )
• der Hebammensprechstunde
• der DRK-Kinderschutzambulanz
Unsere DRK-Kindertageseinrichtungen in Münster präsentieren sich gemeinsam mit unserem
DRK- Kreisverband Münster e.V. und den dazugehörigen Einrichtungen auf unserer Homepage
im Internet unter www.DRK-muenster.de.
DRK-Familienzentrum Schatzkiste
(Gremmendorf)
DRK-Familienzentrum und Bewegungs-
Kita Hand in Hand (Gievenbeck)
DRK-Kita Wirbelwind (Sentrup)
DRK-Kita Lummerland (Hiltrup)
DRK-Kita Meerwiese (Coerde)
DRK-Kita Wolkenburg (Gievenbeck)
DRK-Kita Erphobogen (Mauritz-Mitte)
DRK-Kita Wartburg (Sentrup)
DRK Münster Sozialwerk gGmbH
Kita-Konzeption zur Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg, Münster 41
Unsere Zielsetzungen für die DRK-Kindertageseinrichtung am Nordkirchenweg
Fotos: DRK
Text und Gestaltung: Anne Westendorf
Stand: Januar 2019
Familien-
nahe
Beratungs-
angebote
selbstbe-
wusst
agierende
Kinder
multipro-
fessionelles
Team
fördernde
Bildungs-
angebote
alters-
gerechte
päd.
Konzepte
kindgerechte
pädago-
gische
Übergänge
Zielsetzungen
der DRK-Kita
am Nordkirchenweg
familien-
unter-
stützende
Netzwerke
Vereinbar-
keit von
Familie und
Beruf
Anlage 6.3 Rahmenkonzept Fröbel
71329 Zeichen
FRÖBEL-Rahmenkonzeption 2., überarbeitete Auflage Impressum Herausgeber: FRÖBEL e.V., Stefan Spieker (Vorstandsvorsitzender), Alexanderstraße 9, 10178 Berlin Redaktion: Jule Marx, Elisa Steinfeldt Autorinnen: Annegret Kieschnick, Jule Marx, Elisa Steinfeldt Beteiligte: Henrike Früchtenicht, Dr. Gudrun Rannacher, Pia Schnadt, Christine Ulbrich Satz und Grafik: LOVETO. Kommunikation, die bewegt. www.loveto.de Druck: Buch- und Offsetdruckerei H. Heenemann GmbH & Co. KG Alle verwendeten Fotos sind in FRÖBEL-Krippen, -Kindergärten und -Horten entstanden. Copyright FRÖBEL e. V. Oktober 2015, 2., überarbeitete Auflage Keine unerlaubte Vervielfältigung oder Verbreitung. Wir wünschen … … allen Kolleginnen und Kollegen viel Freude beim Lesen der zweiten Auflage der FRÖBEL- Rahmenkonzeption und Impulse, die die pädagogische Arbeit in den Kindertagesein - richtungen bei FRÖBEL bereichern. www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Seite 3 Inhalt FRÖBEL ................................................................................................................................................................................................................... 05 Kompetenz für Kinder ........................................................................................................................................................................ 05 Wie wir organisiert sind ...................................................................................................................................................................... 05 Unser Namensgeber: Friedrich Fröbel .................................................................................................................................. 07 Gemeinsame Orientierung und Vielfalt ..................................................................................................................................... 08 Leitbild und Werte ................................................................................................................................................................................. 09 Die Beteiligten: Kinder, Familien und pädagogische Fachkräfte .................................................................. 09 Was Bildung für uns ist ........................................................................................................................................................................ 11 Beziehung als Prinzip .................................................................................................................................................................... 12 Individualisierung als Prinzip ................................................................................................................................................... 13 Partizipation als Prinzip ............................................................................................................................................................... 13 Inklusion – Individualität, Vielfalt und Gemeinsamkeit ............................................................................................ 14 Das pädagogische Profil von FRÖBEL .......................................................................................................................................... 16 Fachlicher Orientierungsrahmen .............................................................................................................................................. 16 FRÖBEL-Standards ................................................................................................................................................................................. 17 FRÖBEL-Schwerpunkt Bilinguale Erziehung ....................................................................................................................... 17 Einrichtungsschwerpunkte ............................................................................................................................................................. 18 Umsetzung des pädagogischen Profils ............................................................................................................................... 19 Gestaltung des pädagogischen Alltags .................................................................................................................................... 20 Übergänge ................................................................................................................................................................................................. 21 Beobachtung und Dokumentation im Dialog ............................................................................................................... 23 Alltagsintegrierte Sprachförderung ........................................................................................................................................ 24 Zusammenarbeit mit der Grundschule ................................................................................................................................ 24 Zusammenarbeit mit Familien ..................................................................................................................................................... 25 Leitung und Team ................................................................................................................................................................................. 26 Kinderschutz ............................................................................................................................................................................................... 27 Ehrenamtliche im Alltag ................................................................................................................................................................... 29 Vereinbarkeit von Familie und Beruf ...................................................................................................................................... 30 Qualität und Qualitätsentwicklung ................................................................................................................................................ 31 Fortbildung und Wissenstransfer ....................................................................................................................................................... 33 Unterstützung vor Ort: FRÖBEL-Fachberatung ........................................................................................................................ 34 Seite 5 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 FRÖBEL Kompetenz für Kinder „Kompetenz für Kinder“ bedeutet zum einen, Kindern kompetente Er - wachsene als Bildungsbegleiterinnen und Bildungsbegleiter zur Seite zu stellen. Des Weiteren wird das Ziel von FRÖBEL deutlich, Kindern zu ermöglichen, sich in einem offenen Miteinander zu selbständigen, selbst- bewussten, vorurteilsbewussten und verantwortungsvollen Mitgliedern einer demokratischen Gesellschaft zu entwickeln. Wir nehmen damit den Auftrag wahr, Orte für Kinder und ihre Familien zu gestalten, in denen sie willkommen sind und im Mittelpunkt stehen. Chancengleichheit Gelebte Chancengleichheit heißt für uns, dass jedes Kind die Möglich - keiten erhält, die eigenen Kompetenzen zu entdecken und zu stärken und dadurch individuelle Potenziale ausbauen kann. Wir sind davon überzeugt, dass es der richtige Weg ist, hohe Qualität in der frühpä- dagogischen Bildung, Erziehung und Betreuung allen Kindern und ihren Familien zu ermöglichen. Wir leben ein inklusives Verständnis von Pädagogik, das auf einer Kultur des wertschätzenden, gleichberechtigten Miteinanders und der Teil- habe aller Kinder und Familien in der Einrichtung basiert und von Teams und Fachkräften im täglichen Handeln umgesetzt und weiterent- wickelt wird. Dazu gehört es, Gemeinsamkeiten ebenso wie Unter- schiede zu erkennen und individuelle Voraussetzungen wahrzunehmen, um das pädagogische Handeln vorurteilsbewusst daran auszurichten. à mehr unter „Inklusion – Individualität, Vielfalt und Gemeinsamkeit“ S. 14 Wie wir organisiert sind Die FRÖBEL Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbH mit Sitz in Berlin ist eine Tochtergesellschaft des FRÖBEL e. V., anerkannter freier Träger der Jugendhilfe und Mitglied im PARITÄTISCHEN Gesamtverband. FRÖBEL betreibt Krippen, Kindergärten, Horte und weitere Einrichtungen aus dem Bereich Hilfen zur Erziehung in mehreren Bundesländern Deutschlands sowie in Australien, in der Türkei und in Polen. Gegenwärtig werden circa 12.500 Kinder von mehr als 2.