Mandari Insight

V/0461/2008

Bericht zu den Städtepartnerschaften und Städteverbindungen

Vorlagen 07.10.2008

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Anlage 6 - Rundbrief

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Ansehen

Anlage 1

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Ansehen

Anlage 3- IPZ_Urkunde

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage 2 - Statistik

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Ansehen

Anlage 4 - Weltkarte

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Ansehen

Anlage 5 - Flyer

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Ansehen

Anlage 6 - Rundbrief

9573 Zeichen

Anlage 6 
 
	
	

		
		
			
	  
(Stand: Juni 2008) 

	

	










 	

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Anlage 1

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          Anlage 1 
 
 
Städtepartnerschaften und Städteverbindungen und so nstige in- 
ternationale Aktivitäten der Stadt Münster 
 
 
I. Städtepartnerschaften, Städtefreundschaften und Patenschaften  
– Koordinierung im Amt des Rates und des Oberbürgermeisters 
 
 
1. York– Großbritannien   
   
York ist eine historische Stadt des  Mittelalters, die im  Norden Englands  in der Graf- 
schaft  Yorkshire liegt. Umgeben ist York von zwei Nationalparks: den North York 
Moors im Norden und den Yorkshire Dales im Nordwesten.   
Einwohner: 191.000 
Entfernung zu Münster: ca. 600 km   
Partnerstadt seit 1957 
 
1.1 Begründung der Städtepartnerschaft 
 
Zwölf Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs entste ht 1957 Münsters erste und da- 
mit älteste Städtepartnerschaft. Der Impuls dazu ge ht von York aus. Bande der Ver- 
söhnung sollen geknüpft werden nach den Schreckniss en des Krieges. Der Wunsch 
nach Frieden und Verständigung unter den Völkern st eht am Anfang einer Partner- 
schaft, die sehr schnell von den Menschen in den be iden Städten aktiv unterstützt und 
erlebt wird. Tragende Säule dieser Städteverbindung war in der Anfangszeit der Schü- 
leraustausch. 1961 reisten die ersten Jugendlichen in beide Richtungen über den Ka- 
nal. Hieraus entwickelten sich dann dauerhafte Kont akte zwischen den Jugendlichen 
und auch zwischen den Gastfamilien.  
 
1.2 Standortbestimmung 
 
Auf der administrativen Seite sind die städtepartne rschaftlichen Kontakte zwischen 
Münster und York unkompliziert. Das liegt darin beg ründet, dass sich in York eine Mit- 
arbeiterin, die dem Lord Mayors Office angegliedert  ist, ca. 10 Stunden wöchentlich 
um alle städtepartnerschaftlichen Belange kümmert. Trotz diesen Engagements kann 
man aber nach wie vor feststellen, dass das Interes se der Münsteraner an York grö- 
ßer ist als umgekehrt, was vorwiegend mit den Sprachkenntnissen zu begründen ist.  
 
Stärkstes Standbein der Städtepartnerschaft Münster – York ist der Vereinsaustausch 
. 
Im Durchschnitt der letzten drei Jahre wurden 7 Ver einsbegegnungen pro Jahr geför- 
dert. Hinzu kommen verschiedene Vereinsbegegnungen,  die ohne städtische Förde- 
rung realisiert wurden, z.B. Rotarier, Kath. Frauen dienst, Trinitatis Gemeinde, Fech- 
tergilde. Zudem wurden durchschnittlich zwei bis vi er Projekte von Vereinen in York 
gefördert.

2
 
Dem Vereinsaustausch gegenüber stehen die offiziell en Besuche . Im Durchschnitt 
einmal jährlich treffen sich die Stadtspitzen der S tädte. Aufgrund des jährlich wech- 
selnden Lord Mayors in York gestaltet es sich jedoc h schwierig, langfristig tragende 
Ziele zu vereinbaren oder Konzepte umzusetzen. Dies e „repräsentativen“ Besuche 
bieten jedoch einen Blick über den Tellerrand und e s konnten trotz dieser schwierigen 
Ausgangsposition – auch in diesem Rahmen – bereits einige Projekte angestoßen 
(EU-Projekt: Science City) werden. 
 
Neben diesen klassischen Feldern existieren vielfäl tige Kontakte zwischen Künstlern 
. 
Ausstellungen münsteraner Künstler in York und York er Künstler in Münster finden 
mehrfach jährlich statt. Die Künstler der jeweils a nderen Stadt lassen sich durch die 
Partnerstadt inspirieren und schaffen dementspreche nde Werke. 2007 haben zwei 
Künstler aus York am ersten internationalen Steinbi ldhauersymposium in Münster teil- 
genommen. Hervorgehoben werden muss das York-Münste r-Festival, das die Stadt 
York mit Unterstützung aus Münster 2007 organisiert e. Eine bessere Werbung für 
Münster kann es fast nicht geben. 
 
Ein weiteres Standbein sind die Schulkontakte 
. Diese gestalten sich mühsam, da die 
Münsteraner Schulen gerne Partnerschaften mit Yorke r Schulen pflegen, es umge- 
kehrt jedoch so viele rechtliche Auflagen gibt, das s die englischen Lehrer/innen die 
Mehrarbeit und den finanziellen Aufwand scheuen. Na chdem der kommunale Schü- 
leraustausch nicht mehr durchgeführt werden konnte,  pflegen jedoch noch immer 7 
münsteraner Schulen einen Austausch mit Yorker Schulen. 
 
Erfreulich ist, dass es seit 2007 wieder Bemühungen  der York University 
 gibt, den 
Kontakt zur Uni Münster aufleben zu lassen. Dies ze igt sich u.a. am Austausch des 
Uni-Chores, aber auch darin, dass im Wintersemester  2008 ein Münsteraner einen 
Lehrauftrag an der Uni  St. Johns erhalten hat. Zud em steigt das Interesse der müns- 
teraner Studenten, ein Auslandsemester in York zu absolvieren. 
 
Des Weiteren besteht ein großes Interesse seitens d er Studierenden ein Praktikum 
 in 
York zu machen. Mit der Stadtverwaltung York, musst e im Jahr 2007 die Zahl der Stu- 
dierenden, die als Praktikanten nach York kommen kö nnen, auf 10 Personen pro Jahr 
begrenzt werden, da keine zusätzlichen Gastfamilien mehr gefunden werden konnten.  
 
In den letzten Jahren hat das Interesse, sich fachl ich auszutauschen merklich zuge- 
nommen. Beispielhaft sind hier zu nennen: 
 
• Janet Barnes, York Museums Trust  - Vortrag in Mün ster,  
• Dr. Litz, Skulpturprojekte  - Vortrag in York,  
• Harvey Graham, Vorsitzender der York-Münster-Assoc iation - Vortrag in Münster,  
• Klaus Tesching, Künstlergemeinschaft „Die Schanze“   - Vortrag in York  
 
Darüber hinaus wurde York durch viele Vorträge und Veranstaltungen insbesondere 
von Keith Mulhearn, aber auch von Tony Heald und Al ison Goffin vor münsteraner 
Schülerinnen und Schülern bekannt gemacht. Mit viel en Veranstaltungen wurde eine 
große Anzahl von Schülerinnen und Schülern insbeson dere münsteraner Gymnasien 
erreicht.

3
 
Ein vielversprechender Kontakt wurde in den letzten  Jahren zwischen den Museen  in 
Münster (Landesmuseum, Geologisch-Paläontologisches  Museum, Archäologisches 
Museum, Stadtmuseum) und dem York Museums Trust auf gebaut. Treibende Kraft ist 
in diesem Fall die Yorker Seite, die sehr an einer Zusammenarbeit interessiert ist. Das 
Ergebnis ist ein reger Fachaustausch (im Rahmen von  Besuchen und via Medien), die 
gegenseitige Bereitstellung von Leihgaben, der Aust ausch von Sammlungen und die 
gegenseitige Vorstellung von Konzepten zur Mitarbeiterschulung.  
 
1.3 Bi- und multinationale Projekte seit 2003: 
 
• 2003 nahmen drei Teilnehmer aus York  an der Facht agung „Menschen mit Behin- 
derung“ in Münster teil. 
• 2004, 2006 und 2008 gestaltete das Tourist Office York einen Stand im Rahmen 
der Messe „Frühling, Blumen, Freizeit“ in der Halle Münsterland. Ebenso beteiligte 
sich York am Bühnenprogramm. 
• 2004 nahmen zwei Künstler aus York am Künstlerwork shop von pArt96 teil.  
• 2005 nahmen zwei Zeitzeugen und ein Jugendlicher a us York an einer Begegnung 
zwischen Generationen und Nationen zum 60. Jahresta g des Endes des Zweiten 
Weltkrieges teil. 
• 2007 nahmen zwei Steinbildhauer am ersten internat ionalen Bildhauersymposium 
in Münster teil.  
• Jugendliche aus York beteiligen sich jährlich am Y outh4Media Camp im Benno- 
haus.  
• 6 münstersche Künstler schufen Kunstwerke und Inst allationen in York im Zuge 
des York-Münster-Visual Festivals.  
• 2006 und 2007 beteiligten sich Yorker und Münstera ner Gruppen an der Britischen 
Militärmusikschau, um das 50-jährige Jubiläum einzuläuten bzw. zu beenden.  
• Im Herbst 2007 führten Studenten der Fachhochschul e für öffentliche Verwaltung 
gemeinsam mit der Stadt Münster ein Projekt mit dem  Thema „Städtepartnerschaft 
York“ durch.  
 
 
1.4 Partnerschaftsverein 
 
Sowohl in Münster, mit dem Partnerschaftsverein 
 York-Münster, als auch in York mit 
der York-Münster-Association gibt es bürgerschaftli ch organisierte Vereine, die sich 
die bürgerschaftliche Förderung und Pflege der Städ tepartnerschaft Münster – York 
zum Ziel gesetzt haben. Durch seine sehr aktiver Ve reinsarbeit und seine öffentlich- 
keitswirksame Teilnahmen an städtischen Veranstaltu ngen kann der münsteraner 
Verein in den letzten 3 Jahren einen regen Mitglied erzuwachs verzeichnen. Leider 
sind die Mitgliederstrukturen des Partnerschaftsver eins York-Münster und der York-
Münster-Association sehr unterschiedlich, wodurch d ie Zusammenarbeit der beiden 
Vereine erschwert wird. Hinzu kommt, dass die York- Münster-Association jährlich 
schrumpft und zudem überaltert. Die Kontaktaufnahme  zwischen den Vereinen findet 
in der Regel unter Nutzung der städtischen Kontakte statt.  
Feste Aktion im Vereinskalender ist die jährliche B ürgerreise (von Münster bis zu 30 
Personen, von  York max. 5).

4
 
1.5 Ausblick auf die kommenden drei Jahre 
 
Die Städtepartnerschaft Münster – York hat sich in den letzten Jahren sehr erfreulich 
entwickelt. Ziel muss es sein, die bestehenden Kont akte, sowohl auf offizieller, als 
auch auf bürgerschaftlicher Ebene zu festigen und a uszubauen. Hier kommt der Ver- 
waltung eine begleitende, unterstützende und beding t initiierende Rolle zu. Da das In- 
teresse von Yorker Seite merklich gestiegen ist, ka nn davon ausgegangen werden, 
dass sich die Zusammenarbeit in nächster Zeit noch verstärkt. Hier soll ein besonde- 
res Augenmerk auch auf den touristischen Bereich gelegt werden. 
 
2. Orléans - Frankreich 
 
Orléans liegt zentral in Frankreich am nördlichsten  Bogen der Loire nahe der Haupt- 
stadt Paris. Im Norden dehnen sich die reichen Agra rflächen der Beauce aus, wäh- 
rend sich im Süden die sandigen Flächen der Sologne  anschließen, um weiter südlich 
ins Zentralmassiv überzugehen 
Einwohner  116 559, 
Entfernung zu Münster ca. 600 km, 
Partnerstadt seit 1960 
Über die Partnerschaft 
2.1 Begründung der Städtepartnerschaft 
 
In der Partnerschaftsurkunde von 1960 verpflichten sich beide Städte „in gegenseitiger 
herzlicher Verständigung das lebendige Gefühl europ äischer Verbundenheit zu entwi- 
ckeln “ und „eine europäische Einheit herzustellen, die notwendigerweise die Grundla- 
ge von Frieden und Wohlstand ist “. 
 
2.2 Standortbestimmung 
 
Bei einer Standortbestimmung muss man 3 Bereiche un terscheiden: Offizielle Kontak- 
te, Verwaltungskontakte und bürgerschaftliche bzw. Schul-Kontakte   
 
Offizielle Begegnungen 
 hat es seit 2006 nicht mehr gegeben. Auf der offiz iellen Ebene 
ist die Intensität der Kontakte immer abhängig von der Schwerpunktsetzung des jewei- 
ligen Bürgermeisters, hier insbesondere auf der fra nzösischen Seite. Hier haben die 
Kontakte in den letzten Jahren merklich nachgelassen und das Interesse auf der Seite 
von Orléans scheint nicht so ausgeprägt zu sein. Nur noch selten werden offizielle Ein- 
ladungen ausgesprochen, und wenn, wird zum Beispiel  um die Entsendung einer Mu- 
sikgruppe gebeten, die Events in Orléans bunter mac hen soll. Bis 2005 wurden von 
der Stadt Orléans alle Partnerstädte zu den Jeanne d’Arc-Feiern eingeladen, diese 
Tradition wurde mit dem Jahr 2005 beendet. Bürgerme ister Grouard hat in den letzten 
Jahren drei Einladungen an die Stadt Münster ausges prochen, die auch jeweils ange- 
nommen wurden. Auf Einladungen aus Münster wird seh r zögerlich oder ablehnend 
reagiert.  
 
Auf der Arbeitsebene sind die städtepartnerschaftli chen Kontakte zwischen Münster  
und Orléans im Wesentlichen lebhaft und unkompliziert. Das liegt nicht zuletzt an einer 
– bei allen Unterschieden in den Zuständigkeiten – ähnlichen Verwaltungsstruktur  und 
den guten Kontakten zwischen den Verwaltungseinrich tungen, die für die städtepart- 
nerschaftlichen Beziehungen zuständig sind. Mit der  Abteilung Auslandsbeziehungen 
im „Amt für Öffentlichkeitsarbeit“ in Orléans,  in der eine Ratsfrau, die nicht hauptamt-

5
 
lich bei der Stadt Orléans arbeitet, beschäftigt is t, können auf recht unbürokratische 
Art und Weise viele Angelegenheiten für die bürgers chaftlichen Kontakte und Vereins- 
kontakte geregelt werden. 
Regelmäßig absolvieren Studenten aus Münster Praktika 
 in Ämtern und Einrichtungen 
der Stadtverwaltung Orléans, nach 2002 war erst wie der 2007 ein Praktikant aus Or- 
léans bei der Stadt Münster.  
 
Schüleraustausche mit hohen Teilnehmerzahlen, enge Beziehungen zwischen zahl- 
reichen Organisationen und Vereinen machen deutlich , dass bürgerschaftlichen Kon- 
takte, sowie die Schul- und Vereinskontakte die tra genden Säulen dieser Städtepart- 
nerschaft darstellen. Von 1961 bis heute haben ca. 9000 Schülerinnen und Schüler 
am Schüleraustausch 
 mit Orleans teilgenommen. Es gibt direkte Kontakte  zwischen 
Schulen beider Städte und eine intensive Zusammenarbeit bei Comenius-Projekten. In 
Orléans und  Münster findet 1 x jährlich in beiden Städten ein Sprachintensivkurs für 
Schüler/innen im Frühjahr jeden Jahres statt. Es ne hmen zurzeit rund 40 Teilnehmer 
teil. Auch die Musikschulen haben eine gute Verbindung zueinander. 
 
Freundschaften und Hochzeiten, der Austausch von Pr aktikanten, Stipendiaten und 
jungen Berufstätigen, sportliche Begegnungen, Ausst ellungen und auch Privatreisen 
sind heute an der Tagesordnung. Der hohe Anteil jun ger Menschen ist dabei Garant 
für die Kontinuität der guten Beziehungen. 
In den vergangenen fünf Jahren hat es zahlreiche ge förderten Vereinsbegegnungen 
und –projekte , sowie nicht geförderte Privat- und Vereinskontakt e (z. B. Postsenioren, 
Kontakte zwischen Familien, ehemaligen Stipendiaten etc.) gegeben. 
 
