V/0350/2019
Trägervergabe für die Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit am Wiegandweg/ ehem. York Kaserne - in der Kombieinrichtung - "Kindertageseinrichtung und Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit unter einem Dach"
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Anlage 5a_Bewerbungsunterlagen_Diakonie
15671 Zeichen
Diakonie Münster
Kinder-, Jugend- und
Familiendienste GmbH
Am Blaukreuzwäldchen 31
48167 Münster
Bereichsleitung Bildung
Uwe Kelle
Tel.: 0251/96410-32
Fax: 0251/96140-40
u.kelle@diakonie-muenster.de
www.diakonie-muenster.de
Leistungsbeschreibung der
Offenen Kinder- und Jugendarbeit Wiegandweg
(Kombieinrichtung mit der Kindertageseinrichtung
„Schatzkiste“ des DRK Münster)
Leistungsbeschreibung OKJA
Wiegandweg/Kombieinrichtung
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Inhaltsverzeichnis
1. Allgemeine Beschreibung des Angebots .................................. 3
2. Rechtliche Grundlagen SGB VIII ................................................ 3
3. Übergeordnete Ziele ..................................................................... 3
4. Zielgruppe ...................................................................................... 4
5. Ziele für die Kinder und Jugendlichen ....................................... 4
6. Personal.......................................................................................... 4
7. Raumkonzept ................................................................................. 5
8. Öffnungszeiten .............................................................................. 5
9. Leistungsangebote/Angebotsfelder............................................ 5
9.1. Offener Treff .............................................................................. 6
9.2. Angebote im Bereich Sport und Spiel .................................. 6
9.3. Kreative Angebote ................................................................... 7
9.4. Interkulturelle Angebote ......................................................... 7
9.5. Geschlechtsspezifische Angebote ........................................ 7
9.6. Medienpädagogische Angebote ............................................. 7
9.7. Bildungs- und Arbeitsfeld bezogenen Angebote ................. 8
9.8. Ferienangebote......................................................................... 8
9.9. Arbeit mit den Eltern ................................................................ 8
10. Kooperation mit der Kita „Schatzkiste“ ...................................... 9
11. Kooperation im Sozialraum (Netzwerkpartner) ........................ 9
12. Qualitätssicherung ...................................................................... 10
Leistungsbeschreibung OKJA
Wiegandweg/Kombieinrichtung
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1. Allgemeine Beschreibung des Angebots
Die Einrichtung an der Wiegandstrasse in Münster Gremmendorf ist eine k ombinierte Einrichtung der offenen Kinder - und Jugendarbeit
und der achtgruppigen Kita „Schatzkiste“. Die beiden Einrichtungen arbeiten eng zusammen und nutzen die Synergien der Kombination,
z. B. Nutzung von räumlichen Ressourcen, gemeinsame Angebote, Gestaltung von Übergängen, fachlicher Aust ausch, Anbindung im
Sozialraum und Elternbildung . Das Angebot steht allen Kindern und Jugendlichen –vorwiegend aus dem Sozialraum- offen.
Wesentliche Merkma le der Arbeit der OKJA sind Aspekte der informellen Bildung, interkulturelle Angebote, inklusives und
geschlechtsspezifischen Lernen sowie die Gestaltung von vielfältigen Teilhabemöglichkeiten für die Kinder und Jugendlichen. D amit
verbundenen ist eine mit der Stadt Münster bedarfsgerecht vereinbarte Angebotsstruktur (Leistungs- und Qualitätsvereinbarung) und
eine Netzwerkkooperation mit den Anbietern im Sozialraum.
2. Rechtliche Grundlagen SGB VIII
Im Besonderen §§ 1(1), 11(1) SGB VIII
Kinder- und Jugendfördergesetz (KJFöG) § 15 SGB VIII
Bundeskinderschutzgesetz §§ 8a, 72 SGB VIII
Kinder- und Jugendförderplan der Stadt Münster
3. Übergeordnete Ziele
Abbau von Benachteiligungen durch eine umfassende bedarfsorientierte Angebotsstruktur
Verwirklichung geschlechtsspezifischer Angebote und pädagogischer Umgang im Alltag
Gestaltung von informellen und interkulturellen Bildungsangeboten
Beteiligung und Förderung der Selbstorganisation der Kinder und Jugendlichen
Gestaltung inklusiver Anforderungen und Aufgaben
Enge Kooperation der OKJA mit der Kita Schatzkiste
Vernetzung mit den Trägern im Sozialraum
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4. Zielgruppe
Die Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 21 Jahren aus dem Sozialraum Gremmendorf/ Angelmodde. Die
vorgehaltenen Angebote sind offen für alle.
Aufgrund der Besonderheit der Kombieinrichtung wird ein Schwerpunkt auf die kinderpädagogische Arbeit gelegt, damit so die
Synergieeffekte mit der Kita aufgrund der Altersstrukturen am besten genutzt werden können.
5. Ziele für die Kinder und Jugendlichen
Die Kinder und Jugendlichen haben Spaß bei den Angeboten der OKJA, kommen gerne und nutzen die betreuenden
Ansprechpartner.
Sie bestimmen und gestalten aktiv das Geschehen in de r OKJA mit, haben Einfluss auf die Angebote, lassen ihre Wünsche und
Bedürfnisse einfließen.
Ihre Selbstwirksamkeit im Erleben und Handeln ist erhöht.
Sie übernehmen Verantwortung in der Gestaltung des Alltags in der OKJA.
Ihre sozialen Interaktionsmöglichkeiten (Eigenverantwortung) sind weiterentwickelt.
Ihre Sprach- und Ausdrucksfähigkeit und Medienkompetenz sind gestärkt.
Die Übergänge in andere Institutionen verlaufen reibungslos.
Ihr soziales Engagement ist weiterentwickelt.
6. Personal
1,5 Stellen Soziale Arbeit
(Dipl., B.A., Master)
Unterstützungs- und
Projektkräfte
(Programmittel/Spenden)
Praktikanten
Ehrenamtliche
Vorhalten einer Fachkraft für § 8a
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7. Raumkonzept
Das räumliche Konzept von 262,62 qm incl. Verkehrsflächen und Sanitärbereich (offener Kinder - und Jugendtreff, Gruppenküche,
Gruppen- bzw. Beratungsraum, Gruppen- bzw. Medienraum, Kreativwerkstatt, Außenterrasse) berücksichtigt folgende Aspekte:
Regulierung möglicher Lautstärkequellen
Trennmöglichkeiten von kinderpädagogischen und jugendpädagogischen Angeboten
In der pädagogischen Arbeit mit Gruppen ist die Herausforderung, die Übergänge von einer größeren Gruppe (Aspekt:
Lautstärke/Reize) in kleinere Einheiten mit dem Bedürfnis nac h Ruhe und Entspannung so zu gestalten, dass sie fließend und
erlebbar sind. Gerade für reizoffene Kinder ist dieses eine enorme Herausforderung. Eine zu gestaltende Balance im
pädagogischen Alltag ist hier notwendig.
Multifunktionalität durch Veränderung von Bedarfen (kinder- und jugendspezifisch)
Räumliche Schnittstellenmöglichkeiten für Kita und OKJA (Kinder)
Gemeinsames Raumnutzungskonzept beider Träger (vormittags- oder später Nachmittag/Abend)
8. Öffnungszeiten
Die Einrichtung ist mindestens 44 Wochen im Jahr geöffnet. Die Schließungs - und Öffnungs zeiten werden sowohl mit der Kita
„Schatzkiste“, als auch mit der Zielgruppe bedarfsgerecht abgestimmt (Möglichkeit: 15.30 Uhr bis 19.30 Uhr) , wobei auch
angebotsbezogene Variablen möglich sind. Hier müssen die unterschiedliche n Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen besondere
Beachtung finden.
Es wird eine Wochenendöffnungszeit für kreative, aber auch für Angebote außerhalb des Hauses (Ausflüge) geben.
In den Ferien (u. a. 3 Wochen der Somm erferien) wird ein Programm mit vielschichtigen An geboten (Projekten, Ausflügen, Ferienfreizeit
bei Bedarf) stattfinden.
9. Leistungsangebote/Angebotsfelder
(entsprechend der Vereinbarungen mit dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien)
Angebotsstunden pro Jahr: 1320 Stunden (Minimum)
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Angebotsstunden pro Woche : 30 Stunden (Minimum)
Partizipation und Angebotsformen
Der Grundsatz der Te ilhabe und Mitbestimmung werden altersentsprechend gewährleistet und umgesetzt . Um bedarfsorientiert mit
Kindern und Juge ndlichen pädagogisch a rbeiten zu können, müssen sie altersgerecht befragt (Methoden: Kinder -, Jugend -Plenum,
Bildung von Interessengruppen, Fragebögen, Anregungs - und Meckerkasten, pädagogische Arbeit mit den Kinderrechten) und
einbezogen werden. Die Wünsche und Bedürfnisse fließen in die Angebotsstruktur ein und haben somit den bildenden Charakter, der auf
Selbstorganisation und Verantwortungsübernahme vorbereitet.
Aber auch direkt partizipative Angebote sind in diesem Kontext von großem Wert:
Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei der direkten Raumplanung der Einrichtung entsprechend ihrer „Themen“
Planung der Ferienaktivitäten und besonderer Ereignisse
Selbstorganisation von Angeboten (Selbstorganisation → Selbstverwaltung→ Einbindung in das Ehrenamt)
Festlegung eines Beschwerde- und Anregungsverfahrens mit den Kinder und Jugendlichen
In diesem Kontext ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass die folgenden Angebotsfelder bedarfsorientiert (Beteiligung der Ki nder,
Berücksichtigung von Raum - Zeit- und Personalressourcen, int egrativ, inklusiv und kultursensibel) kreiert und somit flexibel angeboten
werden.
9.1. Offener Treff
(20 Stunden wöchentlich/ 44 Wochen im Jahr) Kernleistung für Begegnung und Kommunikation (niedrigschwelliger Zugang)
Angebot eines Treffs für Mädchen und Jungen, altersgemischt mit Nischenangeboten, offene Spielmöglichkeiten, mediale
Nutzungsmöglichkeiten (u.a. WLAN), Kommunikation (u.a. Kurzberatung für Jugendliche) und Ansprache steht im Vordergrund,
Gestaltung der Übergänge in Projekte und andere Angebotsfelder z.B. geschlechtsspezifisches Arbeiten
9.2. Angebote im Bereich Sport und Spiel
Nutzung der äußeren Verkehrsfläche (Bewegungsraum/Turnhalle der KiTa für Bewegungsspiele)
Bedarfsorientierte Sportangebote: Fußball, Basketball, Tischtennis, Billard usw.
Turnierteilnahmen
Vorhalten vielfältiger Gesellschaftsspiele
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PC- Spiele (Medienkompetenz)
9.3. Kreative Angebote
Werk und Bastelangebote und Projekte z.B. Kreativwerkstatt usw.
Musische Angebote/Projekte, Kind- und jugendspezifisch, Beachtung der Jugendkultur
Basteln, malen und weitere Formen des kreativen Gestaltens
Kochen, Backen und gesunde Ernährung
9.4. Interkulturelle Angebote
Würdigung der Feiertage unterschiedlicher Kulturen/Religionen
Kochangebote, Einbindung von Eltern, kulturspezifische Spiele und Umgänge
Durchführung und Teilnahme von Festen mit entsprechenden Angeboten
9.5. Geschlechtsspezifische Angebote
Mädchenspezifische Angebote z.B. interkulturelles Kochen
Jungenspezifische Angebote z.B. zum Thema Aggression
Mädchentage mit entsprechenden Angeboten (u.a. Ausflüge)
Jungentage mit entsprechenden Angeboten (Sport, Kraft, Ausdrucksformen)
Gesprächskreise (z. B. Sexualität, Kulturelle Unterschiede, Interessen und Hobbies)
Thematische geschlechtsspezifische Themen
9.6. Medienpädagogische Angebote
Nutzung von WLAN und sachgerechter, sicherer Umgang im Netz (Gefahrenquellen)
Förderung von Medienkompetenz
Spielmöglichkeiten und Projekte (z. B. Foto und Musik)
Recherche für Schule und Beruf oder andere Sachverhalte
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9.7. Bildungs- und Arbeitsfeld bezogene Angebote für Jugendliche
Sexualität (interkulturelle Aspekte)
Information zur Berufsfindung (Recherche, Praktika, Bewerbungen)
Schule (Lernen, Konfliktbearbeitung)
Themen zu Hause (Familie)
Partizipative Angebote (u.a. Programmgestaltung)
Interkulturelle Angebote (Vielfalt und Inklusion)
Vermittlung in weiterführende Beratung
Enge Kooperation ASJA
Ehrenamtliche Beteiligung in der OKJA
9.8. Ferienangebote
Vorbereitung eines Ferienprogramms für Kinder und Jugendliche
Fahrten und Ausflüge (altersspezifisch)
Aktionen im Stadtteil (enge Kooperationen mit der Mobile)
Aktionen im Haus
Bei Bedarf Freizeit (Kooperationen erwünscht)
Durchführung von Projekten und vielfältigen Freizeit – und Spielaktionen
9.9. Arbeit mit den Eltern
Sprechstunde und Beratungsmöglichkeit (in Kooperation mit der Kita)
Elterncafe in den Ferien
Vermittlung in weiterführende Beratung (Beratungsstelle, KSD, Schulpsychologie..)
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10. Kooperation mit der Kita „Schatzkiste“
Laufender fachlicher Austausch zur Gestaltung des Kooperationsprozesses
Entwicklung eines gemeinsamen Raumkonzeptes (gemeinsame Raumnutzungsmöglichkeiten vormittags und nachmittags)
Gestaltung von Zugängen und Übergängen (besonderer fachlicher Blick auf die 6-jährigen Kinder)
Gemeinsame Veranstaltungen (Kinder und Elternbildung usw.)
Randzeitennutzung der Räume der OKJA
11. Kooperation im Sozialraum (Netzwerkpartner)
Teilnahme an AKs im Sozialraum
Entwicklung von Kooperations- und Vernetzungspartnerschaften
Schulen, Schulsozialarbeit, Kirchengemeinden
KSD
Enge Zusammenarbeit mit der OKJA der Mobile und der ASJA (gemeinsame Aktionen)
Verantwortung für den Sozialraum (Ansprechpartner für Anliegen)
12. Qualitätssicherung
AGs ( AG 2, AG 1 nach § 78 SGB VIII) des Amtes für Kinder- Jugendlichen und Familien
Teilnahme am Qualitätszirkel
Wirksamkeitsdialog und Jahresgespräch Stadt Münster
AKs im Sozialraum
Akquirierung von Projektmitteln für Angebote
Regelmäßige Auswertung der Kooperation mit der Kita „Schatzkiste“
Konzeptentwicklung entsprechend auftretender Bedarfe (inhaltliche Arbeit und Schnittstellenarbeit)
Dokumentation (Jahresbericht, Verwendungsnachweis, Projektanträge, sachgerechte Verwaltung der Mittel)
Regelmäßige Fachberatung durch Bereichsleitung
Leistungsbeschreibung OKJA
Wiegandweg/Kombieinrichtung
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Kollegiale Beratung und Supervision
Vorhalten einer zertifizierten Fachkraft § 8a (Beratung zu Kinderschutzaspekten bzw. Durchführung des Verfahrens)
Wöchentliche Teamgespräche zur Planung und Organisation der Arbeit sowie konzeptioneller Entwicklung
Umfassende organisatorische und fachliche Einbindung in die Kinder-, Jugend – und
Familiendienste (übergeordnete Fachfragen, Ferienplanungen, Fachberatung zu speziellen Fragestellungen,
interne Fortbildungen und Schulungen (u.a. Interne Part-Schulungen/Deeskalationsstrategien)
Akquise und Anleitung von Praktikanten
Teilnahme an fachspezifischen Fortbildungen
.
Diakonie Münster
Kinder-, Jugend- und Familiendienste GmbH
Fliednerstraße 15 • 48149 Münster
Tel: 0251.8909-0
Fax: 0251.8909-32
info@diakonie-muenster.de
www.diakonie-muenster.de
Geschäftsführung: Marion Kahn • Ulrich Schülbe
Beschlussvorlage
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V/0350/2019 V/0350/2019 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Trägervergabe für die Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit am Wiegandweg/ ehem. York Kaserne - in der Kombieinrichtung - "Kindertageseinrichtung und Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit unter einem Dach" Beratungsfolge 07.05.2019 Bezirksvertretung Münster-Südost Anhörung 15.05.2019 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 22.05.2019 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 22.05.2019 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaft für die Einrichtung der offenen Ki n- der- und Jugendarbeit am Wiegandweg/ ehem. York Kaserne - in der Kombieinrichtung - "Kindertageseinrichtung und Einrichtung der o ffenen Kinder- und Jugendarbeit unter e i- nem Dach" dem Christlichen Verein Junger Menschen Münster e.V. (CVJM). 2. Die Trägerschaft beginnt mit de r Betriebsaufnahme der Einrichtung. Die Fertigstellung der Einrichtung ist für Sommer 2020 geplant. 3. Mit dem Christlichen Verein Junger Menschen Münster e.V. (CVJM) wird eine Leistung s- vereinbarung geschlossen, welche die wesentlichen Anforderungen zu dem Betrieb, den Finanzen und dem pädagogischen Konzept der Einrichtung der offenen Kinder - und Ju- gendarbeit festlegt. Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 12.04.2019 Ihr/e Ansprechpartner/in: Frau Pohl, Herr Paschert, Frau Rengshausen, Frau Talhoff Telefon: 492-5100, -5890, -5156, -5121 Paschert@stadt- muenster.de - 2 - V/0350/2019 II. Finanzielle Auswirkungen: Durch den Beschluss dieser Vorlage entstehen keine zusätzlichen Kosten. Die Finanzierung der Ei n- richtung der offenen Kinder - und Jugendarbeit in Höhe von 151.070 € plus jährlicher Fortschreibung um Tarifabschlüsse / Mietanhebungen wurde bereits durch den Ratsbeschluss vom 12.12.2018 über die Vorlage V/0925/2018 sichergestellt. Begründung: 1. Ausgangslage Der Rat der Stadt Münster hat mit der Vorlage V/0925/2018 vom 12.12.2018 beschlossen, eine Einrichtung der offenen Kinder - und Jugendarbeit am Wiegandweg/ ehem. York Kaserne - in der Kombieinrichtung - "Kindertageseinrichtung und Einrichtung der of fenen Kinder - und Jugendarbeit unter einem Dach" zu errichten. Der Rat der Stadt Münster hat darüber hinaus beschlossen, die Trägerschaft für die Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit am Wiegandweg/ ehem. York Kaserne an einen geeigneten freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe zu vergeben. 2. Verbindliche Bewerbung freier Träger zur Übernahme der Trägerschaft Die freien Träger der Kinder - und Jugendhilfe aus den Bereichen der Kinder - und Jugendarbeit in Münster wurden am 23.11.2018 über das Ausschreibungsverfahren schriftlich informiert und gebeten, bis zum 22.02.2019 ihr Interesse zu bekunden und bis zum 29.03.2019 ihre pädagogischen Konzep- te/ Leistungsbeschreibungen einzureichen. Die Träger, die ihr Interesse bekundet haben, legten zwi schen dem 20. und 27.03.2019 ihre pädago- gischen Konzepte/ Leistungsbeschreibungen u nd trägereigenen Vorstellungen entsprechend der im Kapitel 3 genannten Kriterien dar. Die Frist zur Abgabe einer daran anschließenden, verbindlic hen Bewerbung war auf den 29.03.2019 datiert. Folgende Träger haben anschließend eine verbindliche Bewerbung abgegeben: (in alphabetischer Reihenfolge) Arbeiter- Samariter- Bund (ASB) Regionalverband Münsterland e. V. Gustav- Stresemann- Weg 62 48155 Münster Christlicher Verein Junger Menschen Münster e.V. (CVJM) CVJM Münster e. V. Merschkamp 23 48155 Münster - 3 - V/0350/2019 Deutsches Rotes Kreuz Münster e.V. (DRK) Sozialwerk gemeinnützige GmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster Diakonie Münster e.V. Kinder-, Jugend- und Familiendienste GmbH Am Blaukreuzwäldchen 31 48167 Münster 3. Trägerauswahl 3.1 Kriterien für den Entscheidungsvorschlag Mit der Bewerbung haben die Träger ihre pädagogisc hen Konzepte/ Leistungsbeschreibungen über- sandt, die den Anlagen (Anlage 2-5) zu entnehmen sind. Die Verwaltung hat gemeinsam mit allen Bewerbern je ein umfangreiches Trägergespräch geführt und die folgenden Auswahlkriterien zur Bewertung der Gespräche herangezogen: - Wirtschaftlichkeit - Personalkonzept - Fachlichkeit/ Pädagogik a) Pädagogisches Konzept/ Leistungsvereinbarung b) Querschnittsaufgaben (Inklusion, Genderpädagogik und Kinder- und Jugendbildung) c) Mitbestimmung/ Partizipation d) Verantwortung für den Sozialraum und Kooperationsstrukturen e) Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen - Besondere Merkmale des Trägers Darüber hinaus wurden jeweils Gespräche anhand von fachlichen Lei tlinien mit den vier Trägern g e- führt und ausgewertet. 3.2 Analyse der Fachlichkeit/ Pädagogik Anhand der beschriebenen Auswahlkriterien zum Thema Wirtschaftlichkeit, Personalkonzept, Fach- lichkeit/ Pädagogik und besondere Merkmale des Trägers wurden die Kon zepte und Bewerbungsge- spräche der benannten Träger ausgewertet. Den Kriterien sind jeweils zu beachtend e Standards zu- grunde gelegt: - Kinder- und Jugendhilfegesetz, § 11 SGB VIII - Kinder- und Jugendfördergesetz NRW, § 15 SGB VIII - Kommunaler Kinder- und Jugendförderplan der Stadt Münster Bei einer Übernahme der Trägerschaft für die Einrichtung der offenen Kinder - und Jugendarbeit am Wiegandweg/ ehem. York Kaserne - in der Kombieinrichtung - "Kindertageseinrichtung und Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit unter einem Dach" stellen diese Standards für alle Träger die Grundlagen für die pädagogische Arbeit der offenen Kinder - und Jugendarbeit in Münster dar. - 4 - V/0350/2019 3.3. Analyse der Bewerbungen der Träger Der Träger: Arbeiter- Samariter- Bund (ASB) Der ASB ist eine freiwillige Hilfsorganisation und als Wohlfahrtsverband unabhängig, parteipolitisch neutral und konfessionell ungebunden. Er ist ein gemeinnütziger Verein mit Vorsitz des Bundesvo r- standes, dessen Mitglieder die Entwicklung mitbestimmen und kontrollieren. Der ASB ist Anbieter von Kindertagesstätten, Familienzentren, Ferienbetreuungsangeboten, Schulsanitätsdiensten, Freiwill i- gendiensten, Migrationshilfen, Jugendverbandsarbeit etc. Der Träger gewährleistet einen dauerhaften Trägeranteil von 10% an den Personalkosten und sichert eine unbefristete Einstellung für die neue Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit zu. Eben- falls wird eine Fachberatung vorgehalten. Darüber hinaus stellt der Träger die Akquise von ergänze n- den Finanzen durch Fundraising vor. Die Tätigkeiten des ASB im Stadtteil Gremmendorf beziehen sich auf die Jugendverbandsarbeit, Fe- rienbetreuungsangebote, Angebote im Seniorenbereich und in der Z entralen Unterbringungseinheit für Flüchtlinge (ZUE). Der Träger hat ein Konzept vo rgelegt, das die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausric h- tung zu den Themen Bildung, Migration als Vielfalt, Partizipation und kulturelles Familienzentrum im Stadtteil darlegt. Synergien für die Kinder- und Jugendarbeit wurden ebenfalls aufgezeigt. Die Konzeption des Trägers hinsichtlich der Mitbestimmung und Partizipation von Kindern und J u- gendlichen ist traditionell ausgerichtet. Eine Übergabe des Jugendcafés an die Zielgruppe ist ang e- dacht. Der ASB unterhält derzeit keine Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Münster (siehe Anlage 2). Der Träger: Christlicher Verein Junger Menschen Münster e.V. (CVJM) Der CVJM ist ein überparteilicher und konfessionsunabhängiger Verband in Deutschland. Der CVJM Münster wurde 1850 gegründet und arbeitet heute in folgenden Organisationsstrukturen: eigenständi- ger gemeinnütziger eingetragener Verein e.V. auf Ortsebene , CVJM Sozialwerk gGmbH (gemeinnüt- zige GmbH), CVJM Stiftung für Kinder, Jugendliche und Familien und kooperiert mit den beiden über- regionalen Dachverbänden CVJM Westbund und Arbeitsgemeinschaft der CVJM Deutschlands. Der CVJM ist Anbieter von Jugendverbandsarbeit , Ferienbetreuungsangeboten, Kindertageseinrich- tungen, Kombinationseinrichtungen von Kindertageseinrichtung und offener Kinder - und Jugenda r- beit, Stadtteilhäusern, Familienzentren, offener Kinder- und Jugendarbeit, Schulsozialarbeit, Migrati- onshilfen etc. Der Träger gewährleistet einen dauerhaften Trägeranteil von 10% an den Personalkosten und sichert eine unbefristete Einstellung für die neue Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit zu. Eben- falls wird eine Fachberatung vorgehalten. Darüber hinaus stellt der Träger die Akquise von ergänze n- den Finanzen durch Fundraising und Stiftungsgelder vor. Die Tätigkeiten des CVJM im Sta dtteil Gremmendorf beziehen sich auf das Familienzentrum Janusz - Korczak-Haus, die Jugendverbandsarbeit und Ferienbetreuungsangebote. Der Träger hat ein Konzept vorgelegt, das die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausric h- tung zu den Themen Inklusion, Diversity, Übergangsmanagement, Bildung, Nachhaltigkeit sowie Par- tizipation und Selbstorganisation darlegt. - 5 - V/0350/2019 Die Konzeption des Trägers hinsichtlich der Mitbestimmung und Partizipation von Kindern und J u- gendlichen ist bereits mit ei nem hohen Maß an Beteiligung von Kindern und Jugendlichen aus dem Stadtteil Gremmendorf entstanden. Elemente der Selbstorganisation bilden implementierte konzept i- onelle Bausteine. Anhand eines Praxisbeispiels beschreibt der Träger die konkrete Umsetzung ei nes zukünftigen partizipativen Prozesses mit Kindern und Jugendlichen. Der CVJM unterhält derzeit zwei Einrichtungen der offenen Kinder - und Jugendarbeit in den Stadtbe- zirken Ost und West, eine Einrichtung hiervon arbeitet in Kombination mit einer Kinderta geseinrich- tung (Anlage 3a und 3b). Der Träger: Deutsches Rotes Kreuz Münster e.V. (DRK) Der DRK-Kreisverband Münster e.V. wurde 1907 gegründet. Er ist ein anerkannter Verband der freien Wohlfahrtspflege und Nationale Hilfsgesellschaft. Der Kreisverband untergliedert sich in drei nicht - selbständige Ortsvereine (Hiltrup, Nienberge und Roxel-Albachten) sowie einige direkt dem Kreisver- band zugeordnete Rotkreuzgemeinschaften. Das DRK ist Anbieter von Kindertageseinrichtungen, Migrationshilfen, offener Kinder - und Jugendarbeit, Jugendverbandsarbeit, Freiwilligendiensten, Ju- gendberufshilfen etc. Der Träger gewährleistet einen dauerhaften Trägeranteil von 10% an den Personalkosten und sichert eine unbefristete Einstellung für die neue Einrichtung der offenen Kinder - und Jugendarbeit zu. Der Träger beabsichtigt, eine Verbundleitung für das DRK Jugend- und Familienzentrum einzustellen. Die Leitung soll mit einem Stellenanteil von 0,5 Vollzeitäquivalenten für die offene Kinder - und Jugendar- beit und mit 0,5 Vollzeitäquivalent für die 8 -gruppige Kindertageseinrichtung „Schatzkiste“ eingesetzt werden. Entsprechende nachgeordnete Stellenanteile werden für die Kinder- und Jugendarbeit einge- richtet. Ebenfalls wird eine Fachberatung aus beiden Bereichen vorgehalten. Die Tätigkeit des DRK im Stadtteil Gremmendorf bezieht sich auf die Kindertageseinrichtung „Schatz- kiste“. Der Träger hat ei n Konzept vorgelegt, das die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausric h- tung zu den Themen ganzheitliches Familienzentrum, interkulturelle Kompetenz, Partizipation, Natu r- wissenschaften sowie das Mentoren Programm „Fit im Job“ darlegt. Die Konzeption d es Trägers hinsichtlich der Mitbestimmung und Partizipation von Kindern und J u- gendlichen ist traditionell ausgerichtet. Eine Übergabe des Jugendcafés an die Zielgruppe ist ang e- dacht. Der DRK unterhält derzeit eine Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit im Stadtbezirk Nord (Anlage 4). Der Träger: Diakonie Münster e.V. Die Kinder-, Jugend und Familiendienste der Diakonie Münster ist seit den achtziger Jahren ein etab- lierter diakonischer Jugendhilfeträger, der vielfältige Leistungen und Aufgaben nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetzt/ SGB VIII übernimmt. Hierzu zählen unter anderem offene Kinder - und Jugendar- beit, Jugendsozialarbeit, Hilfen zur Erziehung, erzieherischer Kinder - und Jugendschutz und die I n- obhutnahme. Der Träger gewährleistet einen dauerhaften Trägeranteil von 10% an den Personalkosten und sichert eine unbefristete Einstellung durch Personal aus dem Bestand für die neue Einrichtung der offenen - 6 - V/0350/2019 Kinder- und Jugendarbeit zu. Ebenfalls wird eine Fachberatung vorgehalten. Diese ist angebunden an die Bereichsleitung der Kinder-, Jugend- und Familiendienste. Die Tätigkeiten der Diakonie im Stadtteil Gremmendorf beziehen sich auf das Bildungs - und Bera- tungszentrum, heilpädagogische Horte, ambulante und stationäre Hilfen sowie Angebote d er Migrati- onshilfen. Synergien für die Kinder- und Jugendarbeit wurden hierdurch aufgezeigt. Der Träger hat ein Konzept vorgelegt, das die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausric h- tung zu den Themen frühkindliche Bildung, interkulturelle Kompetenz, Inklusion und Partizipation dar- legt. Die Konzeption des Trägers hinsichtlich der Mitbestimmung und Partizipation von Kindern und J u- gendlichen ist traditionell ausgerichtet. Die Diakonie unterhält derzeit eine Einrichtung der offenen Kinder - und Jugendarbeit (Kinder - und Jugendzentrum Mobile) im Stadtbezirk Südost (Anlage 5a und 5b). Bei einer weiteren Trägervergabe an die Diakonie, hätte der Träger im gleichen Stadtbezirk zwei Einrichtungen der offenen Kinder - und Jugendarbeit. 4. Fazit/ Gesamtbewertung Alle Trägerkonzepte haben einen fachlich hohen Standard und erfüllen im Wesentlichen die Au s- schreibungskriterien. Die Verwaltung s chlägt nach Auswertung der Konzepte und der mündlichen Bewertung der Ausfü h- rungen zu den gestellten Fachfragen vor, dem Träger CVJM Münster e.V. die Trägerschaft für die Einrichtung der offenen Kinder - und Jugendarbeit am Wiegandweg/ ehem. York Kaserne - in der Kombieinrichtung - "Kindertageseinrichtung und Einrichtung der offenen Kinder - und Jugendarbeit unter einem Dach" zu übertragen. Der Träger CVJM hat ein umfassendes pädagogisches Konzept vorgelegt und verfügt über Erfahru n- gen in zwei Einrichtungen der offenen Kinder - und Jugendarbeit. Zudem hat der Träger Erfahrungen in einer Referenzeinrichtu ng für den Betrieb einer Komb ieinrichtung von Kindertages - und offener Kinder- und Jugendeinrichtung und der damit verbunden Stadtteilarbeit. Der Träger hat sich im B e- werbungsverfahren diesbezüglich fachlich fundiert und überzeugend präsentiert. Das Konzept des Trägers ist maßgeblich geprägt durch einen hohen partizipativen Ansatz. Die era r- beitete Konzeption zeichnet sich im Besonderen dadurch aus, dass der Träger Kinder und Jugendl i- che aus dem Stadtteil im Rahmen eines Beteiligungsprozesses schon jetzt aktiv an der Entstehung und Gestaltung dieses Konzeptes beteiligt hat. Ergänzend stellte der Träger konzepti onell implemen- tierte Bausteine der Selbstorganisation im Verfahren dar . A nhand eines Praxisbeispiels beschreibt der CVJM die konkrete Umsetzung eines zukünftigen partizipativen Pr ozesses mit Kindern und J u- gendlichen. Da bereits dieses Beteiligungsverfahren ein Ausschreibungskriterium darstellt, wird dieser vollzogene Partizipationsprozess im Konzept der CVJM besonders hervorgehoben. Die Trägerübernahme durch den CVJM Münster e.V. eröffnet für Münster die Möglichkeit, von den langjährigen Erfahrungen de s Trägers im Bereich der offenen Kinder - und Jugendarbeit sowie in Kombinationseinrichtungen zu profitieren. Die Trägervergabe an den CVJM Münster e.V. ergänzt die Trägerpluralität im York-Quartier im Stadtteil Gremmendorf um einen erfahrenen Träger der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Aufgrund der oben beschriebenen Gründe wird die Übernahme der Trägerschaft an den Träger CVJM Münster e.V. von der Verwaltung vorgeschlagen. - 7 - V/0350/2019 Mit diesem Beschluss wird vor Inbetriebnahme der Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit am Wiegandweg/ ehem. York Kaserne - in der Kombieinrichtung - "Kindertageseinrichtung und Einrichtung der offenen Kinder - und Jugendarbeit unter einem Dach" ein Träger gefunden, so dass weitere Detailplanungen in Kooperat ion mit dem zuständigen Träger und der Verwaltung getroffen werden können. Das Verfahren zeigt das Interesse der freien Träger an einer Einrichtung der offenen Kinder - und Jugendarbeit in dieser Stadt . Das gesamte Auswahlverfahren belegt zudem eine hohe Fachlichkeit der Träger, die sich abschließend für eine Trägerschaft beworben haben. Der Verwaltungsvorschlag hatte die Aufgabe, aus v ier Bewerbern Kriterien geleitet einen Vorschlag zur Trägerschaft zu erstellen. Das beschriebene Auswahlverfahren zur Trägerauswahl liegt der B e- wertung der Bewerber zu Grunde. i.V. gez. Thomas Paal Stadtdirektor Anlagen: 1. Anlage A 2. Bewerbungsunterlagen: Arbeiter- Samariter- Bund (ASB) 3. a) Bewerbungsunterlagen: Christlicher Verein Junger Menschen (CVJM) b) Bewerbungsunterlagen: Christlicher Verein Junger Menschen (CVJM) 4. Bewerbungsunterlagen: Deutsches Rotes Kreuz Münster (DRK) 5. a) Bewerbungsunterlagen: Diakonie Münster (Diakonie) b) Bewerbungsunterlagen: Diakonie Münster (Diakonie) Hinweis: Die umfangreichen Bewerbungsunterlagen der einzelnen Träger (Anlagen 2-5) stehen als pdf-Dateien ausschließlich im Ratsinformationssystem der Stadt Münster als Download unter der Vorlagennum- mer V/0350/2019 zur Verfügung. Link: https://www.stadt-muenster.de/sessionnet/sessionnetbi/infobi.php
Anlage 4_Bewerbungsunterlagen_DRK
