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V/0656/2016

Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte,

Vorlagen 02.08.2016

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 28.09.2016, TOP 30

Beschlussvorlage

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Anlage.Vorhabenbeschreibung

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Ansehen

Beschlussvorlage

7909 Zeichen

V/0656/2016 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Schule und Weiterbildung 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte, 
Sport, Sprache, Integration - Antrag der Stadt Münster 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
07.09.2016 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 
08.09.2016 Sportausschuss Vorberatung 
14.09.2016 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und    
                       Arbeitsförderung Vorberatung 
20.09.2016 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung 
21.09.2016 Integrationsrat Anhörung 
27.09.2016 Ausschuss für Personal, Organisatio n, Sicherheit, Ordnung und E -Government
 Vorberatung 
28.09.2016 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 
28.09.2016 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung 
 
1. Der Rat unterstützt die Zielsetzungen des aus Mitteln des Bundesministeriums für B ildung und 
Forschung (BMBF) geförderten Projektes „Kommunale Koordinierung der Bildungsa ngebote für 
Neuzugewanderte, Sport, Sprache, Integration“ (s. Anlage)  und stimmt der Beantragung zu.  
 
2. Bei Bewilligung des Projektes werden zu seiner Durchführung -aus Bundesmitteln finanziert-
befristet vom 01.03. bis 28.02.2019 2,00 Stellen im Teilergebnisplan 0302 eingerichtet. Bis zur 
Besetzung nimmt die Verwaltung die Bewertung der Stellen vor.  
 
3. Es entstehen die unter „II. Finanzielle Auswirkungen“ beschriebenen Er träge und Aufwendu n-
gen. 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0656/2016 
Auskunft erteilt: 
Herr Nover 
Ruf: 
492-4035 
E-Mail: 
Nover@stadt-muenster.de  
Datum: 
18.08.2016 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0656/2016 
II. Finanzielle Auswirkungen:  
 
Für die Maßnahmen entstehen folgende Erträge und Aufwendungen im Teilergebnisplan: 
 
Produktgruppe 0302 Zentrale Leistungen für am Schulleben Beteiligte 
 Pos. Nr. Bezeichnung Bedarf 2017  Bedarf 2018  Bedarf 2019  
Zeile 02 Zuwendungen und allg e-
meine Umlagen 100.950,00 € 137.220,00 € 21.380,00 € 
Erträge gesamt 100.950,00 € 137.220,00 € 21.380,00 € 
Zeile 11 Personalaufwendungen 1 94.950,00 € 130.220,00 € 20.380,00 € 
Zeile 16 ordentliche Aufwendungen 6.000,00 € 7.000,00 € 1.000,00 € 
Aufwand gesamt 100.950,00 € 137.220,00 € 21.380,00 € 
Saldo 0,00 € 0,00 € 0,00 € 
 
Die vorgenannten Mittel werden im Rahmen der Etatberatung 2017 ff zusätzlich über Veränderung s-
blatt angemeldet. Nicht separat aufgeführt und auch nicht förderfähig sind die pauschal nach KGSt zu 
berücksichtigenden Arbeitsplatzkosten (Raum inklusive Büroarbeitsplatz) von jährlich 9.700,- € / Stel-
le 2 sowie Kosten für die administrative Begleitung des Projektes durch das Amt für Schule und We i-
terbildung 3 .  Sachaufwand, der gegebenenfalls die Erstattung seitens des Bundes überschreitet, 
wird aus dem vorhandenen Budget des Amtes für Schule und Weiterbildung aufgefangen.  
 
 
Begründung: 
 
Ausgangslage: 
 
Insbesondere im Jahr 2015 ist eine große Zahl Neuzugewanderter - zum größten Teil Flüchtlinge - 
nach Münster gekomm en. Es gab einen hohen Bedarf an Grundversorgung in den verschieden sten 
Lebensbereichen, vor allem auch im Bereich der Bildung im weitesten Sinne. Durch die verschied e-
nen Ämter  der Verwaltung ist in diesem Kontext eine Vielzahl unterschiedlicher Maßna hmen und 
Hilfsangebote, insbesondere auch im Handlungsfeld Bildung initiiert und realisiert worden. Damit ei n-
hergehend entstand ein hoher Abstimmungs- und Koordinierungsbedarf.  
 
In diesem Zusammenhang wurde im Jahr 2015 das bundesgeförderte dreijährige Projek t „Bildung 
integriert“ (Vgl. V0734/2015) beantragt und 2016 durch den Bund bewilligt. Es befindet sich derzeit im 
Aufbau. Es verknüpft sich mit einer Vielzahl der Maßnahmen. Ein Ziel ist der Aufbau eines kommuna-
len, stadtweiten Bildungsmanagements zur Verbesserung der Kooperationsstrukturen zwischen inter-
nen und externen Bildungsakteuren in allen gesellschaftlichen Bereichen. Das zweite Ziel ist die He r-
stellung datenbasierter Transparenz über das  lebenslange Bildungsgeschehen und die Bildungsb e-
dürfnisse vor Ort und damit auch der Aufbau eines Bildungsmonitorings als Grundlage für weiterfü h-
rende Entscheidungen und Bildungssteuerung. Es bietet damit eine wicht ige Voraussetzung für die 
Arbeit des BMBF-geförderten Projektes „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzu-
gewanderte Sport, Sprache, Integration“. 
 