Seitens der Westfälischen Wilhelms-Universität 
 existieren nur noch Erasmus-Kontakte 
zur Universität Tours, nicht mehr zur Universität O rléans. Das Auslandsamt der WWU 
überprüft gerade, ob es noch alte Universitätsvertr äge mit Orléans gibt und wie man 
die Zusammenarbeit neu beleben kann. Bis 2006 verbr achten Stipendiaten aus Müns- 
ter und Orléans im jährlichen Wechsel ein Studienja hr in der Partnerstadt, aufgrund 
von Einsparmaßnahmen werden die Stipendien künftig nur noch zu runden Jubiläen 
vergeben. 
 
Völkerverständigung und Erschließung neuer Marktfel der im Visier, gewann die 
Handwerkskammer 
Münster schon 1963 die Handwerkskammer Orléans als Partner. 
Der Informations- und Wissensaustausch förderte das  Handwerk in den Bereichen 
Bildung und Unternehmensberatung. Da der projektbez ogene Austausch in den letz- 
ten Jahren nachließ, entwickelte die Handwerkskamme r 2007 das transnationale Pro- 
jekt „Leonardo da Vinci - Unternehmerfrauen in klei nen und mittleren Unternehmen“. 
Es läuft über zwei Jahre mit den Partnern aus Orléans und weiteren fünf europäischen 
Ländern. 
 
 
2.3 Bi- und multinationale Projekte seit 2003 
 
• 2003 nahmen fünf Ratsmitglieder und städtische Mit arbeiter an einer Fachtagung 
zum Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderunge n in Orléans teil, vier Teil- 
nehmer aus Orléans kamen zur Fachtagung nach Münster. 
• 2004 führten 60 Mitglieder des Madrigal- und Unive rsitätschores sowie des 
Philharmonischen Chores anlässlich der Jeanne-d’Arc -Feiern in Orléans mit 
französischen Chören das Deutsche Requiem von Brahms auf.

6
 
• 2004 nahm eine Künstlerin aus Orléans am internati onalen Künstler-Workshop von 
pArt96 teil. 
• 2005 beteiligten sich eine Zeitzeugin und eine Jug endliche aus Orléans an einer 
Begegnung zwischen Generationen und Nationen zum 60 . Jahrestag des Endes 
des Zweiten Weltkrieges. 
• 2005 nahm ein Karikaturist aus Münster am 6. Inter nationalen Festival der Karika- 
tur in Orléans teil. 
• 2006 und 2008 gestaltete eine Person aus Orléans d ie Ecke der Partnerstädte auf 
der Messe „Frühling, Blumen, Freizeit“ in der Halle Münsterland mit. 
• Jedes Jahr nehmen Jugendliche aus Orléans am Jugen dmediencamp im Benno- 
haus teil. 
 
 
2.4 Partnerschaftsverein 
 
Einen Partnerschaftsverein Münster – Orléans gibt e s nicht. Daher hat sich die 
Deutsch-Französische Gesellschaft Münster, die im v ergangenen Jahr ihr 10-jähriges 
Bestehen gefeiert hat, dieser Aufgabe angenommen und hat mit der Association Fran- 
co - Allemande in Orléans schon viele kreative Proj ekte hervorgebracht. Sie füllt die 
Städtepartnerschaft gerade auf der bürgerschaftlichen Ebene mit Leben. 
 
2.5 Ausblick auf die kommenden drei Jahre 
 
Nach den Kommunalwahlen in Orléans, bei der sich di e Zuständigkeit für internationa- 
le Kontakte im Rat geändert hat, bleibt abzuwarten,  ob die internationale Arbeit dort 
wieder an Bedeutung gewinnt. Auch wenn dies nicht d er Fall sein sollte, wird von hier 
alles dafür getan, die vielen bürgerschaftlichen Gr uppierungen und Vereine, die re- 
gelmäßige Kontakte mit Gruppen in Orléans pflegen, in ihrer Arbeit zu unterstützen 
und zu fördern. Auf offizieller Seite sollte es Zie l sein, anlässlich des 50-jährigen Be- 
stehens im Jahr 2010 mit Orléans Bilanz zu ziehen u nd Vereinbarungen für die Zu- 
kunft zu treffen.  
 
 
3. Münster – Kristiansand 
 
Kristiansand/Norwegen liegt an der Südspitze Norweg ens und ist die größte Stadt des 
Sørlandes. An die sehenswerte Schärenküste vor der Hafenstadt branden die Wellen 
des oft rauen und ungestümen Skagerraks. Wälder und  Seen umgeben die Stadt, Tal- 
und Fjellregionen (Fjell=Berg) bilden das Hinterland.  
Einwohner ca. 78 000,  
Entfernung zu Münster ca. 700 km,  
Partnerstadt seit 1967 
 
3.1 Begründung der Städtepartnerschaft 
 
Manchmal werden Freunde von Freunden zu eigenen Fre unden das funktioniert auch 
bei Städten: Die Partnerschaft zwischen Münster und  Kristiansand hat ihren Ursprung 
in Orléans. Die Franzosen hatten Delegationen ihrer  Partnerstädte zu den Jeanne-
d'Arc-Feierlichkeiten eingeladen. Die Gäste aus Deu tschland und Norwegen lernten 
einander kennen und schätzen. 1967 wurde das Partne rschaftsabkommen besiegelt. 
Kristiansand war damit die erste norwegische Stadt,  die nach Ende des Zweiten Welt-

7
 
kriegs einer deutschen Stadt die Hand zur Versöhnun g reichte. So ungezwungen und 
spontan wie die ersten Kontakte verlaufen noch heut e viele Treffen, die mittlerweile 
vor allem zwischen Schulen, Vereinen und in vielen privaten Freundschaften verein- 
bart werden. Auch auf kulturellem und sozialem Gebi et gibt es vielfältige Verbindun- 
gen. 
 
 
3.2 Standortbestimmung 
 
Offizielle Begegnungen 
 finden anlässlich von Jubiläen, aber auch bei geei gneten An- 
lässen oder bei Bedarf spontan statt. In Jubiläumsj ahren übergeben sich beide Städte 
Geschenke, die jungen Menschen zugute kommen. Seite ns der Stadt Münster ist dies 
die Teilnahme für zwei Jugendliche am Sprachkurs „D eutsch lernen in Münster“, die 
Stadt Kristiansand hat nun schon zum zweiten Mal Ju gendliche aus Münster zu einem 
Segeltörn auf dem Schulschiff „Sørlandet“ eingelade n. Die Städte überreichten sich 
zudem zum 40-jährigen Jubiläum ein Jahresstipendium  für eine Studentin /einen Stu- 
denten aus der Partnerstadt. 
 
Die städtepartnerschaftlichen Beziehungen zwischen den Verwaltungen sind sehr eng 
und unkompliziert. Viele Anfragen können „auf Zuruf“ erledigt werden. Die Stadt Kristi- 
ansand hat einen ersten und einen zweiten Bürgermei ster sowie einen Stadtdirektor. 
Bis Sommer 2007 waren die Städtepartnerschaften beim Stadtdirektor angesiedelt. Da 
die zuständige Mitarbeiterin zum ersten Bürgermeist er wechselte, wurden die Städte- 
partnerschaften dort angesiedelt.  
 
In den letzten Jahren hat das Interesse an der Part nerschaft in der Stadtverwaltung 
Kristiansand zugenommen. Ämter wenden sich gezielt mit Fachaustauschanliegen an 
das Amt des Rates und des Oberbürgermeisters. In de r Regel gibt es jährlich einen 
Fachaustausch 
, Themen waren bisher Sinnesgärten, Radverkehr, Sch ule, Pressear- 
beit Sport, Vermarktung der Stadt und Kultur..  
 
Kooperationen auf bürgerschaftlichem Gebiet gibt es  besonders im kulturellen, touris- 
tischen und sportlichen Bereich. Die Vereine Blau-W eiß Aasee und DJK Marathon 
sowie der Westfälische Volkstanzkreis pflegen gute kontinuierliche Kontakte nach 
Kristiansand. Die Stadt Münster erhält regelmäßig A nfragen von Sportvereinen, die an 
einem Austausch mit Sportvereinen aus Kristiansand interessiert sind. Noch gestaltet 
sich die Vermittlung mühsam, es wurde aber versucht , beim Fachaustausch der 
Sportämter Münster und Kristiansand Bewegung in die Sache zu bringen. 
 
Der Schulaustausch 
 der Geistschule mit der Oddemarka Schule in Kristi ansand konn- 
te nicht dauerhaft gesichert werden, es soll aber v ersucht werden, ihn in absehbarer 
Zeit wieder aufleben zu lassen. Zudem sucht die wei terführende Tangen Skole aus 
Kristiansand nach einer Partnerschule in Münster. E s besteht ein Kontakt zwischen 
der Westf. Schule für Musik und der Musikschule Kri stiansand. Erstmalig verbringt ei- 
ne Schülerin aus Kristiansand das Schuljahr 2007/20 08 ohne Anbindung an eine Aus- 
tauschorganisation in Münster.

8
 
Trotz großem Interesse an Praktikum sstellen in Kristiansand gestaltet sich eine Ver- 
mittlung schwierig, da norwegische Sprachkenntnisse  erwünscht sind. Zwei Auszubil- 
dende der Stadt Münster können aber in diesem Jahr ein Praktikum in der Tourist In- 
formation in Kristiansand absolvieren. Anfragen aus  Kristiansand gibt es bisher noch 
nicht.  
 
Der Besuch der Agder Hochschule Kristiansand Anfang  Dezember 2005 führte zu den 
gewünschten Vertragsunterzeichnungen mit der Westfä lischen Wilhelms-Universität 
 
Münster. Ein erster Erfolg war, dass zum Winterseme ster 2006 ca. 10 Erasmusstu- 
denten (Nordische Philologie, Germanistik) aus Müns ter zum Studium nach Kristian- 
sand gingen. Bis dahin gab es in diesen Fachbereich en noch keinen Austausch. 2008 
wird ein Lehrbeauftragter der Agder Universität (Universitätsstatus seit 2007) das Insti- 
tut für Nordische Philologie der WWU Münster mit Vo rlesungen sowie ein gemeinsa- 
mes Projekt mit der Stadt Münster unterstützen. Zum  Wintersemester 2007/2008 be- 
gannen ein Stipendiat aus Kristiansand und eine Sti pendiatin aus Münster ihr Studien- 
jahr in der Partnerstadt (das Stipendium wurde anlä sslich des 40-jährigen Städtepart- 
nerschaftsjubiläums vergeben). 
 
Nachdem 2004 ein musiktherapeutisches Projekt zwisc hen der Band des Alexia- 
nerkrankenhauses Münster und der Band „Sound of Hap piness“ Kristiansand (Men- 
schen mit  psychischen Behinderungen  und Mehrfachbehinderungen) gestartet wurde, 
entwickelte sich dieses zu einem Selbstläufer. Obwo hl die „Alexian Band“ einer Ein- 
richtung angeschlossen ist, „Sound of Happiness“ aber eine freie Gruppe ist, sind die 
Kontakte eng und regelmäßig. Im jährlichen Wechsel besuchen sich die Bands und 
tauschen sich in Workshops aus. 2006 waren beide Ba nds zu einem Musikfestival für 
Behindertenbands in Riga. Für 2009 planen die Bands  ein internationales Musikfesti- 
val in Münster, zu dem auch Bands aus den anderen P artnerstädten Münsters einge- 
laden werden. 
 
3.3 Bi- und multinationale Projekte seit 2003: 
 
• 2003 nahmen fünf Ratsmitglieder und städtische Mit arbeiter an einer Fachtagung 
zum Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderunge n in Kristiansand teil, vier 
Teilnehmer aus Kristiansand kamen zur Fachtagung nach Münster. 
• gestalteten drei Personen aus Kristiansand die Eck e der Partnerstädte auf der 
Messe „Frühling, Blumen, Freizeit“ in der Halle Mün sterland mit und beteiligten 
sich am Bühnenprogramm. 
• 2004 nahm ein Künstler aus Kristiansand am interna tionalen Künstler-Workshop 
von pArt96 teil. 
• 2004 starteten 13 Mitglieder der Band „Sound of Ha ppiness“ aus Kristiansand ein 
musiktherapeutisches Projekt mit der Alexian Band u nd beteiligten sich an der mu- 
sikalische Gestaltung des Tages der Offenen Tür der Alexianer. 
• 2005 nahmen zwei Zeitzeugen und vier Jugendliche a us Kristiansand an einer Be- 
gegnung zwischen Generationen und Nationen zum 60. Jahrestag des Endes des 
Zweiten Weltkrieges teil. 
• 2004, 2006 und  2008 gestalteten drei bzw. vier Pe rsonen aus Kristiansand die 
Ecke der Partnerstädte auf der Messe „Frühling, Blu men, Freizeit“ in der Halle 
Münsterland mit, beteiligten sich am Bühnenprogramm  und boten kulinarische 
Spezialitäten aus ihrer Heimat an. 
• 2007 nahm eine Künstlerin aus Kristiansand anlässl ich des Städtepartnerschafts- 
jubiläums am Steinbildhauersymposium in Münster teil.

9
 
• Jedes Jahr beteiligen sich Jugendliche aus Kristia nsand am Jugendmediencamp 
im Bennohaus. 
 
3.4 Partnerschaftsverein 
 
Nach Gründung des Partnerschaftsvereins Münster Kri stiansand in 2002 und des  
Pendants in Kristiansand in 2003 hat die Bürgerscha ft ein gutes Kontaktforum gefun- 
den. Es fanden bereits zwei Bürgerreisen nach Krist iansand und eine nach Münster 
statt. Ein großes Projekt des Partnerschaftsvereins  Münster-Kristiansand war der Film 
„Two and Two“ über Erasmusstudenten aus Münster in Kristiansand und vice versa, 
der anlässlich des Jubiläumsjahres 2007 produziert wurde. Weitere Projekte des Ver- 
eins waren eine Fotoausstellung und eine norwegische Filmreihe im Cinema. 
Da der stellvertretende Vorsitzende des Partnerscha ftsvereins Münster-Kristiansand 
gleichzeitig Vorsitzender der Regionalgruppe Münste rland der Deutsch-Norwegischen 
Freundschaftsgesellschaft ist, beteiligt sich diese  regelmäßig auch an der Zusammen- 
arbeit mit Kristiansand. Die Zahl der geförderten B ürgerbegegnungen 
 und -projekte ist 
in den vergangenen Jahren gestiegen. 
 
3.5 Ausblick auf die kommenden drei Jahre 
Die Städtepartnerschaft ist sehr stabil, es ist als o davon auszugehen, dass auch der 
Wechsel in der Politik aufgrund der Kommunalwahlen im September 2007 nichts dar- 
an ändern wird. Themen für die Zukunft könnten Schü ler- und Praktikantenaustausch, 
Jugendbegegnungen und Austausch in den Bereichen Kultur und Tourismus sein. 
 
 
4. Monastir – Tunesien 
 
Monastir liegt am Mittelmeer, genauer an der „Sonnenküste “ Tunesiens mit ihren wei- 
ten Sandstränden. Die italienische Insel Sizilien i st von hier gerade einmal knapp 100 
Kilometer entfernt. Im flachen Hinterland wird vor allem Getreide angebaut, weiter 
westlich erheben sich die Ausläufer des Atlas-Gebirges. 
Einwohner 70.000  
Entfernung zu Münster ca. 1800 km,  
Partnerstadt seit 1969 
 
4.1 Begründung der Städtepartnerschaft 
 
Am 11. März 1969 unterschrieben die damaligen Stadt oberhäupter, Bechir Charmine 
und Albrecht Beckel, in Münsters Rathaus die Partne rschaftsurkunde. Münsters vierte 
Partnerstadt war die erste außerhalb Europas. Viell eicht war das ja der Grund dafür, 
dass sich die Partnerschaft zunächst auf Delegation s- und Arbeitsbesuche sowie 
Praktika bei der Stadt Münster beschränkte. Außerdem gab es einige wenige Kontakte 
zwischen Schulen und Sportvereinen. Darüber hinaus wurden für den Ausbau der 
Zahnmedizin und für die Einrichtung eines Kindergar tens in Monastir aus Münster 
Sachspenden bereitgestellt. Deutlich lebendiger wurde die Partnerschaft im Anschluss 
an die Woche der Partnerstädte in Münster 1993 und die Münstertage 1997 in Mo- 
nastir. Auch präsentierte sich Monastir 1996 erstma ls auf der Messe „MS ‘96 “ in der 
Halle Münsterland. Seitdem entwickelte sich ein reg er Austausch in Bereichen wie 
Medizin, Wirtschaft und Kultur –hier vor allem in d er Musik. Auch viele private Kontak- 
te entstanden auf diese Weise.