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DRK Münster Sozialwerk gGmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster DRK-Konzeption zur Trägerausschreibung, März 2019 1 Pädagogische Konzeption des DRK-Jugend- und Familienzentrums New York Wiegandweg, Gremmendorf DRK Münster Sozialwerk gGmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster DRK-Konzeption zur Trägerausschreibung, März 2019 2 Inhaltsverzeichnis: ................................................................................................................................................................. 1 Inhaltsverzeichnis: ................................................................................................................................... 2 Kurzporträt zum Träger ........................................................................................................................... 3 Ehrenamtliche Projekte und Hauptamtliche Geschäftsbereiche ............................................................ 4 Das Jugendrotkreuz (JRK) ........................................................................................................................ 5 Wettbewerbe im Jugendrotkreuz ........................................................................................................... 5 Organigramm zum Fachbereich Kinder, Jugend und Familien ................................................................ 6 Die Rotkreuz- und Rothalbmond-Grundsätze ......................................................................................... 7 Quartiersbezug ........................................................................................................................................ 9 Das Betreuungsangebot der DRK-Kindertagesstätte im DRK-Jugend- und Familienzentrum New York ...................................................................................................................................................... 11 Öffnungszeiten der DRK-Kindertageseinrichtung im DRK-Jugend- und Familienzentrum New York 11 Prinzipien unserer pädagogischen Arbeit ............................................................................................. 12 Partizipation, Regeln und Rolle des pädagogischen Personals ............................................................. 14 Unsere pädagogischen Ziele im Jugend- und Familienzentrum New York ....................................... 15 Unsere Zielgruppe ................................................................................................................................. 15 Raumnutzung und Angebotszeiten des New York ............................................................................ 15 Der Jugendbereich im New York ....................................................................................................... 16 Die Angebotspalette im Jugendtreff ..................................................................................................... 17 Vernetzungsangebote von Kita und Jugendtreff im Jugend- und Familienzentrum New York ........ 19 Bereits bestehende Angebote und Projekte im Familienzentrum (Kita-Bereich) ................................. 19 Der offene Treff für Kinder und Jugendliche ......................................................................................... 22 Mädchen und Jungen ............................................................................................................................ 22 Computer ............................................................................................................................................... 23 Projekte und Kursangebote ................................................................................................................... 24 Veranstaltungen .................................................................................................................................... 24 Bewegungsangebote ............................................................................................................................. 25 Beratungsangebote ............................................................................................................................... 25 Mentorenprogramm „Fit für den Job“ .................................................................................................. 25 Berufsorientierung ................................................................................................................................ 26 Zusammenarbeit des Teams ................................................................................................................. 27 Zusammenarbeit mit dem Träger und anderen Institutionen .............................................................. 28 Zusammenarbeit mit Fachdiensten ....................................................................................................... 28 DRK Münster Sozialwerk gGmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster DRK-Konzeption zur Trägerausschreibung, März 2019 3 Haltung der pädagogischen Mitarbeiter*innen .................................................................................... 28 Beratung ................................................................................................................................................ 29 Atmosphäre ........................................................................................................................................... 29 Interne DRK-Dienstleistungen ............................................................................................................... 29 Qualitätsmanagement ........................................................................................................................... 30 Ein Haus für alle – das Jugend- und Familienzentrum New York ...................................................... 31 Synergien nutzen ................................................................................................................................... 32 Die Kooperation zwischen Kindertagesstätte und Kinder- und Jugendzentrum .................................. 32 Die Kooperation zwischen Schule und dem Jugend- und Familienzentrum New York ..................... 33 Verbindungen schaffen im Stadtteil Gremmendorf .............................................................................. 33 Produktiv zusammenarbeiten ............................................................................................................... 33 Der stadtteilorientierte Ausblick ........................................................................................................... 34 Kurzporträt zum Träger Der DRK-Kreisverband Münster e.V. wurde 1907 gegründet. Er ist ein anerkannter Verband der freien Wohlfahrtspflege und Nationale Hilfsgesellschaft mit ca. 400 ehrenamtlichen Helfern und mehr als 320 hauptamtlichen Mitarbeiter*innen. Der DRK-Kreisverband untergliedert sich in drei nichtselbständige Ortsvereine (Hiltrup, Nienberge und Roxel -Albachten) sowie einige direkt dem Kreisverband zugeordnete Rotkreuzgemeinschaften. Die "DRK Münster gemeinnützige Pflege und Service GmbH" und die "DR K Münster Sozialwerk gGmbH" sind 100%ige Töchter des Kreisverbandes. Mehr als 8.000 Fördermitglieder unterstützen die Arbeit des DRK Münster. Die DRK -Geschäftsstelle befindet sich in zentraler Lage von Münster und dient unseren Mitarbeiter*innen als Anlauf- und Beratungsstelle. In den vergangenen Jahren haben wir u. a. den Geschäftsbereich Kinder, Jugend und Familien durch eine Bereichsleitung, eine Fachberatung und Verwaltungskr äfte personell stark erweitert. Diese Ressource ermöglicht es, uns auch aktiver in Münsteraner Gremien wie dem Jugendhilfeausschuss, der AG 78 und den angeschlossenen Unterarbeitsgruppen zur Umsetzung einer bedarfsgerechten Kinder- und Jugendhilfe in der Stadt Münster mitwirken zu können. DRK Münster Sozialwerk gGmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster DRK-Konzeption zur Trägerausschreibung, März 2019 4 Ehrenamtliche Projekte und Hauptamtliche Geschäftsbereiche DRK Münster Sozialwerk gGmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster DRK-Konzeption zur Trägerausschreibung, März 2019 5 Das Jugendrotkreuz (JRK) ist der eigenständige Jugendverband des Deutschen Roten Kreuzes in Westfalen-Lippe und dem DRK-Kreisverband Münster e.V. . Rund 140.000 junge Mitglieder im Alter von 6 bis 27 Jahren engagieren sich in Westfalen-Lippe gemeinsam für Gesundheit, Umwelt, Frieden und internationale Verständigung. Weitere Infos unter: www.jrk-westfalen.de JRK-Veranstaltungen in 2019: u. a. Januar 2019 27.01.2019 JRK-Orientierungstag für Seiteneinsteiger Februar 2019 01.02. – 03.02. 1. Gruppenleiter-Lehrgang (1. Teil) 08.02. – 10.02. 1. Grundschulung für Leitungskräfte 23.02. – 24.02. 1. Gruppenleiter-Lehrgang (2. Teil) März 2019 08.03. – 10.03. 2. Grundschulung für Leitungskräfte 16.03. Schulsanitätsdienst-Tag 23.03. – 24.03. Fachausbildung für JRK-Leiter*innen 30.03. Freiwilligen- & Ehrenamtstag April 2019 06.04. – 07.04. 1. Gruppenleiter-Lehrgang (Abschlusswochenende) Mai 2019 04.05. – 05.05. Youth on the Run 12.05. dieINFO Wettbewerbe im Jugendrotkreuz Unsere JRK-Landeswettbewerbe sind seit 2002 gute Tradition. Alles begann mit einem kleinen Workshop innerhalb eines JRK -Events. Mittlerweile bieten wir jährlich fünf JRK - Großveranstaltungen an, die hunderte von Kindern und Jugendlichen begeistern. Jedes Jahr bereitet die AG Wettbewerbe in Kooperation mit einem ausrichtenden Kreisverband und vielen ehrenamtlichen Helfern diese spannenden Wettbewerbe vor. DRK Münster Sozialwerk gGmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster DRK-Konzeption zur Trägerausschreibung, März 2019 6 Wir garantieren den Teilnehmenden einen erlebnisre ichen Tag mit vielen andern JRK - Mitglieder. Spaß und Spannung sind garantiert! Bei herausfordernden Erste Hilfe -Aufgaben und attraktiven Spiel- und Sportstationen gilt es, miteinander in den Wettstreit zu treten. Darüber hinaus wird Wissen über unseren Verband abgefragt. Als musisch-kulturellen Beitrag zeigen die Wettbewerbsgruppen ihre Kreativität vor einem erfahrenen Jury-Team. Den drei Erstplatzierten winken attraktive Preise. Unser Motto für das Wettbewerbsjahr 2019: Zeitreise Organigramm zum Fachbereich Kinder, Jugend und Familien DRK Münster Sozialwerk gGmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster DRK-Konzeption zur Trägerausschreibung, März 2019 7 Die Rotkreuz- und Rothalbmond-Grundsätze Orientierung für die pädagogische Umsetzung der Rotkreuz- und Rothalbmond-Grundsätze in den DRK -Kinder- und Jugende inrichtungen bietet die Handlungsempfehlung des DRK - Generalsekretariats. Die Grundsätze bilden in der fachlichen und persönlichen Auseinandersetzung die zentrale Wertegrundlage der pädagogischen Arbeit im New York und sind somit ein wichtiges Rahmenkonzept . Darüber hinaus sind sie auch Grundlage der Zusammenarbeit mit den Familien, Jugendlichen und Kindern. Menschlichkeit Unser pädagogisches Handeln ist geleitet vom Grundsatz der Menschlichkeit. Jedes Kind und jeder Jugendliche stehen mit seiner Einzigartigkeit und Menschenwürde im Zentrum unserer Arbeit. Unsere A ufgabe ist es, ihnen Raum, Sicherheit und Strukturen für eine bestmögliche individuelle Entwicklung zu geben, ihnen Erfahrungsräume zu öffnen und sie in ihrer Entwicklung begleitend und ermutigend zu unterstützen. Damit Kinder und Jugendliche sich im DRK-Jugend- und Familienzentrum New York sicher fühlen können, schaffen wir eine äußere Sicherheit für Kinder durch Rituale, Regeln, eine zugewandte Atmosphäre und eine anregende Raumgestaltung. Die innere Sicherheit der Kinder und Jugendlichen fördern die päda gogischen Fachkräfte durch die Stärkung der Selbstwirksamkeit. Akzeptanz und Wertschätzung prägen dabei die päd agogische Grundhaltung. Das DRK -Jugend- und Familienzentrum New York bietet einen Ort, um Achtung und Verständnis für andere zu entwickeln und fr eundschaftliche Beziehungen aufzubauen. Unparteilichkeit Die Vielfalt der Lebensentwürfe von Familien, die geprägt sind von kulturellen Einflüssen, aber auch durch ihre sozialen Bedingungen, bieten große Chancen für unsere pädagogische Arbeit. Hier tref fen viele Kinder und Jugendliche zusammen, die aufgrund ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung, aber auch durch unterschiedliche Familienkulturen individuelle Bedingungen mitbringen. Es gehört zur Aufgabe des pädagogischen Teams, dieses Zusammenleben als wechselseitiges Lernen aller Beteiligten aktiv zu unterstützen. Hierzu zählt auch der bewusste Umgang mit Vielfalt und die Motivation der Kinder und Jugendlichen zur Wahrnehmung der unterschiedlichen Fähigkeiten und Interessen. Eine vorurteilsbewusste Erziehung basiert auf dem bewussten und kompetenten Umgang mit Unterschieden. Diese Grundhaltung basiert auf dem Verständnis der Inklusion, welches die Teilhabe aller Menschen DRK Münster Sozialwerk gGmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster DRK-Konzeption zur Trägerausschreibung, März 2019 8 umfasst und eine Ausrichtung der Strukturen und Angebote nach den individuellen Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen im New York prägt. Neutralität Die Einnahme einer neutralen Position macht es möglich, Vertrauen zu bilden, Vermittlungsversuche zu initiieren und Konfliktlösungen zu erarbeiten. Die pädagogischen Fachkräfte deuten nicht eigenmächtig die Gefühle der Kinder und Jugendlichen, sondern führen einen Dialog mit ihnen über deren Gefühle und Signale. Die Vertrauensbildung ist eng verknüpft mit der Ermöglichung sicherer Bindungserfahrungen. Die positiven Bindungserfahrunge n spielen eine wesentliche Rolle für deren Explorationsverhalten und Teilnahme an Bildungsangeboten. Die pädagogischen Fachkräfte initiieren Vermittlungsversuche und begeben sich mit den Kindern und Jugendlichen in einen gemeinsamen Prozess des Erforschens, indem sie sich mit ihnen über deren Wahrnehmungen und Ansichten austauschen und ergänzen. Um Konfliktlösungen zu erarbeiten, beg leiten die pädagogischen Fachkräfte die Kinder und Jugendlichen dabei, ihre eigenen Interessen wahrzunehmen, mitzuteilen und s ich eigenständig zu entscheiden. Die Pädagogen berücksichtigen dabei die individuellen und altersgemäßen Entwicklungsschritte der Kompetenzen und Handlungsspielräume für die Konfliktbewältigung. Unabhängigkeit Unabhängig von den Einflüssen und Interesse n jedweder Art nehmen wir unsere pädagogische Verantwortung wahr und sind dabei einzig dem Wohle des Kindes und des Jugendlichen verpflichtet. Die pädagogischen Fachkräfte begleitet und unterstützen die Kinder und Jugendlichen im New York in ihrer Entwicklung zur Eigenständigkeit und geben ihnen den dafür notwendigen Raum, um im selbstbestimmen Lernen Selbstvertrauen zu gewinnen. Im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen und Rahmenbedingungen bewahren wir uns das Maß an Eigenständigkeit, das uns gestattet, je weils nach den Grundsätzen des Roten Kreuzes Erziehungs- und Bildungsarbeit zu gewährleisten. Freiwilligkeit Im DRK-Jugend- und Familienzentrum New York pflegen wir eine Einrichtungskultur, in der die Entwicklung von Hilfsbereitschaft und Kooperation bei Kindern, Jugendlichen, Eltern Mitarbeiter*innen und Ehrenamtlichen gefördert wird. Wir bieten den Eltern und Ehrenamtlichen in unseren Einrichtungen die Möglichkeit, sich zu engagieren. In der pädagogischen Arbeit haben die Kinder und DRK Münster Sozialwerk gGmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster DRK-Konzeption zur Trägerausschreibung, März 2019 9 Jugendlichen ein Recht auf Beteiligung, das sowohl Mitentscheiden als auch Mithandeln umfasst. Einheit Unser Team besteht aus vielen pädagogischen Mitarbeitern, die ihre eigene Persönlichkeit und Individualität einbringen. Diese Vielseitigkeit wird in gemeinsame Ziele gefasst. Das von uns erstellte Konzept des DRK-Jugend- und Familienzentrum New York dient als Grundlage für unser einheitliches pädagogisches Handeln. Für die pädagogische Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen bedeutet der Grundsatz der Einheit, dass ein f ür alle Einrichtungen einheitliches Bild vom Kind bzw. Jugendlichen und seiner Bildung zugru nde liegt. Diese Bild begreift die Person als eigenständigen Akteur seiner Bildungs - und Entwicklungsprozesse. D as DRK-Jugend- und Familienzentrum New York bietet den Kindern und Jugendlichen die notwendigen verlässlichen sozialen Beziehungen und ein anregendes Lernumfeld, damit sie ihre Welt eigenständig erfahren und neue Impulse verarbeiten können. Universalität Die Rotkreuz - und Rothalbmond -Bewegung ist weltumfassend. Für die pädagogischen Fachkräfte bedeutet das, sich darüber bewusst zu sein, dass das DRK-Jugend- und Familienzentrum New York ideell und aktiv in eine weltumfassende Institution eingebunden ist. In den DRK -Einrichtungen begegnen die pädagogischen Fachkräfte anderen Menschen, Kulturen und Gesellschaften mit Interesse, Offenheit und Hilfsbereitschaft. Die Vielfalt der Kinder und Familien ist eine große Bereicherung für die Gemeinschaft im New York. Wir arbeiten nach dem Konzept der vorurteilsbewusste n Bildung: Wir stärken die Identität aller Kinder und Jugendlichen, ermöglichen die Erfahrungen mit Vielfalt, regen das kritische Denken über Gerechtigkeit an und setzen uns gegen Unrecht und Diskriminierung ein. Quartiersbezug Die Quartiersangebote des DRK-Jugend- und Familienzentrums New York werden besonders dazu beitragen, Kontakte mit anderen Eltern und Bewohnern des neuen Viertels in Gremmendorf knüpfen zu können. Wir werden Familienbildungsangebote wie beispielsweise DRK Münster Sozialwerk gGmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster DRK-Konzeption zur Trägerausschreibung, März 2019 10 generationsübergreifende Mus ik- und Bewegungsprojekte in unserem Mehrzweckraum anbieten und damit auch die Auseinandersetzung mit dem eigenen Familienleben beleben und die Erziehungskompetenz von Eltern und Großeltern stärken. Darüber hinaus werden Projekte, die die Vernetzung von Fa milien mit deren unmittelb aren Nachbarschaft unterstützen, angeboten. Projekte und Angebote, die bereits jetzt unsere Kindertageseinrichtung Schatzkiste bereichern (siehe S. 20 + 21), werden als Konzepte für das New York überarbeitet und dann für das gesam te Haus und alle Besucher*innen angeboten. Unsere Leitorientierung zum Quartiersbezug lässt sich wie folgt zusammenfassen: Umsetzung eines standortorientierten Konzepts mit allen im Sozialraum möglichen externen Partner und den umliegenden Einrichtungen Konzipierung von konkreten familienorientierten Leistungen in Kooperation mit externen Partnern Aufbau, Pflege und Stabilisierung eines sozialen Netzwerks im Quartier Gremmendorf Brückenfunktion zu Ämtern und Institutionen z. B. durch Beratungsangebote DRK Münster Sozialwerk gGmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster DRK-Konzeption zur Trägerausschreibung, März 2019 11 intensive Gemeinwesen- und Öffentlichkeitsarbeit Hierfür bringt die DRK Münster Sozialwerk gGmbH mit seinen multiprofessionellen Fachkräften zusätzliche Kompetenzen in das Einrichtungsteam ein. Der Fokus liegt stets darauf, Angebote auf Grundlage der Bedarf e der Kinder, Jugendlichen und Eltern und auch der Bewohner des neuen Viertels zu entwickeln. Die Bereichsleitung des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familien wird diese Angebote maßgeblich mit der Einrichtungsleitung des DRK- Jugend- und Familienzentrums New York inhaltlich ausrichten, koordinieren und deren Weiterentwicklung sicherstellen. Das Betreuungsangebot der DRK -Kindertagesstätte im DRK -Jugend- und Familienzentrum New York In der heutigen Zeit müssen die Angebote in der Kinderbetreuung den Bedürfnissen der Eltern und des Sozialraum angepasst werden, um junge Familien bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützen zu können . Unsere Betreuungszeiten richten sich nach diesem Grundsatz und werden in Kooperation mit den Eltern und den Mitarbeiter*innen festgelegt. Bei der Kindertageseinrichtung handelt es sich um eine DRK -Kindertagesstätte mit dem konzeptionellen Schwerpunkt der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und des Quartiersbezugs. Die Kindertageseinrichtung verfügt insgesamt über acht Gruppen mit 143 Plätzen für Kinder im Alter von 0-6 Jahren. Öffnungszeiten der DRK -Kindertageseinrichtung im DRK-Jugend- und Familienzentrum New York Die Kernbetreuungszeit der Kindertageseinrichtung richtet sich nach den Grundlagen des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) und liegt in der Zeit von 7:15 Uhr bis 16:15 Uhr. Das DRK -Familienzentrum (Kita) bietet besondere, flexible und erweiterte Öffnungszeiten, auch unter dem Schwerpunkt der Vereinbarkeit von Familien und Beruf. Die erweiterten Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag aktuell von 6:30 Uhr bis 20:30 Uhr. Mögliche Schließungszeiten der Einrichtung in den Schulferienzeiten werden mit Ferienbetreuungsangeboten im New York kombiniert und somit den Familien ein umfassendes Betreuungsprogramm anbieten. In den Oster - und Herbstferienzeiten wird die Kita keine Schließungszeiten haben. In diesen Zeiten werden im Jugendtreff DRK Münster Sozialwerk gGmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster DRK-Konzeption zur Trägerausschreibung, März 2019 12 Ferienprogramme von den Pädagogen aufgesetzt, die Kinder und Jugendliche überwiegend ab 6 Jahren in Anspruch nehmen können. Individuelle darüberhinausgehenden Betreuungsbedarfe werden mit den Familien besprochen und nach Möglichkeit umgesetzt. Das DRK kann durch seine vielfältigen bereits bestehenden Angebotsstrukturen bei Bedarf den Eltern weitere Betreuungsmöglichkeiten anbieten, beispielsweise durch die Vermittlung in unsere DRK Partner- Kitas in Münster. Die flexiblen und ergänzenden Kita- Betreuungszeiten werden die bestehenden Öffnungszeiten passgenau ergänzen. Ein dadurch entstehender zusätzlicher Personalbedarf kann zeitnah bedient werden, so dass das Ziel der Vereinbarkeit von Familie und Beruf stets erreicht wird. Der Einsatz von qualifiziertem Betreuungspersonal ist für uns von besonderer Bedeutung, um in der pädagogischen Arbeit zum Wohle des Kindes und des Jugendlichen Beziehungsaufbau, Betreuungsqualität und Bildungsansprüche sicherstellen zu können. Prinzipien unserer pädagogischen Arbeit Das New York begleitet Kinder und Jugendliche durch die Lebensphasen des Kind seins, der Vorpubertät, Pubertät und des Erwachsenwerdens. Diese Lebensphasen sind von verschiedenen Übergängen gekennzeichnet und prägen die persönliche, soziale und berufliche Entwicklung. Wir begleiten die Kinder und Jugendlichen in ihrer individuellen Entwicklung und unterstützen sie bei der Auseinanders etzung mit verschiedenen Lebensentwürfen. Wir helfen ihnen bedarfsorientiert bei der Gestaltung von Übergängen in ihrer Bildungsbiographie von Zuhause in die Kindertageseinrichtung, von der Kita in die Schule und anschließend in den Beruf. Wir erreichen in unserem Haus Kinder ab dem Alter von einem Jahr bis zum 20. Lebensjahr. Wir ermöglichen Familien in Gremmendorf im New York eine ganzheitliche Betreuung und Bildung ab dem ersten Lebensjahr bis zum Erwachsen werden ihrer Kinder. Das Jugend- und Familienzentrum New York bietet allen Altersgruppen individuelle und auch gemeinsame und altersübergreifende Angebote. Wir werden durch bedarfsorientierte Kooperationen, die bereits in unserer bestehenden Kita (Schatzkiste) aufgebaut wurden, die Kinder, Jugendlichen DRK Münster Sozialwerk gGmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster DRK-Konzeption zur Trägerausschreibung, März 2019 13 und Familien mit vielfältigen Angeboten und partizipativen Konzepten an der Entwicklung der neuen Einrichtung maßgeblich beteiligen. Unser pädagogischer Ansatz ist lebensweltorientiert, multikulturell und ganzheitlich. Darunter verstehen wir, dass die Angebote sich an dem Bedarf und an den vorhandenen Ressourcen der Kinder und Jugendlichen im Alter von 1 – 20 Jahren orientieren und auf eine altersgerechte Entwicklungs- und Kompetenzförderung abzielen. Hierbei liegt einer unserer Schwerpunkte bei der Förderung von Kompetenzen zur Lebensbewältigung und zur aktiven, selbstbewussten Teilhabe am sozialen, politischen und kulturellen gesellschaftlichen Leben in Münster, im wachsenden Stadtteil Gremmendorf und in unserem Jugend- und Familienzentrum New York. Die Kinder können seit dem ersten Lebensjahr unsere Einrichtung besuchen und mit wachsendem Alter in weitere pädagogischen Angebote „hineinwachsen“. Zudem wird den jugendlichen Nutzern die Möglichkeit gegeben, Projekt e mit und für die kleineren Kinder zu initiieren. Ganz nach dem Motto: Groß lernt von klein und klein lernt von Groß! Mit den Angeboten unserer offenen Kinder- und Jugendarbeit sollen Kinder und Jugendliche in besonderem Maße in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gefördert werden. Ein entwickeltes Selbstwertgefühl und die einhergehende Kompetenz, sich in gesellschaftlichen Räumen zu bewegen, können einen Gegenpol zur möglichen Flucht in Sucht- und Gewaltverhalten bilden. Selbstvertrauen bildet ebenso eine Voraussetzung für soziale Kompetenzen im tägli chen Miteinander. Toleranz, gegenseitiger Respekt und Zivilcourage sind Verhaltensweisen, die durch verschiedene Methoden gefördert werden sollen. In diesem Alter gewinnt die Peergroup zunehmend an Bedeutung und die Kinder und Jugendlichen lösen sich zuneh mend vom Einfluss des Elternhauses. Die jungen Menschen werden auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden durch unser Jugend- und Familienzentrum New York unterstützt und in ihrer Selbstkompetenz gestärkt. Das Jugend- und Familienzentrum New York wird Treffpunkt, R ückzugsraum und Anlaufstelle für viele Kinder, Jugendlichen und Familien in Gremmendorf sein, die mit Respekt behandelt werden und selbst einen respektvollen Umgang weitergeben wollen. Sie finden hier einen Ort, an dem sie die Möglichkeit haben, sich aktiv einzubringen, Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen und selbstbestimmt agieren zu können. Hierbei wird das New York bekannt sein als ein Ort, an dem die Türen immer offenstehen und an dem die Kinder und Jugendlichen die Erfahrung machen, willkommen zu sein und im Bedarfsfall schnell und unbürokratisch Unterstützung zu erhalten, wie auch selbstorganisiert handeln zu können. Wir orientieren uns in unserer Arbeit an den Leitsätzen des Roten Kreuzes. Es ist für uns handlungsleitend, dass alle Kinder und Jugendlichen unabhängig von ihrer Nationalität, ihrer Herkunft, ihres Geschlechts oder ihrer Religion die gleiche Chance auf Nutzung des Jugend- und Familienzentrum New York und auf unsere Unterstützung bei ihrer Entwicklung erhalten. Hierfür so rgen wir durch eine Angebotspalette, die unterschiedliche Interessen DRK Münster Sozialwerk gGmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster DRK-Konzeption zur Trägerausschreibung, März 2019 14 berücksichtigt und durch integrative, die gegenseitige Verständigung und Akzeptanz fördernde Angebote. Benachteiligte Kinder und Jugendliche erfahren im Bedarfsfall bei uns eine besondere Förderung. Partizipation, Regeln und Rolle des pädagogischen Personals Eine aus unseren Nutzer*innen bestehende, gewählte New York -Konferenz wird die inhaltliche Gestaltung des Angebotes maßgeblich mitbestimmen. D ie New York - Konferenz wird einmal monatli ch einberufen. Somit können die Kinder und Jugendlichen unseres Hauses aktiv an der Mitgestaltung unseres Angebotes mitwirken. Hier sind Kinder der Kindertagesstätte genauso beteiligt wie Jugendliche aus dem Jugendtreff. So lernen „Kleine“ von „Großen“ und umgekehrt. Interessen aller Alters-, Kultur- und Geschlechtergruppen sollen unterstützt werden und durch unsere Mitarbeiter*innen hinsichtlich der Angebotsgestaltung gestärkt werden . Die Mitgestaltungs- und Entscheidungskompetenzen sollen dabei bei entspr echender Verantwortungsbereitschaft und -fähigkeit der Kinder und Jugendlichen angemessen ausgeweitet werden. Wir verfolgen mit einer weitgehenden Möglichkeit von Mitbestimmung und Mitgestaltung das Ziel, die Handlungskompetenzen der Kinder und Jugendlichen zu stärken und sie bei der Entwicklung einer stabilen Ich -Identität zu unterstützen. Neben einer weitreichenden Gestaltungs- und Mitbestimmungsmöglichkeit hinsichtlich der Nutzung des New York wird es für die Kinder und Jugendlichen auch einige wenige Regeln geben, die nicht verhandelbar sind und einen klaren Rahmen des Miteinanders schaffen werden. Hierzu zählen Regeln des Umganges miteinander und Regeln, die der Gesundheitsprävention gelten. So wird ein generelles Rauch -, Alkohol und Drogenverbot im Hau se gelten und der angemessene, gewaltfreie Umgang mit Konflikten wird aktiv gefördert. Prinzipiell gilt: Wir möchten so wenig regeln wie möglich, aber so viel wie nötig. Die Rolle des pädagogischen Personals verstehen wir als Prozessbegleiter *innen, Unterstützer*innen, Berater *innen für die Kinder und Jugendlichen. Sie sind Ansprechpartner*innen für alle relevanten Themen im Prozess des Erwachsenwerdens und bieten Begleitung, Kontakt, Kommunikation und Beziehung an. Bei Problemen und in Krisen stehen wir auf Wunsch auch als Vermittler *innen und „Anwalt oder Anwältin der Kinder und Jugendlichen“ für Gespräche mit Lehrer*innen und Eltern zur Verfügung. DRK Münster Sozialwerk gGmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster DRK-Konzeption zur Trägerausschreibung, März 2019 15 Unsere pädagogischen Ziele im Jugend- und Familienzentrum New York Die Ziele, die wir mit unserer Arbeit verfolgen, lassen sich wie folgt zusammenfassen: Schaffung eines kind- und jugendgerechten Treffpunktes als Anlaufstelle, Bildungsort und Rückzugsraum in einem Haus Förderung einer altersgerechten Entwicklung Förderung von Verantwortungsbereitschaft und Verantwortungsfähigkeit Förderung von aktiver Freizeitgestaltung Vermittlung von Werten wie respektvoller, demokratischer, toleranter und gewaltfreier Umgang Stärkung von Handlungskompetenzen im sozialen, kognitiven, kulturellen und politischen Bereich und be i der Lebensbewältigung Förderung des Selbstbewusstseins und Unterstützung bei der Entwicklung einer Ich-Identität Unterstützungsangebote in Krisen Gesundheitsprävention Vernetzung mit anderen Einrichtungen des Sozialraumes Qualitätskontrolle und Konzeptanpassung Unsere Zielgruppe Das New York steht für Personen einer Altersspanne zwischen 1 und 20 Jahren offen. Durch altersgerechte Angebote sowohl für 1 -6 – jährige Kindergartenkinder, sowie 6- bis 13- Jährige, als auch für 14- bis 20-Jährige laden wir alle Altersgruppen ein, sich ihren Raum im Jugend- und Familienzentrum New York gemeinsam zu erobern. Wir sehen den Prozess der Bedarfsanpassung von Angeboten, Regeln und ggf. altersspezifischen Öffnungszeiten als gemeinsame, lebensweltorientierte Erfahrung mit den Kindern, Jugendlichen und Familien an, die wir angemessen begleiten und entsprechend des Leitbildes des DRK unterstützen werden. Raumnutzung und Angebotszeiten des New York Das Haus besteht aus zwei Bereichen bzw. Einrichtungen unter einem Dach: Dem Jugendbereich, der ausschließlich den heranwachsenden Kindern und Jugendlichen ab 6 Jahren vorbehalten ist und de r Kindertageseinrichtung für Kinder im Alter von 1 -6 Jahren. DRK Münster Sozialwerk gGmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster DRK-Konzeption zur Trägerausschreibung, März 2019 16 Die Räume werden entsprechend ihrer Nutzung mit Spiel- und Arbeitsmaterialien ausgestattet. Die Räumlichkeiten des New York teilen sich wie folgt auf: Jugendbereich: (261,5 qm) - Offener Kinder- und Jugendtreff (48 qm) - Eine Gruppenküche (23 qm) - Ein Gruppen- und Beratungsraum (15 qm) - Ein Gruppen- und Medienraum (20 qm) - Eine Kreativwerkstatt (27 qm) - Eine Aussenterasse (40 qm) Kindertageseinrichtung (1430 qm): 8 Gruppenräume, incl. Garderobenbereiche 8 Nebenräume 8 Wasch-WC-Räume mit Wickelbereiche 1 Duschbereich 8 Abstellräume 2 Schlaf- bzw. Differenzierungsräume 1 Personalraum 2 Personal-WC incl. Dusche 1 Büro 1 Küche incl. Abstellraum eine Gesamtfläche von ca. 1430 qm ein weiträumiges Außengelände Ein großer Mehrzweckraum steht für die gesamte Einrichtung allen Kinder, Jugendlichen und Familien zur Verfügung. Der Jugendbereich im New York Zur Entwicklung der eigenen Persönlichkeit ist für (heranwachsende) Jugendliche erforderlich, dass sie sich von Eltern und Schule abgrenzen können, um ihre eigene Identität im Kontakt mit Gleichaltrigen zu entdecken und zu formen. Wir haben des halb im Gebäudekomplex den rechten Bereich des Hauses als Kinder- und Jugendbereich für Besucher im Alter von 6 -20 Jahren definiert. DRK Münster Sozialwerk gGmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster DRK-Konzeption zur Trägerausschreibung, März 2019 17 Der vordere Bereich ist mit Gruppenräumen ausgestattet und soll vornehmlich für den offenen Kinder-und Jugendtreff genutzt werden. Der Gruppenraum soll in Zusammenarbeit mit den Jugendlichen gemütlich und jugendgerecht mit den Nutzern gemeinsam gestaltet werden und als offener Bereich zur freien Verfügung stehen. Hier wird es möglich sein, sich zu treffen, zu klönen, Musik zu hören und auch zu spielen. Die Küche und die große Außenterrasse können als Rückzugsbereich und zum Chillen genutzt werden. Hier kann zum Beispiel ein gemeinsam zubereitetes Essen genossen werden. Auch Back- und Koch -Events können hier gemeinsam mit Famil ien veranstaltet werden . In der Aufbauphase des New York werden diese Angebote von pädagogischen Mitarbeiter*innen und Honorarkräften begleitet. Perspektivisch kann dieser Bereich den Jugendlichen an unterschiedlichen Wochentagen ab 1 8 Uhr in Eigenregie selbstverwaltet zur Verfügung stehen. Weitere