                                                
1 Derzeit ist die Eingruppierung der Stellen noch nicht abschließend geklärt. Da der Bund -je nach Entgeltgrup-
pe- maximal die Stufe 2 finanziert, müssen eventuell darüber liegende Person alaufwendungen aus dem städ-
tischen Budget getragen werden. 
2 Der Gesamtaufwand für Räume (Interne Leistungsverrechnung mit dem Amt 23) bzw. Möbel - / DV -
Ausstattung wird zentral je nach städtischem Gesamtbedarf fort geschrieben. Es ist in der Regel weder eine 
arbeitsplatzbezogene Ermittlung zielführend, noch ist aufgrund der Verschiebungen innerhalb des Gesamtb e-
darfes eine eindeutig zuzuordnenden Kostensteigerung ermittelbar. Die KGSt empfiehlt alle rdings, solche dem 
Grunde nach entstehenden Kosten entsprechend auszuweisen.  
3 Die notwendige administrative Betreuung des Projektes erfolgt durch vorhandenes Personal im Amt 40

- 3 - 
V/0656/2016 
Neues Projekt: Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte Sport, Spra-
che, Integration:  
 
Das Projektvorhaben „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte  Sport, 
Sprache, Integration“ (s. Anlage) wurde in enger Zusammenarbeit zwischen Schul - und Sportverwal-
tung sowie unterschiedlichen Akteuren aus dem Sportbereich entwickelt und übernimmt eine neue 
Aufgabe. Kooperationspartner in der Konzeptentwicklung ware n der Hochschu lsport und das Institut 
für Sportwissenschaft der WWU Münster, die Bezirksregierung Münster sowie der Stadtsportbund.  
 
In dem zweijährigen Projekt sollen die kommunalen Bildungshandlungsfelder Sprache und Sport und 
ihre Akteure im Sinne der Integration Neuzugewanderter neu fokussiert, identifiziert, strukturiert, z u-
sammengebracht und auch koordiniert werden. Infolgedessen sollen Entscheidungshilfen und Impu l-
se zur Schaffung neuer Angebote und veränderter Strukturen zur Verfügung gestellt werd en. Dies 
geschieht auf der Basis eines Bildungsverständnisses, wonach Bildung mit fo rmalen, non-formalen 
und informellen  Elementen und Prozessen der Schlüssel zur Integration der Flüch tlinge ist. Es geht 
um traditionelle Bildungseinrichtungen und andere A ngebote, um ö ffentliche wie auch freie Träger 
und Vereine und weitere Bildungsanbieter und Lernorte. Auch und gerade in der Umsetzung des Pro-
jektes werden deshalb die o. a. Kooperationspartner eng in die Umsetzung eingebunden.  
 
In den Handlungsfeldern Spr ache und Sport ist eine Bildungskoordinierung erforderlich. Das Pr ojekt 
soll dazu auch die datenbasierten Ergebnisse sowie die Kooperationsarbeit des im Aufbau befindl i-
chen Bildungsmanagements von „Bildung integriert“ nutzen. So soll  Münster die Chance bekommen, 
auf „Bildung integriert“ aufzubauen und ein kohärentes Bildungsmanagement zu entwickeln.  
 
Das BMBF fördert die kompletten Arbeitgeberbruttokosten sowie Reisekosten, denn dem Bund geht 
es mit diesem Förderprogramm darum, eine zentrale kommunale Koordinierung der Bildungsarbeit im 
Sinne der Integration Neuzugewanderter zu etablieren.  
 
Unterstützt wird die Arbeit durch die Transferagentur für Großstädte.  
   
Es handelt sich um eine freiwillige Aufgabe.  
 
Für die Stadt Münster wurde insoweit vorbehalt lich der Zustimmung des Rates zu dieser Vorlage das 
Projekt (Antragsschluss: 01.09.2016) beantragt.  
 
 
 
I. V. 
 
 
 
 
Thomas Paal 
Stadtrat 
 
Anlage: 
Vorhabenbeschreibung 
 
Die angefügte Vorhabenbeschreibung wird im Antrag an das Bundesministerium für Bildung und  For-
schung aus redaktionellen Gründen leicht gekürzt.

Anlage.Vorhabenbeschreibung

27229 Zeichen

1 
 
Anlage 
 
 
Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte 
Sport, Sprache, Integration  - Antrag der Stadt Münster 
 