10 
 
 
4.2 Standortbestimmung 
 
In der besonderen Herausforderung zwei völlig unter schiedlicher Kulturkreise liegt der 
Reiz dieser deutsch- tunesischen Städtepartnerschaf t, die in 2009 40 Jahre besteht. 
Sie erfordern daher auch besondere Akzeptanz der be hördlichen Strukturen in Tune- 
sien. 
 
Die städtepartnerschaftlichen Beziehungen Münster -  Monastir werden persönlich von 
Herrn Bürgermeister Nejib Slama, der auch entsprech end der tunesischen Kommu- 
nalverfassung „maire adjoint für die Internationale n Beziehungen der Stadt Monastir“ 
ist, koordiniert. Herr Bürgermeister Nejib Slama ge nießt nicht nur in dieser Funktion 
einen ausgezeichneten Ruf in Stadt- und „region“ Mo nastir, so dass die Umsetzung 
der städtepartnerschaftlichen Projekte in Monastir selber völlig problemlos verläuft. 
 
Universitätskliniken 
 Monastir  und  Münster  
 
Ein wichtiges Standbein der Städtepartnerschaft Münster- Monastir ist die Kooperation 
zwischen  den Universitätskliniken, besonders im Be reich der Kinderchirurgie und der 
Zahnheilkunde, mit vielen Praktika für Ärzte und Fa chpersonal und dem Transfer von 
Fachwissen. In 2006 konnte zwischen den Universität sklinken eine ständige Video- 
konferenzschaltung aufgebaut werden.  
 
Klima-
 und  Umweltschutz   
Seit 2003 wurden Monastir zahlreiche ausgediente, aber durchaus noch voll funktions- 
fähige Müllfahrzeuge zur Verfügung gestellt und darüber hinaus wichtige Beratungshil- 
fen für den Aufbau einer Mülldeponie und Umweltschutzmaßnahmen gegeben.  
 
Bürger-
 und  Vereinskontakte  
 
Neben den klassischen Urlaubsfreundschaften konnten  in den letzten Jahren verein- 
zelt Austausche aufgebaut werden. Gerade mit dem tu nesischen Frauenverband, sec- 
tion Monastir und der AMF laufen Kooperation in der  Frauen– und Mädchenarbeit, die 
aber, insbesondere auf münsteraner Seite auch eine Akzeptanz der unterschiedlichen 
Kulturen erfordern. Darüber hinaus gibt es Austausc he zwischen  Hotel- und Gaststät- 
tenverbände, viele Schüler der Hotelschule Monastir  konnten ein Praktikum in einem 
Gastronomie- oder Hotelbetrieb in Münster machen. 
 
Jugend 
 – und  Schulaustausch  
 
Im Jahr 2006 ist es erstmalig gelungen, ein Schüler austausch mit Familieunterbrin- 
gung in Monastir durchzuführen. Der Gegenbesuch wir d voraussichtlich in diesem 
Jahr stattfinden.

11 
 
4.3 Bi- und nationale Projekte seit 2003 
• In 2003 nahmen 2 Teilnehmer aus Monastir an der Fa chtagung „Menschen mit Behin- 
derung“ teil 
• 2004, 2006 und 2008 war Monastir  mit einem Stand im Rahmen der Messe „Frühling, 
Blumen, Freizeit“ in der Halle Münsterland vertreten und beteiligten sich am Rahmen- 
programm.  
• 2004 nahm ein Künstler aus Monastir an einem Künst lerworkshop von pArt 96 teil. Im 
Gegenzug hat die Stadt Monastir in 2005 und 2006 ei gene Künstlerworkshops ange- 
boten und auch Gäste aus den anderen Partnerstädten  „ihrer“ Partnerstadt Münster 
geladen 
• 2005 nahmen zwei Zeitzeugen und zwei Jugendliche a us Monastir an einer Begeg- 
nung  zwischen Generationen und Nationen zum 60. Ja hrestag des Ende des zweiten 
Weltkrieges teil 
 
4.4 Partnerschaftsverein 
 
Bedauerlicher Weise ist es seit der Gründung der Pa rtnerschaft nicht gelungen, in 
Münster einen Partnerschaftsverein zu gründen. Glei chwohl dient die deutsch-
tunesische Gesellschaft als Kontaktstelle, die in Einzelfällen Hilfe leisten kann.  
 
4.5 Ausblick auf die kommenden Jahre 
 
Gestärkt durch die positiven Erfahrungen wird sich die Verwaltung bemühen, den Aus- 
bau eines kontinuierlichen  Schüler- und Jugendaust ausch weiterhin voranzutreiben 
und gegebenenfalls zu unterstützen. Darüber hinaus sind auch die Kontakte auf dem 
universitären Bereich weiter positiv zu begleiten. 
  
 
5. Rishon LeZion/Israel  
 
Rishon LeZion liegt am südöstlichen Rand des Ballun gsraums Tel Aviv, nicht weit von 
der israelischen Mittelmeerküste entfernt. Die Nähe  zu Tel Aviv und die zentrale Lage 
im Land machen die Stadt zu einem Verkehrsknotenpun kt, der internationale Groß- 
flughafen Ben Gurion ist nur 20 Autominuten entfernt.  
Einwohner: 240.000 
Entfernung zu Münster: ca. 3.100 km   
Partnerstadt seit 1981 
 
5.1 Begründung der Städtepartnerschaft 
Über die Partnerschaft 
Die ersten Kontakte zu Rishon LeZion datieren aus 1 971 und haben ihre Wurzeln im 
Sport. Doch erst 1981 wurde die Partnerschaftsurkunde unterzeichnet – ein deutliches 
Zeichen dafür, dass solche offiziellen Bindungen zw ischen Deutschland und Israel 
damals noch keine Selbstverständlichkeit waren. Inz wischen haben sich Freundschaf- 
ten quer durch alle Altersgruppen der Menschen in b eiden Städten entwickelt, die sich 
über eine Reihe von Jahren als äußerst stabil erwie sen haben. Alljährliche Gruppen- 
reisen in beide Richtungen und Verbindungen von Münsters Gymnasien zu Schulen in 
Rishon halten die Partnerschaft lebendig und aktuel l. Freud und Leid in Rishon wer- 
den in Münster mit großer Anteilnahme verfolgt, es wird mitgefeiert, aber auch Hilfe 
geleistet, wo es nötig und möglich ist. Umgekehrt stößt in der israelischen Partnerstadt

12 
 
alles auf lebhaftes Interesse, was die Freunde in M ünster bewegt, ob es nun ganz fa- 
miliäre Ereignisse oder bundesdeutsche Wahlen betri fft. In dieser Partnerschaft wirkt 
der Gedanke an Toleranz und Versöhnung in besondere m Maße auch heute fort und 
wird noch weitergetragen: 1992 entstand die Dreieck spartnerschaft  Münster – Rishon 
LeZion – Lublin. 
 
5.2 Standortbestimmung 
 
Die offiziellen Kontakte 
 (Bürgermeister zu Bürgermeister, sowie ehemalige B ürger- 
meister) sind gut. Zwar ist die Geschichte schon la nge nicht mehr einzig prägendes 
Element der Partnerschaft, aber auf dem politischen  Parkett ist dennoch die besonde- 
re Beziehung zu Israel spürbar. Durchschnittlich fa hren einmal jährlich Repräsentan- 
ten aus Münster nach Rishon oder es reisen Rishoner  Vertreter nach Münster, z. B. 
40-jähriges Bestehen der diplomatischen Beziehungen  zwischen Deutschland und Is- 
rael, 25-jähriges Jubiläum der Städtepartnerschaft,  60-jähriges Bestehen des Staates 
Israels, Woche der Brüderlichkeit.  
 
Die städtepartnerschaftlichen Beziehungen zwischen den Verwaltungen 
 Rishon und 
Münster sind sehr eng. Über die allgemeinen Kontakt e hinaus, kommt es immer wie- 
der zu Fachbesuchen, u.a. informierte sich eine Gru ppe Mitarbeiter der Drogenbera- 
tung Rishon 2006 bei Mitarbeitern der Stadt Münster , ein Architekt aus Rishon beim 
Grünflächenamt über Parkplanungen etc. Dies sind jedoch eher Zufälligkeiten.  
 
Des Weiteren erreichen die Stadt Münster immer wied er Anfragen von Sportvereinen 
 
aus Rishon, die einen Partnerverein in Münster such en. Leider sind diese Kontakt- 
wünsche nicht immer von Erfolg gekrönt (Rhythmische  Sportgymnastik, Handball, Vol- 
leyball, Basketball), da die münsterschen Sportvere ine aufgrund der politischen Situa- 
tion im Nahen Osten immer wieder vor einer Reise na ch Rishon LeZion zurückschre- 
cken. Umso erstaunlicher ist, dass das Interesse de r Bevölkerung an Rishon hoch ist 
(hohe Rückmeldequote bei Feierlichkeiten oder Gastf amiliensuche). Noch immer hat 
diese Städtepartnerschaft eine interessante „Brisanz“.  
 
Ein kontinuierlicher Schüleraustausch 
 mit Rishon erscheint nahezu unmöglich, umso 
erfreulicher ist es, dass der seit ca. 30 Jahren be stehende Kontakt zwischen der Frie- 
densschule und der Karrari Highschool nach wie vor besteht. Allerdings besteht dieser 
Kontakt vorwiegend aus  Besuchen aus Rishon nach Mü nster (2006 Schülergruppe, 
2007 Lehrerhospitationen). Geplante Besuche nach Ri shon mussten in den vergange- 
nen 2 Jahren wegen der politischen Situation abgesagt werden.  
 
Vereinskontakte 
 pflegen Rebel Dance Company, Evangelischer Kirchen kreis und die 
Kath. Studierenden Hochschulgemeinde sowie der Arbe itskreis Ostviertel. Erfreulich 
ist, dass die Zahl der Projekte in den letzten Jahr en gestiegen ist (Step by Step, Eine 
Reise nach Jerusalem, Bäume für Rishon, Wer seid Ihr? etc.).  
 
Zudem ist dank des geförderten Projektes „Wer seid Ihr“ ein weiterer Kontakt zwi- 
schen dem Evangelischen Kirchenkreis bzw. Annette-G ymnasium und der Makef H 
Highschool entstanden. Zweimal jährlich treffen sich Jugendliche aus den Städten und 
arbeiten an verschiedenen Projektthemen (Wer seid Ihr? Überleben im dritten Reich).

13 
 
 
Weitere Kontakte soll es zwischen dem Schillergymna sium und dem Gymnasium Gan 
Nahum geben. Allerdings sind abgesehen von privaten  Kontakten zwischen Lehrern 
keine weiteren Maßnahmen bekannt.  
 
 
5.3 Bi- und multinationale Projekte seit 2003  
 
• 2004 nahmen zwei Künstler aus Rishon am Künstlerwo rkshop von pArt96 teil.  
• 2005 nahmen zwei Holocaustüberlebende und zwei Jug endliche aus Rishon an ei- 
ner Begegnung zwischen Generationen und Nationen zu m 60. Jahrestag des En- 
des des Zweiten Weltkrieges teil. 
• 2005: 4 Aufführungen der 2. Sinfonie von Mahler in  Rishon (80 Sänger/innen aus 
Münster und das Israel Symphony Orchestra Rishon). 
• 2006 und 2008 gestalteten zwei Personen aus Rishon  die Ecke der Partnerstädte 
auf der Messe „Frühling, Blumen, Freizeit“ in der Halle Münsterland mit 
• 2006 berichteten zwei Holocaustüberlebende über ih re Leiden im zweiten Welt- 
krieg in 8 Schulen in Münster. 
• 2006: KKL Projekt „Graslöwe“ – Zusammenarbeit zwis chen der Margaretengrund- 
schule und der Nitzanim Grundschule  
• 2006 nahm ein Künstler aus Münster am Bildhauersym posium in Rishon teil. Ein 
Ergebnis davon war das Bildhauersymposium in Münster 2007. 
• 2006: Projekt des evangelischen Kirchenkreises „We r seid Ihr?“, Projekt der 
Deutsch-israelischen Gesellschaft „Bäume für Rishon “. Projekt „Reise nach Jeru- 
salem“, Projekt „Zeitreise“. 
• 2007: Vorbereitungen für den Besuch des Israel Sym phony Orchestras in Münster 
– leider abgesagt von israelischer Seite.  
• Jährlich nehmen zwischen 6 – 10 Jugendliche aus Ri shon am Youth4Media Camp 
des Arbeitskreises Ostviertel teil.  
 
5.4 Partnerschaftsverein 
 
In Münster kümmern sich zwei Vereine/Gesellschaften  um die Kontakte nach Rishon. 
Insbesondere ist dies der Förderverein „Freunde für Rishon“. Da in Rishon in den letz- 
ten drei Jahren ein neues Sister Cities Committee a ufgebaut wurde, haben sich die 
Kontakte des Fördervereins positiv entwickelt. In den vergangenen drei Jahren wurden 
von beiden Seiten Bürgerreisen organisiert. Aufgrund der Veränderungen in der Stadt-
verwaltung Rishon ist es wichtig, den Kontakt zum S ister Cities Committee weiter aus 
zu bauen. Erfreulicherweise konnten einige jüngere Mitglieder über die Aktivitäten des 
Vereins „Musikprojekte Münster – Rishon“ gewonnen werden. Im Jahr 2006 wurde der 
Verein „Musikprojekte Münster – Rishon“ gegründet, um den Besuch des Israel Sym- 
phony Orchestras Rishon vorzubereiten. 2007 konnte der Besuch nicht stattfinden. 
Der Verein zeichnet sich durch engagierte Mitgliede r aus, die im Moment die Möglich- 
keiten eines Besuches des Symphony Orchestras in 2009 prüfen. 
 
5.5 Ausblick auf die kommenden drei Jahre: 
Vieles ist abhängig von der Entwicklung der politis chen Situation im Nahen Osten. 
Aufgrund der Unwägbarkeiten ist davon auszugehen, d ass die Partnerschaft auf dem

14 
 
bestehenden Niveau bleibt. Fest steht jedoch, dass die Städtepartnerschaft auch in 
den kommenden Jahrzehnten einen hohen symbolischen Wert besitzen wird und die 
Partnerschaft Rishon – Münster zwischen den Stadtve rwaltungen einer sehr intensi- 
ven Koordination bedarf. 
 
 
 
6. Fresno – USA/Kalifornien   
 
Lage: Fresno liegt im San Joaquin-Tal in der Mitte des US-Bundesstaates Kalifornien, 
etwa 200 km von der Pazifikküste entfernt. Fresno i st eine typische amerikanische 
Stadt, die von Orangenplantagen umgeben ist.   
Einwohner: 427.700 
Entfernung zu Münster: ca. 11.500 km   
Partnerstadt seit 1986 
 
6.1 Begründung der Städtepartnerschaft 
 
Die ersten Kontakte mit Fresno kamen Anfang der 80e r Jahre durch das Generalkon- 
sulat der Bundesrepublik in San Francisco zustande.  An der ursprünglichen Idee, mit 
dieser Städtepartnerschaft vor allem den Jugendaust ausch zu fördern, hat sich bis 
heute nichts geändert. So gibt es beispielsweise me hrere Partnerschaften zwischen 
Schulen in beiden Städten mit regelmäßigem Schülera ustausch. Die Organisation die- 
ser Partnerschaft orientiert sich vor allem am amer ikanischen Verständnis von Staat 
und Gesellschaft, wonach meist ehrenamtliche Bürger gruppen mit solchen Aufgaben 
betraut sind. 1983 entstand in Fresno das „Sisters Cities Commitee “. In Münster ü- 
bernahm man diese Idee und gründete ein Jahr später  ein Partnerschaftskomitee. Im 
Juli 1986 wurde die Partnerschaft offiziell in Müns ters Rathaus besiegelt. Neben dem 
Jugendaustausch gibt es außerdem Kontakte in den Bereichen Sport und Musik sowie 
zwischen den Universitäten und Fachhochschulen. 
 