Räume werden für kreative Angebote, für Beratung und für die Nutzung von PC eingerichtet. DIE ÖFFNUNGSZEITEN des Kinder- und Jugendtreffs New York: Montags 15.30 Uhr – 19.00 Uhr Dienstags 15.30 Uhr – 19.00 Uhr Mittwochs 15.30 Uhr – 19.00 Uhr Donnerstags 15.30 Uhr – 20.00 Uhr Freitags 15.30 Uhr – 20.00 Uhr Samstags: 12.00 Uhr – 14.00 Uhr Die Öffnungszeiten des New York können in den Ferien variieren , da wir dann ein Ferienprogramm, welches wir gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen entwickeln werden) anbieten. Das Ferienprogramm werden wir mit den bereits in unserer Kooperation stehen Schulen (Ida-Schule; Annette-Schule; Eichendorffschule, etc.) abstimmen. Die Angebotspalette im Jugendtreff Das New York wird in erster Linie ein Freizeit- und Bildungsort für Kinder und Jugendliche sein, an dem sie sich ausprobieren können und Unterstützung in sämtlichen Lebenslagen erhalten. Ihre Wünsche, Ängste und Bedürfnisse werden ernst genommen und ihre Kompetenzen gefördert. Wir gewährleisten regelmäßig ein offenes Angebot, bei dem jeder ohne Anmeldung, ohne Leistungsdruck, alleine oder mit Freunden, mit Fragen, eigenen Ideen oder ohne, willkommen ist. Hierfür stellen wir den Kindern und Jugendlichen Räume zur DRK Münster Sozialwerk gGmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster DRK-Konzeption zur Trägerausschreibung, März 2019 18 Verfügung, die ausschließlich von ihnen genutzt werden und nachmittags und abends geöffnet sind. Ergänzend wird eine bedarfsorientierte Angebotspalette zur Freizeitgestaltung und zur Förderung der Jugendlichen vorgehalten, die inh altlich von einer gewählten New York - Konferenz des Jugendtreffs mitbestimmt wird. Es werden im wöchentlichen Rhythmus Kurse, Veranstaltungen und Sportangebote stattfinden. Bei der Angebotsgestaltung wird angestrebt, die im Sozialraum bereits vorhandenen Angebote sinnvoll zu ergänzen und eine vernetzte Zusammenarbeit mit Schulen, Beratungsstellen und Freizeiteinrichtungen für Kinder und Jugendliche aktiv mit zu entwickeln. In den Ferien wird das Angebot zeitlich angepasst und im Sommer durch Ferienfahrten des DRK ergänzt. Die Ferienfahrten und Jugendangebote können auch von Jugendlichen angeleitet werden, die zum Jugendgruppenleiter im Jugendrotkreuz ausgebildet worden sind. Der Jugendgruppenleiterschein kann beim DRK erworben werden, die Ausbildung findet im Jugendtreff statt. Wesentliche Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Gesundheitsförderung und Kreativitätsförderung, Sucht - und Gewaltprävention, Medienkompetenz, Soziale Kompetenzen sowie Partizipation. Auch Beratung und Berufsorientierung sind B estandteile der Arbeit im New York. Somit planen wir das Angebot wie folgt auszurichten: Offener Jugendtreff Gemeinsame und getrennte Angebote für Mädchen und Jungen Billard, Kicker und Brettspiele spielen Computer Projekte und Kursangebote Naturwissenschaftliche Projekte Veranstaltungen: Karneval, Disco, Halloween Bewegung/Sportangebote: Fußball, Tanzen, HipHop Grillen Kochen und Backen Veranstaltungen planen Beratung Berufsorientierung DRK Münster Sozialwerk gGmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster DRK-Konzeption zur Trägerausschreibung, März 2019 19 Vernetzungsangebote von Kita und Jugendtreff im Jugend- und Familienzentrum New York Ein besonders wertvoller Faktor im Jugend - und Familienzentrum New York ist die gemeinsame Trägerschaft beider (bzw. vieler) Angebote in einem Haus. Die Leitung des Familienzentrums (Kita), Nicole Borgmann, verfügt über eine sehr breit gest reute berufliche Erfahrung und Qualifikation sowohl im Elementar- Primar- und Sekundarbereich. Bei ihr liegen die vielfältigen fachlichen und sozialen Kompetenzen vor, ein altersgerechtes, abwechslungsreiches Angebot mit den entsprechenden sozialpädagogischen Fachkräften der Kita und den neu einzustellenden Pädagogen im Kinder- und Jugendtreff aufzustellen und im New York zu etablieren. Es ist derzeit geplant, dass das New York durch Gesamtleitung (Nicole Borgmann) geführt wird und in einem Leitungsteam vo n mehreren pädagogischen Fachkräften agiert. Das Leitungsteam wird multiprofessionell aufgestellt sein und mit unterschiedlichen fachlichen Schwerpunkten der einzelnen Fachkräfte punkten, wie zum Beispiel Medienkompetenz, Integration, Genderangebote und Ve reinbarkeit von Familie und Beruf. Wir werden einen angebotsübergreifenden Personalpool in einem multiprofessionellen Team bilden und unsere pädagogischen Fachkräfte in der Weise auswählen und (weiter-) qualifizieren, dass sie im Haus New York für viele Bereiche einsetzbar sind und ihnen alle Arbeitsfelder im Haus vertraut sind. Bereits bestehende Angebote und Projekte im Familienzentrum (Kita-Bereich) 1. Der Offene Treff für Familien mit Fluchterfahrung - Kooperationspartner: evangelische Familienbildungsstätte - Adressaten: Familien mit einem Migrationshintergrund, aber Schwerpunkt ist die Arbeit mit Flüchtlingsfamilien. - Wann? wöchentlich mittwochs von 8:00-9:00 Uhr - Inhalte: Offener Austausch 2. Die Kleine Sprechstunde - Kooperationspartner: Beratungs- und Bildungszentrum der Diakonie Münster - Adressaten: Die Elternschaft der Kita und Eltern aus dem Einzugsgebiet Gremmendorf - Wann?: 1x im Monat dienstags von 15:00-16:00 Uhr - Inhalte: Erziehungs- und Familienberatung DRK Münster Sozialwerk gGmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster DRK-Konzeption zur Trägerausschreibung, März 2019 20 3. Logopädie - Kooperationspartner: Praxis Visus - Adressaten: Eltern aus der Kita - Wann?: 1x wöchentlich - Inhalte: Förderung der sprachlichen Entwickelung 4. Ergotherapie - Kooperationspartner: Sinnes Werkstatt - Adressaten: Eltern aus der Kita - Wann?: 1x wöchentlich Anzahl der Kinder ist ausschlaggebend - Inhalte: Förderung der Kompetenzen der Kinder 5. Kleine Zeit (Elternkaffee) - Adressaten: Eltern aus der Kita - Wann?: Jeden dritten Mittwoch im Monat im Wechsel mit dem Angebot der kleinen Zeit Plus. - Inhalte: Offener Austausch 6. Kleine Zeit Plus (Elternfrühstück) - Adressaten: Eltern aus der Kita - Wann?: Jeden dritten Mittwoch im Monat im Wechsel mit dem Angebot der kleinen Zeit. - Inhalte: Offener Austausch 7. Kultur Schätze - Adressaten: Eltern aus der Kita und Eltern aus dem Einzugsgebiet Gremmendorf - Wann? 1x im Monat donnerstags 8. Alleinerziehenden-Treffen - Adressaten: Alleinerziehende Eltern aus der Kita und Eltern aus dem Einzugsgebiet Gremmendorf - Wann?: 1x im halben Jahr 9. Mütter- und Väternachmittage - Adressaten: Eltern aus der Kita - Wann?: alle 3 Monate im Wechsel 10. Wellness für Eltern - Adressaten: Eltern aus der Kita - Wann?: 1x mal im Monat ab Okt immer den letzten Freitag DRK Münster Sozialwerk gGmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster DRK-Konzeption zur Trägerausschreibung, März 2019 21 11. Bibliotheksbesuch für Eltern zusammen mit ihren Kindern - Adressaten: Eltern aus der Kita mit ihren Kindern - Wann?: jeder Zeit möglich 12. Kinderchor - Adressaten: Eltern aus der Kita mit ihren Kindern - Wann?: jeder Zeit möglich - 13. Babykrabbelgruppe - Adressaten: Eltern aus der Kita mit ihren Kindern und Eltern aus dem Einzugsgebiet Gremmendorf - Wann?: üblicher Weise 1x die Woche und dann 6 Termine infolge 14. Yoga - Kooperationspartner: evangelische Familienbildungsstätte - Adressaten: Eltern aus der Kita und Eltern aus dem Einzugsgebiet Gremmendorf - Wann?: nach Absprache 15. Forschernachmittag - Kooperationspartner: evangelische Familienbildungsstätte - Adressaten: Eltern aus der Kita und Eltern aus dem Einzugsgebiet Gremmendorf - Wann?: 1x im halben Jahr möglich 16. Ringen und Raufen (mit Elternabend zum Thema Jungenpäd.) - Kooperationspartner: evangelische Familienbildungsstätte - Adressaten: Eltern aus der Kita und Eltern aus dem Einzugsgebiet Gremmendorf - Wann?: einmalig 5 Termine 17. Erste Hilfe Kurs am Kind - Adressaten: Eltern aus der Kita und Eltern aus dem Einzugsgebiet Gremmendorf - Wann?: einmalig ein Termin 18. Kindertanz - Adressaten: Kinder aus der Kita - Wann?: 1x wöchentlich DRK Münster Sozialwerk gGmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster DRK-Konzeption zur Trägerausschreibung, März 2019 22 Der offene Treff für Kinder und Jugendliche Der offene Treff stellt das Herzstück im Kinder- und Jugendtreff des New York dar. Unter der Kinder- und Jugendarbeit im offenen Treff verstehen wir zunächst, dass Kindern und Jugendlichen Räume zur Verfügung gestellt werden, die sie freiwillig besuchen können, in denen sie sich mit Gleichaltrigen treffen, wo sie „in Ruhe“ gelassen werden, aber wo die Mitarbeiter*innen auch dazu anregen, einen kommunikativen Raum zu entwickeln. Die Kinder und Jugendlichen erfahren im New York Anerkennung und Wertschätzung gegenüber ihrer Person und ihrer Interessen und Wünsche und lernen Grundprinzipien der Demokratie kennen. Der offene T reff bietet ihnen einen Erfahrungsraum, in welchem sie sowohl die gesellschaftliche Relevanz von Einhaltung und Überschreitung von Regeln und Grenzen, als auch die Möglichkeit zur Verantwortungsübernahme erlernen können. Darüber hinaus erfahren sie das New York als einen Ort, an welchem sie auf zuverlässige Erwachsene treffen, die ein offenes Ohr für ihre Belange und Probleme haben. Mit unseren Angeboten wollen wir positive Erfahrungen vermitteln, die den Kindern und Jugendlichen die Vorteile des Agierens in der Gruppe und die gemeinsame Umsetzung der eigenen Interessen ermöglicht. Hierbei verfolgen wir insbesondere das Z iel, soziale Schlüsselqualifikationen zu vermitteln, um die Handlungskompetenzen der Kinder und Jugendlichen im gemeinsamen Tun zu erweitern. Unser Fokus liegt hierbei auf: Förderung von Gruppenfähigkeit und Kooperationsbereitschaft Förderung von Konfliktfähigkeit und Konfliktbewältigung Förderung von selbstbestimmten Handeln Integrationsförderung durch das Kennenlernen und akzeptieren unterschiedlicher Kulturen Förderung von verantwortungsvollen Umgang miteinander Benennung, Reflexion und Umsetzung eigener Interessen Förderung der Solidarität untereinander Förderung von Einfühlungsvermögen und emphatischem Verhalten Im New York wird der Prozess eines konstruktiven, respektvollen Miteinanders behutsam und angemessen sozialpädagogisch begleitet, wobei das P rinzip der weitgehenden Selbstgestaltung und Eroberung der Räume durch die Jugendlichen eine wichtige Rolle spielt. Mädchen und Jungen Geschlechtsspezifische Angebote und Informations - und Unterstützungsangebote zur Suchtprävention bilden neben der aktive n Freizeitgestaltung (wie zum Beispiel Tanzen, Fußball, Kochen, etc.) einen wichtigen Schwerpunkt im New York. Angebote für Jungen DRK Münster Sozialwerk gGmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster DRK-Konzeption zur Trägerausschreibung, März 2019 23 und Mädchen sollen einen Beitrag leisten zum Abbau von geschlechtsspezifischen Benachteiligungen. So können beispielsweise Mä dchen durch eigenständige Angebote bei der Entwicklung einer selbstbewussten weiblichen Identität unterstützt werden. Und auch Jungen sind in der Pubertät auf der Suche nach einer eigenen Ich-Identität und stoßen dabei an Grenzen. Geschlechterbezogene Arbeit richtet sich in gleicher Weise an Mädchen und Jungen und eröffnet ihnen in geschlechterhomogenen wie in gemischtgeschlechtlichen Gruppen Chancen zur Entwicklung und Realisierung der eigenen Vorstellungen von Geschlecht. Orientiert am § 9 SGB VIII heißt das: Die geschlechtsspezifische Arbeit ist im Jugendzentrum ein genereller Bestandteil der pädagogischen Arbeit. Durch sie sollen Benachteiligungen von Jungen und Mädchen abgebaut werden und somit die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern geförder t werden. Durch die pädagogische Arbeit soll eine bedarfsgerechte Jugendhilfe angeboten werden, die am Leitprinzip "Gender Mainstreaming" orientiert ist und als Querschnittsaufgabe im gesamten Ablauf des Hauses verstanden wird. Mögliche Angebote können sein: Geschlechtsspezifischer Umgang mit Angst und Aggression (z. B. Selbstverteidigung, Kampfsportangebote) Mädchentreff oder Mädchengruppen zu Themen wie Umgang mit dem eigenen Körper, Sexualität, Liebe, Freundschaft Jungengruppe zum Thema Gewalt, Ich-Identität Geschlechtsspezifische Computerangebote für Jungen und Mädchen Computer Der Computer ein besonders wichtiges Medium für Kinder und Jugendliche in Deutschland. Mehr als zwei Drittel aller Kinder und Jugendlichen sind mehrmals pro Woche oder häufiger „online“. Dabei wird das Internet vor allem als Kommunikationsmedium genutzt. Die häufigsten DRK Münster Sozialwerk gGmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster DRK-Konzeption zur Trägerausschreibung, März 2019 24 Tätigkeiten sind der Austausch über Instant Messenger und E -Mail, mehr als ein Viertel der jugendlichen Onliner sucht aber auch regelmäßig Chatrooms auf. Parallel zu den Öffnungszeiten stehen den Besuchern im Computerraum PC´s zur Nutzung zur Verfügung. Hier kann für die Schule recherchiert, gespielt oder Musik gemacht werden. Regelmäßige PC-Schulungen ergänzen unser Angebot. Der Umgang mit dem Computer ist jedoch nicht frei von Risiken. Durch gezielte Angebote im PC -Raum, entsprechende Kurse und Projekte im Bereich Grafik, Multimedia und Internet können Kinder und Jugendliche darin unterstützt werden, sich zwischen virtuellen Räumen und realer Welt zurechtzufinden. Unter dem Stichwort „Surfen ohne Risiko“ gehört auch ein präventiver Umgang mit gefährdenden Inhalten dazu. Projekte und Kursangebote Aus regelmäßigen Gesprächen mit den Kindern , Jugendlichen und ihren Eltern über ihre Interessen ergeben sich Projekte und Kurs- und Beratungsangebote . Diese können zum Beispiel folgende Inhalte haben: Musik, Theater oder Zirkus Gemeinsames Kochen als Beitrag zur gesunden Ernährung und Selbstversorgung Foto-, Film- und Videoprojekte Trendsportarten wie Inline-Skating-Kurse, Fußball, Reiten Werkstattbereich (z. B. Fahrradwerkstatt, Holzwerkstatt) Künstlerische Workshops (z. B. Airbrush/ Graffiti) Veranstaltungen Zu den Veranstaltungen gehören alle Formen der Freizeitaktivitäten. Diese dienen der Anleitung der s innvollen, selbs tständigen Freizeitgestaltung und zur Entwicklung von Verselbstständigkeitskompetenzen, z. B.: Ein gemeinsam gestaltetes Ferienprogramm in den Schulferien (Osterferien, Herbstferien, Sommerferien) Gemeinsame Ferienfreizeiten im nahen Umfeld Münsters Disco Video- und Filmabende Turniere, wie z. B. Straßenfußball Erlebnistage Konzerte Infoveranstaltungen DRK Münster Sozialwerk gGmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster DRK-Konzeption zur Trägerausschreibung, März 2019 25 Bewegungsangebote Studien und Untersuchungen belegen, dass Kinder und Jugendliche zunehmend „unbeweglicher“ werden und dass durch Über - und Fehlernährung di e Zahl der übergewichtigen Kinder und Jugendlichen stetig steigt. Ein Angebot attraktiver Bewegungsangebote soll diesem gesellschaftlichen Trend in unserem großen Mehrzweckraum entgegenwirken. Dazu gehören im Trend liegende Sport - und Tanzkurse in der Halle des New York sowie auch die Nutzung einer nahegelegenen Turnhalle. Beratungsangebote Die Sozialpädagog*innen stehen im offenen Treff für Kontakt und Gespräche zur Verfügung und gewährleisten ein niedrigschwelliges Beratungs -, Begleitungs- und Beziehungsangebot. Sie stehen den Kindern und Jugendlichen bei Bedarf zur Unterstützung bei der Bewältigung von Problemen in Beziehungen, Familie, Schule, bei Drogenkonsum oder anderen Themen zur Seite. Niedrigschwellig bedeutet für uns, dass Beratungen und Unterstützung zeitnah und konkret angeboten werden und dass die Sozialpädagog*innen durch direkte Kontaktangebote eine leichte Erreichbarkeit signalisieren. Unser Beratungsansatz ist ganzheitlich und orientiert sich am Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe bzw. dem Motto „Hilfe nach dem Maß der Not“. Für den Bedarf an intensiveren, langwierigeren Beratungsprozessen vermitteln und begleiten wir die Kinder und Jugendlichen auf Wunsch zu fachspezifischen Beratungsstellen im Stadtteil Gremmendorf , mit denen wir eine enge Kooperation anstreben oder bereits aufgebaut haben . Gerne unterstützen wir den niedrigschwelligen Zugang zu fachspezifischen Beratungsstellen auch durch Beratungen und/oder Informationsveranstaltungen der Kolleg *innen in unseren Räumlichkeiten , so wie dies bereits im DRK-Familienzentrum Schatzkiste praktiziert wird. Mentorenprogramm „Fit für den Job“ Bildung, Integration und ein erfolgreicher Berufseinstieg für Jugendliche und junge Erwachsene, die sich Unterstützung wünschen-das ist das Ziel der 2009 ins Leben gerufenen Mentorengemeinschaft des DRK-Kreisverbandes Münster e.V.. Mit dem Programm „Fit für den Job“ hilft das Deutsche Rote Kreuz diesen jungen Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf ihre beruflichen Chancen zu verbessern. Getragen wird „Fit für den Job“ durch qualifizierte Mentoren, die sich ehrenamtlich in das Projekt einbringen. Die Jugendlichen erhalten so individuelle Unterstützung bei der Berufsfindung , bei der Ausbildungsplatzsuche, beim Übergang in den Beruf und während der Ausbildung. DRK Münster Sozialwerk gGmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster DRK-Konzeption zur Trägerausschreibung, März 2019 26 Wie sieht die Umsetzung des Mentorenprogramms aus?: Die Jugendlichen und M entoren entscheiden nach dem er sten Treffen, ob sie zusammen arbeiten möchten. Ab dann treffen sie sich wöchentlich oder nach Absprache. Je nach Anliegen des Mentees bieten die Mentoren Einblicke in die Berufswelt, erstellen gemeinsam Bewerbungsunterlagen, beraten zu möglichen Schullaufbahnen und Berufswegen. Die Mentoren motivieren den Mentee immer wieder , die selbst gesetzten Ziele zu verwirklichen. Bei Jugendlichen mit Migrationsgeschichte kann auch die in terkulturelle Orientierung ein wichtiges Thema sein. Unsere Mentoren werden qualifiziert und praxisnah begleitet durch fachbezogene Fortbildungen. Jeden Monat findet ein Gemeinschaftsabend zum Austausch untereinander statt. Berufsorientierung Der Übergang von Schule zu Beruf stellt für Eltern, Lehrer*innen und Schüler*innen nach wie vor eine große Herausforderung dar. Kinder und Jugendliche haben häufig unrealistische Vorstellungen, was ihre zukünftige Lebens - und Berufsperspektive betriff t. Die Sozialpädagog*innen im New York werden den Prozess der beruflichen Orientierung, die Zeit der schulischen Abschlussprüfungen und die Ausbildungssuche unterstützend begleiten und mit Eltern und Lehrer *innen kooperativ zusammenarbeiten. Ziel ist, eine realistische, erstrebenswerte Berufsplanung zu fördern und den Jugendlichen in dieser schwierigen Phase stützend und stärkend zur Seite zu stehen. Die Jugendlichen werden bei Bedarf auch bei der Suche nach Praktika und Ausbildungsplätzen unterstützt. Die PCs können zur Recherche in Stellenbörsen ebenso genutzt werden wie auch zum Erstellen von Bewerbungsunterlagen. Bei Bedarf werden berufliche Orientierungsangebote zur Ermittlung von Kompetenzen angeboten, um die passgenaue Berufswahl zu unterstützen. Ein e Kooperation mit der Arbeitsagentur und de m Jobcenter ist von uns selbstverständlich vorgesehen. DRK Münster Sozialwerk gGmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster DRK-Konzeption zur Trägerausschreibung, März 2019 27 Zusammenarbeit des Teams Unsere Arbeit basiert auf den 7 Grundsätzen des Deutschen Roten Kreuzes, die in den Statuten der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung enthalten sind: • Menschlichkeit • Unparteilichkeit • Neutralität • Unabhängigkeit • Freiwilligkeit • Einheit • Universalität Diese Leitlinie bestimmt sowohl unser pädagogisches Handeln als auch das Miteinander in einem multikulturell besetzten Team. Teamarbeit ist die Grundlage für eine gute pädagogische Arbeit innerhalb de s New York. Wir verstehen uns in der gesamten Einrichtung als ein Team, welches sich gemeinsam für die Interessen der Kinder, Jugendlichen und Familien im gesamten Haus einsetzt. Gegenseitige Unterstützung, Flexibilität, Offenheit, Verlässlichkeit, genaue Absprachen und gegenseitige Akzeptanz halten wir für selbstverständlich. 14-Tägig treffen sich alle Mitarbeiter*innen zu einer gemeinsamen kurzen Teamsitzung. Alles Wichtige, die Vor- und Nachbereitung sämtlicher Aktivitäten im Haus und das Abstimmen von Terminen werden dann gemeinsam besprochen. Regelmäßig werden 1-2 Konzeptionstage im Jahr durchgeführt. An diesen Tagen ist die Einrichtung für die Kinder und Jugendliche n geschlossen. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, im Gesamtteam wesentliche Grundlagen pädagogischer Arbeit zu planen oder unter Beteiligung der Bereichsleiterin , der pädagogischen Fachberatung oder eines externen Referenten relevante Themen zu erarbeiten. Regelmäßig finden einmal wöchentlich Kleinteamsitzungen in den einzelnen Gruppen und Einrichtungsbereichen statt. Diese dienen dem Austausch und der Reflexion des Gruppengeschehens und der weiteren Planung. Fortbildungen, Fachtagungen und Supervision werden regelmäßig von den Mitarbeiter*innen der DRK Münster Sozialwerk gGmbH wahrgenommen. Unsere Mitarbeiter *innen werden fortlaufend für die Umsetzung von Qualitätsstandards qualifiziert und im Qualitätsmanagement nachhaltig geschult. DRK Münster Sozialwerk gGmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster DRK-Konzeption zur Trägerausschreibung, März 2019 28 Zusammenarbeit mit dem Träger und anderen Institutionen In Übereinstimmung mit geltendem Recht sorgt der Träger für die Einhaltung quantitativer und qualitativer Standards auch bei der Besetzung des Personals und der Umsetzung der pädagogischen Arbeit . Er ist verantwortlich f ür die Einstellung, Weiterqualifizierung, Fortbildung, Fachberatung und Supervision der pädagogischen Mitarbeiter*nnen. In Zusammenarbeit mit dem Träger erfolgt die Abstimmung der pädagogischen und organisatorischen Arbeit. Dazu ist ein regelmäßiger Austausch zwischen Einrichtungsleitung, Fachberatung und Bereichsleitung über wichtige Belange der Arbeit des New York notwendig. Auch Hilfestellungen bei administrativen Aufgaben sowie bei der Unterstützung und Förderung des Personals gehören zur gemeinsamen Zusammenarbeit. Selbstverständlich profitieren wir auch von weiteren Arbeitsfeldern der DRK Sozialwerk Münster gGmbH und des DRK-Kreisverbandes Münster e. V. wie zum Beispiel der Ärztlichen Kinderschutzambulanz oder des Autismus-Therapiezentrums, deren Dienste wir bei Bedarf in Anspruch nehmen. Zusammenarbeit mit Fachdiensten Wir arbeiten regelmäßig mit verschiedenen Fachdiensten zusammen, die wir als wertvolle Unterstützung unserer pädagogischen Arbeit ansehen: • Kinderärzte • Logopäden • Ergotherapeuten • Frühförderstelle • Kommunaler Sozialdienst ( KSD ) • Beratungsstellen • DRK-Kinderschutzambulanz Haltung der pädagogischen Mitarbeiter*innen Die Mitarbeiter* innen übernehmen im Kontakt mit den Kindern und Jugendlichen situationsbedingt die Rolle von B erater*innen, Vorbildern, Anwält *innen oder des kritischen Gegenübers ein Sie haben die Fähigkeit zum situativen, flexiblen Eingehen auf die Kinder und Jugendlichen Ihre Haltung regt zur Eigeninitiative und zur Äußerung von Wünschen und Kritik an Sie informieren umfassend: Die Besucher*innen kennen sich im Haus aus, kennen die Regeln und wissen, wo sie Informationen bekommen DRK Münster Sozialwerk gGmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster DRK-Konzeption zur Trägerausschreibung, März 2019 29 Die Mitarbeiter*innen nehmen regelmäßig an Supervisionen und Fortbildungen teil Honorarkräfte und Jugendgruppenleiter *innen werden ak zeptiert und ins Team integriert Beratung Die Besucher*innen wissen, an wen sie sich bei Unterstützungsbedarf wenden können Die Beratung ist zeitnah, am Bedarf orientiert und vertraulich Die Beratung ist ressourcenorientiert und verfolgt das Prinzip der Hilfe und Selbsthilfe Die Mitarbeiter*innen verfügen über das nötige Fachwissen und die entsprechende Kompetenz oder vermitteln an geeignete Fachstellen Atmosphäre Der Kontakt der Kinder und Jugendlichen untereinander un d zum pädagogischen Personal und zu den Eltern gelingt Der Umgang miteinander ist respektvoll Die Mitwirkungsmöglichkeiten sind bekannt, werden genutzt und sind anerkannt Besucher*innen des New York verabreden sich untereinander Aushänge und Angebote werden wahrgenommen Besucher*innen beteiligen sich an der Gestaltung des Jugend treffs und übernehmen Verantwortung Neue Besucher*innen werden angesprochen und integriert Es entwickelt sich keine Dominanz einzelner Gruppen Die Besucherstruktur ist heterogen Es bestehen Rückzugsmöglichkeiten, d ort werden die Besucher *innen in Ruhe gelassen und nicht gestört Persönliche und intime Gespräche sind möglich Schwächere und jüngere Kinder und Jugendliche werden unterstützt Beschwerdeverfahren sind gegeben, bekannt und werden genutzt Die Regeleinhaltung ist gewährleistet Interne DRK-Dienstleistungen Regelmäßige Mitarbeiter*innen-Besprechungen finden statt Eine gewählte New York -Konferenz von Kindern und Jugendlichen berät und begleitet die hauptamtlichen Mitarbeiter*innen DRK Münster Sozialwerk gGmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster DRK-Konzeption zur Trägerausschreibung, März 2019 30 Es können Jugendgruppenleiter*innen aus dem Besucherkreis im DRK ausgebildet werden Die Vernetzung im Stadtteil Gremmendorf und eine aktive Mitarbeit in Gremien ist erfolgreich Kooperationsangebote mit anderen Einrichtungen gelingen Die Öffentlichkeitsarbeit wird gemeinsam gestaltet; dadurch ist ein hoher Bekanntheitsgrad des New York gegeben Die Angebotsqualität wird regelmäßig überprüft Das New York versteht sich als „lernende Organisation“, das die Zielerreichung und Qualität der Arbeit regelmäßig prüft und bestrebt ist, sich kont inuierlich weiterzuentwickeln. Dies geschieht durch regelmäßigen reflektierten Austausch unter den Mitarbeiter *innen und Nutzer*innen des New York. Qualitätsmanagement Unter den Begriff der Qualitätsentwicklung kann man verschiedene Verfahren zusammenfassen. Dies bedeutet, Ziele zu definieren und Wirkungszusammenhänge zu konstruieren bzw. Leitlinien zu erarbeiten. Ziele, die im Prozess der Qualitätsentwicklung entstehen, müssen so formuliert werden, dass sie angemessen, realistisch und erreichbar sind. Diese Verfahren dienen dazu, die Erwartungen der verschiedenen Beteiligten zu erkunden und mit Blick auf die vorhandenen Rahmenbedingungen und Ressourcen aufeinander abzustimmen, um verbindliche Qualitätsziele zu entwickeln. In Form eines Jahresberichtes bzw. Jahresgespräches wird in Münster der Wirksamkeitsdialog vor Ort, mit Fachkräften und dem Jugendamt partnerschaftlich gestaltet. Der Wirksamkeitsdialog schafft die Voraussetzung für eine kontinuierliche und systematische Qualitätsentwicklung der Einrichtungen und Projekte der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. In der offenen Kinder - und Jugendarbeit wird diese Vorgehensweise als methodisches Arbeiten bezeichnet. Dies bedeutet: Wir tragen die Erwartungen von Mädchen und Jungen, aus dem sozialen Umfeld (etwa Eltern oder Bewohner im Stadtteil Gremmendorf), unsere Erwartungen sowie die aus der Politik zusammen, leuchten die Rahmenbedingungen der Einrichtung New York aus, erarbeiten mit diesem Blick darauf konzeptionelle Ziele und entwickeln methodische Vorgehens weisen zur Umsetzung der Ziele. So erhalten wir eine Konzeption (Qualitätsentwicklung), die wir im Weiteren umsetzen, evaluieren und fortschreiben (Qualitätssicherung). Dadurch erhält unsere pädagogische Arbeit eine abgestimmte fachliche Ausrichtung und ein professionelles Profil. DRK Münster Sozialwerk gGmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster DRK-Konzeption zur Trägerausschreibung, März 2019 31 Ein Haus für alle – das Jugend- und Familienzentrum New York Mitreden, mitplanen, mitgestalten Erfahrungen und Verhalten von Menschen stehen in enger Beziehung zu dem Sozialraum, in dem sie leb en. Kinder und Jugendliche bauen zu diesen Räumen eine ganz besondere Beziehung auf, sie werden Teil ihrer Lebenswelt. Die Sozialräume sind auch Grundlage für ihre Identitätsentwicklung. So gilt generell für unser Angebot im New York das Ziel einer sozialräumlichen Handlungsorientierung. Im Zentrum solle n die Bedürfnisse der Adressaten*innen der Kinder- und Jugendhilfe und der Offenen Kinder - und Jugendarbeit stehen. Für uns ist es wichtig, nicht für, sondern mit den Menschen zu denken und zu planen. Dabei wollen wir das Prinzip der Partizipation, Selbsthilfe sowie die Eigeninitiative der Menschen fördern und stärken. Jugend- und Familienzentrum New York New York Selbstorganisierte Gruppen GruppenGruppen Mädchengruppe Jugendtreff Ferienangebote Familienzentrum Kindertagesstätte Offener Treff DRK-Rot-Kreuz-Grundsätze Partizipation DRK Jungengruppe DRK Münster Sozialwerk gGmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster DRK-Konzeption zur Trägerausschreibung, März 2019 32 Während der vordere Bereich (Gruppenräume und Beratungsraum) ausschließlich für die Nutzung durch die Jugendlichen zur Verfügung steht, soll der Mehrzweckraum und Kreativraum auch für Familien (gemeinsam) nutzbar sein. D as Haus könnte als eine Art „Community-Center“ fungieren. Ein Raum der Begegnung im Stadtteil kann entstehen, wo man sich trifft und sich austauscht. Vormittags können sich z. B . Mütter dort treffen und ihre Erziehungskompetenz stärken: Durch einen Austausch über Erziehungsfragen in Form von Beratungsangeboten oder Kursangeboten, wie z. B. „Starke Eltern – Starke Kinder“. Die bereits bestehende Kooperation zwischen der Erziehungsberatung und der Kindertagesstätte Schatzkiste könnte weiter ausgebaut werden, Familien können am Wochenende die Räumlichkeiten, z. B. zum Feiern von Kindergeburtstagen, in Begleitung unserer Honorarkräfte nutzen. Durch die vielfältigen Chancen der Begegnung erhalten Familien eine n Ort, sich aus einer möglichen Isolation zu befreien, sich gegenseitig zu unterstützen und Ideen für die weitere Entwicklung des Hauses mit unseren Fachkräften zu schmieden. Die im New York vorhandene Mehrzweckhalle bildet den idealen Rahmen dafür, einen Ort der Beteiligung zu schaffen. Durch dieses Community -Center soll für die unterschiedlichen Nutzer*innen ein erkennbarer Ort entstehen, der den Kern eines Unterstützungsnetzwerkes bildet. Zum anderen soll ein Ort definiert werden, der das (ehrenamtliche) Engagement der Nutzer*innen im neuen Stadtteil von Gremmendorf zusammenführt und stärkt. Synergien nutzen Die Kooperation zwischen Kindertagesstätte und Kinder- und Jugendzentrum Die DRK -Kindertagesstätte Schatzkiste praktiziert seit 2013 eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Familien im Stadtteil Gremmendorf. Sie kennt die Familien, und die Familien kennen sie. Gerade in der Planungs- und Anlaufphase kann sie motivierend auf Eltern einwirken, die Angebote des neuen Z entrums New York zu nutzen. Ein enger gegenseitiger personeller und fachlicher Austausch sowie die gegenseitige Nutzung von Materialien und fachlichem Know -how wird die wechselseitige Zusammenarbeit im New York stärken. Die Angebote in der Kita und im Jugendtreff werden sich inhaltlich und zeitlich ergänzen und eine „nahtlose“ Betreuung und Bildung von Kindern und Jugendlichen im Alter von 1-20 Jahren bedarfsgerecht abbilden. DRK Münster Sozialwerk gGmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster DRK-Konzeption zur Trägerausschreibung, März 2019 33 Die Kooperation zwischen Schule und dem Jugend- und Familienzentrum New York Eine koo perative Zusammenarbeit pflegt das DRK auch mit den ansässigen Schulen de s Stadtteils. Die Jugendlichen erfahren im New York eine individuelle Begleitung bei ihrer Gestaltung von den Übergängen von der Grundschule zur weiterführender Schule und von der Schule in den Beruf. Handlungsleitend ist dabei für uns der Bedarf und der Wunsch des Jugendlichen. Wir bieten auf Wunsch des Jugendlichen an, als „Brückenfunktion“ die Zusammenarbeit zwischen Jugendlichem und Schule konstruktiv zu unterstützen. Hierfür ist die bereits bestehende vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Schulen und OGS eine gute Basis. Synergieeffekte durch das Jugendrotkreuz Wir planen eine enge Kooperation mit dem Jugendrotkreuz, d er als selbstverantwortlicher Jugendverband innerhalb des Roten Kreuzes tätig ist. Hier steht eine breite Angebotspalette zur Freizeitgestaltung, zur Beteiligung an Hilfsangeboten und zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zur Verfügung. Bedarfsorientiert werden wir diese Angebote auch im Jugendclub verorten. Verbindungen schaffen im Stadtteil Gremmendorf Die Anbindung der Jugendlichen an weitere Angebote im Stadtteil Gremmendorf Im Stadtteil gibt es bereits leistungsstarke Angebote für Kinder und Jugendhilfe. Durch eine enge und konstruktive Zusam menarbeit im Rahmen von Stadtteilkonferenzen und durch gemeinsam durchgeführte Ferien- und Freizeitaktivitäten oder diverse Events werden weitere Brücken zwischen den unterschiedlichen Anbietern und Trägern gebaut. Produktiv zusammenarbeiten Bedarfsorientierung, Kooperation und Vernetzung Generell gilt: Die Entwicklung der Angebotsstrukturen und der Öffnungszeiten des New York sollte sich am Bedarf und den individuellen Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen orientieren und sich immer wieder einer Übe rprüfung unterziehen. Auch die konkrete Gestaltung der Angebote sollte prozesshaft und mit Beteiligung der Kinder und Jugendlichen erfolgen und ihnen einen Weg in eine adäquate, sinnvolle Freizeitgestaltung ebnen. DRK Münster Sozialwerk gGmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster DRK-Konzeption zur Trägerausschreibung, März 2019 34 Bedarfsorientierung heißt für uns einerseits, dass wir die Interessenla ge unserer Besucher*innen regelmäßig evaluieren und bestrebt sind, die Angebote entsprechend anzupassen. Hierzu nutzen wir die Unterstützung der New York-Konferenz, die alters- und geschlechtsgemischt zusammengesetzt ist und die Aufgabe hat, die Interessen aller Nutzer*innen des Jugend- und Familienzentrums New York zu vertreten. Der stadtteilorientierte Ausblick Andererseits bedeutet Bedarfsorientierung für uns die aktive Mitarbeit in Stadtteilgremien und Netzwerken der Kinder- und Jugendhilfe und der Offenen Kinder - und Jugendarbeit. Unser Ziel ist, gemeinsam mit anderen Akteur *innen einen stadtteilorientierten Blick auf die Bedarfslage aller Kinder und Jugendlichen zu erreichen und uns gemeinsam im Netzwerk für eine umfassende Angebotsstruktur für diese Zielgruppe einzusetzen. Wir arbeiten bereits seit Jahren aktiv im Jugendhilfeausschuss und in unterschiedlichen Qualitätszirkeln mit und bringen diese Kompetenz auch in dieses neue Haus mit ein. Vernetzung und Kooperation sind nicht nur rechtlich geboten, sie bieten auch die Möglichkeit, vorhandene Potenziale zu bündeln, Ideen in ihrer Vielfalt zu entwickeln und gemeinsame Strategien und Handeln im Sozialraum Gremmendorf zu verankern. Somit sind sie Leitmotiv unserer Arbeit und schaffen Synergien. In diesem Zusammenhang nutzen wir unsere bereits vorhandene Zusammenarbeit mit den im Stadtteil ansässigen Schulen und weiten diese um die Zusammenarbeit mit weiteren Akteuren aus. Ziel ist, die Kinder und Jugendlichen und ihre Eltern bei vielfältigen Um brüchen, Übergängen und ihren Bildungsbiographien zu begleiten, die mit dem Eintritt in den Kindergarten, dem Schulstart und dem Wechsel in weiterführende Schulen und später dem Beruf verbunden sind. Unsere Kindertagesstätte kooperiert bereits mit zahlreichen örtlichen Verbänden, sodass auch hier auf bereits vorhandene und bewährte Kooperationen im Stadtteil neu aufgebaut und erweitert werden können. Unsere DRK -Angebote in Münster präsentieren sich gemeinsam mit unserem DRK - Kreisverband Münster e.V. und den dazugehörigen Tochtergesellschaften auf unserer Homepage im Internet unter www.DRK-muenster.de. Anne Westendorf, März 2019