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in über 145 Einrichtungen betreut. Alle FRÖBEL-Krippen, -Kindergärten und -Horte sind regionalen Ge - schäftsstellen zugeordnet, die von regionalen Geschäftsleitungen Seite 6 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 geführt werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden dort direkte An - sprechpartnerinnen und Ansprechpartner in fachlichen und organisatori- schen Fragen der Region. Die fachliche Begleitung der Einrichtung findet durch eine regionale Fachberatung statt. Regionalübergreifende Themen werden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Hauptgeschäftsstelle in Berlin bearbeitet. Hierzu gehören neben den Verwaltungs- und Organi- sationsbereichen wie Personal, Controlling und Elternbeitragsverwaltung sowie Bau, Softwareentwicklung/IT und Unternehmenskommunikation/ Marketing auch die Fachabteilungen für Pädagogik und Qualitätsent - wicklung, Personalentwicklung und Fortbildung sowie Qualitätssicherung, Ehrenamt und Beschwerdemanagement. In regelmäßig stattfindenden Geschäftsleitungs- sowie Fachberatungs - konferenzen werden aktuelle Themen und Entwicklungen diskutiert und Entscheidungen für FRÖBEL getroffen. Die regionale Information und Bearbeitung von Themen erfolgt in monatlichen Leitungskonferenzen zwischen regionaler Geschäftsleitung, Fachberatung und Einrichtungs - leitung. Weitere Informationen zu FRÖBEL, Ansprechpartnerinnen und Ansprech- partnern sowie die einzelnen Standorte finden Sie unter: www.froebel-gruppe.de Seite 7 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Unser Namensgeber: Friedrich Fröbel Friedrich Wilhelm August Fröbel (1782–1852) gilt als Vater des Kinder- gartens und Pionier der Reformpädagogik. Als internationaler Ideen - geber war er Verfechter einer kindgerechten Bildung und Entwicklung. Sein Erziehungsziel war der „freie, denkende, selbsttätige Mensch“. Er forderte daher für Kinder eine Umgebung, die ihnen Handlungs-, Ge - staltungs- und Entscheidungsspielraum lässt. In dieser Umgebung hielt Friedrich Fröbel eine Erziehung von Körper, Geist und Seele, die alle Stärken des Menschen anregt, weckt und fördert, für das Beste. Friedrich Fröbel gründete Kindergärten, in denen seine Ideen von Erzie - hung umgesetzt wurden. Im Unterschied zu dem Personal der damals bestehenden Bewahranstalten für Kinder beschäftigte Friedrich Fröbel Kindergärtnerinnen, die er nach seinen pädagogischen Vorstellungen ausbildete. Hiermit legte er einen wichtigen Grundstein für die Qualifikati- on pädagogischer Fachkräfte. Das ausgebildete Personal war bereits zu dieser Zeit nicht allein für die Bildung und Erziehung der Kinder verantwort- lich. Vielmehr ging Friedrich Fröbel davon aus, dass die Kindererziehung von Familien und Bildungsinstitutionen gemeinsam gestaltet wird. Die pädagogischen Fachkräfte von FRÖBEL schaffen täglich eine an - regende Umgebung für die Kinder, um den pädagogischen Grundge - danken von Friedrich Fröbel, „freie, denkende, selbsttätige Menschen“ zu erziehen, umzusetzen und eine lebensweltorientierte Arbeit im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe wirksam zu unterstützen. Familien werden aktiv in diese Ausgestaltung eingebunden und haben die Gelegenheit, diese pädagogische Grundorientierung kennenzulernen. So können Familie und Kindertageseinrichtung als zentrale Lebensmittelpunkte von Kindern eine gemeinsame Werteorientierung ausbilden. Seite 8 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Gemeinsame Orientierung und Vielfalt Unsere Krippen, Kindergärten und Horte erstrecken sich über weite Teile der Bundesrepublik, nach Australien, Polen und in die Türkei. Den Rah - men bildet unsere gemeinsame pädagogische Orientierung, die alle Einrichtungen miteinander verbindet und zusammenhält. Diese Gemeinsamkeit ist im FRÖBEL-Leitbild beschrieben und wird in dieser FRÖBEL-Rahmenkonzeption konkretisiert. Hier sind neben Prinzipien des Umgangs und der pädagogischen Arbeit mit Kindern und deren Familien gemeinsame fachliche Themen beschrieben, die für alle FRÖBEL-Einrich - tungen eine hohe Verbindlichkeit besitzen und dabei unterstützen, den pädagogischen Alltag mit dem Anspruch bester Fachpraxis zu gestalten. Alle FRÖBEL-Einrichtungen sind individuell: schon allein deswegen, weil sie in jeweils unterschiedlich geprägten Umgebungen liegen und weil die Menschen, die sich in den Häusern aufhalten und miteinander agieren, verschieden sind. Jede Krippe, jeder Kindergarten und jeder Hort ver - fügt über eine eigene Einrichtungskonzeption. Die dort beschriebenen Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit werden von den pädagogi - schen Fachkräften zusammen mit der Leitung entwickelt. Dabei finden die Bedürfnisse aller Kinder und ihrer Familien Berücksichtigung. Die Einrichtungskonzeptionen sind darüber hinaus konkret an standortge - bundenen Voraussetzungen und Bedingungen ausgerichtet und werden kontinuierlich geprüft und entsprechend weiterentwickelt. LEITBILD EINRICHTUNGS- KONZEPTION RAHMEN- KONZEPTION Seite 9 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Leitbild und Werte Das Leitbild von FRÖBEL setzt sich aus drei Elementen zusammen: dem Unternehmensleitbild, dem Führungsleitbild und dem pädagogischen Leitbild. Das pädagogische Leitbild ist das Herzstück der Pädagogik. Es betont die Rechte von Kindern im pädagogischen Alltag in allen FRÖ - BEL-Krippen, -Kindergärten und -Horten. So unterstützen wir Kinder darin, sich zu Menschen zu entwickeln, die in gemeinsamen Aushandlungspro - zessen ihren Alltag und ihre Umgebung mitgestalten. Die Beteiligten: Kinder, Familien und pädagogische Fachkräfte In FRÖBEL-Einrichtungen ist immer viel los, denn bei uns gestalten alle Akteurinnen und Akteure das Leben in Krippe, Kindergarten und Hort gemeinsam. Kinder Kinder sind die Hauptpersonen in unseren Krippen, Kindergärten und Hor- ten. Sie sind von Natur aus neugierig und haben Lust, sich ihre Umwelt mit all ihren Facetten selbst anzueignen und diese zu gestalten. Sie wollen aktiv sein und sich bewegen und erobern sich Stück für Stück mit allen Sinnen die Welt. Kinder lernen durch eigenes Tätigsein, insbesondere auch im Spiel, indem sie ausprobieren, Erfahrungen sammeln und sich als soziale Wesen im Kontakt mit anderen Kindern und Erwachsenen erleben. Kinder wollen Spaß haben, Freunde finden, spielen und so ihre Bildungsprozesse selbst gestalten. Kinder bringen viele Fähigkeiten mit, brauchen aber andere Kinder und kompetente Erwachsene, die ihnen Anreize bieten, sie bei ihren Entde - ckungen ernst nehmen und ihre Entwicklung begleiten. FRÖBEL-Einrichtungen werden von Kindern unterschiedlichen Alters be - sucht. Die Spannbreite ist dabei sehr groß und kann von acht Wochen bis zu zwölf Jahren reichen. Der individuelle Entwicklungsstand eines jeden Kindes ist handlungsleitend für die pädagogischen Fachkräfte in unseren Einrichtungen. So wird jedes Kind in seinem persönlichen Bildungsprozess angeregt und in seiner Entwicklung dort abgeholt, wo es gerade steht. LEITBILD DER FRÖBEL-GRUPPE Unternehmensleitbild Pädagogisches Leitbild Führungsleitbild Seite 10 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Eltern und Familien Zuhause sind es in der Regel die Eltern und Familien der Kinder, die den Kindern Orientierung in ihrer Entwicklung bieten, ihnen Schutz und Ge - borgenheit geben und Bildungssituationen für sie schaffen. Zu ihnen wird das Kind immer eine besondere Beziehung haben. Aufgabe der päda - gogischen Fachkräfte ist es, diese Beziehung zu stützen und Eltern und Familien an der institutionellen Bildung, Erziehung und Betreuung ihrer Kinder zu beteiligen. à mehr unter „Zusammenarbeit mit Familien“, S. 25 Pädagogische Fachkräfte Bei der Teamzusammensetzung achten wir darauf, dass Menschen ver - schiedener Generationen, Kulturen und Ausbildungen sowie unterschied- lichen Geschlechts zusammenarbeiten. Eine respektvolle, empathische und ressourcenorientierte Grundhaltung unserer pädagogischen Fach - kräfte ist selbstverständlicher Bestandteil ihres professionellen Habitus. Das Handeln unserer pädagogischen Fachkräfte orientiert sich dabei an den Bedürfnissen der Kinder und deren Familien. Wo die Rechte von Kindern im