V/0206/2020
Neugestaltung Bremer Platz, Hinweise aus dem Werkstattverfahren, Quartiersmanagement und Voraussetzungen für die weitere Planung
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Anlage 1b Bremer Platz Brandenfels Lageplan-200
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Anlage 1B zu V/0206/2020
Anlage 3 Zwischenbericht Quartiersmanagement_Bremer_Platz_Amt50_20200414
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... Zwischenbericht des Quartiersmanagements für den Stadtraum Hauptbahnhof / Bremer Platz Mit Beschluss der Vorlage V/0898/2017 hat der Rat der Stadt Münster die Verwaltung damit beauftragt, ein Quartiersmanagement für den Stadtraum Hauptbahnhof / Bremer Platz einzurichten. Mit der Vorlage V/0464/2018 wurde das Konzept des Quartiersmanagements erläutert und verabschiedet. Das Quartiersmanagement ist mit 1,5 Vollzeitäquivalenten zum 01.07.2018 gestartet und organisatorisch dem Sozialamt zugeordnet. 1. Runder Tisch - Gremienstruktur Stadtraum Hauptbahnhof / Bremer Platz Die Arbeitsstruktur des Quartiersmanagements ist durch eine enge Vernetzung mit den Akteuren, Anliegern und Nutzergruppen des Bremer Platzes geprägt. Dazu hat das Quartiersmanagement einen Runden Tisch für den Stadtraum Hauptbahnhof / Bremer Platz eingerichtet und eine Gremienstruktur mit einem Delegationsprinzip aufgebaut. Diese besteht aus verschiedenen Interessengruppen, im Einzelnen sind das die Anw ohnerinnen und Anwohner, die sozialen Institutionen mit Szenebezug, die Immobilienbesitzer/-innen und Gewerbebetreibenden, die Ordnungsbehörde und die Polizei, die s ozialen Institutionen der pädagogischen Stadtteilarbeit und die zuständigen Planungsämter der Verwaltung. Das Quartiersmanagement koordiniert und moderiert sowohl die Gremienarbeit als auch den Runden Tisch und greift die aktuellen Themenstellungen aus dem Stadtraum methodisch auf. Darüber hinaus werden ergänzend Fachleute zu thematischen Schw erpunkten eingeladen oder Quartiersbegehungen durchgeführt. Über die Struktur eines offenen Beteiligungsverfahrens in den Arbeitsgruppen und der Umsetzung eines Delegationsprinzips am Runden Tisch, ist es allen Akteuren möglich, sich in den Prozess im Quar tier einzubringen. Einbindung der szenezugehörigen Nutzergruppe Da sich die Nutzergruppe der Szene am Bremer Platz heterogen aus Drogenszene, Trinkerszene und EU -Migration zusammensetzt, konnte keine persönliche Vertretung für diese Szene(n) zu einer Beteiligung am Runden Tisch benannt werden. Am Runden Tisch wird die Szene bisher stellvertretend durch die Vertreter/ -innen der sozialen Institutionen mit unterschiedlichem Szenebezug repräsentiert . Das Quartiersmanagement steht über Beteiligungsformate und regelmäßige Besuche der Treffpunkte mit den szenezugehörigen Personen in Kontakt. 2. Aufgaben und Ergebnisse der Gremienarbeit Ziel des Runden Tisches ist es, aktuelle Entwicklungen frühzeitig aufzugreifen und Maßnahmen zu entwickeln , die negati ven Entwicklungen im Stadtraum und einer Verdrängung der Szenen entgegenwirken. Im vergangenen Jahr wurden verschiedene Schwerpunkte herausgestellt, beispielsweise Konsumvorgänge in den Nebenstraßen, das Lagern und der Müll auf der Fläche oder die vermehrten Polizeieinsätze und der Umgang mit nächtlicher Ruhestörung. Die zu bearbeit enden Themen wurden den Handlungsfeldern „Sicherheit“, „Sauberkeit“, „Verortung“, „Szene/n“, „Beteiligung“ und „Verkehr“ zugeordnet, welche die Gesprächsgrundlage in den Gremien und am Runden Tisch bilden. Anlage 3 zur Vorlage V/0206/2020 - 2 - ... Die Themenbereiche „Sicherheit im Stadtraum“, die „Präsenz und Wirkung der Polizei und Ordnungsbehörden“ und die „Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern“ bestimmen die Diskussionen der Gremien und des Runden Tisches dauerhaft. Im Rahmen der Anliegertreffen moderiert das Quartiersmanagement einen r egelmäßigen Informationsaustausch mit Vertretungen der Polizei und der Ordnungsbehörde. Die Transparenz zur Arbeits- und Wirkweise der Behörden schaff t gegenseitige Akzeptanz und wirkt sich auf das Sicherheitsempfinden der Anwohnerinnen und Anwohner