Anlage 5b_Bewerbungsunterlagen_Diakonie
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1 Konzeptionelle Grundlagen der offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) für die Kombieinrichtung mit dem DRK Münster am Wiegandweg in Münster-Gremmendorf 1. Grundsätzliches (Trägerschaft und Leitbild) Die Kinder -, Jugend - und Familiendienste der Diakonie Münster übernehmen als freier Träger der Jugendhilfe vielfältige Leistungen und Aufgaben nach dem Kinder - und Jugendhilfegesetz/ SGB VIII. Hierzu zählen unter anderem Offene Kinder- und Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit, Hilfen zur Erziehung, erzieherisch er Kinder- und Jugendschutz und die Inobhutnahme. Der Geschäftsbereich Kinder -, Jugend- und Familiendienste ist gegliedert in die Bereiche Bildung, Familie und Jugend und arbeitet stark vernetzt. An mehr als 20 Standorten in und um Münster herum begleiten, betreuen und fördern wir Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Familien, dies sowohl auf unserem Hauptgelände als auch dezentral in den Stadtteilen. Basis unseres täglichen Handelns ist die gelebte u nd christliche Nächstenliebe, besonders an den „geringsten Brüdern und Schwestern" (Matthäus 25). Diesen Auftrag begreifen wir als Lebens- und Wesensäußerung der Evangelischen Kirche. So machen wir Kirche sichtbar und erfahrbar. Ziel ist immer, Lösungen z u erarbeiten, die für alle Beteiligten unterstützend, tragfähig und machbar sind. Unsere fachlich qualifizierte Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Heilpädagogik und therapeutische Hilfen wollen Kinder, Jugendliche und Familien stark machen für das Leben! Im Rahmen der Offenen Kinder - und Jugenda rbeit (OKJA) sind wir seit 20 Jahren in den Stadtteilen Angelmodde und Gremmendorf tätig und verfügen über vielfältige Erfahrungen. Unser Haupts itz befindet sich am Blaukreuzwäldchen, und i m Rahm en der Hilfen zur Erziehung (ambulanten Hilfen, teil- und stationären Angeboten) sind wird in Angelmodde und Gremmendorf bekannt und etabliert. Vor drei Jahren haben wir unser Konzept der OKJA (Mobile) verändert, in dem wir die Räumlichkeiten den Bedarfen angepasst haben und eine räumliche, organisatorische und inhaltliche Kooperation mit der Heilpädagogischen Tagesgruppe (HTG) Süd/Ost eingeführt haben. Hier nutzen einzelne Kinder der HTG den offenen Treff, sie nehmen an einzelnen Angeboten der OKJA und gemeinsame Aktivitäten (z.B. Fußballtraining, Ferienangebote) teil und werden nach Beendigung der Maßnahme in Absprache mit den Eltern in die Angebotsstruktur der OKJA ü bergeleitet. Der fachliche Austausch hierzu findet im gleichen Haus statt. Im Laufe d er letzten fünf Jahre haben wir bereits andere Kombinationen von Angebotsformen in Münster Hiltrup (HTG und Wohngruppe), am Erlenbusch in Gremmendorf (Wohngruppe und ambulante Angebote für Flüchtlinge), in der Heidestr. (ambulante Hilfen der Hilfen zur Erziehung und Frühe Hilfen des Beratungs- und BildungsCentrums) 2 umgesetzt. Im Laufe des Jahres beginnen wir in Münster-Kinderhaus eine Kombireinrichtung zu bauen, welche das Angebot der HTG und das einer Wohngruppe konzeptionell verbindet und Synergien des Beratungs- und BildungsCentrums (Schuldnerberatung und Sozialdienst Wohnungsnot) im Gebäudekomplex nutzen wird. Übergeordnet kooperieren die Kinder,- Jugend- und Familiendienste eng mit dem Beratungs- und BildungsC entrum (BBC) der Diakonie Münster im Rahmen eines FamilienKompetenzCentrums. Dieses hat das Ziel, passgenaue Hilfen anzubieten und Übergänge schneller und bedarfsorientierter zu gestalten. In der Heidestraße in Gremmendorf halten wir verschiedene Angebote des BBC un d Angebote unserer ambulanten Hil fen zur Erziehung sowie unsere Betreuungsarbeit mit Flüchtlingskindern vor. Das BBC kooperiert mit der Kita Schatzkiste des DRK im Rahmen des Familienzentrums. Wir sind somit erfahren in der Kooperation unterschiedlicher Angebotsformen und wissen die Vorteile ( Verknüpfung fachlicher Bezugspunkte, gemeinsame Raumnutzung, gemeinsame Nutzung von Sachmitteln , Randzeitengestaltung, Gestaltung von Übergängen, Beratung usw.) zu schätzen . Dabei ist uns bewusst, dass dieses immer ein En twicklungs- und Lernprozess ist, der Fehlerfreundlichkeit und Prozessorientierung erfordert. 2. Haltung und allgemeine übergeordnete Ziele/Leitlinien unserer Arbeit In der Arbeit mit Familien und deren Kindern fühlen wir uns dem systemischen Blick auf eine Familie verbunden. Dieses impliziert eine wertschätzenden Sichtweise auf das familiäre System, seine individuelle Lebensform und den kulturellen Hintergrund sowie seine Anforderungen und möglichen Problemlagen, unabhängig von der Herkunft. Es geht grundsätzlich darum, die Familien zu stärken. Familie ist für uns das, wie sie uns heute begegnet und in vielfältigen Formen auftritt. Die Landessynode der evangelischen Kirche schreibt hierzu folgendes: Der soziale Wandel führt immer wieder zu der Frage, was heute als Familie gelten kann oder soll. Die evangelische Arbeitsgemeinschaft Familie geht von einem erweiterten oder offenen Familienbegriff aus: Sie betrachtet alle Formen des Zusammenlebens als Familie, in denen Eltern für Kinder und Kinder für Eltern Verantwortung und Sorge tragen. Der Begriff der Familie umfasst neben der Ehe auch unverheiratete Paare und Lebensgemeinschaften mit gemeinsamen oder nicht gemeinsamen Kind, die Ein-Elternfamilie, sowie die Stief,- Patchwork-oder Fortsetzungsfamilien. Die eaf bezieht auch Lebenspartnerschaften und umfassende, durch Verwandtschaft verbundene Gemeinschaften in ihren Familienbegriff ein. Die evangelische Kirche sieht heute in dieser Vielfalt der Lebensformen den bleibenden Wunsch nach Partnerschaft und Familie und weniger miteinander konkurrierende Leitbilder. (Ev. Kirche von Westfalen, Familie heute, Impulse zu Fragen der Familie, Landessynode 2012) 3 Es geht aus unserer Sic ht heute darum, dem immer schnelleren sozialen Wandel, der auf Familien wirkt, mit entsprechenden fachlichen Antworten zu begegnen, um zu entlasten und partnerschaftlich auf Augenhöhe zu unterstützen. Im Vordergrund stehen d ie Entwicklung und die Bild ung des Kindes, damit eine umfassende Teilhabe möglich wird . Dieses muss sich im pädagogischen Alltag widerspiegeln, damit ganzheitliches Lernen stattfinden kann. Die beruflic hen Einbindungen vieler Eltern sowie Belastungen unterschiedlicher Art, die heute auf Familien wirken, machen die OKJA wichtig und notwendig . Aus unserer Sicht können viele Familien aus den unterschiedlichsten Gründen (vielfältige soziale Problemlagen wie Verschuldung, Armut, Erkrankungen usw., aber auch besondere Anforderungen der Ar beitswelten) die kontinuierliche Betreuung ihrer Kinder nicht mehr umfänglich gewährleisten. Sie benötigen öffentliche Unterstützungsformen. Diese dienen neben der Familie den Kindern und Jugendlichen als „paralleles Sozialisationsfeld“ , um die alltäglichen Anforderungen zu bewältigen und Entwicklung zu fördern . Dieses geschieht in der OKJA durch eine breite Angebotspalette, die Bildungs - und Teilhabeaspekte und umfassendes ganzheitliches Lernen einschließt. Die offene Kinder- und Jugendarbeit spielt in den Stadtteilen/Sozialräumen von Münster eine wesentliche präventive Rolle –dient dem Abbau von Benachteiligungen oder beugt diesen vor- und orientiert sich an Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen . Sie ist eingebunden in die jeweiligen Sozialraumstrukturen und arbeitet vernetzt im „Viertel“. Gerade der Stadtteil Gremmendorf befindet sich in den let zten Jahren im Wandel. Durch die Rückkehr der englischen Soldaten in ihr Heimatland, der Freisetzung einer Vielzahl von Wohnungen vom Bundes Immobilien Management (BIMA), der damit verbundene Zuzug vieler Familien mit Kindern z.B. im Bereich des Erlenbusch, Angelsachsenweg, Wiegandweg und Pommernstraße und zeitweise die Aufnahme vieler Flüchtlinge u.a. in der Yorkkaserne, gab es eine n anhaltenden Wandel im Sozialraum mit vielfältigen Anforderungen. Di e OKJA in der Wiegand weg anzusiedeln ist wohnortnah (zentral) und ein g ut erreichbarer Standort für Kinder und Jugendliche. Die OKJA hat den Anspruch, auch bildungsfernere Schichten zu erreichen. Von ehemaligen betreuten Kindern und Jugendlichen erfahren wir bei ihrem Besuch unserer Einrichtung (Mobile) oft, dass die Mitarbeitenden der OKJA auf ihrem schulischen , bildenden und beruflichen Weg wichtig waren. Einen offenen Ansprechpartner für Proble me zu haben, welcher unterstützt Lösungen zu finden , schätzen die Kinder und Jug endlichen in der offenen Arbeit ungemein. Das SGB VIII im § 11 ist hier in seiner Aussage eindeutig: „Jungen Menschen sind zur Förderung ihrer Entwicklung erforderliche Angebote der Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen. Sie sollten an den Interessen junger Menschen anknüpfen und von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden, sie zur Se lbstbestimmung befähigen und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und zu sozialem Engagement anregen und hinführen.“ Es geht heute also um ein A ufwachsen in öffentlicher Mitv erantwortung. Es geht um Prävention, um umfassende intensive Hilfen zur Erziehung möglichst zu vermeiden. Parallel hat unsere Arbeit den Anspruch, Kinder und Jugendliche umfassend am Tagesgeschehen 4 der OKJA teilhaben zu lassen (Arbeit auf der Grundlage der UN Kinderrechtskonvention) und sie im jeweiligen Sozialraum (u. a. Vereine) anzubinden und zu fördern, damit sie sich a m Gemeinwesen beteiligen und die ses lernen mitzugestalten . Zur Erfüllung dieser Aufgaben sind Leitprinzipien und Leitziele im Jugendförderungsgesetz NRW (s.a. kommunaler Kinder- und Jugendförderplan der Stadt MS) aufgeführt: Abbau von Benachteiligungen (§ 3) Gender Mainstreaming (§ 4) Interkulturelle Bildung (§ 5) Beteiligung von Kindern und Jugendlichen (§ 6) Umsetzung einer Inklusiven Jugendhilfe Umsetzung des Bildungsauftrages Vernetzungen in den Sozialräumen Leitziele Wohnortnah Erreichbarkeit Offenheit der Angebote Bedarfsorientierte Ausrichtung Verantwortung für den Sozialraum Selbstorganisation Vielfalt Unterstützung des Ehrenamtes Mitbestimmung Sowie die Berücksichtigung des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes Um diese Ziele zu erreichen, bedeutet diese s in der Praxis eine dynamische Herausforderung, eine verbindliche Kooperation der Netzwerkpartner im Sozialraum und eine laufenden Entwicklungsprozess, sowohl in der Einrichtung, als auch mit den Partnern in Gremmendorf. 3. Pädagogische Grundgedanken für die OKJA Neben den schulischen Bildungsangeboten bekommen heute außerfamiliäre pädagogische Betreuungsangebote eine immer größere Bedeutung, werden zu öffentlichen Aufgaben und sind für die Entwicklun gsaufgaben der Kinder von großem Nutzen und für viele unerlässlich (präventive k inderpädagogische Arbeit ), damit sie teilhaben können, wenn Familien die entsprechenden Strukturen n icht schaffen können. Wenn solche nicht ausgebildet sind und familiäre Problemlagen über Hand nehmen , führt dieses zu vielfältigen K onflikt- und Problemlagen, die sich bei Kindern durch Entwicklu ngsverzögerungen oder besonderes Verhalten ausdrücken kann. Die OKJA ist einer der wenigen R äume für Kinder und Jugendliche, in denen sie umfasse nd selbstbestimmt wirken können D ieses ist au ch ein Anspruch an die pädago gische Qualität und erfordert eine hohe Flexibilität, Ideenreichtum für Angebote, methodische Vielfalt und Wissen, wie Teilhabe ermöglicht wird. 5 Dieses ist nicht selten eine Herausforderung, weil die Kinder und Jugendlichen mit unterschiedlichen Ressource n in d ie Einrichtung kommen und unterschiedliche Bedürfnislagen vorliegen. Dies erfordert eine grundsätzlich wertschätzende, ressourcenorientierte und partizipative Grundhaltung der Fachkräfte. D as heißt, jeder wird mit offenen Armen empfang en, unabhängig von seiner Herkunft und Kultur. Wir haben den Anspruch, dass jeder sich mit seinen Mögli chkeiten einbringen und beteiligen kann. Dementsprechend werden die Zugänge zu den Partizipationsmöglichke iten und Angeboten zielgruppengerecht über eine methodische Vielfalt gestaltet . Die OKJA fördert die Selbstwirksamkeit und damit Resilienz der Kinder und Jugendlichen. Da wir in der OKJA Mobile über vielfältige Erfahrungen, gerade in der Begleitung mit herausfordernden und benachteiligten Kindern haben, werden wir eine enge trägerinterne Kooperation eingehen. 4. Pädagogik als Bildungsaufgabe Kinder –auch die mit Handicaps - haben den Anspruch und den Willen , in ihren Entwicklungsphasen und -aufgaben gefördert und begleitet zu werden. Sowohl ihr Explorationsverhalten sowie Schutz - und Wertschätzungsanspruch, als auch das Bedürfnis nach Wissenserweiterung und Verstehen der Welt sollte im Focus stehen und entsprechend gefördert werden. Kinder lernen am besten in Gruppen mit - und voneinander. Dabei dürfen das Ausprobieren und die Bewegung nicht zu kurz kommen, ebenso wie das ständig sich erweiternde Lernen und das Üben der sozialen Interaktion. Kinder bringen ihre Anlässe des Lernens ein. Informelle Bildung ist dabei oft Grundlage, um sich formale Bildungsprozesse aneignen zu können. Die umfassenden informellen bildenden Aspekte, wie z.B. Alltagsbildung, Demokratisches Verständnis übe r Mitbestimmungs - und Mitgestaltungsmöglichkeiten und da s Erlernen von kognitiven, sozialen und emotionalen Kompetenzen über vielfältige Angebote der OKJA, dienen der Persönlichkeitsentwicklung von Kin der und Jugendlichen . Wenn dies gelingt, können sie ihre Entwicklungsaufgaben bewältigen, erleben sich als selbstwirksam und gestalten mit. In der Zusammenarbeit mit Kindern, Jugendlichen und Eltern haben wir aus unseren vielfältigen Hilfsangeboten umfassende Erfahrungen in diesen Kontexten , auch in der fachlichen Unterstützung und Beratung unserer Mitarbeite nden, bis hin zu Aspekten von Kindeswohlgefährdungen und dem fachlichen Umgang damit. Uwe Kelle Bereichsleiter Bildung Februar 2019
Anlage 2_Bewerbungsunterlagen_ASB
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Konzeption einer Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit am Wiegandweg / Münster Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. 1 INHALT 2 _ Organisatorisches / Rahmenbedingungen .......sssssssssssssssonsenununasssssnsssesenunsossesasnesensunnunssssssosenunnnssenene 2 2.1 Träger der Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit.......nssemnssseonssssenuusesee 2 2.2 Gesetzliche Grundlagen .....neneenssersunnnensennnnuensenennnesessennnesensnnnnensennnnnnnssenennnesenennnnsennennnnesrennnnnerstene 2 2.3 Personalaausesnssseonnnssssssennessersenssssssensssrsssunsssssssennnsssesennnsessennnusssssennasessennnssssssnuunsessanunsssssssunnesssssnnnssenune 2 2.4 Räumliche Bedingungen 2.5 _ Öffnungszeiten... 2.6 Zielgruppe 3 Leistungsbeschreibung.......nseeonerseconnnnnssessnnnessenennnessersennessssennnnnsssssnnnesseennnnnssnnunnneserennnsssesnennenssenennnne 4 3.1 Allgemeines Leitbild des Arbeiter-Samariter-Bunds.......usassssssenennansosssssesenmmmnnussssersersennens 4 3.2 _ Vorerfahrungen im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit ..........usssssssessessseneesaeneseeeene 4 3.3 Grundprinzipien des pädagogischen Konzepts für die offene Kinder- und Jugendarbeit......uemsssssennnsssesunnnssensenunssssesunnnnsssennnnsensenuunnesseenununsnssunnussssennnussssssnnnsssssnnnnsssansuunsensennusssnsnnunassnenen 5 3.4 Querschnittsthemen....ussconssessennnnnerseonunssenennunussseonsunsaseansnnnessenunnnsesensnnssesenunnnesnsennnsnsneenuussertenneneee 6 3.5 Arbeitsprinzipien für Angebote der Kinder- und Jugendbildung .........eeseesesemseneemenen 8 3.6 Partizipation .sssssenserssunessennensenussessussseuunsersussnennnensannenssnnsnessunsensuenesnesenunusensnessennsssanunssnunssssnnsssennnsennesnans 9 3.7. Prävention, Sicherheit und Kinderschutz ....usssescasssensesnessoneennsenuseunsnesseenunsenessusssnnssnnssnuensnune 10 4 _ Adressatenbezogene Arbeitsschwerpunkte... 4.1. Zielsetzung der Angebote .. 4.2 _Angebotsstruktur 4.3 Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit.........nsnsnnunosseseenennonnnnnsnanesesesunnnnanss 14 5 Institutionsbezogene Arbeitsschwerpunkte .........nsssseennnsenseenunnsssensnnsenssonnnersersnunssssreonnsssssnnnnnnessenner 16 3.1. Organisationsstruktur.aaesssssssenmasssereunsesseanunnsersennnnunesnnnenasennennnnssennnnnssssunnnnsesnnnnnnasssennenestsnnunnesten 16 5.2 Evaluation / Qualitätssichernde Maßnahmen .............nunnnnnnsessersonannnunenesessnsennnnnnnsentssesutncanes 16 5.2.1 Dokumentation / Berichtswesen 5.3 _ Verantwortung für den Sozialraum und Kooperation. 5.3.1 Kooperationspartner...ssessn 37 5.3.2 Synergien im Sozialraum 3.4 Weiterentwicklung des Konzepts ..ssssscsseseuunnnonsssssssessuunannassesssssssnnnennssnesssseensonnnnesesssseesnununne 19 6 Was uns auszeichnet: kurz und Knapp anensenenssssennnnesserennnnensenunnnesssununsensenennsssesunnnessnssuunessonsnnnsesnennnne 20 Seite 1 von 20 2.1 TRÄGER DER EINRICHTUNG DER OFFENEN KINDER- UND JUGENDARBEIT Der Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. (nachfolgend „ASB) ist an- erkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe: Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. Gustav-Stresemann-Weg 62 48155 Münster Tel.: 0251-2897-0 Fax: 0251-297-118 Homepage: www.asb-muenster.de 2.2 GESETZLICHE GRUNDLAGEN Die offene Kinder- und Jugendarbeit orientiert sich an dem achten Buch des Sozialgesetzbu- ches (SGB Vill, Kinder- und Jugendhilfe, KJHG). Es beinhaltet das Recht eines jeden jungen Menschen auf Förderung seiner Entwicklung und auf „Erziehung zu einer eigenverantwortli- chen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit“ (81 SGB VII). Hierbei sol! die individuelle so- ziale Entwicklung gefördert und Benachteiligungen abgebaut werden. Offene Kinder- und Jugendarbeit wird in $ 2 Abs. 2 SGB Vill als „Leistung der Jugendhilfe“ definiert und ist somit im Gesetzt verankert. in 8 11 des SGB VIli werden die Aufgaben und Schwerpunkte der Jugendarbeit allgemein beschrieben: „Jungen Menschen sind die zur Förderung ihrer Entwicklung erforderlichen An- gebote der Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen. Sie sollen an den Interessen junger Men- schen anknüpfen und von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden, sie zur Selbstbestim- mung befähigen und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und zu sozialem Engagement an- regen und hinführen.“ Gemäß 815 SGB VIll regelt das Landesrecht mit dem Kinder- und Jugendfördergesetz NRW (KJFöG) die Grundlagen für die Ausführung der in den $ 11 SGB Vlil beschriebenen Hand- lungsfelder der Jugendarbeit. Der Kinder- und Jugendförderplan der Stadt Münster (KJFöP) formuliert den Planungs-, Ge- staltungs- und Förderauftrag auf örtlicher Ebene und beinhaltet Handlungsempfehlungen in der Kinder- und Jugendarbeit. 2.3 PERSONAL In der Einrichtung der offenen Kinder und Jugendarbeit stehen 1,0 Sozialarbeiter*in / Sozial- pädagoge*in (Leitung) und eine Teilzeitstelle 0,5 Sozialarbeiter*in / Sozialpädagoge*in zur Verfügung. Das Team wird in der Planung und Durchführung der musisch-kreativen Angebote von einem im Verband tätigen Musiktherapeuten unterstützt. Seite 2 von 20 Des Weiteren stehen zur Realisierung der Angebote zusätzlich Honorarkräfte zur Verfügung. Ergänzend ist der Einsatz von Mitarbeitern*innen im Freiwilligen Sozialem Jahr bzw. Bundes- freiwilligendienst sowie ggf. Praktikanten der Sozialen Arbeit vorgesehen. 2.4 RÄUMLICHE BEDINGUNGEN Für die Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit ist folgendes pädagogisches Raum- programm vorgesehen: e Ein offener Kinder- und Jugendtreff (A8qm) e Eine Gruppenküche (23qm) «e Ein Gruppen- bzw. Beratungsraum (15qm) « Ein Gruppen- bzw. Medienraum (20qm) «e Eine Kreativ-Werkstatt (27qm) e Eine Außenterrasse (40qm) 2.5 ÖFFNUNGSZEITEN Die Inbetriebnahme der Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit ist im Sommer 2020 geplant. Die Öffnungszeiten werden bedarfsorientiert entlang den Interessen der Kinder und Jugendlichen und der Angebotsstruktur festgelegt. 2.6 ZIELGRUPPE Die Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit richten sich an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 6-20 Jahren. Unser Konzept folgt einem stufenpädagogischen Ansatz, der eine möglichst entwicklungs- und bedarfsgerechte Umsetzung der pädagogischen Angebote sicherstellen soll. Mit Blick auf die gesamte Altersspanne der Adressat*innen werden drei Gruppen voneinander unterschieden: e die Gruppe der 6-10-jährigen Kinder im Grundschulalter (Gruppe 1) e die Gruppe der 10-14-jährigen Kinder/Jugendlichen (Gruppe 2) e die Gruppe der Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen ab einem Alter von 14 Jahren (Gruppe 3) Seite 3 von 20 3 LEISTUNGSBESCHREIBUNG 3.1 ALLGEMEINES LEITBILD DES ARBEITER-SAMARITER-BUNDS Der Arbeiter-Samariter-Bund ist eine freiwillige Hilfsorganisation und als Wohlfahrtsverband unabhängig, parteipolitisch neutral und konfessionell ungebunden. Sein Ursprung und seine Geschichte sind mit der deutschen Arbeiterbewegung eng verbunden. Er bekennt sich zum freiheitlichen demokratischen und sozialen Rechtsstaat. Der ASB ist ein gemeinnütziger Verein mit Vorsitz des Bundesvorstandes, dessen Mitglieder die Entwicklung mitbestimmen und kontrollieren. Im Zusammenschluss wollen Bürgerinnen und Bürgern anderen Menschen heifen. Auf diesen Grundlagen beruht ein vielfältiges Ange- bot, das sich am Hilfebedarf und an den Bedürfnissen der Menschen orientiert. Er bietet seine Hilfe ohne Ansehen der politischen, ethnischen, nationalen oder religiösen Zugehörigkeit an. Der Arbeiter-Samariter-Bund steht für ein gleichberechtigtes Miteinander von Frauen und Män- nern, von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, von Hetero-, Homo- und Transse- xuellen, von Menschen mit und ohne Behinderung, jungen und alten Menschen. Vielfalt ist gelebte Realität im ASB. Der ASB gehört zu den Mitgliedern der „Charta der Vielfalt“ und be- greift Vielfalt sowohl in arbeitsweltlichen als auch in allgemein-gesellschaftlichen Kontexten als Bereicherung und Chance. Selbstverständlich sind für die Samariterinnen und Samariter ein kultursensibler Umgang und der Respekt vor dem Anderssein. „Jedes Kind ist einmalig.“ An diesem Leitbild orientieren sich die Angebote der Kinder- und Jugendarbeit des ASB. Wir setzen uns für bessere Lebensbedingungen für Kinder, Jugendli- che und Familien ein. Insbesondere mächte der ASB Kindern und Jugendlichen ein Aufwach- sen mit gleichen Chancen ermöglichen. Kinder- und Jugendarbeit nimmt in unserem Verband einen hohen Stellenwert ein, dem in überörtlichen Arbeitskreisen auf Landes- und Bundes- ebene Rechnung getragen wird. Daraus resultiert ein breites Netzwerk mit regelmäßigem fach- lichen Input und Austausch, so dass unsere Arbeit stets den aktuellen Bedürfnissen unserer Zielgruppen angepasst ist. 3.2 VORERFAHRUNGEN IM BEREICH DER KINDER- UND JUGENDARBEIT Entlang unseres Leitbilds hat der ASB einen sozialen und wertschätzenden Auftrag, der unser Handeln prägt und beeinflusst. Wir befähigen und motivieren Menschen durch Zugang zu Bil- dung, ihre Gestaltungsräume, Chancen und Ressourcen zu nutzen und unterstützen sie bei der Erlangung von lebenspraktischen Kompetenzen. Deshalb fördern wir schon jetzt in unserer Kinder- und Jugendarbeit die Entwicklung vor jungen Menschen und offerieren verschiedene Angebote: e In unseren Kindertageseinrichtungen bieten wir Kindern einen Platz, an dem sie sich indi- viduell entfalten und entwickeln können. Ziel ist es, allen Kindern ein partnerschaftliches, demokratisches, tolerantes und gleichberechtigtes Miteinander zu vermitteln. Seite 4 von 20 « Neben den Aufgaben einer Kindertagesstätte, von Erziehung, Bildung und Betreuung, bie- tet unser Familienzentrum Grünschleife zusätzliche Angebote für Kinder, Eltern und Fami- lien. Die Familie rückt in den Mittelpunkt und wird als Ganzes durch die vielfältigen Bera- tungs-, Begegnungs- und Vermittlungsangebote angesprochen. « Bereits seit mehreren Jahren bieten wir in Kooperation mit der Stadt Münster eine ganztä- gige Ferienbetreuung an, in der Kinder in der Zeit von 8 - 16 Uhr teilnehmen können. Wir bieten somit den Familien Entlastung, in dem wir für eine zuverlässige und pädagogisch qualitative Betreuung sorgen. Gleichzeitig fördern wir die Kinder in ihrem sozialen Mitei- nander, ihrer Experimentierfreude und dem Aufbau des Selbstvertrauens. Resultierend aus diesem Engagement verfügen wir über jahrelange Erfahrung in der Kinder- und Ju- gendarbeit im Stadtteil Gremmendorf und einem entsprechenden Netzwerk an ehrenamt- lichen Mitarbeitern. ® Im Schulsanitätsdienstes ist der Grundgedanke nicht nur, Schülern durch die Ausbildung zu Schulsanitätern die Möglichkeit zu geben, im Notfall durch Erste-Hilfe-Maßnahmen die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken. Schulsanitäter lernen viel- mehr auch, im Team zu arbeiten und sich eigenverantwortlich zu organisieren. °» In unserem Kindergarten- und Schulprojekt der ASB-Besuchshunde lernen Kinder bereits früh den richtigen Umgang mit Hunden, um ihnen angstfrei gegenüber treten zu können. ® Wir begleiten und betreuen Mitarbeiter, die ein Freiwilliges Soziales Jahr oder den Bun- desfreiwilligendienst ableisten. Während eines FSJ/BFD erhalten junge Menschen die Ge- legenheit innerhalb der sozialen Tätigkeitsfeider des ASB ganztägig praktische Erfahrun- gen zu sammeln und einen ausgiebigen Einblick in die Berufswelt zu erhalten. «e Im Jugendverband des ASB Münster, der Arbeiter-Samariter-Jugend (ASJ), werden sinn- volle und unterhaltsame Freizeitaktivitäten angeboten: Seminare, Tagungen, Workshops und vieles mehr. Die Arbeit der ASJ orientiert sich an den Bedürfnissen und Interessen junger Menschen. Jede und jeder kann spielerisch und mit Spaß soziales Engagement entwickeln. Wichtig sind hier die Förderung der Gemeinschaft von Kindern und Jugendli- chen untereinander, sowie deren Selbstbewusstsein und Toleranz. Für eine optimale Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen ist eine enge Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Fachkräften und Institutionen nötig. Unseren An- geboten der Kinder- und Jugendarbeit liegen daher verschiedene Kooperationen zugrunde. Der Kontakt und Austausch mit Schulen, Lehrern, Sozialarbeitern, Ärzten, Frühförderstellen und Behörden, sowie familienentlastenden sozialen Diensten gehören zu unseren täglichen Aufgaben. 