V/0282/2007
Feststellung des Jahresabschlusses und Verwendung des Jahresgewinns der citeq zum 31.12.2006
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Deckblatt Jahresabschlussbericht 2006
54 Zeichen
Jahresabschluss Lagebericht Geschäftsjahr 2006
Beschlussvorlage
6380 Zeichen
V/0282/2007 DER OBERBÜRGERMEISTER citeq Betrifft Feststellung des Jahresabschlusses und Verwendung des Jahresgewinns der citeq zum 31.12.2006 Beratungsfolge 30.05.2007 Werksausschuss der citeq Vorberatung 12.06.2007 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung 13.06.2007 Hauptausschuss Vorberatung 13.06.2007 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: Der Jahresabschluss der citeq zum 31.12.2006 (Anlage) wird mit der Bilanzsumme von 26.605.329,32 € und einem Jahresüberschuss von 2.003.059,30 € festgestellt. 1. Der Jahresüberschuss 2006 in Höhe von 2.003.059,30 € wird wie folgt verwendet: 1.013.259,25 € werden an die Stadt Münster ausgeschüttet. An Rücklagen werden insgesamt 989.800,05 € gebildet. Diese setzen sich wie folgt zusammen: 1.1 Rücklage für die Verzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von 370.853,30 €, 1.2 Rücklage für eine 1%ige Zusatzverzinsu ng der Pensionsrückstellungen in Höhe von 353.946,75 €, 1.3 Rücklage für das in 2004 übernommene Kabel- und Telekommunikationsvermögen in Höhe von 65.000,00 €. 1.4 Nachrichtlich: Zuführung in eine Rücklage lt. Beschluss in der 47. Sitzung des Zentralausschus- ses in Höhe von 200.000,00 € für den ÖrV-Bereich. 2. Dem Werksausschuss der citeq wird für das Kalenderjahr 2006 Entlastung erteilt. Begründung: Die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Dr. von der Hardt & Partner, Münster, hat im Auf- trag der citeq und mit Zustimmung der Gemeindeprüf ungsanstalt Nordrhein-Westfalen den Jahresabschluss und den Lagebericht des Kalenderjah res 2006 geprüft. Die geprüften Unterlagen sind gemäß § 15 der Be- triebssatzung der citeq dem Werksausschuss sowie dem Rat vorzulegen. Vorlagen-Nr.: V/0282/2007 Auskunft erteilt: Herr Boenigk Ruf: 492 18 11 E-Mail: Boenigk@citeq.de Datum: 05.04.2007 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0282/2007 Zu 1. Jahresabschluss 2006 Die Gewinn- und Verlustrechung für das Kalenderjahr 2006 vom 01.01.2006 bis 31.12.2006 weist einen Jahresgewinn von 2.003.059,30 € auf. Dieses Ergebnis konnte erzielt werden, obwohl • bereits eine Leistungsentgeltrückerstattung in Höhe von 551.108,00 € an die Kooperationspartner gemäß der Öffentlich-rechtlichen Vereinbarung (ÖrV) stattgefunden hat und ein Betrag von 200.000,00 € im ÖrV-Bereich für den Ausgleich eines planmäßigen Fehlbetrages in 2008 gebildet wurde, • der Pensionsrückstellung die Veränderung in Höhe von 529.982,00 € zugeführt wurde, um den Pen- sionsfall der in der citeq beschäftigten Beamten ausreichend abzudecken, • der gesetzlichen Beihilferückstellung di e Veränderung in Höhe von 367.040,25 € zugeführt wurde, um das stetig steigende Beihilferisiko der durch die citeq finanzierten Pensionäre auch künftig abde- cken zu können. Um zu gewährleisten, dass die citeq künftig alle Pensionsansprüche befriedigen kann, wurde eine Vereinba- rung zwischen der Stadt Münster und der citeq getroffen: Zu 1.1 Danach verpflichtet sich die Stadt Münster den Barwert der übertragenden Pensionslasten zu verzinsen. Für den Jahresabschluss 2006 der citeq wurde ein Zinssa tz von 5,8 % zugrunde gelegt. Die Rückstellungen betragen für den Jahresabschluss 2006 auf dieser Grundlage 370.853,30 €. Zu 1.2 In der Vergangenheit wurde der Barwert der übertragenden Pensionslasten mit 5 % verzinst. Da aber die Berechnungen der Pensionsrückstellungen seit 2001 mit 6 % erfolgten, wurde für 2006 vereinbart, die kumu- lierten Fehlbeträge aufgrund der Berücksichtigung des geringeren Zinssatzes mit dem Jahresabschluss 2006 auszugleichen. Der Fehlbetrag beläuft sich für den Zeitraum 2001 bis 2005 auf 353.946,75 €. Die Stadt Münster wird im Rahmen der Einführung des Neuen Kommunalen Finanzmanagements die Pensionsrück- stellungen auf Basis einer 5%igen Verzinsung bere chnen und entsprechende Rückstellungen bilden. Auch die citeq wird sich diesem Prozentwert anpassen. Um jedoch die Belastung für die Partner der citeq erträg- lich zu gestalten, wird sich dieser Prozess über mehrere Jahre vollziehen. Zu 1.3 Zwischen der Stadt Münster und der citeq wurde vereinba rt, dass der Jahresüberschuss u. a. dafür verwen- det wird, um jährliche Rücklagen in Höhe von 65.000,00 € für die Abschreibungen auf das zum 01.01.2004 übernommene Kabel- und Telekommunikationsvermögen einstellen zu können. Die citeq ihrerseits verpflichtet sich, • die Zinsen in Höhe von 370.853,30 €, • den kumulierten Fehlbetrag in Höhe von 353.946,75 €, • die Veränderungen der Pensionsrü ckstellungen in Höhe von 529.982,00 €, • die Veränderungen der Beihilferückstellungen in Höhe von 367.040,25 € und • die jährliche Rücklage in Höhe von 65.000,00 € für die Abschreibungen auf das zum 01.01.2004 ü- bernommene Kabel- und Telekommunikationsvermögen in einen vom Amt für Finanzen und Beteiligungen verwalteten Fonds einzuzahlen. Der nach Bildung der Rücklagen verbleibende Überschuss in Höhe von 1.013.259,25 € wird an die Stadt Münster ausgeschüttet. Der Ausschüttungsbetrag beinhaltet den Konsolidierungsbeitrag in Höhe von 300.000,00 € für das Jahr 2006. Lagebericht 2006 Die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Dr. von der Hardt & Partner hat festgestellt, dass der Lagebericht gemäß § 25 EigVO NRW aufgestellt wurde, im Einklang mit dem Jahresabschluss steht und sonstige Angaben im Lagebericht keine falschen Vorstellungen von der Lage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung wecken. - 3 - V/0282/2007 Prüfungsergebnis Die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Dr. von der Hardt & Partner, Münster, erteilt der citeq für das Kalenderjahr 2006 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Zu 1.4 Die Kooperationspartner der öffentlich-rechtlichen Ve reinbarung stellen der citeq eine Rücklage zur Verfü- gung, die dazu bestimmt ist, Verluste aus Neuentwicklungen oder wesentlichen Änderungen des IT- Angebotes zu decken. Die genannte Rücklage soll gemäß Beschluss des Zentralausschusses vom 1011.2006 um 200.000 € erhöht werden. Zu 2. Dem Werkausschuss der citeq wird für das Kalenderjahr 2006 Entlastung erteilt. Die Entlastung des Werklei- ters erfolgt gemäß § 5 Abs. 5 EigVO NRW in der nächsten Sitzung des Werksausschusses. I. V. gez. Dr. Heinrichs Anlagen: Jahresabschluss
Bericht Jahresabschluss 2006
59363 Zeichen
Jahresabschluss | Lagebericht
Geschäftsjahr 2006
-
Herausgeberin
Stadt Münster
citeq
Scheibenstraße 109
48153 Münster
März 2007
Inhalt
Jahresabschluss
Seite
Bilanz 4
Gewinn- und Verlustrechnung 6
Anhang 7
Anlage:
Anlagennachweis 14
Lagebericht 15
citeq
Bilanz zum 31.12.2006
Bilanz - 4 -
A K T I V S E I T E 31.12.2006 31.12.2005
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Software 2.570.837,00 2.267.353,00
2. Geleistete Anzahlungen 218.386,24 298.306,52
2.789.223,24 2.565.659,52
II. SACHANLAGEN
1. Fahrzeuge 39.709,00 51.213,00
2. Betriebs- u. Geschäftsausstattung 6.034.094,00 6.895.750,00
6.073.803,00 6.946.963,00
III. FINANZANLAGEN
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 5.430.067,79 4.286.361,86
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. VORRÄTE
1. Betriebsstoffe 81.330,89 91.246,88
II. FORDERUNGEN UND SONSTIGE
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 221.741,52 170.313,72
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
31.12.2006 0,00 €
31.12.2005 0,00 €
2. Forderungen an die Stadt 11.124.096,83 8.524.051,18
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
31.12.2006 6.394.022,36 €
31.12.2005 6.394.022,36 €
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 27.344,22 0,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
31.12.2006 0,00 €
31.12.2005 0,00 €
4. Sonstige Vermögensgegenstände 475,68 3.188,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
31.12.2006 0,00 €
31.12.2005 256,00 € 11.373.658,25 8.697.552,90
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 857.246,15 763.132,31
26.605.329,32 23.350.916,47
Bilanz - 5 -
P A S S I V S E I T E 31.12.2006 31.12.2005
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. STAMMKAPITAL 200.000,00 200.000,00
II. RÜCKLAGEN
1. Allgemeine Rücklage 2.514.042,51 2.129.341,39
III. GEWINN
1. Jahresgewinn 2.003.059,30 2.324.470,94
4.717.101,81 4.653.812,33
B. SONDERPOSTEN AUS ZUSCHÜSSEN
DER ÖFFENTLICHEN HAND 5.276,00 34.360,00
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtun gen 10.921.147,00 10.024.124,75
2. Steuerrückstellungen 73.561,39 54.354,39
3. Sonstige Rückstellungen 823.268,01 852.939,90
11.817.976,40 10.931.419,04
D. VERBINDLICHKEITEN
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 238.157,66 92.274,46
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2006 0,00 €
31.12.2005 0,00 €
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 757 .378,83 531.110,99
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2006 757.378,83 €
31.12.2005 531.110,99 €
3. Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt 4.555.835,41 5.669.797,27
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2006 4.405.515,61 €
31.12.2005 5.417.219,09 €
4. Sonstige Verbindlichkeiten 4.513.603,21 1.438.142,38
davon
a) mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2006 4.513.603,21 €
31.12.2005 1.438.142,38 €
b) aus Steuern
31.12.2006 60.607,55 €
31.12.2005 35.054,60 €
10.064.975,11 7.731.325,10
26.605.329,32 23.350.916,47
Gewinn- und Verlustrechnung - 6 -
Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2006
2006 2006 2005
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 19.324.449,88 19.134.978,95
./. Rückerstattung ÖrV -551.108,00 -364.655,45
18.773.341,88 18.770.323,50
2. Sonstige betriebliche Erträge 170.883,25
154.004,84
3. Gesamtleistung 18.944.225,13 18.924.328,34
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Hilfs- und Betriebs-
stoffe und für bezogene Waren 92.084,95
183.354,96
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.564.140,9 3 4.207.232,40
4.656.225,88 4.390.587,36
5. Rohergebnis 14.287.999,25
14.533.740,98
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.629.915,38
4.567.074,74
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung 1.880.248,64
1.722.380,05
davon für Altersversorgung: 6.510.164,02 6.289.454,79
2006: 1.224.382,53 €
2005: 1.122.138,78 €
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens-
gegenstände des Anlagevermögens und Sachan-
lagen 4.471.390,01
4.355.678,38
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.686.908,09 1.919.446,15
9. Betriebsergebnis 1.619.537,13
1.969.161,66
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 566.945,31 515.113,94
11.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 163.088,80 136.992,88
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.023.393, 64 2.347.282,72
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 19.207,00 21.853,00
14.