im Stadtraum aus. Eine mit den Interessengruppen entwickelte Informationstafel „Zuständigkeiten für den Bremer Platz“ schafft Handlungssicherheit. Das Aussehen und die Wirkung des Platzes durch Verschmutzung oder Lagern auf der Fläche wurden mit dem Quartiersmanagement fokussiert am Runden Tisch bearbeitet. D as Thema Müllentsorgung, der koordinierte Einsatz des kommunalen Ordnungsdienstes ( KOD) mit den Abfallwirtschaftsbetrieben und der Umgang der Anlieger /-innen in diesem sensiblen Bereich wurden thematisiert. Der Bremer Platz ist durch die Situation der Bauphase Hansator geprägt . Über einen breiten Dialog des Quartiersmanagement s mit den Anliegerinnen und Anliegern, den Ordnungsbehörden und der Polizei und i n mehreren Vor-Ort-Terminen mit verschiedenen weiteren Akteuren wurden Interims -Maßnahmen wie zum Beispiel Sichtschutz, Beleuchtung der Soester Straße oder Aufenthaltsangebote für die Szene abseits der Wohnbebauung geplant und von der Verwaltung umgesetzt. Ziel ist es, eine Verschiebung der Szene in die Wohngebiete zu verhindern. Die Maßnahmen w erden von den Anliegerinnen und Anliegern begrüßt und von den szenezugehörigen Personen angenommen. Weitere Maßnahmen sollen folgen. Das Quartiersmanagement hat die Neugestaltung der Grünfläche intensiv mit allen Interessengruppen diskutiert. Die damit verbundenen Interessen und Bedürfnisse aller Beteiligten wurden als Vorschläge in das We rkstattverfahren des Amtes für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit eingegeben. Sie spiegeln sich in dem zur Neugestaltung ausgewählten Planungsentwurf wider und markieren einen ersten Meilenstein des Quartiersmanagements. Beteiligungsformate für szenezugehörige Nutzergruppen Um die Bedarfe und Interessen der Szene aufzugreifen hat das Quartiersmanagement Beteiligungsformate für die szenezugehörigen Personen entwickelt und umgesetzt. Auf der Basis eines Leitfadens wurden fokussierte Interviews in den Anlaufstellen und am Bremer Platz durchgeführt. Ein zusätzlich entwickelter Fragebogen wurde an die sozialen Institutionen verteilt und vom Quartiersmanagement ausgewertet. Die Ergebnisse wurden für das Werkstattverfahren zur Neugestaltung aufbereitet und dort eingegeben. Di e aktuellen Planungsschritte wurden den szenenahen Personen in den sozialen Einrichtungen und am Bremer Platz zurückgemeldet. Die Anliegerinnen und Anlieger sollen frühzeitig zu einer Nutzung des öffentlichen Stadtraums angeregt werden. Mit einem „Picknick im Park“ im September 2019 wurde eine erste gemeinsame Aktion auf der Fläche mit verschiedenen Akteuren durchgeführt. Weitere Veranstaltungen sind in Planung. - 3 - ... Da bereits mit dem Beginn der Baumaßnahmen am Hansator eine Verdrängung der szenezugehörigen Personen in das Wohnumfeld der Schaumburgstraße und Johanniterstraße festzustellen war, begleitet das Quartiersmanagement die regelmäßig en Quartiersbegehungen, um die aktuellen Entwicklungen vor Ort im Blick zu halten. 3. Aktuelle Themenstellung des Quartiersmanagements für den Stadtraum Thematisch prägen weiterhin sowohl das Sicherheitsempfinden und die Wohnqualität der Anliegerinnen und Anlieger , als auch der Aufenthalt der Szene in Verbindung mit Präsenz der Polizei und Ordnungsbehörden die Arbeit der Interessengruppen. Das Quartiersmanagement übernimmt hier auch in Zukunft eine vermittelnde Rolle i m Austausch der Interessen- und Nutzergruppen mit der Polizei und dem Kommunalen Ordnungsdienst. Mit dem Bezug des Quartiersbüros im Juli 2019 steht ein fußläufig erreichbarer Ort für den Austausch mit den Menschen aus dem Quartier zur Verfügung. Das Quartiersmanagement steht darüber hinaus in regelmäßigem Kontakt mit beteiligten Behörden, wie zum Beis piel dem Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit, der Bahnhofstreife des KOD oder auch den zuständigen Bezirksbeamten der Polizei, so dass ein regelmäßiger Austausch über die aktuelle Situation am Bremer Platz und im Umfeld stattfindet und zeitnahe Interventionen möglich sind. Umbau und Übergangsphase des Platzes In Verbindung mit dem Umbau des Platzes wird auch künftig ein Übergangsmanagement