Vordergrund stehen, fängt die Verantwortung und Herausfor- derung für die pädagogischen Fachkräfte an. In ihrem pädagogischen Selbstverständnis verstehen sie sich als Begleiterinnen, Gesprächspartner, Beobachterinnen, Lernende, Sicherheitsgeberinnen, Fragensteller und Unterstützerinnen. In unseren Krippen, Kindergärten und Horten arbeiten liebevolle und zugewandte Erwachsene, die sich ideenreich und fach - kompetent mit Kindern beschäftigen. Sie sind mit aktuellen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsthemen vertraut, bilden sich stetig fort und suchen den Erfahrungsaustausch mit ihren Kolleginnen und Kollegen. à mehr unter „Fortbildung und Wissenstransfer“, S. 33 Seite 11 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Was Bildung für uns ist Kinder haben ein natürliches Bedürfnis nach Bildung und Entwicklung und ein Recht darauf, dass sie auf diesem Weg begleitet und unterstützt werden. Sie gestalten ihre Bildungsprozesse aktiv, indem sie mit ihrer Um- gebung und den Menschen um sich herum in Kontakt treten und die Welt mit allen Sinnen entdecken und erforschen. Auf diesem Weg eignen sie sich die Welt selbsttätig an und entwickeln so ihre eigene Persönlichkeit. Wir verstehen kindliche Bildung als einen Prozess, der sowohl das Entwi - ckeln sozialer und emotionaler Kompetenzen als auch das Ausbilden motorischer, sprachlicher und kognitiver Fähigkeiten umfasst. Bildungs - prozesse von Kindern sind komplexe und ganzheitliche Prozesse, an de - nen Sinnesorgane, Körper, Sprache, Gefühle, Denken und Erinnerung beteiligt sind. Diese Bildungsprozesse vollziehen sich bei Kindern vor allem im Spiel. Wenn Kinder spielen, dann ist das nicht nur Spielerei, sondern vielmehr die Gelegenheit, sich auszuprobieren, eigene Grenzen zu erfahren, mit anderen – Kindern und Erwachsenen – in Kontakt zu treten. Die Verantwortung der pädagogischen Fachkräfte liegt darin, die räum- liche Umgebung und vor allem die Interaktionen so zu gestalten, dass die Kinder vielfältige Erfahrungen machen können. Das Selbst- und Weltverständnis von Kindern entwickelt sich immer auch in einem sozialen Kontext. Indem Kinder ihre Handlungen auf andere Menschen beziehen und ihre eigenen Handlungen bei anderen Reso - nanzen erzeugen, entdecken Kinder Selbstwirksamkeit. Wenn Kinder das Gefühl haben, dass ihnen vertraut und ihnen etwas zugetraut wird, dann gewinnen sie Sicherheit, sich Unbekanntem zuzu - wenden und sich in neuen Situationen und immer wieder anderen Kons- tellationen zurechtzufinden. Sie erleben so ihre Stärken und Möglichkeiten und gestalten mithilfe anderer Kinder und erwachsener Bezugspersonen ihre eigenen Bildungsprozesse. Aus diesem Grund sehen unsere pädagogischen Fachkräfte ihre Aufgabe darin, auf die Kinder abgestimmte Bildungsanlässe und Lernsituationen zu schaffen und so jedes Kind in seiner individuellen Entwicklung zu unter- stützen. Seite 12 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 In unseren Krippen, Kindergärten und Horten schaffen wir auf der Basis von drei Prinzipien die notwendigen Voraussetzungen, damit diese kom- plexen Bildungsprozesse angeregt und begleitet werden. ▲ Beziehung als Prinzip ▲ Individualisierung als Prinzip ▲ Partizipation als Prinzip Die Art und Weise, wie mit Kindern umgegangen wird, wie sie entspre - chend ihrer individuellen Persönlichkeit ihre Erfahrungen mitgestalten können, wie ernst sie genommen werden und mitbestimmen können, das alles sind dabei bedeutsame Faktoren. ▲ Beziehung als Prinzip Stabile emotionale und soziale Beziehungen geben dem Kind Sicherheit. Von dieser sicheren Basis aus können Kinder aktiv mit ihrer Umwelt in Kon- takt treten und diese mit all ihren Sinnen erforschen und auch verändern. Deswegen haben Kinder ein Recht auf verlässliche Beziehungen, denn diese bilden die Voraussetzung für gelingende Bildungs- und Entwick - lungsprozesse. Durch die Feinfühligkeit und emotionale Verfügbarkeit unserer pädagogischen Fachkräfte unterstützen wir diesen so bedeu - tenden Beziehungsaufbau. In den ersten Lebensjahren baut das Kind zunächst primäre Bindungen zu den Personen auf, die auf seine körperlichen und psychischen Be - dürfnisse regelmäßig eingehen. Es handelt sich dabei zumeist um die Eltern-Kind-Bindung. Zugleich entwickelt das Kind individuelle Beziehun - gen zu anderen Erwachsenen, die sich in ihrer Intensität von der Bindung zu seinen Hauptbezugspersonen unterscheiden, aber nicht weniger wichtig sind. Der Besuch einer Kindertageseinrichtung ermöglicht es einem Kind, sich in einer sozialen Gemeinschaft zu erleben, die sich vom Zusammenleben in der Familie unterscheidet. Es trifft dort auf Kinder verschiedenen Alters und verschiedener Kulturen und Herkunftsfamilien, die zum Teil gleiche, aber auch teils andere Vorstellungen und Interessen haben. Gemein - sam mit ihnen Spielideen zu besprechen, Freundschaften zu knüpfen, über die Welt zu philosophieren, aber auch Konflikte zu lösen, fördert die Persönlichkeit eines Kindes und die Entwicklung sozial-emotionaler Kompetenzen. Unsere pädagogische Aufgabe besteht darin, Kindern das Erleben trag - fähiger Beziehungen zu ermöglichen. Wir gestalten den Alltag in unseren Krippen, Kindergärten und Horten so, dass Kinder vielfältige Erfahrungen Seite 13 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 machen und sich in unterschiedlichen Beziehungen, Rollen und Formen des sozialen Miteinanders erleben können. ▲ Individualisierung als Prinzip Kinder haben ein Recht darauf, dass ihre Persönlichkeit und ihre Bildungs- und Lernprozesse berücksichtigt werden. Die pädagogische Arbeit orien - tiert sich deshalb an den Themen und Interessen der Kinder. Jedes Kind ist in der Krippe, dem Kindergarten und dem Hort Teil einer Gemeinschaft. Daraus ergeben sich Möglichkeiten, aber auch Grenzen im Hinblick auf individuelle Vorlieben und Interessen. Nicht immer können die pädagogi - schen Fachkräfte alle Bedürfnisse jedes Kindes erfüllen – entscheidend ist, dass die pädagogischen Fachkräfte diese wahrnehmen und den Kindern signalisieren, dass sie diese grundsätzlich anerkennen. Wenn sie auf die Bedürfnisse zu diesem Zeitpunkt nicht eingehen können, erklären sie die Gründe dafür. Im Sinne einer Individualisierung der pädagogischen Arbeit haben Kinder die Gelegenheit, Angebote wahrzunehmen, Materialien selbständig zu nutzen und sich für oder gegen eine Gruppenaktivität im Tagesverlauf zu entscheiden. Indem alle pädagogischen Fachkräfte die spezifischen Be- dürfnisse sowie Bildungs- und Entwicklungsthemen der Kinder erkennen, gestalten sie eine Umgebung, die die Individualität und die Bildungspro - zesse eines jeden Kindes in den Mittelpunkt stellt. ▲ Partizipation als Prinzip Kinder haben ein Recht auf Selbstbestimmung und Mitbestimmung. Sie sind zu Entscheidungen und Urteilen fähig und werden bei uns ermutigt, dies in die Gemeinschaft einzubringen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden. So entwickeln sie Vertrauen in ihre eigenen Kräfte und lernen sich selbst, aber auch das Wohl und die Wünsche anderer zu achten. Demokratie wird so schon früh erlebbar, indem Kinder die Gele- genheit haben, sich in einer von demokratischen Strukturen geprägten Umwelt auszuprobieren und diese mitzugestalten. Jedes Kind soll die Chance haben, seine Bereitschaft, seine Fähigkeiten und seine Möglichkeiten in die Entwicklung der Gemeinschaft einzubrin - gen. Dies setzt eine partizipative Grundhaltung voraus. In unseren Kinder- tageseinrichtungen schaffen wir deshalb verschiedene Situationen der Teilhabe von Kindern. Kinder werden so als Expertinnen und Experten ihrer eigenen Lebenswelt ernst genommen. Hierbei ist es wichtig, Kinder nicht einfach sich selbst zu überlassen, sondern sie entwicklungsangemessen in ihren Entscheidungsprozessen zu begleiten. Seite 14 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Durch Öffnungsprozesse in unseren Krippen, Kindergärten und Horten er- weitern wir die Erfahrungs- und Entscheidungsmöglichkeiten von Kindern, in denen sie sich erproben und zunehmend ihre Handlungsspielräume erweitern können. So unterstützen wir ihr Streben nach Unabhängigkeit und Eigenverantwortung und schaffen einen Erfahrungsraum, in dem ein selbstbestimmtes Leben innerhalb einer Gemeinschaft möglich ist. Inklusion – Individualität, Vielfalt und Gemeinsamkeit Die Heterogenität von Menschen – Kindern und Erwachsenen – ist unsere Normalität und Fundgrube für das Gestalten einer inklusiven Pädago - gik. Dort, wo Menschen zusammenkommen, treffen immer Personen unterschiedlicher Kulturen, Sprachen, Nationalitäten, Temperamenten, sozioökonomischen Hintergründen und Lebenswelten, Fähigkeiten und (biologischen und sozialen) Geschlechtern aufeinander. Wir sehen diese Heterogenität als Chance, die vielfältige Lernerfahrungen ermöglicht und neue Horizonte eröffnet. In einem offenen, wertschätzenden und gleichberechtigten Miteinander wirken wir so Benachteiligung und Dis - kriminierung aufgrund von Verschiedenheit aktiv entgegen. Wir sehen es als unseren Auftrag, die