 
6.2 Standortbestimmung 
  
Einen Kontakt zwischen Ämtern und Einrichtungen der  Stadt Fresno und der Stadt 
Münster gibt es nicht. Die Stadt Fresno hatte – abg esehen von der erneuten Mitglied- 
schaft im Sister Cities International – kein Intere sse an der Partnerschaft gezeigt. Es 
besteht aber die Hoffnung, dass der im Juni neugewä hlte Bürgermeister mehr Interes- 
se zeigt als der bisherige Bürgermeister Alan Autry.  
 
Selbst nachdem vier Praktikanten für die Stadt Fres no gearbeitet haben, und dadurch 
kurzfristig ein Austausch möglich schien, führte di es nicht zu einer dauerhaften Zu- 
sammenarbeit der Verwaltungen der beiden Städte. Di e Partnerschaft wird auf ameri- 
kanischer Seite ausschließlich vom Sister Cities Co mmittee Münster (5 Personen) be- 
treut. Fast alle Mitglieder des Committees sind über 65 Jahre alt. 
 
Trotz allem konnten in den letzten Jahren die bestehenden Kontakte gepflegt bzw. neu 
belebt werden.

15 
 
2005 gastierte der Chor der Sunnyside Highschool in  Münster und lernte dabei den 
Chor des Paulinums kennen. Seitdem stehen die Leite r in unregelmäßigem Kontakt, 
für nächstes Jahr ist ein Gegenbesuch geplant.  
 
2005 gelang es, einen Besuch der Big Band der Westf älischen Schule für Musik in 
Fresno zu organisieren, zwar war der Besuch erfolgr eich und hat die Städtepartner- 
schaft auch in Fresno bekannter gemacht, aber es ze igte sich deutlich, dass es in 
Fresno zu wenig Unterstützung gibt. Gleichzeitig re iste Dr. Tillmann (anlässlich des 
15-jährigen Bestehens der Partnerschaft) nach Fresno.  
 
2007 wurden erstmalig Kontakte zwischen der Fresno State Police und der Internatio- 
nal Police Association geknüpft. Was vielverspreche nd begann, beschränkt sich mitt- 
lerweile jedoch auf private Kontakte. 
 
Zudem bemüht sich die Deutsch-Amerikanische Gesells chaft um die Kontakte nach 
Fresno. Allerdings geschieht dies fast ausschließli ch auf privater Ebene. Insgesamt 
gibt es recht viele private (individuelle) Kontakte , gebündelte/organisierte Kontakte 
sind eher gering. 
 
6.3 Multinationale und bilaterale Projekte seit 200 3 
 
2004, 2006 sowie 2008 gestalteten zwei Personen aus  Fresno, aus privatem Enga- 
gement heraus, die Ecke der Partnerstädte auf der M esse „Frühling, Blumen, Freizeit“ 
in der Halle Münsterland mit.  
  
6.4 Partnerschaftsverein 
 
Der Jugendaustausch des Vereins zur Förderung des J ugendaustausches führt nach 
wie vor den von Münsteranern sehr beliebten Jugenda ustausch durch (4 Wochen 
Schule in Fresno, 2 Wochen Rundreise durch Kaliforn ien). Zudem hat sich eine Bür- 
gerreise von Münster nach Fresno (ca. 8 Personen) sowie die Reise vereinzelter Gast- 
familien aus Fresno nach Münster etabliert. Diese K ontakte sind stabil. Der Verein zur 
Förderung des Jugendaustausches, aktiv unterstützt von der Stadt Münster, bemüht 
sich zudem um einen Sportaustausch.  
 
 
6.5 Ausblick auf die kommenden drei Jahre 
 
Hauptmotor der Städtepartnerschaftsarbeit auf der Seite von Fresno ist Norman Bitter. 
Zwischen ihm und dem Amt des Rates und des Oberbürg ermeisters kommt es regel- 
mäßig zum Austausch von Informationen und Anfragen.  Zudem kommt es immer wie- 
der zu Kontakten einzelner Gruppen. Eine kontinuierliche Partnerschaftsarbeit wird nur 
vom Verein zur Förderung des Jugendaustausches zwis chen Fresno und Münster ge- 
leistet.  
Ein erhöhtes Interesse der Stadtverwaltung Fresno w ar unter dem Bürgermeister Alan 
Autry nicht zu erwarten, allerdings wurde im Juni 2 008 in Fresno neu gewählt. Es 
bleibt abzuwarten, ob der neue Bürgermeister „inter nationale Zusammenarbeit“ höher 
bewertet als der Bisherige. Abgesehen davon wird si ch in den nächsten Jahren zei- 
gen, ob es gelingt, das Partnerschaftskommittee in Fresno zu verjüngen (es werden 
vielfältige Anstrengungen unternommen) und somit ne uen Wind in die Partnerschaft 
zu bekommen

16 
 
 
7. Rjasan 
 
Lage: Rjasan liegt am Ufer der Oka, etwa 200 Kilome ter südöstlich der russischen 
Hauptstadt Moskau. Das Umland wird überwiegend land wirtschaftlich genutzt und ist 
von großen Eichen- und Kiefernwäldern des Naturschu tzgebietes „Meschtschera “ 
umgeben, durch das auch die Oka fließt. 
Einwohner: 532.000 
Entfernung zu Münster: ca. 2.000 km   
Partnerstadt seit 1989 
 
7.1 Begründung der Städtepartnerschaft 
 
Es war ein langer Weg, bis die Städtepartnerschaft zwischen Rjasan und Münster zu- 
stande kam. Die ersten Kontakte gehen auf den Anfan g der 80er Jahre zurück, doch 
erst mit dem politischen Umbruch im ehemaligen Ostb lock kamen die Bemühungen 
voran, so dass die Partnerschaft 1989 endlich besie gelt werden konnte. Die Bezie- 
hungen standen zunächst vor allem im Zeichen der hu manitären Hilfe. Die Menschen 
in Münster organisieren regelmäßig Hilfsaktionen, d urch die in Rjasan schon etliche 
Projekt realisiert werden konnten. So entstand dort  1991 ein soziales Zentrum mit 
Großküche, Café, Kleiderkammer und einer Apotheke m it ärztlicher Versorgung. Be- 
hinderte und alte Menschen wurden durch Pflegediens te oder Essen auf Rädern über 
das Zentrum versorgt. Immer wieder starteten Pakett ransporte mit Kleidung und Din- 
gen des täglichen Lebens nach Rjasan. Heute besteht  die humanitäre Hilfe vorwie- 
gend aus Geldspenden, die münsteraner Bürgerinnen u nd Bürgern direkt für Bürge- 
rinnen und Bürger aus Rjasan überweisen.   
 
7.2 Standortbestimmung 
 
Diese deutsch- russische Städtepartnerschaft erlebt e im Jahr 2004 durch festgestellte 
und nachgewiesene Korruptionsvorfälle und Bereichun gen durch die 1. Direktorin des  
Sozialen Zentrums der humanitären Hilfe Rjasan, wel ches von Münsteraner Bür- 
gern/innen, den Westfälischen Nachrichten und Münst eraner Firmen aufgebaut wor- 
den war, einen Einbruch. Diese Korruptionsfälle tangierten auch Teile der Stadtverwal- 
tung Rjasan und der Oblastverwaltung  Rjasan. In de r Folge wurden auf Rjasaner Sei- 
te viele Entlassungen vorgenommen. Da das soziale Zentrum Rjasan nicht nur als An- 
lauf- und Beratungsstelle für die Rjasaner Bürger fungierte, sondern auch das Zentrum 
für die gesamten städtepartnerschaftlichen Aktivitä ten Münster- Rjasan (vom Überset- 
zungsbüro bis zu Veranstaltungen) in Rjasan war, br ach auch diese Arbeit weitestge- 
hend zusammen.  
Aufgrund dieser Vorfälle hat der neu gewählte Oberbürgermeister der Stadt Rjasan die 
Aufgabe der Pflege der städtepartnerschaftlichen Beziehungen direkt in seinem Sekre- 
tariat angesiedelt. In einigen Räumen des ehemalige n Sozialen Zentrums wurde der 
neu gegründete Sozial- und Städtepartnerschaftsfond s Rjasan eingerichtet, der zum 
einen die städtepartnerschaftlichen Kontakte pflegt , aber zum anderen auch eine re- 
duzierte humanitäre Hilfe Rjasan anbietet. Aufgrund  der neu geschaffenen Strukturen 
wird nunmehr die Betreuung von älteren Menschen in Rjasan sowie der Opfern des 
Nationalsozialismus garantiert. Unter Mithilfe des Amtes des Rates und des Oberbür- 
germeisters in Münster ist es gelungen, Förderungsm ittel vom Zukunftsfonds der Bun- 
desrepublik Deutschland für die notwendige Aufbauarbeit zu bekommen.

17 
 
Offizielle  Delegationsbesuche  
        
Auf bürgerschaftlicher Ebene blieb der Kontakt nach  Rjasan ständig bestehen, auf of- 
fizieller Seite wurde zwar versucht den Kontakt auf recht zu erhalten, da die Stadt 
Münster im Interesse der Bürgerinnen und Bürger der  Stadt Münster und der Stadt 
Rjasan an der nachhaltigen Aufklärung der Korruptio nsfälle interessiert war, aber dies 
gestaltete sich recht schwierig. Hervorzuheben ist, dass der bis Sommer 2008 gewähl- 
te Oberbürgermeister der Stadt Rjasan,  Semjon Saso rnow, im November 2006 seine 
zweite Deutschlandreise in die Partnerstadt Münster  durchführte. Neben Fachgesprä- 
chen mit der Stadtverwaltung, der Handwerkskammer M ünster, dem Förderverein 
Münster- Rjasan, standen auch intensive Gespräche m it Herrn Oberbürgermeister Dr. 
Berthold Tillmann auf dem Programm. 
 
Bürger-
 und  Vereinskontakte  
 
Auch auf das bürgerschaftlich Engagement und die Ve reinskontakte mit Münster ha- 
ben sich die Korruptionsfälle in Rjasan ausgewirkt. Hier musste erst wieder neues Ver- 
trauen geweckt oder altes zurück gewonnen werden. U mso erfreulicher ist es, dass 
trotz der Vorfälle jährlich Bürgerreisen von und na ch Rjasan durchgeführt werden 
konnten. Zudem koordiniert der Förderverein Münster  Rjasan eine Vielzahl von bür- 
gerschaftlichen Kontakten. 
 
 
Kontakte 
 zwischen  den  Universitäten  Münster  und  Rjasan   
 
Gerade der beständige Kontakt und die kontinuierlic he Aufbauarbeit des Institutes für 
Politikwissenschaften der Universität Münster haben  dazu geführt, das in 2006 die e- 
hemalige päd. Hochschule Rjasan  durch den Erlass d es russischen Staatspräsiden- 
ten Putin zur Volluniversität anerkannt worden ist.  Mit der Unterstützung der Volkswa- 
genstiftung finden dadurch regelmäßige Praktika und  Gaststudienaufenthalte in Rja- 
san und Münster statt, die auch für russlanddeutsch e Studenten aus Münster immer 
interessanter werden. 
Darüber hinaus gibt es enge Beziehungen zwischen de n Friseurinnungen Münsters 
und Rjasans sowie Überlegungen für einen gemeinsame n Aufbau eines Handwerks- 
kammerbildungszentrum nach dem Modell von Kostroma in Rjasan. Auf Verwaltungs- 
ebene konnten gute Arbeitsbeziehungen zwischen den Stadtverwaltungen Rjasan und 
Münster im Bereich der Schulpsychologie aufgebaut werden.  
 
 
7.3 Bi - und multinationale Projekte  seit 2003 
 
• In 2004 nahmen zwei Künstler aus Rjasan an einem K ünstlerworkshop von pArt 96 
teil 
• In 2005 nahmen zwei Zeitzeugen und zwei Jugendlich e aus Rjasan  an einer Be- 
gegnung zwischen Generationen und Nationen zum 60. Geburtstag des Ende des 
zweiten Weltkrieges teil

18 
 
 
7.4 Partnerschaftsverein 
 
Die Städtepartnerschaft Münster- Rjasan war von Anf ang an von einem sehr starken 
bürgerschaftlichen Engagement im Bereich der humani tären Hilfe Rjasan geprägt, 
welches sich auch deutlich in der Vereinsarbeit des  Förderverein Münster- Rjasan wi- 
derspiegelte.  
Der 1991 gegründete Förderverein Münster- Rjasan, d er viele Vereinsaktivitäten mit 
dem ehemaligen Sozialen Zentrum Rjasan lancierte, m usste nach dessen Zusam- 
menbruch die gesamte Vereinsarbeit umstellen. Statt  der Hilfsgütersendungen nach 
Rjasan, wurde eine vierteljährliche Überweisungsakt ion für bedürftige Familien nach 
Rjasan initiiert und behutsam aufgebaut. Daneben ha t der Förderverein Münster-
Rjasan die Projektarbeit mit neuen Partnern in Rjas an deutlich  ausgebaut und auch 
einen Schwerpunkt der Vereinsaktivitäten  mit der B ehindertenarbeit im Rahmen der 
Städtepartnerschaft Münster- Rjasan gesetzt.  Ebens o konnten die guten Vereinskon- 
takte zur Gorki-Bibliothek in Rjasan weiter ausgebaut werden.  
 .  
7.5 Ausblick auf die kommen Jahre drei Jahre 
 
Der Ausbau der Städtepartnerschaft Münster- Rjasan sollte behutsam und äußerst 
sensibel, mit allen Partnern in Rjasan und Münster weiterentwickelt werden. Es gilt vor 
allem wieder Vertrauen auf sämtlichen Arbeitsebenen zu schaffen. 
Als einen ersten Schritt müsste Kontakt zur neuen S tadtspitze in Rjasan aufgenom- 
men werden. Auf der Bürgerreise 2008 hat Ratsherr G ünter Schulze Blasum bereits 
eine Einladung für 2009 an den Ausschussvorsitzende n für Städtepartnerschaften 
ausgesprochen. Zudem wird 2009 das 20jährige Bestehen der Städtepartnerschaft ge- 
feiert.  
 
 
8. Mühlhausen - Deutschland 
 
Mühlhausen/Deutschland liegt zwischen Harz und Thüringer Wald. Mühlhausen gilt als 
wahres Schmuckstück unter Deutschlands historischen  Städten, da hier bauliche Stil- 
richtungen aus 800 Jahren erkennbar sind. Gerade ei nmal sechs Kilometer südlich 
von Mühlhausen befindet sich der geographische Mittelpunkt Deutschlands.  
Einwohner: 38 350 
Entfernung zu Münster: ca. 300 km 
Partnerstadt: seit 1990 
Über die Partnerschaft 
8.1 Begründung der Städtepartnerschaft 
 
Diese Partnerschaft verdankt ihr Entstehen einem Te il der jüngeren Geschichte 
Deutschlands. Schon in den 80er Jahren hatte sich M ünster um Beziehungen zu einer 
Stadt in der damaligen DDR bemüht. Doch erst als da s in Folge des Zweiten Welt- 
kriegs geteilte Deutschland wieder zusammenwuchs, e rst als sich die deutsch-
deutsche Grenze öffnete, konnte 1990 der Partnersch aftsvertrag zwischen Mühlhau- 
sen und Münster unterzeichnet werden, der erste zwi schen zwei deutschen Städten 
mit frei gewählten Kommunalparlamenten. Die Freunds chaft startete mit einer umfas- 
senden Verwaltungshilfe über vier Jahre. Parallel d azu gab und gibt es zahlreiche Be- 
gegnungen zwischen Organisationen, Vereinen und Ver bänden: Schulklassen haben 
das Schul- und Stadtleben mit gemeinsamen Projekten  bereichert; Chöre und Musik-

19 
 
ensembles, Künstler und Kunstinteressierte, Bäckerm eister, Sportbegeisterte, Eisen- 
bahnfans sowie Kirmes- und Karnevalsanhänger – um n ur einige herauszugreifen – 
erfüllen die Partnerschaft mit Leben. 
 