Sonstige Steuern 1.127,34 958,78
20.334,34 22.811,78
15. Jahresgewinn 2.003.059,30 2.324.470,94
Nachrichtlich:
Behandlung des Jahresgewinns
Zur Einstellung in Rücklagen 989.800,05 €
Zur Abführung an den Haushalt der Stadt Münster 1.013.259,25
€
bericht
Anhang - 7 -
I. Angaben zur Form und Darstellung
von Bilanz bzw. Gewinn- und Verlust-
rechnung
Der Jahresabschluss wurde gemäß den gelten-
den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung
(EigVO NW) aufgestellt.
Die Bilanzansätze der Jahresabschlussbilanz zum
31.12.2005 wurden unverändert übernommen.
II. Erläuterungen zu den Positionen von
Bilanz sowie Gewinn- und Verlust-
rechnung bezüglich Ausweis, Bilanzie-
rung und Bewertung
a) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die immateriellen Vermögensgegenstände und
Sachanlagen sind grundsätzlich zu Anschaffungs-
oder Herstellungskosten bewertet.
Immaterielle Vermögensgegenstände mit einem
Nettoanschaffungswert bis 410,00 Euro werden
als Trivialsoftware im Jahr der Anschaffung voll-
ständig abgeschrieben.
Es wurde die lineare und die degressive Ab-
schreibungsmethode unter Zugrundelegung der
betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angewen-
det. Es wurde grundsätzlich pro rata tempore
abgeschrieben, geringwertige Vermögensgegens-
tände wurden voll abgeschrieben.
Die Finanzanlagen sind am Bilanzstichtag zu
Anschaffungskosten bewertet.
Die Vorräte wurden durch körperliche Be-
standsaufnahme ermittelt und unter Beachtung
des Niederstwertprinzips bewertet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstän-
de sind zum Nominalwert unter Berücksichtigung
des erkennbaren Ausfallrisikos bewertet.
Die Rückstellungen für Pensionen sind zum versi-
cherungsmathematisch ermittelten Barwert unter
Berücksichtigung der Generationentafel der Heu-
beck AG, Köln 2005, angesetzt; es wurde ein
Rechnungszinsfuß von 5,8 % 1 zu Grunde gelegt.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle
erkennbaren Risiken und sind grundsätzlich mit
dem Betrag angesetzt, der nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.
Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden nach
versicherungsmathematischen Grundsätzen er-
mittelt. Als Rechnungsgrundlage dienten die Ge-
nerationentafeln der Heubeck AG, Köln 2005; es
wurde ein Rechnungszinsfuß von 5,4 %² zu
Grunde gelegt.
Die Rückstellungen für Beihilfen wurden nach
versicherungsmathematischen Grundsätzen er-
mittelt; es wurde ein Rechnungszinsfuß von
5,4 %² zu Grunde gelegt.
Die Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbe-
trag ausgewiesen.
1,2 Der bisher zur Anwendung gekommene Zinsfuß von 6 %
bzw. 5,5 % lag laut Prüfungsbericht 2005 an der Untergrenze
des nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung
Vertretbaren. Mit der Stadt Münster wurde vereinbart, dass
sich die citeq sukzessive dem Wert von 5 % nähert, um damit
u. a. den Vorgaben des NKF zu entsprechen. Die Bewertung
der Rückstellungen für Beihilfen und Altersteilzeit werden
ebenfalls angepasst.
bericht
Anhang - 8 -
b) Angaben zu Positionen der Bilanz
Aktivseite
Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens wird im
beigefügten Anlagennachweis auf S. 14 gezeigt.
Die Investitionen der citeq lagen im Jahr 2006 bei
5.113.813,66 €. Die Investitionen setzen sich wie
folgt zusammen:
Bezeichnung Investitionen
2006 in €
Investitionen
2005 in €
Investitionen
2004 in €
EDV-Software 1.323.387,01 737.074,23 1.484.117,19
Geleistete Anzahlung für SW 124.209,16 113.179,32 97.045,24
PKW 0,00 42.733,60 21.666,58
Technische Ausstattung 27.608,45 6.199,60 631.438,50
Mobiliar 1.847,38 17.701,84 44.454,26
Sonstiges Inventar 0,00 3.480,00
Rechnersysteme 1.289.113,32 1.684.694,08 1.316.697,50
Monitore 232.052,30 249.028,91 271.880,47
Drucker, Plotter, Scanner 145.308,23 219.750,32 294.440,72
Sonstige DV-Peripheriegeräte 228.679,23 177.890,86 112.762,83
Router, Hub, Switch 172.190,76 7.690,39 67.083,33
DV-Netzkomponenten 0,00 1.755,08 229.338,96
TK-Anlagen, Komponenten 14.743,11 44.442,37 218.050,49
Telefax 0,00 0,00 0,00
GWG 410.968,78 722.674,56 124.128,75
Anlagen im Bau 0,00 0,00 12.874,28
Finanzanlagen 1.143.705,93 2.132.010,24 316.888,37
Summe 5.113.813,66 6.160.305,40 5.242.867,47
Die vorhandenen Anlagen der citeq konnten im
Wesentlichen technisch und wirtschaftlich optimal
genutzt werden. Im Sinne einer sicheren Bewälti-
gung der Aufgabenstellung sind sie zurzeit aus-
reichend dimensioniert.
Umlaufvermögen
Die Forderungen an die Stadt Münster belaufen
sich auf 11.124.096,83 €. Darin enthalten sind
Forderungen aus der gestundeten Abgeltung für
übernommene, laufende und zukünftige Pensi-
onsverpflichtungen von der Stadt Münster bei
Eigenbetriebsgründung in Höhe von
6.394.022,36 € sowie kurzfristige Geldanlagen
aus dem ÖrV-Bereich (s. a. Gegenposten unter
„sonstige Verbindlichkeiten“) in Höhe von
4.143.298,19 €, die Rücklage des ÖrV-Bereichs in
Höhe von 385.000,00 € sowie Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen in Höhe von
87.674,69 €.
Passivseite
Eigenkapital
Stammkapital
Nach § 12 der Satzung der citeq beträgt das
Stammkapital 200.000,00 €.
Rücklagen
Die Kooperationspartner der öffentlich-rechtlichen
Vereinbarung stellten der citeq eine Rücklage zur
Verfügung, die dazu bestimmt ist, Verluste aus
der Neuentwicklung oder wesentlichen Änderun-
gen des IT-Angebotes zu decken.
Die genannte Rücklage soll gemäß Beschluss des
Zentralausschusses vom 10.11.2006 um
200.000,00 € erhöht werden.
Gewinn
Der Jahresgewinn der citeq beläuft sich auf
2.003.059,30 €.
Sonderposten
Die Auflösung des Sonderpostens aus Zuschüs-
sen der öffentlichen Hand erfolgt analog zur Ab-
schreibung der bezuschussten Anlagegüter.