gleichberechtigte Teilhabe und ganzheitliche Förderung aller Kinder in unseren Einrichtungen zu sichern. Im pädagogischen Alltag wird die Vielfalt von Menschen in Gesprächen, Projekten, der Raum- und Materialgestaltung sowie im Spiel aufgegriffen. Mit Neugierde, Anerkennung und Wertschätzung wird Gemeinsamkeiten und Unterschieden begegnet. Kinder und ihre Familien sowie die päd - agogischen Fachkräfte sind mit ihren unterschiedlichen Kompetenzen, Stärken, Interessen und Sichtweisen in unseren Einrichtungen willkommen. Haben Kinder einen besonderen Förderbedarf, ermöglichen wir bei ent - sprechend vorhandenen Rahmenbedingungen eine bedürfnisgerechte Betreuung. Sozioökonomische Vielfalt Kinder wachsen in Familien mit vielfältigen bildungs- und sozioökono - mischen Hintergründen und Lebensformen auf. Dies bedeutet, dass die Lebenslagen der Kinder von unterschiedlichen finanziellen Ressourcen, Wohn- und Lebensumständen und Alltagserfahrungen geprägt sind. Mögliche sozioökonomische Risikolagen von Kindern und ihren Familien werden von unseren pädagogischen Fachkräften berücksichtigt, indem der pädagogische Alltag entsprechend gestaltet wird. So können pä - dagogische Angebote von allen Kindern wahrgenommen werden. Es gibt keine zusätzlichen kostenpflichtigen Angebote Dritter, es sei denn, die Teilhabe aller Kinder ist z. B. durch Spenden/Fördermitgliedschafts - beiträge oder Bildungs- und Teilhabepakete gesichert. Seite 15 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Kulturelle und religiöse Vielfalt FRÖBEL ist ein weltoffener Träger. In unseren Kindertageseinrichtungen kommen Kinder und Erwachsene unterschiedlicher Nationalitäten, Kul - turen, Ethnien und Religionen zusammen. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir mit den Kindern über verschiedene Kulturen und Religionen sprechen, sodass sie diese kennenlernen können. Wir möchten für verschiedene Weltanschauungen sensibilisieren und in - terkulturelle und religiöse Kompetenzen der Kinder und Erwachsenen för- dern. Ermöglicht wird dies über Gespräche, das Erleben unterschiedlicher Traditionen, durch das Feiern von Festen wie Ostern, Weihnachten oder dem Zuckerfest sowie durch die Präsenz der in der Einrichtung vertretenen Familiensprachen an Wänden, als Beschriftungen von Gegenständen oder in mehrsprachigen Büchern. Kinder mit besonderem Förderbedarf Alle Kinder sind in ihrer Entwicklung individuell und einzigartig. Kogniti - ve, motorische, sprachliche sowie soziale und emotionale Fertig- und Fähigkeiten werden unterschiedlich schnell entwickelt, variieren im Ent - wicklungsverlauf und sind stets verschieden stark ausgeprägt. Diese Un - terschiedlichkeit ist nicht nur zwischen Kindern, sondern auch zwischen den Entwicklungsbereichen eines jeden Kindes zu beobachten. In FRÖBEL-Einrichtungen werden alle Kinder so gefördert, dass sie ihr Entwicklungspotenzial ausschöpfen können. Sie werden dort abgeholt, wo sie in ihrer Entwicklung gerade stehen. Fördereinheiten für Kinder mit einem besonderen Förderbedarf werden, wenn möglich, in den nor - malen Alltag integriert, sodass diese nicht als separate Angebote erlebt werden, sondern als Bereicherung für alle Kinder. Geschlechtssensible Pädagogik Ein sensibler, gleichberechtigter Umgang mit Mädchen und Jungen im pädagogischen Alltag ist für uns selbstverständlich. Es geht uns darum, Mädchen und Jungen gleichermaßen alle Aktivitäten zu ermöglichen, sie dabei zu unterstützen, sich zu behaupten, sich in ihrer Geschlechts - entwicklung zurechtzufinden und eine positive Geschlechtsidentität her - auszubilden. Dabei werden ganz bewusst weder Mädchen noch Jungen von Aktivitäten ausgeschlossen, sondern explizit aufgefordert, sich zu beteiligen, sich auszuprobieren und Dinge zu wagen. Sie werden darin begleitet, eine eigenständige, selbstbestimmte Sexualität zu entwickeln und sich Freiräume zu schaffen, in denen sie Eigenständigkeit entwickeln und neue Erfahrungen erleben können. Seite 16 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Das pädagogische Profil von FRÖBEL Unser pädagogisches Profil ist durch einen verbindlichen Rahmen ge - kennzeichnet, der für alle FRÖBEL-Einrichtungen gilt. So ergibt sich eine gemeinsame Orientierung, durch die Qualität gesichert und Zusammen - gehörigkeit ausgedrückt wird. Darüber hinaus gibt es individuelle Aus - prägungen, die jede FRÖBEL-Einrichtung zu etwas Besonderem machen. Fachlicher Orientierungsrahmen Grundlage der pädagogischen Arbeit in unseren Krippen, Kindergärten und Horten sind die jeweiligen Landesgesetze und Verordnungen sowie die Bildungsprogramme der Bundesländer. Die Regelungen des SGB VIII weisen dabei Kindertageseinrichtungen bundesweit einen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag zu. Da FRÖBEL in verschiedenen Bundesländern Krippen, Kindergärten und Horte betreibt, dient der „Gemeinsame Rahmen der Länder für die frühe Bildung in Kindertageseinrichtungen“ der Jugendministerkonferenz und der Kultusministerkonferenz aus dem Jahr 2004 mit folgenden Bildungs - bereichen für uns als überregionale Orientierung: ▲ Sprache, Schrift, Kommunikation ▲ Personale und soziale Entwicklung, Werteerziehung ▲ Mathematik, Naturwissenschaft, (Informations-)Technik ▲ Musische Bildung/Umgang mit Medien ▲ Körper, Bewegung, Gesundheit ▲ Natur und kulturelle Umwelten Diese Bildungsbereiche werden von all unseren Einrichtungen je nach Ausprägung innerhalb des jeweils gültigen Bildungsprogramms umge - setzt. Unsere Aufgabe als Träger ist es, die fachlichen Kompetenzen unserer pädagogischen Fachkräfte zur professionellen Arbeit mit den Bildungsprogrammen zu stärken. Neben den Bildungsprogrammen bilden die vorliegende Rahmenkon - zeption sowie das pädagogische Leitbild einen verbindenden Rahmen für die tägliche Arbeit aller pädagogischen Fachkräfte von FRÖBEL. Seite 17 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Eine zusätzliche Orientierung gibt der Nationale Kriterienkatalog „Päda - gogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder“ (NKK; Tietze & Vierni- ckel, 20151). In ihm wird beste Fachpraxis in Kindertageseinrichtungen in sogenannten Qualitätsbereichen beschrieben. Dabei wird die konkrete Handlungspraxis von pädagogischen Fachkräften angesprochen, wobei vielfältige Themen der frühkindlichen Bildung, Erziehung und Betreuung fokussiert werden. Wiederkehrende und strukturierende Leitgesichtspunk- te gliedern die Themenkomplexe und lenken den Blick auf bedeutsame Faktoren pädagogischer Praxis, wie Erzieherin-Kind-Interaktion, Partizi - pation und Individualisierung. FRÖBEL-Standards Pädagogische Qualitätskriterien, die als sogenannte FRÖBEL-Standards einen verbindenden Charakter für alle Einrichtungen haben, konkreti - sieren das pädagogische Profil bei FRÖBEL. Unabhängig von den bun - desslandspezifischen Bildungsprogrammen finden sich so Querschnitts- themen, die in der pädagogischen Praxis in jeder Krippe, in jedem Kindergarten und in jedem Hort verankert sind. Zu den FRÖBEL-Standards gehören: ▲ Zusammenarbeit mit Familien ▲ Gesunde Ernährung ▲ Übergänge ▲ Ausstattung ▲ Beobachtung und Dokumentation ▲ Beziehung ▲ Individualisierung ▲ Partizipation ▲ Qualitätsentwicklung FRÖBEL-Schwerpunkt Bilinguale Erziehung FRÖBEL ist bestrebt, Kindern die Möglichkeit zu geben, frühzeitig eine Fremdsprache kennenzulernen. Deshalb ist bereits in einem Teil unserer Einrichtungen der FRÖBEL-Schwerpunkt Bilinguale Erziehung durch fremd- sprachige pädagogische Fachkräfte fest verankert. Zumeist können die Kinder beim Besuch einer solchen Einrichtung mit der englischen Sprache in Kontakt treten, aber auch Polnisch, Italienisch und Spanisch werden vereinzelt angeboten. Perspektivisch wird dieser Schwerpunkt in allen 1 Tietze, W. & Viernickel, S. (Hrsg.) (2015). Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder. Ein nationaler Kriterienkatalog (5., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage). Weimar, Berlin: verlag das netz. Seite 18 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 FRÖBEL-Einrichtungen aufgebaut. Das frühe Heranführen an eine weitere Sprache fördert kommunikative und sprachliche Kompetenzen der Kinder sowie die Offenheit und Fähigkeit für das Erlernen von Sprachen im Allge- meinen. Bilinguale Erziehung bietet darüber hinaus die Chance, andere Kulturen kennenzulernen und interkulturelle Kompetenzen zu erwerben. Uns kommt es darauf an, dass die Kinder in unseren Krippen, Kinder - gärten und Horten spielerisch und nach dem Prinzip „Eine Person, eine Sprache" in ihrem Alltag mit der Fremdsprache in Kontakt kommen. Auf diese Weise können sie diese Sprache beiläufig und nach den Prinzipien des Muttersprachenerwerbs kennenlernen. In Einrichtungen mit dem FRÖBEL-Schwerpunkt Bilinguale Erziehung wer - den die Kinder daher sowohl von deutschsprachigen als auch einem Anteil fremdsprachiger pädagogischer Fachkräfte begleitet. Damit sind zwei Sprachen selbstverständlicher Teil des pädagogischen Alltags und die Kinder können in Form eines „Sprachbads“ in eine Fremdsprache ein- tauchen. In der Sprachwissenschaft und Pädagogik wird dieses Konzept Immersion (lat. „Eintauchen/Einbetten“) genannt. Durch die Integration der weiteren Sprache in den Alltag ermöglichen wir allen Kindern den Zugang zu diesem Angebot – unabhängig von der finanziellen und sozi - alen Situation der Familie. Einrichtungsschwerpunkte Jede FRÖBEL-Einrichtung hat ein individuelles Profil, das sich durch Ein - richtungsschwerpunkte ausdrückt. Diese Schwerpunkte liegen z. B. im Bereich Musik, Bewegung, Medien oder stellen andere Bildungsthemen in den Mittelpunkt. Das Profil orientiert sich an den Interessen der Kinder und ihrer Familien, dem standortspezifischen Bedarf und den individu - ellen Fähigkeiten der pädagogischen Fachkräfte. Es wird fortlaufend weiterentwickelt, angepasst und in der eigenen Einrichtungskonzeption festgehalten. So unterscheiden sich FRÖBEL-Einrichtungen trotz des ge - meinsamen Orientierungsrahmens über ihr individuell ausgestaltetes und gelebtes Einrichtungsprofil. Seite 19 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Umsetzung des pädagogischen Profils Verantwortlichkeit der pädagogischen Fachkräfte Die Gestaltung des pädagogischen Alltags nach den Bildungsprogram - men, der FRÖBEL-Rahmenkonzeption, den sogenannten FRÖBEL-Stan - dards, dem Leitbild von FRÖBEL und dem Nationalen Kriterienkatalog (NKK; Tietze & Viernickel, 20152) liegt in der Verantwortung der pädago - gischen Fachkräfte in den Kindertageseinrichtungen. Durch eine qua - lifizierte Ausbildung sowie gezielte Fort- und Weiterbildungen besitzen sie die fachliche Kompetenz, um die Inhalte in den Alltag zu integrieren. Kooperationen zur Ergänzung des pädagogischen Angebots In bestimmten Bildungsbereichen arbeiten wir darüber hinaus mit ver - schiedenen Kooperationspartnern zusammen. Diese stellen fachlich fundierte Materialien zu speziellen Themenbereichen für unsere päda - gogischen Fachkräfte zur Verfügung. In Bezug auf Sprach- und Leseförderung kooperiert FRÖBEL mit der Stif - tung Lesen und entwickelt gemeinsam ergänzende Materialien für den Einsatz in der Praxis. Um den Bereich Naturwissenschaften, Mathematik und Technik zu stär - ken, kooperieren wir mit der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. Unsere pädagogischen Fachkräfte erhalten umfangreiche Anregungen, wie sie diesen Bildungsbereich noch stärker in den Alltag verankern können. Über die Möglichkeiten des naturwissenschaftlichen Experimentierens greifen sie das Bedürfnis der Kinder auf, sich die (Um-)Welt aktiv zu erschließen. Nicht zuletzt hat jede Einrichtung ein eigenes Netzwerk mit verschiede - nen Kooperationspartnern, um die Einrichtungskonzeption und eigene pädagogische Schwerpunkte zu leben. 2 Tietze, W. & Viernickel, S. (Hrsg.) (2015). Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder. Ein nationaler Kriterienkatalog (5., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage). Weimar, Berlin: verlag das netz. Seite 20 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Gestaltung des pädagogischen Alltags In FRÖBEL-Einrichtungen richtet sich die Gestaltung des pädagogischen Alltags nach den Bedürfnissen und Interessen der Kinder. Er ist geprägt durch eine Offenheit, die den Kindern die Entfaltung ihrer Persönlichkeit ermöglicht, Zeit für individuelle Bildungs- und Entwicklungsprozesse gibt und den Kontakt zu anderen Kindern und Erwachsenen fördert. Den Rahmen dafür bilden Tagesstrukturen, die durch Beständigkeit und Fle - xibilität gekennzeichnet sind, sowie anregend gestaltete Räumlichkeiten. Offen sein In unseren Kindertageseinrichtungen wird eine offene Pädagogik gelebt. Die pädagogische Arbeit ist gekennzeichnet durch eine gute Balance von Kontinuität und Veränderung, die sich am jeweiligen Bedarf der Beteiligten entwickelt. Pädagogische Fachkräfte ermöglichen aktives, selbstgesteuertes Lernen, indem sie die Bedürfnisse und Interessen der Kinder wahrnehmen und auf diese reagieren. Das bedeutet, dass sie aufbauend auf individuellen Beobachtungen Impulse setzen und dem Kind zutrauen, geleitet von seiner Neugier, selbst Interessen nachzuge - hen und sich auf diesem Weg eigene Bildungskontexte und -inhalte zu schaffen. Sie sind offen für die Ideen der Kinder und stehen ihnen über den gesamten Tag als Bezugspersonen zur Verfügung. Tagesstruktur Bei der gemeinsamen Planung von Tagesabläufen, dem Ausloten von unterschiedlichen Interessen und im Aushandeln von Konflikten erleben Kinder Wertschätzung, fühlen sich ernst genommen und lernen, Verant - wortung zu übernehmen. Wir schaffen vielfältige Möglichkeiten für die Kinder, eigenständig und spielerisch zu handeln und zu experimentieren. Zudem gibt es feste Elemente im Tagesverlauf, die den Kindern Orientie- rung und Struktur bieten. Zeit für Entwicklung Die pädagogischen Fachkräfte richten die Angebote und die Ausstat - tung an dem individuellen Entwicklungsstand der Kinder aus. Jedes Kind hat ausreichend Zeit, sich in seinem Tempo mit Inhalten und Themen zu beschäftigen, die es interessieren. Seite 21 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Gruppen von Kindern Dort, wo Menschen aufeinandertreffen, entstehen automatisch und spon- tan Gruppen. So finden sich auch in Kindertageseinrichtungen im Laufe des Tages immer wieder Gruppen von Kindern zusammen, die – zum Teil begleitet von Erwachsenen – mit einer Sache beschäftigt sind. In unseren Krippen, Kindergärten und Horten entstehen diese Gruppen nach den Interessen der Kinder und variieren im Tagesablauf in ihrer Größe und Zusammensetzung. Spielpartnerinnen und Spielpartner sind selbst ge - wählt. Über die Anregung der pädagogischen Fachkräfte können gezielt Angebote für Gruppen von Kindern unter Beachtung der individuellen Bildungsthemen gestaltet werden. Sich in einer Gruppe zu erleben, bedeutet, am sozialen Leben teilzuneh - men. In diesen vielfältigen sozialen Kontexten können Kinder wiederum neue Erfahrungen machen, verschiedene Rollen einnehmen und eigene Möglichkeiten und Grenzen erproben. Offene Räume Unsere Kindertageseinrichtungen sind auch daran zu erkennen, dass sich die Gestaltung der Räume durch eine möglichst flexible Struktur und ei - nen hohen Anregungsgehalt auszeichnet. Sie lassen zu, dass die Kinder im Laufe des Tages unterschiedlichen Interessen nachgehen können. Durch Räume mit verschiedenen Themen- und Möglichkeitsbereichen können Kinder vielfältigen Tätigkeiten nachgehen. Die Räumlichkeiten werden immer wieder den aktuellen Bedürfnissen und Interessen der Kinder, die aktiv an der Umgestaltung beteiligt sind, angepasst. Übergänge Das Leben eines Kindes ist von vielfältigen Übergängen geprägt – so auch von den klassischen Übergängen, wie zum Beispiel von der Familie in eine Kindertageseinrichtung oder von der Kindertageseinrichtung in die Schule. Auch im Tagesverlauf gibt es für ein Kind viele kleinere Über - gänge, die aus pädagogischer Sicht ebenfalls von Bedeutung sind. All diese Übergänge werden von unseren pädagogischen Fachkräften ernst genommen und professionell begleitet. Eingewöhnung Ein bedeutender Übergang im Leben eines Kindes und dessen Familie ist der von der Familie in die Krippe bzw. in den Kindergarten. Er stellt für alle Beteiligten eine große Herausforderung dar. Bei uns wird diese Zeit kompetent in Form einer individuellen Eingewöhnung begleitet. Seite 22 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Während der Eingewöhnungszeit hat das Kind ausreichend Gelegenheit, sich mit der neuen Umgebung, den dazugehörigen Personen in der Kin - dertageseinrichtung und ihren Abläufen vertraut zu machen. Auch die Familien bekommen während dieser Zeit die Möglichkeit, die Kindertages- einrichtung, die Strukturen und ihre Ansprechpersonen kennenzulernen. Eine Eingewöhnung ist dann gelungen, wenn das Kind Sicherheit und Vertrauen in seine neue Umgebung und zu seinen neuen Bezugspersonen entwickeln konnte. Auch für die Familien ist diese Zeit besonders wichtig, damit sie ihr Kind in verlässlichen Händen wissen und die pädagogischen Fachkräfte als kompetente und aussagefähige Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für ihr Kind wahrnehmen. Ein konzeptionell begründetes Eingewöhnungskonzept, das sich beispiels- weise am Berliner Eingewöhnungsmodell orientiert, erleichtert in unseren Einrichtungen diesen Übergang für alle Beteiligten. Alltägliche Übergänge Neben zeitlich begrenzten Übergängen gibt es zudem solche, die ein Kind jeden Tag durchlebt. Die morgendliche Trennung beim Bringen des Kindes muss genauso wie das Abholen professionell begleitet werden. Eine angenehme Atmosphäre, individuelle Rituale und die Gelegenheit zum Austausch erleichtern diese Übergangssituation für Kinder und Fa - milien gleichermaßen. Übergänge im Haus Um Kindern auch bei Übergängen innerhalb eines Hauses Orientierung und Sicherheit zu geben, erhalten sie die Möglichkeit, sich allmählich an die bevorstehende Veränderung zu gewöhnen. Gemeinsam mit der aktuellen pädagogischen Bezugsperson können sie die neue Umgebung erschließen, Beziehungen zu den