3.3 GRUNDPRINZIPIEN DES PÄDAGOGISCHEN KONZEPTS FÜR DIE OFFENE KiN- DER- UND JUGENDARBEIT Unser stufenpädagogisch ausdifferenziertes Gesamtangebot orientiert sich an einem umgrei- fenden Konzept der kulturellen Bildung, das zugleich eine besonders weitreichende Ein- bettung der Querschnittsaufgaben Migration/Behinderung/Gender ermöglicht und ein hohes Maß an Partizipation beinhaltet. Das Ziel der Befähigung jedes Individuums zur Selbstbestim- mung und Eigenverantwortlichkeit sowie zur umfassenden Teilhabe an gesellschaftlichen Ent- wicklungen wird von diesem Konzept wie folgt gefördert: Seite 5 von 20 Grundsätzlich vertreten wir im engen Anschluss an das Leitbild unseres Verbandes ein offenes Verständnis von Kultur und kultureller Bildung, das von den Ressourcen, Interes- sen und Bedarfen unserer Zielgruppen ausgeht. Dabei begreifen wir - innerhalb des vom demokratischen Rechtsstaat gesetzten Rahmens - kulturelle Vielfalt generell als Bereiche- rung. Die Fähigkeit, in einer zunehmend vernetzten Welt produktiv mit kultureller und indi- vidueller Vielfalt umgehen zu können, gewinnt heute immer mehr an Bedeutung - gerade diese Tatsache wird durch unser Bildungskonzept beachtet. Vor diesem Hintergrund ist das Feld der kulturellen Bildung sehr facettenreich und stets offen für kreative Erweiterungen: Beispielhaft können Angebote und Aktivitäten angeführt werden, die sich auf die Themen der interkulturellen Bildung, des gemeinsamen Feierns, der geselligen Begegnung, der kreativen Gestaltung (Spiel, Kunst, Sprache, Musik, Tanz, Foto/Film etc.), die Arbeit mit neuen digitalen Medien, der handwerklichen Produktion, der sportlichen Betätigung, des Reisens sowie der emotionalen und sozialen Bildung konzent- rieren. Sämtliche dieser (und weiterer) Inhalte betrachten wir als kulturelle „Sprachen“, die die Vielfalt menschlicher Entfaltungspotenziale zum Ausdruck bringen, (niedrigschwellige) Zu- gänge eröffnen, verbindende Gemeinsamkeiten stiften und den Prozess der Selbstbildung stärken. Jedes der genannten Angebote lebt im Kern von der partizipativen Einbindung („Mit-Sprache“) der Kinder, Jugendlichen und Familien, die von uns bereits im Stadium der Konzipierung gewährleistet wird. (Selbst-) Ausschlüsse und der Aufbau von Barrieren dro- hen aus unserer Sicht gerade dann, wenn dieser Offenheit kein oder wenig Raum gegeben wird. Unsere Bildungsangebote knüpfen in diesem Sinn an lebensweltlich vorfindbare, relevante Themen und die konkreten Interessen sowie alltagskulturellen Praktiken der Kinder und Jugendlichen an; diese Themen und Praktiken sollen gemeinsame entfaltet und weiterent- wickelt werden. Kulturelle Bildung wird von uns konsequent als Teil des sozialen Alltags verstanden, sie fördert Schlüsselkompetenzen, die für eine weitreichende Partizipation an gesellschaftlichen Prozessen unverzichtbar sind (s.u.). Dieser Alltags- und Lebensweltori- entierung wird zum einen durch Angebote Rechnung getragen, die in den Räumlichkeiten der Einrichtung stattfinden. Mittelfristig sollen diese durch dezentral-aufsuchend ausgerich- tete Angebote ergänzt werden, die den Aktionsradius der offenen Kinder- und Jugendar- beit im Sozialraum erweitern und gleichzeitig einen niedrigschwelligen Zugang garantie- ren. Die Kinder und Jugendlichen werden durchweg als aktiv gestaltende Akteure anerkannt und ernst genommen; das Prinzip der individuellen Förderung und Unterstützung und die Entwicklung von sozialen Kompetenzen gehen bei allen erwähnten Angeboten eine enge Verbindung ein. 3.4 QUERSCHNITTSTHEMEN Die o.a. allgemein-konzeptionellen Ausführungen geben den „roten Faden“ der im einzelnen geplanten Angebote wieder. Ihre konkrete Bedeutung für die Querschnittsaufgaben Migra- tion/Behinderung/Gender und das Kriterium der Mitbestimmung/Partizipation zeigt sich wie folgt: Seite 6 von 20 Für uns ist die Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Migrationsvorgeschichte und Behinderungen ein integraler Bestandteil des Konzepts der kulturellen Bildung. Un- sere Angebotsstruktur achtet bewusst auf die Realisierung einer Vielfalt von Zugängen und die Gewährleistung einer räumlichen und geistigen Barrierefreiheit. Dabei eröffnen z.B. das Feiern, die Formen der kreativen Gestaltung oder der Sport unmittelbare Beteiligungs- möglichkeiten; sie stellen selbst „Sprachen“ dar, die auch dabei helfen, mögliche (verbale) Kommunikationsbarrieren zu überwinden. Mit Bezug auf das Thema Behinderung treten wir für einen ressourcenorientierten Blick ein, der sich auf die Problematik des „Behindert- Werdens‘, z.B. durch Barrieren schaffende Rahmenbedingungen und/oder enggeführte Inhalte konzentriert. Beides soll bei der Planung und Durchführung der Angebote möglichst schon im Vorfeld vermieden werden (hierfür ist wiederum eine frühzeitige Einbeziehung und Partizipation notwendig). Im Bereich der Migrationspädagogik verfügt unser Verband über langjährige und inten- sive Erfahrungen: Seit 2015 haben wir in Münster und im Kreis Warendorf eine Reihe von Notunterkünften und kommunalen Unterkünften für geflüchtete Menschen betrieben; aktu- ell sind wir als verantwortliche Betreuungsverband in der ZUE Münster tätig, die sich in der direkten Nachbarschaft der Einrichtung befindet. Gerade im Kontext der kommunalen Flüchtlingsarbeit und der in der ZUE zu leistenden Betreuungsarbeit spielt(e) die qualifi- zierte, kultursensible Kinder- und Jugendarbeit eine zentrale Rolle; die ZUE verfügt über eine eigene Kinderspielstube (die von Kindern von 3-10 Jahren besucht wird) und einen separaten Jugendfreizeittreff (für Kinder/Jugendliche im Alter von 11-18 Jahren). Die in- haltlichen Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit lagen und liegen hier in der Entwick- lung von integrativen Angeboten in den Bereichen des spielerischen Lernens, der Sprach- förderung, der musischen Bildung sowie der sportlichen und handwerklichen Betätigung. Größtenteils wurde/wird die Durchführung dieser Angebote durch ehrenamtliches Engage- ment bzw. die Einbindung von lokalen Kooperationspartnern unterstützt. Hervorzuheben ist hier die von Anfang 2016 bis Mitte 2018 in enger Kooperation mit der Stadt Münster geleistete Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Im Rahmen dieser Betreuungsarbeit wurden intensive Vernetzungen mit Schulen im Stadtteil und der gesam- ten Kommune aufgebaut; auf diese Kompetenzen und Ressourcen im Bereich der päda- gogischen Arbeit mit besonders vulnerablen Personen soll im Rahmen der Kinder- und Jugendarbeit zurückgegriffen werden. Im Stadtteil Gremmendorf selbst verfügen wir des- halb bereits über ein ausgebautes Ehrenamts- und Kooperationsnetzwerk, das professio- nell koordiniert wird. Diese Erfahrungen, Kompetenzen und Netzwerkstrukturen können fruchtbar gemacht werden, da sich die Angebotsstrukturen an vielen Stellen überschnei- den. Im Hinblick auf die Genderperspektive achten wir auf die Durchführung von geschlechts- spezifischen Angeboten und Kursen (etwa in den Bereichen Sport/Bewegung, Arbeit mit neuen Medien, künstlerische Gestaltung); das offene Angebot des Jugendcafes sieht spe- zifische Öffnungszeiten für Mädchen und Jungen vor. Es ist unser Ziel, grundsätzlich einen geschlechtergerechten Zugang zu ermöglichen. Im Rahmen der kulturelien Bildungsange- bote werden sodann Räume für den spielerischen und kreativen Umgang mit Geschlech- terkonstruktionen eröffnet bzw. offen gehalten (z.B. im Kontext von Musik-/Videoprodukti- onen, dem Poetry Slam oder der Theaterarbeit). Die Inklusion von behinderten Personen ist für unseren Verband ein neuer Schwer- punkt, der im laufenden und den Folgejahren systematisch ausgebaut werden soll. Konkret ist für die nahe Zukunft in enger Kooperation mit dem LWL zunächst die Gründung eines Seite 7 von 20 Inklusionsbetriebs in Münster vorgesehen. An die Eckpunkte des bereits existierenden In- klusionskonzepts’ kann vor dem Hintergrund des zuvor präsentierten Bildungskonzepts angeschlossen werden. Bereits heute arbeiten wir in unserem Familienzentrum „Grünschleife“ in inklusiven alters- gemischten Gruppen. Die verschiedenen Interessen und Bedürfnisse der Kinder sind eine Bereicherung für das Gruppenleben und bieten allen Beteiligten ein breites Lernspektrum. Durch das Zusammenleben der Kinder werden soziale Verhaltensweisen, wie Rücksicht- nahme, Toleranz und Verantwortung besonders unterstützt. Kinder machen früh die Erfah- rung, dass ein Anderssein nicht ein besser oder schlechter bedeutet, sondern mit Individu- alität und Persönlichkeit einhergeht. Unsere Arbeit wird unterstützt von einer kontinuierli- chen Zusammenarbeit mit Frühförderstellen und Behörden. 3.5 ARBEITSPRINZIPIEN FÜR ANGEBOTE DER KINDER- UND JUGENDBILDUNG Maßgeblich für unsere pädagogische Arbeit sind zunächst die Strukturbedingungen der Frei- willigkeit und Interessenorientierung. Sowohl vor/zu Beginn als auch im Verlauf der Ange- bote achten wir auf ein hohes Maß an Partizipation (Berücksichtigung von Ideen, Bedarfen und Kritik; Ernstnehmen der Kinder/Jugendlichen als aktiv gestaltende Akteure); in der Bil- dungsarbeit liegt der Akzent auf der assistierenden Unterstützung von selbsttätigen Bil- dungsprozessen. Das zugrunde gelegte Bildungsverständnis („kulturelle Bildung“) wurde be- reits näher erläutert; auf der Basis dieses Verständnisses zielen alle Angebote auf eine För- derung der eigenständigen aktiven Aneignung der Inhalte ab. Kindern und Jugendlichen sollen geschützte Räume für das Erproben der eigenen Möglichkeiten sowie das Erleben von konkreten Selbstwirksamkeitserfahrungen gegeben werden. Diese Ziele können z.B. durch die Orientierung an einem künstlerischen Produkt (Erarbeitung eines Werks, Produktionen in der Werkstatt etc.), die Herstellung von Öffentlichkeit bei kulturellen Projekten (Auftritte, Auf- führungen etc.) oder das Erlebnis eines greifbaren, dauerhaften Lernfortschritts (Erlernen von Instrumenten, Gesang, Tanz, Medienkompetenz etc.) erreicht werden. Insbesondere im Kon- text der kreativen und handwerklichen Angebote sowie der Formen der Projektarbeit kann eine spielerische Erschaffung und Erprobung von Möglichkeiten erfolgen, etwa im Hinblick auf die Gestaltung von sozialen Beziehungen, den Prozess der eigenen Identitätsentwicklung und/o- der das Ausloten eines eigenen Stils innerhalb von sozialen Bezügen. Die qualitativ hochwer- tige Durchführung der anspruchsvollen kulturellen Angebote wird dabei nicht zuletzt durch enge Kooperationen mit Schulen und lokalen bzw. kommunalen Netzwerkpartnern sicherge- stelit. Im Zusammenhang der erwähnten Kompetenzförderung stehen vor allem die Selbst- kompetenzen (Eigeninititative, Selbststrukturierung, Selbstständigkeit etc.), Sozialkompe- ! Zu diesen Eckpunkten gehören die folgenden Grundsätze: -Orientierung an dem Prinzip der sozialen Gleichwertigkeit -Vermeidung von Formen eines (gut gemeinten) Paternalismus -konkrete Einbindung auf verschiedenen Ebenen: Handlungs- und Kommunikationsebene (Umgang auf gleichwertiger Basis, Konzentration auf die gegenseitige Ergänzung), institutionelle Ebene (gleich- mäßige Wertschätzung, flexible, differenzsensible Strukturen, Konzentration auf gemeinsam zu bewäl- tigenden Aufgaben), normative Ebene (Inklusion als Normalität, die aktiv gelebt wird, keine Fixierung auf das Thema Behinderung). Seite 8 von 20 tenzen (Empathie, Kommunikation, Sozialverhalten etc.) und Methodenkompetenzen (Me- dienkompetenz, künstlerische/gestalterische Fähigkeiten, Problemlösefähigkeit etc.) im Vor- dergrund. 3.6 PARTIZIPATION Generelle Anmerkungen zum Kriterium der Mitbestimmung/Partizipation wurden in den voran- gegangenen Schritten bereits vorgenommen; diese Anmerkungen haben bereits deutlich ge- macht, dass wir diesem Kriterium einen sehr hohen Stellenwert einräumen. Im Detail wird dieses Kriterium wie folgt berücksichtigt: e unser Konzept basiert auf einem bedarfs- und lebensweltorientierten Ansatz, der die Per- spektiven unserer Adressat*innen von Beginn an ins Zentrum rückt e wir messen der durchgängigen Mitbestimmung an der Planung von Angeboten (im Vorfeld, im Verlauf, Evaluationen) einen hohen Stellenwert bei e unsere Bildungskonzeption (s.o.) fokussiert auf die Prinzipien der Selbstbestimmung und Selbsttätigkeit (ein Überarrangement wird bewusst vermieden) «e in der Einrichtung steht die Etablierung und Pflege einer demokratischen Grundat- mosphäre im Zentrum (gerade mit Blick auf das Ziel der Inklusion: Teilhabe als gelebte Realität), die alle Beteiligten zur Partizipation einlädt e in diesem Kontext fördern wird den Aufbau einer Kultur der Anerkennung in der Einrich- tung: mit diesem Grundsatz knüpfen wir an unser Konzept der kulturellen Bildung und des- sen Grundwerte an (soziale Gleichwertigkeit, Bejahung der kulturellen Vielfalt, Respekt vor jeder Individualität), wir verstehen die Einrichtung außerdem als kulturelles Zentrum für den Stadtteil und die örtliche Nachbarschaft « viele der genannten Angebote weisen einen direkten Stadtteil- und Sozialraumbezug auf und verleihen dem Prinzip der Partizipation damit eine dezentrale und niedrigschwellige Ausrichtung (proaktive Einbeziehung des Gemeinwesens, bildende Erfahrungen im sozia- len Umfeld, Beteiligung an (lokalen) Aktionen etc.) Grundsätzlich ist es unser Anliegen, Kinder und Jugendlichen die Mitsprache bei Planungs-, Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen zu verschaffen, die direkten oder auch indirekten Einfluss auf ihre Lebenswelten haben. Dafür sind folgende Mitbestimmungsprozesse vorge- sehen: e wir schaffen im Rahmen der offenen Kinder- und Jugendarbeit institutionalisierte Beteili- gungsmöglichkeiten, die sich an den Modellen des Kinderparlaments und des Einrich- tungsrats orientieren; es handelt sich hierbei um Formen des Demokratie-Lernens, die au- Rerhalb der Einrichtung weiterwirken sollen ® Kinder, Jugendlichen und Familien werden auf transparente Weise niedrigschwellige Rückmeldungsmöglichkeiten angeboten - unser Umgang mit Rückmeldungen und Kritik folgt dabei grundsätzlich einem konstruktiven Muster (offener/geregelter Umgang mit Be- schwerden, Aufklärung des Beschwerdefalls, nachhaltige Verbesserung der eigenen Ar- beit) Seite 9 von 20 e Mitbestimmungsprozesse zeigen sich außerdem im Hinblick auf den Aspekt der Raum- und Angebotsgestaltung; die Räume sollen in gemeinsamer Arbeit ausgestaltet werden (Wände, konkrete Einrichtung, Farben, Material etc.) «e Das Erfahrbarmachen von Demokratie ist zudem ein wesentlicher inhaltlicher Schwerpunkt im Bereich der Jugendbildung (Projektarbeiten mit sozialem/politischem Bezug) 3.7 PRÄVENTION, SICHERHEIT UND KINDERSCHUTZ Zur Sicherstellung der Grundwerte unseres kulturellen Bildungskonzepts ist präventives Ar- beiten unter Berücksichtigung des Informations- und Bildungscharakter der Angebote von gro- ßer Bedeutung. Im Bereich der Aufklärung werden regelmäßig Themen wie z.B. Sexualität und Verhütung, Rechtsextremismus, politische Themen, Drogen genauso wie kulturelie Ver- schiedenheiten angesprochen und behandelt. Entlang unseres Leitbilds ist ein gleichberech- tigtes Miteinander, kulturelle Vielfalt und soziale Gleichwertigkeit als Grundkonsens unserer Angebote selbstverständlich. Sicherheit umfasst alle Vorsorgemaßnahmen, die dem Schutz der Kinder, Jugendlichen und Mitarbeiter/innen in unserer Einrichtung dienen. Dazu gehören neben einem vorausschauen- den Erkennen und Besteigen von Gefahrenquellen, der Anleitung zu einem adäquaten Um- gang mit Werkzeugen und Materialien sowie die Sicherstellung eines friedlichen Verlaufes von Angeboten und Veranstaltungen. Um dies zu gewährleisten wird das eingesetzte Personal regelmäßig geschult und falls erforderlich professionelle Unterstützung eingeholt. Auch im Be- reich der Ersten Hilfe nimmt das haupt- und ehrenamtliche Personal regelmäßig an entspre- chenden Schulungen teil. Das Thema der Präventions- und Gewaltschutzarbeit besitzt für unseren Verband höchste Relevanz: Im Jahr 2016 wurde bereits eine erste Broschüre mit Handlungsempfehlungen für den Gewaltschutz in Flüchtlingseinrichtungen veröffentlicht?, bei der der Kinderschutz einen eigenen Schwerpunkt bildet. In den Folgejahren wurde diese Präventions- und Gewaltschutz- arbeit systematisch vertieft (in den Jahren 2017 und 2018 verfügte unser Verband im Bereich der Flüchtlingshilfe über eine vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Ju- gend und UNICEF geförderte Gewaltschutzkoordinatorin). Der Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung gemäß 88a SGB VIII ist für uns absolut verbind- lich. Unser sozialarbeiterisches Fachpersonal übergibt frühzeitig eine Mitteilung der Gefähr- dungseinschätzung an den Kommunalen Sozialdienst des Amts für Kinder, Jugendliche und Familien; unsere eigenen Mitarbeiter*innen werden in dieser Hinsicht vor der Aufnahme ihrer Tätigkeit besonders sensibilisiert und über das verbindliche Verfahrensschema unterrichtet. Das sozialarbeiterische Fachpersonal unterstützt und begleitet ebenso die im Falle der Erhär- tung des Verdachts notwendig werden Folgeprozesse. Unsere haupt-, neben- und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen werden regelmäßig im Bereich des Kinderschutzes fortgebildet. Ein angemessener Kindesschutz erfordert auch die Differenzierung von Tätigkeiten Neben- und Ehrenamtlicher anhand der gesetzlich vorgegebenen Kriterien Art, Intensität und Dauer 2 Siehe: https://www.asbnrw.de/imagesistories/fluechtlingshilfe/asb-nrw-gewaltschutzkonzept-fuer- fluechtlingseinrichtungen.pdf Seite 10 von 20 des Kontakts zu Minderjährigen. Der ASB überprüft entlang der Empfehlungen des Landesju- gendsamts die Indikatoren eines möglichen Gefährdungpotentials und nimmt bei Bedarf eine vorsorgliche Einsichtnahme in ein erweitertes Führungszeugnis bei neben- und ehrenamtlicher Tätigkeit vor. Seite 11 von 20 4 AÄDRESSATENBEZOGENE ÄRBEITSSCHWERPUNKTE 4.1 ZIELSETZUNG DER ANGEBOTE Unser Angebot der offenen Kinder- und Jugendarbeit ist auf folgenden Ziele ausgerichtet: «e Aufzeigen und Kennenlernen neuer Freizeitaktivitäten Im Aufzeigen unterschiedlicher Freizeitmöglichkeiten, sollen Impulse gesetzt werden, neue Ideen und Möglichkeiten zu erproben. Die Angebote orientieren sich bedarfsgerecht an den Interessen der Zielgruppen. Es gilt das Prinzip der freiwilligen Teilnahme, so dass kein Leistungsdruck besteht und individueller Ehrgeiz allein aus der intrinsischen Motivation entsteht. ° Bedürfnis-, Lebenswelt- und Alltagsorientierung: Kinder- und Jugendarbeit orientiert sich an den Lebensrealitäten und dem Alltag von Kindern und Jugendlichen, berücksichtigt deren Lebenswelten und soziale und kulturelle Zusammenhänge. Programme und Ange- bote setzen an den Bedürfnissen, Interessen und Erfahrungen der Kinder und Jugendli- chen an, sie sind deshalb situationsbezogen und flexibel. ° Offenheit: Kinder- und Jugendarbeit ist grundsätzlich offen für alle Kinder und Jugendli- chen unabhängig von sozialer Herkunft, Geschlecht, Weltanschauung oder religiöser Zu- gehörigkeit, Nationalität, ethnischer Gruppierung und jugendkultureller Ausrichtung. e Ganzheitlichkeit: Die jungen Menschen werden in Zusammenhang mit allen ihren biogra- fischen Mustern, sozialen Bezügen, Bedürfnissen, Interessen, Wünschen, Verhaltensäu- ßerungen und Einstellungsmustern gesehen. » Partizipation und Selbstverwaltung: Besondere Beachtung finden Formen Mitbestim- mung und Mitverantwortung, die Möglichkeiten der Mitgestaltung bis zur Gestaltung und Nutzung von Programmteilen in Eigenregie. Die Besucherinnen und Besucher werden von Anfang an in Planung und Organisation von Aktivitäten und Angeboten einbezogen und übernehmen je nach Alter und Entwicklungsstand Verantwortung für bestimmte Aufgaben. Das aktive Mitwirken an erfolgreichen Veranstaltungen bewirkt eine Verbesserung der Handlungskompetenz und eine Erhöhung des Selbstwertgefühls. «e Förderung individueller Qualifikation durch außerschulische Bildung In der Teilnahme an Workshops und Gruppenangeboten sollen soziale Kompetenzen wie z.B. Teamfähigkeit, selbständiges Arbeiten und selbstbewusstes Auftreten sind gefördert werden. « Toleranz und demokratisches Handeln fördern Toleranz, Fairness, Einhalten von Regeln, Neugier und Respekt gehören zu den Tugen- den, die von durchgängig thematisiert werden und den Alltag begleiten. 4.2 ANGEBOTSSTRUKTUR Die Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit sind bedarfsorientiert entlang der Interes- sen und Wünsche der Zielgruppen ausgerichtet und werden regelmäßig partizipativ angepasst und gestaltet. Sie beinhalten geschlechtsspezifische Angebote mit Selbstbestimmungscharak- ter. Ebenso werden die Öffnungszeiten/Uhrzeiten der Angebote entsprechend der Bedürfnisse Seite 12 von 20 der Kinder und Jugendlichen festgelegt. Ziel ist es, allen Zielgruppen einen niedrigschwelligen Zugang zu Freizeit-, Kreativ- und Bildungsangeboten zu ermöglichen. Die Angebotsstruktur zeigt, dass die konkreten Angebote in den Feldern Begegnung und Kommunikation, offene Kinder-IJugendveranstaltungen, Kinder-/Jugendbildung, Feri- enangebote sowie Reisen und Begegnungen durch die Differenzierung in drei Zielgruppen altersgerecht zugeschnitten sind. Mit Blick auf die Gruppe der Kinder im Grundschulalter steht dabei zum einen die fließende Übergangsgestaltung von der KiTa hin zur offenen Kinderarbeit im Zentrum; hierfür sind enge Kooperationen mit den lokalen KiTas und Einrichtungen der Familienbildung sowie die intensive Einbeziehung der Familien entscheidend. Deshalb werden in dieser Altersstufe verstärkt Angebote gestaltet, die das spielerische Lernen betonen und die gesamte Familie einbeziehen - wir verfolgen generell den Anspruch, dass die Einrichtung zu einer attraktiven Anlaufstelle für Gremmendorfer Familien wird. Auf den höheren Stufen rücken sodann schulbezogene Kooperationen, Formen der Kurs- und Projektarbeit sowie Werk- stattangebote in den Fokus; für die älteren Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen wird das Thema der Übergangsgestaltung erneut relevant - im Hinblick auf den zu bewältigenden Über- gang von der Schule in die Arbeitswelt. Dementsprechend bildet hier die Durchführung von arbeitsweitbezogenen Angeboten einen Schwerpunkt (Jobtraining, Arbeitsmarkt-/Berufsorien- tierung). Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit Seite 13 von 20 02 UOA PL ASS usßunyejsueiaA EIER -pusßnf pun 'SHBZUoY 'uSBUNJEISUEJIBSAUNZ Se „J5PUIY BuUsyO WIEPUIY WI Spusyaziausy pun usillwe un} sjle}ssBunußaßeg 'UayaıL Sjlaınyınyıajur 'wIel9-| susbozagssejue , addnıg vettwe4 swesursweß 'Sjesusilweq ‚sdan.ßjeiz ıny SJogaßuy usyejsyuomaneaiy sloqsßue Yelsyıampeuye4 ae NeIsylomn usßunr/usyspein BunfspaA sslgewyneıß "VPMO JEp %G 'pulul "sjogsßuy us}l8z-ueßunr/usyspeyy | Syasızedssjydejyoseg +) addnıg in) syogeßuy sjogeßuenods '"e'o siuusjyosıL Sjlopuoseß pun JoyoIy 'sjogaßuy sjeipaw ‘e addnıg uogeylunwwoy syogaßuy “PiundyaıL pusßeimioA Sjespuaßnr pun ßunußaßag sıgqoyy pun susyo Bunzjssun Jap sjeldsıog Bunssızususyig sddnıbjarz jogaßbuy ueiyef FL UOA Jejly WEUIE ge sussydemiz oßunl 'mzq ueysııpusßnr :e sddnıg usysıpusßnf/spumy usßlyel-FL-0, :z addnıg Jeyeinyaspunig wi Jepumy uoßlUyef-g,-9 :, eddnug LI3GUVANIFONF ANN -U3ANIM N3N3440 43G AL0939NY €&'G 02 uong| S1OS usyeysslsuned usßunußoßagpuaßnr “usyyejualpnıg ‘uoßunußsßag SIeuoNeUls}U] e addnıg, (eyonssBunpigsny op uowyey WI uezusJsdwoy ueyo1lUgsJod Jep BunJsp4Q 1 Pundıemyas usßunußaßag Jaydıleyu! 'g’z) uSNsZIaysBunpIg USNSZISUSNO €+z addnıg pun asıoy Japumyınyospung An} sjogaßuy ayssıßoßepedyezieiQ Bunnanag aßıßejzueg , addnıg, sdoysyuomyyapialoıd/usßunyeysueis\ usa uap shlhenysy wwe4ßoldusus all ur 9J0gaBuy usbozeqyjamsjnieg (usysqlepalold “yoıyeyosuassiminyeu "usuoyelsdooyinyos) SanyınyUayuı ‘yasıyıjod ‘Jeizos 'Ijsunyıny alV Bunpiigpusßnr SSINYANeSyUal We ‘OSINyJOPpUIy uolllwe In} 8}0goBuy , addnıs Jopııqsßbunglsmag An) BuNooysoJo | uSjjeuoIssajo1d uw 'g’Z sjogaßuy Buruiengor SusbozegyemspagIy € eddnıg ‘098 ‘ueßunyyolug uoyeyloA USJeUONOWE sYogaßuy uSpuSpIIqualjlLue} jeızos wı pun JSybIpuejsqes ayosıßoßepedieizos ‘ely ‘ueInyos usyslalsg Uap UI BunJSP1Q anyelsdooy €e+z uaddnıg ww USUONeIBdooyY ‘948 'Ao0d 'OIWOQ ‘use yonıq ‘0404 'IeJSW 'ZIOH 'PeuyeQ “uayeN "vorewiuy ‘uolynpoldoapIA\ “wolpinpo4dyisnyy YEIsYUEMYIWeJOy USNEISYIEMANESIY VFYO JOPp %G 'Pulul sjogeßuy sYogaßuy uayasıyızeds-usßunl pun -usyopew Syasızadssjyoajyasaß (‘948 ‘ınyınypuaßnf “Bunjdneysgjsqjas 'ueıpayyı (ıßoßeped uonau w Bueßun ‘usJuswngsu| -ua4NIS) uon ueualg Mods 'zueL sYogaßuy ‘Buesag) JSJeay | 'USYIUy9s] anıeaıy) S}ysa1aßsıayle (sYogaBuy (suundiamyas) aysılpuaßnr pun Jopuıy Sılqow pun ausyo) | Bunpjiqpusßnr Bunpjıg pun In} asıny pun sjogaßuy anıeasy aıly | sdoysyuom pun asıny pun -J9pu1y Bunssızıyjend EIEICEIEN=] Bunieizusssyia addnıdjeız Jogeduy 5.1 ORGANISATIONSSTRUKTUR Das zum Einsatz gelangende hauptamtliche Kernpersonal soll grundsätzlich über Hochschul- abschlüsse in den Bereichen Sozialarbeit/Sozialpädagogik oder vergleichbare Qualifikationen sowie einschlägige berufliche Erfahrungen verfügen. Das in der Einrichtung tätige Personal nimmt regelmäßig an hausinternen sowie externen Fort- bildungen und Schulungen teil, insbesondere im Hinblick auf die zur Anwendung gelangenden Methoden. Unser Verband verfügt hier über ein hauseigenes Bildungswerk, das ein Ge- samtspektrum von über 250 Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten anbietet — zahlreiche dieser Fortbildungen sind in den Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Integrationsarbeit verortet. In Absprache mit dem Bildungswerk können zudem individuell auf die örtlichen Be- darfe zugeschnittene Fortbildungen entwickelt werden. Außerdem partizipiert das Personal an relevanten Fachtagungen. Der persönliche Fortbildungsbedarf wird in den jährlich stattfinden- den Mitarbeiter*innengesprächen erörtert, hier werden auch geeignete Fort- und Weiterbil- dungsmaßnahmen vereinbart. Im Rahmen regelmäßigen Teamsitzungen von haupt-, neben- und ehrenamtlichen Mitarbei- tern werden die laufende Angebotsstruktur und die Umsetzung der Angebote evaluiert und ggf. Verbesserungsvorschläge erarbeitet. Eine kollegiale Vertretung bei Urlaubs-, Fortbil- dungs- und Krankheitszeiten wird gewährleistet; diese Vertretung wird bei der Urlaubs- und Fortbildungsplanung beachtet. Unseren Mitarbeiterinnen werden regelmäßige Supervisionen und kollegiale Beratungen an- geboten. Die verbindliche und regelmäßige Teilnahme an Fachgremien, fachspezifischen und stadt- teilorientierten Arbeitskreisen sowie die Teilnahme an der AG 2 nach $ 78 wird von un- serer Seite sichergestellt. 5.2 EVALUATION / QUALITÄTSSICHERNDE MARNAHMEN Die regelmäßigen Teamsitzungen dienen ebenfalls der Besprechung von inhaltlichen Ange- boten und Arbeitsschwerpunkten (fester Tagesordnungspunkt). Der Entwicklung von neuen Angebots- und Projektideen wird hier ebenfalls Raum gegeben. Neben den ebenfalls angeführten regelmäßigen Mitarbeiterinnengesprächen Arbeitskreisteil- nahmen und Weiterbildungen stellen die im nächsten Punkt umrissenen Prozesse der Doku- mentation und der Berichtlegung einen zentralen Aspekt der Qualitätssicherung dar. Die Qualität der von uns durchgeführten Angebote wird zudem durch Teilnehmer*innenbefra- gungen im Verlauf bzw. zum Ende eines Angebots durchgeführt. Hinzu kommen die bereits skizzierten Rückmelde- und Beschwerdemöglichkeiten. Im Falle eines negativen Feedbacks werden methodische und inhaltliche Veränderungen vorgenommen. Seite 16 von 20 5.2.1 Dokumentation / Berichtswesen Unsere Dokumentation erfolgt nach einem transparenten und standardisierten System, wie es von uns auch in anderen Arbeitsbereichen verwendet wird (unser Regionalverband ist seit 2016 zertifizierter Träger nach dem Recht der Arbeitsförderung (AZAV)). Gepflegt wird eine angebots- und projektbezogene Dokumentation (mit Bezug auf die jeweiligen Felder der Kin- der- und Jugendarbeit), eine Dokumentation von individuellen Vermittlungsprozessen (Anzahl, Umfang, Art, Bereich, Ergebnisse), von besonderen Vorkommnissen in der Einrichtung und ihrer Bearbeitung, von Sitzungen in Form von Protokollen (Teamsitzungen, Koordinierungs- treffen Ehrenamt, etc.) sowie von Prozessen der Zielerreichung in den zentralen sozialarbei- terischen Arbeitsfeldern (Umsetzung der Leitziele, Gemeinwesenarbeit, Einbindung Ehrenamt etc.). 5.3 VERANTWORTUNG FÜR DEN SOZIALRAUM UND KOOPERATION Im Hinblick auf die Umsetzung unserer konzeptionellen Ziele ist die intensive Einbeziehung der relevanten sozialräumlichen Akteure und Institutionen unverzichtbar: Bereits bei der An- gebotsplanung wird die gesamte Lebenswelt der Kinder, Jugendlichen und ihrer Familien in den Fokus genommen und damit eine Einbeziehung vorhandener Infrastrukturangebote ge- leistet. Bei der Umsetzung dieser Aufgabe hilft uns die in Gremmendorf bzw. im kommunalen Umfeld bereits vorhandene Vernetzung. Zum einen wird diese Vernetzung durch die in der benach- barten ZUE Münster geleistete Ehrenamts- und Umfeldarbeit geleistet. Zudem betreiben wir in der Gremmendorfer Ladenzeile (Albersioher Weg 439) eine Sozialstation, die eine gute Sichtbarkeit besitzt und als Anlaufstelle von der Gremmendorfer Nachbarschaft genutzt wird. Diese Sozialstation befindet sich ebenfalls in der direkten Nachbarschaft der Einrichtung und stellt mit ihren Angeboten (mobile soziale Dienste, hauswirtschaftliche Unterstützung, Pflege- dienstleistungen) eine wichtige Schnittstelle dar; vor allem mit Blick auf die von uns angespro- chen Familien. 5.3.1. Kooperationspartner Im Detail verfügen wir bereits über das folgende kommunale Kooperationsnetzwerk: e Flüchtlingshilfe St. Nikolaus (Münster Südost) e SC Gremmendorf 1946 e.V. ®e Kleiderkammer Münster Südost e kommunales Integrationszentrum Stadt Münster « Projekt „Wegweiser“ (Gewaltprävention, Erziehungsberatung, Kinderbetreuung) ® Caritasverband Stadt Münster (Erziehungsberatung, Gewaltprävention, Migrationsbera- tung, Pflegeberatung) «e Diakonie Münster: Finanzberatung, Schwangerschaftsberatung «e DRK Kreisverband Münster, DRK Migrationsberatung « Flüchtlingshilfe Gievenbeck/Sentrup (insbesondere mit Bezug auf die Fahrradwerkstatt) ® Berlitz Sprachschule Münster e Freiwilligen Agentur Münster e Chance e.V. (Straffälligenberatung) Seite 17 von 20 ®e Geba-Gesellschaft für Berufsförderung und Ausbildung mbh » Jugendhilfe JAZ (Jugendausbildungszentrum) ® Bennohaus «e Sozialdienst katholischer Frauen e.V. (Schwangerschaftsberatung/Hilfe bei häuslicher Ge- walt) e Stadtbücherei Münster ®e VSE - Verbund sozialtherapeutischer Einrichtungen e.V. ° Werkstatt für Bildung und Kultur e.V. « Deutscher Kinderschutzbund ® Verbraucherzentrale NRW e.V. (Finanzberatung) Dieses Kontaktnetzwerk wird von uns systematisch ausgeweitet; von herausragender Rele- vanz sind hierbei natürlich der Aufbau und die Vertiefung von Kooperationen mit lokal ansäs- sigen KiTas und Schulen. Viele der vorgestellten Angebote leben im Kern von einer fruchiba- ren Kooperation mit bereits vorhandenen Angeboten, so dass vorhandene Kräfte gebündelt und neue Ideen realisiert werden können. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf jene Ange- bote, die vom KOT St. Ida und dem Janusz-Korczak-Haus des CVJM vorgehalten und durch- geführt werden. 5.3.2 Synergien im Sozialraum Mit Blick auf bildungsbiografische Übergänge verfügen wir durch unsere Tätigkeit in unserem Familienzentrum „Grünschleife“ über Kontakte zu unterschiedlichen Fachkräften und Instituti- onen die Kinder und Familien im Hilfestellungen bei verschiedenen Problemiagen bieten und den Übergang von Kita zur Grundschule begleiten und fördern. In naher Zukunft folgen weitere Einrichtungen der Kindertagesbetreuung, so dass eine Erweiterung des Netzwerks auch in anderen Stadtteilen zu erwarten ist. Im Feld der beruflichen Orientierung können zudem Synergieeffekte zu der im hauseigenen Fachbereich Flüchtlingshilfe, Integration und Beschäftigung geleisteten beruflichen Integrati- onsarbeit (z.B. im Rahmen der erfolgreichen Maßnahme MaBiA = marktorientierte Beschäfti- gungsintegration für Asylbewerber und Asylberechtige) erzeugt werden. Unser Verband plant hier im laufenden Jahr die Umsetzung von Fördermaßnahmen, die niedrigschwellig und le- bensweltorientiert ansetzen und die gesamten Familien/Bedarfsgemeinschaften der Leis- tungsberechtigten in den Blick nehmen. Zu diesen Netzwerken gehören in Münster insbesondere die folgenden Institutionen: e Agentur für Arbeit Ahlen-Münster «e Begegnungszentrum Sprikmannstraße ® Beratungsstelle für Entwicklungsfragen "Frühe Hilfen" e Erziehungsberatungsstelle Kinderhaus EB/ Caritas vor Ort e fabi münster ev. Familienbildungsstätte ® Familienhebamme Hebamme Masume Parwaie e Grundschule Kinderhaus West ® Jobcenter Münster e Jugendamt Münster - Kindertagespflege e Kinderschutzbund ®e IHK Nord-Westfalen Seite 18 von 20 ® Handwerkskammer Münster e Klein- und Mittelständische Betriebe und Unternehmen in Münster und im Münsterland «e Praxis für Ergotherapie Ursula Spenthof e regional verankerte Bildungsträger e Impulse e.V. (offene Berufsberatung) e weiterführende Schulen, Fachhochschule Münster 5.4 WEITERENTWICKLUNG DES KONZEPTS Um auf die ständig verändernden Bedingungen in der Arbeit mit Jugendlichen adäquat rea- gieren zu können, gehört es zur Arbeit der Mitarbeiter in der offenen Kinder- und Jugendarbeit das vorliegende Konzept kontinuierlich entlang der Bedürfnisse der Zielgruppen weiterzuent- wickeln. Um dies zu gewährleisten, werden unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen regelmäßige Konzeptarbeitstermine festgelegt. Der Prozess der Weiterentwickiung berücksichtigt dabei auch den mittelfristigen Ausbau mo- biler Angebote, um z.B. Kooperationen mit Schulen auszubauen und das Prinzip des nied- rigschwelligen Zugangs zu den Angeboten zu gewährleisten. Die Weiterentwicklung der Angebote der Kinder- und Jugendbildung soll sichergestellt werden, indem neue Kooperationspartner gefunden werden, die der Lebens- und Arbeitswelt der Ziel- gruppen entsprechen. Denkbar sind auf lokaler Ebene z.B. eine Zusammenarbeit mit dem WDR im Bereich Neue Medien, mit dem TPZ Münster im Bereich Improvisation oder mit der Villa ten Hompel im Bereich politische Bildung. Um den Interessen der Kinder und Jugendlichen in den Angeboten und der (technischen/ma- teriellen) Ausstattung gerecht zu werden, werden Projektförderungen durch Stiftungen auf Landes- und Bundesebene angestrebt. Seite 19 von 20 rung im Bereich der Kindertagesbetreuung, der sozialraumnahen Unterstützung im Rah- men eines Familienzentrums, der Ferienbetreuung, des Schulsanitätsdienstes und der Ju- gendverbandsarbeit. Mit dem Engagement in der offenen Kinder- und Jugendarbeit übernimmt der ASB gesell- schaftliche Verantwortung und trägt zur Trägerpluralität in Münster bei. Kinder- und Jugendarbeit nimmt in unserem Verband einen hohen Stellenwert ein, dem in überörtlichen Arbeitskreisen auf Landes- und Bundesebene Rechnung getragen wird. Als konfessionell ungebundener und parteipolitisch neutraler Wohifahrtsverband, steht das soziale Miteinander aller Menschen im Vordergrund, unbeachtet der politischen, eth- nischen, nationalen oder religiösen Zugehörigkeit. Der ASB gehört zu den Mitgliedern der „Charta der Vielfalt“ und begreift Vielfalt sowohl in arbeitsweltlichen als auch in allgemein-gesellschaftlichen Kontexten als Bereicherung und Chance. Unser Verband betrachtet das Thema der Präventions- und Gewaltschutzarbeit als be- sonders relevant und intensiviert den Einsatz in diesem Bereich systematisch. Die ASB-Fachbereiche Kinder und Jugend, Flüchtlingshilfe, Integration und Beschäftigung, die Rettungs- und Fahrdienste sowie die sozialen Dienste ermöglichen durch die fachüber- greifende Zusammenarbeit eine qualitativ hochwertige, regionale und überregionale Netz- werkarbeit und somit weitreichende Synergieeffekte. Der fachbereichsübergreifende Einsatz von qualifizierten Personal ermöglicht die Bereit- stellung besonderer Kompetenzen wie z.B. den Einsatz eines Musiktherapeuten. Durch die Arbeitsschwerpunkte der Migrationspädagogik und Flüchtlingsarbeit sowie des Ausbaus der Angebote in Richtung Inklusion behält der ASB gesellschaftlich relevante Querschnittsthemen im Blick und verfügt über umfassende Kenntnisse der besonderen Herausforderungen, wie u.a. in der Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlin- gen. Seite 20 von 20
Anlage 3b_Bewerbungsunterlagen_CVJM
13015 Zeichen
Gemeinsam
mit
dem
Wir suchen,...