erforderlich sein. Das Quartiersmanagement begleitet den Prozess des Übergangs bis zum Neubau, der gemeinschaftlich mit dem Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit und den Akteuren des Runden Tisches zu organisieren sein wird. D ie bereits umgesetzten mobilen Interimsmaßnahmen, wie zum Beispiel Sichtschutz und Wetterschutz werden während der Übergangsphase situativ anzupassen sein. Aktivierung und Vernetzung im Stadtraum Bereits vor dem Umbau des Platzes sollen die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers zu einer frühzeitigen, aktiven Nutzung der öffentlichen Grünanlage motiviert werden. Dazu etabliert das Quartiersmanagement aktue ll erste nachhaltig angelegte Veranstaltungsformate, wie zum Beispiel das „Picknick im Park“, ein „Frühlingsfest“ oder es beteiligt die Anliegerinnen und Anlieger an der Aktion der Abfallwirtschaftsbetriebe „sauberes Münster“. Über den Bremer Platz hinaus richtet das Quartiersmanagement den Blick auf die Vernetzung und die damit zu erzeugenden Synergien mit weiteren Akteuren. Im Besonderen werden die Verbindung en der Quartiere Hansa- und Hafenviertel und die damit zu erwartenden Effekte in den Blick genommen. Ergänzende Angebote sozialer Arbeit am Bremer Platz Die Ergebnisse aus den Diskussionen am Runden Tisch beschreiben, dass die bestehenden Angebote der sozialen Arbeit ausgeweitet und der Ausbau von tagesstrukturierenden Angeboten geprü ft und entwickelt werden sollten. Der Werkstattbeirat hat im Werkstattverfahren zur Neugestaltung des Bremer Platzes u. a. folgende Empfehlung ausgesprochen: „Um das begonnene Miteinander der letzten Monate rund um den Bremer Platz und im Hansav iertel fortzusetzen ist neben der Mittelbereitstellung für die eigentliche Neugestaltung des Bremer Platzes dafür Sorge zu tragen, dass Personalmittel für eine Sozialarbeit vor Ort bereitgestellt und nachhaltig sichergestellt werden. “ Das - 4 - Quartiersmanagement steht mit den sozialen Institutionen mit Bezug zur Szene aktuell in einem fachlichen Austausch, um Bedarfe auszuarbeiten und abzustimmen. 4. Wissenschaftliche Begleitung Eine wissenschaftliche Begleitung wird ab Mitte 2020 das Quartiersmanagement in Form einer kleinteiligen milieuorientierten Sozialraumanalyse bei der Entwicklung unterstützen und den Beteiligungsprozess evaluieren. Mit der Evaluation der Dialogstruktur des Quartiersmanagements Stadtraum Hauptbahnhof / Bremer Platz soll eine nachhaltige Übertragbarkeit auf ähnliche Beteiligungsvorhaben herausgestellt werden. 5. Ausblick Für das Quartiersmanagement und den Runden Tisch im Stadtraum wird der Prozess zur Etablierung der öffentlichen Grünfläche Bremer Platz mit dem Neubau der Fläche nicht abgeschlossen sein. D er Stadtraum wird sich m it Fertigstellung und Ausbau des Hauptbahnhofes deutlich verändert darstellen. In Verbindung mit einer neuen Zuordnung auf der öffentlichen Fläche wird die Vermittlung zwischen den Interessengruppen und insbesondere mit der Szene im Mittelpunkt stehen. Mit Bezug der Gebäude des Hansator ist eine weitere Dynamik für den Aushandlungsprozess um die Koexistenz der Szene auf dem Bremer Platz zu erwarten. Die zukünftige Belebung des Parks mit dem Ziel einer Entwicklung weg von einem aktuell „drogendominierten Stadtraum“ erfordert einen sozialraumorientierten Imagewechsel. Reisende und weitere Gruppierungen der öffentlichen Stadtgesellschaft sind dauerhaft aktiv in den Prozess einzubeziehen. Über ein begleitendes Nutzungskonz ept könnte sich der Moderationsprozess für die Fläche dauerhaft etablieren. Mit der Weiterentwicklung des Stadtraumes werden weitere Akteure, wie zum Beispiel die Landmarken AG und die Nutzergruppen des Hansatores, das Bahnhofsmanagement und die Bundespolizei oder auch die Interessen- und Standortgemeinschaft Bahnhofsviertel e.V. (ISG) stärker in den Verhandlungs - und Beteiligungsprozess einzubinden sein. Das Netzwerk und die effiziente Dialogstruktur des Quartiersmanagements für den Stadtraum Hauptbahnhof / Bremer Platz könnte sich als Kontaktstelle und Vermittlungsposition für das gesamte Bahnhofsviertel erweitern.