Rückstellungen
Die Entwicklung der Rückstellungen ist der fol-
genden Tabelle zu entnehmen:
01.01.2006
€
Zuführung
€
Entnahme
€
Auflösung
€
31.12.2006
€
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen
Pensionsrück-
stellung
8.814.842,00 684.380,18 154.398,18 0,00 9.344.824,00
Rückstellung für
Beihilfeverpflich-
tung
1.209.282,75 378.828,16 11.787,91 0,00 1.576.323,00
Summe
Pensionsrück-
stellungen und
ähnliche
Verpflichtun-
gen
10.024.124,75 1.063.208,34 166.186,09 0,00 10.921.147,00
bericht
Anhang - 9 -
01.01.2006
€
Zuführung
€
Entnahme
€
Auflösung
€
31.12.2006
€
Sonstige Rückstellungen
Urlaub und
Überstunden 313.431,21
335.849,27 313.431,21 0,00 335.849,27
Altersteilzeit 262.750,00 35.727,00 65.757,00 0,00 232.720,00
Ausstehende
Rechnungen 246.209,44
234.468,74 224.628,49 21.580,95 234.468,74
Jahresab-
schluss 25.000,00
20.230,00 21.062,75 3.937,25 20.230,00
Prozesskosten 5.549,25 0,00 5.549,25 0,00 0,00
Summe
Sonstige
Rückstellun-
gen
852.939,90 626.275,01 630.428,70 25.518,20 823.268,01
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungs-
betrag ausgewiesen.
Die erhaltenen Anzahlungen betragen
238.157,66 € für Leistungen, die in 2007 erbracht
werden.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen belaufen sich auf 757.378,83 €.
Die Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt
Münster belaufen sich auf 4.555.835,41 €. Davon
betreffen 3.617.757,01 € Bankverbindlichkeiten
auf Konten, die von der Stadtkasse für die citeq
geführt werden, 252.578,18 € ein inneres Darle-
hen bei der Stadt Münster und 242.267,10 € Leis-
tungsentgeltrückerstattung des ÖrV-Bereichs.
Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von
4.513.603,21 € enthalten im Wesentlichen Ver-
bindlichkeiten
• gegenüber Kooperationspartnern (ohne Stadt
Münster)
in Höhe von 4.452.139,09 € (darin
enthalten sind 4.143.298,19 € aus kurzfristi-
gen Geldanlagen und 308.840,90 € Leis-
tungsentgeltrückerstattung an Kunden des
ÖrV-Bereichs) und
• gegenüber dem Finanzamt in Höhe von
60.607,55 €.
Für die Verbindlichkeiten bestehen die folgenden
Restlaufzeiten :
davon mit einer Laufzeit
Verbindlichkeiten
Gesamt
T€
bis 1 Jahr
T€
über 5 Jahre
T€
Erhaltene Anzahlungen 238 238 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
757 757 0
Verbindlichkeiten gegenüber der
Stadt Münster
4.556 4.406 0
Sonstige Verbindlichkeiten 4.514 4.514 0
Gesamt 10.065 9.915 0
c) Angaben zu Positionen der Gewinn- und
Verlustrechnung
Die Umsatzerlöse der citeq wurden durch Erträge
mit Einrichtungen der Stadt Münster, mit Koopera-
tionspartnern und Dritten aus
• Bereitstellung von Hard- und Software,
• Bereitstellung des Datennetzes,
• gesondert abzurechnenden Dienstleistungen,
• Schulungen sowie
• sonstigen privatrechtlichen Leistungsentgel-
ten
erzielt.
Folgende Leistungen wurden ausschließlich für
die Stadt Münster erbracht:
Leistung Durchschnitt
(Anzahl) /
Abrechnung
2006
Durchschnitt
(Anzahl) /
Abrechnung
2005
Durchschnitt
(Anzahl) /
Abrechnung
2004
Bereitstellung von Zentralein-
heiten (PC, Notebooks) 2.868 2.872 2.772
Bereitstellung von Monitoren
und Beamern 2.654 2.671 2.614
Bereitstellung von Druckern /
Plottern 1.256 1.299 1.284
Bereitstellung von Scannern 195 185 161
Bereitstellung von Sicherungs-
systemen 21 22 24
Bereitstellung von Telefaxgerä-
ten 297 280 251
Bereitstellung von Telefongerä-
ten / -einrichtungen 3.481 3.224 2.998
Internet / Intranet Pauschal Pauschal Pauschal
Überlassung Softwareprodukte Pauschal Pauschal Pauschal
Gesamterträge hierzu 7.158.001,18 € 7.852.521,49 € 7.603.225,91 €
bericht
Anhang - 10 -
Folgende Leistungen wurden ausschließlich für
den Medienentwicklungsplan der Stadt Münster
erbracht:
Leistung Durchschnitt
(Anzahl) /
Abrechnung
2006
Durchschnitt
(Anzahl) /
Abrechnung
2005
Durchschnitt
(Anzahl) /
Abrechnung
2004
Bereitstellung von Zentralein-
heiten (PC, Notebooks) 2.324 1.461 506
Bereitstellung von Monitoren
und Beamern 1.798 1.239 475
Bereitstellung von Druckern /
Plottern 438 310 131
Bereitstellung von Scannern 122 85 33
Bereitstellung von sonstigen
Gerätetypen 21 15 3
Schulungen Preisliste Preisliste Preisliste
Einrichtung der Anlagen Nach Aufwand Nach Aufwand Nach Aufwand
Gesamterträge hierzu 2.055.970,66 1.714.683,93 € 1.075.756,04 €
Folgende Dienstleistungen wurden im Rahmen
der ÖrV für die Kooperationspartner und Dritte
erbracht:
Aufgabenbereich
Umsatzanteil
2006
Umsatzanteil
2005
Umsatzanteil
2004
Zentrale Verwaltung (KSD) 0,02% 0,03% 0,16%
Personalwesen 5,63% 5,19% 6,81%
Statistik und Wahlen 1,08% 1,97% 2,28%
Kämmerei (Kosten- und Leis-
tungsrechnung, Haushaltswesen,
-überwachung, SAP)
24,19%
23,04% 13,18%
Kasse (Kassenwesen, FAD,
Allgemeines Veranlagungswesen,
Verwaltungsvollstreckung)
8,85%
9,47% 11,17%
Steuern 6,78% 7,49% 10,15%
Sicherheit und Ordnung ( Aus-
länderwesen, Verkehrsordnungs-
widrigkeiten, Veterinärangelegen-
heiten, Ordnungsangelegenheiten,
Führerscheinwesen)
8,00%
8,72% 9,01%
Einwohner- und Meldewesen 5,73% 6,16% 6,95%
Feuerschutz (Krankentransport) 0,39% 0,74% 0,17%
Büchereiwesen 0,11% 0,11% 0,07%
Weiterbildung 0,00% 0,01% 0,01%
Musikschulwesen 0,00% 0,00% 0,07%
Soziales (Sozialwesen, Über-
gangsheime, BaföG)
9,09% 6,50% 6,15%
Jugend (Mündelgeld, Kostener-
mittlung Kindergärten, Kindergar-
tenverfahren, Jugendamtsverfah-
ren)
3,69%
0,46% 0,51%
Gesundheitswesen 0,21% 0,22% 0,04%
Bauverwaltung 0,50% 0,51%
Vermessung und Kataster 1,17% 1,45% 1,97%
Bauordnung 0,09% 0,09% 0,07%
Wohnungsförderung ( Woh-
nungswesen, Fehlbelegungsab-
gabe)
0,62%
0,42% 0,25%
Hochbau 0,00% 0,02% 0,13%
Tiefbau (Fäkalschlammentsor-
gung)
0,45% 0,32% 0,23%
Aufgabenbereich
Umsatzanteil
2006
Umsatzanteil
2005
Umsatzanteil
2004
Friedhofswesen 0,19% 0,06% 0,07%
Wirtschaftliche Betätigung
(Virenschutz, Datenbanken,
IMSWare)
2,39%
4,98% 4,79%
Bereitstellung Server 0,08% 0,11% 0,07%
Betrieb, Unterhaltung von
Netzen
(Allgemeine Leistungen, Abruf von
Leistungen, Anbindung von
Nebenstandorten)
8,10%
8,16% 9,25%
Dienste
(Internet-Server/Nutzer, Internet-
Leistungen nach Angebot,
Redaktionssystem, E-
Government)
6,69%
5,84% 7,11%
Dienstleistung / Betreuung
(Betreuung fremder Systeme,
Arbeitsstunden / Rechenzeit,
Datensicherung, digitale Archivie-
rung)
0,72%
2,51% 3,30%
Schulungen 0,00% 0,01% 0,01%
Pauschalen
(Einwohnerpauschale u. a.)
5,23%
5,41% 6,03%
IT-Management für Schulen
Sonderarbeiten
Summe über alle Aufgaben 100,00% 100,00% 100,00%
Zusammenstellung der Erträge
Die Leistungen wurden nach dem gültigen Preis-
verzeichnis abgerechnet.
Erträge
Leistung
2006 in € 2005 in € 2004 in €
Dienstleistungen ausschließ-
lich für die Stadt Münster 7.158.001,18
7.852.521,49 7.603.225,91
Dienstleistungen ausschließ-
lich für den Bereich Medien-
entwicklungsplan der Stadt
Münster
2.055.970,66
1.714.683,93 1.075.756,04
Dienstleistungen für die
Kooperationspartner (Anteil
Stadt Münster)
4.250.372,30
4.354.933,51 3.548.529,66
Dienstleistungen für die
Kooperationspartner /(Dritte) 5.551.918,07
5.091.142,28 4.679.093,39
Sonstige Leistungen (Veran-
staltungen, Schulungen,
Beraterleistungen, kurzfristige
Ausleihen von Hardware)
308.187,67
121.697,74 70.304,23
Leistungsentgeltrückerstattung
an die Kooperationspartner -551.108,00
-364.655,45 -629.230,57
Umsatzerlöse gesamt 18.773.341,88 18.770.323,50 16.347.678,66
Sonstige betriebliche Erträge
(Veräußerung von Anlage-
vermögen, Versicherungser-
stattungen, Auflösung Son-
derposten)
170.883,25
154.004,84 102.705,70
Finanzerträge 566.945,31 515.113,94 504.834,50
Erträge gesamt 19.511.170,44 19.439.442,28 16.955.218,86
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten
im Wesentlichen Erträge aus der Veräußerung
von beweglichen und immateriellen Vermögens-
bericht
Anhang - 11 -
gegenständen des Anlagevermögens, Versiche-
rungserstattungen sowie Erträge aus der Auflö-
sung des Sonderpostens aus Zuschüssen der
öffentlichen Hand.