neuen pädagogischen Fachkräften aufbauen und erste Kontakte zu neuen Spielkameraden knüpfen. Übergang in die Grundschule Ein weiterer bedeutsamer Schritt ist für jedes Kind der Übergang in die Grundschule. Daher hat die Vorbereitung auf die Schule im letzten Kin - dergartenjahr einen wichtigen Stellenwert. Wenngleich im letzten Jahr im Kindergarten Themen, die mit der Schule verbunden sind, an Bedeu - tung gewinnen, so gilt für uns immer, dass Kinder während der gesamten Krippen- und Kindergartenzeit Kompetenzen erwerben, die sie auf die Schule und auf das Leben vorbereiten. Seite 23 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Auch für die Familien ist das letzte Jahr im Kindergarten häufig mit Aufre- gung verbunden und Eltern fragen sich, ob ihr Kind ausreichend auf die Schule vorbereitet ist. Durch Entwicklungsgespräche und Veranstaltun - gen werden den Familien in dieser Zeit bedarfsgerechte Informationen zu dem Thema Übergang in die Grundschule angeboten, um dieser Sorge kompetent zu begegnen. à mehr unter „Zusammenarbeit mit der Grundschule“, S. 24 Obgleich die Neugier auf die Schule bei den meisten Kindern überwiegt, stellt der Austritt aus dem Kindergarten auch eine Trennung von Gewohn- tem und Liebgewonnenem dar. Kindern diesen Abschied von Freundin - nen und Freunden und von vertrauten erwachsenen Bezugspersonen zu erleichtern, ist Aufgabe im letzten Kindergartenjahr. Beobachtung und Dokumentation im Dialog Beobachtung und Dokumentation bildet die Grundlage für das profes - sionelle Handeln von pädagogischen Fachkräften. Wenn Kinder regel - mäßig und systematisch beobachtet werden, können ihre Bildungs- und Entwicklungsprozesse, Interessen, Stärken, Themen und Zugangswege zur Welt erkannt und von pädagogischen Fachkräften für die Gestaltung und Anregung von Projekten, Räumen, Angeboten etc. genutzt werden. Zur systematischen Beobachtung werden in FRÖBEL-Einrichtungen aner - kannte Verfahren genutzt, die individuelle Bildungs- und Entwicklungspro- zesse von Kindern abbilden können. Je nachdem, welches Ziel bei einer Beobachtung verfolgt wird, setzen unsere pädagogischen Fachkräfte ein dafür geeignetes Verfahren ein. Die Beobachtungsergebnisse werden festgehalten und bilden die Grundlage für das Ableiten pädagogischer Schritte. Auf diesem Weg können pädagogische Fachkräfte individuelle Angebote und Projekte an den Themen der Kinder ausrichten. Wichtig ist dabei, dass die Beobachtungen in erster Linie den Stärken, Interessen und Bedürfnissen der Kinder folgen. Beobachtungen werden von pädagogischen Fachkräften auch genutzt, um mit den Kindern in einen Dialog zu treten. Dadurch entsteht oft ein intensiver Austausch mit dem Kind, der zusätzliche Einblicke in seine aktuellen Interessen und Wünsche gibt. In regelmäßigen Teamsitzungen besprechen die pädagogischen Fachkräfte ihre Beobachtungen und tauschen sich zu unterschiedlichen Erfahrungen und Einschätzungen aus. Der Blickwinkel auf das Kind wird zudem durch Gespräche mit den Familien erweitert. Gleichzeitig sind die Beobachtungen Grundlage für die jährlich stattfindenden Entwicklungsgespräche. Seite 24 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Teile der Beobachtungen werden für die Kinder und Familien in einer individuellen Dokumentation der Bildungs- und Entwicklungsprozesse zu - sammengefasst. Dabei liegt das Augenmerk darauf, das Kind und dessen Familie aktiv in den Prozess einzubinden und gemeinsam zu entscheiden, welche Inhalte präsentiert und dokumentiert werden sollen. Alltagsintegrierte Sprachförderung Sprachliche Kompetenzen sind eine Schlüsselqualifikation in der Bildung von Kindern. Sie sind entscheidend, um mit anderen in Kontakt zu treten, sich mitzuteilen und um andere zu verstehen. Sprachförderung ist somit eine grundlegende Aufgabe aller Kindertageseinrichtungen. Den ge - samten Alltag für Sprachförderung zu nutzen, trägt zu einer erfolgreichen Entwicklung sprachlicher und kommunikativer Kompetenzen von Kindern bei. Dazu gehört, dass pädagogische Fachkräfte als sprachliches Vor - bild Alltagssituationen begleiten, Gespräche initiieren, weiterführende Fragen stellen, mit den Kindern zusammen denken, ihnen zuhören und ihre Themen und Interessen sprachlich aufgreifen. Auch die Gestaltung von Räumen durch Schriftzüge, Bezeichnung von Gegenständen und Darbietung von Büchern sind ein wichtiges Element der alltagsintegrier - ten Sprachförderung. Zusammenarbeit mit der Grundschule Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule ist für Kinder, deren Familien und die pädagogischen Fachkräfte ein bedeutender Schritt. Ihn gemeinsam zu bewältigen, sehen wir als spezielle Entwicklungsaufgabe im letzten Kindergartenjahr. In diesem Zeitraum unterstützen wir die an - gehenden Schulkinder mit Projekten und Ausflügen zum Themengebiet Einschulung. Dabei kooperieren die Kindergärten mit den Grundschulen der Umgebung. Besonders durch Besuche der Grundschule lernen die Kinder die neue Bildungseinrichtung kennen und können sich ein Bild davon machen, was es heißt, ein Schulkind zu sein. Begleitet und unterstützt wird dies von den pädagogischen Fachkräften aus der Einrichtung des Kindes. Parallel dazu wird angestrebt, dass Lehrerinnen und Lehrer den Kindergarten besuchen und so ein Austausch mit Kindern und den pädagogischen Fachkräften stattfindet. Familien im letzten Jahr vor der Schule intensiv zu begleiten, gelingt zum Beispiel über Elternabende und Entwicklungsgespräche, die den Schuleintritt der Kinder thematisieren. Hier haben Familien Gelegenheit, Fragen zu stellen, Ängste zu besprechen und eine kompetente Beratung durch die pädagogischen Fachkräfte in Anspruch zu nehmen. Seite 25 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Zusammenarbeit mit Familien Kinder sind immer Teil eines Familiensystems. Sie wachsen mit Mutter und Vater, bei einem alleinerziehenden Elternteil, bei einem Elternteil in neuer Partnerschaft, mit zwei Müttern oder zwei Vätern, mit Geschwistern, mit den Großeltern oder in anderen Familienkonstellationen auf. Vor dem Hintergrund vieler verschiedener Familienformen beziehen wir mehr Menschen ein, als der Begriff Eltern fasst. Die wichtigsten Bezugspersonen und Expertinnen und Experten für das Kind sind jene, die von zu Hause bekannt sind. Bildungs- und Erziehungsprozesse in Krippe, Kindergarten und Hort gelingen daher am besten, wenn sie in enger und vertrauens - voller Zusammenarbeit mit diesen Menschen erfolgen. Bildungs- und Erziehungspartnerschaft Zusammenarbeit mit Familien bedeutet für uns immer eine Bildungs- und Erziehungspartnerschaft, die zwischen pädagogischen Fachkräften, Leitung und den Familien im Sinne der Kinder besteht. Sie basiert auf einer wertschätzenden Grundhaltung, die die individuellen Erziehungs- kompetenzen der Eltern anerkennt und die Unterschiedlichkeit der fami - lialen Lebensbedingungen und Lebensentwürfe respektiert. Eine stabile Zusammenarbeit wächst in vielen kleinen Schritten des Miteinanders und der gemeinsamen Freude und braucht eine gute Gesprächskultur. FRÖ - BEL-Krippen, -Kindergärten und -Horte sind Lebens- und Erfahrungswelten von und für Kinder – und Orte, an denen Familien selbstverständlicher Teil des Geschehens sind. Dialog als Basis gelingender Zusammenarbeit Wesentlich für diese Zusammenarbeit ist zum einen der regelmäßige Dialog über die Entwicklung und die Bildungsinteressen des Kindes. Zum anderen ist es aber auch eine Verständigung über gegenseitige Erwar - tungen, familiale und kindliche Bedürfnisse sowie mögliche Probleme. Diese Gespräche finden regelmäßig und geplant statt, orientieren sich an den Themen der Kinder und nehmen den Bedarf der Familien und der Einrichtung auf. Den grundlegenden Rahmen bilden ein ausführli - ches Aufnahmegespräch zur Vorbereitung der Eingewöhnung sowie das mindestens einmal jährlich stattfindende Entwicklungsgespräch, in dem aktuelle Themen, Stärken und Entwicklungspotenziale des Kindes bespro- chen werden. Der Erziehungsdialog lebt von gegenseitigem Vertrauen, guten Kommunikationsstrukturen und dem Anspruch, dass die Bezugs - personen des Kindes kontinuierlich über die pädagogische Arbeit und das Alltagsgeschehen in der Kindertageseinrichtung informiert werden. Die transparente Gestaltung der pädagogischen Arbeit gehört ebenso zu den Eckpfeilern einer gelingenden Zusammenarbeit. Anhand von Dokumentationen in Form von Fotostrecken oder -reihen, Projektmappen Seite 26 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 oder kurzen Alltagsanekdoten werden Erlebnisse, Projekte und Momente des Alltags sichtbar gemacht. Beteiligung von Familien Familien sind willkommen, sich in die Gestaltung des pädagogischen All- tags einzubringen und eingeladen, an Bildungsangeboten mitzuwirken. à mehr unter „Ehrenamtliche im Alltag“, S. 29 Unsere Krippen, Kindergärten und Horte sind als Bildungseinrichtungen auch immer Begegnungsräume für Eltern und Familien. Sie ermöglichen den Aufbau von Kontakten und Netzwerken. Dazu tragen auch ge - meinsame Veranstaltungen wie Feste, Elternabende