Anlage 1c Bremer Platz Brandenfels Perspektive
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Anlage 1C zu V/0206/2020
Anlage 2 Empfehlung Werkstattbeirat 19-10-30
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1 29.10.2019 Münster | Bremer Platz | Sitzung Werkstattbeirat am 29.10.2019 – Empfehlung SWUP GmbH Landschaftsarchitektur, Stadtplanung und Mediation Empfehlung des Werkstattbeirates Bremer Platz Am 29.10.2019 hat von 09:00 bis 13:00 Uhr der Werkstattbeirat Bremer Platz getagt. In einem intensiven Austausch wurden dabei die drei eingereichten Arbeiten zur Neu- gestaltung des Bremer Platzes von den Büros Latz + Partner LandschaftsArchitekten Stadtplaner FSWLA Landschaftsarchitektur brandenfels landscape + enviroment einer kritischen Würdigung unterzogen. D er Werkstattbeirat beurteilte den Umgang mit den in der Aufgabenstellung formulierten Zukunftsthesen für den Bremer Platz und das Eingehen auf die in den drei öffentlichen Werkstattsitzungen ( 17.Juni, 05. September und 28. Oktober 2019) in vielfältigen Äußerungen eingebr achten Interes- sen der Bürgerinnen und Bürger. Die Diskussion im Werkstattbeirat war geprägt durch einen offenen Austausch bezüg- lich der Einschätzung der einzelnen Beiratsmitglieder zu den jeweiligen Arbeiten. Zu- sammenfassend ist deutlich geworden, dass alle Planungsbüros sehr interessante An- sätze zur Lösung der Aufgaben erarbeitet haben. Damit verbunden war die Entschei- dungsfindung für den Werksattbeirat nicht leicht. Letztendlich wird folgende Empfehlung durch den Werkstattbeirat ausgesprochen: Allgemeines: Um das begonnene Miteinander der letzten Monate rund um den Bremer Platz und im Hansaviertel fortzusetzen ist neben der Mittelbereitstellung für die eigentliche Neugestaltung des Bremer Platzes dafür Sorge zu tragen, dass Personalmittel für eine Sozialarbeit vor Ort bereitgestellt und nachhal- tig sichergestellt werden. Außerdem sind zur Verstetigung der geleisteten Arbeit die finanziellen Mittel für das Quartiersmanagement Bremer Platz über die bisher beabsichtigte Laufzeit hinaus bereitzustellen. Grundsätzlich soll die Notwendigkeit der Anordnung von 400 Fahrradabstell- plätzen auf dem Platz nochmals hinterfragt werden. Die Auswertung der ein- gereichten Arbeiten hat gezeigt, dass die Einordnung der bisher vorgegebe- nen Anzahl von Fahrradstellplatzen die entwurfliche Ausformulierung als ei- nen „Platz für Alle“ verhindert. Die Soester Straße ist im Zuge der Platzgestaltung ebenfalls neu zu gestal- ten. Dafür sollte vorab geklärt werden, wie viele Parkplätze zukünftig in der Straße notwendig sind. Es wird empfohlen, auf die Drop-off -Zone an der Montessori Schule zu verzichten und für das Ein- und Aussteigen der Kinder die Kiss and Ride Parkplätze am Bahnhof zu nutzen. An der Schule sollen nur noch Behindertenparkplätze vorgesehen werden. Anlage 2 zu V/0206/2020 2 29.10.2019 Münster | Bremer Platz | Sitzung Werkstattbeirat am 29.10.2019 – Empfehlung SWUP GmbH Landschaftsarchitektur, Stadtplanung und Mediation Auf dem Platz ist nur eine sanitäre Einrichtung vorzusehen, die in dem Be- reich platziert werden soll, der für die Szenen vorgesehen ist. Ein „Drugs- tore“ im Sinne eines betreuten Konsumraumes soll nicht installiert werden. Für die Ordnungsbehörden muss die Einseh barkeit des Bereiches für die Sze- nen, für die Beobachtung der Bewegungen der Dealer, sichergestellt werden Mit zehn Ja Stimmen und einer Nein Stimme schlägt der Werkstattbeirat vor, dass mit der weiteren Bearbeitung der Planungen zum Bremer Platz das Büro brandenfels - landscape + enviroment beauftragt werden soll. Zur Arbeit von brandenfels - landscape + enviroment hebt der Beirat folgende Punkte hervor. Der Planungsansatz ist robust und kann absehbar den zukünftigen Anforde- rungen gerecht werden. Die Zonierung des Bremer Platzes ist klar und übersichtlich und bietet damit Raum für die verschiedenen Ansprüche. Die gewünschte Sauberkeit und Sicherheit auf dem Platz kann durch diese Zonierung gut erreicht werden. Das reduzierte Angebot von Nutzungsvorgaben eröffnet eine vielfältige indi- viduelle Aneignungsmöglichkeit der Anwohner. Für die Szenen liefert der Vorschlag räumlich und funktional die beste Lö- sung. Der Platz ist mit diesem Vorschlag nicht länger Rückseite zum Bahnhof son- dern Auftaktbereich. Bei der weiteren Bearbeitung des vorliegenden Vorschlages sind die folgenden Punkte zu berücksichtigen. In den Bereichen Mitte und Süden sollen die Durchwegung in Nord-Süd Rich- tung ebenso wie die damit verbundene Anordnung von Sitzstufen in Be- ton entfallen. Die Wegeverbindungen in Ost-West Richtung sind in ihrer Dimensionie- rung und Wegeführung, im Süden auch im Hinblick auf die Anbindung der Dortmunder Straße , zu überarbeiten. Im Richtung Bahnhof ist die Harmonisierung mit den Planungen zur Bremer Straße