Zusammenstellung der Aufwendungen
Aufwendungen
Leistung
2006 in € 2005 in € 2004 in €
Materialaufwendungen 4.656.225,88 4.390.587,36 3.782.745,71
Personalaufwendungen 6.510.164,02 6.289.454,79 6.025.955,49
Sonstige betriebliche Aufwendun-
gen 1.686.908,09
1.919.446,15 1.952.451,83
Die Materialaufwendungen betreffen im Wesent-
lichen Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe,
für bezogene Waren sowie für die Unterhaltung
und Miete der Betriebs- und Geschäftsausstat-
tung, der immateriellen Vermögensgegenstände
und für Datenleitungen.
Die Personalaufwendungen setzen sich aus den
Regelzahlungen, Sonderzuwendungen, Beihilfen,
Versorgungsaufwendungen sowie vermögens-
wirksamen Leistungen zusammen. Für die Ange-
stellten enthalten sie zusätzlich die Beiträge zu
den Versorgungskassen, Beiträge zur gesetzli-
chen Sozialversicherung und pauschalierte Lohn-
steuern.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für
Verwaltungsleistungen der Stadt Münster, sonsti-
ge Betriebs- und Verwaltungsaufwendungen,
Gebäudemieten sowie Aufwendungen für Porto.
Angaben zum Jahresergebnis
Das Wirtschaftsjahr 2006 ergab einen Jahresge-
winn in Höhe von 2.003.059,30 €. Die erwirtschaf-
teten Jahresgewinne werden nach Bildung ver-
einbarter Rücklagen an die Partner der citeq zu-
rückerstattet.
Kennzahlen zur Erfolgsanalyse 2006 2005 2004
Umsatzerlöse T € 18.773 18.770 16.348
Veränderungsrate % 0,0 14,8 6,8
Materialaufwand T € 4.656 4.391 3.783
Materialaufwandsquote % 24,8 23,4 23,1
Personalaufwand T € 6.510 6.289 6.026
Personalaufwandsquote % 34,7 33,5 36,9
Mitarbeiter (einschl. Auszibildende) Anzahl 115 115 110
Jahresgewinn T € 2.003 2.324 1.610
Umsatzrentabilität % 10,7 12,4 9,8
Personalausstattung
In der citeq waren in 2006 durchschnittlich be-
schäftigt:
Zeitpunkt Beamte Angestellte gesamt
(ohne
Azubis)
nachrichtl.:
Azubis
31.03.2006 51 57 108 5
30.06.2006 52 58 110 3
30.09.2006 52 59 111 6
31.12.2006 52 59 111 6
Durchschnitt 52 58 110 5
Die citeq ist als Teil der Stadt Münster Mitglied der
Kommunalen Zusatzversorgungskasse Westfa-
len-Lippe (ZKW). Das Mitgliedsverhältnis ist ein
privatrechtliches Versicherungsverhältnis zwi-
schen dem Arbeitgeber und der ZKW. Die ZKW
hat die Aufgabe, durch Versicherung den Be-
schäftigten ihrer Mitglieder eine zusätzliche
Alters-, Erwerbsminderungs- und Hinterbliebe-
nenversorgung nach Maßgabe der Satzung und
der dazu erlassenen Durchführungsvorschriften
zu gewähren.
Die in der Satzung festgelegten Voraussetzungen
und Inhalte der Einzelversicherungsverhältnisse
sowie die Versicherungsleistungen richten sich
nach den Bestimmungen des Tarifvertrages über
die zusätzliche Altersversorgung der Beschäftig-
ten des öffentlichen Dienstes – Altersvorsorge-TV
– (ATV-K vom 01.03.2002).
Der Umlagesatz für 2006 beträgt 4,5 %, das Sa-
nierungsgeld beträgt 2,5 %. Bemessungsgrundla-
ge waren die Löhne und Gehälter 2005. Die Ar-
bericht
Anhang - 12 -
beitgeberaufwendungen für die ZKW betrugen
161.174,19 €.
Einzelheiten und Berichterstattung zum Per-
sonalaufwand
Der Personalaufwand in seinen einzelnen Auf-
wandskomponenten geht aus der nachfolgenden
Übersicht hervor:
Die Leistungen der citeq werden erbracht von
insgesamt 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
(einschließlich 5 überplanmäßig befristet beschäf-
tigten Personen) sowie 5 Auszubildenden. Die
Organisation der citeq ist aus dem als Anlage
beigefügten Organigramm ersichtlich.
Beamte
Grundlage für die Besoldung der Beamten war
das Bundesbesoldungsgesetz in der jeweils gülti-
gen Fassung.
Beschäftigte
Grundlage für die Vergütung der Beschäftigten
war in 2006 der Tarifvertrag zur Überleitung der
Beschäftigten der kommunalen Arbeitgeber in den
TVöD und zur Regelung des Übergangsrechts
(TVÜ-VKA) v. 13.09.2005 und der Tarifvertrag für
den öffentlichen Dienst (TVöD).
Aus- und Fortbildung
Die Mitarbeiter der citeq werden kontinuierlich
weitergebildet, um den Anforderungen gewachsen
zu sein. Insgesamt wurden dafür 77.427,40 €
aufgewandt.
d) Ergänzende Angaben
Zusammensetzung der Organe und Aufwen-
dungen für Organe
Alleiniger Werkleiter ist Herr Rolf Tewes.
Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf eine Angabe
der Gesamtbezüge der Werkleitung verzichtet.
Für ein ehemaliges Mitglied der Werkleitung und
eine Hinterbliebene wurden an Pensionen
72.426,49 € aufgewendet. Für beide Personen
bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von
748.739,00 €.
Eine Informations- und Entscheidungspflicht
der citeq besteht gegenüber folgenden Gre-
mien:
Werksausschuss der citeq
Der Werksausschuss wurde im Jahr 2006 in 5
öffentlichen und 5 nicht-öffentlichen Sitzungen
von der Werkleitung über die Entwicklung der
citeq und alle wichtigen Angelegenheiten unter-
richtet. Dabei hat er Entscheidungen im Rahmen
seiner Zuständigkeiten getroffen.
Die ordentlichen und stellvertretenden Mitglieder
des Werksausschusses sind sämtlich in Münster
wohnhaft.
Der Werksausschuss setzt sich wie folgt zu-
sammen (RH = Ratsherr, RF = Ratsfrau):
Personalaufwand
2006
in €
2005
in €
2004
in €
Beamtenbezüge 2.270.152,62 2.278.695,82 2.226.041,49
Gehälter 2.337.344,70 2.293.720,40 2.077.045,30
Löhne 0,00 716,08 9.998,06
Dienstaufwendungen für
sonstige Beschäftigte 0,00
0,00 3.605,52
Veränderung Urlaubs- u.
Überstundenrückstellung 22.418,06
-6.057,56 1.652,23
Zwischensumme 4.629.915,38 4.567.074,74 4.318.342,60
Soziale Abgaben und Aufwen-
dungen für Altersversorgung
und für Unterstützung
1.880.248,64
1.722.380,05 1.707.612,89
davon für Altersversorgung 1.224.382,53 1.122.138,78 1.030.087,64
Gesamtsumme 6.510.164,02 6.289.454,79 6.025.955,49
bericht
Anhang - 13 -
Ordentliche Mitglieder
Ratsmitglieder bzw. Sachkun-
dige Bürger/innen
Stellvertretende Mitglieder
1 RF Marliese Kosmider,
Oberstudienrätin
(Vorsitzende)
1. RH Frank Baumann, Online
Designer
2. RH Christoph Jahn, Rechts-
anwalt
(Stellvertr. Vorsitzende)
2. RH Georg Berding, Schullei-
ter
3. RF Helga Welker, Notarsek-
retärin
3. Renate Buschermöhle,
kaufm. Angestellte
4. Christian Moll, Geschäftsfüh-
rer
4. RH Rolf Klein, Systemanaly-
tiker
5. RH Moritz von Schmeling,
Student
5. RH Alexander Bercht, Stu-
dent
6. Uwe Buddelmeyer, Unter-
nehmensberater
6. Clemens Kraus, Systemad-
ministrator
7. Jürgen Lemke, Dozent für
Medientechnik
7. Otto Reiners, Organisations-
berater
Beratendes Mitglied gem. § 58
Abs. 1 S. 7 GO NRW
8. Andreas Glaeser, System-
techniker und -administrator
8. Karl-Heinz Henrichmöller,
Versicherungskaufmann i. R.
9. Arne Reuter, Unternehmer 9. Dieter Sumbeck, Arch itekt
Beratende Mitglieder des Zentralausschusses für
den Werksausschuss:
Bürgermeister Drebing, Nordkirchen, und Bür-
germeister Schneider, Nottuln.
Zentralausschuss
Der Zentralausschuss entscheidet über alle wich-
tigen Angelegenheiten für den ÖrV-Bereich, so u.
a. über Umlagen, Produkte und deren Preise. Er
hat im Jahr 2006 zweimal getagt.
Mitglieder
Alle Hauptverwaltungsbeamten der im Rahmen
der öffentlich-rechtlichen-Vereinbarung beteiligten
Kooperationspartner (Stimmanteil in Höhe des
Finanzierungsanteils des Vorjahres).
Arbeitsausschuss
Der Arbeitsausschuss bereitet im Wesentlichen
die Beschlüsse und Empfehlungen des Zentral-
ausschusses vor. Er hat im Jahr 2006 dreimal
getagt.