8.2 Standortbestimmung 
 
Der Kontakt zu Ämtern und Einrichtungen der Stadt Mühlhausen ist in den letzten Jah- 
ren wesentlich unkomplizierter geworden. Die Zustän digkeit für die Städtefreundschaft 
ist im Hauptamt und z. T. im Kulturamt der Stadt Mü hlhausen angesiedelt.  Zwischen 
den Verwaltungseinheiten und den Mitarbeiterinnen i m Amt des Rates und des Ober- 
bürgermeister besteht ein regelmäßiger Kontakt, sod ass Projekte und Austausche 
auch von Bürgergruppen in der Regel zeitnahe koordiniert werden können.  
 
 
Offizielle Begegnungen 
 gibt es anlässlich von Jubiläen. Die Stadt Mühlaus en lädt zu- 
dem noch jedes Jahr Vertreter von Rat und Verwaltun g des Stadt Münster zur Mühl- 
häuser Stadtkirmes ein. 
 
Die Bandbreite der geförderten Bürgerbegegnungen 
 erstreckt sich vom Bäckerhand- 
werk über Sport und Musik bis hin zu Karneval.  
Aber auch Begegnungen ohne städtische Förderungen ( z.B. Rotary, CDU) sind 
Standbeine der freundschaftlichen Beziehungen. Dire kten Kontakt nach Mühlhausen 
haben u. a. die Westf. Schule für Musik, das Schill ergymnasium, die Martin-Luther-
Kirche und der Deutsche Frauenring.  
 
Innerhalb der Städtepartnerschaft Münster-Mühlhause n unterhält der Löschzug Nien- 
berge der Freiwilligen Feuerwehr Münster seit 1991 intensive Kontakte zur Feuerwehr 
Mühlhausen. 
 Jährliche Besuche und Gegenbesuche sind die Regel.  
   
 
8.3 Multinationale Projekte seit 2003: 
 
• 2003 nahmen drei Teilnehmer aus Mühlhausen an eine r Fachtagung zum Europäi- 
schen Jahr der Menschen mit Behinderungen in Münster teil. 
• 2004, 2006 und 2008 gestalteten jeweils drei Perso nen aus Mühlhausen die Ecke 
der Partnerstädte auf der Messe „Frühling, Blumen, Freizeit“ in der Halle Münster- 
land mit und beteiligten sich am Rahmenprogramm. 
• 2005 nahmen eine Zeitzeugin und vier Jugendliche a us Mühlhausen an einer Be- 
gegnung zwischen Generationen und Nationen zum 60. Jahrestag des Endes des 
Zweiten Weltkrieges teil. 
 
8.4 Partnerschaftsverein 
 
Den wohl intensivsten Austausch mit Mühlhausen pfle gt der Verein Freunde Mühlhau- 
sens e.V., der durch reges Spendensammeln zahlreich e Projekte in Mühlhausen er- 
möglicht hat (z.B. Gestaltung eines Partnerschaftsm onumentes mit zwei Findlingen 
aus dem Münsterland, Übergabe eines Bildfensters „M ontagsgebete“ an die Martini- 
gemeinde Mühlhausen, Gestaltung von zwei Schautafel n für das Tilesius-Gymnasium 
Mühlhausen, Übergabe von zwei Bronzeplaketten - Eri nnerung an das verloren ge-

20 
 
gangene Stadtsiegel - an die Stadt Mühlhausen). Die  Freunde Mühlhausens nehmen 
jährlich mit einer großen Gruppe an der Mühlhäuser Stadtkirmes teil. 
 
8.5 Ausblick auf die kommenden drei Jahre 
 
Der Motor dieser Städtepartnerschaft ist der Verein der „Freunde Mühlhausens“. In gilt 
es in den kommenden Jahren bei seinen Bemühungen, a uch jüngere Mitglieder für 
den Verein zu gewinnen zu unterstützen, den die Alt ersstruktur des Vereins lässt be- 
fürchten, dass eine Weiterführung der Vereinarbeit im derzeitigen Umfang, gefährdet 
ist. Hier sollte insbesondere in Zusammenarbeit mit  dem Verein nach Möglichkeiten 
gesucht werden, bei den vielen Sport- und Musik- un d Vereinskontakte Menschen für 
die Mitarbeit im Verein „Freunde Mühlhausens“ zu gewinnen.  
 
9. Lublin – Polen 
 
Lage: Lublin liegt südöstlich der polnischen Haupts tadt Warschau in der von Flüssen 
durchzogenen Lubliner Hochebene. Die Stadt ist kein e 100 Kilometer von den Gren- 
zen zur Ukraine und zu Weißrussland entfernt und be findet sich damit im Übergangs- 
bereich von Mittel- zu Osteuropa. Ihr Umland ist ge prägt von fruchtbaren Wiesen und 
Feldern und wird dementsprechend vor allem landwirtschaftlich genutzt. 
Einwohner 368.000 
Entfernung zu Münster ca. 1000 km 
Partnerstadt seit 1991 
 
 
9.1 Begründung der Städtepartnerschaft 
 
Die ersten Kontakte mit Lublin kommen über das Inst itut für Christliche Sozialwissen- 
schaften der Universität in Münster zustande, das s eit Anfang der 70er Jahre mit der 
Katholischen Universität Lublin zusammenarbeitet. 1 991 wird die Städtepartnerschaft 
zwischen Lublin und Münster offiziell. Seither habe n sich die Verbindungen auf viele 
Bereiche ausgeweitet. Münsters Schulen nehmen Konta kt zu Schulen in Lublin auf, 
Kirchengemeinden gründen Partnerschaften, Künstler,  Sportler und Medienvertreter 
besuchen regelmäßig die Partnerstadt. Auch zwischen den Verwaltungen beider Städ- 
te gibt es einen regelmäßigen Austausch, nicht zu v ergessen die vielen privaten Kon- 
takte. 1992 wird daraus sogar eine zweite Dreiecksp artnerschaft: Ähnlich wie Münster 
und Kristiansand in den 60er Jahren in Orléans zuei nander fanden, so wird Lublin nun 
Partnerstadt von Rishon LeZion. 
 
9.2 Standortbestimmung  
 
Die städtepartnerschaftlichen Beziehungen Münster -  Lublin haben eine erfreuliche 
Eigendynamik entwickelt und sind im Jahr 2003 als b este deutsch - polnische Städte- 
partnerschaft vom Botschafter der Republik Polen in  der Bundesrepublik Deutschland 
ausgezeichnet worden. 
 
Lublin verfügt über 13 Partnerstädte, davon mit Del menhorst und Münster zwei deut- 
sche. Diese genießen in Lublin einen hohen Stellenw ert und sind in der Stadtverwal- 
tung Lublin, direkt im Amt des Stadtpräsidenten der Stadt Lublin angesiedelt.

21 
 
Die Ansprechpartnerin im Amt des Stadtpräsidenten d er Stadt Lublin für die städte- 
partnerschaftlichen Beziehungen zu Delmenhorst und Münster übt diese Tätigkeit be- 
reits über 13 Jahren aus.   
 
Entsprechend der Idee und der Intention  dieser deu tsch- polnischen Städtepartner- 
schaft, die auch in eine Dreieckspartnerschaft, weg en der besonderen jüdischen Ver- 
gangenheit Lublins, eingebunden ist,  dominieren di ese nachstehend aufgeführten Ar- 
beitsbereiche: 
 
Offizielle Delegationsbesuche finden fast jährlich mit Besuchen und Gegenbesuchen 
zu den unterschiedlichsten Anlässen statt und hatte n ausgewählte Themenschwer- 
punkte. 
 
Schul- und Hochschulaustausch
 
 
Während es im Hochschulbereich aufgrund der gleiche n Strukturen in Lublin und 
Münster „anspruchsvolle“ und fundierte Kontakte gibt, liegt im Bereich der klassischen 
Schulaustausches im Rahmen einer Schulpartnerschaft  noch ein deutlicher Nachfra- 
gebedarf von Lublin gegenüber Münster, den die deut sche Partnerstadt noch nicht im 
vollen Umfang umsetzen  konnte. 
Dagegen gibt es gute Schulpartnerschaften des Anne Frank Berufskollegs Münster, 
der Hansa Schule Münster mit den Lubliner Wirtschaftsschulen 
 
Verwaltungskontakte 
 
 
 Zur Feuerwehr Lublin bestehen Kontakte im Rahmen d er Jugendfeuerwehrarbeit. In 
den Jahren 2001/2002 gab es Besuche und Gegenbesuch e. Für 2008 ist ein erneuter 
Besuch der Jugendfeuerwehr Münster in Lublin geplan t. Die Finanzierung erfolgt zum 
Teil aus Mitteln der deutsch-polnischen Jugendförde rung, aus Fördermitteln der Ju- 
gendfeuerwehr und durch Eigenbeträge.  
  
Daneben signalisieren auch die Fachaustausche zwisc hen den Kommunalverwaltun- 
gen Lublin und Münster im Bereich Aufbau von Bürger ämtern als Servicestellen, mo- 
derne Energietechnologien und  dem Aufbau eines Flu ghafens in Lublin ein europäi- 
sches Miteinander im Rahmen dieser Städtepartnerschaft. 
 
 Darüber hinaus gibt es gegenseitige Hospitationen und Praktika der Schulpsychologi- 
schen Beratungsstelle mit der katholischen Universität Lublin, Fachbereich Pädagogik. 
 
Schwierig gestaltet sich nach wie vor der Aufbau vo n Wirtschaftskontakten. Viele An- 
läufe wurden in Zusammenarbeit mit der IHK Münster und der Wirtschaftsförderung 
Münster bereits unternommen, scheiterten aber häufi g an der schlechten verkehrli- 
chen Infrastruktur von Warschau nach Lublin. Dies s oll eben durch den geplanten 
Flughafenbau behoben werden.  
 
Kontakte gab es auch zwischen dem Bistum und den Ki rchen/Pfarrgemeinden  in 
Münster und Lublin, die beide vergleichbaren Grunds trukturen aufweisen. Besonders 
hervorzuheben ist hier neben den klassischen Bezieh ungen, beispielsweise das ge- 
meinsame Projekt der St. Ida Pfarrgemeinde Münster und der St. Marien Dabrowica, 
in Kooperation mit dem Bistum Münster, der Bezirksr egierung Münster, der Stadtver-

22 
 
waltung Münster und den Partner in Lublin zu den Th emenangeboten Kirche und 
Glaube in einem vereinten Europa. 
In Zusammenarbeit mit der Kath. Polnischen Mission in Münster ist es gelungen, im 
Bereich der Nephrologie einen Austausch von Fachwis sen und Technologien in den 
letzten drei Jahren mit Fachpraktika anzubieten. Hi er engagieren sich im besonderen 
Maße Ärzte und Fachkliniken aus Münster. 
 
 
9.3 Bi- und multinationale Projekte seit 2003 
 
• 2003 nahmen 5 Teilnehmer aus Lublin an der Fachtag ung  „Menschen mit Behin- 
derungen“ in Münster teil 
• 2004, 2006 und 2008 war Lublin beständiger Teilneh mer mit einem Stand im Rah- 
men der Messe „Frühling, Blumen, Freizeit „ in der Halle Münsterland.  
• 2004 nahmen zwei Künstler aus Lublin an einem Küns tlerworkshop von pArt 96 teil 
• 2005 nahmen zwei Zeitzeugen und zwei Jugendliche a us Lublin an einer Begeg- 
nung zwischen Generationen und Nationen zum 60. Jah restag des Ende des zwei- 
ten Weltkrieges teil. 
• Jugendliche aus Lublin beteiligen sich jährlich am  Youth4Media Camp im Benno- 
haus 
 
 
9.4 Partnerschaftsverein 
 
Gerade der Vereinsaustausch mit einem intensiven bü rgerschaftlichen Kontakt hat in 
den letzten drei Jahren weiter zugenommen. Neben dem Förderverein Münster- Lublin 
hat sich durch die Städtepartnerschaft Münster- Lub lin  eine Deutsch-polnische Ju- 
gendakademie Münster e.V. gebildet, die auch gleich zeitig Nebenstelle des Deutsch- 
Polnischen Jugendwerkes ist, und viele Jugendbegegn ungen zwischen Münster- 
Lublin; Lublin – Münster durchführen. Während die D eutsch-polnische Jugendakade- 
mie sehr stark mit einer Jugendorganisation, der No wy Staw Stiftung kooperiert, muss 
bezogen auf die klassischen Bürgerkontakte noch ein Förderverein Lublin – Münster in 
Lublin wieder aufgebaut werden. Ein festes Standbei n bilden die jährlichen Bürgerrei- 
sen von- und nach Lublin.  
  
 
9.5 Ausblick auf die kommenden drei Jahre 
 
Lublin und Münster sollten ihre Chancen nutzen und gemeinsam europäische Begeg- 
nungsprojekte nach den strengen Förderkriterien der Europäischen Gemeinschaft initi- 
ieren und ihre gemeinsamen Erfahrungen  für ein gut es deutsch- polnisches Miteinan- 
der in einem vereinten Europa im Rahmen dieser Städ tepartnerschaft nutzen. Hier gilt 
es insbesondere die Vereine in Münster in Ihrer Arb eit zu unterstützen sich zu bemü- 
hen, Förderquellen für gemeinsame Projekte auf deut scher oder europäischer Ebene 
zu erschließen.

23 
 
 
10.0 Braniewo 
  
Stadt - und Kreis Braniewo, das frühere Braunsberg,  liegen im äußersten Nordosten 
von Polen. Die ehemalige kulturelle und geistige Ho chburg des Ermlandes in Ost- 
preußen befindet sich heute in einer aufstrebenden Region direkt an der russischen 
und ukrainischen Grenze  
Die Stadt ist eingebettet in eine wunderschöne ostpreußische Bilderbuchlandschaft di- 
rekt am Haff an der polnischen Ostseeküste 
Einwohner: 37980 
Entfernung zu Münster: 1379 km 
Patenschaft: seit 1954 
 
10.1 Begründung der Patenschaft 
 
Schon lange bevor es zu einem offiziellen Patenscha ftsabkommen  zu Stadt- und 
Kreis Braniewo kam, gab es schon im ersten Weltkrie g zwischen 1914 bis 1916  mit 
der sog. Kriegspatenschaft und der Ostpreußenhilfe finanzielle Zuwendungen der 
Stadt Münster. Am 24.05.1954 beschloss der Rat der Stadt Münster die Patenschaft 
über Stadt- und Kreis Braniewo. 
Intention dieser Patenschaft war es zunächst, den a us ihrer Heimat vertriebenen 
Braunsbergern/innen einen Sammelpunkt menschlicher und kultureller Gemeinschaft 
in Münster zu geben bzw. von Münster aus Verbindung en und Beziehungen zu den 
vertriebenen Braunsbergern/innen aufzubauen und zu pflegen. 
Die besondere Beziehung zu Münster und Stadt/Kreis Braniewo resultiert darauf, dass 
beide  Kommunen dem Städtebund der Hanse angehörten  und beide Städte ihre Ver- 
treter/innen  zu den Hansetagen in Lübeck entsandten. 
 
10.2 Standortbestimmung 
 
Die patenschaftlichen Beziehungen  werden zum Teil durch die Kreisgemeinschaft 
Braunsberg e.V. gestaltet. Neben dem Aufbau einer H eimatdatei der vertriebenen e- 
hemaligen Braunsberger/innen, findet alljährlich in  der Patenstadt Münster das sog. 
Kreisgemeinschaftstreffen aller in der Bundesrepubl ik lebenden ehemaligen Brauns- 
bergern/innen mit ihren Kindern und Enkelkindern statt. Desweiteren werden durch die 
Kreisgemeinschaft Braunsberg e.V. Bürgerreisen nach Braniewo angeboten.  
Mit Unterstützung der Kreisgemeinschaft Braunsberg e.V. ist es gelungen, seit 1991 
eine Städtefreundschaft zu Braniewo im Rahmen diese r Patenschaft zu Kreis- und 
Stadt Braniewo aufzubauen. 
Diese Städtefreundschaft zeichnet sich durch gegens eitige Delegations- und Arbeits- 
besuche zwischen den Kommunalverwaltungen, den Schüler – und Jugendaustausch, 
sowie Praktika und Hospitationsprogrammen aus. 
 
10.3 Besondere Aktivitäten  
 
Besonders im Bereich des Schüler- und Jugendaustaus ches wurden Aktivitäten mit 
unterschiedlichen Themenfeldern  mit dem Gymnasium Paulinum und dem Geschwis- 
ter Scholl Gymnasium in Münster mit dem Hosianum Braniewo aufgebaut.