1. Darstellung der Ausgangslage 
Bildung ist der Schlüssel zur Integration von Flüch tlingen und Neuzugewanderten. Diesbezüglich 
herrscht Einigkeit in der breiten Diskussion über i ntegrationspolitische Ziele. Aber: Nur wenn Zu- 
gewanderte nicht egalisiert werden, sondern mit ihr en Bildungsbiografien und -voraussetzungen, 
mit ihren Bildungszielen und -potenzialen und in ihren individuellen Lebenswelten wahr- und ernst- 
genommen werden, kann Bildung als Schlüssel zur Int egration greifen und auch die aufnehmende 
Gesellschaft positiv beeinflussen. 
Die Wissenschafts- und Bildungsstadt Münster zählt aktuell ca. 306000 Einwohner*innen, darunter 
ca. 4360 neuzugewanderte Menschen. Als Trägerin ein er kommunalen Erstaufnahmeeinrichtung 
und zahlreicher Flüchtlingsunterkünfte bietet sie m it ihrem Konzept der dezentralen Wohnsitznah- 
me, ihrem potenzialorientierten Beschulungskonzept und ihrer Infrastruktur gute Voraussetzungen, 
um diesen Bildungsanspruch einzulösen. Der Begriff der Bildung bezeichnet dabei einen lebens- 
langen Prozess, der sich nicht auf das Erreichen fo rmaler Abschlüsse, z. B. an Schule, Hochschu- 
le oder im Beruf beschränken lässt, sondern auch non-formale und informelle Prozesse beinhaltet, 
die sich über die gesamte Lebenszeit erstrecken. 
Diesem Begriffsverständnis folgend ergibt sich eine  nach wie vor zentrale Bedeutung der traditio- 
nellen Bildungseinrichtungen, gleichzeitig rücken a ber auch andere Angebote, z. B. von Initiativen 
und Vereinen in den Blick sowie auch Lern- und Bild ungsorte, die nicht vom kommunalen Träger 
bzw. von Vereinen vorgehalten werden und an denen s ich Bildungsprozesse eigengesetzlich und 
mehr oder weniger ungesteuert vollziehen. Ebenfalls  erweitert sich die Perspektive auf die Prota- 
gonisten: Nicht nur Schüler*innen, Auszubildende un d Studierende bzw. Lehrende sind Ak- 
teur*innen im Bildungsbereich, sondern potenziell k ann dies jeder Mensch sein, der durch sein 
Wirken und Handeln bildenden Einfluss auf andere hat, z. B. im Freizeitbereich. Neuzugewanderte 
bringen mit ihren Herkunftssprachen und Kulturen Im pulse in die aufnehmende Gesellschaft ein, 
die die bestehende Bildungslandschaft bereichern. I hre mitgebrachten Kompetenzen und Qualifi- 
kationen können in Schule, Beruf und Freizeit jeder zeit fruchtbar werden. Bildungsprozesse wer- 
den somit zu Wechselwirkungsprozessen, da Neuzugewa nderte nicht nur etwas aufnehmen an 
neuem Wissen, neuen Fähigkeiten und Fertigkeiten, s ondern auch etwas einbringen und dadurch 
die Bildungslandschaft mitgestalten.  
Zwei Handlungsfelder, in denen sich lebenslang sowo hl formale als auch non-formale und 
informelle Bildung beispielhaft vollziehen kann, sind Sprache und Sport. 
Die Kenntnis der deutschen Sprache ist eine zentrale Qualifikation, die in allen Lebensphasen und 
entlang einer gesamten Bildungsbiografie darüber mitentscheidet, ob und in welcher Weise gesell- 
schaftliche Teilhabe in Deutschland gelingt. Die Sprache zu erlernen ist damit zugleich eine wichti- 
ge Hilfe, um Systeme und Strukturen der deutschen G esellschaft zu verstehen. Gleichzeitig ist sie 
wichtiges Kommunikationsmittel im sozialen Bereich und stärkt so auch die affektive Seite der In- 
tegration. Formale Sprachbildung muss individuelle Voraussetzungen, Bedingungen und Ziele be- 
rücksichtigen, damit sie zielführend und integriere nd wirken kann. Dann ist Sprache ein wichtiger 
Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe und die en tscheidende Voraussetzung für gelingende Bil- 
dungsbiografien und gutes Leben – in jedem Alter.  
Wer in Münster nach Sprachkursen für Flüchtlinge un d Neuzugewanderte sucht, wird vielerorts 
fündig. Und doch ist die aktuelle Situation trotz dieser Vielfalt an Angeboten in mehrfacher Hinsicht 
unbefriedigend und problematisch. Neben non-formale n und informellen Wegen spielt im Bereich 
der Sprachbildung vor allem das formale, nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen  
zertifizierte Lernen eine wichtige Rolle als eine z entrale Zugangsqualifikation für Studium, Ausbil- 
dung und Beruf. Nicht jede/r zugewanderte Erwachsen e hat jedoch einen Rechtsanspruch auf ei- 
nen staatlich geförderten Sprachintegrationskurs od er einen geförderten berufsbezogenen 
Sprachkurs und auch die berechtigten Menschen warte n oft sehr lange, bis sie tatsächlich einen 
entsprechenden Kurs besuchen können. Die dazwischen  liegende Zeit verstreicht im ungünstigs- 
ten Fall ohne jegliche qualifizierte und qualifizie rende Sprachförderung, denn der Besuch kosten- 
pflichtiger Kurse übersteigt oftmals das Budget der  Neuzugewanderten. Alternative Angebote im

2 
 
Sprachbildungsbereich, vorgehalten z.B. von Flüchtl ingshilfeinitiativen, schließen i.d.R. nicht mit 
einer Zertifizierung ab und qualifizieren daher nur  bedingt für Arbeits- und Weiterbildungsmöglich- 
keiten. Insgesamt hängt es also von unterschiedlich en Faktoren ab, ob und wann Menschen in 
Münster in welcher Qualität die deutsche Sprache erlernen können.  
Derzeit ist nicht hinlänglich bekannt, in welcher W eise die bestehenden Angebote in Münster dem 
Bedarf an sprachlicher Bildung gerecht werden, wo g egebenenfalls qualitative und quantitative 
Lücken bestehen, welche Zielgruppen nicht erreicht werden und wo es neben der klassischen Trä- 
gerstruktur weitere, informelle Lernorte gibt. Vor dem Hintergrund der Wichtigkeit dieses The- 
mas bedarf es hier einer zentralen Koordination, di e Überblick schafft, vernetzt, Ansprech- 
partnerin für alle Akteur*innen ist, Angebotslücken  identifiziert und diese nach Möglichkeit 
schließt. 
 