Mitglieder
Jeweils eine Dienstkraft der für IT-Aufgaben zu-
ständigen Organisationseinheit der Kooperations-
partner.
Münster, den 31.03.2007
citeq
Rolf Tewes
Anlagennachweis - 14 -
Anlagennachweis
der citeq - Informations-Technologie für Kommunen
Posten des Anlagever-
mögens
Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen Kennzahlen
Anfangsbe-
stand
01.01.2006
Zugang 2006 Abgang 2006 Umbu-
chungen
Endstand
31.12.2006
Anfangsbe-
stand
01.01.2006
Zugang (d.h.
Abschrei-
bungen im
WJ 2006)
Abgang (d. h.
angesam-
melte Ab-
schreibun-
gen auf die
in Spalte 4
ausgewiese-
nen Beträge)
Endstand
31.12.2006 Restbuch-
werte am
Ende des WJ
Restbuch-
werte am
Ende des
vorange-
gangenen
WJ
Durch-
schnittl.
Ab-
schrei-
bungs-
satz
Durch-
schnittl.
Rest-
buch-
wert
€ € € € € € € € € € € v.H. v.H.
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 8.257.386,53 1.323.387,01 203.932,11 108.545,44 9.485.386,87 5.990.033,53 1.128.395,45 203.879,11 6.914.549,87 2.570.837,00 2.267.353,00
2. Geleistete Anzahlung 298.306,52 124.209,16 95.584,00 -108.545,44 218.386,24 0,00 0,00 0,00 0,00 218.386,24 298.306,52
Summe immat. VG 8.555.693,05 1.447.596,17 299.516,11 0,00 9.703.773,11 5.990.033,53 1.128.395,45 203.879,11 6.914.549,87 2.789.223,24 2.565.659,52 11,63 28,74
II. Sachanlagen
1. PKW 85.701,11 0,00 0,00 0,00 85.701,11 34.488,11 11.504,00 0,00 45.992,11 39.709,00 51.213,00
2. Betriebs- und Ge-
schäftsausstattung
20.216.548,44 2.522.511,56 2.012.128,23 0,00 20.726.931,77 13.320.798,44 3.331.490,56 1.959.451,23 14.692.837,77 6.034.094,00 6.895.750,00
3.
Geleistete Anzahlun-
gen und Anlagen im
Bau
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 20.302.249,55 2.522.511,56 2.012.128,23 0,00 20.812.632,88 13.355.286,55 3.342.994,56 1.959.451,23 14.738.829,88 6.073.803,00 6.946.963,00 16,1 29,2
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des
Anlagevermögens
4.286.361,86 1.143.705,93 0,00 0,00 5.430.067,79 0,00 0,00 0,00 0,00 5.430.067,79 4.286.361,86
Summe Finanzanlagen 4.286.361,86 1.143.705,93 0,00 0,00 5.430.067,79 0,00 0,00 0,00 0, 00 5.430.067,79 4.286.361,86 0,0 100,0
Gesamtsumme 33.144.304,46 5.113.813,66 2.311.644,34 0,00 35.946.473,78 19.345.320,08 4.471.390,01 2.163.330,34 21.653.379,75 14.293.094,03 13.798.984,38
ebericht
Lagebericht - 15 -
Allgemeine Übersicht
Die citeq ist seit dem 01.01.2001 eine eigenbe-
triebsähnliche Einrichtung. Sie entspricht den
Vorschriften der Gemeindeordnung für das Land
Nordrhein-Westfalen und wird gemäß der Eigen-
betriebsverordnung (EigVO) sowie nach den Be-
stimmungen der Betriebssatzung geführt. Der
citeq obliegt die Erbringung von Dienstleistungen
im Bereich der Informationstechnologie (IT) ein-
schließlich der Kommunikationstechnologie für die
Stadt Münster, die übrigen Kooperationspartner
(20 Städte, Gemeinden und Kreise im Münster-
land) der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung (öf-
fentlich-rechtliche Vereinbarung über die gemein-
same Inanspruchnahme der eigenbetriebsähnli-
chen Einrichtung citeq der Stadt Münster) und
sonstiger Kunden im Rahmen des § 107 der Ge-
meindeordnung Nordrhein-Westfalen.
Die citeq ist für die komplette Steuerung, Planung
und den Betrieb der Informationstechnologie (IT)
einschließlich der Kommunikationstechnologie für
die Stadt Münster zuständig.
Das Jahr 2006 war in diesem Zusammenhang
stark geprägt von der Haushaltskonsolidierung bei
der Stadt Münster. Die citeq hat sowohl im Hin-
blick auf die IT-Planung als auch für den Betrieb
entsprechende Maßnahmen eingeleitet, um die-
ses Ziel zu unterstützen. Dabei kommt der IT im
Hinblick auf die Verdichtung der Aufgaben und
den damit verbundenen Geschäftsprozessen
erhebliche Bedeutung zu.
Die citeq hat auf Grund ihrer besonderen Ver-
pflichtung zur Erhaltung des Vermögens und der
Leistungsfähigkeit (§ 10 der überarbeiteten Ei-
genbetriebsverordnung EigVO) und entsprechend
den für Aktiengesellschaften geltenden gesetzli-
chen Bestimmungen mit dem Aufbau eines Risi-
komanagementsystems begonnen.
Ziel ist es, bestehende und mögliche Risiken für
alle Betriebsbereiche zu identifizieren, sie zu be-
werten und strategische Maßnahmen zur Redu-
zierung und Vermeidung von Risiken zu planen,
umzusetzen und deren Umsetzung zu kontrollie-
ren.
Auf Grund der engen Beziehungen zur Stadt
Münster als Hauptabnehmer der Leistungen der
citeq, der langjährigen Zusammenarbeit mit den
Kooperationspartnern und der Kündigungsfrist
von mindestens 18 Monaten im Rahmen der ÖrV
für Leistungen der citeq ist das unternehmerische
Risiko zur Zeit als gering zu bezeichnen.
Vorjahresabschluss
Für den Jahresabschluss zum 31.12.2005 erteilte
die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft WIBERA AG,
Niederlassung Bielefeld, am 24.03.2006 den un-
eingeschränkten Bestätigungsvermerk. Diesen
hat die Gemeindeprüfungsanstalt in Herne unver-
ändert mit Datum vom 15.08.2006 in ihren eige-
nen abschließenden Vermerk übernommen.
Entwicklung der citeq
Für die citeq stellt sich das Jahr 2006 als sehr
erfolgreich dar. So konnten nicht nur weitere Pro-
dukte platziert, sondern auch zusätzliche Aufga-
ben von bisherigen und von neuen Kunden über-
nommen werden. Hinzu kommt, dass wichtige
Projekte zu einem erfolgreichen Abschluss oder
wesentlich weiter geführt werden konnten.
OK.Jug
Am 24.03.2006 wurde vor dem Landgericht Müns-
ter zwischen der kommIT und der citeq in Sachen
OK.JUG ein Vergleich geschlossen. Demzufolge
ist das Projekt einvernehmlich beendet worden.
Software für die Jugendämter
Das BS2000-Verfahren Mündelgeld wurde mit
den Jahresabschlussarbeiten für das Jahr 2006
am 01.01.2007 eingestellt.
Seit dem 02.01.2007 ist für die Städte Ahlen,
Coesfeld, Dülmen und Münster das Modul Amt-
vormundschaften/Beistandschaften (AV/BS) des
Jugendamtverfahrens LogoData produktiv. Eben-
so das Modul Beurkundung/Sorgerechtsregister.
Die Schulung der Sachbearbeiter für das Modul
Unterhaltsvorschuss (UVG) sind durchgeführt
worden. Die Städte Ahlen, Coesfeld, Dülmen und
Münster testen das Modul und beginnen mit der
Stammdateneingabe. Der Produktivstart ist zum
01.03.2007 geplant. Die produktiven Fälle werden
dann schrittweise in der BS2000-Anwendung
AKDN Sozial eingestellt.
Die Sachbearbeiter-Schulungen für die Module
Hilfen zur Erziehung (HZE) und Allgemeiner Sozi-
aler Dienst (ASD) werden zur Zeit mit der Firma
LogoData geplant. Da bei beiden Modulen der
Leistungsumfang durch die Firma LogoData stark
erweitert wird, sollen die Schulungen erst nach
ebericht
Lagebericht - 16 -
Abschluss der Programmierung durchgeführt
werden. Produktivstart wäre somit nicht vor dem
30.04.2007. Die produktiven Fälle der Städte Ah-
len, Coesfeld, Dülmen, Hamm und Münster des
Moduls HZE werden dann schrittweise in der
BS2000-Anwendung AKDN Sozial eingestellt.
Für das Modul ASD (gleicher Anwenderkreis) gibt
es kein laufendes Altverfahren.
Für das zweite Halbjahr 2007 steht noch die Ein-
führung der Module Unterhaltsberechnung (UHB),
Jugendgerichtshilfe (JGH) und Adoption aus.
Medienentwicklungsplan (MEP)
Zum Ende des Jahres 2006 hat die citeq entspre-
chend der Vorgaben des MEP sämtliche allge-
mein bildenden Schulen der Stadt Münster mit
neuen IT-Netzwerken jeweils für den unterrichtli-
chen und den Verwaltungsbereich ausgestattet
und in eine Full-Service-Betreuung übernommen.
Ausgenommen davon sind lediglich die Augustin-
Wibbelt-Förderschule und das Abendgymnasium.
Die Ausstattungen dieser Schulen mussten auf-
grund noch anstehender bzw. zu entscheidender
Baumaßnahmen in das Jahr 2007 verschoben
werden.