und gemeinsame Projekte bei. Die Beteiligung der Eltern erfolgt darüber hinaus in Mitwir - kungsgremien, die durch die jährliche Wahl der Elternvertretungen und Gesamtelternvertretungen (Elternbeirat) besetzt werden. Elternbeschwerden werden im Rahmen des FRÖBEL-Beschwerdema - nagements auf allen Ebenen zeitnah, verantwortungsbewusst und aufklä- rend bearbeitet und als Impuls zur Veränderung unserer Arbeit gewertet. Leitung und Team Eine funktionierende Zusammenarbeit aller Mitarbeiterinnen und Mit - arbeiter einer Einrichtung ist Grundlage für die Qualität des Alltags. Die Verantwortung hierfür liegt bei der Leitung und bei jeder einzelnen pä - dagogischen Fachkraft, die sich engagiert und eigenverantwortlich in den gesamten Prozess einbringt. Die Herausbildung einer gemeinsamen Teamkultur sowie einer ressourcenorientierten Zusammenarbeit, die die gesamte Einrichtung in den Blick nimmt, ist dabei ein anspruchsvoller Prozess, zu dem Leitung, pädagogische Fachkräfte, Küchenpersonal wie auch technische Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen einen Beitrag leisten. Alle sind durch ihre Haltung und ihre Handlungen Vorbilder für Kinder und deren Familien. Sie sorgen für eine offene und beteiligungsfreundliche Atmosphäre, in der die Bedürfnisse der Kinder wahrgenommen werden und in der eine Partizipationskultur im Team, mit den Kindern und ihren Familien entsteht. Kinder erhalten außerdem die Möglichkeit, ihre Rech - te, wie sie im Leitbild formuliert sind, kennenzulernen und zu leben. Bei Veränderungen im Haus wird die Perspektive der Kinder stets mitgedacht. Die pädagogischen Aufgaben und Ziele werden durch eine interne Organisationsstruktur unterstützt, die den Informationsfluss zwischen den Teammitgliedern sicherstellt und einen regelmäßigen fachlichen Aus - tausch sowie gemeinsame Reflexionen ermöglicht. Seite 27 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Die Einrichtungsleitung nimmt in der Planung und Gestaltung aller Prozesse eine besondere Rolle ein. Ihre Aufgabe ist es, durch transparentes und klares Führungshandeln alle Beteiligten einzubinden und Impulse für die (Weiter-)Entwicklung der pädagogischen Arbeit zu geben. Sie trägt die Verantwortung dafür, die Bedingungen für eine fachlich hochwertige Pädagogik bei FRÖBEL bereitzustellen, die die gesamte Einrichtung und die Kinder mit ihren Familien in den Blick nimmt und so optimale Bildungs- und Entwicklungschancen der Kinder ermöglicht. Kinderschutz Das Wohl und der Schutz der uns anvertrauten Kinder ist für uns oberstes Gebot. In allen Krippen, Kindergärten und Horten gilt das FRÖBEL-Kin - derschutzkonzept: „Kinder schützen – Eltern unterstützen – Erzieherinnen und Erzieher stärken“. Handeln bei Anzeichen von Kindeswohlgefährdung Ein FRÖBEL-Kinderschutzordner dient als Nachschlagewerk und Orien - tierungshilfe. Dort sind die Verantwortlichkeiten auf Einrichtungsebene und im FRÖBEL-Kinderschutznetzwerk, die Verfahrensabläufe und die Dokumentation sowie ggf. die Meldung an das zuständige Jugendamt verbindlich geregelt. Bei Anzeichen einer möglichen Kindeswohlge - fährdung bei von uns betreuten Kindern und Familien erfolgt eine Risiko- abschätzung unter Hinzuziehung der internen regionalen FRÖBEL-Kin - derschutzfachkräfte und ggf. der zentralen Kinderschutzkoordinatorin sowie externer Fachstellen vor Ort. Ziel ist es, durch die vertrauensvolle Einbeziehung der Familien die Gefährdung abzuwenden. Sollte dies nicht gelingen, werden weitere Wege aufgezeigt. Im Kontakt mit dem zustän- digen Jugendamt streben die FRÖBEL-Fachkräfte eine Lotsenfunktion an. Gewaltfreie Erziehung bei FRÖBEL Kinderschutz heißt für uns auch, dass alle in den FRÖBEL-Einrichtungen Tätigen selbstverständlich gewaltfrei mit den ihnen anvertrauten Kindern umgehen. In einem gemeinsamen Fachaustausch und dem kontinuierlich geführten Reflexionsprozess im Team überprüfen sie ihre Haltung sowie die Wirkung ihrer Worte und ihres Handelns. Dieser in allen FRÖBEL-Einrich- tungen installierte Teamprozess stellt sicher, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich der Thematik sowie ihrer Verantwortung bewusst sind und sich nicht nur aus akutem Anlass damit auseinandersetzen. Zusätzlich zu diesem Teamprozess geht FRÖBEL über die gesetzliche For - derung nach der Vorlage des erweiterten Führungszeugnisses hinaus. So verpflichten sich die pädagogischen Fachkräfte sowie die längerfristig Seite 28 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 tätigen Praktikantinnen oder Praktikanten bei FRÖBEL mit einer „Persön- lichen Erklärung zum Kinderschutz“, das Recht der Kinder auf gewaltfreie Erziehung und ihren Schutz vor Missbrauch in jeglicher Form anzuerken - nen und umzusetzen. Kindliche Sexualität und körperliche Selbstbestimmung Das FRÖBEL-Kinderschutzkonzept und das FRÖBEL-Leitbild bieten auch den Rahmen für die ganzheitliche Bearbeitung von Themen der ge - schlechtersensiblen Pädagogik und Sexualpädagogik sowie zum fairen Miteinander der Kinder und zur Problematik sexueller Übergriffe von Kin - dern untereinander. Es geht darum, dass die pädagogischen Fachkräfte im Team zunächst eine gemeinsame Haltung entwickeln, altersangemes- sene sexuelle Aktivitäten von Übergriffen unterscheiden sowie zeitnah und angemessen darauf reagieren können. Sexuelle Übergriffe werden als Gewaltthema mit besonderer Spezifik betrachtet. Konfliktpräventions- und Konfliktlösungsstrategien werden ebenso gemeinsam mit den Kindern erarbeitet wie die Regeln zu den sogenannten Doktorspielen. Kinder und auch deren Familien sollen die Erwachsenen zu diesen Problematiken als offen und ansprechbar wahrnehmen, die ihr Anliegen ernst nehmen und ihnen Sicherheit bieten. Präventiver Kinderschutz Pädagogische Arbeit bewegt sich oft im Spannungsfeld zwischen Nähe und Distanz. Die Sicherheit für Kinder und das Handeln der Fachkräfte werden gestärkt, wenn es im Team ein Bewusstsein für risikobelastete Alltagssituationen gibt und regelmäßige Reflexionsprozesse stattfinden. Darüber hinaus gibt es in allen Einrichtungen verbindliche Regeln im täglichen Umgang, z. B. dass Kinder nicht mit Koseworten angesprochen werden oder unbekleidet umherlaufen. Grenzsetzungen sind pädagogisch begründet und werden im Team und im Dialog mit den Eltern abgestimmt. Unbeabsichtigte grenzwerti - ge Situationen werden gegenüber den Kindern und ihren Eltern zeitnah und proaktiv kommuniziert. Das schafft Vertrauen und beugt Missver - ständnissen vor. Wenn Grenzverletzungen gegenseitig niedrigschwellig angesprochen werden, erfahren Kinder dadurch ihr Recht auf körperliche Selbstbestimmung. Eltern erleben, dass die Fachkräfte mit den ihnen anvertrauten Kindern verantwortlich umgehen. Seite 29 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Umgang mit Beschwerden Beschwerden im Rahmen des Kinderschutzes werden vertrauensvoll, verantwortlich und immer mit der nötigen Ernsthaftigkeit behandelt. Ziel ist es, jederzeit den Schutz der Kinder in den Krippen, Kindergärten und Horten zu gewährleisten, Missstände schnellstmöglich abzubauen und in der Konsequenz präventiv zu wirken. Gemeinsam mit den Kindern werden entwicklungsangemessene Formen der Beteiligung und offenen Kommunikation gefunden und etabliert. So bekommen sie die Möglich - keit, sich zu äußern, wenn ihnen etwas unangenehm ist und sie in ihren Gefühlen verletzt sind. Auch für die Familienangehörigen der Kinder sind innerhalb der FRÖBEL-Gruppe klare Strukturen vorhanden, die es ihnen ermöglichen, auf direktem Wege Bedenken und Beschwerden zu äußern. Ehrenamtliche im Alltag Die pädagogische Arbeit in unseren Krippen, Kindergärten und Horten kann und soll durch ehrenamtliche Tätigkeiten von Familien und anderen Freiwilligen unterstützt und bereichert werden. Auf diese Weise werden zusätzliche Bildungsmöglichkeiten und Erfahrungen für Kinder geschaf - fen. Die Förderung ehrenamtlichen Engagements gehört daher zum Selbstverständnis jeder FRÖBEL-Einrichtung – sie soll die hauptamtliche pädagogische Tätigkeit ergänzen, nicht ersetzen. Eltern und Familien erhalten durch eigenes ehrenamtliches Engagement die Möglichkeit, den Alltag des eigenen Kindes mitzuerleben und aktiv zu bereichern. Darüber hinaus begrüßen wir in unseren Kindertageseinrich - tungen Menschen aller Altersgruppen, aus verschiedenen Kulturen und Berufen, die Interesse an einer ehrenamtlichen Tätigkeit haben. Im pädagogischen Alltag unterstützen ehrenamtlich Tätige bei besonde- ren Projekten. Sie bringen ihre Kompetenzen und Fähigkeiten beispielswei- se im Sport oder durch musikalische Aktivitäten ein oder lesen Kindern vor. Ehrenamtliche werden in FRÖBEL-Einrichtungen in die bestehenden Struk- turen eingebunden, fachlich vorbereitet und begleitet. Auf diese Weise erhalten sie wichtige Informationen und werden in die Teams der Krippen, Kindergärten und Horte integriert. Seite 30 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Vereinbarkeit von Familie und Beruf Viele Familien stehen vor der besonderen Herausforderung, Berufsleben und