sicherzustellen. Die Ausbildung einer besonderen Markierung im zentralen Fahrbahnbereich sollte aus Gründen der Verkehrssicherheit entfal- len. 3 29.10.2019 Münster | Bremer Platz | Sitzung Werkstattbeirat am 29.10.2019 – Empfehlung SWUP GmbH Landschaftsarchitektur, Stadtplanung und Mediation Die zentrale Fläche für das Fontänenfeld ist im Hinblick auf die ihre Dimensi- onierung zu überdenken. Innerhalb des Bereiches für die Szenen ist bei der Pflanzenauswahl zu be- achten, dass keine Versteckmöglichkeiten für Drogen angeboten werden. In Sachen Abstellanlagen für Fahrräder ist die bisher vorgesehene alleinige Anordnung im Süden zu übe rarbeiten und es ist zu überprüfen, wo im Rand- bereich des Platzes ein weiterer zweiter Standort mit Ausrichtung zum Bahn- hof liegen könnte. Entlang der Soester Straße sollen keine größeren Fahr- radabstellanlagen entstehen. Der Bezug des Bremer Platzes zum Hansaviertel ist zu optimieren. gez. Prof. Rainer Sachse Vorsitzender Werkstattbeirat Bremer Platz 29.10.2019
Anlage 1a Bremer Platz Brandenfels Lageplan-500
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Anlage 1A zu V/0206/2020
Beschlussvorlage
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V/0206/2020 V/0206/2020 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Neugestaltung Bremer Platz Hinweise aus dem Werkstattverfahren, Quartiersmanagement und Voraussetzungen für die weitere Planung Beratungsfolge 26.05.2020 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 28.05.2020 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbrauche r- schutz und Arbeitsförderung Vorberatung 16.06.2020 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen Vorberatung 18.06.2020 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wo h- nen Vorberatung 23.06.2020 Ausschuss für Personal, Organisation, Sicherheit, Ordnung und E- Government Vorberatung 24.06.2020 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 24.06.2020 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Das Ergebnis des Werkstattverfahrens zur Neugestaltung des Bremer Platzes wird zur Kenntnis genommen. 2. Der Rat nimmt die Empfehlung des Werkstattbeirats zur Kenntnis, 2.1. Personalressourcen für eine Sozialarbeit vor Ort bereitzustellen und nachhaltig sicherzustel- len und 2.2. zur Verstetigung der geleisteten Arbeit die finanziellen Mittel für das Quartiersmanagement Bremer Platz über die bisher beabsichtigte Laufzeit hinaus bereitzustellen. 3. Der Zwischenbericht des Quartiersmanagements für den Stadtraum Hauptbahnhof / Bremer Platz wird zur Kenntnis genommen. 4. Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, inwieweit ein größtmöglicher Anteil der auf der Bahn- hofsostseite ebenerdig vorgesehenen 400 Fahrradabstellplätze nur in Randbereichen, im direkten Umfeld und /oder in bahnhofsnahen Angeboten möglich ist. Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit 28.04.2020 Ihr/e Ansprechpartner/in: Herr Determann Telefon: 492-6740 Determann@stadt- muenster.de - 2 - V/0206/2020 5. Die Verwaltung wird beauftragt, die Soester Straße in das Gestaltungskonzept des Bremer Plat- zes einzubeziehen. 6. Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass Finanzmittel für Bau, Unterhaltung und Betrieb einer dauerhaf- ten Unisex-Toilette mit Pissoir auf dem Bremer Platz erforderlich sind. II. Finanzielle Auswirkungen: Mit dieser Vorlage sind keine unmittelbaren finanziellen Auswirkungen auf den Haushalt der Stadt Münster verbunden. Erst mit konkreten Beschlüssen über eine bauliche Umsetzung von Maßnahmen (Baubeschlüsse) bzw. über eine Sozialarbeit vor Ort oder eine Verstetigung des Quartiersmanage- ments Stadtraum Hauptbahnhof / Bremer Platz sind die zur Realisierung erforderlichen Mittel berei t- zustellen. Begründung: Ausgangslage Seit der Umwandlung des Busbahnhofs in die Grünanlage Bremer Platz Anfang der 1990er Jahre hat sich die Nutzung der Grünfläche stark gewandelt und intensiviert. Der Neubau eines östlichen Bahn- hofsgebäudes durch die Landmarken AG wird das Umfeld der Grünanlage in den kommenden Jahren weiter verändern. Bisher ist angedacht, dass de r Bahnhofsvorplatz sich vom Gebäude über die Br e- mer Straße zum Bremer Platz hin entwickeln soll. Daraufhin ist die bisherige Planung abgestellt. Eine Vielzahl an Interessenvertretern zeugen von der Komplexität der Aufgabe, den Bremer Platz zu einer urbanen Grünfläche weiter zu entwickeln. Auf Grundlage der Vorlage V/0163/2019 hat die Verwaltung eine dreistufige, transparente und bürgernahe Planungswerkstatt ausgerichtet. Von Juni bis Oktober 2019 wurde das Verfahren unter Leitung einer externen Moderation d urchge- führt. Im Verlauf des Verfahrens haben drei Landschaftsarchitekturbüros im Rahmen einer Mehrfach- beauftragung zeitgleich Konzepte für den Bremer Platz entw orfen. Den Teams dienten die Erkennt- nisse