Damit ist der Beschluss des Rates der Stadt
Münster vom 11.12.2002, in dem die Umsetzung
des technischen Konzeptes des MEP der citeq in
Kooperation mit dem Amt für Schule und Weiter-
bildung übertragen wurde, als termingerecht ab-
geschlossen anzusehen. Der kalkulierte finanziel-
le Rahmen wurde deutlich unterschritten. Die für
die Ausstattung und Betreuung der Schulen durch
die citeq veranschlagten Haushaltsmittel für die
Jahre 2003 bis 2006 konnten um insgesamt
1.440.000,00 € unterschritten bzw. reduziert wer-
den.
Insgesamt sind rund 2.900 PC und Notebooks mit
den dazugehörigen Peripheriegeräten in den
Schulen installiert worden.
Nach dem Abschluss der Erst-Ausstattungen der
Schulen in den Jahren 2003 bis 2006 wird ein
Hauptaufgabenbereich der citeq für das Jahr 2007
in der Fortschreibung des MEP liegen. Kernpunk-
te werden die weitere Erhöhung der Qualitäts-
standards und die Intensivierung der Kommunika-
tion und Beratung mit und in den Schulen darstel-
len. Zu nennen sind hier im Wesentlichen die
technischen Prüfungen von Schulsoftwareproduk-
ten, die Einrichtung von Online-Lösungen und
Informationsplattformen sowie die Einführung von
technischen Lösungen zur Unterrichtsdurchfüh-
rung und –vorbereitung. Hier bestehen viele und
hohe Anforderungen. Zur Abfrage der Kundenzu-
friedenheit und zur detaillierten Ermittlung des
Erweiterungspotentials wurde im Januar 2007
eine Umfrage bei allen von der citeq betreuten
Schulen durchgeführt. Das Ergebnis ist positiv
ausgefallen.
In den Jahren 2008 und folgende werden die Pla-
nung und Umsetzung der Reinvestitionsmaßnah-
men hinzukommen.
SAP Einführung NKF für die Städte Münster
und Hamm
Die Neubeschaffung der Hardware für die SAP-
Systeme erfolgte im Laufe des Jahres. Mit der
Umstellung der SAP-Systeme auf die neue Hard-
ware wurde Mitte Oktober 2006 begonnen. Die
neuen SAP-Systeme konnten Mitte November
2006 erfolgreich in Betrieb genommen werden.
Das Tool zur maschinell unterstützten Geschäfts-
partnerkonsolidierung wurde erstellt. Die Kassen
der Städte Münster und Hamm haben nach inten-
siven Tests Anfang November 2006 mit der Zu-
sammenführung der Geschäftspartner begonnen.
Maschinell konnten in Münster von insgesamt
312.222 Geschäftspartnern 29.936 Geschäfts-
partner auf 20.640 bereits vorhandene Ge-
schäftspartner zusammengeführt werden. In
Hamm wurden von insgesamt 164.789 Ge-
schäftspartnern 20.895 Geschäftspartner auf
13.502 bereits vorhandene Geschäftspartner zu-
sammengeführt.
Die PSCD-Schnittstelle (Kasse) wurde dokumen-
tiert. Die Programmierarbeiten für die Anbindung
des Vorverfahrens SCOWI (Ordnungswidrigkei-
ten) wurden begonnen. Ein Konzept für die An-
bindung des Vorverfahrens avviso (Verwaltungs-
vollstreckung) wird in interkommunaler Zusam-
menarbeit mit der Firma Datateam erarbeitet und
realisiert.
Im August 2006 wurde anhand eines Konzeptes
über die SAP-Altdatenarchivierung gesprochen.
Im Bereich der Kosten- und Leistungsrechnung
(CO) sind die SAP- und SER-seitigen Systemein-
stellungen abgeschlossen. Die Testarchivierungs-
arbeiten im Qualitätssystem sind für den
02.02.2007 geplant. Außerdem wurden die Mög-
ebericht
Lagebericht - 17 -
lichkeiten einer automatisierten Rechnungsein-
gangsbearbeitung vorgestellt. Durch ein Pilotpro-
jekt mit entsprechender Teststellung der automa-
tisierten Rechnungseingangsbearbeitung sollen
weitere Erkenntnisse gesammelt werden, um eine
gesicherte Entscheidung treffen zu können.
Mit dem Jahreswechsel sind die Arbeiten für das
Roll-out der zweiten Welle für die Ämter der Stadt
Münster abgeschlossen, so dass die Ämter dieser
Welle ab dem 01.01.2007 auf das NKF umgestellt
sind. Inzwischen liegt für die Ämter der ersten und
zweiten Welle der fast 400 Seiten starke Haus-
haltsplanentwurf für 2007 vor. Mit dem Jahres-
wechsel starteten auch die Vorarbeiten für die
dritte und damit letzte Welle der NKF-Umstellung.
Für die Stadt Hamm erfolgte in 2006 keine Um-
stellung, weil Hamm mit einem Doppelhaushalt
arbeitet. Die zweite und letzte Welle in Hamm wird
in 2007 vorbereitet.
Die Übernahme des immobilen Anlagevermögens
der Stadt Münster wurde aufgrund von Bewer-
tungsunklarheiten auf 2007 verschoben. Das be-
wegliche Anlagevermögen der ersten Rollout-
Wellen der Städte Münster und Hamm wurde
größtenteils übernommen.
Es kann festgestellt werden, dass alle anderen im
Projektplan 2006 vorgegebenen Aktivitäten und
Termine eingehalten wurden.
Ein Entwurf des Projektplans 2007 wurde bereits
erstellt. Er wird Ende Januar 2007 mit den Pro-
jektleitungen in Münster und Hamm abgestimmt.
Einführung NKF – INFOMA newsystem
Zum 01.01.2007 haben die Gemeinden Ostbevern
(doppisch) und Nordkirchen (kameral) die Produk-
tion mit newsystem verwaltungsweit neu aufge-
nommen. Diese Umstellung von GINFIS und Ver-
anlagung im BS2000 auf newsystem lief in die-
sem Jahr unproblematisch.
Die Stadt Lüdinghausen setzt die Doppik in einem
Teilbereich ein. Die Stadt Sendenhorst hat die
Buchhaltung ihrer Eigenbetriebe auf die Doppik
umgestellt.
Der Kreis Warendorf und die Stadt Coesfeld ha-
ben die Kernhaushalte innerhalb von newsystem
von der kameralen in die doppische Variante
migriert.
Die Migration innerhalb des Verfahrens ist mit
dem derzeitigen Programmstand im Veranla-
gungsbereich mit der Umstellung von wenigen
Grundeinstellungen erledigt. Im Finanzbereich ist
der Aufwand mit einem Neueinstieg vergleichbar.
Beim Kreis Warendorf gibt es noch Probleme mit
der Umstellung der Buchungsschnittstellen.
Besondere Anstrengungen gab es auch im Be-
reich Veranlagung aufgrund von Zähler- und Ab-
rechnungsumstellungen bei der Stadt Sassenberg
(auch aufgrund von Softwarefehlern) und dem
Bescheiddruck nach Wahlbezirken für die Stadt
Warendorf.
Insgesamt arbeiten ab 2007 sechs Verwaltungen
im doppischen Umfeld und drei Verwaltungen mit
der kameralen Variante. Drei Verwaltungen set-
zen newsystem in Teilbereichen ein.
Zum 01.01.2008 wollen alle Verwaltungen von
GINFIS auf newsystem bzw. SAP umgestellt sein.
SAN (Storage Area Network)
Vor allem in den Bereichen Verfügbarkeit und
Sicherung sind die Anforderungen an die System-
technik in den letzten Jahren stark gestiegen. Um
diesen Anforderungen auch in die Zukunft genü-
gen zu können, führt die citeq ein SAN ein. Die
Einführung erfolgt in mehreren Schritten in den
Jahren 2006 bis 2008 mit geschätzten Kosten von
insgesamt 825.000,00 €.
Bei der Erstellung des SAN Konzeptes und bei
der Vorbereitung der Ausschreibungsunterlagen
wurde die citeq von einem auf Storage speziali-
sierten unabhängigen Berater unterstützt.
Nach Beschluss durch die Gremien Werksaus-
schuss und Hauptausschuss erfolgte im Zeitraum
Juli/August 2006 die Installation der grundlegen-
den SAN Infrastruktur und des ersten Plattentur-
mes. In diesem Zeitraum wurden verschiedene
Server zu Prüfzwecken in Workshops zusammen
mit dem Hersteller an das SAN angeschlossen.
Seit September 2006 sind mehrere Server an das
SAN angeschlossen. Im Bereich Infoma wurde für
die Datenbanken ein Cluster auf Basis des SAN
installiert. Erst das SAN ermöglichte im Bereich
der Datensicherung die erforderlichen Verbesse-
rungen.
Ab März 2007 beginnen die Arbeiten für die Rea-
lisierung der zweiten Stufe.
ebericht
Lagebericht - 18 -
Motivation SAN:
• Sicherung (Backup to Disk to Tape)
• Voraussetzung Cluster
• Voraussetzung Virtualisierung (z.B. ESX
Server VMware, Bladeserver)
• Voraussetzung mehr Verfügbarkeit (z. B.
Internetserver <-> Datenbanken Siche-
rung)
Stufen Einführung
• 1. Stufe: ca. 450.000,00 € - Wirtschaftsplan
2006
• 2. Stufe: ca. 225.000,00 € - Wirtschaftsplan
2007
• 3. Stufe: ca. 150.000,00 € - spätestens Wirt-
schaftsplan 2008
Sachstand TFA – SAP – basiertes Veranla-
gungsprogramm
Der Vertrag für das Gemeinschaftsprojekt der
KDN (citeq, GKD-Rhein-Sieg-Oberberg, Städte
Mülheim und Hagen) wurde im November 2006
unterzeichnet. Bei der citeq wurde die Software
auf einem Testserver installiert und Einstellungen
probeweise vorgenommen.