Im sozialen und im Freizeitbereich, also z.B. auch im Sport, vollzieht sich Sprachbildung oftmals 
informell und motivational gesteuert, was besonders einprägsam sein kann und positiv zurückwirkt 
auf die Bewältigung der Sprachanforderungen in Allt ag, Schule und Beruf. Besonders stark ist die 
Bindungskraft des Sports im Bereich der sozialen In tegration. Gezielte Bewegungsangebote stär- 
ken nachweislich die kognitive und damit auch die s prachliche Entwicklung von Kindern. Für den 
Vor- und Grundschulbereich liegen dazu zahlreiche e rmutigende Befunde vor. Darüber hinaus 
können im Sport personale und soziale Kompetenzen a uf- und ausgebaut werden. Der Sport ge- 
hört zu den größten informellen Lernfeldern, es kön nen aber auch formale Qualifikationen erwor- 
ben werden, denn neben der Möglichkeit, sportliche Fähigkeiten, z. B. im Schulsport, zu erlernen, 
gibt es eine breite und differenzierte Palette von Ausbildungsmöglichkeiten zu Sporthelfer*innen, 
Übungsleiter*innen und Trainer*innen. 
 
Das gemeinwohlorientierte Sportangebot einer Kommun e entfaltet sein Bildungspotenzial lebens- 
lang, vom Babyschwimmen bis zur Seniorengymnastik. Der Sport kommt dabei oftmals ohne Wor- 
te aus, d.h. in vielen sportlichen Situationen reic ht eine non-verbale Kommunikation zur Verständi- 
gung aus. Deshalb ist der Sport zunächst ein niedri gschwelliges Bildungsangebot, in dessen Rah- 
men interkulturelle Hürden schnell abgebaut werden können und an dem potenziell jeder Mensch 
teilnehmen kann, und zwar unabhängig von Alter, Ges chlecht, Herkunft, Bildungsgrad oder 
Sprachkompetenz. Gleichwohl ergibt sich aber durch den sozialen Charakter vieler Sportarten 
schnell das Bedürfnis, sich auch sprachlich (besser ) verständigen zu können. Fachsprachliche 
Anforderungen kommen hinzu. Somit stärkt Sprachkomp etenz die Handlungsmöglichkeiten im 
Sport und sportliches Handeln unterstützt Sprachbil dungsprozesse. Der Sport stellt damit gleich- 
zeitig einen wichtigen Integrationsfaktor dar, der Menschen unterschiedlicher Herkunft erreichen 
und zusammenbringen kann.  
Sowohl im Bereich der sportlichen Bildung als auch im Bereich der sprachlichen Bildung gibt es in 
Münster bereits ein differenziertes, vielfältiges A ngebot, das sich auch und teilweise schwerpunkt- 
mäßig an Neuzugewanderte richtet, aber nicht immer zielführend vernetzt ist. Neben den rund 200 
in Stadtsportbund  und Sportjugend  aktiven Sportvereinen mit fast 90.000 Mitgliedern engagieren 
sich der Hochschulsport , das Institut für Sportwissenschaft  der Universität Münster sowie viele 
ehrenamtliche Initiativen, um ein breites Angebot f ür die Bevölkerung vorzuhalten. Eine große An- 
zahl an Sportarten ist dabei vertreten. Es stellt sich aber die Frage, ob das Sportangebot mit seiner 
herkömmlichen Vereinsstruktur auch für Neuzugewande rte attraktiv ist, oder ob nicht ebendiese 
traditionellen Strukturen ihren Zugang zu Sportvere inen manchmal erschweren oder sogar verhin- 
dern. Unterstützt werden die zahlreichen Aktivitäten im Bereich des Sports weiterhin durch Koope- 
rationen mit der Schulaufsicht, dem Amt für Schule und Weiterbildung , dem Amt für Kinder, Ju- 
gendliche und Familien , der Koordinierungsstelle Migration und Interkulturelle Angelegenheiten , 
dem Kommunalen Integrationszentrum Münster , dem Integrationsrat der Stadt Münster, dem Ge- 
sundheitsamt, dem Jobcenter,  dem Sportamt , dem Sportdezernat  der Bezirksregierung, der Frei- 
willigenagentur sowie durch den Stadtsportbund Münster  und die Sportjugend  Münster  und auch 
kommerzielle Sportanbieter*innen. Am Institut für Sportwissenschaft  gibt es zudem ein DaZ-Modul 
(Deutsch als Zweitsprache) für Lehramtsstudierende, welches sich speziell mit der Bildung im und 
durch Sport mit Bezug auf Sprache auseinandersetzt. Es fehlt aber auch in diesem Bereich eine 
zentrale Koordinierung im oben erläuterten Sinne. 
 