und Hinweise aus den verschiedensten Arbeitskreisen de s Quartiersmanagements genauso wie die Rückmeldungen, die Bürgerinnen und Bürger während des öffentlichen Verfahrens eing e- bracht haben, als Planungsgrundlagen. Als klare Vorgabe für das gesamte Verfahren wurde in der Beschlussvorlage zur Planungswerkstatt (V/0898/2017) bereits definiert, dass die „Nutzergruppen, die den Bremer Platz zu ihrem Treffpunkt gemacht haben, ….. im Rahmen einer Umgestaltung auch zu berücksichtigen und nicht zu verdrä n- gen“ sind. Das gesamte Verfahren wurde vom Werkstattbeirat begleitet. Er bestand aus politischen Vertret un- gen der Bezirksvertretung Münster -Mitte, Vertretern und Vertreterinnen der Stadtverwaltung sowie weiteren fachkundigen Vertretungen. Der Beirat begleitete das ge samte Verfahren und konnte somit sämtliche Anregungen der Interessentenvertretungen abwägen. Am Ende des Verfahrens wurde vom Werkstattbeirat die Arbeit des Büros brandenfels landscape+environment ( Anlage 1) mit seiner G e- staltungsidee zur Umsetzung empfohlen. Gleichzeitig wurden verschiedene Hinweise und Anregungen gegeben, die im Verlauf der weiteren Planungen zu prüfen und möglichst auch umzusetzen sind (Anlage 2). Diese Aspekte liegen zum Teil außerhalb der Zuständigkeit der Bezirksvertretung Münster -Mitte, die ansonsten gem. § 20 der Hauptsatzung der Stadt Münster über die Gestaltung der öffentlichen Grünfläche Bremer Platz zu entscheiden hat. Daher dient diese Vorlage dazu, die Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Umgestaltung und langfristige Nutzung des Bremer Platzes zu schaffen. Die Dokumentation des gesamten Verfahrens ist im Internet auf der städtischen Website unter dem Link https://www.stadt-muenster.de/bremerplatz.html hinterlegt und abrufbar. - 3 - V/0206/2020 Zu 1.: Das Ergebnis des Werkstattverfahrens zur Neugestaltung des Bremer Platzes wird zur Kenn t- nis genommen. Am Dienstag, den 29.10.2019, fand die abschließende Sitzung des Werkstattbeirats statt. In einem intensiven Austausch w urden dabei die drei eingereichten Arbeiten einer kritischen Würd i- gung unterzogen. Der Werkstattbeirat Bremer Platz beurteilte den Umgang mit den in der Aufgabe n- stellung formulierten Zukunftsthesen für den Bremer Platz und das Eingehen auf die in den drei öf- fentlichen Werkstattsitzungen (17. Juni, 05. September und 28. Oktober 2019) in vielfältigen Äuß e- rungen eingebrachten Wünsche und Interessen der Bürgerinnen und Bürger. Ziel des Verfahrens war es, einen städtischen Raum mit hoher Aufenthaltsqualität für alle Bürgerinnen und Bürger zu entw i- ckeln, ohne dabei die vor Ort ansässigen Szenen zu verdrängen. Die Diskussion im Werkstattbeirat war geprägt durch einen offenen Austausch bezüglich der Ei n- schätzung der einzelnen Beiratsmitglieder zu den jeweiligen Arbe iten. Zusammenfassend wurde deutlich, dass alle Planungsbüros sehr interessante Ansätze zur Lösung der Aufgaben erarbeitet h a- ben. Damit verbunden war die Entscheidungsfindung für den Werkstattbeirat nicht leicht. Mit zehn Ja- und einer Neinstimme schlägt der Werkstattbeirat vor, dass mit der weiteren Bearbeitung der Planungen zum Bremer Platz das Büro brandenfels landscape+environment beauftragt werden soll. ( Anlage 1) In der Empfehlung des Werkstattbeirats (Anlage 2 ) sind verschieden Aspekte, die besonders gelungen sind, genannt. Es werden aber für die weitere Bearbeitung des vorliegenden Vorschlages auch einige Hinweise zur Überarbeitung gegeben. Zu 2.: Der Rat nimmt die Empfehlung des Werkstattbeirats zur Kenntnis, Personalressourcen für eine Sozialarbeit vor Ort bereitzustellen und nachhaltig sicherzustellen und zur Verstetigung der geleist e- ten Arbeit die finanziellen Mittel für das Quartiersmanagement Bremer Platz über die bisher beabsich- tigte Laufzeit hinaus bereitzustellen. Zugehende soziale Arbeit Der Bedarf für eine zugehende soziale Arbeit für den gesamten Stadtraum Hauptbahnhof / Bremer Platz und das umgebende Bahnhofsquartier wird von den Gremien am Runden Tisch eingefordert. Daneben hat - wie oben bereits ausgeführt - auch der Werkstattbeirat im Werkstattverfahren zur Neu- gestaltung des Bremer Platzes empfohlen dafür Sorge zu tragen, dass Personalmittel für eine Sozia l- arbeit vor Ort bereitgestellt und nachhaltig sichergestellt werden. Neben einer repressiven Ansprache der Szene n durch Polizei un d Ordnungsbehörde könnte eine solche begleitende, aufsuchende soziale Arbeit umliegende Aufenthaltsorte im Bahnhofsviertel in den Blick nehmen und über eine beziehungsgestützte Ansprache steuernd wirken. Es könnte eine umfa s- sende Übersicht auf aktuelle Ent wicklungen gewonnen werden, um Strömungen, als auch Verschi e- bungen aller Gruppierungen im gesamten Bahnhofsviertel im Stadtraum zu erfassen und zu evalui e- ren. Erkenntnisse der aufsuchenden