Am 17.01.2007 fand die Kick-Off-Veranstaltung in
Siegburg zusammen mit den Entwicklern der
Software TFA, der Firma CSC Ploentzke, statt.
Auf dieser Veranstaltung wurde der Projektablauf
für das Jahr 2007 in den ersten Teilen abgestimmt
und die gemeinsamen Abstimmungs- und Schu-
lungstermine für die Key-User festgelegt.
Diese finden Ende Februar/Anfang März statt.
Parallel dazu wird die Software in die vorhande-
nen SAP-Systeme eingespielt. Nachdem die not-
wendigen Einstellungen (auch für das Personen-
kontenverfahren PSCD) angepasst sind, kann die
Migration der Daten vorgenommen werden. Daran
schließen sich die Test- und Schulungsphasen
an.
E-Government-Funktionen
DataClearing NRW
Die citeq hat in Kooperation mit dem Kommunalen
Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) in Moers
zum 01.01.2007 eine Clearingstelle für die Um-
setzung von OSCI-Übermittlungen aufgebaut. Als
erster Dienst wurde am 01.01.2007 die elektroni-
sche Rückmeldung im Meldewesen in Betrieb
genommen.
Das Jahr 2006 war im ersten Halbjahr geprägt
von Verhandlungen mit den kommunalen Spit-
zenverbänden sowie den kommunalen IT-
Dienstleistern, im zweiten Halbjahr von einer um-
fangreichen und intensiven Akquisition bei den
potenziellen Kunden sowie den vorbereitenden
Arbeiten zur Aufnahme des Dienstes.
Die citeq bedient in DataClearing Nordrhein-
Westfalen (NRW) nach den entsprechenden Ver-
tragsabschlüssen mit dem Komplettangebot ins-
gesamt 14,9 Mio. Einwohner in 295 Kommunen
aus NRW sowie 23 Kommunen mit 290.000 Ein-
wohnern aus Niedersachsen. Des Weiteren be-
dient DataClearing NRW alle Kommunen in NRW
mit dem Betrieb und der Pflege des DVDV-
Landesservers NRW. Ergänzend greifen auch die
Kommunen des Saarlandes auf den DVDV-
Landesserver NRW zu.
Zum Echtstart am 01.01.2007 konnten alle Kom-
munen aus NRW über das DVDV adressiert wer-
den, die erforderlichen Arbeiten zur Bereitstellung
der zentralen OSCI-Komponenten waren abge-
schlossen, DataClearing NRW ist am 29.12.2006
in Echtbetrieb genommen worden.
Weitere Dienste
Die citeq hat bereits in 2006 weitere OSCI-
Datenübermittlungen über DataClearing NRW
konzipiert. So fanden bereits intensive Verhand-
lungen mit den Kassenärztlichen Vereinigungen
Westfalen-Lippe und Nordrhein zur Übermittlung
der Daten zum Mammografiescreening gemäß
Krebsregistergesetz NRW statt. Ebenso verhan-
delte die citeq mit dem epidemiologischen Krebs-
register NRW zur Lieferung der Sterbedaten, e-
benfalls gemäß Krebsregistergesetz NRW. Beide
Dienste werden im ersten Quartal 2007 in Echtbe-
trieb genommen.
Virtuelle Poststelle
Im Auftrag von 5 ÖrV-Partnern betreibt die citeq
ein Projekt Virtuelle Poststelle (VPS). Im ersten
Quartal 2006 konnte gemeinsam mit den ÖrV-
Partnern die inhaltliche Dimension der VPS defi-
niert werden, die Auswahl der technischen Kom-
ponenten hat stattgefunden, die Konzeption zur
technischen Umsetzung wurde im Sommer mit
dem entsprechenden Vertriebspartner erarbeitet.
Neben der Nutzung im Rahmen des Mailverkehrs
wird auch eine Beteiligung am bundesweiten Pro-
jekt „Elektronisches Gerichts- und Verwaltungs-
ebericht
Lagebericht - 19 -
postfach (EGVP)“ angedacht. Hierzu steht die
citeq in Kontakt zur Projektleitung EGVP beim
Oberverwaltungsgericht Münster.
Die erforderliche umfangreiche organisatorische,
inhaltliche und rechtliche Konzeption musste auf-
grund der Arbeiten am Projekt DataClearing NRW
in das erste Quartal 2007 geschoben werden. Die
oben benannten ÖrV-Partner wurden hierüber
informiert.
Wohnung 2000
Die Städte Münster und Ahlen befinden sich be-
reits im Echtbetrieb. Coesfeld hat den Testbetrieb
abgeschlossen und ist ebenfalls seit dem
01.01.2007 im Echtbetrieb.
In Dülmen sind die Schulungen und die Installati-
onsarbeiten abgeschlossen. Dülmen und Hamm
befinden sich zurzeit in der Testphase.
Einführung von LOGO, Software für das Stra-
ßenerhaltungsmanagement (PMS)
Stand der Einführung
Der ursprünglich für den 01.10.2006 geplante
Produktivstart der ersten Module von LOGO im
Bereich Straßenerhaltung des Tiefbauamtes (Amt
66) wurde in Absprache mit dem Amt 66 auf den
15.12.2006 verschoben. Seit diesem Zeitpunkt ist
es möglich, das Straßennetz in LOGO zu pflegen.
Die Ursache dieser Verzögerung lag in Problemen
mit der Datenübernahme des Straßennetzes ei-
nerseits und hinsichtlich der grafischen Daten aus
SiCAD andererseits. Die Zusammenführung die-
ser teilweise über 30 Jahre alten Daten in einem
System wurde im Amt 66 erstmals durchgeführt,
so dass hierbei Datendifferenzen unvermeidlich
waren.
Der Umfang dieser Differenzen konnte bei der
ursprünglichen Planung aber nicht hinreichend
abgeschätzt werden. Die zum Ausgleich dieser
Differenzen erforderlichen Arbeiten können zwar
zum Teil automatisiert durch die Fa. Geologix
durchgeführt werden, müssen aber zum anderen
Teil durch manuelle Nachbearbeitung im Rahmen
der täglichen Anwendung geschehen. Die Fa.
Geologix zeigt sich hierbei sehr kooperativ und
unterstützt die Lösungsfindung und die Bearbei-
tung mit zusätzlichen Funktionalitäten in LOGO
und kurzfristigen Reaktionen auf Probleme.
Diese korrekte Abbildung des Straßennetzes ist
die Grundvoraussetzung für die Anbindung von
Sachdaten an das Straßennetz und damit für den
Einsatz von LOGO. Nachdem die automatischen
Korrekturläufe für das Straßennetz seit Mitte Ja-
nuar 2007 abgeschlossen sind, werden im nächs-
ten Schritt die messtechnisch und manuell erfass-
ten Zustandsdaten in das System übernommen.
Die nächsten Schritte, die in den nächsten Wo-
chen und Monaten vorgenommen werden, sind:
• Einbindung des erweiterten WMS-Service,
der die Darstellung verschiedener Karten-
grundlagen (B-Pläne, ALK, DGK5, Luftbilder,
etc.) für die Pflege des Straßennetzes ermög-
licht
• Anbindung weiterer Sachdaten wie Aufbauda-
ten, Kleinschäden, Aufbrüche, LSA
• Übernahme der Daten der Brücken-DB in das
Modul KUBA
• Realisierung der weiteren vertraglich verein-
barten Funktionalitäten zur Vermögensbewer-
tung und der Wiedervorlage
Insgesamt liegt gegenüber der ursprünglichen
Planung eine Zeitverschiebung von ca. drei Mona-
ten vor, so dass mit dem Abschluss des Projekts,
d. h. mit der Produktivsetzung aller Module und
Funktionen im Amt 66, Anfang Mai 2007 zu rech-
nen ist.
Ressourceneinsatz der citeq
Bereits jetzt arbeitet das Amt 66 bei der Feinab-
stimmung, Fehleranalyse und -dokumentation
selbständig mit der Fa. Geologix zusammen, so
dass die Ressourcen der citeq dahingehend ge-
schont werden. Der wegen der nicht absehbaren
Probleme erforderliche zusätzliche Personalauf-
wand seitens der citeq gegenüber der Projektpla-
nung beträgt momentan ca. 27 %, bis zum Ende
der Einführung wird dies voraussichtlich auf ca. 40
% anwachsen.
Ablösung vorhandener Verfahren
Mit der kompletten Einführung von LOGO im mo-
mentan vorgesehenen Umfang werden folgende
Anwendungen abgelöst:
• Straßendatenbank (Oracleprogrammierung)
• Grafisches Straßennetz in SiCAD (Vektorgra-
fik)
• Stradivari Zustandsdarstellung (dBase-DB)
• Aufbruchdatenbank (Informix)
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Lagebericht - 20 -
• Lichtsignalanlagen-DB (Access)
• Bauwerks-DB (Access)
Darüber hinaus können viele bislang nur in Pa-
pierform oder im Verzeichnissystem vorhandene
Daten erfasst und räumlich zugeordnet werden.
Perspektive
Durch LOGO wird es im Tiefbauamt erstmals
möglich, alle für die Straßenerhaltung erforderli-
chen Daten zusammenzutragen und grafisch
darzustellen. Ferner können ergänzende Informa-
tion wie Fotos und Dokumente als Datenobjekte
dargestellt werden. Aufgrund der Programmstruk-
tur, der Einbindungs- und der Ausgabemöglich-
keiten ist LOGO auch in der Lage, künftig einen
Großteil der im Tiefbauamt benötigten Funktionen
einer Straßeninformationsbank darzustellen und
Informationen für zentrale Auskünfte z. B. im
Geodatenmanagement zur Verfügung zu stellen.