„...Ein Haus Voller
Abenteuer, Angebote
und Action“
S.7-8
„...Ein Haus für
klein und groß“
S.1-2
„...Ein Haus, an dem
ich mit bauen kann“
S.3-4
„...ein zweites Wohn-
zimmer in meinem
Viertel“
S.5-6
„...wo mir wirklich ge-
holfen wird, wenn ich
mal richtig stress habe“
S.9-10
„...Ein Haus, in dem wir
schon heute an die Welt
von morgen denken“
S.11-12
„...fun in
den Ferien“
S.13-14
„...eine Gemeinschaft, die
mich akzeptiert wie ich
bin“
S.15-16
…, der mit seinen vielen ehrenamtlich, ne-
benamtlich und hauptamtlich Mitarbeiten-
den vor allem eines im Blick hat: Vielfältige
Angebote für Kinder, für Jugendliche, für Er-
wachsene und Familien.
..., der bereits im Stadtteil (Familienzentrum
Janusz-Korczak-Haus) und in unseren weite-
ren Einrichtungen langjährige Erfahrung in
der Zusammenarbeit mit Kita und Offene Tür
hat.
…, der einen gemeinsamen Wohlfühlort im
Stadtteil Gremmendorf schafft, welcher Kin-
dern und Jugendlichen niedrigschwellig be-
gegnet und bedarfsgerecht begleitet.
..., der für die jeweiligen Zielgruppen ge-
meinsame Erlebnis – und Erfahrungsräume,
aber auch bewusst bestimmte Schutzräume
eröffnet.
..., für den „generationsübergreifend“ nicht
nur eine schöne Vorstellung bleibt: Ob zwi-
schen Kindern, Eltern und Jugendlichen
oder wie in unserem Klaras Kinderhaus auch
zwischen Kindern, Eltern und Senioren.
Gemeinsam
mit dem
Finden wir einen Träger,...
„...Wir suchen
Ein Haus für
klein und groß“
..., der nicht nur für sondern vor allem mit
Kindern und Jugendlichen arbeitet und
jungen Menschen von Beginn an Vertrau-
en und Wertschätzung entgegen bringt.
..., der Kindern und Jugendlichen Hand-
lungsfelder anbietet, in denen sie Selbstor-
ganisations- und Mitbestimmungsvarian-
ten erproben und erleben können.
..., der „Button up“ statt „top down“ ar-
beitet.
..., der junge Menschen durch Mitwirkung
und Mitbestimmung in Entscheidungs –
und Aushandlungsprozessen früh mit ein-
bezieht (so auch bei der Planung des
neuen York-OT).
..., der Partizipation & Selbstorganisation
nicht nur „auf der Fahne“ stehen hat son-
dern auch aktiv lebt (Kinder -Parlament,
Jugendliche als stimmberechtigte Mitglie-
der des Vereins, selbstverwaltende Ju-
gendgruppe TenSing…).
Gemeinsam
mit dem
Finden wir einen Träger,..
Nicht nur in unseren TensSing-
Gruppen arbeiten wir nach dem
5-C-Modell: Es wird viel Wert da-
rauf gelegt, dass die jungen Men-
schen ihre eigene Kultur (Culture),
ihre Kreativität ( Creativity), ihre
Kompetenz ( Competence) ein-
bringen und erweitern können,
das eine Gemeinschaft vorgelebt
wird, wo sich alle willkommen füh-
len (Community) sowie gegensei-
tige Hilfe und verantwortungsvol-
le Begleitung (Care) bereitgestellt
werden.
„...Ein Haus,
an dem
ich mit bauen kann“
..., der in Gremmendorf bereits seit 2001 zu-
hause ist: Unsere jahrelange Arbeit im Famili-
enzentrum Janusz -Korczak-Haus ermöglicht
uns nicht nur breite Kenntnisse über den
Stadtteil und ein großes Netzwerk an Koope-
rationen sondern auch bereits viele Kontak-
te zu Kindern, Jugendlichen und Familien in
Gremmendorf.
..., der nicht nur Verantwortung für seine Ein-
richtung sondern den ganzen Sozialraum
übernimmt.
..., der als Begleiter und Berater bereits in
mehreren Stadtteilen in der Quartiersent-
wicklung beteiligt war.
…, der schon seit vielen Jahren aktives Mit-
glied im AK-Gremmendorf ist.
…, dem das gemeinsame und dialogische
Miteinander sehr am Herzen liegt (z.B. durch
Runde Tische und Nachbarschaftsbeiräte).
..., der durch sozialraumorientierte Aktionen
und niedrigschwellige Angebote die Nach-
barschaft zusammenbringt und seine Ein-
richtungen so als Begegnungshaus und Treff-
punkt öffnet.
Gemeinsam
mit dem
Finden wir einen Träger,..
Die CVJM Nachbarschaftscafés;
gibt es bereits in Roxel, Mauritz,
Hiltrup und auch schon in
Gremmendorf
„...ein zweites
Wohnzimmer in
meinem Viertel“
..., der die Theorie der Lebensweltorientie-
rung versteht in die Praxis zu übersetzen.
..., der sich nach den Interessen, Ideen und
Wünschen der Kinder und Jugendlichen
richtet.
..., der sein Programm auch offen für spon-
tanes, situatives und „da haben wir grad
bock drauf!“ lässt.
..., der als „Kinderfreundlicher Sportverein“
weiß, wie man Kinder und Jugendliche akti-
vieren und bewegen kann.
..., der etwas von social Media, den
angesagtesten Games und einem
(verantwortungsvollen) Umgang mit PC &
Smartphone versteht.
..., dem Musik, Theater, Kunst & Kultur sehr
am Herzen liegt.
..., für den es Abenteurer und Erlebnisse
auch außerhalb der Einrichtung zu entde-
cken gibt.
Gemeinsam
mit dem
Finden wir einen Träger,..
Unsere geschlechterdifferenzierten
Angebote und Gruppen bieten
Ausflüge und Abenteuer , vermitteln
Orientierung, setzten Höhepunkte
wie Übernachtungsaktionen, Sport-
turniere und Sommerzeltlager und
helfen Jungen & Mädchen sich
selbst zu entdecken
„...Ein Haus
Voller Abenteuer,
Angebote und Action“
..., der seine Adressaten ganzheitlich be-
trachtet.
..., der bedarfsgerechte und lebensweltori-
entierte Begleitung und Beratung anbietet.
..., der Kinder und Jugendliche bei der Be-
wältigung ihres Lebensalltages unterstützt.
..., der durch seine offenen Angebote und
niedrigschwelligen Hilfen die ganze Familie
erreichen kann.
..., für den Beziehungsarbeit eine Grundlage
seiner Arbeit ist.
..., der in Gremmendorf die Netzwerk – und
Kooperationsarbeit bereits lebt (z.B. BBC,
Fabi, Schulen, Sportverein,…).
…, der bereits im AK Gremmendorf vertreten
ist.
…, der als fester Kooperationspartner der
Mathilde Anneke Gesamtschule Münster
bereits jetzt mit vielen Gremmendorfer Kin-
dern, Jugendlichen und Eltern verbunden
und vernetzt ist.
Gemeinsam
mit dem
Finden wir einen Träger,..
„… ein Haus,
wo mir geholfen wird,
wenn ich mal richtig Stress habe“
…, für den Kinder und Jugendliche nicht nur
unsere Zukunft sondern auch unsere Gegen-
wart bedeuten.
…, der Umweltbewusstsein und Nachhaltig-
keit lebt (Kleidertausch -partys, Tauschregal,
„Fairtauscht-Laden“).
..., der durch Projekte und Aktionen auf Müll,
Verschmutzung und Fairtrade aufmerksam
macht.
…, dem gesunde und ausgewogene Ernäh-
rung sehr am Herzen liegt.
..., der sich in der Verantwortung sieht als
gutes Beispiel voran zu gehen (fährt in Müns-
ter z.B. meist Lastenfahrrad statt Auto).
…, der viele Produkte fairtrade und bio
kauft.
Gemeinsam
mit dem
Finden wir einen Träger,..
„...Ein Haus,
in dem wir schon heute
an die Welt von morgen denken“
..., der jährlich hunderten Münsteraner Schü-
ler_innen an verschiedensten Standorten
(u.a. auch schon in Gremmendorf) ein bun-
tes und vielfältiges Ferienangebot voller
Spaß, Erlebnissen, Ausflügen und Gemein-
schaft ermöglicht.
…, der weiß, wie bei Kindern und Jugendli-
chen in den Ferien keine Langeweile auf-
kommt.
…, der neben der OGS -Ferienbetreuung
auch offene Ferienangebote und Ausflüge
anbietet.
…, der bereits viele Kontakte und Kooperati-
onen mit Münsteraner Schulen hat.
…, der neben seinen Ferienbetreuungen
auch zahlreiche Ferienfreizeiten für Jung
und Alt anbietet: Ostern für junge Erwach-
sene in Taizé, Pfingsten für die ganze Familie
sowie im Sommer die Kinderfreizeit und die
Jugendfreizeit.
Gemeinsam
mit dem
Finden wir einen Träger,..
„...fun
In den Ferien“
..., der Gemeinschaft lebt, die Gemeinsam-
keiten fördert und Unterschiede respektiert.
…, der unabhängig jeglichen Glaubens, Na-
tionalität oder sozialen Herkunft seine Türen
öffnet.
..., für den der Abbau von Benachteiligun-
gen, die Anerkennung und Wertschätzung,
der Respekt und das Vertrauen gegenüber
Aller grundlegende Säulen der täglichen
Arbeit sind.
..., dessen Ziel seiner Arbeit ist, Kindern und
Jugendlichen zahlreiche Möglichkeiten zu
bieten sich und ihre Umwelt zu erfahren.
..., für den die integrative und inklusive Ar-
beit eine Selbstverständlichkeit ist.
…, der alters -, geschlechter – und kultursen-
sible Angebote ermöglicht.
..., der sowohl „Schutzräume“ aber auch
„Räume der Begegnung“ eröffnet.
..., der vielfältige Angebote zur Unterstüt-
zung der Persönlichkeitsentwicklung bietet
(z.B. unser Konzept MeYouWe).
Gemeinsam
mit dem
Finden wir einen Träger,..
„...eine Gemeinschaft,
die mich akzeptiert
wie ich bin“
Christlicher Verein Junger Menschen:
Das ist ein e.V. (eingetragener Verein), eine CVJM-Sozialwerk gGmbH (gemeinnützige GmbH)
und eine Stiftung für Kinder, Jugendliche und Familien.
Das sind viele ehrenamtlich, nebenamtlich und hauptamtlich Mitarbeitende, die alle eines im
Blick haben: Gute Angebote für Kinder, für Jugendliche, für Erwachsene und Familien.
Das ist das Johannes-Busch-Haus, Vereinshaus, Kindertagesstätte, Jugendzentrum, Stadtteil-
haus, ein tolles Gelände mit Kapelle und Saal, mit Sportplatz und Mehrzweckhalle, mit Cafe-
teria und WohnRaum, mitten im Mauritzviertel, 15000 qm Grund und Boden, Eigentum des
CVJM Vereins.
Das sind die Familienhäuser für Flüchtlinge, Wohnraum für geflüchtete Familien, Ort unserer
Gastfreundschaft für die, die alles verloren haben, Eigentum unserer CVJM-Stiftung.
Das ist das Janusz-Korczak-Haus, Münsters erstes öffentliches Passiv -Energie-Haus, Familien-
zentrum, Kindertagesstätte mitten im Stadtteil Gremmendorf, in Trägerschaft unseres CVJM
seit 2001.
Das ist das Anne-Jakobi-Haus, Familienzentrum im Stadtteil Roxel, Kindertagesstätte und Ju-
gendzentrum, in Trägerschaft unseres CVJM seit 2006.
Das ist die Alte Mauritzschule, Kindertagesstätte als Übergangslösung, im 6. Jahr in Träger-
schaft unseres CVJM.
Das ist die Kita auf dem Dorn, Kindertagesstätte, in den Räumen einer ehemaligen Schule im
Stadtteil Roxel entstanden, seit fünf Jahren in Trägerschaft unseres CVJM.
Das ist das Klaras Kinderhaus, Kindertagesstätte, entstanden im Lebenszentrum ‚Klarastift‘, seit
2 Jahren in Trägerschaft unseres CVJM.
Das ist unsere Schulsozialarbeit an sechs Münsteraner Schulen,
Das ist unsere Jugendmusikarbeit TenSing in Münster Kinderhaus,
Das sind Ferienbetreuung, Freizeiten, Schulungen, Feste und Feiern.
Das ist bald ein neues Zentrum in Gremmendorf, an dem sich Kinder, Jugendliche, Erwachse-
ne und Familien begegnen, Gemeinschaft erfahren, CVJM erleben!?
Gemeinsam
Mit dem
finden sie...
...einen Träger, der langjährige Erfahrung in der Kinder – und
Jugendarbeit in Münster hat.
...einen Träger, der den Stadtteil kennt.
...einen Träger, der sich stets weiterentwickelt.
...einen Träger, der in Münster zuhause ist.
...einen Träger, der bereits viele vorhandene Kooperations –
und Netzwerkstrukturen in Gremmendorf besitzt.
...einen Träger, der bereits viele Angebote für Kinder, Jugend-
liche und Familien in Gremmendorf anbietet.
...einen Träger, der mit statt nur für die Kinder – und Jugendli-
chen arbeitet.
...einen Träger, der Erfahrung in der Quartiersentwicklung hat.
...einen Träger, der sofort starten kann.
...einen Träger, für den das neue Kinder– und
Jugendzentrum in Gremmendorf ein echtes
„Herzblutprojekt“ ist!
Partizipation
wird bei uns groß geschrieben…
bereits bei der Erstellung dieser IntressensBekundung
…, ist unser Arbeitstitel für die neue Einrichtung der Offe-
nen Kinder– und Jugendarbeit in der alten York-Kaserne.
…, war die Idee der Arbeitsgruppe, die an dieser
Bewerbung mitgearbeitet hat.
…, steht für die Entwicklung des neuen York-Quartiers.
…, steht für die Verbindung von Tradition und Innovation.
…, steht gleichermaßen für Action und Entspannung.
…, ist weltoffen, tolerant und aufgeschlossen.
…, steht für Vielfalt, Miteinander und Einzigartigkeit.
…, steht für Stärke, Kraft und Energie.
…, ist ein Ort voller Möglichkeiten, Träume und
Verwirklichungen.
…, war die Idee der Arbeitsgruppe, die an dieser
Wir haben gefunden!
Gerrit Diekmann & Tobias Niemann:
Kinder und Jugendzentrum Johan-
nes-Busch-Haus & Anne-Jakobi-Haus
Sabrina Löb & Jacky Diekmann:
Familienzentrum Janusz- Korczak
Haus in Gremmendorf
Marleen Rasch & Kathrin Mauel:
Anwohnerin in Gremmendorf, Kita
Klaras Kinderhaus/ Schulsozialarbeit
Kinder und Jugendliche aus
unserer Kinder – und Jugend-
arbeit im Janusz - Korczak
Haus in Gremmendorf sowie
aus unserer Schulsozialarbeit
in der Mathilde Anneke Ge-
samtschule in Mauritz
Haus
Anlage A
3631 Zeichen
Anlage A zur V/0350/2019 Kurzüberblick Die Verwaltung schlägt abschließend vor, dem Träger CVJM Münster e. V. die Trägerschaft für die Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit am Wiegandweg/ ehem. York Kaserne - in der Kombieinrichtung - "Kindertageseinrichtung und Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit unter einem Dach" zu übertragen. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Der Rat der Stadt Münster hat mit der Vorlage V/0925/2018 beschlossen, die Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit am Wiegandweg/ ehem. York Kaserne - in der Kombieinrichtung - "Kindertageseinrichtung und Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit unter einem Dach" zu errichten Die Trägerschaft übernimmt ein freier Träger der Jugendhilfe. Die Vergabe hierzu erfolgte über ein Ausschreibungsverfahren.“ Die Verwaltung schlägt abschließend vor, dem Träger CVJM e. V. die Trägerschaft für die Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit am Wiegandweg/ ehem. York Kaserne - in der Kombieinrichtung - "Kindertageseinrichtung und Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit unter einem Dach" zu übertragen. Die Stadt Münster greift die Aufgabe des „ § 11 SGB VIII Jugendarbeit“ Absatz 1, Satz 1: „Jungen Menschen sind die zur Förderung ihrer Entwicklung erforderlichen Angebote zur Verfügung zu stellen“, in der Produktgruppe 0602 „Kinder- und Jugendarbeit“ auf. In zwei Teilzielen verpflichtet sich die Stadt Münster eine bedarfsgerechte Anzahl an Einrichtun- gen der offenen Kinder- und Jugendarbeit vorzuhalten und sie mit entsprechenden Angebots- stunden für Kinder und Jugendliche auszustatten. Mit dem Erreichen dieser Werte werden die ISM Leitziele „Wir werden einer der führenden Bil- dungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungsstandorte in Europa“ und „Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwickeln“, forciert. Die Inbetriebnahme der Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit am Wiegandweg / ehem. York Kaserne - in der Kombieinrichtung – „Kindertageseinrichtung und Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit unter einem Dach“ ist ab Sommer 2020 vorgesehen. Mit diesem Beschluss wird vor Inbetriebnahme der Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit am Wiegandweg/ ehem. York Kaserne - in der Kombieinrichtung - "Kindertageseinrichtung und Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit unter einem Dach" ein Träger gefunden, sodass weitere Detailplanungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger und der Verwaltung getroffen werden können. Finanzierung: Einrichtung offene Kinder- und Jugendarbeit Produktgruppe: 0602 Kinder- und Jugendarbeit Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja Nein Auswirkungen auf den Finanzplan X Ja Nein Im beschlossenen Haushaltsplan 2019 enthalten? Ja X Nein Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? X Ja Nein Bereits veranschlagt? Ja X Nein Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig X überwiegend freiwillig vollständig freiwillig Gesetzliche Grundlagen: SGB VIII §11 und § 80 Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Inklusion/ Migration: Die Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie das Erreichen der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund im öffentlichen Raum sind wesentliche Integrati- onsaufgaben der Jugendhilfe und stellen einen Schwerpunkt in der pädagogischen Arbeit in den Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Münster dar.
Analge 3a_Bewerbungsunterlagen_CVJM
64992 Zeichen
Pädagogisches Konzept
+
Leistungsbeschreibung
27.03.2019
Das ist das Johannes-Busch-Haus, Vereinshaus, Kindertagesstätte, Ju-
gendzentrum, Stadtteilhaus, ein tolles Gelände mit Kapelle und Saal,
mit Sportplatz und Mehrzweckhalle, mit Cafeteria und WohnRaum, mit-
ten im Mauritzviertel, 15000 qm Grund und Boden, Eigentum des CVJM
Vereins.
Das sind die Familienhäuser für Flüchtlinge, Wohnraum für geflüchtete
Familien, Ort unserer Gastfreundschaft für die, die alles verloren haben,
Eigentum unserer CVJM-Stiftung.
Das ist das Janusz-Korczak-Haus, Münsters erstes öffentliches Passiv -
Energie-Haus, Familienzentrum, Kindertagesstätte mitten im Stadtteil
Gremmendorf, in Trägerschaft unseres CVJM seit 2001.
Das ist das Anne-Jakobi-Haus, Familienzentrum im Stadtteil Roxel, Kin-
dertagesstätte und Jugendzentrum, in Trägerschaft unseres CVJM seit
2006.
Das ist die Alte Mauritzschule, Kindertagesstätte als Übergangslösung,
im 6. Jahr in Trägerschaft unseres CVJM.
Das ist die Kita auf dem Dorn, Kindertagesstätte, in den Räumen einer
ehemaligen Schule im Stadtteil Roxel entstanden, seit fünf Jahren in
Trägerschaft unseres CVJM.
Das ist das Klaras Kinderhaus, Kindertagesstätte, entstanden im Lebens-
zentrum ‚Klarastift‘, seit 2 Jahren in Trägerschaft unseres CVJM.
Das ist unsere Schulsozialarbeit an sechs Münsteraner Schulen,
Das ist unsere Jugendmusikarbeit TenSing in Münster Kinderhaus,
Das sind Ferienbetreuung, Freizeiten, Schulungen, Feste und Feiern.
Das ist bald ein neues Zentrum in Gremmendorf, an dem sich Kinder,
Jugendliche, Erwachsene und Familien begegnen, Gemeinschaft er-
fahren, CVJM erleben!?
Alte Mauritzschule
Warendorferstr. 66
48145 Münster
Johannes-Busch-Haus
Merchkamp 23
48155 Münster
Janusz-Korczak-Haus
Zwi-Schulmann-Weg 25
48167 Münster
Klaras Kinderhaus
Andreas-Hofer-Str. 70
48145 Münster
Alte Mauritzschule
Warendorferstr. 66
48145 Münster
Familienhäuser Hiltrup
Böttcherstr. 3
48165 Münster
Kita Auf dem Dorn
Auf dem Dorn 14
48161 Münster
Anne-Jakobi-Haus
Im Seilhof 16
48161 Münster
Pädagogisches Konzept
+
Leistungsbeschreibung
Offene Kinder– und Jugendarbeit:
Mehr als nur Kicker spielen, Kinder
bespaßen, Cola verkaufen,…;
Unter der Prämisse: „Je klarer in der grundlegenden
Fachlichkeit, desto offenere Möglichkeiten in der
Praxis“, bieten wir zahlreiche wertvolle
(theoretische) Ansätze, die auf ebenso zahlreiche
(praktische) Herausforderungen hilfreiche Antwor-
ten geben können.
Das vorliegende Konzept soll dazu beitragen, die
zukünftige Arbeit in dem Kinder – und Jugendzent-
rum Gremmendorf durch grundlegende fachliche
Bezüge als professionell gelebte Praxis herauszuar-
beiten.
Hieraus ergibt sich eine lebensweltorientierte Hal-
tung, die vor allem das selbstaktive Subjekt in seiner
Persönlichkeitsentwicklung und Identitätsfindung
fokussiert.
Kinder und Jugendliche dazu ermächtigen und
befähigen, ihre Potenziale und Möglichkeiten zu
entdecken, zu lernen Bedürfnisse wahrzunehmen
und zu artikulieren sowie Verantwortung für sich
und für andere Menschen zu übernehmen, liegt
uns hierbei besonders am Herzen. Durch Beteili-
gung und Diskussion sowie durch selbstorganisiertes
Handeln können wir Kinder und Jugendliche hierbei
unterstützen sich zu einem mündigen Subjekt zu
entwickeln.
Wir stellen mit unseren Angeboten ideelle Räume
zur Verfügung, die sie nach ihren Interessen und
Bedarfen selbst gestalten können und in denen Kin-
der und Jugendliche mit sich selbst, wie auch mit
anderen in Interaktion treten können.
Das Zusprechen der eigenen Handlungsautonomie
ist für die selbstaktive Gestaltung ihrer Lebenswelt
hierbei elementar.
Dies braucht vor allem professionelle Beziehungsar-
beit, die Vertrauen aufbaut und einen nied-
rigschwelligen, wie gleichsam freiwilligen und
zwanglosen Zugang herstellt.
In einem partizipativen, offenen und lebensweltori-
entierten Prozess, der individuelle Bedarfe und Vo-
raussetzungen sowie eigene Ressourcen und Kom-
petenzen berücksichtigt, machen wir uns hierfür auf
den Weg...
Inhalt
1 Gesamteinrichtung
2 Leitprinzipien
3 Schwerpunkt:
Partizipation und
Selbstorganisation
4 Ziele und Zielgruppen
5 Selbstverständnis
6 Leistungsbereiche
7 Kooperationen
8 Öffentlichkeitsarbeit
9 Quallitätssicherung
und Quallitätsentwick-
lung
Geplante Einrichtung
Für die Angebote der offenen Kinder - und Ju-
gendarbeit ist folgendes pädagogisches Raum-
programm vorgesehen:
- und Jugendtreff = 48 qm
-Werkstatt = 27 qm
Der gesamte Gebäudeteil der offenen Kinder -
und Jugendarbeit umfasst inklusive Verkehrsflä-
chen und Sanitäranlagen rd. 261 qm.
Das Raumkonzept der Einrichtung der offenen
Kinder – und Jugendarbeit orientiert sich im Be-
sonderen am Bedarf der Kinder und Jugendli-
chen im Alter von 6- 20 Jahren.
Die beiden Besuchergruppen der Kombieinrich-
tung liegen im Sinne von Altersgruppenüber-
gängen nah beieinander, so dass sich wichtige
synergetische Effekte entwickeln können.
In Kooperation zwischen der Kita und der Kin-
der- und Jugendeinrichtung kann der Mehr-
zweckraum der Kita für pädagogische Angebo-
te der offenen Kinder- und Jugendarbeit mitge-
nutzt werden.
Stadtteilbeschreibung
Gremmendorf liegt im Südosten des Stadtgebie-
tes und hat derzeit knapp 12.000 Einwohner
(Stand 2016) Die Modellrechnung der Stadt
Münster für den Stadtteil Gremmendorf -West
prognostiziert für die Jahre 2020 bis 2030 für die
Altersgruppe der 6 - bis 20-Jährigen jedoch eine
stark steigende Bevölkerungsentwicklung. Auf
der Grundlage dieser Modellrechnung steigt die
Anzahl der Kinder und Jugendlichen in der Al-
tersgruppe der 6 - bis 20 -Jährigen im Stadtteil
Gremmendorf- West in beiden Varianten um
mehr als 1000 Kinder - und Jugendliche bis zum
Jahr 2030.