Tätigkeit im Bahnhofsviertel und die Ermittlung der Bedarfslage von szenezugehörigen Gruppierungen und Einzelpersonen könnten auch in die gesamtstädtische Arbeit in dem Stadtraum einfließen. Mit Blick auf das Sicherheitsempfinden im Bahnhofsviertel steht das Quartiersmanagement mit der Polizei und der Ordnungsbehörde in e inem regelmäßigen Austausch. Das Quartiersmanagement hat die unterschiedlichen Bedarfe einer „aufsuchenden Szenebegleitung Stadtraum Hauptbahnhof / Br e- mer Platz“ erfasst und in einem Arbeitsansatz zusammengeführt. Um einer umfangreichen Aufgabenstellung i m gesamten Stadtraum Hauptbahnhof / Bremer Platz nachzukommen und die nachhaltige Etablierung des Bremer Platzes zu gewährleisten, könnte eine aufsuchende Sozialarbeit in Form einer Szenebegleitung mit 1,0 VZÄ eingerichtet werden. Hierfür wären Mittel in H öhe von jährlich ca. 66.730 € erforderlich. Aus Sicht der Verwaltung könnte der A r- beitsansatz des Quartiersmanagements um eine aufsuchende Szenearbeit erweitert werden. Die Verwaltung wird sich damit im Rahmen der Aufstellung des Entwurfs des Haushalts - und Stellen- plans 2021 befassen. - 4 - V/0206/2020 Zu 3.: Der Zwischenbericht des Quartiersmanagements für den Stadtraum Hauptbahnhof / Bremer Platz wird zur Kenntnis genommen. Der Rat hat die Verwaltung am 13.12.2017 damit beauftragt, ein Quartiersmanagement für den Stadt- raum Hauptbahnhof / Bremer Platz einzurichten (vgl. Vorlage V/0898/2017) . Mit der Vorlage V/0464/2018 wurde das Konzept des Quartiersmanagements am 04.07.2018 erläutert und vera b- schiedet. Das Quartiersmanagement ist mit 1,5 Vollzeitäquivalenten zum 01.07.2 018 gestartet und organisatorisch dem Sozialamt zugeordnet. Mit dieser Vorlage legt die Verwaltung einen Zwischenbe- richt zum Quartiersmanagement für den Stadtraum Hauptbahnhof / Bremer Platz vor. Er ist dieser Vorlage als Anlage 3 beigefügt. Zu 4.: Die Ve rwaltung wird beauftragt zu prüfen, inwieweit ein größtmöglicher Anteil der auf der Bahnhofsostseite ebenerdig vorgesehenen 400 Fahrradabstellplätze nur in Randbereichen, im dire k- ten Umfeld und /oder in bahnhofsnahen Angeboten möglich ist, die stadtraumver träglicher sind als eine Anordnung auf dem Bremer Platz. In der Ausschreibung zum Investorenverfahren Bahnhof Ostseite waren 400 gebührenfreie Abstel l- möglichkeiten auf dem Bahnhofsvorplatz vom Investor gefordert. Die Abgrenzungen der Ausschre i- bung sahen ü ber das eigentliche zu verkaufende Grundstück hinaus einen Planungsraum für den Bahnhofsvorplatz vor, der bis an die Hinterkante der Nebenanlagen der Bremer Straße reicht. Im wei- teren Verfahren ist dieser Planungsraum dann für den Nachweis der Abstellmögli chkeiten in A n- spruch genommen worden. Daher war im Rahmen der Aufgabenstellung für den Workshop auch ein Vorschlag für Abstellmöglichkeiten gefordert. Die Auswertung der eingereichten Arbeiten und auch der Hinweise aus dem Werkstattverfahren hat jedoch gezeigt, dass es eine Vielzahl an Nutzungsanforderungen an den Bremer Platz gibt. Auf Grund der begrenzten Größe des Platzes verhindert die vorgegebene Anzahl von 400 Fahrradstel l- plätzen die bauliche Ausformulierung des Bremer Platzes als einen „Platz für Alle“. Daher ist eines der Erkenntnisse des Verfahrens, dass versucht werden soll, möglichst viele dieser Stellplätze in u m- liegenden Bereichen unterzubringen. So ist z.B. auch intensiv zu prüfen, unter welchen Bedingungen eine für die Nutzer kostenfreie St ellplatzanlage für Fahrräder im Erdgeschoss des angrenzenden Parkhauses der WBI angeboten werden kann. Zu 5: Die Verwaltung wird beauftragt, die Soester Straße in das Gestaltungskonzept des Bremer Platzes einzubeziehen. Im Rahmen des Werkstattverfahrens wurde deutlich, dass eine ganzheitliche Gestaltung des Stad t- raumes „Bremer Platz“ nur möglich ist, wenn die angrenzenden Straßenräume in den Planungsraum mit einbezogen werden. Daher soll die Soester Straße inclusive der angrenzenden Stellplätze mit in die Entwurfsplanung einbezogen werden. In welchem Umfang dann tatsächlich Anpassungen erfo r- derlich werden und welche Auswirkungen die Gestaltungsmaßnahmen haben, wird im Rahmen der Vorlage zum Baubeschluss dargestellt. Zu 6.: Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass Finanzmittel für Bau, Unterhaltung und Betrieb einer Unisex- Toilette mit Pissoir auf dem Bremer Platz erforderlich sind. Im Rahmen der Neuplanung des Bremer Platzes ist auch eine Verbesserung der Toilettensituation vorgesehen. Eine funktionale Lösung wird in den Interessengruppen des Quartiersmanagements wei- terhin kontrovers diskutiert. Als Ergebnis mehrerer Gespräche mit den Interessengruppen, der Polizei und der Ordnungsbehörde am Runden Tisch wurde festgestellt, dass eine Nutzung nur durch die Szenen im Fokus stehen sollte, von einer Diskussion um eine öffentliche Nutzung