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2167/2026

Kooperationsprojekt FöSeGAN - Ergebnisse eines partizipativen Projekts zur Weiterentwicklung kommunaler Gesundheitsangebote für Anbieter sexueller Dienstleistungen

Mitteilung Ausschuss 05.08.2026

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Nächste Beratung: Ausschuss Soziales, Gesundheit, Seniorinnen und Senioren, Sitzung am 17.09.2026, TOP 14.9

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

3421 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
V/53 
 
Vorlagen-Nummer 07.08.2026 
 2167/2026 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Soziales, Gesundheit, Seniorinnen und Senioren 17.09.2026 
 
Kooperationsprojekt FöSeGAN Ergebnisse eines partizipativen Projekts zur 
Weiterentwicklung kommunaler Gesundheitsangebote für Anbieter sexueller 
Dienstleistungen 
  
Mit dieser Mitteilung informiert die Verwaltung über die Ergebnisse des Kooperations-
projekts FöSeGAN („Förderung der sexuellen Gesundheit von Anbietenden sexueller 
Dienstleistungen“). Das Projekt wurde gemeinsam vom Gesundheitsamt der Stadt 
Köln (Fachdienst STI und sexuelle Gesundheit), der Gemeinnützigen Stiftung Sexuali-
tät und Gesundheit (GSSG) sowie der Selbstorganisation Sexworkers of Cologne 
(sw_of_cgn) durchgeführt und durch die Familie Ernst Wendt-Stiftung gefördert. Es er-
weitert den bisherigen Kenntnisstand zur gesundheitlichen Situation und zu den Un-
terstützungsbedarfen von Sexarbeitenden in Köln und unterstützt die evidenzinfor-
mierte Weiterentwicklung kommunaler Präventions- und Gesundheitsangebote. 
Hintergrund und Methodik 
Zur gesundheitlichen Situation von Sexarbeitenden liegen bislang nur wenige syste-
matisch erhobene Erkenntnisse vor. FöSeGAN wurde deshalb als partizipatives 
Public-Health-Projekt konzipiert, bei dem Gesundheitsamt, Wissenschaft und Selbst-
organisation gemeinsam arbeiteten. Im Rahmen des Projekts wurden 26 leitfadenge-
stützte Interviews mit Sexarbeitenden aus unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen ge-
führt. Die Ergebnisse sind aufgrund der Stichprobe nicht repräsentativ, liefern jedoch 
wichtige Einblicke in gesundheitliche Bedarfe und Versorgungsbarrieren. 
Zentrale Erkenntnisse 
Die Befragten zeigten insgesamt ein hohes Gesundheitsbewusstsein und nahmen 
Präventionsangebote regelmäßig in Anspruch. Mehr als 90 % ließen sich regelmäßig 
auf sexuell übertragbare Infektionen testen; das Gesundheitsamt stellte dabei den 
wichtigsten niedrigschwelligen Zugang zur Testung dar. Gleichzeitig zeigte sich weite-
rer Informationsbedarf zur HIV-PrEP. 
Als wesentliche Hürden für die Inanspruchnahme der Regelversorgung wurden Stig-
matisierung und die Sorge vor Benachteiligung benannt. Psychische Belastungen 
wurden überwiegend mit gesellschaftlicher Stigmatisierung und nicht mit der Tätigkeit 
selbst in Verbindung gebracht.

2 
 
Gewünscht wurden insbesondere freiwillige, niedrigschwellige und praxisnahe Unter-
stützungsangebote, darunter Gesundheitsberatung, Peer -Angebote sowie Unterstüt-
zung zu psychosozialen und sozialrechtlichen Fragestellungen. Die Ergebnisse ver-
deutlichen zudem, dass verpflichtende und freiwillige Beratungsangebote unterschied-
liche Funktionen erfüllen und sich sinnvoll ergänzen. 
Fazit 
Die Ergebnisse erweitern den bisherigen Kenntnisstand zur gesundheitlichen Situation 
von Sexarbeitenden in Köln und werden in die fachliche Weiterentwicklung der Ange-
bote des Fachdienstes STI und sexuelle Gesundheit einbezogen. Sie unterstreichen 
die Bedeutung freiwilliger, diskriminierungsarmer Gesundheitsangebote sowie partizi-
pativer Public-Health-Ansätze, bei denen Präventionsangebote gemeinsam mit den 
betroffenen Zielgruppen weiterentwickelt werden. 
Wissenschaftlicher Transfer 
Die Ergebnisse wurden bereits auf mehreren nationalen Fachveranstaltungen vorge-
stellt; eine wissenschaftliche Fachpublikation befindet sich in Vorbereitung. 
 
Gez. Dr. Rau

Beratungsverlauf (1)

17.09.2026 Ausschuss Soziales, Gesundheit, Seniorinnen und Senioren
TOP 14.9 Kenntnisnahme (Mitteilung)
Zur Sitzung

Details

Vorlagen-Nr.
2167/2026
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
05.08.2026
Erstellt
27.07.2026 14:31