Stadtteil Variante Jahr Steigerung +
6- bis 20-
Jährigen
Gremmendorf-
West
0 2020- 2030 1089
Gremmendorf-
West
Plus 2020- 2030 1145
1. Gesamteinrichtung
Träger
Der CVJM (Christlicher Verein junger Menschen)
arbeitet als ökumenischer Verband auf der
Grundlage der christlichen Werte. Er ist im vor-
letzten Jahrhundert als eine Vereinigung junger
Männer entstanden. Heute steht die Mitglied-
schaft allen offen. Männer und Frauen, Jungen
und Mädchen aus allen Völkern, Konfessionen
und sozialen Schichten bilden eine Gemein-
schaft im weltweiten CVJM mit über 45 Mio. Mit-
gliedern.
Dieses Selbstverständnis bestimmt auch
das Leben und Arbeiten im CVJM Münster mit
seinen verschiedenen Arbeitszweigen, Gruppen
und Veranstaltungen.
CVJM Münster das ist ein e.V. (eingetragener
Verein), eine CVJM -Sozialwerk gGmbH
(gemeinnützige GmbH) und eine Stiftung für
Kinder, Jugendliche und Familien.
CVJM Münster, das sind viele ehrenamtlich, ne-
benamtlich und hauptamtlich Mitarbeitende,
die alle eines im Blick haben: Gute Angebote
für Kinder, für Jugendliche, für Erwachsene und
Familien.
CVJM Münster, das ist ein bunter Blumenstrauß:
Gruppenstunden für Kinder, Jugendliche und
junge Erwachsene, Freizeiten, Aktionen, Semi-
nare, Kindertagesstätten, Familienzentren und
Stadtteilhäuser, Schulsozialarbeit, Ferienbetreu-
ung, Familienhäuser für Flüchtlinge und päda-
gogische Angebote in Einrichtungen für Flücht-
linge.
B
esonders durch unsere beiden Kinder– und Ju-
gendzentren Johannes-Busch-Haus und Anne-
Jakobi-Haus haben wir bereits viel Erfahrung in
der offenen Kinder– und Jugendarbeit.
Stadtteil Variante Jahr Steigerung +
6- bis 20-
Jährigen
Gremmendorf-
West
0 2020- 2030 1089
Gremmendorf-
West
Plus 2020- 2030 1145
2. Leitprinzipien
Im Prozess der Persönlichkeitsentwicklung, Alltagsbildung und Kom-
petenzaneignung haben wir den Anspruch einer alltagsnahen Per-
spektive, deren zentrales Merkmal die Beziehungsarbeit ist.
Wir nehmen eine hilfreiche und wirksame Funktion für die Orientie-
rung junger Menschen auf ihrem Weg zur persönlichen Selbststän-
digkeit, Integration, sowie bei der Entwicklung ihrer Identität wahr.
Wir haben Stärkung der individuellen, sozialen und kulturellen Kom-
petenzen und somit die Erweiterung von Handlungsfähigkeit und
Handlungsermächtigung zum Ziel.
Wir ambitionierten die Einlösung von Interessen und Bedürfnissen, die
gesellschaftliche Teilhabe in sozialen Netzwerken sowie die Entwick-
lung zu selbstbestimmten, sozial verantwortlichen und engagierten
Individuen.
Wir können bei der Entwicklung eines stabilen Selbstbewusstseins und
bei der Übernahme von Gemeinschaftsverantwortung unterstützen
und zur Stärkung von Fähigkeiten zur Problembewältigung aktiv bei-
tragen.
Dabei orientieren wir uns an den sozialräumlichen Bedingungen und
Lebenswelten und zeigen Kindern und Jugendlichen die Nutzbarkeit
der vorhandenen Ressourcen für die eigene Entwicklung und Ver-
wirklichung auf.
Wir arrangieren Räume, in denen sich die jungen Menschen erpro-
ben und in denen sie soziale Lernerfahrungen machen können. Da-
bei akzeptieren, berücksichtigen und fördern wir deren individuelle
Verschiedenheit. Im Fokus stehen soziale Bindungen und die Fähig-
keiten, die benötigt werden, um sie zu knüpfen und zu pflegen.
Unsere Angebote als Schon - und als Experimentierfeld können die
Erprobung von Identitätsentwürfen, sowie die selbstreflexive und in-
teraktive Verständigung fördern. Hierdurch können wir erfahrbare
Erfahrungsräume zur Selbstorganisation und Reflexivität, zur freiwilli-
gen Partizipation und Mitbestimmung, sowie zur Entwicklung von En-
gagement und Verantwortung bereitstellen.
Wir nehmen als Sozialisationsinstanz das Mandat einer Advokaten-
funktion ein.
Wir stellen Kindern und Jugendlichen Möglichkeiten zur Verfügung,
ihre Freizeit zu gestalten. Wir bieten offene Angebote mit geselligem,
unterhaltsamem oder bildendem Charakter sowie Freiräume für sozi-
ale und kulturelle Aktivitäten der Kinder - und Jugendlichen selbst.
Durch transkulturelle Angebote können wir Diversität fördern.
Kinder und
Jugendliche als
aktive gestalten-
de Subjekte
Durch ihren offenen Charakter
kann sie so in diskursiven Prozes-
sen je nach Ausgangslage und
den damit verbundenen Bedürf-
nis-, Interessens - und Problemla-
gen der jeweiligen Zielgruppen
variable und flexible Angebote
entwickeln. Dies verlangt jedoch
stets einen
klaren und transpa-
renten fachlichen Rahmen ,
der die Grundlage für die inhaltli-
che Ausrichtung darstellt. Obers-
tes Ziel ist es hierbei Kinder und
Jugendliche nicht als defizitäre
Problemgruppen sozialtechnisch
zu disziplinieren, sondern sie viel-
mehr in ihren Potentialen und
Kompetenzen zu fördern sowie in
ihrer Selbstständigkeit zu unter-
stützen.
Hierbei ermöglichen wir Erfahrun-
gen, Erlebnisse und Bildung.
Als „Lebens - und Lernort“, der
auf das „gesamte Leben wirkt“,
begleiten wir junge Menschen in
ihrer Freizeit, in ihren Übergängen
zwischen verschiedenen Alters -
und Alltagssphären sowie in ihren
(Selbst)Bildungsprozessen. Durch
die Orientierung an den indivi-
duellen Bedürfnissen, Lebens-
lagen und Lebensbedingun-
gen der Kinder und Jugendli-
chen können wir professionelle
pädagogische Angebote er-
möglichen, welche präventiv,
partizipativ und integrativ fördern
sowie sozialraumnah und lebens-
weltorientiert unterstützen kön-
nen.
2. Leitprinzipien
Die Offene Kinder - und Jugendar-
beit im CVJM Münster versteht sich
als ein pädagogisches Sozialisati-
onsfeld, welches „Räume” als
Rückzugs-, Erfahrungs -, Entfaltungs
-, Aneignungs - und Bildungsmög-
lichkeiten für den Adressatenkreis
der Kinder und Jugendlichen be-
reit stellt und somit die Intention
der Freizeit - und Bildungsgestal-
tung verfolgt.
Hierbei wird das Ziel verfolgt,
begleitend Formen des selbst-
bestimmten und eigenverant-
wortlichen Handelns zu ermög-
lichen.
Dabei geht es also nicht um die
Ausführung von disziplinierenden
Maßnahmen oder der Initiierung
struktureller Lernziele, sondern viel-
mehr um die Festigung von Fähig-
keiten zur sozialen Integration und
Lebensführung sowie die Unterstüt-
zung der Persönlichkeitsentwick-
lung.
Nach den Grundprinzipien der
Freiwilligkeit, Niedrigschwelligkeit
und Offenheit, ambitioniert die OT
für alle Kinder und Jugendlichen
einen sozialraumnahen, barriere-
freien und neutral orientierten Rah-
men herzustellen, der auf ihre viel-
fältigen Zielgruppen und den dies-
bezüglichen subjektiven Bedürfnis-
sen bedarfsgerecht antworten
kann.
Unsere pädago-
gische Grundaus-
richtung:
Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit liegt uns sehr am Herzen. Sowohl
auf ökologischer, sozialer und ökonomischer
Ebene leben wir einen verantwortungsbewuss-
ten Umgang mit Ressourcen vor. Unsere Ange-
bote zielen somit auf die Förderung von Umwelt-
bewusstsein und Nachhaltigkeit ab. N
achhalti-
ge Entwicklung ist hierbei für uns ein ganzheitli-
ches Handlungskonzept, welches dezidiert auf
Zukunftsorientierung setzt. Wir motivieren und
mobilisieren und sind offen für neue und innova-
tive Ansätze. Wir bieten Möglichkeiten der Iden-
titätsstiftung durch Umwelt- und Nachhaltigkeits-
themen, fördern das Verantwortungsgefühl und
den Wunsch nach Fairness, stärken Alltagskom-
petenzen, aktivieren Gesundheitsprojekte, för-
dern zivilgesellschaftliches Engagement, schaf-
fen Freiräume und ermöglichen Raum für Multi-
plikatoren und Vorbilder.
Bildung
Wir gehen nicht von einem Bildungsverständnis
aus, das von gesellschaftlichen Anforderungen
abgeleittet wird, sondern vielmehr, das vor al-
lem die Entfaltung persönlicher Potentiale, eige-
ner Individualität und Identität und die spezifi-
sche „Auseinandersetzung mit und Aneignung
der Welt“ fokussiert.
Unsere Angebote können Kinder und Jugendli-
che im Prozess des Erwachsenwerdens beglei-
ten, sie bei einer für sie befriedigenden Lebens-
bewältigung unterstützen und ihre Kompeten-
zen zur Lösung von persönlichen und/oder sozia-
len Problemen fördern. Fern von formalen und
von Curricula geprägten Settings, steht das akti-
ve und selbstbestimmte Subjekt im Fokus, wel-
ches sich in einem freien Rahmen ohne Druck
und Sanktionen entwickeln und entfalten kann.
M
it der Fähigkeit zur Selbstbestimmung, zur Mit-
bestimmung und zur Solidarität stehen hierbei
die Subjekt-Werdung, die Selbstachtung, das
Selbstbewusstsein und die Selbstbestimmung im
Zentrum. Unsere Angebote setzen hiernach an
den Erfahrungen, Bedürfnissen und Interessen
unserer Gäste an und zielen darauf, sie zu einer
bewussteren Gestaltung ihrer Lebenspraxis zu
befähigen.
2. Leitprinzipien
Offenheit
Unsere Angebote sind offen für soziokulturelle
Veränderungen, für die verschiedenen Lebens-
lagen, Lebensstile und Lebensbedingungen von
jungen Menschen.
Offenheit heißt für uns Vielfalt in Bezug auf Ziel-
gruppen und eine flexible und unbürokratische
Bereitstellung der Hilfen. Gemeint ist Offenheit in
Bezug auf Angebote, Besucher_innen, Arbeits-
weisen und Ergebnisse. Wir orientieren uns an
den jeweiligen Interessen, Bedarfen und Res-
sourcen der Kinder und Jugendlichen und nicht
an starr geplanten Curricula. E
in Zugang, unab-
hängig von Geschlecht, sozialem Status, ethni-
scher oder religiöser Zugehörigkeit ist hierbei
elementar.
Wir stellen einen strukturellen Rahmen zur Verfü-
gung, der auf der Basis der individuellen Bedürf-
nisse junger Menschen, spontane, unverbindli-
che oder auch kontinuierlich gestaltete Ange-
bote in einem geschützten Raum ermöglichen
kann
.
Niederschwelligkeit & Freiwilligkeit
Um unsere Angebote nutzen zu können, sind weder
eine Mitgliedschaft, bestimmte Qualifikationen und
Fähigkeiten, oder Gebühren notwendig. Durch die-
se offene ungezwungene Umgebung kann leichter
Zugang zu jungen Menschen hergestellt werden. So
können sich Kontakte und Beziehungen leichter
entwickeln, die oftmals der Grundstein für eine
fachliche Begleitung oder Beratung sind.
U
nabhängig von der Lebenssituation junger Men-
schen, begegnen wir ihnen mit Achtung, Wert-
schätzung und einer transparenten Kommunikation.
Ferner ermöglichen wir einen Raum für eigene The-
menfindungen und Gestaltungen, der sich an den
jeweiligen Bedarfen und Interessen der Kinder und
Jugendlichen orientiert. Wir agieren nahe an den
Themen und Erwartungen unserer Besucher_innen,
damit diese die Angebote auch nutzen. Die Teil-
nahme an offenen Angeboten ist freiwillig, das
heißt, es besteht keine Verpflichtung zur Teilnahme.
Durch die Selbstbestimmung der Kinder und Ju-
gendlichen, ob und wie sie an den Angeboten teil-
nehmen, können in einem kooperativen Prozess
selbstaktive Ressourcen gefördert werden. Die da-
mit verbundenen Anliegen, Anregungen und Gele-
genheiten zu freiwilligem und niedrigschwelligem
Engagement, zu Mitwirkung und zur Beteiligung be-
reit zu stellen sind somit konstitutionelle Grundbedin-
gungen unserer Arbeit.
2. Leitprinzipien
Interkulturelle Bildung
Der offene Treff ist durch den hohen Anteil an
Kindern und Jugendlichen mit verschiedenen
Migrationsvorgeschichten multikulturell. D
urch
das Eingehen auf die Gemeinsamkeiten und
Unterschiede der verschiedenen Kulturen wird
den Kindern und Jugendlichen ein toleranter
und respektvoller Umgang ermöglicht. Dabei
soll die Haltung der Anerkennung und
Wertschätzung von Vielfalt die Grundlage des
Miteinanders sein.
Inklusion & Integration
Verstanden als zentrale Leitidee zur Barrierefrei-
heit und Überwindung von Exklusion und Dis-
kriminierung ist das Leben im Offenen Treff so
gestaltet, dass alle Besucher_innen
gleichberechtigt und barrierefrei an allen
Prozessen und Angeboten teilhaben können.
D
iese Angebote bieten wir unabhängig von
Nation, Kultur, Ethnie, Religion, Schicht, Spra-
che, Geschlecht, seelischer, emotionaler oder
körperlicher Verfassung an, sowie unabhängig
davon welche Unterstützung und Hilfe benötigt
wird.
2. Leitprinzipien
Gender Mainstreaming
In den Öffnungszeiten und Angeboten wird
speziell auf die Bedürfnisse der Geschlechter
eingegangen. Demgemäß wird die Planung
und Durchführung der Angebote auf die unter-
schiedlichen Interessen abgestimmt. D
abei wird
das Ziel verfolgt, die Kinder und Jugendlichen
zu befähigen, sich ihrer Geschlechterrolle be-
wusst zu werden und auf diese Weise sich selbst
zu begreifen und verstehen zu lernen, um
selbstbewusst handeln zu können. Unsere Mäd-
chen– bzw. Jungen -Jungschar sind praktische
Beispiele für geschlechtersensible Angebote im
geschützten Rahmen.
Abbau von Benachteiligungen
Die Angebote der Offenen Tür sind für alle Kinder
und Jugendlichen offen, unabhängig ihres Glau-
bens, ihrer Nationalität oder sozialen Herkunft. Die
Arbeit im CVJM Münster ist durch die Beziehung
von Menschen untereinander und das Handeln
von Respekt, Wertschätzung und Vertrauen ge-
prägt. Nach dieser Haltung der Anerkennung und
Wertschätzung gegenüber allen Menschen wird
die tägliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
gestaltet. Es wird eine Gemeinschaft vorgelebt,
die keinen ausschließt und diejenigen unterstützt,
die benachteiligt sind.
Die Arbeit richtet sich nach der Selbstverpflich-
tung des CVJM Münster aus, d.h. Kinder und Ju-
gendliche vor sexistischem, diskriminierendem,
rassistischem Verhalten und jeglicher Form von
Gewalt wie sexuellem Missbrauch und Formen
der Vernachlässigung zu schützen und entspre -
chend zu agieren. Dies bedeutet, präventiv zu
agieren und kompetente Hilfe aufzusuchen,
wenn gewaltsame Übergriffe, sexueller Miss-
brauch sowie Formen der Vernachlässigung ver-
mutet werden.
.
2. Leitprinzipien
Schwerpunkt: Partizipation und Selbstorganisation
Formen
Punktuelle und alltägliche For-
men der Beteiligung: z. B. regel-
mäßige Beteiligung an der Aus-
wahl von Musik - und Videopro-
grammen, regelmäßige Befra-
gungen nach Wünschen, Frage-
bögen, Ideenwände, Meckerkäs-
ten zur Sammlung von Ideen und
Vorschlägen. Methode: „Chef_in
für einen Tag“, offene Teamsit-
zungen, Streitschlich-
tung/Mediation
R
epräsentative Formen: Mitbestim-
mungsgremien oder Interessenver-
treter wie Hausrat, Gruppensprech-
errat, Altersstufenräte, Mädchen -
oder Jungenräte, Ausschüsse. Ar-
beitskreise, Expertenrat, Paten/
Mentoren, Stimmberechtigte Mit-
glieder des Vereins.
Offene Versammlungsformen: basis-
demokratische Auseinanderset-
zungsprozesse wie Hausversamm-
lungen oder Teilgruppen des Hau-
ses (Mädchenplenum, Jungen-
plenum, Altersstufenplenum. Hier
gilt: „Ein Mann/eine Frau – eine
Stimme“., offenes Forum für Diskussi-
on und Entscheidungen, neutrale
Leitung für Kommunikations - und
Entscheidungsprozess und Fairness-
regeln.
Projektorientierte Formen: Be-
schränkung auf Themen, Teilneh-
mer_innen und Durchführungszeit,
klares End - oder Produktziel: z. B.
Entwicklung von gemeinsamen
sozialen Regeln, Festlegung des
Programms oder von Programm-
details wie Disco, Ferien oder
Fahrten, Sonderaktionen, Umge-
staltung der Räume. Alle Projekt-
formen sehen vor, dass sich die
Kinder und Jugendlichen aktiv an
den Entscheidungen, aber eben-
so an der Handlungsumsetzung
der Entscheidung beteiligen.
M
edienorientierte Beteiligung: Ge-
staltung von öffentlichen Medien:
Herstellung einer jugendzentrums-
eigenen Öffentlichkeit. Foren eines
öffentlichen Diskurses: Die Besu-
cher_innen des Hauses sollen Ge-
legenheit haben, sich über die
gemeinsamen Anliegen und Ent-
scheidungen zu informieren, sich
eine Meinung zu bilden, Argumen-
te zu vertreten und Lösungen vor-
zuschlagen. Diese öffentliche Dis-
kurskultur ist eine wesentliche Vo-
raussetzung für das Fällen qualifi-
zierter Entscheidungen in repräsen-
tativen oder offenen Gremien: Es
können Hauszeitungen hergestellt,
Flugblätter produziert und Info-
wände gestaltet werden oder auf
einer Graffitiwand Diskussionen
geführt werden.
W
eitestgehende Bestimmungs-
macht: Demokratisches grundsätz-
liches Beteiligungs - und Einfluss-
recht: Ermöglichung von Beteili-
gung an grundsätzlichsten und
essenziellen Entscheidungen, die
für die Einrichtung von Bedeutung
sind. Es geht um die Beteiligung
von Kindern und Jugendlichen an
Personalentscheidungen, an der
Planung von Haushalten und Bud-
gets, an der Gestaltung der räum-
lich-architektonischen Infrastruktur
und an der Mitbestimmung über
Konzepte, Ziele und Zielgruppen.
Der umfassende Partizipationsan-
spruch eröffnet Teilnehmenden
weitestgehende Macht an der
Gestaltung des Hauses und volle
demokratische Beteiligung, anstatt
diese nur für Fachkräfte und Träger
zu reservieren.
Gelebte Partizipation:
Teenager stehen auf
der Bühne, inszenieren
eine eigene Show,
singen, tanzen, spie-
len Theater und ma-
chen Musik. Sie leben
Kreativität, Phantasie
und Lebenskraft auf
ihre Art aus. TEN SING
steht für "Teenager
singen" und stellt ein
umfassendes christli-
ches Jugendarbeits-
konzept innerhalb des
CVJM Münsters dar.
Auch hier arbeiten wir
bereits erfolgreich
nach dem 5C-Model.
Kinder und Jugendliche haben ihre eigene Meinung zu
Themen, die sie direkt betreffen, kennen ihre Umgebung
genau und sind Expert _innen in eigener Sache. Sie haben
viele Ideen und besondere Kompetenzen, eigene Stand-
punkte und Perspektiven, die sich von denen der Erwach-
senen unterscheiden: Sie betrachten die Welt aus ihrem
Blickwinkel, beschäftigen sich mit für Kinder und Jugendli-
che relevanten Themen und nehmen ihr Umfeld auf eine
ganz andere Weise wahr, als erwachsene Menschen. Oft
wissen sie selbst am besten, was gut für sie ist. Häufig wer-
den die Bedürfnisse, Wünsche und Ideen der Kinder und
Jugendlichen von den Erwachsenen jedoch überhört und
übergangen. – sie würden zu wenig wissen und lernen
müssen, wie die „Welt“ funktioniert…
Wir sind jedoch davon überzeugt: Es lohnt sich, ihnen zuzu-
hören, sie selbst gestalten zu lassen und sie „als Ex-
pert_innen in eigener Sache“ in allen Bereichen, die sie
betreffen, umfassend zu beteiligen! Partizipation als Kon-
zept ermöglicht es Kindern und Jugendlichen sich einzu-
bringen, Verantwortung zu übernehmen, mit Konflikten
umzugehen sowie Kompromisse auszuhandeln, selbstbe-
stimmt zu agieren und zu eigenständigen und verantwor-
tungsbewussten Persönlichkeiten zu werden. Die Beteili-
gung aller Personen ist in diesem Sinne ein wesentlicher
Bestandteil lebendiger Demokratie. Auf ihre kreativen
Ideen und Vorschläge zu verzichten, wäre hier ein großer
Planungsfehler:
Schwerpunkt: Partizipation und Selbstorganisation
„Nur wenn Freiheit eröffnet wird, kann man lernen, mit ihr umzugehen“
Kinder und Jugendliche werden daher im Rahmen des
Offenen Treffs dazu ermächtigt und befähigt, ihre Potenzi-
ale und Möglichkeiten zu entdecken, zu lernen Bedürfnis-
se wahrzunehmen und zu artikulieren sowie Verantwor-
tung für sich und für andere Menschen zu übernehmen.
Wir stellen hierfür ideelle Räume zur Verfügung, die sie
nach ihren Interessen und Bedarfen selbst gestalten kön-
nen und in denen sie mit sich selbst, wie auch mit ande-
ren in Interaktion treten können. Mit dem Ziel der Mündig-
keit der Gäste befähigen wir Kinder und Jugendliche da-
zu, ihr Leben aktiv, kompetent und selbstbestimmt zu füh-
ren. Hierfür bieten wir Freiräume, in denen sie sich eigen-
ständig und selbsttätig mit der sozialen, kulturellen und
natürlichen Umwelt auseinandersetzen. Durch die Vermitt-
lung sozialer Kompetenzen kann der Offene Treff also da-
zu befähigen, dass sich Kinder und Jugendliche als akti-
ven Handelnden selbständig und verantwortungsbewusst
in ihrer eigenen Lebenswelt erleben. So kann die OT als
ein Ort verstanden werden, in welchem sich Kinder und
Jugendliche ihren eigenen Fragen, Erfahrungen und Ent-
wicklungsaufgaben widmen können. Durch diesen Per-
spektivwechsel wandelt sich die Annahme von dem pä-
dagogischen Betreuer bzw. Betreuerin als bestimmendes
Monopol, welches definiert, wie die individuellen Bildungs-
prozesse verlaufen müssen, zu einer Anerkennung der
Gäste als aktive Subjekte ihres eigenen Bildungs - und Ent-
wicklungsprozesses.
Wir arbeiten nach dem 5 C Modell
Culture: Wir sind bunt, unterschiedlichste kulturelle Ausdrucks-
formen fließen ein
Creativity: Wir bieten Platz für Ideen und Kreativität und sind
offen für Neues
Competence: Bei uns können sich Kinder und Jugendliche
ausprobieren, finden ihre Talente und entwickeln soziale und fachli-
che Kompetenzen
Care: Kinder und Jugendliche achten aufeinander, sind fürei-
nander da und Freundschaften entstehen
Community: Kinder und Jugendliche finden bei uns unab-
hängig von Geschlecht, sozialem Status, ethnischer oder religiöser
Zugehörigkeit eine Gemeinschaft. Wir begleiten, fördern, stärken
und geben Raum, persönliche Fähigkeiten zu entfalten.
Prozessstandards: Bezeichnen die pädagogischen Handlungsregeln, Arbeitsprinzi-
pien und Haltungen vom partizipatorischem Handeln
Anerkennung: wird realisiert in Form von vertrauten sicheren Beziehungen,
demokratischen Rechten und Solidarität für die jeweiligen Lebensformen und
Leistungen, die Einzelne und ihre Gruppen einbringen können.
Freiwilligkeit: Unter Zwang kann keine demokratische Selbst - und Mitbestim-
mung geleistet werden.
Gleichheit und Differenz: Gewährleistung der Einzelnen und Gruppen im Mit-
gestaltungsprozess und andererseits das Recht auf Unterschiedlichkeit und
die Wertschätzung von Differenz. Denn, „Gleichheit ohne Differenz ist Gleich-
schaltung und Differenz ohne Gleichheit ist Hierarchie“
Offenheit und Konfliktfreundlichkeit: Partizipation muss offen sein für die unter-
schiedlichsten Themen, Wünsche, Bedürfnisse und Interessen, auch wenn sie
auf Anhieb den Vorstellungen der Mitarbeiter_innen nicht oder wenig ent-
sprechen.
Artikulation: Es geht darum, unseren Gästen mit verschiedenen Methoden
und Medien möglich zu machen, ihre „Stimme“ zu erheben und somit Teil
eines demokratischen Prozesses zu sein.
Positions- und Interessenpräzisierung: Im Prozess der Auseinandersetzung mit
Argumenten und Positionen kann sich die eigene Position stärken oder auch
wandeln. Wir unterstützen bei der Klärung und Präzisierung von diffusen Vor-
stellungen
Argumentation: Mit Unterstützung können Kinder und Jugendliche lernen das
„warum, wozu, weshalb“ sprachlich zu formulieren.
Perspektivenverschränkung: Hineinversetzen in die Position des Gegenübers,
um in Gemeinschaft nach gemeinsamen Lösungen zu suchen.
Symmetrische Kommunikation: Dieser Standard fragt danach, wie es möglich
ist, dass die Beteiligten „auf gleicher Augenhöhe“ miteinander verhandeln.
Vervielfältigung der Möglichkeiten: Entwicklung unterschiedlicher Lösungsal-
ternativen.
Prozessoffenheit/Revidierbarkeit von Entscheidungen: Nur wenn offen ist, wel-
che Lösung es gibt, findet echte Selbst und Mitbestimmung statt.
Advokatorische Schutz- und Grenzsetzung: Gewährleistung, dass nicht die
Selbstentfaltungsrechte von Einzelnen oder Gruppen eingeschränkt werden.
Verantwortungsübernahme: Demokratie lernt man nur, indem sie echt zuge-
mutet wird.
Im Folgenden werden Grundstandards von Parti-
zipation in der Offenen Jugendarbeit beschrie-
ben. Sie lassen sich folgern aus den Ansprüchen
an eine öffentliche gemeinsame und demokrati-
sche Selbst- und Mitbestimmung.
Ergebnisstandards:
Der Zustand, den wir in unserer Einrichtung an-
streben, ist die Befähigung und Unterstützung
von Kindern und Jugendlichen bei der Einübung
von Fähigkeiten demokratischer Selbstbestim-
mung und Mitverantwortung. Bei der prakti-
schen Arbeit muss dieses allgemeine W
irkungsziel
auf die konkreten vorhandenen Kompetenzen
und Bedingungen der Zielgruppen übersetzt
werden.
Strukturstandards:
- Rechte
- Öffentlichkeit
- Information
- Dokumentation und Publikation
- Ressourcen/Unterstützung
- Zeitstruktur
- Entscheidungsvarianten
- Evaluation/Reflexion
Standards
Dabei müssen auch konkretisierte Wirkungsziele
gefunden werden, ebenso wie Handlungsziele,
die beschreiben, mit welchen Arbeitsweisen die
Ziele erreicht werden sollen (z.B. Operationali-
siertes Wirkungsziel: „Kinder und Jugendliche sind
fähig, Vorstellungen zu entwickeln, diese zu ver-
treten und sich für die Umsetzung einzusetzen.“
Handlungsziel: „Die Mitarbeiter_nnen fördern die
Entwicklung eigener Vorstellungen von Kindern
und Jugendlichen. Es gibt Räume, um eigene
Vorstellungen ausprobieren zu können. Die Besu-
cher_nnen werden für Interessenvertretung qua-
lifiziert. Es gibt Foren, in denen partnerschaftlich
Vorstellungen vertreten werden können. Besu-
cher_nnen beteiligen sich an der Programmpla-
nung.“
1. Entstehung:
Es bedarf Sensibilität und Offenheit,
eine Art Suchperspektive, die wahr-
nimmt, wo sich im alltäglichen Han-
deln und in der Artikulation von
Besucher_innen relevante Interes-
sen und Themen äußern.
M
ethoden: Interessen -Scan mit
Hilfe eines Wahrnehmungsrasters,
Ästhetische Reflektion und Gestal-
tung, Interesse wecken durch
„Pro-vokare = hervor -rufen!“, Ano-
nyme Meldungen wie Meckerkas-
ten, Eddingwand, Diskussionswän-
de, anonyme Fragebögen, Befra-
gungen/Themensammlungen wie
persönliche Interviews öffentliche
Befragungen, Themensammlungen
für Hausrat oder Hausversammlun-
gen, „König_in der Woche“,
„Minikonfliktauswertung“,
„Konfliktmediation“
Phasen
2. Problem- bzw. /Interessenklä-
rung:
Präzise Klärung des Interesses, in-
dem deutlich wird, wer was genau
will und braucht, und was genau
das eigentliche Interesse ist.
Methoden: Aktives Zuhören, „Was
wäre wenn ...?“, „Du willst doch
lieber ...“ (Hypothesenbildung),
„Ideen - Prüfungs - Trichter“
(Diskussion der Interessen/ Ideen),
„Goodies and Badies“, ...und da-
hinter steckt…: die Babuschka -
Methode“, „Mindmap“
3. Planung des Einstiegs
Man muss feststellen, wen die Idee
angeht, mit wem sie umgesetzt
werden muss, was dazu nötig ist
und besonders muss geklärt wer-
den, wie man die Idee öffentlich
kommunizieren will und wie sie be-
gründet werden soll.
4
. Öffentliche Artikulation
Öffentliche gemeinsame Verhand-
lung, Aushandlung, Aufforderung zu
reagieren. Methodisch sollte sie die
jugendkulturellen Vorlieben und Stile
der Einbringer_innen aufnehmen; sie
sollte in deren Sprach - und Kommuni-
kationsstil verfasst sein, positiv und kon-
struktiv formuliert sein, zu einem ge-
meinsamen Verständigungsprozess
einladen z.B. durch schriftliche Einga-
be, Poster und Positionswandzeitun-
gen, kurze Videobeiträge, persönliche
Ansprache.
5. Verhandlung und Verständigung
Erläuterung der Positionen und Ar-
gumente, Klärung der Hintergrün-
de, Motive, Bedürfnisse, Informati-
on und Sachfragen. Mögliche
Handlungs- und Entscheidungsal-
ternativen können entwickelt und
geprüft werden. Die Arbeitsweisen
ergeben sich aus den behandel-
ten Inhalten ebenso wie aus den
Kommunikations- und Verhand-
lungsfähigkeiten der Beteiligten in
den unterschiedlichen Treffen, Sit-
zungen und Gesprächen.
6
. Lösungen/Entscheidungen
Präzisierung der Lösungsvorschlä-
ge, so dass alle Beteiligten wissen,
um was es bei einer Entscheidung
geht.
Gilt das Konsensprinzip oder
das Mehrheitsprinzip? Was ge-
schieht mit verbleibendem Dissens
und möglichen Minderheiten?
Gibt es eine Kompromisslösung
oder möglicherweise Vetos ?: Ver-
mittlung von Klarheit von Folgen,
die mit der Entscheidung verbun-
den sind, Handlungskonsequen-
zen, Rollen und Aufgaben für die
Umsetzung müssen verteilt wer-
den.
7. Umsetzung
Mit dieser Phase wird die Entscheidung
in die Realisierung überführt. Möglicher-
weise müssen Wege gefunden wer-
den, wie die Entscheidung an andere
kommuniziert werden kann, die nicht
direkt an der Verhandlung beteiligt
waren.
8
. Auswertung des Prozesses
In dieser Phase klärt man, ob alle
Beteiligten mit dem Partizipations-
prozess zufrieden waren, welche
Kritiken und Probleme übrig geblie-
ben sind, und man überlegt, wie
diese möglicherweise angegan-
gen werden können. Man versucht
aus dem Prozess zu lernen und Fol-
gerungen für zukünftige Verhand-
lungen zu ziehen.
9
. Reflexion der Umsetzung und
Revision
Wurden die Interessen erfüllt, ha-
ben die gemeinsamen Problemlö-
sungen gegriffen; funktionieren die
vereinbarten Regeln; kamen alle
Beteiligten zu ihrem Recht? Metho-
disch können hier die unterschiedli-
chen Methoden der Auswertung,
Rückmeldung, des Feedbacks und
der Reflexion angewandt werden.
1 2 3 4 5 6 7 8 9
Praxisbeispiel: Durchführung eines Barcamps als partizipatives Veranstaltungsformat
Oberthema: Ideenwerkstatt: Wir bauen ein neues Kinder– und Jugendzentrum
Plenum : Ideen und Berei-
che werden von Tu-
tor_innen vorgestellt
Tutor_innen: Kinder und
Jugendliche aus der
Vorbereitungsgruppe
Teilnehmende: Offene
Einladung an alle Kin-
der und Jugendliche
aus Gremmendorf
Organisatorisch, Kulinarisch, Medial, Körperlich, Geistlich, Technisch, Kulturell, Kreativ, Care, Nachhaltig
Mögliche Themenworkshops (sog. Sessions) , die gemeinsam mit den Tutor_innen moderiert werden:
Das hohe Potenzial an Selbstwirksamkeit und das große Maß an Beteiligung sind die entschei-
denden Chancen der Veranstaltung. Hier können Kinder und Jugendliche selbst gestalten,
sich austauschen und voneinander lernen.