Die dargestellten Forderungen stehen gedanklich in Übereinstimmung mit dem Leitbild Migration 
und Integration Münster , welches in Kooperation der Koordinierungsstelle Migration und Interkultu-

3 
 
relle Angelegenheiten mit dem Kommunalen Integrationszentrum Münster  und dem Integrationsrat 
der Stadt Münster 2014 in überarbeiteter Form vorge legt wurde. Hier heißt es zum Themenfeld 
Bildung: „Wir fördern die Potenziale von Menschen m it Migrationsvorgeschichte, unabhängig von 
ihrem Aufenthaltsstatus. Dafür werden gezielt Angeb ote im Bereich Sprache, Bildung, Arbeit und 
Beruf vorgehalten und Förderprogramme konzipiert, d ie im Vorschulalter beginnen und bis ins Er- 
wachsenen- und Seniorenalter fortgesetzt werden. Wi r fördern die Alltags- und Bildungssprache.“ 
(S. 2) Der Sport findet gesondert Beachtung: „Die I ntegrationspotenziale des Sports sollen syste- 
matisch genutzt und gefördert werden (…) Zugangsbar rieren sollen abgebaut und bereits beste- 
hende Angebote optimiert werden (…) Das freiwillige  Engagement der Menschen mit und ohne 
Migrationsvorgeschichte im Sport soll wertgeschätzt  (…) werden (…) Die Netzwerke im Bereich 
Sport sollen ausgebaut werden.“ (S. 15) Im Sinne di eses Leitbildes und der Vorlage V/0196/2016 
zur Umsetzung des Landesprogrammes „KOMM-AN NRW“ Stärkung der Kommunen zum Thema 
Zuwanderung und Flucht organisiert das Kommunale Integrationszentrum  Münster  eine Steue- 
rungsgruppe „Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe“ und entwickelt Qualifizierungsangebote für Ehren- 
amtliche, die im Freizeit- und Sportbereich tätig s ind. Hier sollte eine Beteiligung und Vernetzung 
erfolgen. Zur Umsetzung bedarfsorientierter Maßnahm en vor Ort entsprechend des KOMM-AN 
Programms stehen auch für 2017 Fördermittel für (Sp ort-)Vereine und (Sport-)Verbände zur Ver- 
fügung. 
 
 
2. Gesamtziel des Vorhabens in Bezug zu den förderpolitischen Zielen des Programms 
Aus diesen Überlegungen heraus lassen sich Aufgaben  einer Kommunalen Koordinierung von 
Bildungsangeboten für Neuzugewanderte  ableiten, die das Ziel haben, eine qualitativ hoch wertige, 
bedarfsorientierte und nachhaltige Weiterentwicklun g von Bildungsakteur*innen und -strukturen in 
den Bereichen Sprache und Sport zu erreichen. So mü ssen Bildungsakteur*innen zusammenge- 
bracht werden, eine Ist-Analyse ist durchzuführen und Bedarfe müssen ermittelt und im besten Fall 
gedeckt werden. Dabei steht die Schaffung einer tra nsparenten und zielgruppenorientierten Ange- 
botsstruktur für die Bildung von Neuzugewanderten i n allen lebensweltlichen Kontexten im Fokus: 
frühe Bildung, Elternbildung, schulische und außers chulische Bildung, berufliche Bildung und le- 
bensbegleitende Bildung. Dies erfolgt in enger Anbi ndung und Kooperation mit dem kommunalen 
Bildungsmanagement und -monitoring sowie den bereit s genannten Institutionen, Ämtern und Be- 
hörden. Eine wichtige Rolle spielen an dieser Stell e die Münsteraner Freiwilligenagentur, der 
Stadtsportbund und die  Sportjugend Münster , wobei erstere als kommunales Kompetenzzentrum 
für freiwilliges Engagement  zivilgesellschaftliche Aktivitäten in der Stadt er fasst, ausbaut und pro- 
fessionalisiert, während Stadtsportbund  und Sportjugend  Münster als Dachorganisationen der ca. 
200 Sportvereine in Münster moderne und qualitätsvo lle Unterstützungsleistungen besonders in 
der sportlichen und außersportlichen Jugendarbeit erbringen.   
Das Kommunale Integrationszentrum Münster  bietet seit 2015 in Kooperation mit der Freiwillig en- 
agentur Qualifizierungen für Ehrenamtliche im Flüch tlingsbereich an. Aktuell konzipiert es eine 
Qualifizierung zum Thema „Unterstützung von Spracherwerb durch Bewegung und Sport“ für Eh- 
renamtliche und ggf. Lehrkräfte im Sport für den Fr eizeit und Sportbereich. Ziel ist, Ehren- und 
Hauptamtliche darin zu unterstützen, den Spracherwe rb von Flüchtlingen und Neuzugewanderten 
auch in der Freizeit bzw. im Sport gut zu begleiten. 
Darüber hinaus dürfen von den Migrant*innen-Selbsto rganisationen wertvolle Impulse erwartet 
werden. Unterstützt wird das Vorhaben zudem durch die Transferagenturen für Großstädte . 
 