24 
 
10.4 Partnerschaftsverein 
 
Einen klassischen Partnerschaftsverein gibt es in d en Beziehungen Braniewo –
Münster nicht. Teilweise werden diese Tätigkeiten  durch die Kreisgemeinschaft 
Braunsberg e.V. wahrgenommen. 
 
10.5 Ausblick auf die kommenden drei Jahre 
 
Die beiden ehemaligen Hansestädte Münster und Brani ewo sollten weiterhin versu- 
chen, den  Schüler und Jugendaustausch noch weiter auszubauen.

25 
 
II. Sonstigen internationalen Aktivitäten der Stadt  Münster  
    
Doch neben den formalisierten Städtepartnerschaften  gibt es in Münster zahlreiche 
projektbezogen interregionale und internationale Ko ntakte, die mit dieser Vorlage in 
den Blick genommen werden sollen. Hierzu wurden all e Ämter und Dezernate anhand 
der folgenden Fragen um Stellungsnahme gebeten: 
 
Dezernat Obm 
 
Presse- und Informationsamt 
 
 
Überregionale, europäische und internationale Kontakte sowie Städtenetzwerk- 
verbindungen 
 
Über den Filmservice Münster.Land des städtischen P resseamtes bestehen seit 2001 
Kontakte zu niederländischen Filmschaffenden. 
So ist der in diesem Jahr zum vierten Mal im zweijä hrigen Rhythmus ausgeschriebene 
Drehbuchförderpreis Münster.Land grenzüberschreiten d ausgeschrieben, sowohl 
Drehbuchautoren aus Deutschland als auch den Nieder landen sind aufgefordert, ihre 
Drehbuchentwürfe einzureichen. Darüber hinaus veran staltet der Filmservice Müns- 
ter.Land jährlich ein Drehbuchseminar für Autoren a us Deutschland und den Nieder- 
landen, das regelmäßig großen Zuspruch in beiden Lä ndern findet und in seiner Art 
ein einzigartiges Angebot ist, das gerade von niede rländischer Seite aus sehr begrüßt 
wird. 
Regelmäßig besucht Nicola Ebel vom Filmservice Müns ter.Land auch das nationale 
niederländische Filmfestival in Utrecht, bei dem si e bestehende Kontakte zu nieder- 
ländischen Filmemachern immer weiter ausbaut. 
So sollen nach den deutschen Filmemachern auch die niederländischen dazu animiert 
werden, im Münsterland Filme zu drehen. 
In Planung ist ein Stipendium für deutsche und niederländische Drehbuchautoren. 
 
Diese Kontakte kamen nicht aufgrund politischer Ent scheidungen sondern aufgrund 
marktorientierter Überlegungen zustande. Deshalb is t die Politik nicht aktiv eingebun- 
den. 
 
Austausche finden jährlich während der Seminare und  des Filmfestivals in Utrecht 
statt, darüber hinaus alle zwei Jahre im Rahmen der Drehbuchförderpreisverleihung. 
 
Zur Kontaktpflege stehen lediglich Mittel aus dem B udget des Filmservice zur Verfü- 
gung. 
 Dezernat I 
 
 Bürgeramt – Bezirksverwaltung Hiltrup 
 
 
Im Jahr 1974 wurden von der damals noch eigenständi gen Gemeinde Hiltrup eine 
Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Beaugency begründet. 
 
Nach der kommunalen Neugliederung im Jahr 19975 bli eb diese Partnerschaft als 
Partnerschaft des Stadtbezirks Münster-Hiltrup mit der Stadt Beaugency bestehen. 
Die Partnerschaft wird vom Partnerschaftskomitee Hi ltrup-Beaugency, den örtlichen 
Sportvereinen TuS Hiltrup und GW Amelsbüren sowie d rei Hiltruper Chöre getragen.

26 
 
Der Bezirksbürgermeister ist geborenes Mitglied im Vorstand des Partnerschaftskomi- 
tees.  
 
Durch die vielfältigen Kontakte aus den Vereinen sowie verschiedene Veranstaltungen 
des Partnerschaftskomitees (Filmvorführungen, Weina bende, Beteiligung an Hiltruper 
Festen) wird diese Partnerschaft aktiv mit Leben gefüllt.  
 
 
 
 Feuerwehr 
 
von der Feuerwehr werden verschiedene Partnerschaft en mit unterschiedlicher Inten- 
sität gepflegt. Neben den bei den Städtepartnerscha ften bereits dargestellten Kontak- 
ten werden noch folgende reine Feuerwehrpartnerschaften unterhalten:  
 
a) Enschede (Niederlande) 
 Über den Austausch von Feuerwehr-Ausbildungsbeamte n werden seit 1993 
Kontakte zur Feuerwehr Enschede gepflegt. Zu besond eren Feuerwehranläs- 
sen (Bezug neuer Wachen, Jubiläen) finden gegenseit ige Besuche statt. Aber 
auch auf den Abteilungs- bzw. Fachstellenebene best ehen persönliche Kontak- 
te und dienstlicher Erfahrungsaustausch.  
  
b) Zwolle (Niederlande) 
 Der Kontakt zur Feuerwehr Zwolle besteht seit ca. 1970 und wurde anfangs ü- 
ber den damaligen Feuerwehrausschuss initiiert und begleitet. Es gab mehrfa- 
che Besuche und Gegenbesuche. Nach der Auflösung de s Feuerwehraus- 
schusses flachte die Kontaktpflege ab und beschränk t sich heute auf den Aus- 
tausch von Grußadressen bzw. Festtagsgrüße. 
  
c) Vila do Conde (Portugal) 
 Seit 1996 besteht ein intensiver Kontakt des Lösch zuges Geist der Freiwilligen 
Feuerwehr Münster zur Stadt Vila do Conde in Portugal.  
 Besuche und Gegenbesuche haben stattgefunden. 
  
d) Lipova (Rumänien) 
 Der Löschzug Mecklenbeck der Freiwilligen Feuerweh r Münster unterhält seit 
1986 eine Partnerschaft zur Feuerwehr der Stadt Lipova in Rumänien. 
 Partnerschaftliche Eigenleistungen wurden organisi ert und erbracht (z. B. Hilfe- 
stellung rumänischer Feuerwehrangehöriger bei der D acheindeckung des Ho- 
fes Hesselmann, in dem seinerzeit die Ausbildungsab ende des Löschzuges 
stattfanden). 
 Mehrfach organisierte der Löschzug Mecklenbeck Hil fstransporte für deren Ver- 
teilung an Kinderheime der Stadt Lipova die örtliche Feuerwehr eintrat. 
  
e) Steinhagen (Nordhein-Westfalen) 
 Der Löschzug Nienberge der Freiwilligen Feuerwehr Münster unterhält seit  
1990 partnerschaftliche Kontakte zur Feuerwehr Stei nhagen. Gegenseitige Be- 
suche  - auch verbunden mit Gemeinschaftsübungen – finden regelmäßig statt. 
 Zu Anlässen, die mit Feuerwehrtätigkeiten verbunde n sind, werden Dienstfahr- 
zeuge gestellt.

27 
 
f) Haffkrug (Schleswig Holstein) 
 Zur Feuerwehr Haffkrug werden seit 2001 Kontakte ü ber den Löschzug Geist 
der Freiwilligen Feuerwehr unterhalten. 
 Besuche und Gegenbesuche finden regelmäßig statt. Neben kameradschaftli- 
chen Veranstaltungen werden auch gemeinsame feuerwe hrtechnische Dienste 
– z. B. Teilnahme an Leistungsnachweisen – durchgef ührt. Zur Teilnahme an 
Feuerwehrveranstaltungen werden Dienstfahrzeuge gestellt. 
  
 
 Dezernat III 
 
 Amt für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Wohnen und  Verkehr 
 
 
 Euregio 
 
Die Stadt Münster ist seit 1999 Mitglied in der Eur egio. Die EUREGIO umfasst eine 
Fläche von rund 13.000 km². In dem Gebiet leben fas t 3,4 Millionen Einwohner. Etwa 
zwei Drittel der Fläche und der Bevölkerung gehören  zum deutschen und ein Drittel 
zum niederländischen Staatsgebiet. Auf deutscher Seite erstreckt sich die Region über 
Teile des Landes Niedersachsen und über Teile des L andes Nordrhein-Westfalen. 
Insgesamt gehören 130 Städte, Gemeinden und (Land)k reise zur EUREGIO. Die 
EUREGIO setzt sich für die Bürger, Unternehmen, Org anisationen und angeschlosse- 
nen Kommunen im Grenzgebiet ein. Sie unterstützt di e Zielgruppen dabei, die Chan- 
cen auf beiden Seiten der Grenze optimal zu nutzen und trägt dazu bei, den 
Wohlstand und das Wohlergehen sowie das wechselseit ige Verständnis der Men- 
schen im Grenzgebiet zu fördern. Die EUREGIO nimmt dabei Rücksicht auf die kultu- 
rellen Unterschiede zwischen Deutschen und Niederländern. 
 
Organe der Euregio sind der Euregio Rat, der Euregi o Vorstand und die Euregio Ar- 
beitskreise (10 insgesamt). Die Stadt Münster ist i m Euregio-Rat mit Vertreter/innen 
des Rates sowie mit einem Vertreter der Verwaltung vertreten.  
 
Auf der Arbeitskreisebene wird der AK Raumordnung u nd Verkehr seit 2001 von der 
Stadt Münster geleitet.

28 
 
Städtedreieck/Städtenetzwerk MONT (Münster, Osnabrü ck, Enschede, Hengelo, 
Netwerkstad Twente) 
 
 Der Zusammenschluss der Städte Münster, Osnabrück,  Enschede, Hengelo, Net- 
werkstad Twente existiert seit 1989. Vorrangiges Zi el dieses Netzwerkes ist es, sich 
im Europa der Regionen zu positionieren, insbesonde re in den Schwerpunkten Wis- 
senschaft, Wirtschaft und Infrastruktur. Entspreche nde Projekte werden zurzeit in Ar- 
beitskreisen vorbereitet. 
 
 
 Stadtregion Münster 
 
 Seit Mai 2001 arbeiten die Städte und Gemeinden Al tenberge, Ascheberg, Drenstein- 
furt, Everswinkel, Greven, Havixbeck, Münster, Nott uln, Senden, Sendenhorst und 
Telgte interkommunal in der Stadtregion Münster zus ammen. Die zahlreichen Ver- 
flechtungen unter diesen Städten und Gemeinden, die  Notwendigkeit, Herausforde- 
rungen der Stadt- und Regionalentwicklung auch komm unal-nachbarschaftlich anzu- 
gehen, die sich stetig verringernden Handlungsspiel räume und die wachsende Kon- 
kurrenz unter den Stadtregionen haben dazu geführt,  dass in der Stadtregion Münster 
eine Zusammenarbeit selbstständiger Gebietskörperschaften entwickelt und praktiziert 
wird. Neben der einmal jährlich stattfindenden Bürgermeisterrunde werden die Kontak- 
te über den sogenannten Ansprechpartnerkreis koordiniert, der sich 4-mal jährlich trifft.   
  
  
 
 Vermessungs- und Katasteramt 
 
 
Das Vermessungs- und Katasteramt ist einer der Akte ure im Geonetzwerk Münster- 
land, einem regionalen Cluster im Technologiefeld G eoinformation. Ja (s.o.) Das Geo- 
netzwerk Münsterland ist ein Zusammenschluss regionaler Akteure aus den Bereichen 
Geodaten, Geoinformationsdienste und Geoinformation ssysteme. Die Akteure beste- 
hen aus den Kreisen BOR, ST, COE, WAF und Stadt MS (diese jeweils vertreten 
durch die Vermessungs- und Katasterämter und tlw. d urch die Wirtschaftsförderung) 
sowie Uni MS, FH MS sowie zahlreichen Firmen aus der Branche)   
 
  
 MM - Münster Marketing 
 
 
 Wissenschaftskooperation Grenoble. 
 
Im Rahmen des europäischen Exzellenznetzwerkes Nano 2Life, welchem wissen- 
schaftliche Einrichtungen aber auch Unternehmen in Münster angehören, wurde ein 
wissenschaftlich-technologischer Erfahrungsaustausch zwischen den beiden Wissen- 
schaftsstädten Grenoble und Münster aufgebaut.  Zie l ist die Festigung der wissen- 
schaftlichen Kooperationen zwischen den beiden Standorten.  
Im Rahmen des europäischen Exzellenznetzwerkes Nano 2Life sowie der Kongress- 
messe NanoBio Europe finden Veranstaltungen statt, die sich an die breite Stadtge- 
sellschaft richten (Wissenschaftskommunikation).

29 
 
ESCITY – European Science and the City 
 
Das Städtenetzwerk „ESCITY – European Science and t he City“ wurde 2006 in Mag- 
deburg gegründet und verfolgt das Ziel, Wissenschaf t auf kommunaler Ebene zu ver- 
ankern. Münster wurde als profilierte Wissenschafts stadt zu der Auftaktveranstaltung 
eingeladen, die Teilnahme erfolgte seinerzeit auch auf ausdrücklichen Wunsch des 
Rektors der Universität Münster. Im Rahmen von ESCI TY werden Ideen für Projekte 
der Wissenschaftskommunikation entwickelt, die sich  an die Stadtgesellschaft richten 
(sollen). 
 
 Hanse der Neuzeit 
 
 Der Städtebund der internationalen Hanse wurde im Jahr 1980 in der niederländi- 
schen Stadt Zwolle gegründet. Münster ist seither M itglied. Vorrangiges Ziel dieses 
Zusammenschlusses der Hanse ist die gemeinsame Förd erung des Städtetourismus 
und des Kulturtourismus. In dieses Projekt ist die Bürgerschaft über den Tag der Han- 
se eingebunden. 
 
 Historic Highlights of Germany (HHOG) 
 
 Der Marketingzusammenschluss von 13 Städten mit hi storischen Stadtkernen wurde 
1977 ins Leben gerufen. Münster ist seit 1977 Mitgl ied. Bei diesem Zusammenschluss 
stehen Marketingaktivitäten in den ausländischen Qu ellmärkten im Vordergrund. Dar- 
über hinaus werden fortlaufende gemeinsame touristische Angebote erarbeitet.   
 
 
 Dezernat IV 
 
 Amt für Schule und Weiterbildung 
 
 
Über die bei den jeweiligen Städtepartnerschaften d argestellten Aktivitäten des Amtes 
für Schule und Weiterbildung werden dort auch internationale Begegnungen der Schu- 
len gefördert. Darüber hinaus werden noch zusätzlic he Festbeträge für Fahrten in offi- 
zielle Partnerstädte gewährt. 
 
Darüber hinaus wickelte das Amt 40 in den letzten J ahren formal als durchlaufende 
Gelder anzusehende Förderungen von Schulen (u.a. du rch das deutsch-französische 
und deutsch-polnische Jugendwerk und nach dem Landesjugendplan) ab. 
 
Nicht aufgeführt sind Aktivitäten, die direkt von d en städtischen Schulen ausgehen o- 
der dort organisiert werden. 
 
 
 Schulpsychologische Beratungsstelle 
 
 Seitens der Schulpsychologische Beratungsstelle be stehen Fachkontakte zur Staatli- 
chen Moskauer Universität für Psychologie und Pädag ogik. Durch diese Kontakte sind 
die alten Kontakte mit Rjasan wieder aufgelebt. Das  hat u.a. damit zu tun, dass die 
Staatliche Moskauer Universität für Psychologie und  Pädagogik die zentrale russische 
Einrichtung für die Ausbildung von Schulpsychologen  ist. Ein Grossteil der Rjasaner 
Schulpsychologen hat diese Universität besucht.