Der Einsatz von LOGO ist gegenwärtig nur für das
Tiefbauamt der Stadt Münster vorgesehen.
Picture
In Zusammenarbeit mit der Westfälischen Wil-
helmsuniversität Münster, Institut für European
Research Center for Information Systems (ER-
CIS) wurde ein neues Vorgehensmodell zur Mo-
dellierung von Verwaltungsprozessen als Voraus-
setzung eines planerischen und ganzheitlichen E-
Governments entwickelt. Unter dem Namen Pictu-
re wurde vom ERCIS ein Modellierungswerkzeug
entwickelt, mit dessen Hilfe Fachämter auf Basis
zentraler Vorgaben selbständig ihre gegenwärti-
gen Arbeitsabläufe beschreiben und Verbesse-
rungsmöglichkeiten aufzeigen können. Picture
kam in ausgewählten Bereichen der Stadt Müns-
ter bereits zum Einsatz und wird im Rahmen eines
EU-Förderprojekts weiterentwickelt. Die zur Ver-
besserung der interkommunalen Zusammenarbeit
und für interkommunale Leistungsvergleiche er-
forderliche Vereinheitlichung der zentralen Vorga-
ben sowie terminologische Festlegungen zu den
Prozessen treibt die citeq im Rahmen einer Zu-
sammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Digita-
le Verwaltung NRW und der KGST voran.
Fusion
Aufgrund vieler Gemeinsamkeiten haben die Ge-
schäftsführer der INFOKOM Gütersloh, GKD Pa-
derborn und der citeq Münster seit Sommer 2005
die Möglichkeiten und Auswirkungen einer Zu-
sammenlegung (Fusion) diskutiert. In Gütersloh
und Paderborn wurde die Untersuchung von Be-
ginn an auch von Seiten der Politik unterstützt, i n
Münster gab es hierzu teilweise eine abwartend
kritische Haltung.
Anlass der Fusionsüberlegungen war, dass auf-
grund des Einsatzes gleicher Fachverfahren Syn-
ergiepotentiale vermutet wurden. Im Rahmen der
Voruntersuchung konnte diese Vermutung auch
teilweise bestätigt werden. Insofern waren die
Überlegungen und Diskussionen über eine Fusion
mit der Infokom Gütersloh und der GKD Pader-
born folgerichtig.
Die Auswirkungen einer Fusion sind für jeden
potentiellen Fusionspartner unterschiedlich. Daher
muss jeder seine eigene Entscheidung treffen -
unter Berücksichtigung aller Bereiche seines IT-
Dienstleisters und auch unter Berücksichtigung
der Auswirkungen auf die Gesamtverwaltung.
Hierfür waren die Konsequenzen einer Fusion für
die einzelnen Bereiche und für den IT-
Dienstleister insgesamt zu untersuchen.
Bei Beginn der Voruntersuchung zu einer mögli-
chen Fusion ist noch davon ausgegangen wor-
den, dass durch Größe (Fusion) und damit auch
einer Stückkostenminimierung Synergien erreicht
werden können. Diese Annahmen bezogen sich
im Wesentlichen auf die Betreuung der eingesetz-
ten größeren Verfahren. Nunmehr jedoch planen
Bund und Land aus unterschiedlichen Gründen
eine Zentralisation genau dieser bisher von den
kommunalen IT-Dienstleistern erbrachten Aufga-
ben. Hinzu kommt, dass der Zweckverband KDN,
in dem die GKD und die citeq Mitglieder sind, sich
nunmehr neu strukturiert und sich damit innerhalb
der KDN ein Potential entwickelt, dass größere
Synergien ermöglicht, ohne dass die mit einer
Fusion verbundenen belastenden Nebenwirkun-
gen eintreten.Die Überlegungen zu einer Fusion
wurden daher aus folgenden Gründen nicht weiter
verfolgt:
• Eine Fusion der citeq Münster mit der Infokom
Gütersloh und der GKD Paderborn bringt zum
gegenwärtigen Zeitpunkt nicht die erwarteten
Potentiale und Synergieeffekte. Die Vorunter-
suchung wird daher eingestellt.
• Zu einem späteren Zeitpunkt sollte die Frage
einer möglichen Fusion erneut geprüft wer-
den. Bis dahin wird die gute Kooperation wei-
ter ausgebaut.
ebericht
Lagebericht - 21 -
• Die für eine Fusion prognostizierten und auch
bereits im Rödl & Partner Gutachten publizier-
ten Einsparpotenziale sind durch Zentralisie-
rung der Aufgaben an anderen Stellen (in
staatlicher Verantwortung, bei Privatunter-
nehmen oder auch im KDN-Betriebsverbund)
wirtschaftlich sicherer erreichbar.
Im Bereich der interkommunalen Zusammenarbeit
haben sich weitere Erfolge eingestellt, u. a. konn-
te die citeq gemeinsam mit dem KRZN Moers die
NRW-weite Aufgabe „DataClearing“ (s. u.) über-
nehmen; mit dem KDN-Dachverband wurde eu-
weit ein Rahmenvertrag zur Lieferung von Endge-
räten (z. B. PC, Monitore, Notebooks) abge-
schlossen, über den ab 01.2007 Endgeräte zu
verbesserten Konditionen eingekauft werden kön-
nen.
Berichterstattung zur Vermögens-, Finanz-
und Liquiditätslage
Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz-
und Liquiditätsanalyse 2006 2005 2004
Aufbereitete Bilanzsumme T € 21.870 21.187 19.542
Eigenkapital T € 3.704 2.714 2.329
Eigenkapitalquote (Eigenkapital /
Gesamtkapital) %
17 13 12
Anlagevermögen T € 14.288 13.765 12.067
Investitionen in das Anlagevermö-
gen T €
5.114 6.160 5.242
Anlagenintensität (Nettoanlagever-
mögen / Gesamtvermögen) %
65 65 62
Goldene Finanzierungsregel
(Langfristiges Vermögen / Langfris-
tiges Kapital)
1,40 1,55 1,56
net working capital (Kurzfristiges
Vermögen – kurzfristiges Fremdka-
pital)
T €
-5.907 -7.168 -6.508
Cash Flow aus laufender Ge-
schäftstätigkeit T €
7.752 7.715 5.222
Entwicklung des Eigenkapitals und der Rück-
stellungen
Der allgemeinen Rücklage wurden aus dem Jah-
resgewinn 2005 384.701,12 € zugeführt.
Die Berechnungen für Pensions-, Altersteilzeit-
und Beihilferückstellungen wurden durch das
Personal- und Organisationsamt der Stadt Müns-
ter durchgeführt. Dabei wurden die neuen Heu-
beck-Tabellen 2005 zu Grunde gelegt. Bei der
Berechnung der Teilwerte wird ein durchschnittli-
cher Krankenkassentarif verwendet, welcher mit
den durchschnittlichen Beihilfeleistungen an die
Pensionäre der citeq nicht vergleichbar ist. Daher
wurde der Teilwert zum 31.12.2006 für die Beihil-
ferückstellung auf 90 % (2005 = 75 %) korrigiert.
Die citeq wird sich schrittweise den berechneten
Teilwerten nähern.
Konsolidierung
Im Rahmen der Konsolidierungsanstrengungen
seitens der Stadt Münster, hat die citeq einen
nicht unerheblichen Anteil zu leisten. So muss die
citeq aus dem Jahresabschluss 2006 in 2007
300 T€ zusätzlich an die Stadt Münster ausschüt-
ten. Zudem unterstützt die citeq die Ämter der
Stadt Münster technisch bei ihren Konsolidie-
rungsmaßnahmen. Auf Grund des strukturellen
Defizits im städtischen Haushalt werden auch in
den Folgejahren erhöhte Ausschüttungen erwartet
und Einsparungen unabdingbar sein.
ebericht
Lagebericht - 22 -
Voraussichtliche Entwicklung des Eigenbe-
triebes
Nachdem die Untersuchung bezüglich einer mög-
lichen Fusion in 2006 zu einem negativen Ergeb-
nis gekommen ist, wird die citeq die bereits in den
vergangenen Jahren praktizierte Kooperation mit
anderen IT-Dienstleistern, aber insbesondere mit
dem Zweckverband KDN – Dachverband kommu-
naler IT-Dienstleister, in 2007 und in den folgen-
den Jahren weiter intensivieren. Damit wird die
interkommunale Zusammenarbeit gestärkt und
ermöglicht es der citeq auch weiterhin wirtschaft-
lich Produkte ihren Kunden anzubieten.
Das hervorragende Jahresergebnis 2006 konnte
nur unter der nach wie vor hohen Leistungsbereit-
schaft aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der
citeq erzielt werden. Die bereits seit längerem
bestehende hohe Belastung der Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter führte zu einem für die citeq ver-
gleichsweise hohen Krankheitsstand. Hinzu
kommt, dass Personaleinstellungen, obwohl wirt-
schaftlich sinnvoll und langfristig finanzierbar,
aufgrund politischer Vorgaben nicht möglich sind.
So können wesentliche neue Produkte, die zu
einer Steigerung der Produktivität führen können,
von der citeq in nächster Zeit nicht mehr angebo-
ten werden.
Daher ist für das Wirtschaftsjahr 2007 die Konso-
lidierung der laufenden Projekte vorrangiges Un-
ternehmensziel.
Für die kommenden Jahre sind unter diesen Rah-
menbedingungen nicht mehr solche wirtschaftli-
chen Jahresergebnisse zu erwarten.
Münster, den 31.03.2007
citeq
Rolf Tewes
Organigramm - 23 -
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (1)
- Scheibenstraße 109
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0282/2007
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 20.04.2007
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37