Wie unterschiedlich die Anforderungen an eine zielg ruppengenaue Sprachbildung von Zugewan- 
derten sind, erleben Flüchtlings- und Bildungseinri chtungen täglich: Zu ihnen kommen Menschen, 
die bereits mehrere Sprachen sprechen. Andere sind nicht oder in einem anderen Schriftsystem 
alphabetisiert. Wieder andere haben kaum Bildungser fahrungen. Ein Sprachbildungsangebot, das 
diesen Voraussetzungen gerecht werden will, muss transparent sein, damit es für die Zugewander- 
ten und alle Einrichtungen, die bei der Integration beraten und unterstützen, passgenau sein kann. 
Und es darf sich nicht auf Angebote der formalen Bi ldung beschränken, sondern muss die Mög- 
lichkeiten der informellen Sprachbildung ausdrücklich mitberücksichtigen.  
Zu den konkreten Aufgaben der Koordination im Sprachbildungsbereich zählen daher:  
• die Herstellung von Transparenz über vor Ort tätige  Bildungsakteur*innen sowie vorhan- 
dene Bildungsangebote

4 
 
 Schaffung eines zentralen Überblicks über Angebote  zur Sprachbildung in Münster  
 Schaffung eines Überblicks über Angebotslücken und  ggf. dysfunktionale Angebotsstruktu- 
ren im Bereich der Sprachbildung  
• der Aufbau kommunaler Koordinierungsstrukturen und –gremien bei Nutzung und Erwei- 
terung ggf. bestehender Strukturen 
• die Identifizierung und Einbindung der relevanten B ildungsakteure innerhalb und außer- 
halb der Kommunalverwaltung 
 z.B. Vertreter*innen der Schulaufsicht, des Amtes für Schule und Weiterbildung , des Amtes 
für Kinder, Jugendliche und Familien , der Koordinierungsstelle für Migration und Interkulturel- 
le Angelegenheiten , des Kommunalen Integrationszentrums Münster , des Integrationsrats 
der Stadt Münster, der Schulen, des Gesundheitsamts , des Jobcenters , der Freiwilligen- 
agentur , der Sprachenschulen, der Weiterbildungseinrichtungen sowie der Flüchtlingshilfeini- 
tiativen und Sozialverbände.  
• die Beratung von Entscheidungsinstanzen innerhalb u nd außerhalb der Kommunalver- 
waltung mit dem Ziel, neue Impulse zu geben und passgenaue Angebote zu schaffen 
 Entwicklung differenzierterer Sprachbildungsangebo te bezüglich der individuellen Lernvor- 
aussetzungen und -ziele 
 Versorgung jener Zielgruppen, die nicht in Bildung seinrichtungen (Schulen, Hochschulen) 
oder am Arbeitsmarkt durch Sprachkurse gefördert werden  
Bezogen auf den Sportbereich ergibt sich die Frage,  ob es mit Blick auf Neuzugewanderte einer 
veränderten Perspektive im Bereich des organisierten Sports bedarf, die sich stärker an der Frage 
orientiert, was Neuzugewanderte an Fähigkeiten, Qualifikationen und neuen Impulsen in die Verei- 
ne einbringen können, anstatt sich darauf zu konzen trieren, was die Vereine ihnen anbieten kön- 
nen. Auch müssen ggf. nicht-organisierte Formen des  Sports und hier weniger bekannte Sportar- 
ten, die von Neuzugewanderten praktiziert werden, s tärker in den Blick genommen werden, mit 
dem Ziel, diese zu unterstützen und ggf. auszubauen , z. B. durch Bereitstellung geeigneter Flä- 
chen.  
Als konkrete Aufgaben der Koordination im Bildungsb ereich des Sports lassen sich also 
ableiten:
 
• die Herstellung von Transparenz über vor Ort tätige  Bildungsakteur*innen sowie vorhan- 
dene Bildungsangebote 
 Schaffung einer (stadtteilbezogenen) Übersicht übe r Angebote zur sportlichen Bildung (für 
Neuzugewanderte); dabei sind auch mögliche Mehrfach angebote bzw. Angebotslücken zu 
erfassen  
 Recherche zu möglichen Hinderungsgründen für Neuzu gewanderte, bestehende Sportan- 
gebote in Vereinen wahrzunehmen (z. B. andere Tradi tionen, andere Bewegungskulturen, 
Berührungsängste, Informationsmangel, Organisationsstrukturen, Kosten etc.) 
 Recherche, ob es mit den Neuzugewanderten einen ve ränderten Bedarf an bestimmten, im 
hiesigen Kulturkreis wenig praktizierten Sportarten gibt 
 Recherche, ob im schulischen Kontext nachgefragte Angebote, wie z.B. Schwimmkurse für 
Kinder flächendeckend und unkompliziert vorgehalten werden  
• der Aufbau kommunaler Koordinierungsstrukturen und -gremien bei Nutzung und Erwei- 
terung ggf. bestehender Strukturen 
• die Identifizierung und Einbindung der relevanten B ildungsakteure innerhalb und außer- 
halb der Kommunalverwaltung 
 z.B. Vertreter*innen der Schulaufsicht, des Amtes für Schule und Weiterbildung , des Amtes 
für Kinder, Jugendliche und Familien , der Koordinierungsstelle für Migration und Interkultu- 
relle Angelegenheiten , des Kommunalen Integrationszentrums Münster , des Integrations- 
rats der Stadt Münster, des Gesundheitsamts, des Jobcenters , des Sportamts , des Sport- 
dezernats der Bezirksregierung, des Stadtsportbunds und der Sportjugend Münster, des 
Hochschulsports, des Instituts für Sportwissenschaf t , der Freiwilligenagentur sowie Ver- 
einsmitglieder und auch kommerzielle Sportanbieter*innen  
• die Beratung von Entscheidungsinstanzen innerhalb u nd außerhalb der Kommunalver- 
waltung mit dem Ziel, neue Impulse zu geben und passgenaue Angebote zu schaffen 
 Schließung von Angebotslücken sowie die Schaffung neuer Angebote und veränderter 
Strukturen im Sport