30 
 
 Stadtarchiv  
 
 Internationaler Archivrat/Frankreich (ICA) 
 
Der Internationale Archivrat (engl. International Council on Archives  ICA - franz. Con- 
seil International des Archives  CIA) ist eine 1948 gegründete nichtstaatliche Orga nisa- 
tion mit Sitz in Paris, die sich dem Archivwesen wi dmet. Im ICA sind nationale Archiv- 
verwaltungen, Fachverbände von Archivarinnen und Ar chivare, Kommunal- und 
Stadtarchive, Archive anderer Organisationen sowie einzelne Archivarinnen und Ar- 
chivare vereinigt. Im Moment hat er 1400 Mitglieder aus 190 Ländern und Territorien. 
Das International Council on Archives (ICA – Intern ationale Rat der Archive) ist eine 
dezentralisierte Organisation, die durch eine Gener alversammlung geführt und von ei- 
nem geschäftsführenden Vorstand verwaltet wird. Die Zweigstellen versorgen Archiva- 
re und Archive mit einem regionalen Forum in allen Teilen der Welt; das ICA bringt Ar- 
chivare und deren Institutionen, die in bestimmten Gebieten Fachinteressen haben, 
zusammen; die Ausschüsse und Arbeitsgruppen engagie ren sich dafür, dass für be- 
stimmte Probleme die richtigen Experten hinzu gezog en werden. Das Sekretariat des 
ICAs bietet die benötigten Verwaltungsstrukturen, u m die Bedürfnisse der Partner zu 
befriedigen. Zudem pflegt es die Beziehungen zwisch en den Mitgliedern und die Zu- 
sammenarbeit zwischen verschiedenen Institutionen u nd internationalen Organisatio- 
nen.  
 
 
 Hanse: Städtebund Hanse (Internationaler Hansebund ) 
 
Der Städtebund Hanse hat sich die Aufgabe gestellt,  auf der Grundlage des grenz- 
überschreitenden Hansegedankens und den geschichtli chen Erfahrungen, die Gedan- 
ken und den Geist der europäischen Stadt/Gemeinde w iederzubeleben, das Eigenbe- 
wusstsein der Hansestädte zu fördern und die Zusamm enarbeit zwischen diesen 
Städten/Gemeinden zu entwickeln. Ziel des Städtebun des DIE HANSE ist es, einen 
Beitrag zur wirtschaftlichen, kulturellen, sozialen  und staatlichen Einigung Europas zu 
leisten und in diesem Sinne das Selbstbewusstsein d er Städte und Gemeinden zu 
stärken, damit sie ihre Aufgaben als Ort der lebend igen Demokratie wahrnehmen kön- 
nen. 
Zur Gestaltung und Verwirklichung der Zielvorstellu ngen und Aufgaben sollen insbe- 
sondere folgende Aktivitäten dienen: 
Aktionen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, welc he die Gemeinsamkeiten der Han- 
sestädte herausstellen 
 
 Kultur- und Traditionsaustausch 
 Wissens-, Sozial- und Informationstransfers 
 Stärkung der Wirtschafts- und Handelskontakte 
 Einbeziehung der Jugend (Youth Hanse) in die Entwicklung der Hanse  
 
 
 Westfälische Schule für Musik 
 
 
 Die Westfälische Schule für Musik pflegt regelmäßig e Kontakte zu Musikerinnen und 
Musikern, Sängerinnen und Sängern und Orchestern in  allen Partnerstädten Müns- 
ters. Darüber hinaus bestehen regelmäßige Kontakte nach Cuenca, Guayaquil und

31 
 
Quito in Ecudor und  Franka und Rio de Janeiro in B rasilien. Regelmäßige auch ge- 
meinsame Konzerte stellen die Grundlage dieser Kontakte dar.   
 
 Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 
 
 
 Seit den Feiern zum Westfälischen Frieden im Jahr 1 998 bestehen Kontakte nach 
Lublin und Zabrze in Polen. Hierbei handelt es sich  jedoch um keine offiziellen Begeg- 
nungen, sondern vielmehr um die regelmäßige Teilnah me von Schülerinnen und 
Schülern dieser Städte an dem internationalen Kinde rcamp des Amtes für Kinder, Ju- 
gendlichen und Familien. 
 
 
 Dezernat V 
 
 
 Koordinierungsstelle für Migration und interkultur elle Angelegenheiten 
 
 
 Im Rahmen der Interreg-Projektarbeit bestanden zunä chst Kontakte zur Gemeinde 
Enschede, später zum Bildungsträger ROC van Twente und dann zur Gemeinde Al- 
melo. In diese Kontakte ist seit Beginn das Land NR W eingebunden. Anlass dieser 
Kontakte war das gemeinsame Interesse an dem wichti gen Thema „Migration und In- 
tegration“ optimierend und vergleichend zu arbeiten. Über die Ratskommission zur Un- 
terbringung von Asylbewerbern und Ausländischen Flü chtlingen und über den Auslän- 
derbeirat war die Politik in diese Kontakte immer eingebunden.  
 
 
 Gesundheitsamt
 
 
Die WHO hat mit der Ottawa Charta aus dem Jahr 1987  der Gesundheitsförderung ei- 
nen neuen Stellenwert gegeben. 1989 wurde das Gesun de Städte-Netzwerk der Bun- 
desrepublik Deutschland, ein Netzwerk im WHO Verbun d, gegründet mit dem Ziel, die 
kommunalen Gesundheitsförderung vor Ort zu. Die Sta dt Münster ist seit 1997 Mit- 
glied im Gesunde Städte-Netzwerk der Bundesrepublik  Deutschland (GSN). Im Jahr 
2004 hat das Gesundheitsamt der Stadt Münster auch die Geschäftsführung des GSN 
übernommen. Im Rahmen der Geschäftsführung des GSN bestehen vielseitige Kon- 
takte zu unterschiedlichen Behörden, Ministerien, V erbänden und auch zu anderen 
Netzwerken bundesweit. Die Fachausschüsse werden re gelmäßig über die Aktivitäten 
im Rahmen der Gesunde Städte-Arbeit und auch zu den  Aufgaben der Geschäftsfüh- 
rung unterrichtet. In die Netzwerkarbeit sind Selbs thilfe, Initiativen und Bürgerschaft 
stark eingebunden. Partnerinnen im Gesunde Städte -  Sekretariat sind die Münstera- 
ner Informations- und Kontaktstelle für Selbsthilfe  (miks) sowie die Kinderneurologie- 
hilfe Münster e.V.

Anlage 3- IPZ_Urkunde

8 Zeichen

Anlage 3

Beschlussvorlage

21956 Zeichen

V/0461/2008 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt des Rates und des Oberbürgermeisters 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Bericht zu den Städtepartnerschaften und Städteverbindungen 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
05.11.2008 Hauptausschuss Vorberatung 
05.11.2008 Rat Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1.  Der anliegende Bericht zu den Städtepartnerschaften und Städteverbindungen sowie den 
sonstigen internationalen Beziehungen (Anlage 1) wird zur Kenntnis genommen.  
 
2. Die Verwaltung wird beauftragt,  
 
2.1 an die Stadt Münster gerichtete Anfragen bezüglich neuer Städtepartnerschaften zunächst 
nicht abschließend zu bescheiden, sondern die Kontakte, wenn möglich, zunächst auf der 
Ebene einer projektorientierten Zusammenarbeit zu führen. Hierbei ist die „Interfraktionelle 
Arbeitsgruppe Auslandsbeziehungen“ über die geplanten Aktivitäten zu unterrichten.   
 
2.2 die Kontakte zu den Partnerstädten weiterhin in der dargestellten Weise zu pflegen und 
gegebenenfalls zu intensivieren, um insbesondere projektorientierte Kooperationen oder 
Gedankenaustausche auch in Zukunft unbürokratisch verwirklichen zu können. 
 
2.3 die bestehenden Förder- oder Partnerschaftsvereine weiterhin in ihrer Arbeit zu unterstüt-
zen und darüber hinaus  auch das bürgerschaf tliche Engagement im Rahmen der beste-
henden Förderungsbestimmungen zu fördern. Hierbei sollte die Verwaltung sich bemühen, 
die jeweiligen Projektträger auch bei der Akquirierung anderer Finanzierungsmöglichkeiten 
in angemessenem Umfang zu unterstützen. 
 
 
II. Kosten/Folgekosten 
 
Es wird zur Kenntnis genommen, dass durch diese Vorlage keine Kosten und Folgekosten entste-
hen. 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
V/0461/2008 
Auskunft erteilt: 
Herr Kupferschmidt 
Ruf: 
492 60 40 
E-Mail: 
Kupferschmidt@stadt-muenster.de  
Datum: 
10.10.2008 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0461/2008 
Begründung 
 
 
I:  Anlass für diese Vorlage 
 
1 Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/GAL hat in der Sitzung des Rates am 
13.06.2007 folgenden Antrag eingebracht: 
 
„Der Rat möge beschließen: 
Die Verwaltung wird gebeten, gemeinsam mit dem interfraktionellen Arbeitskreis „In-
ternationale Beziehungen“ das aktuell geltende Städtepartnerschaftsmoratorium zu 
überprüfen und Leitlinien für neue Städteverbindungen zu entwickeln. Beide verpflich-
ten sich dabei zur Zurückhaltung und zur Orientierung an den haushaltspolitischen 
Gegebenheiten. Bestandteil der Leitlinien ist ein zukunftsfähiges Personalkonzept zur 
Betreuung der bestehenden und neuen internationalen Beziehungen.“ 
 
2 Auf der Basis dieses Antrages hat der Hauptausschuss in seiner Sitzung am 
29.09.2007 folgenden, das Verfahren zur Bearbeitung des Ratsantrages regelnden 
Beschluss gefasst. 
 
„I. Sachentscheidung 
 
1. Die Verwaltung wird beauftragt, einen Bericht zu den Städtepartnerschaften und 
Städteverbindungen sowie den sonstigen internationalen Aktivitäten der Stadt 
Münster zu erstellen, in dem auf folgende Teilaspekte eingegangen wird: 
 
1.1. Zeitpunkt und Anlass zur Begründung der einzelne Städtepartnerschaften 
bzw. -verbindungen und der internationalen Kontakte  
1.2. Entwicklung der Städtepartnerschaften bzw. -verbindungen und der inter-
nationalen Kontakte  
1.3. Einbeziehung Dritter  
1.4. Verankerung der Städtepartnerschaften bzw. –verbindungen in der Bür-
gerschaft 
1.5. differenzierte Standortbeschreibung  
1.6. Einsatz von finanziellen und personellen Ressourcen 
1.7. Bedeutung und Wirkung von  projektbezogenen internationalen Koopera-
tionen 
1.8. Bisher bekannte und nicht aufgegriffene Partnerschaftsersuchen 
 
2. Der Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/GAL Nr. A-R/0023/2007 (Anla-
ge der Vorlage = Anlage 1 der Originalniederschrift) ist im Rahmen dieses Be-
richtes mit aufzubereiten.  
 
3. Der Bericht ist in der interfraktionellen Arbeitsgruppe ‘Internationale Beziehun-
gen’ vorzustellen und zu erörtern mit dem Ziel eine Handlungsempfehlung für 
den Hauptausschuss zu entwickeln, der sowohl den sachlichen Möglichkeiten 
und Grenzen, als auch der Ressourcenlage angemessen Rechnung trägt.  
 
II. Kosten/Folgekosten 
 
4. Es wird zur Kenntnis genommen, dass mit der Umsetzung dieser Entscheidung 
keine unmittelbaren Kosten entstehen.“

- 3 - 
V/0461/2008 
II. Vorbemerkungen 
 
Die ersten Städtepartnerschaften entstanden nach dem Zweiten Weltkrieg, als ehemalige 
Kriegsgegner das Ziel verfolgten, sich einander anzunähern und als Nachbarn am gemein-
samen Wiederaufbau des Friedens mitzuwirken. Heute - mehr als 50 Jahre später – haben 
sich die Ziele der Städtepartnerschaften und Städtefreundschaften grundlegend gewandelt. 
Im europäischen Kontext sind lebendige Städtepartnerschaften unverzichtbares Funda-
ment, um vor allem den Prozess der europäischen Einigung zu unterstützen und zu fördern 
und den europäischen Gedanken weiter ins Bewusstsein zu rücken. Darüber hinaus sollen 
zwischen den Kontinenten auf der Ebene kommunaler Partnerschaften Brücken geschla-
gen werden, um den Zielen der Völkerverständigung und konkreten wirtschaftlichen, kultu-
rellen und sozialen Interessen zu dienen. Um jedoch einen dauerhaften und stetigen Kon-
takt zu den Partner- und Patenstädten halten zu können, ist ein intensiver Austausch mit 
den entsprechenden Ansprechpersonen in den Partnerstädten erforderlich. Darüber hinaus 
gilt es, die für fast alle Städtepartnerschaften bestehenden Fördervereine zu unterstützen 
und zu fördern.  Unabhängig von diesen Fördervereinen gibt es eine Vielzahl von bürger-
schaftlichen themenbezogenen Initiativen, Verbänden und Einrichtungen, die zu einzelnen 
Partnerstädten Kontakte unterhalten und regelmäßige gemeinsamen Projekte oder Begeg-
nungen durchführen.   
 
Im Rahmen einer Bestandserhebung der bestehenden Städtepartner- und Städtefreund-
schaften hat der Ältestenrat des Rates Im Jahr 1996 nach Rückkopplung mit den Fraktio-
nen des Rates die interfraktionelle Vereinbarung getroffen, keine weiteren Städtepartner-
schaften einzugehen, sondern sich vielmehr auf die bestehenden zu konzentrieren.   
Orientiert an dieser Entscheidung hat sich die Verwaltung bemüht, die städtepartnerschaft-
lichen Kontakte der Stadt Münster, insbesondere auf der Verwaltungsebene und auf dem 
Gebiet des bürgerschaftlichen Engagements, zu intensivieren. Seit 1996 wird sie von einem 
interfraktionellen Arbeitskreis, der die Verwaltung bei der Koordinierung der Partnerschafts-
aktivitäten unterstützt und die intensive Einbindung der Politik sicherstellt, in ihrer Arbeit 
begleitet. Die Kontinuität, in der die enge Zus ammenarbeit zwischen diesem Arbeitskreis 
und dem Amt des Rates und des Oberbürgermeisters, über alle Wahlperioden weiterge-
führt worden ist, war für die Vertiefung der partnerschaftlichen Kontakte von nicht zu unter-
schätzender Bedeutung. Heute tritt der Arbeitskreis ca. 4 mal jährlich zusammen, um In-
formationen auszutauschen und grundlegende Planungen im Bereich der Partnerstädte 
bzw. zu Delegationsreisen in die Partnerstädte zu erörtern.   
    
Mit dieser auf Kontinuität angelegten Arbeit konnte erreicht werden, dass zu allen Partner-
städten Münsters regelmäßige Kontakte bes tehen und ein regelmäßiger Austausch von 
Gruppen stattfindet. Durch die enge Zusammenarbeit, die die Mitarbeiterinnen und Mitar-
beiter im Amt des Rates und des Oberbürgermeisters mit ihren Partnerinnen und Partnern 
in den Partnerstädten pflegen, können diese Austausche teilweise initiiert, aber in jedem 
Fall unterstützt werden. Im Rahmen der vom Rat bereitgestellten Haushaltsmittel können 
einige Begegnungen und Projekte auch finanziell gefördert werden. Darüber hinaus gilt es 
aber auch, die vielen auf diesem Gebiet tätigen Gruppen hinsichtlich weiterer Förderungs-
möglichkeiten, über die kommunalen Mittel hinaus, zu beraten und bei der Antragstellung 
zu unterstützen.

- 4 - 
V/0461/2008 
III. Konzept der Koordinierung der städtepartnerschaftlichen Kontakte im Amt des Rates 
und des Oberbürgermeisters 
 
 Die Tätigkeiten im Amt des Rates und des Oberbürgermeisters im Bereich der Auslandsbe-
ziehungen und Städtepartnerschaften, die in enger Rückbindung mit der interfraktionellen 
Arbeitsgruppe Auslandsbeziehungen koordiniert werden, lassen sich in 4 Säulen darstellen.  
 
 
 
Umfassende 
Vorbereitung 
und Begleitung 
von offiziellen 
Delegations-
reisen und De-
legations-
besuchen 
 
  
 
Pflege regel-
mäßiger Kontak-
te zu den Part-
nerstädten 
  
 
Unterstützung 
und Förderung 
der bürger-
schaftlichen 
Kontakte und 
Begegnungen 
  
 
Öffentlichkeitsar-
beit mit dem Ziel, 
die Städtepartner-
schaften in der 
Bevölkerung be-
kannter zu ma-
chen 
 
  
Säule 1:  
 
Umfassende Vorbereitung und Begleitung von offiziellen Delegationsreisen und De-
legationsbesuchen 
 
Regelmäßig, insbesondere aber zu Jubiläen, besuchen kleinere Delegationen des Rates 
der Stadt Münster unter Leitung des Oberbürgermeisters oder der Bürgermeister/innen die 
Partnerstädte oder Delegationen der Partnerstädte besuchen die Stadt Münster. Diese 
Treffen werden von den Mitarbeiterinnen des Amtes des Rates und des Oberbürgermeis-
ters organisatorisch und inhaltlich vorbereitet. Im Rahmen dieser Treffen werden auch 
Fachgespräche geführt, um neue Projekte auf den Weg zu bringen oder sich über die Wei-
terführung von Projekten auszutauschen. Gleichzeitig dienen diese Treffen zum Erfah-
rungs- und Informationsaustausch.     
 