Pausen Essen
Sport Spiel
Plenum : Vorstellung der
Ergebnisse & offener Aus-
tausch
Einladung
an die Eltern
Nach dem Barcamp: Initiierung von regelmäßigen Arbeitsgruppen, die sich bis zum Start der
Einrichtung treffen: Gemeinschaft erleben, Angebote planen, Eröffnung vorbereiten
Workshoparbeit
Ob ein Kreativworkshop zur Gestaltung von Leinwänden für
die neue Einrichtung, Planung von möglichen Spiel– und
Sportangeboten, den Aufbau eines social Media Teams,
oder eine Gruppe die konkret das Wohl der Besucher_innen
verfolgt…. So vielfältig die unterschiedlichen Bedarfe und
Voraussetzungen der Kinder und Jugendlichen, so unter-
schiedlich die inhaltliche Ausgestaltung und methodische
Bearbeitung der Sessions
Einladungenen
städtische
Vertreter_innen
Wir laden Ein zur Ideenwerkstatt
Praxisbeispiel: Durchführung eines Barcamps als partizipatives Veranstaltungsformat
Sommer 2019: Es steht fest, der CVJM
Münster wird der Träger der neuen Kinder–
und Jugendeinrichtung in der ehemaligen
Yorkkaserne: Die Mühen haben sich ge-
lohnt! New York der vorläufige Arbeitstitel,
Partizipation als Arbeitsschwerpunkt: Jetzt
noch ein Jahr warten, bis es endlich los
geht? Nicht bei dem CVJM Münster!
Wir leben Partizipation und Selbstorganisa-
tion auch schon vor dem eigentlichen
Start der Einrichtung. Dank unserer bisheri-
gen Arbeit in Gremmendorf besteht be-
reits zu vielen Kindern und Jugendlichen
Kontakt, doch natürlich sollen auch neue
potentielle Besucher_innen angesprochen
werden. Wir laden ein zum Barcamp, wel-
ches im Vorfeld mit einigen Kindern und
Jugendlichen vorbereitet wird.
B
arcamp:
ist eine gute Möglichkeit, auf Augenhö-
he Ideen und Erfahrungen auszutau-
schen, Kontakte zu knüpfen und in kre-
ativer Atmosphäre echte Beteiligung zu
erleben.
Ist basisdemokratisch organisiert und
ergebnisoffen.
Teilnehmende sind gleichzeitig Teilge-
bende
Die Teilnehmenden schlagen Inhalte
vor, entscheiden über diese, sind für
die Durchführung und Dokumentation
(mit-)verantwortlich.
ist unter Einsatz digitaler Medien auch
für die Außenwelt erreichbar
Barcamp
AM Samstag, den 29.06.2019 im
Organisatorisch, Kulinarisch, Medial, Körperlich, Geistlich, Technisch, Kulturell, Kreativ, Care, Nachhaltig
Mögliche Themenworkshops (sog. Sessions) , die gemeinsam mit den Tutor_innen moderiert werden:
Kinder und
Jugendliche
Durch die vielfältigen Bewohner_innen von Gremmendorf
entsteht eine Gemeinschaft verschiedener Kulturen. Diese
Tatsache soll den Kindern und Jugendlichen bewusst und
durch Projektarbeiten vertraut gemacht werden. Darüber
hinaus wird über eine mit Unterstützung der Kinder und
Jugendlichen geplanten Angebotsvielfalt die Selbstbil-
dung der Kinder und Jugendlichen angeregt. Verschie-
dene Aktivitäten, geplante Angebote und spontane
Spiele sollen die Kinder und Jugendlichen anregen, sich
mit unterschiedlichen Dingen auseinanderzusetzen. Ziel
dieser Angebote ist neben einer sinnvollen Freizeitgestal-
tung und dem Bildungscharakter auch die Förderung der
Eigenverantwortlichkeit, des Selbstbewusstseins und der
Selbstverwirklichung durch Mitgestaltung. Die Kinder und
Jugendlichen sollen dadurch ein hohes Selbstwertgefühl
mit ausgeprägten Handlungs - und Sozialkompetenzen
entwickeln.
Neben den vielen Angeboten wollen die Mitarbei-
ter_innen für die Kinder und Jugendlichen in der Rolle als
Bezugsperson auch Ansprechpartner_in sein. Individuell
wird sich mit den Lebenswelten der Kinder und Jugendli-
chen auseinandergesetzt. Präventive Angebote sollen
die Kinder und Jugendlichen schützen und stärken.
In der alltäglichen Arbeit werden die Kompetenzen von
Kindern und Jugendlichen gefördert. Hierzu zählt z.B. die
Förderung von Kontakt -, Gemeinschafts - und Konfliktfä-
higkeit. Ebenso werden Kompetenzen wie Toleranz, Wert-
schätzung, Solidarität, Kompromissbereitschaft und Ver-
ständnis durch die Begegnung mit anderen Kindern und
Jugendlichen vermittelt. Insofern wird die Auseinanderset-
zung mit kulturell konformen und divergierenden Werten,
Haltungen und Lebenswelten gewährleistet. Durch ver-
schiedene Angebote haben Kinder und Jugendliche die
Möglichkeit, ihre Bedürfnisse, Stärken und Interessen wahr-
zunehmen, kennenzulernen und ggfs. reflektierend zu mo-
difizieren
Durch unser Familienzentrum in Gremmendorf haben wir
hinzukommend nicht nur bereits Erfahrung in der Kinder –
und Jugendarbeit vor Ort, sondern haben zudem auch
bereits eine Vielzahl an Kooperationspartnern (z.B. die
Idaschule). Hieran kann angeknüpft werden und ein star-
kes Netzwerk aus unterschiedlichen Partnern aufgebaut
werden.
„ein zweites
Wohnzimmer
in meinem
Viertel“
„ Ein Haus wo mir
wirklich geholfen
wird, wenn ich
mal richtig stress
…,Ein Haus, in
dem wir schon
heute an die Welt
von morgen den-
3. Ziele und Zielgruppen
Ziel unserer Arbeit wird es sein, Kindern und Jugendlichen
aus Gremmendorf zahlreiche Möglichkeiten zu bieten,
sich und ihre Umwelt zu erfahren und sie bei der Bewälti-
gung ihres Lebensalltages in ihren unterschiedlichen Le-
benswelten zu unterstützen.
Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen liegt uns
hierbei besonders am Herzen. Wir möchten ein neues
Zentrum schaffen, in dem sich Kinder und Jugendliche
wohl fühlen. Als Schutzraum möchten wir Räume eröff-
nen, in denen unsere Gäste partizipativ Selbstorganisati-
on und die Chancen von Demokratie und Mitbestim-
mung erfahren.
Hierfür sehen wir uns in der Verantwortung nicht nur in der
Einrichtung selbst, sondern auch im Sozialraum als Partner
und Unterstützer gesehen zu werden.
Wir setzen uns dabei zum Ziel, christliche Werte vorzule-
ben und mit den Kindern und Jugendlichen gemeinsam
tolerant und verständnisvoll gegenüber anderen Men-
schen zu sein. Die Kinder und Jugendlichen sollen die
Optionen haben, sich sowohl mit den alltäglich vorgeleb-
ten Werten als auch durch Angebote und Gespräche
konkret mit dem christlichen Glauben auseinanderzuset-
zen. Vor allem für Jugendliche ist es in der Phase der
Identitätsfindung und des Erwachsenwerdens wichtig,
sich mit Werten, Haltungen und Lebenseinstellungen aus-
einandersetzen zu können.
„Ein Haus
Voller Abenteuer,
Angebote und Ac-
„Ein Haus für
klein und groß“
„Ein Haus,
an dem ich
mit bauen
kann“ „fun in
den Ferien“
„eine Gemein-
schaft, die mich
akzeptiert wie ich
Die Offene Tür in Gremmendorf hat zum Ziel Kinder sowie Jugendliche gleichermaßen
als Zielgruppe zu definieren: Es sollen gemeinsame Erlebnisse und Erfahrungen aber
auch Schutzräume für die einzelnen Altersgruppen geschaffen werden.
4. SELBSTVERSTÄNDNIS
Ehrenamt
Ehrenamt ist zentraler Bestandteil der CVJM Arbeit. Der
Verein wird von einem ehrenamtlichen Vorstand und Mi-
tarbeiterkreis getragen (in diesem sind beispielsweise
auch Kinder— und Jugendliche). Die Förderung des Eh-
renamtes gehört zur Arbeit. Die ehrenamtlichen Mi-
tarbeitene werden geschult, begleitet und in der
persönlichen Entwicklung gefördert. Ehrenamtliche kön-
nen sich während der Öffnungszeiten des offenen Treffs
engagieren, bei Ferienfreizeiten und verschiedenen Ak-
tionen. Einmal im Monat findet der Mitarbeiterkreis statt,
zu dem alle Ehrenamtlichen eingeladen sind, um am
Geschehen und dem Austausch im CVJM teilnehmen zu
können. Als Dank für das Engagement werden Aktionen
und Angebote veranstaltet wie z.B. ein Dankesgrillen.
Bildungsverständnis
Unser gesamtes Angebot ist durch formelle und
informelle Bildung gekennzeichnet. Insofern
werden neben offenen Angeboten explizit Ange-
bote in Kursform und feststehende vorbereitete An-
gebote offeriert. Grundsätzlich soll es ermöglicht
werden, durch gezielte Anreize und die Bereitstel-
lung von Möglichkeiten bzw. Materialien, den
Selbstbildungsprozess der Kinder und Jugendlichen
zu unterstützen. Die Planung und Gestaltung der An-
gebote orientiert sich dementsprechend an den
Bedürfnissen und Interessen der Kinder und Jugend-
lichen und zielt auf ein umfassendes be-
darfsgerechtes Angebot, um den verschiedenen
Interessen und Bedürfnissen der jeweiligen Al-
tersgruppen gerecht zu werden. Der offene Treff ver-
steht sich somit als Bildungsort im Ganzen, an dem
sowohl informelle als auch formelle Bildung die Kind-
er und Jugendlichen in ihrer Entwicklung fördert.
4. SELBSTVERSTÄNDNIS
Verantwortung für den Sozialraum
Die Mitarbeiter_innen der Einrichtung übernehmen
Verantwortung für den Sozialraum. Sie sind auf-
merksam für die Kinder und Jugendlichen im Stadtteil,
dies wird durch die Zusammenarbeit mit den Schu-
len und den Austausch im Arbeitskreis unterstützt.
Auch die Anwohner_innen sollen in den Mi-
tarbeiter_innen Ansprechpartner finden, die sie in
ihren Interessen unterstützen und die im Stadtteil als
Fürsprecher dienen. Die Angebote werden auf die
Bedarfe unserer Besucher_innen abgestimmt und
sind lebensweltorientiert und unabhängig jegli-
cher sozialen Herkunft ausgerichtet.
Wir unterstüzen den Aufbau des neuen Quartiers
als Begleiter_in und Berater_in und möchten mit
den Angeobten unserer Einrichtung dazu beitra-
gen, dass zwischen unseren Gästen und Na-
chbarn ein harmonisches Miteinander gelebt wird.
Offenheit und Vielfalt der Ange-
bote
Das Prinzip der Offenheit liegt der Arbeit zugrunde.
Unser Haus wird offen für unterschiedliche Kulturen,
Konfessionen, politisch neutral und offen für die
verschiedenen Lebenslagen, Lebensstile und Lebens-
bedingungen von jungen Menschen. Viele Angebote
zeichnen sich durch ihre Offenheit und die Möglich-
keit zur unverbindlichen Teilnahme aus. Glei-
chermaßen ist es wichtig, die Kinder und Jugend-
lichen zu verbindlichen Gruppenangeboten ein-
zuladen, in denen sie Gruppenprozesse erleben
und wichtige soziale Fähigkeiten erlernen können.
Angebote aus anderen Bereichen erweitern den
Schwerpunkt Sport und Spiel und ermöglichen den
Kindern und Jugendlichen, unterschiedlichen Inter-
essen nachzugehen.
Ergibt sich aus den Angebotsstunden und
Jahresöffnungswochen
Spiel– und Sportangebote , Koch- und Backangebote
Themenspezifische Angebote und Projekte, die in Gruppen ge-
plant und durchgeführt werden
Diskussionsrunden und Andachten als Angebot zur persönlichen
Auseinandersetzung mit Glauben und Werten
Mitarbeiterschulungen
Ferienbetreuung für Grundschulkinder im offenen Ganztag
Jährliche Durchführung einer Kinder -, einer Jugend - und einer
Familienfreizeit sowie einer Fahrt nach Taizé (ökumenische inter-
nationale Gemeinschaft, Ort für Begegnungen und geistliche
Entwicklung/ Erfahrungen) auf Vereinsebene
Durchgängig während des offenen Treffs
(Aktionsnachmittage, z.B. Fußballturnier)
Gespräche im Rahmen und außerhalb der Zeiten des offenen
Treffs möglich
Regelmäßig stattfindende Gruppen für Jungen und Mädchen
(Mädchenjungshar/ Jungenjungshar)
Begegnung und Kommunikation
Angebote der Kinder- und Ju-
gendbildung
Angebote in den Schulferien/in
der Freizeit
Angebote in Sport und Spiel
Beratungsangebote
Geschlechtsspezifische Angebote
Inhalte Angebotsform
Im CVJM treffen sich Kinder, Jugendliche, junge und ältere Erwachsene. Begegnung und Kom-
munikation gehen mit unserer täglichen Arbeit einher. Neben den Angeboten bieten wir Zeit
und Raum für Gespräche und Begegnung unter den Kindern und Jugendlichen und den Mitar-
beiter_innen. Ihnen bieten sich Möglichkeiten der Begegnung und Auseinandersetzung mit Men-
schen unterschiedlicher sozialer, ethnischer, kultureller und religiöser Hintergründe. Sie können
ihre Dialogfähigkeit stärken, Überzeugungen gewinnen und diese vertreten.
Grundsätzlich besteht der Anspruch an Bildungsprozessen in der Selbstbildung der Kinder und Ju-
gendlichen. Demzufolge sind bestimmte Angebote, gezielt vorbereitet und sollen die Kinder und
Jugendlichen in ihrem Selbstbildungsprozess unterstützen. Die Kinder und Jugendlichen erhalten
die Möglichkeit, sich mit christlichen Werten und Standpunkten auseinanderzusetzen und zu ei-
ner Mündigkeit zu gelangen, die eigene Werte und Standpunkte vertreten kann. Der offene Treff
versteht sich als Bildungsort im Ganzen, an dem sowohl informelle als auch formelle Bildung ge-
schieht.
Die Kinder und Jugendlichen sollen auch in den Ferien die Möglichkeit haben, Angebote in An-
spruch zu nehmen und ihre Freizeit gestalten zu können.
Neben der Ferienbetreuung für GrundschülerInnen, die im Rahmen der Ganztagbetreuung an-
geboten wird, werden in Kooperationen mit den anderen Einrichtungen des CVJM Münster Frei-
zeiten und Projekte in den Ferien durchgeführt.
Die Spiel- und Sportangebote sind für die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit, einen Aus-
gleich zum Schulalltag zu finden. Die Bereitschaft zur und Freude an Sport und Bewegung sollen
gefördert werden und so zum Wohlbefinden der Kinder und Jugendlichen beitragen.
Die Kinder und Jugendlichen jeglichen Alters können sich mit ihren Problemen an die Mitarbei-
ter_innen wenden. Dies beinhaltet individuelle, lebenswelt-, schul- und arbeitsweltbezogene Fra-
gen. Während der Öffnungszeiten des offenen Treffs besteht jederzeit die Möglichkeit, die Mitar-
beiter_innen anzusprechen, Dinge mit ihnen zu besprechen oder einen Termin zu vereinbaren
um gemeinsam Lösungswege zu suchen und Unterstützung zu finden.
Die Kinder und Jugendlichen sollen befähigt werden, sich ihrer Geschlechterrolle bewusst zu
werden und auf diese Weise sich selbst zu begreifen und verstehen zu lernen, um selbstbewusst
handeln zu können.
5 Leistungsbereiche
Verständnis Inhalte
Inhalte
Ausrichtung der Angebote auf die unterschiedlichen Bedürfnisse
der Kinder und Jugendlichen
Angebote, die gemeinsames Erleben durch unterschiedliche Zu-
gangswege ermöglichen
Barrierefreier Zugang zu unseren Angeboten
Direktes Aufgreifen von aufkommenden interkulturellen Themen,
Regelmäßige Projekte zu interkulturellen Themen, Toleranz und
Akzeptanz, Zusammenarbeit mit Flüchtlingseinrichtungen
Regelmäßige Bastel-/ Kreativ-/ Werkangebote und -Aktionen
Besuch von Museen im Rahmen der Ferienbetreuung
Projekt- und themenorientiertes Arbeiten im Rahmen der Ferien-
betreuung
Kulturelle Ausflüge vor allem auf Ferienfreizeiten
Regelmäßige Workshops zu medienpädagogischen Themen
Thematisieren des Umgangs mit Medien in der alltäglichen Arbeit
Gesprächsbereit für Anliegen der Bürgerinnen und Bürger im
Stadtteil
Nachbarschaftsbeirat
1x wöchentlich Pausenbulli an der Ida-Schule
Runde Tische mit der Nachbarschaft
Erarbeitung eines Umfangreichen Partizipationskonzeptes
Planung von Aktionen durch Kinder und Jugendliche
Mitgestaltung der Arbeit durch Ehrenamtliche
Workshops und Angebote zur gesunden Ernährung, Kochange-
bote mit regionalen und fairtrade Lebensmitteln
Thematisierung von kritischem Konsum
Kleidertauschpartys, Reperaturwerkstatt
Angebote zum Upcycling
Inklusive Angebote für Kinder und
Jugendliche
Interkulturelle Angebote
Kreative Angebote
Kulturelle Angebote
Medienpädagogische Angebote
Verantwortung für den Sozialraum
Mobile/ aufsuchende Angebote
Partizipative Angebote
Nachhaltige/ Umweltbewusste An-
gebote
Angebotsform Inhalte
Die Einrichtung steht allen Kindern und Jugendlichen offen. Die Arbeit wird am Gedanken der
Inklusion ausgerichtet. Die Kinder und Jugendlichen sollen in ihrer Verschiedenheit wahrgenom-
men und in ihren Fähigkeiten gefördert werden. Inklusion wird als Haltung von den Mitarbei-
ter_innen vorgelebt.
Projekte zu interkulturellen Themen sollen in regelmäßigen Abständen stattfinden, um die gegen-
seitige Toleranz und Akzeptanz zu fördern.
Kinder und Jugendliche sollen Raum für ihre Kreativität erhalten und in dieser gefördert werden.
Dies geschieht sowohl durch konkrete Aktionen als auch durch das Bereitstellen von Möglichkei-
ten, die individuell genutzt werden können.
Die Kinder und Jugendlichen sollen die Möglichkeit erhalten, durch kulturelle Angebote ihren Er-
fahrungshorizont zu erweitern. Durch auf die Altersgruppe abgestimmte Angebote ist es möglich,
besser auf die Interessen der Kinder und Jugendlichen einzugehen
Durch medienpädagogische Angebote sollen Kinder und Jugendliche einen verantwortungsbe-
wussten Umgang mit neuen Medien erlernen und ihre Fähigkeiten erweitern.
Die Mitarbeiter_innen übernehmen Verantwortung für den Sozialraum. Sie sind mit dem Cliquen-
konzept der Stadt Münster vertraut. Wir verstehen uns als Ansprechpartner für Kinder, Jugendli-
che und Familien im Stadtteil. Wir schätzen Gefährdungspotential ein und vernetzen bei Bedarf
zu weiteren Angeboten der Jugendhilfe. Durch die mobilen Angebote kommen die Schü-
ler_innnen mit den Mitarbeiter_innen in Kontakt, die sie nachmittags in der OT wieder treffen und
die die Ferienbetreuung gestalten. Durch die aufsuchenden Angebote steigt die Bereitschaft,
sich selbst auf den Weg zu machen und den offenen Treff zu besuchen
Unsere Arbeit zielt auf die Beteiligung, Mitwirkung und Mitbestimmung von Kindern und Jugendli-
chen. Kinder und Jugendliche werden an der Programmplanung beteiligt und bereiten gemein-
sam mit Mitarbeiter_innen nicht nur einzelne Aktionen (z.B. Partys) vor, sondern werden von Be-
ginn an bei der Gestaltung der Konzeption und dem Aufbau des Hauses beeidigt. Als Form der
Selbstorganisation bekommen unsere Gäste Mitspracherecht. Auch die Förderung hin zum Eh-
renamt stärkt die Partizipation und Mitgestaltung der Kinder und Jugendlichen .
Unsere Angebote zielen auf die Förderung von Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit ab. Wir
motivieren und mobilisieren und sind offen für neue und innovative Ansätze. Wir bieten Möglich-
keiten der Identitätsstiftung durch Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen, fördern das Verantwor-
tungsgefühl und den Wunsch nach Fairness, stärken Alltagskompetenzen, aktivieren Gesund-
heitsprojekte, fördern zivilgesellschaftliches Engagement, schaffen Freiräume und ermöglichen
Raum für Multiplikatoren und Vorbilder.
Verständnis Inhalte
7. Kooperationen & Vernetzung & Verantwortung für den Sozialraum
Arbeitskreise
Durch unser Familienzentrum in Gremmendorf
nehmen wir bereits an dem AK Gremmendorf
teil, was den Kontakt zu und den Austausch mit
anderen Einrichtungen in Gremmendrof fördert.
An der AG2 nach§78 SGBVIII sowie der Fachkon-
ferenz Jugend des Evangelischen Jugend - und
Bildungswerkes und an den Hauptamtlichen-
treffen des Kirchenkreises nimmt je der Leiter/
die Leiterin der Einrichung teil. Der CVJM Mün-
ster stellt einen Vertreter für die Fachkonferenz
Jugend und ist Mitglied im Beirat des evange-
lischen Jugend- und Bildungswerkes des
Kirchenkreises Münster.
Öffentlichkeitsarbeit
Die Angebote, Inhalte, Informationen und
Neuigkeiten der Einrichtung sind auf der
Homepage zugänglich. Darüber hinaus
werden Flyer für das regelmäßig stattfindende
Programm erstellt und im Stadtteil verteilt. Des
Weiteren werden Programmhinweise re-
gelmäßig in den lokalen Printmedien verö-
ffentlicht. Ein eigener Newsletter berichtet
über Veranstaltungen, Aktivitäten und
Neuigkeiten im Haus. Durch die dreimal im
Jahr stattfindenden CVJM-Sonntage kön-
nen die Menschen im Stadtteil und dessen
Umgebung die Einrichtungen und die Ange-
bote des CVJM kennenlernen.
Da Kinder und Jugendliche in unserer Ein-
richtung besonders beteidigt werden sol-
len, ist es zudem denkbar, dass diese hin-
zukommend beispielsweise auch einen So-
cial Media Kanal gestalten können.
Bereits mitten in Gremmen-
dorf: Unser Familienzentrum
Janusz-Korczak-Haus:
Seit der Eröffnung unserer Einrichtung im Jahr
2001 sind wir in Gremmendorf „Zuhause“ und
haben dort viele Freunde und Partner gefun-
den. Als „Familienzentrum NRW“ sind uns hier-
bei für den Stadtteil besonders die „vier B´s“
von wichtiger Bedeutung: Bildung, Begeg-
nung, Betreuung und Beratung. Dies zeigt sich
durch unsere Angebote und Aktionen im und
um unser Haus.
Für über 80 Kinder von 0 -6 Jahren bieten
wir in unserer fünfgruppigen Kindertages-
einrichtung einen Betreuungsplatz
Für Tageseltern und ihre zu betreuenden
Kinder aus der Umgebung bieten wir die
Möglichkeit, unseren Bewegungs - und
Spielgruppenraum bei einem
„Tageselterntreff“ zu nutzen.
Für Familien, Nachbarn und Interessierte
bieten wir in unserem Haus unser Nach-
barschaftscafé an.
Für Kinder zwischen 8 bis 12 Jahren bieten
wir eine regelmäßigen Kindertreff im
„Jako“ an
Für Jugendliche ab 13 Jahren bieten wir
einen regelmäßigen Teenie-Treff im
„Jako“ an.
Für Kinder und Jugendliche bieten wir in
Zusammenarbeit mit unserem Johannes -
Busch-Haus Ferienbetreuung und Ferien-
freizeiten an
Eine besondere Kooperation pflegen wir mit der
Ev. Familienbildungsstätte. Gemeinsam bieten
wir viele Kurse und Angebote für die ganze Fa-
milie an. Diese reichen von Malen für Kinder
über Tanzkurse für Paare bis hin zum Patengroß-
eltern-Familien-Treffen. Eine Zusammenarbeit
führen wir auch mit den in unmittelbarer Nähe
gelegenen Kindertageseinrichtungen St. Ida
und Loddengrund sowie mit der kath. Pfarrge-
meinde St. Ida und der ev. Friedenskirchenge-
meinde. Durch unseren Kurs „Musikalische
Früherziehung“ arbeiten wir in Gremmendorf
auch bereits mit der Westfälischen Schule für
Musik zusammen. Eine weitere Kooperation be-
steht mit dem Gesundheitsamt durch unser An-
gebot „Jungzahnpflege“. Neben diesen Ange-
boten und Kursen findet jährlich im Janusz -
Korczak-Haus ein „ Family“ Projekt statt. Dieses
Projekt unterstützt Familien darin, sich und unse-
re Angebote kennenzulernen, sich auszutau-
schen und gemeinsam Zeit zu erleben.
Für Eltern wird durch unseren Kooperations-
partner, dem Kinderschutzbund, der Kurs
„Starke Eltern – Starke Kinder“ angeboten. Die-
ser unterstützt die Stärkung der Elternkompetenz
und greift aktuelle Erziehungsfragen auf.
Als „Kinderfreundlicher Sportverein“ legen wir
viel Wert auf Sport und Bewegung. So arbeiten
wir natürlich auch stets mit dem S
C Gremmen-
dorf zusammen. Eine enge Kooperation be-
steht ebenfalls mit dem Ev. Beratungs– und Bil-
dungszentrum. Regelmäßig bietet ein Psycholo-
ge in unserer Einrichtung eine offene Sprech-
stunde für Familien, Mitarbeiter_innen und
Nachbarn an.
Neben unserer jahrelangen Zusammenarbeit
mit der St. Ida Grundschule besteht zudem eine
intensive Vernetzung mit der Mathilde Anneke
Gesamtschule. Als fester Kooperationspartner
der bald schon größten Münsteraner Schule
haben wir bereits jetzt viele Kontakte zu Grem-
mendorfer Schüler_innen und deren Eltern.
Vernetzung
Der CVJM Münster als Organisation ist dem CVJM
Westbund sowie der Arbeitsgemeinschaft der
CVJM in Deutschland angeschlossen. Eine feste
Kooperation besteht zudem mit der Evangelischen
Familienbildungsstätte, die Kurse und Angebote
in unseren Einrichtungen durchführt. Mit dem
Beratungs- und Bildungscenter des Dia-
konischen Werkes besteht ebenfalls eine
Kooperation. Mitarbeiter_innen der Einrichtung
begleiten interne Prozesse und coachen
einzelne Mitarbeiter_innen. Aufgrund unserer
Schulsozialarbeit an 6 Schulen besteht eine be-
sonders enge Kooperation zu den Münsteraner
Schulen. Auch zu Sportvereinen pflegen wir
eine gute Zusammenarbeit.
7. Kooperationen & Vernetzung & Verantwortung für den Sozialraum
Arbeitskreise
Durch unser Familienzentrum in Gremmendorf
nehmen wir bereits an dem AK Gremmendorf
teil, was den Kontakt zu und den Austausch mit
anderen Einrichtungen in Gremmendrof fördert.
An der AG2 nach§78 SGBVIII sowie der Fachkon-
ferenz Jugend des Evangelischen Jugend - und
Bildungswerkes und an den Hauptamtlichen-
treffen des Kirchenkreises nimmt je der Leiter/
die Leiterin der Einrichung teil. Der CVJM Mün-
ster stellt einen Vertreter für die Fachkonferenz
Jugend und ist Mitglied im Beirat des evange-
lischen Jugend- und Bildungswerkes des
Kirchenkreises Münster.
Öffentlichkeitsarbeit
Die Angebote, Inhalte, Informationen und
Neuigkeiten der Einrichtung sind auf der
Homepage zugänglich. Darüber hinaus
werden Flyer für das regelmäßig stattfindende
Programm erstellt und im Stadtteil verteilt. Des
Weiteren werden Programmhinweise re-
gelmäßig in den lokalen Printmedien verö-
ffentlicht. Ein eigener Newsletter berichtet
über Veranstaltungen, Aktivitäten und
Neuigkeiten im Haus. Durch die dreimal im
Jahr stattfindenden CVJM-Sonntage kön-
nen die Menschen im Stadtteil und dessen
Umgebung die Einrichtungen und die Ange-
bote des CVJM kennenlernen.
Da Kinder und Jugendliche in unserer Ein-
richtung besonders beteidigt werden sol-
len, ist es zudem denkbar, dass diese hin-
zukommend beispielsweise auch einen So-
cial Media Kanal gestalten können.
Zusammenarbeit mit der Kita Schatzkiste
Wir freuen uns auch auf die Kooperation mit
der benachbarten DRK -Kita. Wir haben viel
Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Kita und
Kinder– und Jugendzentrum und sehen in
dem Träger DRK einen wertvollen Partner.
Externe Prozesse
Die Leitung der offenen Kinder - und Ju-
gendarbeit nimmt regelmäßig an den
Qualitätszirkeln der Stadt Münster teil. Sie
nimmt an der AG2 teil und an den Tref-
fen der hauptamtlichen Mitarbeiter im
Kirchenkreis Münster. Die Jahresgesprä-
che mit der Stadt Münster gewähren
einen regelmäßigen Austausch und eine
Überprüfung der Arbeit. Ein Mitarbeiter
des Beratungs- und Bildungscenters be-
gleitet Teamprozesse und nach Bedarf
Mitarbeiter_innen der Einrichtungen.
Dies gewährt eine fortlaufende Überprü-
fung der Arbeit und sichert die Qualität.
9. QUALITÄTSSICHERUNG UND QUALITÄTSENTWICKLUNG
Externe Prozesse
Die Leitung der offenen Kinder - und Ju-
gendarbeit nimmt regelmäßig an den
Qualitätszirkeln der Stadt Münster teil. Sie
nimmt an der AG2 teil und an den Tref-
fen der hauptamtlichen Mitarbeiter im
Kirchenkreis Münster. Die Jahresgesprä-
che mit der Stadt Münster gewähren
einen regelmäßigen Austausch und eine
Überprüfung der Arbeit. Ein Mitarbeiter
des Beratungs- und Bildungscenters be-
gleitet Teamprozesse und nach Bedarf
Mitarbeiter_innen der Einrichtungen.
Dies gewährt eine fortlaufende Überprü-
fung der Arbeit und sichert die Qualität.
Interne Prozesse
Folgende interne Prozesse finden regelmäßig statt.
Die Treffen dienen gegenseitigen Absprachen,
Unterstützung, Beratung sowie der konzeptionellen
Entwicklung der Arbeit. Sie sind wesentlicher Be-
standteil um die Qualität der Arbeit zu sichern.
Regelmäßige Besprechungen mit dem Fa-
milienzentrum Janusz-Korczak-Haus
Wöchentliche Besprechung der hausinter-
nen Hauptamtlichen des Jugendzentrums
Wöchentliches Treffen mit Honorarkräften
der offenen Arbeit
Monatliches Treffen des Mitarbeiterkreises
der Haupt- und Ehrenamtlichen
Monatliches Treffen der hauptamtlichen
pädagogischen Mitarbeiter_innen im
CVJM Münster, um die Kinder - und Ju-
gendarbeit in den einzelnen Einrichtungen
unterstützend zu begleiten
Monatliches Treffen der leitenden Mitarbei-
ter_innen der Häuser des CVJM, um die
Gesamtausrichtung der Arbeit zu bespre-
chen
9. QUALITÄTSSICHERUNG UND QUALITÄTSENTWICKLUNG
Zweimal jährlich stattfindende Lei-
tungskonferenz mit allen pädagogi-
schen hauptamtlichen Mitarbeiter -
Innen und dem Vorstand, um an der
Ausrichtung der Arbeit und wichtigen
Themen zu arbeiten
Der Geschäftsführer des CVJM hat zu-
sätzlich eine beratende Funktion. In
den Einrichtungen des CVJM arbeiten
insofern erfahrene Fachkräfte nach
§8a, die den Mitarbeiter_innen bera-
tend zur Seite stehen. Der Mitarbeiter-
kreis der Haupt - und Ehrenamtlichen
hat in Zusammenarbeit mit einer exter-
nen Fachkraft eine Selbstverpflichtung
zum Thema Kinderschutz von Kindern
und Jugendlichen entwickelt.
Im Bereich der Angebote des Kinder –
und Jugendzentrums sollen die Kinder
und Jugendlichen selbst zur Qualitätssi-
cherung und -entwicklung beitragen,
indem sie in verschiedenen Formen
der Mitgestaltung und Selbstorganisa-
tion mitwirken können
…, ist unser Arbeitstitel für die neue Einrichtung der Offenen Kinder– und Jugend-
arbeit in der alten York-Kaserne
…, war die Idee der Kinder– und Jugendlichen, die an dieser Bewerbung mitgear-
beitet haben
…, steht für die Entwicklung des neuen York-Quartiers
…, steht für die Verbindung von Tradition und Innovation
…, steht gleichermaßen für Action und Entspannung
…, ist weltoffen, tolerant und aufgeschlossen
…, steht für Vielfalt, Multikulti und Einzigartigkeit
…, steht für Stärke, Kraft und Energie
…, ist ein Ort voller Möglichkeiten, Träume und Verwirklichungen
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (14)
- Zumsandestraße 25
- Fliednerstraße 15
- Andreas-Hofer-Straße 70
- Böttcherstraße 3
- Heidestraße
- Pommernstraße
- Wiegandweg
- Merschkamp 23
- Gustav-Stresemann-Weg 62
- Zwi-Schulmann-Weg 25
- Angelsachsenweg
- Am Blaukreuzwäldchen 31
- Auf dem Dorn 14
- Kinderhaus
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0350/2019
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 10.04.2019
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37