5 
 
 Entwicklung und Förderung von sportbezogenen Angeb oten, die auch sprachbildend wir- 
ken 
Aus den insgesamt gewonnenen Erkenntnissen heraus s ollen entsprechende Impulse an die han- 
delnden Akteur*innen ergehen, zu denen im Sinne ein er Querschnittsaufgabe die bereits genann- 
ten Ämter und Einrichtungen der Kommunalverwaltung gehören, aber vor allem auch Vereine so- 
wie Stiftungen, ehrenamtlich oder professionell org anisierte Initiativen, Verbände, Bildungsträger, 
Kammern, Sozialpartner und Kirchen. Dafür nutzt und  erweitert die Koordination bereits bestehen- 
de Strukturen und Gremien, schafft aber ggf. auch n eue, z.B. in Form von runden Tischen. Ange- 
strebt wird ein Beirat mit Akteur*innen aus dem Spo rtbereich zur dauerhaften Begleitung des Pro- 
jekts. 
Als feste/r Ansprechpartner/in soll der/die Kommunale Koordinator/i n an zentraler Stelle im Dezer- 
nat IV ( Dezernat für Bildung, Jugend und Familie ) in unmittelbarerer Nähe zum Bildungsmanage- 
ment angesiedelt werden. 
 
3. Weitere Angaben zum Vorhaben 
3.1 Wissenschaftliche und technische Arbeitsziele 
Die Aufgabe der Kommunalen Koordinierung wird darin  bestehen, die vorhandene Angebotsstruk- 
tur in den Bildungsbereichen Sport und Sprache umfa ssend zu eruieren, abzubilden und in Form 
eines webbasierten Themenportals Sport, Sprache, Integration  zugänglich zu machen. Zugleich ist 
es Aufgabe der Kommunalen Koordinierung , die Bedarfe der Zugewanderten an Bildungsangebo- 
ten in den Bereichen Sprache und Sport zu identifiz ieren und mit der Angebotsstruktur abzuglei- 
chen. Dazu können Erkenntnisse aus der städtischen Bildungsberatung ebenso herangezogen 
werden, wie z.B. Rückmeldungen aus dem Sozialraum, d.h. aus den Sportvereinen, den Flücht- 
lingsunterkünften oder den Schulen. Bezogen auf bei de Bildungsbereiche gibt es bereits einen, 
bisher eher situativ stattfindenden Austausch zwisc hen den bereits genannten Akteur*innen. Über 
die Sportvereine könnte erfasst werden, in welchem Maß Zugewanderte Vereinsangebote und 
bestimmte Sportarten (nicht) nachfragen.  
Die Kommunale Koordinierung  schafft also Transparenz über das bestehende Angebot und macht 
dieses in der Breite zugänglich. Dabei werden im Wesentlichen die auf die Handlungsfelder Spra- 
che und Sport bezogenen Angebote und Lernorte abgebildet. Besonders berücksichtigt werden 
jene Angebote, in denen sportliche Aktivität und Sprachbildung eng miteinander gekoppelt sind. 
Daraus sollen Impulse erfolgen zur Weiterentwicklung bestehender Angebote und zur Schaffung 
neuer Angebote, die Sprachbildung mit sportlichen Aktivitäten verbinden. Deren Umsetzung wäre 
dann Aufgabe der handelnden Akteur*innen im operativen Bereich. Somit werden die Grundlage 
für eine gesamtstädtische, systematische Vernetzung der Bildungsangebote in den Bereichen 
Sport und Sprache gelegt und die Schaffung nachhaltiger kommunaler Strukturen auf der Basis 
identifizierter Handlungsbedarfe ermöglicht. Einmal erkannte Problemstellungen können dauerhaft 
vermieden werden, neu geschaffene Angebote sollen langfristig Bestand haben. Die von der 
Kommunalen Koordinierung  initiierten Innovationen bleiben durch Implementation in die Netzwerke 
über den Förderzeitraum hinaus wirksam. Mithilfe jener Netzwerke können Anzahl und Aktionsra- 
dius der beteiligten Akteur*innen nachhaltig gesteigert werden. Selbstorganisationen von Mig- 
rant*innen und Freiwilligeninitiativen spielen dabei eine wichtige Rolle.
 
Die Kommunale Koordinierung  kooperiert eng mit dem kommunalen Bildungsmanagement und  
-monitoring. Vorhandene Daten, z. B. aus der kommunalen Bildungsberatung, dem Sportamt, dem 
Kinder- und Jugendhilfereport, der jährlichen Schul statistik, der Flüchtlingsstatistik, dem Integrati-
onsbericht des Kommunalen Integrationszentrums , den Sportvereinen etc. müssen auf Verfügbar- 
keit, Vergleichbarkeit und Brauchbarkeit hin geprüf t werden.  Dort gewonnene und geprüfte Daten 
können im Rahmen eines Synergie-Effekts mitgenutzt und ergänzt werden. Die Kommunale Koor- 
dinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte  ist eine Aufgabe, die Koordination, Vernet- 
zung und Schnittstellenmanagement vereint. Sie berü hrt zentrale Felder der kommunalen Verant- 
wortung und soll daher beim Dezernat IV angebunden und strategisch verortet sein. Ein nachhalti- 
ges und strategisches Bildungsmanagement in den Handlungsfeldern Sprache und Sport erfordert 
aus heutiger Sicht insbesondere die Einbindung folgender Ämter und Einrichtungen: Schulaufsicht, 
Amt für Schule und Weiterbildung , Amt für Kinder, Jugendliche und Familien , Koordinierungsstelle 
für Migration und Interkulturelle Angelegenheiten , Kommunales Integrationszentrum Münster , In- 
tegrationsrat der Stadt Münster, Gesundheitsamt, Jobcenter,  Sportamt , Sportdezernat  der Bezirks-