 
Säule 2:  
 
Pflege regelmäßiger Kontakte zu den Partnerstädten 
 
Alle Städtepartnerschaften unterliegen in ihrer Intensität einem ständigen Wandel. Häufig 
ist hier auch eine Abhängigkeit von der Interessenlage der jeweiligen politischen Führung in 
den Partnerstädten festzustellen. Nur die regelmäßigen Kontakte führen am Ende zu einer 
Verfestigung der Beziehungen und wecken Interesse auch an fachlichem Austausch. Dies 
machte zum Beispiel die in Münster durchgeführte Fachtagung „Menschen mit Behinde-
rung“ deutlich, an der Gäste aus vielen Partnerstädten Münsters teilnahmen. Dieser fachli-
che Austausch und die Rückfragen aus den Partnerstädten führen zu neuen Erkenntnissen 
und bewirken einen Blick über den Tellerrand, der alle Beteiligten weiterbringt. Derartige 
Veranstaltungen kommen jedoch nur zustande, wenn ein kontinuierlicher Austausch auf der 
Arbeitsebene besteht. Von diesem Kontakt profitieren die bürgerschaftlichen Gruppen und 
die Vereine, die Kontakte zu den Partnerstädten pflegen oder aufbauen wollen. Alle beste-
henden Kontakte in diesem Bericht darzustellen, hätte mit Sicherheit den Rahmen ge-
sprengt. Gleichwohl zeigt die hohe Zahl der geförderten Begegnungen und Projekte (Anla-
ge) die Intensität, mit der die Städtepartnerschaften in der Bevölkerung gelebt werden. Das 
Amt des Rates bemüht sich in jüngster Zeit zunehmend, die Antragsteller auf weitere För-
dermöglichkeiten auf Bundes- oder Landesebene oder aus Sonderfördermitteln (EU-Mittel, 
Sportförderung, Kulturstiftungen, Förderung von bilateralen Jugendwerken) aufmerksam zu 
machen und ihnen bei der Antragstellung behilflich zu sein. Auf diese Weise konnten be-

- 5 - 
V/0461/2008 
reits einige Projekte, die allein mit der kommunalen Förderung nicht zu realisieren waren, 
umgesetzt werden.    
 
 
Säule 3:  
 
Unterstützung und Förderung der bürgerschaftlichen Kontakte und Begegnungen 
 
Eine tragende Säule der Städtepartnerschaftsarbeit ist das ehrenamtliche Engagement, 
zum einen durch die Partnerschaftsvereine und zum anderen durch die vielen anderen In-
stitutionen und Vereine. Hier bemüht sich das Amt des Rates und des Oberbürgermeisters 
die aktiven Gruppen zu beraten, zu unterstützen und im Rahmen der vom Rat erlassenen 
Richtlinien zur Förderung der Auslandsbeziehungen der Stadt Münster mit Antragsvordru-
cken für Begegnungs- und Projektförderung finanziell zu fördern. 
Dieses Engagement (siehe Statistik – Anlage 2) gilt es zu unterstützen, da nur durch gro-
ßes bürgerschaftliches Engagement gelebte Partnerschaften entstehen. Die Stadt Münster 
unterhält, koordiniert, betreut und fördert auf diese Weise insgesamt 11 Städtepartner- bzw. 
Städtefreundschaften. 
Im Rahmen der gelungenen Zusammenarbeit zwischen der Verwaltung und den ehrenamt-
lichen Vereinen und Gruppen entsta
nden die Projekte 
• Zeitzeugenbegegnungen zwischen Generationen und Nationen 
 
• 
Internationales Steinbildhauersymposium mit Künstlern aus Münsters Partnerstäd-
ten  
• Das Jugendprojekt „Wer seid Ihr“  
• Musiktherapeutisches Projekt der Alexianer Band aus Münster und der Band Sound 
of Happiness aus Krist
iansand 
 
Für diese langjährige gelungene Zusammenarbeit wurden der Stadt Münster im Jahr 2007 
vom Institut für europäische Partnerschaften und internationale Zusammenarbeit der Euro-
pa-Preis 2007 (Urkunde siehe Anlage 3) verliehen. 
 
 
Säule 4:  
 
Öffentlichkeitsarbeit mit dem Ziel, die Städtepartnerschaften in der Bevölkerung be-
kannter zu machen 
 
Ein weiteres wichtiges Element der Arbeit im Amt des Rates und des Oberbürgermeisters 
stellt die Öffentlichkeitsarbeit mit dem Ziel, die Partnerstädte in Münster noch bekannter zu 
machen, dar. Beispielhaft sind hierfür zu nennen: 
 
4.1 Städtepartnerschaftslogo 
 
Mit der Agentur Hesselmann wurde ein Städtepartnerschaftslogo entwickelt, das 
seitdem auf allen Publikationen und Give-Aways / Präsenten zu finden ist. Es erhöht 
den Wiedererkennungswert und stellt die enge Verbindung der Stadt Münster mit 
den Partnerstädten dar.

- 6 - 
V/0461/2008 
4.2 Plakat 
 
Anknüpfend an das Logo wurde ein Plakat mit einer Weltkugel (Anlage 4) entwi-
ckelt, auf dem zu jeder Partnerstadt ein Foto und ein Kurztext abgebildet sind. Das 
Plakat, das in verschiedenen Größen produziert worden ist, wurde u. a. den 
münsterschen Schulen zur Verfügung gestellt.  
 
4.3. Flyer „Freunde für…“ 
 
Für jede Partnerstadt wurde ein Flyer (Anlage 5) gestaltet, der eine Kurzinformation 
über die Stadt, einiger Beispiel für bestehende Kontakte auf Vereinsebene, Tipps für 
die Kontaktaufnahme mit der Partnerstadt sowie Ansprechpartner enthält. Dieser 
Flyer ist eine erste Hilfestellung für Münsteraner/innen, die sich in der Städtepart-
nerschaftsarbeit engagieren wollen. 
 
4.4 Broschüre „Besuch bei Freunden“ 
 
Die aktualisierte Auflage der Broschüre „Besuch bei Freunden“, die im Februar 2008 
vorgestellt wurde, enthält neben Informationen zu den Partnerstädten auch Berichte 
über multinationale Projekte, benennt in der Städtepartnerschaftsarbeit tätige Verei-
ne und Ansprechpartner für die einzelnen Partnerstädte. Diese Broschüre richtet 
sich an alle, die mehr über die städtepartnerschaftlichen Beziehungen Münsters 
wissen wollen (von der Einzelperson bis hin zur Institution). 
Die Flyer und Broschüren liegen u.a. in der Münster Information aus.  
 
4.5 Internetauftritt 
 
Der Internetauftritt „Zu Besuch bei Freunden“ ähnelt in seinem Aufbau der Struktur 
der unter Ziffer 4.4. genannten Broschüre bietet aber noch folgende Zusatzinforma-
tionen an: 
 
• „Stadtporträt Münster“ sowie „Geschichte der Städtepartnerschaften“ in 
deutscher, englischer und französischer Sprache. 
• Richtlinien zur Förderung der Auslandsbeziehungen der Stadt Münster mit 
Antragsvordrucken für Begegnungs- und Projektförderung.  
 
Des Weiteren besteht die Möglichkeit, auf aktuelle Veranstaltungen hinzuweisen. 
 
4.6 Rundbriefe 
 
In der Regel zweimal jährlich werden Rundbriefe (Muster siehe Anlage 6) zu allen 
Partnerstädten an interessierte Bürger/innen, Vereine und Institutionen gesandt, um 
über Aktuelles aus der städtepartnerschaftlichen Arbeit zu informieren. Zudem wer-
den kurzfristige Informationen über einen e-mail Verteiler versandt. 
 
4.7 Presseinformationen 
 
Das städtische Presse- und Informationsamt erhält vom Team für Städtepartner-
schaften regelmäßig Informationen über interessante Projekte und Begegnungen 
mit den einzelnen Partnerstädten, die es dann an die Lokalmedien weiterleitet. 
4.8 Give-Aways 
 
1997 wurde von versc
hiedenen Ratsmitgliedern angeregt, angemessene Give-
Aways und Präsente anzuschaffen, die für die Betreuung ausländischer Delegatio-
nen  und für den Besuch in Partnerstädten eingesetzt werden können.

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Die Give-Aways werden hauptsächlich zur Imagepflege eingesetzt (wie zum Bei-
spiel auf der Messe „Frühling, Blumen, Freizeit“ oder auf Informationsveranstaltun-
gen), die höherwertigeren Präsente (angefangen vom Schlüsselanhänger, „Ta-
schenlampe“ bis hin zum Schreibtischset)  werden sowohl bei Besuchen aus der 
Partnerstadt in Münster und vice versa verschenkt als auch im Münster-Shop zum 
Verkauf angeboten. Die Artikel werden von Kunden, die Auslandskontakte haben, 
aber auch von Touristen gekauft.  
Aufgabe des Teams für Städtepartnerschaften ist Auswahl und Einkauf geeigneter 
Produkte (der Trend geht von Geschenken für die „Asservatenkammer“, d.h. Kup-
ferstiche, Stadtansichten, Pokale etc., hin zu nützlichen / nutzbaren Geschenken mit 
Wiedererkennungswert), die mit dem Städtepartnerschaftslogo versehen werden. 
Diese Produkte werden auch zum Verkauf angeboten, was den Vorteil mit sich 
bringt, dass Städtepartnerschaftspräsente einem breiteren Publikum zugänglich 
gemacht werden. 
 
4.9 Roll-Ups (Displays) 
 
Für Präsentationszwecke (intern und extern) wurden sogenannte Roll-Ups angefer-
tigt, die Informationen über die einzelnen Partnerstädte, die Stadt Münster und die 
Städtepartnerschaftsarbeit geben. Diese können bei Messen oder auch kleineren 
Ausstellungen eingesetzt werden. Mit den neuen Roll-Ups wurde 2006 in der Gale-
rie Torhäuschen eine Ausstellung gestaltet. 
 
4.10 Öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen 
 
Messe „Frühling, Blumen, Freizeit….“ 
 
Großen Anklang und Erfolg findet die Teilnahme an der Messe „Frühling, Blumen, 
Freizeit“ in der Halle Münsterland, die alle zwei Jahre stattfindet und immer mehr als 
35.000 interessierte Besucher erreicht. Nach dem Auftakt mit Kristiansand und Mo-
nastir in 2002 präsentiert die Stadt Münster mit Hilfe der Fördervereine seit 2004 al-
le Partnerstädte auf dieser Messe. Aus fast allen Partnerstädten kommen Gäste, die 
den Messebesuchern ihre Partnerstadt bildlich, künstlerisch oder auch kulinarisch 
näher bringen. Im Jahr 2008 waren alle Stände, bis auf den Rjasaner Stand, mit De-
legationen aus den Partnerstädten besetzt. Darüber hinaus wurden auch Teile des 
Bühnenprogramms von Gästen aus den Partnerstädten gestaltet.  
 
4. Aufgabenwahrnehmung im Amt des Rates und des Oberbürgermeisters   
 
 Die Fachstelle „Städtepartnerschaften, Auslandsbeziehungen“ initiiert, begleitet und unter-
stützt die bürgerschaftlichen Kontakte, die mittlerweile einen wesentlichen Anteil im städte-
partnerschaftlichen Kontext ausmachen Für die gesamte Koordinierung der Städtepartner-
schaftsarbeit unter Einschluss der Planung, Vorbereitung, Durchführung und Teilnahme 
von Delegationsreisen stehen im Amt des Rates und des Oberbürgermeisters insgesamt 89 
Wochenarbeitsstunden, verteilt auf 3 Mitarbeiterinnen, zur Verfügung.  
 
5. Finanzielle Ausstattung  
 
Zur Durchführung von Delegations- und Arbeitsreisen, für die Durchführung und die Teil-
nahme von Delegationen (Oberbürgermeistern und Ratsvertreter/innen) an Jubiläumsver-
anstaltungen, für die Förderung von Verwaltungsaustauschprogrammen auch anderer Fa-
chämter und zur Förderung von bürgerschaftlichen Projekten und Begegnungen im Rah-
men der vom Rat verabschiedeten Förderrichtlinien, sowie für Dolmetscher- und Überset-
zungskosten der Verwaltung stehen insgesamt jährlich 110.650 Euro zur Verfügung.

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Mit diesen personellen und finanziellen Ressourcen ist es dem Amt des Rates und Ober-
bürgermeisters nur im begrenzten Umfang möglich, eigene Projekte zu initiieren und durch-
zuführen. Daher wurden im Jahr 2006 verstärkt Bemühungen angestellt, zur Finanzierung 
eigener, aber auch von Fördervereinen oder Bürgergruppen geplanter Projekte, Fördermit-
tel aus unterschiedlichen Förderquellen zu akquirieren 
 
 
6. Partnerschaftsersuchen 
 
 Offizielle Partnerschaftsersuchen hat es in den letzten Jahren nur wenige gegeben. 
Vorschläge für partnerschaftliche Kontakte wurden dann aber bereits im Vorfeld mit 
dem Hinweis, auf die bestehende Festlegu ng keine weiteren Städtepartnerschaften 
einzugehen, abgelehnt.  
 
 Zu nennen ist hier aus jüngster Zeit di e Anfrage der spanischen Stadt Murcia. Mit 
dem Hinweise auf die bisherige Festlegung, keine we iteren Partnerschaften einzu-
gehen, wurde eine projektebezogene Zusammenarbeit in Aussicht gestellt. 
 
7. Ausblick 
 
 In den Fachzeitschriften werden immer wieder Partnerschaftsgesuche aus verschiedenen 
Regionen dieser Erde veröffentlicht. Mit 11 Partnerschaften verfügt die Stadt über ein sehr 
weit gefächertes Spektrum in vielen erreichbaren Regionen dieser Welt. Da Städtepartner-
schaften, wie oben dargestellt, einer intensiven Kontaktpflege bedürfen und auf bürger-
schaftlichem Engagement aufbauen sollten, wird empfohlen, dass an die Stadt Münster ge-
richtete Anfragen bezüglich neuer Städtepartnerschaften zunächst nicht abschließend ent-
schieden werden. Es sollte im Einzelfall geprüft werden, ob zunächst Kontakte auf der E-
bene einer projektorientierten Zusammenarbeit geführt werden können. Hierbei ist die „In-
terfraktionelle Arbeitsgruppe Auslandsbeziehungen“ über die geplanten Aktivitäten zu un-
terrichten.  Erst wenn sich derartige Kontakte verstetigt haben und auf einer breiten Basis 
stehen, sollte über weitere Schritte beraten und entschieden werden.  
 
Die bestehenden Städtepartnerschaften sollten in der in der Anlage beschriebenen Form 
weitergeführt werden. Hierbei sollten die bürgerschaftlichen Aktivitäten gestützt, gefördert 
und beratend begleitet werden. Ein besonderes Augenmerk sollte dabei auf die Erschlie-
ßung ergänzender Fördermöglichkeiten gelegt werden.  
 
 
gez. 
 
Dr. Berthold Tillmann 
 
 
Anlagen: 
Anlage 1: Bericht 
Anlage 2: Statistik 
Anlage 3: Urkunde   
Anlage 4: Plakat – Städtepartnerschaft 
Anlage 5: Flyer 
Anlage 6: Rundbrief

Anlage 4 - Weltkarte

8 Zeichen

Anlage 4

Anlage 5 - Flyer

8 Zeichen

Anlage 5

Beratungsverlauf (2)

05.11.2008 Hauptausschuss
TOP 3 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
05.11.2008 Rat
TOP 9 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Details

Vorlagen-Nr.
V/0461/2008
Typ
Vorlagen
Datum
07.10.2008
Erstellt
06.10.2020 14:37