sollte Abstand g e- nommen werden. Andere Nutzergruppen, wie zum Beispiel Anwohner/ -innen, Reisende oder Pendler finden Möglichkeiten außerhalb des Parks. Die Position von Toiletten so llte entsprechend im Bereich - 5 - V/0206/2020 des Szene-Aufenthaltes liegen. Eine Installation im öffentlichen Raum setzt voraus, dass diese leicht zu pflegen und vandalismushemmend konzipiert sein sollte. Eine geschlossene Kabine wäre zwingend nur in Verbindung mit einem Betriebskonzept umzusetzen. Neben der betriebsbedingten täglichen Pflege wäre zu erwarten, dass eine regelmäßige Beaufsicht i- gung erforderlich sein würde. Ergänzend könnte ein Urinal in einfacher Bauweise, in einer offenen Konstruktion ohne Rückzugsmöglich keit umgesetzt werden, mit dem die Nachteile des aktuell vo r- handenen Pissoirs behoben würden. In Verbindung mit einer sanitären Anlage sollte auch eine sep a- rate Trinkwasserversorgung der Szene auf dem Platz gewährleistet werden. Zusammenfassung: Diese benannten Maßnahmen stellen eine Voraussetzung dar, um eine Planung in Auftrag zu geben, die eine nachhaltige Gestalt und Funktionsfähigkeit, Nutzbarkeit sowie Sicherheit der Anlage für alle Besuchergruppen gewährleisten kann. Nur eine reine Neugestaltung der Parkanlage mit landschaftsarchitektonischen Mitteln kann die spezi- fischen Anforderungen an den Freiraum nicht dauerhaft erfüllen. Hier sind genauso Belange der So- zialarbeit, des Quartiersmanagements sowie der öffentlichen Sicherheit und Ordnung gefragt. i.V. gez. gez. gez. Peck Wilkens Denstorff Stadtrat Stadträtin Stadtbaurat Anlagen: Anlage A Anlage 1: Vorentwurf Büro brandenfels landscape+environment mit 1a: Lageplan M.500, 1b: Lageplan M.200 und 1c: Isometrie Anlage 2: Empfehlung des Werkstattbeirates Bremer Platz Anlage 3: Zwischenbericht des Quartiersmanagements für den Stadtraum Hauptbahnhof / Bremer Platz
Anlage A
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Anlage A zur V/0206/2020 Kurzüberblick In der Vorlage werden Vorschläge und Anforderungen, die sich aus dem breit aufgestelltes Bür- gerbeteiligungsverfahren (Werkstattverfahren) zur Grünanlage Bremer Platz ergeben haben, auf- gegriffen. Dabei handelt es sich vor Allem um Finanzielle und personelle Aspekte zum Quartiers- management, zur Sozialarbeit vor Ort und zur geplanten Toilette. Zudem wird die Fragestellung, wie viele Fahrradstellplätze letztlich direkt auf dem Bremer Platz angeordnet werden müssen, thematisiert. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Mit der Vorlage werden folgende Ziele aus dem Integrierten Stadtentwicklungs- und Stadtmarke- ting-konzept Münster (ISM) verfolgt: Wir werden das unverwechselbare Stadtbild bewahren und die City als Ort der Begegnung, als Marktplatz und als Motor der Stadtentwicklung stärken Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwi- ckeln: mit hoher Umwelt- und Naturqualität mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft Wir werden Münster auf der Basis unserer Geschichte und des Prinzips von „Toleranz durch Dialog“ zu einer weltoffenen Stadt weiterentwickeln Das Teilziel gem. Investitionsmaßnahme in der Produktgruppe 1301 lautet: 5360 ÖG Bremer Platz Die Zielerreichung ist durch einen Beitrag zum sozialen Ausgleich zwischen den unterschied- lichsten Akteuren auf und rund um den Bremer Platz gekennzeichnet. Es soll ein von Toleranz geprägtes Mit- und Nebeneinander der verschiedensten Bevölkerungsgruppen gefördert werden. Finanzierung Produktgruppe: 1301 Grün- und Freiflächen Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja Nein Auswirkungen auf den Finanzplan X Ja Nein Im beschlossenen Haushaltsplan 2020 enthalten? Ja Nein X teilw. Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig X überwiegend freiwillig vollständig frei- willig Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Der Bremer Platz ist eine stark frequentierte Grünfläche in Bahnhofsnähe. Er wird von Menschen unterschiedlichsten Alters, Herkunft und sozialem Status besucht. Mit einer Neugestaltung soll die Nutzung für breite Bevölkerungsschichten attraktiver werden. Als Grünfläche ist sie für das Klima im stark verdichtete Ostviertel von Bedeutung. Insgesamt sind daher die Querschnittsthemen Demographie, Gleichstellung, Klimaschutz und Migration betroffen.
Beratungsverlauf (7)
Beschluss: mehrheitlich geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungBeschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungBeschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungOrte (6)
- Soester Straße
- Johanniterstraße
- Dortmunder Straße
- Bremer Platz 29
- Schaumburgstraße
- Bremer Straße
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Details
- Aktenzeichen
- V/0206/2020
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 18.03.2020
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37