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regierung, Stadtsportbund und Sportjugend Münster, Hochschulsp ort, Institut für Sportwissen- 
schaft  und Freiwilligenagentur.  
Zur Erfüllung der o.g. Aufgaben sind zwei Stellen m it strategischer Ausrichtung mit folgenden Auf- 
gabenzuschnitten erforderlich: 
 
I. Transparenz und Vernetzung/Zentrale Koordination  
II. Aufbau einer (webbasierten) Datenbank; Impulse zur Vernetzung und Kooperation von An- 
bietern und Trägern: Aufbau kommunaler Koordinierungsstrukturen und –gremien 
III. Monitoring/Zusammenfassung der Daten bzgl. Bil dungsbedarfen und Angebotsstruk- 
tur/Analyse des Ist-Zustands; Identifikation der Ha ndlungsfelder, Ermittlung der Angebots- 
lücken und Bedarfe/Analyse des Soll-Zustands 
 
IV. Monitoring ggf. teilmobil, d.h. an unterschiedl ichen Einsatzorten   
Die Aufgaben insbesondere zu III. und IV. erfolgen in enger Anbindung und Abstimmung mit dem 
im Rahmen von ‚Bildung integriert‘ aufgebauten Bildungsmanagement, bzw. Bildungsmonitoring. 
 
3.2 Arbeits- und Zeitplan 
Für die geplante interne und externe Bestandsanalyse der Angebote  in den Bildungsbereichen 
Sprache und Sport in der Stadt Münster ist folgende r Ablauf geplant: Zu Beginn des Förderzeit- 
raums stehen die Identifikation der Akteur*innen un d möglichen Akteur*innen, Impulse zur Schaf- 
fung von Transparenz sowie die  Vernetzung und Koop erationskultur im Vordergrund. Die techni- 
schen Voraussetzungen für den Aufbau einer Datenbank bzw. eines Themenportals  müssen 
geschaffen werden. Die Publikation der Datenbank/des Themenportals  zur Schaffung von 
Transparenz bezüglich der Angebote in den Bildungsb ereichen Sprache und Sport sowie die Stär- 
kung der Beratungskompetenz stellen den zweiten Sch ritt dar. Schließlich wird es um die Identifi- 
kation von Handlungsbedarfen  als Grundlage für die kommunale Bildungsstrategie gehen: Wo 
fehlen Angebote? Was müssen wir stärken? Wie können  geeignete Impulse an relevante Bil- 
dungsakteur*innen übermittelt und neue Angebote initiiert werden? All diese Arbeitsschritte werden 
in enger Vernetzung mit dem Bildungsmanagement stattfinden.  
 
3.3 Verwertungsplan 
Mit der datenbasierten, systematischen  Untersuchung der Münsteraner Bildungslandschaft in den 
Bereichen Sprache und Sport sowie der Publikation d er Erkenntnisse und Arbeitsergebnisse in 
geeigneter Form entsteht eine Entscheidungshilfe fü r diesbezügliche kommunale Planungen. Die 
kommunale Förderstruktur kann davon ausgehend ausgebaut und optimiert werden. Damit werden 
die Voraussetzungen für eine qualitätsorientierte und nachhaltige Weiterentwicklung von Bildungs- 
akteur*innen und -strukturen in den  Bereichen Spra che und Sport in Münster geschaffen. Das  
Vorhaben ist ein wichtiger Beitrag im Rahmen der We iterentwicklung des datenbasierten kommu- 
nalen Bildungsmanagements (DKBM). Die entwickelten Strukturen und Prozesse sollen durch die 
bis dahin erfolgte Implementation in die Netzwerke über den Förderzeitraum hinaus Bestand ha- 
ben. 
 
3.4 Notwendigkeit der Zuwendung  
Für die Umsetzung der beschriebenen Vorhaben und Zi ele als zusätzliche Maßnahme zur weite- 
ren Entwicklung einer gesamtstädtischen Strategie z ur Integration von Neuzugewanderten durch 
Bildungsangebote in Münster bedarf es einer Förderung durch externe Mittel. Die beantragten Pro- 
jektmittel werden benötigt, da die im Rahmen des Vo rhabens geschilderten Aufgaben die derzeiti- 
gen personellen und finanziellen Ressourcen der Kom mune deutlich übersteigen und einen klaren 
Mehraufwand darstellen.

Beratungsverlauf (8)

07.09.2016 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 10 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
08.09.2016 Sportausschuss
TOP 3.2 Vorberatung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
14.09.2016 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung
TOP 11 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
20.09.2016 Ausschuss für Schule und Weiterbildung
TOP 6 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
21.09.2016 Integrationsrat
TOP 2.1 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
27.09.2016 Ausschuss für Personal, Organisation, Sicherheit, Ordnung und E-Government
TOP 2 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
28.09.2016 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 22 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
28.09.2016 Rat
TOP 30 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
V/0656/2016
Typ
Vorlagen
Datum
02.08.2016
Erstellt
06.10.2020 14:37