Familienleben miteinander in Einklang zu bringen. Um diese Ansprü - che verwirklichen zu können, brauchen sie Unterstützung vonseiten der Kindertageseinrichtung. Als familienunterstützender Dienstleister nehmen wir die damit verbundene Verantwortung wahr und reagieren engagiert auf die Wünsche und Bedürfnisse berufstätiger Eltern. Wir passen unsere Angebote und Öffnungszeiten an die Familien an. Schließtage aufgrund von Teamfortbildungen oder Brückentagen wer - den langfristig angekündigt, damit Familien sich darauf einstellen können. Kooperationen mit Unternehmen Unser Ziel ist es auch, Wünsche und Belange von Unternehmen sowie berufstätiger Eltern in eine optimale Betreuungslösung zu integrieren. Vor diesem Hintergrund haben viele unserer Einrichtungen Partnerschaften zu Unternehmen aufgebaut. Arbeitgeber und Kindertageseinrichtung arbeiten gemeinsam daran, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. Seite 31 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Qualität und Qualitätsentwicklung Kinder, die eine Krippe, einen Kindergarten oder einen Hort der FRÖBEL-Gruppe besuchen, erhalten ein hochwertiges pädagogisches Angebot. Die Qualität der pädagogischen Arbeit ist durch einen gemein- samen Orientierungsrahmen definiert und wird durch die FRÖBEL-Stan - dards betont. Durch den Einsatz verschiedener Verfahren zur internen und externen Evaluation wird die pädagogische Qualität stetig weiter - entwickelt und gesichert. Damit sind Qualitätsentwicklungsmaßnahmen verankert, die zwei unterschiedliche Perspektiven auf das System einer Kindertageseinrichtung ermöglichen und sich sinnvoll ergänzen. Interne und externe Evaluation Einen fachlichen Rahmen für die Qualitätsentwicklung und -sicherung bildet der NKK (Tietze & Viernickel, 2015 3). In seinen Qualitätsbereichen wird beste Fachpraxis durch konkrete Handlungsempfehlungen für pä- dagogische Fachkräfte beschrieben. Mittels der Checklisten des dazuge- hörigen Handbuchs „Pädagogische Qualität entwickeln“ (Tietze, 2013 4) schätzen die Teams ihre pädagogische Arbeit selbst ein. Durch diese regelmäßig durchgeführten internen Evaluationen werden verstärkt die Verantwortung und die fachliche Kompetenz des pädagogischen Per - sonals unseren Kindertageseinrichtungen für die Sicherung der Qualität ihrer Arbeit betont. Mithilfe verschiedener Methodenbausteine des Hand- buchs werden auf Basis der Ergebnisse Qualitätsentwicklungsprozesse angestoßen, die in Zielvereinbarungen festgelegt und durch geplante Umsetzungsschritte ausgeführt werden. Auf der anderen Seite wird die externe Evaluation als fester Bestandteil der Qualitätsentwicklung und -sicherung genutzt. Durch eine objektive und unabhängige Expertensicht von außen erhalten die Teams weitere wertvolle Impulse als Ausgangspunkt zur Weiterentwicklung der päda - gogischen Arbeit. 3 Tietze, W. & Viernickel, S. (Hrsg.) (2015). Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder. Ein nationaler Kriterienkatalog (5., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage). Weimar, Berlin: verlag das netz. 4 Tietze, W. (Hrsg.) (2013). Pädagogische Qualität entwickeln. Praktische Anleitung und Methoden - bausteine für die Bildung, Betreuung und Erziehung in Tageseinrichtungen für Kinder von 0-6 Jahren (3., Auflage). Berlin: Cornelsen. Seite 32 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Eltern- und Mitarbeiter*innenbefragung Des Weiteren ist die regelmäßig stattfindende Eltern- und Mitarbeiter*in - nenbefragung fester Bestandteil des Systems der Qualitätsentwicklung und -sicherung. Die Ergebnisse der Befragungen geben wertvolle Rück - meldungen, aus denen sich durch kritische Auseinandersetzungen Verän- derungen entwickeln lassen, die wiederum als verbesserte Bedingungen nicht nur Kindern und deren Familien, sondern auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zugutekommen. Seite 33 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Fortbildung und Wissenstransfer Um Kindern die Möglichkeit zu geben, sich ihren Bedürfnissen und Inter - essen entsprechend entwickeln zu können, arbeiten wir in einem stetigen Prozess an der Weiterentwicklung und Verbesserung unserer Qualität. Dazu gehören insbesondere auch Angebote zur Fort- und Weiterbildung sowie eine gemeinsame Reflexion des pädagogischen Handelns und fachliche Profilierung in den Teams der FRÖBEL-Einrichtungen. Mit dem 2014 eingeführten FRÖBEL-Curriculum haben alle Mitarbeiterin - nen und Mitarbeitern die Möglichkeit, die Grundlagen der pädagogi - schen Arbeit bei FRÖBEL sowie spezifische Themengemeinsam in ihren Teams oder auch in überregionalen und damit teamübergreifenden Seminaren zu diskutieren und zu reflektieren. Darüber hinaus stehen in unserem jährlichen Fortbildungsprogramm Seminarangebote für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von FRÖBEL, auch denjenigen aus Verwaltung, Küche und Hauswirtschaft sowie Tech- nik, zur Verfügung. Sie erhalten über diesen Seminarkatalog die Chance, ihre Kompetenzen individuell in ausgewählten Themenschwerpunkten zu vertiefen und so eine Fachkarriere anzustreben. Ebenso besteht die Möglichkeit, eine Führungskarriere einzuschlagen, um sich langfristig auf eine Leitungstätigkeit vorzubereiten. Durch dieses umfangreiche Bildungsangebot für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können diese ihre Kompetenzen auf Basis aktueller wis - senschaftlicher Erkenntnisse mit dem Ziel stetiger Qualitätsverbesserung der pädagogischen Arbeit systematisch weiterentwickeln. Seite 34 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Unterstützung vor Ort: FRÖBEL-Fachberatung Seit Juli 2010 gibt es in allen regionalen Geschäftsstellen bei FRÖBEL Fachberaterinnen und Fachberater, die die pädagogische Arbeit der Krippen, Kindergärten und Horte unterstützen. Übergeordnetes Ziel der Fachberaterinnen und Fachberater ist es, durch den direkten Kontakt zu den Leitungen und Teams die Entwicklung der Kindertageseinrichtungen im Sinne bestmöglicher Bildung, Erziehung und Betreuung vertrauensvoll zu begleiten. Ebenso werden in Gesprächen zwischen Fachberatung und regionaler Geschäftsleitung aktuelle Themen aus der Praxis aufgegriffen, diskutiert und gemeinsam Entwicklungen angestoßen. Die Fachberaterinnen und Fachberater sind Begleitende der pädago - gischen Fachkräfte und bieten durch professionelle Beratungsange - bote Hilfe zur Selbsthilfe. Vornehmliche Aufgabe ist es, die Fachkräfte in den Einrichtungen so zu stärken, dass sie befähigt sind, nicht nur die pädagogische Qualität voranzutreiben und zu sichern, sondern auch die einrichtungsbezogenen Abläufe zu optimieren. Fachberatung bei FRÖBEL ist dabei gekennzeichnet von einer hohen frühpädagogischen Fachkompetenz. Mit Zusatzqualifikationen aus den Bereichen Beratung und Coaching bringen sie in verschiedenen Settings ihre Expertise ein. In dem engen Kontakt zu den Teams der Krippen, Kindergärten und Horte liegt die Chance, konkrete und auf die Bedürfnisse der Kindertagesein - richtung abgestimmte Unterstützungsleistungen zu erbringen. So werden Qualitätsentwicklungsprozesse systematisch begleitet und methodisch unterstützt. Die Fachberaterinnen und Fachberater beraten bei der pä - dagogischen Profilbildung der Einrichtungen, bei der Erarbeitung von Einrichtungskonzeptionen und bei der Umsetzung unternehmensspezi - fischer Anforderungen. Zur fachlichen Unterstützung der Teams bieten sie Fortbildungen zu verschiedenen pädagogischen Themen an oder initiieren und moderieren regionale Arbeitskreise, die dem kollegialen Austausch dienen sowie die Fachkompetenz der pädagogischen Fach - kräfte erweitern. Um den überregionalen Austausch unter den regional angesiedelten Fachberaterinnen und Fachberatern sicherzustellen, finden in regelmä - ßigen Abständen Fachberatungskonferenzen statt. Diese werden von dem Team Pädagogik und Qualitätsentwicklung ausgestaltet und dienen darüber hinaus als Rückmeldeinstanz, um eine Optimierung der von dort aus gesteuerten Unterstützungsleistungen für FRÖBEL zu erreichen. FRÖBEL e.V. Alexanderstr. 9 10178 Berlin info@froebel-gruppe.de www.froebel-gruppe.de
Anlage 8.2 Konzeption Kinderzentren Kunterbunt
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Beratungsverlauf (4)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungOrte (35)
- Zumsandestraße 25
- Wolbecker Straße 25
- Hafenstraße 30
- Middelerstraße
- Landsberger Straße
- Meyerbeerstraße
- Eichendorffstraße
- Beckstraße
- Sonnenstraße
- Neubrückenstraße
- Weseler Straße
- Wiedaustraße
- Nordkirchenweg 08
- Werneweg
- Kappenberger Damm
- Johann-Krane-Weg 18
- Düesbergweg 102
- Friesenring 50
- Markweg
- Emmy-Herzog-Platz
- Nottulner Landweg
- Meckmannweg
- Marie-Curie-Straße
- Fürstenbergstraße
- Willingrott
- Loevelingloh
- Auf dem Dorn
- Grafschaft
- Kinderhaus
- Hohe Ward
- Tiergarten
- Geistmarkt
- Sternbusch
- Düesberg
- Brock
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0153/2019
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 08.02.2019
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37